fict S. CEI THU 17 OF 1980. Gb 931 10000 Anna Phacher uefer Schwvanebat. 1882. EST 786 518 18-38 180 280 107 IS& Spainidinsi 80 120 16 01 S 8801 16 71- er 1802 at 81+1 OBORNE& SIS 408 ETI 31 se 800 BER 018 Zea MOR 0000 Gee Halberstadt OSchmidt Halberstädtisches Kirchen- und HausGesang- Buch, darinnen Dr. Martin Luther's sel. und Andrer geistreiche und erbauliche Lieder enthalten sind, nebst einem Gebet- Büchlein. Mit Genehmigung des Königl. Consistoriums der Provinz Sachsen revidirt und mit einem neuen Anhange zum Druck befördert. Munde meinem Bar int foll- imens Sein Lob Mit Königl. Preuß. allergnädigstem Privilegio. Halberstadt, verlegt von Ernst 3iegler's Erben 1879. Gb 931 Sk 499 dintrud grading onde ng maljad dau Univ.- Bibl. Giessen bilchisgnis new asi on noiss& sid pi dys apán naging 191914 tim m3 notisdalt nelly ispis non cfTN FISSOJASLINE 463198 1947 nisempulli bistriss homanaifiusitt and salmidip and sun dalasisur bord nur nimadiso, al padalin hornbill sjard med din Unipo numudsnice gap and she ngr dans sinu stredie si mai inisin staal telişd) budnose), schimba on siis and allodis paup mismo nomisti a mlolis 021 972 mi atid misdroš biad( bun schiered pinisto mohior dun mients is si ned bespitin and mode) nou product and din stisdag ned redopisc ist bun junand lip 190 sd& spalle Jod fese bildiys of tumand andeid spa retard sur eder inde es mod pudsniff mi1002 1001 116 mui1olilnod and J19903016 790) ÖFFC 18 für das Gesangbuch des Fürstenthums Halberstadt daß Bedürfniß einer neuen Auflage hervortrat, durften wir dasselbe nicht ohne vorhergängige sorgsame Revision seines Inhalts hinausgehen lassen. Es erschien uns dies um so mehr als Pflicht, als diese Sammlung aus dem Schaße deutscher Kirchengesänge zu den reichsten und besten zählt und seit länger als einem Jahrhundert sich in weiten Kreisen segensreich bewährt hat, andererseits aber auch im Laufe der Jahre zahlreiche Fehler und Irrungen sich in dieselbe eingeschlichen hatten. Bei dieser Revision kam es zunächst darauf an, die Liederterte von den eingedrungenen Fehlern und Entstellungen zu reinigen und hier und da Anstöße mit leiser und schonender Hand zu beseitigen, auch in die Bezeichnung der Melodieen mehr Gleichmäßigkeit zu bringen. Sodann aber auch darauf, eine Reihe minder werthvoller und von der Kirche als ihr Eigenthum nicht aufgenommener Dichtungen auszuscheiden und dafür andere eintreten zu lassen, welche einem so werthvollen Buche nicht fehlen durften und darin oft schmerzlich vermißt wurden. Den mit diesen Aufgaben verbundenen umfangreichen und mühevollen Arbeiten haben, unter Leitung einer aus unserer Mitte bestellten Commission, Geistliche aus den Gemeinden des Fürstenthums Halberstadt sich bereitwillig unterzogen; und wenn es gelungen ist, das Revisionswerk erfolgreich in verhältnismäßig kurzer Zeit zu vollenden, so verdanken wir dies wesentlich der Treue und Sachkunde dieser Männer, welche aus warmer Liebe für die Sache dem schwierigen Werke ihre ganze Hingebung und Sorgfalt gewidmet haben. So erscheint nun, nachdem die Vorarbeiten unsere Genehmigung erhalten, das alte und vortreffliche Gesangbuch( dessen legte Bearbeitung bereits im Jahre 1740 erfolgt war) in seinen Gemeinden in einer erneueten und reichern Gestalt, bereichert auch durch den gebesserten und vermehrten Anhang von Gebeten und sonstigen Beigaben. Möge es dem Herrn gefallen, darauf auch ferner Seinen Segen zu legen, wie dieser Segen bisher darauf so reichlich geruht hat. Magdeburg, den 29. Mai 1855. Das Consistorium der Provinz Sachsen. Möller, Nöldechen. IV Gnade und Friede von Gott unserm Vater und unserm Herrn Jesu Christo scy mit Euch Allen! Amen. Mit einem solchen apostolischen Doppelgruße begiebt sich dieses alte seit länger als hundert Jahren die Seelen zu segnen gewohnte Kirchenliederbuch in die Gemeinden und in die Hände seiner Leser. Es wünscht ihnen Gnade, denn was Pf. 89, 2. geschrieben steht, das hat es in der Kirche schon lange gethan, und das verspricht es auch ferner zu leisten: „ Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich und seine Wahrheit verkündigen mit meinem Munde für und für!" Und wie einst die siebenzig Jünger von ihrem Herrn Befehl empfangen hatten, in die Häuser seinen Frieden zu tragen dergestalt, daß derselbe über jedem Kinde des Friedens bleibe, so betritt auch dieses Buch die Schwellen der Christenhäuser mit der Benedeiung: Friede sey mit Euch! so schwebt es mit seinen alten Gesängen über dem ganzen Fürstenthume, und seine Saitenspiele tragen durch Städte und Dörfer den Gruß( 2. Theff. 3, 16.) „ Er, der Herr des Friedens, gebe euch Frieden allenthalben und auf allerlei Weise!" Und wie es von Gnade und Frieden singet, so mehret und versiegelt es auch diese Gaben des Herrn in Allen, welche durch die Kraft des heiligen Geistes schon in der Gnade stehen und den Frieden Gottes bewahren. Aber es ist durchweg nicht mehr das alte, unveränderte Buch, wie es beschaffen war zur Zeit unserer Väter. Das wird jeder Leser nach kurzer Vergleichung gewahr; darüber können auch Bedenken in die Seele frommer und gläubiger Christen kommen, und daher möge hierzu etwas gesagt werden, was dem Gesangbuche auch in der neuen Gestalt eine freundliche Aufnahme sichern kann. se Veränderungen mußten nothwendig eintreten, denn in den Sap und in die Abdrücke waren nach und nach unzählige Fehler eingeschlichen, auch in viele unserer alten Kernlieder waren theils absichtslos, theils aus guter aber nicht probehaltiger Meinung, an einzelnen Stellen Lesearten eingelaufen, welche dem ersten Verfasser völlig fremd gewesen endlich aber fanden sich sowohl in der Hauptsammlung als hauptsächlich in dem Anhange eine Anzahl Lieder vor, deren Dichtern es nicht gelungen ist, in der evangelischen Kirche sich einen Namen zu gründen und ihren Werken einen festen Wohnsig in den Herzen und auf den Lippen unserer Gemeinden zu verschaffen; und in diesem Falle mußte es für angemessen und heilsam erachtet werden, die Abänderungen, welche an diesen Gesängen selbst gar nicht anzubringen waren, darin bestehen zv V lassen, daß man sie selbst entfernte und an ihre Stelle eine fast gleiche Anzahl guter, die Lehre und das Bekenntniß der evangelischen Kirchen wahrender Lieder, aus alter und neuer Zeit, eintreten ließ. Es musste dabei jedoch darauf Bedacht genommen werden, daß für die Besitzer der alten Ausgaben, die in vielen tausend Abdrücken in den Häusern und in den Schulen verbreitet sind, nicht die Nothwendigkeit einträte, sich sofort ganz neue Bücher anzukaufen, und daß andererseits durch die neu auf genommenen Gesänge nicht Störungen in die kirchliche Andacht gebracht würden. Es sind daher in das Hauptbuch neue Lieder gar nicht auf. genommen*), auch in denselben die Nummern nicht abgeändert worden, sondern es findet sich auch da, wo ein Lied ausgefallen ist, die alte Nummer noch angezeigt. Von dem jetzigen Anhange hingegen, welcher unter den Nummern 841 bis 1050 die aus den bisherigen Anhängen beibehaltenen Lieder und die neuen Zugaben, nach den Rubriken des Hauptbuches geordnet, in sich faßt, wird die Verlagshandlung alsbald einen besonderen Abdruck für einen billigen Preis besorgen und verkaufen. Was die sonst vorkommenden Umänderungen in bekannten und hochgehaltenen Liedern anlangt, so ist nicht zu fürchten, daß sie Anstoß geben und Störungen veranlassen werden. Denn fürs Erste sind dergleichen Besserungs- Verfuche oder Berichtigungen nur in seltenem und dringendem Falle angewendet worden, weil man sehr wohlweiß, daß der mit seinem Gesangbuche von Jugend auf vertraute Christ in der Regel auch die Kernlieder auswendig hersagen kann und daher nicht ohne Beirrung bleibt, wenn das Kirchengesangbuch jetzt anders lautet, als der Vorrath in seinem Gedächtniß, zumal wo er, was dech mitunter der Fall, für die ihm liebgewordene alte Leseart sich auch eines guten Grundes in feiner Seele bewußt ist. Sodann aber und Zweitens sind, wo Nachhülfen und Correcturen unvermeidlich waren, in den meisten Fällen solche Umänderungen angenommen worden, welche bereits in Gesangbüchern von ernstem, gläubigem und kirchlichem Gepräge Einlaß gefunden hatten. Eher möchte von einer andern Seite her ein ungünstiges Ürtheil darüber zu erwarten seyn, theils, daß noch immer eine gute Anzahl von Liedern sich in dem Buche findet, über welche der Bildungsstand unsrer Tage sich, wie behauptet wird, längst erhoben hat; theils, daß in den nicht mit Unrecht beibehaltenen Liedern immer noch Ausdrücke und Wortformen stehen geblieben seyen, deren Entfernung Mancher vielleicht gern gesehen haben würde. Es wird jedoch schwerlich jemals möglich seyn, für Herausgabe eines mit Abänderungen versehenen Gesangbuchs die allgemeine Zustimmung auch aller wohlgesinnten und ERL d) Mit alleiniger Ausnahme des Liedes Nr. 471. #appis VI gläubigen Leser sich zu verschaffen; denn was uns in Kirchenliedern gefällt oder mißfällt, das hängt in der Regel an so zarten und kaum merklichen Fäden der einzelnen Seelen, daß man ein Unrecht bes geht, wenn man auf diesem Felde allgemeine Geseße erstreiten will. Vielleicht aber dürfte es zur Sache dienlich seyn, bei der hier vorliegenden Arbeit folgende Erwägungen nicht außer Acht zu lassen: 1. die Aufgabe lautete gar nicht dahin, ein neues evangelisches Gesangbuch für das Jahr 1855 zu sammeln und aufzustellen, sondern es mußte darauf ankommen, ein altes, mehr als hundertjähriges, aber seinem Hauptinhalte nach vortreffliches und in die Herzen der Bewohner eines ganzen Fürstenthums tief eingewachsenes Gesangbuch so zu erhalten, daß das Gefühl in den Gemeinden bliebe, es sey dasselbe noch vorhanden, und darum mußte Manches in dem Geleite mitgehen, was man sonst wohl abgewiesen hätte. 2. Es können bejahrte und würdige Leute in ihrer altmodigen Tracht bei uns auf- und abwandeln, und wir begrüßen sie dann vielleicht um so herzlicher. Nur eine unanständige oder lächerliche Kleidung wünschen wir von den Greisen entfernt zu sehen, welche wir lieb haben. Daraus läßt sich auf die Lieder eines alten Gesangbuchs die Anwendung leicht machen und erkennen, welche Umänderungen nothwendig zu nennen sind und welche nicht. 3. Es finden sich in den ältern Kirchenliedern häufige Beziehungen auf Begebenheiten und Personen der heiligen Geschichte und auf geheimnisvolle und tiefe Lehren unsers Glaubens. Von dem Verständnisse dieser Beziehungen sind in der That nicht wenige Genossen unserer Zeit fast ganz oder doch theilweise abgekommen, und es ist eine natürliche Folge hiervon, daß solche Richter, anstatt dergleichen Stellen auf die Umstimmung ihres inwendigen Menschen wirken zu lassen, ihr Wohlgefallen entschieden von demselben abwenden und der Meinung find, man müsse eilen, sie auf die Seite zu schaffen. Wer aber or solchen Ausstellungen und Wünschen nachgeben wollte, der würde sich an einem sehr ehrenvollen Theile der Gemeinde Gottes sschwer versündigen, und hier droht gerade den Gesangbuchs herausgebern die größte Gefahr. dnu 9d1938 e re Glücklicherweise tritt aber bei den ersten und höchstgestellten Liederdichtern der evangelischen Kirche der Fall nur selten ein, daß viele und gewichtvolle Stimmen sich dahin vereinigen, man müsse an ihren Gesängen bedeutende Veränderungen vornehmen. Ein einziges Mal ist während der ganzen vorliegenden Arbeit ein Zweifel VII bei einem Liede entstanden, welches den Heerführer unserer gesammten Kirchenliederdichter zum Verfaffer hat, den Mann, welcher vielleicht mit jenem von Gott geweihten Sänger sagen durfte( Ps. 45.) mein Herz dichtet ein feines Lied; ich will singen von einem Könige; meine Zunge ist ein Griffel eines guten Schreibers." Ich denke hier an das bekannte Adventslied von Dr. Luther( Halberstädtisch. Gesangb. Nr. 9.)„ Nun komm der Heiden Heiland!" Ob man dieses Lied unverändert abdrucken lassen, oder ob man eine Umarbeitung versuchen, oder ob man dasselbe aus dem kirchlichen Gebrauche gänzlich entfernen solle? über diese Fragen können die Aussprüche gleich achtungswerther und gleich sachkundiger Männer in der That verschieden seyn. Die Entscheidung ist, ohne eine entgegenstehende Ansicht bekämpfen und verwerfen zu wollen, dahin ausgefallen, dieses Lied als ein altes Denkmal der uranfänglichen Liederverdeutschung unberührt stehen zu lassen, dagegen aber das entsprechende, leichter verständliche und fangbare Lied von J. Frank:„ Komm, Heiden- Heiland, Lösegeld zc. Nr. 846, in den Anhang aufzunehmen. Wenn man in Betracht ziehen will, daß der Dank der evangelischen Kirche dafür, in Luther den Ersten zu verehren, der im Jahre 1523 Kirchenlieder für dieselbe gesammelt hat, anfänglich so weit gegangen ist, anzuordnen, daß keine andern Lieder, als die in Dr. Luthers Gesangbuche befindlichen, in der Kirche gesungen werden sollen: so wird man sich erflären können, warum jetzt wenigstens Bedenken gehegt worden sind, über ein von Luthers Verdeutschung herrührendes und von je an zur Sammlung gehörendes Lied das Urtheil der Ausstoßung auszusprechen. Diese wenigen Bemerkungen werden hoffentlich dazu dienen, der nachfolgenden Sammlung einen leichtern Eingang in den Gemeinden zu verschaffen, und dazu sind sie niedergeschrieben worden. Dem Herrn aber sey Dank und Ruhm in der Gemeinde für die Behütung und frische Ausstattung dieses Buches! Er, der Herr, geleite dasselbe ferner in die Kirchen und Schulen, in die Häuser, in die Gebete und in die Herzen der evangelischen Christenheit dies ses Landestheils, und lasse von dem Feuer der Andacht, welches an allen vorgenannten Orten sich als ein Opfer entzündet, auch etliche Gnadenfunken der Freude und des Trostes in die Seelen derer fallen, denen die Vollendung dieser Arbeit ein Gebetswerk und daneben eine stete Uebung des Fleißes und der Geduld gewesen ist! Magdeburg, den 29. Mai 1855.mimit alltidrop anu slaid Der General- Superintendent für die Provinz Sachsen. istisa nis tisdal neditopsi D. Möller. 19 dis Splas VIII Inhalts- Verzeichniß I. Adventslieder. Beim Anfange des neuen Kirchenjahres: Nr. 841-844. Christi Ankunft, Advent: Nr. 1. 5. 7. 8-15. 845-850. Am Tage der Verkündigung Mariä: Nr. 2-4. Weihnachtslieder: Nr. 16-48. 851-853. III. Auf das neue Jahr, Nr. 49-60. 854. 855. 860. IV. Von Jeju Namen, Aemtern und Wohlthaten, Nr. 61-96. 856-864. II. V. Christi Erscheinung, Epiphan.: Nr. 97-99.865.958. VI. Am Tage der Reinigung Mariä, Darstellung Christi: Nr. 100-103. 866. VII. Passionslieder. Nr. 105-155. 867-872. Charfreitag: Nr. 113. 119. 134.135. 139. 143. 145.871. VIII. Dsterlieder: Nr. 156-180. 873-878. IX. Himmelfahrtslieder: Nr.181-195.879.880.941.950. X. Pfingstlieder: Nr. 196-217. 881-884. 959. XI. Von der heil. Dreieinigkeit: Nr. 218-236. XII. Am Tage Johannis des Täufers: Nr. 237-242. XIII. Am Tage der Heimsuchung Mariä: Nr. 243-247. XIV. Am Tage Michaelis: Nr. 248-254.17XXXXV. Katechismus- Gesänge. a) VomGesetz: Nr.255-262. b) Vom Glauben: Nr. 264-270. 888-893. c) Vom Gebet und Vater Unser: Nr. 271-281.894-896, XVI. Von der heiligen Taufe: Nr. 282-287. 897-900. Erneuerung des Taufbundes, Confirmation: Nr. 901-905. XVII. Buß-, Beicht- und Absolutions- Gesänge: Nr. 288-337. 906-913.90s hisisa VIII. Von der Rechtfertigung und ihren Früchten: Nr. 338-366. 914-918. XIX. Vom heil. Abendmahl: Nr. 367-388. 919-922. XX. ob- und Danklieder: Nr. 389-419. 924-929. XXI. ieder auf alle Tage in der Woche: Nr. 420438. 930-943. XXII. Vom Worte Gottes und der christlichen Kirche: Nr. 439-470. 944-948. ats Christus, das Haupt der Kirche: Nr. 949-955. Ausbreitung des Reiches Gottes auf Erden: Nr. 956-961. XXIII. Von den drei Hauptständen der Christenheit* Nr. 471-479. 962-972. FLIX XXIV. Von göttlicher Regierung und christlichem Leben: Nr. 480-578. 973-986. XXV. Trostlieder: Nr. 579-652. 987-1001. XXVI. Betlieder in gemeiner Noth: Nr. 653-659 1002. 1003. fe XXVII. In Kriegszeiten: Nr. 661-664. 1004. XXVIII. In Pestzeiten: Nr. 665. XXIX. In Theuerung und Hungersnoth: Nr. 669. XXX. Für die Früchte des Landes: Nr. 671-680. 1005 bis 1007. 8 XXXI. 3ur Zeit des Ungewitters: Nr. 681-683. 1008. XXXII. Vom menschlichen Elende und Verderben: Nr. 263. 684-698. 1009. XXXIII. Bom seligen Zustande der wahren Christen: 1861Nr. 700-716. 1010-1011. XXXIV. Vom Tode und der Auferstehung: Nr. 7178.08 766. 1012-1023. deilataam HELS XXXV. Vom jüngsten Gerichte: Nr. 768-775. 1024. XXXVI. Vom Himmel und ewigen Leben: Nr. 776-781. S1025-1032. XXXVII. Von der Hölle und ewigem Tode: Nr. 782 XXXVIII. Morgenlieder: Nr. 786-808. 1033 1041. XXXIX. Abendlieder: Nr. 809-829. 1042-1046. XL. Tischlieder: Nr. 830-840. 1047-1049. 008-488 Schlußlied: Nr. 1050. 000--108.18S sese 200--100.: netomino0 dd 2893 emais- naitulo Beigaben: 1. Geistreiches Gebet- Büchlein: Seite 1-29. 2. Die Episteln u. Evangelien mit Liedernummern: S. 30-97 3. Die Leidensgeschichte Jesu: S. 98-109. 4. Zerstörung der Stadt Jerusalem: S. 110-117. 5. Morgen- und Abendgebete auf alle Tage in der Woche: S. 117-125.90903 6. Tischgebete: S. 125-126. 7. Der kleine Katechismus Dr. Luther 8: S. 127-144. 8. Bibel- esetafel: S. 145-149. Die gewöhnlichen Verse auf alle Sonn- und Festtage. Seenit audio un sist 180 tisdroid@ s had it.IXA nsoista Ste se X Busammenstellung der Lieder des Gesangbuchs nach ihrem Inhalte und dem Lehrbegriffe unserer evangelischen Kirche geordnet. §. 1. Der ganze Lehrbegriff unserer evangelischen Kirche gründet sich gründet sich sop in dem Worte Gottes. a) Von dessen Vollkommenheiten handelt Nr. 454. Von dessen Klarheit besonders Nr. 344, v. 9. und Kraft Nr. 442, v. 5. 944. b) Von dessen Erhaltung Nr. 439. 447. 462, v. 9. 344, v. 8. c) Von dessen Ausbreitung Nr. 452. 459. 460. 462. 956. 964. d) Von der rechten Anwendung desselben Nr. 445. 450. 459. 461. 468. 469. 267, v. 4. 262. e) Von der Verachtung desselben Nr. 441. 442. 455. 456. 773. f) Von dessen Eintheilung in Gejeg und Evangelium. Vom Gesetz handeln die Lieder Nr. 256 bis 261. Vom Evangelio handeln die Lieder unter dem Titel vom Glauben Nr. 265.888-890, und unter and. Titeln, besonders die, darinnen der ganze Nath Gottes von unserer Seligkeit vorgest. wird: Nr. 146. 149. 348. 356. 360. 622. 365. 344. 915. 338. 339. 916. 914. 918. 345. g) Von dem kurzen Inbegriff des Wortes Gottes, nämlich dem Catechismus und der Augsburger Confeffion. Den Catechismus enthält Nr. 255. die Catechismuslieder stehen in Rubriken XV. XVI. XIX. und im Anhange Rubrik XII- XVI. h) Von wahren Liebhabern des Wortes Gottes handeln Nr. 262. 469. Vor der Anhörung des Wortes Gottes kann man brauchen Nr. 425. 426. 423. v. 16. 661, v. 7. 935 bis 939. Nach der Anhörung Nr. 427. 428. §. 2. Das Wort Gottes hat uns geoffenbaret: 1. Gottes Wesen und Eigenschaften. Diese werden in folgenden Liedern gefunden Nr. 233. 394. 406 414. 416. 247. 243. Von den Eigenschaften insbeson dere, als: a) Von der Ewigkeit und Unvers änderlichkeit Nr. 52. 696, v. 5. b) Von der Heiligkeit und Majestät Gottes Nr. 225. 227. 504. c) Von Gottes Allmacht Nr. 928. d) Von Gottes Allwissenheit und Allgegenwart Nr. 526, v. 2. 513. 978. e) Von der Weisheit Gottes Nr. 511. 488. 528. f) Von der Treue und Wahrhaftigkeit Gottes Nr. 925, v. 4. g) Von der Gerechtigkeit Gottes Nr. 410, v. 1. 2. art h) Von Gottes Liebe, Gnade und Barmherzigkeit, Geduld und Langmuth Nr. 916. 398. 399. 400. 405. 409. 410. 412. 415. 418. 488. 643. bis §. 3. Aus dem Worte Gottes lernen wir erkennen II. Das Geheimniß der heil. Dreieinigkeit. Von den drei Personen in der Gottheit und ihren Werken und Wohlthaten überhaupt handeln Nr. 218 bis 236. 549. 265. 267, v. 2. 390. 395. 396. 411. 462, v. 5. 888. 889. 890. 885. 886. 887.10 Tray 60 XI göttl. Ebenbilde Nr. 928. 263. 226. 389. 3. Von der Erhaltung und Regierung Nr. 401. 349. 398 400. 404. 405. 406. 409. 411. 412. 414. 415. 416. 418. 486. 487. 488. 490. 513. 516. 524. 527. 528. 532. 587. 598. 599. 607. 625. 627. 640. 642. 644. 645. 652. 1011. 4. Von dem Werke der Erlösung des menschlichen Geschlechts. Dabei man sehen muß a) Auf das menschliche Geschlecht, das einer Erlösung bedürftig ist Nr. 300. Dessen Zustand nach dem Fall beschreiben Nr. 263. 300, v. 2. 684 bis 699. 443. b) Auf den Erlöser. Ein solcher ist dem menschlichen Geschlechte unentbehrlich. Nr. 365. 343. 344. 345. 146. 149. Von demselben ist dreierlei zu bemerken: fortr §. 4. Das Wort Gottes giebt uns auch besondere Nachricht III. Von den Werken des mar Dreieinigen, 3191 206 CE 1196 und zwar von dem Werk einer jeden Person besonders, als: Von der Gnadenwahl; Schöpfung, Erhaltung, Regierung; Erlösung; Heiligung. hins 1. Von der Gnadenwahl Nr. 916. 915. ISS SC 3911910 2. Von dem Werke der Schöpfung überhaupt Nr. 891. 924. 414. 408. Besonders von der Schöpfung des Menschen zum + Dessen Person und beide pasi Naturen, die göttliche und menschliche sammt derselben Vollkommenheiten. Von den beiden Naturen in Chrifto handeln Nr. 2. 9. 16. 23. 29. 32. 34. 47. 346. 848. Von den Vollkommenheiten Christi. Hieher gehören die Lieder der 4ten Rubrik, aber auch Nr. 1. 7. 510. 544. 419. 413.88 088 Noch mögen hieher gerechnet werden die ihm in heil. Echrift beigelegten Namen.( Nr. 860.) XII Er wird genannt: Das Licht Nr. 22. 544, v. 2. Das Wort Nr. 23. Der Seelen- Bräutigam Nr. 2. 26. Wunderbar, Rath, Kraft zc. Nr. 39. 42. Das erwürgte Lamm Nr. 413. Ein geduldiges Lamm Nr. 116. Unser Hirte Nr. 65. 69. 393. 445. 706. ++ Sein dreifaches Mittler- Amt. Davon siehe Nr. 858. 950. Vom prophetischen Amte Christi besonders Nr. 858. Seine Lehre stellt dar Nr. 536. 539. 544. 615. 616. 917. Vom hohenpriesterlichen Amte Christi besonders Nr. 139. 909. 910. Siehe die Passionslieder und die das Versöhnungs- Blut Christi beschreiben. Nr. 106. 130. 142. 119. 153. 868. Dieses ist im alten Testamente vorgebildet durch die Opfer Nr. 153 und die erhöhte eherne Schlange Nr. 361. wie auch durch das Oster- Lamm. Nr. 160, v. 5. Bon Christi Thränen Nr. 906. Fürbitte Nr. 950. Vom föniglichen Amte Chrifti, seinem Reich und Regierung. Nr. 952, v. 1. 2. 10. 11. 98. 352. 849. 850. 950. 984. ttt Sein gedoppelter Stand der Erniedrigung und der Erhöbung, nach seinen verschiedenen Stufen. Zum Stande der Erniedrigung gehören din. a) Lieder von Christi Empfängniß und Menschwerdung oder von der Zukunft Christi ins Fleisch. Siehe die Adventslieder Nr. 1 c. 845-850. Unter diesen Liedern finden sich auch die Lieder von der geistlichen Zukunft ins Herz Nr. 40, v. 13. 48. 74. 84. 367. 856. Lieder von der Geburt Christi Nr. 16 bis 48. 851 bis 853. c) Lieder von der Beschneidung Chrifti, wobei der geistlichen Beschneidung gedacht wird. Nr. 59. d) Lieder von der Darstellung Christi Nr. 866. 100. e) Lieder vom Leiden, Tode und Begräbniß Christi. Siehe Rubrik VII. und Nr. 867-872. 942. Unter diesen handeln einige besondere Stücke ab, als: Vom Blute Chrifti Nr. 119. 153. Von den Leidens- Stunden Nr. 108, und legtem Gange Nr. 115.. Von den sieben legten Worten Christi Nr. 109. 110. 121. Von der leidenden Person Nr. 869. Von dem Haupte Christi Nr. 105. 139. Von den Händen Christi Nr. 132. Von den Füßen Christi Nr. 148. Von Tode und Begräbniß Christi Nr. 134. 135. 143. 871. 872. Zum Stande der Erhöhung gehören a) Die lieder von der Auferstehung Nr. 156 bis 180. 873 bis 878. b) Die Lieder von Christi Himmelfahrt, von seinem Sigen zur rechten Hand Gottes und seiner Herrlichkeit. Siehe Nr. 181-195. 879. 880. 849955. 959. 941. 5. Von dem Werke der Heiligung. Dieses wird dem Heil. Geiste zugeschrieben. Von dessen Person, Aemtern, Gaben und Wirkungen handeln die Pfingstlieder Nr. 196 bis 217. 881 bis 884. In dem Werk der Heiligung braucht der Heil. Geist Gnaden- Wirfungen und Gnaden- Mittel. = Gnaden Wirkungen sind: a) Die Berufung Nr. 97. 103. 303. 314. 581. 615. 616. 328. b) Die Erleuchtung Nr. 197. 205. 346, v. 3. 347, v. 4. 460. 498. 511. Die Kennzeichen der Erleuchteten Nr. 535. c) Die Wiedergeburt. Nr. 917. 325. Die Kennzeichen der Wiedergebornen Nr. 976. 536. d) Die Erneuerung Nr. 986. 66. 84. 94. 95. 133. 169. 257. 346. 347. 443. 480. 494. 498. 501. 503. 504. 510. 513. 519. 522. 526. 529. 537. 539. 542. 266. 366. 525. 552. Gnaden- Mittel find: * Das Wort Gottes. Siehe§. 1. ** Die H. Sacramente, als: † Die heil. Taufe. 282-287. 897-900. tt Das heil. Abendmahl. Nr. 367 Siehe Nr. XIII bis 388. 919-922.( Kranken. Communion: Nr. 923.) Vor und bei dem heil. Abendmahl Nr. 367. 368. 369. 370. 372. 373. 375. 376. 377. 919. 920. 921. 922. Nach dem heil. Abendmahl Nr. 173. 374. 378. 382. 387. 388. 371. §. 5. Aus dem Worte Gottes werden wir auch unterrichtet. IV. Vom Willen Gottes. Dieser ist summarisch in 4 Stücken begriffen. 1. In der Buße. 2. Im Glauben. 3. Im heiligen Leben und 4. Im geduldigen Leiden. 1. Von der Buße. Dawider sträubt sich die Welt und will sich deren nicht annehmen. Nr. 441. 455. 456. Rühmt sich indessen doch des wahren Christenthums und Glaubens. Siehe die angeführten Lieder und Nr. 444. Ein durch den Ruf Gottes erwedter Sünder aber bittet um ein bußfertig, gläubig und neugesinntes Herz Nr. 319. 687.366. Wendet sich in Erkenntniß seiner Sünden und tiefen Verderbens mit Furcht, Schaam und zerknirschtem Herzen zu Gott, suchet dessen Gnade, Vergebung der Sünden und Errettung vom Tode und von der Gewalt des Teufels, in Christo, Siehe Nr. 288-337. 906-913. 684698. 1009. 553. 358. XIV Dabei findet sich ein ernster Vorfaz, das Leben durch Gottes Gnade zu bessern. Nr. 320. 513, v. 7. 312, v. 15. 314, v. 6. 2. Vom Glauben handeln, und zwar: a) Von dessen Anzündung, Vermehrung und Befestigung Nr. 264. 266. 210, v. 1. 2. 893. b) Von dessen edlen Geschäften Nr. 353. 267. 270. 337. c) Von dessen Schwachheit Nr. 892. 264, 269. d) Von dessen Kampf unter mancherlei Anfechtungen Nr. 610. 593. 176. 977.980. 984. 744. e) Von dessen Stärke und Freudigkeit Nr. 603. 338. 342. 351. 362. 363. 364. 585. 608. 631. 542. 641. 640. 649. 651. 066 3. Vom heiligen Leben zeugen insgemein Nr. 480. 484. 504. 514. 517.518. 519. 522. 526. 529. 533. 536. 548. 574. 930. Solches wird geführet entweder nach dem auch Rubrik IV. und Nr. 359' 373. 384. 385. 856. 860. 861¹ 862. 863. 864. 979. Daraus entspringt zugleich die Verläugnung seiner selbst und der Welt Nr. 483. 514. 541. 546. 563. 538. 566. 584. 612. 570. 1009. 691. Zur Welt gehört Ehrgeiz, Geldgeiz, Wollust und der eitle Umgang mit derselben Nr. 485. 627, v. 5. 641, v. 10. 13, v. 5. Dagegen opfert ein Christ sich Gott redlich auf Nr. 524. 527. 542. 567. Ohne Gott und der Welt zugleich zu dienen. Nr. 489. 568. Vom Vertrauen auf Gott und der Hoffnung zu ihmic. Siehe Nubrit XXIV. von der göttlichen Regierung, und Nr. 973. 987. 988. 990. 991-1001. 585. 611. 614. 643. 550. Von der Furcht Gottes Nr. 478. Bom Robe Gottes und Dank für Auch Rubrik XI. XX. Vom Lobe Gottes und Dank für allerlei Gutes. Siehe die Lobund Danklieder in Rubrik XX. 925-929. Vorbilde Christi. Davon siehe Nr. 503. 510. 537. Von der Heiligung des Sabbaths Nr. 421-429. 932-940. 544.967.116. 117. 1010. 158, v. 7. bis 9. Oder nach den er heil zehn Geboten. ara Von der ersten Tafel bandeln die Lieder von der Liebe gegen Gott und Christum( Jesuslieder), und der daraus entstehenden Begierde und Verlangen nach ihin Nr. 491. 495. 496. 499. 507. 514, 515. 520. 530. 543. 545. 556. Siehe Von der andern Tafel handeln die Lieder: Von der Liebe des Nächsten Nr. 531. 564. 893. 975. 979. 985. 572. 154, v. 7. 346, v. 3. se Damit ist genau verbunden die Barmherzigkeit Nr. 551. 572, v. 2. 551, v. 7. Von der Demuth handelt Nr. 547 Von der Sanftmuth Nr. 623. Von der Geduld Nr. 116.117.597. Die andern Tugenden finden sich in den Liedern vom heil. Leben, von der Nachfolge Christi, wie auch von den h. zehn Geboten Nr. 458. Ein solch heilig Leben zu führen, ist nothwendig Nr. 497. 500. 4. Vom geduldigen Leiden. Die Lieder davon siehe Rubrik XXV. XXVI. Nr. 987-1001. §. 6. In der Beobachtung des Willens Gottes beweist sich das wahre Christenthum. Darin soll ein Christ Ernst beweifen Nr. 553. 557. 558. und be ständig seyn Nr. 561. 562. 626. 643. 639., auch im Guten zu wachsen suchen Nr. 521. 540. 930. 977. 980. Zu dem Ende soll er sorgfältig über sein Herz wachen Nr. 482. 318. 581. 769. 774 775. Eifrig streiten gegen die geistlichen Feinde Nr. 555. 559. 582. 583. 591. 596. Vor Zerstreuung des Gemüths sich hüten Nr. 560. 563. 275. Sich nicht durch Vorurtheile aufhalten lassen Nr. 986. 2c. 2c. 455. 456. 444. An die letzten Dinge gedenken Nr. 722. 768. 559, v. 8. 766. Sonderlich fleißig beten Nr. 758. 768. 894. 895. 896. Von der Gnade des Gebets handeln Nr. 272. 278. 895. Vom Gebet Christi handeln Nr.271 274. 276. 277. 280.281.1002. Dazu wird ermahnt in Nr. 894. 646. 648. XV Das Bild eines rechten Beters stellt dar Nr. 279. §. 7. Anzuzeigen sind noch besondere Bet- u. 2oblie= der auf gewisse Zeiten und Verhältnisse, als: 1. Aufs neue Kirchenjahr Nr. 841 bis 844. 2. Aufs neue Jahr Nr. 49-60. 854. 855. 860. 3. Auf alle Tage in der Woche Nr. 420. 930. 931. 421424. 932-934. 940. 430 431. 432. 433. 941, 434. 942. 435. 436-438. 943. 4. Des Morgens Nr. 786-808. 1033-1041. 932-934. 5. Des Abends Nr. 809-829. 1042-1046. 940. 943. 6. Vor und nach dem Essen Nr. 830-840. 1047-1049. 7. In gemeiner Noth und Landplas gen Nr. 653-659. 1002. 1003. In Kriegszeiten Nr. 661-664. Danklied für den Frieden Nr. 1004. In Pestzeiten bei Herannahen einer Seuche Nr. 665. Bei Theurung und Hungersnoth Nr. 669. 672. 8. Für die Früchte des Feldes. Bei dürrer Zeit um Regen Nr. 671. 676. Um Regen Nr. 673 680. Dank für Regen Nr. 1005. Bei schwerem Ungewitter Nr. 681. 682. Nach dem Ungewitter Nr. 1008.683. Um Sonnenschein Nr. 674. 679. 680. Erndtezeit Nr. 679. 675. 678. 924. Nach der Erndte Nr. 677. 1006. 1007. 408. 404. 398. 414. 415. XVI 9. Für besondere Verhält= nisse: Nach der Copulation Nr. 968. Wittwen und Waisen Nr. 971. Wiegenlied Nr. 972. Reiselied Nr. 974. 982. Lied eines franken Kindes Nr. 1015. Bei einer Kinderleiche Nr. 1022. 725. 751. Bei Einführung eines Lehrers Nr. 548, 1-3. 789, 7. 806, v. 4. 6. 7. 9. 808, v. 1. Bei Einführung eines Geistlichen Nr. 963. 468. Noch sind anzumerken die Betlieder für die 3 Haupt- Stände der Christenheit. Siehe dieselben Nr. 471-479.962-972. Unter denen herrscht ein großes Verderben Nr. 441. 451. 455. 456. 772. 689. 453. Denn es find nicht alle, die sich zur Christenheit bekennen, auch wirkliche und wahrhaftige Christen, sondern deren sind nur wenige Nr. 466. 467.442. 449. 497. 500. Ein jeder soll in dieser Absicht sich selbst prüfen Nr. 492. 270. Die wahren Glieder müssen viel' und große Verfolgung erdulden. Siebe die Lieder vom Kreuz und Leiden, oder Trostlieder und Nr. 947. 948. 949. 954. 955. 464. 470. 1001. Sie haben sich aber doch des göttl. Schußes zu getrösten Nr. 452. 446. 951. 1011. §. 8. Der legte Zweck des Wortes Gottes, warum es uns gegeben und warum Gott alles gethan hat, ist: uns in diesem und jenem Leben felig zu machen. Die Seligkeit dieses Lebens besteht in dem Besige alles dessen, was uns Christus erworben hat und der heilige Geist durchs Evangelium anbietet, und auch in rechter Ordnung wirklich schenkt. Hieher gehört: Die Rechtfertigung und Vergebung der Sünden, der Friede und die Vereinigung it Gott in Christo, die Kind= schaft Gottes, die Freude in dem heil. Geist 2c. Nr. 5. 8. 14. 15. 28. 31. 37. 40. 48. 88. 100 342. 350. 351. 354. 857. 1010. 360. 362. 363. 364. 367. 554. 595, 596. 345. 356. Noch gehören hierher die Lieder von Nr. 700-716. 1010. 1011. Weil der Schuß der heil. Engel und ihr Dienst, den sie den Gläubigen leisten, billig auch hierher bezogen wird, so kann auch Rubrif XIV. nachgesehen werden. Dahin gehört ferner: ein seliger Tod. Davon siehe Nr. 717766. 1012-1023. Eine fröhliche Auferstehung aus dem Grabe. Davon handeln die Lieder Nr. 738. 1025. Ein freudiges Aufsehen, am Tage des großen Gerichts und der Of fenbarung Jesu Chrifti: Nr. 768 775. 1024. Und endlich folgt die ewige Seligfeit. Die wird einigermaaßen beschrieben: Nr. 720. 763. 1026. 1028-1032. S. Rubr. XXXIV. Der Ungläubigen, Gottlosen und Heuchler Theil dagegen wird feyn der ewige Tod und die Verdammniß. Nr. 782. 1027. Schriftstellen oder Bibelgrund der Lieder. 1 Mof. 18, 23-32. Nr. 658. Psalm 91. Nr. 418. 1 Mof. 24, 31. Nr. 13. 92. Nr. 392. 2 Mos. 20, 1 2c. Nr. 256. 259.261. 1 Kön. 18, 21. Nr. 568. Psalm 1. Nr. 469. 6. Nr. 290. 308. 329. 602. - - - - 8. Nr. 397. 466. 12. Nr. 442. 14. Nr. 449. 15. Nr. 517. 23. Nr. 65. 393. 445. 706. 24. Nr. 849. 25. Nr. 545. 31, 1-6. Nr. 611. 32. Nr. 335. 709. 34. Nr. 399. - 37,5. Nr. 487. 488. 599. 39. Nr. 623. 46. Nr. 446. 452. 48. Nr. 946. 51, 12. c. Nr. 325. 498. 501. 552. 912. 62, 2. Nr. 620. 65. Nr. 675. 67. Nr. 224. 450. 69,7. Nr. 951. 73, 23 c. Nr. 514. 588. 639. 71-77. Nr. 609. -84, 13. Nr. 651. 86. Nr. 618. 90. Nr. 696. 1013. 90, 12. Nr. 766. - - - - - 39, 5. Nr. 766. 42. Nr. 495. 760. 999. Hoh. Lied 2, 16. 6, 2. Nr. 857. 45. Nr. 364. 3, 11. Nr. 2. Jes. — 100. Nr. 389. 103. Nr. 404. 410. 103, 15, 16. Nr. 720. 119. Nr. 262. 146. Nr. 394. 925. 147. Nr. 835. 150. Nr. 411. Spr. Sal. 16, 9. Nr. 528. 23, 26. Nr. 319. 119, 19. Nr. 981. 124. Nr. 947. 948. 127. Nr. 476. 477. 128. Nr. 478. 130. Nr. 298. 299. 300. 133. Nr. 564. 960.6. 7. 8. 139, 7. 2c. Nr. 305. 513. 145. Nr. 406. XVII Pred. Sal. 1, 2. Nr. 686. 30, 7-9. Nr. 578. 6, 1. 2c. Nr. 227. 9, 6. 7. Nr. 39. 42. 21, 11. Nr. 908. 28, 29. Nr. 652. 40, 1-8. Nr. 242. 49, 14. 15. Nr. 480. 1001. 53, 4-7. Nr. 114. 54, 10. Nr. 913. Jerem. 10, 23. Nr. 528. 14, 7. Nr. 671. 31, 20. Nr. 613. Ezech. 33, 11. Nr. 328. 656. Daniel 9, 16-18. Nr. 659. Hosea 2, 19. 20. Nr. 701, 713 6, 1. Nr. 617. XVIII Micha 7, 9. Nr. 606. Tob. 3, 6. Nr. 1012. Strach 23, 1-6. Nr. 550. 50, 24-26. Nr. 408. Sacharja 9, 9. Nr. 1. Matth. 1, 21. Nr. 96. 2, 1 2c. Nr. 99. 3, 13 2c. Nr. 282. 5, 1-12. Nr. 536. 6, 9 2c. Nr. 281. -6, 24. Nr. 489. 6, 25-34. Nr. 642. 7, 7-11. Nr. 894. -7, 15 2c. Nr. 463. - - - - - 11, 28. Nr. 337. 535. 544. 554. 615. 616. 15, 21-28. Nr. 593. 19, 6. Nr. 968. 21, 1-9. Nr. 1. 24, Nr. 773. Marc. 7, 37. Nr. 589. 25, 1-13. Nr. 769. 774. 775. 1024. 13, 37. Nr. 581. 2uc. 1, 26-38. Nr. 4. 26, 41. Nr. 318. 27, 50, 51. Nr. 134. 135. 1, 46. Nr. 243. 244. 246. 247. 1, 68-79. Nr. 237. 239. 2, 1-14. Nr. 40. 41. 2, 29. 32. Nr. 101. 103. 3, 4. 5. Nr. 850. 8,4 2c. Nr. 461. 468. 8, 43. Nr. 695. 10, 41. 42. Nr. 499. 13, 6-9. Nr. 844. 15, 2. Nr. 314. 338. 909. 910. Luc. 17, 5. Nr. 267. 18, 31 c. Nr. 115. 19, 41 2. Nr. 906. 21, 25. 26. Nr. 772. - 24, 29. Nr. 440. Joh. 1, 1. Nr. 23. 1, 23. Nr. 8. 850. 1, 29. Nr. 114. 3, 1. Nr. 917. 3, 14. 15. Nr. 361. 3, 16 2c. Nr. 339. 14, 23 2c. Nr. 428. 19, 5. Nr. 869. 19, 34. Nr. 764. Röm. 3, 28. Nr. 345. 5, 6-11. Nr. 130. 8, 31. Nr. 351. 8, 33. 34. Nr. 362. 1. Cor. 1, 30. Nr. 499. - - - — - - 5, 6. Nr. 169. - 13. Nr. 572. 985. - Ephef. 1, 3. Nr. 360. 2, 8. 9. Nr. 914. — - 6, 12. Nr. 169. Phil. 1, 21. Nr. 721. - 2, 12. Nr. 557. 558. Col. 3, 3. 4. Nr. 703. 1. Tim. 1, 15. Nr. 302. 2. Tim. 4, 7. 8. Nr. 539. 723. 1. Joh. 3, 1. 2. Nr. 702. Ebräer 10, 35-37. Nr. 597. - 11, 13. Nr. 981. Offenbarung 2. 3. 21, 7. Nr. 582. 2, 10. Nr. 561. 562. 634. - 7. 9-17. Nr 1032. 14, 13. Nr. 1031. 21, 2. 3. Nr. 1030. 22, 16. 17. Nr. 364. Vorbemerkung. Durch vorgedruckte große Sternchen* werden die achtzig Kirchenlieder des Regulativs vom Jahre 1854 bezeichnet, durch kleine dagegen, wie in äl eren Ausgaben, die Beschlußverse. I. Zur Adventszeit, und am Tage der Verkündigung Mariä. Sacharja 9, 9. Matth. 21, 1-9. M. Helft mir Gotts güte preisen. ( Aus meines Herzens grunde.) [ uf! auf! ihr reichsgeDer fönig vollem lasterlauf Auf arges seyd bedacht Und thut es ohne sorgen, Gar nichts ist ihm verborgen, Er giebt auf alles acht. 5. Seyd fromm, ihr unterthanen, Der könig ist gerecht; Laßt uns die weg ihm bahnen Und mas chen alles schlecht. Fürwahr, er meint es gut; Drum lasset uns die plagen, Welch er uns schickt, ertragen Mit unerschrocknem muth. 6. Und wenn gleich frieg und flammen Uns alles rauben hin, Geduld! weil ihm zusammen Gehört doch der gewinn. Wenn gleich ein früher tod Uns die uns lieb genommen: Wohlan! so sind sie fommen Ins leben aus der noth. 1. A noſſen, L. kommt heran! Empfaet unverdrossen Den großen vundermann! Ihr christen, geht erfür, Laßt uns vor allen dinen Ihm Hosianna singen Mit eiliger begier. 2. Auf! ihr betrübten herzen, Der könig ist sehr nah! Hinweg angst und schmerzen, Der helfer t schon da; Seht, wie so maner ort Hochtröstlich ist zu nenen, Da wir ihn finden können m nachtmahl, tauf und wort. 3. Auf, auf! ihr vielgeplagten, er för ist nicht fern; Seyd öhlich, ihr verzagten, Dort kommt er morgenstern; Der Herr will der noth Mit reichem troft euch eisen; Er will euch hülf erweisen nd dämpfen gar den tod. 4. Nun hört, ihr frechen fünr, Der könig merket drauf, enn ihr verlornen finder In [ 1. 1.j 7. Frisch auf in Gott, ihr armen! Der könig sorgt für euch, Er will durch sein erbarmen Euch machen groß und reich; Der an ein thier gedacht, Der wird auch euch ernähren; Was mensch n nur begehren, Das steht in seiner macht. 8. Hat endlich uns betroffen Viel kreuz, läßt er doch nicht Die, 1 2 Zur Adventszeit, welch auf ihn stets hoffen Mit tage seiner fröhlichkeit, Da sich rechter zuversicht. Von Gott kommt alles her, Der läsfet auch im sterben Die seinen nicht verderben; Sein hand ist nicht zu schwer. dieselbe hoch erfreut Bei seinen hochzeitehren. 2. Der könig, welcher so geschmückt, Tritt her aus seiner kammer, Ist Gottes Sohn, wir sind erquickt Durch ihn in unserm jammer; Die kron ist unser fleisch und blut,( Wie weh es auch dem satan thut), Darin er sich verfleidet. 9. Frisch auf, ihr hochbetrübten, Der könig kommt mit macht; An uns, sein herzgeliebten, Hat er schon längst gedacht; Nun wird kein angst noch pein, Noch zorn hinfür uns schaden, Dieweil uns Gott aus gnaden Läßt seine kinder seyn. 3. In dieser krone prangt der held, Der wahre Gott der ehren, Dem aus erbarmung nun gefällt, Dem elend abzuwehren; Persönlich er vereinigt sich mit menschlicher natur, für mich Und alle welt zu büßen. 4. Wenn Gott denn mensch und unser ist, Doch ohne sündentadel, So bin auch ich dadurch, Herr Christ, Geseßt in hohen adel; Der könig selbst hat ihm vertraut Mein arme seel, als liebe braut, In gnaden anzunehmen. 5. Er beut ihr himmlisch erb und gut, Verspricht sich aller treue, Bezeichnets hoch mit seinem blut, Wie daß ihm nichts gercue. Er schenket ihr des Geistes pfand, Befestiget der liebe band, Bis er sie heim wird holen. 6. Soll nun der könig lust an dir Und deiner schöne haben, Ach so vergiß der welt allhier, Meid ihre falschen gaben; Vor untreu hüte dich mit fleiß, Daß du erfülleft sein geheiß und liebe braut verbleibest. 10. So lauft mit schnellen schritten, Den könig zu besehn, Dieweil er fommt geritten Stark, herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, Den Heiland zu begrüßen, Der alles freuz verfüßen Und uns erlösen kann. 11. Der könig will bedenken Die, welch er herzlich liebt, Mit föstlichen geschenken, Als der sich selbst uns giebt Durch seine gnad und wort. O könig hoch erhoben! Wir alle wollen loben Dich freudig hier und dort. 12. Nun, Herr, du giebst uns reichlich, Wirst selbst doch arm und schwach; Du liebest unvergleichlich, Du jagst den fündern nach; Drum wollen wir allein Die stimmen hoch erschwingen, Dir Hosianna singen und ewig dankbar seyn. Joh. Rist. † 1667. Mel. Allein Gott in der höh. 2. Auf uf, töchter Zion! schauet hier Den fönig in der frone, Die aufgesegt mit schöner zier Die mutter ihrem sohne*) Am *) Hohelied, 3, 11. 7. Denn weil selbst Gottes lieber Sohn So nahe zu dir kom11. 2.1 und am Tage der Verkündigung Mariä. Luc. 1, 26-38. thron Und dich zur braut genom- M. Was mein Gott will. men, So nahe wieder dich zu ihm, men, Dein fleisch erhöht zu seinem reu dich, du werthe rühm Für seine lieb und treue. M. Machs mit mir, Gott. 3.Dies ist der tag der fröhlichkeit, Den Gott hat felbst bereitet, An welchem seine gütigkeit Soll werden ausgebreitet. Drum singen heut mit luft die leut: Herr, dir sey preis in ewigkeit! 2. Heut hat der Herr den fammerstand Der ganzen welt gewendet, Den menschen zum erlösungspfand Sein liebes Kind gesendet. Drum singen heut mit luft die leut: Herr, dir sey preis in ewigkeit! 3. Heut ist des grimmen todes macht, Der durch ein weib gekommen, Vom weibessaamen umgebracht und ganz von uns genommen. Drum singen heut mit lust die leut: Herr, dir sey preis in ewigteit. 4. Heut ist aus großer lieb und treu Der wahre Gott mensch worden, Bleibt, wie er war, und nimmt dabei An sich der menschen orden. Drum singen heut mit lust die leut: Herr, dir sey preis in ewigkeit! 5. Wer wollte denn sein herz wohl heut Zur fröhlichkeit nicht lenten, Den anfang feiner feligkeit finget heut mit luft, ihr leut: Herr, dir sey preis in ewigkeit! Val Thile.+ 1662. [ 1. 3.1 3 tag des Herren, Der anfang unfrer seligkeit, Den Gott zu seinen ehren Nach ſeinem rath erwählet hat. D Gott! laß wohl gelingen! Hilf uns mit fleiß zu deinem preis Ein fröhlich lied zu singen. 2. Gott ist gerecht in seinem wort; Was er einmal zusaget, Das ist gewiß an allem ort, Ob schon die welt verzaget. Heut Gottes Sohn, der gnadenthron, Zu uns auf erd gelanget. Dwunder groß! Mariens schooß Den großen gast empfänget. 3. Sie hört vom engel Gabriel, Sie sollt Jesum gebären, Der ganzen welt Immanuel, Den mächtig großen Herren. Das jungfräulein, so keusch und rein, Erschrak ob der geschichten, Gläubt doch dem wort, wie sie gehört, Gott würd es wohl verrichten. 4. Wohl uns der gnadenreis chen zeit, Daß wir erlangt den orden, Daß du, o Gott, von ewigkeit! Bist unser bruder worden! Wir bitten dich demüthiglich, Lehr uns dein'm wort vertrauen, Bis wir zugleich Im himmelreich Das wunderwerk anschauen. Bet. Hagius. t 1620. M. Nun komm der heiden. 5. Gott sey dank in aller welt, Der sein wort hält. Und der fünder troft und rath Zu uns hergesendet hat. 2. Was der alten väter schaar 4 Pont Zur Adventszeit, Höchster wunsch und sehnen war, Und was sie geprophezeit, Ist erfüllt nach herrlichkeit. 3. Zions hülf und Abrams lohn, Jakobs heil, der jungfraun sohn, Der wohl zweigestammte held Hat sich treulich eingestellt. 4. Sey willkommen, o mein heil! Dir Hosianna, o mein theil! Richte du auch eine bahn Dir in meinem herzen an. 5. Zeuch, du ehrenkönig, ein, Es gehöret dir allein; Mach es, wie du gerne thust, Rein von allem fündenwust. 6. Und gleich wie dein zukunft war Voller fanftmuth, ohn gefahr, Also sey auch jederzeit Deine fanftmuth mir bereit. 7. Tröste, tröfte meinen sinn, Weil ich schwach und blöde bin, Und des satans schlaue list Sich so hoch an mir vermisst. 8. Tritt der schlangen fopf entzwei, Daß ich, aller ängsten frei, Dir im glauben nun fortan Selig bleibe zugethan. nar 9. Daß, wenn du, o lebensfürst, Prächtig wiederkommen wirst, Ich dir mög entgegen gehn Und vor dir gerecht bestehn. Heinr. Held. † 1643. anar nd 2. Den die alten mit verlangen Oft gewünschet und geruft, Seinen eintritt stets gehofft, Der lässt sich von uns empfangen. Durch die welt erschall und geh: Hosianna in der höh! lear sia di fu STOR 3. Die geneigten himmel thauen Und die wolken brechen an, Daß man den gerechten kann Nun in unserm fleische schauen. Durch die welt erschall und geh: Hosianna in der höh! dag ang labis 4. Kommt, dem könige zu hulden Treuer unterthanen pflicht; Denn ihr sollet ferner nicht Fremde dienstbarkeit erdulden. Durch die welt erschall und geh: Hostanna in der höh! 19 d m 198 is 5. Kommet her, ihr blöden herzen, Seht des Herren sanftmuth an; Seine gütigkeit die kann Heilen alle sündenschmerzen. Durch die welt erschall und geh: Hosianna in der höh! a od 19 6. Seht, ihr fünder, den gerechten, Der rechten, Der euch jeine heiligkeit Anlegt als ein ehrenkleid Und will eure fach verfechten. Durch die welt erschall und geh: Hofianna in der böb! 7.Seht den helfer willig kommen, Euch zu rathen in der neth, I 6.eut ist uns der tag erSchienen, dem tod, M. Ach, was soll ich fünder. den er auf sich genommen. Durch 7.5efianna Davids johne! die welt erschall und geh: Ho Der soll hochgelobet seyn, sianna in der höh! Der ins Herren namen ein Kom- 8. Seht, ihr armen, feht den met von des Höchften throne. armen Der von seiner armuth Durch die welt erschall und geb: euch hier und ewig machet reich Hosianna in der höh! Er will eurer sich erbarmen bjor # 399930 1.0 [ 1. 4.1 und am Tage der Verkündigung Mariä. Durch die welt erschall und geh: Hosianna in der höh! 9. Nehmt der frommen ihr verlangen, Nehmt den edlen regen an, Macht dem könig ort und bahn, Den gerechten zu empfangen. Durch die welt erschall und geh: Hosianna in der höh! 10. Lasst die sanftmuth euch ergößen, Jauchzet eurem helfer zu, Lasst sein reiches armuth nu Eure dürftigkeit erseßen. Durch die welt erschall und geh: Hosianna in der höh! 11. Herr, o Herr! laß wohl gelingen! Diesen tag hast du gemacht, Dieser tag hat freude bracht! Drum wir alle billig fin12. Hosianna Davids Sohne! Der soll hochgelobet seyn, Der ins Herren namen ein Kommet von des Höchsten throne. Durch die welt erschall und geh: Hosianna in der böh! Christian Keymann. † 1662. Joh. 1, 23. M. Helft mir Gotts güte preisen. 8. Mit it ernst, o menschenkinder, Betrachtet diese zeit, In der der überwinder, Der Herr der herrlichkeit, Sich äußert seiner ehr, Verläßt der thron der freuden, Und kommt, y für uns zu leiden, Von seinem Vater her. 5 Dem, der sein herz ihm leeret Und ihn zum gast begehret, Daß er drin wohnen soll. 3. Denn er wird ihn begaben Mit ewger himmelsluft und ohne ende laben Mit freud, die nic gekost Ein mensch, der dieser welt Und eitelkeit nachhanget Und in wollüsten pranget. Wohl dem, der Gott gefällt! 4. Nun, Jesu, schau, ich gebe Mein herz zur wohnung hier, Mit feel und leib ich lebe Zum dienst und eigen dir, Im glauben nur allein. Ach komm! und mich erfreue Mit deiner lieb und treue; Laß mich dein eigen seyn. In eigener Melodie. gen: Durch die welt erſchall und 9. 9. in ¹ un komm der heiden Heiland, Der jungfrauen find erkannt, Deß sich wundert alle welt; Gott folds geburt ihm beſtellt. 2. Nicht von manns blut, noch) vom fleisch, Allein von dem heilgen Geift Ist Gottes wort wordn ein mensch Und blüht ein frucht weibes fleisch. 3. Der jungfrau leib schwanger ward; Doch blieb keuschheit rein bewahrt, Leucht herfür manch tugend schön; Gott da war in seinem thron. 4. Er ging aus der kammer sein, Dem königlichen saal so rein; Gott von art und mensch, ein held Sein'n weg er zu laufen eilt. 5. Sein lauf fam vom Vater her Und kehrt wieder zum Vater, Fuhr hinunter zu der höll Und wieder zu Gottes stuhl. 2. Bereitet eure herzen, Empfaht recht diesen gast; Der lindert eure schmerzen, Erwirbt euch ewge rast. O wohl und über wohl, [ 1. 5.1 6 Zur Adventszeit, 6. Der du bist dem Vater gleich, Führ hinaus den sieg im fleisch, Daß dein ewig Gotts gewalt In uns das frank fleisch enthalt. nur al mishan to 7. Dein krippe glänzt hell und tlar, Die nacht giebt ein neu licht dar; Dunkel muß nicht kommen drein, Der glaub bleibt immer 4. Ihr großen potentaten, Nehmt diesen könig an, Wenn ihr euch wollet rathen Und gehn die rechte bahn, Die zu dem himmel führt; Sonst, wo ihr ihn verachtet Und nur nach hoheit trachtet, Der zorn des Herrn euch rührt. 5. Ihr armen und elenden In dieser bösen zeit, Die ihr an allen im schein. por milk senden Müßt haben angst und leid, 8. Lob sey Gott im höchsten thron! Lob sey Gott sei'm einigen Sohn! Lob sey Gott dem heilgen Geist Immer und in ewigkeit. D. Martin Luther.+ 1546. Seyd dennoch wohlgemuth! Lasst eure lieder flingen Und thut dem fönig fingen, Der ist eur höchftes gut. a dor doll nach dem lat.: veni redemptor gentium, 9d von Ambrosius. 397. 6. Er wird nun bald erscheiner In seiner herrlichkeit, Und all eur flag und weinen Verwandelen in freud; Er ist's, der helfen kann. Halt't eure lampen fertig Und seyd stets fein gewärtig; Er ist schon auf der bahn an 196 gnadenzeit, Weil unfer heil ist sch M. Mich. Schirmer. † 1673. d kommen, Der Herr der herrlich- n M. Es ist das heil uns.Q M. Helft mir Gotts güte preisen. ( Aus meines Herzens grunde.) dis 10. N Lun jauchzet all ihr frommen, In dieser keit, Zwar ohne stolz und pracht, 11. großer könig, Jeju Doch mächtig zu verheeren Und gänzlich zu zerstören Des teufels reich und macht. dunduse Christ! Der du vom Geist empfangen Als wahrer mensch geboren bist, Ach laß mich gnad erlangen, Daß ich geboren werd im Geist, Und was der name Jesus heißt Im herzen wohl erwägebon todis trud nom 2. Er kommt zu uns geritten Auf einem eselein und stellt sich in die mitten Für uns zum opfer ein; Er bringt kein zeitlich gut; Er will allein erwerben Durch seinen tod und sterben, Wastewig währen thut doar nodopugnis im S3. Kein sceptery feine frone Sucht er auf dieser welt; Im ho hen himmelsthrone Ist ihm sein reidy bestellt. Er will hier seine macht und majestät verhüllen, Bis er des Vaters willen Im leiden hatt vollbracht.noble 19m 2. Du heißest Jesus, weil du mich Machst selig von den fünden; Gieb, daß ich meinen Heiland dich In nöthen möge finden: Kein nam ist sonst, um heil der welt, Von Gott im hohen himmelszelt, Als Jesus außerforen. Led 13. Ernists ddes Allerhöchsten Sohn, Den Gott will hoch erheben Auf feines vaters Davids [ 1. 6.] und am Tage der Verkündigung Mariä. 7 2. Denn Gottes Sohn fommt uns zu gut, Nimmt an sich unser fleisch und blut, Will unser bruder werden; Bald wird bei uns dies findelein Als wahrer Gott und mensch erschein'n, Und bringen fried auf erden.sin tiban@ pl 3. Dit tochter Zion, freu dich sehr, Auf einem esél kommt der Herr, Am kreuze will er sterben. Wohl dem, der seine zuversicht Und glauben hat auf ihn gericht, Der wird das heil ererben. Inda 4. Durch das gehörte wort alKehrt er bei jedem christen Ders nur recht nimmt zu herzen; Wer nicht betrachtet den Advent, Christum durchs wort nicht recht erkennt, Der wird das heil verscherzen. thron; Das reich will er ihm geben, und ihn zum könig seßen ein, Deß fönigreich kein end wird seyn, Dazu wird er empfangen. 4. D Jesu! laß dein reich in mir Ganz fest gepflanzet werden; Daß du in mir und ich in dir So leben mög auf erden, Daß dieses reich in heiligkeit, Im glauben und gerechtigkeit Mög unverstöret bleiben. hanno das 5. Es ist ja doch in uns dein reich, Wills gleich die welt nicht wissen; Und wird dies reich ge= haffet gleich Vom reich der finsterniffe, So wird es dennoch feste stehn Und nicht im herzen unter gehn, Wenn gleich die feinde toben. 6. Bald wird es werden offen bar, Wenn Jesus wird einbrechen und sich als richter stellen dar, Sich wider die zu rächen, Die hier sein reich gefochten an Und mit verfolgung, fluch und bann Verfolgt die reichsgenossen. 197. Herr Jesu mache mich bereit und hilf mir überwinden, Daß ich dein gnadenreich ausbreit Und dort bald möge finden Das reich der frohen ewigkeit, Das man dort erbet nach dem streit. Ach! laß es bald erscheinen! sdn Laurentius Laurenti.+ 1722. bi M. Kommt her zu mir.si 12. ach auf, du werthe christenheit! Nimm wahr der freudenreichen zeit! Dein heil ist nun vorhanden; Des tages licht ist wiederbracht, Vergangen ist die finstre nacht, Da her groß freud entstanden. as lein ein, 5. Hilf, Vater, hilf, du wahres licht, Wenn dein Sohn halten wird gericht, Daß wir recht wohl bestehen, und wie die klugen jungfräulein Mit lampen schön gezieret seyn, Zur hochzeit auch eingehen. D. Bernhard Derschau. t 1639. nostop 1. Moj. 24, 31. M. Wie nach einer wasserq... ( Werde munter, mein gemüthe.) 13. arum willst du draufsen stehen, Du ge segneter des Herrn? Laß dir bei mir einzugehen Wohlgefallen, du mein ſtern, Du, mein Jeju, meine freud, Helfer in der rechten zeit! Hilf, o Heiland, meinem herzen Von den wunden, die mich schmerzen tötsim on th 2. Meine wunden sind der janis mer, Welchen oftmals tag und Zur Adventszeit, nacht Des gesetzes starker ham- nur willkommen seyn, Und bemer mir mit seinen schrecken reite dich ihm zu, Gieb dich ganz macht. D der schweren donner zu seiner ruh, Deffne dein gestimm, Die mir Gottes zorn und müth und seele, Klag ihm, was grimm Also tief ins herze schläget, dich drück und quäle. Daß sich all mein blut beweget! 8 8. Siehst du, wie sich alles set= zet, Was dir z'vor zuwider stund? Hörst du, wie er dich ergößzet Mit dem holdseligen mund? Ei, wie läßt der große drach All sein thun und toben nach! Er muß aus dem vortheil ziehen und in seinen abgrund fliehen. 9. Nun, du hast ein süßes leben, Alles, was du willst, ist dein; Christus, der sich dir ergeben, Legt sein reichthum bei dir ein; Seine gnad ist deine kron, Und du bist sein stuhl und thron; Er hat dich in sich geschlossen, Nennt dich seinen hausgenoffen. El 89 10 10. Seines himmels güldne 5. In der welt ist alles nichtig, decke Spannt er um dich rings Nichts ist, das nicht kraftlos wär; herum, Daß dich fort nicht mehr Hab ich hoheit, die ist flüchtig, erschrecke Deines feindes ungeHab ich reichthum, was ists mehr, stüm. Seine engel stellen sich Als ein stücklein arme erd? Hab Dir zur seite; wenn du dich Hier ich luft, was ist sie werth? Was willst oder dort hinwenden, Tragen isis, das mich heut erfreue, Das sie dich auf den Händen. mich morgen nicht gereue? mas du böses haft began6. Aller trust und alle Freude, gen. Das ist alles abgeschafft; Nuht in dir, Herr Jesu Christ; Gottesliebenimmt gefangen Dein erfreiten ist die weide, Da Deiner fünden macht und fraft. man sich recht fröhlich ist. Seuchte Chrifti fieg behält das feld, Und mir, o freudenlicht, Che mir mein was bofes in der welt Sich will berze bricht Laß mich, Herran wider dich erregen, Wird zu laudir erquicten, gefu, tommaß ter glück und fegen. atbist d dich erblicken! Inmuglin e 1119les dient zu deinem frommen Was die bös und schädlich scheint, weil dich Christus anges nommen und es treulich mit dir 3. Dazu kommt des teufels lügen, Der mir alle guad absagt, Als müsst ich nun ewig liegen In der hölle, die ihn plagt; Ja auch, was noch ärger ist, So zermartert und zerfrisst Mich mein eige nes gewissen Mit vergiften schlangenbissen. fnallio, the immot 4. Will ich denn mein elend lindern Und erleichtern meine noth Bei der welt und ihren kindern, Fall ich vollends in den koth; Da ist trost, der mich betrübt, Freude, die mein unglück liebt, Helfer, die mir herzleid machen, Gute freunde, die mein lachen. led 7. Fren dich, Herz, du bist erhöret, Jego zeucht er bei dir ein, Sein gang ist zu dir gefehret, Heiß ihn [ 1. 8.1 und am Tage der Verkündigung Mariä. meint; Bleibst du ihm nur wieder treu, Ists gewiß und bleibt dabei, Daß du mit den engeln droben Ihn dort ewig werdest loben. P. Gerhardt. † 1676. 9 mund kann aussagen, So fest umfangen haft. i 191 6. Das schreib dir in dein herze, Du hochbetrübtes heer; Bei denen gram und schmerze Sich häuft je mchr und mehr. Seyd unverzagt! thr habet Die hülfe vor der thür; Der eure herzen las bet Und tröstet, steht allhier. bit * M. Valet will ich dir geben. ie soll ich dich entpfangen? Und wie begegn' ich dir, O aller welt verlangen, O Jesu, Jeju! setze Mir selbst die fackel bei, Damit, was dich ergöße, Mir fund und wissend sey. e 2. Dein Zion streut dir palmen Und grüne zweige hin, Und ich will dir in psalmen Ermuntern meinen sinn. Mein herze soll dir grünen In stetem lob und preis, Und deinem namen dienen, So gut es kann und weiß.od oni 3. Was hast du unterlassen Zu meinem trost und freud, Als leib und jeele saßen In ihrem größten Leid? Als mir das reich genommen, Da fried und freude lacht, Da bist du, mein heil, kommen, Und hast mich froh gemacht, not think tiedod 9. Was fragt ihr nach dem schreien Der feind und ihrer tück? Der Herr wird sie zerstreuen, In 4. Ich lag in schweren banden: einem augenblick. Er kommt, er Du kommst, und machst mich los; kommt, ein könig, Dem wahrlich Ich stand in spott und schanden: alle feind Auf erden viel zu wenig Du kommst, und machst mich Zum widerstande seynd. i tanie groß, Und hebst mich hoch zu eh- 10. Er kommt zum weltge ren, Und schenkst mir großes gut, richte, Zum fluch dem, der ihm Das sich nicht läßt verzehren, flucht, Mit gnad und füßem lichte Wie irdisch reichthum thut. Dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm! ach komm! o sonne, Und hol uns allzumal Zum ewgen licht und wonne In deinen freudenfalls sid isd 19 thunguage for di distr. Gerhardt ti107600 meiner seele zier? hen, Noch sorgen tag und nacht, 7. Ihr dürft euch nicht bemüWie ihr ihn wollet ziehen Mit enres armes macht. Er kommt, er und luft, All angst und noth zu kommt mit willen, Ist voller lieb stillen, Die ihm an euch bewußt. 8. Auch dürft ihr nicht erschref= fen Vor eurer fündenschuld; Nein, Jesus will fie decken Mit seiner lieb und huld. Er kommit, er kommt den fündern zu trost und wahrem heil, Schafft, daß bei Gottestindern Verbleib ihr erb und theil. 600 17 bike 5. Nichts, nichts bat dich getrieben Zu mir vom himmelszelt, Als das geliebte lieben, Damit du alle welt In ihren tausend plagen Und großen jammers last, Die fein Von der Geburt Jesu Christi dz 15. M. Herr Jesu Christ, dich. 3. Ei nun wohlan! so zieh hermen Du erfüll illkommen, Heiland, ein! Du sollst mir recht willkomdoch ganz Mein herz mit deinem gnadenglanz. d godt nstunde meines herzens ehrenpfort Ist dir zu diensten aufgericht; Ich hoff, Herr, du verschmähst mich nicht. 14. Es ist hier raum und play 2. Zumal, wenn du schaust genug Für dich und deinen ganzen dies gebäu, Daß es ganz ist von zug; Bleib du in mir und ich in dir, buß und reu zu deinem einzug Daß ich dich lobe für und für. ausgeziert, Und durch den glau- ing Christoph Arnold. † 1685. ben aufgeführt. Tack nlp melled lots 90. 10 11. Von der Geburt Jesu Christindron aut bish thin tubchien ist du dround indored incl. urodep binont- il der dabei geoffenbarten Leutseligkeit Gottes. ab, Daß die, so ganz verdorben, M. Allein Gott in der höh. 16. Auf! freuet euch von Im schönen rock des heils verherzensgrund, Ihr, die ihr wart verloren; Nun wird hüllt, Mit neuer lebenskraft er= füllt, Den tod besiegen können.s 1 das große wunder fund Daß 5. Und weil die welt mit finstrer Gott ist mensch geboren; Er bringt das heil von oben her, Da alles noch im tode wär, Wenn er nicht wär erschienen. nacht Ganz überdecket stunde, Weil sie nicht selbst aus eigner macht Das licht erwecken funnte, So kommt das unumschränkte licht Und will mit hellem angesicht In aller herzen leuchten. 2. Er ist das wort, so alles schafft, Das alles hält und träget; Der schöne glanz, die ewge kraft, Ohn welche sich nichts reget. Und dieß ists, was uns kommt zu gut; Nun kann er unser fleisch und blut Versöhnen und erneuen. 6. Wie bleibst du denn, o menschenkind, In deinen fünden liegen? Wie bist du doch so starr und blind Und lässt dich so betrügen? Ei, folge deiner trägheit nicht; Er will dir leben, kraft und licht Aus seiner fülle schenken.ch .8 17. Hier ist mein herz, o Jesu Chrift, Der du bist licht und leben; Ach mach es, wie dein herze ist, Dazu will ich dirsh geben; Ach heil der alten schlange biß. Treib aus des todes finsternis, So bist du mir mensch worden. Joh. Friedr. Ruopp.+ 1708 3. Er ist des ewgen Vaters Sohn, Von ewigkeit gezeuget; Doch sieh, wie er von seinem thron Zu uns hernieder steiget, Mit unſerm ſchwachen fleisch sich paart, Auf daß in uns die göttlich art Mög angerichtet werden. 4. Der menschenhaufe lag im grab Zum guten ganz erstorben; Drum fommt das leben selbst here [ 1. 10.] und der dabei geoffenbarten Leutseligkeit Gottes. M. Singen wir aus herz. 17. 218 is Christus geboren war, Freuten sich der engel schaar Undisfungen mit haufen schon: Ehr sey Gott im höchsten thron! Gottes Sohn ist 11 Sohn ist mensch geborn, Hat versöhnt seins Vaters zorn. Freu sich, dem sein sünd ist leid. 111 112 tr Mich. Weiße. † 1540. t od In eigner Melodie. 18. Christum wir ſollen loHipot ben Der reinen magd Marien sohn, So weit die liebe fonne leucht Und an aller welt ende reicht. 2. Der selig schöpfer aller ding an eins leib Daß er das fleisch durchs fleisch erwürb Und sein geschöpf nicht gar verdürbasisond wod 3. Die göttlich gnad vom himmel groß Sich in die keusche mutter goß. Ein mägdlein trug ein heimlich pfand, Das der natur war unbekannt. seins Vaters zorn. Freu sich, dem sein fünd ist leid.is bigo 2. Die hirten erschraken ganz Vor der engel hellem glanz; Hörten fröhlich neue mähr, Daß stus vorhanden wär. Gottes Sohn ist mensch geborn, Hat versöhnt seins Vaters zoru. Freut sich, dem sein fündist leid. ndo 3. Sie suchten das kindelein Eingehüllt in windelein, Wie der engel hat vermeldt, Welches trägt die ganze welt. Gottes Sohn ist mensch geborn, Hat versöhnt seins Baters zorn. Freu sich, dem sein sündrift leidoors thil an@ thar 914. Sie funden das findlein zart Liegend in der krippen hart, Bei dem vieh im finstern stall, Welche die stern geschaffen all. Gottes Sohn ist mensch geborn, Hat versöhnt seins Vaters zorn. Freu fich, dem sein fünd ist leid. 5. Aus der mutter brust so rein Nähret sich dies findelein, Welchess durch sein göttliche fraft Allema vieh sein, futter schafft. Gottes Sohn ist mensch geborn, Hat versöhnt seins Vaters zorn, 7. Des himmels chor fich freuet Freut sich, dem sein fünd ist leid. 6. Er lag im heu mit armuth groß, Die krippe hart ihn nicht verdroß; Es war ein kleine milch sein speis, Der nie ein vöglein hungern ließ. 18.00 drob, Und die engel singen Gott lob; Den armen hirten wird vermeldt Der hirt und schöpfer aller welt. 6. Solche groß barmherzigkeit Lasst uns preisens allezeit, In Gottsfurcht und glauben rein, Mit geduld gehorsam seyn. Gottes 8. Sob, ehr und dank sey dir gejagt, Christ, geborn von der [ 1. 11. 4. Das züchtig haus des herzens zart Gar bald ein tempel Gottes ward; Die fein mann rührte noch erkannt, Bon Gottes wort man schwanger fand. 5. Die edle mutter hat geborn, Den Gabriel verhieß zuvorn, Den sanft Johanns mit springen zeigt. Da er noch lag im mutterleib. Von der Geburt Jesu Chrifti 12 reinen magd, Mit Vater und dem heilgen Geist, Von nun an bis in ewigkeit! In der sünd geboren. Heile meinen schaden, D du Gott der gnaden! Dr. Martin Luther. † 1546. 9. Hundert tausend sünden Wirst du bei mir finden! Gift In eigner Melodie. und eiterbeulen Kriegst du da zu 19. Dank fagen wir alle heilen. Gott, unserm Herrn Christo, Der uns mit seinem wort hat erleuchtet, Und uns erlöset hat mit ſeiner geburt seinem blute. Von des teufels gewalt. Den sollen wir alle Mit seinen engeln loben mit schalle, Singen: Preis sey Gott in der höhe! D. E. Alberus. † 1553. In eigner Melodie. dull en die engel droben D Mit gesange loben, 20. Dem sie ewig dienen, Der ist uns erschienen. 2. Als ein knecht zu dienen, Ist er uns erschienen, Uns von allem bösen Durch sein blut zu lösen. 3. Er, der Gott der ehren, Läßt sich weinend hören, Weil ihn meine jünden In der krippe binden. 4. Jesu, liebster meister, Rege meine geister, Daß ich dich erkenne Und dich bruder nenne. 5. Jesu, lieber bruder, Tritt du selbst ans ruder, Laß dein schifflein finden Schuß in sturm und winden. 6. Niemand kann did) fir Wegen seiner sünden; Aller menschen leben Ist der welt ergeben. 7. Gieb uns erst das wollen, Wenn wir kommen sollen; Zeuch uns dir entgegen, Daß wir kommen mögen. aduta 8. Herr ich bin verloren, 10. Alle tag und stunden Lieg ich hier gebunden; In des fleisches banden Steh ich hier in schanden. 11. Mich von diesen fetten Gänzlich zu erretten, Mußt du in der wiegen Angefesselt liegen. 12. Kommt, ihr engel, schauet, Was uns Gott vertrauet! Uns, nur uns zu gute, Wohnet Gott im blute. 13. Den ich angefeindet, Der wird mir befreundet, Der wird mein bekannter Und mein blutsverwandter. 14. Selbst der tod erzittert, Und die höll erschüttert, Wenn mein Jesus weinet Und verlaffen scheinet. 15. Denn die teufel wissen, Daß sie weichen müssen; Höll und tod verstecken Ihren gift vor schrecken. 16. Das ist meine freude In dem größten leide; Denn auf diesem finde Lieget meine fünde. 17. Wenn ich dich nur habe, D du wunderknabe! Aller feinde wüthen Coll mir nichts gebieten. 18. Laß mich diesem leben Endlich abschied geben; Hier ist mein verderben; Mich verlangt zu sterben.inged sol atel 19. Mich verlangt zu wohnen, Gott, bei deinen thronen, Daß ich in der nähe Deine menschheit sehe. im Gaspar Ziegler.+ 1690. [ 1. 12.] und der dabei geoffenbarten Leutseligkeit Gottes. 13 M. Ein kindelein, so löbelich. deiner gunst! Dein licht sey meine 21. Der tag der ist so freu- weihnachtswonne Und lehre mich die weihnachtskunst, Wie ich im lichte wandeln soll Und sey des weihnachtsglanzes voll. denreich Aller freature, Denn Gottes Sohn vom himmelreich Ueber die nature Von einer jungfrau ist geborn; Maria, du bist auserkorn, Daß du mutter wärest. Was geschah so wunderlich? Gottes vom Gaspar Friedr. Nachtenhöfer.+ 1685. Joh. 1, 1. s M. D Gott, du frommer.d wesentliches wort, himmelretch, Der iſt menſch geboren. 23. D Bon anfang der ge Vor der Reformation: dies est laetitiae. M. D, daß ich tausend zungen hätte. wesen, Du Gott, von Gott gezeugt, Von ewigkeit erlesen zum 22. Dies ist die nacht, da heil der ganzen welt! mein 2. Komm, o selbstständigs wort, Und sprich in meiner seelen, Daß mirs in ewigkeit An trost nicht solle fehlen; Im glauben wohn in mir Und weiche nimmer nicht, Laß mich auch nicht von dir Abweichen, schönstes licht! mir Willkommen, großen Gottes freundlichkeit! Das der du mir Zum heil geboren bist. kind, dem alle engel dienen, Bringt licht in meine dunkelheit; Und die ses welt- und himmelsticht Weicht hundert tausend sonnen nicht 2. Laß dich erleuchten meine feele, Versäume nicht den gnadenschein; Der glanz in dieser kleinen höhle Streckt sich in alle welt hinein, Er treibet weg der hölle macht, Der sünden und des freuzes nacht. do3. In diesem lichte fannst dit ſehen Das licht der klaren jeligkeit; Wenn sonne, mond und stern vergehen, Vielleicht nochy in gar turzer zeit, Wird dieses licht mit einem schein Dein himmel und dein alles seyn. Idontrenatud 3. Du wesentliches wort Warst bei Gott, eh geleget Der grund der großen welt, Da sich dein herz beweget 3ur liebe gegen mich. Ja du warst selber Gott, Damit du machst im fleisch Sünd, höll und kod zu spott. 1998 19 4. Laß nur indessen helle schet nen Dein glaubens- und dein liebeslicht; Mit Gott mußt du es treulich meinen, Sonst hilft dir diese sonne nicht; Willst du genies ben diesen schein So darfst du nicht mehr dunkel feyn. isda 1 5! Du bist das wert, wodurch Die ganze welt formiret, Denn alle dinge sind Durch didy and licht 5. DrumJesu, schöne weih gefübret. Ach, so bin ich mein nachtssonne, Bestrahle mich mit heil Auch dein geschöpf und gab, 434 4. Was hat, o Jesu! dich Bon anfang doch bewogen? Was hat vom himmelsthron™ Dich in die welt gezogen? Ach deine große Heb und meine große noth Hat deine glut entflammit, Die stärker als der tobur 150 1 del b Von der Geburt Jesu Christi 14 Der alles, was ich bin, Von dir empfangen hab. nel mis 6. Gieb, daß ich dir zum dienst Mein ganzes herz ergebe, Auch dir allein zum preis Auf dieser erde lebe; Ja, Jesu! laß mein herz Ganz neu geschaffen seyn Und dir bis in den tod Gewidmet seyn allein. 7. Laß nichtes in mir seyn, Was du nicht hast geschaffen; Reut alles unfraut aus und brich des feindes waffen. Was bös, ist nicht von dir, Das hat der feind gethan; Du aber führ mein herz Und fuß auf ebner bahn.d In allem, doch ohn sünd, uns gleich Dadurch wir werden ewig reich; Trug unsrer sünden bürden. 3. D wohl dem, der des glaubens ist, Mit ganzem Herzen trauet! Dem wird die seligkeit gewiß. Wohl dem, der darauf bauet, Daß Christus hat genug gethan Für uns, darum er ausgegahn Von Gott, dem ewgen Vater. O wie so große wunderthat! Christus trägt unsre missethat Und stillet unsern hader. 4. Deß dank ihm alle christenheit Für solche große güte, Und bitten sein barmherzigkeit, Daß er uns fort behüte Vor falscher lehr und bösem wahn, Der unsern seelen schaden kann. Er woll all schuld vergeben. Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Wir bitten von dir allermeist: Laß uns in friede leben. in kind ist uns geboren. td In eigner Melodie. 26. rmuntre dich mein schwacher geist, Und trage groß verlangen, Ein kleines kind, das Vater heißt, mit freuden zu empfangen. Dies ist die nacht, darin es kam Und menschlich wesen an sich nahm, Dadurch die welt mit treuen Als sein braut zu freien. 2. Die zeit ist nun ganz freudenreich, Zu loben Gottes namen, d 2. Willkommen, süßer bräutis Daß Christus von dem himmel- gam, Du könig aller ehren! reich Auf erden zu uns kommen, Willkommen, Jeju, Gotteslamm! Groß ist die demuth und genad, Ich will dein lob vermehren; Ich Die Gott vom himmel an uns will dir all mein lebenlang Von that; Ein knecht ist er geworden, herzen sagen preis und dank [ 1. 14.] 8. Das leben ist in dir Und alles licht des lebens; Ach laß an mir dein'n glanz, Mein Gott, nicht seyn vergebens! Weil du das licht der welt, So sey mein lebenslicht, O Jesu! bis mir dort Dein sonnenlicht anbricht. 12 1722. der the sit In eigner Melodie. 25. 24. in findelein fo Löbelich Ist uns geboren heute Von einer jungfrau ſäuberzu trost uns armen leuten. Wär uns das kindlein nicht geborn, So wärn wir allzumal verlorn; Das heil ist unser aller. Ei, du süßer Jesu Christ, Der du mensch geboren bist, Behüt uns vor der hölle! mi m und der dabei geoffenvarten Leutseligkeit Gottes. 15 Daß du, da wir verloren, Für Komm, komm! ich will bei zeiten uns bist mensch geboren. ne Dein lager dir bereiten. moms mein herzensbräutigam, Mein hoffnung, freud und leben, Mein edler zweig aus Jakobs stamm, Was soll ich dir doch geben? Ach nimm von mir leib, feel und geist, Ja alles, was mensch ist und heißt; Ich will na mich ganz verschreiben, Dir ewig treu zu bleiben. tuering bol Jesu Christ, Sey dir von mir 19. Lob, preis und dank, Herr gesungen, Daß du mein Bruder bezwungen; Hilf, daß ich deine worden bist Und hast die welt gütigkeit Stets preis in dieser gnadenzeit Und mög hernach dort oben In ewigkeit dich loben. 13 19 5. Du fürst und herrscher dienslisuus Joh. Rist. † 1667. fer welt, Du friedenswiederbrin- In eigner Melodie.bi ger, Du fluger rath und tapfrer 27. ſten alle, Freue sich, reuet ihr held, Du starker höllenzwinger, Wie ist es möglich, daß du dich Erniedrigest so tief für mich, Als wärest du im orden Der bettler mensch geworden? 6. großes werk, o wunderwunder nacht, Dergleichen nie gefunden! Du hast den Heiland hergebracht, Der alles überwunden; Du hast gebracht den starken mann, Der feur und wolken zwingen kann, Vor dem die himmel zittern, Und alle berg erschüttern.d wer immer fann! Gott hat viel an uns gethan. Freuet euch mit großem schalle, Daß er uns so freundt gemacht! Freude, freude hoch geacht, Sich mit uns beüber freude! Christus wehret allem leide! Wonne, wonne über wonne! Er ist die genadensonne. 2. Siehe, siehe, meine seele. Wie dein Heiland kommt zu dir, Brennt in liebe für und für, Daß er in der krippen höhle Harte lie7. O liebes kind, o süßer knab! get, dir zu gut, Dich zu lösen Holdselig von geberden! Mein durch sein blut. Freude, freude bruder! den ich lieber hab, Als alle über freude! Christus wehret alschäß auf erden! Komm, schön- lem leide! Wonne wonne über ster, in mein herz hinein! Komm wonne! Er ist die genadensonne. eilend, laß die frippen seyn! 3. Jesu, wie soll ich dir dan( 1. 15.] 3. D großer Gott! wie fonnt 8. Sagoan, es seyn, Dein himmelreich zu lassen, zu kommen in die welt hinein, Da nichts, denn neid und hassen? Wie konntest du die große macht, Dein königreich, die freudenpracht, Ja, dein erwünschtes leben Für solche feind hingeben? 4. Ist doch, Herr Jesu! deine braut Ganz arm und voller schanden; Noch hast du sie dir selbst vertraut Am freuz in todesbanden. Liegt sie doch, da sie dich verließ, In fluch und tod und finsterniß; Noch willst du ihretwegen Dein scepter von dir legen. Von der Geburt Jesu Chrifti 16 fen? Ich bekenne, daß von dir Meine seligkeit herrühr; So laß mich von dir nicht wanken; Nimm mich dir zu eigen hin, So empfindet herz und sinn Freude, freude über freude! Christus wehret al lem leide! Wonne, wonne über wonne! Er ist die genadensonne. 4. Jesu, nimm dich deiner glieder Ferner in genaden an, Schenke, was man bitten kann, Zu erquicken deine brüder; Gieb der ganzen christenschaar Frieden und ein selges jahr! Freude, freude über freude! Christus wehret allem leide! Wonne, wonne über wonne! Er ist die genadensonne. Christian Keymann. 1662. M. Warum sollt ich mich. 28. röhlich soll mein herze springen Dieser Da vor freud Alle engel singen. Hört, hört, wie mit vollen chören Alle luft Laute ruft: Christus ist geboren! 2. Heute geht aus seiner fammer Gottes held, Der die welt Reißt aus allem jammer. Gott wird mensch, dir, mensch, zu gute; Gottes Kind Das verbindt Sich mit unserm blute. Gottes Sohn nicht lieben, Der jetzt kömmt, Von uns nimmt, Was uns will betrüben? 3. Sollt uns Gott nun können hassen, Der uns giebt, Was er liebt Ueber alle maaßen? Gott giebt, unserm leid zu wehren, Seinen Sohn Aus dem thron Seiner macht und ehren. 5. Hätte vor der menschen or den Unser heil Einen greul, Wär er nicht mensch worden; Hätt er luft zu unserm schaden, Ei, so würd Unsre bürd Er nicht auf sich laden. 7. Nun, er liegt in seiner krippen, Ruft zu sich mich und dich, Spricht mit süßen lippen: Laffet fahrn, o lieben brüder, Was euch quält, Was euch fehlt; Ich bring alles wieder. 8. Ei, so kommt und lasst uns laufen! Stellt euch ein, Groß und klein, Gilt mit großen haufen! Liebt den, der vor liebe brennet, Schaut den stern, Der euch gern Licht und labsal gönnet. 9. Die ihr schwebt in großen leiden, Sehet, hier Ist die thür Zu den wahren freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen An den ort, Da hinfort Euch kein freuz wird rühren. 10. Wer sich fühlt beschwert im herzen, Wer empfindt Seine sünd Und gewissensschmerzen, Sey getrost, hier wird gefunden, Der in eil Machet heil Die vergiften wunden. 4. Sollte von uns seyn gefehret, Der sein reich Und zugleich Sich 11. Die ihr arm seyd und felbst uns verehret? Sollt uns elende, Kommt herbei, Füllet frei [ 1. 16.] 6. Er nimmt auf sich, was auf erden Wir gethan, Giebt sich an, Unser lamm zu werden; Unser lamm, das für uns stirbet, Und bei Gott Für den tod Heil und fried erwirbet. 19 und der dabei geoffenbarten Leutseligkeit Gottes. Eures glaubens h zu seyn. Ach recht' verloren, Die von Gott alle guten gabeton! Wie freund- uns abgethan; Unsre sünden zu Da ihr sollt aus Der große Got- verjagen, Hilfst du ihre last uns 12. S tragen. 3. Wundergüte, welch erbarmen! Du machst dich zu einem armen, Daß wir würden reich in Gott. Blut giebst du für unsre fünden, Unfre wunden zu verbinden, Du erduldest haß und spott; Du wirst flüchtig, uns zu geben Ruh und fried, bei Gott zu leben. 4. Ewig uns bei dir zu wissen, Hast du selber sterben müssen; Drum wirst du ein mensch wie wir. Großer Gott! was große liebe! Wahrer mensch! was wahre triebe Des erbarmens zeigst du hier! Ich bewundre diese wunder, Meiner andacht heißen zunder. 5. Ach der harten kipp_und wiegen, Drin mein Jesulein muß liegen! Leg dich in mein herz hinein; Da will ich mit vielen zähren Heißer andacht dich verehren und dein stall und wohnung seyn. Ach mein Jesu! selbst mich hiße, Daß mein faltes herz dir nüße.. 6. Mit dir will ich ungeschei den Dulden alle angst und leiden, Mit dir acht ich nicht mein blut; Mit dir will ich mich begeben Auf die flucht, verfolget le ben, Mit dir hab ich frischen muth: Ohn dich soll mich nichtes laben, Mit dir will ich mich be graben. fangen Gott senkt die majeſtät, Unven unbegreiflich wesen, In eimes menschen leib. Nun muß die idvelt genesen; Der allerhöchste Gott Spricht freundlich bei mir ein, Wird gar ein kleines kind, Und heißt mein Jesulein. 3. Wie lieblich flingt es mir! Wie schallt es in die ohren! G8 kann durch stahl und erz Und harte felfen bohren Das liebste Jesulein; Wer Jesum recht erkennt, Der stirbt nicht, wenn er stirbt, Sobald er Jesum nennt. 4. Wohlan! So will ich mich n dich, o Jesu! halten, Und did te gleich die welt In tausend 15.: dic Jesu! dir, nur wahren, Ich will danz allein; Auf Dir will ich abfahih, Mein Jesu, will ich endlich schn frend, Ohne zeit, gler.+ 1690. dern leben. telodie. 29 Paul Gerhajeiland, licht In eigner Man, Brunnquell elobeten, Allerschönen verlässt den thron der ehren, Um zur erde dich zu fehren, Da wir arme fünder feyn; Uns des himmels haus zu gönnen, So wir sonst nicht erben fönnen. 2. Als ein Gott fonntst du nicht leiden; Drum, von uns das leid zu scheiden, Nimmst du unsre In eigner Melodie. menſchheit an; Ja, du wirft ein 34.* obt Gott, ihr chriften, seinem ( 2. 3.] 2° 16 Von der Geburt Jesu Chrifti fen? Ich bekenne, daß von dir Gottes Sohn nie von der höllenMeine seligkeit herrühr; So laß jetzt kömmt, Von der jatan B mich von dir nicht wanken; Nimm Was uns will betrübe mich dir zu eigen hin, So empfin= det herz und finn Freude, freude über freude! Christus wehret allem leide! Wonne, wonne über wonne! Er ist die genadensonne. 5. Hätte vor der menyreis und den Unser heil Einen greul, ir ge er nicht mensch worden; Hätt in lust zu unserm schaden, Ei, sn= würd Unsre bürd Er nicht auf. sich laden. 4. Jesu, nimm dich deiner glieder Ferner in genaden an, Schenke, was man bitten kann, Zu erquicken deine brüder; Gieb der ganzen christenschaar Frieden und ein selges jahr! Freude, freude über freude! Christus wehret allem leide! Wonne, wonne über wonne! Er ist die genadensonne. Christian Keymann. 1662. M. Warum sollt ich mich. 28. röhlich soll mein herze springen Da vor freud Alle engel singen. Hört, hört, wie mit vollen chören Alle luft Laute ruft: Christus ist geboren! 2. Heute geht aus seiner kammer Gottes held, Der die welt Reißt aus allem jammer. Gott wird mensch, dir, mensch, zu gute; Gottes Kind Das verbindt Sich mit unserm blute. 3. Sollt uns Gott nun können hassen, Der uns giebt, Was er liebt Ueber alle maaßen? Gott giebt, unserm leid zu wehren, Seinen Sohn Aus dem thron Seiner macht und ehren. 4. Sollte von uns seyn gefehret, Der sein reich Und zugleich Sich felbst uns verehret? Sollt uns 6. Er nimmt auf sich, was auf erden Wir gethan, Giebt sich an, Unser lamm zu werden; Unser lamm, das für uns stirbet, Und bei Gott Für den tod Heil und fried erwirbet. 7. Nun, er liegt in seiner frippen, Ruft zu sich Mich und dich, Spricht mit süßen lippen: Lasset fahrn, o lieben brüder, Was euch quält, Was euch fehlt; Ich bringate alles wieder. er wir 8. Ei, so kom und leben nichts laufen! Stellt iden. Halleluja! und klein, Eilt wir dich haben, Kann Liebt den, derhaden Teufel, welt, Schaut den ſtid; Du hasts in hän Licht und labst alles wenden, Wi 9. Die ihr nag die noth. Drum leiden, Sehet, ht, Dein lob vermeh. Zu den wahrenfem schalle, Freuen wohl, er wird euch führen alles den ort, Da hinfort Euch kein freuz wird rühren. 10. Wer sich fühlt beschwert im herzen, Wer empfindt Seine sünd Und gewissensschmerzen, Sey getrost, hier wird gefunden, Der in eil Machet heil Die vergiften wunden. 11. Die ihr arm seyd und elende, Kommt herbei, Füllet frei [ 1. 16.] 19 und der dabei geoffenbarten Leutseligkeit Gottes. Mein brüderlein zu seyn. Ach recht' verloren, Die von Gott wie ein süßer ton! Wie freund- uns abgethan; Unsre sünden zu lich sieht er aus Der große Got- verjagen, Hilfst du ihre last uns tessohn! tragen. 2. Gott senkt die majeſtät, Sein unbegreiflich wesen, In eines menschen leib. Nun muß die welt genesen; Der allerhöchste Gott Spricht freundlich bei mir ein, Wird gar ein kleines find, Und heißt mein Jefulein. Gott. 3. Wundergüte, welch erbarmen! Du machst dich zu einem armen, Daß wir würden reich in Blut giebst du für unsre sünden, Unsre wunden zu verbinden, Du erduldest haß und spott; Du wirst flüchtig, uns zu geben Ruh und fried, bei Gott zu leben. 4. Ewig uns bei dir zu wissen, Hast du selber sterben müssen; Drum wirst du ein mensch wie wir. Großer Gott! was große liebe! Wahrer mensch! was wahre triebe Des erbarmens zeigst du hier! Ich bewundre diese wunder, Meiner andacht heißen zunder. 3. Wie lieblich flingt es mir! Wie schallt es in die ohren! E8 kann durch stahl und erz Und harte felfen bohren Das liebste Jesulein; Wer Jesum recht erkennt, Der stirbt nicht, wenn er stirbt, Sobald er Jefum nennt. 4. Wohlan! So will ich mich An dich, o Jesu! halten, Und follte gleich die welt In tausend stücke spalten. O Jesu! dir, nur dir, Dir leb ich ganz allein; Auf dich, allein auf dich, Mein Jesu, chlaf ich ein. Caspar Ziegler.+ 1690. In eigner Melodie. Liebster Heiland, licht 33. i süßer himmelsfreuden, Allerschönftes Jefulein! Du verlässt den thron der ehren, Um zur erde dich zu kehren, Da wir arme fünder feyn; Uns des himmels haus zu gönnen, So wir sonst nicht erben können. 2. Als ein Gott konntst du nicht leiden; Drum, von uns das leid zu scheiden, Nimmst du unsre 5. Ach der harten kripp und wiegen, Drin mein Jesulein muß liegen! Leg dich in mein herz hinein; Da will ich mit vielen zähren Heißer andacht dich verehren Und dein stall und wohnung seyn. Ach mein Jesu! selbst mich hiße, Daß mein faltcs 6. Mit dir will ich ungeschei Dulden alle angst und leis mit dir acht ich nicht mein blut; Mit dir will ich mich begeben Auf die flucht, verfolget leben, Mit dir hab ich frischen muth: Ohn dich soll mich nichtes laben, Mit dir will ich mich be graben. den den, In eigner Melodie. menſchheit an; Ja, du wirſt ein 34.* Weil [ 2. 3.] obt Gott, ihr chriften, allzugleich, seinem 2* Von der Geburt Jesu Christi 20 höchsten thron! Der heut aufM. Ermuntre dich, mein. ſchleußt sein himmelreich und 35. ein herze, schwinge schenkt uns seinen Sohn! 2. Er kommt aus seines Vaters schooß und wird ein kindlein klein; Er liegt dort elend, nackt und bloß In einem frippelein, In einem frippelein. 3. Er äußert sich all sein'r gewalt, Wird niedrig und gering, Und nimmt an sich eins fnechts gestalt, Der schöpfer aller ding, Der schöpfer aller ding. 4. Er liegt an seiner mutter brust, Ihr milch ist seine speis, An dem die engel sehn ihr lust, Denn er ist Davids reis, Denn er ist Davids reis, 5. Das aus sein'm stamm entsprießen sollt In dieser legten zeit, Durch welchen Gott auf richten wollt Sein reich, die christenheit, Sein reich, die christenheit. 6. Er wechselt mit uns wunderlich; Fleisch und blut nimmt er an, und giebt uns in seins Vaters reich Die flare Gottheit dran, Die klare Gottheit dran. 7. Er wird ein knecht und ich ein herr; Das mag ein wechsel seyn! Wie könnte doch seyn freundlicher Das Herze- Jesulein, Das Herze- Jefulein, e dit motra 8. Heut schleißt er wieder auf die thür Zum schönen paradeis; Der Cherub steht nicht mehr da für. Gott sey lob, ehr und preis! Gott sey lob, ehr und preis! mukaan mad Nic. Hermann. † 1561. bod. nordisk froh und guter dinge! Auf! mit dem schönen engelchor Ermuntre dich und singe! Weil Gottes eingeborner Sohn Von seinem hohen himmelsthron Zu dir und allen frommen Heut ist auf era den kommen. 2. D frommer Heiland, Jesu Christ, Wie groß ist doch zu schäßen, Daß du gering und niedrig bist! Wie herrlich kann ergötzen Die demuth, so du bei dir hast; Willkommen, sanftmüthiger gast! Willkommen, sündenbüßer, Holdseelger Himmele schließer! 3. Daß du, o theurer seelenfürst, Haft fleisch an dich genommen, Geringer als ein engel wirft, Das ist von liebe kommen; Du willst dort in dem gnadenreich Uns machen deinen engeln gleich); Du kemmst zu uns auf erden, Auf daß wir himmlisch werden. 4. Du wirst ein gast auf dieser welt Und führst ein dürftigs leben. Hierdurch ist uns das reiche zelt Des himmels eingegeben. Du wirst geboren in der nacht. Auf daß uns werde licht gebracht; Durch dich sind wir gerissen Aus dicken finsternissen. 5. Im harten winter tommeſt du, Bringst uns des himmels lenzen, Du suchst im dunkeln stalle ruh, Damit wir mögen glänzen. Und ewig in der ruhe seyn. In windeln wickelt man dich ein, Auf puse 12. 4.] und der dabei geoffenbarten Leutseligkeit Gottes. 21 daß du uns mögst retten Von wonne liegt in der krippe bloß, schweren todesfetten. Und leuchtet als die sonne In seiner mutter schooß. Du bist A und O, Du bist A und O. 6. Du weinst in deinen windelein, Auf daß wir ewig lachen; Du bist der größt und wirst doch flein, Uns alle groß zu machen. O Heiland, o genadenthron! Du bist ja Gottes liebster Sohn; Kommst doch zu uns auf erden, Willst unser bruder werden. 2. Sohn Gottes in der höh, Nach dir ist mir so weh; Tröst mir mein gemüthe, kindlein zart und rein! Durch alle deine güte, O lichstes Jefulein, Zeuch mich hin nach dir! Zeuch mic hin nach dir! 7. Du bist ein herr und wirst ein knecht, Uns ewig zu befreien; Reich bist du, wirst doch arm und schlecht, Uns reichthum zu verleihen. Du trägst geduldig alles leid; O gieb, daß ich auch jederzeit, Wenn mich die noth wird plagen, Dein kreuz dir mag nachtragen. 3. Groß ist des Vaters huld; Der Sohn tilgt unsre schuld. Wir wären all' verdorben Durch sünd und eitelkeit; So hat er uns erworben Die ewge himmelsfreud. Eia, wären wir da! Eia, wären wir da! 8. Ddu barmherzigs Jesulein! Gieb, daß ich mich des armen, Wo ich ihm kann behülflich seyn, Von herzen mög erbarmen. Gieb sanftmuth, gieb bescheidenheit, Gieb christliche leutseligkeit; Laß mich den nächsten lieben, Auch wahre demuth üben. 4. Wo ist der freudenort? Nirgends mehr, denn dort, Da die engel singen Dem lieben Jefulein, Und die psalmen klingen Im himmel hell und rein. Eia, wären wir da! Gia, wären wir da! Nach Peter Dresdensis.+ 1440. M. Wir christenteut. 9. Dreicher Heiland! schenke 37. Jefu Chrift! Dein mir, fripplein paradies, da meine seele weidet. Hier ist der ort, Hier liegt das wort Mit unserm fleisch persönlich angekleidet. 2. Dem meer und wind Gehorsam sind, Giebt sich zum dienst und wird ein knecht der fünder. Du Gottessohn, Wirst erd und thon, Gering und schwach, wie wir und unsre kinder. 3. Du, höchstes gut, Hebst unfer blut In deinen thron hoch ( 2. 5.] O starker Herr! ich hang an dir, Du kannst und willst mich schüßen. Wenn alle menschen ferne stehn, Und wenn mir wird die feel ausgehn, Willst du den tod bezwingen. Dir will ich ewig fingen! Gottfried Wilh. Saccr. † 1699. In eigner Melodie. un singet und send froh, Jauchzt all so: Unsers Herzens 36. und saget Von der Geburt Jesu Chrifti di 22 über alle höhen; Du ewge kraft, Machst brüderschaft Mit uns, die wie ein dampf und rauch vergehen. 4. Was will uns nun Zuwider thun Der feelenfeind mit al lem gift und gallen? Was wirft er mir und andern für, Daß Adam ist und wir mit ihm gefallen? 115113 Thisce 5. Schweig, arger feind! Da sigt mein freund, Mein fleisch und blut, hoch in dem himmel droben; Was du gefällt, Das hat der held Aus Jakobs stamm zu großer ehr erhoben. 6. 8. Sein licht und heil Macht alles heil, Der himmel schaß bringt allen schaden wieder; Der freudenquell Immanuel Schlägt teufel, höll und all ihr reich darnieder. 111 19 mije leibe wollen tragen, Daß seine pein Ihm möge seyn Ein unverrückt erinnrung unsrer plagen. 10. Denn eben drum Hat er den grimm Des freuzes auch am 11. Mit einem wort: Er ist die pfort Zu dieses und des andern lebens freuden. Er macht behend Ein selges end An alle dem, was fromme herzen leiden. 12. Laß aller welt Ihr gut und geld, Und siehe nur, daß dieser schaß dir bleibe. Wer den hier fest Hält und nicht läßt, Den ehrt und frönt er dort an seel und leibe. the Paul Gerhardt. † 1676. 19 M. D Herre Gott, dein.atq wunder groß! Ma38. rien schoof Hat Ein Gottes Sohn umfangen. hirte findt Das wunderkind, Der ganzen welt verlangen. Weil sei nen Sohn Vom himmelsthron Gott aller welt gegeben, So werd auch ich Dort ewiglich mit ihm im himmel leben. dus alsu 7. Drum, frommer christ, Wer du auch bist, Sey gutes muths und laß dich nicht betrüben. Weil Gottes Kind, Dich ihm verbindt, So kanns nicht anders seyn, Gott muß dich lieben. bi 19. 2.D großer Gott, Herr Zebaoth! Ein find für mich geboren! Ich bin ja dein, Und du bist 8. Wirst du geplagt? Sey un- mein, Drum bleib ich unverloverzagt! Dein bruder wird dein ren. Gott sey gepreist, Der mir unglück nicht verschmähen; Sein erweist So gar viel güt und herz ist weich und gnadenreich, gnade! Der sey mit mir, Daß für Kann unser leid nicht ohne thrä- und für Kein leid, kein feind nen sehen. i gniad dom stug mehr schade. nn end this a 9. Tritt zu ihm zu, Such hülft Jef. 9, 6. 7. 8 199 und ruh; Er wirds so machen, M. Allein Gott in der höh.10 daß du ihm wirſt danken. Er weiß 39. Uns ist, uns iſt ein Kind geborn, schmerzt und brennt, Versteht wohl, wie zu muthe sey dem franfen. S er ist uns gegeben, Damit die welt nicht werd verlorn Und wieder möchte leben. Merk auf, o seele! schatte an, Was Gott durch die [ 2. 6.] und der dabei geoffenbarten Leutseligkeit Gottes. jes Kind gethan Uns armen menschenkindern. in mode 2. Es spielt in seinem ange sicht Mit reicher lust und wonne Des Vaters klarheit, lieb und licht; Er ist die wahre sonne, Die in der finsterniß aufgeht, Darin die ganze welt jetzt steht, Um solche zu erleuchten. 3. Das Kind hat männlich auf gefaßt Auf seinen zarten rücken Der ganzen herrschaft schwere last Und was uns pflegt zu drücken. Ist etwas, das euch drückt und plagt, Seyd nur getrost und unverzagt, Er hats schon abgenommen. 4. Sein name heißet Wunderbar; Gott wird ein mensch, wunder! Mit ihm fommt auch die engelschaar, macht sich in lüften munter. Nun soll durch dieses Wunderkind, Das uns durch sich mit Gott verbindt, Die welt verfühnet werden. ond ni 5. Bist du, der rath von nöthen hat, Wills dir an weisheit fehlen: Dies Kind heißt Rath, 23 gen: Hier ist der Held, der in dem streit Dich nicht läßt unters liegen. Wer ihn hier an die spiße stellt, Der sieget und behält das feld, Er wird die feind zerstreuen. 8. Ein Ewig- Vater heißt dies Kind, Ein Vater der verlornen, Der jolche wieder sucht gelind, Macht sie zu neugebornen. Er hat ein väterlich gemüth, Voll Vaterliebe, treu und güt, Die ewig, ewig währet. 9. Den Friede- Fürsten nennt er sich, Der dir den fried erstreitet, Darauf bei seiner tafel dich zu friedensgütern leitet; Er macht dein herz von schrecken los, Legt dich in seiner liebe schooß, Da magst du sicher ruhen. ist groß von that; Wenn du dich Luc. 2, 1-14. wirst vermählen Mit ihm, wird is In eigner Melodie. er in noth und pein Dein trau= 40. Vom himmel hoch da ter Der her, dich am besten führet. u 6. Fehlt dirs an fraft, o liebe feel, 3u gehn auf Gottes wegen, Ei, unverzagt! Immanuel Wird feine fraft beilegen. Er heißet Kraft, der alles thut, Macht feurig herzen, sinn und muth, Und startet die kraftlofen. 10. Drum freue dich, mein herz, in ihm, Nimm an was Gott gegeben! Erhebe jauchzend deine stimm, Preis ihn mit deinem leben! Er giebt sich dir, gieb wiederum Dich hin zu seinem eigenthum, So macht dies Kind dich selig. hid jump, Hoas? bring euch gute neue mähr, Der guten mähr bring ich so viel, Das von ich singen und sagen will. 2. Euch ist ein findlein heut geborn Von einer jungfrau auserkorn, Ein findelein so zart und fein, Das soll eur freud und wonne seyn. fundad 3. Es ist der Herr Christ un ser Gott, Der will euch führn 12. 7.) bin 1917. Fehlt dirs an muth und tapferkeit, Die feinde zu befrie Von der Geburt Jesu Christi 24 aus aller noth; Er will eur Heiland selber seyn, Von allen sünden machen rein. 4. Er bringt euch alle seligkeit, Die Gott der Vater hat bereit't; Daß ihr mit uns im himmelreich) Sollt leben nun und ewiglich. 12. Das hat also gefallen dir, Die wahrheit anzuzeigen mir, Wie aller welt macht, ehr und gut Vor dir nichts gilt, nichts hilft noch thut. 13. Ach mein herzliebes Jesulein! Mach dir ein rein sanft bet= telein, zu ruhn in meines herzens schrein, Daß ich nimmer vergesse dein. 14. Davon ich allzeit fröhlich sey, Zu springen, singen immer frei Das rechte susaninne schon, Mit Herzenslust den süßen ton! 15. Lob, ehr sey Gott im höchsten thron, Der uns schenkt seinen eingen Sohn! Deß freue sich der engel schaar Und singen uns solch neues jahr. bus ad D. Martin Luther.+ 1546. Luc. 2, 114. maid tim 5. So merket nun das zeichen recht, Die krippen, windelein so schlecht; Da findet ihr das kind gelegt, Das alle welt erhält und trägt. Samu 1961 must 6. Deß laßt uns alle fröhlich seyn, Und mit den hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, Mit seinem lieben sohn verehrt. Fan art nast 7. Merk auf, mein herz, und sich dort hin! Was liegt dort in dem krippelein? Weß ist das schöne findelein? Es ist das liebe Jesulein. om 19diario 8. Bist willekomm, du edler In voriger Melodie. gaſt! Den ſünder nicht verschmä- 41. Vom himmel kam der engel schaar, Erschien den hirten offenbar; Sie sagten ihn'n: ein kindlein zart, Das liegt dort in der frippen hart, het hast, und kommst ins elend her zu mir; Wie soll ich immer danken dir? rollo posted on fit LETI 9. Ach Herr, du schöpfer aller ding! Wie bist du worden so ge ring, Daß du da liegst auf dürrem gras, Davon ein rind und esel aß. 2. Zu Bethlehem, in Davids stadt, Wie Micha das verkündigt hat; Es ist der Herre Jesus Christ, Der ener aller Heiland ist. 10. Und wär die welt vielmale 13. Deß sollt ihr billig fröhlich so weit, Von edelstein und gold seyn, Daß Gott mit euch ist bereit, So wär sie dir doch viel worden ein; Er ist geborn eur zu flein, zu seyn ein enges wie- fleisch und blut, Eur bruder ist gelein. nis stor flagsil duff, nisl at das ewge gut. ons so n 11. Der fammet undi die seil 14, Was kann euch thun die sünd den dein Das ist grob heu und und tod? Ihr habt mit euch den windelein, Drauf du, föntg so wahren Gott; Lasst zürnen teugroß und reich Herprangst, als fel und die höll, Gotts Sohn ist wäre dein himmelreichdur fenis worden eur gesell sila bun Shir ( 2.08.]] und der dabei geoffenbarten Leutseligkeit Gottes. 25 5. Er will und kann euch uns: Gott mit uns; wer will lassen nicht, Sept ihr auf ihn eur seyn wider uns? ust isdit onl zuversicht. Es mögen euch viel fechten an; Dem sey trop, ders nicht lassen kann! band 6. Zulegt müsst ihr doch haben recht; Ihr seyd nun worden Gotts geschlecht. Deß danket Gott in ewigkeit Geduldig, fröhlich allezeit! sonra Ď. Martin Luther.+ 1546. Jef. 9, 6. 7. abi In eigner Melodie. 8 o 42.96 on einer jungfrau auserkorn, Gott mit uns! Uns ein findlein ist geborn. Gott mit uns! Gott mit uns; wer will seyn wider uns? bil 7. Billig wird er genannt ein held. Gott mit uns! Denn er überwindt die welt. Gott mit uns! Gott mit uns; wer will seyn wider uns? nun nadal t 8. Ein Ewger Vater er auch heißt. Gott mit uns! Sein lieb er genugsam beweist. Gott mit uns! Gott mit uns; wer will seyn wider uns? 2. Auch ist gegeben uns ein Sohn, Gott mit uns! Von des himmels hohem thron. Gott mit uns! Gott mit uns; wer will seyn wider uns? 9. Ein Friedfürst wird er recht genannt. Gott mit uns! Alles zorns macht er ein end. Gott mit uns! Gott mit uns; wer will seyn wider uns? 110. Ihm sey lob, preis und ehr bereit. Gott mit uns! Jeßt und in all ewigkeit! Gott mit uns! Gott mit uns; wer will feynt wider uns? night 19109 110 3. All sein herrschaft und marfallar#ice 8 M. Wie schön leucht uns. majeſtät, Gott mit uns! Auf seis 43. Sie glänzeſt du, du 10. ner schulter besteht. Gott mit uns! Gott mit uns; wer will seyn wider uns? doido E S 4. Wunderbar ist der name sein. Gott mit uns! Alles regie ret er allein. Gott mit uns! Gott mit uns; wer will seyn wider uns? Ha n must fürst und herzog aller herrn, Du friedenswiederbringer! Wie giebst du doch so hellenfchein Uns, die wir in dem dunkeln seyn, D starker todeszwinger! Daß wir. Mit dir Ewig sollen, Wie wir wollen, Strahlen schauen Und uns deinem glanze trauen.tid 5. Er ist des ewgen Baters Nath. Gott mit uns! Durch ihn finden wir genad. Gott mit uns! Gott mit uns; wer will feyn wider uns? m ided rd2 dot an 2. Wie machst du dich, o Gott! so klein, Und liegest wie ein findes lein In diesem schlechten stalle! Es hat gewiß bewogen dich, Daß alled 6. Er ist der kräftge starke menschen jämmerlich Verderbt Gott. Gott mit uns! Der hilft nach Adams falle; is Drum dup uns aus aller noth. Gott mit Bringst ruh Den gewissen, Die [ 2.89.}} 26 si Von der Geburt Jesu Chrifti me beflissen, Dich zu ehren Und dein hohes lob zu mehren. 3. Wie kommst du in der winterzeit, Da nichts als leid und traurigkeit Die waffen grausam führen; Wie kommst du an denjelben ort, Da winde sausen fort und fort, Da heu und stroh dich zieren? Daß wir mit dir Sions wälder, Sarons felder Sollen sehen Und in lebenswiesen gehen. 4. Willkommen, schönster bräu tigam, Du großes kind, du Gottešlamm, Du rechter schlangentreter! Willkommen uns, du starfer held, Du fluger herrscher aller welf, Auf den gehofft die väter, Durch rath, Mit that, Der du zwingest Und verdringest Sünd und hölle, Und uns führst zur lebensquelle. OFT Mon 5. Nun, o du schönstes Jesulein! Wir wollen dir ergeben seyn, Wir wollen dich stets preifen, Daß du ein mensch geworden bist, Auf daß wir vor der schlangen list Ins leben möchten reisen; Da wir Zu dir, du sonne, Unsre wonne, Werden treten Und das dreimal heilig beten! In eigner Melodie. 44. Sillkommen, großer Gott! Willkommen hier auf erden; Es muß des satans reich Hierdurch erschrecket werden, Und wir erfreut, da wir dich sehn In unserm fleisch bekleidet stehn. Willkommen, großer Gott! 194 1 9Nsib e L 2. Willkommen, Gottessohn! Was hat dich doch bewogen, Daß du vom hohen thron Des Vaters ausgezogen Um unsertwillen, die wir wind Und wie ein dampf vergänglich sind. Willkommen, Gottessohn! drjon sim unstjal 3. Willkommen, theurer fürst! Doch kannst du hier verweilen; Ich fürchte mich, du wirst Aufs schleunigst von uns eilen; Du findest nicht den himmelsfaal Bei uns, du findest sünd und qual. Willkommen, theurer fürst! st 4. Willkommen, keusches lamm, Willst du die sünde tragen, Und dich am freuzesstamm zu tode lassen schlagen? Wir werden des sen ursach seyn, Und doch kommst du zu uns herein. Willkommen, keusches lamm! nem is in 5. Willkommen, füßes heil! Was merkst du an uns armen? Der sünden gift und greul? Erweise dein erbarmen; Nimm auch von mir mein fränken hin, Mein arzt, und heile seel und sinn. Willkommen, süßes heil!& OL 6. Willkommen, starker held! Nun werd ich freudig kämpfen, Die fünde, höll und welt Durch deine gnade dämpfen. Mit dir will ich zu felde gehn; Du wirst getreulich bei mir stehn. Willkommen, starfer held! Surs 10 7. Willkommen, himmelsweg! Wie kann ich richtig reisen? Wenn du den himmelssteg mir durch dein wort wirst weisen. Mich wird kein irrgeist leiten ab, Wenn ich dich, leiter, bei mir hab. Willkommen, himmelsweg! burt mist 8. Willkommen, edler hort! 12, 10.] Univ.- Bibl. Giessen und der dabei geoffenbarten Leutseligkeit Gottes. 14. Willkommen, trauter freund! Hier sollst du ewig bleiben, Dich soll kein tod, kein feind, Aus meinem herzen treiben; Auf daß ich, wenn dein hochzeittag, Von dir auch wieder hören mag. Willkommen, trauter freund! 11. Willkommen, treuer hirt, Du mußt mir weide weisen; Thust du es nicht, wer wird Mich armes schäflein speisen? Doch giebst du mir dein blut und wort Zur seelenspeise fort und fort. Willkommen, trener hirt! Auf dich kann ich vertrauen, Mein fels, mein hoher hort. Werd ich auf dich nur bauen, So muß verfolgung nicht, noch pein, Noch lästern mir gefährlich seyn. Willkommen, edler hort! 9. Willkommen, reicher schap! Bezahl mit blut und leiden, In eigner Melodie. bio Daß ich der fünden plaß Und thun 45. ir chriftenleut Habn Feb1 Weil nicht meiden. dien ich dir hinfort, und du kannst fagen: er gehört mir zu. Will kommen, reicher schap! me uns zu troft Gotts sohn ist menich geboren, Hat uns erlöst. Wer sich deß tröst, und gläubet fest, soll nicht werden verloren. 10. Willkommen, zartes herz! Du willst dies auf dich nehmen, Mein ach, angst, qual und schmerz, Mein bittres leid und grämen. Mein jammer wird von dir gestillt, Mein mangel wird durch dich erfüllt. Willkommen, zartes herz! 12. Willkommen, bräutigam! Du willst mich dir erwählen Und an des freuzes stamm Als deine braut vermählen. Ich drücke dich an meine brust, Ich bin dein und du meine lust. 191 Willkommen, bräutigam.id molli 27 2. Ein wunderfreud! Gott selbst wird heut Von Maria ein wahrer mensch geboren; Ein jungfrau zart Sein mutter ward Von Gott dem Herrn selbst dazu erforen. 3. Die sünd macht leid; Christus bringt freud, Weil er zu uns in diese welt ist fommen. Mit uns ist Gott Nun in der noth; Wer ist, der uns als christen kann verdammen? 4. Drum sag ich dank Mit dem gesang Christo dem Herrn, der uns zu gut mensch worden; Daß wir durch ihn Nun all los seyn Der jünden laft und unträglichen bürden. 13. Willkommen, liebster gast! Du wirst mich hier nicht lassen. Wenn du erfüllet hast Was Got 5. Halleluja! Gelobt sey Gott! Singen wir all aus unsers herzens grunde; Denn Gott hat heut Gemacht solch freud, Die wir vergessen solln zu keiner stunde. tes schriften fassen, So wirst du M. Caſp. Fuger. † 1617. freudig aufwärts fliehn Und mich, M. Erschienen ist der herrl. dein füchlein, nach dir ziehn. 46. ir fingen dir, Imle [ 2.11.] noged manuel, Von der Geburt Chrifti. bensfürst und gnadenquell! Du der jeyn Mein armes herz, und himmelsblum und morgenstern, was es kann, Wirst du gewißlich Du Jungfraunsohn, Herr aller nehmen an. Halleluja! Herrn. Halleluja! 2. Wir singen dir mit deinem heer Aus aller fraft lob, preis und ehr, Daß du, o lang' gewünschter gast, Dich nunmehr eingestellet hast. Halleluja! 10. Hast du doch selbst dich schwach gemacht, Erwählteſt, was die welt veracht; Warft arm und dürftig, nahmst vorlieb, Da, wo der mangel dich hintrieb. Halleluja! 11. Du schliefst ja auf der erde schooß: So war das kripplein auch nicht groß; Der stall, das heu, das dich umfing, War alles schlecht und sehr gering. Halleluja! 12. Darum so hab ich guten muth, Du wirst auch halten mich für gut; O Jefulein! dein frommer sinn Macht, daß ich so voll troftes bin. Halleluja! lastervoll, Hab ich gelebt nicht 13. Bin ich gleich fünd- und wie ich soll; Ei, kommst du doch deßwegen her, Daß sich der fünder zu dir kehr. Halleluja! 14. So faß ich dich nun ohne scheu, Du machst mich alles jammers frei, Du trägst den zorn, du all angst und noth. Halleluja! würgst den tod, Verkehrst in freud 15. Du bist mein haupt, hins wiederum Bin ich dein glied und eigenthum, Und will, so viel dein Geist mir giebt, Stets dienen dir, wie dirs beliebt. Halleluja! 28 3. Von anfang, da die welt gemacht, hat so manch herz nach dir gewacht; Dich hat gehofft so lange jahr Der väter und propheten schaar. Halleluja! u 4. Ach daß der Herr aus Zion fäm Und unsre bande von uns nähm! Ach daß die hülfe bräch herein, So würde Jacob fröhlich feyn. Halleluja! dos 5. Nun, du bist hier, da liegest du, Hältst in dem fripplein deine ruh; Bist klein und machst doch alles groß, Bekleidst die welt, und kommst doch bloß. Halleluja! 6. Du fehrst in fremde hausung ein, Und sind doch alle himmel dein; Trinkst milch aus deiner mutter brust, Und bist doch selbst der engel luft. Halleluja! 7. Du bist der süße menschenfreund; Doch sind dir so viel menschen feind. Herodis herz hält dich für greul, Und bist doch nichts als lauter heil. Halleluja! 8. Ich aber, dein geringster knecht, Ich sag es frei, und mein' es recht: Ich liebe dich, doch nicht so viel, Als ich dich gerne lieben will. Halleluja! 9. Der will ist da; die kraft ist klein; Doch wird dir nicht zuwihier Mit freuden fingen für und 16. Ich will dein Halleluja für, Und dort in deinem ehrenzahl. Halleluja! faal Solls schallen ohne zeit und Paul Gerhardt+ 1676. 12. 12.1 Auf das neue Jahr. M. Singen wir aus herz. 47. S underbarer gnadenanficht; Laß mich deine herrlichfeit, Deine wunder- gütigkeit, Schauen in der ewigkeit. thron, Gottes- und Marien- Sohn! Gott und mensch ein kleines kind, Das man in der krippe findt! Großer held von ewig 48. 3 Jefulein, Zur ruhJoh. Olearius. † 1684. M. Vom himmel hoch da. geliebtes keit, Dessen macht und herrlichkeit Rühmt die ganze christenheit! statt in mein herz hinein; Gieb mir dich selber zum geschenk, Auf daß ich stets an dich gedenk. 2. In dir laß mich seyn recht erfreut und von dir singen allezeit, Damit ohn dich mir keine lust In meinem Leben sey bewußt. 3. Lob seyy Gott in dem höchsten thron! Er sendet uns sein'n eingen sohn, Den uns der heila t gen engel schaar Verkündiget zum neuen jahr. Injulsine 305 2. Du bist arm und machst zugleich Uns an leib und seele reich; Du wirst klein, du großer Gott, Und machst höll und tod zu spott; Aller welt wird offenbar, Ja auch deiner feinde schaar, Daß du, Gott, bist wunderbar. 3. Laß mir deine güt und treu Täglich werden immer neu; Gott! mein Gott! verlaß mich nicht, Wenn mich noth und tod 29 III. 2 uf das neue I a hring and bi ind learstial that tichom onu night tice dur Da doch wir, nur staub und foth, Nichts verdienet, als den tod, Ja sogar der hölle noth.dste d M. Singen wir aus Herz. 49. bermal ist eins dahin Von der zeiten anbeginn; Abermal ist dieses jahr, 4. Herr, dein nachtmahl, tauf Wie wir selber, wandelbar; Es und wort Hast du noch an un ist nunmehr alt und kalt; Höret, ferm ort Rein erhalten, und da wie die zeitung bald Von dem zu Den erwünschten fried und neuen jahr erschallt! thun n ruh Uns so mildiglich beschert; Ja, was unser herz begehrt Hast du reichlich uns gewährt.is, mb 2. Gott sey lob, daß abermal Eins dahin ist von der zahl Unsrer jahre, die wir sehn Schnel- 5. Billig fagen wir die dank, ler, als den rauch, vergehn; Da Für die kleidung, speis und trank, von unsrer pilgrimschaft Aber Für gesundheit, ehr und gut, eins ist hingerafft Durch so Lob sey dir, daß feur und glut, schneller zeiten kraft.sst, time, rid Daß das wasser und der wind, a 3. Herr, wie groß ist deine uns, die wir so sträflich sind, n güt! Ach wie fromm ist dein ge- Nicht verderbt so gar geschwind. müth! Haſt du doch zu tag und 6. Zwar du haft uns lassen nacht Diejes jahr an uns gedacht; jehu, Was den fündern muß ge 12 13 1 30 Auf das neue Jahr. schehn; Aber deine güt und treu su, unsern glauben mehr' Zu deiWar doch alle morgen neu. Ach nes namens Lob und ehr! regier uns herz und sinn, Daß fit Johannes Steuerlein. † 1613. wir jetzt zum anbeginn Alle bos- In voriger Melodie.a heit legen hin.onlis 7. Gute nacht, vergangnes jahr, 51. Das alte jahr iſt nun laster schaar In diesem lieben neuen jahr.dad dahin! Erneure, Jesu, Sammt der trübsal und gefahr! Herz und sinn, zu fliehen aller Gute nacht, du sündenkleid, Decke mich, o frömmigkeit! SüBer Jesu, führe mich zu dem neuen gnädiglich, Daß ich lieb und lobe dich. dotas at the Joh. Rift.+ 1667. M. Vom himmel hoch da. 2. Gieb neuen segen, glück und heil; Hilf, daß wir sämmtlich haben theil An dem, was uns, du höchstes gut, Erworben hat dein theures blut. 50. Dª as alte jahr vergan3. Gedenke nicht der missethat, gen ist. Wir danken Damit wir, Jesu, früh und spat dir, Herr Jesu Christ, Daß du So oft gehandelt wider dich; uns in so großr gefahr Bewah- Vergieb uns allen gnädiglich. ret haft viel zeit und jahr.4. Vergieb uns alle sünd und 2. Wir bitten dich, ewigen schuld, Gieb auch in allem freuz Sohn Des Vaters in dem höch- geduld! Dein guter Geist uns ften thron, Du wollst dein arme wohne bei, Sein hülf und trost christenheit Bewahren ferner al- stets um uns sey. lezeit. siset bil 5. Gleichwie das güldne sonnenlicht Die strahlen wieder zu uns richt't, So richte deinen gnadenschein Auf uns kraftlose würmelein.uma ascutit Hinn 3. Entzeuch uns nicht dein heilsam wort, Welchs ist der seelen höchster hort; Vor falscher lehr, abgötterei Behüt uns, Herr, und steh uns bei! that att bund 4. Hilf, daß wir von der fünd ablahn Und fromm zu werden fahen an, Keine fünd des alten jahrs gedenk, Gin gnadenreich und kost. neu jahr uns schenk. od 197. Gieb auch, Herr Jesu, dies 5. Christlich zu leben, seliglich dabei, Daß ich dir stets ergeben 3u sterben, und hernach fröhlich sey, Dir dien in wahrer frömAm jüngsten tag wiedr auf migkeit und stets zum tode sey zustehn, Mit dir in himmel ein- bereit.sund vonumst its ord zugehn.bsstados 18. Verhüte schweren unglücks6. Zu danken und zu loben dich fall, Durchfüße wohl des freuMit allen engeln ewiglich. O Je- zes gall; Ein christe muß doch [ 2. 14.] 6. Laß deine hülfe allezeit, Du menschenfreud, uns seyn bereit; Beschere nahrung, forn und most, Und segne reichlich trant 31 heu, wie eines grajes blum, Wie leichte spreu, in seinem be sten ruhm. od at ipat msgemein Allhier im freuz und joche seyn. mis onan con 9. Indessen gieb zu aller frist, O Gott, was uns ersprießlich ist, Bis wir einmal nach dieser zeit Eingehen in die ewigkeit! 5. Du bist gerecht, wer darf dein urtheil tadeln? Doch sey gepriesen die barmherzigkeit, Die von uns nimmt so gnädig unser leid Und uns so hoch hat wiewollen adeln, Daß, ob wir Talip Christoph Homburg. † 1681.1 sd M. Mein Salomo, dein.nl 52. anfang und ende, gleich hier die verwesung sehn, D er du bist der Wir doch dereinst zum leben auferstehn. 6. Durch Chriſtum ist uns dieses heil geschenket, Der kommt aus deinem schooß zu uns herab, Wird mensch und scheuet we= der tod noch grab, Wodurch er deine huld so zu uns lenket, Daß aller jammer, alle noth und pein Uns nichts als segen und gewinn muß seyn. 7. Durch ihn sind wir zur ewigkeit erkaufet, Wo freud und unvergänglich wesen grünt; Hierzu sind wir dir, Vater, ausgesühnt Und auf des Sohnes blut und tod getaufet. Wie gnädig haft du, Gott, an uns gedacht, Daß du durch unser Heil dies heil gebracht! der besten blüthe untergehn; Wir 8. Dies ist der brunn, aus welsind wie gras, das frühe zwar vorhanden, Und doch wohl, eh die sonne von uns weicht, Durchs schnitters hand sein ende schon erreicht. dann chem hergeflossen, Was mich in meiner wallfahst früh und spat An feel und leib jemals erquifket hat, Der sich hat stromweis über mich ergossen, Daß ich den augenblick nicht nennen kann, Da mir nicht wäre daraus guts gethan. 9. Gelobetsey, o Herrscher! diese liebe, Die sonderlich auch im verstrichnen jahe mich armen staub, 15.] Auf das neue Jahr. Ein Herr der zeit und auch der ewigkeit, Dem alles steht zu seinem dienst bereit; Zu deinem thron, Jehova! ich mich wende, Da diese zeit ein neues jahr uns bringt, Und Zion dir ein Halleluja fingt. 2. Dich bet ich an, unwandelbares wesen, Du wesen, das kein zeitenwechsel trifft, Du bist, von welchem zeugt der pfalmen schrift, Daß deiner jahre zahl nicht ist zu lesen; Denn ob gleich erd und himmel muß vergehn, Bleibst du doch, wie du bist, und ewig stehn. Tin 3. Wir aber sind von gestern her entstanden Und müssen auch, eh wir uns deß versehn, Oft in 4. Das macht der fall, der deinen zorn erwecket, Und uns in diesen jammer hat versenkt,( D wohl dem menschen, der es recht bedenkt!) Der sich nun über alles fleisch erstrecket; Fleisch ist wie [ 32 der deß unwürdig war, So mert lich spüren lassen ihre triebe! Ich stelle mich dafür in meinem sinn, Dir, großer Gott! selbst zum dankopfer hin.im ind af rist 9:10. D! denfe nicht an der vergangnen zeiten Gemachte viel und überhäufte schuld; Laß deine gnad und milde Vaterhuld, Zu meinem trost, in Christo sie bespreiten; Was ich gelebet hab, das decke zu, Was ich noch leben soll, regiere du. Auf das neue Jahr. 11. Erneure mich, der du machst alles neue, Das alte laß von nun an untergehn; Laß heiligkeit an deffen stelle stehn, Die neue freatur dich stets erfreue; Der Geist aus dir verändre sinn und muth, Nur dich zu lieben als das höchste gut. 12. Die zeit fleucht hin, laß mich auch von ihr fliehen; Die ewigkeit rückt näher stets herbei; Gieb, daß ich ihr im geist recht nahe sey; Laß mich als eilend stets von hinnen ziehen; Es müffe mir nie kommen aus dem sinn, Daß ich hier fremd, ein gast und pilgrim bin. dind bi ou 13. Ach! lehre mich recht met ne tage zählen, Daß ich sie all' aufs best anwenden mag; Hilf mir auch tragen ihre last und plag! So will des rechten zwecks ich nicht verfehlen; Ich will der einst mit der erkauften schaar Bei dir begehn das große neue jahr. 3J. A. Freylinghausen.+ 1739. 40 In eigner Melodie. na 53. et elft mir Gotts güte preisen, Ihr christen dern weisen Ihm allzeit dankbar seyn; Fürnehmlich zu der zeit, Da sich das jahr geendet, Die sonn sich zu uns wendet, Das neu jahr ist nicht weit. 2. Ernstlich laßt uns betrachten Des Herren reiche gnad, Und so gering nicht achten Sein unzählig wohlthat; Stets führen zu gemüth, Wie er dies jahr hat geben All nothdurft diesem leben Und uns vor leid behüt't. toin 3. Lehramt, schul, kirch erhalten In gutem fried und ruh, Nahrung für jung' und alte Bescheret auch dazu, Und gar mit milder hand Sein güter ausgespendet, Verwüstung abgewendet Von dieser stadt und land. 4. Er hat unser verschonet Aus väterlicher gnad; Wenn er uns hätt belohnet All unsre missethat Mit gleicher straf und pein: Wir wären längst gestorben, In mancher noth verdorben, Die wir voll sünden seyn. 1930 5. Nach vaters art und treuen Er uns so gnädig ist; Wenn wir die fünd bereuen, Glauben an Jesum Christ Herzlich ohn heuchelei, Will er all sünd vergeben, Lindert die straf daneben, Steht uns in nöthen bei. 6. All solch dein güt wir preis sen, Vater ins himmels thron, Die du uns thust beweisen Durch Christum, deinen Sohn, Und bitten ferner dich: Gieb uns einfriedlich jahre, Vor allem leid bewahre Und nähr uns mildiglich. insgemein Mit gfang und an- abom dan Baul Eber.+ 1569. Fil [ 2. 16.] Auf das neue Jahr. 33 Der vorhergehende gefang kann auch Das gescheh in dir allein; Wenn aur andern zeit gesungen werden, mit einiger veränderung: als: ich schlafe, wenn ich wache, Wolleft du, Herr, bei mir seyn, Geh ich aus, geh mir zur seiten, Komm ich heim, so hilf mich g'leiten. Nur zu deines namens ehr; Hilf, 5. Laß mich beugen meine kniee daß ich mich stets bemühe, Dich zu preisen mehr und mehr; Laß mein bitten und mein flehen Doch im himmel vor dir stehen. 6. Laß mich, Herr, in deinem namen Fröhlich nehmen speis und strank; Güter, die von dir herkamen, Fordern ja von mir den dank. Deine weisheit kann mich stärken Zu der lieb und guten werfen. Paul Eber.+ 1569. M. Herr, ich habe mißgeh. od 54. ilf, Herr Jesu! laß gelingen! Hilf, das neue jahr gehtan! Laß es neue kräfte bringen, Daß aufs neu ich wandeln kann. Neues glück und neues leben Wollest du aus gnaden geben. 7. Mein gebet, das müss aufsteigen, Herr, zu deinem gnadenthron; Dann wirst du zu mir dich neigen, Wie zu deinem lieben Sohn. Sohn. Herr, ich weiß, es wird vor allen Dies mein opfer dir gefallen. 8. Laß dies seyn ein jahr der gnas den, Laß mich büßen meine sünd; Hilf, daß sie mir nimmer schaden Und ich bald verzeihung find, 2. Alles, was ich zu beginnen Herr, in dir; denn du, mein leben, Und zu reden bin bedacht, All mein Kannst die sünd allein vergeben. trachten und mein sinnen Werde 9. Tröste mich mit deiner liebe, stets durch dich vollbracht, Daß auch das, was ich gedenke, Dich zu preisen stets sich lenke. 1997 Im ersten satz: mal Am jonntage: Da sich woch geendet, Der sonntag zu uns wendet, Des Herren tag die ist beut. Am jonnabend: Da sich die woch geendet, Der sonntag zu uns wendet, Des Herrn tag ist nicht weit. Gu Sur 3m zweiten ſatz: Wie er die woch hat geben. mshot Im sechsten soz: Hilf alln bedrängten leuten, Bescher friedsame zeiten Und nähr uns mildiglich. 3. Meiner hände werk und thaten, Meiner zunge red und wort, Müsse nur durch dich gerathen Und d ganz glücklich gehen fort; Neue kraft laß mich erfüllen, zu verrichten deinen willen. 4. Was ich dichte, was ich mache, Nimm, o Gott! mein flehen hin, Weil ich mich so sehr betrübe Und voll angst und zagen bin. Stärke mich in meinen nöthen, Daß mich sünd und tod nicht tödten. 10. Salb, o Vater! meine wunden, Wasche mich mit Ysop ab; laß mich werden recht verbunden, Heile mich bis in mein grab; Tilg, Herr, meine misse3 [ 3. 1.] 34 Auf das neue Jahr. thaten, So wird meiner noth In eigner Melodie.gr gerathen. 55. I Resu, nun sey geprei11. Große fünder kannst du heilen. Ach ich bin in ihrer zahl! Du, du kannst mir gnad ertheiIcn, Hilf mir doch aus dieser qual, Denn du kennest ja die schwachen, Die du wieder stark willst machen. set In diesem neuen jahr, Für dein güt uns beweiset In aller noth und gfahr, Daß wir haben erlebet Die neu fröhliche zeit, Die voller gnade schwebet Und ewger seligkeit, Daß wir in guter stille Das alt jahr habn erfüllet. Wir wolln uns dir er= geben Jeßund und immerdar; Behüt uns leib und leben Hinfort das ganze jahr. 2. Laß uns das jahr vollbringen Zu lob dem namen dein, Daß wir demselben singen In der christen gemein. Wollst uns das leben fristen Durch dein allmächtge hand; Erhalt dein liebe christen und unser vaterland. Dein'n se gen zu uns wende, Gieb fried an allem ende, Gieb unverfälscht im lande Dein seligmachend wort, Die teufel mach zu schande Hier und an allem ort. 12. Zähle los mich hochbetrübten, Der ich nicht bezahlen kann; Liebe mich in dem Geliebten, Dein Sohn Jesus nimmt mich an; Jesus lässt mich nicht verderben, Jesus lässt mich nicht im sterben. 13. Herr, du wollest gnade geben, Daß dies jahr mir heilig sey, Und ich chrifflich könne leben, Sonder trug und heuchelei; Daß ich noch allhier auf erden Fromm und selig möge werden. U 14. Laß mich armen sünder ziehen Deinen weg der frömmigkeit; Laß mich stolz und hoffart fliehen, Laß mich beten jederzeit; Laß mich schand und unzucht meiden; Laß mich willig unglück leiden. 3. Dein ist allein die ehre, Dein ist allein der ruhm! Geduld im freuz uns lehre, Regier all unser thun, Bis wir fröhlich abscheiden Ins ewge himmelreich Zum wahren fried und freuden, Den heilgen Gottes gleich. Indeß machs mit uns allen Nach deinem wohlgefailen; Solchs singt heut ohne scherzen Die christgläubige schaar, Und wünscht mit mund und her zen Ein selges neues jahr. 16. Jesu, laß mich fröhlich enden Dieses angefangne jahr; Trage mich stets auf den händen, Halte bei mir in gefahr; 1 Joh. Heermann.+ 1647. Freudig will ich dich umfassen, M. Helft mir Gotts güte preifen. Wenn ich soll die welt verlaffen. 56. Nachdem die sonn betiefsten Joh. Rist. 1667. [ 3.2.] 15. Jesus richte mein beginnen, Jesus bleibe stets bei mir; Jesus zähme mir die sinnen, Jesus sey nur mein begier; Jesus fey mir in gedanken, Jesus lasse mich nie wanken. Auf das neue Jahr. 35 Hinfort recht dienen dir. winterlauf, Ist sie ganz unver- Nach deinem wort und willen droffen, Steigt mählich wieder auf, Kürzt ab die lange nacht, Hilft uns zu neuen fräften, Giebt licht zu unsern g'schäften, Den tag was länger macht. 7. Thu auf aus lieb dein hände, Reich uns das täglich brod, Dein antlig zu uns wende In freuz und aller noth; Behüt vor sünd und schand, Vor hunger, krieg und seuchen, Die jetzund umher schleichen; Gieb fried in unserm land. 2. Groß ist an allen enden Die nacht der fünden schwer, Wer will sie von uns wenden, Daß sie uns nicht gefähr? Das kann der heilge Christ, Der zwischen Gott und allen, Die von ihm abgefallen, Ein mittler worden ist. 3. Sein blut hat er vergoffen Für unsre sünd und schuld; Daher ist uns entsprossen Seins Vaters gnad und huld. Das bringt uns große freud, Die furcht ist sünden Ist worden unsre beut. 4. Das g'set fiel an den frommen, Der ihm nichts schuldig war; Drum sind wir ihm entkomment, Verachten ganz und gar Sein fluch und zeterschrei. Wir sind recht wohl gerochen, Die handschrift ist durchstochen, Wer gläubt, ist quitt und frei. 5. O reicher thron der gnaden, Dies liebe neue jahr Vor unheil und vor schaden Kirchen und schul bewahr, Des satans tücken wehr, Daß er uns nicht bethöre Mit gift der falschen lehre; Dein reich > bei uns vermehr. 8. Herr Christ, dein güt wir preisen, Mit dank wir rühmen dich. Hilf, daß wir mit den weisen Dir opfern williglich und leben nach gebühr, So wirds uns wohl gelingen, Daß wir dort ewig singen: Herr Gott, dich loben wir! M. Wach auf, mein herz. 57.* un laßt uns gehn N treten Mit fingen und mit beten Zum Herrn, der unserm leben Bis hieher kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern Von einem jahr zum andern; Wir leben und gedeihen Vom alten bis zum neuen. 3. Durch so viel angst und plagen, Durch zittern und durch za= gen, Durch krieg und große schrecken, Die alle welt bedecken. 4. Denn wie von treuen müttern In schweren ungewittern Die kindlein hier auf erden Mit fleiß verwahret werden: 5. Also auch und nichts minder Lässt Gott ihm seine kinder, Wenn noth und trübsal bligen, In seinem schooße sigen. GOTH 6. Ach hüter unsers lebens! Fürwahr, es ist vergebens Mit 3* 6. Die herrschaft auch behüte, Den Geist der weisheit send, Bescheer durch deine güte Gottselig regiment. Verleih, daß sie und wir mit wahrer buß dich stillen, [ 3. 3.] 36 Auf das neue Jahr. at 7. Gelobt sey deine treue, Die alle morgen neue! Lob sey den starken Händen, Die alles herzleid wenden! unserm thun und machen, Wo uns aus gefahr, Wend ab in dienicht dein augen wachen. ser bösen zeit Krieg, theurung, pest und alles leid. Wir bitten, laß dir insgemein, Die drei hauptständ befohlen seyn. sausint 8. Laß ferner dich erbitten, D 2. Gieb uns dein wort und Vater! und bleib mitten In un sakrament Im lande bis an unser ſerm kreuz und leiden Ein brunnen end; Befrön das jahr mit deiunsrer freuden.ndo in bil dar ner güt Und uns mit segen überdi 9. Gieb mir und allen denen, schütt; Daß solches Amen sey und Die sich von herzen sehnen Nach wahr, Von Herzen wünscht der dir und deiner hulde, Ein herz, christen schaar. od roj isinale das sich gedulde.urs sid nainsbesi Dr. Georg Werner. † 1671.98 10. Schleuß zu die jammer- thridspirg fullor all trslist pforten Und laß an allen orten M. Helft mir Gotts güte preisen. Auf so viel blutvergießen Die 59. er sich im geist be ſo 19th schneidet 11. Sprich deinen milden se gen Zu allen unsern wegen; Laß großen und auch kleinen Die gnadensonne scheinen. A 12. Sey der verlaffnen vater, Der irrenden berather, Der unversorgten gabe, Der armen gut und habe. misd smmary 13. Hilf gnädig allen franken, Gieb fröhliche gedanken Den hochbetrübten seelen, Die sich mit ichwermuth quälen. misid ne 14. Und endlich, was das mein ste, Füll uns mit deinem Geiste, Der uns hier herrlich ziere Und dort zum himmel führe. Em 15. Das alles wollst du geben, O meines lebens, leben, mir und der christen schaare. Zum selgen neuen jahre. nompjug dsp en immt hPaul Gerhardt, † 1676.p M. Vater unser im himm.bil 58. M un treten wir ins neue jahr! Herr Jesu, rett ein wahrer christ Des fleisches tödtung leidet, Die so höchst nös thig ist, Der wird dem Heiland gleich, Der auch beschnitten wor den, Und tritt ins freuzes orden In seinem gnadenreich. 2. Wer so dies jahrmanhebet, Der folget Chrifti lehr, Weil er im Geister lebet Und nicht im fleische mehr; Er ist ein Got testindon oben her geboren, Das alles, was verloren, In seinem Jesu findt ut i sit 3. Doch wie muß dies beschnei den Im geistio mensch, geschehn? Du musst die fünde meiden, Wenu du willst Jesum sehni Das mit tel ist die buß, Wodurch das stei nern herzen wahrer rei und schmerze Zerfuirschet werden muß. 4. Ach gieb zu ſolchem werke Inji diesem neuen jahr, Hert Jeju, traft und stärke, Daß sich baldsioffenbard Dein himmlische Auf das neue Jahr. 37 neuen jahr, Dem eingen gnadenthrone, Daß er in noth und g'fahr Uns alle hat behüt't, Die großen mit den kleinen, Und thuts noch stets gut meinen Mit uns ans lauter güt, did 1975) 2. Wir bitten allzusammen Mit herzen und mit mund: Er woll sich unsr erbarmen Heut und zu aller stund; Durch sein barmherzigkeit All sünde uns vergeben Und uns nach diesem leben Schenken die ewge freud. hit and 3. Jnmittelst er verleihe Lehrer und diener treu, Die sein wort mögen treiben Getrost ohn alle schen Wider des satans mord, Daß nicht groß sünd und schande Einreiß in unserm lande, Zur unehr seinem wort. 4. Der obrigkeit er gebe Fried und gut regiment, Dazu ein langes leben, Und daß sie fleiß anwend zu fördern Gottes ehr, Fromme beim recht zu schüßen, Suchen gemeinen nußen Und lindern groß beschwerd. 5100 5. Er woll uns auch zusammen In dies'm ort und gemein Bewahrn vor sünd und schanden, Die wir sein diener seyn; Bis wir von dieser welt In seinem fried abscheiden Zur ewgen ruh und freuden. Wann und wies ihm gefällt. 6. Darauf wir sprechen Amen Und zweifeln nicht daran, Er wird uns gebn zusammen, Was wir gebeten habn, Helfen auch sämmtlich alln; Er wird uns fort bewahren In diesem neuen jahre, Nach seinem wohlgefalln. [ 3. 5.] gestalt In vieler tausend feelen, Die sich mit dir vermählen; Ja thu es, Jesu, bald.in 6m 94 5. Ich seufze mit verlangen, Und tausende mit mir, Daß ich dich mög umfangen, Mein allerschönste zier. Wenn ich dich hab allein, Was will ich mehr auf erden? Es muß mir alles werden Und alles nüßlich seyn. uchi 6. Ach ihr verstockten fünder, Bedenket jahr und zeit! Thr abgewichnen finder, Die ihr in eitelkeit und wollust zugebracht, Ach führt euch Gottes güte Doch einmal zu gemüthe Und nehmt die zeit in acht. 7. Beschneidet eure herzen Und fallet Gott zu fuß, In wahrer reu und schmerzen; Es wird die herzensbuß, So gläubig muß geschehn, Das Vaterherz bewegen, Daß man wird vielen segen In diesem jahre sehn. 8. Ja, mein Herr Jesu, gebe, Daß deine christenschaar Mit dir im geiste lebe In diesem neuen jahr, Daß sie in feiner noth Sich möge von dir scheiden, Stärk fie im freuz und leiden Durch deinen bittern tod. 9. So wollen wir dich preisen Die ganze lebenszeit Und unsre pflicht erweisen In alle ewigkeit, Da du wirst offenbar, Und wir mit allen frommen Nach diesem leben kommen Ins ewge neue jahr! sur Laurentius Laurenti. † 1722. M. Helft mir Gotts güte preisen. ir danken Gott dem Schne In diesem 60. 38 IV. 300 Von Jesu Namen, Aemtern und Wohlthaten. 11910 ich bin ganz beflecket, Der heilge Jesusnam, Der alle sünd bedecket; Er kehre ab den fluch, Den segen zu mir wend, Sey meine stärk, dadurch Sich alle schwachheit endt. 7. Er sey mein licht, das mich In finsterniß erleuchte; Er sey des himmels thau, Der mich in hiß anfeuchte; Er sey mein schirm und schild, Mein schatten, schloß und hut, Mein reichthum, ehr und ruhm, Er sey mein höchftes gut. 8. Er sey mein himmelsweg, Die wahrheit und das leben, Und wolle mir zuleßt Auch dieses gnädig geben, Daß ich alsdann in ihm Dies leben schließe wohl, Wenn meine sterbenszeit und stunde kommen soll. 61. M. O Gott, du frommer. ch Sesu! dessen treu Im Himmel und auf erden Durch keines menschen mund Kann gnug gepriesen werden, Ich danke dir, daß du Ein wahrer mensch geborn, Haft von mir abgewandt, Daß ich nicht bin verlorn. 2. Fürnehmlich wird in mir All herzensangst gestillet, Wenn mich dein süßer nam Mit seinem troft erfüllet; Kein trost so lieblich ist, Als den mir giebt dein nam, Der süße Jesusnam, Du fürst aus Davids stamm. 3. O Jesu, höchster schaß! Du fannst mir freude bringen; Es kann nichts lieblicher Als Jesu name klingen. Ich kann nicht traurig seyn, Weil Jesus heißt fo viel Als Heiland oder Held, Der selig machen will. 4. Wenn jatan sich bei mir Mit anfechtung will regen, So ist mir Jesu nam Zum trost, fried, schuß und segen, Zur weisheit und arznei In aller angst und noth, Daß ich nicht fürchten darf Den teufel und den tod. umidias 9. Inmittelst helf er mir, So lang' ich hier noch wandle, Daß ich in meinem thun Treu und aufrichtig handle; Er steh mir allzeit bei Mit seines Geistes gab, Wenn ich in meinem amt Was zu verrichten hab.ungen and 10. In Jesu namen bin Ich heute aufgestanden, In ihm voll5. Daß ich ein zornkind bin, bring ich heut, Was mir kommt Das macht die schnöde sünde; unter handen. In seinem namen Dein Jesusnam macht mich zu ist Der anfang schon gemacht; einem gnadenkinde; Er nimmt Das mittel und der schluß Wird von mir hinweg Die schuld und auch durch ihn vollkracht. misfethat, Bringt mir die seligfeit und deines Vaters gnad. 6. Et 6. Et nun, so heilge mich, Der dic 11. Dir leb ich und in dir, In dir will ich auch sterben; Herr, sterben will ich dir, 3 dir will ich Von Jesu Namen, Aemtern und Wohlthaten. 39 ererben Das ewge himmelreich, mich nicht zurücke sehen, Mein Das du erworben mir; Von dir Hetland, so genüget mir. verklärt will ich Dir dienen für 5. Ich will hinfort nun alles und für. laffen und folgen dir nur blindlings nach, Auch achten ganz fein ungemach; Ich will nun recht mein leben hassen, Damit ich möge zu dir kommen; Mach mich nur fest durch deine gnad Und führe mich zu deinen frommen; Gieb selbst zu allem rath und that. Maria Magdalena Böhmerin. † 1743. M. Wer nur den lieben. 19d ko Joh. Heermann. † 1647. M. Wo ist der schönste. 62. 2 Ich möcht ich meinen Jesum sehen, Der meine seel so herzlich liebt, Ob ich ihn gleich so oft betrübt! Ach möcht ich aus mir selber gehen Zu dem, der mich so kräftig ziehet Von dieser welt zu sich hinauf, Bei der ich mich ſo ſehr be- 63. A ch sagt mir nichts mühet In meinem ganzen lebenslauf von gold und schäßen, Von pracht und schönheit diefer welt; Es kann mich ja kein ding ergößen, Was mir die welt vor augen stellt. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jesum, der mein ziel. 2. Er ist alleine meine freude, Mein gold, mein schat, mein schönstes bild, An dem ich meine augen weide Und finde, was mein herze stillt. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jesum, der mein ziel. 2. Ach möcht ich doch die füße füssen Und preisen seine nägelmaal, Die müh und schmerzen ohne zahl, Die er für mich hat dulden müssen! Ach möcht ich mich doch niederseßen Zu seinen füßen in geduld Und sie mit liebesthränen neßen, Dieweil er tilget meine schuld. 33. Ach laß mich mit Johanne liegen An deiner süßen liebesbrust Und treib aus mir den sündenwust! Laß mich die welt nicht mehr betrügen, Der ich so sehr bin nachgegangen, Ihr tand sey mir ganz unbewusst Hinfort, damit nur mein verlangen Zu dir geh, Jesu, meine lust. hi 4. Ja ich muß noch was gröBers bitten: Zieh mich, mein Jesu, ganz in dich und komm du selber auch in mich! Laß mich nur bloß nach deinen sitten Und heilgem willen einher gehen; Ja, ruf und treib mich stets zu dir und laß 5. Sein reichthum ist nicht zu 4. Sein schloß kann keine macht zerstören, Sein reich vergeht nicht mit der zeit, Sein thron bleibt stets in gleichen ehren Von nur an bis in ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jesum, der mein ziel. ( 3.7.1 3. Die welt vergeht mit ihren lüften, Des fleisches schönheit dauert nicht, Die zeit kann alles das verwüsten, Was menschenhände zugericht. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jesum, der mein ziel. Von Jesu Namen, ergründen, Sein callerschönstes zu mir, Und erfreue mich in dir. angesicht Und was von schmuck Schleuß mich in die arme ein; um ihn zu finden, Verbleichet Die für mich verwundet seyn. und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Jesum, der mein ziel.la ne sdo trad 6. Er kann mich über alls erheben und seiner flarheit machen gleich; Er kann mir so viel schäße geben, Daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will, Ich liebe Sesum, der mein ziel. jort smisd 7. Und ob ichs zwar noch muß entbehren, So lang' ich wandre in der zeit, So wird er mirs doch wohl gewähren Smreiche seiner herrlichkeit. Drum thu ich billig, was er will, und liebe Jesum, der mein ziel. Dr. Johann Scheffler.( Angelus) † 1677. M. Jesu, komm doch selbst zu mir. 64. d2 40 M. Nun freut euch, lieben. 198 65. er Herr ist mein ge in seiner hute, Darum mir gar nichts mangeln wird An irgend einem gute. Er giebt mir weid shn unterlaß, Darauf wächst das wohlschmeckend gras Seines heilsamen wortes: mejspund sid 2. reinen er weist, Das mich erquicken thue, Das ist der werthe heilge Geiſt, Der mich macht wohlgemuthe. Er führet mich auf rechter straß Jus sein'n geboten ohn ablaß, Von wegen seines namens. nod 13.9 Db ich wandre im finſtern thal, Fürcht ich kein ungelücke, Inis verfolgung, d leiden, trübfal Und dieser welt bös tücke; Denn du bist bei mir stetiglich, Deitt stab und stecken trösten mich, Auf deins word ich mich lasseuse d 4. Du breitest vor mit einen tisch Vor feinden allenthalben, Machst mein herz unverzagt und frische Mein haupt thust du mir jalben Mit deinem Geist, dem freu [ 3.8.] zeit heran, Daß ich möge schauen an Meinen liebsten Jesum Christ, Der mein lieb und leben ist? s du bi hi ds 2. Ach, wo bleibst du doch, mein licht? Komm doch s'fort, und säum dich nicht! Komm dochy; weil mit großem schmerz Auf dich wart't mein frankes herz. S 6. Reich mir deinen süßen mund, Thu mir deine liebe fund, Drück mich an die zarte bruſt, Die mir ewig schaffet luft. is 7. Also werd ich dort und hier Fröhlich singen für und für, Daß du, liebster Jesu Christ, Meines lebens leben bist. do 19 300 Dr. Johann Scheffler.( Angelus) † 1677. + 1677. ng opis Psalm 23. 3. Kommst du nicht jetzt alsobald Meines lebens aufenthalt So vergeht vor liebsbegier Mein betrübter geist in mir.aun annis 4. Allzeit weißt du, daß ich mich nicht erhalten kann ohn dich, Weil duge liebster: Sesus Christ, Meines lebens leben bisto nism 575 Drumuso komm doch bald Aemtern und Wohlthaten. denöl, Und schenkest voll ein meis ner feel Deiner geistlichen freuden. 5. Viel gutes und barmherzigkeit Folgen mir nach im leben, Und ich werd bleiben allezeit Im haus des Herren eben, Auf erd in christlicher gemein, Und nach dem tode werd ich seyn Bei Christo, meinem Herren. bir Wolfgang Mosel( Musculus), um 1560. M. Herr Christ, der einig. 41 6. Gieb, daß ich mein vertrauen Nur setz auf dich allein; Herr, laß mich auf dich schauen Und warten allzeit dein; Ja, laß mich dich stets loben Hier und hernach) dort oben In alle ewigteit. 194 7. Mein Heiland du wollst kommen, Ja komm, ach komme doch! Erlöse deine frommen Von allem band und joch! Ach Jesu! komm und dämpfe Das fleisch, 66. Here Jesu Chrift, mein gieb, daß ich kämpfe Allein durch leben einge zuversicht, Dir hab ich mich ergeben, 8 Nun, Vaterp hör mein lalVerlaß, verlaß mich nicht! Ach laß len! Mein Jesu! meine bitt Laß mich deinen willen Beständiglich dir doch nicht mißfallen Und felerfüllen, Du meiner feele zier! ber mich vertritt! Gott heilger Geist, erfülle Mein herz, daß ich sey stille Und allzeit lobe dich! Joh. Friedr. Sannom, aus Offenbach. T To In eigner Melodie.d Jeful 2. Ach schenk mir deine liebe, Mein hort und bräutigam! Gieb, daß ich nicht betrübe Dich, werthes Gotteslamm! Ach laß mich an Im 9 fangen, denn du biſt liebenswerth. 67. der beine, Dei gan blut 3. In liebe laß mich brennen, Und halten an dir fest, Von dir foll mich nichts trennen, Du bist der allerbest. Ach laß mich mit dir sterben Und nachmals auch erer ben Das reich der herrlichkeit. 4. Ach laß mich allzeit bleiben Ein grüne reb an dir; Dir will ich mich verschreiben, Ach, weiche nicht von mir! Ich bleib dir ganz ergeben Im tod und auch im leben. Ach hilf mir armen baldin 5. Nun, Jesu! sey mein leben, Mein alles ganz allein! Nach dir laß mich stets streben, So werd ich selig seyn. Ach laß mich dich stets suchen und alles das verflu chen, Was mich von dir hält ab. ist mir das unterpfand; Nur, Jesu, dir, dir nur alleine, Nur dir und deiner freuen hand Ergeb ich mich und leb in ruh; Du bist mein felsydu, eben du. Du bleibest ja meine, laß deine mich werden, Mein Jesu, mein alles im himmel und erden, lisur 2. Die wunden sind mir eine höhle, Deiwitod ist mir ein zufluchthaus, Da ich die schuldbe ladne seeled Kann sicher führen ein und aus. Regier, o Jesu! met nen sinn, Daß ich im tod auch standhaft bin. Du bleibest ja meine, laß deine mich werden, Mein Jesu, mein alles im Himmel und erden. a3. So faß ich, Jesu, dich alleine, [ 8.9.1 42 St Von Jesu Namen, Dein name zwinget mich dahin, gewendet und liebte das geschaffDaß ich nur leb und sterb der deine, Werf alles leid und sorgen hin. Bei dir ist reichthum, freud und ruh, Du bist mein fels, du, eben du. Du bleibest ja meine, laß deine mich werden, Mein Jesu, mein alles im himmel und erden. ne licht. Nun aber ists durch dich geschehn, Daß ich dich hab ersehn. 1915. Ich danke dir, du wahre sonne, Daß mir dein glanz hat licht gebracht, Ich danke dir, du himmelswonne, Daß du mich froh und frei gemacht, Ich danke dir, du güldner mund, Daß du mich machst gesund. bim sit Ins 5. Drum bleib ich, Jesu, ganz der deine, Dein blut ist mir das unterpfand; Nur, Jesu, dir, dir nur alleine, Nur dir und deiner treuen hand Ergeb ich mich und leb in ruh, Du bist mein fels, du, eben du. Du bleibest ja meine, laß deine mich, werden, Mein Jesu, mein alles im himmel und erden. In eigner Melodie. 92 ch will dich lieben, meine stärke, Ich will dich lieben, meine zier, Ich will dich lieben mit dem werke Und immerwährender begier, Ich will dich lieben, schönstes licht, Bis mir das herze bricht. mi biste 6. Erhalte mich auf deinen stegen Und laß mich nicht mehr irre gehn, Laß meinen fuß in deinen wegen Nicht straucheln oder stille stehn, Erleucht mir leib und feele ganz, Du starker himmelsglanz. di dres 68. 7. Gieb meinen augen füße thränen, Gieb meinen herzen feusche brunst, Eaß meine seele fich gewöhnen zu üben in der liebe kunst, Laß meinen finn, geist und verstand Seyn stets zu dir gewandt. 2. Ich will dich lieben, o mein leben, Als meinen allerbesten freund, Ich will dich lieben und erhebenSo lange mich dein glanz bescheint, Ich will dich lieben, Gotteslammb Als meinen bräutigam.nism in sds biop 80. 8. Ich will dich lieben meine frone, Ich will dich lieben, meinen Gott, Ich will dich lieben ohne lohne, Auch in der allergrößten noth, Ich will dich lieben, schönstes licht, Bis mir das herze brichtid on nsnis@ Dr. Joh. Scheffler( Angelus). † 1677. M. Jesu, meines Lebens leb. 9. fchenheerden Guter und getreuer hirt! Laß mich auch dein schäflein werden, Daß dein stab und stimme führt. Ach du baft aus lieb dein leben Für die schaafe hingegeben, und du gabſt es auch für mich; Laß mich wieder lieben dich.trie nou maigi [ 3.10.] kennet, Du hochgelobte schönheit du! Und dich nicht eher mein genennet, Du höchstes gut und wahre ruh! Es ist mir leid, ich bin betrübt, Daß ich so spät geliebt. 974. Ich lief verirrt und war verblendet, Ich suchte dich und fand dich nicht Ich hatte mich von dir Nemtern und Wohlthaten. 2. Heerden ihre hirten lieben, M. Gott des himmels. Und ein hirt liebt ſeine her 70. elus, ejus, uns auch Du im himmel, ich auf erd. Schallet deine lieb hernieder, Soll dir meine schallen wieder. Wenn du rufft: ich liebe dich! Ruft mein herz: dich liebe ich! 43 Soll mein wunsch seyn und mein ziel. Jepund mach ich ein verbündniß, Daß ich will, was Jesus will; Denn mein herz, mit ihm erfüllt, Rufet nur: Herr, wie du willt! 3. Schaafe ihren hirten kennen, Dem sie auch wohl find bekannt; Laß mich auch nach dir zurennen, Wie du kamst zu mir gerannt. Als des höllenwolfes rachen Eine beut aus mir wollt machen, Riefest du: ich kenne dich! Ich auch rief: dich kenne ich! 2. Giner ist es, dem ich lebe, Den ich liebe früh und spat; Je= sus ist es, dem ich gebe, Was er mir gegeben hat. Ich bin in dein blut verhüllt; Führe mich, Herr, wie du willt! is the dir 4. Heerden ihre hirten hören, Folgen ihrer stimm allein; Hirten auch zur heerd sich kehren, Wenn sie schreien groß und klein, Laß mich hören, wenn du schreiest, Laß mich laufen, wenn du dräueft, Laß mich horchen stets auf dich, Jesu, höre du auch mich. 1945. Höre, Jesu, und erhöre Meine, deines schäfleins, stimm, Mich auch zu dir schreien lehre, Wenn sich naht des wolfes grimm. Laß mein schreien dir gefallen, Deinen troft hernieder schallen; Wenn ich bete: höre mich! Jesu, sprich: ich höre dich! uise e 1916. Höre, Jesu, und erhöre, 3. Scheinet was, es sey mein glücke, Und ist doch zuwider dir: Ach so nimm es bald zurücke, Jesu, gieb, was nüßet mir. Gieb dich mir, Herr Jesu mild! Nimm mich dir, Herr, wie du willt! 19 9119msdeil bid an 4. Und vollbringe deinen willen In, durch und an mir, mein Gott! Deinen willen laß erfüllen Mich im leben, freud und noth, Sterben als dein ebenbild, Herr, wann, wo und wie du willt! d5. Sey auch, Jesu, stets gepriesen, Daß du dich und viel dazu Hast geschenkt und mir erwiesen, Daß ich fröhlich singe nu: Es geschehe mir, mein schild, Wie du willt! Herr, wie du willt! Wenn ich ruf, anklopf und schrei; Ludämilia Elisabeth, Gräfin v. SchwarzSesu, dich von mir nicht fehre, 9p nisburg- Rudolstadt. † 1672. Steh mir bald in gnaden bei! du M. Meinen Jejum laß. Jo, du hörst; in deinem namen s Sit ja alles ja und amen. Nun 71.eus ist das ſchönſte ich glaub, ich fühle schon Deinen trostio Gottes Sohn! hun as Sigism. von Birken.( Betulius.)+1681. bild, Daß die weisheit ausgesonnen, Das so reine. zart und mild Von der ewgen lieb gesponnen, Das die höchste him[ 3.11.] 44 Von Jesu Namen melsmacht Jemals hat hervorgebracht. nsnism sadnimi onll 2. Es ist voller kunst und schmuck, Daß es sinn und Herz entzücket, Ist der Gottheit meisterstück, Darin sie sich abgedrücket. Willst du fehn, wie Gott gestalt't, Schau Jesum, so siehst dus bald, 3. Denn der strahl der herrlichkeit Strahlt aus seinem angesichte, Und der blitz der ewigfeit macht sein leib und feele 23. Nichts ist mir auf dieser erden Lieber, als der Heiland mein; Steb soll mir mein Jesus seyn, Bis ich werd zu aschen werden, Weil mir glimmt des lebens licht; Meinen Jesum laß ich nicht. 94. Will mich gleich die welt 9 bethören, Daß ich Jesum laffen soll, Bleibt mein Herz doch Jesu volly Jesum will ich stets verehren. Er ist meines Lebens licht; Meinen Jefum laß ich nicht. wüthen, Jesus ist mein bester freund, Der es allzeit treulich meint, Jesus wird mich wohl behüten. Auf ihn ist mein trost gericht't, Meinen Jesum laß ich nicht. lichte und der ersten schönheit 5. Laß die welt und teufel glanz Wird in ihm gesehen ganz. 4. Aller engel huld und schein, Aller heilgen pracht und prangen, Kommt in diesem bild allein Tausendfältig hergegangen; Was man nur gedenken kann, Trifft man alls in Jesu an. 5. Sa Gott felbst, das ewge licht, Muß ja diese klarheit ehren, Kann auch drum sein angesicht Nimmermehr von ihm abkehren. Sage, was du immer willt, Jesus ist das schönste bild.lior all Dr. Joh. Scheffler.( Angelus). † 1677. M. Ach, was soll ich fünder. 6. Jesum hab ich mir erwählet, Jesus soll mein beistand seyn, Wenn die schwere sündenpein Mein geängstigt herze quälet. Drum mein Herz vor freuden spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. 7. Mich soll nichts von Jeju scheiden, Sünde, teufel, höll und tod, Auch die allergrößte noth, Er ist mein in freuz und leiden, Wenn mich fünd und tod anficht; 72.eus ist und bleibt mein leben, ich ist mein eigenthum, Meines her zens größter ruhm, Jesu hab ich mich ergeben. Er ist meines lebens licht; Meinen Jesum laß ich nicht.no a oust paid 8. Sollt auch gleich die welt zerspalten Und zu grund und trümmern gehn, Will ich dennoch feste stehn Und bei meinem Jesu halten. Er ist meine zuversicht; Meinen Sesum laß ich nicht. 9. Wenn mir gleich die augen brechen Und mir das gehör verschwindt, Wenn die todesangst sich findt Und die zung nicht mehr kann sprechen, Wenn der lebens2.9 Jesum hab ich eingesenfet Tief in meines herzens schrein, Jesus ist und bleibet mein, Stets mein herz an Jesum denket. Alles ist auf ihn gericht't; Meinen Je sum laß ich nicht. anul schem dul [ 3. 12.1 45 faden bricht, Laß ich meinen Jefum nicht.id ale adsit ned 8. D so komm doch, süßes herz, Und vermindre meinen schmerz; Denn ich schreie für und für: Jesu, Jesu, komm zu mir! joc! 10. Muß ich gleich die welt verlassen, Ist doch meines lebens zier, Jesus, um und neben mir 9. Nun, ich warte mit geduld, Auf der finstern todesstraßen. Er Bitte nur um diese huld: Daß ist meines Lebens licht; Meinen du wollst in todespein Mir ein Jesum laß ich nicht.did süßer Jesus seyn.ds of muist is bad Nic. Gerlach, um 1695. Dr. Joh. Scheffler.( Angelus) † 1677. Aemtern und Wohlthaten. 73. e, Sefu, du mein M. Wie nach einer wafferq.bil 2 197( Freu o meine seele) 75. eju, Seju, bit mein leben! Jeju, meiner seelen heil! Sageni was soll ich dir geben, Du meins auserwähltes theil! Ich, ich will mich selb sten dira Dirro Jesu! für und für zu leibeigen übergeben Und bloß dir zu willen leben.un nomi In eigner Melodiemonisie 74. est, komm doch selbſt ejut, komm doch selbst zu mir Und verbleibe für und für; Komm doch, wer ther seelenfreund, Liebster inden mein herze meint. indi just 2. Tausendmal begehr ich dich, Weil sonst nichts vergnüget mich! Tausendmal seufzich zu dir: Jesu, Jesu, fomm zu mir. uns 3. Keiner luft ist auf der welt, Die mein herz zufrieden stellt; Dein, vi Jesu! bei- mir- seyn Nenn ich meine lust allein. bifter 2. Ich ergeben dir mein herze, Dieses foll dein eigen feyn. Es sollidsauch der größte schmerze Und die ärgste qual und pein Mich von dir nicht haltenabg Dein, verbleibich biserans grab Und will mich in deinem lieben Ohne tende treulich üben. dol 4. Aller engel glanz und pracht Ohne dich ist nichts geachtt; Alles, jüße feelenfreud, Ohne dich iſt herzeleid.dat dnu dni chim nns 9 3. Dir ergeb ich mein gesichte, Daß es dir ganz eigen sey, Daß es 5.Ninthi miralles vonimir bloß zu dir sich richte und von hin, Ich verändre nicht den finn; eitlem bleibe freid Bleibest du, fo Du, o Jesu! mußt allein Ewig Herr! mein lichty Alsdann mir meine freude seyn.ndsp misimiri garisnichts gebricht; Denn du bist 16. Keinem andern jaglsich zu, die gnadensonne Welchen mir Daß ich ihm mein herz aufthug bringt freud und wonne.fbin bi Dich alleine laß ich ein Dich 1914. Dirsergeblich mein gehöre, alleine nenmiidy nieinnse.e Daß dasselbe fort undnfort Sich 17. Dich alleine Gottes Sohn, nach nichtes tanderm febre sus Heiß ich meine from undirlohn; allein nach deinem wort. Dirier Du für mich verwundtes Samm, geb ich meinen mund, Daß er deili Bist mein feelenbräutigam not lob mache kund, Daß er dir dank13.113.1 46 Von Jesu Namen, opfer bringe Und dein'n ehren- Wer, durch Gottes Geist erregt, ruhm befinge. 5. Dir ergeb ich meine hände, Diese sollen allezeit Deine werk nonnon Jesum in dem herzen trägt, So da ihres lebens fräfte Nehmen durch des weinstocks säfte. dit ohn einig ende Zu verrichten seyn 5. Es verschwinden alle schmerbereit. Dir ergeb ich jeden schritt, Jeder schritt und jeder tritt Soll geſchehen dir zu ehren Und dein lob stets zu vermehren. e ish 6. Endlich will ich dir ergeben Alles, alles, was ich bin. Jesu, Jesu, liebstes leben, Nimm es gnädig von mir hin! Kommt gleich kreuz und unglück drein, Sollen doch dein eigen seyn Meine reden, meine sinnen, All mein denken und beginnen. zen, Wo in eines menschen herzen Jesus ist gezogen ein, Da kann nichts als leben seyn. Reißt ihn gleich der tod von hinnen, Leben wird er dort gewinnen. 191 6. Jesu, hilf mir überwinden, Wenn mich drückt die last der fünden, Wenn mich freuz und unglück plagt, Wenn mich mein gewissen nagt. Dir kann ich die schuld aufladen, Du hast sie bezahlt in gnaden. 7. Jesu, laß mich nicht verder76.eu, bu mein liebſtes ben, nicht im leben, noch im du wenn tod is herbei, Jesu, du mein helfer sey; 77. Jeſu, meine freud und Meine fecl an meinem ende, Jeſu, wonne, in deine lebens sonne, Jesu meine zuver- Mathäus Apelles v. Löwenstern. † 1648. ficht, Jesu meines Lebens licht, M. Wie nach einer Wasserquelle. Beju, brunnquell aller güte, Jesu, 78. reude, Jeſu, meines esu, meiner freuden tröst mir mein gemüthe! glaubens licht, Jesu, meiner seelen weide, Jesu, meine zuversicht, D wie kommt dein name mir Se gewünscht und lieblich für! Dein gedächtniß, Jesu, machet, Daß mein traurigs herze lachet. 2. Jesu, du bist mir geboren Und zum Heiland auserkoren; Mir hast du viel angst und spott Ausgestanden, auch den tod Mit geduld für mich gelitten Und das leben mir erstritten. dgn 3. Weil, o Jesu! du dein leben Willig haft dahingegeben, Nur aus liebe, Herr, zu mir: Sollt ich fröhlich nicht in dir Sterben auch aus gegenliebe, Wenn verfolgung sich erhübe? 2. Jesu, dich lieb ich von herzen, Werd auch nie von liebe satt; Der ist frei von allen schmerzen, Der dich, liebster Jesu, hat. Du siehst in mein herz hinein, Dir fann nichts verborgen seyn: Du weißt wohl, daß ich dich liebe und sonst alles von mir schiebe. 4. Jesus selbst ist unser leben; Der ist gleich den jungen reben, Cottorhallis In eigner Melodie. [ 3. 14.] Aemtern und Wohlthaten. 47 3. Jesu, meines Lebens sonne, feit. Meinen Gott will ich dich Jesu, meiner feele lust, Außer nennen Und vor aller welt bekendir, o meine wonne, Ist nichts nen, Daß ich dein bin und du liebers mir bewusst. Nach dir mein, Allerliebstes Jefulein! sehnt mein herze sich; Jesu, komm und tröste mich! Ich umfange dich im glauben, Dich soll mir kein teufel rauben. 4. Jesu, schußherr der bezwängten, Jesu, der verlassnen schild, Jesu, helfer der bedrängten, du Baters ebenbild, Ich laß erd und himmel seyn, Wenn nur Jesus bleibet mein; Erd und himmel würden hölle, Wäre Jesus nicht zur stelle. madaling lucht 5. Jesus ist's, der mich kann laben, Jesus ist's, der mich erhält, Werd ich meinem Jefum haben, Ei so laß ich alle welt. Wenn der tud mein auge bricht, Laß ich dennoch Jesum nicht; Werd ich meinen geist aufgeben, Ist er mernes lebens leben. 6. Wird gleich gut und blut verschwinden, Geht gleich leib und leben hin; Kann ich meinen Jesum finden, Ei, so hab ich doch gewinn. Jegt schon hab ich, Jesu, dich, Jesu, Jesu, du hast mich; Jesu, bleib du ewig meine, Ich will ewig seyn der deine. Gottfr. Wilh. Sacer. † 1699. 2. Deine hand hat mich berei tet, Dein mund blies mir odem ein, Deine gnad war ausgebreitet, Wie ein teppich ob dem schrein, Welcher mich hat erst verschlossen; Darum sag ich unverdrossen: Ich bin dein und du bist mein, Allerliebstes Jefulcin! 3. Deine güt hat mich um fangen, Als mich erst die welt empfing, Dir bin ich schon angehangen, Als an mutter brust ich hing. Dein schooß hat mich aufgenommen, Wenn ich nur bin zu dir kommen. Ich bin dein und du bist mein, Allerliebstes Jesulein! sulle opste 44. Auf der findheit wilden wegen Folgte mir stets deine güt, Deines Geistes trieb und regen Regte mir oft das gemüth, So ich etwa ausgetreten, Daß ich wiederkäm mit beten. Ich bin dein und du bist mein, Allerliebstes Jefulein! 5. Ach wie oft_hat meine jugend Deine gnadenhand gefaßt, Wenn die frömmigkeit und tugend Meinem sinne war verhaßt; Ach, ich 79. eu, meiner feelen les due to wäre längſt geſtorben Außer dir und ben. assister jyth 12 M. Jesu, meines Lebens. ch bin dein und du bist mein, Allerliebstes Jefulein! esu, sucht deine 80. I ben, meines herzens liebe, Fall ich, hilfet sie mir aut höchste freud, Dir will ich mich ganz ergeben Jego und in ewigIst es, daß ich mich betrübe, Tröft fie mich in meinem lauf; [ 3. 15.] 48 ßigkeit im leide. Ich bin dein und du bist mein, Allerliebstes Jefulein! Bin ich arm, giebt sie mir güter, Haßt man mich, ist sie mein büter. Ich bin dein und du bist mein, Allerliebstes Jefulein! 7. Schmäht man mich, ist sie mein ehre, Trotzt man mir, ist sie mein trup; Zweifle ich, ist sie die lehre, Jagt mun mich, ist fie mein schutz. Niemals hab ich was begehret, War es gut, ich bins gewähret. Ich bin dein und du bist mein, Allerliebstes Jefulein! 12. Höre, Jesu! noch ein flehen, Schlag mir diese bitt nicht ab, Wenn mein augen nicht mehr sehen, Wenn ich feine fraft mehr hab Mit dem mund was vorzutragen, Laß mich doch zuletzt noch sagen: Ich bin dein und du bist mein, Allerliebstes Jefulein! 6 M. Christian Scriver. † 1693. M. Nun komm der heiden. D eſu, ruh 8. Deiner liebe füßigkeiten 81. und mein beſter ſchaß dazu, Alles bist du mir allein, Sollst auch ferner alles seyn. Sind in mein herz eingeflößt; Durch den blick der herrlichkeiten Deines himmels wird getröst't Mein gemüth in seinem zagen. Alles kreuz hilfst du mir tragen. Ich bin dein und du bist mein, Allerliebstes Jefulein! 2. Liebet jemand in der welt Edle schäße, gold und geld, Jesus und sein theures blut Ist mir mehr, denn alles gut. 3. Stellen meine feinde sich Deffentlich gleich wider mich, Jesus reißt aus aller noth, Tilget teufel, höll und tod. 4. Bin ich frank und ist fein mann, Der die schwachheit heilen kann, Jesus will mein arzt in opein Und mein treuer helfer seyn! 5. Bin ich nackend, arm und bloß, Und mein vorrath ist nicht groß, Jesus hilft zur rechten zeit Meiner armen dürftigkeit. 6. Muß ich in das elend fort, Das allein kommt mir zu gute. Hin an einen fremden ort, JeIch bin dein und du bist mein, sus forget selbst für mich, Allerliebstes Jejulein! der Schützet mich ganz wunderlich). 11. Drum, ich sterbe oder lebe, Bleib ich doch dein eigenthum; An dich ich mich ganz ergebe, Du bist meiner seelen ruhm, Meine zuversicht und freude, Meine jü 7. Muß ich dulden hohn und spott Wider Gott und sein gebot, Jesus giebt mir kraft und macht, Daß ich allen spott nicht acht'. 8. Hat der bienen honigsaft, Bon Jesu Namen, 9. Dein Geist zeiget mir das erbe, Das im himmel beigelegt. Ich weiß, wenn ich heute sterbe, Wo man meine feel hinträgt: Zu dir, Jesu, in die freude. Troß, daß mich was von dir scheide! Ich bin dein und du bist mein, Allerliebstes Jejulein! 10. Dieses alles ist gegründet Nicht auf meiner werke grund; Dieses, was mein herz empfindet, Thu ich allen menschen fund, Daß es kommt aus deinem blute, 19 [ 3. 16] Nemtern und Wohlthaten. 49 der seelen. bim now 18 Und der zucker süße kraft; Mein statt, Ruh der seelen, Jesu, ruh herzliebster Jesus Christ Tau19 sendmal noch süßer ist. 1 15. Ich bin frank, komin, stärke 9. Drum, o Jesu, Will ich mich, Meine stärke! Ich bin dich Immer lieben festiglich; Du, matt, erquicke mich, Süßer Jesu! du, Jesu, sollst allein Meiner Wenn ich sterbe, tröste mich, Du feele alles seyn.de and mein tröster, Jesu, du mein 10. Jejus, was durch ohren tröster! bist tane ordol sid bricht, Jesus, was das augebou thi doc Joh. Flittner, † 1678. jieht, Jesus, was die zunge nach dem latein. des heil. Bernhard: schmeckt Und wornach die hand Salve cordis gaudium. 114 0 19 sich streckt: M. Komm, o komm, du. 83. iebe, die du mich zum Deiner Gottheit mein 11. Jejus ſey mein ſpeis und trank, Jesus sey mein ganzes all, Jejus sey mein freudenschall. 12. Endlich laß, du höchstes gut, Jesu, laß dein theures blut, Deine wunden, deine pein Meinen troft im tode seyn. Lucas Bacmeister. † 1608. In eigner Melodie. 82. esu meines herzens freud, Süßer Jesu! Meiner seelen seligkeit, Süßer Jesu! Des gemüthes sicherheit, Süßer Jesu, Jesu, süßer Jesu! 2. Tausendmal gedenk ich dein, Mein Erlöser! Und begehre dich allein, Mein Erlöser! Sehne mich bei dir zu seyn, Mein Erlöser, Jesu, mein Erlöser! is haft gemacht; Liebe, die du mich so milde Nach dem fall mit heil bedacht; Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 2. Liebe, die du mich erkoren, Eh als ich geschaffen war; Liebe, die du mensch geboren und mir gleich wardst ganz und gar; Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. thin only 3. Liebe, die für mich gelitten Und gestorben in der zeit; Liebe, die mir hat erstritten Ewge luft und seligkeit; Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. te Erlöser! Sehne 4. Liebe, die du kraft und legeist ben, Licht und wahrheit, und wort; Liebe, die sich bloß ergeben Mir zum heil und seelenhort; Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. 3. Nichts ist lieblichers als du, Liebste liebe! Nichts ist freundli chers als du, Milde liebe! Auch ist süßers nichts als du, Süße 5. Liebe, die mich hat gebun- 19 liebe, Jeju, süße liebe! ju den An ihr joch mit leib und 4. Weide mich und mach mich sinn; Liebe, die mich überwunfatt, Himmelsspeise! Tränke den Und mein herz hat ganz damich, mein herz ist matt, See- hin; Liebe, dir ergeb ich mich .enweide! Sey du meine ruhe- Dein zu bleiben ewiglich. mang 50 Von Jesu Namen nach dir. istin 6. Liebe, die mich ewig liebet, Jesu, mich, Jesu, mich verlangi Die für meine seele bitt't; Liebe, die das lösgeld giebet Und mich kräftiglich vertritt; Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. no hi all sorsa 7. Gia, Jesu, schönste wonne, Schein' in mir, du lebenssonne, Es ist nichts im leben hier. Jesu, mich, Jesu, mich verlangt nach dir. 118. Laß durch deines Geistes walten Sich dein bild in mir gestalten, Geh durch meines herzens thür. Jesu, mich, Jesu, mich verlangt nach dir. 9/99) 9. Halte meine seele feste, Du bist ja der allerbeste; Ach daß dich dich nicht verlier! Jesu, mich, Jesu, mich verlangt nach dir. 47. Liebe, die mich wird erwekfen Aus dem grab der sterblichfeit; Liebe, die mich wird um stecken mit dem laub der herrlichkeit; Liebe, dir ergeb ich mich, Dein zu bleiben ewiglich. Spo Dr. Joh. Scheffler.( Angelus.)+1677. ndio tinind dind In eigner Melodie. 84. tebster Jesu, du wirst kommen, zu erfreuen deine frommen, Die bedränget sind allhier. Jesu, mich, Jesu, mich verlangt nach dir. none 10. Allerliebster herzensfreund, Der es einzig gut gemeint, Halt mich, bis du brichst herfür. Jesu, mich, Jesu, mich verlangt nach dir. M. Wie nach einer Wasserq. 2. Ach so laß mich deine bleis 85. iebster Jeſu, hör mein ben, mich stets treiben, Daß du allzeit wohnst in mir. Jesu, mich, Jesu, mich verlangt nach dirim 9 bin 53. Richte, Jesu, meine wege, Bahne du selbst meine stege, Laß mich seufzen für und für: Jesu, mich, Jesu, mich verlangt nach dir. 4. Komm doch, Jesu, mein vergnügen, In mein herz, laß mich nicht liegen Vor des fleisches sündenthür. Jesu, mich, Jesu, mich verlangt nach dir. 2.1 Jesu, fomm und hilf mir armen, Zeig mir deine füße huld; Du wirst dich ja mein erbarmen, Tilgen meine sündenschuld. Treib den satan weg von mir, Deffne mir die gnadenthür; In den tie fen Jesuswunden Hab ich allzeit troft gefunden. sta 5. An dir hanget meine seele; Ohne dich ich mich sehr quäle, Ohne dich vergeh ich schier. Jesu, mich, Jesu, mich verlangt nach dir. 3. Ich bin ganz und gar ver6. Bilde du dein schönes we- lassen. Sefu, liebster seelenfreund, sen In mein herz, daß du erle- Laß mich deine lieb umfaffen, Die sen, Spiegle du dich selbst in mir. es herzlich mit mir meint. Deine [ 4.2.] Meiner angstgeschrei, Siehe meines her zens zagen, Stehe mir in nothen bei! Mich der fünden last sehr drückt und mir allen troft entrückt! Tod und hölle mich erschrecken Und des himmels zorn entdecken. Nemtern und Wohlthaten. 51 liebe mich erfreut Und erquickt in will nach dem himmeli blicken, allem leid; Wenn mein glaub und hoffnung sinket, Deine lieb mir bald zuwinket. ni mis und zu Jesu seyn gesellt. Denn der erde lust vergeht, Jesus und sein reich besteht. 4. Deinen süßen Jesusnamen Will ich in mein herzens schrein Als den edlen gnadensaamen Schließen und bewahren rein, Dessen himmelsüße kraft, Lieblich manna, lebenssaft Meine seele soll stets nähren, Allen jündenschmerz verzehren.c s 3. Reicher kann ich nirgends werden, Als ich schon in Jesu bin; Alle schäße dieser erden Sind ein schnöder angstgewinn. Jesus ist das rechte gut, Das der seele. fanfte thut. med henshot Und 4. Glänzet gleich das weltgepränge, Ist es lieblich anzusehn, 5. Weichet all, ihr seelenfeinde, Währt es doch nicht in die länge Mein Herr Jesus ist bei mir! Und ist bald damit geschehn; Weicht, ihr welt- und judas- Plößlich pfleget aus zu seyn Diefreunde, Jesum lieb ich für und ses lebens glanz und schein. für! Seine treu und freundlich- 5. 2ber dort des himmels gafeit Mir zu helfen ist bereit, Wenn ben, Die mein Jesus innen hat, mich todesfurcht umgeben Können herz und seele laben, sich enden will mein leben. Machen ewig rein und fatt; G8 is 6. Jesum will ich stets umfan- vergeht zu feiner zeit Jenes legen, Jesum lieben allezeit, Jesu bens herrlichkeit. bim jos und will ich stets anhangen Hier in dieser sterblichkeit. Wenn der letzte tag anbricht, Werd ihn sehn sein angesicht, Preisen seine treu und güte Ewig mit frohem gemüthe. 86. Mein herzens- Jeſu. 6. Rost und motten, raub und feuer Schaden auch der freude nicht, Die mein Jesus, mein getreuer, Und sein himmel mir verspricht; Dort ist alles abgethan, Was die seele fränken fann.bim 7. Ginen tag bei Jesu sipen, Ist viel beffer, als die welt Tausend jahr in freuden nüßen. Aber ewig seyn gestellt 3u des Herren rechter hand Bleibt ein außerwählter stand. se bim ist 87. ein herze dichtet. THG H higd im nise En nam M. Gott des himmels. 88. me Deines Lebens beste freude Ist der himmel, Gottes thron; Meiner seelen troft und weide Ist mein Jesus, Gottes Sohn; Was mein berze recht erfreut Ist in jener herrlichkeit. doll Hjdoll nisë molle! 2. Andre mögen sich erquicken An den gütern dieser welt; Ich [ 4.3.1 8. Trinken, effen, tanzen, springen Labet meine seele nicht; Aber nach dem himmel ringens Und auf Jesum seyn gericht, Ist der seelen schönste zier, Geht auch aller freude für.d nism ne not 9. Ach so gönne mir die freude, 4* Von Jesu Namen, 52 Jeju, die dein himmel hegt; Sey du selber meine weide, Die mich hier und dort verpflegt; Und, ai dir recht froh zu seyn, Nimm mich in den himmel ein. 300p MONG CERED M. Salomo Viscov † 1689. nem matten geist In aller hungersnoth. 6. Mein Gotteslamm so fromm, Rein, heilig und unschuldig! Ach wirke doch in mir Den sanften lammessinn, So werd ich auch, wie du, Im leiden recht geduldig und lasse mich zum freuz In eigner Melodie. 89. Mein Bater, zeuge mich, Gar willig führen bin. nem bilde Und schaffe selbst in mir Die neue freatur; Laß mich doch gütig seyn, Ja heilig, weis und milde Durch deiner gnaden kraft, Wie du bist von natur. 7. Mein meister! lehre mich, Den Vater wohl zu kennen, Weil ohne dich, o licht, Ich Gott, das licht, nicht seh. Ach unterweise mich, Ihn Abba recht zu nennen, Daß alles mein gebet In rechter brunst gescheh. 2. Mein Licht! erleuchte mich, Laß deiner gnade strahlen Mir dringen in mein herz, Vertreib die finsterniß. Ich fall und irre sonst Zu allzu vielen malen, Ja werd ich nicht erleucht't, Verderb ich ganz gewiß. 3. Mein weg zum vaterland! pallibile. Ach öffne mir die pforte, Die mich ins liebe- reich Im glauben überbringt. Du weißt ja, daß dein knecht An einem wüsten orte Schon lang' genug gewohnt Und nun nach freiheit ringt. 8. Mein hoherpriester! hör nicht auf für mich zu beten, Ach rufe doch mit mir Den Vater täglich an; Laß deinen heilgen Geist Mit seufzen mich ver treten, Wenn ich im harten kampf Selbst nicht mehr beten kann. 9. Mein könig, schüße mich, Wenn jatan, welt und fünde, To sich in mir noch regt, Auf meine seele stürmt. Hilf, daß in deinem schooß Ich allzeit ruhe finde, Denn der ist sicher nur, deine macht beschirmt. Den JUDI 10. Mein hirte! weide mich Auf einer grünen auen Und lagre mich im durst Ans frische wasser hin. Hol meine feel herum Wollt ich 4. D wahrheit! heilge mich In aller deiner wahrheit und bringe meinen finn 3ur rechten lauter feit Vertreib den lügengeist Durch deines wortes ftarheit Und mache mich recht fest In allem streit. kampf und die Ma 5. Mein leben! leb in mir, Und laß in die mich leben; Ich bin ja ohne dich zum guten gänzlich todt. Du bist das lebensbrod Das aufs eftle schauen, So bringe bald zurecht Den ausgeschweiften finn. 11. Mein arzt bin ich ver 1903 wundt, Sind ausgezehrt die kräfte, So laß die arzenei, arzenetile Dein theur vergoßnes hlut, Mich hei einzig nahrung geben kann mei len; laß des Geists Erneurungs sdited bin on 110 914,4 m Aemtern und Wohlthaten. vill 53 lebenssäfte Mich laben und er- Wie denn ohn ihn auch nichts fülln, Meir stärken herz und muth. 12. Mein freund! vertraue dich Dech besser meinem herzen Und laß mich deiner treu Noch mehr versichert seyn; Auf daß zu aller zeit Sch meiner feelen schmerzen Getrost versenken darf In deines Herzens schrein. Sind alle schäß und gaben, kein gut ohn ihn ist gut, Ohn ihn ist ganz umsonst All ehr und herrlichkeit und alle funft und gunst. 4. Mit diesem Jesusnam, Als mit der schönsten frene, Soll prangen meine feel Hoch vor des Herren throne. Das wirst du geben mir, O Mein Herr Jesu Christ! Du hast mirs zugesagt, Der du wahrhaftig bist. pitup M. Wie schön leucht uns. 13. Mein bräutgam! liebe mich Und seße mir das siegel Der unverfälschten lieb, Den Geist, auf meine brust. Laß deinen gruß und kuß mich schmecken, ſey mein 91. Jeſu, Jeſu, Gottes spiegel, Darin Sohn, mein Mit aller herzenslust. 14. Mein ein und alles! laß Mit dir mich eins hier werden, So wird mir alles nichts, Du aber alles seyn. Und nimmet deine güt Mich endlich von der erden, So geh ich friedensvoll In deine freude ein. Christian Andreas Bernstein. † 1699. M. Gott, du frommer. 90. Jesu, höchster schap! Du schatz, daran ich finde Schuß wider alles freuz, Truß wider alle fünde. O süßer nam! in dir Ist alle süßigkeit, In dir ist aller trost, In dir ist alle freud. 911 STRET 2. Ach was mag lieblicher Als Jesus, Jesus flingen? Wenn dieser name klingt, möcht ich vor freuden springen. Wie kann ich traurig seyn, Weil Jesus heißt so viel, Als Heiland, als ein held, Der selig machen will? 3. Dhn diesen namen will Und wünsch ich nichts zu haben, und mein gnadenthron, Mein schap, mein freud und wonne! Du weißt es, daß ich rede wahr, Vor dir ist alles sonnenklar Und klarer, als die sonne. Herzlich Lieb ich Mit gefallen Dich vor allen; Nichts auf erden Kann und mag mir lieber werden. de 1917 2. Dies ist mein schmerz, dies fränket mich, Daß ich nicht gnug kann lieben dich, Wie ich dich lieben wollte; Ich werd von tag zu tag entzündt, Je mehr ich lieb, je mehr ich find, Daß ich dich lieben sollte. Von dir Laß mir Deine güte Ins gemüthe Lieblich fließen; So wird sich die lieb ergießen. 3. Durch deine kraft treff ich das ziel, Daß ich, so viel ich soll und will, Dich allzeit lieben könne. Nichts auf der ganzen weiten welt, Pracht, wollust, ehre, freud und geld, Wenn ich es recht befinne, Kann mich Ohn dich Guugfam la ben; Ich muß haben eine liebe, Die tröst, wenn ich mich betrübe. 5.) 54 Bon Jesu Namen, 2. Jesu, du herzensfreud und wonn, Des lebens brunn, du wahre sonn! Dir gleichet nichts In dir ist was auf dieser erd man je begehrt. achi thi and 4. Denn wer dich liebt, den liebest mit freud wird überschwängt du, Schaffft seinem Herzen fried Noch süßer über alles ist, Wo und ruh, Erfreuest sein gewissen; du, o Jesu! selber bist. id not Es geh ihm wie es woll auf erd, Wenn ihn gleich ganz das kreuz verzehrt, Soll er doch dein genieBen. Im glück Ewig Nach dem leide Große Freude Wird er finden: Alles trauren muß verschwinden. 1100 5. Rein ohr hat dies jemals gehört, Kein mensch gesehen noch gelehrt, Es fanns niemand be schreiben. Was denen dort für herrlichkeit Bei dir und von dir ist bereit, Die in der liebe blei ben. Gründlich Lässt sich nicht erreichen, Noch vergleichen Den weltschäßen Das, was uns dort wird ergößen.@bim fisd 364 3. Jesu, dein lieb ist mehr denn süß, Nichts ist darin, daß ein'n verdrieß; Viel tausendmal ist's, wie ich jag, Edler als mans aussprechen mag. 4. Jesu, du quell der gütigkeit, Ein hoffnung bist all unsrer freud, Ein süßer fluß und gnadenbrunn, Des herzens wahre freud und wonn. 5. Dein lieb, o süßer Jeſu Christ, Des herzens beste labung ist, Sie machet satt, doch ohn verdruß; Der hunger wächst im überfluß. iom 110 6. Drum laß ich billig dies allein, Jesu! meine freude seyn, Daß ich dich herzlich liebe; Daß ich in dem, was dir gefällt Und mir dein klares wort vermeldt, Aus liebe mich stets übe. Bis ich Endlich Werd abscheiden Und mit freuden Zu dir kommen, Aller trübsal ganz entnommen. 6. Jeju, du aller engel zier; Wie süß erklingt dein name mir! Du wunderhonig in dem mund, Kein bessern trunk mein herz empfund.d Nonpnud ne di bij 7rJesu, du hohet gütigkeit, Meins herzenslust und beste freud; Du bist die unbegreiflich güt, Dein lied umfängt all mein gemüthid mi dal mig at 7. Da werd ich deine süßigkeit, Die jest berühmt ist weit und breit, In reiner liebe schmecken, Und sehn dein liebreich angesicht Mit unverwandtem augenlicht Ohn hin8. Jesum lieb haben ist sehr alle furcht und schrecken. Reichlich gut. Wohl dem, der sonst nichts Werd ich Seynt erquicket Und gesuchen thut! Mir selber will ich schmücket Vor dein'm throne Mit sterben ab, Daß ich in ihm das der schönen himmelsfrone. A teben habi mi buis XI got. Beermann+91647 bili9. Sejujitodmeine füßigkeit, Jesu, du meinid Du troft der seel, die zu dir schreit; 92. Seju süß, wer dein Die heißen thränen ſuchen dich, gedenkt, Des herz Das Herz zu dir schreit inniglich. [ 4.6.] Snur med archin M. Nemtern und Wohlthaten. 10. Ja, wo ich bin, seys dort, seys hier, So wollt ich, Jesus war bei mir; Freud über freud, wenn ich ihn find, Selig, wenn ich ihn halten künnt.@ 55 18. Und wenn ich ende meinen lauf, So hole mich zu dir hinauf, Jesu, daß ich da fried und freud Bei dir genieß in ewigkeit. 336 19. Jesu, erhöre meine bitt Jesu, verschmäh mein seufzen nicht! Jesu, mein hoffnung steht zu dir, O Jesu, Jesu, hilf du mir! dist Nach des Heil. Bernhard: Jesu dulcis memoria, ins Deutsche übersetzt von bog Martin Moller. t 1606. 19 houdsp M. Wie nach einer Wasserg. chönster Jesu, liebstes leben, Meiner seelen aufenthalt, Dir hab ich mich ganz ergeben; Ob ich wohl gar ungestalt, Will ich dennoch lieben dich, Denn ich weiß, du liebest mich. Drum will ich fest an dir hangen und mit liebe dich sumfangen. Luis. 1111001 11. Was ich gesucht, das seh ich nun, Was ich begehrt, das hab ich schon; Vor lieb, o Jesu! bin ich schwach, Mein Herz, das flammt und schreit dir nach.nsd hiviors o 11 12. Wer dich, o Jesu! also liebt, Der bleibt gewiß wohl unbetrübt; Nichts ist, was diese 93. lieb verzehr, Sie wächst und brenntag je längr je mehr.hu Auf 13. Jesu, du blum und jungfraunsohn, Du lieb und unser gnadenthror Dir sey fob, ehr, wie sich geziemt, Dein reich kein ende nimmer nimmt. to mimind, 14. In dir mein herz hat seine luft, Herr, mein begierd ist dir bewußt, Auf dich ist all mein ruhm geſtellt, Jesu, du Heiland aller welt.om min- nrsed nis. 2. Andre mögen freude haben An der falsch geschmückten welt, Die mit allen ihren gaben Bald vergehet, bald zerfällt; Nur mein Jesus soll es seyn, Den ich lieben will allein Und von dem ich nicht will weichen, Sollt ich schon des tods verbleichen. 15. Du brunnquell der barmherzigkeit, Dein glanz erstreckt sich 9 weit und breit. Derd traurigkeit gewölf vertreib, Das licht der dm3. Andre mögen wollust lieben glorie bei uns bleib! mis tün Und darinnen lange jahr Sich in 16. Dein lob im himmel hoch großen freuden üben: Jesum lieb erflingt, Kein chor ist der nicht mich immerdar. Andre mögen gold Stvon dir fingt; Jesus erfreut die bund geld Halten für ihr liebstes ganze welt, Die er bei Gott zu- zelt: Jesu will ich mich vertrauen & fried gestellt. In de nedrs Und auf ihn beständig bauen. 4. Nun, swas frag ich nach der erden, und nach dem was drinnen ist, Denn mir kann nichts liebers werden, Als mein Heiland Jesus Christ. Nach dem himmel 17. Jesus im fried regieren thut, Der übertrifftisall zeitlich gut; Der fried bewahr mein herz und sinn, Sonlang ich hier auf erden bin. b id ng gid an .8 4.7.1 Von Jesu Namen, 56 frag ich nicht, Denn ich habe mich verpflicht't, Meinem Jesu treu zu bleiben, Mich soll nichts von ihm abtreiben. 5. Es mag frachen, es mag fallen Mag der einsturz drohen allen, Ich steh als ein starker held; Denn mein Jesus ist bei mir, Der, der wird mich für und für Als mein beistand mächtig schützen Wider aller teufel bligen. Trost in noth und tod! Du bist darum mensch geboren, Zu ers segen, was verloren, Durch dein blut so roth, Wahrer mensch und Gott! ni unae Dieses rundgebaute zelt,* 4. Meines glaubens licht Laß verlöschen nicht; Salbe mich mit freudenöle, Daß hinfort in meiner feele Ja verlösche nicht meines glaubens- licht. 3910 15. So werd ich in dir Bleiben für und für; Deine liebe will ich ehren und in dir dein lob vermehren, Weil ich für und für Bleiben werd in dir. 96. Held aus Davids stamm! Deine liebesflamm Mich ernähre und verwehre, Daß die welt mich nicht versehre, Ob sie mir gleich gram, Held aus Davids stamm! 7. Großer friedefürst! Wie haft du gedürst't Nach der menschen heil und leben Und dich in den tod gegeben, Da du riefft: mich dürft't! Großer friedefürft! 8. Deinen frieden gieb Aus so großer lieb Uns, den deinen, die dich fennen und nach dir sich christen nennen; Denen du bist lieb Deinen frieden gieb. 1199. Wer der welt abstirbt, Emfig sich bewirbt nur um den le bendgen glauben, Der wird bald empfindlich schauen, Daß niemand verdirbt, Der der welt abstirbt. 10. Nun ergreif ich dich, Du mein ganzes ich! Ich will nimmermehr dich lassen, Sondern gläubig dich umfaffen, Weil im glauben ich nun ergreife dich. 3. Wahrer menide und Gott, 11 Wenn ich weinen muß 6. Jesus, Jesus ist mein leben, Ich verbleib ihm zugethan; Ihm soll seyn hiermit ergeben Alles, was ich geben kann. Meine sinnen, werk und wort, Alles soll, liebster hort, Dir gestellet seyn zu ehren, Nichts foll mich von dir abkehren. Als 7. Jesum, Jesum will ich lieben Hier und dort in ewigkeit, Sollte mich gleich hier betrüben Aller jammer, alles leid. Was frag ich nach höll und tod? Jejus hilft mir aus der noth; Der wird mich ins Leben führen, Da die seinen jubiliven. Nur tout ug 190 Gottfr, Willy. Sacer. 1699. udd In eigner Meloble.disld 94. eelen- Bräutigam, Jesu, Gottes lamm! Habe dank für deine liebe, Die mich zicht ausbreinem triebe Von dem sündenschlamm, Jesu, Gotteslamm! 2. Deine liebesglut Stärket muth und blut. Wenn du freundlich mich anblickest Und an deine bruft mich drückest, Macht mich wohlgemuth Deine liebesglutin ( 4.8.1 Aemtern und Wohlthaten. 57 Wird dein thränenfluß Nun die versenket, In der füll der zeit meinen auch begleiten Und zu deinen wunden leiten, Daß mein thränenfluß Sich bald stillen muß. 12. Wenn ich mich aufs neu Wiederum erfreu, Freuest du dich auch zugleiche, Bis ich dort in deinem reiche Ewiglich aufs neu Mich mit dir erfreu. 13. Hier durch spett und hohn, Dort die ehrenfron! Hier im hoffen und im glauben, Dort im haben und im schauen! Denn die ehrenfron Folgt auf spott und hohn. 14. Jesu, hilf, daß ich Allhier ritterlich Alles durch dich überwinde Und in deinem sieg empfinde, Wie so ritterlich Du gefämpft für mich. 12 Astra hin 15. Du mein preis und ruhm, Werthe Saronsblum! In mir soll nun nichts erschallen, Als was dir nur kann gefallen, Werthe Saronsblum, Du mein preis und ruhm! dit nd DUT 61 Buldsis Abam Drese. † 1718. Glanz der herrlichkeit! 4. Großer siegesheld! Tod, sünd, höll und welt, Alle kraft des großen drachen Hast du wolln zu schanden machen Durch das Lösegeld Deines bluts, o held! 5. Höchste majestät, König und Prophet! Deinen scepter will ich küssen, Ich will sitzen dir zu füßen, Wie Maria that, Höchste majestät! 6. Laß mich deinen ruhm, Als dein eigenthum, Durch des Getstes licht erkennen, Stets in dei-. ner liebe brennen, Als dein eigenthum, Allerschönster ruhm! 7. Beuch mich ganz in dich! Daß vor liebe ich Ganz zerrinne und zerschmelze Und auf dich mein elend wälze, Das stets drücket mich; Zeuch mich ganz in dich! 8. Deiner sanftmuth schild, Deiner demuth bild Mir anlege, in mich präge, Daß fein zorn noch stolz sich rege. Vor bir sonst nichts gilt. Als dein eigen bild. Der 95. er ist wol, wie du? Jeſu, füße ruh! Unter vielen auserforen, Leben derer, die verloren, Und ihr licht dazu, Jesu, süße rub! spons sa and dail 199. Steure meinen sinn, M. Seelenbräutigam. bia zur welt will hin, Daß ich nicht mög von dir wanken, Sondern bleiben in den schranken. Sey du mein gewinn, Gieb mir deinen sinn! sdr10. Wecke mich recht auf, Daß ich meinen lauf Unverrückt zu dir fortsege, Und mich nicht in feinem nepe Satan halte aufus Fördre meinen laufsil nis@ S Mich 2. Leben, das 8 den tod aus aller noth Zu erlösen, hat geschmecket, Meine schulden zugedecet und mich aus d'r noth Hat geführt zu Gott! domsin Bang 3. Glanz der herrlichkeit! Du bist vor der zeit Zum Erlöser uns geschenket und in unser fleisch 11. Deines Geistes trieb din die seele gieb, Daß nich bwachen mög und beten, Freudig vor dein antlig treten. Ungefärbte lieb Sn die feele gieb! ismod & 39 Von Jesu Namen, e 58 9n112. Wenn der wellen macht 4. Sein In der trüben nacht Will des her- Christ, Von me heißet Jefus zens schifflein decken, Wollst du deine hand ausstrecken. Habe auf mich acht, Hüter in der nacht! 13. Ginen heldenmuth, Derda gut und blut Gern um deinetwillen lasse Und des fleisches des fleisches lüste hasse, Gieb mir, höchstes gut, Durch dein theures blut! t Gott genennet, Der mir und dir, und wer es ist, Dies große heil gegönnet. Ach nimm es ungesäumet an! Es freue sich, wer immer fann, Des freudenvollen namens! 191d0f 5. Dies ist der name, der uns bringt Vor Gott aufs neu zu ehren, Der, wie das chor der engel 14. Solls zum sterben gehn, singt, Uns freude kann bescheren, Wollst du bei mir stehn, Mich Der uns in fried und freiheit durchs todesthal begleiten, Und zur setzt, Mit gnad und gaben uns herrlichkeit bereiten, Daß ich einst ergößt und in den himmel hebet mag sehn Mich zur rechten stehn.6. Denn Jesus ists, der unsre Anastasius Freylinghausen. † 1739. 300Matth. 1, 21. do M. Nun freut euch, lieben. ir menschen sind in Adam schon Gefallen und verdorben, Dadurch 96. tus& schuld i Sammt aller straf und plagen,( unerhörte lieb und ahuld!) Hat willig wollen tragen. Er war gerecht und ließ doch sich Zur sünde machen, daß du mich In ihm gerecht könntst nennen. wir den gerechten lohn Des tydes is 7. So heißt er denn nicht Jeuns erworben. man uns fünder nennt, Die sich sus nur, Er ist auch, was er heiaus eigner schuld getrennt Bon Bet, Indem er unsere natur Aus Gott, dem leben. allem jammer reißet. Die that 1982. Dies ist der name, der uns ſtimmt mit dem namen ein, macht Vor Gott zu spott und Wies billig auch bei uns sollt seyn; schande Der uns um unsern Er heißt und ist auch Jesus. von schmuck gebracht, Gelegt in stricka disa 8. Er ist der rechte Josua, Das macht, daß fus und bande, Mit fluch und finsterniß bedeckt und uns mit tod undhölle schreckt. jammerDer uns zur rube bringet; Er, als der priester, ist nun da, Da es so wohl gelinget, Daß er des Herren tempel baut, An welchem man ihn selbften schaut grund- und echstein liegen. si voller name! nisid@ 8 3. Niemand war in der ganzen welt, Der uns durch seinen namen Befreien konnt, denn nur der onbeld, Der, als des weibes samen, Sich bei uns in der füll der zeit Aus der verborgnen ewigkeit Im tofleisch hat eingestellet. 9. Drum ist in keinem andern heil, Ist auch kein nam gegeben, Daran wir könnten nehmen theil Zur seligkeit und leben; Nur Jesus ist derselbe mann, Der uns L 14. 10.1 Aemtern und Wohlthaten. 59 das leben schenken kann, Gelo- 11. Laß mich empfinden deine bet sey sein name. ned fraft und innre süßigkeiten, Und was er fensten gutes schafft Laß sich in mir ausbreiten So wird der fündennoth gewehrt, So wird in dir Kein herz er- die last in lust verkehrt, So bin fähret. Vernunft kann es begreifen ich selig. Amen. tuld our sup nicht, Ohn Gottes glanz und gna- Joh. Anastasius Freylinghausen. † 1739. 9lind stül denlicht Bleibt es unaufgeschlossen.hadim si Ituld Beruant misd thru tu 10. name, werde doch in mir Durch Gottes Geist verfläret! Denn was verborgen liegt menschlich ispus sa rab Son stat 1979 is V. Auf das Fest der Offenbarung.d allows tisdiert dr 97. M. In dich hab ich gehoff.f un, liebe feel! nun ist eszeit, Wachauf, erwäg mit lust und freud, Was Gott an uns gewendet, Sein'n lieben Sohn pillVons himmels thron Jus jammerthal gesendet. dilm2. Nicht nur den jüden blos allein, Die fein geblüts und stam- Sohn! Dein reich follns ewig mes seyn, Sondern auch allen hei- währen, Im himmel ist dein den Ist aufgericht Dies ewge licht, thron. Hilf, daß allhier auf erErleuchtet sie mit freuden. den Den menschen weit und breit indi 3. Der heiden erstling' wunder- Dein reich bekannt mög werden lich Durch einen stern führt er zu Zur ewgen seeligkeit. H sich, Daß sie den Heiland schauen 2. Von deinem reich auch zeuUnd ihren Herrn In andachtgen Die leut aus morgenland, ehrn Mit gläubigem vertrauen. Die knie sie vordir beugen, Weil du ihn'n bist bekannt. Der neu stern auf dich weiset, Dazu das göttlich wort; Drum man dich billig preiset, Daß du bist unser hort. 3. Du bist ein großer könig, Wie nuns die schrift vermeldt, Doch achtest du gar wenig Vergänglicy gut und geld; Prangst nicht auf einem reffe, Trägst keine güldne frön, Sigst nicht im festen schloſſe, Hier hast du spott und hohn. 4. Doch bist du schön gezieret, DO 4. Nun, die ihr heiden seyd gewest, Begeht mit dank der heiden fest, Laßt eure stimmen flingen! Laßt ihm zu fröhlich hörn Mit JUTSCHL fingen, il ristips dari diren mm 5. Jesu, unser heil und licht, Halt über uns dein ange sicht, mit deinen strahlen walte, is und mein gemüth Durch deine güt Bei deinem licht erhalte. 6. Dein glanz all finsterniß verzehr, Die trübe nacht in licht verfehr, Leit uns in deinen wegen, Daß dein gesicht und herrlich licht Wir ewig schauen mögen. Joh. Christoph Arnschwanger. † 1696. M. Valet will ich dir geben. O 98. König aller ehren, Herr Jesu, [ 4. 11.] Auf das Fest der Offenbarung. 60 Dein glanz erstreckt sich weit, Dein güt allzeit floriret Um dein gerechtigkeit. Du wollst die frommen schüßen Durch dein macht und gewalt, Daß sie im frieden sigen; Die bösen stürze bald. 5. Du wollst dich mein erbarmen In dein reich nimm mich auf, Dein güte schent mir armen Und segne meinen lauf. Mei'n feinden wollst du wehren, Dem teufel, sünd und tod, Daß sie mich nicht versehren; Rett mich aus aller noth. do 200 6. Du wollst in mir entzünden Dein wort, den schönsten stern; Laß falsche lehr und fünden Seyn von mei'm herzen fern. 7. Auch heißt nicht nach Jefu Hilf, daß ich dich erkenne Und mit der christenheit Dich meinen könig nenne Jeßt und in ewigkeit. tils Martin Böhme. † 1622. had Matth. 12c. M. Ach, was soll ich fünder. er im herzen will erbemühet ist, Daß der könig Jesus Christ, Sich in ihm mög offenbaren, Der muß suchen in der schrift, Bis er diesen schaß antrifft. fragen, Wenn man nur zur kirche geht und in der versammlung steht, Oder eine beicht hersagen Und darauf zum nachtmahl gehn, Meinend, dann sey gnug geschehn. 8. Nein, wenn dies in deinem leben Nach gewohnheit nur ge99. darum schicht, ausgericht't: Du musst dich Gott ganz ergeben und im glauben nacht und tag Deinem Jefu folgen nach. 2. Er muß gehen mit den weisen, Bis der morgenstern aufgeht Und im Herzen stille steht; So kann man sich selig preisen, Weil des Herren angesicht Glänzt von flarheit, recht und licht.13 9. Dann so läßt er sich bald finden, In dem tempel, bei der beicht, In dem nachtmahl, und er zeugt, Daß die vorbegangnen sünden Sind vergeben, und sein blut Reinigt seele, geist und muth. 10. Dann so kann man freudig 3. Denn wo Jesus ist geboren, treten Zu dem gnadenstuhl und Da erweiset sich gar bald Seine thron Und den könig in der kron göttliche gestalt, Die im herzen Als ein treuer fnecht anbeten, war verloren; Seine flarheit spie- Der nichts suchet auf der welt gelt sich In der seele kräftiglich. Als was seinem Herrn gefällt cum fud [ 1.12.1 4. Alles fragen, alles jagen Ist von diesem Jesulein Und von dessen gnadenschein, Dem sie fort und fort nachjagen, Bis die seele in der that Diesen schaß gefunden hat. 5. Ach wie weit die Die nur fragen in der welt: Wo ist reichthum, gut und geld? Wo ist ansehn bei dem glücke? Wo ist wollust, ruhm und ehr? Und nach solcher thorheit mehr. * 6. Ja, unselig sind die herzen Und in ihrem wandel blind, Die also beschaffen sind; Weil sie diesen schaß verscherzen Und erwählen einen koth, Der nichts hilft in noth und tod. Auf das Fest der Offenbarung. 61 11. Seju, laß mich auf der er sen, Die die welt, für thoren den Nichtes suchen, als allein, Daß du mögest bei mir seyn Und ich dir mög ähnlich werden In dem leben dieser zeit Und in jener ewigkeit. sjur de 2 acht't, Dich anbeten tag und nacht Und dich loben, rühmen, preisen, Liebster Jesu, und vor die Christlich wandeln für und für. did soad sign 12. So will ich mit allen weirds Laurentius Laurenti. 1722. TISHIN bale VI. Am Tage der Reinigung Mariá. Jullgar ti M. Vom himmel hoch da. ich bitt ich, trautes Jesulein, Komm 100. alt mir in das berze mein, Daß ich an dir hab lust und freud, Wie Simeon im tempel heut. nisite In 1979m 919 4. Ein licht, zu erleuchten die heiden, Und zum preis deines volts Israel, nisissa thin him 5. Ehre sey Gott dem Vater und dem Sohne Und dem heiligen Geifte.d trom nis rad 2. Denn du mein heil und le- 6. Als er war im anfang, nun ben bist, So mir von Gott gege- und allezeit In ewigkeit. Amen. ben ist; Mach rein mein herz, anff sunstig bid di and lig mach rein mein'n muth, Auf det- In eigner Melodie. 190 tim nem weg mich halt in but. 1900 öchster Priester, der du dich Selbst ge 3. Zeig mir die bahn nach deinem licht, Daß ich ja fehl des himmels nicht, Wend ab von mir all straf und pein Und laß mich gar dein eigen seyn. 102. bidhi 4. Dein antlig sey auf mich gericht, Im lebn und tod verlaß mich nicht, So will ich gern aus dieser welt Zu dir heimgehn, wenn dirs gefällt. opfert haft für mich Laß doch, bitt ich, noch auf erden Auch mein herz dein opfer werden. mk 12. Denn die liebe nimmt nichts an, Was du, liebe, nicht gethan, Was durch deine hand nicht ges het, Wird zu Gott auch nicht erhöhet, and nejsid 19 18 Hirch? Barthol. Helder. 1635. Der Lobgesang Simeons. Luc. 2, 29-32 101. Sert, mundäffest du 3. Drum so tödt und schlachte hin Meinen willen, meinen sinn. Neiß mein herz aus meinem her genge Sollts auch seyn mit tau send schmerzen.bisogno nors sa din 4. deinen diener in frieden fahren, Wie du gesagt haft. 2. Denn meine auzen haben deinen Helland gesehen.ae Trageholz aufhden altar, Und verbrenn mich ganz und gar, du allerliebste liebe! Wenn doch nichts mehr von mir bliebe billån 3. Welchen du bereitet hast 5. Also wird es wohl geschehnyt tow vor allen völfern. en monist tour que Daß der Herrs es wird ansehn; [ 4. 15.1 62 Am Tage der Reinigung Maria- p Also werd ich noch auf erden sehen lan, Und machst bekannt, Gott ein liebes opfer werden. Daß er sey das leben und heil Dr. Joh. Scheffler.( Angelus)+1677. In noth und auch im sterben, 19d Luc. 2, 29.932.90 pinol b3. Den hast du allen vorges sta In eigner Melodie. stellt Mit großen gnaden, zu sei103. Mit fried und freud nem reich die ganze welt Heißen fahr dahin Gottes willen; Getrost ist mir mein herz und sinn, Sanft und stille, Wie Gott mir verheißen hat, Der tod ist mein schlaf worden. 2. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn, Der treue Heiz land, Den du mich, Herr, hast 740 smid mdi isd sid VII. Passions- Gesänge, vrstei duen Jumal sid dice oder udd .Ə01 d 104. 2h flag, ach klage freundlichs blicken Mich erquicken, nun. op drout Wenn mich sorg und kummer frißt. 9d dun sio tiport nd as wort, An allem ort erschollen.se 4. Er ist das heil und selig licht Für die heiden, Zu erleuchten, die dich kennen nicht, Und zu weiden; Er ist deines volks Israel Der preis, ehr, freud und wonne. rac Dr. Martin Luther.+ 1546, v. 3. 1524. nonnio nebloenguisto 192 st Von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. In eigner Melodie. its 105. Bleiches antligy, fey gegrüßet! Ach es fließet Heißes blut die wangen ab, Welche schmerzen Gottes Sohne Seine frone Ganz voll scharfer dornen gab. nieise d2. Ach wie ist sein haupt zer= schlagen! Es muß tragen Seiner feinde hohn und spott. Der ein fönig ist geboren, Hat verloren Alle pracht in dieser noth.. 3. Der for lieblich pflegt zu blühen, Den bemühen Schläge, geiBel, schmach und pein; Hier ist nichts als blut und wunden Unverbunden, Die ein bild des todes seyn. 4. Jesu, der du so geschlachtet Und verachtet Wegen meiner fünden bist: Du kannst durch dein 5. Herr, du wolleft durch dein leiden Stets mich weiden. Als ein schäflein deiner heerd; Haft du dodydaus deinem munde Manche stunde Milch und honig mit beschert. iffid 6. Ach du wolleſt nichts verschmähen Dies mein flehen, Weil die stunde kommt heran, Da du willst die welt verlassen. Ich muß fassen Dich, so lang' ich seufzen kann. Iba 196 1107. Laß dein haupt zu mir sich neigen, Anzuzeigen Deiner liebe trefflichkeit. Laß mich unterm treuze sterben, Laß mich erben Gottes reich nach dieser zeit. nis 8. Ewges loben muß erklingen Durch mein singen Dir, O Jeju [ 4. 14.] Passions- Gesänge, oder von Christi Leiden, Tode zc. 63 Gottes Sohn! Gönne mir, was heiden, Der ihn unschuldig be ich gebeten, Laß mich treten Une fand, Ohn ursach des todes, Shn verzagt vor deinen thron.dann derhalben von sich fandt Zum könig Herodes. 252 9. Laß mich aus der welt doch scheiden, Herr, mit freuden, Laß mich so den tod nicht sehn, Laß mich seine macht nicht schmecken, Noch erschrecken, Wenn ich soll von hinnen gehn. and i'r si10. Jesu, du stehst mir zur seiten, zu begleiten Meine feel in Gottes hand. Ach wie werd ich vor dir singen, Klingen, springen, Dort im rechten vaterland. Nach des heil. Bernhard: salve caput spcruentatum. 3. Um drei ward der Gottessohn Mit geißeln gehöhnet und sein haupt mit einer fron Von dornen gekrönet; Gekleidet zu hohn und spott Ward er sehr geschlagen, Und das kreuz zu seinem tod Mußt er selber tragen., tod 4. Um sechs ward er nackt und bloß An das freuz geschlagen, An dem er sein blut vergoß, Betet mit wehtlagen. Die zuseher spotten sein, Auch die bei ihm hin106. Christe, du Camm gen, Vis die sonn auch ihren Gottes, Der du 1e8Jolchen dingen. 501 Sesus schrie zur schrie zur neunten stund, Klagte sich verlassen, Bald ward gall in seinen mund Mit essig gelassen. Da gab er auf seinen Geist, und die erd erbebet, Des tempels vorhang zerreißt, Und manch fels zerflöbet. as 6. Da hat man zur vesperzeit Die schächer zerbrochen, Ward 3. Christe, du Lamm Gottes, Der du trägst die sünd der welt, Gieb uns deinen frieden. Amen. pinad Das lat. Agnus Dei deutsch. 107. Chrifti rofinfarbnes Jesus in seine ſeit Mit ein'm 3 lise In eigner Melodie.chi speer gestochen, Daraus blut und wasser rann, Die schrift zu er füllen, Wie Johannes zeiget an, Nur um unsertwillen. pin 108. Chri hristus, der uns selig macht, Kein böf's hat begangen, Der ward für uns in der nacht Als ein dieb gefangen, Geführt vor gottlose leut Und fälschlich verklaget, Verlacht, verhöhnt und verspeit, Wie denn die schrift faget.sus 7. Da der tag sein ende nahm Und der abend, kommen, Ward. Jesus vom kreuzesstamm Durch Joseph genommen, Herrlich nach jüdischerart In ein grab geleget, Allda mit hütern verwahrt Wie Matthäus zeuget.is 2. In der ersten tagesstund Ward er unbescheiden Als ein mörder dargestellt Pilato, brdem mit 8.Dhilf, Christe, Gottes Sohn, Durch dein bitter leiden, Daß wir, trägst die fünd der welt, Erbar me dich unser! ohild abildmust 192. Christe, du Lamm Gottes, Der du trägst die fünd der welt, Erbarme dich unser! [[ 4. 15.] Paffions- Gesänge, 64 dir stets unterthan, All untugend meiden, Deinen tod und sein ursach Fruchtbarlich bedenken, Da- 7. Das sechst war gar ein für, wiewohl arm und schwach, kräftig wort, Das mancher sünDir dankopfer schenken. soll der auch gehört Aus fein'm göttMichael Weisse. † 1540.lichen munde: Es ist vollbracht In eigner Melodie. quis mein leiden groß Wohl hier zu a Jesus an dem dieser stunde! notiun kreuze stund, Und ihm fein leichnam ward verwundt So gar mit bittern schmerzen: Die sieben wort, die Jesus sprach, Betracht in deinem Herzen. 109. 2. Zum ersten sprach er gar füffiglich zu seinem Vater im himmelreich Mit frästen und mit finnen: Vergieb ihn'n, Vater, fie wissen nicht, was sie an mir vollbringen. ich leiden muß, Das ist ganz über die maaßen. 8. Zum legten: ich nun meine seel, O Vater! in dein händ befehl In meinen legten zeiten, Wenn sie jetzt von mir scheiden will, Und mag nicht länger streiten. 9. Wer Gottes marter in ehren hat und oft gedenkt der sieben wort, Deß will Gott eben pflegen Wohl hier auf erd mit seiner gnad Und dort im ewgen leben. J. Böschenstein. † 1536. Auf eine andere Art. 3. Zum andern denk seinr barmherzigkeit, Die Gott am ſchächer hat erzeigt; Er sprach 110. Da Jeſus an des gar gnädigliche: Fürwahr, du wirst heut bei mir seyn In meines Vaters reiche. freuzes stamm Der ganzen welt sünd auf sich nahm, Sprach er in seinen schmerzen Noch sieben wort, die lasset uns Erwägen wohl im Herzen. 4. 3um dritten denk seine groBen noth, Laß dir die wort nicht 2. Zum ersten: Vater, strafe seyn ein spott: Weib, schau dein'n john gar eben! Johannes, nimm deinr mutter wahr, Du sollst sie eben pflegen. nicht An ihnen, was mir jetzt geschicht, Weil sie es nicht verstehen. Vergieb uns, Gott, wenn wir auch noch Aus irrthum sünd begehen. 3. Zum andern er des schächers dacht: Fürwahr, du wirst noch vor der nacht In meinem reich heut leben. Herr! nimm uns auch bald zu dir, Die wir im elend schweben. 4. 3um dritten: deinen sohn sieh, weib! Johannes, ihr zu diensten bleib und sie als mutter liebe! 5. Nun merkt, was das vierte wort war: Mich dürst so hart ohn unterlaß! Schrie er mit lauter stimme, Das menschlich heil thät er begehrn, Seine nägel thät er empfinden. 6. Zum fünften denk seinr bitterfeit, Da er am heilgen freuz ausschreit: Mein Gott wie hast du mich verlassen! Das elend, das [ 4. 16.1 oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. 65 Versorg, Herr, die wir lassen hier, Gott, Eure lieb ist gar der tod. Daß niemand sie betrübe. id du Der am freuz ist meine liebe, Weil ich mich im glauben übe. 5. 3um vierten fsagte er: mich dürft't! Jesu, großer lebens- 2.Der am freuz ist meine fürst, Du hast durst und verlangen liebe, Frevler, was befremdet dich, Nach unsrer seligkeit; drum hilf, Daß ich mich im glauben übe? Daß wir sie auch empfangen. nism Jesus gab sich selbst für mich. 6. Zum fünften: o mein Gott! So ward er mein friedeschild mein Gott! Wie läßt du mich so Aber auch mein lebensbild. Der in der noth! Hier wirst du, Herr, am freuz ist meine liebe, Weil verlassen, Daß uns Gott wieder ich mich im glauben übe. dort aufnehm, uns wohl fassen. Den troft laßt 3. Der am freuz ist meine liebe! in poll Sünde, du besiegst mich nicht! 7. 3um sechsten: hiermit ists Weh mir, wenn ich den betrübe, vollbracht und alles nunmehr Der für mich ging ins gericht! gut gemacht! Gieb, daß wir auch Kreuzigt ich nicht Gottes Sohn? durchdringen, Und was du, Herr, Trät ich nicht sein blut mit hohn? uns auferlegt, Hilf seliglich voll- Der am kreuz ist meine liebe, bringen. Weil ich mich im glauben übe. spooks& 4. Der am freuz ist meine liebe! D mein herz, was zagest du? Sieh, aus heilgem mittlerstriebe Schafft dir Jesus sterbend ruh. Schaue, wie er blutend ringt Mit der sünd und sie bezwingt. Der am freuz ist meine liebe, Weil ich mich im glauben übe. 9. Wer oft an diese worte denkt, Wenn seine missethat ihn kränkt, Der wird es wohl genieBen; Denn er durch Gottes gnad 5. Der am freuz ist meine liebe! erlangt Ein ruhiges gewissenhibi 10. Verleih uns dies, Herr Jesu Christ, Der du für uns gestor ben bist! Gieb, daß wir deine wunden, Dein leiden, marter, kreuz und tod Betrachten alle stunden. Joh. Zwick. † 1542. Drum, tyrann, nur foltre, stoß! Hunger, blöße, in hentershiebe, Nichts macht mich von Jesu los, 49 Nicht gewalt, nicht gold, nicht ruhm, Engel nicht, kein fürstenthum. Der am freuz ist meine liebe, Weil ich mich im glauben übe. M. Wie nach einer wasserq. bis 6. Der am freuz ist meine liebe! d 101911 191 111.S er am freuz ist meine Komm, tod, komm, mein bester 19 liebe, Meine lieb ist freund! Wenn ich wie ein staub Jesus Christ! Weg, ihr argen zerstiebe, Wird mein Jesus mir st seelendiebe, Satan, welt und flei- vereint; Da, da schau ich Gottes scheslüft. Eure lieb ist nicht von lamm, meiner feelen bräutigam. [ 5.1.1 8. Zum letzten: ich nun meine Gott, mein Vater, dir be3u deinen treuen händen! Dies wort sey unser letter wunsch, Wenn wir das leben enden. bar feel, fehl 5 66 ndersa Der am freuz ist meine liebe, Weil ich mich im glauben übe. som Joh. Menger.(?) † 1734. M. Herr Jesu Christ, wahr. 112. D er du, Herr Jesu, ruh und rast In deinem grab gehalten hast, Gieb, daß wir in dir all, Und er leben dir gefall. & uns ſtärt Passions- Gesänge, doc do und muth, Die du erkauft mit deinem blut, Und führ uns in des himmels licht Zu deines Vaters angesicht. de dur snim 3. Wir danken dir, o Gotteslamm, Getödtet an des freuzes stamm: Laß ja uns fündern deine pein Ein eingang in das leben feyn.o bi, hidrs nine 01 5. Ruf mir in meiner letzten noth Und setz mich neben dich, mein Gott, Daß ich mit deinen heilgen alln Mög ewiglich dein lob erschalln. bo o nelás Dr. Joh. Scheffler.( Angelus.) † 1677. Ef. 53, 4-7. Joh. 1, 29.10 M. An wasserflüssen Babyl. 114. und trägt dieschuld * Der welt und ihrer finder; Es geht und träget in geduld Die sünden aller sünder; Es geht dahin, wird matt und frank, Ergibt sich auf die würgebank, Entzieht sich aller freuden; Es nimmet an schmach, hohn und spott, Angst, wunden, striemen, freuz und tod, Und spricht: ich wills gern leiden. Curssi Georg Werner. † 1671. M. Nun laßt uns den leib. 2. Das Lämmlein ist der große freund Und Heiland meiner feelen, 113.Die feele Chrifti heilge Den, den hat Gott zum fündenSein Und versege mich in sich, Sein leichnam, der für mich verwundt, Der mach mir leib und feel gesund. Gch hin mein kind, und nimm dich an Der finder, die ich ausgethan Zur straf und zornesruthen; Die straf ist schwer, der zorn ist groß, Du kannst und sollst sie machen los Durch sterben und durch bluten. 2. Das wasser, welches auf den stoß Des speers aus seiner seite floß, Das sey mein bad, und all sein blut Erquicke mir herz, 3. Ja, Vater, ja von herzenssinn und muth.o 183. Der schweiß von seinem angesicht Zaß mich nicht kommen ins gericht, Sein ganzes leiden, freuz und pein, Das wolle meine stärke seyn. i nisimpics is grund, Leg auf, ich will dirs tragen. Mein wollen hängt an deinem mund, Mein wirken ist dein sagen. Dwunderlich! o liebesmacht! Du kannst, was nie fein mensch gedacht, Gott seinem Sohn ab4. O Jesu Christ, erhöre mich, zwingen. O liebe! liebe! du bist Nimm und verbirg mich ganz in stark, Du streckest den in grab und dich, Schleuß mich in deine wun- jarg, Vor dem die felsen springen. den ein, Daß ich vorm feind 4. Du marterst ihn am freuzeskann sicher seyn. Hot stamm Mit nägeln und mit spics[ 5.2.1 oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. sen; Du schlachtest ihn als wie ein lamm, Machst herz und adern fließen, Das herze mit der seufzer kraft, Die adern mit dem edlen saft Des purpurrothen blutes. O füßes lamm, was soll ich dir Erweisen dafür, daß du mir Erzeigest so viel gutes? 15. Mein lebetage will ich dich Aus meinem sinn nicht lassen, Dich will ich stets, gleich wie du mich, Mit liebesarmen fassen. Du sollst seyn meines Herzens licht, und wann mein herz in stücke bricht, Sollst du mein herze bleiben. Ich will mich dir, mein höchster ruhm, Hiermit zu deinem eigenthum Beständiglich verschreiben. 6. Ich will von deiner lieblichkeit Bei nacht und tage singen, Mich selbst auch dir zu aller zeit 3um freudenopfer bringen; Mein bach des lebens soll sich dir Und deinem namen für und für In dankbarkeit ergießen, Und was du mir zu gut gethan, Das will ich stets, so tief ich kann, In mein gedächtniß schließen. 67 traurigkeit mein lachen, In fröhlichkeit mein saitenspiel, Und wenn mir nichts mehr schmecken will, Soll mich dies manna speis sen. Im durst folls seyn mein wasserquell, In einsamkeit mein sprach gesell, Zu haus und auch auf reisen. 9. Was schadet mir des todes gift? Dein blut, das ist mein leben! Wenn mich der sonnen hipe trifft, So kanns mir schatten geben. Seßt mir der schwermuth schmerzen zu, So find ich bei dir meine ruh, Als auf dem bett ein kranker; Und wann des frenzes ungestüm Mein schifflein treibet um und um, So bist du dann mein anfer.gr ni su 10. Wann endlich ich soll treten ein In deines reiches freuden, So soll dies blut mein purpur seyn, Ich will mich darin kleiden; Es soll seyn meines hauptes fron, In welcher ich will vor den thron Des höchsten Vaters gehen Und dir, dem er mich anvertraut, Als eine wohlgeschmückte braut An deiner seite stehen. all 30 7. Erweitre dich, mein herzens- Paul Gerhardt. † 1676. schrein, Du sollst ein schatzhaus uc. 18, 31.1 werden Der schätze, die viel gröBer ſeyn, Als himmel, meer und 115. von thränen lind beM. Zion flagt mit angst. augen, fließt der erden. Weg glanz und pracht eitlen welt, Weg ehre, wollust, gut und geld, Ich hab ein bessres funden! Mein großer schap, Herr Jesu Chrift, Ist dieses, was geflossen ist Aus deines leibes wunden. weinet eure schuld! Brich, mein herz, von seufzen, sehnen, Weil ein Lämmlein in geduld Nach Jerusalem zum tod, Ach zum tod für deine noth Und der ganzen welt hinwandelt; Denk, ach wie hast du gehandelt! 2. Es soll nun vollendet wer 5* 8. Das soll und will ich mir zu nug zu allen zeiten machen, Im streite soll es seyn mein schuß, In 15. 3.1 Passions- Gesänge, 68 den, Was davon geschrieben ist, Und warum auf diese erden Ist gekommen Jesus Christ. Schauet nun des Höchsten Sohn In dem leiden, schmach und hohn, In den wunden, in den schmerzen, Und nehmt alles wohl zu herzen! 3. Es wird in der sünder hände Ueberliefert Gottes lamm, Daß 8. Endlich wird der schluß ges sprochen, Jesus nuß zum tode gehn, Ueber ihn der stab gebrochen, Es hilft hier kein bittend sich dein verderben wende; Jud flehn, Barrabas wird losgezählt, und heide sind ihm gram Und verwerfen diesen stein, Der ihr eckstein sollte seyn, Ach dies leidet der gerechte Für die bösen fündenknechte! is Jesus wird zum kreuz erwählt; Weg mit diesem, dem verfluchten! Ruft der Haufe der verruchten. 4. Jesus steht in strick und banden, Dessen hand die welt gemacht. Bei verachtung, spott und schanden, Und wird höhnisch ausgelacht. Backenstreich und fäusten schlag Und der feinde grimm und rach Duldet er für deine fünden: Wer kann solche lieb ergründen? 5. Laß es dir zu herzen gehen, Beffre und bekchre dich! Wer kann diese that ansehen, Daß man nicht bewege sich? Jesus steht an unfrer statt; Was der mensch verdienet hat, Büßet Jesus und erduldet, Was der fünder hat verschuldet. tragen deinen schmerz, Jesus und erniedrigt sich Und wird dort so jämmerlich Abgestraft, verwundt, zerschlagen, Daß kein maaß noch ziel der plagen. 6. Er hält seinen heilgen rücken Geißelschlägen willig dar. Wer kann dies ohn reuerblicken, Wenn die rohe judenschaar Hand anlegt an Gottes bild, Das so freundlich, fromm und mild; Wer fann solche greul anschauen, Ohne vor der sünd zu grauen? e 7. Also sollt man die begegnen, Du verderbtes menschenherz! Aber nun kommt, dich zu ſegnen und zu 9. Folge denn zur schädelstätte Deinem Jesu treulich nach, Aber auf dem wege bete, Bet' im geist mit weh und ach, Daß der Vater auf sein kind, Als den bürgen für die sünd, Sehen woll und sich erbarmen Ueber dich elenden, armen. 3d thi god 131700 10. Muß ich, Jesu, dich denn sehen Am verfluchten kreuzespfahl, Ach so laß ich übergehen Meine thränen sonder zahl. Ach erbarm dich, Gotteslamm, Das da hängt am freuzesstamm! Ach erbarm dich, weil dein leiden Mir gedci hen soll zur freudenbund 11. Ich will dir ein opfer ge ben, Seel und leib ist meine gab. Jesu, nimm dies arme leben, Weil ich ja nichts beffers hab. Tödt ing mir, was dir mißfällt, Leb in mir auf dieser welt Laße mich mit dir leben, sterben Und dein reich im himmel erben thin rid 9 12. Tausendmal sey dir gefun gen, Liebster. Jesu, prets ind ruhm, Daß du höll und tod be zwungen. Nun bin ich dein eigen16. 4.1 ocer: von Christi Leiden, Lode und Begräbniß. 69 ich dein leiden jeder frist Mög also gläubig schauen an, Als mir's zu gut und heil gethan. 2. Gieb, wenn mein leiden rückt herbei, Daß mein gebet fort eifrig sey, Doch laß auch, wie dein 116. Geduldigs Lämmlein Vater will, Mich bis zur rettung halten 3. Gieb, wo mich jene heuchelrott Unschuldig plagt mit qual und spott, Daß ich mit sanfter herzensruh Erdulde, was du läsfest zu. 4. Gieb, daß, wo ich leid falsche klag, Die hinterlift komm an den tag, Damit, was vorkommt ohne grund, Des richters weißheit mache fund. thum, Und du meine freud und wonn. Möcht ich dich, o schönste sonn, Bald in deiner krone sehen! Komm, dein leiden ist geschehen! Laurentius Laurenti. † 1722. M. Machs mit mir, Gott. Christ, Der du all angst und plagen Und ungemach zu jeder frist Geduldig haft getragen: Verleih mir auch zur leidenszeit Geduld und alle tapferkeit. 2. Du hast gelitten, daß auch ich Dirfolgen soll und leiden, Daß ich mein freuz auch williglich Ertragen soll mit freuden. Ach möcht ich doch in kreuz und pein Geduldig wie ein lämmlein seyn! 3. Ich wünsche mir von herzensgrund, Dir ähnlich, Herr, zu werden, Daß ich der welt zu jeder stund Gekreuzigt sey auf erden; Doch aber wünsch ich auch dabei, Daß ich ein lämmlein Jesu sey. 4. Laß kommen alles kreuz und pein, Laß kommen alle plagen, Laß mich veracht't, verspottet seyn, Verwundt und hart geschlagen, Laß aber auch in aller pein Mich ein geduldig lämmlein seyn! 5. Ich weiß, man kann ohn freuz und leid zur freude nicht gelangen, Weil du in deiner herrlichkeit Selbst bist durchs freuz gegangen; Wer nicht mit dir leidt kreuz und pein, Kann auch mit dir nicht selig seyn. Dr. Joh. Scheffler.( Angelus.) † 1677. M. Herr Jesu C. meins leb. 117. ieb, o herzliebster Jesu Christ, Daß 5. Gieb, wenn ich oft erfah ren muß Verachtung, hohn, schmach, spott, verdruß, Daß ichs geduldig übersteh Und stetig auf dein beispiel seh. 6. Gieb, falls auch über mich die welt Ein ungerechtes urtheil fällt, Daß ich durch deine fraft ertrag, Was geistlich mich betreffen mag. 7. Gieb, daß ich gern dein jünger sey, Der an dem kreuz hab keine scheu, Laß michs dir willig tragen nach. Die himmelsehr folgt auf die schmach. 8. Gieb, da sich naht mein letzter tag, Wo, wie, wann ich nun sterben mag, Daß ich voll glaubens meine feel In Gottes treue händ befehl. 9. Gieb, Jesu, gieb in aller noth, Im freuz, glück, leben und im tod, Daß ich mich dir ganz eigen schenk. An deinen freuzestod gedenk. [ 5.5.] indings d Passions- Gesange, og i902 mich die ströme deines bluts Ganz rein gewaschen haben. og ud me meine fron Und 5. Sey du mein schaß und höchste freud, Ich will dein diener bleiben, und deines freuzes herzeleid Will ich in mein herz schreiben. Verleihe du mir kraft und macht, Damit, was ich bei mir bedacht, Ich mög ins werk auch sehen; So wirst du, schönster, meinen finn Und alles, was ich hab und bin, Ohn unterlaß ergößen. tsahuchi Paul Gerhardt, † 1676, nach dem heil. Bernhard im 12. Jahrh. 1 M. Herr Jeju C. meins leb.f 119. err Jesu Christ, H dein theures blut Sst meiner seele höchstes gut, Das stärkt, das labt, das macht allein Mein Herz von allen sünden rein. 70 M. An wasserflüffen Bab.un 118. Gegrüßet feyst du, tönig aller frommen, Der du zum trost von deinem thron Uns armen fündern kommen. D wahrer mensch, o wahrer Gott! Ein helfer voller hohn und spott, Den du doch nicht verschuldest! Ach wie so arm, wie nackt und bloß Hängst du am freuz, wie schwer und groß Ist dein schmerz, den du duldest! of mundells 2. Es fließet deines blutes bach Mit ganzem vollen haufen, Dein leib ist die mit ungemach Ganz durch und durch belaufen. unumschränkte majestät, Wie kommts, daß dirs so kläglich geht? Das macht dein huld und treue. Wer dankt dir deß? wo ist der mann, Der sich, wie du für uns gethan, Für dich zu sterben freue? 3. Was soll ich dir doch immermehr, Mein liebster, dafür geben, Daß dein herz sich so hoch und sehr Bemüht hat um mein leben? Du rettest mich durch deinen tod Von mehr als eines todes noth Und machst mich sicher woben. Höll und teufel bse jeyn, schadts? sie müssen dennoch mein Und meiner seele schonen. 2.10 Dein blut, mein schmuck, mein ehrenkleid, Dein unschuld und gerechtigkeit Macht, daß ich kann vor Gott bestehn Und zu der himmelsfreud eingehn. in 3. O Jesu Christe, Gottes Sohn, Mein trost, mein heil, mein gnadenthron, Dein theures blut, dein lebensjaft Giebt mir Laß stets neue lebenskraft.om alla Was 14.1 Herr Jesus in der letzten noth, Wenn mich schreckt teufel, höll und tod, So laß ja es mein 4. Vor großer lieb und heilger labsal seyn: Dein out macht luft, Damit du mich erfüllet, Drück mich von sünden rein.ung stella ich dich an mein berz und brust, anish notis Joh. Olearins. † 1684. So wird mein lei gestillet, Das ugun In eigner Melodic. nem deinen augen wohl bekannt, Und 120. Serzliebster das ist dir ja keine schand, Ein hast du verbrochen, frankes herz zu laben. Ach bleib Daß man ein solch scharf urtheil mir hold und gutes muths, Bis hat gesprochen? Was ist die [ 5. 6.) 71 thaten Im werk erstatten? oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. schuld? in was für missethaten kann ich dir denn deine liebesBist du gerathen? methington is 312. Du wirst gegeißelt und mit dor'n gekrönet, Ins angesicht geschlagen und verhöhnet, Du wirst mit essig und mit gall getränket, Ans freuz gehenfet. dislis 3. Was ist doch wohl die ur fach solcher plagen? Ach meine sünden haben dich geschlagen. Ich, o Herr Jesu, habe dies verschuldet, Was du erduldet. d 4. Wie wunderbarlich ist doch diese strafe! Der gute hirte leidet für die schafe, Die schuld bezahlt der Herre, der gerechte, Für seine fnechte und wied 5. Der fromme stirbt, der recht und richtig wandelt, Der böse lebt, der wider Gott mißhandelt; Der mensch verwirkt den tod und ist entgangen, Gott wird gefangen.dhe tat Those distritherap dan 10. Doch ist noch etwas, das dir angenehme: Wenn ich des fleisches lüste dämpf und zähme, Daß sie aufs neu mein herze nicht entzünden Mit alten sünden. 11. Weils aber nicht besteht in eignen fräften, Fest die begierden an das kreuz zu heften, So gieb mir deinen Geist, der mich regiere, 3um guten führe. 12. Alsdann so werd ich deine huld betrachten, Aus lieb zu dir die welt für nichtes achten, Bemühen werd ich mich, Herr, deis nen willen Stets zu erfüllen. 13. Ich werde dir zu ehren alles wagen, Kein freuz nicht achten, keine schmach noch plagen, Nichts von verfolgung, nichts von todesschmerzen Nehmen zu Herzen. 14. Dies alles, obs für schlecht zwar ist zu schätzen, Wirst du es doch nicht gar bei seite seßen; In gnaden wirst du dies von mir ans nehmen, Mich nicht beschämen. no 15. Wann, o Herr Jesu! dort vor deinem throne Auf meinem haupt wird stehn die ehrenkrone, Da will ich dir, wenn alles wird wohl klingen, Lob und dank singen. Joh. Heermann. † 1647. 6. Ich war von fuß auf voller schand und fünden, Bis zu der scheitel war nichts guts zu finden. Dafür hätt ich dort in der hölle müssen Ewiglich büßen.m im7. De große lieb, o lieb ohn alle maaße, Die dich gebracht auf diese marterstraße! Ich lebte mit der welt in luft und freuden, Und du mußst leident du lad 18. Achy großer fönig, groß zu nach d. heil. Augustinus im 4. Jahrh. allen zeiten, Wie kann ich gnug- bin M. Was mein Gott will. ſam folche treu ausbreiten? Keins 121. ör an, mein herz, die menschen herz vermag es auszus denken, Was dir zu schenken. 31 1909. Ich kanns mit meinen sinnen nicht erreichen, Womit doch dein sierbarmung zu vergleichen. Wie Jesus ausgesprochen, Da amihm durch qual und blutgen mord Sein herz am freuz gebrochen; Thu auf den schrein Und schleuß 15. 7.1 72 sie ein Als edle hohe gaben, So wirst du freud In schwerem leid Und trost im freuze haben. mon Passions- Gefänge, 2. Sein allererste sorge war zu schüßen, die ihn hassen, Bat, daß sein Gott der bösen schaar Wollt ihre sünd erlassen. Vergieb, vergieb, Sprach er aus lieb, O Vater, ihnen allen! Ihr keiner ist, Der seh und wüßt In was für that sie fallen. 3. Lehrt uns hiermit, wie schön es sey, Die lieben, die uns fränfen, und ihnen ohne heuchelei All ihre fehler schenken. Er zeigt zugleich, Wie gnadenreich und fromm sey sein gemüthe, Daß auch sein feind, Ders böse meint, Bei ihm nichts findt als güte. 4. Drauf spricht er seine mutter an, Die bei Johanne stunde, Tröst't sie am freuz, so gut er kann Mit seinem schwachen munde! Sieh hier, dein john, Weib, der wird schon Mein amt bei dir verwalten! Und jünger, sieh, Hier stehet, die Du sollst als mutter halten! 5. Ach treues herzso sorgest du Für alle deine frommen; Du fiehst und schauest fleißig zu, Wenn sie in trübsal kommen, Trittst auch mit rath Und treuer that Zu ihnen auf die seiten, Du bringst sie fort, Giebst ihnen ort Und raum bei guten leuten. 8 6. Die dritte red hast du gethan Dem, der dich, Herr gebeten: Gedenk und nimm dich meiner an Wenn du nun wirft eint treten In deinen thron, Und ehr und kron Als himmelsfürst auf fepen. Ich will gewiß Im para dies, Sprachst du, dich heut ergögen.lup guma posisi 19 7. D süßes wort, o freudenstimm, Wer will uns nun erschrecken? Laß gleich den tod mit großem grimm Hergehn aus allen ecken; Stürmt er gleich sehr, Was kann er mehr Als leib und seele scheiden? Indessen schwing Ich mich und spring Ins paradies der freuden.pirn tog ustida 8. Nun wohl der schächer wird mit freud Aus Christi wort erquicket: Er aber seufzet tief und schreit, Weil Gottes zorn ihn drücket: Eli! mein Gott; Welch angst und noth, Muß ich, dein find, ausstehen! Ich ruf und du Schweigst still dazu, Lässst mich zu grunde gehen! fidiaid siduoly 9. Nimm dies zur folge, frommes find, Wenn Gott sich grausam stellet; Schau, daß du, wenn fich trübsal findt, Nicht werdest umgefället. Halt steif und fest! Der dich jetzt läßt, Wird dich gar bald erfreuen; Sey du nur treu, Und halt dabei Stark an mit gläubgem schreiensduuding hi 10. Der Herr fährt fort, cruft laut und hell, lagt, wie ihn heftig dürfte. Mich dürftet! sprach der enge girell und edle lebensfürste Was meint er hier? Gr zeiget dirhn Wie matt er sich ge tragenil Ann deiner laft, d Die du ihm haft Gemacht in fündentagen 11. Er deutet auch daneben an, Wie ihn so hoch verlange, Daß dies sein freuz berrjedermann Frucht bring rund wohlverfange. Das [[ 5..8.] oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. mert mit fleiß, Wer sich im schweiß Der seelenangst muß quälen; Das ewge licht Schleußt feinen nicht Vom theil und heil der seelen. 12. Als nun des todes finstre nacht Begann herein zu dringen, Sprach Gottes Sohn: es ist vollbracht Das, was ich soll vollbringen, Was hier und dar Die heilge schaar Der väter und propheten Hat aufgesetzt, Wie man zulegt mich freuzgen würd und tödten. 1913. Ssts denn vollbracht, was willst du nun Dich so vergeblich plagen, Als müßt ein mensch mit feinem thun Die fündenschuld abtragen? Es ist vollbracht! Das nimm in acht, Du darfst hier nichts zugeben, Als daß du gläubst Und gläubig bleibst In deinem ganzen leben!, asid muilt 20 14. Nun endlich redt er noch einmal, Schreit auf ohn alle maaßen: Mein Vater! nimm in deinen saal Das, was ich jest muß lassen! Nimm meinen Geist, Der hier sich reißt Aus meinem falten herzen! Und hiermit wird Der große hirt Entbunden aller schmerzen. fim 15. D wollte Gott, daß ich mein end Auch also möchte enden, Und meinen geift in Gottes händ Und treuen schooß hinsenden! Ach laß, mein hort, Dein leptes wort Mein legtes wort auch werden, So werd ich schön Und selig gehn Zum Vater von der erden. ID nsdono Paul Gerhardt: 891 M. Aus tiefer noth schrei di 1676. 122. 2ch danke dir für dei nen tod, Herr Jefu, 73 und die schmerzen, Die du in deiner letzten noth Empfandst in deinem herzen; Laß das verdienst von solcher pein Ein labjal meiner feele seyn, Wann mir die augen brechen. 2. Ich danke dir für deine huld, Die du mir hast erzeiget, Da du mit zahlung meiner schuld Dein haupt zu mir geneiget. Ach neig dich auch zu mir, mein Gott, Wenn ich gerath in todesnoth, Daß ich genade spüre. 3. Laß meine seel in deiner gunst Aus ihrem leibe scheiden, Auf daß an mir nicht sey umsonst Dein theuerwerthes leiden; Nimm sie hinauf zur felben frist, Wo du, ihr liebster Jesus, bist, Und laß michy ewig leben. Dr. Joh. Scheffler.( Angelus.) † 1677. M. Ach, was soll ich fünder. 123.leiden, Deine schwere betrübtes A kreuzespein Soll mein ganzes denken seyn, Allen welttand zu vermeiden. Jesu, deine bittre noth Kränket mich bis auf den tod. 2. Auch dein blutger schweiß in ängsten, Deiner seele höllenqual Deine striemen allzumal, Als die war am allerbängsten: Solche deine bittre noth Kränket mich bis auf den tod. si tenird 3. Ach, was soll ich armer sagen? Alle wunden, die du hegſt, Alle striemen, die du trägst, Hab ich dir selbst helfen schlagen. Jefu, deine bittve noth Kränket mich bis auf den tod, nonisd ne notori 4.Deingesicht ist blutbeflossen, Deiner augen freundlichkeit [[ 5. 9.] 74 Jindörgs Und die wangen sind bespeit Von des teufels hülfsgenossen. in Jesu, deine bittre noth Kränket mich bis auf den tod. u medijusa 5. Daß du bist uns nachgegan gen Und verlassen deinen thron, Ist dies nun dein dank und lohn, Daß du mußt am freuze hangen? Jesu, deine bittre noth Kränket mich bis auf den tod. bi6. Sollte mich denn dies nicht fränken? Sollt ich nicht zu diefer zeit Fliehn der erde eitelkeit Und an deinen tod gedenken? Jesu, deine bittre noth Kränket mich bis auf den tod. mis dis! 37. Laß, Herr Jesu, laß dein leiden, Deine marter, angst und pein Meine legte zuflucht seyn, Wenn ich soll von hinnen scheiden. Hilf, daß ich durch deinen tod Sanft beschließe meine noth. bist 4. Rede durch dein stilleschweis gen, Liebster Jesu, mir das wort, Wenn mich sünden überzeugen und verklagen fort und fort, Wenn mein bös gewissen schreiet und mir mit verdammniß dräuet. Ach laß deine todespein nicht an mir verloren seyn.201 5. Laß mich freudenrosen brechen, liebster Jesu, meine zier; Von den dornen, die dich stechen! Jesu, mache dich zu mir! Kröne mich mit huld und gnade, Daß skein sündendorn mir schade. Ach laß deine todespein nicht an mir verloren seyn. Lic. Tob. Clausniper. † 1684. at M. Jesu, meines lebens. pr 124. Resu, der du wollen 6. Heile des gewissens striemen, Nimm von mir der schmerbüßen Für die fün- zen last Durch die geißeln, durch den aller welt Durch dein then- die riemen, Welche du gefühlet res blutvergießen, Der du dich hast, Daß ich böser knecht der haft dargestellt Als ein opfer für fünde Satans stricke nicht em die fünder, Die verlornen Adams- pfinde. Ach laß deine todespein kinder: Ach laß deine todespein nicht an mir verloren seyn. Nicht an mir verloren seyn. hi 1917. Ach laß deine tiefen wun9 2. Rette mich durch deine pla- den Frische lebensbrunnen seyn, gen, Wenn mich meine fünde Wenn mir alle fraft verschwunplagt;& Laß, ach laß mich nicht den, Wenn ich schmacht in seeverzagen, Weil du selbst für mich lenpein; Sent in abgrund deiner gezagt. Hilf, daß mich dein angst- gnaden Alle schuld, die mich beschweiß fühle, Wenn ich orangfals- laden. Ach laß deine todespein hize fühlen Ach laß deine tedes- Nicht an mir verloren seyn.isl pein nicht an mir verloren seyn. 8. Ach zerbrich des eifers rus 3. Mache mich durch deine bande the, Ach erzeige gnad und huld! [ 5.10.] Passions- Gesänge, do Hoa 219de m Von des satans banden frei; Hilf, daß dein erlittne schande Meine fron und ehre sey! Trost der seelen, heil der erden, Laß mich nicht zu schanden werden! Ach laß deine todespein Nicht an mir verloren seyn. a 75 oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. Tilge doch mit deinem blute wunden mal und zeichen, Daß er Meine schwere sündenschuld, Laß von mir müsse weichen.stust 8sd mich in der angst der fünden Ruh in deiner seiten finden! Ach laß deine todespein Nicht an mir verloren seyn. saat smisa gol by 9. Hilf, daß mir dein dürsten nüge, Das am freuze dich geplagt; Wenn ich lechze, wenn ich schwige, Wenn mich meine fünde jagt, Laß mich deinen durst genießen, Laß mir lebensströme fließen. Ach laß deine todespein Nicht an mir verloren seyn. b 10. Jesu, komm mich zu befreien Durch dein lautes angstgej hrei; Wenn viel tausend sünden schreien, Stehe doch mir ar men bei; Wenn mir wort und sprach entfallen, Laß mich sanft von hinnen wallen. Eaß mir deine todespein Leben, heil und hintmel seyn. 3. Wenn die welt mich will verführen Auf die breite sündenbahn, Wollst du mich also regieren, Daß alsdann ich schaue an Deiner marter centnerlast, Die du ausgestanden haft, Daß ich könn sin andacht bleiben, Alle böse lust vertreiben.bim turk 1h4. Gieb für alles, was mich fränket, Mir aus deinen wunden kraft; Wenn mein herz hinein sich senket, So gieb neuen lebensjaft, Daß mich stärt in allem leid Deines troftes füßigkeit, Weil du mir dein heil erworben, Da du bist für mich gestorben.ndisl 5. Laß auf deinen tod michy trauen, D mein Gott und zuversicht, Laß mich feste darauf bauen, Daß den stod ich schmecke nicht; Deine todesangst laß mich Stets erquicken mächtiglich; Herr, laß deinen tod mir geben Auferste hung, heil und leben. JUST STATU 91 uron 83. G. Franke. rench and Time for mutie om no M. Wie nach einer wasserq. 125. Cefu, oeine heilgen wunden, Deine 96. Jesuh deine heil'gen wunden, Deine qual und bittern tod qual und bittern tod Laß mir Laß mir geben alle stunden Trost geben alle stunden Trost in leibs-- in leibs und seelennoth; Sonund seelenneth: Wann mir fällt derlich am legten end Hilf, daß was arges ein, Lab mich denken ich zu dir mich wend, Trost in deiner pein, Daß ich deine angst deinen wunden findes Und dann und schmerzen Wohl erwäg in fröhlich überwinde. masa meinem miste od thiMChristus, der uns selig. 2. Will sich gern in wolluſt 126. will ich jetzt be deine 198 weiden Mein verderbtes fleisch und blut: Laß mich denken, daß dein leiden Löschen muß der höllen glut. Dringt der satan ein zu mir, Hilf, daß ich ihm halte für Deiner denken, Wollest mir vom himmels thron Geist und andacht schenken. In demsbildu jegund erschein, Jefir, meinem herzen, Wie du, un[ 5. 11.) 76 ser heil zu seyn, Littest noth und schmerzen. Passions- Gesänge, 2. Meine seele sehen mag Deine angst und bande, Deine schläge, hohn und schmach, Deine kreuzesschande, Deine geißel-, dornenfron-, Speer- und nägel- wunden, Deinen tod, o Gottes Sohn, Den du haft empfunden. 3. Doch, so laß mich nicht allein Deine marter sehen, Laß mich auch die ursach fein Und die frucht verstehen. Ach die urfach war auch ich, Ich und meine fünde, Diese hat gemartert dich, Daß ich gnade fünde. 4. Jesu, lehr bedenken mich Dies mit buß und reue; Hilf, daß ich mit fünde dich Martre nicht aufs neue. Sollt ich dazu haben luft Und nicht wollen met den, Was Gott selber büßen mußt Mit so großem leiden? 5. Wenn mir meine fünde will Machen heiß die hölle, Jesu, mein gewissen still', Dich ins mittel stelle; Dich und deine passion Laß mich gläubig fassen; Liebst du mich, o Gottes Sohn, Wie kann Gott uns haffen? 6. Gieb auch, Jesu, daß ich gern Dir das freuz nachtrage, Daß ich demuth von dir lern Und geduld in plage, Daß ich dir geb lieb um lieb. Indeß laß dies lallen, Bessern dank ich dorten geb, Jesu, dir gefallen. Siegmund v. Birken.( Betulius.)+1681. M. Wie nach einer wasserq. 127.eu, deine tiefen wunund bittrer tod Geben mir zu allen stunden Trost in leibs- und seelennoth; Fällt mir etwas arges ein, Denk ich bald an deine pein; Die erlaubet meinem herzen Mit der sünde nicht zu scherzen. 2. Will sich denn in wollust weiden Mein verderbtes fleisch und blut, So gedenk ich an dein leiden, Bald wird alles wieder gut. Kommt der satan und setzt mir Heftig zu, halt ich ihm für Deine guad und gnadenzeichen; Bald muß er von dannen weichen. 3. Will die welt mein herze führen Auf die breite wollustbahn, Da nichts ist als jubiliren: Alsdann schau ich emsig an Deiner marter centnerlast, Die du ausgestanden hast, So kann ich in andacht bleiben, Alle böse luft vertreiben. 4. Ja für alles, das mich fränket, Geben deine wunden kraft; Wenn mein herz hinein sich senket, Krieg' ich neuen lebenssaft, Deines troftes füßigkeit Wendt in mir das bittre leid, Der du mir das heil erworben, Da du bist für mich gestorben. 5. Auf dich seß ich mein vertrauen, Du bist meine zuversicht, Dein tod hat den tod zerhauen, Daß er mich kann tödten nicht, Daß ich an dir habe theil, Bringet mir trost, schutz und heil, Deine gnade wird mir geben Auferstehung, licht und leben. 6. Hab ich dich in meinem herzen, Du brunn aller gütigkeit, qual ich keine [ 5. 12.] 77 oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. Auch im legten kampf und streit. dich auch endlich hat Unrecht hinIch verberge mich in dich: Welch feind fann verlegen mich? Wer fich legt in deine wunden, Der hat glücklich überwunden. gewürget. Joh. Heermann. † 1647. M. Christus, der uns selig. 128. esu, meiner feele licht, Freude meiner freuden, Meines lebens zuversicht, Nimm doch für dein leiden Diesen schlechten dank hier an, So viel meine seele Immer mehr dir bringen kann In der schwachheitshöhle. ic. These 6. Alle strafe, der ich war Tag und nacht verbunden, Liegt auf dir nun ganz und gar, Und durch deine wunden Wird uns fried und heil gebracht; Drunt will mir geziemen, Deine große liebesmacht Ewiglich zu rühmen. 7. Laß doch diese sicherheit Gleichfalls mein gewissen Zwis schen angst, noth, tod und streit Kräftiglich genießen. Ach, ach, meis nes herzens herz, Wirf durch deine schmerzen Meine schmerzen hinterwärts Fern aus meinem herzen. 2. Ich erwäg es hin und her, Was dich doch bewogen, Daß du 8. Und wie schnell mein herz so viel herzbeschwer Hast auf dich gezogen, Daß du angst, gewalt und noth, Schläg und hohn in banden, Lästerungen, freuz und tod Willig ausgestanden.odista 3. Gottes wohlgewogenheit, Vaterlieb und güte, Deine her- 9. Nun, ich weiß, worauf ich zensfreundlichkeit und dein treu Und bei wem ich bleibe, gemüthe, Jesu, haben es gebracht, Wessen fürsprach ich vertrau Und Daß kein mensch verzaget, Wenn an wen ich gläube. Jesu, du bist der sünden meng und macht, Die es allein, Der mich hält und gewissen naget. and tim na@ schüßet, Wenn gleich alle höllenerschricht Ueber straf und fünden, So schnell wird es gleich erquickt Und kann gnade finden. Jeſu, sieh, ich falle dir Ganz zerknirscht in buße und mit besserungsbegier Glaubensvoll zu fuße. bau 11390 4. O du wunderbarer rath, pein Auf mich stürmt und bliget. Den man nie ergründet! Dder bi nd Heinr. Held. um 1643. unerhörten that, Die man nirgendpt n eigner Melodie. findet! Was der mensch, der er 129. lebeny Seju, meis Refu, meines Lebens J denknecht, Tropig hat verbrochen, Büßt der Herr, der doch gerecht: nes todes todsi Der du dich für Wir sind frei gesprochen. im top mich gegeben In die tieffte fee5. Meine fündliche begier Hat lennoth, In das äußerste verderdich so zerschlagen. Diese frank- e benpt Nur daß ich nicht möchte heit hab ich dir, Jesu, aufgetra- sterben, Tausend tausendmal fey gen; Meine schuld und missethat dir, Biebster Test, dank dafür. Dat dich so verbürget, Bis fie 12Dujisach du haft ausgestan[ 5: 13.1] andises du Passions- Gesänge ,?) nou mode 78 den Lästerreden, spott und hohn, Speichel, schläge, strick und banden, Du gerechter Gottessohn, Mich elenden zu erretten Bon 3. Du hast lassen wund dich schlagen, Und erbärmlich richten zu, Um zu heilen meine plagen Und zu sepen mich in ruh. Ach du hast zu meinem segen Lassen dich mit fluch belegen. Tausend, tausendmal sey dir, Liebster Jesu, dank dafür. u des teufels band und ketten. zen, Jesu, für gesammte noth, Tausend, tausendmal sey dir, Für die wunden, für die schmerLiebster Jesu, dank dafür.' üd zen, Für den herben bittern tod; Für dein zittern, für dein zagen, Für dein tausendfaches plagen, Für dein angst und tiefe pein Will ich ewig dankbar seyn. en 198 Ernst Christoph Homburg. † 1681. Röm. 15, 6-11. M. Liebster Jesu, wir sind. Got4. Man sehr hart ver höhnet, Dich mit großem ſchimp 130. Jesus Chriſtus o belegt und mit dornen gar gekrönet. Was hat dich dazu bewegt? Daß du möchtest mich er gößen, Mir die ehrenkron aufsegen. Tausend, tausendmal sey dir, Liebster Jesu, dank dafür. te unsre schuld gestorben, Hat bezahlt am freuzesstamm Und die freiheit uns erworben. Wer die fünde wohl bereuet, Wird durch Christi tod erfreuet.drus un 12. Gott, der selbst die liebe ist, 5. Du hast wollen seyn ge- Preiset seiner liebe wunder, Gott schlagen Zur befreiung meiner sein Sohn, der Herre Christ, Starb pein, Fälschlich lassen dich ankla- für alle feind und fünder. Sind gen, Daß ich könnte sicher seyn: wir durch dies blut gerechte, Trifft Daß ich möchte trostreich pran- der zorn nicht mehr die knechte. gen, Bist du sonder trost gehan- 3. Ja, so wir versöhnet sind, gen. Tausend, tausendmal sey dir, Liebster Jesu, dank dafür. Weil der Sohn sich hingegeben: So wird das erstandne kind noch viel mehr uns durch sein leben Selig machen, die er brüder Heißt und seines leibes glieder. 4. Aber nicht alleine dies, Sons dern weil wir sind im Sohne, Welcher selbst den schlangenbiß Heilet, daß er in uns wohne: Ei so rühmen auch wir fünder, Daß wir nun sind Gottes finder. 5. Hochgelobet, sagen wir, Va ter in dem himmel oben! Siehe dein verspeien Muß zu ehren mir gedeihen. Tausend, tausendmal sey dir, Liebster Jesu, dank dafür. isd * 8. Nun, ich danke dir von her6. Du hast dich in noth gestekfet, Haft gelitten mit geduld, Gar den herben tod geschmecket, Um zu büßen meine schuld; Daß ich würde losgezählet, Hast du wollen seyr gequälet. Tausend, tausendmal seg dir, Liebster Jesu, dank dafür. 7. Deine demuth hat gebüßet Meinen stolz und übermuth, Dein tod meinen tod versüßet, Es kommt alles mir zu gut; Dein verspotten, 15. 14.1 79 Hilf, daß ich dadurch bewogen Dir in mir stets mache raum; All mein können, wollen, wissen Sey nur auf dein freuz beflissen. wie die fünd allhier Noch will in uns immer toben. Wollest, Herr, den Geist uns geben, Daß wir ewig in dir leben. himse8 Dr. Joachy. Justus Breithaupt.+ 1732. st dieser nicht des Höchsten Sohn M. Herr, ich habe mißgeh. 132. Diebster Seju, sey gegrüßet, Sey 131. 7. Laß mich deine liebe schmekten, Weil mich sehnlich nach dir dürft't; Ich will meinen geist erwecken, Dir zu dienst, o lebensgegrüfürst! Alle trübsal wird mich laffen, Kann ich nur die fünde hassen. Bet tausendmal! Der du haft für 8. Seyd gegrüßet, o ihr hände! mich gebüßet, Alls man die mit großer qual Deine händ ans kreuz geschlagen, Da sie mussten sünde tragen. aufs; 2. Seyd gegrüßet, o ihr hände! rhände! Was für rosen stehn in cuch? Schöne rosen, welch am ende Christum machen roth und bleich. Ach ich sehe da mit hausen Blut aus euren wunden laufen! Gebet mir doch volle macht, Daß ich mich im glauben wende, Euch zu danken tag und nacht. Laffet doch mit heißen thränen Mich nach euren wunden sehnen, ondad 9. Nun, ich bin so rein gebadet, Liebster Herr, in deinem blutpinEs ist niemand, der mir schadet, Denn ich leb in deiner hut. Jesu, nimm am fepten ende 13. Herr, ich muß ans herz jegt Meine seel in deine hände. i drücken Dieser wunden purpur- Nach dem heiligen Bernhard. roth, Die mir leib und feel erquit. M. Liebster Jesu, wir sind.f oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. ken In der allerhöchſten noth, 133. Meine feel, ermuntre gaben, Deines Jesu lieb bedenke, Wie er für dich giebet fich, Darauf deine andacht lenke. Ach erwäg die große treue Und dich deines Jesu freue. Die mich fräftig können laben. 4. O wie bist du doch so günstig Allen fündern dieser welt! Ja, wie liebeft du so brünstig, Was der erdkreis in sich hält! 2. Sieh, der wahre GottesHerr, du trägest aus erbarmen Bös' und gut in deinen armen. 5. Nun, ich stelle dir geplagten Einen großen fünder für; Sey barmherzig mir verzagten, Deffne deiner gnaden thür; Pflegst du doch das einzulassen, Was dich kann im glauben faffen. sohn Ist für dich ans freuz ge= hänget, Sein haupt trägt die dornenkron, Sein leib ist mit blut besprenget; Er läßt sich für dich verwunden: Wo ist größre lieb gefunden? did 6. Ziehe mich, der du gezogen Mit den händen an den baum; 3. Du, du solltest große pein Ewig leiden in der Hölle Und von Gott verstoßen seyn Wegen vieler fündenfälle; Aber Jesus [ 6. 15.] 80 trägt die fünden Und lässt dich genade finden. 4. Durch sein leiden ist gestillt Deines Gottes zorn und rache; Er hat das geseß erfüllt, Gut gemacht die böse fache, Sünde, teufel, tod umschränket Und den himmel dir geschenket. 5. Was zu thun, o liebes herz? Wie sollst du dich recht anstellen? Jesu leiden ist kein scherz, Seine liebe fein verstellen; Denke drauf, was dir oblieget Gegen den, der für dich sieget. 6. Ich kann nimmer nimmermehr Das geringste nur vergelten, Er verbindt mich allzusehr; Meine trägheit muß ich schelten, Daß ich ihn so schlecht geliebet Und wohl gar mit sünd betrübet. 7. Was geschehen, soll nun nicht Hinfort mehr von mir geschehen, Mein schluß sey nun fest gericht't, Einen andern weg zu gehen, Darauf ich nur Jefum suche Und was ihn betrübt verfluche. Passions- Gesänge, 8. Weg, ihr fünden, weg von mir, Euch kann ich an mir nicht leiden, Guretwegen muß ich hier Und dort von dem seyn gescheiden, Ohne welchen ist kein leben, Keine gnade, fein vergeben. Bleiben stets und unverleget. Was du liebest, will ich lieben, Und was dich, soll mich betrüben. 11. Was du willst, das sey mein will, Dein wort meines herzens spiegel; Wenn du schlägest, halt ich still, Dein Geist bleibt mein pfand und siegel. Daß ich soll den himmel erben, Darauf kann ich fröhlich sterben. 12. Nun, so bleibt es fest dabei: Jesus soll es seyn und bleiben, Dem ich lebe, deß ich sey, Nichts soll mich von Jesu treiben. Dut wirst, Jesu, mich nicht lassen, Ewig will ich dich umfassen. 13. Ist bereits schon jego hier Solche freud und ruh zu finden, Wenn im glauben wir mit dir Uns, mein Jesu, recht verbinden; Schenkst du schon so viel auf erden, Ei, was will im himmel werden? 14. Was für luft und süßigkeit, Was für freud und jubiliren, Was für ruhe nach dem streit, Was für ehre wird uns zieren! Ewig, ewig werd ich loben, Wenn ich ganz in Gott erhoben. 15. Ach ich freu mich alle stund Auf dies freudenvolle leben, Danke dir mit herz und mund, Du, o Jesu, hasts gegeben; Nur im glauben laß michs halten, Deinen Geist in mir ftets walten. 9. Du, mein Jesu, Du mein heil, Dir will ich mich ganz verschreiben, Daß ich dir als meinem theil Ewig will getreut verbleiben, Dir zu leben, dir zu leiden, Dir zu sterben, dir zu meiden. Joh. Caspar Schade. † 1698. Math. 27, 50. 51. 10. Du, mein Jesu, sollst es seyn, 134. N un giebt mein M. Nun lasst uns den leib. Jesus gute nacht, Den ich mir zum zweck gesetzet; Wie du mein, so will ich dein Nun ist sein leiden vollenbracht, [ 5. 16.] oder: von Christi Leiden, Tode und Begcäbniß. Nun hat er seiner seele pfand Geliefert in des Vaters hand. 2. Kommt, ihr geschöpfe, kommt herbei und machet bald ein klaggeschrei, Das grausam sey zur selben frist, Da Gottes Sohn verschieden ist. 3. Des tempels vorhang trennet sich, Das erdreich bebet grausamlich, Die berge springen himmelan, Daß man den abgrund schauen kann. 4. Die wolken schreien weh und ach, Die felsen geben einen krach, Den todten öffnet sich die thür, Und sie gehn aus dem grab herfür. 5. So muß der Herr der herrlichkeit Beläutet werden diese zeit, Als man denselben in der still Hinab zur ruhstatt bringen will. 6. Die weiber stehen zwar von fern Und wollen sehn den ausgang gern, Doch wissen sie nicht, wie man wohl Den leib zu grabe tragen soll. 7. Zulegt begab sich in gefahr Josephus, der ein rathsherr war, Der Christum liebt' und wollte nicht, Daß man ihn brächte vor gericht. 8. Getroft ist ihm sein herz und finn, Drum geht er zu Pilato hin, Begehrt den leichnam Jesu Christ, Der ihm auch nicht verweigert ist. 9. Bald kommt der Nicodemus auch, Zu falben ihn nach altem brauch, Er bringt die beste specerei, Sammt saubern tüchern mancherlei. 81 10. Da Jejus nun gebalsamirt, Und fein auf todtenart geziert, Da senket man ihn sanft hinab Und leget ihn in Josephs grab. der 11. Nun Gottes Sohn, uns erweckt, Wird selbst mit einem stein bedeckt. O mensch, merk auf zu jeder frist, Daß dir ein grab bereitet iſt. 12. Was tropet doch der arme staub? Der würger macht ihn bald zum raub. Ach prange nicht, du trüber koth, Denn heut ein könig, morgen todt. 13. Es wird vielleicht nicht bals samirt Dein leichnam, noch so schön geziert; Es ist genug, wenn man ihn trägt Und ehrlich in die grube legt. 14. Doch freue dich, mes herz, Daß dich der fünden o from= bittrer schmerz Hinfüro nicht betrüben kann, Die selbst begrub der schmerzensmann. 15. Nun, er that deine bosheit ab und nahm sie gänzlich mit ins grab, Und als er war vom tod befreit, Da bracht er mit gerechtigkeit. 16. Sterb ich nun gleich, was ist es mehr? Steh ich doch auf mit pracht und ehr? Im grabe bleibt der fündenschlamm, Den ich aus dieser welt mitnahm. 17. Mein Heiland hat in jener nacht Den sabbath mir zuwege bracht; Der hilft mir bald zur süßen ruh, Indem ich thu die augen zu. 18. Hier leb ich aller unruh voll, Und wenn mans dennoch 16. 1.1 6 Paffions- Gesänge, 82 loben soll, So heißt es gleich wohl, daß hierbei Nur müh und angst gewesen sey. 19. Sobald ich aber aus der luft Gebracht bin in die dunkle kluft, So wohn ich sicher, still, behend, Und all mein unglück hat ein end. 20. Heißt das wohl nicht ein großer ruhm? Mein grab wird mir zum heiligthum! Denn Christus, der im grab erwacht, Hat heilig auch mein grab gemacht. 21. Bald kommt die liebe zeit herbei, Wenn uns der engel feldgeschrei Macht munter, daß wir Christum sehn Und zu des Lammes hochzeit gehn. Joh. Nift.+ 1667. Matth. 27, 50, 51. M. Ich hab mein jach Gott. 135. un ist es alles wohl gemacht, Weil Jesus ruft: Es ist vollbracht! Er neigt sein haupt, o mensch, und stirbt, Der dir erwirbt Das leben, das niemals verdirbt. 2. Erschrecklich, daß der Herr erbleicht Der herrlichkeit, dem niemand gleicht, Der lebensfürst! die erde fracht, und es wird nacht, Weil Gottes Sohn wird umgebracht. 3. Die sonn verlieret ihren schein, Des tempels vorhang reisset ein, Der heilgen gräber öff nen sich Ganz wunderlich Und stehen auf gar sichtbarlich. 4. Weil denn die kreatur sich regt, So werd, o mensch, hierdurch bewegt; Zerreißt ein fels, und du wirst nicht Durch dies gericht Bewogen, daß dein Herze bricht? 5. Du hast die schuld, das nimm in acht, Daß Jesus ist ans freuz gebracht, Ja gar zum tod und in das grab, Weil er aufgab Den Geist und mit geschrei schied ab. 6. Drum folge Jesu nach ins grab Und stirb dem greul der sünden ab; Gehst du nicht mit ihm in den tod Und hin zu Gott, So mußt du fühlen höllennoth. 7. Ach, Vater, ach dein eigner Sohn Erbleicht am frenz mit schmach und hohn. Nun, dies geschieht für meine schuld; Drum hab geduld Und zeig in Jesu gnad und huld. 8. Ich will mit ihm zu grabe gehn Und wo die unschuld blei bet sehn, Ja ich will ganz begraben seyn Im tod allein Mit ihm und selig schlafen ein. 9. Ertödt, o Jesu! selbst in mir Die arge sündliche begier, Den alten menschen, daß ich streb Und mich erheb Gen himmel und dir, Jesu, leb. 10. Sollt ich den fündenunflath noch mehr hegen? nein, dies schwere joch Sey abgelegt: es hat mich lang' Gemachet bang. Nun weiß ich, Daß ich gnad empfang. 11. Ich will heut abgestorben seyn Der sünd und leben dir allein; Es hat dein tod das leben 16. 2.1 oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. 83 mir Gebracht herfür Und aufge- zuletzt in höchster huld, Ihrem than des himmels thür. Vater überlassen, Die selbst starb und für mich bat, Daß mich nicht der zorn sollt fassen, Weil mich ihr verdienst vertrat. 5. Liebe, die mit so viel wunden Gegen mich, als seine braut, Unauflöslich sich verbunden Und auf ewig anvertraut: Liebe, laß auch meine schmerzen, Meines lebens jammerpein In dem blutverwundten herzen Sanft in dir gestillet seyn. Falisd 6. Liebe, die für mich gestor12. O Jesu Christe! stärke mich In meinem glauben kräftiglich, Laß mich den fampf so segen fort, Nach deinem wort, Daß ich die fron erlange dort. 13. So will ich dich, Herr Jesu Christ, Daß du für mich gestorben bist, Von herzen preisen in der zeit Und nach dem streit In freud und wonn in ewigkeit. Laurentius Laurenti. † 1722. In eigner Melodie. 136. du liebe meiner ben Und ein immerwährend gut S Du erAn dem wünschte seligkeit, Die du dich Ach wie denk ich an dein blut! aus höchstem triebe In das jam- Ach wie dank; deinen wunden, mervolle leid Deines leidens, mir zu gute, Als ein schlachtschaf eingestellt und bezahlt mit dei nem blute Alle missethat der welt. Du verwundte Liebe du, Wenn ich in den letzten stunden Sanft in deiner seiten rub! 2. Liebe, die mit schweiß und thränen An dem ölberg sich betrübt, Liebe, die mit blut und sehnen Unaufhörlich mich geliebt, Liebe, die mit allem willen Gottes zorn und eifer trägt, Den, so niemand konnte stillen, Hat dein sterben hingelegt. 7. Liebe, die sich todt gefränket Und für mein erkaltet herz In ein faltes grab gesenket, Ach wie dank ich deinem schmerz: Habe dank, daß du gestorben, Daß ich ewig leben kann, Und der seelen heil erworben; Nimm mich ewig liebend an! 3. Liebe, die mit starkem here 137. falsche treu! Ach zen Alle schmach und hohn gehört, 138. heuchelei! großer Gott inse himmels thron! Liebe, die mit angst und schmerzen nicht der strengste tod verfehrt, Liebe, die sich liebend zeiM. Herzlich thut mich verl. get, Als sich kraft und athem 139. haupt voll blut Liebe, die neiget, Als sich leib und feele trennt. 4. Liebe, die mit ihren armen Mich zulegt umfangen wollt, Liebe die aus liebserbarmen Mich und wunden, schmerz und voller hohn! O haupt, zum spott gebunden Mit einer dornenkron! O haupt, sonst schön gezieret Mit höchster ehr und zier, 6* [ 6. 3.] Passions- Gesänge, 84 Jeßt aber höchst schimpfiret: Gegrüßet seyst du mir! 2. Du edles angesichte, Davor sonst schrickt und scheut Das große weltgewichte, Wie bist du so bespeit, Wie bist du so erbleichet! Wer hat dein augenlicht, Dem sonst kein licht nicht gleichet, So schändlich zugericht't? 3. Die farbe deiner wangen, Der rothen lippen pracht, Ist hin und ganz vergangen. Des blassen todes macht Hat alles hingenommen, Hat alles hingerafft, Und daher bist du kommen Von deines leibes kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, Ist alles meine last; Ich hab es selbst verschuldet, Was du getragen hast. Schau her, hier steh ich armer, Der zorn verdienet hat; Gieb mir, o mein erbarmer, Den anblick deiner gnad. heil, mich finden soll; Ach möcht ich, o mein leben, An deinem kreuze hier mein leben von mir geben, Wie wohl geschähe mir! * 8. Ich danke dir von herzen, O Jesu, liebster freund, Für deine todesschmerzen, Da dus so gut gemeint; Ach gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner treu, Und wann ich nun erkalte, In dir mein ende sey. udele * 9. Wann ich einmal soll scheiden, So scheide nicht von mir; Wann ich den tod soll leiden, So tritt du dann herfür; Wann mir am allerbängsten Wird um das herze feyn, So reiß mich aus den ängsten Kraft deiner angst und pein. 10. Erscheine mir zum schilde, 3um troft in meinem tod, Und laß mich sehn dein bilde In deiner freuzesnoth. Da will ich nach dir blicken, Da will ich glaubensvoll Dich fest an mein Herz drükken. Wer so stirbt der stirbt wohl. De cat Paul Gerhardt. † 1676, nach dem lat. des h. Bernhard: salve capat cruentatum. Jim Bottoc 140. Seju Chrifte, Gotteslamm.stbi 5. Erkenne mich, mein hüter, Mein hirte, nimm mich an! Von dir quell aller güter, Ist mir viel guts gethan; Dein mund hat mich gelabet Mit milch und süBer kost; Dein Geist hat mich begabet Mit mancher himmelsluft. the 6. Ich will hier bei dir stehen, 19 Verachte mich doch nicht! Von dir M. Herr Jesu Christ, m. will ich nicht gehen, Wann dir dein herze bricht. Wann dein haupt 141. Jesut Gottes Lämmelein, Ich wird erblassen Im legten todes- leb oder sterb, so bin in dein; stoß, Alsdann will ich dich fassen. Ich bitt, laß mich mit dir zugleich In meinen arm und schooß. Ein'n erben seyn in deinem reich. 7. Es dient zu meinen freuden Und kommt mir herzlich wohl, Wenn ich in deinem leiden, Mein 2. Denn was wär sonst dein sterbensnoth So viel ftriemen und wunden roth, Wenn ich auch [ 6. 4.] oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. 85 nicht der seligkeit Genießen sollt müßten wir verzagen. Gieb uns in ewigkeit? deinen frieden, o Jesu! 3. Warum hättst du dein leib und lebn Im grab verschlossn und aufgegebn, Wenn nicht mein tod durch deinen tod Verjagt sollt werdn, o treuer Gott! bei, 4. Darum, o Jeju, ſteh mir Gewissen troft und hülf verleih, Verlaß den nicht, Herr Jesu Christ, Der mit dein'm blut besprenget ist. 5. In frieden laß mich schlafen ein Und in dir haben ruhe fein; Ein seligs ende mir bescher, Dein antlig laß mich sehen, Herr. 6. Ich bitt durchs bittre leiden dein, Laß dies mein letztes wünschen seyn, So will ich loben allezeit Dich, o Herr Gott, in ewigkeit. Martin Moller. † 1606. In eigner Melodie. des freuzes geschlachtet, Allzeit erfunden gduldig, Wiewohl du warst verachtet. All sünd hast du getragen, Sonst müssten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu! 2. D Lamm Gottes unschuldig, Am stamm des kreuzes geschlachtet, Allzeit erfunden gduldig, Wiewohl du warst verachtet. All sünd hast du getragen, Sonst müssten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu! 3. Lamm Gottes unschuldig, Am stamm des freuzes geschlachtet, Allzeit erfunden gduldig, Wiewohl du warst verachtet. Al fünd hast du getragen, Sonst Nic. Decius. † 1529. Nach dem Lat. agnus dei, qui tollis peccata, um 1522 oder 1523 überſetzt. 143. traurigkeit! Oherzeleid! das nicht zu beklagen? Gott des Vaters einig kind Wird ins grab getragen. 2. D große noth! Gott selbst ist todt! Am freuz ist er gestorben, Hat dadurch das himmelreich Uns aus lieb erworben. sünd Hat dieses angerichtet, Da 3. D menschenkind! Nur deine du durch die missethat Warest ganz vernichtet. teslamm, Liegt hier mit blut be4. Dein bräutigam, Das Gotflossen, Welches er ganz mildiglich hat für dich vergossen. mund! lamm Gottes un142.* Schuldig, Amstamm bensgrund! Wie biſt du doch zer. schlagen! Alles, was auf erden lebt, Muß dich ja beklagen. 6. lieblichs bild! Schön zart und mild! Du föhnlein der jungfrauen! Niemand kann dein heisses blut Sonder ren anschauen.. In eigner Melodie. 7. O selig ist Zu jeder frist, Wer dieses recht bedenket, Wie der Herr der herrlichkeit Wird ins grab gesenket. [ 6.51. 8. D Jesu du! Mein hülf und ruh! Ich bitte dich mit thränen: Hilf, daß ich mich bis ins grab Nach dir möge sehnen. Job. Nist. 1667. $ 6 Passions- Gesänge, M. Ach Herr, mich armen. gehet ab, Führ, Jesu, ein zur 144. überschweres lei- freuden Die seele, die ich hab. S den! marter, M. Nun ruhen alle wälder. pein und tod! hartes seelenfcheis 145. welt! ſich hier dein den: O und noth! Wie kann ich gnug betrachten Die übergroße last, So meine sünden machten, Dir, Jesu, ohne rast. 2. Was hat dich doch beweget, Dewigs Vaterwort, Daß du haft angeleget mein fleisch und bist der hort Der armen menschen worden? Die treue liebesmacht Hat dich in diesen orden Und schwere pein gebracht. 3. Denn als ich ganz verloren Durch meine fündenthat Der hölle war erforen Kamst du und schufft mir rath; Du ließest dich erwürgen, Ohn schuld verscharren ein. übertheures bürgen, So mich führt himmelein. UTSTIE des kreuzes schweben, Dein heil sinkt in den tod; Der große fürst der ehren Läßt willig sich bes schweren Mit schlägen, hohn und großem spott. 2. Tritt her und schau mit fleiße, Sein leib ist ganz mit schweiße Des blutes überfüllt; Aus seinem edlen herzen Vor unerschöpften schmerzen Ein seufzer nach dem andern quillt.n 3. Wer hat dich so geschlagen, Mein heil, und dich mit plagen So übel zugericht't? Du bist ja nicht ein sünder, Wie wir und unsre kinder, Von missethaten weißt du nicht. 4. Ich, ich und meine sünden Die sich wie förnlein finden Des fandes an dem meer, Die haben dir erreget Das elend, daß dich schläget Und das betrübte marterbeer. In med start 15. Ich bins, ich sollte büßen, An händen und an füßen Gebunden in der höll; Die geißeln und die banden, Und was du ausgestanden, Das hat verdienet meine seel. 4. Ich bin fast ohne sinnen, Wenn ich ersinnen will Das schreckliche beginnen Der feinde ohne ziel; Doch ists ihn'n nicht gelungen, Sie sind gänzlich erlegt, Weil Jesus durchgedrungen, Ihr wüthen sich nicht regt. 101 5. Wie soll ich dir doch danten, D Jefu, wahrer Gott, Daß du mich schwachen, franken Errettet aus der noth? Ach hier Ach hier bin ich zugegen Mit meiner opfergab, Damit will ich hinlegen Seel, leib und was ich hab. GI 192 6. Du nimmst auf deinen rücken Die lasten, die mich drücken Viel schwerer als ein stein. Du wirst ein fluch, dagegen Verehrst du 6. Nimm sie doch auf zu gna- mir den segen, Dein schmerzen den, Weil du sie haft erlöst, muß mein labsal seyn. Wend ab der fünden schaden, 17. Du segest dich zum bürgen, Laß mich nicht ungetröst't; Wenn Ja lässst dich gar erwürgen in dem letzten scheiden Das leben Für mich und meine schuld; Mir [ 6. 6.) 87 unrecht will ich dulden, Dem nächsten seine schulden Verzeihen gern und williglich. 15. Ans freuz will ich mich schlagen Mit dir und dem absagen, Was meinem fleisch gelüft't; Was deine augen lassen, Das will ich fliehn und haffen, So viel mir immer möglich ist. 16. Dein seufzen und dein stöhnen Und die viel tausend thränen, Die dir geflossen zu, Dic sollen mich am ende In deinen schooß und hände Begleiten zu der ewgen ruh. Paul Gerhardt. † 1676. In eigner Melodie. wir armen 10. Nun, ich kann nicht viel geben armen leben; Fins uns aber will ich thun: Es joll 146. der! Unsre miſſedein tod und leiden, Bis leib und seele scheiden, Mir stets in meinem herzen ruhn. 11. Ich wills vor augen setzen, Mich stets daran ergößen, Ich sey auch, wo ich sey; Es soll mir seyn ein spiegel Der unschuld und ein siegel Der lieb und unverfälschten treu. oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. läsfest du dich krönen Mit dornen, die dich höhnen, Und leidest alles mit geduld. 8. Du springst ins todes rachen, Mich frei und los zu machen Von solchem ungeheur; Mein sterben nimmst du abe, Begräbst es in dem grabe. O unerhörtes liebesfeur! 9. Ich bin, mein heil, verbunden, All augenblick und stunden Dir überhoch und sehr. Was leib und feel vermögen, Das soll ich billig legen Allzeit an deinen dienst und ehr. 12. Wie heftig unsre sünden Den frommen Gott entzünden, Wie rach und eifer gehn, Wie grausam seine ruthen, Wie zornig seine fluthen, Will ich aus deinem leiden sehn. nob 13. Ich will daraus studiren, 1 Wie ich mein herz soll zieren Mit stillem sanften muth, Und wie ich die soll lieben, Die mich doch sehr betrüben Mit werken, ſo die bosheit thut. 14. Wenn böse zungen stechen, Mir glimpf und namen brechen, So will ich zähmen mich; Das that, Darin wir empfangen und geboren sind, Hat gebracht uns alle In so große noth, Daß wir unterworfen Sind dem ewgen tod. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison. 2. Aus dem tod wir konnten Durch unsre eigne werk Nimmer werdn errettet, Die fünde war zu stark. Daß wir würden erlöset, So konnts nicht anders seyn, Denn Gottes Sohn musst leiden Des tvdes bittre pein. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison. 3. So nicht wäre kommen Christus in die welt Und an sich genommen Unsre arm gestalt Und für unsre sünde Gestorben williglich, So hättn wir müssen Verdammt seyn ewiglich. Kyrie eleis son, Christe eleison, Kyrie eleison. 4. Solche große gnad Und väterliche gunst Hat uns Gott er( 6. 7.1 Passions- Gesänge, 88 zeiget Lauter gar umsonst In Christo seinem Sohne, Der sich gegeben hat In den tod des In den tod des freuzes Zu unsrer seligkeit. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison. molisis shut ist Hie hat schon mancher sünder ruh In angst und noth gefunden. 4. Der strom des lebens labe dich, Es wäscht das blut ganz säuberlich Dein fündiges gewissen; Du hast an diesem Jeju theil, 5. Deß sollen wir uns trösten Er ist dein Heiland, dessen heil Gegen sünd und tod Und ja nicht Kannst du umsonst genießen. verzagen Vor der höllengluth; 5. Der ist es, der mit seinem Denn wir sind errettet Aus aller fährlichkeit Durch Christum, unsern Herren, Gelobt in ewigkeit. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison. ils siird Darum wolln wir loben Und danken allezeit, Dem Vater und dem Sohne Und dem heilgen Geist, und bitten, daß er wolle Behütn uns vor gefahr, Und daß wir stets bleiben Bei seinem heilgen wort. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison. 6. Hermann Bonnus.+ 1548. M. Kommt her zu mir, spricht. 147. haur liebe seel, wie C dich Gott liebt Und seinen Sohn in tod hingiebt, Der wird and freuz geschlagen. Es wird ihm marter angethan; Den niemand fünde zeihen kann, Der muß sich laffen plagen. 2. Du hättest solchen tod ver schuldt, Wo nicht Gott deiner aus: geduld und liebe selbst verschonet; So hat der Vater ohne gnad Dem Sohn für unsre missethat Am Freuzesstamm gelohnet. i 3. Schaur, wie das blut so häus fig fleußt, Das er für alle welt vergeußt, Aus seinen offnen wunden. Du armer mensch, tritt frei herzu, blut Gelöschet hat der höllen gluth Und ihre macht gedämpfet; Der ists, der dich aus aller noth Errettet und bis in den tod Für dich allein gekämpfet. NOTAMP 6. Der schlangentreter hat gestegt Und seinen Vater ganz vergnügt, Den lasset uns anschauen; Sein anblick heilt das franke herz Viel besser, als die schlang erz, So fest wir ihm vertrauen. von 7. Wer eine glaubensaugen richt't Auf Christum, den verlässt er nicht; Mein einiges absehen Hab ich auf ihn bei tag und nacht, Der meine feele nimmt in acht, Daß ihr nichts kann geschehen. 8. Er soll mir stets vor augen seyn, Den ich tief in mein herz hinein Gebildet und gedrücket, So bleibt er mein getreuer hort, Den ich anschaue fort und fort Im herzen unverrücket. 19ded ad Christoph Arnold.+ 1685.9ig daar moet nied in gol M. Zion flagt mit angst. be 148. ey mir tauſendmal gegrüßet, Der mich je und je geliebt, Jesu, der du selbst gebüßet Das, womit ich dich betrübt. Ach wie ist mir doch so wohl, Wenn ich nien und [ 6. 8.) oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. 89 kinder, Darum verstoß uns nicht, Ob wir gleich sind empfangen In sünd und missethat, Viel böses auch begangen, Daß dich erzürnet hat. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison. motials 2. Gedenke, Herr in gnaden, Daß erst des teufels list, Dann Adams fall und schaden Des elends ursprung ist; Daß wir drum alle müssen Erdulden hier den tod Und sollten dort noch büßen In höllenpein und noth. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison. 3. Kein rath war da vorhanden Für diese höllenqual, Denn wir vor Gott mit schanden Bestun den allzumal; Und hatten eigne werfe, Wie gut sie mochten seyn, Ganz keine kraft und stärke, Zu retten uns von pein. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison. 4. Du, Herr, hast uns gerathen Auf unerforschlich art Durch sol che wunderthaten, Als nie erhöret ward; Es hat fleisch angenommen Des höchsten Gottes Sohn Und ist herunter kommen zu uns vons himmels thron. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison. ns 5. Damit nicht sey verloren Der mensch durch seine sünd, Ist Gottes Sohn geboren Ein schwaches menschenkind Janei- n liegen soll An dem freuze, da du stirbest Und um meine seele wirbest! 2. Ich umfange, herz' und füsse Der gefränkten wunden zahl Und die purpurrothen flüsse Dei ner füß und nägelmal. O wer kann doch, schönster fürst, Den so hoch nach uns gedürft't, Deinen durst und liebsverlangen Völlig fassen und umfangen? 3. Heile mich, o heil der seelen, Wo ich frank und traurig bin, Nimm die schmerzen, die mich quälen und den ganzen schaden hin, Den mir Adams fall gebracht und ich selbsten mir gemacht. Wird, o arzt, dein blut mich netzen, Wird sich all mein jammer jegen. sted i 4. Schreibe deine blutgen wunden Mir, Herr, in das Herz hinein, Daß sie mögen alle stunden Bei mir unvergessen seyn. Du bist doch mein schönstes gut, Da mein ganzes herze ruht; Laß mich hier zu deinen füßen Deiner lieb und gunst genießen. 5. Diese füße will ich halten, Auf das best ich immer fann; Schaue meiner hände falten Und mich selbsten freundlich an Von des hohen freuzes baum Und gieb meiner bitte raum: Sprich: laß all dein trauern schwinden, Ich, ich tilg alle deine fünden. Imously Paul Gerhardt,+ 1676. aus dem lateinischen des heil. Bernhard, nem fnecht auf erden mußt er feyn gleich gemacht, Wo wir sonst sollten werden Sein freies volle gemacht. Kyrie eleison, Christe eleison, Kyrie eleison.sh nit 6. Weil wir Gott widerstrebet Und dessen klarem wort, Hat [ 6. 9.1 M. O wir armen fünder. hin 149. ieb an uns arme fünder, Gott, unfre zuversicht! Wir sind ja deine $ 90 indiase a Passions- Gesänge, hond. er dafür gelebet Gehorsam im- sünd und tod; Denn Christus ist merfort. Weil wir all ausgeschrit- gestorben Für aller menschen ten, Mehr als man zählen kann, schuld, Dadurch er uns erworben Hat er dafür gelitten Und völlig Des Vaters lieb und huld. Kyrie gnug gethan. Kyrie eleison, Christe eleison, Christe eleison, Kyrie eleison. Kyrie eleison. eleijon. 7. Sehr hart ist er geschlagen An seinem heilgen leib, Auf daß mit seinen plagen Der satan von uns bleib; Es ist von ihm geflossen Sein rosinfarbnes blut, So er darum vergossen, Daß es komm uns zu gut. Kyrie elei= son, Christe eleison, Kyrie eleison. 12. Drum wollen wir dich loben, Gott Vater, Sohn und Geist, Daß du vom himmel oben Uns solche gnad erweis't; Gieb, daß wir böses meiden, Gern helfen jedermann, Geduldig seyn im leiden, Wie Christus hat gethan. Kyrie eleis son, Christe eleison, Kyrie eleison. bifistes In eigner Melodie. 8. Für uns, die wir verschuldet Viel marter, schmach und hohn, 150. Süper Chrift, Du, du bist meine wonne, Du bist meines herzens lust, Dich trage ich in meiner brust, D du schöne himmelssonne! erduldet Die scharfe dornenkron; Er hat gar nicht gescheuet Am kreuz die todespein, Daß wir dadurch befreiet Vom andern tode seyn. Kyrie eleifon, Christe eleison, Kyrie eleison. 9. Durch solche wundergüte Hat Gott der ganzen welt Sein Wenn sie kämpft in höchsten nöthen. väterlich gemüthe Beweglich vorabad 3. Drum o schap, Laß mich 2. Du hast dich Ja für mich Lassen tödten, und dein rosingleiches blut Ist für meine seele gut gestellt, Wie er sonst nichts be gehre, Als daß der sünder sich Durch Jesum Christ befehre Und lebe ewiglich. Kyrie eleison, Christe plaß Bei dir finden; Hast du doch die seligkeit Auch für mich, dein kind, bereit't und bezahlt für meine sünden.bi noniem as eleison, Kyrie eleison. 8 digu4. Sprichst du nicht, Dein ge= st isd 10 Wenn wir vor Gott nun sicht Blick auf arme, Daß es, wie treten Und fallen ihm zu fuß, In ein vater thut, Ueber das geplagte Christi namen beten Mit wahrer blut Sich zu rechter zeit erbarme? reu und buß, Ist alle schuld ver- nudb5. Ists nicht fund, Daß dein adgeben, Die Adam uns gemacht, mund Dem verziehen, Der im Von unserm bösen leben Wird tempel reue trug Und mit weh auch nichts mehr gedacht. Kyrie elei- ans herze schlug? Soll ich denn rsson, Christe eleison, Kyrie eleison. nun von dir fliehen? him 11. Dies sollen wir wohl fassen 193um trost in aller noth Und uns nicht schrecken lassen Höll, teufel, 6. Nein, auf dich Gründ ich mich, Du kannst retten, Wenn mich gleich der blasse tod, Wenn ( 11 16. 10.1 oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. 091 mich hölle, qual und noth All- schwert, Weißt du doch, wie bereit gefangen hätten. datisg 07. Nimm mich auf, Wenn mein lauf Wird geschlossen; Laß in deiner seiten schrein Meine feele sicher seyn, Weil dein blut für sie vergoffen. S dem zu muthe, Welchen drückt der fünden last, Weil du selbst im schweiß und blute Dieses joch getragen hast. undongung 8. Fort, o welt! Mir gefällt Nichts auf erden. Leid ist in der eitelkeit, Luft ist in der seligkeit, Jesu: laß mich selig werden! sal Justus Sieber. † 1695. islam. D du liebe meiner. 5. O wie hat es dich gedrücket, Treuster Jesu, Gotteslamm! Du hast dich in staub gebücket, Als der menschheit jammer kam Ueber deine zarten glieder; Unsre schmach hat dich gehöhnt, Aber so hast du uns wieder mit dem Vater ausgeföhnt. p jou mo veränderliches we- 6. Laß mich diese freundschaft sen! Unbegreiflich schmecken, So auf ewig festgestellt: Laß dein blut die schuld bedecken, Das du haft zu lösegeld Deinem Vater dargegeben Durch der liebe wundermacht, Und dadurch du uns das leben Deiner Gottheit wiederbracht. dan ros 151. höchstes gut! Von dem Vater auserlesen, Daß du jeines zornes glut Und erweckten grimm sollst stillen Durch dein Gottesblut so roth Und erfüllen seinen willen Im gehorsam bis zum tod. 2. Ich verehre deine liebe, Un- na 7. Eaß dein herz mir offen ste beflecktes Gotteslamm, Die durch hen, Deffne deiner seiten thür; ihre feuertriebe Dich gebracht ans Da hinein mein herz soll gehen, freuzes stamm. Ach daß ich doch Wenn ich keine fraft mehr spür. könnt durchschauen Dein von lieb Wie ein hirsch im vollen springen durchglühtes herz Und in gläubi- Laß den ausgezehrten geist Hin gem vertrauen Dadurch lindern zu deinen wunden dringen, Darmeinen schmerz! im aus blut und wasser fleußt.dal ilda 3. Zwar kann ich mich werth Snicht schäßen, Daß in meiner fee slenpein Sch an dir mich soll er gößen, Ich, ein armes würmelein; Doch du bist ein arzt der schwa chen, Der betrübten fünder freund, Pflegst den freundlich anzulachen, Der mit Petro kläglich weint. 8. Dieser balsam müsse stärken Geist und feele, mark und bein; Laß mich neue fräfte merken, Gotteslamm die treu zu seyn. Zeichne meines herzens pfoften, Daß der würger mich nicht rühr, Laß mich wahre freiheit kosten, Die mich zu der ruhe führ.n 4. Drum sich nicht auf meine9. Lamm, du haft dich mir erwürde, Lamm, das aller würde geben, Dir ergeb ich wieder mich, werth Schau hingegen auf die und verschreibe mich daneben, bürde, Die den matten geist be- Dein zu bleiben ewiglich; Du bist [ 6. 11.) Passions- Gesänge, 92 nun erhöhet worden, Liebster, zeuch mich dir bald nach, Daß ich in der engel orden Deine treu befingen mag. J. A. Freylinghausen.+ 1739. 152. Machet auf, ihr hier beneßen, Eurer fünden häßlichkeit Kann dies blut ersegen. 6. Ja, mein Jesu, wasch auch mich Rein durch deine wunden, Daß ich nun und ewiglich Unbefleckt erfunden Und mit solcher heiligkeit Mög erfüllet werden, Die sich hütet allezeit Vor der 3. C. Arnschwanger. † 1696. mild geflossen Und zum heilgen In eigner Melodie. onl meine M. Christus, der uns selig. ud 153.as hat doch des vie- sünd beschwerden. Thi hes blut, Das so opfergut Täglich ward vergoffen 154. SASS enn meine fünd mich fränken, O In der alten Salemsstadt, Zu der Juden zeiten Nach des großen mein Herr Jesu Christ, So laß Gottes rath Sollen vorbedeuten? mich wohl bedenken, Wie du ge2. Das bestimmte Gotteslamm, storben bist Und alle meine schulChristus, ward gemeinet, Der denlaft Am stamm des heilgen vom himmel zu uns kam Und kreuzes Auf dich genommen hast. vor Gott erscheinet Auf dem hohen kreuzaltar Als ein' opfergabe, Daß die ganze menschen schaar Ihr' erlösung habe. 2. Dwunder ohne maaßen, Wenn mans betrachtet recht; Es hat sich martern lassen Der Herr für feine knecht, Es hat sich selbst der wahre Gott Für mich verlornen menschen Gegeben in den tod. 3. Denn was man daselbst vergoß, Konnt uns nicht von sünden Völlig machen quitt und los, Daß kein schuld zu finden. Ach, wie sollte doch das blut Von den schaf und rindern Unsrer sünden strenge fluth Irgend können mindern! 3. Was kann mir denn nun schaden Der sünden große zahl? Ich bin bei Gott in gnaden, Die schuld ist allzumal Bezahlt durch Christi theures blut, Daß ich nicht mehr darf fürchten Der hölle qual und glut. 4. Christus aber, da er kam, Ist das lamm gewesen, Das die sünde von uns nahm Und half uns genesen; Christi blut, das machet rein Von der sünden schaden Alle menschen groß und klein, Die damit beladen. di 4. Drum sag ich dir von herzen Jeßt und mein lebenlang Für deinepein und schmerzen, Jesu, lob und dank, Für deine noth und angstgeschrei, Für dein unschuldig sterben, Für deine lieb und treu. 5. Ei so kommt zu dieser fluth, Kommt, ihr menschenkin- 5. Herr, laß dein bitter leiden der! Unsers trauten Jesu blut Neiniget die fünder. Drum, die ihr beflecket feyd, Lasst euch Mich reizen für und für, Mit allem ernst zu meiden Die fündliche begier, Daß mir nie komme [ 6.12.] oder: von Christi Leiden, Tode und Begräbniß. aus dem sinn, Wie viel es dich M. Erhalt uns, Herr, bei. gekoſtet, daß ich erlöſet bin. 155.irdanken dir, Herr Jesu Christ, du für uns gestorben bist Und hast uns durch dein theures blut Vor Gott gemacht gerecht und gut. 6. Mein und meine plagen, Solls auch seyn schmach und spott, Hilf mir geduldig tragen; Gieb, o mein Herr und Gott, Daß ich verleugne diese 2. Und bitten dich, wahr mensch welt Und folge dem erempel, und Gott, Durch dein heilge Das du mir vorgestellt. bsd a fünf wunden roth, Erlös uns von dem ewgen tod Und tröst Was du an mir gethan, Und uns in der legten noth. Shine meinen nächsten lieben, Gern die- 13. Behüt uns auch vor fünd nen jedermann Ohn eigennuß und und schand, Reich uns dein allheuchelschein, Und, wie du mir er mächtige hand, Daß wir im kreuz wiesen, Aus reiner lieb allein. geduldig seyn, Uns trösten deiner schweren pein. immitted to 7. Laß mich an andern üben, 8. Laß endlich deine wunden Mich trösten kräftiglich In meinen 4. Und schöpfen draus die zu legten stunden und deß versichern mich, Weil ich auf dein verdienst nur trau, Du werdest mich ane nehmen, Daß ich dich ewig schau. dls Justus Gesenius:+1071. FORSVILLE HO dot 1949 versicht, Daß du uns wirst verlassen nicht, Sondern ganz treulich uns beistehn, Bis wir durchs kreuz ins Leben gehn. Sting Christoph Vischer.+ 1600. VIII. Von der Auferstehung Jesu Christi. M. Christ lag in todesb. 3. Betrübtes herz, verzage nicht! 156. ch Gott, michdrückt Dein Jesus ist erstanden, Der ein schwerer stein, tod und höllenmacht zerbricht, Wer will ihn von mir nehmen? Und löst die fündenbanden; Er Dir ist bekannt mein schmerz und wird auch durch seinen tod Dich pein Und mein geheimes grämen. reißen aus der fündennoth Und Jesus lebt und ich bin todt! Ach zu dem geistesleben Erheben. Vater, das ist meine noth, Und ich 14. Er ist darum erstanden heut, kann ihn vor fünden Nicht finden. Daß du mögst auferstehen Durch 12. Wer wälzet diesen stein von seine kraft zur seligkeit Und fröhmir, Der mich ſo hart beschweret? lich mit ihm gehen Durch viel Wann öffnet sich die grabesthür? trübfal, angst und qual Und durch Wann wird mir trost gewähret? das finstre todesthal, Zur freud Solls ich aus dem fode nicht und wonn erhoben Dort oben. Durchbrechen zu dem himmels 115. Dein Jesus läßt dich nicht licht? Wer will mich von den zurück, Weil er ist vorgegangen fetten Erretten?@sipsd schil Er wird zerreißen band und strict, [ 6. 13.] 93 94 Von der Auferstehung Jesu Christi. In welchen du gefangen, Und Herr die christenheit, Das war dich aus dem grabe ziehn Ohn Christus selber. Kyrieleis. allés sorgen und bemühn Und neh- m. Michael Schirmer. † 1673. Uleber men deine schmerzen Vom herzen. febung des: salve festa dies. In eigner Melodie. 6. Des Herren engel sind bei dir: Die dich zu Šeſu leiten; 158. mit freuden, Nimm Und auf dem weg zur lebensthür Mit flammen für dich streiten. Suchst du den Gefreuzigten? So geh hin mit den heiligen, Wo Jesus ist von banden Erstanden. wahr, was heut geschicht, Wie kommt nach großem leiden Nun ein so großes licht. Mein Heiland war geleget Da, wo man uns hinträgt, Wenn von uns unser geist Gen himmel ist gereist. 7. Er ist nicht in dem sündengrab; Nein, wer mit ihm erstanden Und folget seinem hirtenstab, Bei dem ist er vorhanden. Darum prüf, o mensch, dein herz, Thu buß in wahrer reu und schmerz, So ist der stein gehoben Von oben. 2. Er war ins grab gesenket, Der feind trieb groß geschrei; Eh ers vermeint und denket Ist Chriftus wieder frei und ruft: victoria! Schwingt fröhlich hie und da Sein fähnlein als ein held, Der feld und muth behält. 8. Flieh aus dem grab ins himmelszelt, Da ist dein heil zu finden; Geh aus im glauben aus der welt, Verlasse was dahinten; So wird Jesus sich in eil Dir zeigen als das beste theil, Und wirst ihn nach verlangen Umfangen. 9. O Jesu, laß mich auferstehn Im geist und mit dir leben, Bis du mich selig wirft erhöhn Und mir die frone geben, Die mir ist nach dieser zeit Bereit im reich der herrlichkeit. Herr, hör und laß mein flehen Geschehen! 198 Laurentius Laurenti. † 1722. In eigner Melodie. 157. Plso heilig ist der tag, Daß ihn niemand mit lob erfüllen mag, Denn der einge Gottes Sohn, Der die höll überwand Und den leidigen teufel darinnen band, Damit erlöst der 3. Der held steht auf dem grabe Und sieht sich munter um; Der feind liegt und legt abe Gift, gall und ungestüm; Er wirft zu Chrifti fuß Sein höllenreich und muß Selbst in des sie gers band Ergeben fuß und hand. 4. Das ist mir anzuschauen Ein rechtes freudenspiel. Nun soll mir nicht mehr grauen Vor allem, was mir will Entnehmen meinen muth Zusammt dem edlen gut, So mir durch Jesum Christ Aus lieb erworben ist. ift. of P 5. Die höll und ihre rotten, Die frümmen mir kein haar; Der sünde kann ich spotten, Bleib allzeit ohn gefahr; Der tod mit seiner macht Wird nichts bei mir geacht, Er bleibt ein todtes bild Und wär er noch so wild [ 6. 14.] Von der Auferstehung Jesu Christi. 95 Kyrieleis. dia 6. Die welt ist mir ein lachen Christ will unser frost seyn, Mit ihrem großen zorn; Sie zürnt und kann nichts machen, All Alte Kirche im 12. Jahrhundert. id nom arbeit ist verlorn; Die trübsal In eigner Melodie. hrist lag in todestrübt mir nicht mein herz und ans 160. Chanden, Für unfre gesicht, Das unglück ist mein glück, Die nacht mein sonnenblick. sünd gegeben; Der ist wieder erstanden und hat uns bracht das leben. Deß wir sollen fröhlich seyn, Gott loben und ihm dankbar seyn, Und singen: Halleluja! Halleluja! 2. Den tod niemand zwingen kunt Bei allen menschenkindern. Das machte alles unsre sünd; Kein unschuld war zu finden. Davon kam der tod so bald Und nahm über uns gewalt. Hielt uns in sein'm reich gefangen. Halleluja! Halleluja! 7. Ich hang und bleib auch hangen An Christo als ein glied. Wo mein haupt durch ist gangen, Da nimmt er mich auch mit. Er reiset durch den tod, Durch welt, durch sünd und noth, Er reiset durch die höll, Ich bin stets sein gesell. 8. Er dringt zum saal der ehren, Ich folg ihm immer nach Und darf mich gar nicht fehren An einzig ungemach. Es tobe, was da kann, Mein haupt nimmt sich mein an, Mein Heiland ist mein schild, Der alles toben stillt. 9. Er bringt mich an die pforten, Die in den Himmel führt, Daran mit güldnen worten Der reim gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, Wird hier auch mit gekrönt, Wer dort mit sterben geht, Wird hier auch mit erhöht! Lotust 10ffe 4. Es war ein wunderlicher frieg, Da tod und leben rungent; Das leben, das behielt den fieg, Es hat den tod verschlun159. Christ ist erstanden gen. Die schrift hat verkündigt Wie ein Von der Deß solln wir alle froh seyn, Chrift will unser trost seyn. Kyrieleis. 2. Wär er nicht erstanden, So wär die welt vergangen, Seit daß er erstanden ist, So lobn wir den Herrn Jesum Christ. Kyrieleis. Paul Gerhardt. † 1676. 10TH JUN In eigner Melodieus 3. Jesus Christus, Christus, Gottes Sohn, An unsre statt ist kommen Und hat die fünde abges than, Damit dem tod genommen All sein recht und sein gewalt; Da bleibet nichts, denn todsgestalt, Den stachel hat er verlos ren. Halleluja! Halleluja! 3. Halleluja! Halleluja! Halleluja! Deß solln wir alle froh seyn, fraß. Ein spott aus dem tod ist worden. Halleluja! Halleluja! 5. Hier ist das rechte osterlamm, Davon hat Gott geboten. Das ist hoch an des freuzes stamm In heißer lieb gebraten. Das blut zeichnet unsre thür, Das hält der glaub dem tode für, Der würger Von der Auferstehung Jesu Christi. 96 kann uns nicht rühren. Halleluja! Halleluja! 6. So feiern wir das hohe fest Mit Herzensfreud und wonne, Das uns der Herr erscheinen lässt; Er selber ist die sonne, Der durch jeiner gnaden glanz Erleuchtet unsre herzen ganz. Der fünden nacht ist vergangen. Halleluja! Halleluja! 7. Wir essen heut und leben wohl In rechten ofterfladen; Der alte sauerteig nicht soll Seyn bei dem wort der gnaden. Christus will die speise seyn Und speisen unsre feel allein. Der glaub will keins andern leben. Halleluja! Halleluja! D. Martin Luther.+1546, vom J. 1524. M. Es ist das heil uns kommen. 161. D 3 er höllen pforten sind zerstört, Der tod ist nun verschlungen, Des satans reich ist ganz verheert, abgethan, Lob sey dir, Gott, geſungen. Der Christum ist die himmelsbahn Uns wieder aufgeschlossen. 2. Was uns des alten Adams schuld Im paradies verloren, Das und noch mehr hat Chriſti huld Uns wiederum erforen. Der starke held aus Davids stamm Hat seines Vaters zornes flamm Gelöscht mit seinem blute. feit Herz und gemüth erheben, Weil uns ist diese gnadenzeit Vom himmel wiedergeben. Wir haben Christi reich und macht; Er ist hinweg, der tag und nacht Vor Gott uns hat verklaget. 3. Heut ist er aus dem grab herfür Mit großer macht gebrochen Und stecket auf des heils panier, Inmaaßen er versprochen; Er bringt nach wohlgeführtem streit Uns wieder fried und freudigkeit, Ja, alle himmelsschäße. 4. Drum lasset uns in fröhlich5. Der alle welt verführt in noth, Liegt in dem staub der erden; Der vormals starke seelentod Hat müssen kraftlos werden. Des lammes blut hat ihn bekriegt, Sein wahres zeugniß hat gesiegt Und uns zum heil erhalten. 6. Wir werden auch nach dieser zeit Wie Christus auferstehen, Und mit ihm in die herrlichkeit Und himmelsfreud eingehen, Denn wo das haupt geblieben ist, Da müssen auch, wie Paulus liest, Die andern glieder wohnen. M. Michael Schirmer. † 1673. In eigner Melodie. 162. Der heiligen leben 3 Gott streben, Und all auserwählten hie auf erden Solln Christ gleich werden; Drum ist er gestorben, Solchs zu erwerben. 2. O Christ vom himmel! Erneu uns von innen In diesen heilgen österlichen tagen, Uns zu entschlagen Aller fleischesfreuden Und sie zu meiden. 3. Des todes kämpfer, Christ, Gottes Sohn, Schöpfer, Mit preis erstanden, von des todes banden Uns erlöset hat Mit theurbarem lohne, Also gewonnen. 4. Nun ist erhaben Sein gewalt mit loben, Sigt zu seines ewgen Vaters rechten, Endlich zu [ 6. 16.1 Von der Auferstehung Jesu Christi. richten Aller menschen bosheit Mit ernstem urtheil. 5. Omensch, bedenk das Fleißig ohne unterlaß, Dein gemüth stetiglich zu ihm richt vestiglich Mit ganzem glauben, Daß du seiner freuden Nicht werdst beraubet. 6. Das gieb uns, Vater, Durch Christ, deinen zarten, Daß wir deines willens So mögen warten, In unserm leben Deines Geistes wirkung Empfindlich werden. Joh. Spangenberg. † 1550. In eigner Melodie. 163.chienen rschienen ist der herrlich tag, Dran fich niemand gnug freuen mag; Christ, unser Herr heut triumphirt, All sein feind er gefangen führt. Halleluja! 2. Die alte schlang, die sünd und tod, Die höll, all jammer, angst und noth Hat überwunden Jesus Christ, Der heut vom tod erstanden ist. Halleluja! 3. Am fabbath früh mit specerei Kamen zum grab Marien drei, Zu salben da des menschen Sohn, Der von dem tod erstanden schon. Halleluja! 4. Wen sucht ihr da? der engel sprach; Christ ist erstanden, der hier lag. Hier seht ihr die schweißtücherlein, Geht hin, sagts bald den jüngern sein. Halleluja! 5. Der jünger furcht und herzeleid Wird heut verkehrt in lauter freud; Sobald sie nur den Herren sehn, Muß alles trauern bald vergehn. Halleluja! 97 6. Der Herre hielt ein schön gespräch mit zween jüngern auf dem weg; Vor freud das herz im leib ihn'n brannt, Im brodbrechen ward er erkannt. Halleluja! 7. Der rechte Simson, unser held, Christus, den starken Löwen fällt, Der höllen pforten er hinträgt, Dem teufel seine macht er legt. Halleluja! 8. Jonas im wallfisch war drei tag, So lang' im grab auch Chris stus lag; Der tod ihn länger keine stund In seinem rachen halten funt. Halleluja! [ 7. 1.] 9. Der tod da seinen raub vers lor, Das leben siegt' und kam empor. Zerstört ist nun des todes macht, Christ hat das leben wiederbracht. Halleluja! 10. Heut gehn wir aus Egyptenland, Aus Pharaonis dienst und band, Wir essen heut im brod und wein Das rechte osterlämmelein. Halleluja! 11. Auch essen wir die süßen brod, Die Moses Gottes volt gebot, Kein sauerteig soll bei uns seyn, Daß wir von sünden leben rein. Halleluja! 12. Der würgengel vorüber geht, Kein erstgeburt er bei uns schlägt, Des herzens thür hat Christi blut Bestrichen, das hält uns in hut. Halleluja! 13. Die sonn, die erd, all kreatur Und was betrübet war zuvor, Das freut sich heut an diesem tag, Da der welt fürst darnieder lag. Halleluja! 14. Drum wir auch billig 7 Von der Auferstehung 98 fröhlich seyn, Das Halleluja singen fein Und loben dich, Herr Jesu Christ, Zu trost du uns erstanden bist. Halleluja! Nic. Hermann. † 1561. M. Erschienen ist der herrlich tag. 164. Gorstanden ist der Herre Christ, Der aller welt ein Heiland ist, Er ist erstanden sicherlich Mit sieg des tods gewaltiglich. Halleluja! 2. Deß freu sich nun ein jeder christ, Daß Jesus auferstanden ist, Welcher für uns am freuze starb Und uns seins Vaters huld erwarb. Halleluja! 3. Der lebt und herrschet uns zu gut, Der tod ihm nichts mehr schaden thut, Er gibt weisheit, gerechtigkeit, Erlösung und die feligkeit. Halleluja! 4. Allen, die zu ihm zuflucht han Und ihn im glauben rufen an, Ach Jesu Christ, des todes tod, Komm uns zu hülf in sterbensnoth! Halleluja! In voriger Melodie. kommt ihr also früh? Den ihr jetzt sucht, der ist nicht hie. Halleluja! 4. Er ist erstanden sicherlich, Mit fieg des tods gewaltiglich; Besucht das grab, ihr findt nichts mehr, Denn die grabtücher liegen leer. Halleluja! old 5. So geht nun hin und glaubet mir, Ihr werdt den Herren sehen schier; Solchs sagt sein'n jüngern und Petro, Damit sie wieder werden froh. Halleluja! 6. Deß freu sich nun ein jeder christ, Daß Jesus auferstanden ist, Welcher für uns am freuze starb Und uns seins Vaters huld erwarb. Halleluja! 7. Der lebt und herrschet uns zu gut, Der tot ihm nichts mehr schaden thut, Er giebt weisheit, gerechtigkeit, Erlösung und die seligkeit. Halleluja! 8. Allen, die zu ihm zuflucht han Und ihn mit glauben rufen an. Ach Jesu Christ, des todes tod, komm uns zu hülf in sterbensnoth. Halleluja! 165. M. Vulpins. † 1616. standen ist der heilge Chrift, In voriger Melodie. Der aller welt ein Heiland ist; 166. Das zeugen uns die engel fein, Die den frauen erschienen seyn. Halleluja! fie früh kamen zu dem grab Und brachten köstlich falben dar, Bekümmert waren um den stein, Den niemand wälzen konnt allein: Halleluja! 3. Da that sich auf des grabes thür Und stund ein schöner engel dafür; Er sprach: was rüh morgens, da die sonn aufgeht, Mein Heiland Christus aufersteht; Vertrieben ist der sünden nacht, Licht, heil und leben wiederbracht. Halleluja! 2. Wenn ich des nachts oft lieg in noth, Verschlossen, gleich als wär ich todt, Lässst du mir früh die gnadensonn Aufgehn, nach trauern freud und wonn. Halleluja! 3. Nicht mehr als nur drei ta[ 7. 2.) Jefu Chrifti. ge lang Mein Heiland bleibt ins todes zwang, Durchs grab am dritten tag er dringt, Mit ruhm sein siegesfähnlein schwingt. Halleluja! 4. Sept ist der tag, da mich die welt Mit schmach am freuz gefangen hält: Drauf folgt der fabbath in dem grab, Allwo ich ruh und frieden hab. Halleluja! 35. In kurzem wach ich fröhlich auf, Mein oftertag ist schon im lauf, Ich wach auf durch des Herren stimm Und achte nicht des todes grimm. Halleluja! 6. Am freuz läßt Christus öffentlich Vor allem volke tödten sich; Da er durchs todes ferker bricht, Läßt ers die menschen sehen nicht. Halleluja! 7. Sein reich ist nicht von dieser welt, Kein groß gepräng ihm hier gefällt; Was schlecht und niedrig geht herein, Soll ihm das allerliebste seyn. Halleluja! 8. Hie ist noch nicht ganz fund gemacht, Was aus dem grabe er gebracht, Der große schaß, die reiche beut Uns christen billig hoch erfreut. Halleluja! 9. Der jüngste tag wird zeigen an, Was er für thaten hat gethan, Wie er der schlange kopf zerknickt, Die höll zerstört, den tod erdrückt. Halleluja! 99 nicht regt, Geht aus dem grab in eigner fraft, Tod, teufel, höll an ihm nichts schafft. Halleluja! 12. O wunder groß! o starker held! Wo ist ein feind, den er nicht fällt? Kein angststein liegt so schwer auf mir, Er wälzt ihn von des herzens thür. Halleluja! 13. Kein freuz und keine noth sich findt, Die Chrifti fieg nicht überwindt, Er führt mich aus durch seine hand, Wer mich will halten, wird zu schand. Halleluja! 14. Und daß der Herr erstanden sey, Das ist von allem zweifel frei, Der engel felbst bezeugt es klar, Das leere grab machts offenbar. Halleluja! 15. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt; Wenn mir gleich alle welt stürb ab, Gnug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja! 16. Er nährt, er schüßt, er tröstet mich, Sterb ich, so nimmt er mich zu sich, Wo er jetzt lebt, da komm ich hin, Weil ich ein glied feins leibes bin. Halleluja! 17. Durch seiner auferstehung kraft Komm ich zur engelbrüderschaft, Durch ihn bin ich mit Gott verföhnt, Die feindschaft ist ganz abgelehnt. Halleluja! 10. Da werd ich Christi herrlichkeit Anschauen ewig voller freud, Ich werde sehn, wie alle feind In höllenpein gestürzet seyn.Halleluja! 11. Der Herr den tod zu boden schlägt, Da er selbst todt und sich [ 7. 3.] 18. Mein Herz darf nicht entseßen sich, Gott und die engel lieben mich, Die freude, die mir ist bereit, Vertreibet furcht und traurigkeit. Halleluja! 19. Für diesen trost, o großer held, Herr Jesu, danft dir alle welt; Dort wollen wir auf beffre Von der Auferstehung weis In ewigkeit sey lob und preis! Halleluja. Halleluja! 150 NUT Joh. Heermann. † 1647. Basilius Förtsch, um 1620. MC#SOL In eigner Melodie. id g 167.5eut triumphiret Got 168. ejus Chriftus, uns s ro In eigner Melodie. Der ser Heiland, Der den tod überwand, Ist auferstanden, Die sünd hat er gefangen. Kyrie eleison! von dem tod erstanden schon, Halleluja, Halleluja! Mit großer pracht und herrlichkeit, Deß dankn wir ihm in ewigkeit. Halleluja, Halleluja! 2. Dem teufel hat er seine macht Zerstört, verheert mit groBer kraft, Halleluja, Halleluja! Wie pflegt zu thun ein starker held, Der seinen feind gewaltig fällt. Halleluja, Halleluja! 100 weis Erheben deinen ruhm und preis. Halleluja! sdration ud 10 O 3. süßer Herre Jeſu Chrift, Der du der fünder Heiland bift, Halleluja, Halleluja! Führ uns durch dein barmherzigkeit Mit freuden in dein herrlichkeit. Halleluja, Halleluja! Tor ishte 4. Nun kann uns kein feind schaden mehr, Db er gleich wüthet noch so sehr, Halleluja, Halleluja! Er liegt im staub, der arge feind, Dagegen wir Gotts finder seynd. Halleluja, 2. Der ohne sünde war geborn Trug für uns Gottes zorn, Hat uns versöhnet, Daß uns Gott sein huld gönnet. Kyrie eleison! 3. Tod, sünd, teufel, leben und gnad, Alles in händen er hat, Er fann erretten Alle, die zu ihm treten. Kyrie eleison! D. Martin Luther.+ 1546. medede mi and 1. M. Nun freut euch, lieben. 169.hr christen, feht, daß ausfegt, SUR sich in euch von sünden Und altem sauerteig noch regt, Nichts muß sich deß mehr finden, Daß ihr ein neuer teig mögt seyn, Der ungesäuert sey und rein, Ein teig, der Gott gefalle. 2. Habt doch darauf genaue Hallelujah di suor. acht, Daß ihr euch wohl probiret, 119 5. Deß danken wir dir allzugleich und fehnen uns ins himmelreich, Halleluja, Halleluja! Es ist am end, Gott helf uns alln, So fingen wir mit großem schall: Halleluja, Halleluja! deben d 6. Gott Vater in dem höchsten thron Und Jesu Christ, sein'm eingen Sohn, Halleluja, Halleluja! Dem heilgen Geist in gleicher Wie ihrs vor Gott in allem macht Und euren wandel führet. Ein wenig sauerteig gar leicht Den ganzen teig fortan durchkreucht, Daß er wird ganz durchsäuert. 3. Also es mit den sünden iſt; Wo eine herrschend bleibet, Da bleibt auch, was zu jeder frist Zum böfen ferner treibet. Das ofterlamm im neuen bund Erfordert [ 7. 4.] Jesu Christi. daß des herzens grund Ganz rein in allem werde. 101 und dazu Belial sein schloß zerstöret, Daß wir haben frei geleit. Freue dich, o christenheit! 3. Warest du, o held, gestorben? Warest du ins grab gelegt? Ei du bleibest unverdorben! Da sich nur die erd erregt, Held, da bist du wieder kommen, Hast das leben und die macht Aus der gruft herwieder bracht und des todes raub genommen, Schenkest uns die seligfeit. Freue dich, o christenheit! 4. Wer ostern halten will, der muß Dabei nicht unterlassen Die bittern salsen wahrer buß, Er muß das böse haffen, Daß Christus, unser osterlamm, Für uns geschlacht't ans freuzes stamm, Ihn durch sein blut rein mache. 5. Drum lasst uns nicht im fauerteig Der bosheit ostern effen, Auch nicht in schaltheit, ob es gleich Uns hat sehr hart besessen; Vielmehr lasst uns die osterzeit Im süßen teig der lauterkeit Und wahrheit christlich halten. 6. Herr Jesu, osterlamm, verleih Uns deine oftergaben, Daß wir den frieden und dabei Ein reines herze haben; Gieb, daß in uns dein heilges wort Der sünden sauerteig hinfort Je mehr und mehr ausfege. M. Eberhard Meyer. M. Sollt ich meinem Gott nicht. 5. Gott der heilet unsre plagen, Wenn wir nirgends hülfe sehn, Läsfet ihn nach dreien tagen Le170.affet uns den Herren bend wieder auferstehn. Darum dankbar preisen, muß ich werden, Und mein herz ist freudenvoll, Weil der Herr nicht sehen soll Die verwesung in der erden, Noch der höllen einsamkeit.Freue dich, o christenheit! ften, überall! Kommet, lasst uns dank erweisen Unserm Gott mit füßem schall! Er ist frei von todesbanden, Simson, der vom himmel fam, Und der löw aus Juda's stamm, Christus Jesus, ist erstanden. Nun ist hin der lange streit, Freue dich, o christenheit! 2. Christus selbst hat überwunden Des ergrimmten todes macht; Der in tüchern lag gebunden, Hat die schlange umgebracht. Satans reich ist ganz verheeret, Chriftus hat es nach der ruh Ausgetilget 4. Tod, wo sind nun deine waffen? Hölle, wo ist dein triumph? Satan konnte gar nichts schaffen Seine pfeile wurden stumpf. Chriftus ist sein gift gewesen, Ja der hölle seuch und pest, Welt und fünde liegen fest, Und wir menschen sind genesen Nur durch set= nen tapfern streit. Freue dich, o christenheit! 6. Er ist aus der angst gerissen Und mit ehren angethan; Wer ist, der sein leben wissen und die läng' ausreden kann? Christus ist der edstein worden. Gott, das ist von dir geschehn, Was wir jetzt vor aus gen sehn, Wir sind aus der fünder orden Hingerissen durch den streit. Freue dich, o christenheit! 7. Hast du schon vom bach am [ 7.5.] 102 Von der Auferstehung wege Angenommen einen trant Alle gräber wird aufdecken, Und Und erlitten tausend schläge, Wa- der engel feldgeschrei Zeiget, was rest fränker noch als frank; Ei, vorhanden sey; Dann wird mich so hast du doch erhoben Dein ver- mein Gott aufwecken Und be klärtes angesicht; Stirbest nun schließen all mein leid. Freue dich, und nimmer nicht; Ja, wir werden o christenheit! ewig loben Dich, Herr Jesu, nach dem streit. Freue dich, o christenheit! 29 8. Herr, dies sind die edlen früchte, Die dein auferstehung giebt, Daß wir treten vor gerichte Mit dem herzen, das dich liebt. Herr, dies sind die schönen gaben, Gnad und leben, freud und sieg, Trost und friede nach dem krieg; O die sollen kräftig laben Leib und seel in allem leid. Freue dich, o christenheit! 19. Weil nach diesem fried ich Joh. Rist. † 1667. In eigner Melodie. dürfte Wie nach waſſer, tag und 171. afft uns jauchzen, singen! nacht, Den Durch den kampf hast wiederbracht: Ei so theil jetzt aus die beute, Wie der starke Simson that, Als er überwunden hatt; Laß dich rühmen alle leute, Daß geendigt sey der streit. Frenc dich, o christenheit! 10. Gieb, Herr Jesu, deine gnade, Daß wir stets mit reue ſehn, Was uns armen fündern schade, Daß wir dir gleich auferstehn; Brich hervor in unsern herzen, Ueberwinde sünde, tod, Teufel, taswelt und höllennoth, Dämpf in uns angst, pein und schmerzen Sammt der seelen traurigkeit. Freue dich, o christenheit! no 11. Meinen leib wird man ver12. Dann so werden meine glieder, Die jetzt staub und asche seyn, Unverweslich leben wieder Und erlangen solchen schein, Dessen gleichen auf der erden Nimmermehr zu finden ist, Ja, mein leib, Herr Jesu Christ, Soll dem deinen ähnlich werden, Voller pracht und herrlichkeit. Freue dich, o christenheit! find graben, Aber gleichwohl ewig nicht, Bald werd ich das leben haben, Wenn das legte weltgericht Laß es, Jesu, wohl gelingen! Dieses ist der siegestag, Da der fürst der welt crlag, Den der Herr hat wollen machen. Lasst uns freuen, lasst uns lachen! 2. Heute, heute triumphiret, Im triumph die feinde führet Siloh und Immanuel; Ja, der fürst in Israel Ift heut aus des todes banden Siegreich wieder auferstanden. 3. Der zuvor mit tausend plagen Als ein sünder ward geschlagen, Hat erhalten sieg und feld Als ein starker siegesheld; Der vorhin ward sehr verhöhnet, Der wird heut mit schmuck gekrönet. 4. Heute wird ein gift der höllen Und der höllen rottgesellen Unser Löw aus Judas stamm; Heut hat Jesus, Gottes lamm, Üns, [ 7. 6.] Jesu Chrifti. die wir viel leiden müssen, Herr lich aus der angst gerissen. 5. Was ist, teufel, nun dein toben? Es ist wie ein rauch zerstoben. 103 Durch tod und hölle brechen. Mit des Ifraelis heer Will ich auch durch das rothe meer Hin in mein erbtheil reisen! drag and find Tod, wo ist dein stachel 3. Weg, fatan, weg! weg, fleihin? Hölle, wo dein meuchel- scheslust! Weg fündliches Egypfinn? Du bist, teufel, überwun- ten! Mein Canaan ist mir bewußt den, Ted und hölle fest gebunden. Bei Jesu, dem geliebten. Ach, 156. Unser Heiland ist genesen, mein schap, verleihe mir, Daß dies Hat ein freudenreiches wesen Mit mein herz stets ruh in dir Und sich an das licht gebracht, Er hat von der erde fliche. Halleluja! aller sünden macht Ganz vernich- 4. Mein Heiland, weil du letet und verhöhnet, Ausgetilget und versöhnet. 37. Jesu, dir sey dank gefaget, Daß die feinde sind verjaget Und du alles beigelegt, Was uns hatte noth erregt. Weil du ritterlich gerungen, Sey dir ewig dank gefungen. best mir, So hilf, daß ich dir lebe, Gieb, daß ich mich nun für und für Mit ganzem ernft bestrebe, Aufzustehn vom fündengrab, Damit ich all dies lege ab, Was mich und dich kann trennen. Halleluja! bon sige silvid 8. Gicb, ach gieb mir deine gnade, Daß der teufel mir nicht schade. Laß mit dir mich auferstchn, Früchte deines friedens sehn, Daß ich mich in dir erneue, Deines kampfs und siegs mich freue. 5. Und weil du auferstanden bist, Laß mich auch einst aufstehen Und dorthin, da mein erbtheil ist, Mit freudensprüngen gehen. Indeß ist mein herz bei dir, Mein Jeju, hol mich bald von hier In deine himmelsfreude. Halleluja! Joh. Job. † 1736. &. C. Homburg.+ 1681. M. 172. Me ein Jesu, schön- misom. Was Gott thut, das.: 174. leben. auferſtandner fic919 gesfürst, Du leM. Christ lag in todesb. 173, allerschönster freuben aller leben, Heut bringſt du friede, da dentag, tag, da meine sonne, Mein Jesus, durch sein grab durchbrach, Zu meines berzens wonne! Ach laß deiner tlarheit schein Doch auch auf mich gerichtet seyn, Damit ich 2. Die last und unsre sündenfröhlich finge: Halleluja! uns gegeben; Zvor bracht die noth Dich in den tod, Jetzt bist du auferstanden Und frei von todesbanden. d immine negraml schuld ließ dich in fesseln fallen, 2. Nun weiß ich, meine seligkeit Du gabest dich aus großer huld Kann niemand mir absprechen, Ans kreuz zum heil uns allen. Ich fann mit meinem Jefu heut Nun sind wir frei Von sclave[ 7. 7.) 104 Von der Auferstehung grab, Weil du hervorgebrochen Und unsern feind gerochen. rei, Darinnen wir gefangen, Und weichen ab Vom fündenWeil du hervorgegangen. 11970 3. Nun geht uns fröhlich wieder auf Die rechte gnadensonne; Die z'vor erstarb in ihrem lauf, Giebt strahlen neuer wonne; Sept ist die feel Mit freudenöl Von dir gesalbet worden Und steht im neuen orden. 9. Laß uns doch mit dir auferstehn, Wir liegen noch im grabe Und können noch das licht nicht sehn, Die kraft von deiner gabe, Die deine macht Uns mit gebracht; Führuns heraus zum leben, Daß wir an dir fest kleben. 4. Die kraft von deiner majestät Bricht selbst durch grab und steine, Dein sieg ists, der uns mit erhöht Zum vollen gnadenscheine. Des todes wuth, Der hölle glut Hat alle macht verloren, Und wir find neu geboren. 5. daß wir diesen theuren fieg Lebendig möchten kennen, Und unser herz bei diesem frieg Im glauben möchte brennen! Denn anders nicht kann dieses licht uns in das leben führen, Wo wir nicht glauben spüren. 6. So brich denn selbst durch unser Herz, Jesu, fürst der ehren, Und laß vorher die glaubenskerz Sich in uns schwächen mehren, Daß wir in dir Die offne thür Zur ewgen ruhe finden Und auferstehn von fünden. 7. Ach hilf, daß wir zur rechten zeit Zu dir, o Jeju, kommen Mit specerei der reu und leid, Die aus dem grund genommen, Daß wir in eil zu deinem heil In wahrem glauben laufen und bußesalben kaufen." 08. Vertreib den schlaf der sicherheit, Daß wir bet frühem morgen Zu suchen dich stets seyn bereit, Wenn du dich gleich verborgen; 10. Es liegen tausend hüter hier, Die unser Herz berennen, Daß wir aus dieser grabesthür Nicht zu dir kommen können; Der sünden nacht Hält selbst die wacht, Die welt mit ihren schätzen Fängt an, es zu beseßen. 11. Die wolluft, sorge, neid und geld Schiebt vor die stärksten riegel; Der Pharisäer dieser welt Drückt selbst darauf das siegel. Wer wälzet ab Von diesem grab Den schweren stein der fünden, Den wir in uns empfinden? 12. Herr Jesu, du bist es allein, Du kannst die feffeln lösen, Darin wir eingewickelt seyn, Die tücher zu dem bösen. Wälz ab den stein Und führ uns ein Zum reiche deiner gnaden, Daß uns die feind nicht schaden. 13. Erscheine uns mit deiner güt, Wenn wir in buße weinen Und laß uns deinen theuren fried Zum ersten anblick scheinen, So können wir, held, mit dir Die rechte oftern feiern und uns in dir erneuern. * 14. Ach, laß das wahre auferstehn Auch uns in uns erfahren und aus den todten gräbern gehn, Daß wir den" schag bewahren, [ 7.8.1 Jesu Christi, 105 Das theure pfand, Das deinc Die nicht sehen, Doch bestehen band 3um siegen uns gegeben, So gehn wir ein zum leben. Just. Henning Boehmer. † 1749. fröhliche ftunden, 175. Feft im glauben, Diesen troft kann niemand rauben. all huse& 5. Drum, liebe ſeel, ermuntre dich, Dein Jeſus bleibt unſichtruft in deinem 101 10 dr M. Wie schön leucht uns. Gottes Sohn von zen: Ei, hüte dich vor teufels strick, Es ist ein kleiner augen176. ewigkeit, Wieselig blick, So wirst du mich verscherzen, Wache, Lache Mit erzittern Und in bittern Freudenthränen Laffe dich mit Gott verföhnen. war dieselbe zeit, Da man dich hat gesehen! Ihr augen voller herrlichkeit, Ihr ohren voller lieblichkeit, Wie wohl ist euch geschehen! Viele, Viele Majestäten Und propheten Wollten schauen, Was die jünger fonnt erbauen. 2. Doch wars nur eine fleine frist, Daß solches licht erschienen ist Im fleisch und wunderblicken. Bald sprach der Herr, bald wird es seyn, So wird euch nicht mehr dieser schein, Durchs angeficht erquicken. Ein klein Stündlein muß ich scheiden Und viel leiden Und einschlafen; Ich trag eurer fünden strafen. D2 3. Zwar ist er drauf erstanden bald In schöner klarheit und gestalt, War vierzig tag auf erden, Als er, der eingeborne Sohn, Zu seines Vaters höchstem thron Nun sollt erhoben werden, Gia! Wer da Möchte jagen, Was für wagen Ihn begleitet und was uns dort sey bereitet. dup 6. Ein weises wort spricht Salomo Zur weltlust: was, wie, wann und wo Bist du so toll mit springen? Wer weiß denn nicht, daß unser feind Bei schneller zeit es ernstlich meint Und sucht uns zu verschlingen? Immer Schlimmer, Und je länger, Desto strenger Kämpft der böse, Bis der Vater uns auflöse. 7. Lob sey dir, Jesu, Gotteslamm, Daß du haft des freuzes stamm Der schlange kopf zertreten! Ich find in deinen wunden fraft, Dein auferstehung in mir schafft, Daß ich zu dir kann beten. Mit dir In mir Will ich kämpfen, Ich will dämpfen Alle sünden, Welt und satan überwinden. Tranging Lu 8. Allein wie kommts, Herr Jesu Christ, Daß du mir oft so ferne bist mit deinem licht im glauben? Wie mancher seufzer fleucht mir aus Und bringt kein ölblatt mir zu haus Wie Noah seine tauben. Stille, Wille! Laß dein girren Und verwirren, Mein vertrauen Muß auf Gott ohn 4. Indessen war nun abermal Der freudevolle sonnenstrahl Den jüngern weggenommen, Sie blieben aber in der lehr Und seinem wert je mehr und mehr, Er werde wieder kommen. Selig Ewig, fühlen bauen. isip bid ud ansa? [ 7. 9.1 106 Von der Auferstehung 19. Ein weib, wenn sie gebären wird euch geschehen! Lauter, Lausoll, Befindt sich vieler schmerzen voll Und weiß von feiner freude; Bald, wenn der mensch zur welt gebracht, Gedenkt sie nur an Gottes macht Und weiß von keinem leide. Warum? Darum, Daß die 177. klage, ter Majestäten Und propheten Werden schauen Gottes Lamm auf grüner auen. and Dr. Joach. Justus Breithaupt.+ 1732. M. Es ist das heil uns kommen. tod, wo ist dein zastachel nun? gen Hat die edle frucht getragen. ist dein fieg, o hölle? Was kann uns jetzt der teufel thun, Wie grausam er sich stelle? Gott sey gedankt, der uns den sieg So herrlich hat nach diesem krieg Durch Jesum Christ gegeben. to 12. Wie sträubte sich die alte schlang, Da Christus mit ihr kämpfte! Mit list und macht sie auf ihn drang, Jedennoch er sie dämpfte. Ob sie ihn in die fersen sticht, So sieget sie doch darum nicht, Der kopf ist ihr zertreten. 10. So ift der glaube manchesmal In großen nöthen, furcht und qual Und flagt, man sey verlassen. Halt im gedächtniß Jesu Und dessen wundergroße noth, Die rufen gleichermaaßen: Blinder Sünder, So da meinet, Wenn man weinet, Gott sey ferne; In der nacht gehn auf die sterne. 21 11. Durch solchen weg geht Christus hin Und lenkt zu uns des Vaters sinn, Wie er z'vor hingegangen. Ein kleines lässt er sich 3. nicht sehn, Wird aber in dir auferstehn, Er hält sich nur gefangen. Auf, auf, Sein lauf Ist die sonne, Meine wonne; Nichts als segen Folget mir auf diesen wegen 1912. Und soll ich mit der freut zeslast, Die du, mein heil, getragen hast, Bis in den tod dich 4. Des todes gift, nder höllen ehren, So ists doch ein geringes pest Ist unser Heiland worden. nu, Darauf denn bald, bald fol- Wenn satan auch noch ungern lässt get ruh In freuden ohn aufhö- Vom wüthen und vom morden, ren. Endlich Werd ich Jubilate Und, da er sonst nichts schaffen kann, Und do cantate Fröhlich singen, Nur tag und nacht uns flaget an, Drum will ich nun tapfer ringen. So ist er doch verworfen. ta Lebendig Christus kommt herfür, Den feind nimmt er gefangen, Zerbricht der hölle schloß und thür, Trägt weg den raub mit prangen; Nichts ist, das in dem siegeslauf Den starken held fann halten auf, Alls liegt da überwunden. si atque a 13. O Gottes Sohit in ewigs ms 5.0 Des Herren rechte die bekeit, Wir warten schon der letzten hält Den sieg und ist erhöhet. zeit, Da wir dich sollen sehen. Ihr Des Herren rechte mächtig fällt, augen voller herrlichkeit, Ihr ohren Was ihr entgegen stehet. Tod, voller lieblichkeit Wie wohl teufel, höll und alle feind Durch [ 7. 10.1 En Jefu Chrifti. wa 107 sorn ist kraftles worden. 178. bie nacht ist hin, Christi sieg gedämpfet seynd, Ihr M. Es ist das heil uns kommen. ach mein 6. Es war getödtet Jesus Christ, Und sich! er lebet wieder. Weil nun das haupt erstanden ist, Stehn wir auch auf, die glieder; So jemand Christi worten gläubt, Im tod und grabe er nicht bleibt, Er lebt, ob er gleich stirbet. lsbrot 391 tasi Die sonn ist aufgegangen, Ermuntre deinen geist und sinn, Den Heiland zu empfangen, Der heute durch des todes thür Gebrochen aus dem grab herfür, Der ganzen welt zur wonne. 7. Wer täglich hier durch wahre reu Mit Christo auferstehet, Ist dort vom andern tode frei, Der selb ihn nicht angehet; Genommen ist dem tod die macht, Unschuld und leben wiederbracht Und unvergänglichs wesen. Ismat lefiatal 978. Das ist die rechte ofterbeut, Der wir theilhaftig werden, Fried, heil, frend und gerechtigkeit Im himmel und auf erden. Hier find wir still und warten fort, Bis unser leib wird ähnlich dort Christi verklärtem leibe. 4. Quält dich ein schwerer sor= 2. Steh aus dem grab der sünden auf Und such ein neues leben, Bollführe deinen anglaubenslauf Und laß dein herz sich heben Gen himmel, da dein Jesus ist, Und fuch, was droben als ein chrift, Der geistlich auferstanden. n3. Vergiß nur, was dahinten ist, Und tracht nach dem, was droben, Damit dein herz zu jeder frist Zu Jesu sey erhoben, Tritt unter dich die böse welt Und strebe nach des himmels zelt, Wo Jesus ist zu finden. sp 9. Ders alte drach und seine rott Hingegen wird zu schanden, Erlegt ist er mit schimpf und spott, Da Christus ist erstanden. Des hauptes sieg der glieder ist, Drum fann mit aller macht und lift Uns satan nicht mehr schaden. genstein, Dein Jesus wird ihn heben! G8bfann ein christ bei freuzespein In freud und wonne Leben. Wirf dein anliegen auf den Herrn Und sorge nicht, er ist nichtfern, Weil er ist auferstanden. esp5. Geh mit Maria Magdalen 10. D tod, wo ist dein stachel Und Salome zum grabe, Die früh nun? Wo ist dein sieg, o hölle? dahin aus liebe gehn Mit ihrer Was kann uns jegt der teufel sfalbungsgabe, So wirst du sehn, thun, Wie grausam er sich stelle? daß Jesus Christ Vom tod heut Gott sey gedankt, der uns den auferstanden ist und nicht im fiegidSo herrlich hat in diesem grab zu finden.stm C frieg Durch Jesum Christ ge- nst 6. Es hat der Löw aus Judas reben.ihög stbsr aras@ stamm Heut siegreich überwunden, do gustus Gesenius. † 1671. Und das erwürgte Gotteslamm Andere: Baccmeister.+ 1608. Hat uns zum beilsil gefunden [ 7. 11.) 108 Von der Auferstehung Jesu Chriſti. Das leben und gerechtigkeit, Weil bist Und haft dem tod zerstört er nach überwundnem streit Die sein macht Und uns das leben feinde schau getragen.insa end wiederbracht. Halleluja! I 7. Drum auf, mein herz, fang 2. Wir bitten dich durch deine an den streit, Weil Jesus über- gnad: Nimm von uns unfre wunden; Er wird auch überwin- missethat Und hilf uns durch die den weit In dir, weil er gebun- güte dein, Daß wir dein treue den Der feinde macht, daß du diener seyn. Halleluja! aufstehst und in ein neues Leben 3. Gott Vater in dem höchsten gebst Und Gott im glauben dienest. 8. Scheut weder teufel, welt, noch tod, Noch gar der hölle rachen, Dein Jesus lebt, es hat fein noth, Er ist nah bei den schwathron, Sammt seinem eingebornen Sohn, Dem heilgen Geist in gleicher weis In ewigkeit sey lob und preis. Halleluja! Im M. Herr 3. C. wahr mensch. o chen und den geringen in der 180. willst du hin, welt Als Drum wirst Du überwinden. 9. Ach, mein Herr Jesu, der du bist Vom tode auferstanden, Rett uns aus satans macht und list Und aus des todes banden; Daß wir zusammen insgemein Zum neuen leben gehen ein, Das du uns hast erworben. o lieber pilgrim Jesu Christ? Komm, laß mich so glückselig seyn Und kehr in meinem Herzen ein! t Laurentius Laurenti. † 1722. M. Erschienen ist der herrlich tag. 179. 2. Laß dich erbitten, liebster freund, Dieweil es ist so gut gemeint; Du weißst, daß du zu aller frist Ein herzenslieber gast mir bist. 3. Es hat der tag sich sehr geneigt, Die nacht sich schon von ferne zeigt; Drum wollest du, o wahres licht, Mich armen ja vers laffen nicht. D 10. Sey hochgelobt in dieser zeit von allen Gotteskindern Und ewig in der herrlichkeit Von allen überwindern, Die überwunden durch dein blut. Herr Jesu, 4. Erleuchte mich, daß ich die bahn gieb uns fraft und muth, Daß wir auch überwinden. b Zum himmel sicher finden kann, Da= mit die dunkle sündennacht Mich nicht verführt, noch irre macht. 5. Zuvörderst aus der letzten noth mir einen tod. Herr Jesu, bleib, ich halt dich fest, Daß du vom vom tod erstanden Ich weiß, daß du mich nicht verlässt. Herr Jesu Chrift, IX. Himmelfahrts- Gesänge. 181* 20 M. Wie schön leucht uns. denträger aller welt, Heut hast du * ch wundergroßer sic- dich geseßet Zur rechten deines gesheld, Du sün- Vaters kraft, Der feinde schaar [ 7. 12.] Hard Himmelfahrts- Gesänge. ne siegesfürst, gebracht zur haft, Bis auf den gnadenthronDu tod verleget. Mächtig, Prächtig held, Davidssohn, Komm, stille Triumphirest, Jubilirest, Tod das verlangen! Du, du bist und leben Ist, Herr Christ, dir untergeben. smile dong 12. Dir dienen alle cherubim, Viel tausend hohe seraphim Dich siegesfürsten loben, Weil du den segen wiederbracht, Mit majestät und großer pracht Zur freude bist erhoben. Singet, Klinget, Rühmt und allen uns zu gut, D Jesu, durch dein theures blut Ins heiligthum gegangen. Dafür Soll dir Von uns allen Preis erschallen; Nimm am ende, Herr, uns auf in deine hände.sugn nis df doffiao ehret Den, so fähret Auf gen him- 182." 21" fabrt allein sch Ernst Christoph Homburg. † 1681. M. Nun freut euch, lieben. uf mel Mit posaunen und getümmel. 3. Du bist das haupt, hingegen wir Sind glieder, ja es kommt von dir Auf uns licht, trost und leben; Heil, fried und freude, stärk und kraft, Erquickung, labsal, herzenssaft Wird uns von dir gegeben. Dringe, Zwinge Mein gemüthe, Deine güte Hoch zu preisen, Ehrund dank dir zu erweisen. meine nachfahrt gründe Und allen zweifel, angst und pein Hiermit stets überwinde; Denn weil das haupt im himmel iſt, Wird seine glieder Jesus Christ Zur rechten zeit nachholen.da dn2. Weil er gezogen himmelan Und große gabn empfangen, Mein herz auch nur im himmel kann, Sonst nirgends, ruh erlangen; Denn wo meinschap gekommen hin, Da ist auch stets mein herz und sinn, Nach ihm mich sehr verlangethired ad mi piats on! 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir, Hilf, daß wir künftig für und für Nach deinem reiche trachten; Laß unser thun ohn wandel seyn, Daß wir mit demuth gehn herein, All üppigkeit verachten. Unart, Hoffart Laß uns meiden, Christlich leiden, Wohl ergründen, Wo die gnade ser zu finden.im 3. Ach Herr, laß diese gnade mich Von deiner auffahrt spüren, Daß mit dem wahren glauben ich Mag meine nachfahrt zieren 5. Sey, Jesu, unser schuß und Und dann einmal, wenn dirs geschatz, Sey unser ruhm und fester fällt mit freuden scheiden aus plaß, Darauf wir uns verlassen. der welt. Herr, höre dies mein Laß suchen uns was droben ist, flehen. uis Josua Wegelin. † 1640. Auf erden wohnet trug und list, nonni In eigner Melodie. Es ist auf allen 109 Trügen, Angſt und plagen, Die 183. Chriftfuhr gen himda nagen, Die da quälen Stündmel, er nns hernieder? Den Tröster, den heiligen Geist. Zu troft der arlich arme christenseelen, 6. Herr Jejur, komm du men christenheit. Kyrieleis. 17. 13) 110 Himmelfahrts- Gesänge. 2. Er sitzt zu des Vaters rech- Durch deinen tod verdrungen, ten, Da theilt er aus seinen Du hast gesieget weit und breit; knechten Seines Geistes gab und Wie werd ich solche herrlichkeit, gnad, Daß uns keine sünd noch D Herr, in diesem leben Gnug teufel schad. Kyrieleis.si würdiglich erheben? dije 3. Von dannen wird er kom- 3. Du hast dich zu der rechten men, zu richten böf und frommen, Herrlich mit großer gewalt, Wie er auffuhr in solcher gestalt. Kyrieleis.bi dabat nim Sd 4. Auf seine zukunft wir hoffen, Die zeit ist schier verlaufen, Der jüngste tag, der ist nicht weit, Deß freut sich alle christenheit. Kyrieleis.dr Alte Kirche. dm insgo dtofte is Sy dont In eigner Melodie. in 184. Chrift fuhr gen himmel, Was jandt er uns hernieder? Den Tröster, den heiligen Geist, 3u troft der armen christenheit. Kyrieleis. 5. Du starker herrscher fährest auf Mich jauchzen und lobsagen, Und gleich mit dir in vollem lauf Auch mehr denn tausend dan Alte Kirche.nwagen; Du fährest auf mit lobDer 2. Vers von Christ. Solius. gesang, Es schallet der posaunen loce klang. Mein Gott, vor allen dingen Will ich dir auch lobsingen. 2. Halleluja! Halleluja! Halleluja! Deß solln wir alle froh seyn, Christ will unser trost seyn. Ky rieleis. hand Des Vaters hingesetzet, Der alles dir hat zugewandt, Nachdem du, kaum verleget, Die starken feind hast umgebracht, Triumph und sieg daraus gemacht Und sie auf deinem wagen Sehr herrlich schau getragen. nd Es 4. Nun lieget alles unter dir, Den Vater ausgenommen, müssen engel für und für dich zu warten kommen, Auf Die fürsten stehen auf der bahn Und sind dir willig unterthan, Luft, wasser, feur und erden muß dir zu dienste werden. M. Ermuntre dich, mein.S 185. D u lebensfürst, Herr Jesu Christ, Der du bist aufgenommen Gen himmel, da dein Vater ist und die gemein der frommen: Wie soll ich deinen großen sieg, Den du durch einen schweren krieg Erworben hast, recht preisen Und dir gnug ehr erweisen? Ti 2. Du hast die höll und fündennoth Ganz ritterlich bezwungen, Du hast den teufel, welt und tod 6. Du bist gefahren in die höh, Hinführend die gefangen, Die uns mit thränen, ach und weh Geneget oft die wangen. Drum preisen wir mit süßem schall, starker Gott, dich über all, Wir, die wir so viel gaben Hierdurch empfangen haben. 7. Du bist das haupt in der gemein Und wir sind deine glieder; Du wirst der glieder schuß ja seyn, Wir dienen dir hinwieder. Du [ 7. 14.] Himmelfahrts- Gesänge. stärkest uns mit trost und licht; Wenn uns vor angst das herz zerbricht, Dann kannst du kraft und leben, Ja fried und freude geben. 8. Du falbest uns mit deinem Geist Und giebst getreue hirten, Die lehrer, die uns allermeist Mit himmelsbrod bewirthen; Du hoher priester zeigest an, Daß deine hand uns retten kann, Sa von der hölle rachen Uns frei und ledig machen. 9. Du hast durch deine himmelfahrt Die straße uns bereitet, Du hast den weg uns offenbart, Der uns zum Vater leitet. Und weil denn du, Herr Jesu Christ, Nun stets in deiner wohnung bist, So werden ja die frommen Dahin zu dir auch kommen. 111 dem, was fünftig werden soll, So können wir ergründen, Wo dein gezelt zu finden. 13. Zieh uns nach dir, so laufen wir, Gieb uns des glaubens flügel, Hilf, daß wir fliehen weit von hier Auf Israelis hügel. Mein Gott, wann fahr ich doch dahin, Woselbst ich ewig fröhlich bin? Wann werd ich vor dir ste= hen, Dein angesicht zu sehen? 14. Wann soll ich in das pa= radeis Zu dir, o Jesu, kommen? Wann kost ich doch der engel speis? Wann werd ich aufgenommen? Mein Heiland, komm und nimm mich an, Auf daß ich fröhlich jauchzen kann und klopfen in die hände: Gelobt sey Gott ohn ende! Joh. Nist. † 1667. 10. Ist unser haupt im himmelreich, Wie die apostel schreiben, In eigner Melodie. So werden wir den engeln gleich, 186. 8 fähret heute Gots Ja auch nicht draußen bleiben; Du wirst ja uns, die glieder dein, Mein Gott, nicht lassen von dir seyn, Die doch so fest vertrauen, Dein herrlichkeit zu schauen. 11. Herr Jesu, zieh uns für und für, Daß wir mit den gemüthern Nur oben wohnen stets bei dir In deinen himmelsgütern. Laß unsern sinn und wandel seyn, Wo fried und wahrheit gehn herein, Laß uns in deinem wesen, Das himmlisch ist, genesen. 12. Hilf, daß wir suchen unsern schap Nicht hier in diesem leben, Hingegen dort, wo du den plaß Wirst Gottes kindern geben. Ach aß uns streben fest und wohl Nach zu seines Vaters thron. Halleluja! Halleluja! Er gehet ein zur herrlichkeit, Die überall ist ausgebreif't. Halleluja, Halleluja! 2. Er hat zerstört des teufels macht, Sein heer erlegt und umgebracht. Halleluja, Halleluja! Wie mit gewalt ein starker held Im treffen seine feinde fällt.. Halleluja, Halleluja! 3. 3wing unser fleisch, Herr Jesu Christ, Der du der fünder Heiland bist. Halleluja, Halleluja! Daß wir, indem du uns machst rein, Theilhaftig deines sieges seyn. Halleluja, Halleluja! 4. Laß scyn den feind in uns ge17. 15.] 112 dämpft, Weil du uns haft das heil erkämpft. Halleluja, Halleluja! Tilg aus sein werk, daß er nicht mehr Sich wider unsre feel empör. Halleluja, Halleluja! 5. Zeuch und führ uns mit dir zugleich Als Gottes finder in dein reich. Halleluja, Halleluja! Da wir ein ewigs freudenlied Dir aufzuopfern sind bemüht. Halleluja, Halleluja! 6. Gott Vater, sey von uns gepreift Sammt deinem Sohn und heilgem Geist. Halleluja, Halleluja! Der heilge unsrer seelen grund, Damit dir danke herz und mund. Halleluja, Halleluja! Himmelfahrts- Gesänge. M. Nun lob', mein seel, den. roblocket jegt mit händen Und jauchzet Gott mit süßem schall, Ihr völker aller enden, Lobsinget ihm mit lautem hall! Es fähret auf mit prangen Der held von Ifrael, Nachdem er hat gefangen Tod, teufel, sünd und höll. Jetzt ist er aufgestiegen Gen himmel, klarheit voll, Kommt, lasset uns sein siegen Betrachten recht und wohl. 2. Was hat doch erst gelitten Des Allerhöchsten liebes find! Wie hat der held gestritten, Als ihn die feinde so geschwind Und grausam überfielen! Sein leichnam schwißte blut, Die rotte wollte fühlen An ihm den heißen muth. Nun hat sichs ganz verfehret, Der erst geschmähet war, Wird nunmehr hoch verehret Auch von der engel schaar. 3. Der Herr hat ausgezogen Die fürstenthümer, und die macht Der starken so gebogen, Daß er den sieg davon gebracht; Ja, nun ist Christo worden Das reich, die kraft, das heil, Und dies kommt unserm orden Absonderlich zu theil, Denn satan ist bezwungen Durch den so herben frieg, Der tod auch selbst verschlungen,( Gelobt sey Gott!) in fieg. 4. Jeßt fann und will ich pochen Tod, teufel, hölle, sünd und welt; Dein stachel ist zerbrochen, O würger, und du selbst gefällt. Die höll ist schon zerstöret, Die sünd ist abgethan, Ei kommet doch und höret, Was auf dem siegesplan Für wunder sich begeben, Wie wir den engeln gleich Dort ewig sollen leben In Gottes freudenreich. 5. Es ist uns aufgeschlossen Die längst versperrte gnadenthür, und Christi reichsgenossen Regieren mit ihm für und für. Gott ist nicht mehr bedecket Mit wolken, wie zuvor, Der fluch une nicht mehr schrecket, Wir heben nun empor Mit freuden herz und hände Zu unserm Vater auf Und sehen schon das ende Von unserm glaubenslauf. 6. Hat mich nun gleich betroffen In dieser welt freuz, angst und pein, Der himmel steht mir offen, Da kann ich sonder trübsal seyn. Drum alle schmach auf erden, Die mir sonst frißt [ 7. 16.] Himmelfahrts- Gesänge. 10. Was uns die göttlich ma-= M. Erschienen ist der herr!. jeſtät Am heilgen kreuz erwors ben hat, Das theilet aus der heilge Geist, Darum er unser lehrer heißt. Halleluja! chill 11. Der Vater hat den Sohn gesandt, Der Sohn wird anders nicht erkannt Ohn durch den heilgen Geist allein, Der muß die herzen machen rein. Halleluja! 12. So manche schöne Gottesgab Bringt uns der heilge Geist herab Und uns vorm satan wohl bewahrt; Solchs schafft des Herren himmelfahrt. Halleluja! 13. So danket nun dem lieben Herrn Und lobet ihn von herzen gern, Lobsinget mit der engel chör, Daß man es in dem himmel hör. Halleluja! 14. Gott Vater in der ewigkeit, Es sagt dir deine christenheit Groß ehr und dank mit Höchstem fleiß, zu allen zeiten lob und preis. Halleluja! 15. Herr Jesu Christe, Gottes Sohn, Gewaltig, herrlich, prächtig, schön, Gs dankt dir deine christenheit Von nun an bis in ewigkeit. Halleluja! 16. D heilger Geist, du wahrer Gott, Der du uns tröst'st in aller noth, Wir rühmen dich, wir loben dich Und sagen dir dank ewiglich, Halleluja! 115 5. Zu Gottes rechten er mit macht, Hat alles unter sich gebracht und lebet jest ins himmels thron Als Gottes- und Marien- Sohn. Halleluja! 6. All teufel, welt, fünd, höll und tod, Er alles überwunden hat. Trotz', wer da will, es liegt nichts dran, Den sieg ihm niemand nehmen kann. Halleluja! 7. Wohl dem, der ihm vertrauen thut Und hat in ihm sein frischen muth. Welt, wie du willst, wer fragt nach dir? Nach Erasmus Alberus. † 1553. 192. Sefu Chrift! Der Chriſto ſteht unsre begier. HalS Jesu du bist. leluja! 193. 194. ir danken dir, Herr Christ, Daß du gen himmel gefahren bist. D starker Gott, Immanuel, Stärk uns an leib, stärt uns an seel. Halleluja! 116 riumph! Gott fäh ret auf mit schall. 2. Nun freut sich alle christenheit Und singt und springt ohn alles leid. Gott lob und dank im höchsten thron, Unser bruder ist Gottes Sohn. Halleluja! 3. Gen himmel aufgefahren hoch und ist doch allzeit bei uns noch, Sein macht und gwalt unendlich ist, Wahr Gott und mensch zu aller frist. Halleluja! 4. Uleber all himmel hoch er= hebt, Ueber all engel mächtig schwebt, Ueber all menschen er regiert und alle kreaturen führt. Halleluja! 8. Er ist der Herr und unser troft, Der uns durch sein blut hat erlöst, Das gfängniß er ge[ 8. 3.] 8* Himmelfahrts- Gesänge. 116 fangen hat, Daß uns nicht schab der bittre tod. Halleluja! M. Ach Gott und Herr. dir, Wir freuen uns aus her. 195. 3euch und nach bir So laufen mit herzlichem verlangen Hin, da du bist, O Jesu Christ, Aus dieser welt gegangen. 2. Zeuch uns nach dir, In liebsbegier, Ach reiß uns doch von hinnen, So dürfen wir nicht länger hier Den kummerfaden spinnen. 3. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, ach führ Uns deine himmelsstege; Wir irrn sonst leicht, benswege.de un ma Sind abgeneigt Vom rechten le4. Zeuch uns nach dir, So folgen wir Dir nach in deinem himmel; Das uns nicht mehr Allhier beschwer Das böse weltgetümmel. Je 9. zensgrund Und singen fröhlich mit deni mund: Unser bruder, fleisch, bein und blut Ist unser allerhöchstes gut. Halleluja! 10. Durch ihn der himmel unser ist. Hilf uns, o bruder, Jefu Christ, Daß wir nur fest vertraun auf dich Und durch dich leben ewiglich. Halleluja! 11. Amen, amen, Herr Jesu Christ, Der du gen himmel fahren bist; Erhalt uns, Herr, bei reiner lehr, Des teufels und listen wehr. Halleluja! trug' 12. Komm, lieber Herr, komm es ist zeit, 3um weltgericht in herrlichkeit Führ uns aus diesem jammerthal In den ewigen freudensaal. Halleluja! 13. Amen, fingen wir noch einmal Und sehnen uns ins himmels faal, Da wir mit deinen engelein Das amen wollen fingen fein. Halleluja! 190 19 7502 Nic. Selneccer. † 1592. 5. Zeuch uns nach dir Nur für und für Und gieb, daß wir nachfahren Dir in dein reich Und mach uns gleich Den auserwählten schaaren. Elamud Ludämilia Elisabeth, Gräfin v. Schwarz, burg- Rudolstadt. † 1672. Bor Bell sto 1978l 800 S sgangsphid d X. Pfingst- Gesänge, manis@ timme somet oder: undt år. T vom heil. Geist, dessen Gaben und Wirkungen.com most sim 1962 bilgis 192 M. Herr J. Chr. meins. Sohn Zur ganzen welt geschicket schon, Die freaturen Gottes wert 196. Des heilgen Geistes zu lehren an so manchem ort. gnadenglanz Er- 3. Er sprach zu ihnen: nehmt füllte die apostel ganz Mit sei- zugleich Den heilgen Geist id ner reichen gütigkeit Und gab der schenk ihn euch, Daß er euch ehr sprachen unterscheid. de almis in einer frist, Was fünftly wid 2. Es hatte sie des Höchsten vergangen ist.dighed 159 18. 4.] Pfingst- Gesänge, oder: vom heil. Geist, 2c. 117 ren, Das ist recht wohlgethan. 4. Er sprach: wenn ihr gleich hören Und thun nach deinen leh werdet gehn Vor könig'n und vor fürsten stehn, So denkt und forget nicht so sehr, Wie ihr wollt schügen meine lehr. 4. Von oben her uns sende Den Geist, den edlen gaft, Der stärke uns behende, Wenn uns drückt kreuzeslast; Tröst uns in todespein, Mach auf die himmelsthüre, Uns mit einander führe Zu deinem freudenschein. Georg Werner. † 1671. 5. Der Geist wird geben eurem mund Erkenntniß und verstand zur stund, Daß weder list, gewalt noch gab Euch kann vom glauben wenden ab. 6. Drum lobt den Tröster in der welt, Der alles schafft und noch erhält, Der allen irrthum M. Werde munter, mein. wenden kann und zündt die lieb 198. Gott, gieb einen mil. auch in uns an. den regen, Denn mein herz ist dürr wie sand; Vater, gieb vom himmel segen, Tränke du dein durstges land; Laß des heilgen Geistes gab ber mich von oben ab Wie die starken ströme fließen Und mein ganzes herz durchgießen. e7. Darum mit großem freudenschall Laßt uns dem Herren singen all, Der heiligen Dreieinigkeit Sey preis jetzt und auch allezeit! Aus dem lat.: Spiritus sancti gratia. M. Helft mir Gotts güte preisen. reut euch, ihr christen alle, Gott schenkt uns seinen Sohn, Lobt ihn mit großem schalle, Er schickt vons himmels thron Uns seinen werthen Geist, Der uns durchs wort recht lehret, Des glaubens licht vermehret Und uns auf Christum weist. 2. Kann ein vater hier im les ben, Der doch bös ist von natur, Seinen lieben kindern geben Nichts als gute gaben nur; Solltest du denn, der du heißst Guter Vater, deinen Geist Mir nicht geben und mich laben Mit den guten himmelsgaben? 2. Es läffet offenbaren Gott, unser höchster hort, Uns, die wir thoren waren, Das theuer werthe wort. Wie groß ist seine güt! Nun können wir ihn kennen Und unsern Vater nennen, Der uns allzeit behüt. 3. Jesu, der du hingegangen Zu dem Vater, sende mir Deinen Geist, den mit verlangen Ich erwarte. Herr von dir; Laß den Tröster ewiglich Bei mir seyn und lehren mich, In der wahrheit fest zu stehen und auf dich im glauben sehen. Und auf dich 3. Verleih, daß wir dich lieben, D Gott von großer huld, Durch sünd dich nicht betrüben, Vergieb uns unsre schuld; Führ uns auf ebaer hahn Hilf, daß wir dein wort 4. Heilger Geist, du kraft der frommen, Kehre bei mir armen ein Und sey tausendmal willkommen, Laß mich deinen tempel seyn. *[ 8. 5.] 118 noph Säubre du nur selbst das haus Meines herzens, wirf hinaus Alles, was mich hier kann scheiden Von den süßen himmelsfreuden. Pfingst- Gesänge, uns der fromme Vater werth Aus lauter gnaden hat bescheert In Christo, seinem Sohne. 5. Schmücke mich mit deinen gaben, Mache mich neu, rein und 200. Geinen Geiſt, Dent Barthol. Ringwaldt. † 1598. M. Kommt her zu mir. ott Vater, sende schön, Laß mich wahre liebe haben Und in deiner gnade stehn; Gieb mir einen starken muth, Heilige mein fleisch und blut, Lehre mich vor Gott hintreten Und im geist und wahrheit beten. du sioni uns dein Sohn erbitten heißt Aus deines himmels höhen; Wir bitten, wie er uns gelehrt, Laß uns doch ja nicht unerhört Von deinem throne gehen. 6. So will ich mich dir ergeben, Dir zu ehren soll mein sinn Dem, was himmlisch ist, nachstreben, Bis ich werde kommen hin, Da mit Vater und dem Sohn Dich im höchsten himmelsthron Ich erheben kann und preifen Mit den süßen himmelsweisen. isim His Moriz Kramer. † 1702. 2. Kein menschenkind hier auf der erd Ist dieser edlen gabe werth, Bei uns ist kein verdienen. Hier gilt gar nichts als lieb und guad, Die Christus uns verdienet hat Mit büßen und verfühnen. 3. Es jammert deinen Vaterfinn Der große jammer, da wir hin Durch Adams fall gefallen; Durch dieses fallen ist die macht M. Ach Gott vom himm. ps Des bösen geistes leider bracht Auf ihn und auf uns alle. 199. Gott heilger Geist, hilf uns mit grund 9 Auf Jesum Christum schauen, 4. Wir halten, Herr, an unDamit wir in der leßten stund ferm heil, Und sind gewiß, daß wir Auf seine wunden bauen, Die er dein theil In Christo werden bleifür uns nach Gottes rath Am ben, Die wir durch seinen tod und heilgen kreuz empfangen hat, zu blut Des himmels erb und höchtilgen unsre sünde.nopnelis stes gut zu haben treulich gläuben. 1912. Durchs wort in unsre her- 5. Und das ist auch ein gnadenzen schein' Und thu uns neu ge- werk Und deines heilgen Geistes bären, Daß wir als Gottes finder rein Vom bösen uns abkehren und in dir bringen früchte gut, So viel als unser blöder muth In diesem fleisch kann tragen. d3.In sterbensnöthen bei uns steh Und hilf uns wohl verscheiden, Daß wir fein sanft, ohn alles weh, Hinfahren zu den freuden, Die stärk, In uns ist kein vermögen. Wie bald würd unser glaub und treu, Herr, wo du uns nicht stündest bei, Sich in die asche legen! 06. Dein Geist hält unsers glaubens licht, Wenn alle welt dawider ficht Mit sturm und vielen waffen; Und wenn auch gleich der fürft der welt Selbst wider uns [.8.86.] oder: vom heil. Geist, dessen Gaben und Wirkungen. 119 fich legt ins feld, So kann er M. Ein feste Burg ist unser. doch nichts schaffen. 7. Wo Gottes Geiſt ist, da ist 201. Herr, auf dein wort sieg, Wo dieser hilft, da wird der krieg Gewißlich wohl ablaufen. folls seyn gewagt Du fannst mirs nicht verdenken Du hast mirs einmal zugesagt, Was ist des satans reich und Den heilgen Geist zu schenken; stand? Wenn Gottes Geift er hebt die hand, Fällt alles übern haufen. alecimid ponied on Drum komm ich jetzt zu dir, Jeju, halte mir, Was du verheißen hast, Du wirst ja diesen gast Dem geben, der dich liebet. nism 8. Er reißt der höllen band entzwei, Er tröst't und macht das herze frei Von allem, was uns kränket; Wenn uns des unglücks wetter schreckt, So ist ers, der uns schüßt und deckt Viel besser als man denfet. albinsi 2. Hier bin ich, habe meine lust An dir und deinen worten, Nichts liebers ist mir sonst bewußt, Schleuß auf die herzenspforten und sende deinen Geist, Der ein tröster heißt, Ein feur, ein thau, ein band, Ein hauch, ein brunn, ein pfand, Ein öl, ein finger Gottes. 19. Er macht das bittre kreuze süß, Ist unser licht in finsternis, Führt uns als seine schafe, Hält über uns sein schild und wacht, Daß seine heerd in tiefer nacht Mit ruh und friede schlafe 10 10. Er lehret uns die furcht des Herrn, Liebt reinigkeit und wohnet gern In frommen, feuschen seelen; Was niedrig ist, was tugend ehrt, Was buße thut und sich bekehrt, Das pflegt er zu erwählen. 3. Komm, Tröster, hilf und steh mir bei, Komm, feur, und mich entzünde, Komm, thau, und mein erquicung fey, Komm, band, und selig binde, Komm, hauch, erweise dich, Komm, brunn, und neße mich, Komm, pfand, wend alles leid, Komm, schaffe in mir freud, Komm, finger Gottes, nieder. 11. Er ist und bleibet stets getreu, Er steht uns auch im tode bei, Wenn alle ding abstehen; Er lindert unsre legte qual, Läßt uns hindurch ins himmels saal Getrost und fröhlich gehen. si 4. Komm, heiliger Geist, wahrer Gott, Komm, himmlisches verlangen, Hilf mir im leben und im tod, Laß mich an Gott fest hangen; Mein herze mache neu, Gieb mir wahre ren, Sey meiner seelen ruh, Sprich mir betrübten 12. Nun, Herr und Vater aller zu, Gieb weisheit, wohl zu leben. güt, Hör unsern wunsch, geuß5. Gieb glauben, laß mich Gotins gemüth Uns allen diese gabe; tes huld Durch sünden nicht vers Gieb deinen Geist, der uns all- scherzen, Gieb liebe, hoffnung und bier Regiere und dort für und geduld, Gieb demuth meinem herfür Im ewgen leben labe. zen; Gieb andacht im gebet, Wenn Br 101 Paul Gerhardt.+ 1676. ich vor Gett tret, Ach laß mich 18.27.] Pfingst- Gesänge, 120 herz und sinn Nur richten bloß dahin, Woher mir hülfe kommet. 6. Das herze will erfalten, 3um guten ist es träg, Wird über mir nun walten Dein antliß, wird es reg. 6. Erleuchte mir, du lieblichs licht, Des herzens finstre höhle, Verschmähe diese wohnung nicht, 7. Dein antliß laffe leuchten, Sent dich in meine seele; Herr Gott, ich bitte dich, Stärke, labe mich, Sey meine fraft, mein rath, Mein tröster früh und spat, Gieb freude, much lebendig. Mich gnädig überschau, Das herze müsse feuchten Ein milder himmelsthau. 7. Treib von mir aus den argen finn, Hilf mir mein fleisch bezwingen und nimm den bösen willen hin; Gieb mir vor allen dingen, Daß ich mich in der lieb Meines Jesu üb Und täglich fertig sey, Aus dieser wüstenei 3u deinem thron zu gehen. d Gottfried Wilh. Sacer. † 1699. M. Christus, der ist mein. 202. K Domm an, du fanftes brausen, Geist, o gnadenwind! Das himmlischsüße sausen Erquick dein mattes find. spg bilistin 2. Komm, himmelsfeuerflamme, Verzehre, was nicht dein, Daß dort uns nichts verdamme 3ur höllenfeuerpein.7: and med bet 3. Komm, friedenstaube, bringe muth, weil ich hier ringe,( Bei Den müden 4. Der mordgeist an gebärden Mit löwengrimme brüllt; Komm, heilger Geist, auf erden, Komm, und sey friedeschild!# 2& 5. Wenn mir um trost wird bange, Sprich neue fraft mir ein, Erinnre, was schon lange Mein labsal jollen seyn. 8 8. Verkläre, himmelslehrer, Du Jesum lauter, rein, Laß uns des wortes hörer Und treue thäter seyn.asplat shiel 9. Erhalte, himmelsführer, Uns fort auf ebner bahn, Erheb uns, o regierer, Auch endlich himmelan. 10. Wird Gott gerichte hegen, So rede du das wort, Daß wider uns vermögen Nichts seynd, noch höllenpfort. 11. Für uns der mittler bittet, In uns ach seufze du, Bis wir mit troft beschüttet Dem himmel eilen zu. 12. Da soll mit neuen weisen, Sammt Vater und dem Sohn, Gott heilger Geist, dich preisen Der menschen engelton. ni dnu Benj. Prätorius, um 1695.54 norbim. O Jeſu, du mein, ndi 203. Komm, Gott, Schöpfer, heiliger Besuch das herz der menschen dein, Mit gnaden sie füll, wie du weißst, Daß dein geschöpf soll vor dir seyn. 2. Denn du bist der Tröster genannt, Des Allerhöchsten gabe theur, Ein geistlich falb an uns gewandt, Gin lebensbrunn, lieb und feur. 13. Zünd uns ein licht an im verstand, Gieb uns ins Herz der [ 8. 8.] oder: vom heil. Geist, dessen Gaben und Wirkungen. 121 Dein brünstig lieb entzünd in ihn'n. O Herr, durch deines lichtes glanz Zu dem glauben vers sammelt hast Das volk aus aller welt zungen, Das sey, dir, Herr, zu lob gesungen. Halleluja! Halleluja! 2. Du heiliges licht, edler hort, Laß uns leuchten des lebens wort Und lehr uns Gott recht erkennen, Von herzen Vater ihn nennen. Herr, behüt vor fremder lehr, Daß wir nicht meister suchen mehr, Denn Jesum Christ mit rechtem glauben und ihm aus ganzer macht vertrauen. Halleluja! Halleluja! 191 1 liebe brunst, Das schwach fleisch in uns, dir bekannt. Erhalt fest deine fraft und gunst. 4. Du bist mit gaben siebenfalt Der finger Gottes rechter hand, Des Vaters wort giebst du gar bald Mit zungen frei in alle land. 5. Des feindes list treib von uns fern, Den fried schaff in uns deine gnad, Daß wir dein'm leiten folgen gern Und meiden unsrer seelen schad. 0 6. Lehr uns den Vater kennen wohl, Dazu Jesum Christ, seinen Sohn, Daß wir des glaubens werden voll, Dich, beider Geist, recht zu verstehn. 7. Gott Vater sey lob und dem Sohn, Der von den todten auferstund, Dem Tröster sey das felb gethan, In ewigkeit und alle ftund. 3. Du heilige brunst, füßer trost, Nun hilf uns fröhlich und getroft, In deinem dienst beständig bleiben, Die trübsal uns nicht abtreiben. Herr, durch dein fraft uns bereit und stärk des fleisches blödigkeit, Daß wir hier ritterlich ringen, Durch tod und mm, heiliger Geift, leben zu dir dringen. Halleluja! viagr D. Martin Luther. † 1546, nach dem lat.: veni creator spiritus. 204. du deiner gläubigen Und entzünd in ihn'n Das feur deiner göttlichen liebe, Der du durch mannigfaltigkeit Der zungen die völler Der M. Herr 3. C. wahr mensch. ganzen welt verſammelt haft In 206. Komm, heilger Geist, des zeuch Halleluja! chies in Erfüll mit deiner gnaden schein she Alte Kirche: veni sancte spiritus im 11. Jahrh. e Die herzen, die du selber dir Zu deinem dienft erschaffen hier.d In eigner Melodie. salt 2. Du bist der tröster in der noth, Die gabe von dem höchsten Gott Die liebe selbst, der lebensbrunn Das freudenöl und gnadensonn. 3. An gaben siebenfalt erkannt, 205.* omm, heiliger Geist, Herre Gott! Erfüll mit deiner gnaden gut Deiner gläubigen herz, muth und sinn, [ 8. 9.] D. Martin Luther. † 1546, nach dem lat.: veni sancte spiritus. Pfingst- Gesänge, lise maa fisi 122 Der finger Gottes rechter hand, In allen sprachen machst du kund Dein wort durch treuer lehrer mund. $ 195 9111551 4. Zünd im verstand uns an ein licht, Die lieb in unsre herzen richt, Auch unsers fleisches blödigkeit Durch deine kraft stärk allezeit. 5. Treib ab von uns der feinde heer, Den lieben frieden uns bescher, Und weil der mensch leicht irren kann, So führ uns selbst die rechte bahn. 13 4. Laß uns stets dein zeugniß fühlen, Daß wir Gottes kinder sind, Die auf ihn alleine zielen, Wenn sich noth und drangsal findt; Denn des Vaters liebe ruth Ist uns allewege gut. dog 5. Reiz' uns, daß wir zu ihm treten Frei mit aller freudigkeit; Seufz auch in uns, wenn wir beten und vertritt uns allezeit, So wird unsre bitt erhört und die zuversicht gemehrt. 16. Wird uns auch nach truste bange, Daß das Herz oft rufen muß: Ach mein Gott, mein Gott, wie lange? Ei, so mache den beschluß, Sprich der feele tröstlich zu Und gieb muth, geduld und ruh. Matthäus Apelles von Löwenstern. 393 amit$ 190 m 1648. Cos In eigner Melodie. 7. du Geist der fraft und omm, o komm, du stärke, Du gewisser neuer Geist, 201. Geist, Fördre in uns deine werke, Wenn des Wahrer Gott von ewigkeit, Deine kraft sey nicht vergebens, Sie erfüll uns jederzeit, So wird geist und licht und schein In dem dunkeln herzen seyn. 94119 2. Gieb in unser Herz und finnen Weisheit, rath, verstand und zucht, Daß wir anders nichts beginnen, Denn was nur dein wille fucht. Dein' erkenntniß werde groß und mach uns von 9. Wenn wir endlich sollen sterirrthum los. and ben, So versichre uns je mehr 1919 18. 10.1 6. Lehr uns den Vater kennen wohl lind wie man den Sohn ehren soll, Im glauben mach uns auch bekannt, Wie du von beiden wirst gesandt. 3. Zeige, Herr, die wohlfahrtsstege; Das, was hinter uns gethan, Räume ferner aus dem wege, Schlecht und recht sey um und an; Wirke rent an sünden statt, Wenn der fuß gestrauchelt hat. 7. Lob sey dem Vater und dem Sohn, Auch unserm Tröster und Patron! Ach Gott, durch deinen Geist uns leit Zu dir in deine herrlichkeit. der satan macht beweist; Schenk uns waffen in dem krieg Underhalt in uns den fieg. 8. Herr, bewahr auch unsern glauben, Daß fein teufel, tod noch spott Uns denselben möge rauben; Du bist unser schuß und Gott. Sagt das fleisch gleich immer nein, Laß dein wort gewisser seyn. drs, 9 m bim oder: vom heil. Geist, dessen Gaben und Wirkungen. 123 Als des himmelreiches erben Jener herrlichkeit und ehr. Die uns unser Gott erkiest Und nicht auszusprechen ist. tog) nn Joachim Neander. † 1680. M. Helft mir Gotts güte preisen. 208. Komm, Tröfter, komm hernieder Vom hohen himmelsthron Auf Christi freund und brüder, Komm eilig, komm und wohn Im herzen allermeist, Mit deinem licht und gaben Und freudenöl zu laben; Komm werther heilger Geist! 2. Du bist ein trost der from men; Gieß aus dein heiligs öl Und laß es zu mir kommen, Daß sich mein herz und seel Erfreuen inniglich; Komm, Tröster, zu erquicken Die seelen, Die sich bücken Im geist demüthiglich. 3. Laß allen trost verschwinden, Den mir die welt verspricht Bei ihrem dienst der sünden, Der mich doch tröstet nicht; Was my kennen, Ihn meinen Herren nens nen Mit wahrheit, nicht zum schein. 6. Du kommst ja von dem Vater, Den meine seele liebt, Drum sey auch mein berather; Wenn mich die welt betrübt, So komm und tröste mich und stärk. in kreuz und leiden Mein herz mit vielen freuden, Daß es erquicke sich. anu, und de s 7. Ja zeug' in meinem herzen Von Jesu ganz allein, Von seinem tod und schmerzen und seiner wahrheit schein, Daß ich, ganz überzeugt, Kein bild in meiner seelen Als Jesum mög erwählen, Bis sich mein herz ihm gleicht. 8. Leit mich mit deinem finger, O Geist von Gottes thron, Und sey mein herzbezwinger, Daß mich kein schmach noch hohn, Kein trübsal, feine noth Von meinem Jesu scheide; Im freuz sey meine freude, Mein troft bis in den tod. Laurentius Laurenti. † 1722. anfueuer ich feſte gläuben, Du sollſt mein 209. Mein herz und feel, 910913 191 Tröster bleiben, Du, o Gott heil- doch? ger Geist! en fannst mein herz erfreuen 210.* heiligen Geift 11m In eigner Melodie, S un bitten wir den Und kräftig rüsten aus, Ja, ganz und gar erneuen Mein armes herzenshaus; Drum komm, mein schönster gast, Und bleib im tod und leben Als tröster mir ergeben, Bis mein gesicht erblafft. 5. Der du als Gott ausgehest Vom Vater und dem Sohn Und mich im geist erhöheft Zu Gottes stuhl und thron, Kehr gnädig bei mir ein und lehr mich Jejum PUISTOM den rechten glauben allermeist, Daß er uns behüte An unserm ende, Wenn wir heimfahrn aus diesem elende. Kyrieleis. 2. Du werthes licht, gieb uns deinen schein, Lehr uns Jejum Christ fennen allein, Daß wir an ihm bleiben, Dem treuen Heiland, Der uns bracht hat zum rechten vaterland. Kyrieleis. dat [ 8. 11.) Pfingst- Gesänge, 124 2. Du süße lieb, schenk uns deine gunst, Laß uns empfinden der liebe brunst, Daß wir uns von herzen Einander lieben Und im frieden auf einem sinn bleiben. Kyrieleis. 4. Du höchster Tröster in aller noth, Hilf, daß wir nicht fürchten schand noch tod, Daß in uns die sinne Nicht verzagen, Wenn der feind wird das leben verklagen. Kyrieleis. 211. Dr. Martin Luther. † 1546. M. Wie nach einer Wasserq. du allersüßste freude, du allerschönftes licht licht, Der du uns in lieb und leide Unbesuchet läsfest nicht! Geist des Höchsten, höchster fürst, Der du hältst und halten wirst Obn aufhören alle dinge, Höre, höre, was ich singe! 2. Du bist ja die beste gabe, Die ein mensch nur nennen kann: Wenn ich dich erwünsch und habe, Geb ich alles wünschen dran. Ach ergieb dich, komm zu mir In mein Herze, daß du dir, ich in die welt geboren, Selbst zum tempel auserforen. grund. Nun, du weißst auch zweis fels frei, Wie verderbt und blind ich sey, Drum gieb weisheit und vor allen, Wie ich möge Gott gefallen 5. Du bist heilig, lässt dich finden, Wo man rein und sauber ist, Fleuchst hingegen schand und sünden Und der welt betrug und list. Mache mich, o gnadenquell, Durch dein waschen rein und hell, Laß mich fliehen, was du fliehest, Gieb mir, was du gerne siebest. 6. Du bist, wie ein schäflein pfleget, Frommen herzens, sansten muths, Bleibst im lieben unbeweget, Thust uns bösen alles guts. Ach verleih und gieb mir auch Diesen edlen sinn und brauch, Daß ich freund und feinde liebe, Keinen, den du liebst, betrübe. 7. Mein hort, ich bin wohl zufrieden, Wenn du mich nur nicht verstößst; Bleib ich von dir ungeschieden, Ei, so bin ich gnug getröst't. Laß mich seyn dein eigenthum, Ich versprech hinwiederum, Hier und dort all mein vermögen Dir zu ehren anzulegen. 8. Ich entfage alledeme, Was dir deinen ruhm benimmt, Ich will, daß mein herz annehme Nur allein, was von dir kommt; Was der satan will und sucht, Will ich halten als verflucht, Sch will seinen schnöden wegen Mich mit ernst zuwider legen. 3. Du wirst aus des Himmels throne Wie ein regen ausgeschütt't, Bringst vom Vater und vom Sohne Nichts als lauter segen mit. Laß doch, o du werther gast, Gottes segen, den du hast Und verwaltst nach deinem willen, Mich an leib und feel erfüllen. 4. Du bist weis und voll verftandes, Was geheim ist, ist dir fund, Zählst den staub des kleinen fandes, Gründst des tiefen meeres [ 8. 12.] 9. Nur allein daß du mich stärkest Und mir treulich steheft bei; Hilf, mein helfer, we du merkest, Daß mir hülfe nöthig sey; Brich des bösen fleisches sinn oder: vom heil. Geist, deffen Gaben und Wirkungen. 125 Nimm den alten willen hin, ren. Höre, Lehre, Herz und sin Mach ihn allerdinges neue, Daß nen Zu gewinnen, Dich zu preisen, mein Gott fich meiner freue. Guts dem nächsten zit erweisen. 10. Sei mein retter, halt mich eben; Wenn ich finte, sey mein stab, Wenn ich sterbe, fey mein leben, Wenn ich liege, sey mein grab. Wenn ich wieder aufersteh, Ei, fo hilf mir, daß ich geh Hin da du in ewgen freuden Wirst dein' auserwählten weiden. 4. Steh uns stets bei mit deinem rath Und führ uns selbst den rechten pfad, Weil wir den weg nicht wissen; Gieb uns bes ständigkeit, daß wir Getreu dir bleiben für und für, Auch wenn wir leiden müssen. Schaue, Baue, Was zerrissen, Und geflissen, Dir zu trauen und auf dich allein Paul Gerhardt. † 1676. 212. Gottes Geift, mein zu bauen. troft und rath. 213. M. Wie schön leucht uns. heiliger Geist, kehr bei uns ein Und laß uns deine wohnung seyn, O komm, du herzenssonne! Du himmelslicht, laß deinen schein Bei uns und in uns kräftig seyn Zu steter freud und wonne! Sonne Wonne, Himmlisch leben Wirft du geben, Wenn wir beten, Zu dir kommen wir getreten. 2. Gieb fraft und nachdruck deinem wort, Laß es wie feuer immerfort In unsern herzen brennen, Daß wir Gott Vater, seinen Sohn, Dich, beider Geist, in einem thron Für wahren Gott bekennen. Bleibe, Treibe Und behüte Das gemüthe, Daß wir gläuben Und im glauben standhaft bleiben. 5. Laß uns dein edle balsamsfraft Empfinden und zur ritterschuß schaft Dadurch gestärket werden, Auf daß wir unter deinem Begegnen aller feinde trup, So lang' wir sind auf erden. Laß dich Reichlich Auf uns nieder, Daß wir wieder Trost empfinden, Alles unglück überwinden. 6. Du süßer himmelsthau, laß dich In unsre herzen träftiglich Und schenk uns deine liebe, Daß unser sinn verbunden sey Dem nächsten stets mit liebestreu Und sich darinnen übe. Kein neid, Kein streit Dich betrübe, Reine liebe Wollst du geben, Sanftund demüth auch daneben. * 7. Hilf, daß in wahrer heiligkeit Wir führen unsre lebenszeit, Sey unsers Geistes stärke, Daß uns forthin sey unbewußt Die eitelkeit, des fleischesluft und seine tobten werke. Rühre, Führe Unsre sinnen Und beginnen Von der erden, Daß wir himmelserben werden. 3. Du quell, draus alle weis heit fleußt, Die sich in fromme feelen geußt, Laß deinen troft uns hören, Daß wir in glaubenseinigkeit Auch andre in der christenheit Dein wahres zeugniß leh- Michael Schirmer. † 1673.nachEs.11,1u.2. [ 8. 13.] 126 Pfingst- Gesänge, lind mod sy du dich in die herzen geußst, Die sich zu dir in demuth kehren, Sch fleh dich an, mich zu erhören Und mein mein erfaltetes gemüth Durchs süße feuer deiner güt Erwärmen und es zu erneuern, So kann ich recht die pfingsten A feiern. Halleluja! Halleluja! 2. Durchdringe du mit deiner kraft Des herzens harte eigenschaft, Zermalme diesen fels der fünden, Daß du dein haus hier könnest finden. Ach, es ist leider angefüllt mit dem, was welt und wollust stillt, Es liegt noch fest am staub der erden; Wie kanns denn deine wohnung werden? Halleluja! Halleluja! 3. Der wille liebt die zeitlicho feit Und hält die nacht für süße freud, Verlässt die ruh, das wahre wesen, Und will durch todes gift genesen; Dein theures wort erkennt er nicht, Ja, schmecket nicht des glaubens licht, Die sanfte speise unsrer seelen. Wie kann ich denn dich, gaft, erwählen? Halleluja! Halleluja! E 4. 20 Jun Eigne Melodie. 214. id heiliger Geist, o heiliger Gott, Du Tröster werth in aller noth! Du bist gefandt vons himmels thron, Von Gott dem Vater und dem Sohn. O heiliger Geist, o heiliger Gott. 2. O heiliger Geist, o heiliger Gott! Gieb uns die lieb zu deinem wort, Zünd an in uns der liebe flamm, Darnach zu lieben allesammt. Dheiliger Geist, o heiliger Gott! 3. D heiliger Geist, o heiliger Gott! Mehr' unsern glauben immerfort; An Christum niemand glauben kann, Es sey denn durch dein hülf gethan. heiliger Geist, o heiliger Gott! 4. O heiliger Geist, o heiliger Gott! Erleucht uns durch dein göttlich wort, Lehr uns den Bater kennen schon, Dazu auch seinen lieben Sohn. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 5. D heiliger Geist, o heiliger Gott! Du zeigst die thür zur himmelspfort; Laß uns hier kampfen ritterlich und zu dir dringen feliglich. O heiliger Geist, o heiliger Gott! 6. D heiliger Geist, o heiliger Gott! Verlaß uns nicht in noth und tod. Wir sagen dir lob, ehr und dank Jepund und unser lebelang. Oheiliger Geist, o heiliger Gott! Barthol. Helder. † 1635.?. M. Komm, heiliger Geist. 215.S theurer Tröfter, heilger Geist, Der So elend ist des herzens haus. Ach kehre ein und fege aus Den schlamm und koth der finsternisse, Ergänze, was daselbst zerrissen; Zerstör das faule sündennest, Das sich auf Belial verlässt, Und laß mich aus der knechtschaft gehen Und in der süßen freiheit stehen. Halleluja. Halleluja! 5. Du edler Pfingstgast dring herzu Und gieb der seelen ihre ruh, Arbeite selbst an meinem herzen, [ 8. 14.] oder: vom heil. Geift, dessen Gaben und Wirkungen. 129 Dein beten wird erhöret, Dein vor Die länder, so verheeret, Die fingen klinget wohl; Es steigt kirchen, so zerstöret Durch frieg zum himmel an, Es steigt und und feuerszorn. lässt nicht abe, Bis der geholfen habe, Der allen helfen kann. 6. Du bist ein Geift der freuden, Vom trauern hältst du nicht, Erleuchtest uns im leiden Mit deines trostes licht. Ach ja, wie manches mal Hast du mit süßen worten mir aufgethan die pforten 3um güldnen himmelsfaal. 7. Du bist ein Geist der liebe, Ein freund der freundlichkeit, Willst nicht, daß uns betrübe Zorn, zank, haß, neid und streit. Der feindschaft bist du feind, Willst, daß durch liebesflammen Sich wieder thun zusammen, Die voller zwietracht seynd. 8. Du, Herr, haft selbst in händen Die ganze weite welt, Kannst menschenherzen wenden, Wie dir es wohlgefällt, So gieb doch deine gnad Zum fried und liebesbanden, Verknüpf in allen landen, Was sich getrennet hat. 9. Erhebe dich und steure Dem herzleid auf der erd, Bring wieder und erneure Die wohlfahrt deiner heerd; Laß blühen wie zu10. Beschirm die polizeien, Bau unsers fönigs thron, Daß er und wir gedeihen, Schmück als mit einer kron, Die alten mit verstand, Mit frömmigkeit die jugend, Mit gottesfurcht und tugend Das voll im ganzen land. 11. Erfülle die gemüther Mitreiner glaubens zier, Die häuser und die güter Mit segen für und für; Vertreib den bösen geist, Der dir sich widersetzet Und was dein herz ergößet Aus unserm herzen reißt. 12. Gieb freudigkeit und stärke zu stehen in dem streit, Den satans reich und werke Uns täglich anerbeut; Hilf kämpfen ritterlich, Damit wir überwinden Und ja zum dienst der fünden Kein christ ergebe fich. 13. Nicht unser ganzes Leben Allzeit nach deinem sinn, Und wenn wirs sollen geben Ins todes hände hin, Wenns mit uns hier wird aus, Sohilf uns fröhlich sterben Und nach dem tod ererben Des ewgen lebens haus. Paul Gerhardt. † 1676. XI. Von der heil. In eigner Melodie. 218.* llein Gott in der höh sey ehr Und dank für seine gnade, Darum, daß nun und nimmermehr Uns rühren kann fein schade. Ein wohlDreieinigkeit. gefalln Gott an uns hat, Nun ist groß fried ohn unterlaß, All fehd hat nun ein ende. 2. Wir loben, preisn, anbeten dich, Für deine ehr wir danken, Daß du, Gott Vater, ewiglich [ 9. 1.] Von der heil. Dreieinigkeit. 130 Regierst ohn alles wanken. Ganz M. O Gott, du frommer. ungemeſſen ist deine macht, Fort 220. Du dreimal großer Gott, was will bedacht. Wohl uns des feinen Herren! 3. D Jesu Christ, Sohn eingeborn Deines himmlischen Vaters, Versöhner der'r, die warn verlorn, Du stiller unsers haders, Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, Nimm an die bitt von unsrer noth, Erbarm dich unser aller! 4. D heilger Geist, du höchstes gut, Du allerheilsamster Tröster, Vor teufels g'walt fortan behüt, Die Jesus Christus erlöset Durch große marter und bittern tod, Abwend all unsern jammer und noth. Dazu wir uns verlassen. Nicolaus Decius. † 1529. 219. M. Christe, der du bist tag. er du bist drei in einigkeit, Gin wahrer Gott von ewigkeit, Gieb, da die sonne von uns weicht, Daß deine gnade uns erleucht. 2. Des morgens, Gott, dich loben wir, Des abends beten wir vor dir, Herr, unsre psalmen rühmen dich Jepund und hernach ewiglich. 5. Heiland, Immanuel, Lamm Gottes ohne fünden, ein Jesu, deine lieb Kann kein verstand ergründen, Das halleluja fingt Dir, als dem wahren Christ, Das menschliche geschlecht, Das längst erlöset ist. 6. Du nahmest flei ch an dich, Und tratest in die mitten, Trugst unsre sündenschuld, Haft bis aufs blut gelitten; Doch es dein sies blut und tod Erwirbt uns lauter 19.2.1 3. Gott Vater in dem höchsten thron Und Jesus Christ, sein einger Sohn, Mitsammt dem werthen heilgen Geist Sey nun und immerdar gepreist. und himmel dienen, Dem heilig, heilig singt Die schaar der seraphinen, Du höchste majestät, Du helfer in der noth, Du aller herren Herr, Jehovah, Zebaoth! 2. Dich bet ich jetzund an, Dir Lob und dank zu lallen, Mein halleluja laß Dir gnädig wohlgefallen, Du allerhöchstes gut Und gnadenvolle sonn, Du aller gaben meer Und unerschöpfter brunn! 3. Mein Schöpfer! mensch und thier Und alles andre wesen Lässt deiner allmacht pracht Ganz klärlich an sich lesen; Ein jedes wunder lobt Dich, Gott, in der natur: Stern, element, gewölk Und alle freatur. Dr. Martin Luther. † 1546, nach bem lat.: o lux beata trinitas. 4. Es muß dich jedermann Den treuen Vater, reisen, Du führeft wunderbar, Willst leib und seele speisen, Schörest das gebet, Erfrischest unsern muth; Wir sind viel zu gering, Was deine treue that. Von der heil. Dreieinigkeit. heil, Macht, daß wir selbst an Gott Nun können nehmen theil. 7. D Herr Gott, heilger Geist, Du Geist voll reiner flammen, Durchs evangelium Bringst du das volk zusammen, Das Christum kennt und ehrt, Du machest alles licht, Giebst neue feuerglut, Daß nicht der glaub gebricht. 8. Ach allerhöchster trost Und bester weisheitslehrer, Erleuchter, heiliger, Aufrichter und befehrer, Du theilst die gaben aus; Erfülleft uns mit kraft, Die der verderbniß wehr't Und gutes in uns schafft. 9. Gott Vater, Sohn und Geist, Ein Gott und eins in dreien, Gepriesne majestät, Die wir stets benedeien, Laß auf der rechten bahn Uns allezeit bestehn Und durch ein seligs end Zu uns serm erb eingehn. 10. Laß, o dreieinger Gott, Dein gnadenantlig leuchten, Dein edler segensthau Will unser herz befeuchten. Wir hoffen ja auf dich, Du läßst uns nicht in spott; Wir singen gloria, Gelobt, gelobt sey Gott! 131 2. Gelobet jey der Herr, Mein Gott, mein heil, mein leben, Des Vaters liebster Sohn, Der sich für mich gegeben, Der mich erlöset hat mit seinem theuern blut, Der mir im glauben schenkt Das allerhöchste gut. 3. Gelobet sey der Herr, Mein Gott, mein troft, mein leben, Des Vaters werther Geist, Den mir der Sohn gegeben, Der mir mein herz erquickt, Der mir giebt neue fraft, Der mir in aller noth Rath, trost und hülfe schafft. 4. Gelobet sey der Herr, Mein Gott, der ewig lebet, Den alles rühmt und lobt, Was in den lüften schwebet; Gelobet sey der Herr, Deß name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn Und Gott der werthe Geist. 5. Dem wir das heilig jest Mit freuden lassen klingen Und mit der engelschaar Das heilig, heilig singen, Den herzlich lobt und preist Die ganze christenheit; Gelobet sey mein Gott In alle ewigkeit. Joh. Olearius. † 1684. In eigner Melodie. Ludwig Andreas Gotter. † 1735. 223. Gott der Vater wohn 221.hr fey Gott in Gott in uns bei der höh. M. Nun danfet alle Gott. uns nicht verderben, Mach uns aller fünden frei und hilf uns 222. elobet fey der Herr, selig sterben. Vor dem teufel uns Mein Gott, mein bewahr, Halt uns bei festem licht, mein leben, MeinSchöpfer, der glauben Und auf dich laß uns mir hat Mein leib und feel gege- bauen, Aus herzensgrund verben, Mein Vater, der mich schüßt, trauen, Dir uns lassen ganz Von mutterleibe an, Der alle augen- und gar, Mit allen rechten chriblick Viel guts an mir gethan. sten Entfliehn des teufels listen [ 9. 3.] 8. Von der heil. Dreieinigkeit. 132 Mit waffen Gotts uns rüsten. Amen, Amen! das sey wahr, So fingen wir Halleluja! 2. Jesus Christus wohn uns bei Und laß uns nicht verderben, Mach uns aller sünden frei Und hilf uns selig sterben. Vor dem teufel uns bewahr, Halt uns bei festem glauben Und auf dich laß uns bauen, Aus herzensgrund 4. Lob und preis sey Gott dem Vater und dem Sohn Und dem heiligen Geiste! 5. Wie es war im anfang, jetzt und immerdar Und von ewigkeit zu ewigkeit. Amen. M. Wachet auf, ruft uns. die vertrauen; Dir uns laffen ganz 225. Heilig ift Gott unfer Herre, In ewigkeit gar, Mit allen rechten christen Entfliehn des teufels listen, Mit waffen Gotts uns rüsten. Amen, Amen! das sey wahr, So singen wir Halleluja! 3. Der heilge Geist wohn uns bei Und laß uns nicht verderben, Mach uns aller fünden frei Und hilf uns selig sterben. Vor dem teufel uns bewahr, Halt uns bei festem glauben und auf dich laß uns bauen, Aus herzensgrund vertrauen; Dir uns lassen ganz und gar, mit allen rechten christen Entfliehn des teufels listen, Mit waffen Gotts uns rüsten. Amen, Amen! das sey wahr, So singen wir Halleluja! id she SE Dr. Martin Luther. t 1546. velials, iblisl Psalm 67, 1-3. MAND M. Meine seel erhebt den. sige 913056 Gott. Es jegne uns Gott und gebe uns seinen frieden. Amen. sey ihm die ehre, Gott Vater, Sohn, heiliger Geist! Heilig, ja hochheilig, heilig Ist unser Gott, der allein selig, Der könig, schuß und tröster heißt. Gott selbst ist unsre freud! O süße lieblichkeit! Eia, Eia! Stimmt an den ton Vor seinem thron Des neuen lieds und lobgesangs! 2. Preis und ehre, macht und stärke Sey dir, Herr aller deiner werke, D Gott, du allerhöchstes gut! Dich, o Herre Jesu, loben, Die du zu deiner ehr erhoben, und hast erkaufet durch dein blut. Nun werden wir erquickt, An deine brust gedrückt, Süßer Jesu; Gott ist uns nab! Welch lieb ist da! Lobt unsern Herrn, Halleluja! him al c Trod hull Gaspar Schade. † 1698.9 224. Gott sey uns gnä- In eigner Melodie. nig eisd zig und gebe uns seinen göttli dig 226. Hochheilige Dreiei. nigkeit, Die du sol* süß und milde Mich haft geschaffen in der zeit Zu deinem ebenbilde, Ach daß ich dich von her zensgrund Doch lieben möchte alle stund! Drum komm doch und [ 9. 4.] 2. Er lasse uns sein antlig leuchten, Daß wir auf erden er auf erden ers fennen seine wege. 3. Es jegne uns Gott, unser 0194 Von der heil. Dreieinigkeit. zeuch ein bei mir, Mach wohnung und bereit mich dir! 2. O Vater, nimm ganz kräftig ein Das sehnende gemüthe, Mach es zu deinem innern schrein Und deiner stillen hütte. Vergieb, daß meine seele sich So oft zerstreuet jämmerlich, Verseze sie in deine ruh, Daß nichts in ihr sey, als nur du. 3. Gott Sohn, erleuchte den verstand Mit deiner weisheit lichte, Vergieb, daß er sich oft gewandt Zu eitelem gedichte. Laß nunmehr nur in deinem schein Mein einigs schaun und wirken seyn, Zeuch ihn, daß er hier allbereit Entreiße sich von ort und zeit. 4. O heilger Geist, du liebesfeur, Entzünde meinen willen, Stärk ihn, komm mir zu hülf und Den deinen zu len. Vergieb, daß ich so oft gewollt, Was sündlich ist und nicht gesollt; Verleih, daß ich mit reiner brunst Dich innig ewig lieb umsonst. 5. heilige Dreieinigkeit, Führ mich nur ganz von hinnen, Nicht zu dem lauf der ewigkeit All äußund innre finnen; Vereinge mich und laß mich hier Eins mit dir seyn, Daß ich mit dir Auch dort sey in der herrlichkeit, Sheiligste Dreieinigkeit. Dr. Johann Scheffler.( Angelus) † 1677. 133 Auf einem hohen thron in hellem glanz, Seines kleides faum den chor füllet ganz. Es stunden zween seraph bei ihm daran, Sechs flügel sah er einen jeden habn. Mit zween verbargen sie ihr antlig klar, Mit zween bedeckten sie die füße gar, Und mit den andern zween sie flogen frei, Gen ander riefen sie mit großem g'schrei: Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth! Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth! Heilig ist Gott, der Herre Zebaoth! Sein ehr die ganze welt erfüllet hat! Von dem g'schrei zittert schwell und balken gar, Das haus auch ganz voll rauchs und nebel war. Dr. Martin Luther. † 1546, nach Jes. 6, 3. In eigner Melodie. 228. yrie, Gott Bater in ewigkeit! Groß dein barmherzigkeit, Aller ding ein schöpfer und regierer. Eleison, eleison. 2. Christe, aller welt troft! Uns fünder allein du hast erlöst: O Jesu, Gottes Sohn, Unser Mittler bist in dem höchsten thron, Zu dir schreien wir aus herzens begier. Eleison. eleison. Kyrie, Gott heilger Geist! Tröst, stärk uns im glauben als lermeist, Daß wir am letzten end Fröhlich abscheiden aus diesem elend. Eleison, eleison. Jef. 6, 6. 2c. In eigner Melodie. Joh Spangenberg. † 1550. M. Helft mir Gotts güte preisen. ein mund 227.elaia, dem propheten, 229. Mich preisen, Mein das er im geist den Herren sigen sah herz soll früh und spat Dem [ 9.5.] 134 Von der heil. Dreieinigkeit. Herren ehr beweisen, Der uns fünde, du voll gnad, Wir todt erschaffen hat, Dem billig jederzeit Sein lob und ruhm bei allen Ganz herrlich soll erschallen In aller christenheit. du bist das leben Und haft nach deinem gnadenrath Dich uns zu eigen geben, abgrund aller liebe! alle 2. Wir beten dich als Vater 2. Dein nam an jedem orte an, Du liebeft uns als finder, Ist heilig und bekannt, Mit sei- So hast du dich ja kund gethan nem Geist und werte Erleucht't Zum trost der armen fünder; er leut und land, Erneuert uns Dein zorn weicht deiner lieb und im geist und reinigt uns von huld, Dein väterlich gemüthe Ist fünden, Macht uns zu Gottes- voll erbarmen, voll geduld, Voll findern, Den weg zum himmel langmuth, treu und güte, D liebweist. dal misdargreich Vaterherze! 3. Kein mensch das leben hätte, 3. D Jesu, theurer Gottes Könnt auch nicht selig seyn, Wenns sohn, Du licht vom wahren lichte, seine kraft nicht thäte, Sein ist Vor dir, dem rechten gnadendie ehr allein. Wer nicht aus sei- thron, Wird sünd und tod zuner gnad Von neuem wird ge- nichte; Du bist der grund der boren, Muß ewig seyn verloren, seligkeit, Worauf wir armen hofs Rein theil am himmel hat. I fen, Dein gnadenbrunn steht alles zeit Für unsre feelen offen, Du ausfluß alles segens! 4. Erhalt mich, Herr, im glauben, Daß ich an deinem leib, Wie am weinstock ein trauben, 4. D Geist der gnaden, wahFruchtbar und fest bekleib; Mein rer Gott, Komm, steure dem verherz, finn und gemüth Erneure derben, Laß uns durch Christi und regiere, Mein zunge selbst kreuzestod Der welt und uns abauch führe, Also zu singen mit: sterben, Ja, schlag das ganze 99 5. Ghr sey dem Vater oben höllenreich In unsrer seel darnieIm allerhöchsten thron! Ehr sey der, Damit wir Jesu Christo mit dank und loben Sein'm al- gleich und seines leibes glieder lerliebsten Sohn! Ehr sey zu al- Durch deine gnade bleiben. ler zeit Dem heilgen Geist ge-5.So ehren wir in seinem jungen, In allem volk und zungen, Heut und in ewigkeit! n ud Georg Weißel.+1635. bi M. Christ unser Heer. 230. Gott, wir ehren thron Dich unsern Gott und Vater, Sammt Chrifto, deinem lieben Sohn, Als unserm heilserstatter, Und Gott, den werthen heilgen Geist, Von gleicher macht deine macht gnade zu uns armen, Nach wel heilig heißst, Daß wir in dir ge cher du uns werth geacht't, Dich nesen und dich bort ewig loben. unser zu erbarmen. Wir sind voll o Ludw. Andr. Getter.+ 1735. 19. 6.1 Von der heil. Dreieinigkeit. 135 Bater, Sohn und heilger Geist, Dreifaltig und doch einig. 3. O Vater, aller dinge quell Und ursprung, sey gepreiset Für alle wunder klar und hell Durch deine macht erweiset! Du, Vater, haft vor aller zeit, Dein'n eingen Sohn von ewigkeit, Dein ebenbild, gezeuget. dl dm aus 4. Du hast gemacht den erdenfreis Nach deinem wohlgefallen, Uns menschen drauf zu deinem preis, Daß wir dein lob erschallen; Auch wird durch deines mundes wort Dies alles immer fort und fort Erhalten und regieret. 5. Drum steh, o Vater, ferner bei Uns deinen armen findern Und alle schulden uns verzeih Als bußfertigen sündern; Aus unsern nöthen mannigfalt Errette uns und hilf uns bald, Wie du uns hast versprochen. stele is 6. D Sesus Christe, Gottes Sohn, Von ewigkeit geboren, Uns menschen auch im himmelsthron Vom Mittler auserkoren, Durch dich geschicht, was nur geschicht, wahrer Gott, o wahres Du des Vaters ebenlicht Vom wahren Gott und lichte! und ehren, Wie kann doch deine chri- bild Und hoch vom himmel komstenheit Dein lob genug vermeh- men; Als eben wir die zeit erfüllt, ren? Du bist sehr hoch und wun- Hast du fleisch angenommen, Haft derfam, Ganz unbegreiflich ist dein uns erworben Gottes huld, Benam, Dein wesen unerforschlich. zahlet unsre sünd und schuld 12. Wir danken dir, daß deine Durch dein unschuldig leiden. Ignad, Auch weil wir hier noch in 8. Nun sigest du zur rechten leben, In deinem worte so viel hat hand Des Vaters hoch erhoben, Uns offenbart gegeben, Daß du Beherrscheft alle leut und land bist wahrer Gott und heißst: Gott Und dämpfft der feinde toben. [ 9. 7 M. Herr 3. C. meins leb. 231. heilige Dreifaltigfeit, hochgelobte einigkeit, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Heut diesen tag mir beistand leiſt.sil 2 2. Mein feel, leib, ehr und gut bewahr, Daß mir fein böses widerfahr Und mich der satan nicht verleg, Noch mich in schand und schaden sez. nandrolon 3. Des Vaters huld mich heut anblick, Des Sohnes weisheit mich erquick, Des heilgen Geistes glanz und schein Erleucht meins finstern herzens schrein. 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei! O mein Erlöser, hilf, mir frei! Tröster werth, weich' nicht von mir, Mein Herz mit werthen gaben zier! isg 5. Herr, segne und behüte mich! Erleuchte mich, Herr, gnädiglich! Herr, heb auf mich dein angesicht und deinen frieden auf mich richt! 119 393 dotesplat Damag and Martin Böhme. † 1622. simand 1991 19sinu ne bistellad of M. Nun freut euch, lieben. 232. heilige Dreifaltig 136 Von ber heil. Dreieinigkeit. Hilf uns, o wahrer mensch und Auch angerufen werden Als urGott, Wir wollen dir für deinen sprung aller dinge. tod Und alle wohlthat danken. 2. Gott, du bist einig für und für, Nichts sind der heiden götter, Kein heil, noch trost ist aus ßer dir, Kein Helfer noch erretter. Laß mich, o Herr, auf dich allein Von ganzem Herzen trauen, Dir inniglich ergeben seyn, Auf niemand anders bauen, Dir, Gott, allein anhangen. 9. D heilger Geist, du werthe fron, Erleuchter unsrer finnen, Der du vom Vater und vom Sohn Ausgehest ohn beginnen, Du bist allmächtig und ohn end, Der Vater und der Sohn dich sendt, Im glauben uns zu leiten. 10. Herr, du gebierest durch die tauf Uns wiederum aufs neue, Hernachmals auch nimmst du uns auf, Wenn du giebst wahre reue; Durch dich wird unsre hoffnung fest, Und wenn uns alle welt verläßt, Bleibst du bei uns im Herzen. is 11. Wir bitten dich demüthiglich, Daß es ja mög durchdringen, Was wir für seufzer oft vor dich In unsrer noth vorbringen. Und wenn die letzte stund da ist, So hilf, daß wir auf Jesum Christ Getrost und selig sterben. 12. Gott Vater, Sohn, und heil ger Geist, Für alle gnad und güte Sey immerdar von uns gepreist Mit freudigem gemüthe! Des himmels heer dein lob erklingt, Und heilig, heilig, heilig singt, Das thun auch wir auf erden. snis Dr. Justus Gesenius+1671. M. Christ unser Herr zum.d 233. meine feel erhebe 3. D Herr, mein Gott, du bist ein Geist Und theilest bei uns allen An gaben aus, was geistlich heißt, Nach deinem wohlgefallen; Laß mich stets geistlich seyn gesinnt, Daß wenn ich vor dich trete, Ich deine kraft in mir empfind Und dadurch dich anbete Im geist und in der wahrheit. 4. Du bist, o Gott, von ewigkeit Ohn anfang und ohn ende. Gieb, daß mein herz von aller freud Des zeitlichen sich wende, Auf daß ich möge immerdar Drum bitten und drauf denken, Weil alles hier ist wandelbar, Daß du mir dort wollst schenken Das unvergänglich erbe. 1 5. D Gott, du bist an allem Fill ort Und gar nicht zu ermessen! Ob einer hier ist oder dort, Ist er dir nicht entseffen. Laß mich nicht zweifeln, wo ich sey, Du könntst dich mein annehmen; Auch, thu, laß mich da= bei Des böjen vor dir schämen Und überall dich fürchten. zu betrachten, Wie Gott hat offenbaret sich, Und wie man ihn sollachten, Daß er der Allerhöchste ist Im himmel und auf erden, Und soll gerühmt zu jeder frist 6. Unendlich ist, Herr, deine macht, zu retten, die dich lieben, Und wenn der gottlof dich ver[ 9.8.) Von der heil. Dreieinigkeit. 137 acht, Die rache auch zu üben. gern verleihest. Hoffnung wird Gieb, daß sich deiner allmacht nicht zu schanden. schuß Fort über mich erstrecke, Mich auch nicht menschengrimm und trug, Nur deine straf erschrecke. Du tödtest leib und seele. 11. Allselig bist du, Gott und frei, Du thust, was dir beliebet, Du bist ein milder Herr dabei, Der reichlich gutes giebet,& af mich mit dem zufrieden seyn, Was ist dein heil'ger wille, Gieb auch, daß ich von dir allein Und deiner güte fülle Erwarte alls in allem. 7. Voll höchster weisheit bist du, Gott, Niemand kann sie ergründen; Wie groß und schwer auch ist die noth, Weißt du doch rath zu finden. Gieb, daß ich dir stets traue zu, Auf dich werf meine sorgen, Auch übles weder denk noch thu, Weil du siehst ins verborgen' Und prüfest herz und nieren. 12. Gott, wenn ich dich so fenn und ehr, Dein wort zum grunde sebze, Kann ich mich drob erfreuen mehr, Als über alle schäße, Bis ich dort, o mein heil und licht, Ohn lallen dich werd nennen, Von angesicht zu angesicht Anschauen und erkennen und ohn aufhören loben. 8. Gott du bist heilig und gerecht, Du kannst die sünd nicht leiden, Wer sagen will, er sey dein knecht, Der muß das böse meiden. Gieb, daß ich mich zu jeder zeit Der heiligkeit befleiße, Nachjage der gerechtigkeit, Auch dein gericht gutheiße, Ob ichs schon nicht begreife. 13. Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Der du auch willst auf erden Von mir und allen seyn gepreist, Laß deinen ruhm groß wers den; Verleih mir gnade, kraft und stärk, Daß ich zu allen zeiten, Herr, deinen ruhm und deine wert Könn mehr und mehr auss breiten, So lang' ich hab das leben. 9. Du bist sehr gnädig, fromm und gut, Wo sich befehrt der jünder, Erbarmst dich, wie ein Vater thut, Von herzen deiner finder. David Denice, t 1680. men änd Mel. Allein Gott in der höhe Herr, laß von deiner lieb und gnad ad mich allweg trøst bekom234. ewigkeit, Der Gotts Bater, von E men, Von mir auch meine missethat So fern sey hingenommen, Als morgen ist vom abend. heit wahre quelle, Dich ehrt die ganze christenheit, Denn deines thrones stelle Ist herrlich, voller majestät, Daß billig dir zumdienste steht Der himmel sammt der erde. 10. Gott, deine wahrheit stets besteht, Und wohl dem, der dir gläubet! Der himmel und die erd vergeht, Dein wort, Herr, ewig bleibet. Gieb, daß ich fürchte dein gericht Und alles was du dräuest, Auch hoffe, was dein wort verspricht, Daß du mirs L9. 9.1 2. Als Vater hast du deinen Sohn Von ewigkeit gezeuget, Daß sich vor seiner Gottheit thron Der chor der engel beuget: Als Vater hast du dieses welt Und Von der heil. Dreieinigkeit. 138 alles an das licht gestellt, Auch väterlich erhalten. pilis wollen offenbaren, Daß du mit deinem namen heißst Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Wir danken dir mit freuden. disk) 3. Drum bleib noch ferner zugethan Als Vater deinen kindern Und nimm dich unsrer wohlfahrt 9. Denn wer dich, Gott, recht an, Hilf allen armen sündern, Daß wir von deiner mildigkeit Zur guten und zur bösen zeit Trost, schuß und nahrung haben. 4. Gott Sohn, des Vaters ebenbild, Von ewigkeit geboren, Und endlich, da die zeit erfüllt, Als Mittler auserkoren, Ein wahrer Gott und mensch zugleich, weiß und kennt, Der hat das wahre leben, Und wer von deiner liebe brennt, Den kannst du bald erheben, Daß er nach dieser trüben zeit Im licht der frohen ewigkeit Dich wesentlich kann schauen. oriSalomo Lifcevius. † 1689. 1689. als In eigner Melodie. s Der du der welt dein himmel 235. Bater, allmächti reich Durch deinen tod dir da 5. Als Gott und mensch haft du den thron Zu deines Vaters rechten, Uns wider allen neid und hohn Des teufels zu verfechten. Ach hilf uns durch dein theures blut, Daß uns dein Vater bleibe gut und ewiglich gewogen. pi6. Gott, heilger Geist, du himmelsgast, Der frommen schatz und frone, Der du den ausgang ewig haft Vom Vater und vom Sohne, Du süßer Tröster, treuster freund, Der du die deinen wohlgemeint In alle wahrheit leitest. schreien wir in der noth Durch deine große barmherzigkeit Erbarm dich über uns! 2. Christe, wollst uns erhören, Für uns bist du geboren Von Maria. Erbarm dich über uns! 3. Heilger Geist, wollst uns geben, Dich allzeit herzlich zu lieben und nach dein'm willen zu leben. Erbarm dich über uns! andlind. 4. Vergieb uns all unsre sünde, Hilf uns in der letzten stunde, Führ uns zum ewgen leben. Er7. Komm, wahrer Gott, mit barm dich über uns! deiner fraft. Zu deinen auser- 9dbu Joh. Spangenberg.+ 1550. wählten, Gieb uns den rechten M. Erhalt uns, Herr, beid lebenssaft Und tröste die gequälen lob, ehr, preis ten, Bleib unser schuß und zuund herrlichkeit versicht, Der feelen schaß und Gott dem Vater in ewigkeit, Der freudenlicht Und unsers geistes alle ding erschaffen hat, Erhälts leben.dim bit and this auch durch sein göttlich gnad. an 8. D heilige Dreieinigkeit, Je- nd 2. Ehr sey auch sein'm geliebahovah der heerschaaren pid Der ten Sohn, Der uns alls gute hat bu durch deine christenheit Haft gethan, Der für uns ist am freuz 236. [[ 9.10.1 Von der heil. Dreieinigkeit. 139 gestorbn Und uns das himmel- Und alle wahrheit wird bekannt. reich erworbn.ied woman monisd 4. O heilige Dreifaltigkeit, D 3. Ehrsey auch Gott dem heilgen wahre einige Gottheit, Erhör uns e aller aus barmherzigkeit und führ uns perstand zu der seligkeit! hid min an Gb931 ge Johannis des Täufers. od. der gebest seinem volt, Die da ist in $ 8-79. vergebung ihrer fünde, den.d11. Durch die herrliche barmer Herr, herzigkeit unsers Gottes, Durch Israel, welche uns besucht hat der auferlöset gang aus der höhe, a 12. Auf daß er erscheine denen, die da sizen in finsterniß und schatten des todes, Und richte unsre füße auf den weg geredet des friedens. dia n ner hei- 13. Lob und preis sey Gott dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, in tuld tte von der hand 1919 14. Wie es war im anfang, jetzt und immerdar Und von ewigfeit zu ewigkeit. Amen. opelam wietl feit er Ind ge- 238. elobt fey Gott mit G bund. freuden. find oni 1uc1, 68-78.Le M. Helft mir Gotts güte preisen. 239. Gott ey gelobt mit Ismuß der rael besucht und auch das volk 1 diene- der heiden, zu segnen, was verelang flucht; Er hat sein horn erhöht, erechtig- Das sich von heil ergießet Und Ha dalles leid versüßet, So von der ating. Und du findlein, wirst ein sünd entsteht. all thilnadu prophet des Höchsten heißen, Du wirst vor dem Herren hergehn, 2. Ach daß sich möcht ergieBen Das heil in meine feel, Und mildig überfließen Des geistes daß du seinen weg bereitest st 10. Und erfenntniß des heilsfreudenöl, So mir durch dieses 19. 11.] Ferichte gerichtet n hause snisd ner ge= r Abra Von der heil. Dreieinigkeit. 138 alles an das licht gestellt, Auch väterlich erhalten. agilis 3. Drum bleib noch ferner zugethan Als Vater deinen findern Und nimm dich unsrer wohlf an, Hilf allen armen sünd Daß wir von deiner mildi Zur guten und zur bösen Trost, schuß und nahrung ha 4. Gott Sohn, des Vo ebenbild, Von ewigkeit gebe Und endlich, da die zeit erf Als Mittler auserforen, Ein rer Gott und mensch zugl Der du der welt dein him reich Durch deinen tod erwor da 5. Als Gott und mensch du den thron Zu deines V rechten, Uns wider allen neid hohn Des teufels zu verfed Ach hilf uns durch dein the blut, Daß uns dein Vater b gut und ewiglich gewogen. pic6. Gott, heilger Geist, du melsgast, Der frommen schatz frone, Der du den ausgang haft Vom Vater und vom Si Du süßer Tröster, treuster fre Der du die deinen wohlger In alle wahrheit leiteſt. 27. Komm, wahrer Gott, deiner fraft. Zu deinen da wählten, Gieb uns den re lebenssaft Und tröste die ge ten, Bleib unser schuß uni versicht, Der feelen schap freudenlicht Und unsers g leben. him hit and this an 8. D heilige Dreieinigkeit, Jehovah der heerschaaren pidDer bu durch deine christenheit Haft SIL wollen offenbaren, Daß du mit deinem namen heißst Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Wir danken dir mit freuden. *, Gott, recht Der hat das ver von deien kannst du er nach dielicht der froesentlich kann † 1689. vius. t 1689. elodie. [[ 9. 10.1 er, allmächtiGott, Zu dir noth Durch erzigkeit Er1! 20 uns erhören, jeboren Von über uns! wollst uns t herzlich zu ein'm willen n dich über ill unsre fünlegten stunde, en leben. Erberg.+ 1550. Herr, beid ob, ehr, preis id herrlichkeit ewigkeit, Der hat, Erhälts auch durch ein göttlich gnad. nd 2. Ehr sey auch sein'm geliebten Sohn, Der uns alls gute hat gethan, Der für uns ist am freuz Von der heil. Dreieinigkeit. 139 gestorbn Und uns das himmel- Und alle wahrheit wird bekannt. reich erworbn.ied woman monisd 4. D heilige Dreifaltigkeit, D wahre einige Gottheit, Erhör uns aus barmherzigkeit Und führ uns zu der seligkeit! himmin an 201 3. Ehr sey auch Gott dem heilgen Geist, Durch dessen gnade aller meist Ein licht aufgehet im verstand XII. Am Tage Johannis des Taufers. urd Das deutsche Benedictus od. der gebeft seinem volt, Die da ist in Lobgesg. Zachariä. Luc. 1, 68-79. vergebung ihrer sünde, M. Meine seel erhebt den.d11. Durch die herrliche barms 237. elobet fey der Herr, herzigkeit unſers Gottes, Durchy der Gott Israel, Denn er hat besucht und erlöset jein volt, in welche uns besucht hat der aufs gang aus der höhe, 1912. Auf daß er erscheine denen, die da sipen in finsterniğ und schatten des todes, Und richte unsre füße auf den weg 3. Als er vor zeiten geredet des friedens. dim anl hat Durch den mund seiner bei- 13. Lob und preis fey Gott ligen propheten. nd an dem Vater und dem Sohne und gerichtet 2. Und hat uns aufgerichtet ein horn des heils In dem hause feines dieners Davids.org smisd 4. Daß er uns errette von unsern feinden und von der hand aller, die uns haffen. sp. dem heiligen Geiste, in uld 14. Wie es war im anfang, jetzt und immerdar Und von ewigfeit zu ewigkeit. Amen. fopelam 238. elobt fey Gott mit C freuden. find dnis uc.1, 68-78.Le M. Helft mir Gotts güte preisen. 239.ott fey gelobt mit freuden, Der Is= rael besucht und auch das volf der heiden, zu segnen, was verflucht; Er hat sein horn erhöht, Das sich von heil ergießet Und dalles leid versüßet, So von der sünd entsteht. all thilnadus 19 5. Und die barmherzigkeit erzeiget unsern vätern Und gedächte an seinen heiligen bund. May 6. Und an den eid, den er ge9510. schworen hat Unserm vater Abraham, uns zu geben, hid mand 07. Daß wir erlöset aus der hand unsrer feinde, Ihm dieneten ohne furcht unser lebelang fiel 8. In heiligkeit und gerechtigfeit, Die ihm gefällig ist. Hoe ating. Und du, findlein, wirst ein prophet des Höchsten heißen, Du 2. Ach daß sich möcht ergiewirst vor dem Herren hergehn, Ben Das heil in meine feel, Und daß du seinen weg bereitest st mildig überfließen Des geistes 10. Und erfenntniß des heilsfreudenöl, Co mir durch dieses 19. 11.] 140 Am Tage Johannis des Täufers. heil Nach Gottes heilgem orden weil sein nam wird seyn Nur eis Und dessen tod geworden Auf ner; und sein ruhm, Wenn Badieser welt zu theil. drafts bylon gefallen, Wird weit und breit 3. Was Gott vormals verspro- erschallen In seinem eigenthum. chen Durch einen theuren eid, 9. Gelobet sey der name Des Das hat er nie gebrochen; Es zeugt die folgezeit Von dem, was Gottes mund Verheißet, ja die zeiten, Die werden noch von weitem Die wahrheit machen kund. 4. Er wird sein volt erretten, Wie vormals ist geschehn, Von Herren ewiglich, Gesegnet sey der same Der heiligen, die sich zum opfer stellen da Nach Gottes wohlgefallen, Und laffen Gott erschallen Ihr lob. Halleluja! Laurentius Laurenti. † 1722. aller feinde ketten, Die ihnen wis derſtehn, Er wird barmherzigkeit 241. Mein herz nur die, Gott, allzeit. noch feinde sich ereigen In dieser letz- uding, dan ten zeit. on Esaias 40, v. 1-8. 5. Er hat es fest geschworen, M. Wie nach einer Wasserq. Und denkt an ſeinen bund, Den 242. röſtet, tröſtet meine er, nun geboren machet kund; Drum wird er von der hand Der feind und allem bösen Sein Israel erlösen Und bringen in den stand. 6. Auch was in fündenketten Noch liegt und todesgraus, Wird er in gnaden retten Und bringen in sein haus; Er wird der heiden füll In herrlichkeit eingehen, Und Israel wird sehen Des Herren gnadenwill. 7. Da werden sie ihm dienen Ohn furcht ihr lebelang, Dieweil das heil erschienen, Das sie ohn furcht und zwang, In wahrer heiligkeit, Auf dieser ganzen erden Mit luft verehren werden Und in gerechtigkeit. 8. Dann wird man Gott erkennen Und Jesum Christ allein Als seinen herren nennen, Die240.hr fünder, hört, wer dort. mein volk! spricht mein Gott. Tröstet, die sich jetzt betrüben Ueber feindes hohn und spott! Weil Jerusalem wohl dran, Redet fie gar freundlich an, Denn ihr leiden hat ein ende, Ihre ritterschaft ich wende. 2. Ich vergeb all ihre sünden, Ich tilg ihre missethat, Ich will nicht mehr sehn noch finden, Was die straf erwecket hat; Sie hat ja zwiefältig leid Schon empfangen, ihre freud Soll sich täglich neu vermehren Und ihr leid in freud verkehren. 3. Eine stimme läßt sich hören In der wüsten weit und breit, mism Alle menschen zu bekehren: Macht dem Herrn den weg bereit! Machet Gott ein ebne bahn! Alle welt soll heben an Alle thäler [ 9. 12.] am Tage Johannts des Täufers. 141 zu erhöhen, Daß die berge nied- recht; Denn des herren herrlichrig stehen! feit, Offenbar zu seiner zeit, Macht, daß alles fleisch kann sehen, Wie, was Gott spricht, muß geschehen. nis 50 Joh. Olearius. † 1684. OUTIE 4. Ungleich soll nun eben werden Und was höckricht werden schlecht, Alle menschen hier auf erden Sollen leben schlecht und XIII. Um Tage der Heimsuchung Maria. store nattel oull mollin 19pl0oor ristiss Den hungrigen giebt er hier brod, Die reichen müssen leiden noth, Ihr leben muß verschmachten. großen Gott, der ewig lebt, Mein geist ist voller freuden, Daß Gott mein Gott und Heiland ist, Der mich ihm selbst hat auserfiest, Ob ich gleich schmach muß leiden. start sifa 6. Er denfet der barmherzigfeit Und nimmt hinweg das große leid, Das Ifrael mit schmerzen Ausstehen muß in dieser welt, Dem hilft er auf, wenn's ihm gefällt Und trägt ihnstets im herzen. 2. Er hat mich gnädig ange blickt und mich elenden recht er quickt, Darum ich ihn nun preise In der gemein vor jedermann, Denn Gott hat viel an uns ge than Auf wunderbare weise. 7. Wie er denn hat mit Abraham, Zu dem er in die hütte fam, Und seinen findeskindern Durch einen eid verbunden sich, Den wird er halten ewiglich, Er lässt sich nichts verhindern. sd 8. Ich dank dir auch von her3. Sein nam ist heilig, feine zensgrund, D Gott, für das, was macht Wird hoch in aller welt mir dein mund Versprochen hat geacht't, Er bleibet allzeit allen zu geben. Es ist gewiß, hier wirst Voll güte und barmherzigkeit, du mich Erretten und dort ewigDie ihn zu fürchten sind bereit, Nach seinem wohlgefallen.sj s16 4. Mit seinem arm übt er gewalt, Zerstreut und stürzet alles bald, Was sich mit stolz aufer schwellet; Die mächtigsten stößt er vom thron Und giebt den 244. licy In freudent laffen leben. Joh. Heermann. 1647.19 nsnsid Das Magnificat, lisoder der Lobgesang Mariä. do siteuc. 1, 46-155. lisa and d In eigner Melodie out feinden lohn, er zu boden fället.dstad ng nachinsm 919 mein geist freuet sich Gottes mei- 10 5. Er jept die niedrigen hins nes Heilandes, der junct auf Die feines reinen wortesb 2.Denn er hat seine elende lauf Befördern und groß achten, magd angesehen; Siehe, von nun [ 9. 13.] Luc. 1, 46-55. noun M. Kommt her zur mir, spr. 243. Den Herren meine Deel eine feele erhebt den 142 Am Tage der Heimsuchung Mariä. an werden mich selig preisen alle an mir ein werk erweiset, Dap findeskind, ami ganga 15dodas mich jeder selig preiset, Wer an diese wohlthat denkt. 3. Denn er hat große ding an mir gethan, Der da mächtig ist und deß name heilig ist spun 3. Zwar ich schäße mich ge= ringe Gegen solche große dinge, Die mein Heiland an mich wendt; Er ist heilig, hoch und mächtig, Seine werke groß und prächtig, Seine gnade sonder end. 6. Er stößet die gewaltigen vom stuhl Und erhebet die niedrigen. 4. Erzerstreut die stolzen sinnen, Die aus hoffahrt viel beginnen, Dämpfet, was ihm widersteht, Stürzt die hohen von dem throne 7. Die hungrigen füllt er mit Und bescheeret dem die trone, gütern Und läsfet die reichen leer. Den er aus dem staub erhöht. 8. Er gedenfet der barmher- 5. Die verlangen, sich zu lazigkeit und hilft seinem diener ben, Sättigt er mit milden gaIfrael auf, sier Gis ben, Reiche, die in eitler ehr Sich mit großen gütern brüsten, Nie nach seiner kost gelüsten, Lässt er dürftig, arm und leer. 9. Wie er geredt hat unsern vätern, Abraham und seinem samen ewiglich.310 0:01 4. Und seine barmherzigkeit währet immer für und für Bei denen, die ihn fürchten. dian 5. Er übet gewalt mit seinem arm Und zerstreut, die hoffärtig find in ihres herzens sinn. ist 10. Lob und preis sey Gott 6. Israel, dem frommen knechte, dem Vater und dem Sohn Und dem heiligen Geiste! 11. Wie es war im anfang, jeßt und immerdar Und von ewigkeit zu ewigkeit. Amen. Beut er seine hülf und rechte, Nimmt ihn freundlich auf und an, Wie er schwur bei seinem namen; Abraham und dessen samen Bleibt er ewig zugethan. 245. Meine feele Gott erhebt.it Luc. 1, 46-55. 1:25 M. Ach, was soll ich fünder. 7. Volk des Herrn! lob, ehre, spp leiste, Vater, Sohn, sammt Heilgem Geiste! Wie es war zu jeder zeit, Also soll es ferner bleiben, spir 246. eine feele will also wollen wir es treiben, Bis in alle ewigkeit. ihr Ihren Herrn und hort erheben, Ihren ruhm und bestes theil; Mein gemüthe springt vor freuden, Sich D. Christoph Wegleiter. † 1706. fosil Luc. 1, 46-55. In eigner Melodie. in ſeinem Gott zu weiden, Jauchzet 2. Der sich hat zu mir gebücket Und mein elend angeblicket, Da ich schmählich lag versenkt, Der 247. Wein herz und feel Herren hoch erhebet, Den großen Gott, der ewig herrscht und lebet, Mein geist in mir sich meines Heilands [ 9. 14.] Am Tage der Heimsuchung Mariä. 143 din freut und seinen ruhm vermeh- erschrecklich fallen: Die niedrigen ret allezeit. erhebet er davor Und stellet fie 2. Denn er hat mich elenden ganz unverhofft empor.& angesehen und mein gebet erhö- 7. Die hungrigen, die ihn vor ret und mein flehen; Es hat der Herr mich armen reich ge macht, Er hat mit gnad und rettung mich bedacht. sur is augen haben, Erfüllet er mit gütern und mit gaben, Die reichen lässt er leer im überfluß, Daß noth und angst darauf erfolgen muß. tim tindian 1sdit 3. Gott, dessen macht nicht fann ergründet werden und dessen nam im himmel und auf erden Hochheilig ist, hat große ding gethan An mir, die ich nicht all erzählen kann. sbisd day 8. Er denfet der barmherzigfeit und güte, Daß er fortan uns väterlich behüte und seine firch im ganzen erdenkreis Erhalt und schüß zu seines namens preis. 4. In keiner noth hat er mich je verlassen, Barmherzigkeit ist bei ihm ohne maaßen Und währet von geschlecht fort zu geschlecht, Wo man ihn fürcht't und hoch hält seine recht. 9. Die treu, die er im neuen bund und alten Geredet hat, die wird er ewig halten, Der Herr verlässt uns, seine finder, nicht, Weil zu ihm steht all unsre zubreversicht. 5. Er übt gewalt mit seines armes stärke, Daß jedermann muß spüren seine werke; Die stolz und hoch in ihrem herzen seynd Zerstreuet er und ist denselben feind. 6. Er stößet, die gewaltig sind vor allen, Von ihrem stuhl, daß sie 10. Gott Bater, dir sey dank gesagt und ehre! Herr Jesu Christ, den glauben in uns mehre! Dheilger Geist, erneu uns herz und mund, Daß wir dein lob ausbreiten jede stund! David Denicke. † 1680. STE RES Michaelis, Michaelis, Engeln und deren Dienste. die noth. In eil gefasst sich ma248.us lieb läfft Gott chen Und reißen die, so fürchten XIV. Um Tage oder: Von den heil. M. Allein Gott in der höh. der christenheit Viel gutes widerfahren, Aus licb hat er ihr zubereit't Viel tausend engelschaaren. Darum man fröhlich fingen mag: Heut ist der lieben engel tag, Die uns gar wohl bewahren. Gott, Aus ihrer feinde rachen. Darum man fröhlich singen mag: Heut ist der lieben engel tag, Die immer für uns wachen. mani 3. Sie führen auf den straßen wohl Die großen sammt den kleinen, Daß keiner schaden leiden soll An füßen und gebeinen. Da2. Sie lagern sich, wenn komint [ 9. 15.] Am Tage Michaelis, 144 rum man fröhlich singen mag: Heut ist der lieben engel tag, Die uns mit treuen meinen. aufhörlich loben, Daß du deiner engel schaar, Die uns schüßet vor gefahr, Deinem volke giebst von oben. Ach wer kann doch würdiglich, Herr der engel, preisen dich? 4. Solch wohlthat denen wird erzeigt, Die nach dem Herren fragen; Die engel ihnen sind geneigt, Den satan sie verjagen. Darum man fröhlich fingen mag: Heut ist der lieben engel tag, Die uns gen himmel tragen. 2. Diese geister sind geschaffen, Daß sie sollen tag und nacht Schüßen uns mit solchen waffen, Die kein mensch recht kennen mag. Diese helden müssen kämpfen Wider das, was in der welt Uns an leib und feel nachstellt, SonderGeorg Reimann. † 1615. M. Es ist das heil uns kommen. 249. Die engel, die im lich den satan dämpfen. Ach wie kann man würdiglich, Gott, für solches preisen dich? himmelslicht Jehorah fröhlich loben Und schauen Gottes angesicht, Die sind wohl hoch erhoben; Doch sind sie von dem Herrn bestellt, Daß sie die tinder auf der welt Behüten und bewahren. 2. D große lieb, o große güt, Die Gott uns armen zeiget, Daß auch ein englisches gemüth Sich zu den kindern neiget, Die Gott im glauben hangen an; Drum lobe, was nur lallen kann, Gott mit den engelschaaren. 3. Zwar es müssen auch die frommen, Wenn der Herr sie prüfen will, In gefahr und trübsal kommen, Dann stehn ihre engel still; Aber, wenn sie sich gehalten Ritterlich, so treten dann Auch ihr' engel wieder an, Die so wohl ihr amt verwalten, Daß man kaum kann würdiglich, Herr, für solches preisen dich. 4. Gott der forget für die seinen; Ob er erst zwar in ges fahr, Seine kinder läsfet weinen, Zeuget er doch offenbar, Daß er bald sie wolle retten; Er allein weiß unser best, Er, der seine fürsten lässt Uns zum dienst und schuß auftreten. Ach wie kann man würdiglich, Herr, für solches preisen dich? 3. Ach werdet doch den engeln gleich, Ihr sterblichen auf erden, Auch hier in diesem gnadenreich, An Herzen und gebärden. Es ist der engel amt und pflicht, Daß Gottes will allein geschicht Im himmel und auf erden. Laurentius Laurenti. † 1722. M. Sollt ich meinem Gott. 5. Nicht allein durch tapfre 250. G hr und dank sey thaten Helfen sie vielmals gedir gesungen, Gro- schwind, Engel wissen auch zu Ber Gott, mit süßem ton! Alle rathen, Wenn wir ganz verirret völker, alle zungen Müssen stehn sind. Als Elias gar nicht wusste, vor deinem thron Und dich un- Was zu thun, da rieth ihm bald [ 9. 16.] oder: von den heil. Engeln und deren Dienste. 145 Gottes engel, was gestalt Seinen lich noch von oben. Laß hinfort weg er nehmen musste. Herr, uns würdiglich, Herr der engel, wie kann man würdiglich Auch preisen dich. für solches preisen dich? Joh. Nist. † 1667. 6. Engel können uns erfreuen, Wenn wir vor des satans lift M. Nun danket alle Gott. Und der argen welt uns scheuen, 251. Wie das klar zu sehen ist Dort an Joseph, den sie sagten: Feind Herodes wäre todt Ünd sammt ihm des kindleins noth, Daß sie nichts nach dräuen fragten. Herr, wie kann man würdiglich Auch für solches preisen dich? 7. Engel können troft ertheilen; Wenn es scheinet, daß man schier Müsse zur verzweiflung eilen, Dann so treten sie herfür, Gießen fraft in unsre herzen, Wie sie Christo selbst gethan, Als er auf dem leidensplan Fühlte höll und todesschmerzen. Herr, wie kann man würdiglich Auch für solches preisen dich? 8. Nun, so will fichs ja geziemen, Daß wir unsre herrlichkeit, Die uns Gott ertheilet, rühmen, Wenn er uns in dieser zeit Solche große fürsten giebet, Helden, die zu tag und nacht Schüßen uns durch seine macht. Schauet, wie der Herr uns liebet! Ach wie kann man würdiglich Auch für solches preisen dich? in streit, ein groa sich in dem himmel, Der frieg nahm immer zu, Es war ein groß getümmel; Der große Michael Mit seiner engelschaar Stritt heftig, bis der drach Ganz überwunden war. Der teufel musste weichen; Er 2. Der große drach, die schlang, ward gestoßen aus, Der pflegt herum zu schleichen, Der alle welt verführt, Der satan, unser feind, und alle mussten fort, Die seine engel seynd. 3. Ich hörte eine stimm Mit großer freud erschallen: Nun ist das heil, die kraft, Das reich, die macht in allen Gott worden, ſeinem Christ, Weil der verwor fen ist, Der sie verklaget hat Vor Gott zu aller frift. 4. Sie haben durch das lamm Und sein blut überwunden, Das theure zeugnißwort Hat sie bewährt erfunden, Sie habn ihr leben nicht Geliebt bis an den tod. Freut euch, ihr himmel! nun, Gott lob! hats keine noth. DES 9. Ehr und dank sey dir gefungen, Großer Gott, mit süßem ton! Alle völker, alle zungen Müssen stehn vor deinem thron Und In eigner Melodie. dich unaufhörlich loben, Daß du 252. err Gott, dich los H deiner engel schaar, Die uns schüßet vor gefahr, Sendest täg- sollen billig danken dir Für dein ben alle wir Und [ 10. 1.] 10 Am Tage Michaelis, 146 geschöpf der engel schon, Die um dich schwebn in deinem thron. 2. Sie glänzen hell und leuchten klar und sehen dich ganz offenbar, Dein stimm sie hören allezeit Und sind voll göttlicher weisheit. 3. Sie feiern auch und schlafen nicht, Ihr fleiß ist ganz das hin gericht't, Daß sie, Herr Christe, um dich seyn Und um dein armes häufelein. 4. Der alte drach und böse feind Vor neid, haß und vor zorne brennt, Sein sinnen steht allein darauf, Wie von ihm werd getrennt dein hauf. 6. Darum fein rast noch ruh er hat, Schleicht wie ein löw, tracht't früh und spat, Legt garn und strick, braucht falsche list, Daß er verderb, was christlich ist. 7. Indessen wacht der engel schaar, Die Christo folgen immerdar Und schützen deine christenheit, Wehren des teufels listigkeit. 8. An Daniel wir lernen das, Da er unter den löwen saß, Desgleichen auch dem frommen Lot Der engel half aus aller noth. 10. Also schützt Gott noch heut zu tag Vor übel und vor mancher plag Uns durch die lieben engelein, Die uns zu wächtern. geben seyn. 5. Und wie er z'vor hat bracht in noth Die welt, führt er sie nech in tod; Kirch, wort, geſey, 253. Nun da alle, Gott M. Durch Adams fall ist. dankt, ihr christen all ehrbarkeit zu tilgen ist er stets bereit. 9. Dermaaßen auch des feuers glut Verschont und keinen schaden thut Den knaben in der heißen flamm, Der engel ihn'n zu hülfe fam. 415263 11. Darum wir billig loben dich Und danken dir Gott ewiglich, Wie auch der lieben engel schaar Dich preiset heut und immerdar. 12. Und bitten dich, du wollst allzeit Dieselben heißen seyn bes reit, zu schüßen deine kleine heerd, So bleibt dein göttlich wert im werth. sisulis Baul Eber. † 1569, nach dem latein. des Melanchthon: dicimus grates tibi. Mit herzen und mit munde, Lobt unsern Herren Zebaoth, Weil er zu aller stunde In der gefahr Üns immerdar Erweiset gnad und segen, Auch stets lässt seyn Die engelein Bei uns auf unsern wegen. 2. Ist das nicht große gütigfeit, Daß engel uns bewachen? Ist das nicht lieb und freundlichkeit, Daß sie sich um uns machen Mit starker macht Und sind bedacht, Wie sie von allem bösen, In aller noth Auch von dem tod Uns kräftiglich erlösen? 3. Nun fürchten wir uns nimmermehr, Mit satan engel streiten, und dieses heilge himmelsheer Hat Gott auf seiner feiten. Der [ 10-2] 147 oder: von den heil. Engeln und deren Dienste. kann das feld, Wenns ihm ge- werth, Daß du ihm dazu schenfällt, Ohn alle müh erhalten, Es fehlt ihm nicht, Wenn er nur spricht, Muß hülfe ob uns kest mit andern auch noch diese gnad, Daß er die himmelsgeister hat Zu seinem schuß und hütern? 4. Herr, diese große freundlichkeit Und wunderbare güte Erheischet von uns allezeit Ein dankbares gemüthe. Darum, o Gott, so rühmen wir Die große lieb und danken dir Für solche hohe gnade. walten. 4. Darum will ich auf meinen Gott In aller trübsal bauen, Und ihm allein in aller noth Leib, feel und gut vertrauen. Nichts achte ich, Ob wider mich Gleich alle feinde stehen: Wenn bei mir seyn Die engelein, Muß alles wohl abgehen. 5. Ach Herr, laß mir am leßten end Auch diesen schuß gedeihen Und mir die lieben wächter fend, Ach thu es mir verleihen! Laß sie doch fein Die seele mein In Abrahams schooß tragen, So will ich dir, Und sie mit mir, Dort ewiglich dank sagen. Martin Ninkart. † 1649. M. Nun freut euch, lieben. 254. Gott, der du aus herzensgrund Die menschenkinder liebest Und uns zu aller zeit und stund Viel gutes reichlich giebest, Wir danken dir, daß deine treu Bei uns ist alle morgen neu In unserm gan zen leben. 2. Wir preisen dich insonderheit, Daß du die engelschaaren Zu deinem lobe haft bereit, Au uns mit zu bewahren, Daß unser fuß an feinem stein, Wenn wir auf unsern wegen seyn, Sich stoße und verlege. 3. Was ist der mensch allhier auf erd, Daß du sein so gedentest Und achtest ihn so hoch und 5. Es ist der starken helden kraft Gestanden uns zur seiten, Durch sie hast du uns ruh geschafft zu diesen bösen zeiten, Die kirche und die polizei, Ein'n jeden auch für sich dabei, In seinem stand erhalten. 6. Verleih, o Herr, durch deine gnad, Daß wir fest an dir bleiben Und ja nicht selbst durch übelthat Die engel von uns treiben; Gieb, daß wir rein und heilig seyn, Demüthig und ohn Heuchelschein Dem nächsten gerne dienen. 7. Gieb auch, daß wir der engel amt Verrichten dir zu ehren Und deine wunder allesammt Außbreiten und vermehren, Die du uns in der ganzen welt Und detnem wort haft vorgestellt Voll weisheit, macht und güte. 8. Und wie du durch die engel haft Aus noth uns oft geführet, So, daß uns manche schwere last Und plage nicht berühret, So thu es ferner noch hinfort, Befiehl, daß sie an allem ort Sich stets um uns herlagern. 9. Laß deine kirch und unser lano 10* [ 10. 3.] 148 Katechismus- Gesänge. Vom Gesep. Der engel schuß empfinden, Daß end Den satan von uns jagen fried und heil in allem stand Und unsre feel in deine händ Sich bei uns möge finden; Laß Und Abrahams schooß tragen, fie des teufels mord und list Da alles heer dein lob erklingt, Und was sein reich und anhang Und heilig! heilig! heilig! singt ist Durch deine kraft zerstören. Ohn einiges aufhören. 10. Zulegt laß sie an unferm Justus Gesenius. † 1671. bin nun XV. Katechismus- Gesänge. 30 Vom Gefeß. d Hilf, daß ich deinen willen thu, und ruh Und was ich sonst daneben Bedarf in diesem leben. Vergieb mir alle meine schuld Und habe doch mit mir geduld, In der versuchung stärke mich, Vom bösen rett auch gnädiglich: Dein ist die macht und ehre. M. D Herr Gott, begnad. 255. A Gieb treuer Gott, Durch deine rechte und gebot, Daß ich dir fest vertraue Und auf sonst niemand baue, Daß ich recht deinen namen brauch, Am sabbath bei dem danken auch Und beten dein wort höre, Die obern lieb und ehre; Daß ich dem nächsten nüß- 4. Ich danke dir vom herzenslich sey, Meid haß, neid, unzucht, dieberei, Verleumdung, lügen, böse luft. Herr, mache mir ja wohl bewusst, Wie du die fünde strafest. 2. Ich glaub an einen Gott allein, Von dem all ding erschaffen seyn Und noch erhalten werden Im himmel und auf erden. Ich glaube auch an Jesum Christ, Der Gott und mensch geboren ist, Für mich am freuz gestorben, Da er mir heil erworben; Vom tod erstanden und darauf Ins himmels thron gefahren auf, Von da er uns sein warten heißt. Ich glaub an Gott den heilgen Geist Und eine auferstehung. 1919th grund, Daß mich, o Gott, der heilge bund, Die taufe, neu geboren, Dir hab ich da geschworen. Entsagt hab ich dem bösewicht und angelobet, daß ich nicht Mich woll abführen lassen Von Gottes weg und straßen. O Va ter, Sohn und Geist, verleih Aus gnaden, daß ich bleib hierbei, Gieb, daß ich täglich sterbe ab Den bösen listen, die ich hab, Im neuen leben wandle. 1914 3. O Vater, hoch und wundersam, Sehr heilig sey bei mir dein nam Und laß zu deinen ehren Dein reich bei mir sich mehren. 5. Des Herren Jesu leib und blut. Kommt in dem nachtmahl uns zu gut, Es friegt der glaube stärke, Daß ichs inwendig merke. Dein zorn alsdann, o Vater, fällt, Wenn dir daselbst wird vorgestellt, Wie das, was ich verschuldet, Dein Sohn am freuz erduldet Er giebet seinen leib [ 10. 4.] D Katechismus- Gesänge. Vom Gesep. für mich, Sein blut vergeußt er mildiglich; O Vater, nimm dies opfer an, Verzeihe mir, was ich gethan, Hilf mir aus allen nöthen. 2. Mos. 20, 1. In eigner Melodie. 256. ies sind die heilgen zehn gebot, Die uns gab unser Herre Gott Durch Mosen, seinen diener treu, Hoch auf dem berg Sinai. Kyrieleis. 2. Ich bin allein dein Gott und Herr, Kein götter sollt du haben mehr, Du sollt mir ganz vertrauen dich, Von herzensgrund lieben mich. Kyrieleis. 3. Du sollt nicht führen zu unehrn Den namen Gottes, deines Herrn, Du sollt nicht preisen recht noch gut, Ohn was Gott selbst redt und thut. Kyrieleis. 4. Du sollt heilgen den siebnten tag, Daß du und dein haus ruhen mag, Du sollt von dein'm thun lassen ab, Daß Gott sein werk in dir hab. Kyrieleis. 5. Du sollt ehrn und gehorsam seyn Dem Vater und der mutter dein Und wo dein hand ihn'n dienen kann, So wirst du langs leben han. Kyrieleis. 6. Du sollt nicht tödten zor niglich, nicht hassen und selbst rächen dich, Geduld haben und sanften muth Und auch dem feind thun das gut. Kyrieleis. 7. Dein eb' sellt du bewahren rein, Daß auch dein herz kein andre mein', Und halten keusch 149 das leben dein Mit zucht und mäßigkeit fein. Kyrieleis. 8. Du sollt nicht stehlen geld noch gut, Nicht wuchern jemands schweiß noch blut, Du sollt aufthun dein milde hand Den aimen in deinem land. Kyrieleis. 9. Du sollt kein falscher zeuge seyn, Nicht lügen auf den nächsten dein, Sein unschuld sollt auch retten du Und seine schand decken zu. Kyrieleis. 10. Du sollst deins nächsten weib und haus Begehren nicht, noch etwas draus, Du sollt ihm wünschen alles gut, Wie dir dein herz selber thut. Kyrieleis. 11. Die gebot all uns geben sind, Daß du dein sünd, o menschenkind, Erkennen sollt und lernen wohl, Wie man vor Gott leben soll. Kyrieleis. 12. Das hilf du uns, Herr Jesu Christ, Der du der mittler worden bist, Sonst ists mit unferm thun verlorn, Verdienen doch eitel zorn. Kyrieleis. D. Martin Luther.+ 1546. M. Ach Gott vom himmel. 257. S err, deine rechte und gebot, Danach wir sollen leben, Wollst du mir, o du treuer Gott, Ins herze selber geben, Daß ich zum guten willig sey, Mit sorgfalt und ohn heuchelei, Was du befiehlst, vollbringe. 2. Gieb, daß ich dir allein vertrau, Allein dich fürcht und liebe. Auf menschen hülf und trost nicht [ 10. 5.] 150 Katechismus- Gesänge. Vom Gesep. bau, In deiner furcht mich übe, lich nähr Und böser ränke schäme, Daß großer leute gnad und Mein herz vom geiz und unrecht gunst, Gewalt, pracht, reichthum, kehr, Auch nichts durch list hinwiß und kunst mir nicht zum nehme, Und von der arbeit meiabgott werde. ner händ, Was übrig ist, auf arme wend Und nicht auf pracht und hoffart. 3. Hilf, daß ich deinen gnadenbund Aus deinem wort erfenne, Auch nicht unnüglich mit dem mund, Herr, deinen namen nenne, Daß ich bekenne für und für, Was ich in meiner taufe dir So stark und fest versprochen. 9. Hilf, daß ich meines nächsten glimpf zu retten mich befleiße, Von ihm abwende schmach und schimpf, Doch böses nicht gut heiße; Gieb, daß ich lieb aufrichtigkeit Und hab ein'n abscheu jederzeit An lästerung und lügen. thin 4. Laß mich am tage deiner ruh Andächtig vor dich treten, Die zeit auch heilig bringen zu Mit danken und mit beten, Daß ich hab alle luft an dir, Dein wort gern höre und dafür Herzinniglich dich preise. 10. Laß mich des nächsten haus und gut Nicht wünschen, noch begehren, Was aber mir von nöthen thut, Das wollst du mir besche5. Die eltern, lehrer, obrig- ren, Doch, daß es niemand schädfeit, So mir gegeben werden, Laß lich sey, Ich auch ein ruhig herz mich ja ehren allezeit, Daß mirs dabei Und deine gunft behalte. wohl geh auf erden; Für ihre 11. Ach Herr, ich wollte deine treu und fleiß laß mich, Auch recht und deinen heilgen willen, wenn sie werden wunderlich, Gehorsam seyn und dankbar. si Wie mir gebühret, deinem knecht, Ohn mangel gern erfüllen; So fühle ich, was mir gebricht, Und wie ich das geringste nicht Vermag aus eignen fräften. 6. Hilf, daß ich nimmer eigne rach Noch zorn und feindschaft übe, Dem, der mir anthut trop und schmach, Verzeihe und ihn liebe, Sein glück und wohlfahrt jedem gönn, Auch schau, ob ich ihm dienen könn, Und thu es dann mit freuden. 12. Drum gieb du mir von deinem thron, Gott Vater, gnad und stärke! Verleih, o Jefu, Gottes Sohn, Daß ich thu rechte werte! heilger Geist, hilf, daß ich dich Von ganzem Herzen und als mich Ohn falsch den nächsten liebe. 7. Unreine lust und hurerei Laß mich von herzen meiden, Daß dir mein thun gefällig sey, Wenn du mich heifsst abscheiden; Schaff in mir, Gott, ein reines herz, Daß Gungstfe David Denicke. † 1680. nating ads an m. Dies sind die heilgen. bin der Herr ich schandbare wort und ſcherz, 258. und Gott allein, Auch schlemm'n und saufen hasse. 8. Gieb, Herr, daß ich mich red- Mein name soll dir heilig seyn, dhu [ 10. 6.1 Katechismus- Gesänge. Vom Gesetz. 151 gern entbehrn. Kyrieleis. Nimm wohl in acht den fabbath- nicht begehrn Und seines gutes tag, Ehr auch dein eltern ohne flag. Herr, erbarm dich unser! 2. Tödt niemand, halt das ehbett rein, Laß jedem williglich das sein', Fleuch falsche zeugniß im gericht, Kein fremdes gut begehr auch nicht. Herr, erbarm dich unser! 6. Die gebot all uns geben sind, Daß du dein sünd, o menschenkind, Erkennen sollt und lernen wohl, Wie man vor Gott recht leben soll. Kyrieleis. GRING 3. Begehr feins andern weib, gesind, Auch nicht sein efel oder rind Und was derselbe sonsten hat. Das ist des Herren will 7. Das hilf du uns, Herr Jefu Chrift, Der du der mittler worden bist, Sonst ists mit unt= serm thun verlorn, Verdienen nichts, denn eitel zorn. Kyrieleis. 1994 9pm mo und rath. Herr, erbarm dich un- Dr. Martin Luther. † 1546. 7 nained the sün dron 9 bile ing on 2. Moj. 20, 1.sndag o In eigner Melodie. 259. Mensch, willt du leben seliglich Und bei Gott bleiben ewiglich, So mussst du halten die gebot, Die uns gegeben unser Gott. Kyrieleis. 2. Dein Gott allein und Herr bin ich, Kein ander Gott soll irren dich, Trauen soll mir das herze dein, Mein reich und wohnung sollt du seyn. Kyrieleis. 1120 donn 3. Du sollt mein'n namen ehren schon Und in der noth mich rufen an, Du sollt heilgen den fabbathtag, Auf daß ich in dir wirken mag. Kyrieleis. 511901 4. Dem vater und der mutter dein Sollt du nach mir gehorsam seyn, Niemand tödten noch zornig seyn Und deine ehe halten 8970302 rein. Kyrieleis. M. Wenn wir in höchsten. vor Gott bestahn, 260. mensch, willst du So muffft allein ihn rufen an, Kein andre götter neben ihm Anbetn noch ehrn in deinem sinn. 2. Du sollst sein'n nam mißbrauchen nicht, Denn Gottes aug doch alles sieht, Dein red sey wahr von ja und nein, Daß that und wort stimm überein. 3. Den sabbath feir, lieb Gottes wort, Fleuch aller leger seelenmord, Geh gern zur firch, bet, fing im haus, So wird dein thun wohl gehen aus. 4. Ehr vater, mutter, obrigfeit, Folg treuen lehrern allezeit, Betrüb sie nicht mit ungebärd, So wirst du lange lebn auf erd. 80 am lebn, Wer blut vergeußt, solls wieder gebn, Halt keinen zorn 5. Du sollt einem andern stehlen bis über nacht, Vergieb, wer nicht, Auf niemand falsches zeugen dirs nicht recht gemacht. richt, Deins nächsten weib auch 6. Dein ehbett heilig halt und bus 091 ( 10. 7.] Katechismus- Gesänge. Vom Gesetz. 152 rein, Zeuch christlich deine kindelein, Unfeuschheit meid und hurerei, Dein herz ein tempel Gottes sey. 7. Stiehl deines nächsten güter nicht, Gieb rechte maaß, ell und gewicht, Vor Gott besteht ein treue hand Und geht ohn scheu durch alle land. mun of 8. Ein falsch gezeugniß auch nicht gieb, Dein'n nächsten wie dich selber lieb, Unschuld hilf retten, wie du weißt, Wenn man dich schon ein anders heißt. 9. Laß dich deins nächsten haus und gut Gelüsten nicht aus geizgem muth, Was dir Gott giebt, das halt zu rath, Verhüt aufs best deins nächsten schad. 10. In summ, deins nächsten weib und find Belieb dir nicht, noch dein gesind, Gieb ihnen rath und ursach nicht, Daß sie vergessen ihre pflicht. 11. Nun, Herr, o du getreuer Gott, Du haft gegeben die gebot, Verleih auch deinen heilgen Geist, Daß wir danach thun allermeist. ordnand ist Joh. Hermann Schein+ 1630. susia 2. Mo, 20, 1.blour M. Dies sind die heil. an 261.28 enn ich die heilgen zehn gebot Betrachte, die du selbst, o Gott, Gegeben hast, erschrecke ich, Daß ich so sehr erzürnet dich. Kyrie eleis. her niso smi 2. Ich hab die kreatur, weit mehr Geliebt, als dich und deine ehr, Dich nicht gefürcht't, dir nicht vertraut, Auf mich und menschenhülf gebaut. Kyrieleis. 3. Ich habe deinen nam und bund Vergeblich oft geführt im mund, mit herzensandacht nicht betracht't, Herr, deine weisheit, güt und macht. Kyrieleis. ss0 4. Ich hab zubracht den sabbathtag In wollust oder müh und plag, Dein wort versäumt, und nicht gepreist, Was du für wohlthat mir beweist. Kyrieleis. 5. Ich habe nicht geacht't allzeit Die eltern, lehrer, obrigkeit; Thr treu und sorge nicht erkannt, Auch nicht gedient mit willger hand. Kyrieleis. 6. Ich hab den nächsten nicht geliebt, Vielmehr geneidet und betrübt, Zank, hader, streit gefangen an, Durch zorn und rachgier sünd gethan. Kyrieleis. 7. Ich hab unreine luft gesucht, Nicht heiligkeit geliebt und zucht, Zum öftern auch in trank und speif Hintan geseget maaß und weif. Kyrieleis. 8. Ich hab mein amt nicht so verricht't, Wie es erfordert meine pflicht, Mtt unrecht gut an mich gebracht, Den armen nicht mit hülf bedacht. Kyrieleis. 1193 9. Ich hab den lästrer gern gehört, nicht alls zum besten fortgekehrt, mich nicht beflissen jederzeit Der wahrheit und aufrichtigkeit. Kyrieleis. siC dlad 10. Ich hab mit rechtes schein und list Begehrt, was meines nächsten ist, Was sich an gütern bei ihm findt, Sein amt, sein [ 10. 8.] Katechismus- Gesänge. Vom Geseg. haus land, vieh, gesind. Kyrieleis. 11. Ach, starker und eifriger Gott! Wer dich veracht't und dein gebot, Deß lohn ist zorn und ungenad Bis in den dritten, vierten grad. Kyrieleis. 12. Der aber hat in tausend glied Fort zu erwarten gnad und fried, Der dich, Herr, liebt und dein geseß Hält über alle luft und schäß. Kyrieleis. 13. Ein solches herze ist nicht hier, Es wohnet gar nichts guts in mir; Ich habe nicht darnach gefragt, Was du gedräut und zugesagt. Kyrieleis. 14. Mein dichten ist von jugend auf Sehr bös im ganzen lebenslauf, Denn ich ganz von der scheitel bin Verderbt bis auf die fußsohl hin. Kyrieleis. 153 missethat, Die er auf sich genommen hat. Kyrieleis. SA 16. Wer merket auch, wie oft er fehlt, Bis sein gewissen ihn drum quält? Sollt ich antwor= ten vor gericht, Ich könnt auf tausend eines nicht. Kyrieleis. 1917. Ach Vater, sieh mein elend an, Verzeihe mir, was ich gethan, Nimm weg durch deine gut und huld Die schwere straf, die ich verschuldt. Kyrieleis. 201 18. Gedenk, daß dein Sohn Jesus Christ Ein fluch am holze worden ist Für mich und meine 19. Der neue bund ist da gestift't, Kein fluch mich in demselben trifft, Er bringt gnad, segen und dabei, Daß ich vom jündendienst bin frei. Kyrieleis. 22. Gott Vater, hilf von deinem thron! Hilf, o Herr Jesu! Gottes Sohn! Hilf, heilger Geist, und stärke mich, Daß ich dir diene williglich! Kyrieleis. 15. Wie nun ein brunn sein wasser quillt, So hat mein herz auch angefüllt Mein thun und David Denicke. † 1590. Psalm 119. faffen allzumal Mit ſünd und 262.ohn wandel seyn M. Wo Gott der Herr nicht. denen, die lastern ohne zahl. Kyrieleis. Und Gott von Herzen lieben, Die sein gesetz bewahren rein Und sich darinnen üben! Wohl denen, welche jederzeit zu seinem dienſte sind bereit! Die thun gewiß kein übels. thr 20. Weil ich denn bin in Christo nun Geschaffen, gute werk zu thun, So gieb mir deines Geistes gab, Daß ich vom bösen lasse ab. Kyrieleis. 21. Daß ich nach deinem willen leb, Der sünden luft stets widerstreb Und darnach ringe fort und fort, Daß ich eingeh zur engen pfort. Kyrieleis. 2. Uns allen, o du großer Gott, Hast du befehl gegeben, zu halten treulich dein gebot, So lange wir hier leben. D, daß ich immer deine recht, Wie zu= steht einem treuen fnecht, Mit ganzem ernste hielte! 3. Ein gast bin ich nur auf [ 10. 9.] 154 Katechismus- Gesänge. Vom Geset. der erd Und muß gar bald von herrlichste Von seinem Gott gehinnen; Drum gieb, daß nicht zieret. Sein schmuck und seine geneiget werd Zum geiz mein zier War die gerechtigkeit. Und Herz und sinnen; zu dir ich seine hohe würd War lauter heimeine Hoffnung hab, Mein Gott, mligkeit. Hat kehr doch in gnaden ab Die ou dull madap sila sar schmach, die ich befürchte. 2. Er konnte seinen Gott 194. Wie wird ein jüngling seine Ganz völliglich erkennen und aus bahn Unsträflich vor dir gehen? des Herzens grund Ihn seinen VaWie muß er fangen alles an, ter nennen: Des Schöpfers ganDamit er könn bestehen? Wenn zen willn, Sein wort und sein er nach deinem wort sich hält geheiß, Konnt er mit luft erfülln Und fleucht die ärgerniß der welt Zu Gottes hohem preis.b Und seines fleisches lüste.. and lion than simma 105. Von deinem zeugniß red ich frei Auch wohl bei großen Herren, Ich rühme deine werk dabei, Sie sey nah oder ferren, Denn zu großes nehm und mich desselben gar nicht schäm, Was deine ehr be fördert. Honda M 3. Der leib viel schöner war, Als jemand konnt aussprechen, Er war frei von dem tod, Vor krankheit und gebrechen, Der gen himmel an, Wie auch die fisch im meer, Ihm waren unterthand, frothy d3 dnstug ist ds] ii sdunly misste bialy 611 6. Mein mund gar sehnlich oft beklagt, Mein Herz ist drob 4. Durch ungehorsam ist Dies entzündet, Daß man nach dei- ebenbild verloren, Die erbsünd nem wort nicht fragt, Daß got- aber wird uns allen angeboren, tesfurcht verschwindet. Ich eifere Daß nun die menschenkind'r, So mich schier zu tod, Daß man viel ihr'r immer seyn, Vor Gott dein recht und dein gebots So find eitel sündr Und keiner mehr liederlich vergiffet.onon 1st dnu uist reint. id ug nid bim in dom bij jod juk this 7. Herr, deine rechte sind mein lied In meinem haus mit freuden, 5. Mein Gott, ich bitte dich, Dadurch erlang ich ruh und fried, Dem alten menschen steure, Im Auch trost in meinem leiden. O, geiste meins gemüths Rechtschafdaß sich zu mir hielten all, Die fen mich erneure, Damit mein gerne durch der pfalmen schall ganzes lebn Ohn alle heuchelei Dein lob, bo Gott, ausbreiten! du deinem dienstergebn Und giars M. unbeflecket fey.id bu fisgallo um d bilde Gottesdill gob. Jacob Rambach. † 1735. Gott, du frommer. 263. 3m war Der erste rad si dorp retul Bup na menscharformiret Und auf das dandonna noc diem me and 10. 10.1 4155 Katechismus- Gesänge. Vom Glauben. 1100 11911191 Vom Glaube 1 an das s snis anu bumith misstar, tom and SIPAN dall M. O Gott, du frommer. laden Mit vielem unglück war; 264. err, allerhöchster Vertritt du mich bei Gott, Da= 5 mit mein schwacher glaub Nicht werde hier zu spott. had ads! Gott, Von dem wir alle gaben, Und was uns nüglich ist, Durch Chriftum müseisen haben, Ich fünder klage dir, Daß leider ich nicht fann Dich, wie ich gerne wollt, Im glauben beten an. His na ng 7. Ach lieber Herr, wie du Für Petrum haft gebeten, Daß er nicht möchte ab Vom wahren glauben treten, So bitte auch für mich, Der du mein mittler 2. Ich glaube ja zwar wohl, bist, Weil es dein wille ja Und Doch mit sehr schwachem glau- mir ersprießlich ist. busft anll ben, Den mir noch will dazu 8. Erhöre mich, mein Gott! Der arge feind wegrauben. In Mein Gott, mich doch erhöre! solcher noth, o Gott, Weil ich Merk auf mein flehen und Der auf dich allein Vertraue, wollest bitte mich gewähre, Daß ich des du Mein treuer helfer seyn. glaubens ziel, Der seelen seligtus 3. Ach reiche du mir, Herr, Doch keit, Erlange dort einmal Bei si deine gnadenhände, Hilf meiner dir in ewigkeit. an mesn schwachheit auf und stärkung miradds tis Peter Busch. † 1744. Ob dem senfforn M. D Herre Gott, begnad. gleich, Mein glaube iſt sehr klein, 265.Soft allein, Der So laß ihn doch bei mir. In stetem wachsthum seyn.sds 4. Ich bin zwar schwach, doch sey Der glaub in mir geschäftig, Und deine stärk und kraft Sey in mir schwachen kräftig. Ach zeuch mich hin zu dir, Herr, meine zuversicht, Auf daß sich mehr' in mir Des wahren glaubens licht. m2 5. D frommer Gott, der du Das fünklein angezündet Des glaubens, fach es an, Daß, wenn sich is noth einfindet, Ich wohl gerüstet arjey Und gute ritterschaft Ausübe 2. Ich glaube auch an Jefum allezeit Durch dieses lichtes fraft. Christ, Der Gott vom Vater ewig a6. Herr Jesu, blicke du Mich ist, Ein wahrer mensch geboren, an aus lauter gnaden, Wie dort, Daß ich nicht sey verloren, Der das arme weib Von Kana, das be- s mir des Vaters huld erwarb, Am [ 10. 11.] alle dinge groß und klein, Den himmel und die erden Aus nichts hat lassen werden, Der auch mich selbst aus lauter gnad zu seinem dienst erschaffen hat, Mir leib und feel gegeben, Sinn und vernunft daneben. Durch seine weisheit, macht und güt All sein geschöpfe er behüt; Er ist mein Vater und mein Gott, Der mir zu hülfe kommt in noth, Mich fchüßzet und ernähretud surg0 156 Katechismus- Gesänge. stamm des freuzes für mich starb, Fuhr zu der hölle nieder, Stand auf vom tode wieder Und, zu vollenden seinen lauf, Fuhr er ins himmels thron hinauf, Von da er kommen wird einmal, zu richten die sehr große zahl Der lebenden und todten. dar 3. Ich glaub auch an den heilgen Geist, Der gleich ist wahrer Gott und heißt Ein lehrer unsrer finnen, Der ewig ohn beginnen Vom Vater und vom Sohn ausgeht, Der den betrübten hier beisteht, Daß sie vergebung finden All ihrer schuld und sünden. Ich glaube, daß erhalten werd Ein allgemeine kirch auf erd, Bei der stets bleib des Geistes gab. Ich glaub, daß dieses fleisch vom grab Werd auferstehn zum leben. In eigner Melodie. Vom Glauben. 3. Verleih, daß ich aus herzensgrund Mein'n feinden mög vergeben, Verzeih mir auch zu dieser stund, Schaff mir ein neues leben; Dein wort mein speis laß allweg seyn, Damit mein seel zu nähren, Mich zu wehren, Wenn unglück geht da-. her, Das möcht mich bald abfehren. dat 4. Laß mich kein lust noch furcht von dir In dieser welt abwenden, Beständig seyn ans end gieb mir, Du hasts allein in händen; Und wem dus giebst, der hats umsonst, Es mag nie mand ererben Noch erwerben Durch werke deine gnad, Die uns errett't vom sterben. 2. Ich bitt noch mehr, o Herre Gott! Du kannst es mir wohl geben, Daß ich werd nimmermehr zu spott, Die hoffnung gieb daneben, Voraus, wenn ich muß hie davon, Daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen Auf all mein eigen thun, Sonst wird michs ewig reuen. 5. Ich lieg im streit und widerstreb, Hilf, o Herr Christ, dem schwachen, An deiner gnad allein ich tleb, Du kannst mich stärker machen. Kommt nun anfechtung wehr, Daß sie ch ruf zu dir, Herr 266. bitt: erhör mein flagen, Verleih mir gnad zu dieser frist, Laß mich doch nicht verzagen. Den rechten glauben, Herr, ich mein'; Den wollest du mir geben, Dir zu leben, Luc. 17, 5. Meinem nächsten nuß zu seyn, Dein wort zu halten eben. umstoße. Du kannst maaßen, Daß mirs nicht bring gefahr; Ich weiß, du wirsts nicht lassen. stut uusin Aus dem 16. Jahrh. M. Ach Gott vom himmel. 267. Gottes Sohn, Herr Jesu Christ, Daß man recht könne gläuben, Nicht jedermannes ding es ist, Noch standhaft zu verbleiben; Drum hilf du mir von oben her, Des wahren glaubens mich gewähr Und daß ich drin be harre. 2. Lehr du und unterweise mich, [ 10. 121 157 Katechismus- Gesänge. Vom Glauben. Daß ich den Vater kenne, Daß mit gerechtigkeit Erfüllt und ihren ich, o Jesu Christe, dich Den früchten.in allod 50 de dag Sohn des Höchsten nenne, Daß ich auch ehr den heilgen Geist, Zugleich gelobet und gepreist In dem dreieingen wesen. 8. Herr, durch den glauben wohn in mir, Laß ihn sich in mir stärken, Daß er sey fruchtbar für und für Und reich in guten werken, Daß er sey thätig durch die lieb, Mit freuden und geduld sich üb, Dem nächsten stets zu dienen. 3. Laß mich vom großen gnadentheil Die wahr erkenntniß finden, Wie der nur an dir habe theil, Dem du vergiebst die fünden; Hilf, daß ichs such, wie mir gebührt, Du bist der weg, der mich recht führt, Die wahrheit und das leben. 9. Insonderheit gieb mir die kraft, Daß vollends bei dem ende Ich übe gute ritterschaft, zu dir allein mich wende In meiner letzten stund und noth, Des glaubens end durch deinen tod, Die feligkeit erlange. 19 nadgard dalgs 4. Gieb, daß ich traue deinem wort, Ins herze es wohl fasse, Daß sich mein glaube immerfort 10. Herr Jesu, der du angeAuf dein verdienst verlasse, Daß zündt Das fünklein in mir schwazur gerechtigkeit mir werd, Wenn chen, Was sich vom glauben in ich von sünden bin beschwert, mir findt, Das wollst du stärker Dein freuztod zugerechnet.sd machen; Was du gefangen an, vollführ Bis an das end, daß dort bei dir Auf glauben folg das schauen. 02 5. Den glauben, Herr, laß trösten sich Des bluts, so du vergos sen, Auf daß in deinen wunden ich Bleib allzeit eingeschlossen Und David Denice.+ 1680. +1680. durch den glauben auch die welt, 268. Schöpfer aller menUnd was am Für koth und schaden achte., 6. Wär auch mein glaub wie senfforn klein Und daß man ihn taum merke, Wollst du doch in mir mächtig seyn, Daß deine gnad mich stärke, Die das zerbrochne rohr nicht bricht, Das glimmend docht auch vollends nicht Auslöschet in dem schwachen.ni bose 1197. Hilf, daß ich stets sorgfältig feys Den glauben zu behalten, Ein gut gewissen auch dabei, Und daß ich so mög walten, Daß ich sey lauter jederzeit, Ohn anstoß, 269. reuer muß M. Zion flagt mit angst und. Gott, ich die klagen meines Herzens jammerstand, Ob die wohl sind meine plagen Besser, als mir selbst bekannt; Große schwachheit ich bei mir In anfechtung oftmals spür, Wenn deri satan allen glauben Will aus meinem Herzen rauben. p2. Dupi Goff, dem nichts ist verborgen, Weißst, daß ich nichts von mir hab, Nichts von allen meinen sorgen, Alles ist, Herr, deis 0 18.] 1381 ne gab. Was ich gutes find an mir, Das hab ich allein von dir, Auch den glauben mir und allen Giebst du, wie dirs mag gefallen. 3. D mein Gott, vor den ich trete Jeßt in meiner großen noth, Höre, wie ich sehnlich bete, Laß mich werden nicht zu spott, Mach zunicht des teufels werk, Meinen schwachen glauben stärk, Daß ich nimmermehr verzage, ChriKatechismus- Gesänge. Vom Glauben. brachtem lauf Ich den auser- d wählten gleiche Und des glaubens ziel erreiche. 8. Gott, groß über alle götter, Heilige Dreieinigkeit, Außer dir ist kein erretter, Tritt mir selbst zur rechten seit, Wenn der feind die pfeil abdrückt, Meine schwachheit mir aufrückt, Will mir allen frost verschlingen und mich in verzweiflung bringen. ftum stets im herzen trage.ad dnu 9. Zieh du mich aus seinen stricken, Die er mir geleget hat, Laß ihm fehlen seine tücken, Drauf er sinnet früh und spat, Gieb fraft, daß ich allen strauß Ritterlich mög stehen aus, Und so oft ich noch muß kämpfen, Hilf mir meine feinde dämpfen. 4. Jesu, du brunn aller gnaden, Der du niemand von dir stößst, Der mit schwachheit ist beladen, Sondern deine jünger tröst'st, Sollt ihr glaube auch so flein, Wie ein kleines sensforn seyn, Wollst du sie doch würdig schäpen, Große berge zu versezen. 201 5. Laß mich deine gnade finden, Der ich bin voll traurigkeit, Hilf du mir selbst überwinden, So oft ich muß in den streit; Meinen glauben täglich mehr', Deines Geistes schwerdt verehr, Damit ich den feind kann schlagen, Alle pfeile von mir jagen. 10. Reiche deinem schwachen Das auf matten füßen Deine gnadenhand geschwinde, Bis die angst vorüber. geht; Wie die jugend gängle mich, Daß der feind nicht rühme sich, Er hab solch ein herz gefället, Das auf dich sein hoffnung stellet. 6. Heilger Geist im himmelsthrone, Gleicher Gott von ewigfeit mit dem Vater und dem Sohne, Der betrübten troft und Freud, Der du in mir angezündt, So viel ich vom glauben find, Ueber mir mit gnaden walte, Ferner deine gab erhalte. 11. Du bist meine hülf im leben, Mein fels, meine zuversicht Dem ich leib und feel ergeben, Gott, mein Gott, verzeuch doch nicht; Eile, mir zu stehen bei, Brich des feindes pfeil entzwei, Laß ihn selbst zurücke prallen Und mit schimpf zur hölle fallen. 12. Ich will alle meine tage 7. Deine hülfe zu mir sende, Rühmen deine starke hand, Daß Ddu edler herzensgast, Und das du meine piag und klage Hast fo gute werk vollende, Daß du an gnädig abgewandt; Nicht nur in gefangen haft; Blas das kleine der sterblichkeit, Soll dein ruhm fünklein auf, Bis daß nach voll- seyn ausgebreit't, Ich wills auch [ 10. 14.1 finde, steht, Katechismus- Gefänge. Vom Glauben. Joh. Heermann. † 1647. M. O Gott, du frommer Gott. 270. Verfuchet euch doch hernach erweisen und dort ewig- Er giebt vom himmelsthrone lich dich preisen. bishe stid Sein eingebornes find, Er liebt uns in dem Schne, Sept liebe gegen haß. Wer gläubig dies erkennt, Wird bald in lieb entselbst, Ob ihr zündt, Die allen haß verbrennt. 7. Wie uns nun Gott gethan, Thun wir dem nächsten eben; Droht er uns mit dem tod, Wir zeigen ihm das leben; Flucht er, so segnen wir; In schande, spott und hohn Ist unser bester trost Des himmels ehrenfron. is im glauben stehet, Ob Christus in euch ist, Ob ihr ihm auch nachgehet In demuth und geduld, In sanftmuth, freundlichkeit, In lieb dem nächsten stets Zu dienen seyd bereit. Abits 2. Der glaube ist ein licht Im herzen tief verborgen, Bricht als ein glanz herfür, Scheint als der helle morgen, Erweiset seine fraft, Macht Christo gleich gesinnt, Erneuert herz und muth, uns zu Gottes kind. 3. Er schöpft aus Christo heil, Gerechtigkeit und leben Und thut in einfalt es Dem nächsten wiedergeben; Dieweil er überreich In Christo worden ist, Preist er die gnade hoch, Bekennet Jesum Christ. bistand 8. Sept uns Gott auf die prob, Ein schweres kreuz zu tragen, Der glaube bringt geduld, Macht leichte alle plagen; Statt murren, Macht ungebärd Wird das gebet erweckt, 919 in Weil aller angst und noth Von Gott ein ziel gesteckt. SH070 4. Er hofft in zuversicht, Was Gott im wort zusaget; Drum muß der zweifel fort, Die schwermuth wird verjaget. Sieh, wie der glaube bringt Die hoffnung an den tag, Hält sturm und wetter aus, Besteht in ungemach. 5. Aus hoffnung wächst die lieb, Weil man aus Gottes händen Nimmt alle dinge an, Nicht zürnet, thut nicht schänden; Denn alles uns zu nuß und besten ist gemeint, Drum dringt die liebe durch Auf freunde und auf feind. 6. Wir waren Gottes feind, 159 9. Man lernet nur dadurch Sein elend recht verstehen, Wie auch des höchsten güt, Hält an mit bitten, flehen, Verzaget an sich selbst, Erkennet sich für nichts, Sucht bloß in Christo kraft, Der quelle alles lichts. 1100-001 10. Hält sich an sein verdienst, Erlanget geist und stärke, In solcher zuversicht zu üben gute werke, Steht ab von eigensinn, Flieht die vermessenheit, Hält sich in Gottesfurcht Im glück und schwerer zeit.de 11. So prüfe dich denn wohl, Ob Christus in dir lebet, Denn Christi leben ists, Wornach der glaube strebet. Erst machet er gerecht, Dann heilig, wirket luft Zu allem guten werk. Sieh, ob du auch so thust. [ 10, 15.] 160 Katechismus- Gesänge. Vom Gebet und Vater Unser. 12. O Herr, so mehre doch der schein Freiwillig davon aus; In mir den wahren glauben, So Du bist mein Gott und Herr, kann mich keine macht Der guten Bewahr mich als dein haus. werk berauben. Wo licht ist, geht Joach. Justus Breithaupt.+ 1732. Vom Gebet und Vater Unser. M. O Gott, du frommer. dein wort Uns fall wie himmels271. Bater, unser Gott, thau Aufs herze und uns stets du durch große güte Uns immerfort erweist Dein väterlich gemüthe, Hilf, daß von uns auch werd Der finder amt verricht't In furcht, gehorsam, lieb Und fester zuversicht. erbau. 6. Erleuchte den verstand, Den glauben uns vermehre, Die lieb in uns entzünd, Des satans reich zerstöre. Verleihe, daß auch wir Oftmals an unserm theil Anwünschen deiner firch Glück, aufnaým, fried und heil. 2. Du bist im himmelsthron; An allen ort und enden, Wo wir dich rufen an, Willst du dich zu uns wenden; So höre, Herr, ach hör Von deinem freudensaal, Warum wir bitten dich Hier in dem thränenthal. 7. Ach, Vater, unser Gott, Hilf, daß erfüllet werde Dein Heilger guter will Im himmel und auf erden, Daß unser eigner will Und sündliche begier Durch deine kraft in uns Absterbe für und für. 3. Ach Vater, unser Gott, Laß deinen Geist uns lehren, Wie deine majestät In demuth sey zu ehren, Daß wir betrachten recht, Wie groß, o Gott, du bist Und daß der arme mensch Nur staub und asche ist. 4. Laß uns nichts lieber seyn, Als deinen namen preisen Für alle güt und gnad, Die du uns thust beweisen, Daß jedermann werd fund, Wie unaussprechlich sey, Herr, deine weisheit, macht, Barmherzigkeit und treu. 5. Ach Vater, unser Gott, Du hast uns aufgenommen Hier in dein gnadenreich, Da wir die tauf bekommen, Gieb, daß fortan 8. Regiere unser herz, Daß wir in guten tagen nicht stolz und sicher seyn, In bösen nicht verzagen; Gieb, daß nichts zeitliches Uns machen könn betrübt, Daß uns auch nichts erfreu, Als nur was dir beliebt. 9. Ach Vater, unser Gott, Laß uns fort deine gaben Und unser täglich brod Zur nothdurft heut auch haben; Hilf, daß wir sparsam seyn Und räthlich halten haus Und auch mit wenigem Begnüglich kommen aus. 10. Gieb einigkeit und fried, Treu, zucht und ehr daneben, [ 10. 16.] Katechismus- Gesänge. Vom Gebet und Vater Unser. 161 Auch heilsam regiment Dem orte, Durch alles durchzudringen, Daß wo wir leben; Wend feur- und unser glaube mög Die ehrenwassersnoth Durch deine starke fron erringen, Wenn in dem hand, Wend pest und frankheit legten kampf All elend, angst und ab Von uns und unserm land. noth Ein selig ende nimmt mit 11. Ach Vater, unser Gott, einem sanften tod. Aus lauter güt und gnaden Vergieb uns unsre schuld, Damit wir sind beladen; Es ist ja keine sünd, Dafür nicht habe schon mit seinem blut bezahlt Dein eingeborner Sohn. 12. Hilf, daß wir denen auch All ihre schuld erlassen, Die uns zuwider sind, Und sie darum nicht hassen, Daß wir von herzensgrund Vergessen truß und schmach Und dir in gütigkeit Und sanft muth arten nach. 18. Hierauf so sprechen wir In Jesu Christi namen, Auf sein untrüglich wort, Ein gläubig freudig Amen. O Jesu Christ, durch dich Und dein verdienst allein Wird alles ganz gewiß, Ja, ja und amen seyn. 13. Ach, Vater, unser Gott, Durch deine wunderstärke Hilf, wenn versuchung kommt, Und Martin Ninkart. † 1649. In eigner Melodie. brich des satans werke, Daß wir 272.* ir, dir; Jehovah, folgen will unserm und der welt, Wenn uns zur sünde reizt Ehr, wollust, gut und geld. 14. Laß uns in lieb und leid Gleichmüthig von gedanken, Demüthig, ohne falsch, Sorgfältig, ohne wanken Aufrichtig, tapfer, keusch, Treu, ehrbar, züchtig, rein Und ohn leichtfertigkeit Getrost und fröhlich seyn. 15. Ach Vater, unser Gott, Du wollest uns vom bösen Und was uns schädlich ist Genädiglich erlösen, Daß wir durch deine hülf Bald werden aus gefahr, Aus trübsal, kreuz und pein Errettet immerdar. 16. Verleih uns deine fraft, 17. Nun, Vater, unser Gott, Sieh an dies unser beten, Laß uns nicht unerhört Von deinem thron abtreten, Denn dein, o Herr, ist fort Je länger und je mehr In alle ewigkeit Das reich, die macht, die ehr. Denn wo ist doch ein solcher Gott, wie du? Dir will ich meine lieder bringen, Ach, gieb mir deines Geistes kraft dazu, Daß ich es thu im namen Jesu Christ, So, wie es dir durch ihn gefällig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, Damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; Dein Geist in meinem Herzen wohne Und meine sinnen und verstand regier, Daß ich den frieden Gottes schmeck und fühl Und dir darob im herzen sing und spiel. 3. Verleihmir, Höchster, solche güte, So wird gewiß mein fin. 11 [ 11. 1.] Katechismus- Gesänge. Vom Gebet und Vater Unser. 162 gen recht gethan So flingt es schön in meinem liede Und ich bet dich im ¡ geist und wahrheit and So hebt dein Geist mein herz zu dir empor, Daß ich dir psalmen fing im höhern chor.sp 9 alles ja und amen, Was ich von dir im geist und glauben bitt. Wohl mir, lob dir jetzt und in ewigkeit, Daß du mir schenkeft solche seligkeit. daiga Bartholomäus Graffeltus. † 1724. 4. Denn der kann mich bei 273. Gott, du Geber aller dir die ganz unaussprechlich sind, Der M. Ach, lieben Christen, seyd. lehret mich recht gläubig beten, 274. Gott, unser Bater, Giebt meinem 5. Wenn dies aus meinem ich dein find Und ein miterbe himmel hoch erhoben und schauest, Jesu Christi sey, Daher ich Abba, was auf erden ist, Von deinem lieber Bater! schrei. stboth throne oben, D, unser troft und zuversicht, Zu dir ist unser herz herzen schallet Durch deines heil- gericht't, Erhör uns, deine kinder! gen Geistes fraft und trieb, So 2. Hilf, daß wir deinem namen bricht dein Vaterherz und wallet dehr und preis in allem geben, Ganz brünstig gegen mich vor Hilf, daß mir immer mehr und heißer lieb, Daß mirs die bitte mehr, Herr, deinen ruhm erheben, nicht versagen kann, Die ich Dich, deine weisheit, macht und nach deinem willen hab gethan. treu Erkennen und ohn heuchelei ad 6. Was mich dein Geist selbst Dir und dem nächsten dienen. bitten lehret, Das ist nach dei- d 3. Laß uns in deinem gnadennem willen eingericht't und wird gewiß von dir erhöret, Weil es im namen deines Sohns geschicht, Durch welchen ich dein kind und erbe bin und nehme von dir gnad um gnade hin. reich Des guten Geistes gaben, Dein wort und dessen kraft zu gleich, Lieb, hoffnung, glauben haben. Des jatans fündenreich zerstör Und deine firche stets vermehr In einigkeit und wahrheit. 7. Wohl miris daß ich diesns 4. Dein will im himmel für zeugniß habe, Drum bin ich vol- und für Geschehe und auf erden; ler troft und freudigkeit I weiß, daß alle gute gabe, Die ich von dir verlange jederzeit, Die giebst du und thust überschwenglich mehr Als ich verstehe, bitte und begehr.id und Was du nicht willst, das müsse hier, D Herr, uns nimmer werden; Verleihe uns in fried und leid Ein ruhig herz, daß jederzeit Uns, was du willst, beliebe. 8. Wohl mir, ich bitt in Jesu namen, Der mich zu deiner rechten selbst vertritt, In ihm ist 5. Gieb uns heut unser täglich brod Durch arbeit unsrer hände Pest, frankheit, feur- und wassers noth Und was sonst schadt ab[ 11. 2.1 Katechismus- Gesänge. Vom Gebet und Vater Unser.$ 163 will zu dir, Wie sie mir die andacht störe, Wenn ich, Herr, dein wort anhöre. i d wende; Gieb gute obern, fried und heil, Auch jedem sein bescheiden theil, Und daß uns dran begnüge. otions 6. Vergieb uns alle unsre schuld und unser böses leben, Hilf, daß mit liebe und geduld Wir andern auch vergeben. Ach, übe an uns keine rach Und laß uns unrecht, truß und schmach Dem nächsten auch verzeihen. 97. In der versuchung, Herr, uns stärk Und hilf uns überwinden Das fleisch, die welt, des satans werk Und was uns reizt zu sünden, Daß, wenn uns wollust, ehr und geld Wird süß und liftig vorgestellt, Wir doch dawider siegen. is 2.1 Da ich irdischer gedanken Gänzlich sollte müßig gehn, Mein gemüth ohn alles wanken Lassen bei dir stille stehn Und betrachten sorgenfrei, Was der feele nüglich sey Und zum himmel uns muß bringen, Müh ich mich mit eiteln dingen. inuidio 3. Da ich sollte ganz entzündet Und im geiste brünstig seyn, Schlechte luft sich bei mir findet. Ach, wie schläfrig nehm ich ein, Was zur ewigkeit mich führt Und das höchste gut gebiert! Ach, wie kalt sind meine thränen! Ach, wie falt mein himmelssehnen! 8. Du wolleft, Herr, von aller si 4. Nun, was soll ich armer noth, Von angst und allem bösen, Von frieg und endlich gar vom tod In gnaden uns erlösen. Gieb, daß wir freudig und getrost, Wenn uns gleich manches freuz zustoßt, Des glaubens end behalten. 9. Dies alles, Vater, werde wahr, Du wollest es erfüllen, Erhör und hilf uns immerdar Um Jesu Christi willen, Denn dein, o Herr, ist allezeit, Von ewigkeit zu ewigkeit, Das reich, die macht, die chre. M. Zion klagt mit Angst. 275. Großer Gott, ich muß dir flagen Meines Herzens schweres leid, Ich muß thränend dir vortragen, Wie die schnöde eitelkeit So viel unruh stift't in mir, Wenn ich seufzen machen? Herr, es steht ja nicht bei mir, Rath zu schaffen diesen sachen, Sondern bloß allein bei dir. Du, du kannst des herzens stein, Gott, zerschlagen, du allein Kannst erwecken das verlangen, Dir mit eifer anzuhangen. 5. Laß in meinem herzen flammen Deine liebe brünstiglich. Die gedanken halt beisammen, Daß sie bloß allein auf dich Im ge= bet gerichtet seyn, Laß mir niemals fallen ein, Was nicht kann die andacht mehren, Wenn ich will dein wort anhören. 6. lente mein Daß es doch erkenne recht Deine füße himmelsgüte, So du mir, dem fündenknecht, Trägst in deinem worte für. Deffne meines herzens thür, mit recht sehnli11. [ 11. 3.] Katechismus- Gesänge. Vom Gebet und Vater Unser. 164 chem verlangen, Solche gnade zu erlangenuine seine gaben, Daß wir in dieser wanderzeit Den vorschmack süßer ewigkeit Und himmelsfehnung spain 7. Weg, ihr eiteln weltgedanfen! Weg, du schnöde nichtigkeit! haben. notingsdatur in Weicht aus meines herzens schran- 4. Herr, was du willst und fen, Daß ich jetzt allein bereit dir gefällt, Müß auch vollendet Gott dem Herrn zu dienen sey werden, Gleich wie in jener Und von unruh bleibe frei, Daß himmelswelt, Also bei uns auf ich in mir selbst verborgen könne erden. Hilf, daß wir dir gehorfür die seele jorgen. sam seyn In lieb und leid, in luft und pein, Laß uns, wenn du betrübest, Bedenken, daß du uns Und es zu machen pflegst mit denen, die du liebeft.sd iar p S 1919 Christian Kortholt. † 1694.il M. An Wasserflüssen Babyl. 276. 1918 in liebesbrunst Ganz gegen uns entbrenneft Und dich aus unerforschter gunst Selbst unsern Vater nennest, Der du im hohen himmel bist Und alles siehst, was niedrig ist, Auch uns felbst haft gelehret, Wieman recht fräftig beten foll: Gieb, daß der mund dich andachtsvoll Von ganzem Herzen ehret. id nod ibin 2. Laß deines hohen namens ruhm, Dem sich die thronen beugen Und dem der engel fürstenthum Pflegt ehre zu erzeigen, Vor dem sich luft und erdreich bückt, Vor dent der höllen pført erschrickt, Bei uns dreiheilig hetBen. Gieb reines lehr und steh uns bei, Daß wir uns, großer Gott, getreu Der heiligkeit be fleißen. stmt anda notindn 15. Gieb uns heut unser täglich brod Und was den leib ernähret, Wend ab die schwere kriegesnoth, Die land und leut verheeret. Daß wir gesund, in fried und ruh, Das kurze leben bringen zu, Gesegn all unfre sachen. Treib theurung ab und pestgefahr, Hilf, daß wir dir uns trauen gar Und dich nur lassen Jis Inson# 1196 machen. e Adamss16. Daß unsre sündge art Durch schreckliches verbrechen Gar oftmals ist dein widerpart, Wollst du, o Herr, nicht rächen; Gleich wie auch wir aus her zensgrund Denselben, die durch that und mund Uns leid an thun, vergeben. Herr, gieb uns 3. Vergönn uns, Herr, dein einen sanften geist, Der auch den gnadenreich Auch noch in diesem selben guts erweist, Die uns leben, Bis daß wir dermaleinst stehn nach dem leben, um dat zugleich mit dir in freuden schwe- 17. Verleih auch einen Heldenben; an Deins werther Geist der muth, Wenn wir jest sollen täm wohn uns bei, ut Daß unser herz pfen Mit teufel, welt und unserm nicht irdisch sey, Er schenk uns blut, Hilf, daß sie uns nicht ¡[ 11.4.1] Katechismus- Gesänge. Vom Gebet und Vater Unser. 165 dämpfen. Sey du der rechte M. Wo Gott der Herr nicht. mittelsmann Und nimm dich unser treulich an, Lehr unsre armee Vater, unser Gott, es ist Unmöglich friegen, Daß wir behalten oberhand, Und wenn der feind ist übermannt, Mit großen freuden fiegen. en 278. auszugründen Wie du recht anzurufen bist, Vernunft fanns gar nicht finden. Deßhalben bigli) men. geuß, wie du verheissst, Selbst 8. Und weil in diesem jammer über uns aus deinen Geist Der thal Nichts gutes ist zu hoffen, gnad und des gebetes, mihi Weil nichts als elend, müh und 2. Daß er bei dir uns träftigqual Allhier wird angetroffen, lich Mit seufzen mög vertreten; So steh uns in dem unfall bei So oft wir kommen, Herr, vor Und machung von demselben dich, Zu danken und zu beten, frei, Bis daß die zeit wird kom- Laß nicht nur plappern unfern men, Daß wir zu deiner herr- mund, Hilf, daß zu dir aus herzenslichkeit Aus sterblicher beschwer- grund, O großer Gott, wir rufen. lichkeit Ganz werden aufgenom- 3. Zeuch unser Herz zu di an insek to hinauf Im beten und im fingen 9. Denn dein, Herr, ist das Thu du uns mund und lippen reich und thron, Wir sind dein auf, Ein opfer dir zu bringen, unterfaffen, Es muß vor deiner Das dir gefalle, wenn allda Das allmachtskron All andre macht herz ist mit den lippen nah Und erblassen. Ob diese welt gleich nicht von dir entfernet.grodneg wird vergehn, Bleibt deine kraft 4. Im geist und wahrheit laß doch ewig stehn, Lob, preis sey immer deinem namen! Weil Jesus selbst so bitten heißt Und uns die rechte betfunft weist, Sind wir erhöret. Amen. blutio sn) is his Johann Frand.+ 1677. rod Sun in the star this to M. Herr Christ, der einig. 277. Vater aller from men, Dein nam geheiligt werd, Laß dein reich zu uns kommen, Dein will ge fcheh auf erd. Gieb brod, vergieb die fünde, Kein args das Herz entzünde, Erlös aus aller noth! zu dir Das herz uns richten, Mit andacht beten für und für Ohn fremdes denk'n und tichten. Gieb uns des glaubenz zuversicht, Das, was wir bitten, zweifeln nicht Durch Christum zu erhalten.s doing 5. Hilf, daß wir keine zeit und maaß Im bitten dir vorschreiben, Anhalten ohne unterlaß, Bet dem allein auch bleiben, Was dir gefällt, was deine ehr Und unsre wohlfahrt mehr und mehr Befördert hier und ewig. bislug 6. Laß uns im herzen und ges müth Auf unsre werk nicht bauen, Auf deine unaussprechlich güt Bartholom. Ringwaldt.+1598. tbin Vincentius Schmuc. † 1628. [ 11. 5.1 Vom Gebet und Vater Unser. 166 Katechismus- Gesänge. Laß einzig uns vertrauen. Ob wir es gleich nicht würdig seyn, Wollst du aus lauter gnad allein Uns doch der bitt gewähren. 7. Du, Vater, weißst, was uns gebricht, Weil wir noch sind im leben, Es ist dir auch verborgen nicht, In was gefahr wir schweben. Um beistand flehen wir dich an, Dein Vaterherze uns nicht kann Verlassen, deine finder. 8. Wir haben ja die freudigteit In Jesu Christ empfangen, Der gnadenstuhl ist da bereit, Die hülfe zu erlangen. Drum laß hier und an allem end Uns ftets aufheben heilge händ Ohn zorn und allen zweifel. ang 89. Dein nam, o Gott, geheiligt werd, Dein reich laß zu uns kommen, Dein will geschehe auch auf erd, Gieb fried, brod, nuß und frommen, All unsre sünden uns verzeih, Steh uns auch in versuchung bei Erlös uns von dem übel, aun art on 6. Dieser zeiten eitelkeiten Reichthum, wollust, ehr und freud, 10. Dies alles, Vater, werde Sind nur schmerzen meinem her wahr, Du wollest es erfüllen, zen, erfüllen, zen, Welches sucht die ewigkeit. Erhör und hilf uns immerdar, Um Jesu Christi willen, Denn dein, o Herr! ist allezeit Von ewigkeit zu ewigteit Das reich, die macht, die ehre. j rom misd nisi In eigner Melodie. 279. ich, hier bin ich, Laß dich finden, laß dich finden, Großer Gott, ich bin bercit. M 9101 dludan Matth. 6, 9. mi Nun freut euch, Joachim Neander. † 1680. und bigslammed lieben. 280. 280. Mater, der du im himmel bist, Geehrenkönig! Lege heiligt werd dein name; Der mich vor deinen thron! Schwache aller welt ein herrscher ist, Dein thränen, findlich jehnen, Bring gnadenreich zukomme; Laß deinen ich dir, du menschenjohn! Laß willn geschehn allzeit Auf erden, dich finden, laß dich finden Von wie im himmelreich. Das täglich mir, der ich aich und thon. brod gieb heute. AQ [ 11n 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, Lenke mich nach deinem sinn, Dich alleine ich nur meine, Dein erfaufter erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden, Gieb dich mir und nimm mich hin. 3. Ich begehre nichts, o Herre, Als nur deine freie gnad, Die du giebest, den du liebest Und der dich liebt in der that. Laß dich finden, laß dich finden, Der hat alles, der dich hat.jad olla mu 4. Himmelssonne! seelenwonne! Unbeflecktes Gotteslamm! In der höhle meine seele Suchet dich, o bräutigam! Laß dich finden, laß dich finden, Starker held aus sind Davids stamm! mis 11191 5. Hör, wie kläglich, wie beweglich Dir die treue jecle fingt, Wie demüthig und wehmüthig Deines findes stimme flingt! Laß dich finden, laß dich finden, Denn mein herze zu dir dringt. Katechismus- Gesänge. Vom Gebet und Vater Unser. 167 allem fleisch und blut, Das wider deinen willen thut.islg& sim 2. Vergieb uns unsre schuld, wie wir Den schuldigern vergeben, Uns ja nicht in versuchung führ, Schüß uns durchs ganze leben, Und von dem bösen lös uns, Herr, Dein ist das reich, die kraft und ehr zu ewgen zeiten. Amen. 9102 5. Gieb uns heut unser täg lich brod Und was man b'darf zur leibesnoth, Behüt uns, Herr, vor krieg und streit, Vor feuchen und vor theurer zeit, Daß wir in guMatth. 6, 9.9d un altem frieden stehn, Der sørg und dall In eigner Melodie.dig geizes müßig gehnisid mul med 281. ater unfer im himed melreich, Der du uns alle heißest gleich Brüder seyit und dich rufen an Und willt das beten von uns han: Gieb, daß nicht bet allein der mund, Hilf, daß es geh aus herzensgrund. 2. Geheiligt werd der name dein, Dein wort bei uns hilf halten rein, Daß wir auch leben heiliglich, nach deinem na men würdiglich. Behüt uns, Herr, bor falscher lehr, Das arm verführte volk bekehr. i did 6. All unsre schuld vergieb uns, Herr, Daß sie uns nicht betrübe mehr, Wie wir auch unsern schuldigern Thr schuld und fehl vergeben gern; Zu dienen mach uns all bereit In rechter lieb und einigkeit. 67. Führ uns, Herr, in versuchung nicht, Wenn uns der böse feind ansicht, Bur linken a und zur rechten hand Hilf uns thun starken widerstand, Im glauben fest und wohlgerüst Und durch des heilgen Geistes trost.us 98. Von allem übel uns erlös, 3. Es komm dein reich zu dieser Es sind die zeit und tage bös, zeit und dort hernach in ewigkeit, Erlös uns von dem ew'gen tod Der heilge Geist uns wohne bet Und tröst uns in der legten noth, Mit seinen gaben mancherlei, Bescher uns, Herr, ein jelig end, Des satans zorn und groß gewalt Nimm unsre seel in deine händ. Zerbrich, vor ihm dein firch erhalt. 9. Amen, das iſt: es werde wahr. 4. Dein will gescheh, Herr Gott, zugleich Auf erden, wie im himmelreich, Gieb uns geduld in leidenszeit, Gehorsamseyn in Iteb und leid, Wehr und steur 30 d 19mmid Stärt unsern glauben immerdar; Auf daß wir ja nicht zweifeln dran, Was wir hiermit gebeten han Auf dein wort in dem namen dein; So sprechen wir das Amen fein. hi Dr. Martin Luther, † 1546. nisi XVI. nis Von der heiligen Taufe, nisd soa bin menied Matth313,1g Nach seines Vaters willen, Bon nedre drs In eigner Melodie. la fanct Johann's die täufe nahm. 282. Chrift, unser Herr, Sein wert und amt zu erfüllen, zum Jordan kam Da wollt er stiften uns ein bad, [ 11] 168 Von der heil. Taufe. Zu waschen uns von sünden, Er- ßen gnad, Der bleibt in seinen fäufen auch denli bittern tod sünden Und ist verdammt zum ew. Durch sein selbst blut und wun- gen tod Tief in der höllen grunde. den. Es galt ein neues leben.di Nichts hilft sein eigne heiligkeit, All sein thun ist verloren, Die erbsünd machts zur nichtigkeit, Darin ist er geboren, Vermag ihm selbst nicht helfen.ds 7. Das aug allein das wasser sieht, Wie menschen wasser gießen, Der glaub im geist die kraft verstehtis Des blutes Jesu Christi, Und ist vor ihm ein rothe fluth, Von Christi blut gefärbet, Die allen schaden heilen thut, Von Adam her geerbet, Auch von uns selbst begangen. ostujem bi8. Drum danken wir dir inniglich Für deine treu und güte, Herr Jesu Christ, und bitten dich, Giebstets ein neu gemüthe, Daß, wie du uns hast durch die tauf Ins gnadenreich genommen, Wir auch so führen unsern lauf, Damit wir endlich kommen zu dir ins reich der ehrens immat ns@ Dr. Martin Luther.+ 1546. 19th. 8, ein Zusap. il 2. So hört und merket alle wohl, Was Gott heißt selbst die taufe, Und was ein christe glauben soll, 3u meiden keberhaufe. Gott spricht und will, das wasser sey Doch nicht allein schlecht wasser, Sein heiligs wort ist auch dabei Mit reichem Geist ohn maaBen. Der ist allhier der täufer. 3. Solchs hat er uns beweiset klar Mit bildern und mit worten, Des Vaters stimm man of fenbar Daselbst am Jordan hörte. Er sprach: das ist mein lieber Sohn, An dem ich hab gefallen, Den will ich euch befohlen hab'n, Daß ihr in höret alle Und folget seiner lehre. Gong astusidranu 4. Auch Gottes Sohn hier sel ber steht In seiner zarten menschheit, Der heilge Geist hernieder fährt, In taubenbild verkleidet, Daß wir nicht sollen zweifeln dran, Wenn wir getaufet werden, All drei person getaufetis hab'n, 283. Dir dank ich, o Gott, bei erden wohnen sich ergebeninonisd to top M. Es woll uns Gott. inl 5. Sein'n Jüngern heißt der 284. Gott, da ich konnte Herre Geht all zu lehren, i Daß fie verlor'n in sünden ist, Sich soll zur buße fehren. Wer gläubet und sich tau fen lässt, Soll dadurch selig wer den, Gin neugeborner mensch er heißt, Der nicht mehr könne sterben, Das himmelreich foll erben. keinen rath Für meine feele finden, Da hast du durch das wasserbad Mich rein gemacht von fünden Dabei du flärlich haft erweist und durch ein sichtbar zeichen, Vater, Sohn und heilger Geist, Gs fey nichts zu vergleichen mit deiner gnad und liebedriftsdiasting 6. Wer nicht gläubt dieser gros [ 11. 8.1 Von der heil. Taufe. 2. Denn willig und von her- dem guten hangen an, Verrichzensgrund, Sobald ich zu dir kommen, Hast du mich auf in deinen bund Zum finde angenommen; Du hattest ursach, mich vielmehr zu strafen und zu hassen, Doch hast du, großer Gott, so sehr Herunter dich gelassen, Den bund mit mir geſtiftet. ten deinen willen, mit fleiß und sorgfalt denken dran, Daß ich ihn mög erfüllen Durch deine kraft und stärke. wad be 97. Gott, Vater, Sohn und Geist verleih Um Jesu Christi willen, Daß ich mich meiner taufe freu Und mag dein wort erfüllen. Gieb, daß ich teufelswerke haß Und böse lüfte dämpfe Im guten werde nimmer laß Bis an das end hier kämpfe Und dort dein reich ererbe. rom tim duy nisdid the 3. Dadurch bin ich nun als ein find Versichert deiner gnaden, Was sich für schwachheit an mir findt, Das lässt du mir nicht schaden, Den geist der findschaft giebst du mir Und wenn ich vor dich trete, Mein herz In Christi namen bete, Werd ich allzeit erhöret. siisd su ausschütte, Gott, vor dir, n 285. 285. bilmin 4. Hingegen hab ich mich verpflicht, Ich woll ein gut gewissen Fort bei des glaubens zuversicht zu halten seyn beflissen, Dich, Bater, Sohn und Geist allzeit Für meinen Gott erkennen Und sammt der werthen christenheit Mit ehrerbietung nennen Den lieben Herrn und Vater. 5. Dem bösen feind hab ich entsagt, Auch allen seinen werken, Und dieser bund, der ihn verjagt, Kann gegen ihn mich stärken. Ich bin, o Gott, dein tempel nun Und wieder neu geboren, Jeht kann ich rechte werke thun, Dazu bin ich erforen, Und wie du selbst befohlen. find bill 169 M. Es ist das Heil uns. st G Gott Bater, Sohn und heilger Geist, Du Gott von großer güte, Sey jetzt und immerdar gepreist Mit dankbarem gemüthe, Daß du aus unverdienter gnad Mich durch das heilge wasserbad Von sünden abgewaschen.ng mist n tsil 150 192. Herr, ich bekenne, daß ich bin Gezeugt aus sündensamen, Ein find des zorns, das immerhind Entheiligt deinen namen. Ich weiß, daß von natur ich leb Dhn deine fürcht und widerstreb, Gott, deinem wort und willen. 3.Du aber haftpiso Vater, mich, Da ich war ganz verloren, Zu dir gezogen gnädiglich Und wieder neu geboren Durchs wajserbad der heilgen tauf, Daß ich in meinem lebenslauf Mich dei6. Der alte mensch muß ster- ner lieb fann trösten. ni ná ben ab, Der neue aber leben, Ich 4.91Herrad Jefu Christ, dein muß den lüften, die ich hab, Im theures blutis Wäscht mich von geiste widerstreben, Ich muß meinen fünden, Kraft deffen [ 11. 9.] 170 Von der heil. Taufe. X macht die wasserfluth Denselben M. Es ist das Heil uns komm. d fluch verschwinden, Den ich hab 286. Sefu Chrift, ich von preife & mich in Vaters huld, Die Adam hat verscherzet and a r 490 fröhlichem gemüthe, Daß du mich so genädiglich nach deiner großen güte Durch deine taufi errettet haft Von aller meiner fündenlast Und mir dein heil geschenket.dog 5. heilger Geist, ich danke dir Für diese edle gabe, Daß ich nun innerlich in mir Dein kräf tigs zeugniß habe, Dadurdy ich meinen Schöpfer kann Getroft und freudig rufen an und sagen: Abba, Vater mi dott be It 2. Sobald der heilge wafferguß Mein fündlich haupt begoffen, Ist deine lieb in fanftem fluß Auch in mein herz gefloffen; Ein gött lichyleben gabst du mir, Dein Geist verband mein herz mit dir, Ich ward aus Gott geboren. His 1 16. Weil in der tauf auch Je sus Christ Von mir ist angezo gen, So hilf, daß durch des sa tans list Sd nimmer werd betro gen, Denn die hun Gottes tem pel feynd, Die bleiben vor dem bösen feind In deiner gnade sicher! 7. Herr, an diese würdigfeit, Die dit mir wollen schenken, Laß mich jepund und alles zeit In meiner noth gedenken, Daß ich dadurch ein herze faß und immer mich darauf verlaß, Daß du mir hülf versprochen. fidande 3. Du wuscheft meine seele ab Von allen sündenflecken, Und lfekest also in dein grab Des flei sches macht verstecken: Es ward in deinen tod getaucht. Was fatanas vorher gebraucht, Ins elend mich zu bringen. 9001 sid S19 we 4. Sostelletest dir heilig dar Vor deines Vaters throne Und vor der auserwählten schaar Mich in der schönen fronte Der gött 8. Ich hab auch bei dem was- lichen gerechtigkeit Dir würdest serbad Michy die zu dienst verbuns selbst mein ehrenkleid, Darin ich? den, Drum gieb, daß keine fünst tonnte prangen. id bin schla denthat In mir werd herrschend 5. Rein engel war schon funden, Gieb, daß für deine güt und treu Ich den gehorsam stets erneu, Den ich da angelobet. tuld als ich Da ich dich angezogen, Ich prangte mehr, als königlich, Du würdest selbst bewogen, Mich min zu nennen deine braut, Im glauben ward ich die vertraut Sv hoch ward ich erhoben. Habl 9. Und so ich was aus schwachheit thu, Das wollst du mir verzeihen und mir es ja nicht rechnet zu, Diel gnade auch verleihen, 6. Da ward mir auch zugleich Daß ich an dir beständig bleib, daß recht zu deinem reid gegeBis du die deele von dem feiß ben, dh ward son göttlichem ge Zu die hinauf wirft nehmen. ld schlecht, Du würdest selbst mon Juftus Gesenius. 1671. leben, weil ich an deinent etbe tild rtj.. [ 11. 10.) Von der heil. Taufe. 171 den lassen nicht, Der auf dich seine zuversicht Von ganzem Hera zen seget.dud sin mi him ward Ein glied und nun nach deis schämen; Du willst und kannst ner art Mein leben konnte führen. 7. Doch musste dies verbor gen seyn, Die schönheit ward verdecket, Da man mich also tauchte ein Und unters freuz ver stecket; Es mußte nun ans leiden gehn, Bis ich auch künftig könnte stehn In offenbarer klarheit. mich, 13. Zwar hab ich auch durch viele schuld Den gnadenbund zerriffen, Bin unwerth worden deis ner huld, Doch bin ich nun bes flissen, Daß durch die buße dieser 8. So war es zu derselben bund Befestigt werde, weil der stund, Als ich ward aufgenommen grund Bei dir noch feste ſtebet.. In diesen heilgen gnadenbund 14. Ich steh im fampfe wider Und in die zahl der frommen. mein fleisch und b blut zut Wie ist es aber nun mit mir? zwingen, Der geiste kämpft in Mein Heiland, soll ich jego dir mir ritterlich, Wenn lüfte auf Nicht gleichfalls zugehören? 8 mich dringen; Lässt mir der satan 9. Ach ja, es ist noch dieser keine ruh, Stürmt auch die welt bund Mein siegel im gewissen, mit auf mich zu, So geb ich Das mich versichert alle stund, nicht gewonnen.jod 2 dnist porad Wie du noch seyst beslissen, Mich zu erhalten, daß ich kann noch stets die frage stellen an: Bin ich nicht, Gott, dein eigen? A 10. Hast du mich nicht zu deinem find In deinem Sohn erwählet? Hast du mich nicht von aller sünd In gnaden tos gezählet? Ist nicht dein bund ein ewger bund? Hat solchen nicht dein treuer mund Mit einem eid versiegelt? 11. Geht mich nicht auch das alles an, Was Christus hat erwor ben? Hat ers nicht mir zu gut gethan? Ist er mir nicht gestorben? It fein verdienst nicht mir ges 15. Denn weil ich nun getaufet bin mit deinem liebesfeuer, Das ganz durchglühet meinen sinn, Ist mir sehr werth und theuer Dein göttlich wert, das weiset mir, Wie soll ich fliehen für und für, Was dir nicht wohlgefället. aim, ud 16. Gieb nun, daß deine lieb in mir Stets treibe mein gemü the, Daß idy mich sehne stets nach dir und mich vor sünden hüte. Du, liebe, thust mir viel zu gut, Gieb, daß ein jeder tropfen blut Von deiner liebe walle.s Christian Jacob Koitsch+ 1735. M. Christ unser Herr zumind ſchenkt, Da ich im glauben ward 287, welch ein unvers In güte? 12. Drum bleib ich ja dein ei gut Giebst du, Herr, deinen findern, genthum, Das du dir nicht lässt Das wasser und zugleich dein nehmen, Der jünden macht wird blut Verehrest du den jündern. piederum Mich nimmermehr be Drei dinge sind die allermeist [ 11. 11.] 172 onto Von der heil. Taufe. Auf erden zeugniß geben: Das Und schmuck in ihrem orden; Ja, blut, das wasser und der Geist. Christus selber und sein blut, Die können uns erheben zu Sein tod und sieg daneben, Ist deinem frendenleben. d 01 nunmehr unser eignes gut, Das m2. Dies sacrament ist selbst er uns hat gegeben, mit ihm durch dich Geheiligt und beschlos- dadurch zu leben. Sie ti98 fen, Daß, wie du, Herr, bist sicht- 6. Er hat uns auch das kinbarlich mit wasser ganz begossen desrecht Der seligkeit geschenket, Im Jordan durch Johannis hand, So soll auch uns rein machen Dein heiligs blut, das theure pfand, Das lauter himmelsfachen Kann wirken in uns schwachen. 13. Du hast uns durch dies facrament Der heerde einverleibet, Die sich von Christo christen nennt und an denselben gläubet; Dies wasserbad hat sammt dem wort Uns rein gemacht von sünden, Dein guter Geist der woll hinfort Im glauben uns recht gründen Und uns zur lieb entzünden. du Jurl und bi um@ Durch solches ist die sünde schlecht Ins tiefe meer versenket. Was können teufel, hölle, tod, Die uns stets widerstunden, Weil Jesus Christus alle noth Und plagen überwunden? Nun ist das heil gefunden. 10 p SIT'S 4. Wir sind, Herr, in dein gnadenreich Durch diesen bund gesepet, Darin genießen wir zu- 8. Hilf, daß wir diesen gnadengleich, Was unsern geist ergöget. Du hast uns durch dies theure bad So trefflich schön gezieret, Daß man uns, o der großen gnad! Im schmuck, wie sichs gebühret, Dem bräutigam zuführet. bund Dertaufe nie vergessen Und sich kein freches herz und mund Zu schmähen ihn vermessen; Laß unsre tauf in angst und pein, Sa, wenn wir gehn von hinnen, Herr, unsern troft und freude seyn, Hilf uns der welt ent rinnen, Den himmel zu gewinnen. is find Joh. Rist.+ 1667. 5. Aus höllenkindern sind wir schon Der gnade finder worden. Dies ist der christen schönste fron, 7. Herr, laß uns nun den reben gleich Auch gute früchte bringen und aus der welt nach deinem reich Im glauben eifrig ringen; Laß uns durch wahre reu und buß Auch täglich mit dir sterben, Weil doch der alte Adam muß Mit seiner lust verderben, Soll man dein reich ererben. tim tim slamper XVII. Buß-, Beicht- und se spoil di Jobt majogg or unc sal nisite that spring sid aun In eigner Melodie. im 288. C Gott, ich muß 289. ch Gott und Herr, h A dirs flagen. Wie groß und [ 11. 12.] Absolutions- Gesänge. Buß-, Beicht- und Absolutions- Gesänge. $ 173 schwer Sind mein begangne sün- scheiden, So werd ich dort, Bei den! Da ist niemand, Der helfen kann, In dieser welt zu finden. jumpis sinir ids ១ 2. Lief ich gleich weit Zu dies ser zeit Bis an der welt ihr ende, Und wollt los seyn Des freuzes mein, Würd ich doch solchs nicht wenden.ashlat au 3. 3u dir flieh ich, Verstoß mich nicht, Wie ichs wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, Geh nicht ins g'richt, Dein 290. 2 Herr, mich are nopala Straf nicht in deinem zorn, Dein ernsten grimm doch linder, Sonst ists mit mir verlorn. Ach Herr, wollst mir vergebend Mein sünd, mir gnädig seyn, Daß ich mag ewig leben, Entfliehn der hölle pein. anu nedunly me hajnid 12. Heil du mich lieber Herre, Denn ich bin frank und schwach, Mein herz, verwundet sehre, Leidet groß ungemach; Mein g'beine find erschrocken, Mir ist sehr angst und bang, Mein feel ist auch ers schrocken. Ach du, Herr, wie so lang? 193.9 Herr tröst mir mein gemüthe, Mein seel retty lieber Gotthi Von wegen deiner! güte Hilfimir aus aller noth. Im tod ist alles stille, Da denkt man deiner nicht, Wer will doch in der hölle Dir danken ewiglich? si@ 4. Solls ja so seyn, Daß straf und pein Auf sünde folgen müssen, So fahr hier fort, Nur schone dort Und laß mich hier wohl büßen. me biss monisd 5. Gieb, Herr, geduld, Vergiß der schuld, Verleih ein g'horsam herze; Laß mich nur nicht, Wies wohl geschicht, Mein heil murrend verscherzen. Da nodrod 6. Handle mit mir, Wies dünket dir, Durch dein gnad will ich's leiden; Laß mich nur nicht Dort ewiglich Von dir seyn abgescheiden. ndi nodombi u dnum dn 7. Gleich wie sich fein Gin vögelein Im hohlen baum vers stecket, Wenns trüb hergeht, Die luft unftät Menschen und vieh erschrecket: lommid ns@ nsnnis 8. Also Herr Christ, Mein zuflucht ist Die höhle deinerwunden. Wenn sünd und tod und tod Mich bracht in noth, Hab ich mich drein gefundenis n 9. Darin ich bleib, Ob bier der leib Und jeet von einander dir, mein hort, Seyn in ewigen freuden.ds am nonno sic 10. Ehre sey nun Gott Vater, Sohn Und heilgem Geist zusammen! 3weifle auch nicht, Weil Christus spricht: Wer glaubt, wird selig. Amen. par die bild nd Gind din Martin Rutilius. † 1618. Bon B. 7. an ein Zusaß von Major. saudi and Psalm 6. pilis nis nbn In eigner Melodie. dunje [ ch 4. Ich bin von seufzen müde, Hab weder fraft noch macht/ In großem schweiß ich liege Durchaus die ganze nacht; Mein lager naß won thränen, Mein g'stalt von trauern alt, Zu tod ich [ 11.13] 174 Spis Buß-, Beichtmich schier gräme, Die angst ist mannichfalt.stolisu bilpianol no 5. Weicht all, ihr übelthäter, Mir ist geholfen schon! Der Herr ist mein erretter, Er nimmt mein bi 4. Ich weiß wohl, daß unser geht, Soll michs doch von ihm nichts scheiden. Er ist mir ins herz gericht't: Meinen Jesum laß ich nicht! isto diot sitten ne flehen an, Er hört meins weinens stimme. Es müssen fallen hin All sein und meine feinde Und schändlich kommen umstietis leben Nichts als nur ein nebel ist, Denn wir hier zu jeder frist Mit dem tode sind umgeben, Und wer weiß, was heut geschicht: Mei6. Ehr sey ins himmels throne nen Jesum laß ich nicht! Hlöd Mit hohem ruhm und preis Dem- 105. Sterb ich bald, so komm ich Vater und dem Sohne Und auch abe Von der welt beschwerlichzugleicher weif Dem heilgen keit, Ruhe bis zur vollen freud Geist mit ehren In alle ewig- Und weiß, daß im finstern grabe feit! Der woll uns alln besche- Jesus ist mein helles licht: Meiren Die ewge seligkeit.om si nen Sesum laß ich nicht! smis 6. Durch ihn will ich wieder leben, Denn er wird zur rechten zeit Wecken mich zur seligfeit Und sie mir aus gnaden geben. Muß ich schon erst vor ge Cyriacus Schneegas. † 1597. Andre: Hermann Schein. 1630. 291. 2 ch ich armes Kind der fünden! meiner Sünden 292. notisit laß ich 293. 30 d fey mir gnänedig, Gott. Gisls 7. Drum, o Jesu, sollst mein & bleiben, Bis ich komme an den istinu In eigner Melodie. mort, Welcher ist des himmels pfort, 294. , was soll ich Wo du dann wirst einverleiben fünder machen? Meine seele deinem licht. Mei Ach, was soll ich fangen an? nen Jefum laß ich nicht! Ind Meiningewissen flagt michan, bafetop Johann Flittner. † 1678. Es beginnet aufzuwachen. Dies im M. Was mein Gott will. ist meine zuversicht: Meinen Je- 295. ou ich bin Ach weh! weh! sum laß ich nicht! nser sid wo soll die 2. Zwar es haben meine sünden Vor meinen großen fünden? Wo Meinen Jesum oft betrübt, Doch wird mein todter geist und sinn weiß ich, daß er mich liebt, Und Das leben wieder finden? Wer er lässt sich gnädig finden. Drum, giebt mir eine thränenfluth, Daß ob mich mein fünd anficht: Mei- ich mein leid beweine? Wer glüht nen Jesum laß ich nicht! bin mein herz mit himmelsgluth Und drd 3. Obgleich schweres kreuz und macht es wieder reine? leiden, So bei christen oft ent- 2. Ich hab des Schöpfers schön. eht, mit mir hart darnieder- stes bild, Mein arme sect beflet [ 11. 14.] und Absolutions- Gesänge. mket, In fündenfchlamm es eingehüllt und seinen glanz verdecket, Ja, mich von höchster herrlichkeit In tiefsten koth gefället. Ach weh! huld, verscherzet Dich, himmelsracht weh! ach herzeleid Daß ich sonn und lebenslicht, Verlieren, mich so entstellet! stchise nodol Bachi das schmerzet! nadsf the3 Ach weh! sich habe mich nid 8D tausend weh! so tobte von Gott, Dem höchsten gut, ge- luft! Wie hast du mich vernichtet! - wendet Und zu der fündider Deitelfeit; on sündenwust! Wie höll und tod Unsinnig angelän- bin ich zugerichtet! Odsünd, o det; Ich hab dem alles gunst verfünd! o seelentod! Du hast mich fagt, Der mich so hoch geliebet, mir genommen, Durch dich bin Es hat mir dieses mehr behagt, nich um Vater, Gott, Herrn, freund Was ewiglich betrübettist an und bräutgam kommen. is 1914. Ich hab dem Herrn der herrlichkeit Sehr lau und kalt gedienet Und ihm durch meine ganzen zeitar Mit schlechter treu gegrünet; ich hab auf ihn nie dwar aus unerhörter huld Sum sacht gehabt, nicht wie ein knecht geehret, Noch auch, mit dem der mich begabt, Sein schönes pfund vermehret., é a m 9. Ach ist auch irgend eine pein, Die meiner gleich zu schätzen? Kann auch ein einzigs übel seyn, Das neben meins zu setzen? Ich B 4175 höchsten schat, das theure lamm, Elendiglich verloren; Ich hab des schönsten angesicht, Des liebsten zweck der lieb gestellet, Doch hab ich mich aus eigner schuld In tiefsten grimm gefällct. od 5. Ich hab wie ein verstecktes kind Den Vater auch verlassen Und bin gerennet wild und blind Auf meiner bosheit straßen; Ich hab ihm meine pflicht und schuld Nicht nach gebühr erzeiget, Noch 10. Wem soll ich nun mein herzeleid Und großen jammer klagen? Wem soll ich meine traurigkeit Und ewgen schaden sagen? Ach, ich bin selbst mein seelengift, Mein tod und feind gewesen, Ich felbft hab mir, was mich jetzt für so väterliche huld In demuth trifft, Muthwillig auserlefen. mich geneiget. b nig 6. Ich habe meinem besten freund Die freundschaft aufgefaget Und ihn, wie treu ers auch gemeint, Von mir hinweg gejaget; Ich habe mich zum feind gewendt't Und bin seins sclave wordenom Zum feind, der äußerst mich geschändt Und ewig will ermorden. than d 12. Leid ist mir, was ich hab 2011. Dewge git! o großer Gott! zu dir wend ich mich wieder, Dir flag ich meines herzens noth, Vor dirt werf ich mich nieder; Dir ruf ich zu, dich schrei ich an Um ablaß meiner jünden, Du bist allein, der helfen fann Und mich vom tod entbinden. 19 7. Ich habe meinen bräutigam, Der mich ihm auserforen, Den gethan Und was ich mißgehandelt, Es reuet mich, daß ich die bahn [ 11, 15.] 176 Buß-, Beicht- un Der sünden je gewandelt. Ach, Sein blut hat mich bemalet; Ich ach, daß ich doch mein gesicht bin sein freund und nun sein Jemals von dir gewendet! Ach, kind, Ich bin nun auserforen; daß der kreaturen licht mich je- Nun sauset seines Geistes wind, mals so geblendet!. Nun bin ich neu geboren. d 13. Ich bin nicht jetzt noch ewig werth, Dein antlig zu erblicken, Ich bin nicht werth, daß mich die erd Erduldt auf ihrem rücken; Jedoch vergieb, schrei ich zu dir, Vergieb, o große güte; Vergieb, vergieb, vergieb es mir, O gnädiges gemüthe! 14. Du bist ja huldreich, gut und mild, Barmherzig und gelinde, Du wirst ja deiner Gottheit bild Nicht lassen in der fünde. Wer wird dich in höll? in dem abgrund preisen? Wer opfer bringen deinem stuhl? Sich deines diensts befleißen? 15. Herr, so du ins gericht willst gehn Und nach den thaten sprechen, Wer ists, der vor dir kann bestehn Und sich der straf entbrechen? Die himmel sind nicht rein vor dir, Die engel haben tadel, Vielmehr der mensch, voll sündger gier Trotz allem seinem adel. other 9111 18. Hinfüro will ich nimmermehr Aus deinen wegen schreiten, Ich werde deines namens ehr Durch alle welt ausbreiten, Ich will dich lieben über mich, Ich will mein leib und leben Zu deinem lobe williglich Sobald du willst hingeben. tul Dr. Joh. Scheffler.( Angelus.) † 1677. 16. Schau an, schau deinen eingen Sohn, Der meine schwachheit träget, Der meine pein und sündenlohn Sich selbst hat aufgeleget, Schau, wie er an des freuzes stamm Für mich ist angeschlagen, Schau, Vater, wie das theure Lamm All meine schuld getragen. 17. Was willst du mehr? die sünd ist hin, Die schulden find bezahlet; Verändert ist herz, muth und sinn, M. Ach Gott und Herr. 296. h wehe mir! Ich wehmuth meiner seelen! Der große schmerz Bricht mir das herz, Ich kann es nicht verhehlen. 2. Wo soll ich hin? Was ich nur bin, Ist voller blut und wunden, Vom fuß zum mund Ist nichts gesund An leib und seel gefunden. 001 3. Ach leider hat Ein Gilead Kein kraut noch balsamöle. Ist denn kein mann, Der heilen kann topplied Die sterbefranke feele? 4. Es ist umsonst Der ärzte kunst, Kein pflaster ist zu finden, Das mache heil, Was satans pfeil Verwundet hat mit sünden. 5. Der schad ist schwer Und schmerzet sehr Vor vielen eiter beulen, Das gift dringt ein Durch mark und bein, Drum kann mich niemand heilen. S 6. O Jesu Christ, Allein du bist Der arzt der armen fünder [ 11. 16.] und Absolutions- Gesänge. Dein blut und tod Dient in der noth Für alle menschenkinder. 7. Zu dir komm ich Und lege mich, D Herr, zu deinen füßen; Das, was mir fehlt Und was mich quält, Wirst du am besten wissen. 8. Mein franfes herz Kann seinen schmerz Vor wehmuth nicht ansagen; Die groß unruh Lässt nichts mehr zu Als weinen und wehklagen. 177 weiß, daß du mein tröster biſt, Kein troft mag mir sonst werden. Von angebinn ist nichts erkorn, Auf erden war kein mensch geborn, Der mir aus nöthen helfen kann. Ich ruf dich an, Zu dem ich mein vertrauen hab. 2. Mein sündn sind schwer und übergroß und reuen mich von herzen, Derselben mach mich frei diel miem ar und los Durch deinen tod und 9. O höchstes gut, Laß doch schmerzen Und zeig mich deinem dein blut Aus deinen wunden Vater an, Daß du hast gnug fließen, Damit es sey Die arzes für mich gethan, So werd ich frei nei Der wunden im gewissen. der fündenlast. Herr, halt mir fest, Weß du dich mir versprochen hast. 10. Du hast ja je Sonst alle die, So nur zu dir gekommen Mit noth bedrückt, Alsbald erquickt Und freundlich aufgenommen. su 11. Drum glaub auch ich, Du wirst ja mich nicht in der noth verschmähen; Du hast ja doch Sonst immer noch Mein elend angesehen. 3. Gieb mir nach dein'r barmherzigkeit Den wahren christenglauben, Auf daß ich deine süfigkeit Mög inniglich anschauen, Vor allen dingen lieben dich Und meinen nächsten gleich als mich. Am leßten end dein Hülf mir fend, Damit behend Des teufels list sich von mir wend.nat ich gethan, Will ich nicht mehr ver. 4. Ehr sey Gott in dem höchsten üben Und forthin mich, Gleichwie auch dich, Mit sünden so betrüben. thron, Dem Vater aller güte, Und Jesu Christ, sein'm liebsten Sohn, Der uns allzeit behüte, Und Gott dem heiligen Geiste, Der uns hülf allzeit leiste, Damit wir ihm gefällig seyn, Hier in der zeit, 14. Nimm mich selbst hin, Und folgend in der ewigkeit.pt Dir zum gewinn, Dein will ich Johann Schneefing( Chiomusus), eigen bleiben, Und, Jesu, dir93 696 in der Reformationszeit. Mich für und für Mit meinem 13. Nichts kann dir zwar Jeht bringen dar Mein dankbares ge müthe Zum arztelohn, D Gottes Sohn, Für die so große güte. blut verschreiben. 200 nalad In eigner Melodie, 298.us der tiefen rufe ich, 297. C zu Herr * Herr, zu dir: erhöre Jesu Christ, Mein mich, Deine ohren gnädig leih, hoffnung steht auf erden, Ich Merk mein flehend stimm dabei [ 12. 1.] 12 9duar 12. Ach nimm mich an! Was napolispPf. 130. maf s M. Nun komm der heiden. Buß-, Beicht178 2. Aus der tiefen rufe ich, Sünden gehen über mich: Willst du rechten, Herr, mit mir, So besteh ich nicht vor dir. 33. Aus der tiefen rufe ich: Will denn niemand hören mich? Ach so höre, Jesu mein! Du wirst ja der Helfer seyn. ma 4. Aus der tiefen rufe ich, Ach! schon lang' erbärmiglich: Kreuz und leiden halten an, Jesus mich erretten fann. 5. Aus der tiefen rufe ich: Warum, Jesu, lässt du mich? Ich harr, warte, seufze, ach! Bis zur andern morgenwach. 6. Aus der tiefen rufe ich: Jefu gnade tröstet mich! Ob es mir gleich gehet hart, Ich doch der erlösung wart. 7. Aus der tiefen rufe ich: Jesus wird erlöfen mich, Jesus machet, daß ich rein Werd von allen sünden mein. 3. Unsre schuld ist sehr groß und schwer, Von uns nicht auszurechnen, Doch dein barmherzigkeit gilt mehr, Die kein mensch kann aussprechen. Die suchen und begehren wir, Hoffend, du werdst es, Herr, an dir uns nicht lassen gebrechen. 4. Du willst nicht, daß der sünder sterb Und ins verdammniß fahre, Sondern daß er das guadenerb Erlange und bewahre So hilf uns nun, o Herr Gott, Daß uns ja nicht der ewge tod In sünden widerfahre. 5. Vergieb, vergieb, und hab geduld Mit uns armen und schwachen, Laß deinen Sohn all unsre schuld Mit sein'm verdienst gut machen, Nimm unsrer feele eben wahr, Daß ihr kein schade. widerfahr Von dem höllischen drachen. Georg Christ. Schwämlein, † 1705. Pf. 130. om. Aus tiefer noth schrei. 6. Wenn du sollt'st vor gerichte gehn Und mit uns wollteft rechten, Wie würden wir doch da bestehn Und wer würd uns verfechten? D Herr, sieh uns barmherzig an 299. us tiefer noth laß und hilf uns wieder auf die A bahn Zur pforten der gerechten. uns zu Gott Von ganzem Herzen schreien, Bitten, daß er aus seiner gnad Uns woll vom übel freien und alle fünd und missethat, Die unser fleisch begangen hat, Als Vater uns verzeihen. 2. Sprechend: Gott Vater, sich doch an Uns armen und elenden, Die wir sehr übel stets gethan Mit herzen, mund und händen; Verleih uns, daß wir buße thun Und sie in Christo, deinem Sohn, Zur seligkeit vollenden 7. Wir opfern dir uns arm und blos, Durch reu niederge schlagen, nimm uns auf in deinen schooß Und laß uns nicht verzagen! O hilf, daß wir getrost und frei, Ohn arge lift und heu chelei, Dein joch zum ende tragen! 8. Sprich uns durch deine boten zu, Bezeug unser gewissen, Stell unser Herz durch sie zur rub, Thu uns durch sie zu wissen, Wie Christus vor dein'm angesicht, [ 12. 2.] und Absolutions- Gesänge. 179 9. Erhalt in unsers herzens grund Deinen göttlichen samen 5. Ob bei uns ist der fünden viel, Bei Gott ist viel mehr gnade, Sein hand zu helfen hat kein Ziel, Wie groß auch sey der Und hilf, daß wir den neuen schade. Er ist allein der gute bund In deines Sohnes namen Vollenden in aller wahrheit, Also der fronen der klarheit Versichert werden. Amen. hirt, Der Israel erlösen wird Aus seinen fünden allen. All unsre sachen hab geschlicht't, Des trosts laß uns genießen. 6. Ehr sey dem Vater und dem Sohn Und auch dem heilgen Geiste, Als es im anfang war und nun, Der uns sein gnade leiste; Damit wir 300.us tiefer noth schrei gehn auf seinem pfad, Daß uns des ich zu dir, Herr Gott, erhör mein rufen! Dein gnädig ohren kehr zu mir Und meiner bitt sie öffne. Denn so teufels list nicht schad. Wer das begehrt, sprech Amen. Dr. Martin Luther. † 1546. ( v. 6, ein Zusatz.) du willt das sehen an, Was 301. Christe, ach erhör sünd und unrecht ist gethan, Wer kann Herr, vor dir bleiben? mein 1. Tim. 1, 15. Böhmische Brüder. Pf. 130. In eigner Melodie. 2. Bei dir gilt nichts denn gnad und gunst, Die fünde zu verM. Machs mit mir, Gott. geben, es ist doch unser thun 302. Das ist ein theuer umsonst Auch in dem besten leben. Vor dir niemand sich rühmen kann, Es muß dich fürchten jedermann Und deiner gnade leben. werthes wort, Ein wort sehr lieb zu hören, Daß Jesus ist der fünder hort Und will die armen lehren. Das ist ein theuer werthes wort, Daß Jesus ist der sünder hort. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, Auf mein verdienst nicht bauen; Auf ihn mein herz soll lassen sich und seiner güte trauen, Die mir zusagt sein werthes wort, Das ist mein trost und treuer hort, Deß will ich allzeit harren. 4. Und ob es währt bis in die nacht Und wieder an den morgen, Doch soll mein herz an Gottes macht Verzweifeln nicht, noch sorgen. So thu Israel rechter art, Der aus dem Geist erzeuget ward Und seines Gotts erharre. 2. Er, Jesus, nimmt die franken an, Er heilet allen schaden, Er ist ein gast bei jedermann, Die ihn zu sich einladen. Das ist ein theuer werthes wort, Daß Jesus ist der fünder hort. 3. Er, Jesus, ist ein treuer hirt, Er suchet, was verloren, Er holt zurücke, was verführt, Er ist zum heil erkoren, Das ist ein theuer werthes wort, Daß Jesus ist der sünder hort. 4. Lob sey dir, Jesu, Gottes 2* [ 12. 3.1 180 Sohn, Du hast die schuld getragen, Du ofterlamm, du gnadenthron, Du freiſtatt, wenn wir zagen! Das ist ein theuer werthes wort, Daß Jesus ist der fünder hort. 5. Ach gieb mir, daß ich diese gnad Und meine sünd erkenne, Daß ich, dein schäflein, früh und spat Nach dir voll liebe brenne Und denk an dieses werthe wort, Daß Jesus ist der fünder hort. Dr. Heinr. Georg Neuß. † 1716. M. Ach Gott, thu dich. 303. Buß-, Beichtaus der irre Zu deiner frommen heerd. Verzeih, was wir bisher gethan, Nimm uns durch Christum wieder an, Laß deinen Geist uns leiten, Daß wir zu allen zeiten Dein heilges lob ausbreiten. 4. Befehre du uns, Herre, So werden wir bekehrt; Ach führ uns Sini msightsa bides histg M. Herzlich lieb hab ich. 304. V or g'richt, Herr 13m jur Jesu, steh ich hie, Beug in demuth meines herzens knie Und senfze mit wehklagen; Mein große sünd und miſsethat Mich verklagt und verdammet hat, Doch will ich nicht verzagen. Herr Jesu Christ, dein blut allein Macht mich von allen sünden rein, Weil ich fest gläube und dabei Im herzen habe wahre reu. Herr Jesu Christ! Deß dank ich dir:: Ich will mich bessern, hilf du mir! in listenstorld Johann Michael Dilher. † 1669.p Psalm 139, v. 7.mallourass In eigner Melodie.anh d6d wach mensch, erwache! Steh auf bom sündenschlaf! Es kommt des Höchsten rache Und seine schwere straf Mit schrecken und mit ungestüm, Und sucht die fünder heim im grimm, Die auf der erde wohnen. Der Herr wird zornig lohnen Und nur der frommen schonen. 104 wane 2. Drum fallet Gott zu fuße, Ihr menschen groß und klein! Thut rechte wahre buße, Stellt alle bosheit ein! Seyd auf den 305. Sert, ich habe mißge, großen tag Mit und gottseligkeit, So trifft euch kein verderben, So könnt ihr selig sterben Und Gottes reich ererben. handelt, mich drückt der sünden last, Ich bin nicht den weg gewandelt, Den du mir gezeiget hast; Und jept wollt ich gern aus schrecken Mich vor deinem zorn verstecken. nd 3. Ach nehmet dies zit herzen, Die thr erlöset feyd Durch Christi blut und schmerzen, Befehrt euch in der zeit; Sagt allem ab, was zeitlich ist und liebt alleine Je fum Chrift. Thut, was derselb euch lehret; Denn, wer ihn so nicht ehret, Der wird im zorn verzehret. 2. Doch wie könnt ich dir entfliehen? Du wirst allenthal ben seyn. Wollt ich über see gleich ziehen, Stieg ich in die gruft hinein, Hätt ich flügel gleich den winden, Gleichwohl würdest du mich finden.nodisle us 3. Drum, ich muß es nur [ 12. 4.] und Absolutions- Gefänge. bekennen: Herr, ich habe mißIn eigner Melodie. gethan, Darf mich nicht dein 306. Herr Seju Chrift, nennen, nimm mich zu gnaden an! Laß die menge meiner sünden Deinen zorn nicht gar entzünden. Du brunnquell aller gnaden, du höchstes gut, Sieh doch, wie ich in meinem muth Mit schmerzen bin beladen Und in mir hab der pfeile viel, Die im gewissen ohne ziel Mich armen fünder drücken. 4. Könnt ein mensch den sand gleich zählen An dem weiten mittelmeer, Dennoch würd es ihm wohl fehlen, Daß er meiner sünden Heer, Daß er alle mein gebrechen Sollte wissen auszusprechen. 9105. Wein', ach wein' jeßt um die wette, Meiner augen thränenbach; O, daß ich gnug zähren hätte, zu betrauren meine schmach! O, daß aus dem thränenbrunnen Käm ein starker strom geronnen! 6. Ach, daß doch die strengen fluthen Ueberschwemmten mein gesicht, und die augen möchten bluten, Weil mir wasser sonst gebricht! Ach, daß sie, wie meereswellen, Möchten in die höh schnellen! 331 7. Aber, Christe, deine wunden Und dein theuer werthes blut Machen meine seel gesunden, Löschen meiner fünden glut. Drum will ich, mein angst zu ſtillen, Mich in deine wunden hüllen. 304 8. Dir will ich die last auf binden, Wirf sie in die ticfe see, Wasche mich von meinen sünden, Mache mich so weiß als schnee. Laß dein'n guten Geist mich treiben, Einzig stets bei dir zu bleiben. Johann Frank. t 1677. 181 [ 12. 5.] 2. Erbarm dich mein in solcher last, Nimm sie aus meinem Herzen, Dieweil du sie gebüßet haft Am holz mit todesschmerzen, Auf daß ich nicht vor großem weh In meinen sünden untergeh, Noch ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir dies kommet ein, Was ich mein tag begangen, So fällt mir auf mein herz ein stein Und bin mit furcht umfangen, Ja, ich weiß weder aus noch ein Und müsst ewig verloren seyn, Wenn ich dein wort nicht hätte. 4. Aber dein heilsam wort das macht mit seinem süßen singen, Daß mir das herze wieder lacht, Als wenns beginnt zu springen; Dieweil es alle gnad verheißt Denen, die mit zerknirschtem geist Zu dir, Herr Jesu, kommen. 5. Und weil ich denn in meinem finn, Wie ich zuvor geklaget, Auch ein betrübter fünder bin, Den sein gewissen naget, Und wollte gern im blute dein Von sünden abgewaschen seyn, Wie David und Manasse: 6. So komme ich zu dir allhie In meiner noth geschritten Und thu dich mit gebeugtem knie Buß-, Beicht ni 182 Von ganzem Herzen bitten: Vergieb mir, Herr, doch gnädiglich, Was ich mein lebtag wider dich Auf erden hab begangen. 7. Ach Herr, mein Gott, vergieb mir doch Um deines namens willen Und thu in mir das schwere joch Der übertretung stillen, Daß sich mein herz zufrieden geb Und dir hinfort zu ehren leb In kindlichem gehorsam.ng 8. Stärk mich mit deinem freudengeist, Heil mich durch deine wunden, Wasch mich mit deinem todesschweiß In meiner letzten stunde, Und nimm mich einst, wenn dirs gefällt, Im wahren glauben aus der welt zu deinen auserwählten.dist Bartholomäus Ringwaldt.+ 1598. In voriger Melodie. 307. Mit ganz betrübter seelen, Dein allmacht laß erscheinen mir Und mich nicht also quälen. Viel gröBer ist die angst und schmerz, So ansicht und betrübt mein herz, Als daß ichs kann erzählen. err Christ, und mit ich schrei zu dir und schmerz zu dir ausgenßt mein traurig herz. Ach laß dichs doch erbarmen. dielgrad nisite, mod 2 Herr Jesu Christ, erbarm dich mein Nach deiner großen güte Und mit erquickung bald erschein Mein'm traurigen gemüthe, Go jämmerlich wird jept geplagt Und wo du nicht hilfst, gar verzagt, Dieweils fein'n trost kann finden. fen kann, Kein creatur nimmt mein sich an, Ich darfs auch niemand klagen. Shing smind 4. Herr Jesu Christ, du bist allein Mein hoffnung und mein leben; Drum will ich in die hulde dein Mich ganz und gar ergeben. O Herr, laß meine zuversicht Auf dich zu schanden werden nicht, Sonst bin ich ganz verlassen. 5. Herr, Jesu Christe, Gottes Sohn, Zu dir steht mein vertrauen, Du bist der rechte gnadenthron; Wer nur auf dich thut bauen, Dem stehst du bei in aller noth, Hilfft ihm im leben und im tod, Darauf ich mich verlaffe. 3. Herr Jesu Christ, groß ist die noth Darin ich jest thu stecken; Ach hilf, du allerhöchster Gott, Schlaf nicht, laß dich erwecken! Niemand ist, der mir hel6. Herr Jesu Christ, das elend mein Thu gnädiglich ansehen, Durch die heilgen fünf wunden dein Hör mein gebet und flehen, 7. Herr Jesu Christ, wenn es ist zeit Nach deinem wohlgefallen, Hilf mir durch dein barmherzigkeit Aus meinen ängsten allen; Zerstör die anschläg meiner feind, Die mir zu stark und mächtig seynd, Laß mich nicht unterdrücken. 8. Herr Jesu Chrift, die freundde mein Mii leib und auch der seelen In deine huld und gnad hinein Ich treulich thu befeh len; Schüß sie durch dein barmherzigkeit und wend in freud mein großes leid, Welchs ich dir schmerzlich flage. olin it pung 9. Herr Jesu Christ, ich weiß [ 12. 6.] 183 ATTIE 2. Herr, unsre viel und große fünd, Als welche nicht zu zählen, Uns leid von grund des herzens sind, Sey gnädig unsrer seelen. Dich jammert ja des sünders noth, Hast keine lust an seinem intod Und willt gern, daß er lebe. 10. Herr Jesu Christ, verleih 3. Hierauf so rufen wir zu dir geduld, Hilf mir mein freuze tragen, In Christo, deinem Sohne, Und Wend nicht von mir ab deine seufzen herzlich mit begier: In huld, Und so du mich willst gnaden unsrer schone, Wend ab plagen, Es zeitlich mir am leibe die wohlverdiente ruth Und strafe, thu, Gieb nur der armen seele die uns wche thut. Ach Herr, ruh, Daß sie dort mit mir lebe. uns nicht verstoße! und Absolutions- Gesänge. Fein rath, Meins elends los zur werden, So du nicht hilfft durch deine gnad, So lang' ich leb auf erden. Wenn es dir denn nun ja gefällt, Daß ich also soll seyn gequält, So gieb doch kraft und stärke. 11. Herr Jesu Christ, das glaub ich doch Aus meines her zens grunde, Du wirst mich wohl erhören noch Zur rechten zeit und stunde, Denn du hast mich noch nie verlahn, Wenn ich dich hab gerufen an. Deß ich mich herzlich tröste. abban 12. Herr Jesu Christ, einiger trost, Zu dir will ich mich wenden, Mein herzleid ist dir wohl bewusst, Du kannst und wirst es enden. In deinen willen seys gestellt, Machs, lieber Gott, wie dirs gefällt. Dein bin und will 6. Erleuchte unsre herzen nun ich bleiben. ism phibian sid Mit deines Geistes gaben, Daß am M. Johann Schindler. † 1681. wir rechtschaffne buße thun, Vor mobind Pf. 6. bim, daugen dich stets haben, Der wohlM. Aus tiefer noth schrei. verdienten straf entgehn Und ewig308. Amen. ard Gor lich dein antlig sehn Durch Jeerr, straf uns nicht M. Wer nur den lieben. charmer mensch, ich armer fünder, Steh hier vor Gottes angesicht. Ach Gott! ach Gott! verfahr gelinder Und geh nicht mit mir 4. Laß es mit uns nicht gar seyn ans, Wie unsre feinde hoffen, Laß uns dein heiligthum und haus Noch ferner stehen offen. Den feind von unsern grenzen jag und mache, daß sein herz verzag, Hilf allen frommen christen. 5. Gieb, Herr, daß wir die güldne zeit Der heimsuchung erkennen, Behüte uns vor frieg und streit, Vor theurung, pest und brennen. Erbarme dich, o Herre Gott, Erbarme dich in aller noth! Auf deine gunst wir hoffen. 309. Wie wir es wohl verdienen; Wir sind sonst ganz und gar verlorn, Ach laß dich doch verfühnen Durch e deines lieben Sohnes blut, Das gnug für alle fünde thut, Die leider wir begangen. 2 m [ 12. 7.] 184 Spa Buß-, Beicht du ins gericht! Erbarme dich, erbar- dige hinfort nicht mehr! Erbarme me dich, Gott, mein erbarmer, über mich! dors de uma dich, erbarme dich, Gott, mein erbarmer, über mich! 20 8. Ich zweifle nicht, ich bin erhöret. Erhöret bin ich zweifels frei, Weil sich der troft im her zen mehret. Drum will ich enden mein geschrei: Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein erbarmer, über michongerdur im M. Christoph Titius( Tieße.). † 1703. M. Durch Adams fall ist. komm Baterherz! Wollſst alle fünden 310. zu dir Mit demüthimir verzeihen Und lindern meines herzens schmerz. Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein erbarmer, über mich! jad Ballo dull gem herzen, D Gott, vor deine gnadenthur, Bekenne dir mit schmerzen Die fünden all Und jeden fall, Den ich je hab begangen Von jugend auf Mit großem hauf, Drin ich bin jetzt gefangen. 4. Wie lang' soll ich vergeblich klagen? Hörst du denn nicht, hörst du denn nicht? Wie kannst du das geschrei vertragen? Hör, was der arme sünder spricht: Er barme dich, erbarme dich, Gott, mein erbarmer, über mich! nism 5. Wahr ist es, übel fteht der schade, Den niemand heilet, außer du. Ach, aber ach! ach gnade, guade! Ich lasse dir nicht eher ruh. Erbarme dich, erbarme dich, 3. So ist auch mein undanke Gott, mein erbarmer, über mich! 2. Die fünden sind, die ich gethan, Unmöglich zu erzählen, Doch ich sie auch nicht bergen kann, Weil sie mich immer quälen. Dein liebster Sohnis Hat mich davon Durch seinen todentbunden, Dennoch hab ich Jetzt laffen mich Den satan neu verwunden. 8 6. Nicht, wie ich hab verdienet, lohne Und handle nicht nach meiner sünd. O treuer Vater, schone, schone, Und nimm mich wieder an zum find! Erbarme dich, eri barme dich, Gott, mein erbarmer, über mich! barkeit Sehr groß bis auf die stunde, Ich habe dir zu feiner zeit Gedankt von herzensgrunde Für deine treu, bDie täglidy neu, Für deine lieb und güte, Die ich an mir Gar reichlich spür Und stets trag im gemütheid bij Jun da 2. Wie ist mir doch so herzlich bange Von wegen meiner großen sünd. Ach daß ich gnad von dir erlange, Ich armes und verlornes find! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein erbarmer, über mich! bers, bing 19 bild is 3. Ach höre doch mein seuf zend schreien, Du allerliebstes o şasil dur 41 Vornehmlich hast du mit ge7. Sprich nur ein wort, so duldViel jahr bisher geschonet werd ich leben, Sprich, daß der Und mir nicht, wie ich oft ver arme fünder hör: Geh hind die schuldt, m zorn bald abgelsbet.l find ist dir vergebens Nur sünd Haft fort und fort, D höchster hert [ 12. 8.31] und Absolutions- Gesänge. 185 Dich meiner angenommen, Hast macht, Ich muß es frei bekennen; nichts gespart Nach deiner art, Daß ich zu dir möcht kommen. 5. Mit deinem wort hast du gar oft An mein herz angeschlagen, Durch deinen Geist mir zugerust, Den himmel angetragen, Hast früh und spat Durch viel wohlthat Zur buße mich bewogen, Auch mit trübsal, Angst, noth und qual Zu dir hinauf gezogen. 6. Dennoch, das ich nicht leugnen kann, Wenn du gleich angeklopfet, Hab ich dir niemals aufgethan, Die ohren zugestopfet; Mit unbedacht Dies ganz ver acht't, Den rücken dir gefehret, Doch hast du mich So gnädiglich Geduldet, nicht verzehret.no Wo du siehst an, Was ich gethan, So muß ich ewig brennen. d 10. Vater der barmherzigkeit, Ich falle dir zu fußze, Verwirf nicht den, der zu dir schreit, Und thut rechtschaffne buße. Dein angesicht Mit gnaden richt Auf mich betrübten fünder, Gieb mir ein'n blick, Der mich erquick, So wird mein angst bald minder. 6911. Eröffne mir dein freundlich herz, Die königsstadt der liebe, Vergieb die sünd, heil allen schmerz, Hilf, daß ich mich stets übe In dem, was die Gefällt an mir, Und alles böse meide, Bis ich hinfahr Zur engelschaar, Da nichts, denn lauter freude bil sn 7. Du konntest oft mit gutem recht Das leben mir verkürzen l si Joh. Heermann. † 1647.04 M. O Jesu, du bist mein. Und mich als einen böſen knecht 311. armes menſchendaß mir zur hölle stürzen, Der ohn scheu, Ohn leid und reu In sünden mich verweilet; Dennoch giebst du Mir raum und ruh! Haft mich nicht übereilet. bonus meine fünd, Die schwere todesbürde, Doch abgenommen würde! Ach daß ich von der last Des fleisches, die mich drücket Und meinen geist ersticket, Bekäme ruh und rastundis bid sundry dif 8. Wenn dies bei sich mein herz bedenkt, In stücken möchts zerspringen; Die große sicherheit 2. Mein Gott, wann hilfft du mich fränkt, Thut mark und bein mir? Wann geuchst du mich zu durchdringen. Keinnahöllenpein dir? Wie lange soll das leben So groß mag seyn, Ich habe sie Des fleisches widerstreben Dem verschuldet; Ich bin nicht werth, edlen geistestrieb? Wie lange soll Doß mich die erd Trägt, nährt: ich leiden, Was mich und dich und auf sich duldet msn mi pot fann scheiden, Des fleisches werk 9. Ich bin nicht werth, daß und lieb? man mich nennt Ein werk, von dir geschaffen, Werth bin ich, daß all elements Bur ftrafe mich hinraffen. So weit hats bracht Der fünden bim 19d 3. Jesu, mein Herr und Gott, Du meinestodes tod Du mei១. nes lebens leben, Wann willst du dich erheben? Steh auf, erhebe [ 12.8 9.11 186 Buß-, Beicht du dich, Ertödt' in deiner stärke Des 9. So werd ich auch mit dir todten fleisches werke, In dir ertödte mich. dim lidir os in 4. Ich bin des Lebens fatt, Das mir eh süße that, Weil es ein tod und sterben und stetiges verderben Mehr, als ein leben war. So will ich denn nun streben Nach einem bessern leben, Mit auserwählter schaar. aille 312. Zur rechten lebensthür Durch deinen tod eingehen und in dir auferstehen Zur unverweslichkeit. Ich werd im neuen wesen Des Geistes wohl genesen In himmelslust und freud. 304 Dr. Heinrich Georg Neuß. † 1716. M. Aus tiefer noth schrei ich. ch will von meiner miffet hat zum erre Herren mich befehren, Du wollest selbst mir hülf und rath Hiezu, 0 Gott, bescheren, und deines guten Geistes kraft, Der neue herzen in uns schafft, Aus gnaden mir gewähren. i 190 5. Wer hier dem fleische nach Will leben, der ist, ach, An seiner ſeel erstorben, Er hat durchs fleisch verdorben Den edlen Geist aus Gott. Wer alles das will haben, Was unser fleisch kann laben, Deß seele leidet noth. sau 6. Des Geists und fleisches reich Bestehen nicht zugleich, Das fleisch muß untergehen, Sonst mag der Geist nicht stehen; Denn wo das fleisch regiert, Da schlägt es alles nieder, Was Herz und geist hinwieder zum leben neu gebiert.al du t nopp 49 3. Klopf durch erkenntniß bei mir an Und führe mir zu finnen, 7. Drum, Jesu, hilf du mir, Was böses ich vor dir gethan, Daß mein geist leb in dir, Laß Du kannst mein herz gewinnen, alles an mir sterben, Verwerfen Daß ich aus fummer und beund verderben, Was fleisch- und schwer Laß über meine wangen her sündlich ist. Daß sich zum neuen Viel heiße thränen rinnen. leben Mein geist mag auferhe- 4. Wie hast du doch auf mich ben, Wie du erstanden bist. 18. Gieb, daß ich sey der welt Mit dir ans freuz gestellt, Gieb mir, das recht zu fassen, Was alle menschen hassen, Dein freuz und deinen tod, Und daß mir sey hingegen Der welt lust, freud und segen Mein frenz und meine nd meine noth. In 199 GIG i gewandt, Den reichthum deiner gnaden! Mein leben dank ich dei ner hand, Du hast mich überladen Mit ehr, gesundheit, ruh und brod, Du machst, daß mir noch keine noth Bis hieher können schaden. d d dur.Sodel, 892 5. Du hast in Chrifto mich erwählt Tief aus der höllen fluthen, 2. Natürlich kann ein mensch doch nicht Sein elend selbst empfinden, Er ist ohn deines wortes licht Blind, taub und todt in fün den, Verkehrt ist will, verstand und thun. Des großen jammers wollst du nun, Vater, mich entbinden. [ 12. 10.] und Absolutions- Gesänge. Daß niemals mir es hat gefehlt An irgend einem guten; Und daß ich ja dein eigen sey Hast du mich auch aus großer treut Gestäupt mit vaterruthen. 6. Hab ich mich denn bis jetzt vor dir Gehorsams auch beflis sen? Ach nein, ein anders saget mir mein herze und gewissen. Darin ist leider nichts gesund, Von sündenlüsten ist es wund Bis auf den tod zerrissen. 7. Die thorheit meiner jungen jahr und alle schnöden sachen Verklagen mich zu offenbar. Was soll ich armer machen? Sie stel len, Herr, mir vors gesicht Dein unerträglich zorngesicht, Der hölle offnen rachen. 8. Ach, meine greuel allzumal Schäm ich mich zu bekennen, Ihr ist auch weder maaß noch zahl, Ich weiß sie kaum zu nennen Und ihr ist keiner doch so klein, Um welches willen nicht allein Ich ewig müßte brennen. nim 9. Bisher hab ich in sicherheit Fast unbesorgt geschlafen, Gesagt: es hat noch lange zeitpi Gott pflegt nicht gleich zu strafen, Er fähret nicht mit unsrer schuld So strenge fort, es hat geduld Der hirt mit seinen schafennusp 187 cher noth? Nichts helfen thor und riegel. Wo flieh ich hin? o mort genroth, Ertheil mir deine flügel a Verbirg mich, o du fernes meer, Bedecket mich, fallt auf mich her Ihr klippen, berg und hügel! 10. Jeht aber alls zugleich erwacht, Mein Herz will mir zers springen, Ich sehe deines donners macht, Dein feuer auf mich dringen. Du regest wider mich zugleich Des todes und der höllen reich, Die wollen mich verschlingen. 11. Wo bleib ich denn in sol12. Ach nur umsonst! Und könnt ich gleich mich in den himmel schwingen Und wieder zu der hölle reich, Mich zu verbergen, dringen: Dein auge blickt auch dort hinein Und wird mich und die schande mein Der lichten sonne zeigen. 13. Herr Jesu, nimm mich zu dir ein, Ich flieh zu deinen wunden! Laß mich da eingeschlossen seyn Und bleiben alle ftunthin bud den! Dir ist ja, o du Gotteslamm, All meine schuld am freuzesstamm zu tragen aufgebunden. 14. Dies stell du deinem Ba= ter für, Daß er sein herze lenke, Daß er sich gnädig kehr zu mir, nicht meiner fünden denke, Und wegen dieser straf und last, Die du auf dich genommen hast, Ins meer sie alle senfe.is mom gp@ 15. Hierauf will ich zu jeder zeit Mit ernst und sorgfalt meiden All böse luft und eitelkeit und lieber alles leiden, Denn daß ich sünd aus verfaß thu. Achy Herr, gieb du stets fraft dazu Bis ich von dir werd scheiden. snel Louise Henriette, and im ukurfürstin von Brandenburg. slo 091 Tim and 16671 mid d dusr] In eigner Melodie.spopaid muefuider du meine seele Hast durch 313. I [ 12. 11.[ 188 Buß-, Beicht- dau deinen bittern tod Aus des teu- Meiner scligkeit zu gut; Und diefels finstern höhle Und der gro- weil du so zerschlagen Haft die Ben jündennoth Kräftiglich her- sünd am freuz getragen: Ei so aus gerissen und mich solches sprich mich endlich frei, Daß ich lassen wissen Durch dein ange- ganz dein eigen sey.ni nehmes wort: Sey doch stets, o 7. Weil mich auch der höllen Gott, mein hort. im schrecken Und des satans grimmigkeit Vielmals pflegen aufzuwecken Und zu führen in den streit, Daß ich schier muß unterliegen: Ach, so hilf, Herr Jesu, siegen! D du meine zuversicht, Laß mich ja verzagen nicht! 2. Treulich hast du ja gesuchet Die verlornen schafe dein, Als fie liefen ganz verfluchet In der höllen pfuhl hinein, Ja, du satans überwinder, Hast die hochbetrübten sünder So gerufen zu der buß, Daß ich billig fommen muß. 3. Ach, ich bin ein kind der fünden, Ach, ich irre weit und breit, Es ist nichts an mir zu finden, Als nur ungerechtigkeit. All mein dichten, all mein trachten Heißet unsern Gott verachten, Böslich leb ich ganz und gar Und sehr gottlos immerdar. 4. Herr, ich muß es ja bekennen, Daß nichts gutes wohnt in mir; Das zwar, was wir wollen nennen, Halt ich meiner feele für, Aber fleisch und blut zu zwingen Und das gute zu vollbringen, Folget gar nicht, wie es soll; Was ich nicht will, thu ich wohl. 5. Aber, Herr, ich kann nicht wissen, Wie viel meiner fehler seyn, Mein gemüth ist ganz zerrissen Durch der fünden schmerz und pein, Und mein herz ist matt von sorgen. Ach vergieb mir, was verborgen, Rechne nicht die missethat, Die dich, Herr, erzürnet hat. 6. Jesu, du hast weggenommen Meine schulden durch dein blut, Laß es, o Erlöser, kommen 8. Deine rothgefärbten wunden, Deine nägel, kron und grab, Deine hände, fest gebunden, Wenden alle plagen ab; Deine pein und blutig schwißen, Deine strie men, schläg und rizen, Deine marter, angst und stich, O Herr Jesu, trösten mich. 9. Wenn ich vor gericht soll treten, Da man nicht entfliehen kann, Ach, so wollest du mich retten Und dich meiner nehmen an. Du allein, Herr, kannst es stören, Daß ich nicht den fluch darf hören: Ihr zu meiner linken hand Seyd von mir noch nie erkannt. 10. Du ergründest meine schmerzen, Du erkennest meine pein, Es ist nichts in meinem Herzen, Als dein herber tod allein. Dies mein herz mit leid bedränget, Das dein theures blut besprenget, So am kreuz vergoffen ist, Geb ich dir, Herr Jesu Christ. 11. Nun, ich weiß, du wirst mir stillen Mein gewissen, das mich plagt; Es wird deine treu [ 12. 12.] und Absolutions- Gesänge. Noch sind die gnadenstunden.els erfüllen, Was du selber hast ge- Und flieh in Jesu wundenhöhl, sagt, Daß auf dieser weiten erden Keiner je verloren werden, Sondern ewig leben soll Wenn er nur ist glaubensvoll. * 12. Herr, ich glaube, hilf mir chwachen, Laß mich ja verderben aicht! Du, du kannst mich stärker machen, Wenn mich sünd und tod anficht. Deiner güte will ich trauen, Bis ich fröhlich werde schauen Dich, Herr Jesut, nach dem streit In der süßen ewigkeit. mot matdi Joh. Rist. † 1667. 189 5. O Jesu, deine lieb ist groß, Ich komm mühselig, nackt und du bloß, Ach laß mich gnade finden! Ich bin ein schaf, das sich verirrt, Ach, nimm mich auf, weil ich verwirrt Im strick und neg der fünden. 6. Ach wehe mir, daß ich von dir Gewichen bin zum abgrund schier! Ach, laß mich wiederkehren Zu deiner heerde, nimm mich an Und mach mich frei von fluch und bann! Dies ist mein herz 8 şönen mir nori Japan@ med begehrensuit is nid bibi and Euc. 15, 2. mnd sis@ jord Laurentius Laurenti. † 1722,190 M. Kommt her zu mir, spricht. dit ug him in aidi ni 80 314.rarmen fünder, M. Herr Jesu Chrift, mein. 314. tommt zu bauf, 315. Kommt eilig, kommt und macht euch auf, Mühselig und beladen! Hier öffnet sich das Jesusherz Für alle, die in reu und schmerz Erkennen ihren schaden. nuo ein größrer troft kann seyn im schmerz, Ais daß man Gottes Baterherz Durch seinen Sohn darf sprechenlan, Der allen zorn abwenden kann. 12. Wie ofte kommt man, durch 2. Es heißt, er nimmt die sün- den Sohn Befördert, vor des der an; Drum komm, dein Jesus königs thron; Manch sünder, der will und kann Dich retten und den tod verdient, Wird durch des umarmen! Komm weinend, komm richters find verjühnt. and ant in wahrer buß und fall im glau- 13. So wird auch mein pleibeigben ihm zu fuß, Er wird sich ner knecht Bei seinem Herrn oft dein erbarmenduris not bracht zurecht und wird gestellt auf freien fuß, Da er sonst ewig dienen mußli diumsp mille must 3. Ein hirt verläßt sein schäflein nicht, Dems in der irr an hülf gebricht, Er sucht es mit verlan- 14. Dies tröstet micho frommer gen! Er läsfet neun und neunzig Gott, Der ich befleckt bin und tehn, Und sie gar in der wüsten voll noth, Daß ich vor deine zehn, Das eine zu umfangen. n majestät In deines Sohnes na men tretirs bid si todt 4. Es sucht der liebste Jesus Khrist Das schäflein, das verloren it, Bis daß ers hat gefunden. So o laß dich finden, liebe seel, 15. Aus diebzit ihm sey gnädigs mir, Mich aus dem fündens ferfermführy] Des teufels bande [ 12 13]] Buß-, Beicht190 reiß entzwei, Mach meine jeel zum leben frei. 6. 3war mein verdienst und würdigkeit Dräut mir den tod und alles leid, Doch deines Sohnes tod und blut Macht mich vor dir gerecht und gut. 7. Wen könnt ich sonsten bringen dir, Der dein herz neigen möcht zu mir, Als den, der für die schuld der welt Ist worden selbst das lösegeld? 10. Und dies sein opfer ist so groß, Daß ich werd aller fünden los, Ein opfer, das dir wohlgefällt, Dadurch verfühnt ist alle 8. Drum sieh, o Gott, hier ist dein Sohn, Mein einzigs heil, Joh. Heermann. † 1647. M. Wie nach einer Wasserg mein gnadenthron, Der sich selbst 316.aß es, Jeju, dich erbarMittaufgeopfert hat Am kreuz für meine missethat. 9. Der nicht verfühnet werden darf, Ob das gejeb ist noch gesetz so scharf, Er selber hat sein eigen blut Vergossen reichlich mir zu gut. welt.d 11. Das unbefleckte lamm ist hier, Das meine sünden nahm von mir, Das lammi, von welchem man kein wort Vor seinem scheerer hat gehört. 12. Der gar nichts übles hat gethan, Den man mit recht nicht fadeln kann, Der hat die schwere sündenlast Der ganzen welt auf fich gefasst. erbarm dich mein, Der ich vor dir mit ihm erschein.bien 13. Durch seine wunden sind wir heil und haben jetzt am himmel theil. Darum, o Gott, 14. Ach, laß es kommen mir zu statt, Was er am freuz erworben hat. Ich seg all meine hoffnung drauf, Hilf meinem schwachen glauben auf. 15. D Gott, mein Vater, mich regier! Herr Jesu, hilf mir und mich führ! O heilger Geist, mein herz anmahn, Daß ich stets geh auf rechter bahn! ant fer, schläfest du? Kennest du nicht mehr mich armen? Sprichst du weiter mir nicht zu? Gott, mein Gott, ach wie so lang'! Meiner seel ist angst und bang. Nahst du dich nicht, mein erretter, In der angst und schwerem. wetter? 2. Hölle, satan, welt und sünde Seßen stürmend auf mich zu. Ach, daß ich die stätte fünde, Wo ich hätte schirm und ruh! Hilf mir, Herr, mein fels, mein bort, Mein Herz hält dir vor dein wort! Herr, ich soll nicht seyn verloren, Hat dein wahrer mund geschworen. 3. Sünde, was magst du nun drücken und mich plagen ohne rast? Hier auf meines Jeſu rüfken Liegt die mir zu schwere last. Der hat schon bezahlt für mich, Was so schwer verschuldet ich, Gott hat selbst gestraft am finde, Was der knecht gethan für fünde. 4. Rommet, kommet her, ihr [ 12. 14.] und Absolutions- Gesänge. 191 2. Du bist Vater ja mit recht Und hast Vatersitten; Ei, so hab ich findesrecht Und darf findlich bitten, Denn den kindern steht es frei, Väter anzuflehen. Vater, deine Vatertreu Laß mich armen sehen. 3. Liebster Vater, willst du dich Vater lassen nennen, Ei, fo mußt du lassen mich Vatersinn erkennen; Denn das wäre viel zu schlecht Bloßen namen führen Und nicht thun nach Vaterrecht, Was sich will gebühren. 4. Nun, so nimm dich meiner an, Wie die väter pflegen, Meine buß- und thränenbahn Laß dich doch bewegen. Meine fünden bringen schmerz, Die ich hab begangen, Ach, du liebstes Vaterherz, Laß mich gnad erlangen! 5. Hast du doch in deinem wort Gnade mir versprochen, Laß mich an die gnadenpfort Nicht vergeblich pochen; Laß der matten seufzer ton Durch die wolken dringen Und von deinem himmelsthron Mir die gnade bringen. 6. Ich laß doch nicht eher ab, Bis du mir gewähret Gnade, die ich von dir hab Inniglich begehret. Segne mich, ich lasse M. Christus, der uns selig. 317.iebster Bater, ich dein dich Eher nicht, ich hange, Wie die klett am kleid, bis ich Gnad von dir erlange. kind, Komm zu dir geeilet, Weil ich sonsten niemand find, Der mich armen heilet; Meine wunden sind sehr groß, Groß sind meine fünden, Mach mich von denselben los, Laß mich gnade finden. 7. Du bist Gott und heißest gut, Weil du gutthat übest, Und, gleich wie ein Vater thut, Deine finder liebest. Dieser gutthat laß mich auch, Vaterherz, genießen, armen! Sein selbst theurer mund ausschreit: Eurer will ich mich erbarmen, Die ihr hoch beladen seyd! Nun ich komme mit begier Als ein matter hirsch zu dir, Laß es, Jesu, mir gelingen Und dein lebenswasser springen. 5. Du, mein Jesu, wirst gewähren Mich der wiederholten bitt, Zählen meine heißen zähren, Reichen trost mir theilen mit, Stärken mein erschrockne seel Mit dem süßen freudenöl Und erleichtern mein gewissen Nach so viel bekümmerniſsen. 6. Du wirst meine sünden senken In den tiefen abgrund hin, Auch im zorn nicht mehr gedenken, Wie bös ich gewesen bin. Deine fürbitt und geschrei Bei dem Vater kräftig sey, Zeige dann auf deine wunden, So bin ich los und entbunden. 7. Ich will alsdann fröhlich singen Von der hohen liebestreu, Ich will dank und opfer bringen, Rühmen, daß Gott gnädig fey; Sein altar und heiligthum Wisse stets von solchem ruhm, Wo mein herz ihn täglich ehret. Amen, ja, es ist erhöret! [ 12. 15.] Buß-, Beicht192 Laß auf mich, nach deinem brauch, Deine gnade fließen. 8. Ach sey gnädig, ach vergieb, Was ich mißgehandelt, Der ich nach der sünden trieb Oftmals bin gewandelt. Meine fünde ich versenk, Herr, in deine wunden. Ach, derselben nicht gedenk, Laß sie seyn verschwunden. 9. Klagt mich mein gewissen an Und will mich verdammen, Will der satan, wo er kann, Dich zur rach anflammen: Ei so denke in geduld, Daß ich staub und aschen Und daß mich von meiner schuld Christi blut gewaschen. Christoph Titius.( Tieße.) † 1703. Matth. 26, 41. M. Straf mich nicht in. 318* ache ich mein geist bereit, Wache, fleh und bete, Daß dich nicht die böse zeit Unverhofft betrete, Denn es ist Satans list Ueber viele frommen Zur versuchung kommen. 2. Aber wache erst recht auf Von dem fündenschlafe, Denn es folget sonst darauf Eine lange strafe, Und die noth Sammt dem tod Möchte dich in fünden Unvermuthet finden. 3. Wache auf, sonst kann dich nicht Unser Herr erleuchten; Wache, sonsten wird sein licht Dir noch ferne däuchten; Denn Gott will Für die füll Seiner gnadengaben Offne augen haben. 4. Wache, daß dich fatans lift Nicht im schlaf antreffe, Weil er sonst behende ist, Daß er dich beäffe; Und Gott giebt, Die er liebt, Oft in seine strafen, Wenn sie sicher schlafen. 5. Wache, daß dich nicht die welt Durch gewalt bezwinge, Oder, wenn sie sich verstellt, Wieder an sich bringe; Wach und sieh, Damit nie Viel' von falschen brüdern Unter deinen gliedern. 6. Wache dazu auch für dich, Für dein fleisch und Herze, Damit es nicht liederlich Gottes gnad verscherze; Denn es ist Voller lift Und kann sich bald heucheln Und in hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei Mitten in dem wachen, Denn der Herre muß dich frei Von dem allen machen, was dich drückt Und bestrickt, Daß du schläfrig bleibest, Und sein werk nicht treibest. 8. Ja, er will gebeten seyn, Wenn er was soll geben, Er verlanget unser schrein, Wenn wir wollen leben und durch ihn Unsern sinn, Feind, welt, fleisch und sünden Kräftig überwinden. 9. Doch wohl gut, es muß uns schon Alles glücklich gehen, Wenn wir ihn durch seinen Sohn Im gebet anflehen; Denn er will Uns mit füll Seiner gunst be schütten, Wenn wir glaubend bitten. * 10. Drum so laßt uns immerdar Wachen, flehen, beten, Weil die angst, noth und gefahr Immer näher treten; Denn die zeit Ist nicht weit, Da uns Gott [ 12, 16.] and Absolutions- Gesänge. wird richten Und die welt vernichten. Joh. Burchardt Freystein. † 1720. Spr. Sal. 23, 26. M. Nun sich der tag geendet. ein 319. M herz ich bringe dir Zur gabe und geschenk; Du forderst dieses ja von mir, Deß bin ich eingedenk. 2. Gieb mir, mein sohn, dein herz, sprichst du, Das ist mir lieb und werth; Du findest anders auch nicht ruh Im himmel und auf erd. 3. Nun du, mein Vater, nimm es an, Mein herz, veracht es nicht. Ich gebs, so gut ichs geben kann, Kehr zu mir dein gesicht. 4. Zwar ist es voller sündenwust Und voller eitelkeit, Des guten aber unbewußt Und wahrer frömmigkeit. 5. Doch aber steht es nun in reu, Erkennt sein'n übelstand, Und träget jegund vor dem scheu, Daraus zuvor lust fand. 6. Hier fällt es und liegt dir zu fuß und schreit: nur schlage zu! Zerknirsch, o Vater, daß ich buß Rechtschaffen vor dir thu! 7. Zermalm mir meine härtigkeit, Mach mürbe meinen sinn, Daß ich in seufzer, reu und leid Und thränen ganz zerrinn. 8. Sodann nimm mich, mein Jefu Chrift, Tauch mich tief in dein blut. Ich glaub, daß du 193 gekreuzigt bist Der welt und mir zu gut. 9. Stärk mein so schwache glaubenshand, zu fassen auf dein blut Als der vergebung unterpfand, Das alles machet gut. 10. Schenk mir nach deiner Jeſushuld Gerechtigkeit und heil Und nimm auf dich mein sündenschuld Und meiner strafe theil. 11. In dich wollst du mich fleiden ein, Dein unschuld ziehen an, Daß ich von allen sünden rein Vor Gott bestehen kann. 12. Gott heilger Geist, nimm du auch mich In die gemeinschaft ein; Ergeuß um Jesu willen dich Tief in mein herz hinein. 13. Dein göttlich licht schütt in mich aus Und gluth der reinen lieb; Lösch finsterniß, haß, falschheit aus, Schenk mir stets deinen trieb. 14. Hilf, daß ich sey von herzen treu Im glauben meinem Gott, Daß mich im guten nicht mach scheu Der welt list, macht und spott. [ 13. 1.] 15. Hilf, daß ich sey von herzen fest Im hoffen und geduld, Daß, wenn du mich nur nicht verläßst, Mich tröste deine huld. 16. Hilf, daß ich sey von herzen rein Jm lieben, und erweis, Daß mein thun nicht sey augenschein Durchs werk zu deinem preis. 17. Hilf, daß ich sey von herzen schlicht, Aufrichtig, ohn betrug, Daß meine wort und werke recht, Und niemand schelt ohn fug. 13 Buß-, Beicht dra 194 18. Hif daß ich sey von her zen klein. Demuth und sanftmuth halt, Daß ich von aller weltlieb rein, Vom fall aufstehe bald. amt als wie ein frommer drift, Des fleisches sündenfreuden Ernstlich meiden Und von der falschen list Der weltmein herz abscheiden. sda chi toil and fid 19. Hilf, daß ich sey von herzen fromm, Ohn alle heuchelei, Damit mein ganzes christenthum Dir wohlgefällig sey.lis nism 20. Nimm gar, o Gott, zum tempel ein Mein herz hier in der zeit, Ja, laß es auch dein wohnhaus seyn In jener ewigkeit. at 4. Dem teufel sag ich gänzlich ab und allen seinen werken, Hingegen will ich bis ans grab Aus Gottes wort mich stärken. Das soll mein licht und fackel seyn Und meinen gang bedingen, Klüglich zwingen. Zu dir will ich allein, Gott, mein gemüthe schwingen. domendobrog 1198 21. Dir geb ichs ganz zu eigen hin, Branchs, wozu dirs gefällt. Ich weiß, daß ich der deine bin, Der deine, nicht der welt. b M. Joh. Caspar Schabe. 1698. † ist ind 0 g disirsi@ 01 5. Dir will ich trauen fort und fort, Dich fürchten, lieben, chren, Dir danken, dienen und dein wort mit andacht fleißig hören, Den nächsten lieben gleich als mich, Den obern folge ge ben, Friedlich leben, Mich halten mäßiglich In ehrbarkeit daneben.dd lisen h@ d M. Ich ruf zu dir, Herr.sp 320. un fey einmal das ziel gesteckt Dent frechen missethaten, Gott hat mich aus dem schlaf erweckt Und meiner feel gerathen. Drum hab ich theuer mich verpflicht't, Von sünden abzustehen und zu sehen, Daß ich nun weiter nicht, Was bös ist, mög begehen.lig und 6. Nun, treuer Gott, so stärke mich In diesen bußgedanken, Ach, lasse mich doch ewiglich nicht von dem vorsatz wanken! Gieb geist, gieb fraft beständigkeit; at Im 2. Forthin will ich dem Geist glauben und im lieben Laß mich allein In furcht gehöre geben, üben, Daß nicht die letzte zeit Gehorsam, rein und heilig seyn, Mich ewig mag betrüben. o Nach Gottes willen leben; Sonst tota Johann Dechslin. † 1838. wird mein wort, das ich geredt, M. Wo Gott der Herr. 1 5429 Mich richten und verdammen jener richterstätt, Die uns einst ruft zusammen. risa, tie ist 3. Ich sags auf meine seele zu, Mein Gott, ich wills auch halten, Daß ich nunmehr von diesem nu Unsträflich will verwalten Mein [ 13. 2.1 tes 321. Jefu Chrifte, Got schöpfer aller dinge, Schau doch herab von deinem thron, Hör, was ich vor dich bringe! Du bist, o Herr, das höchste gut, Ich bin ein mensch, der arges thut, Gin hand voll erd und afche.so ne and Absolutions- Gesänge. 2. Du bist sehr herrlich schön geztert, Voll majestät und ehren; Ich bin in jammer tief geführt, Der keinmal will aufhören. Du bist das licht, ich aber blind, Du bist gerecht, ich voller sünd, Die mich hat ganz besessen. bil 3. Du bist die wahrheit und die freud, Der arzt, das heil und leben, Ich aber frank, voll traurigkeit, Muß schnell den geist aufgeben. Der leib muß die verwesung sehn, Es kann in kurzer zeit geschehn, Niemand kann mich erhalten. Mit 4. Wahr ist es, du hast selber mich mit deiner hand bereitet, Aus mutterleibe wunderlich Ans tageslicht geleitet. Was hilfts mir aber, daß ich bin, Herr, dein geschöpf? jetzt fahr ich hin Und muß zunichte werden. 5. Doch, weil du selbst mein schöpfer bist, Wollst du dein werk nicht hassen und mich in meiner angst, Herr Christ, Mit hülf und trost nicht lassen. Du hasfest nichts, was du gemacht, Vor dir ist alles hoch geacht't und werth in deinen augen. di 6. Ach, schau doch deine hände an, Durch die ich bin formiret, Dein herz den nicht verstoßen kann, Deß glaube dich anrühret. Dies sind die hände, die für mich Mit nägeln haben lassen sich Ans holz des freuzes schlagen.s 17. Darinnen steht mit deinem blut Mein name angeschrieben. Sieh an die schrift, die mir zu gut In deinen händen blieben, So 195 wird sich ja dein liebreich herz Erbarmen mein und allen schmerz In meinem geiste ftillen. ilg 8. Ich armer fünder ruf zu dir, Mit gnaden mich anblicke; Von dir kommt alles labsal mir, Das meine seel erquicke. O Gott, mein Heiland, hilf du mir Und bring mich wiederum zu dir, Eh ich muß gar verderben. inst 9. Was sind doch alle meine tag? Als nichts sind sie zu rechnen. Ich armer mensch, wie, daß ichs wag, So feck dich anzusprechen? Du großer Herr, ach zürne nicht, Daß ich vor deinem angeficht zu reden mich erfühne. 10. Die noth, o Herr, hat kein geset, Die mich jetzt hat umringet, Die machts, daß ich nach gnade lechz, Die ist es, die mich dringet. Der franke nach dem arzte schreit, Der blinde sich des lichtes freut Der todte sucht das leben.n 11. O Jesu, großer lebensfürst, Wollst meiner dich erbarmen, Den stets nach deiner hülfe dürft't, Hilf mir, Herr, hilf mir armen! D Gottes und auch Davids Sohn, Erbarm dich mein und meiner schon', Hör den, der nach dir schreiet! dome 412. Eil nicht so fort, du wahres licht, Hier ist, der auf dich hoffet; Steh still, dein auge auf mich richt, Hör den, der nach dir rus fet! Mit deiner hand mich zu dir leit, Daß ich dich, licht der ewigkeit, In deinem licht anschaue. Joh. Joh. Heermann. † 1647. Nach dem lat des Augustinus. {?* [ 13. 3.] 196 322. Sesu, du bist mein. ist i Buß-, Beicht6. Und wenn mein stündlein fommen ist, So hilf mir treulich kämpfen, Daß ich des satans trug M. Wenn mein stündlein.id und lift Durch Chrifti fieg mög mir krankheit, 323. herzigkeit, Ich falle angst und noth Und dann der 11 dir zu fuße, Verstoß den nicht, der zu dir schreit Und thut noch endlich buße. Was ich begangen wider dich Verzeih mir alles gnädiglich Durch deine große güte. legte feind, der tod, Nur sey die thür zum leben. THE T isoll David Denicke.+ 1680. tind 061 Jinsidad 324. wüster fünder, denkst du nicht. das Risonsonanti derthat Nimm von mir, was mich quälet; Durch deine weisheit schaffe rath, Woran es mir sonst fehlet; Gieb willen, mittel, kraft Pf. 51, v. 12, 13, 14. int 1 C M. Aus tiefer noth schrei id. und stärk, Daß ich mit dir all meine 325. aff in mir, Gott, werk O tein Anfange und vollende. 3. D Jesu Christe, der du haft Am freuze für mich armen Getra= gen aller fünden last, Du wollst sich mein erbarmen! D wahrer Gott, o Davids Sohn! Vergieb die schuld und meiner schon, Sieh an mein fläglich rufen. ein reines herz, Mein Herz ist ganz verderbet, Es fühlt der fünden großen schmerz, Die ihm sind angeerbet, Und die es hat gethan ohn scheu; Ach, mache, daß es wieder sey, Wie du es erst erschaffen. 2. Gieb mir auch einen neuen 4. Laß deiner wunden thenres geist, Der, wie du, sey gesinnet, blut, Dein todespein und sterben, Der stets dir anhang allermeiſt, Mir kommen kräftiglich zu gut, Gieb, daß er hasse fleisch und Und was du willst, beginnet. Ach, laß mich nicht verder= blut, Den glauben üb in sanf ben. Den Vater bitte, daß er mir Im zorn nicht lohne nach tem muth, Zucht, demuth, hoffe gebühr, Wie ich es wohl ver. nung, liebe. i admisie dienet.bt 19d him do bild 3. Verwirf von deinem anges 9 dot sicht, Ob ich es gleich verdienet, Mich, allerliebster Vater, nicht, Weil Jesus dich verfühnet. Ady laß doch nun und nimmermehr Mich, dein kind, fallen also sehr, Daß du es von dir würfeft. 19 14. Den heilgen Geist nimm nicht von mir, Den bösen geist ver [ 13. 4] 5. D heilger Geist, du wahres licht, Regierer der gedanken, Wenn mich der fünden luft an ficht a Laßimich von dir nicht wanken. Verleih, daß nun und nimmermehr Begierd nach wolluft, geld und ehr In meinent Herzen herrscheisd treibe, Daß ich, als nie entführt von dir, Steis deine sey und bleibe; Beherrsche mein herz, sinn und muth Durch deinen Geist, so ist es gut Im leben und im sterben. 5. Mit deiner hülfe tröste mich, Hilf und vergieb die sünden, Und sucht dann meine seele dich, So laß dich von ihr finden Und dein verdienst, Herr Jesu Christ, Darinnen troft und leben ist, Trop sünde, tod und teufel. 6. Dein freudengeist mich doch mit seinem frendenöle, Damit nicht der verzweiflung joch Verderbe meine seele. Sey du mein freund, o Herr, allein! Ach, laß mich deine freude seyn Und führe mich zur freude! Ludämilie Elisabeth, Gräfin von Schwarzburg- Rudolstadt. bi+ 1672. erhalt 13 326. 327. und Absolutions- Gesänge. 328. ey mir doch gnädig, o mein Gott. iehe, ich gefallner knecht. Ezech. 33, 11. M. Vater unser im himm. gnade fündigt hin, Fährt fort in seinem bösen finn Und seiner seele selbst nicht schont, Der wird mit ungnad abgelohnt.is 5. Gnad hat dir zugesaget Gott Von wegen Christi blut und tod, Zusagen hat er nicht gewollt, Daß du mußt sterben ist dir fund, Ob du bis morgen leben sollt. Verborgen ist die todesstund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich, Eh morgen kommt, kanns ändern sich. Wer heut ist frisch, gesund und roth, Ist morgen frank, ja wohl gar todt. So du nun stirbest ohne buß, Dein feel o wahr ich lebe, und leib dort brennen muß. 197 theuren eid. O selig! dem die fünd ist leid. Mir ist nicht lieb des fünders tod, Vielmehr ist dies mein wunsch und will, Daß er von fünden halte still, Von seiner bosheit fehre sich und lebe mit mir ewiglich. 3. Doch hüte dich vor sicherheit, Denk nicht: zur buß ist noch wohl zeit, Ich will erst fröhlich seyn auf erd; Wenn ich des le bens müde werd, Alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist wohl stets bereit Dem fünder mit spricht dein Gott,* 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, Daß ich noch heute komm zu dir Und buße thu den augenblick, Eh mich der schnelle tod hinrück; Auf daß ich heut und jederzeit Zu meiner Heimfahrt fey bereit. nu SH in id Joh. Heermann. † 1647. it on nun in Pf. 6. msing for In eigner Melodie. 329. traf mich nicht in deinem 2. Dies wort bedenk, o menschenkind! Verzweifle nicht in deis ner fünd! Hier findest du troft, heil und gnad, Die Gott dir zugesaget hat Und zwar mit einem 13. 5.] 198 9pm Buß-, Beicht an Ber Gott, verschone! Ach, laß 330. Vater, ach laß troft mich nicht Nach verdienst nicht lohne! Hat die ſünd Dich entzündt, Lösch ab in M. O Gott, du frommer Gott. 331. as kann ich doch dem Lamme, Deines grimmes flamme. argiled im fillu 2. Ach, sieh mein' gebeine an, Wie sie ganz erstarren! Meine feele fast nicht kann Deine gnad erharren. Wie so lang' Machst du bang Meiner armen seels In 2. Sehr große lieb und gnad des leibes höhle? n figurn für dank, O Herr, dir dafür sagen, Daß du mich mit geduld So lange zeit getragen, Da ich in mancher fünd Und übetretung lag Und dich, du frommer Gott, Erzürnte alle tag. Erwiesest du mir armen; Ich fuhr in bosheit fort, Du aber in erbarmen. Ich widerstrebte dir Und schob die buße auf, Du schobest auf die straf, Daß sie nicht folgte drauf.@ti 3. Zeig mir deine Vaterhuld, Stärt mit trost mich schwachen: Ach, Herr, hab' mit mir geduld, Komm, mich heil zu machen. Hilf der feel mit dem öl Deiner großen gnaden, Wend ab allen schaden. is chisch 3. Daß ich nun bin bekehrt, Hast du allein verrichtet, Du hast 14. Herr, wer denkt im tode des satans reich Und werk in dein? Wer dankt in der höllen? mir vernichtet. Herr, deine güt Rette mich aus jener pein Der und treu, Die an die wolken verdammten feelen, Daß ich dir reicht, hat auch mein steinern Für und für Dort an jenem herz Zerbrochen und erweicht. tage, Höchster Gott, lob sage.p4. Selbst konnte ich dich wohl an95. Ach, ich bin ganz müd und matt Von den vielen plagen, Mein Herz ist der seufzer satt, Die nach hülfe fragen; Ich verschmacht Tag und nacht Muß mein lager fließen Von den thränengüssen. Idslopchen nedrsiped sil06. Weicht, the feinde, weicht von mir, Gott erhört mein beten! Nunmehr darf ich mit begier Vor sein antlig treten. Teu fel weich'id Hölle, fleuch! Was mich g'vor gefränket, hat mir Gott gefchenfehi and naimedeg Beleidigen mit sünden, Ich konnte aber nicht Selbstgnade wiederfinden. Selbst fallen konnte ich Und ins verderben gehn, Ich konnte selber nicht von meinem fall aufstehn.sang misis ne 1915. Du hast mich aufgericht't und mir den wegi gewiesen, Den ich nun wandeln soll, Dafür sey, Herrngepriesen! Gottfey ge lobt, dass ich Die alte sündm haff' Und willig ohne furcht Die tödten werke lagood thin todt = C 6. Damit ich aber nicht Aufs neue wieder fallebi giebe mir deinen Geist, Dieweil ich hier 31 Job! Georg Albinus. † 1679. fort] sto goles and singlus ( 880) und Absolutions- Gesänge. 199 44 noch walle, Der meine schwachheit Daß ich der größte fünder bin, stärk Und in mir mächtig sey Darf mich nicht anders nennen. Und mein gemüthe stets Zu dei Doch wenn ich dich, o Gott, nem dienst erneu. Ce schau an, mit nichten ich ver7. Ach, leit und führe mich, zweifeln kann, Du kannst und So lang' ich leb auf erden, Laß willst mir helfen. gmamal mich nicht ohne dich Durch mich 4. Groß ist zwar meine missegeführet werden. Führ ich mich ohne dich, So werd ich bald verführt, Wenn du mich führest selbst, Thu ich, was mir gebührt. dif8. Gott, du großer Gott, O Vater, hör mein flehen! Jesupt Gottes Sohn, Laß deine fraft mich sehen! Dwerther heilger Geist, Regier mich alle zeit, Daß ich dir diene hier Und dort in ewigkeit! hi 28 that, Die mich bisher besessen, Doch ist weit größer deine gnad, Niemand kann sie ermessen. So groß, großer Gott, du bist, So groß ist auch zu aller frist Bei dir die gnad und güte. a 5 Die hast du keinem je ver sagt, Weil diese welt bestanden, Wer dir vertraut und nicht verzagt, la Wird nimmermehr zu schanden. Ich bitt, ich fleh, ich schrei, ich ruf, Auf deine guad find Justus Gesenius. t 1671. i 332. silour sid 912 eg mein herz mit den gedanken. 1191 H M. Aus tiefer noth schrei.is ich wart und hoff, Ach laß mich gnade finden. Hund 1920 Snied 19 6. nich bin das ungerathne tind, Das sich von dir geweneh nur, daß ich det und mit dem frechen weltso oft und viel, gesind. Sein erbtheil hat verAls wär ich gar verblendet, Ge- schwendet, Dich als des lebens fündigt ohne maaß und ziel, Von brodohn scheus Hintan gesept Gott mich abgewendet, Der mir und wie die äu Mit träbern ( doch nichts denn lauter gnad fich gefüllet.port silid hon sig Und wohlihat i ftets erwiesen hat gust. Ich habe die oft widerstrebt, In meinem ganzen lebent.n In Gefolget meinen lüften und den 1102. Weh mir, daß ich vor mei- begierden nachgelebt, Die, was nem Gott Mein herz forfest ver- trecht ist, verwüsten. Das höchste schlossen. Da er mir doch ein gut hab ich veracht't, Auf das, schug in noth zu seyn war un- was zeitlich ist, gedacht, und in verdroffen. Viel greuel hab ich der welt: hoch pranget. af 1917 brein gebracht, Des Herren gut- a8. Doch aber bitt ich dich: that nicht bedacht, st Muthwillig fie vergessen. In thi timna 13. Mich überzeuget herz und finn, Ich muß es frei bekennen, aus gnad Wollst du nicht mehr gedenken, Was ich geübt für feevelthat, Ins meer wollst du sie senken; Die sünd erlaß, die straf 333. [ 13. 7.] Spot Buß-, Beicht d 200 abführ, Ein neues herze schaff in mir Um deines Sohnes willen. time to Joh. Heermann.+ 1647. 1990 334. Wie groß ist meine missethat. sát6. in Pf. 32. ll 8 M. Aus tiefer noth schrei. 335.ohl dem, bem Gott all seine sünd Allhier in diesem leben, Gleich wie ein vater seinem kind, Aus gnaden hat vergeben und ihm dieselb nicht rechnet zu! Wohl ihm! er wird gewisse ruh In seiner seele haben. ist nunt 2. Der ist nun frei von missethat Und rein von allen schulden, Kein falschheit er im Herzen hat, Steht fest in Gottes hulden. Ein heuchler aber geht zugrund, Weil er des Herren gnadenbund In Jesu Christ verachteti án 3. Denn da ich meine fünd einst wollt Verschweigen und be decken, Wußt ich nicht, wo ich bleiben sollt Vor feelenangst und schrecken. Ja, mir verschmachtet mark und bein, Ich konnt gar nicht zufrieden seyn, Mein herze wollt mir brechen. dinile war beladen; Du mein gewissen wieder labt'st Und mir all meine fünd vergabst Um deines Sohnes willen.nogo mis bas Hierum die heilgen allzumal Im neuen bund und alten Dich werden bitten überall Und darin recht behalten, Im glauben durch den heilgen Geist, Denn ihr gerechtigkeit die heißt: Vergebung aller fünden. 7. Darum so trau ich dir allein, Wenn tod und teufel wüthen, Du wirst mich vor der Höllen pein, Das gläub ich fest, behüten; Denn dein Sohn Jesus Christus hat Für all mein sünd und missethat Am holz genug bezahlet. d 8. Mein Herz wollst du, Herr, durch dein wort Zu deinem dienst bereiten, Und, weil ich leb, mich immerfort mit deinen augen lei ten, Daß ich auf deinen wegen bleib und ob der wahrheit gut und leib, Wenns nöthig ist, zuseße. 9. Seyd nicht, wie roß und mäuler sind, Die ohn verstand hinleben, und wenn man sie nicht zäumt und bindt, Halsstarrig widerstreben; Vielmehr gehorchet Gottes stimm, Auf daß euch nicht sein ernster grimm An leib und feel verderbe. odod tidning 110. Der gottlof hat viel angst und plag, Das macht sein falsch vertrauen, Denn er vermag an teinem tag Des Herrn gnad anzuschauen. Wer aber ich auf Gott verlässt, Den wird die güt umfahen fest. Deß freut euch asonist) 4. Denn dein gerechter, ernster zorn, Weil ich mich nicht erkannte, Stach mich gewaltig wie ein dorn Und wie ein feuer brannte; Daß ich zuletzt betennen musst Und sprach: ich habe keine lust 3um guten allenthalbenbon dur sist 15. Und das ich solches frei be kannt und bat dich, Herrum gnaden, Dein schwerer grimm sich von miriwandt, Damit ich ihr gerechten! [ 13. 8. und Absolutions- Gesänge. * 11. Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Dir sey lob, preis und ehre Für alles, das du uns erweist, Dein segen sich vermehre, Daß wir fort spüren deine güt Und stets mit willigem gemüth Dir und dem nächsten dienen. 201 7. Mir mangelt zwar sehr viel, Doch was ich haben will, Ist alles mir zu gute Erlangt mit deinem blute, Damit ich überwinde Tod, teufel, höll und fünde. 3191] fcbs mind M. Auf meinen lieben. 336. o joll ich fliehen hin, Weil ich beschweret bin mit vielen großen sünden? Wo kann ich rettung finden? Wenn alle welt herkäme, Mein angst sie nicht wegnähme. 2. O Jesu, voller gnad, Auf dein gebot und rath Kommt mein betrübt gemüthe Zu deiner großen güte. Laß du auf mein gewissen Ein gnadentröpflein fließen.d 8. Und wenn des satans heer Mir ganz entgegen wär, Darf ich doch nicht verzagen, Mit dir fann ich sie schlagen; Dein blut darf ich nur zeigen, So muß ihr truß bald schweigen. nis orat 9. Dein blut, der edle faft, Hat solche stärk und kraft, Daß auch ein tröpflein kleine Die ganze welt kann reine, Ja gar aus teufels rachen Frei, los und ledig machen. 10. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich. Jest kann ich nicht verderben, Dein reich muß ich ererben, Denn du hast mirs erworben, Da du für mich gestorben. 3. Ich, dein betrübtes find, Werf alle meine sünd, So viel ihr'r in mir stecken und mich so heftig 11. Führ auch mein herz und schrecken, In deine tiefen wunden, Da ich stets heil gefunden. Lanu 4. Durch dein unschuldig blut, Die schöne rothe fluth, Wasch ab all meine fünde, Mit trost mein herz verbinde Und ihr nicht mehr gedenke, Ins meer fie tief versente. sinn Durch deinen Geist dahin, Daß ich mög alles meiden, Was mich und dich kann scheiden, Und ich an deinem leibe Gin glieds maaß ewig bleibe.isd dan hom ssd Mis Joh. Heermann. † 1647. Matth. 11, v. 28. o M. Herzlich lieb hab ich. dir, Herr 5. Du bist der, der mich tröst't, Weil du mich haft erlöſt. Was ich 337. 3 komme ich, Nachogs gefündigt habe, Hast du verscharrt im grabe; Da hast du es verschlosen, Da wirds auch bleiben müssen. 6. Ist meine bosheit groß, So werd ich ihr'r doch los, Wenn ich dein blut auffasse und mich darauf verlaffe. Wer sich zu dir nur findet, All angst ihm bald vers schwindet. dem du mich so süßiglich zu dir haft heißen kommen. Mich drücket meiner jünden last, Sie lässt mir keine ruh noch rast; Würd fie mir nicht benommen, So müſſt darunter ich vergehn, Ich könnte vor Gott nicht besteen, Vor dem Insthorp sd die himmel selbst nicht rein, Ich 202 Von der Rechtfertigung müsst ein find des todes seyn. gerecht, Destodes überwinder, Herr Jesu Christ, Mein trost Die freistadt und der sichre ort, und licht:: Erquicke mich und Das feste schloß, der schild und laß mich nicht. apunto dull dat hurt, Der mittler und der gnadenthron, Des Vaters herz liebster Sohn. Herr Jesu Christ, Das glaube ich:: Ach, stärt in solchem glauben mich. 2. Das sündenjoch ist mir zu schwer, Es drückt den geist nur allzusehr, Du, Herr, wollst es zerbrechen. Gedenke, daß du diese last Darum für mich getragen hast, Damit nicht möchte rächen Der Vater, was ich hab verschuldtVielmehr, daß seine gnad undhuldi Mir armen wieder würd zu theil. Mach mich durch deine wunden heil, Herr Jesu Christ, Und für mich bitt, 4. Hinfort will ich nun jederzeit Auf mich zu nehmen bereit Dein joch, die faufte binde; Darunter find ich fried und ruh, Ich wach und nehm im guten zu, Und ob ich drunter würde Ausschwachheit, die dir ist be kannt, Ermüden, wird doch deine hand Mir immer wieder helfen auf, Um zu vollenden meinen lauf. Herr Jesu Christ, Durch dich allein: Kann ich hier und dort selig seyn. nnm n@ medi Joh. Anastasius Freylinghausen. 1739. innerd star teid sig nedsat Wenn satan wider mich auf trittspurs 9 neden dnu fart 3. Zu dir steht meine zuver sicht, Ich weiß von keinem helfer nicht, Ohne dich, o arzt der fünder! All andre helfen sind zu schlecht, Du bist allein vor Gott HIINSING 190 XVIII. Von der Rechtfertigung und ihren Früchten. edad bid adet af sid nend919 $ 19marion Suc.15,2 12t9n M. Sesu, der du meine seele. Tun nopis 89 notreb and un der that. Leider, ach, vor andern allen Eieß die sünd ich mir ge 338 21h, dein wort von fallen, Aber die barmherzigkeit A großerstreue, größer nis Dasa theurundan annehmens- 1913. Christe, drum muß ich auch werth, Ehre ich in tieffter sveute billig Hier als ein exempel seyn, Lebenslang auf dieser erde Höret Wie du freundlich, gnädig, wil esp ihr menschenfinder: Ein Er- slig Alle jünder ladest ein, Rufft: löjer aller fünder, Sejus Christus ac femmtiihen blöden) tauben, kommen ist. Trop nun welt und Tretet doch herzuim glauben, fatans liftan disl msjang sae Siehet an das hochzeitskleid In Tid 2 Schöpfer, ach, ich muß be- der lepten gnadenzeit.brud drill tennendJeptuzum preise deiner nn Halleluja! kommt ihr armen, ghad: Böses war wohl nichts gobt mit mir des Höchsten ait! zu nennenarch mare fähig zu Baitruns preifen sein erbarmes [ 13.8 40.1 und ihren Früchten. 203 Eitel gnade uns jetzt blüht! Le- anvertraut, Du wider deinen erden Ihm allzu untreu worden. ben er den todten schenket Und mit seiner lieb uns tränket. Jesu, laß uns für und für Halleluja singen dir! 5. Darüber hat dich sünd und tod Und satanas gesellen Zu bittindrer angst und harter noth Beschlossen in der höllen, und iſt hier gar kein andrer rath, Als der, den Gott gegeben hat, Wer den hat, wird dem haufen Der Joh. Heinrich Schröder. † 1728. or summly and Joh. 3, 16. ohlar 15 M. Ermuntre dich, mein. 1 in ble höllenfeind entlaufen, med 339. hat Gott die A Iso welt geliebt, merke, wer es höret! Die welt, die Gott so hoch betrübt, Hat Gott so hoch geehret, Daß er den eingebornen Sohn, Den eingen schap, die einge fron, Das einge herz und leben Mit willen hingegeben. ad ng mil jun Das 6. Gott hat uns seinen Sohn verehrt, Daß aller menschen wesen, So mit dem ewgen fluch beschwert Durch diesen soll genesen. Wen die verdammniß hat umschränkt, Der soll durch den, den Gott geschenkt, Erlösung, trost und gaben Des ewgen le2. Ach, wie muß doch ein ein- bens haben. test and 8 ges kind Bei uns hier auf der 1917. Ach, mein Gott, meines leerden, Da man doch nichts als bens grund, Wo soll ich worte finbosheit findt, So hoch geschonet den? Mit was für lobe soll mein werden! Wie hißt, wie brennt mund Dein trenes Herz ergründer vaterfinn! Wie giebt und den? Wie ist dir immermehr geschenkt er alles hin, dh als erschehn? Was hast du an der welt an das schenken Des eingen nur will denten! on die indi 19d 93. Gott aber schenkt aus freiem 8: Warum behieltst du nicht muth Und mildem, treuem herzen dein recht und ließest ewig prejSein einges tind sein höchstes sen Diejenge, die dein recht gegut, In mehr als tausend schmer- schwächti Und freventlich vergelgen. Grgiebt ihn in den toden? Was hattest du an der für hinein Fa in die höll und de- lust, Von welcher dir doch war ren peins 13uunerhörtem leide bewußt, Daß fie für dein verschoStößt Gott sein eingefreuden nen Dir schändlich würde lohnen. 194 Warum doch das? daß du, ang Das herz im leibe weinet mir Towelt, Fret wieder möchtest stehen Und durch eints theures 18segeld Aus deinem ferker gehen. Denn du weißt wohl, indutinschnöde braut, Wie; da dich Gott ihm ersehn, Daß, die so sehr dich höhnet, Du so gar hoch gekrönet? Vor großem leid undilgeänten. Wenn ich bedenke, wie wir dir Sogar schlecht uns bequement. Die meisten wollen deiner: nicht. Und was du ihnen zugerichtt ( 943. 11.) 204 Durch deines Sohnes büßen, Das treten sie mit füßen. 10. Du, frommer Vater, meinst es gut mit allen menschentindern, Du ordnest deines Sohnes blut Und reichst es allen sündern, Willst, daß sie mit der glaubenshand Das, was du ihnen zugewandt, Sich völlig zu erquicken, Fest in ihr herze drücken.des 11. Sieh aber, ist nicht immerfort Dir alle welt zuwider? Du bauest hier, du bauest dort, Die welt schlägt alles nieder. Darum erlangt sie auch kein heil, Sie bleibt im tod, und hat kein theil Am reiche, da die frommen, Die Gott gefolgt, hinkommen. i 12. An dir, o Gott, ist keine schuld, Du, du hast nichts verschlafen, Der feind und hasser dei ner huld Ist ursach deiner strafen, Weil er den Sohn, der ihm so flar Und nah ans herz gestellet war, Auch einig helfen sollte, Durchaus nicht haben wollte. 13. So fahre hin, du tolle schaar, Ich bleibe bei dem Sohne, Dem geb ich mich, deß bin ich gar, Und er ist meine frone. Hab ich den Sohn, so hab ich gnug, Sein kreuz und leiden iſt mein Von der Rechtfertigung meine freude, Sein ſterben meine 2 neden 10 14. Ich freue mich, so oft und viel Ich dieses Sohns gedenke; Dies ist mein lied und jaitenspiel, Wenn ich mich heimlich fränke, Wenn meine sünd und missethat Will größer seyn als Gottes gnad, Und wenn mir meinen glauben Mein eigen herz will rauben. 15. Ei, sprech ich, war mir Gott geneigt, Da wir noch feinde wa ren, So wird er ja, der kein recht beugt, Nicht feindlich mit mir fahren Anjezo, da ich ihm verfühnt, Da, was ich böses je verdient, Sein Sohn, der nichts verschuldet, So wohl für mich erduldet. 16. Fehlts hier und da? sey unverzagt! Laß sorg und kummer schwinden! Der mir das größte nicht versagt, Wird rath zum kleinen finden. Hat Gott mir seinen Sohn geschenkt Und für mich in den tod gesenkt, Wie sollt er, laßt uns denken, Mit ihm nicht alles schenken? 100 17. Ich bins gewiß und sterbe drauf Nach meines Gottes willen, Mein freuz und ganzer lebenslauf Wird sich noch fröhlich stillen. Hier hab ich Gott und Gottes Sohn, Und dort, bei Gottes stuhl und thron, Da wird fürwahr mein leben In ewgen freuden schweben.suvin adil m Paul Gerhardt. † 1676. Plso hoch hat Gott geliebet. 3b01 341. Auf, auf, o menſch, 340. es nun zeit. 342. Auf, hinauf zu deiner freude, herz und sinn! Weg, hinweg mit deinem leide, Hin zu deinem Jesu hin! Er ist dein schap, Jesus ist dein einzig leben; Will die welt fein'n ort dir geben, Bei ihm ist play. H [ 13. 12.1 und ihren Früchten. 205 2. Fort, nur fort, eil immer geist, laß deinen Gott Dir doch weiter In die höh zu Jesu auf! An, hinan die glaubensleiter Steige mit geschwindem lauf! Gott ist dein schuß; Jesus bleibet dein beschirmer Wider alle umsonst nicht winken! Es lehrt dich ja das wort, Das licht für deinen fuß, Daß Christus dir allein Von sünden helfen muß. 2. Dein thun ist nicht geschickt seelbestürmer Und bietet trup. Zu einem beffern leben, Auf Chri3. Fest, fein fest dich angehalten An die starke Jesustreu! Laß du, laß du Gott nur walten, Seine güt ist täglich neu, Er meints recht gut. Wenn die feinde dich anfallen, müssen sie zurücke prallen, Hab guten muth. stum richte dich, Der kann dir solches geben; Der hat den zorn versöhnt mit seinem theuern blut, Und uns den weg gebahnt zu Gott, dem höchsten gut. 4. Gin, hinein in Gottes fammer, Die dir Jesus aufgethan, Klag und sag ihm deinen jammer, Flehe ihn um hülfe an. Er steht dir bei; Wenn dich alle menschen hassen, kann und will er dich nicht lassen, Das glaube frei. 5. Hoch, so hoch du kannst er heben Deine sinnen von der erd, Schwinge dich, dem zu ergeben, Was du hast, der dein ist werth. Dein Jesus ists, Der um dich so treulich wirbet Und für dich aus liebe stirbet, Drum du sein bistrar todo mi 1 durst Wie 3. Die fünden abzuthun, Kannst du dir gar nicht trauen, Dein glaube muß allein Auf Gottes hülfe baueu. Vernunft geht, wie sie will, Der satan kann sie drehn; Hilft Gottes Geist Dir nicht, So ists um dich geschehn. 194. Nun, Herr, ich fühle Nach deiner gnadenquelle ein gejagter hivich, Auf ſo viel sündenfälle. Wie komm ich aus der noth, Als durch den gnadenfaft? Hilf miris durch deinen Geist, In mir ist keine kraft. sl 5. Du hast ja zugesagt, Du wollst, die durst empfinden Nach der gerechtigkeit, Befrein von ih rem fünden. Nun zeiget mir den wegd Dein Sohn, derbiwahre Christ; Nur du mußt helfer seyn, Weil du voll hülfe bist.ism s6 D felig, willst du mir Von diesem wasser geben, Das trän Eet meinen geist Zu der gerechten leben! Bich diesen trant mir stets Du brunn dergütigkeit, 6. Auf, hinauf! was droben, suche, Trachte doch allein dahiw, Wo dein Jesus; sonst verfluche Allen schnöden sündensinn. Sum himmel zu! Welt und erde muß verschwinden Nur bei Jesu ist zu finden Die wahre rub. 19d Joh. Caspar Schade. t 1698.9d M. Gott, du frommer! f 901 343. De gnadenbrunn So ist mir immer wohl In der fleußt noch, Den gelassenheitu dnii snim s jedermann fann trinken. MeindoneKnort von Rosenroth, 1689. [.13 18.] Von der Rechtfertigung verflucht, Sein heil ist auch noch serne, Der trost bei einem men schen sucht Und nicht bei Gott dem Herren. Denn wer sich will Ein ander ziel Ohn diesen trö ster stecken, Den mag gar bald Des teufels gwalt Mit seiner list erschrecken. at the you don h In eigner Melodie. Zu einem schuß, Daß wir mit 344. Durch Adams fall truß An ihn fest sollen glauben, ist ganz Darum bald Kein macht Menschlich natur und wesen; noch gwalt Aus seiner hand wird Dasselb gift ist auf uns geerbt, rauben. stip isturl di donn Daß wir nicht konnt'n genesen 6. Der mensch ist gottlos und Ohn Gottes trost, Der uns erlöst Hat von dem großen scha den, Darein die schlang Evam bezwang, Gott's zorn auf sich zu laden. tiap duu anu bim 2. Weil denn die schlang Evam hat bracht, Daß sie ist abgefallen Von Gottes wort, das sie veracht't, Dadurch sie in uns allen Bracht hat den tod, So war je noth, Daß uns auch Gott follt geben Sein'n lieben Sohn, Den gnadenthron, In dem wir möchten leben. Bhun, doilsid 3. Wie uns nun hat ein fremde schuld In Adam all verhöhnet, Also hat uns ein fremde huld In Christo all versöhnet; Und wie wir all Durch Adams fall Sind ewigs tods gestorben, Also hat Gott Durch Christi tod Verneurt, das war verdorben. 206 7. Wer hofft in Gott und dem vertraut, Der wird nimmer zu schanden; Denn wer auf diesen felsen baut, Ob ihm gleich stoßt zu handen Viel unfalls hie, Hab ich doch nie Den menschen sehen fallen, Der sich verlässt Auf Gottes trost, Er hilft sein'n gläubgen allen. 8. Ich bitt, o Herr, aus herzensgrund, Du wollst nicht von mir nehmen Dein göttlich wort aus meinem mund, So wird mich nicht beschämen Mein sünd und schuld, Denn in dein huld Sez ich all mein vertrauen. Wer sich nur fest Darauf verlässt, Der wird den tod nicht schauen. 194 4. So er uns denn sein'n Sohn geschenkt, Da wir sein' feind' noch waren, Der für uns ist ans freuz gehenft, Getödt, gen himmel gfahren, Dadurch wir seyn Von tod und pein Erlöst, so wir vertrauen In diesem hort, Des Vaters wort: Wem wollt vorm sterben grauen? dunia na 9. Mein'n füßen ist dein heilges wort Ein brennende laterne, Ein licht, das mir den weg weist fort. So dieser morgensterne In uns aufgeht, So bald versteht Der mensch die hohen gaben, 5. Er ist der weg, das licht, Die Gottes Geist Den'n gwiß die pfort, Die wahrheit und das verheißt, Die hoffnung darein leben, Des Vaters rath und ewigs haben. nanas not all wort, Den hat er uns gegeben siled Lazarus Spengler. † 1534. [ 13. 14.1 und ihren Früchten. 207 So lerne egt ein frommer christ, Des glaubens recht gestalten. Nicht mehr, denn: lieber Herre mein, Dein tod wird mir das leben seyn, gnad und lauter güte, Die werk Du haft für mich bezahlet. die helfen nimmermehr, Sie mö- 7. Daran ich keinen zweifel gen nicht behüten. Der glaub sieht trag, Dein wort kann nicht beJesum Christum an, Der hat trügen; Nun sagst du, daß kein gnug für uns all gethan, Er ist mensch verzag, Das wirst du der mittler worden. nimmer lügen: Wer glaubt an mich und wird getauft, Demselben ist der himm'l erkauft, Daß. er nicht wird verloren. tid 94 tim i Rom. 3, 28. mnis E usdun In eigner Melodie. 345.** s ist das heil uns kommen her Von 2. Was Gott im g'sey geboten hat, Da man es nicht funt halten, Erhob sich zorn und große noth Vor Gott so mannigfalten. Vom fleisch wollt nicht heraus der geistis Iming'seg erfordert aller meist, Es war mit uns verloren. 3. Es war ein falscher wahn dabei, Gott hätt sein gjet drum geben, Als ob wir möchten selber frei Nach seinem willen leben: 8. Er ist gerecht vor Gott allein, Der diesen glauben faffet, Der glaub giebt uns von ihm den schein, So er die werk nicht läffet. Mit Gott der glaub ist wohl daran, Dem nächsten wird die lieb guts thun, Bist du ans Gott geboren. So ist es nur ein spiegel zart, 9. Es wird die sünd durchs Der uns zeigt an die fündig art, In unserm fleisch verborgen.en 4. Nicht möglich war, dieselbig art Aus eignen kräften lassen, Wiewohl es oft versuchet ward, Doch mehrt sich fünd ohn maaßen; Denn gleißners werk Gott hoch verdammt Und jedem fleisch der sünden schand Allzeit war angeboren. g'setz erkannt und schlägt das gewissen nieder; Das evangelium kommt zur hand Und stärkt den sünder wieder Und spricht: nur freuch zum freuz herzu, Im g'seg ist weder rast noch ruh Mit allen seinen werken. 19 15. Noch muß das g'jeg erfüllet seyn, Sonst wärn wir all verder ben. Drum schickt Gott seinen Sohn herein, Der selber mensch ist worden; Das ganze g'seg hat er erfüllt, Damit seins Baters zorn 11. Die hoffnung wart't der gestillt, Der über uns ging alle. 6. Und wenn es nun erfüllet ist Durch den, der es konnt halten: 10. Die werfe fomm'n gewißlich her Aus einem rechten glauben Denn das nicht rechter glaube wär, Dem man die werk wollt rauben; Doch macht allein der glaub gerecht, Die werke find des nächsten knecht, Dabei wir den glaub'n merken. 143 rechten zeit, Was Gottes wort zusaget; Wenn das geschehen soll zur freud, Sett Gott kein gewisse [ 13. 15.] Von der Rechtfertigung 208 age. Er weiß wohl, wenns am besten ist, und braucht an uns kein arge list, Das solln wir ihm vertrauen. 12. Ob sichs anlicß, als wollt er nicht, Laß dich es nicht er schrecken, Denn wo er ist am besten mit, Da will ers nicht entdecken, Sein wort laß dir ge= wisser seyn, Und ob dein herz spräch lauter nein, So laß dir doch nicht grauen. 13. Sey lob und ehr mit hohem preis Um dieser gutthat willen Gott Vater, Sohn, heiligem Geist, Der woll mit gnad erfüllen, Was er in uns angefangen hat Zu ehren seiner majestät, Daß heilig werd sein name. 14. Sein reich zukomm, sein will auf erd Gescheh wie im himmelsthrone, Das täglich brod noch heut uns werd, Wollst uns ser schuld verschonen, Als wir auch unſern schuldgern thun, Eaß uns Lös uns vom übel. Amen. Paulus Speratus. † 1554. In eigner Melodie. uns zerbrochen, Den himmel auf geschlossen, Das leben wiederbracht. * 3. Laß uns in deiner liebe Und kenntniß nehmen zu, Daß wir im glauben bleiben und dien'n dir im geist so, Daß wir hier mögen schmecken Dein süßigkeit im herzen, Und dürften stets nach dir. 4. Du schöpfer aller dinge, Du väterliche kraft, Regierst von end zu ende Kräftig aus eigner macht; Das herz uns zu dir wende Und kehr ab unsre sinne, Daß sie nicht irrn von dir. 5. Ertödt uns durch dein güte, Erweck uns durch dein gnad; Den alten menschen fränke, Daß der neu leben mag Wohl hier auf dieser erden, Den sinn und all begierden Und gedanken hab'n zu dir. Elisabeth Creußiger. † 1558. In voriger Melodie. 347. err Jesu, gnadenfonne, Wahrhaf tes lebenslicht, Laß leben, licht und wonne Mein blödes angesicht Nach deiner gnad erfreuen Und meinen geist erneuen. Mein 346. Snig Gottes Sohn, Vaters in ewigkeit, Aus seinem berz'n entsproffen, Gleichwie geschrieben steht: Er ist der morgensterne, Sein'n glanz streckt er so ferne Vor andern sternen klar. 2. Für uns ein mensch gebo- 3. Vertreib aus meiner seelen ren Im letzten theil der zeit, Den alten Adamssinn Und laß Der mutter unverloren Ihr jung- mich dich erwählen, Auf daß ich fräulich keuschheit; Den tod für mich forthin zu deinem dienst [ 13. 16.] err Christ, der eis Gott, versag mirs nicht! 2. Vergieb mir meine sünden Und wirf sie hinter dich, Laß allen zorn verschwinden und hilf genädiglich. Laß deine friedensgaben Mein armes herze laben, Ach Herr, erhöre mich! und ihren Früchten. 209 ergebe Und dir zu ehren lebe, nommen an, Drum er nicht kann Weil ich erlöset bin. naljon Mich armen fünder haffen. sti 4. Befördre dein erkenntniß In 2. Er ist geborn ein kleines mir, mein seelenhort, Und öffne find Für meine sünd, In windeln mein verständniß Durch dein hei- eingehüllet, Die jugend mit mühliges wort, Damit ich an dich seligkeit, Armuth und leid Ist gläube Und in der wahrheit bleibe, worden ganz erfüllet. Er hat geZu truß der höllenpfort. anwacht, Mich matt gemacht, Er 5. Mit deiner kraft mich rüste, 3u freuzgen mein begier Und alle bösen lüste, Auf daß ich für und für Der fündenwelt absterbe Und nach dem fleisch verderbe, Hinge gen leb in dir. ward gestäupt, Sein heilig haupt Mit dornen scharf gekrönet. 3. Er ward ans freuzes holz gehänkt, Mit gall getränkt Und fiel in todesbanden, Doch wiederum si am dritten tag, Nach langer plag, Ist er vom tod erstanden, Mit herrlichkeit Zur himmelsfreud Gegangen ein, Frei aller pein, Geseßt zu deiner rechten. 4. So schaue deinen Sohn doch ad linan, Was er gethan, Laß gnad in ihm mich finden. Du hast mich armen nicht veracht't, Ganz frei gemacht Von meinen schweren sünden Durchs Sohnes tod, Den knecht aus noth Hast du erlöst; Wer sich deß tröst't, Den kannst du nicht verdammen.od en boy 6. Ach zünde deine liebe In meiner feele an, Daß ich aus innerm triebe Dich ewig lieben kann Und dir zum wohlgefallen Beständig möge wallen Auf rechter lebensbahn. 7. Nun, Herr, verleih mir stärke, Verleih mir fraft und muth, Denn das sind gnadenwerke, Die dein Geist schafft und thut; Hingegen meine finnen, Mein lassen und beginnen Ist böse und nicht gut. 8. Darum, o Gott der gnaden, Du Vater aller treu, Wend allen seelenschaden Und mach mich täglich neu. Gieb, daß ich deinen willen Stets fuche zu erfüllen, Und steh mir kräftig bei. Ludw. Andr. Gotter, † 1735. M. Mag ich unglück nicht. 348. Herr, ich betenne mit zensgrund, Nichts soll mich davon wenden, Daß niemand sonst mein Heiland ist Als Jesus Christ, Der wahre Gott ohn ende, Der mir zu gut Mein fleisch und blut Ge5. Der treue hirt kommt jetzt vor dich Und träget mich, Das schaf auf seinem rücken, Daß schaf, das ganz verirret war, Ging mit gefahr, Es war in satans ftriffen; Das hat er bracht Aus eigner macht, Wie du begehrt, zu deiner heerd, Zur heerde der gerechten. welt ganz lich Von dir zu sich Mit ihrer luft gezogen, Bringt jetzt bein Sohn in deinen schooß Von fün- sa den los, Aus lieb hierzu bewogen. Ich war sehr weit Durch üppig[ 14. 1.] 14 Von der Rechtfertigung 210 teit, Von lust entbrannt, Dahin gerannt; Jetzt bin ich dir nachfommen. 7. Was satanas mit bösem sinn Geraubet hin und von dir weggetrieben, Das bringt dein Sohn zu deiner heerd, Aufs neu bekehrt, Zu denen, die dich licben. Er stellet dir Jetzt wieder für Den knecht, der sich Muthwilliglich Von dir verlaufen hatte. 8. Also hab ich nun gnad, o Gott, Durch Christi tod, Den er für mich erduldet; Und ob ich wohl bei mir befind, Daß meine sünd Die höllenpein verschuldet: So hab ich doch Die hoffnung noch Durch deinen Sohn, Den gnadenthron, Ich werd nicht seyn verloren. 9. Die thür zum schönen paradies Hat er gewiß Durch sein blut aufgeschlossen, Das aus den wunden mildiglich Am kreuze sich Mit strömen hat ergossen. Ich glaube fest, Daß du nicht lässst, O from mer Gott, In angst und noth, Der dies mit glauben faffet. M. Was mein Gott will. 349. S ier ist mein Herz, Herr, nimm es hin, Dir hab ich mich ergeben! Welt, immer fort aus meinem sinn Mit deinem schnöden leben! Dein thun und tand Hat nicht bestand, Deß bin ich worden innen: Drum schwingt aus dir Sich mit begier Mein freier geist von hinnen. 2. Gott ist mein allerbestes gut, Nach ihm steht mein verlangen. Ach könnt ich doch mit frohem muth Nur meinem Gott anhan gen! Ach daß mir doch Das fündenjoch Vom hals wär abgenommen, Daß ich einmal In seinen faal Des himmels möchte kommen. 3. Ich sehe doch, daß aus der welt Und allen ihren sachen, Was sie von gütern in sich hält, So gar nichts ist zu machen. Ihr gut ver schwindt Wie staub und wind, Ihr lust, die muß zerstieben, Nur Gott, mein schatz, Behält den play Und bleibet unvertrieben. 4. Was hab ich denn zuvor gethan, Daß ich den erdenlisten So lange bin gehangen an, Die ich doch einer wüsten Ver gleiche nun, Weil all ihr thun, Wie gut es uns mag dünken, Macht seclennoth Und nach dem tod In ewge pein versinken. 5. Was mag doch wohl die ursach seyn, Daß ich mich so bethöret? Die sünd, die mich ge nommen ein, Hat meinen finn verkehret, Daß ich allhier Mich), Gott, von dir Hab öfters laffen trennen; Dies lasse mich, Ich bitte dich, Mit steter reu erkennen. 6. Gieb, daß ich meinen sinn zn dir Hinauf gen himmel schwinge Mit lieb und herzlicher begier, Und mich in keinem dinge Erfreue hier, Als nur in dir, Gett, mei ner seclen leben, Du allermeist Kannst meinem geist Die beste sättgung geben. 7. Drum immer bin, was flüch tig ist, Ich will es lassen fahren, Gott einig hat mein Herz durch süßt, Der wird mich wohl bewahren, Daß, was der welt Sonst 14.2.1 und ihren Früchten. wohlgefällt, Ich hasse und ver- stellen, Und für die gewissenspein lange Mit Herz und muth Das höchste gut Und ewig ihm anhange. Nehm ich süße ruh hinein. 6. Muß ich gleich auf erden letden Und entblößt feyn aller freuden, Muß ich gleich im finstern stehn Und kein licht und stern mehr your Sebastian Frank. † 1668. M. Herr, nicht schicke deine rache. 350. eu, ruhe meiner fee- fehn: Trag ich dennoch alle schmerlen, mich ruhe wählen, Wenn die missethat ihr spiel In der unruh zeigen will; Denn du bleibest mein ergößen, Und ich kann mich selig schäßen, Wenn mein geist in deinem blut Und in deinen wunden ruht. 2. Deine ruhe bringet gaben, Welche feel und herze laben, Deine ruh ist meine fost Und ein süßer freudenmost; Und bei dir, du seelenweide, Findet man gewünschte freude, Heil und friede in dem geist Und was nur erfreulich heißt. 3. Ach, was kann auf dieser erden Doch für ruh gefunden werden? Arbeit, schmerz und herzeleid Ist der menschen lebenszeit! Auf der welt ist alles bitter, Und bei stetem ungewitter Wird der menschen rub und rast Eine centnerschwere laft. 211 zen, Denn ich weiß, ich trage doch meines Jesu sanftes joch. 7. Nun will ich die welt verachten Und allein nach Christo trachten, Welchen meine seele liebt, Weil er solche ruhe giebt; Ich will ihn ins herze fassen, Durch den glauben ihn nicht lafsen, Weil er mich die rechte bahn Zu der ruhe führen kann. 8. Nun, so komme denn, mein leben, Deinen frieden wollst du geben, Laß mich nicht in steter pein Und gewissensunruh seyn. Führ, ach führe meine seele Hin in deine seitenhöhle Und bereite mir die ruh In dem ewgen leben zu. 39m Ludw. Andr. Gotter. † 1735. Röm. 8, 31. M. Valet will ich dir geben. est Gott für mich, so 4. Aber deine ruh iſt füße Und 351.* tet leide Weicht aus meinem trüben sinn Unruh, last und unmuth hin, Ja, wenn ich in deinen wunden Habe trost und ruh gefunden, Hab ich dein erworben heil Und das allerbeste theil. 5. Wenn die fünden mich vergiften Und im Herzen unruh stiften, Eile ich nach Jesu zu Und ergreife feine ruh. Dorten kann ich, trotz der höllen, Mein gemüth zufrieden [ 14. 3.] Gleich alles wider mich, So oft ich ruf und bete, Weicht alles hinter sich. Hab ich das haupt zum freunde und bin beliebt bei Gott, Was kann mir thun der feinde Und widersacher rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste, Ich rühms auch ohne scheu, Daß Gott, der höchst und beste, Mein freund und Vater sey, Und 14* 212 Von der Rechtfertigung daß in allen fällen Ermir zur rech- So seufzt und spricht er worte, ten steh Und dämpfe sturm und wel- Die unaussprechlich sind Mir len Und was mir bringet weh. zwar und meinem munde, Gott aber wohl bewußt, Der an des herzens grunde Erfiehet seine luft. 3. Der grund, da ich mich gründe, Ist Christus und sein blut, Das machet, daß ich finde Das ewge wahre gut. An mir und meinem leben Ists nichts auf die ser erd; Was Christus mir gegeben, Das ist der liebe werth. 9. Sein Geist spricht meinem geiste Manch süßes trostwort zu, Wie Gott dem hülfe leiste, Der bei ihm suchet ruh Und wie er hat erbauet Ein edle neue stadt, Da aug und herze schauet, Was es geglaubet hat. 4. Mein Jesus ist mein ehre, Mein glanz und helles licht; Wenn der nicht in mir wäre, So dürft und könnt ich nicht Vor Gottes auge stehen und vor dem strengen siß; Ich müsste stracks vergehen Wie wachs in feuerhip. 10. Da ist mein theil, mein erbe Mir prächtig zugericht't; Wenn ich gleich fall und sterbe, Fällt doch mein himmel nicht. Muß ich auch gleich hier feuchten Mit thränen meine zeit, Mein Jesus und sein leuchten Durchfüßet alles leid. 5. Mein Jesus hat gelöschet Was mit sich führt den tod, Der isis, der mich rein wäschet, Macht schneeweiß, was ist roth. In ihm kann ich mich freuen, Hab einen heldenmuth, Darf kein gerichte scheuen, Wie sonst ein fünder thut. 11. Wer sich mit dem verbin det, Den satan fleucht und hafft, Der wird verfolgt und findet Ein harte schwere last 3u leiden und zu tragen, Geräth in hohn und spott, Das kreuz und alle plagen Die sind sein täglich brod. 6. Nichts, nichts kann mich verdammen, Nichts nimmet mir mein herz; Die höll und ihre flammen Die sind mir nur ein scherz. Kein urtheil mich erschrecket, Kein unheil mich betrübt, Weil 12. Das ist mir nicht verbor gen, Doch bin ich unverzagt, Dich will ich lassen sorgen, Dem ich mich zugesagt. Es koste leib mich mit flügeln decket Mein und leben und alles, was ich Heiland, der mich liebt.hab, An dir will ich fest fleben 7. Sein Geist wohnt mir im Und nimmer lassen ab. Herzen, Regieret meinen finn, Vertreibt mir sorg und schmerzen, Nimmt allen fummer hin, Giebt segen und gedeihen Dem, was er in mir schafft, Hilft mir das Abba schreien Aus aller meiner fraft. 13. Die welt die mag zerbre chen, Du stehst mir ewiglich, Kein brennen, hauen, stechen Soll trennen mich und dich, Kein hunger und kein dürften, Kein armuth, feine pein, Kein zorn des großen fürsten Soll mit ein' hindrung seyn. fait me dint 8. Und wenn an meinem orte Sich furcht und schrecken findt, [ 14. 4.1 und ihren Früchten. Was man verloren hat. 14. Kein engel, feine freuden, gen, Auch alles wiederbringen, Kein thron, fein herrlichkeit, Kein lieben und fein leiden, Kein angst und fährlichkeit, Was man nur kann erdenken, Es sey klein oder groß, Der keines soll mich lenken Aus deinem arm und schooß. 15. Mein herze geht in sprüngen Und kann nicht traurig seyn, Ist voller freud und singen, Sieht lauter sonnenschein. Die sonne, die mir lachet, Ist mein Herr Jesus Christ, Das, was mich singend machet, Ist, was im himmel ist. Paul Gerhardt. † 1676. M. Herr Christ, der einig. 352. afft uns mit ernst asst grund der seligkeit Und überaus groß achten Den, der uns hat befreit Von fünden, tod und höllen, Der sterbend auch zu fällen Den satan war bereit. 2. Der Jesus ward genennet, Als er empfangen ist, Der wird von uns bekennet, Daß er sey Jefus Chrift; Der macht uns frei von sünden Und lässt die feel emfinden Viel troft zu jeder frist. 3. Er sollte Christus heißen, Der Heiland aller welt, Und satans reich zerreißen Bald als ein tapfrer held, Das höllenschloß zerstören, Dadurch den himmel mehren Und thun, was ihm gefällt. 4. Es sollte Jesus wehren Der sünd und missethat, Gerechtigkeit bescheren, und als des Vaters rath Im sieg den tod verschlin213 5. Von Gott ist ihm gegeben Das scepter in die hand, Sein königreich daneben, Daß er in solchem stand Uns geistig soll regieren Und durch sein leiden führen Ins wahre freudenland. 6. Er ist von Gott erforen Zum hohenpriesterthum; Er selbst hat es beschworen, Daß er mit großem ruhm Ein solches amt bedienen und ewiglich foll grünen Als Sarons schönste blum. 7. Er wird auch Herr genennet, Dem alles unterthan, Wodurch man frei bekennet, Daß er ohn eiteln wahn Auch Gott sey nach dem wesen, Durch den wir bloß genesen Auf dieser leidensbahn. 8. Muß doch die schrift bezeugen, Daß er Jehovah heißt, Dem alle knie sich beugen, Den alle welt hoch preist, Ja, dem von allen zungen Wird ehr und dank gefungen, So weit die sonne freist. 9. Sein stuhl muß ewig dauern, Sein scepter stehet fest Sammt Zions starken mauern; Er ist aufs allerbest Mit freudenöl gezieret, Hoch ist er aufgeführet, Der nie sein volk verlässt. 10. Ist Gott mun offenbaret Im fleisch, so glauben wir, Daß der, so uns bewahret Und segnet für und für, Sey Gott und mensch zu nennen. Es lässet sich nicht trennen Der Gott und mensch allhier. 11. Durch Jefum ist bereitet Die ganze welt, er hat Den him[ 14. 5.] Von der Rechtfertigung 214 mel ausgebreitet, Es ist durch seinen rath Der engel heer erschaffen, Ein heer, das ohne waffen Oft große wunder that. fannst mich nicht verstoßen; Wie könntest du ungnädig seyn Dem, den dein blut von schuld und pein Erlöst, da es so reich geflossen? 12. Er, Jesus, kann erwecken 4. Ich fall in deine gnadenDie todten kräftiglich, Er weiß ein ziel zu stecken Dem starfen wütherich; Er prüfet herz und nieren, Will die zum himmel führen, Die selbst verleugnen sich. st Hände und bitte mit dem glaubensfuß: Gerechter König, wende, wende Die gnade zu der herzensbuß! Ich bin gerecht durch deine wunden, Es ist nichts sträf liches an mir; Bin aber ich vers föhnt mit dir, So bleib ich auch mit dir verbunden. 13. Lasst uns zusammen treten, Des Allerhöchsten Sohn In demuth anzubeten, Denn ihm ist ja die fron Und ehr und macht gege- 5. Ach, laß mich deine weisheit ben. Gieb, Herr, nach diesem le- leiten und nimm ihr licht nicht ben Auch uns den gnadenlohn. du Joh. Nist. † 1667. si In eigner Melodie. 353. Bein Jesu, dem die seraphinen Im glanz der höchsten majestät Selbst mit bedecktem antlig dienen, Wenn dein befehl an sie ergeht: Wie sollten blöde fleischesaugen, Die der verhaßten fünden nacht Mit ihrem schatten trüb gemacht, Dein helles licht zu schauen taugen? 6. Reich mir die waffen aus der höhe und stärke mich durch deine macht, Daß ich im glauben sieg und stehe, Wenn stärk und list det feinde wacht; So wird dein gua denreich auf erden, Das uns zu deiner ehre führt Und endlich gar mit fronen ziert, Auch in mir ausgebreitet werden. bit. 2. Doch gönne meinen glaubensblicken Den eingang in dein to heiligthum, Und laß mich deine gnad erquicken Zu meinem heil und deinem ruhm. Reich deinen scepter meiner seele, Die sich, wie Esther, vor dir neigt Und dir als deine braut sich zeigt; Sprich: ja du bists, die ich erwähle. bin 3. Sey gnädig, Jesu, voller ngüte, Dem herzen, das nach gnade lechzt, Hör, wie die zung in dem gemüthe: Gott sey mir ar7. Ja, ja, mein herz will dich umfassen; Erwähl es, Herr, zu deinem thron. Hast du aus lieb eh mals verlassen Des himmels pracht und deine fron, So würdge auch mein herz, o leben, Und laß es deinen himmel seyn, Bis du, wenn dieser bau fällt ein, Mich wirst in deinen himmel heben. o men gnädig! ächzt. Ich weiß, du 8. Ich steig hinauf zu dir im [ 14. 6.] von mir weg, Stell deine gnade mir zur seiten, Daß ich auf dir beliebtem steg Beständig bis ans ende wandle, Damit ich auch zu dieser zeit In lieb und herzensfreudigkeit Nach deinem wort und willen handle. sids obtai und ihren Früchten. glauben, Steig du in lieb herab zu mir; Laß mir nichts diese freude rauben, Erfülle mich nur ganz mit dir. Ich will dich fürchten, lieben, ehren, So lang' in mir das herz sich regt, Und wenn das felb auch nicht mehr schlägt, So soll doch noch die liebe währen. Wolfgang Christoph Deßler. † 1722 215 terherz erreichen, In dem man nichts als nur ergebung spürt, Da eine gnadenfluth die andre rührt. 5. Je mehr das herz sich zu dem Vater fehret, Je mehr es kraft und seligkeit genießt, Daß es dabei der eitelkeit vergifft, Die sonst den geist gedämpfet und beschweret; Je mehr daß herz des Vaters liebe schmeckt, Je mehr wird es zur heiligkeit erweckt. 354. Mein freundli6. Der gnadenquell, der in die seele fließet, Der wird in ihr ein brunn des lebens seyn, Der in das meer des lebens fließt hinein Und lebensströme wieder von sich gießet. Behält in dir dies waffer seinen lauf, So geht in dir die finn Und nimmt die furcht und frucht des Geiſtes auf.des Herz In eigner Melodie. nisa ein Salomo! dein freundliches regieren Stillt alles weh, das meinen geist beschwert. Wenn sich zu dir mein blödes herze fehrt, So lässt sich bald dein friedensgeist verspüren; Dein gnadenblick zerschmelzet meinen unruh von mir hin. in dir 2. Gewiß, mein freund giebt ren klarheit spiegelt, Die freundsolche edle gaben, Die alle welt lichkeit aus seinem angesicht, So mir nicht verschaffen kann. Schau wird dadurch das leben aufgericht't, an die welt, schau ihren reichthum Die heimlichkeit der weisheit aufan, Er kann ja nicht die müden gesiegelt, Ja, selbst dein herz in feelen laben; Mein Jesus kanns, folches bild verklärt Und alle er thuts im überfluß, Wenn alle kraft der fünden abgekehrt.is welt zurücke stehen muß.8. Was dem geseß unmöglich child3. füßer freund, wie wehl war zu geben, Das bringt alsdann ist dem gemüthe, Das im gesetz die gnade selbst herfür, Sie wirket sich so ermüdet hat Und nun zu lust zur heiligkeit in die Und ändir, dem seelenleben, naht Und dert nach und nach dein ganzes schmeckt in dir die wundersüße Leben, Indem sie dich aus kraft güte, Die alle angst, die alle in kräfte führt Und mit geduld noth verschlingt Und unsern geist und langmuth dich regiert. id zu sanfter ruhe bringt. 9. Es müsse doch mein herz nur 4. Gewiß, mein freund, wenn Christum schauen! Besuche mich, deine liebeszeichen Mein armes mein aufgang aus der höh, Daß herz so mildiglich durchgehn. So ich das licht in deinem lichte ſeh fann in mir ein reines licht ent- und könne schlechterdings der stehn, Durch das ich kann das Va- gnade trauen. Kein fehler sey so [ 14.7.] 216 Von der Rechtfertigung groß und schwer in mir, Der mich 5. Ach, meine fraft ist viel zu von solchem blick der liebe führ. 10. Wenn meine schuld mich vor dir niederschläget Und deinen Geist der findschaft in mir dämpft, Wenn das geseß mit 6. D, wie ist das so schwere meinem glauben kämpft und lauter angst und furcht in mir erreget, So lass mich doch dein mutterherze sehn Und neue kraft und zuversicht entstehn. pein, Nichts haben und viel schuldig seyn, Und da auch gar kein hoffnung ist, Daß man mög wählen eine frist! en mist mu 11. So ruh ich nun, mein heil, in deinen armen, Du selbst sollst mir mein ewger frieden seyn, Ich hülle mich in deine guade ein, Mein element ist ewig dein erbarmen; Und weil du mir mein Ein und Alles bist, So ists ge nug, wenn dich mein geist genießt. Dr. Christoph Friedr. Richter. † 1711. M. Nun laßt uns den leib. schwach, Dem guten recht zu segen nach, Ich leider bin zu sehr verderbt, Die böse luft hab ich ererbt. 7. Herr Gott, die schuld bekenn ich dir, Ach, geh nicht ins gericht mit mir! Ich will dir bringen cinen mann, Der für mich hat genug gethan. 1cbi198 8. Vater, nimm den bür gen an, Denn er allein bezahlen kann Mit sein'm gehorsam und geduld, Was Adam hat und wir verschuldt. 9. Auf ihn se ich mein heil 355.ein'm lieben Gott und troſt, Der mich durch ſein ergeb mich, blut an Weil er allzeit so väterlich und die gerechtigkeit, Die er mir selgnädig sich mir hat erzeigt Und ber anerbeut, stets zu helfen ist bereit. 01 mirdi isd 2. Sein hülf beut er mir selber an Und spricht: ich will dich nicht verlan, Ruf in der noth getroft zu mir, Mein Sohn Christus joll helfen dirani nchinm 10. Die fannst du ja vers schmähen nicht, Dieweil es ihr an nichts gebricht, Sein opfer wolltst du sehen an Und was er sonsten hat gethan, anzs 11911. Daß ich durch ihn der fünden frei In deinem reich sein miterb sey, Und dir mit allem himmelsheer Mög ewig fingen dreat 3. Ach Gott, wie ist mein glaub so schwach! So will das fleisch auch nicht hinnach, Dem geist wills nicht seyn unterthan, Es will preis und ehr. nur schlecht den irrweg gahn.op 1st Nicolaus Hermann. 1561. 4. Der zweifel trifft mir oft im In eigner Melodie. das herd, Gejezes fluch erregt 356. ben christen gmein, vicl schmerz, Es treibt und † un lie mahnt ohn unterlaß, Nun for Und lasst uns fröhlich springen. derts dies, nun forderts das.sa bi Daß wir getroft und all in ein [ 14, 8.1 und ihren Früchten. 217 Mit luft und liebe singen, Was in meiner arm'n gestalt, Den teuGott an uns gewendet hat, Und fel wollt er fangen. stat seine süße wunderthat. Gar theur hat ers erworben. 2 Dem teufel ich gefangen lag, Im tod war ich verloren, Mein fünd mich quälte nacht und tag, Darin ich war geboren; Ich fiel auch immer tiefer drein, Gs war kein guts am leben mein, Die fünd hat mich besessen. 3. Mein gute werk die galten nicht, Es war mit ihn'n verdorben, Der freiwill haffte Gotts gericht, Er war zum gut'n erstorben; Die angst mich zu verzweifeln trieb, Daß nichts, denn ſterben bei mir blieb, Zur hölle musst ich sinken. 19 4. Da jammert' Gott in ewigfeit mein elend übermaaßen, Er dacht an sein barmherzigkeit, Er wollt mir helfen lassen; Er wandt zu mir sein Vaterherz, Es war bei ihm fürwahr kein scherz, Er ließ's sein bestes fosten. 7. Er sprach zu mir: halt dich an mich, Es soll dir jetzt gelingen, Ich geb mich selber ganz für dich, Da will ich für dich ringen; Denn ich bin dein und du bist mein, Und wo ich bleib, da sollt du seyn, Uns soll der tod nicht scheiden. werden; Gar führt' er sein gewalt, 8. Vergießen wird man mir mein blut, Dazu mein leben ranben, Das leid' ich alles dir zu gut, Das halt mit festem glauben. Den tod verschlingt das leben mein, Mein unschuld trägt die sünde dein, Da du bist selig worden. INU 9. Gen himmel zu dem Vater Da will ich seyn der meister dein, mein, Fahr ich aus diesem leben; Den Geist will ich dir geben, Der dich in trübfal trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und bgelehrt, Das sollt du thun und lehren, Damit das reich Gotts werd gemehrt zu lob und seinen ehren; Und hüt dich vor der menschen g'saß, Davon verdirbt der edle schaß, Das laß ich dir thoubt or 5. Er sprach zu seinem lieben Sohn: Die zeit ist hier zu erbarmen; Fahr hin, meins herzens werthe fron, Und sey das heil der armen und hilf ihn'n aus der fündennoth, Erwürg für sie zulette. den bittern tod Und laß sie mit Dr. Martin Luther. † 1546. dir leben. em Bater357. du allertiefſte liebe. 6. Der Sohn dem Vater gehorsam ward, Er kam zu mir M. Aus tiefer noth schrei. auf erden, Von einer jungfrau 358. rein zart, Er bruder Herr, mein Gott, ich zwar heimlich Durch mich erzürnen können, Wie Er ging ich versöhne dich durch mich, Kann [ 14. 9.1 218 ich gar nicht aussinnen; Doch tröst't mich, daß dein liebstes Kind, An dem man nichts fündhaftes findt, Ist mein Erlöser worden. 2. Vom himmel ist er williglich zu mir auf erden kommen Und hat mein fleisch und blut an sich Aus großer lieb genommen, Daß er mich schwachen heilen möcht Und dir dafür ein opfer brächt, Was dich zum zorn gereizet. isid on mahina Von der Rechtfertigung 3. Dazu hat dich ein mensch bewegt, Dich musst ein mensch verföhnen; Durchs kreuze, das er willig trägt, Musst er den zorn ablehnen, zu deiner rechten zeigt er dir Jeßt immerdar, wie er sich mir Mit freundschaft hat verbunden. 92% Nonprdi 081902 10 7. Sehr groß ist's, was ich oft und viel Mit fünden hab verschuldet, Jedoch ich nicht verzagen will, Weil Christus hat erduldet Gehorsamlich den bittern tod Und mir dadurch, o treuer Gott, Die seligkeit erworben. 8. Groß ist mein ungerechtigkeit, Die deinen zorn erwecket, Sein unschuld aber ist das kleid, Damit sie wird bedecket. Kein mensch so große sünde findt, Die nicht in Christi ted verschwindt, Der unser bruder worden. 9. Wer ist so hoch in dieser welt Durch hoffart aufgeschwellet, Den Christi niedrigkeit nicht fällt, Wenn er sie ihm vorstellet? Des todes macht so groß ist nicht, Der bittre kreuztod sie zerbricht, Den Gottes Sohn erlitten. 10. Ja, wenn man Christi gnad und huld Und aller menschen fünden Auf gleiche waage legen sollt, So würde sich befinden Ein sol cher großer unterscheid, Als zwi schen nachts- und tageszeit, Als zwischen höll und himmel. 4. Sieh, das ist meine zuverficht, Dies ist mein ganz vertrauen. Willst du, gerechter Gott, mich nicht Der fünden halb'n anschauen, So sieh mich doch in gnaden an, Weil dein Sohn gnug für mich gethan Und meine sünd gebüßet. 1915. Nimm wahr, o Vater, deinen Sohn, Sey gnädig mir, dem 11. Darun, o du liebreicher nechte; Weil er ward mensch, ach so verschon, Straf nicht nach strengem rechte. Wenn du siehst seine nägelmaal, Eaß meine fünden ohne zahl Darin verborgen bleiben. si 6. Wenn du beschauft das blut so roth, Das von ihm ist geflos- bleiben. sen, Wasch ab damit den fünden- 12. Gieb eine demuth mir toth, Weil ers für mich vergessen. zum schuß, Die mich vor stolz Weil dich der mensch erzürnet behüte, Sein sanfter muth steur That So laß dich deinen Sohn meinen truß, Laß mich seyn vol zur gnad Hinwiederum bewegen. ler gute.& r sey mir alles, was Gott, Deßgnad nicht auszugründen, Durch deines Sohnes blut und tod Vergieb mir meine sünden; Laß durch sein unschuld meine schuld, durch sein geduld mein ungeduld Getilget gänzlich onerated and [ 14. 10.] e und ihren Früchten. 219 ich darf, So wird kein urtheil seyn so scharf, Das mich verdammen möchte. todlinbingu Ind Butt Joh. Heermann. † 1647. M. Ich ruf zu dir, Herr. Und mörder da gehangen, Verhöhnt, verspeit und sehr verwundt. Ach, laß mich deine wunden Alle stunden Mit lieb im Herzensgrund Auch reizen und verwunden. 359. Seju Chrift, mein 119111 schönstes licht, Der du in deiner feelen So hoch mich liebst, daß ich es nicht Aussprechen kann, noch zählen: Gieb, daß mein herz dich wiederum Mit lieben und verlangen Mög umfangen Und als dein eigenthum Nur einzig an dir hangen., bin. 191912. Gieb, daß sonst nichts in meiner seel Als deine liebe wohne, Gieb, daß ich deine lieb erwähl Als meinen schaß und krone; Stoß al les aus, nimm alles hin, Was mich und dich will trennen Und nicht gönnen, Daß all mein muth und finn In deiner liebe brennen. 6. Dein blut, das dir vergoffen ward, Ist köstlich, gut und reine, Mein herz hingegen böser art Und hart, gleich einem ſteine. D, laß doch deines blutes kraft Mein hartes herze zwingen, Wohl durchdringen, Und diesen lebensfaft Mir deine liebe bringen. bin7. D, daß mein herze, offen stünd Und fleißig möcht auffangen Die tropfen bluts, die meine sünd Im garten dir abdrangen! D, daß sich meiner augen braun Aufthät und mit viel stöhnen Heiße thränen Vergösse, wie die thun, Die sich in liebe sehnen. Tigr8. S 8. D, daß ich, wie ein kleines 3. Wie freundlich, felig, süß und kind, Mit weinen die nachginge schön Ist, Jeju, deine liebe! Wo So lange, bis dein herz entzündt diese wohnt, kann nichts entstehn, Mit armen mich umfinge, Und Das meinen geist betrübe; Drum deine seel in mein gemüth In laß nichts anders denken mich, voller süßer liebe Sich erhübe, Nichts sehen, fühlen, hören, Lie- Und also deiner güt Ich stets s ben, ehren, Als deine lieb und dich, vereinigt bliebe! Der du sie kannst vermehren. bn 9. Ach, zeuch, mein liebster, mich asm 4. O, daß ich dieses hohe gut nach dir, So lauf ich mit den füßen, Möcht ewiglich besigen! D, daß Ich lauf, und will dich mit beadoch diese edle glut Ohn end mich gier In meinem herzen küssen, Ich möcht erhitzen! Ach, hilf mir wa- will aus deines mundes zier Den en tag und nacht Und diesen jüßen trost empfinden, Der die schatz bewahren Vor den schaa- sünden Und alles unglück hier siten Die wider uns mit macht Kann leichtlich überwinden. st. 1191. Aus fatans reiche fahren. mung10. Mein troft, mein schat, mein 35. Mein Heiland, du bist mir zu licht und heil, Mein höchstes gut lieb In noth und tod gegangen, und leben, Ach, nimm mich auf Und haft am freuze wie ein dieb zu deinem theil, Wie ich mich dir nda [ 14. 11. Von der Rechtfertigung 220 ergeben; Denn außer dir ist lauter pein, Ich find hier überalle Nichts als galle, Nichts kann mir tröstlich seyn, Nichts ist, das mir gefalle. 11. Du aber bist die rechte ruh, In dir ist fried und freude. Gieb, Jesu, gieb, daß immerzu Mein herz in dir sich weide. Sey meine flamm, und brenn in mir; Mein balsam, wollest eilen, Lindern, heilen Den jammer, der allhier Mich seufzen macht und heulen. 12. Was ist, o schönster, das ich nicht In deiner liebe habe? Sie ist mein stern, mein sonnenlicht, Mein quell, da ich mich M. Preis, lob, chr, ruhm. bald zurechte führen; Laß sie mich allzeit guten rath und rechte werfe lehren, Steuern, wehren Der sünd, und nach der that Bald wieder mich befehren. 15. Laß meinen stand, darin ich steh, Herr, deine liebe zieren, Und wo ich etwa irre geh, Als16. Laß fie feyn meine freud im leid, In schwachheit mein vermögen; Und wenn ich nach vollbrachter zeit Mich soll zur ruhe legen, Alsdann laß deine liebestreu, Herr Jesu, bei mir stehen, Trost zuwehen, Daß ich getrost und frei Mög in dein reich eingehen. labe, Mein süßer wein, mein 360.ey hochgelobt, barmhimmelsbrod, vor Gottes throne, Meine frone, Mein schuß in aller noth, Mein haus, darin ich wohne. 13. Ach, liebste lieb, wenn du entweichst, Was hilfts mir seyn geboren? Wenn du mir deine lieb entzeuchst. Ist all mein gut verloren. So gieb, daß ich dich, meinen gast, Wohl such und bestermaaßen Möge fassen, Und wenn ich dich gefaßt, In ewigkeit nicht lassen. 14. Du hast mich je und je geliebt Und auch nach dir gezogen, Eh ich noch etwas guts geübt, Warst du mir schon gewogen. Ach, laß doch ferner, edler hort, Mich diese liebe leiten Und begleiten, Daß sie mir immerfort Beifteh auf allen feiten. Paul Gerhardt.+ 1676. Ephes. 1, 3. 1151 du dich unser angenommen und uns in unsrer seelennoth Mit hülfe bist zu statten kommen. Du schenkest uns von deinem himmelsthron Dein liebes Kind und eingebornen Sohn. 2. Du segnest uns in ihm, dem Herrn, Mit überschwenglich reichem segen, Und gehest unsrer armuth gern Mit deiner theuern gnad entgegen; Was sind wir doch, du allerhöchstes gut, Daß deine lieb so großes an uns thut? 3. Was dringet dich? wir sind ja nur Des ersten Adams sündenkinder Und sind auch alle von natur Verderbte menschen, schnöde fünder, Und fremde vom verhei Bungstestament, Arm, lahm und bloß, blind, taub, stumm und elend. 4. Allein, du Vater voller ( 14, 12.1 und ihren Früchten. gnad, Hast unsers elends dich erbarmet, Und uns nach deinem gnadenrath In Christo, deinem Sohn, umarmet, Daß wir in ihm, wie du zuvor bedacht, Nun kinder sind und angenehm gemacht. 5. Du läsfest uns in Jesu blut Heil, leben und erlösung finden Und wäschest durch die edle fluth Uns von dem unflath aller jünden. O tiefe lieb! o wundergütigkeit, Die unsre seel von solcher schmach befreit! 6. Du hast uns menschen deinen rath Durch Jesum Christum wissen lassen, Damit du, was da odem hat, In ihm zusammen möchtest fassen; Er ist der grund, auf welchem alles steht, Was lebt und webt, was lieget, sigt und geht. 7. Er stiftet fricden zwischen Gott Und uns, da wir noch feinde waren, Und wird, der welt und höll zum spott, Den frieden auch in uns bewahren. herrlichkeit, daß wir in frieden stehn! Nun dürfen wir getrost zum Vater gehn. 8. Lebt Christus doch in uns, und wir Sind auch durch ihn mit Gott verbunden, Wir haben seiner lieb panter Als eine starke festung funden; In ihm sind wir voll ruh und sicherheit und schme ken schon die kraft der seligkeit. 9. Du giebst uns auch das erbetheil Durch Christum, der es uns erworben, Als er, der Herr, zu unserm heil Am bittern frenzesstamm gestorben, und sein verdienst und leiden macht allein, 39116 151 221 Daß dir zum preis wir nunmehr etwas seyn. 10. Durch dich und Jesum, unsern hort, Erkennen wir das wort der wahrheit Und wachsen immer fort und fort Im lichte der vollkommnen klarheit; Du selber bist das wesentliche licht, Das durch den Sohn die finsterniß vernicht't. ml 11. Du, Vater, wirkest auch durch ihn In uns den lebendigen glauben, Den uns die welt nicht kann entziehn, Noch satan aus dem herzen rauben; Er wir fet selbst und seines Geistes trieb Macht unsre feel unsträflich in der lieb. 12. Du haft mit deines Geistes pfand Durch Christum unsre seel geschmücket Und ihn auf unfre brust und hand Zum festen fiegel aufgedrücket Zur versichrung, daß wir zu deinem ruhm Dein erbe seyn und auch dein eigenthum. 13. Nun, was wir sind, das kommt von dir, In Christo hast du uns geschaffen Zum lobe deiner macht, daß wir In Gottes fraft und Geistes waffen Aus reiner lieb in deinen wegen gehn Und deinen ruhm mit mund und herz erhöhn.is, har i 1190 14. So, Vater, so bist du bes reit, In, durch und um des Sohnes willen, Den du gezeugt von ewigkeit, uns mit dir selber zu erfüllen, Auf daß wir nichts, er aber allerlei, Ja, alles gar in allen dingen sey. rsd, doff thi 15. Drum wollen wir, Herr, 114. 13.] 222 Von der Rechtfertigung deine macht, Du Vater aller herr- 4. Durch desselben tod und lichkeiten, Die unsre feel so wohl wunden Haben wir statt web bedacht, Von herzen rühmen und und ach Schon das leben wieausbreiten. És rühme dich und derfunden, Wir, die fündlich, deine große that, Was rühmen frank und schwach. Wenn wir kann, was lebt und odem hat.ich nur im glaubenssinn Zu demselben nahen hin und auf ihn, als Heiland, schauen, Muß verschwinden alles grauen. 1101 16. Ja, treuer Gott, wir loben dich und ehren deinen groBen namen, Herz, feel und geist erhebet sich Und singet: Halle- 5. Jene schlange war der schatluja! Amen! Der Herr ist Gott, ten, Du, Herr Sefu, bist es der dreimal heilig heißt, Gott recht, Den wir dort im bildniß Vater, Sohn und auch Gott hatten, Du bist der getreue knecht heilger Geist. him ands Deines Gottes, der den tod, Den so Ludw. Andr. Gotter. † 1735. tinder schlangenbiß uns droht, Von in Joh. 3, 14. 15. doluns gänzlich abgekehret Und das M. Wie nach einer Wasserquelle. leben uns bescheret. 361.11bergroße wunder güte Hast du, Gott, an uns gethan, Daß dein väterlich gemüthe Uns nun wieder lie6. Wenn wir nun mit glaubensaugen Dich am kreuze schauen an Und aus deinen wunden sau gen, Was uns ewig heilen kann, ben kann. D, wie machten wirs, dann rechnet Gott uns zu so schlimm Und erweckten deinen grimm Ueber uns durch unsre sünden, Die sich häufig bei uns finden! 2. Dennoch wolltest du nicht schlagen, Wie wirs hatten wohl verdient, Lieber mit geduld ertragen, Was sich unser fleisch erkühnt; Ja, du suchst noch immerzu Unser bestes, unsre ruh, Daß wir nun nicht ewig mögen In der höllen abgrund liegen. 3. Als wir keinen finger regen 8. Gnad und leben soll er has Konnten, die gerechtigkeit zu er- ben; Was der himmel guts ver langen, brach dein jegen Los mag, Süße botschaft soll ihn las in früher morgenzeit, Da du, ben, Des gesetzes donnerschlag Herr, in liebesbrunst Uns er- Soll ihn treffen nimmermehr. wiesen deine gunst, Daß der Ach, Herr, dir sey preis und ehr, treter jener schlangen Sollt zu Daß wir durch des Sohnes sterrechter zeit anlangen. sieben Sollen ein solch heil ererben! ( 14. 14.] Das, was nicht wir, sondern du Wieder gut haft wollen machen, Uns zu retten, deine schwachen.10 7. So hat Gott die welt ge liebet, Daß er uns von seinem thron Willig zur versöhnung giebet Selbst den eingebornen Sohn. Nun, wer an denselben gläubt Und dadurch sich ihm zuschreibt, Soll in sündlichen beschwerden Nimmermehr verloren werden! uno thren Früchten. 9. Durch desselben blut und und schmerzen, Auch verfolgung leiden Sind wir von der sünde uns zu herzen, Schreckt uns frei, können unser herz stets wei- hunger, blöß und noth, Fährlichden An des Vaters lieb und treu; feit und schwertes tod: Gottes frieden uns erquickt, Und was uns vorhin gedrückt, Davon werden wir entbunden, Wenn wir fliehn zu Christi wunden.li 10. Liebster Vater, gieb den fegen, Daß wir die gerechtigkeit Deines Sohns im Herzen hegen Und ihr ja zu keiner zeit Wiederum verlustig gehn. Laß uns fest im glauben stehn Und auf deinen wegen allen Wandeln, wie dirs mag gefallen. hilungen Andreas Heinrich Buchholz. † 1671. 223 4. Werden wir auch, wie geschrieben, Durch den ganzen langen tag Unsers lebens hingetrieben Auf die schlachtbank: ei, so mag Uns dies gar nicht seyn ein schade, Weil uns bleibet Gottes gnade, Ja, wir überwinden weit, Denn Gott liebt uns allezeit. 5. Drum, so weiß ich dies nun eben, Daß mich feine todesart, Oder auch mein schwaches leben Hier in dieser meiner fahrt, Weder engel, reich, noch stärke, Noch das mindste von dem werke, Das jeßt und zukünftig ist, Scheiden wird von Jesu Christ.ne Röm. 8, 33. 34. M. Jesu, meines Lebens. 362. er will, was Gott auserwählet Und er selbst gerecht gemacht, Ja, zu seinen findern zählet, 3u verklagen seyn bedacht? Weil Gott, die z'vor sündenknechte Waren, machet recht gerechte, Wer will nun von denen je Einige verdammen hie. 108 2. Hier ist Christus, der gestorben, Dazu auferwecket ist, ist, Der hat alles selbst erworben, Was geraubt der schlange list; weicht, ihr schmerDazu sigt er Gott zur rechten, zen! Weil mir Jesus in dem herDa ihn niemand kann anfechten, zen Durch den wahren glauben Da bleibt unser freund und zier wohnt, Hab ich frieden, troft und Und vertritt uns für und für.freude und verbleib in allem leide 3. So wird uns denn nun Vor der höllen angst verschont. nichts trennen Von des Höchsten liebestren, nichts, was man nun möge nennen, Seine gunst bleibt immer neu. Wollte trübjal, freuz 2. Laß die welt auf allen sei ten Mit verdruß und schrecken streiten, Welches nur den förpert plagt, Meine seele wird nicht müde ( 14.- 15.] 6. Nicht das, was hoch wird gehalten, Noch was tief zu finden steht, Kann mich trennen oder spalten Von demselben, was da geht Aus dem innersten getriebe Unsers Gottes seiner liebe, Die in Christo Jesu ist, Unserm Herrn, zu aller frist. Chr. Nunge. t um 1680. M. Alles ist an Gottes Segen. 363. Von der Rechtfertigung 224 Denn mein Jesus hat mir friede Klar und deutlich zugesagt. 3. Laß die fünde mächtig werden, Laß den abgrund dieser er den Wider mich zu felde gehn, Laß die ganze welt verzagen, Ich will unter solchen plagen Als ein friedenstind bestehn.. siis kron, Wahr'r Gottes und Marien Sohn, Ein hochgeborner könig! Mein herz heißt dich ein lilium, Dein süßes evangelium Sft lauter milch und honig. Gi mein Blümlein, Hosianna! Himmlisch manna, Das wir effen! Deiner kann ich nicht vergessen. dio TÜ 4. Will der satan und die 3. Geuß sehr tief in mein herz hölle mich auf unterschiedne fälle hinein, Du heller jaspis und Wieder in das nege ziehn, Will rubin, Die flamme deiner liebe, ich doch vor solchem jammer In Und erfreu mich, daß ich doch des Höchsten friedenskammer Als bleib An deinem auserwählten in einen fels entfliehn. leib Ein lebendige ribbe. Nach dir Ist mir, Gratiosa Cöli rosa, Krank und glimmend Mein herz durch liebe verwundet. 4. Von Gott fommt mir ein freudenschein, Wenn du mit dei furcht und fluch beschützt. bigt nen äugelein Mich freundlich 6. thust anblicken. D Herr Jesu, mein trautes gut, Dein wort, dein Geist, dein leib und blut Mich innerlich erquicken. Nimm mich Freundlich In dein' arme, Daß ich warme Werd von gnaden, Auf dein wort komm ich geladen. 5. Serr Gott Vater, mein starker Held, Du hast mich ewig vor der welt In deinem Sohn geliebet; Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, Er ist mein schap, ich bin sein' braut, Sehr hoch in ihm erfreuet. Eia, cia, Himmlisch leben Wird er geben Mir dort oben, Ewig foll mein herz ihn loben. 5. Ach, der fried ist wohl ge troffen und der zugang steht mir offen, Wo der höchste Vater sigt; Christus selber ist die pforte, So werd ich an jenem orte Wider Danket Gott mit einem liede, Daß er seinen himmelsfrieden So vergnüglich kosten läßt. Trop der welt und allen sünden! Jesus hilft mir überwinden, Des sen huld bestehet fest. Christian Weise. † 1708. Psalm 45. Offenb. Joh. 22, 16.17. In eigner Melodie. 364.* ie schön leuchtet der morgenstern Voll gnad und wahrheit von dem Herrn, Die süße wurzel Jesse! Du Sohn David aus Jakobs stamm, Mein könig und mein bräutigam, Hast mir mein herz beseffen. Lieblich, Freundlich, Schön und herrlich, Groß und ehrlich, Reich von gaben, Hoch and sehr prächtig erhaben. 2. Ei, meine perl, du werthe RUM 6. 3wingt die saiten in cithara Und lasst die süße musika Ganz freudenreich erschallen; Daß ich möge mit Jefulein, Dem wun[ 11. 16.1 und ihren Früchten. derschönen bräutgam mein, In steter liebe wallen. Singet, Springet, Jubiliret, Triumphiret, Dankt dem Herren! Groß ist der König der ehren! 1. Wie bin ich doch so herzlich froh, Daß mein schaß ist das A und D, Der anfang und das ende! Er wird mich doch zu seinem preis Aufnehmen in das paradeis, Deß klopf ich in die Hände. Amen! Amen! Komm, du schöne Freudenkrone, Bleib nicht lange! Deiner wart ich mit verlangen. 2. Jeßt aber hab ich ruh und rast, Darf nimmermehr verzagen, Weil er die schwere sündenlast Für mich hat selbst getragen; Er hat mit dir versöhnet mich, Da er am freuz ließ tödten sich, Auf daß ich selig würde. Dr. Philipp Nicolai.+ 1608. lorto Vergleiche Nr. 715. M. Aus tiefer Noth schrei ich. ( Herr, wie du willst, so.) 6. Gott Vater, der du alle schuld Auf deinen Sohn geleget, Herr Jesu, dessen lieb und huld All meine sünden träget, heilger Geist, deß gnad und kraft Allein das gute in mir schafft, Laß mich ans end beharren. 365.28 enn dein herzliebster Sohn, o Gott, Nicht wär auf erden kommen, Und hätt, da ich in sünden todt, Mein fleisch an sich genommen, Joh. Heermann. † 1647. M. Herr, ich habe mißgeh. So müßt ich armes würmelein 366. 3 mich mit den arZur höllen wandern in die pein Um meiner fünde willen. men Deiner großen freundlichkeit, Jesu Christe, dein erbarmen Helfe meiner blödigkeit. Wirst du mich nicht zu dir ziehen, Ach, so muß ich von dir fliehen. 2. du hirte meiner seelen, Suche dein verirrtes schaf! Wem soll ich mich sonst empfehlen? Weck mich aus dem sündenschlaf! Guter meister, laß mich laufen Nach dir und nach deinem haufen. 3. Wie ein wolf den wald erfüllet Mit geheul bei finstrer nacht, Also auch der satan brül. let, um mich wie ein löwe wacht. Herr, er will dein kind verschlingen, Hilf im glauben ihn bezwingen. 15 3. Drum ist getroft mein herz und muth Mit findlichem vertrauen; Auf dies sein theuer werthes blut Will ich mein' hoffnung bauen, Das er für mich vergossen hat, Gewaschen ab die missethat, Daß ich schneeweiß bin worden. 4. In seinem blut erquick ich mich Und komm zu dir mit freu225 [ 15. 1.] den, Ich suche gnad demüthiglich, Von dir soll mich nichts scheiden. Was mir erworben hat dein Sohn Durch seinen tod und marterfron, Kann mir kein teufel rauben. 5. Nichts hilft mir die gerechtigkeit, Die vom gesetz herrühret, Wer sich im eignen werk erfreut, Wird jämmerlich verführet. Des Herren Jesu werk allein, Das machts, daß ich kann selig seyn, Weil ich fest an ihn glaube. 226 Vom heiligen Abendmahle. 4. Seelenmörder, alte schlange, Doch ich hoff in allen nöthen, Lügenvater, schäme dich! Schäme Wenn du mich gleich wolltest dich, mir ist nicht bange, Denn tödten. mein Jesus tröstet mich. Weil er ziehet, muß ich laufen, Er will mich ihm selbst erkaufen. no 8. Mutterherze will zerbrechen Ueber ihres Kindes schmerz, Du wirst dich an mir nicht rächen, O du mehr als mutterherz! Zeuch mich von dem bösen haufen! Nach dir, Jesu, will ich laufen. Joachim Neander. † 1680. 5. Zeuch mich mit den liebesseilen, Zeuch mich kräftig, o mein Gott! Ach, wie lange, lange weilen Lässt du mich, Herr Zebaoth! XIX. Vom heiligen Abendmahle. 7. Es ist wohl ein verborgner M. Ich dank dir schon. ch 367. h komm, du süßer schaß, Doch birgt er geist und le herzensgast, Du ben( Und läßt den sünden keinen labsal meiner feelen, Bei der du play), Die andacht zu erheben. deine wohnung hast In dieser jammerhöhlen. thisch 8. So fehrt Gott zu den seelen ein Mif allen seinen gütern, Und machet seine kraft gemein Den himmlischen gemüthern. 2. Rott aus, du theures glaubenspfand, Was nicht dein eigen heißet, Ach, beut dem willen selbst die hand, Der sich der welt entreißet. Gull dur dur 3. Es schaut dein holder gnadenblick Die fündengruft im herzen, Und zieht sich dennoch nicht zurück, Er sieht auf Christi schmerzen. 4. Ich öffne dir herz, seel und sinn Mit brünstigem verlangen. Dich, meine ruh und mein gewinn, Recht freudig zu empfangen. 5. Komm, komm, und halt dein abendmahl Mit deinem schwachen kinde, Auf daß dein wundersüßer strahl Mich inniglich entzünde. 6. Dein manna schmeckt nach himmelsluft, Dein brunnquell fleußt ins leben, Davon das, was uns nicht bewußt, zu schmecken wird gegeben. 9. Da liegt des teufels macht zerstreut, Die welt ist überwunden, Da führt des geistes freu digkeit Die fündenlust gebunden. 10. Gott zeigt, was zu erwarten sey Auf wenig freuzesstun den, Wenn wir, von diesen fesseln frei, Die freiheit so gefunden. 11. Da, da verbindt sich seel und Gott In recht vertrauter liebe; Was nicht ist göttlich, wird zu spott Vor diesem himmelstriebe. 12. Wie leicht ist da des Heilands joch, Wie sanft ist seine bürde! Ach, spricht die seel, daß ich jetzt doch Ein himmelsbürger würde! 13. Mein Gott, wann zeuchst du mich zu dir? Wann werd ich dahin kommen, Daß ich dein ant [ 15. 2.] Vom heiligen Abendmahle. 227 31- im did lig für und für Anschaue mit Dein glaubensrock bedecke mich, den frommen? bis bidsel Auf daß ich möge würdiglich An 14. Ich glaube doch, ich werde deiner tafet figen. fehn Das gut' im freudenhimmel Und dort vor deinem throne stehn Nach diesem weltgetümmel. 15. Du Geist der gnaden, steh mir bei Und laß mich ja nicht fallen, Mach meinen gang gewiß und frei, Ach, leite mich in allem! 16. Ach streite wider meinen feind, So kann und werd ich fiegen, Und wenn ers gleich aufs ärgste meint, kannst du nicht unterliegen. 17. Drum nimm mein herz dir gänzlich ein Und stärk es aus der höhe, Dann werd ich völlig selig seyn, Wenn ich dich ewig sehe. His Dr. Ludw. Mencken. † 1726. M. Es ist gewißlich an. 368. u 4. Tilg allen haß und bitterfeit, Herr, aus meinem herzen, Laß mich die sünd in diefer zeit Bereuen ja mit schmerzen. Du reines, heilges ofterlamm, Du meiner feelenbräutigam, Laß mich dich recht genießen. 5. Zwar bin ich deiner gunst nicht werth, Als der ich jetzt erscheine Mit sünden allzuviel beschwert, Die schmerzlich ich beweine. In solcher trübsal tröste mich, Herr Jesu, der du gnädiglich Der fünder dich erbarmest.l 2 lebensbrod, Her Jesu Christ, Mag dich ein fünder haben, Der nach dem himmel hungrig ist und sich mit dir will laben: So bitt idy dich demüthiglich, Du wollest recht bereiten mich, Daß ich recht würdig werde, diss) 19 mis 6. Ich bin ein franfes menschenkind, Laß deine hand mich heilen, Erleuchte mich, denn ich bin blind, Du kannst mir gnad ertheilen. Ich bin verdammt, erbarme dich! Ich bin verloren, suche mich und hilf, aus lauter gnaden! lad tid tundbi ob 7. Mein bräutigam, komm her zu mir, Und wohn in meinem herzen; Laß mich hinfort vereint mit dir Mein heil durch nichts verscherzen. Ach, laß doch deine füßigkeit Für meine seele seyn bereit Und stille ihren jammer. 2. Auf grüner auen wollest du Mich diesen tag, Herr, leiten, Den frischen wassern führen zu, Den tisch für mich bereiten. Ich 8. Du lebensbrod, Herr Jesu bin zwar fündlich, matt und frank, Doch laß mich deinen gnadentrank Aus deinem becher schmecken. Christ, Komm selbst, dich mir zu schenken; D blut, das du vergossen bist, Komm eiligst, mich zu tränken! Ich bleib in dir und 3. Du zuckersüßes himmels- du in mir, Drum wirst du, brod, Du wolleft mir verleihen, güldne himmelsthür, Auch mich Daß ich in meiner seelennoth dort auferwecken. Lushin bn Pu dir mag findlich schreien. [ 15, 3.] Joh. Rift.+ 1667. 15 228 Vom heiligen Abendmahle. M. Nun freut euch lieben. 369. G rscheine! süßer feezen. Denn wie du, Herr, verheiBen hast, So hast du deinen armen gast Jetzt königlich verpfleget. m tbnidlo, 310 lengast, Daß ich mich hoch erfreue, Komm an, du meine ruh und raft! Wie groß ist deine treue, Daß du zur feele, die so schwach, Hier unter eines sünders dach So brüderlich einkehrest. 12. Groß herzenslust hab ich daran, Wenn ich ein wunder merke, Doch schau ich, was du haft gethan In dem erlösungs werke, Wie mich dein leib und blut erquickt: Alsbald mein geist viel luft erblickt mit vorschmack jenes lebens. had i tida 8 7. Trifft mich der seelen hun gersnoth, Muß sich mein herz abmatten, So komme du, mein himmelsbrod, Erfreulich mir zu statten. Dein theuer werthes abendmahl Erfrische mich im to desthal, Damit ich nicht verschmachte. suis and dish onu 19 3. Wie gnädig bist du, Wun dergott, Der hochbetrübten seelen! Du läsfest sie ja nicht zu spott Von stolzen feinden quälen. Dein theurer tisch ihr steht bereit, zu trop desfeindes grausamkeit. 8. Wie heilig, herrlich hoch und hehr Ist, großer Gott, dein name! Wie heilig ist dein ruhm und ehr! Ich bin ein böser jame; Sedoch, weil du mit mir Herr Christ, Im abendmahl vers einigt bist, kannst du dein fleisch nicht haffen. matalsinu dion M. Benjamin Prätorius, um 1659. riur M. Ach Gott und Herr. brünnlein Troß, wer es nicht kann laſſen! 370. Daraus mir vinnt, treuer 4. Wohl weidest du mich, hirt, Zeigst mir gesundes wasser, Fried, heil, trost, freud und leben; Du tränkst mich als ein reicher In angst und noth, Bis in den wirth, Treibst ab den bösen has- tod, Mir solche labjal geben. ser, Und giebst dich selbst zu eigen2. Der quell du bist, Herr Jesu mir. Was opfre ich denn dir da- Christ, Die brünnlein deine wunfür Für deine liebesthaten? pai den, Daraus ich mich Lab inniglich In heißen kreuzesstunden. 5. Nun habe, süßer Jesu, dank, Du hast mich wohl verbunden, Du stärkest mich, der ich lag frank An alten Adamswunden. Ich danke dir, daß du, Herr Christ, Mein treuer arzt und helfer bist, Willst leib und seele helfen. 6. Du hältst mir die verheiBung fest Und meinst es gut von herzen, Die treulich du geschehen lässt; Del gießt du in die schmer3. Laß mir stets seyn Das leiden dein Ein regel, riegel, spies gel, Daß ich nach dir Mein fleisch regier Und laß ihm nicht den zügel.its misd 4. Gotteslamm! liebesflamm! O meiner seelen freude! Nimm hin die sünd, Das herz entzünd, Daß mich von dir nichts scheide. [ 15. 4.] Vom heiligen Abendmahle. M. Aus tiefer Noth schrei. 195.9 So werde ich Recht seliglich Den lebenslauf vollbringen, D dir, Vollbracht!" mit freuden fingen.lss od bim imit grad niom bij Jude 19 Und endlich hier, Gott, mit 372. Herr Sesu Chriſt, du bereit unſre mátten seelen Dein leib und blut zu einr mahlzeit, Thust uns zu gästen answählen. Wir tragen unsre fündenNach dem heiligen Abendmahle. last, Drum kommen wir bei dir 1 tim dilipat dalam zu gast Und suchen gnad und hülfe. & adts Inseigner Melodie.|| 2. Ob du schon aufgefahren bist von dieser erden sichtig Und bleibst nunmehr zu dieser frist Von uns allhier unsichtig, Bis dein gericht wird dort angehn Und wir vor dir all werden stehn Und dich fröhlich anschauen: 10 371. 3. So bist du doch nach deinem wort, Wobei ich fest verbleibe, Niemals gebund'n an einem ort, D Herr, mit deinem leibe. Dein wort steht wie ein mauer feſt, Welchs sich niemand verkehren lässt, Er sey so flug er wolle. 4. Du sprichst: nehmt hin, das ist mein leib, Den sollt ihr mündlich essen; Trinkt all mein blut, bei euch ich bleib, Mein sollt ihr nicht vergessen. Du hafts geredt, drum ist es wahr, Du bist allmächtig, drum ist gar kein ding bei dir unmöglich. ott fey gelobet und gebenedeiet, Der uns selber hat gespeiset Mit seinem fleische und mit seinem blute, Das gieb uns, Herr Gott, zu gute. Kyrieleison. 5100 Herr, durch deinen heiligen leichnam, Der von dein'r mutter Maria kam, Und das heilige blut Hilf uns, Herr, aus aller noth. Kyrieleison. this 2. Der heilig leichnam ist für uns gegeben Zum tod, daß wir dadurch leben; Nicht größre güte konnte er uns schenken, Dabei wir solln sein gedenken. Kyrieleison. Herr, dein lieb so groß dich gezwungen hat, Daß dein blut an uns groß wunder that Und bezahlt unsre schuld, Daß uns Gott ist worden hold. Kyrieleison. 3. Gott geb uns allen seiner gnade segen, Daß wir gehn auf seinen wegen In rechter lieb und brüderlicher treue, Daß die speis uns nicht gereue. Kyrieleison. 5. Und ob mein herz hier nicht versteht, Wie dein leib an viel orten Zugleich seyn kann, und wies zugeht, So trau ich doch dein'n worten. Wie das seyn kann, befehl ich dir, An deinem wort genüget mir, Dem steht mir zu zu gläuben. halten rechte maaß, Daß dein 6. Ich glaub, o lieber Herr, ich arm christenheit Leb in fried und einigkeit. Kyrieleison. Herr, dein heilig Geist uns nimmer laß, Der uns geb zu glaub, Hilf du mein'm schwachen glauben; Ich bin doch nichts, Denn asch und staub, Deins worts 229 dün Dr. Martin Luther. t 1546. [ 15. 5.] 230 Vom heiligen Abendmahle. bothrisen ved tid mich nicht beraube. Dein wort, 3. Laß mich recht trauern über dein tauf und dein nachtmahl meine sünde, Doch den glauben Tröst mich in diesem jammerthal, auch entzünde, Den wahren glauDa liegt mein schaß begraben. ben, mit dem ich dich fasse, Mich 7. Ach Herr, hilf, daß wir auf dein verdienst verlasse. Kyrie würdiglich Gehen zu deinem eleison. tische, Beweinen unsre sünd herz- Gieb mir ein dich recht fürchlich, Und uns wieder erfrische tend herze, Daß mit der fünde Mit dein'm verdienst und wohl- ich nicht scherze, Noch durch that groß, Darauf wir traun meine sicherheit Mich bringe um ohn unterlaß Und unser leben die seligkeit Kyrie eleison.ibi bessern. miss) and 8. Für solch dein tröstlich abendmahl, Herr Christ, sey hochgelobet; Erhalt uns das, weil überall Die welt dawider tobet. Hilf, daß dein leib und blut allein Mein troft und labsal möge seyn Am letzten stündlein. Amen. Ensial insisid think sin@ plad M. Gott sey gelobet und.d 4. Mir tt befleckt sehr greitlich mein gewissen, Laß darauf ein blutströpflein fließen Aus deinen wunden, welche du empfangen, Da du bist am kreuz gehangen. Kyrie eleiſon.#llp Wenn mein Herz damit wird gerühret, Wirds rein von stund an und gezieret, Wird dadurch im glauben schön und kann dann err vor Gott bestehn. Kyrie eleison. 373. mein getreuer hitte, o5. Der darf des arztes, den die krankheit plaget, Mit begier er nach ihm fraget. O süßer Jesu, schau, wie tiefe wunden Werden auch in mir gefunden. Kyrie eleison. disputa sis: Us Du bist der arzt, Herr, den ich rufe, Auf den ich mit verlangen hoffe. Hilf, o wahrer mensch und Gott! Hilfst du nicht, so bin ich todt. Kyrie eleison.# 6. Du rufest alle zu dir in genaden, Die mühselig und beladen, All ihre sünden willst du gern verzeihen, Ihrer bürden sie befreien. Kyrie eleison. Komm, mit gnaden mich bewirthe, Bei dir alleine find ich heil und leben, Was ich darf, kannst du mir geben. Kyrie eleison. ure -lo Mich, dein arm schäflein, wollst du weiden Auf Ifraels bergen mit freuden, Mich zum frischen wasser führ, Gieb das rechte leben mir. Kyrie eleison.toil 2. All andre speif und trank ist ganz vergebens, Du bist selbst das brod des lebens. Kein hunger plaget den, der von dir iffet, Alles jammers er vergisset. Kyrie eleison. Du bist die rechte lebensquelle, Zu dir ich mein leer herze stelle, Lap mit troft es fließen voll, So wird meiner seele wohl. Kyrie eleison. Ach komm selbst, leg an deine hände Die schweren lasten von mir wende, Mache mich von [ 15 6.1 Vom heiligen Abendmahle. sünden frei, Dir zu dienen fraft verleih. Kyrie eleison. sism 7. Mein geist und herze wollst du zu dir neigen, Nimm mich mir, gieb mich dir eigen; Du bist der weinstock, ich bin dein rebe, Nimm mich in dich, ich lebe. Kyrie eleison.sdsus daß Ach, in mir find ich eitel sünden, In dir sie müssen bald verschwinden. In mir find ich höllenpein, In dir muß ich selig seyn. Kyrie eleison.ism thil 88. Komm, meine freude, komm, du schönste krone, Jesu, komm und in mir wohne! Ich will dir fallen, Herr, zu deinen füßen, Dich mit lieb und glauben füsdie nis 3. Ach Herr, laß uns doch nehmen nicht Dein werthes nachtmahl sen. Kyrie eleison.de zum gericht; Ein jeder recht bedenke, Daß wir mit diesem lebensbrod Im glauben stillen unsre noth. Der fels des heils uns tränke, Züchtig, Tüchtig Dich dort oben Stets zu loben, Bis wir werden Zu dir kommen von der erden. Bring mit, was meine seel erfreuet, Wodurch mein herze wird erneuet, Deine sanftmuth und geduld, Die frucht deiner grad und huld. Kyrie eleison. 9. Dies sind die mittel, die mich können heilen und mir lebenskraft ertheilen, Daß ich nun aus mir all untugend reiße, Dir zu dienen mich befleiße. Kyrie eleison. In dir hab ich, was ich soll haben, und deine gnade kann mich laben. Laß mich ewig seyn in dir und bleib ewig auch in mir. Kyrie eleison. di Joh. Heermann. 1647. ndio mardi 019 sit madhind dni 231 Damit du uns begabet. Im brod und wein kommt uns dein blut Und leib wahrhaftig wohl zu gut Und unsre herzen labet. Daß wir In dir Und nach allem Wohlgefallen Heilig lebent, Solches wolleft du uns geben. 2. Du fehrest, o Immanuel, Ja selber ein in unsre feel Und willst da wohnung machen; Drum uns ein solches herz verleih, D Gott, das frei und ledig sey Von allen eiteln sachen. Bleibe, Treibe Unsre sinnen und beginnen, Daß wir trachten Alle weltluft zu verachten. Bod 41790 1790 M. Wie schön leucht't uns. 4. O, daß wir solcher seligkeit Erwarten möchten allezeit In hoffnung und vertrauen, und fols gends aus dem jammerthal Eingehen in des himmels faal, Da wir Gott werden schauen, Tröstlich, Köstlich Uns als gäfte Auf das beste Bei ihm laben Und ganz volle gnüge habens 5. Das gieb du uns von dernem thron, O Jesu Christe, Gottes Sohn, Giebs durch dein bitter leiden. Daffelbe, weil wir leben hier, Laß uns betrachten für und für Und alles böse meiden. Amen! Amen! Hilf uns kämpfen, Hilf 374.5 err Jesu, dir sey preis und dank Für deine seelenspeis und trank, [ 15. 7.) Vom heiligen Abendmahle. 232 uns dämpfen Alle fünden, Hilf uns fröhlich überwinden. 11 bu Dr. Bernh. Derschau. † 1639. M. Aus tiefer Noth schrei ich. 375. 2ch koinm jegt als ein armer gast, f Herr, zu deinem tische, Den du für mich bereitet hast, Daß er mein herz erfrische, Wenn mich der feelenhunger nagt, Wenn mich der durft des geistes plagt, Bis ich den schweiß abwische. 2. Nun is sprichst duseelenbischof, dort: Ich bin das brod zum leben; Dies brod treibt auch den hunger fort, Den sonst nichts mag aufheben. Ich bin der trank; wer glaubt an mich, Dem wird der durft nicht ewiglich Im herzen qualen geben. das 3. Drum führe mich, o treuer hirt, Auf deine himmelsauen, Bis meine feel erquidet wird, Wenn du fie läsfest schauen Die ströme dei ner gütigkeit, Die du für alle hast bereit, So deiner hut vertrauen. 6. Vor allem aber wirk in mir Ein' ungefärbte rene, Daß ich zu fündigen vor dir Mit ganzem ernst mich scheue. Zieh mir den rock des glaubens an, Der dein verdienst ergreifen kann, Damit mein herz sich freue. 17. Entzünd in mir der andacht brunst, Daß ich die welt verlasse, Und deine treu und brudergunst In dieser speise faffe, Daß durch dein lieben lieb' in mir zu meinem nächsten wachs herfür Und ich fort niemand hasse. 8. Ach, führe mich nun selbst von mir, Bei mir ist nichts denn sterben, Nimm aber mich, o Herr, zu dir, Bei dir ist kein verder= ben. In mir ist lauter höllenpein, In dir ist nichts als felig seyn mit allen himmelserben. 9. Erneure mich, o lebensstab, mit deines Geistes gaben, Laß mich die sünde legen ab, Die mich sonst pflegt' zu laben. Regiere meinen trägen sinn, Daß er die lüste werfe hin, Die er sonst pflegt zu haben. 10. So fomm nun, o mein seelenschatz, Dich kann ich nimmer missen, Mein herze giebt dir raum und play Und will von spit feinem wissen, Als nur von dir, mein bräutigam, Dieweil du mich am freuzesstamm Aus noth und tod gerissen. 4. Ich armes schäflein suche dich Auf deiner grünen weide; Dein lebensmanna speise mich, 3u trost in allem leide; Es tränke mich dein theures blut, Auf daß mich ja tein falsches gut Von deiner liebe scheide. 5. Gleichwie des hirsches mattes herz Nach frischem wasser schreiet, So schreiet auch mein feelenschmerz. Ach, laß mich seyn befreiet Von meiner schweren sündenpein Und schenke mir die trostfluth ein, Dann bin ich benedeiet. [ 15. 8.]! 11. liebster Heiland, großen dank Für deine seligkeiten; Sch bin vor heißer sehnsucht frank; Drum wart ich auf die zeiten, In welchen du, o lebensfürst, Mich Vom heiligen Abendmahle. 233 fammt den auserwählten wirst betrügen; Der die wahrheit selber 3ur himmelstafel leiten.in ist, Gott, kann nimmer lügen. andsi 911900 376. Justus Sieber. t 1695. bi 10. Verleih, o Gott, durch 990 bin fars Christi tod, Daß weder welt M. O Traurigkeit, o Herz. noch teufel Mir bei diesem heilch trete frisch Zu gen mahl Mache furcht und Gottes fijch), Silf zweifel. Gottes tisch, Hilf zweifel. bil monissa E 11. So will ich dir, Herr Jesu, hier und dort im himmel oben Für dein theur vergoßnes blut Danken und dich loben. Vater, hilf in gnaden, Daß mir feine missethat Hierbei möge schaden. Dr. Gerhard Molanus. t 1610.1 ensis In eigner Melodie. unser 377.peiland, Der von uns den Gotteszorn wandt, Durch das bittre leiden sein Half er uns aus der höllenpein. 2. Ich leugne nicht Was mir gebricht, Ich beichte meine schulfünden du ja, Frommer Gott, zu dulden. 3. Weils nöthig fällt, Durch lösegeld Die Handschrift zu vernichten, Wird der Herr der herrlichkeit Dies für mich entrichten. 4. Drauf stell ich dir Mich, Jesu, für In kindlichem vertrauen, Jesu, den die cherubim Lüstet anzuschauen. 5. Dein leib und blut, Das mir zu gut Zerbrochen und vergessen, Wird, o tiefe wunderthat, Hier am tisch genossen. 6. Ich soll jegund Mit seel und mund( Vernunft fanns nicht ermessen) Jesu Christi werthes fleisch Unbegreiflich effen. 7. D grüble nicht, Wie dies geschicht, Noch, ob es mag gescheben. Gott kann überschwenglich thun, Das wir nicht verstehen. 8. Vernunft und sinn Laß immerhin, Was möglich scheint, vergleichen. Ich will nun und nimmermehr Von dem worte weichen. 2. Daß wir nimmer deß ver= gessen, Gab er uns sein'n leib zu essen, Verborgen im brod so klein, Und zu trinken sein blut im wein. 3. Wer sich will zu dem tisch machen, Der hab wohl acht auf seine sachen; Wer unwürdig hinzu geht, Für das leben den tod empfäht. 4. Du sollt Gott den Vater preisen, Daß er dich so wohl thut speisen und für deine missethat In den tod sein'n Sohn geben hat. 5. Du sollt glauben und nicht wanken, Daß es sey ein speis der kranken, Deren herz von sünden schwer Und vor angst ist betrübet sehr. 6. So groß gnad und barmherzigkeit Sucht ein herz in großer arbeit; Ist dir wohl, so bleib davon, Daß du nicht kriegeſt bösen lohn. 9. Der dies verspricht, Betrügt mich nicht und kann mich nicht [ 15. 9.] 234 Vom heiligen Abendmahle. 1501R 7. Er spricht selber: kommt ihr Bin von Gottes angesicht. Meiarmen, Lasst mich über euch er- nen Jesum laß ich nicht. barmen! Kein arzt ist dem ftar- i4. Wohl mir, daß mich nichts ten noth, Sein funst wird an mehr drückt, Ach, wie wohl ist ihm ein spott. all start mir geschehen! Meine feel ist ganz 8. Hältst du dir was könn'n entzückt, Weil ich, Jesu, dich geerwerben, Was dürft ich denn sehen. Jesu, meine zuversicht, für dich sterben? Dieser tisch auch Dich, mein Jesu, laß ich nicht. dir nicht gilt, So du selber dir 5. Mose, donnre nun nicht helfen willt. muskadil mehr, Für mich ists geseb erfüllet; Jesus, Gotts des Vaters ehr, Hat den großen zorn gestillet Und den streit mit blut geschlicht't. Meinen Jesum laß ich nicht. Tim tim i od 9. Glaubst du das von herzensgrunde Und bekennst es mit dem munde, So bist du recht wohl geschickt, und die speis deine feel erquicft. him ini bi 10. Die frucht soll auch nicht ausbleiben, Deinen nächsten sollt du lieben, Daß er dein genießen kann, Wie dein Gott an dir hat gethan. 9 ur is binn i6. Dich, Lamm Gottes, laß ich nicht, Denn du trägst auf deinem rücken Meiner fünden strafgericht, Das mich armen follte drücken. Wenn mich meine sünd ansicht, Laß ich dich, Lamm Gottes, nicht. nussons mart nis7. Meinen Jesum laß ich nicht, Er ist ja mein bruder worden; Troß, daß welt und satan spricht: Ich sey noch in ihrem orden. Nein, mein Jesus ist mein licht; Dich, mein bruder, laß ich nicht. ruft jetzt 8. Mein gewissen, stille dich Deine handschrift nicht mehr flaget, Jesus, der so hart für mich Ward verwundet und geplaget, Der vertritt mich vor gericht. Meinen Jesum laß ich nicht. seel ist nun genesen, Selig ist das heutge licht, Da ich Jesu gast gewesen. Drum mein herz und spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. in2. Meinen Jesum laß ich nicht, Weil er mich so brünstig liebet Und sich in mein herze flicht, Ja, sich mir zu eigen giebet Und 9. Komm, o satan, sprich mir Johannes Huß. † 1414. Gebessert von Dr. M. Luther.+ 1546. tiste totoran, osimi, tpd ONIF omst ni tapd Gulf In eigner Melodie.llo 3070 378. M Peinen Jesum laß ich nicht, Meine sich ewig mir verspricht. Meinen Jesum laß ich nicht. sb 3. Herr, dein leib und theures blut. Jesu, das ich jest genossen, Stärkt mich und macht alles gut, Daß ich hinfort nicht verstoßen hohn, Frag, ob ich sey Gottes erbe? Freilich, Jesus, Gottes Sohn, Bleibt mein erbtheil, wenn ich sterbe. Trop, wer mir dies gut abspricht! Meinen Jesum laß ich nicht. mot tre [ 15. 10.] Vom heiligen Abendmahle. 235 10. Tod, dein stachel ist ent- 2. Nun merk ich erst, Herr zwei, Christus ist zum gift dir worden; Von dir bin ich ewig frei, Nun kannst du mich nicht ermorden. Troß, daß mich dein stachel sticht, Weil ich Jesum laffe nicht.unism 1092 od Jesu Christ, Wer doch an mich gedenket, Nun fühl ich erst, was labsal ist, Indem dein blut michy tränket. Ach, laß mich diesen herzenstrank Erfrischen doch mein leben lang! 60% disults 3. Nun spür ich erst, Herr Jesu Christ, Wie hoch du mich doch liebest, Nun seh ich recht, wie treu du bist, Indem du mir jetzt giebest Dein'n leib und blut, das höchste gut, zu stärken meinen zweifelmuth. thithjog Idogr 11. Hölle, schweig, denn deine glut Ist nun völlig ausgelöschet; Jesus ist es, dessen blut Mich ganz rein von sünden wäschet Und mich frei vom feuer spricht. Meinen Jesum laß ich nicht. tol di 12. Jesus ist und bleibet mein, Er hat sich mit mir verlobet Wie ein bräutgam, ich bin sein; Ob der feind gleich greulich tobet, Weiß ich, daß mir nichts geschicht, Weil ich Jesum lasse nicht. 13. Laß mich auch, mein Jesu, nicht, Wenn es mit mir kommt zum ende; Wenn mir sinn und herze bricht, Jesu, nimm in deine hände Meinen geist, mein lebenslicht. Meinen Jesum laß ich nicht. 114. Und deß bin ich auch gewiß, Weil mein Jesus mir ver4. Ach, laß mich doch, o Jesu Christ, Dies nimmermehr vergessen, Auf daß ich fort zu jeder frist Dich trinken mög und effen Und drauf erzählen deinen tod, Bis du mich reißst aus aller noth. 5. Dafür will ich zu aller zeit Dir mein dankopfer bringen Und dort in jener ewigkeit Mit vollen fräften singen: Cob, preis und ruhm sey, Jeju, dir, Weil du so wohl geholfen mir! i il 1919191 heißen, Aus des todes finsterniß 380. großes wert gemit starker hand zu heimnisvoll. Drum auch meine seele spricht: noisile too good nism Amen! Jesum laß ich nicht. 15 Dr. Joh. Friedrich Mayer. † 1712. In eigner Melodiepis Jesu, du mein 19 räutigam, Der Jbnap 200 bim titred 19 M. Machs mit mir, Gott. N un ist es billig, 379. № Jesu Christ, Daß dich mein herze preiset, Nun schmeck ich erst, wie süß du bist, Dieweil dein leib mich speiset. Ach, laß mich doch dies himmelsbrod Erhalten in der letzten noth! 381. du aus lieb am freuzesstamm Für mich den tod gelitten haft, Genommen weg der fünden last: 2. Ich komm zu deinem abendmahl, Verderbt durch manchen sündenfall, Ich bin frant, unrein, nackt und bloß, Blind und arm, ach, mich nicht verstoß! [ 15. 11.] Vom heiligen Abendmahle. 236 32 Du bist der arzt, du bist das licht, Du bist der Herr, dem nichts gebricht, Du bist der brunn der heiligkeit, Du bist das rechte Hochzeitkleid. min strrist the 8 4. Drum, o Herr Jesu, bitt ich dich: In meiner schwachheit heile mich; Was unrein ist, das mache rein Durch deinen hellen gnadenschein. missce dan 394 und pflicht Nach deinem heilgen willen richt. Ach, laß mich meine tag in ruh Und frieden christlich bringen zullam e 812. Bis du mich, o du lebensfürst, Einst in den Himmel nehmen wirst, Daß ich bei dir dort ewiglich An deiner tafel freue mich a Heermann. † 1647. Saldail Nig ordfrou no mini 919Mel. Nun lafft uns Gott, 8. Gieb, was nütz ist an seel und leib, Was schädlich ist, fern von mir treib. Komm in mein herz, laß mich mit dir Vereinigt bleiben für und für. oddiel 9. Hilf, daß durch dieser mahlzeit fraft Das bös in mir werd abgeschafft, Erlassen alle sündenschuld, Erlangt des Vaters lieb und huld. leig you ndachts Joh. neden 5. Erleuchte mein verfinstert herz, Zünd an die schöne glaubenskerz; Mein armuth in reich 382. Seju, meine more wonne, feelen Du sonne, Du freundlichster auf erden Laß mich dir dankbar werden. meinem fleische steur und wehr.ns bid tue no 16. Daß ich das rechte himmelsbrod, Dich, Jesu, wahrer 2.1 Wie kann ich gnugsam mensch und Gott, Mit höchster schäzen Dieß himmelsüß ergötehrerbietung eß Und deiner liebe zen Und diese theuren gaben, nie vergeß. Bad un sind be Die mich gestärket haben! 7. Lösch alle laster aus in mir, 3. Wie soll ich dir doch danMein herz mit lieb und glauben fen, D Herr, daß du mich frans zier, Und was sonst ist von tu- ken Gespeiset und getränket, Ja, gend mehr, Das pflanz in mir selbst dich mir geschenket? zu deiner ehr. aim to tonths 14. Ich lobe dich von herzen Für alle deine schmerzen, Für deine schläg und wunden, Die du so viel empfunden. 5. Dir dank ich für dein leiden, Den ursprung meiner freu den, Dir dank ich für dein sch nen Und heißvergoffne thränen. 6. Dir dank ich für dein lieben, Das standhaft ist geblieben, Dir dank ich für dein sterben, Das mich dein reich läfft erben. 17. Sept schmecket mein gemüthe Dein übergroße güte; Dies theure pfand der gnaden Tilgt allen meinen schaden. 10. Vertreibe alle meine feind, Die sichtbar und unsichtbar seynd, Den guten vorsag, den ich führ, Durch deinen Geist fest mach in as modrourts vid not 11. Mein leben, sitten, finn 8. Herr, laß mich nicht vermir. [ 15. 12.] vom heiligen Abendmahle. 237 geffen, Daß du mir zugemessen hatt ich keinen frieden: Denn Die fräftge himmelsspeise, Wo für ich dich jetzt preisen das gefeße stieß Mich in die höll hinein, Und da sollt sich verdammt Mit leib undi seele seyn. 9. Du wollest ja die sünde, Die ich noch in mir finde, Aus meinem herzen treiben Und träf tig in mir bleiben. fi mds 3. Ich konnte nimmermehr Etwas zur fühnung setzen, Rein mensch, fein engel, auch kein gold mit allen schäßen Bezahlte meine schuld, Noch riß mich aus der noth; Mein leptes urtheil war Nichts als der strenge tod. 11. Laß, schönster, meine feele Doch tets in dieser höhle Des leibes mit verlangen An deiner liebe hangen.bilgnusst u snuci 4. Doch du, mein Heiland, bist An meine statt gekommen, Der sünden straf und schuld Haft du auf dich genommen; Du trugest Gottes zorn, Du littest höllenpein, Daß ich in dir gerecht Und selig sollte seyit. dr huss 198 12. Laß mich die fünde mei den, Laß mich geduldig leiden, Laß mich mit andacht beten Und von der welt abtreten, an 15. Gott lob! es ist geschehn, 13. Im handeln, wandeln, effen, Laß nimmer mich verges fen, Wie trefflich ich beglücket Und himmlisch bin erquicket. 14. Nun kann ich nicht verderben. Drauf will ich selig ster10. Nun bin ich losgezählet Von sünden und vermählet Mit dir, mein liebstes leben. Was fannst du werthres geben? Ich habe nun das leben, Denn du hast leib und blut Zum opfer hingegeben und ich bin auch versöhnt. Was du, mein Jefu du, In deiner kraft gethan, Das rechnet Gott mir zu. ben Und freudig auferstehen D 6. Mein glaube hält dich fest; Jesu, dich zu sehen! Joh. Nift.+ 1667. Und dich nicht zu vergessen, Giebst du mir mit dem brod Den wahren leib zu essen, Den leib, der für mich starb, Doch 383. Seju, willst du nicht den leib allein, Dein blut, wahres ich mit dem wein. 19 noch So gnädig an mich denken Und meiner seele dich Im abendmahle schenken? Laß dein gedächtniß auch In mir lebendig seyn, Da ich dein fleisch und blut Empfang in brod 7. Ist, Herr, dein opfer gleich Geschehn vor vielen jahren, So muß ich dessen kraft Doch jezo noch erfahren; Denn dein vers dienst ist mir So kräftig, frisch und neu, Als obs erst diesen tag Von dir erworben sey. und wein. 8. Darum, Herr, dank ich dir mis M. O Gott, du frommer. 2. Ich fünder war von Gott Und Gott von mir geschieden, So drückte mich der fluch, So [ 15. 13.] 238 Vom heiligen Abendmahle. Ich danke dir von Herzen Für kannst dein versprechen Mir ardeine huld und treu, Für deine men nicht brechen, Du siehest, pein und schmerzen, Für deinen wie elend und dürftig ich bin, bittern tod, Für deinen leib und Auch giebst du die gaben aus blut, Damit du labest mich, gnaden nur hin. allerhöchstes gut! di di d 4. Du, süße fluth, labest geist, seele und muth, Und wen du begabest, findt ewiges gut, Wenn man dich genießet, Wird alles versüßet; Es jauchzet, es singet, es springet das herz, Es weichet zurücke der traurige schmerz. 9. Laß deine liebe doch Herz, geist und seel durchdringen, Hilf mir mein fündlich fleisch Mit allen lüften zwingen. Auch halt mein innres rein, Mein herze sey dein Haus, Und wirf was eitel ist Durch deinen Geist hinaus.sd 15. Drum gieb mir zu trinken, 10. Laß mich bußfertig tets wies dein wort verheißt, Laß Zu deinem tische kommen Und gänzlich versinken den sehnenden würdig allemal, Bis du mit geist Im meer deiner liebe, Laß allen frommen Mich in den heilige triebe mich immerfort himmel rufft, Daß ich soll bei freiben zum himmlischen hin; dir seyn, So geh ich hochver- Es werde mein herze ganz trungnügt zu deiner freude ein.ni fen darin.nsdal sib Erdmann Neumeister. † 1756. 6. Wenn du auch vom leiden umotansayad sisd was schenkest mir ein, So gieb, In eigner Melodie.cddir mit freuden gehorsam zu seyn; 384. ursprung des le Denn alle die, welche Mittrinken S bens, o ewiges vom felche, Den du hast getrun fen im leiden allhier, Die werden dort ewig sich freuen mit dir. licht, Da niemand vergebens sucht, was ihm gebricht. Lebendige quelle So lauter und helle Sich 7. Drum laß mich auch wer aus seinem heiligen tempel er den, mein Jesu, erquickt Da, wo gießt und in die begierigen fee- deine heerden kein leiden mehr len einfließt.ly ni listenednd drückt, Wo freude die fülle, Wo liebliche stille, Wo wonne, wo jauchzen, wo herrlichkeit wohnt, Wo heiliges leben wird ewig belohnt. PRE 610 Christ. Jac. Koitsch. † 1735. satse ekathiyull M. Valet will ich dir geben. 3. Hier komm ich, mein hirte, 385.chaß über alle ſchäße, mich dürftet nach dir; O liebster, DJesu, liebster bewirthe dein schäflein allhier. Du schaß, An dem ich mich ergöße [ 15. 14.] 2. Du sprichst: wer begehret zu trinken von mir, Was ewiglich währet, der komme! allhier Sind himmlische gaben, Die füßiglich laben; Er trete im glauben zur quelle heran, Hier ist, was ihn ewig beseligen kann. Vom heiligen Abendmahle. 239 Hier hab ich einen plaß In meinem treuen herzen, Dir, schönster, zugetheilt, Weil du mit deinen schmerzen Miris meinen chmerz geheilt. ait un psdang gen, Komm, hole mich zu dir, In deinem schooß zu liegen; Komm, meiner feele zier, Und fege mich aus gnaden In deine freudenstadt, So kann mir niemand schaden, 2. Ach, freude meiner freuden, So bin ich reich und satt.bds Du wahres himmelsbrod, Damit Salomon Liscovius.+ 1689. s In eigner Melodie. ich mich kann weiden, Das meine feelennoth Ganz kräftiglich kann ſtillen und mich in leidenszeit 386.hmücke dich, o lice Erfreulich und füßigkeit. 136 shig dunkle sündenhöhle, Komm ans 3. Laß, liebster, mich erblicken helle licht gegangen, Fange herrDein freundlich angesicht, Mein lich zu prangen. Denn der herze zu erquicken. Komm, komm, Herr, voll heil und gnaden, Will mein freudenlicht, Denn ohne dich jetzt zu gaste laden; Der dich zu leben Ist lauter herze- den himmel kann verwalten, Will leid, Vor deinen augen schweben jetzt herberg in dir halten. Ist wahre seligkeit.isin sisa 20 D 4. O reiche Lebensquelle, Jesu, süße ruh! Du treuer freuzgefelle, Schlag nach belieben zu! Ich will geduldig leiden Und soll mich feine pein Von deiner liebe scheiden, Noch mir beschwerlich feyn. 2. Gile, wie verlobte pflegen, Deinem bräutigam entgegen, Der da mit dem gnadenhammer Klopft an deine herzenskammer. Deffn ihm bald die geistespforten, Red ihn an mit schönen worten: Komm, mein liebster, laß dich füffen, Laß mich deiner nicht mehr missen! 5. Mein herze bleibt ergeben Dir immer für und für, Zusterben und zu leben, Und wie viel mehr mit dir m tiefsten feuer schwißen, Als, schönster, ohne dich Im paradiese sigen, Veracht't und jämmerlich. bu O herrlichkeit der erden, Dich mag und will ich nicht, Mein geist will himmlisch werden Und ist dahin gericht't, Wo Jesus wird geschauet. Da sehn ich mich hinein, Wo Jesus hutten bauet, Denn dort ist gut zu seyn. 6. 4. Ach, wie hungert mein gemüthe, Menschenfreund, nach deiner güte! Ach, wie pfleg ich oft mit ihränen Mich nach dieser kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich 7. Nun, Jesu, mein vergnü zu dürsten Nach dem trank des [ 15. 15.] 3. Zwar bei kaufung theurer waaren Pflegt man sonst kein geld zu sparen, Aber du willst für die gaben Deiner huld kein geld nicht haben, Weil in allen bergwerksgründen Kein solch kleinod ist zu finden, Das die blutgefüllten schaalen Und dies manna kann bezahlen. 240 Vom heiligen Abendmahle. lebensfürsten! Wünsche stets, daß mein gebeine Sich durch Gott mit Gott vereine. 5. Beides, lachen und auch zittern, Lässet sich in mir jept wittern. Das geheimniß dieser speise Und die unerforschte weise Machet, daß ich früh vermerke, Herr, die größe deiner werke. Ist auch wohl ein mensch zu finden, Der dein allmacht kann ergründen? 6. Nein, vernunft die muß hier weichen, kann dies wunder nicht erreichen, Das dies brod nie wird verzehret, Ob es gleich viel tausend nähret, Und daß mit dem faft der reben uns wird Christi blut gegeben. O, der großen heimlichkeiten, Die nur Gottes Geist kann deuten! 7. Jesu, meines Lebens sonne, Jesu, meine freud und wonne, Jeju, du mein ganz beginnen, Lebensquell und licht der sinnen! Hier fall ich zu deinen füßen; Laß mich würdiglich genießen Dieser deiner himmelsspeise, Mir zum heil und dir zum preise. lenessen Deine liebe recht ermessen, Daß ich auch, wie jetzt auf erden, Mög dein gast im himmel werden. 0891 Joh. Frant.+ 1677.10 M. Nun danket alle Gott. 387.ie kann und foll ich dich, Herr Jesu, gnugsam preifen, Daß du mich würdigest Im abendmahl zu speisen? Du flößest mir dein blut In mein betrübtes herz Und linderst mir dadurch Der seele großen schmerz. 2. Du hast die schwere schuld Der sünden ganz verziehen, Du haft bußfertigkeit und andacht mir verliehen; Mit glauben haſt du mich Erleuchtet und geschmückt Und mein geängstigt herz Und feel in dir erquickt. 9. Jesu, wahres brød des lebens, Hilf, daß ich doch nicht vergebens, Oder mir vielleicht zum schaden, Sey zu deinem tisch geladen. Laß mich durch dies see3. O Jesu, liebster schap, D meines Lebens leben, Der du dich selber mir zu eigen haft gegeben, Ach Jesu, bleib in mir! Ach bleib, o Jesu, mein, Und laß mich auch in dir Und bei dir ewig seyn! 8. Herr, es hat dein treues lieben Dich vom himmel her getrieben, Daß du willig haft dein. 388. Mie wohl haft uns gegeNach dem heil. Abendmahle. M. Nun lob' mein' Seel', den. ben Und dazu ganz unverdrossen, ster Jesu, deinen gast, Ja, mich Herr, dein blut für uns vergossen, Das uns jetzt kann kräftig tränfen, Deiner liebe zu gedenken. so reich begabet, Daß ich jetzt fühle freud und raft. O wunders fame speise, O süßer lebenstrant! liebsmahl, das ich preise Mit einem lobgesang! Indem es hat erquicket Mein leben, herz und muth: Mein geist, der hat er blicket Das allerhöchste gut. [ 15. 16.] Vom heiligen Abendmahle. 2 Du hast mich jetzt geführet, D Herr, in deinen gnadensaal, Daselbst hab ich berühret Dein 6. Du bists, der ewig bleibet, edle güter allzumal. Da haft du, Ich aber bin dem schatten gleich, Herr, mein leben, Mir jezo mil- Den bald ein wind vertreibet; diglich Das lebensbrod gegeben, Herr, ich bin arm und du bist Das sehr ergößet mich: Du hast reich. Du bist sehr reich von mir zugelassen, Daß ich den see- güte, Kein unrecht gilt bei dir, lenwein Im glauben möchte fas- Ich, boshaft von gemüthe, Kann sen Und dir vermählet seyn. hin fehlen für und für. Noch kom3. Bei dir hab ich gegessen Die speise der unsterblichkeit, Du haft mir vollgemessen Den edeln felch, der mich erfreut. Ach Gott, du haft gezeiget Mir armen solche gunst, Daß billig sich jetzt neiget Mein herz vor liebesbrunst; Du hast mich lassen schmecken Das köstlich engelbrod, Hinfort kann mich nicht schrecken Welt, texfel, sünd und tod. 241 dein antlig schaue Dort in der ewigkeit. i 9159490 1191 mest du hernieder zu mir, dem sündenmann; Was geb ich dir doch wieder, Das dir gefallen kann? sin dand siden T 7. Ein herz, durch ren zerschlagen, Ein herz, das ganz zerknirscher ist, Das weiß ich, wird behagen, Mein Heiland, dir zu jeder frift. Du wirst es nicht verachten, Demnach ich emfig bin aid 195 Nach deiner gunft zu trachten; Nimm doch in gnaden hin Das opfer meiner zungen, Denn billig wird jetzund Dein theurer ruhm besungen, Herr Gott, durch meinen mund. ilgiant bin 8. Hilf ja, daß dieß genießen Des edlen schages schaff in mir Ein unauflöslich büßen, Daß ich mich wende stets zu dir. Laß mich hinfüro spinen Kein andre lieblichkeit," Als welche pflegt zu rühren Von dir in dieser zeit. Laß mich ja nichts begehren, Als deine lieb und gunst, Denn niemand kann entbehren Hier dei ner liebe brunft. 9. Wohl mir, ich bin versehen Mit himmelsspeis und engeltrant! Nun will ich fröhlich stehen, Zu singen dir lob, ehr und dank, 16 4 So lang' ich leb auf erden, Preis ich dich, liebster Jesut, wohl, Daß du mich läsfest werden Von dir und durch dich satt und voll, Du hast mich selbst getränket Mit deinem theuren blut Und dich zu mir gelenket, unvergänglichs gut! Nun werd ich ja nicht sterben, Weil mich gespeiset hat, Der nimmer kann verderben, Mein trost, schup, hülf und rath. 5. Wie kann ichs aber fassen, Herr Jesu, daß du mit begier Dich haft so tief gelassen Vom himmelssaal herab zu mir? Du schöpfer aller dinge Besuchest deinen knecht, Ach hilf, daß ich dir bringe Ein herz, das fromm und schlecht, Das glaubig dir vertraue, Damit nach dieser zeit Ich sa [ 16. 1.] 242 Lob- und Danfliede Fahr hin, du weltgetümmel, Du ich leben Dhu unglück und verbist ein eitler tand, Ich seufze druß, Mein Gott, du wirst mir nach dem himmel, Dem rechten geben Der freuden überfluß. n vaterland. Fahr hin! dort werdens stift ditto idus T STORT SU ods du bout ni XX. 1191 figurdan 119019 ppidsi mai Gott, Der uns befreiet aus der noth, Und danket seinem namen! In 1971 19 to Psalm 100. M. Gott des Himmels. lle welt, was lebt 389. 21⁰ 1909059 thoug und webet Und in feld und häusern ist, Was nur zung und stimm erhebet, 2. Lobt Gott und rühmet alles zeit Die großen wunderwerke, Die majestät und herrlichkeit, Die weisheit, kraft und stärke, Jauchze Gott zu jeder frist. Die er beweist in aller welt Diene ihm, wer dienen kann, Kommt mit luft und freud heran! Und dadurch alle ding erhält: Drum danfet seinem namen! Lob- und Danklieder, dal 19 102 103 2. Sprecht: der Herr ist unser meister, Er hat uns aus nichts gemacht, Er hat unsre leib und geister An das licht hervorgebracht; Wir sind seiner allmacht ruhn, Seine schaf und eigenthum. 3. Gehet ein zu seinen pfor ten, Geht durch seines vorhofs gang, Lobet ihn mit schönen worten, Saget ihm lob, preis und dank, Denn der Herr ist jederzeit Voller gnad und gütigkeit. 4. Gott des himmels und der er de, Vater, Sohn und heilger Geist, Daß dein ruhm bei uns groß werde, Beistand, gnad und hülf uns leift. Gieb uns fräfte und begier, Dich zu preisen für und für! 190. Johann Franck. † 1677. #arendra M. Es ist das heil uns. 390.Bringt her demHerren 3. Lobt Gott, der uns erschaf fen hat, Leib, seele, geift und leben Aus lauter väterlicher gnad Uns allen hat gegeben, Der uns durch seine engel schüßt Und täglich giebet, was uns nüßt: Drum danket seinem namen! stil 4. Lobt Gott, der uns schenkt seinen Sohn, Der für uns ist ge storben Und uns die selbe lebenskron Durch seinen tod erworben, Der worden ist der höllen gift Und frieden hat mit Gott gestift't: Drum danket seinem namen! P 5. Lobt Gott, der in uns durc den geist Den glauben angezün det Und alles gute noch verheißt, Uns stärket, träftigt, gründet, Der uns erleuchtet durch sein wort, Regiert und treibet fort und fort: Drum danket seinem namen! 6. Lobt Gott, der auch dies gute werk, So in uns angefangen, Voll führen wird und geben stärk, Daß fleinod zu erlangen, Daß er hat freudigem gemüthe, Ein jeder Gottes ruhm vermehr Und preise seine güte. Ach lobet, lobet alle [ 16. 2.] Lob und Danklieder. allen vorgestellt und seinen gläubgen vorbehält: Drum danket sei190193 nem namen! se 7. Lobt Gott, ihr starken seraphim, Ihr fürstenthum und thronen, Es loben Gott mit heller stimm, Die hier auf erden wohnen. Die hier Lobt Gott und preist ihn früh und spat, Ja, alles, was nur odem hat, Das danke seinem namen! sur Cyriacus Günther.+ 1704. M. Gott des Himmels. 91@ anft dem Herrn, ihr Gottesknechte, Kommt, erhebet seinen ruhm! Er hält Israels geschlechte Doch noch für sein eigenthum. Jesus Christus ist noch heut, Geftern und in ewigkeit. 391. ele 3. Sprich so nicht: des Höch sten hände Sind mit nichten jest zu schwach, Seine güt hat auch kein ende, Er ist nädig vor wie nachy, Jesus Christus ist noch heut, Gestern und in ewigkeit. 4. Halte dich in allen dingen Nur an deines Gottes treu, Eaß dich nicht zur freude bringen, Che dich dein Gott erfreu, Euch in aller deiner noth Nichts zum troft, als deinen Gott.( V.5 10.) 11. All ihr knechte Gottes, höret, Sucht den Herrn in eurer noth! Wer sich zu wem anders 243 fehret, Als zu ihm, dem wahren Gott, Der geht irr in allem stüd und bereitet ungelück. sa batt 12. Die nur, die dem Herrit vertrauen, Gehen auf der rechten bahn; Die in angst, in furcht und grauen Ihn nur einzig rufen an, Denen wird allein bekannt Gottes herrlichkeit und hand. 13. Drum dankt Gott, thr Gottesknechte, Kommt, erhebet seinen ruhm! Er hält Ifraels geschlechte Doch noch für sein eigenthum. Jeſus Chriſtus ist noch heut, Gestern und in ewigkeit. Heinrich Georg Neuß. † 1716. sin Pfalm 92. 地 borde M. Herr Jesu Christ, meins. 2. Sprich nicht: es ist dieser 392. as ift fürwahr ein zeiten Nicht so, wie es vormals war, Gott macht seine heimlich keiten Jepund nicht mehr offenbar; Was er vormals hat gethan, Das geht uns anjeßt nicht andsi 10 310 amir.on 1190 fatt köstlich ding, Daß man dem Herren dank und sing Und lobe fröhlich feinen nam, Der herrlich ist und wundersam. 2. Daß man des morgens seine güt Erzähl mit dankbarem gemüth, Auch seine wahrheit bei der nacht Erkenn und preise, wenn man wacht. Estlade 3. Daß man des lobens mache viel Mit pfalter, harfen, faitenspiel, Damit ja unfers Gottes ehr Auf alle arten sich vermehr. 4. Darum ich auch auf dein geheiß, Herr, deine thaten fröhlich preis, Dein rath ist uns verborgen gar, Die werke groß und offenbar. 5. Ein narr glaubt folches al les nicht, meint, daß es ungefähr geschicht, Gleich wie er felbft lebt immer hin Nach seines herzens eitlem sinn. Sing mist [ 16. 3.] is* Lob- und Danflieder. 244 6. Die spötter grünen, wie das gras, Die übelthäter ebnermaaß, Bis daß ihr name auf der erd Und ewiglich vertilget werd. B7. Du aber bist, o Herr, mein hort, Der allerhöchst und bleibst es fort; Umkommen müssen deine feind und die dir, Gott, zuwider seynd. ss01 Il bitbiop 12. Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Von dem uns alle gnad herfleußt, Wir loben dich, wir danken dir Für deine wohlthat für und für. an asan 2. So lang' ich diesen habe, Fehlt mirs an feiner gabe, Der reichthum seiner fülle Giebt mir die füll und hülle. 8. Hingegen so empfange ich Stets neue fraft und stärke mich. Durch deine gnad ist mir bereit Sehr großer trost und wahre freud. 9. Du machst mir deine recht bewußt, Drum seh ich an den feinden lust, Mit lust hör ich die rache an, Weil du sie selber haft gethan. 5. Er lehrt mich thun und lassen, Führt mich auf rechter stra ßen, Lässt furcht und angst sich stillen, um seines namens willen. 1196.19 Und ob ich gleich vor andern Im finstern thal muß wandern, Fürcht ich doch keine tücke, Bin frei von dem unglücke. 10. Der fromme ist dem palmbaum gleich, An segen und an früchten reich; Wie cedern, also wächset er Und blühet immer mehr und mehr.49 7. Denn du stehst mir zur seiten, Schüßst mich vor bösen leuten, 11. Er grünet, wenn er gleich Dein stab, Herr, und dein stecken wird alt und bringet frucht so Benimmt mir all mein schyrecken. mannigfalt, Er rühmt, daß du 8 Du sepest mich zu tische, jo gütig bist, Und daß kein un- Machst, daß ich mich erfrische, recht an dir ist.in natin si Wenn mir mein feind viel schmer 15 isDavib Denicke. e. † 1680. indir ramis nmdi HE snis Psalm 23. The ta M. Nun laßt uns Gott. chi 393. Der Herr, der aller enden Regiert mit feinen händen, Der brunn der emgen güter, er ist mein hirt und büter. 3. Er läsfet mich mit freuden Auf grüner aue weiden, Führt mich zu frischen quellen, Schafft rath in schweren fällen. 1094. Wenn meine seele zaget Und sich mit sorgen plaget, Weiß er sie zu erquicken, Aus aller noth zu rücken. 1190 zen Erweckt in meinem Herzen. 9.b Du salbst mein haupt mit öle Und füllest meine feele, Die leer und durstig saße, mit voll geschenftem maaße. adasné, conft Ind10. Barmherzigkeit und gutes Wird mein Herz gutes muthes, Voll luft, voll freud und lachen, So lang' ich lebe, machen. 1 11. Ich will dein diener bleiben und dein Lob herrlich frei ben Im Hause, da du wohneft, Und frommseyn wohl belohnest. 12: Ich will dich hier auf erden [[ 16. 4.] Lob- und Danklieder. 245 Und dort, da wir dich werden die erde Mit ihrem ganzen heer, Selbst schaun im himmel droben, Hoch rühmen, sing'n und loben. Paul Gerhardt. † 1676. Psalm 146. Der fisch' unzähl'ge heerde Im großen wilden meer. M. Valet will ich dir geben. 394. Du meine jeele, finge, Wohlauf und singe schön Dem, welchem alle dinge Zu dienst und willen stehn! Ich will den Herren droben Hier preisen auf der erd, Ich will ihn herzlich loben, So lang' ich leben werd. 2. Ihr menschen, laßt euch lehren, Es wird euch nüßlich seyn, Laßt euch doch nicht bethören Die welt mit ihrem schein. Verlasse sich ja feiner Auf fürstenmacht und gunst, Weil sie, wie unser einer, Nichts sind als nur ein dunst. 3. Was mensch ist, muß erblassen Und wird des todes raub, Er muß den geist entlassen, Selbst werden erd und staub; Allda ists dann geschehen Mit feinem flugen rath und ist frei klar zu sehen, Wie schwach sey menschenthat. AMIT 6. Hier sind die treuen sinnen, Die niemand unrecht thun, All denen gutes gönnen, Die in der treu beruhn. Gott hält sein wort mit freuden, Und was er spricht, geschicht, Und wer gewalt muß leiden, Den schüßt er im gericht. Er 7. Er weiß viel tausend wei sen zu retten aus dem tod, Fr nährt und giebet speisen Zur zeit der hungersnoth, Macht schöne rothe wangen Oft bei geringem mahl, Und die da sind gefangen, Die reißt er aus der qual. 8. Er ist das licht der blinden, Erleuchtet ihr gesicht, Und die sich schwach befinden, Die stellt er aufgericht. Er liebet alle frommen, Und die ihm günstig seynd, Die finden, wenn sie kommen, An ihm den besten freund. 9. Er ist der fremden hütte, Die waisen nimmt er an, Erfüllt der wittwen bitte, Wird selbst ihr trost und mann. Die aber, die ihn hassen, Bezahlet er im grimm, Ihr haus, und wo sie saßen, Das wirft er um und um. 10. Ach, ich bin viel zu wenig, Zu rühmen seinen ruhm, Der 4. Wohl dem, der einzig schauet, Nach Jacobs Gott und heil! Wer dem sich anvertrauet, Der hat das beste theil, Das höchste gut erlesen, Den schönsten schaß geliebt, Sein herz und ganzes we- Herr ist ewger könig, Ich eine sen Bleibt ewig unbetrübt. 5. Hier sind die starken kräfte, anerschöpfte macht; Das weisen die geschäfte, Die seine hand gemacht, Der Himmel und welke blum. Jedoch, weil ich its billig, daß ich mehre gehöre Gen Zion in sein zelt, Die Sein lob vor aller welt." ( 16. 5.] Paul Gerhardt. † 1676. 1246 til M. Wie schön leucht't uns. 395. Halleluja! lob, preis Der Ambroſianiſche Lobgeſang; und ehr Te wa nda 19pars 69tr Ho II unserm Gott je mehr und mehr Für alle seine werke! Von ewige and thin diel muligure 19Q I In eigner Melodie. feit Sey in uns als fem ihm bercit Dank, weisheit, 396. dich kraft und stärke! Klinget, Singet: Heilig, heilig! Freilich, freilich Heilig ist Gott, Unser Gott, der Herr Zebaoth! Lob und Danklieder. 98 err Gott, loben wir, II. Herr Gott, wir danken dir. I. Dich, Gott Vater in ewigkeit II. Ehret die welt weit und breit. All II. 89 1. 39 1912. Halleluja! preis, ehr und Und was dienet deiner ehr, macht Sey auch dem Gotteslamm I. Auch cherubim und seraphim gebracht, In dem wir sind erwäh. II. Gingen immer mit hoher let, Das uns mit seinem blut bis Erstna eni stimm: 50 11 erkauft, Damit besprenget und ge- I. Heilig ist unser Gott! I tauft und sich mit uns vermählet. II. Heilig ist unser Gott! II Heilig, Selig Ist die freundschaft I. II. Heilig ist unser Gott, der Und gemeinschaft, Die wir haben sided Herre Bebaoth! red on Und darinnen uns erlaben. 1190 190 1911 196 3.9 Halleluja! Gott heilger Geist tuld nsuedt m'ni2. tim şi Il Sey ewiglich von uns gepreist, I. Dein göttlich macht und herrDurch den wir neu geboren, Der sdnd lemmid mi lichkeit I uns mit glaubend ausgeziert, II. Geht über himm'l und erden Dem bräutigam uns anzugeführt, magis ni napilis weit. tiste II Den hochzeittag erføren. Schauet, I. Der heiligen zwölf boten zahl Schauet, Da ist freude, Da ist II. Und die lieben propheten all, weide, Da ist mannab Und ein I. Die theuren märtrer allzumal rewig Hosianna! not rè II Coben dich, Herrpsmit großem $ 1941 Halleluja! lob preis und tigrelin ugs'adi pol schalline 1 ehr Sey unserm Gott je mehr tis1 Die ganze werthe christenheit und mehr und seinem großen na- II. Rühmt dich auf erden allezeit, men! Stimmt an mit aller him I Dich, Gott Vater, im höchsten melsschaar Und singet nun und ( bid thron, immerdar Mit freuden: Amen, II. Deinen rechten und einigen Amen! Klinget, Singet: Heilig, .bilpit Sohn, drheilig! Freilich, freiliche Heilig ist tol. Den theilgen Geiftrand Tro Gott, Unser Gott, Der Herr Ze- indisfim dnu am ster werth, II inbaothrisp fötlejn ile tebod II. Mit rechtem diensts fie lobt dton 19lln ni pidanpund ehrt II [ 16. 6] Bartholomäus Craffelius94 1724. Lob und Danklieder. 3. L Due könig der ehren, Jesu htud mod Chrift, da II. Gott Vaters ewger Sohn du sidalsie om bist L. Zeig uns deine barmherzigkeit, II. Wie unsre hoffnung zu dir steht. I. Auf dich hoffen wir, lieber Herr, II. In schanden laß uns 31392 mehr. ausrage Istrsar alle latein, von 1. Der Jungfraun leib nicht haft I. II. Amen; Dr. M. euther. did 10 9 Aus de II. Zu erlöſen das menſchlich ge- og tomt 1546. any for bilist 796 milline id notmed star schlecht; II til. Du haft dem tod zerstört sein billpjalm 8.9d pilis@ tisd dni tisot tisur macht, II M. Mein Herz und Seel. II. Und all chriſten zum himmel 397. Herr, unfer Gott, 910 II mil. Du fizest zur rechten Gottes sterne, redod tim emmi gleich II beherrscher aller e berrlich ist dein name weit und ferne! Wie scheinet er der ganzen welt herfür! Wie zeiget sich am himmel deine zier! II. Mit aller ehr ins Vaters reich. I. Ein richter du zukünftig bist II. Alles, das todt und lebend ist. 1940 19 14.pilis II I II. Nun hilf uns, Herr, den die nern dein, 2. Der finder mund, die an den brüsten liegen Zeugt schon von dir, ohn reden, in der wiegen, Der schwache mund, du lehrst ihn deinen preispi Daß er den feind zu widerlegen weiß. po II. Die mit dein'm theuren blut Tod dnu thn bilierlösets seyn; I. Laß uns im himmel haben 3. Wenn ich bei mir den himmos dun I'mid theiltds II II. Mit den heiligen in ewigem melsbau betrachte, Dein meisterſtück, das schöne licht bei nachte, Den 19 247 I. Hilf deinem volt, Herr Jesu mancherlet, Die deine hand gefegt In 1911 191 Christ, I nihat nach der veih:@saisut Und segne, das dein erbtheil iſt. I. Wart und pfleg ihr'rzu allerzeit, II. Und heb sie hoch in ewigkeit. tisgallo nedts tun 4. Herr, fange ich an, wie daß du so gedentest! Der sterblichen? wer ist es, dem du schenfeſt So dimdine II reiches gut? iswas sag ichardoch mot Täglich, Herr Gott, wir loben davon, Daß deine treu besucht nordi dich ardes menschen sohn? nchialem II. Und ehrln dein'nnamen Ifte- n9m5. Zwar hast du ihn ein wendo nig hier auf erden Geringer als diesengellaffen werden Und Dennoch ihn mit herrlichkeit be dacht, Mit majeſtät gekrönt, und groß gemacht auimologie tiglich. I. Behût uns heut, o treuer Gott, II. Vor aller fünd und missethat. dal. Sey uns gnädig, o Herre Gott, II. Sey uns gnädig in aller noth. Ta[ 16. 7.1 248 Lob- und Danklieder. 1916. Denn alle ding ihm unter- öl und most Zu seinen zeiten than seyn müssen, Du legest ihm findt?:: thin thid Wat ons dahin zu deinen füßen, Was deine hand erschaffen und erhält, Was odem hat und regt sich in der welt: ismist as mudou 7. Der rinder schaar, Der schafe große heerden, Der büsche vieh, das nimmer zahm will werden, Der vögel hecr, so in den lüften schwebt, Der fische zahl, die in dem waffer lebt.al und 6. Wer giebt uns leben und geblüt? Wer hält mit seiner hand Den güldnen, edlen, werthen fried In unserm vaterland?:: mid on 7. Ach, Herr, mein Gott, das kommt von dir, Du, du mußt alles thun; Du hältst die wach an unsrer thür, Und läßst uns sicher ruhn. por and ro in 8. Du nährest uns von jahr zu 8. Herr, unser Gott, beherr- jahr, Bleibst immer fromm und scher aller sterne, Wie herrlich treu, Und stehst uns, wenn wir ist dein name weit und ferne! in gefahr Gerathen, treulich bei.:,: Wie wird sein glanz so herrlich is9. Du strafft uns fünder mitdargestellt, Wie leuchtet er durch geduld Und schlägst nicht allzudeine ganze welt.jus 9 had sehr, Ja, endlich nimmst du unsre Martin Opitz v. Boberfeld.+ 1639. schuld und wirfft sie in das nieer.:: is id a tap nodarbjed M. Herr Jesu Christ, meins. 10. Wenn unser herze seufzt 398." finge dir mit herz und ſchreit Wirst du gar leicht 2. Ich weiß, daß du der brunn der gnad Und ewge quelle bist, Daraus uns allen früh und spat Viel heil und gutes fließt. 13. Was sind wir doch, was haben wir Auf dieser ganzen erd, Das uns, o Vater, nicht von dir Allein gegeben werd 31@ und mund, was meines Herzens lust ,! Ich fing uns hoch erfreuts Und dir zu und mach auf erden fund, Was nehren reicht.:: msdodys drum mir von dir bewußt. no lloj 11.4 Dunzählst, wie oft ein christe wein' Und was sein fummerfey, ut Kein zähr- und thränlein ist so klein, Du hebst und legst es bei.:@ nedádio anu jun12. Du füllst des lebens mangel aus Mit dem, was ewig steht, und führst uns in das himmelshaus, Wenn uns die erd entgeht. st 13. Wohlauf, mein herze, fing und spring Und habe guten muth! Dein Gott, der ursprung aller ding, st selbst und bleibt dein gut. 4. Wer hat das schöne himmelszelt niHoch über uns gefeßt? Wer ist es, der uns unsersfeld Mit thau und vegen neßt? 98 5. Wer wärmet uns in fält und frost? Wer schützt uns vor dem wind? Wer macht es, daß man e 14.is Er ist deinschap, dein erb und theil, Dein glanz und freudenlicht, Dein schirm und schild [ 16. 8.1 Lob und Danklie der. 249 ist Wohl! dem der ihm vertrauet Und seiner nie vergisst! nodi 16, Hat er dich nicht von jugend auf Versorget und ernährt? Wie manchen schweren unglückslauf Hat er zurückgekehrt!:,: n 17. Er hat noch niemals was versehn In seinem regiment, Nein, was er thut und lässt geschehn, Das nimmt ein gutes end.:: 3. Der Herr hat nicht verschmähet Des armen elend und gefahr; Als der ihn angeflehet, Da nahm er seiner seele wah:. Er schaut auf die elenden, Den waisen hilft er gern, Kann ihre übsal wenden, Seinbeistand ist nicht fern. Er liebet ohne wanken, Thur gutes für und für, Drum will ich ihm auch danken, So lang' ich leb allhier. dad* 19** a 4. San lobt dich in der ſtille, an Du hocherhabner Zionsgott, Des rühmens ist die fülle Vor dir, du starter Zebaoth! Du bist doch, Herr auf erden, Der frommen Zuversicht, In trübsal und beschwerden Läßt du die deinen nicht. Drum soll dich stündlich ehren Mein mund vor jedermann und deinen ruhm vermehren, So lang' er lallen kann. ism 18. Et nun, so laß ihn ferner thun Und red ihm nicht darein, So wirst du hier in frieden ruhn Und ewig fröhlich sein.:: di Bodi i Paul Gerhardt. † 1676. Pſ. 34. M. Nun lob', mein feel', den. ch will den Herren loben, Sein herrlich lob soll immerdar In meinem 399. mund erhoben Auf erden schallen an 5. Es müssen, Herr sich freuen offenbar. Mein ganzes herz foll Von ganzer feel und jauchzen preisen Des Höchsten liebesthat, schnell Die unaufhörlich schreien: Und dem viel dank erweisen, Der Gelobt sey der Gott Israel! mich errettet hat. Kommt, lasset Sein name sey gepriesen, Der uns erhöhen Den großen wunder große wunder thut Und der auch held, Gein theurer ruhm muß mir erwiesen Das, was mir nüßt geben Durch alle theil der welt. und gut. Nun, dies ist meine 2. Als ich den Herren suchte frende Bu hängen fest an dir, In meiner noth und schier vor Daß nichts von dir mich scheide, pein Mein leben ganz verfluchte, So lang ich lebe hier. Da trat er plöglich bei mir ein; 16. Herr, du hast deinen namen Denn die, welch ihn angehen Sehr herrlich in der welt geMit ernst, verderben nicht, Er macht, Denn als die schwachen läßt die fünder sehen Sein gnä- kamen, Hast du gar bald an sie gedig angesicht. Ach, schmecket doch dacht. Du hast mir gnad erzeiget und schauet, Wie gnadenvoll er nun wie vergelt ichs dir? Ach [ 16. 9.) dein hilf und heil, Schafft rath und lässt dich nicht.:,: 15. Was fränkst du dich in deinem sinn Und grämst dich tag und nacht? Nimm deine sorg und wirf sie hin Auf den, der dich gemacht.:,: Lob- und Danklieder. 250 bleibe mir geneiget, So will ich für und für Den felch des heils erheben und preisen weit und breit Dich hier, mein Gott, im leben und dort in ewigkeit. anu dang nad oh. Nift. 1667. must nonis sia bit oor weis Mir diese schwere freuzeslaft So gnädig abgenommen haft. 9 Wiewohl ichs hatter sehr verschuldt; So hat doch deine lieb und huld mit viel erbarmen mein verschont Und nach verdienste nicht gelohnt.nisa anak M. Herr Jesu Christ, wahr'r. 1910. Nun seh ich, daß dein 400. ch will, so lang' ich vaterherz Mirandeßhalb auflegt lebe hier, Den Herren preisen für und für. Viel gutes hat er mir gethan, Weit nehr, denn ich erzählen kann. 9 2. Er hat geholfen überall und sonderlich zu diesem mal Hat er allein durch seine hand Das unglück von mir abgewandt. pein und schmerz, Daße du mich ziehen willst zu dir, Da ich auch gnad im strafen spür.d sid nod 911. Drian icy mit freuden dies erwäg, Wie Gott die ruth bald niederleg, Wie willig er die hülfe schick Und zürne kaum ein'n augenblick.bor sd1sor alin ne 3. Niemand mir sonst zu hülfe, 12. Und ob es schon was länfam, Noch meines elends fich anger scheint, Doch ists zum besten nahm, Auch war der menschen stets gemeint, Er weiß wohl mithülf zu schwach, Darum befahl tel, zeit und rath, Ich habs errich Gott die fached nisite nid& fahren in der that monist ne 14. But ihm rief ich bet tag und b 13 Berleihe, Herr, daß mirs nacht, Daß seine weisheit, güt gereich Hinfort zur lehr und trost und macht Michreißen möcht zugleich, Wenn mich vielleicht aus der gefahr, Damit ich ganz noch in der welt Neu unglück umringet war. anal wieder überfällt. thalb de pitbit 191499 nied thi und M. Ermuntre dich, mein. 5. Der bitte hat er mich ge= währt Und solche rettung mir bechert, Daß ich erkenn, wie seinel do treu Ift alle morgen an uns neu. 96. Durch seinen engel hat er mich, Aus meiner noth gewaltiglich Erevettet, und zu rechter zeit Von strübfal, sorg und furcht befreit. thehovah dein regierenmacht, Dag menschenwig vergiffet, Was sonsten ist gar hoch geacht, Wenn er gebührend misset Die Höhe deiner majestät, Wie weit fie über alles 7. Sehr groß, o Herr ist deine geht, Was auf den höchsten throgüt, Die mich beschüget und behüt, nen Trägt die gerechtsten fronen. Ich will sie rühmen hier auf erd, dn2. Wo ist, der je fein regiment So lang tay athem holen werd. mit solcher maat geführet? Wer odsi 8. Ich will die sagen lob und ist der dir sich gleich erkennt, Ob preis, Daß du auf wunderbare er gleich viel regieret? Was sich 1.16.10.] Lob und Danklieder. 0251 noch sterblich nennen muß, Legt Mich gänzlich unwerth macht vor fron und scepter dir zu fuß, dir: So bist du doch ein könig, Sprich; wir sind nur vafallen Dem nichtes ist zu wenig.dodrs So lang' dirs wird gefallen.19 mi 8. Ich bin ein ungerechter mom3. Wie weit erstreckt sich dein knecht Und muß die strenge scheuen; gebiet, Das ist noch ungemessen. Doch sing ich mit von gnad und Was dein augs irgend wohnen recht, Deß sich die deinen freuen. fieht, Sft unter dir gesessen. Der Du neigst den scepter her zu mir, allergrößte landesherr gistinja Ich wag es, daß ich ihn berühr, deindgrößter schuldener, Der So bin ich denn in gnaden, Mir große, wie der kleine hat auch wird dein zorn nicht schaden. von dir das seine. mi dong tigd. Das macht, der mich bei 89id 4d Wie recht sind, Herrscher, dir vertritt, Den du der welt gedie gericht, Die die gewaltig übest! geben; Auf diesen gründ ich alle Wie richtig hält doch deinige- schritt, Die sich zu dir erheben. wicht, Damit du maaße giebest, Der hält mich alles zweifels frei, Daß alles werde recht erfüllt, Daß ich der gnade fähigh fey, Wenn gleiches du vergelten willt, Da denen, die du liebest,& In Wenn, richter, du mit strafen ihm dein reich du giebest. mn Und lohnen recht willst schaffen. nach 10. Ich gebe wieder, was ich * 19 5.pdG8 gehet alles ordentlich, hab, Du wirst es nicht verschmäIn keinem wird geirret, Nichts hen, Mein herz, jey meine gegen& geht den krebsgang hinter sich, drgab. Kann es gleich nicht besteNichts findet sich verwirret. Er- ben Mit seiner eignen schäßbarhalten, schüßen ist dein thun, feit, So macht mir doch ein frei Versorgen, ordnen, stets, wie nun. geleit Dein find, das drinn verEs sey schlecht, oder wichtig, So schlossen, Das wirst du nicht ver ist dein scepter richtig. stoßen, 19 ind sttid 19@ Č 6. Gepriesen sey die hohe hand, 9d 11. Sorg, schüß, derhalte ferDie so rechtschaffen richtet; Wohlner noch, Regiere mit verschonen, dem, der recht erkennt das band, Laße unter deinem liebesjoch In Womite er dir verpflichtet! Ich, fried in undenfreud uns wohnen. 19 dein geringster unterthan, Meld Ich freu mich deiner huldigung, mich in tieffter demuth an, Bor Und deines Sohns verbrüderung deinen thron zu treten, Dein Lässt mich nicht seyn/ geschlossen afcepter anzubetenn speidsp sus seinen reichsgenossen. r ns. Ich lieg auf meinem ange- ided an Heinrich Mathis, um 1,708, inlicht, Befehl mich deiner gnade, dis jun void nodis sit liat be tehr deinen scepter von mir nicht, aut MaSeju, meine Freude Wenn gleich mein jeelenschadean40219 19efuplimeine liebe, Der dir bekannter ist als miremor ( 01116, 11.) Die ich oft betrübe B 252 Lob- und Danklieder. Hier in dieser welt, Dir dankt Dessen große schmerzen Wirst du, mein gemüthe Wegen deiner Herr, alsdann, Wenn er fest güte, Die mich noch erhält, Die Glaubt, dich nicht läsſt, Als die mir oft, Gar unverhofft, Hat ge- deinen selbst empfinden, Tilgen holfen in den flagen, Noth, leid, seine fünden. angst und zagen. m total 12. Nun will ich d'ran denken, Wenn ich werd in kränken Und in ängsten seyn; Wo ich werde stehen, Wo ich werde gehen, Will ich denken dein; Ich will dir, Herr, für und für Dankbar seyn in meinem herzen, Denken deiner schmerzen. 7. Drum, o meine liebe, Die ich oft betrübe Hier in dieser welt, Dir dankt mein gemüthe Wegen deiner güte, Die mich noch erhält ,. Die mir oft Gar unverhofft hat geholfen in den klagen, Noth, leid, angst und zagen. (?) Christoph Runge. t um 1680. istis In eigner Melodie.) 3. Ich bat dich mit thränen, 403.affet uns den Herren leid, preisen Mein aug und gesicht Hob ich auf und schriee, Beugte meine knie, Stund hoch aufgericht't, Ich ging hin und her, mein sinn War bekümmert und voll sorgen, Durch die nacht zum morgen. 4. Ich, als ich nicht sahe, Daß du mir so nahe, Sprach in meinem sinn: Ich kann nicht mehr beten! Komm, mein heil getreten, Sonst sink ich dahin, Ja, ich fink! Ei, sprach dein wink, Halt, meinst du, daß ich nicht lebe, Nicht mehr um dich schwebe? 5. Ich war noch im glauber, Den mir doch zu rauben Satan war bemüht, Der die armen seelen In des leibes höhlen Vielmals nach sich zieht. Ich sprach doch: Ich glaube noch! Glaubt ich nicht, wollt ich nicht beten, Noch vor dich hintreten. 6. Herr, wer zu dir schreiet, Seine fünd bereuet, Dich ruft Herzlich an Aus getreuem herzen, mehren:,: seinen ruhm! Stimmet an die süßen weisen, Die ihr send sein eigenthum! Ewig währet sein erbarmen, Ewig will er uns umarmen Mit der süßen liebeshuld, Nicht gedenken unsrer schuld, Preiset ewig:,: seinen namen, Die ihr seyd von Abrams samen, Rühmet ewig seine werke, Gebet ihm lob:,: ehr und stärke. 2. Che noch ein mensch geboren, Hat er uns zu-:,: vor er kanut Und in Christo außerkoren, Seine huld uns:,. zugewandt. Selbst der himmel und die erden Müssen uns zu dienste werden, Weil wir durch sein liebstes tind Geine finder worden sind. Ewig solche:: gnade währet, Die er uns in ihm bescheret, Ewig wol len wir uns üben, Üeber alles:,: ihn zu lieben. 3. Ja, wir wollen nun mit freuden 3u dem lieben:: Vater gehn, Uns in seiner liebe weiden. [ 16. 12.] Lob- und Danklieder. 253 guts bescheret, Wonne, die uns ewig tränfet, Wird uns daraus :: eingeschenket.sim Wie die thun, so:: vor ihm fülle währet, Die uns so viel stehn, Heilig, heilig, heilig singen; Halleluja soll erflingen Unserm Gotte und dem lamm, Unferm holden bräutigam. Laffet seinen: ruhm erschallen, Und erzählt sein werk vor allen, Daß er ewig uns erwählet Und zu seinem:,: volk gezählet. nis 7. Nun, du liebster, under Lallen, Damit wir dir: dankbar seyn, Laß dir gnädig wohl= gefallen, Bis wir alle: j: insge mein Ewig deine gütigkeiten Mit 4. Lernet euren Jejum kennen, gesammtem lob ausbreiten( Da Der euch theur er: faufet hat, wir werden gloria Singen und Lernet ihn fein lieblich nennen halleluja. Preis, ehr, ruhm, dank, Euren bruder,:;: freund und rath,: macht und stärfejs Und was Euren starken held im streiten, rühmet seine werkenWerde unEure luft in fröhlichkeiten, Euren ferm Gott gegeben, Laßt uns troft und euer heil, Guer aller- ihm zu ehren leben! is tie bestes theil. Ewig solche:: güte i do Chrift. Jac. Koitsch. † 1735. währet, Die euch durch ihn wis snim stpus Pf. 103. derfähret, Ewig soll das lob erflingen, Das wir ihm zu:;: eh S be M. Hast du denn Jesu.sint 404.* Herren! ren singen.( e nom SA 19 den mächtigen fö5. Tretet nur getroft zum throne, nig der ehren, Meine geliebete Da der gnaden-:,: stuhl zu sehn, seele, das ist mein begehren. Es kann euch von Gottes Sohne Kommet zu hauf! on Pfalter und Nichts als lieb und, huld ge- harfe wach auf! Lasset die mu schehn. Er erwartet mit verlan- ficamt hören! nismmmah Insted gen, Biser könne uns empfan- bi 2. Lobe den Herren, der alles gen und das allerhöchste gut so herrlich regteret, Der dich auf Uns mittheilen durch sein blut. Große gnad ist:: da zu finden, Er will sich mit uns verbinden, Und soll niemals etwas fönnen Uns von seiner Liebe trennen. :: gib. Er hat nunmehr felbst die adelers infittigen ficher geführet, Der dich erhält, Wie es dir selber gefällt. Hast du nicht dieses verspüret? un ug bad im@ 3. 8obe den Herren, der fünftlich und fein dich bereitet, Der fülle Seiner Gottheit: aufgethan, dir gesundheit verliehen, aldich Und es ist sein ernster wille, Daß nun komme:,: jedermann. Keiner soll sich hierbei schämen, Sondern gnad um gnade nehmen; Wer ein hungrig herze hat, Wird aus seiner fülle fatt; Ewign solches freundlich geleitetun Sub wie viel noth Hat nicht der gnädige Gott Ueber dir flügel gebreitet? bast is 4. Robe den Herren, der deinen stand sichtbar gesegnet, Der aus dem himmel mit strömen [ 16. 3.1 254 Lob und Danflieder. der liebe geregnet. Denke daran, jegen Von dir, Vater, in dem Was der Allmächtige fann, Der Sohn, Unserm eignen gnaden dir mit liebe begegnet! msonil thron. Achh:,::: ach, daß ichs 5. Lobe den Herren, was in recht könnt erwägen! Viel zu, mir ist, lobe den namen! Alles, viel zu, viel zu klein Bin ich, Joachim Neander. ist bi prol af M. Liebster Sefu, liebstes. A at was odem hat, lobe mit Abran daß mit so großem glanz Mir hams saamen! Er ist dein licht, leuchten soll dein gnadenschein.:: feele, vergiß es ja nicht! Loben- 14. Gnad und wahrheit sind die de, schließe mit Amen. im bewege, Die bdu uns zu führen 1680. pflegst; Wenn du auch auf uns hamisa zuschlägst, Sind es doch nur lie besschläge.:: Gott, detit pfad ift immer richtig; Scheinet er uns wunderlich, Führet er doch selig lich; Wer,:,::: wer ist ihn zu faffen tüchtig? Viel zu, viel zu, viel zu klein s:,: Bin ich, daß mit so großem glanz Mir leuchten soll dein gnadenschein.:: 0 obe, lobe, meine fee le, Den, der heißt Herr Zebaoth. si Allerist herren Herr und Gott, Seinen großen ruhm erzähle:,: Singe: groß sind seine werke, Groß ist seine vatertreu, Sie ist alle morgen neu. Ich::: ich will rühmen seine 15. Wenn du etwas uns entzie stärke. Viel zu, viel zu, viel zu heft, Thust du es, daß unsre lust flein: Bin ich, daß mit so Oft dran hängt uns unbewusst großem glanz Mir leuchten soll Und weil dus uns schädlich fie dein gnadenschein.: ssisid ni 79id heft:,: Wenn die hoffnung auch 2. Deine hand hat mich for- verweilet Und viel ängsten machet miret Und gebildet wunderlich, raum, Wird sie doch zum lebens Deine augen sahen mich; Du baum, Wenn:::: wenn sie endhaft selbst mich ausgeführet: lich zu uns eilet. Viel zu, viel Aus der mutter, die mich heute, zu, viel zu flein:: Bin ich, daß Ja, mein ganzer lebenslauf Ist mit so großem glanz Mir leuchvon dir geschrieben auf, Daten soll dein gnadenschein.: da ich mich noch nicht bei 6. Wenn die feinde uns anfalwegte. Viel zu, viel zu, viel zu len, Daß von außen streit es giebt flein:: Bin ich, daß mit so Und von innen furcht betrübt, großem glanz Mir leuchten soll müssen sie zurücke prallen:: Da dein gnadenschein.:: sal heißt denn der stein der frommen 3. Du, o Gott, haft aufge- m Eben- Ezer, bis hieher, Bis hienommen Mich in deinen gnaden- her hilft uns der Herr, Bis bund, Den mir dein wort machet:: bis hieher sind wir nun komfund, Und ich habe schon bekommen. Viel zu, viel zut, viel zu men:,: Mehr als tausendfachen klein:: Bin ich, daß mit so gro116. 14.10 405. Lob- und Danklieder. 255 prechlich ist, Es werden deine thaten Gepreiset noch von findes find, Denn man sie allenthalben findt Voll weisheit güt und stärke. 3. Ich will dein lob mit mein nem mund Nun und zu allen zei ten, Auch inniglich von herzensgrund Vermehren und ausbreiten; Ich will von deiner ehr und pracht, Von deiner großen wundermacht, so lang' ich lebe, reden. 4. Du bist voll gnade, lieb und trew, Der frommen zu vernur schonen Und gleichwohl auch gerecht dabei, Die bösen abzulohnen. Der Herr ist voll barmher zigkeit, Geduldig, gütig allezeit, Wenn man ihm recht vertrauet.] 8. Nun so fahre fort und segne, Herr, Herr, deines findes haus. Geuß doch deine fülle aus, Und mit liebesströmen regne,:: Laß in meinem Herzen flingen Das wort: ich will mit dir seyn! Du bist mein und ich bin dein, Dann, dann will ich ohn aufhören fingen: Viel zu viel zu viel zu flein:: Bin ich, daß mit so großem glanz Mir leuchten soll dein gnadenschein. 5. Er ist genädig jedermann Und hilfet gern den armen, Nimmt aller seiner wert sich an Durch väterlich erbarmen; Durch seine allmacht er erhält, Was hier in dieser ganzen welt Eich regt, bewegt und lebet. 6. Herr, deine werk und dein Johann Heinrich Califius.+ 1698.und gewalt Soll hie bei uns auf erIsta 19: e tolis am 406. und bilden Den menschenkindern manndhi Pfalm 145. u isi unigfalt Bekannt gemachet werM. Nun freut euch lieben. tim den. Dein reich Gott, ist ein ein Gott amd ewig reich, und deiner herrschaft A tönig, deine güt ist nichts gleich, Sie bleibet jegt Und huld will ich erheben, Sch und ewig. in Isik, Stigar will aus freudigem gemüth In meinem ganzen leben, Gott, alle tage preisen dich und deinen na men ewiglich Vor jedermann er höhen. 7. Der Herr verstößt die fün-!! der nicht, wenn sie den fall beflagen; Die werden von ihm aufgericht't Die nieder find geT190 190 anu lid sschlagen, In feiner noth er biet verlässt, Die sich an ihn ergeben fest Und hülfe bei ihm suchen. uk 8. Herr, aller augen warten Bem glanz Mir leuchten soll dein gnadenschein., mistifnd 7. D, wer bin ich Herr der herren? Was ist doch mein haus vor dir? Daß du so viel thust an mir? Ja, du willst noch mehr gewähren, Als ob es zu we nig wäre, is Was du bisher hast gethan, Das ich doch nicht zählen kann. Dir,:,: dir sey das für alle ehre! Viel zu, viel zu, viel zu klein Bin ich, daß mit so großem glanz Mir leuchten soll dein gnadenschein. 2. Sehr groß und löblich, Herr, bist du, In nöthen kannst du rathen, Deine größe unaus [ 16. 15.1 256 Lob- und Danklieder. dank, preis, lob und ehre. dein, Du giebest ihnen speise Zur zu, daß du ihm ablegst Ruhm, rechten zeit, daß insgemein Man dich, o. Vater, preise; Du thust auf deine milde hand Und sättigst alles in dem land Mit lust und wohlgefallen. 9. Groß ist der Herr und ganz gerecht In allen seinen wegen, Drum segnet er auch das ge= schlecht, Das geht auf seinen stegen. Und wie er heilig ist und rein, So liebet er auch die al lein, Die vor ihm heilig wandeln. 10. Der Herr ist allen denen nah, Die flehend vor ihn treten, Er ist bei allen denen da, Die ihn mit ernst anbeten. Der from men schreien Gott erhört Und ihrer bitte sie gewährt, Er läßt fie hülfe finden. nur 11. Der Herr behütet väterlich, Die ihn von herzen lieben, Vertilget aber, die da sich stets in bosheit üben. Mein mund soll stets nach seinem wort, Auch alles fleisch ward immerfort Des Herren namen loben. 12. Gott, Vater, Sohn und heilger Geist, Dhn anfang und ohn ende, Der du viel gutes mir erweisst Durch allmacht deiner hände, Sey von mir jetzt und allezeit, Von nun an bis in ewigkeit, Gelobet und gepreiset! M. Kommt her zu mir. ein herz, sey Got407. Me tes 2. Ach, frage ja nicht erst, warum? Denn du bist Gottes eigenthum, Zu Gottes leb bereitet; Durch Christi tod und blut erlöst, Vom heilgen Geist ganz reich getröst't, Geheiligt und geleitet. 3. Du bist so oft von Gott erneut, Versöhnt, erquicket und erfreut, Aus noth und tod gerissen; Drum sollst du ja zu jeder zeit Für Gottes lieb und gütigfeit Zum lobe seyn beslissen. 4. Mein Gott, mein herz sey stets bereit Zu deinem lob, nach möglichkeit; Nimms hin in deine hände; Es sey dein tempel; ach vernimm In selbigem die freudenstimm: Lob, lobsey Gott ohn ende. 5. Lob für dein lieb und Christi blut, Lob für des heilgen Geistes gut, Lobsür hülf, kraft und stärke, Lob für so manchen freudenblick, Lob für all seel- und leibesglück, Lob für all deine werke! 6. Gieb, daß mein herz in sprüngen steh Und jeder sprung in himmel geh, Mit lob dich zu erheben. Gelobet jey Gott überall! Mein herz bleibt Gottes lobethal Im sterben und im leben. Aemilie Juliane von Schwarzburg- Rus dolstabt.+ 1706. Sirach 50, 24-26. In eigner Melodie. Darin der Höchste allemal Sein lob erschallen höre. So lang' du dich durch Gott bewegst, So sieh thut An uns und allen enden Lobethal, 408. N und händen, un danket alle Gott Mit Herzen, mund Der große dinge [ 16. 16.1. Lob- und Danflieder. Der uns von mutterleib und findesbeinen an Unzählig viel zu gut Und noch jepund gethan. 2. Der ewig reiche Gott Woll uns bei unserm leben Gin immer fröhlich herz Und edlen frieden geben und uns in seiner gnad Erhalten fort und fort Und uns aus aller noth Erlösen hier und dort. 3. Lob, ehr und preis sey Gott, Dem Vater und dem Sohne Und dem, der beiden gleich, Im höchsten himmelsthrone! Dem dreieinigen Gott, Als der ursprünglich war Und ist und bleiben wird Jegund und immerdar. Martin Ninfart. † 1649. 257 In die gemein der frommen, Ge- 1 macht zu seinen erben, Daß wir nicht ewig sterben. 7. Er giebt uns zu erkennen Sein wort, daß wir ihn nennen Den gütigen ernährer Und freundlichen bescherer.d 8. Für unsre sünd er giebet Sein kind, das er hoch liebet, Und lässet es erwürgen Für uns als einen bürgen. 5. Er hat zu rechter stunde Vollkömmlich und gesunde Auf seiner engel wagen Uns an die welt getragen. 6. Er hat uns eingenommen 9. Dies laffet uns bedenken, Wenn uns die sorgen fränken; Wer seinen Schn hergiebet, Derselb aufs höchste liebet. 10. Sollt er uns was versagen, So wir ihm gläubig klagen, Was wir vonnöthen haben, Zum trank, zur speis und laben? M. Nun laßt uns Gott. 11. Die vögel in den lüften, 409. üte Uns führen Die thiere in den flüften, Die zu gemüthe, Kommt, lasset uns erwägen Des frommen Vaters jegen. blumen auf den wegen Uns müssen widerlegen. 2. Eh wir ans licht geseßet, Hat er uns hochgeschäßet und hat uns eingeschrieben Zum leben und zum lieben. 3. Da wir noch sind gelegen Ohn regen und bewegen, Dhn menschenhülf und sorgen, Der mutter auch verborgen: 4. Hat er allein uns geben Die glieder und das leben, Ohn unsern armen heller War küche da und feller. 12. Der sie so treulich beget Und ihrer fleißig pfleget, Sollt einen himmelserben Hier denken zu verderben? 13. O Vater, Vater giebe, Daß deine große liebe Wir inniglich betrachten Und nicht geringe achten. 14. D Vater uns beschere Zu deinem lob und ehre, Daß wir dir recht vertrauen und gänzlich) auf dich bauen. 15. Wenn wir nur dieses haben, So werden uns die gaben, Die wir zu diesem leben Bedürfen, wohl gegeben. 16. Eh'r himmel und die erden zunichte müssen werden, Als soll[ 17. 1.] 17 Lob- und Danklieder. 258 ten seyn verlassen, Die fleischesforge haffen. Joh. Michael Dilherr. † 1699. Steht fest und bleibt in ewigkeit Bei seiner liebn gemeine, Die steht in seiner furcht bereit, Die seinen bund behalten. Er herrscht im himmelreich; Shr starken en gel waltet Seins lobs und dient zugleich Dem großen Herrn zu ehren Und treibt sein heilige wort; Mein feel soll auch vermehren Sein lob an allem ort. 5. Sey lob und preis mit ehren Gott, Vater, Sohn und heilgem Geist, Der well in uns vermeh ren, Was er aus gnaden uns verheißt, Daß wir ihm fest ver trauen, Uns ganz verlassen auf ihn, Von Herzen auf ihn bauen; Daß unsr herz, muth und sinn Ihm kindlich mög anhangen. Drauf singen wir zur stund: Amen, wir werdens erlangen, Glaubn wir aus herzensgrund. Dr. Joh. Graumann( Poliander) † 1541. Vers 5. ein Zusap. 2 50358 Psalm 150.onion at In eigner Melodie. boch erhaben Ob den'n, die fürch: 411., daß ich treifen ten vom zungen hätte Und einen tausendfachen mund, So stimmt ich damit um die wette Vom allertiefsten herzensgrund Ein loblied nach dem andern an Von dem, was Gott an mir gethan. 2. O, daß doch meine stimme schallte, Bis dahin, wo die sonne steht! O, daß mein blut mit jauchzen wallte, So lang' es noch im laufe geht! Ach, wär ein jeder puls ein dank, Ein jeder odem ein gefang! trodis 1922 3 3. Was schweigt ihr denn, ihr Psalm 103. anjan In eigner Melodie. 410. un lob', mein seel, den Herren, Was in mir ist, den namen sein, Sein wohlthat thut er mehren, Vergiß es nicht, o herze mein! Hat dir dein sünd vergeben Und heilt dein schwachheit groß, Errett't dein armes leben, Nimmt dich in seinen schooß, mit reichem trost beschütiet, Verjüngt dem adler gleich. Der Herr schafft recht, behütet, Die leidn in seinem reich. 2. Er hat uns wissen lassen Sein heilig recht und sein gericht, Dazu sein güt ohn maaßen; Es mangelt an erbarmung nicht. Sein'n zorn läßt er bald fahren, Straft nicht nach unsrer schuld, Die gnad thut er nicht sparen, Den blöden ist er hold. Sein güt ist abend, Ist unsre sünd dahin. 3. Wic sich ein vater erbarmet Uebr seine jungen findelein, So thut der Herr uns armen, So wir ihn findlich fürchten rein, Er kennt das arm gemächte, Er weiß, wir sind nur staub, Gleich wie das gras zum rechen, Ein blum und fallend laub. Der wind nur drüber wehet, So ist es nimmer da, Also der mensch vergehet, Sein end das ist ihm nah. un 4. Die Gottesgnad alleine [ 17. 2] Lob- und Danklieder. meine fräfte? Auf, auf, braucht allen euern fleiß Und stehet munter im geschäfte zu Gottes, meines Herren, preis! Mein leib und seele schicke dich Und lobe Gott herzinniglich! 4. Ihr grünen blätter in den wäldern, Bewegt und regt euch doch mit mir! Ihr schwanken gräschen in den feldern, Ihr blumen, laßt doch eure zier Zu Gottes ruhm belebet seyn Und stimmet lieblich mit mir ein! 5. Ach alles, alles, was ein leben und einen odem in sich hat, Soll sich mir zum gehülfen geben, Denn mein vermögen ist zu matt, Die großen wunder zu erhöhn, Die allenthalben um mich stehn. 6. Dir sey, o allerliebster Vater, Unendlich lob für feel und → leib! Lob sey dir, mildester berather, Für allen edlen zeitvertreib, Den du mir in der ganzen welt Zu meinem nußen hast bestellt. 7. Mein treuster Jesu, sey gepriesen, Daß dein erbarmungsvolles herz Sich mir so hülfreich hat erwiesen Und mich durch blut und todesschmerz Von satans list und grausamkeit zu deinem ei genthum befreit. 259 cher Gott? Wer schüßet mich auf meinen wegen? Du, du, o Herr Gott Zebaoth! Du trägst mit meiner sündenschuld Unsäglich gnädige geduld. 10. Vor andern füß ich deine ruthe, Die du mic aufgebunden hast; Wie viel thut sie mir doch zu gute Und ist mir eine sanfte last. Sie macht mich fromm und zeigt dabei, Daß ich von deinen liebsten sey. 11. Ich hab es ja mein lebetage Schon so manch liebes jahr gespürt, Daß du mich unter vieler plage Auf dunklen wegen haft geführt; Denn in der größesten gefahr Ward ich dein troftlicht stets gewahr. 12. Wie sollt ich nun nicht voller freuden In deinem steten lobe stehn? Wie sollt ich auch im tiefsten leiden Nicht triumphirend einher gehn? Und fiele auch der himmel ein, So will ich doch nicht traurig seyn. 13. Drum reiß ich mich jetzt aus der höhle Der schnöden eitelkeiten los und rufe mit erhöhter feele: Mein Gott, du bist sehr hoch und groß! Kraft, ruhm, preis, dank und herrlichkeit Gehört dir jetzt und allezeit. 8. Auch dir sey ewig ruhm und ehre, heilig werther Gottesgeist, Für deines trostes süße lehre, Die mich ein kind des lebens heißt. Ach, wo was guts von mir geschicht, Das wirket nur dein göttlich licht. in 9. Wer überströmet mich mit segen? Bist du es nicht, o rei[ 17. 3.] 14. Ich will von deiner güte singen, So lange sich die zunge regt, Ich will dir freudenopfer bringen, So lange sich mein herz bewegt, Ja, wenn der mund wird kraftlos seyn, So stimm ich noch mit seufzen ein. 15. Ach, nimm das arme lob 17* Lob- und Danklieder. 260 auf erden, Mein Gott, in allen gnaden hin! Im himmel joll es besser werden, Wenn ich ein schöner engel bin. Da sing ich dir im höhern chor Viel tausend Halleluja vor. and i sa * Joh. Menge:. † 1734. tup ty bad M. Es ist das Heil uns kommen her. ( Nun freut euch, liebe Christen.) 412. heißt, Und trauen seiner güte. Et hilft uns hier mit gnad und heil, Verheißt uns auch ein herrlich theil Ven großen himmelsschäßen. 6. Nach unsrer ungerechtigkeit Hat er uns nicht vergolten, Viel mehr erzeigt barmherzigkeit, Da wir verderben sollten. Er ist mit lieb und freundlichkeit Denselben immerfort bereit, Die ihn von herzen lieben. 7. Was Gott nun angefangen hat, Das woll er auch vollenden. Wir geben uns ganz seiner gnad Und seinen treuen händen, Thun auch daneben allen fleiß, Daß Gottes name, ehr und preis, Durch uns befördert werde.ard gläubigs herze, benedet und preise Gottes güte, Dien ihm ohn alle Heuchelet Mit dankbarem gemüthe, Dieweil ja niemand hier vermag Ohn seinen beistand einen tag Und augenblick zu leben. sidan! 12. Er ists, der dich von herzen liebt, Viel gutes dir mittheilet, 8. D Vater, steh uns gnädig Dir deine missethat vergiebt und bei, Weil wir sind im elende, deine wunden heilet, Dich gänz- Daß unser thun aufrichtig sey lich wappnet zu dem krieg, Auf daß der feind nicht oben lieg Und deine Hoffnung raube. Und nehm ein selig ende. Leucht uns mit deinem hellen wort, O Herr, an diesem dunklen ort, Auf daß wir ja nicht irren. 3. Er ist barmherzig und sehr gut Den armen und elenden, Die sich von allem übermuth Zu seiner wahrheit wenden; Er nimmt sie als ein Vater auf Und giebt, daß sie den rechten lauf Bur feligkeit vollenden. 9. Gott, nimm an zu lob und dank, Was wir einfältig fin gen Und laß dein wort mit freiem flang Hin durch die herzen drin gen. O bilf, daß wir mit deiner fraft Durch eine gute ritterschaft Des lebens fron erringen. nedodrobmische Brüder. 910 indour 19 4. Wie sich ein vaterherze zeigt Bei seinen lieben findern: Also hat sich auch Gott geneigt 3u am uns sehr armen fündern. Er hat uns lieb und ist uns hold, Versa spun eigner Melodie. d hitt uns gnädig aite ſchuld Und 413.28 reis, lob, ehr, enfin, hilft uns überwinden. thin som 15. Er giebt uns seinen guten Geist, Erneuert das li gemüthe, Daß wir vollbringen, was der mast Sey dem erwürgten Lamm gesungen, Das uns zu seinem reich gebracht Und theur erfaust aus allen zungen. In ihm find wit [ 17. 4.] Lob- und Danklieder. zur seligkeit bedacht, Eh noch der grund der ganzen welt gemacht. 2. Wie heilig, heilig, heilig ist Der Herr der Herren und heerschaaren, Der uns geliebt in Jesu Christ, Da wir noch seine feinde waren, Und seinen Sohn zu eigen uns geschenkt, Sein herz der licb in unser herz versenkt. 3. Im weinstock Seju stehen wir Gepfropft und ganz mit Gott vereinet; Dies ist die höchste wonn und zier, Obschon der unglaub es verneinet, Dadurch der geist die lebensquelle trinkt, Die fcel in Gottes liebesmeer versinkt. 4. Ihr sieben fackeln vor dem thron Des Lamms, ihr himmels freudengeister, Erhebt mit jauchzen Gottes Sohn, Der unser könig, hirt und meister; Lobt ihn mit uns gesammt in ewigkeit, Seins namens ruhm erschalle weit und breit. 5. Ihm, der da lcbt in ewigkeit, Sey lob, ehr, preis und dank gefungen Von seiner braut, der christenheit, Ihn loben mensch- und engelzungen. Es jauchze ihm der himmel himmelsheer, Und was das ewge wort geschaffen mehr. 6. Die höchstgelobte majestät Der heilgen Einheit sey erhoben, Die in sich selber wohnt und steht; Sie müssen alle dinge loben. In ihr besteht das freudenlebenslicht, Von dessen blick die düstre welt zerbricht, 7. Deß stadt die schönste Zien ist, Mit edelstein und perlenthoren Erbaut zum lobe Jesu Christ 261 Für uns, die er sich auserkoren. Wir jauchzen dir mit dank, lob, preis und ruhm, Ofreud, o luft, o licht, o lebensblum! 661 asju and oth- masaad ma n 414.* M. Es ist das Heil uns. ey lob und chr dem höchsten gut, Dem Vater aller güte, Dem Gott, der alle wunder thut, Dem Gott, der mein gemüthe Mit seinem reichen troft erfüllt, Dem Gott, der allen jammer stillt, Gebt unserm Gott die ehre! 2. Es danken dir die himmelsHeer, D Herrscher aller thronen, Und die auf erden, luft und meer In deinem schatten wohnen; Die preisen deine Schöpfersmacht, Die alles also wohlbedacht. Gebt unserm Gott die ehre! 3. Was unser Gott geschaffen hat, Das will er auch erhalten, Darüber will er früh und spat Mit seiner gnade walten. In seinem ganzen königreich Ist alles recht und alles gleich. Gebt unferm Gott die ehre: 4. Ich rief zum Herrn in meiner noth: Ach Gott, vernimm mein schreien! Da half mein Helfer mir vom tod Und ließ mir trost gedeihen. Drum dank ich, Gott, drum dank ich dir, Ach danket, danket Gott mit mir! Gebt unserm Gott die ehre! a5. Der Herr ist noch und nimmer nicht Von seinem voll geschieden; Er bleibet ihre zuversicht, Ihr segen, heil und frieden. Mit mutterhänden leitet er Die seinen ste [ 17.5.1 Lob- und Danklieder. 262 tig hin und her. Gebt unserm Gott die ehre! Die in seinem dienst sich üben. Alles ding währt seine zeit: Gottes lieb in ewigkeit. 2. Wie ein adler sein gefieder Ueber seine jungen streckt, Also hat auch hin und wieder Mich des Höchsten arm bedeckt, Alsobald im mutterleibe, Da er mir Gebt unserm Gott die ehre! mein wesen gab Und das leben, 7. Ich will dich all mein lebenlang, D Gott, von nun an ehren, Man soll, Gott, deinen lobgesang An allen orten hören. Mein ganzes herz ermuntre sich, Mein geist und leib erfreue dich. Gebt unserm Gott die ehre! his das ich hab Und noch diese stunde treibe. Alles ding währt seine zeit: Gottes lieb in ewigfeit. tonur strich) binne 8. Thr, die ihr Christi namen nennt, Gebt unserm Gett die ehre! Thr, die ihr Gottes macht bekennt, Gebt unserm Gott die ehre! Die falschen Gögen macht zu spott, Der Herr ist Gott, der Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die ehre! S10 1910 30 Slo 9. So kommet vor sein angesicht Mit jauchzenvollem springen! Bezahlet die gelobte pflicht Und laßt uns fröhlich singen: Gott hat es alles wohlbedacht Und alles, alles recht gemacht! Gebt unserm Gott die ehre! Joh. Jac. Schüß. † 1690. In eigner Melodie. 415.* o ich meinem an 5. Metaer seele wohlergehen Gott nicht fingen? Hatur er jal recht wohl bedacht: Sollt ich ihm nicht dankbar seyn? Will dem seibe noth zustehen, Denn ich seh in allen dingen, Nimmt ers gleichfalls wohl in Wie so gut ers mit mir mein'. dacht. Wenn mein fönnen, mein Ists doch nichts als lauter lie- vermögen Nichts vermag, nichts ben, Das sein treues herze regt, helfen kann, Kommt mein Gott Dasohn ende hebt und trägt und hebet an Seine fraft mir [ 17. 6.] 6. Wenn trost und hülf ermangeln muß, Die alle welt erzeiget, So kommt, so hilft der überfluß, Der Schöpfer selbst, und neiget Die Vateraugen denen zu, Die sonsten nirgends finden ruh. 3. Sein Sohn ist ihm nicht zu theuer, Nein, er giebt ihn für mich hin, Daß er mich vom ewgen feuer Durch sein theures blut gewinn'. O, du unergründter brunnen! Wie will doch mein schwacher geist, Ob er sich gleich hoch befleißt, Deine tief' ergründen können? Alles ding währt seine zeit: Gottes lieb in ewigkeit. 94. Seinen Geist, den edlen führer, Giebt er mir in seinem wort, Daß er werde mein regierer Durch die welt zur himmelspfort, Daß er mir mein herz erfülle Mit dem hellen glaubenslicht, Das des todes macht zerbricht Und die hölle selbst macht stille. Alles ding währt seine zeit: Gottes lieb in ewigkeit. Lob- und Danklieder. beizulegen. Alles ding währt seine jeit: Gottes lieb in ewigkeit. 6. Himmel, erd und ihre heere Hat er mir zum dienst bestellt, Wo ich nur mein aug hinkehre, Find ich, was mich nährt und hält. Thier und kräuter und getreide, In den gründen, in der höh, In den büschen, in der see: Ueberall ist meine weide. Alles ding währt seine zeit: Gottes lieb in ewigkeit.is is 263 10. Seine strafen, seine schläge, Ob sie mir gleich bitter seynd, Dennoch, wenn ichs recht erwäge, Sind es zeichen, daß mein freund, Der mich liebet, mein gedente Und mich von der schnöden welt, Die mich hart gefangen hält, Durch das freuze zu ihm lente. Alles ding währt seine zeit: Got tes lieb in ewigkeit. 11. Das weiß ich fürwagz und lasse Mirs nicht aus dem sinne gehn: Christi kreuz hat seine maaße Und muß endlich stille stehn. Wenn der winter ausgeschneiet, Tritt der schöne sommer ein: Also wird auch nach der pein Wers erwarten fann, erfreuet. Alles ding währt seine zeit: Gottes lieb in ewigkeit.ad 8. Wie so manche schwere plage Wird vom satan hergeführt, Die mich doch mein lebetage Niemals noch bisher berührt. Gottes en gel, den er fendet, Hat das böse, das der feindi Anzurichten war gemeint, In die ferne weggewen det. Alles ding währt seine zeit: Gottes lieb in ewigfeit. ibid oni 9. Wie ein vater seinem finde Sein herz niemals ganz entzencht, sünde 12. Weil denn weder ziel noch ende Sich in Gottes liebe findt. Ei, so heb ich meine hände Zu dir, Vater, als dein kind: Bitte: wollst mir gnade geben, Dich aus aller meiner macht Zu umfangen tag und nacht Hier in meinem ganzen leben, Bis ich dich nach dieser zeit Lieb' und lob' in ewigkeit. th all aslin dn ll srds Paul Gerhardt, † 1676) 000 jong 402 Thut und aus der bahne weight: 416. M. Danket dem Herren. as tebes sollen wir dir, o Va= ter, singen? Dein' that fann keines menschen zung ausbringen. Will mein fehlen mit der ruth. 2. Du hast uns gnadensiegel Und nicht mit dem schwerte rä- aufgedrücket, Dabei wir deine chen. Alles ding währt seine zeit: gunst und güte schmecken s Gottes lieb in ewigkeit. dsd dnu tp3. Den bösen Pharao im meer Also hält auch mein verbrechen Mir mein frommer Gott zu gut, (.[ 17.7.] ist 7. Wenn ich schlafe, wacht sein sorgen Und ermuntert mein gemüth, Daß ich alle liebe morgen Schaue neue lieb und güt. Wäre mein Gott nicht gewesen, Hätte mich sein angesicht nicht geleitet, wär ich nicht Aus so mancher angst genesen. Alles ding währt seine zeit: Gottes lieb in ewigfeit. id prid es Yonnel Lob- und Danklieder. erwürget, Israel in der wüsten macht, Deine gnade, treu und mit brod versorget. bu 4. Dabei wir jollen lernen heut und morgen, Daß du willt unsern leib und feel versorgen. 8 güte Stets erhebe tag und nacht; Denn von deinen gnadengüssen Leib und feele zeugen müssen. Tausend, tausendenal sey dir, 5. Zu beweisen deine hohen Großer könig, dank dafür. wunderwerke, Hast du zerknir- 3. Denk ich, wie ich dich verschet der Hethiter stärke. tsp lassen und gehäufet schuld auf 6. Dazu ein'n ewgen bund schuld, So möcht ich vor scham mit uns gemachet. Wohl dem, erblassen Vor der langmuth und der mit dem herzen darauf achtet! geduld, Womit du, o Gott, mich armen Hast getragen mit erbar men. Tausend, tausendmal sey dir, Großer könig, dank dafür. 7. O Vater, deine reden sind beständig, Gerichte, wahrheit werke deiner hände. 15gr 8. Du sendest die erlösung den gefangnen Und trägest weg den raub mit hohem prangen.am dal 9. Theur, schrecklich unvergänglich ist dein name. Wer den fürchtet, der wird zur wahrheit 4. Ach ja, wenn ich überlege, Mit was lieb und gütigkeit Ďu durch so viel wunderwege Mich geführt die Lebenszeit: So weiß ich fein ziel zu finden, Noch den grund hier zu ergründen. Taufommen. et nentisinions send, tausendmal sey dir, Großer könig, dank dafür. ៗ រៅ ធម៌ dn5. Du, Herr, bist mir nachgelaufen, Mich zu reißen aus der glut; Denn da mit der fünder haufen Ich nur ſuchte irdiſch Hießest du auf dies achten, bi Wonach man zuerst foll trachten. Tausend, tausendmal sey dir, Großer könig, dank dafür. 10. Lob und ehr müsse dir, o Vater, werden In ewigkeit, auch hier auf dieser erden.de adu2 Justus Gesenius. † 1671. oth171906 417. er wohlauf ist und gesund. Pſalm 91. nolin en nou stur M. Jesu, meines Lebens. dal 418. Somit foll ich dich wohl loben, Mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von oben Deines Gei stes fraft, mein Gott! Denn ich fann mit nichts erreichen Deine gnad und liebeszeichen. Tausend, tausendmal sey dir, Großer för nig, dank dafür. nonnal á tbil 6. D, wie hast du meine seele Stets gesucht zu dirbizu ziehn, Daßstich aus der fündenhöhle Möchte zu den wunden#fliehn, Die mich ausgeföhnet haben Und mit fraft zum leben leben. Tau send, tausendmal sey dir, Großer fönig, dank dafüromansfunt, dis 7. Ja, Herr, lauter gnad und 2. Herr, entzünde mein ge wahrheiti ft vor deinem anges müthe, Daß ich deine wunder sicht; Du, pustittft hervor tu [ 17.8.1 264 Lob- und Danflieder. klarheit, In gerechtigkeit, gericht, Daß man soll aus deinen werten Deine güt und allmacht merfen. Tausend, tausendmal sey dir, Großer könig, dank dafür. 8. Wie du fetest jedem dinge Zeit, zahl, maaß, gewicht und ziel, Damit keinem zu geringe Möcht geschehen noch zu viel: So hab ich auf tausend weisen Deine weisheit auch zu preisen. Tausend, tausendmal sey dir, Großer könig, dank dafür. on 9. Bald mit lieben, bald mit leidend Kamstundu, Herr mein Gott, zu mir, Nur mein herze zu bereiten, Sich ganz zu ergeben dir, Daß mein gänzliches verlangen Möcht an deinem willen hangen. Tausend, tausendmal sey dir, Großer könig, dank dafür. Indpinat d 10. Wie ein vater nimmt und giebet, Nachdems kindern nüglich ist, So hast du mich auch geliebet Herr mein Gott, zu jeder höchste kommen. Tausend, tausendmal sey dir, in Großer fönig, dank dafür. ud fod sior 33 265 Ließest du mich doch begleiten Durch der engel starkes heer, Daß den nöthen, die mich drangen, Ich jedennoch bin entgangen. Tausend, tausendmal sey dir, Großer könig, dank dafür. 13. Vater, du hast mir erzeiget Lauter gnad und gütigkeit, Ünd du hast zu mir geneiget, Jesu, deine freundlichkeit, Und durch dich, o Geist der gnaden, Werd ich stets noch eingeladen. Tausend, tausendmal sey dir, Großer könig, dank dafür. 1914. Tausendmal sey dir gefungen, Herr mein Gott, preis, lob und dank, Daß es mir bisher gelungen. Ach, laß meines lebens gang Ferner doch durch Jesudleiten Nur gehn in die ewigkeiten, Da will ich, Herr, für und für Ewig, ewig danfen dir. frius adhear 191 11. Mich hast du auf adlers flügeln Oft getragen väterlich, In den thälern, auf den hügeln, Wunderbar errettet mich. Wenn ichien alles zu zerrinnen, Ward doch deiner hülf ich innen. Tau send, tausendmal sey dic, Großer könig, dank dafür. 19 12. Fielen tausend mir zur sei ten Und zur rechten zehnmal mehr, friſt, und dich meiner angenom 419. underbarer för auch nig, Herrscher von uns allen, Laß dir unser lob gefallen! Deincs vaters güte Hast du lassen triefen, ob wir schon von dir wegfiefen. Hilf uns noch, Stäck uns doch, Las die zunge fingen, Laß die ſtimme klingen! The nismijal 891 2. Himmel, lobe prächtig Deines Schöpfers thaten, Mehr als aller menschen staaten! Großes licht der sonnen, Schieße deine strahlen, Die das große rund be malen! Lobet gern, Mond und Ludw. Andreas Gotter. † 1736. TO+ ainspo autic eigner Melodie. In 11 10100 [ 17.19.1 322 Lob- und Danflieder. 195912 266 stern, Seyd bereit, zu chren Einen solchen Herren! ing 3. D du meine seele, Singe, fröhlich singe Deine frohen glaubenslieder; Was den odem holet, Jauchze, preife, flinge! Wirf dich in den staub darnieder! Er ist Gott Zebaoth! Er ist nur zu loben Hier und ewig droben. 4. Halleluja bringe. Wer den Herren kennet, Wer den Herren Jesus liebet. Halleluja singe, Welcher Christum nennet, Sich von herzen ihm ergiebet. O wohl dir; Glaube mir: Endlich wirst du droben Ohne sünd ihn loben. Todoiu Joachim Neander. † 1680. d and Hanism tod tusc Onll XXI. Lieder auf alle Tage in der Woche. Guise d 1. Zu Anfang der Woche. 90 and listen the didnads M. Wo Gott zum Hausni die woch Bßen Gott zu dienen. Hinweg mit aller eitelkeit! Hinweg mit ungerechtigkeit! Laßt händearbeit liegen! 420. Gheb ich jest an, 2. Dem Höchsten herz, gemüth Gott lob! der mir viel guts gethan, Gott lob! für seine güt und treu, Die mir ist alle morgen nei. und sinn Laßt heute feyn ergeben. Legt das, was fleischlich, von euch hin; Dient Gott mit eurem leben, Auf daß er durch des Geistes stärk Hab in uns seiner gnade werk und stetig ob uns walte. 2. Hilf Gott, daß ich auch früh und spat Empfinde trost, schug, hülf und rath, Laß all mein thun gesegnet seyn, Erhalt mein herz im glauben rein. tied 3. Wend ab all trübsal, angst und noth, Behüt vor bösem schnelten tod. Soll diese woch die lette seyn, So laß mich selig schlafen ein. 4. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, Samimt heilgem Geist in einem thron, Der heiligen Dreieinigkeit, Sery lob und preis in ewigkeit! usdindiniot Gull dailog njulsling idir ondi Ant Sonntag e.01 dim. Nun freuet euch, lieben. 39108 3. Hört heute fleißig Gottes wort Mit beten, lesen, fingen, Laßt uns dem Herren fort und fort Der lippen opfer bringen! Kommt, tretet hin zu dem altar Und lasset mit der frommen schaar Ein sabbathslied erschallen! 4. An diesem tag ist Jesus Christ Vom tode auferstanden Und hat des bösen feindes lift Hierdurch gemacht zu schanden; Er hat dem tode seine macht Ge nommen und uns wiederbracht, Was leider war verloren. 421. Gepreijet feyft du, 5. Wir chriften müſſen gleicher Jesu Christ, Daß nun der tagi erschienen, Der unweis Auch von der fünd abstehen Und fünftig nun mit ganzem fleiß ser werther ruhtag ist, Dem gro- Auf guten wegen gehen; Auf daß [ 17.10.1 Lieder auf alle Tage in der Woche. 267 wir dorten immerzu Die höchst- 3. Ganz unerträglich ist sein gewünschte sabbathsruh Im himmelreich begehen. grimm, Doch hört er gern der daju armen stimm, Deßwegen lobt tonnen muthird see ihn alleſammt, Das ist der chriM. Herr Jesu Christ, meins. sten rechtes amt. Halleluja.ar 4. Nühmt unsers Gottes mei422. Gott lob, der sonntag herbei, Die woche wird nun wieder neu. Heut hat mein Gott das licht gemacht, Mein heil hat mir sterthat, Da er aus nichts erschaffen hat Den himmel und die ganze welt Und was dieselbe in ſich hält. 5. Und als er sie genug ges das leben bracht. mi ziert, Hat er den menschen drauf formirt Und ihn nach seinem ebenbild Mit weisheit und verstand erfüllt. Halleluja. 2. Dies ist der tag, da Jejus Christ Vom tod für mich erstanden ist Und schenkt mir die gerechtigkeit, Trost, leben, heil und feligkeit. en 3. Das ist der rechte fonnentag, Da man sich nicht gnug freuen mag, Daß wir mit Gott versöhnet sind, Da nun ein 6. Erkennt mit dankbarem ges müth, Wie er allein durch seine nährt und manches unglück von güt Uns täglich schützet und er= uns fehrt. Halleluja. unt th christ heißt Gottes find. d. Denkt auch, daß heut ge4. Mein Gott, laß mir dein lebenswort, Führ mich zur bimmelsehrenpfort, Raß mich bier melsehrenpfort, Laß mich hier leben heiliglich Und dir lobsingen ewiglich. 30 ans Thegrind Johann Stearing. 1684. Tatlo Med 1 O 1919T1 schehen ist. Die auferstehung Seſu Christ, Dadurch die wahre freudigkeit In aller noth uns iſt bereit. Halleluja.sd mi gied Der von den juden ward 8. veracht't, Mit mördern schändlich umgebracht, Daß seine lehr hätt furzen lauf Und mit ihm müßte hören auf: Halleluja. do Inn M. Erschienen ist der. dll iſt meling asriadiydant i 423. Seut ist des Herren i 9. Der ist erstanden hell und 30mmn911 900 flar Und erfreut sen aller sorg und plag, Treibt eure wochenarbeit nicht, Kommt yer des Höchsten angesicht. Hal leluja! sign on nomman 10. Leibhaftig er sich ihnen 2. Tret't her und fallt wies, Sich sehen, hörn und füheure knie Vor Gottes majestät len ließ, Damit versichert wär allhie. Es ist sein heiligthum und ihr finn, Des todes macht sey haus; Wer jünde liebt, gehört nun dahin Hallelujaat 39 un hinaus. Halleluja, ning jul 11. Drum wollen wir begehn auf 117. 11.) schaar, Die bis ans ende ihn geliebt und seinethalben war ke trübt. Halleluja. 268 Lieder auf alle Tage in der Woche. M. Wie schön leucht't uns. mit fleiß Den tag nach rechter chriften weiſ, Wir wollen auften 424.eeft& bater, at unsern mund Und sagen dies von herzensgrund: Halleluja. ne gütigkeit, Daß du von so viel 12. D Gott, der du den er jahren Mich haft behütet wunderdenkreis Erschaffen haft zu dei- bar, Wie ichs mein lebtag immernem preis, Uns auch bewahrt so dar, Auch diese woch, erfahren. manches jahr In vieler trübsal Singet, Bringet Gott dem Herund gefahr: Halleluja! ren, Nah und ferren, Dank und ehre. Jedermann sein lob vermehre! 13. Hilf, daß wir alle deine werk, Voll weisheit, güte, macht und stärk, Erkennen und je mehr und mehr Ausbreiten deines namens ehr. Halleluja. 14. D liebster Heiland Jesut Chrift, Der dit vom tod erstanden bist, nicht unsre herzen auf zu dir, Daß sich der sündenschlaf verlier. Halleluja. 15. Gieb deiner auferstehung fraft, Daß dieser troft ja bei uns haft, Und wir uns drauf verlasfen fest, Wenn uns nun alle welt verlässt. Halleluja. 16. Dheilger Geist, laß uns bein wort So hören heut und immerfort, Daß sich in uns durch beine lehr Glaub, lieb und hoffnung reichlich mehr'. Halleluja. 17. Erleuchte uns, du wahres licht, Entzeuch uns deine gnade nicht, All unser thun also regier, Daß wir Gott preisen für und für. Halleluja. dolnud ab 18. Gott Vater, Sohn und Geist, verleih, Daß dieser tag heut heilig jen, Wir auch die fabbatherub und freud Erlangen brauf in ewigkeit. Halleluja. Nicol. Selneccer † 1592. V. 18 Zusap. 2. Du führst durch deinen gnadenschein Aus aller trübsal, notb und pein Den, der nur zu dir schreiet. Durch Christum giebst du deinen Geist, Der uns den weg zur buße weist Und innerlich er freuet. Laß mich, Bitt ich, Deine güte Im gemüthe Fort empfinden, Ohn anfechtung meiner sünden. 3. Sieh ja daffelbe nicht mehr an, Was ich hab wider dich gethan In nächst verwichnen tagen; Nimm zur versöhnung Christi blut, Der uns gelitten hat zu gut Und völlig abgetragen, Was sich Täglich Noch für fünden In uns finden. Drum wir schwachen Zu dem gnadenthron uns machen. 4. Mein leib, mein feel und all das mein Laß dir, o Herr, befohlen seyn, Ich will dir alles geben. Wend ab noth, angst und herzeleid, Du Vater der barmherzigfeit, In meinem ganzen leben; Daß ich Fröhlich Deinen willen Mög erfüllen, Stets dich lieben, Auch die lieb am nächsten üben. 5. Gieb, daß mir dieser ruhetag Mein innre ruh befördern mag, Durch deines wortes stärke; Daß mir dasselb durchs herze dring [ 17 12.] Lieder auf alle Tage in der Woche. Und hundertfältig früchte bring, aby In eigner Melodie. Des glaubens rechte werfe. Von dir Laß mir Brünnlein fließen, Sich ergießen, Daß ich bleibe Ein reis, das an dir bekleibe. 6. Verleihe, daß in dieser welt Mein Hoffnung sey auf dich ge stellt und ich dir ganz vertraue; Daß ich die wahre ruh und freud Erlange dort ohn einig leid, Wenn ich Gott immer schaue. Durch dich Werd ich Große ga= ben Ewig haben Bei dir oben. Deinen namen will ich loben. HING ING 290 130 CHLEN? 10 426. Liebſter Jeju, wir und dein wort anzuhören, Lente find hier, Dich finnen und begier Auf die süßen himmelslehren, Daß die herzen von der erden Ganz zu dir gezogen werden. 269 2. Unser wissen und verstand Ist mit finsterniß umhüllet, Wo mit hellem licht erfüllet. Gutes nicht deines Geistes hand Uns du selbst in uns verrichten. und richten Mußt 3. D du glanz der herrlichkeit, Licht vom licht, aus Gott geboren, Mach uns allejammt bereit, Deffne herzen, mund und ohren; Unjer bitten, flehn und singen, Laß, Herr Jesu, wohl gelingen. jnse Tobias Glausniper.+1684. slo un om s ist st Vor der Predigt. su sting In eigner Melodie. nd 412010 425. S err Jesu Christ, dich zu uns wend, Dein'n heilgen Geist du zu uns fend, Mit hülf und gnader uns regier Und uns den weg zur wahrheit führ' in pillio dull Nach der Predigt. am 31 2.Thu auf denr mund| zumm M. Auf meinen lieben. lobe dein, Bereit das herz zur andacht fein, Den glauben mehr', 4278 men, Gott Vater und Sohn Sey stärk den verstand, Daß uns dein nam' werd wohl bekannt.am end 3. Bis wir fingen mit Gottes heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr! Und schauen dich von angesicht In ewger freud und sel gem licht.is bilder i jo 4. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geist in einem thren, Der heiligen Dreieinigkeit Sey lob und preis in ewigkeit! Wilhelm II, Herzog zu Sachsen- Weimar. gadd to 1662 disting im lob ins himmels thron! Sein Geist stärt uns im glauben, Lag uns das wort nicht rauben, Er wolls in uns bewahren, Bis wir von hinnen fahren.nulling t [ 17: 13.] 2. Amen, Gott sey gepreist, Deritns auf Christum weist! Der helf uns all'n zusammen In Christi Jesu namen, Und woll nach diesem lebensl Die freudens fron uns geben. Toise Nach Ludw& Helmbold.+ 1598. 270 Lieder auf alle Tage in der Woche. in mir, Ich genieße seiner gaben, Die sein Geist mir stellet für, Wenn ich ihn beständig liebe Uad in seinem wort mich übe. Joh. 14, 23. bio M. Herr, ich habe mißgeh. 428.efu, fomm mit deinem Vater, Komm zu mir, ich liebe dich! Komm, o treuer seelenrather, Heilger Geist, erleuchte mich! Laß mich, o dreieinigs wesen, Dir zur wohnung seyn erlesen. 8. Wer nach seinem wort nicht lebet Und ihn nicht von herzen liebt, Nur nach schnöder wollust strebet, Der muß ewig seyn betrübt. Gott wird nicht in ihm mehr wohnen, Sondern ihn mit zorn belohnen. mult& 2. Laß mich, Jesu, deinem worte Vollen glauben theilen zu, Denn er ist die rechte pforte Zu der süßen seelenruh. Niemand kann den trost ergründen, Der in deinem wort zu finden. dar 9. Mein herz, du darfst nicht erschrecken, Jesus ist dein aufenthalt, Denn sein friede wird dich decken Wider aller feind gewalt, Die vergeblich auf dich stürmet, Weil sein friede dich beschirmet. 3. Sende nun, o Vater sende, Deinen Geist von deinem thron, Der mein herz zu dem nur wende, Was dein allerliebster Sohn, Dessen wort wir angehörct, Uns von deinem willen lehret. 10. Fahre hin mit deinem frieden, Mehr als feindgefinnte welt! Deiner werd ich zeitig müde, Weil dein friede bald zerfällt. Gottes fried erfreut die herzen; Welt, dein friede bringet schmerzen. 4. Von mir selbst kann ichs nicht faffen, Mein Herz ist verfinstert ganz, Ich geh auf des irrthums straßen, Wo nicht deines Geistes glanz Den verblendten sinn regieret Und zur hellen klarheit führet. 5. Zünd doch an die lebesferzen Und entzünde geist und muth, Werther Geist, laß unsre herzen Brennen in der reinen gluth; Echaff, daß deine heilgen flammen Echlagen über uns zusammen. 11. Nun soll weder angst noch leiden, Jesu, keine macht noch list Mich von deiner liebe scheiden, Weil dein friede bei mir ist, Ja, es sollen meine finnen Nichts als Jesum liebgewinnen. 19 12. Jesu, der du vorgegangen Durch den tod zum Vater hin, Hol mich, der ich mit verlangen Dir zu folgen willig bin. Willst 6. Führe mir stets zu gemüthe, du, ich will gern aufstehen und Was mir Jesus zugesagt, Daß mit dir von hinnen gehen. ich traue seiner gute, Wenn viel- Rudolph Friedrich von Schultt, um 1699. vielleicht der zweifel fragt, Ob del i un and auf meine bitt und flehen HülfM. Liebster Jesu, wir sind. id m9019 7. Es kann feine noth mehr 429. ist vollbracht, Sin haben, Weil mein Jesus wohnt gen, beten, lehren, hören. Gott [ 17: 14.] Lieder auf alle Tage in der Woche. 271 hat alles wohlgemacht, Drum an dich, Daß ich, wenn alles wird laßt uns sein lob vermehren. Unser Gott sey hoch gepreiset, Daß er uns so herrlich speiset.dll vergehn, Im himmelreich kann vor dir stehn. Halleluja. 5. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, Sammt heilgem Geist in einem thron, Der heiligen Dreieinigkeit Sey Lob und preis in ewigkeit! Halleluja.is 2. Weil der Gottesdienst ist aus, Uns auch mitgetheilt der fegen, So gehn wir mit freud nach haus, Wandeln fein auf Gottes wegen. Gottes Geist uns ferner leite Und uns alle wohl bereite. * 3. Unſern ausgang ſezne Gott, eingang gleicher maaßen; Segne unser täglich brod, Segne unser thun und lassen, Segne uns mit selgem sterben Und mach uns zu himmelserben! su 10 Hartmann Schend.+ 1681. 2. An Wochentagen. din( Zum Hausgebrauche.) a. Drum kann ich heut auch schweigen nicht, mein dienst muß heut seyn wohl bestellt, Des herzens dienst, der Gott gefällt. Halleluja. 2. Heut ist die erde, flüß und meer Erfüllt von Gott mit ihrem heer. Weil alles mir zu gut ge schicht, Wie sollt ich denn Gott fingen nicht? Halleluja. id nud 13. Es muß Gott dienen, was er macht; Drum ich auch billig M. Erschienen ist der. 430. Gott lob! nun geht darnach tracht, Daß mein thun sey zu Gott gericht't, Das ist die rechte dienstagspflicht. Halleluja. der montag an, Da Gott der welt viel guts gethan. Heut ist gemacht des himmels vest; Gott ist mein Gott, der mich nicht läßt. Halleluja.ln 4. Erhalt mich heilig und ge recht, Daß ich nicht sey ein sündenknecht. Wer Gott getreulich 2. Gen himmel auf, was himm- dient allhier, Der fingt Gott lifdy ist! Den himmel sucht ein fröhlich für und für. Halleluja. wahrer christ. Was oft sich än- 5. Mein Gott, regier du mich dert, muß vergehn, Beständigkeit, allein, Laß mich dein treuer diedie kann bestehn. Halleluja. ib. Am Dienstage. 431. Gott lob! der dienstag Am Montage. 2011 lo 81100) ner seyn, Bring endlich mich mit fried und freud Von dieser welt zur herrlichkeit. Halleluja. 3. Mein Gott, erhalt mir die sen sinn, So lang' ich hier auf erden bin, Daß ich im glauben 6. Ehr sey dem Vater und bleibe tren, und bis ans end beständig sey. Halleluja. dem Sohn, Sammt heilgem Geist in einem thron, Der heiligen 4. Ob oft der mond verändert Dreieinigkeit Sey lob und preis fich, Laß mich doch halten stets in ewigkeit. Halleluja. [ 17. 15.] 272 Lieder auf alle Tage in der Woche. c. Am Mittwochen. 432. Gott lob! der mittbei Und Göttes gnad ist wieder neu. Hat er jonn und mond gemacht, Daß fie regieren tag und nacht. Halleluja. 2. Sonn und mond haben ihre zeit, Die jonne der gerechtigkeit Scheint ewig, die mein herz erfreut Und schenkt mir alle seligkeit. Halleluja. listom mis as theures blut Erlöst hat von der höllenglut. Halleluja. u nasta 4. Das ist der tag der himmelfahrt, Da Jesus aufgenommen ward Und sigt zu Gottes rechter hand, Schenkt uns das rechte st vaterland. Halleluja. 5. Der noch giebt seinem donner kraft, Daß sein wort buß und andacht schafft, Und lässt uns rufen allzumal Aus dieser welt ins himmels saal. Halleluja. 3. Wenn ich nicht seh der son- 6. Das ist der tag der Herrnen licht, Vergeht der gnadenglanz doch nicht. Gott, laß mich fröhlich auferstehn, zu deinem freudenlicht eingehn. Halleluja. lichkeit, Da uns des himmels sis bereit't. Hilf mir, mein Heiland, daß ich dich Dort seh und preise ewiglich. Halleluja. 4. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geist in einem thron, Der heiligen Dreieinigkeit Sey lob und preis ' n ewigkeit. Halleluja. id d Joh. Olearius. † 1684. siet disture and 7. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geist in einem thron; Der heiligen Dreieinigkeit Sey lob und preis in ewigkeit. Halleluja. thi Am Freitage. tid. Am Donnerstage. 434, Gott lob, der frei. tag kommt her433. Gott lob! heut ist bei, Der uns von fünden machet Da niemand sich gnug freuen mag, Weil Gottes segen uns erfreut, Der alles nähret und erneut. Halleluja. bouils der donnerstag, Weil heut mein Jesus Christ Für meine sünd gestorben ist. Halleluja. 2. Heut ist der erste mensch gemacht, Der aller welt den tod 2. Was Gott an fischen hat gebracht, Heut stirbt selbst für gethan, Das geht auch uns wohl uns Gottes Sohn, Erwirbt uns allen an, Weil Gott noch alles seinen himmelsthron. Halleluja. in der welt Regiert und uns zu 3. Heut ist vertilgt durch deigut erhält. Halleluja. 1910 binen tod, Herr Jesu, alle meine 3. Das ist der tag, an dem noth, Der lebensfürst ist selbst zulegt Der Herr sein nachtmahl mein schuß, Sünd, teufel, tod eingesetzt, Alls er uns durch sein und höll zum trup. Halleluja. [ 17. 16.] Lieder auf alle Tage in der Woche. 273 4. Baß mich die freiheit recht und deine gnade ob mir schwebt, verstehn Und allem fündendienst entgehn, So wird, wann geht mein leben aus, In ewigkeit ein freitag draus. Halleluja. 5. Ehr sey dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geist in etnem thron; Der heiligen Drei- 3. einigkeit Sey lob und preis in ewigkeit. Halleluja. dd is an ignem f. Am Sonnabend. tout 19191 435. Gott lob! Das ist der tag der ruh, Den bring ich Gott zu ehren zu, Der laß mein herz in Gott stets ruhn, Daß ich kann seinen willen thun. Halleluja. 2. Heut hat geruhet Jesus Chrift, Der für mein fünd be graben ist, Die wahre rub ist mir bereit't Und alle himmelsseligkeit. Halleluja. 3. Führ mich, mein Gott, der einst hinaus, Wenn hier ist alle arbeit aus; Gieb hier trost, ruh und einigkeit, Gieb mir dort deine herrlichkeit. Halleluja. 4. Ghr sey dem Vater und dem Sohn, Sammt heilgem Geist in einem thron; Der heiligen Dreieinigkeit Sey lob und preis in ewigkeit. Halleluja. preis in Tidls 1011 tus, bordo g. Zum Beschluß der Woche. Times M. Erschienen ist der. K Halleluja. Hal te 2. Gott lob für seine güt und treu, Die mir ist alle morgen neu, Der mir beisteht durch seine kraft, Der mir trost, rath und hülfe schafft. Halleluja. Was ich versehn, vergieb, mein Gott, Durch deines Sohns freuz, hohn und spott; Gieb ferner segen, fried und freud Und endlich deine seligkeit. Halleluja. 4. Ghr sey dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geist in einem thron; Der heiligen Dreieinigkeit Sey lob und preis in ewigteit. Halleluja. 1biscussi dm goin Joh. Olearius. † 1684. 437. ott, heut endet sich 111 die Wochen. det de diepinis M. Wie nach einer Wasserq. i 438. Gott, mein herz dir ich preis und ehre sag, Daß die dank zusendet, Dir woche wohl geendet, Jeder tag mit seiner plag, Jede arbeit, sorg und müh, Was mir abgewogen hie. Dafür an der wochen ende Rühm ich deine Baterhände. dig me mich gekleidet und gespeist, En2. Diese haben mich getragen, gelwacht um mich geschlagen, Steten schuß und hülf geleist't, Alles leid anu von mir gekehrt, monist Seel'n und leibesgut beschert, So, daß ihrer ich genieße, Glück, & lich diese woche schließe. 139 148 436. ott lob! die woch ist auch dahin, 3. Nimmer weiß gnug auszuDrum ich dir billig dankbar bin, breiten Gottes wohlthun hier mein Daß ich die zeit hab überlebt, sinn, Ich dank lebenslang mit freu[ 18. 1.] 18 s Vom Worte Gottes 274 den Für das, was ich hab und bin. Gott, dir sey ruhm, ehr und preis Fur schuß, liebe, pfleg und speis, Für mein und der meinen leben. Leib und feel bleib dir ergeben. 4. Ach, vergieb, was in der wo- 6. Fröhlich geh ich nun zu chen, Jeden tag, stund und minut, bette. Gottes lieb und Jesu Wider dich ich hab verbrochen, blut Weiche nicht von meiner Heilge mich durch Christi blut. stätte! Heilger Geist, halt mich Rechne, was dein Sohn gethan, in hut! Bring mich morgen an Mir zum besten immer an Und den ort, Da man hört dein heis wirf dadurch mir zum glücke Alle lig wort, Mich mit selbem lab meine sünd zurücke. und speise, Bis ich in den himmel reise. Aemilie Juliane von Schwarzburg- Rus dolstadt. † 1706. 5. Ich gestehs, ich bin ein sünder, Ganz gekehrt zum bösen pfad, Als wie alle menschenkinder Und nicht würdig deiner gnad: Aber dein lieb Vaterherz, Christi wunden, tod und schmerz Machen, daß ich glücklich lebe. Drum ich ihnen mich ergebe. XXII. Vom Worte Gottes und der christlichen Kirche. zu, Auf dieser erd ist feine ruh, In eigner Melodie.d 439., bleib bei uns, Viel sekten und viel ſchwärmerei Herr haufen Weil es nun abend worden ist. Dein göttlich wort, das helle licht, Laß ja bet uns auslöschen nicht. 2. In dieser legt'n betrübten zeit Verleih uns, Herr, beständigkeit, Daß wir dein wort und sacrament Rein b'halten bis an unser end. 13. Herr Jesu, hilf, dein firch erhalt, Wir sind gar sicher, träg und kalt; Gieb glück und heil zu deinem wort, Damit es schall an allem ort. 6. Den stolzen geistern wehre doch, Die sich mit g'walt erheben hoch und bringen stets was neues her, Zu fälschen deine rechte lehr. 7. Die sach und lehr, Herr Jesu Christ, Nicht unser, sondern dein jaist; Darum so steh du denen bei, Die sich auf dich verlaffen frei. 8. Dein wort ist unsers her zens trug Und deiner kirche wahrer schuß. Dabei erhalt uns, lie ber Herr, Daß wir nichts an ders suchen mehr. 9. Gieb, daß wir leb'n in dei nem wort Und darauf ferner fahren fort Von hinnen aus dem jammerthal Zu dir in de nem himmelssaal. sdn 4. Erhalt uns nur bei deinem wort, Und wehr des teufels trug und mord. Gieb deiner firche gnad und huld, Fried, einigkeit, muth und geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übele Nicolaus Selneccer. † 1592. [ 18. 2.] und der christlichen Kirche. Luc. 24, 29. M. Christus, der ist mein. 440.* ch, bleib mit deiner gnade Bei uns, Herr Jesu Christ! Daß uns hinfort nicht schade Des bösen feindes list. 2. Ach, bleib mit deinem worte Bei uns, Erlöser werth! Daß uns beid hier und dorte Sey glück und heil beschert. 3. Ach, bleib mit deinem glanze Bei uns, du werthes licht! Dein wahrheit uns umschanze, Damit wir irren nicht. 4. Ach, bleib mit deinem segen Bei uns, du reicher Herr! Dein gnad und alls vermögen In uns reichlich vermehr. 5. Ach, bleib mit deinem schuße Bei uns, du starter Held! Daß uns der feind nicht truge Noch fäll die böse welt. 6. Ach, bleib mit deiner treue Bei uns, mein Herr und Gott! Beständigkeit verleihe, Hilf uns aus aller noth! i Dr. Josua Stegmann. † 1632. 15 der 4. Nerger ists nie gewese Von anbeginn der welt. Ein jes der mags wohl lesen, Was Chris stus hat gemeldt; Kein lieb noch glaub auf erden ist, Ein jeder braucht sein tück und lift, Der reich den armen zwinget Und ihm sein'n schweißabdringet, Daß nur sein groschen klinget. In eigner Melodie. 441. dh Gott, thu dich erbarmen Durch Christum, deinen Sohn, Uebr reich und über arme, Hilf, daß wir buße thun, Und sich ein jedr erkennen thu. Ich fürcht, Gott bat gebundn eine ruth, Er will uns damit strafen, Den hirten mit den schafen. Es wird ihm teinr entlaufen. 2. Gott hat une lang' gerufen 275 Durch seine treue fnecht, Unfr ohren sind nicht offen, Darum geschicht uns recht. Sein straf habn wir jetzt in dem land, Ich fürcht, ihr'r sind mehr vor der hand. Gott woll sie von uns wenden Und seine gnad uns senden. Es steht in seinen händen. 3. Es gschehn groß wunderzeichen, Noch schlagn wir alls in wind, Die uns sollten erweichen. So gar sind wir verblendt, Daß wir erkenn'n die wahrheit nicht, Die uns jetzt Gottes wort bericht't, Daß wir uns daran fehrten und seiner gnad begehrten, Nicht so dawider sperren. [ 18. 3.) 5. Wer kann alles ermessen, Was treibt die welt mit macht, Mit ihrem saufn und fressen, Hochmuth und großer pracht? Gott wirds die lange leiden nicht: Schau, daß dich nicht erhasch sein g'richt, Sonst bist ewig verloren, Zur höllen auserforen, Wär besser nie geboren. 6. Gott eilt gewiß zum ende, Das zeigt all freatur; Er wird kommen behende, Deß habn wir schön figur. Das glaubet der gottlofe nicht, Der wohl in seinem herzen spricht: Es kann noch 18 276 lang' zeit währen, Wir wollen schlemm'n und zehren. Der teu fel thut sies lehren.b& 7. Die welt läßt nun nicht abe, Das wild vielköpfig thier, Man werf sie denn ins grabe; Es wird geschehen schier. Der teufel hats dahin gebracht, Daß man Gott und sein wort veracht't, Fragt nicht nach sein'n geboten, Treibt daraus nur ein spotten. So machens die bösen rotten. 8. Die art ist schon geleget Dem baum an seine wurz, Alston uns Johannes zeuget, Ins feuer muß er kurz. Wohl den, der es zu herzen nimmt Und wacht, wenn allezeit Vom Worte Gottes d hat Vom teufel, sünd und ewgem tod, Ist selbst für uns gestorben, Des Vaters huld erworben, Sonst wärn wir all verdorben. dun 12. Das lied sey jest gesungen Zu trost der christenheit, Den alten und den jungen. Und dem sein sünd ist leid, Der bitte Gott allzeit um gnad, Daß er nimmer in fünden bad. Der helf uns allzusammen, Zulobe seinem namen, Durch Jesum Christum. Amen. dans Erasmus Alberus.+ 1553.ht om ên ở ordnat spas Psalm 12. diIn eigner Melodie, bali 442. ch Gott vom him20 das gute. Der wird seyn wohl behütet, Ja vor der höllen glute. 9. Christus sein prophezeie Ist nun erfüllet gar! Ein jeder merk dabeie Und nehm sein eben wahr, Daß er sein leben anders schick Und Chriftum in sein herze drück. Niemand weiß, welche stunde, Spricht Gott aus seinem munde, Die welt wird gehn zu grunde. mel, darein Und laß dich deß erbarmen! Wie wenig sind der heilgen dein, Ver lassen sind wir armen! Dein wort man läßt nicht haben wahr, Der glaub ist auch verloschen gar Bei allen menschenkindern.in trot 2. Stelehren ettel falsche lift, Was eigen wiß erfindet, Shr herz nicht eines finnes ist In Gottes wort gegründet. Der wählet dies, der andre das, Sie trennen uns ohn alle maaß Und gleißen schön von außen. 10. Solchs alles ist verborgen In der gottlosen sinn. Da sieht nian alle morgen, Wie läuft die weir sie nur das zeitlich gut, Das ewge sie vergessen thut, Daran will niemand denken, Thut leib und seel versenken, Manchn Christen thut es fränkemsimu ndo tra nods ausrotten alle lahr, Die falschen schein uns leh rensDazu ihr zung stolz offen bar Spricht: trotz! wer wills uns wehren? Wir haben recht und macht allein, Was wir sehen, das 11. Gott hat in seiner hute All, gilt gemeint Wer ist, der uns die er hat erwedt, Grkauft durch soll meistern? i si 190 uts2 Christi blute, Am kreuz hoch aus- 4. Darum spricht Gott: ich gestredt, Daer uns all erlöset, muß auf seyn, Die armen sind [ 18., 4.11 und der christlichen Kirche. verstöret, Ihr seufzen dringt zu mir herein, Ich hab ihr flag erhöret. Mein heilsam wort foll auf den plan, Getrost und frisch fie greifen an und seyn die kraft der armen. 5. Das silber, durchs feur sie benmal Bewährt, wird lauter funden, An Gottes wort man warten soll Deßgleichen alle stunden. Es will durchs freuz bewähret seyn, Da wird erkannt sein fraft und schein Und leucht't stark in die lande. 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein Vor diesem argen g'schlechte, Und laß uns dir befohlen seyn, Daß sichs in uns nicht flechte. Der gottlos hauf sich umher findt, Wo diese lose leute sind In deinem volk erhaben. 7. O kämpfe selbst, du starker Gott, Die deine ehr dir rauben! O Jesu Christ, in aller noth Stärk unsern schwachen glauben! Oheilger Geist, verleih uns gnad, Daß wir vor sünd und missethat Mit allem ernst uns hüten! Dr. Martin Luther. † 1546. Vers 7 ein späterer Zusaß. M. Herr, ich habe mißgeh. 443. 21, was sind wir ohne Jefum? Dürftig, jämmerlich und arm! Ach, was sind wir? voller elend! Ach, Herr Jesu, dich erbarm! Laß dich unsre noth bewegen, Die wir dir vor augen legen. 2. Wir sind nichts ohn dich, Herr Jesu! Hier ist lauter finsterniß; Dazu quälet uns gar heftig Der vergifte schlangenbiß. 277 Dieses gift steigt zu dem herzen Und verursacht stete schmerzen. 3. Ach, ohn dich, getreuer Jesu, Schreckt der teufel und die höll, Die verdammniß macht mich zittern, Da ich steh auf dieser stell; Mein gewissen ist erwachet Und der abgrund flammt und frachet. 4. Ohne dich, herzliebster Jesu, kommt man nicht durch diese welt; Sie hat fast auf allen wegen Uns fern füßen neß gestellt, Sie kann trogen, sie kann heucheln Und hält uns mit ihrem schmeicheln. 5. Ach, wie kraftlos, HerzensJesu, Nichten sich die franken auf! Unsre macht ist lauter ohnmacht In dem müden lebenslauf; Denn man sieht uns, da wir wallen, Defters straucheln, öfters fallen. 6. Darum stärf uns, liebster Jesu, Sey in finsterniß das licht, Deffne unsre herzensaugen, Zeig dein freundlich angesicht; Strahl o sonn, mit lebensblicken, So wird sich das herz erquicken. 7. Tritt den satan, starker Jeſu, Unter unsern schwachen fuß, Komm zu deiner braut gegangen, Gieb ihr deinen liebeskuß, Daß sie himmelsfreud verspüre, Und kein leid sie mehr berühre. [ 18.5.1 8. Faß uns an, o süßer Jesu, Führ uns durch die pilgerstraß, Daß wir auf den rechten wegen Gehen fort ohn unterlaß, Laß uns meiden alle stricke Und nicht wieder sehn zurücke.s ind 910 9. Laß den Geist der kraft, Herr Jesu Geben unserm geiste kraft, 278 Vom Worte Gottes Daß wir brünstig dir nachwan- wort, Daß Christus ist der fündeln Nach der liebe eigenschaft, der hort, Und ihren arzt sich Ach, Herr, mach uns selber tüch- nennet: tig, So ist unser leben richtig. 10. Dann wird lob und dank, Herr Jesu, Schallen, aus des Herzens grund, Dann wird alles jubiliren Und dir singen herz und mund, Dann wird auf der ganzen erden Jesus hochgelobet werden. 15. So meint er solche fünder doch, Die in der zeit der gnaden Mit thränen ihrer fünden joch Ihm auf die schultern laden. Es heißt zwar: kommt, ich bin bereit, Doch euch, die ihr getränket seyd, 3u heilen euren schaden.nu Peter Lackmann. † 1713. M. Es spricht der Unweis. 444. er falschen christen schaar gedenkt: Sollt ich vor sünd erbeben? Ist Christus doch ans freuz gehenft, Was darf ich chriftlich leben? Er hat für mich ja gnug gethan, Ich stifte, was ich will und kann, Gott muß es mir vergeben. 6. Der glaub ist solche kühnheit nicht, Die ruchloß wesen übet, Nein, sondern eine zuversicht, Die zucht und demuth liebet, Von Gott stets ihre stärke sucht, Mit flehen und durch gute frucht Sich zu erkennen giebet. mu 7. Denn wer auf gnade böses thut mit sicherem gemüthe, Wird schuldig an des Herren blut Und findet zorn statt güte. Ein arzenei kann nicht dafür, Daß du mit gift muthwillig dir Verderbest das geblüte. bonist il 2. Die welt ist folcher christen voll, Die stets beharrn in sünden, Da zwar der glaube gelten soll, Die frucht doch nicht zu finden, Warum? er ist nur in dem mund, Allein des herzens rechter grund Läßt seine traft verschwinden. d8. Ach, harre ja nicht, bis der tod Schon kommt heran getreteit, Es ist gefährlich, in der noth Erst wollen lernen beten. Nimm dir anstatt der sicherheit Vielmehr gebet und wachsamkeit, Solch unkraut auszujäten. ul 3. Es steht nicht, wie man fälschlich meint, Der glaub in unfern Händen, Daß man sich weigert und verneint, 3u gürten 9 Ach Jesu, lehr uns deine feine lenden, Gott anzuflehen in der zeit, Daß er uns aus barmherzigkeit Den glauben wolle fenden. 191 JUD state huld Und Und gnade recht er fennen, Erlaß uns unsrer trägheit schuld, Laß unsre lampen brennen Deinöl erhalt uns ihren 4. Es ist nicht gnug, daß se- schein, Daß, wenn du kommst mand sich Ein fündenkind erken- und brichst herein, Du uns dein net und bleibet gleichwohl fre- reich könnst gönnen sie a ventlich Von sünden ungetrennet. Grasmus Francisci( Finr).+ 1694. Denn ob es wohl ein wahres noplofbat tigas ang 118. 64 279 out in dem leben, Und werd also ganz offenbar Im hause Gottes immerdar Hier und dort ewig bleiben. 7. Das hilf mir, o Herr Jesu Christ, Durch deine große güte, Und mich vors teufels macht und lift Genädiglich behüte, Auf daß ich als dein liebes schaf In rechtem glauben sanft entschlaf Und mit dir ewig lebe. 1939 19 und der christlichen Kirche. 1901 P. 23. M. Nun freut euch, lieben. 445.getreuer hirt, Hält er Herr ist mein mich in hut und weide, Darum mir es nicht mangeln wird An irgend einer freude. Jetzt bin ich aller sorgen frei, Weil Gottes Sohn mir stehet bei, Mich schüßet und regieret. narednost 2. Er weidet mich mit seinem wort Auf einer grünen auen Und läßt sich bei mir fort und fort In wahrem glauben schauen, Dazu mein herz mit trost berührt Und mich ans frische wasser führt, Zum brunnen der genaden. 30asur Pf. 46. In eigner Melodie. * 446. in feste burg ift Gott, TORUDE gute wehr und waffen, Er hilft uns frei aus aller noth, Die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse feind Mit ernst ers jegt meint, Groß macht und viel. list Sein grausam rüstung ist. Auf erden ist nicht seins gleichen. 3. In angst und noth er mich erquickt mit seinem wahren munde Und mir von oben hülfe schickt Zur rechten zeit und stunde; Er führt mich auch ohn unterlaß An seiner hand auf rechter straß2. Mit unsrer macht ist nichts Um seines namens willen. s gethan, Wir sind gar bald ver14. Gr leitet mich zu tag und loren, Es streit für uns der rechte nacht Mit seinem hirtenstabe, mann, Den Gott selbst hat erMit fleiß er leib und seel be- foren. Fragst du, wer der ist? wacht, Hält alles unglück abe. Ich Er heißt Jesus Christ, Der Herr fürchte nichts im finstern thal, Zebaoth, Und ist kein andrer Gott. Denn Gott ist bei mir allemal Das feld muß er behalten. Auf allen meinen wegen. blob 3. Und wenn die welt voll teufel 9nis5. Er jegnet täglich meinen tisch, wär Und wollt uns gar verschlinObs gleich den feind verdrießet, gen, Go fürchten wir uns nicht Er salbt mein haupt mit öle frisch, so sehr, Es Es soll uns doch geDaß es herunter fließet, Undlingen. Der fürst dieser welt, schenkt mir den trostbecher voll, Wie saur er sich stellt, Thut er Auf daß ich ja nicht zweifeln soll uns doch nichts, Das macht, er An seiner huld und gnaden. ist gericht't, Ein wörtlein kann 6. Viel gutes und barmherzigkeit ihn fällen. dildolla Wird über mir stets schweben, und 4. Das wort sie sollen lasſen große gnade jederzeit Nachfolgen stahn, Und kein'n dank dazu ha[ 18.7.] 280 Vom Worte Gottes ben, Er ist bei uns wohl auf 7. Und werden wir, die finder dem plan Mit seinem Geist und dein, Bei uns selbst und in der gaben. Nehmen sie den leib, gemein Dich, heilige DreieinigGut, ehr, find und weib, Laß keit, Loben darum in ewigkeit. fahren dahin! Sie habens kein'n Dr. Martin Luther. † 1546. gewinn! Das reich muß uns doch V. 1. 2. 3. B. 5. 6 von Meiben. bir nars in diu Justus Jonas.+ 1555. vi Tres Dr. Martin Luther. † 1546. In eigner Melodie. 69 In eigner Melodie, tund V. sid rhaltuns, Herr 448. erleih uns frieden 447.* bei deinem wort Und steur des papsts und türken mord,( Der feinde grimm und mord), Die Jesum Christum, deinen Sohn, Stürzen wollen von seinem thron. anil nodig 2, Beweis dein macht, Herr Jesus Chrift, Der du Herr aller herren bist, Beschirm dein arme christenheit, Daß sie dich lob' in ewigkeit. mille: 98 3. Gott heilger Geist, du Trösterdwerth, Giebenbein'm volk einrlei finn auf erd. Steh bei uns in der letzten noth, G'lett uns ins Leben aus dem todurisce 84. D Gott, laß dir befohlen seyn Die hart bedrängten dhri sten deinum Beim festen glauben uns erhalt Undreis unsaus der feind gewalt.isd lisz S 115.90Shroganschläg, Herr, zu nichte mach, Laß fie treffen die böse sach, Und stürz sie in die grubs hinein, Diebfie machen den christen dein. illoj stond gnädiglich, Herr Gott, zu unsern zeiten! Es ift ja doch keint andrer nicht, Der für uns könnte streiten Denn du, unser Gott, alleine. 12. Gieb unserm könig und aller obrigkeit Fried und gut regiment, Daß wir unter ihnen Ein gernhiges und stilles leben führen mögen In aller gottseligkeit und ehrbarkeit. Amen. 70 sd Dr. Martin Luther.+ 1546. 19 V. 2. ein Zusaß.sorour Psalm 14. 15.0 spun eigner Melodie. FISMI 449. G8 spricht der unwel Den rechten Gott wir meinen! Doch ist ihr herz unglaubens voll, Mit that sie ihn verneinen; Shr wesen ist verderbet zwar, Vor Gott ist es ein gräuel gar. Es thut ihr feiner kein gut. 2. Gott selbst vom himmel fab herab Auf alle menschenfinder, Zu schauen sie er fich begab, b er jemand möcht finden, Der 6. So werden sie erkennen sein'n verstand gerichtet hätt, Mit doch Daß du, runsrHerr Gott, ernst nach Gottesworten that lebeft noch Und hilfst gewaltig und fragt nach seinem willen. deiner schaar, Die sich auf dicht 3. Da war niemand auf rechverlassen gari fidist udlig, and ter bahn, Sie warn all ausge ( 9 [ 18 8.1 und der christlichen Kirche. 281 schritten, Ein jeder ging nach den heiden werden, Und sie zu feinem wahn Und hielt verlorne sitten. Es thät ihr keiner doch kein gut, Wiewohl gar viel' betrog der muth, Ihr thun sollt Gott gefallen. Gott belehren. msd e le 2. So danken, Gott, und los ben dich Die heiden überalle, Und alle welt die freue sich, Und sing mit großem schalle, Daß du auf erden richter bist und lässt die sünd nicht walten; Dein wort die hut und weide ist, Die alles volk erhalten, In rechter bahn zu wallen.. bahn 3. Es danke, Gott, und lobe dich Das volk in guten thaten, Das land brings frucht und beßre sich; Dein wort laß wohl gerathen. Uns segne Vater und der Sohn, Uns fegne Gott der heilge Geist, Dent alle welt die ehre thu, Vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von herzen: Amen. Dr. Martin Luther. † 1546. M. Ach, was soll ich Sünder.t 451. Gott, du weißt, in was für www 4. Wie lang' wollen unwissend seyn, Die solche müh aufladen, Und fressen dafür das volt mein Und nähren sich mit schaden? Es steht ihr trauen nicht auf Gett, Sie rufen ihn nicht in der noth, Sie wolln sich selbst versorgen. Hote 1 wa 5. Darum ist ihr herz nimmer still und steht allzeit in furchten: Gott bei den frommen bleiben will, Die ihm mit glaub'n gehorchen. Ihr aber schmäht des armen rath Und höhnet alles, was er sagt, Daß Gott sein troft ist worden. 6. Wer soll Ifrael, dem armen, 3u 3ion heil erlangen? wird sich seines erbarmen Und lösen die gefangnen. Das wird er thun durch seinen Sohn, Davon wird Jacob wonne han, Und Israel fich freuen. Jo Dr. Martin Luther. † 1546.9er t 80 ang bunyo 1₂'59 11 110 Psalm 67.9tdi tudi dels In eigner Melodie, s 450.* Deine Liebe firche schwebt, Die nach deinem willen lebt, Ach, das unfraut aller feiten, Alles orts, in allem standi Immer mehr nimmt überhand.nl ladro BILIS Bu 2. Weil bei hütern sammt den schafen Allzugroße ficherheit Herrscht in dieser letzten zeit, Sät der feind, indem sie schla fen, Auf den acker, da dein wort Wachsen soll, list, truges und mord: sis sif woll uns Gott genädig seyn Und feinen jegen geben. Sein antlig uns mit hellem schein Erleuchtn zum ewgen leben, Daß wir erken 13. Hilf, daß deine diener wachen, nen seine werf Und was ihm Daß nicht unfraut, fünd und b'liebt auf erden, Und Jesus schand Plößlich nehmen über Christus heil und stärk Bekannti hand, Hilf du selbst in allen fachen, 1182 9211 Vom Worte Gottes inte 282 Gieb den deinen früh und spat Troft und hülfe, rath und that. 14. Laß uns deines wortes samen, Lehr und leben, halten rein Und ein reiner weizen seyn, Daß wir deinen werthen namen Rühmen hier in dieser zeit und in alle ewigkeit. hid 5. Wenn du endlich selbst wirst kommen, Wann die erndte bricht herein, Sammle uns mit freuden ein Und laß uns mit allen from men In des leben bündelein Bei dir ewig selig seyn.odd 10 Johann Olearius. † 1684. disur dpf. 46. and M. Auf meinen lieben Gott. Die königWenn seine wort id madal sports 1 6. Drum ist Gott unser schuß, Der Herr ist unser tru! Wer ihn nur läsfet rathen, Der merket seine thaten, Die täglich auf der erden Von ihm verrichtet werden. 7. Sein zorn zerbricht, zerstört, Was feine macht nicht ehrt, Er kann den friegen wehren, Die spieß in sicheln kehren, Die pfeil und bogen brechen Und sich an wagen rächen. i 198 8. Ihr völker, drum seyd still Und höret, was Gott will. Er spricht: du mensch, erkenne, Daß 452. Gott, unfre zuver man mich Herrscher nenne, Ja, ficht, daß von meinen dennoch nicht, Er bleibet unsre alle welt zu hören. stärke, Wenn gleich der feinde werke Uns suchen in den nöthen Zu würgen und zu tödten. bon 2. Wir achten es nicht groß, Wird gleich der teufel los, So daß die welt will sinken, Die berg im meer ertrinken, Die tollen wellen sausen, Die wilden fluthen brausen. liegt überm haufen, reiche fallen, erschallen. 9. Mit uns ist Jacobs Gott, Der große Zebaoth! Desselben macht und stärke Schlägt unsrer feinde werke, Daß sie allhier auf erden An uns zu schanden werden. M. Wo Gott, der Herr.s 453. groß, daß wir err, deine treue ift uns wundern müssen; Wir lie gen vor dir arm und bloß Zu deiner gnade füßen. Die bosheit währet immerfort, Und du bleibst doch der treue hort Und willst uns nicht verderben.sldj sie The heil ist selbsten Gott, Der Herre Zebaoth, Der ist bei ihr 2. Die fünde nimmt gar überdarinnen und lässet sie gewinnen; hand, Du siehest selbst die schmerGott hilft, daß fie kann bleiben, zen, Die wunden sind die wohl Kein feind mag fie vertreiben. bekannt Der sehr verfehrten her5 Ach, wer doch stehet fest, zen; Die schulden nehmen täglich Wenn Gott sich hören lässt! Die zu, Es haben weder rast noch heiden müssen laufen, Die welt ruh, Die dir den rücken fehren. [ 18. 10.1 3. Es bleibt doch Gottes stadt Beim brunnen, den sie hat, In ihrem geist erfreuet, Indem sie sich nicht scheuet, Der welt zu widerstehen und auf ihr heil zu sehen. und der christlichen Kirche. 283 So deiner wege fehlen und in 3. Dein auge stehet wider die, Seyn deinen gliedern wohl be kannt, Die deiner güte trauen. dem ganzen leben hie Den frum. 9. Ein vater und ein hirte men weg erwählen, Und suchen in dem sündenwust Zu büßen ihre fleischeslust, Nach dem verderbten willen. sie ustnit orisi meint Es treulich mit den seinen, Du bist noch mehr, als beide seynd, Du kannsts nicht böse meinen. Drum trauen wir allein auf dich, Ach, leite du uns väterlich Nach deinem rath und willen. 10. Hier sind wir deine reben schon Und freuen uns daneben, Daß du uns die genadenfron Nunmehro bald wirst geben; Wir hoffen, bald dein angesicht Zu sehen dort in deinem licht, Da uns das lamm wird weiden. it Joh. Weydenheim, um 1660. stig welt, Die M. Durch Adams Fall ist. err Zebaoth, dein 454. heiligs wort, Das 6. Erbarme dich, o treuer du uns hast gegeben, Daß wir darGott, Der du die welt gelie- nach an allem ort Solln richten bet, Die welt, die ganz in lehr und leben, Ist worden fund sünden todt, In irrthum dich Aus deinem mund Und in der betrübet. Gieb deinem werthen schrift beschrieben Rein, schlecht worte kraft, Daß es in solchen und recht, Durch deine knecht, herzen haft, Die hart sind wie Vom heilgen Geist getrieben. die felfen. dat u 162. Dies wort, das jetzt in om anu 87. Laß doch die welt erkennen schriften steht, Sst fest und unbenoch mit ihren blinden findern, weglich. Zwar himmel und die Wie sanft und angenehm dein erd vergeht, Gotts wort bleibt joch Sey allen armen sündern, aber ewig. Kein höll, kein plag, Die fühlen ihre sündenschuld Noch jüngster tag Vermag es Und wenden sich zu deiner huld zu vernichten, Drum denen foll Und deines Sohnes wunden. nd Seyn ewig wohl, Die sich dar 18. Die heerde, die du hast er nach recht richten.ndlid noo wählt, Die setze du zum segen 3. Es ist vollkommen, hell und Und schenke, was ihr annoch klar, Die richtschnur reiner lehre, fehlt zu gehn auf rechten wegen; Es zeigt uns auch ganz offenbar Laß deine freue, aug und hand, Gott, feinen dienst und ehre, [ 18.11.] 4. Die kreatur entseget sich Und seufzet, frei zu werden, Sie wartet und thut ängstiglich; Der himmel und die erden, Die deiner finger werke sind, Und was sich in demselben find't, Beweinen solch verderben. 15. Wir hoffen dennoch fest zu dir, Du werdest uns erhören, Wir flehen, o Gott, für und für, Du wollest doch befehren Diesu sündenvolle, blinde sich für ſo glückſelig hält, Da fie zur Höllen eilet. iste 284 Vom Worte Gottes der Und wie man soll Hier leben bleiben, wie wir seyn. Wie ist wohl, Lieb, hoffnung, glauben das volk verführet! üben; Drum fort und fort Wir dieses wort Von Herzen follen lieben. 4. Sm freuz giebts luft, in traurigkeit Zeigt es die freudenquelle, Den fünder, dem die fünd ist leid, Entführet es der hölle, Giebt trost an hand, Macht auch bekannt, Wie man soll willig sterben, Und wie zugleich Das himmelreich Durch Christum zu ererben. 2. Genug ists nicht, daß fie dein wort Verwerfen und verachten Und nach der alten weise fort Den bauch zu nähren trachten. Sie wollen auch dazu recht han, Das größt unrecht hat der gethan, Der ihnen das verweiset; Den halten sie für ungelehrt und seine lehre für verkehrt, Der ihr thun nicht hoch preiset. 5. Sieh, solchen nug, so große kraft, Die nimmer ist zu schätzen, Des Herrn wort in uns wirkt und schafft, Darum wir sollen setzen Zurück gold, geld Und was die welt Sonst herrlich pflegt zu achten, Und jederzeit In lieb und leid Nach dieser perle trachten. * 6. Nun, Herr, erhalt dein heiligs wort, Laß uns sein kraft empfinden, Den feinden steur an allem ort, Zeuch uns zurück von sünden. So wollen wir Dir für und für Von ganzem Herzen danken. Herr, unser hørt, Laß uns dein wert Fest halten und nicht wanken. Christian Knorr von Rosenroth.+1689. Mel. An Wasserflüssen Bab. 455.ilf Gott! wie gehts doch jetzo zu! sind doch das für zeiten! Die menschen hassen ihre ruh Und wollen gar nicht leiden, Daß man sie lehr den rechten weg, Daß man sie führ den schmalen steg, Der nach dem himmel führet. Sie sagen ungescheuet: nein! Wir wollen 3. Wer will von schwachen menschen mehr, Als wir sind, wohl begehren? Man treibt die sach auch allzusehr Und sagt nur vom bekehren. Ei, lieber, laß es, wie es war! Welt bleibet welt, das seht ihr gar; Ist Christus doch gestorben. Wenn wir zuweiln zur kirche gehn, Zur beicht, und beten beim aufstehn, Ists denn so gar verdorben?" 4. Dergleichen reden führen die, Die sich nach Christo nennen, Verleugnen in dem leben hie, Was ihr mund thut bekennen Sie schelten wohl für keßerei, Daß man sie wollt bereden frei, Ein Christ müss heilig leben. Daß Jesus und sein Geist die sünd Durch glauben in uns überwind, Ift ihnen gar nicht eben. Was 5. Drum, lieber Gott, rett deine ehr Und Jesu, deines Soh nes! Laß leuchten immer mehr und mehr Durch den Geist deines thrones, Daß Jesus Christus heil und stärk, Genad und wahrheit, glaub und werk Bekannt uns allen werden, Und wie er [ 18. 12.] und der christlichen Kirche. 285 für, in, mit uns sey; Lehr, was die buß zum grund, Er steht mit wir an ihm haben frei Im himmel und auf erden. Gott im festen bund, Nach seinem wort zu leben. 19012 M. Joh. Caspar Schade. † 1698. M. Ach, Gott vom Himmel. ilf, lieber Gott! wie 456. große noth Hat unfre zeit betroffen! Ob uns gleich nichts als unglück droht, Will man dochs beste hoffen. Man faget allenthalben frei, Daß es so bös mit uns nicht sey; Wir sind ja gute christen. 6. Folgt dieses auf den glanben nicht, Daß man im ganzen leben Sich nach des Herren willen richt't, So ist der glaub nicht eben: Er ist ein traum und falscher wahn, Es geht der mensch auf breiter bahn, Die zur verdammniß führet. Ne t 2. Ein jeder lebt in fünden fort Und will sich nicht bekehren, Man thut nicht nach des Herren wort, Man lässt es nur beim hören. Genug, daß man zur firch gewest, Ob man das böse gleich nicht 8. Das dünket manchem allzuläßt, Das soll Gott dienen heißen. 7. Für uns ist Chrifti reines blut Zum lösegeld gegeben, Doch fommt es denen nicht zu gut, Die nach dem fleische leben. Wer hier der fünde nicht abstirbt Durch Christi tod derselb verdirbt In seinen sünden ewig. 3. Et, denket man, man fann doch nicht, Wie Gottes wort will, leben, Es ist uns wohl ein helles licht, Wir sollen darnach streben; Es wär wohl gut und stünde fein, Doch kann man nicht voll= kommen seyn, Wir sind gar schwache menschen. hoch, Er will nichts davon hören, Er denfet wohl: was ist es doch? Dies sind ja neue lehren. Ei, lieber, wenn es also wär, So wären wir verdammt bisher Und wenig selig worden! sdn 9. Sagt aber nicht des Herren wort, Daß wenig auserwählet? So steht auch von der engen pfort, Daß Christus wenig' zählet, Die richtig durch dieselbe gehn Und auf dem schmalen wegenstehn, Daß sie zum leben fämen. Iste ut netishi 4. 3war fröst't man sich: Christ ist für mich, Das glaub ich ja, gestorben, hat mir durchs leiden mildiglich Die seligkeit erworben, Den himmel durch sein blut er kauft, So bin ich auch durch ihn gekauft, Sollt ich nicht selig werden? erpent somut, notchustan lan 10. Und endlich will auch mancher nicht Bon wahrer buse hören, Er schiebt es immer auf, und spricht: Ich will mich noch 5. Sa freilich, so dein glaub bekehren. Jetzt hab ich dies und ift recht, So kannst du dies das zu thun, Ich fannbs noch d auch hoffen, Der macht allein nicht, wie ich will, ruhn; Ge vor Gott gerecht und zeigt den soll noch wohl gut werden mod himmel offen; Doch hat der glaub, 11. lieber mensch, was denfeftir [ 18. 13.] Vom Worte Gottes 286 du? Des liebsten Vaters arme Sind ausgestreckt, er ruft dir zu, Daß er sich dein erbarme. Wie oft ist schon durch seine macht Dir dein gewissen aufgewacht, Und du willst doch nicht hören. mein Das blümelein Vor andern blümlein allen. i third gal 16 www 2. Das blümlein ist das göttlich wort, Das Gott uns hat gegeben; Es leucht't uns durch die enge pfort, Das göttlich wort Wohl in das ewge leben. 12. O sünder, widerstrebe nicht, Wenn dich der Vater ziehet, Wenn ihm sein herz, zu dir gericht't In heißer liebe glühet. Gewiß, er meint es gut mit dir; Er will mit gnaden für und für Dich reichlich übergießen. 3. Er ist der weg, das licht, die pfort, Die wahrheit und das leben; Wer reu für seine fünden hat und bitt't um gnad, Sind sie im glaubn vergeben, debud 4. Er spricht: kommt alle her zu mir, All, die ihr seyd beladen, Ich will nach eurs herzens begier, Das glaubet mir, Euch heilen allen schaden. 13. Nur seufze, flehe, kämpf und ring', Er will die wunden heilen; Die seligkeit ist nicht gering, Die er dir will mittheilen. Mach dich von deinen sünden 5. Nehmt hin und esst, das ist los, So will er dich auf seinem schooß In süßer lieb umarmen. 14. Sein himmel soll dir offen stehn Mit lauter freud und wonne, Er will in dir mit kraft aufgehn, Zur lust, zur freud, zur sonne. Dann sollst du freudig seine bahn Fortlaufen und stets himmelan Mit deinem herzen steigen. mein leib, Den ich euch jetzt thu schenken; Verschreib euch all mein gut dabei, Das glaubet frei, Daß ihr sollt mein gedenken. 6. Nehmt hin und trinkt, das ist mein blut, Das ich für euch vergossen, Das gnug für eure sünde thut, So oft ihrs thut, Wie ichs euch hab gelassen. 7. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ, Wohl durch dein bitter leiden, Weil du für uns gestorben bist, Herr Jesu Christ, Du wollst nicht von uns scheiden. 8. Nimm uns als deine kinder an, Daß wir dich allzeit loben, Dein wort bekenn'n vor jeder mann Auf rechter bahn Durch Jesum Christum. Amen. Basilius Förtsch. † 1619. M. Herzlich thut mich verlangen. fein, Das thut mir wohlgefallen; 458. Saß mich dein seyn Es g'liebt mir in dem herzen lein hübsch und Du [ 18. 14.] 15. O mensch, o mensch, was sänmest du, Dem Herrn dich zu ergeben? Du findest doch sonst keine ruh In deines fleisches leben. Drum reiß das sündenband entzwei, Laß Jesus Christ dich machen frei, So sollst du ewig leben. Joh. Friedrich Ruopp. † 1708. M. Ich hab mein Sach Gott. ch weiß ein blüm und der christlichen Kirche. 281 treuer Gott und Herr, Von ser, reich Dein wort gänzlich dir laß mich nichts treiben, Halt mich bei reiner lehr, Herr, laß mich nur nicht wanken, Gieb mir beständigkeit; Dafür will ich 5. Hilf, Herre Gott, In diedir danken In alle ewigkeit. ser noth, Daß sich auch die bekehren, Die nichts betrachtn, Dein wort verachtn Und wollens vertreiben: Ist doch ihr macht Geg'n dir nichts g'acht, Sie werdens lassen bleiben. 10 Nicolaus Selnecccr. † 1592. In eigner Melodie. 459. Herre Gott, Dein auch nicht lehren. Sie sprechen göttlich lang' verdunkelt blieben, Bis durch dein gnad Uns ist gesagt, Was Paulus hat geschrieben und andere apostel mehr Aus dein'm göttlichen munde. Deß dank'n wir dir Mit fleiß, daß wir Erlebet habn die stunde. 2. Daß es mit macht An tag ist bracht, Wie flärlich ist vor augen. Ach Gott, mein Herr, Erbarm dich der'r, Die dich noch jetzt verleugnen Und achten sehr Auf menschen ehr, Darin sie doch verderben. Deins worts verstand Mach ihn'n bekannt, Daß fie nicht ewig sterben. 3. Willt du nun fein Gut christe seyn, So mussst du ernstlich glauben, Set dein vertraun, Darauf fest bau Hoffnung und lieb' im glauben Allein durch Christ Zu aller frist, Den nächften lieb' daneben; Das g'wissen frei, Dein herz dabei, Das kein geschöpf fann geben. 4. Allein, Herr, du Mussst solches thun, Doch gar aus lauter gnaden; Wer sich deß tröst't, Der ist erlöst, Und kann ihm niemand schaden. Ob wollten gleich Pabst, kaihabens nicht gelesen, Auch nie gehört Das edle wort; Ists nicht ein teuflisch wesen? 6162 6. Ich glaub gwiß gar, Daß es sey wahr, Was Paulus uns thut schreiben: Es muß geschehn, Und alls vergehn, Dein göttlich wort soll bleiben In ewigkeit, Wär es auch leid Vieln hart verstockten herzen. Kehrn sie nicht um, Werdn sie darum Leiden gar große schmerzen. 7. Gott ist mein Herr, So bin ich der, Dem sterben fommt zu gute, Dadurch uns haft Aus aller laft Erlöst mit deinem blute. Das dank ich dir, Drum wirft du mir Nach deinr verheißung geben; Was ich dich bitt, Versag mir nicht Im tod und auch im leben. 8. Herr, ich hoff je, Du werdest die In keiner noth verlassen, Die dein wort recht Als treue knecht Im herzn und glauben fassen, Giebst ihn'n bereit Die feligkeit und lässt sie nicht verderben. D Herr, durch dich Bitt ich, laß mich Fröhlich und willig sterben. Paul Speratus. † 1554. [ 18, 15.] Vom Worte Gottes 288 460. M. Herr Jesu Christ, meins. Jesu Sefu Chrifte, wahres licht, Erleuchte, die dich kennen nicht, und bringe sie zu deiner heerd, Daß ihre feel auch selig werd. 2. Erfülle mit dem gnadenschein, Die in irrthum verführet seyn, Auch die, so heimlich sichtet an In ihrem sinn ein falscher wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat Von dir, das suche du mit gnad, Und sein verwundt gewissen heil', Laß sie am himmel haben theil. 4. Den tauben öffne das gehör, Die stummen richtig reden lehr', Die nicht bekennen wollen frei, Was ihres herzens glaube jey. 5. Erleuchte, die da sind verblendt, Bring her, die sich von uns getrennt, Versammle, zerstreuet gehn, Mach feste, die im zweifel stehn. die 6. So werden sie mit uns zugleich Auf erden und im himmelreich, Hie zeitlich und dort ewiglich, Für solche gnade preisen dich. Joh. Heermann. † 1647. Luc. 8, 4. M. Es spricht der Unweisen. 461.S mensch! wie ist dein herz bestellt? Hab achtung auf dein leben! Was trägt für frucht dein herzensfeld? Sinds dornen oder reben? Denn aus der frucht kennt man die saat, Auch, wer das land besäet hat, Gott oder der verderber. 2. Ist nun dein Herz dem wege gleich Und einer nebenſtraßen, Da auf dem breiten lastersteig Die vögel alles fraßen: Ach, prüfe dich! es ist kein scherz, Iſt so bewandt dein armes herz, So bist du zu beklagen. 3. Denn ist der same weggerafft, Vertreten und gefressen, So hast du keine glaubenskraft, Noch seelenspeis zu essen. Fällt dir ins ohr der same nur Und nicht ins herz, so ist die spur Zum leben ganz vertreten. 4. Ist auch dein herze felsenhart, Verhärtet durch die sünden, So ist der same schlecht verwahrt Auf solchen felfengründen. Ein felfenstein hat keinen jaft, Drum hat der same keine kraft, Zu sprießen und zu wachsen. 5. So lang' noch nicht zerknirscht dein herz Und vom gesetz zerschlagen Durch wahre buße, reu und schmerz, So kanns nicht früchte tragen. Bedenk es wohl und thue buß, Glaub fest und falle Gott zu fuß, So ist dein Herz genesen. 6. Oft ist das Herz auch dornenvoll, Mit sorgen angefüllet, Oft lebet es im reichthum wohl, Da wird der sam verhüllet. Ja, er ersticket ganz und gar Und wird nicht einmal offenbar. Das ist wohl zu beklagen. 7. So geht es, wenn man nur um geld und reichthum ist bemühet und nur nach wollust dieser welt Mit aug und herzen siehet, Da kann kein gutes haben statt [ 18. 16.1 und der christlichen Kirche. 289 Wo man der wollust nicht wird 3. Herr, mache ihnen doch befatt, Der same muß ersticken. 8. Doch ist, Gott lob! noch gutes land Auf dieser welt zu finden, Das Gott dem Herrn allein bekannt, Da in den herzensgründen Der same, den Gott eingelegt, Noch hundertfältge früchte trägt. Das sind die rechten herzen. kannt, Daß kein geschöpf zu finden, Das durch erschaffenen verstand Den Schöpfer kann ausgründen; Dein wesen ist verborgen gar, Doch ist durchs wort uns offenbar, Wie wir dich sollen ehren. 4. Du kommst darum, o Gottes Sohn, Herunter auf die er den, Daß Gottes will vons himmelsthron Uns völlig fund möcht werden. Wir danken dir, und bitten dich, Laß deine lehr gewaltiglich In aller welt erschallen. 5. Die aber in der christenheit Recht wissen Gott zu nennen, Daß er ist drei in einigkeit, Die ihn also bekennen, Verknüpfe durch der liebe band, Daß man in jedem reich und land Nur wahrheit such und friede. 6. Vor denen, die in glaubenssach Als kezer uns verdammen Und noch dazu uns stellen nach Mit drangsal, schmerz und flammen, Nimm uns in deinen stars ken schutz Und laß der feinde lift und truß zunicht und schanden werden. 9. Wer ohren hat, der höre doch Und prüfe sich ohn heucheln, Dieweil es heute heißet noch; Hie muß sich keiner schmeicheln. Die zeit vergeht, das ende naht; Fällt auf kein gutes land die saat, So mußt du ewig sterben. 10. Herr Jesu, laß mein herze seyn Zerknirschet und zerschlagen, Damit der same dring herein, Und laß ihn früchte tragen, Die mir im himmel folgen nach, Da ich sie finde tausendfach. Das wünsch ich mit verlangen. Laurentius Laurenti. † 1722. M. Es ist gewißlich an der. 462. treuer Heiland S Jesu Christ, Der du am kreuz gestorben Und von dem tod erstanden bist, Du haft uns ja erworben, Daß alle menichen insgemein Durch dein blut mögen selig seyn, Wenn sie nur an dich glauben. 7. Verleihe, daß die reine lehr Dämpf allen aberglauben, Damit man dir nicht deine ehr Aus falschem wahn mög rauben; Daß man auch niemand in der noth, Als nur allein dich, wahren Gott, Um hülf und rettung bitte. 2. Erbarme dich der blinden leut, Die sich selbst so bethören Durch ihrer sinne eitelkeit und 8. Und weil so viel' am manwollen dies nicht hören, Daß du chem ort Aus unverstande fehlen, der wahre Gott auch seyst, Dem So gieb, daß sie auch durch dein Vater und dem heilgen Geist wort Die rechte bahn erwählen. Gleich ewig und allmächtig. Hilf, daß wir von dem irreweg [ 19. 1.] 19 290 Vom Worte Gottes Sie bringen auf der wahrheit nen, Die dich schon im glauben steg In freundlichkeit und sanft- fennen. otlar bil bid adiur muth. dng 9. Dein wort erhalte hell und klar Uns fort und unsern kindern, Daß man dabei bleib immerdar, reuer hirte deiner 10. Gieb uns auch allen deine gnad, Daß wir das böse lassen Und vorsätzliche fündenthat Von herzen immer haffen, Auf daß wir nach dem jammerthal Des glaubens ende allzumal, Die seligkeit, erlangen. noch 6. Bring zurechte, was verwirret, Und bekehre, was noch irret, Daß sich deine heerd vermehre, Uns zum troste, die zur ehre. So wird uns gar nicht hindern, died duft nhsschlug Gull Was die vernunft je hat gedacht dit au noi tiedot sis@ Und menschentand hervorgebracht M. Wie nach einer Wasserq. Zuwider deinem willen. 464. heerde, Deiner glieder starker schuß, Siehe doch, wie asch und erde, Großer Gott, mit grimm und trug Tobt und wüthet wider dich! Sie vermisst sich freventlich, Deine kirche zu zerstören Und dein erbtheil zu Matth. 7, 15 2c. lt verheerensd lisd di mu fidior M. Trau auf Gott in allen S.2. Du, Herr, bist ja unser könig, Wir sind dein mit leib und feel, Menschenhülf ist ja zu wenig, Wo nicht du, Immanuel, Zu der deinen rettung wachst Und dich selbst zu felde machst, Für dein wahres wort zu kämpfen Und der feinde grimm zu dämpfen. 463. rüfet alle falschen geister, Wie befohlen unser meister, Ob sie sind von Gott gelehret, Oder von der welt bethörct.bod 70 2. Prüfet sie an ihren früchten, Prüfet sie an ihrem richten, Prüfet sie an ihrem handel Unde in ihrem lebenswandel. 3. So wirds sich alsdann erweisen, Daß sie nur von außen gleißen Und inwendig wölfen gleichen, Fromme schafe zu beschleichen.rul- bustant 4. Wer im wahren glauben stehet Und aufrichtig vor sich gehet, Der kann solche geister prüfen, Die in blindheit sich vertiefen. 5. Jesu, ach vertreib die wölfe, Deinen schäflein komm zu hülfe, Daß sie sich von dir nicht tren3. Es gilt deines namens ehre, Deiner wahrheit heiligthum, Je su, deine glaubenslehre, Deines leidens kraft und ruhm Und den dienst, den dir allein Wir zu leisten schuldig seyn. Dazu kannst du ja nicht schweigen, Deine machthand wirst du zeigen. 4. Du verlachst der feinde tücke, Treibst der bösen rath und schluß, Muth und anschlag selbst zurücke, Daß er nicht gelingen muß. Die verfolgung hat ihr ziel, Du verz hängst ihr'r nicht zu viel Und pflegst [ 19. 2.[ 00291 derer nur zu spotten, Die, Herr, geboren, Schon zur kindschaft wider dich sich rotten. Fauserkoren und den deinen zuge5. Stärke doch den schwachen zählt: glauben, Den bei so betrübter zeit 2. Hat mich zwar bisher geFleisch und satan uns zu rauben sehen Als ein kind des zornes ge= Und mit furcht und blödigkeit hen, Doch getragen mit geduld, Uns zu schrecken sind bemüht. So, daß du nicht wollen strafen, Deine weisheit kennt und sieht Noch mich aus dem wege raffen Deiner finder schwach vermögen Mitten in der fündenschuld. Und wird nicht zu viel auflegen. 6. Hilf den deinen und befehre Unsrer feinde blindes heer, Der verfolgung steur und wehre, Daß fie uns nicht sey zu schwer. Nimm dich der bedrängten an, Leit auch die auf rechter bahn, Die noch jest durch satans lügen Sich selbst um ihr heil betrügen.sa 3. Da ich dacht, ich wär ein christe Und davon zu reden wüßte, Brauchte kirch, altar dabei, Sang und guts den armen thate, Keine groben laster hatte, War es doch nur heuchelet. 0190 000 4. Todtes werk, historisch wesen Ists, was sich die welt erlesen Und für ihren Christum hält; Schatten, bildniß, schein und meinen, Judaskuß und heuchelweinen Ist der glaube dieser welt. 7. Laß uns recht und redlich handeln Und in taubeneinfalt dir Ganz gelassen, heilig wandeln, Doch dabei uns flüglich hier sflüglich hier Schicken in die böse zeit und vor falscher heiligkeit, Vor der feinde list und wüthen Uns mit schlangenflugheit hüten. Bis 5. Hierin hab ich auch geſtecket, du mich haft aufgewecket. Ach, daß ich nun wachte recht Und den gnadenzug bedächte, Wie dit, Herre, der gerechte, Mich willst haben schlecht und recht. und der christlichen Kirche. * 8. Laß mit beten und mit wachen Stets uns stehn auf unsrer hut Und nur dich, Herr, laffen machen, So wird alles werden gut. Jesus streitet für uns hier Und vertritt uns dort bei dir, Bis wir auf der neuen erden Bei ihm triumphiren werden. Henriette Catharine von Gersdorf. † 1726. TP 465. M. Alles ist an Gottes. reuer Vater, deine liebe, So aus einem heißen triebe Mich in Chrifto auserwählt, Und eh ich zur welt 19 6. Hilf, daß ich dem fleisch absage, Nicht nach eiteln ehren frage, Reinge selbsten herz und sinn, Laß mich diese welt verachten, Chrifti fchmach viel höher achten, Als Egyptens luftgewinn. ada 7. Wenn am eiteln andre kleben, Zwischen lust und furcht noch schweben, Oder blind zur hölle gehn, Will ich meine glaubenéflügel Schwingen zu dem sternenhügel Und auf meinen Heiland sehn. 8. Wird man gute werk hoch achten, Andrer wandel sehr be19* [ 19. 3.] bom Worte Gottes 292 trachten Und man fondre gaben ehrt: Werd ich mich daran er gößen, Wenn mir Gott mit Chrifti schäßen Nur den glauben recht beschert. 15. Herr, du wollst mich selbst bereiten, Wie in zeit und ewigkeiten Du dein armes find begehrst; Du kannst kräftgen, stärken, gründen, Mittel, zeit und wege finden, Da du mir dein heil gewährst. 16. Ich will gerne halten ſtille, Meine heilgung sey dein wille,& mein herze brünstig seyn, Dich, mein Heiland, zu umfangen und dir ewig anzuhangen, Sey Dit mein, ich bleibe dein! l.gid mo 17. Jesu, was du angefangen, Das erwart ich mit verlangen, Ach, versiegl es doch einmal! Laß mich durch dein'n Geist auf erden Stark am innern menschen werden, Salb mich mit dem frendenöl e 18. Ich will nach der stille streben und an deiner liebe fles ben, Gieb ein festes herze nur Daß ich stets aufrichtig handle, Lauterlich in liebe wandle, ALE durch göttliche natur. mig thin.89 19. Herr, befehr auch noch die meinen, Schreib sie zu der zahl der beinen, Zeige ihn'n dein ans geficht; Ziehe sie von oben träfe tig, Sey durch deinen Geist ges schäftig, Bringe sie zum rechten redrar till 20. Ja, laß auch die andern heerden Bald herzu geführet et pers den Und viel tausend seelen seyn, Die dich ihren birten nennen nennen und in rechter wahrheit fennen, Einst mit dir gehn himmeleindolphud 21. Daß wir fünftig allesam Ob er gleich muß met, Wann die hochzeit anbea namet Und der bräutigam allda, Helle glaubenslampen bringen Und TER 9. Will der satan seine difteln Wieder in die rofen nisteln Und mich gerne zu fich ziehn, Zeigt er feines reiches schäge, Stellt fubtil und grobe nege: Laß ihn sich umsonst bemühn. sp 3019 750 1910. Sollte mich Egypten reuen, Ich nach ihren töpfen schreien, Herz und geist nach Sodom sehn? Laß mich beten, machen, kämpfen, Sünde, tod und hölle dämpfen Und dem anlauf widerstehn. 11. Wird mir kraft und muth genommen, Und wenns follt zum treffen kommen, Ich nur hab den willen noch: So verleih auch das vollbringen, Weisheit, kraft in allen dingen, Und zu tragen Christi joch. 12. Will die eigenheit mich fällen, Oder schlagen trübfalswellen Auf mein armes schifflein zu, Weiß ich, daß es Jesus führet Und er felbst das steur regieret, Bringt es auch zum port der ruh. 13. Wer kein heerling will verbleiben, Muß fich Christo einverlicht. leiben und ein guter rebe seyn, Sorgen, geiz und wollust hassen, Sich allein dem Heiland lassen, Meiden allen heuchelschein. 14. Wer auf seinen Heiland trauet, Der hat auf den fels ge bauet Und schon besigt den himmel letben, Folgt doch herrlichkeit und freuden Dort vor seines Jesu thron. [ 19. 4.] und der christlichen Kirche. 293 dem lamm ein loblied singen: Singend mich dir ganz befehl. Halleluja! Gloria! 1911919 anos gian natiered Ludw. Andr. Gotter. † 1735. Gieb, daß deines kindes glieder Sich dir ganz ergeben wieder. #@ d nedir the Joachim Neander. † 1680. ohjört funt Tottisce Psalm 8. Suit In eigner Melodie. M. Liebster Jefu, wir sind. 466. 11er bescher, un 467.11nverfälschtes chriſtenfönig, allerhöchftes gut! Herrlich ist du doch so selten! Will dein hochdein großer name, Weil er wun- gepriesner ruhm Nicht mehr auf derthaten thut, Löblich, Ist dein gold nah und der erde gelten? auch von ferne, Von der erd bis Unter unsrer an die sterne. 4ST 2 T Wenig' sind zu diesen zeiten, Welche dich von herzensgrund Lieben, fuchen und begehren. Darum aus der finder mund Hast du dir ein lob bereitet, Welches deine macht ausbreitet. 33. Es ist leider zu beklagen, Ja, wem bricht das herze nicht, Wenn man siehet so viel tausend Fallen bei dem hellen licht? Ach, wie sicher schläft der fünder! Ist es nicht ein großes wunder? 4. Unterdessen, Herr, mein herrscher, Will ich treulich lieben Sids Denn ich weiß, du treuer Vater, Daß du heimlich liebest mich. Zeuch mich fräftig von der erden, Daß mein herz mag himmlisch werden. 15. Hert, dein nam ist hoch gerühmet Und in aller welt bekannt. Wo die goldnen sonnenstrahlen Nur erleuchten einig land, Da ruft himmel, da ruft erde: Hochgelobt Jehova werde! 6. Herr, mein herrscher, o wie Herrlich Ist dein name meiner feel! Drum ich auch vor deinen augen ani nep so dunkel worden christen orden? dan be 2. Christen sind zwar ohne zahl Auf der erde kreis zu finden, Wo der güldne sonnenstrahl Nur sein licht weiß anzuzünden, Müssen auch die christenheerden Stets davon beschienen werden. Shtet 3. Aber, ach, die christenheit Führet leider nur den namen, Es ist sparsam ausgestreut. Wahrer Gotteskinder samen; Derer zahl, die Christum lieben, Sft gewiß sehr flein geblieben. 61 1960 19! 4. Liebster Jefu, der du mich LEER Selber durch dein blut erkaufet Und auf dessen namen ich Als ein christe bin getaufet, Laß mich deinen Geist regieren, Solchen namen recht zu führen. 5. Eaß mich meiner taufe bund Ernstlich immerdar betrachten, Laß mich doch von herzensgrund Satan, welt und fleisch verachten, Laß hingegen stets mich üben, Gott und menschen recht zu liebent. 6. Laß mich auf dem schmalen weg Durch die enge pforte gehen, Laß auf deines wortes ( 19. 5.] 294 Vom Worte Gottes n steg Einig meine augen sehen. gepreift! Laß uns dabei verblet Gieb geduld in freuz und leiden, ben Und gieb uns deinen guten Daß sie nie mich von dir schei- Geist, Daß wir dem worte gläu- d den. Indisut In nodisut old ben, Dasselb annehmen jederzeit Mit sanftmuth, ehre, lieb und freud Als Gottes, nicht der menschen. Gidd stop th 4. Hilf, daß der losen spötter/ hauf Uns nicht vom wert abe wende, Denn ihr gespött jammt ihnen drauf Mit schrecken nimmt ein ende. Gieb du selbst deinem donner kraft, Daß deine lehre in uns haft, Auch reichlich bei uns wohne. ai calistestis 5. Deffn uns die ohren und das herz, Daß wir das wort recht fassen, In lieb und leid, in freud und schmerz Es aus der acht nicht lassen, Daß wir nicht hörer nur allein Des wortes, sondern thäter seyn, Frucht hundertfältig HD 7. Kommt, vermähle selber dich, Liebster Heiland, meiner feelen, Gönne, daß ich ewiglich Dich zu süßer lust mag wählen; Gieb, daß keine trübjalsfluthen Löschen unsrer liebe gluthen. 8. Laß mich hier in dieser welt Als ein wahrer christe leben Und sodann, wenn dirs gefällt, Christlich meinen geist aufgeben, Auch im himmel zu den frommen Und den wahren christen kommen. 9. Güter, ehre, kunst und ruhm Laß ich dieser welt dahinten, Aber nur mein christenthum Werde ich dort wieder finden, Wo mit schönen ehrenkronen Gott will wahren christen lohnen. bringen. End bln Luc. 8, 4 2c. M. Es ist das Heil uns. 6. Am weg der same wird son bir fort Bom teufel hingenommen, In fels und steinen kann das wort Die wurzel nicht bekommen, Der same, so auf dornen fällt, Von sorg und wollust dieser welt Verdirbet und ersticket.ds that 468. ir menschen sind zu dem, o Gott, Was geistlich ist, untüchtig, Dein wesen, wille und gebot Ist viel zu hoch und wichtig. Wir wissens und verstehens nicht, Wo uns 7. Ach hilf, Herr, daß wir dein göttlich wort und licht Den weg zu dir nicht weiset. si 2. Drum sind vorzeiten aus gesandt Propheten, deine knechte Daß durch sie würde wohl be fannt Dein will und deine rechte. Zum leßten ist dein lieber Sohn, O Vater, von des himmels thron Selbst fommen, uns gu lehren. 3. Für solches heil sey, Herr? werden gleich Allhier dem guten lande Und seyn an guten werfen reich In unserm amt und stande, Viel früchter bringen in geduld, Bewahren deine lehr unds huld, In feinen guten herzenteild diru 8. Laß uns, dieweil wir leben hier, Den weg der fünder meiden, Gieb, daß wir halten fest an die In anfechtung und leiden Rott 119. 6.1. und der christlichen Kirche. 2952 aus die dornen allzumal, Hilf nen, Wer in Gottes wort fich uns die weltsorg überall und übt, Luft und erde wird ihm dieböje liste dämpfen. snen, Bis er reife früchte giebt; Seine blätter werden alt ind doch niemals ungestalt't, Gott giebt glück zu seinen thaten, Was er macht, muß wohlgerathen. 4. Aber wen die sünd erfreuet, Mit dem gehts viel anders zu, Er wird wie die spreit zerftrenet Von dem wind im schnellen nu. Wo der Herr sein häuflein richt't, Da bleibt fein gottloser nicht. Summa: Gott liebt alle frommen, Und wer bös ist, muß umkommen. 9. Dein wort laß allewege seyn Die leuchte unsern füßen, Erhalt es bei uns klar und rein, Hilf, daß wir draus genießen Kraft, rath und trost in aller noth, Daß wir im leben und im tod Darauf beständig trauen. 10. Gott Vater, lağ zu dei ner ehr Dein wort sich weit ausbreiten! Hilf, Jesit, daß uns deine lehr Erleuchten mög und leiten! Sheilger Geist, dein göttlich wort Laß in uns wirken fort und fort Glaub, lieb, geduld und hoffnung! un het 1 David Denicke. † 1680. 1. Paul Gerhardt.+ 1676. in Jes. 49, 14. 15. M. Wie nach einer Wasserq. ion spricht: ich bin M. erdekter, meitt. 470.3 verlaten, Gott er 469. munter, ohl dem men schen, der nicht wandelt In gottloser leute rath! Wohl dem, der nicht unrecht handelt, Noch tritt auf der fünder pfad! Der der spötter freundschaft fleucht Und von ihren sigen weicht, Der hingegen herza lich ehret, Was uns Gott vom himmel lehret. thi 2. Wohl dem, der mit lust und freude Das gesetz des Höchsten treibt Und hier, als auf fü Ber weide, Tag und nacht bestän dig bleibt! Dessen fegen wächst und blühts Wie ein palmbaum, den man sieht Bei den flüssen an der feiten Seine frischen zweig ausbreiten sind word si 13. Also, jag ich, wird auch grügifst mein ganz und gar, Er will nicht zu herzen faffen Meine trübfal und gefahr. Aber findt sich wohl ein weib, Die den fohn von ihrem leib nicht gern faßt in ihre arme Und sich über ihn erbarme? cut in dig 12. Ob auch eine mutter sollte Haben ein so steinern herz, Daß fie ganz nicht achten wollte Ihres findes noth und schmerz: So vergesse ich doch nicht meine Batertren und pflicht, Du bist mir im sinn stets blieben, Auch in meine händ geschrieben. 3. Dieses hast du, Herr, versprochen, Es sind deine eignen wort, Die du niemals haft gebrochen, Sondern hältst fie immerfort Drum, so sieh auch nun und hör, [ 19. 7.] 296 Vom Worte Gottes und der christlichen Kirche. Wie sich qual und noth vermehr, sachen Bei der welt mit wollen Schau, wie deine kleine beerde machen. Aller end geängstet werde. art Daß 197. Ach Herr, siehe an und höre, 4. Reine Lehre vorzubringen Die da seufzen fort und fort, Manches oris verboten ist Irre Hilf, daß übung reiner lehre Sey thum andern aufzudringen, Brau- und bleib an allemort: Das chet man gewalt und lift Göt man nicht einander baß Und die tesfurcht wird nicht geacht't, Son- wahrheit nicht verlaß, Daß man dern nur dahins getracht't, Wie auch mag darnach streben, man seines herzens willen Auch big und gerecht zu Teben. mit fünden mög erfüllen dad 1918. Die gewaltigen der erdell Laß KIM fotoapet This! 5. Kein mitleiden, kein erbar- dech stiften fried und Luha men Ist da, wo man kriege führt. fie feind dem kriegen werden Und Man beraubt und quält die are daneben sehen zu, Daß aufhören men, Denen hülf und schuß ge- überall Die Frangfale allzumal, bührt. Man sieht, wie man ohne Daß die armen vor Goft treten, gnad Sie aussaugt zum legten Freudig für die bbern befen. grad, Insgemein audy so beschwere, 9. Denen, die in noth sich Ob tein Gott im himmel wäre. drig. Noch find sonst viel fromme herzent, Die im freuz und clend seyn, In viel frankheit, angst und schmerzen, In anfechtung, noth und pein, der die ihrem zit lohn Haben neid, haß, spott und Hohn, Wenn sie nicht in bösen isd sind dati flac) lipbart finden Su betrübniß, Jorg und leid.Gich, daß fie es überwinden, Warten deiner stund und zeit, Vater, hilf doch mädiglich, Daß dein Zion freue ich Wir auch dann im himmel oben Alle fammt dich ewig leben. u in thin Martin Opiß von Boberfeld, † 1639, sigur 1191 Tom Dim gloss and { flis, radi XXIII. Von den drei Hauptstånden der Christenheit. gius 1. Vom Lehrstande. sport rid hause Jacob zeigen, Wie schändlich fichs vor Gott verstellt, Darum weils menschen nicht gefällt d 3. Sollt ich den falschen christen heucheln und der gottloſen rette schmeicheln um eine band voll zeitlich korn, Und zu entgehn der menschen zurn is # 04. Soll ich die bösen felig preifen, Die weder licht noch glans ben weisen, um deren gunst und And denda atsdrat 12 Lied eines Predigers. own natiaining no Mel. Zeuch meinen Geiſt. ollt ich aus furcht vor mens hentindern Des Geistes rieb in mir verhindern, Und nicht, bei so viel heuchelschein, Ein freuer zeuge Gottes fehn? 1d 190² 471. 5. Sollt ich des höchsten wort verschweigen is Und nicht dem ( 19.- 8.1 Von den drei Hauptständen der christenheit. liebeswind, Die doch nur feinde Gottes find? bem 5. Sollt ich die Gottes kinder nennen, Die weder Gott noch Chriftum fennen Die bei der wahrheit bellem fschein So arg, als blinde heiden jeyn? bin u 297 noch um die gunst der welt, Die manchen so gefangen hält. und NAN 13. Die liebe Christi, die mich dringet, Die ists, die mich im geiste zwinget, Mit rufen, loden, bitten, flehn Der menschen jeelen nachzugehn. Hinge om isb n 14. Darüber will ich gerne leiden, Kein freuz noch spott der bösen meiden; Sey du mir nur bei hohn und spott Nicht schredlich, du getreuer Gott! HOW HA 6. Wer sind denn die, die drie mich verlassen und mich als ein fegopfer ballen? Wer sind die, die so zorniglich Shr herz verbittern wider mich? noti chod 7. Es find nur menschen, die antes find mit fünden Und losen stricken fich verbinden, Ein nichts, ein gras, ein schnödes heu, Ein dampf und leicht geschäßte spreu., nius 8. So hoch sie sind in ihren finnen, So werden sie doch end lich innen, Daß all ihr thun zur hölle fährt Und nur auf furze zeit hie währt. id pinge JUST 9. Wer bin denn ich, den sie 17. Ach, stärke mich doch auch, verschmähen? Ists denn auf mein retter, Damit durch alle mich nur abgelehn? Ists Gott schweren wetter Mein zeugniß nicht, der mich reden heißt, fest und freudig sey! Gs ist ge Und treibt mich nicht sein wer- wagt! Gott fteh mir bei! ther Geift? To Web( ift dhe antil, das heung Joh. Joseph Windler. † 1729. hier trage? Wer forderts, daß 4720ott, bir sey ewig ichs ihnen fage? Ifts nicht des großen Gottes mund Der thut Preis und Jed 15. Hier ist mein blut, mein armes leben! Soll ichs bei deinem wort hingeben, Ja, Herr, dein will gescheh an mir! Bring nur dadurch viel guts herfür! Rup 16. Ich weiß, dein wort wird endlich siegen, Das finstre reich muß unterliegen, Den sieg wird man in furzem fehn, Sollte auch durch märtrerblut geschehn .8 1.9 D 1 aquis doig II. Von Obrigkeiten und 10 in Unterthauen. durch mich sich ihnen fundis 11. Gi follt mein Gott mich thuj Bun G auch nicht schüßen, Wenn ſie mit 473. ned ehovahl ſtarter Gott. wüthen auf mich bligen? Solltastis8sQnred dejjen huld in aller pein, Mir Isid of ishin dull sonidis nicht ein süßes labsal, jeyn 196 300 Fir unterthanel.zl9huod 191 pill2 Du fennst mich ja, du M. Herr Christ, der einig. menſchenhüter, Daß mirs, nicht 474. A obrigkeit um die schnöden guter zu thun, nils jepet ( 19.9.1 Gott jeine ord Von den drei Hauptständen 298 mung ein, Wer sie dafür nicht schäßet, Wird ohne straf nicht seyn. Man soll in ehren halten, Die Gottes ftell verwalten, Der fie drum götter nennt. Dem haupt nicht seyn zuwider, Das für uns sorgt und wacht. 2. Was sie amts halber hei ken, Muß man nicht weigern sich, Gehorsams sich befleißen, Sind sie gleich wunderlich. Gott kann ihr herz bald lenken, Da8. Gott, der du uns gegeben Christliche obrigkeit, Erhalt fie lang' im leben und deiner furcht allzeit. Gieb ihnen fraft und guade, Daß sünde, schand und schade Durch sie werd abgewandt." Tot1939d daf TO 03901 10 60mm III. Vom Jun rid mit sie doch bedenken, Daß sie austande. 8 sind unter ihm; mg 4759echt felis at ders 3. Und daß sie von dem leben, ſelbe Mann. Was hier durch sie geschicht, Ginstili di qual rechenschaft noch geben Dort müss M. Wo Gott zum Haus. sen vor gericht; Auf daß von 476.2 ber bant bas Gott nicht fetihnen werde Ihr anvertraute heerde Geliebet und gepflegt. ns haus, So richtet keine 4. Durch sie uns Gott verleia aus; Wo Gott die stadt nicht het Ruh, sicherheit und schuß, selbst bewacht. So schüßt fie In one of Wir sind durch sie befreiets Vor keine stärt noch macht. böjer leute trup. Es müssen, die 2. Es ist umsonst, daß ihr uns hassen, uns doch zufrieden lassen, Das schafft die obrigkeit. aufsteht Früh morgens und spät schlafen geht, Daß ihr eur brod esst ohne ruh Und bringt die zeit mit sorgen zu. 5. Darum auch ihr gebühret Schoß, schapung, dienst und pflicht, Denn, was ihr amt mit=] führet, Wird dadurch ausgericht't, Und soll mansaufs begehren, Ohn murren und beschweren, Entrichten williglich. ustad G 6. Wenn man zu dienst nur ste het Vor augen und zum schein, Da man der straf entgehet, Da, ist das Herz nicht rein. Der hat ein gut gewissen, Deß herz ist so beflissen, Daß es die obern liebt. 7. Ach Daß wir haberleih uns allen, hand, So ist's mit knaben auch Daß wir nach deinen wort, Den obern zu gefallen, Seyn willig im merfort, Daß wir als treue glieder 3. Wer bei der arbeit Gott ruft an, Befindet, daß er wohl gethan, Denn Gott es es denen, die er liebt, Im schlaf und ehne jorgen giebt. 802 4. Sich, finder sind des Höchsten gab, Viel edler, als all andre hab; Gott ist's, der leibesfrucht verehrt. Wenn er der el teru bitt erhört. you tissonadal id 5. Wie pfeile in des starken bewandt: Wo man die jugend wohl erzieht, Viel gutes da ge wiß geschieht. [ 19. 10.] ns der Christenheit.se nose 299 sammt ihnen wir zugleich Dich preisen dort in deinem reich. ht 15. Gott Vater, Sohn und den nimmermehr, Er hat bei heilger Geist, Von dem uns alle freund und feinden ehr. lgnad herfleust, Wir loben dich, 7. Hilf, Gott, daß ja die kin- wir danken die Mit unsern finderzucht Geschehe stets mit nuß dern für und für. Bufuram quileg und frucht, Daß aus der finder usled p. 127.adste) bit mund dir werd Ein lob bereitet hier auf erd. to In eigner Melodie. dis berpasang main 477.o Gett zum haus nicht giebt sein gunst, So arbeittdi jedermann umsonst. We Gott die stadt nicht 8. Laß sie den eltern insgemein, Den obern auch gehorsam seyn, Und meiden all thr lebenlang Den eigensinn und müssiggang. HOR Sie ste 9. Gieb ja, daß ihnen mangle nicht Heilsame lehr und unterricht, Damit aus deinem wort und mund Ihr glaub mög haben festen grund. selbst bewacht, So ist umsonst der wächter macht. hon abstb97 12. Vergebens, daß ihr früh aufsteht, Dazu mit sorgen schlafen geht. Und efft eur brod mit ungemacy, Denn wems Gett 10. Darinnen laß fie feyn ge 10. Darinnen laß fie seyn ge wiß, Auch fliehen schand und ärgerniß, Daß man daselbsten sie nicht find, Wo sich versammelt leicht gesind. 6. Wohl dem, dem Gott durch seine gnad Viel frommer föhn bescheret hat, Der wird zu schangönnt, giebt ers im schlafend 3. Nun sind sein erben unsre find, Die uns von ihm gegeben sind; Gleich wie die pfeil ins starken hand, So ist die jugend Gott bekannt. this imp 11. Durch deine weisheit, as macht und güt Vor allem unfall ſie behüt; Führ du ſie selbst auf rechter bahn, Damit ihr Fuß nicht gleiten kann. 4. Es soll und muß dem g'sche töcher voll; Sie werden nicht zut hen wohl, Der dieser hat sein'n ichand und spott, Vor ihrem feind bewahrt sie Gottum nd 12. Hilf, daß fie dich, Gott, überall Vor augen baben allzumal Und sich befleißen jederzeit Der tugend, zucht und ehrbarkeit ob Sammt beilgem Geift in 5. Chr sey dent Vater und dem Sohn einem thron, Welchs ihm auch 13. We fie ausgeben oder ein, Da laß du sie gesegnet seyn, Daß sie die lebenszeit und jahr Zubringen christlich immerdar. also sey bereit Von nun an bis in ewigkeit. nis thin and it god of rigid Joh. Kehlvos. 1558.is tail de lilled Pf. 128. welln ligdag, het In voriger Melodie. und 14. Wenn sich dann endet auch ihr lauf, So nimm fie, 478 ohl dem, der in Herr, zu die hinauf, Auf daß Auf daß asing the mo furcht 11.1 1.01 300% Von den drei Hauptständen der Christenheit. steht Und auch auf seinen wegen Kann zerschlagen, kann zernagen, geht! Dein eigen hand dich nähat Was Gott giebet Dem paar, t ren soll, So lebst du recht und das in ihm sich liebetansdisl nou geht dir wohl. rife Bisa dnu n3b Vor allem giebt ners seine 2. Dein weib wird in dein'ma gnad, In derens schooß er frühe hause seyn, is Wie ein reben volle und spats Sein hochgeliebten hei trauben fein Und dein kinder get. Da streckt sein arm sich tägum deinen tisch, Wie die ölpflanel zen, stark und frisch. lichaus, Da faßt er uns und unser haus, Gleich wie ein vater pfleget. Da muß Ein fuß Nach dem andern Gehn und wandern, Bis sie kommen In das zelt und In das zelt und siz der frommen noe 4. Der mann wird einem baume gleich, An ästen schönpan) zweigen reich; Das weib gleicht ei nem reben, Der feine träublein trägt und nährt Und sie je mehr und mehr vermehrt Mit früchten, die da leben. Wohl dir, Dizier, d Mannes sonne, Hauses wonne, Ehrenfrone! Gott denkt dein bei seinem sthrone.se dot tebin tim 5. Dich, dich hat er ihm aus erkorn, Daß aus dir werd heraus geborn Das voll, das ſein reich bauet. Sein wunderwert geht ima merfort Und seines mundes starkes wert Macht, daß dein auge schauet Schöne Söhne und die toeken, Die den rockens Fein, abspinnen Und mit funst die zeit gewinnen. 61 Sey gutes muths! wir sind es nicht. Die diesen orden aufgericht't, Es ist ein hoher Vater. Der hat uns je und je geliebt Und bleibt, wenn unsre sorg uns trübt, Der beste freund und rather. Anfang, Ausgang Aller sachen, Die zu machen Wir gedenken, Wird er wohl und weislich lenken. 3. Sieh, so reich segen hängt dem an, Wo in Gottes furcht lebt ein mann. Es lässt von ihm der Fluch und zorn, Den menschenkindern angeborn. 4. Aus Zion wird Gott fegnen dich, Daß du wirst schauen stetiglich Das glück der stadt Jerusalem, Vor Gott in gnaden angenehm. 5 Fristen wird er das leben dein Und mit güte stets bei dir seyn, Daß du wirst sehen findestind Und daß Israel friede findt. si Dr. Martin Luther. t 1546. Für christliche Eheleute.smm M. Wie schön leucht't uns. bi An 2013080 479.ie fön ists doch, Herr Jesu Christ, Im stande, da dein segen ist, Sm ftande beilger che! Wie steigt und neigt sich deine gab Und alles gut so mild herab Aus deiner heilgen höhe, Wenn sich An dich Fleißig halten, Jung und alte, Die im or den Eines lebens einig worden. 12. Wenn mann und weib sich wohl begehn Und unverrückt bei fammen stehn, 19 Im bande reiner treue, Da geht das glück in vol lem lauf, Da sieht man, wie der engel hauf Im himmel selbst sich freue. Kein sturm, Kein wurm [ 19. 12.] Von göttlicher Regierung und christlichem Leben. 3018 17. Zwar bleibts nicht ausrest herzu, Gieb rath im freuz, int nö kommt ja wohl Ein stündlein, da then ruh, In ängsten troft unde man leidensvoll Die thränen läsed freude! Deß sollst du haben ruhm fet schießen, Sedennoch, wer sich in und preis, Wir wollen fingen geduld Ergiebt, deß leid wird Gotz bester weis Und danken alle beide, tes huld In großen freuden schlie Bis wir Bet dir, Deinen willen Ben. Sige, Schwige Nur ein wer zu erfüllen, Deinen namen Ewig nig, Unser könig Wird behende loben werden. Amen.it nonied m Machen, daß die angst sich wende 8. Wohl her, mein könig, nah sannot an de medio med Paul Gerhardt.+1676.98 tpmod msgst bis af dat& tobrut Satta ni ane JD mad 480. C chhöchsterbi Gott, Auths and ne asumot sit sice nad B Jom nis tdol XXIV. Von göttlicher Regierung und christlichem Leben. smM. Was mein Gott will. A finn, Laß mich in demuth leben isu( Durch Adams Fall ist) bisig Rady, neid und gorn nimm von mit hin, So kann ich bald vergeben. Wenn schon durch list Mein nebenchyrist Ins elend mich getriebens Weiß ich doch wohl, Daß man auch soll Die ärgsten feinde lieben. 5 Herr, gieb mir diese drefer lei Erft einen festen glauben, Bei welchem rechte treue sey, Die nimmer steh auf schrauben; Daß ich mich üb In wahrer lieb Und hoff auf deine güte, Die mich, verlethe mir, Daß ich nur dich begehren und daßt dein Geist mich für und für Durchy dein wort neu gebäre, Daß ich, dein kind Dich such und find In allem treuz und leiden, Da mit nicht tod, Noch höllennoth, Mich jemals von dir scheiden. 12. Gieb meinem herzen wahre reu Und thränen meinen augen, Daß ich hinfort das böse schen, Und meine werte taugen. Hilf daß ich sey Dhn heuchelei in schuß und trøst der armen, Auch jederzeit Voll freundlichkeit mich ihrer mög erbarmeninu tim auf ¹ Gott Vor schand und spott Auch bis ins grab behüte, me 3. Vösch! aus in mir des fleisches luft Daß nichts als deine liebe In dieser welt mir sey be wusst Und ich mich also übe Nach deinem wort An allem brt Allein in folchen dingen So wird mein geift Sich allermeist Zu dir, Herr Sefu, schwingen.& nebom us dne. Nach vielem reichthum, gut und geld, Herr, laß mich ja nicht trachten; Gieb, daß ich alle pracht der welt Mög innerlich verachten, Auch nimmermcht Nach hoher ehe und großem namen ſtreben, Vielmehr stets nur nach rechter spur Der wahren christen leben. 39719 Vor schmeicheln, lift und heuchelei Bewahre mit die sinnen Und laß mich ja durch gleißnerei Den nächsten nicht gewinnen. Sap 4. Tretb aus vinmirden stolzen jaund nein mein antwort feyn [ 10. 13. 8302 Von göttlicher Regierung Darnach man sich zu richten, 2. Umzingle uns mit deiner Denn dies kann Bei jedermann macht, abgrund aller treue! Die sachen leichtlich schlichten. Der fatan ist darauf bedacht, 8. Herr, säubre doch von eitel- Wie er uns nur zerstreue. Er feit Mein fündliches gemüthe, kann und will ja nimmer ruhn, Daß ich in dieser kurzen zeit Ver Er suchet nichts, als schaden thun, schnöder lust mich hüte, Des her- Will unsre seelen fällen. zens grund Sey wie der mind, Dem nächsten nicht zu schaden, So werd ich nicht, wie sonst geschicht, Mit schmach und schimpf beladen. 59. Gieb, daß ich ja den müßiggang Sammt aller trägheit hasse, Dagegen, Herr, mein lebenlang Mein arbeit so verfasse, Daß ich zur noth Mein täglich brod Mit ehren mög erwerben Und wenn ich soll Fein sanft und wohl In dir, Herr Jesu, sterben. 3. Wie mancherlei ist seine lift, Wie heimlich seine tücke, Da er nur stets bemühet ist, zu bringen uns in stricke, zu rauben, was du wesentlich uns schon geschenkt, und wie er dich Und uns mög wieder trennen. 5. Beschüß uns durch die wachsamkeit Der heiligen heerschaaren, Laß sie um uns stets seyn bereit, Ach, laß uns widerfahren Auch diese gnad, daß früh und spät Viel räuchwerf uns zu dem i Norge THE 910 Tugebet Von dir gegeben werde. 481. h treuer Gott, ich 6. Ach, deine liebe flamm uns 10. Ach, gieb mir deinen guten Geist, Daß ich die laster fliehe, Und nur um das, was christlich heißt, Von herzen mich bemühe, So kann kein leid zu dieser zeit Aus deiner hand mich treiben, Und so werd ich Dann ewiglich Bei dir, Herr Jesu, bleiben. Joh. Rift. † 1667. an mit neuen liebesflammen, Führ du uns auf der pilgrimsbahn, Daß wir im geist zusamruf zu Humpy wisi si@ duns M. Ach Gott vom Himmel. 482. 21 trener Gott, wie nöthig ist, Daß wir jetzund recht beten und wachen, da des feindes list Uns sucht zu untertreten. Versuchung ist gar mancherlei, Ach, treuer Gott, ach steh uns bei, Errett uns von dem allen! men Vereinigt brennen von dem trieb Der wundersüßen Gotteslieb, Und ganz verzehret werden. 7. Verbrenne durch die liebesglut In uns das fündlich wesen; Denn, wenn du uns gemachet gut, Daß wir davon genesen, So bringen wir dir opfer dar, 4. Er suchet uns in ficherheit Und in den schlaf zu bringen. Daß er des nachts bei dunkler zeit Uns möge gar verschlingen. Ach Herr, Herr, gieb uns deinen Geist, Der uns den weg zur wahrheit weist Und uns darinnen führet. bon 310 [ 19. 14.] pund christlichem Leben. ( 303 thro Die dir gefallen ganz und gar, Mach uns durch deine fraft beWeil du fie selbst gewirket.reit, Uns nun zu überschütten 8. Alsdann sind wir dazu be- Mit reichem maaß der heiligkeit, reit, Daß wir theilhaftig fönnen Daß wir dir in der letzten zeit Recht werden noch in dieser zeit Mit vieler treue dicnen., t Der gnaden, die du gönnen Haft wollen deiner franken heerd, Die sich durch liebe selbst verzehrt Und dir zu eigen worden. 9. Ach, stärk uns aus der heilgen höh, Daß wir die fron erlangen Und nach dir laufen wie ein reh Und brünstig dich umfangen. Steh uns mit deiner gnade bei und lasse deine Vater- M. Auf meinen lieben Gott. treu In unserm kampfe spüren. 14. Den ursprung hat die seel aus dir, Sie sehnt sich von der erden Und brennet, von der liebsbegier Verschlungen ganz zu werden. Herr, ach, nimm uns wieder ein Und lasse deinen freudenschein Uns ewiglich genießen. Johann Christian Nehring.+ 1736. punimedel niem 483. de, du füße welt! 2 Ich schwing ins himmelszelt Die flügel meiner finnen Und suche zu gewinnen, Was ewiglich bestehet, Wenn dieses rund vergehet. 2. Fahr hin mit deinem gut, Das eine kleine fluth So balde kann verheeren und eine gluth verzehren. Fahr hin mit deinen schäßen, Die nimmer recht er=" gößen! e se i 1983 3. Fahr bin mit deiner luft! Sie ist nur spreu und wust, Und deine fröhlichkeiten Verblühen mit den zeiten, Was frag ich nach den freuden, Die mein gemüth nicht weiden? Hoe ste DI 10. In wüsten wandeln wir jetzt noch, Ach Herr, du wollst uns speisen und tränken stcts, da wir das joch Des freuzes ( dich zu preisen In der nachfolg) dir tragen nach, Aus todten uns lebendig mach, Daß wir die gänzlich leben. isht 1109 11. Wir sind nicht unser eigen mehr, Dir müssen wir nur leben; Wir wollen auch, weil du so sehr Gern dich für uns gegeben, Durch deine gnad die deinen seyn Und dienen dir, dem Herrn, allein Mit ganzem geist und leben. 12. Gemeinschaft haben wir also Mit dir in leid und freuden, Zuletzt wir werden mit dir froh, Wenn sich geendt die lciden. Denn wie fönnt das was traurigs seyn, Wenn du in uns nun lebst allein, Du quelle aller freuden! 4. Fahr hin mit deiner pracht! Von würmern ist gemacht Der jammet und die seiden, Die deinen leib bekleiden. Was mag genennet werden, Ist nur ein schaum auf erden. no 11 13. O treuer Gott, erhöre 5. Fahr hin mit deiner ehr! beut Was deine kinder bitten, Was ist die hoheit mehr, Als [ 19. 15.] 304 Von göttcher Regierung fummer im gewinnen Und herz- hin! Gen himmel steht mein leid im zerrinnen? Was frag ich finn. Der erden luft ich fluche nach den ehren, Die nur das Und nur den himmel suche. Ade, berz beschweren? du weltgetümmel, Ich wähle mir den himmel! Dr. Heinrich Müller. † 1675. 6. Fahr hin mit deiner gunst! Falsch lieben ist die kunst, Dadurch der wird betrogen, Dem du dich zeigst gewogen. Was frag ich nach dem lieben, Das endlich muß betrüben? 7. Im himmel ist der freund, Der mich recht herzlich meint, Der mir sein herze giebet Und mich so brünstig liebet, Daß er mich süß erquicket, Wenn angst und trübsal drücket. 8. Des himmels herrlichkeit Ist mir schon zubereit't, Mein name steht geschrieben Bei denen; die Gott lieben, Mein ruhm wird nicht vergehen, So lang' Gott wird bestehen. 113 9. DZions güldne pracht, Wie hoch bist du geacht't! Von perlen sind die pforten, Das gold hat aller orten Die gassen aus geschmücket! Wann werd ich hingerücket? 10. süße himmelsluff, Wohl O dem, dem du bewußt! Wenn wir ein tröpflein haben, So kann es uns erlaben, Wie wird mit groBen freuden Der volle strom uns weiden! 8939 Das BILLYs güldne A. B. C. 484. Allein auf Gott set dein vertraun, Auf menschenhülf sollst du nicht baun. Gott ists allein, der glauben hält, Sonst ist kein glaub mehr in der welt. 2. Bewahr dein ehr, hüt dich vor schand, Ehr ist fürwahr dein höchstes pfand. Wirst du die schanz einmal versehn, So ists um deine ehr geschehn. 3. Christ, sprich nicht viel, sondern hör mehr, Das wird dir bring'n lob, preis und ehr. Mit schweigen sich verredt niemand, Schwaßen bringt manchen in sünd und schand. d 4. Dem größten weich', acht dich gering, Daß er dich nicht in unglück bring, Dem kleinsten auch kein unrecht thu, So lebst du stets in fried und ruh. SHA 16, Bat fire 5. Erheb dich nicht mit stol zem muth, Wenn du bekommen haft groß gut, Es ist dir nicht darum gegeb'n, Daß du dich das durch sollst erheb'n. dind 6. Frömmigkeit laß gefallen dir Viel mehr denn gold, das glaube mir. Wenn geld und gu sich von dir scheidt, So weicht doch nicht die frömmigkeit. Haim 7. Gedent der arm'n zu aller 11. theures Himmelsgut, Du machest rechten muth. Was werden wir für gaben Bei dir, Herr Jesu, haben! Mit was für reichen schäßen Wirft du uns dort ergößen!# 4 1191 12. Fahr, welt, fahr immer 119, 16.] 305 und chriftlimem 2een. Balirap Hote ner mann, Sätt er hoffart und pracht gelan. sopir mj diel 16. Quat von niemand gedenk 8. at dir jemand was guts lebet ohn gebrech. Redst du alles homemittentlaur wo noch sprech, Denn kein mensch gethan, So sollst du stets geden nach deinem willn, Man wird len dran; Es foll dir seyit von dich gar bald wieder stilln. und Herzen leid, Wenus deinem nächften übel geht.. 9nalin en 9. In deiner jugend sollst du did Sur arbeit halten fleißiglich Hernach gar schwer die arbeit ist, Wenn du zum alter fommen bist. 17. Nuf Gott in allen nöthen an Er wird gewißlich bei dir stahn. Er hilft einem jeden aus der noth, Der nur nach seinem willen thut ad ther, his pe 18. Sieh dich wohl vor, die zeit ist bös, Die welt ist falsch und sehr gottlos. Willst du der welt viel hangen an, Ohn schad to und und schand kommst nicht da vont te frist, Wenn du von Gott gejegnet bist; Sonst dir das widerfahren kann, Was Christus sagt vom reichen mann. 10. Kehr dich auch nicht an jedermann, Der dir vor augen dienen kann. Nicht alles geht voit herzensgrund, Was schön und lieblich redt der mund. Ichen tiistadus nacht im He 19. Tracht stets darnach, was recht gethan, Ob dich schon lobt nicht jedermann. Es fanns doch feiner machen je, Daß's jeder mann gefallen thu.i an 11. La fein'n unfall verdrieSunbi Ben dich, Wenn gleich das un glück findet sich; Anfang und ende nicht gleich seyn, Wie solchs oft lehrt der augenschein. 12. Mäßig im zori jey allemoi a@ 20. Berlaß dich nicht auf ir zeif, Um klein ursach erheb fein'n disch ding, All zeitlich gut vers flein streit, Durch zorn das herze wird schwindt gering. Darum der verblendt niemand recht mensch ganz weislich thuth Der dallein sucht das ewge gut.sjobirey 19, 18dere wenn hadern will, So rath ich daßd 12fee Benn jemand mit dir du schweigest still, Und ihm nicht helfest auf die bahn, Da er gern wollt ein urjach han. dra s Daß you ap damit erkennt. 13. Nicht schäm dich, rath ich allermeist, Daß man dich lehr, was du nicht weißst. Wer etwas fann, den hält man werth, Den ungefchidt'n niemand begehrt. 22. Kerres verließ sich auf sein heer, Darum ward er geschlagen jehr. So du mußt frie gen, Gott vertrau, Sonst allezeit den frieden bau.ded it mo 15. Pracht und hoffart meid 23. Ye länger je mehr dich lehr überall, Daß du nicht kommest in zu Gott, Daß du nicht kriegst des unfall. Mancher war ein behalt- teufels jpott. Der mensch ein'n pado Tor 20 14. O mert! so einer führt ein flag Vor dir, sollst du als bald der sag' nicht glauben, auch nicht richt'n sofort, Sondern hör erst des andern wort. Von göttlicher Regierung 306 solchen lohn wird han, Wie er im leben hat gethan. 24. 3ier all dein thun mit redlichkeit, Bedenk zum end den letten bescheid, Denn vorgethan und nachbedacht Hat manchen in groß leid gebracht. in meiner einsamkeit, Denn wenn ich ganz verlassen scheine, Vertreibt mir Jesus selbst die zeit. Ich bin bei ihm und er bei mir, So kommt mir gar nichts einsam für. M. Wer nur den lieben Gott. 485. 21llein und doch nicht der neid betrogen ſeyn. ganz alleine 2. Komm ich zur welt, so hör ich sachen, Die nur auf citelfeit gericht't; Da muß sich lassen der verlachen, Der etwas von dem himmel spricht. Drum wünsch ich lieber ganz allein, Als bei der welt ohn Gott zu seyn. zu beschränken, Daß Gott allein mein herz erfreut. Die welt ist voller trug und list, Wohl dem, der Gott verbunden ist! te 3. Verkehrte können leicht verkehren, Wer greift pech ohne fleben an? Wie sollt ich denn dahin begehren, Wo man Gott bald vergessen kann? Gesellschaft, die verdächtig scheint, Wird oftmals nach dem fall beweint. 99 4. Zudem kann sich ein mensch verstellen, Wer will in aller herzen sehn? Man sieht oft heimliche gefellen, Die sich nur nach dem winde drehn, Daß der, so voller zucker war, Bald eine schlange drauf gebar. Ishurig ind 5. Drum kann mirs niemand hier verdenfen, Wenn ich in meiner einsamkeit Mich also suche 6. Ein weltkind mag gesellschaft suchen, Ich liebe Gott in stiller ruh, Und sollten mir die neider fluchen, So schließ ich meine fammer zu Und nehme Gott mit mir hinein, So wird TEE 7. Mit Gott red ich in sei nem worte Und durch sein wort redt er mit mir; Bet ich an einem stillen orte, So findet er sich bald zu mir; Brauch ich in meinem freuze rath, Er ists, der mich getröstet hat. 8. Mach ich im stillen meine sachen, So hat er seine hand bei mir; Ich mag nun schlafen oder wachen, So stellt er mir sein bildniß für. Auch in dem traume spielet er, Als wenn ich wachend bei ihm wär. 9. Wer wollte denn nun nicht bekennen, Daß ich stets in gesellschaft bin? Und will die welt mich einsam nennen, So thue sie es immerhin; Gnug, daß bei mir, wenn ich allein, Gott und viel tausend engel seyn. Benjamin Schmold. † 1737. nun se ste In eigner Melodie. 486." lles ist an Gottes fe HTS gen an seiner gnad gelegen, Ueber alles geld und gut. Wer auf Gott sein hoffnung jeget, Der behält ganz unvers lebet Einen freien heldenmuth. [ 20.02.1 und christlichem Leben. 2. Der mich hat bisher ernähret Und so manches gut bescheret, Ist und bleibet ewig mein. Der mich wunderlich geführet Und noch leitet und regieret, Wird hinfort mein helfer seyn. 3. Viele mühen sich um sachen, Die nur sorg und unruh machen Und ganz unbeständig sind. Ich begehr nach dem zu ringen, Was mir wahre ruh kann bringen Und man jetzt gar selten findt. 4. Hoffnung kann das herz erquicken; Was ich wünsche, wird sich schicken, So es anders Gott gefällt. Meine seele, leib und leben hab ich seiner gnad ergeben Und ihm alles heimgestellt. 5. Er weiß schon nach seinem willen Mein verlangen zu erfüllen, Es hat alles seine zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben; Wie Gott will, so muß es bleiben, Wann Gott will, bin ich bereit. 307 2. Wo du ihn nur haft rathen lassen, Da hat er alles wohl gemacht, Denn was dein denken nicht fann fassen, Das hat er längst zuvor bedacht. Wie dies fein rath hat außersehn, So und nicht anders muß es gehn. 3. Wie werden deine lebenstage So manchen fummers seyn befreit, Wie leicht wird alle noth und plage Dir werden in der eitelkeit, Wenn du nichts wünschest in der welt, Als was Gott will und ihm gefällt. 4. Dir wirds an keinem guten fehlen, Wenn du dein herz gewöhnst und lehrst, Nur Gottes willen zu erwählen Und deinem eignen willen wehrst, Den stets sein eigen wählen treugt, So oft ihm gut sein wollen däucht. 5. Gieb meinem herzen solche stille, Mein Jesu, daß ich sey vergnügt Mit allem, was dein gnadenwille Mit mir in meinem Leben fügt; Nur nimm dich meiner seele an, So hab ich, was ich wünschen kann. 6. Soll ich länger allhier leben, Will ich ihm nicht widerstreben, Ich verlasse mich auf ihn. Ist doch nichts, das lang' bestehet, Alles irdische vergehet Und fährt wie ein strom dahin. nnst lepns nsturot Isid Ter+ Psalm 37, 5. 6. Ich weiß, du thusts, sie ist die deine Und fostet dich dein theures blut. Behalte du sie schön und reine, Laß dies dein mir vertrautes gut Nur einzig meine forge seyn, So trifft mein ganzes wünschen ein.& dol nag M. Wer nur den lieben. 487. Befiehl dem Herren 7. Indeß sey stets, mein heil, gepriesen alle mache dich von sorgen los, Ver- du mir, Noch ch ich war, schon traue feiner Vaterpflege, Vor ihm haft erwiesen, Da du, mein treuer ist nichts zu schwer und groß, hirte, dir Zum eigenthum mich Das er zu seines namens preis haft erwählt Und deinen schafen Nicht herrlich auszuführen weiß. zugezählt. de tint [ 20. 3.1 20. 308 Von göttlicher Regierung 8. Dir sey auch ewig lob ge- 4. Weg hast du allerwegen, geben, Daß du so unvermuthet An mitteln fehlt dirs nicht, haft Für mich gesorgt in mei- Dein thun ist lauter segen, Dein nem leben. So lang' ich bin der gang ist lauter licht. Dein werk erden gast, Ist alles liebreich, kann niemand hindern, Dein arnüß und gut, Was deine schif- beit kann nicht ruhn, Wenn du, fung mit mir thut. was deinen findern Ersprießlich ist, willst thun. sl sed m 9. Dort werd ich deiner liebe thaten Erst preisen in vollkommenheit, Wenn mir mein wünschen ist gerathen, Daß ich kann in der ewigkeit Erkennen, wie dein wille mir So gut gewesen für und für. 5. Und ob gleich alle teufel Hie wollten widerstehn, So wird doch ohne zweifel Gott nicht zurücke gehn; Was er sich vorgenommen Und was er haben will, Das muß doch endlich kommen 3u seinem zweck und ziel. **** Henriette Cathar. v. Gersdorf.+ 1726. 6. Soff, o du arme seele, Heff und sey unverzagt! Gott wird dich aus der höhle, Da dich der fummer plagt, Mit großen gnaden rücken; Erwarte nur die zeit, So wirst du schon erblicken Die sonn der schönsten freud. bid l 7. Auf, auf! gieb deinem schmerze Und sorgen gute nacht, Laß fab- i ren, was das herze Betrübt und traurig macht. Bist du doch nicht regente, Der alles führen soll, Gott sigt im regimente( Und führet alles wohl. ste 8. Thn, ihn laß thun und thun walten, Er ist ein weiser fürst Und wird sich so verhalten, Daß du dich wundern wirst, Wenn at er, wie ihm gebühret, Mit wunderbarem rath, Das werk hinaus geführet, Das dich befümmert hat un nud ud finid and S 9. Er wird zwar eine weile, Mit seinem treft verziehn Und thun an seinem theile, Als hätt ind seinem sinn Er deiner sich bege Psalm 37, v. 5. M. Herzlich thut mich verl. 488.* eficht du deine wege, Und was dein herze fränkt, Der allertreusten pflege Deß, der den himmel lenkt. Der wolken, luft und winden Giebt wege, lauf und bahn, Der wird auch wege finden, Da dein fuß geben fann. Ilsar sie.pl 2. Dem Herren mußt du trauen, Wenn dies soll wohl ergehn, Auf sein werk mußt du schauen, Wenn dein werk soll bestehn. Mit sorgen und mit grämen Und mit selbsteigner pein gar nichts nehmen, Es muß erbeten seyn. 1 Gothist 3. Dein ewig treu und gnade, O Vater, weiß und sieht, Was gut sey oder schade Dem sterblichen geblüt; Und was du dann erlesen, Das treibst du, starfer held, Und bringst zum stand und wesen, Was deinem rath gefällt. [ 20.4.1 und christlichem Leben. 309 ben Und sollst du für und für dich nennen seine braut, Kannſt In angst und nöthen schweben, Frag er doch nichts nach dir. du nicht andern seyn vertraut. 10. Wirds aber sich befinden, Daß du ihm treu verbleibst, So wird er dich entbinden, Da du's am mindsten gläubst; Er wird dein herze lösen Von der so schweren last, Die du zu keinem bösen Bisher getragen haft. 3. Im fall du Christum willst behalten, So halt ihn einig und allein, Die ganze welt soll dir erfalten Und nichts als lauter greuel seyn; Dein fleisch muß sterben, eh die noth Der sterblichkeit dir bringt den tod. 4. Warum follt ich doch das umfangen, Was ich so bald verlassen muß, Was mir nach abgefürztem prangen Brächt ewig ekel und verdruß? Sollt ich um einen dunst und schein Ein schensal heilgen Geistes feyn? 11. Wohl dir, du find der trene, Du hast und trägst davon Mit ruhm und dankgeschreie Den sieg und chrenkron. Gott giebt dir selbst die palmen In deine rechte hand, Und du singst freudenpfalmen Dem, der dein leid gewandt. dad 191 Sum 12. Mach end, o Herr, mach ende mit aller unsrer noth, Stärt unsre füß und hände Und laß bis in den tod Uns allzeit deiner pflege Und treu empfohlen seyn, So gehen unsre wege Gewiß zum himmel ein. 5. Die augen dieser erden lachen Zwar weidlich in der sterblichkeit, Beweinen aber in dem rachen Der höllen ihr unendlich leid. Der engel traub hingegen tränft Den, der mit thränen hier sich kränkt. In bao Paul Gerhardt. 1676. + ordirt allo 6. Ach Gott, wo sind die, die vor jahren Ergeben aller eitelkeit Und in die welt so brünstig waren in por Berliebt? des schnöden leibes kleid Sind würmer; ihre seele sist In 197 ewig heißer glut und schwigt. 489.ie liebe leidet nicht. Die welt ſenkt ihre fødten gesellen, Matth.6, 24. M. Wer nur den lieben. nimmer fie treut und redlich brennt, Zwei wieder auf, Mein heil ruft seine sonnen mögen nicht erhellen Beisammen an dem firmament. Wer Herren, die einander feind, Bedienen will, ist keines freund.se 2. Was hinkst du denn auf bei den seiten, feel? ist Gott, der Herr, dein schatz, Was haben denn die eitelkeiten Für einen anspruch, theil und play? du todten wieder Zum unbeschränkten lebenslauf, Berklärt sie wie das morgenroth, Wenn jene nagt der andre tod. 100 8. Was hab ich denn, o welt, zu schaffen Mit deiner eitlen rojenfron? Gieb denen sie, die dar nach gaffen, Laß mir des kreuzes Soll er dorn und hohn. Besitz ich Jesum [ 20. 5.1 Von göttlicher Regierung 310 nur allein, Ist alles, was zu wünschen, mein. Erasmus Francisci( Finr). † 1694. M. Ermuntre dich, mein. u bist ein mensch, Wer gab den augen licht und schein, Dem leibe haut und hülle? Wer zog die adern hier und dort Ein jed an ihre stell und ort? Wer setzte hin und wieder 490. Das weißst du So viel und schöne glieder? 6. Wo war dein will, herz und verstand, Da sich des himmels decken Erstreckten über see und land Und aller erden ceken? Wer brachte sonn und mond herfür? Wer machte fräuter, bäum und thier, Und hieß sie deinen willen Und herzenslust erfüllen? wohl, Was strebst du denn nach dingen, Die Gott, der Höchst, alleine soll und kann zu werfe bringen? Du fährst mit deinem wiß und sinn Durch so viel taufend sorgen hin Und denfft: wie wills auf erden Doch endlich mit mir werden? 2. Es ist umsonst, du wirst fürwahr mit allem deinen tichten Auch nicht ein einges kleines haar In aller welt ausrichten, Und dient dein gram sonst nirgends zu, Als daß du dich aus deiner ruh In angst und schmerzen stürzest Und dir das leben kürzest. 3. Willst du was thun, das 8. Die windeln, die dich alle Gott gefällt Und dir zum heil gedeihet, So wirf dein sorgen auf den held, Den erd und himmel scheuet, Und gieb dein leben, thun und stand Nur fröhlich hin in Gottes hand, So wird er deinen sachen Ein fröhlich ende machen.lu no 7. Heb auf dein haupt, schau überall Hier unten und dort oben, Wie Gottes sorg auf allen fall Für dich sich hat erhoben; Dein brod, dein wasser und dein kleid War eher noch, als du, bercit, Die milch, die du erst nahmest War auch schon, da du fameſt. gemach Umfingen in der wiegen, Dein bettlein, fammer, stub und dach Und wo du solltest liegen, Das war ja alles zugericht't, Ch als dein aug und angesicht Eröffnet ward und sahe, Was in der welt geschahe. 99. Und dennoch soll dein angesicht Dein ganzes Leben führen! Du traust und glaubest weiter nicht, Als was die augen spüren. Was du beginnst, da soll allein Dein kopf dein licht und meister seyn, Was der nicht auserforen Das hältst du als verloren. 10. Nun siehe doch, wie riel und oft Ist schändlich umgeschlagen, Was du gewiß und fest ge [ 20. 6.] 4. Wer hat gesorgt, da deine feel Im anfang deiner tage Noch. in der mutter Leibeshöhl und finsterm ferfer lage? Wer hat allda dein heil bedacht? Was that da aller menschen macht, Da geist und sinn und leben Dir ward ins Herz gegeben? st 95. Durch wessen funst steht dein gebein In ordentlicher fülle? und christlichen Leben. 311 hofft Mit händen zu erjagen; nimmer ruht, Dein bestes vorzunehmen. Er kanns nicht lassen, sage ich, Sein Vaterherz ist gegen dich Und uns hier allzusammen Voll allzufüßer flammen. Hingegen, wie so manchesmal Ist das geschehn, was überall Rein mensch, fein rath, fein sinnen Sich hätt erdenken können. 11. Wie oft bist du in große noth Durch eignen willen fommen, Da dein verblendter sinn den tod Fürs leben angenommen! Und hätte Gott dein werk und that Ergehen lassen nach dem rath, In dem du's angefangen, Du wärst zu grunde gangen. 12. Der aber, der uns ewig liebt, Macht gut, was wir verwirren, Erfreut, wo wir uns selbst betrübt Und führt uns, wo wir irren; Und dazu treibt ihn sein gemüth Und die ie reine Vatergüt, In der uns arme fünder Er trägt als jeine finder. 16. Er glüht und brennt vor gnad und treu, Und also fannst du denken, Wie seinem muth zu muthe sey, Wenn wir uns oftmals fränken Mit so vergebner sorgenbürd, Als ob er uns nun gänzlich würd Aus lauter zorn und hassen Ganz hülf- und trostlos lassen. 17. Das schlag hinweg und laß dich nicht So liederlich bethören! Obgleich nicht allzeit das geschicht Was freude kann vermehren, So wird doch wahrlich das geschehn, Was Gott, dein Vater, auserfehn, Was er dir zu will kehren, Das wird kein mensch verwehren. D 13. Ach, wie so oftmals schweigt er still Und thut doch, was uns nüget, Da unterdessen unser will Und herz in ängsten sipet, Sucht hier und da und findet nichts, Will sehn und mangelt doch des lichts, Will aus der angst sich winden und kann den weg nicht finden. debisp Tig 19 914. Gott aber geht gerade fort Auf seinen weisen wegen, Er geht und bringt uns an den port, Da wind und sturm sich legen. Hernachmals, wenn das wert ge18. Thu als ein find und lege dich In deines Vaters arme, Bitt ihn und flehe, bis er sich Dein, wie er pflegt, erbarme, So wird er dich durch seinen Geist Auf wegen, die du jest nicht weißst, Nach wohlgehaltnem ringen Aus allen sorgen bringen. nisdd Paul Gerhardt. † 1676. M. Alle Menschen müssen. in Oder: In eigner Melodie. schehn, Da kann der mensch als 491. u, o schönes weltgebäude, Magst dann erst sehn, Was der, so ihn gefallen, wem du willt, Deine regieret, In seinem rath geführet. scheinbarliche freude Ist mit lanIsi 15. D'rum, liebes herz, sey wohl- ter sangst umhüllt. Denen, die gemuth Und laß von sorg und den himmel hassen, Will ich ihre grämen! Gott hat ein herz, das weltlust lassen, Mich verlangt CHEC [ 20. 7.] $ 1.2 Von göttlicher Regierung nach dir allein, Allerschönstes Denn durch dich komm ich hinJefulein. do 13 ein Zu dem schönsten Jefulein. 7. Ach, daß ich den leibeskerker Heute noch verlassen müßt Und käm an den sternenerfer, Wo das haus der freuden iſt! Da wollt ich mit wortgepränge Bei der engel großen menge Rühmen deiner Gottheit schein. 2. Müde, die der arbeit menge Und der heiße strahl beschwert, Wünschen, daß des tages länge Werde durch die nacht verzehrt, Daß sie nach so vielen lasten Können sanft und füße rasten. Mein wunsch ist, bei dir zu seyn, Allerschönstes Jefulein. Allerschönstes Jefulein.g at$ 18. Doch, weil ich die seelen3. Ach, möcht ich in deinen armen So wie ich mir wünschen auen Und den güldnen himmels wollt, Allerliebster schaß, erwar- saal Jetzt nicht kann nach wunmen, So wollt ich das feinste sche schauen Und muß hier im thränenthal Noch am fummerfa gold, Das in Ophir wird gegraben, Nicht für die ergößung ha- den spinnen: Ei, so sollen meine ben, Daß ich könnte bei dir sinnen Unterdeß doch bei dir seyn, Allerschönstes Jefulein. seyn, Allerschönstes Jefulein! begoh. Franc. † 1677.3 fudi deil him. O Gott, du frommer. 492. ad Gint tol nit fagst: ich bin ein christ. Wobl= an, wenn werk und leben Dir dessen, was du sagst, Beweis und um dich. Ich wünsche, was du zeugniß geben, So steht es wohl sprichst, zu werden alle tag, Das heißt: ein guter chrift. is 90 89 2. Du sagst: ich bin ein christ. Der ists, der Jesum fennet Und feinen Gott und Herrn Ihn nicht alleine nennet, Sondern thut auch mit Fleiß, Was fordert fein gebot; Thust du nicht auch also, Ist, was du sagst, ein spott. obute 3. Du sagst: ich bin ein chrift. Wer sichs will nennen faffen, Muß lieben, was gut ist, Mit ernst das böse hassen, Der lieber Christum nicht, Der noch die 4. Andre mögen durch die wel len Und durch wind und klippen gehn, Ihren handel zu bestellen, Und da ſturm und noth ausstehn. Ich will meine glaubensflügel Schwingen an die sternenhügel, Ewig da bei dir zu seyn, Allerschönstes Jesulein.is 5. Tausendmalpfleg ich zu sagen Und noch tausendmal das zu: Ach, würd ich ins grab ge tragen, Ei, so käm ich ja zur ruh, Und mein bestes theil das würde, Frei von dieser sünden bürde, Seid und ewig um dich seyn, Allerschönstes Sefulein 6. Komm, o tod, du schlafesbruder, Komm und führe mich nur fort, Löse meines schiffleins ruder, Bringe mich in fichern port. Es mag, wer da will, dich scheuen, Du kannst mich vielmehr erfreuen. [ 20. 8.] und christlichem Leben. 313 zeige mir, Ob Christi leib und blut In dir zur heiligung Auch seine wirkung thut? fünden liebt, Ist auch kein christ, mal will schenken. Wohl! aber ob er Sich gleich den namen giebt. 4. Du sagst: ich bin ein christ, Denn ich bin ja erkaufet mit Christi blut und bin In seinen tod getaufet. Ja wohl; hast aber du Gehalten auch den bund, Den du mit Gott gemacht In jener gnadenstund? 5. Hast du ihn nicht vorlängst Gar oft und viel gebrochen? Hast du, als Gottes find, Dich, wie du hast versprochen, In allem thun erzeigt? Dem guten nachgestrebt? Hat nicht der alte mensch Bisher in dir gelebt? 6. Du sagst: ich bin ein christ, Weil Gottes wort und lehre Ohn allen menschentand Ich fleipig lef und höre. Ja, lieber, thust du auch, Was dieses wort dich lehrt? Nicht, ders hört, sondern thut, Der ist bei Gott gechrt. 7. Du sagst: ich bin ein christ, Ich beichte meine sünden Und laß beim beichtstuhl mich Von zeit zu zeiten finden. Findt aber sich, mein freund, Ich bitte, sag es mir, Nach abgelegter beicht Die bessrung auch bei dir? 8. Ach, du bleibst nach wie vor! Dein worte, werk und sinnen Werd'n oftmals ärger noch, Dein vorsag und beginnen Geht nach dem alten trieb, Und was noch gut soll seyn, Ist, wenn mans recht befiehet, Nur lauter heuchelschein. 10. Du sagst: ich bin ein christ, Ich bete, les und singe, Ich geh ins Gotteshaus; Sind das nicht gute dinge? Sie sind es, aber nord wenn Sie werden so verricht't, Daß Gott auch stets dabei Ein reines herze sieht. - Dim..b 9. Du sagst: ich bin ein christ, La speisen mich und tränken Mit 11. Du sagst: ich bin ein christ. Ich kann dirs nicht gestehen, Es sey denn, daß ichs werd Aus deinem wandel sehen. Wer sagt und rühmet, daß Er Chrifto angehör Und auch sein jünger sey, Muß wandeln gleich wie er. 12. Bist du ein wahrer christ, So mußt du seyn gesinnet, Wie Jesus Christus war. Wenn reine liebe rinnet Aus deines herzens quell, Wenn du demüthig bist Von herzen, wie der Herr, So sag, du seyft ein christ. 13. So lang" ich aber noch An dir erseh und spüre, Daß stolz und übermuth Dir sinn und herz regiere; Wenn an der sanftmuth stellSicht zeiget haß und neid So bist du ganz gewiß Vom christenthum sehr weit. dur 14. Dusifagst: ich bin ein christ lind rühmst dich deß mit freuden; Thuft aber du auch mehr, Als andre kluge heiden? Ach, öfters nicht so viel, Als gutes: 1 fie gethan! Sie werden dorten dich Gewißlich klagen an. pr 15. Sag nicht: ich bin ein dem, was Christus uns Im abend- christ, Bis daß dir werk und les Von göttlicher Regierung 314 ben Auch dessen, was du sagst, Beweis und zeugniß geben. Die wort sind nicht genug; Ein christ muß ohne schein Das, was er wird genannt, Im wesen selber feyn. pusin 16. Ach Gott, gieb gnade nur, Mich ernstlich zu befleißen, Zu seyn ein wahrer christ Und nicht nur so zu heißen. Denn welcher nam und that Nicht hat und führt zugleich, zugleich, Der kommet nimmermehr zu dir ins himmelreich. große list und wachsamkeit, Vis daß es ihm gelinge. du stop 5. So sucht die böse welt ja dies, Wie sie mir durch viel ärgerniß Den fallstrick mag bereiten. Pracht ehre, wollust, gut und geld Ifts, was sie mir vor augen stellt, Dadurch mich zu verleiten. 6. Nehm ich denn nun gleich oftmals mir, So viel ich fann, was gutes für, Kann ichs doch nicht vollenden, Weil mir darin der arge feind, Welt, fleisch und blut zuwider seynd Und mich davon abwenden. tim bi dos 7. Ach Gott, wie übel bin ich gerecht. dran, Daß ich das gute so nicht kann Verrichten, wie ich wollte, Und ohne dich nur immerzu Das böse wohl mit freuden thu, So ich nicht will, noch sollte. sek Joh. Adam Haßlocher.+ 1726. 493. D u sagst: ich bin M. Kommt Her zu mir, spricht. 494. u sagst mir zu, o frommer Gott, Wenn ich dich liebe bis in tod Und hasse hier mein leben, So wollst du mir nach dieser zeit Dort in des himmels herrlichkeit Die lebenskrone geben. 2. Von herzen gerne wollt ich nun, Gott, nach deinem wil len thun Und dir getreu verbleiben, Da du ja so genädiglich Durch gut und böses pflegest mich Hierzu stets anzutreiben. in 3. Ach, aber dies mein fleisch und blut Mir widerstand hierin nen thut Und trägt nur lust zur sünde; Es macht, daß ich zu alle dem, Was gut ist, leider unbequem Und träge mich befinden 4. Der teufel trachtet auch dahin, Wie er mir böse lust in sinn Und mich in jünden bringe. Er schafft dazu gelegenheit, Braucht 18. Ach Herr, erbarme dic doch mein Und laß mich nicht verworfen seyn, Gieb mir ein ander herze, Damit ich thu, was dir gefällt Und nicht mit der gottlosen welt Dein himmelreich verscherze. 1919. Verleihe, daß dein guter Geist Mir hülfe, rath und beistand leist In meinem ganzen leben. Von ihm rührts her, von ihm allein, Daß man hier kann beständig seyn, Das wellest du mir geben. 1910. Ach hilf, daß er mich leit und treib, Daß ich ja fest und standhaft bleib In deiner reinen lehre Und schlechthin glaube deiner schrift, Auf daß vernunft und irrthumsgift Mich niemals bier verfehre. 19gog na i pitt 11. Las mich auch sonst der chris 130. 10.1 und christlichem Leben. 315 bin frank. stenpflicht Ja nimmermehr ver- tranf. Erquicke mich, denn ich geffen nicht, Vielmehr recht eifrig streben, Damit bei mir dein heilig wort Bring reiche früchte fort und fort Durch ein gottselig leben. 12. Hilf, daß in schwerer leidenszeit Ich dir mit glaubensfreudigkeit Geduldig mög aushalten, Und, weil doch alle freuzespein muß meiner feele heilsam seyn, Dich laß in allem walten. 13. Voraus laß in der letzten noth Von sünde, teufel, höll und tod Mich keinen anstoß leiden, Daß ich kann mit getrostem muth Auf deines Sohnes tod und blut d 3. Ich schreie zu dir chne stimm, Ich seufze nur; o Herr vernimm, Vernimm es doch, du gnadenquell, Und labe meine dürre seel! 4. Ein frisches wasser fehlet mir. Herr Jesu, zeuch, zeuch mich nach dir! Nach dir ein großer durst mich treibt, Ach, wär ich dir nur einverleibt! 5. Wo bist du denn, o bräutigam? Wo weidest du, o Gotteslamm? An welchem brünnlein ruhest du? Ich dürſte, laß mich auch dazu! 6. Ich kann nicht mehr, ichy bin zu schwach, Ich schreie, dürft und ruf dir nach. Mein durst muß bald gefühlet seyn; Du bist ja mein und ich bin dein. 199 14. Wenn ich dir so getreu hier leb, Auch so getreu den geist auf geb, Kann ich mich selig schätzen, Weil du aus gnaden mir wirst dort, Wie mir verspricht dein heilig wort, Die lebensfron aufseßen. 19 Joachim Neander. † 1680. 1915. Drum bitt ich nochmals tis M. Monarche aller Ding. flehentlich: Gieb, daß ich bis Oder: In eigner Melodie. ans ende mich Dir mag getren 496. unvergleichlichs erweisen. treuer wollte dich nicht lieben? Wer wollte nicht sein herz Um dich, o Gott, betrüben? Wer wollte nicht mit geist und sinn In dich, mein Sesu, wandern hin? b bitte noch, Um Christi willen gieb mirs doch, Ich will dich ewig preifen. in 2 is ann di na9d Pf. 42adi nose M. Nun lasst uns den Seib. u unbegreiflich höchod 495. 2. Du bist der ewge glanz, Den auch blos anzuschauen Kein engel würdig ist, Wie darf ein mensch sichs trauen? Und dennoch bist du mehr gemein, Als 1h 9 nimmermehr der sonnenschein. 12. Ich bin ein hirsch, der dur- 3. Du bist die majestät, Der stig ist Von großer hib, du, Jesu, alles chr erzeiget, Der Herr, por bist Für diesen hirsch ein seelen- dem erd, höll Und himmel tief stes gut, An welchem hängt mein herz und muth, Ich dürft, o lebensquell, nad) dir. Ach hilf! ach lauf! ach komm zumir! god tule [ 20.11.) 216 Von göttlicher Regierung sich neiget; Und doch neigst du wohlgefallen Und angeerbtem dich, Herr, so weit Zu mir, der bösen sinn In diesem leben walschnödsten schnödigkeit.ddlen Auf eitlen sündenwegen. 4. Du bist die weisheit selbst, 2. Ein wahrer christ denkt alerweisen Den namen mit der thätigkeit Und Gott mit dank zu preisen, Der uns des Geistes kräfte gab Im heilgen wasserbade, Dem wir auch müssen bis ins grab Nachfolgen auf dem pfade Des Gottergebnen lebens. 3. Wer seinen Gott recht fürcht't und liebt, Wie einem ner ewgen frend und luft. find gebühret, Der hüt't sich, 6. Du bist die schönheit selbst, daß er nichts verüb, Was ihn Du kannst nichts schönres fin von Gott abführet. Der heuchler den, Es kann dich nichts, als nur art hingegen ist, Recht fromm Dein eigne schönheit binden; Und von außen scheinen Und doch doch hat deiner liebe band Dich durch böse tück und lift Ein anmir, dem schatten, zugewandt. dres bei sich meinen Und in der that verrichten. O ( 51 livr 7. Du fitest auf dem thron, Vor dem die teufel zittern, Gs kann in deinem reich Sich ewig fich nichts wittern; Und doch giebst du dich so herab Um mich, bis an das freuz und grab. ben, und 4. Dergleichen Heuchelei, Gott, Laß mich doch nimmer treiIn lieb und leid, in noth tod Laß mich beständig bleiben. Gieb, daß ich mag vor allen dich, Hernady den nächsten lieben, Auch felbft diejengen, welche mich Verlegen und betrüben, Damit ich Chrifto folge. 8. Du unvergleichlichs gut, Wie sollt ich dich nicht lieben? Wie sollte sich mein Herz Nach dir nicht stets betrüben? Ach, wäre doch mein geist und sinn In dich schon ganz, mein Sesu, hin! Dr. Johann Scheffler.( Angelus)+ 1677. snn M. Es wolls uns Gott. 497. 5. Ich bin ein mensch und meine tritt Vermögen fehl zu gehen; Drum richte, Seju, meine schritt, Daß ich bald mag aufstehen 739in christ soll nicht Durch buße, wenn ich etwa fall, der meinung seyn, Halt mein Herz bei dem einen, Daß unser christenleben Besteh Daß ich dich fürchte überall, im namen nur allein, Den Chris Bis du mich zu den deinen Wirst s stus uns gegeben, und daß man in den himmel nehmen. möge immerhin Nach eignem 19 4 9199 S Jacob Ritter: † 1669. br 49 [ 20. 12.] Die ewiglich regieret, Der tie- lezeit Gebührend zu feste verstand, Der alles glücklich führet; Und doch kommst du, mich hinzuführen, Daß ich auch soll mit dir regieren. 5. Du bist das höchste gut, Du darfst kein gut verlangen, Du selbst bist alle lust, Darfst keine lust empfangen; Und doch verlangst du meine brust Zu dei und christlichem Leben. 317 Psalm 51, 12. FEE Suchs bei feiner freatur, Lağ was irdisch ist, dahinten, Schwing M. Herr Jesu Christ, dich. 498. Gin reines herz, dich über die natur, Wo Gott und Herr, schaff in mir, Schleuß zu der jünde thor und thür, Vertreibe sie und laß nicht zu, Daß sie in meinem herzen ruh. die menschheit in einem vereinet, Wo alle vollkommene fülle erschei net: Da, da ist das beste, nothwendigste theil, Mein ein und mein alles, mein seligstes heil. 2. Die öffn ich, Jesu, meine thür, Ach komm, und wohne du bei mir, Treib all unreinigkeit hinaus Aus deinem tempel, dei nem haus. 3. Wie Maria war beslissen Auf des einigen genieß, Da sie sich zu Jesu füßen Voller andacht niederließ; Ihr herze entbrannte, dieß einzig zu hören, Was Jesus, ihr Heiland, sie wollte belehren, Ihr alles war gänzlich in Jesum versenkt Und wurde ihr alles in einem geschenkt. 4. Also ist auch mein verlangen, Liebster Icsu, nur nach dir, Laß mich treulich an dir hangen, Schenfe dich zu eigen min Db viel auch umkehrten zum größesten haufen, So will ich dir dennoch in liebe nachlaufen, Denn dein wort, o Jesu, ist leben und geist. Was ist wohl, was man nicht in Jesu gencußt? 97 and No 3. Laß deines guten Geistes licht Und dein hellglänzend angesicht Erleuchten mein herz und gemüth, O brunnen unerschöpfter güt. in 4. Und mache denn mein herz zugleich An himmelsgut und se= gen reich; Gieb weisheit, stärke, rath, verstand Aus deiner milden gnadenhand. 191 89 HENGE 5. So will ich deines namens ruhm Ausbreiten als dein eigenthum, Und dieses achten für gewinn, Wenn ich nur dir ergeben bin, Heinrich Georg Neuß. † 1716 og som hi and dj s disl Suc. 10, 41. 42. 1. Cor. 1, 30. In eigner Melodie. Порнос irited +5. Aller weisheit höchste fülle nur, daß sich auch mein wille Fein odsil In dir ja verborgen liegt, Gieb in solche schranken fügt, Werinnen die demuth und einfalt regieUnd mich zu der weisheit, die himmlisch ist, führet. Ach, wenn ich nur Sejum recht kenne und weiß, So hab ich der weis weis heit vollkommenen preis.. ach 499.ins ist noth! bm Herr, dies eine Lehre mich erkennen doch! Alles ret andre, wies auch scheine, Ist ja nur ein schweres joch, Darunter das herze sich naget und plaget Und dennoch kein wahres vergnügen erjaget. Erlang ich dies eine, das alles erfeßt, So werd ich mit einem in allem ergößt. 2. Seele, willst du dieses finden, 6. Nichts fann ich vor Gott ja bringen, Als nur dich, mein höch stes gut, Jesu, es muß mir gest lingen. Durch dein theuer werthes [ 20, 13.] 318 Von göttlicher Regierung blut. Die höchste gerechtigkeit ist gem wege, Gieb, daß ich hier almir erworben, Da du bist am les nur achte für foth Und Jestamme des kreuzes gestorben, sum gewinne: dies eine ist noth. Die kleider des heils ich da habe Joh. Heinr. Schröder. † 1728. erlangt, Worinnen mein glaube in ewigkeit prangt. In eigner Melodie. 7. Nun so gieb, daß meine ſeele 500. Corleucht mich, Herr, mein Auch nach deinem bild erwacht; Du bist ja, den ich erwähle, Mir zur heiligung gemacht. Was dienet zum göttlichen wandel und leben Ist in dir, mein Heiland, mir alles gegeben, Entreiße mich aller vergänglichen lust, Dein leben sey, Jesu, mir einzig bewußt. 8. Ja was soll ich mehr verlangen? Mich beströmt die gnadenfluth; Du bist einmal eingegangen In das heilge durch dein blut. Da hast du die ewge erlö: fung erfunden, Daß ich nun der höllischen herrschaft entbunden; Dein eingang die völlige freiheit mir bringt, Im findlichen geiste das Abba nun klingt. 9. Volles gnügen, fried und freude Jepo meine seele ergögt, Weil auf eine frische weide Mein hirt, Jesus, mich gesept. Nichts füßers kann also mein herze erlaben, Als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben, Nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, Als wenn ich dich, Jesu, im glauben erblickt. d 10. Drum auch, Jesu, du alleine Sollst mein ein und alles seyn, Prüf, erfahre, wie ichs meine, Tilge allen heuchelschein. Sieh, ob ich auf bösem betrüglichen stege, Und leite mich, Höchster, auf ewimir selbst verborgen Und kenne mich noch nicht. Ich merke dieses zwar, Ich sey nicht, wie ich war, Indessen fühl ich wohl, Ich sey nicht, wie ich soll. 2. Ich lebt in stolzer ruh Und wußte nichts von sorgen Vor diesem, aber nu Hat mich der schmerz erfaßt, Bin selbst mir eine last; Was vormals meine freud, Macht mir jetzt herzeleid. 3. Kein zeitlicher verlust Verursacht diese schmerzen, So viel mir je bewußt; Mich liebt manch treuer freund, Mich überwindt kein feind, Der leib hat, was er will, Gesundheit hüll und füll. 4. Nein, es ist seelenpein, Es kommt mir aus dem Herzen Und dringt durch mark und bein. Nur dies, dies liegt mir an, Daß ich nicht wissen kann, Ob ich ein wahrer christ Und du mein Jesus bist. 5. Es ist nicht so gemein, Ein christ zu seyn, als heißen, Ich weiß, daß der allein Des namens fähig ist, Der seine liebste luft Durch Christi kraft zerbricht Und lebt sich selber nicht. 6. Es ist ein selbstbetrug, Mit diesem wahn sich speisen, Als ob dies schon genug Zur glaubensprobe sey, Daß man von lastern [ 20. 14.1 und christlichem Leben. frei, Die auch ein blinder heid Aus furcht der schande meidt. 7. Der nur zieht Christum an, Der aus sich selbst gegangen Und seines fleisches wahn, Vermögen, lust und rath, Gut, ehr und was er hat, Zum opfer bringt und spricht: Nur Jesus ist mein licht. 8. Das ist des glaubens wort Und durstiges verlangen: Herr Jesu, sey mein hort, Versöhner, Herr und schild, Und führ mich, wie du willt! Dein bin ich, wie ich bin, Nimm mich zu eigen hin! 9. Wer dies nicht gründlich meint, Deß glaub ist noch untüchtig, Der bleibt noch Gottes feind, Sein hoffnungsgrund ist sand Und hält zuleht nicht stand, Der einge glaubensgrund Ist diefer gnadenbund. 10. Hier, sorg ich, fehlt es mir, Die lieb ist noch nicht rich tig, Die ich, Herr Christ, zu dir Jeßt habe, weil ich doch, Beinah cin christe noch, Die welt und lust noch mehr Geliebt, als deine ehr. Trom 319 13. Wenn alles wird vergeht, Was erd und himmel heget, So bleibt er fest bestehn; Sein wesen nimmt nicht ab, Die Gottheit fennt fein grab Und wen er einmal fennt, Deß wohlstand nimmt kein end. 14. Wer aber in der zeit Mit ihm sich nicht verträget, Der bleibt in ewigkeit Von Gottes freudenhaus Ganz, ganz geschiossen aus, Vergöß er in dem weh Auch eine thränensee. 15. Wünscht nun Gott den vertrag, Laß ihn dein jawort schlichten, liebe seel, und sag: Dir opfr ich gänzlich auf, D mein Gott, meinen lauf Und geist und leib und blut, Lust, ehre, hab und gut. 170 16. Thu, was du willst, mit mir, Werd ich nur zugerichtet Zu deinem preis und zier Ein faß der herrlichkeit, Mit deinem heil bekleidt, Geheiligt jetzt und dann: Wohl mir, so ists ge= than! i smis Buchfelder.( Justus Hoysenius). aucie 11. Mein herz, entschließ dich nu, Ich muß es redlich wagen, Ich komm eh nicht zur ruh: Sagst du hiermit der welt Und was Psalm 51, v. 12. M. Herr Jesu Christ, meins. dem fleisch gefällt, Nein ab und 501. Crneure mich, o ewges licht, Und laß von deinem angesicht Mein herz und feel mit deinem schein Durchleuchtet und erfüllet feyn. Christo an, So ist die sach gethan, sil pidet 12. Du erdwurm, solltest du Dem könge dich versagen, Dem alles stehet zu, Der allein weis und reich, Der alles ist zugleich, Der selbst die ganze welt Erschaffen und erhält? 2. Ertödt in mir die schnöde lust, Feg aus den alten fündenwust, Ach, rüst mich aus mit kraft und muth, 3u streiten wider fleisch und blut. bim sto CAC sdoto [ 20. 15.] Von göttlicher Regierung 320 3. Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, Der dir mit lust gehorsam leist Und sonst nichts, als was du willst, will, Ach Herr, mit ihm mein herz erfüll. 4. Auf dich laß meine sinnen gehn Und sie nach dem, was droben, stehn, Bis ich dich schau, o ewges licht, Bon angesicht zu angesicht. Joh. Friedrich Ruopp. † 1708. 502. hnöde Welt. ahr nur hin, du M. Herr, nicht schicke. 503.lget mir! ruft uns das leben, Was ihr bittet, will ich geben, Gehet nur den rechten steg, Folget, ich bin selbst der weg! Folget mir von ganzem Herzen, Ich benehm euch alle schmerzen, Lernet von mir insgemein Sanft und reich an demuth seyn. 2. Ja, Herr Jesu, dein begehren Sollt ich billig dir gewähren, Weil ich weiß, daß der fein christ Unter uns zu nennen ist, Der sich vor der welt will schämen, Deine last auf sich zu nehmen. Ach, ich weiß es gar zu wohl, Daß man dir nachwandeln soll. 3. Aber Herr, wo find ich stärke, 3u vollbringen gute werke, Dir mit luft zu folgen nach? Ach, mein Gott, ich bin zu schwach! Geh ich schon auf guten wegen, Muß ich bald mich niederlegen, Dich zu lieben, o mein licht, Steht in meinen kräften nicht. 4. Zwar mein geist wird oft bewogen, Aber bald durchs fleisch betrogen, Wenn die wollust tritt herfür, Freundlich rufend: folge mir! Ehr und pracht jammt andern sachen, Wollen sich zum herren machen, Geiz und ungerechtigkeit Kommen auch zu diesem streit. 5. Ach, wie seh ich doch ein rennen Nach den gütern, die wir fennen! Liebet doch die schnöde welt Nur den reichthum und das geld, Und dem Herren, der das leben Nach dem sterben uns will geben, Folget niemand mit der that, Ob mans gleich versprochen hat. 6. Aber, Herr, ich will nicht lassen Dich mit freuden zu um fassen, Hilf mir gnädig, stärke mich, Treu und fest zu halten dich. Jener wege laß ich liegen, Nur an dich will ich mich schmiegen. Jener wege sind betrug, Wer dir folget, der ist klug. 7. Du bist vor uns hergegangen Nicht mit großem stolz und prangen, Nicht mit hader, zan und streit, Sondern mit barmherzigkeit. Gieb, daß wir, als hausgenossen, Dir auch folgen unverdrossen, Wandeln in der tugend bahn, Wie du hast vor uns gethan. 8. Herr, wie bist du doch gelaufen Unter jenem schnöden haufen Damals, als der fünden macht Dich hat an das freuz gebracht, und dein übergroße sp liebe Dich für uns zu sterben [ 20. 16.] und christlichem Leben. 321 triebe, Da dein theur vergossnes 5. Ach, laß dein Gottesbild In blut Uns erwarb das höchste gut. 9.1 Laß uns auch in solchen schranken Christlich laufen sonder wanken, Daß uns lieb und freund lichkeit Fest verknüpf in dieser zeit. Niemand seh in diesem stücke Nach dem gang der welt zurücke; Christus gehet vor uns her: Folget! das ist sein begehr. be uns von neuem prangen, Zu dir nur und dem Lamm Steh unser ganz verlangen; Befreie unsern geist Von schnöder lüste pein, Laß göttlicher natur Aufs neu' dadurch uns seyn. doh. Rist.+ 1667. 6. Nimm uns zum tempel ein, Herr, nach leib und seele, Ach, heilge uns durch und durch Und dich mit uns vermähle In Christo, unserm Herrn, Dem keuschen Jungfraunsohn, Den nur ein rei nes herz Wird schaun in seiner $ id bag 1913 phthithin rade ste 900 M. O Gott, du frommer. 504. Gott, der du heilig bist, Wir auch heilig leben Und unsre leiber dir Zum opfer ganz ergeben, Das 505. Gott, dessen Güt da sich weit. böse luft Doch unser herz befleckt Mit wildem fündenwust! hic not506. 2. Vor deinem richterstuhl Kann ja kein mensch bestehen, Wenn du die fleischlichen Be gierden willst ansehen Zusammt der eitelkeit, Die unser Herz ans ficht; Ein greuel sind wir, Hert, Bor deinem angesicht. 9506. Gott ist ein Gott der Liebe. tor M. Nun freut euch, lieben. ( Herr, wie du willst, so schicks.) 507. Gott lob, ein schritt abermals vollendet! Zu dir im zur ewigkeit st fortgang dieser zeit Mein herz sich sehnlich wendet, quell, daraus mein leben fleußt Und alle gnade fich ergeußt In meine seel zum leben. 3. Drum hilf uns, böse lust Durch deines Geistes stärke Be zwingen und mit ernst Stets fliehenn fleischeswerke, Damit der glaub und geist Behalten sieg und macht und dein hochheilger will Von uns hier werd vollbracht. 2. Ich zähle stunden, tag und jahr Und wird mir allzulange, Bis es erscheine, daß es leben, dich umfange, Damit, was gar, sterblich ist in mir, Verschlungen werde ganz in dir, Und ich unsterblich werde. 4. Verbinde du dich selbst mit unserm geist und seelen, Daß wir des schmalen wegs Zum leben nicht verfehlen; Nimm weg, was unrein ist Und wider dein 3. Vom feuer deiner liebe gebot, Damit nichts fündliches Uns stürze in den tod. 190 glüht Mein herz, das du entzünoddet, Was in mir ist und mein [ 21. 1.] 21 Von göttlicher Regierung 322 gemüth Sid, so mit dir verbindet, Daß du in mir und ich in dir, Und ich doch immer noch allhier Will näher in dich dringen. 4. D, daß du selber kämest bald! Ich zähl die augenblicke. Ach komm, eh mir das herz erkalt't und sich zum sterben schicke! Komm doch in deiner herrlichkeit, Schau, deine braut hat sich bereit't Durch glauben, hoffnung, liebe. 5. Und weil das öl des Geistes ja Ist in mir ausgegossen, Du mir auch selbst von innen nah Und ich in dir zerflossen, So leuchtet mir das lebenslicht und meine lamp ist zugericht't, Dich fröhlich zu empfangen. 6. Komm! ist die stimme deiner braut, Komm! rufet deine from me; Sie ruft und schreiet überlaut: Komm bald, ach Jesu, komme! So komme denn, mein bräutigam! Du kennest mich, o Gotteslamm, Daß ich dir bin vertrauet! 9. Drum preis ich dich aus dankbarkeit, Daß sich der lauf geendet Und also auch von dieser zeit Ein schritt nochmals vollendet, Und schreite vilig weiter fort, Bis ich gelange an die pfort Jerusalems dort oben. 10. Wenn auch die Hände lässig sind Und meine kniee wanfen, So biet mir deine hand geschwind In meines glaubens schranken, Damit durch deine kraft mein herz Sich stärke und ich himmelwärts Ohn unterlaß aufsteige. 11. Geh, seele, frisch im glauben dran Und sey nur unerschrocken, Laß dich nicht von der rechten bahn Die lust der welt ablocken. So dir der weg zu langsam däucht, So eile, So eile, wie der adler fleugt, Mit flügeln füßer liebe." 12. O Jesu, meine seele ift Zu dir schon aufgeflogen, Du haft, weil du voll liebe bist, Mich ganz zu dir gezogen. Fahr hin, was heißet stund und zeit! Ich bin schon in der ewigkeit, Weil ich in Jesu lebe. August Hermann France. † 1727. 7. Doch sey dir ganz anheim gestellt Die rechte zeit und stunde, Wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, Daß ich mit Herz und munde Dich kommen heiße und darauf Von nun an richte meinen lauf, Daß ich dir komm entgegen. 2010 8. Ich bin vergnügt, daß mich 508. Gott sagt, daß die nur nichts kann Von deiner liebe ab mein Gott. 30 Ho trennen Und daß ich frei vor ies 509. Hal Dant dermann Dich darf frommer Und du, o theurer le- 210 C nennen, bensfürst, Dich dort mit mir M. Wachet auf, ruft unsi vermählen wirft Und mir dein 510. Street beils gungsquelle! Mehr [ 21. 2.J und christlichem Leben. als krystall rein, klar und helle, Du lautrer strom der heiligkeit! Aller glanz der cherubinen Und heiligkeit der seraphinen Ist gegen dich nur dunkelheit. Ein vorbild bist du mir; Ach, bilde mich nach dir, Du, mein alles! Jesu, Jesu, Hilf mir dazu, Daß ich auch heilig sey, wie du! 2. O stiller Jesu! wie dein wille Dem willen deines Vaters stille Und bis zum tod gehorsam war: Also mag auch gleichermaaßen Mein Herz und willen dir gelassen, Ach, stille meinen willen gar! Mach mich dir gleich gefinnt, Wie ein gehorsam find. Stille, stille! Jesu, Jesu, Hilf mir dazu, Daß ich fein stille sey, wie du! 3. Wachsamer Jesu! ohne schlummer, In großer arbeit, müh und fummer Bist du gewesen tag und nacht; Du mußtest täglich viel ausstehen, Des nachts lagst du vor Gott mit flehen Und haft gebetet und gewacht. Gieb mir auch wachsamkeit, Daß ich zu dir allzeit Wach und bete. Jefit, Jesu, Hilf mir dazu, Daß ich stets wachsam sey, wie du! 4. Gütigster Jesu! ach, wie gnädig, Wie liebreich, freundlich und gutthätig Bist du doch gegen freund und feind! Dein sonnenglanz der scheinet allen, Dein regen muß auf alle fallen, Ob sie dir gleich undankbar seynd. Mein Gott, ach, lehre mich, Damit hierinnen ich Dir nacharte. Sesu, Jesu, Hilf mir dazu, Daß ich auch gütig sey, wie du!. 323 5. Du, sanfter Jesu! warst unschuldig Und littest alle schmach geduldig, Vergabst und ließst nicht rachgier aus. Niemand kann deine sanftmuth messen, Bei der kein eifer dich gefressen, Als der um deines Vaters haus. Mein Heiland, ach, verleih Mir sanftmuth und dabei Guten eifer. Jesu, Jesu, Hilf mir dazu, Daß ich sanftmüthig sey, wie du! 6. Würdigster Jesu, ehrenkönig! Du suchtest deine ehre wenig Und wurdest niedrig und gering, Du wandeltest auf dieser erden In demuth und in knechtsgeberden, Erhubst dich selbst in keinem ding. Herr, solche demuth lehr Auch mich je mehr und mehr Stetig üben. Jesu, Jesu, Hilf mir dazu, Daß ich demüthig sey, wie du! 7. O keuscher Jesu! all dein wesen War züchtig, keusch und auserlesen Von tugendvoller sitt lichkeit; Gedanken, reden, glieder, sinnen, Gebärden, kleidung und beginnen War voller lautrer züchtigkeit. D mein Immanuel! Mach mir geist, leib und feel Keusch und züchtig. Jesu, Jesu, Hilf mir dazu, Daß ich sey keusch und rein, wie du! 8. Mäßiger Jesu! deine weise Im trinken und genuß der speise Lehrt uns die rechte mäßigkeit. Den durst und hunger dir zu stillen, War, statt der fost, des Vaters willen Und werk vollenden dir bereit. Herr, hilf mir meinen leib Stets zähmen, daß ich bleib Dir stets nüchtern. Seju [ 21. 3.] 21 Von göttlicher Regierung 324 Jesu, Hilf mir dazu, Daß ich stets nüchtern sey, wie du! 9. Nun, liebster Jesu, liebstes leben, Mach mich mit allem dir ergeben Und deinem heilgen vorbild gleich; Dein geist und fraft mich ganz durchdringe, Daß ich viel glaubensfrüchte bringe Und tüchtig werd zu deinem reich. Ach, zeuch mich ganz zu dir! Behalt mich für und für, Treuer Heiland! Jesu, Jesu, Laß mich, wie du Und wo du bist einst finden ruh! Bartholomäns Craffelius.+ 1724. de dois ad idhin din M. Wo Gott zum Haus. err, aller weisheit quell und grund, Dir ist all mein vermögen kund, Wo du nicht hilfft und deine gunst, Ist all mein thun und werk umsonst. 2. Ich leider als ein sünden find Bin von natur zum guten blind, Mein Herze, wenn dirs dienen soll, Ist ungeschickt und thorheit voll. saadet de 3. Ja, Herr, ich bin gering und schlecht, Zu handeln dein geseß und recht; Was meinem nächsten nüß im land, Ist mir verdeckt und unbekannt. 11 4. Mein leben ist sehr kurz und schwach, Ein lüftlein, das bald läsfet nach; Was in der welt zu prangen pflegt, Das ist mir wenig beigelegt. deines lichts, So wär ich doch ein lauter nichts. 5. Wenn ich auch gleich vollkommen wär, Hätt aller gaben ruhm und ehr Und sollt entrathen 6. Was hilfts, wenn einer gleich viel weiß und hat zuvörderst nicht mit fleiß Gelernet deine furcht und dienst? Der hat mehr schaden, als gewinnst. 7. Das wissen, das ein mensch hier führt, Wird leichtlich in sich selbst verirrt; Wenn unsre kunst am meisten kann, So stößt sie aller enden an. Cop 8. Wie mancher stürzet seine feel Durch flugheit, wie Ahitophel, Und nimmt, weil er dich nicht recht kennt, Mit seinem wiß ein schrecklich end. 9. D Gott, mein Vater, fehre dich zu meiner bilt und höre mich; Nimm solche thorheit von mir hin und gieb mir einen bes fern sinn. 11. Ich lieb ihr liebes ange sicht, Sie ist meins herzens freud und licht, Sie ist die schöns ste, die mich hält Und meinen dil augen wohlgefällt. Insiste 09 Migr 10. Gieb mir die weisheit, die du liebst und denen, die dich lieben, giebst, Die weisheit, die vor deinem thron Allstets scheint in ihrer fron. erer 12. Sie ist hochedel, auserforn, Von dir, o Höchster! selbst geborn, Sie ist der hellen sonnen gleich, An tugend und an gaben reich. dnu gitnatrs tb37 si Onod 13. Ihr mund ist süß und tröstet schön, Wenn uns die augen übergehn; Wenn uns der [ 21. 4.] und christlichem Leben. 325 kummer niederdrückt, So ist sie's, schicklichkeit, Zur wahrheit laß mich die das herz erquickt. feyn bereit, Daß ich nicht mach aus sauer süß, Noch aus dem lichte finsterniß. 14. Sie ist voll ehr und herrlichkeit, Bewahrt vor tod und großem leid; Wer fleißig um fie kämpft und wirbt, Der bleibet lebend, wenn er stirbt. 15. Sie ist des Schöpfers nächster rath, Von worten mächtig und von that; Durch sie erfährt die blinde welt, Was Gott gedenk in seinem zelt. 16. Denn welcher mensch weiß Gottes rath, Wer ists, der je erfunden hat Den schluß, den er im himmel schleußt, Den weg, den er uns wandeln heißt? 17. Die seele wohnet in der Und wird durch ihre laft beerd ſchwert, Die ſinnen, hin und her zerstreut, Sind ja von irrthum nicht befreit. 18. Wer will erforschen, was 23. Gieb luft und lieb zu deinem wort, Hilf, daß ich bleib an meinem ort Und mich zur from= men schaar gesell, In ihren rath mein wesen stell. 24. Gieb auch, daß ich gern jedermann Mit rath und that, so viel ich kann, Aus rechter unverfälschter treu zu helfen allzeit willig sey. 25. Auf daß in allem, was ich thu, In deiner lieb ich nehme zu, Denn wer sich nicht der weisheit giebt, Der bleibt von dir auch ungeliebt. Paul Gerhardt. † 1676. 512. err, führe mich, ich Psalm 139. M. An Wasserflüssen Bab. herz ergött? G8 jey' denn, der 513. fordhest mich er du ewig lebst, Daß du uns deine weisheit gebst. 19. Drum sende sie von deinem thron Und gieb sie deinem glaubenssohn; Ach, schütt und geuß sie reichlich aus In meines armen herzens haus. kennst mich aus und innen, Mein thun und lassen kommt vor dich, Gehn, stehen und beginnen; Was ich verborgen denk und dicht, Siehst du von fern und fehleft nicht, Du prüfest herz und nieren; Du kannst auch, wenn ich bin allein Und gerne wollt verborgen seyn, All meine weg ausspüren. 20. Befiehl ihr, daß sie mit mir sey Und wo ich gehe, stehe bei; Wenn ich arbeite, helfe fie Mir tragen meine schwere mih. 21. Gieb mir durch ihre weise hand Die recht' erkenntniß und verstand, Daß ich an dir alleine eb Und nur nach deinem willen leb. 22. Gieb mir durch sie ge2. Es ist kein wort in meinem mund, So ich dir könnt verhehlen, Du, Herr, siehst recht des herzens grund, Was steckt in meiner seelen. Du schaffest ja, was ich vollbring, Wie groß es ist, und wie gering, Ich kanns ohn dich nicht richten; [ 21. 5.] Von göttlicher Regierung 326 lich, Wenn aber du durch deine gnad Verstand mir giebst, auch hülf und rath, So kann ich alles schlichten. 3. Wie du die deinen wunderGott, hier pflegst zu führen, Versteh ich nicht und lasse mich Bloß deine gnad regieren. Wo soll ich hin vor deinem Geist? Denn du auch die gedanken weißst, Es hilft vor dir kein fliehen. Führ ich gen himmel, bist du da, Auch in der höll trittst du mir nah, Kann die mich nicht entziehen. 4. Nun, großer Gott, weil deine hand Mich überall kann finden, Und all mein thun dir ist bekannt, So hüt ich mich vor fünder; Denn finster ist wie licht bei dir, Was heimlich war, kommt flar herfür, Ich kann dir nicht entgehen; Was ich gethan, geredt, gedacht, Das wird vor deinem thron gebracht, Da muß ich vor dir stehen. 5. Herr, meine ſeel erfennt mit preis, Daß du mich hast bereitet Und daß ich bin auf dein geheiß beine vorsorg fleisch und bein 514. mein Fleisch und err Dein Und alle glieder an mir seyn, aug hat mich erwählet; Da ich noch ungeboren war, Hast du schon stunden, tag und jähr Im lebenslauf gezählet. blut, Mein seelenschatz, mein höchstes gut Und aller sinnen freude, Ich bleibe dennoch stets an dir, So ist auch nichts, daß dich von mir Und unsrer liebe scheide. Du machst mir deinen weg bekannt, Hältst mich bei deiner rechten hand, Regierst und führst den lebenslauf und hilfest meiner schwachheit auf. Herr Jesu Christ! Du biſt mein licht:: Ich folge dir, so irr ich nicht. tinatoarred [ 21. 6.J 6. Ich danke dir und preise dich Für solche große thaten Und daß du mir so wunderlich An leib und feel gerathen. Sehr föstlich ist dein werf an mir; Wenn ich erwach, bin ich bei dir Und warte deiner gnaden. Ich glaube fest, daß meine sünd Durch Christum mir vergeben sind, Daß sie mit nicht mehr schaden. 7. Den vorsaß gieb mir, Herr, dabei, Daß ich, was bös ist, meide, Die gottlos rott fern von mi sey, Von frommen mich zacht scheide; Daß ich nur lieb, was dir gefällt, Und hasse, was ist von der welt, Auch ihren trrg nicht achte, Halt dein gebot, hör gern dein wort, Im glauben und in hoffnung fort Das ewige betrachte. 8. Erforsch mich, Gott, ergründ mein herz, Durchsuch all mein gedanken, Und siehe, ob ich hinterwärts Und auf die feit woll wanken. Bin ich vielleicht auf bösem weg, So führ du mich den rechten steg, Der nach dem himmel weise, Daß ich vom jündendienste frei Und dir, o Herr, gefällig fey, Bis ich von hinnen reise. David Denicke. † 1680. finde Psalm 73, 23. erbin M. Herzlich lieb hab ich dich. und christlichem Leben. 327 2. Du leitest mich nach deinem ben hält, Muß freilich wohl verrath, Der anders nichts beschlossen hat, Als was mir segen bringet; Gehts gleich zu zeiten wunderlich, So weiß ich dennoch, daß durch dich Der ausgang wohl gelinget. Nach hartem tritt auf rauher bahn Nimmst du mich dort mit ehren an, Wo mich vor deinem thron erfreut Die frone der gerechtigkeit. Herr Jefu Christ! ach, voll begier:: Wünsch ich zu seyn, mein Gott, bei dir. 3. Mein alles ist auf dich gericht't, Hab ich nur dich, so frag ich nicht Nach himmel und nach erden; Denn wär der himmel ohne dich, So könnte feine luft für mich In tausend himmeln werden. Wärst du nicht schon auf erden mein, Möcht ich auch nicht auf erden seyn, Denn auch die ganze weite welt Hat nichts, das mir, wie du, gefällt. Herr Jesu Christ! wo du nicht bist:: ſt nichts, das mir erfreulich ist. derben Und kann, weil er die lust und pracht Des fleisches hier zum himmel macht, Den himmel dort nicht erben. Wer satan folgt und ärgerlich In sünden frevelt wider dich und denkt an wahre buße nicht, Den bringst du um durch dein gericht. Herr Jesu Christ! du bist dabei:,: Dem, der dir treu ist, ewig treu. 6 Drum halt ich mich getrost zu dir, Du aber hältst dich auch zu mir, Und das ist meine freude. Ich setze meine zuversicht Auf dich, mein fels, der nicht zerbricht, In freud und auch im leide. Dein thun soll alles und allein In meinem herz und munde seyn, Bis ich dich kann mit augen sehn. Ach, möchte solches bald geschehn! Herr Jesu Christ! ich warte drauf:: Komm, fomm, mein schaß, und nimm mich auf! Erdmann Neumeister. † 1756. M. Auf meinen lieben Gott. 515. Herr Seſit, meine ruh, Ach, laß mich immerzu In deiner liebe brennen und dich im herzen kennen Und preisen deinen namen Mit dem erwählten samen. m nobi 2. Herr, deiner liebe fraft, So alles in mir schafft, Erneure meine sinnen; Mein thun und mein beginnen Sey nur auf dich gerichtet, Dir hab ich mich verpflichtet. 14 94 3. Gieb dich zu eigen mir, Ich hab mich ja auch dir Zu eigen ganz gefchenfet, In dich bleib ich ver ge- e 4. Und sollte mir durch kreuz und noth, Durch marter, durch walt und tod, Auch feel und leib verschmachten, Dies alles wird, wenns auch noch mehr, Ja, gar wie eine hölle wär, Mein glaube für nichts achten. Du bist und bleibest doch mein heil Und meines herzens trost und theil, So wird und muß durch. dich allein Auch leib und seele jelig seyn. Herr Jesut Christ! ich hoffe fest, d:,: Daß deine fraft mich nicht verlässt. 5. Wer von dir weicht und auf der welt Dir nicht beständig glau 121. 7.] 328 senket; Doch muß ich, dich zu lieben, Mich immer ernster üben. 4. Du bist allein mein heil Und meines herzens theil, Ach, gieb dich meiner seelen, Thu dich mit ihr vermählen; Dir bin ich ganz erge ben Im tod und auch im leben. 5. Herr, deine freundlichkeit Sey meine freud in leid, Und deine große güte Rühr kräftig mein ge müthe, Daß ich auf dich nur baue Und auf dein heil nur schaue. Von göttlicher Regierung viel noth Mit großer angst erfahren, Doch giebst du mich nicht in den tod, Du kannst mich wohl bewahren Und wiederum zu rechter zeit Des lebens neue freudigkeit Mir gnädig offenbaren. 0₂ So Und 3. Verstößest du mich gleich von dir Bis in die tiefe erde, bist du wieder bald in mir reißst mich aus gefährde. Du tröstest mich mit deinem wort Und holest mich vom finstern ort, Daß ich erquicket werde. 4. Wie sollte denn mein harfenklang Nicht ruhm und preis dir geben? Mein pfalterspiel und lobgesang Soll dich, mein Gott, erheben! Dich, Heiliger in Israel, Preist meine seel, die von der höll Du haft erlöst zum leben. 155. Auch dichtet meine zung allzeit Allein zu deinen ehren, Daß dein lob der gerechtigkeit Sich immer möge mehren, Die aber laß sich schämen sehr, zu schanden mach all ihre ehr, Die dir zuwider leben.ds and e 6. Zu deiner herrlichkeit Mach mich, o Gott, bereit, Laß mich stets an dir bleiben, Kein lust von dir abtreiben; Komm, gieb dich meinem herzen, 3u tilgen dessen schmerzen. 7. Send mir von deinem thron, Du wahrer Gottessohn, Den Geist der kraft und stärke, Daß ich ihn stets vermerke In allen meinen sinnen, Er selbst sey mein beginnen.be indsig dns 8. Se sey ich für und für, Herr, anbefohlen dir! Der alte mensch verderbe, Der neue mensch ererbe Das reich der fraft und ehren. Ein amen laß mich hören! otsid am Joh. Friedr. Sannom. dis adsl M. Wo Gott der Herr. au 6. D Vater, Sohn und heilger Geift, Voll weisheit, güt und stärke, Aus herzensgrunde sey gepreist Für alle große werke! Durch deine hand, Herr, immer516. unfer Gott, fort Mich schüß und führ an alH err, wenn ich betracht lem ort, Zu deines namens ehren. Dein ewiges regieren und wie midst o j 0 durch deine wundermacht Dumonial 15. 8 bilgit @ mich pflegst oft zu führen, Ver- M. Ee ist gewißlich an der. wundert sich mein herz und ſpricht: 517. Sert, wer wird hier Herr, auf erden noch In Ist sonnenklar zu spüren.d bun deiner hütte wohnen? Und wen 2. Du läsfest mich zwar sehr wirst du im himmel doch Mit 21. 8.) und christlichem Leben. 329 gnaden wohl belohnen? Wer wird ein wahres gliedmaaß seyn Hier deiner christlichen gemein 518. Herr, wie du willst dort so schicks mir In eigner Melodie. ( Aus tiefer Noth.) 2. Wer sich der frömmigkeit Im leben und im sterben, Allein befleißt und liebet die gerechten, zu dir steht mein begier, Laß Nicht fremde güter an sich reißt mich doch nicht verderben, ErMit einem schein des rechten, halt mich nur in deiner huld, Hat eine reine zung und mund, Sonst wie du willst, gieb mir Die wahrheit sagt von herzens- geduld, Dein wille ist der beste. grund Und hasset alle lügen. 2. Zucht, ehr und treu verleih mir, Herr, Und lieb zu deinem worte, Behüte mich vor falscher lehr Und gieb mir hier und dorte, Was dient zu meiner seligkeit, Wend ab all ungerechtigkeit In meinem ganzen leben. 13. Wer seinen nächsten nicht veracht't, noch mit der zunge chändet, Kein unglück einem menschen macht, zum besten alles wendet und lobet nicht gottlose leut, Hält aber hoch die frömmigkeit Und alle, die Gott fürch- 3. Soll ich einmal nach deiten. sidstonds anem rath Von dieser welt ab4. Wer seine worte treulich scheiden, Verleih, o Herr, mir hält, Nicht hinterlistig schwöret, deine gnad, Daß es gescheh mit Nicht wucher treibt durch forn freuden. Mein leib und seel beund geld, Noch wittwenbrod ver- fehl ich dir, O Herr, ein felig zehret; Wer fein geschenke nim- end gieb mir Durch Jesum Chrimet an, zu hindern den gerech- stum. Amen. ten mann In seiner guten sache. Caspar Melissander( Bienemann). † 1591. 30.929b9m 91971.39 5. Wer das thut, ist ein from= mer christ, Das mag man fühnM. O Gott, du frommer Gott. lich glauben, Es wird ihn keine 519.erzallerliebſter Gott, du dieses macht noch Von seinem orte treiben; Er wird, beschützt durch Gottes hand, Behalten seinen ehrenstand Bis an sein selig ende. H leben, Leib, seele und vernunft Aus gnaden haft gegeben, Negiere ferner mich Durch deinen guten Geist, Daß er in alle 6. Gott Vater, hilf mir kräf- thun Mir kraft und beistand leift. tiglich Das böse überwinden! O 2. Hilf, daß ich allezeit Des Jesu Christ, befreie mich Von fleisches lüfte meide, Hingegen missethat und fünden! O heilger emfiglich Des geistes werke treibe, Geist, durch deine lehr Ermuntre Und gute ritterschaft Ausübe, mich je mehr und mehr, Dem auch dabei In hoffnung immer guten nachzustreben! 40 stark Und fest gegründet sey. [ 21. 9.] Von göttlicher Regierung 330 3. Gieb, daß ich als ein christ Wie Christus mich bezeige Und meine ohren stets Zu seiner lehre neige; Im glauben stärke mich, Daß ich der argen welt Nicht folge, wenn sie mich Von deinem wort abhält. In eigner Melodie. 520. 520. erzlich lieb lieb hab ich dich, o Herr, Ich bitt, wollst seyn von mir nicht fern Mit deiner hülf und gnaden. Die ganze welt erfreut mich nicht, Nach himml und erden frag ich nicht, Wenn ich dich nur fann haben. Und wenn mir gleich mein herz zerbricht, Bist du doch meine zuversicht, Mein theil und meines herzens trost, Der mich durch sein blut hat erlöst. Herr Jesu Christ, Mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, In schanden laß mich nimmermehr. 2. Es ist ja, Herr, dein g'schenk und gab, Mein leib und seel und was ich hab In diesem armen leben; Damit ichs brauch zum lobe dein, zu nuß und dienst des nächsten mein, Wollst mir dein gnade geben. Behüt mich, Herr, vor falscher lehr, Des satans mord und lügen wehr, In allem kreuz erhalte mich, Auf daß ichs trag geduldiglich. Herr 7. Mit deiner rechten hand, Jesu Christ, Mein Herr und Gott, Herr, wollest du mich leiten Und mein Herr und Gott, Tröst mir schüßzen tag und nacht, Daß mein seel in todesnoth.plissg meine tritt nicht gleiten. Du wol- 3. Ach Herr, laß dein lieb lest meine burg Und schuß in nöthen seyn, Wenn ich in meinem amt Ausgehe oder ein. engelein Amlegten send die seele mein Zu Abrahams schooß tragen, Den leib in sein'm schlaffämmerlein Gar sanft ohn einge qual und pein Ruhn bis am jüngsten tage. Alsdann vom tod erwecke mich, Daß meine augen sehen dich In aller frend, o Gottes Sohn, Mein Heiland 4. Entzünde du mein herz Mit deiner wahren liebe Und gieb, daß ich zugleich Am nächsten liebe übe. Verleihe mir geduld, Wenn trübsal bricht herein, Und hilf, daß ich im glück Demüthig möge seyn. 5. Verleihe, daß ich stets Nach deinem reiche ringe, Auf daß dein segen sich zu mir hernieder schwinge. Wer nach dem ewigen Vor allen dingen tracht't, Der wird auch wohl mit dem, Was zeitlich ist, bedacht. 6. Haß, falschheit, übermuth Und heuchelei daneben Laß ja an mir nicht seyn In meinem ganzen leben; List, unrecht, frevel, geiz Und unbarmherzigkeit Laß ferne seyn von mir, D Gott, zu aller zeit. 8. 3ulegt erlöse mich Von allem freuz und leiden, Und wenn ich soll einmal Von dieser welt abscheiden, So stehe du mir bei Mit deiner gnadenhand Und führe mich hinauf Ins rechte vaterland. [ 21. 10.] und christlichem Leben. 331 und mein gnadenthron! Herr wiß, du stehst mir bei Und machst Sesu Christ, Erhöre mich, erhöre mich. Ich will dich preisen ewigmich von mir selber frei. 8. Indessen will ich treulich kämpfen und stets die falsche regung dämpfen Bis du dir deine zeit ersiehst und mich aus soldhen neßzen ziehst. 109 Martin Schalling. † 1608. M. Zeuch meinen Geist. 521. ter legt mein ſinn sich vor dir nieder, Mein geist sucht seinen ursprung wieder; Laß dein erfreuend angesicht Zu meiner armuth seyn gericht't! 2. Schau her, ich fühle mein verderben, Laß mich in deinem tode sterben; O, möchte doch in deiner pein Die eigenheit ertödtet seyn! 3. Du wollest, Jesu, meinen willen Mit der gelassenheit er füllen, Brich der natur gewalt entzwei Und mache meinen wil len frei. 9. In hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der höllen macht geschlagen, Gott führt mich aus dem kampf und streit In seine ruh und sicherheit. hu 10. Drum will die sorge meis ner seelen Ich dir, mein Vater, ganz befehlen; Ach, drücke tief in meinen sinn, Daß ich in dir schon selig bin. 11. Wenn ich mit ernst daran gedenke Und mich in dein erbarmen sente, So werd ich von dir angeblickt, Und mein herz wird von dir erquickt. 12. So wächst der eifer mir im streite, So schmeck ich schon die süße beute Und fühle, daß es wahrheit ist, Daß du, mein Gott, die liebe bist. 4. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen willen übe, Nur ist von der unlauterfeit Die liebe noch nicht ganz befreit. Fru bat and 5. Christ. Friedrich Nichter. † 1711, Ich muß noch mehr auf and sicher Tejed ill dieser erden Durch deinen Geist M. Was mein Gott will. geheiligt werden, Der finn muß 522. unbeweglich stehn. fuß malspn 6. Ich weiß mir zwar nicht selbst zu rathen, Hier gelten nichts der menschen thaten, Wer si macht sein herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket seyn. sno. Doch fenn ich wohl dein treues lieben, Du bist noch im mer treu geblieben, Ich weiß gesmir, mein Gott, hilf, daß nach dir Von Herzen mich verlange Und ich dich suche mit begier, Wenn mir wird angst und bange. Verleih, daß ich Mit freuden dich In meiner angst bald finde, Gieb mir den finn, Daß ich forts hin Meid alle jaand und jünce. 2. Hilf, daß ich stets mit reu und schmerz Mich deiner gnad 21, 11.1 332 Von göttlicher Regierung ergebe, Hab immer ein zerknirsch- Für freund und feind stets bete, tes herz, In wahrer buße lebe, Dien jedermann, So viel ich kann, Vor dir erschein, Herzlich bewein Das böse hasf und meide, Nach All meine missethaten, Die händ deinem wort, D höchster hort, allzeit Laß seyn bereit, Dem dürf- Bis ich von hinnen scheide. tigen zu rathen. Joh. Heermann. † 1647. 3. Die luft des fleisches dämpf in mir, Daß ſie nicht überwinde, 523. ilf Gott, wie groß ist doch die Rechtschaffne lieb und luft zu dir In meiner feel entzünde, Daß in und dein wort bekenne, Und mich kein truß Noch eigenkuß Von deiner wahrheit trenne. 4. Behüte mich vor zorn und grimm, Mein Herz mit sanftmuth ziere, Auch alle hoffart von mir nimm, Zur demuth mich hinführe; Was sich noch sindt Von alter sünd, Laß mich hinfort ablegen, Trost, fried und freud Laß jederzeit Sich in mir armen regen. 5. Den glauben stärk, die lieb erhalt, Die hoffnung mache feste, Daß ich von dir nicht wanke bald, Beständigkeit ists beste; Den mund bewahr, Daß nicht gefahr Durch ihn mir werd erwecket, Gieb brod dem leib, Doch daß er bleib Von wollust unbeflecket. 6. Gieb, daß ich treu und fleißig sey, In dem, was mir gebühret, Daß ich auch nicht durch heuchelei Und ehrgeiz werd verführet. Leichtfertigkeit, Haß, zank und neid Laß in mir nicht verbleiben, Verstockten sinn Und diebsgewinn Wollst ferne von mir treiben. $ 7. Hilf, daß ich folge treuem rath, Von falscher meinung trete, Den armen helfe mit der that, M. Wer nur den lieben Gott. 524. ch Gott, zufrieden Und halte deinem willen still, Was deine güte mir beschieden, Damit vergnüget sich mein will, Mein will, der zwar nicht ferner mein Dieweil er dein beginnt zu seyn. 2. Willst du mich auf das siechbett legen? Ich will! soll ich im mangel seyn? Ich will! soll sich ein unfall regen? Ich will! und willst du, daß ich wein? Ich will! und giebst du mich dem tod? Ich will! dein will gescheh, o Gott! 3. Willst du mich in den himmel bringen? O, daß sich doch mein wunsch erfüll! Soll mich die hölle noch verschlingen? Ich weiß, Herr, das ist nicht dein will; Daß dein will so nicht wollen sollt, Hat deines Sohnes tod gewollt. 4. Sein tod erklärt mir deinen willen, Dein will ist, daß ich heilig sey, So will ich zwar, doch das erfüllen Verhindert leider mancherlei: Bald will sich unwill mengen ein, Bald muthwill mein beherrscher seyn. 5. Nicht so, mein herz! was Gott dir giebet, Bös oder gut, nimms willig an. Weg eigenwill! [ 21. 12.] 333 ehret, Als alles geld, Davon die welt Mit frechem herzen zehret. 8. Die frommen sind dir, Herr, bewußt, Du bist ihr und sie deine lust Und werden nicht zu schanden; Kommt theure zeit, Findt sich bes reit Ihr brod in allen landen. 9. Des Höchsten auge sieht auf M. In dich hab ich gehoffet. danke dir demii525. thiglich, Gott, die, So auf ihn hoffen sſpat und mein Vater, daß du dich Von deinem zorn gewendet Und deinen Sohn Zur freud und fron Uns in die welt gesendet.pd Gull früh, Daß er sie schüß und rette Aus aller noth, Wenn sie der tod Auch selbst verschlungen hätte. 2. Er ist gekommen, hat sein blut Vergoffen und in solcher fluth All unsre sünd ersticket. Wer ihn nun faßt Wird aller last Benommen und erquicket. und christlichem Leben. was Gott beliebet, Das sey mit lust von mir gethan. Ja, ja, mein herz, ruh sanft und still, Erwähl und woll, was dein Gott will. Andreas Ingolstetter. t 1711. 3. Ich bitte, was ich bitten kann, Herzliebster Vater, nimm mich an In diesen edlen orden, Der durch dies blut Gerecht und gut Und ewig selig worden. drur 4. Bereite meiner seelen haus, Wirf allen foth und unflath aus, Bau in mir deine hütte, Daß deine güt In mein gemüth All ihre lieb ausschütte. niliguban 5. Wenn ich dich hab, ist alles mein, Du kannst nicht ohne gaben seyn, Hast tausend weg und weisen, Dein arme heerd Auf dieser erd zu nähren und zu speisen. 6. Gieb mir ein gnügsam herz und sinn, Denn das ist ja ein groß gewinn In steter andacht liegen. Und wenn Gott giebt, Was ihm beliebt, Sich lassen gerne gnügen. 7. Das wenge, daß durch Gottes gnad Ein frommer und gerechter hat, Ift vielmal mehr ge10. Herr, du fannst nichts als gütig seyn, Du wollest deiner güte schein Uns und all denen gönnen, Die sich mit mund Und herzensgrund Allein zu dir bekennen. 11. Insonderheit nimm wohl in acht Den fürsten, den du uns gemacht zu unsres landes krone; Laß immerzu Seyn fried und ruh Auf seinem stuhl und throne. 12. Halt unser liebes vaterland In deinem schooß und starfer hand, Behüt uns allzusammen Vor falscher lehr und feindes heer, Vor pest und feuersflammen. und 2 13. Nimm all der meinen eben wahr, Treib, Herr, die böse höl lenschaar Von jungen und von alten, Daß deine heerd Hier zeitlich werd Und ewig dort erhalten. isdits Paul Gerhardt. † 1676. isl tistritsstichist M. Nun danfet alle Gott. dist 526. 526. Ich danke dir, mein Gott, Daß du mir haft gegeben Den sinn, der gerne will Dir hier zu ehren leben. Regier nun auch mein herz, Steh [ 21. 13.] Von göttlicher Regierung 334 bei mir früh und spat, In allen M. Sollt ich meinem Gott. meinem thun Gieb ſelber rath 527.h ergebe eines Gen willen Gottes ganz und gar, Der wird wohl an mir erfüllen, Was mir nüßet immerdar. Siehe, höchster Gott, hernieder, Was ich lege vor dich hin, Herz, gedanken, muth und sinn, Mich und alle meine glieder. Mache daraus was du willt, Was du willt, mein Gott und schild. 2. Ach, ich kenne dich ja eben, Daß du selbst mein Vater bist. Ich kenn auch mein liebstes leben, Das ist allein Jesus Christ, Und weiß einen treuen führer, Der den rechten weg mir weist, Der ist Gott, der heilge Geist. hab ich dich nun zum regierer, Dich, o du dreieinger Gott, So erschreckt mich keine noth. that. 2. Laß mein vorhaben stets Auf deine augen sehen, Die sehen, was ich thu, Und was noch soll geschehen; Laß die gedanken stets Auf dieser probe stehn: Gott siehts, Gott hörts, Gatt strafts, Du fannst ihm nicht entgehn. 3. Lehr mich bedenken wohl In allen meinen sachen: Ists denn auch recht, wenn ichs Der welt gleich wollte machen? Ists denn auch recht, obs gleich Die menschen sehen nicht? Ists recht vor Gott, ists recht Vor seinem angesicht? 4. Ach, führe mich, mein Gott, Und laß ja nicht geschehen, Daß ich sollt ohne dich Auch einen schritt nur gehen; Denn wo ich selbst mich führ, So stürz ich mich in tod, Führst du mich aber, Herr, So hat es feine noth. t 5. Laß mich verlassen mich Und von mir selbst entbinden, Nicht suchen mich, nur dich, So werd ich mich doch finden An einem bessern ort; Sucht ich mich ohne dich, So würd ich doch gewiß Niemals recht finden mich. bir 6. Laß deine gnad an mir Doch ja nicht seyn vergebens, Erfülle mich vielmehr Mit kräften deines lebens, So daß ich meine feel In ewigkeit erhöh Und ich schon jeßt in dir Geh, size, lieg und steh. nechord Hannot biltist u 3. Und wie könnt ich doch verzagen, Gings auch noch so wunderlich, Da ich kann bis heute sagen, Daß Gott wohl ge= führet mich? Sollt ich denn er leben morgen, Et, fo lebet Gott auch noch, Bei dem ich versichert dochy, Daß er sein kind wohl versorgen Und sein schäflein führen wird, Weil er Vater ist und hirt. 4. Ginge mir es, wie ich wollte, Stünd es wohl gar sels ten gut, Wenn mein wunsch ge schehen sollte, Darer Gott mißfallen teut. Ach, wie würde mein brmDr. Joh. Olearins.+1684 zerderben Ich erwählen gar zu. pom B. 4-6 Zusap. this oft Wenn was gutes ich gehofft: nating mug gir dull und dil Darum will ich mich bewerben, [ 21, 14.] und christlichem Leben. 335 Meinem Gott zu halten still, hin, Und eh ers sich verfiehet, Mir geschehe, was Gott will. So liegt er da und hat sein fuß Vergeblich sich bemühet. 5. Was Gott will, geschehe immer; Was ich will, und schädlich ist, Das laß ja geschehen nimmer, Gott, der du so gütig bist. Und weil dir mein unvermögen, Was du willt zu thun, bekannt: Ei, so laß doch deine hand Meiner schwachheit fraft beilegen, Daß ich könne folgen dir. Was du willt, geschehe mir. an Jerem. 10, 23. Spr. Sal. 16, 9. M. Verzage nicht, o frommer. 6. Drum, lieber Vater, der du fron Und scepter trägst im himmelsthron Und aus den wolken bligest, Vernimm mein wort und höre mich Vom stuhle, da du sigest. 4. So fängt auch oft ein weifer mann Ein gutes werk zwar fröhlich an Und bringts doch nicht zu stande; Er baut ein schloß und festes haus, Doch nur auf lauterm fandes dhe dred ma 5. Wie mancher ist in seinem finnd Fast über berg und spizen 7. Verleihe mir das edle licht, Das sich von deinem angesicht In fromme seelen strecket Und da der rechten weisheit fraft Durch deine fraft erwecket. 8. Gieb mir verstand aus deiner höh, Auf daß ich ja nicht ruh noch 528.hweiß, mein Gott, ftch Auf meinem eignen willen; Sey du mein daß all thun Und werk auf deinem willen ruhn, Von dir kommt glück und segen; Was du regierst, das geht und steht Auf rechten, guten wegen. 2. Es steht in feines menschen macht, Daß sein rath werd ins werk gebracht und seines gangs sich freue, Des Höchsten rath, der machts allein, Daß menschenrath gedeihe. tbn, fordi th 3. Oft denkt der mensch in einem muth, Dies oder jenes sey ihm gut, Und ist doch weit gefehlet; Oft sieht er auch für schädlich an, Was doch Gott jelbst erwählet. rath, Was gut ist, zu erfüllen. 9. Prüf alles wohl, und was mir gut, Das gieb mir ein; was fleisch und blut Erwählet, das verwehre. Der höchste zweck, das bestetheil Sey deine lieb und ehre. 10. Was dir gefällt, das laß auch mir, O meiner feelen sonn und zier, Gefallen und belieben; Was dir zuwider, laß mich nicht In werk und that verüben. 11. Ists werk von dir, so hilfs zu glück, Ists menschenthun, so treibs zurück Und ändre meine finnen; Was du nicht wirkst, pflegt von sich selbst Im kurzen zu zerrinnen. 12. Sollt aber dein und unser feind An dem, was dein herz gut gemeint, Beginnen sich zu rächen: Ist das mein trost, daß seinen zorn Du leichtlich könneft brechen..dst 13. Tritt du zu mir und mache leicht, Was mir sonst fast unmöglich däucht, und bring zum guten [ 21. 15.1 336 Von göttlicher Regierung ende, Was du selbst angefangen stand! Was von Adam angeerhast Durch weisheit deiner hände. bet, Sündlich wesen, fleisch und 14. Ist gleich der anfang etwas blut Bleibt fleisch und thut nimschwer, Und muß ich auch ins tiefe mer gut. meer Der bittern sorgen treten: So treib mich nur ohn unterlaß 3um seufzen und zum beten. 15. Wer fleißig betet und dir traut, Wird alles, davor sonst ihm graut, Mit tapferm muth bezwingen; Sein sorgenstein wird in der eil In tausend stücke springen. 16. Der weg zum guten ist fast wild, Mit dorn und hecken ausgefüllt, Doch, wer ihn freudig gehet, Kommt, endlich, Herr, durch deinen Geist, Wo freud und wonne stehet. 17. Du bist mein Vater, ich dein kind, Was ich bei mir nicht hab und find, Hast du zu aller gnüSo hilf nun, daß ich meinen stand Wohl halt und herrlich siege. 18. Dein soll seyn aller ruhm und ehr, Ich will dein thun je mehr und mehr Aus hocherfreuter jeelen er deinem voll und aller welt. So lang' ich leb, erzählen. Paul Gerhardt. † 1676. 3. Mein Gott, hilf du mir ausrotten Alles unkraut, haß und neid, Hochmuth, ungerechtigkeit; Laß den satan mich nicht spotten, Mach du mein herz täglich neu, Mach mich aller bosheit frei. 4. Pflanz in mein Herz und gemüthe Deine große freundlichkeit, Deine treu und frömmigkeit, Deine liebe, deine güte, Deine andacht, heiligkeit, Wahrheit und gerechtigkeit. 5. Laß mich dir zu ehren leben, Jesu, meines Herzens licht, Mein trost, heil und zuversicht! Laß mich dir allein ergeben, Laß mich sterben dieser welt, Laß mich thun, was dir gefällt. 6. Führe mich auf deinen wegen, Gieb mir deinen guten Geist, Der mir hülf und beistand leist; Laß mich deine gnad und segen Stets empfinden früh und spat, Segne denken, wort und that, 7. Bis ich endlich werde kommen Aus der unvollkommenheit Zu des himmels herrlichkeit, Da ich denn mit allen frommen DeiM. Ach, was soll ich Sünder. esus selbst, mein 529. licht, mein leben, ne große gütigkeit Preiſen will Jesus, meiner feelen zier, Spricht: in ewigkeit. kommt her, lernt all von mir! Dr. Johann Olearius. † 1684. Jesus, dem ich mich ergeben, Mein heil und gerechtigkeit, M. Alle Menschen müssen. Lehrt mich selbſt die frömmigkeit. 530.eu, meiner feelen 2. wie herz verderbet! Wie fest hält das sünden band Leib und seel, sinn und verwonne, meine beste lust, Jesu, meine freu densonne, Jesu, dir ist ja bewußt, ( 21, 16] und christlichem Leben. 337 Wie ich dich so herzlich liebe hab ich, der mich liebet Und sein Und mich ohne dich betrübe: leben für mich giebet: Ach, drum Drum, o Jesu, komm zu mir laß ich Jesum nicht, Wenn mir Und bleib bei mir für und für.gleich das herze bricht. 2. Jesu, mein hort und erret7. Muß ich alles gleich verter, Jesu, meine zuversicht, Jesu, lassen, Was ich hab in dieser ſtarker schlangentreter, Jesu, meines lebens licht, Wie verlanget meinem herzen, Jejulein, nach dir mit schmerzen! Komm, ach fomm, ich warte dein, Komm, ó liebstes Jesulein! welt, Will ich doch im herzen faffen Meinen Jesum, der gefällt mir vor allen andern schätzen, An dem ich mich kann ergößen. Er ist meine zuversicht, Meinen Jesum laß ich nicht. sunt 3. Kommst du? ja, du kommst gegangen, Jesu, du bist schon allhier, Klopfest stark und mit verlangen Jeßt an meines herzens thür. Bleib doch nicht so draußen stehen! Willst du wie der von mir gehen? Ach, ich lasse dich durchaus Nicht weg- meinen Jesum nicht. gehn von meinem haus.s thimi Martin Janus. t um 1678. d 8. Ach, wer wollte Jejum las= sen? Jesum laß ich nimmermehr. Andre mögen Jesum hassen, Jesum ich allein begehr In der gut'n und bösen tagen, Daß er mir mein freuz helf tragen; Weil er ist der weg und licht, Laß ich 4. Ach, wie sollte ich dich las- don In eigner Melodie. sen, Jesu, wieder von mir gehn? Meine wohlfahrt müßt ich hassen, Wenn ich ließe dies geschehn. Wohne doch in meinem herzen, So muß alle noth und schmerzen Weichen alsobald von mir, Wenn du, Jesu, bist allhier. 5. Ach, nun hab ich endlich funden Den, den meine seele liebt, Der fich mit mir hat verbunden Und sich selbst für mich hingiebt. Den will ich nun fest umfassen Und durchaus nicht von mir lassen, Bis er mir den segen spricht. Meinen Jesum laß ich nicht. 6. Wohl mir, daß ich Jesum habe! D, wie feste halt ich ihn, Daß er mir mein herze labe, Wenn ich frank und traurig bin. Jeium 531. hr finder des Höchsten, wie stehts um die liebe? Wie folgt man dem wahren vereinigungstriebe? Bleibt ihr auch im bunde der einigkeit stehn? Ist keine zertrennung der geister geschehn? Der Vater im himmel kann herzen erkennen, Wir dürfen uns brüder ohn liebe nicht nennen, Die flamme des Höchsten muß brennen.:: lichterloh 199 39/19 2. Sobald wir von oben aufs neue geboren, So sind wir von Christo zu brüdern erforen. Ein Vater, ein glaube, ein Geist, eine s tauf, Ein voller, zum himmel gerichteter lauf Kann unsere herzend vollkommen verbinden; Wir könn 22 [ 22, 1.1 338 Von göttlicher Regierung nen nichts anders als füßigkeit der zu sterben, Wie Jesus uns finden, Verdacht, neid und ärger- auch so gemacht hat zu erben. niß müssen verschwinden.:,: Ein glied fühlt und leidet des andern verderben.:: 3. Die mutter, die droben ist, hält uns zusammen und schickt uns herunter die himmlischen flammen, Kein unterschied findet hier einiger statt, Weil demuth die herzen vereiniget hat. Wo eigenheit, zank und haß können regieren, Da kann man den funfen der liebe nicht spüren, Noch in dem chor himmlischer thronen ihn führen.:: 4. Die Zionsgesellschaft verläßt die verwandten, Sept brüder am höchsten vor allen bekannten. Wer noch ist bezaubert von liebe der welt Und sich in der falschheit zum bruder verstellt, Den kann sie unmöglich zum bruder annehmen, Er müßt sich denn völlig zur buße bequemen. Sie darf sich des redlichen finnes nicht schämen.:: 5. Seht aber, wie selig wir haben erwählet, Die wir sind zum segen der brüder gezählet, Wir find die erkaufete feligste schaar, Ach), lobet den Vater, denn kurz: er ists gar. Singt ihm mit vereinigten herzen und munde, Ohn loben und lieben vergeh feine stunde, Wie stehn vor dem Her ren als einer im bunde.:,: 7. Ach, laßt uns einander er innern und führen, Daß wir nicht die krone des lebens verlieren, Und müssen wir fämpfen wohl gar bis aufs blut, So stehn wir vereinigt auf unserer hut. Daß schreien der finden wird wahrlich erhöret, Durch völlige eintracht wird Babel zerstöret, Wer ists, der verbundenen geistern was wehret?:,: 8. Drum lasset uns lieben und freuen von Herzen, Versüßen einander die leiden und schmerzen, Dringt fräftig, ihr geister, in eines hinein, Bermchret die strahlen vom göttlichen schein. Das lässet der Vater jid) herzlich gefallen, Im leben kann auch sein ruhm herrlich erschallen, Wenn finder, von liebe ents zündet, nur lallen.:: 9. In jener welt wird es noch besser hergehen, Da wird vor dem Vater die brüderschaft stehen Im heiligen feuer, in seligster brunst, Die ziehet zusammen des Königes gunst. Ach, drücket zusammen die herzen und hände Und bittet, daß Zion er hülfe bald sende, So fennet die liebe nicht anfang noch ende.:: 6. Was ich bin, mein bruder, das bist du auch worden, Wir find an dem himmlischen erbe fonsorten Ein jeder mit allen zum vaterland bringt, Die kirche nachy 532. thaten Eaß ich den Christian Andr. Bernstein. † 1699 M. Nun ruben alle Wälder. allen meinen 11 einem stets kämpfet und ringt. Wir müssen bereit seyn für brü- Höchsten rathen, Der alles kanu [ 22. 2.1 und christlichem Leben. 339 und hat; Er muß zu allen dingen, morgen, Dafür laß ich ihn sorgen, Golla Er weiß allein die rechte zeit. anders wohl gelingen, Selbst geben segen, rath und that. 2. Nichts ist es spät und frühe Um alle meine mühe, Mein sorgen ist umsonst; Er mags mit meinen sachen Nach seinem willen machen, Ich stells in seine Vatergunst. 9. So sey nun, seele, seine Und traie dem alleine, Der dich ge schaffen hat; Es gehe, wie es gehe, Dein Vater in der höhe Weiß auch zu allen sachen rath. Paul Flemming. † 1640. M. Meine Hoffnung stehet. 3. Es kann mir nichts geschehen, Als was er hat ersehen n Und was mir ſelig iſt; Ich nehm 533. bem leben hier es, wie ers giebet, Was ihm von mir beliebet, Das hab ich willig auch ertiest. auf erden Ift doch nichts als eitelkeit, Bös erempel, viel beschwerden, Plage, klage, müh und streit, Kummer, sorgen, angst und noth, Kranfheit und zuleßt der tod. 2. O, so denke dran im herzen, Frommer christ, mit allem fleiß, Wie du solche noth und schmerzen Brechen kannst mit müh und schweiß. Laß aus deinem herzen nicht Diesen treuen unterricht: 3. Habe deine lust am Herren, Laß ihn seyn dein höchstes Gut, Er ist nah und nicht so ferren, Einzusprechen trost und muth, Seine gnad und starke hand Gehet durch das ganze land. 4. Augenluft und schnöde freude, leppigkeit, als wust und foth Vor den augen Gottes meide, Willst du seyn befreit vom tod; Deinen leib, das faß der ehrn, Solist du nimmermehr versehrn. 5. Nimm dir vor vor andern allen, Was du thuft, nur Gott allein mit dem glauben zu gefallen, Voller lieb, ohn argen schein; Beichte deine sünd und schuld, So bekommst du Gottes huld. 4. Ich traue seiner gnaden, Die mich vor allem schaden, Vor allem übel schüßt; Leb ich nach seinen säßen, So wird mich nichts verlegen, Nichts fehlen, was mir ewig nüßt. 5. Er wolle meiner sünden In gnaden mich entbinden, Durchstreichen meine schuld Er wird auf mein verbrechen Nicht stracks mein urtheil sprechen, und haben noch mit mir geduld. 6. Leg ich mich späte nieder, Erwach ich frühe wieder, Lieg oder zieh ich fort, In schwachheit und in banden, Und was mir stößt zu handen, So tröstet mich allzeit sein wort. An 7. Hat er es denn beschlossen, So will ich unverdrossen mein verhängniß gehn; Kein unfall unter allen Wird je zu schwer mir fallen, Ich will mit Gott ihn überstehn. 8. Ihm hab ich mich ergeben, 3u sterben und zu leben, Sobald er mir gebeut; Es sey heut oder [ 22. 3.) 22* Von göttlicher Regierung 340 6. Nimmer gehe falsch im Handeln, Noch im reden, noch im thun; Willst du vor dem Herren wandeln, Dermaleinst auch selig ruhn, Liebe, wahrheit, recht und zucht, Als des geistes rechte frucht. 7. Gitle ehr und pracht verachte, Demuth lieb' und niedrigkeit, Nach dem himmel ernstlich trachte, Trag geduldig kreuz und leid; Gott thut feinem nicht mehr an, Als was er ertragen kann. 8. Stets ans ende hier gedenke Und an Christi kreuz und tod, In sein leiden dich versente, Also kommst du aus der noth, Von der pein und bösen zeit, Zur erwünschten seligkeit. nand dull David Böhm.+ 1657. Deuscher Jesu, hoch von Adel. andis Matth. 11, v. 28. M. Wie nach einer Wasserqnelle. 534. 535. ommt, ihr menschen, laß euch lehren, Kommt und lernet allzumal, Welche die sind, die gehören In der rechten weisen zahl, Und die billig jedermann Als verständig siehet an, Obgleich viele sich verlegen Und ihr thun für thorheit schätzen. ursds 2. Weise sind, die sich selbst tennen, Wie sogar verderbt sie sind, Die sich selber thoren nennen Und befinden, wie so blind Beides, wille und verstand, Weil fie sich von Gott gewandt, Die ihrer thorheit schämen Und zur buße sich bequement. 3. Weise sind, die Christum wissen Durch des Geistes glaubenslicht, Die ihn als die weisheit füssen, Der es nie an licht gebricht, Die die weisheit dieser welt Und was sonst die welt hoch hält Fahren lassen aus den sinnen, Um nur Christum zu gewinnen. 4. Weise sind, die Gott stets flehen Um den Geist, der weise macht, Die nach dessen leitung gehen Und darauf stets haben acht; Denn die Gottes Geist nicht lehrt, Bleiben thöricht und verkehrt, Ob sie gleich von Geistessachen können fluge worte machen. 5. Weise sind, die sich erwählen Gottes wort zum prüfestein, Damit sie nicht mögen fehlen, Zu erfennen fraft und schein. Wer will den betrügen leicht, Der von Gottes wort nicht weicht, Das, wenn alles auch vergehet, Ohn aufhören doch bestehet? 6. Weise sind, die das nicht suchen, Was nicht ewig währen mag, Und die kurze lust verfluchen, Die da bringt ein langes ach, Die nicht lieben in der welt Ehre, wollust, gut und geld, Sondern allem dem absagen, Weil es doch nur mehrt die plagen. 7. Weise sind, die Gott ergreifen Als ihr höchstes, bestes theil, Uns nicht lang' um ihn herschweifen, Weil doch ohne Gott fein heil, Die sich ihn zum zweck gefeßt, Die sonst nichts als er ergögt Und ihm zu gefallen trachten; Die kann man recht weise achten. 8. Weise sind, die sich nicht [ 22. 4.] 341 der rechten christen zahl, Die bekennen mit dem mund, Glauben fest von herzensgrund Und bemühen sich daneben, Guts zu thun, so lang' sie leben. 2. Selig sind, die demuth haben Und sind allzeit arm im geist, Rühmen sich gar keiner gaben, Daß Gott werd allein gepreift, Danken dem auch für und für; Denn das himmelreich ist ihr. Gott wird dort zu ehren feßen, Die sich selbst gering hier schäßen. 3. Selig sind, die leide tragen, Da sich göttlich trauern findt, Die beseufzen und beklagen Ihr und andrer leute sünd, Die deßhalben traurig gehn, Oft vor Gott mit thränen stehn. Dieſe sollen noch auf erden Und dann dort getröstet werden. 4. Selig sind die frommen herzen, Die mit sanftmuth angethan Willig hohn und trop verschmerWeichen gerne jedermann, nicht suchen eigne rach, befehlen Gott die sach, Diese will der Herr so schüßen, Daß sie noch das land besigen. zen, Die Und 5. Selig sind, die sehnlich streben Nach gerechtigkeit und treu, Daß an ihrem thun und Icben Kein gewalt noch unredyt sey, Die da licben gleich und recht, Sind aufrichtig, fromm od Matth. 5, v. 1-12. und schlicht, Geiz, betrug und M. Wie nach einer Wasserquelle. unrecht hassen. Die wird Gott 536.ommt, laßt euch den satt werden laſsen. Bedie 6. Selig sind, die aus erbarmen kommt und lernet allzumal, Sich annehmen fremder noth, Welche die sind, die gehören In Sind mitleidig mit den armen, Herren lehren, [ 22. 5.] and christlichem Leben. chämen, Sondern derer sinn sich lenft, Christi freuz auf sich zu nehmen, Den man selbst ans freuz gehenkt. Christi kreuz bringt lauter licht, Das verdunkelt nimmer nicht; Wer recht weise denkt zu werden, Licbe Christi kreuz auf erden. 9. Weise sind und voll verstandes, Die, so lang' sie wallen hier, Ihres rechten vaterlandes Mit entzündeter begier Sind und bleiben eingedenk Und nicht mit der großen meng Andrer sich hier feste seßen, Sondern sich als pilgrimm' schätzen. 10. Herr, deß weisheit zu erreichen Keinem möglich hier auf erd, Hilf, daß dieser weisheit zeichen Ich aus gnaden fähig werd. Gieb, daß ich mich selbst recht fenn, Christum meine weisheit nenn, Dich um seinen Geist stets flehe Und vom worte nie abgehe. 11. Daß ich alles eitle hasse Und nur dich allein erwähl, Christi schmach und freuz auffaffe Und stets meine tage zähl. Vater, hilf fammt deinem Sohn Und dem Geist von deinem thron, Daß ich möge hier auf erden Doch so flug unt weise werden. . Anaftafius Freylinghausen † 1739. 342 Von göttlicher Regierung Bitten treulich für sie Gott; Dic Vater, hilf, von deinem thron, behülflich sind mit rath, Auch Daß ich glaub an deinen Sohn wo möglich, mit der that, Wer- Und durch deines Geistes stärfe den wieder bülf empfangen Und Mich befleiße rechter werke. barmherzigkeit erlangen. Joh. Heermann. † 1647. 7. Selig sind, die funden werden Reines herzens jederzeit, M. Sollt ich meinem Gott nicht. Die im werk, wort und gebärden 537.affet uns mit Jeju zucht welchen nicht gefällt Die unreine lust der welt, Sondern sie mit ernst vermeiden, Werden schauen Gott mit freuden. 8. Selig sind, die frieden machen Und drauf sehn ohn unterlaß, Daß man mög in allen sachen Flichen hader, streit und haß, Die da stiften fried und ruh, Nathen allerseits dazu, Sich auch friedens selbst befleißen, Werden Gottes finder heißen. bild folgen nach, In der welt der welt entfliehen, Auf der bahn, die er uns brach, Immerfort zum himmel reisen, Irdisch noch, schon himmlisch seyn, Glauben recht und leben fein, In der lieb den glauben weisen. Treuer Jesu, bleib bei mir, Gehe vor, ich folge dir. 2. Lasset uns mit Jesu leiden, Seinem vorbild werden gleich. Nach dem leide folgen freuden, Armuth hier macht derten reich; Thränensaat die erntet lachen, Hoffnung tröstet mit geduld; Es kann leichtlich Gottes huld Aus dem regen sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, Dort theil deine freud mit mir. 3. Laffet uns mit Jesu fterben! Sein tod uns vom andern tod Nettet und vom seelverderben, Von der ewiglichen noth. Laßt uns tödten, weil wir leben, Unser fleisch, ihm sterben ab, wird er uns aus dem grab In des himmels leben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, Daß ich lebe für und für ges 4. Lasset uns mit Jesu leben! Weil er auferstanden ist, Muß das grab uns wiedergeben; Jesu, [ 22. 6.] 9. Selig sind, die müssen dulden Schmach, verfolgung, angst und pein, Da sie es doch nicht verschulden Und gerecht befunden feyn. Ob des freuzes gleich ist viel, Seget Gott doch maaß und ziel Und hernach wird ers belohnen Ewig mit der ehrenkronen. 10. Herr, regier zu allen zeiten Meinen wandel hier auf erd, Daß ich solcher seligkeiten Aus genaden fähig werd; Gieb, daß ich mich acht gering, Meine flag oft vor dich bring', Sanftmuth auch an feinden übe, Die gerechtigkeit ſtets liebe. 11. Daß ich armen helf und diene, Immer hab ein reines herz, Die in unfried stehn verfühne, Dir anhang in frend und schmerz. und christlichem Leben. 343 Wie er uns selbst gelehrt. unser haupt du bist. Wir sind ehrt, Kann uns ohn ende laben, deines Leibes glieder, Wo du lebst, da leben wir; Ach, erfenn uns für und für, Trauter freund, für deine brüder. Jesu, dir ich lebe hier, Dorten ewig auch bei dir. Siegm. v. Birken.( Betulius.) † 1681 4. In Jesu hab ich güter, In Jesu hab ich lieb und luft, Wie dir, du menschenhüter, Ist mehr denn allzuwohl bewußt. Laß mich die welt verachten, Das fränkt mich nicht ein haar, Ich will nach ehren trachten, Die frei sind von M. Nun lob', mein Seel, den. 538. Daß uns doch nicht gefahr. Laß mich die welt nur hassen, Ich will mit lieb und treu Nur meinen Jesum fassen, So bleib ich jorgenfrei. begehren, liebste seet, in dieser zeit Das, was dich kann beschweren, Ja, hindern an der seligkeit. Warum nach ehre trachten, Die doch vergänglich ist, Und darum zu verachten, Weil sie nach kurzer frist Uns grausamlich läßt fallen In trübfal, angst und pein? Drum suchen wir vor allen Bei Gott geehrt zu seyn. 5. Die welt, fie mag mir fluchen, Ist doch mein fegen Jesus Christ, In Jeju kann ich suchen Und finden, was mir nüßlich ist. Laß mich die welt nur seßen In angst und traurigkeit, Mein Icsus fann ergößen Mein herz zu aller zeit. Und sollt ich schon hier sterben Noch mehr als tausendmal, Kann ich doch nicht verderben, Dort rührt mich keine qual. 6. Das aber fann ich zeugen, Das kann ich rühmen tag und nacht, Daß mir mein Gott zu eigen Sein königreich hat zugedacht. Ihr sterblichen auf erden, Lebt wohl in dieser welt, Sch soll gekrönet werden, Mir ist ein reich bestellt! Ich soll mit Gott regieren, Den erd und himmel preist, Ich soll ein leben führen, Das unvergänglich heißt. 7. O Jesu, meine freude, Wann kommt die liebe zeit heran, Daß ich von hinnen scheide, Daß ich dich herrlich loben kann? Wann werd ich doch gezieret Mit Fleis dern, weiß und hell? Wann werd [ 22. 7.) 2. Was kann uns wollust nüßen, werthe feel, in dieser welt? Was kann uns reichthum schüßen, Wenn sich der tod zu uns gesellt? Die rechte luft ist droben, Wo mein Herr Jesus wohnt, Den alle zungen loben, Der uns so reich belohnt, Daß wir gekrönet werden Im hohen himmelsaal. Ach, eilt doch von der erden Zu seinem hochzeitmahl! 3. Was pracht, was fröhlich leben! Was reichthum, ehr und herrlichkeit! Nur Jesus kann uns geben, Was uns an leib und feel erfreut. In Jesu sich ergößen Bleibt ewig süß und gut, Sein reich für alles schägen, Erquicket geist und muth; In Jesu reichthum haben, In Jesu seyn ge 344 ich aufgeführet Zu dir? ach, laß mich schnell, Herr, güldne fronen tragen, Die unvergänglich sind, Dann werd ich dir behagen Als dein herzliebes kind. bon un Joh. Joseph Beck, im 17. Jahrh. Von göttlicher Regierung 2. Tim. 4, 7. 8. M. D, wie selig seyd ihr. ebt, 539. 1907020 allhier auf erden, Daß ihr Christo möget ähnlich werden, Der aus dem leiden Ging zum Vater in das reich der freuden. 2. Seht auf die mit eifrigem verlangen, Die ihm nach und euch sind vorgegangen; Schaut an ihr leben, Wie sie euch dazu ein beispiel geben. 3. So vollführet eures her zogs lehren, Folgt ihm, wo ihr ihm wollt angehören; Entjagt dem allen, dem und welt noch fann gefallen. si 4. Opfert ihr euch auf und eure glieder, Fallet unterm freuze vor ihm nieder; Im freuzesorden Seyd ihr seine knecht und ritter worden. hier recht fämpfet Und die fünde, euren feind, stets dämpfet, Der euch mit haufen und mit großem sturm pflegt anzulaufen. 8. Wer nun glücklich diesen fampf geendet und den schwe ren kleinodslauf vollendet, Dem wird die frone Der gerechtigkeit geschenkt zum lohne. 9. bleibt vom Herren beigeleget, Der sein bildniß ihm ins herz gepräget; Er wird ihn leiten Zu dem brunnen aller seligkeiten. onit pilsi ist 10. Also lohnt der richter als len denen, Die ihn lieben und sich nach ihm sehnen; Er kennt die seinen Die drauf warten, daß er mög erscheinen. dorp onom anschnur bim@sint sa mochilared tim inllw9OHT torns In eigner Melodie. 540.Seiebster Jeju, liebſtes leben, Der du das Gottesfamm, Daß die fünde auf sich nahm, Dir hab ich mich ganz ergeben 1hDich will dich den bräutgam nennen, Denn ich bin ja deine braut, Die du ewig dir vertraut, Nichts::: Nichts 5. Haltet euch an ihn, da ihr soll unsre liebe trennen. Gelig, müßt streiten, Bleibt beständig, jelig, selighfindi: Die zu dem er steht euch zur sciten: Er bilft abendmahl der hochzeit des Sameuch ringen, Giebt euch fraft, mes berufen sind.d:@ num den sieg davon zu bringen. 112. Laß mich diese fühnheit üben hier in meinem chriftenthum, Daß nur dieses sey mein ruhm, Daß fein unfall, fein betrüben:,: Mich durch schrecken könn abziehen Von der lieb, damit ich dir Vin vers pflichtet für und fürge All:: 6. Er wird euch, wenn ihr dereinst sollt scheiden, Statt der noth mit seiner ruh bekleiden; Ihr habt zu hoffen, Was von niemand hier wird angetroffen. 7. Nur daß ihr im glauben, [ 22. 8.1 und christlichem Leben. 345 Alle luft der welt zu fliehen. SeM. Wer nur den lieben. lig, selig, selig find:: Die zu 541.Mein herze ſoll nun dem abendmahl hochzeit des Lammes berufen sind.:: 3. Laß durch deine gnad geschehen, Daß mir niemals öl gebricht, Gieb, daß meines glaubens licht Nimmer mag in mir ausgehen.:: Laß die lampe seyn geschmücket Durch gebet und wachsamkeit, Und daß in der dunkelheit Sie:::: Sie stets scheint und helle blicket. Selig, felig, selig find:: Die zu dem abendmahl der hochzeit des Lammes berufen sind.:,: 4. Laß den schlaf nicht überwinden Meine augen, sondern gieb, Daß durch deines Geistes trieb Du mich wachend mögest finden:,: Und mit herzlichem verlangen Wartend, wenn der engel ruft Hoch von der gestirnten luft, Auf: Auf! der bräutgam kommt gegangen! Selig, felig, felig sind: Die zu dem abendmahl der hochzeit des Lammes berufen sind.:,: 5. Laß mich dir entgegen gehen, Wenn du mir entgegen kömmst, Daß du mich zu dir einnimmst, Daß ich dich soll ewig sehen:: Jeſu, du wollst mich erneuen, Daß bei deinem abends mahl In der auserwählten zahl Ich:::: Ich mich ewig fönn erfreuen.d Selig, selig, selig sind:,: Die zu dem abendmahl der hochzeit des Lammes berufen sind.:;: Dr. Joh. Wilh. Petersen. † 1727. Der welt und aller eitelkeit Und nur nach Jesu liebe fragen, Dieweil sichs regt in dieser zeit. Wie lange soll vor eitlem schmerz Unruhig seyn mein armes herz? 2. So mein hirt Jesus mich erfreuet Und mich mit seinem stabe schüßt, So steh ich fröhlich, wenn mir dräuet Des wolfes list mit grimm erhitzt, Weil mir nichts übles schaden wird, So lange Jesus ist mein hirt. 3. Ruh nur auf Jefu liebstem herzen Als sein gefundnes schäflein still. So er nach vielen dornenschmerzen An seiner brust er wärmen will, Und trägt dich heim zur rechten spur Der andern schafe; ruhe nur. 4. Mein schatz, mein hirt und meine weide, Mach bitter mir die falsche welt, Daß ich alsdann ron ihr abscheide, Erhebe mich ins himmelszelt; Da such und find ich einzig play, Wo Jesus Christus ist mein schatz. 5. Christus, mein freund und herzensfönig, Vergönnt nicht, daß ich lieben soll, Was ihm verhafft und allzuwenig Ihn liebt, weils andrer liebe voll; Drum sey die welt mein steter feind, Nur Christus sey allein mein freund. 6. Gut, ach, wie gut hats eine seele, Die aller welt giebt gute nacht! Troß, der sie ferner also quäle, Der geiz, die wollust und die pracht! Nun ist sie im122. 9.] 346 mer wohlgemuth! hat es ewig gut! Von göttlicher Regierung Wohl ihr, sie auch das bittre süße ist, Wenn du, o Gott, im herzen bist. 5. Drum gieb, daß ich recht findlich gläube Und nur fein frisch und unverzagt, Jedoch in demuth, mir zuschreibe, Was mir dein heilig wort zusagt; Dein Geist erkläre meinem geist, Was gnad und Vatertreue heißt. biu 6. Du unerschaffnes höchstes wesen Haft vor der welt an mich gedacht, Und da ich gar noch nicht gewesen, Den liebevollen schluß gemacht, Daß ich in Christo dein soll seyn Und frei von aller höllenpein. 7. Dein find, mein Jesus, bat vollendet, Was du beschlossen vor der zeit, Hat schuld und strafen abgewendet Und mir geschenkt die seligkeit. Dein Geist, der mir dies macht bekannt, Ist alles dessen unterpfand. 8. Ich weiß nicht, was ich sonst soll sagen Von deiner treu, die ich verspürt, Da du mich hast in meinen tagen Bis hiers her wunderbar geführt. Ja, dort bei dir in ewigkeit Ist mir das beste noch bereit. 9. Nun, Herr, ich falle dir zu füßen und bitt, o allerhöchstes gut, Laß mich wie wachs doch ganz zerfließen In dieser deiner licbesglut. Ach gieb, daß eine gegentreu Doch stets in meiner seele sey. uerit 10. Und weil ich auf so viele weise, Mein Vater, bin dein eis genthum, So gieb, daß ich auch dir zum preise, Zu deines großen M. Nun freut euch, lieben. reundschaft mit Gott und himmelsluft Ist angefangen worden, Kein sehnen ist mir mehr bewusst, Als nach der engel orden; Denn mich verlangt mit großer kraft Nach Christi freund- und brüderschaft Und nach des himmels pforten. M. Wer nur den lieben. 542. Mei Bein Gott, du weißt am allerbesten Das, was mir gut und nüglich sey, Hinweg mit allen menschenvesten, Weg mit dem eigenen gebäu! Gieb, Herr, daß ich auf dich nur bau Und dir alleine ganz vertrau. 2. Reiß alles weg aus meiner feelen, Was dich nicht sucht und deine ehr, Ja, wollte es sich auch verhehlen, So prüfe selbst je mehr und mehr Mein innere beschaffenheit und gieb mir herzensredlichkeit, 3. Daß ich könn in der wahrheit sprechen: Du bist mein Abba, licht und heil, Du heilest alle mein gebrechen Und schentest mir an Christs theil, Du bist mein allerbester freund, Ders allzeit herzlich mit mir meint. 4. Denn kann ich dich nur Vater nennen, abgrund der barmherzigkeit, So muß mir alles nüßen können, Was man sonst heißer freuz und leid; Denn [ 22. 10.] und christlichem Leben. namens ruhm, Stets diene in ste gut, Das allein vergnügen gerechtigkeit Und dir beliebter heiligkeit. thut; Seine liebe pflegt zu geben Ewge freud und ewges les ben. Seine liebe macht die zeit Gleich der süßen ewigkeit. 11. Du musst das gute selbst vollbringen In worten, werken und verstand; Drum reiche mir in allen dingen Aus gnaden deine Vaterhand, Denn hier gilt nicht, wer laufen kann, Es kommt auf dein erbarmen an. 12. Legst du was auf, so hilfs auch tragen, Gieb mir geduld in leidenszeit, In guten wie in bösen tagen Sey du mein trost, mein rath und freud; Gieb demuth, einfalt, lieb und zucht, Was falsch und hoch ist, sey verflucht. 13. Nun, amen! es sey fest beschlossen! Nur daß des heilgen Geistes kraft Bleib über mich stets ausgegossen, Als welche alles gute schafft: So bleibts in ewigkeit dabei, Daß du mein und ich deine scy. Isract Clauder. † 1721. TOTO In eigner Melodie. 543. Meine feele, willst ruhn Und und seyn. dir immer gütlich thun, Wünschest du hier von beschwerden Und begierden frei zu werden: Liebe Jesum und sonst nichts, Meine secle, so geschichts. 32. Niemand hat sich je betrübt, Daß er Jesum hat geliebt, Niemand hat je weh empfunden, Daß er Jesu sich verbunden. Jefum lieben nur allein Ist so viel, als felig seyn. mudinop 3. Wer ihn liebt, liebts höch4. Drum, so du von aller pein, Meine seel, wünschst frei zu seyn, So du suchst dich zu ergößen Und in ewge ruh zu segen, Liebe Jesum und sonst nichts, Meine seele, so geschichts. 5. Licbe seele, ach, daß du Diese wahre seelenruh Doch nicht eher haft erkennet Und dein höchstes gut genennet! Laß dirs leid seyn, sey betrübt, Daß du hast so spät geliebt. 6. Achte weltlich freud und lust Nur für koth und fündenwust, Weil doch nichts von solchen dingen Dir kann wahre ruhe bringen. Jefum lieben nur allein, Wird die wahre ruhe seyn. 7. Nun, mein Jesu, schenke mir, Daß ich einzig für und für Liebe dich von ganzem Herzen; Alles andre zu verscherzen Und zu lieben dich allein, Soll mein 347 8. Geuß selbst deinen Geist der lieb, Seine brunst und süßen trieb, Mildiglich in mein gemüthe; Laß mich schmecken deine güte, Dich zu lieben unverrückt und aus mir in dich verzückt.d 9. Wie mag einer seele seyn, Deren liebe zu dir rein, Die nichts wünschet, nichts verlanget, Als nur dich, dem sie anhanget! Mehr als alles bist du ihr, Was sie sucht, findt sie in dir. ( 22. 11.1 348 Von göttlicher Regierung 10. Ruhe, ried und sicherheit zeit Von süßem sanftmuthsöle, Leben, lust, trost, heil und freud Mein geist, gemüthe, kraft und Giebet, Jesu, deine liebe. O, daß sinn Ist Gott ergeben, schaut auf sich mein geist erhube, Rein und ihn. fest zu lieben dich! Hilf, mein helfer, seufze ich. 11. Gott, die lieb', in wem er bleibt, Lieb zu haben stets antreibt; Daß er in uns, fann man merken An der lieb' und ihren werken. Gott und Jesum lieben heißt In uns unsers Gottes Geist. 4. Ich zeig euch das, was schädlich ist, Zu flichen und zu meiden, Und euer herz von arger list 3u reingen und zu scheiden, Ich bin der seelen fels und hort Und führ euch zu der himmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer: ich geh voran, Ich steh euch an der seite, Ich kämpfe selbst, ich brech die bahn, Bin alles in dem streite; Ein böser knecht, der still darf stehn, Wenn er den feldherrn sicht angehn. Matth. 11, 28. 29. M. Machs mit mir, Gott. 6. Wer seine seel zu finden meint, Wird sie ohn mich verlieren, Wer sie hier zu verlieren scheint, Wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein kreuz nimmt und folgt mir, Ist mein nicht werth und meiner zier. 544.* Mi ir nach, spricht Christus, unfer held, Mir nach, ihr christen 7. So laßt uns denn dem liealle! Verleugnet euch, verlaßt ben Herrn Mit Leib und feel die welt, Folgt meinem ruf und nachgehen Und wohlgemuth, geschalle! Nehmt euer freuz und trost und gern Bei ihm im letungemach Auf euch, folgt mei- den stehen: Denn wer nicht nem wandel nach! hgfämpft, trägt auch die fron Des Dr. Joh. Scheffler.( Angelus.) † 1677 2. Ich bin das licht, ich leucht ewgen lebens nicht davon. euch für Mit heilgem tugendleben; Wer zu mir fommt und folget mir, Darf nicht im finstern schweben. Ich bin der weg, ich weise wohl, Wie man wahrhaftig wandeln soll. 3. Mein herz ist voll demüthigkeit, Voll liebe meine seele, Mein mund der fließt zu jeder 12. Ach, du reine liebesglut, Brenn in meinem sinn und muth, Nach der liebe laß mich ringen, Ruf mir zu in allen dingen: Jesum liebe nur allein, Sonst kannst du nicht selig seyn. Joh. Caspar Schade. † 1698. al Psalm 21.sin M. Herr Jesu Christ, meins. o Gott, 545. Mach dir, verlanget mich, Mein Gott, ich denke stets an dich, Zieh mich nach dir, nach dir mich [ 22. 12.J und christlichem Leben. wend, Aus Zion deine hülf mir fend. 2. Die sonnenblume folgt der fonn, So folg ich dir, o meine wonn; Nur wünsch ich, daß ich könne hier Ganz frei von sünden folgen dir. 3. Doch leider hat das sündengift Solch übel in mir angestift't, Daß sich der matte geist nicht kann Davor recht schwingen himmelan. 4. Ach, wer wird mich befreien doch Von diesem schweren sündenjoch? O Herr, ich sehne mich nach dir, Befreie mich und hilf du mir! 349 gänzlich zu Und such in dir nur meine ruh. But may 10. Hinweg, hinweg du schnöde lust, Bleib mir auf erden unbewußt! Was mein herz fort vergnügen soll, Deß ist allein der himmel voll. 11. Ach, alles, was mich reißt von dir, O höchstes gut, das treib von mir! In dir, mein Gott, in dir allein Laß hinfort meine freude seyn. Anton Ulrich, Herzog von Braunschweig, † 1714. M. Mein Herz und Seele 19 546. Nun gute nacht, du eitles weltgetümmel, Mein herzc sehnt sich fort nur nach dem himmel, Denn deine lust bringt nichts als pein und last, In Christi lieb' find ich Se nur ruh und rast. b 5. Es ist mein will nach dir gericht't, Doch das vollbringen mir gebricht, Und wenn ich auch hab guts gethan, So hänget doch noch fünde dran. 6. Ich laufe zwar, doch bin ch matt, Ach, laß den willen finden statt. Erleichtre mir die schwere last Und treibe aus den bösen gaſt. 7. Gedenke, daß ich bin dein find, Vergieb und tilge meine sünd, Daß ich zu dir mit freiem lauf mich könne schwingen himmelauf. of 8. Den sinn der welt rott in mir aus, Sey du nur Herr in meinem haus, Den schild des 4. Mit dir, mein heil, will ich glaubens mir verleih und brich mich recht verbinden, Mein herz des feindes pfeil entzwei. kann doch sonst keine ruhe fin- d 9. Nach dir, mein Gett, laß den. Nur deine lieb mein süßes ftets forthin Gerichtet seyn den labsal ist, Drum flieb, o welt, ganzen sinn, Ich eigne dich mir ich liebe Jefum Chriftum nisi ft, kapp b [ 22. 18.] 2. Mein Heiland ruft, mich ihm zur braut zu werven, Zu seiner ehr und seines reiches erben. Was ist dem gleich? sach, nichts nicht gold, das sonst gefällt. auf dieser welt, nicht freatur 3. Sollt ich denn wohl mein glücke selbst verscherzen? Das möcht ich ja wohl nimmermehr verschmerzen. Nein, Jesu, dir ergeb ich mich allein, Du sollst nun mein, ich dein vollkommen sein. 350 Von göttlicher Regierung 5. Er ist holdselig, wie kein 4. Besonders wende von mir mensch auf erden, Das schönste ab, Was mir ein falsch vergnübild, so mag gefunden werden, Sein augenlicht nimmt mir mein herz und sinn, Daß ich vor freud nicht bet mir selber bin. 6. D großer Herr, hoch über alle herren, Gott Zebaoth, den auch die himmel ehren, Was ist der mensch, daß du dein so gedenkst Und deine lieb in seine feel einsenkst? 7. Halleluja! es ist mir schon gelungen, Mein Heiland hat mich süßiglich bezwungen, Drum, schnöde welt, fahr hin mit deiner lust, Mir ist forthin nur Gott allein bewußt. 547. 1. Petri 1, 17-22. M. Vater unser im Himmel. Gott, der du mein Vater bist Und schenkest, was mir nöthig ist, Mein leber steht in deiner hand, Mein odem ist dein gnadenpfand, Du liebtest mich in deinem sinn, Bevor ich etwas worden bin. 2. Ach, kehr dein antlig nun zu mir Und dämpf das fleisch sammt der begier, So mich zum eitlen hochmuth treibt, Der niemals ohne thorheit bleibt. Wenn sich der stolz in mir erhebt, Verleih mir, was dem widerstrebt. gen gab, Behüte mich vor schnöder lust, Reiß die gedanken aus der brust, Die unrein sind und leicht entstehn, Sobald die augen irre gehn. 5. Vertilg in mir der unzucht gift, Das andre sünden übertrifft. Wer sonsten fehlt, verschuldt sich sehr, Ein hurer sündigt zwiefach mehr, Er machet seinen leib gemein, Das herz zum sig der höllenpein. 6. Wach über mich bei tag und nacht Und hintertreib des feindes macht, Der ehrbarkeit und keusche zucht Durch böse brunst zu fällen sucht, Und wenn er eine glut erweckt, Die feel in das verderben steckt. 7. Entzeuch dem allen mein gesicht, Was gegen deine liebe ficht't, Die sey mein schutz und steter brand; Thu ärgernissen widerstand, Schleuß meine sinnen davor zu, Versezze mich in heilge ruh. 8. Herr, reinge mich am innern tbeil, Mach meine seele völlig heil, Die glieder im versuchungsstreit Zu waffen der gerechtigkeit; Führ du an meiner statt den krieg Und gicb mir den gewünschten sieg. 3. Laß meine seele niedrig seyn Und hülle sie mit demuth ein; Du richtest den auf, der 9. Wenn deine furcht den wansich bückt, Wer sich erhöht, wird del zähmt, So ist der muth nicht unterdrückt. Zum argen sey bei unverschämt, Ein freches auge mir fein raum, Halt mein ge- weichet fort, Dem ohr beliebt fein müthe fest im zaum.al geiles wort, Der mund spricht [ 22. 14.] und christlichem Leben. 351 nichts, was schandbar schandbar heißt, 6. Soll ich auf dieser welt Das wirk in mir durch deinen Mein leben höher bringen, Durch Gcift. manchen sauern trit Hindurch ins alter dringen, So gieb geduld, vor sünd Und schanden mich 548. Gott, du from- bewahr, Auf daß ich tragen mag mer Gott, Mit brunnquell guter gaben, Ohn den niche ist, was ist, Von dem wir alles haben: Gesunden leib gieb mir Und daß in solchem leib Ein unverlegte seel Und rein gewissen bleib. Ernst Lange. † 1727. In eigner Melodie. 2. Gieb, daß ich thu mit fleiß. Was mir zu thun gebühret, Wozu mich dein befehl In meinem stande führet, Gieb, daß ichs thuc bald, Zu der zeit, da ichs soll, Und wenn ichs thu, so gieb, Daß es gerathe wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets Womit ich kann bestehen, Laß fein unnüßes wort Aus meinem munde gehen, Und wenn in meinem amt Ich reden soll und muß, So gieb den worten kraft Und nachdruck cbn verdruss. 4. Findt sich gefährlichkeit, So laß mich nicht verzagen, Gieb einen heldenmuth, Das treuz hilf selber tragen; Gieb, daß ich meinen feind Mit sanftmuth über7. Laß mich an meinem end Auf Christi tod abscheiden; Die seele nimm zu dir Hinauf zu deinen freuden, Dem leib ein räumlein gönn Bei frommer christen grab, Auf daß er seine ruh An ihrer seiten hab. 8. Wenn du die todten wirst An jenem tag erwecken, So thu auch deine hand Zu meinem grab ausstrecken, Laß hören deine stimm Und meinen leib weck auf, Und führ ihn schön verklärt Zum auserwählten hauf. * 9. Gott Vater, dir sey preis, Hier und im himmel oben! Gott Sohn, Herr Jesu Christ, Ich will dich allzeit loben! Gott heilger Geist, dein ruhm Erschalle mehr und mehr! O Herr, dreieinger Gott, Dir sey lob, preis und ehr! Joh. Heermann. † 1647. B. 9. ein Zusatz. bi wind Und wenn ich rath bedarf, M. Aus tiefer Noth schrei. Auch guten rath erfind. mein Va= 549. ter, mich regier, Laß 5. Laß mich mit jedermann In fried und freundschaft leben, So weit es christlich ist. Willst du mir etwas geben An reichthum, gut und geld, So gieb auch dies dabei, Daß von unrechtem gut Nichts untermenget sey. Halt mich in deiner gnade, mich auch lieben für und für Dein wort, das licht der pfade. O Gott, mein Vater, mich bewahr. Daß ich nie komm in die gefahr, Die meinen geist besieget. [ 22. 15.] 352 Von göttlicher Regierung 2. O Jesu, Jesu, steh mir durch ich dir Und deiner frommen bei, Laß mich nicht sicher werden, schaare Zuwider sey und schade. Dein heilges blut mich mache frei Von sünd und schuld auf erden. O Jesu, Jesu, Gottes Sohn, Erbarm dich, wenn vor deinem thron Das urtheil ist zu hören. 3. Bewahr, o Vater, mein gehör Auf dieser schnöden erde Vor allem, dadurch deine ehr Und reich beschimpfet werde. Laß mich der lästrer gall und gift Ja nimmermehr berühren, Denn wen ein solcher unflath trifft, Den pflegt er zu verführen, Auch wohl gar umzukehren. 3. O heilger Geist, der weisbeit brunn, Sey meines glaubens mehrer, Gieb glück und heil zu meinem thun, Sey stets mein trost und lehrer, Treib meinen mund zu Gottes ehr, Mein herz erhalt in deiner lehr, Und daß ich darnach lebe. O 4. Regiere meiner augen licht, Daß sie nichts arges treiben, Ein unverschämtes angesicht Laß ferne von mir bleiben. Was ehrbar ist, was zucht erhält, Wornach die engel trachten, Was dir beliebt und wohlgefällt, Das laß auch mich hoch achten, All üppigkeit vermeid't. 5. Gieb, daß ich mich nicht lasse ein Zum schlemmen oder prassen; Laß deine lust mein eigen seyn, Die andern fliehn und hassen. Die lust, die unser fleisch ergößt, Die zeucht uns nach der höllen, Und was die welt für freude schäßt, Pflegt feel und geist zu fällen Und ewiglich zu quälen. bin auch lebendig todt, Der 6. O, selig ist, der stets sich sünde ganz ergeben; Wer sich wälzt in dem sündenkoth, Der hat das rechte leben Noch niemals recht gesehen. nährt Mit himmelsspeis und tränfen, Der nichts mehr schmeckt, nichts sieht und hört, Auch nichts begehrt zu denken, Als 2. Darum so wende deine gnad nur, was zu dem leben bringt, Su deinem armen kinde, Und gieb Da man bei Gotte lebet Und mir allzeit guten rath, 3u meiden bei der schaar, die fröhlich singt schand und fünde. Behüte mei-- Und in der freude schwebet, Die nes mundes thür, Daß mir ja nicht keine zeit aufhebet. entfahre Ein folches wort, daPaul Gerhardt. † 1676. [ 22. 16.1 4. heilige Dreieinigkeit, Mein hülf in noth und leiden, Laß mich von dir in keiner zeit Kein glück noch unglück scheiden. Den glauben, lieb', hoffnung, geduld Bewahr in mir nach deiner huld, Auf daß ich selig werde. Sirach 23, 1-6. M. Christ, unser Herr, zum. 550. Gott, mein Schöpfer, edler fürst, Und Vater meines Lebens, Wo du mein leben nicht regierst, So leb ich hier vergebens, Ja, ich und christlichem Leben. 353 551. M. Ach Gott vom Himmel. Ausschütten, daß ein felsenstein Darüber sollt mitleidig seyn; Allein man wills nicht hören. is 7. Ach, laß mein herz barmherzig seyn Und nach vermögen geben, Aus wahrer liebe, nicht zum schein, Wenn ihre stimmerheben Die armen in der hungersnoth, Daß sie an meinem stücklein brod, O Jesu, sich erfreuen. 8. Du giebst barmherzigkeit ohnend Mir armen auf der erden; So laß auch wieder herz und händ Mit freundlichen gebärden Auss theilen, was du mir beschert, Daß auch der arme werd ernährt Durch den bescherten segen. himmlische barmherzigkeit, Die Jesus uns anpreiset, Ach, wer ist doch zu dieser zeit, Der sich getreu erweifet? Der gleich wie Gott der Vater ist, Barmherzig ist zu jeder frist Und das aus herzensgrunde? 2. Daß Gott barmherzig, spricht der mund, Und wer ist, der's nicht glaubet? Allein macht Gott dies also fund, Daß er zur nachfolg treibet, So ist verschlossen herz und ohr, Und wankt der glaube wie ein rohr, Weil man's unmöglich achtet. 3. Von Gott will man barmherzigkeit In seinem ganzen leben, Ja, daß sie möge weit und breit Sich über uns erheben; Allein soll man barmherzigkeit Am nächsten thun, wie Gott gebeut, So ist niemand zu hause. 4. Ach denke, daß der Höchste dir Barmherzigkeit erzeiget, Daß dich die güte überführ, Und du auch feyst geneiget, zu geben dem, der dürftig ist Und gar ein glied von Jesu Christ. Dies ist des Herren wille. 9. Ist unbarmherzig gleich die welt Und hat ihr herz verschlossen, So laß mich thun, was dir gefällt und helfen unverdrossen. Laß mich dem Vater ähnlich seyn, Der überflüssig schenket ein Barmherzigkeit und güte. 6. Wie mancher reiche stößet aus Und weis't von thür und pfor ten Die armen, die vor jeinem haus Die noth mit vielen worten 10. Ja, Vater, gieb mir solchen sinn, Daß ich von deinen gaben, Die du mir giebst, geb andern hin, Die dürftigen zu laben. Laß mich nach deinem ebenbild Seyn liebreich, gütig, sanft und mild, Dies bitt ich herzlich. Amen. Laurentius Laurenti. † 1722. in 5. Es wird ein grausames gericht Dort über den ergeben, Der dieses hat erkannt im licht Und läßt es nicht geschehen. Das wissen das entschuldigt nicht, Man muß ausüben, was Gott spricht, 552. reines weſen, fau Das liebe. tre licht ohn alle dunkelheit! Vor deinen augen, die so helle, Ja heller, als die heiterkeit Des großen weltlichts, ist entdecket Der jun23 [ 23. 1.) Psalm 51, 12. M. Mein Jesu, dem die. Von göttlicher Regierung 354 den hauf in meiner brust Und wie so manche schnöde luft Den edlen geist bisher beflecket. 2. Wenn nur ein reines herz zu schauen Gewürdigt wird dein angesicht, So kommt mir billig an ein grauen, Wenn ich auf mich mein auge richt. Mit wehmuth seh ich mein verderben, Doch aber schrei ich, Herr, zu dir: Ein reines herze schaff in mir, Das böse laß in mir ersterben! 5. Dein'n Geist, den du mir bast geschenket, Das edle theure liebespfand, Das unsern geist mit wonne tränket Und fliehen heißt des fleisches tand, Laß nicht von mir genommen werden, Vielmehr damit versiegelt feyn, Mein herz, bis dieser bau fällt ein, Und du mich nimmst von dieser erden. befindet Das zagen, das die sünde bringt, Wenn sie im kampf uns überwindet und unter ihre macht uns zwingt: So wollst du, Herr, mit trost der freuden, Der aus dem brunn des Lebens fleußt, Verbinden den verwundten geist Und so beschließen dieses leiden. 3. G'nug, daß es ist dem feind gelungen, Von dir, mein Gott, mich abzuziehn; Von nun an laß mich unbezwungen Dagegen seiner list entfliehn Und wappne mich mit fraft und stärke Durch den gewissen neuen Geist, Darum dein wort mich bitten heißt, In dir zu thun all meine werke. und überIn eigner Melodie. treten Mich unwerth deiner gunst 553. Ningettes gnade Dich dir gemacht, So tret ich doch zu mit beten und sage: ach Herr, hab nicht acht Auf das, was ich gesündigt habe! Im zorn verwirf, verwirf mich nicht von dir und deinem angesicht, Ein blick von deiner huld mich labe! nun ziehet und bekehrt, Daß dein geist sich recht entlade Von der last, die ihn beschwert. 2. Ringe, denn die pfort ist enge, Und der lebensweg ist schmal; Hier bleibt alles im gedränge, Was nicht zielt zum himmelsfaal. 3. Kämpfe bis aufs blut und leben, Dring hinein in Gottes reich; Will der satan widerstreben, Werde weder matt noch weich. 4. Ninge, daß dein eifer glühe, Und die erste liebe dich Von der ganzen welt abziehe; Halbe licbe hält nicht stich. 6. Weil sich auch noch in mir 7. Ich bleib an deiner gnade hangen Und senke mich in ihs ren bund, Des innern heimlichstes verlangen Ist dir, dem herzenskündger, kund. Du wirst auch, solches solches zu vollbringen, Den Geist der freud und willigfeit Mir mitzutheilen seyn bes reit: Dafür will ich loblieder singen. Joh. Anastasius Freylinghausen. † 1739. 5. Ninge mit gebet und schreis en, Halte damit feurig an, Laz [ 23. 2.1 und christlichem Leben. 355 dich keine zeit gereuen, Wärs nah; Ist ihr schaß doch in dem auch tag und nacht gethan. himmel, Drum ist auch ihr herz allda. 16. Dies bedenket wohl, ihr streiter! Streitet recht, und fürchtet euch; Geht doch alle tage weiter, Bis ihr kommt ins himmelreich. 17. Denft bei jedem augenblicke, Obs vielleicht der legte sey; Bringt die lampen ins geschicke, Holt stets neues öl herbei. 6. Hast du dann die perl errungen, Denke ja nicht, daß du nun Alles böse haft bezwungen, Das uns schaden pflegt zu thun. 7. Nimm mit furcht ja deiner eele, Deines heils, mit zittern wahr; Hier in dieser leibeshöhle Schwebst du täglich in gefahr. 8. Halt ja deine frone feste, Halte männlich, was du hast, Recht bewahren ist das beste, Nückfall ist ein böser gast. 9. Laß dein auge ja nicht gaffen Nach der schnöden eitelkeit, Bleibe tag und nacht in waffen, Fliehe alle sicherheit. 10. Laß dem fleische nicht den willen, Gieb der lust den zügel nicht; Willst du die begierden stillen, So verlöscht das gnadenlicht. 11. Fleischesfreiheit macht die seele Kalt und sicher, frech und stolz, Frißt hinweg des glaubens öle, Läßt zurück nur faules holz. 12. Wahre treu führt mit der sünde Bis ins grab beständig krieg, Nichtet sich nach keinem winde, Sucht in jedem kampf den sieg. 13. Wahre treu liebt Christi wege, Steht beherzt auf ihrer hut, Weiß von keiner wolluftpflege, Hält sich selber nichts zu gut. 14. Wahre treu hat viel zu weinen, Spricht zum lachen: du bist toll: Weil es, wann Gott wird er scheinen, Lauter heulen werden soll. 15. Wahre tren kommt dem getümmel Dieser welt niemals zu 18. Liegt nicht alle welt im bösen? Steht nicht Sodom in der glut? Seele, wer soll dich erlöfen? Eilen, eilen ist hier gut. 19. Eile, wo du dich erretten Und nicht mit verderben willt: Mach dich los von allen fetten, Fleuch als ein gejagtes wild. 20. Lauf der welt doch aus den händen, Dring ins stille Zoar ein; Eile, daß du mögst vollenden, Mache dich von allem rein. 21. Laß dir nichts am herzen fleben, Fleuch vor dem verborgnen bann, Such in Gott geheim zu leben, Daß dich nichts beflecken kann. 22. Gile, zähle tag und stunden, Bis des bräutgams ruf erflingt Und, wenn du nun überwunden, Dich zum schauen Gottes bringt. 23. Eile, lauf ihm doch ents gegen, Sprich: mein licht, ich bin bereit, Nun mein hüttlein abzulegen, Mich dürst't nach der ewigkeit. [ 23. 3.] Joh. Joseph Windler. † 1722. 23 356 Von göttlicher Regierung Matth. 11, 28. 554. M. Seele, was ist schöners. ( In eigner Melodie.) ube ist das beste gut, Das man haben kann, Stille und ein guter muth Steiget himmelan. Die suche du! Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die rub. 2. Ruhe sucht ein jedes ding, Allermeist ein christ; Mein herz, nach derselben ring, Wo du immer bist. Such ruh, such ruh! Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu: Gott ist die ruh. 3. Ruhe giebet nicht die welt, Ihre freud und pracht, Nicht giebt ruhe gut und geld, Lust, ehr, gunst und macht. Reicht keines zu; Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die rub. 4. Ruhe giebt die erde nicht, Die ist fugelrund, Den sie in die höh gericht't, Stürzet sie zur stund. schlechte ruh! Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. 7. Ruhe schenkt er allen gleich, Die beladen sind; Klein und große, arm und reich, Mann, weib oder kind Findt bei ihm ruh. Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. 5. Ruhe geben kann allein Jesus, Gottes Sohn, Der uns alle ladet ein Vor des himmels thron, Zur wahren ruh. Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. 6. Ruhe, wer fie finden will, Komme nur zu mir; Hast du gleich des leides viel, Ich kanns lindern dir Und geben ruh. Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die rub. 8. Ruhe schmecket denen wohl, Die schwer sind gedrückt Und mühselig, schmerzensvoll, Daß sie fast erstickt Gern fänden ruh. Hier und dort ist keine ruh, Ais bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. 10. Ruhe so gar williglich Jefus bietet an: Ich will euch erquicken, ich, ich, Ders am besten kann, Ich, selbst die ruh. Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu: Gott ist die ruh. 11. Ruhe labet und erquickt Süßiglich ein herz, Das da drückt und fast erstickt Kummer, freuz und schmerz. Das schreit: ad ruh! Hier und dort ist feine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. ralf sared and 12. Ruhe kommt aus glauben her, Der nur Jesum bält; Jesus machet leicht, was schwer, Nichtet auf, was fällt. Sein Geist bringt ruh. Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh.od da ssid nad [ 23. 4.] ***** 9. Ruhe ganz umsonst verspricht Jesu treuer mund; Sein so freundlich angesicht Aus des herzens grund Lockt all herzu. Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. und christlichem Leben. 357 13. Ruhe findt sich allermeist, ein; Er ist die ruh. Hier und dort Wo gehorsam blüht; Ein in Gott versenfter geist Macht ein still gemüth Und feelenruh. Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. Joh. Caspar Schade. † 1698. M. Wachet auf, ruft uns. 14. Ruhe wächſet aus geduld 555. Müftet euch, ihr christenleute, Die feinUnd zufriedenheit, Die in Gottes zorn und huld Und in lieb und leid Sich giebt zur ruh. Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. 15. Ruhe hat, wer williglich Christi sanftes joch Hingebücket nimmt auf sich; Ist es lieblich doch Und schaffet ruh! Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. 16. Ruhe den erst recht ergößt, Der ein schüler ist und sich zu den füßen scht Seines Herren Christ Und lernt die ruh. Hier und dort ist feine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. 17. Ruhe nirgends lieber bleibt, Als wo demuth ziert; Was zur niedrigkeit fein treibt Und herunter führt Giebt wahre ruh. Hier und dort ist keine ruh, Ais bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. 18. Ruhe springet aus dem quell, Wo die liebe fleußt; Ist das herze klar und hell, Sanft und still der geist, Da strömt die ruh. Hier und dort ist keine ruh, Als bei Gott: ihm eile zu! Gott ist die ruh. 19. Ruhe, noch mit einem wort, Soll sie ewig seyn, Willst du ruben hier und dort, Dring zu Jesu de suchen euch zur beute, Ja, satan selbst hat eur begehrt. Wappnet euch mit Gottes worte Und kämpfet frisch an jedem orte, Damit ihr bleibet unversehrt. Ift euch der feind zu schnell? Hier ist Immanuel. Hosianna! Der starke fällt Durch diesen held Und wir behalten mit das feld. 2. Reinigt euch von euren lüften, Besieget sie, die ihr seyd christen, Und stehet in des Herren fraft. Stärket euch in Jesu zamen, Daß ihr nicht strauchelt, wie die lahmen. Wo ist des glaubens eigenschaft? Wer hier ermüden will, Der schaue auf das ziel! Da ist freude! Wohlan, so seyd Zum kampf bereit, So frönet euch die ewigkeit. 3. Streitet recht die wengen Eh ihr kommt auf die todtenbahre, Kurz, furz ist unser lebenslauf. Wenn Gott wird die todten wecken, Und Christus wird die welt erschrecken, So stehen wir mit freuden auf. Gott lob, wir sind versöhnt! Daß uns die welt noch höhnt, Währt nicht lange, Und Gottes Sohn Hat längstens schon Uns beigelegt die ehrenkron. jahre, 4. Jesu, stärke deine kinder Und mach aus denen überwinder, Die du erkauft mit deinem blut; Schaffe in uns neues leben, Daß [ 23. 5.] 358 Von göttlicher Regierung wir uns stets zu dir erheben, trefflichkeiten, Ein quell, der ohn Wenn uns entfallen will der aufhören fleußt, Niemand vermag muth. Geuß aus auf uns den die fülle anzudenten, Die seine Geist, Dadurch die liebe fleußt Gottheit in sich schleußt. Schau, In die herzen, So halten wir wie das ganze engelheer Und was Getreu an dir Im tod und le- im himmel sonst noch mehr Von ben für und für. frommen geistern wird gezählet, Ihn hat zur eingen luft erwählet. Wilh. Erasmus Arends.+ 1721. M. Zerfleuß mein Geist, in. o 5. Er ist es, der uns hat zu556. ag an, mensch, erst geliebet, Da du und ich nur wer zorn Fragst werth zu schäßen, Daß man ihn liebe nur allein? Daß aug und herz an ihm sich stets ergößen Und immer in ihm fröhlich seyn? Der ist es, den man Christum heißt Und der sich selber uns anpreist, Daß über alles hier auf erden Er würdig sey geliebt zu werden. 2. Ach ja, der ists, ihm müssen alle weichen Im rang der liebe, vater, john, Auch bruder, mutter, tochter und desgleichen Deß liebe sonst hat großen lohn. Selbst unser leben ist zu schlecht, Wenn man es nur bedenfct recht, Daß wir es wollten lieber haben, Wärs auch geschmückt mit tausend gaben. 3. Ist er nicht Gott? des Vaters bild und spiegel? Der glanz der ewgen herrlichkeit? Der bei ihm war, eh alle berg und hügel Geschaffen sind hier in der zeit? Ach ja, er ist das schönste licht, Das selbst des Vaters angesicht Mit höchster lust und freud er blicket Und sich an ihm ohn end erquicket. 4. Er ist ein meer voll aller er solches hat geübet? Darin, daß er uns Gott verfühnt, Gott, der von uns so hoch entehrt, Da wir uns von ihm abgekehrt, Der uns darum hätt lassen können In jenen flammen ewig brennen. 6. O abgrund, der sich hier dem aug entdecket! tiefe der barmherzigkeit, Durch deren trieb er hat das werk vollstrecket, Dadurch gewehrt ist unserm leid. Er ward ein mensch, o menschenkind, Uns sündern gleich, doch ohne sünd, Ließ auf der höchsten marter zinnen Sich stellen, um dich zu gewinnen. 7. Daß er dir wiederbringen möcht den segen, Wird er ein fluch am freuzesstamm, Läßt allen deinen jammer auf sich legen Wird zum brandopfer selbst das Lamm. Nicht gold und silber legt er dar, Weil dieses allzu niedrig war, Dich und mich wieder frei zu machen, Er stürzt sich selbst ins todes rachen. 8. Dadurch wird er dein hirt, dein arzt, dein leben, Das heil und die gerechtigkeit, Dein bräu[ 23. 6.] und christlichem Leben. tigam, der sich hat hingegeben Phil. 2, 12. Für dich, dein schmuck und ehM. Jesu, meines Lebens. renkleid. Er ist dir alles, was dir 557. Schaffet, daß ihr noth, Er ist weiß selig werdet, die ihr wollt selig seyn, Euch zwar christlich hier gebärdet, Doch davon tragt bloßen schein. Denfet, wenn der Herr wird kommen, Hier zu richten bös und fromme, Daß ihr schafft mit furcht allein, Wie ihr möget selig seyn. und roth. Wie sollt er nicht seyn werth zu lieben? Ja wohl, dies eine ist zu üben. 9. Mit höchstem recht kann jedermann den schäßen Als einen fluch, der ihn nicht liebt; Er selbst, der Herr, wird tödtlich ihn verlegen, Wenn er einst sein gericht verübt. Wohl aber allen, derer finn Sich neigt zur liebe Christi hin, Denn er wird ihrer ewig schonen Und ihre lieb mit liebe lohnen. 10. Hilf, Jesu, hilf, daß ich mit reinem herzen Dich über alles lieben mag! Die weltund eigenlieb macht lauter schmerzen, Dein lieben weiß von feiner plag. Laß mich empfinden mehr und mehr, Wie du mich liebst so hoch und sehr, Damit aus solchen reinen flammen Die funken meiner lieb herstammen. 11. Man hörte ehmals dich wohl dreimal fragen Den Simon, ob er dich lieb hätt. Hilf, daß wie er ich könn aufrichtig agen, Falls dein mund gleiche frage thät: Ach Herr, du we sest alle ding, Du weißst, daß ich, was wahr, vorbring Und ich dich als die höchste gabe m herzen lieb gewonnen habe. J. A. Freylinghausen. † 1739. 359 2. Schafft mit großer furcht und zittern, O ihr fünder allzus mal, Wann der jüngste tag wird wittern, Daß ihr dann der höllenqual Mit erneuter seel entgehet, Nicht zur linken Jesu stehet, Schafft mit furcht hier insgemein, Daß ihr dann mögt selig seyn. 3. Schaffet, daß ihr selig werdet, Traut nicht eurem fleisch und blut, Das sich heilig zwar gebärdet Und thut euch doch nimmer gut. Flieht das falsche christenleben, Bleibt an Jeju leben fleben; Dem folgt! schafft hier insgemein, Daß ihr möget selig seyn. 4. O Herr, der du durch dein leiden Uns von sünd erlöset haſt, Laß uns nicht seyn abgescheiden Von dir, unsrer ruh und raft. Brich in uns die macht der jünden, Laß uns gnad und leben finden; Deine freue lieb allein Schaffe, daß wir selig seyn. Phil. 2, 12. 558. M. Wie nach einer Wasserq. chaffet, schaffet, menschenkinder, [ 23. 7.] 360 Von göttlicher Regierung Schaffet eure feligkeit, Bauet Fleischlich reden, thun und lachen nicht, wie freche jünder, Nur Schwächt den geist und macht auf gegenwärtge zeit, Sondern ihn matt. Ach, bei Christi freuschauet über euch, Ringet nach zesfahn Geht es wahrlich nies dem himmelreich Und bemühet mals an, Daß man noch mit euch auf erden, Wie ihr möget frechem herzen Sicher wolle thun selig werden. him bin und scherzen.dong s 2. Daß nun dieses mög gesche- 17. Furcht muß man vor Gott hen, Müßt ihr nicht nach fleisch stets tragen, Denn er fann mit und blut Und desselben neigung leib und feel Uns zur Hölle niegehen, Sondern was Gott will derschlagen; Er ists, der des Geis und thut, Das muß ewig und stes öl Und, nachdem es ihm allein Gures lebens richtschnur beliebt, Wollen und vollbringen seyn, Es mag fleisch und blut giebt. D, so laßt uns zu ihm gein allen Uebel oder wohl gefallen. hen, Ihn um gnade anzuflehen. 8. Und dann schlagt die fün denglieder, Welche Adam in euch regt, In den freuzestod darnieder, Bis ihm jeine macht gelegt. Hauet händ und füße ab, Was euch ärgert, senkt ins grab Und denkt stets an Jesu worte: Dringet durch die enge pforte! J 69. Bittern will ich vor der fünde Und dabei auf Jefum jehn, Bis ich seinen beistand finde, In der gnade zu bestehn. Ach, mein Heiland, geh doch nicht mit mir armen ins ge= richt; Gieb mir deines Geistes waffen, Meine seligkeit zu schaffen. dit motor 101 3. Ihr habt ursach, zu beken= nen, Daß in euch noch sünde steckt, Daß ihr fleisch von fleisch zu nennen, Daß euch lauter elend deckt, Und daß Gottes gnadenkraft Nur allein das gute schafft, Ja, daß außer seiner gnade In euch nichts, denn seelenschade. non 4. Selig, wer im glauben kämpfet! Selig, wer im kampf besteht Und die fünden in sich dämpfet! Selig, wer die welt verschmäht! Unter Christi freuzesschmach Jaget man dem frieden nach; Wer den himmel will ererben, Muß zuvor mit Christo sterben. 9 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, Sondern träg und lässig seyn, Gure neigung zu bezwingen, So bricht eure hoffnung ein. Ohne tapfern streit und krieg Folget 10. Amen, es geschehe, Amen, Gott verfiegle dies in mir, Auf daß ich in Jesu namen So den glaubenskampf ausführ! Er, er Und regiere selbst das werk, Daß ich nism wache, bete, ringe Und also zum himmel dringe. in ren siegern wird die krone Bei gelegt zum gnadenlohne. J19) 6. Mit der welt sich lustig machen, Findet nicht bei christen statt; Ludw. Andr. Gotter. 1735. [ 23. 8.¹ und christlichem Leben. 361 M. Ach, Gott, vom Himmel. Verleih mir deines Geistes stärk, 559. au, lieber Gott, Daß meiner feinde lift und werk Dadurch zerstöret werde. wie meine feind, Damit ich stets muß kämpfen, So listig und so mächtig seynd, Daß sie mich leichtlich dämpfen! Herr, wo mich deine gnad nicht hält, So kann der teufel, fleisch und welt Mich leicht in jünde stürzen. 2. Der satanas mit seiner lift Im anfang gar süß locket, Drauf, wenn die fünd begangen ist, Das herze er verstocket. Er treibt mit trug und mit gewalt Von einer sünd zur andern bald Und endlich in die hölle. 3. Der welt art ist auch wohl bewußt, Wie die kann anlaß ge= ben Zu augenlust, zu fleisches luft, zu hoffärtigem leben; Wenn aber Gottes zorn angeht, Ein jeder da zurücke steht, Die freundschaft hat ein ende. 4. Und dennoch will mein fleisch und blut Von dem ungerne lassen, Was ihm so großen schaden thut, Es will die welt nicht haffen. Die turze freud gefällt ihm wohl, Drum wills nicht, daß ich meiden foll Des teufels neg und stricke. 5. Nun muß ich armer immerfort Mit diesen feinden streiten, Sie ängsten mich an allem ort Und sind mir stets zur seiten. Der fatan segt mir heftig zu, Die welt lässt mir gar keine ruh, Mein fleisch zur sünd mich reizet. 6. Zu dir fleh ich, o treuer Gott, Ich weiß sie nicht zu stil len. Hilf, Vater, hilf in dieser noth, Um Jefu Chrifti willen! 7. Laß diesen deinen guten Geist Mich innerlich regieren, Daß ich allzeit thu, was du heißst, mich nicht laß verführen ich dem argen widersteh Und nicht von deinem weg abgeh Zur rechten oder linfen. Und Daß 8. Ob böse lust noch mannigfalt Mich anficht, weil ich lebe, So hilf, daß ich ihr alsobald Im anfang widerstrebe, Und daß ich ja vergesse nicht Die todesstunde, das gericht, Den himmel und die hölle. 9. Gieb, daß ich denke jederzeit An diese legten dinge Und dadurch alle sündenfreud Aus meinem herzen bringe, Damit ich mög mein lebenlang Dir dienen ohne furcht und zwang In willigem gehorsam. 10. Gott Vater, deine fraft und treu Laß reichlich mich empfinden! Jesu Christe, steh mir bei, Daß ich könn überwinden! Hilf, heilger Geist, in diesem frieg, Daß ich da immer einen sieg Erhalte nach dem andern. Georg Heine, um 1693. M. Zion klagt mit. ( Freu dich sehr, o meine.) chütte deines lichtes strahlen, D mein Heiland, über mich, Laß sie mein gemüth bemalen Mit der flarheit mächtiglich, Und vertreib durch heiterkeit In mir alle dunkel560. [ 23.9.1 362 Von göttlicher Regierung beit, Daß ich möge vor dir zu gedenken, Was nicht kann stehen und dein gnadenlicht an- gen himmel lenken. ſehen. 7. Reiße weg aus meinem herzen Allen trost der kreatur, Denn der lindert nicht die schmerzen, Zeigt mir auch nicht deine spur. Die begierde brennt in mir, O mein Heiland, nur nach dir Laß mich, wenn ich dich gefunden, Ewig mit dir seyn verbunden. Joh. Christian Nehring. 1736. 2. Hemme in mir das zerstreuen Meiner sinnen; deine kraft Kann mich leicht davon befreien. Ach, wann wird mir hülf geschafft? Stehe mir im kampfe bei, Daß ich überwinder sey, Weil sich die versuchungsstunden Mächtig haben eingefunden. 3. Tödte in mir alle lüfte Und begierden, die allzeit Mich bestreiten, Herr, und rüste Selbst zum siege mich im streit, Daß dein frieden spät und früh In dem Herzen kräftig blüh, Und mein mund zu allen zeiten Möge deinen ruhm ausbreiten. 4. Herr, gebeut den starken winden, Dem gewitter und dem meer, So muß sich die stille finden, Ob sie wüthen noch so sehr. Lasse deiner wahrheit schein Als ein helles licht mir seyn, Denn sonst bleib ich schnöde erde, Wenn ich nicht erleuchtet werde. 5. Laß von oben auf mich fließen Deiner gnade süßigkeit Und den matten geist genießen Deinen himmelsthau allzeit. Geuß in deine dürre erd Lebensströme, daß ich werd Fruchtbar und vor allen dingen Dir mög gute früchte bringen. Offenbarung 2, 10. M. Wie nach einer Wasserquelle. 561. en getreu bis an das ende, Daure redlich aus den kampf, Leideſt du gleich harte stände, Duldeſt du gleich manchen dampf. Ach, das leiden dieser zeit Ist nicht werth der herrlichkeit, So dein Jejus dir will geben Dort in jenem freudenleben. 2. Sey getreu in deinem glauben, Baue deiner seelen grund Nicht auf zweifelhafte schrauben, Lasse den gewissensbund, So ges schlossen in der tauf, Gott nicht sagen wieder auf. Der ist gottlos und verloren, Der meineidig dem geschworen. 3. Sey getreu in deiner liebe Gegen Gott, der dich geliebt, An dem nächsten gutes übe, Und ob er dich hat betrübt, Denke, wie dein Heiland that, Als er für die feinde bat, So mußt du verzeihen eben, Soll Gott anders dir vergeben. 6. Ach, so heb durch deine güte Mein gepreßtes herz empor, Žiehe nach dir mein gemüthe, Deffne ihm des himmels ther, Daß es göttlich werd erfreut Und flieh alle eitelkeit, An gar nichts mehr [ 23. 11.] 4. Sey getreu in deinem leiden, Lasse dich fein ungemach Und uno christlichem Leben. 363 auch nichts von Jesu scheiden, Es ist ja das leßte leid! Wer Murre nicht in weh und ach. Hilft denn was die ungeduld? Ach, sie häufet nur die schuld! Der trägt leichte, wer das träget Mit geduld, was Gott aufleget. Offenb. 2, 10. 5. Sey getreu in deinem hoffen, Hilft gleich Gott nicht, wie du willt, Er hat bald ein mittel troffen, Daß dein wünschen werd er= füllt. Wiſſe, das ist oft die zeit, Wo er dir die hand auch beut, 562. M. Was mein Gott will. ey Gott getreu, halt seinen bund, Da dein ohren sind verstopfet, D mensch, in deinem leben, Leg Wenn er lang' schon angeklopfet. 6. Drum getreu, getreu aushalten Mußst du deinem lieben Gott, Ihn mußst du nur lassen walten, Wenn du nicht willst haben spott. Rufe nur, er ist schon hier, Sein herz bricht in lieb' zu dir, Rufe nur, Gott ist vorhanden, Hoffnung machet nicht zu schanden. 7. Sey getreu in deinem herzen, Hüte dich vor Joabsfuß, Denke, Judas leidet schmerzen Um den falschen teufelsgruß. Falschheit sey dein ärgster feind, Rede, was dein herze meint, Sey zwar klug in deinem glauben Aber ohne falsch, wie tauben. 8. Sey getreu in allen sachen, Anfang, mittel und das end Laffe Gott in allen machen, Auf daß aller zweck sich wend Förderst hin zu Gottes ehr; Ja, du selbsten noch viel mehr Wirst auf guten wegen gehen, Von der sündenbahn abstehen. 9. Sey getreu in todeskämpfen, Fechte frisch den legten streit, Laß dich feinen reufel dämpfen, alsdann mit Jesu ringt Und in ihm den tod bezwingt, Der ists, der am ende sieget Und die le benskrone krieget. M. Benjamin Prätorius, um 1659. diesen stein zum ersten grund, Bleib ihm allein ergeben. De den kauf In deiner tauf Da er sich dirverschrieben Bei seinem eid In ewigkeit Als Vater dich zu lieben. 2. Sey Gott getreu, laß keinen, wind Des freuzes dich abkehren; Ist er dein Vater, du sein kind, Was willst du mehr begehren? Dies höchste gut Macht rechten muth. Kann seine huld dir werden, Nichts bessers ist, Mein lieber christ, Im himmel und auf erden. 3. Sey Gott getreu von jugend auf, Laß dich kein lust noch leiden In deinem ganzen lebenslauf Von seiner liebe scheiden. Sein alte treu Wird täglich neu, Sein wort steht nicht auf schrauben; Was er verspricht, Das bricht er nicht, Das sollst du fühnlich glauben. 4. Sey Gott getreu in deinem stand, Darein er dich gesetzet; Wenn er dich hält mit seiner hand, Wer ist, der dich verleget? Wer seine gnad Zur brustwehr [ 23. 10.] 364 Von göttlicher Regierung hat, Kein teufel kann ihm scha- In den dingen dieser erden, Die den; Wen dies panier Beschützet hier, Dem bleibet wohl gerathen. doch bald verzehren sich und zu staub und asche werden? Suche Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 5. Sey Gott getreu, sein liebes wort Standhaftig zu bekennen; Steh fest darauf an allem ort, Laß dich davon nicht trennen. Was diese welt In armen hält, Muß alles doch vergehen, Sein liebes wort Bleibt immerfort Ohn alles wanken stehen. 2. Sammle den zerstreuten sinn, Laß ihn sich zu Gott aufschwingen, Nicht ihn stets zum himmel hin, Laß ihn in die gnad eindringen. Suche Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 3. Du verlangst oft süße ruh, Dein betrübtes herz zu laben, Eil zum lebensquell hinzu, Da kannst du sie reichlich haben. Suche Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 6. Sey Gott getreu, als welcher sich Läßt treu und gnädig finden; Streit' unter ihm nur ritterlich, Laß über dich den sünden Ja wider pflicht Den zügel nicht. Wär ja der fall geschehen, 4. Fliehe die unselge pein, So So sey bereit, Durch buß zur das finstre reich gebieret, Laß zeit Nur wieder aufzustehen. nur den dein labsal seyn, Der zur glaubensfreude führet. Suche Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 7. Sey Gott getreu bis in den tod Und laß dich nichts abwenden, Er wird und kann in aller noth Dir treuen beistand senden; Und käm auch gleich Das höllisch reich Mit aller macht gedrungen, Wollt auf dich zu, So glaube du, Du bleibest unbezwungen. 8. Wirst du Gott also bleiben treu, So wird er sich erweisen, Daß er dein lieber Vater sey, Wie er dir hat verheißen, Und eine kron Zum gnadenlohn Im himmel dir aufseßen, Da wirst du dich Dort ewiglich In seiner treu ergößen. Michael Franc. † 1667. M. Meinen Jesum laß. ( Jesus, meine Zuversicht.) 563.cele was er müdst du dich 5. Ach, es ist ja schlecht genug, Daß du sonst viel zeit verdorben Mit nichtswürdigem gesuch, Dabei du bist fast ersturben. Suche Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 6. Geh einfältig stets einher, Laß dir nichts das ziel verrüfken, Gott wird aus dem liebesmeer Dich, den franken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 7. Weißst du nicht, daß dieſe welt Ein ganz ander wesen heget, Als dem Höchsten wohlgefällt Und dein ursprung dir vorleget? Suche Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. [ 23. 12.] und christlichem Leben. 365 Weil er von sehr guter art, In des Aarons ganzen bart, 8. Du bist ja ein hauch aus und sich von dem haupt ergeußt, Gott Und aus seinem Geist geboren, Drum wirf weg der erde koth; Bist du nicht zum reich ertoren? Suche Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 9. Schwinge dich fein oft im geist Ueber alle himmelshöhen, Laß, was dich zur erden reißt, Weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 10. Nahe dich dem lautern strom, Der vom thron des Lammes fließet Und auf die, so keusch und fromm, Sich in reichem maaß ergießet. Suche Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 11. Laß dir seine majeſtät Immerdar vor augen schweben, Laß mit brünstigem gebet Sich dein herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. 12. Sey im übrigen ganz still, Du wirst schon zum ziel gelangen, Glaube, daß sein liebeswill Stillen werde dein verlangen. Drum such Jesum und sein licht, Alles andre hilft dir nicht. Joh. Ludw. Konr. Allendorf. † 1744. Psalm 133. 3. Der herab fleußt in sein kleid Und erreget luft und freud; Wie befällt der thau Hermon, Auch die berge zu Zion. 4. Denn daselbst verheißt der Herr Reichen segen nach begehr Und das leben in der zeit Und auch dort in ewigkeit. 5. Aber ach, wie ist die lieb So erloschen, daß fein trieb Mehr auf erden wird verspürt, Der des andern herze rührt. 6. Jedermann lebt für sich hin In der welt nach seinem sinn, Denkt an feinen andern nicht: Wo bleibt da die liebespflicht? 7. D Herr Jesu, Gottes Sohn, Schaue doch von deinem thron, Schaue die zertrennung an, Die kein mensche bessern kann. 8. Sammle, großer menschenhirt, Alles, was sich hat verirrt, Laß in deinem gnadenschein Alles ganz gereinigt seyn. nilul 9. Gieß den balsam deiner fraft, Der dem herzen leben schafft, Tief in unser herz hinein, Strahl in uns den freudenschein. 10. Bind zusammen herz und herz, Laß uns trennen feinen schmerz, Knüpfe selbst durch deine hand Das geheilgte brüderband. und wie fein Ists, wenn brüder friedlich seyn, Wenn 11. So wie Vater, Sohn und Geist Drei und doch nur Eines heißt, Werd vereinigt ganz und ihr than einträchtig ist, Dhne gar Deine ganze liebesschaar. falschheit, trug und list. 12. Was für freude, was für fleußt, lust Wird ihr da nicht seyn 2. Wie der edle baljam [ 23. 13.) M. Nun komm der Heiden. ieb, wie lieblich 564., 366 bewußt! Was sie wünschet und begehrt, Wird von Gott ihr elbst gewährt. 13. Alles, was bisher verwundt, Wird mit lob aus einem mund Preisen Gottes liebesmacht, Wenn er alls in eins gebracht. 14. Kraft, lob, ehr und herrichkeit, Sey dem Höchsten allezeit, Der wie er ist Drei in Ein, Uns in ihm läßt Eines seyn. Michael Müller, † 1704, und Joh. Chrift. Nehring, † 1736.( 2.5-10,14.) Von göttlicher Regierung 565. teh, 5. Die welt bekümmert sich, Im fall sie wird verachtet, Als wenn man ihr mit list Nach ihren ehren trachtet. Ich trage Christi schmach So lang es ihm gefällt; Wenn mich mein HeiSeele, steh land ehrt, Was frag ich nach der doch stille. 566. M. Gott, du frommer. as frag ich nach der welt Und allen ihren schätzen, Wenn ich mich nur an dir, Herr Jesu, kann ergößen! Dich hab ich einzig mir 3ur freude vorgestellt, Du, du bist meine ruh: Was frag ich nach der welt! 4. Die welt sucht geld und gut und kann nicht eher rasten, Sie habe denn zuvor Den mammon in dem kasten. Ich weiß ein besser gut, Wornach mein herz gestellt; Ist Jesus nur mein schatz, Was frag ich nach der welt! 2. Die welt ist wie ein rauch, Der in der luft vergehet, Und einem schatten gleich, Der kurze zeit bestehet. Mein Jesus aber bleibt, Wenn alles bricht und fällt, Er ist mein starker fels: Was frag ich nach der welt! 3. Die welt sucht ehr und ruhm Bei hocherhabnen leuten Und denkt nicht einmal dran, Wie bald doch diese gleiten. Das aber, was mein herz Vor andern rühmlich hält, Ist Jesus nur allein: Was frag ich nach ber welt! 6. Die welt kann ihre luft Nicht hoch genug erheben, Sie möchte noch dafür Wohl gar den himmel geben. Ein andrer halts mit ihr, Der von sich selbst viel hält, Ich liebe meinen Gott: Was frag ich nach der welt! 7. Was frag ich nach der welt! Im nu muß sie verschwinden, Ihr ansehn kann durchaus Den blassen tod nicht binden. Die güter müssen fort, Und alle luft verfällt; Bleibt Jesus nur bei mir, Was frag ich nach der welt! 8. Was frag ich nach der welt! Mein Jesus ist mein le= ben, Mein schap, mein eigenthum, Dem ich mich ganz erges ben, Mein ganzes himmelreich, Und was mir sonst gefällt. Drum sag ich noch einmal: Was frag ich nach der welt! Michael Pfefferforn.+ 1732. [ 23. 14.] und christlichem Leben. 367 M. Wer nur den lieben. 2. Bedenkt, es sind nicht kai567. W as giebst du serkronen, Nicht reichthum, ehr denn, o meine seele, Gott, der dir täglich alles giebt? Was ist in deines leibes höhle, Das ihn vergnügt und ihm beliebt? Es muß das liebst und beste seyn, Gieb ihm, gieb ihm das herz allein. und lust der welt, Womit euch Gott will ewig lohnen, Wenn euer kampf den sieg erhält; Gott selbst ists und die ewigkeit Voll lust und ruh, voll seligkeit. 3. Drum gilt hier kein halbirtes leben, Gott frönet fein getheiltes herz. Wer Jesu fich nicht recht ergeben, Der macht sich selber müh und schmerz Und träget zum verdienten lohn Hier qual und dort die höll davon. 2. Du musst, was Gottes ist, Gott geben. Sag, seele, wem gebührt das herz? Dem teufel nicht, er haßt das leben, Wo dieser wohnt, ist höllenschmerz. Dir, dir, o Gott, dir soll allein Mein herz allzeit gewidmet seyn. 3. So nimm nun hin, was du verlangest, Die erstgeburt ohn alle list, Das herz, darin du, Schöpfer, prangest, Das dir so sauer worden ist. Dir geb ichs willig, du allein Haft es bezahlt, es ist ja dein. 4. Wem sollt ich mein herz lieber gönnen, Als dem, der mir das seine giebt? Dich kann ich den herzliebsten nennen, Du hast mich in den tod geliebt. Mein herz, dein herz, ein herz allein, Soll dein und feines andern seyn. Karl Friedr. Lochner. † 1700. 568. 1. Kön. 18, 21. M. Wer nur den lieben. as hinket ihr, betrogne seelen, Noch immer hin auf beider seit? Fällts euch zu schwer, das zu erwählen, Was euch des himmels ruf anbeut? D, sehts mit offnen augen an Und brecht durch auf der ichmalen bahn. 4. Wer aber mit gebet und ringen Auf ewig allem abschied giebt und den monarchen aller dinge Von herzen und alleine liebt, Der wird der krone werth geschäßt Und auf des königs stuhl gesetzt. 5. Zerreißet denn die morschen schlingen, Die euch in diesem schönen lauf Verhindern und zum säumen bringen und rafft euch heut von neuem auf. Auf, auf, verlasst die falsche ruh! Auf, auf, es geht dem himmel. zu!. 6. Auf, auf! ist dieser weg schon enge Und voller dorn und rauher stein', Bringt euch die welt oft ins gedränge, Stellt satan sich geharnischt ein, Erhebet sich ein ganzes reich: Immanuel ist auch bei euch. 7. Gott fordert nichts, geliebte seelen, Als daß ihr euch nur zu ihm halt't und ohne heuchlerisch verhehlen Vor ihm die schwachen hände falt't. Er streit't für euch [ 23. 15.] 368 Von göttlicher Regierung er macht euch bahn. Trotz dem, M. Aus tiefer der euch besiegen kann! 570. 8. Die Allmacht stehet euch zur seiten, Die Weisheit hält bei euch die wach, Die Gottheit selber will euch leiten, Folgt nur mit treuen schritten nach. Wie manchen hat nicht diese hand Schon durchgeführt ins vaterland! 9. Nur spart es nicht auf andre zeiten, Ihr habt schon jezo viel versäumt, Ihr mehrt euch selbst die schwierigkeiten, Wo ihr das süße heut verträumt. Eilt, eilet! denn die gnadenzeit Flieht zügellos zur ewigkeit. 2. Was zierest du den leib, das haus, Drin alles siechthum stecket, Und füllest ihn so zärtlich aus Mit dem, was ihm wohl schmecket? Weißst du denn nicht, wenn wenig tag Vorbei sind, stirbet er mit flag, Da ihn die würmer fressen? 3. Vielmehr die edle seele zier Mit glaub und guten werken, Das himmelsbrod ihr seße für, Dadurch sie sich kann stärken; Denn sie ists, die da frei vom tod Im himmel schweben soll vor Gott Und allen heilgen engeln. 4. Warum pflegst du des fleisches wohl und lässst die feel verschmachten? Ists recht, daß man den dienstknecht soll Mehr als den herrn selbst achten? Dem geist gebührt das regiment, Bei dir ist solches umgewendt, Das fleisch den geist beherrschet. 5. Gott selbst, der größte Herr und Held, Der menschen seel hoch schäßet, Der sie weit über alle welt Und alle himmel seget. Für wen hat er den eingen Sohn, Sein höchste zierde, 569. Mas mag sich freud und fron, In kreuzespein doch. gegeben? [ 23. 16.] 10. Laßt euch das fleisch nicht träge machen, Verflucher seine zärtlichkeit, Ihr gebt euch ja um eitle sachen In tausend müh und fährlichkeit: Wie, daß ihr um das höchste gut So faul, verzagt und sorglos thut? Noth schrei ich. as willst du, armer erdenkloß, So sehr mit hoffart prangen? Dein elend ist ja viel zu groß, Du bist in fünd empfangen, Mit schmerz geboren auf die welt, Schmerz dein ganz leben überfällt, Mit schmerz mußst du von dannen. 11. D, sehet nicht das arme leben Und den geringen hausrath an! Will Joseph euch doch Gosen geben und mehr als erd und himmel kann. Wer ist um thon und sand betrübt, Wenn man ihm gold und silber giebt? 12. Gilt, fasst einander bei den händen, Seht, wie ist unser ziel so nah! Wie bald wird unjer kampf sich enden, Da steht dann unser König da! Der führt uns ein zur stillen ruh Und theilet uns das kleinod zu. L. Franz Friedr. Lehr. † 1744. und christlichem Leben. 369 6. Traun! nicht dem himmel, So hätte Gottes Sohn den todis nicht der erd Ist dies zu gut ergangen, Des menschen seel, so theur und werth, Hat diese gnad empfangen; Die ist das hohe pfand und gut, Das ohne seines Sohnes blut Nicht konnt erlöset werden. Und so viel marter, hohn und d spott Am kreuz nicht leiden dürfen. 11. Hätt fie des satans lügenmund, Der alles unglück stiftet, Mit list nicht gar bis auf den grund Und in den tod vergiftet, 12. Darum, o mensch, verachte nicht Das groß und schwere leiden, Das er für dich hat selbst verricht't, Thu alle bosheit meiden; Schau doch, wie sich so treulich hat Des Sohnes Gottes majestät In noth dein angenommen. * 13. Hilf Gott, daß ich mein lebenlang Dies alles recht bedenke, Für deine treu dir lob und dank In tiefster demuth schenke; Daß ich von sünden trete ab, Mein herz bei dir im himmel hab, Nach meinem heil stets trachte. pu Joh. Heermann. † 1647. elch eine Sorg und 571. Furcht. dan dim 1. Cor. 13. suis M. Es ist gewißlich an der Zeit. 572. Menn einer alle 7. Ist deine seel so hoch vor Gott, Wie kannst du sie denn hassen, Und wagen hin, Als wär es koth, Den man findt auf der gassen? Gedenf, daß Gottes liebster Sohn, Gestiegen von des himmels thron, Sie hat vom tod errettet. Hulging Vish 8. Denn als er sie in schwerer schuld Vom teufel fand gebunden, Und sic verdammet werden sollt Zur hölle alle stunden, Vor jammer ihm zerbrach das herz, Er weinte über ihren schmerz, Davon sie selbst nichts wußte. ding 9. Ja, was noch mehr, jo ließ er sich um ihretwillen tödten, Er rettet' sie ganz kräftig- Mit engelzungen redte, Wenn lich Aus allen ihren nöthen, er zugleich weissagen künnt, Den Sein blutschweiß war das löse- wunderglauben hätte, Daß er geld, Das er, der Heiland aller verjezte berge hin, Und hätte welt, Für sie hat ausgezahlet. man nicht der liebe sinn, So wär es 10. An dieses opfer denke alls vergebens. dan sing stets, Das für dich ist gegeben, Nicht mehr so schlecht die seele schäß, Thu' Gott nicht widerstreben. Schau doch, wie sehr war sie verwundt, Da sie sonst gar nichts heilen funnt, Als Christi blut und striemen. 2. Wenn einer auch all seine hab Austheilete den armen Und thäte nicht dieselbe gab Aus liebe und erbarmen, Wenn er sich brennen ließ' dabei und hätte nicht die lieb und treu, So wär es ihm nicht nüße. 3. Die lieb ist lauter fanfts muth voll, Ist gütig und gelinde Daß man, es komme wie es woll, Nichts bittres an ihr finde. Wenn 24 [ 24 1.J 370 Von göttlicher Regierung einer etwas guts verricht't, So 573.er Chriftum recht eifert und mißgönnt will lieben. M. Helft mir Gott's Güte. Sie thut nichts ungeschicktes. 4. Die lieb nicht aufgeblasen 574. er wird nach dieist, Sie sucht nicht ihren nuß mit lift, Sie rathet den gemeinen; Entrüst't sich nicht, ob man vicl jagt Vom nächsten, über den man flagt, Sie kehret all's zum besten. 5. Die lieb sich allda nimmer freut, Wo unrecht wird gerichtet, Der wahrheit und gerechtigkeit Von herzen sie beipflichtet, Des nächsten mängel sie verträgt, Bedecket und zurücke legt, Und sie ihm nie aufrücket. 6. Die lieb vom nächsten gern das best Ohn argwohn glaubt in allen, Sie hofft noch seine beff'rung fest, Wenn er in sünd gefallen. Wo man ihr leid thut unverschuldt, Verträgt sie alles mit geduld, Wird auch dabei nicht müde. 7. Und wenn zuletzt die wissenschaft Und alles wird aufhören, Behält die lieb doch ihre fraft Und wird sich noch vermehren, Wenn wir dort in der seligkeit Einander bei der höchsten freud Vollkömmlich werden lieben. 8. Herr Jesu, du stellst selber dich Zum vorbild wahrer liebe, Verleih, daß dem zufolge ich Die lieb am nächsten übe, Daß ich in allem, wo ich kann, Lieb, treu und hülfe jedermann, Wie ich mir's wünsch, erweise. David Denicke. † 1680. [ 24. glanz und herrlichkeit Bei Gott ohn ende schweben, In Christo hoch erfreut? Wer wird in Gottes hand Der wonne theilhaft werden, Die noch kein sinn auf erden, Kein ohr noch aug erkannt? 2. Der, weil er hier muß wallen, Zugleich in lieb und pein Gott suchet zu gefallen und dienet ihm allein, Sich ihm nur schuldig hält Mit gut, leib und gemüthe, Als der durch seine güte Gebaut die ganze welt. 3. Der seinen nebenchristen So wie sich selber liebt Und niemals ihn mit listen Noch öffentlich betrübt, Dem hochmuth widerstrebt, Das unrecht nicht fann leiden, Sucht geiz und zorn zu meiden, Auch keusch und heilig lcbt. 4. Der, wo er was versehen, Im herzen wird beschwert Und sich mit buß und flehen Zu sei nem Gott bekehrt, Ihm heiße thränen schenkt, Die Gott allzeit gefallen Vor andern opfern als len, Daß er sich zu uns lenkt. 5. Der auf sein lebensende In allen dingen sieht, Und, wenn es kommt, behende Sich hin zu Christo zieht, Dem rechten gnadenthron, Und wird in seinen wunden Der leibeslaft entbunden Und stirbt wie Simeon. 6. Der wird nach diesem. leben 2.1] und christlichem Leben. 371 nicht. Im glanz der herrlichkeit Bei Und großen reichthum gieb mit Gott ohn ende schweben, In Christo hoch erfreut; Der wird in Gottes hand Der wonne theilhaft werden, Die noch kein sinn auf erden, Kein ohr noch aug erkannt. 3. Was nöthig ist, das gieb dem leib und hilf, daß er doch mäßig bleib, Auf daß kein schwerer mangel sey Und auch kein überfluß dabei. 4. Sonst, wenn ich würde gar Simon Dach. † 1659. 575.ie wird doch so zu fatt, Möcht ich im glauben gering. werden matt, was frag ich nach Gott? Ich achte 576. illst du dir, mei- nicht auf sein gebot! SAC ne Seel. 577.28 Sprüche 30, 7-9. M. Wenn wir in höchsten. 578. 3 wei ding, o Herr, bitt ich von dir, Die wollest du aus gnaden mir Nicht weigern jetzt und auch forthin, So lang' ich hier im leben bin. oran fehlt's im- und mermehr. 2. Verfälschte lehr, abgötterei Und lügen ferne von mir sey, Auch armuth, da zu viel gebricht, 5. In armuth aber möchte ich Zum ftehlen etwa wenden mich, trachten sonst mit list nach gut, Ohn Gottesfurcht, wie mancher thut. Begegnet mir zu dieser zeit, Der dieser zeit, Der schmale weg ist trübfalsvoll, Den ich zum himmel wandeln foll; Wie schwerlich läßt doch fleisch und blut Sich zwingen zu dem ew'gen gut. 2. Wo soll ich mich denn wen6. Des Herren segen machet reich Ohn sorg und angst, wenn du zugleich In deinem stande fleißig bist, Und thust, was dir befohlen ist. 7. Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Von dem uns alle gnad herfleußt, Wir loben dich, wir danken dir, Für deine wohlthat für und für! Paul Eber. † 1569. XXV. Trost- Lieder in allerlei Kreuz und Leiden. M. Vater unser im Himm. den hin? Zu dir, Herr Jeſu, 579. Gott, wie man- steht mein sinn, Bei dir mein ch herzeleid herz trost, hülf und gewiß gewiß gefunden hat. jemals verlassen ist, vertraut auf Jesum Chrift. rath Allzeit Niemand Der feft 3. Du bist der rechte wundermann, Das zeigt dein amt und dein person. Welch wunderding' hat man erfahr'n, Da du, mein 24* [ 24. 3] Trost- Lieder 372 Gott, bist mensch geborn Und führest uns durch deinen tod Ganz wunderbar aus aller noth. 4. Jesu, mein Herr und Gott allein, Wie süß ist mir der name dein! Es fann fein trauern seyn so schwer, Dein süßer nam erfreut viel mehr; Kein elend mag so bitter seyn, Dein süßer nam es lindert fein. 5. Ob mir gleich leib und seel verschmacht, So weißst du, Herr, daß ichs nicht acht, Wenn ich dich hab, so hab ich wohl, Was ewig mich erfreuen soll. Dein bin ich ja mit leib und feel, Was kann mir thun sünd, tod und höll? 6. Kein beffre treu auf erden ist, Denn nur bei dir, Herr Jesu Christ, Ich weiß, daß du mich nicht verläßst, Dein wahrheit bleibt mir ewig fest; Du bist mein rechter treuer hirt, Der ewig mich behüten wird. 7. Jesu, mein freund, mein chr und ruhm, Mein's herzens schap und mein reichthum, Ich kann's doch ja nicht zeigen an, Wie hoch dein nam erfreuen kann; Wer glaub und lieb im herzen hat, Der wirds erfahren in der that. 8. D'rum hab ich oft und viel geredt, Wenn ich an dir nicht Freude hätt, So wollt den tód ich wünschen her, Ja, daß ich nie geboren wär; Denn wer dich nicht im herzen hat, Der ist fürwahr lebendig todt.nl 9. Jeſu, du edler bräut'gam werth, Mein ein'ger trost auf dieser erd, An dir allein ich mich ergötz Weit über alle güldne schäßz. So oft ich nur gedenk an dich, All mein gemüth erfreuet sich. 10. Wenn ich mein hoffnung stell zu dir, So fühl ich freud und trost in mir, Wenn ich in nöthen bet und sing, So wird mein herz recht guter ding; Dein Geist bezeugt, daß solches frei Des em'gen lebens vorschmack sey. 11. D'rum will ich, weil ich lebe noch, Das kreuz dir willig tragen nach. Mein Gott, mach mich dazu bereit, Es dient zum besten allezeit; Hilf mir mein sach recht greifen an, Daß ich mein'n lauf vollenden kann. 12. Hilf mir auch zwingen fleisch und blut, Vor sünd und schanden mich behüt, Erhalt mein herz im glauben rein, So leb und sterb ich dir allein. Jesu, mein trost, hör mein begier! S mein Heiland, wär ich bei dir! Konr. Hojer, um 1612. M. Ach Gott, vom Himmel. d treuer Gott, 580.21 barmherzigs herz, Deß güte sich nicht endet, Ich weiß, daß mir dies kreuz und schmerz Dein hand hat zugesendet. Ja, Herr, ich weiß, daß diese last Du mir aus lieb ertheilet haft Und gar aus keinem haffe. 2. Denn das ist allzeit dein gebrauch: Wer kind ist, muß was leiden, Und wen du liebst, den stäupst du auch, Schickst trauern vor den freuden, Führst uns zur höllen, thust uns weh und führst [ 24. 4.] in allerlei Kreuz und Leiden. uns wieder in die höh Und jo geht cins ums andre. 3. Du führst ja wohl recht wunderlich Die, so dein Herz ergößen, Was leben soll, muß ernstlich sich Ins todes höhle seßen; Was steigen soll zu ehr empor, Liegt auf der erd und muß sich z'vor Im koth und staube wälzen. 4. Das hat, Herr, dein geliebter Sohn Selbst wohl erfahrn auf erden, Denn eh er kam zum ehrenthron Mußt er gekreuzigt werden. Er ging durch trübfal, angst und noth, Ja, durch den herben bittern tod Drang er zur himmelsfreude. 5. Hat nun dein Sohn, der fromm und recht, So willig sich ergeben: Was will ich armer sündenknecht Dir viel zuwider streben? Er ist der spiegel der geduld, Und, wer sich sehnt nach deiner huld, Der muß ihm ähnlich werden. 6. Ach, liebster Vater, wie so schwer Ists der vernunft, zu gläuben, Daß du demselben, den du sehr Schlägst, solltest günstig bleiben. Was macht doch freuz so lange zeit! Wie schwerlich will sich lieb und leid Zusammen laffen reimen! 7. Was ich nicht kann, das gieb du mir, O, höchstes gut der frommen! Gieb, daß mir nicht des glaubens zier Durch trübsal werd entnommen. Erhalte mich, o starfer hort, Befestge mich in deinem wort, Behüte mich vor murren. 8. Bin ich ja schwach, laß dei373 ne treu Mir an die seite treten, Hilf, daß ich unverdrossen sey Zum rufen, seufzen, beten. So lang' ein herze hofft und gläubt Und im gebet beständig bleibt, So lang' ists unbezwungen. 9. Greif mich auch nicht zu heftig an, Damit ich nicht vergehe; Du weißst wohl, was ich tragen kann, Wies um mein leben stehe. Ich bin ja weder stahl noch stein, Wie balde geht der wind herein, So fall ich hin und sterbe. 10. Ach Jesu, der du worden bist mein heil, mit deinem blute, Du weißst gar wohl, was freuze ist Und wie dem fey zu muthe, Den kreuz und großes unglück plagt, Drum wirst du, was mein herze klagt, Gar gern zu herzen fassen. 11. Ich weiß, du wirst in deinem sinn Mit mir mitleiden haben und mich, wie ichs jest b'dürftig bin, Mit gnad und hülfe laben. Ach, stärke meine schwache hand, Ach, heil' und bring in bessern stand Das straucheln meiner füße. 12. Sprich meiner feel ein herze zu Und tröste mich aufs beste, Denn du bist ja der müden ruh, Der schwachen thurm und veste, Ein schatten vor der sonnenhiß, Ein hütte, da ich sicher siz Im sturm und ungewitter. 13. Und weil ich ja nach deinem rath Hier soll ein wenig leiden, So laß mich auch in deiner gnad Als wie ein schäflein wei124. 5.] 374 Trost- Lieder den, Daß ich im glauben die hellen licht, Das Gott dem geduld Und durch geduld dein edle huld Nach scharfer prob erhalte. menschlichen geschlechte Sm wort und herzen aufgericht't. Ach, wandelt doch in solchem schein, Sonst könnt ihr feine christen seyn. 14. D, heilger Geist, du freudenöl, Das Gott vom himmel schicket, Erfreue mich, gieb meiner feel, Was mark und bein erquicket. Du bist der Geist der Herrlichkeit, Weißst, was für gnade, trost und freud Mein in dem himmel warte. 15. Ach, laß mich schauen, wie so schön und lieblich sey das leben, Das denen, die durch trübjal gehn, Du dermaleinst wirst geben, Ein leben, gegen welches hier Die ganze welt mit ihrer zier Durchaus nicht zu vergleichen. 16. Daselbst wirst du in ewger luft Aufs süßste mit mir handeln, Mein freuz, das mir und dir bewußt, In freud und ehr verwandeln. Da wird mein weinen lauter wein, Mein ächzen lauter jauchzen seyn: Das glaub ich, hilf mir! Amen. Paul Gerhardt. † 1676. 3. Ach, wachet! ist der geiſt schon willig, So ist das fleisch doch gar zu schwach; Es fels gen wahre christen billig Dem geist und nicht dem fleische nach. S, theure seelen, werdet flug Und folget doch des geistes zug. 4. Ach, wachet! denn die alte schlange Sucht tag und nacht mit macht und lift Die menschen in ihr net zu fangen, Weil wenig zeit vorhanden ist. Ergreifet doch den glaubensschild, Und wisset, daß nicht schlafen gilt. 5. Ach, wachet! eh die todes= stunde Das unvermerkte ziel erreicht, Ihr seht ja, wie der tod gesunde Sowohl als franke oft beschleicht. Der lette stoß ist ungewiß. Ach, werthe Christen, merket dies! Marc. 13, 37. M. Wer nur den lieben. bt jelbe nicht mehr fern. Ach, schicket 581.2, wachet auf, ihr euch, vielleicht kommt heut Der faulen Bedenket, daß euch Gottes gnad Vom tiefen schlaf der fündenlüfte Zum leben auferwecct hat. Verlasset doch die finstre gruft Und höret, wenn euch Jesus ruft. 6. Ach, wachet! daß ihr euch bereitet Auf jenen großen tag des Herrn, Denn wie uns Gottes wort bedeutet, So ist der= 7. Ach, wachet! Jesus hats ge boten, Ach, folget feiner wächterstimm! Was schlafet ihr doch wie die todten? Ermuntert euch und fehret um! Bedenket doch, was euch behagt Und daß Gott allen: wachet! jagt.d dot bole 124. 6.1 2. Ach, wachet! denn die jündennächte Entweichen vor dem in allerlei Krenz und Leiden. Offenb. Joh. 2. 3. 21, 7. M. Machs mit mir, Gott. 375 7. Wer überwind't und seinen lauf Mit ehren kann vollenden, Dem wird der Herr alsbald darauf Verborgnes manna senden, Ihm geben einen weißen stein Und einen neuen namen drein. 582. uf, driftenmensch, auf, auf, zum streit! Auf, auf zum überwinden! In dieser welt, in dieser zeit Ist keine ruh zu finden. Wer nicht will streiten, trägt die fron Des ewgen lebens nicht davon. 2. Der teufel fommt mit seiner list, Die welt mit pracht und prangen, Das fleisch mit wollust, wo du bist, Zu fällen dich und fangen. Streitst du nicht wie ein tapfrer held, So bist du hin und schon gefällt. 3. Gedenke, daß du zu der fahn Deins feldherrn hast geschworen, Denk ferner, daß du als ein mann Zum streit bist außerkoren, Ja, denke, daß ohn streit und fieg Nie einer zum triumph aufstieg. 4. Wie schmählich ist's, wenn ein soldat Dem feind den rücken kehret, Wie schändlich, wenn er seine statt Verlässt und sich nicht wchret, Wie spöttisch, wenn er noch mit fleiß Aus zagheit wird dem feind zum preis. 5. Bind an! der teufel ist bald hin, Die welt wird leicht verjaget, Das fleisch muß endlich aus dem sinn. Wie sehr dichs immer plaget. D, ewge schande, wenn ein held Vor diesen dreien buben fällt! 12. So streit denn wohl, streit keck und fühn, Daß du mögst überwinden, Streng an die fräfte, muth und finn, Daß du dies gut mögst finden. Wer nicht will streiten um die fron, Bleibt ewiglich in spott und hohn. Dr. Joh. Scheffler.( Angelus.) † 1677. M. Meine Hoffnung stehet. 6. Wer überwind't knd kriegt den raum Der feinde, die vermej sen, Der wirds im paradies vom baum Des ewgen lebens essent. Wer überwind't, den ſoll kein leid 583. Cuf, ihr driften, in ewigfeit. Christi [ 24. 7.] 8. Wer überwind't, bekommt gewalt, Wie Christus, zu regieren, Mit macht die völker mannigfalt In einer schnur zu führen. Wer überwindt, bekommt vom Herrn 3um feldpanier den morgenstern. 9. Wer überwindet, der soll dort In weißen kleidern gehen, Sein guter name soll sofort Im buch des lebens stehen, Ja, Christus wird denselben gar Bekennen vor der engel schaar. 10. Wer überwind't, soll ewig nicht Aus Gottes tempel gehen, Vielmehr drin wie ein himmlisch licht Und goldne säule stehen, Der name Gottes, unsers Herrn, Soll leuchten von ihm weit und fern. 11. Wer überwind't, soll auf dem thron Mit Christo Jefu sigen, Soll glänzen wie ein Gottesjohn und wie die sonne blizen, Ja, ewig herrschen und regiern, Auch immerdar den himmel ziern. 376 Trost- Lieder Die ihr noch hängt an dem 8. Denn, vergnüg't auch wohl haupt, Auf, wacht auf, ermannt das leben, So der freiheit maneuch wieder, Eh ihr werdet hin- geln muß? Wer sich Gott nicht geraubt. Satan beut An den ganz ergeben, Hat nur müh, streit Christo und der christenheit. angst und verdruß. Der, der 2. Auf, folgt Christo, unserm kriegt Recht vergnügt, Wer sein helde, Trauet seinem starken arm, leben recht besiegt. Liegt der satan gleich zu felde Mit dem ganzen höllenschwarm. Sind doch der Noch viel mehr, Die da stets find um uns her. prod 9. Drum, auf, laßt uns überwinden In dem blute Jesu Christ, Und an unsre stirne binden Sein wort, so ein zeugniß ist, Das uns deckt Und erweckt Und nach Gottes liebe schmeckt. 3. Nur auf Christi blut gewaget Mit gebet und wachsamkeit, Dieses machet unverzaget Und recht tapfre friegesleut; Christi blut Giebt uns muth, Tilgt des satans zornesgluth. C 4. Christi heeres kreuzesfahne, So da weiß und roth gesprengt, Ist schon auf dem siegesplane 11. Da Gott seinen trenen Uns zum troste ausgehängt. Wer hier friegt, Nie erliegt, Sondern unterm freuze siegt. knechten Geben wird den gnadenlohn. Und die hütten der gerechten Stimmen an den sieges5. Diesen sieg hat auch em- ton, Da fürwahr Gottes schaat pfunden Vieler heilgen starker Ihn wird loben immerdar. d muth, Da sie haben überwun- uds Justus Falckner. † 1723. den Fröhlich durch des Lammes bilir nedan Injadi juu blut. Sollten wir Denn allhier M. Jeju, meine Freude. Nicht auch streiten mit begier? 584. Cuf, ihr meine fin6. Wer nur bet In der zeit und ewigkeit Und den sünden sich ergiebet, Der hat wenig lust zum streit; Denn die nacht, Satans macht, Hat ihn in den schlaf gebracht. th7. Aber wen die weisheit lehret, Was die freiheit für ein 2. Einiges verlangen, Laß dich theil, Deffen herz zu Gott sich doch umfangen, Mein Immafehret, Seinem allerhöchsten heil. nuel! Du holdselig wesen! Durch Sucht allein Ohne schein Christi dein wort genesen Beides, leib und freier knecht zu seyn.ng gisar feelhi Komm, mein heil, Meins 124, 8] 10. Unser leben jey verborgen Mit Christo in Gott allein, Auf, daß wir an jenem morgen Mit ihm offenbar auch seyn, Da das leid Dieser zeit Werden wird zu lauter freud. dep euch von hinnen In die ewigkeit! Laßt das eitle liegen, Denn der welt vergnügen Ist ein raub der zeit. Eins ist noth! Die welt ist koth! Jesus, Jesus nur alleine Sft es, den ich meine.nl in allerlei Kreuz und Leiden. 377 herzens theil! Jesu, meines lebens angst und noth, Der kann mich leben, Dir bleib ich ergeben. allzeit retten Aus trübfal, angst und nöthen, Mein unglück kann er wenden, Steht alls in seinen händen. 2. Ob mich mein fünd ansicht, Will ich verzagen nicht, Auf Christum will ich bauen, Und ihm allein vertrauen. Ihm will ich mich ergeben Im tod und auch im leben. 3. Ob mich der tod nimmt hin, Ist sterben mein gewinn, Und Christus ist mein leben, Dem hab ich mich ergeben. Ich sterb heut oder morgen, Mein seel wird Gott versorgen. 4. D, mein Herr Jesu Christ, Der du geduldig bist Für mich am freuz gestorben, Hast mir das heil erworben, Führst nach der erde leiden Uns zu des himmels freuden. 3. An den erdenschäßen Mag sich der ergößen, Der den mammon liebt, Wenn ich Jejum habe, Acht' ich keiner gabe, Die die welt dargiebt. Ich bin reich und groß zugleich, Wenn ich schaß und herz verbinde, Wenn ich Jesum finde. 4. Auch, wenn dornen stechen, Kann ich rojen brechen, Wenn er bei mir ist; Laß die donner hallen Und die berge fallen, Ich steh als ein christ. Keine noth, auch nicht der tod Ist vermögend mich zu schrecken, Jesus will mich decken. 5. Schöpfer guter triebe, D, magnet der liebe, Freund, so weiß als roth! Gieß in meine seele Neues glaubensöle, Daß bis in den cod Ja mein licht verlösche nicht, Sondern immer heller brenne, Und dich stets bekenne. 6. Vorbild meines Lebens, Laß mich nicht vergebens Dir gefolget seyn, Brunnen voller leben, Du kannst labsal geben, Drum stell ich mich ein. Lebensfürst, mein herze dürft! Jesu, o mein guter hirte, Mich, dein lamm, bewirthe! 5. Amen! zu aller stund Sprech ich aus herzensgrund. Du wolleft jelbst uns leiten, Herr Christ, zu allen zeiten, Auf daß wir deinen namen Ewiglich preisen. Amen. Siegismund Weingärtner, um 1609. M. Was mein Gott will. 7. Du bist Ja und Amen, 586.armherziger, getreuer Gott, Kennest mich mit namen, Wohl mir ewiglich; Deiner großen treue Ich mich billig freue; Nun, ich bitte dich: Sey mein Gott in noth und tod, Ich will mich nur dir verschreiben Und dir treu verbleiben. spm bis bu In eigner Melodie. sun Gedenk an deine worte! Du sprichst: ruf mich an in der noth Und klopf an meine pforte, So will ich dir Errettung hier Nach deinem wunsch erweisen, Daß du mit mund Und herzensgrund In freuden mich sollst preisen. 2. Befiehl dem Herren früh und spat All deine weg und sachen, Er weiß zu geben rath und that, 585. Auf meinen lieben Gott Trau ich in [ 24. 9J 378 Kann alles richtig machen. Wirf auf ihn hin, Was dir im sinn Liegt und dein herz betrübet, Er ist dein hirt, Der wissen wird Zu schüßen, was er liebet. Trost- Lieder 3. Der fromme Vater wird sein find In seine arme faffen, Und, die gerecht und gläubig sind, Nicht stets in unruh lassen. Drum, lieben leut, Hofft alle zeit Auf den, der völlig labet; Dem schüttet aus, Was ihr im haus Und auf dem herzen habet. 4. Ach, süßer hort! Wie tröstlich klingt, Was du versprichst dem frommen: Ich will, wenn trübsal einher dringt, Ihm selbst zu hülfe kommen. Er liebet mich, Drum will auch ich Ihn lieben und beschüßzen, Er soll bei mir Im schooße hier Frei aller sorgen figen. 5. Der Herr ist allen frommen nah und läßt sich gnädig finden; Wenn sie ihn rufen, steht er da, Hilft fröhlich überwinden All angst und weh, Hebt in die höh, Die schon darnieder liegen, Er macht und schafft, Daß sie viel kraft Und große stärke kriegen. 6. Fürwahr, wer meinen namen ehrt, Spricht Christus, und fest gläubet, Deß bitte wird von Gott erhört, Der segen bei ihm bleibet. So tret heran Ein jedermann, Wer bittet, wird empfangen, Und wer da sucht, Der wird die frucht Mit großem nu erlangen.de 07. Hört, was dort jener rich ter jagt: Ich muß die wittwe hören, Dieweil sie mich so treibt und plagt. Soll denn Gott sich nicht fehren Zu seiner schaar, Die hier und dar Bei nacht und tage schreien? Sein treuer sinn Kann nicht umhin, Er muß gehör verleihen. 8. Wenn der gerecht' in nöthen weint, Will Gott ihn fröhlich machen. Und die zerbrochnen herzens seynd, Die sollen wieder lachen. Es muß ein christ, Weil er hier ist, Die jammerstraße wallen; Doch steht ihm bei Des Höchsten treu Und hilft ihm aus dem allen. 9. Ich habe dich ein'n augenblick, liebes kind, verlassen, Sieh aber, sieh mit großem glück Und troft ohn alle maaßen Will ich dir schon Die freudenkron Aufsetzen und verehren; Dein kurzes leid Soll sich in freud Und ewges heil verkehren. 10. Ach, lieber Gott, ach, Vaterherz, Mein trost von so viel jahren, Wie läßt du mich so manchen schmerz Und große angst erfahren! Mein herze schmacht't, Mein auge wacht Und weint sich frank und trübe, Mein angesicht Verliert sein licht Vom seufzen, das ich übe. 11. Ach Herr, wie lange willst du mein So ganz und gar vergeffen? Wie lange soll ich traurig seyn Und mein leid in mich freffen? Wie lang' ergrimmt Dein herz und nimmt Dein antlig meiner feelen? Wie lange soll Ich sorgenvoll Mein herz im leibe quälen? [ 24. 10.), in allerlei Kreuz und Leiden. 12. Willst du verstoßen ewiglich und keine gnad erzeigen? Soll dein wort und verheißung sich Nun ganz zu grunde netgen? Zürnst du so sehr, Daß du nicht mehr Dein heil magst zu mir senden? Doch, Herr, ich will Dir halten still, Dein hand kann alles wenden. 13. Nach dir, o Herr, verlanget mich Im jammer dieser erden, Mein Gott, ich harr und hoff auf dich, Laß nicht zu schanden werden, Herr, deinen freund, Daß nicht mein feind Sich freu und jubilire, Gieb mir vielmehr, Daß ich zu ehr Erhoben triumphire. 379 17. Nein, Herr, ein solcher bist du nicht, Deß ist mein herz gegründet, Bei dir, o meine zuversicht, Sich immer hülfe findet; Drum schaffest du Auch denen ruh Und rath, die nach dir heißen, Und bist bereit, Zu rechter zeit Sie aus der noth zu reißen. 14. Ach Herr, du bist und bleibest wohl Getreu in deinem 18. Nun, Herr, ich hab off ängstiglich Geklopft an deine pforte, mich Ach, höre doch und refte Nach deinem gnadenworte. Hilf, Helfer mir, So will ich hier Dir freudenopfer bringen, Ach, nachmals dort Dir fort und fort Dank, lob und ehre singen. Paul Gerhardt. † 1676. In voriger Melodie. finne; Darum, wenn ich ja täm= 587. Das ist ja gut, was mein Gott gieb, ich gewinne; Leg auf die laft, Die du mir hast Beschlossen aufzulegen, Doch gieb dabei, Daß sie auch sey Nicht über mein vermögen. 15. Du bist von großer macht und kraft, Ein held, der hochmuth stürzet, Und deine hand, die alles schafft, Ist auch noch unverfürzet. Herr Zebaoth Wirst du, mein Gott, Genannt zu deinen ehren, Bist groß von rath, Und, deiner that Kann keine stärke wehren. ITE 16. Du bist der tröster Israel Und hilfest gerne allen; Wie kommt es denn, daß meine seel Jeßt sinken muß und fallen? Du stellest dich So gegen mich Als wie ein gaft im lande Und wie ein held, Dems herz entfällt mit schimpf und großer schande. Sein will, der ist der beste; Dem folge ich und bin ganz still, An ihn halt ich mich feste. Der liebe Gott Hilft in der noth Und will den nicht verlassen, Der auf ihn schaut Und ihm vertraut, Er wird ihn fest umfassen. 2. So jey denn immer still zu Gott, D feele, und vergnüget, Weich' nicht von ihm in noth und tod, Es ist gut, wie ers fü get; In lieb und leid Sey du bereit, Dich ihm zu übergeben, Erhüt't und wacht, Nimmt dich in acht In deinem ganzen leben.de tb3. Wo du nur gehest dieje bahn, So kann dir gar nichts fehlen; Wer ist's, der dir doch schaden kann? Wer mag dir etwas stehlen, stehlen, Weil Gott, dein gut [ 24. 11.1 380 Steht auf der hut, Bereit, für dich zu streiten? Drum freue dich Ganz inniglich Jetzt und zu allen zeiten. Trost- Lieder 4. So führe mich denn immerhin, Mein Gott, nach deinem willen Und gieb mir einen solchen sinn, Gern alles zu erfüllen, Was über mich Du gnädiglich In deinem rath beschlossen; Laß deine kraft Und lebensjaft In mir seyn ausgegossen; 5. Auf daß ich thu, was mir gebührt, Und alles möge meiden, Was eignes ist und mich verführt, Auch mich von dir kann scheiden. Ach, nimm mich mir Und gieb mich dir, Laß stets mich an dir fleben Und folgen still, Wohin dein will Mich führt im tod und leben. Johann Caspar Schade. † 1698. Psalm 73, 23. M. Du, o schönes Weltgeb. 588. Dennoch will ich auf dich hoffen, Gott, weil du mein Vater bist, Und ob mich manch freuz betroffen, Meiner dennoch nicht vergißst. Schlägt mich noth und kummer nieder, Mein Gott, du erhebst mich wieder. Drum, so spricht mein herz in mir: Dennoch bleib ich stets an dir. 2. Kränken mich oft meine feinde, Ich behalte dennoch muth, Denn ich habe Gott zum freunde, Der macht alles wohl und gut; Der wird mächtig ob mir walten Und bei meiner hand mich balten. Drum, so spricht mein herz in mir: Dennoch bleib ich stets an dir. 3. Muß ich schon im clend figen, Fühlet mein herz große qual, Wenn mich trübsalsdornen rigen, Gott erquickt mich allemal. Scheint's, als wollt' der Herr mich tödten Und verlassen in den nöthen, So spricht doch mein Herz in mir: Gott, ich bleibe stets an dir. 4. Quält und plaget mich die fünde, Die ich leider ausgeübt, Wenn ich höllenangst empfinde, Und mein herz ist hochbetrübt: So will ich doch auf Gott hoffen, Seine gnade bleibt mir offen. Drum so spricht mein herz in mir: Dennoch bleib ich stets an dir. 5. Will der satan mich verklagen, Schreckt mich tod und höllenpein, Will mich mein gewissen nagen, So flößt Gott mir labsal cin, Und seia rath weiß mich zu leiten Zu der blutgen Jesusseiten. Drum, so spricht mein herz in mir: Dennoch bleib ich stets an dir. 6. D, wie werd ich doch erquicket, Jesu, durch dein theures blut: Ob die last der fünden drükket, Jesu blut macht alles gut, Das wäscht ab die fündenflecken, b Das vertreibt der hölle schrecken. Darum spricht mein herz in mir: Dennoch bleib ich stets an dir. 7. Kommts einmal mit mir zum sterben: Wie Gott will, ich bin bereit, Völlig und bald zu ererben Die erworbne seligkeit. Da mich Gott annimmt mit eh [ 24 12.1 in allerlei Kreuz und Leiden. ren Dort bei seinen engelchören. Darum spricht mein herz in mir: Dennoch bleib ich stets an dir. 381 gemacht. Ob schon der mensch gefallen, So hatt' er dennoch fleißig acht Auf ihn und auf uns alle, Er rief und ruft noch mich und dich Aus lauter lieb und sehnet sich In lauter süßen flammen Nach uns hier allzusammen. s 8. Ja, es soll dabei verbleiben: Gott, ich halte mich an dich! Keine noth soll mich abtreiben. Sünde, was betrübst du mich? Höll und tod kann mir nicht schaden, Denn ich bin bei Gott in gnaden. Darum sag ich für und für: Gott, ich bleibe ſtets an dir. M. Joh. Mich. Schumann. † 1744. Marc. 7, 37. M. Ermuntre dich, mein. er alles 6. Der Herr hat alles wohl 589. Dwohl gemacht, Er gemacht, Da er für uns geſterwird nichts böses machen, Dies, fromme seele, wohl betracht In allen deinen sachen, In freud und leid, in gnüg und noth, In krankheit, jammer, kreuz und tod, In fummer, angst und schmerzen. Ach, glaub es recht von Herzen! ben Und heil und leben wiederbracht und durch sein blut er worben. Was willst du mehr betrübter geist, Komm her, schau hier, was lieben heißt! Sollt der nicht alles geben, Der für dich giebt sein leben? 2. Der Herr hat alles wohl gemacht, Noch eh er uns erschaffen; Er hat uns mit dem heil bedacht, Das einzig unsre waffen, Ja, unser schild und rettung ist, Er hat uns vor der zeit erfiest; Ch man die sterne zählet, Da hat er uns erwählet. 5. Der Herr hat alles wohl gemacht, Der uns sein wort gcgeben, Davon oft unser herze lacht. Wenn wir in ängsten schweben, Da ist er unsre zuversicht, Er tröstet uns und lässt uns nicht In allen unsern nöthen, Und sollt er uns gleich tödten. 7. Der Herr hat alles wohl gemacht, Da er vom tod erstanden Und aus ganz eigner kraft und macht Uns von der hölle banden und ihren fetten hat bes freit, Daß unser mund getrost ausschreit: Wo ist der sieg der höllen und ihrer mitgefellen? in 31 3. Der Herr hat alles wohl 8. Der Herr hat alles wohlgemacht( Dies rühme, wer es höret), Als er uns hat hervorge bracht, und gnadenvoll genähret; Da er das menschliche geschlecht Gesegnet, das auch früchte brächt Das erdreich, und was drinnen Begriffen wird mit sinnen. gemacht, Da er ist aufgefahren Gen himmel, wo ein herz hintracht', Das Christum hat erfahren. Er hat die stätt uns da bereit't, Da wir nach dieser kurzen zeit In freuden sollen schweben Und ewig mit ihm leben. E 9. Der Herr hat alles wohl Der Herr hat alles wohl [ 24. 13.] 382 gemacht, Wenn seinen Geist er sendet Zu uns herab, der uns bewacht Und unsre herzen wendet Von dieser welt zu Gott hinauf, Und daß wir endlich unfern lauf Ganz seliglich vollziehen, Wenn wir von hinnen fliehen. Trost- Lieder 10. Der Herr hat alles wohl gemacht, Auch wenn er uns betrübet, Wenn uns die finstre kreuzesnacht Befällt und allzeit übet In kreuz und widerwärtig- 590. Der Satan hat verkeit, In angst, in trübsal und in leid, Wenn er uns stärkt im In eigner Melodie. glauben, Den niemand uns kann 591. Du biſt ja, Jeſu, meine freude, Warum ist denn mein herz betrübt? Kann denn die freud auch bei dem leide Seyn in dem her zen, das dich liebt? Ach ja, mein Jesu, wenn ich übe Mein herz in deiner süßen liebe, So zeigt sich solche freud oft an, Die keine zung aussprechen kann. 2. Weil aber noch nicht ganz gedämpfet In mir mein böses fleisch und blut, Und noch der geist dawider kämpfet, Wird oft dadurch gefränkt der muth. Drum leg ich mich vor dich mit flehen, Mein Heil, laß hülfe mir geschehen und stärke mich in diesem streit, Daß ich mög überwinden weit. 11. Der Herr hat alles wohl gemacht, Wenn er in lieb und treue Noch immerfort an uns gedacht und macht uns wieder neue; Wenn er den alten menschen bricht Und die verfehrten wege richt't Nach seinem frommen willen, Daß wir den einst erfüllen. 12. Der Herr hat alles wohl gemacht, Wenn er wird wieder kommen, Und, ob gleich alles bricht und fracht, Die ganze schaar der frommen zu sich aufziehen in die höh Und sie befrein von allem weh, Da fie, zur freud erhoben, Ihn ewig werden loben. 14. Nun, er hat alles wohl ge= macht, Er wird nichts böses machen; Er träget dich gar sanft und facht. Darum in allen sachen, In freud und leid, in gnüg und noth, In krankheit, jammer, kreuz und tod, In kum= mer, angst und schmerzen Ergieb dich ihm von herzen. Dr. Heinrich Müller. † 1675. 13. Der Herr hat alles wohl gemacht, Es wird fein sinn erreichen Hier seines rubmes große pracht, Er muß zurücke weichen Und rufen aus mit voller macht: Der Herr hat alles wohl gemacht, Dafür wir hier und droben Ihn billig ewig loben. 3. Du hast, o Held, ja überwunden, Gieb mir auch überwindungskraft Und laß mich in den kampfesstunden Erfahren, was dein leiden schafft, Dadurch du alles hast besieget, Das unter deinen füßen lieget, Welt, fünde, teufel [ 24. 14.] ver in allerlei Kreuz und Leiden. 387 hand zu loben, Spricht: der im ist dein quell Und deine sonne, himmel droben Hat alles wohl gemacht. Scheint täglich hell Zu deiner wonne. Gieb dich zufrieden. 11. Geduld erhält das leben, Vermehrt der jahre zahl, Vertreibt und dämpft daneben Manch angst und herzensqual, Ist wie ein schönes licht, Davon, wer an ihr hanget, Mit Gottes hülf erlanget Ein fröhlichs angesicht. 12. Geduld macht große Fide, Bringt aus dem himmelsjeelen Ein schönes halsgeschmeide, So a haupt ein edle fron Und 2. Er ist voll lichtes, trost und gnaden, Ungefärbten, treuen herzens; Wo er steht, thut dir keinen schaden Auch die pein des größten schmerzens. Kreuz, angst und noth Kann er bald wenden, Ja, auch den tod Hat er in händen. Gieb dich zufrieden. 8. Jichen hut, Stillt der befäumesn thränen Und füllt das ganz sehnen mit rechtem guten hin, m ruh, Inheduld ist mein verlangen Vater schnes herzens lust, Nach last wirf nft gegangen, Das ist Allein auf ibewußt, Herr voller Dr. Chrift. huld, Ach, gieb mir re Mein bitten, ich hts anders als geduld. Iseduld ist meine bitte, sehr oft und viel Aus et leibeshütte Zu dir, Herr, Paiden will. Kommt dann der lepte zug, So gieb durch deine hände Auch ein geduldigs ende, So hab ich alles gnug. 59 Paul Gerhardt. † 1676. 3. Wie dirs und andern oft ergehe, Ist ihm wahrlich nicht verborgen, Er sieht und kennet aus der höhe Der betrübten herzen sorgen; Er zählt den lauf Der heißen thränen Und fasst zu hauf All unser sehnen. Gieb dich zufrieden. 4. Wenn gar kein einger mehr auf erden, Dessen treue du darfst trauen, Alsdann will er dein treuster werden und zu deinem besten schauen. Er weiß dein leid Und heimlich grämen. Auch weiß er zeit, Dirs zu benehmen. Gieb dich zufrieden. 5. Er hört die seufzer deiner seelen Und des herzens stilles klagen, Und was du keinem darfst erzählen, Magst du Gott gar fühnlich sagen. Er ist nicht fern, Steht in der mitten, Hört bald und gern Der armen bitten. Gieb dich zufrieden. 6. Laß dich dein elend nicht In eigner Melodie. 598. Gieb dich zufrieden bezwingen, Halt an Gott, so wirft und sey stille In du siegen; Ob alle fluthen einherdem Gotte deines lebens, In gingen, Dennoch mußt du oben ihm ruht aller freuden fülle. Ohn liegen; Denn wenn du wirst Zu ihn mühst du dich vergebens. Er hoch beschweret, Hat Gott, dein [ 25. 3.] 25 382 Trost- Lieder gemacht, Wenn seinen Geist er sendet Zu uns herab, der uns bewacht Und unsre herzen wendet Von dieser welt zu Gott hinauf, Und daß wir endlich unfern lauf Ganz seliglich vollziehen, Wenn wir von hinnen fliehen. 10. Der Herr hat alles wohl gemacht, Auch wenn er uns betrübet, Wenn uns die finstre kreuzesnacht Befällt und allzeit über In freuz und widerwärtige 590. Der Satan hat verkeit, In angst, in trübsal und 4 in leid, Wenn er uns stärkt im In eigner Melodie. 9 ge= glauben, Den niemand uns kann 591. Du biſt ja, Steven bin. rauben. meine Läßt 11. Der Herr hat alles wohl gemacht, Wenn er in lieb und treue Noch immerfort an uns gedacht und macht uns wieder neue; Wenn er den alten menschen bricht Und die verfehrten wege richt't Nach seinem frommen willen, Daß wir den einst erfüllen. 12. Der Herr hat alles wohl gemacht, Wenn er wird wiederkommen, Und, ob gleich alles bricht und fracht, Die ganze schaar der frommen zu sich aufziehen in die höh Und sie befrein von allem weh, Da fie, zur freud erhoben, Ihn ewig werden loben. 14. Nun, er hat alles wohl gemacht, Er wird nichts böses machen; Er träget dich gar sanft und sacht. Darum in allen fadchen, In freud und leid, in gnüg und noth, In krankheit, jammer, freuz und tod, In kummer, angst und schmerzen Ergieb dich ihm von Herzen. Dr. Heinrich Müller. † 1675. 13. Der Herr hat alles wohl gemacht, Es wird kein sinn erreichen Hier seines rubmes große pracht, Er muß zurücke weichen Und rufen aus mit voller macht: Der Herr hat alles wohl gemacht, Dafür wir hier und droben Ihn billig ewig loben. 1 Warum ist denn mein herz trübt? Kann denn die freud a bei dem leide Seyn in dem zen, das dich liebt? Ach jo getroft Sesu, wenn ich übe Meer wills in deiner süßen liebe, doch Herr sich solche freud oft keine zung aussprechen nge warten, 2. Weil aber noch n'eil In Gotgedämpfet In mir me.. Durchsucht fleisch und blut, Und noch dies der geist dawider kämpfet, hund Mors oft dadurch gekränkt der muth Drum leg ich mich vor dich mit flehen, Mein Heil, laß hülfe mir geschehen und stärke mich in diesem streit, Daß ich mög überwinden weit. Durch frisch 3. Du hast, o Held, ja überwunden, Gieb mir auch überwindungskraft Und laß mich in den fampfesstunden Erfahren, was dein leiden schafft, Dadurch du alles hast besieget, Das unter deinen füßen lieget, Welt, fünde, teufel [ 24. 14.] ver in allerlei Kreuz und Leiden. 387 hand zu loben, Spricht: der im ist dein quell Und deine sonne, himmel droben Hat alles wohl gemacht. Scheint täglich hell Zu deiner wonne. Gieb dich zufrieden. 11. Geduld erhält das leben, Vermehrt der jahre zahl, Vertreibt und dämpft daneben Manch angst und herzensqual, Ist wie ein schönes licht, Davon, wer an ihr hanget, Mit Gottes hülf erlanget Ein fröhlichs angesicht. 12. Geduld macht große freude, Bringt aus dem himmelsthron Ein schönes halsgeschmeide, Dem haupt ein edle fron Und königlichen hut, Stillt der betrübten thränen Und füllt das heiße sehnen Mit rechtem guten muth. 13. Geduld ist mein verlangen Und meines Herzens lust, Nach der ich oft gegangen, Das ist dir wohl bewußt, Herr voller gnad und huld, Ach, gieb mir und gewähre Mein bitten, ich begehre Nichts anders als geduld. 14. Geduld ist meine bitte, Die ich sehr oft und viel Aus dieser Leibeshütte Zu dir, Herr, schicken will. Kommt dann der lepte zug, So gicb durch deine hände Auch ein geduldigs ende, So hab ich alles gnug. Paul Gerhardt. † 1676. In eigner Melodie. 598. G ieb dich zufrieden und sey stille In dem Gotte deines lebens, In ihm ruht aller freuden fülle. Ohn ihn mühst du dich vergebens. Er 2. Er ist voll lichtes, trost und gnaden, Ungefärbten, treuen herzens; Wo er steht, thut dir keinen schaden Auch die pein des größten schmerzens. Kreuz, angst und noth Kann er bald wenden, Ja, auch den tod Hat er in händen. Gieb dich zufrieden. 3. Wie dirs und andern oft ergehe, Ist ihm wahrlich nicht verborgen, Er sieht und kennet aus der höhe Der betrübten herzen sorgen; Er zählt den lauf Der heißen thränen Und fasst zu hauf All unser sehnen. Gieb dich zufrieden. 4. Wenn gar kein einger mehr auf erden, Dessen treue du darfst trauen, Alsdann will er dein treuster werden und zu deinem besten schauen. Er weiß dein leid Und heimlich grämen. Auch weiß er zeit, Dirs zu benehmen. Gieb dich zufrieden. 5. Er hört die seufzer deiner seelen Und des Herzens stilles klagen, Und was du keinem darfst erzählen, Magst du Gott gar fühnlich sagen. Er ist nicht fern, Steht in der mitten, Hört bald und gern Der armen bitten. Gieb dich zufrieden. [ 25. 3.] 6. Laß dich dein elend nicht bezwingen, Halt an Gott, so wirst du siegen; Ob alle fluthen einhergingen, Dennoch mußt du oben liegen; Denn wenn du wirst Zu hoch beschweret, Hat Gott, dein 25 Trost- Lieder 388 ürst, Dich schon erhöret. Gieb dich zufrieden. 7. Was sorgst du für dein armes leben, Wie du's halten wollst und nähren? Der dir das leben hat gegeben, Wird auch unterhalt bescheren, Er hat ein hand Voll aller gaben, Da see und land Sich muß von laben. Gieb dich zufrieden. 8. Der allen vöglein in den wäldern Ihr bescheidnes körnlein weiset, Der schaf und rinder in den feldern Alle tage tränkt und speiset, Der wird ja auch Dich eingen füllen und deinen brauch Zur nothdurft stillen. Gieb dich zufrieden. 9. Sprich nicht: ich sehe keine mittel, Wo ich such, ist nichts zum besten! Denn das ist Gottes ehrentitel, Helfen, wenn die noth am größten. Wenn ich und du Ihn nicht mehr spüren, Da schickt er zu, uns wohl zu führen. Gieb dich zufrieden. fann dein feind, Der mensch, groß machen? Gieb dich zufrieden. 12. Hat er doch selbst auch wohl das seine, Wenn ers sehen könnt und wollte; Wo ist ein glück so klar und reine, Dem nicht etwas fehlen sollte; Wo ist ein haus, Das könnte sagen: Ich weiß durchaus Von keinen plagen? Gieb dich zufrieden. 13. Es kann und mag nicht anders werden, Alle menschen müssen leiden; Was webt und le= bet auf der erden, Kann das unglück nicht vermeiden. Des freuzes stab Schlägt unsre lenden Bis in das grab, Da wird sichs enden. Gieb dich zufrieden. 14. Es ist ein ruhetag vorhanden, Da uns unser Gott wird lösen; Er wird uns reißen aus den banden Dieses leibs und allem bösen. Es wird einmal Der tod herspringen Und aus der qual Uns sämmtlich bringen. Gieb dich zufrieden. 15. Er wird uns bringen zu den schaaren Der erwählten und getreuen, Die hier mit frieden heimgefahren, Sich auch nun in frieden freuen, Da sie den grund, Der nie kann brechen, Den ewgen mund Selbst hören sprechen: Gieb dich zufrieden. 10. Bleibt gleich die hülf in etwas lange, Wird sie dennoch endlich kommen, Macht dir das harren angst und bange, Glaube nur, es ist dein frommen. Was langsam schleicht, Faßt man gewisser, Und was verzeucht, Ist desto süßer. Gieb dich zufrieden. 11. Nimm nicht zu herzen, was die rotten Deiner feinde von dir M. Jesu, meine Freude. dichten, Laß sie aur immer weid- 599. Gott, der wirds wohl machen, spotten, Gott wirds hören und recht richten. Ist Gott dein freund Und deiner sachen: Was Dem ich alle sachen Allzeit heimgestellt, Er hat mich erkoren, Ch. [: 25. 4.] Paul Gerhardt. † 1676. Psalm 37, 5. in allerlei Kreuz und Leiden. 389 ich noch geboren Bin auf diese Hat seinen grund: Die gelebt und welt, Hat mir auch Nach seinem brauch, Was vonnöthen, stets gegeben Hier in diesem leben. leben werden, kommen in die erden. 2. Gott, der wirds wohl machen, Der mir manches lachen, Freud und luft geschenkt, Der mich nie vergessen, Der mit kleid und essen Täglich mich bedenkt. Auch wenn fast Die freuzeslast Seine kinder niederdrücket, Hat er mich erquicket. 7. Gott, der wirds wohl machen, Der den alten drachen Dämpfet ritterlich. Führt er gleich die seinen Anders als sie meinen, Vielmals wunderlich: Sey bereit Zu freud und leid, Gott befiehl nur deine sachen: Gott, der wirds wohl machen! M. Ernst Stockmann. † 1712. 3. Gott, der wirds wohl machen! Laß die wetter frachen Und M. Wie nach einer Wasserq. die ſtürme gehn! Wenn mit gro= 600. Gott, mein Vater, zähl in sem grausen Alle wellen brausen, Will er bei mir stehn. Jonas lag Im dritten tag; Schlägt dich unglück gleich darnieder, Gott erhebt dich wieder. gnaden Meine seufzer, die ich thu, Wende von mir spott und schaden, Schick mir rath und hülfe zu. Denke nicht der missethat, Die mein fleisch begangen hat, Sondern siehe an die plage, Die ich dulde alle tage. 2. Ach, ich hab' es wohl verschuldet, Was für strafen ich empfind, Was ich bis anher erdulddet, Ist dagegen noch gelind. Dein gericht, o Herr, ist recht Ueber mich, den böjen knecht, Der ich mich von dir verlaufen, Sünd begangen hab mit haufen. 3. Was ich hätte sollen haffen, Hab ich leider oft gethan, Gutes hab ich unterlassen, Mehr als ich nur wissen kann; Durch gedanken, werk und wort Dich erzürnt an manchem ort, Auch den nächsten nicht geliebet, Sondern ihn oft= mals betrübet. 4. Gott, der wirds wohl machen! Er wird selber machen Ueber deine noth. Wenn du willst verzagen Unter deinen plagen, Ist der fromme Gott Auf dem plan Und nimmt dich an; Dann verstäubt die angst geschwinde, Wie der rauch im winde. 5. Gott, der wirds wohl machen! Mächtig in den schwachen Ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, Der auf ihn gepfählet Alles herzeleid? Drum, mein herz, Vergiß den schmerz, Alles steht in seinen händen, Gott kann alles wenden. 6. Gott, der wirds wohl machen! Wenn des todes rachen Gleich ist aufgethan, Wenn die lebensjahre Liegen auf der bahre, Führt er himmelan. Dieser bund 4. Wenn ich nur daran gedenke, Steigt mirs dergestalt in sinn, Daß ich mich von herzen kränke, [ 25. 5.] Troft- Lieder 390 Und in höchsten ängsten bin. Meiner schulden große zahl Drückt mich sehr schwer überall, Ach, ich fürcht, ich muß vergehen, Denn ich nirgends kann bestehen. 5. Dir, Herr, falle ich zu fuße Und begehre gnad und güt, Nimm für fünde an die buße Aus zer schlagenem gemüth. Vater, schenk mir gnädiglich, Daß ich hab erzürnet dich, Und um Jesu Christi willen Laß nun deinen grimm fich stillen. 6. Gott, ach Gott, durch dein erbarmen, Deine weisheit, deine macht Hilf mir einsamen und arM. Jesus, meine Zuversicht. men, Auf dich wart ich tag und 601. Guter hirte, willst bald du Deines schäfleins dich erbarmen Und nach deiner hirtenpflicht Tragen heim auf deinen armen? Willst du mich nicht aus der qual Holen in den freudensaal? Aus der noth so manigfalt! Herr, ich bitte, du wollst eilen und nicht länger mehr verweilen. 7. Solltest du mich fort so las sen Und mir nicht beispringen, Gott, Würden die, die dein wort hassen, An mir haben ihren spott Und mir höhnisch halten für, Daß ich stets zwar schrei zu dir, Weil ich aber hab gefehlet, Bleib ich tag und nacht gequälet. 8. Ich bekenn mit reu und schmerzen, Daß es wär mein rechter lohn. Hätt ich dich gefürcht't von herzen, Wär ich frei von solchem hohn; Doch so groß, o Gott, du bist, Deine macht und weisheit ist, Laß mir dadurch noch auf erden Nüß und heilsam alles werden. nächsten dien dabei, Daß auch kund werd jedermann, Wie viel besser der gethan, Der auf deine allmacht bauet, Als der seinem wiß vertrauet. 10. Nun, Gott, du kannst rets tung senden Zu der angenehmen zeit, All mein elend kannst du wenden, Mein betrübniß, sorg und leid. Komm, Herr, komm und eile doch, Nimm mir ab das schwere joch! Gott, ich weiß, du hörst mein flehen. Amen, laß es bald geschehen! 9. Daß ich deines namens ehre, Deine wunder, güt und treu Immen ort darauf vermehre Und dem 2. Schau, wie ich verirret bin In der wüsten dieser erden! Komm und bringe mich doch hin Zu den schafen deiner heerden, Führ mich in den schafftall ein, Wo die heilgen lämmer seyn. 3. Mich verlangt, dich mit der schaar, Die dich loben, anzuschauen, Die da weiden ohn' gefahr Auf den reichen himmelsauen, Die nicht mehr in ängsten stehn Und nicht können irre gehn. 4. Denn ich bin hier sehr be drängt, Muß in steten sorgen leben, Weil die feinde mich ums schränkt Und mit lift und macht umgeben, Daß ich armes schäfe lein Keine stund kann sicher seyn. [ 25. 6.1 in allerlei Kreuz und Leiden. 5. O, Herr Jesu, laß mich nicht In der wölfe rachen kommen, Hilf mir nach der hirtenpflicht, Daß ich ihnen werd entnommen, Hole mich, dein schäfelein, In den ew'gen schafftall ein. Dr. Johann Scheffler.( Angelus) † 1677. Psalm 6. In eigner Melodie. 602. err, S nicht schicke deine rache Ueber meine böse fache, Ob sie wohl durch übelthat Großen zorn verdienet hat. Freilich muß ich es bekennen: Ursach hast du, zu entbrennen; Doch, du wolleft jetzt allein Vater und nicht richter seyn. 2. Schicke lieber, o, mir armen Für den eifer dein erbarmen, Heile mich, denn ich vorhin Schwach und sehr verwundet bin. Siehe, wie ich ab bin kommen, Wie mir alle fraft genommen! Mache, Herr, es nicht zu lang', Mark und bein ist lebensfrank. 3. Vor den sorgen, pein und schmerzen Ist kein herz in meinem Herzen, Mein gemüthe, das dich liebt, Ist bis in den tod betrübt. Mein troft, fannst du noch verweilen? Hat es keine noth zu eilen? Macht denn deine hülfe sich Schwächer, als der fummer mich? 391 Was 5. Menschen, die nicht mehr am leben, Die den geist schon aufgegeben, Wissen nichts von schuld und pflicht und gedenken deiner nicht. Denn wer fann dir ehr erweisen, Wer vermag dich wohl zu preisen, Wenn er schon liegt ausgestreckt Und im tiefen grabe steckt? 6. Meine müden seufzer sagen, Was der mund nicht weiß zu klas gen, Durch mein weinen alle nacht Wird mein lager naß gemacht; Meiner augen heiße thränen, Die mir ruh und schlaf benehmen, Quellen als ein wasserfluß, Daß mein lager schwimmen muß. 7. Vor der pein, die ich empfunden, Ist mein antlig fast verschwunden, Ungeduld macht die gestalt Mir vor meinen jahren alt; Denn ich muß von allen seiten Mit dem losen haufen streiten, Der mir anthut schmach und spott Und mich ängstet auf den tod. 8. Nun, ihr übelthäter, ziehet! Ihr gottlosen, auf, und fliehet! Geht, ihr volk der eitelkeit, Hin, woher ihr kommen seyd! Denn der Herr sieht, wenn ich weine Daß ich bies mit treuen meine, Meine thränen fließen hin In sein herz, und beugen ihn. Doch betrachte dies dabei, dein heil und güte sey. 4. Kehre wieder, wiederkehre, 9. Er, der Herr, hat schon Eh ich mich in angst verzehre, mein flehen, Mit genaden anges Reiche deine hand, o Gott, Mei- sehen, Mein gemüthe, das mich ner seelen in der noth. Zwar regt, Hat ihm seines auch bedu möchtest sie wohl hassen, wegt. Alsobald ich ihn gebeten, Meil sie selber dich verlassen, Ihm vor augen bin getreten [ 25. 7.] Trost- Lieder 392 Hat auch seine güte fich Ausgebreitet über mich. kunft hegt, Nichts welches hoch ge= legen, Nichts, was die tiefe hegt. 5. Noch sonst, was je geschaffen, Von Gottes liebe mich Soll scheiden oder raffen, Denn diese gründet sich Auf Jesu tod und sterben; Ihn fleh ich gläubig an, Der mich, sein kind und erben, Nicht lassen will noch kann. Simon Dach. † 1659 10. Vor der ganzen welt auf erden Sollen die noch schamroth werden, Zittern noch vor Gott und mir, Die mich hassen für und für; Weichen müssen sie zurücke Plößlich und im augenblicke Und doch sehen auch dabei, Daß der Herr mein Heiland sey. Mart. Opitz v. Boberfeld. † 1639. M. Herzlich thut mich verl. M. Wer nur den lieben. ( Valet will ich dir geben.) willen 603. Ignaden Durch Chri- wies derselbe mit mir ſchickt, h bin bei Gott in 604. Ich bin vergnügt nach sti blut und tod, Was kann mir endlich schaden? Was acht' ich alle noth? Ist er auf meiner seiten. Gleichwie er wahrlich ist, Laß immer mich bestreiten Auch alle höllenlist. Was helfen mir die fummergrillen, Dadurch man nur das herz erstickt? setig, wer mit mir erwiegt Das schöne wort: ich bin vergnügt. 2. Was wird mich könnenscheiden Von Gottes lieb und freu? Verfolgung, armuth, leiden Und trübsal mancherlei? Laß schwerdt und blöße walten, Man mag durch tausend pein Mich für ein schlachtschaf halten, Der sieg bleibt dennoch mein. 2. Ich bin vergnügt, ob ich auf erden Schon großen reichthum habe nicht und muß mir's lassen sauer werden, Muß dulden, wenn mir's oft gebricht. Ich denke: Gott hat's so gefügt. O schöner trost: ich bin vergnügt. 3. Ich bin vergnügt, ob meine zeiten Schon nicht in hohen ehren stehn. Was hilfis? es sind nur eitelkeiten, Die wie ein rauch im wind vergehn. Wer diesen traut, sich selbst betrügt; Gott ist mein ruhm: ich bin vergnügt. 3. Ich kann um dessentwillen, Der mich geliebet hat, Gnug meinen unmuth stillen Und fassen trost und rath, Denn das ist mein vertrauen, Der hoffnung bin ich voll, Die weder drang noch grauen Mir ewig rauben soll. 4. Daß weder tod noch leben Und feiner engel macht Wie hoch fie möchte schweben, Kein fürstenthum, fein pracht, Nichts dessen, was zugegen, Nichts, was die zu- bin vergnügt. [ 25. 8.1 4. Ich bin vergnügt, ob schon das glücke Mich hier nicht freundlich lachet an, Und sich dagegen saure blicke Des unglücks nahen meiner bahn. Geduld, geduld! dieselbe siegt In aller noth: ich in allerlei Kreuz und Leiden. 5. Ich bin vergnügt und halte stille, Wenn mich gleich manche trübfal drückt, Und denke, daß es Gottes wille, Der mir das kreuze zugeschickt; Und hat er mir es zugefügt, So trägt ers mit: ich bin vergnügt. 6. Ich bin vergnügt, wenn meiner spotten Der satan und die falsche welt. Was schaden mir die argen rotten? Ein frommer christ behält das feld, Wenn er sich nur geduldig schmiegt und freudig spricht: ich bin vergnügt. 7. Ich bin vergnügt in meinem hoffen; Denn hilft Gott gleich nicht, wie ich will, So hat er schon den schluß getroffen, Er weiß die beste zeit und ziel. Ich harr auf ihn, denn so betrügt Die hoffnung nicht: ich bin vergnügt. 8. Ich bin vergnügt, was Gott mir giebet Aus seiner milden Vaterhand, Und ob er mich etwa betrübet, Bleibt mir doch seine huld bekannt. Sein wahres wort, das nimmer lügt, Verspricht mir trost: ich bin vergnügt. 9. Ich bin vergnügt in meinem leben; Hab ich nicht viel und mancherlei, So glaub ich, daß mir alles geben kann, der mein Gott und Vater sey. Ob gleich der arme unten liegt, So heißt es doch: ich bin vergnügt. 393 trost, der nimmer trügt: Gott sorgt für mich! ich bin vergnügt. 11. Ich bin vergnügt, wird mir nur geben Der allerhöchste Wunder- Gott Ein fröhlich herz, gesundes leben Und was der armen seele noth; Das übrige, wie es sich fügt, Befehl ich Gott: ich bin vergnügt. 12. Ich bin vergnügt, wenn mir am ende Mein Jesus giebt ein'n sanften tod Und zu sich nimmt in seine hände Mein arme feel aus aller noth. Alsdann hab ich die welt besiegt Und bin ganz wohl in Gott vergnügt. Clemens Thieme, um 1695. V. 5. 6. 7. 8. 9. M. Vater unser im Himmelr. oft bei mir 605. Selbst gedacht, Wenn ich den lauf der welt betracht, Ob auch das leben dieser erd uns gut und ob nicht der viel besser thu, sey und des wünschens werth, Der fich fein zeitig legt zur ruh? 2. Denn, lieber, denk und sage mir, Was für ein stand ist wohl allhier, Dem nicht sein angst, sein schmerz und weh, Alltäglich überm haupte steh? Ist auch ein ort, der fummers frei und ohne klag und thränen ser 3. Sieh unsers ganzen lebens lauf, Ist auch ein tag von jugend 10. Ich bin vergnügt, wenn ich auf, Der nicht sein eigne qual nur habe Nach nothdurft meinen und plag Auf seinem rücken mit unterhalt, Auch wenn die kräfte sich trag? Ist nicht die frende, nehmen abe, und ich nun werde die uns stillt, Auch selbst mit schwach und alt, Bleibt dies mein jammer angefüllt? [ 25. 9.] 394 Trost- Lieder 4. Hat einer glück und gute hoffnung und geduld, Sein hozeit, Hilf Gott, wie tobt und zürnt der neid! Hat einer ehr und große würd. Ach, mit was großer last und bürd Ist, der vor andern wird geehrt, Vor andern auch dabei beschwert! 5. Ist einer heute gutes muths, Ergößt, und freut sich seines guts: Eh ers vermeint, fährt sein gewinn Zusammt dem guten muthe hin. Wie plößlich kommt ein ungestüm Und wirft die großen güter um! 6. Bist du denn fromm und fleuchst die welt Und liebst Gott mehr als gold und geld, So wird dein ruhm, dein schmuck und kron In aller welt zu spott und hohn. Denn wer der welt nicht heucheln kann, Den sieht die welt für albern an. 7. Nun ist es wahr, es steht ans hier, Die trübsal täglich vor der thür Und sindt ein jeder überall Des freuzes noth und bittre gall; Sollt aber drum der christen licht Gar nichts mehr seyn? das glaub ich nicht. 8. Ein christe, der an Christo flebt und stets im geist und glauben lebt, Dem kann kein unglück, keine pein Im ganzen leben schädlich seyn. Gehts ihm nicht allzeit, wie es foll, So ist ihm dennoch allzeit wohl. 9. Hat er nicht gold, so hat er Gott, Fragt nichts nach böser leute spott, Verwirft mit freuden and verlacht Der welt verfehrten stolz und pracht. Sein ehr ist heit ist des Höchsten huld. 10. Es weiß ein christ und bleibt dabei, Daß Gott sein freund und Vater sey, Er hau, er brenn, er stech, er schneid, Hier ist nichts, das uns von ihm scheid, Je mehr er schlägt, je mehr er liebt, Bleibt fromm, ob er uns gleich betrübt. 11. Laß alles fallen, wie es fällt, Wer Christi lieb im herzen hält, Der ist ein held und bleibt bestehn, Wenn erd und himmel untergehn, Und wenn ihn alle welt verläßt, Hält Gottes wort ihn dennoch fest. 12. Des Höchsten wort dämpft alles leid Und fehrts in lauter luft und freud, Es nimmt dem unglück alles gift, Daß, obs uns gleich verfolgt und trifft, Ga dennoch unser herze nie In allzu großes trauern zieh. 13. Ei nun, so mäßge deine flag! Ist dieses leben voller plag, Ists dennoch an der christen theil Auch voller Gottes schuß und heil; Wer Gott vertraut und Chriftum ehrt, Der bleibt im kreuz auch unversehrt. 14. Gleich wie das gold durchs feuer geht Und in dem ofen wohl besteht, So bleibt ein christ durch Gottes gnad Im elendsofen ohne schad. Ein find bleibt seines vaters find, Obs gleich des vaters zucht empfindt. 15. Drum, liebes herz, sey ohne scheu Und sieh auf deines Vaters treu; Empfindst du auch hier seine ruth, Er meints nicht bös, er ist dir [ 25. 10| in allerlei Kreuz und Leiden. gut. Gieb dich getrost in seine händ, Es nimmt zuletzt ein gutes end. 16. Leb immerhin, so lang' er will; Ists leben schwer, so sey du still, Es geht zulegt in freuden aus, Im himmel ist ein schönes haus, Da, wer nach Christo hier gestrebt, Mit Christi engeln ewig lebt. Paul Gerhardt. † 1676. Micha 7, 9. M. Was mein Gott will. ch habs verdient! 606. was will ich doch Mich wider Gott viel sperren? Komm immer her, du kreuzesjoch Und bittrer felch des Herren! Ohn angst und pein Mag der nicht seyn, Der wider Gott gehandelt, Wie ich gethan, Da ich die bahn Der schnöden welt gewandelt. 2. Ich will des Herren straf und zorn Mit stillem herzen tragen; In sünden bin ich ja geborn, Hab auch in sündentagen Mit eitler freud Oft meine zeit Ganz liederlich verzehret, Gott, meinen hort, In seinem wort, Nicht wie ich soll, gehöret. 3. Ich habe den gebahnten steg Verlassen, und geliebet, Den Gottvergeßnen irreweg; Drum wird auch nun betrübet Mein herz und muth Durch Gottes ruth, Er hält ein recht gerichte Vor seinem thron, Giebt sold und lohn Mit völligem gewichte. 395 Die wohnt ihm im gemüthe; Gott zürnet nicht, Wie wohl geschicht Bei uns hier auf der erden, Da mancher mann Nicht wieder kann Zur fühn erweichet werden. 4. Gott ist gerecht, doch auch dabei Sehr fromm und voller gü5. Nein, traun! dies ist nicht Gottes sinn, Sein zorn der hat ein ende; Wenn wir uns bessern, fällt er hin und macht die stren gen hände Sanft und gelind Hört auf, die sünd Hier bei uns heimzusuchen. Gott fehrt den grimm Mit gnaden um Und segnet nach dem fluchen. 7. Drum freut euch nicht, ihr meine feind, Ob ich darnieder liege, Denn mein Gott wird, eb ihrs vermeint, Mir helfen, daß ich siege. Sein heilge hand Wird meinen stand Schon wieder feste gründen, Es wird sich freud Und gute zeit Nach trübem wetter finden. 8. Ich bin in noth und weiß doch nicht Von rechter noth zu sagen, Denn Gott ist meines herzens licht, Wo der ist, muß es tagen Auch in der nacht, Da sich die macht Der finsterniß vermchret. Wenn dieses licht Mir scheint, so bricht Und fällt, was mich beschweret. te, Die vaterlieb und muttertreu 9. Es kommt die zeit und ist 6. Das wird fürwahr auch mir geschehn. Es soll ein jeder spüren, Gott wird einmal zum rechten sehn Und meine sach ausführen, Sein angesicht Wird mich ans licht Aus meiner höhle bringen, Daß seine treu Ich frisch und frei Erzählen mög und singen. [ 2.11.] 396 Trost- Lieder Was er erfreut, das lachet. nicht weit, Da will ich jubiliren, er nicht hält, Das bricht und fällt, Der aber, der mich jetzt verspeit Und pfleget zu veriren In meiner noth: Wo ist dein Gott? Der wird mit schanden stehen, Er wird mit hohn, Ich mit der kron Der ehren davon gehen. 5. Zudem ist weisheit und verstand Bei ihm ohn alle maaßen, Zeit, ort und stund ist ihm bekannt, zu thun und auch zu lassen. Er weiß, wann freud, Er weiß, wann leid Uns, seinen findern, diene, Und was er thut, Ist alles gut, Obs noch so traus rig schiene. Paul Gerhardt. † 1676. 6. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, Was fleisch und blut begehret, Als sey mit einer gros ßen last Dein glück und heil beschweret, Haft spät und früh Viel sorg und müh, Zu deinem wunsch zu kommen Und denkest nicht, Daß, was geschicht, Gescheh zu deinem frommen. 607. herz und sinn M. Was mein Gott will. ch hab in Gottes Mein Herz und sinn ergeben, Was böse scheint, ist mir gewinn, Der tod selbst ist mein leben. Ich bin ein sohn Deß, der den thron Des himmels aufgezogen; Ob er gleich schlägt Und freuz auflegt, Bleibt doch sein Herz gewogen. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, Mein Vater muß mich lieben; Wenn er mich gleich auch wirft ins meer, So will er mich nur üben, Und mein gemüth In seiner güt Gewöhnen fest zu stehen, Halt ich den stand, Weiß seine Hand Mich wieder zu erhöhen. 3. Ich bin ja von mir selber nicht Entsprossen noch formiret, Mein Gott ists, der mich zugericht't, An leib und feel gezieret; Der seelen siß Mit sinn und wiß, Den leib mit fleisch und beinen: Wer so viel thut, Deß herz und muth Kanns nimmer böse meinen. 4. Woher sollt ich den aufenthalt Auf dieser welt erlangen? Ich wäre längstens todt und kalt, Wo mich nicht Gott umfangen Mit seinem arm, Der alles warm, Gesund und fröhlich machet; Was 7. Fürwahr, der dich erschaffen hat Und ihm zur ehr erbauet, Der hat schon längst in seinem rath Ersehen und beschauet Aus wahrer treu, Was dienlich sey Dir und den deinen allen. Laß ihm doch zu, Daß er nur thu Nach seinem wohlgefallen. 8. Wenns Gott gefällt, so kanns nicht seyn, Es wird dich leßt erfreuen; Was du jetzt nennest freuz und pein, Wird dir zum heil ge deihen. Wart in geduld! Die gnad und huld Wird sich doch endlich finden, All angst und qual Wird auf einmal Gleich wie ein dampf verschwinden. 9. Das feld kann ohne ungestüm Gar keine früchte tragen, So fällt auch menschenwohlfahrt um Bei lauter guten tagen. Die [ 25. 12.] in allerlei Kreuz und Leiden. aloe bringt bittres weh, Macht gleichwohl rothe wangen. So muß ein herz Durch angst und schmerz Zu seinem heil gelangen. 10. Ei nun, mein Gott, fo fall ich dir Getrost in deine hände, Nimm mich und mache es mit mir Bis an mein letztes ende, Wie du wohl weißst, Daß meinem geist Dadurch sein muß entstehe Und deine ehr Je mehr und mehr Sich in ihr selbst erhöhe. 11. Willst du mir geben sonnenschein, So nehm ichs an mit freuden, Solls aber kreuz und unglück seyn, Will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier Des lebens thür Noch ferner offen stehen: Wie du mich führst Ünd führen wirst. So will ich gern mitgehen. 12. Soll endlich ich des todes weg Und finstre straßen reisen, Wohlan, so tret ich bahn und steg, Den deine augen weisen! Du bist mein hirt, Der alles wird zu solchem ende kehren, Daß ich einmal In deinem saal Dich ewig möge ehren. Paul Gerhardt. † 1676. 397 Mich hat das höchste Gut, Mein Jesus, Der mich liebet, Erlöset durch sein blut. Weg, trauern, weg, geschwind! Ich habe ruh gefunden In Christi blutgen wunden, Drum bin ich Gottes kind. M. Helft mir Gotts Güte preisen. gch kann nicht seyn betrübet, Ich weiß ja. Gott ist mein, Daß er mich herzlich liebet Und daß ich auch bin sein. Weg, trauern, weg, ge schwind! Denn Gott ist selbst mein Vater, Mein Schöpfer und Berather, Und ich bin Gottes find. 2. Ich kann nicht seyn betrübet, 3. Ich kann nicht seyn betrübet, Weil ich getaufet bin; Der heilge Geist mich liebet Und ändert herz und sinn. Weg, trauern, weg geschwind! Der himmel stehet offen, Ich hab es wohl getroffen, Gott heilget mich, sein kind. 4. Ich kann nicht seyn betrübet, Dieweil im abendmahl Mein Heiland sich mir giebet Zur freude und labsal. Weg, trauern, weg, geschwind! Weil Jesus in mir bleibet, Bin ich Gott einverleibet Und drum sein liebes find. 5. Ich kann nicht seyn betrübet, Ich glaube ja an Gott. Wohl mir, wenn der mich liebet, Der heißt Herr Zebaoth. Weg, trauern, weg, geschwind! Mein ist, der Eins in Dreien, Nichts kann mich mehr erfreuen, Als daß ich bin sein find. 6. Ich kann nicht seyn betrübet, Gott hat erwählet mich In Christo, der mich liebet, Das weiß ich sicherlich. Weg, trauern, weg, geschwind! Wird satan mich anklagen, So will ich zu ihm sagen: Ich bin ein seligs find. 7. Ich kann nicht seyn betrübet, Weil von der fündennoth Mich frei macht, der mich liebet, Und wendet ab den tod. Weg, trauern, weg, geschwind! Gott läffet [ 25, 13.] Trost- Lieder 398 mich nicht fallen, Er ist bei mir in allen Und führet selbst sein kind. 8. Ich kann nicht sein betrübet, Wenn ich will, was Gott will; Hab ich den, der mich liebet, So hab ich hüll und füll. Weg, trauern, weg, geschwind! Wie es mein Gott will fügen, So soll es mir genügen, Er sorget für sein kind. 9. Ich kann nicht seyn betrübet, Wenn durch des kreuzes band Mich bindet, der mich liebet, Kommts doch von werther hand. Weg, trauern, weg, geschwind! Wenn Gott legt auf die plagen, So hilft er sie auch tragen und tröstet wohl sein kind. 10. Ich kann nicht seyn betrübet, Wenn gleich mein herze bricht; Der hier und dort mich liebet, Kann mich verlassen nicht. Weg, trauern, weg, geschwind! Ich lebe oder sterbe, Ich bin ein himmelserbe und bleibe Gottes find. Psalm 77. 609. M. Herr, nicht schicke deine. ch will meine stimm erheben Und nach Gottes rettung streben, Meine stimme steigt empor, Und er neis get mir das ohr. Dich, Herr, fuch ich an dem tage Meiner grosen noth und plage, Meine hand ist für und für Ausgereckt bei nacht zu dir. 2. Meine seel ist ganz verlasfen Und will feinen troft mehr faffen. Nicht ohn heulen in der noth Trete ich vor dich, mein Gott. Ach, ich muß stets zu dir dringen Und mein elend vor dich bringen; Meines jammers ist so viel, Daß mein geist verschmachten will. 3. Herr, du willst mein augen rühren, Daß sie keinen schlaf mehr spüren, Mich kommt angst und ohnmacht an, Daß ich auch nicht reden kann. Ich denk an die alten zeiten, Die vor jahren mich erfreuten, Mein gemüthe unter= sucht Ihre allzuschnelle flucht. 4. Meine harfe und mein singen Will vor trauern jetzt nicht flingen, Meine seele forscht bei nacht Und hat oftmals dies ge= dacht: Wird der Herr denn also bleiben und im zorn mich von sich treiben? Hat der gnadenbund ein end? Hat sich Gott von mir gewendt? 5. Will er nicht mehr güt erweisen, Daß man ihn drum könne preisen? Seine zusag und sein wort Währen die nicht immerfort? Ist der Herr zu weit ents sessen? Hat er lieb und huld vergessen? Will er nicht barmherzig seyn Nach so vieler straf und pein? 6. Letztlich sprech ich in dem den= fen: Soll ich mich zutode kränfen? Kann des Höchsten rechte hand Doch leicht ändern solchen stand! Starker Gott, du fannst noch rathen Durch dergleichen wunderthaten, Als du schon der ganzen welt Hast durch zeugen vorgestellt. 7. Wenn ich bei mir im ge müthe Ueberlege deine güte, Deine weisheit, deine macht, Hoff ich [ 25. 14] in allerlei Kreuz und Leiden. darauf tag und nacht. Herr, ich glauben fein muthig gestritten, bitte: hilf mir armen Durch dein väterlich erbarmen, Sende meiner seelen ruh Und dem leibe rettung zu: Wenn Jesus sich selber als grausam verstellt. Wenn Moses mit seinem gesetze herfällt, Wenn euer gewissen euch selbst will verdammen, Wenn fünde und teufel mit helfen entflammen, So seget die kräfte des glaubens zusammen.:: 4. Ja, laßt uns den glaubenskampf ritterlich kämpfen, Die feurigsten pfeile kann dieser schild dämpfen, Entfalle nur keinem das herz und der muth! Es muß uns gelingen, ja, ja, es geht gut! Nur immer im glauben gebetet, gerungen Und näher und näher in Christum gedrungen, So ist es noch allen mitstreitern gelungen.:,: der 5. Seht an die crempel väter und alten, Wie haben sich diese so tapfer gehalten! Wir haben die wolke der zeugen dastehn, An denen wir können dies lernen und sehn; Sie haben ges glaubet, gehoffet, gelitten, Gerungen, geflehet und tapfer gestritten, Sie liefen den kreuzweg mit hurtigen schritten::,: 6. Und siehe, wie herrlich ists ihnen gelungen! Jetzt fauchzen fie droben mit herrlichen zungen, Sie sind nun vom glauben zum schauen gelangt, Sie stehen da, wo ihr haupt ewiglich prangt, Mit kronen der ehren und edelgesteinen, Die Gott hat bereitet aus thränen und weinen. Wer sollte nicht wünschen. auch da zu erscheinen?:,: 7. Bedenket auch ferner die seligen stunden, Die ihr schon im glau[ 2.. 15] 8. Daß ich mich zufrieden geben Und dir heilig könne leben, Deines namens herrlichkeit Auszubreiten jederzeit. Ich will beten, ich will wachen, Dich, was übrig, laffen machen, Gott, ich weiß, du hörest mich, Denn ich trau dir feftiglich. M. Ihr Kinder des Höchsten, wie. 610. hr finder des Höchsten, wie stehts um den glauben? Laßt euch nicht vom teufel die freudigkeit rauben, Bleibt immer im bunde mit Jesu fest stehn, Laßt immer anfechtung und trübsal hergehn. Wer mit will zum himmlischen Zign hinwallen, Der läsfet sich dieses gar gerne gefallen. Wer glaubet, der fleucht nicht, das merket vor allen.:,: 2. Ihr wisset, hier giebt es gar vieles zu leiden, Das haupt felbft das konnte das leiden nicht meiden, Doch machte ihn dieses nicht zagend und weich, Durch leiden des todes ging er in sein reich. Ei, darum bedenkt doch, bedenket, ihr brüder, Wie wären wir Chrifti anhänger und glieder, Wenn wir nicht auch wollten ins leiden hernieder?:,: 3. Ei, darum, ihr brüder, nur immer gelitten Und dabei im 399 400 Trost- Lieder ben an Jesum gefunden, Geden- feit ist hier das beste, Drum fanfet, ihr lieben, Ach denket zu get nur muthig den glaubensrück! Wie manchen holdseligen, lieblichen blick Habt ihr schon im leiden, bei thränenden wangen, Von eurem holdseligen bruder empfangen! Ihr könnet derselben noch tausend erlangen.:,: fampf an, Wir müssen, wir müssen doch einmal daran! Wir müssen durch alle anfechtung uns gläuben, und gläubend an Jesu stets hangen und bleiben: So kann man die pforte der Hölle vertreiben.:,: 8. Und ist nicht ein gnadenblick höher zu schäßen, Als aller welt freude und eitles ergößzen? Ihr wisset, euch bleibet ein gnädiger Gott, Die lustige welt wird hingegen zu spott, Dieweil ihr vergnügen nicht ewig kann währen, Es muß sich in heulen und weinen verkehren. Wer wollte nun wohl die weltfreude begehren? 9. Eur weinen hingegen verkehrt sich in freude, Wenn ihr einst gelanget zur seligen weide, Allwo ihr dem Lamme sollt jauchzend nachgehn, Wies hier ist mit thräDa wer12. Du aber, o Jesu, ach, stärk uns den glauben, Du siehest, wie um uns die feinde her schnauben, Des Belials fluthen die rauschen mit macht, Wir müssen oft tappen in finsterer nacht. Erbarme dich unser, vergieb uns die fünden! Du wolleft die wunden der seelen verbinden, Uns völlig bereiten, und stärken und gründen.:,: Christian Andreas Bernstein. † 1699. Da wird euch kein unfall zum trauern antreiben. D, könnten wir dieses recht fassen und gläuben.:: 10. Gi, darum, ihr brüder, erweckt euch zum glauben, Laßt euch nicht den muth und die freudigkeit rauben, Bleibt fest und beständig, fend männlich, seyd stark, Wer weiß noch, wie lange, dann liegt ihr im sarg! Da muß doch die ruthe des treibers aufhören, Die stimme des drängers kann euch nicht beschweren, und ihr seyd dann selig in gnaden und ehren.:,: 11. Entfallet nicht selbsten aus euerer veste Bedenket, beständigdet ihr ewig in freuden verbleiben, 611. fet, ert, Hilf, S In dich hab ich gehofdaß ich nicht zu schanden werd, Noch ewiglich zu spotte. Das bitt ich dich: Erhalte mich In deiner treu, Herr Gotte! Psalm 31, 1-6. In eigner Melodie. 2. Dein gnädig ohr neig her zu mir, Erhör mein bitt, thu dich her für, Eil bald mich zu erretten. In angst und weh Ich lieg und steh, Hilf mir aus meinen nöthen. 3. Mein Gott und schirmer, steh mir bei, Sey mir ein burg, darin ich frei und ritterlich mög streiten, Widr meine feind, Der gar viel seynd An mir auf beiden seiten. 4. Du bist mein stärk, mein [ 25, 16.1 in allerlei Krenz und Leiden. 401 fels, mein hort, Mein schild, 3. Trop dem alten drachen! mein fraft, sagt mir dein wert, Mein hülf, mein heil, mein leben, Mein starker Gott In aller noth; Wer mag dir widerstreben? 5. Mir hat die welt trüglich gericht't Mit lügen und mit falschm gedicht Viel neg und heimlich stricke. Herr, nimm mein wahr In diesr gefahr, B'hüt mich vor falscher tücke. 6. Herr, meinen geist befehl ich dir, Mein Gott, mein Gott, weich' nicht von mir, Nimm mich in deine hände! D wahrer Gott, Aus aller noth Hilf mir am legten ende! Troß des todes rachen! Trop der furcht dazu! Tobe, welt, und springe! Ich bin hier und singe In gar sichrer ruh. Gottes macht hält mich in acht, Erd und abgrund muß sich scheuten, Ob sie noch so dränen. weide! Jesu, meine zier! Ach, wie lang', ach lange Ist dem herzen bange Und verlangt nach dir! Gottes Lamm, mein bräutigam, Außer dir joll mir auf erden Nichts sonst liebers werden. 2. Unter deinem schirmen Bin ich vor dem stürmen Aller feinde 4. Weg mit allen schäßen! Du bist mein ergößen, Jeju, meine luft! Weg ihr eitlen ehren! Ich mag euch nicht hören, Bleibt mir unbewußt! Elend, noth, freuz, schmach und tod, Soll mich, ob ich viel muß leiden, Nicht von Jesu scheiden. 5. Gute nacht, o wesen, Das die welt erlesen, Mir gefällst du nicht! Gute nacht, ihr sünden, Bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans licht! Gute nacht. du stolz und pracht, Dir sey ganz, o lasterleben, Gute nacht gegeben! * 7. Gloria, lob, ehr und herrlichkeit Sey dir Gott Vater und Sohn bereit, Dem heilgen Geist mit namen! Die göttlich kraft Mach uns sieghaft Durch Jesum Christum! Amen! Adam Reißner. † 1563. In eigner Melodie. 6. Weicht, ihr trauergeister 612.eu, meine freude! Denn mein freudenmeiſter, Jefus, tritt herein! Denen, die Gott lieben, Muß auch ihr bes trüben Lauter freude seyn. Duld ich schon hier spott und hohn, Dennoch bleibst du auch im Icide, Jesu, meine freude. Johann Franck. † 1677. Jer. 31, 20. M. Nun freut euch, lieben. meine fron Und frei, laß den fatan wittern, a 613. in un Jesus bei. Ob es jetzt gleich fracht meines herzens wonne? Mein und blißt, Obgleich sünd und trautes kind, mein theurer hölle schrecken, Jesus will mich sohn, Mein stern und meine decken. sonne? Mein augenlust, mein [ 26. 1.1 26 Trost- Lieder 402 edle blum, Mein auserwähltes eigenthum Und meiner seelen freude? 2. Ich höre seines seufzens stimm Und hochbetrübtes klagen; Mein Gott hat mich, spricht Ephraim, Gestraft und wohl geschlagen; Er sucht mich heim mit harter zucht, Das ist mein lohn, das ist die frucht und nußen meiner sünden. 3. Hör alle welt: ich bin getreu und halte mein versprechen, Was ich geredt, da bleibt es bei, Mein wort werd ich nicht brechen. armen, Drum bricht mein herze gegen ihn, Ich muß mich sein erbarmen. Der unmuth fällt mir mit gewalt, Mein ganzes herze brennt und wallt In treuer lieb und gnade. 8. Kommt, alle fünder, kommt zu mir, Bereuet eure sünden Und suchet gnad an meiner thür, Ihr sollt sie reichlich finden! Wer sich mit Ephraim bekehrt, Wird auch mit Ephraim erhört Und hier und dort getröstet. Paul Gerhardt. † 1676. M. Herzlich thut mich verl. Das soll mein Ephraim gar bald 614. einen hat Gott Der und Recht aus dem grund erkennen. 4. Ich denk noch wohl an meinen eid, Den ich geschworen habe, Da ich aus lauter gütigkeit Mich ihm zu eigen gabe. Ich sprach: du hast mein herz erfüllt Mit deiner lieb, ich bin dein schild Und wills auch ewig bleiben. 5. Ich will mit meiner starken hand Dich als ein Vater führen, Dich selbst will ich und auch dein land Aufs schönst und beste zieren; Und wirst du mir gehorsam seyn, So soll dich meines segens schein Ohn alles end erfreuen. 6. Wo du dich aber bösen rath Wirst von mir wenden lassen, So will ich deine missethat Heimsuchen, doch mit maaßen; Und wenn du wiederkehrst zu mir, So will ich wieder auch zu dir Mich mit erbarmen kehren. 7. Nun kehrt zu mir mein Ephraim, Sucht gnad in meinen ihm vertraut allzeit, Ünd ob ihn gleich viel' hassen, Geschieht ihm doch kein leid. Gott will die seinen schüßen, Zulegt erheben hoch Und geben, was ihn'n nüßet, Hier zeitlich und auch dort. 2. Allein ichs Gott heimstelle, Er machs, wies ihm gefällt, Zu nuß meinr armen seele. In dieser argen welt Ist doch nur kreuz und leiden Und muß also auch seyn, Denn die zeitlichen freuden Bringen uns ewge pein. 3. Treulich will ich Gott bitten Und nehmen zum beistand In allen meinen nöthen, Ihm mehr als mir bekannt; Um g'duld will ich stets bitten In alln anliegen mein, Er wird mich wohl behüten Und mein nothhelfer seyn. 4. Alls glück und ungelücke Das kommt allein von Gott, Ich weiche nicht zurücke, Und [ 26 9.] in allerlei Kreuz und Leiden. steh in meiner noth. Wie kann ihr Mit sünden seyd beladen er mich denn haffen Der treu Kommt her, ich bin der gute hirt, nothhelfer mein? Ja, wenn die Der euer herz erquicken wird, noth am größten, So will er bei Kein übel soll euch schaden. mir seyn. 5. Reichthum und alle schäße, Was sonst der welt gefällt, Drauf ich mein'n sinn nicht sehe, Das bleibet in der welt. Ein'n schaß hab ich im himmel, Der Jesus Christus heißt, Ist über alle schäße, Schenkt uns den heiligen Geist. 6. Ihn hab ich eingeschlossen In meines herzens schrein, Sein blut hat er vergoffen Für mich arm würmelein, Mich damit zu erlösen Von ewger angst und pein; Wie könnt auf dieser erden Doch größre liebe seyn? 403 2. Nehmt in geduld auf euch mein joch, Seht nur auf mich und lernet doch, Wie ihr euch sollt erzeigen. Seyd fein sanftmüthig, wie ich bin, Liebt demuth, laßt nicht euren sinn In hoffart sich versteigen. 3. So werdet ihr zu jeder zeit Für eure seel in freud und leid Trost und erquictung finden. Mein joch ist sanft, leicht ist die last, Wer sie geduldig auf sich faßt, Dem helf ich überwinden. 4. Ich komm zu dir, o Jesu Christ, Der du der nachfolg vorbild bist, Laß mich das stets bes trachten, Daß ich mich selbst, und was die welt Für lust betrüglich mir vorstellt, Könn gegen dich verachten. 7. Nun soll ich mich erzeigen Dankbar für solche gnad: Ich geb mich Gott zu eigen Mit allem, was ich hab. Wie ers mit mir will machen, Sey ihm alls heimgestellt, Ergeb ihm meine sachen, Er machs, wies ihm gefällt. 8. Amen, nun will ich schlieben Dies schlichte liedelein. Herr, durch dein blutvergießen Laß mich dein erbe seyn, So hab ich alls auf erden, Was mich erfreuet schon; Im himmel soll mir werden Die ewge gnadenkron. Matth. 11, 28. In eigner Melodie. Andreas Keßler. † 1643. Matth. 11, 28. Dommt her zu mir, spricht Gottes Sohn, All die ihr seyd beschweM. Kommt her zu mir, spr. 615. Kommt alle zu mir, ret nun, Mit fünden hart beladen, kommt zu mir Und fürchtet euch doch nicht, die Kommt jung' und alt', kommt frau und mann, Ich will euch geben, [ 26. 3.1 26 5. Gieb, daß ich wahre demuth üb, Den nächsten stets mit sanftmuth lieb, Dein joch trag bis ans ende, Für meine feel hier ruh erlang Und dort die ehrenfron empfang, Wenn ichs durch dich vollende. David Denicke. † 1680. 616. K Trost- Lieder 404 was ich kann, Will heilen euren schaden. 2. Mein joch ist süß, die last gering, Wer mirs nachträgt in dem geding, Der höll wird er entweichen! Ich will ihm treulich helfen tragn, Mit meiner Hülf wird er erjagn Das ewge himmelreiche. 3. Was ich gethan, gelitten hie In meinem leben, spat und früh, Das sollt ihr auch erfüllen; Was ihr gedenkt, ja redt und thut, Das wird euch alles recht und gut, Wenns gschieht nach Gottes willen. 4. Gern wollt die welt auch selig seyn, Wenn nur nicht wär die schwere pein, Die alle christen leiden. So mag es anders gar nicht seyn; Darum ergeb sich nur darein, Wer ewge pein will meis den. 5. All freatur bezeuget das, Was lebt in wasser, laub und gras, Sein leiden fanns nicht meiden. Wer denn in Gottes nam nicht will, Zulegt muß er des teufels ziel Mit schwerem g'wissen leiden. 6. Heut ist der mensch schön, jung und lang, Sieh, morgen ist er schwach und krank, Bald muß er auch gar sterben: Gleich wie die blumen auf dem feld, Also muß auch die schnöde welt In einem nu verderben. 7. Die welt erzittert ob dem tod; Liegt einer in der letzten noth, Dann will er erst fromm werden. Einer schafft dies, der andre das, Seinr armen seel er ganz vergaß, Dieweil er lebt auf erden. 8. Und wenn er nimmer leben mag, So hebt er an ein große klag, Will sich nun Gott ergeben. Ich fürcht fürwahr, die göttlich gnad, Die er allzeit verspottet hat, Werd schwerlich ob ihm schweben. 9. Dem reichen hilft doch nicht sein gut, Dem jungen nicht sein stolzer muth, Er muß aus diesem maten; Wenn einer hätt die ganze welt, Silber und gold und alles geld, Doch muß er an den reihen. 10. Dem g'lehrten hilft doch nicht sein funst, Die weltlich pracht ist gar umsonst, Wir müs sen alle sterben, Wer sich in Christo nicht bereit't, Weil er lebt in der gnadenzeit, Muß ewiglich, verderben. 11. Höret und merkt, ihr lieben find, Die jegund Gott ergeben sind, Laßt euch die müh nicht reuen, Hal't stets am heilgen Gotteswort, Das ist eur frost und höchster hort, Gott wird euch schon erfreuen. 12. Nicht übel ihr um übel gebt, Schaut, daß ihr hier unschuldig lebt, Laßt euch die welt nur äffen; Gebt Gott die rach und alle ehr, Den schmalen steg geht immer her, Gott wird die welt schon strafen. 13. Wenn es euch ging nach fleisches muth, In gunst, gesundheit, großem gut, Würdt the gar bald erkalten; Darum schickt Gott [ 26 4.] in allerlei Kreuz und Leiden. die trübsal her, Damit eur fleisch gen Uns erbärmlich zugericht't. gezüchtigt werd, Zu ewger freud erhalten. 14. Ist euch das freuz bitter und schwer; Gedenkt, wie heiß die Hölle wär, Darein die welt thut rennen, Mit leib und seel muß leidend seyn Ohn unterlaß die ewge pein Und mag doch nicht verbrennen. 15. Jhr aber werdt nach diefer zeit Mit Christo habn die ewge freud, Dahin sollt ihr gedenken. Gs lebt fein mann, der aussprechn kann Die glorie und den ewgen lohn, Den euch der Herr wird schenken. 16. Und was der ewge gütge Gott In seinem wort versprochen hat, Geschworn bei seinem namen, Das hält und giebt er gwiß fürwahr. Der helf uns zu der engel schaar Durch Jesum Christum. Amen. Hans Wigstat. ( Jm 16. Jahrhundert.) 2. 3war hat er uns ja zerschlagen Mit ergrimmtem angesicht, hat mit seinen schweren pla405 Doch deswegen unverzagt! Eben der uns schlägt und plagt, Wird die wunden unsrer fünden Wieder heilen und verbinden. 3. Alle noth, die uns umfangen, Springt vor seinem arm entzwei, Wenn zwei tage sind vergangen, Macht er uns vom tode frei, Daß wir, wenn des dritten licht Durch des himmels fenster bricht, Fröhlich auf erneuter erden Vor ihm stehn und leben werden. 5. Denn er wird sich zu uns machen, Wie die schöne morgenröth, Ueber welche luft und lachen Bei der ganzen welt entsteht. Er wird kommen uns zur freud Eben zu der rechten zeit, Voller süßzer Hosea 6, 1-4. M. Zion klagt mit Angst zc. 617. Kommt, ihr trauri- kraft und sezen, Wie die frühn und spaten regen. gen gemüther, Kommt, wir wollen wiederkehrn Zu dem Herren, dessen güter Kein verderben kann verzehrn, Dessen macht kein unglück fällt, Dessen gnade wieder stellt, Was sein eifer umgestürzet, Seine hand bleibt unverkürzet. drauf haben und mit großem fleiße 4. Alsdann wird man acht sehn, Was für wunder, gnad schehn, Da wird dieses nur alund gaben uns von oben her gelein Unsers Herzens forge seyn, Daß wir Gott, deß wir uns nennen, Mögen recht und wohl erfennen. 6. Ach, wie will ich dich ergößen, D, mein hochgeliebtes volk! Meine gnade soll dich neßen, Wie ein ausgespannte wolf, Eine wolke, die das feld, Wenn der morgen weckt die welt Und die sonne noch nicht leuchtet, Mit dem frischen thau befeuchtet. Paul Gerhardt. † 1676. [ 26. 5.] 406 Trost- Lieder Pfalm 86, 6. M. Herr, nicht schicke deine. 618.a, Herr, dein o ohr sich neigen, Dir mein wort zu herzen steigen, Stoß mich ja nicht von dir hin, Weil ich arm nnd elend bin. Hüter meiner feel und leben, Die ich heilig dir ergeben, Deinen diener bring aus noth, Der auf dich nur hofft, o Gott! 2. Gnade, Herr, wenn mit gebete Alle tag ich vor dich trete, Springe deinem diener bei, Daß mein Herz erfreuet sey; Denn zu dir steht mein gemüthe, Du bist gut und selbst die güte Und verstößeft keinen nicht, Welcher dich um hülf anspricht. 3. Herr, ich bitte, laß mein schreien Vor dein treues ohr gedeihen, Höre, starker helfersmann, Meine seufzer gnädig an! Wenn mich trübsal ganz umringen Und die höchsten nöthe dringen, So geht mein geschrei vor dich, Denn ich weiß, du höreft mich. gen, Deines namens herrlichkeit Will ich preisen jederzeit. 6. Groß ist deine güt und gabe, Du hast aus dem tiefen grabe Meine seel hervorgebracht. O Gott, stolzer leute macht Will an meiner noth sich laben, Die dich nicht vor augen haben, Die gottlosen stehen mir Nach der feele für und für. Dank will ich, o Herr, dir sagen, Wenn du wegnimmst meine pla7. Du hingegen haft erbarmen, Herr, mein Helfer, mit den armen, Du bist gnädig für die schuld, Trägest lange zeit geduld, Deine güt ist nicht zu zählen. Deine wahrheit mag nicht fehlen; Siehe mich nun wieder an, Daß ich gnade spüren kann. 8. Laß doch deinen knecht sich stärken, Deiner magd sohn rettung merken, Laß ein gnadenzeichen sehn, Und zum besten mir geschehn, Daß sich meine feinde grämen Und darüber müssen schämen, Wenn du mich in schuß gefaßt Und so reich getröstet hast. 9. Hilf, Gott Vater, daß dein ehre Allenthalben sich vermehre! Jesu Christ, durch deinen tod Rette mich aus aller noth! Heils ger Geist, mich fort regiere Und auf rechte wege führe, Daß ich jetzt und allezeit Dir zu dienen fey bereit! 4. Niemand kann sich dir vergleichen, Aller rath muß deinem weichen! Aller heiden große schaar, Die dein werk sind ganz und gar, Werden, Herr, sich vor dir neis gen, Deinem namen ehr erzeigen, Groß ist deiner wunder schein, Und du bist nur Gott allein. 5. Lehr auf deiner bahn mich gehen und in deiner wahrheit In eigner Melodic ſtehen, Halte mich bei dem allein, 619. Mag ich unglüc Mnicht widerstahn, Daß dich, Muß ungnad han Der welt für mein recht glauben: So weiß ich 26 6.] in allerlei Streuz und Leiden. 407 doch, es ist mein kunst Gottes geld, Wornach sind so viel behuld und gunst, Die muß man mir erlauben. Gott ist nicht weit; Ein fleine zeit Er sich verbirgt, Bis er erwürgt, Die mich sein. worts berauben. flissen, Mag sie gar nichts wissen. 3. Nein, ach nein, nur einer, Sagt sie und sonst keiner Wird von mir geliebt; Jesus, der ge= treue, In dem ich mich freue, Sich mir ganz ergiebt. Er al lein, er soll es seyn, Dem ich wieder mich ergebe Und ihm einzig lebe. 2. Nicht, wie ich woll, jepund mein sach, Weil ich bin schwach, Und Gott läßt furcht mich finden; So weiß ich, daß kein gwalt bleibt fest; Ifts allerbest, Daß 4. Gottes güt erwäge Und dich zeitlich muß verschwinden. Das gläubig lege Sanft in seinen ewge gut Macht rechten muth; Dabei ich bleib, Wag gut und leib, Gott helf mirs überwinden. 3. All ding ein weil, ein sprüchwort ist. Herr Jesu Christ, wirst mir stehn zur seiten sehen auf das unglück mein, Als war es dein, Wenns wider mich wird streiten. Muß ich denn dran Auf dieser bahn: Welt, wie du willt! Gott ist mein schild, Der wird mich wohl begleiten. Maria, Königin von Ungarn. † 1558. schooß; Lerne ihm vertrauen, So wirst du bald schauen, Wie die ruh so groß, Die da fleußt aus stillem geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, Den kann er erquicken. Du Und 5. Meine seele harret Und sich ganz verscharret Tief in Jesu brust; Sie wird stark durch hoffen. Was sie je betroffen, Träget sie mit lust, Faffet sich ganz männiglich Durch geduld und glauben feste; Am end kommt das beſte. Psalm 62, 2. M. Jeju, meine Freude. 6. Amen! es geschiehet, Wer zu Jesu fliehet, Wird es recht 620. Meine feel ift ſtille erfahrn, Wie Gott seinen finZu Gott, dessen wille Mir zu helfen steht; Mein herz ist vergnüget Mit dem, wies Gott füget, Nimmt an, wie es geht. Geht es nur dem himmel zu, Und bleibt Jesus ungeschieden, So bin ich zufrieden. dern Pflegt das krenz zu mindern, Und das glück zu sparn Bis zum end; alsdann sich wendt Das zuerst gekost'te leiden, Dann gehn an die freuden. Joh. Caspar Schade. † 1698. 2. Meine seele hanget An dir und verlanget, Gott, bei dir zu 621. Mei eine seele, M. Herr, ich habe mißgeh. laß es gehen, Wie seyn Aller ort und zeiten, Und mag keinen leiden, Der ihr redet es in der welt jetzt geht, Meine ein. Von der welt, ehr, lust und feele, laß es stehen, Wie es jetzo 126, 7.] 408 geht und steht, Liebste seele, halte stille, Denke, daß es Gottes wille. Troft- Steder 2. Ist dir gleich die welt zu wider Und bist deiner freunde spott, Drücken dich die feinde nieder, So vertraue deinem Gott. Liebste feele, halte stille, Denke, daß es Gottes wille. 3. Ist in deines herzens kammer Nichts als lauter herzeleid, Plaget dich sehr großer jammer Hier in dieser sterblichkeit: Liebste seele, halte stille, Denke, daß es Gottes wille! 4. Gott pflegt die getreuen herzen, Wenn sie durch das freuz bewährt, Wohl zu trösten nach den schmerzen, Und giebt, was sie nur begehrt. Liebste seele, halte stille, Denke, daß es Gottes wille. 5. Auf den regen scheint die jonne, Also kommet lust auf leid; Auf die angst folgt lauter wonne, Freude kommt auf traurigkeit, Liebste seele, halte stille, Denke, daß es Gottes wille. 6. Sollst du von der welt abscheiden, Scheide nur getroft zu Gott; Gott giebt auf dies scheiden freude, Freude giebt er auf die noth. Liebste seele, halte stille, Denke, daß es Gottes wille. M. In dich hab ich gehoffet. 622. Mein 2. Er hat mich vor der welt erwählt Und seinen findern zugezählt, Er wird mich nicht verlassen, Die gnadenfüll Giebt, was ich will, Sein' lieb' ist ohne maaßen. 3. Bin gleich ich fünder deß nicht werth, Bleibt seine huld doch unversehrt, Sie hebt, fie trägt, sie duldet; Drum trifft mich nicht Das zorngericht, Das ich sonst hätt verschuldet. 4. In Christo siehet er nicht an, Was meine unart hat gethan, Wenn ihn mein glaube faffet Und alle sünd, Die sich noch find't, Mit ernst und abschen haffet. 5. So schenkt er mir auch seinen Geift, Der mir den weg zum leben weist, Sein lieb ins herze gießet, Die mir mein leid Und traurigkeit Vermindert und versüßet. 6. Er ist der allerbeste freund, Ders treu und gut mit mir stets meint, Man find't nicht seines gleichen. Wer ihn erkennt. Und Vater nennt, Sollt er von dem wohl weichen? 7. Ich habe und behalte ihn, Ich geb mich ihm vollkommen hin, Ohn ihn will ich nichts wissen; Weil ich ihn hab Zu meiner gab, Kann ich leicht alles missen. 8. Er ist mein leben, troft und geift und licht, Mein fels, mein heil, drum finn hoch ich und Prfreut In Gott, der mich bat be- die erden; Weil mir chn ihn, nedeit In Christo, seinem Sohne, Nach meinem finn Kein gut Den er zum heil und besten theil und theil mag werden. Gelandt von seinem throne. 9. Er ist mein allerhöchstes gut, [ 26 8.1 in allerlei Kreuz und Leiden. 409 Mein Herz in seinem herzen ruht, werden, Und daß mir deine hänIch schlafe ganz mit frieden. Wir bleiben fort, So hier als dort, Vereint und ungeschieden. 10. Er fegnet mich, wenn man mir flucht, Und wenn der feind mein unglück sucht, Wirds ihm doch nicht gelingen; Er macht mich frei und steht mir bei, Daß ich kann fröhlich singen. 11. Es wird mir ewig wohl ergehn, Ich werd ihn selbst mit augen sehn Den ursprung aller freuden; Mein herz wird sich, Das glaube ich, Ohn ende in ihm weiden. 12. Kein menschlich ohr hat es gehört, Was mir von Gott noch ist beschert, Ich seh es schon im glauben und freu mich sehr, Daß nimmermehr Kein feind es mir kann rauben. Joh. Friedrich Start. † 1756. de Gesetzet ziel und ende. 4. Die tage meiner zeit Sind eine hand nur breit, Und wenn man dies mein bleiben Soll recht und wohl beschreiben, So ists ein nichts und bleibet Ein stäublein, das zerstäubet. 5. Ach, wie so gar nichts werth Sind menschen auf der erd, Die doch so sicher leben Und gar nicht acht drauf geben, Daß all ihr thun und glücke Verschwindt im augenblicke. 6. Sie gehen in der welt Und suchen gut und geld, Der schatten einen schemen, Und können nichts mitnehmen, Wenn nach der menschen weise Sie thun des todes retſe. 7. Sie schlafen ohne ruh, Arbeiten immerzu, Sind tag und nacht beflissen und können doch nicht wissen, Wer, wenn sie niederliegen, Ihr erbe werde kriegen. Psalm 39. M. Auf meinen lieben Gott. ich habe mir Gar 623. Me me ein Gott, 8. Nun, Herr, wo soll ich hin? Wer tröstet meinen finn? Ich komm an deine pforten, feft geseget für: Ich will mich Der du mit werk und worten fleißig hüten, Wenn meine feinde Erfreuest, die dich scheuen, Und wüthen, Daß, wenn ich etwas dein allein sich freuen. spreche, Ich dein gebot nicht breche. 2. Wenn mein gemüth entbrennt, So hab ich mich gewöhnt, Vor deinen stühl zu treten, Laß herz und zunge beten: Herr, zeige deinem knechte, zu thun nach deinem rechte. 9. Wenn sich mein feind erregt Und mir viel schmach anlegt, So will ich stille schweigen, Mein herz zur ruhe neigen. Du richter aller sachen, Du kannst und wirsts wohl machen. 3. Herr, lehre mich doch wohl Bedenken, daß ich soll Einmal von dieser erden Hinweggeraffet 10. Wenn du dein hand ausstreckst, Des menschen herz erschreckst, Wenn du die fünd heimfuchest, Den fünder schiltst und 426 91 410 fluchest: So geht in einer stunde All herrlichkeit zu grunde. 11. Der schönen jugend kranz, Der rothen wangen glanz, Wird wie ein kleid verzehret, So hier die motten nähret. Ach, wie gar nichts im leben Sind, die auf erden schweben! Trost- Lieder 12. Du aber, du mein hort, Du bleibest fort und fort; Mein helfer, siehst mein sehnen, Mein angst und heiße thränen, Erhörest meine bitte, Wenn ich mein herz ausschütte. 13. Drum ruhet mein gemüth Allein auf deiner güt, Ich laß dein herze sorgen, Als dem ja nicht verborgen, Wie meiner feinde tücke Du treiben sollst zurücke. 14. Ich bin dein fnecht und kind, Dein sohn und hausgesind, Dein pilgrim und dein bürger, Der, wenn der menschenwürger Mein leben mir genommen, Zu dir gewiß wird kommen. 15. 3ur welt muß ich hinaus, Der himmel ist mein haus, Da in der engel schaaren Mein el tern und vorfahren, Auch schwestern, freund und brüder Jetzt fingen ihre lieder. 16. Hier ist nur qual und pein, Dort, dort wird freude seyn. Dahin, wenn es dein wille, Ich fröhlich, sanft und stille Aus diesen jammerjahren Zur ruhe will abfahren. 624.Mein Jeju, seelenlust, Paul Gerhardt. † 1676. M. Wie schön leuchtet der. ist nichts außer dir bewußt, Wenn du mein herz erquickest; Dieweil dein fuß so lieblich ist, Daß man auch seiner selbst vergißt, Wenn du den geist entzükkest, Daß ich In dich Aus dem triebe Reiner liebe Von der erde Ueber mich gezogen werde. 2. Was hatt ich doch für trost und licht Als ich dein holdes angesicht, Mein Jesu, noch nicht kannte? Wie blind und thöricht ging ich hin, Da mein verkehrter fleischessinn Von weltbegierden brannte! Bis mir Von die Licht und leben Ward gegeben, Dich zu kennen, Herzlich gegen dich zu brennen. 4. Wer Jesum fest im glauben hält, Der hat die kraft der andern welt Hier allbereits zu schmecken. Pflegt Jesus gleich zu mancher zeit Bei großer herzenstraurigkeit Sein antlig zu serdecken: Ist doch Sein joch Sanft und feiner, Als wenn einer Auf dem bette Dieser welt zu schlafen hätte. 5. So weiß ich doch aus deinem wort, Daß du dich, liebster jüße seelenhort, Nicht ewiglich verstekmir kest; Du thust vor mir die augen [ 26. 10.1 3. Die arme welt hat zwar den schein, Als wär ihr schlechtes fröhlichseyn Ein herrliches vergnügen; Allein, wie eilend gehts vorbei. Da sieht man, daß es blendwerk sey, Wodurch wir uns betrügen. Drum muß Jesus Mit den schäßzen Mich ergößen, Die bestehen, Wenn die weltlust muß vergehen. in allerlei Kreuz und Leiden. 411 Und recht fest an dich zu gläuben. zu, Auf daß du desto größre ruh Und beständig Treu zu bleiben, Hernach in mir erweckest, Wenn ich Treulich Als ein rebe An dir flebe, Auch im leide, Nicht nur in der süßen freude. 10. Der glaub ist eine starke hand Und hält dich als ein festes band, Ach, stärke meinen glau6. Derhalben soll mich keine ben! Im glauben kann dich nienoth, Mein Jesu, wär es auch der mand mir, Im glauben fann tod, Von deinem dienst abschrek- mich niemand dir, D, starker Jeken, Ich weiß, daß mich dein herze su, rauben, Weil ich, Fröhlich liebt, Darum, so geh ich unbe- Welt und drachen kann vertrübt Mit dir durch dorn und lachen und die sünden Durch hecken. Plage! Schlage! Ich bin den glauben überwinden. stille; Ists dein wille, Mich zut Joh. Christ. Lange. † 1756. kränken: Du wirst meiner doch gedenken. ich auch, mein hort, Eigne Weise. ( Christi Tod ist Adams.) in mir Dein füßes manna nicht 625.M het feste Auf den 625.Meine empfinden, lebendigen Gott, Er ist mir der allerbeste, Der mir beisteht in der noth. Er allein Soll es seyn, Den ich nur von herzen mein'. allhier In dieser zeit So will ich doch zufrieden seyn, Und werde deinen gnadenschein In jenem Leben finden, Da man Stets kann, Sich zu laben, Jesum haben, Stets erblicken Und ihn in die arme drücken. 8. Allein, du holder menschensohn, Ich kenne deine liebe schon, Wenn uns die dornen stechen; Dein herz, das mich in trauern setzt und sich verschleußt, muß doch zulegt Vor lauter liebe brechen. Drum füllt Und quillt In mein herze Nach dem schmerze Deine süße Die ich noch allhier genieße. 9. Du salbest mich mit freudenöl, Se daß sich öfters leib und jeel Rht inniglich erfreuen, Ich weiß sohl, daß du mich betrübst, Ich weiß auch, was du denen giebst, Die sich davor nicht scheuen. Drum gieb Den trieb, Unabwendig 2. Sagt mir, wer kann doch ver= trauen Auf ein schwaches menschenkind? Wer kann feste schlösser bauen In die luft und in den wind? Es vergeht, Nichts besteht, Was ihr auf der erde seht. 3. Aber Gottes güte währet Immer und in ewigkeit, Thier und menschen er ernähret Durch erwünschte jahreszeit; Alles hat Seine gnad Dargereichet früh und spat. 4. Giebet er nicht alles reichlich Und mit großem überfluß? Seine lieb ist unvergleichlich, Wie ein starker wasserguß; Luft und erd Uns ernährt, Wenn es Gottes gunst begehrt. 5. Danket nun dem großen 126 113 412 Schöpfer Durch den wahren menschensohn, Der uns, wie ein freier töpfer, Hat gemacht aus erd und thon, Groß von rath, Stark von that Ift, der uns erhalten hat. Joachim Neander. † 1680. Trost- Lieder und schmerzen; Er hat dennoch über mich Immer etwas guts im herzen! Ja, es führt die wunderBahn Nirgends hin, als himmel an. 7. Von der treuen Jesushand Offenbart sich lauter liebe; Nichts beruht auf unbestand Bei dem treuen liebestrtebe. Jesus immer M. Jesus, meine Zuversicht. 626. Meinen Jejum laß einerlei, Er verbleibet ewig tren. welt, such was wollt ich bessers haben? Ruhe, freude, trost und licht Ist in feinem schooß vergraben. Alles, was vergnügen giebt, Hab ich, weil mich Jesus liebt. Rauch und staub auf dieser erden! Außer Jesu kann mein sinn Niemals recht vergnüget werden. Also bleibts bei dieser pflicht: Meinen Jesum laß ich nicht. Benjamin Schmold. † 1737. 2. Er ist mein und ich bin sein, Liebe hat uns so verbunden; Gs ist auch mein troft allein Nur In eigner Melodie. in seinen heilgen wunden. Auf 627.Nicht so traurig, nicht Voller Meine feele, sey betrübt, Daß dir Gott glück, gut und ehr, Nicht so viel, wie andern giebt, Nimm vorlieb mit deinem Gott, Hast du Gott, so bats nicht noth. hoffnung, die nicht läßt. 3. Ohne Jesum würde mir Nur die welt zur Hölle werden; Hab ich ihn, so zeigt er mir Oft den himmel auf der erden. Hungert mich, so segt er mir Brod, wie lauter manna, für. 4. Eine stunde, da man ihn Recht ins herze sucht zu schlieBen, Giebt den seligsten gewinn, Gnad und friede zu genießen, Ein nach ihm erhobner blick Bringt viel tausend lust zurück. 5. O, wie wird mein freuz so flein! Silft er mirs doch selber tragen, Richtet es zum besten ein, Er will auch nicht immer schlagen. Nach der ruhe kommt die 4. Der ist thöricht, der sich kränkt huld, Er begehret nur geduld. Um ein band voll eitelkeit, Wenn 6. Führt er mich gleich wunder ihm Gott dagegen schenkt Schäße lich, Rechts und links, durch freud der beständigkeit. Bleibt der [ 26. 12.] 2. Du, wie jedes menschenkind, Hast kein recht in dieser welt, Alle, die geschaffen sind, Sind nur gäst im fremden zelt. Gott ist Herr in seinem haus, Wie er will, so theilt er aus. 3. Bist du doch darum nicht hier, Daß du erde haben sollt, Schau den himmel über dir, Da, da ist dein edles gold; Da ist ehre, da ist freud, Freud ohn end, ehr ohne neid. in allerlei Kreuz und Leiden. 413 centner dein gewinn, Fahr der Wenn du wünschest, prüft er wohl, heller immer hin. Wie dein wunsch beschaffen sey, Ist dirs gut, so geht ers ein, sis dein schade, spricht er: nein! 12. Unterdessen trägt sein Geist Dir in deines herzens haus Manna, das die engel speist, Ziert und schmückt es herrlich aus, Ja, er wählet, dir zum heil, Dich zu seinem gut und theil. 13. Gt, so richte dich empor, Du betrübtes angesicht, Laß das seufzen, nimm hervor Deines glaubens frendenlicht! Das behalt, wenn dich die nacht Deifummers macht. 14. Seße als ein himmelssohn Deinem willen maaß und ziel, Rübre stets vor Gottes thron Deines dankes saitenspiel, Weil dir schon gegeben ist Viel mehr als du würdig bist. 15. Führe deinen lebenslauf Allzeit Gottes eingedenk; Wie es kommt, nimm alles auf Als ein wohl bedacht geschenk. Geht dirs widrig, laß es gehn! Gott und himmel bleibt dir stehn. 5. Schaue alle güter an, Die dein herz für güter hält, Keines mit dir gehen kann, Wenn du gehest aus der welt. Alles bleibet hinter dir, Wenn du trittst ins grabes thür. 6. Aber, was die seele nährt, Gottes huld und Chrifti blut, Wird von feiner zeit verzehrt, Ist und bleibet allzeit gut. Er dengut zerfällt und bricht, Seelengut das schwindet nicht. 7. Ach, wie bist du doch so blind Und im denfen unbedacht! Augen hast du, menschenkind, Und hast doch noch nie betracht't Deiner augen helles glas. Stehe, welch ein schaß ist das! 8. Zähle deine finger her Und der andern glieder zahl, eins ist, das dir unwerth wär, Ehrst und liebst sie allzumal, Keines gäbst du weg um gold, Wenn man dirs abnehmen wollt. 9. Nun, so gehe in den grund Deines herzens, das dich lehrt, Wie viel gutes alle stund Dir von oben wird beschert. Du hast 900 mehr als sand am meer Und M. O Gott, du frommer. willst doch noch immer mehr. 10. Wüßste der im himmel lebt, 628. Seju, siehe brein Und hilf mir arDaß dir wäre nüß und gut, men fiegen! Wornach so begierlich strebt Dein verblendtes fleisch und blut, Würde feine frömmigkeit Dich nicht lassen unerfreut. 11. Gott ist deiner liebe voll Und von ganzem Herzen treu, Paul Gerhardt. † 1676. St Mein Herz fühlt nichts als tod, Mein geist muß unten liegen, Mein wollen sehnet sich und kann vollbringen nicht, Wohin der schwache geift Die schwa. chen fräfte richt. d 2. Die höll hat mich bestrict, [ 261 01 414 Trojt- Lieder Der tod hat mich gefangen, Wo- starker schlangentreter, Und zeig hin ich wende mich, Es bleibt doch nur verlangen, Vermein ich hoch zu stehn, Šo lieg ich in dem koth, Und meines sieges kraft Führt mich in noth und spott. der finsterniß, Du seyst noch der erretter. Führ aus in mir den sieg Zu aller feinde spott, Erfülle nur den rath, Sollts kosten blut und tod. 3. Ich wirk, ich lauf, ich renn, Und weiß doch nicht zu finden Den weg zur wahren ruh, Noch mich der last entbinden, Die des geseges trieb Mir täglich häufet auf, und doch nicht reichet dar Die kraft zum himmelslauf. 4. Du, Jesu, du allein Kannst meinen jammer enden, Mein können stehet nur In deinen helfershänden. Wo du nicht neue traft Zum leben gießest ein, So wird mein sehnen selbst zu nichts als lauter pein. 5. Drum, Herr, erbarme dich, Laß deine gnade fließen In meine durftge seel; Ich lieg vor deinen füßen, Ich schrei, ich laß dich nicht, Bis deine segenskraft In mir den tod besiegt, und neues leben schafft. 6. Du hast es zugesagt, Du willst mich gern erquicken, Wo nur mein armes herz Nicht heget heuch lers tücken, Sich aber opfert auf Ohn allen hinterhalt, Damit die liebe dein Nur hab in mir gewalt. 7. So nimm denn alles hin, Laß mich mir nicht mehr leben, Hingegen, treuer hirt, Mich deiner führung geben. Ach, fasse mich nur fest, Treib alle feind hinaus, Damit mein innerstes Dir werd ein reines baus. 8. Beweise deine macht Du 9. Wie lange soll, o Herr, Der feind den ruhm noch haben, Daß meine freude sey In seiner macht begraben? Errette doch die seel, Die du dir hast erkauft, Die aber doch bestrickt In ihr verderben lauft. 10. Du hast mir aufgethan Die augen, daß ich sehe, Daß alles, was an mir, Von dir, mein heil, abgehe; So tritt nun auch heran und in der that erfüll, Was du versprochen hast, Und was erwählt dein will. 11. Gieb große glaubenskraft, Damit ich nicht erschrecke, Wenn zweifel mich ansicht't, Noch wankend mich verstecke, Wenn deine lieb' das fleisch In seinen tod einführt, Und deine dornenkron Den alten menschen rührt. 12. Laß allen widerspruch zu dir mich überwinden Und in des Lammes blut Die siegespalme finden; Dein fanftmuth und geduld Des Geistes schild mir sey, Bis daß du ihn gemacht Von allen feinden frei. 13. Wirst du in mir, mein heil, So kräftig mich verklären Und mich zu deinem bild Durch sterben neu gebären, So werd ich dir vereint Und hab der freuden viel, Du führst mich unverrückt 3um fortgesetzten ziel. Joh. Sonr. Dippel. † 1734. [ 26. 14.] in allerlei Kreuz und Leiden. M. Was Gott thut, das ist. 629., reicher Gott von gütigkeit, Von gnade und erbarmen, Wie groß ist deine lieblichkeit Bei allen geistlich armen. Mein herz ist still, Und spricht: dein will, D, Vater in der höhe, Dein will allein geschehe! 2. Laß leuchten nur dein angesicht In meinem dunklen herzen, Da deincs theuren wortes licht Zerstreuet alle schmerzen Und öffnet mir Die ſchöne thür 630. Schönster Der und der wahrheit In lauter froher klarheit. 3. Ach, selig und gar heilig ist, Wer hierzu kann gelangen, Daß du, o mittler Jesu Christ, Den willen nimmt gefangen Und bringst den sinn Zum Vater hin, Versöhnt mit deinem blute, Da schmeckt man alles gute. 4. Denn Gott ist nicht ein menschenkind, Was böses zu erwählen, Der beste mensch ist oftmals blind, und kann gar leichtlich fehlen. Wer aber sich Ganz lediglich Vergnügt in Gottes wegen, Der findet lauter segen. 415 Ders böse meint, Laß an das licht nie kommen, Was er zufügt den frommen. 5. Drum schaff in mir, o. heilger Geist, Den wahren sinn des Sohnes Und gieb mir, der du Tröster heißt, Die einfalt deines thrones, Daß ich ja frei Vom wollen sey, Und mich dir übergebe, Daß dein will in mir lebe; 6. Zerbrich, o Gott, des teufels list, Der immer will verhindern, Daß nicht, was doch dein rathschluß ist, Geschehe deinen kindern. Stoß n den feind. 7. Wenn aber deines friedens schein Nun zeiget deinen willen, So wollst du lösen alle pein, Auch allen zweifel stillen. Verfiegle du In tiefer ruh All innigkeit der seelen. Dein wille sey mein wählen. Joachim Justus Breithaupt.+ 1732. In eigner Melodie. Immanuel, Herzog der frommen; Du meiner seelen trost, komm, komm nur bald! Du hast mir, höchster schaß, mein herz genommen, Das ganz vor liebe brennt und nach dir wallt. Nichts kann auf erden Mir liebers werden, Als wenn ich meinen Jesum stets behalt. 2. Dein nam ist zuckersüß, honig im munde, Holdselig, lieblich, frisch, wie kühler thau, Der feld und blumen neßt zur morgenstunde; Mein Jesus ist es nur, dem ich vertrau. Dann weicht vom herzen, Was mir macht schmerzen, Wenn ich im glauben ihn anbet und schau. 3. Ob mich das kreuze gleich hier zeitlich plaget, Wie es bei Christen oft pflegt zu geschehn; Wenn meine seele nur nach Jesu fraget, So kann das herze schon auf rosen gehn. Kein ungewitter Ist mir so bitter, Mit Jeju kann ichs fröblich überstehn. 4. Wenn satans list und macht mich will verschlingen, Wenn das [ 26. 15.] 416 Trost- Lieder gewissens- buch die fünde sagt, Wenn auch mit ihrem heer mich will umringen Die hölle, wenn der tod am herzen nagt, Steh ich doch feste, Jesus, der beste Ift, der sie alle durch sein blut verjagt. 5. Ob mich auch will die welt verfolgen, hassen und bin dazu veracht't bei jedermann, Von meinen freunden auch gänzlich verlaffen, Nimmt Jesus meiner sich doch herzlich an Ünd stärkt mich müden, Spricht: sey zufrieden! Ich bin dein bester freund, der helfen kann. Heilands dir entrückt In den faal der freuden. 3. Wirfst du mir mein fünd'gen für? Wo hat Gott befohlen, Daß mein urtheil über mir Sch bei dir soll holen? Wer hat dir die macht geschenkt, Andre zu verdammen, Da du liegst doch selbst vers senkt In der hölle flammen? 4. Hab ich was nicht recht gethan, Ist mirs leid von Herzen, Dahingegen nehm ich an Christi blut und schmerzen, Damit tilgte Gottes Sohn Meine miſsethaten; Bring ich das vor Gottes thron, Ist mir wohl gerathen. 5. Christi unschuld ist mein ruhm, Sein recht meine frone. Sein verdienst mein eigenthum, Darin ich frei wohne Als in einem festen schloß, Das kein feind kann fällen, Brächt er gleich davor geschoß Und gewalt der höllen. thenaid 6. Stürme, teufel, und du tod, Was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner noth Gott mit seiner gnaden, Der Gott, der tis: In eigner Melodie. 631. Schwing dich auf zu mir seinen Sohn Selbſt verehrt aus liebe, Daß der ewge spott und hohn Mich nicht dort betrübe. deinem Gott, Du betrübte feele, Warum liegst du Gott zum spott In der schwermuthshöhle? Merkst du nicht des satans list? Er will durch sein kämpfen Deinen trost, den Jesus Christ Dir erworben, dämpfen. 7. Schrei du tolle welt, es sey Mir Gott nicht gewogen, Es sey lauter täuscherei Und im grund erlogen; Wäre Gott mir gram und feind, Wurd er seine gaben, Die mein eigen worden seynd, Wohl behalten haben. 2. Schüttle deinen kopf und sprich: Fleuch du alte schlange! Was erneurst du deinen stich, Machst mir angst und bange? Ist dir doch der fopf zerknickt, Und ich bin durchs leiden Meines asbilds nisl ablandus[ 26. 16.180 8. Denn, was ist im himmels zelt, Was im tiefsten meere, Was ist gutes in der welt, Das nicht mir gut wäre? Wem erglänzt 10715 DS 6. Drum fahret immer hin, ihr eitelfeiten. Du, Jesu, du bist mein und ich bin dein; Ich will mich von der welt zu dir bereiten, Du sollst in meinem herz und munde seyn. Mein ganzes Leben Sey dir ergeben, Bis man mich einstens legt ins grab hinein. Ahasverus Fritsch. † 1701. in allerlei Kreuz und Leiden. das sonnenlicht? Wozu ist ge 632. geben Luft und wasser? dient es nicht mir und meinem In eigner Melodie. eben? 9. Ich bin Gottes, Gott ist 633. elig, ja selig, wer mein, Wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe freuz herein Sammt dem bittern leide, Laß es dringen! kommt es doch Von geliebten händen, Bald zerbricht das harte joch, Wenn es Gott will wenden. willig erträget Dieser zeit leiden, verachtung und streit, Weil es nach dieser vergänglichkeit pfleget mit sich zu bringen die ewige freud. Dieser zeit leiden nimmt ende behende, Himmlische freude bestehet ohn ende. 10. Kinder, die der vater soll Ziehn zu allem guten, Die gerathen selten wohl Ohne zucht und ruthen. Bin ich denn nun Gottes find, Warum sollt ich fliehen, Wenn er mich von meiner sünd Auf was guts will ziehen. 11. Es ist herzlich gut gemeint Mit der christen plagen, Wer hier zeitlich wohl geweint, Darf nicht ewig flagen, Sondern hat vollfommen lust Dort in Chrifti garten, Dem er einig recht bewußt, Endlich zu erwarten. 12. Gottes tinder säen zwar Traurig und mit thränen, Aber endlich dringt das jahr, Wornach fie sich sehnen; Denn es kommt die erndtezeit, Da fie garben machen, Da wird all ihr gram und leid Lauter freud und lachen. 13. Ei, so faß, o christenherz, Alle deine schmerzen, Wirf sie fröhlich hinterwärts, Laß des trostes ferzen Dich entzünden mehr und mehr, Gieb dem großen namen Deines Gottes preis und ehr! Er wird helfen! Amen. Paul Gerhardt. † 1676. 417 elig ist die Seele. 2. Dieser zeit leiden das quälet gelinde, Dieser zeit leiden vergehet wie schnee, Schwindet geschwinde wie schwindende winde, Quälen der feelen bringt ewiges weh. Dieser zeit leiden nimmt ende behende, Quälen der seele beharret ohn ende. 3. Dieser zeit schmerzen im herzen verschmerzen Stehet gerüsteten christen wohl an, Welche im herzen sind brennende kerzen, So uns erleuchten die himmlische bahn. Selig, wer dieser zeit schmerzen erduldet, Droben im himmel wirds ewig vergolten. 4. Dieser zeit plagen sind leichtlich zu tragen Gegen die ewige höllische qual, Dieser zeit plagen und nagen uns jagen Hin zu den freuden im himmlischen faal. Dieser zeit plage nimmt ende behende, Himmlische freude beharret ohn ende. 5. Endlich nach dieser zeit schmerzen und leiden Werden wir, welches gewiß wird geschehn, Scheiden aus leiden und neiden zu freuden, Welche kein sterbliches 27 [ 27. 1.] Troft- Lieder 418 auge gefehn, Die uns dort allen aus gnaden wird geben Jesus, die wahrheit, der weg und das leben. 6. Selig, drum selig, wer wil lig erträget Dieser zeit leiden, verachtung und streit, Weil es nach dieser vergänglichkeit pfleget Mit sich zu bringen die ewige freud. Selig, wer alles um Jefum erduldet, Droben im himmel wirds ewig vergolten. 4. Sey getreu in deinem hoffen, Hilft Gott gleich nicht, wie du willt, Er hat bald ein mittel troffen, Daß dein wünschen werd erfüllt. Hoffe fest, Gott ist schon hier, Sein herz bricht in lieb zu dir, Hoffe nur, Gott ist vorhanden, Hoffnung macht dich nicht zu schanden. 5. Sey getreu in todesnöthen, Fechte frisch den letzten streit, Sollt dich gleich der Herr auch tödten, Das ist ja das letzte leid! Wer da recht mit Jesu ringt Und wie Jacob ihn bezwingt, Der ists, der gewiß obsieget Und Offenb. 2, 10. M. Wie nach einer Wasserquelle. 634. ey getreu in dei- die lebenskrone krieget. nem leiden, Laffe dich kein ungemach Von der liebe Jesu scheiden, Murre nicht mit weh und ach; Denke, wie er manche zeit Dir zu helfen war bereit, Da du ihm dein herz verschlossen, Ob ihn das nicht hab verdrossen. 2. Sey getreu in deinem glauben, Baue deiner seelen grund Nicht auf zweifelhafte schrauben, Sage den gewissen bund, So geschlossen in der tauf, Deinem Gott nicht wieder auf; Fange an ein besser leben, Deinem Gott zum dienst ergeben. 3. Sey getreu in deiner liebe Gegen Gott, der dich geliebt, An dem nächsten gutes übe, Ob er dich gleich hart betrübt; Den te, wie dein Heiland that, Als er für die feinde bat, So mußt du verzeihen eben, Soll Gott anders dir vergeben. thigh 6. Sey getreu bis an das ende, Halt im kampfe redlich aus, Leidest du gleich harte stände, Geht es gleich durch schmerz und graus; Ist das leiden dieser zeit Doch nicht werth der herrlichkeit, So dir wird dein Jesus geben Dort in jenem freudenleben. 7. Nun wohlan, so will ich leiden, Glauben, lieben, hoffen fest Und getreu seyn bis zum scheiden, Weil mein Jesus nicht verläßt Den, der ihn beständig liebt Und im kreuz sich ihm ergiebt, Ihm befehl ich meine fachen, Jesus wirds zuletzt wohl machen. Benj. Prätorius, um 1659.( V.7 Zufaß.) me misile infat nisi viat s M. Herr, nicht schicke deine. 1 ollt ich mich denn 635. täglich fränken Und aufs künftige gedenken? Soll ich denn niemals mit ruh Meine augen schließen zu? Muß nur im[ 27. 2.11 in allerlei Kreuz und Leiden. 419 mer vor mir stehen, Wie mirs beten nicht zu wanken, Daß nicht, einstens wird ergehen, Da doch durch mein sorgen nicht Das geringst wird ausgericht't? 2. Gott, der mich bisher erhalten, Höret noch nicht auf zu walten, Öder sollt er jetzt allein Dessen müde worden seyn? Ach, so laß ichs sorgen bleiben, Wills alleine ihm heimschreiben, Daß es, wie es ihm gefällt, Mir zumalen eines gelt. 3. Er ists, der allein verstehet, Wenn mirs so und so ergehet, Ob dasselbe nüß und gut, Oder ob mirs schaden thut, Da sonst wir in unsern lüften Uns nicht zu entschließen wüßten, Defwählend ohngefähr, Was uns nur hochschädlich wär. ters 4. Soll ich denn stets niedrig leben Und nur an der erde fleben, Daß, wenn ich zur ruh mich leg, Niemand von mir wissen mög; Soll mich solches gar nicht kränken, Sondern ich will stets bedenken, Daß ich vieler forgen frei und des falles sicher sey. wie sonst viel gethan, Ich das herz auch hänge dran. 7. Ist mir armuth denn beschieden, Bin ich auch damit zufrieden, Weil mir dieses felfenfest, Daß er mich drum nicht verläßt. Ich will ihm doch freudig fingen, Und mein täglich opfer bringen, Bis nach dieser armen zeit Folgt die wahre ewigkeit. 8. Wird gesundheit mir gegeben, Soll diefelb in meinem leben Dazu dienen, daß ich mehr Fördern könne seine ehr, ich müßig nicht vergrabe, ich drum empfangen habe, Damit ich es brauch dahin, Wozu ich berufen bin. Daß Was 9. Soll ich aber frankheit leiden, Will ich dennoch auch mit freuden, Weil mir seine treu bekannt, Aus des Höchsten liebeshand Solche züchtigung annehmen Und mich nicht ohn maaßen grämen, Daß solch herbe arzenei meinem fleisch von nöthen sey. 10. Soll ich viele jahre zählen Und also mich lange quälen, So gescheh des Herren will, Dem ich gerne halte still. Er wird doch genade geben, Daß in diesem frauerleben Je zuweilen kommt ein tag, Der mich noch erfreuen mag. 11. Bin ich aber bald vorüber, 6. Will die armuth meiner Sft mir solches desto lieber, Daß hütten Er mit fegen überschütten ich dann von sünden frei und Und mit gütern dieser welt, Sey in solchem stande sey, Wo ich es ihm auch beimgestellt. Ich will meinem Gott in allen Etüden ihm für solches banken Und nur möge wohl gefallen, So hier [ 27. 3.] 27 5. Dennoch will ich auch nicht fliehen, Wo er wollte selber ziehen Mich hervor aus niederm staub, Weil ich solches sicher glaub, Es lieg nur an seinen gaben, Die wir dann gewiß auch haben, Wenn wir seinem wink allein Im beruf gehorsam seyn. Trost- Lieder 420 nicht geschehen kann, Weil die fünd mir hänget an. 12. Also bleibts Gott heimgewiesen und sein theurer nam gepriesen, Was er auch in seinem rath Ueber mich beschlossen hat. Ich will andres nicht mehr achten, Sondern dieses nur betrachten, Daß den seinen zum beschluß Endlich alles frommen muß. 191 Phil. Jac. Spener. † 1705. 8ngut ll soned nad dru unst den! Will sie mich nicht länger leiden, Ei, so frag ich nichts darnach, Gott ist richter meiner sach. 8. Will sie gleich mich von sich treiben, Muß mir doch der himmel bleiben; Wenn ich nur den himmel frieg', Hab ich alles zur genüg. 9. Welt, ich will dich gerne laffen, Was du liebest, will ich hassen, Deine güter bringen noth; Laffe mir nur meinen Gott. In eigner Melodie.bu 636. Sollt es gleich bis no weilen scheinen, Ms verließe Gott die seinen, D, so glaub und weiß ich dies: Gott hilft endlich doch gewiß.de 2. Hülfe, die er aufgeschoben, er 10. Gnug, Herr, wenn ich nur dich habe, Sag ich allem andern abe; Legt man mich gleich in das grab, O, Herr, wenn ich dich nur hab! Christoph Titius( Tieße).+ 1703. anir M. Christus, der uns selig. Hilft er nicht zu jeder frift, Hilft 637. Sorge, Vater, forge du, Sorge für er doch, wenns nöthig ist. smein sorgen, Sorge selbst für meine ruh, Sorge heut und morgen; Sorge für mich allezeit, Sorge für das meine, D, du Gott der freundlichkeit, Sorge du anu alleine. p 3. Gleich wie väter nicht bald geben, Wornach ihre kinder streben, So hält Gott auch maaß und ziel, Er giebt, wem und wann er will. tordnuss 4. Seiner kann ich mich ge- 2. Sorge, wenn der tag antrösten, Wenn die noth am aller- bricht, Für mein leib und seele, größten, Er ist gegen mich, sein Sorge, daß ich niemand nicht find, Mehr als väterlich gesinnt. Sie als dir befehle; Sorge, lies 15. Trop dem teufel, trotz dem ber Gott, allhier Auch für meine drachen! Ich kann ihre macht sinne, Sorge, daß zuwider dir verlachen. pil Trop dem schweren Ich ja nichts beginne. treuzesjoch! Gott, mein Vater, lebet noch.lsar sid now bu 3. Sorge doch und laß mit auch Dein wort bis ans ende, 16. Troß des bittern todes zäh- Laß mir, Herr, den rechten brauch nen! Troß der welt und allen de Deiner facramente. Sorge für nen, Die mir sind ohn ursach feind! die obrigkeit, Diener deines wor Gott im himmel ist mein freund.tes, Und dazu für alle leut Jedes Laß die welt nur immer net stands und ortes. #onshsarts& life 127. 4.161 090) astebe turn chim 1.8 in allerlei Kreuz und Leiden. 421 4. Sorge, großer menschen- sonst irre schier. Er[ reicht mir freund, Für uns, deine kinder, seine hand; Den abend wie den Sorge, Herr, für freund und morgen Will er mich wohl verfeind, Sorge für uns fünder; Sor- sorgen, Wo ich auch sey im land. ge für mein stücklein brod, Sorge doch für alle, Die da sind mit mir in noth, Sorge, wenn ich falle. 5. Sorge, wenn sich schließen zu Meine augenlieder, Sorge, wenn ich bin zur ruh Und erwache wieder, Sorge für mein amt und stand, Wort, vernunft und dichten, Für die arbeit meiner hand, Lassen und verrichten. 2. Wenn sich der menschen hulde Und wohlthat all verkehrt, So findt sich Gott gar balde, Sein macht und gnad bewährt; Er hilft aus aller noth, Errett't von sünd und schanden, Von ketten und von banden Und wenns auch wär der tod. 6. Sorge für mein hab und gut, Ehr und guten namen, Sorge, wenn mir leides thut Die welt und ihr saamen; Sorge, wenn zu sünd und spott Mich mein fleisch will leiten, Sorge, wenn ich mit dem tod Ringen soll und streiten. 3. Auf ihn will ich vertrauen In meiner schweren zeit, Es kann mich nicht gereuen, Er wendet alles leid, Ihm sey es heimgestellt; Mein leib, mein feel, mein leben Sey Gott, dem Herrn, ergeben, Er machs, wies ihm gefällt. 4. Es kann ihm nichts gefallen, Denn was mir nüßlich ist, Er meints gut mit uns allen, Schenkt uns den Herren Chrift, Sein'n allerliebsten Sohn; Durch ihn er uns bescheret, Was leib und feel ernähret. Lobt ihn ins himmels thron! 5. Lobt ihn mit herz und munde, Welchs er uns beides schenkt! Das ist ein felge stunde, Darin man sein gedenkt. Sonst verdirbt alle zeit, Die wir zubringn auf d erden, Wir sollen selig werden Und bleibn in ewigkeit. 6. Auch wenn die welt vergehetsl Mit ihrer stolzen pracht, Kein ehr noch gut bestehet, Das z'vorn groß geacht't, Wir werden * 639. V nicht laffen, Denn nach dem tod Lief in die erd be er läßt nicht von mir, Führt graben: Wenn wir sigeschlafen mich auf rechter straßen, Da ich haben, Will uns erwecken Gott, ( 27.5.1 7. Sorge, Herr, wenn mich ansicht Satan auf der erde, Sorge, wenn vor dein gericht Ich gefordert werde, Sorge für mein grabstättlein, Sorge immerforten, Sorge für mich, du bist mein, Sorge aller orten. Ludämilia Elisabeth, Gräfin zu Schwarzburg- Rudolstadt. † 1672. 638. C 20 will ich, Jefu, dich nicht lassen. Pf. 73, 23. M. Helft mir Gotts Güte preisen. ( In eigner Melodie.) 422 Troft- Lieder 7. Die feel bleibt unverloren, floß, Auf erden weiß ich feinen Geführt in Abrams schooß, Der trost. leib wird neu geboren, Von allen sünden los, Ganz heilig, rein und zart, Ein kind und erb des Herren; Daran muß uns nicht irren Des teufels listge art. 8. Darum, ob ich schon dulde Hier widerwärtigkeit, Wie ichs auch wohl verschulde, Kommt doch die ewigkeit, Die aller freuden voll; Dieselb ohn einigs ende, Dieweil ich Christum kenne, Mir widerfahren soll. you 9. Das ist des Vaters wille, Der uns geschaffen hat, Sein Sohn hat guts die fülle Erworben durch sein gnad, Gott, der heilige Geist, Im glauben uns regieret, um reich der himmel führet. Ihm sey lob, ehr und preis. onda ingraine ist Ludw. Helmbolb.+ 1597.5 ndi wuel Saunatul di rad In eigner Melodie. 4. Der reich verläßt sich auf sein gut, Sch aber will dir traun, mein Gott! Ob ich gleich werd veracht't, So weiß ich und glaub festiglich, Wer Gott vertraut, dem mangelts nicht. 5. Elia, wer ernähret dich, Da es so lange regnet nicht, In so schwer theurer zeit? Ein wittwe aus Sidonierland, zu welcher du von Gott gesandt. 6. Er lag unterm wachholder baum, Ein engel Gotts vom himmel kam und bracht ihm speis und trank; Er ging gar einen weiten gang Bis zu dem berg, Horeb genannt. 7. Des Daniels Gott nicht vergaß, Da er unter den löwen saß; Sein engel fandt er hin Und ließ ihm speise bringen gut Durch seinen diener Habakuk. 8. Joseph, der in Egypten 640. arum betrübst du ward Vom Pharao gefangen hart dich, mein herz, Bekümmerst dich und trägest schmerz Nur um das zeitlich gut? Vertrau du deinem Herren Gott, Der alle ding erschaffen hat. Um seinr Gottsfürchtigkeit, Macht Gott zu einem großen Herrn, Daß er fonnt vatr und brüder ers nährn. Day 1929 2. Er fann und will dich lassen nicht, Er weiß gar wohl, was dir gebricht, Himmel und erd ist sein, Mein Vater und mein Herre Gott, Der mir beisteht in aller noth. 1980 19 bilior 9. Es verließ nicht der treue Gott Die drei männer im feurofen roth, Sein engel sandt er hin, Bewahrt sie vor des feuers gluth Und half ihnen aus aller noth. 10. Ach Gott, du bist noch heut so reich, Als dit gewesen ewigs du sid 3. Weil du mein Gott und lich, Drum ganz vertraulich Bater bist Dein kind wirst du dir; Mach mich an meiner feele verlassen nicht, Du väterliches reich, So hab ich gnug hier und herz. Ich bin ein armer erden- ewig. docsp aradas 112 misto f. 127. 6.1 in allerlei Kreuz und Leiden. 423 11. Zeitlicher ehr will ers wieder zu sich kehren, Nehm gern entbehrn, Wollst mich ers hin, Ich will ihn Dennoch des ewigen gewährn, Das du fröhlich ehren. 9 Gor disl erworben hast Durch deinen her- 4. Schickt er mir ein kreuz zu ben bittern tod. Das bitt ich tragen, Dringt herein Angst und dich, mein Herr und Gott. pein? Sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden: Er weiß wohl, Wie er soll All mein unglück enden.@ 5. Gott hat mich bei guten tagen Oft ergößt, Soll ich jetzt Nicht auch etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit maaßen Sein gericht Kann mich nicht Ganz und gar verlassen. 6. Satan, welt und ihre rotten können mir nichts mehr hier Thun, als meiner spotten. Laß sie spotten, laß fie lachen! Gott, mein heil, Wird in eil Sie zu schanden machen. dig 12. Alles, was ist auf dieser welt, Es sey silber, gold oder geld, Reichthum und zeitlich gut: Das währt nur eine kleine zeit Und hilft doch nicht zur seligkeit. 13. Ich dank dir, Christ, o Gottes Sohn, Daß du michs haft erkennen lan Durch dein göttliches wort. Verleih mir auch beständigkeit zu meiner seelen feligkeit. 14. Lob, ehr und preis sey dir gesagt Für alle dein erzeigt wohlthat und bitt demüthiglich: Laß mich nicht von dein'm angesicht Verstoßen werden ewiglich. Hans Sachs. † 1576. In eigner Melodie. 641.* 28 follt ich 7. Unverzagt und ohne granen Soll ein christ, Wo er ist, Stets sich lassen schauen: Wollt ihn auch der tod aufreiben, Sollt der muth Dennoch gut und fein arum mich denn grä- stille bleiben. men? Hab ich doch Christum 18. 8. Kann uns doch der tod noch, Wer will mir den nehmen? Wer will mir den himmel rauben, Den mir schon Gottes Sohn Beigelegt im glauben? EST nicht tödten, Sondern reißt Unsern geist Aus viel tausend nöthen, Schleußt das thor der bittern leiden und macht bahn, 2. Nackend lag ich auf dem Da man kann Gehn zu himmelsboden, Da ich tam, Da ich freuden. ami jordap sid nahm Meinen ersten odem, Nat- 9. Allda will in süßen schäßen kend werd ich auch hinziehen, Ich mein herz Auf den schmerz Wenn ich werd Von der erd Ewiglich ergößen. Hier ist kein Als ein schatten fliehen. recht gut zu finden, Was die 9199 3.791 Gut und blut, leib, feel welt In sich hält Muß im nu und leben Ist nicht mein, Gott verschwinden. thin sinir allein Ist es, ders gegeben: Will 10. Was sind dieses lebens 127. 7.1 424 Trost- Lieder güter? Eine hand Voller sand, speisen Dieser leib, Darum Kummer der gemüther! Dort, gläub, Daß Gott wird erweisen, dort sind die edlen gaben, Da Daß er speis undtrank kann mein hirt, Christus, wird mich geben Dem, der sich Festiglich ohn ende laben. Ihm ergiebt im leben. 11. Herr, mein hirt, brunn 5. aller freuden, Du bist mein, Ich bin dein, Niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein leben Und dein blut Mir zu gut In den tod gegeben: 12. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, D, mein licht, Aus dem herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, Da du mich Und ich dich Ewig werd umfangen! madad Sorgst du, wie du dich sollst kleiden? Jesus spricht: Sorge nicht, Solches thun die heiden. Schau die blumen auf den feldern, Wie so schön Diese stehn Und die bäum in wäldern. Ichini Paul Gerhardt. † 1676. atat igns, tp 8 slitseniMID 30 slitsins i juh Matth. 6, 25-34.15p 1 M. Warum sollt ich mich.d 6. Sorgt ein vogel auf den zweigen, Wenn er singt, Hüpft und springt, Wer ihm soll anzeigen, Was er essen soll und trinken? Nein, ach nein, Er allein Folgt des himmels winten. 7. Ach, der glaube fehlt auf erden, Wär er da, müßt uns ja, Was uns noth ist, werden. Wer Gott kann im glauben fassen Der wird nicht Wenns gebricht, Von ihm seyn verlassen. sis 642. Warum willst du doch für morgen, Armes herz, Immerwärts 8. Wer gerechtigkeit nachtrach Als ein heide sorgen? Wozu tet Und zugleich Gottes reich dient dein täglich grämen, Weil Ueber alles achtet, Der wird Gott will In der still Sich der wahrlich nach verlangen Speis noth annehmen? grt size tonight und trank Lebenslang, Wie im 2. Gott hat dir geschenkt das schlaf, empfangen. at af ud leben, Seel und leib, Darum 9. Laß die welt denn sich bes bleib Ihm allein ergeben. Er wird ferner alles schenken, Traue feft, Er verläßt nicht, die an ihn denken. gs drsat 2 tasing mühen Immerhin! Ach, mein finn Soll zu Jesui fliehen. Er wird geben, was mir fehlety Oblers oft Unverhofft Eine weil verhehlet. 3. Sage nicht: Was soll ich effen? Gott hat dir Schon allhier So viel zugemessen, Daß der leib sich fant ernähren; Uebriges Wird indeß Gottes We hand bescheren. diase ndnd das Hat hinweggenommen. 4. Es ist mehr els tranf und 11. Er fann alles wiedergeben, 10.Will er prüfen meinen glauben und die gab, Die nich hab, Mir gar lassen rauben, So muß mirs zum besten kommen, GottmirAlles schier 2 ( 27. 8.1 in allerlei Kreuz und Leiden. Wenn er nimmt, So bestimmt Er sein wort zum leben, Ach, wie viele fromme feelen Leben so Und find froh Ohne sorg und quälen. 425 ihan! Es bleibt gerecht sein wille, Wie er fängt meine sachen an, Will ich ihm halten stille, Er ist mein Gott, Der in der noth Mich wohl weiß zu erhalten, Drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wohl gethan! Er wird mich nicht betrügen, Er führet mich auf rechter bahn, Drum laß ich mich begnügen An seiner huld und hab geduld, Er wird mein unglück wenden, Es steht in seinen händen. 19 12. Sie befehlen Gott die sorgen, Wie er will Und sind still Immer im verborgnen. Was Gott will, ist ihr vergnügen Und wie's er Ohngefähr Will mit ihnen fügen. 13. Doch kann ihnen nicht versagen Gott ihr brod In der noth, Wenn er hört ihr klagen. Er kommt wahrlich, sie zu trösten, Ch' man's meint, Und erscheint, Wenn die noth am größsten. 14. Shre sorg ist für die seelen Und ihr lauf Geht hinauf Zu den felfenhöhlen, Zu des Herrn Jesu wunden; Hier sind sie Aller müh Und der noth entbunden. 15. Nun, Herr Jesu, meine freude, Meine sonn, Meine monn, Meiner seelen weide, Sorge nur für meine feele, So wird mir Auch allhier Nichts am leibe fehlen. 16. Alles sey dir unverholen, Was mir fehlt, Was mich quält, Großer Gott, befohlen; Sorge du, so will ich schweigen Und vor dir Nach gebühr Meine tniee beugen. dom nadin 17. Ich will dir mit freuden danken Fort und fort, Hier und dort, Und will nimmer warfen. Lob und preis sey deinem namen! Sey mein theil, Hülf und heil, Liebster Jesu! Amen. Laurentius Laurenti+ 1722. sibi In eigner Melodie. 643. Was Got thut, das ist wohl ge[ 27. 9. 3. Was Gott thut, das ist wohl gethan! Er wird mich wohl bedenken, Er, als mein arzt und wundermann, Wird mir nicht gift einschenken Für arzenet. Gott ist getreu! Drum will ich auf ihn bauen Und seiner güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohl gethan! Er ist mein licht und leben, Der mir nichts böses gönnen kann. Ich will mich ihm ergeben In freud und leid, Es kommt die zeit, Da öffentlich erscheinet, Wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das iſt wohl gethan! Muß ich den kelch gleich schmecken, Der bitter ift nach meinem wahn, Laß ich mich doch nicht schrecken, Weil doch zulegt Ich werd ergötzt mit süßem trost im herzen. Da weichen alle schmerzen. tid ind toe do dod 6. Was Gott thut, das ist wohl gethan! Dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die Sis rauhe bahn Noth, tos und eiend treiben, So wird Gon mich Trost- Lieder Trost- Lieder d 426 modisy Ganz väterlich In seinen armen halten. Drum laß ich ihn nur nur walten. begehrt, Dem wirds gewährt, Drauf sprech ich fröhlich: Amen. Albrecht der Jüngere, Markgraf zu Brandenburg. † 1557. M. Von Gott will ich nicht. 29] Samuel Robigast. † 1708. Muiqodi bille st In eigner Melodie. 644. Was mein Gott as mein Gott 645. as willst du dich will, das g'scheh allzeit, Sein will der ist der beste, zu helfen den'n er ist bereit, Die an ihn glauben feste. Er hilft aus noth Der fromme Gott, Und tröst't ohn alle maaßen, Wer Gott vertraut, Fest auf ihn baut, Den will er nicht verlassen. sind betrüben, D, meine liebe feel? Ergieb dich, den zu lieben, Der heißt Immanuel, Vertraue ihm allein, Er wird gut alles machen und fördern deine fachen, Wie dirs wird selig seyn. $ 190. 2. Denn Gott verläffet feinen, Der sich auf ihn verlässt, Er bleibt getreu den seinen, Die ihm vertrauen fest. Läßt sichs an wunderlich, So laß dir doch nicht grauen, Mit freuden wirst du schauen, Wie Gott wird retten dich. 2. Gott ist mein troft, mein zuversicht, Mein hoffnung und mein leben, Was mein Gott will, das mir geschicht, Will ich nicht widerstreben. Sein wort ist wahr, Denn all mein haar Er 3. Auf ihn magst du es waselber hat gezählet, Er hüt't und gen Mit unerschrocknem muth, wacht, Stets für uns tracht't, Du wirst mit ihm erjagen, Was Auf daß uns gar nichts fehlet. dir ist nüß und gut. Was Gott 1193. Muß sünder ich von beschlossen hat, Das kann nieAus allen dieser welt Hinfahrn nach Got- mand verhindern tes willen zu meinem Gott, menschenkindern, Es geht nach wenns ihm gefällt, Will ich ihm seinem rath. tim sasd mind halten stille. Mein arme feel 4 Wenn gleich auch aus der Ich Gott befehl In meinen leßten stunden. Du frommer Gott, Sünd, höll und tod Hast du mir überwunden. höllen Der jatan wollte sich Dir selbst entgegenstellen und tobte wider dich: So muß er doch mit ränten Damit er dich will faſſen, Denn dein werk fördert Gott. aid anat 5. Er richts zu seinen ehren Und deiner seligkeit; Solls seyn, kein mensch fanns wehren, Und wärs ihm noch so leid. Wills das denn Gott haben nicht, So kanns ( 27.10.1 chi 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, Du wirst mirs nicht versagen: Wenn mich der böse feind anficht't, Laß mich, Herr, nicht verzagen! Hilf, steur und wehr, Ach Gott, mein Herr, Zu ehren deinem namen! Wer in allerlei Kreuz und Leiden. niemand forttreiben, Es muß zurücke bleiben. Was Gott will, das geschicht. 6. Drum ich mich ihm ergebe, Ihm sey es heimgestellt, Nach nichts ich sonst mehr strebe, Denn nur was ihm gefällt, Drauf wart ich und bin still, Sein wille ist der beste, Das glaub ich steif und feste, Gott mach es, wie er will. 427 Findet hülfe, gnad und gunst. Wer Gott feft vertrauen fann, Ist der allerbeste mann Und wirt allzeit rettung finden, Alles un glück überwinden. 4. Lerne Gottes weise merfen, Die er bei den seinen hält, Er will ihren glauben stärken, Wenn sie unglück überfällt. Unser Gott der lebt ja noch, Schweigt er gleich, so hört er doch. Schrei getrost, du mußt nicht zagen. Dein Gott kann dir nichts versagen. 5. Laß dich Gottes wort regieren, Merte, was die wahrheit lehrt, Satan wird dich nicht verführen, Ob er auch die welt verkehrt. Gottes wahrheit ist dein licht, Dein schuß, trost und zuversicht; Trau nur Gott, er kann nicht lügen, Bete, so wirst du obsiegen. iso nors dar M. Wie nach einer Wasserquelle. 646.8 enn dich unglück hat betreten, Wenn du steckft in angst und noth, 6. Lob sey Gott für seine gnaMußt du fleißig zu Gott beten, Beten hilft in noth und tod, Daß du Gottes angesicht, Auch in freuz auf dich gericht't, kannst aus seinem wort erblicken Und dein herz mit trost erquicfen.is de! Seine große güt und treu Macht, daß mir fein feind nicht schade, Sie ist alle morgen neu. Drum will ich mein lebenlang Immer sagen Lob und dank, Meinem Gott in allen dingen Fröh2. Keiner wird jemals zu lich Hallelujah singen.tid schanden, Der sich seinem Gott 1 Dr. Joh. Olearius. † 1684. vertraut, Kommt die gleich viela moduri ust noth zu handen, Hast du auf ihn M. Wer nur den lieben Gott. wohl gebaut. Obs gleich scheint, 647. enn ich betracht 28 als hört er nicht, Weiß er doch, was dir gebricht, Deine noth mußt du ihm klagen Und in keinem freuz verzagen. is all 3. Rufen, schreien, flopfen, beten Ist der christen beste funst, Allzeit gläubig vor Gott treten, mein fündlichy wesen Und daß ich noch in gnaden bin Und wiederum in Gott genesen, So freuet sich herz, muth und sinn Und spricht: mein Je jus hats verricht't! Ich lasse meinen Jesum nicht. manisd nerds [ 27. 11.) * 7. Herr, gieb, daß deine ehre Ich ja mein lebenlang Von her zensgrund vermehre, Dir sage lob und dank. O Bater, Sohn und Geist, Der du aus lauter gnaden Abwendest noth und schaden, Sey immerdar gepreist! HISTORII13 ( bad Joh. Heermann. † 1647. i 1910 101 428 2. Von Jesu, will ich nimmer wanken, Der mich geliebet hat vorhin, Und dem ichs ewig hab zu danken, Daß ich jezund in gnaden bin. Daher ihm mund und herz verspricht: Ich lasse meinen Jesum nicht. Troft- Lieder und sterb auf den bericht: Ich laffe meinen Jesum nicht. 8. Der tod foll über mich im sterben Auch nicht behalten oberhand, Mein Jesus läßt mich nicht verderben, Deß hab' ich ein gewissenspfand, So mir sein heil3. Ich laß ihn nicht, ich will fam wort verspricht: Scheil. ihn halten, Es geh mir drüber, wie es geh; Ich laffe meinen Jesum walten, Bei dem ich nun in gnaden steh. Was mir auch immer drum geschicht: Ich lasse meinen Jesum nicht. 4. Er läßt mich nicht, sollt ich ihn lassen? Onein, mein Jefus bleibet mein! Ich will ihn immer stärker fassen und schließen in mein herz hinein. Im glauben wird es ausgericht't, Im glauben laß ich Jesum nicht. Sh 5. Der satan meint mich erreichen, Die welt kommt auf mich zugerennt, Und dieses ist ein rechtes zeichen, Darar man einen christen kennt. Ich aber bin ihm hoch verpflicht't, Ich lasse meinen Sesum nicht. i nadal ons 6. Mag man mich hier und da vertreiben, Ich weiß schon einen sichern ort, Da man midy wohl muß laffen bleiben, Das ist mein Jesus und sein wort. Mein alles ist auf ihn gericht't, Ich lasse meinen Sesum nicht. 7. Kommts gleich mit mir gar bis ans lebent. Weil ja die welt nur bosheit übt, Mein Jesus fann mirs wieder geben, Den meine ganze seele liebt. Ich leb meinen Jesum nicht. 9. Die welt muß endlich auch vergehen Mit aller ihrer Herrlichkeit, Nichts ist, das ewig kann bestehen, Als was uns Jesus hat bereit't. Wenn himmel, erd und alles bricht, Laß ich doch meinen Jesum nicht. 10. Schlägt mich die fünd schon oftmals nieder, Daß mein gewissen fast verzagt, Hilft Jesus doch und stärkt mich wieder, Er hält, was er mir zugesagt. fünd anficht't, Laß ich doch meiDrum, wenn mich schon mein nen Jesum nicht. nicht schrecken, Ich dring vom 11. Der jüngste tag kann mich tod zum leben ein, Mein Jesus will mich auferwecken, Daß ich bei ihm soll ewig seyn. An je nem großen weltgericht Da laß ich meinen Jesum nicht. MUUT AS 12. Ich laß ihn nicht in je nem leben, Dort will ich ihm zur seite stehn, Will ewig, ewig an ihm Eleben Und nimmermehr von Jesu gehn; Da will ich sehn sein angesicht und meinen Jefum lassen nicht. 13. Da will ich Hallerjah fingen Und Amen in dem höchsten thron, Will ruhm, dank, preis 127. 12.1 in allerlei Kreuz und Leiden. 429 und ehre bringen und ewigs lob nem wort, Dich allzeit preisen vor Gottes Sohn, Will wandeln hier und dort. 19@ cat dort in seinem licht Und meinen Jesum lassen nicht. Paul Eber. † 1569 TOUTS Erasmus Francisci( Finr). † 1694. do In eigner Melodie. enn wir in höchften nöthen seyn Und wissen nicht, wo aus noch ein Und finden weder hülf noch rath, Ob wir gleich sorgen früh und spat: 648.* ir nust M. Was mein Gott will. Gig 649, er Gott vertraut Hat wohl ge baut Im himmel und auf erden, Wer sich verläßt Auf Jesum Christ, Dem muß der himmel werden. Darum auf dich All hoffnung ich Ganz steif und fest will seßen, Herr Jesu Christ, Mein trost du bist In todesnoth und schmerzen. 2. So ist das unser troft allein, Daß wir zusammen insgemein Anrufen dich, o treuer Gott, Um rettung aus der angst und noth. machi 12 3. Und heben unser aug und herz Zu dir in wahrer treu und schmerz Und suchen der sünd vergebung Und aller strafen linderung, Jing 3. Und wenns gleich wär Dem teufel sehr Und aller welt zuwider, Dennoch so bist Du, Jeſu Christ, Der sie all' schlägt darnieder; Und wenn ich dich Nur hab um mich mit deinem Geist und gnaden, So kann fürwahr Mir ganz und gar nicht tod noch teufel schaden. 19019119 4. Die du verheißest gnädige lich Allen, die darum bitten dich 3. Dein tröst ich mich Ganz Im namen deins Sohns Jesu sicherlich, Denn du kannst mir Christ, Der unser heil und für wohl geben, Was mir ist noth, do fprech ist. him llig Du treuer Gott, Für dies und 5. Drum fommen wir, o jenes leben. Gieb wahre tren, Herre Gott, Und flagen dir all Mein herz erneu, Errette leib und unsre noth, Weil wir jetzt sind seele! Ach, höre, Herr, Dies verlassen gar In großer trübsal mein begehr und laß mein bitt und gefahr. fehlendisid sol jum Idam 1130 nadal man nicht 6. Sieb an nicht unsre sünden to groß, Sprich uns davon in gnar den los, Steb uns in unserm elend bei, Mach uns von allen 650. er nur den lieben plagen kbir. Hotel 7. Auf daß von herzen können ten und hoffet auf ihn allezeit, wir nachmals mit freuden dan- Den wird er wunderbar erhaltenat ten dir, Gehorsam jeyn nach dei- In allem freuz und traurigkeit; [ 27. 13. Joh. Mühlmann.+ 1613. iching ndi jun the Solin nisse In eigner Melodie.nl 2 430 Trost- Liedern Wer Gott, dem Allerhöchsten, mels reichem segen, So wird er traut, Der hat auf keinen sand bei dir werden neu, Denn, wer gebaut. nur seine zuversicht Auf Gott seßt, den verläßt er nicht. 2. Was helfen uns die schweren sorgen? Was hilft uns unser weh und ach? Was hilft es, daß wir alle morgen Beseufzen unser ungemach? Wir machen Georg Neumark.+ 1681. augan Psalm 84, 13. Gott( 651.ohl dem, der sich M. Machs mit mir, Gott. durch Gott unser kreuz und leid Nur größer die traurigkeit. abin Le 3. Man halte nur ein wenig stille Und sey doch in sich selbst vergnügt, Wie unsers Gottes gnadenwille, Wie sein' allwissenheit es fügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, Der weiß auch sehr wohl, was uns fehlt. Recht findlich kann verlaffen! Den mag gleich sünde, höll und tod Und alle teufel hassen, So bleibt er dennoch wohl vergnügt, Wenn er nur Gott zum freunde kriegt. 4. Gr fennt die rechten freudenstunden, Er weiß wohl, wann es nützlich sey; Wenn er uns nur hat freu erfunden Und merfet feine heuchelei, So kommt Gott, eh wirs uns versehn, Und läffet uns viel guts geschehn. 2. Die böse welt mag immerhin Mich hie und da befeinden; Kann sich nur mein gemüth und sinn Mit meinem Gott befreunden, Frag ich doch nichts nach ihrem haß: Ist Gott mein freund, wer thut mir was? dey 3. Und ob ich gleich darüber oft Viel unglück leiden müssen 5. Denk nicht in deiner drang- So hat Gott gleichwohl unverfalshize, Daß du von Gott ver- hofft Mich wieder h'rausgerissen. laffen seyst Und daß der Gott Da lernt ich erst, daß Gott alim schooße size, Der sich mit lein Der menschen bester freund stetem glücke speist. Die folge- muß seyn. 48. brin zeit verändert viel Und seget jeg- 4. Ja, wenn gleich meine sünlichem sein ziel. er hitried aus den schuld Sich häuft in mir zu 6. Es find ja Gott geringe sammen, Wenn sie mir abspricht fachen und gilt dem Höchsten Gottes huld Und will mich hier alles gleich, Den reichen flein verdammen, So fürcht ich doch und arm zu machen, Den armen dieselbe nie, Denn Gott, mein aber groß und reich. Gott ist der freund, vertilget fie. d m d rechte wundermann, Der bald er- 5. Und darum trop der Höllen höhn, bald stürzen kann. urheer! Trotz auch des todes rachen! ad7. Sing, bet und geh auf Got- Trop aller welt! mich kann nicht tes wegen, Verricht das deine mehr Ihr drohen traurig machen. nur getreu Und trau des him Gott ist mein freund, mein schug [ 27, 14) 431 Wollst du jetzt verzaget werden, Als sollt er nicht schützen dich? Nein, sein werthes Vaterherz Bricht ihm noch in deinem schmerz, Ja, wies eine mutter tränfet, So dein Gott an dich gedenfet. spore si End gedenket. 56. Also fehlts auch nicht am können, Gott erschuf die welt aus nichts, Drum läßt er sich mächtig nennen, Wenn er redet, so geschichts. Nimmt die noth schon überhand, Doch sind mittel Gott bekannt, Wie er könne dich dich vom bösen Durch sein starke hand erlösen. D 7. Hör auch, was dir Gott versprochen Hie und da in seinem wort, Das hält er dir unverbrochen, So gewiß, als er dein hort. Himmel und die erd vergehn, Gottes wort muß doch bestehn; Drum nur Gottes zusag traue, Auf sein macht und gnade baue. 8. Doch, mein herz, noch dieses wiffe: Gott ist auch ein weiser mann, Denk nicht, daß er helfen müsse Plöglich, da er helfen kann. Wunderlich fügt er die zeit, Wenn er wenden will das leid, Wenn ers herrlich will ausführen, Un4. Denke selber nur zurücke, ser haupt mit gnaden zieren. Deine jugend es dichy lehrt. D, 9. Hälts nun Gott vor dir wie manches ungelücke Hat Gott schon von dir gefehrt! Defters, da man hätt gedacht, Du würdst in dess freuzes nacht Bleiben liegen und ersterben, ließ dich Gott doch nicht verderben. 1 verborgen, Wenn, wie, wo er helfen will: Mach dir darum keine sorgen, Sen nur in dem Herren still. Er will sehen, ob auch fest Sich dein herz auf ihn verläßt, Er will, daß du ihn wohl fennest, Desto mehr auch Vater nennest. ll in allerlei Kreuz und Leiden. und rath. Wohl dem, der Gott zum freunde hat! Joh. Christoph Ruben, † um 1712. ad at Jef. 28, 29. M. Wie nach einer Wasserquelle. underlich ist Got652. underlich ist Got= tes schicken, Wunderbarlich ist sein rath, Doch ist herrlich sein erquicken, Das er weist zuleßt die that. Wohl dem, der es recht bedenft, Seinen finn zu Gott nur lenft! Der wird sich in seinem leben Gottes obhut stets ergeben. to 2. Also pflegt es Gott zu machen, Dieses ist sein alter brauch: Ueber die sein augen wachen, Die betrübt und fränkt er auch, Stößt in jammer, angst und leid, Die er bald zu großer freud Will erhöhen, hoch verseßen Und an feel und geist ergößen. 3. Dies gedent, du meine seele, Wenn bei dir die noth bricht ein, Und dich ja nicht selber quäle, Als solltst du verlassen seyn. Gott spielt mit dir wunderlich, Herrlich zu erretten dich, Laß dein herze nur nicht wanken, Du wirst ihm noch einmal danken. 500Nun, der große Gott der erden, Der drift unveränderlich. [ 27. 15.1 Bet- Lieder 432 10. Er will deine andacht mehren, Welche sonst fast falt und todt. Er will gern das lob anhören, So du nach erlittner noth Ihm, als der dein lebensfürst, Hoch erfreuet geben wirst, Wenn du trostreich wirst erblicken Got tes herrliches erquicken.d Daß auch aller feinde list Dir kein härlein mag berühren Ohne Gott; sie muß verlieren. 11. Drum, so lasse Gott nur walten, Ob du manchmal harren mußt, Er wird dennoch bei dir halten, Deine noth ist ihm bewußt, Die er so genau abmißt, dn M. O Gott, du frommer. 653. Gott, Bater, Sohn und Geist, Voll weisheit, güt und stärke, Erhöre unsre bitt, Erhöre, Herr, und merke! Sieh an all unsre noth, Erbarm dich gnädiglich, Erbarme dich, o Herr, D Herr, erbarme dich! 12. Nun, mein Jesu, sey gelobet! Freilich bist du mir getreu. Ob des freuzes meer schon tobet, Ist doch deine hand dabei. Stärk nur meine zuversicht, Daß fie fest auf dich gericht't: Wunderlich wirst du's noch schicken, Herrlich dein kind zu erquicken. Johann Weißenborn. † 1700. a XXVI. Bet- Lieder in gemeiner Noth. 2. Wir fallen dir zu fuß, Du wollest unser schonen Und nicht nach unserm thun, Nicht nach verdienst uns lohnen. Gieb, daß durch deine hülf Die seele und der leib, Auch ehre, hab und gut Uns ohne schaden bleib. 3. Gott Vater, hilf uns doch, Wir bitten dich von herzen, Durch deines Sohns geburt, Angstschweiß, kreuztod und schmerzen, Auch durch sein auferstehn Und seinen himmelgang, Hilf uns, Herr unser Gott, All unser ebelang. m 4. Beschüße deine firch, Und, weil sie stets muß kämpfen, So hilf der feinde macht und liftge anschläg' dämpfen: Erhalte bis ans end Auch, Herr, an unserm ort, Den reinen Gottesdienst Und seligmachend wort. anu 5. Gieb allgemeinen fried, Daß deine kirch auf erden Und unser vaterland Erquicket mögen werden; Behüt vor theurung, pest, Vor wassersnoth und brand, Gieb heilsam regiment, Gieb glück zu allem stand. barrs 6. Errett aus aller noth Uns, die wir darin stecken, Ach, wende gnädig ab Furcht, elend, angst und schrecken, Sey unser schuß und rath; Gott brich das joch entzwei Und mach uns aller end Von plag und drangsal frei. 7. D, Jesu, Gottes Sohn, In gnaden uns erhöre! D, Seju Christe, hilf, Zu deines namens ehre;, Jeju, Gottes Lamm, Du heil der christenheit, Erbarm [ 27. 16.) in gemeiner Noth. 433 dich über uns, Gieb frieden, trost hüt, In unsrer letzten noth ver= und freudied ge o leih, Daß deine gnad da mächmisi tig sey; Am jüngsten tage und gericht Hilf uns, Herr, unfre zuversicht. 6. Wir bitten dich, Gott Vater, noch Um Chrifti willen, hilf uns doch! Durch sein geburt, blutschweiß und noth, Durch seine wunden, freuz und tod, Auch auferstehn und himmelsgang Hilf uns, Herr, unser lebenlang.ind 7. Dein allgemeine tirch allM. Vater unser, im Himm. ( err, der du 654. hülf verheißst, hier In einigkeit des geiſtes führ, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Du heilige Dreieinigkeit, Erbarm dich deiner christenheit, Erbarme dich, du treuer Gott, Erbarm dich, Herr, in aller noth. Regier derselben diener all, Daß lehr und leben dir gefall; Zum wort gieb deinen Geist und kraft, Daß es frucht bring und bei uns haft. 2. Verschon uns, Gott, ach, Gott, verschon Und nach verdienste uns nicht lohn! Gedent an deine große gnad, Verzeih uns unsre missethat! Gieb, daß uns ehr, gut, feel und leib Durch deine hülf ohn schaden bleib. had heit steg. 8. Gott Vater, Sohn und Geist, Voll weisheit, güt und stärke, Erhöre unsre bitt, Erhöre, Herr, und merke! Sieh an all unsre noth, Erbarm dich gnädiglich, Erbarme dich, o, Herr! O, Herr, erbarme dich be this Justus Gesenius.(?) † 1671. die 8. Getren' arbeiter zu uns send In deine erndte bis ans end, Brich allen rotten bald den lauf Und wehr der ärgernisse hauf. Die irrend gehn auf breitem weg, Bring du, Herr, auf der wahr3. Behüt uns vor des satans tück, Daß er uns nicht mit lift berück, Wend von uns seine feurgen pfeil, Hilf, daß er uns nicht übereil. Laß uns auch nicht thun, was der welt Und unserm fleische wohlgefällt.bd 4. Behüt uns, Herr, durch 10. Der kön'ge, fürsten, herren deine hand Vor aufruhr, haß, amt Ergeben wir dir insgesammt, feindschaft und neid, Vor wasser, Daß sie nicht lassen aus der acht, feur und theurer zeit; Unwetter, Vom wem sie haben ihre macht, seuchen, pestilenz Kehr ab von Und wohl regieren alle zeit Ohn uns und unsrer grenz.lid and zwietracht und in einigkeit. nu 5. Uns alle, Herr, aus lauter 11. Gieb unserm fönig fried güt Vor bösem, schnellen tod be- und glück, Brich aller feinde [ 28. 1. 28 9. Nimm deine gläubigen in schuß Und steure derer lift und truß, So die verfolgen hier auf erd, Der'n blut vor dir ist theur und werth. Herr, laß mit schanden untergehn, Die deinem worte widerstehn. id 191 100 434 macht und tück, Die obrigkeit an unserm ort Beschüß und segne immerfort, Den rath, die schul'n und insgemein Laß dir das land befohlen seyn. Betlieder 12. Herr, allen, die sind in gefahr, Mit hülf erschein und sie bewahr, Rett die auch kräftig und erhalt, Die sind in nöthen mannigfalt, Die waisen schüß mit deiner hand, Die wittwen tröst im trauerstand. 13. Die säugenden und schwangern all Bewahr, auch finder vor unfall, Erquick in ihrem ungemach, Und stärke, die sind krank und Kommt aber ihre schwach; ſtund herzu, So nimm ſie bal 655. 1. Kur I. yrie: zu deiner ruh. FISHER 14. Die traurigen, o Gott, erfreu, Mit deinem troft wohn ihnen bei, Verleih auch allen sonst geduld, Die leiden müssen ohne schuld, Errett fie aus der treiber händ, Ihr elend und gefängniß wend. marthol 15. Verzeihe denen, die uns feind und unverdient zuwider seynd, Hilf, daß wir selbst auch jedermann Vergeben, die uns leid gethan. Herr, alle menschen noch bekehr, Sie deiner gnad und hülf gewähr. sydsted 16. Die lieben früchte auf dem land Bescher hinfort ans milder hand, Vor hagel sie bewahr und fchab, 3um rechten brauch gieb deine guad, Daß sie nicht unsern leib befchwern, Noch unsre herzen von dir fehrn. 17. 390 800 tr/ s 8917 Jefu Chrifte, Bottes Sohn, D, Jesu Christ, du gnadenthron, O, Jesu Christ, du Gotteslamm, Das aller welt sünd auf sich nahm, Erbarme dich, hör unsre bitt, Erbarme dich, gieb deinen fried! 18. Herr, der du gnad und hülf verheißst, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, Du heiligste Dreieinigkeit, Erbarm dich deiner christenheit! Erbarm dich, Herr, du treuer Gott, Erbarm dich, Herr, in aller noth! Johann Freder. † 1562. Die Litanei. L II. Gleison. 1905 12 1 I. Christe: p II. Eleison.g I. Kyrie: II. Gleison.sammume THE I. Christe: llaur II. Erhöre uns! Sa I. Herr Gott Vater im himmel: II. Erbarme dich über uns! I Herr Gott Sohn, der welt Heiland: 19491) anu lo. II I laura@ 11 all I II. Erbarme dich über uns! I. Herr Gott heiliger Geist: II. Erbarnie dich über huns! I I. Sey uns gnädig: II. Verschone uns, lieber Herre notydin Gott! spiri e 1. Sey uns gnädig: ic II. Hilf uns, lieber Herre Gott! I. Vor allen sünden stort 19 Vor allem irrfalustadre II Vor allem übel: dan sus I II. Behüte uns, lieber Herre Gott [ 28. 2.) 435 II. Behüte uns, lieber Herre Gott! I. Vor frieg und blutvergießen, Vor aufruhr und zwietracht, Vor hagel und ungewitter, Vor feuer und wassersnoth, Vor dem ewigen tod: II. Behüte uns, lieber Herre Gott! I. Durch deine heilige geburt, Durch deinen todeskampf und blutigen schweiß, Deinen Geist und kraft zum worte geben, Allen betrübten und blöden helfen und sie trösten: II. Erhöre uns, lieber Herre Gott! I. Allen königen und fürsten fried und eintracht geben, Unserm könig stetem steg wider seine feinde gönnen, Unsern landesherrn mit allen seinen gewaltigen leiten bund schüßen, Unsern rath und gemeinde segnen und behüten: Durch dein freuz und tod, Durch deine heilige auferstehung und himmelfahrt: II. Hilf uns, lieber Herre Gott! I. In unsrer legten noth, Am jüngsten gericht: II, Hilf uns, lieber Herre Gott! II. Erhöre uns, lieber Herre Gott! I. Allen, so in noth und gefahr dind si sind, mit hülfe erscheinen, Allen schwangern und säugern fröhliche frucht und gedeihen geben,( 3,19 Aller kinder und kranken pfleI. Wir armen fünder bitten: Ingen und warten, aspo II. Du wollst uns erhören, lieber Alle unschuldig gefangenen los Herre Gott! de 11 d und ledig lassen, disg I. Und deine heilige christliche Alle wittwen und waisen verfirche regieren und führen, Bustheidigen und versorgen: Alle bischöfe, pfarrherren und II. Erhöre uns, lieber Herre Gott! kirchendiener I. Aller menschen dich erbarmen: II. Erhöre uns, lieber Herre Gott! I. Unsern feinden, verfolgern und hind lästerern vergeben und sie befehren, Jehurdy 98 Die früchte auf dem Lande geben und bewahren; in gemeiner Noth. 1. Vor des teufels trug und lift, Vor bösem, schnellem tod, Vor pestilenz und theurer zeit: 119 11- nda im heilsamen wort und heiligen leben erIlish Balten: II. Erhöre uns, lieber Herre Gott! I. Allen rotten und ärgernissen 3779 wehren, 11 Alle irrigen und verführten wiederbringen, Den fatan unter unsere füße treten: 1911 3111 II. Erhöre uns, lieber Herre Gott! 1. Und uns gnädiglich erhören: II. Erhöre uns, lieber Herre Gott! 1. D, Jesu Christe, Gottes Sohn: II. Erhöre uns, lieber Herre Gott! 1. O, du Gottes Lamm, das der [ 28. 3.] 28 II. Erhöre uns, lieber Herre Gott! I Treue arbeiter in deine erndte senden, deilanu si Had 436 I. Kyrie: II, Gleison! Betlieder llwelt sünde trägt, II. Erbarme dich über uns! I. D, du Gottes Lamm, das der welt sünde trägt, und II. Erbarme dich über uns! I. D, du Gottes Lamm, das der welt sünde trägt, II. Verleih uns steten fried! 657. M I. Christe: II. Erhöre uns! M. Vater unser, im Himmelr. imm von uns, Herr, du treuer is lliur Gott, Die schwere straf und große manabis noth, Die wir mit sünden ohne nenol not zahí Verdienet haben allzumal, Behüt vor frieg und theurer II. Eleison! nobis is that to? zeit, Vor seuchen, feur und groI. II. Kyrie, Eleison. Amen. nis žem leid. I. Chriſte: Verbeutscht durch Dr. Martin Luther. von uns, 656. Nimm Herre Gott, All unsre sünd und missethat, Auf daß wir mit rechtem glauben Und reinem herzen In deinem dienst erfunden werden.slims 2. Erbarm dich deiner bösen 750 su miss then asknecht! Wir bitten gnad und Ezech. 33, 11. mm nicht das recht; Denn so du, In eigner Melodie.be Herr, den rechten lohn Uns ge= ben wollst nach unserm thun, So müßt die ganze welt vergehn, Und könnt kein mensch vor dir bestehn. hm 2. Erbarm dich, erbarm dich, Erbarm dich deines volls, Christe, Daß du erlöset haft mit deinem theuerbaren blute. uod 3. Erhöre, erhöre, Erhöre unsre bitt, Gott Vater, Schöpfer aller ding, Hilf uns und sey uns gnädig! munisd mellan med 3. Ach, Herr Gott, durch die treue dein Mit trost und rettung uns erschein, Beweis an uns dein große gnad Und straf uns nicht auf frischer that, Steh uns mit deiner güte bei, Dein zorn und grimm fern von uns sey. 4. Erhöre, erhöre, Erhöre un fre bitt, Christe, Der welt Heiland, Bitt für uns und sey uns gnädig! inom end of mis 4. Warum willst du so zornig seyn Ueber uns arme würmelein? Weißst du doch wohl, du großer Gott, Daß wir nichts sind als erd und foth. Es ist ja vor dein'm angesicht Unsre schwachheit verborgen nicht. NSHOO! 150 5. Erhöre, erhöre, Erhöre un fre bitt, Gott heilger Geist, Du einiger Tröster, Erleucht uns und fey uns gnädig! nellia siber unser fleisch und blut Uns alie5. Die fünd hat uns verder= bet sehr, Der teufel plagt uns noch viel mehr, Die welt, auch 128 1 the 6. So wahr ich lebe, Spricht Gott der Herre, Ich will nicht den tod des fünders, Sondern daß er sich bekehre und lebe. Aus dem Lat: aufer a nobis. in gemeiner Noth. 437 zeit verführen thut, Solch elend seyn, So thäten nach dem willen kennst du, Herr, allein, Ach, laß dein: Drum wollest du verschoes dir befohlen seyn! nen, Nicht nach den werfen 6. Gedenk an deins Sohns lohnen. deins Sohns lohnen. it soumt tisu bittern tod, Sieh an sein heilge wunden roth, Die sind ja für die ganze welt Die zahlung und das lösegeld, Deß trösten wir uns allezeit und hoffen auf barmherzigkeit. 4. O, großer Gott von stärk, Schau an das arme land Und wende von der straf Dein ausgestreckte hand. Der möchten etwa vierzig seyn, Die thäten nach dem willen dein: Drum wollest du verschonen, Nicht nach den werken lohnen. $ 10 7. Leit uns mit deiner rechten hand Und segne gnädig stadt und land, Gieb uns allzeit dein heiligs wort, Behüt vors teufels lift und mord, Bescher ein seligs stündelein, Auf daß wir ewig bei dir seyn. dont Martin Moller. † 1606. 1. Moj. 18, 23-32. In eigner Melodie. I 5. O, großer Gott von kraft, Laß doch erweichen dich, Weil das elend gebet So oft erhebet sich. Der möchten etwa dreißig seyn, Die thäten nach dem willen dein: Drum wollest du verschonen, Nicht nach den werken lohnen. 658. dein'm Das macht und reich von gütigkeit, Willst du das ganze land Strafen mit grimmigkeit? Vielleicht möchten noch fromme seyn, Die thäten nach dem willen dein; Drum wollest du verschonen, Nicht nach den werken lohnen. 6. O, großer Gott von gnad, Erhör auch diese stimm Und in tief vernimm. Der möchten etwa zwanzig seyn, Die thäten nach dem willen dein: Drum wolleft du verschonen, Nicht na werfen lohnen.wisd id den c 7. D, großer Gott von that, Schau, wie die arme erd Von deiner mildigkeit noch einen wunsch begehrt. Der möchten etwa zehen seyn, Die thäten nach dem willen dein: Drum wolleft du verschonen, Nicht nach den werken lohnen. do C 3110 91 2. D, großer Gott von ehr, Dies ferne sey von dir, Daß böf und fromm zugleich Die strenge straf berühr. Der möchten etwa funfzig seyn, Die thäten nach dem willen dein: Drum wollest du verschonen, Nicht nach den 8. D; großer Gott von lob, werken lohnen. Wenn ja das maaß erfüllt Der 3. O, großer Gott von rath, sünden und aus zorn Uns gar Laß die barmherzigkeit Ergehen verderben willt, So möchten doch und halt ein Mit der gerechtigkeit. die finderlein Thun nach dem Der möchten fünf und vierzig rechten willen dein: Drum [ 28. 5.] 438 wolltest du verschonen, Nicht nach den werken lohnen. Betlieder. E Alls müßt vergehen, was du hast en geschaffen, Vor deinen plagen. M. Herzliebster Jesu, was.fe 659. Send ab deinen zorn, lieber Gott, in gnaden Und laß nicht wüthen deine schwere ruthe. Richt uns nicht streng nach unsern missethaten, Sondern nach güte. 2. Denn so du wolltest nach verdienste strafen, Wer könnte deinen grimm und zorn ertragen? 194911 SHIATRIC SU 9. O, großer Gott von treu, Weil niemand vor dir gilt Als dein Sohn Jesus Christ, Der deinen zorn gestillt: So sieh doch an die wunden sein, Sein marter, angst und schwere pein, Um 4. Sind wir doch arme würmseinetwillen schone Und nicht nach lein, staub und erden, Mit erbsünden lohne.jus gobis Hoe Joh. Matthäus Meyfart. † 1642. B. 9. von J. Weber.+ 1643. Je dis 190 Our ligd bin rishn Daniel 9, 16–18. sünd, schwachheit, noth und tod beladen! Warum sollen wir gar zu nichte werden Im zorn, ohn gnaden? tid nun stehin 15. Sieh an deins Sohnes kreuz und bitter leiden, Der uns era löjet hat mit seinem blute, Eröffnen lassen auch sein herz und seiten Der welt zu gute.p laß 6. Darum, ach Vater, uns nicht verderben, Dein gnad und Geist durch Christum wolleft geben, Mach uns sammt ihm des himmelreiches erben, mit dir zu leben. 3. Vergieb, Herr, gnädig unsre große schulden, Laß über das recht deine gnade walten, Der du zu schonen pflegst nach großer hulde, Uns zu erhalten.is om ond lira Barthol. Gefins, um 1601. Kriegeszeiten. 500 Dein'n Vater bitt, Daß er ja 19 In eigner Melodie.dns nicht Im zorn mit uns verfahre. ht myonchi masini. In tud 3. Gedenk, Herr, an 661. Seju Christ, Wahr dein amt, Daß du ein fricdfürst Jesu mensch und wahrer Gott, Ein starter nothhelfer du bist Im les ben und im tod; Drum wir allein Im namen dein Zu deinem Vater schreien. tsong nsd bist, und hilf uns gnädig alle sammt Seßt und zu jeder frist. Laß uns hinfort Dein göttlich wort Im fried noch länger schallent. tmn- nigd thisted be ins 2. Recht große noth uns stößet 4. Verdienet hab'n wir alles an Von frieg und bungemach, wohl Undanleidens mit geduld, Daraus uns niemand helfen kann. Doch deine gnad größer seyn soll, Denn du; drum führ die sach, Denn uns're sünd und schuld. [ 28 61 SHOW malala niste hingXXVII. In 660. Gott, es lieget uns im Sinn. Sch ch In Krtegeszeiten. Darum vergieb Nach deiner lieb, Die du fest zu uns trägest. 5. Es ist groß elend und gefahr, Wo pestilenz regiert, Aber viel größer ist fürwahr, Wo krieg geführet wird. Da wird veracht't Und nicht betracht't, Was recht und löblich wäre. 6. Da fragt man nicht nach ehrbarkeit, Nach zucht und nach gericht, Dein wort liegt auch zu solcher zeit Und geht im schwange nicht. Drum hilf uns, Herr, Treib von uns fern Krieg und all schändlich wesen. Ar 7. Erleucht du unsern sinn und herz Durch deinen Geist der gnad, Daß wir nicht treib'n daraus ein'n scherz, Der unsern seelen schad. D, Jesu Christ, Allein du bist, Der solchs wohl kann ausrichten.m and the siden Ludwig Helmbold.+ 1598. del 439 Herr Jesu, frei, Die feinde mach zu spotte. Home 11911901 190 3. Gieb fried, o, Herr Gott heilger Geist, Du Tröster aller blöden, Dein hülf uns jeßt und allzeit leist, Laß dein firch nicht veröden, Gebet erweck, Den glauben stärk, Gieb wahre buß und reue, Die feinde stürz, Dein volk beschütz, Auf daß sichs ewig freue. * 4. D, heilige Dreieinigkeit, Glück, heil und kraft verleihe, All unsre sünd und schwer bosheit Nach vatersart verzeihe, Damit dein gnad All schand und schad, All furcht und kriegsgefährde Von uns abkehr, Dadurch dein lehr Bei allem volk fund werde. nist im Cyriac. Schneegaß. † 1597. stip V. 4 ein Zusap. istodi bu fatta und Danksagung für erlangten Frieden. 190 nort M. Auf meinen lieben. 19 M. Was mein Gott will. vielem 662. Gieb fried, o from 663. Sagt unſerm Gotte sit mer, treuer Du, Vater aller gnaden, Wend ab die drohend große noth, Verhüt all unsern schaden. Der feind mit macht Dahin nur tracht't, Die völker zu verheeren, Die deinen 2. Dir, liebes vaterland, Sohn, Den Heiland fromm, Er- leider wohl bekannt, Wie sehr kennen, lobn und ehren. du bist verheeret, Von feinden 2. Gieb fried, Jesu, lieber ausgezehret. Dieserunglück sich Herr, Du schüßer deiner heerde, nun endet, Weil Gott den frieDenn es betrifft dein amt und den sendet. missbi 191 ehr, Den Gottesdienst so werthe. 13. Rühmt Gott doch immerSolche alle der feind Mit ernst dar, Macht sein lob offenbar. jetzt meint, Wills hindern und Die ihr vordem geplaget, Von ausrotten, Drum steh uns bei, haus und hof verjaget. Gott hat Ts84.1 lobgesang, Ihr balten mit den jungen, Erhebet eure zungen, Den himmelskönig preiset, Der uns den frieden weiset. 440 In Kriegszeiten. nun schwerdt und bogen Dem stolzen feind entzogen. seel, Der du weißest alles leid Deiner armen christenheit, D, du 4. All euer lebenlang Sagt wächter, der du nicht Schläfft Gott lob, ehr und dank, Der noch schlummerst, zu uns richt den frieg weggenommen Und frie- Dein hülfreiches angesicht. den läffet kommen, Der durch den 2. Schau, wie große noth und fried erquicket, Was z'vor der krieg on a des gedrücket. JUOMA 5. Aus seiner milden hand Hat Gott uns zugewandt Ganz unschäßbare gaben, Weil wir nun wieder haben Den edlen landesfrieden: Drum lobet seine güte. qual Trifft dein volk jetzt überall! Täglich wird der trübfal mehr, Hilf, ach hilf, schüß deine lehr! Wir verderben, wir vergehn, Nichts wir sonst vor augen sehn, Wo du bei uns nicht wirst stehn. 6. Nun, Gott, wir loben dich Und danken ewiglich, Daß du mit unsern plagen Mitleiden hast getragen und uns in diesem leben. Noch frieden wieder geben. 17. Hilf doch durch deine treu, Daß er beständig sey, Laß uns in unsern jahren Den frieg nicht mehr erfahren, Laß uns in frieden sterben, Die himmelsruh ererben. 3. Hoherpriester Jesu Christ, Der du eingegangen bist In den heilgen ort zu Gott, Durch dein freuz und bittern tod Uns verföhnt mit deinem blut, Ausgelöscht der höllen glut, Wiederbracht das höchste gut.nging out 4. Sigest jetzt ins Vaters reich Ihm an macht und ehren gleich, Mittler auf des Vaters thron, bid nous le Seine höchste frend und fron Den er in dem herzen trägt, Wie sich selbst zu lieben pflegt, Dem er feine hint abſchlägt: 5. Kläglich schreien wir zu dir, Klopfen an die gnadenthür, Wir, die du mit höchstem ruhm Dir erkauft zum eigenthum: Deines Vaters zorn abwend, Der wie lauter feuer brennt Und schier alle welt durchrennt. On sind 8. Dein Geist uns lehre auch Des friedens rechten brauch, Daß uns die friedenszeiten 3ur buß und bessrung leiten und wir durch neue fünden nicht neuen frieg entzünden.se is nd 9. Herr Gott, dies alles nun Wollst du aus gnaden thun, Laß es seyn Sa und Amen! Alsdann wir deinen namen Hier und im himmel droben Ohn ende wollen 6. Zeig ihm deine wunden lobenidis bidstoe gnl bi& roth, Deine marter, deinen tod, 419 illic dursdon bild? Und was du mehr haft gethan, In Kriegsgefahre 14 sn Zeig ihm unsertwegen an; Sage, M. Singen wir aus Herz. daß du unsre huld Haft bezah664. reuer Wächter Israel, let in geduld Uns erlanget gnad Deß fich freuet meite und huld.bin bin j .28 8.1 In Pestzeiten. 441 7. Jesu, der du Jesus heißt, sie werden nicht zu schand, Bleib Als ein Jesus hülfe leist, tlf ihr helfer und beistand, Sind sie mit deiner starfen hand, Men- dir doch ganz bekannt. schenbülf hat sich gewandt; Eine mauer um uns bau, Daß dem feinde davor grau, Er mit zittern sie anschau. 8. Treuer hort, Immanuel, Du beschüßer meiner seel, Gott mit uns in aller noth, Neben uns und in uns Gott, Gott für uns zu aller zeit, Trop dem, der uns thut ein leid! Gottes straf ist ihm bereit. 9. Deines Vaters starfer arm, Komm und unser dich erbarm, Laß jept sehen deine macht, Drauf wir hoffen tag und nacht, Aller feinde rotten trenn, Daß dich alle welt erkenn, Aller Herren Herrn dich nenn. 11. Gürte dein schwerdt an die seit Als ein held und für sie streit Und zerschmettre deine feind. So viel ihr'r auf erden seynd, Laß sie nimmer dir entfliehn, Leg sie dir zum schemel hin und brich ihren stolzen finns nu tine 12. Du bist ja der held und mann, Der den friegen steuern tann, Der da spieß und schwert zerbricht, Der die bogen macht zunicht, Der die wagen gar verbrennt Und der menschen herzen wendt, Daß der krieg gewinnt ein end. 13. Jeju, wahrer Friedefürst, Der der schlange hat zerknirscht Ihren kopf durch seinen tod, Wiederbracht den fried bei Gott, 10. Andre traun auf ihre kraft, Gieb uns frieden gnädiglich, So Auf ihr glück und ritterschaft, wird dein volk freuen sich, Da Deine christen traun auf dich, für ewig preisen dich. nedrs Auf dich traun sie festiglich). Laß un srds Joh. Heermann. † 1647. ( 10.18 0 M. Wie nach einer Wasserquelle. 1C mour mailbod Bari ( Bion flagt mit Angst.) junts XXVIII. In Pestzeiten. sidant Gr dein Sohn, Jesus hat mich ja verdienet, Für mich hat bezahlt verfühnet, Ach, um dessentwillen 665. stommt her mit schon! Nimm durch Christi thenschnellem schritte, Vater, ach, ich flag es dir, Pest und Frankheit: Ach, behüte Uns in gnaden nah res blut Vor der frankheit uns in hut, Laß uns deine gnade seg nen Und lein übel uns begegnen! 3. Ach laß, Vater, dich erbitten, durchs gebet zu dir, Nah dich Laß sich nahen, wenn du willt, Keiwieder her zu mir, Mach mich ne plag zu unsern hütten, Sey für los von meinen sünden, Laß für uns und unser schild! Ich begehr recht mich gnade finden. ni 191 dein, bilf mir aus, Schug mich 2. Straf mich nicht, wie ichs und mein ganzes baus, Ja, ich 1288 91. 442 In Theurung und Hungersnoth. bitt, sieh an uns arme, Aller men- Thu doch nur barmherzigkeit schen dich erbarme. ddionul An uns jegt und alle zeit. bitt dich in Jesu namen, Willst du, so seys Ja und Amen. 13 191 4. Ich bleib dir, mein Gott, Ich ergeben, Es gerathe, wie es will, Zu dem tode oder leben, Auf dich hoff ich in der still. Deine lieb ist mir gewiß, Jesus steht schon vor dem riß, Ich werd Jesu blutvergießen Ganz gewiß, gewiß geAemilie Juliane, Gräf. von Schwarzb. Rudolstadt. † 1706. & mid sisid Bil 666. erechter Gott, uns 5. Ich befehl dir meine fachen, 667. Gott, unter deinem willst, kannst und wirsts wohl 668. b. un wollen wir machen, Deine soll die ehre seyn. XXIX. In Theurung und Hungersnoth. M. Warum betrübst du. 669.23armherziger, grundfraft, Der allem vieh sein futter schafft Und ſein geſchöpf erhält; frommer Gott, blauen sich doch an die große noth, Die uns liegt auf dem hals. Es drücket uns die theurung sehr, Der hunger wächst je mehr und mehr. dournals Jup am innated Jug all 2. Wie erz und eisen, stein und sand Ist nunmehr fast das ganze 7. Du bringest in der hungersland, Der vorrath ist hinweg, Die armen leut verschmachtet gehn, Und die kornhäuser wüste stehn. doi3. Du haft die fünder heimgesucht, Die arbeit unsrer händ verflucht, Wie du gedräuet hast; Es fühlt der vater mit dem find. Was wir verdienet mit der jünd. noth Aus bloßer erde wein und brod, Das unser herz erfreut; Dur giebest fische, fleisch und mark, So daß wir werden satt und stark. 4. Ach, Herr, fieh an die große noth, Entzich uns nicht das tägs lich brod Schütt deinen segen aus; Du bist fa unsre zuversicht, Drum bitten wir, verstoß uns nicht. 5. Du bist von allmächtiger Mit segensreichen wolken zu. 6. Du läsfest wachsen laub und gras, Du machest berg und thäler naß, Du giebest sanften thau, Vom himmel auch den regenguß Und aus der erde manchen fluß. 18. Herr, öffne doch dein wol fenhaus und schütte reichen segen aus, Beweis jept deine fraft, Die so viel hundert tausendmann Wohl eh in noth gesehen an. 83 9. Du bist ja noch derselbe Gott, Auf dessen winken und ge bot Der acker fruchtbar wird; Theil aus den segen weit und breit In dieser hochbetrübten zeit. [ 28. 10.] Für die Früchte des Landes. 10. Nimm auch in dieser hungersnoth Die fraft nicht von dem lieben brod, Ach, sättge unsern leib! Verleihe, daß auf dein'n be fehl Sich mehr' das forn und brod und mehl. 11. Nun, du bist Gott von alters her, Drum diese bitt uns INSTAG 443 gewähr, Gieb christliche geduld, Auch nothdurft hier in dieser zeit, Bis du uns bringst zur seligkeit. sirop 60 nespre hid fu Joh. Flittner.+ 1678. deil smis T 670. XXX. Für die Früchte des Landes. Quo Jerem. 14. Um fruchtbaren Negen. M. Wo Gott der Herr. 671. Herre, du gerechie bist du doch fo fromm. 700 10501-02-16 alles kannst du thun allein 200 Herr, unser Gott und tröster.es de szds Justus Sieber.+ 1695. 3. Gedenke, Herr, an deinen bund Um deines namens willen; Wir bitten dich aus herzensgrund: Thu unsre noth doch stillen Vom himmel mit dem regen dein, Der himmel ist ja dein allein, Ohn dich kann es nicht regnen. 4. Ein göße, der vermag es nicht, Daß er sollt regen geben, Den himmel hast du zugericht't, Darinnen, thust du schweben; Allmächtig ist der name dein, Solchs spor verdient mit ter Gc, Writ. Herr Jesu Christ, meins Lebens. ben wohl das täglich ſünd und misserhat, Daß unser 672. Beicher uns, Herr, feld nicht grünet, Die menschen Vor theurung und vor hungersund vieh traurig seyn. Wenn du noth Behüt uns durch dein'n liezuschließst den himmel dein, So ben Sohn, Gott Vater in dem müssen wir verschmachten. höchsten thron. us trail eng 2. Herr, unsre sünd befennen 2. D. Herr, thu auf dein milde wir, Die wollst du uns verzeihen, All unsre hoffnung steht zu dir, Trost, hulf thu uns verleihen. Gieb regen uns und segen dein Um deines namens willn allein, Herr, unser Gott und tröster.d hand, Mach uns dein gnad und güt bekannt, Ernähr uns, deine kinderlein, Der du speist alle vögelein. do 12 del in 3. Erhörst du doch der raben stimm, Drum unsre bitt, Herr, auch vernimm: Denn aller ding du Schöpfer bist Und allem vieh sein futter giebst. si buleg 14. Gedenk nicht unsrer missethat Und sünd, die dich erzürnet hat, Laß scheinen dein barmherzigfeit, Daß wir dich lobn in ewigkeit. pr5. D, Herr, gieb uns ein fruchtbar jahr, Den lieben fornbau uns bewahr, Vor theurung, hunger, seuch und streit Behüt uns, Herr, zu dieser zeit.id@d [ 28. 11.1 444 Fur die Früchte des Landes. MEN TRE 6. Du unser lieber Vater bist, gnade wiederfährt, Daß man ihn Weil Christus unser bruder ist, dein'n willen lehrt. Drum trauen wir allein auf dich Und wolln dich preisen ewiglich. Nicolaus Hermann. † 1561. msnigd tim Ind M. Herr Christ, der einig Gottss. 673. Das land wollst du bedenken Mit nem segen reich und sein gepflügtes tränken, Mit regen machen weich, Daß sein gewächs es gebe Zur nothdurft diesem leben, Dir wolln wir dankbar seyn. Vincent. Schmuck. † 1628. 2 nating site on i In voriger Melodie. 674. Gieb früchten auf der erdén, Gott, gnädgen sonnenschein, Daß reif sie mögen werden und wir sie bringen ein, Nahrung des leibs zu haben und dich für deine gaben Zu preisen ewiglich. pd as don Vincent. Schmuck. † 1628. asdrs un said nobisipés asllo do Pjalm 65.minds M. Singen wir aus Herzens. 675. Gott, man lobt dich amisch in der still, G'lübd man dir bezahlen will Zu Zion am heilgenort, Da wird unser gebet erhört; Drum kommt alles fleisch zu dir, Sünde drückt uns für und für, Thu uns auf die gnadenthür. ordibur na 2. Wohl dem, den du hast erwählt, Daß er wohnt in deinem zelt, In den höfen deines hauf's Stets zu gehen ein und aus: Hoch ist solcher mensch geehrt, Dem die 3. Gott, erhör uns allezeit, Nach der wund'r- gerechtigkeit; Unser heil und zuversicht Steht zu dir, verlaß uns nicht. All'n zu wasser und zu land Deine rüstung iſt bekannt, Berg' ſtehn feſt 4. Obgleich brausen noch fo sehr Große wellen auf dem meer, Auch die völker insgemein Gar wüthend und tobend seyn, Stillet sie doch deine macht, Welchs den völkern schrecken bracht, Die auf dein wort haben acht. 5. All's, was lebt und odem hat, Machſt du fröhlich früh und spat, Suchst das land mit segen heim, Gottes brünnlein wässerts fein, Daß die lieben früchte stehn Auf dem felde reich und schön, Und wir unsre lust dran fehn. 6. Durch dein reiche, milde hand Wird recht wohl gebaut das land, Das getreide wohl geräth, Wenn dein segen drüber geht; Das gepflügte suchst du heim, Giebſt ihm reg'n und ſonnenschein, Daß es 7. Mit dein'm gut krönst du das jahr, Dein fußstapfen triefen gar, Berg und thal find fett und geil Durch dein seg'n zu unserm heil, Schön geziert durch laub und gras; Dein segen füllt scheur und faß Und währt ohn unterlaß. 48. Auf den angern schafe gehn Bei viel tausend, fett und schön; Dick das forn in auen steht, Nach wunsch alles wohl geräth. Ob ( 28. 12.1. Für die Früchte des Landes. solch deiner gütigkeit Jauchzt und fingt man allezeit Dir zu lob in ewigkeit. annoys ano si te se bat Um Regen. bsd 1st 14 676. M. Herr, ich habe mißgeh. ott, deß güte sich nicht endet, Hast du denn die Vaterhand Gänzlich von uns abgewendet? Willst du uns und unser land Mit den längst gedrohten plagen Ganz und gar zu boden schlagen? 445Den du in die luft gestellt, Als du deinen bund vollzogen Nach der sündfluth erster welt. Du, Herr, hast noch nie gebrochen, Was du damals haft versprochen. 7. Ja, du hast mit deinem segen Uns zu jeder zeit beschenkt, Hast mit früh- und spatem regen Unser dürres land getränkt, Denn dein wort bleibt ewig stehen, muß gleich alle welt vergehen. nön ast 8. Drum, o Herr, wir wollen tranen, Du wirst unsre bitt erhörn, Du wirst unsre felder batten: Und derselben früchte mehrn, Du wirst uns mit fülle speisen, Daß wir dich drum werden preisen. stb Joh. Frand. † 1677. 1969 196 Danksagung nach der Erndte. dup si 2. Warum willst du, Gott der götter, Ueber uns so zornig seyn? Ach, was sind wir? stoppeln, blätter, Würmer, schaum, ein leerer schein. Laß doch unsre heiße zähren) Deinen zorn in gnade kehren. for 3. Sieh, o Herr, daß feld muß M. Herr Christ, der einig Gottss. ↑ 677. aßt uns den Herren trauern, Weil es nicht getränket wird, Unsre äcker sind wie mauern, So ist alles ausgedürrt, Trokfen ists sogar in gründen, und die jaat die will verschwinden.nl schuldig seynd, Sm himmel hoch dort oben Sein göttlich gnad erscheint; Deßgleichen hier auf erden Desselben inne werden Wohl aller menschen find. i napi 4. Ist der himmel denn verschlossen? Soll forthin der wol fen faß nicht mehr werden aus 2. Dein fraft beweift die sonne gegossen? Soll forthin des him- Mit ihrem schnellen licht; Dazu mels naß nicht mehr unser land der mond und sterne, Die du haft ergößen, nicht mehr unser feld zugericht't; Denn sie sind dienstbar beneßen? uit Indt an pas zeichen, zu nuß dem menschen reichen, Mitwirkung, fraft und schein. 5. Soll das land nun eisen perden? Soll das feld nun öde tehn? Sollen wir fammt unsern beerden Gar verschmachten und vergehn? Ach, Herr, laß dich doch bewegen, Laß doch deinen zorn 3. Wind, wärme, thau und re gen, Dazu fruchtbare zeit Ift dein göttlicher segen. Was wächset und gedeiht Von laub, gras, obst und früchten und aller thier gezüch fich legen. pa mi pret and tie ten Dem menschen sind bereit. 6. Denke doch an deinen bogen, 4. In diesem jahr wir schauen [ 28/15] 446 Für die Früchte des Landes. Die frone deiner güt, Daß sich ben; Wer ihm vertraut, Stets die leut erfreuen Mit dankbarem auf ihn baut Und feftiglich fann gemüth. Hilf, daß wir deine ga- hoffen, Der hat das ziel Auf ben Und was wir von dir haben diesem spiel um allerbesten Gebrauchen heiliglich, al troffen.tug 1940 5. In stiller ruh und frieden, Und allr Gottseligkeit, In deiner furcht und liebe Den menschen feyn bereit zu helfen und zu rathen Mit worten und mit thaten, Wie du es haben willst. 16. Vor geizen und vor grämen, Untreu und falscher list, Vor unzucht, spiel und schlemmen ( Der sündn du strafer bist) Be= hüt uns, lieber Herre, Zum lobe deiner ehre, Durch Christum dei nen Sohn. Insgst og mit yol adail and dan botnisur as M. Was mein Gott will. 24. Rein tag, kein stündlein geht dahin, In welchem man nicht spüret, Was Gottes wohlthat für gewinn In unsre häuser führet. Herr, deine quell Ist reich is und hell, Sie rinnet stets mit gnaden, So, daß nicht blitz Noch frost noch hizz Uns etwas könnte schaden. 5. Wenn mich ein sanfter wind anhaucht, So fühl ich Gottes segen, Wenn das getreide steht und raucht, Wenn sich die ähren regen, Wenn feld und wald So wohlgestalt't Die berg und thäler schöne jahr mir mein gemüth entzücken.se ipd mu odro 678., Gott, die dank ich ſchmücken, So kann fürwahr Das allezeit Für deinen reichen segen; Wer kann doch solche mildigkeit, Wie fichs gebührt, erwägen? Du giebst zur noth Das liebe brod Den menschen mit gefallen, Das ganze jahr Steht immerdar Sehr reich und schön vor allen. ns in and tu 6. Sobald ich nun von hinnen geh Ins grüne feld spazieren Und da die schönsten heerden seh Ihr fröhlichs leben führen: So find ich gleich Ein herrlichs reich, Von lauter Gottesgüte; Drauf ändert sich Bald kräftiglich Mein trauriges gemüthe. bijis a 2. Dein regen macht die felder naß, Er dünget feld und auen; Dann wächset laub, getreid und 97. Ach, Gott, daß wir so thö gras, Daß wirs mit lust anschauen. richt sind Und solches nicht erkenEs wird das land Von deiner nen! Ich flag es noch, die welt hand, Mit reichthum angefüllet, ist blind, Sie kann ja nicht recht Wodurch alsdann Fast jedermann nennen Die liebesbrunst, Die Den nahrungsmangel ftillet. and Gottesgunst Uns läffet wieder 38. Der Herr hat an der hel- fahren, Ja, menschendant Ist den macht und stärke tein belie- schwach und frank, Verschwindet ben, Erospottet nur der menschen mit den jahren., 901901 13101⁹8 pracht, So thöricht wird getrie- p8 Dermochs erkennet seinen [[ 28.814.] Für die Früchte des Landes. 447 wirth, Der esel seine frippen, aus der angst und noth Gar Der mensch allein ist gar verirrt, Er lässet zung und lippen Ganz stille stehn, Es mag geschehn Was böses oder gutes, So geht er hin, Sein herz und sinn Ist roh und frechen muthes. reichlich überkommen. Insid 2. Gieb reine luft, warm'n sonnenschein, Gieb thau und milde regen, Damit die früchte wachsen fein Durch deinen milden segen, Die hie zu lande früh und 9. D, großer Gott, das wissen spat Der ackersmann geworfen wir Und müssens auch bereuen, hat Auf dein wort in die erde. Drum treten wir mit furcht her- 3. Ohn dich ist alle unsre kunst, für Als finder, die sich scheuen, Fleiß, arbeit und vermögen VerUnd bitten dich Demüthiglich, loren, wo du deine gunst nicht Du wollest ja nicht rächen So geben wirst zum pflügen Und große schuld; Aus gnad und huld allen samen wecken auf, Daß er Verzeih uns die gebrechen. wohl reif und seinen lauf Mit 10. Gieb, daß wir mögen gutm gewinn erlange und dankbar seyn Und deine güt er- 94. Herr, straf uns nicht in deikennen, Laß herz und mund von nem zorn, Gedenk an deine güte, sünden rein Dich findlich Vater Den weinstock und das liebe forn nennen, Dein segen frön Uns, Uns gnädiglich behüte Vor hagel, deine föhn, Und laß uns wohl frost, sturmwind und fluth, Bor gedeihen Frucht, vieh und wald; mehlthau und was schaden thut Erhör uns bald, Wenn wir im Den früchten insgemeine. ns bist mangel schreien. dioda 11. Herr, fröne dein geliebtes land, Dein wort muß in ihm blei ben und laß ja nicht den werthen stand Der obrigkeit vertreiben, Absonderlich So frön auch mich Mit hoffnung, lieb und glauben, So weiß ich, daß Nicht list noch haß Den himmel mir kann rauben. entrs.thin 69th Joh. Nist.+1667. tlour sid bon 89 polt be 95. Vor großer dürre uns bewahr Und allzu trocknem winde, Damit nicht etwa mit: dgefahr Das wetter was entzünde. Halt auch das erdreich nicht zu maß, Auf daß wir mögen scheur und faß Durch deinen fegen füllen. non M. Wo Gott, der Herr, nicht 679. Herr Gott, der waandu deiner schaar Haft zugesagt auf erden, Daß sie von dir soll immerdar Im frenz getröstet werden, Daneben auch das täglich bred, Sammt rettung 6. Gieb gnädig, was uns deine hand Sept thut gars lieblich wei sen, Und thu damit im ganzen land All Freaturen speisen, So wird dich loben groß und klein, Die alten und die kinderlein Und was auf erden lebetodon@ 17. Wir tranen dir, o Herre Gott, Dein gnade laß uns wal ten; Du weißst garowohl, was uns ist noth, Haft lange hausges [ 28.816.] Für die Früchte des Landes. 448 halten Und wirst noch ferner jo regiern, Daß man wird deinen segen spürn Und deinen namen preisen. 400 Bartholomäus Ringwaldt. † 1598. M. Wenn wir in höchsten. 680. Bater, deine sonne scheint Auf bös und fromme, freund und feind, Es wird die ganze welt erleucht't, Mit thau und regen auch befeucht't. 2. Du machst die berg und auen naß Und läßst drauf wachsen laub und gras, Damit die thiere mannigfalt Im feld sich nähren und im wald. 3. Uns menschen giebst du brod und wein, Daß unser Herz kann fröhlich seyn, Du machst, daß es die erde bring Und unsre arbeit uns geling. mas, sand, 4. O, Herr, wir bitten deine güt, Aus lauter gnaden uns behüt, Aus gnaden auch das feld bewahr Und gieb uns ein gesegnet jahr. 5. Frost, hagel, mißwachs von uns kehr Und fruchtbar wetter uns bescher; Es muß wind, regen, sonnenschein Dir allezeit ges horsam seyn. is 6. Heuschrecn und raupn sind dein ruth Und was den früchten schaden thut, Solch ungeziefer, Herr, vertreib, Daß dein gab unbeschädigt bleib. 7. Obwohl sich fünde bei uns findt, Dennoch wir deine kinder sind; Drum öffne deine milde hand Und segne unser feld und land. * 9. Wenn deine gnade krönt das jahr, Sind wir gesegnet immerdar; Thu aber dieses noch dazu Und gieb gesundheit, fried und ruh. S ( Um Sonnenschein.) 8. Den himmel mache gänzlich rein Von wolken, daß die sonne schein' Und bald erwärme durch ihr licht, Was sonst verdirbt und wird zunicht. otti asprit Mat M. Erbarm dich mein, o. 681.24 Pch, Gott, wie schreck lich ist dein grimm, Wenn du stark auf den wolken gehst Und deine schwere donner stimm mit starkem krachen von es ( Um Regen.) is 84 ( O Gott, erhöre unsre bitt Und theil uns milden regen mit, Daß wir erkennen deine gab, Und auch das vieh sein futter hab.) 10. Herr, alles steht bei dir allein, Wir woll'n( dir treu und dankbar seyn Und deines großen namens ehr Hinfür ausbreiten mehr und mehr. Inn Blommid mand ed in nobl sim XXXI. 3ur Zeit des Ungewitters. us dig sani dir stöffft. Wir arme blöde menschenkind Erkennen deine große macht, Drum wir in furcht und schrecken sind, Dieweil der him mel blißt und fracht.nl guid 2. Der erdball, der sich sonst [ 28. 16.1 449 dieser noth, Zu dir all hoffnung ist gericht't, Behüt vor bösem, schnellem tod, Mit deiner hülf verlaß uns nicht. 7. Bedecke du mit deiner hand Leib, leben, vieh, haus, gut und hab, Erhalt die früchte auf dem land Und was sonst mehr ist deine gab. Vor schloffen, hagel, wasserfluth, Vor feur- und anderm wetterschad, halt uns, o Gott, in deiner hut, Wir wollen rühmen deine gnad. 3. Wir hätten wohl verdient, o Gott, Mit unsern sünden schwer und viel, Daß du uns straftest mit dem tod, Weil fast niemand gehorchen will: Doch, weil wir deine finder seynd, Dein voll und schafe deiner weid, Das volt, das seine schuld beweint, So hoffen wir barmherzigkeit. 8. Du bist allein der Herr und Gott, Dem donner, bliß, feur, luft und wind, Dem alles stehet zu gebot Und seinen willen thut geschwind. Ach Herr, wo ist dir jemand gleich Im himme. und in aller welt? Wer hat ein solch gewaltig reich, Dem alles gleich zu fuße fällt? 4. Wir wissen nichts und nirgends hin, Wenn wir durchliefen alle welt, zu wem wir sicher möchten fliehn; All creatur zur each sich stellt. Wir wissen nichts 9. Drum sprich ein wort, so als deine gnad, Die alle morgen neu aufgeht, Die groß ist und fein ende hat, Die jedermann stets offen steht. weichet bald Des schweren wetters grausamkeit, Dein wort durchdringet mit gewalt, Drum uns zu retten sey bereit. Ach fomm, ach komm und jetzt beweis, Daß du der rechte helfer jeyst, So wollen wir dir singen preis, Sammt Christo und dem heilgen Geist. Zur Zeit des Ungewitters. nicht regt, zu großer furcht er schüttert sich, Wenn du nur schnaubest, wird bewegt Der berge grund, und fürchtet dich, Dein arm ist stark, dein hand ist schwer; Wenn du im zorn sie hebest auf Und wirfst die strahlen hin und her, So treten zitternd wir zu hauf. 45. Wir schreien aus dem jammerthal Durch Christum, deinen liebsten Sohn, Hinauf zu dir ins himmels faal, um jeinetwillen unser schon, O Vater der barmherzigkeit, Straf uns ja nicht. wie wir verschuldt, Uns iſt die liseusties im Ungen sünde herzlich leid, Kehr dich zu THE Bußlied Ungewitter. Joh. Heermann. † 1647. uns mit gnad und huld. 6. Laß nicht anzünden deinen 682. Wist eine macht, M. Allein zu dir, Herr. ie o Gott, bliß, Was du an nahrung hast beschert, Vor donnerschlägen uns beschüß und laß den leib seyn unversehrt. Sey du bei uns in Die du lässt sehn und hören, Wenn dein ergrimmter donner kracht, Wenn sich die bliß empö29 [ 29. 1.] Zur Zeit des Ungewitters. 450 ren! Wie schrecklich bist du von gewalt! Dein herrlichkeit ist mannigfalt. Wir armen fünder wissen nicht, Wie das geschicht, Ob himmel, luft und erde bricht. 2. Den erdenkreis bewegest du, Daß seine gründe beben, Die berge wanken sonder ruh Und alles land daneben, Die schweren wolken trennen sich, Gott selber donnert grausamlich, Die blize leuchten weit und breit, Nichts ist befreit, Denn feur und wasser stehn im streit. 3. Das erdreich siehets und erschrickt, Es schmelzen berg und hügel, Wenn mancher mensch den blig erblickt, Hätt er wohl gerne flügel. Denn auch des starken donners macht, O Herr, bezeuget deine pracht, Und wir, so grober sünden voll, Erkennen wohl, Daß Gottes band uns strafen soll. 4. Nun, unser ist allein die schuld, Daß wir dies wohl verbienen, Trag aber, Herr, mit uns geduld und laß dich bald verfühnen. Du Vaterherz von anbeginn, Wo sollen wir jept flichen hin? Wir sind vor deinem grimm und zorn Ja gar verlorn, Wird gnade nicht für recht erforn. 5. Wir armen würmlein allzumal Versammeln uns zu schreien Zu dir aus diesem jammerthal, Du wolleft uns befreien In die fem wetter vor gefahr. Herr, laß uns nicht so ganz und gar Im starken donner untergebn, Laß to doch geschehn, Daß wir dich idwiedrum gütig fehn. iar 1.8 6. Du bist ja groß von lauter gnad, Ach rüste dich, zu schüßen Dein armes volk, daß uns nicht schad Im wetter, feur und bligen. Laß uns, o Vater, treffen nicht Ein'n schlag, der berg und felsen bricht, Beschirm uns vor des donners macht, Der schrecklich fracht, Gefahrvoll in der finstern nacht. 7. Bewahr uns, Herr, lefb, gut und haus, Halt uns in festem glauben, Laß uns die furcht durch diesen strauß Der Hoffnung nicht berauben. Vor einem bösen, schnellen tod Behüt uns ja, steh in der noth Jeßt deinen schwachen kindern bei, Damit wir frei Erhalten leben und gebäu. 8. Das vieh im feld, auch laub und saat Sey dir jetzt anbefohlen; Von niemand anders kann man rath, Als blos von dir, erholen. Du schüßest uns mit sichrer hut Vor schloffen, hagel, wasserfluth, Ja, was wir haben in der welt, Wenns dir gefällt, Das bleibt in sicherheit gestellt. 9. Es muß ja donner, hagel, bliz, Die oft ein land vernichten, Dazu das wasser, wind und big, Herr, dein gebot ausrichten. Bers schon uns aber gnädiglich, Laß dies gewitter legen sich, Ich weiß, du bist von gnade reich, Wer ist dir gleich? Sprich, daß der don ner von uns weiche 10. Ach, laß dein treues Va ferherz In dieser angst uns sehen, Es muß ja deiner finder schmerz Dirchwer zu herzen gehen. do [ 29. 2.] Zur Zeit des Ungewitters. Drum schüß uns, Herr, zu dieser frist Durch unsern Heiland Jesum Christ, So wollen wir dich in der zeit Erheben weit Und preisen in der ewigkeit. Joh. Rist.+ 1667. en 4. Das wetter ist vertrieben Durch deine gnad und kraft, Du bist stets bei uns blieben, Haft sicherheit verschafft; Wie dein Sohn Jesus Christ Im schiff das meer bedräuet, Die jünger bald erfreuet, Der helfer du stets bist. Danklied nach dem Ungewitter. M. Helft mir Gotts Güte preisen. ( Von Gott will ich nicht lassen.) 5. Haus, hof, gut, leib und leben Hast du aus lauter güt Mit 683. Wir haben jept deinem schuß umgeben, Vor allem leid behüt't. Dein gnädig angesicht Läffst du uns wieder schauen, Die wir uns dir vertrauen Mit starker zuversicht. 6. Dankopfer wir dir bringen Für dies, was du gethan, Von deiner hülf wir singen, Nimms, Vater, gnädig an Durch Chris stum deinen Sohn, Um seins verdienstes willen, Der deinen zorn kann stillen Als unser gnadenthron. vernommen, Wie du, Herr, Zebaoth, 3Zu uns bist schrecklich kommen Durch blig und feuersnoth. Wir wären gar verzehrt, Wenn du es nicht ge= wendet Und hülfe zugesendet, Die wir von dir begehrt. 2. Herr, deine macht wir preisen, Dein recht ist uns bekannt, Doch kannst du uns auch weisen, Wie deine gnadenhand, Die dich anflehen, schüßt. Wer sich zu dir befehret, Der bleibet unversehret, Wie sehr es tracht und bligt. 3. Ist trübsal da mit haufen, So denkst du jederzeit An die, so dich anlaufen, Hilfft in barms herzigkeit. Du hast an uns gedacht, Wie du deß nicht vergessen, Der in der arch gesessen, Hast terland. ihn zu lande bracht. ar 451 7. Ach Herr, am jüngsten tage Wenn der herein nun fällt, Daß er mit donnerschlage Und bliz anzünd die welt: So stredk aus deine hand Und zieh uns, die wir gläuben An dich und treu verbleiben, Hinauf ins va91194 104- anit sine and Hgc sanng di Joh. Heermann. † 1647. ITTER instilpju do tuu noth), uslin jalmuru nom i c XXXII. Vom menschlichen Elend und Verderben. 11 1980 thist 90 mg, tid ud Johapot majoid sun id på Jad M. Herr Jesu Christ, du. ist mein elend viel und groß Und liegt vor deinen augen bloß, Wie tief mein herz verdorben. am 1 mich ganz vermeiner junden, 2. Es ist verdorben mein ver684. 21 Gottes hat derbt Der aussag Die mir von Adam angeerbt, stand, Mit finsterniß umbüllet, Wo soll ich rettung finden? Es Der will' ist von dir abgewandt ( S[ 29. 3.] 29 Vom menschlichen Elend 452 Mit bosheit angefüllet, Und die begierden sind geneigt, Die luft, die aus dem Herzen steigt, m werke zu vollbringen. 3. Wer kann aussprechen solchen greul, Der leib und feel beflecket? Wer macht uns von dem unheil heil, Das uns hat angestecket? Der sichre mensch bedenkt es nicht, Der sinn ist nicht dahin gericht't, Um daran zu genesen. 4. Ich komm zu dir in wahrer reu Und bitte dich von herzen, O Jesu, Jesu, mache frei Die seele von den schmerzen Und dem, was sie bisher beschwert Und ihre lebenskraft verzehrt, Sonst muß ich untersinken. dil 5. Wen sollt ich anders rufen an, Als dich, mein heil und leben? Du bist allein der rechte mann, Der mir fann rettung geben, Daß ich von sünden werde rein Und als geheilt vor Gott erschein Durch deinen tod und wunden. nur bekennen, Ich bin fleisch von fleisch zu nennen. dolnosin ti 2. Wie verkehrton sind meine wege! Wie verderbt mein alter sinn, Der ich zu dem guten träge Und zum bösen hurtig bin! Ach, wer wird mich von den fetten Dieses fündentodes retten! 3. Hilf mir durch den Geist der gnaden Aus der angeerbten noth, Heile meinen seelenschaden Durch dein blut und freuzestod, Schlage du die fündenglieder Meines alten Adams nieder.dst 4. Ich bin unten von der erden, Stecke in dem sündengrab; Soll ich wieder lebend werden, So musst du von oben ab Mich durch deinen Geist gebären Und mir neue fraft gewähren. 10 5. Schaff in mir ein reines herze, Einen neuen geist gieb mir, Daß ich ja nicht länger scherze Mit der fünden luftbegier; Laß mich ihre tück bald merken, Mich im geist dagegen stärken. 6. Du weißst, o Jesu, meine noth Und kannst nach deinem willen Vertreiben diesen meinen tod Und allen jammer stillen. Ja, Herr, du willst: ich traue fest, Daß du mich nicht in angst verläffft, Du heißst und bist ja Jesus. Laurentius Laurenti. † 1722 6. Lehr mich machen, beten, ringen Und mein böses fleisch und blut In des Geistes joch zu zwingen, Weil es doch thut nimmer gut; Was nicht kann dein reich ererben, Laß in deinen tod er sterben. arol, nis sjat hit 192 212 Die mir broben beigelegt, Daß 7. Reize mich durch jene krone, ich meiner niemals schone, Wenn und wo ein feind sich regt, Sonja tahan dan M. Herr, ich habe mißgehandelt. 685.h, mein Jefu, welch verderben Wohnet dern hilf mir tapfer kämpfen, Teu nicht in meiner brust! Denn mit fel, welt und fleisch zu dämpfen. andern Adamserben Sted ich vole ler für enluft. Ach, ich muß dir [ 29. 4.] 8. Sollt ich etwa unterliegen, O, so hilf mir wieder auf, Laß und Verderben. 453 nichtig Ist der menschen ehre! Ueber den, dent man hat müffen Heut die Hände höflich küssen, Geht man morgen gar mit füßen. 8. Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig Ist der menschen wissen, Der das wort fonnt trefflich fühIn eigner Melodie.ren Und ließ alle weisheit spüPrediger Sal. 1, 2. ren, Muß bald allen wiß verlieren. 9. Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig Ist der menschen tichten! Der, so kunst hat liebgewonnen Und manch schönes werk ersonnen, Ist doch nicht dem tod entronnen. 10. Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig Sind der menschen schäße! Es kann gluth und fluth entstehen, Dadurch, eh wirs uns versehen, Alles muß zu grunde gehen. 11. Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig Ist der menschen herrschen! Der durch macht ist hoch gestiegen, Muß zuleßt aus unvermögen In dem grabe nieder liegen. 12. Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig Sft der menschen prangen! Der im purpur hochvermessen Ist als wie ein Gott gefeffen, Dessen wird im tod vergessen. 13. Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig Sind der menschen sachen! Alles, alles was wir sehen, Das muß fallen und vergehen, Wer Gott fürcht't wird ewig stehen. ngan passinge Michael Frand. † 1667. sarris d.+ 1667, 0 M. Zion flagt mit Angst und. 687. 2, wie will es werden, Ach, wie will es laufen ab, Daß in deiner kraft mich siegen, Daß ich meinen lebenslauf Unter dei nen siegeshänden Möge ritterlich vollenden. Ludw. Andr. Gotter. † 1765. do 150 686. h, wie flüchtig, ach, der menschen leben! Wie ein nebel bald entstehet Und auch wieder bald vergehet, So ist unser leben, fehet! ndis mik 2. Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig Sind der menschen tage! Wie ein strom beginnt zu rinnen Und mit laufen nicht hält innen, So fährt unsre zeit von hinnen. 3. Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig Ist der menschen freude! Wie sich wechseln stund und zeiten, Licht und dunkel, fried und streiten, So sind unsre fröhlichfeiten, sin 4. Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig 3ft der menschen schöne! Wie ein blümlein bald vergehet, Wenn ein rauhes lüftlein wehet, So ist unsre schöne, sehet! 5. Ach, wie flüchtig, ach, wie nichtig Ist der menschen stärke! Der sich wie ein löw erwiesen, Ueberworfen mit dem riesen, Den wirft eine kleine drüsen. 6. Ach, wie nichtig, ach, wie flüchtig Sft der menschen glücke! Wie sich eine fugel drehet, Die bald da bald dorten ſtehet, So 7. Ach, wie flüchtig, ach, wie [ 29. 5.] que 454 ich stets hang an der erden Und so wenig andacht hab, Ja, daß ich mit hartem sinn Ohne buß geh immer hin! Jesu, mir mein herze rühre Und zur wahren buße führe. Vom menschlichen Elend 2. Ach, ich fühle feine reue Und mein fündenherz ist kalt, Ich erkenne ohne scheue Meine fehler mannigfalt: Und doch sonder traurigkeit Lebe ich in sicherheit. Jesu, mich doch so regiere, Daß ich wahre buße spüre. 3. Ach, ich kann an Gott nicht denken, Wie ich sollt und gerne wollt, Denn mein geist, der läßt sich lenken Dahin, wo ich fliehen follt, und klebt dem so feste an, Was zum abgrund ziehen kann. Jesu, hilf mein Herz aus gnaden Dieser schweren last entladen. 4. Ach, weil denn mein geiſt und hulde Hast verworfen und verspott't Und wie du aus seiner ruh Selbst der höllen eileft zu. Jesu, mir mein herze lenke, Daß ich diese noth bedenke. 7. Ach, weil denn noch zeit zu kehren, So verlaß ich diesen stand, Du, mein Jesu, wollst mich hören Und mir bieten deine hand. Hilf mir schwachen, hilf mir auf, Steure meinem sündenlauf, Herr, um deiner marter willen Wirst du meinen wunsch erfüllen. 6. Ach, mein herz, bedent die chulde, Schau, wie weit du bist gon Gott, Wie du seine gnad 8. Ach, ich kann schon tröstlich finden, Jesu, hier in deinem blut Die abwaschung meiner fünden, Dieses stärket meinen muth, Dies erfrischet meinen sinn, Ob ich gleich ein sünder bin. Jesu, mich forthin regiere, Daß ich ein fromm leben führe. erstorben Und mein fleiſch nimmt 688. Das Glend weißst du. überhand, ich nicht, was ich erworben, Da ich mich von Gott ered di 3117971 gewandt, Mein verderben merk M. Vater unser, im Himmelr. ich kaum, Weil ich geb dem fleiz 689. Dies iſt doch ja die raum. gnade gönne, Daß ich die gefahr erfenne. U IS legte zeit, der Herr hat prophezeit, Die wunderzeichen sind gemein, Viel sünd und schand bei groß und klein, Der glaub erlischt, die lieb erkalt't, Das spüret man bei jung und alt. napnilop drit 5. Ach, so wache doch von sünden Auf, o du mein sichrer geist, Suche Gott, weil er zu finden, Weil er noch dein Vater heißt, Komme, weil die gnadenthür Nun noch stehet offen dir. Jesu, zu jo gutem werke Mich mit herzensandacht stärke. 2. Hochmuth und pracht nimmt überhand, Viel schwere plagen sind im land, Drum wache auf, o herze mein, Steh auf vom schlaf der jünden dein, Seyftets im glauben wohl bereit, Deins Her zen zukunft ist nicht weit. a I [ 29. 6.] und Verderben. 3. Herr Jesu Christ, mein heil und trost, Du hast mich ja gar theur erlöst, Ach sieh, ich schweb hier in der welt, Mir sind viel fausend neß gestellt: Wie leichtlich könnt es gehen an, Daß ich auch lief die breite bahn. 4. Die welt fann gar zu listig seyn, Ihr gottlos wesen schmücken fein, Der teufel reizt zur fündenluft, Er spricht, ein sünd sey leicht gebüßt; Mein schwaches fleisch ist bald gefällt, Es hat sonst lust zum lauf der welt. 5. Herr Jesu Christ, thu du das best, Halt mich allzeit im glauben fest, Ich bin ja, Herr, dein fleisch und bein, Ein glieds maaß an dem leibe dein. Mein Herr und Gott, laß nicht von mir, Auf daß ich auch nicht laß von dir. 455 mir muß alles heilsam seyn, Dieweil ich trau dem namen dein. 6. Der welt lauf gehet nach der höll. D Herr, bewahr mir meine seel, Durch deinen Geist regier mich recht, Daß ich nicht sey der sünden knecht, Hilf, daß der feind zu feiner frist Mir schaden mög mit seiner list. 17. Mein glaub ist wohl gering und klein, Noch trau ich, Herr, auf dich allein Und thu mich ganz ergeben dir, Ich weiß, es wird gelingen mir; Denn sich mein herz in aller noth Auf dich verläßt bis in den tod. du duporedit 8. Kommt nun kreuz, trübsal, herzeleid, Noth, frankheit, angst and bangigkeit, Und sollts auch eyn ein harter stand, Bleib ich doch fest in deiner hand; Denn 9. Jesu, mit dir will ich bestehn, Wollt gleich die welt zu grunde gehn, Es fürchte sich ein heuchelchrist und der ohn glaub und hoffnung ist; Ich wart auf dich, Herr, komm nur heut, Daß ich eingeh zu deiner freud. 10. Indeß, mein Gott, so bitt ich doch, Weil ich dies elend baue noch, Erhalt dein wort, gieb fried und ruh, Die schweren zeiten lindern thu. Gieb nahrung und gut regiment, Glaub, lieb und hoffnung bis ans end. Martin Moller. † 1606. M. Ach, schönster Jeju, mein Verl. 690. quicke mich, o heil der dich und deinen gnadenschein Und laß, o freund der menschenkinder, Dein herz auf mich gerichtet ſeyit. Komm und erzeige bein erbarmen Dem heils- und hülfsbedürftgen armen. 2. Du bist und bleibst der troft der erden Und der gepriesne wundermann, Durch welchen wir errettet werden, Der allen menfchen helfen kann und uns von allem unsern schaden Durch seine huld und kraft entladen. 9043 3. Der blinde fann die sonne sehen, Der taube hört die stimme an, Der lahme muß gerade gehen, Der aussaß wird hinweg gethan, Den todten hast du geist und leben Und allen armen frost gegeben, sie a n na 90 frd Vom menschlichen Elend 456 14. Hast du vor diesem solche thaten, O Herr, durch deine hand gestift't, So wollest du auch jezzo rathen Dem schaden, der die seele trifft. Ach, zeige deine große stärke Durch unverdiente gnadenwerke. 5. Du weissst ja, was wir men schen taugen, Wir sind verblendt und sehen nicht; Darum erleuchte meine augen Mit deinem glanz und was ſonst nicht zu sehen, wenn wir 691. in deinem licht nicht stehen.d so 10. Ich finde mich arm und elende, Entblößt von allem eignen ruhm, Die friedensbotschaft zu mir sende, Dein füßes evangelium, Daß ich dadurch noch hier auf erden Gerecht und selig möge werden.s msd ann and measi budw. Andr. Gotter.+ 1735. jolbi staf and fir end M. Herzlich thut mich verl. 691. Hier habt ihr, from 6. Eröffne mir, Herr, meine ohren Und mache mich zu deinem knecht. Hier bin ich! du wollst sie durchbohren, Daß ich auf ewig treu und recht Dir diene und auf dein wort merke, Darnach zu thun all meine werfe. to do me christen, die ihr wissen wollt, Wie ihr den argen lüsten Der welt entgehen sollt, Was euer thun und lassen, Was euer stand foll seyn, Damit ihr durch die straßen Des Des himmels gehet ein.id 7. Ich wanke auf gelähmten füßen, Bald strauchl ich hier, bald strauchl ich dort; Laß deine kraft in mich einfließen, Daß ich mag gehn gerade fort, Und meine tritte niemals gleiten Noch aus dem 3. Tracht't nicht, den leib zu pfad der wahrheit schreiten. 19da 2. Des leibes furze freude, Und was dem fleisch gefällt, Der augen schnöde weide, Die wollust dieser welt, Das eitle ehrenstreben Und was den geiz antrifft, Das ist dem christenleben Ein schädlich feelengift. se ndal sp 8. Wer will doch meinen aussaß heilen, Der krankheit aller schlimmsten theil? Mein arzt, du wollest nicht verweilen, Ach, heile mich, so werd ich heil. Laß deine wunden, o mein leben, Für meine wunden heilung geben. 201 fleiden, Nach gold und großem gut, Nach edelstein und seiden, Wie sonst ein weltfind thut. Wollt ihr mit schönheit prahlen, So laßt das seelenreich Mit Gottesfurcht durchmalen, Das ist ein schmuck für euch. nellier med do 4. Was sind die purpurwangen? Was ist seiden gewand? Was ist das schnöde prangen? Was ist ein hoher stand? Was ist das viele schinden? Was ist das eitlebgeld? Ein schein, der bald muß schwinden, Ein schaum der bald verfällt., gald amir dishist 9. Ich bin ganz todt und meine kräfte, Will und verstand sind ohne kraft zu thun recht göttliche gefchäfte: Herrgieb mir neuen lebensfaft, Daß ich gleich einem baum ausschlagen Und tausendfache früchte trage.' thin an [ 29. 8. und Verderben. 457 noch geld, Nimmt nichts mit sich, wenn er hinfällt. J'utilis 5. Gleichwie vom falten wet- mit sich auf diese welt, kein gut ter Der blumen zier erstirbt, Gleichwie der schmuck der blätter Im feuchten herbst verdirbt: Also muß auch vergehen Des fleisches kurze frist, Nur dieses kann bestehen, Was aus dem Geiste ist. 6. Dein wort, o Herr der schaaren, Das ist das feste schloß, Drauf man sich kann verwahren Vor aller feind geschoß, Da soll ein christ hinlaufen. Wer dieser straße fehlt, Hat mit dem rohen haufen Den breiten weg erwählt. profal in Johann Frand.+ 1677. than@ must flot duoff you bele 6. Heut sind wir frisch, gesund und stark, Morgen todt und liegen im farg, Heut blühn wir wie die rosen roth Bald frank und todt; Ist allenthalben müh und noth. bin schon all nee 17. Man trägt eins nach dem ilf Gott, wie hat andern hin: Wohl aus den audie Eitelkeit. som gen, aus dem sinn; Die welt aquest sent, adil Svergiffet unser bald, Sey jung In eigner Melodie.aran sey alt, Auch unsrer ehren mans ch hab mein sach nigfalt. 1sp fue sinour 692. as 693. Gott heimgestellt, Er machs mit mir, wies ihm gefällt! Soll ich allhier noch länger lebn, Sein'm willn thu ich mich ganz ergebn. dnu lon those madislt 2. Mein zeit und stund ist wann Gott will, Ich schreib ihm nicht vor maaß noch ziel; Es find gezählt all härlein mein, Beid groß und klein, Fällt feines ohn den willen sein.su bumbi 3. Es ist allhier ein jammer- 10. Ich hab hier wenig guter thal, Angst, inoth und trübsal tag, Mein täglicy brod ist müh überall, Des bleibens ist ein kleine und klag. Wenn mein Gott will, zeit, Mühseligkeit, Bedenk' es wohl, so will ich mit; Hinfahrn in fried voll kampf und streit. sisia and i Ist mein gewinn und schadt 14. Was ist der mensch? s ein mir nichts hi do@ djonsdel erdeufloß, Kommt nackt vom muted 11. Und ob mich schon mein terleib und bloß, Bringt nichts fünd ansicht't, Dennoch will ich [ 298 9.11 5. Es hilft kein reichthum, geld noch gut, Kein kunst noch gunst noch stolzer muth, Fürn tod kein kraut gewachsen ist. Mein frommer christ, Alles, was lebet, sterblich ist. mun@ bin adet 8. Ach, Herr, lehr uns bedenten wohl, Daß wir sind sterblich allzumal Und wir allhier Nichtswiderstrebn, fein bleibens habn, Müssn all davon, Gelehrt, reich, jung, alt oder schön.srbi tisdidnar 190 doig 9. Das macht die fünd, o treuer Gott, Dadurch ist komm'n der bittre tod, Der nimmt und frißt all menschenkind, Wie er sie findt, Fragt nicht, weß stands odr ehrn fie finds nedsl nismo sa 458 Vom menschlichen Elend verzagen nicht, Ich weiß, daß mein 694. bei Herzen. den getreuer Gott Für mich in tod Sein'n lieben Sohn gegeben hat. 12. Derselbe mein Herr Jesus 16 HART Luc. 8, 43. misd Christ Für all mein sünd gestor- M. Jesu, der du meine Seele. ben ist und auferstanden mir zu 695. Diebster Jeſu in den gut, Der mit seinem theuren blut. 13. Dem leb und sterb ich alle zeit, Von ihm mich dann der tod nicht scheidt, Ich leb, ich sterb, so bin ich sein, Er ist allein Der einig troft und helfer mein. tagen tdrigkeit allhier Hörte man zum volk dich sagen: Es geht eine fraft von mir. Laß auch deine fraft ausfließen Und sich deinen Geist ergießen, Da du in der herrlichfeit Nun regierest weit und breit. 25191 ms hinsia 99 14. Das ist mein trost zu aller zeit In allem freuz und traurigkeit; Ich weiß, daß ich am jüngsten tag Ohn alle flag Werd auferstehn aus meinem grab. 15. Mein lieber frommer, treuer Gott All mein gebein bewahren thut, Da wird nicht eins vom leibe mein, Sey groß, sey klein, Umkommen noch verloren seyn. 16. Mein'n lieben Gott von angesicht Werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht, In ewger freud und herrlichkeit, Die mir bereit. Ihm sey lob, preis in ewigfeit! UG 911912 17. D Jesu Christe, Gottes Sohn, Der du für mich haft gnug gethan, Ach, schleuß mich in die wunden dein, Du bist allein Der einig troft und helfer mein.e 18. Amen, mein lieber frommer Gott, Bescher uns alln ein'n felgen stod, d Hilf, daß wir mögen allzugleich Bald in dein reich Kommen und bleiben ewiglich. of iJoh. Pappus. † 1610. Jeft, blös 2. Denn, dir ist in deine hände Nun gegeben alle macht, Bis an aller welten ende Wird dein name hochgeacht't, Alles muß sich vor dir neigen, Und was hoch iſt, muß sich beugen, Selbst der letzte feind auch muß Endlich unter deinen fuß. 3. Darum fannst du allen ras then, Deine kraft ist nie zu klein, Es bezeugens deine thaten, Die uns aufgeschrieben seyn, Ja, du bist deßwegen kommen, Weil du dir haft vorgenommen, Aller menschen heil zu seyn Und zu retten groß und klein. I 4. Hier, mein arzt, steh auch ich armer, Frank am geiste, blind und bloß, Rette mich, o mein erbarmer, mache mich von sünden los Und von den so vielen tücken, Die mein armes herz bestricken, Ach, laß deinen süßen mund Zu mir sprechen: sey gefund! mog 15. Siehe, meine feele rühret Deinen saum im glauben an, Wartet, bis sie endlich ſpüret. Was du hast an ihr gethan. An [ 290: 201 459 werden; Eh mans versieht, gehn wir dahin Und liegen in der erden, Wir bringen ohne rast und ruh, Wie ein geschwäß, das le= ben zu Und fliehn stracks von hinnen. und Verderben. dein wort will ich mich halten Und indeß dich lassen walten, Leugnen kannst du dich doch nicht, Da dein wort mir heil verspricht. 6. Amen! du wirst mich erhören, Daß ich durch dich werde rein, Und zu mir dein antlig 5. Ach, wie gar nichts ist unsre kehren, Daß ich könne fröhlich zeit, Herr, gegen dich zu rechnen! seyn: So will ich aus herzens- Du bist ein Gott von ewigkeit, grunde Deine güte mit dem munde Wer kann dir widersprechen? Du Rühmen hier in dieser zeit Bis bleibest immer für und für, Sa zur frohen ewigfeit.is tausend jahr die sind vor dir tard on 1150 tissines and tist and misd Pf. 90. Wie ein tag, der vergangen. 6. Der menschen leben aber ist Gar kurz und voller plagen, Noch stecken sie voll arger lift Und las sen sich nicht sagen, Als hätts mit ihnen fein gefahr, Da fie doch selten achtzig jahr In ihrem lauf erreichen. dil misste M. Es ist gewißlich an der Zeit. Gott, der dit 696. Gott, der du die menschentind, So deinen Sohn bekennen, Gh Ch denn die berg erschaffen sind, Haft wissen all' zu nennen Und fie geſehn im gnadenbund, Eh denn da ist der erde grund Durchs Wort geleget worden. 4100 2. Sieh doch, wie wir durch Adams fall So schändlich sind verderbet, Der tod uns nachfolgt überall und ist uns angeerbet; Er steckt in unserm fleisch und bein Und nagt die menschen, groß und flein', Bis daß er sie verzehret. nis3. Wir wachsen wie die blumen auf und fallen wieder abe, Oft trägt man gar mit großem hauf Uns menschen hin zum grabe. 9. Gieb heilsam, glücklich regiDas macht, Herr, dein gerechter ment, All drangsal von uns wenzorn, Dieweil wir sind in sünd de, Befördre stets zum guten end geborn Und dein gebot nicht Diemwerke unsrer hände: So haltendunlp mi mun) monis wollen wir drum für und für, 194 Darum wir auch von dei- Auch unsre finder nach uns hier nem grimm So schnell verzehret Von Herzensgrund dich preisen. 0[ 29011.] 7. Lehr uns bedenken, daß wir nun, Herr, alle sterben müssen, Daß wir flug werden, buße thun, Die zeit der gnade wissen Und uns zum tod bereiten fein, Da mit wir selig schlafen ein Auf Christum, unsern Herren.d i8. Kehr dich zu uns, du frommer Gott, In diesen bösen tagen, Errette uns nun aus der noth, Nach vielen, langen plagen; Schaff uns doch bendlich hülf und rath, Weil misre hoffnung früh und fpat Auf dich allein nur stehet. 460 Vom menschlichen Elend 10. Gott Vater, Sohn und feinde fällen, Die jego wider mich heilger Geist, Dir sey lob, preis und meine seele stehn; Sprich und ehre Für alles, was du uns nur ein wort, so muß Ihr trug erweist, Dein segen sich vermehre, und macht vergehn. Daß wir fort spüren deine güt Uns stets mit willigem gemüth Dir und dem nächsten dienen. Bartholomäus Ringwaldt.+ 1598. te songnopsom sug thi M. D. Gott, du frommer. 697. 71 6. Ach, laß mir offen stehn Die quelle deiner wunden, Dadurch hab ich doch schon Die fünden überwunden; Dem Vater bin ich ja Durch dich schon ausgeföhnt, Daß mich nun seine gnad Durch dein verdienst bekrönt, Jefu voller kraft, D Heiland voller güte, Laß deine lieb und kraft Erfüllen mein gemüthe! Ich weiß sonst keinen trost Auf dieser gan= zen welt, Wo sich nicht deine gnad Mir armen zugesellt. 7. Dies glaub ich: fühl ich schon Die menge meiner fünden, Drückt mich gleich ihre last, Muß ich gleich zorn empfinden, So weiß ich schon, du hast Schon solchen zorn gestillt, Der fünden 2. Betrübt ist mir mein herz macht zerstört Und das geset Von wegen meiner sünde, Die erfüllt. La ich mit traurigkeit In tiefster reupil 8. Ich wende mich zu dir, Der empfinde. D, wie hat doch das du mich kannst erquicken: Lässst gift, Das auf uns ist geerbt, Aufs allerschmählichste Uns durch und durch verderbt! Had an du mich deine huld Und freundlichkeit erblicken, So weicht die unruh weg, Der sünden macht zerbricht, Ich finde fried und ruh In deinem angesicht. 3. Wie oft hat mir dein wort Das böse untersaget, Und mein gewissen mich Mit ängsten angeflaget! Wie oft hat mich dein wort Bald so, bald so geschreckt Und mein verderben mir Im grunde aufgedeckt! as das c ( 9. Nun, du, mein Heiland, du Kannst mich doch nicht verlassen, Da meine glaubensarm' Dich fuchen zu umfassen, Schließ ewig mich in dich Und deine liebe ein, Dein will ich hier und dort Und keines andern feyn. 4. Doch bleib ich immer noch In meinem elend liegen und kann nicht über mich und meine fünde fiegen. Mich schließet ihre macht In ihre fesseln ein, Ich muß ein bu nisu Joh. Friedr. Ruopp. † 1708. st HDR das todsig M. Jefu, meine Freude. sclav der lust Und meines flei- 698. Was ist unser le sches seynos er Jac Was 15. Jesu, bider du hast Die unser streben? Eitel eitelkeit. Was finsterniß der höllen Durch blut ist unser dichten, Wollen und und tod besiegt, Du kannst die verrichten? Eitel müh und streit. [ 29. 12.] 461 Eitel ist, Was sich erkiest Hier ein mensch in seinem herzen, Eitel angst und schmerzen. is un 2. Ach, wie ist so nichtig, Ach, wie ist so flüchtig Uns're lebenszeit! Wenn wir auf der erden Kaum geboren werden, Geht schon an der streit. Da ist leid Und traurigkeit, Da muß man mit bösen leuten Unaufhörlich streiten. Drum ich dir nur laffe Dein ergöglichkeit, Weil ich mir erlesen Für dein eitel wefen nur die himmelsfreud; Und dahin Steht mir der sinn, Stetig hab ich die gedanken In den himmelsschranken. bon mad on n 5. Herr, wenn ich nur habe Dich zur morgengabe, O, jo sey und bleib Die welt ungeachtet. 3. Dieses unser leben Pflegt Ob mir schon verschmachtet Meine sich anzuheben Mit viel kreuz und seel und leib, Bist du doch, noth, Da ist eitel neiden, Sorge, Jesu, noch meines herzens lust angst und leiden Und zulegt der und freude, Mein theil, heil und tod. Dieje welt mir nicht ge- weide.said ini just nisl finel Doch ist noch ein ander Christoph Liebe( Titius) † 11703.9 er bin ich b Herr Zebaoth. fällt; leben, Darnach will ich streben. 699. Bin 4. Dich, o welt, ich hasse, drs und Verderben. XXXIII. Von dem seligen Zustande der wahren bi Christen, pod and wat ons ships at -ánus ant did misd bin 440 ti amm two an in M. Ach, was soll ich Sünder. Weil er uns den glauben schenkt, Daß uns höll und tod nicht fränkt. es of guion 700. Ah, wie groß ist 4. Weil die wahrheit nicht kann deine gnade, Du getreues Baterherz Daße dich unsre noth und schmerz, Daß dich aller menschen schade Hat erbarmet väterlich, Uns zu helfen ewiglich. lügen, Will ich dir vertrauen fest, Weil du feinen je verlässst; Weil dein wort nicht kann betrügen, Bleibt mir meine, feligkeit Unverrückt in ewigfeit. mm dlf niso dull, bid ni bim 2. Du hast uns so hoch gelie bet, Daß der mensch von aller pein Frei, soll ewig selig seyn, Daß dein Sohn sich selbst hingiebet Und beruft uns allzumal 5. Lob sey dir für deine gnade, Du getreues Vaterherz, Daß dich meine noth und schmerzy Daß dich auch mein seelenschade Hat erbarmt so väterlich. Drum lob ich dich ewiglich.s lejos de jo Zu dem großen abento Dr. Johann Olearius.+ 1684.b 3. Ja, dein werther Geist beHof. 2, 19. 20.gst asht zeuget Durch die tauf und abend- M. Es ist gewißlich an der Zeit. maht Unſer heil im himmelsfaal, 701. Gottes lamm, Hat Der die herzen zu dir neiget, [ 29. 13] 462 Von dem seligen Zustande dir dich zur braut erwählet, Er hat zum hochzeitmahl Geschmückt und mit dir als bräutigam, O gnade! Herrlich führen. sich vermählet, Er brennt vor liebe gegen dich, Sein keusches herze sehnet sich Nach keuscher gegenliebe. 7. Ach feele, liebe wiederum Den, der uns herzlich liebet, Ergieb dich dem zum eigenthum, Der an dir gnade übet, Ach, faß ihn tief in deine brust Und laß dich nicht die schnöde lust Der eifeln welt verleiten. 190 2. Er liebet nicht auf kurze zeit, Nein, so ist nicht sein lieben, Er will an dir in ewigkeit Recht treue liebe üben. Bleib du ihm auch in liebe treu Und augenblicklich sie erneu, Sein lieben wird nicht wanken. 8. Ach, zünde mich, o Jesu, an, Dich inniglich zu lieben, Laß mich stets meiden, was dich kann An meinem thun betrüben. Nimm meine seel und sinnen ein, Laß mich dir ganz ergeben seyn Und deine braut verbleiben. Christ. Ludw. Edeling. † 1742. 3. Er will sich in gerechtigkeit Mit dir nach wunsch vertrauen, Er ist ohn unterlaß bereit, Dich gnädig anzuschauen; Er meint es recht und schenket sich Selbst zur gerechtigkeit, die dich Als dein gewand soll fleiden.. 702.2ch jehet, welche lieb 4. Er sucht an dir barmhers zigkeit Und gnade zu beweisen, Er und gnad Der giebet, was dein herz erfreut, Will dich mit manna speisen, Wer ihn nur liebet, hat es gut, Er stärkt und labet siun und muth, Bei ihm ist lauter himmel. Vater uns erzeiget hat, Der uns als eigenthum erfennt, Uns arme seine kinder nennt, Der uns unwürdigen aus huld Erläffet alle fündenschuld. and thig sit mit 272948 5. Du darfst dich seiner liebesbrunst Im glauben nur vertrauen, Du kannst auf seine große gunst Mehr, als auf felfen, bauen. Er ist die wahrheit und das licht, Er weiß von keiner falschheit nicht, Was er verspricht, geschiebet. 2. Dies zwar verstehet nicht die welt, Die uns für Gottes feinde hält Und haffet, schmäht, belegt mit spott, Und meint, fie diene darin Gott; Denn sie erfennet Gott nicht recht, Drum kennt sie auch nicht sein geschlecht. tipp 190 6. Du wirst ihn in der höchften noth Als deinen Herrn er kennen, Auch selbst der schreckensvolle tod Wird dich nicht von ihm trennen, Dann wird er dich zum himmelssaal Als seine braut 3. Indessen kann es schaden nicht, Wenn uns die böse welt ansicht't, Vielmehr gedeiht es uns zu gut, Wir stehen ja in Gottes hut. Wir rühmen uns auch in der pein, Daß wir des Höchsten kinder seynord& nu süj susil ni 14.1 1. Joh. 3. M. Vater unser, im Himm. 463 10. So bleibt es, daß Gott unser freund, Und wir denn Gottes finder seynd, Und noch ist es erschienen nicht, Was wir vor Gottes angesicht Dort werden seyn in ewigkeit Und was uns allda sey bereit't. der wahren Christen. 4. So jemand fluchet, segnen wir Und tragen Gott im beten für, Daß er der feind' unwissenheit Vergebe nach barmherzigkeit; Wie denn ein jedes Gotteskind Ist seinem Vater gleich gesinnt. 5. Wenn wir denn also freuz und schmach Dem Sohne Gottes tragen nach, So sind wir in ihm angenehm, Zu allem guten werk bequem, Wir werden schon in dieser zeit Die erben wahrer feligkeit. 6. Dann zeiget Gottes Geistes fraft Von unsrer find- und erbeschaft, Durch welches zeugniß unser geist Gott Abba! lieber Vater! heißt, Daß wir in voller zuversicht Hintreten vor sein angesicht. 7. Der nimmt sich denn auch unser an, Wenn unser mund nicht beten kann, Vertritt uns bei Gott kräftiglich, Wenn unser Herz in seufzern spricht, Die Gott verſteht, ob gleich der mund Vor 703. s glänzet der chris G ihm sie machen kund. 8. Durch ihn verachten wir die welt Und trachten nach dem himmelszelt, Das droben für uns frent bereit, zu wohnen da in ewigkeit, Da unsre hoffnung wird erfüllt und unser sehnend herz geftillt, ist bi inwendiges leben, Obgleich fie von außen die sonne verbrannt, Was ihnen der könig des himmels gegeben, Ist keinem als ihnen nur jelber be kannt. Was niemand verspüret, Was niemand berühret, Hat ihre erleuchtete finnen gezieret Und sie zu der göttlichen würde geführet. 9. Ist denn für uns der große Gott, Was scheuen wir denn noch den tod? Ift Gott für uns, der 2. Sie scheinen von außen die uns losspricht, Was schadet uns schlechtesten leute, Ein schauspiel noch das gericht? Wer ist, der der engel, ein etel der welt, und uns von Gott abtrennt, Da Gott innerlich sind sie die lieblichſten in liebe für uns brennt? 19 bräute, Der zierrath, die krone, ( 29. 15.] 11. Doch aber wissen wir ges wiß, Daß dieses einst erscheinen müß, Da wir in Gottes freudenreich Ihm und den heilgen engeln gleich, Weil da ein jeder glaubensmann Ihn, wie er ist, wird schauen an. 12. Drum Vater, preisen wir aufs best Dich, der du uns dies wissen läßst. Wir bitten, gieb und deinen Geist, Der uns die wege unterweist, Dadurch wir zu dir, Vater, gehn Und vor dir ewiglich bestehn. tout Hemrich Georg Neuß. † 1716. Col. 3, 3. 4. Thas In eigner Melodie. 464 Von dem seligen Zustande die Jesu gefällt, Das wunder der scheinen zum wunder der welt. zeiten, Die hier sich bereiten, Sie werden regieren und ewig Den fönig, der unter den lilien floriren, Den himmel als prächweidet, zu küssen, in güldenen tige lichter auszieren, Da wird stücken gekleidet. in sid pils ans man die freude digar offenbar spüren. 3. Sonst sind sie des Adams natürliche finder Und tragen das bilde des irdischen auch, Sie leiden am fleische wie andere fünder, Sie essen und trinken nach nöthi gem brauch. In leiblichen sachen, Im schlafen und wachen, Sieht man sie vor andern nichts sonderlichs machen, Nur, daß sie die thorheit der weltlust verlachen.is 4. Doch innerlich sind sie aus göttlichem stamme, Die Gott durch fein mächtig wort selber gezeugt, Ein funke und flämmlein aus göttlicher flamme, Die oben Jerufalem freundlich gesäugt. Die engel sind brüder, Die ihre loblieder mit ihnen gar freundlich und lieblich absingen, Das muß denn ganz herrlich und prächtig erklingen.fors i tada 7. Frohlocke, du erde, und jauchzet, ihr hügel, Dieweil du den göttlichen samen geneußst, Denn das ist Jehovah sein göttliches siegel, Zum zeugniß, daß er dir nochy segen verheißt. Du sollst noch mit ihnen Aufs prächtigste grünen, Wenn erst ihr verborgenes lebent erscheinet, Wornach sich dein seuf zen mit ihnen vereinet. nust 5. Sie wandeln auf erden und leben im himmel, Sie bleiben ohnmächtig und schüßen die welt; 8. D Jesut, verborgenes leben der seelen, Du heimliche zierde der inneren welt, Gieb, daß wir die heimlichen wege erwählen, Wenn gleich uns die larve des freuzes verstellt. Hier übel ge= nennet Und ewig erkennet, Hier heimlich mit Christo im Vater gelebet, Dort öffentlich mit ihm im himmel geschwebet. nsjonspoed Christ. Friedrich Richter.+ 1711. nogationo bella rid mod M. Jesu, hilf fiegen, du. Sie schmecken den frieden bei ale 704. tietee riede, ach friede, ande die lem getümmel, ärmsten, was ihnen gefällt; Sie stehen im leiden, Sie bleiben in freuden, Sie scheinen ertödtet den äußeren sinnen Und führen das leben des glaubens von innen. ach, göttlicher friede Vom Vater durch Christum im heiligen Geist, Welcher der frommen herz, finn und gemüthe In Christo zum ewigen leben auf schleußt, Den sollen die gläubigendseelen erlangen, Die alles verleugnen und Jesu anhangen. tjed 6. Wenn Christus, ihr leben, wird offenbar werden, wenn er fich einst, wie er ist, öffentlich stellt, So werden sie mit ihm, als götter der erden, Auch herrlicher 2. Richter deswegen, friedlie bende seele Dein herze im glau ben zu Jesu hinan; Was da ist 08 [ 29. 16.1 der wahren Chriften. 465 droben bei Christo erwähle, Ver- dich lehret Und was er dir saget, lengne dich selbst und den irdischen plan; Nimm auf dich das fanfte joch Christi hienieden, So findest du ruhe und göttlichen frieden. dasselbige thu; Hasse und lasse, was sein wort verwehret, So findest du frieden und ewige ruh; Denn selig, die also sich Jesu ergeben und gläubig und heilig nach seinem wort leben. 8. Jesu, du herzog der friedensheerschaaren, O, könig von Salem, ach, zeuch uns nach dir, Daß wir den friedensbund treulich bewahren, Im wege des friedens dir folgen allhier. Ach, laß mich doch deinen Geist kräftig regieren Und dir nach in frieden zum Vater hinführen. 3. Nahm doch der Mittler des friedens viel schmerzen, Den Vater mit uns zu versöhnen, auf sich. Nimm dies, seele, recht fleißig zu herzen und siehe, was thut wohl dein Jesus für dich, Er bringet mit seinem blut frieden zuwege Und machet, daß alle unruhe sich lege. misblas 4. Nun, dafür bist du ihm ewig verbunden, Du sollst dafür gänzlich sein eigenthum seyn, Weil er dir ewge erlösung erfunden Und ſchleußt dich in Bartholomäus Traffelius. 1724. pust90 1941 1100 pirbom s M. Singen wir aus Herz. 705.dh bin Gottes bild gnaden- und Drum und ehr, Bin sein daß du dich ihm gänzlich ergie- kind, was will ich mehr? Chribest Und immer beständig von stus ist mir anverwandt, Ueberherzen ihn liebest. tim bilmisd föftlich ist mein stand, Christus ist mein schmuck und kleid, Hier und dort in ewigkeit, Durch ihn werd ich hoch erfreut. 5. Siehe, von all seinen bundesgenossen Erfordert er herzliche liebe und treu; Darum sollst du von dir alles ausstoßen, Was Jest zuwider und feindselig sey. Welt, teufel und fünde, die mußt du bestreiten, Was Jesum betrübet, stets fliehen und meiden. 6. Weislich und fleißig mußt du dich entschlagen Der bösen gesellschaft und sündlichen rott, Welche den weltlichen listen nachjagen, Nicht fürchten noch lieben den heiligen Gott; Denn die sich zu solchen gottlosen gesellen, Die fahren mit ihnen hinunter zur höllen. 7. Liebe und übed was Jesus 2. Gott hat mich gerecht gemacht, Christus hat mir heil gebracht, Gott zürnt nimmermehr mit mir, Ich bin selig für und für, Gott hält mich in seinem schooß, Ich bin Gottes Hausgenoß, Mein sig ist im himmelsschluß. 3. Gott verläßt mich nimmermehr, Er giebt, was ich nur begehr, Alles, was Gott hat, ist mein, Christi taufe wäscht mich rein; Ich bin Gottes heiligthum, Christus zieret mich mit ruhm, Schenkt sich mir zum eigenthum. 30 130. 1.] 466 Von dem seligen Zustande bi 4. Gottes liebe wohnt in mir, ungemach Durch manchen sturm, Gottes gnad ist mein panier; Christus hat mich auserwählt, Er hat sich mit mir vermählt, Er hat sich mit mir vertraut, Ich bin Christi schaß und braut, Christi auge auf mich schaut. durch dorn und Hecken Muß wandern, soll mich doch nichts schrekken, Denn du bist bei mir stetiglich, Du bist mein licht, mein stern, mein führer, Dein stab und stecken mein regierer: Auf deinen achseln ruhe ich. 3. Ein mahl voll himmelsfüßigkeiten, Ein mahl von fett, von mark und wein Hast du bereitet, daß von weiten Es sehn, die mir nicht günstig seyn. Du salbest mich mit öl der freuden, Da weiß ich denn von keinem leiden, Bin voller trost und freudigkeit; Den durst des geistes wohl zu stillen, Muß mich dein voller becher füllen, Der becher deiner lieblichkeit. 5. Meine ruh bleibt ungestört, Mein vergnügen ewig währt, Meine lust vergehet nicht, Ich fomm nimmer ins gericht; Christus selber ist der mann, Der für mich hat gnug gethan, Keine plage rührt mich an. 706. hah 6. Drum bin ich stets wohl gemuth, Weil mich Christus hat in hut Und sein herz mich ewig liebt, Ja, weil er sich ganz mir giebt. Auf, mein geist, und nicht verweil, Gott, der selbst dein gut und theil, Stets zu lieben für dies heil. just dan Big C un bied om de bi 1972 tisur Pfalm 23. M. Wie wohl ist mir, o Freund. Rehovah ist mein hirt und hüter, Nun wird kein mangel treffen mich, Auf grüner auen seiner güter Erquidet er mich süßiglich; Er leitet mich zu frischen quellen, Da häufig sich zu mir gesellen Biel Frante, matte schäfelein. Wenn ich in ohnmacht sinke nieder, So holt er meine seele wieder am eing, ring tod dill 19 Er führet mich auf rechten wegen, Er geht poran, ich folge nach Und wenn ich gleich auf finstern stegen Und thälern poller 89 08 819 4. Drum soll mich nun fort nichts bewegen, Von dir, mein hirt, zu setzen ab; Mir folget= nichts denn lauter segen Und gutes nach bis in mein grab. Der tod mag leib und seele trennen, Sch weiß, du wirst mir dennoch gönnen, zu seyn ein find in deinem haus. Der knecht mag nicht darin verbleiben, Den sohn fann niemand draus vertreiben, Ob er gleich müsst zur welt hinaus. 128. 5. 5. Halleluja sey dir gesungen, Dholder hirt, o süßes Lamm, Ach, hätt ich hundert tausend zungen 3u rühmen dich, mein bräutigam! Und flot thr lebensbal- Doch du willst nicht Präutigam! haben, Nur eins ist, das dein herz kann laben: Ein herz, das dich nur liebt allein. Das wollst wellſt ampl du mir, o Jefu, ichenken, will ich stets Lei mir geden. e der wahren ken: Mein hirt ist mein, und ich bin sein. ed she Joh. Anastas. Freylinghausen. † 1739. 707. M. Valet will ich dir geben. ch freu mich in dem Herren Aus meines herzens grund, Bin fröhlich Gott zu ehren Jetzt und zu aller stund. Mit freuden will ich singen Zu lob dem namen sein, Ganz lieblich soll erklingen Ein neues liedelein. Christen. 0467 keit, bedenke, So dünkt mich, ich sag es frei, Daß ich schon im himmel sey. him to antirde 2. An dem schnöden fündenwust mag ich alsdann nicht mehr kleben, Ich verspüre fraft und lust, Heilig und nach Gott zu leben, Ich bin reiner freuden voll, Mir ist überschwenglich wohl. 3. Dir sey dank, preis, ehr und macht, Jesu, daß du durch dein sterben Mir dein heil hast wiederbracht und mich solches laffen erben In der tauf, die durch dein blut Alle meine schuld abthut. 2. In sünd war ich verloren, Sündlich war all mein thun, Nun bin ich neu geboren In Christo, Gottes Sohn, Der hat mir heil erworben Durch seinen bittern tod, Weil er am freuz gestorben Für meine missethat. 3. All sünd ist nun vergeben Und zugedecket fein, Darf mich nicht mehr beschämen Vor Gott dem Herren mein. Ich bin ganz neu geschmücket Mit einem schönen kleid, Gezieret und gesticket Mit heil und g'rechtigkeit. 14. Dafür will ich ihm sagen 6. Donnert das dyt gefegund Lob und dank allezeit, Mit freud blitt Schrecklich über alle bösen: und chren tragen Dies köstliche Hier steht Christus der mich geschmeid, Will damit herrlich schüßt, Der mich fann vom fluch prangen Bor Gottes majestät," erlösen, Deffen thun vor Gott Hoff darin zu erlangen Die ewge so gilt, Als hätt ich es felbft feligkeit. 1911 194nd di And"= 9) erfüllt. bunda ni bi nas Tinguest rione ghidea 1635.97 Er, der große weltheiland, Bartholomäus Helder. † ny 1910 1m furor und bace M. Jesus, meine Zuversicht. Hat luft in mein Herz zu ziehen Und hat mir znm liebespfand 708fu, wenn ich mein Seinen werthen Geiſt verlichen; gemüth in mich felber lente und den Sch bin sein kind für und für. reichthum deiner gut, meine feltg- 8. Sage mir, vernunft, ja 130. 3.1 30an 4. Dieses macht mich schön und fein, Ohne flecken, ohne matel, Heilig, ganz gerecht und rein, Heller als die sonnenfackel, Denn dein unschuld, mein Herr Christ, Macht mich, wie du selber bist. 5. Höll und teufel sind gefällt, Ihre macht hat weichen müssen, Die verfluchte böse weit Tret ich ritterlich mit füßen, und die freude Christi macht, Daß mein herz den tod verlacht. 468 Von dem seligen Zustande nicht: Du bist elend und gebrech- Liebt hingegen Gott im leiden; lich! Denn mein glaub an Chris Kummer, der das herze bricht. stum spricht: Ich bin herrlich Trifft und ängstet nur die heiden. unaussprechlich. Niemand schrecke Wer Gott in dem schooße liegt, mich forthin, Weil ich hier schon Bleibt in aller noth vergnügt. ſelig bin. di tidlat triar a dn5. Meinersfeeleitlagets nicht, an9. Treib, o Gott, aus mir das Denn sie weiß von keinen nöthen, von, Was den glauben will zer- Hängt an Gottes angesicht, Auch stören, Laß dein evangelium, alsdann, wenn er will tödten. Tauf und abendmahl mich näh- Wo sich fleisch und blut beklagt, ren, Dies sey mir in freud und Wird das freudenlicht verjagt. leid Meine liebe seelenweid. 6. Meine seel ist still zu Gott Und die zunge bleibt gebunden; Also hab ich allen spott, Alle schmerzen, überwunden, Bin wie ein stilles meer, Voll Gottes preis und ehr.ird eich 10. Und bei solcher werthen foft Will ich mich so lang' ergöpen, Bis du mich, mein süßer troft Wirst zur himmelstafel sepen, Da ich recht soll nehmen ein, Was es sey, ganz selig seyn. 39d nad hit musik S ned bru@ Pf. 32. a von d Johann Joseph Windler.+ 1722. brat siar anu phibir stor, 8 19 710.bie Seelen, sit S In voriger Melodie. His 709. M eined feele fenfet & de fich angin in si tu dled dnu aund us M. Ach, wie flüchtig, ach, wie. gan Gottes hände und erund wartet ruhiglich Scinter wege ziel 711. wie wichtig Sit und ende, Liegt fein stille, nackt und bloß In des liebsten Vaters schooßiurs off si, nort snie nach 12. Meine seele murret nicht, Ist mit allem wohl zufrieden; Was der eigne wille spricht, st zum tode schon beschieden, Was die ungeduld erregt, Ist in Christi grab gelegt. lp di bb c 3.Meine seele jorgets nicht, Will vielmehr an nichts gedenken, Was gleich spißentadornen sticht Und den frieden nur fann fränken; Sorgen kommt dem Schöpfer zu, Meine seele sucht nur rub. 3 4. Meine seele grämt sich nichts der christen leben! Weder heute, weder morgen Darf man vor ver derben sorgen, Denn es ist in Gott verborgen. nod sun that -2 Dy wie richtig und wie wichtig Sind der christen fage! Wer sich durch die zeit gedrungen Und ins ewige geschwungen, Dem ist jeder tag gelungen. odsid smisl 3D, wie richtig und wie wichtig Ist der christen freude! Freude, die in Gott gegründet und den geist mit ihm verbindet Freude, die kein ende findet. offind tim 4. O wie richtig und wie wichtig Ist der christen schöne!" Tu[ 30 411 469 gendschönheit im gemüthe Ist bei Gott von größrer güte, Als die baum- und rosenblüthe. 2 5. O, wie richtig und wie wichtig Ist der christen stärke! Fleisch und teufel muß verspielen und der christen träfte fühlen, Wenn fie nach den seelen zielen. tpun 6. O, wie richtig und wie wich sten ist die pracht vergangen, Bis sie in die stadt gelangen, Wo ganz güldne gassen prangen. mu 13. O, wie richtig und wie wich tigh Sind der christenfachen! Gott wirkt selbst ihr thun und tichten, Heißt sie dies und das verrichten. Dies kann keine zeit vernichten. misa dos 119101 dan tig Ist der christen glücke! Was Joh. Christ. Rube, um 1712. fie Gott zum preis ersinnen Und d darauf in ihm beginnen, muß stets glück und heil gewinnen. d m thi( 19) asi 191 M. Warum sollt ich mich.disl 7. D, wie richtig und wie wich: 712. was für ein Herrlich wesen Hat tig Ist der christen ehre! Sie sind Gottes freund und finder, Christi brüder und nicht minder Richter aller feind' und fünder. 8. D, wie richtig und wie wichtig Ist der christen tichten! Wenn fie Gott in tausend weisen, Bald zu haus und bald auf reisen, Durch mund, herz und leben preifen. htt 9101 1. 9. D, wie richtig und wie wichtig Ist der christen wissen! Was sich dieser welt entrissen, Ist auf nichts, als Gott, beflissen und will nur von Jesu wissen. Ha 10.D, wie richtig und wie wichtig Sind der christen schäße! Was die wahren christen haben, Sind ganz unsichtbare gaben, Wornach feine diebe graben.urisp ppt 19691 11. D, wie richtig und wie wichtig Ist der christen herrschen! Diese lassen demuth spüren, Wollen feinen scepter führen, Nur mit Christo dort regieren. ist sjá 12. D, wie richtig und wie wichtig Ist der christen glänzen! Chris ad der wahren Chriften. ein christ, Der da ist Recht in Gott genesen! Der aus ihm ist neu geboren Und hier schon In dem Sohn Ist zum find erloren. 2. Wenn die seel sich von der erden Ganz losreißt, Durch den Geist Heilig hier zu werden, So ist das ihr hoher adel, Welchen fie Je und je Findet ohne tadel. nen Sind ein sand Und ein tand, 3. Irdsche scepter, irdsche froNebst den hohen thronen; Gine feel, die Gott regieret, Hat hier schon Eine kron, Die sie ewig gieret. 14. Köstlich ist sie ausgeschmüffet, Reine seid' Ist ihr kleid, Hoch ist sie beglücket; Innerlich glänzt sie von golde, Pranget sehr, Lebt in ehr, Denn Gott ist the holde. 5. Doch ihr glanz bleibt hier verdecket Vor der welt, Die fie hält, Als wär sie beflecket; Sie lebt jetzt in Gott verborgen, Kriegt oft hohn Hier zum lohn, Doch fie läßt Gott sorgenumal napra 6. Hier steht dieje rof im grunde Und ihr schein Bleibet klein In [ 30. 5.11 470 Von dem seligen Zustande der prüfungsstunde. Man tritt geist aus seiner höhle Sich schwinfie hier oft mit füßen, Aber Gott get hoch empor, Zu preisen früh Wird den spott Ihr einmal ver- und spat, Was deine große lieb füßen. En 1650. urt An mir erwiesen hat. 7. Christus, der sie hat erwählet Und als braut Ihm vertraut, Der sieht, was ihr fehlet; Er tröst't fie in bittern leiden, Führt sie dann Auf die bahn Der vergnügtsten freuden. 8. Ihre hoheit wird vermehret Bei dem schmerz, Der ihr herz Hier im freuz bewähret. Dieses schmücket ihre frone, Die einmal Nach der qual Sie bekommt zum lohne. 2. Du hast, o Jesu, dich Mit mir aus lauter liebe In ewigkeit verlobt. Was ist, das mich betrübe, Weil du mich so erfreust? Ich bin nun, Jeju, dein, Und du bist gänzlich mein, Wie kann ich traurig seyn? 713. diens iefreuet sich herz Wie freut sich leib und feele, Mein Jesu, über dich! Mein mein en 3. Nun fann und will ich dich Für meinen schaß erkennen Und werthen bräutigam, Ich kann und will dich nennen Mein einge luft und freud. Ich nehm von deiner hand Den Geist im glauben an Zum wahren liebespfand. 4. Du bist schön überall Und voller lieblichkeiten, Holdselig, mächtig, reich Und treu zu allen zeiten, Du hast von ewigkeit Mich dir erwählt zur braut Und die durch deinen tod Im glauben mich vertraut. t.me 9. Ewig wird sie triumphiren, Wenn ihr hirt, Christus, wird In sein haus sie führen und ihr öffnen alle jchäge, Damit sie Je und je Sich daran ergöße. 10. Dann wird sie kein leid mehr beugen Und ihr glanz Wird sich ganz Offenbarlich zeigen. Sie wird leuchten als die sonne: Gott allein Wird stets seyn Ihre freud und wonne. oro fidu 11. Dann wird sie mit Christo sigen Auf dem thron, Ihre kron Wird von golde blizen; Dann wird jedermann sie kennen und fie frei Ohne schen Hoch von adel nennen. bildmit tsbür md2 Jacob Gabriel Wolf. st 1754.9d niollo di bon an 5. Du wäschest mich ganz rein Mit deinem heilgen blute Und deine heiligkeit Stommt gänzlich mir zu gute Zu meiner zier und schmuck. Du zeuchst mich selber an Mit einem weißen fleid, Das dir gefallen kann..gd, than 6. Ich bin ein geist mit dir, Ich will fest an dir hangen, Weil ispund ich dein fleisch und bein, Ich Hof. 2, 19. 20.998 M. Nun danfet alle Gott. will dich stets umfangen Mit ungefärbter lieb. D, herrlicher gewinn, Daß göttlicher natur Sch nun theilhaftig bin! 7. Der wahre glaub allein Kann mich mit dir verbinden, 50 6.1 der wahren Christen. Die liebe will der Geist Je mehr und mehr entzünden, Die hoff nung bleibt gewiß Und unverrückt die treu, Auf daß der heilge bund Fest und beständig sey. 8. Du wirst mich auch gewiß Zur hochzeit bald heimführen In deines Vaters haus, Da wirst du mich recht zieren Mit deinem himmelsschmuck, Und in vollkommner freud Mit dir mich sättigen In alle ewigkeit. 9. Drum ist mein muth und sinn Mit himmelsluft erfüllet, Die freud je mehr und mehr In mund und herzen quillet, Wenn ich dies recht bedenk. Ich muß auch deinen ruhm Erzählen fort und fort, D, du mein eigenthum. 471A Wenn anders, was dein name heißt, Dein wesen und die that beweist, und deine werk dich lo ben. Christus Jesus Heilt aus gnaden Deinen schaden; Geistesgaben Kannst du reichlich bei Ihm haben.] 2. Du bist selbst göttlichen geschlechts, Der kindschaft und des kinderrechts Macht Christus dich theil d haftig. Sieh, welche lieb und ehre ist dies, Die welt hälts zwar nicht für gewiß, Doch, ob sie gleich geschäftig, Immer Schlimmer Es zu machen, mit dem lachen Und dem hassen, muß sie dir die ehre lassen. Londol 3. Du bist ein priester und prophet, Der vor des Höchsten throne steht Und wird von Gott gelehret, Du bist ein könig, dessen 10. Eaß nur, mein bräutigam, macht Weit größer ist, als man Dir dieses schlichte lallen, Das gedacht, Ob dich gleich niemand ich in schwachheit thu, In gnaden ehret. Freilich Heilig Und so herra wohlgefallen. Dort soll es besser lich Bist du schwerlich Ohne glaugehn; Dann fällt die schwachheit ben, Den dir doch kein feind hin, Wenn ich min völliglich Mit kann rauben.se hiello dir vereinigt bin.sd ma 50 tite 11. Indeß gieb, Jesu, doch, Ja, du wirst gnade geben, Daß ich als deine braut Beständig möge leben Rein, heilig, unbeflect, Ohn alle lieb der welt, Bis du mich zu dir helst In je 4. Du bist auch deines Jeju braut: Hat er sich nicht mit dir vertraut und dich selbst schön geschmücket? Hat er dir nicht des Geistes pfand Von seinem thron herab gefandt, Damit du unverrücket Stündlich, Gründlich Mit nes freudenzelt. ist dem Herzen Unter schmerzen Ihm 02 Cyriacus Günther. † 1704. ther. † 1704. nu tisk fognajmu alsij bid in 297m. M. Wie schön leuchtet der.198 714. ie groß ist deine chriftenmensch, hier in der zeit Und noch vielmehr dort oben, anhangest Und nach ihm allein verlangest? er jag 5. Du stehst bedenks, mii Gott im bund, Sein thron ift herrlichkeit, deines Herzens grund, Darin er wohnung machet. Aus die macht er sich einen rühm, Du bist sein 30, 7.] 472 Von dem seligen Zustande werthes eigenthum, Darüber er Sohn, Ein hochgebornerskostets wachet. Was mehr? Daß nig! Du bist des herzens schön= er Aus erbarmen In den armen ste blum, Dein süßes evangelium Dich stets träget Und mit mut- Ist lauter milch und honig. Jesu, tertrene beget. tare doar asasi Jefu, Hofianna! Himmlisch manna, Das wir essen, Deiner kann ich nicht vergessen.n@dor bil g 6. Wer ist, der alles sagen kann, Was dir für ehre angethan Schon hier auf dieser er den? So ists auch noch nicht offenbar, Doch bleibts gewiß und ewig wahr, Du wirst Gott ähnlich werden. Deine Reinen Liebesaugent Werden taugen Gott zu sehen, Wenn du wirst verklärt aufstehen.him ud idi. A 3. Geuß sehr tief in mein herz hinein, du mein Herr und Gott allein, Die flamme deiner liebe, Daß ich, Herr, dein gliedmaaß bleib An deinem außerwählten leib In frischem lebenstriebe. In dir Laß mir Ohn aufhören Sich vermehren Lieb und freude, Daß der tod uns selbst nicht scheide. 7. christenmensch bedent den stand, Darein dich Gottes gnadenhandan Gesetzt und seine würde, Rühm seine höhe jeder zeit In aller deiner niedrigkeit, Trag aber auch die bürde. Lebe, Strebe, Daß dein adel Ohne tadel Immer bleibe, Und vor allen dingen: gläube.sis bilrad 4. Von Gott kommt mir ein freudenlicht, Wenn du mit deinem angesichts mich freundlich thust anblicken.D, Herr Jesu, mein trautes gut! Dein wort, dein Geist, dein leib und blut Mich inniglich erquicken. Tröst mich 9 Joh. Eusebius Schmidt, 1745 Freundlich, Hilf mir armen Aus erbarmen, Hilf in gnaden! Auf dein wort fomm ich geladendorff 6 donid youus ud üd In eigner Melodie d 715. ie schön leucht't uns der mor genstern, Voll gnad und wahr heit von dem Herrn, Die süße wurzel Jeffe, Du Davids Sohn aus Jacobs stamm, Mein könig und mein bräutigam, Hast mir mein herzubesessen. Lieblich, Freundlich, Schön und herrlich, Groß und ehrlich, Reich von gaben, Hoch und sehr prächtig er haben mnd sim ti si a bi2 meine perl und werthe fron, Wahr'r Gottes und Marien [ 30. 8 5 Herr Gott Vater, mein starker held, Du hast michy ewig vor der welt In deinem Sohn geliebet, Dein Sohn hat mich ihm selbst vertraut, 15 Ersift mein freund, ich seine braut, Drum mich auch nichts betrübet. Heil mir, Heilmir! i Himmlisch leben Wird er geben Mir dort oben; Ewig foll mein herz ihni loben. 6. Spieltsunferm Gott mit saitenklang Und laßt den süßes sten gesang Ganz freudenreich er schallen, Dem liebsten Jesu nur odder wahren Christen 473 allein, Dem wunderschönen bräut- stärksten unglückswellen Mir detgam mein Zu ehren und gefallen. Singet, Springet, Jubiliret, Triumphiret! Dankt dem Herren! Groß ist der könig der ehren! 37. Wie bin ich doch so herzlich froh, Daß du, mein Freund, bist A und D, Der anfang und das ende! Du wirst mich auch zu deinem preis Aufnehmen in das paradeis: Deß klopf ich in die hände Amen! Amen! Komm, du schöne Freudenkrone, Bleib nicht lange! Deiner wart ich mit verlangen! nordamsa binad fuls]( vergl. Nr. 364.) sous sdisch thin ne treu den anfer reicht.pa& 1911 13. Will mich des Mofis eifer drücken, Bligt auf mich des geseges weh, Droht straf und hölle meinem rücken, So steig ich gläubig in die höh Und fleh in deiner seite wunden, Da hab ich schon den ort gefunden, Wo mich teint fluchstrahl treffen kann. Tritt alles wider mich zusammen, Du bist mein heil, wer will verdam men? Die liebe nimmt sich meiner an. iar uns Jisd 4. Führst du mich in die freuzeswüsten, Ich folg, und lehne mich auf dich, Du nährest aus den wolkenbrüsten Und labeft aus dem felsen mich. Ich freund deinen enden sich in lieb und jegen, Genug, wenn ich dich bei mir hab. Ich weiß, wen du willst herrlich zieren und über fonnt und sterne führendDen führest du zuvor hinab. 5. Der tod mag andern düster scheinen mir nicht, weil seele, herz und muth In dir, der du verläsfest feinen allerliebstes leben, ruht," Wen kann des weges end erschrecken, Wenn er mördervollenhecken Ge langet in die ficherheit? Meit licht so will ich auch mit freu den Aus dieser finstern wildniß scheiden Zu deiner ruh, der ewige feit. gilberq dst dm bodd 6. Wie ist mir dann, o freund der feelen, So wohl, wenn ich mich lehn auf dich! Mich kann ni Sn eigner Melodie. 716. Sie wohl ist mir, seelen, Wenn ich in deiner liebe ruh! Ich steige aus der schwermuths- höhlen und eile deinen armen zu. Da müß die nacht des trauerns scheiden, Wenn mit so angenehmen freuden Die liebe strahlt aus deiner brust. Hier ist mein himmel schon auf erden; Wer wollte nicht vergnüget werden, Der in dir suchet ruh und lust? Ind da nis todsils 2. Die welt mag meine feindin heißen, Es sey also! ich tran thr aus nicht, wenn sie mir gleich will lieb erweisen Bei einem freund lichen gesicht. In dir vergnügt ist meine feele, Du bist mein freund, den ich erwähle; Du bleibst mein freundjwenn freundschaft weicht. Der welt haß fann mich doch nicht fällen, Weil in den [ 30. 9.11 Vom Tode und der Auferstehung. 474 welt, noth und tod nicht quälen, Weil du, mein Gott, vergnügest mich. Laß solche ruh in dem gemüthe Nach deiner unumschräntten güte Des himmels süßen vor1991 TEST und der Auferstehung. and rum wollt ihr verzagen, Weil uns 717. Ch, daß doch mein der Herr heimsuchen thut? Lafft Jesus käme, Und die seele bald wegnähme Hier aus diesem jammerthal zu sich in den freudensaal! uns von herzen sagen: Die straf wir wohl verdienet han, Solchs muß bekennen jedermann, Niemand darf sich ausschließen. 2. Ist doch hier nichts mehr 2. In deine händ uns geben als flagen, Seufzen, weinen, lau ter plagen! Alle unsre beste zeit Ist nur müh und herzeleid. 3. Nichtig, flüchtig sind die tage, Unser leben ist nur plage; Alles ist nur eitelkeit hier in dieser sterblichkeit. nd 19 nd wir, O Gott, du lieber Vater, Denn unser wandel ist bei dir, Hie wird uns nicht gerathen. Weil wir in dieser hütten seyn, Ist nur elend, trübsal und pein, Bei dir der freud wir warten. 120 10 4. Was wir schauen drauf der erden, Muß zu staub und asche werden; Was wir sehen, das verschwindt, Gleich wie rauch und staub im wind. tistpitletissid XXXIV. Vom Tode 13 AGR M. Liebster Jesu, du wirst. 5. Drum begehr ich nicht zu leben, Hier in dieser welt zu schwe ben, Sondern nur bei dir zu jeyn, So verschwindet alle pein. schmack seyn. Weg, welt, mit allen schmeicheleien, Nichts kann, als Jesus, mich erfreuen. D, reicher trost, mein freund ist mein! Wolfg. Christoph Deßler. † 1722. 10 6. Gehe hin, du weltgetümmel, Weil mein wandel ist im himmel; Ehre, gut und geld fahr hin, Jesus Christ ist mein gewinn. tisd 3. Kein frucht das waizenförnlein bringt, Es fall denn in die erden, So muß auch unser irdfcher leib Zu staub und asche werden, Eh er kommt zu der Herrlichkeit Die du, Herr Christ, uns hast bereit't Durch deinen gang zum Vater. T 4. Was wollen wir denn fürch ten sehr Den tod auf dieser erden? Es muß einmal gestorben seyn. O, selig ist gewesen, Welcher wie Simeon einschläft, Sein sünd er fennt, Christum ergreift: So muß @ c Christoph Tieße.( Titius.) † 1703. man selig sterben. 129/198 siendour nechanising sid 5. Dein feel bedenf, bewahr un In eigner Melodierang siden leib, Laß Gott den Vater Wo Gott, der Herr, nichtsdi sorgen, Sein engel deine wächter 718. 2 liebenschriften, seyn, Behüten dich vorm argen; min seyd getrost! Wat Ja, wie ein henn ihr küchelein [ 30. 10.1 Vom Tode und der Auferstehung. Bedeckt mit ihren flügelein, So thut der Herr uns armen. oder schlafen, Psalm 103, 15. 16. In eigner Melodie off 6. Wir wachen 720.lle menſchen müs ein, So sind wir doch des Her sen sterben, Alles ren, Auf Christum wir getaufet fleisch vergeht wie heu; Was da seyn, Der fann dem satan weh lebet, muß verderben, Soll el ren. Durch Adam auf uns kommt anders werden neu. Dieser leib, der tod, Christus hilft uns aus der muß verwesen, Wenn er ander fra werden aller noth. Drum loben wir den, ders foll genesen Der so großen Herren. tudi nsbuisd 90 d herrlichkeit, Die den frommen ist CARE COUG Johann Gigas.( Heune.) † 1784nn bereit't. Quis athlond tonsiása idoar zjar 249/91 719. 20 llenthalben, wo ich 2. Drum so will ich dieses lead ise In eigner Melodie.duben, Wann es meinem Gott be tam od dum liebt, Auch ganz willig von mir geben, Bin darüber nicht betrübt; Denn in meines Jesu wunden Hab ich mein erlösung funden, Und mein troft in todesnoth Ist 1STR6 19051 gehe, Sige, liege, oder stehe, Sehn ich mich nach Jesu Christ, Der für mich gestorben ist.disid mi six liste des Herren Christi tod. bist 2. Von der bösen welt zu schei den, Nach so vielem freuz und leiden, Wann es ihm gefällig ist, 3. Jesus ist für mich gestorben, Und sein todist mein gewinn; Er hat mir das heil erworben, d Bin ich fertig und gerüst't.de! Drum fahr ich mit freuden hin, 3. Wenn ich werde mit ihm leben, Herrschen und in freuden schweben: D, wie selig werd ich seyn Bei den lieben engelein.ibil Hin aus diesem weltgetümmels In den schönen Gotteshimmel, Da ich werde allezeit Schauen die Dreifaltigkeit. onior in duni 4. Herzlich werd ich mich erfreuen, Wenn mich Christus wird erneuen, In den himmel führen ein, Prächtig stets bei ihm zu seyn. 5. 3ung und herze, wird da flingen und dem Herren Jesu singen; Ewig werd ich stimmen ein mit den lieben engelein. Innsl 475 14. Da wird seyn das freitdenleben, Dar viel tausend seelen! schon Sind mit himmelsglanz umgeben, Stehen da vor Gottes thron; Da die Seraphinen prangen, und das hoheliedis anfan gen: Heilig, Heilig, Heilig, heißt Gott der Vater, Sohn und Geist!+( anti) si dofinde 6. Beffer leben werd ich fina den, Ohne tod und ohne jünden: D, wie selig werd ich seyn Bei 5. Da die patriarchen wohnen, Die propheten allzumial, Wo auf den lieben engelein. nis pral ihren behrenthronen Sihet der zwölf boten zahl, Wo in so viel tausend jahren Alle frommen hin Dr. Joh. Scheffler,( Angelus.)+ 1677. misschi di misd nis sin ( 30., 11] Vom Tode und der Auferstehung. 476 gefahren, Da wir unserm Gott zu ehrn Ewig Halleluja hörn. D 4. Wann meine kräfte brechen, Mein athem geht schwer aus, Und kann kein wort mehr sprechen, Herr, nimm mein seufzen auf! 5. Wann mein herz und gedanfen Zergehn als wie ein licht, Das hin und her thut wanken, Weil ihm die flamm gebricht: 6. Alsdann fein fanft und stille, Herr, laß mich schlafen ein Nach deinem rath und willen, Wann kommt mein stündelein. 6. Jerusalem, du schöne, Ach, wie helle glänzest du! Ach, wie lieblich lobgetöne Hört man da in süßer ruh! O, der großen freud und wonne! Jepund gehet auf die sonne, Jepund gehet an der tag, Der fein ende nehmen mag. 7. Ach, ich habe schon erblicket Alle diese herrlichkeit; Jezo werd ich schön geschmücket mit dem weißen himmelskleid, mit der güldnen ehrenfrone, Stehe da vor Gottes throne, Schaue solche freude an, Die feine ende nehmen fann. sur noprom * 8. Nun, hier will ich ewig wohnen, Meine lieben, gute nacht! Gure treu wird Gott belohnen, Die ihr habt an mir vollbracht. Liebste kinder und verwandte, Brüder, freunde und bekannte, Lebet M. Kommt her zu mir. wohl, zu guter nacht! Gott ſey 722. Du fieheſt, mensch, dant, es fort und fort D 7. Und laß mich gleich den reben Anhangen dir allzeit Und ewig bei dir leben In himmelswonn und freud. ( 52 190 8. So sing ins himmelsthrone Ich dir lob, ehr und preis, Dieweil ich bei dir wohne Im schönen paradeis. grans Uma2 Anna, Gräfin von Stolberg, um 1600. mistup 190 bin( br goo du 916 i istles Phil. 1, 21. dsg alom 7 Joh. Georg Albinus.+ 1679. Der eine hier, der andre dort Uns 9 100 1019. gute nacht muß geben; Der tod hält keinen andern lauf, Er sagt zulegt die wohnung auf Uns allen, die wir leben. Under ste In eigner Melodie.ar bu 721. Chriftus, der ist mein leben, Sterben ist mein gewinn; Ihm hab ich mich ergeben, Mit freud fahr ich dahin. 2. Mit freud fahr ich von dan nen Zu Christ, dem bruder mein, Daß ich mög zu ihm kommen, Und ewig bei ihm seyn.ds 1st 142. Bedenk es weislich in der zeit Und fleuch den schlaf der sicherheit, Bleib wachend und sey wacker, Denn wiß, es bleibet dabei nicht, Daß man dich hin aus diesem licht Trägt auf den Gottesacker. offirde Tunismid ¹3. Wir werden aus den gräbern gehn Und alle vor gerichte stehn, Das Christus selbst wird hegen, Wenn auf der engel feldgeschrei 3. Nun hab ich überwunden Kreuz, leiden, angst und noth; Durch seine heilgen wunden Bin ich versöhnt mit Gott. 9rdu [ 30. 12] Vom Tode und der Auferstehung. 477 Die glut das große weltgebäu bens licht, Dem ich hier vertrauet, Wird in die asche legen. In niste 4. Alsdann wird erst der ganzen welt Belohnung werden zugestellt. Die fünder sollen büßen Und ihnen ohn betrug und schein Selbst fläger, richter, henker seyn, Verdammt durch ihr gewissen. nämlich Gottes angesicht, Meine feele schauet.maining a 3. Dieser schnöden bösen welt Jämmerliches leben mir nun länger nicht gefällt; Drum ich mich ergeben Meinem Jefu, da ich bin Jeßt in lauter freuden, Denn sein tod ist mein gewinn, Mein vers dienst sein leiden.d thi he T 5. Ach Gott, kommt mir dies urtheil vor, So steigen mir die haar empor, Mein Herz fühlt angst und schrecken. Ihr hohen hügel, heb ich an, Ihr berg und was sich stürzen fann, Fallt her, mich zu bedecken. dsl id id pits 4. Gute nacht, ihr meine freund, Alle meine lieben, Alle, die ihr um mich weint; Laßt euch nicht betrü ben Diesen hintritt, den ich thu In die erde nieder: Schaut! die sonne geht zur ruh, Kommt doch morgen wieder. 6. Herr Jesu, meine zuversicht, Ach, laß dein strenges zorngericht, Ach, laß es mir nicht schaden! Beut an dem Vater den vertrag, Damit ich freudig hören mag Den süßen pis bi Heinr. Albert. 1668 bon stug sdgil nisi mendout M. Wie nach einer Wasserquede. reu dich sehr, o meine seele, Und Gieb, daß ich mich bei gutem 724. cete, in vergipall 7. sinn, Und weil ich noch bei fritten noth und qual, Weil dich Christus bin, 3u sterben fertig halte, Und nun, dein Herre, Ruft aus diesem nicht, s Jesu, meine lust, Begrif jammerthal. Aus der trübsal, fen in der fünden wust, 3um angst und leid Sollst du fahren ewgen tod erkalte. thon stup in die freud, Die kein ohr jeSimon Dach. † 1659. mals gehöret, Die in ewigkeit auch währete spis.n? slug der uns selig.nl 2. Tag und nacht hab' ich geruguten zu dem Herren, meinem hab ich Auf der Gott, Weil mich stets viel freuz kampf fen donit 2 Tim. 47 8. M. Christus, der 723. Ginen betroffen, Daß er mir hülf aus der noth. Wie sich sehnt ein wandersmann, Daß sein wegein end möcht han: So hab ich gewün schet eben, Daß fich enden mög mein leben. bi dod must& 2 Forthin ist mir beigelegt Der gerechten frone, Die mir 3. Denn gleich wie die rosen ste wahre freud erregt In des him hen Unter dornenspigen gar, Also mels throne; Forthin meines lese auch die christen gehen. In der [ 30, 13.1 welt gefämpfet, Denn Gott hat genädiglich All mein leid gedämpfet, Daß ich meines lebens lauf Seliglich vollendet und die seele himmelauf Christo zugesendetje Vom Tode und der Auferstehung. 8478 angst und in gefahr; Wie des meeres wellen sind und der ungestüme wind Also ist allhier auf erden Unser lauf voller beschwerden. 4. Welt, tod, teufel, sünd und hölle, Unser eigen fleisch und blut, sprechen, Der verstand sich nicht besinnt, Bist du doch mein licht und hort, Leben, weg und himmelspfort; Du wirst mich in gnad regieren, Auf der rechten bahn heimführen. nodot in thin Plagen stets hier unsre feele, Laf- 9. Laß dein engel mit mir fahfen uns bei feinem muth. Wir sind voller angst und plag; Lauter freuz sind unsre tag; Wenn wir nur geboren werden, Findt sich jammer gnug auf erden. ren Auf Elias wagen roth, Wie bei Lazarus bewahren, Meine seele nach dem tod; Laß sie ruhn in deinem schooß, Und erfülle sie mit troft, Bis der leib kommt aus der erden Und sie beid vereinigt werden. 5. Wenn die morgenröth herleuchtet und der schlaf sich von 10. Freu dich sehr, o meine uns wendt, Sorg und kummer feele, Und vergiß all noth und daher streichet, Müh findt sich an qual, Weil dich Christus nun, allem end. Unsre thränen sind dein Herre, Ruft aus diesem jamdas brod, So wir essen früh und merthal. Seine freud und herrfpat; Wenn die sonn nicht mehr lichkeit Sollst du sehn in ewigthut scheinen, Ist nur lauter klag keit, mit den engeln jubiliren und weinen. alsar sobretud Und ohn ende triumphiren. sho6. Drum, Herr Christ, du mor- Caspar von Warmberg, um 1625. ongensterne, Der du ewiglich auf disl nisl nudi im drar st 19 gehst, Sey von mir jepund nicht m. Nun ruhen alle Wälder. ferne, Weil mich dein blut hat er 725. Gott lob, bie stund löst. Hilf, mit fried und sufrend Mög von hinnen fahren heut, Ach, sey du mein licht und siftraße, Mich mit beistand nicht ist Da ich werd aufgenommen Ins schöne paradeis! Ihr eltern dürft nicht klagen, Mit freuden sollt ihr saverlasseisu niom, bio sus angenan Dem Höchsten sey lob, ehr hi@ 7. In dein feite will ich flichen und preisbron bad judi to 19 Bet mein'm bittern todesgang, 2. Wie fanns Gott beffer mato Durch dein wunden will ich ziehenchen? Er reißt mich aus dem anns himmlischer vaterland. Innrachen Dessteufels und der welt, todas schönes paradeis, Drein der Dienjeßt wienlöwen brüllen, Ihr nfchächer that sein dreis, Wirst du grimm ist nicht zu stiller, Bis mich, Herr Christ, einführen und alles übern haufen fällt.nodejsp mit enger flarheit zieren.& 3. Dies sind die letztendtage, Inup8. Db mir schon die augen bre- to Dannichts, als angst und plage nschen Das gehöre gar verschwindt, Mit Haufen bricht hereinn Mich Meinengungunnichts mehr Fanndratimmt imunis Gottis von hinnen, ( 30. 14.] Vom Tode und der Auferstehung. 81479 Und läsfet mich entrinnen Der tragen siegespalmen In händen, überhäuften noth und pein. und mit psalmen Des Herren ruhm und lob erhöhn: 4. Kurz ist mein irdisch leben, Ein besfres wird mir geben Gott in der ewigkeit; Da werd ich nicht mehr sterben, In keiner noth verderben, Mein leben wird feyn lauter freud. 5. Er eilet mit den seinen, Läßt sie nicht lange weinen In diesem thränenthal. Ein schnell und selig sterben Ist schnell und glücklich erben Des schönen himmels ehrensaal. 11. Da werdet ihr euch freuen, Es wird euch herzlich reuen, Daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes willen Gedenket zu erfüllen und ihm sich in geduld ergiebt! all- thath sollo ut 12. Ade, nun seyd gesegnet! Was euch jegund begegnet, Ist andern auch geschehn. Viel müssens noch erfahren; Nun, Gott woll euch bewahren, Dort wollen wir uns wieder sehnt. Sur 6. Wie öfters wird verführet Manch find, an dem man spüret Rechtschaffne frömmigkeit! Die welt, voll list und tücke, Legt heimin M. Sollt ich meinem Gott. lich ihre stricke Bei tag und nacht 726. Gute nacht, ihr eitelzu nacht, du falsche welt, Die du mir zu manchen zeiten So gefährlich nachgestellt. Gute nacht, ihr meine lieben! Dieses ist nunmehr der tag, Da sich endet alle plag, Alles sorgen und betrüben, Da durch einen sanften tud Meine feele kommt zu Gott. ble hund hin2. Freu dich nun, o meine seele, Freue dich, mein werther geist, Weil aus dieser fündenhöhle Dich dein Jesus selber reißt; Freuet seuch nunmehr, ihr glieder Sehet da die stolze ruh, Der ihr jepund eilet zu, Bis ihr endlich werdet wieder Aus der fühlen erden gehn Unds vor eurem Schöpfer stehn. Johann Heermann. † 1647. ondert 7. Ihr neße mag sie stellen, Mich wird sie nun nicht fällen, Sie wird mir thun kein leid, Denn, wer kann den verlegen, Den de Christus jetzt wird setzen Ins schloß vollkommner sicherheit? 9 8. Zuvor bracht ich euch freude, Jetzt, nun ich von euch scheide, Betrübt fichu enter herz; Dochy, wenn ihr recht betrachtet, Und, was Gott thut, hoch achtet, Wird sich bald lindern allernschmerz. S od 9. Gottirzählet alle stunden, Er schlägt und heilet wunden, Er, fennet jedermann; Nichts ist sija je geschehen, Das er nicht vorgesehen, und was rendithutrifte wohlgethania dni 891.& 3. Heute hab ich überwunden spole10 Wenn ihr michinwerdet Manchen jammer, imanche qual, fittden Vor Gott, frei aller fün-, Mir zum heile mungefunden Den den Inn weißer seide stehn Undgeschmückten bhimmelsfaahni Wei[[ 30] 15.] 480 Vom Tode und chet nun, ihr bösen geister, Weichet alle fern von mir, Denn mein Jesus lebet hier, Der als meiner seelen meister Mich von aller missethat Durch sein blut gewaschen hat. 4. Herrlich werd ich jezund prangen Vor des großen Gottes thron, Weil mich Jesus will um fangen Mit der edlen ehrenfron. Prächtig werd ich jego glänzen Dort im weißen seidenkleid, So da voll gerechtigkeit, Auf den grünen himmelsgränzen, Wo das manna wird gespeist Und der lebensbrunneu fleußt. der Auferstehung. neiget, Ich hab vollendet meinen lauf, Deß sich mein feel sehr freuet; Hab gnug gelitten, Mich müd gestritten, Schick mich fein zu Zur ewgen ruh. Laß fahren was auf erden! Will lieber selig werden. 2. Wie du mir, Herr, befohlen hafst, Hab ich mit wahrem glauben Mein'n lieben Heiland aufgefaßt In mein arm, dich zu schauen; Hoff zu bestehen, Will frisch eingehen Vom thränenthal Zum freudensaal. Laß fahren, was auf erden! Will lieber selig werden. In eigner Melodie. err 727. Gott, nun schleuß den himmel auf, Mein zeit zum end sich 3. Laß mich nur, Herr, wie Simeon, Im frieden zu dir fab ren, Befiehl mich Christo, deinem Sohn, Der wird mich wohl bewahren, Wird mich recht führen, Fm himmel zieren Mit ehr und fron; Fahr drauf davon. Laß fahren was auf erden! Will lieber selig werden. Michael Altenburg. † 1640. 5. Ach, mein Gott, in was für freuden, Himmelsfrieden, ehr und ruhm Wird sich meine seele weiden Mit der süßen Saronsblum! Lauter lachen, laben, lieben Wird bei denen insgemein Dort in voller menge seyn, So ins lebensbuch geschrieben; Da wird unser augenlicht Sehen Gottes angesicht. 6. Und was will ich weiter hoffen? Seh ich doch in seiner zier Schon den hellen himmel offen M. Herr Jesu Christ, du höchst. Und die güldne gnadenthür. Siehe da den engelswagen, Meine seele, der dich will hin zu deinem lebensziel, Zu dem Herren Jesu, tragen. So vollend ich meinen lauf: Du, mein Jesu, nimm mich auf! 728. weiß gar wohl, $ ( In eigener Melodie.) err Jesu ich Daß ich einmal muß sterben, Wann aber das geschehen soll Und wie ich werd verderben Dem leibe nach, das weiß ich nicht, Es steht allein in dein'm gericht, Du weißt mein letztes ende. 2. Und weil ich denn, als dir bewußt, Durch deines Geistes gabe An dir allein die beste luft in meinem herzen habe Und [ 30. 16.] Vom g'wißlich gläub, daß Mich haft von sünd'n rein Und mir dein reich erworben: Tode und der Auferstehung. 481 du allein still, Bei deinem worte bleiben gewaschen Und glauben, daß du als ein fürst Des lebens mich erhalten wirst, Ich sterb gleich wo ich wolle. 9. Derhalben ich in meinem sinn Mich dir will ganz ergeben, Denn sieh, der tod ist mein ge= winn, Du aber bist mein leben Und wirst mein'n leib ohn alle flag, Das weiß ich g'wiß, am jüngsten tag Zum leben auferwecken. Bartholom. Ringwaldt. † 1598. 3. So bitt ich dich, Herr Jesu Christ, Halt mich bei den gedanfen Und laß mich ja zu keiner frist Von diesem glauben wanken, Gieb, daß ich darin fest verbleib, Bis daß die seel aus ihrem leib Wird in den Himmel fahren. 4. Kanns seyn, so gieb durch deine Hand Mir ein gottseligs ende, Daß ich mein feel fein mit verstand Befehl in deine hände Und so im glauben sanft und froh Auf meinem bettlein oder stroh Aus diesem elend fahre. 5. We du mich aber auf dem feld Durch raub auf fremder grenze, Ju wassersnoth, hig oder fält, Oder durch pestilenze, Nach deinem rath wolltst nehmen hin, So richt mich, Herr, nach meinem sinn, Den ich im leben führe. 6. Sowohl wo ich aus schwachheit groß Mich nicht rechtschaffen hätte, Ging etwa oder läge bloß Und unbescheiden redte: So laß michs, Herr, entgelten nicht, Weil es mir unbewußt geschicht und mich nicht fann befinnen. 7. Ach, Herr, gieb mir in todespein Ein säuberlich gebärde Und hilf, daß mir das herze mein Fein fanft gebrochen werde Und wie ein licht, ohn übrig weh, Auf dein unschuldig blut ausgeh, Das du für mich vergoffen. 8. Jedoch ich dich nicht lehren will, Noch dir mein end vorschreiben, Sondern dir allweg halten In eigner Melodie. 729. meins lebens licht, S err Mein hort, mein troft, mein zuversicht, Auf erden bin ich nur ein gast, Und drückt mich sehr der fünden laſt. 2. Ich hab vor mir ein schwere reis Zu dir ins himmels paras deis; Da ist mein rechtes vaterland, Daran du dein blut hast gewandt. 3. 3ur reis ist mir mein herz sehr matt, Der leib gar wenig kräfte hat; Allein mein seele schreit in mir: Herr, hol mich heim, nimm mich zu dir! 4. Drum stärt mich durch leiden dein In meiner legten todespein; Dein blutschweiß mich tröst und erquick, Befrei mich durch dein band und strick. 5. Dein backenstreich und geißelschlag Mich heil von fündenstriemen mach; Dein hohn und 31 [ 31. 1.] 482 Vom Tode und der Auferstehung. spott, dein dornenkron Laß seyn der sonnen glanz Und ähnlich sey mein ehre, freud und wonn. dein'm flaren leib, Auch gleich den lieben engeln bleib. 6. Dein durst und gallentrant mich lab, Wenn ich sonst keine stärkung hab; Dein angstgeschrei komm mir zu gut, Bewahr mich vor der höllen glut. 7. Die heiligen fünf wunden dein Laß du stets meine zuflucht seyn, Darin ich flieh als eine taub, Daß mich der höllisch feind nicht raub. In eigner Melodie. 8. Wenn mein mund nicht kann reden frei, Dein Geiſt in 730. Herr Jefu Chrift, wahr meinem herzen schrei; Hilf, daß mein seel den himmel find, Wenn meine augen werden blind. mensch Der du littst marter, angst und spott, Für mich am freuz auch endlich starbst Und mir deins Vaters huld erwarbst. 9. Dein letztes wort laß seyn mein licht, Wenn mir der tod das herze bricht; Behüte mich vor ungebärd, Wenn ich mein haupt nun neigen werd. 10. Dein freuz laß seyn mein'n wanderstab, Mein ruh und raft dein heiligs grab; Die reinen grabetücher dein Laß meine sterbekleider seyn.( V. 11.) 11. Auf deinen abschied, Herr, ich trau. Darauf mein letzte heimfahrt bau; Thu mir die himmelsthür weit auf Wann ich beschließ meins lebens lauf. 12. Am jüngsten tag erweck mein'n leib, Hilf, daß ich dir zur rechten bleib, Daß mich nicht treffe dein gericht, Welchs das erschrecklich urtheil spricht. 14. Wie werd ich dann so fröhlich seyn, Werd singen mit den engelein, Und mit der auserwählten schaar Ewig schauen dein antlig klar! Martin Böhme( Behemb). † 1622. 13. Alsdann mein'n leib erneure ganz, Daß er leucht wie 2. Ich bitt durchs bittre leis den dein, Du wollst mir sünder gnädig seyn, Wenn ich nun komm in sterbensnoth Und ringen werde mit dem tod, 3. Wenn mir vergeht all mein gesicht Und meine ohren hören nicht, Wenn meine zunge nicht mehr spricht Und mir vor angst mein herz zerbricht, 4. Wenn mein verstand sich nicht besinnt Und mir all menschlich hülf zerrinnt: So fomm, o Herr Christ, mir behend zu hülf an meinem leßten end. 5. Und führ mich aus dem jammerthal, Verkürz mir auch des todes qual, Die bösen geister von mir treib, Mit deinem Geist stets bei mir bleib. lbildelt ett 6. Wenn sich die seel vom leibe [ 31. 2.] Vom Tode und der Auferstehung. 483 streben. werdt, So nimm sie, Herr, in gebot Durch den tod Alles überdeine händ; Der leib hab in der erd sein ruh, Bis sich der jüngst tag naht herzu. 7. Ein fröhlich auferstehn verleih, Am jüngsten gricht mein fürsprech sey Und meiner sünd nicht mehr gedenk, Aus gnaden mir das leben schenk. 2. Was für höllenangst und qual, Was für furcht und großes schrecken, Leid und trauren obne zahl Wird sich da erwecken! Satan, du wirst immerzu Ohne ruh Meine sünd aufdecken. 3. Mein gebrochnes augenlicht und die fast erstarrten sinnen, Mein verfallnes angesicht Eilen dann von hinnen, Alles wird hinweggerafft, Geist und kraft Will mir gar zerrinnen. 8. Wie du hast zugesaget mir In deinem wort, das trau ich dir: Fürwahr, fürwahr euch sage ich, Wer mein wort hält, und glaubt an mich, 9. Der wird nicht kommen ins gericht Und den tod ewig schmecken nicht! Und ob er gleich hier zeitlich stirbt, Mit nichten er drum gar verdirbt; 10. Sondern ich will mit starfer hand Ihn reißen aus des todes band Und zu mir nehmen in mein reich, Da soll er denn mit mir zugleich 11. In freuden leben ewiglich. Dazu hilf uns ja gnädiglich! Ach, Herr, vergieb all unsre schuld, Hilf, daß wir warten mit geduld, 12. Bis unser stündlein kommt herbei, Auch unser glaub stets wacker sey, Dein'm wort zu trauen festiglich, Bis wir entschlafen feliglich. 4. Meine glieder werden eis; Bei den harten herzensschlägen Und im falten todesschweiß Lieg ich ohn bewegen; Meiner welken zunge band Ist gespannt Und kann sich nicht regen. Paul Eber. † 1569. 5. Dieser leib und dies gebein, Ob ich noch so ängstlich zage, Muß der würmer speis doch seyn Ueber wenig tage; Es ist der verwesung raub, Asch und staub, Was ich an mir trage. 6. Jesu, steh alsdann mir bei, Laß mich armen nicht verderben, Mach mich aller ängsten frei, Durch dein blut und sterben, Tröste mich durch deinen Geift, Der mich heißt Gottes kind und erben. das In eigner Melodie. 731. ne zeit, Da ich Se ich denk an jene diesem kurzen leben Wegen mei7. Hilf, daß ich dies pilgerland Und dies eitle thun mög haffen Und mir recht des himmels stand ich mit freud und wonn Hier daIns gemüthe fassen. Dann will von Und die welt verlaffen. ner sterblichkeit Gute nacht muß dis Simon Dach. † 1659. geben, Wenn ich werd auf deine bust d [ 31. 3.] 31. Vom Tode und der Auferstehung. 484 M. Wie nach einer Wasserq. Allen meinen jammer endet Und 732. Herr, ich bin ein mir nur dein reich zuwendet. 6. In fried ent= schlafen, Leg mir an des glaubens schild, Helm des heils und geiſtlich waffen, Daß mich schreck kein todesbild; Mit dein'm Geiste steh mir bei, Mir ein seligs end verleih, Daß ich hier gern alls verlaffe Und mit freuden zich mein straße. 7. Meine feel thu wohl be= wahren In dein'm lebensbündelein, Daß sie mit den engelschaaren Lob und preif' den namen dein. Dieser leib in seinem grab Eine sanfte ruhe hab! Laß mich auferstehn zum Leben und in ewgen freuden schweben. Zachäus Faber. † 1632. Hab allhier kein bleibend statt, Mein leib muß zur erde werden, Draus er seinen ursprung hat; Mein geist fährt zu dir, mein Gott! Jesu, durch dein wunden roth, Todeskampf und bitter leiden, Laß mich seliglich abschneiden. 2. Wider meine schweren sünden, Laß mich, Herr und Heiland mein, Ruhe in den wunden finden, In des kreuzes todespein, Dadurch du getilget haft Alle meine fündenlast, Für sünd g'rechtigkeit gegeben, Für den tod das ewge leben. 3. Für mich bist du ja gestorben, Allertreuster Heiland mein, Deines Vaters huld erworben, Drum vertrau ich dir allein, Seß In eigner Melodie. auf dich mein zuverſicht, Glaub, 733. Herzlich thut mich verlangen Nach einem selgen end, Weil ich hier bin umfangen Mit trübsal und elend. Ich hab lust abzuscheiden Von dieser bösen welt, Sehn' mich nach ewgen freuden, O Jeſu, komm nur bald! dein'n theur erkauften erben, Der sich dir ergiebt im sterben. 4. Durch dein gnadenkraft und stärke Hilf, Herr Christ, dem diener dein, Mach zunicht des teufels werke, Daß sie mir nicht schädlich seyn, Treib den satan fern von mir, Laß mich haben schuß in dir; Deine engel mir ja sende, Nimm mein'n geist in deine hände. 5. Hilf mir kräftig überwinden Alle furcht und traurigkeit; Alle weltlieb laß verschwinden. Hilf durch dein barmherzigkeit, Daß ich ja nicht fürcht den tod, Der durch deine gnad, mein Gott, 2. Du hast mich ja erlöset Von sünd, tod, teufel, höll; Es hat dein blut gekostet, Drauf ich mein hoffnung stell. Warum soll mir denn grauen? Durch dich ich überwind; Weil ich auf dich thu bauen, Bin ich ein selig find. 3. Ob gleich süß ist das leben, Der tod sehr bitter mir, Will ich mich doch ergeben, 3u sterben wils lig dir. Ich weiß ein besser leben, [ 31. 4. Vom Tode und der Auferstehung. 485 Da meine feel fährt hin, Deß Jhr vielgeliebten mein, Trauert freu ich mich gar eben, Sterben ist mein gewinn. nicht allzusehre Ueber den abschied mein. Beständig bleibt im glauben Bis wir in kurzer zeit Einander wieder schauen Dort in der ewigkeit.. 10. Nun will ich mich ganz wenden Zu dir, Herr Chrift, allein, Gieb mir ein seligs ende, Send mir dein engelein! Führ mich ins ewge leben, Daß du ers worben hast Durch dein leiden und sterben Und blutiges verdienst. 11. Hilf, daß ich ja nicht wanke Von dir, Herr Jesu Christ, Den schwachen glauben stärke In mir zu aller frist. Hilf ritterlich mir ringen, Dein hand mich halt in acht, Daß ich mag fröhlich singen: Gott lob, es ist vollbracht! Christoph Knoll. † 1621. 4. Der leib zwar in der erden Von würmern wird verzehrt, Doch auferweckt soll werden Durch Christum schön verklärt, Wird leuchten als die sonne Und leben ohne noth, In himmelsfreud und Was schadt mir denn wonne. der tod? 5. Ob mich die welt auch rei zet Länger zu bleiben hier Und mir auch immer zeiget Ehr, geld gut, all ihr zier: Doch ich das gar nicht achte, Es währt eine kleine zeit, Das himmlisch' ich betrachte, Das bleibt in ewigkeit. 6. Wenn ich auch gleich nun scheide Von meinen freunden gut, Das mir und ihn'n bringt leide: Doch tröst't mir meinen muth, Daß wir in großen freuden Zusammen werden komm'n, Und In eigner Melodie. bleiben ungeſchieden Im himme- 734. Ich bin 1, 5, Du in deiner macht, 7. Ob ich auch hinterlasse Betrübte findelein, Der'n noth mich übermaaße Jammert im Herzen mein: Will ich doch gerne sterben Und trauen meinem Gott, Er wird sie wohl versorgen, Retten aus aller noth. 8. Was thut ihr so verzagen, Ihr armen waiselein? Sollt euch Gott hülf versagen, Der speist die raben flein? Frommen wittwen und waisen Ist er der Vater treu, Will nähren sie und speisen, Das glaubet ohne scheu. 9. Gesegn euch Gott der Herre, hast mich an das licht gebracht, Du unterhältst mir auch das leben; Du kennest meiner monden zahl, Weißt, wann ich diesem jammerthal Auch wieder gute nacht muß geben. Wo, wie und wann ich sterben soll, Das weißst du, Vater, mehr als wohl. 2. Wen hab ich nun, als dich allein, Der mir in meiner letzten pein, Mit troft und rath weiß beizuspringen? Wer nimmt sich meiner seelen an? Wenn nun mein leben nichts mehr kann, Und ich muß mit dem tode ringen, Wenn aller [ 31. 5.) Vom Tode und der Auferstehung. 486 finnen kraft gebricht? Thust du es Gott, mein Heiland, nicht? 3. Mich dünkt, da lieg ich schon vor dir In großer hitz, ohn kraft, ohn zier, Mit höchster herzensangst befallen. Gehör und rede nehmen ab, Die augen werden wie ein grab, Doch kränkt die sünde mich vor allen; Des satans anklag hat nicht ruh, Setzt mir auch mit versuchung zu. gehöre; Was schont denn satan meiner nicht und schreckt mich durch das zorngericht? Komm, rette deines leidens ehre! Was giebest du mich fremder hand, Und haft so viel an mich gewandt? 8. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein heil, Du läsfest mich, deine wahres theil, 3u tief in deinen wunden sißen. Hier lach ich aller angst und noth, Es mag geseg, höll oder tod Auf mich her donnern oder blizen. Dieweil ich Jegt kann 4. Ich höre der posaunen ton Und sehe den gerichtstag schon, Der mir auch wird ein urtheil lebte, war ich dein, fällen. Hier weiset mein gewis- ich keines fremden seyn. Simon Dach, um 1646. sensbuch, Dort aber des gesetzes fluch Mich fündenkind hinab zur höllen, Da, wo man ewig, ewig M. Herzlich thut mich verl. leidt, Mord, jammer, angſt, und 735.h habe ut au che wehe schreit. den, Mein sinn geht aus der welt, Ich sehne mich mit freuden Nach Zions rosenfeld. Weil aber keine stunde Zum abschied ist benennt, So hört aus meinem munde Mein legtes testament: 2. Gott Vater, meine seele Befehl ich deiner hand, Führ sie aus dieser höhle Ins rechte vaterland. Du hast sie mir gegeben, So nimm sie wieder hin, Daß ich im tod und leben Nur dein alleine bin. 3. Was werd ich, Jesu, finden, Das dir gefallen kann? Ach, nimm du meine fünden Als ein vermächtniß an! Wirf sie in deine wunden, Ins rothe meer hinein, So hab ich heil gefunden Und schlafe selig ein. Der stärke 4. Dir, o du Geist der stärke 5. Kein geld noch gut errettet mich, Umsonst erbeut ein bruder sich, Den andern hier erst los zu machen; Er muß es ewig lassen stehn, Wir werden ewig nicht entgehn, Verschlinget uns der hölle rachen. Wer hilft mir sonst in dieser noth, Wo du nicht, Gott, du todestod? 6. Der teufel hat nicht macht an mir, Ich habe blos gesündigt dir, Dir, der du missethat vergiebest; Was maaßt sich satan dessen an, Der kein geset mir geben kann, Nichts hat an dem, was du, Herr, liebest? Er nehme das, was sein ist, hin; Ich weiß, daß ich des Herren bin. 7. Herr Jesu, ich, dein theures gut, Bezeug es selbst mit deinem blut, Daß ich der sünde nicht 131. 6.1 Vom Tode und der Auferstehung. 487 Laß ich den legten blick; Wenn M. Herr Jesu Christ, ich weiß. 737. It is bent, b Weiß aber nicht die stunde; Drum hilf, o Gott, daß ich mit buß Mich kehr zu deinem bunde, Daß meine sünd ich stets bewein, Jedoch auch deines todes pein Mich tröst auf mich zurück. Ach, schrei in meinem herzen, Wenn ich kein glied mehr rühr, Und stell in meinen schmerzen Mir nichts als Jesum für. 5. Ihr engel, nehmt die thränen Von meinen wangen an, Ich weiß, daß euer sehnen Sonst nichts erfreuen kann. Wenn leib und seele scheiden, Tragt mich in Abrams schooß, So bin ich voller freuden Und aller thränen los. 6. Euch aber, meine lieben, Die ihr mich dann beweint, Euch hab ich was verschrieben: Gott, euren besten freund. D'rum nehmt den legten jegen! Es wird gewiß geschehn, Daß wir auf Zions wegen Einander wiedersehn. 7. Zulegt sey dir, o erde, Mein blasser leib vermacht, Damit dir wieder werde, Was du mir zugebracht. Mach ihn zu asch und ftaube, Bis Gottes stimme ruft, Denn dieses fagt mein glaube: Er bleibt nicht in der gruft. 18. Das ist mein letzter wille. Gott drück das siegel drauf! Nun wart ich in der stille, Bis daß ich meinen lauf Durch Christi tod vollende: So geh ich freudig hin Und weiß, daß ich ohn ende Des himmels erbe bin. Benjamin Schmold.+ 1737. 736. 2. Wo buße folgt, ist keine noth Im himmel und auf erden, Da wohnet Gott und muß der tod Zum sanften schlafe werden; Da schwebt der lieben engel heer Bei eines sünders wiederkehr In freud und lustgebärden. 3. O, treuer Heiland, Jesu Christ, Erhöre mein verlangen, Laß ja mein herz zu keiner frist Der welt und ihrem prangen, Stets aber dir ergeben seyn Und als ein fruchtbar zweigelein Dir, meinem Gott, anhangen. 4. D, wahrer mensch und großer Gott, Durch deine qual und sterben Laß mich nicht weder hier noch dort Im sündentod verderben; Neiß mich aus seiner bande macht und sehe mich mit großer pracht Zu deinen himmelserben. 5. Im himmel wollt ich gerne seyn, Im himmel ist gut wohnen, Ich zittre vor der höllenpein, In welche. kein verschonen, Worin ein wurm, der immer zehrt, Ein ewig brennend feuerheerd, Die sünden zu belohnen. 6. Der himmel ist ein ehrensaal, Ein wohnhaus süßer freude, Da bei des Lammes abendmahl Nach viel verschmerztem leid. [ 31. 7.] ch weiß, daß mein Erlöfer lebt. Vom Tode und der Auferstehung. 488 Der auserwählten schaar sich setzt Und ihre frohe feel ergößt mit süßer himmelsweide. 7. Durch dein unschäßbar theures blut Laß auf dem himmelsfeel in engel In eigner Melodie. wagen Bu deinem throne tragen. 738. licht, und mein hut zu Heiland, ist im leben! Dieses weiß ich: sollt ich nicht Darum mich zufrieden geben? Was die lange todesnacht mir auch für gedanken macht. 2. Jesus, er, mein Heiland, lebt; Ich werd auch das leben schauen, Seyn, wo mein Erlöser schwebt; Warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein haupt sein glied, Welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der hoffnung band Zu genau mit ihm verbunden; Meine starke glaubenshand Wird in ihm gelegt befunden, Daß mich auch kein todesbann Ewig von ihm trennen kann. 4. Ich bin fleisch und muß daher Auch einmal zu asche werden, Das gesteh ich, doch wird er Mich erwecken aus der erden, Daß ich in der herrlichkeit Um ihn seyn mög allezeit. sicht und meine ohren hören nicht, Laß mich doch nicht verzagen. 8. Und eh ich sterbe, wasche mich Mit deinem theuren blute; Was ich gethan hab wider dich, Das halte mir zu gute, Und wenn vorhanden ist mein ziel, So hilf, daß ich nicht lange fühl Des strengen todes ruthe. 9. Sobald ich denn gestorben bin Und todt erstarret liege, So laß mich ehrlich tragen hin, Daß ich ein räumlein friege In from mer christen schlafgemach, Worin nach vieler angst und schmach Ich ruhig mich vergnüge. 10. Obschon mein leib muß untergehn, Verwesen und zerstäuben, Werd ich doch wieder aufer stehn Und nicht mehr asche bleiben Und meinen Gott von ange sicht In hoher freud und hellem licht Stets schauen, loben, lieben. 11. Das wird geschehn, wenn Christus wird Das weltgebäu verbrennen Und als ein neuer seelenhirt Die böck und schafe tren nen, Den bösen schmach und herzeleid, Den schafen ehr und herrlichkeit Als richter zuerkennen. Und allen jammer wende, Daß wir mit freuden ewiglich Den Vater, heilgen Geist und dich Erheben sonder ende. 12. Nun Amen! dieses werde wahr! Herr Jesu, komm behende Bring uns zu deiner engel schaar, 5. Dann wird eben diese haut Mich umgeben, wie ich glaube, Gott wird werden angeschaut Dann von mir in diesem leibe, Und in diesem fleisch werd ich Jesum sehen ewiglich. 6. Dieser meiner augen licht Wird ihn, meinen Heiland, kennen, Ich, ich selbst, kein fremder nicht, Werd in seiner liebe bren[ 31. 8.] vom Tode und der Auferstehung. 489 nen; Nur die schwachheit um Sind meiner krankheit feinde, und an Wird von mir seyn ab- Und ihnen ich ein scheu, Wenn gethan. sich da findet keiner, Der sich erbarmet meiner, So steh mir, liebster Jesu, bei. 7. Was hier kranket, seufzt und fleht, Wird dort frisch und herrlich gehen; Irdisch werd ich ausgesät, Himmlisch werd ich auferstehen; Hier geh ich natürlich ein, Nachmals werd ich geistlich feyn. 3. Wenn tod und höll mich plagen Und mein gewissen nagen, So gieb mir trost und kraft Und laß mich daran denken, Welch reichen troft fann schenken Mir deiner heilgen wunden saft. 4. Von himmlischen gedanken Laß ja mein herz nicht wanken, Und wo es soll geschehn, Daß mein verstand soll weichen, Will ich doch mit dem zeichen Des Lamms zu meinem grabe gehn. 5. Dich, Jesum, will ich haben, Du, Jesu, sollst mich laben; Mein augen, herz und mund, Die kann mir Jesus füllen Und meine schmerzen stillen In meiner letzten todesstund. 6. Ich freu mich, Gott zu se hen, Vor seinem thron zu stehen, D, angenehmer tod, Wie wirst du mich erquicken und in den himmel schicken Zu dem dreieingen großen Gott! 7. In was für tausend freuden Wird wenden sich mein leiden, Wenn ich werd bei dir seyn! Ach, Jesu, liebster bruder, Spann M. Nun ruhen alle Wälder. 739.ft bald ans Daß ich schiff hurtig himmelein. Johann Caspar Schade. † 1698. 8. Seyd getrost und hoch erfreut, Jesus trägt euch, meine glieder; Gebt nicht statt der traurigkeit! Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, Wann die legt pofaun erklingt, Die auch durch die gräber dringt. 9. Lacht der finstern erdenkluft, Lacht des todes und der höllen, Denn ihr sollt euch durch die luft Eurem Heiland zugesellen. Dann wird schwachheit und verdruß Liegen unter eurem fuß. 10. Nur daß ihr den geist er hebt Von den lüften dieser erden Und euch dem schon jetzt ergebt, Dem ihr beigefügt sollt werden. Schickt das herze da hinein, Wo ihr ewig wünscht zu seyn. Luise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg. † 1667. wille, Halt ich geduldig stille, Daß ich soll schlafen gehn, ende Gar Und fall an meinem gern in deine hände, Du wirst schon gnädig bei mir ftebn. 740." M. Es ist gewißlich an der. Romm, omm, sterblicher, betrachte mich! 2. Wenn meine blutesfreunde Du lebst, ich lebt auf erden. ( 31. 9.] Vom Tode und der Auferstehung. 490 Was du jept bist, das war auch ich, Was ich bin, wirst du werden; Du mußt hernach, ich bin vorhin, Ach, denke nicht in deinem sinn, Daß du nicht dürfest sterben. 2. Bereite dich, stirb ab der welt, Denk an die legten stunden! Wenn man den tod verächtlich hält, Wird er sehr oft gefunden! Es ist die reihe heut an mir, Wer weiß, vielleicht gilts morgen dir, Ja wohl noch diesen abend. 3. Sprich nicht: ich bin noch gar zu jung, Ich kann noch lange leben! Ach nein, du bist schon alt genug, Den geist von dir zu geben. Es ist gar leicht um dich gethan, Es sieht der tød kein alter an, Wie magst du anders denken? 4. Ach ja, es ist wohl klagenswerth, Es ist wohl zu beweinen, Daß mancher nicht sein heil begehrt, Daß mancher mensch darf meinen, Er sterbe nicht in seiner blüth, Da er doch viel exempel fieht, Wie junge leute sterben. 5. So oft du athmest, muß ein theil Des lebens von dir wehen; Und du verlachst des todes pfeil, Kannst ihm doch nicht entgehen. Du hältst dein grab auf tausend schritt und hast dazu kaum einen tritt, Den tod trägst du im busen. 19 6. Sprich nicht, ich bin frisch und gesund, Mir schmeckt auch noch das essen. Ach, es wird jetzt wohl diese stund Dein sarg dir abgemessen! Es schneidet dir der schnelle tod Ja täglich in die hand das brod, Bereite dich zum sterben! 7. Dein leben ist ein rauch, ein schaum, Ein wachs, ein schnee ein schatten, Ein thau, ein laub, ein leerer traum, Ein gras auf dürren matten; Wenn mans am wenigsten gedacht, So heißt es wohl: zu guter nacht! Ich bin nun hier gewesen! 8. Indem du lebeſt, lebe so, Daß du kannst selig sterben, Du weißst nicht wann, wie oder wo Der tod um dich wird werben. Ach, denk, ach, denke doch zurück, Ein zug, ein kleiner augenblick Führt dich zu ewigkeiten. 9. Du feyst dann fertig oder nicht, So musst du gleichwohl wandern, Wenn deines lebens ziel anbricht, Es geht dir, wie den andern. D'rum laß dir's eine warnung seyn, Dein auferstehn wird überein Mit deinem sterben kommen. 10. Ach, denke nicht: es hat nicht noth, Ich will mich schon befehren, Wenn mir die krankheit zeigt den tod, Gott wird mich wohl erhören. Wer weiß, ob du zur krankheit kommst? Ob du nicht schnell ein ende nimmst? Wer hilft alsdann dir armen? 11. Zudem, wer sich in sünden freut Und doch auf gnade bauet Der wird mit unbarmherzigkeit Der hölle anvertrauet. D'rum lerne sterben, eh du stirbst, Damit du ewig nicht verdirbst, Wenn Gott die welt wird richten. [ 31. 10.] Vom Tode und der Auferstehung. 491 12. 3um tode mache dich ge- im glauben, Dem kann nichts den schickt, Gedenk in allen dingen: Würd ich hierüber hingerückt, Sollt mir es auch gelingen? Wie? könnt ich jest zum grabe gehn? Wie? fönnt ich jetzt vor Gott bestehn? So wird dein tod zum leben. A RE 13. So wirst du, wenn mit feldgeschrei Der große Gott wird kommen, Von allem fernern sterben frei Dann ewig aufgenommen. Bereite dich, auf daß dein tod Beschließe deine pein und noth. O mensch, gedenk ans ende! Gottfried Wilh. Sacer. † 1699. M. Wie nach einer Wasserquelle. 741. Seaffet ab, ihr meine lieben, Laffet ab von traurigkeit! Was wollt ihr euch mehr betrüben? Weil ihr deß versichert seyd, Daß ich alle qual und noth Ueberwunden und bei Gott Mit den auserwählten schwebe Voller freud und ewig lebe. od 2. Derer tod soll man beklagen, Die dort in der höllenpein Müssen leiden alle plagen, So nur zu erdenken seyn; Die Gott aber nimmt zu sich In den himmel gleich wie mich Und mit lauter wonne tränfet: Wer ist, der darob sich kränket? himmel rauben. 4. Niemand sag, ich sey um> kommen, Ob ich gleich gestorben bin; Mein Gott hat mich hingenommen, Sterben ist jetzt mein gewinn. Vor dem unglück hat er mich Hingerafft so väterlich, Jegt kann mich kein leiden pressen, Aller angst ist nun vergessen, 5. Denn der leib schläft in der kammer Ohne sorgen, sanft und wohl und verschläft den großen jammer, Dessen jetzt die welt iſt voll; Meine seele schauet an Den, der nichts als lieben kann, Der auf seinen schooß mich seget Und mit höchster freud ergöget. 6. In der welt ist nichts zu finden, Nichts als theurung, angst und streit, Und was mehr die großen sünden Bringen für bes schwerlichkeit. Sonderlich kommt noch ein schwert, Das der christen herz durchfährt: D, viel bes ser, selig sterben, Als durch dies jen zwang verderben. 3. In des Herren Jesu wunden Hab ich mich geschlossen ein, Da ich alles reichlich funden, Wodurch ich kann selig seyn. Er ist Die gerechtigkeit, Die vor Gott gilt jederzeit, Wer dieselb ergreift 7. Solcher noth bin ich entgangen, Nichts ist, das mich ängsten kann, Fried und freud hat mig umfangen, Kein feind kann mich greifen an; Ich bin sicher ewiglich In des Herren hand, der mich Ihm zum eigenthum erworben, Da er ist am freuz gestorben. 8. Euch wird, meine liebsten freunde, Die ihr weilet in der welt, Schüßen wider alle feinde Gottes Sohn, der starke held. Seyd und bleibt ihm nur getreu, Seine gnad ist täglich neu, Wer betrübte [ 31. 11.] Vom Tode und der Auferstehung. 492 will betrüben, Der muß wie die spreu zerstieben. 9. Nun ich will euch dem befehlen, Der sich euren Vater nennt, Der die thränen pflegt zu zählen, Dem sein herz vor liebe brennt; Der wird eur in eurem leid Trösten, und zu seiner zeit An den ort, da ich bin, führen Und mit höchster klarheit zieren. 10. Da wird uns der tod nicht scheiden, Der uns jetzt geschieden hat, Gott selbst wird uns als dann weiden Und erfreun in seiner stadt. Ewig, ewig werden wir In dem paradies allhier Mit einander jubiliren Und ein selig leben führen. Joh. Heermann. † 1647. In eigner Melodie. 742. Gott, nach dei ner güt, Hilf mir in meinem leiden; Was ich dich bitt, versag mir nicht; Wenn sich mein seel soll scheiden, So nimm sie, Herr, in deine händ, Ist alles gut, wenn gut das end. nenthal, Angst, noth und trübsal überall. 2. Gern will ich folgen, lieber Herr, Du wirst mich nicht verderben, Denn du bist ja von mir nicht fern, Ob ich gleich hier muß sterben und lassen meine lieben freund, Die's mit mir herzlich gut gemeint. 3. Ruht doch der leib sanft in der erd, Die feel sich zu dir schwinget, In deiner hand sie unversehrt Durch tod ins leben dringet; Hier ist doch uur ein thrä4. Tod, teufel, höll, die welt und sünd Mir nicht mehr mögen schaden, Bei dir, o Herr, ich rettung find, Ich tröst mich deiner gnaden. Dein eigner Sohn aus lieb und huld Für mich bezahlt hat alle schuld. achs mit mir, bald und hier kein solches erbe, Das ewig in der welt besteht; Drum zeige mir in gnaden an, Wie ich recht selig sterben kann. 5. Warum sollt ich denn traurig seyn, Da ich so wohl bestehe? Bekleidt mit Christi unschuld rein Wie eine braut hergehe? Gehab dich wohl, du schnöde welt! Bei Gott zu leben mir gefällt. Joh. Herrmann Schein. † 1630. M. Wer nur den lieben Gott. ein Gott, ich weiß 743. ich sterbe, Ich bin ein mensch, der 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe, Kein augenblick geht sicher hin; Wie bald zerbricht doch eine scherbe, Die blume kann gar leicht verblühn; Drum mache mich nur stets bereit Hier in der zeit zur ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, Dieweil der tod viel wege hält, Dem einen wird das scheiden herbe, Wenn sonst ein andrer sanfter fällt. Doch, wie du willst, gieb, daß dabei Mein end in dir nur selig sey. 4. Mein Gott, ich weiß nicht ( 31. 12.1 Vom Tode und der Auferstehung. 493 nen Jesum laß ich nicht. wo ich sterbe, Und welcher sand Mich erfreut sein angesicht: Meimein grab verdeckt, Doch wenn ich dieses nur erwerbe, Daß deine hand mich auferweckt, So nehm ich gern ein pläßchen ein, Die erd ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Gott, wann ich einst sterbe, So nimm du meinen geist zu dir, Auf daß ich dort mit Christo erbe; Und hab ich den am grabe hier, So gilt mirs gleich und geht mir wohl, Wann, wo und wie ich sterben soll. Benjamin Schmold.+ 1737. M. Jesus, meine Zuversicht. In eigner Melodie. 744. Meinen Sefum laß ich nicht! Weil er sich für mich gegeben, So erfordert meine pflicht, Unverrückt an ihm zu fleben. Er ist meines lebens licht: Meinen Jesum laß ich nicht. 2. Jesum laß ich nimmer nicht, Weil ich soll auf erden leben, Ihm hab ich voll zuverficht, Was ich bin und hab, ergeben. Alles ist auf ihn gericht't: Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Laß vergehen das gesicht, Hören, schmecken, fühlen weichen, Laß das legte tageslicht Mich auf dieser welt erreichen; Wenn der lebensfaden bricht: Meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd auch ihn lassen nicht, Wenn ich nun dahin gelanget, Wo vor seinem angesicht Frommer christen glaube pranget, 5. Nicht nach welt, nach himmel nicht Meine seele seufzt und stöhnet, Jesum sucht sie und sein licht, Der mich hat mit Gott ver-= föhnet, Mich befreiet vom gericht: Meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, Geh ihm ewig an der seiten, Christus lässt mich für und für zu dem lebensbächlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Christian Keymann( 1656). † 1662. M. Ach, schönster Jeju, mein Verk 745. ein ende gehet M nicht zurücke, Es kommt nun immer näher an, Die zeit verkürzet ihre blicke und eilet nach der todesbahn; Es ist, eh wir es kaum versehen, Um unser leben bald geschehen. 2. Die beste kunst auf dieser erden Ist, wenn man selig sterben kann, Wer hier will recht gelehret werden, Der muß bei zeiten fangen an; Drum will ich bei gesunden tagen Um diese kunst mich wohl befragen. 3. Mein Gott, du wirst mich unterweisen, Daß ich recht brauche meine zeit, Dich in derseiven recht zu preisen, Entfernet von der eitelkeit; Was dir zum preis nicht ist erforen, Das ist verdorben und verloren. 4. Drum lehre mich allzeit bedenken, Daß es mit mir ein ende nimmt, Daß ich mich möge zu dir [ 31. 13.1 Vom Tode und der Auferstehung. 494 Lenken Und, wenn mein ende ist bestimmt, Von dieser welt mit fried und freuden Bereit und felig möge scheiden. 5. Gieb wahre buß und festen glauben An Jesum, meines lebens licht, Den laß von feiner macht mir rauben, Wenn mir der tod das herze bricht. Kann ich auch gleich kein wort mehr sagen, Will ich ihn doch im herzen tragen. 6. Verleihe mir ein sanftes ende Und laß den müden leib ausruhn, Nimm meine seel in deine hände, Bis daß du wirst mein grab aufthun Und mich erwecket herrlich zieren, zu deiner herrlichkeit einführen. Mein hoffnung hat gefunden Ihr ziel im himmelsthron, Da Chriftus, mein verlangen, Mich freunds lich thut umfangen und mir auffeßt die ehrenkron. Des todes finstre nacht. Ein an der licht und leben Hat mir mein Heiland geben und mich in seine burg gebracht. M. Nun ruhen alle Wälder. 746. ein glaub hat Gottes Sohn. überwunden, 5. Da bin ich allem toben Und sturm der welt enthoben, Der überall bricht ein; Da kann ich im verborgnen Frei seyn von allen sorgen, Angst, noth, gefahr und schwerer pein. 8. Ihr aber, mein geliebte, Durch meinen tod betrübte, Stellt euer trauern ein. Wer durch den tod und sterben Den himmel kann erwerben, Der kann nicht zu bes adflagen seyn. 3. Nun kann ich mit dir leben, Und unaufhörlich schweben In lauter herrlichkeit; In dir will ich mich freuen Und meine fraft 6. Es wird doch nicht auf er den Ins fünftge besser werden; Was einen lachet an, Ist wandelbar und flüchtig, Vergänglich, schnöde, nichtig Und nur gegründt auf bloßem wahn. 7. Drum habe du das deine, O welt, mir g'liebt das meine, Die schöne himmelskron, Nach der ich stets getrachtet, Das irdische verachtet, Die mir erworben erneuen In ewig grüner lenzenzeit. 4. Mich rühren, Noch über mich regieren 2. Wie könnte die begierde, 9. Ich bin euch zwar genomDie ich zu deiner zierde Trag, men, Doch sollet ihr auch kom= o mein aufenthalt, Doch besser seyn vergnüget, Nachdem ich obgesieget Dem tod und höllischer gewalt? als men In diese herrlichkeit, Wenn ihr auch werdet scheiden und mit dem kreuz und leiden Beschließen eure lebenszeit. Today ag dat is dan 192 tidsbe M. Was mein Gott will. [ HOT] ( Jn eigner Melodie.) i 198 747. Mein wallfahrt ich In diesem bösen leben, Jepund trägt [ 31. 14.] Vom Tode und der Auferstehung. 495 man mich in das grab, Darauf lauter freud, Weils Gott so gut. thut sich anheben Ein neue freud und seligkeit Bei Christo, unserm Herren, Die allen frommen ist bereit't, Dies ist die fron der ehren. thut meinen. Mein seele preiset Gott den Herrn Für solch freudenreich leben. Was könnt ich herrlichers begehrn? Gott wolle euch allr auch geben! Ludw. v. Hörnigt. † 1667. 2. Der leib thut zwar verwesen gar Und muß zu staube werden, Doch wird daraus ein förper klar, Welcher nicht mehr auf In eigner Melodie. erden, sondern hiernächst bei 748.* itten wir im le Mit Jesu Christ Ohn jammer und elende Wird seyn und bleibn zu jeder frist, Der sich von Gott nicht wende. 3. Solch ewig leben hat er mir Und allen mensch'n erworben, Der tod war lang' vor meiner thür, Bis ich jetzt bin gestorben, und dieses ist der sünden schuld, Wir müssen einmal sterben; Jedoch beweist er noch sein huld, Sein gläubgen nicht verderben. 4. Gleichwie ein waizenkörnelein Gesäet wird mit fleiße, Vermodert und grünt hernach fein: Also auch gleicher weise All fromme christen in der erd Ein weil verscharret bleiben, Stehn doch hernach auf unversehrt mit schönen klaren leibern. dem tod umfangen, Wen suchn wir, der hülfe thu, Daß wir gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine! Uns reuet unsre missethat, Die dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herre Gott! Heiliger, starker Gott! Heiliger, barmherziger Heiland! Du ewiger Gott! Laß uns nicht versinken In des bittern todes noth. Kyrie eleison. 2. Mitten in dem tod anficht't Uns der hölle rachen, Wer will uns aus solcher noth Frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine! Es jammert deinr barmherzigkeit Unsre sünd und großes leid. Heiliger Herre Gott! Heiliger, starker Gott! Heiliger, barmherziger Heiland! Du ewiger Gott! Laß uns nicht verzagen Vor der tiefen höllen glut. Kyrie eleison. 5. Ich hab auf mein'n Herrn Jesum Christ Mein hoffnung, thun und lassen Gestellt, der auch zu jeder frist Mein hoffnung ist gewesen; Der wird mein liebe freunde hier, Welche ich hinterlassen, Beschirmen und mit großer zier Endlich auch zu sich lassen. 3. Mitten in der höllen angst Unsre sünd uns treiben, Wo solln wir denn fliehen hin, Da wir mös gen bleiben? Zu dir, Herr Christ, 6. Darum laßt fahrn all trau- alleine! Vergossen ist dein theures rigkeit, Thut mich nicht mehr be- blut, Das gnug für die fünde weinen; In mir ist nichts als thut. Heiliger Herre Gott! Het[ 31. 15.] 496 Vom Tode und der Auferstehung. liger starker Gott! Heiliger, barm- todes bitterfeit Sie hat erlöst zur herziger Heiland! Du ewiger Gott! seligkeit. Laß uns nicht entfallen Von des rechten glaubens trost. Kyrie eleison. 4.( Gemeinde). Sein jammer, trübsal und elend Ist kommen zu ein'm selgen end; Er hat ge= tragen Christi joch, Ist gestorben und lebet noch. ( Chor). Was hier für trübfal mich verletzt, Wird jetzt mit himmelslust erseßt, Die welt ist doch ein jammerthal, Dort ist der rechte freudensaal. Dr. Martin Luther. † 1546. Aus dem Latein: media vita in morte. In eigner Melodie. 749. 750. ( Gemeinde). den leib begraben; Daran wir kein'n zweifel haben, Er wird am jüngsten tag aufstehn Und unverweslich hervorgehn. ( Chor). Begrabet mich nun immerhin, Da ich so lang' verwahret bin, Bis Gott, mein treuer Seelenhirt, Mich wieder auferwecken wird. 2.( Gemeinde). Erd ist er und von der erden, Wird auch zur erd wieder werden und von der erd wieder aufstehn, Wenn Gotts posaune wird angehn. ( Chor.) Ja freilich werd ich nach dem tod Zu asche, erde, staub und koth: Doch wird dies schwache fleisch und bein Von meinem Gott verwahret seyn. 3.( Gemeinde). Sein seele lebt ewig in Gott, Der sie allhier aus lauter gnad Von aller sünd und missethat Durch seinen Sohn erlöset hat. ( Chor). Mein leib wird hier der würmer spott, Die seele lebt bei meinem Gott, Der durch seins 5.( Gemeinde). Die lebt ohne alle flag, Der leib ſchläft bis zum jüngsten tag, An welchem Gott ihn wird verklärn Und ewger freud ihn wird gewährn. ( Chor). Wenn alle welt zu trümmern bricht Und Gott wird halten fein gericht, So wird mein leib verkläret stehn Und in das himmelreich eingehn. 6.( Gemeinde). Hier ist er in angst gewesen, Dort aber wird er genesen, In ewiger freud und wonne Leuchten wie die helle sonne. ( Chor). Wie manche widerwärtigkeit Hatt ich in meiner lebenszeit! Nun aber ist mir nichts bewußt, Als aller auserwählten luft. 7.( Gemeinde). Nun lassen wir ihn hie schlafen Und gehn all heim unsre straßen, Schicken uns auch mit allem fleiß, Denn der tod kommt uns gleicher weis. ( Chor). So laßt mich nun in meiner ruh Und geht nach eurer wohnung zu; Ein jeder denke tag für tag, Wie er auch selig ster ben mag. [ 31. 16.1 Vom Tode und der Auferstehung. 497 8.( Chor und Gemeinde). Das auf, Zu flagen meinen kurzen helf uns Christus, unser trost, lauf; Ich bin vollkommen wor= Der uns durch sein blut hat den bald, Wer selig stirbt, ist erlöst Vons teufels gwalt und gnugsam alt. ewger pein, Ihm sey lob, ehr und preis allein! 8. Bedenfet meinen freudenstand Und wie es in der welt bewandt. Bei euch ist noth und frieg und streit, Hier herrschet fried und fröhlichkeit. lebt, Derselb auch lang' an sünden 9. Wer auf der erde lange klebt, Muß streiten oft mit fleisch und blut, manchem und bange thut. Böhmische Brüder. Chor von Georg Neumark. † 1681. V. 8 von Dr. Martin Luther. M. Herr Jesu Christ, meins. 751. Mun lieg ich armes würmelein Und ruh in meinem kämmerlein! Ich bin durch einen sanften tod Entrissen aller angst und noth. 2. Was schadets mir, daß mein gebein Muß in das grab verscharret seyn? Mein feele schwebet ohne leid Ins himmels glanz und herrlichkeit. 3. In solchem schmuck, in solcher zier Prang ich vor Gottes thron allhier; Mein Jesulein ist meine lust, Mein labsal, meine befte foft. 4. Was frag ich nun nach jener welt? Mein Jesulein mich füßt und hält! In ihm erfreut ich mich allein, Ohn ihn kann ich nicht fröhlich seyn. 5. Mit weinen war ich erst geborn, Zum jauchzen bin ich nun erkorn; Ich singe mit der engel schaar Das ewig neue jubeljahr. 10. Sa, leiden muß er freuz und noth, Auch noch wohl einen langen tod; Hier hab ich schon nach kurzem streit Erlangt die kron und herrlichkeit. 11. Wie manches kind fällt sich zu tod! Wie manches stirbt in wassersnoth! Wie leidet manches lange qual, Eh es kommt aus dem jammerthal! 12. Sollt es denn euch nicht tröstlich seyn, Daß ich so sanft geschlafen ein? Daß mir das liebste Jesulein Verkürzet meine todespein? 13. Drum legt die hand auf euren mund Und seht auf Gott, der euch verwundt, Der euch zu heilen ist bereit, Wenns dienet eurer seligkeit. 14. An jenem tag wir werden gehn, Da vor Gott groß und fleine stehn, 3ur himmelischen Christtagsfreud Mit höchster ehr 6. Nichts liebers meine zunge fingt, Nichts reiners meinen ohren klingt, Nichts füßers meinem herzen ist, Als mein herzliebster und herrlichkeit. Jesus Christ. 7. Drum, liebe eltern, höret [ 32. 1.] Mich. Schirmer. † 1673, 32 498 Vom Tode und der Auferstehung. nichts von ihm soll scheiden. Er 753.du dreieinger Gott, soll Nicht, nicht verloren seyn. halt mich mit der hand, Da ich gezeichnet ein Und rufe stets, ich 7. Vor sünden, höll und tod Und vor des satans schrecken Mein Jesus stelle fich, Er laß fein blut mich decken Und sey ein vorschmack mir Der ewgen seligkeit, Daß ich vor freud nicht fühl Des todes bitterfeit. 8. Das, was ich hinterlaß, Versorg er, schüß und liebe Und geb, daß mich im tod nichts hindre noch betrübe, Erhalt mich bei verstand Und einem frischen muth, Daß mitten im gebet Ich sterb auf Jesu blut. 9. Nun geb ich meinen geist nochmals in Gottes hände Und warte, bis er kommt mit einem felgen ende, Daß er mir nach dem tod Drück selbst die augen mein end fommt berbei. bizu Und bis am jüngsten tag 752. un, Welt, du musst zurücke stehn. M. O Gott, du frommer. lesen, Gedenk an deine güt, Die vor der welt gewesen, Und sey mir sünder doch, O Gott, stets gnädig hier, Daß ich recht christlich leb Und sterbe sanft in dir. 2. Ich lege leib und feel, O Gott, in deine hände, Ach, lehre du mich stets Gedenken an mein ende, Auch sterben, eh ich sterb, Und hören alle stund: Mensch, du mußt sterben auch, Es ist der alte bund. 3. Weil Jesus mir zu gut Gestorben wie geboren, So glaub ich gar gewiß, Ich werd nicht seyn verloren. Weck mich nur stetig auf, Daß ich bereitet sey, Wie du mich haben willst, Wenn 4. Ich traue deiner treu Durch Jesu blutvergießen Und will auch weder zeit noch ört zum tod ausschließen; Komm, wann, wie, wo du willst, Nur daß ich selig sterb, Durch Jesu blut und tod Das himmelreich ererb. 5. So lang' allhier ich leb Und wann ich werd entschlafen, Geb ich, Gott Vater, dir, Das, was du hast erschaffen; Gott Sohn, was du erlöst, Das geb ich wieder dir; Gott heilger Geist, was du Geheiligt, nimm von mir.pnose 6. Mein Jesus komme mir Stets vor in seinem leiden Und sage, daß mich nichts, Nichts, Schenk eine sanfte ruh. 10. Ich weiß, durchs Lammes blut Werd ich schon überwinden Und einen gnädgen Gott Im tod und leben finden; Ich halte mich an Gott und meines Jesu blut, Ich weiß, Gott macht es schon mit meinem ende gut. 11. Ich sage Amen drauf In meines Jesu namen, Essage gleichfalls auch Der Herre, mein Gott: Amen! Ach, sage ja zu mir, Dreieiniger Gott: fomm du! Ach, sage: sey getrost, Mein kind, geh ein zur ruh. a Aemilie Juliane, Gräfinn v Schwarzb. dianied 39, Rudolstadt. † 1706. HO? [ 32. 21 Vom Tode und der Auferstehung. M. Es ist gewißlich an der. 754. Gott, wenn ich bei mir betracht, Daß alles fleisch verdirbet, Und nehme dies dabei in acht, Wie schleunig mancher stirbet: So ruf ich dich, o Bater, an, Denn deine güt und allmacht kann mir auch hierinnen helfen. 2. Ich weiß wohl, daß ich sterben muß, Doch nicht, zu welcher stunde, Drum gieb, daß ich in steter buß und andacht werd erfunden, Auf daß ich jetzt und allezeit 3u meiner heimfahrt sen bereit, Sobald du mich erforderst. 3. Herr, rechne mir es ja nicht zu, Daß ich mich unterfange Und an dich diese bitte thu, Warum mir oft wird bange: Vor vielen schmerzen mich behüt Aus lauter unverdienter güt, Und auch vor langem lager. 4. Doch aber auch bewahre mich Vor schnellem bösen ende, Wahuwiß und jammer gnädiglich, D treuer Gott, abwende, Ein solches stündlein mir verleih, Daß ich noch meine sünd dabei Im glauben mög bereuen. d 5. Laß mich den werthen heilgen Geist Bis an mein end regieren, Gieb, daß alsdann ich allermeist Mag seinen beistand spüren, Auf daß des Herren Chrifti blut, So er vergossen mir zu gut Und nußen möge kommen, 499 o Gott, In deine händ befehlen, Verkürz mir alle angst und pein, Daß, wenn mein ende da soll seyn, Ich bald in frieden scheide. M. Vater unser, im Himm. 755. Herre Gott, in meiner noth Ruf ich zu dir, du hilfest mir; Mein leib und feel ich dir befehl In deine händ, dein'n engel send, Der mich bewahr, wenn ich hinfahr Aus dieser welt, wenn dirs gefällt. 45 2. O Jesu Christ, gestorben bist Am freuzesstamm, du Gotteslamm; Dein wunden roth in aller noth, Dein theures blut komm mir zu gut, Dein lebn und sterbn mach mich zum erbn In deinem reich, dein'n engeln gleich. 3. end Dheilger Geist, ein Tröster heißst; An meinem dein'n trost mir send, Verlaß mich nicht, wenn mich anficht't Des teufels g'walt, des tods gestalt; Herr, mein hort, nach deinem wort Wollst du mir geb'n das ewge leb'n. ist nic. Selneccer. † 1592. dat dau tuld 201 d19f In eigner Melodie. * wie 756.( Gemeinde). felig seyd ihr doch, ihr frommen, Die ihr durch den tod zu Gott gekommen! Ihr seyd entgangen Aller noth, die uns noch hält gefangen. nou min teilieds 6. Hilf, Herr, hilf in der to-( Chor.) Ja, höchst selig sind besnoth, Laß mich nicht lange wir, liebe brüder, Unser mund quälen, Dir will ich meine seel, ist voller freudenlieder; Doch was ( 32. 3.] 32 Vom Tode und der Auferstehung. 500 wir schauen Wird Gott euch gar bald auch anvertrauen. 2.( Gemeinde.) Muß man 6.( Gemeinde.) Komm, o Chrihier doch wie im ferfer leben, ste, komm, uns auszuspannen, Da nur sorgen, sorgen, furcht und Lös uns auf und führ ung schrecken schweben; Was wir bald von dannen, Bei dir, o hier kennen Ist nur müh und sonne, Ist der frommen seelen Herzeleid zu nennen. freud und wonne. ( Chor.) D, ihr lieben, seyd doch ja zufrieden, Wünscht nicht Freude, weil ihr seyd hienieden; Laßt euern willen Sich nur sanft von Gottes gnade stillen. 3.( Gemeinde.) Ihr hingegen ruht in eurer fammer Sicher und befreit von allem jammer, Kein freuz und leiden Ist euch binderlich an euren freuden. ( Chor.) Aber gleichwohl mußten wir auch kämpfen, Da in uns war sünd und tod zu dämpfen. Was euch jetzt quälet, Daran hat es uns auch nicht gefehlet. streiten Lohnet Christus hier mit herrlichkeiten. 4.( Gemeinde.) Christus wischet ab euch alle thränen, Habt das schon, wornach wir uns erst sehnen; Euch wird gesungen, Was durch keines ohrallhier gedrungen. 757. Mensch, bedenkest ( Chor). stets bei euren thränen, Bleibt getreu, fünftigen freuden. 5.( Gemeinde.) Ach, wer wollte denn nicht gerne sterben Und den himmel für die welt ererben? Wer wollt hier bleiben, Sich den jammer länger laffen treiben? toin sida? ( Chor.) Ach, ihr theuren seelen, eure kronen, Gure palmen, eure güldnen thronen Sind schon bereitet; Schafft nur, daß ihr recht zum fiege fstreitet. 7.( Gemeinde und Chor.) Nun wir wollen beiderseits denn loben Gottes Lamm, das uns das beste in Gott erhoben; Ein ewges leben Ist uns beiderseits gewiß gegeben. 8. Lobt, ihr menschen, lobt ihr himmelschöre! Gebt dem höchsten Gott allein die ehre! Die ewigkeiten Werden unsers Gottes lob ausbreiten. ( Chor). Freilich ist hier gut bei Christo leben, Doch könnt ihr euch in geduld ergeben; All euer M. Herzlich thut mich verl.. euch himmelan zu ſehnen; Eur 758. menjch), gedent der zur ans Willst Simon Dach. † 1659. Chor u. V. 7. 8. Zusatz von Jac. Baumgarten.+ 1722. TO BU du nichts übels thun ,. Der tudi bringt oft behende Das allerlettem nun; An einem augenblickest Hängt ewig wohl und webanc Drum denke wohl zurücke, Wossg hin dein leben geh. si 2. O mensch, gedenk ans ende Wer weiß, ob nicht noch heut Der tod sich zu dir wende; Drum [ 32. 4.1 Vom Tode und der Auferstehung. 501 mache dich bereit, Wenn du sollst noch lange gehn Auf eitler erden rechnung geben Von dem, was tand? Ach, werd ich nicht bald du gethan, Damit dein eigen le- sehen Das rechte vaterland? ben Dich nicht verklagen kann. 5. Gott lob, nun soll es werden, Nun ist die stund herbei, Daß ich von dieser erden Soll werden los und frei; Nun hab ich ausgeklaget, Ich hab in meis nem streit Mich ritterlich gewaget, Die fron ist mir bereit. 6. O liebste, lasst das weinen, Es ist ja ohne noth, Gott eilet mit den seinen Durch einen selgen tod, Eh noch viel trübfal kommen; Gott weiß, sie dräuen schon. Wohl dem, der nun ges kommen Zum schönen himmels thron! 7. Wenn ihr euch fönnt bes denken, Wenn ihr mich lieben wollt, So dürft ihr euch nicht fränken Ob diesem todessold. In diesem weltgebäude Hab ich euch ja geliebt, Drum gönnt mir doch die freude, Die mir mein Heiland giebt. 3. O mensch, gedenk ans ende, Stirb stets den sünden ab, Gieb dich in Gottes hände Und fürchte nicht das grab; Sey fertig alle stunden, Halt dich an Christi blut, Stirbst du in Jesu wunden, So ist dein ende gut. Benjamin Schmold. † 1737. M. Herzlich thut mich verl. 759. o hab ich nun vollendet Den schweren lebenslauf. Mich ganz zu Gott gewendet Und geh jest himmelauf. Sehr matt bin ich von thränen, Mein herz ist schwach von noth, Von seufzen und von stöhnen; Drum fomm, o lieber tod! 2. In allen meinen jahren Von zarter jugend an Hab ich es wohl erfahren, Wie schwer die himmelsbahn. Ich bin auf keinen rosen Gegangen jederzeit, Wie etwa die gottlosen In stolzer sicherheit. 3. Was ist der menschen leben? Wenns auch aufs allerbest Sich founte hier erheben, So ist es müh gewest, Ja, nichts denn eitel sorgen, Nur lauter gram und noth, Den abend wie den morgen; Drum ist man lieber todt. 4. Wie oft hab ich geflaget, Gleich wie ein wandersmann, Ach, hätt ich rast! gefraget, Wann komm ich himmelan? Werd ich 8. Wir werden seyn verbunden Ohn alle noth und leid Nach wenig zeit und stunden Dort in der ewigkeit; Da wird uns Gott erneuen, Da werden wir uns auch Recht mit einander freuen Nach himmelischem brauch. 9. Nun muß ich von euch scheiden, Ihr freunde, gute nacht Zur himmelsluft und freuden! Ihr liebsten, feyd bedacht, Wie ihr mich wollet finden Im schönen paradeis, Da eitel überwinden. Nun gute nacht! ich reis. Joachim Pauli, um 1663. [ 32. 5.] 302 Vom Tode und der Auferstehung. da die schaar Der engel flar Um deinen thron her schwebet. 6. mein 7. Was kränkst du dich, mein arme seel? Sey still und thu nicht wanfen! Gott ist mein burg, mein trost und heil, Deß werd ich ihm noch danken. Drück dich und leid' Ein kleine zeit, Nach angst kommt freud und wonne. 8. Die edle blume der geduld Wächst nur im leidensgarten. Herr, stärke mich nach deiner huld, Daß ich könn deiner warten; Sonst bin ich sehr Betrübt und schwer Von angst auf dieser erden.d 9. Ich seh, daß dein zorn wie ein' fluth Dem ganzen land begeg3. Wann komm ich in dein net Und daß es schrecklich brausen paradeis, Da schon die christen thut, Wo sich dein grimm erhewohnen Und singen dir lob, ehr bet, Die wellen gar Ich auch erund preis, Bekleidet mit der fahr Sammt deinen wasserwogen. sonnen? Wann holst du mich ar 10. Darum bin ich der welt Ins himmelreich, Daß ich dein antlig schaue? enigd midsin 4. Mein feel hat noth und große qual, Daß ich muß ohne raften Gespannt seyn in dem jammerthal Und ziehen schwere lasten; Da treibet spott Die falsche rott Mit mir in meinen nöthen. so müd, All tag und nacht ich weine Und laß nicht ab, bis deine güt Verheißen mir erscheine. Nun eil doch fort, Mein freuer hort, Und nimm mich hin in frieden. ani mmoj 1920 ho 11. Wie lange soll ich traurig seyn, Da mich die feinde plagen? 5. Sie fragen: wo bleibt nun Es ist ein mord in mein'm gebein, dein Gott? Ja, daß er dir er- Daß sie ganz höhnisch fragen: fcheine! Der hohn fränkt mir Sag an, wo ist Dein Jesus mein herz und blut, Daß ich Christ? Ja, daß er dich erlöse? vor trübsal weine. Ach, kommi doch bald, Mein aufenthalt, Und reiß mich von der erde! mud 12. Geduld, geduld, du traurge feel, Geduld ist dir von nöthen Bis uns der lieb Immanue Nach vielem kampf und beten Einst zu sich reiß Ins paradeis Da werden wir ihm danken. Dr. Philipp Nicolai. † 1608. Psalm 42. In eigner Melodie. 760. ein gute nacht Der weit und laß fie fahren; Ob sie mir gleich viel jammers macht, Gott wird mich wohl be wahren. Ich meint, die welt Wär eitel geld, Befind es nun viel anders. bu birl 2. Ein hirsch, von schlangen angesteckt, Nach frischem wasser schreiet: Also hat mich zum durst erwedt Die welt vermaledeiet; Auch macht mir bang, Die alte schlang, Daß ich zu Gott muß weinen. 6. Ach, nimm mich in dein'n freudensaal, Von dir bereitet droben, Da dich die patriarchen all Mit den propheten leben Und 19 32. 6.1 Vom Tode und der Auferstehung. In eigner Melodie. 761.Balet will ich dir geben, Du arge, falsche welt! Dein sündlich böses leben Durchaus mir nicht gefällt. Im himmel ist gut wohnen, Hinauf steht mein begier; Da wird Gott ewig lohnen Dem, der ihm dient allhier. Tot ign 503 ben Und bald vielleicht die reih an mir, So will ich mich bei zeit bewerben Um ein recht selig sterben hier. Ich will erst sters ben, eh ich sterb, Daß ich im tode nicht verderb. 2. Weil aber dies ist eine sache, Die nicht in menschenkräften steht, So weiß ich, wie ichs flüglich mache, Daß mein vorhaben doch fortgeht: Ich laufe grade zu dem mann, Der zum wohlsterben helfen kann. 2. Nath mir nach deinem herzen, O Jesu, Gottes Sohn, Soll ich ja dulden schmerzen, Hilf mir, Herr Christ, davon; Verkürz mir alles leiden, Stärk meinen blöden muth, Laß selig mich abscheiden, Seß mich in dein erbgut. 3. In meines herzens grunde Dein nam und kreuz allein Funkelt all zeit und stunde, Drauf kann ich fröhlich seyn. Erschein mir in dem bilde Zu trost in meiner noth, Wie du, Herr Christ; so milde Dich haft geblut't zu tod. 4. Verbirg mein feel aus gnaden In deine offne seit, Rück fie aus allem schaden, Zu deiner herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, Wer kommt ins himmels 5. Laß mich absterben meinen schloß, Der ist ewig genesen, Wer bleibt in deinem schooß. nest 4. Ach, liebster schap, gedenk doch meiner Und halte bei mir redlich aus, Laß allzeit mich genießen deiner Und reiß aus aller noth mich h'raus; Denn ich will habn in diesem nun mit niemand als mit dir zu thun. 5. Schreib meinen nam aufs beste Ins buch des lebens ein Und bind mein feel ftets feste Ins lebensbündelein Der'r, die im himmel grünen Und vor dir leben frei: So will ich ewig rühmen, Daß dein herz treue sey. 2919 Valerius Herberger. † 1627. On sünden Durch stete reu und wahre buß, Im glauben mich mit dir verbinden Und lernen, daß ich sterben muß, Damit ich mich all augenblick zu einem felgen sterben schick. id dem 6. Ich gebe dir zu treuen händen, Herr, meine seel, dein eigenthum; Das deine mag ich nicht entwenden, G8 bleibet dein zu asdr M. Wer nur den lieben.deinem ruhm. Gieb du nur sel eil nichts gemei- ber achtung drauf, Herr Jesu ners ist als ster- meinen geist nimm auf! NA ELE 762. 18 132, 7.1 3. Das ist mein Jesus, der sein leben Für meines hat geopfert auf, Mir sein verdienst zum trost gegeben, Sein blut zu meiner seelen fauf, und mir durch seines todes noth Erworben einen selgen tod. Vom Tode und der Auferstehung. 504 7. Bereite mich von aus und innen, Wie du mich selber haben willt, Den glauben mehr', stärt meine sinnen, Und sey für mich stets sonn und schild; Die fünde tilg, dem satan wehr Und zeig dich mir mit deinem heer. 3. Was empfind ich da für freude, Was ist da für herrlichfeit! Uebersüße himmelsweide Labet mich schon allbereit. Welt, bei dir ist frieg und noth, Krankheit und zuleßt der tod, Hier im himmel allezeit Friede, ruh und seligkeit. nsar du det minde 8. Ich bitt mir aus dein heilgen wunden Zur ruh, dein wort zur arzenei, Deins leidens kraft zur letzten stunden, Des Vaters herz, des Trösters treu, Dein blut zur fron und sterbekleid, Zuletzt zum grabe deine feit. 4. Unaussprechlich schöne singet Gottes auserwählte schaar, Heilig, heilig, heilig! klinget In dem himmel immerdar. Welt, bei dir ist krieg und streit, Angst und lauter eitelkeit, Aber hier ist 9. Auf diese weise mag ich allezeit Friede, ruh und seligkeit. sterben In furzem oder über 5. Lasst doch euer trauern lang': Mir ist als einem himmelserben Und Gottestinde gar nicht bang. Die Gotteslieb, das Jesusblut Machts schon mit meinem ende gut. visa stapat itot) 19st Christian Weise. † 1708. bleiben, Liebste freunde, weinet nicht! Es ist gar nicht zu beschreiben, Wie mir hier so wohl geschicht; Denn bei euch war angst und noth, bis Schmerzen und der bittre tod, Hier im himmel allezeit Friede, ruhund feligkeit. rist is the 763. Selt, ade! ich bin lol lounid mu In eigner Melodie. elt, ade! ich bin dein müde, Ich will nach dem himmel zu; Da wird seyn der rechte friede Und die stolze feelenruh. Welt, bei dir ist frieg und streit, Nichts denn lauter eitelkeit, In dem himmel allezeit Friede, ruh und feligkeit. ared Idaut 2. Ich bin schon dahin gekommen, Ich bin aller frankheit los Und der traurigkeit entnommen, Ruhe sanft in Gottes schooß. In der welt ist angst und noth, Endlich gar der bittre tod, Aber hier ist allezeit Friede, freud und feligkeit. nstledis bim [ 32. 8.1 6.dDentet, daß es wird geschehen, Daß ihr mich in kurzer zeit Fröhlich werdet wiedersehen In der großen herrlichkeit. Denn bei euch war nichts denn noth, Müh und angst und gar der ted, Aber hier ist allezeit Friede, freud und seligkeit. gong dahon. rigu u@ 7. Schubin nun voran gegangen, Willonenchy allen anlaß gebn, Daß euch soll darnach ver= langen, Wo wir biewig follen lebn. Denn die welt hat frieg und streit, All ihr thun ist eitelfeit, Aber hier ist allezeit Friede. ruh und seligkeit. him 7 lat Nach Joh. Georg Albinus. † 1697, do Vom Tode und der Auferstehung. Joh. 19, 34. M. Wenn mein Stündlein. sa( Es ist gewißlich an der.) 764.W enn ich in todes nöthen bin Und weiß kein'n rath zu finden, So nehm ich meine zuflucht hin zu Christi tod und wunden, Darinnen find ich hülf und rath Wid'r Gottes zorn, die missethat, Auch wider tod und hölle. 2. Es ist kein schmerz, kein leid, kein noth, Kein angst so groß auf erden, So nicht durch Christi wunden roth Geheilet könnte werden. Sein tod mein leben und gewinnst, Mein hoffnung, zuflucht und verdienst, Mein schatz, mein ehr und krone.asik modis 3. Er streckt am freuz aus händ und fuß, Mich freundlich zu umfangen, Sein haupt neigt er mir zu ein'm fuß Aus herzlichem verlangen, Sein feite er eröffnen ließ, Daß ich darin mög schauen 1 Joh. Kempf. † 1625. In eigner Melodie. ſüß Sein herz, ſein lieb' und 765. Menn mein ſtündtrente. 1901501 4. Da ist die thür der gnaden fest, Die uns stets offen stehet. Gleich, wie Gott Noah bauen läßt Ein'n kasten, drein er gehet Zur sündfluth groß mit all den sein'n: Also find Christi wunden rein Die thür zum gnadenthrone. 5. Darein will ich mich finden fein Und mich darin verdecken, Gleichwie sich flein' waldvögelein Im hohlen baum verstecken Bis wettersturm vorüber geht, will ich mich finden stets Christ, dem baum des lebens. Also Zu 505 6. Moses schlug einen felsen hart, Daß wasser draus that fließen; Also ward Chrifti feite zart Mit einem speer gerissen, Daraus viel blut und wasser floß, Der gnadenbrunn sich da ergoß, Der mich im tod erquicket. 7. Vater in des himmels thron, Laß mich von hinnen scheiden, O Jesu Christe, Gottes Sohn, Du wollst mich auch begleiten, Oheilger Geist, thu auf die thür Und mich zum baum des lebens führ Und zu dem brunn der gnaden. 8. Nun fühl ich schuß, trost, ruh und freud In deinen heilgen wunden, Nun ist alls leid und traurigkeit Aus meinem herz'n verschwunden. Fahr hin, mein feel, Gott wartet dein Mit seinen lieben engelein, Führt dich zum himmelsfaale. ist Und ich soll fahrn mein straße: So g'leit du mich, Christ, Mit hülf mich nicht verlasse. Herr Jesu Mein feel an meinem letzten end Befehl ich, Herr, in deine händ, Du wirst sie wohl bewahren. 2. Mein fündn mich werden fränken sehr, Mein g'wissen wird mich nagen, Denn ihr'r sind viel' wie sand am meer, Doch will ich nicht verzagen; Will denken, Herr, an deinen tod, Herr Jesu, deine wunden roth Die werden mich erhalten. [ 32. 9.] Vom Tode und der Auferstehung. 506 3. Ich bin ein glied an deinem leib, Değ tröst ich mich von herzen, Von dir ich ungeschieden bleib In todesnoth und schmerzen; Wann ich gleich sterb, so sterb ich dir, Ein ewigs leben hast du mir Mit deinem tod erworben. 4. Weil du vom tod erstanden bist, Werd ich im grab nicht blei ben, Mein höchster trost dein auffahrt ist, Todsfurcht kannst du vertreiben, Denn wo du bist, da komm ich hin, Daß ich stets bei dir leb und bin, Drum fahr ich hin mit freuden. 5. So fahr ich hin zu Jesu Christ, Mein' arm' thu ich ausstrecken, So schlaf ich ein und ruhe fein, Kein mensch kann mich aufwecken, Denn Jejus Christus, Gottes Sohn, Der wird die himmelsthür aufthun, Mich führn zum ewgen leben. Nic. Hermann. † 1561. Nach dem Lat. d. h. Augustin: od turbabor, sed non perturbabor. Pf. 39, 5. 90, 12. M. Wer nur den lieben Gott. bid an 766. er weiß, wie nahe bitt durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. mir mein ende, Hin geht die zeit, her kommt der tod, Ach, wie geschwinde und be hende Kann kommen meine todesnoth! Mein Gott, ich bitt durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. ind 3. Herr, lehr mich stets mein end bedenken Und, wenn ich einstens sterben muß, Die feel in Jesu wunden senken Und ja nicht sparen meine buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. md 4. Laß mich bei zeit mein haus bestellen, Daß ich bereit sey für und für Und sage frisch in allen fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. 5. Mach mir stets zuckersüß den himmel und gallenbitter diese welt, Gieb, daß mir in dem weltgetümmel Die ewigkeit jey vorgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi blut, 19 Machs nur mit meinem ende gut. 6. Ach, Vater, deck all meine an meine sünde Mit dem verdienste Christi zu, Darin ich mich fest gläubig winde, Das giebt mir recht er= wünschte ruh. wünschte ruh. Mein Gott, ich ustchart 2. Es kann vor nacht leicht anders werden, Als es am frühen morgen war; Denn weil ich leb auf dieser erden, Leb ich in steter todsgefahr. Mein Gott, ich bitt 7. Ich weiß, in Jesu blut und wunden Hab ich mir recht und wohl gebett't, Da find ich trost in todesstunden Und alles, was ich gerne hätt. Mein Gott, ich bitt durch Christi blut, Machs ut mit meinem ende gut. 19 usd 8. Nichts ist, dass mich von Jesu scheide, Nichts, es sey leben oder tod, Ich leg die hand in seine seite Und sage: mein Herr [ 32. 10.1 Vom Tode und der Auferstehung. 30 507 und mein Gott! Mein Gott, ich oder morgen, Ich weiß, daß bitt durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. 9. Ich habe Jesum angezogen Schon längst in meiner heilgen tauf, Du bist mir auch daher gewogen, Hast mich zum kind genommen auf. Mein Gott, ich bitt durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. mirs mit Jesu glückt, Ich bin und bleib in deinen sorgen, Mit Jesu blut schön ausgeschmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. 10. Ich habe Jesu fleisch gegessen, Ich hab sein blut getrunfen hier, Nun kannst du meiner nicht vergessen, Ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi blut, Machs nur mit meinem ende gut. 11. So fomm mein end heut med ni simt sted der sad dal fistgiets an 12. Ich leb indeß in dir vergnüget Und sterb ohn alle kümmerniß, Mir gnüget, wie mein Gott es füget; Ich glaub und bin es ganz gewiß, Durch deine gnad und Christi blut Machst. du's mit meinem ende gut. Aemilie Juliane, Gräfinn von Schwarzb.-Rudolstadt.+ 1706. 767.3" u dir, du Fürst des Lebens. hiusmart untisur euis 349 no XXXV. Vom jüngsten Gericht. M. Valet will ich dir geben. 768. Bedente, mensch, das deiDort aber ewiglich Ein fläglich schmerzensschreien. Ach, fünder, 4. Bedenke, mensch, das ende, Bedenke stets die zeit, Daß dich ja nichts abwende Von jener herrlichkeit, Damit vor Gottes throne Die seele wird verpflegt Dort ist die lebenskrone Den frommen beigelegt. 316 7498 nen tod! Der tod kommt oft behende; Wer heute frisch und roth, Kann morgen und geschwinder Hinweg gestorben seyn, D'rum bilde dir, o sünder, Ein täglich sterben ein.is tim sun dr 2. Bedenke, mensch, das ende, Bedenke das gericht! Es müssen alle stände Bor Jesu angesicht; Rein mensch ist ausgenommen, Hier muß ein jeder d'ran Und wird den lohn bekommen, Nachdem er hat gethan. monism tim nou 3. Bedente, mensch, das ende, 5. Herr, lehre mich bedenker Der zetten letzte zeit, Daß sich nach dir zu lenkten Mein herze sen bereit. Laß mich den tod bes trachten Und deinen richterstuhl, Laß mich auch nicht verachters: Der hölle feuerpfuhl. Der höllen angst und leid, Daßds 6. Hilf, Gott, daß ich in zei idich nicht satan blende mit seiner ten Auf meinen legten tag Mit eitelfeit. Hier ist ein kurzes freuen, buße mich bereiten Und täglich [ 32. 11.] Vom jüngsten Gericht. 508 sterben mag; Sm tod und vor gerichte, Steh mir, o Jesu, bei, Daß ich im himmelslichte Zu wohnen würdig sey. Salomon Liscovius. t 1689. 6. Begegnet ihm auf erden, Ihr, die ihr Zion liebt, Mit freudigen geberden Und seyd nicht mehr betrübt; Es sind die freudenstunden Gekommen und der braut Wird, weil sie überwunden, Die krone nun vertraut. 7. Die ihr geduld getragen Und mit gestorben seyd, Sollt nun nach freuz und klagen In freuden sonder leid Mitleben und regieren und vor des Lammes thron Mit jauchzen triumphiren In eurer siegeskron. 8. Hier sind die siegespalmen, Hier ist das weiße kleid, Hier stehn die waizenhalme Im frieden nach dem streit Und nach den wintertagen, Hier grünen die gebein, Die dort der tod erschlagen Hier reicht man freudenwein. 3. Ihr klugen Jungfraun alle, Hebt nun das haupt empor Mit jauchzen und mit schalle Zum frohen engelchor. Die thür ist aufgeschlossen, Die hochzeit ist bereit't; Auf, auf, ihr reichsgenossen, Der bräut'gam ist nicht weit. 9. Hier ist die stadt der freuden, Jerusalem, der ort, Wo die erlösten weiden, Hier ist der sichre port, Hier sind die güldnen gassen, Hier ist das hochzeitsmahl, Hier soll sich niederlassen Die braut im rosenthal. 4. Er wird nicht lang' verziehen, D'rum schlafet nicht mehr ein! Man sieht die bäume blühen, Der schönste frühlingsschein Ver- 10. Jesu, meine wonne, heißt erquickungszeiten, Die abendröthe zeigt Den schönen tag von weitem, Davor das dunkle weicht. Komm bald und mach dich auf! Geh auf, verlangte sonne, Und finde deinen lauf! O Jesu, mach bis 10d ein ende Und führ uns aus dem streit! Wir heben hand und hände Nach der erlösungszeit. Laurentius Laurenti. † 1722. 769. 9 Matth. 25, 1-13. und M. Valet will ich dir geben. rmuntert euch, ihr frommen, Zeigt eurer lampen schein, Der abend ist gekommen, Die finstre nacht bricht ein. Es hat sich aufgemachet Der bräutigam mit pracht; Auf, betet, kämpft und wachet! Bald ist es mitternacht. 2. Macht eure lampen fertig Und füllet sie mit öl Und seyd des heils gewärtig, Bereitet leib und seel. Die wächter Zions schreien; Der bräutigam ist nah! Begegnet ihm im reihen Und fingt: Halleluja; zu üben grimm und rach An allen, die nicht wachen Und die des thieres bild Anbeten, sammt dem drachen; Drum auf, der löwe brüllt. D 5. Wer wollte denn nun schla fen? Wer klug ist, der ist wach. Gott kommt, die welt zu strafen, [ 32. 12.] Vom jüngsten Gericht. 509 In eigner Melodie. Auf daß ich sammt den brüdern 770.8 ist gewißlich an mein Mit dir geh in den himmel der zeit, Daß ein, Den du uns haft erworben. Gottes Sohn wird kommen In 7. O Jesu Christ, du machst seiner großen herrlichkeit, Zu es lang' Mit deinem jüngsten richten bös und fromme. Dann tage, Den menschen wird auf erden wird das lachen werden theur, bang Von wegen vieler plage. Wenn alles wird vergehn in feur, Komm doch, komm doch, du richWie Petrus davon schreibet. de ter groß, Und mach uns bald in gnaden los Von allem übel. Amen. 2. Posaunen wird man hören gehn An aller welten ende, Darauf bald werden auferstehn All todten gar behende; Die aber noch das leben habn, Die wird der Herr von stunden an Ver- 771. find wandeln und verneuen. mischi nsqual asins Barthol. Ningwaldt+ 1598. Nach dem Lat.: dies irae, dies illa. M. Herr Jesu Christ, meins. s sind die zeichen nunmehr da, Daß jeßt der jüngste tag ist nah, An dem der himmel und die erd Durchs feuer werden soll verzehrt. 62. Deß wird erschrecken alle welt, Wenn sie der fallstrick überfällt, Ganz unversebns mit eil und macht, Gleichwie ein dieb einbricht bei nachtpult 2 3. Der starke siegesheld alsbald Wird sehen lassen sein ge walt, Er wird durch der posaunen schall Sie vor sich fordern allzumal.histdi, unjuk tisod 3. Darnach wird man ablesen bald Ein buch, darin geschrieben, Was alle menschen, jung und alt, Auf erden habn getrieben, Da dann gewißlich jedermann Wird hören, was er hat gethan In feinem ganzen leben.s bons 4. weh demselben, welcher hat Des Herren wort verachtet Und nur auf erden früh und spat Nach großem gut getrachtet! Der wird fürwahr gar schlecht bestehn Und mit dem jatan müssen gehn Von Christo in die hölle.it 4. Sehr wunderbarlich wird 5. Jesu, hilf zur selben geit, es seyn, Wenn alle todten, groß Von wegen deiner wunden, Daß und klein, Stracks aus den gräich im buch der seligkeit Werd bern auferstehn Und vor den eingezeichnet funden, Daran ich richter werden gehn. sinchi denn auch zweifle nicht, Denn 5. Niemand sich da verbergen du hast ja den feind gericht't und kann Er muß hervor und auf meine schuld bezahlet. nonis sanit den plan, Der muß da kommen 6. Derhalben mein fürsprecher vor gericht, Der alles hier hielt sey, Wenn du nun wirst erscheinen, für gedicht. nsd sillow Und lies mich aus dem buched 6. Da hilft nicht hoher stolzer frei, Darinnen stehn die deinen, muth, Zurück ist blieben geld [ 32. 13.] S 310 Vom jüngsten Gericht. und gut, Gewalt, trug, frevel sinfarbnes blut Kann alles für hat ein end: Da hat sich alles mich machen gut. umgewendt. 15. Auf dies allein verlaß ich mich, Ich glaube und weiß sicherlich, Daß du auch meine schuldenlast Am kreuzesstamm getragen hast. 16. Ich acht' auch keine sünd' gering, Ich lieb dich über alle ding, Darum ich alles böse haß' Und dein gebot zu herzen faß'. 7. Die gleißnerei gilt da nicht mehr, Schmückt man sie hier gleich noch so sehr; Der heuchler hier sich bergen mag, Da kommt der falsche schein an tag. 8. Da ist gar hell und offenbar, Was allen hier verborgen war, Was hier bedeckt mit finsterniß, Ist da ganz licht, klar und gewiß. Trist 9. Der richter kennt des herzens grund, Er achtet nicht des menschen mund; Ob der ja saget oder nein: Er fiehet, ob das Herz ist rein. om 17. Wiewohl das fleisch stets widerstrebt, Und gern nach seinen lüsten lebt, So dämpf ichs doch durch deine kraft, Daß ich üb gute ritterschaft. 10. Dies liegt mir tag und nacht im sinn, Weil ich ein groBer sünder bin, Ich weiß nicht, was ich machen soll, Mein Herz ist furcht und schreckens voll. 18. Ich hab geschworen einen eid: Ich will dich fürchten jederzeit, Mit wissen keine sünd begehn, Im guten vorsag feste stehn.ds) tig: noft me sout 19. Komm ich nun also vor gericht, gericht, So wirst du mich verdammen nicht, Du wirst vielmehr, wenn ich erschein, Mein. Helfer und Erbarmer seyn. 11. Zu dir flieh ich, Herr Jesu Christ, Der du der richter selber bist, Ich suche rettung, hülf und rath Für alle meine missethat. onla 1191 12. Ich falle dir, mein Gott, zu fuß, Laß mich thun rechte frücht der buß, Daß ich mein herz in steter reu 3um guten alle tag erneu.drpd ned o 20. Darauf ich denn mit freuden kann Das gnadenurtheil hö ren an; Das wird seyn, wie ichs wünsch und such, Der ewge segen, nicht der fluch.de 21. Wenn die verächter deiner güt, Die hier verstocken ihr ges müth, Fort müssen nach der hölle zu Und ewig, ewig seyn ohn ruh: dir abkehr, Damit der tod nicht 22. So werde ich zur rechten mittlerweil In sünd mich plößals lich übereil. 13. Ach Herr, der bitte mich gewähr, Daß ich mich nie von 110 zeit Dieglorie und seligkeit Ererben in deins Vaters reich Und da den engeln leben gleich. 14. Es sind zwar meine schulden viel, Doch hat dein gnade gar kein ziel; Dein theures ro23.6 Dahin denk ich nun immerfort, Daß ich bald sey am [ 32, 14.] Vom jüngsten Gericht. felben ort. Herr, Jesu, machs nicht lang' mehr hier! Ich bin bereit, nimm mich zu dir! Luc. 21, 25. 26. M. Wie nach einer Wasserquelle. 772. 8 sind schon die legten zeiten, 511 5. Wenn der feigenbaum ausschläget Und anlegt sein hoffnungskleid, So weiß man, daß sich erreget Die erwünschte sommerzeit. Ja, die blätter zeigen sich In den frommen häufiglich; Wer bemerkt der zeiten zeichen, Wird dies gleichniß bald erreichen. Drum, mein herz, bereite did), 6. Wächst das reich der finWeil die zeichen schon von wei- sternisse, So wächst auch des ten Zum gericht ereignen sich; lichtes reich; Jenes wird bald Himmel, erde, luft und meer weichen müssen, Aber der gerechMachen sich als Gottes heer Auf ten zweig Wird in ſteter blüthe zur rache sonder schonen Ueber stehn, Wenn die welt wird undie im finstern wohnen. stergehn. Darum freuet euch, ihr frommen, Euer Jesus wird bald kommen. 2. Es ist alles fast verdorben In der ganzen christenheit, Glaub und liebe sind erstorben, 7. Hütet euch, daß nicht mit Alles lebt in eitelkeit. Wie es war zu Noä zeit, So lebt jetzt in sicherheit Der gemeine hauf der christen Und folgt nur der fünde lüften. then asmmed fressen Und mit saufen euer herz noch mit nahrungssorg indessen Sey beschwert, als blei und erz; Daß nicht komme dieser tag Wie ein bliß und donnerschlag Ueber die auf erden wohnen, Öhn erbarmen und verschonen. 19 8. Ja, wir wollen deinen wor ten Folgen, trauter seelenschap! Stör der hölle macht und pforten und mach selber bahn und play, Daß dein Zion werd ges baut und die schöne himmelsbraut Von den banden dieser erden Möge bald erlöset werden. nad 4. Jesus wird bald selbst ein brechen, Weil sein heer sich auf gemacht, und sein armes häufe lein rächen, Das zu ihm schreit tag und nacht. Darum hebt das Laurentius Laurenti. † 1722.0 bin dot 19Matth. 24. std wid gald In eigner Melobie.in haupt empor Zu des himmels 773. Gott hat das evangelium Gegeben, und Daß euer heil umfahet, in Weil sich die erlösung nahet. Die trate 3. Unverstand und sündenleben Herrschet und nimmt überhand, Die dem unheil widerstreben, Sind als fremdling unbekannt Und, wie Jesus selbst, veracht't, Ja, ihr thun steht in verdacht. Wie ist denn der welt zu rathen Bei dergleichen frevelthaten? daß wir werden fromm; Die welt acht't solchen schaß nicht hoch, [ 32. 15.] 512 Vom jüngsten Gericht. Der größte theil fragt nichts Herrn, nicht mehr, OTH Die welt darnach. Das ist ein zeichen vor läuft nur nach eitler ehr; Die dem jüngsten tag. hoffart nimmt ganz überhand, Betrügen, lügen ist kein schand. Das ist ein zeichen vor dem jüngsten tag. 2. Man fragt nicht nach der guten lehr, Der geiz und wucher noch vielmehr Hat überhand genommen gar, Noch sprechen sie: es hat kein g'fahr. Das ist ein zeichen vor dem jüngsten tag. 3. Täglich erdenkt man neue neß, Das sind der gottlosen gesep, Damit sie alles gut zu sich Gern wollten reißen gewaltiglich. Das ist ein zeichen vor dem jüngsten tag. 9. Wo bleibt die brüderliche lieb? Die ganze welt ist voller dieb, Rein treu noch glaub ist in der welt; Ein jeder spricht: hätt ich nur geld! Das ist ein zeichen vor dem jüngsten tag. 10. Die welt will ihr nicht lassen wehrn, An Gotts wort will sich niemand kehrn; Sie haben nichts nichts gelernet mehr, Denn nur fressen und saufen sehr. Das ist ein zeichen vor dem jüngsten tag. 4. Man rühmt das evangelium, Und niemand will doch werden fromm, Fürwahr, man spott't den lieben Gott; Noch sprechen fie: es hat fein noth. Das ist ein zeichen vor dem jüngsten tag. 5. Es ist doch eitel büberei; Die welt treibt große schinderei, Als ob kein Gott im himmel wär, Die armuth muß auch leiden sehr. Das ist ein zeichen vor dem jüngsten tag. 11. Ihr größte kunst ist banketirn Und in der büberei studirn; Das kann sie aus der maaBen wohl, Die welt ist aller schalkheit voll. Das ist ein zei= chen vor dem jüngsten tag.no 6. Die schäß der kirchen nimmt man hin, Das wird ihn'n bringen fein gewinn; Die armen läßt man leiden noth Und nimmt ihn'n aus dem mund das brod. Das ist ein zeichen vor dem jüngsten tag.d jusm 7. Die schäß der kirchen sind ihr gift, Sie sind von ihnen nicht gestift't; Noch nehmen sie das firchengut. Sieh, was der leidge 14. Darum fomm, lieber Herre geiz nicht thut! Das ist ein zei- Christ! Das erdreich überdrüffig chen vor dem jüngsten tag.dift, zu tragen solche Höllen8. Man fragt nach Gott, dem bränd; Drum machs einmal mit [ 32, 16.] 12. Die liebe jonne kann nicht mehr Zusehn und sich entsetzet sehr; Darum verliert sie ihren schein, Das mag ein große trübsal seyn! Das ist ein zeichen vor dem jüngsten tag. 13. Der mond und sternen ängsten sich Und ihr gestalt steht jämmerlich, Wie gern sie wollten werden frei Von folcher großen büberei. Das ist ein zeichen vor dem jüngsten tag. Vom jüngsten Gericht. 513 ihr ein end Und laß uns sehn Und singen dir Das Halleluja für den lieben jüngsten tag. und für. Erasmus Alber. † 1553 119, al Matth. 25, 1-13. In eigner Melodie, spiatid Matth. 25, 1-13. M. Wie nach einer Wasserquelle. wachet, achet, 774.* achet auf! ruft 775. uns die stimme Der wächter sehr hoch auf der zinne; Wach auf, du stadt Jerusalem! Mitternacht heißt diese stunde, Sie rufen uns mit hellem munde: Wo seyd ihr klugen jungfrauen? Wohl auf, der bräutgam kömmt! Steht auf, die lampen nehmt! Halleluja! Macht euch bereit zu der hochzeit, Ihr ihr jungfrauen, Wacht, der bräutgam bricht herein! Laffet euch nicht schläfrig schauen, Zeiget eurer lampen schein! Schmückt euch, schickt euch, macht geschwind, Daß er euch be reit erfindt, Wollt ihr erst zum krämer gehen, Ei, so bleibt ihr draußen stehen. 2. D, wie selig ist die seele, Die die lampe zugericht't, Daß es müffet ihm entgegen gehn. ihr da nicht am öle, Wenn der bräutgam konumt, gebricht! Das ist eine fluge braut, Die darauf, weils zeit ist, schaut, Die wird bei dem bräutgam stehen und mit ihm zur hochzeit gehen. 3. D, wie thöricht sind hingegen, Die der feind also berückt, Daß sie sich nicht bald drauf legen, Daß die lampen sind geschmückt! Jammer, wenn der bräutgam spricht: Gehet hin, ich not fenn euch nicht! Wann die gna28 denzeit verflossen und die himmelsthür verschlossen. 4. Gieb, mein bräutgam, daß mein herze Seyy mit glaub und lieb erfüllt Und ich nicht die zeit verscherze, Da du hochzeit halten willt; Sondern, wenn dein tag bricht an Und die thür wird aufgethan, Ich nach überstandnen leiden Eingeh zu den hochzeitsfreuden. [ 33. 1.] 2. Zion hört die wächter singen, Das herz thut ihr vor freuden springen, Sie wachet und steht eilend auf. Ihr freund kommt vom himmel prächtig, Von gnaden stark, von wahrheit mächtig, Ihr licht wird hell, ihr stern geht auf. Nun komm, du werthe fron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hofianna! Wir folgen all Zum freudensaal Und halten mit das abendmahl. Dr. Philipp Nicolai. † 1608. 190 og har 300 * 3. Gloria sey dir gesungen Mit menschen und mit engelzungen, Mit harfen und mit cymbeln schön! Von zwölf perlen sind die thore An deiner stadt, Wir stehn im chore Der engel hoch um deinen thron. Kein aug hat je gefehn, Kein ohr hat je gehört Solche freude. Deß jauchzen wir 33 514 5. Laß mich beten, laß mich wachen, Bis mein letzter tag anbricht, Laß mich ja nichts schläfrig machen, Bleibe du in mir, mein licht! Laß stets deiner gnaden schein Leuchten in mein herz hinein, Hilf mir ringen, hilf mir kämpfen Und die falsche regung dämpfen. Vom Himmel und ewigen Leben. 6. Deine liebe laß mich ehren and erheben deinen ruhm, Laß mich stets dein lob vermehren Als dein werthes eigenthum; Nimm doch alle trägheit hin und ermuntre meinen sinn, Rüste mich mit. Geistes waffen, Nur was du willst laß mich schaffen. He stiet strat 4. Sprachen mit triumphs und prangen Der liebe Jacob nichts 8€ 7. Steur des teufels list und tücken Und der bösen welt dazu, Die mich suchen zu berücken Und doch stören meine ruh. Wecke du mich stündlich auf Und befördre meinen lauf, Daß ich werde alle stunden Klugen jungfraun gleich erfunden.m! machisor 100 100 Jacob Gabriel Wolf. † 1754. XXXVI. Vom Himmel und ewigen Leben. A M. Herzlich thut mich verl. Ich habe Gottes wangen Und 776. in tröpflein von den klares angesicht Gesehn und bin reben Der süßen ewigkeit Kann mehr erquichung geben, Als dieser eitlen zeit Gesammte luftgenüsse; Und wer nach jenem strebt, Tritt unter feine füße, Was hier die welt erhebt. 136 tdst 19mmid m2 D genesen? Wie glänzte Mosis haut, Als er bei Gott gewesen Und seinen mund geschaut! an ed 5. Du reichlichste belohnung Der auserwählten zahl, Wie lieblich ist die wohnung, Da deiner Gottheit strahl Sich offenbarlich zeiget! D, herrlich edler tag, Dem diese fonne steiget Und ihn erleuchten mag! Idns anal 2. Wer von dir möchte sehen Nur einen blick, do Gott, Wie wohl würd ihm geschehen! Die welt wär ihm ein spott Mit allem 6. D licht, das ewig brennet, ihren wesen; So herrlich und so Dem keine nacht bewußt, Das rein, So lieblich, so erlesen Ist keinen nebel kennet, Gesellschaft, deiner augen schein. sic dig reich an lust! Da Gott und engel 3. Den wahren Gott zu schauen, kommen Mit menschen überein Das ist die seligkeitiound aller Und ewiglich die frommen Gehiminelsauen Ihr schönstes blue seguet werden seymildns si@ tisat mentleid. Wien war nach seinen 7. Vollkommne liebe bringet blicken Der Abrahamisso frohli Wie wünscht er zu erquicken Sich an dir, A unds! bon tsps4 Dort immer neue freud, Aus emger lieb entspringet Ginewge fröhliche feit. Gott felbst ist folche wonne, Ist solcher liebe preis, ft seiner blinnen sonne Im bunten paradeis ( 33 2.1) 515 3. D ewigkeit, dir währest lang'! Wenn mir auf erden gleich ist bang, Weiß ich, daß solchs aufhöret; Drum, wenn ich diese lange zeit Erwäge sammt der seligkeit, Die nirgends nichts zerstöret: So acht' ich alles leiden nicht, Das kaum ein'n augenblick ansicht't. 9. Was wünscheft du für gaben? Du wirst sie finden dort Und in dir selben haben Den reichthum fort und fort; Denn 4. Was ist doch aller christen qual, Die pein der märtrer allzumal So vieles freuz und leiden? Gott, vor welchem fronen Und Wenn man es gleich zusammenperlen, staub und spott, Wird selber in uns wohnen Und wir Gott. trägt Und alles auf die waage legt, Sodann zur andern seiten Dort jenes lebens herrlichkeit: Wie wird es überwogen weit! in unſerm werd ich einmal 10. Wann werd ich einmal al kommen zu solcher freuden quell? Wär ich doch aufgenommen und schon bei dir zur stell! Herr Christe, nimm mein flehen So lang' indessen an, Bis ich dich selbst ersehen und recht beschauen kann. 5. Sieht man dann die verdammten an, Wie lang' ihr marter währen kann, Wie grausam sie geplaget, Nur immer sterben ohne tod Und leben in der höchsten noth, Von seur und wurm benaget: Was ist das für ein herrlichkeit, Von diesem allen seyn befreit! Erasmus Francisci( Finr). † 1694. M. O Ewigkeit, du Donnerw. ewigkeit, du 6. Im himmel lebt der chri777. Sedert, Das mich sten schaar Bei Gott viel tausend, tausend jahr Und werden deß nicht müde; Sie stimmen mit den engeln ein, Sie sehen stets der Gottheit schein, Sie haben güldnen frieden; Da Christus giebt, wie er verheißt, Das manna, das die engel speift. 8 57. Ach, wie verlanget doch nach dir Mein mattes herze mit begier, Du überselig leben; Wann werd ich doch einmal dahin Gelangen, wo mein schwacher finni Stets pfleget nach zu streben? Ich will der welt vergessen ganz, Mich sehnen nach des himmels glanzen [ 33, 3.1 33 Vom Himmel und ewigen Leben. 8. Sein licht wird in uns leuchten, Sein öl und honigsaft Soll unsre lippen feuchten Von seiner stärke fraft; mit höchster schönheit werden Wir ganz erfüllet seyn Und spiegeln die gebärden In seinem hellen schein. erquicket fort und fort, D anfang fonder ende! O ewigkeit, freud ohner leid! Ich weiß vor herzensfröhlichkeit Ganz nichts mehr vom elende, Das sonst in diesem leben plagt, Weil mir die ewigfeit behagt. binsm tiste nommat 2. Kein herrlichkeit ist in der welt, Die endlich mit der zeit nicht fällt Und gänzlich muß vergehen; Die ewigteit hat nur kein ziel, Sie treibetar fort und fort ihr spiel, Bleibt unverändert stehen; Ja, wie der heilge Petrus spricht, Ihr erbe das vervelfet nichtra nonnuld 516 Vom Himme. und ewigen Leben. 3. Es verlanget mich zu sehen Ohne decke dein gesicht, und, von sünden frei, zu stehen, Reines 8. Fahr hin, du schnöde lust und pracht, Du tolle hoffahrtsfleidertracht! Fahr hin, du sündlich wesen! Du falschentzündte Lamm, in deinem licht; Doch, liebesbrunst, Du gold und silber, ich will dir nichts vorschreiben reichthumsdunst, Und was die welt erlesen Gleich als ihr einig höchstes gut! Das ewge macht mir bessern muth. Und mein himmel ist schon hier, Wirst du, meiner seele zier, Nur mit mir vereinigt bleiben: Denn wie sollte ohne dich Himmelslust vergnügen mich? d mit S 4. Du bist meiner seelen wonne, Wenn mich angst betrüben will, Mein herz nennt dich seine sonne, Und das sorgenmeer wird still, Wenn mir deine blicke lachen, Deren lieb- beglänzter strahl Trennet alle nacht und qual. Du fannst mich vergnüget machen, In dir hab ich himmelsfreud, Außer dir verdruß und leid.dd stur 5. Laß mich ewig an dir bleiben, Lebensbaum, ein treuen zweig, Der, wenn ihn hier stürme treiben, Stärker werd und höher steig, Auch im glauben früchte bringe; Und verseß mich nach der zeit In das feld der ewigkeit, Da ich mich in dir verjünge, Wenn des leibes welkes laub Wieder grünt aus seinem staub.hombrisd macht.si nomat, 19m 6. Gieb indessen in die seele 2. Ich lieg schon in deinen Deinen süßen lebensfaft, Leben, armen Durch den glauben festge- dem ich mich vermähle, Und laß schränkt, und durch deiner lieb deiner liebe fraft Mich ganz gnaerbarmen Wird mir freude ein- denvoll erlaben; Bleibe mein, ich geschenkt, Die nach himmelsmanna bleibe dein, Dein will ich auch schmecket, Das du in der ewig- ewig seyn, Dich, mein Jesu, will teit meiner seele haft bereit't, Aber ich haben, Erd und himmel acht diese lust erwecket Durst, den ich nicht, Ohne dich, mein trost nichts, mein Gott, als du, Sät- und lichtsur nonndi si 8 tiget in voller ruh. hins not si@ Wolfgang Değler+ 1722.m sj [ 33. 4.] 9. Dewigkeit, du freudenwort, Das mich erquicket fort und fort, O anfang sonder ende! O ewigfeit, freud ohne leid! Ich weiß von feiner traurigkeit, Wenn ich zu dir mich wende. Herr Jesu, gieb mir solchen sinn Beharrlich, bis ich komm dahin. Erasmus Francisci( Fine). † 1694. de 10 M. Sollt ich meinem Gott. 778. Seffne mir die perlenthore, du schmuck der himmelsstadt! Licht vom licht, zum licht erforen, Eh die welt den anfang hatt'! Gile, liebster, heimzuführen Meine seele, deine braut, Die du dir hast anvertraut, Laß mich diese klarheit zieren, Wo mich keine sündennacht mehr betrübt und traurig Vom Himmel und ewigen Leben. M. Nun freut euch, lieben. 779. Gott, wer dieses leben wohl Betrachtet, der wird finden, Daß es ist allenthalben voll Angst, elend, noth und sünden, Voll müh, be= schwerniß, sorg und leid, Voll schwachheit oder eitelkeit, Auch wo es ist am besten. 2. Nun hab ich leider so viel jahr Dies niemals recht erwogen, Es hat die welt mich immerdar Mit falschem schein betrogen. Vergieb mir, Herr durch deine gnad Auch diese meine missethat Und andre schwere sünden. 3. Jeßt aber denke ich daran Und an das fünftge leben, Ich rufe dich demüthig an, Daß du mir wollest geben, Wozu du mich erschaffen hast, Erlöset von der sündenlast, Aus lauter gnad berufen. 914. Was mich für sorge hier ansicht, Die mich noch möchte quälen, Will ich, Gott meine zuversicht, Dir lediglich befehlen; Wenn mir denn leib und seel verschmacht, So hilfst du, Herr, daß ichs nicht acht', Weil ich dich hab im Herzen. 5. Es ist das leiden dieser zeit, Wie schwer es ist auf erden, nicht werth der großen herrlichkeit, Die uns darauf soll werden. Gewiß lich, wer dieselb erlangt, Ganz überreichen lohn empfängt Auf sehr geringe arbeit. 517 stolze ruh im freudensaal Das herze stets erfrischet. Kein schmerz, fein trübsal, teine pein Wird allda mehr zu finden seyn, Nur lauter freud und wonne. 7. Der leib wird leuchten hell und klar, Wie Christi leib verkläret, Und ob er schon von würmern war Gefressen und verzehret, So wird er doch im himmelreich, Den heilgen engeln Gottes gleich, Mehr als die sonne glänzen. 8. Alsdann wird unser augenlicht Gott, wie er ist, ansehen Von angesicht zu angesicht. Ach, wann wird das geschehen, Daß dieser hütten irdisch haus Zerbrochen wird und ich daraus Geh in meins Herren freude? 6. Die thränen werden allzu mal Von augen abgewischet, Die " 9. D Gott, mein Vater, höre doch Mein sehnliches begehren Und laß mich hier das fündenjoch Nicht länger mehr beschweren; Bring mich bald an denselben ort, An welchem ich werd immerfort Ohn sünd und schwachheit leben. 10. Gottes Sohn, Herr Jesu Christ, Der du vom himmel kommen und wiederum zu sehens bist Im himmel aufgenommen, Hol mich dir nach und zeige mir Die macht und herrlichkeit, die dir Der Vater hat gegeben. s foun This 38 11. D heilger Geist, regiere mich, Bis ich von hinnen scheide, Daß ich empfinde kräftiglich Den vorschmack dieser freude, Die fein mensch je erfahren hat Und [ 33 5.1 518 doch an uns nach Gottes rath Soll offenbaret werden. Vom Himmel und ewigen Leben. 12. Nun hilf denn, daß ich meinen lauf, Herr Jesu, bald vollende, Ich sehne mich zu dir hinauf, Gieb mir ein selig ende. Komm bald, Herr, und erlöse mich, Denn meine Hoffnung steht auf dich, Komm, Jesu, komm in gnaden! son M. O Gott, du frommer. 780. Seju, meine luſt, leben meiner feele, Wann rufst du mich hervor Aus dieser trauerhöhle? Wann werd ich einst befreit Dich, liebe ster Jesu, sehn Und zu dir in dein reich Mit freudensprüngen gehn? 5. Ach, daß ich heute noch Von hinnen sollte scheiden, Damit ich käme bald zu jenen himmelsfreuden! Ach, daß ich heute noch Die welt verlassen müßt und käme zu der ruh, Da nichts als freude ist. 6. O, du mein liebster schatz, Wann wirst du mich einführen Zu solcher herrlichkeit und mit der wonne zieren, Die du mir haft bereit't? Wann füß ich deine brust In deinem freudensaal, O Jesu, meine lust? on Matthäus Avenarius.+ 1692. 319: 0 M. Von Gott will ich nicht. 781. ie lieblich find dort oben All deine wohnung'n, Gott! Da wir stets werden loben Dich, o Herr Zebaoth! Mein Herz und feel begehrt, Daß ich bald da anlange Und ruh von dem empfange, Was mich allhier beschwert. astro 111 2. D, du mein aufenthalt, Mein leben, meine wonne, Mein einziger gewinn Und rechte freudenfonne! Mein Herz und ganzer geist Schreit stets, o Gott, zu dir: Wann werd ich schauen dich, O Jesu, meine zier? 119039 2. Hier muß ich immer streiten, Weil bei mir böse lust Einschleicht von allen seiten, mir selbst oft unbewußt; Die segt mir denn so zu, Daß ich mich unterweilen Von ihr laß übereilen und manche sünde thu. SE 3. Ich denk an jene zeit, Da ich zu deinen freuden, O Jesu, merd eingehn Nach vielem kreuz und leiden. Wie große freud und luft Wird dann bei mir entstehn, Wenn ich in deinem licht Dich, Jesu, werde sehn. sidsdorg 3. Dort wird nicht mehr empfunden Des fleisch's und geistes krieg, Dort hab ich überwunden Durch Christi tod und sieg; Ich kann da meinen Gott Von ganzem herzen lieben, Erfüllen und stets üben Dies allergrößt' gebot. 4. Alsdann so wirst du mich zu deiner rechten stellen und mir als deinem find Ein gnädig urtheil fällen, Mich bringen zu der lust, 4. Hier hab ich manche plage, Wo deine herrlichkeit Ich werde schauen an In alle ewigkeit. Müh, arbeit, sorg und last, Daß ich bei nacht und tage Oft habe [ 33. 6.] Vom Himmel und ewigen Leben. wenig rast; Ist ein anliegen hin, Muß ich aufs andre denken Und damit oftmals kränken Leib, seele, muth und sinn. 519 wohlthun schlechten lohn. Der menschen gunst und ehr Sich insgemein bald endet, Eh man die hand umwendet, Hat man davon nichts mehr.ds, the 5. Dort werd ich von nichts wissen, Das mir zuwider sey, Ich werd stets ruh genießen, Von müh und plagen frei; Sorg, schwachheit, hiß und kält man da nicht mehr erfähret, Was uns allhier beschweret, Ist nicht in jener welt. 11. Dort in des himmels throne Aus unverdienter gnad Die ewge ehrenkrone Mir Gott verwahret hat. Kein auge hats gesehn, Kein ohr hat es vernommen, Es ist in kein herz kommen, Was uns da wird geschehn. 6. Hier muß ich manchmal leben In noth und dürftigkeit, Was mir das glück gegeben, Ist in gefahr allzeit. Von allem, das ich hab, Kann ich im tod nichts fassen, Ich muß es alles lassen, Bis auf ein tuch ins grab. Mit freuden erndten dort, Die seufzen hier und flehen, Dort jauchzen fort und fort. Ist hier der trübsal viel, Die ich ein zeitlang leide, Weit mehr ist dort der freude, Die ohne end und ziel. 12. Wenn ich dies recht betrachte, Vergeß ich alles leid, Für nichts ich dann mehr achte Die welt mit ihrer freud; Ehr, wollust, geld und gut Ist eitel und betrüget, Was ewig bleibt, vergnüget Voll7. Dort hab ich zu empfangen kommen herz und muth. Reichthum und überfluß, Ich* 13. Die hier mit thränen säen, werd es alls erlangen Ohr miß gunst und verdruß; Auch ists ohn all gefahr Vom roste und von motten Und von der diebe rotten, Es bleibt mir immerdar. 18. Hier bin ich oft von leuten Ganz einsam und allein, Ich muß auch wohl zu zeiten Bei bösen menschen seyn. Ist noch ein frommes herz, Das ich nicht gern möcht missen, Wirds doch von mir gerissen Nicht ohne leid und schmerz. 69. Dort finde ich sie wieder, Die frommen allzumal, Da lieben mich die brüder, Die heilgen ohne zahl; Die engel selber sich mein da nicht st werden schämen, Mich willig zu sich nehmen, um mich seyn ewiglich. 10. Hier muß ich oft erdulden Verachtung, schmach und hohn, Oft erndt ich ohn verschulden Für erden Und 14. Gieb, Herr, daß ich auf mich sehne stets darnach nimmer müd mög werden Bei allem ungemach. Hab ich viel arbeit hier, Wird einst ins himmelsthrone Die schöne ehrenkrone Von Gott verliehen mir. 15. Gieb auch, daß mich nichts ziehe Auf breite fündenbahn, Daß ich mit sorgfalt fliehe, Was dich erzürnen kann, Und niemals lasse ab, Die böse lust zu dämpfen, Dawider stets zu kämpfen, Weil ich das leben hab. gnisd of 16. Hilf, daß mit reinem herzen sprie [ 33. 7.) big1 520 Vom Himmel und ewigen Leben. Ich all mein thun verricht, Daß dich ehret, All deinen ruhm verich nach müh und schmerzen Dich mehret In herzensfreud und fried. schau von angesicht, Da du, Gott, alles bist Und Lohnest deinen knechten Dort, wo zu deiner rechten Stets lieblich wesen iſt. 18. Drum will ich hier auch loben Dich, Vater, Sohn und Geist, Daß du im himmel oben Mir so viel freud verheißst In 17. Der engel chor wird brin- alle ewigkeit. Du wollst mich nur gen Uns da der freuden viel, vom böjen Auf erden bald er Weit besser wird erklingen, Als lösen. Herr, komm zur rechten einig saitenspiel, Das dank- und zeit! fiereslied, Dadurch man, Herr, ng$ 10 39 and din nadal bilgot mo od 1991 dll galbinshol nadsy tel god. Será ti aporte XXXVII. Von der Hölle und ewigem Tode. 782. In eigner Melodie. ewigkeit, du donner• wort! D schwerdt, das durch die seele bohrt! D, an das durch die seele bohrt! D, an fang sonder ende! O, ewigkeit, zeit ohne zeit! Ich weiß vor gro= per traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Mein ganz erschrocknes herz erbebt, Daß mir die zung am gaumen flebt. #draft d 2. Kein unglück ist in aller welt, Das endlich mit der zeit Das endlich mit der zeit nicht fällt und ganz wird aufgehoben; Die ewigkeit hat nur kein 5. Wenn der verdammten große ziel, Sie treibet fort und fort ihr qual So manches fahr, als an fpiel, Läßt nimmer ab t nimmer ab zu toben, der zahl Hier menschen sich erJa, wie mein Heiland selber nähren, Als manchen stern der spricht: Aus ihr ist kein erlösung himmel hegt, Als manches laub nicht. das erdreich trägt, och endlich JOLI SCHL 3. Dewigkeit, du machst mir sollte währen: So wäre doch der bang! ewig, ewig ist zu lang! pein zuletzt Ein ende und ein Hier gilt fürwahr fein scherzen! ziel gesegtilspisa u nich idag Drum, wenn ich dieſe lange nacht 6. Nun aber, wenn du die de Zusammt der großen pein be- fahr Viel hundert tausend, taus ge= tracht, Erschreck ich recht von send jahr Hast kläglich ausgeherzen. Nichts ist zu finden weit standen und von den teufeln solT33. 8.1 DIT QITUE BO 3050( bit ONT DUST M2 Thoot strand und breit, So schrecklich als die ewigkeit. a ch 4. Was acht' ich wasser, feur und schwerdt! Dies alles ist kaum nennenswerth, Es kann nicht lange dauern. Was wäre es, wenn gleich ein tyrann, Der funfzig jahr kaum leben kann, Mich endlich ließ vermauern? Gefängniß, marter, angst und ein, Die können ja nicht ewig feyn. ar asió minin o tusijed 521 Von der Hölle und ewigem Tode. himmel lebt Und über alle wolken schwebt, Wird solche marter währen; Es wird sie plagen fält und hip, Angst, hunger, schrecken, feur und bliz, Und sie doch nicht verzehren. Dann wird sich enden diese pein, Wann Gott nicht mehr wird ewig seyn. amit 1198 12. Die marter bleibet immers dar, Als anfangs sie beschlossen war, Sie kann sich nicht vermindern, Es ist ein arbeit sonder ruh, Sie nimmt an flag und seufzen zu Bei jenen satanskindern. fünder, deine missethat Empfindet weder trost noch rath. cher frist Gar grausamlich gemartert bist, 3st doch kein schluß vorhanden; Die zeit, so niemand zählen kann, Die fängt sich stets von neuem an. 7. Liegt einer frank und ruhet gleich Im bette, das vom golde reich So Recht fürstlich ist gezieret: haffet er doch solche pracht, Auch so, daß er die ganze nacht Ein kläglich leben führet; Er zäh, let jeden glockenschlag Und seufzet nach dem lieben tag. 8. len pein was th das? der hölnicht wie leibes frankheit seyn Und mit der zeit sich enden; Es wird sich der verdammten schaar Im feur und schwefel immerdar Mit zorn und grimm umwenden; Und dies ihr unbegreiflich leid Soll währen bis in ewigkeit. l 9. Ach Gott, wie bist du so gerecht! Wie strafest du die boen knecht Im heißen pfuhl der schmerzen! Auf kurze fünden dieser welt Hast du so lange pein beſtellt. Ach, nimm dies wohl zu herzen und merk auf dies, o menschenkind! Kurz ist die zeit, der tod geschwind. 10. Ach, fliehe doch des teufels ftrid! Die wollust fann ein'n augenblick und länger nicht ergötzen; Dafür willst du dein arme feel Hernachmals in des teufels höhl Hin zur vergeltung segen? Ja schöner tausch! ja wohl gewagt! Das bei den teufeln wird beklagt. 11. So lang ein Gott im 13. Wach auf, o mensch, vom fündenschlaf, Ermuntre dich, ver fornes schaf, Und bessre bald dein leben! Wach auf, es ist schon hohe zeit, Es kommt heran die ben. Vielleicht ist heut der letzte ewigkeit, Dir deinen lohn zu getag: Wer weiß doch, wann man sterben may? sit amung uto 14. Laß doch die wollust dies thum, ehr und geld, Dir länger ser welt, Pracht, hoffart, reichnicht gebieten, Schau an die große sicherheit, Die falsche welt und böse zeit, Zusammt des teufels wüthen. Vor allen dingen hab in acht Die vorerwähnte lange nacht. tim bom O tistpius C E 15. D, du verfluchtes menschenkind, Von sinnen toll, von herzen blind, Laß ab, die welt zu lieben! Ach, soll denn ach der hölle pein, Da mehr denn tausend henker seyn, Ohn ende dich be[ 33. 9.] 522 Von der Hölle und ewigem Tode. trüben? Wo lebt ein so beredter mich, wenn es dir gefällt, Herr mann, Der diese pein aussprechen Jesu, in dein himmelszelt. fann? Johann Rist. † 1667. dow bus nu 16. O ewigkeit, du donnerwort! O schwerdt, das durch die feele 783. unerhörte Höllenende! 30 S Dewigkeit, zeit ohne zeit! Ich dan is nisi weiß vor großer traurigkeit nicht, 784. Mer denket an der Höllen wo du omstened on risd mista XXXVIII. Morgenlieder. EN DIGHDUTSE ON usch 785.uf, auf, mein Geiſt, nacht Durch deine engel haft be4. Gieb, liebster Gott, daß ferner auch Ich heute chriftlich wandle Und meiner pflicht also gebrauch', Daß, was ich thu und handle, Gereiche mehr und mehr Zu deines namens ehr, Zu meiner seelen heil und schuß Und meines nächsten dienst und muß. 5. Behüte mich vor alle dem, Was leib und seele kränket, Hingegen gieb, was angenehm, Was deinen segen schenket. Wend ab gefahr und noth, Krieg, hunger, feur und tod; Schickst du mir aber freuz mit zu, So gieb geduld, trost, hülf und ruh. 6. Ich will gern alles nehmen an zu lieb und auch zu leide, Weil deine hand es ändern kann Und wenden leid in freude. Dein 3. Nun, meiner feele hülf und herz auf mich gericht't Kann mich schuß, Ich rühme deine treue, Die verlassen nicht; Denn, wer im deinen findern kommt zu nuß, glauben kommt zu dir, Der ist Die alle morgen neue; Ich dank gesegnet für und für. herzinniglich, Daß du so gnädigss7. Nun, dir sey alles mich Und auch die meinen diese stellt, Seel, leib, stand, gut und Warde bil [ 33.0 786.Cuf, feel, und uf, feel, und M. Der lieben Sonne Licht. danke deinem Herrn Aus reinem Herzensgrunde! Das helle licht vertreibt die stern In dieser morgenstunde; Die sonn entdecket dir Der güter Gottes zier, Die sich zu Gottes finder schau Bespiegelt in dem morgenthau. bind me SHUN 2. Sprich: Gott, ich bin nicht gnug dazu, Die gnade zu erzählen, Die du durch sichre leibesruh Erzeigt haft meiner seelen. Ich kanns nicht zeigen ant Was du mir guts gethan Nebst andern, die auch trauen dir- Und eines glaubens sind mit mir. and moist and 800 ispio Morgenlieder. 523 3. Du wollest auch behüten Mich gnädig diesen tag Vors teufels list und wüthen, Vor sünden und vor schmach, Vor feur- und wassersnoth, Vor armuth und vor schanden, Vor ketten und vor bantden, Vor bösem, schnellem tod. 4. Mein leib, mein seel, mein leben, Mein weib, gut, ehr und kind In deine händ thu geben, Dazu das hausgesind, Als dein geschenk und gab, Mein eltern und verwandte, Gefreundte und bekannte, Sammt allem, was ich hab. leben, Mach alles, wie es dir gefällt, Dir hab ich es ergeben. Bewahre stadt und land, Lehr-, wehr- und auch nährstand, Erhalte wort und sakrament, Gieb ein vernünftig selig end. 8. Mein Herr und Gott, dich laß ich nicht, Dir lieg ich hier zu füßen, Bis mir dein mund den segen spricht, Der alles kann durchsüßen, Bis mich dein himmel tränkt Und mir viel guts einschenkt, Wenn mich dein süßer Gnadengeist Aus meines Jesu wunden speist. 9. Hierauf nehm ich mit freu- 5. Dein engel laß auch blei den an, Was mir ist anbefohlen, ben Und weichen nicht von hier, Dein Geist führ mich auf ebner Den satan zu vertreiben, Auf daß bahn, Bis ou mich wirst einholen der feind an mir In diesem jamIns schöne paradeis Zu deinem merthal Nicht seine tück ausübe, lob und preis. So wird der tag Leib und seel nicht betrübe Und in Gott vollbracht, Anfang und mich nicht bring zu fall. ende gut gemacht. nn sanism 59 6. Gott will ich lassen rathen sd le Christian Scriver. † 1693. 15 19 gisst du disl anak In eigner Melodie.psp 787, 28 Pus meines herzens Der alle ding vermag, Er segne meine thaten, Mein vorhaben und sach. Ihm hab ichs heimgestellt; Mein leib, mein feel, mein leben Sey Gott dem Herrn ergeben: Er machs, wies ihm gefällt. finding duses dist grunde Sag ich dir lob und dank In dieser morgenstunde, Dazu mein lebelang, Gott, in deinem thron, Dir zu lob, preis und ehren Durch Christum unsern Herren, Dein'n eingebornen Sohn. nje 119 C 7. Darauf so sprech ich amen! Und zweifle nicht daran, Gott wird es alls zusammen Ihm wohlgeis fallen lan. Ich streck aus meine 2. Daß du mich hast aus gna- hand, Greif an das werk mit freuden In der vergangnen nacht Vor den, Dazu mich Gott beschieden g'fahr und allem schaden Behütet In mein'm beruf und stand. und bewacht. Ich bitt demüthig- gun Joh. Mathesius. † 1565. lich, Wollst mir mein sünd ver- M. Wie schön leuchtet der. geben, Womit in diesem leben 788.Brich an, du ſchönes Ich hab erzürnet dich. tilst ston ( 33. 11.) 524 Morgenlieder. mache munter mein gesicht, Laß Werd in freuden Davon scheiden deine strahlen glimmen, Brich an, Und mit singen du theure andachtsflamm, Aus danklied bringen. deinem heißen herzensstamm Einut un 18 DESER Dir ein neues ar anzustimmen. Weiset, danklied hardsat no 150 Preiset Den mit loben, Der von tin In eigner Melodie.org oben Mich behütet Und mit segen überschüttet. end lisansnipollod 26 2. Ach, Gott, mein Gott, ich danke dir Von ganzem Herzen, daß du mir Verliehen deine güte Und mich in dieser finstern nacht Durch deine engel hast bewacht An leib, seel und gemüthe, Daß ich Fröhlich Meine glieder Habe wieder Ohn verlegen Mögen aus der ruhe setzen. di 3. Ach gieb, o theures Vaters herz, Daß alle sünden, angst und schmerz Mit dieser nacht vergehen, Daß ich in deiner gnad und huld Auch jego möge ohne schuld Recht geistlich auferstehen, Laß mich Christlich Meine sorgen Diesen morgen So erwägen, Daß ich spüre deinen segen.Sust 789. Dank fey Gott in der höhe In dies ser morgenstund, Durch den ich neu aufstehe Vom schlaf frisch und gesund. Mich hatte zwar gebunden Mit finsterniß die nacht, Ich hab sie überwunden Durch Gott, der mich bewacht. 2. Wiedrum will ich dich bitten, schußherr Israel, Du wollest treu behüten Den tag mein leib und seel: All christlich obrigkeiten, Unsre schul und gemein In diesen bösen zeiten Laß dir befohlen seyn. 3. Erhalt uns durch dein güte Bei rein gesunder lehr', Vor feßerei hehüte, Streit für dein wort und ehr, Daß wir hier allzusammen Immer in einem Geist Sprechen: des Herren namen Sey groß und hoch gepreist. 47 4. Dem leibe gieb daneben Nahrung und guten fried, Ein g'sund und mäßig leben, Daz ein froh gemüth, Daß wir in allen ständen Tugend und ehrbarkeit Lieben und fleiß drauf 5. Regiere mich mit deinem wenden, Als rechte christenleut. Geist, Der mir den weg zum him- 5. Gieb gnädig deinen segen, mel weist, Auf daß ich überwinde Daß wir nach dein'm geheiß Und deine reiche segenshand In Wandeln auf guten wegen, Thun meiner nahrung oder stand zu unser amt mit fleiß, Daß jeder jederzeit empfinde, Bis ich Endlich seine nege Auswerf und auf dein [ 33. 12.1 4. Herr Jesu, leite meinen gang, Daß ich forthin mein lebenlang Nach deinem willen walle; Behüte mir mein feel und leib, Mich selbst in deine hände schreib, Damit ich ja nicht falle, Ach gieb, Mein lieb, Deine wunden Alle stunden zu betrachten Und die welt für nichts zu achten.nl Morgenlieder. 525 gnad und güte Hast diese nacht behütet So tren und sicherlich. 5. Und bitte dich: Du wollst hinfort, Ach Gott, mein hort, Mich ferner gnädiglich Auch diesen tag behüten Vors teufels macht und wüthen Und list tausendfältig. 6. Durch deine gnad Bewahr mir, Herr, Leib, feel und ehr, Vergieb die missethat, Vor sünd, gefahr und schande, Zu wasser und zu lande, Behüt mich früh und spat. nisa 7. All tritt und schritt In Gottes nam, Was ich fang an, Theil mir dein hülfe mit Und komm mir früh entgegen Mit glücke, heil und segen, Mein bitt versag mir nicht. silo 7. Wir sind die zarten reben, Der weinstock selbst bist du, Dran wachsen wir und leben Und bringen frucht darzu. Hilf, daß wir an dir bleiben Und wachsen immer mehr, Dein guter Geist uns treibe Zu werfen deiner ehr. @ Joh. Mühlmann. † 1613st pni 162 natided usst filloar di In eigner Melodie. nis 790. Das walt mein 8. All mein arbeit In Gottes Gott, Gott Va- nam, Was ich fang an Gereich ter, Sohn Und heilger Geist, zur mußbarkeit. Mein leib, mein Der mich erschaffen hat, Mir feel, mein leben, Was du mir leib und feel gegeben, Im mut- haft gegeben, Lob dich in ewigterleib das leben, Gesund, rohn feit. nnspurte o nepront allen schad. and day to f Bafilius Förtsch, nm 1620. 2. Ach, treuer Gott, Der du nanism stisl alise 1190 dein'n Sohn Vom himmelsthron M. Werde munter, mein.e Für mich gabst in den tod, Der für mich ist gestorben. Das himmelreich erworben Mit seinent theuren blut. pigm onu anui'g mm as walt Gott! 791. 3. Dafür ich dir Aus herzensgrundin Mitzung und mund Lobsinge mit begierd Und danke dir mit schalle Für deine wohl that alle Früh und spat, für und die morgenröthe Treibet weg die schwarze nacht, Und der tag tritt an die stätte, Der damalles munter macht. Drum somuntre ich mich auf Und mein herz gebenket drauf, Wie ich dir, mein Gott, lob bringe Und den morgensegen finge. für.dop m'niso con iar@ 2. Loben doch bald mit dem 4. Auch sonderlich Sag ich dir dank Mit diesem g'sang, Daß du mich gnädiglich Ausslauter morgen Dich die kleinen vögelein; Eh sie für das futter ſorgen, Muß es erst gesungen feyn. Sollt ein wort Sein'n trost mit Petro sebze: So geht die arbeit fort. 6. Was dir gereicht zu ehren Und der gemein zu nuß, Das will der satan wehren Mit list und großem trup; Doch kann ers nicht vollbringen, Weil du, Herr Jesu Christ, Herrschest in allen dingen Und unser beistand bist.. [ 33. 13.] 526 solches thierlein nun Mir hierin zuvor es thun? Nein, das singen, loben, beten hab ich mehr als fie von nöthen. bi aria o Morgenlieder. 3. Wenn ich könnte übersehen, Was all für gefährlichkeit Ich gehabt hab auszustehen Meine ganze lebenszeit, Ja, was noch für ungelück Alle stund und augenblick, Und so lang' ich werde leben, Ueber meinem haupte schweben: fleisch und blut, Zeigt die welt mir ehr und gut, So laß mich zu nichts verführen, Daß mir würde nicht gebühren. In 330 8. Wenn ich aber was vors nähme, Draus zuvörderst deine ehr Und des nächsten nußen fäme, Oder was sonst rühmlich wär: So befördre solches werk, Gieb dazu rath, that und stärk! All mein arbeit muß gedeihen, Wenn du, Heer, wirst gnad verleihen.md 9. Von mir selbst bin ich un tüchtig Auszurichten meine sach, c Die begierden sind nicht richtig, Der verstand ist viel zu schwach; Schwach ist meiner seele kraftur Und der leib oft mangelhaft, Meine wege auch gefährlich, Die verrichtung oft beschwerlich. nal 4. Ach, so würde ich erkennen, Was für große gütigkeit Du den menschen pflegst zu gönnen, Was auch für barmherzigkeit Du an mir thust für und für, Weil du so vielfältig mir Hülfe sendest in genaden, Wenn ich in gefahr gerathen. 12 nstala piach 5. Drum so sey all mein vermögen Dich zu loben dran ge wandt; Mein gebet laß vor dir taugen Wie ein opfer angebrannt, Und verleih, daß dieser tag Nun auch glücklich werden mag, Daß ich heut in furcht und liebe Ge 10. Drum, Herr, all mein thun und lassen Sey dir alles heimgestellt, Führe mich auf rechter straßen, Mach es, wie es dir gefällt; Segne den geringen fleiß, Lehre mich, was ich nicht weiß, Zeige mir, was ich nicht sehe, d gen dich mich eifrig übe! Leite mich, wohin ich gehe. ons 0 6. Gieb, daß ich mag recht 11. Würd ein fall mich übers erwägen, Was erfordert meine eilen, Ach, so bilf mir wieder pflicht; Was derselben läuft ent- auf, Schüße mich vor satans pfeis gegen, Laß mich ja beginnen len Und vor meiner feinde hauf. nicht. All mein denken und ver- Ist gefahr heut vor der thür, stand Richte, Herr, nach deiner Steht mir etwa unglück für, Laß hand, Daß ich recht mein amt mich deine hülf empfinden, Nit verwalte, Rein gewissen stets be- terlich zu überwinden. ji pat red halte bon por all him tonsi 12. Willst du mir ein freuz 7. Würd ich etwa heute sehen Allerhand gelegenheit, Sünd und lafter zu begehen, So gieb, daß ich folches meid. Neizet mich mein zuschicken, Mach, daß ichs kann überstehn; Will es mir nicht aller zeitglücken und nach meinem wunsche gehn, Das ist meiner fün [ 33. 14.] Morgenlieder. den schuld! Drum gieb hoffnung und geduld; All mein unglück fannst du wenden Und mir wieder glück zusenden. 13. Wird mir etwas angedichtet Oder sonst geredet nach, Du, Herr, bists, der alles richtet, Dir befehl ich meine sach. Laß mich meiden nur die that, Denn der lügen wird wohl rath. Ach, wie ist ein gut gewissen meinem haupt ein sanftes fiffen! 14. Wirst du mich denn etwa heute Legen auf das frankenbett, So gieb, daß ich mich bereite Zu der letzten ruhestätt. Hebe, trag und warte mich; Soll ich fort, so wollst du mich Ja vor schnellem tod bewahren und in frieden laffen fahren. bled to purse * 15. Das walt Gott! mit freuden tret ich Jego meine arbeit an. Herr Gott Vater, dich anbet ich, Und du rechter segensmann, Jesu Christe, segne du! Heilger Geist, sprich ja dazu! Herr, in deinem großen namen Sey mein end und anfang. Amen. imati asdi Martin Grünwald. † 1715. 527 treibt den schlummer fort, Gott loben sey jetzt eur geschäfte, Gott, Israels einigen schuß und hort, Deß auge schläft noch schlummert nimmer nicht, Weil es der Gottheit nie an kraft gebricht. 3. Er ist der Herr der tag und nächte, Er sprach: es werde licht! und es ward licht, Des himmels bau ist sein gemächte, Und was daran sich zeiget dem gesicht, Die sonn, der mond, das ganze sternenheer Erzählet dieses großen Schöpfers chr. des 4. Die luft und was darinnen schwebet, Das meer und alles, was es in sich hält, Was auf dem rund der erdé lebet, Mit einem wort: die ganze weite welt Iſte schuldig, diesen Herrn mit preis und ruhm Stets zu erhöhn in seinem heiligthum. 5. Drum will ich auch jetzund nicht schweigen Und, ob ichs gleich für mich nicht würdig bin, Vor seiner majestät mich beugen, Daß ich ihr opfre dank im geist und sinn, Ja, ich will mich ihm selber ganz und gar, So gut ich kann, M. Dir, dir Jehovah, will.is zum opfer stellen dar. er frohe morgen Hoppates 792. Dommt gegangen, und Schöpfer, Von dem ich leibe Das schöne licht am himmel bricht herfür, Manenspürets schon der fonne prangen, Das dunkel weicht, der tag ist vor der thür, Und was vorhin im tiefsten schlafe fag, Das reget fich, ist munter, frisdy und wad). in és el de Zwar ging ich irr in finstern und feel und alles hab, Ich bin sein thon, er ist mein töpfer, Was gut an mir, ist alles seine gab Er nährt, er pflegt, er schützt, er träget mich Und, was noch mehr, od Canale er giebet felbst mir sich. wegen, Er aber zeigte mir sein angesicht, Sch svürte seines Geistes 2. Du auch, mein geist und meine träfte, Ermuntert euch) und 11.46.19 528 regen, Ich kam zu seinem wunderbaren licht; Mir war, als wär ich aus dem schlaf erwacht, Wenn bei uns abschied nimmt die finstre nacht. Morgenlieder. auf mich dein gnädigs angesicht Und gönne mir dein göttlich fries denslicht. Joh. Anastasius Freylinghausen. † 1739 M. Wo Gott zum Haus. 8. In Christo hat er mich geliebet, Durch deſſen tod bin ich 793.Die belle feu feuchtt Die und sünden er vergiebet Und wär er dadurch noch so hoch verhöhnt; Ja, durch den Sohn bin ich sein erb und kind, Das ewig vor ihm gnad um gnade findt. jetzt herfür, Fröhlich vom schlaf aufstehen wir; Gott lob, der uns heut diese nacht Behütet vor des teufels macht. 2. Herr Christ, den tag uns auch behüt Vor sünd und schand durch deine güt; Laß deine lieben engelein Unsre hüter und wächter seyn. 9. Er hat mir seinen Geist ge schenket Zum führer, siegel, licht und unterpfand; Der ists, der meinen willen lenfet und unterthänig machet seiner hand; Der, wenn ich schwach, bedrückt und elend bin, Mit fried und freud erquickt den blöden sinn. 10. Nun, Vater, sey gebenedeiet, Sey hochgerühmt von mir in ewigkeit Für alles, womit mich erfreuet Die fülle deiner güt hier in der zeit, Und was sie guts mir dort hat zugedacht, Wo uns die frohe ewigkeit anlacht. 11. Dir will ich ferner mich ergeben und deiner treu auf ewig Ich heilge ganzes leben, Mein auge laß beständig auf dich schaun, Daß die ser tag, mit dem ich bin erwacht, Von mir durch dich in dir werd zugebracht. 12. Ja, segne Vater, und behüte An leib und feele mich, denn ich bin dein, Das antlig deiner lieb und güte Erleuchte mich mit seiner klarheit schein. Ach, richt 3. Daß unser herz im g'horsam leb, Dein'm wort und willn nicht widerstreb, Daß wir dich stets vor augen han In allem, was wir fangen an. 4. Laß unser werk gerathen wohl, Was ein jeder ausrichten soll, Daß unsre arbeit, müh und fleiß Gereich zu deinem lob und preis. Nicol. Hermann. † 1561. M. O Gott, du frommer. 794.rschein, du morgen. in mir, o sonne! Mein Heiland, wahres licht, Beständig in mir wohne Erfülle du mich ganz Mit deiner liebe schein und bringe lauter licht Ins neue herz hinein.c 2. Schaff du mirs neu und rein mit dem gewissen Geiste, Daß ich dir reinen dienst In reiner liebe leiste, Mach deines lichts mich voll, Verflär den Vater ganz, [ 33. 16.] Morgenlieder. Daß seine lieb und gunst Mich nähr in reinem glanz. annopol 3. So laß mich allezeit In dir beständig wandeln Und nicht in finsterniß Noch heuchelwesen handeln. Faß mich mit deiner hand, Dein Auge leite mich, Daß ich dir folge recht Und seh allein auf dich. sujui masoil 4. Laß mich fein ander bild In meine seel einlassen, Als dich, mein licht und heil, Zum licht und leben faffen. Sei du mein einig wort, Eröffne mein gehör Und ziehe mich dir nach, So lauf ich immer sehr. nes ist Joh. Anastasius Freylinghausen. † 1739. 795. ott, der du felber bist das * 5. Führe mich o Herr, und leite Meinen gang nach deinem wort, Sey und bleibe du auch heute Mein beschüßer und mein hort; Nirgends als bei dir allein, Kann ich recht bewahret seyn. 6. Meinen leib und meine seele, Sammt den finnen und verstand, Großer Gott ich dir befehle Unter deine starke hand; Herr, mein schild, mein ehr und ruhm, Nimm mich auf, dein eigenthum. 7. Deinen engel zu mir sende, Der des bösen feindes macht, List und anschläg von mir wende Und In eigener Melodie.mich halt in guter acht, Der auch 796. Gott des himmels endlich mich zur ruh Trage nach tommylin 72 dem himmel zu. und der erden, Vater, Sohn und heilger Geist, Der du tag und nacht lässst werden, Sonn und mond uns scheinen heißst, Dessen starke hand die welt, Und was drinnen ist, erhält. 529 morgen Geistlich auferstehen mag Und für meine seele sorgen, Daß, wenn nun dein großer tag Uns erscheint und dein gericht, Ich davor erschrecke nicht. 8. Höre, Gott, was ich begehre: Vater, Sohn und heilger Geist Meiner bitte mich gewähre, Der du selbst mich bitten heißst; So will ich dich hier und dort Herzlich preisen fort und fort. u Heinrich Albert. † 1668. Vers 8 späterer Zusap. 2. Gott, ich danke dir von herzen, Daß du mich in dieser nacht Vor gefahr, angst, noth und schmerzen Haft behütet und bewacht, 09HSE Daß des bösen feindes list Mein In eigener Melodie. Dan nicht mächtig worden ist, meiner 797. 3. Laß die nacht auch sünden Jeßt mit dieser nacht ver- mich haft bewahrt In dieser nacht gehn; D Herr Jesu, laß mich gefährde, Darin ich lag so hart finden Deine wunden offen stehn, Mit finsterniß umfangen, Dazu Da alleine hülf und rath Ist für in großer noth, Daraus ich bin meine missethat. stil odil asmentgangen, Halfft du mir, Herre 4. Hilf, daß ich an diesem Gott., mischi teden 19mist [ 34. 1.188] 34 ch dank bent bir, lieber Herre, Daß du 530 2. Mit dank will ich dich loben, O du mein Gott und Herr. Im himmel hoch dort oben, Den tag mir auch gewähr, Warum ich dich thu bitten und auch dein will mag seyn, Leit mich in deinen sitten Und brich den willen mein; 3. Daß ich, Herr, nicht abweiche Von deiner rechten bahn, Der feind mich nicht erschleiche, Damit ich irr möcht gahn. Erhalt mich durch dein güte, Das bitt ich fleißig dich, Vors teufels list und wüthen, Damit er fest an mich. 4. Den glauben mir verleihe An dein'n Sohn Jesum Chrift, Mein sünd mir auch verzeihe Alhier zu dieser frist. Du wirst mirs nicht Wie du verheißen haft, Daß er mein fünd woll tra= 798. I durch deinen Sohn, In eigner Melodie. dank dir gen, Mich lösen von der last. dag 5. Die hoffnung mir auch giebe, Die nicht verderben lässt, Dazu christliche liebe Zu dem, der mich verleßt, Daß ich ihm guts erzeige, Such nicht darin das mein, Und lieb ihn wie mich eigen, Nach all dem willen dein. is 6. Dein wort laß mich bekennen Vor dieser argen welt, Auch mich dein'n diener nennen, Nicht fürchten g'walt noch geld, Das mich bald möcht ableiten Von deiner wahrheit klar; Wollst mich auch nimmer scheiden Von der christlichen schaar. god eniem 7. Laß mich den tag vollenden Zu lob dem namen dein Und mich nicht von dir wenden, Ans end beständig seyn. Behüt mir leib und leben, Dazu die frücht Morgenlieder. im land, Was du mir haft gegeben, Steht alls in deiner hand. 8. Herr Christ, dir lob ich sage Für deine wohlthat all, Die du mir all mein tage Erzeigt haft überall. Dein'n namen will ich preisen, Der du allein bist gut, Mit deinem leib mich speise, Tränk mich mit deinem blut. 9. Dein ist allein die ehre, Dein ist allein der ruhm, Dein antliß zu uns kehre, Dein segen zu uns komm; Daß wir in fried entschlafen, Mit gnaden zu uns eil, Gieb uns des glaubens waffen Vors teufels listgem pfeil. Johann Kohlros. † 1558. D Gott, für deine güte, Daß du mich heut in dieser nacht So gnädig haft behütet. 2. In welcher nacht ich lag so hart Mit finsterniß umfangen, Von aller sünd geplaget ward, Die ich mein tag begangen. 3. Drum bitt ich dich aus herzensgrund, Du wollest mir vergeben All meine sünd, die ich begunnt In meinem ganzen leben. 4. Und wollest mich auch die sen tag In deinem schuß erhalten, Daß mir der feind nicht schaden mag Mit listen manniga falten. bid up, s tim 5. Regier mich nach dem wil len dein, Laß mich in fünd nicht fallen, Auf daß dir mög das leben mein Und all mein thun gefallen, 131. 2.] Morgenlieder. 6. Denn ich befehl dir leib und feel Und all's in deine hände, In meiner angst und ungefäll, Herr, deine hülf mir sende. 7. Auf daß der fürste dieser welt Kein macht an mir mög finden, Denn, wo mich nicht dein gnad erhält, Ist er viel zu ge= schwinde. 8. Ich hab doch all mein tag gehört: Menschenhülf ist verloren. Drum steh mir bei, du treuer Gott, Zur hülf bist du erkoren. 9. Allein Gott in der höh sey preis, Sammt seinem eingen Sohne, In einigkeit des heilgen Geists, Der herrscht ins himmelsthrone. M. Lobet den Herren, alle. 799. stund will ich dich n dieser morgens loben, Gott, mein Vater in dem himmel droben. Was du für guade mir stets thust beweisen, Will ich nun preisen. 2. Du hast mich an das tagslicht lassen kommen, Auch durch die tauf in dein reich aufgenommen Und läsfest mich in deinem Sohn entbinden Von schuld und fünden.40 bin 531 mich noth und unglück hat berühret, Bald h'rausgeführet. 5. Jetzt hast du auch durch deiner engel schaaren Mich lassen heut in dieser nacht bewahren, Daß mich darin fein unfall hat erschrecket Noch aufgewecket. 6. D Herr, mit meinem munde und gemüthe Erzähl und rühm ich solche große güte, Die ich empfangen hab an allen enden Aus deinen Händen. 3. Du giebest mir den heilgen Geist daneben, Daß er mich lehr und führ in meinem leben, Damit ich lern auf dich alleine fchauen Und dir vertrauen. 7. Ich bitt, du wolleft über mir fortwalten Und mich auch heute diesen tag erhalten, Daß fatan nicht durch seine lift und pfeile mich übereile. 8. Hilf, daß ich bleib, wie zusteht frommen christen, Rein von der welt und ihren fündenlüften, Daß ich auch meinen eignen bösen willen Nicht mög erfüllen. 9. Herr, laß in deinen schuß seyn eingeschlossen Leib, seele freunde, kinder, hausgenossen Und was ich sonst durch deine milde gabe Auf erden habe. le boile erhalt bei 10. Die obrigkeit gutem stande, Gieb friede, glück und heil im ganzen lande, Behüt uns allerseits, o Herr, aus gnaden Vor schand und schaden. bim 11. Du wolleft auch an diesem tag mich stärken Durch deine traft in meins berufes werfen Auf daß ich möge in denselben allen Dir wohlgefallen. ING the 14. Du hast mich allzeit väter- 12. Zulegt verleih, wenn ich lich ernähret Was ich bedurft aus diesen leiden, Es sey heut mir immerdar bescheret, Und wenn oder morgen, werd abscheiden, [ 34. 3.] 34* Morgenlieder. 532 Daß ich auf Christi tod mög fröhlich sterben, Den himmel erben. 13. So bin ich denn an leib und seel genesen Und wohl auf dieser welt allhier gewesen; Dort habe ich das rechte kleinod funden, Hier überwunden. 14. Das hilf mir, Vater, der du mit dem Sohne Und heilgem Geist regierst in einem throne; Gieb, daß ich dessen, was ich jetzt begehret, Ja werd gewähret. Juftus Gesenius. † 1671. M. Lobet den Herren, denn er ist sehr freundlich. 800.bet den Herrent,:,: Alle, die ihn fürchten. Lasst uns mit freuden seinem namen fingen:: Und preis und dank zu seinem altar bringen. Lobet den Herren!:: s 2. Der unser leben,:,: Das er uns gegeben, In dieser nacht so väterlich bedecket:: Und aus dem schlaf uns fröhlich auferwecket, Lobet den Herren!:: auton wider hat sein engel sich gesetet. Lobet den Herren!:: 6. O treuer hüter,:,: Brunnquell aller güter, Ach, laß doch ferner über unser leben:: Bei tag und nacht dein hut und güte schweben. Lobet den Herren!:,: 7. Gieb, daß wir heute,:,: Herr, durch dein geleite Auf unsern wegen unverhindert gehen,:,: Und überall in deiner gnade stehen. Lobet den Herren!:: 0% 8. Treib unsern willen,:,: Dein wort zu erfüllen, Lehr uns verwo wir schwach sind, da gieb du richten heilige geschäfte,:,: Und uns fräfte. Lobet den Herren!:,: 9. Richt unsre herzen,:,: Daß wir ja nicht scherzen Mit deinen strafen, sondern fromm zu werden:: Vor deiner zukunft uns bemühn auf erden. Lobet den Herren!:: than sisid musc 10. Herr, du wirst kommen:: Und alle deine frommen, Die sich bekehren, gnädig dahin bringen:: Da alle engel ewig, ewig singen: Lobet den Herren!:: 3. Daß unsre finnen:: Wir Paul Gerhardt. † 1676. noch brauchen können und händ und füße, zung und lippen regen,:,: bilsidong tim had sonsal diril M. Nun sich der Tag geend. Das haben wir zu danken seinem 801. un un sich die nacht segen. Lobet den Herren!:: 4. Daß feuersflammen:: Uns nicht allzusammen Mit unsern häusern unversehns gefressen, ruh geeilt. Das macht, daß wir in seinem schooß geseffen. Lobet den Herrn!:,: geendet hat, Die finsterniß zertheilt, Wacht alles, was am abend spath zu seiner and 69 91 2. So wachet auch, ihr sinnen, wacht, Legt allen schlaf bei seit, 5. Daß dieb und räuber:: Un- Auf Gottes lob seyd nun bedacht, fer gut und leiber Nicht angetast't Denn es ist dankens zeit. 81 und grausamlich verleget:: Da- 113. Und du, des leibes edler gast, [ 34.04.18] Morgenlieder. Du theure seele, du, Die du so fanft geruhest hast, Dank Gott für deine ruh. 4. Wie soll ich dir, du seelenlicht, Zur gnüge dankbar feyn? Mein leib und seel ist dir ver pflicht't und ich bin ewig dein. 5. Dir geb ich, Jesu, diese gab 3u einem unterpfand, Dieweil ich sie empfangen hab Von deiner liebeshand. 6. Und diese deine liebeshand Hat heut bei mir gewacht, Auch allen schaden abgewandt In die fer finstern nacht. 7. In deinen armen schlief ich ein; Drum konnte satan nicht Mit seiner list mir schädlich seyn, Die er auf mich gericht't. 8. Vor wassers und vor feuersnoth Hat mich, Herr, deine güt Vor einem bösen schnellen tod Heut diese nacht behüt't. 533 bis an mein fühles grab Ich alles böse meid. 9. Hab dank, o Jesu, habe dank Für deine lieb und freu, Hilf, daß ich dir mein lebelang Von herzen dankbar sey. M. Aus meines Herzens Gr. 802. 802. Gott, ich will dir danken, Daß du durch deine güt Mich haft vors teufels wanken In dieser nacht behüt't, Also, daß er mich fein Hat müssen lassen schlafen und mir mit seinen waffen Nicht können schädlich seyn. 10. Gedenke, Herr, auch heut an mich An diesem ganzen tag, Und wende von mir gnädiglich Noth, jammer, angst und plag. 2. Beschüße mich auch heute Vor großer angst und noth, Vor gottvergeßnen leuten, Vor bösem, schnellem tod, Vor sünde und vor schand, Vor wunden und vor schlägen, Vor ungerechtem segen, Vor wasser und vor brand. 11. Erhör, o Jesu, meine bitt, Nimm meine seufzer an Und laß 3. An meinem geist mich stärke, all meine tritt und schritt Heut So wie auch an dem leib, Daß gehn auf rechter bahn. mich meins amtes werke mit allen freuden treib Und thu nach meiner pflicht, So viel als mir befohlen, Bis daß du mich wirft holen Zu deinem hellen licht. 13. Wend meine augen gnädig 14. Die sehkraft mir vers ab Von dieser eitelkeit. Damit leihe Bis an mein legtes end Und [ 34, 5.1 12. Ach, laß, o Jesu, keine sünd Mich diesen tag begehn; Sonst möcht ich armes sündenkind Nicht wohl bei dir bestehn. i 14. Gieb deinen segen diesen tag Zu meinem werk und that, Damit ich selig sagen mag: Wohi dem, der Jesum hat! 15. Wohl dem, der Jefum bei sich führt, Schließt ihn ins herz hinein! So ist sein ganzes thun geziert Und er kann selig seyn. 16. Nun denn, so fang ich meine werk In Jesu namen an, Er geb mir seines Geistes stärk, Daß ich sie enden kann. Joh. Friedr. Möckel, um 1691. 534 gnädig benedete Die arbeit meiner hand, Damit ich auch was hab Für mich in schweren zeiten Und davon armen leuten Kann geben eine gab. 5. Vor allem mich regiere Mit deinem Gnadengeist, Daß ich mein denken führe Im himmel allermeist Und ja nicht ganz und gar Sey mit dem geiz besessen und schändlich mög vergessen Des lieben himmels flar. Morgenlieder. 6. Erhalt mir leib und leben, So lang' es dir gefällt, Und wollst mir, Herr, nur geben Den schuß in jener welt; So gilt mir alles gleich Und bin gar wohl zufrieden, Ob ich schon nicht hienieden Bin vor den menschen reich. 7. D Herr, hilf mir vollenden Die saure lebenszeit, lebenszeit, Wollst deine hülfe senden Und seyn nicht allzuweit, Wenn ich heim schlafen geh, Auf daß ich friedlich fahre Und mit der christen schaare Zum leben aufersteh. Bus Barth. Ringwaldt. † 1598. tag: Das soll mein opfer seyn. Weil ich sonst nichts vermag. 3. Drum siehe da, mein Gott, Da hast du meine seele; Sie sey dein eigenthum, Mit ihr dich heut vermähle In deiner liebesfraft. Da hast du meinen geist! Darinnen wollst du dich Verklären allermeist. 4. Da sey denn auch mein leib Zum tempel dir ergeben, zur wohnung und zum haus. Ach, allerliebstes leben, Ach, wohn, ach leb in mir, Beweg und rege mich, So hat geist, seel und leib Mit dir vereinigt sich. 5. Dem leibe hab ich jetzt Die kleider angeleget, Laß meiner seele seyn Dein bildniß eingepräget Im güldnen glaubensschmuck, In der gerechtigkeit, So allen seelen ist Das rechte ehrenkleid. 6. Mein Jesu, schmücke mich Mit weisheit und mit liebe, Mit keuschheit und geduld Durch deines Geistes triebe, Auch mit der demuth mich Vor allem kleide an So bin ich wohlgeschmückt Und köstlich angethan. M. O Gott, du frommer. 803. Jeju, süßes licht, 7. Bleib du mir dieſen tag Nun ist die nacht vergangen, Nun hat dein gnadenglanz Aufs neue mich umfangen, Nun ist, was an mir ist, Vom schlafe aufgeweckt und hat nun din begier Zu dir sich ausgestreckt. an 2. Was soll ich dir denn nun, Stets vor den augen schweben, Laß dein allgegenwart Mich wie die luft umgeben, Auf daß mein ganzes thun Durch herz, durch sinn und mund Dich lobe innigs lich, Mein Gott zu aller stund. 8. Ach, segne, was ich thu Mein Gott, für opfer schenken? Ja, rede und gedenke, Durch dei Ich will mich ganz und gar In nes Geistes fraft Es also führ deine gnad einsenken Mit leib, mit und lenke, Daß alles nur gescheh feel, mit geist, Heut diesen ganzen 3u deines namens ruhm, Und 34 6.1 Morgenlieder. daß ich unverrückt Verbleib dein eigenthum. Joachim Lange. † 1744. M. Nun laßt uns Gott, dem. 804.* ach auf, mein Herz und singe Dem Schöpfer aller dinge, Dem In eigner Melodie. geber aller güter, Dem frommen 805. Wie schön leuchtet der morgenstern Vom firmament des himmels fern, Die nacht ist nun vergangen. All kreatur macht sich herfür, Des edlen lichtes pracht und zier Mit freuden zu empfangen. Was lebt, Was schwebt Hoch in lüften, Tief in flüften, Lässt zu ehren Seinem Gott ein danklied hören. 2. Heut, als die dunkeln schatten Mich ganz umgeben hatten, Hat satan mein begehret, Gott aber hats gewehret. 3. Ja, Vater, als er suchte, Wie er mir schaden möchte, Lag ich in deinem schooße, Dein flügel mich umschlossen. 535 Den anfang, mitt und ende, Ach Herr! zum besten wende. 10. Mit segen mich beschütte, Mein herz sey deine hütte, Dein wort sey meine speise, Bis ich gen himmel reise. Paul Gerhardt.+ 1676. 4. Du sprachst: mein kind nun liege Trop dem, der dich betrüge, Schlaf wohl, laß dir nicht grauen, Du sollst die sonne schauen. 5. Dein wort, das ist geschehen, Ich kann das licht noch sehen, Von noth bin ich befreiet, Dein wort hat mich erneuet. 6. Du willst ein opfer haben, Hier bring ich meine gaben, Mein weihrauch und mein widder Sind mein gebet und lieder. 1971 7. Die wirst du nicht verschmähen, Du kannst ins herze sehen. Und weißst wohl, daß zur gabe Ich ja nichts bessers habe. 2. Du, o mein herz, dich auch aufricht, Erheb die stimm und säume nicht, Dem Herren lob zu bringen; Denn, Herr, du bist's, dem lob gebührt Und dem man billig musicirt, Dem man läßt innig flingen Mit fleiß, Dank, preis, Freudensaiten, Daß von weitem Man kann hören Dich, o meinen Heiland, ehren. 3. Ich lag in stolzer sicherheit, Sah nicht mit was gefährlichkeit Ich diese nacht umgeben; Des teufels lift und büberei, Die höll, des todes tyrannei Stund mir nach leib und leben, Daß ich Schwerlich Wär entkommen Und entnommen Diesen banden, Wenn du mir nicht beigestanden is 8. So wollst du nun vollenden Dein werk an mir, und senden, Der mich an diesem tage Auf seinen Händen trage. 4. Allein, o Jefu, meine freud da 9. Sprich ja zu meinen tha in aller angst und traurigkeit, ten, Hilf selbst das beste rathen; Du hast mich heut befreiet Du [ 34. 7.] Morgenlieder. 536 haft der feinde macht gewehrt, Mir schuß und sanfte ruh beschert, Deß sey gebenedeiet. Mein muth, Mein blut, Soll nun singen, Soll nun springen, All mein leben Soll dir dankeslieder geben. Logore M. Preis, Lob, Chr, Ruhm. 5. Ei, mein Herr, füßer lebens- 806. Sert, sieb, ach gieb hort, Laß ferner deiner gnaden pfort mir heut auch offen bleiben, Sey meine burg und festes schloß Und laß kein feindliches geschoß Daraus mich jemals treiben. Stell dich Vor mich hin zu kämpfen Und zu dämpfen Pfeil und eisen, Wenn der feind will macht beweisen.nu mir wahre treu thun, was mein beruf will haben, Damit mir nichts zur fünde sey, Ach, laß mich nicht mein pfund vergraben. Treib mich stets an, daß ja nichts unterbleibt, Wozu mich meine pflicht in meinem stande treibt. 6. Geuß deiner gnaden reichen strahl Auf mich vom hohen himmelssaal, Mein Herz in mir erneue, Dein guter Geist mich leit und führ, Daß ich nach meines amts gebühr Zu thun mich innig freue. Gieb rath Und that, Laß mein sinnen Und beginnen Stets sich wenden, Meinen lauf in dir zu enden. 7. Wend unfall ab, kanns anders seyn, Wo nicht, so geb ich mich darein, Ich will nicht wider streben. Doch komm, o süßer morgenthau, Mein Herz erfrisch, daß ich dir trau und bleib im freuz er geben, Bis ich Endlich Nach dem leiden Zu den freuden Werd erhoben, Da ich dich kann ewig loben. Daß das beste, So bringt from men, Wir in jener welt bekommen. Burchard Wiesenmayer. 2. Es liege jede pflicht mir an Und falle mir auf mein gewissen; Doch, was ich wirken soll und kann, Wirst du mir selber zeigen müssen, Daß mich kein feind mit gutem schein betrügt, Und meine zeit und kraft nicht mehr umsonst verfliegt. 3. Regiere du mein herz und haus und führe selber meine sachen, Ja, führ an meiner statt es aus, Ich will dich lassen alles machen; Denn ich für mich verderb es bald allein, Drum sollst du Herr und Gott und ich dein knecht nur seyn. 4. Hilf, daß ich ſtets in wahrer treu Hier allen, die mir anbefohlen, Zu ihrem heil behülflich jey, Hilf durch gebet den segen holen. Es leuchte wort und wandel allen für, Ich sey, zu deinem ruhm, stets deines hauses zier. 18 4119 5. Ich müß ein licht im Herren seyn Bei allen, wo ich umgang habe, Ich müsse hier stets aus und ein Mit der in mich gelegten gabe Bei jedermann in reichem wucher seyn; Drum gieb zu tritt und schritt, zu werk und wort gedeihn [ 34. 8.] 8. Indeß, mein herze, fing und spring, In allem freuz sey guter ding, Der himmel steht dir offen. Laß schwermuth dich nicht nehmen ein, Denk, daß die liebsten finderlein Allzeit das unglück troffen. Drum so Sey froh, Glaube feste, Morgenlieder. 6. Thu mir dein werk nur stündlich kund Und gieb dazu auch kraft und stärke, Bewege selber herz und mund Und wirk auch selbst die guten werke; Bewahre mich vor bösem werk und schein Und laß mich allen stets nur recht erbaulich seyn. 7. Die sehnsucht nach der andern heil, Und dir zum ruhm viel frucht zu bringen, Die müsse mich an meinem theil Zu allem guten künftig bringen, Ich müsse dir hier immer wirksam seyn, Doch nur aus deiner kraft nach deinem wink allein. 8. D, laß mich meine zeit allhier Nach deinem wort dir treulich dienen Und nicht mehr thun das, was nur mir Im eigendünfel gut geschienen, Nimm mich an andern selbst zum werkzeug an, Daß niemand mich um schuld vor dir verklagen kann. 9. Und wo ich ja nicht wirken kann, So laß mich doch für alle beten, Treib mich nach zeit und ort nur an, Stets betend vor den riß zu treten. Erinnre mich und nimm mich dir nur hin, Wozu in meiner zeit und ort gesetzt ich bin. 10. So hilf mein pfund und meine zeit In dir zum himmel anzuwenden, Mein lauf geh in die ewigkeit, Hilf ihn mit aller treu vollenden, Daß zeit, ort, stand beruf und allerlet, Was mir zum pfund vertraut, im himmel fruchtbar sey. 537 meine arbeit gehen und doch weiß, daß all mein thun Ohne dich nicht kann bestehen: Will ich eiligst zu dir treten Und um beistand dich anbeten. 2. Großer helfer, mach doch hier, Daß mein werk ich wohl anfange, Alles, Herr, also regier, Daß es seinen zweck erlange; Sprich das Ja zu meinen thaten Und laß alles wohlgerathen. 3. Wende doch in gnaden ab, Was mein thun sucht zu zerstören, Gieb, daß ich zu schaffen hab und mich ehrlich mög ernähren; Steure den verdammten lügen, Laß mich meine feind besiegen. 4. Meine arbeit fegne, Gott, Mein verrichten, thun und lassen! Segne, Herr, mein täglich brod, Mein vermögen gleicher maaßen! Segne mich mit sel'gem sterben, Und mach mich zum himmelserben. in un monishe Totay onside 808. M. Auf meinen lieben Gott.ed o tret ich demnach an, So gut ich immer kann, Mein amt, beruf und wesen, Dazu mich Gott erlesen; Der wird mir seinen segen Auch wissen beizulegen. usis) 2. Dir, Vater, sag' ich dank, Daß du mein lebelang So reichlich mich ernähret Und manche gnad bescheret; Laß deine güt und ga= ben Mich heute ferner laben. Carl Heinrich v. Bogatky. † 1774. M. Liebster Jesu, wir sind. 1179 3. Ach, mein Herr Jesu Christ, 807. iebster Jefu, weil Der du mein helfer bist, Ach, segne ich nun Will an meine werke Und mich vom him# 419099 mom [ 34. 9.] 538 mel stärke, Damit ich deinen willen In allen mög erfüllen. 80 freud und leben: Gieb kraft, verstand und segen Auf allen unsern wegen. angst 4. Behüte seel und leib, Und alles von mir treib, Was meine nahrung hindert und deinen segen mindert; Laß mich in fried und freuden Zulegt von hinnen scheiden. 6. Du allerhöchstes gut Zwing unser fleisch und blut, Das herz auch selbst regiere Und es zum guten führe, Daß wir mit allen frommen Ins reich der ehren 5. Mein Tröster, heilger Geist, kommen. id ind i Ich rühme allermeist, Daß dust and 3 Joh. Heinr. v. Hippen. uns haft gegeben Licht, friede, han dist 52 1 SIST Morgenlieder. XXXIX.. Abendlieder. ist dad 990 J0907 0 M. Ach, was soll ich Sünder. gen, D, mein herzensfreund, zu 809. mein Seju, sieh, dir, Neige du dein licht zu mir, trete, Da der vergangen, tag nunmehr sich neigt Und die Sey du selbst mein sonnenlicht, finsterniß sich zeigt, Hin zu dei- Das durch alles finstre bricht. nem thron und bete. Neige dud 6. Laß mich meine tage zählen, zu deinem sinn Auch mein thun Die du mir noch gönnen willt; und sinnen hin. na telpung 2. Meine tage gehn geschwinde, Wie ein pfeil, zur ewigkeit, Und die allerlängste zeit Sauft vorbei als wie die winde, Fleußt dahin, als wie ein fluß Mit dem schnell sten wafferguß. Mein herz sey mit dir erfüllt, So wird mich nichts können quälen. Denn wo du bist, tag und licht, Schaden uns die nächte nicht. 7. Nun, mein theurer Heiland, wache, Wache du in dieser nacht, Schüße mich mit deiner macht, Deine liebe mich anlache. Laß mich selbst auch wachsam seyn forlift Ob ich gleich jetzt schlafe ein. 3. Und, mein Jesu, sich, ich armer Nehme mich doch nicht in acht, Daß ich dich bei tag und nacht Herzlich suchte, mein erbar til mer; Mancher tag geht so dahin, athin napad Daß ich nicht recht wacker bin. mich Tag und nacht so gnädiglich, Und ich will mich nicht bequemen, Daß ich ohne heuchelei Dir da für recht dankbar jey.bo@loo 5. Nun, ich komme mit verlanLevin Joh. Schlicht.+ 1728. ode † ag 4. Ach, ich muß mich herzlich 810. Chriſte, du biſt der schämen! In eigner Melodie. 134. 10.) helle die nacht nicht bleiben mag; Du leuchtest uns vom Vater her Und bist des lichtes prediger. illo 2. Ach, lieber Herr, behüt uns heut In dieser nacht vorm böjen Abendlieder. feind Und laß uns in dir ruhen fein, Daß wir vorm satan sicher seyn. 539 Herr Christ, Daß uns nicht schad des feindes list; Das fleisch in züchten reine sey, So sind wir mancher sorgen frei. 4. So unfre augen schlafen ein, Laß unsre herzen wacker seyn; Beschirm uns, Gottes rechte hand, Und lös uns von der sünden band. 3. Ob schon die augen schlafen ein, So laß das Herz doch wacker seyn, Halt über uns dein rechte hand, Daß wir nicht falln in sünd und schand. nemmest 4. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ, Behüt uns vor des teufels list, Der stets nach unsern feelen tracht't, Daß er an uns hab keine macht. 5. Beschirmer, Herr der christenheit, Dein hülf uns allzeit sey bereit, Hilf uns, Herr Gott, aus aller noth, Durch dein heilig fün wunden roth. buktes] 5. Sind wir doch dein ererbtes gut, Erworben durch dein theures blut; Das war des ewgen Vaters rath, Als er uns dir geschenket hat. thi6. Befiehl dein'm engel, daß nen trost. er komm Und uns bewach, dein7. Gott Vater sey lob, ehr und eigenthum; Gieb uns die lieben preis, Auch seinem Sohne gleiwächter zu, Daß wir vorm satan haben ruh. cher weis, Des heilgen Geistes gütigkeit Von nun an bis in ewigkeit. ren 6. Gedent, o Herr, der schweDarin der leib gefangen liegt; Der seele, die du haft erlöst, Der gieb, Herr Jesu, dei= 7. So schlafen wir im namen dein, Dieweil die engel bei uns seyn. Du heilige Dreieinigkeit, iads Wir loben dich in ewigkeit. Wolfg. Meußlin( Musculus).+ 1563. Nach dem Lateinischen. Erasmus Alberus. † 1588. an land In eigner Melodie. er lieben sonne 812. De licht und pracht doy Nach: Christe, qui lux es et dies. In eigner Melodie, is 811. Christe, der du bist d bi Hat nun den tag vollführet, Die welt hat sich zur ruh gemacht, tag und licht, Thu, seel, was dir gebühret! Tritt Vor dir ist, Herr, verborgen nichts, an die himmelsthür Und bring Du väterlichen lichtes glanz, Lehr ein lied herfür, Laß deine augen, uns den weg der wahrheit ganz.herz und sinn Auf Jesum seyn 2. Wir bitten dein göttliche gerichtet hin.ndis i nomo macht: Behüt uns heut in dieser nacht, Bewahr uns, Herr, vor allem leid, Gott Vater der barmarherzigkeit! neil ol ns3. Vertreib den schweren schlaf, bil 2. Shra hellendsterne leuchtet wohl und gebet eure strahlen, Ihr macht die nacht des lichtes voll, Doch noch zu tausendmalen Scheint heller in mein herz Die 10.134.11.1 Abendlieder. 340 ewge himmelskerz, Mein Jesus, meiner seelen ruhm, Mein schuß, mein schap, mein eigenthum. 3. Der schlaf zwar herrschet in der nacht Bei menschen und bei thieren, Doch einer ist, der oben wacht, Bei dem kein schlaf zu spüren. Es schlummert, Jesu, nicht Dein aug, auf mich gericht't, Drum soll mein herz auchwachend seyn, Daß Jesus wache nicht allein. 4. Verschmähe nicht dies schlichte lied, Das ich dir, Jesu, singe, In meinem Herzen ist kein fried, Bis ich es zu dir bringe; Ich bringe, was ich kann, Ach, nimm es gnädig an; Es ist doch herzlich gut gemeint, O Jesu, meiner feelen freund. 5. Mit dir will ich zu bette gehn, Dir will ich mich befehlen, Du wirst, mein hüter, auf mich sehn Und rathen meiner seelen. Ich fürchte keine noth, Auch selber nicht den tod: Denn wer mit Jesu schlafen geht Mit freuden wieder aufersteht. 6. Ihr höllengeister, fort mit euch, Hier habt ihr nichts zu schaffen! Dies haus gehört in Jesu reich, Laßt es ganz sicher schlafen; Der engel starke wacht Hält es in guter acht, Ihr heer und lager ist sein schuß, Drum sey auch allen teufeln trup. pirs 7. So will ich denn nun schlafen ein, Jesu, in deinen armen, Dein aufsicht soll die decke seyn, Mein lager dein erbarmen, Mein fiffen deine bruft, Mein traum die füße luft, Die aus dem wort des lebens fleußt Und dein Geist in mein herz eingeußt. 8. So oft die nacht mein ader schlägt, Soll dich mein geist umfangen, So vielmal sich mein herz bewegt, Soll dies seyn mein ver= langen, Daß ich mit lautem schall Mög rufen überall: O Jesu, Jesu, du bist mein Und ich auch bin und bleibe dein! 9. Nun, matter leib, gieb dich. zur ruh Und schlafe sanft und stille; Ihr müden augen schließt euch zu, Denn das ist Gottes wille. Schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! So ift der schluß recht wohl gemacht. Nun, liebster Jesu, gute nacht! Christian Scriver. † 1693. dit di M. Mein Herz und Seel den. 813. er tag ist hin, mein Jesu, bei mir bleibe, O feelenlicht, der fünden nacht vertreibe. Geh auf in mir, glanz der gerechtigkeit; Erleuchte mich, ach Herr, denn es ist zeit. 2. Lob, preis und dank sey dir, mein Gott, gesungen, Dir sey die ehr, das alles wohl gelungen Nach deinem rath, ob ichs gleich nicht versteh; Du bist gerecht, es gehe wie es geh. 3. Nur eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit im guten mir noch fehlet. Das weißst du wohl, du herzenskündiger, Ich strauchle noch wie ein unmündiger. 4. Vergieb es, Herr, was mir sagt mein gewissen; Welt, teufe! [ 34. 12.] Abendlieder. sünd hat mich von dir gerissen. Es ist mir leid, ich stell mich wie der ein. Da ist die hand, du mein und ich bein dein. polht 5. Israels schuß, mein hüter und mein hirte, Zu meinem troft dein siegreich schwert umgürte. Bewahre mich durch deine große macht, Wenn Belial nach meiner seele tracht't. laisd sdiold dnn 541 Aufs neue mich verbinden, Zu folgen deinem wort, zu fliehn die lust der sünden. Dein Geist mich stets regier Und mich zum guten führ.m 96. Wohlan, ich lege mich In deinem namen nieder, Des morgens rufe mich Zu meiner arbeit wieder; Denn du bist tag und nacht Auf meinen schuß bedacht. 6. Du schlummerst nicht, wenn matte glieder schlafen, Ach, laß die feel im schlaf auch gutes schaffen, O lebensfonn, erquicke meinen sinn! Dich laß ich nicht, mein fels, der tag ist hin. Jhamen Joachim Neander. † 1680. 7. Ich schlafe, wache du! Sch schlaf in Jesu namen; Sprich du zu meiner ruh Ein kräftig Ja und Amen, Und also stell ich dich Zum wächter über mich. Caspar Ziegler. † 1690. M. Mein Herz und Seel. Labs In eigner Melodie. 814. 815. Die sonn hat sich mit ihrem glanz gewendet Und was sie soll, auf diesen tag vollendet, Die dunkle nacht dringt allenthalben zu, Bringt menschen, vieh und alle welt zur ruh.an amist sichun the nacht vor der thür Und liegt schon auf ders erden, mein Jefu tritt herfür Und laß es helle werden; Bei dir, o Iesulein, Ist lauter sonnenschein. dild im 2. Gieb deinen gnadenschein In mein verfinstert herze, Laß In mir brennend seyn Die schöne glaubenskerze, Vertreib die sündennacht, Die mir viel fummer macht. De egunjeg tonism 2. Ich preise dich, du Herr der nächt und tage, Daß du mich heut vor aller noth und plage Durch deine Hand und hochgerühmte macht Haft unverlegt und frei hindurchgebracht. te laten 3. Ich habe diesen tag Viel 3. Vergieb, wo ich bei tage so eitelfeit getrieben, Du hast den überschlag Gemacht und ange schrieben; Ich selber stelle mir Die schwere rechnung für. 8 gelebet, Daß ich nach dem, was sicher ist, gestrebet, Laß alle schuld durch deinen gnadenschein In ewigkeit bei dir erloschen seyn. 4. Sollt etwa meine schuld Noch 4. Schaff, daß mein geist dich angeschrieben stehen, So laß durch ungehindert schaue, Indem ich deine huld Dieselbe doch vergehen: mich der trüben nacht vertraure, Dein heilges theures blut Macht Und daß der leib auf diesen alle rechnung guts dsips A schweren itag Sich feiner kraft fein sanft erholen mag. ul scut 5 Ich will mit dir, mein hort, [ 34. 13] Abendlieder. 342 5. Vergönne, daß der lieben engel schaaren Mich vor der nacht der finsterniß bewahren, Auf daß ich vor der list und tyrannei Der argen feind im schlafe sicher sey. 6. Herr, wenn mich wird die lange nacht bedecken und in die ruh des tiefen grabes strecken: So blicke mich mit deinen augen an, Daraus ich licht im tode nehmen kann. 7. Und laß hernach zugleich mit allen frommen Mich zu dem glanz des andern lebens kommen, Da du uns haft den großen tag bestimmt, Dem keine nacht sein licht und klarheit nimmt. Josua Stegmann. † 1632. lenft. Laß um mich und um die meinen Einen strahl der Gottheit scheinen, Der, was deinen namen trägt, Als dein gut zu schüßen pflegt. 4. Laß mich mildiglich bethauen Deines segens überfluß, Schirme mich vor angst und grauen, Wende schaden und verdruß, Brand und sonst betrübte fälle, Zeichne meines hauses schwelle, Daß hier keinen nicht der schlag Des verderbers treffen mag. 5. Wirke du in meinen sinnen, Wohne mir im schatten bei, Daß mein schlafendes beginnen Dir auch nicht zuwider sey. Schaffe daß ich schon auf erden Mög ein folcher tempel werden, Der nur dir und nicht der welt Ewig licht M. Alle Menschen müssen. 816. Gott, du läſfest mich und feuer hält. erreichen Aber= mal die abendzeit, Das ist mir ein neues zeichen Deiner lieb und gütigkeit. Laß jepund mein schlechtes singen Durch die trüben wol ken dringen Und sey auch in dieser nacht Ferner auf mein heil bedacht. 6. Geht, ihr, meine müden glieder, Geht und senkt euch in die ruh, Wenn ihr euch regt morgen wieder, Schreibt es eurem Schöpfer zu, Der so treue wacht gehalten; Wenn ihr aber müßt erfalten, Wird des bittern todes pein Doch der seele vortheil seyn. 131037 Fr. Rud. Ludw. v. Canig. † 1699. dan zou HD 190 enduot M. Herr Jesu Christ, wahr. ( Erhalt uns, Herr, bei.) da 2. Neige dich zu meinen bitten, Stoß nicht dies mein opfer weg. Hab ich gleich oft überschritten Deiner wahrheit heilgen steg, So bereu ich meine fünden Und will 817. Simmter efter mich dir verbinden; du nur aus meiner brust Alle wurzel böser luft. ds nisidium inunter ſonnenschein, Die dämmerung bricht stark herein; Der tag ist hin, die müde welt Nun wieder süße ruhe hält. 3. Herr, es sey mein leib und leben, und was du mir hast ge- 2. Ach Jeju liebster sonnenfchenft, Deiner allmacht überge- schein, Beuche du jept in mein ben, Die das ganze weltall herz hinein Und laß mich deiner [ 34. 14.] Abendlieder. 543 engel macht Umgeben heute diese und menschen ihre ruh Und ihr nacht. ni nenismi sit erquickung haben. 3. Ach, laß sie treten vor den riß, Damit der Herr der finsterniß nicht böslich störe meine ruh Und sebe meiner seelen zu. 4. Vor bösen träumen mich bewahr, Entzeuch mich aller angstgefahr, Daß ich nicht komm in feuersgluth Noch unverhoffte wasserfluth. 3. Sept preis ich dich insonderheit, Daß du aus lauter gnaden Mich und die meinen haft auch heut Bewahrt vor allem schaden; Herr, deine treu verhütet hat, Daß ich in schand und miſsethat Nicht gröblich bin gerathen. 4. Dabei ich auch nicht leugnen kann: Viel guts hab ich ge= lassen, Hingegen aber das gethan, Was du befiehlst zu haffen. Ich habe nicht so immerfort, Wie mir gebeut dein heilig wort, Untadelig gewandelt. 5. Was aber noch versehen ist Und wo ich ausgeschritten, di sehat versöhnet Jesus Christ, Da Das 8. Gott Vater, mich, dein kind, er am freuz gelitten. Um dessen regier! Ach, liebster Heiland, halt ob mir! heilger Geist, mir wohne bei, Daß ich vor noth gefichert sey.dhe ma s willen mir verzeih All meine fünde und verleih, Daß ich mich täglich bessre. hindus 6. Nun stehet fort, o Herr, zu dir Mein herzliches verlangen, Daß du auch wollest seyn bei mir Jeßt, da der tag vergangen, Mein leib und seele, finn und muth, Mein ehre und mein hab und gut In dieser nacht behüten. 7. Du wolleft vor dem argen feind In deinen schuß mich fassen, Daßer und die sein anhang 5. Mein leib und feel ergeb ich dir, Bewahre auch, Herr Jefu, mir mein ganzes haus, mein weib und find, Mein hab und gut, mein hausgefind. 6. Und weil des lebens ziel und frist In deinen gnadenhänden ist, So sey dir alles heimgestellt, Verfahre wie es dir gefällt. 7. Darauf, Herr Jesu, leg ich mich, Weil deine schirmungsflügel sich Zurings her um mich breiten aus, um mein gefinde und mein haus. I HIRD SE 818. M. Nun freut euch, lieben. en.8 ch dank dir, Vater, daß du hast Die nachtzeit bei dem tage Erschaffen frei von sorg und last, Von arbeit und von plage, Daß man fie schlafend bringe zu Und vieh 2. Herr, deine weisheit, güt und macht Ist nimmer auszugründen, Du hast es alles wohl bedacht, Wie wir es stets empfin= den. Gieb, daß ich ja je mehr und mehr Erkenn und auch dein lob und ehr Bei tag und nacht ausbreite. 79 SIG ( 34. 15.1 Abendlieder. 544 seynd Mich müssen ruhen lassen; Mich auch vor bösem schnellen tod, Vor feuer und vor wassersnoth Und allem leid beschirmen. 8. Erhalt durch deine gnadenhand, Zu deines namens ehren, Die mir mit freundschaft sind verwandt Und sonst mir angehören! Gieb, daß die nacht und immerdar Dein heilger engel uns bewahr Vor unfall, noth und schaden. 9. Herr, laß mich ruhig schlafen ein, Hilf, daß mich nichts erschrecke, Und, wenn die rechte zeit wird seyn, Alsdann mich wieder wecke, Daß ich an meine arbeit tret Und fröhlich wieder durchs gebet Mein werk dir anbefehle. 10. Verschmäh, o Gott, mein Vater, nicht mein seufzen, bitten, flehen, Laß mich, o Jeju, wahres licht, Dich auch im finstern sehen, Dheilger Geist, am lepten end Mit deinem trost dich zu mir wend, Auf daß ich sanft einschlafe. Joh. Gerhardt. † 1637. 819. M. Vater unser, im Himmelr. ch danke dir, liebreicher Gott, Daß du mich heut vor schand und spott Und schweren fällen haft behüt't; Es kommt von deiner gnad und güt. Ach, mein verderben ist aus mir, Mein heil das kommt allein von dir. 2. Wenn du nicht hättest mir gereicht, Herr, deine hand, wär ich gar leicht Gefallen auch so tief in sünd, Als irgend sonst ein menschenkind. Ohn deine hülf und gnadenhand Fällt auch der frömmst' in sünd und schand. 3. Doch bin ich gar nicht engelrein. Wer mag doch ohne fünde seyn; Den alten Adam ich noch spür, Der mich anreizet für und für, Daß ich mein herz, begierd und sinn Zur eitelkeit soll neigen hin. 4. Ich flage mein unachtsamkeit Vor dir, o Gott, mit reu und leid, Wie du auch selber hast gesehn, Was oft aus schwachheit ist geschehn; Den innern menschen hab ich nicht mit fleiß verwahrt nach meiner pflicht. 5. Den sinnen hab ich oft zu weit Den zaum gegönnt zur eitelkeit, Ich habe viel geredt, gedacht, Gehört, gesehen und vollbracht, Was mir nicht wohl gestanden an Und ich nicht alles wissen kann. 6. Aus gnaden alles mir vergieb, Verbrenns im feuer deiner lieb; Du bist voll heiligkeit und gnad, Was mir noch fehlt, für mich erstatt; Dein blut mich wasche, daß ich werd So rein, als mich dein herz begehrt. 7. Ich dank auch, liebster Jesu, dir Für alle gaben, die du mir Erzeiget haft von findheit auf Durch meinen ganzen lebenslauf. Mir hast du so viel guts gethan, Daß ich nicht alls erzäh len kann. 8. Ich bitte, halt auch gnä[ 34.6.] Abendlieder. diglich Dein' augen offen über mich, Daß mich der feind mit list und macht Nicht überfall in dieser nacht. Behüt vor unglück feel und leib, Noth und gefahr weit von mir treib. 9. Gieb, daß ich nach voll brachter ruh Erwach, aufsteh und freudig thu, Was du haft anbefohlen mir, Und einen guten wandel führ; Mit deinem geiste steh mir bei, Daß nichts verdammlichs an mir sey. 10. Vor einem bösen schnellen tod, du liebreicher, frommer Goit, Mich heut und jederzeit bewahr, Laß bei mir seyn der engel schaar, Daß vor des satans macht und list Sch sicher sey zu jeder frist. Joh. Heermann. † 1647. 545 3. Ich bitte dich, du wollst die schuld, Die ich gehäuft ohn maaßen, Nach deiner väterlichen huld, Mir, deinem kind, erlassen. Vergieb mir, was ich wider dich Heut diesen tag begangen, Sieh an den Mittler, der für mich Am freuze hat gehangen. 4. Breit über mich noch ferner aus Die flügel deiner güte Und mich vor schrecken, furcht und graus Auch diese nacht behüte. Wo aber ich nach deinem rath Nicht wieder sollt aufstehen, So laß mich, Herr, durch deine guad Zu deiner freud eingehen. His High und seel zu deinen treuen händen, 5. Dir, Gott, befehl ich leib Du starker hüter Israel Kannst all mein unglück wenden; Du wollst, was uns mag schädlich seyn, Von unsrer wohnung treiben, Laß alle christen insgemein In deiner obhut bleiben. 1015 10 M. Durch Adams Fall ist. eßt komm ich, Herr, vor deinen thron Mit loberfülltem munde Und danke dir durch 820. deinen Sohn In dieser abendstunde. Nimm an das opfer, das ich dir Mit meinen lippen bringe, Ach, höre gnädig, was ich dir zu deiner ehre finge. 2. Ich preise dich, daß du mich haft In deinem schuß geleitet Und nach der schweren tageslast Die nacht zur ruh bereitet, Daß ich vor leibs- und seelennoth Befreiet bin geblieben und mich durch feinen schnellen tod Dein 3orn hat aufgerieben.net nel de 8[ 36. 1.] 19 blut Und freundschaft angehöret, 6. Beschirme, was mir nach dem Wer mir sonst gutes gönnt und thut, Bleib allzeit unversehret. Dir sey ihr leib, feel, gut und ehr SIn deinen schuß ergeben, Laß In vollem segen schweben. fie, mein Gott, je mehr und mehr 7. Gieb mir die lieben engel zu, Die starke heldenwache, Daß fich an mich in meiner ruh Der böse feind nicht mache: So will ich, wenn des tages schein Wird wieder zu uns fehren, Zu deinem 35 546 Abendlieder. lobe freudig seyn Und dich mit schläft die ganze welt; Ihr aber, dank verehren. meine sinnen, Auf, auf, ihr sollt beginnen, Was eurem Schöpfer wohlgefällt. 2. Wo bist du, sonne, blieben? Die nacht hat dich vertrieben, Die nacht, des tages feind; Fahr hin! ein andre sonne, Mein Jesus, meine wonne, Gar hell in meinem herzen scheint. 3. Der tag ist nun vergangen, Die güldnen sternlein prangen Am blauen himmelssaal: Also werd ich auch stehen, Wenn mich wird heißen gehen Mein Gott aus diesem jammerthal. 821. Mgeh ich zur ruh, M. In dich hab ich gehoff. it meinem Gott Und thu in fried mein' augen zu, Denn Gott ins himmels throne Uleber mich wacht Bei tag und nacht, Auf daß ich sicher wohne. 2. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, Der du allein mein helfer bist: Laß kein leid wider fahren; Durch deinen schutz Vor teufels truß Dein' engel mich bewahren. 3. Befiehl du deinen engelein, Daß sie stets um und bei uns seyn, All übel von uns wenden. Gott heilger Geist, Dein hülf uns leist An unserm letzten ende. 4. Herr, meinen geist befehl ich dir, Mein Gott, mein Gott, weich' nicht von mir. Nimm mich in deine hände! wahrer Gott, Aus aller noth Hilf mir am legten ende. 5. Glorie, lob, ehr und herrlichkeit Sey Gott Vater und Sohn bereit't, mit heilgem Geist zusammen: Die göttlich fraft Mach uns sieghaft Durch Jesum Christum. Amen. 4. Der leib eilt nun zur ruhe, Legt ab das kleid und schuhe, Das bild der sterblichkeit; Die zieh ich aus, dagegen Wird Christus mir anlegen Das kleid der ehr und herrlichkeit. In eigner Melodie. Thi 822.* un ruhen alle wälder, Vieh, menschen, städt und felder, Es 5. Das haupt, die füß und hände Sind froh, daß nun zum ende Die arbeit kommen sey: Herz, freu dich, du sollst werden Vom elend dieser erden Und von der sündenarbeit frei. der, Geht hin und legt euch nies 6. Nun geht, ihr matten glieder, Der ruhstatt ihr begehrt; Es fommen stund und zeiten, Da man euch wird bereiten Zur ruh ein bettlein in der erd. 7. Mein' augen stehn verdros sen, Im nu sind sie geschlossen; Wo bleibt dann leib und seel? Nimm sie zu deinen gnaden, Sey gut für allen schaden, Du aug und wächter Israel. [ 85. 2.] Abendlieder. 8. Breit aus die flügel beide, O Jesu, meine freude, Und nimm dein küchlein ein. Will fatan mich verschlingen, So laß die engel singen: Dies kind soll unverleget seyn. 9. Auch euch, ihr meine lieben, Soll heute nicht betrüben Ein unfall noch gefahr; Gott laß euch ruhig schlafen, Stell euch die güldnen waffen Ums bett, und seiner engel schaar. Paul Gerhardt. † 1676. In eigner Melodie. 823. N un sich der tag geendet hat Und feine sonn mehr scheint, Schläft alles, was sich abgematt't und was zuvor geweint. 547 gen ein, Wenn ich muß vor gericht, Ich kann ja nicht verloren seyn In solcher zuversicht. 4. Wend ab des satans wütherei Durch deiner engel schaar, So bin ich aller sorgen frei, Es bringt mir nichts gefahr. 5. Zwar fühl ich wohl der sünden schuld, Die mich bei dir flagt an, Doch aber deines Sohnes huld Hat g'nug für mich gethan. 6. Den seß ich dir zum bür7. D'rauf thu ich meine augen zu Und schlafe fröhlich ein. Mein Gott wacht jetzt in meiner ruh; Wer wollte fraurig seyn? 8. Weicht, nichtige gedanken, hin, Wo ihr habt euren lauf, Ich baue jept in meinem sinn Gott einen tempel auf. 9. Soll diese nacht die legte seyn In diesem jammerthal, So führ mich, Herr, zum himmel ein Zur auserwählten schaar. 10. Und also leb und sterb ich dir, D, Herr Gott Zebaoth! Im tod und leben hilfft du mir Aus aller angst und noth. Joh. Friedrich Herzog. † 1699. 2. Nur du, mein Gott, hast feine rast, Du schläfft, noch schlummerst nicht; Die finsterniß ist dir verhaßt, Weil du selbst bist das licht. M. Mein Jesu, der mich. 3. Gedenke, Herr, doch auch 824. So ist nun abermal tage an mich In dieser dunfeln zahl Ein tag verstrichen. D, wie nacht, und schenke mir genädig- mit schnellem schritt Und unlich Den schirm von deiner vermerktem tritt 3ft er gewichen! wacht. 2. Kaum war der morgen nah, Nun ist die nacht schon da Mit ihrem schatten; Wer kann der zeiten lauf Und eilen halten auf, Sie abzumatten? 3. Nein, nein, sie fäumt sich nicht, Sie kehret ihr gesicht Niemals zurücke. Ihr fuß steht nimmer still; D'rum, wer sie brauchen will, Sich in sie schicke. [ 35. 3.] 548 Abendlieder. pfeil Zum ziel in schneller eil; 825. 11lieder Schließen 4. Sie fliegt gleich wie ein M. Wie nach einer Wasserquelle. nsre Ch man's gedenket Und sich's versehen mag, Hat uns der legte tag Ins grab versenket. sich jetzt schläfrig zu Und des leibes matte glieder Grüßen schon die abendruh; Denn die dunkle, finstre nacht Hat des hellen tages pracht In der tiefen see verdecket und die sterne aufgeſtecket. 5. Was träumest du denn noch, Mein geist? erwecke doch Die trägen finnen, um von der schnellen zeit Auf jene ewigkeit Was zu gewinnen. 6. Wie mancher tag ist nicht Vor deiner augen licht Nun schon vergangen, Da du zu jenem zweck, 3u laufen deinen weg, Kaum angefangen. 7. O Herr der ewigkeit, Der du vor aller zeit All meine tage, Eh sie noch worden seyn, Ins buch geschrieben ein, Hör, was ich sage: 8. Vergieb nach deiner huld, Wie du bisher geduld An mir geübet, Daß mein' unachtsamkeit Dich in verwichner zeit So oft betrübet. 9. Gieb aber wackerheit, Den rest der lebenszeit So anzuwenden, Daß ich den leßten tag Einst fröhlich schließen mag Und felig enden. 10. Hilf auch durch diese nacht Und habe auf mich acht, Sey mir zur wonne, Zum hellen tag und licht, Wenn mir das licht gebricht, Israels sonne! Joh. Anastasius Freylinghausen.+1739. 2. Ach bedenk, eh du gehst schlafen, Du, o meines leibes gast, Ob du den, der dich erschaffen, Heute nicht erzürnet haft? Thu, ach thu bei zeiten buß, Geh und falle ihm zu fuß und bitt ihn, daß er aus gnaden Dich der strafe woll entladen. 3. Sprich: Herr, dir ist unverholen, Daß ich diesen tag vollbracht Anders, als du mir be= fohlen. Ja, ich habe nicht betracht't Meines lebens ziel und zweck, Habe gleichfalls deinen weg Schändlich, o mein Gott, verlassen, Bin gefolgt der fünde straßen. 4. Ach Herr, laß mich gnad erlangen, Gieb mir nicht verdienten lohn, Laß mich deine huld empfangen, Sieh an deinen lieben Sohn, Der für mich genug gethan, Vater, nimm den bürgen an; Dieser hat für mich erduldet, Was ich sünder hab verschuldet. 5. Sende deiner engel schaaren Als zur wache mir herab, Meine seele zu bewahren, Daß des todes finstres grab, Daß das übel, so bei nacht Unsern leib zu fällen [ 35. 4.1 Abendlieder. tracht't, Mich nicht mit dem neg umdecke, Noch ein böser traum mich schrecke. 6. Laß mich, Herr, von dir nicht wanken, In dir schlaf ich sanft und wohl, Gieb mir heilige gedanken, Und, bin ich gleich schlafes voll, So laß doch den geist in mir zu dir wachen für und für, Bis die morgenröth auf gehet Und man von dem bett aufstehet. 7. Vater, droben in der höhe, Deffen nam uns theur und werth, Dein reich komm, dein will ge schehe, Unser brod werd uns beschert, Und vergieb uns unsre schuld, Schenk uns deine gnad und huld, Laß uns nicht versuchung tödten, Hilf uns, Herr, aus allen nöthen. sk nu Joh. Frand.+ 1677. se v. 7 ein Zusap. na be M. Herzlich thut mich verl. alts Gott! mein werk ich lasse, Die sonn feirabend meldt, Sie hat vollendt ihr straße, Eilt wie der in ihr zelt: So mögen auch mein sachen Ruhn bis zu seiner zeit Will feierabend machen mit schuldger dankbarkeit. Haud 2. Mein augen, herz und hände, Jefu, Gottes Sohn, zu dir ich nunmehr wende Mit dank vor deinem thron; Denn du bist selbst getreten An meine werkstatt gut, Haft helfen mir arbeiten, Regiert mein sinn und muth. bon isd an memud 826. hourg 549 3. Mein haupt hast du gestärfet, Der hand gegeben fraft, Hab deinen seg'n vermerket, Der allzeit frommen schafft; Daher ist wohl gerathen Mein arbeit und mein kunst, Ohn dich geht nichts von statten, Ohn dich ist alls umsonst. Dich, Herr Gott, lob' und preis 4. Drum ich von Herzensgrunde In dieser abendstunde, und bitt dig hören Mein arm vespergebet, mit ganzem fleiß, Du wollest gnäDas gut' in mir vermehren Durch dein barmherzigkeit. 5. Gleich wie vor alten zeiten Du hast viel guts erzeigt Deß abends denen leuten, Der'r herz sich zu dir neigt' Und feft auf dich gebauet: So wollst du auch geruhn, Wie unser herz dir trauet, Uns liebs und guts zu thun. dad conse täublein aus dem schiff, Kehrt es 6. Als Noah hat gelaffen Ein wieder sein straßen Und bracht ein'n friedensbrief, Zur vesperzeit im munde Führt es ein ölblatt grün, Daraus Noah verstunde, Des Herrn zorn wär dahin. 193 7. 3ween heilge engel famen Des abends zu dem Des abends zu dem Lot, In ihren schuß ihn nahmen Wid'r die gottlose rott, Erlösten den propheten: Bald fiel ein schwe fel und feur, Macht den gottlosen ſtädten Ihr freud und frevel theur. bloo bird 8. Inzwischen wir auch lesen, [ 36. 5.1 550 Abendlieder. Da Eli, der prophet, Im hun- ihr preiset Gottes güte, Die er gerland gewesen, Hört, was der hat gethan an mir, Da er mich Herre thät: Vögel gedienet haben Zu tisch dem Gottesmann, Abends und morgens raben Brod and fleisch bracht'n h'ran. den ganzen tag In so mancher schweren plag Hat erhalten und ergößet, Daß mich satan nicht verleget. 2. Lob und dank sey dir gesungen, Vater der barmherzigfeit, Daß mir heut mein werk gelungen, Daß du mich vor allem leid Und vor sünden mancher art So getreulich haft bewahrt, Auch die feind hinweggetrieben, Daß ich unbeschädigt blieben. 9. So wollst du, Herr, uns geben Abend- und morgenbrod, Und was zu diesem leben Uns überall ist noth; Dein'n engel wollst auch schicken, Auf daß er uns bewahr Vor teufels list und stricken, So sind wir ohn gefahr. 10. Erhöre unsre bitten, Ach Herr, du treuer Gott, Die stadt wollst du behüten Vor feur und aller noth; Und weil die völker toben, Erregen frieg und streit, So sende uns von oben Den fried zu unsrer zeit. 11. Ja, weils will finster werden Ums wort, der gnaden licht, Denn satan auf der erden Viel feßerei anricht't: So bleib bei uns, Herr Christe, mit deiner gnad und schein, Dein werthes wort uns friste, Alsdann wir ficher seyn. 12. Hiermit ich nun vollende Mein taggeschäft und sach Und bitt herzlich zu ende: Herr, dent feierabend mach, Drauf der sabbath angehet, Der währt viel tausend jahr, Der ewiglich bestehet. Amen, das werde wahr! Michael Ziegenspeck, um 1630. In eigner Melodie. 827. erde munter, mein gemüthe, Und ihr sinnen geht herfür, Daß 3. Keine flugheit kann ausrechnen Deine güt und wunderthat. Ja, kein redner kann aussprechen, Was dein' huld erwiesen hat; Deiner wohlthat ist zu viel, Sie hat weder maaß noch ziel, Ja, du hast mich so geführet, Daß kein unfall mich berühret. 4. Dieser tag ist nun verganDie betrübte nacht bricht Es ist hin der sonne prangen, So uns all erfreuen kann. Stehe mir, o Vater, bei, Daß dein glanz stets vor mir sey Und mein faltes herz erhite, Ob ich gleich im finstern sige. gen, an, 5. Herr, verzeihe mir aus gnaden Alle sünd und missethat, Die mein armes herz beladen Und so gar vergiftet hat, Daß auch satan durch sein spiel Mich zur hölle stürzen will; Da kannst du allein erretten, Strafe nicht mein übertreten. 6. Bin ich gleich von dir gewichen, Stell ich mich doch wieder ein, Hat uns doch dein Sohn 35. 6.1 Abendlieder. verglichen Durch sein' angst und todespein. Ich verleugne nicht die schuld, Aber deine gnad und huld Ist viel größer als die sünde, Die ich stets in mir befinde. 7. D, du licht der frommen feelen, D, du glanz der ewigkeit, Dir will ich mich ganz befehlen Diese nacht und allezeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, Weil es nunmehr dunkel schier; Da ich mich so sehr betrübe, Tröste mich mit deiner liebe. 551 aufwecken, Treibe weg des frieges schall; Wend ab feur und wassersnoth, Pest und bösen schnellen tod, Laß mich nicht in sünden sterben, Noch an leib und seel verderben. Wenn ich dich nur hab im herzen, Fürcht ich nicht der seele schmerzen. 9. Wenn mein' augen schon sich schließen Und ermüdet schlafen ein, Soll mein herz dennoch geflissen nur auf dich gerichtet seyn; Meiner feele mit begier Träume stets, o Gott, von dir, Daß ich fest an dir bekleibe Und auch schlafend dein verbleibe. 12. O, du großer Gott, erhöre, Was dein find gebeten hat! Jesu, den ich stets verehre, Bleibe ja mein schutz und rath! Und mein hort, du werther Geist, Der du freund und tröster heiffft, Höre doch mein sehnlich flehen! Amen, ja, es soll geschehen! Joh. Rift. † 1677. 8. Schüße mich vors teufels negen, Vor der macht der finsterniß, Die mir oft des nachts zufeßen Und erzeigen kümmerniß. M. Ermuntre dich, mein. Laß mich dich, o wahres licht, 828. W ir legen uns Immerdar nun schlafen hin; In Jesu Christi namen; Schläft unser leib, wacht geist und sinn, Des wortes Gottes samen Bringt in uns frucht, daß wir fortan Seyn seinem willen unterthan. Wenn wir im tod einschlafen, Sey Jesus unsre waffen! M. Wenn wir in höchsten. ( Herr Gott, dich loben alle wir.) 829. or deinen thron 10. Eaß mich diese nacht empfinden und ruh, Alles übel laß verschwinden, Decke mich mit segen zu. Leib und seele, muth und blut, All die meinen, hab und gut, Freunde, feind und hausgenossen Seyn in deinen schuß geschlossen. 11. Ach, bewahre mich vor schrecken, Schüße mich vor überschweb und lebe ich fall, Laß mich krankheit nicht müßt ich ohne dich. [ 35. 7.] Gott, und dich demüthig bitt: Wend dein genädig angesicht Von mir, dem armen fünder, nicht. 2. Du hast mich, o Gott Vater mild, Gemacht nach deinem ebenbild, In dir web, Vergehen 552 3. Errettet hast du mich gar oft Ganz wunderlich und unverhofft, Da nur ein schritt, ja nur ein haar Mir zwischen tod und leben war. Tischlieder. 4. Verstand und ehr hab ich von dir, Des Lebens nothdurft giebst du mir, Dazu auch einen treuen freund, Der mich in glück und unglück meint. 5. Gott Sohn, du hast mich durch dein blut Erlöset von der höllenglut, Das schwer geseß für mich erfüllt, Damit des Vaters zorn gestillt. 6. Wenn sünd und satan mich anklagt, und mir das herz im leib verzagt, Alsdann brauchst du dein mittleramt, Daß mich der Vater nicht verdammt. 7. Du bist mein fürsprech alle zeit, Mein heil, mein troft und meine freud; Ich kann durch dein verdienst allein Hier ruhig und dort selig seyn. 8. Gott heilger Geist, du höchste kraft, Deß gnade in mir alles schafft, Ist etwas guts am leben mein, So ist es wahrlich lauter dein. 9. Dein ists, daß ich Gott recht erkenn, Ihn meinen Herrn und Vater nenn, Sein wahres XL. Psalm 106, 1. din In eigner Melodie. wort und sakrament Behalt und lieb bis an mein end, 10. Daß ich fest in anfechtung steh Und nicht in trübsal untergeh, Daß ich im Herzen trost empfind, Zuletzt mit freuden überwind. 11. Drum dank ich dir mit herz und mund, D Gott, in dieser abendstund Für alle deine treu und gnad, Die meine seel empfangen hat, 12. Und bitt, daß deine gnadenhand Bleib über mir heut ausgespannt; Mein amt, gut, ehr, freund, leib und feel In deinen schuß ich dir befehl. 13. Hilf, daß ich sey von herzen fromm, Damit mein gan= zes christenthum Aufrichtig und rechtschaffen sey, Nicht augenschein und heuchelei. 14. Erlaß mir meine sündenschuld Und hab mit deinem knecht geduld, Zünd in mir glauben an und lieb, Zu jenem leben hoffnung gieb. 15. Ein selig ende mir bescher, Am jüngsten tag erweck mich, Herr, Daß ich dich schaue ewiglich. Amen, amen, erhöre mich! Bodo von Hodenberg, um 1640. Tischlieder. freundlich, und seine güt und wahrheit bleibt ewiglich. 2. Der als ein barmherziger, gütiger Gott Uns dürftige treaturen gespeist hate & 830. Danket dem Herren, denn er ist sehr [ 35. 8.] Tischlieder. 553 3. Singet ihm aus herzens- Und darum stets loben dich, grund mit innigkeit: Lob und dank sey dir, Vater, in ewigkeit! 4. Der du uns, als ein reicher milder Vater, Speisest und kleidest dein elende finder. Daß du seyest der zu nennen, Der für uns sorgt väterlich, Welcher uns verlässet nicht, Der auch alles, was gebricht, Uns in diesem armen leben Pflegt mit reicher hand zu geben. 5. Verleih, daß wir dich recht lernen erkennen Und nach dir, ewigem Schöpfer, uns sehnen: 6. Durch Jesum Christum, deinen allerliebsten Sohn, Welcher unser Mittler ist vor deinem thron. 7. Der helf uns allzusammen hier zugleiche Und mach uns erben in seins Vaters reiche, 8. Zu Lob und ehren seinem heilgen namen. Wer das begehrt, der sprech von herzen: Amen. 4. Nun wohlan, auf deine gnade Setzen wir uns zu dem tisch, Hilf, daß alles wohlgerathe Und der leib sich so erfrisch, Daß er freudig wieder kann Seine arbeit fangen an. Laß die mahlzeit so geschehen, Wie du es wirst gerne sehen. M. Erhalt uns, Herr, bei. Böhmische Brüder. 832. Gesegn uns, Herr, die gaben dein, M. Wie nach einer Wasserquelle. Die speis laß unsre nahrung 831. Großer Gott, wir seyn, Hilf, daß dadurch erquicket armen fünder Der Bitten dich aus herzensgrund: erd. Siehe auf uns, deine kinder, 2. Denn dieses zeitlich' brod Sveise uns zu dieser stund. allein Kann uns nicht g'nug zum leben seyn, Dein göttlich wort die seele speist, Hilft uns zum leben allermeiſt. Lasse uns ohn alle noth Haben unser täglich brod; Segen wollest du verleihen, Daß es uns mag wohl gedeihen. ( Dritter Vers f. Nr. 833, V. 3.) 2. Laß uns ja nicht seyn vermessen, Liebster Vater, Herr und Gott,- In dem wohlstand 833.Her Gott, Bateri vergessen Deiner zu und gebot. Gieb uns allen ferner auch Deiner gaben rechten brauch, Daß wir, was du wirst bescheren, Fein in deiner furcht verzehren. M. Erhalt uns, Herr, bei. im himmelreich, Wir, deine kinder, allzugleich Bitten dich jeßt aus herzensgrund: Speis uns alle zu dieser stund. 2. Thu auf dein reiche milde hand, Behüt uns all vor fünd und schand Und gieb uns fried 3. Lehre uns daraus erkennen [ 35. 9.] Tischlieder. Dem Herren mit danken! Lobt ihn mit harfen, unfern Gott, den werthen:: Denn er ist mächtig und von großen fräften. Lobet den Herren!:: sar indi on 3. Er fann den himmel:,: Mit wolken bedecken, Er giebt den regen, wenn er will, auf erden:: Er läßt gras wachsen hoch M. Herr Christ, der einig Gott. auf dürren bergen. Lobet den Gott, nun sey:: aourturni sp 834. gepreiset, Wirjagen dir großen dank, Du hast uns wohl gespeiset, Gegeben guten trank, Dein' mildigkeit zu merken, Den glauben uns zu stärken, Daß du seyst unser Gott. 4. Der allem fleiſche:: Giebet seine speise, Dem vieh sein futter väterlicher weise:: Den jungen raben, wenn sie ihn anrufen, Lobet den Herren!:: 3502. Ob wir solchs hab'n genommen Mit luft und übermaaß, Dadurch wir möchten kommen Vielleicht in deinen haß: So wollst du's uns aus gnaden, Herr, nicht lassen schaden, Durch 6. Danket dem Herren,:,: Christum, deinen Sohn. 5. Er bat fein lufte:: An der stärf des rosses, Noch wohlgefallen an jemandes beinen:: Er hat gefall'n an den'n, die Lobet den auf ihn trauen. Herren!:: Schöpfer aller dinge! Der brunn des lebens thut aus ihm entspringen:: Gar hoch vom himmel her aus seinem Herzen. Lobet den Herren!:,: 7. O Jesu Christe:,: Sohn des Allerhöchsten! Gieb du die gnade allen frommen christen:: Daß sie dein'n namen ewig preifen. Amen. Lobet den Herren!:: Nic. Selneccer. † 1592. 554 und einigkeit, Bewahr uns auch vor theurer zeit. 3. D'rum gieb uns beides, Herre Gett, Hilf endlich auch aus aller noth: So preisen wir dein' gütigkeit hier und auch dort in ewigkeit. ( Dieser Vers kann auch mit Nr. 832 verbunden werden.) 3. So wollst du allzeit nähren, Herr, unser feel und geist, In Christo ganz bekehren, und helfen allermeist, Daß wir im glauben bleiben, Stark seyn in allem leiden und leben ewiglich. Nic. Selneccer. † 1592. man Psalm 147. 835. In cigner Melodie. obet den Herren!: Denn er freundlich. Es ist sehr köstlich, unsern Gott zu loben,:: Sein lob ist schön und lieblich anzuhören. Lobet den Herren!:: 2. Singt geg'n einander gözet. :: [ 35. 101 M. Lobet den Herren, alle. 836. obt und erhöht des großen Gottes güte, Die uns erzeigt sein väterlich gemüthe, Indem er reichlich unsern tisch bescßet, Und uns erJust Tischlieder. 12. Wie sollte das nicht uns die hoffnung mehren, Weil er uns pflegt so treulich zu ernähren, Daß wir nach wunsch auch von ihm werden haben Des Geistes gaben? nas ni 3. Die uns im glauben feſte werden gründen, Das herz mit liebe gegen ihn entzünden, Die feel in andacht, durch gebet und fingen, Hinaufwärts schwingen, 4. Den trieb zum guten in uns fräftig stärken, und uns erfüllen mit viel Geisteswerfen, Daß liebreich wir der kranken und der armen Und stets erbarmen, 5. Daß wir in unschuld unsern wandel führen, Mit treu und demuth alle thaten zieren, Zugleich der weltlust und dem fleisch absterben Als Gottes erben, 6. Und so im vorschmack seiner rub genießen, Bis wir in Christo unser leben schließen Und einst aus gnaden zu ihm aufgenommen Zur freude kommen, 2. Wie groß ist deine freundlichkeit, Wie herrlich deine güte, Die da versorgt zu jeder zeit Den leib und das gemüthe. Du lebensfreund, du menschenlust, Du haft für alles rath gewußt und uns sehr wohl gelabet.asp 3. Des himmels fenster öff= nest du Und schenkest milden regen, Du schleußst die erde auf und zu Und giebst uns deinen segen; Die kost ist da auf dein geheiß. Wen sollte das zu deinem preis, O Vater, nicht bewegen? 4. Dem viehe giebst du futter fatt, Und speiseft auch die raben, Wenn sie noch bloß, jung, schwach und matt, Und keine nahrung haben. Herr, du thust auf dein' pn milde hand Und jättigest das ganze land Mit so viel wundergaben. 7. Die er bereitet denen, die ihn lieben, Die er uns selbst hat durch sein blut verschrieben, Darauf wir einzig und alleine bauen Und fest vertrauen. 555 bracht, Nun haben wir gegeffen. Mein Gott, du hast es wohlgemacht, Nachdem du zugemessen Jeßt jedem sein bescheiden theil Und mildiglich vor furzer weil' Uns allesammt gespeiset. 11130 8. Nun ihm sammt Vater und dem heilgen Geiste, Dem Gott, dem alle welt anbetung leiste, Sey jeßt und ewig lob und dank gesungen mit herz und zungen. of ste Nicolaus Ludwig, Graf von Zinzendorf.+ 1760. nu M.Nun freut euch, lieben.se 837." un ist die mahl5. Für solche wohlthat wollen wir, Wie liebe finder müssen, Von ganzer seele danken dir Und unsre mahlzeit schließen mit einem dank- und lobgedicht. D treuer Gott, verschmäh es nicht, Laß es dir wohlgefallen. 6. Vergieb uns unsre missethat Und gieb, was wir begehren, Schaff uns, o Vater, ferner rath, Daß wir uns ehrlich nähren, Verleihe fünftig gute zeit, Glück, nahrung, fried und einigzeit froh voll- keit, Gesundheit, heil und segen. [ 35, 11.] 556 Tischlieder. 7. Laß endlich bei des Lammes preisen deinen namen, Durch tisch In deinem reich' uns essen, Jesum Christum. Amen. Wo tausend gaben mild und frisch Ludwig Helmbold. † 1598. Du selbst uns wirst zumessen: Da wird man schmecken freud In eigner Melodie. und ehr, Und wir, Herr, wollen 839. ingen wir nimmermehr Zu preisen dich auf hören. Joh. Rist. † 1667. 838. In eigner Melodie. Sun laßt uns Gott dem Herren Danksagen und ihn ehren Für alle seine gaben, Die wir empfangen haben. 2. Den leib, die seel, das le= ben, Hat er allein uns geben; Dieselben zu bewahren, Thut er nicht etwas sparen. 3. Nahrung giebt er dem leibe, Die seele muß auch bleiben, Wiewohl tödtliche wunden Sind kommen von den fünden. 4. Ein arzt ist uns gegeben, Der selber ist das leben: Christ, der für uns gestorben, Hat uns das heil erworben. 5. Sein wort, sein tauf, sein nachtmahl Dient wider allen unfall; Der heilge Geist im glauben Lehrt uns darauf vertrauen. aus herzensgrund, Loben Gott mit unserm mund! Wie er sein güt uns beweist, So hat er uns auch gespeist, Wie er thier und vögel nährt, So hat er uns auch beschert, Was wir jegund habn verzehrt. ( v. 2-5.) 6. Drum voll dank wir bitten ihn Um des guten Geistes sinn, Daß wir solches recht verstehn, Stets nach sein'n geboten gehn, Seinen namen machen groß, In Christo ohn unterlaß Singen recht das gratias. 7. Gratias, das singen wir: Herr Gott, Vat'r, wir danken dir, Daß du reichlich uns gespeist, Lieb und treu an uns beweist. Deß wir allzeit dankbar seyn, Ehrend, Gott, den namen dein, Sprechen wir das Amen fein. Barth. Ringwaldt. † 1598. [ 30.12] 6. Durch ihn ist uns verges 840. peif uns, Bater, Die das leben; Im himmel solln wir haben, Gott, wie große gaben! 7. Wir bitten deine güte, Wollst uns hinfort behüten, Die großen mit den kleinen, Du tannsts nicht böse meinen. deine finder, Tröfte die betrübten fünder, Sprich den segen zu den gaben, Die wir jepo vor uns haben; Daß sie uns zu diesem leben Stärke, kraft und nahrung geben, Bis wir endlich mit den frommen zu der himmelsmahlzeit kommen. 8. Erhalt uns in der wahrheit, Gieb ewigliche freiheit, Zu Joh. Heermann. † 1647. oru@ SA19 201 Anhang. 022 nation isators ( Turch flein gedruckte Ziffern werden die betreffenden Nrn. im alten Anhange bezeichnet. I. Aufs neue Kirchenjahr. Advent. M. Vater unser, im Himmelr. uns die große treue Des ewgen 841.( 841.) Cuf, meine Gottes offenbar; Und nun will feele, sey erfreut, Das kirchenjahr wird nun erneut, Da dir aufs neu das heilswort klingt, Das dich erneut, das dich verjüngt, Ja, das aus Gott dich neu gebiert und selbst zu Gott ins Leben führt. er aufs neue Den alten hochbeschwornen bund, Den einzig festen glaubensgrund, Durch seinen Geist uns lehren. 2. Der Geist aus Gott erfülle 2. Der Geist aus Gott erfülle dich; Dein innerftes erfreue fich, Daß ich, vom alten menschen frei, Ganz rein, ganz neu und heilig sey, Damit mein mund auch öffne sich Und Gott lobfinge stetiglich. 3. So wird auch hurtig seyn mein ohr, Das wort zu hören mehr als z'vor, Das wort, das dem das leben giebt, Der darnach thut und glauben übt. Ach Jesu, gieb, daß dies in mir Zur frucht gedeihe für und für! Philipp v. Besen † 1680. und ruhm Dem höchsten Herrn 2. Auf, Zion, preis und ehr zu fingen! Dein königliches prie sterthum Muß dank zum opfer bringen. Gelobt sey Gott, der durch sein wort Die christenheit und diesen ort Zu seinem tempel weihet. 3. Wir sind nicht werth der neuen huld Des Gottes aller gnaden; Des alten menschen alte schuld, Die wir auf uns geladen, Nimmt unsern eignen ruhm dahin, Denn sie bewies den alten sinn Noch stets mit neuen sünden. 4. Ach, Herr, gieb uns den neuen Geist, und mach uns durch die güte, Die sich an uns aufs M. Nun freut euch, lieben Christ. 842. Gottlob! ein neues neu erweiſt, Erneuert im gemüfirchenjahr Macht the. Den neuen menschen zich [ 1. 1.] 1 Anhang. 2 uns an, Der dir allein gefallen kann In seinem ganzen leben. 5. Hierzu erhalt uns, Herr, dein wort, Sammt tauf und abendmahle, So wandern wir mit freuden fort In diesem finſtern thale. Herr, ſegne dieſes kirchen- 844.( 842.) tauf und altar Uns deine wege zeigen. 6. Gieb deinen hirten kraft und Geist Zu reiner lehr und leben, Dein wort, das Gottes weide heißt, Der heerde rein zu geben. Laß alle hörer thäter seyn, Damit kein heuchlerischer schein Des glaubens kraft verleugne. 7. So halten und vollenden wir Das firchenjahr auf erden; Dabei befehlen wir es dir, Wie wir es es enden werden. Hier bleibt die firche noch im streit; Kommt aber einst die ewigkeit, Dann wird sie triumphiren. Heinrich Cornelius Heder. † 1743. ben, daß wir dir Lob und preis sagen für und für, Halleluja. Dr. Johann Olearius. † 1684. un M. Erschienen ist der Herrl. 843. kommt das neue kirchenjahr, Deß freut sich alle christenschaar. Dein König kommt, drum freue dich, Du werthes Zion, ewiglich! Halleluja! Luc. 13, 6-9. M. Wer nur den lieben. o ist das jahr nun auch ver=flossen In dieser süßen gnadenzeit, Mein Gott, was hab ich nicht genossen Für große lieb und gütigkeit! Wie hast du meiner nicht gepflegt mit allem, was dein herz nur hegt! 2. Gelobt jey deine wundertreue, Die meiner so gewartet hat und über mir war täglich neue, Wie ichs erfahren früh und spat. Du nahmst dich meiner herzlich an, Daß ich dich nicht gnug preisen kann. 3. Ich war aus Adams bösem stamme Ein unfruchtbarer feigenbaum, Du führtest mich zu deinem Lamme, Gabst mir in deinem weinberg raum; Dein gnadenwort, das voller fraft, Gab mir stets neuen lebenssaft. 4. Du wolltest keinen fleiß ersparen, Mich als ein bäumlein zu erziehn, Du gabst mir kraft von jahr zu jahren, Als ein fruchtbarer zweig zu blühn; 2. Wir hören noch das gna- Dein thau floß auf mich stetigdenwort Vom anfang immer wei- lich, Die gnadensonn erwärmte ter fort, Das uns den weg zum mich. and bush leben weist, Gott sey für solche 5. Mein Gott, ich kann nicht gnad gepreist. Halleluja! pus 3. Gott, was uns deine wahrheit lehrt, Die unsern glauben stets vermehrt, Das laß beklei gnug erhöhen Den fleiß, den du an mich gewandt, Ich schlechter staub hab gnug gesehen Die pflege deiner treuen band: Doch [ 1. 2.1. Anhang. Herr, ich, ich von böser art, Erweise mich noch jego hart. 3 dir Halleluja singen Für diese kraft, du Lebensfürst, Dort mit der frohen engelschaar Im großen hallund jubeljahr. in or 6. Du hast nun schon so viele jahre Gewartet, ob ich früchte brächt, Ich läge längstens auf der bahre, Gings nicht nach gnade, sondern recht; Doch deine gnade In eigner Melodie. trägt mich noch Und schenkt mir 845. Gottes Sohn ist Uns 7. Ja wohl ein jahr, mich zu bekehren, Ach ja, Herr, schent mir noch ein jahr! Ich will dich mehr wie ehmals ehren, Zähl mich nicht zur verstockten schaar, Hau mich nicht ab, hör deinen Sohn, Der für mich bitt't, und meiner schon'. 8. Grab' um, was noch mein herz umgeben, Der welt und aller sünden wust, Laß mich am lebensbaum fest kleben, In dem zu seyn sey meine lust, Und aus demselben frucht zu ziehn Sey stets mein cifrigstes bemühn. 9. Laß mich nicht bloße blätter tragen, Weil dein Sohn früchte an mir sucht, Daß ich nicht ewig dürfe klagen, Und ich nicht ewig sey verflucht: Laß früchte der gerechtigkeit Sich an mir finden allezeit. allen zu frommen Sie auf diese erden In armen gebärden, Daß er uns von fünde Freie und entbinde. 2. Er kommt auch noch heute Und lehret die leute, Wie sie sich von sünden Zur buß sollen wenden, Von irrthum und thorheit Treten zu der wahrheit. 3. Die sich sein nicht schämen Und sein'n dienst annehmen Durch ein'n rechten glauben, Mit ganzem vertrauen, Denen wird er eben Ihre fünd vergeben. 4. Denn er thut ihn'n schenfen In den facramenten Sich selber zur speise, Sein lieb zu beweisen, Daß sie sein genießen In ihrem gewissen. 5. Die also bekleiben und be= ständig bleiben, Dem Herrn in sig allem Trachten zu gefallen, Die werden mit freuden Auch von hinnen scheiden. juisling * 10. Herr Jesu, baue deinen garten, Laß mich darin ein bäumlein seyn, Von dem du könnest 6. Denn bald und behende frucht erwarten; Du ziehst darum Kommt ihr leßtes ende, Da wird ins fleisch herein Als andrer Adam, er vom bösen Ihre feel erlösen daß auf erd Ein neuer garten Und sie mit ihm führen Zu der Gottes werd. no nododis pung engel chören, pung engel chören, son dong 11. Ich will dir frücht und 7. Von dannen er kommen, zweige bringen, Wenn du mich Wie denn wird vernommen, Wenn fruchtbar machen wirst, Ich will die todten werden Erstehn von ( 1.3) 1* 4 Anhang. der erden Und zu seinen füßen so hellen schein, Der da wird Sich darstellen müssen. unverlöschlich seyn. 8. Da wird er sie scheiden, Die frommen zur freuden, Die bösen zur höllen, In peinliche stellen, Wo sie ewig müssen Ihr untugend büßen. 9. Ein nun, Herre Jesu, Schick unsre herzen zu, Daß wir, alle M. Ach, was soll ich Sünder. ſtunden, Rechtgläubig erfunden, 847. ommſt du, kommſt Darinnen gen freuden. du, der den? Ja, du kommst und säumeſt nicht, Weil du weißst, was uns gebricht, D, du starter trost im leiden, Jesu, meines herzens thür Steht dir offen, komm zu mir! 2. Ja, du bist bereits zugegen, Du Weltheiland, Jungfraunsohn, Meine finne spüren schon Deinen gnadenvollen segen, Deine wunder- seelenkraft, Deine frucht und herzenssaft. Böhmische Brüder. Mel. Vom Himmel hoch. 846. omm. Heidenheiland, lösegeld, Komm, schönste sonne dieser welt, Laß abwärts flammen deinen schein, Denn so will Gott gebo= ren seyn.sambil Joh. Franc. † 1677. nach dem lat. veni redemtor gentium von Ambrofius. † 397. i 3. Able mich durch deine liebe, Jesu, nimm mein flehen hin Schaffe, daß mein geist und sinn Sich in deinem lieben übe: Sonst zu lieben dich, mein licht, Steht in meinen kräften nicht. str 4. Jesu, rege mein gemüthe, Jesu, öffne mir den mund, Daß dich meines herzens grund Innig preise für die güte, Die du mir, tar o feelengast, Lebenslang erwiesen haft. aming Botto isdisld mdr 2. Komm an von deinem himmelsthron, Sohn Gottes und der jungfrau Sohn, Komm an, du zweigestammter held, Geh muthig durch dies thal der welt. 3. Du nahmest erdwärts deinen lauf Und stiegst auch wieder himmelauf, Dein abfahrt war zum höllenthal, Die rückfahrt in den sternensaal.es 4. D höchster fürst, dem Vater gleich, Besteg hier dieses fleisches reich! Denn unsers siechen Leibes haft Sehnt sich nach deiner him melsfraft. 5. Laß durch deines Geistes gaben, Liebe, glauben und geduld, e Durch bereuung meiner schuld, Mich zu dir seyn hocherhaben: Dann so will ich singen dir Ho sianna! für und für. 5. Es glänzet deiner krippen strahl, Ein licht leucht't durch dies finstre thal, Es giebt die nacht 11 41 & Ernst Christoph Homburg.+ 1681. Anhang. M. Vom Himmel hoch, da. bahn, Aus daß er komm in dein 848.( 843.) ob sey dem gemüth Und du genießeft seiner güt. allmächtigen Gott, Der unser sich erbarmet hat, Gesandt sein'n allerliebsten Sohn, Aus ihm geborn im höchsten thron. 10. Unterwirf ihm deine ver nunft In dieser gnadreichen zufunft, Untergieb seiner heiligkeit Die werk deiner gerechtigkeit. 2. Auf daß er unser Heiland würd, Uns freite von der jündenbürd Und durch seine gnad und wahrheit Führte zur ewigen flarheit. 3. große gnad und gütigkeit! O tiefe lieb und mildigkeit! Gott thut ein werk, das ihm kein mann Auch kein engel verdanken kann. 4. Gott nimmt an sich unsre natur, Der Schöpfer eine freas tur, Verachtet nicht ein armes weib, Mensch zu werden in ihrem leib. 5. Des Vaters wort von ewigkeit Wird fleisch in aller reinigkeit, Das A und O, anfang und end, Giebt sich für uns in groß elend. 6. Was ist der mensch, was ist sein thun, Daß Gott für ihn giebt seinen Sohn? Was darf 7. D weh dem volf, das dich veracht't, Der gnad sich nicht theilhaftig macht, Nicht hören will des Sohnes stimm, Denn auf ihm bleibet Gottes grimm. 8. D mensch), wie, daß du's nicht verstehst Und dem König entgegen gehst, Der dir so ganz demüthig fömmt und sich so treulich dein annimmt! 11. Wo du dies thust, so ist er dein, Bewahrt dich vor der höllen pein; Wo nicht, so sieh dich eben für, Denn er schleußt dir des himmels thür. 9. Ei, nimm ihn heut mit freuden an, Bereit' ihm deines herzens 12. Sein erste zukunft in die welt Sft in fanftmüthiger gestalt, Die andre wird erschrecklich seyn, Den gottlosen zur großen pein. 13. Die aber jetzt in Christo stehn Werden alsdann zur freude gehn Und besigen der engel chör, Daß sie kein übel mehr berühr. unser das höchste gut, Daß es 849. Macht hoch die so unserthalben thut? thür, die thor macht weit, Es kommt der Herr der herrlichkeit, Ein fönig aller königreich, Ein Heiland aller welt zugleich, Der heil und les ben mit sich bringt; Derhalben jauchzt, mit freuden singt: Gelobet sey mein Gott, Mein Schöpfer, reich von rath! 2. Er ist gerecht, ein helfer werth, Sanftmüthigkeit ist sein gefährt, Cein fönigskron ist heiligkeit, Sein scepter ist barmber11. 5.1 14. Dem Vater in dem höchsten throu, Sammt seinem eingebornen Sohn, Dem heilgen Geist in gleicher weis In ewigkeit sey dank und preis. Michael Weiße. † 1540. P₁. 24. In eigner Melodie. Anhang. 6 zigkeit. All unsre noth zum end er bringt; Derhalben jauchzt, mit freuden fingt: Gelobet sey 850.*( 844.) it ernst, mein Heitand groß von that! ihr menschenkinder, Das herz in euch bestellt, Damit das heil der sünder, Der große wunderheld, Den Gott aus gnad allein Der welt zum licht und leben Versprochen hat zu geben, Bei allen fehre ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig Den weg dem großen gast, Macht seine steige richtig, Laßt alles, was er haft; Macht alle bahnen recht, Die thal laßt seyn erhöhet, Macht niedrig, was hoch stehet, Was krumm ist, gleich und schlicht. 3. Ein herz, das demuth übet, Bet Gott am höchsten steht, Ein herz, das hochmuth liebet, Mit angst zu grunde geht, Ein herz, das richtig ist und folget Gottes leiten, Das kann sich recht bereiten, Zu dem kommt Jesus Christ. 3. wohl dem land, o wohl der stadt, So diesen König bei sich hat! Wohl allen herzen insgemein, Da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte freudensonn, Bringt mit sich lauter freud und wonn. Gelobet sey mein Gott Mein tröster früh und spat! 4. Macht hoch die thür, die thor' macht weit, Eur herz zum tempel zubereit't, Die zweiglein der Gottseligkeit Steckt auf mit andacht, luft und freud! So tommt der König auch zu euch, Ja, heil und leben mit zugleich. Gelobet sey mein Gott, Voll rath, voll that, voll gnad! 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, Meins herzens thür dir offen ist, Ach, zeuch mit deiner gnade ein, Dein freundlichkeit auch uns erschein. Dein heilger Geist uns führ und leit Den weg zur ewgen feligkeit! Dem namen dein, o Herr, Sey ewig preis und ehr! aunt Georg Weiffel.+ 1635. Luc. 3, 4. 5. u. Joh. 1, 23. M. Von Gott will ich nicht. 4. Ach, mache du mich armen In dieser gnadenzeit Ausgüte und erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit; Zeuch in mein herz hinein, Vom stall und von der frippen, So werden herz und lippen Dir ewig dankbar seyn. Val. Thilo d. Jüng. † 1662. 31901 upp i 185 II. Von der Geburt Christi. st sods and sin tu bration th? Bin 290 0 M. Vom Himmel hoch. Jesum Christ Im himmel und 851. tes ist der tag, auf erden ist! nos d den Gott ge- n2. Die völfer haben dein gemacht, Sein werd in aller welt harrt, Bis daß die zeit erfüllet gedacht; Ihn preise, was durch ward, Da sandte Gott von sei E [ 1. 6.1 Anhang. nem thron Das heil der welt, dich, seinen Sohn. 3. Wenn ich dies wunder fassen will, So steht mein geist vor ehrfurcht still; Er betet an und er ermißt, Daß Gottes lieb unendlich ist. 4. Damit der fünder gnad erhält, Erniedrigst du dich Herr, der welt, selbst an menschheit theil, Erscheinst im fleisch, wirst unser heil. 5. Dein König, Zion, kommt zu dir: Ich komm, im buche steht von mir; Gott, deinen willen thu ich gern. Gelobt sey, der da kommt vom Herrn! 6. Herr, der du mensch geboren bist, Immanuel und friedefürst, Auf den die väter hoffend sahn, Dich, Gott mein Heiland, bet ich an. 7. Du, unser heil und höchstes gut, Vereincst dich mit fleisch und blut, Wirst unser freund und bruder hier, Und Gottes finder werden wir. 8. Gedanke voller majestät! Du bist es, der das herz erhöht. Gedanke voller seligkeit! Du bist es, der das Herz erfreut. 7 11. Dies ist der tag, den Gott gemacht, Sein werd in aller welt gedacht; Ihn preise, was durch Jesum Christ Im himmel und auf erden ist. nde Chr. Fürchtegott Gellert.+ 1769. 9. Durch eines sünde fiel die welt; Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der mensch, wenn der ihn schüßt, Der in des Vaters schooße sigt? M. Valet will ich dir. 852. hr christen auser= gute neue mähr: Der Heiland ist geboren, Er kommt auf erden her! Deß freuet sich dort oben Der heilgen engel schaar, Die Gott den Vater loben Deswegen immerdar. 3. Kein mensch sich ja betrübe, Denn dieses kindelein Euch bringet fried und liebe; Was wollt ihr traurig seyn? Den himmel er dem schenket, Der an ihn glaubet fest; An diesen schatz gedenket, Er ist der allerbest. 4. Nun seyd ihr wohl gerochen An eurer feinde schaar, Denn Christus hat zerbrochen Was euch zuwider war; Tod, teufel, sünd und hölle Jetzt liegen ganz geschwächt, Gott giebt die ehrenstelle Dem menschlichen geschlecht. 10. Jauchzt himmel, die ihr ibn erfuhrt, Den tag der heilig- 5. Drum wir auch nun Dich ſten geburt, Und erde, die ihn beute sieht, Sing ihm, dem Herrn, ein neues lied! dul 3 fra loben, Jesu, zweistammger held, Daß du herab von oben Bist fommen in die welt. Komm auch D. 7.J 2. So fingen sie mit schalle: Ihr christen insgemein, Freut euch von herzen alle Ob diesem kindelein! Euch, euch ist es gegeben, Euch ist das heil bereit't, Daß ihr bei Gott sollt leben In 6eter seligkeit. 8 in unsre herzen und bleibe für und für, Daß weder glück noch schmerzen Uns trennen ab von dir. 101 ani tim Georg Werner. † 1671. Anhang. 3. Teufel, tod, hölle, die zürnen und halten zusammen, Wollen mich fünder verschlingen und gänzlich verdammen. Mächtiger Gott, Ende den jammer und silnoth, Tilge die höllischen flammen. M. Hast du denn, Jesu.4. Gieb mir, o Jesu, nur het( Lobe den Herren.) lige, gute gedanken, Halte die glieder des leibes in heiligen schranken. Heiliger Gott, Laß mich nach deinem gebot Herzlich im glauben dir danken. 853. K Dommst du nun, Jesu, vom himmel herunter auf erden? Sollen nun himmel und erde vereiniget werden? Ewiger Gott, Kann dich mein jammer und noth Bringen zu menschengeberden? 2. Was ich in Adam und Eva durch sterben verloren, Hast du mir leben und leiden erføren. Gütiger Gott, Alle mein jammer und noth Endet sich, da du geboren. ful 5. Führe mich endlich, o Jesu, ins ewige leben, Welches du allen, die glauben, versprochen zu geben, Da ich bei Gott Ohne noth, jammer und tod Ewig in freuden kann schweben. Gaspar Friedrich Nachtenhöfer. † 1685. 90 mar sind mit ste 3119/0 1909 III. Auf das ipnite most neue Jahr.id Find M. Nun freut euch, lieben Christen. 3. Die reine lehr und facra854. Das liebe neue jahr gcht an, Das alte hat ein ende, Drum freuet sich heut jedermann, Erhebt sein herz und hände Zu unserm Gott ins himmels thron, Dankt ihm und seinem lieben Sohn, Auch Gott dem heilgen Geifte. sum ment Wir habn in unserm lande, Fromm obrigkeit, gut regiment, Glück, heil in allem stande; Gott frönt das jahr mit seinem gut, Hält kirch und schul in guter hut, Auch aller christen häuser. st qui4. Das danken wir dem lieben Herrn Und freun uns solcher güte, 2. Gott Vater hat den Sohn Er woll den feinden steurn und gesandt, Gott Sohn ist mensch wehrn Und uns hinfort behüten. geboren, Gott heilger Geist macht Er geb ein selges neues jahr folchs bekannt Uns, die wir warn Und helf uns zu der engel schaar, verloren; Im selgen lieben Got- Da wolln wir ihn schön preisen. feswort Geschrieben au ists an Cyriacus Schneegaß. † 1597. manchem ert, und wird uns klar ludon pidong pigsde verkündet. dist anu dust chilchior bilgot Sull 11. 81 Anhang. 9 M. Nun freut euch, lieben. 855. 3. Herr heilger Geist, wir preierr Gott Vater, wir sen dich Im lieben neuen jahre, preisen dich Im Denn du hast uns ja mildiglich licben neuen jahre, Denn du hast Begnad't mit reiner lehre, Dauns gar väterlich Behüt't vor al- durch den glauben angezündt, Die ler g'fahre, Du hast das leben lieb gepflanzt im Herzensgrund uns vermehrt, Das täglich brod Und andre schöne tugend. reichlich beschert Und fried im lande geben. adial 2. Herr Jesu Christ, wir preien dich Im lieben neuen jahre, Denn du regierst gar fleißiglich Dein liebe christenschaare, Die du mit deinem blut erlöst, Du dar, Ein selges ende. Amen. bist ihr einzig freud und trost Im leben und im sterben. dan 4. Du treuer Gott, wir bitten dich, Zeig uns auch fort dein hulde, Tilg unsre sünde gnädiglich, Gedenk nicht aller schulde, Bescher ein fröhlich neues jahr, Und, wenn das stündlein kommet Cyriacus Schneegaß. † 1597. IV. Von Jesu Namen, Turistione M. Nun bitten wir den. 856. 2 mein Herr, Jesu, dein naheseyn Bringt großen frieden ins herz Und Aemtern und Wohlthaten. die schuld verzeihn, Heilen, stilln und trösten, Erfreun und segnen Und unsrer seele als freund begegnen, Ist deine luft. imas 5. Ach, gieb an deinem kostbablick Macht uns so selig, Daß ren heil Uns alle tage vollkommeauchs gebeine darüber fröhlich nen theil Und laß unsre seele Und dankbar wird. da Sich immer schicken, Aus noth to 2. Wir sehn dein freundliches und liebe nach dir zu blicken angesicht Voll huld und gnade Dhn unterlaß. wohl leiblich nicht, Aber unsre 16. Und wenn wir weinen, so seele Kanns schon gewahren; tröst uns bald Mit deiner blutis Du kannst dich fühlbar gnug gen todesgestalt, Ja, die laß uns offenbaren Auch ungesehn.rs immer Vor augen schweben Und dein wahrhaftiges in- uns- leben Zu sehen seyn. 100 dunia 3. D, wer nur immer bei tag und nacht Dein zu genießen wär recht bedacht! Der hätt 17. Ein herzlich wejen und ohn ende Von glück zu sagen findlichkeit Sey unsre zierde zu Und leib und seel müßt immer fragen: Wer ist wie du? aller zeit; Und die blutbesprengung Aus deinen wunden Erhalt uns solche zu allen stunden Bei freud und leid. 4. Barmherzig, gnädig, geduldig seyn Uns täglich reichlich [ 1.9.1 10 Anhang. 8. So werden wir bis in himm'l hinein mit dir vergnügt wie die kindelin seya. Muß man gleich die wangen Noch manchmal neßen, Wenn sich das herz nur an dir stets legen und stillen kann. 9. Du reichst uns deine durchgrabne hand, Die so viel treue an uns gewandt, Daß wir beim drandenken Beschämt dastehen Und unser auge muß übergehen Vor lob und dank. se tol us Christian Gregor. † 1801. Hehel. 2, 16. 6, 2. In eigner Melodie. HOT 857. Beschränkt, ihr weisen dieser welt, Die freundschaft immer auf die gleichen und leugnet, daß sich Gott gefellt Zu denen, die ihn nicht erreichen: Ist Gott schon alles und ich nichts, Ich schatten, er der quell des lichts, Er noch so stark, ich noch so blöde, Er noch so rein, ich noch so schnöde, Er noch so groß, ich noch so klein: Mein freund ist mein, und ich bin sein. 3. Gott, welcher seinen Sohn mir gab, Gewährt mir alles mit dem Sohne, Nicht nur sein kreuz, nicht nur sein grab, Auch seinen thron und seine krone; Ja, was er redet, hat und thut, Sein wort und geist, sein fleisch und blut, Was er gewonnen und erstritten, Was er geleistet und erlitten, Das räumet er mir alles ein. Mein freund ist mein, und ich bin sein. de 4. Ich finde nußen, lust und ehr Bei unserm bund im höchsten grade, Er heischet von mir jonst nichts mehr Als glauben, und ich nichts als gnade. O wohl der wahl, die uns gefügt! Weg reu und tausch! ich bin vergnügt In ihm, und er mit mir zufrieden; Drum bleibt bei beiden ungeschieden Ein herz und mund, ein ja und nein. Mein freund ist mein, und ich bin sein. 5. Zwar kann er aller christen muth Mit seiner liebe sattſam weiden, Wir dürfen um dies höchste gut Nicht eifern noch ein2. Mein Heiland, mein Im- ander neiden; Durch unsern manuel, Mein Mittler konnte reichlichsten genuß Erschöpft sich mittel finden, Sich meiner hoch- nicht sein überfluß; So will ich erhabnen seel, Die ihn herabzog, ihm zwar keinem leugnen, Dody zu verbinden; Mein Salomo, mir vor allen andern eignen. mein Jonathan, Mein Bräuti- Welt, zank dich um das mein gam, mein Gott und Mann, Kam von dem himmel auf die erden, Mein muths- und blutesfreund zu werden, Ein leib und Geist, ein fleisch und bein! Mein freund ist mein, und ich bin sein. und dein! Mein freund ist mein, und ich bin sein. hi Bour nis 6. Mein freund ist meiner feelen geist, Mein freund ist meines les bens leben, Nach ihm, der mich sein eigen heißt, Und sonst nach [ 1. 19.1 Anhang. teinem soll ich streben, Dem ich mich, der sich mir ergiebt, Den ich und der mich wieder liebt, 10. Es zürn und stürme jeVon dem ich nichts kann mehr der feind: Er macht nicht, daß begehren, Der mir nichts besfres ich sehr erstaune, Der richter ist kann gewähren. Dies licht ver- mein bester freund, Drum schreckt dunkelt allen schein. Mein freund mich nicht die weckposaune. Ob ist mein, und ich bin sein.erd und himmel bricht und fracht, 7. Ohn ihn ist mir der himmel trüb, Die erd ein offner höllenrachen, Hingegen kann mir seine lieb Die einöd selbst zu Eden machen. Ohn ihn ist mir bei aller meng Die zeit zu lang, die welt zu eng. Ich bin, wann feind und freunde fliehen, Wann sich die engel selbst entziehen, Zwar einsam, aber nicht allein. freund ist mein, und ich bin ſein. mein 11 pein. Mein freund ist mein und ich bin sein. Obleib und seele mir verschmacht't, Ob mein gebeine muß verwesen, So wird mein wahlspruch doch zu lesen Noch haften an dem grabesstein: Mein freund ift mein und ich bin sein. Dr. Christoph Wegleiter. † 1706.1 ist dr hinter Mein M. Jesu, hilf siegen, du. 858.( 869.) thi 9. Sein ist mein glück und meine zeit, Sein ist mein sterben und mein leben, zu seinem ehrendienst geweiht, Von ihm bestimmt und ihm ergeben. Es kommet, was ich laß und thu, Von ihm her und ihm wieder zu. Sein find auch alle meine schmerzen, Die er sich zärtlich zieht zu herzen; Er fühlt und endet meine Großer Proz phete, mein herze begehret Von dir inwendig gelchret zu seyn, Du, aus des Va= ters schooß zu uns gekehret, Hast offenbaret, wie du und ich ein; Du hast als Mittler den teufel bezwungen, Dir ist das schlangenkopftreten gelungen. mein geist, Die er erschuf und auch erlöste, Hier nährt und falbt mit seinem öl, Bis er dort beide ewig tröste; Sein ist mein muth, sein ist mein sinn, Sein ist, was ich vermag und bin; Ja, was ich um und an mir habe, Ist alles seine gnadengabe; 2. Priester in ewigkeit, meine Die macht mich auch vom undank rein. Mein freund ist mein, und ich bin sein. ibili gedanken Denken mit brennendem eifer an dich, Bringe mein seufzen in heilige schranken, Der du ein opfer geworden für mich; Du bist als fürsprech zum himmel gefahren, Kannst auch dein eigenthum ewig bewahren. 3. König der ehren, dich wollen wir ehren, Stimmet, ihr saiten der liebe, mit ein, Lasset das loben und danken nun hören, Weil wir die theuer erfaufeten seyn. Herrsche, liebwürdigster Heiland, als Kö[ 1.11.1 Anhang. 12 nig, Menschenfreund, schüße die deinen, die wenig. 4. Nun denn, so soll auch mein alles erklingen, Ich, als ein christe, will treten herbei, Will unermüdet aus liebe dir singen, Freudig vermehren das jubelgeschrei. Ich will dich, herzog des lebens verehren: Alles, was odem hat, lobe den Herren! Joachim Neander. † 1680. seine herrlichkeit: Dank ihm für dieſe liebe. 3. Halt im gedächlniß Jesum Christ, Der auch am dritten tage Siegreich vom tod erstanden ist, Befreit von noth und plage. Bedenke, daß er fried gemacht, Sein' unschuld leben wieder bracht: Dank ihm für diese liebe. 5. Halt im gedächtniß Jefum Chrift, Der einst wird wieder. kommen und sich, was todt und lebend ist, zu richten vorgenommen. Bedenke, daß du da bestehst Und mit ihm in sein reich eingehst, Ihm ewiglich zu danken. 6. Gieb, Jesu gieb, daß ich dich kann mit wahrem glauben faffen, Und nie, was du an mir gethan, Mög aus dem Herzen lassen, Daß deffen ich in aller noth Mich trösten mög und durch den tod Zu dir ins leben dringen. Cyriacus Günther. † 1704., 859. M. Wenn mein Stündlein. alt im gedächtniß Jesum Christ, DO mensch, der auf die erden Vom thron des himmels kommen ist, Dein bruder da zu werden. Vergiß nicht, daß er dir zu gut a 860. Jed Refus ist der angenommen fleisch Dank ihm für diese liebe. M. Meinen Jesum laß. schönste nam Aller, die vom himmel kommen, Huldreich, prächtig, tugendsam, Den Gott selber angenommen, Seiner großen lieblichkeit Gleicht kein name weit und breit. 2. Halt im gedächtniß Jesum Christ, Der für dich hat gelitten, Ja, gern am freuz gestorben ist Und dadurch hat bestritten Welt, fünde, teufel, höll und tod Und did erlöst aus aller noth: Dank ihm für diese liebe. 2. Jesus ist das heil der welt, Meine arznei für die fünden, Jesus ist ein starker Held, Unfre feind zu überwinden. Wo nur Jesus wird geehrt, Wird des teufels reich zerstört. 3. Jesus ist es nur allein, Der gesundheit giebt und leben, Jesus hilft von aller pein, Die den menschen kann umgeben. Schließe Jesum nur ins Herz, So verliert sich aller schmerz. 4. Jesus ist mein ewger schap Und ein abgrund alles guten, Jesus ist ein freudenplaß Voller 4. Halt im gedächtniß Jesum Christ, Der nach den leidenszeiten Gen himmel aufgefahren ist, Die ftätt dir zu bereiten, Da du follst bleiben allezeit Und sehen 11. 12] Anhang. 13 füßer himmelsfluthen, Jesus ist ganz ergeben; Jesus soll mein ein fühler thau, Der erfrischt des herzens au. helfer seyn, Jesus ist mein troft allein. 5. Jesus ist der höchste bronn, Der die seelen recht erquicket, Jesus ist die ewge sonn, Deren strahl uns ganz entzücket. Willst du froh und freudig seyn, Laß ihn nur zu dir hinein. 6. Jesus ist der liebste ton, Den mir alle welt kann singen, Ja, ich bin im himmel schon, Wenn ich Jesum hör erklingen, Jesus ist meins herzens freud, Meine ewge seligkeit. 7. Jesus ist mein himmelsbrod, Das mirs schmeckt, wie ichs begehre, Er erhält mich vor dem tod, Stärkt mich, daß ich ewig währe. Honig ist er mir im mund, Balsam, wenn ich bin verwundt. 2. Jesus hat mich angesehn, Jesus hat mein sünd vergeben, Jesus will nun bei mir stehn, Jesus hilft in tod und leben; Jesus ist mit mir versöhnt, Jesus hat mich neu verschönt. 3. Jesum hab ich zwar veracht't, Jesus war von mir gelassen, Jesus freundlich mich anlacht, Jesus will mich doch nicht hassen; Jesus bleibt mein höchster ruhm, Jesus bleibt mein eigenthum. 4. Jesu war es kaum geklagt, Jesum hätt ich nicht geliebet, Jesus lieblich zu mir sagt: Jesus dir vergebung giebet! Jesus dich behält in huld, Jesus schenket dir die schuld! 5. Jesu will ich dankbar seyn, Jesu, dir will ich vertrauen, Jesus hat geheilt die pein, Jefum hoff ich bald zu schauen; Jesum will ich lassen nicht, Jesum, meine zuversicht. 8. Jesus ist der lebensbaum, Voller edler tugendfrüchte, Wenn er findt im Herzen raum, Wird das unkraut ganz zu nichte. Al les gift und unheil weicht, Das sein schatten nur erreicht. Anton Ulrich, Herzog zu Braunschw. und Lüneburg † 1714. 9. Jesus ist das höchste gut In dem himmel und auf erden, Jesu name macht mir muth, M. Jesus, meine Zuversicht. Refu, weiche 862.( 901.) eju, nicht von mir, Daß ich nicht kann traurig wers den, Jesu name joll allein Mir Jesu, laß mich nicht verderben, der liebste name seyn. jeynion Jeju, leite mich zu dir, Jesu, laß Dr. Johann Scheffler.( Angelus) † 1677. mich felig sterben, Jeju, bleib is wanns herz zerbricht, Jesu, dich, M. Meinen Jesum laß.. ejus ist mein eſus ist mein mehr will ich nicht. aufenthalt, M. Erquicke mich, o 861.( 944.) Jesus ist mein süßes leben, Jesum 863.( 968.) lieb ich mannigfalt, Jesu bin ich I displ [ 1. 13.] 00 Heil der S. elt, tobe wie du 14 willst und wüthe, Mein ziel bleibt dennoch unverrückt; Mein sinn und herz und mein gemüthe Sind nie von deiner lust entzückt! Denn ob mich welt und lust schon triebe, Bleibt doch gekreuzigt meine liebe. in Anhang. 2. Die liebe, die vergänglich bleibet, Ist schon aus meinen finnen hin, Ich bin derselben einverleibet, Die, Jesu, dich führt zum gewinn; Denn ob mich welt und lust schon triebe, Bleibt doch gekreuzigt meine liebe. 3. Mein herz ist himmlisch nur gesinnet, Was weltlich ist bleibt unberührt, Die liebe, die den preis gewinnet, Ist diese, die zum himmel führt; Denn ob mich welt und lust schon triebe, Bleibt doch gefreuzigt meine liebe. 4. Ob ich der welt gleich bin verhafset, Weil mir verhafft ist, was sie liebt, So leb ich doch mit lieb umfasset Von dem, dem sich mein herz ergiebt; Denn ob mich welt und lust schon triebe, Bleibt doch gefreuzigt meine liebe. Wollt ihr lernen, was ich weiß? Wollt ihr sehn mein eigenthum? Wollt ihr hören, was mein ruhm? Jesus, der gekreuzigte!:,: 2. Wer ist meines glaubens grund? Wer stärkt und erweckt den mund? Wer trägt meine straf und schuld? Wer schafft mir des Vaters huld? Jesus, der gefreuzigte!:,: 3. Wer ist meines lebens kraft? Wer ist meines geistes saft? Wer macht mich gerecht und schlecht? Wer macht mich zu Gottes knecht? Jesus, der gefreuzigte!:,: 4. Wer ist meines leidens trost? Wer schüßt, wenn der feind erbost? Wer erquickt mein mattes herz? Wer verbindet meinen schmerz? Jesus der gekreuzigte!:,: 5. Wer ist meines todes tod? Wer hilft in der letzten noth? Wer verscßt mich in sein reich? Wer macht mich den engeln gleich? Jesus, der gefreuzigte!:,: 6. Und so wißt ihr, was ich weiß, Ihr wißt meinen zweck und preis. Glaubt, lebt, duld't, sterbt; aber wem?( Daß wir sind recht angenehm) Jesu, dem gekreuzigIn eigner Melodie. 864.lt ihr wiſſen, ten!:: NT 30 was mein preis? M. Joh. Christoph Schwedler. † 1730. with Hot TEVIGH BROTT CSSON TEO! V. Auf das Fest der Offenbarung. ist nio sman dan M. Jesus, meine Zuversicht. Emma MonotoR, ILV feste dienen; Nimm doch, nimm 865.eu, großer wun- doch gnädig an, Was ich armer derstern, aus schenken rsd 502 Jacob ist erschienen, Meine seele 2. Nimm das gold des glau will so gern Dir an deinem bens hin, Wie ichs von dir sel[ 1. 14.] 1) ber habe Und damit beschenket bin; So ist dir's die liebste gabe. Laß es auch bewährt und rein In des elends ofen seyn. Anhang. 3. Nimm den weihrauch des gebets, Laß ihn gnädig dir genügen, Herz und lippen sollen stets, Ihn zu opfern, vor dir liegen; Wenn ich bete, nimm es M. Kommt her zu mir. Mariá u. Darstellung Christi. VI. Um Tage der Reinigung M. Herzlich thut mich. 866. 5 err Jesu, licht der heiden, Der trommen schatz und lieb', Wir tommen jetzt mit freuden Durch deines Geistes trieb In diesen deinen tempel Und suchen mit begier Nach Simeons erempel, Dich, großen Gott, allhier. 4. Herr, laß auch uns gelingen, Daß einst, wie Simeon, Ein jeder christ kann singen Den schönen schwanenton: Mir werden nun mit frieden Mein' augen zugedrückt, Nachdem ich schon hienieden Den Heiland hab erblickt. 2. Du wirst von uns gefunden, O Herr, an jedem ort, Dahin du dich verbunden Durch dein verheißungswort, Vergönnst noch heut zu tage, Daß man dich gleicherweis Auf glaubensarmen trage, Wie hier der alte greis. 5. Ja, ja, ich hab im glauben, Mein Jesu, dich geschaut, Kein feind kann dich mir rauben, Wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen und in dem meinen du, Uns scheiden keine schmerzen, Kein angst, kein tod dazu. Vis 6. Hier blickst du zwar zuweis 3. Sey unser glanz in wonne, len Auch hart und ernst mich an, Ein helles licht in pein, In Daß oft vor angst und heulen schrecken unsre sonne, Im freuz Ich dich nicht kennen kann: Dort ein gnadenschein, In zagheit aber wirds geschehen, Daß ich gluth und flamme, In noth ein von angesicht Zu angesicht soll freudenstrahl, In krankheit arzt fehen Dein immer klares licht. und amme, Ein ſtern in todesqual. Johann Franc. † 1677. VII. Passionsgesange, sms The oder: Von Christi Leiden, Tod und Begräbniß. 867( 900) 15 auf Und sprich ja und amen drauf. C 4. Nimm die myrrhen bittrer reu, Ach, mich schmerzet meine sünde; Aber du bist fromm und treu, Daß ich trost und gnade finde Und nun fröhlich sprechen kann: Jesus nimmt mein opfer an. Erdmann Neumeister.+ 1756. aßt uns doch Christo dank bar seyn, Daß er für uns in große pein Sich willig hat gegeben; Auch lasst uns seyn der fünde feind [ 1. 15.] Anhang. 16 Weil wir mit Gott verföhnet seynd, Nach seinem willen leben, Soll dein feind erlöset werden Durch dein eigen herzensblut? Ich muß schweigen und mich beugen Für dies unverdiente gut. 6. Seel und leben, leib und glieder, Alles giebst du für mich hin, Sollt ich dir nicht schenken wieder Alles, was ich hab und bin? Ich bin deine ganz alleine, Dir verschreib ich herz und sinn. 7. Zeuch durch deines todes träfte Mich in deinen tod hinM. Sieh, hier bin ich. 868. Ruhe hier mein geift ein, Eaß mein fleiſch und ſein geschäfte, Herr, 2. Die lieb erzeigen jedermann, Wie Christus hat an uns gethan, Mit seinem bittern leiden. D menschenkind, betracht das recht, Wie Gottes zorn die fünde schlägt, Bemüh dich sie zu meiden. Seit 1646. schau an dies wunder groß, Wie dein Herr und Ehrenkönig Hängt am freuze bleich und bloß, Den sein lieben hat getricben Zu dir aus des Vaters schooß. 2. Wie dich Jesus liebt von herzen, Kannst du hier am freuze fehn, Schau, wie bittre todesschmerzen Ihm durch leib und ſeele gehn, Fluch und schrecken 869. ihn bedecken; Höre doch sein flaggetön. 3. Dies sind meiner fünden früchte, Die, mein Heiland, ängsten dich; Dieser leiden schwer gewichte Sollt zum abgrund drücken mich, Diese nöthen, die dich tödten, Sollt ich fühlen ewiglich. 4. Doch du haft für mich besieget Sünde, tod und höllenmacht, Gottes engem recht genüget, Seinen willen ganz vollbracht Und mir eben zu dem leben Durch dein sterben bahn gemacht. 5. Ach, ich sündenkind der erden! Jesu, stirbst du mir zu gut? seyn, Daß mein wille werde stille Und die liebe heiß und rein. Gerhard Tersteegen. † 1769. Joh. 19, 5. M. O Gott, du frommer. eht, welch ein mensch ist das! Ihr menschen, kommt zusammen, Ihr ungerechten, seht Die unschuld hier verdammen; Ihr sünder, merket auf, Hier leidt die heilig keit, Ihr Höllenfinder, weint, Der Sohn des Höchsten schreit. 2. Seht, welch ein mensch ist das! D blicke, voller thränen! D antlig, voller schmach! O lippen, voller sehnen! O haupt, voll todesschweiß! O wangen, voller blut! O herze, schwer verwundet! O leib, voll noth und tod! [ 1. 16.] 3. Seht, welch ein mensch ist das! Ach seht in seine wunden! Habt ihr, ihr fünder, nicht Den hei Anhang. ligen gebunden? Sind eure lüste nicht Die dornen, die er trägt? Ists eure bosheit nicht, Die ihn ans kreuze schlägt? 4. Seht, welch ein mensch ist das! Ach, opfert thränenfluthen, Denn eure blutschuld macht Das herze Jefu bluten. Geht nicht vorüber hier, Wo schmerzen über schmerz; Seht durch die offne brust In eures Jesu herz. 5. Seht, welch ein mensch ist das! Ach, ja, wir wollen sehen, Was dir, du menschenfreund, Durch menschen ist geschehen. So lang' ein auge blickt, So lange soll die pein, Die du für uns erträgst, Auch unvergessen seyn. 6. Seht, welch ein mensch ist das! Ach, sieh uns an in gnaden; Wenn wir uns, roller buß, In jammerthränen baden, So laß den blick vom kreuz In unsre seelen gehn Und dein vergossnes blut Für uns im mittel stehn. 3. Schaff, daß ich nicht die buß verschiebe Bis auf den letzten todesschweiß, Gedenk an mich mit deiner liebe, Nimm mich vom kreuz ins paradcis, Da mir der baum des wissens dienet, Da mir das holz des lebens grünet. Da der krystallenstrom mich stillt, Der aus dem stuhl des Lammes quillt. 4. Laß mich, wenn alles flüchtig gehet, Bei deinem fähnlein halten stand: Wer unter deinem freuz hie stehet, Steht dort zu deiner rechten hand. Laß mich die wittwen und die waisen Als dein und meine brüder speisen, Und wenn ich mir nicht helfen kann, So nimm dich meiner nothdurft an. 5. Wie sollt ich nicht die fünde haffen, Um welche dich Gott 870. Wenn meine feel felbft verläßt? Ich halte dich: den tag bedentet, Da meine sonn zur nacht geeilt, Da mein geliebter arzt gefränket Durch seine wunden mich Du kannst nicht lassen Den, der dich hält wie Jacob fest. Wenn dich die zorndeck mir verstecket, Wenn mich des todes schatten [ 2. 1.1 2 7. Seht, welch ein mensch ist das! So werden wir dich schauen, Und unsern ganzen trost In deine wunden bauen. Wenn sich dein haupt nun neigt, So sterben wir mit dir; Wenn unser auge bricht, So leben wir dafür. Benjamin Schmold.+ 1737. 17 geheilt, Da er sein letztes wort gesprochen, Da meinem haupt das herz gebrochen, So wein' ich, weil ich weinen kann und stimme solche seufzer an. 2. Herr, Christ, der du mit heißen thränen Im tod noch batſt für deine feind, Laß deine thränen mich verföhnen! Du hast ja auch für mich geweint. Laß mich die rach dir überlassen; Gieb, daß ich liebe, die mich haffen; Vergieb den feinden ihre schuld, Gieb ihnen reu, mir die geduld. M. Du bist ja, Jesu, meine.. Ich will den Herren ewig loben.) Anhang. 18 schrecket, So höre, was mein herze spricht: Mein Gott, mein Gott! verlaß mich nicht. 6. O quell, von dem viel ströme fließen, Es dürftet dich nach mir, nach mir: Dein durst muß Adams bisfen büßen: Mich dürftet auch nach dir, nach dir. Gieb, daß auch mir die effiggüsse scharfer effigtrank versüße, Bis du mich dort, o Lebensfürst, Mit wohllust ewig tränken wirst. 7. Es ist vollbracht, ich hab gekämpfet! Rufft du; der Vater ist vergnügt, Die schrift erfüllt, die fünd gedämpfet, Tod, teufel, hölle sind besiegt, Daß sie nun nicht mehr schaden werden. Gieb, daß ich, wenn ich geb der erden An meinem freitag gute nacht, Auch fröhlich rühm: es ist vollbracht! Die erd erschüttert. Ach noth! ach noth! ach noth! Jesus, ach, mein schap ist todt! 2. Nechzet mit, ihr stummen mauern! Ach, sehet euren Schöpfer an! Kann euch nicht, ihr steine, dauern, Was harte berge dauern kann? Die berge springen, Die Dein felsen klingen. Ach noth! ach noth! ach noth! Jesus, ach, mein schatz ist todt! 3. Seufzet mit, ihr stillen flüsse, Bejammert eures königs fall! Weinet doch, gesammte güsse! Weint doch, ihr quellen, überall! Die meere brausen, Die seen sausen. Ach noth! ach noth! ach noth! Jesus, ach, mein schag ist todt! 4. Trauert mit, ihr hellen lichter! Ihr frommen sterne, finstert euch! Finstert euch nun, ihr ge8. Alsdann komm, deine braut sichter, Der Herrscher hängt jetzt zu holen, Nimm, Himmels- Noah, blaß und bleich! Die sonne wimdeine taub'! Mein geist sey dei- mert, Kein mond mehr schimmert. ner hand befohlen: Mein frisches Ach noth! ach noth! ach noth! ölblatt ist der glaub. Neig ge- Jesus, ach, mein schatz ist todt! gen mich dein haupt in leiden, 5. Fall und stirb, du sammt Scheid nicht von mir, wenn ich und seiden! Vermodre, aller soll scheiden, Führ aus der mar- stolz und pracht! Jegund muß is be ich und seiden! terwochen pein Mich zu des him- mein Jesus leiden, Mein Jesus mels ostern ein! Amen.nds, wird jetzt umgebracht. Der schar als Christoph Wegleiter. t1706. Lach schweißet, Der vorhang reißet. Ach noth! ach noth! ach noth! Jesus, ach, mein schatz ist todt! ning red brid 26. Laffe, welt, jegt lust und trinken! Ach, weinet vielmehr, die ihr lebt. Jegund muß mein Je sus sinken, Der über alles lebt und schwebt. Die todten from nepotarchtra In eigner Melodie. 871( 910.) rich entzwei, armes [ 2. 2.1 Dus, inni herze, Mein armes herze, brich entzwei! Ach, mein schmerz, mein großer schmerze, Deß ist so viel und mancherlei! Der himmel zittert, 19 2. Man senkt dich ein Nach vieler pein, Du meines lebens leben; Dich hat jetzt ein felsengrab, Fels des heils, umgeben. 3. Ach, bist du kalt, Mein aufenthalt? Das macht die heiße liebe, Die dich in das kalte grab Durch ihr feuer triebe. 4. O lebensfürst, Ich weiß, du wirst Mich wieder auferwecken: Sollte denn mein gläubig herz Vor der gruft erschrecken? 5. Sie wird mir seyn Ein kämmerlein, Da ich auf rosen liege, Weil ich nun durch deinen tod Tod und grab besiege. 6. Gar nichts verdirbt, Der leib nur stirbt, Doch wird er auferstehen und in ganz verklärter zier Aus dem grabe gehen. 7. Indeß will ich, Mein Jesu, M. O Traurigkeit.bus dich In meine seele senten und 872. o ruhest du, O an deinen bittern tod Bis zum meine ruh, In tod gedenken. Salomo Frand. † 1725. Anhang. men Die müssen kommen. Ach noth! ach noth! ach noth! Je sus, ach, mein schaß ist todt! 7. Jesu, du mein schatz und eben, Hier bring ich mein herz, nimm es an! Das soll sich der welt begeben, Soll weinen, klagen, was es kann, So lang' fichs reget Und sich beweget Ach noth! ach noth! ach noth! Jesus, ach, mein schatz ist todt. 8. Jesus, ach mein schaß ist blieben, Ach, jämmerlich an einem pfahl! Ach meinen schatz, den ich muß lieben In ewigkeit und überall, Den muß ich missen Und nicht mehr küssen. Ach noth! ach noth! ach noth! Jesus, ach, mein schaß ist todt. David Trommer, um 1691. deiner grabeshöhle Und erweckst durch deinen tod, Meine todte seele Ens 1199197 VIII. Von der Auferstehung Jesu Christi. um di bus In eigne Melodie. 873. Christus ist erstanDaf Kein'n trost konnt erlangen, Der lebet nun in herrlichkeit, uns zu den vertreien stets todes banden. Deß freuet fich der engel schaar, Singend im himmel immerdar: Halleluja! 2. Der für uns sein leben In den tod gegeben, Der ist nun unser ofterlamm Deß wir uns 4. Der so ganz verschwiegen Zur höllen gestiegen, Den wohlgerüsten starken band, Der wird nun in der höh erkannt. Halleluja! 5. Der da lag begraben, Der ist nun erhaben! All sein thun freuen allesammt. Halleluja. wird träftig erweist und in der 3. Der am freuz gehangen, christenheit gevreist. Halleluja! [ 2. 3.1 2* 20 Anhang. 6. Er läßt nun verkünden Ver- M. Wie nach einer Wasserquelle. gebung der Und wie man fie durch rechte buß Nach ſeiner 875. auchget Gott in alRid len landen! Jauchordnung suchen muß. Halleluja! ze, du erlöste schaar! Denn der 7. Christe, Osterlamm, Herr ist auferstanden, Der für Speis uns heut allesammt; uns getödtet war. Jesus hat durch Nimm weg all unsre missethat, seine macht Das erlösungswerk Daß wir singen früh und spat: vollbracht, Welches er auf sich Halleluja! him jun and genommen, Da er in das fleisch gekommen. ods Michael Weiße. † 1540. din lig 2 1pal Sedat M. Jesus, meine Zuversicht.ja Insonnit 2. Sünde, was fannst du mir schaden? Nun erweckst du feine noth; Alle schuld, die mich belaTod und 874. alleluja! Jejus teufel find bezwungen. Gruft und kluft und erde bebt, Da der held hindurch gedrungen. Geht nicht mehr nach Golgatha! Jesus lebt, Halleluja! bi Dart 2. Halleluja! seht das grab, Die ihr seinen tod beweinet; Wijchet eure thränen ab, Weil die helle sonne scheinet. Euer Heiland ist nicht da. Jesus lebt, Halleluja! den, bezahlt tod. Das gesetz hat er erfüllt, Alſo fluch und zern gestillt Und mir durch sein wiederleben Die ge rechtigkeit gegeben.net nom size 3. Halleluja! suchet nicht Den lebendigen bei todten, Glaubet 3. Hölle, schweig von deinen banden! Strid und fetten find entzwei. Da mein Jesus auferstanden, Bin ich vom gefängniß frei, Und wie seine höllenfahrt Im triumph vollzogen ward, So ist seinen reichsgenossen Nun der himmel aufgeschlossen.de napol ug aber dem bericht Der verklärten 4. Sage, was dein schlangenofterboten; Diese wissen, was geschah. Jesus lebt, Halleluja! ont 4. Halleluja! dieses wort Soll mich wiederum beleben. Kann ich gleich nicht an den ort Seines grabes mich begeben; Gnug, daß es mein glaube sah: Jesus lebt, Halleluja! on to all yod liegen. del name, Satan, noch zu schrecken hat? Denn hier ist des weibes same, Der dir deinen kopf zer trat; Der, den du in'n tod ge bracht, Brachte dich um deine macht und da wir in Chrifto stegen, mußt du uns zu füßen adoti stist us im 5. Halleluja! er wird mir Le 5. Tod, du kannst an mir nichts ben in dem fode geben Vlio sterb haben, Muß ich gleich zu grabe ich freudig hier, Christi tod ist gebn; Die mit Jesu find begras nun mein leben. Nur getrost, ich ben, Werden mit ihm auferstehn. glaube ja: Jesus lebt, Halleluja! Sterben ist nun mein gewinn, 93ds Benjamin Schmold. 1737. Also fahr ich freudig hin, Da [ 2. 4.1.S) Anhang. der trost vor augen schwebet; Jesus, mein Erlöser, lebet! 6. Jesus, mein Erlöser, lebet! 5. Du fährest in die höhe Und Welches ich gewißlich weiß. Gebet, ihr erlösten, gebet Seinem namen dank und preis! Singet, fingt Hallelujah! Rufet, ruft victoria! Singt und ruft in allen landen: Heut ist Christus auferstanden! Jign top zeigest mir die bahn, Wohin ich endlich gehe, Da- ich dich finden kann. Dort ist es sicher wohnen, Wo lauter glanz um dich, Da warten lauter fronen In deiner hand auf mich. 1 Erdmann Neumeister. † 1756. stiel, no bacts usedl ald M. Valet will ich dir. dan ch 876. geh zu deinem grabe, Du großer Ofterfürst, Weil ich die hoffnung habe, Daß du mir zeigen wirst, Wie man kann fröhlich sterben Und fröhlich auferstehn, Auch mit des himmels erben Ins land des lebens gehn. 2. Du liegest in der erde Und haft sie eingeweiht, Wenn ich begraben werde, Daß sich mein herz nicht scheut, Auch in den staub Was und staub ver= mehrt, Weil dir doch allerwegen Die erde zugehört. 21 Da werd ich den erblicken, Der mich vom tod erweckt. 3. Du schläfst in deinem grabe, Daß ich auch meine ruh An diesem orte habe, Drückst mir die augen zu: So soll mir gar nicht grauen, Wenn mein gesicht vergeht; Ich werde den wohl schauen, Der mir zur feite steht. pa 4. Deingrab war wohl verfiegelt, Doch brichst du es entzwei: Wenn mich der tod verriegelt, So bin ich dennoch frei. Du wirst den stein schon rücken, Der auch mein grab bedeckt; ( 2. 5. 6. D meines lebens leben, meines todes tod! Ich will mich dir ergeben In meiner letzten noth. Ich will mein bette machen In deine liebe gruft, Da werd ich schon stimme ruft. Wenn 7. Du wirst den ölberg zeigen, Wo man gen himmel fährt, Da will ich fröhlich steigen, Bis daß ich eingekehrt In Salems friedenshäuser, Da heißts: Hals lelujah! Da trägt man sieges- reiser, Ach, wär ich nur schon da! B. Schmold. t 1737. M. Jesus, meine Zuversicht. Refus lebt, mit ihm 877. Such ich! Tod, wo sind nun deine schrecken? Jefus lebt und wird auch mich Von dem tode auferwecken. Er verflärt mich in sein licht; Dies ist meine zuversicht. 2. Jesus lebt! ihm ist das reich Ueber alle welt gegeben; Mit ihm werd auch ich zugleich Ewig herrschen, ewig leben. Gott er füllt, was er verspricht; Dies ist meine zuversicht. 3. Jejus lebt! wer nun verzagt, Sästert ihn und Gottes ehre Anhang. 22 Gnade hat er zugesagt, Daß der sünder sich bekehre. Gott verstößt in Christo nicht; Dies ist meine zuversicht. pd 4. Jejus lebt! sein heil ist mein, Sein sey auch mein ganzes leben; Reines Herzens will ich seyn Und den lüften widerstreben. Er verläßt den schwachen nicht; Dies ist meine zuversicht. se sman gemeint, Er würd im ftaube bleiben. 3. Nein, nein! er trägt sein haupt empor, Ist mächtig durchgedrungen Durch deine bande, durch dein ther, Ja, hat im fieg verschlungen Dich selbst, daß, wer an ihn nur gläubt, Von dir jetzt ein gespötte freibt und spricht: wo ist dein stachel? 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß, Nichts soll mich von Jesu scheiden, Keine macht der finsterniß, Keine herrlichkeit, kein leiden. Er gicbt fraft zu jeder pflicht; Dies ist meine zuversicht. 4. Denn deine macht, die ist dahin Und keinen schaden bringet Dem, der sich stets mit herz und sinn Zu diesem Fürsten schwinget, Der fröhlich spricht: ich leb und ihr Sollt mit mir leben für und für, Weil ich es euch erworben. Boinin 6. Jefus lebt! nun ist der tod Mir der eingang in das leben; Welchen trost in todesnoth Wird das meiner seele geben, Wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine zuversicht! 5. Der tod hat keine kraft nicht mehr, Ihr dürfet ihn nicht scheuen; Ich bin sein siegsfürst und sein Herr, Deß sollt ihr euch erfreuen; Dazu so bin ich euer haupt, Drum werdet ihr, wenn ihr mir glaubt, Als glieder mit mir leben. 1980 Christ. Fürchtegott Gellert. † 1779. a brit munnot denied formsch! may offe & M. Nun freut euch, lieben. Gnu ti( Es ist das Heil uns) i 878. seyfröhlich alles 6. Der höllen sieg, der ist auch mein, Ich habe sie zerstöret; Gs darf nicht fürchten ihre pein, Wer mich und mein wort höret. 40 weit und breit, Und weil des teufels macht und Was vormals war verloren, list Gedämpft, sein lopf zertreten Weil heut der Herr der herrlich ist, Mag er ihm auch nicht teit, Den Gott selbst außerkoren schaden.ind nid n 0101901 18 Bum fündenbüßer, der sein blut gu7. Nun, Gott sey dank der Am freuz vergoffen uns zu gut, uns den sieg Durch Jesum hat Vom tod ist auferstanden gegeben und uns den frieden für ni 2 Wie schön hast du durch den krieg Und für den tod das deine macht, Du wilder feind des leben Erworben, der die sünd und lebens, Den Lebensfürsten umge- tod, Welt, teufel, höll und was bracht! Dein stachel ist vergebens in noth Uns stürzest, überwunden! Durch ihn geschossen, schnöder nocht lapus Paul Gerharbt.+1676.1 feind! Du hättest wahrlich wohl di tas Infrain: notur o no1 [ 2. 6.) ydy IN 011 Anhang. IX. Himmelfahrtsgesänge. 23 In eigner Melodie.& 879. en himmel aufgefahren ist, Halleluja! Der könig der ehren, Jefus Christ. Halleluja! lis 2. Er sitzt zur rechten Gottes hand, Halleluja! Herrscht über himmel und alle land. Halleluja! ind sinn thit mani nicht zu fuße fallen Und mein herz vor Freude wallen, Da der himmel jubilirt, Weil mein könig triumphirt? m bungol nise 63. Weit und breit, du himmels= sonne, Deine klarheit sich ergeußt Und mit neuem glanz und wonne Alle himmelsgeister speist. Prächtig wirst du eingenommen, Freudig heißt man dich willkommen. Schau! ich armes findlein hier Schrei auch Hosianna dir. 3. Nun ist erfüllt, was g'schrieben ist, Halleluja! In psalmen von dem Herren Christ. Halleluja! 194. Nun sigt bei Herren Davids Herr, Halleluja! Wie zu 4. Sollt ich deinen felch nicht ihm hat gesagt der Herr. Halle trinken, Da ich deine glorie seh? luja! ans bus solli Sollt mein muth noch wollen th15. Drum jauchzen wir mit sinken, Da ich deine macht vergroßem schalln, Halleluja! Dem Herren Christ zum wohlgefally, Halleluja! us di Majo steh? Meinem könig will ich trauen, Nicht vor welt und teufel grauen, Nur in Jeju namen mich Beugen hier und ewiglich. 6. Wir lobn die heilig Dreieinigkeit. Halleluja! Gott Vater, Sohn und heilgen Geist. Halleluja! our flim Melch. Frand. † 1639, nach: 899101 coelos ascendit hodie, 19m ning and matbou thin mo M. Jesus, meines Lebens Leben. iegesfürsteuehreit 880. 05. Geist und fraft nun überfließen; Drum wirk in mir fräftiglich, Bis zum schemel deiner füße Alle feinde legen sich. Aus Zion den scepter fende Weit und breit bis zum weltende; Mache dir auf erden bahn, Alle herzen fönig, Höchst ver- unterthan. nur Blommon flärte majestät, Alle himmel sind bi6. Du kannst alles aller orten zu wenig, Du bist drüber hoch Nun erfülln und nahe seyn. Meterhöht! Sollt ich nicht zu fuße ines armen herzens pforten Stell fallen und mein herzi vor freude wallen, Wenn mein glaubensaug betracht Deine herrlichkeit und macht? sid red nedraure model nu2. Sehle ich dicht gen himmel fahren Seh ich dich zur rechten da, Seh ich, wie der engel schaaren Alle rufen: gloria! Sollt ich ich offen komme herein! Komm, du könig aller ehren! Du mußst auch bei mir einkehren; Ewig in mir teb und wohn, Als in dejs nenu himmelsthron. ns@ anda! ([ 2.$ 7.] Deine huffahrts bringt mir eben Gott und himmel innig nah. Lehr mich nur im Geiste leben 24 Als vor deinen augen da; Fremd der welt, der zeit, den finnen, Bei dir abgeschieden drinnen In Gerb. Tersteegen † 1769. Help 894 201 Anhang. du du ,, fuld dugnu, dai X Pfingstgesänge.mal total s2# 8 179 881.eger eft, 882. jubelfeſt Der fitIn eigner Melodie. tour in M. Was mein Gott will. Geist, du das rechte dhe angegangen, Daran ein glanz sich sehen läßt Des Geistes, den empfangenis Der jünger schaar, Die offenbar Von dieſem himmelsregen Erquicket ist. Dies, o mein mu diss christ, Kann herz und muth bewegen..nsoniurisdir esblaj dru vom himmel uns erschein Mit dem licht der gnaden dein! a 2. Komm, ach komm zu Christi heerd! Komm mit deinen gaben werth, Uns erleucht auf dieser erd id darmo 3. D du süßer herzensgast, Der du trost die fülle haft, Uns erquid in aller last! dst 4. Ddu felge gnadensonn, Füll das herz mit freud und wonn Aller, die dich rufen an! das himmelreich versetzt, Da mic FUE INC Jeſus nur ergößt. Is floor trationspach 2. Heut hat der große hims sai melsherr Herolde ausgesendet. Schaut seinellotapfernprediger! Die haben sich gewendet An manchen ort; Da klingt ihr wort: Thut buß, ihr leut, auf erden! Dies ist die zeit, So euch befreit Und lässet felig werden. Sind m9319 Es läßt die firched Christi braut, Sich hören auf den wegen, Sie fritt hervor und rufet laut: Da kommt nun euer jegen! Machtaufndien thürbi Sept geht herfür Der Geist mit pracht und ehren; Der will in euch Sein herrlich reich Erbauen und vermehren. mod fun anu bak 8 5. Ohn dein'n beistand, hülf and gunst Ist all unser thun und kunst Vor Gott ganz und gar umsonst is to se 1191 6. Wasch uns, Herr, von fünden weiß, Unser dürres herz begeuß, Die verwundten heilmit fleiß! Dan rad i 196 19@ 7. Lent uns nach dem willen dein, Wärm die falten herzen fein, Bring zurecht, die irrig jenit ned dull nallijs a 8. Gieb uns, Herr, wir bitten dich, Die e wir glauben feftiglich, Deine gaben mildiglich! tndt dnu 9. Daß wir leben heiliglich, Alle sterben feliglich. Bei dir bleiben ewiglich. in infansdal p Nach Robert, König von Frankreich 94031: veni sanete spiritus.& 4. Dutag des heils, in großer tag, Desgleichen nie gesehen! tag, davon man fagen mag, Daß wunder sind geschehen Im himmelreich, Als auch zugleich Hier unten auf der erden! Gott fähret auf; Des Geistes lauf Geht nie der zu der erdeniu side fhitist 120, 8.1 25 5. süßer tag, nun wird der Geist Vom himmel ausgegoffen, Der Geist, der uns der welt entreißt Und uns, als reichsgenossen, Lehr uns recht vor Gott zu treten, Sey uns nah Und sprich ja, Wenn wir gläubig beten. E 5. Hilf den kampf des glauDer sterblichkeit Sogar Ach, Fleischmpfen; Gieb uns muth. blut, Sünd welt zu dämpfen, Laß uns trübfal, freuz und leiden, Angst und noth, Schmerz und tod Nicht von Jesu scheiden. en mi mad Anhang. 3u würd ich bald Auch dergestalt An diesen ort genommen! 6. O guter Geist, regiere doch are books Mein Herz, daß ich dich liebe, Daß meine feel das sündenjoch Hinfort nicht mehr betrübe. Herr, laß mich bald Des feurs gewalt, Das himmlisch ist, empfinden, Und alle noth, Ja selbst den tod. Durch solches überwinden. amid sdorp 1 Joh. Rist. † 1667. tedniopann solun dalam TM. Warum sollt ich mich. OF 6. Hilf uns nach dem besten streben; Schenk uns kraft, Tugendhaft Und gerecht zu leben. Gieb, daß wir nie stille stehen; Treib uns an, Froh die bahn Deines worts zu gehen. 7. Sey bei schwachheit unsre ftüße, Steh uns bei, Mach uns treu In der prüfungshize. Führ, wenn Gott uns nach dem leide Sterben heißt, Unsern geist Freudig in die freude. Hace d Ehrenfr. Liebich. † 1780 down- duu t du guing no ro 883. öchster Tröster, komm hernieder! Geist des Herrn, Sey nicht fern, Salbe Jesu glieder! Er der nie sein wort gebrochen. Jesus hat Deinen rath Seinem M. Jesu, meine Freude. B volk versprochen. ad bi tuord 1912. Schöpferd unsers neuen lebens, Jeder schritt, Jeder tritt Ist ohn dich vergebens. Ach, das feelenwert ist wichtig! Wer ist wohl, Wie er soll, Treu zu handeln tüchtig? rnd biss bilind 884. 2chmückt das feft mit maien, Laffet blumen streuen, Zündet opfer an! Denn der Geist der gnaden Hat sich eingeladen'; Machet ihm die bahn! Nehmt ihn ein, so wird sein schein Euch mit licht und heil erfüllen und den fummer stillen. 3. Weck uns auf vom fünden schlafe, Rette doch, Heute noch Die verlornen schafe. Reiß die welt aus dem verderben, Laß sie nicht Im gericht Der verstockung sterben. islpus bun albislam 4. Geist der weisheit, uns allen Durch dein licht Une terricht, Wie wir Gott gefallen. 21 Tröster der betrübten, Sie gel der geliebten, Geist voll rath und that, Starker Gottesfinger, Friedensüberbringer Licht auf unserm pfad! Gieb uns kraft und lebenssaft, Laß uns deine theuren gaben Nach vergnügen laben. se gieb 3. Laß die zungen brennen, [ 2. 9.] 26 Anhang. ziehen und das böse fliehen. da Wenn wir Jesum nennen; Führ joch nicht mehr, wie vor diesem, den geist empor, Gieb uns kraft zu beten Und vor Gott zu treten, 7. Gieb zu allen dingen Wollen Sprich du selbst uns vor. Gieb und vollbringen, Führ uns ein uns muth, du höchstes gut, Tröst und aus; Wohn' in unsrer seele, uns kräftiglich von oben Bei der Und des herzens höhle Sey dein feinde toben. dull deigen haus. Werthes pfand, mach 199ig 4. Helles licht, erleuchte, Kla- uns bekannt, Wie rer brunn, befeuchte Unser herz und sinn; Gnadenöl, erquicke, S magnet, entzücke Uns zum himmel hin. Baue dir den tempel hier, Daß dein Heerd und feuer brennet, Wo man Gott bekennet. wir Jesum recht erkennen Und Gott Vater nennen, pidup dit ons dat 18. Mach das freuze füße Und im finsternisse Sey du unser licht, Trag nach Zions hügeln Uns mit glaubensflügeln und verlaß uns nicht, Wenn der tod, die legte noth, Mit uns will zu felde liegen, Daß wir fröhlich siegen. 15. Goldnerhimmelsregen, Schütte deinen segen Auf das tirchenfeld, Lasse ströme fließen, Die das land begießen, Wo dein 9. Laß uns hier indeffen Nimwort hinfällt, und verleih, daß mermehr vergessen, Daß wir Gott es gedeih Hundertfältig früchte verwandt, Dem laß uns stets bringe Und ihm stets gelinge. dienen Und im guten grünen Als sh6. Schlage deine flammen Ueber ein fruchtbar land, Bis wir dort, uns zusammen, Wahre liebesglut! du werther hort, Bei den grünen Laß dein sanftes wehen Auch bei himmelsmaten Gwig uns erfreuen. uns geschehen, Dämpfe fleisch und Benjamin Schmold. † 1737. Blut Laß uns doch das sünden- en nadal bid to ma Hab 188 tisgalln wen. 19 Brand tilpin XI. Von der heiligen dm. Herr Jesu Christ, meins! 885. Brunn alles heils, dich ehren wir Und öffnen unsern mund vor dir. Aus deiner Gottheit heiligthum Dein hoher segen auf uns komm. 2. Der Herr, der Schöpfer, bei uns bleib, Er segne uns nach feel und leib Und uns behüte feine macht Vor allem übel tua und nachts da Geist, 3. Der Herr, der Heiland, 1 [ 2.10 Dreieinigkeit.minur unser licht, Uns leuchten laß sein angesicht, Daß wir ihn schaun und glauben fret, Daß er uns ewig gnädig sey. ist das S 4. Der Herr, der Tröster, ob uns schweb, Sein antlig über uns ( erheb jt. Daß und uns sein bild werd eingedrückt, Und geb uns frieden unverrückt. 5. Jehovah, Vater, Sohn und jegensbrunn, der ewig flenßt, Durchfleuß herz, sinn und Anhang. 27 Christ, Daß du unsr bruder wor den bist, Hast uns errettet durchy dein blut Vons teufels strick und höllen glut. dio) nd birg 3. Lob sey dir, o Gott heilger 886. Gott Bater, Herr, Geiſt, Der du der herzen Tröster C wir danken dir, heißt Und zierest sie mit glauben Daß du uns b'hüteft für und für, fein, Damit wir Gott gefällig seyn. Ernährest uns so mildiglich: Be- 4. Reins menschen zung auswahr uns fürder gnädiglich.sn sprechen kann, Was du, o Gott, 2. Herr Jesu Christ, wahr'r an uns gethan, Drum seufzen Mensch und Gott, Hast uns er wir, o treuer hort: Gieb uns, löst vom ewgen tod Und uns ver- was wir dich bitten, fort. dient das himmelreich: Mach uns dein'n lieben engeln gleich an 903. Gott, heilger Geist, du Tröfter gut, Der du giebst rechten sinn und muth: Den glauben, lieb und hoffnung mehr' Und uns von sünden zu dir kehr.nu 14. Du heilige Dreifaltigkeit, Du feyst gelobt in ewigkeit! treuer Gott, am legten end Nimm unsre seel in deine händ. Immid wandel wohl, Mach uns deins Lobs und segens voll. onil nedsie nolo Gerhard Tersteegen.+ 1769. mis ang adity dlagon M. Herr Jesu Christ, meins. 5. Vater, gedenk der finder dein, Wir trauen ja auf dich allein! Gieb g'sundheit und gut regiment, Krieg, sterben, theurung von uns wend. dinl and si 6. Herr Jesu Christ, du starker held, Wehr doch dem fürsten dieser welt, Zerstör sein reich und schaff uns ruh, Auf daß dein kirche nehme zu.rdne amming and ind 7, Tröster, Gott heiliger Fert blomb nimeing Geist, Der du all unsre schwach= M. Herr Gott, dich loben alle. heit weißst, Sey uns mit deiner 887.( 946.) eb, ehr und bülf bereit, Daß wir Gott diepreis sey nen allezeit. unserm Gott Derums To hoclis 8.3 ewige Dreieinigkeit, Eigeliebet hat, Daß er uns seinen eingen Sohn Gesandt zum heil und gnadenthron. nedule any niger Gott von ewigkeit, Leucht uns mit deinem angesicht, Hilf, daß wir von dir wanken nicht. 2. Lob sey dir, iHerr Jesu rid 100 dnum ma non d en 19di gilino ni dron dlid mist anXII surchi ani, mmol any, tun nogst 19dad nis@ Katechismusgesänge.,@ S nedeir] 8nu dep dull thiom Glauben. dield anu isd thirisanu studed Snur. Gull dial a legl du In eigner Melodie. Gott, Schopfer himmels a sten 888,( 863) ir glan- und der erden, Der sich zum Va ann mun gred Juskone ben all ter geben hat, Daß wir jeine fin 12. 11.1 28 Anhang. Sohn, Der von dem himmel kommen ist Und uns führt ins hims mels thron, Der uns durch sein blut und tod Hat erlöst aus aller noth.lour sid got mad der werden. Er will uns allzeit ernähren, Leib und seel auch wohl bewahren, Allem unfall will er wehren, Kein leid soll uns widerfahren. Er forget für uns, Hüt't und wacht: Es steht alles in sei- 3. Wir glauben an den heilgen ner macht. thin nobl le 12. Wir glauben auch an Jesum Christ, Seinen Sohn und unsern Herren, Der ewig bei dem Vater ist, Gleicher Gott von macht und ehren, Von Maria der jung- lona frauen, Ist ein wahrer mensch ge- id boren Durch den heilgen Geiſt Geift, Der von beiden gehet aus Und uns trost und beistand leist Wider alle furcht und graus. Hetlige Dreifaltigkeit, Sey gepreist in ewigkeit! sid 231150 Tobias Claußnitzer. † 1684. In eigner Melodie. im glauben, Für uns, die wir 890. warn verloren, Am freuz gestorben Und vom tod Wieder auferstanden durch Gott. misdry dll 3. Wir glauben an den heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, Der aller blöden Tröster heißt, Uns mit gaben zieret schöne, Die ganz' christenheit auf erden Hält in einem sinn gar eben; Hier all sünd' vergeben werden. Das fleisch soll auch wieder leben; Nach diesem elend Ist be reit uns ein leben in ewigkeit. Amen. 1191 Gott Vater, ich glaub an dich, Daß du habest erschaffen mich, Hilf, daß ich solche wohlthat dein Stets rühm und preis in der gemein Und möge dich recht Vater nennen, In lieb und leid Herzlich bekennen. ludDr. Martin Luther.+ 1546. sich bim In eigner Melodie. a 2. Ich glaub an dich, Herr Jesu Christ, Daß du mein Herr und Heiland bist, Für mich geborn und gestorben Und aller welt heil erworben. Erhalt mich, Herr, in diesem glauben, Bis ichs bekomm ewig im schauen. 3. Ich glaub an den heiligen Geist, Der aller blöden Tröster heißt Und fammelt ihm ein kirch und g'mein, zu lob und preis der ehren sein. heilger Geist, mein 889. ir glauben all Vater, Sohn und heilgen Geist, An ihn, den Schöpfer Zebaoth, Den die schaar der engel preist, Der durch seine große kraft Alles wirket, thut und schafftann auf an einen und nicht in noth und tod.800 Michael Altenburg.+ 1640. Ho dnu. dion Apostelgesch. 14, 17. M. Nun komm der Heiden. TO NISM thud 2. Cht glauben auch in der 891.( 866.) Himmel, erbe, [ 2. 12.] Anhang. 29 meer, Zeugen von des Schöpfers ehr; Meine seele finge du, Bring auch jetzt dein lob herzu! ir els 2. Seht, das große sonnenlicht An dem tag die wolken bricht; ich ihm denn unbekannt? Weiß er nicht, wie mirs ergehet? Weiß er nicht, wies um mich stehet? 3st mein leiden ihm zu groß, Daß er mich läßt hülfelos? dn Auch der mond und sterne pracht 3. Herr, ich glaube, hilf mir Jauchzen Gott bei stiller nacht. 13. Seht, der erde runden ball Gott geziert hat überall; Wälder, felder mit dem vieh, Zeigen Gottes finger hie. isipiars ni schwachen, Ja, ich glaube festiglich, Daß du alles wohl kannst machen, Drum so komm und stärke mich; Herr, ich glaub, daß du noch lebest Und stets um und 4. Seht, wie fleugt der vögel bei mir schwebest, Daß dein auge schaar In den lüften paar bei auf mich sieht, Db die hülfe paar! Donner, bliß, dampf, ba- schon verzieht. ns nie nood gel, wind, Seines willens diener4. Herr, ich glaube, daß mich find. armen Jesus auch erlöset hat, Daß er will sich mein erbarmen Und ertheilen hülfe und rath, Daß mein Jesus in den leiden Nimmer werde von mir scheiden; Nur mein herz empfindt es nicht, Weil mir stärt und troft gebricht. 195 Hilf, daß ich bald stärke finde, Stärke mich doch fort und fort, Schenfe deinem schwachen finden Neue fraft aus deinem wortLehre mich dir fest ver trauens Und auf die verheißung schauen, die du in dem work mir giebst, Db du schon die hülf aufschiebst. dad de 5. Seht, der wasserwellen lauf, Wie sie steigen ab und auf; Durch ihr rauschen sie auch noch Preisen ihren Herren hochan 6. Ach, mein Gott, wie wunderlich Spüret meine seele dich! Drücke stets in meinen finn, Was du bist, und was ich bin du son 19 Joachim Neander. 1680.ad 779@ bim inddroams lied od bi bice module msisid ni M. Alle Menschen müssen.al 892.( 891) Herr, A 1919 medal 19 stärke mei nen glauben, Ach, mein glaube wird gar schwach! Satan denkt ihn mir zu rauben, Da sich häust mein ungemach. Weil sich keine hülf läßt finden, So will fast mein glaub verschwinden; Wo ist doch mein Herr und Gott? Sprech ich jept in meiner noth. 5. Wo find mseine allmachtsproben? Wo ist seine Baterhand, Welche andre freudig loben? Bin 6. Ja laß deinen Geist mich trösten, Deinen Geist nimm nicht von miris Wenn die noth am allergrößten, Der mich überzeugt von dir, Daß du doch an mich gedenkestprundsamir deine hülfe schenkest, Wennsnda kommt die stund und zeit, Die zur hülfe ist bereita bun nedunlp i S nsizni( John Friedric Start+ 1756} 128 130 30 M. Es ist das Heil uns. 893.( 914.) thom Anhang. er glaube berecht, Durch Christum, der's erworben, Rein werk erwirbt das himmelreich, Weil alls an uns verdorben; Doch ist ohn lieb der glaube todt; Drum, willst du meiden ewge noth, Thu buße, glaub und lebe. 1199 Matth. 7, 7-11. M. Jesu, meines Lebens. ang him nagils Vom Gebet und Vaterunser. 2. Die liebe ist des nächsten knecht, Die thu aus gutem herzen, schlecht, Daß bloß durch Christi schmerzen und seinen tod du seyst gerecht, Und fleuch, zu seyn der fünden knecht, Gott woll uns all' bekehren! 097 894.( 888.) Sittet, so wird euch gegeben, Was nur cuer herz begehrt, Was zu dies'm und jenem leben Nüßlich ist, wird euch gewährt; Sucht mit fleiß, so werd't ihr finden Rath und trost für eure sünden, Klopft bei Gott im glauben an, So wird euch bald aufgethan. sünder Und aus argem saamen seyd, Könnt begaben eure kinder mit den gütern dieſer zeit: Vielmehr wird auf euer bitten Guer Gott und Vater schütten Ueber euch den heilgen Geist, Den er euch durch mich verheißt. 5. Jesu, dies ist deine lehre, Schreib sie mir ins herz hinein, Damit ich niemals aufhöre Anzuklopfen und zu schrein; Ja, du wollst selbst für mich bitten, Gnad und segen auf mich schütten, Dafür will ich für und für Halleluja bringen dir. beamed 2. Denn, wer bittet, der er langet, Was sein glaube hofft und will, Wer Gott sucht und ihm anhanget, Findet seiner gnaden füll, Wer mit rechtem ernst anRosamunde Juliane von Asseburg. klopfet, Dem bleibt nimmermehr Ende des 17. Jahrh. verstopfet Gottes ohr, das alles nisi bib 1910 hört; Sein leid wird in freud si M. Wer nur den lieben. 19⁹0 verkehrt.4 ani doista pidust mil( 889.) 3. Welcher ist wohl von euch 895. Me Jug allen, So sein sohn von ihm heischt brod, Der ihm einen stein zufallen läßt in seiner hungersnoth? Oder, so er zu ihm träte Und um einen fisch ihn bäte, Der ihm brächt auf seinen tisch Eine schlang für einen fisch du ein Gott, ich klopf an deine pforte Mit seufzen, flehn und bitten an, Ich halte mich an deine worte: Klopft an, so wird euch aufgethan! Ach, öffne mir die gnadenthür, In Jeſu namen steh ich hier im oludeg 04. So denn ihr, die ihr doch 2. Wer kann was von sich selber haben, Das nicht von dir 12. 14.1 Anhang. 31 den ursprung hat? Du bist der fügen, Ich mag nun arm seyn geber aller gaben, Bei dir ist immer rath und that, Du bist der brunn, der immer quillt, Du bist das gut, das immer gilt. oder reich, An deiner huld laß ich mir gnügen, Die macht mir glück und unglück gleich; Trifft auch das glück nicht häufig ein; So laß mich doch zufrieden seyn.id 3. Drum komm ich auch mit meinem beten, Das herzlich und voll glauben ist; Der mich heißt freudig vor dich treten, Ist mein Erlöser Jesus Christ, Und der in mir das Abba schreit Ist, Herr, dein Geist der freudigkeit. 9. Ich bitte nicht um langes leben, Nur, daß ich christlich leben mag; Eaß mir den tod vor augen schweben Und des gerichtes großen tag, Damit mein ausgang aus der welt Den seligen mich zugesellt. diinfe 10. D Gott, was soll ich mehr begehren? Du weißt schon, was ich haben muß, Du wirst auch alles mir gewähren, Denn Jesus macht den süßen schluß: Ich soll in seinem namen flehn, So werde, beständigkeit im was mir nüßt, geschehn.is tim glauben, Laß meine liebe brünstigsán Benjamin Schmold.+ 1737.6 seyn; Will satan mir das kleinode noducipto isd 11gola rauben, So halt mit der ver- M. Nun ruhen alle Wälder. 4. Gieb, Vater, gieb nach deinem willen, Was ich, dein kind, bedürftig bin, Du kannst mir meinen hunger stillen, In dir muß aller segen blühn; Doch gieb, o Geber, allermeist, Was mich dem sündendienst entreißt. bus 5. Verleih ſuchung ein, Damit mein schwaches 896. Verleih, o Herr, du fleisch nichts Treuer, deinem Geist und feuer Uns rauchwerk zum gebet Und findlich frohe herzen und helle gnadenkerzen, Die keine fremde luft verweht; 6 zu willen thut. ut bi li i 6. Erwed in mir ein gut gewissen, Daß weder welt noch teufel scheut: Wenn züchtigungen folgen müssen, So schick sie in 12. Ein ohr, das gnade höret, der gnadenzeit. Durchftreich die Ein auge, das nichts störet Dich schuld mit Jesu blut Und mach freudig anzusehn, Und priesterliche wieder gut. die klippen 7. Vom freuze darf ich wohl nicht bitten, Daß es mich gar verschonen soll, Hat doch mein Jesus jelbst gelitten, Und also leid' ich billig wohl; Doch wird geduld mir nöthig seyn, Die wollest du mir, Herr, verleihn. S is 8. Das andre wird sich alles Der welt getroft mit dir durchgehn. 3. Geh mit uns, wo wir gehen, Gewähr uns, wenn wir fleben, und segne, was wir thun: So wird uns nichts mehr quälen, Noch etwas gutesfehlen, Wir werden ewig in dir ruhn. pulb Nic. Ludw. Graf v. Bingentborf. 1760. 12.15 1 32 Anhang. XIII. Von der heiligen Taufe. M. Liebster Jesu, wir sind hier. Allen willst du uns bei dir Him897. Gott und Vater, melsfreuden schenken. nimm Johann Gottfried Schöner. † 1818.15 Dieses kind von unsern armen Nimm es in deinen bund Und erzeig ihm dein erbarmen, Daß 899. femmen zu mir! M. Von Gott will ich nicht. affet die Deiner kindes alle lebenstage schaft zeichen trage. 2. Wasch es rein mit deinem blut, Treuer Jesu, von den sünden, Laß in seiner taufe fluth Den geerbten fluch verschwinden Und sein leben auf der erden Deinem vorbild ähnlich werden. spricht Gottes Sohn, Sie sind mein freud und wonne, Ich bin ihr schild und kron; Auch für die kinderlein, Daß sie nicht werdn verloren, Bin ich ein kind geboren, Drum sie mein eigen seyn. 2. Der Herr gar freundlich küsset Und herzt die kindelein, Bezeugt mit worten süße, Der himmel ihr soll seyn; Dieweil sein theures blut, Das aus sein'n heilgen wunden Am kreuzesstamm geronnen, Auch ihnen kommt zu gut. bistvu n 3. Und du, werther heilger Geist, Schenk ihm deine gnadenträfte, Treibe, wie dein bund verheißt, Selbst in ihm das heilsgeschäfte, Daß es stets an Jesu leibe Ein lebendig gliedmaaß bleibe. 3. Drum nach Christi verlanM. Chriftus, der uns selig.ngen Bringet die kinder her, Damit fie gnad erlangen, Es ihnen 898. elu, bu haft uns erfauft Und für sie nur uns gelitten. Wir, auf deinen Christo zu, Er will sich ihr'r ertod getauft, Nahn zu dir mit barmen, Legt sie in seine arme, bitten: Nimm dies neugeborne Damit sie finden ruh. kind Auf in deine gnade, Mach es frei von tod und fünd In dem wasserbade. 4. Ob sie gleich zeitlich sterben, Ihr' seele Gott gefällt, Denn sie find Gottes erben, Verlaff'n die schnöde welt; Sie sind frei all'r gefahr Und dürfen hier nicht leis den, Sie loben Gott mit freu- p den Dort bei der engel schaar. ord Cornelius Becker. † 1604. 2. Eltern, pathen freunde flehn Für sein heil zum throne; Höre gnädig dieses flehn, Vater, in dem Sohne! Laß uns bei der taufe hier Dankbar daran denken: 12. 161 Anhang. 35 lämmlein, bleibt! zum freuz hinauf, Ja, seht hin- sey das, was euch von Jesu treibt! ein in seine offnen wunden! Sein wort lockt alle armen da hinein. So dringt nun ein! 15. Wenn ihr ihn habt und ihn mit freuden lobt, So hangt und flebt allein an seiner gnade; Denn satan geht umher, er lockt und tobt Und sein vergnügen ist der lämmer schade. Sucht, daß ihr euch in Jesu tief vergrabt, Wenn ihr ihn habt. 16. Ihr seyd sein ruhm, sein lob und seine lust; Dazu ist er gestorben und geboren. Das wäre recht ein schwert durch seine brust, Wenn er sein theures blut an euch verloren; Denn was ihr seyd, ist doch sein eigenthum: Ihr seyd sein ruhm! 17. Ach, Jesus weint! Jerusalem verdirbt, Jerusalem, das volk von seinem bunde. So oft ein find des landes ewig stirbt, So jammerts Jesum noch bis diese stunde; Es fränket ihn, da ers so gut gemeint. Ach, Jesus weint! 18. Wo wollt ihr hin, ihr schäflein, sagt es doch, Die ihr euch Jesu einmal hingegeben? Er ist der hirt, wo ist ein andrer noch, Bei dem die schaf' und lämmer ewig leben? Wer hat doch solche macht und Vatersinn? Wo wollt ihr hin? 20. Ach, wehe euch! ihr wäret doppelt todt, Wo ihr euch nun aus seinen händen risset; Ihr häufet euch die qual der ewgen noth, Wo ihr das wort verachtet, das ihr wisset. Gott ist an zorn sowie an gnade reich. Ach, wehe euch! 21. Jesu, nein, laß du es ja nicht zu, Daß sie sich dir aus deinen händen winden, Laß ihnen doch im herzen keine ruh, Als wenn sie sich in deinem schooße finden. Wie? soll denn eins das von verloren seyn? O Jesu, nein! 23. Mir wallt das herz, es schwimmt im liebesmeer und ist zuweilen gegen euch wie trunken; Das ist mein thun, das denk ich hin und her; D, wärt ihr doch im gnadenmeer versunken! Was euch verdirbt, das ist mein größter schmerz; Mir wallt das herz. 24. Ich faß euch an. D, faßt mich wieder recht! So wollen wir zum paradiese reisen. Da hab ich denn, als Jesu armer fnecht, Ihm viel gefundne schafe aufzuweisen. Daß er und ihr und ich mich freuen kann. Ich faß euch an! [ 3. 3.] 3* 19. lämmer, bleibt! es ist fein ander heil, Als nur in dieses Lammes blut und wunden, Ach, raubet ihm nicht sein bescheidnes theil, Das er an euch, der fleinen schaar, gefunden. Verflucht 22. Bleibt, findelein, bleibt, o geht doch nicht zurück! Ihr seyd mein ruhm, ach, nehmt mir nicht die krone! Was wäre mir das für ein jammerblick, So fäm ich fünftig ganz allein zum Sohne, Der euch, wenn ihr ihn haßt, zur linken treibt. Bleibt, findlein, bleibt! Anhang. 36 ds 25. Er wartet schon, er schließt die thüren auf, Er reicht euch seine hände weit entgegen. Er lacht euch an. D, seht doch hoch hinauf! Ihr steht zur rechten, hört ihr nicht den segen? Ach, eilet muthig bis vor seinen thron! Er wartet schon! 4. Mein treuer Gott, auf deiner seite Bleibt dieser bund wohl feste stehn; Wenn aber ich ihn überschreite, So laß mich nicht verloren gehn. Nimm mich, dein kind, in gnaden an, Wenn ich hab einen fall gethan. 119 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, feel und herz zum opfer hin, Erwecke mich zu neuer treue Und nimm besig von meinem sinn. Es sey in mir kein tropfen blut, Der nicht, Herr, deinen willen thut. 6. Weich, weich, du fürst der Ich bleibe mit dir unvermengt. Hier ist zwar ein befleckt gewissen, Jedoch mit Je su blut besprengt, Weich, eitle welt, du, sünde, weich'! Gott hört es, ich entsage euch. M. Wer nur den lieben Gott. ( 883.) ch bin getauft 902.( 883.) auf deinen namen, Gott, Vater, Sohn und 7. Laß diesen vorsat nimmer heilger Geist, Ich bin gezählt zu wanken, Gott Vater, Sohn und deinem samen, Zum volk, das heilger Geist, Halt mich in deidir geheiligt heißt, Ich bin in nes bundes schranken, Bis mich Christum eingesenkt, Ich bin mit dein wille sterben heißt. So leb seinem Geist beschenft. n ich dir, so sterb' ich dir, So lob' ich dich dort für und für. sa nigoh. Jac. Rambach. † 1735. holdingse 15 si 2. Du haft zu deinem find und erben, Mein trener Vater, mich erklärt, Du hast die frucht von deinem sterben, Mein treuer M. Wer nur den lieben Gott. Ch ich Heiland, mit gewährt, Du willst 903. bin setauft, d noth und pein, guter Geist, mein Tröfter seyn. shrups stelim bunde Durch meine tauf mit meinem 3. Doch hab ich dir mit furcht Gott! So sprech ich stets mit und liebe Treut und gehorsam frohem munde In freuz, in trübzugesagt, Ich habe mich aus reis fal, angst und noth. Ich bin ge nem triebe Dein eigenthum zu tauft, deß freu ich mich, Die feyn gewagt. Hingegen sagt ich freude bleibet ewiglich. bis ins grab Des fatans schnöden 2. Ich bin getauft ich hab werfen ab. sebisais trom misd empfangen Das allerschönste eh[ 3. 4.] 26. So bleibt nun, bleibt, o bleibt in ewigkeit Und laßt euch nichts von seiner liebe trennen! Das ewge leben ist für euch bereit't, Die aber weichen, werden ewig brennen. D, seht doch, wie euch fluch und jegen treibt; finsternisse! So bleibt nun, Ernst Gottlieb Woltersdorf.+ 1761. an Tan Smielin Anhang. renfleid, Darin ich ewiglich kann prangen Hier und dort in der herrlichkeit. Ich bin mit Jesu blut erkauft Und ich bin auch damit getauft.je 3. Ich bin getauft! mir ist gegeben Zu gleicher zeit der heilge Geist; Der heiliget mein herz und leben, Dafür sey ewig Gott gepreist. Dzierde, welche große pracht, Die mich gerecht und felig macht. 4. Ich bin getauft, ich bin geschrieben Auch in das buch des Lebens ein; Nun wird mein Va ter mich ja lieben und seinem tinde gnädig ſeyn; Es iſt mein name Gott bekannt 37 frieden Mit meines Vaters lieb und tren, Ich werde von ihm nie geschieden, Mein liebestrieb wird stündlich neu. Wie es mein Vater schickt und fügt, Bin ich in allem wohl vergnügt. 9. Ich bin getauft! ob ich gleich sterbe, Was schadet mir das fühle grab? Ich weiß mein vaterland und erbe, Das ich bei Gott im himmel hab. Nach meinem tod ist mir bereit Des himmels freud und seligkeit. Johann Friedrich Start. † 1756.9 prägt in seine hand. 5. Ich bin getauft! was kann mir schaden? Ich bin und bleibe Gottes kind, Ich weiß, ich bin bei Gott in gnaden, Bei dem ich allzeit hülfe find; Denn wenn ich weine bitterlich, So spricht mein Vater: hier bin ich! M. Alles ist an Gottes Segen. 904. elu, er du bift alleine Haupt und könig der gemeine, Segne mich, dein armes glied! Wollst mir neuen einfluß geben Deines Geistes, dir zu leben: Stärke mich durch deine güt. 2. Ach, dein lebensgeift durchdringe, Gnade, kraft und leben bringe Deinen gliedern allzumal, Wo sie hier zerstreuet wohnen Unter allen nationen, Die du kenneft überall. 6. Ich bin getauft! was kann mir fehlen, Weil ja mein Vater an mich denkt? Wer kann die wohlthat all' erzählen, Die er mir wirklich hat geschenkt? Mein Vater ist ein reicher Herr, Der giebt mir immer mehr und mehr. 7. Ich bin getauft; ihr feinde weichet! Ich stehe unter Gottes schuß, Der seinem kind die hände reichet, Was acht' ich eure macht und trup? Greift ihr ein Gottesfind nur an, So glaubt, daß Gott es schützen fann. 8. Ich bin getauft und bin zu-, dein wort verspricht. [ 3. 5.] 3. D, wie lieb' ich, Herr, die deinen, Die dich suchen, die dich meinen; D, wie köstlich sind sie mir! Du weißst, wie michs oft erquicket, Wenn ich seelen hab erblicket, Die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen, Ich vereinge mich mit ihnen, Und vor deinem angesicht Wünsch ich Zion tausend segen: Stärke fie in deinen wegen, Führ sie, wie's Anhang. 38 5. In der argen welt sie rette Und den satan bald zertrete Gänzlich unter ihre füß; Tödte durch den Geist von innen Fleischeslust, natur und sinnen, Sey du nur den deinen füß. 11. Bis wir einst mit allen frommen Droben werdn zusammenkommen und von allen flecken rein Dort vor deinem throne stehen, Uns in dir, dich in uns jehen, Ewig eins in dir zu seyn. Gerhard Tersteegen. † 1769. 6. Die in freuz und leiden leben Stärke, daß fie ganz ergeben Ihre seel in deine hand; Laß sie dadurch werden kleiner Und M. Christus, der ist mein. von allen schlacken reiner, Lauter- 905.ir flehn um deine lich in dich gewandt.) gnade, Nichts sind wir ohne dich! Leit uns auf ebnem pfade, Die seele sehnet sich. 7. Laß die deinen noch auf erden Ganz nach deinem herzen werden, Mache deine kinder schön, Abgeschieden, klein und stille, Sanft, einfältig, wie dein wille, Und wie du sie gern willst sehn. 2. Wir flehn um deine nähe, Noch sind wir dir so fern, Daß unser blick dich sähe. Geh auf, o morgenstern! ll down 8. Sonderlich gedenke deren, Die es, Herr, von mir begehren, Daß ich für sie beten soll. Auf dein herz will ich sie legen, Gieb du jedem solchen jegen, Wie es noth; du kennst sie wohl. 3. Wir flehn um deine wahrheit In unsrer seele nacht, Durch dich nur wird uns klarheit In unsern geist gebracht. und don 4. Wir flehn um deinen frieden, Die fünde bringt uns angst; Uns sey das heil beschieden, Das du am freuz errangst. dannsc 9. Ach, besuch zu dieser stunde Ihre herzen und im grunde Sie er- 5. Wir flehn um deine stärke, freu in dir allein! Zeuch mit deinen Du weißst, wie schwach wir sind! liebeszügen Ihre lust und ganz ver- Zu jedem guten werke Hilf jedem gnügen Wesentlich in dich hinein. schwachen find. e quared 10. Ach, du hast uns theur er- 6. Wir flehn um deinen segen worben, Da du bist am freuz ge- Zum großen bundestag! Laß nun storben, Denke, Jesu, wir sind auf allen wegen Uns treu dir dein: Halt uns fest, so lang' wir folgen nach! ist dildot drive leben und in dieser wüste schwe- schlaf Carl Aug. Döring. † 1844. ben, Laß uns nimmermehr allein, ronisi ile nn ist sie sous] du XIV. Buß-, Beicht- und Absolutionsgesänge. nd Quuni Luc. 19, 41. id@ Herr Jesu, heiße zähren, Bezeugst, M. Allein zu dir, Herr Jesu Christ. es sey dir angenehm, Wenn sünder u weineft für sich befehren. Wenn ich vor dir Jerusalem, mit buß erschein Und über meine 906.( 872) O 13. 6.1 Anhang. Jünde wein', So wäschst du ab aus lauter gnad Die missethat, So mich bisher gequälet hat. 39 Herr Christ, dadurch erworben mir Bei dir im himmelsthrone, Wenn du mich holen wirst einmal Hinauf in deinen freudensaal, Dann will ich recht lobsingen dir, höchste zier, Für deine thränen für und für. Joh. Heermann. † 1647. 2. Wenn deines Vaters zurn entbrennt Von wegen meiner sünde, Zu deinen thränen ich mich wend, Allda ich labsal finde. Vor Gott sind sie so hoch geschätzt; Wer damit seine jünde neßt, Den blickt Gott an mit gütigkeit zu Psalm 51. handed 1100 jeder zeit Und sein betrübtes herz M. Erbarm dich mein. erfreut. err, fieh nicht an 907.( 902.v.3.) die sünde mein, Thu ab all ungerechtigkeit und mach in mir das herze rein, Ein'n neuen geist in mir bereit'. Verwirf mich nicht von dein'm angesicht, Dein heil gen Geist nimm nicht von mir; Die freud deins heils her zu mir noth du auch gewesen bist. richt, Der willig geist enthalt 4. Du zähltest alle thränen mich dir. the jas ist wied mein, Ich weiß, sie sind gezählet, as Ehrhardt Hegenwaldt, um 1524. Und ob sie nicht zu zählen seyn, Dennoch dir keine feltet. So oft 3. Hier muß ich auch im thränenhaus Vor großer angst oft weinen, Der welt aushalten man chen strauß, Sie martert stets die deinen. Auf allen seiten, wo sie kann, Fängt sie mit mir zu hadern an; Dies tröstet mich zu aller frist, Herr Jesu Christ: In nd 5. Wer jepund fäet thränen aus, Hält in geduld Gott stille, Wird fröhlich seyn in deinem haus, Da freude ist die fülle, Ja, solche freude, die kein mann Mit seiner zung aussprechen kann und die Mein frenz and leid Wird werden dort zu lauter freud. donspun sia a91 89 16. Für dieſe thränen dank ich dir, Daß du Jef. 31, 11. O tom M. Meine Armuth macht mich. vor dir sie regen sich, So oft fie 908. üter, wird die auch Daß du dich mein erbarmen mußst, Dir ist bewußt Mein kreuz, drum hilfft du mir mit lust. ds 3 nacht der fündert Nicht verschwinden? Hüter, dift die nacht schier hin? Wird die finsterniß der sinnen Bald zerrinnen, Darin ich verwickelt bin? dn 2. Möcht ich wie das rund der erden Lichte werden! Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, asfalt und trübe; Sefu liebe, Komni beschleunige den lauf! 3. Wir sind ja im neuen bunde, Da die stunde Der erscheinung fommen sist; Und ich muß mich ſtets im ſchatten( So ermatten, Weil du mir so ferne [ 3. 7.] 40 Anhang. 4. Wir sind ja der nacht ente nommen, Da du kommen, Aber ich bin lauter nacht. Darum wollst du mir, dem deinen, Auch erscheinen, Der nach licht und 2. Keiner gnade bin ich werth; rechte tracht'. tonizd 5. Wie kann ich des lichtes werke Dhne stärke In der finster niß vollziehn? Wie kann ich die liebe üben, Demuth lieben und der nacht geschäfte fliehn? sanit Doch er hat in seinem worte Eidlich sich dazu erklärt; Sehet nur die gnadenpforte Ist hier völlig aufgethan: Jesus nimmt die sünder an! 6. Laß doch nicht den geist der seelen Sich jo quälen, Zünd dein feuer in mir an! Eaß mich finstres tind der erden Helle werden, Daß ich gutes wirken fann. od nisl ud fotot. C.d 7. Das vernunftlicht kann das leben mir nicht geben; Jesus und fein heller jchein, Jesus muß das Herz anblicken und erUnderquicken, Jesus muß die sonne 19 molläg seyn. illig sige taun ursulla 8. Nur die decke vor den au gen kann nicht taugen. Seine Klarheit kann nicht ein. Wenn fein belles licht den seinen Soll erscheinen, muß das auge reine feyn. hon 19 chisindan must 9. Jesu, gieb gefundenaugen, Die was taugen, Rühre meine augen an; Denn das ist die größte plage, Wenn am tage Man das licht nicht sehen kann du 79 Dr. Joh. Friebr. Richter. 171119t 19 19 190 nordt med jun nisieuc. 15h 17 dni M. Jesus, meine Zuversichte von der rechten bahn Auf ver kehrten weg verfallen. Hier iſt, was fie retten kann. Jejus nimmt die fünder an! tnd brill 3. Wenn ein schaf verloren ist, Suchet es ein treuer hirte; Sc fus, der uns nie vergißt, Suchet treulich das verirrte, Daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die fünder an! is dirt, daptin not notjurt, lon 4. Kommet alle, kommet her! Kommet, ihr betrübten jünder, Jejus rufet euch und er Macht aus sündern Gotteskinder. Glaubt es doch und denkt daran: Sejus nimmt die fünder an! id dice 5. Ich betrübter komme hier Und bekenne meine jünden: Laß mein Heiland, mich bei dir Gnade und pergebung finden, Daß dies wort mich trösten kann: Jesus nimmt die fünder au! buff mis stb6a Ichin bindtegang di getroffen muths; Db die fünden blutroth wären müssen sie fraft deines bluts Sidy dennoch in schneeweißd kehren, Da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die fünder an! nist i nuse 8 17 Meinl bgewissen beißt mich nicht, Moses darf mich nicht verdie Der mich frei und ledig 909. nders and Saget spricht, hat die schulden abgefünder Doch dies trostwort allen, Welche tragen, Daß mich nichts verdams ( 13. 8,1 Anhang. 41 tiefe meer Durch seinen tod und blut verfenfet und ihnen Gottes Geist geschenket, Der freudig Abba rufen kann: Mein Heiland nimmt die fünder an. 190 manistis 4. So bringt er sie dem Vater hin In seinen blutbefloffnen armen, Das neigt sodann den Vatersinn Zu lauter ewigem erbarmen. Er nimmt sie auf an findes statt; Ja, alles was er ist und hat, Wird ihnen eigen übergeben, und selbst die thür zum ewgen leben Wird ihnen fröhlich aufgethan: Mein Heiland nimmt die sünder an. 5. O, solltest du sein herze schn, Wie sichs nach armen fündern sehnet, Sowohl wenn sie noch irre gehn, Als wenn ihr ange vor ihm thränet! Wie eilt er in Zachäi haus, Streckt herz und hand nach zöllnern aus! Wie stillt er jener Magdalenen Den milden guß erpreßter thränen, Denkt deß nicht mehr, was sie gethan! Mein Heiled frist land nimmt die fünder an. si6. Wie freundlich blickt er Pe trum an, Obgleich er noch so tief gefallen! Nun dies hat er nicht nur gethan, Da er auf erden mußte wallen Nein, er ist im mer einerlei, Gerecht und fromm und ewig treu; Und wie er unter schmach und leiden, So ist er auf dem thron der freuden Den fündern liebreich zugethan; Mein Heiland nimmt die sünder an. 17. So komme denn, wer fün der heißt Und wen fein fündengräul betrübet, zu dem, der Tei ( 3. 9.] men fann: Jesus nimmt die sünder an! sllorisu par notist 8. Jesus nimmt die fünder an, Mich hat er auch angenommen Und den himmel aufgethan, Daß ich selig zu ihm kommen auf den trost sterben kann: jus nimmt die fünder an. Erdmann Neumeister, t 1756. und Jeid min In 19 FR 8 197197 Luc. 15. 910. In eigner Melodie. Mein Heiland nimmt die sünder an, Die unter ihrer last der fünden Kein mensch, fein en gel trösten kann, Die nirgend ruh und rettung finden, Den'n selbst die weite welt zu klein, Die sich und Gott ein gräuel seyn; Den'n Moses schon den stab gebrochen Und sie der hölle zugesprochen, Wird diese freistatt aufgethan; Mein Heiland nimmt die fünder an. 2. Sein mehr als mütterliches herz Trieb ihn von seinem thron auf erden, Ihn drang der sünder weh und schmerz, An ihrer statt ein fluch zu werden; Er fenfte sich in ihre nothi Und schmeckte den verdienten tod. Nun, da er denn sein eigen leben Zur theuren zahlung hingegeben und seinem Bater gnug gethan, So heißts: er nimmt die fünder an. nsharq 3. Nun ist sein aufgethaner schooß Ein sichres schloß gejagter seelen; Erspricht sie von dem urtheil los Und tilgt ihr jammer volles quälen. Es wird ihr ganz ses sündenheer Ins unergründlich Anhang. 42 nen von sich weist, Der sich gebeugt zu ihm begiebet. Wie? willst du dir im lichte stehn Und ohne noth verloren gehn? Willst du der fünde länger dienen, Da, dich zu retten, er erschienen? D nein, verlaß die sündenbahn! Mein Heiland nimmt die fünder an. 8. Komm nur mühselig und gebückt: Komm nur, so gut du weißst zu kommen. Wenn dich die last gleich niederdrückt, Du wirst auch friechend angenommen. Sieh, wie sein herz dir offen steht, Und wie er dir entgegen geht! Wie oft hat er nicht voll verlangen Gesucht, dich brünstig zu umfan= gen! denn, armes herz, heran! Mein Heiland nimmt die fünder an.1969 i 13 den himmel aufgethan, Hent komm, heut nimmt dich Jesus an. 11. Ja, zeuch uns selber recht zu dir, Holdselig süßer freund der sünder, Erfüll mit sehnender begier Auch uns und alle Adamskinder, Zeig uns bei unserm feelenschmerz Dein aufgeschlossnes liebesherz; Und wenn wir unser elend sehen, So laß uns ja nicht stille stehen, Bis daß ein jeder sagen kann: Gott lob, auch mich nimmt Jesus an! 10. Doch sprich auch nicht: es ist noch zeit, Ich muß erst diese luft genießen, Gott wird ja eben nicht gleich heut Die offne gnadenpførte schließen. Nein, weil er ruft, so höre du Und greif mit beiden händen zu Wer einer feele heil verträumet, Der hat die gnadenzeit versäumet, Die ihm 2. Franz Friedr. Lehr. † 1744. sisd nad tom bim pies M. Wenn wir in höchsten Nöthen. 109/ 911. frommer und ges S Ich hab gebrochen dein gebot Und sehr gesündigt wider dich, Das ist mir leid und reuet mich. 193 9. Sprich nicht, ich habs zu arg gemacht und alle güter seiner gnaden So lang' und schändlich durchgebracht, Er hat mich oft umsonst geladen. Wenn du es jegt nur redlich meinst und deis nen fall mit ernft beweinst, So soll ihm nichts die hände binden, Und du sollst jegt noch gnade finden. Er hilft, wenn sonst nichts helfen kann: Mein Hei land nimmt die fünder an. in 4. Deins lieben Sohnes Jesu 2. Weil aber du, o gnädger Gott, Nicht hast gefalln an meinem tod, Und ist dein herzliches begehrn, Daß ich mich soll zu dir bekehr'n: 3. Auf dies wert, lieber Vater fromm, Ich armer fünder zu dir komm und bitt dich durch den bittern tod Und heilige fünf wunden roth] siin Christ, Der mir zu gut mensch worden ist: Laß deine gnad und gütigkeit mehr gelten, denn gerechtigkeit, si ind Hac 5. Verschon, o Herr, laß deine huld zudecken alle meine schuld: So werd ich arm verlornes find Ledig und los all meiner sünd. 16. Ich will, 8 Herr, nach dei 43. 10.) Anhang. nem wort Mich bessern, leben fromm hinfort, Damit ich mög nach dieser zeit Gelangen zu der feligkeit. ilstáloc Bartholomäus Ningwaldt. † 1598. siin one gun bukid sd p. 51, 12. 13. 14. M. Herzliebster Jesu, was. 912.1 chaff in mir Gott, nur eine reine feele, Ein reines herz, das deine wege wähle, und mach es fest und stärke sein bestreben, Nur dir zu leben. 2. Verwirf mich nicht von deinem angesichte, Gieb deinen Geist, daß er mich unterrichte, Den heilgen Geist, daß er auf deine wege Mich leiten möge. nathardon and 43 3. Seine gnade soll nicht weis chen, Wenn gleich alles bricht und fällt, Sondern ihren zweck erreichen, Bis sie mich zufrieden stellt. Ist die welt voll heuchelet, Gott ist fromm und gut und treu. di sid 4. Will die welt den frieden brechen, Hat sie lauter frieg im sinn, Gott hält immer sein ver sprechen: So fällt aller zweifel hin, Als wär er nicht immerdar, Was er ist und was er war.bun dn5. Laßt sein antlig sich verstellen, Ist sein herz doch treu gesinnt, Und bezeugt in allen fällen, Daß ich sein geliebtes find, Dem er beide bände reicht, Wenn auch grund und boden weicht.d 3. Erquice mich in meiner seele leiden Mit deiner hülfe, gieb den Geist der freuden, Damit ext weil ich keine kraft besize, Mich unterstüße. Glldot mism dot msn ris Joh. Friebr. von Meyer. t 1849. ' Idsted 6. Er will frieden mit mir halten, Wenn die welt sich auch empört, Ihre liebe mag erfalten, Achtet doch mein Gott mich werth; Und wenn höll und abgrund brüllt, Bleibt er mir doch sonn und schild.jnism de um test 7. Er, der Herr, ist mein erbarmer, So hat er sich selbst ge nennt. Das ist troft! so werd ich De rodil Jef. 54, 10.198 M. Unser Herrscher, unser König. 913. eicht ihr berge, fallt thr hügel, Brechet, alle felsen, ein! Gottes gnade hat das siegel: Sie will unverändert seyn. Laßt die welt in trümmern gehn, Gottes gnade wird beftehn.tandste tispitig armer Nimmermehr von ihm getrennt; Sein erbarmens läßt nicht zu, Daß er mir was leides thu. hun chirt thu 01 ha si8. Nun so foll mein ganz vertrauen Ankerfest auf ihm be2. Gott hat mir ein wort ver- ruhn; Felsen will ich auf ihn sprochen, Gott hat einen bund bauen, Was er sagt, das wird gemacht, Der wird nimmermehr er thun, Erd und himmel fann gebrochen, Bis er alles hat voll vergehn, Sein bund bleibet feste bracht: Er, die wahrheit, trüget stehn. s@ tomutiga lied siss) nicht, Was er saget, das geschicht. mdi, si@ 19B.Schmoldistm1737g 13. 11.12 Anhang. XV. Von der Rechtfertigung und ihren Früchten. 6. Aus gnaden! doch, du sichrer fünder, Denk nicht: wohlan ich greif auch zu! Wahr ists, Gott rufet Adams kinder Aus gnaden zur verheißnen ruh; Doch nimmt er nicht zu gnaden an, Der noch auf gnade sündgen kann. isbild stbil med hon 7. Aus gnaden! wer dies wort gehöret, Tret ab von aller heuchelei, Nur, wenn der fünder sich bekehret, Dann lernt er erst, was gnade sey. Beim sündgen scheint die gnad gering, Dem glauben ists ein wunderding. 44 sds Ephes. 2, 8. 9. a M. Wer nur den lieben. us gnaden soll ich 914. felig werden, Herz, glaubst du's, oder glaubst du's nicht? Was willst du dich so blöd geberden? Ists wahrheit, was die schrift verspricht, So muß auch dieses wahrheit seyn: Aus gnaden ist der himmel dein. dyli mi sie und 2. Aus gnaden! hier gilt kein verdienen: Die eignen werke fallen hin. Der Mittler, der im fleisch erschienen, Hat diese ehre zum gewinn, Daß uns sein tod das heil gebracht Und uns aus guaden selig macht. 3. Aus gnaden! merk dies wort: aus gnaden, So oft dich deine sünde plagt, Sooft dir will der satan schaden, So oft dich dein gewissen nagt. Was die vernunft nicht fassen kann, Das beut dir Gott aus gnaden an. 4. Aus gnaden kam sein Sohn auf erden und übernahm die fündenlast. Was nöthigt ihn, dein freund zu werden? Sprich, wo du was zu rühmen haft! Wars nicht, daß er dein bestes wollt Und dir aus gnaden helfen sollt? 5. Aus gnaden! dieser grund wird bleiben, So lange Gott wahrhaftig heißt. Was alle knechte Jefu schreiben, Was Gott in seinem wort anpreist, Worauf all unser glaube ruht, Ist gnade durch des Lammes blut. - manis 8. Aus gnaden bleibt dem blöden herzen Das herz des Vaters aufgethan, Wenns unter größter angst und schmerzen Nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals stärkung her, Wenn gnade nicht mein anfer wär? 9. Aus gnaden! hierauf will ich sterben. Ich glaube, darum ist mir wohl; Ich weiß mein sündliches verderben, Doch den auch, der mich heilen soll. Mein geist ist froh, die seele lacht, Weil mich die gnade selig macht. 10. Aus gnaden! dies hör sünd und teufel, Ich schwinge meine glaubensfahn Und geh getroft, troß allem zweifel, Durchs rothe Meer nach Kanaan. Ich glaub, was Jesu wort verspricht, Ich fühl es, oder fühl es nicht. ispusda oid asu nord Christ. Ludw. Scheidt.+ 1759. [ 3.12.] M. Zion flagt mit Angst. Anhang. der gnade wge Liebe, mitzutheilen. mein gemüthe Waget einen fühnen blick In den abgrund deiner güte; Send ihm einen blick zurück, Einen blid voll hetterkeit, Der die finsterniß zerstreut, Die mein blödes auge drücket, Wenn es nach dem lichte blicket. I 915.( 867) had 45 eilen, Gern u eilen, Gern und willig 6. Wo du nun vorhergesehen, Daß ein mensch auf dieser erd, Deinem Geist nicht widerstehen, Noch sein werk verhindern werd, Sondern ohne heuchelschein Werd im glaubeni feste seyn: Diesen hast du dir erwählet Und al den deinen zugezählet.fiibisid and tr 2. Ich verehre dich, o liebe, 7. Du hast niemand zum verDaß du dich beweget haft und aus einem reinen triebe Den er wünschten schluß gefaßt, Der im fluch versenkten welt Durch ein theures lösegeld Und des eignen Sohnes sterben Gnad und freiheit zu erwerben.sdong Buk Jato D, 3. O, ein rathschluß voll er barmen, Voller huld und freundlichkeit, Der so einer welt voll armen Gnade, trost und hülfe beut! Liebe, die den Sohn nicht schont, Der in ihrem schooße wohnt, Um zu retten die rebellen Aus dem pfuhl der tiefen höllen. derben Ohne grund in bann gethan, Die in ihren sünden sterben, Die find selber schuld daran. Wer nicht glaubt an deinen Sohn, Der hat fluch und tod zum lohn, Seinssmuthwilligswiderstreben Schleußt ihn aus von heil und lebenen dull burden lied and D 8. Liebe, dir sey lob gesungen, Für den höchst gerechten schluß, Den die schaar verklärter zungen Rühmen und bewundern muß. Den der glaubt in demuth ehrt, Die vernunft erstaunend hört Und umsonst sich unterwindet, Wie sie deffen tief ergründettosid tusd 4. Doch, du hast, o weife liebe, Gine ordnung auch beſtimmt, 9. Liebe, laß mich dahin strebe, Eine ordnung auch bestimmt, ben, Meiner wahl gewiß zu ſeyn, Daß sich der darinnen übe, Der Richte felbst mein ganzes Leben am segen antbeil nimmt. Wer So nach deinem willen ein, Daß nur an den Miltler gläubt und des glaubens frucht und fraft, ihm treu ergeben bleibt, Der foll Den dein Geist in mir geschafft, nicht verloren gehen, gehen, St Mir zum zeugniß dienen möge, heil und leben ſehendung suism Ich sey auf dem himmelswege. 85 Diesen glauben anzuzünden, 10 Der ein wert des himmels heißt, Läffest du dich willig finden, Deinen treuen guten Geistid De nen, die gebeuget stehn, Die ihr unvermögen fehn Und zum thron apmich meinensnamen schauen In dem buch des lebens stehn, Dann werd ich ohne grauen Selbst dem tod entgegen gehn. Keine freatur wird mich Deinen liebling, ewiglich Deiner [ 3: 1 13. 46 band entreißen können, Noch von deiner liebe trennen. Anhang. in Joh. Jac. Nambach. † 1735 M. Wer nur den lieben Gott. 916.( 861.)* habe nun ch den grund gefunden, Der meinen anfer ewig hält; Wo anders, als in Jesu wunden? Da lag er vor der zeit der welt; Den grund, der unbeweglich steht, Wenn erd und himmel untergeht. 2. Es ist das ewige erbarmen, Das alles denken übersteigt, Es find die offnen liebesarme Deß, der sich zu dem fünder neigt, Dem allemal das herze bricht, Wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen seyn; Deswegen fam fein Sohn auf erden Und nahm hernach den himmel ein, Deswegen klopft er für und für So stark an unsers herzens thür. 4. O abgrund, welcher alle fünden Durch Christi tod verschlungen hat! Das heißt, die wunde recht verbinden; Hier findet kein verdammen statt, Weil Christi blut beständig schreit: Barmherzigkeit! barmherzigkeit! 5. Darein will ich mich gläubig senken, Dem will ich mich getroft vertraun Und, wenn mich meine fünden fränken, Nur bald nach Gottes herzen schaun; Da findet sich zu aller zeit Unend6. Wird alles andre weggerissen, Was seel und leib erquicken kann, Darf ich von keinem trofte wissen Und scheine völlig ausgethan, Ist die errettung noch se weit: Mir bleibet doch barmher7. Beginnt das irdische zu drücken, Ja, häuft sich fummer und verdruß, Daß ich mich noch in vielen stücken Mit eitlen dingen mühen muß; Werd ich dadurch oft sehr zerstreut, So hoff ich doch barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen beſten werken, Darinnen ich gewandelt bin, Viel unvollkommenheit bemerken, So fällt wohl alles rühmen hin; Doch ist auch dieser troft bereit: Ich hoffe auf barme herzigkeit. 9. Es gehe mir nach dessen willen, Bei dem so viel erbarmen. ist; Er wolle selbst mein herzestillen, Damit es das nua nicht vergißt. So stehet es in lieb und leid In, durch und auf barmherzigkeit. 10. Bei diesem grunde will ich bleiben, So lange mich die erde trägt! Das will ich denken, thun und treiben, So lange sich ein glied bewegt. So sing ich einst in ewigkeit: Dabgrund der barmherzigkeit! Joh. Andreas Rothe. † 1758. mit Sob. 3, 3. Joh. M. Es ist das Heil uns. 0( Ach Gott, vom Himmel.) 917.( 887.) n Gottes reich geht niemand ein, Er sey denn neu geboren, [ 3. 14.1 Anhang. Sonst ist er, bei dem besten schein, Nach seel und leib verloren. Was fleischliche geburt verderbt, In der man nichts als sünd ererbt, Das muß Gott selbst verbessern. 47 Du höchster Gott, der du uns liebst, Sollst einig ob uns walten, Damit die göttliche natur Und eine neue freatur In uns und bei uns bleibe. 2. Soll man mit diesem höchsten gut In der gemeinschaft leben, Muß er ein andres herz und muth Und neue fräfte geben. Was da vor ihm alleine gilt, Das ist sein göttlich ebenbild, Wenns in uns aufgerichtet. 8. Alsdann wird deine Bater huld Uns allezeit bedecken, Dann darf uns keine sündenschuld Und feine strafe schrecken: Des himmels erbschaft überdieß, Dieweil die kindschaft ganz gewiß, Wird uns zur freud erfolgen. Siis Konrad Gebhard Stübner, um 1727. In eigner Melodie. 3. Ach, Vater der barmherzigkeit, Was Jesus hat erworben Zu un serm heil und seligkeit, Indem er ist gestorben, Ja, da er auferstans 918. den ist, So, daß du nun versöhnet bist, Das laß auch uns genießen. 4. Dein guter Geist gebähr uns neu, Er ändre die gemüther, Mach uns vom sündendienste frei, Schenk uns des himmels güter. Ifts in der taufe gleich geschehn, So haben wirs nachher versehn Und solchen bund gebrochen. 5. Weßhalb du abermals durchs wort Ihn wollest ganz erneuern, Indem aufs neu, o Gnadenhort, Wir dieses wort betheuern, Hinfünftig nicht so ohnehin, Niemals mit einem leichten sinn, Vor dir, Herr, zu wandeln. 6. Nimm uns, o Vater, wie- 3. Ach, sucht doch den, laßt der an, Ob wir gleich schnöde alles stehn, Die ihr das heil besünder, Die nie, was du gewollt, gehret! Er ist der Herr und keigethan. Wir werden dennoch fin- ner mehr, Der euch das heil geder, So du auf geistlich art uns währet. Sucht ihn all stund von zeugst Und unser herz zum guten herzensgrund, Sucht ihn allein, neigst Im glauben und in liebe. denn wohl wird seyn Dem, der 7. Wir wollen das, was du ihn herzlich ehret.dand bil uns giebst, hinfüro fester halten, 4. Meins herzens frox, mein 13 15 1 uch, wer da will, ein ander ziel, Die feligkeit zu finden: Mein herz allein bedacht soll seyn, Auf Christum sich zu gründen. Sein wort ist wahr, sein' werk' sind flar, Sein heilger mund hat fraft. und grund, All feind zu überwinden. vistas falt 2. Such, wer da will, nothhelfer viel, Die uns doch nichts erworben: Hier ist der mann, der helfen kann, Bei dem nie was verdorben. Uns wird das heil durch ihn zu theil, Uns macht gerecht der treue fnecht, Der für uns ist gestorben. 48 Anhang. freudensonn, Sollst du, Herr Jesu, bleiben. Laß mich doch nicht von deinem licht Durch eitelkeit vertreiben. Bleib du mein preis, dein wort mich speis. Bleib du mein ehr, dein wort mich lehr, An dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht dein 919. Abendmahle. 3. Bleib du in uns, daß wir vorbereiten ( err, du wollst uns in dir Auch bis ans ende bleiZu ben; Laß sünd und noth uns deines mahles seligkeiten, Sey für und für Von dir nicht wiemitten unter uns, o Gott! Laß der treiben, Bis wir durch deiuns, leben zu empfahen, Mit nes nachtmahls kraft In deines glaubensvollem herzen nahen Und himmels bürgerschaft Dort ewig sprich uns los von sünd und tod! Wir sind, o Jesu, dein, Dein Barth. Ringwalbt. † 1598. laß uns ewig seyn! Amen, amen! Anbetung dir! Einst feiern wir M. Nun lob', mein' Seel', den. err Jesu, meine felig werden. Das große abendmahl bei dir! 921. liebech hätte Friedr. Gottlieb Klopstock. † 1803. nimmer ruh noch rast, Wo nicht fest in mir bliebe, Was du für mich gelitten hast. Es müßt in meinen sinnen, Die sich sehr hoch erhöhn, All meine kraft verschwinden Und wie ein rauch vergehn, Wenn sich mein herz nicht hielte zu dir und deinem tod, Und ich nicht stets mich fühlte An deines leidens noth. 2. Nun weißt du meine plagen Und satans, meines feindes, Wenn meinen geist zu naEr emsig und bemühet ist; Da hat er tausend künste, Von dir mich abzuziehn, Bald treibt er mir die dünste Des zweifels in [ 3. 16.] XVI. Vom Heiligen M. Wachet auf, ruft uns. angesicht, Laß mich im kreuz nicht zagen, Weich' nicht von mir, mein höchste zier, Hilf mir mein leiden tragen. Hilf mir zur freud nach diesem leid, Hilf, daß ich mag nach dieser klag Dir ewig dort lob sagen. Georg Weißel. † 1635. M. Es ist gewißlich an der Zeit. 920. err Jesu Christ, du höchstes gut, Du brunnquell aller gnaden. Wir kommen, deinen leib und blut, Wie du uns hast geladen, Zu deiner liebe herrlichkeit und unsrer seelen seligkeit zu essen und zu trinken. 2. O Jesu, mach uns selbst bereit Zu diesem hohen werke, Schenk uns dein schönes ehren- list, kleid Durch deines Geistes stärke. gen Hilf, daß wir würdge gäste seyn Und werden dir gepflanzet ein Zum ewgen himmelswesen. 49 Daß, was den glauben stärken kann, Sch bei dir sollte bolen Und soll doch ja nicht zweifeln dran, Du haft für alle sünden, Die in der ganzen welt Bet menschen je zu finden, Ein völlig lösegeld Und opfer, das bestehet Vor dem, der alles trägt, In dem auch alles gehet, Bezahlet und erlegt. 7. Und daß ja mein gedanke, Der voller falschheit und betrug, Nicht im geringsten wanke, Als wär es dir nicht ernst genug, So neigst du dein gemüthe Zuading ed sammt der rechten hand, Und giebst mit großer güte mir das hochwerthe pfand Zu essen und zu trinken. Ist das nicht troft und licht Dem, der sich läßt bedünken, 4. Hier ist beim brod vorhanden Mein leib, der dargegeben wird zum tod und freuzesbanden Für dich, der sich von mir verFür dich, delwein ist, was ge- Du wollest seiner nicht? irrt; Beim mu del Anhang. den sinn, Bald nimmt er mir dein meinen Und wollen aus der acht, Und lehrt mich ganz verneinen, Was du doch fest gemacht. adil 3. Solch' unheil abzuweisen, Hast du, Herr, deinen tisch ge sept, Da läsfest du mich speisen, So, daß sich mark und bein ergößt. Du reichst mir zu genießen Dein theures und blut fleisch Und läsfeſt worte fließen, Dar auf mein herze ruht. Komm, sprichst du, komm und nahe Dich ungescheut zu mir, Was ich dir geb, empfahe Und nimms getrost zu dir. flossen Zur tilgung deiner schuld, Mein blut, das ich vergossen In sanftmuth und geduld. Nimm beides mit dem munde und denk auch mit dabei, Wie treu im herzensgrunde Ich, dein Erlöjer, fey. 8. Ach Herr, du willst uns alle, Das sagt uns unser herze zu; Die, so der feind zu falle Gebracht, rufst du zu deiner ruh. Ach hilf, Herr, hilf uns eilen Zu dir, der jederzeit Uns alle bereit; Gieb luft und heilges sammt zu heilen Geneigt ist und dürften Nach deinem abendmahl, und dort mach uns zu fürsten Im güldnen himmelsfaal. ni# 2 1911 5. Herr, ich will dein geden fen, So lange ich noch leben hab' Und bis man mich wird senken An meinem end ins finstre grab. Ich sehe dein verlangen Nach meinem ewgen heil; Am holz hast du gehangen Und haft o manchen pfeil Der trübsal Paul Gerhardt. † 1676. tuint u M. Schmücke dich, o liebe Seele. 922. eju, freund der affen dringen In dein unschuldigs herz, Auf daß ich möcht Heiland der verlornen sünder, menschenkinder, entspringen Des todes pein und Der zur fühnung unsrer schulden schmerz. Kreuzesschmach hat wollen dulidsi 6. So hast du auch befohlen, den: Wer kann fassen das er if elstadig 4 49 [ 4. 1.] 50 Anhang. barmen, Das du trägest mit uns armen! In der schaar erlöster brüder Fall ich dankend vor dir nieder. Bei Kranken- Communion. M. Schmücke dich, o liebe. 2. Ja, auch mir ſtrömt bei 923. Herr, dein herzliches heil segen, Herr, aus deiner füll entgegen, In dem elend meiner sünden Soll bei dir ich hülfe finden; Meine schulden willst du decken, Mich befrein von furcht und schrecken, Willst ein ewig selig leben Als des glaubens frucht mir geben. 3. Herr, du kommst, dich mit den deinen In dem nachtmahl zu vereinen, Du, der weinstock, giebst den reben Neue kraft zum neuen leben. Hilf, daß ich die lust der sünde Stark von nun an überwinde, Ja, durch dich muß es gelingen Frucht der heiligung zu bringen. 4. Nun, so sey der bund erneuet, Unser Herz dir ganz geweihet; Auf dein vorbild wolln wir sehen Und dir nach, mein Heiland, gehen. Schaff ein neues Herz uns fündern, Mache uns zu deinen kindern, Die dir leben, leiden sterben, Deine herrlichkeit zu erben. Joh. Caspar Lavater. † 1801. in den tod gegangen, mit den deinen dich zu legen und dein nachtmahl einzuseßen, Dringt auch mich zum tisch der gnaden. Du hast mich auch eingeladen; Denn auch ich bin unter allen Dir nicht aus dem sinn entfallen. 2. Mich verlangt nach dieser speise, Noch eh ich von hinnen reise, Mich verlangt nach diesem tränken, Eh man mich ins grab wird senken; Denn ist Jesu leib und leben, Ist sein blut mir eingegeben, Wird mein leib im auferstehen Seinem leibe ähnlich sehen. - 3. Ich hab( du stillst mein verlangen) Jesu leib und blut empfangen, Nun hat mich sein tod durchdrungen, und selbst meinen tod verschlungen, Nun hat er sein ewigs leben mir in seinem blut gegeben, Nun entschlaf ich voll vertrauen, Jesum bald verklärt zu schauen. Christ. Carl Ludwig v. Pfeil. † 1784. XVII. Lob- und Danklieder. M. Kommt her zu mir, spricht. wie sie mir und dir Sich auss 924.eh aus, mein herz geschmücket haben. und suche freud 2. Die bäume stehen voller In dieser lieben sommerzeit An laub, Das erdreich decket seinen deines Gottes gaben; Schau an staub mit einem grünen fleide; der schönen gärten zier Und siehe, Narcissen und die tulipan Die ( 4.2.) Anhang. ziehen sich viel schöner an Als Salomonis seide. 3. Die lerche schwingt sich in die luft, Das täublein fliegt aus seiner fluft und macht sich in die wälder: Die hochbegabte nachtigall Ergößt, und füllt mit ihrem schall Berg, hügel, thal und felder. 4. Die henne führt ihr völklein aus, Der storch baut und bewohnt sein haus, Das schwälblein speist die jungen; Der schnelle hirsch, das leichte reh Ist froh und kömmt aus seiner höh Ins tiefe gras gesprungen. 5. Die bächlein rauschen in dem sand Und malen sich und ihren rand Mit schattenreichen myrthen; Die wiesen liegen hart dabei Und klingen ganz von lustgeschrei Der schaf und ihrer hirten. 6. Die unverdroßne bienenschaar Fliegt hin und her, sucht hier und da Die edle honigspeise; Des süßen weinstocks starker saft Kriegt täglich neue stärk und kraft In seinem schwachen reise. 7. Der waizen wächset mit gewalt; Darüber jauchzet jung und alt Und rühmt die große güte Deß, der so überflüssig labt Und mit so manchem gut begabt Das menschliche gemüthe. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, Des großen Gottes großes thun Erweckt mir alle finnen: Ich finge mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, Aus meinem herzen rinnen. sic dur alpini 51 9. Ach, denk ich, bist du hier so schön Und läßt dus uns so lieblich gehn Auf dieser armen erden: Was will doch wohl nach dieser welt Dort in dem reichen himmelszelt Und güldnen schlosse werden! 10. Welch hohe lust, welch heller schein Wird wohl in Chrifti garten seyn; Wie muß es da wohl flingen, Da so viel tausend seraphim Mit eingestimmtem mund und stimm Ihr Halleluja singen! 11. D, wär ich da, o stünd ich schon, D großer Gott, vor deinem thron Nnd trüge meine palmen: So wollt ich nach der engel weis' Erhöhen deines namens preis Mit tausend schönen psalmen. 12. Doch will ich gleichwohl, weil ich noch Hier trage dieses leibes joch, Auch nicht gar stille schweigen; Mein herze soll sich und fort An diesem und jenem ort Zu deinem Lobe fort an neigen. 13. Hilf nur und segne meinen geist Mit segen, der vom himmel fleußt, Daß ich dir stetig blühe; Gieb, daß der sommer deiner gnad In meiner seele früh und spat Viel glaubensfrücht' erziehe. 14. Mach in mir deinem Geiste raum, Daß ich dir werd ein guter baum, Und laß mich wohl bekleiben. Verleihe, daß zu dei nem ruhm Ich deines gartens schöne blum und pflanze möge bleiben. poder estiuc 89mand 15. Erwähle mich zum para[ 4. 3.] Anhang. 52 deis Und laß mich bis zur letz-= ten reis' An leib und seele grünen. So will ich dir und deiner ehr Allein und sonsten keinem mehr Hier und dort ewig dienen. in Paul Gerhardt. † 1676. bili Psalm 146. In eigner Melodie.sm 5. Zeigen sich welche, die unrecht leiden, Er ists, der ihnen recht verschafft; Hungrigen will er zur speis bescheiden, Was ihnen dient zur lebenskraft; Die hartgebundnen macht er frei, Und seiner gnad ist mancherlei. Halleluja, Halleluja! 6. Sehende augen giebt er den blinden, Erhebt, die tiefgebeuget gehn; Wo er kann einige fromme finden. Die lässt er seine liebe jehn. Sein aufficht ist der fremden truß, Wittwen und waisen hält er schußz. Halleluja, Halleluja! 7. Aber der gottvergessenen tritte, Kehrt er mit starker hand zurück, Daß sie nur machen verkehrte schritte Und fallen selbst in ihren strick. Der Herr ist König ewiglich, Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja, Halleluja! mit mod s 8. Rühmet, ihr menschen, den hohen namen Deß, der so große wunder thut! Alles, was odem hat, rufe amen Und bringe lob mit frohem muth. Ihr finder Gottes, lobt und preift Vater und Sohn und heilgen Geist. Halleluja, Halleluja! 19 2 Dr. Joh. Dan. Herrnschmidt. † 1723. 925. obe den Herren, o meine seele! Ich will ihn loben bis in tod; Weil ich noch stunden auf erden zähle, Will ich lobsingen meinem Gott. Der leib und feel gegeben hat, Werde gepriesen früh und spat. Halleluja, Halleluja! 2. Fürsten sind menschen, vom weib' geboren, Und kehren um zu ihrem staub; Ihre anschläge sind auch verloren, Wenn nun das grab nimmt seinen raub. Weil dann kein mensch mehr helfen kann, Rufe man Gott um hülfe an. Halleluja, Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, Deß hülfe der Gott Jacobs ist, Welcher vom glauben sich nicht läßt trennen und hofft getroft auf Jesum Christ. Wer die sen Herrn zum beistand hat, Findet am besten rath und that. Halleluja, Halleluja! nuot 4. Dieser hat himmel, s meer und die erden, Und was darinnen ist, gemacht; Alles muß pünkt- alle( Lobt Gott, ihr Christen.)( In eigner Melodie. lich erfüllet werden, Was er uns 926. № bringet ehr, Ihr einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller welt, Welcher uns nenschen in der welt, Dem, deffen ewig glauben hält. Halleluja, lob der engel heer Im himmel Halleluja! 19 disl sedads stets vermeld't.is Já þíd [ 4. 4.] Anhang. 2. Ermuntert euch und singt mit schall Gott, unserm höchsten gut, Der seine wunder überall Und große dinge thut. 3. Der uns von mutterleibe an Frisch und gesund erhält Und, wo kein mensch nicht helfen kann, Sich selbst zum Helfer stellt; 4. Der, ob wir ihn gleich hoch betrübt, Doch bleibet gutes muths, Die straf erläßt, die sünd vergiebt und thut uns alles guts. 5. Er gebe uns ein fröhlich herz, Erfrische geist und sinn Und werf all angst, sorg, furcht und schmerz Ins meeres tiefe hin. 6. Er laffe seinen frieden ruhn In Israelis land, Er gebe glück zu unserm thun Und heil zu allem stand. In eigner Melodie. 53 2. Der Herre regieret über die ganze welt; Was sich nur rühret, alles zu fuß ihm fällt. Viel tausend engel um ihn schweben, Psalter und harfen ihm ehre geben.:,: 3. Wohlauf, ihr heiden, lasset das trauern seyn, Zur grünen weiden stellet euch willig ein! Da läßt er uns sein wort vers künden, Machet uns ledig von allen fünden.:,: 7. Er laffe seine lieb und güt Um, bei und mit uns gehn, Was aber ängstet und bemüht, Gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses leben währt, Sey er stets unser heil und bleib' auch, wann wir von der erd Abscheiden, unser M. Es ist das Heil uns kommen. enn ich, o 9. Ur bride, wann das herze 928." Wpfer, deine macht, Er drücke, bricht, Uns unsre augen zu Und zeig' uns drauf sein angesicht Dort in der ewgen ruh. Paul Gerhardt. † 1676. 927. un preiset alle Gottes barmherzigkeit! Lob' ihn mit schalle, wertheste christenheit! Er läßt dich freundlich zu sich laden, Freue dich, Israel, seiner gnaden!:: 4. Er giebet speise reichlich und überall, Nach Vaters weise sättigt er allzumal, Er schaffet früh'n und späten regen, Füllet uns alle mit seinem segen.:,: 5. Drum preif' und ehre seine barmherzigkeit, Sein lob vermehre, wertheste christenheit! Uns soll hinfort kein unfall schaden; Freue dich, Israel, seiner gnaden!: Matth. Appelles von Löwenstern. † 1648. Die weisheit deiner wege, Die liebe, die für alle wacht, Anbetend überlege: So weiß ich, von bewundrung voll, Nicht, wie ich dich erheben soll, Mein Gott, mein Herr! mein Vater! 2. Mein auge sieht, wohin es blickt, Die wunder deiner werke, Der himmel, prächtig ausgeschmückt, Preist dich, du Gott der stärke. Wer hat die sonn an ihm erhöht? Wer fleidet sie mit ma[ 4.5.] Anhang. 54 jestät? Wer ruft dem heer der fterne? 3. Wer mißt dem winde seinen lauf? Wer heißt die himmel regnen? Wer schließt den schooß der erde auf, Mit vorrath uns zu segnen? D Gott der macht und herrlichkeit, Gott, deine güte reicht so weit, So weit die wolten reichen. 4. Dich predigt sonnenschein und sturm, Dich preist der fand am meere. Bringt, ruft auch der geringste wurm, Bringt meinem Schöpfer ehre! Mich, ruft der baum in seiner pracht, Mich, ruft die saat, hat Gott gemacht: Bringt unserm Schöpfer ehre! 5. Der mensch, ein leib, den deine hand So wunderbar bereitet, Der mensch, ein geist, den sein verstand Dich zu erkennen leitet, Der mensch, der schöpfung ruhm und preis, Ist sich ein täglicher beweis Von deiner güt und größe. 6. Erheb' ihn ewig, o mein Geist, Erhebe seinen namen! Gott, unser Vater, sey gepreist, und alle welt sag amen! Und alle welt ehr' Gott den Herrn hoff' auf ihn Und dien' ihm gern; Wer wollte Gott nicht dienen? Und Chr. Fürchtegott Gellert.+ 1769. ihm gebührt? Nein, seine liebe zn ermessen, Sey ewig meine größte pflicht, Der Herr hat mein noch nie vergessen: Vergiß, mein herz, auch seiner nicht. fu In eigner Melodie. nam ie groß ist des 929. Allmächtgen güte! Ist der ein mensch, den sie nicht rührt, Der mit verhärtetem gemüthe Den dank erstickt, der 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit langmuth mich geleitet? Er, dessen rath ich oft verwarf. Wer stärkt den frieden im gewissen? Wer giebt dem geiste neue kraft? Wer läßt mich so viel guts genießen? Ifts nicht sein arm, der alles schafft? 3. Schau, o mein geist, in jenes leben, zu welchem du erschaffen bist, Wo du, mit herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist, Du hast ein recht zu diesen freuden, Durch Gottes güte sind sie dein, Sieh, darum mußte Christus leiden, Damit du könntest selig seyn. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren Und seine güte nicht verstehn? Er sollte rufen, ich nicht hören, Den weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein will' ist mir ins Herz geschrieben Sein wort bestärkt ihn ewiglich: Gott soll ich über alles lieben Und meinen nächsten gleich als mich. 5. Dies ist mein dank, dies iſt sein wille: Ich soll vollkommen seyn wie er. So lang' ich dies gebot erfülle, Stell ich sein bildniß in mir her! Lebt seine lieb in meiner seele, So treibt sie mich zu jeder pflicht, Und ob ich schen [ 4. 6.] Anhang. aus schwachheit fehle, Herrscht doch in mir die sünde nicht. 6. D Gott, laß deine güt' und liebe mir immerdar vor augen seyn! Sie stärk in mir die guten triebe, Mein ganzes leben XVIII. Lieder auf alle Tage in der Woche. Ach, Herr, wer bin ich armer doch? Du sorgst für mich, ich 1. Zu Anfang der Woche. M. Kommt Her zu mir, spricht. ch 930.( 899.) Gott, gieb lebe noch! du uns deine gnad, Daß wir all' sünd und missethat Bußfertiglich erkennen Und glauben fest an Jesum Christ, Zu helfen er ein meister ist, Wie er sich selbst thut nennen. 2. Hilf, daß wir auch nach deinem wort Gottselig leben immerfort Zu ehren deinem namen, Daß uns dein guter Geist regier, Auf ebner bahn zum himmel führ Durch Jefum Christum. Amen. Sam. Zehner. f 1635. 55 dir zu weihn, Sie tröste mich zur zeit der schmerzen, Sie leite mich zur zeit des glücks, Und sie besieg in meinem herzen Die furcht des letzten augenblicks. Chr. Fürchtegott Gellert. † 1769. M. Wer nur den lieben Gott. 931, t in neuer tag, ein neues leben Geht mit der neuen woche an. Gott will mir heut aufs neue geben, Was mir sonst niemand geben kann; Denn hätt ich seine gnade nicht, Wer gäbe mir sonst fraft und licht? 2. Ich grüße diesen neuen mors gen Und füffe Gottes Vaterhand, Der diese nacht so manche sorgen In gnaden von mir abgewandt. 3. Nun, das erfennet meine seele Und giebt sich selbst zum opfer hin; Doch, weil ich noch in dieser höhle Mit noth und tod umgeben bin, So weich' auch heute nicht von mir, Denn meine hülfe steht bei dir. 4. Mein glück in dieser neuen woche Soll nur in deinem namen blühn, Ach, laß mich nicht am sündenjoche Mit meinem fleisch und blute ziehn! Gieb deinen Geist, der mich regier Und nur nach deinem willen führ. 5. Soll ich mein brot mit gesegnet seyn, Und was du sonfummer essen, So laß es doch sten zugemessen, Das richte mir zum besten ein. Ich bitte feinen überfluß, Nur, was ich nöthig haben muß. haben muß. 6. So thue nun, mein Gott, das deine Und laß mich auch das meine thun, Behüte beide, groß und kleine, Daß sie auf deiner huld beruhn, Und daß ein jedes diesen tag Mit dir vergnügt beschließen mag. 10 Thin Benjamin Schmold. † 1737. 14. 7.) Anhang. 2. Am Sonntage. a) Morgens. In eigner Melodie. 7. Gott wöchentlich giebt sieben id tage dir, Gieb einen du, den ersten, ihm dafür. Der erste wird die andern sechse zieren, Wirft 932. Cuf, auf, mein herz du heut Gott im mund und herund du mein ganzen führen. TUGEDE zer sinn, Wirf alles heut, was 8. Am ersten du nach Gottes welt ist, von dir hin! Heut hat reiche tracht, Obschon die welt das werk der schöpfung angefan- nur deiner andacht lacht. Der gen, Da diesem rund das licht schad ist aber ihr, dir aber wirds ist aufgegangen. gedeihen, Gott alles glück auf dich wird reichlich streuen. 2. Auf, auf, mein herz, wirf alles irdsche ab! Heut Jesus ist erstanden aus dem grab, Heut hat er sein erlösungswerk geendet, Heut hat er auch den Geist herabgesendet. and 3. Dies heilig heut heißt dich auch heilig seyn, Gott diesen tag bei dir will ziehen ein. So ruhe du von arbeit und von sünden, Daß er in dir mög seine ruhe finden. ptin, mis aschisa 4. Gott giebet die sechs tage für den leib, Der siebente der feele eigen bleib; Sie muß ja auch von sieben einen haben, 9. An diesem tag hab deine lust am Herrn, Was wünscht dein herz wird er dir geben gern. Befiehl Gott heute deine weg und sachen Und hoff auf ihn; gewiß, er wirds wohl machen." 10. Wirst du ihm aber nehmen seinen tag, So macht er dir die woche voller plag. Wer ehret Gott, den ehrt er auch auf erden, Wer ihn veracht't, soll auch verachtet werden..isut ansdel esd Johann Heinrich Califius. 1698. 1005 nffn91 M. Gott des Himmels und. g Daß sie sich mög mit himmels 933. Halleluja! Schöner speise laben. Jsmunid mi pom 5. Viel sünden dir die woche ladet auf: An diesem tag mit bitten gnade kauf. Leg ab die laft, geh, Gottes wort zu hören, Dieß laß dich heut die wochen wege lehren. 56 morgen, als man denken mag! Heute fühl ich keine sorgen, Denn das ist ein lieber tag, Der durch seine lieblichkeit Recht das innerste d erfreut. 900 1910 ellnum no ammeh 6. Sechs tage dich Gott fegnet, schüßt und nährt; Heut er dafür mit dank will seyn geehrt. Der erste fot heut für die andern bitten, Daß Gott sie woll mit fegen überschüttendus sdsil 19misd 2. Süßer ruhetag der feelen, Sonntag, der voll lichtes ist, Heller tag der dunklen höhlen, Zeit, prinsderbi der fegen fließt, Stunde voller seligkeit, Du ver treibst mir alles leid.nf onge 83. Ach, wie schmeck ich Gottes [ 4. 8.1 Anhang. 57 güte Recht als einen morgenthau, ich einst auf jenen tag Ewig sabDie mich führt aus meiner hütte bath halten mag. Zu des Vaters grüner au. Da hat wohl die morgenstund Edlen schaß und gold im mund. 4. Ruht nur, meine weltge schäfte, Heute hab ich sonst zu thun, Denn ich brauche alle kräfte, In dem höchsten Gott zu ruhn. Hent schickt keine arbeit sich, Als nur Gotteswert, für mich. 5. Wie soll ich mich heute schmücken, Daß ich Gott gefallen mag? Jesus wird die kleider schicken, Die ich ihm zu ehren trag, Sein blut und gerechtigkeit Ist das schönste sonntagskleid. 6. Ich will in der Zionsstille Heute voller arbeit seyn, Denn da sammle ich die fülle Von den höchsten schäßen ein, Wenn mein Jesus meinen geist Mit dem wort des lebens speist. S Jonathan Krause, geb. 1701. M. Meinem Jefum laß. icht vom licht, er934.icht dem neuen tageslichte, Gnadenleuchte mich Bei sonne, zeige dich meinem muntern angesichte; Wohne mir mit gnaden bei, Daß mein sabbath fröhlich sey. 7. Herr, ermuntre meine finnen und bereite selbst die brust, Laß mich lehr und trost gewinnen, Gieb zu deinem manna luft, Daß mir deines wortes hall Recht tief in mein herze fall. snji 8. Segne deiner knechte lehren, Deffne selber ihren mund, Mach mit allen, die dich hören, Heute deinen gnadenbund, Daß wenn man hier bet't und singt, Solches in dein herze dringt. 3. Zünde selbst das opfer an, Das auf meinen lippen lieget, Sey mir weisheit, licht und bahn, Daß kein irrthum mich betrüget, Und kein fremdes feuer brennt, Welches dein altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit mich in die ewigkeit mit des GetHeilig, heilig, heilig! singen Und stes flügeln schwingen, Gieb mir einen vorschmack ein, Wie es mag im himmel seyn. 5. Rub' in mir und ich in dir, Bau' ein paradies im herzen, Offenbare dich doch mir Und geuß meiner andacht kerzen Immer neue nahrung zu, Heilge liebesflamme du. 9. Gieb, daß ich den tag be schließe, Wie er angefangen ist, Segne, pflanze und begieße, Der du Herr des sabbaths bist, Bis deiner liebe ruhnin nags 6. Dieser tag sey dir geweiht. Weg mit allen eitelfeiten! Ich will deiner herrlichkeit Einen tempel zubereiten, Nichts sonst wollen, nichts sonst thun, Als in ( 4. 9.] Laß mir deine ströme fließen, 2. Brunnquell aller feligkeit, Mache selbst mein herz bereit, Deiner gnade zu genießen; Streu das wort mit segen ein, Laß es hundertfrüchtig seyn. 58 Anhang. 7. Du bist mehr als Salo- mein herz durch dein wort zu mon, Laß mich deine weisheit dir, Laß mich dein wort bewah. hören; Ich will deinen gnaden ren rein, Laß mich dein kind und thron Mit gebeugten knieen ehren, erbe seyn. Bis mir deine sonne lacht Und den schönsten sonntag macht. Benjamin Schmold. † 1737. 2. Das wort bewegt des her= zens grund, Dein wort macht leib und seel gesund, Dein wort ists, das mein Herz erfreut, Dein wort giebt trost und seligkeit. 3. Ehr' sey dem Vater und dem Sohn, Dem heilgen Geist in einem 935. Das ist eine lege thron, Der heiligen Dreieinigkeit Sey lob und preis in ewigkeit. Dr. Johann Olearius. † 1684. stunde, Jesu, da man dein gedenkt Und das Herz von herzensgrunde Tief in deine wunden senkt. Wahrlich, nichts als Jesum kennen, Jesum suchen, finden, nennen, Das erfüllet unsre zeit Mit der höchsten seligkeit. 2. Jesu, deine gnadenquelle Fließt so gern ins herz hinein, Deine sonne scheinet helle, Unser glaubenslicht zu seyn, Und bei aller segensfülle Ist dein wunsch und ernster wille, Daß man, weil dein brünnlein voll, Unaufhörlich schöpfen soll. 3. Nun, so laß auch diese stunde Dein gedächtniß in uns seyn, In dem herzen, in dem munde Leb' und herrsche du allein. Laß uns deiner nie vergessen; Wie Maria einst geſeſsen, Da sie dir hat zugehört, Mach' das herz dir zugefehrt. busl nis@ sibil Ernst Gottlieb Woltersdorf. 1761. IO NO b) Vor der Predigt. M. Alle Menschen müssen. In eigner Melodie. im isd noor Man Herr Jesu Christ, dich. 936. Herr, öffne mir die herzensthür, Zeuch Chrifte, wahrheit und Wir 937. bitten, du wollest geben Deinen Geist von oben Mit seinen heiligen gaben, Daß dein rein wort uns auf erden Möcht verkündet werden. 2. O gieb, daß die red vorhanden Recht erklärt werd und verstanden, Laß es ihr gelingen Und sie unser Herz durchdringen Zu lob und ehr deinem namen! Drauf sprechen wir: Amen. Michael Weiße. † 1540 m. Erhalt uns, Herr, bei deinem. Gott, du höchster 938. gnadenhort, Verleih, daß uns dein göttlich wort Von ohren so zu herzen dring, Daß es sein kraft und schein vollbring. 2. Der einge glaub ist dieſe kraft, Der fest an Jesu Christo haft't: Die werk der lieb' sind die 14. 10.1 Anhang. ser schein, Dadurch wir Christi jünger seyn. 3. Verschaff bei uns auch, lieber Herr, Daß wir durch deinen Geist je mehr In dein'r erfenntniß nehmen zu Und endlich bei dir finden ruh.spiss out dist Conrad Huber. † 1557. 2. Ich bin, Herr, zu dir gekommen, Romme du nun auch zu 59 dient Und zum trost im Herzen grünt. HIS 100 939. M. Gott des Himmels und. hut mir auf die schöne pforte, Führet mich in Zion ein, Ach, wie Lammes ehrensaal. wird an diesem orte Meine seele fröhlich seyn! Hier ist Gottes angesicht, Hier ist lauter trost und licht. 6. Rede, Herr, so will ich hören Und dein wille werd erfüllt, Nichts laß meine andacht stören, Wenn der brunn des lebens quillt, Speise mich mit himmelsbrod, Tröste mich in aller noth. 7. Deffne mir die grünen auen, Daß dein lamm sich weiden kann, Laffe mir dein manna thauen, Zeige mir die rechte bahn Hier in diesem jammerthal Zu des hier. Zeuch doch in mein herz hinein, Laß es deinen tempel seyn. 3. Laß in furcht mich vor dich treten, Heilge du leib, feel und geist, Daß mein singen und mein beten Ein gefällig opfer heißt. Heilge du, Herr, mund und ohr, Zeuch das herze ganz empor. 4. Mache mich zum guten lande, Wenn dein samkorn auf mich fällt, Gieb mir licht in dem verstande, Und, was mir wird vorgestellt, Präge meinem Herzen ein, Laß es mir zur frucht gedeihn. 5. Stärk' in mir den schwachen glauben, Laß dein theures kleinod mir Nimmer aus dem herzen rauben Halte stets dein wort mir für Daß es mir zum leitstern Benjamin Schmold. † 1737. sinh M. Nun ruhen alle Wälder. mir; Wo du wohnung haft ge 910. Der fabbath iſt vere nommen, Da habe mein verlangen Nach herzenswunsch erfüllt, Gott hat mich unterweiset, Mit lebensbrod gespeiset Und meiner seele durst gestillt. 2. Gott ruht durchs wort im herzen, Drum leg ich ohne schmerzen Auch meinen leib zur ruh. Denn allen sündenschaden Dedt Jesus nun in gnaden Mit seinem purpurmantel zu. 3. D du dreieinigs wesen, Mein geist ist schon genesen, Weil ich dein tempel bin; Ich habe licht vom lichte, Dein leuchtend angesichte Nimmt alle finsterniß dahin. e) Abends. [ 4.11] 4. Du wirst schon bei mir wachen und eine sonne machen Auch mitten in der nacht, Bis bet den cherubinen Ein sonntag ist er Anhang. 60 schienen, Der alle nacht zu schanden macht. 5. Ich schlafe ganz vergnüget, Denn wo mein herze lieget, Da ist der engel heer; Mich stört fein weltgetümmel, Es träumt mir nur vom himmel, Ach, wer doch nur bald droben wär! Benjamin Schmold.+ 1737. 3. Auf einzelne Tage in der Woche. 1219548 as Zum himmel seyn gerichtet, Halleluja! Halleluja! 4. Solch himmelfahrt fäht in uns an, Bis wir den Vater finden Und fliehen stets die weltlich bahn, Thun uns zu Gottes kindern; Die fehn hinauf, der Vater h'rab, An treu und lieb geht ihn'n nichts ab, Bis fie zusammen kommen. Halleluja! Halleluja! 5. Dann wird der tag erst freudenreich, Wenn uns Gott zu fich nehmen und seinem Sohn wird machen gleich, Als wir dann jetzt bekennen. Da wird sich finden freud und muth Zu ewger zeit beim höchsten gut. Gott woll, daß wirs erleben! Halleluja! Halleluja! 941. Am Donnerstag. In eigner Melodie. Puf diesen tag bedenken wir, Daß Christ gen himmel g'fahren, Und danken Gott aus höchster b'gier, Mit bitt, er woll bewahren Uns arme fünder hier auf erd, Die wir von wegen mancher g'fährd Ohn ihn kein Hoffnung haben. Halleluja! Halleluja! 2. Drum sey Gott lob, der weg ist g'macht, und steht der himmel offen, Christus schließt auf mit großer pracht, Vorhin wars alls verschlossen, Wers glaubt, deß herz ist freudenvoll, Dabei er sich doch rüsten soll, Dem Herren nachzufolgen. Halleluja! Halleluja! 3. Wer nicht folgt und sein'n willen thut, Dem ists nicht ernst zum Herren, Denn Gott wird auch vor fleisch und blut Sein himmelreich versperren Am glauben liegts: soll der seyn recht, Wird auch gewiß das leben recht 3. Am fabbath kommen wir 2. Am freitag währt die kleine zeit, Weil wir leben auf erden, Mit jammer, angst und Herzeleid Daran betrübt wir werden. Das macht Adams und unser schuld! Wohl dem, der sein kreuz mit geduld Dem Herrn Christo nachträget.G JUDER [ 4.12.] Dr. Johann Zwick. † 1542 Am Freitag. M. Es ist gewißlich an. 942. 21m freitag muß ein jeder christ Sein freuz mit Christo tragen, Bis der sabbath vorhanden ist, Dann ruht er in sein'm grabe, Bis kommt der fröhlich oftertag: Dann ihn das grab nicht halten mag, Mit freuden er aufwachet! Anhang. 61 alles, Ach, du versagst mir solches nicht, Gedenke feines sündenfalles, Weil mich mein Jesus aufgericht't, Mein Jesus, der die missethat Auf ewig schon gebüßet hat. 5. Dein schwur ist ja noch nicht gebrochen, Du brichst ihn nicht in ewigkeit, Da du dem fünder hast versprochen, Daß er, wenn ihm die jünde leid, Nicht sterben, sondern gnadenvoll Als ein gerechter leben soll. 6. Mein glaube hält an diesem segen Und will also den wochenschluß Vergnügt und froh zurücke legen, Da der trost mich ergößen muß, Daß ich ja soll in Christo dein Und schon in hoffe nung selig seyn. 7. Doch, da mein leben zugenommen, So bin ich auch der ewigkeit Um eine woche näher kommen Und warte nur der letzten zeit, Da du die stunde haft auf mich fließt, unerſchöpflich beſtimmt, Die mich zu dir in hin mel nimmti al mun@ S 82. Ich preise dich mit hand und munde, Ich lobe dich so hoch ich kann, Ich rühme dich von herzensgrunde Für alles, was du mir gethan, Und weiß, daß dir durch Jesum Christ Mein dank ein füßer weihrauch ist. m S 3. Hat mich bei meinen wochentagen Das liebe kreuz auch mit befucht, So gabst du auch die fraft zu tragen: Zudem, es ist voll heil und frucht Durch deine lieb, o Herr, zu mir, Und darum dank ich auch dafür. phrt 4. Nur etwas bitt ich zur ruh, All freuz wird weggenommen. Wenn uns jetzt gehn die augen zu Und unsre stund ist kommen, Dann trägt man uns ins ruhbettlein, Darin gar sanft wir schlafen ein, Bis uns der Herr aufwecket. unil 4. Dann kommt der fröhlich ostertag, So werden wir all aufstehen, Der tod uns dann nicht halten mag; Entgegen werden wir gehen Christo, und mit ihm in sein'm reich Leben in freuden ewiglich: Herr Christ, das hilf uns! Amen. Nic. Hermann.+ 1561. du 2 tons lad das 4. Zum Beschluß der Woche. M. Wer nur den lieben Gott. 943. o ist die woche nun geschlossen, Doch, treuer Gott, dein herze nicht: Wie sich ein segensquell ergossen, So bin ich noch der zuversicht, Daß er sich weiter und 8. Und wenn ich morgen früh aufs neue Den sonntag wieder sehen kann, brSo blickt die sonne deiner treue mich auch mit neuen gnaden an. Ach ja, da theilt dein wort und haus Den allerbesten fegen aus.platugon notre s 9. So will ich das zum voraus preisen, Was du mir künftge woche giebst, Du wirft es in der that erweisen, Da du mich je und immer liebst Und leitest mich nach deinem rath, Bis leid und zeit ein ende hat etsil mod über tbst Grbmann Reameister. 1756. [ 4. 13.1 62 Anhang. XIX. Vom Worte Gottes M. Was Gott thut, das ist. und der christlichen Kirche. 6. D, sende bald von ort zu 944. Dein wort, o Herr, ort Den durst nach deinen lehren, ist milder thau Für trostbedürftge seelen. Laß keiner pflanze deiner au Den himmelsbrunnen fehlen. Erquickt durch ihn Laß jede blühn Und in der zukunft tagen Dir frucht und samen tragen. Send hunger, Herr, dein lebenswort Und deinen Geist zu hören, Und send ein heer Von meer zu meer, Der herzen durft zu stillen, Und dir dein reich zu füllen. Carl Bernh. Garve. † 1841. 2. Dein wort ist, Herr, ein M. Herr Jesu Christ, wahr. flammenſchwerdt, Ein hamm'r, der 915.( 926.) Geert zeedenk, D das im herzen zehrt Und mark und bein durchschaltet. D, laß dein wort Noch fort und fort Der fünde macht zerscheitern Und alle herzen läutern. baoth, Wie steckt dein firch in großer noth, Weil jegt in der betrübten zeit Sich regt viel un ruh, frieg und streit. 3. Dein wort ist uns der wunderstern Für unsre pilgerreise, Es führt die thoren hin zum Herrn Und macht die einfalt weise. Dein himmelslicht Verlösch uns nicht Und leucht in jede seele, Daß keine dich verfehle. en 2. Der feind sind viel, groß ist die list, Man weiß nicht, wem zu trauen ist, Solch übel haben wir verdient, Weil wir nicht fromm gewesen sind. 3. Dein werthes wort un. facrament Wird bei uns übel angewendt, Dazu ist sünd und schand gemein, Man spürt kein buß bei groß und klein. 4. Ich suchte trost und fand ihn nicht; Da ward das wort der gnade Mein labsal, meine 4. Daher merkt man im gan zen land, Wie dein zorn hefti zuversicht, Die fackel meiner ist entbrannt, Man sieht vie pfade. Sie zeiget mir Den weg zu dir Und leuchtet meinen schritten Bis zu den ewgen hütten. zeichen überall, Auf erden und im himmelssaal. 5. Auf immer gilt dein segensbund; Dein wort ist ja und amen. Nie weich' es uns aus is aus herz und mund Und nie von un ferm samen; Laß immerfort Dein helles wort In allen lebenszeiten Uns trösten, warnen, leiten. sid 5. Die straf hereinrauscht wie ein fluth, Viel kommen um ihr leib und gut, Ach, Herr, fich auf, nimm dich unsr an, Weil nie mand besser helfen fann. 20 6. Erbarm dich deiner lieben find, Vergieb uns alle schuld und fünd, Erhalt dein wort vor [ 4. 14 1 Anhang. falscher lehr, Die irr'gen durch dein wort bekehr. 7. Laß doch dein häuflein nicht allein, Schüß und errett dein lieb gemein, Ein feurge mauer um uns sey, Von einfall land und stadt befrei. 8. Steur allen, die blutdürftig sind, Zerstreue sie wie spreu vom wind, Ihr tück und list mach of fenbar, Die vor uns sind verborgen gar. 9. Mit ihrem eignen strick sie fang, Daß dein kirch fried und ruh erlang: So loben wir mit innigkeit Dein güt und treu in ewigkeit. Pf. 48. M. Warum betrübst du dich. 946( 933.) roß ist der Herr und hoch gepreist In der stadt, die Gotts eigen heißt, Auf seinem heilgen berg. Wie ein schön zweiglein ist Zion, Das ganze land hat trost davon. 63 gebärerin; All feind zu wasser und zu land Zerstreuet sind durch Gottes hand. 5. Dies rühmen unsre väter sehr, Und wir erfahrens noch vielmehr An Gottes tirch und g'mein, Daß sie kein feind bewältigt nicht, Denn Gott erhält sie ewiglich. 6. Auf solch dein güt, Herr, warten wir Und beten darauf an vor dir, Du bist der starke Gott; All welt rühmt deine herrlichkeit und deiner händ gerechtigkeit. 7. Der berg Zion wird sich deß freun, Die töchter Juda fröhlich seyn, Daß Gott an allem ort Durch seine rechte wunder thut Und hält sein kirch in ste= ter hut. 2. Der berg Zion liegt an der seit, Geg'n mitternacht gar schön bereit, Des großen königs stadt, Gott unser schuß und truß gen nnt In ihr'n pallästen ist befan it. 8. Bestellt auf Zion gute wacht, Ihr' thür'n und mauern nehmt in acht, Erhöht ihren pallast Und fördert sie mit allem fleiß, Thuts unserm Gott zu lob und preis. shtet 69. Damit auch werd in künftger zeit Des Herren iob weit ausgebreit't, Und man von ihm stets sag: Der Herr ist ewig unser Gott, Er führt uns wie islamig die jugend gut.s) Ob fön'ge gleich mit ihrer macht Sie zu befriegen habn bedet, Ist doch nichts worden 6 aus, Sind abgezogn mit ihrem 947.( 903.) Wär Gott heer nicht mit Und haben sich entseget sehr. 4. Sie sind gestürzt, beid, roß und mann, Angst, noth und zittern stieß sie an, Gleich ein'r Psalm 124. In eigner Melodie. dud uns diese zeit, So soll Israel sagen, Wär Gott nicht mit uns diese zeit, Wir hätten müss'a [ 4. 51.] 64 Anhang. verzagen, Die so ein armes häuflein sind, Veracht't von so viel menschenkind, Die an uns seßen od alle.ollag H 2. Auf uns so zornig ist ihr sinn. Wo Gott das hätt zugeben, Verschlungen hätten sie uns hin, Mit ganzem leib und leben; Wir wärn, als die ein fluth ersäuft, Und über die groß wasser läuft, Und mit gewalt verschwemmet. 3. Gottlob und dank, nicht zugab, Daß ihr schlund uns möcht fangen; Wie ein vogel des stricks kommt ab, Ist unsre feel entgangen. Strick ist entzwei, und wir sind frei! Des Herrn name steht uns bei, Des Gottes himmels und erden. der Dr. Martin Luther. † 1546. In Psalm 124. so In eigner Melodie. 948( 904) 6. Ach, Herr Gott, wie reich tröstest du, Die gänzlich sind verlassen. Die gnadenthür steht nimmer zu, Vernunft kann das nicht fassen, Sie spricht: es ist nun alls verlorn! Da doch das freuz hat neu geborn, Die deiner hülfe warten. 7. Die feind sind all in deiner hand, Dazu all ihr gedanken, Ihr anschläg sind dir woh nekannt, Hilf nur, daß wir nicht wanken; Vernunft wider den glauben sicht't, Aufs fünftige will sie trauen nicht, Da du wirk selber trösten. 8. Den himmel hast du und die erd, Herr, unser Gott, ges gründet, Dein licht stets heller in 1 uns werd, Das herz uns werd ent [ 4. 16.T Gott der Herr nicht bei uns hält, Wenn unsre feinde toben, und unsrer sach er nicht zufällt Im himmel hoch dort oben, Wo er Israels schuß nicht ist und selber bricht der feinde lift, So ists mit uns verloren. 1 G 1918 3. Sie wüthen fast und fahren her, Als wollten sie uns fressen, Zu würgen steht all ihr begehr, Gotts ist bei ihn'n vergessen. Wie meereswellen einhergehn, Nach leib und leben sie uns stehn: Deß wird sich Gott erbarmen. 4. Sie stellen uns wie fegern nach, Nach unserm blut fie trachten, Noch rühmen sie sich christen auch, Die Gott allein groß achten. Ach, Gott, der theure name dein Muß ihrer schalkheit deckel seyn, Du wirst einmal aufwachen. 5. Aufsperren sie den rachen weit Und wollen uns verschlingen, Lob und dank sey Gott allezeit. Es wird ihn'n nicht gelingen. Er wird ihrn strick zerreißen gar Und stürzen ihre falsche lahr: Sie werdens Gott nicht wehren. 2. Was menschenkraft und wiß anfäht, Soll billig uns nicht [ chrecken, Er siget an der höchsten stätt, Der wird ihr'n rath aufdecken. Wenn sie's aufs flügste greifen an, So geht doch Gott ein andre bahn; Es steht in seiren händen. 18-10) # 798 Anhang. zündet In rechter lieb des glaubens dein, Bis an idas end beständig seyn. Die welt laß immer murren. Justus Jonas. † 1555. Christus, das Haupt der Kirche. heer der ewigkeit Mit verhülltem antlig scheut: 65 His 2. Dein erlösungswerk auf erden Und dein opfer ist vollbracht, Was vollendet sollte werden, Das vollführtest du mit macht; Da du bist für uns gestorben, Ist uns gnad und heil erworben, Und dein fiegreich auferstehn Läßt uns in In eigner Melodie. 949. Christe, du beistand die freiheit gehn. deiner freuzgemeine, Eile, mit hülf und rettung uns erscheine! Steure den feinden, ihre blutgerichte Mache zu nichte!:,: 2. Streite doch selber für uns arme finder, Wehre dem teufel, seine macht verhindre; Alles, was lämpfet wider deine glieder, Stürze darnieder!:,: 3. Frieden bei kirch und schulen uns beschere, Frieden zugleich der polizei gewähre, Frieden dem herzen, frieden dem gewissen Gieb zu genießen.:,: 4. Also wird zeitlich deine güt erhoben, Also wird ewig und ohn ende loben Dich, o du wächter deiner armen heerde, Himmel und erde.:,: Matthäus Ap. v. Löwenstern † 1648. 3. Nun ist dieses dein geschäfte In des himmels heiligthum, Die erworbnen segenskräfte, durch dein evangelium Allen denen mitzutheilen, Die zum thron der gnade eilen; Nun wird uns Durch deine hand Heil und segen zugewandt. 4. Deines volkes werthe namen Trägest du auf deiner brust Und an den gerechten samen Denfest du mit vieler luft; Du vertrittst, die an dich gläuben, Daß sie dir vereinigt bleiben, Bitteſt in des Vaters haus Ihnen eine wohnung aus. 5. Doch vergisfest du der armen, Die der welt noch dienen, nicht, Weil dein herz dir vor erbarmen Ucber ihrem elcnd bricht. Daß dein Vater ihrer schone, Daß er nicht nach werken lohne, Daß er ändre ihren sinn, Ach, da zielt dein bitten hin. M. Jesu, der du meine Seele. ( In eigner Melodie.) 6. Einst in deiner menschheit 950.( 783.) Großer Mittler, der zur tagen, Als die sünden aller welt Dir auf deinen schultern lagen, rechten Seines großen Vaters sißt Hast du dich vor Gott gestellt, Und die schaar von seinen knechten Bald mit seufzen, bald mit weiIn dem reich der gnaden schüßt, nen Für die fünder zu erscheinen. Den auf dem erhabnen throne, D, in welcher niedrigkeit Bateſt In der königlichen krone, Alles du in jener zeit! [ 5. 1.] 5 66 Anhang. waffen niederlegen, Kein glied mehr regen. T NOO HE 7. Aber nun wird deine bitte freunde, Sie müssen wehr und Von der allmacht unterstüßt, Da in der vollkommnen hütte Die verklärte menschheit sigt. Nun fannst du des satans klagen Majestätisch niederschlagen, Und nun macht dein redend blut Unsre böse sache gut. 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen, Vergeblich ist's auf menschenhülfe bauen; Mit dir wir wollen thaten thun und kämpfen, Die feinde dämpfen. is 8. Die verdienste deiner leiden 5. Du bist der Held, der fie Stellst du deinem Vater dar Und fann untertreten Und das bevertrittst nunmehr mit freuden drängte kleine häuflein retten; Deine theur erlöste schaar, Daß Wir traun auf dich, wir flehn in er möge kraft und leben Deinem Jesu namen: Hilf, Helfer! Amen. treuen volke geben und die seelen Joh. Heermann. † 1647. zu dir ziehn, Die noch deine freundschaft ftehn. 18 9. Großer Mittler, sey gepriesen, Daß du in dem heiligthum So viel treu an uns bewiesen; Dir sey ehre, preis und ruhm! Laß uns dein verdienst vertreten, Wenn wir zu dem Vater beten, Sprich für uns in letzter noth, Wenn den mund verschließt der tod. nific Joh. Jac. Rambach. † 1735. P₁. 69, 7. M. Herzliebster Jesu, was hast du. 951.( 935.) err, unser $ Gott, laß nicht zu schanden werden, Die so in ihren nöthen und beschwerden Bei tag und nacht auf deine güte hoffen Und zu dir rufen. 2. Mache zu schanden alle, die dich hassen, Die sich allein auf ihre macht verlassen, Ach, fehre dich mit gnaden zu uns armen, Laß dichs erbarmen. tis 3. Und schaff uns beistand wider unsre feinde; Wenn du ein wort sprichst, werden sie bald 952. M. Schmücke dich, o liebe.d ( 879.) önig, dem fein fönig gleichet, Dessen ruhm kein mund erreichet, Dem als Gott das reich gebühret, Der als mensch daß scepter führet, dem das recht ge= hört zum throne Als des Vaters eingem Sohne, Den so viel vollfommenheiten Krönen, gieren und begleiten: 2. Himmel, waffer, luft und erde, Nebst der ungezählten heerde Der geschöpfe in den feldern, In den seen, in den wäldern, Sind, Herr über tod und leben, Dir zum eigenthum gegeben. Thiere, menschen, geister scheuen, Menschensohn, dein mächtig dränen. 3. In des gnadenreiches grenzen Sieht man dich am schönsten glänzen, Wo viel tausend treue feelen Dich zu ihrem Haupt erwählen, Die durchs scepter deines mundes, Nach dem recht des gnadenbundes, Sich von dir regieren [ 5. 2.] Anhang. laffen Und, wie du, das unrecht hassen. min 159/1991 porta 4. In dem reiche deiner ehren Kann man stets dich loben hören Von dem himmlischen geschlechte, Von der menge deiner tnechte, Die dort ohne furcht und grauen Dein verklärtes antlig schauen, Die dich unermüdet preisen Und dir ehr' und dienst erweisen. 5. O Monarch in dreien reichen! Dir ist niemand zu vergleichen An dem überfluß der schäße, An der ordnung der gesetze, An vortrefflichkeit der gaben, Welche deine bürger haben; Du beschüßest deine freunde, Du bezwingest deine deine feinde. 67 lehr', Wie hoch bezeugt mit einem münde Der auserwählten heilges heer; Aus edlen und lebendgen steinen, Aus perlen schön und feinem gold, Aus Christi leib, dem heilgen, reinen, Erfüllt mit glaub, treu, lieb und huld. eur 3. Der heilge Geist dorin regieret, hat seine hüter angesett; Die wachen stets wie fichs gebühret, Daß Gottes haus sey unverlegt; Die führn das predigtamt darinnen und zeigen an das ewge licht, Darin wir bürgerrecht gewinnen Durch glauben, lieb und zuversicht. 4. Die recht in dieser kirche wohnen, Die werden in Gott selig seyn, Des todes fluth wird sie verschonen, Denn Gottes arche schließt sie ein. Für sie ist Christi blut vergoffen, Das sie im glauben nehmen an, Sie werden Gottes hausgenossen und sind ihm willig unterthan. 5. Obwohl die pforten offen stehen und hell das licht des tages scheint, Doch kann hinein nicht jeder gehen, zu seyn mit Gott, dem Herrn vereint. 18 sey Gott dem ist kein weg, denn nur der glaube Herren, Der seiner menschen jam- An Jesum Christum unsern Herrn: mer wehrt Und sammelt draus Wer den nicht geht, der bleibet zu seinen ehren Sich eine ewge draußen, Von Gottes haus und firch auf erd, Die er von anfang tempel fern. sic pla schön erbauet, Als seine auser- 6. Also wird nun des Herrn wählte stadt, Die allezeit auf ihn gemeine Gepflegt, erhalten in der pertrauet, Sich tröstet seiner gro- zeit, Gott, unser hort, schützt sie Ben gnad. adrurs 23 msloser alleine Und fegnet fie in ewigkeit. 2. Sie ist gebaut auf rechtem Auch nach dem tod will er ihr grunde, Der jünger und propheten geben Aus Christi wohlthat, füll [ 5. 31 5* 6. Herrsche auch in meinem herzen Ueber zorn, furcht, lust und schmerzen; Laß mich deinen schutz genießen, Laß mich dich im glauben küssen, Ehren, fürchten, loben, lieben und mich im gehorsam üben, Daß ich einst nach fampf und leiden Mit dir theile deine freuden. Joh. Jac. Rambach. † 1735. M. Wie groß ist des Allmächtgen. 953. reis, lob und dank 68 Anhang. und gnad Daß ewge freudenreiche sach Ist Gottes, dem befiehl die leben, Das gieb auch uns, Herr, rach, Laß ihn alleine walten. unser Er wird durch seinen Gideon, Den er wohl weiß, dir helfen schon, Dich und sein wort ers halten. 11.0 Gott. 1994 1904 * 19v atbist Böhmische Brüder. your mouthsdheu ligd misst du M. Erhalt uns, Herr, bei deinem. o 954. Mett, Herr Jeſu, rett dein ehr, Das seufzen deiner kirchen hör, Der feind' anschläg' und macht zerstör, Die jetzt verfolgen deine lehr. 3. So wahr Gott Gott ist und sein wort, Muß teufel, welt und höllenpfort, Und was dem thut anhangen, Endlich werden zu schand und spott; Gott ist mit uns und wir mit Gott, Den sieg wolln wir erlangen. 2. Groß ist ihr list, ihr trug und macht, Sie fahren doch daher mit pracht; All unser hoff- 4. Drum sey getrost, du kleines nung wird verlacht, Wir sind bei heer, Streit' ritterlich für Gottes ihnen nichts geacht't. mehr Und laß dir gar nicht grauen. 3. Vergieb uns unsre misse- Gott wird den feinden nehm'n that, Bertilguns nicht, erzeige den muth; Daß sie sterben in gnad; Beweis den feinden in der ihrem blut, Wirst du mit augen that, Es gelte wider dich kein rath. schauen. tindre loo mislin 5. Amen, das hilf, Herr Jesu Christ, Dieweil du unser Schupherr bist, Hilf uns durch deinen namen; So wollen wir, deine gemein, Dich loben und dir dankbar seyn Und fröhlich fingen: Amen. elmen Gust. Adolph, könt. v. Schweden. in Verse gebr. durch) J. Fabricius 4. Steh deinem kleinen häuf lein bei, Aus gnaden fried und ruh verleih; Laß jedermann erkennen frei, Daß hier die rechte firche sey. doiroju nodot 1632. 1654. B. 4-5 Behner. † 1635. Insch slot machent tim si ne tilst Ausbreitung des Reiches srdi Gottes auf Erden. : dubl ( Missionslieder.) M. Valet will ich dir geben. 956 si eriá duin das voll u regiereftpd Das dein imnglaubenoistin Und suns wie lämmer führesty donHirte, Jesu Christ! Siehisandie irre heerde, Die dein von anfang 5. Laß sehn, daß du seyst un ser Gott, Der unsre feinde sept zu spott, Wirft ihre hoffahrt in den foth und hilft den seinen aus der noth. But non Snut le nordhats Joh. Heermann. 1647. siffe third loftet ud timot M. Kommt her zu mirspricht. 955. nas 19h arg häuflein klein, hauflein flein, Obgleich die feinde willens seyn, Dichangänzlich zu verstören Und suchen deinen untergang, Davon dir wird recht angst und bang; Es wird nicht lange währen. tail Dich tröste nur daß deine [ 5.4.1] Anhang. 69 war, Und sprich dein göttlich werde, Das einst die welt gebar. 2. Laß licht aufs neue geben, In diese finstre welt und gieß des Geistes leben Auf dieses todtenfeld, Halt Abraham die treue, Mach die gefangnen frei, Daß Israel sich freue Und Jacob fröhlich sey. pag 3. Dein Israel erwecke Du, nun der heiden licht, Und strahle sonder decke Ihm flar ins angesicht. Was sie sich aufgeladen Und du erfüllt nach recht: Dein blut komm jegt in gnaden Auf dein erwählt geschlecht. 3. Im schönsten hochzeitskleide Von allen flecken rein, Führst du zu deiner freude Die völkerschaaren ein; Und welchen nichts verkündigt, Kein heil verheißen war, Die bringen nun, entsündigt, Dir preis und ehre dar. 4. Drum kann nicht ruhe werden, Bis deine liebe fiegt, Bis dieser freis der erden Zu deinen füßen liegt, Bis du im neuen leben Die ausgeföhnte welt Dem, der sie dir gegeben, Vors angesicht gestellt. 4. So sinten alle mauern, Und brüder sind vertraut, So wird ein Salem dauern, Aus allem volk erbaut, So wird ein leib nur leben In seines hauptes schein, Ein tempel sich erheben Und du der eckstein seyn. 5. Und siehe, tausend fürsten Mit völkern ohne licht Stehn in der nacht und dürsten Nach deinem angesicht; Auch fie haft du gegraben In deinen priesterschild, Am brunnquell sich zu laben, Der dir vom herzen quillt. J. Fr. v. Meyer. † 1849. M. Herzlich thut mich verl.m du zum 6. So sprich dein göttlich werde! Laß deinen odem wehn, Daß auf der finstern erde Die todten auferstehn, Daß, wo man fröhnet und vor den teu957. Der erschienen Der feln fniet, Gin willig volk verallerärmsten welt Und von den föhnet Zu deinem tempel zieht. cherubinen Zu fündern dich ge- 7. Wir rufen, du wirst hören; fellt, Den sie mit frechem stolze Verhöhnt für seine huld, Als du am dürren holze Versöhntest ihre schuld: Wir fassen, was du sprichst, Dein mort muß sich bewähren, Womit du fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen! Wie viele sinds noch nicht! O du, der uns versprochen, Werd aller heiden licht. slio samiot sid 2. Damit wir finder würden, Gingst du vom Vater aus, Nahmst auf dich unsre bürden Und bautest uns ein haus. Bon il s A. Knapp. westen und von füden, Von nobenemu mnis istus C morgen, ohne zahl, Sind gäste M. Werde munter, mein Gem. mun beſchieden. Zu deinem abends 958. ette Creuet euch, ihr F mahl. Gottestinder [ 5. 5.] 70 Anhang. Preijet mit mir Gottes macht, hen deinen lebensodem Durchs Freuet euch, ihr armen fünder, Gott, der hat an uns gedacht Und den Heiland kund gethan, Der uns führet himmelan, Daß wir armen heiden können Uns nun Gottes finder nennen. ln un ganze weite todtenfeld. Erhöre unser flehn Und laß es bald ge= schehn. Amen! Amen! So rühmen wir Und jauchzen dir Ein Halleluja für und für. Bun 85 mois fir bilgilbrini) nominat M. Es ist das Heil uns komm. 2. Seine herrschaft sich erstrekfet, leber alles, was da lebt, 960. Bater der barmS Seine hand und bedecket, Was sich reget, lebt und schwebt. du dir deine heerden Gesammelt Wenn er spricht, so geht sein wort Schnell wie blitz und den ner fort, Gs durchdringet geist und leben, Kann trost, heil und leben geben sind esp 3. Nun, ihr fünder hier auf erden, Wollt ihr es nun haben gut, Wollt ihr Gottes finder werden, Ei, so ändert euren muth. Preiset Gottes güt und macht, So wird er cuch geben fraft, Daß ihr auch zu ihm könnt tommen und euch freuen mit den frommen. dnu hiss brot zur apostelzeit Und herrlich lass jen werden: Du hast durch deines Geistes fraft Die große schaar der heidenschaft zu deinem reich berufen. nd undt med star d2. Aus ihrer mannigfaltigkeit Des streits und vieler sprachen, Dadurch sie in der welt zerstreut Sich ron einander brachen, Hat sie dein guter Geist geführt Und sie mit herrlichkeit geziert In einigkeit des glaubens. d thus) 3. Ach, sey doch auch zu dieser zeit Uns, Vater, wieder gnä4. Allerheiden trost ist kom- dig Und mach uns aus der zunmen, Jesus, unser seelenlicht, gen streit Hinwieder frei und leDer beschirmer aller frommen, dig; Gieb, daß dein häuflein für Unser schuß und zuversicht. Prei- und für In einem geiste diene sfet seine güt und tren, Die uns dir, In deiner lieber lebensg noch wird immer neu, So wird sth 4. Ach, schaue, wie des satans er euch allen geben, Hier und dort mit ihm zu leben. as die mid Dr. Johann Olearins. † 1684. od minat anil isargins dind lom M. Wachet auf! ruft uns die. lists Sie jämmerlich zertrennet, Wie sichs im zanke beißt und frißt, Sm unverstande brennet; Wie alles in verwirrung geht, Da eins das andre nicht versteht 959. König Seju, ſtreite, Und sich unnöthig zweiet. S fiege, Daß alles ni 5. Ach, tHerr, hilftsolchem bald dir unterliege, Was lebt dübel ab, Versammle deine heerde, und webt in dieser welt. Blick Daß unter deines wortes stab Sie auf deine friedensboten, Laß we wieder einig werde, us Daß das [ 5. 6.] Anhang. 71 band der vollkommenheit, Die der ernte, siehe doch darein: Die liebe, uns aus allem streit In deinem Geiste bringe. ernt ist groß, da wenig knechte seyn. feyn. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren worten Uns diese bitte in den mund gelegt. O siehe, wie an allen orten Sich deiner finder herz und sinn bewegt, Dich herzinbrünstig hierum anzuflehn; Drum hör, o Herr, und sprich: es soll geschehn! 991 dhil 0.02 7. Gleich wie der balsam edler art Auf Aarons haupt gegossen, Ins ganze kleid von seinem bart Kam niederwärts geflossen, Und wie der thau von Hermonim Fällt auf Zionsgebirg herum Und alles land erquicket: 4. Wie? kannst du uns denn das versagen, Was uns dein Sohn selbst deutlich bitten heißt? Wie? denkst du dieses abzuschlagen, Wozu du selbst uns treibst durch deinen Geist? Denn, daß is wir hierum brünstig zu dir flehn, Das ist allein durch deinen Geist geschehn.sand of tradysor 18. Also fleußt Gottes Geistes gnad Von Christo zu uns nieder Auf die, so er erwählet hat, Auf dn 5. So gieb dein wort mit groalle seine glieder. Das ist die ßen schaaren, Die in der fraft frucht der einigkeit: Heil, segen, evangelisten seyn; Laß eilend hülf leben allezeit Und alle himmels uns wiederfahren Und brich in fa= güter. dsion to all is tans reich und macht, hinein. D so breite, Herr, auf weitem erdenfreis Dein reich bald aus zu deiHeinrich Georg Neuß † 1716.1 M. Dir, dir Jehovah, will ich. 961. Mach auf, du Geist nes namens preis.muidhibd 2 der ersten zeu sis16. Ach, daß die hülf aus Zion täme! daß dein Geist so, wie dein wort verspricht, Dein volk aus dem gefängniß nähme! O würd es doch nur bald vor abend licht! Ach reiß, o Herr, den himmel bald entzwei Und komm herab zur hülfundmachuns frei! 2. Di daß doch bald dein feuer stis7. Ach, laß dein wort recht mbrennte! li, möcht es doch in schnelle laufen! Es sey fein ert salle lande gehn! Ach Herr, giebohn dessen glanz und schein. Ach, sidech in deine ernte Vie fnechte, bführe. bald dadurds mit haufen die in treuer arbeit stehn. D Herr Der beiden füll in alle thore ein! gen, Die auf der mau'r als treue wächter stehn, Die tag und nächte nimmer schweigen Und die getroft dem feind entgegen gehn, sia, deren schall die ganze welt durchdringt Und aller völker schaaren zu dir brington and anis n [[ 5., 7.] Pf. 133.mahi 6. Wie schön und lieblich sieht es aus, Wenn brüder sind bei sammen Einträchtiglich in einem haus Und stehn in liebesflammen; Wenn sie im geist zusammenstehn, Zu Gott in einem sinne gehn Und halten an mit beten. 72 Ja, wecke noch auch Israel bald auf Und also segne deines wortes lauf! de 19 Anhang. 98. D, beffre 3ions wüste stege; Und was dein wort im laufe hindern kann, Das räum, ach, räum aus jedem wege. Vertilg, o Herr, den falschen glaubenswahn Und mach uns bald von jedem miethling frei, Daß kirch und schul ein garten Gottes fey. Hur and mell 9. Laß jede hoh und niedre schule Die werkstatt deines guten Geistes seyn, Ja, sige du mur auf dem stuhle und präge dich der jugend selber ein, Daß treuer lehrer viel und beter seyn, für die ganze firche stehn und schrei'n. 1dl our st Die 300 10. Du hast uns hirten ja versprochen, Die du nach deinem her zen geben willst. Nun wird dein wort niemals gebrochen, Ein fejedes wort wird punkt für punkt er füllt; Drum halt ich dieses flare wort dir vor, Ach, denke dran und neig uns herz und ohr! 009 m. M. besfeur ein fünflein ist? Da wir in schwacher liebe nun so flehit, Was soll nicht von der liebe quell geschehn? gaur five. Ju 12. D Herr, wo willst du dich hinwenden? Siehst du denn nicht den großen jammer an? Ad), willst du uns nicht hülfe senden? Ach, siehst du nicht, was Jesus hat gethan? Ist er denn nicht der Heiland aller welt? Wie mooth sample kommt so play behält? 1919189 910 ( diri brust 13. Herr, zürne nicht, daß ich so bitte, Da ich vor dir nur staub. und asche bin. Du, als der brunnquell aller güte, Giebst selber mir etwas von deinem sinn, Daß mich der menschen elend jammern kann; Drum bitt ich, Herr, o nimm mein bitten an! 14. Du wirst wohl wissen recht zu richten, Da du ja aller welt ihr richter bist. Laß nur dein wort den streit hier schlichten, Wenn deine lieb in uns im zweifel ist, und treib uns ferner, dich nur anzuflehn, Es wird doch endlich noch viel mehr geschehn 19g ng bu si Carl Heinr, v. Bogatty. † 1774 11. Ach, wird dein herze nicht beweget, Da du, o Gott, die liebe selber bist, Und was von lieb in uns fich reget. Aus deinem lie 1190 19119 da 910 ani na 90971 dansdung Haus Toon istoffort tim ud fillonsfinur onder and my hurdle se 1 i ed in@ tnhinoliar 19@ 39dnit 19llo 1st XX. Von den drei Hauptständen der Christenheit. Nun rithen alle Wälder. hände Beschüße fürche, thron und ant onspul Om 1994 962. od 19 ( 898.) Telly mad err höre, baus. Herrerer- 2. Ach, laß dein wort uns al hore, Breit deines namens ehre len noch ferner reichlich schallen An allen brten aus, Behüte die zu unsrer feelen nuß, Bewahr drei stände, Durch deiner allmacht vor allen rotten, Die deiner wahr. ( 5. 8.1 Anhang. 73 Die alten heb' und trage, Auf daß sie ihre plage Geduldig mögen überstehn. fuck, ast 11. Bleib der verfolgten stüße, Die reisenden beschüße, Die ster benden begleit Mit deinen engelschaaren, Daß sie in frieden fahren Zu Zions freud und herrlichkeit. u bom H 12. Nun, Herr, du wirst erfüllen, Was wir nach deinem willen In demuth jetzt begehrt. Wir sprechen drauf das amen In unjers Jesu namen, So ist uns unfer wunsch gewährt. heit spotten, Beut allen widerfachern trup. 3. Gieb du getreue lehrer Und unverdroßne hörer, Die beide thätig seyn, Auf pflanzen und begießen Laß dein gedeihen fließen Und ernte reichlich segen ein. 4. Gieb unserm fönig glücke, Laß seine gnadenblicke Auf unser Zion gehn, Schüß ihn auf seinem throne Und laffe seine frone, In fiegesvollem glanze stehn. 5. Laß alle, die regieren, Ihr amt getreulich führen, Hilf jeder mann zum recht, Daß fried und freud fich müssen In unserm lande Füssen, Sa, segne herrschaft, magd und knecht. 6. Wend ab in allen gnaden Krieg, feuer, waſſerschaden, Treib sturm landes 190 191 und hagel ab, Bewahr des früchte und mache nicht zunichte, Was deine milde hand uns gab. 7. Gieb ruhe uns und frieden, Mach alle feinde müde, Verleih gefunde luft, Laß noth und theure zeiten nicht übers land sich breiten, Da man umsonst nach brote ruft. Jesu, Herr der könig deiner christenheit, Du hirte herrlichkeit, Du deiner heerden; Du siehst auf die erlöste welt, Regierst sie, wie es dir gefällt, Sorgst, daß fie felig werden; Von dir Sind wir auch erwählet, zugezählet den erlösten, Die du segnen willst und trösten. 2. Wohl deinem volk, daß du es liebst, Nach deinem sinn ihm hirten giebst, Die es zum himmel führen Und die voll eifer, geist und kraft, Voll glaubens, liebe, 9. Sey Vater aller kinder, Der wissenschaft Das herz der fünder schwangereu entbinder, Derisau- qrühren. Freue Hirten Laß den die heer8. Die hungrigen erquicke Und bringe die zurücke, Die sonst rerirret seyn, Die wittwen und die waisen Wollst du mit troste speisen, Wenn sie zu dir um hülfe schrein. gend, Daß sich die eltern ihrer freun. 10. Komm als ein arzt der tranten, und die im glauben wan fen Laß nicht zu grunde gehn. [ 5. 9.1 1901931 sie Benjamin Schmold.+ 1737. 37 196 1. Lehrstand. 1939! drundst 601 M. Wie schön leuchtet der. 963. genden gedeihmigkeit und tu- den Mit den hirten felig werden. jugend Zur frömh unsre zarte seelen niemals fehlen un = 3$ 3. Wir nehmen hier von det ner hand. Den lehrer, den du uns gesandt. Herr, jegne fein geschäfte! Die seelen, die sich ihm Anhang. vertraun, Durch lehr und leben sem ort Mit hellem schein erhalzu erbaun, Gieb weisheit ihm ten rein, und bitten dich, laß und kräfte. Lehr ihn, Hilf ihm sicherlich Je mehr und mehr die Thun und leiden, dulden, streiten, rechte lehr Ausbreiten sich zu deibeten, wachen, Selig sich und uns ner ehr.ginis an ou zu machen. Idaar de trad du 2. Der schap ist theur, drum 4. Herr, deinen Geist laß auf wehr und steur Der feinde trup, ihm ruhn, Laß ihn sein amt mit halt selber schuß, Daß sie mit freuden thun, Nichts sey, das ihn list und mord gelüst't Dies schöne betrübe. Wenn er uns deine wahr- licht auslöschen nicht. Laß ihren heit lehrt, Gieb uns ein herz, rath, der früh und spat Läuft das folgsam hört, Ein herz voll wider uns, nicht finden statt. treuer liebe. Lehrer, Hörer Laß3. Gieb folche leut, die ungein freundschaft und gemeinschaft scheut Uns zeigen an die rechte fefte stehen und den weg zum bahn, Die du bereit't zur selighimmel gehen. at hilusion@ feit; Mit deinem Geist ihn'n hülfe leist, Daß nicht mit macht werd hergebracht Des alten greuels finstre nacht, hind 5. Wenn einst dein großer tag erscheint, Laß unsern lehrer, unfern freund, Uns dir entgegenführen. Du giebst ihm unter seine hand Die scelen als ein unterpfand, Laß keine ihn verlieren. Jesu, Hilf dut, Beut die hände daß am ende hirt und heerde Treu von dir, erfunden wäre. 4. Darinnen nicht ein fünflein licht In angst und leid von trost und freud; Dein wort allein fann tröstlich seyn, Daffelb erhalt bei jung' und alt', Bis an das end', und stürz behend, Der uns raubt wort und facrament. 6. Seytuns gesegnet, knecht 19 des Herrn, Du kommst im na thin nod Joh. Heermann. † 1647. men unsers Herrn, In Jesuis & Chrifti namen. Dhirte, nimm2. uns bei der hand; Führ uns zum du das ewgen vaterland. Gott mit dir; M. Wie nach einer Wasserquelle. dund sie Von Obrigkeiten und Unterthanen. Amen! Amci; Mit dir Gehn 965. Hilf uns, Herr, in wir Durch die leiden dieser zeiten zu dem leben, Das uns unjer Gott will geben. Joh. Dan. Kartt Bidel.+1809 moju & M. Vater unser im Himmelr. to in Sal dingen, Daß wir unser amt und werk rt Wohl anfangen und vollbringen, Gieb uns weisheit, fraft und stärt: Ohne deine segenshand Ist verloren stadt und land. Hilf uns, Herr, in allen dingen Und laß alles wohl gelingen. 964. irondanken dir, Gott, für und für, Daß du dein wort auch die 2. Hilf uns, Herr, an allen 74 AT [ 5. 10.1 Anhang. 75 heit und verstand Regiere christlich leut und land; und orten, Wo wir dein bedürftig seyn, Brich der höllen macht und pforten Und gieb deinem häufelein Und der ganzen christenheit, Liebe, freud und einigkeit. Hilf uns, Herr, in allen dingen Und laß alles wohl gelingen. 3. Damit wir führen unter ihr Ein still geruhig leben hier Unddermaleinst mit ihr, mein hort, Bestehen wohl im himmel sanid do dort. d 3. Hilf uns, Herr, auf allen Aem. Juliane, Gräfin von Schwarzburgs feiten, Im gelück und ungelück, ndi and Rudolstadt. † 1706. STI Kämpfen, streiten und arbeiten, door ons nu 12 unghe di aduvied Wider satans list und tück, Wi- d 3. Vom Hausstande. der fleischeslust und pracht, Wi- los M. Seelenbräutigam. and der weltlich ehr und macht. Hilf uns, Herr, in allen dingen laß alles wohl gelingen. nded und 967. eju, geh voran Auf der lebensbahn; Und wir wollen nicht verweilen, Dir getreulich nachzueilen. Führ uns an der hand Bis ins vaterland. 4. Hilf uns, Herr, aus allem leiden In der letzten todesnoth, Laß uns fahren hin mit freuden Und durch deinen bittern tod Kommen in das paradeis, zur freude, dir zum preis. uns, Herr, in allen dingen laß alles wohl gelingen. 1990 2. Solls unshart ergehn, Laß uns feste stehn Und auch in Uns den schwersten tagen Niemals Hilf über lasten klagen, Denn durch Und trübsal hier Geht der weg zu dir. ytan 3. Rühret eigner schmerz Irgend unser herz, Kümmert uns ein fremdes leiden: id D, so gieb geduld zu beiden. Richte unsern sinn Auf das ende hin. 896 4. Ordne unfern gang, Liebster, lebenslang; Führst du uns durch rauhe wege, Gieb uns auch die nöthge pflege. Thu uns nach Mart. Rinkart. 1649. dem lauf Deine thüre aufsml M. Jesu Christ, meins Sebens.nic. Ludw. Graf v. Zinzendorf. † 1760. 1966. heilige Dreieinige una del med ug not 5.. Hilf uns, Herr, in legten zügen, Hilf! nach unsrer zuversicht Laß uns ritterlich obsiegen Und zu schanden werden nicht. DO, Herr Jesu, deine hand Leist uns hülfe und beistand, Daß wir nach vollbrachtem ringen Lob und dank dir ewig bringen. † Matth. 19, 6, M. Nun danfct alle Gott. C08 or storjad dere unsre obrigkeit, Die deine treue Baterhand Gesepet selbst in die 968. as Gott zusam dal sen stand. dual anu tort Tel. 2. Dein guter Geist sie leit und führ Und segne ihr thun für und für, Daß sie voll weisD menfügt, soll der mensch nicht scheiden, Drum gehen wir dahin In Got= tes fried und freuden. Der un 1900 1 15. 11,1 Anhang. 76 fre namen schreibt Ins buch des fegens ein, Er selbst, Herr 3e baoth, Wird schild und lohn uns feyn. noin 190 TOUTE Benjamin Schmold. † 1737. sidi domne M. Wo Gott zum Haus nicht. ohl einem haus, 969. da Jesus Christ Allein das all in allem ist. Ja, wenn er nicht darinnen wär, Wie elend wärs, wie arm und leer! 2. Wohl, wenn sich mann und weib und find In einem glaubensfinn verbind't, Zu dienen ihrem Herrn und Gott Nach seinem willen und gebot! nepo 3. Wohl, wenn ein solches haus der welt Ein vorbild vor die augen stellt, Daß ohne Gottesdienst im Geist Das äußere werk nichts ist und heißt! the 4. Wohl, wenn das rauchwerk und gebet Beständig in die höhe geht Und man nichts treibet fort und fort, Als Gottes wort, als Gottes wort! oden donnsuntie 5. Wohl, wenn im äußerlichen stand Mit fleißiger, getreuer hand Ein jegliches nach seiner art Im glauben seine hut bewahrt! 8. So mach ich denn zu dieser stund Sammt meinem hause diesen bund: Wenn alles volk vom Herrn abwich, Doch dienen wird ihm ewiglich. se Christoph Karl Ludwig v. Pfeil. † 1784. R is# 1999 M. Unser Herrscher, unser König. ( Herr, ich habe mißgehandelt.) 970. in getreues herze höchsten schaßes preis, Der ist selig zu begrüßen, Der ein treues herze weiß. Mir ist wohl bei höchstem schmerze, Denn ich weiß ein treues herze. 2. Läuft das glücke gleich zu zeiten Anders als man will und meint, Ein getreues herz hilft streiten Wider alles, was ist feind. Mir ist wohl bei höchstem schmerze, Denn ich weiß ein treues herze. 3. Sein vergnügen steht alleine In des andern redlichkeit, Hält des andern noth für seine, Weicht nicht auch bei böser zeit. Mir ist wohl bei höchstem schmerze, Denn ich weiß ein treues herze. 4. Gunst die kehrt sich nach dem glücke, Geld und reichthum dus zerstäubt, Schönheit läßt uns bald zurücke,& in getreues herze bleibt. Mir ist wohl bei höchstem schmerze, Denn ich weiß ein treues herze.ur tout 6. Wohl, wenn die eltern gläubig seyn, Versäumen ihre kinderlein Auch nicht an ihrem ewgen glück, So bleibet threr keins zurück! bin mismun nimmich 7. Wohl solchem haus! denn es gedeiht, Die eltern werden hoch erfreut, Und denen findern 15.1 Gleichviel daseyn und gefieht mans an, Wie Gott die schieden, Gin getreues herze hält, seinen segnen kann, miss ni gil Giebt sich allezeit zufrieden, [ 5. 12.] Steht auf, wenn es niederfällt. Ich bin froh bei höchstem schmerze, Denn ich weiß ein treues herze. 6. Nichts ist füßers, als zwei treue, Wenn sie eines worden seyn, Dies ists, deß ich mich erfreue, Und sie giebt ihr ja auch drein. Mir ist wohl bei höchstem schmerze, Denn ich weiß ein treues herze. Paul Flemming. † 1635. se reintl 5 M. Zion flagt mit Angst und. Anhang. der deinen Vater seyn? Sonsten wäre Gott nicht richter und der waisen sache schlichtere dan 5. Zwar der armen wittwen thränen Fließen wohl in drang und schmerz, Dennoch ihre seufzer stöhnen Bis in Gottes Vaterherz, Schreien über solchen mann, Der die wittwen ängsten Bis der höchste Gott das endet Und den wittwen hülfe sendet. 6. Wittwen sind in Gottes ar= 971. ichts betrübters iſt men, Waiſen sind in Gottes schooß, auf erden, Nichts will er erbarmen, kann so zu herzen gehn, Als wenn die noth auch noch so groß; Ein arme wittwen werden, Wenn ver- folch ungerechter mann Tastet lassen waisen stehn, Ohne vater, Gottes augen an, Der die armen ohne muth, Ohne freunde, ohne waisen drücket Und der wittwen gut; Wittwen sind verlassne frauen, herz bestricket.ni tlour red und Wer mag auf die waisen schauen? Wenn sie bleiben in den 2. Wo die zäune find zerlücket, Jedermann ashinübersteigt, Auch ein lind die früchte pflücket, Da die äfte sind gebeugt. Wo die mauern sind gespalt't, Da sind't sich der feind gar bald; Wem der schirm und schatten weichet, Den die hipe bald erreichetun asd schranken, Darin Gott sie hat gestellt, Und von seiner treu: nicht wanken, Weil er sich zu ihnen hält, Sollen sie im himmelsschloß Werden alles kummers los, Da soll nicht mehr, wie auf erden, Wittwennoth gehöret werdentia nschileu Michael Hünold. † 1672. 3.Also müssen stets dietava and vouston pomish tiste duni men Leiden unter ungemach; Shar M. Herr Gott, dich loben alle. rer wen'ge sich erbarmen Witt- i 972 und chlaf sanfte wen schreien weh und nach Ueber inwohl, schlaf, dieden der sie so preßt und in best find, Weil ja dies engel bei nöthen stecken fäßt. Waisen müs die sinds Stenfehen Gottes ausen sich oft schmiegen, Andern gesicht, 19 Ste wachenb hier und untern füßen liegen. idisld ograd schlummern nicht. bung ist 4 Also muß es hier ergehend Dund schläfft und liegest In der welt auch mir undidir; weich dabeis Dein Heiland lag Waisen müssen traurig stchen, auf stroh und heitt Im finstern Wittwen müssen leiden hier; Denn stall, auf holz und stein; Du wie fönnte Gott sonst mein Und liegst in deinem wiegelein. nsnis [ 5. 13.18 78 3. Dir störet niemand schlaf und ruh, Ihm septen tausend feinde zu, Du lebst ohn einigen verlust, Da er das elend leiden mußt. mondo ad dll 4. Gott schenke kraft dir und gedeihn, Er segne dich und mach dich rein, Fromm und an deiner feele reich, An weisheit deinem Jeiu gleich.disidor sim Anhang. 5. Gott fülle dich mit gnad und licht, Daß durch dich andern wohl geschicht; Und werd ein baum, der schatten giebt, Du pflänzlein Gottes, das er liebt. 6. Gott ist ein wahrer kinderfreund; Es schützt auch dich vor jedem feind Der liebe Heiland Jesus Christ, Der finder segnet, herzt und füßt. 100 7. Sey wie das traute Jesusfind, Gerecht, getreu und fromm gesinnt! Dies kindlein ging die fugendbahn Und war den eltern unterthan. dangt 8. Dein Gott verkläre für und für Sein liebes Jesuskind in dir, Daß deine feel erkennt und faßt, Was du am kindlein Jesu haſt. 9. Was Jesus ist und heißt und thut, Das ist und thut er dir zu gut. Dein großes elend macht allein, Daß er ein kind, wie du, mußt seyn. 10. Wer es mit diesem finde hält, Für den ist nur das reich bestellt; Der nimmt, er sey flein oder groß, mit ihm dort gleiches erb und loos. 11. Wie bald vergeht des lebens zeit Und bringt uns nah der ewigkeit! Es ist noch um ein kleines nun Und um den letzten schlaf zu thun. astrids 10 12. Bald weckt uns der pos saunen ton, Wir sehen Christum auf den thron Und bei ihm, wer hier in gefahr, Verachtet, arm und elend war. 1319 13. Schlaf, liebes kind, schlaf unbetrübt; Wenn Gott verstand und jahre giebt, So wachs' im geiste tag und nacht, Bis Gott dich ewig selig macht. Joh. Christoph Rube, um 1712. XXI. Von göttlicher Regierung und christlichem Leben. M. Was Gott thut, das ist. Wie viel mir nüßen würde, Be= 973. uf Gott und nicht auf meinen rath Will ich mein glücke bauen Und dem, der mich erschaffen hat, Mit ganzer seele trauen. Er, der die welt Allmächtig hält, Wird mich in meinen tagen Als Gott und Vater tragen. is nomen 2. Er sah von aller ewigkeit, stimmte meine lebenszeit, Mein glück und meine bürde. Was zagt mein herz? Ist auch ein schmerz, Der zu des glaubens ehre Nicht zu besiegen wäre? 3. Gott fennet, was mein herz begehrt, Und hätte, was ich bitte Mir gnädig, eh ichs bat, gewähri, Wenns seine weisheit litte. Er [ 5. 14.1 Anhang. orgt für mich Recht väterlich. Nicht, was ich mir ersehe, Sein wille der geschehe! PREN 4. Ist nicht ein ungestörtes glück Weit schwerer oft zu tragen, Als selbst das widrigste geschick, Bei dessen laft wir klagen? Die größte noth Hebt einst der tod, Und ehre, glück und habe Verläßt uns doch im grabe. od 5. An dem, was wahrhaft glücklich macht, Läßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, weltlust, ehr und pracht Sind nicht das glück der seelen. Wer Gottes rath Vor augen hat, Dem wird ein gut gewissen Die trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das leiden dieser zeit? Wie bald ists über wunden! Hofft auf den Herrn; Er hilft uns gern. Seyd fröhlich ihr gerechten, Der Herr hilft seinen knechten. 7. Du wollst den lieben meinen Auch gnädiglich erscheinen, Du liebster Vater du! Halt ab, was si fann betrüben, Und wenn dirs wird belieben, So führ mich ihnen wieder zu. 8. Du Daß Christian Fürchtegott Gellert.+ 1769. M. Nun ruhen alle Wälder. 79 3. Behüte mich vor feinden Und heuchlerischen freunden; Gieb mir dein' engel zu, Und segne meine werke, Sey morgens meine stärke Und dann zu abend meine ruh. 4. Laß mich nach tugend trachten Und dein gebot hochachten, Laß allen falschen schein Der schnöden eitelfeiten, Eaß laftervollegeiten Von mir weithin verbannet seyn. 2 5. Die weisheit laß mich füssen, Gieb mir ein rein gewissen Und keuschgesinntes herz, Daß ich mein thun und tichten Nach dir, Herr, möge richten, Die fünde sey mir ja kein scherz. 6. Wenns nicht nach wunsch ergehet Und etwa noth entstchet, Gieb einen frischen muth; Werd ich auf dich nur bauen, So kann vor nichts mir grauen, Es wird doch endlich alles gut. 974. Barmherzger Gott und Vater, treuer menschenrather, Auf dein wort zieh ich aus, Ganz unbe kannte straßen. Wirst du mich nicht verlassen, So bin ich über all zu haus. TM TS HIGH 2. Ach Herr, der du kannst neigen Und nach gefallen beugen Der menschen herz und sinn, Erwecke fromme leute, Und bring auf meine feite Befördrer, wenn ich einsam bin. pianus Soll aber dies geschehen, ich nicht mehr soll sehen ich nicht mehr ſoll sehen Der väter grenzestein, Soll ich bei fremden leben, Ich will nicht widerstreben; Ist doch bei fremden auch gut seyn. on 9. Gott, du wirst meinen reisen Gewünschten fortgang weisen, Du wirst nach deinem wort Mich schüßen und ernähren, Auch glück und heil bescheren: In Gottes namen reif' ich fort.gmt sta Gottfried Wilhelm Sacer. † 1669. 15. 15.1 80 Anhang. In eigner Melodie. 975. Die wir uns allhier beisammen finden, Schlagen unsre hände ein, Uns auf deine marter zu verbinden, Dir auf ewig treu zu seyn, Und zum zeichen, daß dies lobgetöne Deinem herzen angenehm und schöne, Sage amen und zugleich: Frieden, frieden sey mit euch! Christian Renatus, Graf von Zinzendorf. † 1752. M. Es ist gewißlich an der Zeit. ( Es ist das Heil uns.) 976.( 895.)& in neugebornes Gottestind Schmeckt seines Vaters liebe, Der ihm in Christo alle sünd Geschenkt aus reinem triebe, Der es in seinen gnadenbund, In dem es durch die taufe stund, Hat wieder aufgenommen. 2. Ein neugebornes Gotteskind Darf sich nicht knechtisch scheuen, Wie viel auch seine leiden sind, Wie oft sie sich erneuen; Der Geist der kindschaft treibt den sinn Zum schooß des lieben Vaters hin, Den es darf Abba nennen. 3. Ein neugebornes Gotteskind Wird seinen Vater lieben, Und weil es ihm ist gleich gefinnt, Sich im gehorsam üben. Es hält ihn für sein höchstes gut und lebt mit ihm durch Christi blut In einem füßen frieden. 4. Ein neugebornes Gotteskind Das liebt auch seine brüder, Die auch aus Gott geboren sind, Die auch find Chrifti glieder, Ja, seine lieb ist allgemein, Es weiß nicht mehr, was feinde seyn, Sein herz ist ganz verfüßet. 5. Ein neugebornes Gotteskind Kämpft gegen alle fünden, Es kann den feind, wo es ihn find't, Durch Christum überwinden! Und greift er es auch heftig an, Ihm Der starke glaube sieget. wird stets widerstand gethan, 6. Ein neugebornes Gotteskind Ist voll von dem verlangen, Die milch, die aus dem worte rinnt, Zur nahrung zu empfangen. Durch dieses süße lebenswort Wächst es im guten freudig fort Und wird am geist geſtärket. 7. Ein neugebornes Gottestind Küsst seines Vaters ruthe Und ruft, weil sie es lieb gewinnt: Du thust mir viel zu gute. Es unterwirft sich ihrer zucht Und lässt dadurch des Geistes frucht zu größrer reife kommen. 8. Hier prüfe, meine seele, dich, Ob du aus Gott geboren. Vielleicht regt eigenliebe sich Und bläst dir in die ohren, Du sollest ohne sorg und pein Auf deine taufe sicher seyn Und nur das beste hoffen. 9. Ach, hast du deiner taufe fraft Durch fündendienst verloren, So ruh nicht, bis Gott rath geschafft, Und dich aufs neu geboren, So ruh nicht, bis der kindschaftsgeist Dich durch sein zeugniß überweist, Daß du sein find und erbe. Joh. Jac. Rambach. † 1735. [ 5. 16.] 08 Anhang. si In eigner Melodie. un 977.* abre fort, Zion, fabre fort im licht, Mache deinen leuchter helle, Laß die erste liebe nicht, Suche stets die lebensquelle. Zion, dringe durch die engelpfort, Fahre fort.: dat we kunt 2. Leide dich,:,: Zion, leide ohne schen Trübfal, angst mit M. Wunderbarer König ſpott und hohne, Sey bis in den 978. Gott ist gegenwär tod getreu. Siehe auf die lebenstrone, Zion, fühlest du der schlange stich, Leide dich.:,: 3. Folge nicht,:: Zion, folge nicht der welt, Die dich suchet groß zu machen; Achte nicht ihr gut und geld, Nimm nicht an das bild des drachen. Zion, wenn sie dir viel luft verspricht, Folge tig! Lasset uns anbeten Und in ehrfurcht vor ihn treten. Gott ist in der mitten! Alles in uns schweige Und sich innigst vor ihm beuge. Wer ihn fennt, Wer ihn nennt, Schlagt die augen nieder, Kommt, ergebt euch wieder. 2. Gott ist gegenwärtig, Dem die cherubinen Tag und nacht nicht.:,: d istud ist gebücket dienen. Heilig! heilig! 4. Prüfe recht,:,: Zion, prüfe recht den geist, Der dir ruft zu beiden seiten; Thue nicht, was er dich heißt, Laß nur deinen stern dich leiten. Zion, beide, das, was krumm und schlecht, Prüfe recht.:,: en no en heilig! Singen ihm zur ehre Aller engel hohe chöre. Herr, vernimm Unsre stimm, Da auch wir geringen Unsre opfer bringen. eitelfeiten, Prüfe 5. Dringe ein:: Zion, dringe ein in Gott; Stärke dich im geist und leben, Sey nicht wie 3. Wir entsagen willig Allen eitelfeiten, Aller erdenlust und freuden; Da liegt unser wille, Seele, leib und leben Dir zum eigenthum ergeben. Du allein Sollft es seyn, Unser Gott und Sey du gleich Herre: Dir gebührt die ehre. 01 die andern todt, den grünen reben. Zion, in die 4. Majestätisch wesen, Möcht kraft für heuchelschein Dringe eins: unsins 6. Brich herfür,:,: Zion, brich herfür in fraft, Weil die bruder liebe brennet: Zeige, was der in dir schafft, Der als seine brant dich Fennet. Zion, durch die dir gegebne thür Brich herfür.:: ich dich recht preisen Und im geist dir dienst erweisen! Möcht ich, wie die engel, Inimer vorai dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir Für und für Trachten zu gefallen, Liebster Gott, in allem. viel chup, Idoil and 5. Luft, die alles füllet, Drin [ 6. 1.] 6 81 7. Halte aus,:,: Zion, halte deine treu, Laß dich ja nicht lauts licht finden, Auf! das kleinod rückt herbei, Auf! verlasse, was dahinten. Zivn, in dem letzten kampf und strauß Halte aus!:,: Johann Eusebius Schmidt.+ 1745. one moshen 82 wir immer schweben, Aller dinge grund und leben, Meer ohn grund und ende, Wunder aller wunder, Ich sent mich in dich hinunter, Ich in dir, du in mir; Laß mich ganz verschwinden, Dich nur sehn und finden. Anhang. 6. Du durchdringest alles; Laß dein schönstes lichte, Herr, berühren mein gesichte. Wie die zarten blumen Willig sich entfalten Und der sonne stille halten, Laß mich so Still und froh Deine strahlen fassen Und dich wirken laffen. 7. Mache mich einfältig, Innig abgeschieden, Sanfte und in stillem frieden, Mach mich reines herzens, Daß ich deine klarheit Schauen mag in geist und wahrheit; Laß mein herz Himmelwärts Wie ein'n adler schweben Und in dir nur leben. 8. Herr, komm in mir wohnen! Laß mein'n geist auf erden Dir ein heiligthum noch werden. Komm, du nahes wesen! Dich in mir verfläre, Daß ich dich stets lieb und ehre; Wo ich geh', Eiß und steh, Laß mich dich erblicken Und vor dir mich bücken. Gerhard Tersteegen. † 1769. In eigner Melodie. ( O du Liebe meiner Liebe) 979. Ø erz und herz vereint zusammen, Sucht in Gottes herzen ruh, Lasfet eure liebesflammen Lodern auf den Heiland zu. Er das haupt, wir seine glieder, Er das licht und wir der schein, Er der meister, wir die brüder, Er ist unser, wir sind sein. 2. Kommt, ach kommt, ihr gnadenkinder, Und erneuert euren bund, Schwöret unserm überwinder Lieb und treu von herzensgrund. Und wenn eurer liebesfette Festigkeit und stärke fehlt, O, so flehet um die wette, Bis sie Jesus wieder stählt. 3. Tragt es unter euch, ihr glieder, Auf so theures lieben an, Daß ein jeder für die brüder Auch das leben lassen kann. So hat uns der freund geliebet, So zerfloß er dort in blut; Denkt doch, wie es ihn betrübet, Wenn ihr euch selbst eintrag thut. 4. Einer reize doch den andern, Unserm blutbefreundten Lamm Vor das lager nachzuwandern, Das für uns zur schlachtbank kam. Einer soll den andern wecken, Alle fräfte tag für tag Nach vermögen dran zu stecken, Daß er ihm gefallen mag. 5. Halleluja! welche höhen, Welche tiefen reicher gnad, Daß wir dem ins herze sehen, Der uns so geliebet hat, Daß der Vater aller geister, Der der wunder abgrund ist, Daß du, unsichtbarer meister, Uns so fühlbar nabe bist! 6. Ach, du holder freund, vereine Deine dir geweihte schaar, Daß sie sich so herzlich meine, Wies dein legter wille war. Ja, verbinde in der wahrheit, Die du selbst im wesen bist, Alles, [ 6. 2.1 Anhang. was von deiner klarheit In der that erleuchtet iſt. 7. So wird dein gebot erfüllet, Daß der Vater alle die, Welche du in dich verhüllet, Auch in seine liebe zieh, Und daß, wie du eins mit ihnen, Also sie auch eines seyn, Sich in wahrer liebe dienen Und einander gern erfreun. 8. Liebe, hast du es geboten, Daß man liebe üben soll, D, so mache doch die todten, Trägen geister lebensvoll. Zünde an die lebensflamme, Daß ein jeder sehen kann, Wir, als die von einem stamme, Stehen auch für einen mann. 83 leucht'ter sinn Kehrt in seinem ursprung hin. 3. Himmelan! ruft er mir zu, Wenn ich ihn im worte höre, Das weist mir den ort der ruh, Wo ich einmal hingehöre. Wenn mich dieses wort bewahrt, Halt ich eine himmelfahrt. 4. Himmelan! denk ich allzeit, Wenn er mir die tafel decket, Und mein geist hier allbereit Gine fraft des himmels schmecket. Nach der fost im jammerthal Folgt des Lammes hochzeitsmahl. 5. Himmelan! mein glaube zeigt Mir das schöne loos von ferne, Daß mein herz schon aufwärts steigt Ueber sonne, mond und sterne: Denn ihr licht ist viel zu klein Gegen jenen glanz und schein. 6. Himmelan wird mich der tod In die rechte heimath führen, Da ich über alle noth Ewig werde triumphiren. Jesus geht mir selbst voran, Daß ich freudig folgen kann. 7. Himmelan, ach himmelan! Das soll meine losung bleiben, Ich will allen eitlen wahn Durch die himmelsluft vertreiben. HimM. Jesus, meine Zuversicht. 980. Himmelan gebt unsre melan steht nur mein ſinn, Bis bahn, Wir sind ich in dem himmel bin. gäste nur auf erden, Bis wir dort in Ganaan Durch die wüste kommen werden. Hier ist unser pilgrimstand, Droben unser vaterland. 9. Laß uns so vereinigt wer den, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser erden Kein getrenntes glied mehr ist; Und allein von deinem brennen Nehme unser licht den schein; Also wird die welt erkennen, Daß wir deine jünger seyn. Nic. Ludw. Graf von Zinzendorf. † 1760. Benjamin Schmold. † 1737. Psalm 119, 19. Ebr. 11, 13. M. Herzlich thut mich verl. 2. Himmelan schwing dich mein 981. bin ein gaft auf geist, Denn du bist ein himmlisch wesen Und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem zweck erlesen. Ein von Gott ererden Und hab hier keinen stand, Der himmel foll mir werden, Da ist mein vaterland. Hier reif' ich aus und abe, Dort in der ewgen ruh Ist Got[ 6. 3. 6* 84 tes gnadengabe, Die schleußt all arbeit zu. 2. So will ich zwar nun treiben Mein leben durch die welt, Doch denk ich nicht zu bleiben In diesem fremden zelt; Ich wandre meine straße, Die zu der heimath führt, Da mich ohn alle maaße Mein Vater trösten wird. 3. Mein heimath ist dort droben, Da aller engel schaar Den großen Herrscher loben, Der alles ganz und gar In seinen händen träget Und für und für erhält, M. Erschienen ist der herrlich. Auch alles hebt und leget, Nachn Gottes namen dem's ihm wohlgefällt. fahren wir, Sein hülf und gnad begehren wir; Des Vaters güt behüt uns heut, Bewahr auch unser feel und leib. Kyrieleis. 982. I 4. Zu dem steht mein verlangen, Da wollt ich gerne hin, Die welt bin ich durchgangen, Daß ichs fast müde bin. Je langer ich hier walle, Je wen'ger find ich freud, Die meinem geist gefalle, Das meist' ist herzeleid. 2. Christus sey unfer geleitss mann, Bleib stetig bei uns auf der bahn Und wend von uns des feindes list, Auch was sein'm wort zuwider ist. Kyrieleis. 5. Die herberg ist zu böse, Der trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse Mein herz, wenn dein herz will! Komm, mach ein seligs ende An meiner wanderschaft, Und was mich kränkt, das wende Durch deinen arm und fraft. hidnu rat 6. Wo ich bisher gesessen Ist nicht mein rechtes haus, Wenn M. Ich bin ja, Herr, in dein." mein ziel ausgemeſsen, So tret 983. Mein leben iſt ein ich hinaus; was ich hier gebrauchet, Das leg ich alles ab, Und wenn ich ausgehauchet, So scharrt man mich ins grab. 7. Du aber, meine freude, Dut meines lebens licht, Du zeuchst mich, wenn ich scheide, Hin vor Anhang. dein angesicht, Ins haus der ewgen wonne, Da ich stets freudenvoll Gleich als die helle sonne Nächst andern leuchten soll. 8. Da will ich immer wohnen Und nicht nur als ein gast Bei denen, die mit fronen Du auss geschmücket hast. Da will ich herrlich singen Von deinem großen thun Und frei von schnöden dingen In meinem erbtheil ruhn. Paul Gerhardt. † 1676. 3. Der heilge Geist auch ob uns halt Mit seinen gaben mannigfalt. Er tröst und stärk uns in der noth Und führ uns wieder heim zu Gott. Kyrieleis. Nicol. Hermann. † 1561. 19 Ich reise nach dem vaterland, Nach dem Jerusalem, das droben Gott selbst als eine feste stadt Aufs bundesblut gegründet hat; Da werd ich meinen Gott stets loben. Mein leben ist ein vil [ 6. 4.] Anhang. grimstand, Ich reise nach dem vaterland. 2. So schnell ich land und leut' verlaß, Läuft schnell meins lebens stundenglas, Und was vorbei ist, fommt nicht wieder. Ich eile zu der ewigkeit, Herr Jesu, mach mich nur bereit, Eröffne meine augenlieder, Daß ich, was zeitlich ist, veracht Und nur nach dem, was ewig, tracht. 3. Kein reisen ist ohn ungemach), Der lebensweg hat auch sein ach, Man wandelt nicht auf weichen rosen. Der steg ist eng, der feinde viel, Die mich abreißen von dem ziel, Ich muß mich oft an dornen stoßen. Ich muß durch dürre wüsten gehn Und kann selbst keinen ausweg sehn. 4. Der sonnen glanz mir oft gebricht, Der sonne, die ihr gnadenlicht In unverfälschte herzen strahlet; Wind, regen stürmen auf mich zu, Mein matter geist findt nirgends ruh, Doch alle müh iſt schon bezablet, Wenn ich das 85 fuß beschüße. Ich falle stündlich, hilf mir auf, Zeuch mich, damit ich dir nachlauf, Sey mir ein schirm in trübfalshize. Laß detnen süßen gnadenschein In finsterniß nie ferne seyn. 7. Wenn mir mein herz, o gnadenfüll, Vor durst nach dir verschmachten will, So laß mich dich zum labsal finden, Und wenn ich schließ die augen zu, So bring mich zu der stolzen ruh, Da streit und alle müh verschwinden. Laß mich da seyn in Abrams schooß Dein liebling und dein hausgenoß. 8. Bin ich in diesem Mesechsland Der blinden welt gleich unbekannt, Dort sind die freunde, die mich kennen; Dort werd ich mit der himmelsschaar Dir jauchzend dienen immerdar Und in der reinsten liebe brennen. Herr Jesu, komm, o bleib nicht lang', In Kedars hütten wird mir bang. Friedr. Adolph Lampe.+ 1729. M. O du Liebe meiner Liebe. goldne himmelsthor Mir stell in 984. durchbrecher aller glaub vor. bande, 5. Israels hüter, Jesu Christ, Der du ein pilgrim worden bist, Da du mein fleisch haft angenommen, Zeig mir im worte deine tritt, Laß mich bei einem jeden schritt zu deinem heil stets näher kommen. Mein leben fleucht; ach, eile du Und fleug mit gnad und hülf herzu. du immer bei uns bist, Bei dem schaden, spott und schande Lauter luft und himmel ist, Uebe ferner dein gerichte Wider unsern Adamssinn, Bis uns dein so treu gesichte Führet aus dem ferfer hin. 6. Durch deinen Geist mich heilig leit. Gieb in geduld beständigkeit, Vor straucheln meinen 2. Ists doch deines Vaters wille, Daß du endest dieses wert, Hierzu wohnt in dir die fülle Aller weisheit, lieb und stärk, Daß du nichts von dem verlierest, Was er dir geschenket hat, Und [ 6. 5.1 Anhang. 86 es von dem treiben führest Zu der süßen ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns vollenden, Willst und kannst ja anders nicht, Denn wir sind in deinen händen, Dein herz ist auf uns gericht't, Ob wir wohl vor allen leuten Als gefangen sind geacht't, Weil des frazes niedrigfeiten Uns verachit und schnöd gemacht. 4. Schau doch aber unsre ketten, Da wir mit der creatur Seufzen, ringen, schreien, beten Um erlösung von natur, Von dem dienst der eitelkeiten, Der uns noch so harte drückt, Ungeacht't der geist in zeiten Sich auf etwas besfres schickt. 5. Ach, erheb die matten kräfte, Sich einmal zu reißen los Und durch alle weltgeschäfte Durchgebrochen stehen blos. Weg mit menschenfurcht und zagen! Weich', vernunft- bedenklichkeit! Fort mit schen und schmach und plagen! Weg des fleisches zärtlich feit! ben, läßt dich nicht, Bis er die erlösung findet, Da ihm zeit und maaß gebricht. 8. Herrscher, herrsche! fieger, siege! König, brauch' dein regiment! Führe deines reiches friege, Mach der sclaverei ein end! Laß doch aus der grub die seelen Durch des neuen bundes blut, Laß uns länger nicht so quälen, Denn du meinst's mit uns ja gut. 9. Haben wir uns selbst gefangen In lust und gefälligkeit, Ach, so laß uns nicht stets hangen In dem tod der eitelkeit. Denn die last treibt uns zu rufen, Alle schreien wir dich an: Zeig doch nur die ersten stufen Der gebrochnen freiheitsbahn! 10. Ach, wie theur sind wir erworben, Nicht der menschen knecht' zu seyn! Drum, so wahr du bist gestorben, Mußt du uns auch machen rein, Rein und frei und ganz vollkommen, Nach dem besten bild gebildt, Der hat gnad um gnad genommen, Wer aus deiner füll sich füllt. fi 6. Herr, zermalme und zerstöre HS 139 Alle macht der finsterniß, Denn 11. Liebe, zeuch uns in dein der preist nicht deine ehre, Den die sünd zum tode riß. Heb uns aus dem staub der sünden, Wirf die lust der welt hinaus, Laß uns wahre freiheit finden In des ewgen Vaters haus. ni 7. Wir verlangen keine ruhe Für das fleisch in ewigkeit, Wie herein. bi biar, disl du's nöthig findst, so thue Nochll thin Gottfried Arnold. † 1714. por unfrer abschiedszeit. Aber un- bus nomist 19tfpd sdsil si fer geist der bindet Dich im glau ithin nequn ordi sterben, Laß mit dir gefreuzigt seyn, Was dein reich nicht kann ererben, Führ ins paradies uns ein. Doch, wohlan! du wirst nicht säumen, Wo wir nur nicht lässig seyn; Werden wir doch als wie träumen, Wenn die freiheit bricht 16. 6.] 87 1. Cor. 13. den gemeinen; Die liebe zürnet nicht, Die lieb hilft jedermann M. O Gott, du frommer. 985.( 966.) enn einer Und wendet schaden ab, Wo sie 15609 nur immer fann. Z alle kunst Und alle weisheit hätte, Wenn er mit menschen- und Mit engelzungen redte; Hätt aber sonst dabei Der wahren liebe nicht, So wäre doch vor Gott Damit nichts ausgericht't. 2. Er wäre wie ein erz, Das zwar sehr helle klinget, Sonst aber keine frucht und keinen nußen bringet: Es wär ein solcher mensch Doch nur ein todter christ, Der schelle gleich, in der Kein geist und leben iſt. Anhang. 3. Wenn er weissagen könnt Und hätte allen glauben, So, daß er wunderwerk An bergen, blinden, tauben Erwies, und hätte doch Der wahren liebe nicht, So wäre abermals Damit nichts ausgericht't. 4. Wenn einer auch sein hab Und alles gut den armen Hingäbe, aber es Nicht thäte aus erbarmen, Wenn er sich brennen ließ und hätte nicht dabei Der liebe, sag ich doch, Daß es nichts tenüße sey. 7. Die liebe ist betrübt, Wenn unrecht wird gerichtet, Und freuet sich, wenn man Der wahrheit fest beipflichtet; Die liebe decket auch Des nächsten mängel zu, Verträget alles gern Und liebet fried und ruh. beizuſtehn, Die liebe eifert nicht, Die liebe siehet zu, Daß keinem leid geschicht. 8. Ohn argwohn glaubet sie Das beste nur von allen, Sie hoffet besserung, Wenn jemand ist gefallen In sünd und missethat; Hat sie gleich keine schuld, So leidet sie dennoch, Was möglich, mit geduld. 9. Wenn dort die wissenschaft Einmal wird ganz aufhören, So wird die liebe doch Sich fort und fort vermehren, Wenn glaub und hoffnung auch Vergehet mit der zeit, So bleibet doch die lieb Ju alle ewigkeit. * 10. Herr Jesu, der du bift Ein vorbild wahrer liebe Verleihe, daß ich auch Am nächſten liebe übe; Gieb, daß ich allezeit Von herzen jedermann Zu dienen sey bereit, Wo ich nur immer kann. 5. Die lieb ist sanftmuth voll, Langmüthig und gelinde, Sehr freundlich jedermann, Stets fer- s tig und geschwinde In nöthen M. Durchy Adams Fall ist. 986.( 897) Lucas Backmeister. † 1608. Guard 1971 193 er sich auf seine schwachheit steurt, Der bleibt in +6. Die liebe ist nicht stolz, fünden liegen, Wer nicht herz, sinn Die liebe haffet feinen, Sucht und muth erneurt, Wird sich gewiß ihren nußen nicht, Sie rathet betrügen. Den himmelsweg Und 16. 7.1 88 schmalen steg Hat er nie angetreten, Er weiß auch nicht In Gottes licht, Wäs kämpfen sey und beten. Anhang. 2. Was jetzt die welt nur schwachheit heißt, Ist ihrer bosheit stärke. Dadurch mehrt dann der höllengeist Sehr mächtig seine werke. Auf, seele, auf! Nicht deinen lauf Zur allmacht, sie dich rettet. Des Heilands blick Zer= reißt die strick, Womit du angefettet. stärk Mein bestes theil auf erden. Du machst gerecht Uns, dein ge= schlecht, Und willst zugleich uns stärken, Daß wir in dir, Des glaubens zier, Die macht der gnade merken. 5. Brich durch, o starker Gottessohn, Damit auch wir durchbrechen, Laß uns in dir, o guadenthron, Nicht mehr von schwachheit sprechen, Wenn deine hand Das theure pfand Des Geistes ad uns gegeben, Dadurch wir frei 3. Der erste schritt im chri- Von heuchelei Im streit stets fiegstenthum Macht von der sünd reich leben. adi ins uns scheiden, Bei einem wahren glaubensruhm Muß man die weltLust meiden. Wenn Christi Geist Die seel entreißt Von ihren todesbanden, So spürt sie kraft, Die Jesus schafft, mit dem sie auferstanden. ly om 4. Mein Heiland, fördre selbst dein werk, Laß mich gekräftigt werden, Es Es ist gerechtigkeit und 6. Gieb kraft, wo keine kraft mehr ist, Gieb kraft, das fleisch zu dämpfen, Gieb kraft, wenn fatans macht und list Uns schwächen will im kämpfen, Wenn uns die welt Vicl anstöß stellt, Gieb fraft, sie zu vernichten: So wird in noth, Ja selbst im tod, Uns deine fraft aufrichten. dass Bernh. Wilh. Marperger. † 1746. sidan XXII. M. Wenn wir in höchsten. 987.( 886. b.), Gott mi and firstrs dimin gua den von uns wend Dies große kreuz und groß elend, Damit wir find umgeben gar Und stehn all augenblick in g'fahr.sanim pnunst 2. Behüt uns, deine kinders lein, Um Christi unsers Herren Ho 39 pein, Vor pestilenz und schnellem tod Und laß uns nicht in dieser noth Trostlieder. mielin trato fi mism nicht, Wend von uns bein'n zorn und gericht, Daß dir lobsinge unser mund Für deinen schuß aus herzensgrund.im thoor elke asilno nisBartholom. Ningwaldt.+ 1598. hun und im 11lo89 0190 M. Durch Adams Fall ist.t 988. is( 924.) risch auf! 19. j mein feel verzage nicht, Gott will sich dein erbarmen, Rathys hülfwird he sin dir theilen mit, Er ist ein schug C with in indigent si mas 3. In dieser noth, ach, laß uns der armen; Obs oft gcht hart, [ 6. 8.] Anhang. Im rosengart Kann man nicht allzeit sitzen, Wer Gott vertraut, Hat wohl gebaut, Den will ec ewig schügen. 2. Dies hat Joseph, der fromme mann, Sehr oft und viel erfahren, Von David, Job man lesen kann, Wie sie in unglück waren. Doch hat sie Gott In ihrer noth Genädiglich behütet; Denn wer Gott traut, Hat wohlgebaut, Wenn noch der feind so wüthet. 3. Troß sey dem teufel und der welt, Von Gott mich abzuführen! Auf ihn mein hoffnung ist gestellt, Sein huld kann ich stets spüren! Denn er mir hat Gnad, hülf und rath In seinem Sohn verheißen. Wer ihm vertraut, Hat wohl gebaut, Wer will mich anders weisen? 4. Wenn böse leut noch spotten mein, Mich ganz und gar verachten, Als sollt Gott nicht mein helfer seyn, Dennoch will ichs nicht achten, Der schußherr mein Ist Gott allein, Dem hab ich mich ergeben, Dem ich vertrau, Feſt auf ihn bau, Der fann mich wohl erheben. os ou 85. Ob fichs bisweilen schon anließ, Als wollt mich Gott nicht schüßen, Und hätt die welt mein überdrüß, Wollt mir dazu auch trogen: So weiß ich doch, Er wird mich noch zu seiner zeit nicht lassen. Wer Gott vertraut, Hat wohl gebaut, Wie könnt er mich denn hassen? mands 6. Drum freu dich, meine lie be feel, Es soll kein noth nicht 89 haben! Welt, sünd, tod, teufel und die höll Soll dir nicht ewig schaden, Denn Gotles Sohn, Der gnadenthron, Hat sie all überwunden; Auf Gott vertrau, Fest auf ihn bau, Er hilft zu allen stunden. 7. Der'r feinen er verlassen hat, Die nach sein'm willen leben, Gnad, hülfe suchen, früh und spat, Sich gänzlich ihm ergeben. Glaub, lieb, geduld Bringt Gottes huld, Dazu ein gut gewissen. Wer Gott vertraut, Fest darauf baut, Der solls ewig genießen. 8. Wer aber hülf bei menschen sucht Und nicht bei Gott, dem Herren, Derselb ist gottlos und verflucht, Kommt nimmermehr zu ehren; Denn Gott allein Will helfer seyn In Jesu Christi namen, Wer solches glaubt Und Gott vertraut, Soll selig werden. 1901 11390 Amen. H tar Gaspar Schmucker, um 1578. In eigner Melodie. 989. Gott, den ich als liebe fenne, Der du frankheit auf mich legst Und des leidens fluth erregst, Daß ich davon hiß und brenne: Brenne doch das böse ab, Das den geist bisher gehindert, Das der liebe regung mindert, Die ich öfters von dir hab. ing.S 001 2. In der schwachheit sey bu kräftig, In den schmerzen sey mir füß, Schaffe, daß ich dich gest nieß, Wenn die krankheit streng und heftig. Denn, was jetzt den [ 6.8 9.1 90 leib bewegt, Was mein fleisch und mark verzehret, Was den körper jetzt beschweret, Hat die liebe ſelbst erregt. 3. Leiden ist jetzt mein gechäfte, Andres kann ich jetzt nicht Anhang. thun, Als nur in dem leiden ruhn, müssen meine fräfte, den ist jetzt mein gewinnst; Das ist jetzt des Vaters wille, Den erehr ich sanft und stille, Leiden ist mein Gottesdienst. 4. Gott, ich nehms aus deinen händen Als ein liebeszeichen an, Denn in solcher leidensbahn Willst du meinen geist vollenden. Auch die labung, die man mir Zu des leibes nothdurft giebet, Kommt von dir, der mich geliebet; Alles fomnit, mein Gott, von dir. mag leben oder sterben, Daß ich nicht mehr kann verderben, Denn die liebe reinigt mich. Dr. Joh. Friedr. Richter. † 1711. M. Gott des Himmels und. 990.( 930.) ett, du haft es so beschlossen, Wer kann wider dich bestehn? Werden thränen gleich vergoffen, Muß es doch wie du willst gehn; Dein rath gilt, dein will geschicht, Unser wollen hilfet nicht. 150- Top 3d 2. Ist uns bitter gleich dein wille, Muß er dennoch seyn vollbracht, Unser thun ist halten stille, Seyn bereit bei tag und nacht, Alles das zu tragen recht, Was du auflegst deinem knecht. 5. Laß nur nicht den geist er= müden Bei des leibes mattigkeit, Daß er sich zu aller zeit In dich fent in lieb und frieden. Laß des leibes angst und schmerz Nicht der feele auffahrt hindern Und die ruhe in mir mindern, Unterstüße du das herz. 4. Darum will ich mich drein 6. Hilf mir, daß ich ganz be- finden, Dein kreuz soll seyn mei- s scheiden, Ganz in ruh und freund- ne ruh, Hab ich doch mit meinen lichkeit, Sanfte mit gehorsamkeit fünden Mehr verdient, als mir Mög auf meinem bette leiden. kommt zu. Würd mir nach verDenn wer hier am fleische leidt, dienst geschehn, Müßt ich gar zu Wird errettet von den jünden, boden gehn.m Sooden körper oft entzünden, 5. Du wirst dennoch hülf er= Und an seinem geist erneut. 7. Dir empfehl ich nun mein lebenbound dem freuze meinen ileib, Gieb, daß ich mit freuden ! bleib An dich völlig übergeben. ! Denn so weiß ich festiglich, Ich [ 6. 10.1 3. Herr, wer fann dir widersprechen, Wenn du uns schenkst bitter ein? Wer kann deinen rathschluß brechen? Wer kann sagen: so solls seyn? Muß es nicht, wie dirs gefällt, Seyn, o höchster Gott, bestellt? aff zeigen Wenn die rechte zeit kommt an, Jegund willst du mir nur weisen, Was dein zorn und wille kann. Laß mich lernen in der noth, Dich zu suchen, meinen Gott. Ant. Ulrich, Herz. v. Braunschw. † 1714 Anhang. 991. M. Ringe recht, wenn. ott wills machen, Daß die sachen Gehen, wie es heilsam ist; Laß die wellen Sich verstellen, Wenn du nur bei Jefu bist. 2. Wer sich fränket, Weil er denfet, Jesus liege in dem schlaf, Wird mit klagen Nur sich plagen, Daß der unglaub leide straf.d 3. Du verächter, Gott, dein wächter, Schläfet ja noch schlummert nicht; Zu den höhen Aufzu sehen Wär gar deine glaubenspflicht. 091 10. Wann die stunden Sich gefunden, Bricht die hülf und macht herein, Und dein grämen zu beschämen Wird es unversehens seyn. 11. Gignen willen zu erfüllen, Leidets sich noch ziemlich wohl; Da ist plage, Noth und klage, Wo man leiden muß und soll. 12. Drum wohl denen, Die sich sehnen Nach der stillen willensruh; Auf das wollen Fällt dem sollen Die vollbringungskraft bald zu. Alls 19 und 13. Mehr zu preisen Sind die weisen, Die schon in der übung steht, Die das leiden Und die freuden Nur mit Hiobs aug ansehn. isg him 0.316 10 14. Nun so trage Deine plage Fein getrost und mit geduld; Wer das leiden Will vermeiden 14. Im verweilen Und im eilen Bleibt er stets dein Vaterherz; Laß dein weinen Bitter scheinen, Dein schmerz ist ihm auch ein schmerz. 55. Glaub nur feste, Daß das beste Ueber dich beschlossen sey: Wenn dein wille Nur ist stille, Häufet seine sündenschuld. Wirst du von dem fummer frei. 15. Die da weichen #d antil 6. Laß dir süße Seyn die küsse, Die dir Jesu ruthe giebt: Der sie führet Und regieret, Hat nie ohne furcht betrübt. und das zeichen Ihres bräutigams verschmähn, Müssen laufen Zu den haufen, Die zur linken seite stehn. o 7. Willst du wanken In gedanken, Faff' dich in gelassenheit; Laß den sorgen, Der auch morgen Herr ist über leid und freud. 16. Aber denen, die mit ihränen Küssen ihres Jesu joch, Wird die frone Auf dem throne Ihres Heilands werden noch. ist bl i 17. Amen! amen! In dem 8. Gottes hände Sind ohntonamen Meines Jesu halt ich ftill; ende, Sein vermögen hat kein Esgeschehen Undergehe, Wie ziel; Ists beschwerlich, Sheints und wann und was er will. ingefährlich, Deinem Gott ist nichts Joh. Daniel Herrnschmidt.+ 1723. no nism mun bi Idsteins si 39. Seine wunder Sind dersi M. Wenn wir in höchsten. zu viel.lar das ilf, Helfer, hilflin angst und noth! Erbarm dich mein, o treuer Gott! zunder, Da der glaube funken 992 fängt; Alle thaten Sind gerathen Jedesmal, wie er's verhängt. € 16. 11.1 Anhang. 92 Ich bin ja doch dein liebes kind, Trop teufel, welt und aller sünd. 2. Ich trau auf dich, o Gott, mein Herr, Wenn ich dich hab, was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ, Du mein Gott und Erlöser bist. 3. Deß freu ich mich von her zen fein, Bin gutes muths und harre dein, Verlaß mich gänzlich auf dein'n namen. Hilf, Helfer, hilf! drauf sprech ich: Amen! Nic. Selneccer. † 1592. daß er mich trägt, Und wenn ich habe meinen Gott, So frag ich nichts nach noth und tod. 2. Es troß mein herz in meinem leibe Auf Gott, weil ich sein eigen kind, Troß dem, der mich von ihm abtreibe, Es sey welt, satan oder sünd. Gott ist mein alles ohne trug, Ich habe Gott, und hab genug. 3. Soll leid für freud mir seyn gesendet, Und für das leben gar der tod: Ich bins zufrieden, weil es wendet Zu meinem besten alles Gott. Wie Gott will, so ist auch mein will, Wie er es macht, so schweig ich still. 4. Um mich hab ich mich ausbekümmert, Die sorge ist auf Gott gelegt, Ob erd und himmel gleich zertrümmert So weiß ich doch, 5. Gott, einen solchen sinn laß haben mich jetzt und bis ins grab hinein, Mit deinen leid- und freudengaben, Wie du sie giebst, zufrieden seyn, Und spüren die vergnüglichkeit Zur lebens- und zur sterbenszeit. Aemilie Juliane, Gräfin zu Schwarzburg- Rudolstadt. † 1706. M. Wer nur den lieben Gott. 994.948.) 993.( 936.) ch bin in allem wohl zufrieden, Befind mich ruhig und vergnügt, Weil ich hab Gottes lieb hienieden, Mein Jesus mir im herzen liegt, Der heilge Geist mich lehrt und leit't, Und Gottes wort mein herz erfreut. M. Auf meinen lieben Gott. iſt gefreut, ein Jeſus Er steht in noth mir bei, Auf ihn ist gut vertrauen, Drum will ich auf ihn bauen: Ihm thu ich mich ergeben Im tod und auch im leben. 2. Der welt ihr bester lohn Ist schaden, schimpf und hohn; Wer den nicht will ererben, Der muß der welt absterben, Der muß vor ihr sich wehren, Sich hir zu Jesu kehren. 3. Wenn mich der feinde schaar Will stürzen in gefahr und mich mit hohn belegen, Ist Jesus mir zugegen; Sein schutz zu mir sich wendet Und alle feinde blendet. 4. Ob mich angchet noth Und wär es auch der tod, Für mich mein Jesus ringet Und noth und tod bezwinget, Ja, aus der höllen rachen kann er mich ledig machen. 5. Wenn sündenschuld mich plagt Und mein gewissen nagt: Mein treuer Jesus wachet, Mich tröstet und anlachet, Sein leiden und ( 6. 12.] Anhang. sein sterben Lässt feinen je verderben. 6. Sey fort mein widerstand, Mein auge, fuß und hand, Hilf mir auf allen seiten, O Jesu, muthig streiten. Dann will ich deinen namen Von herzen preiſen. Amen. Ernst Christoph Homburg. † 1681. 93 sorgen Alles, weil doch aller zeit Ihre sorg ist schon bereit't. 6. Gott lob, der mein herz erfreuet, Daß ich glaube festiglich, Gott, mein Vater, sorgt für mich, Gott lob, der den trost erneuet, Doß ich weiß, Gott liebet mich, Gott versorgt mich ewiglich. Dr. Joh. Olearius. † 1684. In eigner Melodie. 996.( 957.) rau auf Gott in allen jaM. Ach, was soll ich Sünder. ollt ich mei995.( 956.) nem Gott nicht trauen, Der mich liebt so väterlich, Der so herzlich sorgt für mich? Sollt ich auf den fels nicht bauen, Der mir ewig bleibet fest, Der die seinen nicht verlässt. chen, Die dich jezzo traurig machen, Trau auf Gott in allen dingen, Die dir zu dem herzen dringen. 2. Trau auf Gott in feelenfeelen plagen, Wenn dich deine sünden nagen, Denn Gott ist in folchen schmerzen Arzenei für kranke Herzen. 2. Er weiß alles, was mich drücket, Mein anliegen, meine noth, Er steht mir bei bis zum tod 3. Trau auf Gott, wenn tod Er weiß, was mein herz erquicket; und hölle, Wenn der teufel iſt Seine lieb und Vatertreu Bleibt zur ftelle Und dir von verdammmir jeßt und ewig neu.niß saget; Gott ists, der ihn bald 3. Der die vögel all' ernähret, verjaget. Der die blumen, laub und gras Kleidet schön ohn unterlaß, Der uns alles gut bescheret, Sollte der verlassen mich? Nein, ich trau ihm sicherlich. All tsans tonsur 4. Wenn nach seinem reich ich trachte, Wenn durch sein' gerechtigkeit Ich find' meine seligkeit, Wenn ich geld und gut verachte Segnet mein Gott früh und spat Worte, werke, rath und that. hom 119,39 31131 4. Trau auf Gott in böfem glücke, Denn Gött ist dir eine brücke, Drauf du sichern stand kannst halten, Wenn viel unglück um dich walten. dis& IO 5. Trau auf Gott, wenn böse seuchen In dem lande umherschleichen, Denn er kann dich so bedecken, Daß dich keine darf ansteckenbom 89 19 318 i nism 6. Trau auf Gott in friegsgefahren, Denn er weiß dich zu bewahren, Er kann machen, daß die feinde Werden deine besteng Isommityss 5. Ei, so bleib der andre mor gen! Dus, was noch zukünftig ist, Irrt mich nicht; ich bin ein christ, Ich laß meinen Gott ver- freunde ist Ⓒ [ 6. 18.] j 94 Anhang. 7. Trau auf Gott in hungersnöthen, Dann wird dich kein hunger tödten; Wächset gleich fein forn auf erden, Dann wird brod aus steinen werden. 8. Trau auf Gott in dürren zeiten; Dann wird er vom him mel leiten Seines segens ström und quellen, Die dein herz zufrieden stellen. 9. Trau auf Gott, wenns stürmt und schneiet, Wenn die donnerwolke dräuet, Wenn dich trifft das böse wetter, Denn Gott ist allein dein retter. ind 10. Trau auf Gott in allen sachen, Denn er kann den ausschlag machen, Trau auf Gott in allen dingen, Dann wirst du ein danklied singen. Justus Siber. † 1695. tes muth, Der niemand böses gönnt noch thut; Er segnet, wenn uns schilt und flucht Die böse welt, die nimmer sucht, Was Gott gefällt. 5. Das treuste herz ist Gottes herz, Treibt alles unglück hinterwärts, Beschirmt und schüßzet tag und nacht Den, der stets hoch und herrlich acht't, Was Gott gefällt. 6. Ach, könnt ich fingen, wie ich wohl Im herzen wünsch und wie ich soll, So wollt ich öffnen meinen mund Und singen jego diese stund, Was Gott gefällt. 7. Ich wollt erzählen seinen rath Und übergroße wunderthat, Das süße heil, die ewge kraft, Die allenthalben wirkt und schafft, Was Gott gefällt. 8. Er ist der Herrscher in der höh, Auf ihm steht unser wohl und weh, Gott und weh, Er trägt die welt in seiner hand, Hinwider trägt uns see und land, Was Gott gefällt. 9. Er hält der elemente lauf Und damit hält er uns auch auf, Giebt sommer, winter, tag und nacht. Daß alles davon lebt und lacht, Was Gott gefällt. 997.( 960.) M. Erschienen ist der herrl. as Gott gefällt, mein frommes find, Nimm fröhlich an, stürmt gleich der wind Und braust, daß alles kracht und bricht, So sey getrost, denn dir geschicht, Was Gott gefällt. 2. Der beste will ist Gottes will, Auf diesem ruht man sanft und still; Da gieb dich allzeit frisch hinein, Begehre nichts, als nur allein, Was Gott gefällt. no 3. Der flügste finn ist Gottes finn; Was menschen finnen, fället hin, Wird plößlich kraftlos, müd und laß, Thut oft was bös's und selten das, Was Gott gefällt. no 4. Der frömmste muth ist Got10. Sein heer, die sterne, sonn und mond, Gehn ab und zu, wie sie gewohnt, Die erd ist fruchtbar, bringt herfür Korn, öl und most, brod, wein und bier, Was Gott gefällt. a to ni lips 11. Sein ist die weisheit und verstand, Ihm ist bewußt und wohl bekannt Sowohl wer böses thut und übt Als wer auch gu [ G. 14.] Anhang. 95 wird dein ewges erbe seyn, Was Gott gefällt. 20. Dein erb ist in des bimmels thron, Hier ist dein scepter reich und kron, Hier wirst du schmecken, hören, sehn, Hier wird ohn ende dir geschehn, Was Gott gefällt. Paul Gerhardt. † 1676. tes thut und liebt, Was Gott gefällt. 12. Sein häuflein ist ihm lieb und werth; Sobald es sich zur sünde kehrt, So winkt er mit der Vaterruth Und locket, bis man wieder thut, Was Gott gefällt. 13. Was unserm herzen dienlich sey, Das weiß sein herz, ist fromm dabei, Der keinem jemals guts versagt, Der guts gesucht und nachgejagt, Was Gott gefällt. 14. Ist dem also, so mag die welt Behalten, was ihr wohlgefällt, Du aber, mein herz, halt genehm Und nimm vorlieb mit Gott und dem, Was Gott gefällt. 15. Laß andre sich mit stolzem muth Erfreuen über großes gut, Du aber nimm des kreuzes last Und sey geduldig, wenn du hast, Was Gott gefällt. 16. Lebst du in sorg und groBem leid, Hast lauter gram und herzeleid, sey zufrieden, trägst du doch In diesem sauren lebensjoch, Was Gott gefällt. 17. Mußt du viel leiden hier und dort, So bleibe fest an deinem hort, Denn alle welt und kreatur Ist unter Gott, kann nichts als nur, Was Gott gefällt. 0 M. Was Gott thut, das. er Jesum liebt und trauet Gott, Den wird er wohl erhalten, Der starke Herr Gott Zebaoth Wird den, der ihn läßt walten, In allem leid, Zu jeder zeit, Bei noch so großen stürmen Wohl wissen zu beschirmen. 2. Wer Jesum liebt und trauet Gott, Den wird es nicht gereuen, Der starke Herr Gott Zebaoth Wird endlich ihn erfreuen. Obs etwa ißt Gewaltig blißt, So wird doch nach dem weinen Die sonne wieder scheinen. 998.965.) 3. Wer Jesum liebt und trauet Gott, Dem schenkt er seinen segen, Der starke Herr Gott Zebaoth Ist in der noth zugegen Mit hülf und rath, Weist in der that, Daß keinen er verlasse, Der ihn im glauben faffe. 18. Wirst du veracht't von jeder mann, Höhnt dich dein feind und speit dich an: Sey wohlgemuth, Denn Jesus Christ Erhöhet dich, weil in dir ist, Was Gott gefällt. 4. Wer Jesum liebt und trauet Gott, Kann alles überwinden, Der starke Herr Gott Zebaoth Läßt jedes leid verschwinden; Ein einges wort: Geh, elend, fort! Ist kräftig gnug zu schaffen, Daß man kann ruhig schlafen. 19. Dein glaub ergreift des Höchsten huld, Die hoffnung bringt und schafft geduld; Schleuß beid in deines Herzens schrein Sol 5. Wer Jesum liebt und trauet [ 6. 15.] 96 Gott, Kann wohl und christlich leben, Der starke Herr Gott Zebaoth Will ferner gnade geben, Daß er sein herz Nicht himmelwärts Und lässt in allen sachen Nur Jesum ferner machen. Anhang. 6. Wer Jesum liebt und trauet Gott, Kann endlich fröhlich sterben, Der starke Herr Gott Zebaoth Lässt ihn im glauben erben Die seligkeit, Wo fried und freud, Allwo das heilig klinget, Die schaar der selgen finget. Pf. 42. In eigner Melodie. ie 999.( 969.) nach einer wasserquelle Ein hirsch schreiet mit begier, Also auch mein arme seele Ruft und schreit, Herr Gott, zu dir. Nach dir, lebendigem Gott, Sie dürft't und verlangen hat, Ach, wann soll es doch geschehen, Daß ich mag dein antlig sehen? 2. Tag und nacht mir meine zähren Sind wie eine speis und brod Wenn ich höre mit beschweren, Daß man fragt: wo ist dein Gott? Ich schütt dann mein herz gar aus, Denk', wie ich in Gottes haus Geh mit leuten, lobsingen, Hüpfen und vor freuden springen. die 3. Mein feel, was thust du dich fränken? Was machst du dir selber qual? Hoff zu Gott und thu gedenken, Ich werd ihm danken einmal, Der mir hilft, wenn er nur richt't Auf mich sein flar angesicht. Mein Gott, weh ist meiner seelen, Die sich gräs men thut und quälen. 4. Ich denk an dich, meinen Herren, Und ans himmlisch vaterland! Warum trittst du doch so ferne, Wenn im trübsaalsmeer und sand Ein abgrund dem andern ruft, Ueber mir auch in der luft Deine ungestüme brausen, Ueber meinem haupt hersausen? 5. Alle deine wafferwogen, Deine wellen allzumal Üeber mich zusammen schlagen; Doch tröst ich mich in trübfal, Daß du hels fen wirst bei tag, Daß ich des nachts singen mag, Dich als meinen Heiland preise, Anruf und anbet mit fleiße. 6. Gott, mein fels, will ich dann sagen, Wie vergifsst du mein so gar, Wenn mich meine feinde plagen, Daß ich traure immerdar? Ihr schmähwort und falscher mund Mich bis aufs gebein verwundt, Denn sie täglich die red treiben: Schau, wo nun dein Gott mag bleiben? 7. Mein feel, was thust du dich fränken? Was machst du dir selber qual? Hoff zu Gott und thu gedenken, Ich werd ihm danken einmal, Der mir sein heil sichtbarlich Stellt vor augen und der sich Ferner wird hernach erklären Auch für meinen Gott und Herren. Dr. Ambrosius Lobwasser. † 1585. M. Was mein Gott will. ie's Gott ge= fällt, fo 1000. 1000. [ 6. 16.1 Anhang. 97 so sey's! Gott wird schon guad erwecken. gefällts mir auch, Und laß mich Schwarz, oder weiß! Solls seyn, gar nicht irren Ob mich zu zeiten beißt der rauch Und wenn sich schon verwirren All sachen gar, weiß ich fürwahr, Gott wirds zuletzt wohl richten; Wie ers will habn, So muß's bestahn, Solls feyn, so sey's ohn tichten. 2. Wie's Gott gefällt, zufried'n ich bin, Das übrig laß ich fahren; Was nicht soll seyn, stell ich dahin, Gott will mich recht erfahren, Ob ich auch will ihm batten still, Wird doch wohl quad bescheren. Ich zweifle nicht; Solls seyn, man spricht, So feys! wer fanns Gott wehren. 6. Wie's Gott gefällt, so laufs hinaus, Ich laß die vöglein forgen, Ob mirs glück heut nicht kommt zu haus, So wart ich sein auf morgen. Was mir ist b'schert, bleibt unverwehrt, Ob sichs schon thut verziehen. Dank Gott mit fleiß; Solls seyn, so sey's! Er wird mein theil wohl fügen. 7. Wie's Gott gefällt, Nichts weiters will Von Gott ich sonst begehren, Hat meiner sach gesteckt ein ziel, Dem will ich nimmer wehren, Das leben mein seg ich auch drein, Auf guten grund will bauen Und nicht auf eis. Solls seyn, so sey's! Will Gott allein vertrauen. 3. Wie's Gott gefällt, so g'fällts mir wohl In allen meinen sachen, Was Gott ersehen hat einmal, Wer kann das anders machen? Drum ist umsonst weltwiß und kunst, Hilft auch nicht haarausraufen, Man murr od'r beiß, Solls seyn, so sey's! Wird doch sein'n weg h'nauslaufen. 8. Wie's Gott gefällt, so nehm ich's an, Will um geduld ihn bitten, Er ist allein, der helfen kann; Und wenn ich schon wär mitten 4. Wie's Gott gefällt, laß ichs In angst und noth, läg gar im ergehn, Will mich darein ergeben, tod, So wird er mich wohl retWollt ich sein'm willen wider- ten Gewaltger weis'. Solls seyn, stehn, So müßt ich bleiben fleben, so sey's, Ich g'winns! Wer nur Weil g'wiß und wahr all tag wollt wetten. und fahr Bei Gott sind ausgezählet. Ich schick mich drein; Es g'scheh! folls seyn, So sey's bei mir erwäblet. Johann Friedr., Churfürst zu Sachsen. † 1554. Gf. 49, 14. 15. 5. Wie's Gott gefällt, ergehn es mag In lieb und auch im leide, Dahin ich auch geſtellt mein 1001.( 970.) 3 mit angit In eigner Melodie: ion sach, Daß mir beide Gefallen wohl; drum mich auch soll Ja oder nein nicht schrecken. und schmerzen, Zion, Gottes werthe stadt, Die er trägt in ſeinem [ 7. 1.] 98 herzen, Die er sich erwählet hat. Ach, spricht sie, wie hat mein Gott Mich verlassen in der noth Und läßt mich so harte pressen, Meiner hat er ganz vergessen! Anhang. So bleib ich doch, der ich bin Meine treu bleibt stetig dir, Zion, o du meine zier, Du hast mir mein herz besessen, Deiner kann ich nicht vergessen. 5. Laß dich nicht den satan blenden, Der sonst nichts als schrecken kann, Siehe hier in meinen händen Hab ich dich geschrieben an. Wie mag es denn anders seyn? Ich muß ja gedenfen dein, Deine mauern will ich bauen und mit gnade dich anschauen. 2. Der Gott, der mir hat versprochen Seinen beistand jederzeit, Der lässt sich vergebens suchen Sept in meiner traurigkeit. Ach, will denn mein Herr und Hort Mit mir zürnen immerfort? Kann und will er sich der armen Jeßt nicht, wie vorhin, erbarmen? 3. Zion, o du vielgeliebte, Sprach zu mir des Herren mund, 3war du bist jetzt die betrübte; Seel und geist ist dir verwundt; Doch stell alles trauern ein! Wo mag eine mutter seyn, Die ihr eigen kind kann hassen Und aus ihrer forge lassen? 4. Ja, wenn du gleich möchtest finden Einen solchen multerfinn, leiden. Da die liebe kann verschwinden, 6. Du bist mir stets vor den augen, Du liegst mir in meinem schooß, Wie die kindlein, die noch saugen; Meine treu zu dir ist groß. Mich und dich soll keine zeit, Keine noth, gefahr, noch streit, Ja, der satan selbst nicht scheiden. Bleib getreu in allen Joh. Heermann. † 1647. XXIII. Betlieder in gemeiner Noth. bist, Ich schrei im namen Jeſu Christ Zu dir, auf sein wort, eid und tod, Hör, Helfer treu, in angst und noth. M. Herr Jesu Christ, meins. Wenn wir in höchsten Nöthen. err Gott, der 1002. u mein Vater preis und ehr. tod, Auch leibes und der feelen noth, Ein seelges stündlein mir bescher, Dein ist das reich, kraft 4. Auf dein wort sprech ich amen, Herr, Aus gnaden meinen glauben mehr', Du bist allein der Vater mein, Laß mich dein kind und erbe seyn. Amen. Joh. Matthesius.+ 1565. 2. Laß uns dein wort, stärk uns im geist, Hilf, daß wir thun, was du uns heiß'st, Gieb fried, schuß, gute freund und brot, VerM. Ach, was soll ich Sünder. gieb die ſchuld, o treuer Gott, 1003.( 937.) ch bin mü. 3. von und 7. 2.1 Anhang. 99 zu leben, Nimm mich, liebster Gott, pein? Wann wirst du mir gnäzu dir! Muß ich doch im leben hier Täglich in betrübniß schweben; Meine größte lebenszeit Läuft dahin in traurigkeit. 2. Möcht es dir, mein Gott, gefallen, Wollt ich herzlich gern ins grab, Da mein leid geschnitten ab, Da mein schmerzenvolles wallen Dieses lebens gar verschwindt Und sein endlichs ende findt. 3. Ich verschmachte ganz vor forgen, Meine milde thränenfluth Und des kreuzes heiße gluth Sind mein frühstück alle morgen! Furcht, betrübniß, angst und noth Sind mein täglich speiſebrod. 4. Seh ich denn die bösen rotten, Die sich in die welt verliebt, Werd ich inniglich betrübt, Wenn sie meiner höhnisch spotten, Wenn sie schreien: seht den mann, Dem sein Gott nicht helfen kann. 5. Dann geh ich in meine kammer, Fall auf meine matte knie, Heul und winsle je und je Und beweine meinen jammer: Meiner thränen milder lauf Steiget zu den wolken auf. 6. Gott, wann wirst du dich erbarmen Ueber meine schwere dig seyn? Ach, wann wirst du mich umarmen? Ach, mein Gott, wie lang', wie lang' Soll mir doch noch seyn so bang? 7. Seße mich noch einmal nieder, Laß mich kommen doch zur ruh, Allerliebster Vater du! Tröste mich doch einmal wieder, Gieb mir endlich doch einmal Herzensluft nach dieser qual. M. Nun lob', mein' Seel, den. 1004. Gottlob! nun ist erschollen Das edle fried- und freudenwort, Daß nunmehr ruhen sollen Die spieß 8. Doch wer weiß, wozu es nüßet, Daß du mich so züchtigest, Daß ich werde so gepreßt, Und vor welcher noth es schüßet? Denn wer in der welt sich freut, Kommt oft um die seligkeit. 9. Darum laß die straf ergehen, Schlage zu und stäupe fort, Liebster Gott, und schone dort; Doch damit ichs kann ausstehen, So verleihe mir geduld Nach verborgner Vaterhuld. 10. Und nimm mich nach dei nem willen Nach der ausgestandnen qual In den großen freudensaal, Da sich alle noth wird stillen. Komm, o Gott, o Gott, wenn dirs gefällt, Und reiß mich von dieser welt. Georg Neumark. † 1681. XXIV. In Kriegszeiten. und schwerter und ihr mord. Wohlauf und nimm nun wieder Dein saitenspiel hervor, O Deutschland, und sing lieder Im hohen, vollen chor. Erhebe dein gemüthe Und danke Gott und sprich: [ 7. 3.] Anhang. 100 Herr, deine gnad und güte Bleibt dennoch ewiglich! 2. Wir haben nichts verdienet, Als schwere straf und großen zorn, Weil stets noch bei uns grünet Der freche, schnöde sündendorn. Wir sind fürwahr geschlagen Mit harter, scharfer ruth, Und dennoch muß man fragen: Wer ist, der buße thut? Wir sind und bleiben böse, Gott ist und bleibet treu, Hilft, daß sich bei uns löse Der trieg und sein geschrei. 3. Sey tausendmal willkommen, Du theure, werthe friedensgab! Jegt sehn wir, was für frommen Dein beiunswohnen in sich hab. In dir hat Gott versenket All unser glück und heil; Wer dich betrübt und fränket, Der drückt sich selbst den pfeil Des herzleids in das herze Und löscht aus unverstand Die güldne freudenkerze Mit seiner eignen hand. 4. Das drückt uns niemand besser In unsre seel und herz hinein, Als ihr zerstörten schlösser Und städte voller schutt und stein, Ihr vormals schönen felder, Mit frischer saat bestreut, Jegt aber lauter wälder Und dürre wüste haid, Ihr gräber voller leichen Und tapfrem heldenschweiß, Der helden, deren gleichen Auf erden man nicht weiß. 5. Hier trübe deine sinnen, O mensch, und laß den thränenbach Aus beiden augen rinnen, Geh in dein herz und denke nach! Was Gott bisher gesendet, Das hast du nicht geacht't; Nun hat er sich gewendet Und väterlich bedacht, Vom grimm und scharfen dringen Zu deinem heil zu ruhn, Ob er dich möchte zwingen Mit lieb und gutesthun. loben dich Und preifen deinen namen, Daß du uns haft so gnädiglich Unser gewächs und samen Befeuchtet mit dem regen warm, O höchster Gott, dich doch erbarm Und ferner uns bedenke. Dich fällt. 6. Ach, laß dich doch erwecken, Wach auf, wach auf, du harte welt, Eh als das letzte schrecken schnell und plößlich überWer aber Christum liebet, Sey unerschrocknen muths. Der frieden, den er giebet, Bedeutet alles guts. Er will die lehre geben: Das ende naht herzu, Da sollt ihr bei Gott leben In ewgem fried und ruh. Paul Gerhardt. † 1676. XXV. Für die Früchte des Landes. M. Nun freut euch, lieben. 1005.( ⁹05) ott, wir stunden, Daß unſer land mit früch 2. Gieb fruchtbar'n reg'n und Herre rechter und ten fein Erfüllet werde funden; Krön du das jahr mit deinem gut, Halt unser feld in guter hut Und unsre fürchen tränke. 3. Du weißt ja, daß wir deine find Und hochgeliebten erben, [ 7. 4.1 Anhang. Dazu dein's Sohnes brüder sind, Drum laß uns nicht verderben. Behüt uns, Herr, vor hungersnoth Und gieb uns unser täglich brod Aus reichen milden gnaden. 4. Wenn du aufthust dein milde hand, So stehet all's mit segen, Wenn gnädig du anschaust das land, So neiget sich der regen. Wenn dn aufthust, so sammeln wir; Wenn schuß und schirm herkommt von dir, Mag uns fein unglück schaden. 5. Behüt uns auch, o treuer Gott, Mit allem unserm samen, Vor aller feind gewalt und spott, Zu ehren deinem namen, Beschüß vors feindes tyrannei, Vor falscher lehr und trügerei, Durch Jefum Chriftum. Amen. 101 geacht't, So hat er sich verborgen Und durch verborgnes sorgen Zum besten uns gebracht. 4. Zwar manchen schönen segen Hat böses thun verderbt, Den wir auf guten wegen Noch hätten sonst geerbt; Doch hat Gott mehr gethan Aus unverdienter güte, Als mund, herz und ges müthe Nach würden rühmen kann. 5. D, allerliebster Vater, Du hast viel dank verdient, Du mildefter berather, Machst, daß uns segen grünt. Wohlan, dich loben wir Für abgewandten schaden, Für viel und große gnaden: Herr Gott, wir danken dir 6. 3um danfe kommt das bitten, Du wolleft, frommer Gott, Vor feuer uns behüten Und aller andern noth. Gieb friedenvolle zeit, Erhalte deine gaben, Daß wir uns damit laben, Regier die obrigkeit. M. Aus meines Herzens Grunde. 1006. fe erndt' ist nun zit ende, Der segen eingebracht, Woraus Gott alle stände Satt, reich und fröhlich macht. Der alte Gott lebt noch! Man kann es deutlich merten An so viel liebeswerken; Drum preifen wir ihn hoch. 2. Wir rühmen seine güte, Die uns das feld bestellt und oft ohn unsre bitte Gethan, was uns gefällt, Die immer noch geschont, Obgleich wir gottlos leben, Die freud und ruh gegeben, Daß jeder sicher wohnt. 8. Gieb, daß zu dir uns lenfet, Was du zum unterhalt Des leibes hast geschenket, Daß wir dich mannigfalt In deinen gaben sehn, Mit Herzen, mund und leben Dir dank und ehre geben; D, laß es doch geschehn! 3. Er hat sein herz geneiget, Uns fünder zu erfreun, Genug- 9. Kommt unsers lebens ende, sam sich bezeiget Durch regen, So nimm du unsern geist In sonnenschein. Wards aber nicht deine Vaterhände, Da er der ( 7.5.1 7. Besonders laß gedeihen Dein reines wahres wort, Daß wir uns dessen freuen, Und auch an unserm ort Dies gute samenkorn Verlangte früchte bringe, Und wir in allem dinge Recht fromme leute seyn. Anhang. 102 ruh geneußt, Da ihm kein leid bewußt; So erndten wir mit freuden Nach ausgestandnem leiden Die garben voller luft. so das land begießt, Des himmels thau, der sonne strahl, Sind deine diener allzumal. Gottfr. Tollmann, um 1730. M. O, daß ich tausend Zungen. 4. Und also wächst des men= schen speise, Der acker selbst wird ihm zu brod, Es mehret sich 1007. Gott, von dem vielfältger weise, Was anfangs wir alles ha- es todt, in Bis der erndte jung und alt Erlanget seinen unterhalt. 5. Nun, Herr, was soll man mehr bedenken? Der wunder sind hier gar zu viel! So viel, als du, fann niemand schenken, Und dein erbarmen hat kein ziel, Denn immer wird uns mehr beschert, Als wir zusammen alle werth. 6. Wir wollens auch feinmal vergessen, Was uns dein segen träget ein, Gin jeder bissen, den wir essen, Soll deines namens denkmal seyn; Und Herz und mund soll lebenslang Für unsre nahrung sagen dank. Casp. Neumann. † 1715. ben, Die welt ist ein sehr groBes haus, Du aber theilest deine gaben Recht wie ein Vater drinnen aus. Dein segen macht uns alle reich; Ach, lieber Gott, wer ist dir gleich? 2. Wer kann die menschen alle zählen, Die heut bei dir zu tische gehn? Doch darf die nothdurft keinem fehlen, Denn du weißst allem vorzustehn Und schaffest, daß ein jedes land Sein brod empfängt aus deiner hand. 3. Du machst, daß man auf Hoffnung fäet Und endlich auch die frucht genießt, Der wind, der durch die felder wehet, Die wolke, XXVI. 3ur Zeit M. Wenn wir in höchsten. des Ungewitters. schier, Geprüfet auch zu dieser 1008.( 909.) llmäch- frist, Daß du noch unſer Vater biſt. tiger 4. Du in der noth Dein volk, daß schier vor schrekken todt, Und uns in dieser schweren zeit Erwiesen viel barmherzigkeit. und starker Gott, Du hocherhabner Zebaoth, Jetzt haben wir gehöret an Mit zittern, was dein allmacht fann. 2. Wir loben, preisen, ehren dich, Die wir gleich jego grausamlich Erschrocken deine macht gesehn, Vor welcher niemand fann bestehn. 3D großer Gott, wir danken dir, Daß wir, vor furcht erstarret 5. Ach Herr, wann trübsal kommt herbei Und du vernimmst ein angstgeschrei, Wenn wir vor zagen werden bleich, So bist du sehr an fiebe reich. 6. Du giebst auf alles fleißig acht, Hast diese stund an uns ge[ 7.6.] Anhang. dacht, Als an den Noah in der fluth, Dem du gefristet leib und gut. 7. Du hast uns, Herr, in die ser noth Bewahrt vor einem schnellen tod; Gleichwie du dort der jünger schaar Erhieltest in des meers gefahr. 8. Es hat uns weder feur noch hig, Noch donner, noch ein starker bliß, Noch auch der hagel in der bahn Des ungewitters leid gethan. 9. Was du verheißen vor der zeit, Daß uns der flammen grausamkeit Im mindesten nicht schaden soll, Ist nun erfüllet recht und wohl. 10. Du hast verhütet feur und brand, Dazu mit deiner gnadenhand Gehalten mich auf mein begehr, Wie dort sanct Petrum in dem meer. 14. Dein hand und schatten hat bedeckt Uns, die wir waren sehr erschreckt; Du hast beschirmet unsern leib, Auch haus und hof, gut, kind und weib. 12. Dem satan hieltest du zu truß, D großer Gott, uns starten schuß; Du stundest bei uns in gefahr, Bis daß dein zorn vorüber war. 103 13. Du hast dein freundlich angesicht In dieser noth verborgen nicht, Du hast erwiesen in der that, Daß deine treu kein ende hat. 14. Für solche wohlthat dans ten wir Aus reinem Herzen billig dir Und geben dir mit höchstem fleiß In dieser stunde lob und preis. 15. Und obs gleich nicht verfühnen kann, So nimm doch unser opfer an, Das auf dem altar Jesu Christ Im glauben dir gewidmet iſt. 16. Verleih uns gnad, o du mein licht, Daß nimmer wir vergessen nicht Der wohlthat, die dein hülf und hand Auf uns, dein armes volt, gewandt. 17. Hilf, daß es uns zur buße treib und frömmigkeit nicht außen bleib, Auf daß, wenn plößlich bricht herein Dein tag, wir ia nicht sicher seyn. 18. O, süßer Jesu, mach uns fromm, du, mein liebster Heiland, komin; Ich wart auf dich mit höchsten fleiß Und opfre dir lob, ehr und preis. Joh. Rist. † 1667. XX VII. Vom menschlichen Elend und Verdeiben. M. Ach, lieben Christen, seyd. 2. Ach, Adams fall und misse1009. ( 886 b.) ch, wie that Solch alles auf uns erben: elend Gott, gib du uns guten rath, ist unsre zeit Allhier auf dieser Daß wirs erkennen lernen. Daß erden! Gar bald der mensch dar- wir so blind und sicher seyn Mitnieder liegt, Wir müssen alle ster- ten in trübjal und in pein, Das ben; Allhier in diesem jammer ist ja zu erbarmen. thal Ist müh und arbeit überall, 3. Herr Gott, du unsre zuAuch wenn dir's wohl gelinget. flucht bist, Dein bülfe thu uns 17 71 104 Anhang. senden, Denn du der deinen nicht uns bei, Ein seligs stündlein uns vergifsst, Die sich zu dir nur verleih, Durch Jesum Christum. wenden; mit deinem Geiste steh Amen. Joh. Gigas( Heune) † 1581. XXVIII. Bom seligen Zustande der wahren Christen. M. Wie groß ist des Allmächtgen. vom eitlen winde Der welt noch 1010. über stand, eingenommen seyn? o seligs Das aus der wahren einfalt quillt, Wenn sich ein herz Gott so er geben, Daß Chrifti finn es ganz erfüllt, Wenn sich der geist nach Christi bilde Sm licht und recht hat aufgericht't Und unter solchem flaren schilde Durch alle falschen höhen bricht. 5. O schönes bild, ein herz zu schauen, Das sich mit Chriſti einfalt schmückt! Geht hin, ihr thörichten jungfrauen, Harrt nur, bis euch die nacht berückt! Was sind die lampen sonder öle? Schein ohn einfalt und Christi sinn; Sucht doch was bessers für die seele Und gebt der welt das ihre hin! 2. Was andern schön und lieblich scheinet Ist solchem herzen finderspiel, Was mancher für unschuldig meinet, Ist solchem herzen schon zu viel. Warum? es gilt: der welt absagen; Hier heißts rührt fein unreines an! Das kleinod last sich nicht erjagen, Es sey denn alles abgethan! 3. Die himmelskost schmeckt viel zu süße Dem herzen, daß in Jesu lebt; Die braut bewahrt haupt, herz und füße, Und wo ihr etwas 1011. noch anklebt, Daß zu dem glanz der welt gehöret, Das ist ihr lauter höllenpein; Und wo sie recht in Gott einkehret, Da macht fie sich von allem rein. 4. Die einfalt weiß von feiner zierde, Als die im blute Chrifti iegt, Die reine himmlische begierde Hat solche thorheit schon besiegt; An einem reinen GottesFinde Glänzt Gottes name schön und rein, Wie könnt es denn 6. Ach Jesu, drücke meinem herzen Den sinn der lautern einfalt ein, Reiß aus, obschon mit tausend schmerzen, Der welt ihr wesen, tand und schein; Des alten drachen bild und zeichen Trag ich nicht mehr, drum laß mich nur Der einfalt zier und schmuck erreichen: Das ist die neue kreatur. Joh. Joseph Windler. † 1722 M. Jehovah ist mein Licht und Gn. D führst du doch recht se lig, Herr, die deinen, Ja, selig und doch meistens wunderlich! Wie könntest du es böse mit uns meinen, Da deine treu nicht kann verleugnen sich? Die wege sind oft krumm und doch gerad, Darauf du läßt die kinder zu dir gehn, Da pflegt es wunderfeltsam auszusehn, Doch triumphirt zulegt dein hoher rath. 2. Dein Geist hängt nic an 17. 8.¹ Anhang. 105 gen hat sieht sie doch nicht so frei, Die sachen sind zu klar, der sinn zu grob. menschlichen gesehen, So die ver- dir kein lob, Sie sind versteckt; nunft und gute meinung stellt, der blinde geht vorbei; Wer auDen zweifelsknoten kann dein schwert verlegen Und lösen auf, nachdem es dir gefällt. Du reiBest wohl die stärksten band' entzwei, Was sich entgegensest, muß finken hin; Ein wort bricht oft den allerhärtsten sinn, Dann geht dein fuß auch durch umwege frei. 6. D Herrscher, sey von uns gebenedeiet, Der du uns tödtest und lebendig machst; Wenn uns dein Geist der weisheit schatz verleihet, So sehn wir erst, wie wohl du für uns wachst. Die weisheit spielt bei uns, wir spielen mit; Bei uns zu wohnen ist dir lauter lust, Die reget sich in deiner Vaterbrust Und gängelt uns mit zartem finderschritt 3. Was unsre klugheit will zusammenfügen, Theilt dein verstand in oft und westen aus, Was mancher unter joch und last will biegen, Sept deine hand frei an der sterne haus. Die welt zerreißt und du verknüpfst in kraft; Sie bricht, du baust, sie baut, du reißest ein; Ihr glanz muß dir ein dunkler schatten seyn, Dein Geist bei todten kraft und leben schafft. 4. Will die vernunft was fromm und selig preisen, So hast dus schon aus deinem buch gethan, Wem aber niemand will dies zeugniß weisen, Den führst du in der still selbst himmelan. Den tisch der pharisäer läßt du stehn, Und speisest mit den sündern, sprichst sie frei. Wer weiß, was öfters deine absicht sey? Wer kann der tiefsten weisheit abgrund sehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen augen, Was nichts ist, hast du, großer Herr, recht lieb. Der worte pracht und ruhm mag dir nicht taugen, Du giebst die kraft und nachdruck durch den trieb. Die besten werke ringen [ 7 9.] 7. Bald scheinst du etwas hart uns anzugreifen, Bald fährest du mit uns ganz säuberlich; Geschiehts, daß unser sinn sucht auszuschweifen, So weist die zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir denn mit blöden augen hin; Du küsseft uns, wir sagen bessrung zu: Drauf schenkt dein Geist dem herzen wieder ruh Und hält im zaum den ausgeschweiften sinn. 8. Du kennst, o Vater, wohl das schwache wesen, Die ohnmacht und der sinnen unverstand; Man kann uns fast an unsrer stirn ablesen, Wie es um schwache finder sey bewandt. Drum greifst du zu und hältst und trägest sie, Brauchst vaterrecht und zeigest muttertreu. Wo niemand meint, daß etwas deine sey, Da hegst du selbst dein schäslein je und je. 9. Also gehst du nicht die gemeinen wege, Dein fuß wird sel 106 ten öffentlich gesehn, Damit du fehst, was sich im Herzen rege, Wenn du in dunkelheit mit uns willst gehn. Das widerspiel legst du vor augen dar Von dem, was du in deinem sinne hast; Wer meint, er hab den vorsatz recht gefaßt, Der wird am end ein andres oft gewahr. Anhang. 10. Dauge, das nicht trug noch heucheln leidet, Gieb mir des scharfen blickes ficherheit, Der die natur von gnade unterscheidet. Das eigne licht von deiner heiterkeit. Laß doch mein herz dich niemals meistern nicht. Brich ganz entzwei den willen, der sich liebt, Erweck die lust, die sich nur dir ergiebt Und tadelt nie dein heimliches gericht. 11. Will etwa die vernunft dir widersprechen Und schüttelt ihren kopf zu deinem weg', So wollst du die befest'gung niederbrechen, Daß ihre höh sich nur bei zeiten leg; Kein fremdes feuer sich in mir entzünd, Daß ich vor dich in thorheit bringen möcht, Und dir wohl gar so zu gefallen dächt, Ach selig, wer dein licht ergreift und find't! 12. So zieh mich denn hinein in deinen willen Und trag und heb und führ dein armes kind! Dein innres zeugniß soll den zweifel stillen, Dein Geist die furcht und lüfte überwind'. Du bist mein alles, denn dein Sohn ist mein, Dein Geist reg sich ganz kräftiglich in mir, Ich brenne nur nach dir in liebsbegier; Wie oft erquickt mich deis ner klarheit schein! 13. Drum muß die freatur mir immer dienen, Kein engel schämt nun der gemeinschaft sich, Die geister, die vor dir vollendet grünen, Sind meine brüder und erwarten mich. Wie oft erquicket meinen geist ein herz, Daß dich und mich und alle christen liebt! Ists möglich, daß mich etwas noch betrübt? Komm, freudenquell! weich' ewig, aller schmerz! Gottfried Arnold. † 1714. XXIX. Vom Tode und von der Auferstehung. Tob. 3, 6. M. Wie nach einer Wasserquelle. genommen, Daß ich möge zu dir kommen. 1012.( 907.) ch, wann kommet 2. Herr, wie lange soll ich weinen? Soll des lebens fonne mir doch die stunde Und der lette Denn nun niemals wieder scheiaugenblick, Da ich dir von her- nen? Ach, wie einsam soll ich hier zensgrunde, Jefu, meine feele Einsam und verlaffen seyn? Ach, ichid? Mich verdrießt mein le erbarme dich doch mein; Gile ben fast, Ach, wann wird des doch mit meinem ende Und nimm lebens last Von mir werden weg- mich in deine hände. 1. 10.1 Anhang. 3. Es ist hier doch nichts als klagen, Nichts als lauter herzeleid, Keiner kann es anders a 1013.( 916.) gen; Diese ganze lebenszeit İst nur lauter angst und noth. Fördre mich, o süßer tod, Komm und fördre mich zum leben! Dir will ich nicht widerstreben. 4. Ach, wie oft hab ich gebeten, Ach! wie manche lange nacht Ist mein geist vor dich getreten und hat heiße seufzer bracht, Daß du, Jesu, wollest ihn Aus des todes leibe ziehn, Von der sünd und allem bösen Ihn durch deine gnad erlösen. 5. Wie viel heiße herzens thränen Haben mich doch schon befeucht't! Von dem großen seelensehnen Bin ich ganz und gar erbleicht, Und du hörest mich doch nicht? D, du schönes himmels licht, Wann werd ich dich doch anschauen In den schönen sternenauen? 6. Herr, wann willst du ich erfreuen? Ach, wann wirst du doch einmal Meine seele mir erneuen In dem schönen sternen saal? Wie vic! ängste soll ich noch Leiden in des leibes joch, Ch mein geift wird weggenommen Und ich möge zu dir kommen? 7. Ich will nur geduldig leiden Und indeß bereiten mich, Jesu, zu den großen freuden, Die mir sind bereit't durch dich. Komme, komme, wann du willt, D, du starker seelenschild! Hole meine arme seele Aus des franken leibes höhle! 107 Ps. 90. M. Kommt her zu mir. ut, Gott, bist außer aller zeit, Von ewigkeit zu ewigfeit; Eh, als die welt gestanden, Warst du schon, was du jegund bist, Und wirst, wenn alles nicht mehr ist, Noch immer seyn vorhanden. 2. Hingegen, ach, wir menschen sind Vergänglich, flüchtig, rauch und wind, Auf dein wort sind wir kommen, Erblicken laum den erdenkreis Und werden stracks auf dein geheiß Auch wieder weggenommen. 3. Wir fahren hin gleich wie ein traum, Vergehn wie schatten und wie schaum, Sind eine wasserblase; Der zeit gewalt eilt mit uns fort, Wie mit den wolken thut der nord, Die herbstluft mit dem grase. 4. Ob der und jener auch ielleicht Ein gutes antheil jahr' erreicht, Was wird es groß verfangen Bei dir, dem nichts sich gleichen mag, Und tausend jahre find ein tag, Der gestern ist vergangen? 5. Wie lang' dies leben währen kann, So ist es dennoch um und an Nur arbeit, angst und leiden; Angst ist, was uns zur welt gebiert, Angst, was uns lei tet hier und führt, Angst, was uns heißet scheiden. ( 7. 11.] 6. Erbarmt dich, Gott, dies alles nicht? Was stellst du vor dein angesicht Die greuel unsrer 108 sünden? Ach, zürn doch nicht mit dürrem heu, Mit rauch und staube, dampf und spreu Und laß uns gnade finden. Anhang. 7. Des eitlen lebens flucht und pein Präg unserm herzen ernstlich ein, Daß wir die bosheit fliehen, Nath suchen bloß bei deinem Sohn und lebensfatt, wie Simeon, Zu dir von hinnen ziehen. Simon Dach. † 1659. M. Herr Jesu Christ, meins. u schnöde 1014.( 917) welt, zu guter nacht! Meins lebens lauf ist nun vollbracht, Ich reise jeßt zum himmel hin, Wohin gewesen stets mein sinn. 2. In dir ist nichts denn aller hand Noth, ungemach und widerstand; Das beste dieser lebenszeit Ist freuz, verfolgung, angst und streit. 3. Darum, wer wollte dich, o welt, Nicht laffen gern, wenns Gott gefällt, zu werden einst durch sanften tod Befreiet aller angst. und noth? 4. Ach, wie ist mir doch nun so wohl, Weil ich, Herr Christ, genießen soll Für mein bisher gehabtes leid Die himmelswonn und seligkeit, 5. Die du, der seelen bräutigam, Erworben mir am freuzes stamm Durch deinen tod und theures gut Aus lauter gunst und liebesglut. 6. Dies dein verdienst voll angst und pein Muß jezund meine zuflucht seyn; Sonst würde um der sünde zahl Mir einst zu theil der höllen qual. 7. So nimm mich nun zu gnaden an, Daß ich dir ewig danken kann In deinem reich für solche lieb, Die dich zu deiner marter trieb. 8. Mein mund und zung ist schon geschickt, Sobald ich dein gesicht erblickt Und worden bin ein himmelsglied, zu heben an ein ehrenlied. 9. Das heilig, heilig immerdar Singt dort die liebe engelschaar, Die dich den Vater und den Geist Ohn unterlaß lobt, ehrt und preist. 10. D, freu dich, seel, ich höre schon Den wunderschönen engelston, Und wird mir auch darin bewußt Die lang' gcwünschte himmelsluft. 11. Nun, die ihr jetzt seyd traurens voll, Ihr lieben ihr, gehabt euch wohl, Habt mit einander gute nacht! Gott hat es mit mir wohlgemacht. 12. Seyd um mich nicht so sehr betrübt, Gedenket, daß mich Gott geliebt, Weil er mit mir aus dieser welt Geeilet hat in sein gezelt. 13. Hier leb ich nun in ruh und rast, Werd nimmermehr auch angetast't, Von irgend einem trüben leid, Wie dort geschah, da ihr noch seyd. 14. Mein leid ist hier in freud verkehrt, In freud, die ewig. ( 7. 1c.] 1.09 leihn, Ich will mich dir ergeben, Ich trane dir, mein Herr und Gott, Denn du verläßst in keiner noth, Die deiner hülf erwarten. ( 919.) in bin Ach, treuer Gott, ſteh feſt bet 6. Drum will ich nun befeblen dir Mein seel in deine hände, lein mir, Dein'n Geist nicht von mir wende; Und wenn ich nicht mehr reden kann, So nimm den letzten seufzer an. Durch Jesum Christum. Amen. Barth. Fröhlich. † 1587. Anhang. ewig währt, Drum gönnet mir nur hier zu seyn Und stellet euch auch selig ein. M. Wenn mein Stündlein. in würm1015.( 919.) ich, arm und klein, Mit todesnoth umgeben, Kein'n trost weiß ich in mark und bein, Im sterben und im leben. Denn daß du selbst, Herr Jesu Christ, Ein armes würmlein worden bist, Ach Gott, erhör mein klagen! 2. Laß mich, Herr Christ, an deinem Icib Ein grünes zweiglein bleiben, mit deinem Geist, Herr, bei mir bleib, Wenn sich mein Herz entschlossen ist, mit ernst feel soll scheiden, Wenn mir sich zu bewerben, Bei meinema vergeht meins lebens frist Und Heiland Jesu Christ 3u leben meines bleibens nicht mehr ist und zu sterben; Der welt ich Allhier auf dieser erden. überdrässig bin, Sehn' mich nur nach dem himmel hin, Herr, laß mich den ererben. 3. So laß mich nicht in die ser noth Umkommen, noch verzagen, Komm mir zu hülf, getreuer Gott, Mein angst hilfst du mir tragen; Denk, daß ich bin am leibe dein Ein glied und grünes zweigelein, In fried laß mich hinfahren. 2. Was ist die welt? was ist ihr ruhm? Was ist der mensch darinnen? Ein schatten, schaum und wiesenblum, Ein eiteles beginnen; Ist auch was je zu finden drein, So unsrer feel könnt' hülflich seyn, Wenn sie nun fährt von hinnen? 4. Gedenk, Herr, an den theuren eid, Den du selbst hast geschworen: So wahr du lebst von ewigkeit, Ich soll nicht seyn verloren, Ich soll nicht kommen ins gericht, Den tod ewiglich schmekken nicht, Dein heil wirst du mir zeigen. 5. Ach Gott, laß mir ein leuchte seyn Dein wort zum ewgen leben, Ein seligs end wollst mir verM. Herr Sesu Christ. ( 925.) 1016. 17 131 ar wohl mein 3. Onein, wer außer Jesu Christ Den weg zum leben fut= chet Durch werk, verdienst, ja was es ist, Muß ewig seyn verfluchet; Nie hat ein mensch, sey wie er sey, Durch seiner werke trügerei Das heil Gott abgepochet. 4. Mein Jesus ist mein höch Anhang. 110 ftes gut Mit seinen heilgen munden, An sein verdienst und theures blut Mein alaub bleibt fest gebunden; Das ist mein stecken, stärk und stab, Da ich troft, hülf und sieg her hab In meiner todesstunden. Denn wie mächtig, stolz und hoch Wir auch stellen unsre sachen, Muß es doch wie sand zergehn, Wenn die winde drüber wehn. 4. Darum, erde, fahre wohl, Laß mich nun in frieden scheiden. Deine hoffnung, ach, ist hohl. Deine freuden selber leiden, Deine schönheit unbestand, Eitel wahn und trug und tand. 5. Darum letzte gute nacht, Sonn und mond und liebe sterne! Fahret wohl mit eurer pracht; Denn ich reif' in weite ferne, Reise hin zu jenem glanz, Worin ihr verschwindet ganz. 6. Die ihr nun in trauer geht, Fahret wohl, ihr lieben freunde! Was von oben niederwcht, Tröstet ja des Herrn gemeinde. Weint nicht ob dem eitlen schein Dreben nur kann ewig seyn. 7. Weinet nicht, daß nun ich will Von der welt den abschied nehmen, Daß ich aus dem irrthum will, Aus dem schatten, eht nun thum will, 1017.grabt ein aus dem schemen, Aus dem eitlen, aus dem nichts Hin ins land des ewgen lichts. 5. Warum wollt ihr denn traurig seyn, Daß ich von hinnen scheide? Ich fahr in Gottes hand hinein, Da ich kein angst mehr leide. Geduld't euch, trauert nicht so sehr, Halt't rechte maaß, gebt Gott die ehr; Ich schweb in lauter freude. 6. Ein christlich herz, so recht erwägt Der seele freudenleben Und fort dahin verlangen trägt, Muß seufzend wohl anheben; Komm, Jesu, liebster Heiland mein, Es sehnt sich meine seel allein, In deinem glanz zu schweben. M. Jesus, meine Zuversicht. grab, Denn ich bin des wanderns müde, Von der erde scheid ich ab, Denn mir ruft des himmels friede, Denn mir ruft die füße ruh Von den engeln droben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein grab, Meinen lauf hab ich vollendet, Lege nun den wanderstab Hin, wo alles irdsche endet, Lege selbst mich nun hinein In das bette sonder pein. 3. Was soll ich hienieden noch In dem dunkeln thale machen? 8. Weinet nicht! mein süßes heil, Meinen Heiland, hab ich funden, Und ich habe auch mein theil In den warmen herzenswunden, Woraus einst sein heilig blut Floß der ganzen welt zu gut. 9. Weint nicht! mein Erlöser lebt! Hoch vom finstern erdenftaube Hell empor die hoffnung schwebt, Und der himmelsheld, der glaube, Und die ewge liebe [ 7. 14.] Anhang. spricht: Kind des Vaters, zittre nicht. Ernst Moritz Arndt, geb. 1769. M. Herr Christ, meins. mensch 1018.armer med 1020.( 940.) nichts doch bin, Gotts Sohn allein ist mein gewinn; Daß er mensch worden, ist mein troft, Er hat mich durch sein blut erlöst. 2. D Gott Vater, regier du mich mit deinem Geist beständiglich, Laß deinen Sohn, mein'n trost und leb'n, Allzeit in meinem Herzen schweb'n. 3. Wenn mein stündlein vorhanden ist, Nimm mich zu dir, Herr Jesu Christ, Denn ich bin dein und du bist mein. Wie gern wollt ich bald bei dir seyn. 111 Mit Christi blut gereinigt fein. Herr Jesu, stärk den glauben mein! Paul Eber. † 1569. 4. Herr Jesu Christe, hilf du mir, Daß ich ein zweiglein bleib an dir Und nachmals mit dir auf ersteh, zu deiner herrlichkeit eingeh. Joh. Gigas( Heune). † 1581, nach dem Lat. des Melanchthon. M. Herzlich thut mich verl. ch bab mich Gott ergeben, Dem liebsten Vas ter mein, Hier ist kein immerleben, Es muß geschieden seyn, Der tod kann mir nicht schaden, Er ist mir mein gewinn, In Gottes fried und gnaden Fahr ich mit freud dahin. 2. Mein weg geht jetzt vorüber, O welt, was acht ich dein? Der himmel ist mir lieber, Da muß ich trachten ein, Mich nicht zu sehr beladen, Weil ich wegfertig bin. In Gottes fried und gnahen Fahr ich mit freud dahin. 3. Ach, selge freud und wonne Hat mir der Herr bereit't, Da Christus ist die sonne, Leben und seligkeit. Was kann mir denn nun schaden, Weil ich bei Chrifto bin? In Gottes fried und gnaden Fahr ich mit freud dahin. 4. Gesegn euch Gott, ihr meinen, Ihr liebsten allzumal! Um mich sollt ihr nicht weinen, Ich weiß von feiner qual. Den himmelsweg noch heute Nehmt fleißig ja in acht, In Gottes fried und freude Fahrt mir bald alle nach. Joh. Siegfried. † 1637. M. Vater unser, im Himmelreich. 1019. I 2n Christi wunden schlaf' ich ein, Die machen mich von sünden rein, Christi blut und gerechtigkeit Das ist mein schmuck und ehrenkleid, Damit will ich vor Gott bestehn, Wenn ich zum himmel werd eingehn. dahin, Ein Gotteskind ich allzein 1021.welt, id m hab, o tod, mich; Ins ewge leben wandre ich 2. Mit fried und freud ich fahr M. Nun ruhen alle Wälder. ich muß dich lassen, Ich ahr dahin mein straßen Ins [ 7. 15.] Anhang. 112 ewig vaterland, Mein'n geist will ich aufgeben, Dazu mein leib und leben Seßen in Gottes gnädig hand. 8. Die zeit ist schon vorhanden, Hör auf von sünd und schanden Und richt dich auf die babn Mit beten und mit was chen, Sonst alle irdsche sachen Lag fahrn und gieb sie willig dran. 9. Das schenk ich dir am ende. 2. Mein zeit ist nun vollendet, Der tod das leben endet, Sterben ist mein gewinn, Kein bleiben ist auf erden, Daß ewge- Ade! zu Gott mich wende, Su ihm steht mein begehr. Hüt dich vor pein und schmerzen, Nimm mein'n abschied zu herzen, Meins bleibens ist jetzt hie nicht mehr. Johann Hesse. † 1547. muß mir werden, Mit fried und frend ich fahr dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen Die welt, von Gott gezogen Durch schand und büberei, Will ich doch nicht verzagen, Sondern mit glauben sagen, Daß mir mein sünd vergeben sey. 4. Auf Gott steht mein ver. trauen, Sein antlig will ich schauen Wahrlich durch Jesum Christ, Der für mich ist gestorben, Des Vaters huld erworben, Mein Mittler er auch worden ist. 5. Die sünd mag mir nicht schaden, Erlöst bin ich aus gnaden Umsonst durch Christi blut; Sein wert fommt mir zu from men, Drum will ich zu ihm fommen Allein durch wahren glauben gut. 6. Drauf will ich fröhlich sterben, Das himmelreich ererben, Wie er mirs hat bereit't; Hier mag ich nicht mehr bleiben, Der tod thut mich vertreiben, Mein seele sich vom leibe scheid't. 7. Damit fahr ich von hinnen; Dwelt, thu dich befinnen, Denn du muß'st auch hernach. Thu dich zu Gott bekehren, Und von ihm gnad begehren, Im glauben sey du auch nicht schwach. 1022. W M. Nun ruhen alle Wälder. enn fleine himmelserben In ihrer unschuld sterben, So büßt man sie nicht ein; Sie werden nur dort oben Vom Vater aufgehoben, Damit sie unverLoren seyn. 2. Sie sind ja in der taufe Zu ihrem christenlaufe Für Jesum eingeweiht Und noch bet Gott in gnaden: Was sollt es ihnen schaden, Wenn er nun über sie gebeut? 3. Der unschuld glück verscherzen, Stets kämpfen mit den schmerzen, Mit so viel feelennoth, Im angstgefühl der fünden Das sterben schwer empfinden, Davor bewahrt ein früher tod. 4. 3war, wer in seiner jugend Den weg zur wahren tugend Durch Jesum Christum find't, Und sich den ersten glauben Hat niemals lassen rauben, Der lebt und stirbt auch wie ein tind. 5. Allein wo sind die reinen, [ 7 16.1 anhang. Die jest noch so erscheinen, Wie sie das wasserbad Vor Gottes augen stellte, Und die die welt nicht fällte, Ja, wohl noch jetzt im nege hat. 6. Wie leicht geht nicht bei kindern Von uns erwachsnen sündern Das fremde feuer an! Sind fie der welt entrissen, Dann können wir erst wissen, Daß sie die welt nicht fällen kann. 7. D, wohl auch diesem finde, Es stirbt nicht zu geschwinde, Beuch hin, du liebes find! Du gehest ja nur schlafen Und bleibest bei den schafen, Die ewig unsers Jesu sind. Joh. Andreas Rothe. † 1758. 113 vergeht Und nicht besteht, Gleichwie ihr dieses täglich seht. 3. Nur du, mein Gott, du bleibest mir Das, was du bist! ich traue dir, Laß berg und hügel fallen hin, Mir ist gewinn, Wenn ich allein bei Jefu bin. 4. So lang' ich in der Hütten wohn, So lehre mich, o Gottes Sohn! Gieb, daß ich zähle meine tag Und munter wach, Daß, eh ich sterb, ich sterben mag. 1023. M. Ich hab' mein Sach' Gott. te ie fleugt da hin der men schen zeit. Wie eilet man zur ewigkeit! Wie wenig' denken an die stund Von herzensgrund, Wie schweigt davon der träge mund! 2. Das leben ist gleichwie ein traum, Ein nichtger leerer wasserschaum, Im augenblick es bald 5. Was hilft die welt in leg ter noth? Lust, ehr und reichthum in dem tod? D mensch, du läufst dem schatten zu! Das merke du, Du kommst sonst nicht zu wahrer ruh. 6. Weg, eitelkeit, der thoren luft! Mir ist das höchste gut bewußt; Das such ich nun, das bleibet mir. O, mein begier, Herr Jesu, zeuch mein herz nach dir! 7. Was wird das seyn, wenn ich dich seh Und bald vor deinem throne steh? Du unterdessen lehre mich, Daß stetig ich Mit klugem herzen suche dich. Joachim Neander. † 1680. XXX. Vom jüngsten Gericht. Matth. 25, 1-13. In eigner Melodie. 1024( 913.) O er bräutgam wird bald rufen: Kommt all, ihr hochzeitgäft! Hilf, Gott, daß wir nicht schlafen In fünden, schlummern fest, Bald habn in unsern händen Die lampen öl und licht, [ 8. 1.1 Und dürfen uns nicht wenden Von deinem angesicht. 2. Da werden wir mit freuden Den Heiland schauen an, Der durch sein blut und leiden Den himmel aufgethan, Die lieben patriarchen, Propheten allzumal, Die märtrer und apostel mit ihn'n in großer zahl. 8 Anhang. 114 3. Die werden uns annehmen, Als ihre brüderlein, Sich unser gar nicht schämen, Uns nehmen mitten ein; Wir werden alle treten Zur rechten Jesu Christ, Als unsern Gott anbeten, Der unsers fleisches iſt. 4. Gott wird sich zu uns fehren, Ein'm jeden segen auf Die güldne fron der ehren Und herzen freundlich drauf, Wird uns an sein brust drücken Aus lieb ganz väterlich, An leib und feel uns schmücken Mit gaben mildiglich. 5. Da wird man hören klingen Das rechte saitenspiel, Die mufika wird bringen In Gott der freuden viel; Die engel werden auferstehn wirst du, Mein ftaub, nach kurzer rub! Unsterblichs leben, Wird, der dich schuf, dir geben. Gelobt sey er! fingen, All' heilgen Gottes gleich, Mit himmelischen zungen Ewig in Gottes reich. di XXXI. Vom Himmel plus In eigner Melodie. und ewigen Leben. wir ein Zu seinen freuden, Der 1025. Auferstehn, ja müden pilger leiden Sind dann nicht mehr. 2. Wieder aufzublühn werd ich gesät. Der Herr der ernte geht Und sammelt garben Uns ein, die wir hier ſterben. Gelobt sey er! 3. Tag des danks, der freudenthränen tag! Du, meines Gottes tag! Wenn ich im grabe Genug geschlummert habe Erweckst du mich). 4. Wie den träumenden wirds dann uns seyn, Mit Jesu gehn 6. Er wird uns fröhlich leiter. Ins schöne paradeis, Die hochzeit zubereiten zu seinem lob und preis; Da wird seyn freud und wonne In rechter lieb und treu, Aus Gottes schaß und brunnen Und täglich werden neu. 7. Also wird Gott erlösen Uns gar aus aller noth, Vom teufel, allem bösen, Von trübsal, angst und spott; Von trauern, weh und klagen, Von frankheit, schmerz und leid, Von schwermuth, sorg und zagen, Von aller bösen zeit. Nach Joh. Walther, 1561. 5. Ach, ins allerheiligste führt mich mein Mittler. Dann leb ich Im heiligthume, zu seines namens ruhme, In ewigkeit. Friedr, Gottlieb Klopstod.+ 1803.1 M. Wie wohl ist mir, o Freund. 1026. 8 ist noch eine ruh Auf, müdes herz, und werde licht. Du seufzest hier in deinen banden, und deine sonne scheinet nicht. Sieh auf das Lamm, das dich mit freuden Dort wird vor seinem stühle weiden, Wirf hir die last und eil herzu! Bald ist [ 8.2.] 115 ins Vaters haus! Schmerz, feufzen, leid, tod und dergleichen Wird müssen fliehn und von uns weichen, Wir werden auch das Lamm dort sehn. Es wird beim brünnlein uns erfrischen, Die thränen von den augen wischen, Wer weiß, was sonst noch soll geschehn. 6. Kein durst, noch hunger, wird uns schwächen, Denn die erquickungszeit ist da, Die sonne wird uns nicht mehr stechen, Das Lamm ist seinem volke nah. Es will selbst über ihnen wohnen Und ihre treue wohl belohnen Mit licht und trost, mit ehr und preis. Es werden die gebeine grünen, Der große sabbath ist erschienen, Da man von feiner arbeit weiß. will eure ruhstatt seyn. Ihr 7. Da ruhen wir und sind in send sein volk, gezeugt von oben; Ob fünde, welt und teufel to ben, Seyd nur getroft und gehet ein. frieden Und leben ewig sorgenlos, Ach, fasset dieses wort, thr müden, Legt euch dem Lamm in setnen schooß. Ach, flügel her! wir müssen eilen und uns nicht länger hier verweilen; Dort wartet schon die frohe schaar. Fort, fort, mein geist, zum jubiliren! Auf, gürte dich zum triumphiren! Auf, auf, es kommt das ruhejahr! dag Joh. Siegismund Kunth. † 1779. Anhang. der heiße tampf geendet, Bald, bald der saure lauf vollendet: So gehst du ein zu deiner ruh. 2. Die ruhe hat Gott auserforen, Die ruhe, die kein ende nimmt, Es hat, da noch kein mensch geboren, Die liebe sie uns schon bestimmt. Das Gotteslamm wollt darum sterben, uns diese ruhe zu erwerben, Es ruft, es locket weit und breit: Ihr müden seelen und ihr frommen, Versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner ruhe lieblichkeit! 3. So fommt denn, ihr matten feelen, Die manche laft und bürde drückt, Eilt, eilt aus euren fummerhöhlen, Geht nicht mehr müde und gebückt! Ihr habt des tages last getragen, Dafür läßt euch der Heiland sagen: Ich selbst 4. Was mag wohl einen franfen laben und einen müden wandersmann? Wenn jener nur ein bettlein haben und sanfte darauf ruhen kann, Wenn dieser sich darf niedersegen, An einem frischen trunk ergößen, Wie sind sie beide dann vergnügt! Doch dies sind kurze ruhestunden? Es M. Herr, nicht schicke deine. wird noch eine ruh gefunden 1027.( 922.) berge alle wo an Jesu man 5. Da wird man freudengarben bringen, Denn unsre thränensaat ist aus, D, welch ein jubel wird erklingen Und süßer von zeiten, Die uns bis ins grab be gleiten, Dann erfolgt die ewigfeit, Eine zeit und keine zeit: Eine zeit, die an wird fangen, JAPHIST [ 8. 3.] 10 8. Anhang. 116 Doch zu ende nicht gelangen, Ist deswegen keine zeit, Weil sie im mer heißet heut. 2. Ewig bringet freud und schmerzen, Ewig donnert in dem herzen und macht das gewissen bang, Ewig, ewig, währet lang'; Zähle, lieber mensch, zusammen An dem himmel alle flammen, Zähle Alle Alle 3. Alle perlen in den thauen, Alle blumen in den auen, Alle blätter an dem flee, Alle flocken in dem schnee; Alles, was die zahlen faffen, Will sich nicht vergleichen lassen mit den zeiten ohne zeit, Die man nennt die ewigkeit. thronen Doch schon von heute an ewig wohnen. tropfen in dem meer eet, schon selig, Seitdem ich das entdeckt, Ich will mich noch im leiden üben Und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, daß ich die stadt gesehn, und ohn ermüden Will ich ihr näher gehn Und ihre hellen, goldnen gassen Lebenslang nicht aus den augen laffen. siisd sid 4. Ewig wird es wohl ergehen Denen, die dort wohl bestehen, Die hingegen gottlos seyn, Werden ewig leiden pein. Drum, o menſch, ſteh ab von ſünden, Weil du noch kannst gnade finden, Und gedenke allezeit An die ewge ewigkeit! 10019 S 12 Ildas urd 3. Nur ich bin fündig, Der erde noch geneigt, Das hat mir bündig Dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, Noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich, Daß mich fein bann erschreckt, Ich bin M. Nun preiset alle Gottes. ch 1028. hab von ferne, Herr, deinen thron erblickt und hätte gerne Mein Herz vorausgeschickt und hätte gern mein müdes leben, Schöpfer der geister, dir hinge geben. Johann Timotheus Hermes. † 1821. and their thus dr In eigner Melodie.msnim 1029." erufalem, du hochgebaute stadt, Wollt Gott, ich wär in dir! Mein sehnlich herz so groß verlangen hat und ist nicht mehr bei mir. Weit über berg und thale, Weit über blaches feld Schwingt es sich über alle Und eilt aus dieser welt. mostr 2. D schöner tag und noch viel schönre stund, Wann wirst du kommen schier, Da ich mit luft, mit freiem freudenmund space p Die seele geb von mir In Got Qui saild. 2. Das war so prächtig, Was tes treue hände Zum auserwählich im geist gesehn. Du bist all- ten pfand, Daß sie mit heil anmächtig: Drum ist dein licht so lände In jenem vaterland? schön. Könnt ich an diesen hellen 3. Im augenblick wird sie er [ 8.4.1 Anhang. 117 heben sich Bis an das firmament, von dem süßen ton Sich regt Wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich Die stätt der element; Fährt auf Eliä wagen mit heilger engel schaar, Die sie in händen tragen, Umgeben ganz und gar. der freudensaal, Mit hunderttausend zungen, Mit stimmen noch viel mehr, Wie von anfang ge= sungen Das große himmelsheer. Johann Matthäus Meyfart. † 1642. 4. D ehrenburg, sey nun gegrüßet mir, Thu auf der gnaden pfort! Wie große zeit hat mich Offenb. 21, 2. 3. 19 M. Wie schön leuchtet der. verlangt nach dir, Eh ich bin 1030.fts, oder ist mein geist fommen fort Aus jenem bösen leben, Aus jener nichtigkeit, Und mir Gott hat gegeben Das erb der ewigkeit. 5. Was für ein volk, was für ein' edle schaar Kommt dort gezogen schon? Was in der welt von auserwählten war, Seh ich, die beste kron, Die Jesus mir, der Herre, Entgegen hat gesandt, Da ich noch war von ferne In meinem thränenland. 2. Ich seh, er machet alles neu, Die braut fährt zu ihm ohne scheu In reiner schöner seide, Die kleider sind mit gold gestickt, 6. Propheten groß und patri- Der bräutgam hat sie selbst gearchen hoch, Auch christen insge- schmückt Mit theurem halsgemein, Die weiland dort trugen schmeide. Meister! Geister, Che des freuzes joch Und der tyran- rubinen, Seraphinen Wünschen nen pein, Schau ich in ehren schweben, In freiheit überall, mit klarheit hell umgeben, Mit sonnenlichtem strahl. 7. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin Im schönen paradeis, Von höchster freud erfüllet wird der finn, Der mund von lob und preis; Das Halleluja reine Man fingt in heiligkeit, Das Hosianna feine Ohn end in ewigkeit: Mein auge hat jest was erblickt, Ich seh den himmel offen, Ich fehe Gottes königsthron, Zur rechten Jesum, Gottes Sohn, Auf den wir alle hoffen. Singet, Klinget, Spielt auf scharfen Davidsharfen, Jauchzt von herzen! Jesus stillet alle schmerzen. 8. Mit jubelklang, mit instrumenten schön Auf chören ohne zahl, Daß von dem schall und glücke. Du, du giebst ihr gnadenblicke. 3. Der braut ist nichts als freud bewußt, Gott hat an ihrer schönheit lust, Sie glänzet wie die sonne; Man führt sie in den brautpallast, Ins friedenhaus zur stolzen raft, Zu ihres königs wonne. Klagen, Zagen, Sonnenhiße, Donner, bliße Sind verschwunden, Gottes Lamm hat überwunden. 44 4. Gott hat sie aus dem strom erfrischt, Der augen thränen ab18. 5.1 Anhang. 118 gewischt, Gott kommt bei ihr zu wohnen. Er will ihr Gott, sie sein volk seyn, Selbst bei ihr gehen aus und ein: Wie reichlicy fann Gott lehnen! Trauet, Schrutet Gottes güte, Gottes hütte Bei den kindern, Gott wohnt bei bekehrten fündern. SHOO auch mir bereit't, Hilf sie mir auch erwerben! Weise, Preise Ihre kräfte, Ihr geschäfte Mir elenden. Laß mich auf den anblick enden. Ahasverus Frißsch. † 1701. Offenb. 14. 13. M. Wachet auf, ruft uns die. 5. Wie heilig ist die neue stadt, 1031. elig find des erDie Gott zum und tempel hat, Zum grunde die zwölf boten; Gar nichts gemeines geht hinein, Wer greuelt, muß verbannet seyn, Sein theil ist bei den todten, Reine, Feine Edelsteine Sind gemeine, Ihr licht flimmert, Wie ein heller jaspis schimmert. 6. Die stadt bedarf der sonne nicht, noch unsers mondes blafses licht, Das Lamm ist ihre sonne. Ihr leuchtet Gottes herr1911 1191914 1pussen 911 quillt lichkeit; Die beiden wandeln weit 2. Dank, anbetung, preis und und breit Bei dieses lichtes wonne. Ihre Thüre, Ihre pforte Dieser orte Stehet offen; Da ist keine nacht zu hoffen.( bon or n 7. Von Gottes stuhle ein fluß, Der mitten auf der straße muß Das holz des lebens wässern; Die frucht des baums, der zwölffach trägt, und jedes blättchen, das er hegt, Soll die gesundheit bessern.d Schlechte Knechte, Herren, Bisfürsten, Alle bürsten Nach der quelle, Eie fließt recht krystallenhelle. nad b18? Wie herrlich ist die neue welt Die Gott den frommen noorbehält, Kein menfch fann sie erwerben. O Jesu, Herr der herrlichkeit, Du hast die stätt ehre, Macht, weisheit, herrlichkeit und ehre Sey dir, Versöhner, Jeſu Christ! Ihr, der überwinder chöre, Bringt dank, anbetung, preis und ehre Dem Lamme, das geopfert ist! Er fanf wie wir ins grab, Wischt unsre thränen ab, Alle hänen! Er hats vollbracht! Nicht tag, nicht nacht Wird an des Lammes throne seyn. 799d ben, Die todten, die in Chrifto sterben, Sie gehen ein zur herrlichkeit. Nach den letzten augenblicken Des tódesschlummers folgt entzücken Und wonne der unsterblichkeit. In frieden ruhen fie Von aller sorg und müh. Lob dem Höchsten! Vor seinen thron, Zu seinem Sohn Begleiten ihre ligul werke sie. 3. Nicht der mond, nicht mehr die sonne Scheint uns alsdann, Er ist uns sonne, Der Sohn, die herrlichkeit des Herrn! Heil, nach dem wit weinend rangen, Nun bist du, heil, uns aufgegangen nicht mehr im dunkeln, nicht von fern! Nun weinen wir nicht mehr; Das alte ist nicht mehr! Halles ( 8. 6.] Anhang. luja! Er sank hinab Wie wir ins grab, Er ging zu Gott, wir folgen ihm! Friedr. Gottlieb Klopstock. † 1803. 119 bracht, Haben in dem blut des Lammes Ihre kleider hell gemacht, Sind geschmückt mit heiligkeit, Prangen nun im ehrenkleid.dap 7. Es sind die, so stets erschie nen Hier als priester vor dem Herrn, Tag und nacht bereit zu dienen, Leib und seel geopfert gern; Nun stehn alle sie herum Vor dem stuhl im heiligthum. 8. Wie ein hirsch am mittag lechzet Nach dem strom, der frisch und hell, So hat ihre feel geächzet Nach dem rechten lebensquell! Nun ihr durst gestillet ist, Da sie sind bei Jesu Christ. sism JOTE Offenb. 7, 9-17. 1032. M. Unser Herrscher, unser. ( Komm, o komm, du Geist) er sind die vor Gottes throne, Was ist das für eine schaar? Jeder träget eine frone, Glänzen gleich den sternen flar; Halleluja fingen all, Loben Gott mit hohem schall. bisins 2. Wer sind die, so palmen tragen, Wie ein sieger, in der hand, Welcher feinen feind geschlagen und gestreckt hat in den sand? Welcher streit und welcher frieg Hat gezeuget diesen sieg? 9. Auf dem Zionsberg sie weidet Gottes Lamm, die lebenssønn, Mitten in dem stuhl fie leitet Zu dem rechten lebensbronn; Hirt und Lamm, das ewge gut, Lieblich sie erquicken thut.shit hände Ich zu dir nun strecke aus, Mein gebet zu dir ich wende, Der ich noch in deinem haus enda om hier auf erden ftehim streit: a 4. Es sind die, so wohl ge- Treibe, Herr, die feinde weite tämpfet Für des großen Gottes 11. Hilf mir fleisch und blut 3. Wer sind die in reiner seide, Welche ist gerechtigkeit. Ange- 10. Ach, Herr Jesu, meine than mit weißem kleide, Das zerreißet feine zeit Und veraltet nimmermehr? Wo sind diese tommen her? Haben fleisch und blut ge- besiegen, Teufel, fünde, höll und dämpfet, nicht gefolgt des satans welt, daß mich nicht darnieder heer; Die erlanget auf den frieg liegen, Wenn ein sturm mich überDurch des Lammes blut den fieg. fällt, Führe mich aus aller noth, 5. Es sind die, so viel erlit- Herr, mein fels, mein treuer Gott! ten, Trübsal, schmerzen, angst und si 12. Gieb, daß ich sey neu genoth, Im gebet auch oft gestritten Mit dem hochgelobten Gott; Nun hat dieser kampf ein end, Gott hat all ihr leid gewendt. 26. Es sind zweige eines stamboren, An dir, als ein grünes reis, Wachse und sey auserkoren, Durchs dein blut gewaschen weiß, Meine fleider halte, rein. Meides allen falschen schein. .nadir19 mes, Der uns huld und heil ge- to 13 Daß mein theil sey bei den Anhang. 120 frommen, Welche, Herr, dir ähnlich sind Und aus großer trübsal kommen. Hilf, daß ich auch überwind Alle trübsal, noth und tod, Bis ich komm zu meinem Gott. 14. O, wie groß wird seyn die wonne, Wenn wir werden allermeist Schauen auf dem hohen throne Vater, Sohn und heilgen Geift! Amen, lob sey dir bereit, Dank und preis in ewigkeit. Theodor Schenck. † 1727. Onl 1156 and dill spatii eri edredie dus de torms XXXII. M. Wach' auf, mein Herz. ihr 1033. Cuf auf meine lieder, Mein herz, mein geist und glieder, Dem Höchsten lob zu fingen Und opfer ihm zu bringen. 2. Er hat die nacht gewendet, Das licht herab gesendet Und mich ohn alle sorgen Erweckt an idstid 100 diesem morgen. 3. Er ist mein schuß gewesen, 11. Gieb hoffnung und verDaß ich frisch und genesen An diesem tag aufstehe, Und meine His( 2* pflicht angehe. trauen, Auf dich allein zu bauen, Den glauben mir auch mehre Und mich zu dir, Herr, kehre. 4. Es hätten tausend schrecken Mich grausam können wecken, Wo er nicht selbst gewachet Und alles gut gemachet. dsd 12. Laß freunde und verwandte, Wohlthäter und bekannte Und die sich christen schreiben, Von dir bewahret bleiben./ D 5. Mein leib, feel und mein eben Sey ferner ihm ergeben, Gott, mir heut auch sende Die güte deiner hände, od 13. Gieb fraft, verstand und stärke, Daß des berufes werte Durch deines Geistes senden Ich glücklich könne endent. 6. Daß ich von dir geführet Und überall regieret 3u deines namens ehre Mein ganzes Leben tebre, id bittad or Ha msile 14. Und sollt ich schmach und neiden, Kreuz und was sonsten leiden, So hilf mir, Vater, tragen Und laß mich nicht verzagen. 7. Behüte mich vor sünden 15. Schütz alle hartgeplagten, Und laß mich stets empfinden Ein'nabichen vor den dingen, Die deinen zorn mir bringen. 14 Erfreue die verzagten, Gieb brod und trost den armen Aus gnaden und erbarmen.de 16. Erhöre alle beter, Belehr die übertreter, Sen gnädig mir 8.disDurch deinen Geist mich leite und mein Herz fo bereite, Morgenlieder.rad Ju Daß ich dein kind und erbe Allein dir leb und sterbe. 9. Gieb deinen heilgen segen Auf allen meinen wegen, Beglücke meine thaten Und laß sie wohl id n insprom st gerathen. 10. Vor unglück mich behüte Und laß mich deine güte So leiten, daß ich bleibe Ein glied an deinem letbe. Asuajt 18. 8.1 Anhang. 121 ergößt Zu ihr'r selbst verderben, Denn was sie fürs beste schäßt, Machet ewig sterben. se 6. Nun, so bleibe stets mein licht, Jeju, meine freude, Bis der frühe tag anbricht, Da nach allem leide Ich in weißer kleider pracht Werde Und, Gott es wohlgemacht, Ohn aufhören singen. jun Those Christ. Prätorius( Schulze), um 1704. M. Herr Jesu, Christ, meins. as walt ( 912.) Gott Vater und Gott Sohn, Gott heilger Geist, im himmelsthron! Man dankt dir, eh die sonn aufgeht, Wann's licht anbricht, man vor dir steht. rusjsid 1035. Das da matichoc 2. Drum beug ich diesen morgen früh In rechter andacht meine knie Und ruf zu dir mit heller stimm: Dein' ohren neig, mein red vernimm. tted 60 3. Ich rühm von berzen deine güt, Weil du mich gnädig hast behüt't, Daß ich nun hab die finstre nacht In ruh und frieden zugebracht. mera 4. Ich schlief und wußte nichts von mir, Der feind zu schaden trug begier; Herr, deine mach. ihn von mir trieb, Daß ungestört im schlaf ich blieb., anstant 5. Mein Gott, ich bitt durch Christi blut, Nimm mich auch diesen tag in hut, Laß deine lies ben engelein Mein' wächter und gefährten feyn. ro, nenied si 6. Dein Geist mein'n leib und jeel regier Und mich mit seinen 18. 9.1 und allen Nach deinem wohlgefallen. 17. Insonderheit am ende, Herr, deinen trost mir sende Und laß mich selig sterben Und ewges leben erben. Joh. Lassenius. † 1692. M. Christus, der uns selig macht. hriste, wahres 1034. Chrifte, seelenlicht, Deiner christen sonne, D, du klares angesicht, Der betrübten wonne! Deiner güte lieblichkeit Ist neu alle morgen, In dir bin ich recht erfreut, Darf nicht übrig sorgen. 2. Wecke mich vom sündenschlaf, Der du bist das leben, Neues leben in mir schaff, Denn du hast gegeben Dieser welt das sonnenlicht, Welches all' erfreuet, Wirst du mich ja lassen nicht Täglich unerneuet. 3. Ohne licht sieht man kein licht. Ohne Gottes leuchten Sieht der mensch den Heiland nicht, Der uns muß befeuchten mit dem hellen himmelsthau Seiner jüßen lehre; Drum, Herr Christe, auf mich schau und dich zu mir fehre. 4. Kehre zu mir deine güt, Freundlich mich anblicke, Daß mein innerstes gemüth In dir sich erquicke und die süße himmelslust Mit begierde schmecke; Sonsten fey mir nichts bewußt, So da freud erwecke. 5. Laß ja ferne von mir seyn Hoffarth, augenweide; Fleischeslust und allen schein, Jesu, mir verleide, Damit sich die welt Anhang. 122 gaben zier', Er führ mich heut auf rechter bahn, Daß ich was guts vollbringen fann.om 7. Gieb, daß ich meine werk und pflicht Mit freuden diesen tag verricht Zu deinem lob und meinem nuß und meinem nächsten thue guts. 8. Hilf, daß ich zu regieren wiss Mein angen, ohren, händ und füß, Mein' lippen, mund und ganzen leib; All bös' begierden von mir treib. FIC 5. Alles, was je geschaffen ward, Ein jeglich ding nach seiner art Preiset seinen Schöpfer. 6. Ei nun, mensch, so edler ist natur, D du vernünftge creatur, Sey nicht so verdroffen. nod 7. Gedent, daß dich dein Herr und Gott zu seinem bild erschaffen hat, Daß du ihn erkenneft, 8. Und liebeft ihn aus herzensgrund, Bekennest auch mit that und mund, Sein also genießest. 9. Weil du nun seinen Geist gefost't Und selber gnad genossen haft, So dank' ihm von herzen. 9. Bewahr mein herz vor sünd und schand, Daß ich, vem übel abgewandt, Mein' feel mit fünden nicht beschwer Und mein wissen nicht versehr. dum me ge10. Behüt' mich heut und alle zeit Vor schaden, schand und herzeleid; Tritt zwischen mich und meine feind', Die sichtbar und unsichtbar seynd. 8 4. Der himmel, die erd und das meer Dem Herren geben lob und ehr, Thun sein wohlgefallen, 11. Mein'n aus- und eingang heut bewahr, Daß mir kein übles widerfahr, Behüte mich vor schnellem tod, und hilf miz, wo mir hülf ist noth. 11. Du weiß'st nicht, wann der Herre tömmt, Denn er dir feine zeit bestimmt, Sondern stets heißt wachen. mindor 12. So üb dich nun in seinem bund, Lob ihn mit herzen, that und mund, + 1622. und mund, Dank für seine wohlthat 1090 Martin Behemb( Bohemus).+1622. NORTON m dur CEOT 10. Sey munter, fleißig bet und wach, Sieh, daß du stets in seiner sach Treu erfunden werdeft. d mod alle immat gusti dag n eigner Melodie. di 1036. Der tag vertreibt die finstre nacht, De brüder, send munter und wacht, Dienet Gott dem Herrn. 1902. Die engel singen immerdar Und loben Gott in großer schaar, Der alles regieret. tour qu 14. Durch Jesum Chriftum deinen Sohn, Welchem sammt dir im höchsten thron All engel lobfingen. COC 3. Die hähn und vögel mancherlet, Die loben Gott mit ihr'm 15. Hilf, Herr, daß ich dich gleicher weif Von nun an allzeit lob' und preis' In ewigkeit. Amen. gefchrei, Der fie speist und fleidet. nad 100 Michael Weiße. t 1540. [ 8. 0.¹ 13. Sprich: o Vater in ewigkeit, Ich dank bir aller gütigkeit, mir bisher erzeiget. 19 Anhang. M. Wo Gott zum Haus. es 1037. D morgens, wenn ich früh aufsteh, Und abends, wann ich schlafen geh, Sehn meine augen, Herr, auf dich, Herr Jesu, dir befehl ich mich. 4. Du wollest uns durch deinen Sohn An diesem tag auch hülfe thun, Die feind uns nicht lassen fällen, So unsern seelen nachstellen. and Ha THE 2. In den heilgen fünf wunden dein, Da kann ich ruhn und sicher seyn, Mit leib und seele, hab und gut; Mein schaß ist dein heiliges blut. 5. Herre Gott, nimm unser wahr, Sey unser wächter immerdar, Unser schußherr und 3. Denn, o Herr Christ, am regierer, Ja, auch könig und freuzesstamm, Dein heilges blut heerführer. is purses die sünd hinnahm! Drum, ich 16. Wir opfern uns dir, Herre wach oder schlafe ein, Willst du, Herr, allzeit bei mir seyn. Gott, Daß du unser herz, wort und that Wollest leiten nach deinem muth, Daß es vor dir sey bündig gut. big, tids 01 7. Das sey dir heut in deinem Sohn Zum frühopfer vor deinem thron: Darauf wir nur zu deinem lob Mögen genießen deiner gab. a' nisi 11 std ist im Mich Weiße.t154041 19nbod bim stirds dois diur 4. Dein' engel mir stets halten wacht, Drum weder tod noch feind ich acht, Denn wo ich bin, bist du bei mir, Mein glück und freuz kommt alls von dir. fid 5. Ich leb od'r sterb ,, so bin ich dein, Darum ich dir die seele mein Befehl jegund und auch im tod; Nimm sie zu dir, o treuer Gott. mi nun his dir sredtim ndi St 123 ewigkeit, Der du uns aus barmherzigkeit mit deiner großen kraft und macht Bewahret haft in dies jer nacht. hind M. m. Quem pastores laudavere. M. Vom Himmel hoch da komm. dion ti third ( Den die Hirten lobten sehre.) rüh am 6 1038. geht aber 1039. Sejus gehet des stages schein; O brüder, laßt uns dank- Und bar feyn Dem gütigen und milden Gott, Der uns die nacht bewahret hat. 101190 vor allen thüren stehet; Klopfet an, wo man geflebet: Komm, Herr Jesu, unser gaft; 2. Nun, so lasset ihn nicht dorten Thut ihm auf des herzens pforten und ruft ihn mit jüßen worten: Eile, Jeju, kehre ein! Ispod aun nod G& 3. Wollest täglich bei uns bleiben Alle feinde von uns treiben, [ 8. 11.1 menjad 2. Laßt uns Gott bitten diese stund, Herzlich fingen mit gleihem mund, Begehren, daß er uns auch wollt Bewahren heut in seiner huld, 1. list any dal 3. Sprechend: Gott von 0b3+ 381522 Inbill Anhang. 124 Uns ins buch des lebens schreiben Und der gute hirte seyn, Und lehre du mich selber thun Nach deinem wohlgefallen. 4. Weiden uns auf grüner auen, Daß wir deine fülle schauen Und auf deinen reichthum bauen, Mit dir gehen aus und ein. 8. Nimm meines lebens gnädig wahr, Auf dich hofft meine feele; Sey mir ein retter in gefahr, Ein Vater, wenn ich fehle. 5. Amen, ja es soll geschehen, 9. Gieb mir ein herz voll zuJesus wird heut mit uns gehen versicht, Erfüllt mit lieb und Und wir werden fröhlich sehen, ruhe, Ein weises herz, das seine Daß er uns nicht läßt allein. pflicht Erkenn und willig thue. 10. Daß ich als ein getreuer knecht Nach deinem reiche strebe, Gottselig, züchtig und gerecht Durch deine gnade lebe. 11. Daß ich, dem nächsten beizustehn, Nie fleiß und arbeit scheue, Mich gern an andrer wohlergehn Und ihrem glauben freue; 12. Daß ich das glück der lebenszeit In deiner furcht genieße Und meinen lauf mit freudigkeit, Wenn du gebeutst, beschließe. Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. M. Ich dank' dir schon. use 1040." Mein erst gefühl dank; Erhebe Gott, o feele! Der Herr hört deinen Lobgesang: Lobsing ihm, meine seele! 2. Mich selbst zu schützen, ohne macht Lag ich und schlief in frieden, Wer schafft die ficherheit der nacht und ruhe für die müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, Mein leben zu bewahren? Wer stärkt mein blut in seinem fleiß und schüßt mich vor gefahren? nied thite 4. Wer lehrt das auge seine pflicht, Sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem tag und seinem licht, Uns wieder aufzuwecken? 5. Du bist es, Gott und Herr der welt, Und dein ist unser leben, Du bist es, der es uns erhält Und mirs jett neu gegeben. 6. Gelobet feyst du, Gott der macht, Gelobt sey deine treue, Daß ich nach einer sanften nacht Mich dieses tags erfreue! an d 7. Laß deinen segen auf mir ruhn, Mich deine wege wallen, In eigner Melodie. 1041.* Morgenglanz der ewigkeit, Licht vom unerschöpften lichte, Schick uns diese morgenzeit Deine strahlen zu gesichte und vertreib durch deine macht Unfre nacht. E 2. Deiner güte morgenthau Fall auf unser matt gewissen, Laß die dürre lebensau Lauter süßen troft genießen, Und erquicke uns, deine schaar, Immerdar. 3. Gieb, daß deiner liebe glut Unsre falten werke tödte, Und erweck uns herz und muth Bei er[ 8. 12.] Anhang. 125 standner morgenröthe, Daß wir, tage Unser leichnam aufersteh Und eh wir gar vergehn, Recht aufſtehn.geltonism mais 8 entfernt von aller plage, Sich auf jener freudenbahn Freuen kann. 4. Laß uns ja das sündenkleid Durch des bundes blut vermeiden, Daß uns die gerechtigkeit Möge als ein rock bekleiden, Und wir so vor aller pein Sicher seyn.se 5. Ach, du aufgang aus der höh, Gieb, daß auch am jüngsten 6. Leucht uns selbst in jene welt, Du verklärte gnadensonne. Führ uns durch das thränenfeld In das land der süßen wonne, Da die lust, die uns erhöht, Nie vergeht. bildar dasar ar nif Christian Knorr v. Nosenroth. † 1689. XXXIII. therap FIE Tobu: Tranio0 In eigner Melodie. bu ( Herzliebster Jesu, was hast du.) 1042.Die nacht ist kom- geben, Erlös uns. Amen. men, drin wird ruhen sollen; Gott walts zu fromAbendlieder.d und dhe 30 dein will werd beweiset: Frist' unser leben, wollst die schuld verBöhmische Brüder, um 1540. 191997 91190 mdi guit men nach seinem wohlgefallen, M. Nun ruhen alle Wälder. Daß wir uns legen, in ſein'm gleit und segen Der ruh zu pflegen, du um uel nonism anll 2. Treib, Herr, von uns fern die unreinen geiſter, Halt die nachtwach gern, fey selbst unser schußherr. Schirm beid, leib und feel, unter deine flügel, Send dein' engel. 1043.as leben Bis err, der du mit diesen tag gegeben, Dich bet ich kindlich an; Ich bin viel zu geringe Der treu, die ich befinge, Und die du heut an mir gethan. ( 62. Mit dankendem gemüthe Freu ich mich deiner güte, Ich dir; Du giebst mir kraft und stärke, Gedeihn zu meinem werke Und schaffst ein retnes herz in mir.ods Gullbl 3. Laß uns einschlafen mit guten gedanken, Fröhlich aufwachen und von dir nicht wanken, Laß und in züchten unser thun und tichten Zu dein'm preis richten. 4. Pfleg auch der franken durch deinen geliebten, Hilf den gefangnen, tröste die betrübten; Pfleg auch der finder, sey selbst ihr vormünder, Des feinds neid hinder. il 1996 and doi& 14. Ich weiß, an wen ich glaube, Und nahe mich im staube Zu dir, 5. Vater, dein name werd von! o Gott, mein Heil! Ich bin der uns gepreiset, Dein reich zukommer schuld entladen, Ich bin bei dir [ 8. 13.18] 3. Gott, welche ruh der feelen, Nach deines worts befehlen Einher im leben gehn; Auf deine güte hoffen, Im geift den himmel offen und dort den preis des glaubens sehn! tdals Jonm 126 Anhang. in gnaden Und in dem himmel wacht Und laß mich von deinen ist mein theil. kergedis ſchaaren Um und um bewahren. 2. Decke mich von oben Vor der feinde toben Mit der Vaterhuld, Ein versöhnt gewissen Sey mein ruhekissen, Ach, vergieb die schuld: Denn dein Sohn hat mich davon Durch die tief geschlagnen wunden Gnädiglich entbunden. 5. Bedeckt mit deinem segen Eil ich der ruh entgegen, Dein name sey gepreist; Mein leben und mein ende Ist dein, in deine hände Befehl ich, Vater, meinen geist! Christ. Fürchtegott Gellert. † 1769. dichli M. Erhalt uns, Herr, bei deinem. ( Christ, der du bist der helle Tag.) 1090 HE 3. Laj auch meine lieben SKeine 1044. Sinunter ist der noth betrüben, Sie sind mein und DIS sonne schein, Die finstre nacht bricht start herein, Leucht uns, Herr Christ, du wahres licht, Daß wir im finstern wandeln nicht. dein; Schließ uns mit erbarmen In die vaterarme Ohne sorgen ein. Du bei mir und ich bei dir! Also find wir ungeschieden Und ich schlaf in frieden. 2. Dir sey dank, daß du uns den tag Vor schaden, g'fahr und mancher plag Durch deine engel haft behüt't Aus gnad und väterlicher güt. ton 3. Womit wir habn erzürnet dich, Dasselb verzeih uns gnädiglich und rechn es unser seel nicht zu; Laß schlafen uns in fried und ruh. 4. Durch dein' engel die wach bestell, Daß uns der böse feind nicht fäll Vor leibes- und vor seelennoth Behüt uns heut, o treuer Gott. Nicolaus Hermann. † 1561. m. ge M. Jesu, meine Freude. 1045. Hirte deiner schafe, Der von feinem schlafe Etwas wissen mag. Deine wundergüte War mein schild und hütte Den vergangnen tag; Sey die nacht auch auf der tolaatomi10 FIRER 8801 4. Komm, verschließ die kammer Und laß allen jammer Ferne von mir seyn. Sey du schloß und riegel, Unter deine flügel Nimm dein füchlein ein. Decke zu mit schuß und ruh, So wird mich kein grauen wecken, Noch der feind mich schrecken. 193 5. Wie, wenn ich mein bette Heut zum grabe hätte? Wie bald roth, bald todt! Drum, hast du beschlossen, Daß mein ziel verfloffen, Kommt die todesnoth, So will ich nicht wider dich; Lieg ich nur in Jesu wunden, Sterb ich alle stunden.os di na 6. Nun wohlan, ich thue In vergnügter ruhe Mund und au2 gen zu. Seele, leib und leben Hab ich dir ergeben, D du Hüter du! Gute nacht! nimm mich in acht, und erleb ich ja den morgen, Wirst du weiter sorgen.ns nda Benjamin Schmold. † 1737, [ 8. 14.] Anhang. 1046. M. Sollt es gleich bisweilen. ur in Jesu blut und wunden Hab ich wahre ruh gefunden. Diese sollen auch allein Heut mein ruhebette seyn. XXXIV. 127 2. Tags umgiebt mich sein erbarmen, Nachts ruh ich in seinen armen, Jesu, ja in deiner hut Schläft man sicher, wohl und gut. Christ. Carl Ludw. v. Pfeil. † 1784. Tischlieder. 500 Ps. 145, 15. 16. 3. Durch seinen Geist er uns so wohl regieret, Straft, unter1047. augen war weist, erhält und weislich führet, M. Herr Jesu Christ, dich zu. Dru'r ten, Herr, auf dich Und auf dein güt verlassen sich, Zu rechter zeit giebst ihn'n ihr speis Und nährest sie mit allem fleiß. Auf daß wir fest im freuz, ohn alles grauen, Ihm können trauen. 4. Er thut auch wohl durch seine engelschaaren Uns tag und nacht vor leibsgefahr bewahren, Damit der feind an uns sein'n bösen willen Nicht mög erfüllen. 2. D Herr, du wollest benedein' Die speis, daß sie uns mag gedeih'n. Herr, segne uns und deine gab, Daß leib und seel sich wohl gehab. 3. Speis unsre seel mit him melsbrod, Das uns erhalt vor'm ewgen tod, Auf daß wir nach der bösen zeit Mit dir leben in ewigkeit! A 5. Zudem er auch all seine find'r ernähret Und ihnen hülf in aller noth bescheret, und läßt gewiß all thre feind auf erden Zu schanden werden. Nicolaus Hermann. † 1561 1101 ud ipf. 145, 15. 16. STOU In eigner Melodie. 1048.obet den Herrn schweben. und dankt ihm feiner gaben, Die wir aus gnad von ihm empfangen haben, Jegt an dem tisch und sonst an allen enden, Wo wir uns wenden. 2. Er hat uns an das licht der welt lass'n kommen und durch die tauf in ein reich aufgenom men, Er läßt uns auch in seinem Sohn entbinden Von schuld und sünden.+ blaube impre 6. Deshalben feyd getrost in Gott, ihr frommen, Denn ihr sollt schuß und brod genug bekommen und überdies nach diesem armen leben Bei Chrifto 7. Das danfet ihm von gan= zem herzensgrunde und bittet ihn zugleich zu aller stunde, Daß er uns nur, als feinen lieben erben, Helf selig sterben. 8. So sind wir recht an leib und seel genesen Und reich genug in dieser welt gewesen, und ha ben auch den besten schap gefunden Und überwunden. 119 [ 8. 15.] 09 Ant Barth. Ningwaldt. † 1598. 128 M. Herr Gott, dich loben alle wir. ir danken SH 1049. Gott für seine gab'n, Die wir von ihm empfangen hab'n Und bitten unfern lieben Herrn, Er woll hinfort uns mehr beschern. 2. Er woll uns speisen mit sein'm wort, Daß wir satt werIn eigner Melodie. Anhang. Amen, Lob und Ehre, und Weisheit, und Dank und Preis, und Kraft und Stärke sey unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 1050. Sey lob ins himmels throne; Sein Geist stärk uns im glauben Und mach uns selig. Amen.:,: men, Gott Bat'r glauben. Amen.:: und Sohne 2. Amen, es wird geschehen, Wir werden Christum sehen In den wolken herkommen, uns mitzunehmen. Amen.:,: 3. Amen, uns ewig währe thi 891115 1914kury mad snis tol dan il1981 lip m den hier und dort, Ach, lieber Gott, du wollst uns geb'n Nach dieser welt das ewge leb’n. 3. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, Daß du uns'r gast gewes sen bist. Bleib du bei uns, so hats nicht noth, Du bist das rechte lebensbrod. 30 Boniedprting 100 Die freude, Gott die ehre, Bring alle sprach'n zusammen In einem 4. Amen, fein tod soll schrecken, Christus will uns erwecken, Der selbst zuvor begraben, Nun lebet ewig. Amen.:,: 5. Amen, Gott sey gepreiset, Der Geist auf Christum weiset, Der helf uns all'n zusammen ewge leben. Amen.:: Ins Ludwig Helmboldt.+ 1598. Schillise slic vin dini mus digui ganism fisdawiles on analinis thr isprue and tim 3 Dampf- Preffendruck von E. Baenfch jun. in Magdeburg. [ 8. 16.] Gebet- Büchlein, ili nid Bour 10 mis tads st dion darinnen 61 Geistreiches en x 20101 ba Bloom die gewöhnlichen Kirchengebete 3 A day my do nom auf die Sonn- und Festtage, anise 11 wie auch dispion mal Buß-, Beicht und Communionandachten, MART enthalten sind. Morgensegen. armherziger, gnädiger Gott, du Vater des ewigen Lichtes und Trostes, deß Güte und Treue alle Morgen neu ist: dir sey Lob, Ehr und Dank gesagt für das liebliche Tageslicht und daß du mich in dieser finstern Nacht gnädiglich bewahret hast, mir einen sauften Schlaf und Ruhe verliehen. Laß mich nun auch in deiner Gnade und Liebe, Schuß und Schirm, wieder fröhlich aufstehen und das liebe Tageslicht nüglich und fröhlich gebrauchen. Vor allen Dingen aber erleuchte mich mit dem ewigen Lichte, welches ist mein Herr Jesus Christus, daß er in mir leuchten möge [ 9. 1.1 smis 19.0701 mit seiner Gnade und mit seiner Erkenntniß. Bewahre in meinem Herzen das Licht des Glaubens, mehre dasselbe und stärke es, erwecke deine Liebe in mir, befestige die Hoffnung, gieb mir wahre Demuth und Sanftmuth, daß ich wandele in den Fußstapfen meines Herrn Jesu Christi, und laß deine göttliche Furcht in allem meinen Thun vor meinen Augen seyn. Treib von mir aus alle geistliche Finsterniß und Blindheit meines Herzens, behüte mich vor Aberglauben und Abgötterei, vor Hoffart, vor lästerung deines Namens, vor Verachtung deines Worts, vor Ungehorsam, vor dem. leidigen Zorn daß die Sonne A Gebet- Büchlein. gehe oder stehe, size oder wandle, wache oder schlafe. Behüte mich vor den Pfeilen, die des Tags fliegen, vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im Mittag verderbet. Segne meine Nahrung, gieb mir, was dein Wille ist, zu meiner Nothdurft; laß mich auch deiner Gaben nicht mißbrauchen. Behüte uns alle vor Krieg, Hunger und Pestilenz und vor einem bösen, schnellen Tod. Behüte. meine Seele, meinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit. Beschere mir ein seliges Ende und laß mich des lieben jüngsten Tages und der Erscheinung der Herrlichkeit meines Herrn Jesu Christi mit Verlangen und Freuden warten. Gott der Vater segne und behüte mich! Gott der Sohn erleuchte sein Antlig über mich und sey mir gnädig! Gott der heilige Geist erhebe sein Angesicht auf mich und gebe mir feinen Frieden. Amen. she Seetrid Abendsegen. armherziger, gnädiger Gott und Vater, ich sage dir Lob und Dank, daß du Tag und Nacht geschaffen, Licht und Finsterniß unterschieden, den Tag zur Arbeit und die Nacht zur Ruhe, auf daß sich Menschen und Vieh erquicken. Ich lobe und preise dich in allen deinen Wohlthaten und Werken, daß du mich den vergangenen Tag hast vollenden lassen durch deine göttliche Gnade und Schuß und desselben Last und diesen Tag nicht möge über meinem Zorn untergehen. Behüte mich vor Feindschaft, vor Haß und Neid, vor Unzucht, vor Ungerechtigkeit, vor Falschheit und Lügen, vor dem schändlichen Geiz und vor aller bösen Lust und Vollbringung derselben. Erwecke in mir einen Hunger und Durst nach dir und deiner Gerechtigkeit; lehre mich thun nach deinem Wohlgefallen, dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Laß mir begegnen das Heer deiner heiligen Engel wie dem Jakob; thue denselben Befehl, daß sie mich auf allen meinen Wegen behüten, mich auf den Händen tragen, daß ich meinen Fuß nicht an einen Stein stoße, daß ich stark werde, auf Löwen und Ottern zu gehen und zu treten auf die jungen Löwen und Drachen. Ich befehle dir heute meine Gedanken, mein Herz, Sinn und alle meine Anschläge. Ich befehle dir meinen Mund und alle meine Worte; ich befehle dir alle meine Werke, daß sie zu deines Namens Ehre gereichen und zu nutz meines Nächsten. Mache mich zum Gefäß deiner Barmherzigkeit, zum Werkzeuge deiner Gnade, segne all mein Thun, laß meinen Beruf glücklich fortgehen und wehre allen denen, so ihn hindern. Behüte mich vor Verläumdungen und vor den Mordpfeilen des Lügners. Ich befehle dir meinen Leib und Seele, meine Ehr und Gut; laß mich deine Gnade und Güte allezeit begleiten, halte deine Hand über mich, ich [ 9. 2.] Gebet- Büchlein. 3 heiligen Engel sahe, daß ich von dir rede, wenn ich mich zu Bette lege, an dich gedenke, wenn ich aufwache, daß dein Name oder Gedächtniß immer in meinem Herzen bleibe, ich schlafe oder wache. Gieb mir, daß ich nicht erschrecke vor dem Grauen des Nachts, daß ich mich nicht fürchten möge vor plöglichen Schrecken noch vor den Sturmwinden der Gottlosen, sondern süße schlafe. Behüte mich vor schrecklichen Träumen, vor den Anläufen des Satans, vor dem Einbruch der Feinde, vor Feuer und Wasser. Siehe, der uns behütet, schläft nicht, der Hüter Israel schläft noch schlummert nicht. Sey du, o Gott, mein Schatten über meiner rechten Hand, daß mich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. Laß deine heilgen Wächter mich behüten und deine Engel sich um mich herlagern und mir aushelfen. Dein heiliger Engel wecke mich zu rechter Zeit wieder auf wie den Propheten Elia, da er schlief unter dem Wachholderbaum, wie Petrum, da er schlief im Gefängniß zwischen den Hütern. Laß mir die heiligen Engel erscheinen im Schlaf wie Joseph und den Weisen aus Morgenland, auf daß ich erkenne, daß ich auch sey in der Gesellschaft der heiligen Engel. Und wenn mein Stündlein vorhanden ist, so vers leihe mir einen feligen Schlaf und eine selige Ruhe in Jesu Christo, meinem Herrn. Amen. A* Plage überwinden und zurücklegen lassen. Es ist ja genug, lieber Vater, daß ein jeder Tag seine eigne Plage habe. Du hilfst ja immer eine Last nach der andern ablegen, bis wir endlich zur Ruhe und an den ewigen Tag kommen, da alle Plage und Beschwerung aufhören wird. Ich danke dir von Herzen für alle das Gute, das ich diesen Tag von deiner Hand empfangen habe. Ach Herr, ich bin zu gering aller deiner Barmherzigkeit, die du an mir täglich thust. Ich danke dir auch für die Abwendung des Bösen, so mir diesen Tag begegnen können, und daß du mich unter dem Schirm des Höchsten und Schatten des Allmächtigen bedecket und behütet hast vor allem Unglück und vor schweren Sünden, und bitte herzlich und findlich: Vergieb mir alle meine Sünde, die ich diesen Tag begangen habe mit Gedanken, Worten und Werken. Viel Böses hab ich gethan, viel Gutes hab ich versäumt. Ach, sey mir gnädig, mein Gott, sey mir gnädig! Laß heute alle meine Sünde mit mir absterben und gieb mir, daß ich immer gottesfürchtiger, heiliger, frömmer und gerechter wieder aufstehe, daß mein Schlaf nicht ein Sündenschlafsey, sondern ein heiliger Schlaf, daß meine Seele und mein Geist in mir zu dir wache, mit dir rede und handle. Segne meinen Schlaf wie den des Erzvaters Jakob, da er die Himmelsleiter im Traume sahe und den Segen empfing und die [ 9. 3.] 4 dmt day to fish Gebet- Büchlein. an allen Herrschenden und Regenten. 1151179319 318 Vornehmlich laß deine Gnade und Barmherzigkeit groß werden Umächtiger, ewiger Gott, über unsern theuersten König, über barmherziger Vater in Jesu Chri- die Königin, seine Gemahlin, über sto, wir daufen dir von Herzen, alle übrigen Prinzen und Prindaß du uns in diesem zeitlichen zessinnen des Königlichen Hauses Leben bisher gnädiglich erhalten und über alle, die denselben verund durch das Evangelium von wandt und zugethan sind. Erdeinem Sohne auch zu dem ewi- halte sie bei gesundem und langen Leben berufen und zubereiten gem Leben und setze sie zum beläsfest; wie wir denn eben jego ständigem Segen und christlidein heiliges Wort in Frieden und chem Vorbilde deinem Volke für Ruhe zu dem Ende haben anhö- und für. nudi ren können. Wir bitten dich de- Gegne, liebreicher Gott, uns müthiglich, siehe uns ferner in und alle Königliche Länder, die Gnaden an, vergieb uns unsere christliche Kinderzucht, alle ehrSünden und Uebertretungen und liche Handthierung und Nahrung erneure uns im Geist unseres zu Wasser und zu Lande. Hilf eiGemüths, daß wir dir dienen in nem jeden in der Noth und er Heiligkeit und Gerechtigkeit, die barme dich aller, die zu dir schreien. dir gefällig ist. Erhalte unter Behalte uns in deiner Liebe und uns die Predigt deines Wortes laß uns alles in der Welt zum sammt dem reinen Gebrauch deiner Besten dienen. Wende von uns heiligen Sacramente und gieb und unsern Grenzen in Gnaden treue Hirten und Lehrer uns und ab alle wohlverdienten Landplagen, unsern Nachkommen. Steure und Hunger und theure Zeiten, Feuerwehre mächtiglich allen Verfüh- und Wassersnoth, Pestilenz und rungen und Verleitungen von andere Seuchen und was wir der Kraft der Gottseligkeit, da- sonsten mit unsern Sünden vermit also dein Name einmüthig- dienet haben. Gieb gedeihliches lich, wie in der ganzen Christen- Wetter und laß wohl gerathen heit, also auch in unsern Lan- die Früchte der Erden. Sey ein den geheiliget, dein Reich ver- Heiland aller Menschen, sondermehret und des Satans Reich lich deiner Gläubigen. Du heilimehr und mehr zerstöret werde. ger Gött, bewahre uns vor SünNimm dich allenthalben gnädig- den und Schaden und steh uns lich deiner Kirchen an onder bei mit deinem guten Geift, damit lich der Verfolgten und schaffe wir nicht durch Uebertretung det Pfleger und Säugammen nen Segen verscherzeit und deine 19. 4.1 ISTER M Allgemeines Kirchengebet. Geber- Büchlein. 5 gerechten Strafen uns zuziehen. Herrlichkeit, jeßt und immerdar. Wir erkennen, Herr, wenn du Amen. Amen. uns nach deiner Langmuth dabila esnismspil mit verschonest, daß es nicht iſt unsere Gerechtigkeit, die dich hier zu beweget, denn wir sind unnüße In der Montags- Betstunde. Knechte vor dir, sondern allein deine grundlose Barmherzigkeit. Nach derselben sey uns ferner gnädig und lenke unsere Herzen auch zur Liebe gegen den Nächsten und Mitleiden gegen alle Nothleidende, daß wir nie vergessen, jedermann, auch unsern Feinden, Gutes zu thun, damit wir erweisen, daß wir deine Kinder sind. err, allmächtiger Gott, barm herziger, gnädiger Vater, wir danken dir von Grund unserer Herzen, daß du uns nicht allein erschaffen, sondern auch bisher durch deine göttliche Vorsehung so gnädiglich erhalten und an Leib und Seele so viele und große Wohlthaten uns erzeiget hast. Ach Herr! es ist ja um unser Leben ein sehr unbeständig, vergänglich Wesen! Bald gehts uns wohl, bald übel; bald wissen wir nicht, was wir noch zu erwarten haben, so lange wir leben in dieser Welt. Wenn wir nun bei solchem unfern Zustande dem blinden Ungefähr unterworfen seyn sollten, so wären wir ja die elendesten unter allen Kreaturen. Dir aber sey Dank, o höchster Gott, daß du uns in deinem Wort Gieb also, getreuer Gott, daß haft offenbaret, daß nichts ohne deiwir leben in deiner Furcht, ster- nen Willen geschehen und demben in deiner Gnade, dahin fah- nach auch nicht ein Haar von ren in deinem Frieden, ruhen im unsern Häuptern fallen könne. Grabe unter deinem Schuß, auf- So befehlen wir uns denn, o erstehen durch deine Kraft und Herr, in deinen väterlichen, alldarcuif ererben die selige Hoff- mächtigen Schuß und bitten dich, nung, das ewige Leben, um dei- du wollest um Jesu Christi willen nes lieben Sohnes willen, Jesu uns gnädiglich alle unsere Sünde Christi, unsers Herrn, welchem verzeihen und unsere Herzen ersammt dir und dem heiligen Geiste leuchten und bekehren, damit wir fey Lob und Preis, Ehre und in deinen Wegen wandeln, dich 19. 5.] Bewahre uns vor einem bösen und schnellen Tode und bereite uns mehr und mehr durch deinen Geist und Gnade zu einem seligen Ende. Vornehmlich aber in der letzten Todesstunde treibe von uns den Satan mit allen seinen Anfechtungen und vermehre in uns den Glauben an deinem Sohn Jesum, daß wir überwinden alle Schrecken des Todes. Gebet- Büchlein. 6 von Herzen fürchten, den Glauben und ein gut Gewissen behalten und uns also deinem heiligen, gerechten, väterlichen Willen ohn alles Widersprechen ergeben, daß wir, wenns erträglich und wohl gehet, deine Gnade erkennen und dankbarlich preisen, wenns hart und übel gehet, geduldig seyn und aufs fünftige allezeit eine gute Zuversicht zu dir, unserm getreuen Gott und Vater, haben und ein jeder mit fröhlichem Gewissen sagen möge: Hier bin ich, Herr, mach es mit mir wie dirs gefällt! Nun Herr, dir allein danken wir es billig, daß du es noch bisher mit uns so wohl gemacht, deine Züchtigung uns zwar sehen lassen, tigen, errette die Bedrängten und Nothleidenden, beschüße arme, verlaffene Wittwen, Waisen und Fremdlinge, erquicke und heile die Kranken, stärke die Schwachen, wie du dieselben siehst und fennest an allen Orten, und mache uns allesammt brünstig im Geist, fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal. Mache es dann mit uns allen, wie es dir, o heiliger, gerechter, gütiger Gott, gefällt. Nun sey uns armen Sündern gnädig um deines allerliebsten Sohnes, Jesu Christi, willen. Amen. sinir sis odos todistis dan sánữ 3st 10 Bußgebet am Bußtage. Herr, aber gleichwohl noch anders nicht und gnädig, geduldig und von als väterlich mit uns gehandelt hast. Herr, erbarme dich unser großer Güte und Treue, wir doch ferner, um deiner Güte willen, liegen allhier vor deinem heiligen sey uns gnädig und schone unser Angesicht, dürfen aber unsere noch ferner, um Christi willen! Augen nicht aufheben zu dir; Erhalte bei uns dein Wort und denn wir müssen uns schämen, den reinen Gottesdienst. Schaffe daß wir so gesündiget haben. und erhalte gnädiglich Frieden in Wir haben gesündiget, Unrecht unsern Grenzen und Landen. Laß gethan und sind gottlos gewedir in deinen Gnadenschuß befoh- sen; wir sind von deinen Gebolen seyn unsere christliche Obrig- ten und Rechten gewichen, also, keit und sämmtliche Herrschaft. daß auch nach diesen ausgestanRegierefte mit deinem guten denen vielen, harten Landplagen Geist, behüte fie mit den En- der Ungehorsam gegen dich und geln deiner Macht und segne dein Wort nur immer größer wor= fie reichlich an Leib und Seele, den und allerhand Ungerechtig dja, beschüge, erhalte und jegne feit und Sünden auch bei uns das ganze Land nach deiner Güte. und in diesen Landen fast überhand Erfülle aber auch mit deinem genommen haben, wie solches offen89Troste alle Betrübten, speise undbar und am Tage ist und wir bersorge alle Hungrigen und Dürf- vor dir, du allwissender und all19. 6.] Gebet- Büchlein. Ach gegenwärtiger Gott, nicht leugnen können. Darum so läsfest du auch deinen gerechten Zorn wieder angehen, deine Hand hast du wieder ausgerecket und dräuest mit neuen Strafen und Plagen. Uber, o du gerechter Gott, wir erkennen unsere große Undankbar keit und schweren Sünden, suchen und bitten Gnade. Herr, vergieb uns doch unsern Undank und alle Uebertretung! Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Güte, die vor der Welt her gewesen ist; gedenke nicht unser und unsrer Väter Sünde und Missethat, gedente aber unsrer nach deiner groBen Barmherzigkeit um deiner Güte willen. Du hast ja mit einem theuren Eide bekräftiget, du wollest nicht den Tod des Sünders, sondern, daß er sich befehre und lebe. Ach Herr, Herr, befehre du uns, so werden wir bekehrt, und laß uns doch nicht verderben. Haft vor deinem allerheiligsten Angedu dich doch der kleinen Kinder und sicht und erkenne und bekenne von des unvernünftigen Viches zu den Grund meiner Seele, daß mein Zeiten des Propheten Sonä jam- Herz nicht allein voller böser Bemern lassen, daß du die Stadt Ni- gierden ist, sondern auch, daß ich mich nive nicht verderbtest. Ach Herr, dadurch Lebenslang bis auf dieſe es sind derer so viel bei uns und Stunde zu vielen und mannigfalnoch mehr anderswo in der Chri- tigen sündigen Gedanken, Worten, diftenheit, die noch nicht wissen, was Gebärden und Werken habe verrechts oder links ist. So laß dersel- leiten lassen. Verfündiget habe ich ben und unser aller Noth, Unter- mich gröblich an dir, meinem wohlgang und Verderben dir, liebers thätigen Gott, mit Unglauben und Vater, auch zu Herzen gehen, strafe. Mißtrauen, mit Ungehorsam und uns nicht in deinem Zorn und züch- Halsstarrigkeit. Oft habe ich mich tige uns nicht in deinem Grimm, auf Menschen oder etwas Zeitliches sondern sey uns gnädig, Herr, verlassen und dasselbe höher als dich 7.0[ 9, 7.1 7 und errette uns von der Hand aller, die uns haffen. Sieh deswegen an das Angesicht deines lieben Sohnes, unsers getreuen Mittlers und Fürbitters, Jesu Chrifti, siehe an sein selig Haupt, mit der Dornenkrone zerrissen, siehe an seinen blutigen Leib, siehe an sein Kreuz, Marter und Tod, und sey uns gnädig! D, gebenedeieter Friedensfürst, Herr Jesu Christe, habe du über uns und die ganze Christenheit Gedanken des Friedens und nicht des Leides, so wollen wir dich unsern Erlöser, sammt dem Vater und heiligen Geiste, dafür von Herzen loben und deinem Namen danken, daß er so lieblich ist, hier zeitlich und dort ewiglich. Amen.hislp 19dn Beicht- und Bußgebet am d stud Sonnabend. ONY ch armer elender Mensch ero Gebet- Büchlen. geliebt; deinen Namen habe ich nicht genugsam geehrt noch mit schuldiger Demuth und Andacht im Munde geführet. Den Sonntag habe ich oft nicht gefeiert. Die heiligen und dir gefälligen Werte habe ich unter lassen, dein Wort als dein Wort weder in der Kirche noch zu Hause mit Andacht gehöret, gelesen oder mit den Meinigen davon geredet, mit der Gemeinde für die empfangenen Wohlthaten nicht gedanket, um Vergebung der Sünden dich nicht angerufen, die Noth der ganzen Christenheit dir nicht vorgetragen und um Abwendung derselben nicht eifrig gebeten, die Werke der Liebe meinem Nächsten nicht erzeiget; ja, ich habe ihn sogar oft mit verbotenem, sündlichen Werke, zugebracht. Ich erkenne und befenne dir auch, lieber Gott, daß ich oft meinen Nächsten beleidigt habe, ihn nicht geliebet, sondern geneidet und gehaffet, seinen Nung nicht befördert sondern gehindert und Schaden zugewendet. Ach, wie oft hab ich meinen Nächsten geärgert und mit bösen, hoffärtigen, neidischen, zornigen, argwöhnischen Gedanken, Worten, Gebärden und Werken mich an felbigem verfündiget. Zum dritten habe ich mich auch verfündiget an mir selbst mit unmäßigem Essen und Trinken, mit böjen Lüften und mancherlei unbesonnenem Vornehmen. Summa: meiner Sünden sind mehr als Sandkörnlein im Meer. Ja, fönnte ein Mensch dent Sand gleich zählen an dem n9m 119 1191191 8.1 8 weiten Mittelmeer, dennoch würde es ihm wohl fehlen, daß er meiner Sünden Heer, daß er alle mein Gebrechen sollte wissen auszusprechen. Um aller dieser meiner Sünde willen bin ich nicht werth, daß ich, o Gott, dein Kind heiße, noch meine Augen zu dir aufhebe und dich einen Vater nenne. Denn ich habe dich mit so unzähligen Sünden, welche mich jetzt nagen, mein Gewissen ängsten und fast gar zu Boden drücken wollen, allzu oft und garzu sehr erzürnet, deine zeitliche und ewige Strafe wohl verdienet. Keine Höllenpein so groß mag seyn, ich habe sie verschuldet, ich bin nicht werth, daß mich die Erde trägt, nährt und auf sich duldet. Diese meine Sünden, wie sie Namen haben, o mein Gott, bekenne ich dir jego nicht allein, sondern sie sind mir auch von Herzen leid und reuen mich sehr. Ach, wollte Gott, ich hätte sie nicht gethan und mich besser, als leider geschehen, vorgesehen. Wo soll ich nun We fliehen bin, weil ich beschweret bin, d mit vielen und großen Sünden, wob kann ichRettung finden? Wenn alled Welt herkäme, mein Angst sie nicht wegnähme. Jesu voller Gnadzo O auf dein Gebot und Nath kommt mein betrübt Gemüthe zu deiner großen Güte. Laß du, auf mein Gewissen ein Gnadentröpflein flie ßen. Und wohin wellt ich mich sonst wenden, da ich Gnad und Hei! erlangte? Sprichst du doch selberl] Kommt ber zu mir alle, die ihr müh Gebet- Büchlein. selig und beladen seyd, ich will vor allen Lastern und vorsäßlieuch erquiden. Du betheuerst es chen Sünden sich hüte und vorauch mit einem Eidschwur, daß sehe und immer in deinen Gedu nicht wollest den Tod des boten wandle. Das gieb mir Sünders, sondern, daß er sich be- durch die Kraft des heiligen fehre und ewig tebe. Auf solch Geistes um deines Sohnes, meidein freudig Locken und theuren nes Heilandes Jesu Chrifti, wilEid komm ich im festen Vertrauen len! Amen. zu dir in der Zeit der Gnaden, bitte und flehe: Vergieb, ach Herr vergieb mir meine Sünden, laß mich nicht darinnen sterben und sdsp Thodak tim ne mapinisite ned tim Gebetsiimt vor der Beichte zu sprechen. 910 A mächtiger Gott, himmlischer nach Verdienst verderben. Nimm mich zu Gnaden an wie den ver- Vater, dieweil ich jetzt auf Erlorenen Sohn, Petrum, Mariam fenntniß meiner Sünden zur StärMagdalenen; tröste mich mit al- kung meines schwachen Glaubens len betrübten, blöden und geän hingehen will zur Beichte, um steten Herzen allezeit durch dein allda die Absolution und VergeWort: Sey getrost, mein Sohn, bung der Sünden zu empfahen, dir sind deine Sünden vergeben. so bitte ich dich von Herzen: Gieb Weil ich denn auch hierauf, lie- mir deinen heiligen Geist, daß ber Gott, anjeßo auf Erkenntniß ich dieses hohe Gnadenwerk mit meiner Sünden zur Stärkung rechtem Glauben und christlichem meines schwachen Glaubens zur Verstande ansehen, bedenken, ers Beichte gehen will, allda die Ab- kennen und ja daran nicht zweisolution aller meiner Sünden zu feln möge, daß, was der Diener empfahen, so bitte ich dich herzlich: deines Worts allda in der Beichte Gieb, daß ich dieses hohe Gna- und Absolution aus und nach deis denwerk mit rechtem Glauben und nem Befehl mit mir handeln und christlichem Verstande ansehen und reden wird, dent eigentlich und ge 124 bedenken möge, daß ich fest und wiß also sey und daß du selber gewiß glaube, was der Diener in der Stimme deines Dieners deines Worts nach deinem Be- mich allda von allen meinen Sün fehl im Beichtstuhl vor der Ab- den lossprechest und entbindest. folution mit mir handelt, fey Fa Gieb auch, daß ich mich derjelJa und Amen, und daß ich mich ben Absolution jept und allzeit solcher Gnadenversicherung jent trösten möge, zur sicheren Vers und allezeit trösten möge. Schließs gewisserung deiner Gnade und lich bitte ich, du wolleft einen des ewigen Lebens durch deinen solchen Menschen aus mir machen, lieben Sohn, Jesum Chriftum, der von jeho an bis in seinen Tod unfern Herrn. Amen! 19. 9.] 9 10 Gebet- Büchlein. ind isdorlig Gun ndo modell ist Kurze Beichte. charmer Sünder bekenne, daß ich nicht allein durch die Erbfünde ganz und gar vergiftet und verderbet bin, sondern auch mit wirklichen Sünden in Gedanken, Worten und Werken mich an meinem lieben Gott sehr verfündigt habe. Das Alles ist mir leid, und begehre im wahren Glauben an Jesum Christum die heilige Absolution und Vergebung der Sünden. Ich will mich gerne ernstlich bessern und zu dem Ende in dem heiligen Abendmahl aufs neue mit Christo, mi isti meinem lieben Heilande, verei- pilied must Popilied must Gebet nigen, auf daß Christus in mir vor dem heiligen Abendmahle. und ich in Christo sey und bleibel nun an bis in Ewigkeit. Amen. and Itni medite au wir danken dir von Herzen, daß von du deinen einigen lieben Sohn, unsern Herrn und Heiland Jesum Christum, für unsere Seligkeit haft Mensch werden, so viel unaussprechliche Marter leiden und am Kreuze eines bittern Todes sterben lassen; welcher uns auch befohlen hat, damit wir dessen, was er für uns ausgestanden, nicht vergessen möchten, dieses gegenwärtige Gedächtniß feiner Marter und im heiligen mich zu Gnaden angenommen Abendmahl zu halten, in welchem haft.dch bitte dich herzlich, gieb erduns aus unaussprechlicher mir deinen heiligen Geist und schaffe Liebe zu uns eben denselben Leib, in mir ein reines Herz, daß ich welcher am Kreuz für uns gestorfeftiglich glaube, daß mir alle ben, und ebendasselbe Blut, welmeine Sünden durch Christum ches am Krenz für uns vergoffen, vergeben sind. Dessen zu einem sin und mit gegenwärtigem Brod 19. 10.1 amu eşdio donise insmeton nschlibmaid unism sin ástul Danksagung nach der Beichte. du heiliger barmherziger Gott und Vater, ich sage dir von Grund meines Herzens Lob und Dank, daß du mir armen Sünder jetzo abermal durch deinen Deiner alle meine Sünden vergeben und wieder aufs neue gewissen Unterpfande soll ich nun weiter den wahren Leib und Blut deines lieben Sohnes Jeſu Chrifti im Brod und Wein essen und trinken zu meiner Seelen Seligkeit. Verleihe mir auch, du getreuer Gott, daß ich mich hin. füro besser vor Sünden hüte denselben desto feinder werde und mein Leben nach deinem Willen führen möge. Dazu wollest du mir gnädiglich helfen mit deinem heiligen Geiste, um Jefu Christi, deines lieben Sohnes willen. Amen. 96 519htim chloritindo nist IS196* aut natthail Gebet- Büchlein. ( 11 dein lieber Sohn uns geliebet hat. Denn es ist dieses beilige Sacrament Ein Brod, wir alle aber Ein Leib, weil wir Eines Brodes theilhaftig werden und alle aus Einem Kelche trinken. Gieb auch uns und allen gläubigen Christen was uns sonst nüglich und dienlich ist, dieses Leben in deiner Furcht zu führen, seliglich zu beschließen und die ewige Seligkeit zu erlangen. Darauf sprechen Herzlicher Seußzer beim Genusse des heil. Abendmahls. err Jesu Christe, dieweil du und Wein wahrhaft zu essen und zu trinken giebt, damit wir ja nicht zweifeln, sondern desto fester glauben möchten, sein Tod und Blutvergießen am Kreuze sey unsere gewisse Seligkeit. Durch denselben deinen lieben Sohn als den einigen Mittler zwischen dir, dem gerechten Gott und uns armen Sündern, und dessen blutiges Verdienst, bitten wir dich, o himmlischer Vater, du wollest dich unser erbarmen. Siehe an das wir von Herzen: Amen. Angesicht solches unsers getreuen Mittlers, deines lieben Sohnes Jesu Chrifti, welcher zu deiner Nechten für uns bittet und uns Ha vertritt. Siehe an sein heiliges, unschuldiges Blutvergießen, Leiden und Sterben, welches er für unfere Missethatmaus unaussprechlicher Liebe gegen nns verlorene Menschen mit höchster Geduld ausgestanden. Vergieb uns unfere Sünden und gieb uns deinen heiligen Geist, daß wir verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, hingegen aber mäßig gegen uns selbst, gerecht gegen unseren Nächsten und in findlicher Furcht gegen dich, Gott, unsern himmlischen Vater, leben in dieser Welt und warten auf die selige Hoffnung und Er- og scheinung der Herrlichkeit des nommons großen Gottes, deines Sohnes, ch du freundlicher, liebreicher unsers Heilandes Jesu Christi. 9 füßer, herzliebster Herr Jesu Laß auch einen sjeglichen unter uns sein Kreuz auf sich nehmen, deinem lieben Sohn nachfolgen, einer den andern liebin, gleichwie dein Fleisch und Blut für meine Sünde am Kreuze gegeben und vergossen hast, so bitte ich dich von Herzen, verleihe mir deine Gnad und Kraft, daß ich das Sacrament deines Leibes und Blutes als meinen himmlischen Zehrpfennig mit rechtschaffenem starken Glauben zu meiner Seelen Heil und Seligkeit würdig genießen möge, damit ich des Berdienstes, deines bittern Leidens und Sterbens nicht beraubt werde. Amen. Gieb mirs, Herr Seju! Amen. olin nis@ msn Danksagung nach dem heil. Abendmahle.chie Christe, dir sage ich von Herzen Dank, daß du mich mit der föstlichen und theuren Speise und Tranfe deines heiligen Leibes [ 9.11.1 Gebet- Büchlein. 12 und Blutes gespeiset und erquicket hast. Ach, wer bin ich, daß du mich Unwürdigen gewürdiget hast, von deinem Tische zu essen! Ich danke dir für alle deine Liebe und Treue, für deine Menschwerdung, für dein heiliges, holdseliges Evangelium, für deinen Todeskampf und blutigen Schweiß, für all dein heilig Leiden, für die Schläge, für die Schmach, für die erduldete Verspeiung, für die schmerzliche, scharfe Dornenkrone, für die Wunden, für alle deine Schmerzen, für deine Thränen, für dein Seufzen, für deine Angst, für deine Kreuzigung und für alle deine Wohlthaten, die du mir dadurch erworben; für die Erfüllung des Gesetzes, für die Vergebung der Sünden, für die vollkommene Bezahlung und Genugthuung für meine Missethat, für die Versöhnung deines himmlischen Vaters, für die erworbene und geschenkte Gerechtigkeit, für die Heiligung durch den heiligen Geist, für das ewige Leben, welcher Wohlthaten allein du mich durch den Glauben theilhaftig gemacht und durch das hohe und theure Pfand deines Leibes und Blutes im Sacrament versichert hast. Ach, wie könntest du mir doch ein höher Pfand geben als deine Liebe, und ine größere Versicherung meiner Erlösung, Vergebung der Sünden und des ewigen Lebens! Gieb, daß ich deiner großen Liebe nimmermehr vergesse, deines heiligen Todes stetiglich gedenke. Dein heiliger Leib und Blut heilige, segne, benedeie meinen Leib und Seele, und behüte mich vor allen Sünden. Ach, mein Erlöser und Seligmacher, lebe du in mir und ich in dir, bleibe du in mir und ich in dir; vertreibe aus meinem Herzen alle Untugend, be halte und besige du allein das Haus meines Herzens. Meine arme Seele hat sich mit dir vermählt als deine Braut, und du hast dich mit ihr verlobet und vereiniget in Ewigkeit, und sie ist nun eine Königin worden, weil sie dich, den König aller Könige, zum Gemahl bekommen hat. Wie sollte sie sich wieder zur Dienstmagd machen so vieler Sünden und Unsauberkeit? Wie sollte sie sich ihres Adels wieder verlustig machen durch die Eitelkeit und Nichtigkeit der Sünden und sich selbst unsicher machen eines solchen königlichen Gemahls? Ach, schmücke und ziere meine Seele mit geistlichem Schmucke, mit himmlischer Schönheit, mit starfem Glauben, feuriger Liebe, brennender Hoffnung, mit edler Demuth, mit heiliger Geduld, brünstigem Gebet, holdseliger Sanftmuth, sehnlichem Verlangen nach dir allein und nach dem ewigen Leben, daß ich mit dir allein eine freundliche Gemeinschaft habe, ich esse oder trinke, schlafe oder wache, lebe oder sterbe; daß du bei mir und in mir und ich bei dir und in dir bleibe, stets mit dir effe und trinke, von dir rede, finge und sage ohne Unterlaß an dich gedenke [ 9. 12.] Gebet- Büchlein. daß ich möge in diesem Glauben einschlafen, am jüngsten Tage fröhlich auferstehen und in die ewige Freude eingehen. Amen. Eine andere. #osdialoid in dis Ach, ch, heilige Einigkeit und hochgelobte Dreifaltigkeit, Dir Gott Vater, Gott Sohn, und Gott heiliger Geist, sey Lob und Ehre, Preise und Ruhm, Dank und Würde, daß du mir in deiner Kirchen abermal diese großeGnade verliehen, daß wir das heil. Abendmahl haben begehen und halten können, darin wir deiner Liebe, o Vater, versichert, deiner Treue, o Jesu, vergewissert, und mit deinem Troste, o heiliger Geist, erfüllet worden. Wir können dafür nicht genugsam danken, wollen aber des ſen immerdar gedenken und sagen: Der Herr hat Großes an uns gethan, deß sind wir fröhlich! Berlethe, o heilige Einigkeit, daß wie du, Gott Vater, in Christo Jesu und dem heiligen Geiste Eins bist, also wir in die Eins seyn und auch uns unter einander lieben, damit wir alle durch solche christliche Einigkeit dermaleinst fommen mögen zu dir, o hochgelobte Dreifaltigkeit hon in die ewige Freude und Seligkeit. Amen.d92 bi Hierauf lies den 23. 24. 103. about 190und 111. Pfalm.da sis ied up and drail, rado dal Gebet auf den Advent oder die 9sid Bukunft Chrifti. id mi Herr Jesu Christe, du kö nigd der Ehren, ein Sohn 13 des lebendigen Gottes und Davids. du bist im Namen deines Vaters kommen in die Welt, du hast dich als ein König von Israel, ein Gerechter und Helfer, eingestellt bei deinem Volke zu Jerusalem, daß du dasselbe brächtest zur Ges rechtigkeit und deine Elenden rettetest, und sie selig machtest von Sünden. Weil sie dich aber nicht auf- und angenommen haben, so hast du dich zu uns armen Hetden gewendet, daß wir dein Volk sein sollen, und zeuchst noch täglich bei deiner Kirchen ein in deinem Wort und Sacramenten. Dafür wir dir von Herzen danken und bitten, daß du es uns wollest zu erkennen geben. Ach Herr, zieh auch bei uns ein und mache dir eine Wohnung in unsern Herzen! Du bist ja unser Heiland und Helfer, nicht allein in leiblichen Nöthen, sondern zuvörderst wider Tod und Teufel. Darum fragen wir nichts nach Himmel und Erden, wenn wir nur dich bei uns haben, und ob uns gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, allzeit unsers Herzens Trost und unser Theil. Du bist ja der Vater, darum wirst dudials sein Vater die Tochter Zion, deine Kirche, nicht lassen; du kannst sie auch wohl schüßen als ihr Königsds Sonhilf nun, daß wir auch wie die Apostel die in vollem Gehorsam uns unterwerfen und alle unsere Ver nunft unter deinen Gehorsam gefangen nehments Hilfsodaß wir dir den Weg zu unsern Herzen [.9 13.1] Gebet- Büchlein. 14 bereiten, die Thore weit und die Thüren in der Welt hoch machen, daß wir mit Danken vor dein Angesicht kommen und immer sagen: Hochgelobet sey Gott! Hilf, daß wir dich öffentlich und ungescheut mit deinem Volke bekennen vor der Welt und in christlicher Bereitschaft allezeit erfunden werden, dir dienen in Heiligkeit und Gerechtigkeit unser Lebenlang. Daß wir auch dir Handreichung thun von unserm Vermögen und deinen geistlichen Einzug so viel uns möglich befördern, auch im Fall der Noth um deinethalben gern alles verlassen, der du um unsertwillen so arm worden, daß du eine Eselin entlehnen müssen, und am Stamm des Kreuzes in deinem höchsten Durst nicht einen Trunk Wassers bekommen können; damit wir also zu deiner legten Zukunft das Ende des Glaubens, nämlich der Seelen Seligkeit, davon bringen, die du uns so theuer durch dein eigen Blut erworben haft. Dafür wir dir, treuer Erlöser, sammt dem Vater und heiligen Geiste, Lob, Preis und Dank jagen hier zeitlich und dort ewiglich. Amen. 97100 Callout Gebet am Festtage der du Geburt Jefu Chrifti. frorolle nedr old wiger Gott, himmlischer Bater, wir danken dir von Herzen, daß du uns deinen eingebornen Sohn durch seine Geburt haft geschenket! Herr Jesu Christe, du Sohn des hochgelobten Gottes, unser Herr und Heiland, wir pretsen dich aus allen Kräften, daß du unser nichtiges Fleisch und Blut nicht hast verschmähet, sondern uns arme Menschen selig zu machen bist Mensch geboren worden! Herr Gott heiliger Geist, wir loben dich von ganzer Seele, daß du uns solches zu unserer Seligkeit geoffenbaret hast. Allergütigster Vater, mache uns durch die Geburt deines herzliebsten Sohnes zu deinen lieben und gehorsamen Kindern: schenke uns mit ihm alles und mache uns zu Erben der ewigen Seligkeit! Herzallerliebster Immanuel, der du unsers Fleisches und Blutes bist theilhaftig worden, mach uns theilhaftig deiner göttlichen Natur und deines Geistes, daß wir im Glauben dir wiedergeboren werden, dir leben und dir sterben und durch deine freudenreiche Geburt ewiglich erfreut werden! Du heiliger und freudiger Geist, heilige uns, daß wir mit fröhlichem Munde und Herzen Gott unsern himmlischen Vater für das überschwengliche Gnadengeschenk seines eingebornenSohnes und unsern herzliebsten Heiland für seine Geburt und Menschwerdung und dich für alle deine Gaben und Wohlthaten mit allen heiligen Engeln und Außerwählten lieben, loben und preisen mögen! Dir, ewiger Gott, sey Ehre in der Höhe! Gieb uns Frieden auf Erden und laß uns Mens schen dir ewig wohlgefallen um der ( 9. 14.] Gebet- Büchlein. 15 O selig machenden Geburt und Jahre erzürnet haben. Herr, Menschwerdung Jesu Christi unfers Heilands willen. Amen. vergieb sie uns und laß derselbigen Strafe nicht mehr auf uns bleiben, sondern laß mit diesem neuen Gebet am Neujahrs- Tage. Jahre deine Barmherzigkeit auch 177 wieder neu bei uns ſeyn, daß wir auch in diesem Getreuer Gott, allgütigster Vawir danken in dem Namen detnes herzliebsten Sohnes Jesu Christi von ganzem Herzen, daß du uns in dem vergangenen alten Jahre in so großer und mancherlei Gefahr wunderbarlicher Weise erhalten, mit allerlei Nahrung und Nothdurft väterlich versorgt und bis daher zu diesem neuen Jahr gebracht hast. Herr Jesu Christe, du seyst gelobet und gepreiset, daß du deine Kirche darinnen beschüßet und uns deiner Gnade und heiligen Geistes haft genießen lassen. Herr Gott, heiliger Geist, wir sagen dir Dank, daß du uns durch dein heiliges Evangelium und rechten Gebrauch der hochwürdigen Sacramente deine Gnade und Gabe haft mitgetheilet. Ach Herr, wir sind viel zu geringe aller Barmherzigkeit und Treue, die du deinen unnüßen Knechten in diesem vergangenen Jahre erwiesen hast! Aber gelobet sey deine unaussprechliche Güte und Barmherzigkeit, deine große Gnade und Wahrheit, die deinen Knechten immerdar wohl will, von nun an bis in Ewigkeit! Verzeihe uns auch, um deines herzliebsten Sohnes Jesu Christi willen, alle unsere schweren und mannigfaltigen Sünden, mit welchen wir dich so oft und viel in dem vergangenen Jahre deiner großen Treue reichlich genießen mögen in deiner Kirchen, im weltlichen Regiment und häuslichen Stande. Herzallerliebster Heiland, beschneide unsere Herzen mit deinem göttlichen Finger an diesem Tage deiner Beschneidung, daß wir los und rein werden von allen Sünden. Und dieweil du heute unser Jesus und Seligmacher worden bist, ach, so sey doch unser Jesus in diesem folgenden Jahre, jey unser Jesus in unserm Tod und Sterben, sey auch unser Jesus vor deinem strengen Gerichte und schenke uns nach deinem neuen Namen zum seligen neuen Jahre die ewige Seligkeit! Du heiliger, neuer und gewisser Geist, heilige und erneure uns mit diesem neuen Jahre im Glauben und Liebe; führe uns zu deiner gewissen Wahrheit; weiche nicht von uns mit deinem heiligen Evangelio und hochwürdigen Sacramenten, sondern laß hier deine heilige Werkstatt und uns deinen Tempel und Wohnung seyn und verbleiben allezeit. So wollen wir dich einigen Gott, mit allen heiligen Engeln und Auserwählten, in deinem neuen und heiligen Jerusalem loben und preisen immer und ewiglich. Verleihe uns [ 9. 18.] Gebet- Büchlein. 16 solches, barmherziger Gott, in Christi Jesu Namen! Amen. Gebet am h. Dreikönigstage. ir danken dir, Gott, himmlischer Vater, daß du dich in Gnaden auch über die armen Heiden erbarmet haft und es nicht genugsam seyn lassen, daß dein Sohn die Stämme Jakob aufrichtete und das Verwahrlosete in Israel wiederbrächte, sondern daß du ihn auch zum Lichte der Heiden gemacht hast, daß er sey das Heil bis an der Welt Ende. Wir danken dir, Herr Jesu Christe, du Sohn des hochgelobten Gottes, daß du mit deiner Klarheit erleuchtet hast nicht nur die Hirten im Jüdischen Lande bei Bethlehem, sondern auch die Heiden in weit abgelegenen Orten und Enden. di noi Wir danken dir, Gott heiliger Geist, daß du die Augen des Verständnisses auch den Heiden geöffnet hast, daß sie solches Licht gesucht und besucht haben. Hilf du, ewiger Gott und Vater, daß wir solcher deiner Barmherzigkeit uns von Herzen freuen und deren genießen mögen, daß wir in diesem deinem Lichte das Licht der ewigen Wahrheit suchen und demselben in herzlicher Andacht und in einem gottseligen, gerechten und züchtigen Leben die Zeit dieser unserer Wallfahrt hindurch folgen mögen. Er leuchte unsre Herzen, o Herr Jesu Christe, der du alle Menschen erleuchtest, die in diese Welt kommen, auf daß du auch uns erschei neft, die wir in so schweren trübund Schatten des Todes, und richte seligen Zeiten sigen in Finsterniß unsere Füße auf den Weg des Friedens, daß wir die Zeit unsers Lebens nach deinem Wort im Leben und Leiden willig einher gehen; auf daß wir dich dermaleinst sehen und anschauen mögen von Angesicht zu Angesicht. Gott, heiliger Geist, laß das Wort der ewigen Wahrheit auch uns aufgehen, daß wir Achtung darauf geben, als auf ein Licht, das da scheinet an einem dunkeln Ort, bis der Morgenstern des ewigen Lebens und der ewigen Seligkeit in unserm Herzen aufgehe, da wir dir Gott Bater für deine Gnade, dir Gott Sohn für deine Klarheit und dir Gott heiliger Geist für deine Erleuchtung, mit allen heiligen Engeln und auserwählten Menschen Lob, Ehre, Preis und Dank sagen wer den von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. stand spong med noile no 52 614 Gebetan asos am Tage der Reinigung Mariä. Sir danken dir, Gott, ewiger Vater, daß du alle unsere Sünde und Unreinigkeit von uns Menschen nach deinem allein gnädigen Willen und Wohlgefallen weggenommen und sie deinem eingebornen Sohne als dem Heilande aller Welt zugeeignet und aufgeleget haft. Wir rühmen und preisen dich, allerwerthester Herr 19. 16.] Gebet- Büchlein. 17 und Jesu Christe, daß du in deiner kommen könnten, die vor Gott großen Unschuld und Heiligkeit gilt, so wende uns in allen dennoch mit unsern Sünden bela- Gnaden zu deine Unschuld, deine den und als das Lamm Gottes Weisheit, deine Gerechtigkeit und dich zum Opfer und süßen Geruch Erlösung und deine Heiligung; für uns und uns zu gute Gotte, auf daß wir als die Geheiligten deinem himmlischen Vater, hast und Gereinigten in einem heidarstellen lassen als der Erstge- ligen Leben und Wesen uns Gott borne von allen Kreaturen. Wir dem Herrn darstellen und in das loben und ehren dich, Gott heil heilige und himmlische Jerusalem ger Geist, daß du diese große eingehen mögen. Gott, heiliger Gnade Gottes des Vaters Geist, gicb uns das alles durch dieses hochheilige Mittleramt Got- deine gnädige Kraft und Wirtes des Sohnes uns in deinem fung zu erkennen, auf daß wir heiligen Wort durch die Propheten in schuldiger, thätiger und wirkund Apostel, Evangelisten, Lehrer licher Dankbarkeit das ungöttund Hirten offenbaret und ver- liche Wesen und die weltlichen fündigt haft und dadurch diese Lüste verleugnen und fliehen Reinigung und Darstellung allen und züchtig, gerecht und gottselig Menschen zueignen willst. Ewiger leben in dieser Welt, zur Zeit Gott, barmherziger Vater, wir der Angst und Noth unsere Seele bitten dich, du wollest den wah- mit kräftigem Trost und herzren Glauben durch dein heilig licher Geduld fassen und mit Wort und hochwürdige Sacra- Freuden erwarten die selige mente in unsere Herzen geben, Hoffnung und Erscheinung der darinnen stärken, vermehren und Herrlichkeit des großen Gottes erhalten, daß wir dadurch diese und unsers Herrn und Heilan deine große Gnade uns zueignen, des Jefu Chrifti. Co wollen durch Jesum Christum von allen und werden wir als die Geseg= Sünden und Missethaten gereinigt neten Gottes des himmlischen und abgewaschen werden und in Vaters, dich, Gott Vater, für Heiligkeit und Reinigkeit unsers deine Gnade, dich, Gott Sohn, Lebens dir dienen mögen, auch für dein theures Verdienst und darinnen fortfahren und beständig dich, Gott heiliger Geist, für bis an unser Ende bei dir erhal- deine fräftige und heilsame Wirten werden. Und weil du, herz- fung in uns und für alle deine allerliebster Herr und Heiland Wohlthaten loben, ehren und Jesu Christe, dich für uns hast gar preifen immer und ewiglich durch zur Sünde machen lassen, auf daß unsern Herrn und Heiland Je wir in dir und durch dich die sum Christum. Amen. 94 d Gerechtigkeit erlangen und über d mat fisk stoid ni' sid pidural [ 10. 1.) B 18 Gebet- Büchlein. hast uns nicht verschmähet, die wir Staub und Asche sind. Größere Liebe hättest du uns nicht erzeigen können. Süßer Heiland und Immanuel, ich freue mich deß je von Herzen und hoffe gewiß, du werdest mit mir nicht zürnen und dein eigen Fleisch und Blut nicht C haffen. Ich tröste mich deiner Herrlichkeit, ob ich gleich sündig und unheilig bin. Du hast durch deine heilige Menschwerdung einen ewigen und unzertrennlichen Bund mit Gott und uns gemacht. Du hast als wahrer Gott auch menschliche Natur an dich genommen, auf daß du als der rechte Mittler zwischen Gott und uns handeln, Gott verföhnen, unsre Noth und Jammer erkennen und uns reichlich trösten könntest. Du freundlicher Bruder Jesu Christe, ach, komm zu mir mit deiner Gnade, verachte mich nicht; denn ich bin dein und begehre auch dein stets zu bleiben. Wo nun mein Fleisch und Blut herrschet, da werd ich auch durch dich in Ewigkeit herrschen und regieren. Amen. Gebet am Tage der Verkündigung Mariä. Sach auf meine Seele, und freue dich in Gott, meinem Heilande, danke deinem Gott, der die Zusage von der Erlösung des menschlichen Geschlechts erfüllet und seinen Sohn ins Fleisch gesandt, sey fröhlich über deine Würdigkeit, daß Gott ist Mensch worden und so viel an dich gewendet hat. Wer kann die Leutseligkeit Gottes, die er in Sendung seines Sohnes uns bewiesen hat, genugsam preisen? D Herr Christe, du holdseliger Menschenfreund, ich danke dir, daß du in dem zarten, geheiligten Leibe Mariä menschliche Natur an dich genommen und uns mit deinem Vater wieder versöhnet hast, ob wirs gleich um dich nicht verschuldet und verdienet. Du hast eine selige Reise auf dich genommen. Aus dem Himmel bist du kom men in den Leib Mariä, aus dem Leibe Mariä auf Erden, von der Erde ans Kreuz, vom Kreuz ins Grab, vom Grabe wieder in dein Himmelreich. Und solches alles id duu msds duda dulitinh um uns armer Sünder willen! Gebet vom Leiden Gebet vom Leiden Christi. Denn du bist von deinem Thron 19 2 zu uns hernieder kommen, auf daß gütigster Gott und Vater, wir einmal zu der himmlischen wir danken dir von ganzem Herrlichkeit erhoben werden; du Herzen, daß du deine große Liebe an s haft dich sehr gedemüthiget, auf uns Sündern hast erwiesen, indem daß wir ewig herrschen möchten; dein lieber Sohn für uns gelitten du hast uns alle sehr hoch geehrt, hat und gestorben ist, da wir du bist unser Bruder worden, auf noch deine Feinde waren. daß wir Gottes Kinder seyn. Du Allergetreuester Herr Jesu Christe 10. 2.] Gebet- Büchlein. wir loben und preisen dich aus allen unsern Kräften für alle deine unaussprechliche Angst, 19 dalam Gebet auf das h. Ofterfest. ter Schmach und Pein, welche duelobet seyft du, Gott und Vas so willig und geduldig in höchster Unschuld für uns und uns zu gute haft gelitten, bis du in herzlicher Liebesbrunst dein Haupt zu uns geneiget und deinen Geift aufgegeben, und gar in das Grab uns zu gute dich hast legen lassen. Christi, der du uns nach deiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hast durch die Auferstehung Jesu Christi von den Todten. Gelobet feyst du, Herr Jesu Christe, du Herr der Herrlichkeit und Herzog des Lebens, daß du dem Tode die Macht genommen und uns ein ewiges und unvergängliches Wesen wieder an das Licht gebracht hast. Du bist der Hölle ein Gift und dem Tode eine Pest worden und bist würdig zu nehmen Kraft und Reichthum und Weisheit und Stärke und Ehre und Preis und Lob. Herr Gott, heiliger Geist, du feyst gebenedeit, daß du solch hohes Geheimniß uns armen Sündern und Unwürdigen wiederum geoffenbaret und in deinem Wort vorgehalten hast. Ach, du heilige Dreieinigkeit, wir bitten dich durch das theure Blut und den seligsten Tod und Ruhe unsers Heilandes Jesu Christi, laß uns seines Leidens und Sterbens und heilwärtigen Ruhe genießen zur Vergebung der Sünden, zur Gerechtigkeit und ewigem Leben, damit wir allen Sünden absterben und dir, Herr Jesu Christe, in wahrem Glauben, rechtschaffener Liebe und christlicher Geduld leben und die nen, bis wir sanft und selig dem Leibe nach in unsere Schlaffam mer, der Seelen nach in deine Hand geleget und endlich mit Leib und Seele zu der ewigen Ruhe gebracht werden und das selbst für alle deine Leiden und Wohlthaten dir Lob, Preis und Dank sagen mögten immer und ewiglich. Amen. E 1979 Gelobt feyst du, Herr Gott heiliger Geist, der du uns haft auferwecket von dem Tode der Sünden, auf daß wir in einem neuen Leben wandeln. dol Herr Jesu Christe, mache uns lebendig durch deinen Geist, daß wir Theil haben an der großen Auferstehung und der andere Lod feine Macht über uns erlange. Laß uns dir leben und dir sterben und Kraft deiner siegreichen Auferstehung aus unsern Gräbern auferstehen zum ewgen Leben, damit wir in demselben den Engeln Gottes gleich werden und dich mit ihnen und allen Auserwählten loben und preisen mógen immer und ewiglich. Amen. G, must duift bottomar and [ 10 3.] 20 Gebet- Büchlein. Gebet auf die Hagelfeier. err, allmächtiger Gott, du König Himmels und der Erden, der du durch deine überschwengliche Güte den ganzen Erdboden mit allerlei Früchten zierest und erfüllest, davon Menschen und Vieh ihre Nahrung haben, wir bitten dich um deiner Barmherzigkeit willen, du wollest unser Land segnen und benedeien, daß es seine Früchte und Vermögen gebe; denn wir von uns selber nicht ein Körnlein aus der Erde können hervorbringen oder dem ſelben helfen, wo du nicht das Gedeihen giebst. Darum verleihe den lieben Früchten ein gnädiges Wetter, daß sie wachsen und wohl gerathen; behüte sie vor Hagel und Ungewitter, vor VerHeerung, vor allerlei Ungeziefer und Schaden. Laß das Land nicht feiern in deinem Zorn, daß es nicht wüste liege und unfruchtbar bleibe. Schließe den Himmel nicht zu in deinem Grimm um unserer Sünde willen, daß er nicht werde wie Eisen, und die Erde wie Erz, sondern gieb uns früh und spat Regen, dazu fruchtbare Zeiten; suche das Land heim und wässere es und mache es sehr reich. Got tes Brünnlein hat Waffers bie tes Brünnlein hat Wassers dies Fülle! Herr, laß uns unser D Gebet auf Himmelfahrt.com Getreide wohl gerathen, denn also lourson sin and baueſt du das Land. Tränke un- elobet sey der Gott Iſraels, sere , feuchte sein der Vater Gepflügtes mit Regen, mache es Chrifti, welcher seinen Sohn von weich und segne sein Gewächs. Kröne das Jahr mit deinem Gut, daß deine Fußstapfen triefen vom Fett, so werden die Wohnungen in der Wüste auch fett werden, daß fie triefen, und die Hügel umher werden lustig seyn, die Anger werden voll Schafe seyn und die Auen werden dick stehen mit Korn, daß man jauchzet und singet. So laß dir, lieber Gott, in deinen gnädigen Schuß befohlen seyn den lieben Samen und alle Früchte des ganzen Erdreichs; erhalte sie vor Frost, vor Kälte, im Wind, in Hiße und Dürre, im Regen und vor allem vorfallenden Wetter, daß sie nicht beschädiget werden. Behüte uns vor Mißwachs, vor Theurung, Hunger und Kummer. Siehe, wir bekennen unsere Sünde mit reuigem Herzen und schreien zu dir, unserm Gott, du wolleft hören im Himmel, in dem Size, da du wohnest, und gnädig seyn der Sünde deines Volks, uns nicht verlassen mit leiblicher Nahrung, sondern uns versorgen; auf daß wir in allen Dingen deine göttliche Kraft und milde Hand mit Danksagung erkennen und dich preisen, der du uns reichlich ernährst an Leib und Seele hier zeitlich und dort ewiglich. Amen. nanind, duonid dun 1190 [ 10. 4.] Gebet- Büchlein. 21 den Todten auferwecket hat und jeyst du, Gott heiliger Geist, der ihn geseget zu seiner Rechten im du dich von wegen des Hingangs Himmel über alles, was genennet mag werden in dieser und in der zukünftigen Welt. Der unser Haupt, unser Fleisch und Bein, unsern Heiland Christum Jesum, wahren Gott und Menschen, so hoch erhoben, wolle uns, seine Gliedmaaßen, ihm nachziehend durch sein Wort und heilge Saframente, daß wir seyn, da er ist, und seine Herrlichkeit anschauen, die er von Ewigkeit her bei dir, Gott seinem himmlischen Vater, gehabt hat. Gelobet seyst du, lieber Heiland und Immanuel, Jesu Christe, du Sohn des lebendigen Gottes, der du durch deine Himmelfahrt und Sißen zur Rechten Gottes alle Himmel durchbrochen und gefahren bist über alle Him mel, auf daß du alles in allem erfülleft. Erfülle auch uns mit deiner Gnadengegenwart, daß wir unsere Herzen zu dir erheben und in dieser betrübten Zeit trachten nach dem, das droben ist, nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit; auf daß auch stum. Amen.ing des Herrn Christi zum Vater sammt deinen Gaben über die heiligen Apostel und Jünger des Herrn ergoffen und durch sie das heilige Evangelium aller Welt verkündiget hast: Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden, wer aber nicht glaubet, der soll verdammet werden. Ach, he hüte uns sammt und sonders vor Unglauben, Mißtrauen, Kleinmüthigkeit, vor Verstockung und Halsstarrigkeit. Wirke du in uns wahren Glauben, beständige Hoffnung, christliche Besserung, und ein neues Leben, das nach Gott ges schaffen ist in aller Gerechtigkeit und Ehrbarkeit. Vertritt du uns bei Gott, daß wir durch dein Zeugniß zu ihm in unfern Nöthen von Herzen schreien: Abba, lieber Vater! Hilf uns und erlöse uns, so lange wir leben, so werden wir dir, Gott Vater, Gott Sohn und Gott heiliger Geist, Lob, Ehr und Preis geben, hier zeitlich und dort ewiglich durch Jesum Chriwir dermaleinst nach deinem gnä- sudrý) si diur digen Willen und Wohlgefallen 168) dsin 99 dan tis od 154-31 eiliger Gett, himmliſcher Badurch den zeitlichen Tod, durch Gebet auf das heil. Pfingstfeft. unser Grab und durch den Him mel zu dir auf deinen Beruf und Stimme hindurch dringen ter, es ist erfüllet der Tag der mögen und das Reich Gottes Pfingsten, der Tag deiner Verererben, das allen Auserwähl- heißung. So bitten wir dich, ten durch deine Himmelfahrt er deine armen Kinder, gieß auch öffnet und von Anbeginn der über uns den Geist der GnaWelt her bereitet ist. Gelobet den, welchen uns dein lieber ( 10. 5.7 Gebet- Büchlein. 22 Sohn Jesus Christ, mit seinem Hingange erworben hat. Dreifaltigkeit, der du allenthalben gegenwärtig bist, alles kräftiglich erhältst, erfülleft und regierest, du hast uns, da wir nichts waren, erschaffen, und da wir verloren waren, aus großer Gnade und Güte erlöset, uns auch zu solcher deiner Erkenntniß erleuchtet. Wir danken deiner göttlichen und erfülle dein wahrhaftiges Majestät und Herrlichkeit für Wort an uns an diesem Tage. Sende uns den Geist der Wahrheit; thue an uns mit demselben als mit der Kraft aus der Höhe. Herr Jesu Christe, du hast uns verheißen, den Tröster, den heiligen Geist, zu senden, du bist in die Höhe gefahren und haft Gaben für uns Menschen empfangen. Mache uns deines Verdienstes in Gnaden theilhaftig alle deine großen Werke und großen Wohlthaten, auch infonderheit, daß du uns gelehret haft im rechten Glauben zu wissen und zu Herr Gott heiliger Geist, der bekennen, daß du in dreien Perdu dich an diesem allerheiligsten sonen gleicher Macht und Ehren Pfingsttage haft ausgegossen über ein einiger ewiger Gott und dades Herren Jünger, erfülle auch für anzubeten bist; und bitten dich an demselben unsre Herzen mit herzlich, du wollest solche deines deiner Gnade und Gaben. Ent- heiligen Namens Erkenntniß in zünde in uns das Feuer deines unsern Herzen erhalten und vergöttlichen Eifers, daß unsre Her- mehren und deine Gnade und zen brennen in Andacht, Glauben, Treue noch ferner an uns groß Liebe und Freude. Führe uns in machen; auf daß wir mit allen Enalle Wahrheit; lehre, stärke, trö- geln und Auserwählten dich, Gott ste und erhalte uns im Leben und Vater, Sohn und heiligen Geist, Sterben, daß wir dich, allerhei- den einigen wahren Gott, immers ligster Gott, mit allen heiligen fort ehren und preisen mögen, Engeln und Auserwählten loben der du lebest und regierest von und preisen und ewiglich singen Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. und sagen: Heilig, Heilig, Hei allo sport sans the lig ift Gott, der Herr Zebaoth! Gebet am Tage St. Johannis, alle Landen müssen seiner Ehre srdnarsd des Täufers. s und unsre Herzen seiner Gnade satur 302nsdrolpall vull werden. Amen. Amen.spelobet sey der Herr, der Gott 90( bid nomdir du monde vill er besucht Gebet am Tage und erlöset sein Volk! Wir dander heiligen Dreifaltigkeit. fen dir, o herzallerliebster Vater, e a predmundsbilkred daß du uns mit der Sendung deitoewiger, a allmächtiger, eini- nes lieben Sohnes in Gnaden irger Gott, du heilige hohe heimgesuchet hast. O du ewiger ( 10.6.1 Gebet- Büchlein. 23 und verleihe, o herzallerliebster Vater, daß wir nach diesem zeitlichen Leben die ewige Himmelsglorie und Engelsfreude erlangen mögen. Und wann unser Todesstündlein kommen wird, so laß Gott den heiligen Geist unsern Mund und Herzen regieren, daß wir mit Zacharias ein andächtiges Benedictus singen, uns des Herrn Christi und seines theuren Verdienstes trösten und dermaleinst auch mit Zacharias, Elijabeth, Johannis dem Täufer und allen Christgläubigen im ewigen Leben das himmlische Benedictus singen: Hochgelobet und gepreijet sammt deinem eingebornen Sohne und dem heiligen Geiste immer und ewiglich. Amen. tiedek and m and nu mi sale, 19 ndanijo nobil Gebet am Festtage der Heimsuchung Mariä. isstadrátt ein Gott, der du die Engel im Himmel und deine Auserwählten auf Erden mit Heiligkeit begnadigt und erfüllet hast, wir danken dir demüthiglich, daß du auch uns zu der Gemeinschaft der Heiligen berufen hast. Hilf, daß wir täglich in der Gottesfurcht wachsen und zunehmen und in der Gemeinschaft der Heiligen ewiglich bleiben. In der Hauskirche Zachariä war große Freude über die Geburt Johannis des Täufers. Ach, du ewiger Gott, gieb uns die rechte geistliche Johannisfreude in unsere Herzen, daß wir uns deiner großen, reichich erzeigten Barmherzigkeit im Leben und Sterben freuen und dir allezeit dafür danken. Und gleichwie du Zachariam und Irbannem dem Täufer mit dem heiz ligen Geiste erleuchtet und beständig im Glauben erhalten hast, also erfülle auch uns alle, christliche Hausväter und Hausmütter, ſammt ihren Kindlein und Geir loben und preisen dich, finde mit deiner Gnade. D, er= Gott ewiger Vater, daß du halte uns bei der rechten selig das gefallene, elende menschliche machenden Johannislehre, daß Geschlecht in Gnaden angesehen wir dich, das Lamm Gottes, wel- und große Dinge an uns gethan, inches der Welt Sünde träget, alle- dem du deinen eingebornen Sohn zeit mit wahrem Glauben anschau- eine wahre Leibesfrucht der Jungen. Ach Herr Zebaoth, bewahre frau Maria haft werden lassen, daß uns vor Unglauben! Das aufge- wir in demselben den verlornen richtete Horn des Heils beschüße Segen wiederum erlangen sollen. und errette uns vor unsern Fein- Wir ehren und rühmen dich, Herr den! Gieb, daß wir leben in Hei- Jesu Christe, daß du als der Aufs ligkeit und Gerechtigkeit, die dir gang aus der Höhe durch die gefällig ist. Zacharias und Eli- herzliche Barmherzigkeit des Herrn fabeth leben segund in dem himm- unsers Gottes uns besuchet hast, lischen Freudenrallast, also gieb die wir faßen in Finsterniß und [ 10. 7.1 Gebet- Büchlein. Schatten des Todes, damit du seyn, daß wir denselben durch uns erleuchten und unsere Füße deine Gnade mit Worten und auf den Weg des Friedens rich Werken von Herzen heiligen und ten möchtest. Wir danken dir, durch diese deine heilige GnadenGott heiliger Geist, daß du dieses besuchung geheiliget, erhalten und kündlich große, gottselige Geheim- bewahret werden zu dem ewigen niß den gottseligen Weibern und und seligen Leben. Du, Gott auch uns und aller Welt angezei- heiliger Geist, erfülle uns, deiner get und geoffenbaret hast, daß wir göttlichen Gnade Hungrige, mit uns über dasselbe in herzlicher An- deinen himmlischen Gütern und dacht verwundern und dessen ge- dente der Barmherzigkeit, wie nießen sollen zu allerlei geistlichem unsre Hoffnung zu dir steht. Segen in himmlischen Gütern der Hilf uns, Herr, den Dienern ewigen Seligkeit. Hilf, du, ewiger dein, die durch Christi theures Gott und himmlischer Vater, daß Blut erlöset seyn. Besuche und wir uns dieser deiner Barmherzig- erlöse uns so lange wir leben; keit und großen Gnaden von Her sey und bleibe bei uns in Noth zen erfreuen und unsere Seele dich und Tod, auf daß wir dich, Gott allein erheben möge; daß wir in Vater, für deine große Barmdeiner Erkenntniß, in deiner Furcht, herzigkeit, dich, Gott Sohn, für in deiner Liebe und in deiner deine große Liebe und Treue, Gnade wachsen und zunehmen und dich, Gott heiliger Geist, für mögen zu dem ewigen und seligen deine unendliche und ewige WahrLeben. Laß deine Barmherzigkeit heit loben, rühmen und preisen. bei uns währen immer für und von Ewigkeit zu Ewigkeit durch für. Gieb du, Heiland aller Welt, Jesum Christum. Amen. diskred Chrifte Jesu, der du mächtig bist neil nepared und deß Name heilig ist, daß wir uns als Elende und Verlassene vor den Gewaltigen und Hoffärtigen in dieser Welt nicht gar zu sehr entsetzen, sondern in beständigem und festem Glauben, in christlicher Geduld und gewisser Hoffnung dir vertrauen, du werdest zu deiner Zeit Gewalt üben mit deinem Arm und zerstreuen, die beffärtig sind in ihres Herzens Sinn; und inmittelst deinen Namen bei uns und unfern Nachkommen lassen beilig [ 10, 8.1 4 uns nicht au 19 st 8 ni on Gebet am Erndtedankfeste. iniais dund renied bir aslin tid ir loben und preisen dich Gott ewiger Vater, daß du armed sündige Menschen allein mit deinem hei ligene Wort und hochwürdigen Sakramenten speiseftd und sättigeft, daß wir dadurch er nähret, erhalten und verforget werden zu dem gegenwärtigen geistlichen, auch zukünftigen ewi genund seligen Leben, son Gebet- Büchlein. 25 dern giebest noch dazu Leibes- auf und giebest von dannen nahrung und Nothdurft, daß Negen und Segen, Wind und wir deiner gnädigen und grund- Sonnenschein; du bekleidest die gütigen Zusage alle jährlich ge- Erde mit deinem Gewächse, mit nießen; da du bei uns nicht läs- allerlei Früchten an Korn und fest aufhören Samen und Ernte, Wein, an Obst und heilsamen Frost und Hiße, Sommer und Kräutern und mancherlei lebenWinter, Tag und Nacht, sondern digen Thieren und Vieh, ſo läsfest Gras wachsen für das dem Menschen zu Nuge kommen Vieh und Saat zu Nuß dem und zu Dienste stehen müssen. Menschen; der du Brod aus der Du erfüllest das Wasser mit alErde bringest, daß wir dadurch lerlei Fischen und läsfest auf ernähret, erhalten und versorget demselben herzuführen, was wir werden zu dem gegenwärtigen, zu unsrer Nahrung und Nothnatürlichen, zeitlichen und ver- durft zu Lande nicht haben föngänglichen Leben. Wie können nen. Die Luft reinigest Du mit wir diese deine so geistlichen als deinem Gewitter, Blizz, Donner leiblichen Wohlthaten vergelten? und Licht der Sonne und SterMit nichts anderem, als daß ne, daß sie uns zum lebendigen wir alle folch deine Gaben und Odem dienen muß. Wir wachen Gnaden mit dankbarem Herzen, oder schlafen, so läsfest du deine Worten und Werken erkennen Güte in Gnaden über uns schalund bekennen. Du lieber himm- ten und walten und ist deine lischer Vater, der du uns mit Barmherzigkeit alle Morgen neu Wohlthaten überschüttest, gieb und und deine Treue ist sehr groß. verleihe, daß mir uns dadurch Hilf du, getrener, gnädiger Gott, bewegen lassen unser Unvermögen daß wir deren keines muthwillig zu erkennen und in Werk und und vorsätzlich mißbrauchen, daß mit der That zu bekennen, daß deine so edle Kreaturen über und wir alles aus deiner Hand empfan- wider uns Menschen nicht seufzen gen und fruchtbarlich genießen. und schreien müssen. Verleihe uns Du giebeft einen gesunden Leib; allerseits und besonders deine väbewahre uns vor Mißbrauch dessel- terliche Gnade, daß wir dieselbe, ben, daß wir nicht durch Bauch so viel du einem jeden davon giesorge, durch Geiz, durch Völle- best und anvertraueft, zu Deinen rei, durch Haß und Neid, durch göttlichen Ehren und deren Beför Hurerei und Unreinigkeit und derung im Werk und mit der That andere Sünde und Schande den anwenden, Kirchen und Schulen felben verderben und vor der Zeit nach deinem Wort und Willen in allerlei Krankheit mit Gewalt davon helfen, bauen, bessern und stürzen. Du thuft den Himmel erhalten, dem dürftigen Nächsten [ 10.- 9.] 26 Gebet- Büchlein. unsere treue Hand mildiglich aufthun, daß wir nicht stolz seyn und nicht hoffen auf den ungewissen Reichthum, sondern auf dich ewigen und gütigen Gott, der du uns dargiebst reichlich allerlei zu genießen; daß wir allesammt und sonders Gutes thun, reich werden an guten Werken, behülflich seyn, Schäße sammeln, welche weder die Motten noch Rost fressen und nach denen die Diebe nicht graben und selbige stehlen können, mit dem ungerechten Mammon uns Freunde machen und einen guten Wir rühmen und preisen dich Herr Jesu Christe, daß du durch deine Menschwerdung und Geburt und durch dein hochtheures Verdienst wiederum unter ein Haupt gebracht und versammelt haft leibliche und geistliche Kreaturen, Menschen und die heiligen Engel. Grund mit dem allen legen aufs Wir ehren und loben deinen Zukünftige, daß wir in die ewigen heilgen Namen, Gott heiliger Hütten mögen aufgenommen wer- Geist, daß du die heiligen Engel zu den und das ewige Leben ergrei- dienstbaren Geistern gemacht hast fen. Das verleihe uns, Gott Va- und sie zum Dienst aussendest um ter, der du alles erschaffen, er- derer willen, so die Seligkeit er hältst und trägest mit deinem fräf- erben sollen. Du ewiger Gott und tigen Worte, Gott Sohn, der du himmlischer Vater, verleihe, daß dich selbst für uns alle dahin ge- auch wir als deine Geschöpfe und geben hast, daß wir im Stande als deiner Hände Werk mit den guter Werke uns sollen finden las heiligen Engeln deinen heiligen sen, Gott heiliger Geist, der du und heilsamen Willen gern und solches alles uns offenbarest und willig ausrichten, im Glück und zu erkennen giebeft und wirfest Unglück, im Leben und Tod dir mit deinen Gaben in denen, die von Herzen gehorsam seyn und dir nicht muthwillig widerstreben. den heiligen Engeln ganz gleich Dir ewiger Gott, fey Lob, Ehr und werden mögen. Du treuer HeiPreis von nun an bis in alle land und Erlöser Jesu Christe, Ewigkeit durch unsern Herrn und hilf und gieb, daß wir unter dir Heiland Jesum Christum. Amen. als unter einem Haupt mit den o nejlude nisi dnu sredin? heiligen Engeln uns unter einanopen we big dit viur 179 der von Herzen lieben und unGebet am Tage Michaelis jere Liebesdienste einander erweijut dod bilpian anu diprosjen wie die heiligen Engel willig ir danken dir und preisen und bereit sind, uns und einen jeden dich, Gott ewiger Vater, daß auf allen seinen anbefohlenen We[ 10. 10.] du Himmel und Erde und alles was im Himmel und auf Erden ist, erschaffen hast, sichtbare und unsichtbare Kreaturen, die deinen Namen loben und ehren und deinen Willen gern und willig ausrichten. mit of an ligt no Gebet- Büchlein. 27 sem und zu dem ewigen seligen Leben genießen möge. Der Engel des Herrn lagere sich her um alle nothleidenden, bedrängten und angefochtenen Christen, um alle Kranken, um alle Wittwen und Waisen, um Schwangere und Säugende, um alle, so den Namen des Herrn anrufen, auf daß sie mit allen heiligen Engeln hier zeitlich und dort immer und ewiglich singen und sagen: Heilig, heilig, heilig ist Gott der Herr Zebaoth! Alle Lande sind seiner Ehre voll! Amen. eju nopol nelle met tin spus id ni vior and out momento nosam noting gen und Stegen zu behüten und zu bewahren und allerlei Gutes zu thun und alles Böse zu verhindern und abzuwenden. Du werther Tröster in aller Noth, Gott heiliger Geist, laß sich deine heiligen Engel in so fümmerlichen und betrübten bösen Zeiten herlagern um deine christliche Kirche und Gemeinde, daß sie beschüßet, vertheidiget und erhalten werde durch den Dienst und Beistand der heiligen Engel wider die Pforten der Hölle und wider diejenigen, welche sie gedenken zu betrüben und gar auszurotten; und erhalte uns im wahren Glauben, beständiger Hoffnung, christlicher Geduld und herzlicher Andacht. Laß deine heili- Am Reformationsfeste. gen Engel sich herlagern um den weltlichen Regierstand, die höchste und hohe christliche liebe Landesund Stadtobrigkeit, beschüße und vertheidige sie durch deren Dienst und bewahre sie vor allem Ulebel. Hilf, daß sie zum beständigen christlichen und aufrichtigen Frieden gelangen möge. Inmittelst jegne und erhalte sie, daß wir unter ihrem Schuß und Schirm ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Laß sich deine lieben heiligen Engel berlagern um den häuslichen Nährstand, um Vater und Mutter, um Herren und Frauen, um Kinder und Gefinde, um Knechte und Mägde, daß ein jeder mit Fleiß seines Amts und Berufes warte und deines göttlichen Gegens in die [ 10. 11.1 position and err Jesu Christe, der du gekommen bist in die Welt, die Sünder zur Buße zu rufen und alle Menschen zu erleuchten zum ewigen Leben, wir preisen dich aus Herzensgrunde und sagen Dank deiner wundergroßen Güte und Barmherzigkeit, daß du bei uns ausgefeget haft den Sauerteig falscher Lehre und Abgötteret und deine Kirche neu gegründet auf den Grund aller heiligen Apostel und Propheten, da du der Eftein bist, durch den Dienſt deines feligen Knechtes Martin Luthers und seiner Gehülfen. Ach Herr, wir sind viel zu geringe allerandeiner Güte und Trene! Vergieb uns gnädiglich, daß wir dir für die unschäßbare Wohlthat deines reinen Wortes und Sa 28 Gebet- Büchtern. craments bisher nicht genugsam gedanket, sondern durch ein laues Christenthum, ja Verachtung dei ner Gnadengaben und durch öffentliche Sünden deinen heiligen, herrlichen Namen verunehret und dir überreichlich Ursach gegeben haben, die Obrigkeit der Finsterdjust 1990 niß wiederum über uns zu verhängen. Du aber handelst nicht mit uns nach unsern Sünden und vergiltst uns nicht nach unsrer Missethat. Du haft deinen heiligen Geist noch nicht von uns genommen und den Leuchter deines heiligen Wortes bei uns noch nicht gar umgestoßen. Gelobt seyst du! duran 19 i 19 Wir bitten dich aber, herzallerliebster Herr, du wollest uns auch in Zukunft nicht verlassen noch versäumen, sondern uns bei dir erhalten im rechten einigen Glauben. Du wollest dich mit uns verloben und vertrauen im Glauben, in Gerechtigkeit und Gericht, Gnade und Barmherzigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Du wollest unter uns wehren als len Rotten und Aergernissen und uns behüten, die kleine Heerde, der du das Reich bescheiden willst nach deines Vaters Willen; auf daß die Stadt Gottes fein lustig bleibe sammt ihren Brünnlein, darinnen die herrlichen Wohnungen des Höchsten sind, und auch der Höllen Pforten sie nicht überwältigen. So hilf uns denn, du liebster Herr und Heiland; Mach durch deine Kraft uns bereit und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja! Amen. und duflag, an tid nend piansdal asdan onu satisf 10 Am Todtenfesteng 2010 190 S dir nicht verhalten von denen, err, unser Gott, wir wollen die da schlafen, da unsere Seele bekümmert ist über ihnen. Du haft sie uns gegeben, du hast sie uns genommen: wie sollten wir nicht trauern, daß du uns genommen, die du uns gegeben haft? Wir sind sehr betrübt in unserem Gemüthe und um Troft ist uns sehr bange. Tröste, tröste dein Volk! Tröste uns nach deinem Worte, wie Einen seine Mutter tröstet! Laß deinen Geist reden zu deinen Kindern! Thue uns auf dein Herz und deinen Mund, daß wir schauen deine Heilsgedanken und hören den Spruch deiner Gnade über unsere Entschlafenen: Selig sind die Todten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit und ihre Werke folgen ihnen nach. D Herr Jesu Christe, hilf uns stehen im Glauben: daß du gelitten hast, auf daß wir uns freueten, daß du gestorben bist, auf daß wir lebten, daß du auferstanden bist, auf daß wir auferstünden, daß du gen Himmel gefahren bist, auf daß wir wären, wo du bist. Du bist das Haupt des Leibes, nämlich der [ 10, 12.] Gebet- Büchlein. Gemeine, du bist der Anfang und der Erstgeborne von den Todten, auf daß du in allen Dingen den Vorgang habest, und dazu bist du gestorben und auf erstanden und wieder lebendig geworden, daß du über Todte und Lebendige ein Herr feyst. D Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, auf daß wir flug werden; daß alles Fleisch ist wie Heu und alle seine Herrlichkeit wie des Grases Blume; daß wir hier unten keine bleibende Statt haben, die zukünf tige aber suchen, und daß noch eine Ruhe vorhanden ist dem Volle Gottes. Wir sind beides, deine Pilgrimme und deine Bürger. Unsre Pilgerschaft ist hier unten auf Erden, unser Bürger thum aber droben im Himmel, von dannen wir auch deiner war ten, Herr, unser Heiland, der du unsern nichtigen Leib verklären wirst, daß er ähnlich werde deinem verflärten Leibe nach der Wirfung, damit du kannst auch alle Dinge dir unterthänig machen. D Herr, du bist unser Sicht und unser Heil, vor wem sollten wir uns fürchten? Du bist unsres Lebens Kraft vor wem sollte une grauen? Und wenn uns ie Stricke des Todes umfangen sidst ziar god jun id usdrottsp tad tie id sonoftustu ud ind mi napud god dusunur it and mod nordnisp bin End tid@jid ud oor har 156 bilmin ssdis9 80 tunna 29 und die Bande der Hölle uns überwältigen wollen, wenn unsere Augen nicht mehr sehen und unfre Ohren nicht mehr hören und die Sinne in uns verzagen, weil der Feind will das Leben verflagen: in dem Allen überwinden wir weit durch dich, der du uns mächtig machst, und wissen, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstenthum, noch Gewalt, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch tiefes noch keine andere Creatur uns scheiden mag von der Liebe Gottes, die in dir ist, od Christe Jeju, unser Herr! Wer will die Auserwählten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der da gerecht macht. Wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, der auch auferweckt ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns. Todwo ist dein Stachel? Hölle, wo ist dein Sieg. Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Christus, du bist mein Leben, Sterben ist mein Gewinn! Was kein Auge gesehen, was fein Ohr gehöret, was in keines Menschen Herz gekommen ist, das hast du, Gott, bereitet denen die dich liebis haben. Wir warter Herr, auf dein Heil. Amen. dild mundo nschild sid nenmiend hun dnu dnij nobod 890 198 190 Thin sit straf nello@ 196 dod eni ilid 6 msgitinur hole onnlis@ dnu 1190 191] deil dnu tiarad anu to snied bud [ 10, 13/1 30 SmP Die Epifteln und Evangelien auf alle Sonn- und Festtage, ind mit Nummern entsprechender Lieder und Verse. Am 1. Sonntage des Advent. Epistel, Röm. 13 v. 11-14. ieben Brüder, weil wir solches wissen, nämlich die Zeit, daß die näher ist, denn da wirs glaubten: die Nacht ist vergangen, der Tag aber herbeigekommen. So lasset uns ablegen die Werke der Finsterniß, und anlegen die Waffen des Lichts. Laffet uns ehrbarlich wandeln als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid, sondern ziehet an den Herrn Jesum Christ, und wartet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. 9. 12. 318. 364. 510. 570. 715. 850, 914. 1004 v. 6. 1034 v. 2. 6. 1041, v. 1. 6. 16 880 018 Evangelium, Matth. 21, v. 1-9. 3 a sie nun nahe bei Jerusalem kamen, gen Bethphage an den Delberg, sandte Jesus seiner Jünger zween, und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Efelin finden angebunden, und ein Füllen bei ihr; löset sie auf und führet sie zu mir. Und so euch Jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; so bald wird er sie euch lassen. Das geschah aber alles, auf daß erfüllet würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion, siehe, dein König kommt zu dir sanftmüthig, und reitet auf einem Efel und auf einem Füllen der lastbaren Eselin. Die Jünger gingen hin und thaten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Efelin und das Füllen und legten ihre Kleider darauf und setzten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg, die andern hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Das Voll aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohne Davids, gelobet sey, der da kommt in dem Namen des Herrn, Hofianna in der Höhe! 1. 7. 8. 10. 14. 841. 849. 853 952, v. 6. is sit ame thus redu sabi po sisid smenos [ 10. 14.] Am 2. Sonntage des Advent. Am 2. Sonntage des Advent. Epistel, Röm. 15, p. 4-13. v. 31 Brüder, ieben Brüder, was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Gott aber der Geduld und des gebe daß ihr einerlei gefinnet seyd unter einander, nach Jeſu Chrifto. Auf daß ihr einmüthiglich mit einem Munde lobet Gott und den Bater unsers Herrn Jesu Christi. Darum nehmet euch unter einander auf, gleichwie euch Christus hat aufgenommen zu Gottes Lobe. Ich sage aber, daß Jesus Christus sey ein Diener gewesen der Beschneidurg um der Wahrheit willen Gottes, zu bestätigen die Verheißung, den Vätern geschehen. Daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht: Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem Namen singen. Und abermal spricht er: freuet euch, ihr Heiden mit seinem Volke; und abermal: Lobet den Herrn, ihr Heiden und preiset ihn alle Völker. Und abermal spricht Jesaias: Es wird seyn die Wurzel Jesse, und der auferstehen wird zu herrschen über die Heiden, auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, daß ihr völlige Hoffnung habt durch die Kraft des heiligen Geistes. 3. 5. 239. 450. 561. 562. 564. 622. 639. 709. 846. 958. 525, v. 5. ORDON Evangelium, Luc. 21, v. 25-36. nd es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Leuten bange feyn und werden zagen; und das Meer und die Wasserwogen werden brausen, und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der Dinge, die da kommen sollen auf Erden: denn auch der Himmel Kräfte sich bewegen werden. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlichkeit. Wenn aber dieses anfähet zu geschehen, so sehet auf und hebet eure Häupter auf, darum, daß sich eure Erlösung nahet. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Sehet an den Feigenbaum und alle Bäume. Wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr es an ihnen und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wiffet, daß das Reich Gottes nahe ist. Wahrlich, ich sage euch: Dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geschehe, Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte verzehen nicht, Aber hütet euch, daß eure Herzen nicht beschweret werden mit Freffen und Saufen und mit Sorgen der Nahrung, und tomme dieser Tag schnell über euch. Denn wie ein Fallstrick wird [ 10. 15.] 32 Am 3. Sonntage des Advent. er fommen über alle, die auf Erden wohnen. So seyd nun wacker allezeit und betet, daß ihr würdig werden möget zu entfliehen dies sem allen, das geschehen soll, und zu stehen vor des Menschen Sohn. 439. 441. 442. 447. 491. 768-775 845. 913. 464 v. 8. 1004 v. 6. Am 3. Sonntage des Advent. Epistel, 1. Kor. 4, v. 1-5. afür halte uns Jedermann, nämlich für Christi Diener und Haushalter über Gottes Geheimnisse. Nun suchet man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ist es ein Geringes, daß ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Tage, auch richte ich mich selbst nicht. Ib bin mir wohl nichts bewußt, aber darinnen bin ich nicht gerechtfertigt; der Herr ists aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Nath der Herzen offenbaren; alsdann wird einem Jeglichen von Gott Lob widerfahren. 94, 459. 503. 513. 744. 770. 978. 902 v. 7. condus Evangelium, Matthäi 11, v. 2-10. a aber Johannes im Gefängniß die Werke Christi hörete, sandte er seiner Jünger zween und ließ ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines Andern warten? Jesus antwortete und sprach zu ihnen; Gehet hin und saget Johannt wieder, was ihr sehet und höret: die Blinden sehen und die Lahmen gehen, die Anssäßigen werden rein und die Tauben hören, die Todten stehen auf und den Armen wird das Evangelium gepredigt. Und jelig ist, der sich nicht an mir ärgert. Da die hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von Johanne; Was seyd ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? Wolltet ihr ein Nohr sehen, das der Wind hin und her wehet? Oder was seyd ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen in weichen Kleidern jehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Könige Häusern. Oder was jeyd ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist, denn ein Prophet. Denn dieser ists, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll. 18. 70. 344. 34 s 558. 566. 631. 639. 850. 913. 918. 394, v. 8-10. 690, v. 2. Sudars Am 4. Sonntage des Advent. bil Buttiglaslion Epistel, Phil. 4, v. 4-7. ieben Brüder, freuet euch in dem Herrn allewege, und abermal fage ich: Freuet euch. Gure Lindigkeit laffet fund seyn allen [ 10. 16.] Am H. Christtage.& i 33 Nenschen. Der Herr ist nahe. Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Gebet und Flehen mit Danksagung vor Gott fund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist, denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu. 3. 4. 27. 32. 345. 364. 488. 612. 624. 904. 704, v. 8. Evangelium, Joh. 1. v 19-28. nd dies ist das Zeugniß Johannis, da die Juden sandten von Jerusalem Priester und Leviten, daß sie ihn fragten: Wer bist du? Und er bekannte und leugnete nicht, und er bekannte: Ich bin nicht Christus. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elias? Ér sprach: Ich bins nicht. Bist du ein Prophet? Und er antwortete. Nein. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? daß wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wüste: Richtet den Weg des Herrn, wie der Prophet Jesaias gesagt hat. Und die gesandt waren, die waren von den Pharisäern, und fragten ihn, und sprachen zu ihm; Warum taufest du denn, so du nicht Christus bist, noch Elias, noch ein Prophet? Johannes antwortete ihnen und sprach; Ich taufe mit Wasser, aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht fennet. Der ist es, der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, deß ich nicht werth bin, daß ich seine Schuhriemen auflöse. Dies geschahe zu Bethabara, jenseit des Jordans, da Johannes taufte. 8. 15. 237. 282. 345. 492. 533. 850, v. 3. 1151907 Braid sid dan nist medisor naplánianie Am H. Christtage. ani pith uspoup Epiftel, Tit. 2, v. 11-14, bin( bi] 356#l M. Tul ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen und züchtiget uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in der Welt, und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi, der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volk zum Eigenthume, das fleißig wäre zu guten Werken. 16-48. 851-864. 24, v. 4. 80, v. 9. 853, v. 4. 0 0 to 088 01 810 810 038 080 188 807 Evangelium, Luc. 2, 1-14. ustal mrie s begab sich zu der Zeit, daß ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, daß alle Welt geschäßet würde. Und diese Schätzung war die allererste, und geschah zur Zeit, da Cyrentus Landpfleger [ 11, 1] 34 Am Tage Stephani oder dem zweiten Christtage. in Syrien war. Und jedermann ging, daß er sich schätzen ließe ein Jeglicher in seine Stadt. Da machten sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Nazareth, in das jüdische Land, zur Stadt Davids, die da heißt Bethlehem, darum, daß er von dem Hause und Geschlechte Davids war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, feinem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst keinen Naum in der Herberge. Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihrer Heerde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird; denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus der Herr, in der Stadt Davids. Und das habt zum Zeichen, ihr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heerschaaren, die lobten Gott und sprachen: Ehre sey Gott in der Höhe, und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. 16-48. 856-864. 851, v. 10. 11. Am Tage Stephani oder dem zweiten Christtage. ad Epistel, Apost. Geich. 6 u. 7. tephanus aber voll Glaubens und Kräfte that Wunder und große Zeichen unter dem Volke. Da standen etliche auf von der Schule, die da heißt der Libertiner und der Cyrener und der Aleranderer und derer, die aus Cilicia und Asia waren, und befragten sich mit Stephano. Und sie vermochten nicht zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, aus welchem er redete. Da richteten sie zu etliche Männer, die da sprachen: Wir haben ihn gehört Lästerworte reden wider Moses und wider Gott. Und bewegten das Volk und die Aeltesten und die Schriftgelehrten, und traten herzu und rissen ihn hin und führeten ihn vor den Rath, und stelleten falsche Zeugen dar, und sprachen: Dieser Mensch höret nicht auf zu reden Lästerworte wider die heilige Stätte und das Gesetz. Denn wir haben ihn hören sagen: Jejus von Nazareth wird diese Stätte zer stören und ändern die Sitten, die uns Moses gegeben hat. Und sie sahen auf ihn alle, die im Rath saßen, und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht. Da sprach der Hohepriester: Ist dem also? Er sprach: Lieben Brüder und Väter höret zu ac. Ihr Hals[ 11. 2.] Am Tage Stephani oder dem zweiten Christtage. 35 starrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren, ihr widerstrebet allezeit dem heiligen Geiste wie eure Väter, also auch ihr z. Da sie solches höreten, gings ihnen durchs Herz und sie bissen ihre Zähne zusammen über ihn. Als er aber voll heiligen Geistes war, sahe er auf gen Himmel und jahe die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrieen aber laut und hielten ihre Ohren zu und stürmten einmüthiglich zu ihm ein, stießen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus. Und steinigten Stephanum, der ausrief und sprach: Herr Jesu, nimm meinen Geist auf. Er fniete aber nieder und schrie laut: Herr, behalte ihnen diese Sünde nicht. Und als er das gesagt, entschlief er. 28: 914. 961. 487, v. 5. 536, v. 7. Evangelium, Matth. 23, v. 34-39. O er Herr sprach zu den Pharisäern, Schriftgelehrten und Obersten der Juden: Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und Schriftgelehrte, und derselben werdet ihr etliche tödten und freuzigen und etliche werdet ihr geißeln in euren Schulen und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern. Auf daß über euch komme alles das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blute an des gerechten Abel, bis aufs Blut Zacharias, Barachiä Sohn, welchen ihr getödtet habt zwischen dem Tempel und Altar. Wahrlich, ich sage euch, daß solches alles wird über dies Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusalem, die du tödtest die Propheten und steinigest, die zu dir gesandt sind, wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter ihre Flügel und ihr habt nicht gewollt? Siehe, euer Haus soll euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprechet: Gelobet sey, der da kommt im Namen des Herrn. 684-698. 567, b.4. 418, v. 6.11. Die andere Epistel, Titum, 3, v. 4-7. O a aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes unsers Heilandes, nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir gethan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jefum Christum unsern Heiland, auf daß wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben seyen des ewigen Lebens, nach der Hoffnung. 22. 28. 331, v. 7. 8. 353, v. 8. 914, v. 2. 8 [ 11. 3.] Am Sonntage nach dem Christtage. Das andere Evangelium, Luc. 2, v. 15-20. nd da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten unter einander: Lasset uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, die da geschehen ist, die uns der Herr fund gethan hat. Und sie famen eilend und fanden beide, Mariam und Joseph, dazu das Kind in der Krippe liegend. Da sie es aber gefehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu ihnen von diesem Kinde gesagt war. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die Hirten gesagt hatten. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen. Und die Hirten fehrten wieder um, preiseten und lobeten Gott um alles, das sie ge- d höret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war. 29. 34. 40-48. 915, v. 8. untsp 100 91910 11192 mist oftindu In Am Sonntage nach dem Christtage, midd Epiftel, Gal. 4, v. 1-7. i 191912 dhon than sis ieben Brüder, ich sage aber: So lange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und einem Knechte fein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Güter, sondern er ist unter den Vormündern und Pflegern bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter dem äußerlichen Sagungen. Da aber die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von einem Weibe und unter das Gesetz gethan, aufs daß er dic, so unter dem Gesetz waren, erlösete, daß wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seyd, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind es aber Kinder, so sind es auch Erben Gottes durch Christum. 29. 894-896. 361, v. 10. 895, v. 3.d i bun di and Jun Evangelium, Lucä 2, v. 33-40.nsind annat an Und sein Vater und Mutter wunderten sich deß, daß von ihm geredet 1916 36 ward. zu Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen Vieler in Israel und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird, is Und es wird ein Schwerdt durch deine Seele dringen, auf daß vieler Herzen Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin Hanna, eine Tochter Phanuels vom Geschlechte Aser, die war wohl betaget und hatte gelebet sieben Jahr mit ihrem Manne nach ihreris Jungfrauschaft, und war eine Wittwe bei vier und achtzig Jahren, d die fam nimmer von Tempel, dienete Gott mit Fasten und Beten l Tag und Nacht. Dieselbige trat auch hinzu zu derselbigen Stunde und preisete den Herrn und redete von ihm zu allen, die auf die [ 11. 4.] Am Neujahrstage. 37 Erlösung in Jerusalem warteten. Und da sie das alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, fehrten sie wieder in Galiläam zu ihrer Stadt Nazareth. Aber das Kind wuchs und ward stark im Geift voller Weisbeit, und Gottes Gnade war bei ihm. 100.851.866.972, b.7.8. onu alustan 9 Am Neujahrstage. og ada 35 21 Epistel, Galater 3, v. 23-29. he denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gefeß verwahret und verschlossen auf den Glauben, der da sollte geoffenbaret werden. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuchtmeister. Denn ihr seyd alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christo Jesu. Denn wie viele euer getauft sind, die haben Chriftum angezogen. Hie ist kein Jude noch Grieche, hie ist kein Knecht noch Freier, hie ist kein Mann noch Weib; denn ihr seyd allzumal einer in Christo Jeju. Seyd ihr aber Christi, so seyd ihr ja Abrahams Samen und nach der Verheizung Erben.52.54.345.446.532.853.500, v.7.13. Evangelium, Luca 2, v. 21. nd da acht Tage um waren, daß das Kind beschnitten würde, da ward sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er im Mutterleibe empfangen ward. 49-60. 844. 854. 855. 842, v. 4. 860. v. 1. 9. di Am Sonntage nach dem Neujahrstage. 14top 100 ind Epistel, 1 Petri 4, v. 12-19. hr Lieben, laffet euch die Hiße, so euch begegnet, nicht befremden,( die etwas Seltsames; sondern freuet euch, daß ihr mit Christo leidet, auf daß ihr auch zur Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben möget. Selig seyd ihr, wenn ihr geschmähet werdet über den Namen Christi, denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf euch. Bei ihnen ist er verläſtert, aber bei euch ist er gepreiset. Niemand aber unter euch leide als ein Mörder, oder Dieb, oder Ulebelthäter, oder der in ein fremd Amt greifet. Leidet er aber als ein Christ, so schäme er sich nicht; er ehre aber Gott in folchem Fall. Denn es ist Zeit, daß anfahe das Gericht an dem Hause Gottes. So aber zuerst an uns; was will das für ein Ende nehmen mit denen, die dem Evangelio Gottes nicht glauben? Und so der Gerechte faum erhalten wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen? Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen befehlen als dem treuen Schöpfer, in guten Werken. 532. 599.865. 918. 650, p.5-7. 781, v. 13. 16. ( 11. 5.] Am Sonntage nach dem Neujahrstage. Evangelium, Matth. 2, v. 13-23. a fie aber hinweg gezogen waren, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traume und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und fleuch in Egyptenland und bleibe allda, bis ich dir sage; denn es ist vorhanden, daß Herodes das Kindlein suche, dasselbige umzubringen. Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht und entwich in Egyptenland und blieb allda bis nach dem Tode Herodis, auf daß erfüllet würde, das der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Aus Egyptenland habe ich meinen Sohn gerufen. Da Herodes nun sahe, daß er von den Weisen betrogen war, ward er sehr zornig und schickte aus und ließ alle Kinder zu Bethlehem tödten und an ihren ganzen Grenzen, die da zweijährig und darunter waren, nach der Zeit die er mit Fleiß von den Weisen erlernt hatte. Da ist erfüllet, das gesagt ist von dem Propheten Jeremia, der da spricht: Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehöret, viel Klagens, Weinens und Heulens. Rahel beweinte ihre Kinder und wollte sich nicht trösten lassen, denn es war aus mit ihnen. Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn dem Joseph im Traume in Egyptenland und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und zieh in das Land Israel, sie sind gestorben, die dem Kinde nach dem Leben standen. Und er stand auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich und kam in das Land Israel. Da er aber hörte, daß Archelaus im jüdischen Lande König war anstatt seines Vaters Herodes, fürchtete er sich dahin zu kommen, und im Traume empfing er Befehl von Gott und zog in die Derter des Galiläischen Landes. Und kam und wohnte in der Stadt, die da heißet Nazareth. Auf daß erfüllet würde, das da gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazarenus heißen. 99. 351. 532. 639. 649. 949. 602, v. 8. 38Das andere Evangelium, Matthäi 3, v. 13-17. u der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johanne, daß er 3 Ich bedarf wohl, daß ich von dir getauft werde und du kommst zu mir? Jefus aber antwortete und sprach zu ihm: Laß jetzt also seyn, also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ ers ihm zu. Und da Jesus getauft war, stieg er bald herauf aus dem Wasser und siehe, da that sich der Himmel auf über ihm. Und Johannes sahe den Geist Gottes, gleich als eine Taube herabfahren und über ihn kommen. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber Sehn, an welchem ich Wohlgefallen habe. 282. 71, p. 5. unrdis dia md [ 11. 6.] Am Feste der heiligen drei Könige. Am Feste der heiligen drei Könige.( Epiphanias.) Epistel, Jesaia 60, v. 1-6. 39 Pache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt und die herrlichkeit hertu auf Denn fiehe, sterniß bedecket das Erdreich und Dunkel die Völker. Aber über dir gehet auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheinet über dir. Und die Heiden werden in deinem Lichte wandeln und die Könige im Glanz, der über dir aufgehet. Hebe deine Augen auf und siehe umher: diese alle versammelt fommen zu dir. Deine Söhne werden von Ferne kommen und deine Töchter zur Seiten erzogen werden. Dann wirst du deine Lust sehen und ausbrechen, und dein Herz wird sich wundern und ausbreiten, wenn sich die Menge am Meere zu dir bekehret und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Kameele wird dich bedecken, die Läufer aus Midian und Epha. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen, und des Herren Lob verkündigen. 29. 71. 78. 97. 866. 270, v. 12. dat onstrace 1989 190 191ade Evangelium, Matthäi 2, v. 1-12. dift. 91d a Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenlande gen Jerusalem und sprachen: Wo ist der neugeborne König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlande und sind gekommen ihn anzubeten. Da das der König Herodes hörte, erschrat er und mit ihm das ganze Jerusalem, und ließ versammeln alle Hohepriester und Schriftgelehrten unter dem Volt und erforschte von ihnen, wo Chriftus follte geboren werden. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jüdischen Lande. Denn also stehet geschrieben durch den Propheten: Und du Bethlehem im jüdischen Lande bist mit nich ten die kleinste unter den Fürsten Juda, denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der über mein Volk Israel ein Herr sey. Da bes rief Herodes die Weisen heimlich und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre und wies fie gen Bethlehent und sprach: Ziehet hin und forschet fleißig nach dem Kindlein, und wenn ihr es findet, so saget mirs wieder, daß ich auch komme und es anbete. Als sie nun den König gehöret hatten, zogen sie bin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stand oben über, da das Kindlein war. Da sie den Stern saben, wurden sie hoch erfrenet und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria seiner Mutter, und fielen nieder und beteten es an und thaten ihre Schäße auf und schenkten hm Gold, Weihrauch und Myrrhen. Und Gott befahl ihnen im Traum [ 11. 7.1 40 Am 1. Sonntage nach Epiphanias. daß sie nicht wieder sollten zu Herodes lenken. Und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. 99. 239. 356. 865.918.98, p. 6. CO Am 1. Sonntage nach Epiphanias. Epistel, Römer 12, v. 1-6. ch ermahne euch, lieben Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sey, welches sey euer vernünftiger Gottesdienst. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Verneuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, welches da sey der gute, der wohlgefällige und der vollkommene Gotteswille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand weiter von sich halte, denn sichs gebühret zu halten, sondern daß er von ihm mäßiglich halte, ein jeglicher nachdem Gott ausgetheilt hat das Maaß des Glaubens. Denn gleicher Weise als wir in einem Leibe viele Glieder haben, aber alle Glieder nicht einerlei Geschäfte haben: also sind wir riele Ein Leib in Christo, aber untereinander ist einer des andern Glied. Und haben mancherlei Gaben, nach der Gnade. die uns gegeben ist. 98. 99. 102.319.469.477.503, v. 6. 7. Evangelium, Luca 2, v. 41-52. und nd seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest. Und da er zwölf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerufalem nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren und sie wieder nach Hause gingen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußten es nicht. Sie meineten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise, und suchten ihn unter den Gefreundten und Bekannten. Und da sie ihn nich fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem und suchten ihn. Und es begab sich nach dreien Tagen, fanden sie ihn im Tempel sißen mitten unter den Lehrern, daß er ihnen zuhörete und sie fragte. Und alle, die ihm zuhöreten, verwunderten sich jeines Verstandes und seiner Antwort. Und da sie ihn sahen, entsegten sie sich, und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das gethan? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmerzen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ists, das ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich seyn muß in dem, das meines Vaters ist? Und sie verstanden das Wort nicht, dass er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen unterthan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Her zen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. 96-99. 529. 859.972, b. 6-12durig 152 11. 8.) Am 2. Sonntage nach Epiphanias. si Am 2. Sonntage nach Epiphanias. Epistel, Römer 12, v. 6-10. ieben Brüder, wir haben mancherlei Gaben, nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand Weissagung, so sey sie dem Glauben ähnlich. Hat jemand ein Amt, so warte er des Amts. Lebret jemand, so warte er der Lehre. Ermahnet jemand, so warte er des Ermahnens. Giebt jemand, so gebe er einfältiglich. Regieret jemand, so sey er sorgfältig. Uebet jemand Barmherzigkeit, so thue ers mit Lust. Die Liebe sey nicht falsch. Haffet das Arge, hanget dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter einander sey herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor. Seyd nicht träge, was ihr thun sollt. Seyd brünstig im Geist. Schicket euch in die Zeit. Seyd fröhlich in Hoffnung, gedulorg in Trübfal, haltet an am Gebet. Nehmet euch der Heiligen Nothdurft an. Herberget gerne. Segnet, die euch verfolgen. Segnet, und fluchet nicht. Freuet cuch mit den Fröhlichen, und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn unter einander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. 38. 319. 480. 588. 609. 618. 639. 651. 968970. 464, v. 8. 650, v. 7. 929, v. 8. 979, v. 9. Mujonnn03 Evangelium, Joh. 2. v. 1-11. 41 d sist on Und am dritten Tage ward eine Hochzen zu Cana in Galiläa; Mutter war auch da. und ger wurden auch auf die Hochzeit geladen. Und da es am Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jejus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget, das thut. Es waren aber allda sechs ſteinerne Wasserkrüge gesetzt, nach der Weise der jüdischen Reinigung; und gingen je in einen zwei oder drei Maaß. Jesus spricht zu ihnen: Füllet die Wasserkrüge mit Wasser. Und sie fülleten sie bis oben an, und er spricht zu ihnen: Schöpfet nun, und bringet es dem Speisemeister. Und sie brachten es. Als aber der Speisemeister foftete den Wein, der Wasser gewesen war, und wusste nicht, von wannen er fam,( die Diener aber wußten es, die das Wasser geschöpfet hatten,) rufet der Speisemeister den Bräutigam, und spricht zu ihm: Jedermann giebt zum ersten guten Wein, und wenn sie frunten worden sind, alsdann den geringern: du haft den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus that, geschehen zu Cana in Galiläa, und offenbarete seine Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn. 65. 364. 425. 480. 522. 715. 733, v. 11. [ 11. 9.] Am 3. Sonnt. nach Epiphanias. Am 3. Sonntage nach Epiphanias. Epistel, Römer 12, v. 17-21. CHO ieben Brüder, haltet euch nicht selbst für klug. Vergeltet Niemand Böses mit Bösem. Fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. Ists möglich, so viel an euch ist, so habt mit allen Menschen Friede. Nächet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorne; denn es stehet geschrieben: Die Nache tst mein, ich will vergelten, spricht der Herr. So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; dürstet ihn, so tränke ihn. Wenn du das thust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Laß dich nicht das Böse überwinden, sondern überwinde das Böse mit utem. 281. 510. 522. 531. 548. 572. 985. 211, v. 5. 6. Eng 42 Ja, slide and bun Evangelium, Matth. 8, v. 1-13. ispune sh 3 a Jesus aber vom Berge herabging, folgte ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Ausjäßiger kam und betete ihn an und sprach: Herr, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich wills thun, sey gereinigt. Und alsbald ward er von seinem Aussag rein. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, sags niemand, sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Moses befohlen hat, zu einem Zeugniß über sie. Da aber Jesus einging zu Kapernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gichtbrüchig und hat große Qual. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach gehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn ich bin ein Mensch, dazu der Obrigkeit unterthan und habe unter mir Kriegsknechte, noch, wenn ich sage zu einem: Gehe hin, so geht er; und zum andern: Komm her, so kommt er; und zu meinem Knechte: Thue das, so thut ers. Da das Jesus hörete, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nach)= folgeten: Wahrlich, ich sage euch: Solchen Glauben habe ich in Ssrael nicht gefunden. Aber ich sage euch: Viele werden kommen vom Morgen und vom Abend und mit Abraham und Ifaac und Jakob im Himmelreiche fisen. Aber die Kinder des Reichs werden ausges stoßen in die äußerste Finsterniß hinaus, da wird seyn Heulen und Zähnklappen. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, dir geschehe, wie du geglaubt haft. Und sein Knecht ward gesund zu derselbigen Stunde. 94. 266 269. 548. 607. 684. 894.969.979, v.9. [ 11. 10.] a Am 4. Sonnt. nach Epiphanias. Am 4. Sonntage nach Epiphanias. Epistel, Römer 13, v. 8-10. ieben Brüder, seyd niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch unter einander liebet; denn wer den andern liebet; der hat das Gesetz erfüllet. Denn das gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht tödten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsch Zeugniß geben, dich soll nichts gelüsten, und so ein ander Gebot mehr ist, daß wird in diesem Wort verfasset: Du sollst deinen Nächsten lieben als dich selbst. Die Liebe thut dem Nächsten nichts Böjes. So ist nun die Liebe des Gefeßes Erfüllung. 256.294.297.568.572.985.979.v.8. 43 de Evangelium, Matth. 8, v. 23-27. nd Jesus trat in das Schiff und seine Jünger folgten ihm. Und siehe, da erhob sich ein groß Ungestüm im Meer, also, daß auch das Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und er schlief. Und die Jünger traten zu ihm und weckten ihn auf, und sprachen: Herr, hilf uns, wir verderben. Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seyd ihr so furchtsam? Und stand auf, und bedrohete den Wind und das Meer; da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das für ein Mann, das ihm Wind und Meer gehorsam ist? 414. 415. 455. 648. 948. 95, v. 12-14.3 berat aute bid spisg Gre und Am Tage der Reinigung Mariä Epistel, Mal. 3, v. 1-4. iehe, ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr suchet, und der Engel des Bundes, deß ihr begehret. Siehe, er fommt, spricht der Herr Zebaoth. Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erleiden mögen? Und er wird bestehen, wenn er wird erscheinen? Denn er ist wie das Feuer eines Goldschmiedes und wie die Seife der Wäscher. Er wird sigen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Kinder Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem Herrn Speisopfer bringen in Gerechtigkeit und wird dem Herrn wohlgefallen das Eveisopfer Judas und Jerusalems, wie vorhin und vor langen Jahren. 100-103. 12 at the sand radinienschine di bird netsplat Evangelium, Luc. 2, v. 22-26.duten bin laor nd da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetze Mosis kamen, brachten fie das Kindlein Jejum gen Jerusalem, auf daß sie ihn darstellten dem Herrn:( wie denn geschriebet stebet in dem Gesetze des Herrn: Allerlei Männlein, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem Herrn geheiligt heißen,) auf daß sie gäben das Opfer, nach dem gesagt ist im Gefeß des Herrn, ein Paar Turteltauben oder zween BUS 1. J11 44 Am 5. Sonntage nach Epiphanias. funge Tauben. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem, mit Namen Simeon; und derselbe Mensch war fromm und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels und der heilige Geist war in ihm. Und ihm war eine Antwort worden von dem heiligen Geist, er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor den Christ des Herrn gesehen. Und kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Aeltern das Kind Jesum in den Tempel brachten, daß sie für ihn thäten, wie man pfleget nach dem Geseß, da nahm er ihn auf seine Arme, lobete Gott und sprach: Herr, nun läsfest du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen, welchen du bereitet haft vor allen Völkern, ein Licht zu erleuchten die Heiden und zum Preis deines Volkes Israel. 101-103. 346. 866. 95, v. 14. 19 Am 5. Sonntage nach Epiphanias.d med turk Epistel, Col. 3, v. 12-17. dom studi di ond Sie ieben Brüder, so ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demuth, Sanftmuth, Geduld; und vertrage Einer den Andern und vergebet euch unter einander, so jemand Klage hat wider den Andern, gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Ueber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch berufen seyd in Einem Leibe, und seyd dankbar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit, lehret und ermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Liedern und singet dem Herrn in euren Herzen. Und alles, was ihr thut mit Worten oder mit Werken, das thut alles im Namen des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. 323. 469.536. 551.564. 969. 500, v. 7. 531, p. 7-9. 545, 9-11. sistoutin sie aus Evangelium, Matth. 13, v. 24-30. ord for Und er legte ihnen ein Gleichniß vor und ſprach: Das Himmelreich ist guten Samen fäete. Da aber die Leute schliefen. kam sein Feind und säete Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gefäet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen, das hat der Feind gethan. Da sprachen die Knechte: Willst du denn, daß wir hingehen und es ausgäten? Er sprach: Nein, auf daß ihr nicht zugleich den Weizen mit außraufet, so ihr das Unkraut ausgä[ 11. 12.] Am 6. Sonntag nach Epiphanias. 45 winst. tet. Lasset beides mit einander wachsen, bis zu der Ernte; und um der Ernte Zeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammlet zuvor das Unkraut und bindet es in Bündeln, daß man es verbrenne; aber den Weizen sammlet mir in meine Scheuren. 281.318.442.444.844, v.10.11 est, mis asindo as tous mod tind 19 sdo tohin du mod Am 6. Sonutage nach Epiphanias. all moder no inf Epistel, 2. Petri 1, v. 16-21. and satisk sid Mir haben nicht den flugen Fabeln gefolget, da wir euch kund gethan haben die Kraft und Zukunft unsers Herrn Jesu Christi, sondern wir haben seine Herrlichkeit selber geſehen, da er empfing von Gott dem Vater Ehre und Preis durch eine Stimme, die zu ihm geschah von der großen Herrlichkeit, dermaßen: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehöret vom Himmel gebracht, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Wir haben ein festes prophetisches Wort, und ihr thut wohl, daß ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunklen Ort, bis der Tag anbräche und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen. Und das sollt ihr für das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigner Auslegung. Denn es ist noch nie eine Weissagung aus mensch= lichem Willen hervorgebracht, sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet getrieben von dem heiligen Geist. 344.503.794. 468,0.9. 10. od bun di media siersinar esti 905116 150 itird tro and Evangelium, Matth. 17, v. 1- gui ni dost notT 11 nd nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrum und Jacobum und Johannem seinen Bruder, und führte sie beiseits auf einen hohen Berg und ward verklärt vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß als ein Licht. Und fiehe, da erschien ihnen Moses und Eltas, die redeten mit ihm. Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, hier ist gut seyn; willst du, so wollen wir drei Hütten bauen, die eine, Mosi eine und Elia eine. Da er noch also redete, siehe, da überschattete fie eine lichte Wolfe. Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe, den sollt ihr hören. Da das die Jünger höreten, fielen sie auf ihr Angesicht und erschraken sehr. Jesus aber trat zubihnen purührete sie an und sprach: Stehet auf und fürchtet euch nicht: Dassie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie Niemand, denn Jefum allein. Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus und bsprach: Ihr sollt dies Gesicht Niemand jagen, bis des Menschen Sohn von den Todten auferstanden ist. 346, 364, 491: 715. 1027. 733, vd 116 [ 11. 13.11] Am Sonntage Septuagefimä. Am Sonntage Septuagesimä. Epistel, 1. Cor. 9. und 10. Cap. ieben Brüder, wisset ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kämpfet, enthält sich alles Dinges, jene also, daß sie eine vergängliche Krone empfahen, wir aber eine unvergängliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs ungewisse; ich fechte also, nicht als der in die Luft streichet. Sondern ich betäube meinen Leib und zähme ihn, daß ich nicht den andern predige und selbst verwerflich werde. Ich will euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten, daß unsere Väter sind alle unter Mosen getauft mit der Wolke und mit dem Meer und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken. Sie tranfen aber von dem geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte Gott keinen Wohlgefallen, denn sie sind niedergeschlagen in der Wüste. 262.562. 583. 973, 503, v. 9. 544, v. 7. 558, v. 5. Evangelium, Matth. 20, v. 1-16. 46 as Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu miethen in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Tagelohn, fandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde und sahe andere an dem Markte müßig stehen und sprach zu ihnen; Gehet ihr auch hin in den Weinberg, ich will euch ge ben, was recht ist. Und sie gingen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte Stunde und that gleich also. Um die eilfte Stunde aber ging er aus und fand andere müßig stehen und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sprachen: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg und was recht seyn wird, soll euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und gieb ihnen den Lohn und hebe an an den legten, bis zu den ersten. Da kamen, Sie um die eilfte Stunde gedinget waren, und empfing ein jeglicher feinen Groschen. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie würden mehr empfangen; und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater und sprachen: Diese legten haben nur eine Stunde gearbeitet und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen haben. Er antwortete und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden um einen Groschen? Nimm was dein [ 11. 14.] Am Sonntage Seragesima. 47 ist, und gehe hin. Ich will aber diesen letzten geben, gleich wie dir. Oder habe ich nicht Macht zu thun, was ich will, mit dem Meinen? Siebest du darum scheel, daß ich so gütig bin? Also werden die legten die ersten und die ersten die letzten seyn. Denn viele find berufen, aber wenige sind auserwählet. 328. 344. 345. 449. 497. 773. 916. 552, v. 7. 914, v. 2. 7. Am Sonntage Sexagesimä. Epistel, 2. Cor. 11 und 12. ele Sieben Brüder, ihr vertraget gerne die Narren, dieweil ihr klug seyd. Ihr vertraget, so euch jemand zu Knechten machet, so euch jemand schindet, so euch jemand nimmt, so euch jemand troßet, so euch jemand in- das Angesicht streichet. Das sage ich nach der Unehre, als wären wir schwach geworden. Worauf nun Jemand fühn ist,( ich rede in Thorheit) darauf bin ich auch fühn. Sie sind Ebräer; ich auch. Sie sind Israeliter; ich auch Sie sind Abrahams Saamen; ich auch. Sie sind Diener Chrifti;( ich rede thöricht) ich bin wohl mehr. Ich habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin öfter gefangen, oft in Todesnöthen gewesen. Von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche weniger eins. Ich bin dreimal gestäupet, einmal geſteiniget, dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Tiefe des Meeres. Ich bin oft gereiset, ich bin in Fährlichkeit gewesen zu Wasser, in Fährlichkeit unter den Mördern, in Fährlichkeit unter den Juden, in Fährlichkeit unter den Heiden, in Fährlichkeit in den Städten, in Fährlichkeit in der Wüste, in Fährlichkeit auf dem Merr, in Fährlichkeit unter den falschen Brüdern, in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße, ohne was sich sonst zuträgt, nämlich, daß ich täglich werde angelaufen und trage Sorge für alle Gemeinen. Wer ist schwach und ich werde nicht schwach? Wer wird geärgert und ich brenne nicht? So ich mich je rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, welcher sey gelobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lüge. Zu Damascus der Landpfleger des Königs Areta verwahrete die Stadt der Damascer und wollte mich greifen und ich ward in einem Korbe zum Fenster aus durch die Mauer niedergelassen und entrann aus seinen Händen. Es ist mir ja des Rühmens nichts nüße, doch will ich kommen auf die Gesichte und Offenbarungen des Herrn. Ich fenne einen Menschen in Christo vor vierzehn Jahren,( ist er in dem Leibe gewesen, so weiß ichs nicht, oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ichs auch nicht Gott weiß es;) derselbige ward ent11. 15.1 48 Am Sonntage Seragesimä. zückt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselbigen Menschen,( ob er in dem Leibe oder außer dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht, Gott weiß es). Er ward entzücket in das Paradies und hörete unaussprechliche Worte, welche fein Mensch sagen kann. Da= von will ich mich rühmen, von mir selbst aber will ich mich nichts rühmen, ohne meiner Schwachheit. Und so ich mich rühmen wollte, thäte ich darum nicht thöricht, denn ich wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber deß, auf daß nicht jemand mich höher achte, denn er an mir siehet, oder von mir höret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarung überhebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich der Satans Engel, der mich mit Fäusten schlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal dem Herrn ge= flehet habe, daß er von mir wiche, und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf daß die Kraft bei mir wohne. 412. 579. 583. 616. 986. 1010. 319, v. 20. 428, v. 1. 510, v. 9. 978, v. 6. 8. sin din Evangelium, Luc. 8, v. 4-15. a nun viel Volk bei einander war, und aus den Städten zu Da ihm eileten, sprach er durch ein Gleichniß: Es ging ein Säemann aus, zu säen seinen Saamen; und indem er jäete, fiel etliches an den Weg und ward vertreten und die Vögel unter dem Himmel fraßen es auf. Und etliches fiel auf den Fels, und da es aufging, verdorrte es, darum, daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen und die Dornen gingen mit auf und erstickten es. Und etliches fiel auf ein gut Land und es ging auf und trug hundertfältige Frucht. Da er aber das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre. Es fragten ihn aber seine Jünger und sprachen, was dieses Gleichniß wäre? Er aber sprach: Euch ist es gegeben, zu wissen das Geheimniß des Reiches Gottes, den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hören. Das ist aber das Gleichniß: Der Saame ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hören, darnach kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels, sind die, wenn sie es hören, nehmen sie das Wort mit Freuden an und sie haben nicht Wurzel, eine Zeit lang glauben sie und zur Zeit der Anfechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es hören und gehen hin unter den Sorgen, Reichthum und Wollust dieses Lebens und ersticken und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten [ 11. 16.] 49 Am Sonntage Quinquagefimä oder Esto mihi. Lande sind, die das Wort hören und behalten in einem feinen guten Herzen und bringen Frucht in Geduld. 452. 461. 467-469. Am Sonntage Quinquagesimä oder Esto mihi. Epistel, 1. Cor. 13. v. 1-13. di far ieben Brüder, wenn ich mit Menschen und mit Engelzungen redete und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz, oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntniß und hätte allen Glauben, also, daß ich Berge versetzte und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen und hätte der Liebe nicht, so wäre mir es nichts nüße. Die Liebe ist langmüthig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibet nicht Muthwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, fie läffet sich nicht erbittern, fie trachtet nicht nach Schaden, sie freuet fich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aber der Wahrheit, fie verträget alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden und die Sprachen aufhören werden und das Erkenntniß aufhören wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk und unser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war flug wie ein Kind und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, that ich ab, was kindisch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erfenne ich es stückweise; dann aber werde ichs erkennen, gleichwie ich erkannt bin. Nun aber bleibet Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größeſte unter ihnen. 83. 312. 531. 572.579.581.985. 605, v. 11. 612, v. 6 Evangelium, Luc. 18, v. 31-43. r nahm aber zu sich die Zwölfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, das geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird überantwortet werden den Heiden, und er wird verspottet und geschmähet und verspeiet werden; und sie werden ihn geißeln und tödten, und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie aber vernahmen der feines und die Rede war ihnen verborgen und wußten nicht, was das gesagt war. Es geschahe aber, da er nahe zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege und bettelte. Da er aber hörete das Volk, das durchhin ging, forschte er, was da [ 12. 1.] D 50 Am 1 Sonntage in der Fasten, Invocavit. wäre. Da verkündigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge vorüber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Die aber vorne an gingen, bedräueten ihn, er sollte schweigen. Er aber schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Jesus aber stand stille und hieß ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe bei ihn brachten, fragte er ihn und sprach: Was willst du, daß ich dir thun soll? Er sprach: Herr, daß ich sehen möge. Und Jesus sprach zu ihm: Sey sehend, dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er schend und folgete ihm nach und preisete Gott. Und alles Volk, das solches sahe, lobete Gott. 114. 115. 129. 443. 394, v. 8-10.19 Am 1. Sountage in der Fasten, Invocavit. Epistel, 2. Corinther 6, v. 1-10. ieben Brüder, wir ermahnen aber euch, als Mithelfer, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfahet. Denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhöret und habe dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jept ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Lasset uns aber niemand irgend ein Aergerniß geben, auf daß unser Amt nicht verlästert werde: sondern in allen Dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes, in großer Geduld, in Trübfalen, in Nöthen, in Alengsten, in Schlägen, in Gein fängnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, Keuschheit, in Erkenntniß, in Langmuth, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken, durch Ehre und Schande, durch böje Gerüchte und gute Gerüchte; als die Verführer und doch wahrhaftig; als die Unbekannten und doch bekannt; als die Sterbenden und siehe, wir leben; als die Gezüchtigten und doch nicht ertödtet; als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die doch viele reich machen! als die nichts inne haben und doch alles haben. 318. 351. 578. 579. 646. 703. 267, v. 9. 10. 487, v. 3. 5. 580, v. 15. 16. mad dator echo Evangelium, Matth. 4, v. 1-11. O D a ward Jesus vom Geist in die Wüste geführet, auf daß er von dem Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Nächte gefaftet hatte, hungerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brod werden. Und er antwortete und sprach: Es stehet geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brod allein, sondern von einem jegli chen Worte, das durch den Mund Gottes gehet. Da führte ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne [ 12. 2.1 Am 2. Sonntage in der Fasten, Reminiscere. 51 des Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so laß dich hinab, denn es stehet geschrieben: Er wird seinen Engeln über dir Befehl thun und sie werden dich auf den Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein stoßest. Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum stehet auch geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn, nicht versuchen. Wiederum führte ihn der Teufel mit fid auf einen sehr hohen Berg und zeigete ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du niederfällest und mich anbetest. Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan, denn es stehet geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen. Da verließ ihn der Teufel und siehe, da traten die Engel zu ihm und dieneten ihm. 463. 581-583. Am 2. Sonntage in der Fasten, Reminiscere. Epistel, 1. Thessal. 4, v. 1-7. ieben Brüder, wir bitten euch und ermahnen euch in dem Herrrn Jesu,( nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollet wandeln und Gott gefallen,) daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben, durch den Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, daß ihr meidet die Hurerei und ein jeglicher unter euch wisse sein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Luftfeuche, wie die Heiden, die von Gott nichts wissen. Und daß niemand zu weit greife, noch vervortheile seinen Bruder im Handel, denn der Herr ist der Nächer über das alles, wie wir euch zuvor gesagt und bes zenget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung. 345. 347.407.510.859.213, v.7.522, v.3.547, v.2.3. Evangelium, Matth. 15, v. 21-28. GT 1911sd JUNE sid alands ud Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegend von Tyrus und Sidon. Und siehe, ein Cananäisches Weib ging aus derselbigen Grenze und schrie ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Meine Tochter wird vom Teufel übel geplagt. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jünger, baten ihn und sprachen: Laß sie doch von dir, denn sie schreiet uns nach. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schafen von dem Hause Israel. Sie fam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir! Aber er antwortete und sprach: Gs ist nicht fein daß man den Kindern ihr Brod nehme und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja Herr, aber doch essen die Hündlein von den Brosamlein [ 12. 3.1 52 Am 3. Sonntage in der Fasten, Oculi. die von ihrer Herren Tische fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: D, Weib, dein Glaube ist groß! Dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochterward gesund zu derselbigen Stunde. 266. 267. 593. 597. 636. 207, v. 11. 12. 321, v. 11. 12. 593, v. 6. mid stappe Am 3. Sonntage in der Fasten, Oc li. an hidstap tydstop Epistel, Ephejer 6, v. 1-9. ieben Brüder, so seyd nun Gottes Nachfolger, als die lieben Kinder, und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebet und sich selbst dargegeben für uns, zur Gabe und Opfer, Gott zu einem süßen Geruch. Hurerei aber und alle Unreinigkeit, oder Geiz, lasset nicht von euch gesagt werden, wie den Heiligen zustehet, auch schandbare Worte und Narrentheidinge, oder Scherz, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Danksagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Hurer, oder Unreiner, oder Geiziger, ( welcher ist ein Gößendiener,) Erbe habe an dem Reich Christi und Gottes. Laffet euch niemand verführen mit vergeblichen Worten, denn um dieser willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Unglaubens. Darum seyd nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr waret weiland Finsterniß, nun aber seyd ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts. Die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit. 136. 154. 522. 4 536. 548. 522, v. 3. 547, v. 2. 558, v. 9. I 01 Evangelium, Luca 11, v. 14-28. 193. 19 11n nd Jesus trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt den Teufel aus durch Beelzebub, den Obersten der Teufel. Die andern aber versuchten ihn und begehrten ein Zeichen von ihm vom Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wüste und ein Haus fällt über das andere. Ist denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich bestehen? dieweil ihr sagt, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter seyn. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt je das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker Gewappneter seinen Palast bewahret, so bleibet das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt und überwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf er sich verließ, und theile den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mir sammlet, der [ 12. 4.1 Am 4. Sonntage in der Fasten, Lätare. zerstreut. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfähret, so durchwandelt er dürre Stätte, suchet Ruhe und findet ihrer nicht; so spricht er: Ich will wieder umfehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet ers mit Besemen gekehrt und geschmücket. Dann gehet er hin und nimmt sieben Geister zu sich, die ärger sind, denn er selbst; und wenn sie hinein kommen, wohnen sie da und wird hernach mit demselbigen Menschen ärger, denn vorhin. Und es begab sich, da er solches redete, erhub ein Weib im Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat und die Brüste, die Du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. 94. 223. 266. 269. 281. 460. 908, 8. 9. 944. 733, v. 11. Caitlin ibin bas sub900 53 chir Am 4. Sonntage in der Fasten, Lätare. di illet di birde bisit Epistel, Galater 4, v. 21-31. 1911 19chisor ieben Brüder, faget mir, die ihr unter dem Gefeßz seyn wollt, habt ihr das Gefeß nicht gehöret? denn es stehet geschrieben, daß Abraham zween Söhne hatte, einen von der Magd, den anderit von der Freien. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleische geboren; der aber von der Freien ist nach der Verheißung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind zwei Testamente, eines von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebieret, welches ist die Agar. Denn Agar heißet in Arabia der Berg Sinai, und langet bis gen Jerusalem, das zu dieser Zeit ist und ist dienstbar mit seinen Kindern. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie, die ist unser aller Mutter. Denn es stehet geschrieben: Sey fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierest und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist, denn die Einsame hat vielmehr Kinder, denn die den Mann hat. Wir aber, lieben Brüder, find Ifaac nach, der Verheißung Kinder. Aber, gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, also gehet es jetzt auch. Aber was spricht die Schrift? Stoß die Magd hinaus mit ihrem Sohne! denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der Freien. So sind wir nun, lieben Brüder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien. 257. 383. 397. 637. 553, v. 10. 11. 1901 yilling Esito) chist and Evangelium. Joh. 6, v. 1-15. arr sto arnach fuhr Jesus weg über das Meer an der Stadt Tiberias in Galiläa und es zog ihm viel Volks nach, darum, daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranken that. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich daselbst mit seinen Jüngern. Es war aber nahe die Ostern, der Juden Fest. Da hob Jefus [ 12. 5.] 54 Am 5. Sonntage in der Fasten, Judica. seine Augen auf und siehet, daß viel Volks zu ihm kommt und spricht zu Philippo: Wo kaufen wir Brod, daß diese essen?( Das jagte er aber, ihn zu versuchen, denn er wußte wohl, was er thun wollte.) Philippus antwortete ihm: Zweihundert Pfennige werth Brods ist nicht genug unter sie, daß ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, Andreas, der Bruder Simonis Petri: Es ist ein Knabe hie, der hat fünf Gerstenbrode und zween Fische, aber was ist das unter so viele? Jesus aber sprach: Schaffet, daß sich das Volk lagere. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fünf tausend Mann. Jesus aber nahm die Brode, dankte und gab sie den Jüngern, die Jünger aber denen, die sich gelagert hatten, desselbigen gleichen auch von den Fischen, wie viel er wollte. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jüngern: Sammlet die übrigen Brocken, daß nichts ums komme. Da sammelten sie und fülleten zwölf Körbe mit Brocken, von den fünf Gerstenbroden, die überblieben denen, die gespeiset worden. Da nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus that, sprachen sie: Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da nun Jesus merkte, daß sie kommen würden und ihn haschen, daß sie ihn zum Könige machten, entwich er abermal auf den Berg, er selbst alleine. 393. 490.578.599.386, v. 9.804, v. 10. 834, v. 3. 4291101 Am 5. Sonntage in der Fasten, Indica. Epistel, Hebräer 9, v. 11-15. pain drin ieben Brüder, Christus aber ist gekommen, daß er sey ein Hoherpriester der zukünftigen Güter, durch eine größere und vollkommnere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist, auch nicht durch der Böcke oder Kälber Blut, sondern er ist durch sein eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlösung erfunden. Denn so der Ochsen und der Böcke Blut und die Asche von der Kuh gesprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit; wie vielmehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Wandel durch den heiligen Geist Gotte geop fert hat, unser Gewissen reinigen von den tobten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott? Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zur Erlösung von dene Uebertretungen, die unter dem ersten Testament waren, die, so berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen. 113. 114. 142.336.858, p.2. 8676-29 Ho Evangelium, Joh. 8, v. 46-49. Resus sprach zu den Juden: Welcher unter euch fann mich einer Sünde zeihen? So ich euch aber die Wahrheit sage, warum [ 1 6.1 Am Tage der Verkündigung Mariä. 55 glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der höret Gottes Wort. Darum höret ihr nicht, denn ihr seyd nicht von Gott. Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist und hast den Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen Vater und ihr unehret mich. Ich suche nicht meine Ehre, es ist aber einer, der sie suchet und richtet. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, daß du den Teufel haft. Abraham ist gestorben, und die Propheten, und du sprichst: So jemand mein Wort hält, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich. Bist du mehr, denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist und die Propheten sind gestorben: Was machst du aus dir selbst? Jesus antwortete: So ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, welchen ihr sprechet: Er sey euer Gott und kennet ihn nicht; ich aber fenne thn. Und so ich euch würde sagen: Ich kenne ihn nicht, so würde. ich ein Lügner, gleichwie ihr seyd. Aber ich kenne ihn und halte ſein Wort. Abraham, euer Vater ward froh, daß er meinen Tag jehen sollte und er sahe ihn und freuete sich. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahr alt und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn Abraham ward, bin ich. Da hoben sie Steine auf, daß sie auf ihn würfen. Aber Jesus verbarg sich und ging zum Tempel hinaus, mitten durch sie hinstreichend. 442.461, v. 9. 10. Hotliar dan t Am Tage der Verkündigung Mariä. Epistel, Jef. 7, v. 10-15. tulek ghe nd der Herr redete abermal zu Ahas, und sprach: Fordere dir ein in Zeichen vom Herrn, deinem Gott, es sey unten in der Hölle, oder droben in der Höhe. Aber Ahas sprach: Ich wills nicht fors dern, daß ich den Herrn nicht versuche. Da sprach er: Wohlan, so höret, ihr vom Hause David. Ists euch zu wenig, daß ihr di meute beleidiget, ihr müsset auch meinen Gott beleidigen? Daru so wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine Jun frau ist schwanger und wird einen Sohn gebären, den wird si as heißen Immanuel. Butter und Honig wird er effen, daß er wiss s Böses zu verwerfen und Gutes zu erwählen. 98. 352.950. 952. 1901 Evangelium, Luc. 1, v. 26-38. Lin nd im sechsten Monat ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die da heißet Nazareth, zu einer [ 12.7.1 Am Palmsonntage. Jungfrau, die vertrauet war einem Manne, mit Namen Joseph, vom Hause David, und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hinein, und sprach: Gegrüßet seyst du, Holdselige, der Herr ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern. Da sie aber ihn sahe, erschrak sie über seine Rede und gedachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du haft Gnade bei Gott funden. Siehe, du wirst schwanger werden im Leibe und einen Sohn gebären, deß Namen sollst du Jesus heißen. Der wird groß und ein Sohn des Höchsten genannt werden. Und Gott der Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben; und er wird ein König seyn über das Haus Jacob ewiglich, und seines Königreichs wird kein Ende seyn. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, sintemal ich von keinem Manne weiß? Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum auch das Heilige, das von dir geboren wird, wird Got tes Sohn genennet werden. Und siehe, Elisabeth, deine Gefreundete, ist auch schwanger mit einem Sohne in ihrem Alter und gehet jest im sechsten Mond, die im Geschrei ist, daß sie unfruchtbar sey. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. 4. 18. 356. 846. spisin mad madnoj Am Palmsonntage.no 56 custodrolle, nimit Epistel, Philipper 2, v. 5-11. sgá ná ún ieben Brüder, ein jeglicher sey gesinnet, wie Jesus Christus auch war; welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt war, hielt ers nicht für einen Raub, Gotte gleich seyn, sondern äußerte sich selbst, und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch und an Gebärden als ein Mensch erfunden; er erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöhet und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist, daß in dem Namen Jesu fich beugen sollen aller derer Kuie, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle Zungen betennen sollen, daß Jesus Christus der Herr fey, zur Ehre Gottes des Vaters. 7. 503. 557. 558.do 19dsst star nadsi di Evangelium, Matth. 21, v. 19.sdsgnid bus rod d a fie nun nahe bei Jerusalem tamen, gen Bethphage an den Delberg, fandte Jesus seiner Jünger zween und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Füllen bei ihr; löset sie [ 12. 8.1 Am ersten Ostertage. 57 auf und führet sie zu mir. Und so euch Jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der Herr bedarf ihrer; so bald wird er sie euch lassen Das geschah aber alles, auf daß erfüllet würde, das gesagt ist durch den Propheten, der da spricht: Saget der Tochter Zion, siehe, dein König kommt zu dir sanftmüthig und reitet auf einem Esel und auf einem Füllen der lastbaren Ejelin. Die Jünger gingen hin und thaten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und brachten die Eselin und das Füllen, und legten ihre Kleider darauf und fepten ihn darauf. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg, die andern hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgte, schrie und sprach: Hosianna dem Sohne Davids, gelobet fey, der da fommt in dem Namen des Herrn, Hosianna in der Höhe! 1. 845-847. 901. 905. 774, v. 3. p sistouro 190 190 Am 1. Ostertage. redu did Epistel, 1. Cor. 5. v. 6-8. mm bid adik ieben Brüder, euer Ruhm ist nicht fen, wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig reciäuert? Darum feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein never Teig seyd, gleichwie ihr ungesäuert seyd. Denn wir haben auch ein Ofterlamm, das ist Christus, für uns geopfert. Darum lasset uns Ostern balten, nicht im alten Sauerteige, auch nicht im Sauerteige der Bosheit und Schalkheit, sondern in dem Süßteige der Lauterkeit und Wahrheit. 169. 179. Evangelium, Marci 16, v. 1-8. nd da der Sabbath vergangen war, kauften Maria Magdalena und salbeten ihn. Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbather sehr frühe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen unter einander: Wer wälzet uns den Stein von des Grabes Thür? Und sie sahen dahin und wurden gewahr, daß der Stein abgewälzet war, denn er war sehr groß. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jüngling zur rechten Hand sigen, der hatte ein lang weiß Kleid an; und sie entsegten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entseget euch nicht, ihr suchet Sesum von Nazareth, den Gefreuzigten; er ist auf erstanden und ist nicht hie, siehe da die Stätte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin und sagts seinen Jüngern und Petre, daß er vor euch hingehen wird in Galiläa, da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat. Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Entseßen angekommen, und sie sagten niemand nichts, denn sie fürchteten sich. 156-180. 499, 873-878. 428, v. 12. sondern admit ils snis [ 12.9.1 Am zweiten Ostertage. Am 2. Ostertage. por doing funn 1 Epistel, Ap. Gesch. 10, v. 34-41. etrus aber that seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Person nicht ansiehet, sondern in allerlei Volk, wer ihn fürchtet und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat und verfündigen lassen den Frieden durch Jesum Christum,( welcher ist ein Herr über alles,) die durch das ganze jüdische Land geschehen ist und umgegangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes predigte, wie Gott denselben Jesum von Nazareth gesalbet hat mit dem heiligen Geiste und Kraft, der umhergezogen ist, und hat wohlgethan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihm. Und wir find Zeugen alles deß, daß er gethan hat im jüdischen Lande und zu Jerusalem. Den haben sie getödtet und an ein Holz gehänget. Denselbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage und ihn lassen offenbar werden, nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwählten Zeugen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden ist von den Todten. 173. 877. 58 dans 506 718 BE himspodem Evangelium, Luca 24, v. 13-35. 19 nd siehe, zween aus den Jüngern gingen an demselben Tage deß Name heißt Emmahus. Und sie redeten mit einander von allen diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich mit einander, nahete Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen. Aber ihre Augen wurden gehalten, daß sie ihn nicht fannten. Er aber sprach zu ihnen: Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch handelt unterwegs und seyd traurig? Da antwortete einer mit dNamen Cleophas und sprach zu ihm: Bist du allein unter den drfremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen Tagen darinnen geschehen ist? Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber iprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, mächtig von Thaten und Worten vor Gott und allem Volk, wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten überantwortet haben zur Verdammniß des Todes und gefreuziget. Wir aber hoffeten, er ſollte Israel erlösen.. And über das alles ist heute der dritte Tag, daß defolches geschehen ist. Auch haben uns erschrecket etliche Weiber der Unsern, die sind frühe beim Grabe gewesen, haben seinen Leib nicht gefunden, fommen und sagen, sie haben ein Gesichte der Engel geanfehen, welche fagen, er lebe. Und etliche unter uns gingen hin zum 12. 10. Am 1. Sonntage nach Ostern, Quasimodogenikk 59 Grabe und fandens also, wie die Weiber sagten, aber ihn fanden sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Thoren und trägen Hers zens, zu glauben alle dem, das die Propheten geredet haben. Müßte nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing an von Mose und allen Propheten, und legte ihnen alle Schrift aus, die von ihm gesagt war. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen. Und er stellte sich, als wollte er fürder gehen. Und sie nöthigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns, denn es will Abend werden und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mit ihnen zut Tische say, nahm er das Brod, dankte, brachs und gabs ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, und erkannten ihn, und er verschwand vor ihnen. Und sie sprachen unter einander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift öffnete? Und sie standen auf zu derselbigen Stunde, fehrten wieder gen Jerusalem und fanden die Elfe versammelt und die bei ihnen waren, welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simoni erschienen. Und sie erzähleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war und wie er von ihnen erkannt wäre an dem, da er das Brod brach. 159. 178-180. 440. 877, v. 6. Am 1. Sonntage nach Ostern, Quasimodogeniti. sang madioined Epistel, 1. Sch. 5, v. 4-10.medi on rieben Brüder, alles, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt. Und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist aber, der die Welt überwindet, ohne der da gläubet, daß Jesus Gottes Sohn ist? Dieser ist's, der da kommet mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit noWasser und Blut. Und der Geist ist's, der da zeuget, daß Geift Wahrheit ist. Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: Der Vaster, das Wort und der heilige Geist: und diese drei sind eins. Und dret sind die da zeugen auf Erden: Der Geist und das Wasser und das Blut; und die drei sind beisammen: So wir der Menschen ni Zeugniß annehmen, so ist Gottes Zeuguiß größer. Denn Gottes Beugniß ist das, das er gezeuget: hat von seinem Sohn. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat solches Zeugniß bei ihm. 266st1270, 649. 986. 267, v. 2. 8-10, 313, v. 12. od gimmadra and 3 ottind 19 Evangelium, Joh. 20, v.1931.. lomle 19m Abend desselbigen Sabbaths, da die Jünger versammelt und thi die Thüren verschlossen waren, aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein, und spricht zu ihnen: Friede fey mmit euch. Und als er das jagte, zeigete er ihnen die Hände und seine 012. 11.1 60 Am 2. Sonntage nach Ostern, Mis. Dom. Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jefus abermal zu ihnen: Friede sey mit euch. Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch. Und da er das sagte, blies er sie an, und spricht zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geist, welchen ihr die Sünden erlasset, denen sind sie erlaffen und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Thomas aber, der Zwölfen einer, der da heißet Zwilling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sey denn, daß ich in seinen Händen sehe die Nägelmale und lege meinen Finger in die Nägelmale und lege meine Hand in seine Seite, will ichs nicht glauben. Und über acht Tage waren abermal seine Jünger drinnen und Tho mas mit ihnen. Kommt Jesus, da die Thüren verschlossen waren, und tritt mitten ein und spricht: Friede sey mit euch. Darnach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine Hände; und reiche deine Hand her und lege fie in meine Seite und sey nicht ungläubig sondern gläubig. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott. Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thoma, so glaubst du. Selig sind die, die nicht sehen und doch glauben. Auch viel andere Zeichen that Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buche. Dieſe aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sey Christ, der Sohn Gottes, auf daß ihr durch den Glauben das Leben habt in seinem Namen. 658. 704. 917. 976. 94, 4. 313, 12. BUL 1. Hagelfeier. Pj. 104. 2. 281. 679. 680. 791, v. 15. info@ Am 2. Sonntage nach Ostern, Mis. Dom. and in 6 Epistel, 1. Petri 2, v. 21-25. SILO Lieb ieben Brüder, denn dazu seyd ihr berufen. Sintemal auch Christus gelitten hat für uns, und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fusttapfen. Welcher feine Sünde gethan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden. Welcher nicht wieder schalt, da er gescholten ward, nicht dräuete, da er litte, er stellete es aber dem heim, der da recht richtet. Welcher unsere Sünden selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch welches Wunden ihr seyd heil wors den. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe, aber ihr seyd nun bekehret zu dem Hirten und Bischof eurer Seelen. 314.331.544. 892, v.4-6. Evangelium, Joh. 10, v. 12-16. 101ab Schafe. Ein Miethling aber, der nicht Hirte ist, deß die Schafe [ 12. 12.] Am 3. Conntage nach Ostern, Jubilate. 61 nicht eigen sind, siehet den Wolf kommen, und verlässet die Schafe und fliehet; und der Wolf erhajchet und zerstreuet die Schafe. Der Miethling aber flieht, denn er ist ein Miethling und achtet der Schafe nicht. Ich bin ein guter Hirte und erkenne die Meinen, und bin be kannt den Meinen, wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater, und ich lasse mein Leben für die Schafe. Und ich habe noch andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle und dieselben muß ich herführen und sie werden meine Stimme hören und wird Eine Heerde und Ein Hirte werden. 65. 69.81.393.445.624.703.706.69, p.5.