Kleine Missionsharfe im Kirchen- und Volkston für festliche und außerfestliche Kreise. Ein Teil des Ertrages für die Missionen. Gb 1891 Univ.- Bic Glesse Kleine Missionsharfe im Kirchen- und Bolkston für festliche und außerfestliche Kreise. AMM Einundvierzigste Auflage mit Stereotypen. Ein Teil des Ertrages für die Missionen. Gütersloh, 1884. Gedruckt und in Kommission bei C. Bertelsmann. ( Preis 25 Pf., im Buchhandel 30 Pf.) 4 Meine Seele, tlage nicht Mir ist Erbarmung widerfahren Müde bin ich geh zur Ruh Näher mein Gott zu dir Nah oder fern, ihr Schwestern Nein, nein, das ist kein Sterben Nicht eine Welt, die in ihr Nichts Nun danket alle Gott Nun ist der Mai erschienen Nun preiset alle Gottes Barmherzigkeit Nun finget und seid froh Nun so bleibt es feft dabei Nur frisch hinein, es wird so tief nicht Nur mit Jesu will ich Pilger wandern Ob Trübfal uns fränkt und daß doch bald dein Feuer brennte O daß mir allhier im Dunkeln du fröhliche, o du selige du hochheil'ges Kreuze Oheilige Nacht, voll himmlischer Pracht Jerusalem, du schöne Kreuz du Stamm der Ehren O mein Jesu, ich muß sterben Omein Jesu reich an Gnaden Oselig Haus, wo man dich O sende bald von Ort zu Ort Oftern, Oftern, Frühlingswehen Tag, so schwarz und trübe Owie glücklich sind die Frommen Dwie lieblich ists und fein Reich des Herrn Ruft getroft ihr Wächterstimmen Ruhet wohl, ihr Totenbeine Schau, Chrift, wie Christus hab veracht. Schönster Herr Jesu Segne und behütte. Sel ewig gepreist Gott heiliger Geift Siehe, das ist Gottes Lamm Singt ihr heiligen Himmelschöre Die Das Heil der Welt, ein kleines Kind Es ist ein Ros' entsprungen Es läuft ein fremdes Kind Herbei, o ihr Gläubigen Seite 101 Hosianna! Gelobet sei, der da kommt Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch Kommt und laßt uns Christum ehren 52 31 128 38 66 53 11 123 30 76 81 70 76 83 9 32 55 97 58 120 110 94 81 50 10 85 55 18 124 So nimm denn meine Hände. Starter Herr Zebaoth Stille Nacht, heilige Nacht Still, nur still! Wie Gott will Unter Lilien jener Freuden 88 24 74 89 122 Wach auf, du Geist der ersten Zeugen Wärst du doch bei uns geblieben Was hätt ich, hätt ich Jesum nicht Was ist die Macht, was ist die Kraft 66 33 Was macht ihr, daß ihr weinet Weil ich Jesu Schäffein bin Weit durch die Lande Wen Jesus liebt Wenn das Herz voll Gram und Leid Wenn Gott nicht gnädig wär Wenn ich ihn nur habe. Wenn ich zu Zeiten traurig bin Wer überwindet, soll vom Holz genießen Wer will ein Streiter Jesu sein Wie ist der Abend so traulich Wie lieblich ists hienieden. Wie mit grimm'gem Unverstand Wir fahren hinab auf dem Leuchtenden Wirf Sorgen und Schmerz Wir reichen uns zum Bunde Wir wollen loben und preisen 7 48 Wißt ihr, wer mich so bedacht Wo findet die Seele die Heimat Wohin, o müder Wandrer du Wo ist Jesus mein Verlangen 102 48 Wollt ihr wissen, was mein Preis 31 Wo man finget, Herr, zu deiner Ehre 111 Zieht in Frieden eure Pfade 14 Zu Bethlehem geboren 37 zu lernen bleibt noch unsern Seelen 116 Wie schön ist unsers Königs Braut Wie selig ist das Volk des Herrn Wir bitten dich, o Jesulein Weihnachtslieder. Nun finget und seid froh Odu fröhliche Schau, Christ, wie Christus hab veracht Singt ihr heiligen Himmelschöre Stille Nacht Wir bitten dich, o Jesulein Zu Bethlehem geboren Seite 119 95 67 107 64 7 42 51 20 78 40 30 35 79 100 4.9 103 82 86 118 25 56 43 8 42 40 80 71 59 117 14 118 13 41 121 11 45 25 1344544 76 55 48 116 67 42 10 5 I. Bei Missionsfesten im Kirchenton. 1. Komm, heiliger Geist, Herre Gott! Erfüll mit deiner Gnaden Gut Deiner Gläubigen Herz, Mut und Sinn, Dein brünstge Lieb entzünd in ihn'n. O Herr, durch deines Lichtes Glanz zu dem Glauben versammelt hast Das Volk aus aller Welt Zungen; Das sei dir, Herr, zu Lob gesungen. Halleluja! Halleluja! 2. Du heiliges Licht, edler Hort, Laß uns leuchten des Lebens Wort Und lehr uns Gott recht erkennen, Von Herzen Vater ihn nennen. Herr, behüt vor fremder Lehr, Daß wir nicht Meister suchen mehr, Denn Jesum Christ mit rechtem Glauben Und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Halleluja! Halleluja! 3. Du heilige Brunst, süßer Trost, Nun hilf uns fröhlich und getrost In deinem Dienst beständig bleiben, Die Trübsal uns nicht abtreiben. O Herr, durch dein Kraft uns bereit Und stärk des Fleisches Blödigkeit, Daß wir hie ritterlich ringen, Durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja! Halleluja! Martin Luther. Mel. Wie schön leucht uns der Morgenstern. 2. Hier stehen wir von nah und fern, In Einem Geist, vor Einem Herrn, Vereint zu Dank und Bitte: O Jesu, selge Majestät, Gefreuzigt einst und nun erhöht, Tritt ein in unsre Mitte! Stimm an, Nimm an Unsre Lieder, die wir wieder vor dich bringen, Deiner Liebe Thun zu singen. 2. Was ein verborgnes Senfkorn war, Das breitest du von Jahr zu Jahr Nun aus mit mächtgen Zweigen. Zu Tausenden erwächst dein Bund, Und öffnet Herz und Hand und Mund, Für Gottes Heil zu zeugen; Deinen Reinen Lebenssamen, deinen Namen durch die Weiten Aller Länder auszubreiten. 3. Dein ist die Welt, dein sind auch wir, Und alle Völker werden dir Einst noch zu Füßen fallen; Du weckst sie aus der Todesruh, Und führst schon Erstlinge herzu Zu Salems heilgen Hallen; Spendest, Sendest Licht und Segen allerwegen deinen Freunden, Herrschest unter deinen Feinden. 6 Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 3. Kron und Lohn beherzter Ringer, Der Seligkeit Herwiederbringer, Herr Jesu, Herr der Herrlichkeit, Schau vor deines Thrones Stufen Uns Arme, welche zu dir rufen: Wir wären gerne benedeit! Du segnest ja so gern, Gesegneter des Herrn, Wir begehrens: So komm herein, Wir sind ja dein- Und laß uns recht gesegnet sein! 2. Brunnquell aller Seligkeiten, Ach, fahre fort, uns zu bereiten, So wie es dir gefällig ist; Wir, als von Natur verdorben, Wir sind dem Leben abgestorben, Darinnen du zu finden bist. So töte doch den Feind, Der uns zu stürzen meint, Unser Leben! Wir wollen nun Nichts selber thun: Laß uns in deinem Tode ruhn. Mel. Wie schön leucht uns der Morgenstern. 4. Macht weit die Pforten in der Welt! Ein König ists, der Einzug hält, Umglänzt von Gnad und Wahrheit. Wer von der Sünde sich gewandt, Wer auf vom Todesschlafe stand, Der siehet seine Klarheit. Seht ihn Weit hin Herrlich schreiten, Licht verbreiten; Nacht zerstreut er, Leben, Fried und Wonne beut er. 2. O du, den unsre Sünde schlug, Wann wird doch deines Lobs genug In dieser Welt erschallen! Wann wird der Völker volle Zahl, Im ungetrübten Sonnenstrahl, Zu deinem Tempel wallen, Wo dich Freudig Alle kennen, Jesus nennen, dir geboren, Dir auf ewig zugeschworen! Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 5. Einer ists, an dem wir hangen, Der für uns in den Tod gegangen Und uns erkauft mit seinem Blut. Unsre Leiber, unsre Herzen Gehören dir, du Mann der Schmerzen; In deiner Liebe ruht sichs gut. Nimm uns zum Eigentum; Bereite dir zum Ruhm Deine Kinder. Verbirg uns nicht Das Gnadenlicht Von deinem heilgen Angesicht. 2. O Herr Jesu, Ehrenkönig Die Ernt' ist groß, der Schnitter wenig: Drum sende treue Zeugen aus. Send auch uns hinaus in Gnaden, Viel frohe Gäste einzuladen Zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl Beruft zum Abendmahl Im Reich Gottes! Da ruht der Streit, Da währt die Freud Heut, gestern und in Ewigkeit. 7 Mel. Jesus, meine Zuversicht. 6. Eine Herde und Ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Erde, Wenn sein Tag erscheinen wird! Freue dich, du kleine Herde! Mach dich auf und werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, Und die Herrlichkeit des Herrn Nahet dämmernd sich den Heiden; Blinde Pilger flehn um Licht. Jesus hält, was er verspricht! 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, Daß die Nacht zum Tage werde! Ach, wie manches Schäflein irrt Fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht: Jesus hält, was er verspricht. Mel. Fahre fort. 7. Reich des Herrn:,: Brich hervor in vollem Tag! Deiner Strahlen Macht erhelle, Was im Todesschatten lag; Wolk- und Zweifelsnebel fälle: Sende Licht und Wärme nah und fern, Reich des Herrn.:,: 2. Siege bald!:,: Komm, das kalte Reich der Nacht Aller Enden zu zerstören! Sieh, es sammelt seine Macht; Doch, wer kann den Sieg dir wehren? Denn die Sonne der Gerechtigkeit Führt den Streit.:,: 3. Gottes Held!:,: Mit der Gnade Siegsgewalt, Schlage Feind an Feind darnieder! Bring in deine Herrschaft bald Alles Abgefallne wieder! Dann umarmen Freud und Friede sich Ewiglich.:,: Mel. Dir, dir, Jehovah, will ich fingen. 8. Wach auf, du Geist der ersten Zeugen, Die auf der Maur als treue Wächter stehn, Die Tag und Nächte nimmer schweigen Und die getrost dem Feind entgegen gehn; Ja, deren Schall die ganze Welt durchdringt Und aller Völker Scharen zu dir bringt. 2. daß doch bald dein Feuer brennte! O möcht es doch in alle Lande gehn! Ach, Herr, gieb doch in deine Ernte Viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn, O, Herr der Ernte, siehe doch darein: Die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. D, gieb dein Wort mit großen Scharen, Die in der Kraft Evangelisten sein! Laß eilend Hülf uns widerfahren Und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O, breite, Herr, auf weitem Erdenkreis Dein Reich bald aus zu deines Namens Preis! 8 Mel. Es ist das Heil uns kommen her. 9. Wie selig ist das Volk des Herrn, Weil er sie selber lehret! Wie sagt er uns so herzlich gern, Was man mit Freuden höret! Gesetz und Evangelium Erzählet seines Namens Ruhm Und leuchtet unsern Wegen. 2. Wie manches Volk, wie manches Land Liegt noch in Finsternissen, Die das, was Gott an uns gewandt, Nicht hören und nicht wissen! So danke doch, wer danken kann, Und bete den mit Jauchzen an, Der uns sein Licht gegeben. 3. Erwache, Volk, und schlafe nicht! Die Wohlthat ist zu teuer. Verächter frißt das Zorngericht Und straft mit ewgem Feuer. Wer seine Seele retten will, Der sei begierig, sanft und still Und lerne, gleich den Kindern. 4. Wer Ohren hat, der höre zu! Die Augen lehret lesen Und laßt dem Herzen keine Ruh, Bis alles blinde Wesen Wie Schatten vor dem Licht entflieht, Ja, bis der Glaube Jesum sieht Und seine Gnade schmecket. Mel. Wie schön leucht uns der Morgenstern. 10. Halleluja! Wie lieblich stehn Hoch über uns die Himmelshöhn, Seit du im Himmel sitzest; Seit du vom ewgen Zion dort Aussendest dein lebendig Wort Und deine Herde schützest! Fröhlich, Selig Schaut der Glaube von dem Staube auf zum Sohne: Meine Heimat ist am Throne! 2. Verhüllt den Erdkreis düstre Nacht: Ich weiß, daß dort ein Auge wacht, Das einst um uns geweinet, Das einst für uns im Tode brach! Es ist dein Aug, es bleibet wach, Bis neu die Sonne scheinet. Ower Nunmehr Nimmer klagte, nimmer zagte, seit du wachest Und aus Nächten Tage machest! 3. Wohin wir ziehn durch Land und Meer, Ein Himmel neigt sich drüber her, Dein Himmel voller Gnaden. Da steigt erhörlich das Gebet, Da wallt man sicher früh und spät Vor Feindeslist und Schaden. Keiner Deiner Auserwählten, Geistbeseelten bleibt verlassen, Treu will ihn dein Arm umfassen. Mel. O du Liebe meiner Liebe. 11. Herz und Herz vereint zusammen Sucht in Gottes Herzen Ruh. Lasset eure Liebesflammen Lodern auf den Heiland zu! Er 9 das Haupt, wir seine Glieder; Er das Licht und wir der Schein; Er der Meister, wir die Brüder; Er ist unser, wir sind sein. 2. Halleluja! welche Höhen, Welche Tiefen reicher Gnad, Daß wir dem ins Herze sehen, Der uns so geliebet hat; Daß der Vater aller Geister, Der der Wunder Abgrund ist, Daß du, unsichtbarer Meister, Uns so fühlbar nahe bist! 3. Ach, du holder Freund, vereine Deine dir geweihte Schar, Daß sie sich so herzlich meine, Wies dein letzter Wille war; Ja, verbinde in der Wahrheit, Die du selbst im Wesen bist, Alles, was von deiner Klarheit In der That erleuchtet ist. 4. Laß uns so vereinigt werden, Wie du mit dem Vater bist, Bis schon hier auf dieser Erden Kein getrenntes Glied mehr ist: Und allein von deinem Brennen Nehme unser Licht den Schein: Also wird die Welt erkennen, Daß wir deine Jünger sein. Mel. Wie groß ist des Allmächtgen Güte. 12. O daß doch bald dein Feuer brennte, Du unaussprechlich Liebender, Und bald die ganze Welt erkennte, Daß du bist König, Gott und Herr! Zwar brennt es schon in heller Flamme, Jetzt hier, jetzt dort, in Ost und West, Dir, dem am Kreuz erwürgten Lamme, Ein herrlich Pfingst- und Freudenfeſt. 2. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme Je mehr und mehr die ganze Welt, Und zeig dich jedem Völkerstamme Als Heiland, Friedefürst und Held! Dann tönen dir von Millionen Der Liebe Jubelharmonien, Und alle die auf Erden wohnen, Knien vor den Thron des Lammes hin! 3. Erwecke, läutre und vereine Des ganzen Christenvolkes Schar, Und mach in deinem Gnadenscheine Dein Heil doch jedem offenbar; Schmelz alles, was sich trennt, zusammen, Und baue deinen Tempel aus; Laß leuchten deine heilgen Flammen Durch deines Vaters ganzes Haus. 13. Fahre fort, Fahre fort, Zion, fahre fort im Licht! Mache deinen Leuchter helle, Laß die erste Liebe nicht, Suche stets die Lebensquelle! Zion, dringe durch die enge Pfort! Fahre fort, Fahre fort! 2. Brich herfür,:,: Zion, brich herfür in Kraft! Weil die Bruder 10 liebe brennet, Zeige, was der in dir schafft, Der als seine Braut dich kennet. Zion, durch die dir gegebne Thür Brich herfür,:,: 3. Halte aus,:,: Zion, halte deine Treu! Laß dich ja nicht laulich finden! Auf, das Kleinod rückt herbei! Auf, verlasse was dahinten! Zion, in dem letzten Kampf und Strauß Halte aus!:,: 14. Ein feste Burg ist unser Gott, Ein gute Wehr und Waffen. Er hilft uns frei aus aller Not, Die uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind Mit Ernst ers jetzt meint; Groß Macht und viel List Sein grausam Rüstung ist, Auf Erd ist nicht seins Gleichen. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, Wir sind gar bald verloren: Es streit't für uns der rechte Mann, Den Gott hat selbſt erforen. Fragst du, wer er ist? Er heißt Jesus Christ, Der Herre Zebaoth, Und ist kein andrer Gott; Das Feld muß er behalten. 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär Und wollt uns gar verschlingen, So fürchten wir uns nicht so sehr; Es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, Wie sau'r er sich stellt, Thut er uns doch nicht; Das macht er ist gericht, Ein Wörtlein kann ihn fällen. 4. Das Wort sie sollen lassen stahn, Und kein Dank dazu haben; Er ist bei uns wohl auf dem Plan Mit seinem Geist und Gaben. Nehm'n sie uns den Leib, Gut, Ehr, Kind und Weib, Laß fahren dahin, Sie habens kein Gewinn: Das Reich muß uns doch bleiben. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan. 15. O sende bald von Ort zu Ort Den Durst nach deinen Lehren. Send Hunger, Herr, dein Lebenswort Und deinen Geist zu hören; Und send ein Heer Von Meer zu Meer, Der Herzen Durst zu stillen Und dir dein Reich zu füllen. 16. Ach, bleib mit deiner Gnade Bei uns, Herr Jesu Christ, Daß uns hinfort nicht schade Des bösen Feindes List. 2. Ach, bleib mit deinem Worte Bei uns, Erlöser wert, Daß uns beid, hie und dorte, Sei Güt und Heil beschert. 3. Ach, bleib mit deinem Glanze Bei uns, du wertes Licht; Dein Wahrheit uns umschanze, Damit wir irren nicht. 4. Ach, bleib mit deinem Segen Bei uns, du reicher Herr; Dein Gnad und all Vermögen In uns reichlich vermehr. 11 5. Ach, bleib mit deinem Schutze Bei, uns, du starker Held, Daß uns der Feind nicht truke, Noch fäll die böse Welt. 6. Ach, bleib mit deiner Treue Bei uns, mein Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, Hilf uns aus aller Not. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 17. König Jesu, streite, siege, Daß alles bald dir unterliege, Was lebt und webt in dieser Welt!- Blick auf deine Friedensboten; Laß wehen deinen Lebensodem Durchs ganze weite Totenfeld. Erhöre unser Flehn Und laß es bald geschehn. Amen! Amen! So rühmen wir Und jauchzen dir Ein Halleluja für und für. Mel. Wie schön leucht uns der Morgenstern. 18. Es lebe Jesu Christi Ruhm! Sein ewges Evangelium Müff' alle Welt durchtönen. Mit Engelschwingen fleucht es schon, Ruft durch die Welt in süßem Ton: Laßt euch mit Gott versöhnen! Amen! Amen! Völker alle, folgt dem Schalle, daß die Erde Voll Erkenntnis Gottes werde. Mel. Wachet auf, ruft uns die Stimme. 19. Zieht in Frieden eure Pfade! Mit euch des großen Gottes Gnade Und seiner heilgen Engel Wacht! Wenn euch Jesu Hände schirmen, Gehts unter Sonnenschein und Stürmen Getrost und froh bei Tag und Nacht. Lebt wohl, lebt wohl im Herrn! Er sei euch nimmer fern, Spät und frühe! Bergeßt uns nicht In seinem Licht, Und wenn ihr sucht sein Angesicht. 20. Nun danket alle Gott Mit Herzen, Mund und Händen, Der große Dinge thut An uns und allen Enden; Der uns von MutterLeib und Kindesbeinen an Unzählig viel zu gut Und noch jezund gethan. 2. Der ewig reiche Gott Woll uns bei unserm Leben Ein immer fröhlich Herz Und edlen Frieden geben Und uns in seiner Gnad Erhalten fort und fort Und uns aus aller Not Erlösen hier und dort! 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, Dem Vater und dem Sohne Und dem, der beiden gleich Im höchsten Himmelsthrone, Dem dreimaleinen Gott, Als es anfänglich war und ist und bleiben wird Jetzund und immerdar. 12 II. Lieder im Volkston und Rhythmus. Harfenweihe. Pf. 146. 1.6² 1. = Hal- le- lu- ja! Gottzu lo ben Blei- be mei- nes Herzens Freud. E- wig sei mein Gott er ho ben ,,, Meine Harfe" ihm geweiht.) = Ĉ DO 1600 ра 8 2 00 00 =$ ² Ja, so lang ich leb und bin, Dank, an- bet und preif' ich ihn. 2. Seßt auf Fürsten kein Vertrauen: Fürstenheil steht nimmer fest! Wollt ihr auf den Menschen bauen, Dessen Geist ihn bald verläßt? Seht, da fällt des Todes Raub Und sein Entwurf in den Staub! 3. Heil dem, der im Erdenleben Jakobs Gott zur Hülfe hat! Der fich dem hat ganz ergeben, Dessen Nam ist Rat und That! Hofft er von dem Herrn sein Heil: Seht, Gott selber wird sein Teil! 4. Er, der Himmel, Meer und Erde Mit all ihrer Füll und Pracht Durch sein schaffendes: Es werde!" Hat aus nichts hervorgebracht; Er, der Herrscher aller Welt, Ifts, der Treu und Glauben hält. 5. Er, der Herr ists, der den Armen, Unterdrückten Recht verschafft; Giebt mit herzlichem Erbarmen Hungernden stets Brot und Kraft; Und von Zwang und Tyrannei Macht er die Gefangnen frei. 6. Er, der Herr ists, der den Blinden Liebreich schenket das Gesicht, O ja, die Gebeugten finden Bei ihm Stärke, Trost und Licht. Seht, wie Gott, der alles giebt, Immer treu die Frommen liebt! 7. Er ists, der den Fremdling schüßet, Der die Witwen hält imstand; Der die Waisen unterstüzet, Ja, sie führt an seiner Hand. Die ihm ruchlos widerstehn, Müssen rastlos irre gehn. 8. Er ist Gott und Herr und König, Er regieret ewiglich! Zion, sei ihm unterthänig, Freu mit deinen Kindern dich! Sieh, dein Herr und Gott ist nah! Halleluja! er ist da! 2. Frage und Klage. 1. Wo ist Je- sus, mein Ver- lan- gen, Mein Ge- lieb- ter und mein 4₂ Freund? Ach, wo ift er 8 8 $ hin- ge = 8 13 er zu fin- den sein? Mei- ne Seel ist sehr be- trü- bet F 7 Mit viel Sünd und Un- ge- mach: Wo ist Je- sus, den = gan- gen? Wo mag fie $ 4 lie- bet, Den sie suchet Nacht und Tag?! 2. Ach ich ruf vor Pein und Schmerzen: Wo ist denn mein Jesus hin? Keine Ruh in meinem Herzen So lang, bis ich bei ihm bin! Ach, wer giebt mir Taubenflügel, Daß ich kann zu jeder Frist Fliegen über Berg und Hügel, Suchen, wo mein Jesus ist? 3. Er vertreibt mir Angst und Schmerzen, Er vertreibt mir Sünd und Tod. Quält mich was in meinem Herzen: Er hilft wiederum aus Not. Darum will ich nicht ablassen, Will ihn suchen hin und her, In den Wäldern auf den Straßen, Will ihn suchen mehr und mehr. 4. Liebster Jesu, laß dich finden! Meine Seele ruft nach dir. Ach, vergieb mir meine Sünden! Heiland, zieh mich ganz nach dir. Stille, Jesu, mein Verlangen! Sei und bleibe du doch mein; Laß mich einzig dir anhangen Und auf ewig bei dir sein. 14 3. Heimat. 1. Wo fin- det die See- le die Hei- mat der Ruh? Wer deckt sie mit d $ 4 schüßen- den Fit- ti- chen zu? Ach, bietet die Welt kei- ne Frei- statt mir 8 8 an, Wo Sünde nicht kommen, nicht anfechten kann? Nein, nein, Nein, nein, d to: 18: Hier ist sie nicht: Die Hei- mat der See- le ist dro- ben im Licht. 2. Verlasse die Erde, die Heimat zu sehn, Die Heimat der Seele, so herrlich so schön! Jerusalem droben vom Golde gebaut, Ist dieses die Heimat der Seele, der Braut? Ja, ja:: dieses allein Kann Ruhplay und Heimat der Seele nur sein.:,: 3. Wie selig die Ruhe bei Jesu im Licht! Tod, Sünde und Schmerzen, die kennt man dort nicht. Das Rauschen der Harfen, der liebliche Klang Bewillkommt die Seele mit süßem Gesang. Ruh, Ruh:: himmlische Ruh Im Schoße des Mittlers, ich eile dir zu!:,: Dank und Bitte. 4. 3 1. Sei e- wig ge- preist, Gott hei- li- ger Geist, Daß du mich gelehrt, Wie freundlich mein Je- sus zu Kin- dern sich kehrt. 2. Ach ginge mein Sinn Doch einzig dahin, Nach Seel und Gebein, Dein Herz, o mein Heiland, durchaus zu erfreun! 3. Mein Geist sei dir heut Aufs neue geweiht. Regiere darin Nach deinem verborgensten Rate und Sinn. 5. Heimweh. 15 1. Hin nach oben möcht ich ziehen, Hin nach mei- nes Vaters Haus; Wo die ew gen Höhen glüt- hen, Wo die Himmelsblumen = blüt- hen, Ruhte mei- ne See- le aus, Ruhte meine See- le aus. 2. Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Flög ich auf zu meinem Stern; Über Meere, Thäler, Hügel, Ohne Schranke, ohne Zügel Folgt ich immer meinem Herrn.:,: 3. Still und selig mit Marien Ihm zu Füßen säß ich da; Immer möcht ich vor ihm knieen, In mich seine Worte ziehen, Hätt ihn immer hold und nah.:,: 4. Ach, das war ein schöner Segen, Wenn er mit Jüngern ging, Auf den Feldern, auf den Wegen Jedes Herz wie Maienregen, Seines Wortes Trost empfing.:,: 5. Ander Los ist uns bereitet: Wie auch grünet rings das Land, Wie sich rings die Ferne breitet- Der uns rufet, der uns leitet, Unser holder Freund entschwand.:,: 6. Aufgehoben, aufgenommen In den Himmel ist er nur; Herrlich wird er wieder kommen: Seine Treuen, Stillen, Frommen Folgen immer seiner Spur.. 7. Einst erklingen andre Stunden Und das Herz nimmt andern Lauf; Erdenjammer ist verschwunden, In den selgen Liebeswunden Löset aller Schmerz sich auf.:;: 8. Meine Seele, gleich der Taube, Die sich birgt im Felsenstein, Wird der Erde nicht zum Raube: In den Himmel dringt der Glaube, Meine Lieb und Sehnsucht ein.:: 9. Will mich denn zufrieden geben, Fassen mich in stillem Sinn; All mein Denken, all mein Streben, Meine Lieb und auch mein Leben Geb ich meinem Freunde hin.:,: 16 6.6 1. Laßt mich gehn, Laßt mich gehn, Daß ich Je- sum mö- ge fehn! Mei- ne Seel ist voll Ver- lan- gen, Ihn auf e- wig zu umF fan- gen, Und vor seinem Thron zu stehn. 2. Süßes Licht, Sonne, die durch Wolken bricht: D, wann werd ich dahin kommen, Daß ich dort mit allen Frommen Schau dein holdes Angesicht! 3. Ach, wie schön:: Ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, Flög ich über Thal und Hügel Heute noch nach Zions Höhn! 4. Wie wirds sein,:,: Wenn ich zieh in Salem ein, In die Stadt der goldnen Gassen Herr, mein Gott, ich fanns nicht fassen, Was das wird für Wonne sein! Heimgang. - 5. Paradies,:: Wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen Wird uns sein, als ob wir träumen: Bring uns, Herr, ins Paradies! G. Knat. Anbetung. 7. 3 a Je su of 800 1. Ich be= te an die Macht der Liebe, Die sich in 2 fen- bart; Ich geb mich hin dem frei en 표 W O Trie- be, Mit dem ich Wurm ge- lie bet ward; Ich will, an did 3 8 = fen. statt an mich zu denken, InsMeer der Lie- be mich ver- sen 2. Wie bist du mir so sehr gewogen, Und wie verlangt dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und stark gezogen, Neigt sich mein alles auch zu dir. Du traute Liebe, gutes Wesen, Du hast mich, ich hab dich erlesen. 3. Ich fühls, du bists, dich muß ich haben. Ich fühls, ich muß für dich nur sein. Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben: Mein Ruhplaß ist in dir allein. Hier ist die Rub, hier ist Vergnügen: Drum folg ich deinen selgen Zügen. 4. Für dich ist ewig Herz und Leben, Erlöser du, mein einzig Gut. Du haft für mich dich hingegeben Zum Heil durch dein Erlösungsblut. Heil des schweren, tiefen Falles, Für dich ist ewig Herz und alles! 5. Ich liebt' und lebte recht im Zwange, Als ich mir lebte ohne dich. Ich wollte dich nicht, ach, so lange! Doch liebtest du und suchtest mich. O, wenn doch dies der Sünder wüßte, Sein Herz wohl bald dich lieben müßte. 6. O Jesu, daß dein Name bliebe Im Grunde, drück ihn tief hinein! Möcht deine süße Jesusliebe In Herz und Sinn gepräget sein! In Wort und Werk, in allem Wesen Sei Jesus und sonst nichts zu leſen. 7. In diesem teuren Jesusnamen Das Vaterherze öffnet sich: Ein Brunn der Liebe, Fried und Freude Quillt nun so nah, so mildiglich. Mein Gott, wenns doch der Sünder wüßte, Sein Herz wohl bald dich lieben müßte. 8. Lob sei dem hohen Jesusnamen, In dem der Liebe Quell entspringt, Von dem hier alle Bächlein kamen, Aus dem die selge Schar dort trinkt. Wie beugen sie sich ohne Ende! Wie falten sie die frohen Hände! Drei- Engellied. 8. 17 Altes Volkslied. 1. Es sungen drei En- gel ein'n süßen Ge- sang; Sie H B 1 sun- gen, daß's Gott in dem Him- mel er klang. 2. Sie sungen, sie sungen fein alles so wohl; Sie sungen: den lieben Gott loben man soll. 3. Wir heben an, loben den lieben Gott, Wir rufen ihn an, es thut uns so not. 4. Ach Gott behüt uns vor der höllischen Pein, Daß wir armen Sünder nicht kommen hinein. 2 18 9. Loben und Geloben. Joh. 6, 68. 69. 1. Dir, o Je- su, Heil der 10 878 dir, dem Grün- der Uns- rer ew- gen Se= lig= keit: Pel Dir er tờ= nent P 24₂ Sün- der, Dir, dem Ur- quell, 1924 38 die Gesänge, Die der Dei- nen = g I 10 00 frohe Men= ge Dei- ner großen Lie- be weiht. 2. Hör uns, wenn wir zu dir flehen, Sieh uns, wenn wir auf dich sehen. Sieh erbarmend auf uns hin; Höre unsre schwachen Lieder, Blick voll Huld und Gnade nieder, Und erneure unsern Sinn! 3. Laß, o Herr, uns Frieden finden, Töt in uns die Lust der Sünden. Sei uns nah mit deiner Huld! Auch für uns hast du gelitten, Auch für uns hast du gestritten, Tilge unsre Sündenschuld. 4. Wer sich will dein Jünger nennen, Soll in deiner Liebe brennen, Und die Lust der Welt verschmähn: Soll dein Kreuz mit Freuden nehmen, Nie sich deines Dienstes schämen, Und auf dich, den Meister fehn. 5. Jesus Christus, Heil der Frommen und der Sünder, sieh, wir kommen Und geloben dir aufs neit, Stets auf deinem Pfad zu gehen, und bei deinem Wort zu stehen In unwandelbarer Treu. 10. BEB 1. O wie glück- lich sind die Frommen Schon in die- ser 邦 # Er- den- zeit! Wel- che Won- ne, wenn sie kom- men Einst in C P Herrlich keit, Einst in je ne Herrlich= feit! = 11. 3 4 2. Ewig freudenvolles Leben Finden sie dort bei dem Herrn: Freuden, die nur er kann geben, Giebt er seinen Frommen gern.:;: 3. Folg ich freudig seinem Willen, Werd ich durch sein Blut hier rein, So darf Hoffnung mich erfüllen, Ewig bei dem Herrn zu sein.:,: Stabat mater. Joh. 19, 25. D 19 표 1. Je su Mut- ter stand voll Schmerzen, Tie- fen Gram im d je- ne a wun- den Her- zen, Da der Sohn am Kreu- ze hing. 2. Ach wer faßt die schwere Trauer, Als das Schwert mit Todesschauer Durch Marias Seele ging?! 3. Wessen Auge kann der Zähren Bei dem Jammer sich erwehren, Der des Heilands Mutter drückt?! 4. Wer nicht innig sich betrüben, Der die Mutter mit dem lieben Sohn in solcher Not erblickt?! 5. Ach, sie sieht, wie seine Glieder Für die Missethat der Brüder Unnennbare Qual zerreißt. 6. Sieht den teuren Sohn erblassen, Trostberaubt, von Gott verlassen, Still ausatmen seinen Geist. 2* 20 Macht des Worts. Jer. 23, 29: 3ft mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein Hammer der Felsen zerschmeißet? 12. € 57 ptp e 1. Was ist die Macht, was ist die Kraft, Des Chri- sten stol- ze 881 8 Rit- ter- schaft, Der Schild und Schirm und Schmuck der Eh- ren, Die d Id did. # E 음 utit be= stoch- ne Wehr der Weh- ren, In je- der Not und = 표 Fahr der Hort? Das ist das Wort, das fe- ste Wort! 2. Was kann wie ein zweischneidig Schwert, Das blinkend aus der Scheide fährt, Mark und Gebein im Hui zerschneiden, Die Geister und die Leiber scheiden? Was hat so freißlich scharfen Ort? Das ist das Wort, das feste Wort. 3. Was braust daher wie Windesbraut Und überdonnert Donners Laut? Was donnert in der Sünder Ohren Gleich einem Schwur von Gott geschworen? Was ists, das durch die Seele bohrt? Das ist das Wort, das feste Wort? 4. Was säuselt wie ein Westenwind Bom Frühlingshimmel sanft und lind? Was säuselt liebreich durch die Herzen, Ein Trost und Balsam aller Schmerzen? Was wehet alle Sorgen fort? Das ist das Wort, das feste Wort. 5. Wort der Macht, o Wort der Kraft, Das so gewaltig wirkt und schafft, Wort der Schrecken und der Freuden, Zum Heilen mächtig und Zerschneiden, Du warest ehr als Zeit und Ort, Du starkes Wort, du festes Wort. Wort der Macht, o Wort der Kraft, Du meines Herzens Nitterschaft, Wollst ewig in und bei mir bleiben, Durch Donner und durch Säuſel treiben Zum rechten Kampfe fort und fort, Mein starkes Wort, mein festes Wort. 6. E. M. Arndt. 0. 13. E 3 1. Halleluja. Bi. 146. bis in mei- nem Gott!! stat = ben Lo- be den Herren, o mei- ne See- le! Ich will ihn lo Weil ich noch Stunden auf Erden zäh- le, Will ich lob- sin- gen ToDer Leib und Seel 21 ge= ge= ben hat, Wer- de geprie- sen früh und spat! Hal- le- lu- ja! Hal- le- lu ja! 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, Und kehren um zu ihrem Staub. Ihre Anschläge sind auch verloren, Wenn nun das Grab nimmt seinen Raub. Weil dann kein Mensch uns helfen kann, Rufe man Gott um Hülfe an. Halleluja! Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, Des Hülfe der Gott Jakobs ist; Welcher vom Glauben sich nichts läßt trennen Und hofft getroft auf Jeſum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, Findet am besten Rat und That. Hall. F 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden Und was darinnen ist, gemacht. Alles muß pünktlich erfüllet werden, Was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, Welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja!:;: 5. Beigen sich welche, die Unrecht leiden: Er ists, der ihnen Recht verschafft. Hungrigen will er zur Speis bescheiden, Was ihnen dient zur Lebenskraft. Die hart Gebundnen macht er frei; Seine Genad ist mancherlei. Halleluja!: 6. Sehende Augen giebt er den Blinden, Erhebt, die tief gebeuget geht. Wo er kann einige Fromme finden, Die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist des Fremden Trub; Witwen und Wais'n hält er in Schuß. Halleluja!:: 7. Aber der Gottesvergeßnen Tritte Kehrt er mit starker Hand zurück, Daß sie nur machen verkehrte Schritte Und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott sorgt stets für dich. Halleluja!:,: 8. Rithmet, ihr Menschen den hohen Namen Des, der so große Wunder thut. Alles was Odem hat, rufe Amen Und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geift. Halleluja!:,: 22 14. & 1. Lob Gottes. JGroßer Gott, wir lo Vor dir beugt die Er3 HE dei- ne Stärke! - ne Werke! dei S Pf. 117. ben dich, de fich, Herr, wir prei- sen Und be wun- dert H Wie du warst vor aller Zeit, So bleibst dut in&- wig- feit. 2. Alles, was dich preisen kann, Cherubim und Seraphinen, Stimmen dir em Loblied an; Alle Engel, die dir dienen, Rufen dir in selger Ruh: Heilig, heilig, heilig! zu. 3. Heilig, Herr Gott Zebaoth! Heilig, Herr der Kriegesheere! Starter Helfer in der Not! Himmel, Erde, Luft und Meere Sind erfüllt von deinem Ruhm, Alles ist dein Eigentum. 4. Der Apostel heilger Chor, Der Propheten große Menge Schickt zu deinem Thron empor Neue Lob- und Dankgesänge! Der Blutzeugen große Schar Lobt und preist dich immerdar. 5. Auf dem ganzen Erdenkreis Loben große und auch kleine Dich, Gott Vater, dir zum Preis Singt die heilige Gemeine; Sie verehrt auf seinem Thron Deinen eingebornen Sohn. 6. Sie verehrt den heilgen Geist, Welcher uns mit seinen Lehren Und mit Troste träftig speist, Der, o König aller Ehren! Der mit dir, Herr Jesu Christ, Und dem Vater ewig ist! 7. Herr, erbarm, erbarme dich! Auf uns komme, Herr, dein Segen! Deine Güte zeige fich Allen, der Verheißung wegen! Auf dich hoffen wir allein; Laß uns nicht verloren sein! 15. Hirtentreue. Pf. 23: Der Herr ist mein Hirt, mir wird nichts mangeln. 7 1. Gott ist mein Hirt! Im Schatten seiner Gü- te 23 LobH fingt ihm laut Mein jauchzen- des Ge- mü- te, Und dankt, weil mir nichts 動 7 man- geln wird, Und dankt, weil mir nichts man- geln wird. 2. Er führet mich Auf ewig grüne Weiden: Hier blühen mir Die besten, reinsten Freuden, Und meine Seele sättigt sich.:,: 4. Wenn er gebeut, Muß aller Sturm sich legen. seines Namens wegen Den Fußsteig der Gerechtigkeit.:,: 3. Er tränket fie, Wenn Hitz und Durst sie schwächen, Aus frischem Quell Und angenehmen Bächen, Und meine Seel erschöpft sie nie.:,: Er führet mich Um 5. Mit dir will ich In finstern Thälern wallen! Ich fürchte nichts; Ich kann mit dir nicht fallen! Du bist mein Stab, des tröst ich mich.:: 6. Du rufest mich, Damit ich mich erfrische, zu deinem Mahl Am wundervollen Tische, Und meine Feinde quälen sich.:,: 7. Herr, du bist mein, Und dein ist meine Seele! Du salbst mein Haupt Mit deinem Freudenöle; Du schenkst, du schenkest voll mir ein.:,: 8. Mir folgt dein Heil; Co lang ich auf der Erde, Herr, deine Macht und Größe preisen werde, Sei deine Baterhuld mein Teil!:,: 9. Hier ruh ich gern In Gottes Heiligtume, Du Ruhestatt, Von seines Namens Ruhme; Einst wohn ich ewig bei dem Herrn.:,: Cramer. 24 16.1 时事 ft 3 & Fernsicht. sef. 6. PTP PFERI 1. Ich habvon fer- ne, Herr, dei- nen Throner- blickt, und hät- te # gerne Mein Herz vor- ausge- schickt, 11 1. Und hät- te } mein mit- des Lebent, Schöpfer der Gei- ster, dir hin- ge- ge bent. 2. Das war so prächtig, Was ich im Geist gesehn! Du bist allmächtig, Drum ist dein Licht so schön! Könnt ich an diesen hellen Thronen Doch schon von heut an auf ewig wohnen! 3. Nur bin ich fündig, Der Erde noch geneigt; Das hat mir bündig Dein heilger Geist gezeigt! Ich bin noch nicht genug gereinigt, Noch nicht ganz innig mit dir vereinigt. 4. Doch bin ich fröhlich, Daß mich kein Bann erschreckt; Ich bin schon felig, Seitdem ich das entdeckt! Ich will mich noch im Leiden üben, Und dich zeitlebens inbrünstig lieben. 5. Ich bin zufrieden, Daß ich die Stadt gesehn; Und ohn Ermüden Will ich ihr näher gehn, Und ihre hellen goldnen Gassen Lebenslang nicht aus den Augen lassen. 3. Th. Hermes. Weihnacht. 17. e ger= ne PFP P $|| Es ist ein Rof' entsprungen Aus ei- ner Wurzel zart, Und Wie uns die Al- ten sun- gen, Von Jes- se kam die Art, hat ein Blümlein bracht Mitten im kal- ten Winter, Wohl zu der halben Nacht. 25 2. Das Röslein, das ich meine, Davon Jesaias sagt, hat uns gebracht alleine Marie, die reine Magd: Aus Gottes ewgem Rat Hat sie ein Kind geboren Wohl zu der halben Nacht. 3. Das Blümelein so kleine Das duftet uns so süß, Mit seinem hellen Scheine Vertreibts die Finsternis. Wahr'r Mensch und wahrer Gott, Hilft uns aus allen Leiden, Nettet von Sünd und Tod. 4. Lob, Ehr sei Gott dem Vater, Dem Sohn und heilgen Geist, Maria, Gottesmutter, Sei hoch gebenedeit! Der in der Krippen lag, Der wendet Gottes Boren, Wandelt die Nacht in Tag. 5. Jesu, bis zum Scheiden Aus diesem Jammerthal Laß dein Hülf uns geleiten Hin in den Freudensaal, In deines Vaters Reich, Da wir dich ewig loben: Gott, uns das verleih! 18. Mäßig. & Vereinslied. Pf. 143. ť HA f 1. Einige: Wie lieb- lich ists hie- nie- den, Wenn Brüder treu- ge- finnt 42 In Eintracht und in Frie- den Ver- traut bei sammen sind, Chor: In 8 Eintracht und in Frie- den Ver- traut bei sam- men sind. 2. Wie Tau vom Hermon nieder Auf Gottes Berge fließt: Also auch auf die Brüder Der Segen sich ergießt. Chor: Also auch zc. 3. Und einstens wird erneuet Durch sie die heilge Stadt; Was Knecht ist, wird befreiet, Und rein, mas Flecken hat. Chor: Was zc. 4. Und alles Volk der Erde Geht nun zum Lichte ein; Eine Herde Und nur Ein Hirte sein. Chor: Dann zc. Dann wird nur F. G. Wetel. 26 19. Durch! Phil. 2, 12 u. 13: Schaffet, daß ihr selig werdet mit Furcht und Zittern! 4 1. ght! ftat Ich will streben nach dem Leben, wo ich Ich will ringen ein- zu- drin- gen, bis daß 44 Hält man mich, so lauf ich fort; Bin ich matt, so ruft das Wort: • p se- lig bin; ichs ge- winn. tr Fortgerungen, durchge- drun- gen, bis zum Kleinod hin! 2. Als berufen zu den Stufen vor des Lammes Thron, Will ich eilen; das Verweilen bringt oft bösen Lohn. Wer auch läuft und läuft zu schlecht, Der versäumt sein Kronenrecht. Was dahinten, das mag schwinden; Ich will nichts davon! 3. Jesu, richte mein Gesichte nur auf jenes Biel; Lent die Schritte, stärk die Tritte, wenn ich Schwachheit fühl. Lockt die Welt, so sprich mir zu, Schmäht sie mich, so tröste du; Deine Gnade führ gerade Mich aus ihrem Spiel! 4. Du mußt ziehen: mein Bemühen ist zu mangelhaft. Wo ihrs fehle, fühlt die Seele: aber du haft Kraft, Weil dein Wort ein Leben bringt, Und dein Geist das Herz durchdringt. Dort wirds tönen bei dem Krönen: Gott ists, der es schafft. Auch nach der folgenden Weise zu singen. Unlv.- Bibl. Glessen Hiller. Wagstück. Pf. 145, 5: Ich will reden von deiner herrlichen schönen Pracht und von deinen Wundern. 20. 1. 27 Ich wills wa- gen, ich wills wa- gen, Von der schö- nen Prachtl Was zu sagen, und zu fragen, Die aus Je= su lacht;/ H A- ber wag ich mich zu sehr? Sei- ne Wunden sind ein Meer! *** Doch laßt hören, doch laßt hö- ren, Was der Hei- land macht. 2. Du bist wahrlich: Eine gute Lieb, Und beharrlich:: In dem Liebestrieb. Niemand kann so traurig sein, Daß ihn deiner Augen Schein Nicht erfreute:: Wenn er vor dir blieb. 3. Gute Liebe:: Wären wir bekehrt! Doch die Triebe: Werden noch gestört. Nun, wir wären gerne so Alle Stunden deiner froh: Heiland, hindre,:,: Was dein Werk verheert. 4. Sieh doch auf mich,:,: Ruft in ihrer Höhl Herzbeweglich: Eine jede Seel. Segne jeden Gnadentag, Daß ich Früchte bringen mag: Gieb mir, Jesu: Was von deinem Öl! 5. Volle Hände:: Thut euch, thut euch auf, Ohne Ende: Segnet unsern Lauf; Hier ist eine Sünderreih, Höchster Priester, fomm herbei, Sei uns gnädig:: Denn wir warten drauf. 6. Gieb uns allen,:,: Die so herzlich gern möchten wallen:: Nach dem Sinn des Herrn, Daß wir möchten selig sein Durch dein teures Blut allein, Komm doch zu uns:: Heller Morgenstern! 7. Nun so mache:: Du, der alles macht, Unfre Sache;:: Nimm uns gut in Acht, Halte uns dir unbefleckt, Und beständig aufgeweckt Dich zu loben:,: Jesu, Tag und Nacht. 00 ā 28 Lied im höhern Chor. H 1. Je- sus Christus herrscht als König, Al- les ist ihm un- ter21. C 14 thä- nig, Al- les legt ihm Gott zu Fuß, Al- les legt ihm Gott zu Fuß; Al- le Zun- ge soll be- ken- nen, Je- sus sei der Herr zu f H gai Dem man Eh- re ge- ben muß, Dem man Eh- re ge- ben muß. 44 8 nen- nen, 2. Fürstentümer und Gewalten; Machten, die die Thronwacht halten, Geben ihm die Herrlichkeit: Alle Herrschaft dort im Himmel, Hier im irdischen Getümmel, Ist zu seinem Dienst bereit.:,: 3. Gott ist Herr; der Herr ist Einer, Und demselben gleichet keiner: Nur der Sohn ist ihme gleich. Dessen Stuhl ist unumstößlich, Dessen Leben unaufLöslich, Dessen Reich ein ewig Reich.:,: 4. Gleicher Macht und gleicher Ehren Sitt er unter lichten Chören Über denen Cherubim. In der Welt und Himmel Enden Hat er alles in den Händen: Denn der Vater gab es ihm.:,: 5. Nur in ihm, o Wundergaben, können wir Erlösung haben, Die Erlösung durch sein Blut. Hörts, das Leben ist erschienen, Und ein ewiges Verfühnen Kommt in Jesu uns zu gut.:,: 6. Gebt, o Sünder, ihm die Herzen; Klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen; Sagt, ihr Armen, ihm die Not! Wunden müssen Wunden heilen; Heilöl weiß er auszuteilen: Reichtum schenkt er nach dem Tod.:,: 7. Eil, es ist nicht Zeit zu schämen! Willst du Gnade? Du sollst nehmen Willst du Leben? Das soll sein! Willst du erben? Du sollst sehen! Soll der Wunsch aufs höchste gehen: Willst du Jesum? Er ist dein!:,: 29 8. Jauchzt ihm, Menge heilger Knechte; Rühmt, vollendete Gerechte, Und du Schar, die Palmen trägt; Und du Blutvolk in der Krone, Und du Chor vor seinem Throne, Der die Gottesharfen schlägt! 9. Ich auch auf der tiefsten Stufen, Ich will glauben, reden, rufen, Ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, Alles sei ihm unterthänig; Ehret, lobet, liebet ihn!! 22. Herzlich lieb. Pf. 18, 2: Und sprach: Herzlich lieb hab ich dich, o Herr! 1. Herr, ich lieb dich! Herr, ich lieb dich! Ach, von Herzen lieb ich dich! PR Laß mich nicht von dir ab- wen- den, Noch von falscher Lieb ver- blen- den! Eit- ler Lieb will mich ent- schlagen, Daß aus Her- zensgrund kann sa- gen: 1 Herr, ich lieb dich! Herr, ich lieb dich! Ach, von Her- zent lieb ich dich! 2. Herr, ich lieb dich!:: Ach, von Herzen lieb ich dich! Mein Gedanken, meine Sinnen, Meine Seufzer, mein Beginnen; Alles, was in mir sich findet, Sich mit deiner Lieb verbindet! Herr, ich lieb dich!: 20. 3. Herr, ich lieb dich!:,: Ach, von Herzen lieb ich dich! Wenn mit deinem Trost verziehest, wenn dich zeigst, als ob du fliehest; Wenn mich thust in Leid versenken, Will ich nur an dich gedenken! Herr, ich lieb dich!:: 2c. 4. Herr, ich lieb dich!:,: Ach, von Herzen lieb ich dich! Ich will dich ins Herz vergraben Und dich stets im Munde haben, Dich, herzliebster Jesu, droben Laß mich ewig, ewig loben. Herr, ich lieb dich! Herr, ich lieb dich! Ja, von Herzen lieb ich dich. 30 Ps. 34, 4: Preiset mit mir den Herrn und lasset uns mit einander seinen Namen erhöhen. 23. 3 2²: Q 1. Nun prei- set al- le Got- tes Barmher- zig- keit! Lob ihn mit Schal- le, 6 Wer- te ste Chri- sten- beit! Er läßt dich freundlich - # zu sich laden: Freu- e dich, Israel, sei- ner Gna- den! 2. Der Herr regieret Über die ganze Welt. Was sich nur rühret, Froh ihm zu Fuße fällt. Viel tausend Engel um ihn schweben, Psalter und Harfe ihm Ehre geben.:,: 3. Wohlauf, ihr Heiden, Lasset das Trauern sein! Bu grünen Weiden Stellet euch willig ein! Da läßt er uns sein Wort verkünden, Machet uns ledig von allen Sünden.:: 4. Er giebet Speise Reichlich und überall, Nach Vaters Weise Sättigt er allzumal; Er schaffet früh und späten Regen, Füllet uns alle mit seinem Segen.:;: 5. Drum preis und ehre Seine Barmherzigkeit; Sein Lob vermehre, Wertefte Christenheit! Uns soll binfort kein Unfall schaden! Freue dich, Israel, seiner Gnaden!:: Bundeslied. 1. Weit durch die Lande Und durch die Inseln weit, Ja, bis ans Ende Der Erde ausgestreut, Singt unser Bund in vielen Zungen Psalmen dem Meister und Huldigungen. 2. Ein Herr und Meister Ist unser Haupt und Hort; Er prüft die Geister Und braucht sie da und dort. Doch alle fest auf ihn verbunden, Stehen wir vor ihm in Weihestunden. 3. Wo wir auch wohnen, Verknüpft uns seine Hand; Durch alle Zonen Reicht unser Bruderband. In ihm und seines Geistes Frieden Bleiben Entfernte noch ungeschieden. 4. Grüß euch, ihr Lieben, Dort über Land und See! Teil nehmt ihr drüben An unserm Wohl und Weh. O, dankt dem Herrn! in seinen Händen Ruhn wir getrost an der Erde Enden. 5. Bieht hin in Frieden, Die ihr zu scheiden scheint; In Norden, Süden Fühlt euch mit uns vereint! Mit Blicken und mit Herzensflammen Treffen wir immer in ihm zusammen. C. B. Garbe. 24. Pf. 45, 3: Du bist der Schönste unter den Menschenkindern. 1. Schönster Herr Je= fu, Herrscher aller En- den, 212 HP Got- tes und Ma- ri- ä Sohn: Dich will ich lie- ben, 31 $$ Dich will ich eb ren, Du mei- ner See- le Freud und Kron! 2. Schön sind die Wälder, Noch schöner sind die Felder In der schönen Frühlingszeit! Jesus ist schöner, Jesus ist reiner, Der unser traurig Herz erfreut. 3. Schön leucht die Sonnen, Noch schöner leucht der Monden, Und die Sternlein allzumal: Jesus leucht schöner, Jesus leucht reiner, Als all die Engel im Himmelssaal. = 00 4. Alle die Schönheit Himmels und der Erden Ist nur gegen ihn als Schein. Keiner auf Erden Lieber kann werden, Als der allerschönste Jesus mein. Abendlied. 25. 4P # 1. Mü- de bin ich, geh zur Ruh, Schlie- ße mei- ne Aug- lein # zu: Va- ter, laß die Au- gen dein Ü- ber meinem Bet- te fein. 2. Hab ich unrecht heut gethan, Sieh es, lieber Gott, nicht an. Deine Gnad und Christi Blut Macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand; Alle Menschen, groß und klein, Sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh, Nasse Augen schließe zu. Laß den Mond am Himmel stehn Und die stille Welt besehn. 32 26. & Langsam. 3 4 N 1. JS daß mir all- hier im Dun- keln Möcht ein Strahl Ach, mein Herz schwimmt mir in Thrä- nen, Fühlt ein tieSehnsucht. des Lich- tes fun- feln! fes, hei- ßes Sehnen, 17 Auf- ge- löst zu sein Von der schwe- ren Pein, Wo die tief ste Schwermut flie- het, Und der Feind von dannen zie- het. = Ach, wer hilft mir doch! Ach, wer hilft mir doch! 2. Ich weiß nichts, als Jesu Wunden, Da manch Täublein Ruh gefunden; Ach, in diese Felsenklüfte Schwingt mein Geist sich durch die Lüfte! Da ist meine Ruh, Dahin eil ich zu; Hier ist doch für mich kein Bleiben, Ich will fest an Jesum gläuben, Bei ihm ist gut sein.:,: 3. Wenn ich werd nach Zion kommen zu den auserwählten Frommen, Da will ich, mich zu erquicken, Gleich nach meinem Heiland blicken; Da werf ich vor ihn Meine Krone hin, Will ein Halleluja singen Und vor Freuden jauchzend springen Mit der Zionsschar.:,: 4. Volk des Herrn, sei vor ihm fröhlich, Jesus Christus macht dich selig, Und sein Geist wird ohn Aufhören An dir schmücken, dich zu ehren, Bis du einst dort bist, Wo er sichtbar ist; Wounevoll wirst du da stehen, Wirst Gott, deinen Heiland, sehen, Sehen wie er ist.;,. 5. In Jerusalem dort oben, Wo wir ohne Sünd ihn loben, Scheint uns weder Mond noch Sonne, Denn es leuchtet stets zur Wonne Gott selbst und das Lamm, Unser Bräutigam; Durch ihn sind in jenen Chören Alle selig ohn Aufhören: Eija, wärn wir da!:;; 27. & 8 g 818 g+ g 1. Kommtund laßt uns Christum eh- ren, Herz und Sinnen zu ihm feh- ren! 2 동 G Singet fröhlich, laßt euch hö- ren, Wertes Volk der Christen- heit. 8 2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen: Wir, die unser Heil annehmen, Werfen allen Kummer hin! 12 3. Sehet, was hat Gott gegeben: Seinen Sohn zum ewgen Leben! Dieſer kann und will uns heben Aus dem Leid ins Himmels Freud. 4. Seine Seel ist uns gewogen: Lieb und Gunst hat ihn gezogen, Uns, die Satanas betrogen, Zu besuchen aus der Höh. 5. 38raels Stern ist aufgegangen, Stillt das sehnliche Verlangen, Bricht den Kopf der alten Schlangen Und zerstört der Höllen Reich. 6. O du benedeite Stunde, Da wir das von Herzensgrunde Glauben und mit unserm Munde Danken dir, o Jesu Chrift! 7. Schönstes Kindlein in dem Stalle, Sei uns freundlich, bring uns alle Dahin, da mit süßem Schalle Dich der Engel Heer erhöht. 28. z 33 GERY 09 HE 1. Das ist un- be- schreiblich, Wie uns Je- sus liebt, Und es ist unO gläub- lich, Wie man ihn be- trübt! Thuns gar seine Kin- der, Die ſein g Her- ze sehn, Und nicht mehr wie Sün- der Un- term Flu- che stehn. 2. Herr und Gott der Deinen, Fang heut wieder an; Höre unser Weinen, Weil man sonst nichts kann, Und erzeig dich gnädig Herzen, die so schwach; Mach uns alle ledig Von der Sünde Schmach. 3. Unfrer Wallfahrt Stunden Heilige nur dir; Mach uns deine Wunden, Lamm, zur Ehr und Zier! Laß dein Volk erfahren, Wen die Sammelstadt Der erlösten Scharen Bei sich drinnen hat. R. L. v. Zinzendorf. 3 34 Mäßig. Gottesliebe. 29. T 1. 1. Chor: Gott ist die Lie- be, Läßt mich er- lö- sen; 2. Chor: Gott ist die # Liebe, Er liebt auch mich. Beide Chöre: Drumsag ich noch einmal: Gott ist die Liebe, Gott ist die Liebe! Er liebt auch mich. 2. 1. Chor: Ich lag in Banden Der schnöden Sünde; 2. Chor: Ich lag in Banden Und konnt nicht los. Beide Chöre: Drum fag ich zc. 3. Ich lag im Tode, Des Teufels Schrecken; Ich lag im Tode, Der Sünden Sold. 4. Er sandte Jesum, Den treuen Heiland; Er sandte Jesum Und macht mich los. 5. Jesus, mein Heiland, Gab sich zum Opfer; Jesus, mein Heiland, Büßt meine Schuld. 6. Er ließ mich laden Durchs Wort der Gnaden; Er ließ mich laden Durch seinen Geist. 7. Das Wort der Gnade Ist meine Speise; Das Wort der Gnade Stillt meinen Durst. 8. süße Liebe, Du Brunn des Heiles: O süße Liebe, Der Seelen Trost. 9. Du beilst, o Liebe, All meinen Jammer; Du ftillst, o Liebe, Mein tiefftes Web. 10. Du füllst mit Freuden Die matte Seele; Du füllst mit Frieden Mein armes Herz. 11. Du läßt mich erben Die ewge Freude; Du läßt mich erben Die ewge Ruh. 12. Beide Chöre den ganzen Vers: Dich will ich preisen, Du ewge Liebe; Dich will ich loben, So lang ich bin. Aug. Rische. 30. # 1. Wen Je- sus liebt, Wen Je- sus liebt, Der kann al- lein Recht MP Ō fröh- lich sein Und nie be trübt. 2. Im Himmel hoch:: Auf Gottes Thron Liebt Gottes Sohn Die Seinen noch. 3. Und giebt und schenkt:,: Der Gaben viel Ohn Maß und Ziel, Und sorgt und denkt. = 35 4. Und liebt auch mich:: Giebt auf mich acht: Drum Tag und Nacht Bin froh auch ich. Hey. 31. # 1. Es giebt ein Lied der Lie= der, Das singst du im- mer wie= der Wenn du es ein- mal 4 fin- gen lernst; Kein Mensch hat es er son nen, Das Lied so reich an Won- nen, Und doch so Lehr- reich, tief und ernst. 2. Es fingt von einer Liebe, Vor der des Lebens Trübe Wie Nebel vor der Sonne flieht. Wie weichen alle Schmerzen, Wenn man so recht von Herzen Anstimmen kann das schöne Lied! Spitta. 3* 36 32. 1. 27 24 Ich hab genug: Mein Herr ist Jesus Christ, Mein Herr ister al- lein; 1 Wer nur sein Knecht u. treuer Diener ist, Darf oh- ne Sorgen sein. I 9 88 S 2 Ich will ganz mei- nem Gott an- han- gen, ਆ J A G 12 Und nicht mehr nach der Welt ver- lan- gen: So hab ich gnug. 2. Ich hab genug! Ich bin der Schmerzen los Und kränke nicht das Herz! Ich bin vergnügt, Und fig in Gottes Schoß, Der lindert allen Schmerz. Ich forge nicht mehr für mein Leben, Der Höchste kann mir alles geben. Ich hab genug.:,: 3. Ich hab genug! Mein treuer Vater sieht Mit stetem Blick auf mich; Was ich bedarf An Leib und im Gemüt, Bedenft er gnädiglich: Drum lasse ich die Heiden sorgen, Bekümmre mich gar nichts um morgen; Heut hab ich gnug.:,: 4. Ich hab genug Und sorge für den Geist, Das andre fällt mir zu; Nur Gottes Reich, Das Jesus suchen heißt, Giebt mir die wahre Nuh: Ich trachte nur des Vaters Willen In Kraft des Geistes zu erfüllen, Drum hab ich gnug.:,: 5. Ich hab genug! Ich lieg an Jesu Brust Und Gottes Vaterherz. Was will ich mehr? Das giebet Himmelslust, Das stillet meinen Schmerz. Im Vorschmack weiß ich schon auf Erder, Was mir im Himmel einst soll werden. Ich hab genug.:,: 1. Es ist noch Raum! Sein Haus ist noch nicht voll, Sein Tisch ist noch zu leer! Der Plaß ist da, Wo jeder sigen soll: Bringt seine Gäste her! Geht, nötigt sie auf allen Straßen! Der Herr hat viel bereiten lassen; Da ist noch Raum:: 2. Es ist noch Zeit, Die Liebe rufet noch, Noch gehen Diener aus: O Stadt, o Land, Oeilet heute noch Ins große Rettungshaus! Noch ist die Thüre nicht verschlossen, Die Gnadenzeit noch nicht verflossen; Es ist noch Zeit.:,: 3. Doch es ist Zeit! Die Stunden folgen schnell! Es geht auf Mitternacht! Bald schlägt es voll! Und drüben schimmerts hell: Ihr Jungfrauen erwacht; Der Bräutigam erscheint von weitem: Auf, auf, die Lampen zu bereiten! Auf, es ist Zeit!:: 33. 34. 3 24 92 3 Sie he, = 8 illet Lamm, Gottes Lamm, welches der Welt he, ANAN Sünde trägt. Sie Passion. = 6. fie = fie E * fie- he, das ist Got- tes V Sünde trägt, t he, das ist Got tes Lamm, 4 welches der Welt PP 37 Ehre sei Goit in der Höhe und Frie- de EK he, das ist Got- tes Lamm, Gottes Lamm. Er- den, und Friede auf Er- den und den Menschen ein Wohl- ge 38 35. fal len, Und den Men- schen ein Wohl= ge= fal Bundeslied. = len. B 1. Nah oder fern, ihr Schwestern und ihr Brüt- der, Kein Raum uns # H trennt, sind wir nur treu- e Glie- der An ihm, dem hel- len Mor- gen- stern! dd 1 p p 8 Eft Er ist der Weg, der uns zum Va- ter lei- tet, Durch ihn ist dort uns the P Wie- der- sehn be rei- tet! Nah o- der fern, nur auf dem Weg des Herrn! = 2. Nord oder Süd; wenn nur in unsern Herzen, Erzeugt, genähret durch des Glaubens Kerzen, Der heilgen Liebe Feuer glüht. Nur Lauen ist verhängnisvoll der Norden, Den Warmen blüht im Thal die Ros' auch dorten. Nord oder Süd; wenn Sarons Blum nur blüht. 3. Stadt oder Land; nur weite Herzensräume, Geeignet zum Gedeihn der Lebensbäume, Isais Sprößling anverwandt; Und wären auch im Kerter wir gebunden, Zur Freistatt dienen uns fünf heilge Wunden! Stadt oder Land; Heil dem, der diese fand. 4. Arm oder reich; habt großes Gut, habt wenig, Wir alle habens von dem ewgen König: Aus Gnaden, Brüder, schenkt ers euch! Denn uns gebricht 39 Verdienst und alle Würde; Ein jeder schleppt an seiner Sündenbürde. Arm oder reich; wir Sünder sind uns gleich! 5. Blaß oder rot; nur auf verschämten Wangen Der Reue Zähr und glithendes Verlangen Nach der Vergebung Himmelbrot. Thut Buße!" ruft uns Gottes Lamm entgegen, Ich litt und starb ja eurer Sünden wegen". Blaß oder rot; Bekehrung thut uns not! 6. Jung oder alt; ein Tag und tausend Jahre Sind gleich vor dem, des Wort vom Kreuzaltare Durch Erd und Himmel wiederhallt:„ Es ist vollbracht!" O Brüder, laßt euch rühren Und laßt noch heut euch hin zum Heiland führen. Jung oder alt; nur nicht für Jesum kalt. 7. Schlaf oder Tod; willkommen, Zwillingsbrüder! Der Jünger Christi fällt nur dankend nieder, Und preist in Demut seinen Gott: Für dich, o Schlaf, du Labsal matter Glieder, O Tod, für dich, im Innern hallts ihm wieder: Schlaf oder Tod; hell glänzt das Morgenrot! Die heilge Liebe. Langsam. 36.# 1. Heil- ge Lie- be, Himmelsflamme, Reinen Her- zen nur bewußt; = Aus- fluß aus dem Op- fer- lam- me, Sen- fe dich in uns- re Brust. 2. Freude, wie die Selgen fühlen, Freude, die die Welt nicht kennt, Komm uns dürftende zu fühlen! Einige, was sich getrennt! 3. Herzensruhe, Gottesfriede, Gaben, die nur Jesus giebt, Ach erquick uns, wir sind müde; Schatz, den unsre Seele liebt! 4. Nachsicht, Langmut, stilles Dulden. Kehre täglich bei uns ein, Daß dem Bruder seine Schulden Wir von Herzen gern verzeihn. 5. Schmuck der Frommen, freundlich Wesen, Gottes Überschrift und Bild: Laß es Freund und Feinde lesen, Was uns Geist und Seele füllt. 6. Sanftes, stilles Geisteswehen. Säuseln, wo Jehovah thront, Beige, wenn uns Spötter schmähen, Uns den Kranz, der uns belohnt. 7. Jesusliebe, Bruderliebe, Töt unheilger Lüfte Schmerz! Schenk uns deine keuschen Triebe Und ein unbeflecktes Herz! 8. Fels im Sturme, hoher Glaube, Mut im Kampf und in Gefahr, Mach uns treu, heb aus dem Staube Uns zu jener Siegerschar. 40 37. 1. 38. Die Stromfahrt, als Bild des Lebens. Wir fah--ren hin- ab auf dem leuch- ten- den Spie- gel Des e benen Stromes, als hätten wir Flüt- gel, f Doch f $ T mäch- li- cher Ruhe betro- gen. 2. Lang siten wir sorglos und wähnen zu weilen, Indes unaufhaltſam die Schifflein uns eilen, Dann hebt sich das Aug und wir sehen mit Schrecken Die leuchtenden Ufer zurück sich verstecken. 68% hält uns die lei se Be- we- gung der Wo- gen Im Schei- ne geP 3. Ermuntre dich, Seele, gedenke der Zeiten, Da du zu dem Ocean nieder wirst gleiten, Wer dann wird die tobenden Wellen bezwingen, Das Schifflein ans Ufer der Seligen bringen! 4. Befreunde dich deinem allmächtigen Bruder Bei Zeiten, o Herz, so tritt er dir ans Ruder; Er ists, der durch Klippen und Bänke dich leitet, Und drüben die ewigen Hütten bereitet. Jesu Schäflein. Langsam. Auch nach Nr. 68. 1. Weilich Je- su Schäf- lein bin, Freu ich mich nur immer- hin 6 Ü- ber meinen guten Hir- ten, Der mich wohl weiß zu be- wir- ten, 41 Der mich lie- bet, der mich kennt, Und bei meinem Namen nennt. 2. Unter seinem sanften Stab Geh ich ein und aus und hab Unaussprechlich süße Weide, Daß ich keinen Mangel leide. Und so oft ich durstig bin, Führt er mich zum Brunnquell hin. 3. Sollt ich denn nicht fröhlich sein, Ich beglücktes Schäfelein? Denn nach diesen schönen Tagen Werd ich endlich heimgetragen In des Hirten Arm Louise v. Hayn. und Schoß: Amen! ja mein Glück ist groß! Ehrenpreis. 39. H = 1 1. Wollt ihr wis- sen, was mein Preis, Wollt ihr ler- nen, was ich weiß? Wollt ihr sehn mein Ei- gen- tum? Wollt ihr wissen, was mein Ruhm? Je- sus, der Ge- freu- zig= te! 2. Wer ist meines Glaubens Grund? Wer stärkt und erweckt den Mund? Wer trägt meine Straf und Schuld? Wer schafft mir des Vaters Huld? Jesus, der Gefreuzigte! 3. Wer ist meines Lebens Kraft? Wer ist meines Geistes Saft? Wer macht fromm mich und gerecht? Wer macht mich zu Gottes Knecht? Jesus, der Gefreuzigte! 4. Wer ist meines Leidens Trost? Wer schüßt, wenn mein Feind erbost? Wer erquidt mein mattes Herz? Wer verbindet meinen Schmerz? Jesus, der Gekreuzigte! 5. Wer ist meines Todes Tod? Wer hilft in der letzten Not? Wer verseßt mich in sein Reich? Wer macht mich den Engeln gleich? Jesus, der Gefreuzigte! 6. Und so wißt ihr, was ich weiß; 3hr wist meinen Zweck und Preis. Glaubt, lebt, duld't, sterbt, aber wem, So sind wir recht angenehm:- Jeſu, dem Gefreuzigten! 42 Gespräch der Kinder mit dem Christkinde. 40. C Langsamer. a Tempo. 1. Kinder: Wir bit- ten dich, o Je- su- lein, Schöns Kin- de- lein, Wollst mit uns reden ein Wörtelein! Christt.: Singt, liebe Kinder mein!( Schluß.) 2. R.: Sag an, warum man dich hier findt, Schöns Jesulein, Auf dieser Welt ein kleines Kind? Chr.: Aus lauter Lieb allein. 3..: Warum bist du, o Gott so groß, Schöns Jefulein, So klein in deiner Mutter Schoß? Chr.: Aus lauter Lieb allein. 4..: Warum bist du so arm im Stall, Schöns Jesulein, Der du bereichst das Weltenall? Chr.: Aus lauter Lieb allein. & 5..: Warum bist du so sehr veracht, Schöns Jesulein, Nichts mit dir bracht, nicht Gut noch Pracht? Chr.: Aus lauter Lieb allein. 6..: Für solche Lieb, was mögen wir, Schöns Jcsulein, Wir Armen doch hingeben dir? Chr.: Mich wieder lieb'n allein!.: Wir lieben dich allein! Chr.: So seid ihr alle mein! Kindlicher Wunsch. 41. # 1. Wärst du doch bei uns ge- blieben, Lie- ber, trauter Je- sus = Christ! Wollten all dich herz- lich lieben, Weil du gar so freund- lich bist. Wärst du doch bei uns ge- blieben, Lie- ber, trauter Jesus Christ. 2. O wir haben wohl vernommen, Was dein Mund der Liebe spricht: Laßt die Kindlein zu mir kommen, Wehret mir die Kleinen nicht! O wir haben wohl vernommen, Was dein Mund der Liebe spricht. 43 3. Wohl in einem schönen Bilde Haben wirs mit angesehn, Wie um deine Huld und Milde Mütter tnien und Kinder stehn. Wohl in einem schönen Bilde Haben wirs mit angesehn. 4. Wirst du denn nicht wiederkehren, Lieber, trauter Jesus Christ? O wir wollen dich verehren, Weil du gar so freundlich bist. Wirst du denn nicht wiederkehren, Lieber, trauter Jesus Chrift? 5. Wenn du kommst, die Kinder eilen Alle fröhlich hin zu dir; Wollten gern bei dir verweilen, Jesu, aller Liebe Zier! Wenn du kommst, die Kinder Fint. eilen Alle fröhlich hin zu dir. Die Kirche Christi. Brautlied. 42. P 1. J Wie schön ist unsers Königs Braut, Wie wird sie nicht so Wenn man sie nur von fer- ne schaut!( Wenn sie mit ihm einst P P herr- lich sein, Triumph, wir sehen sie, wir sin- gen ihr. Wohl = H J dem, der mit dazu ge- hört schon hier. 2. Ich grüße dich, du goldne Stadt, Die lauter Thor von Perlen hat. Führ deine Mauern hoch hervor; Sie heben deine Pracht empor. Dein Licht ists Lamm; es deckt dich keine Nacht. O wär ich nur bald auch dahin gebracht. 3. Ach, wundre sich nun niemand nicht, Daß ich darauf allein gericht. Ein Brantherz kann in sonst nichts ruhn; Es hat mit seinem Schmuck zu thun. Wer seinen Hochzeitstag schon vor sich sieht, Der ist um andern Tand nicht mehr bemüht. 4. Wenn ich nun vollends umgekehrt Und flein als wie ein Kindlein werd, So ist Jerusalem auch mein; Denn solche Bürger müssens sein. Da bin ich dann daheim in Gottes Haus Und darf auch ewiglich nicht mehr heraus. Gottfried Arnold. 44 43. 7 1. Ganz um ganz! JKö- nig, gieb uns Mut und Klarheit, Ei- nen willgen, ei- nen Hel- le Au- gen in die Wahrheit, Und ein leichtes, lich- tes muntern Jünger- sinn; Her- ze zum Gewinn, Dasein- mütig, Ehr- er- bie- tig Vor dir wie die 孽 H En- gel ste- he, Bis dein Le- ben un- sern Geist mit Kraft durch- ge- he! 2. Gieb uns deines Geistes Regung Alle Tage tiefer und empfindlicher, Deiner Gnade Liebsbewegung Immer näher, immer herzverbindlicher, Daß wir stündlich Treu und findlich, Und mit unverwandtem Triebe Dringen mögen in dein Herz voll Gnad und Liebe. 3. Möchten uns die Sonnenaugen, Die wie Feuer ringsum zünden, ganz durchgehn! Da würd unser Wandel taugen, Wir erwärmet und ganz lauter vor ihm stehn, Voller Liebe Und voll Triebe Eines fürstlichen Geblüttes, Eines göttlich unerschrockenen Gemütes. 4. O wie sind die Seelen glücklich, Die sich ihrem Heiland gänzlich zugewandt! Wärn wir doch ein recht geschicklich Und dem Meister ganz bequemes Gartenland! der Treue! Komm aufs neue, In dem Innersten zu wohnen Es gilt Treue, wenn der Fürst den Kampf soll lohnen. 5. Höre, Jesu, unser Flehen, Du zum Segnen aufgelegter Seelenfreund! Laß die Segen stärker gehen, Als die Sorge und der Unglaub nimmer meint. Hilf uns, deinen Armen, Kleinen, Um auf deinem Gnadenpfade Durchzuwandern viele, viele Glaubensgrade. N. 2. v. Zinzendorf. 44. & 6² t 1. Zu Beth- le- hem geboren Ist uns ein Kin- de- lein, Das 45.6 3 4 Weihnacht. hab ich aus- er- to ren, Sein eigen will ich A छ Ei ja, Ei ja, Sein eigen will ich sein! = 2. In seine Lieb versenken Will ich mich ganz binab; Mein Herz will ich ihm schenken Und alles, was ich hab! Eija, Eija, Und alles, was ich hab! 3. Aus ganzem reinem Herzen Möcht ich dich lieben, Herr, In Freuden und in Schmerzen Je länger und je mehr! Eija, Eija, Je länger und je mehr! 4. Die Gnade mir doch gebe, Bitt ich aus Herzensgrund, Daß ich allein dir lebe Jetzt und in aller Stund! Eija, Eija, Jegt und in aller Stund! 5. Dich wahren Gott ich finde In unserm Fleisch und Blut; Darum ich mich dann binde An dich, mein höchstes Gut. Eija, Eija, An dich, mein höchstes Gut. 6. Laß mich von dir nicht scheiden, Verknüpfe du das Band Der Liebe zwischen beiden! Nimm hin mein Herz und Pfand! Eija, Eija, Nimm hin mein Herz und Pfand! Hohes Lob. 4 a 45 sein! 1. Al- les, was O- dem hat, lo- be den Herrn! An- dacht und 8.2 = bei lige Won- ne durch- dringe Un- ser al ler See len ganz. 2. Alles, was Odem hat, bete zum Herrn! Lichtglanz entströmet dem Throne, worauf er Sigt in seiner Herrlichkeit. 3. Alles, was Odem hat, liebe den Herrn! Urquell der lautersten Liebe ist Gott, und Wars und bleibts in Ewigkeit. 4. Alles, was Odem hat, danke dem Herrn! Huldvoll, erbarmend und gnädig, beglückt er Gern mit Wonn und Seligkeit. Bürde. 46 46. Heerlied für die Jetztzeit. $ 1. Lö- wen laßt euch wie- der- fin- den, Wie im er- sten Chri- sten- tum; Die nichts konn- te it- ber- win- den: Seht nur an ihr Mar- ter- tum, Wie in Lieb sie glü- hen, Wie sie Feu- er sprü- hen, Daß sich vor der Sterbens- lust Selbst der Sa- tan fürch- ten mußt. 2. In Gefahren unerschrocken Und von Lüsten unberührt, Die aufs Eitle konnten locken, War man damals, die Begierd Ging nur nach dem Himmel; Fern aus dem Getümmel War erhoben das Gemüt, Achtete, was zeitlich, nicht. 3. Ganz großmütig sie verlachten, Was die Welt für Vorteil hält, Und wonach die meisten trachten, Es mocht sein Ehr, Wollust, Geld; Furcht war nicht in ihnen, Auf die Kampfschaubühnen Sprangen sie mit Freudigkeit, Hielten mit den Tieren Streit. 4. daß ich, wie diese waren, Mich befänd auch in dem Stand! Laß mich doch im Grund erfahren, Mein Gott, deine starke Hand; Mach mich recht lebendig, Gieb, daß ich beständig Bis in Tod durch deine Kraft Übe gute Ritterschaft. 5. Gieb, daß ich mit Geisteswaffen Kämpf in Jesu Löwenstärk, Und hier niemals möge schlafen, Daß mir dieses große Werk Durch dich mög gelingen, Und ich tapfer ringen, Daß ich in die Luft nicht streich, Sondern bald das Biel erreich. 6. Es dürft wieder dazu kommen, Daß des Feindes tolle Wut Zu der Schlachtbank deine Frommen Führte und vergöß ihr Blut; Nach gemeiner Sage Große Trübsalstage Werden kommen uns zu Haus, Und noch ein sehr harter Strauß. 7. Ei, woblan, nur fein standhaftig, ihr Brüder, tapfer drauf! Laffet uns doch ja wahrhaftig Folgen jener Beugen Hauf! Nur den Leib berühret, Was ihm so gebühret: Er hats Leiden wohl verdient, Und die Seel darunter grünt. 47 8. Fort, fort mit dem Sinn der Griechen, Denen Kreuz nur Thorheit iſt: O laßt uns zurück nicht friechen, Wenn ans Kreuz soll Jesus Christ! Steht in Jesu Namen, Wenn der Schlangensamen Sich dem Glauben widersetzt Und das Schlachtschwert auf uns weßt. 9. Gebt euch in das Leiden wacker! Mit dem Blut der Märtyrer Wird gedüngt der Kirchenacker; Diese Fettigfeit treibt sehr, Und macht stark aussprossen, Wer damit begossen: O dann trägt er reichlich Frucht, Eine schöne Gartenzucht. 10. Feuchte vor, o güldner Regen, Uns, dein dürres Erb und Erd, Daß wir dir getreu sein mögen, Und nicht achten Feu'r und Schwert, Als in Liebe trunken, Und in dir versunken: Mach dein Kirch an Glauben reich, Daß das End dem Anfang gleich! ( Jef. 40, 1-11.) 47. Danksagung. vf. 107. 7 1. Solo: Dan- ket dem Herrn! Chor: Wir danken dem Herrn, denn 8 555 wiger ist freundlich und seine Gü- te wäh- ret 3 8 49 e= lich, sie wäh- ret e wig- lich, sie wäh- ret e= wig- lich! F 2. Solo: Lobet den Herrn! Chor: Ja lobe den Herrn Auch meine Seele, Vergiß es nie, was er dir Guts gethan. 3. Solo: Sein ist die Macht! Chor: Allmächtig ist Gott, Sein Thun ist weise Und seine Huld ist jeden Morgen neu. 4. Solo: Groß ist der Herr! Chor: Ja, groß ist der Herr; Sein Nam ist heilig, Und alle Welt ist seiner Ehre voll. 5. Solo: Betet ihn an! Chor: Anbetung dem Herrn, Mit hoher Ehrfurcht Werd auch von uns sein Name stets genannt. 6. Solo: Singet dem Herrn! Chor: Lobsinget dem Herrn In frohen Chören, Denn er vernimmt auch unsern Lobgesang. 48 48. Wächterruf. Jeſ. 58. 1. Ruft ge- trost, ihr Wäch- ter- stim- men, Ruft ge- trost und scho- net nicht, Chri- stus will ein Zeug- nis ha- ben; Wenns die Œ Pre- di- ger ver gra- ben, Ach, das ist ein groß Ge- richt! Ruft ge= trost, ihr Wäch- ter- stim- men, Ru- fet laut und scho- net nicht. 2. Wahrlich, Steine müßten reden, Wenn der Mund der Priester schweigt, Ja die Felsen dieser Erden Müßten lauter Zeugnis werden, Wenn kein Mensch von Christo zeugt. Wahrlich, Steine müßten reden, Wenn der Mund der Priester schweigt. 3. Darum auf, ihr Kinder Gottes, Bittet um Elias Geist! Wollt ihr euch nach Christo nennen, So müßt ihr ihn frei bekennen, Daß sein Name werd gepreist. Darum auf, ihr Kinder Gottes, Bittet um Elias Geift! 4. Seid ihr Stimmen in der Wüste, So verweist die Welt aufs Wort; Führt die Kranken und Gesunden Zu des Heilands Blut und Wunden, Als dem einz'gen Gnadenwort. Seid ihr Stimmen in der Wüste, O so weist die ( Jef. 40, 1-11.) Welt aufs Wort! 49. C Weihnacht. ver= acht Die H Welt, der Welt Ehr, Gut und Pracht! O Gott, mein Lieb! D 1. Schau Christ, wie Christus hat 94 Gott, mein Lieb! O Ar- mut, o De mut! O Gott, mein Lieb! 2. Vom Himmel kam er auf die Welt; Nichts mitbracht, nichts, noch Gut, noch Geld! O Gott, mein 2c. 3. Zu Bethlehem hatt er kein Haus; Mußt hin zum Stall, zur Stadt hinaus! Gott, mein 2c. 4. Der Stall stand off'n und ohne Thür, War Löcher voll, kein Fenster für! O Gott, mein 2c. 5. Ein Kripp war da, ein harte Stätt, Das war sein Wieg und KinderGott, mein 2c. bett! 6. Voll Stroh die Kripp, voll schlechtem Wust, Da Gottes Sohn auf liegen mußt! O Gott, mein 2c. 7. Das Kind so kalt, erbärmlich arm; Ein Ochs und Esel hauchens warm! O Gott, mein 2c. 8. O Chrift, thu auf das Herze dein, Schließ ein und wärm das KindeGott, mein 2c. lein! Pfalm 73, 25. 26. 50. 1. Wenn ich ihn nur ha 49 F 1801 & Herz bis hin zum Gra- be Seine Treu- e nie ver- gißt: Weiß ich = E 9 be, Wenner mein nur ist; Wenn mein to gg gzob 00 nichts von Lei de, Füh- le nichts als Andacht, Lieb und Freu- de. 2. Wenn ich ihn nur habe, Laß ich alles gern, Folg an meinem Wanderstabe Treugesinnt nur meinem Herrn; Lasse still die andern Breite, lichte volle Straßen wandern. 3. Wenn ich ihn nur habe, Schlaf ich fröhlich ein. Ewig wird zu süßer Labe Seines Herzens Flut mir sein, Die mit sanftem Zwingen Alles wird erweichen und durchdringen. 4. Wo ich ihn nur habe, Ist mein Vaterland; Und es fällt mir jede Gabe Wie ein Erbteil in die Hand. Längst vermißte Brüder Find ich nun in seinen Jüngern wieder. Friedr. Ludw. v. Hardenberg, 1772-1801. 50 51. Heil dem Hause! # s 1. JO se lig Haus, wo man dich aufgenom- men, Wo un ter al len Gästen, die da tom- men, C 1 2 1 Du wah- rer See- lenfreund, Herr Jesu Christ, Du der gefeiert ste und lieb- ste A # aller Her- zen dir entgegen schla- gen, Und al- ler Au- gen freu- dig auf dich sehn, bist;) Wo Wo aller Lip- pen dein Ge- bot erfra- gen, Und al- le deines Winks ge- wär- tig stehn! 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, In deiner Liebe eines Geistes sind; Wo beide eines Heils gewürdigt, feiner Im Glaubensgrunde anders ist gesinnt; Wo beide unzertrennbar an dir hangen In Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, Und nur bei dir zu bleiben stets verlangen, An jedem guten, wie am bösen Tag! 3. O selig Haus, wo man die lieben Kleinen Mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, Du Freund der Kinder, der sie als die Seinen Mit mehr, als Mutterliebe hegt und pflegt; Wo sie zu deinen Füßen gern sich sammeln, Und horchen deiner süßen Rede zu, Und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, Sich deiner freun, du lieber Heiland, du. 4. O selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen, Und wissend, wessen Augen auf sie sehn, Bei allem Werk von einem Eifer brennen, Daß es nach 51 deinem Willen mag geschehn; Als deine Diener, deine Hausgenossen, In Demut willig und in Liebe frei, Das Ihre schaffen froh und unverdrossen In kleinen Dingen zeigen große Treu. 5. O selig Haus, wo du die Freude teilest, Wo man bei keiner Freude dein vergißt: felig Haus, wo du die Wunden heilest, Und aller Arzt und aller Tröster bist, Bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, Und bis sie endlich alle ziehen aus Dahin, woher der Vater dich gesendet: Ins große, freie, schöne Vaterhaus! Spitta. 52. 8 g 1. Was hätt ich, hätt ich Je- sum nicht Auf e= wig mir er표 표 to ren?! Für flücht- ge Freu- den ew- gen Schmerz! Ach oh- ne = 8 g o mes Herz, Hättst du dich selbst ver- lo- ren, Hättst Je- sum, ar # 12 du dich selbst ver lo ren!- Ver- lo C = - 8: B 8 8 = ren! 2. Was könnt mir doch die ganze Welt Für meinen Jesum geben? Und wär die ganze Welt auch mein, Nein, sollt ich ohne Jesum sein, Da möchte ich nicht leben,:,: nicht leben. 8 * 3. Wer wär mein Tröster dann im Schmerz, Wer auf dem Sterbebette? Wer einst am Tage des Gerichts? Ach hier und dort hätt ich ja nichts, Wenn Jesum ich nicht hätte,:;: nicht hätte. 4. Ich hätte nichts als ewge Bein Für stundenlang Ergößzen! Ach, ohne Jesum dort und hier Gedanke, weiche fern von mir, Gedanke voll Entſegen,:,: Entsegen. 5. Nun aber, da ich Jesum hab, welch ein reiches Leben! 3ft Erde doch und Himmel sein, Drum ist auch alles, alles mein, Weil er sich mir gegeben,:,: gegeben. A. Moraht. 4* 52 53. f Höchster Ruhm. 2 Kor. 1, 3. 1. Mir ist Er- barmung wi- der = = gehrt. # fahren, de- ren ich nicht wert! Das zähl ich zu dem Wun- der- ba- ren; e l Mein stol- zes Herz hats nicht be- gehrt, Mein stol- zes Herz hats nicht beEr- barmung, Nun weiß ich das und bin er= freut Und rüh- me Ō CT FI die Barmherzig- keit, Und rüh- me die Barm- her- zig- keit. S 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet, Und soll bei Gott in Gnaden sein! Gott hat mich mit ihm selbst verfühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein.:: Wo kam dies her, warum geschichts? Erbarmung ists und weiter nichts.:,: 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen; Das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt: Ich kann es nur Erbarmung nennen, So ist mein ganzes Herz gesagt.:: Ich beuge mich und bin erfreut, Und rühme die Barmherzigkeit.:,: Ph. F. Hiller. 54. Ein Christ! 7 einen Schatz, der nicht kann e- wig gel H 1. Nicht eine Welt, die in ihr Nichts ver geht, Nicht 5 Christ, ich bin ein Christ, PE = ten; ten, ich suche beff- re Welten. = eit len Ruhm hat sich mein Herz er- fleht: Ich bin ein = ich suche beff- re # 53 Nicht Wel 2. Ich bin erkauft, ein Knecht des Herrn zu sein, Vor welchem sich der Erde Fürsten neigen; Er ist mein Friedefürst, mein Herr allein. Ich bin ein Christ, vor ihm will ich mich beugen.:,: 3. Stolz um mich her erhebet sich der Thor: Ich soll mit ihm der Gößen Luft genießen! Er lockt und droht, ich schenk ihm nicht mein Ohr: Ich bin ein Christ,:,: ich sitz zu Jesu Füßen.:: 4. 3war thränenvoll ist meines Laufes Bahn, Und reich an Bein und arm an Erdenfreuden; Ich seh auf ihn, mein Mittler geht voran: Ich bin ein Christ,:,: ich will mit Christo leiden.:,: 5. Und kommt er dann, nach langgekämpftem Streit, Der Todestag, mich zu dem Herrn zu bringen, So sterb ich auch mit Mut und Freudigkeit: Ich bin ein Christ,:,: ich kann den Tod bezwingen.:;: C. Am. Huber. 54 55.1 3 1. Das Ruhejahr. JEs ist Du seuf müt= des dei= tte 19 Herz, Son 117 wei- den: Wirf hin en- det: Dann gehst noch eine zest hier in Ruh vor- han- den, Auf, dei- nen Ban- den, Und und wer- de licht! ne schei- net nicht: 8 Lamm, das dich mit Freu- den Dort wird vor sei- nem Stuh- le schöne Kampf ge- en- det, Bald, bald der sau- re Lauf voll10 die Laft dut eint und zit 8 Sieh auf das ( Bald ist der tg eil her- zu! dei- ner Ruh. 2. Die Ruhe hat Gott auserkoren, Die Ruhe, die kein Ende nimmt. Es hat, da noch kein Mensch geboren, Die Liebe sie uns schon bestimmt. Das Gotteslamm wollt darum sterben, Uns diese Ruhe zu erwerben; Es ruft, es locket weit und breit: Ihr müden Seelen und ihr Frommen, Versäumet nicht, heut einzukommen zu meiner Ruhe Lieblichkeit. 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, Die manche Last und Bürde drückt. Eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, Geht nicht mehr müde und gebückt; Ihr habt des Tages Last getragen, Dafür läßt euch der Heiland sagen: Ich felbst will eure Ruhstatt sein. Ihr seid sein Volf, gezeugt von oben; Ob Sünde, Welt und Teufel toben, Seid nur getroft und gehet ein. 4. Da ruhen wir und sind im Frieden Und leben ewig sorgenlos. Ach, fajset dieses Wort, ihr Müden; Legt euch dem Lamm in seinen Schoß! Ach, Flügel her! Wir müssen eilen Und uns nicht länger hier verweilen; Dort wartet schon die frohe Schar. Fort, fort, mein Geist zum Jubilieren! Auf, gürte dich zum Triumphieren! Auf, auf, es kommt das Ruhejahr! 3. S. Kunth. 56. 2 1. O du fröh- li- che, 표 Feststimmung. Weihnacht. FOR = 6 bringen- de Weihnachtszeit! Welt ging ver- lo- = Langsam und weich. 6 55 du se li= ge, Gna- den$ 1 bo ren: Freu= e, freue dich, o Chri- sten- heit! 2. O du fröhliche, O du selige, Gnadenbringende Weihnachtszeit! Chrift ist erschienen, Uns zu versüthnen: Freue, freue dich, o Christenheit! 3. O du fröhliche, du selige, Gnadenbringende Weihnachtszeit! Himmlische Heere Jauchzen dir Ehre: Freue, freue dich, o Christenheit! Karfreitag. 57. ren, Christ ward ge1. O Tag, so schwarz und trit- be, Wie dit- stre Mit- terE nacht! O Tag, so warm von Lie- be, Wies keine Son- ne macht! 2. Dich schwärzen finstre Thaten, Du brütest schweres Leid: Du zeigst den Herrn verraten, Den Herrn der Herrlichkeit. 3, An schauerliche Gründe Führst du heut unsern Fuß, Und ungeheure Sünde, Das ist dein Morgengruß. 4. Und Liebe ohne Ende Aus Gottes Vaterhaus, Sie breitet hier die Hände Am Kreuze segnend aus. 5. O Tag, so schwarz und trübe, Du zeugst von meiner Nacht! O Tas, so warm von Liebe, Ich seh der Gnade Macht! Möves. 56 2 58.8²177710 Du 1. Wie mit grimmgem Un- ver- stand Wellen sich be we- gen! = 4 Meerfahrt. BP B Nirgends Net- tung, nir- gends Land Vor des Sturmwinds Schlägen! OD Einer ist, der in der Nacht, Ei- ner ist, der uns be wacht; Christ, Kyri= e, Du wan- delft auf der See! 2. Wie vor unserm Angesicht Mond und Sterne schwinden! Wenn des Schiffleins Ruder bricht, Wo dann Rettung finden? Keine Hülf ist als beim Herrn, Er ist uns der Morgenstern. Christ, Kyrie, Erschein uns auf der See! 3. Einst in meiner letzten Not Laß mich nicht versinken! Soll ich von dem bittern Tod Well auf Welle trinken, Reiche mir dann liebentbrannt, Herr, Herr, deine Glaubenshand! Christ, Kyrie, Komm zu uns auf die See! 4. Nach dem Sturme fahren wir Sicher durch die Wellen, Lassen, großer Schöpfer, dir Unsern Dank erschallen; Loben dich mit Herz und Mund, Loben dich zu jeder Stund. Chrift, Kyrie, Ja dir gehört die See! 59.& 1 中 3 8 Der beste Freund. 1. 57 Der beste Freund ist in dem Him- mel, Auf Er- den Denn bei dem fal- schen Welt- ge- tüm- mel Steht Red- lichE TEC sind nicht Freun- de viel; Drum hab ichs im- mer fo ge= auf dem Spiel: feit oft meint: Mein Je- sus = ift der beste Freund. 2. Die Welt ist gleich dem Rohr im Winde; Mein Jesus stehet felfenfest. Wenn ich mich ganz verlassen finde, Mich seine Freundschaft doch nicht läßt. In Freud und Schmerz ers redlich meint: Mein Jesus ist der beste Freund. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe Dem, der am meisten nüßen kann, Und scheinet dann das Glücke trübe, So steht die Freundschaft hintenan; Doch bier ist es nicht so gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten, Vergießt für mich fein eigen Blut; Er steht mir bei in allen Nöten Und sagt für meine Schulden gut; Er hat mir niemals was verneint: Mein Jesus ist der beste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze giebet, Mein Freund, der mein ist und ich sein, Mein Freund, der mich beständig liebet, Mein Freund bis in das Grab hinein. Ach, hab ichs nun nicht recht gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund? 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde, Sie sind doch gar zu wandelbar. Und hätt ich hunderttausend Feinde, So krümmen sie mir nicht ein Haar, Hier immer Freund und nimmer Feind: Mein Jesus ist der beste Freund. B. Schmold. 58 60.¹ 1. Hoffnung, Hoffnung, Dämmerlicht in Nächten, Willig folg ich ( Will die Welt den ar- men Fremdling äch- ten, Ist sie mir und EI dei- nem sanf- ten Strahl, Soll ich fremd im Lan- de Mesech sein, bin ich ihr zur Qual, Kehr ich abends, fehr ich a= bends doch in 30- ar ein. 2. Hoffnung, Hoffnung, deine Friedenssterne Dämmern schon, wie ewges Morgenrot! Sehnend blick ich nach der Heimatsferne; Doch erst gehts mit Christo in den Tod: Nun so stirb gelassen, Herz und Sinn, Bethlems Stern:,: weist doch nach Salem hin. 3. Noch ist ja die zweite Ruh vorhanden, Und wie ist die erste schon so süß! Frei und fühn in Kreuz und Trübfalsbanden, Bin ich schon im Kampf des Siegs gewiß; Selig ruht mein Glaub in Müh und Schweiß, Doch die Hoffnung hält den rechten Preis. 4. Himmelsheimat, o, wie ists so stille In dem Vorhof deines Heiligtums! Sinne schweigen und der eigne Wille Stirbt, mit ihm die Qual des eignen Ruhms. Arm und; schwach, verlassen, klein gesinnt, O wie selig:,: bin ich Hoffnungskind! Dr. de Valenti. Weihnacht. 61. 1. O hei- li- ge Nacht, Voll himmlischer Pracht! In Lüften sich schwingen Die Englein und singen: Ge- boren ist Gott, Der Hölle zum Spott. 2. Gott wird nun geehrt, Der Frieden vermehrt; Die Schatten verschwinden, Wies Engel verkünden. Die Rettung ist nah, Der Heiland ist da! 3. Seht, Menschen, das Kind! Nun kommet geschwind Zur Krippe der Gnaden! Der euch eingeladen, Ist ewiger Gott, der Herr Zebaoth. 4. Erwäge, Mensch, doch, Wie schwer sei das Joch Der Sünde zu tragen. Nun darfst du es wagen Zur Krippe zu gehn, Um Gnade zu flehn. 62.e 1. Fragt ihr mich, wie geht es dir?- wig, ewig Gott mit mir! 63. Ewig, e wig Gott mit mir! = JGott mit mir auf al- len Wegen, Gott mit mir zu al- ler Zeit; Bei dem Herrn ist rei- cher Segen, Ihm sei Dank in E- wig- teit. J 2. Gott mit mir auch im Gedränge, Wenn sich Not und Müthe findt; Gott mit mir auch in der Enge, Er mein Vater, ich sein Kind. Fragt ihr mich, wie geht es dir? Ewig, ewig Gott mit mir!:: 59 3. Gott mit mir, ich will nicht zagen: Gottes Gnade ist der Grund, Der mich trägt in meinen Tagen, Auch in meiner letzten Stund. Fragt ihr mich, wie geht es dir? Ewig, ewig Gott mit mir!:,: Loblied. fc Treu, 3 1. Wir wol- len lo- ben und prei- sen Für Gottes Gnad und # Die er uns will er= wei sen All Jahr und Tag aufs $ neu, All Jahr und Tag aufs neu. 2. Wir lassen den Herren walten Am guten und bösen Tag; Der wird uns wohl erhalten, Der alle Ding vermag.:: 3. Wir bitten um seinen Segen Und gehen durch die Zeit Auf seinen heilgen Wegen Zu seiner Herrlichkeit.:,. 60 64. 1. Es sehnt das Kind sich nach dem Mut- ter- her- zen, Es seh- net sich die Braut zum Bräuti- gam; Der Krante seufzt nach Heilung sei- ner # Schmerzen, Und nach dem Hir- ten schreit das schwa- che Lamm. 2. Die Blumen sehen nach der Sonne Strahlen, Die Vögel eilen nach dem Süden zu; Der Durstge möchte stillen seine Qualen, Der müde Wandersmann verlangt nach Ruh. 3. Wo schlägt ein Mutterherz mir armen Kinde, Das mir an Leib und Seele Pflege giebt? Wer saget mir, wo ich den Bräutgam finde, Den meine Seele heiß und ewig liebt? 4. Wo ist der Arzt für meiner Seele Leiden, Der mich, den armen Kranten, heilen kann; Ich habe mich verirrt von grünen Weiden: Wo treff ich Schäflein meinen Hirten an? 5. Wo ist die Sonne, ich bin eine Blüte; Ein Vögelein: wo liegt ein Süden mir? Wo ist der Quell fürs dürftende Gemüte? Die ewge Ruh? die Seel ist müde hier. 6. Du bist es, du, Herr Jesu, nur alleine, Du unaussprechlich treues Mutterherz; Du Bräutigam der Seelen, den ich meine; Du rechter Arzt, auch für den tiefsten Schmerz. 7. Du bist der Hirt, der mich, dein Schäflein, weidet, Mein HimmelsSonnenschein, mein Süden du; Mein Labequell, wenn Durst das Herz hier leidet: Du bist und bleibst der Seele ewge Ruh. 65.c 1. Hei- lig, hei- lig, heilig, Singt dem Vater bei- Itg: # Uns hat seines Wor- tes Macht Aus dem Nichts her- vor- ge- bracht. 2. Heilig, heilig, heilig, Singt dem Sohne heilig: Da das Heil verloren war, Gab er sich zum Opfer dar. 3. Heilig, heilig, heilig, Singt dem Geiste heilig: Der uns durch der Taufe Bad Von der Sünd befreiet hat. 4. Heilig, heilig, heilig, Unaussprechlich heilig, Unser Gott, Dreieinigkeit, Hochgelobt in Ewigkeit. Gehalten. 66.1 1. Ermutigung. 61 Auf alle, die Je- sum den Kö- nig ver- ehren, Laßt Jauchzen und Danken und Lob- ge- sang hören! Singt heut= te, so wie ihr noch niemals ge- sun- gen, Ja fingt, bis es al- len die Her- zen durchdrun- gen. 2. Seht! Jesus, die Liebe, thut mächtige Wunder, Da habt ihr das Feuer, die Herzen sind Zunder, Sie werden von neuem recht mächtig entbrennen, Sobald sie die Wunder an andern erkennen. 3. Ach seht doch die Rechte des Heilandes siegen! Seht, wie ihm die Feinde zum Fußschemel liegen! Seht, wie sie der Arm seiner Heiligkeit schläget, Verwundet, ergreifet, dann mütterlich pfleget. 4. Es sammelt der Sünderfreund allerlei Seelen, Um sie zu der Schar seiner Herde zu zählen, Man höret das Rauschen der Totengebeine, Hier regen fich viele, da wenig, dort eine. 5. Sie kommen wie glühende Kohlen zusammen, Der Geist unsers Königes macht sie zu Flammen, Sie reden und schweigen, sie loben und klagen, Sie wissen von Elend und Gnade zu sagen. 6. Sie weinen mit denen, die bitterlich weinen, Sie freuen sich derer, die fröhlich erscheinen; Das Herz und die Thaten des Herrn zu erzählen, Das ist ihre Luft, die sich alle erwählen. 7. Herr, der du anfängst und mittelft und endest, Gott, der du dein Werk ohne Hülfe vollendest, Wir bitten und flehen im tiefesten Staube: Ach gieb uns nicht wieder dem Feinde zum Raube. 8. Erhalte dir, was du von neuem geschaffen, Ja, eile noch mehr aus der Hölle zu raffen, Befestige die, die du einmal gefunden, Und gründe sie tief in den heiligsten Wunden. 9. Hilf denen von oben, die pflanzen und gießen, Und laß dein Gedeihen mit Überfluß fließen; Dein gnädiges Angesicht leuchte uns allen: So soll dir dein Lobgesang ewig erschallen. ( P₁. 97.) 62 67. 2 4 1. Hoff- nung Liebe Ich trau auf Gott! In al- ler Not Auf Gott mein Ich liebe Gott! Bis in den Tod Auf die= ſe 1. bau- e. trau Je- su, dir leb ich, Je- su, dir sterb ich. Dein bin ich tot und le- ben dig. Tod, 2. Das Heil allein Kann sicher sein In meines Jesu Wunden, In deinem liebster Gott, Das Leben wird gefunden. Jesu, dir leb ich zc. 3. Ein sehnend Herz, In Reu und Schmerz, Soll nimmermehr verzagen: Mit rechter Reu, Von Sünden frei, Darf ich zu Jesu sagen: Jesu, dir leb ich zc. 4. Fort, fort, o Welt, Was dir gefällt, Das macht mich jetzt verdrossen! In Gott allein Mein Ruh soll sein, Ich hab es fest beschlossen. Jesu, dir leb ich zc. 5. Am letzten End In deine Händ Will ich mein Seel aufgeben! O Jefu mein, Ganz bin ich dein, Schenk mir das ewge Leben! Jesu, dir leb ich zc. Passion. 68.c JAl- ler gold- nen Kerzen Glanz Überstrahlt dein Dornenkranz; Frommes Haupt der frommen Du bist schön in dei- nen epp Her- zen, und in dei- nes Blutes Glanz Strahlst du Haupt im Dornenkranz. Schmerzen, 2. Liebewarm ist manche Hand Hier in kalten Erdenland, Wärmer die durchgrabne Rechte, Die du darreichst deinem Knechte; Retter, mir von Gott gesandt, Halte mich an deiner Hand. 63 3. Niemand hat sich je betrübt, Daß er Jesum hat geliebt; Niemand hat je Weh empfunden, Daß er Jesu sei verbunden: Jesum lieben, und allein, Ist so viel, als selig sein. 4. Wer ihn liebt, liebts höchste Gut, Das allein vergnügen thut; Seine Liebe pflegt zu geben Ewge Freud und ewges Leben: Seine Liebe macht die Beit Gleich der süßen Ewigkeit. 5. Drum, so du von aller Pein, Meine Seel, willst ledig sein, So du suchst dich zu ergeßen Und in ewge Ruh zu sezen: Liebe Jesum und sonst nichts. Meine Seele, so geschichts. Joh. Angelus. 69.#C 1. Lebt wohl, wir sehn uns wie- der, Laßt uns zur Heimat gehn, Ihr Freunde und ihr Brüder, Lebt wohl, auf Wie- der- sehn, Lebt E wohl, auf Wie der fehn, Lebt wohl, auf Wie- der- sehn! 2. Lebt wohl, wir müssen scheiden, Ihr Thäler und ihr Höhn, Mit euren trauten Freuden: Wir werden schönre sehn:,: 3. Lebt wohl, im Herrn verbunden, Den Heimatweg zu gehn, Ihr, die ihr ihn gefunden: Lebt wohl, auf Wiedersehn:,: Chr. W. Zeller. 70. fe = 24 1. Himmels- au, licht und blau, Wie viel zählst du Stern- lein? 8 O す a bo " Oh- ne Zahl!" So viel mal Soll Gott stets gelo- bet sein. 2. Gottes Welt, wohl bestellt, Wie viel zählst du Stäublein? Ohne Zahl zc. 3. Sommerfeld, uns auch meld, Wie viel zählst du Gräslein? Ohne 2c. 4. Dunkler Wald, grün gestalt't, Wie viel zählst du Zweiglein? Ohne zc. 5. Tiefes Meer, weit umber, Wie viel zählst du Tröpflein? Ohne zc. 6. Sonnenschein, klar und rein, Wie viel zählst du Fünklein? Ohne zc. 7. Ewigkeit, lange Zeit, Wie viel zählst du Stündlein? Ohne Zahl zc. 64 Innig. 71.6 3 3 Todesfreudigkeit. Bhil. 1, 21. schwin- ge dich em- por! F THE 1. Un- ter Li- lien je- ner Freuden Sollst du weiden, Seele, * Wie ein Ad- ler fleuch behen- de, Je= su Hän- de Öff- nen schon das Per- len- thor. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen Zu dem Haufen Derer, die des Lammes Thron Nebst dem Chor der Seraphinen Schon bedienen Mit dem reinsten Jubelton. 3. Löse, erstgeborner Bruder, Doch die Ruder Meines Schiffleins; laß mich ein In den sichern Friedenshafen, zu den Schafen, Die der Furcht entrückfet sein. 4. Nichts soll mir am Herzen fleben, Süßes Leben, Was die Erde in fich hält. Sollt ich noch in dieser Wüsten Länger fristen? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 5. Herzensheiland, schenke Glauben Deiner Tauben, Glauben, der durch alles dringt. Nach dir girret meine Seele In der Höhle, Bis sie sich von hinnen schwingt. 6. O, wie bald kannst du es machen, Daß mit Lachen Unser Mund erfüllet sei! Du kannst durch die Todesthüren Träumend führen Und machst uns auf einmal frei. 7. Du hast Sünd und Straf getragen, Furcht und Zagen Muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel ist nun abe, Aus dem Grabe Werd ich fröhlich auferstehn. 8. Herzenslamm, dich will ich loben Hier und droben In der zartſten Liebsbegier. Du hast dich zum ewgen Leben Mir gegeben; Hole mich, mein Lamm, zu dir. Allendorf. Hiob 10, 23. 72. 14 1. Har- re, mei- ne See- le, har- re des Herrn; 2. Har- re, mei- ne See- le, bar- re des Herrn; Al- les ihm beAl- les ihm be 1. feh- le, hilft er doch so gern! Sei un- ver- zagt, bald der Morgen 2. feh- le, hilft er doch so gern! Wenn alles bricht: Gottverläßt uns Solo: ( Bom Chor wiederholt.) 1. tagt, Und ein neu- er Frühling Folgt dem Winter nach. 2. nicht: Größer als der Hel- fer Ist die Not ja nicht. 65 In al- len E- wi- ge 47 ppd 1. Stürmen in al- ler Not, Wird er dich beschirmen, Der treue Gott. 2. Treu- e, Ret- ter in Not, Rett auch unsre See- le, Du trener Gott. Die stille Woche. 73. $** 1. Als Jesus von seiner Mut- ter ging, Und die große hei- lige Woch anN Ō rig= teit: fing, Da hat- te Ma- ri- a viel Her- ze= Leid. Sie frag- te den Sohn mit Trau= 2. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Sonntag ſein? ,, Am Sonntag werd ich ein König sein, Da wird man mir Kleider u. Palmen streun." 3. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Montag sein? „ Am Montag bin ich ein Wandersmann, Der nirgends ein Obdach finden kann." 4. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Dienstag ſein? „ Am Dienstag bin ich der Welt ein Prophet, Verkünde, wie Himmel u. Erde vergeht." 5. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Mittwoch sein? Am Mittwoch bin ich gar arm und gering, Verkauft um dreißig Silberling. 11 6. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Donnerstag sein? " Am Donnerstag bin ich im Speisesaal Das Opferlamm bei dem Abendmahl." 7. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Freitag sein? ,, Ach Mutter, ach liebste Mutter mein, Könnt dir der Freitag verborgen sein!" 5 66 8. ,, Am Freitag, liebste Mutter mein, Dann werd ich ans Kreuz genagelt sein. Drei Nägel, die gehn mir durch Händ und Füß: Verzage nicht, Mutter, das End ist süß." 9. Ach Sohn, du liebster Jesu mein, Was wirst du am heiligen Samstag sein? ,, Am Samstag bin ich ein Weizenkorn, Das in der Erde wird neugeborn." 10. ,, Und am Sonntag freu dich, o Mutter mein, Dann werd ich vom Tod erstanden sein; Dann trag ich das Kreuz mit der Fahn in der Hand, Dann siehst du mich wieder im Gloriestand." Kräftig. 74. 8 te 8tg 1. Nein, nein, das ist kein Ster- ben, Zu sei- nem Gott zu gehn; J 9 Der dun- feln Erd Jod 0 0 g T entfliehen, Und zu der Heimat zieP hen In rei ne Ster- nen- höhn! = 2. Nein, nein, das ist kein Sterben, Ein Himmelsbürger sein, Beim Glanz der ewgen Kronen In süßer Ruhe wohnen, Erlöst von Not und Bein. 3. Nein, nein, das ist kein Sterben, Der Gnadenstimme Ton Voll Majestät zu hören: Komm, Kind, und schau mit Ehren Mein Antlig auf dem Thron. 4. Nein, nein, das ist kein Sterben, Dem Hirten nachzugehn! Er führt sein Lamm zu Freuden, Er wird dich ewig weiden, Wo Lebensbäume stehn. 5. Nein, nein, das ist kein Sterben, Mit Herrlichkeit gekrönt, Zut Gottes Volk sich schwingen Und Jesu Sieg besingen, Der uns mit Gott versöhnt. 6. O nein, das ist kein Sterben, Du Heil der Kreatur! Dort strömt in ewgen Wonnen Die Liebe voller Bronnen, Hier sind es Tropfen nur. Cäs. Malan. Weihnacht. 75.1 - 8P 1. Ihr Kin- der- lein, fom- met, o kom- met doch all, Zur H 12 Krippe her kommet in Bethlehems Stall, Und seht, was in die- ser hoch 67 & hei- li- gen Nacht Der Va- ter im Him- mel für Freu- de uns macht. 2. O seht in der Krippe, im nächtlichen Stall, Seht hier bei des Lichtleins hellglänzendem Strahl In reinlichen Windeln das himmlische Kind, Viel schöner und holder, als Engel es sind. 3. Da liegt es, das Kindlein, auf Heu und auf Stroh, Maria und Joseph betrachten es froh: Die redlichen Hirten knien betend davor, Hoch oben schwebt jubelnd der Engelein Chor. 4. O beugt, wie die Hirten, anbetend die Knie; erhebet die Händlein und dantet, wie sie; Stimmt freudig, ihr Kinder, wer wollt sich nicht freun? Stimmt freudig zum Jubel der Engel mit ein. 5. O betet: du liebes, du göttliches Kind, Wie leidest du alles für unsere Sünd! Ach hier in der Krippe schon Armut und Not, Am Kreuze dort gar noch den bittersten Tod. 6. O nimm unsre Herzen zum Opfer denn hin, Wir geben sie froh dir in findlichem Sinn: O mache sie heilig und selig, wie deins, Und mach sie auf ewig mit deinem in eins. Die heilige Nacht. 76. 6 8 # 1. Stille Nacht, heilige Nacht! Al- les schläft, ein- fam wacht bbb Nur das trau- te, hoch- hei- li- ge Paar. Hol- der Kna- be im lof- fiH H gen Haar, Schlaf in himmli- scher Ruh, Schlaf in himmilischer Ruh! 2. Stille Nacht, heilige Nacht! Hirten erst fund gemacht; Durch der Engel Halleluja Tönt es laute von fern und nah: Jesus der Retter ist da, Jesus der Retter ist da! 3. Stille Nacht, heilige Nacht! Gottes Sohn, o wie lacht Lieb aus deinem holdseligen Mund, Da uns schläget die rettende Stund, Jesus, in deiner Geburt, Jesus, in deiner Geburt! 68 77. Sommerlied. 1. Geh aus mein Herz und suche Freud in dieser lie- ben 3 JA Som- merzeit In dei- nes Got- tes Ga- ben; Schau an der schönen 6 # Gärten Zier, Und sie he, wie sie dir und mir Sich T aus geschmük- fet haben, Sich aus- ge- schmük- ket ha ben. 2. Die Bäume stehen voller Laub, Das Erdreich decket seinen Staub Mit einem grünen Kleide. Narzissen und die Tulipan, Die ziehen sich viel schöner an, Als Salomonis Seide.:: 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, Das Täublein fleucht aus seiner Kluft Und macht sich in die Wälder. Die hochbegabte Nachtigall Ergößt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Thal und Felder.:: 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, Der Storch baut und bewohnt sein Haus. Das Schwälblein speist ihr Jungen. Der schnelle Hirsch, das leichte Reh Ist froh und kommt aus seiner Höh Ins tiefe Gras gesprungen.:,: 5. Die Bächlein rauschen in dem Sand Und malen sich und ihren Rand Mit schattenreichen Myrten. Die Wiesen liegen hart dabei Und klingen ganz von Lustgeschrei Der Schaf und ihrer Hirten.:: 6. Die unverdrossne Bienenschar Fleucht hin und her, sucht hier und dar Ihr edle Honigspeise. Des süßen Weinstocks starker Saft Bringt täglich neue Stärk und Kraft In seinem schwachen Reise.:: 7. Der Weizen wächset mit Gewalt; Darüber jauchzet jung und alt Und rühmt die große Güte Des, der so überflüssig labt und mit so manchem Gut begabt Das menschliche Gemüte.:,: 8. Ich selbsten kann und mag nicht ruhn; Des großen Gottes großes Thun Erweckt mir alle Sinnen. Ich finge mit, weil alles singt, Und lasse. was dem Höchsten klingt, Aus meinem Herzen rinnen.:,: 69 9. Ach, denk ich, bist du hie so schön Und läßt es uns so lieblich gehn Auf dieser armen Erden: Was will doch wohl nach dieser Welt Dort in dem reichen Himmelszelt Und güldnen Schloffe werden!:,: 10. Welch hohe Luft, welch heller Schein Wird dort in Christi Garten sein! Wie muß es da wohl klingen, Da so viel tausend Seraphim Mit unverdrossnem Mund und Stimm Ihr Halleluja fingen!:: 11. O, wär ich da! O, ständ ich schon, Ach süßer Gott, vor deinem Thron Und trüge meine Palmen: So wollt ich nach der Engel Weis' Erhöhen deines Namens Preis Mit tausend schönen Psalmen!:,: 12. Doch will ich gleichwohl, weil ich noch Hier trage dieses Leibes Joch, Auch nicht gar stille schweigen. Mein Herze soll sich fort und fort An dieſem und an allem Ort Zu deinem Lobe neigen.:: 13. Hilf nur und segne meinen Geist Mit Segen, der vom Himmel fleußt, Daß ich dir stetig blühe. Gieb, daß der Sommer deiner Gnad In meiner Seelen früh und spat Viel Glaubensfrücht erziehe.:,: 14. Mach in mir deinem Geiste Naum, Daß ich dir werd ein guter Baum, Den deine Kräfte treiben. Verleihe, daß zu deinem Ruhm Ich deines Gartens schöne Blum Und Pflanze möge bleiben.:,: 15. Erwähle mich zum Paradeis, Und laß mich bis zur letten Reif' An Leib und Seele grünen: So will ich dir und deiner Ehr Allein, und sonsten keinem mehr, Hier und dort ewig dienen.:,: Paul Gerhardt. Immer wieder! 78. 1. Immer muß ich wie- der le- sen In dem al- ten heilgen H 07 Buch, Wie er ist so sanft ge- we- sen, Oh- ne List und ohne Trug. 2. Wie er hieß die Kindlein kommen, Wie er hold sie angeblickt Und sie in den Arm genommen, Und sie an das Herz gedrückt! 3. Wie er Hülfe und Erbarmen Allen Kranken gern erwies Und die Blöden und die Armen Seine lieben Brüder hieß. 4. Wie er keinem Sünder wehrte, Der bekümmert zu ihm kam, Wie er freundlich ihn bekehrte Und den Tod vom Herzen nahm. 5. Hat die Herde sanft geleitet, Die sein Vater ihm verliehn, Hat die Arme ausgebreitet, Alle an sein Herz zu ziehn. 6. Immer muß ich wieder lesen, Les und weine mich nicht satt, Wie er ist so treu gewesen, Wie er uns geliebet hat. 70 6 Kräftig. Ermutigung. 1. Nur frisch bin ein, es wird so # 12 Meer wird dir schon Plaß ver- gön = nen! 23 tief nicht sein! Das ro- te Was wim- merst du? sollt der nicht helfen können, Der nach dem Blig giebt hel- len Sonnenſchein? Nur frisch hin ein! = 2. Der Himmelsheld hat einen Weg bestellt, Den niemand weiß; eh sein Volt sollte sinken, Muß selbst das Meer auf dieses Helden Winken Zur Mauer sein! Er herrscht im Flutenfeld, Der Himmelsheld. 3. Die Tapferkeit ist jederzeit bereit, Durch Kreuz und Schmach und durch die krausen Wellen Zu dringen durch, kein Sturmwind kann sie fällen; Sie hält uns fest in steter Sicherheit Die Tapferkeit. 4. Des Kreuzes Bein wird ja nicht ewig sein, Es ist ein Kelch, der seinen Boden zeiget; Man sieht den Grund, wenn alles ausgeneiget: Drum bilde dir wie süßen Wein nur ein Des Kreuzes Pein. 5. Der Christenstand ist hier also bewandt: Es muß ein Kreuz das andre Kreuze jagen; So ging es dem, der unser Kreuz getragen Am Kreuzesstamm. Es ist kein Kindertand Der Christenstand. 6. Wer wandern soll, muß oftmals trauernsvoll Durch Berg und Thal und öde Tiefen dringen: So muß ein Christ auch nach dem Himmel ringen Und leiden viel. Der muß oft geben Zoll, Wer wandern soll. 7. Ach süßer Christ, wenn du nur bei mir bist, So will ich auch mein Leben willig enden; Zu dir mein Gott, will ich mich gänzlich wenden Und tragen, was mir auferleget ist, Ach süßer Christ. 80. 1. 3 Bundeslied. PE Wir rei- chen uns zum Bun- de Die treu- e Bru- der- hand; Es ruht auf Fel- sen- grun- de Die Lie- be, die uns band. J Ein Wort hat uns ver 71 2 bunden, Wir tragen Ein Panier: Das Wort von Je su Wun- den Ist un- sers Bun- des E Bier, Ift un- sers Bun- des Zier. 2. Und ob auch alle weichen, Auf falschen Pfaden gehn; Uns eint Ein Bundeszeichen, Das kann kein Sturm verwehn: Das Zeichen, das wir tragen, Das ist ein Kreuz im Schild; Das Ziel, dem wir nachjagen, Ist unsers Jesu Bild.:,: 3. Wir wissen, was wir glauben, Obs auch der Welt ein Spott: Wer will uns ihn denn rauben, Den treuen Bundesgott! Und gehts zu hartem Streite, Er, er ist Schild und Wehr! Sein Name wird noch heute Im Kampf nur herrlicher.:: 4. Die Heucheltappen fallen, Die Kampfes stunde schlägt; Laut muß es jetzt erschallen, Was unsre Brust bewegt: Durchglüht von Jesit Lieben, Der uns zuerst geliebt, Laßt uns den Glauben üben, In dem er uns geübt::: 5. So sei der Bund beschworen, Erneut in schwerer Zeit! Als Wahlspruch sei erforen: Ihm treu in Ewigkeit! Und mag die Welt zersplittern, Uns bleibt das Schiboleth*: Der Glaube darf nicht zittern, So lang das Kreuz noch stehet:: W. Hermann. * Kennzeichen, Richter 12, 5. 6. 72 81. zu! Ruh: le Das rechte Vorwärts". 12 1. Fort, fort, mein Herz, zum Him- mel, Fort, fort, zum Himmel In diesem Welt- ge- tüm- mel. Ist für dich kei- ne Wo Got- tes Lämmlein wei- det, F 2 4 Ift P rei- tet; Da, da ist dei- ne Ruh, Fort, fort, zum Him- mel zu! 2. Fühlst du dich noch gebunden, Entreiß dich nur beherzt. Das Lamm hat überwunden, Was deine Seele schmerzt. Wie schwingt es seine Fahne Dort auf dem Siegesplane! Da blühet deine Ruh: Fort, fort, zum Himmel zu! 3. Es eilet mit Erbarmen Der Vater selbst zu dir, Will ewig dich umarmen, Segt dich zu Pracht und Zier, Schenkt dir die reine Seide, Gerechtigkeit, zum Kleide; Das bringet stolze Rub: Fort, fort, zum Himmel zu! 4. Lamm, auf Zions Hügel, Wie herrlich siehst du aus! hätt ich Adlers Flügel, Ich flög noch heut nach Haus, Wo mit Triumph und Prangen Die Deinen dich umfangen In ewig süßer Rub: Fort, fort, zum Himmel zu! 5. Jedoch soll mein Verlangen In deinem Willen ruhn, Mein Herz soll an dir hangen, Und was du sagest, thun: Ich will hier wartend stehen, Bis mich dein Mund heißt gehen: ,, Fort, fort, zu deiner Ruh, Fort, fort, zum Himmel zu!" 82. # eine Stätt beDer Lei- den- den vie le Doch mu ti- ger = - PP 1. Dort o- ben ist Ruh. O want- ten dem tröstenden ZieLei- den- den vie le Doch mu tiger zu! zut; Der 73 2. Wie selig ists dort! Nur Freud ist dort oben und Frieden, Vom Jammer hienieden Kein Bild und kein Wort.:,: 3. Wie rein und wie hehr Ist droben die Wonne der Liebe; Der schönste der Triebe, Gehemmt hier so sehr!:,: 4. Dort wischet selbst ab Die Vaterhand Gottes die Thränen, Und dort ist kein Sehnen, Kein Gram und kein Grab.:,: 5. Wonne, o Glück! Nur Pilgrime sind wir auf Erden, Die heimgeholt werden: Zur Heimat den Blick!:,: 6. Was weinest denn du? O trage nur mutig dein Leiden Und rufe mit Freuden: Dort oben ist Ruh.:,: Dr. Gottf. Menten in Bremen. Abendlied. Langsam. 83. 1. Lieb- lich dunkel, sanft und stil- le Ist die füt- Be A= bend7742 zeit; Möcht mein Seelen- grund und Wille Doch ihr gleichen al- le- zeit; Odann würd das Weltgetümmel Wie ein Traum vor- ü 0 Und ein fe- lig süt Ber Himmel Mir in dem Ge- mit= te stehn. 2. Dich zu lieben, das ist Leben; Dich zu haben selge Ruh! Und wer dir sein Herz gegeben, Schließt getroft die Augen zu; Trinkt noch einmal vor dem Schlummer, Herr, aus deinem lichten Quell: Dann entschläft er ohne Kummer, Dann sind seine Nächte hell. = ber- wehn, 3. Ach, was frommen uns die Nächte Ohne dich und deine Huld?! Süße schläft nur der Gerechte, Denn er ruhet ohne Schuld: Friede Gottes heißt das Kiffen, Das die Seele recht erquickt, Während ein befleckt Gewissen Auch im Traume schnell erschrickt. 4. Laß mich machen, laß mich schlafen Täglich, nächtlich, Herr, mit dir; Darum trugst du meine Strafen, Darum kamst du auch zu mir, Daß die Seele, bis ich sterbe, Deines Geistes werde voll; Daß ich als dein Kind und Erbe Mit dir wachen, schlafen soll. A. Knapp. 74 84.C Des fremden Kindes heilger Christ. 1. Es läuft ein fremdes Kind Am Abend vor Weihnachten Durch ei- ne Stadt geschwind, Die Lichter zu be- trachten, Die an- ge- zün- det sind. 2. Es steht vor jedem Haus und sieht die hellen Räume, Die drinnen schaun heraus, Die lampenvollen Bäume: Weh wirds ihm überaus. 3. Das Kindlein weint und spricht: ,, Ein jedes Kind hat heute Ein Bäumchen und ein Licht und hat dran seine Freude, Nur bloß ich armes nicht." 4. ,, An der Geschwister Hand, Als ich daheim gesessen, Hat es mir auch gebrannt; Doch hier bin ich vergessen In diesem fremden Land." 5. Läßt mich denn niemand ein Und gönnt mir auch ein Fleckchen? In all den Häuserreihn Ist denn für mich kein Eckchen, Und wär es noch so klein?" 6. Läßt mich denn niemand ein? Ich will ja selbst nichts haben; Ich will ja mur am Schein Der fremden Weihnachtsgaben Mich laben ganz allein." 7. Es flopft an Thür und Thor, An Fenster und an Laden, Doch niemand tritt hervor, Das Kindlein einzuladen; Sie haben drin kein Ohr. 8. Ein jeder Vater lenkt Den Sinn auf seine Kinder; Die Mutter sie beschenkt, Denkt sonst nichts mehr, nichts minder: Ans Kindlein niemand denkt. 9. ,, lieber, beilger Christ, Nicht Mutter und nicht Vater Hab ich. wenn dus nicht bist; O sei du mein Berater, Weil man mich hier vergißt!" 10. Das Kindlein reibt die Hand, Sie ist vor Frost erstarret; Es kriecht in sein Gewand Und in dem Gäßlein harret Den Blick hinaus gewandt. 11. Da kommt mit einem Licht Durchs Gäßlein hergewallet, Im weißen Kleide schlicht, Ein ander Kind; wie schallet Es lieblich, da es spricht: 12. ,, Ich bin der heilge Christ; War auch ein Kind vordessen, Wie du ein Kindlein bist; Ich will dich nicht vergessen, Wenn alles dich vergißt!" 13. ,, Ich bin mit meinem Wort Bei allen gleichermaßen; Ich biete meinen Hort So gut hier auf den Straßen, Wie in den Zimmern dort." 14. 3ch will dir deinen Baum, Fremd Kind, hier lassen schimmern, Auf diesem offnen Raum, So schön, daß die in Zimmern So schön sein sollen kaum." 15. Da deutet mit der Hand Christkindlein auf zum Himmel, Und drobert leuchtend stand Ein Baum voll Sterngewimmel Vielästig ausgespannt. 16. So fern und doch so nah: Wie funkelten die Kerzen! Wie ward dem Kindlein da, Dem fremden, still zu Herzen, Da's seinen Christbaum sah! 17. Es ward ihm wie ein Traum; Da langten hergebogen Englein herab vom Baum Zum Kindlein, das sie zogen Hinauf zum lichten Naum. 18. Das fremde Kindlein ist Zur Heimat jetzt gefehret Bei seinem heilgen Christ. Und was bier wird bescheret, Es dorten leicht vergißt. 85. 1. 3 40 Triumphlied. Anfang und Ende ist da; kommst du uns Menschen so nah!) 75 Je- sus ist kom- men, Grunde= wi- ger Freude, A und Q, Gottheit und Menschheit ver- ei- nen sich bei- de: Schöpfer, wie Him- mel und Erde, erzäh- lets den Hei- den: Je- sus ist kom- men, Grund e- wi- ger # Freu- den, Je- sus ist kommen, Grund ewiger Freu- den! 2. Jesus ist kommen, die lieblichste Krone Seines erhabenen Vaters ist hier; Holet sich Sünder und führt sie zum Throne. O der erstaunlichen Liebesbegier! Danket der Liebe, ergebt euch dem Sohne! Jesus ist kommen, die lieblichste Krone!:,: 3. Jesus ist kommen, der starke Erlöser Bricht dem gewappneten Starken ins Haus; Sprenget des Feindes befestigte Schlösser, Führt die Gefangenen siegend heraus. Fühlst du den Stärkeren? Satan, du Böser! Jesus ist kommen, der starke Erlöser!:,: 4. Jesus ist kommen, die ewige Liebe. Liebe, du bist uns recht nahe verwandt! Liebe, du liebst uns mit feurigem Triebe; Liebe, du unser Blutbräutgam genannt. O, daß mein Alles sich ich dich erhübe! Jesus ist kommen, die ewige Liebe!:: 5. Jesus ist kommen, o goldene Zeiten! Morgenstern, der uns im Herzen aufgeht! Mittler, du machest uns Eines aus beiden, Ziehe uns nach dir, du Liebesmagnet! Meister zu helfen, du stehst uns zur Seiten. Jesus ist kommen, o goldene Zeiten.:: 6. Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden! Eilet, ach eilet zum Gnadenpanier! Schwöret ihm Treue mit Herzen und Händen; Sprechet: wir leben und sterben bei dir. Herzensfreund, gürte mit Wahrheit die Lenden! Jesus ist kommen, sagts aller Welt Enden!:,: Allendorf. 76 86. Weihnachten. 建 1. Nun singet und seid froh, Jauchzt alle und sagt so: P P P P PPP! zens Won- ne Liegt in der Krippe bloß, 8 Unsers HerP Und leuchtet als die Sonne P P P P P P PPP In sei- ner Mutter Schoß. Du bist A und O! Du bist A und D! 2. Sohn Gottes in der Höh, Nach dir ist mir so weh! Tröst mir mein Gemüte, Kindlein zart und rein, Durch alle deine Güte, O liebstes Jefulein! Beuch mich hin nach dir!:,: 3. Groß ist des Vaters Huld, Der Sohn tilgt unsre Schuld. Wir waren all verdorben Durch Sünd und Eitelkeit; So hat er uns erworben Die ewge Himmelsfreud. Eija, wärn wir da!:,: 4. Wo ist der Freuden Ort? Ach, nirgends mehr, denn dort, Da die Engel fingen Zusamt den Heilgen all, Und wo die Psalmen klingen Im hohen Himmelssaal. Eija, wärn wir da!:: Nach Peter v. Dresden. 87a. 1. Nur mit Je- su will ich Pilger wan- dern, Nur mit ihm geh froh 6}} # ich ein und aus; Weg und Ziel find ich bei kei- nem an- dern, Er al 77 1 1 1 lein bringt Heil in Herz und Haus, Er al- lein bringt Heil in Herz u. Haus. 2. Berg und Thal und Feld und Wald und Meere Froh durchwall ich fie an seiner Hand; Wenn der Herr nicht mein Begleiter wäre, Fänd ich nie das wahre Vaterland.:,: 3. Er ist Schuß, wenn ich mich niederlege, Er mein Hort, wenn früh ich stehe auf; Er mein Rater auf dem Scheidewege Und mein Trost bei rauhem Pilgerlauf. 4. Bei dem Herrn will ich stets Einkehr halten, Er sei Speis' und Trank und Freude mir; Seine Gnade will ich lassen walten, Ihm befehl ich Leib und Seele hier.:,: 5. Bis es Abend wird für mich hienieden, Und er ruft zur ewgen Heimat hin; Bis mit ihm ich gehe ein zum Frieden, Wo sein selger Himmelsgast ich bin.:: Schück. 87b. G 1. Ich bin ein kleines Kin- de- lein Und mei- ne Kraft ist schwach; Ich woll- te ger- ne ſe- lig sein, Und weiß nicht, wie ichs = 18 P P. mach, Und weiß nicht, wie ichs mach. 2. Mein Heiland, du wardst mir zu gut Auch so ein kleines Kind Und hast mich durch dein teures Blut Erlöst von Tod und Sünd.:: 3. Mein lieber Heiland rat mir du, Was ich zur Dankbarkeit Für alle deine Liebe thu, Und was dein Herz erfreut.:: 4: Ich leg als Opfer alles bin, Was ich dir geben kann: Nimm Herz und was ich hab und bin, Nimms, Jesu, gnädig an.:,: 5. Du hast mich in der Taufe ja Zu deinem Kind geweiht, Und eh ich etwas wußt und sah, Zum Himmelreich erneut.:: 6. Bewahre mir mein Herzelein Vor allem, was befleckt; Du hasts gewaschen, halt es rein, Verhüllt und zugedeckt.:,: 78 88. ft 6 8 JE 1. Was macht ihr, daßihr weinet Und brechet mir das Herz! Im Der Abschied. Herrn sind wir ver- ei- net Und bleibens aller- wärts: Das Band, das uns ver- bin- det, Löst we- der Zeit noch Ort; Was in dem Herrn sich = findet, Das währt in ihm auch fort, Das währt in ihm auch fort. 2. Man reicht sich wohl die Hände, Als sollts geschieden sein, Und bleibt doch ohne Ende Im innigsten Verein; Man sieht sich an, als sähe Man sich zum letzten Mal, Und bleibt in gleicher Nähe Dem Herrn doch überall.:: 3. Man spricht: ich hier, du dorten, Du ziehest und ich bleib, Und ist doch allerorten Ein Glied an einem Leib; Man spricht vom Scheidewege Und grüßt sich einmal noch, Und geht auf einem Wege In gleicher Richtung doch.:,: 4. Was sollen wir nun weinen Und so gar traurig sehn, Wir kennen ja den Einen, Mit dem wir alle gehn In einer Hut und Pflege, Geführt von ciner Hand, Auf einem sichern Wege, Ins eine Vaterland.:,: 5. So sei denn diese Stunde nicht schwerem Trauerleid, Nein, einem neuen Bunde Mit unserm Herrn geweiht; Wenn wir uns ihn erkoren Zu unſerm höchsten Gut, Sind wir uns nicht verloren, Wie weh auch Scheiden thut.:,: Spitta. Auferstehn. 89. 46 1. Auf= er= stehn, ja auf- erstehn wirst du, Mein Staub, nach #H fur= zer Ruh! Unsterb- lich Leben Wird, der dich schuf, dir 44 ge- ben; Hal- le lu- ja, Hal- le= lu- ja! 2. Wieder aufzublühn werd ich gesät. Der Herr der Ernte geht Und sammelt Garben Uns ein, die wir hier starben. Gelobt sei er!:,: Mäßig. 90.c 42 3. Tag des Danks, der Freudenthränen Tag! Du meines Gottes Tag! Wann ich im Grabe Genug geschlummert habe, Erweckst du mich.:,: 4. Wie den Träumenden wirds dann uns sein. Mit Jesu gehn wir ein Bu seinen Freuden. Der müden Pilger Leiden Sind dann nicht mehr.: 5. Ach, ins Allerheiligste führt mich Mein Mittler. Dann leb ich m Heiligtume, Zu seines Namens Ruhme, In Ewigkeit.:,: Fr. Gottl. Klopstock. Das Vater- Unſer. 1. 79 DE fränket; den- fet: Wenn das Herz voll Gram und Leid, Voll von Kümmer- nis sich Trost- los in der Ein- sam- keit, Was es frän- ket, üt- ber= 8 M 11101 す dann ei- let zum Ge- bet, Fleht zu Gottes Maje- stät. 2. Betet nicht nach Heidenart, Die viel eitle Worte sprechen; Gottes Vaterherz ist zart, Auch ein Seufzer kann es brechen: Das Gebet, das Jesus lehrt, Wird gewiß von ihm erhört. 3. ,, Vater Unser!" beten wir, Der du in dem Himmel wohnest, Und die Deinen, wenn sie dir Treulich dienen, reichlich lohneft: ,, Deines Namens Herrlichkeit Sei geheiligt allezeit!" 4.3u uns tomme, Herr, dein Reich." Wie im Himmel, so auf Erden Soll dein Wille allzugleich Gern von uns vollführet werden." Gieb uns auch bis in den Tod Heut und täglich unser Brot." 5. Ach vergieb nach deiner Huld, Milder Vater, alle Sünden; Laß uns weg en unsrer Schuld, Herr, vor dir Vergebung finden, Und nach Maß, als wir verzeihn, Mach auch uns von Sünden rein. 6. ,, In Versuchung führ uns nicht," Laß uns niemals unterliegen. Gieb die Kraft, die uns gebricht, Böse Lüste zu besiegen. Vater, steh uns mächtig bei, ,, Mach uns von dem Übel frei". 7. Wer mit Glaubenszuversicht, Demutsvoll in Jesu Namen Diese sieben Bitten spricht, Kann mit Freuden sagen Amen! Amen, ja es wird geschehn, Was wir so zum Vater flehn. 80 91. Rhythmisch. 4 f!!! FP 1. Je- su, geh vor- an, 5 #ly p Und wir wol- len nicht ver- wei- len Dir ge- treu- lich nach- zu- ei- len. # 4 Auf der Le- bensbahn: Bo Führ uns an der Hand 2. Solls uns hart ergebn, Laß uns feste stehn Und auch in den schwersten Tagen Niemals über Lasten tlagen; Denn durch Trübsal hier Geht der Weg zu dir. P Bis ins Va= ter land. 3. Rühret eigner Schmerz Irgend unser Herz, Kümmert uns ein fremdes Leiden: Oso gieb Geduld zu beiden. Richte unsern Sinn Auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Liebster, lebenslang. Führst du uns durch rauhe Wege, Gieb uns auch die nötge Pflege. Thu uns nach dem Lauf Deine Thüre auf. N. 2. v. Zinzendorf. 92.2 fh Herz Des mäch- tig dir helfen- den Je sus! 2. Wenn Kummer dich quält, Wenn alles dir fehlt, So flehe zu deinem Erbarmer. 3. Er leichtert die Last Voll Mitleid und faßt Und hebt sie mit mächtigen Händen. 1. Wirf Sor- gen und = R Schmerz Ins lie- ben de S = 81 4. Er schüßt dich und wacht, Drum laß dich die Nacht Des Leidens und Todes nicht schrecken. 5. So leide denn gern! Beim freundlichen Herrn Erquicken dich Ströme der Wonne. 93. 1. d JOmein Je- su, reich an Gnaden, Tren und voll Barmherzig- keit, Ach, wie ist mein Herz be- laden Schwer vor Gram u. Traurigkeit! Ach über mich er- bar- me dich, O mein Je- su, hö- re mich! 2. Bin so fern von rechter Straße, Bin so ganz verloren hier; Jesu, in Ach über mich zc. dein Arm mich fasse, Ziehe mich hinauf zu dir! 3. Ach ich elend armer Sünder, Ach wo bin ich kommen hin! Nimm mich unter deine Kinder, Ob ichs gleich nicht würdig bin! Ach über mich 2c. EINT 94.& 4. Du hast ja durch deine Wunden Mich erlöst von Sünd und Pein, Durch dein Blut dich mir verbunden; Wollst mein treuer Heiland sein! Ach über zc. 5. Wann es endlich kommt zum Sterben, Wann nun kommt die Ewigkeit, Jesu, laß mich dann ererben Deine ewge Herrlichkeit! Ach über mich zc. - t HE TP 1. Nun so bleibt es fest dabei, Daß ich Je- su ei- gen 7 d sei: Welt und Sün- de fah- ret hin, Nur nach Je su steht mein Sinn! 2. Jesus ist mein höchstes Gut, Denn er gab sein teures Blut Auch für mich derlornes Kind, Daß mein Glaube Gnade findt. 3. Herr, ich hang allein an dir, Nimm nur alles weg von mir, Was dir nicht gefällig ist, Weil du doch mein alles bist. 4. Amen, ja du hörest mich, Und ich Armer lobe dich; Ja, zum voraus werd ich schrein: Jesus wird mein Helfer sein. 6 82 95. 1. Das in Wenn er Siegesverheißung. Offb. Joh. 2 und 3. # Wer überwin $ det, soll vom Holz ge- nie- ßen, Er soll von kei- nem Tod noch E- lend wissen, L dem Pa- ra- diese Got dem Herrn des Lebens red la= ben Mit Himmels- ga= Was e wig tröst't, Und er wird ha S B tes grünt, - lich dient; Der wird ihn ben, Und er wird ha= bent, # F ben, Was ewig tröst't. 2. Wer überwindet, dem soll nichts geschehen Vom andern Tode, der die Seele quält; Er soll sein Angesicht vom Throne sehen, Wo das erwählte Heer fein Lob erzählt: Nach tapferm Ringen Soll er mit singen Und Opfer bringen In Heiligkeit.:: 3. Wer überwindet, dem giebt er zu essen Vom Lebensmanna, das verborgen liegt; Sein Zeugnis bleibet auch stets unvergessen; Ein neuer Name wird ihm beigefügt, Den nur verstehet, Wer ihn enpfähet Und wen erhöhet Des Lammes Blut.:,: 4. Wer überwindet und hält seine Worte Bis an das Ende mit Beständigfeit, Dem giebt Er über Heiden Macht und Stärke, Daß er sie mit der eiſern Rute weid't, Bis sie zerschmissen Erkennen müssen, Daß all ihr Wissen Vor ihm nichts gilt.:,: 5. Wer überwindet, soll, ganz weiß gekleidet, Im Buch des Lebens eingeschrieben sein, Wo seinen Namen nichts vertilgt noch scheidet, Und Er bekennen wird: Du, du bist mein! Vors Vaters Throne, Bei dem ich wohne, Wird dir die Krone Des Heils geschenkt.:,: 83 6. Wer überwindet, soll ein Pfeiler bleiben Im Tempel seines Gottes früh und spat; Er wird auf ihn den Namen Gottes schreiben, Jerusalems, das Gott erwählet hat. Des Namens Zeichen Soll er erreichen Und nimmer weichen, Noch von ihm gehn.:,: 7. Wer überwindet, soll im Himmel siten Auf seinem Stubl, gleich wie Er überwand; Er mußt ja in der Welt auch Blutschweiß schwißen, Nun sigt er zu des Vaters rechter Hand: Hier soll sich laben An Himmelsgaben, Und Ruhe haben, Wer recht gekämpft.:: Gottfr. Arnold. Der Herr wirds versehn. A. Felger. 96.24 f hef 1. Ob Trüb- sal uns fränkt Und Kummer unsdrückt, Von 韓 नय Feinden bedrängt, Kein Freund uns erquickt, So bleibt uns doch ei- nes- Laß fut fly i te T al- les geschehn, Wir ach- ten der kei- nes: ,, Der Herr wirds versehn!" 2. Der Vögel ernährt, Und Fischen im Meer Die Nahrung gewährt, Beschert uns noch mehr: Den Seinen wird nimmer Das Nötge entgehn; Das Wort gilt ja immer: ,, Der Herr wirds versehn." 3. Oft wird zwar das Herz Von Stürmen bedroht; Die Welt machet Schmerz, Und Satan macht Not! Da seufzt man ermüdet: Wie wirds uns ergehn?! Doch der uns behütet, Der Herr wirds versehn." 4. Dem Rufe des Herrn, Wie Abraham dort, Gehorchen wir gern Im Glauben ans Wort; Wohin er uns führet, Den Weg, den wir gehn, Weiß er, der regieret: ,, Der Herr wirds versehn." 5. Ob Satan den Pfad Von vorne befeßt, Der Glaube weiß Rat Und sieget zulegt; Er kann uns nicht rauben, Wohl mag er uns schmähn, Das Wort, das wir glauben: Der Herr wirds versehn." 6. Und naht auch der Tod mit drohender Hand, Noch hat es nicht not, Dies Wort ist ein Pfand; Uns nimmer verlassend, Sehn Jesum wir stehn, Und jauchzen erblaffend: ,, Der Herr wirds versehn." - 6* - 84 97. Mäßig. Der Herr kennet die Seinen. 中 1. Es kennt der Herr die Seinen Und hat sie stets gekannt, Die i t It i Gro- ßen und die Klei- nen In je- dem Volk und Land! = 16 BCFE läßt sie nicht verder ben. Er führt sie aus und ein, C D Leben und im Ster- ben Sind sie und blei- ben sein, Im Im Leben und im Ster- ben Sind sie und blei- ben sein. 2. Er fennet seine Scharen Am Glauben, der nicht schaut, Und doch dem Unsichtbaren, Als säh er ihn, vertraut; Der aus dem Wort gezeuget, Und durch das Wort sich nährt, Und vor dem Wort sich beuget, Und mit dem Wort sich wehrt.:,: 3. Er fennt sie als die Seinen An ihrer Hoffnung Mut, Die fröhlich auf dem Einen, Daß er der Herr ist, ruht, In seiner Wahrheit Glanze Sich sonnet frei und fühn Die wunderbare Pflanze, Die immerdar ist grün.: 4. Er fennt sie an der Liebe, Die seiner Liebe Frucht, Und die mit lauterm Triebe Ihm zu gefallen sucht; Die andern so begegnet, Wie er das Herz bewegt, Die segnet, wie er segnet, Und trägt, wie er sie trägt.:,: 5. So fennt der Herr die Seinen, Wie er sie stets gekannt, Die Großen und die Kleinen In jedem Volk und Land, Am Werk der Gnadentriebe Durch seines Geistes Stärk, An Glauben, Hoffnung, Liebe, Als seiner Gnade Werk.:,: 85 6. So bilf uns, Herr, zum Glauben Und halt uns feft dabei; Laß nichts die Hoffnung rauben, Die Liebe herzlich sei! Und wird der Tag erscheinen, Da dich die Welt wird sehn, So laß uns als die Deinen Zu deiner Rechten Spitta. stehn!:,: 98. € Ostern. 1. D- stern, O- stern, Früh- lings we ben! D- stern, O- stern, = = 50 Auf- er stehen Aus der tie- fen Gra- bes- nacht, Aus der tie- fen S # Grabes- nacht! Blu- men sollen fröhlich &# blit- hen, Herzen 10 sol- len heimlich glü- hen, Denn der Hei- land ist er= wacht! 2. Trotz euch, höllische Gewalten! Hättet ihn wohl gern behalten, Der euch in den Abgrund zwang.:: Mochtet ihr das Leben binden?! Aus des Todes düstern Gründen Dringt hinan sein ewger Gang. 3. Der im Grabe lag gebunden, Hat den Satan überwunden, Und der lange Kerker bricht;:,: Frühling spielet auf der Erden, Frühling solls im Herzen werden, Herrschen soll das ewge Licht. 4. Alle Schranken find entriegelt, Alle Hoffnung ist verfiegelt, Und beflügelt jedes Herz; Und es klagt bei keiner Leiche Nimmermehr der falte bleiche Gottvergessne Heidenschmerz. Schenkendorf. 86 99. e 1 1. - Die Kreuzesfahne weht- die Fahne weht!-Wohl dem, der bei ihr steht!- ECET P P P P P der bei ihr steht- Drommeten schallen weit u. breit: Frisch auf, frisch auf, zum Streit! 2. ,, Hie Schwert des Herrn und Gideon!" Tönt unser Schlachtgeschrei. Der treubewährte Gottessohn, Er steht uns selber bei! Mit ihm des Himmels Heer des Himmels Heer Der Engel Zeug und Wehr Wehr Zeug und Trop aller Welt! denn Sieg und Feld Behält der starke Held! 3. Nur trag dein Kreuz und leide dich, Und wahr dein Herzensschloß, Mein gut Gesell, demütiglich Vor feurigem Geschoß! In Sorg und Händel nicht und Händel nicht Der Nahrung sich verflicht Ein Streitgenoß und Kriegesknecht: Wer kämpfet, fämpfe recht!" sich verflicht - 4. Beuch du den Harnisch Bauli an: Dein Schwert sei Gottes Wort; Das bricht durch Flut und Flanimen Bahn, Und ist ein starker Hort; Ergreif des Heiles Helm des Heiles Helm Und weich nicht wie ein Schelm ein Schelm- Der Schild des Glaubens schüße dich: So streite ritterlich! wie 5. Gott rüste dich mit Davids Kraft, Und lehre dich den Krieg, Daß in der Kreuzes- Ritterschaft Du werbest um den Sieg! Der Sieg ist nimmer weit ii nimmer weit Halt tapfer aus im Streit halt aus im Streit. Schon winket dir der Ehrenlohn, Des ewgen Lebens Kron. R. E. 100. 47 Daß ich er1 [ P Wer will ein Streiter Je su sein, Und nicht ein Widerchrift, Der stell sich auf dem Kampfplaß ein, Wie er be- ru- fen ist! J 3 1. Den Streitgenossen. 1 8 - Dich liebt, o Und dies ist 1 - - &. Gott, mein ganzes Herz mir der größte Schmerz, - 87 f # # zürnt dich, höchstes Gut, Ach, wasch mein Herz in deinem Blut. 2. Herr, schließ mir dein Herz nicht zu, Bei dir allein ist wahre Rub; Nimm hin mein Herz, Herr Jesu Christ, Für welches deins durchstochen ist. 3. Entzünd in mir der Liebe Glut, Mein Gott, mein Ziel, mein höchstes Gut! Mit festem Band der Liebe dein Umschling, o Gott, das Herze mein. 4. Nimm alles hin als deine Gab, Was ich nur bin und was ich hab; Richt alles ein, wie dirs gefällt, Dir sei es völlig heimgestellt. 5. Wie Gold im Feu'r mich läutre hier; Aus Lieb schick Kreuz und Trübsal mir: Von dir kein Trübsal und kein Not Mich trennen mag bis in den Tod. Im Himmel. 101. 3 9-4 1. Im Him- mel, im Him- mel ist Freude so viel; E Da fin= gen die Eng- lein und haben ihr Spiel. 2. Sie singen, sie springen und loben ihrn Gott, Der Himmel und Erde erschaffen hat.:: 3. Dort oben, dort obert vor der himmlischen Thür Da steht ein arm Sünder und weinet so sehr.:,: 4. ,, Arm Seele, arm Seele, was stehest du hier? Wenn ich dich anschaue, so weinest du mir." 5. W'rum sollt ich nicht weinen, du gütiger Gott: Ich hab übertreten die zehen Gebot.:,: 6. Hast du übertreten die zehen Gebot: Fall nieder auf die Knie und bete zu Gott!:,: 7. Bet immer, bet immer und allzeit mit Fleiß, So wird dir Gott schenfen die himmlische Freud.:,: 8. Die himmlische Freud ist' ne wunderschöne Stadt, Da Friede und Freude tein Ende mehr hat.:,: 88 102. ft f Weihnachtslied. 非 1. Das Heil der Welt, ein kleines Kind, Man jet- 30 hier auf # Er den findt; Drumsin- gen wir alle mit Schal- le, Mit Fröh- lich3 teit, mit In- nig- teit, Dem Kin- de- lein in Ewig- feit, o Je su! 2. Gegrüßet sei, o Jesu Christ, Daß du zum Heil geboren bist; Drum fingen wir alle mit Schalle, Mit Fröhlichkeit zc. 3. Nun thu du auf das Herze mein Und komm hinein, o Kindelein, So fingen wir alle mit Schalle, Mit Fröhlichkeit zc. Passion. 103. 1. Kommt ihr See- len, nehmt zu Herzen Eu res O Je su bittre Schmerzen Auf dem schwe- ren To- des- gang. 2. Schauet ihn in seiner Krone, Die er trägt bei großem Hohne; Schauet seine Bande an! 3. Schauet, wie er geht gebücket, Wie das Kreuz ihn niederdrücket; Schauet, wie er niedersinkt. 4. O, des Armen und Betrübten! D, des Treuen, Vielgeliebten; D, der Leiden ohne Zahl! 89 5. Denkt, ihr Seelen, denket heute, Was euch dieser Gang bedeute, Den Herr erduldet hat. der 6. Denkt, wenn er euch soll erhöhen, Daß ihr müsset mit ihm gehent Und das Kreuz ihm tragen nach. 7. Niemand kommt zu ewgen Freuden Ohne Christi Kreuz und Leiden: Selig, wer es auf sich nahm! 104.2 Weihnacht. euc. 2, 13. 1 trtt 1 1. Her bei, o ihr Gläubi- gen, fröhlich tri- um- phierend, D kommet, o tom- met nach Beth- le- hem! Se- het das Kindlein, uns zum Heil ge boren! O las- set uns an- be- ten, Olas- set = O uns an- be- ten, Olaf- set uns an be- ten den Kö nig! 2. König der Ehren, du Herrscher der Heerscharen Verschmähst nicht zu ruhn in Marien Schoß, Du wahrer Gott, von Ewigkeit geboren. O lasset uns anbeten 2c. 3. Kommt, singet dem Herrn, o singt ihm, Engelchöre! Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen: Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden! O lasset 2c. 4. Dir, der du heute bist ein Mensch geboren, DO Jesu, sei Ehre, Preis und Ruhm, Dir Fleisch gewordnes Wort des ewgen Vaters. O lasset uns anbeten 2c. 90 105. 3 Des Herrn Passionsgang. 1. Als un- ser Herr in Gar- ten ging Und ihm sein bitt- res Lei- den an- fing, Da trau- ert Laub und grü- nes Gras, Weil Ju- das sein Verräter was. 2. Da kamen die falschen Juden gegangen, Sie haben den Heiland im Garten gefangen; Sie hab'n ihn gegeißelt und gekrönt, Sein heilgen Leichnam gar verhöhnt. 3. Sie führn ihn in des Richters Haus, Mit scharfen Streichen wiedrum ' raus; Sie bingen ihn an ein hohes Kreuz; Maria war ihr Herz beleidts. 4. Maria hört ein Hämmerlein flingen: Ach weh! ach weh! meins lieben Kinds! Ach weh! ach weh! meins Herzens Kron, Mein Kind will mich verlassen schon! 5. ,, Johannes, lieber Jünger mein, Laß dir mein Mutter befohlen sein; Nimm sie bei der Hand, führ sie von dann, Daß sie nicht schau mein Marter an!" 6. Ja, Herr, das will ich gerne thun, Ich will sie führen also schön, Ich will sie trösten also gut, Wie'n Kind seine Mutter trösten thut." 7. Nun bieg dich, Baum, nun bieg dich, Ast, Mein Kind hat weder Ruh noch Rast; Nun bieg dich, Laub und grünes Gras, Laßt euch zu Herzen gehen das! 8. Die hohen Bäum die bogen sich, Die harten Felfen zerrissen sich; Die Sonn verlor auch ihren Schein, Die Vöglein ließen ihr Rufen und Schrein. 9. Den Toten öffnet sich die Thür, Sie gingen aus den Gräbern' rfür; Die Erd riß auf vor großer Pein; Das mocht ihr ein groß Herzleid fein. 10. Derhalben sag'n wir ewig Dank, Q Gott, dir unser Leben langi D laß dein bittre Leidenspein An uns doch nicht verloren sein! 106. C Der Engel der Geduld. 64 3. Gersbach. 0 po p stets hie- nie- den Dem En- gel der Ge- duld! 91 1. Es zieht ein stil- ler Engel Durch dieses Er- den12 land; Zum Troft für Er- den- män- gel Hat ihn der Herr ge- sandt. In 4 # 7 sei- nem Blick ist Frie- den Und sanfte, mil- de Huld; O, folg ihm 2. Er führt dich immer treulich Durch alles Erdenleid, Und redet so erfreulich Von einer schönern Zeit; Ja willst du gar verzagen, Hat er doch guten Mut: Er hilft das Kreuz dir tragen und macht noch alles gut. 3. Er macht zur linden Wehmut Den herbsten Seelenschmerz Und taucht in stille Demut Das ungestüme Herz; Er macht die finstre Stunde Allmählich wieder hell, Und heilet jede Wunde Gewiß, wenn auch nicht schnell. 4. Er zürnt nicht deinen Thränen ,, Wenn er dich trösten will; Er tadelt nicht dein Sehnen, Nur macht ers fromm und still: Und wenn im Sturmestoben Du murrend fragst: warum? So deutet er nach oben Mildlächelnd, aber stumm. 5. Er hat für jede Frage Nicht Antwort gleich bereit; Sein Wahlspruch heißt: ertrage! Die Ruhstatt ist nicht weit! So geht er dir zur Seite Und redet gar nicht viel Und denkt nur an die Weite, Ans schöne, große Ziel. Spitta. 92 Jerusalem.( Judenmission.) ### 1. Je- ru- sa- lem, Je- ru- sa- lem! Die du so hoch ge107.c Pū thront, Du Wohnung Got- tes lieb und wert, Du Him- mel un- term pt Mond; Jeßt samt den Dei- nen un- term Fluch, Ge- fnech- tet jäm- merp lich: Je- ru- sa- lem, Je- rut- sa- lem, Stetswei- nen wirum dich. 2. Wo einst das Lob das Herrn erklang Auf Zions heilgen Höhn, Da frümmen deine Kinder bang Sich unter ihren Wehn; Am Boden sigst du einsam jetzt Geknechtet jämmerlich. Jerusalem, Jerusalem, Stets weinen wir um dich. 3. Jerusalem, Jerusalem, Bis du dich einst bekehrst, Und unser Lamm, das du durchbohrt, mit wahrer Buße ehrst, Bis du dich vor dem Heiland beugst, Vor seinem Seitenstich: Jerusalem, Jerusalem, Stets weinen wir um dich. Barth. Aus dem Engl. Passion. Voltsweise. 108.€ Pehrt zu Englische Weise. Be= fut 1. Je- su Wun- den, Al- le 888 tau- send-mal; Seid ge Sup Stun- den Seid ver= grüt Bet, Seid ge= EX tüf = fet, Mei- ner See- le Le- bens= quell. 2. Bei den Füßen Will ich büßen Alle meine Missethat; Will beweinen Deine Peinen, Die mein Herz verschuldet hat. 3. In die Hände Ich absende Meine Seel in Todesnot: Laß sie schreiten In die Seiten, So dein Blut gefärbet rot. Grablied. Nach voriger Weise. 1. Geh zum Schlummer Ohne Kummer, Teures, gottvertrautes Herz! Nun ists stille; Deine Hülle Schläft hier aus den letzten Schmerz. 2. Geh zur Ruhe! Thu, o thue Friedevoll die Augen zu! All die Deinen, Die hier weinen, Gönnen dir doch deine Ruh. 3. Schlafe, schlafe! Seine Schafe Kennt auch hier der treue Hirt. Dies Verwesen Schafft Genesen, Das dich ewig freuen wird. Gebet. 31. 88. 109. # ₂ D Je su, Gna- den- son- ne, 1. Brunnquell al= ler Won- ne, Süt- ße See- len Nei- ge dich zu 9 Blit- te voll Er- bar- men Auf dein Kind her- ab; 93 A = zier, 1 mir! Trö- ste selbst mich Ar- men, Sei mein Schild und Stab! 2. Tilg all meine Sünde, Herr, in deinem Blut, Daß dein Zorn verschwinde, mein höchstes Gut! Laß mir deine Wunden, Deiner Marter Schön' Alle Tag und Stunden Vor den Augen stehn!:: 3. Dir nur will ich leben Und für dich nur sein; Dir mich ganz ergeben Und zum Opfer weihn. Sprich dazu dein Amen, O mein Fels und Hort! Preis sei deinem Namen, Preis dir, hier und dort!:,: G. Knat. 94 Muß sterben! 110.***** 山 1. JO mein Je su, ich muß ster- ben, ( Laß mich e- wig nicht ver- der- ben, Wenn ich komm in Ei le stünd- lich zu letdem Tod! te Not! Durch dein Tod und bitt- re Schmerzen, Omein Je- su, steh 6141 안녕 # mir bei! Ach ich bitte dich von Her- zen, Mirim To- de Gnad verleih! 2. Wann die Pein den Leib umringet, Wann der kalte Schweiß ausbricht; Wann der Schmerz die Seel durchdringet, Wann die Angst das Herz durchsticht, O mein Jesu, durch dein Leiden Tröst mich in des Todes Schmerz, Stehe du zu meiner Seiten, Stärke du mein armes Herz! 3. Wann die Hölle auf mich dringet Rings wohl um mein Totenbett; Wann die letzte Glocke klinget, Und nicht ist, der mich errett: Dann, o Jesu, Gnad verleihe, Weil bei dir ja Gnade ist! O mein Jesu, zu mir eile, Weil der Sünder Zuflucht bist! 4. Wann mir wird vor Augen schweben Das gar strenge jüngst Gericht, Und mein bös' vollbrachtes Leben Mir wird kommen vors Gesicht, Bitt, mein Jesu, wollst mir geben Meiner Sünden Neu und Leid; Dir, mein Jesu, sei mein Leben Anbefohlen allezeit! 5. O mein Jesu, durch die Schmerzen, Die du littest mir zu gut, Ach ich bitte dich von Herzen Durch dein Blut und Wunden rot: Laß mein sterbend Haupt sich senten Auf das Kreuz und Herze dein! Laß mein lettes Wort und Denten Jesus, Jesus sein allein! 111. 3 4 Le 1. Christus der Herr. f. 93. Ft Ft T JStar- ter Herr Ze- baoth, Du unser Dir, Herr, er geb ich mich Nun und auf = Je su, du himm- li- sches, herr- li- ches Haupt! Ja dir sei Leib und Seel gänz- lich ver- traut!] 8 ben Willig- lich ge- ben; de Al- les, ja T Herr und Gott, e= wig- lich; # Will dir mein al- les, was 95 im- mer ich bin, Geb ich mit Freu- den, Herr Je su dir hin! = 2. Die Sonne ehret dich, Es unterwirfet sich Bu deinen Füßen der silberne Mond. Kein Unvollkommenheit Mindert dein Herrlichkeit, Um dein Haupt winden die Stern eine Kron. Alles, was lebet, Alles, was schwebet, Alles, was Himmel und Erden schränkt ein, Muß deiner Majestät unterthan sein.:,: 3. Gott dich erwählet hat Zu einer Zufluchtsstatt Allen Bedrängten und Sündern gemein. Du bist ein Helfer groß, Machst uns von Sünden los, So groß auch immer der Jammer mag sein. Kannst in Gefahren Uns wohl bewahren, Scharen von Feinden vertilgen gar bald Durch deine himmlische Siegesgewalt.: 4. Zu dir im Jammerthal Rufen wir allzumal, Der du in Finsternis bist unser Licht. Laß nicht die Diener dein, Die dir ergeben sein, Laß und versäume du uns nimmer nicht. Uns alle leite Und für uns streite, Führe, regiere, ver schaffe, daß all Wir einst eingehen zum himmlischen Saal!:,: 96 112. Trennung auf Wiedersehn. 1. Es ist 2. So dir & & # 1. was man hat, Muß schei- den, muß schei den. Wie wohl doch 2. Was- ser- glas, Doch wis = se, doch wis se, Blütht mor- gent # bestimmt in Got- tes Rat, Daß man vom Liebsten, geschenkt ein Knösplein was, So thu es in ein 10 1. nichts im Lauf der Welt Dem Herzen hier 2. Dir ein Rös- lein auf, Es welft wohl schon die = 1. fällt, Als schei den, als schei 2. auf. Das wis se, das wis E = A = den, ja schei ſe, ja wis P faut= er Nacht dar1 = & 3. Nun mußt du mich auch recht ver- stehn, Nun mußt du mich auch den. je. recht verstehn: Wenn Menschen ausein- an- der- gehn, So sa- gen sie: auf P 67² 0 Wie- der- sehn, auf Wie- der- sehn, auf Wie- der- sehn, auf Wie- der- ſehn! 113. fly Herr 1. D 표 hat Christi Kreuz. Fac Dar- an der Welt Ver= lan du = hoch heil ge= = = han = = Kreu ges gen, gen, Un Un = s # fer ze, fer hat ge han gen. 2. Du bist die rechte Leiter, Daran man steigt gar eben Zum unsterblichen Leben.:: 3. Du bist die starke Brücke, Darüber alle Frommen Ins Land des Friedens kommen.:,: 4. Du bist das siegreich Zeichen, Vor dem die Feind erschrecken, Wenn sie es nur erblicken.:;: 97 7 Herr 5. Ja, du bist Helm und Schilde, Daran die Pfeil der Schlangen All werden aufgefangen.:: 6. Du bist der Stab der Pilger, Daran wir sicher wallen, Beim Straucheln felbft nicht fallen.:,: 7. Durch dein hochheilig Kreuze Laß dich, o Herr erbarmen, Schau an die Not der Armen.:,: 8. Daß wir als deine Kinder In Frieden mögen sterben Und ewges Leben erben.:,: 98 114. & Ihm nach! ich, Je- sus te 부 Christus, star- ter Held; Der durch Krie- ge führt zum did 1. Auf dich seh ich, Mit dir geh Sie= ge Ü ber Sün- de, und Welt. 2. Auf dem Plane Winkt als Fahne deines Kreuzes Zeichen mir; Bu der schwör ich, Dir gehör ich, Auch durch Leiden folg ich dir. 3. Starke Waffen Wirst du schaffen Und ins Herz getrosten Mut; Statt des Schwertes Wird dein wertes Wort mir dienen treu und gut. 4. Sei im Streite mir zur Seite, Kämpfe für mich, wo es gilt; Wies dann gehe, Ich bestehe, Denn mich deckt des Glaubens Schild. Letzter Wunsch eines Sterbenden. 115. 6 8 17 = 1. Ach, sing noch einmal mir das Lied, Vom Hauptvoll Blut und 10 Wun= den", Der from- men Lie- der frömm- stes Lied, Vom 7 heilgen Geist er= fun = den. 99 2. Ach fing es wieder mir das Lied Vom Haupt voll Blut und Wunden", Daß es mir in die Seele zieht Zu ewigem Gefunden. 3. Ach sing mir öfter doch das Lied Vom Haupt, dem himmlisch- schönen; Du weißt nicht, wie mir wohl geschieht Bei dieses Liedes Tönen. 4. Ach sing mir immer dieses Lied Vom Haupt voll Blut und Wunden, Ich bin, bis mir das Leben flieht, An dieses Lied gebunden. 5. Sing mir zu allerlegt das Lied Und laß mich still ihm lauschen, Wenn meine Seele heimwärts zieht, Und ihre Flügel rauschen. Quandt. 116. ť 1. # Geht, ihr Streiter, immer wei- ter, Durchs Ver- leug- nen ( Aus- er for- ne, Hoch- ge- bor- ne, Stands- ge- mäß man # Streiterlied. = zum Ge- nuß! Wenn ihr Je- ſu Braut wollt wer- den, Werft den Kin- dern wandern 121 # die fer Er- den 3h- ren ar- men Kot zu Fuß. = 2. Wir verlachen eure Sachen, Stoßen weg, was ihr begehrt; Euter Schönes, dies und jenes Achten wir nicht sehenswert; Euer Herrlich, Groß und Wichtig ist für uns zu schlecht und nichtig, Euer Ballast uns beschwert. 3. Geld und Güter der Gemüter Goldne Strick und Fesseln sind; Lobt und schmeichelt, bückt und heuchelt, Lästert auch, es ist nur Wind! Süßes Gift find eure Lüste; Auf dem Staats- und Ehr'ngerüste Man nur glänzend Elend findt. 4. Unser Sehnen, unsre Thränen Trösten mehr als eure Freud; Könnt't ihr sehen und verstehen Die verborgne Seligkeit: Ihr würd't eurem Kram entlaufen Und mit dem verschmähten Haufen Wandern nackt zur Ewigkeit. G. Tersteegen, † 1769. 7* 100 117. Himmelfahrt. 1. JErgrünt, ihr Sieges 13hr Herzen, bringet = pal men! Ihr Himmel werdet flar! Psal- men Und schmücketden Al- tar!! 1 Singt von dem Menschen- soh- ne Und sei- nem großen Sieg! Singt, H 118. M HAB wie er auf zum Thro- ne Der Ewig- kei- ten stieg. 2. Die Engel und die Thronen Und aller Mächte Chor, Viel tausend Legionen, Die schweben mit empor, Den Sieger zu begleiten, Als er sich herrlich hob, Den König zu begleiten, Mit Breisgesang und Lob. 3. O Jesu, Heil der Deinen, So komm auch unser Tag, Seis, daß er heut erscheinen, Seis, daß er säumen mag: Wenn dann dir deine Knechte Verklärt entgegen ziehn, Dann führe deine Rechte Auch uns zum Himmel hin! Chor. 4 1. Wenn Gott nicht gnä- dig wär, Wenn Gott nicht gnä- dig wär, Wo blieb ich dann?! Doch weil er gnä- dig ist, Doch weil er gnä- dig ist, Gehts him- mel- an. 101 2. Herr Gott, wir danken dir:: Für deine Gnad, Die uns durch deinen Sohn: Leicht macht den Pfad. 3. O sähen wir nur treu:: Auf ihn allein, Dann würd auch allezeit:: Er bei uns sein. 4. Er gab den Tröster uns,:: Den heilgen Geist, Der in die Wahrheit fübrt::,: Gott sei gepreist! Ermunterung. 119. 1. Meine See- le, tla- ge nicht, noch dein Trost und Licht; Hie Hän- den, All dein Leid wird er F Gott ist 7 Al- Les liegt in ſei # A nen einst wen- den: Glaube, hof- fe, Lie be ihn, Und laß al len Klein- mut fliehn. 2. Sei nur furchtlos, fasse Mut, Streite, streite bis aufs Blut; Gott läßt dich nicht unterliegen, Endlich wirst du dennoch fiegen; Glaube, glaube, laß ihn nicht: Gott erfüllt, was er verspricht. 3. Wie der Sonne weicht die Nacht, Weicht dein Weh, und Frieden lacht. Wie vor Christo flieht die Hölle, Flieht der Feind mit Bligesschnelle; Hoffe, hoffe, halte fest: Gott die Seinen nicht verläßt. 4. Wächst auch immer deine Not, Bleibe treu bis in den Tod; Laß den alten Gott nur walten, Auch das Grab wird dich nicht halten! Liebe, liebe, bleibe treu: Liebe macht dich ewig frei. 102 120.C Grablied. 1. Ru- het wohl, ihr To- ten bei ne, In der stil- len Einsamfeit! Ru- het, bis das End er # = B schei- ne, Da der Herr euch zu der Freud Rufen wird aus euren Grüf- ten Zu den frei- en Himmelslüften. 2. Nur getrost, ihr werdet leben, Weil das Leben, etter Hort, Die Verheißung hat gegeben Durch sein teures, wertes Wort: Die in seinem Namen fterben, Sollen nicht im Tod verderben. 3. Nein, die kann der Tod nicht halten, Die des Herren Glieder sind! Muß der Leib im Grab erkalten, Da man nichts als Asche findt: Wenn des Herren Hauch drein bläset, Grünet neu, was hier verweset. 4. Rubt denn wohl, ihr Totenbeine, In der stillen Einsamkeit! Ruhet, bis der Herr erscheine An dem Ende dieser Zeit: Da sollt ihr mit neuem Leben Herrlich ihm entgegen schweben. Feierabend. 121.1870) 1. JA- bend- ru- be nach des Tages La- sten, Sei will10 wie wohl thuts, nach der Arbeit ra- sten, Wenn der fommen in der Stil- le mir! Wie wirds erst am Fei- erabend fein, Frie- dewohnt im Her- zen hier!) 103 # Gehn wir se lig, gehn wir se lig in die Ru- he ein! 2. Ja, es ist noch eine Ruh vorhanden Für den Knecht und für das Volk des Herrn; Wann des Kampfes Hiße überstanden, dann ruht beim Herrn der Diener gern! Selge Ruhe nach der Mühe Schweiß, Wann die Arbeitstreu empfängt den Preis! 3. Himmelsheimat, stille Friedenswohnung, Wo kein Leid mehr ist und kein Geschrei, Wo des Heilands Nähe die Belohnung Für die Seinen ist, und alles neu! O mein Heiland, bringe mich dahin, Wo ich nach der Arbeit felig bin! Chr. H. Zeller, † 1859. 122. = 1. Wenn ich zu Zei- ten trau- rig bin Und liegt mir dies und A das im Sinn, Und ist doch nur ein irdisch Ding Zum Trauernzu gering, Dann denk ich bald: was soll der Schmerz? Komm, schaffe dir ein an- der Herz. Denn Trauernist in die- ser Welt Vom bösen Feind be- stellt. 2. Dann denk ich auch an Jesum Chrift, Wie er voll guten Zuspruchs ist; Er spricht im hellen Osterschein: Stellt euer Trauern ein! Dann kommt mir gleich ein Lied in Sinn, Ich fing es leise vor mich hin, Bis daß es durchbricht mit Gewalt Und hell und laut erschallt. 3. Je beller meine Stimme flingt, Je tiefer Jesus in mich dringt; Mit thm zieht lichter Ofterschein Ins arme Herz hinein. Drum follt ich wieder traurig sein, So hol ich Jesum fingend ein: Und o, wie selig ist das Herz, Das so verfingt den Schmerz! 104 123.E stehn, gehn. € 1. ( Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ, Die Sach, an der wir Und weil es deine Sa- che ist, kann sie nicht un- terAllein das Wei- zen- korn, be- vor Es fruchtbarsproßt zum Licht empor, Wird sterbend in der Er- de Schoß Vor- her vom eig- nen We- sen los, Im Ster- ben los, Vom eig- nen We- sen los. 2. Du gingest, Jesu, unser Haupt, Durch Leiden himmelan, Und führest jeden, der da glaubt, Mit dir die gleiche Bahn. Wohlan, so führ uns allzugleich zum Teil am Leiden und am Reich; Führ uns durch deines Todes Thor Samt deiner Sach zum Licht empor! Zum Licht empor, Durch deines Todes Thor. S. Preiswert. 124. ť 1. Ich bin ein Pil- ger Got- tes hier auf Erden Und wall an # mei- nes Hir- ten treu- er Hand; Ich möch- te gern ein Himmels PB bür- ger wer- den, Denn dro- ben ist mein rech- tes Va- ter- land. Hier 105 wird mir oft noch ban ge, Ich frag: Ach Herr, wie lan- ge? 61 T Wann kommt der Tag, da ich im ew- gen Licht Darfschaun dein BB mil- des Heilands- An- ge= sicht? 2. Zwar fühl ich schon dein Nahesein hienieden, Wenn aus dem Gnadenbrünnlein du mich tränfst Und deinen süßen wundervollen Frieden In meine schuldbeladne Seele sentst; Dann steh ich auf vom Staube Und jauchze laut: ich glaube! Mein Herz ist leicht, die Wolken sind dahin, Ich weiß gewiß, daß ich begnadigt bin.:,: 3. Doch ach, sie le nicht, die felgen Zeiten, Weil sich im Busen noch die Sünde regt, Weil ei ch und Geist noch täglich müssen streiten, Und Satan mir noch mal Bunden schlägt. Das beugt den Mut darnieder, Verstimmt die Jubend, Und preßt der Brust den tiefen Seufzer aus: Ach, wär ich doch nur erst im Vaterhaus!:,: 4. Nein, nein, die vollen ungetrübten Freuden, Sie blühn im dunkeln Thränenthale nicht; Hier giebts noch manchen Dornenstich zu leiden, Und oft noch wechseln Finsternis und Licht: Drum sehn ich mich von hinnen Nach Salems goldnen Zinnen, Wo auf des kurzen Pilgerstandes Leid Mich Labt des ewgen Lebens Herrlichkeit. G. Knat. 106 125. P 1. Des Chri- sten Schmuck und Or- densband Das ist das Kreuz des Herrn, Und wer erst seinen Wert er- kannt, Der trägt es froh und gern, Der trägt es froh und gern. 2. Man nimmts mit Demut, trägts mit Lust Und achtets für Gewinn; Doch trägt man es nicht auf der Brust, O nein, man trägt es drin!;;: 3. Und wenns auch schmerzt und wenns auch drückt, Bleibt man doch glaubensvoll; Man weiß ja wohl, wers uns geschickt, Und was es wirken soll.:,: 4. Man trägt es auch nur kurze Zeit, Bloß als ein Unterpfand Für das zukünftge Ehrenkleid Im lieben Vaterland.:,: Lob Christi. 126. 1. Beim früt- hen Mor- gen- licht ## spricht: Gelobt sei Je- sus Christus! Die Fei- er- glot- te schallt Mit Er wacht mein Herz und heiliger Ge- walt: Ge- lobt sei Jesus Chri- stus! 2. Was tönt der schönste Klang, Der lieblichste Gesang? Christus! In Gottes heilgem Haus Sprech ich vor allem Jesus Christus!:: 3. Ihm, meinem höchsten Gut, Sing ich mit Liebesglut: Gelobt sei Jesus Christus! Bei jedem Anbeginn Ruf ich mit Herz und Sinn: Gelobt sei Jesus Christus!:,: 4. Und was mein Wert auch sei, Ich spreche froh dabei: Gelobt sei Jesus Christus! Die schönsten Früchte bringt Das Herz, das freudig singt: Gelobt sei Jesus Christus!:,: 5. Das lieblichste Getön 3ft in des Himmels Höhn: Gelobt sei Jesus Christus! Des Vaters ewges Wort Ertönet ewig dort: Gelobt sei Jesus Christus!:,: 6. Ihr Menschenkinder all, Singt laut mit Jubelschall: Gelobt sei Jesus Christus! Rings auf dem Erdenkreis Ertöne ihm zum Preis: Gelobt sei Jesus Christus!:,: 7. Singt Himmel, Erd und Meer Und aller Engel Heer: Gelobt ſei Jesus Christus! Es schalle weit und breit In alle Ewigkeit: Gelobt sei Jeſus Christus!:,: Aus Unterfranken. 127. ft Langsam. 1. Still, mur still! Wie Gott will! 107 Gelobt sei Jesus aus: Gelobt ſei B Blu- me ver- bli- het, Sehnsucht im Herzen er- glü- het, P 8 Ob man- che Still, mur still! Wie Gott will! 2. Still, mur still! Wie Gott will! Treibt es dich mächtig zu fragen: Kann so viel Schmerz ich ertragen? Still, nur still! Wie Gott will! 3. Still, nur still! Wie Gott will! Sorgst, was die Zukunft wird bringen; Ob deine Plane gelingen? Still, nur still! Wie Gott will! 4. Still, nur still! Wie Gott will! Gott ist die ewige Liebe: Thöricht, wenn ich mich betrübe! Still, nur still! Wie Gott will! Eug. Comt. v. K. 108 Gnade! 128.18mm 1. Got- tes Lamm ruft Gna- de! Al- len Sündern Gnade! 128. E f Al- le, die da kom- men, Wer- den angenommen. Auf ihn 2+ B ist aus Gna- den Alle Schuld ge- la- den. Got- tes Lamm rust #d Gna= de! Allen Sündern Gna- de! 2. Gottes Lamm ruft Gnade! Ist es denn nicht schade, Daß nicht alle hören, Und sich zu ihm kehren; Daß sie es nicht fassen und sich helfen laſſen?! Man verschmäht die Gnade: O, ist das nicht schade?! 3. Gottes Lamm ruft Gnade! Möchten all gerade Von der Erde Enden Doch sich zu ihm wenden, Wo sie reichlich finden Freiheit von den Sünden' Gottes Lamm ruft Gnade! Kommet doch gerade! 4. Gottes Lamm ruft Gnade! Kommt zu diesem Bade, Wo ihr schöpfen, trinken, Waschen und versinken, Alles tilgen könnet, Was die Seele brennet. Gottes Lamm ruft Gnade! Kommt zu diesem Bade! Goßners Schatzkäftlein, Nr. 6. 129. f # 1. Die Gna- de sei mit unt= fers Herrn, Des Herrn, dem wir hier al be S Je ho- va, wal= len, Und sehn sein Kommen gern. 2. Auf dem so schmalen Pfade Gelingt uns ja tein Tritt, Es geh denn feine Gnade Bis an das Ende mit. 3. Auf Gnade darf man trauen, Man traut ihr ohne Reu; Und wenn uns je will grauen, So bleibts: der Herr ist treu. 4. Damit wir nicht erliegen, Muß Gnade mit uns sein; Denn sie flößt zu den Siegen Geduld und Glauben ein. 109 len, Die Gna- de CHI len, wal 5. So scheint uns nichts ein Schade, Was man um Jesum mißt, Der Herr hat eine Gnade, Die über alles ist. 6. Bald ist es überwunden, Nur durch des Lammes Blut, Das in den schwersten Stunden Die größten Thaten thut. = 7. Herr, laß es dir gefallen, Noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit allen! Die Gnade sei mit mir. Hiller. 130. Na- men sei Ehre, Macht und Ruhm. # Je ho- va, Je ho va, Dei- nem = = F A- men. A- men. Bis 110 131. Feb einst der Tem- pel dieser Welt Auf dein Wort in Staub zer- fällt, H 4 Soll in unsern Hal= len Das Hei- lig, Hei- lig, Hei- lig er- schalD len. DE Hal- le- lu- ja! Hal- le- lu- ja! Pfeffel, 1809. C H 1. Kreuz, du Stamm der Ehren! Magauch sich al- les TFP wehren Und fre- velnd wi- der dich er- gehn: Wir dür- fen nicht er= 2 pf zittern, Du stehst in Un- ge wittern, Und wirst wohl bleiben e- wig stehn. 2. Was hat der Herr gelitten, Wie schweren Kampf gestritten, Da er voll Schmach am Kreuze hing! O Tag voll bittrer Stunden, Da er mit Todeswunden Bedeckt aus unsrer Mitte ging! 3. Wer nun nach Jesu fraget, Aus treuem Herzen flaget, Daß Er noch nicht sein Heiland sei: Der soll das Kreuz umfassen, Das uns der Herr gelaſsen Bum Beichen seiner Lieb und Treu. 4. Du Bild der höchsten Liebe! Ob sich die Welt erhübe, zu stürzen nieder deine Macht: Die gläubige Gemeine Sieht dich im Sonnenscheine Hell leuchten durch die finstre Nacht. 5. Und von dem heilgen Schimmer Läßt frommer Glaube nimmer, Trop Höllengrimm und Spott und Hohn. Von ihm herab kommt Segen Und freudiges Vermögen Und endlich reicher Siegeslohn. 132. 133. ftes f 음 Lie- be Gottes, und die Gemeinschaft des heil- gen GeiH H Die Gna- de un- sers Herrn Je- su Christi, und die 13 C -6 sei mit uns al- len, mit uns al- len! A- men. # 1 te Uns durch dei- ne Git- te, 1. Seg- ne und be- hü 111 S # Herr, er= heb dein Ange- sicht Über uns und gieb uns Licht! 2. Schent uns deinen Frieden Alle Tag hienieden, Gieb uns deinen guten Geist, Der uns stets zu Christo weist. 3. Amen, Amen, Amen! Ehre sei dem Namen Jesu Chrifti, unsers Herrn, Denn er segnet uns so gern. 134. H ddjeldddle oddjepdo Die wir uns allhier beisammen finden, Schlagen unsre Hände ein, ( Uns auf deine Marter zu verbinden, Dir auf ewig treu zu sein; 2 00 Und zum Zeichen, daß dies Lobge- tö- ne Deinem Herzen angenehm und 0 6 -0 schö- ne, Sa- ge A- men und zugleich: Frie- de, Frie- de sei mit euch! 112 135. 6 1. In je ner leg- ten der Näch- te, = berg ge- be be oppo je = Goß ihn in Strömen für dich. 7 tet, War ich vom Blutschweiß gerö- tet, Da ich am Öl: Weh! und wer weiß, ob wohl 1 2 Du auch nur den- kest an mich. mich. 2. Laß es die Engel dir sagen, Wie viele Streiche und Wunden, An eine Säule gebunden, Schweigend ich litte für dich. Weh, und wer 2c. 3. Da ich als König verspottet, Schmerzlich mit Dornen gekrönet, Angespien ward und verhöhnet, Dacht ich nur immer an dich. Weh, und zc. 4. Ach, an das Kreuzholz geheftet, Nägel in Armen und Beinen, Leidend, wie du noch sahst keinen, Wollte ich sterben für dich. Weh, und 2c. 5. Sieh all die Striemen und Wunden: Sage nun, ob ich dich liebe, Wenn mir kein Blutströpflein bliebe, Das ich nicht hingab für dich. Weh, und 2c. 6. Himmel und Erde, voll Schrecken, Haben den Schmerz mit empfunden, Als in den dunkelsten Stunden Ich bin verschieden für dich. Weh, und 2c. 7. Was blieb zu thun mir noch übrig, Wenn ich aus Lieb ohne Schranken Selber mich gab ohne Wanken, Ganz mich dahin gab für dich? Weh, und 2c. 8. Ward dir Genosse und Bruder, Da mich Maria geboren, Und auf dem heilgen Altare Ward ich auch Speise für dich. Weh, und 2c. 9. Wenn ich zum Lösgeld am Kreuze Für deine Schuld mich gegeben, Will ich im ewigen Leben Selber der Lohn sein für dich. Weh, und zc. 10. Dacht ich im Sterben noch deiner, Werd ich im Himmel nicht minder, Herrschend als Weltüberwinder, Immer noch denken an dich. Weh, und 2c. Nach dem Italienischen von M. v. Diepenbrock. 136. TP TP TP Tp 1. Ho- hes, heil- ges Marter- bild, Sei in al- ler Not mein Schild! 8 112 14 Wenn die Sünde mich ver- klagt, Wenn mir Leib und Seel ver- zagt: Sei in al= ler Not mein Schild, Ho- hes, heil- ges Mar- ter- bild. = 113 2. Eigne Werke retten nicht Wenn du kommst und hältst Gericht; Ob der Eifer brennend ist, Aus dem Aug die Thräne fließt: Alles das tilgt nicht die Schuld, Herr, es hilft nur deine Huld. 3. Wie ich bin, flieh ich zu dir; Neig dich gnadenreich zu mir! Ich bin nackt, du kleide mich, Hülflos, ach, erbarme dich! Unrein, wasch mich durch dein Blut, Ich bin arm, sei du mein Gut! - 4. Hohes, heilges Marterbild, Sei in aller Not mein Schild; Wenn mich Trübsal hier anficht, Wenn der letzte Schweiß ausbricht: Sei in aller Not mein Schild, Hohes, heilges Marterbild. 137. 1. Habt ihr denn noch nie er- fahren, nie er- fahren, Wie er ist so 4. treu u. gut? Wie er seit viel tausend Jahren Al- len Wesen Liebes thut? 2. Liebend hat er:: ausgesehen:,: Manches lange Jahr nach euch; Wollet endlich ihn verstehen, Menschen, kontmt in Gottes Reich! 3. Soll der Taumel:: ewig währen?:: D, wie lang ihr sucht und irrt! Wollt ihr nicht zu Jesu kehren, Der euch winkt, ein treuer Wirt? 4. Kommt und laßt uns:: Herberg nehmen,:,: Kehret bei dem Heiland ein; Da wird Sehnen bald und Grämen, Welt und Schmerz vergangen sein. 5. Wie sich alle:: Blumen wenden:: Zu dem hellen Sonnenlicht, Nehmt aus den durchbohrten Händen Alle an, was euch gebricht. Schenkendorf. 8 114 138. C # fie Gebets- Erhörung. Sach. 2, 5. P *** 1. Draus vor Schleswig an der Pfor- te Wohnen ar- mer = Leu- te viel. Ach, des Fein- des wil- der Hor- de Werden Frischer. till das er- ste Biel. Waf- fen- still- stand ist ge- kün- det, 萬 Dänen zie- hen ab zur Nacht; Russen, Schweden sind ver- bündet, Brechen B T ein mit wil- der Macht. Draus vor Schles- wig, weit von al= len, Steht ein Hütt- lein aus- ge fegt. 2. Draus vor Schleswig in der Hütte Singt ein frommes Mütterlein: Herr, in deinen Schoß ich schütte Alle meine Sorg und Bein!" Doch ihr Enfel, ohn Vertrauen, Bwanzigjährig, neuster Beit, Hat, den Bräutigam zu schauen, Seine Lampe nicht bereit't. Dort vor Schleswig in der Hütte Singt das fromme Mütterlein. 3. ,, Eine Mauer um uns baue!" Singt das fromme Mütterlein, Daß dem Feinde davor graue; Nimm in deine Burg uns ein! Mutter,"" spricht E 11 11 115 der Weltgefinnte, ,, Eine Mauer um dies Haus Kriegt fürwahr nicht so geschwinde Euer lieber Gott heraus!""" Eine Mauer um uns baue!" Singt das fromme Mütterlein. 4. ,, Entel, fest ist mein Vertrauen; Wenns dem lieben Gott gefällt, Kann er uns die Mauer bauen; Was er will, ist wohlbestellt!" Trommeln rumdidum rings prasseln; Die Trompeten schmettern drein; Roffe wiehern, Wagen rasseln: Ach, nun bricht der Feind berein! Eine Mauer um uns baue!" Singt das fromme Mütterlein. 5. Nings in alle Hütten brechen Schwed' und Russen mit Geschrei, Fluchen, lärmen, toben, zechen, Doch dies Haus gehn sie vorbei. Und der Enkel spricht in Sorgen: Mutter, uns verrät das Lied!"" Aber sieh, das Heer vom Morgen Bis zur Nacht vorüber zieht. Eine Mauer um uns baue!" Singt das fromme Mütterlein. 6. Und am Abend tobt der Winter, Um die Fenster stürmt der Nord. Schließt die Laden, lieben Kinder!" Spricht die Alte und singt fort. Aber mit den Flocken fliegen Nun Kosackenpulke' ran: Rings in allen Hütten liegen Sechzig, auch wohl achtzig Mann. Eine Mauer um uns baue!" Singt das fromme Mütterlein. 11 7. ,, Eine Mauer um uns baue!" Singt sie fort die ganze Nacht. Morgens wird es still: O schaue, Enkel, was der Nachbar macht!" Auf nach innen geht die Thüre, Nimmer käm er sonst hinaus; Daß er Gottes Allmacht spitre, Liegt der Schnee wohl Haus hoch drauß. Eine Mauer um uns baue!" Sang das fromme Mütterlein. 8. Ja, der Herr kann Mauern bauen! Liebe, gute Mutter, komm, Gottes Wunder anzuschauen!"" Spricht der Enkel und wird fromm. Achtzehnhundert vierzehn war es, Als der Herr die Mauer baut; In der fünften Nacht des Jahres Hats dem Feind davor gegraut. ,, Eine Mauer um uns baue!" Sang das fromme Mütterlein. Clemens Brentano, † 1842. 139.21 8 ਸਟੇਸ਼ 8 1. Ich wollt, daß ich da- hei- me wär, Und al- ler Wel- te Troft entbehr! 2. Ich mein, daheim im Himmelreich, Da ich Gott schaue ewiglich. 3. Wohlauf, mein Seel, und richt dich dar, Dort wartet dein der Engel Schar. 4. Denn alle Welt ist dir zu klein, Du kommest eh denn wieder heim. 5. Dabeim ist Leben ohne Tod Und volle Freud ohn alle Not. 6. Da sind wie heute tausend Jahr, Und doch ist kein Verdrießen dar. 7. Wohlauf, mein Herz und all mein Mut, Und such das Gut ob allem Gut! 8. Was das nicht ist, das schäß gar klein, Und trachte allzeit wieder heim! 9. Ade Welt, Gott gesegen dich; Ich fahr dahin gen Himmelreich. 8* 116 140. brau- se, f 3 4 Luft hau- ſe, 2. Hätten Lust, daheim zu sein, zu dem Herrn zu kommen, Aller Erdennot und Bein Ganz und gar entnommen.:: F C F 1. Ach, uns wird das Herz so schwer In dem Welt- Ge3. Möchten, ganz von Schuld befreit Und des Fleisches Mängeln, Dort dem Herrn der Herrlichkeit Dienen mit den Engeln.:,: 4. Aber, Herr, verziehst du noch, Uns hinauf zu leiten, O, so bilf, daß wir uns doch Würdig vorbereiten.:,: 5. O, wie wohl, wie wohl wirds thun, Recht gekämpft zu haben, Und dann fröhlich auszuruhn, Selig fich zu laben.:,: Spitta. Weihnachten. I. Chor. 141. Und wir seh- nen uns so sehr Nach dem Va- ter17 Nach dem Vater- haut- se. = A. Staab. =. 1. Singt, ihr heil- gen Him- mels- chö- re, Singt zu al= ler II Chor. und Ehre! Und du Er- de nimm zu Oh- ren: Got- tes Beide Chöre. #. Sohn ist Mensch ge boren! Got tes Sohn, Got- tes Sohn, = & Got tes Sohn ist Mensch ge- 102 bo= ren! 117 2. Bions König, der Gerechte, Kommt in der Gestalt der Knechte; Sünder, er fommt euretwegen, Er fommt euch zum Heil und Segen! Er kommt euch, er kommt euch 2c. 3. Nunmehr ist das Flebn gestillet, Nunmehr ist die Beit erfüllet, Gott hält, was er einst geschworen: Gottes Sohn ist Mensch geboren! Gottes Sohn 2c. 4. Dieses Kind im finstern Stalle, Heilt die Welt von Adams Falle; Der Erlöser ist auf Erden: Wer nun glaubt, kann selig werden. Wer nun glaubt zc. 5. Mit viel Millionen Welten Kann ich es dir nicht vergelten, Daß du uns die Gnad erzeigest Und vom Thron ins Elend steigest, Und vom Thron 2c. 142. 2 1. Wißtihr, wer mich so be- dacht, Daß mein Herz vor Freuden # 8 P 3 lacht? Wer da ist mein süt- ßes Heil, Mei- ner See- le Trostund al E 8 +8 Teil? Das ist Chri- stus, wah- rer Got tes- Sohn, Un ser 13 Hei- land von des Him o -60 6 mels Thron. 2. Wißt ihr, wer mich singen macht, Hellen Tags und dunkler Nacht? Wer da bleibt mein höchstes Gut, Darin aller Friede ruht? Das ist Christus, wahrer Gottes- Sohn, Unser Heiland mit der Dornenfron. 3. Wißt ihr, wen ich preisen muß Mit des Liedes frohem Gruß? Wer im Leben ist mein Licht, Und im Tod mein Zuversicht? Das ist Christus, wahrer Gottes- Sohn, Unser Heiland von des Himmels Thron. 4. Wißt ihr alle, was ich weiß Bringet denn Gott Ehr und Preis! Hat Gott uns nicht so geliebt, Daß er uns sein Liebstes giebt? Das ist Christus, wahrer Gottes- Sohn, Hochgelobet in des Himmels Thron! Mündlich vom Harz. 118 143. 6 8 1. Wie ist der A- bend so trau- lich, Wie lä- chelnd der Tag verschied! Wie fin- gen so herz- lich er- bau= lich Die Vögel ihr A- bend- lied! = 2. Die Blumen müssen wohl schweigen, Kein Ton ist Blumen beschert, Als stille Beter doch neigen Sie alle das Haupt zur Erd. 3. Wohin ich gehe und schaue Ist Abendandacht; im Strom Da spiegelt sich auch der blaue, Der prächtige Himmelsdom. 4. Und alles betet lebendig Um eine selige Ruh; Und alles mahnt mich beständig: O Menschentind, bete auch du. Spitta. 144. = 3 8 1. Wo- hin, o mit- der Wandrer du, Kehr heim 68% Va ter- haus; Du fin- dest nirgend sonst auch Ruh, Läufst du ins die Belt gleich aus: Kehr heim, fehr heim! 2. Kehr heim mit deiner wunden Seel, Zum Samariter dein; Kein Arzt für dich hat Wein und Öl, Als Jesus nur allein: Kehr heim, fehr heim! 3. Kehr heim mit deinem Heimwehschmerz, In seinen Friedensschoß; Wer nicht zu Haus am Heilandsherz, Bleibt ewig heimatlos: Kehr heim, fehr heim! Konfirmation.( Neujahr.) 7 H 8 1. So nimm denn meine Hände Und füh- re mich ( Bis an mein se lig En de Und ewig- lich!) A = L 145.& Ich mag allein nicht ge- 119 hen, Nicht einen Schritt: Wo du wirst gehn und stehen, Da nimm mich mit. 2. In dein Erbarmen hülle Mein schwaches Herz. Und mach es gänzlich stille In Freud und Schmerz: Laß ruhn zu deinen Füßen Dein armes Kind, Es wird die Augen schließen Und glauben blind. 3. Wenn ich auch gleich nichts fühle Von deiner Macht, Du führst mich doch zum Ziele Auch durch die Nacht: So nimm denn meine Hände Und führe mich Bis an mein selig Ende Und ewiglich!- 146. # 1. Ach, wär ich in mein'm Vaterland, So dürft ich nicht mehr f gi 8 trauern; Den en- gen Weg hab ich zu gahn, Er wird mir oftmals saur- er. 2. Ich hab so lang Genüge g'sucht In Lieb der Kreaturen, Die hab ich also teu'r gekauft, Die Freude mag nicht dauern. 3. Sie müssen all gelassen sein Mit Herzen und mit Sinnen, So bleibst du frei und unverstrickt Bon ihrem falschen Minnen. 4. Ach einig Ein und anders Kein, Wann willst du mich doch trösten? Ich leid so mannig Herzenweb, Ach wollest mich erlösen! 5. Jerusalem, mein Vaterland, Nach dir verlangt mich sehre; Hier ist so manche Bitterfeit, Die macht mich dein begehren. 120 147. 1. Je- ru- sa- lem, du Schö- ne, Wer hat dich denn so ent- stellt? Dei- ne Töch- ter, dei- ne Söh- ne Sind ja Kin- der dieser Welt. O Je- ru- sa- lem, du Schö- ne, Wer hat dich denn adid fo ent- stellt? Wer hat dich denn so ent- stellt? 2. Sieht man nicht in hellen Haufen, An des Herren heilgem Tag, Deine Kinder gierig laufen Fremden Gößenfesten nach? Jerusalem, du Schöne, Werde nüchtern, werde wach!:,: 3. Wächter Zions, solltet nehmen Die Posaunen in die Hand! Aber mancher muß sich schämen, Hänget selber an dem Tand. O Jerusalem, du Schöne, Bau dein Heil nicht auf den Sand!:,: 4. O Jerusalem, du Schöne, Klein bist du, daß man erschrict; Dennoch bast du Töchter, Söhne, Die sich nicht vor Baal gebückt: O Jerusalem, du Schöne, Jesus ists, der auf dich blickt!:,: 5. Tag der Freude, Tag der Wonne, Bleibst du denn noch lange fern? Jesus Christus, unsre Sonne, Kommt nicht bald dein Morgenstern? O Jerufalem, du Schöne, Freu dich auf den Tag des Herrn! Brandt. Dornenlob. 148. 备 742 1. Ihr Dornen lieb, ihr Dornen wert, Ihr tla- get wohl darPp te 747 ob, Daß euch kein Sängermünd beehrt; Drum nehmet an dies Lob: Hat Oº O. P. # ptp: doch kein Ros', noch Tausendschön Die große Ehr em- pfahn, Zu ph 717 blüt- hen auf so ho hen Höhn, Als ihr = 121 am Kreuz ge- than. 2. Sie zieren zwar in Farbenglut Manch Herze liebesam, 3hr aber schmückt voll Gottesblut Den Seelenbräutigam. Ihr seid ein recht Vergißmeinnicht An sein Karfreitagspein, Und wenn die Welt sein Braut anficht, Ihr' Ehrenröselein. 149. € 1. Wo man sin- get, Herr, zu dei- ner Eh- re, Wo man dich, du wi- ger, er- höht, Auf dem Trocknen, auf dem wei- ten Mee- re, 2. Mit Gesange und am schönen Reigen Stand dein Volk einst an des Meeres Strand; David, wollt er Ehre dir erzeigen, Sang, und spielt dazu mit seiner Hand. Ach, an sol- chem Or te wohl es steht! > 3. Mit Gesange priesen auch Propheten Deine Treue, Herr, und deinen Rat; In dem Liede, selbst in höchsten Nöten Riefen sie dich an um deine Gnad. 4. Mit Gesange, voller Himmelsfrieden, Einst Maria lobend vor dir stand Da der Engel war von ihr geschieden, Den mit Gnadenbotschaft du gesandt. 5. Mit Gesange brachten Himmelsheere Preis und Ehre dort in beilger Nacht; Und mit Harfen an dem gläsern Meere Stehn die Deinen einst mit großer Pracht. 6. Weil denn, Bater, dir hier wohlgefallen Lieder, die man deinem Namen fingt, So soll auch Gesang von uns erschallen, Bis es droben besser bei dir klingt. 122 150. 14 Blut nicht für die Sün- der red te, HP 1. Ach mein Herr Je- su, wenn ich dich nicht hät- te, Und wenn dein ddd 151. f Alle. # unter den& len den Mich sonst hin- wen den? 2. Ich wüßte nicht, wo ich vor Jammer bliebe, Denn wo ist solch ein Herz, wie deins, voll Liebe?! Du, du bist meine Zuversicht alleine, Sonst weiß ich keine. f D Alle. محل 3. Drum dank ich dir aus tiefstem Herzensgrunde, Daß du, nach deinem hohen Gnadenbunde, Auch mich zu deiner Blutgemeine brachtest, Und selig machteſt. !! f Wo wollt ich Ärm- ster pp² Chr. Gregor, † 1801. 1. Christe, du Beistand deiner Kreuzgemeine, Eile, mit Hülf und Rettung uns erscheine; Steure den Feinden, ihre Blutgedichte Mache zunichte. 2. Streite doch selber für uns arme Kinder; Wehre dem Teufel, feine Macht verhinder; Alles, was kämpfet wider deine Glieder, Stürze danieder. 3. Friede bei Kirch und Schule uns beschere; Friede zugleich der Obrigkeit gewähre; Friede dem Herzen, Friede dem Gewissen Gieb zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben; Also wird ewig und ohn Ende loben Dich, o du Wächter deiner armen Herde, Himmel und Erde. Matthäus Apelles v. Löwenstern, 1594-1648. Eine Stimme. ### Ho- si- an- nal Ge- lo- bet sei, der da kommt in dem Namen des P Eine St. AY #i + Herrn, Ho- fi- an- na in der Höh! Der da kommt in dem Namen des an- na! 152. f Alle. 1. Herrn, Der da kommt in dem Namen des Herrn! Ho- si- an- na! Ho- siP Eine St. f Alle. Eine St. 123 = f Alle. DE Ho- si- an- na in der Höh! Ho- si- an- na in der Höh!- Mailied. F Nun ist der Mai er- schienen, Gott- lob, die Wol- ken fliehn, Die höchsten Ber- ge grünen, Die tiefsten Schluchten blühn!] A Schon steht der Wald im Lau- be Und ba- det sich im Tau, Und 14 PBCE B bet p Got- tes Tur tel- taut be Girrt auf der Blut- men- au. = 2. Der uns so herrlich Sprießen Ins dürre Land gebracht, Wer ists, daß wir ihn grüßen Mit Harfen Tag und Nacht? Wer pflanzt die Blumen alle, Und gießt den Tau dazu? Sei uns gegrüßt mit Schalle, Du lieber Gärtner, du! 3. Da du in Josephs Garten, Wo du so sänftlich schliefft, Ein Reislein schwach zu warten, Einst dein ,, Maria!" riefft: Da hast dus selbst verraten, Wer welfe Zweiglein tränkt, Und wer den durftgen Saaten Das Blühn und Grünen schenkt. 4. Holdselger Gärtner, wandre Denn ferner durch die Welt, Bis du ein Land ums andere Zum Garten dir bestellt. Den Pflänzlein, die erstarrten, Reich neues Leben dar: Mach, Herr, zum Rosengarten, Was sonst voll Dornen war. 5. Laß deine Winde blasen, Daß alles grünen muß; Auf blumenreichen Rasen Ergehe sich dein Fuß. Wir wollen dich begleiten Und Hosianna schrein; Stimm selber unsre Saiten, Und greif auch selber drein! Fr. W. Krummacher. 124 153.e 1. O wie lieblich ists und fein, In dem Herrn ver- eint zu sein; 8!! p Und im trau- ten Bru- der- kreis Ihm zu brin- gen Lob und Preis. 2. Wie des Hermons frischer Tau Mild erquickt die dürre Au, Also stärkt in Freud und Leid Der Gemeinschaft Seligkeit. 3. Wie der Balsam köstlich war, Der da floß von Aarons Haar Nieder in sein ganzes Kleid, Duft entströmend nah und weit; 4. Also labend ist es auch Wenn der selge Liebeshauch, Der aus Jesu Herzen geht Seiner Jünger Herz durchwebt. 5. Und er selbst der Seelenfreund; Der die Seinen so vereint Und den Liebesbund geweiht, Freut sich ihrer Seligkeit. 6. Halleluja sei dem Herrn Dargebracht von nah und fern! Dank sei ihm in dieser Zeit, Lob und Ehr in Ewigkeit! G. Knat. 154. C 1. Der Herr ist treu, der Herr ist treu! Sein Wort ist wahr, Gott trit- get nicht, Er hält ge- treu, was er verspricht. Ja, D er ist treu, ja, er ist treu! 2. Der Herr ist treu!: Er pflegt und trägt uns väterlich; Er hilft und sorgt für mich und dich; Ja, er ist treu!:,: 3. Der Herr ist treu!:: Wenn wir noch flehn, erhört er schon, Er ist der Seinen Schild und Lohn; Ja, er ist treu!:;: 125 4. Der Herr ist treu!:: Er unser Fels und feste Burg Hilft treulich auch durchs Schwerste durch; Er ist gar treu!:,: 5. Der Herr ist treu!:: Brichts Kreuz herein, drückt uns das Joch, Kommt Not und Tod, alsdann auch noch Findst du ihn treu.:,: 6. Der Herr ist treu!:,: So rühmt in gut und böser Zeit, Ja rühmt in alle Ewigkeit: Der Herr ist treu!:,: 155. Bei Trauungen. 13u ler- nen bleibt noch un- sern See- len viel; Noch nicht er1. 13u manchen Op- fern fehlt noch Wil- lig- keit, Und heit- rer J rungen haben wir das Ziel; Glaube noch zu manchem Leid; J Und stil- le Demut noch zu bi manchem Glück, Und Treu- e noch beim flüchtgen Au- gen- blick. 2. O daß so leicht viel kummerreiche Last Bom Herzen wird gesucht und aufgefaßt! daß so schwer der Arm aus Himmelshöh Ergriffen wird im dunkeln Erdenweh! O daß so schnell die Seele sich betrübt, Und langsam sich für ewge Freuden übt! 3. Gieb mir die Hand, die meine reich ich dir; Die Losung sei: zum Himmel reisen wir; Der Vorsatz sei: den schmalen Pfad zu gehn; Die Sorge fei: um Christi Geist zu flehn; Die Freude sei: dem Herrn das Leben weihn; Die Ehre sei: von Gott geboren sein. 4. Gieb mir die Hand, die meine reich ich dir: Im Herrn vereint auf ewig bleiben wir. O liebt ich treuer, mitleidsvoller dich! Und du den Mittler stündlich mehr, als mich! Laß uns zwieträchtig sein für Sünd und Tand, Einträchtig nur fürs ewge Vaterland. Knapp. 126 156. 6 8 & Die Sargbretter. PERTE I ET C 1. Dort un- ten in der Mühle, Saß ich in süt- Ber = Sterer Ruh, Und sah dem Rä- der- spie- le, Und sah den Wassern zu, Und sah dem Räder- ſpie 2. Sah zu der blanken Säge, Es war mir wie ein Traum, Die bahnte lange Wege In einen Tannenbaum.:,: 3. Die Tanne war wie lebend; In Trauermelodie Durch alle Fasern bebend, Sang diese Worte fie::: 4. Du fehrst zur rechten Stunde, O Wanderer, hier ein; Du bists, für den die Wunde Mir dringt ins Herz hinein.:,: 11 157. fes FECT FE le, Und sah den Wassern zu. p 5. Du bists, für den wird werden, Wenn kurz gewandert du, Dies Holz im Schoß der Erden Ein Schrein zur langen Ruh.":,: 6. Vier Bretter sah ich fallen, Mir wards ums Herze schwer; Ein Wörtlein wollt ich lallen, Da ging das Rad nicht mehr.:: Juftinus Kerner, † 1855. P 1. Ich ge- he HH 高 find nicht Hei- mat hier, noch find ich Frie- den; In die 3 J. beim: Bin Fremdling nur hie- nie- den, Ich fer Welt kann 127 24 pp nichts mein Herz er- freun. Ich gehe beim, ich ge he heim. 2. Ich gehe heim, von Jesu stets begleitet; Auf mühevollem Pfad er sanft mich leitet, Bis ich verklärt in heilger Schar ihn preis'. Ich gehe heim.:,: 3. Ich gehe heim, ermüdend ist die Wüste, Doch komm ich bald zu jener Himmelstüste, Wo Jesus wohnt, wo meine Heimat ist. Ich gehe beim.:;: selge Heimat, wo der Ich gehe heim.:: 4. Ich gehe heim, wie süß sind diese Klänge; Brüder Menge Ich find, und nimmer scheiden seh. 5. Ich gehe heim, dort in der Heilgen Mitte Seh ich das Lamm, und folgend seinem Tritte Verkünd ich laut, was er an mir gethan: Drum geh ich heim.:,: Glaube, Liebe, Hoffnung. 158. 1. Ei- nen gold- nen Wan- der- stab Ich in mei- nen Händen 100 bab; Aus dem Himmel ist er her, Nach dem Him- mel wei- set er: Dieser Stab, seht, ist mein Glau- be, Hält mich auf- recht hier im Stau- be; 1 Trennt auch Leib und See- le fich, Auf ihn trau und bau- e ich. 2. Und ein Engel freundlich mild, Meines Gottes Ebenbild, Wohnt in meiner Seele still, Lenket mich, wie Gott es will. Dieser Engel ist die Liebe, O daß sie die erste" bliebe! Sie macht uns zu Brüdern gleich, Führet uns zu Gottes Reich. 128 3. Und am Himmel, hell und rein, Steht ein Sternlein, das ist mein; Winkt und lächelt mir zur Lust, Füllt mit Wonne meine Brust. Dieses Sternlein ist das Hoffen, Sieht von fern den Himmel offen; Führet die, die ihm vertraun, Zu des Himmels selgen Aun. 159. & 1. J Nä- her, mein Gott, zu dir, Das soll die Lo- jung sein, Näher zu dir: Das mein Pa- nier!! Nä- her nur, Gott, zu Nä- her, mein Gott, zu dir, Das soll die Lo- fung sein, Wie du auch füh- reft hier, Wie du auch führeft hier, € H dir, Nä- her zu dir! Ganznah zu bo Schluß. dir. 2. Näher, mein Gott, zu dir,:,: Zeuch mich hinauf! Wollen mir Fleisch und Blut:: Hemmen den Lauf, Sing ich mit Liebsbegier::: Näher nur, Gott, zu dir Zeuch mich hinauf! 3. Näher, mein Gott, zu dir, Zeuch mich mit Macht! Wenn mich der Sonne Schein: Milde anlacht, Laß mich nicht weilen hier,:,: Näher, mein Gott, zu dir Zeuch mich mit Macht! 4. Näher, mein Gott, zu dir,:: Höre mein Flehn: Läßt du die Trübfalsflut: Hoch um mich gehn, Hilf auch durch Trübfal mir:: Näher, mein Gott, zu dir! Höre mein Flehn! 5. Näher, mein Gott, zu dir,:: Näher zu dir: Das soll die Losung sein,:,: Das mein Panier! Scheid ich dann einst von hier:: Komm ich ganz nah zu dir, Ganz nah zu dir. Anhang. Die Psalmodie. Der Psalter ist das rechte Gebetbuch des heiligen Geistes. Luther sagt: Billig sollte jeder Christ, der andächtig beten will, den Psalter sein Betbüchlein sein lassen. Damit aber der Psalter so recht in die Gemüter käme, ist es von Anfang an von Gott also eingerichtet, daß die Psalmen nicht nur gelesen, sondern auch gesungen werden sollten, laut der Überschriften so vieler Psalmen. Daher find denn auch in der christlichen Kirche die Psalmen stets gesungen worden und bildete das schon frühzeitig einen Teil des Gottesdienstes. Leider aber verschwand diese Sitte nach und nach so sehr, daß unsern Gemeinen die Kenntnis davon gänzlich verloren gegangen ist. Um so mehr müssen wir Gott danken, daß er dieses Erbe unsrer Väter wieder geweckt hat, und uns zur Förderung antreiben lassen. Möge nachstehende kurze Anweisung dazu beitragen! Es sind nun folgende Stücke dabei zu merken: 1. Der kirchliche Psalmgesang ist durchaus Wechselgesang. Hierzu zerfällt jeder Psalmvers in zwei Teile und eben so müssen die Sänger aus zwei Teilen bestehen, von denen immer einer den ersten und der andere den zweiten Versteil singt, etwa Pastor und Gemeine, oder Frauen und Männer( die Frauen immer den ersten Teil), oder Chor und Gemeine 2c. 2. Bei jedem Psalm werden zum Schluß die Worte gesungen: Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste; Wie es war von Anfang, jetzt und immerdar Und von Ewigkeit zu Ewigkeit, Amen. Sie bilden zwei Verse. - - 3. Der Psalmmelodien giebt es nun neun, welche Psalmtöne genannt werden, benannt mit den Nummern erster, zweiter zc. Jeder Psalm kann nach jedem dieser neun Töne gesungen werden, jedoch wird der Lobgefang der Maria nach dem neunten gesungen. Zu bemerken ist dabei noch, daß jeder Psalmton aus zwei Teilen besteht, von denen der erste Teil des Tones für den ersten Teil des Verses ist, der zweite Ton für den zweitent Teil des Verses. 9 130 4. Jeder Teil des Psalmtons besteht wieder aus zwei Teilen, nämlich dem Hauptton und der Schlußänderung. Der Hauptton ist immer ein und dieselbe Note und enthält so viel Silben, als nach der Abrechnung der Schlußänderung jeder Teil des Verses noch Silben behält. Die Hauptsache dabei ist nun, daß man die Schlußänderung findet, welche aus vier oder mehr Silben bestehen kann. 5. Die Hauptregel zur Auffindung der Schlußänderung ist nun diese: Man suche vom Schluß jedes Versteils rückwärts die beiden letzten betonten Silben, so bilden alle Silben, von der vorlegten betonten Silbe bis zum Schluß des Versteils, die Schlußänderung. 6. Die zweite Hauptregel ist die: Hinter jeder betonten Silbe muß wenigstens eine unbetonte stehen. Wenn daher die letzte betonte Silbe auch zugleich die letzte Silbe des Versteils ist, so gilt sie als unbetont, und erst die dann rückwärts zuerst vorkommende betonte Silbe wird als die letzte betonte gerechnet. Das Wort: Herrn wird in der Schlußänderung immer zweifilbig Herren gesungen. 7. Der erste Vers eines Psalms hat in seinem ersten Versteile auch noch die sog. Intonation, oder den Ansatz und besteht aus zwei oder drei Noten oder Tönen, die fast immer von unten nach oben aufsteigen. Aber nur der erste Vers hat diese Intonation, außer dem Lobgesang der Maria, welcher den Ansatz in allen Versen behält. Fängt ein Psalm mit Halleluja an, wie Pf. 148, so wird das Halleluja im Hauptton gesungen und dann der erste Vers mit dem Ansatz begonnen. Die Überschriften der Psalmen, wie: ein Psalm Davids 2c. und das öftere Schlußwort: Sela werden nie mitgeſungen. Diese furze Anweisung möge zu nachfolgenden Beispielen zu den Pſalmtönen hier genügen. Eine ausführliche und tüchtige Anweisung findet sich in dem Büchlein: Der Psalter, nach Dr. M. Luthers Übersegung, zum Singen eingerichtet vom Pfarrer Lorging. Bu haben für 75 Pfg. in der Buchhandlung von C. Bertelsmann in Gütersloh. 4. Auflage. † † 1. Mei- ne Seele er2. Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd 3. Denn er hat große Dinge an mir gethan, seine Barmherzigkeit währet übet Gestößet die GeHungrigen füllet denket 4. Und 5. Er 6. Er 7. Die 8. Fr 9. Wie & Sh Wie 1. Und 2. Sie Der Lobgesang der Maria. euc. 1, 46-55. Nach dem neunten Psalmton. Erster Versteil. S 3. Und 4. Bei 5. Und 6. Und 7. Und 8. Und 9. A a er geredet hat re sei dem Vater es war von Anfang, O Zweiter Versteil. mein Geist freuet sich Gotteshe von nun an werden mich selig preisen des denen die zerstreutet die hoffärtig sind in er= = - hilft seinem Diener braham und seinem dem heiUnd Und von Ewigkeit zu 1 - 1 O f 1 he - bet den Herren, an= ge= se= hen; der da mächtigist für und für, im men walt mit seinem Arm, waltigen vom Stuhl, mit Gütern, Hei 131 er der Barmherzigkeit un- sern Vä- tern, und dem Soh- ne, jetzt und immerdar, mei- nes al le H Kin- des Kind. hei- lig ist. Na- me ihn fürch tent. Her- zens Sinn. ih- res = he bet die Nie drigen. M P auf. läs- set die Rei- chen leer. Js- ra el Sa-= men It gen Gei €= wigkeit. A e= wig- lich. ste. M men. = landes. = Nach obigem neunten Psalmton kann auch Ps. 103 paßlich gesungen werden. 9* 132 1. Ich be 2. 3. 4. 5. 6. † † †† 234 3. ++ E †† - -0-0 O 0 1. Herr warum trittst 16. 18. O 2. Wie der Hirsch schreiet nach frischem 3. Erster Versteil. be meine Augen auf Meine Hülfe kommt Er wird deinen Fuß nicht glei- ten Siehe der Qü- ter = 38 DerB hüt Ü Daß dich des Tages die Der Herr behüte dich vor Der Herr behütte deinen Ehre sei dem Vater Wie es war von Anfang, Herr be Sonne nicht ste al= lem Eingang u. Aus und dem Soh jetzt und 1 - - 1 Erster Versteil. Der Herr ist König imDaß du Recht schaffest den 2. Mein Gott, mein Gott, warum hast du Erster Versteil. zu den von dem Erster Versteil. ● - ● Psalm 121. Nach 1 1 Foor Ber= gen, ren, 6 sent, = raels 1 Wasser, Meine Seele dürftet nach Gott, nach dem leben- digen Gott, Psalm 10. Nach Her laf # s > tet dich, che, bel, gang ne, im= merdar, Psalm 42. Nach -0 du so fer mer und e Waisen und 1 a ● o 1 = O mich ver- las- sen? Mein Gott, des Tages rufe ich, so ant- wor- test du nicht, Aberdu bist hei- lig, ne, wiglich, Armen. Psalm 22. Nach dem ersten Psalmton. 1 O 6 O 1. Von wel- chen mir Hül 2. Der Himmel und Er de gemacht 3. Und der dich behü- tet schläft noch 4. 5. Der Herr ist dein Schatten über dei- ner 6. noch der 7. Er behüte dei 8. Von nun an - - Und dem Und von Ewigkeit zu dem zweiten Pfalmton. 3weiter Versteil. O dem vierten Psalmton. 1. Verbirgest 16. Die Heiden müssen aus seinem 18. Daß der Mensch nicht mehr ● = ne bis in hei = Zweiter Versteil. - S 2. Ich heule, aber meine Hül3. Und des Nachts schwei4. Der du wohnest unter dem Lo- Bweiter Versteil. ligen Gei wigkeit. A 3weiter Versteil. G fe kommt. hat. schläft nicht. schlum- mert nicht. p rech Mond See 1 -0 2. So schreiet meine See- le Gott zu dir. 3. Wann werde ich dahin kommen, daß ich Gottes An- ge- sicht schau- e? dem dritten Psalmton. --01 -0 Lan- de trot- ze SE 6 fe ist ge ich be 38 = = 4 = - ● 6 a 0 -6 dich zur Zeit der Not. um- kommen. auf Erden. O 133 ten Hand. des Nachts. le. wig- feit. ste, men. 1 -0T fer- ne. auch nicht. ra- els. 134 1. Die 1234 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. 1. Der 2. 3. 4. L 5. 6. + 4. 5. 6. 7. 8. ++ 2. Gott sei 3. + Erde ist des Herrn und was darinDenn er hat ihn an die Meere geErster Versteil. Wer wird auf des Herrn BergDer unschuldige Hände hat und reines Herzens ist, der nicht Lust hat zu loser Der wird den Segen des Herrn emDas ist das Geschlecht, das nach ihm Machet die Thore weit und die Thüren in der Wer ist derselbe König der Ehren? Es ist der Herr stark und Machet die Thore weit und die Thüren in der Wer ist derselbe König der Ehren? Es ist der Herr ZeEhre sei dem Vater und dem Wie es war von Anfang, jetzt und im600 ● 11 Herr ist mein Er weidet mich auf einer grünen Er erquicket meine Und ob ich schon wanderte im finstern Thale, - - Psalm 24 u. 23. Erster Versteil. uns gnädig und Daß wir auf Erden erkennen Es danken dir Gott E8 danken dir Gott Das Land giebt Es feg 1 Ehre sei dem Vater und Wie es war von Anfang, jetzt und - fürchte ich kein Un- glück, Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine- Fein- de, Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein lebenlang Ehre sei dem Vater 2c. Die Völker freuen sich und jauchzen, daß du die Leute 1 -6 - nen ist, grün- det, ge= hen, Leh- re, pfan- gen, fra= get, Welt hoch, mäch- tig, Welt hoch, ba= oth, Soh- ne, mer- dar, Şir- te: Au= e, See le, = Psalm 67. Nach 1 O D seg- ne uns sei- nen Weg, die Völ- fer, recht rich- test, die Völ- fer, sein Ge- wächs. ne uns Gott dem Soh- ne, im- mer- dar, Nach dem fünften Psalmton. 1. Der Erdboden und was 2. Und an den Was3. Und wer wird stehen an seiner hei4. Und schwö5. Und Gerechtigkeit von dem 6. Und das da sucht dein 7. Daß der König der Eh8. Der Herr 9. Daß der König der Eh10. Er ist der KöUnd dem hei Und von Ewigkeit zu Zweiter Versteil. 1. Mir 2. Und führet mich zum 4. Denn du bist bei mir, dein Stecken 5. Du salbest mein Haupt mit Öl und schen6. Und ich werde bleiben im Hause des dem sechsten Psalmton. 2. Und lasse uns sein 3. Unter allen 4. Es danken dir 7. Es segne uns 8. Und alle 5. Und regierest die Leu6. Es danken dir — Zweiter Versteil. Und dem heiUnd von Ewigkeit zu E- O dar- auf fern be li- gen mäch- tig wird nichts man-geln.. frischen Wasser. 3. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. ren nig der li = gen wig= feit. ret nicht fälsch- lich. Gott seines Hei- les. Ant- ligz, Ja- kob. ren ein- zie- he. = 1 = = Ant- lig Hei- den al = le te al= le auf eitt= zie- he. Gott, un Welt fürch li= gen wig- feit. ● woh- net. rei und Stab trösten mich. test mir voll ein. Her ren immerdar. = tet. Stät- te? 600 135 = im Streit.. Ehren. Geiste. 1 = - men. leuch- ten. sein Heil. Völ- fer. Er- den. Völ- fer. fer Gott. te ihn. Gei- ste. A- men. 136 2. Die 3. - Psalm 19. Nach dem siebenten Psalmton. Erster Versteil. †† 3. 4. 5. 6. 2. Und die Feste verkündiget fei3. Und eine Nacht thut es Psalm 126. ● Himmel erzählen die Ein Tag sagt - Zweiter Versteil. - 6-0 1. Wenn der Herr die Gefangnen Zions er2. Erster Versteil. - Der Herr hat Großes an Herr, wende unser GeDie mit Thränen Nach dem achten Psalmton. - 1. So werden wir sein 2. Da wird man sagen unter den Heiden: Der Herr hat Dann wird unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll 3. Des 4. Wie du die Wasser gegen 5. Werden mit6. Und kommen mit Freuden und bringen Und dem 2c. - 0 1 - -6 O Ch- re Got- tes es dem an- dern, ● 7-0ner Hän- de fund der an 1 jä en, Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Sa- men, Ehre sei dem Vater zc. Zweiter Versteil. - O a 1 Werk. dern. -0lösen wird, Rühmens sein. uns gethan, fängnis, S O 0 -6 O wie die Träumenden. Großes an ihnen gethan. find wir fröh- lich. Mit tag trod- nest. Freu- den ern- ten. ih re Gar- ben. S 火 Inches 1 Centimetres Blue 2 18 3 4 Cyan 2 LO 5 4. ¹6 7 3 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 8 B.I.G. Black