Gb 1036 Moti 26, 20 Maruus 14.12.19 e 221–19. Jood 11 20 10.14 Tim. 3. Jefferter, 5. 5.11 A STA I 4 h 2 1 # 18 м 1 61 " 63 72 4 !!! 87 " 88 " 10 1 110 2021 # 12 ty 431 # 1 24 54 1 МЧ 1.19 зачему в 20 190 17.04 ") 102 1 106 # 12/ 11 124 Rube. rial Лliba i 128 " 1 224 A 8 18 YU давай 584 # 191 16 10" # 105 hit a Die Heilige Schrift. Zweiter Teil genannt Nenes Testament. Aus dem Urtert übersetzt. Fünfte durchgesehene Ausgabe. Elberfeld. C. Brockhaus, Baustraße Nr. 52. 1885. Druck: A. Fastenrath, Elberfeld. Gb 1036 Univ.- Bibl. Giessen Vorwort zur ersten Auflage. Um es dem Leser zu ermöglichen, diese neue Uebersetzung mit größerem Nutzen gebrauchen zu können, ist es notwendig, sowohl über den Zweck, den wir uns dabei vorgesetzt haben, als auch über die angewandten Mittel, denselben zu erreichen, sowie endlich über verschiedene Einzelheiten etliche Andeutungen zu geben. Durch die Herausgabe einer neuen Uebersetzung giebt man zu verstehen, daß man mit feiner der vorhandenen völlig zufrieden ist. Wir sind weit entfernt, die Mängel der Arbeiten Anderer aufsuchen und lieblos richten zu wollen; jedoch beweisen die wiederholten Anführungen des Urtertes verschiedener Bibelstellen auf den Kanzeln, sowie die Verbesserungen der lutherischen Uebersetzung, sowie endlich die in den letzten Jahren erschienenen neuen Uebersetzungen auf das Klarste das Bedürfnis unsrer Zeit. Als Gott zu Anfang des 16. Jahrhunderts Sein Licht vor den Augen der in tiefe Finsternis versunkenen Welt hervorbrechen ließ, ward besonders Martin Luther von Ihm als Werkzeug ausersehen, die Wahrheit in Deutschland zu verbreiten. Dieser trene, glaubensstarke Arbeiter übersetzte zur Förderung des Werkes, welches Gott ihm anvertraut hatte, schon bald nach seinem ersten öffentlichen Auftreten die Heilige Schrift in die Sprache seines Volkes. Hierin folgten ihm andere Männer in verschiedenen Ländern nach, von denen etliche das Ziel ihres heiligen Eifers sogar um den Preis ihres Lebens erringen mußten. Es sei ferne von uns, die Mühe und die Arbeit der Liebe dieser gesegneten Werkzeuge des Herrn gering zu achten; wahrlich, Gott selbst hat sie nicht gering geachtet, und viele Länder genießen seit mehr als drei Jahrhunderten die Frucht ihrer Mühe. Allein die Bedürfnisse unsrer Zeit sind andere geworden. Während die Wirksamkeit des Heiligen Geistes vor dreihundert Jahren dahin ging, die Fundamente der durch eine unzählige Menge menschlicher Satzungen und Ueberlieferungen verhüllten Wahrheit wieder aufzudecken und für dieses Werk die Uebersetzung von Luther als ein unschätzbares Mittel segnete, ist Er in der Jetztzeit thätig, andern Bedürfnissen zu entsprechen. In unsern Tagen geht man weiter, als ehemals. Alles wird untersucht, die II hriften werden erforscht; und wer wollte dieses tadeln? Man will nicht nur einige, unbedingt zur Seligkeit erforderliche Wahrheiten, sondern die ganze Wahrheit und also die Gedanken und den Willen Gottes verstehen lernen, insofern es sich um Seine Ratschlüsse und Offenbarungen, sowohl in bezug auf die Welt, als auch auf die Kirche, handelt. Der Heilige Geist selbst macht uns auf die Notwendigkeit des Verständnisses des göttlichen Willens, als auf ein Mittel unsrer Sicherheit in den letzten Tagen, aufmerksam; und die Wertschätzung der Heiligen Schriften in diesen Tagen ist ein Beweis, daß Gott verehrt wird. Auch sind die Anstrengungen des Feindes hauptsächlich wider Sein Wort gerichtet. Während nun der Gelehrte dasselbe im Urtert untersuchen kann, ist dem Nichtgelehrten und der Sprache des Urtextes Unkundigen dazu der Weg versperrt. Es war daher unser Bemühen und unser Zweck, dieſen Letzteren hülfreich die Hand zu bieten und ihnen mit wenigen Kosten eine möglichst treue und genaue Wiedergabe des Wortes Gottes in ihrer. eigenen Sprache darzureichen. Freilich wird jede Uebersetzung mehr oder weniger mangelhaft sein, und wir schätzen keineswegs unsre Arbeit so hoch, daß wir eine vollkommnere Ausführung derselben von andrer Hand in Abrede stellen. Wie groß die Schwierigkeiten sind, die Ausdrücke einer Sprache, zumal die der reichen griechischen, in eine andere zu übertragen, das werden allein diejenigen anerkennen, welche versucht haben, eine Uebersetzung in Ausführung zu bringen. Wir können jedoch mit gutem Gewissen behaupten, daß wir mit aller Sorgfalt gearbeitet haben, das Wort Gottes möglichst treu wiederzugeben, und hegen die Hoffnung, daß selbst der ungeübteſte Leſer unsre Uebersetzung einfach und verständlich finden werde. Wohl möglich, daß wir manche Stelle in ein schöneres Deutsch hätten kleiden können; allein, ohne Sklaven der Wörter zu sein, leitete uns stets der Gedanke, daß eine möglichst treue Wiedergabe des Urtertes jede andere Rücksicht überwiege, um so mehr, als wir mit vollkommener Ueberzeugung an die göttliche Eingebung der Heiligen Schrift glauben, als die Offenbarung der unendlichen Weisheit Gottes und den Ausdruck Seines gnadenreichen Charakters in Jesu Christo. Weil nun aber niemand die ganze Tragweite dieser Offenbarung zu erfassen vermag und oft in einem Satze ein das Verständnis des Uebersetzers übersteigender Sinn verborgen liegt, der in einer freien Uebersetzung verloren geht, in einer genauern hingegen durch eine tiefere Belehrung des Heiligen Geistes gefunden werden könnte, so ist es eine gebieterische Notwendigkeit, III das Wort des Urtextes gleichsam wie in einem Spiegel wieder hervorzubringen. Selbstredend darf die Grenze dieser Genauigkeit nicht so enge gezogen werden, daß dadurch der in eine andere Sprache übersetzte Satz alle Verständlichkeit verlieren und folglich ohne Sinn bleiben würde. Ein andrer Grund, die Uebersetzung so genau wie möglich zu geben, war die Ueberzeugung, daß es für den des Urtertes unfundigen Leser nicht ohne Nutzen sein werde, etwas von dem Stil, den Gewohnheiten, den Gedanken und den Sitten der Schriftsteller der Evangelien kennen zu lernen. Denn da sowohl das Herz, als auch das Verständnis in dem Worte Gottes Nahrung findet, so sind die von ihnen gewählten bildlichen Ausdrücke oft nicht ohne Wichtigkeit, und durch die Veränderung derselben können, selbst wenn der Sinn des Satzes unverändert bleibt, die Empfindungen des Herzens oft verloren gehen. Ueberhaupt bewegte uns stets das tiefe Gefühl, daß es das Wort Gottes sei, das uns beschäftigte, und wir waren daher bemüht, dieses unser Werk, indem wir es der Beurteilung rücksichtsvoller Richter anheimgeben, so verständlich und zugleich so wörtlich, wie uns irgend möglich, auszuführen. Zur Erreichung dieses Zweckes übersetzten wir zunächst nach dem Urtext; wir benutzten aber auch die Uebersetzungen von Luther, von de Wette, von von der Heydt, sowie die durch Meier verbesserte lutherische Uebersetzung; ferner die im allgemeinen sehr wörtliche berleburgische, die holländische und englische Uebersetzung, welch letztere beide sehr genau und vortrefflich sind, und endlich die Polyglottenbibel von Stier, die außer einigen der genannten deutschen Uebersetzungen noch mehrere andere enthält. Wir machen keinen Anspruch darauf, eine kritische Ausgabe der Deffentlichkeit übergeben zu wollen; jedoch wollten wir dem der griechischen Sprache unkundigen Leser die Gelegenheit verschaffen, von der Frucht der Mühe der Gelehrten genießen zu können; und einige Worte über die Geschichte des Tertes werden über das, was wir zur Erreichung dieser Absicht gethan haben, nähern Aufschluß geben. Bis zu Ende des 15. Jahrhunderts, um welche Zeit die Buchdruckerkunst erfunden wurde, waren die Heiligen Schriften, gleich allen andern Büchern, nur in Manuskripten vorhanden. Die erſte gedruckte Bibel verdanken wir dem Kardinal Ximenes. Es wurde nämlich in Spanien ein großes Werk von Manuskripten zusammengestellt, welches man nach dem lateinischen Namen des Ortes, wo es vollendet wurde, Complutensis nannte. Man sagt auch, daß IV einge Manuskripte von Rom gesandt worden seien, was jedoch von anderer Seite bestritten wird; und so weiß man nicht genau, welches die Quellen waren, woraus jene auf Kosten des Kardinals arbeitenden Gelehrten schöpften. Lange vermißte man diese Manuskripte, und erst in neuerer Zeit versichert man, daß sie in Madrid aufgefunden worden seien. Auch macht man jener Ausgabe den Vorwurf, daß sie zu sehr der Vulgata, das ist der lateinischen Uebersetzung der Bibel, gefolgt sei; jedoch sind die Gelehrten, für welche allein dieses Werk von Wert ist, hierüber nicht einſtimmig. Obgleich dieses kostbare und gelehrte Werk das erste war, welches gedruckt wurde, so war doch bereits zwei Jahre vor diesem ein kleineres von Erasmus veröffentlicht worden; dieser hatte jedoch, da in jener Zeit die Manuskripte nicht so zugänglich waren, wie in unsern Tagen, nur wenige derselben und dazu noch unvollkommene, ja, für die Offenbarung nur eine einzige schlechte Handschrift benutzen können, der sogar ein Teil am Ende fehlte, so daß er, um dennoch sein Werk zu vollenden, sich gezwungen sah, das Fehlende durch Uebersetzung aus der Vulgata in das Griechische zu ergänzen. Zu Ende des 16. Jahrhunderts veröffentlichte R. Stephanus in Paris eine Ausgabe, die er mittelst Vergleichung von dreizehn, in der französischen Königlichen Bibliothek aufgefundenen Manuskripten, sowie nach einem andern, angeblich von seinem Sohne Heinrich untersuchten, bearbeitet hatte. Die letztgenannte Handschrift gehörte zu jener Zeit Beza und wird jetzt in Cambridge aufbewahrt. Am Ende des 16. Jahrhunderts veröffentlichte Beza selbst eine Ausgabe des Neuen Testaments nebst einer Uebersetzung desselben. Die meisten der europäischen Uebersetzungen sind daher nach der einen oder andern dieser frühen Ausgaben bearbeitet. Auch eine etwas später von den holländischen Buchhändlern Elzevier veranstaltete Ausgabe des Urtertes vom Neuen Testament war wenig von der Stephanischen verschieden, obgleich man sich erkühnte, ihr den Titel: Textus ab omnibus receptus( allgemein angenommener Text) zu geben, unter welchem sie bis jetzt noch immer bekannt iſt. Der fromme und gelehrte A. Bengel in Deutschland bemühte sich, einen genauern Text durch eine weitere Untersuchung zu erlangen, und war, soviel wir wissen, der erste, der auf die Klassen der zahlreichen Manuskripte( gewöhnlich Familien" genannt) die Aufmerksamkeit richtete. Auf die Einzelheiten dieses Gegenstandes dürfen wir uns hier nicht näher einlassen, sondern bemerken nur, daß man gewöhnlich zwei Hauptklassen der griechischen Manuskripte V annimmt, die sogenannte Alexandrinische und die Konstantinopolitanische. Zu der ersten Klasse gehören fast alle älteren Handschriften, zu der zweiten die bei weitem größte Zahl, welche aber, mit nur einigen Ausnahmen, später geschrieben sind. Nach Bengel ließ Mill, ein gelehrter Engländer, viele Manuskripte an verschiedenen Orten untersuchen, und setzte, ohne den Textus receptus zu verändern, die nach seiner Meinung genaueste Lesart unter den Text.¹ Ihm folgte Wetstein in Holland, der gleichfalls den Textus receptus unverändert ließ und die von ihm vorgezogenen Lesarten unter den Text setzte, dabei aber viele andere Manuſkripte nachschlug und Anmerkungen hinzufügte, die, wenn auch einerseits oft unglaublich, andrerseits doch wieder sehr nützlich sind, weil sie angeführte Stellen aus griechischen, lateinischen und jüdischen Schriftstellern enthalten, um die Anwendung besondrer Wörter und Ausdrücke in dem Text zu erläutern. Wir können hier jedoch einige mehr oder weniger wichtige und unserm Zweck fernliegende Ausgaben unberührt lassen, und gedenken nur noch der Bemühungen Griesbachs, der die durch Mill und Wetstein begonnene Untersuchung vieler wertvoller Manuskripte mit großem Fleiße fortsetzte und noch andere hinzunahm, indem er dieſelben, um den Text so genau wie möglich herzustellen, mit Sorgfalt und Gründlichkeit verglich. Ohne weiter von Birsch, einem dänischen Gelehrten, der reiche Sammlungen² ähnlicher Art veranstaltete und besonders das Vatikanische Manuskript in Rom verglich, von welchem auch Bentley, ein englischer Kritiker, die Lesarten erhielt, und von Matthiä, der die russischen Manuskripte verglich und eine auf dieselben gegründete Ausgabe veröffentlichte, sowie endlich von vielen andern weniger bekannten Ausgaben in Deutschland und England zu reden, nennen wir noch die Arbeit von Scholz in Bonn, der den Vorrat der verglichenen Manuskripte um vieles vermehrte, ferner diejenigen von Tischendorf und Lachmann, welche diese Untersuchungen fortsetzten, und zum Schluß die von Alter, der die vortrefflichsten Manuskripte der Kaiserlichen Bibliothek in Wien verglich und veröffentlichte. Diesen Untersuchungen nun verdanken wir es, daß wir, anstatt ¹Er nahm die Stephanische dritte Ausgabe( Paris 1550, Folio) als ſeinen Text an. 2 2 Zufolge eines Brandes in Kopenhagen hat Birsch nur die Evangelien, sowie seine Sammlungen der verschiedenen Lesarten des übrigen Teiles des N. Testaments herausgeben können.- 3 Diese gehören jener zahlreichen und spätern Klasse von Manuskripten an, welche die Konstantinopolitanische genannt wird. 1 VI jener dreizehn Manuskripte, welchen man sich zum Teil nicht einmal ganz anzuvertrauen wagt, jetzt, teils von dem ganzen Neuen Testament, teils von einzelnen Teilen desselben, etwa sechshundert Handschriften besitzen, welche, um die durch öfteres Nachschreiben eingeschlichenen Fehler zu korrigiren, mehr oder weniger verglichen worden sind. Um den nichtgelehrten Lesern eine weitere Vorstellung von den Quellen zu verschaffen, aus denen man zu schöpfen imstande war, fügen wir noch hinzu, daß das Neue Testament seit den ersten Jahrhunderten übersetzt worden ist. Wir nennen die syrische¹ und die italische Uebersetzung, die wahrscheinlich beide aus dem 2. Jahrhundert stammen; die letztere wurde im 5. Jahrhundert durch Hieronymus verbessert und kam fortan unter dem Namen Vulgata in Gebrauch. Außerdem finden sich in den Schriftstellern der beiden ersten Jahrhunderte nach Christo( einer derselben war sogar noch ein Zeitgenosse des Apostels Johannes) zahlreiche, mehr oder weniger genaue Anführungen von Stellen des Neuen Testaments. Von diesen Hülfsmitteln haben die genannten Herausgeber des Neuen Testaments fleißig Gebrauch gemacht, um den Text ſo genau und vollkommen als möglich herzustellen; und wie erfreulich ist es, daß, einige ungewiß bleibende Einzelheiten abgerechnet, trotz der verschiedenen Systeme und Theorieen bezüglich der Manuskripte, jene Männer in fast allen erheblichen Veränderungen einſtimmig sind. Die Vorsehung Gottes hat, ungeachtet der Schwachheit der Menschen, über Sein Wort gewacht, so daß, während man von den berühmteſten und vielgelesenen Klassikern wenige, wie z. B. von Virgil nur etwa sechs Manuskripte, auffinden konnte, man von dem wenig gelesenen und der Welt fast unbekannten Neuen Testament schon in den Besitz von etwa sechshundert Handschriften gelangt iſt. Und selbst die Thatsache, daß diese in Klöstern und öffentlichen Bibliotheken aufbewahrten Manuskripte unbenutzt geblieben sind, ist ein Mittel gewesen, sie desto sicherer und reiner unsern Händen zu überliefern. Gott sei Dank! selbst das mangelhafteste Manuskript enthält die göttliche Wahrheit und alles, was nötig ist, unverfälscht, und die Fehler, welche sich eingeschlichen haben, sind durch Vergleichung einer so großen Anzahl von Handschriften beinahe alle beseitigt. Diese Fehler sind teils durch Nachschreiben entstanden, teils dadurch, daß man Worte, um gewisse Stellen des Textes verständlicher zu machen, als Randbemerkungen beifügte und die1Beschito genannt; eine andere ist später gemacht. VII selben dann nach und nach dem Texte einverleibte.- Einige dieser Manuskripte sind über 1400 Jahre alt. Der schon erwähnte Griesbach führte nicht nur ſeine Untersuchungen weiter aus, als alle seine Vorgänger, sondern wich auch von dem bisher eingeschlagenen Verfahren völlig ab, indem er, nicht wie jene, den nach einigen Manuskripten von ungewissem Werte gebildeten Text, sondern denjenigen, welchen er nach sorgfältiger Prüfung für den richtigen hielt, als den seinigen aufnahm, die Veränderungen aber durch kleinere Typen andeutete und die von ihm verworfenen Lesarten unter den Tert setzte. Seitdem sind die meisten Herausgeber dieser Methode gefolgt, indem auch sie den nach ihrer Meinung genauesten Text veröffentlichten. Wir mun hielten uns für verpflichtet, unsrer Uebersetzung einen möglichst genauen Text, so wie ihn die mühevolle Arbeit der Gelehrten hergestellt hat, zu Grunde zu legen, um so das inspirirte Wort ſo rein als möglich wiederzugeben. Wie schon bemerkt, lag uns der Gedanke fern, eine kritische Ausgabe zu veranstalten; aber wir thaten folgendes: Da, wo die Gelehrten nach Vergleichung der vorhandenen Manuskripte und Benutzung der oben genannten Hülfsmittel, in betreff der Lesart einstimmig waren, sind wir ihnen gefolgt; und wir dürfen zu unsrer Frende wiederholen, daß sie, wenige Stellen ausgenommen, in allen wichtigen Fällen in der Lesart übereinstimmen. Infolge der von uns eingeschlagenen Methode mußten wir nicht selten von dem unvollkommnen Texte des Textus receptus abweichen, den fast alle früheren Uebersetzer in Ermangelung eines bessern ihrer Arbeit zu Grunde legten. Die verworfenen Lesarten haben wir unter dem Buchstaben R. am Schlusse des Buches zut= sammengestellt. Wir haben dies jedoch nicht gethan, um den angenommenen Text als etwas Ungewisses oder Zweifelhaftes hinzustellen, sondern nur um dem Einwurfe zu begegnen, als hätten wir nach Willkür oder aus Nachlässigkeit diese oder jene Stellen verändert oder ausgelassen. Nur da, wo man in betreff der Veränderungen in der Lesart unschlüssig war, übersetzten wir nach dem Textus receptus. Wenn ferner der Leser unten als Note das Wörtchen: Oder( O.) findet, so soll dadurch angedeutet werden, daß die betreffenden Wörter oder Sätze noch eine andere Uebersetzung zulassen. Ebenso haben wir in vielen Fällen, wo eine wörtliche Uebersetzung des Textes zu sehr der Verständlichkeit ermangeln würde, diese als Note mit dem Zeichen B.- Buchstäblich, unter den Text gesetzt, da oft in dem buchstäblichen Aus VIII druck eine besondere Kraft verborgen liegt. Endlich zeigen die dem Text in kleinern Buchstaben eingefügten Wörter an, daß sie nicht im Urterte stehen, aber notwendig waren, um den Satz in der deutschen Sprache verständlich zu machen. Wir fügen hier noch einige Einzelheiten hinzu, die dem Leser bei Benutzung unsrer Arbeit behülflich sein könnten. Wir haben schon bemerkt, daß wir da, wo es uns zulässig schien, den eigentümlichen Stil eines jeden der verschiedenen Schriftsteller unverändert ließen, indem wir unsern Zweck festhielten, das geschriebene Wort so tren wie möglich zu übersetzen. Wir haben da, wo für den Leser kein Mißverständnis entstand, stets den Satz in seiner ursprünglichen Form, wie wir ihn im Urtert fanden, beibehalten, und uns nur da, wo eine Nachahmung jener Form Zweideutigkeiten hervorgerufen haben würde, eine Veränderung erlaubt, um, so gut wir's vermochten, den Sinn wiederzugeben. So findet sich z. B. in Lukas an vielen Stellen das Wörtchen, und," wo wir es, um verständlich zu sein, durch daß“ übersetzen mußten. ( Siehe Lut. 2, 15; 5, 1. 17; 9, 28; 14, 1.) Da, wo eine Redeweise die Sitten des Morgenlandes bezeichnete, haben wir dieselbe nicht denen des Abendlandes anzupassen gesucht, um dem Leser auf diese Weise ein möglichst treues Bild jener Sitten und Gebräuche vor Augen zu führen, wodurch zugleich der Sinn mancher Stellen verständlicher wird. So erklärt z. B. die buchstäblich wiedergegebene Redeweise: zu Tische liegen," wie Lazarus im Schoße Abrahams und Johannes im Schoße des Herrn lag. Man wird ohne große Mühe noch andere gleichartige Beispiele auffinden können. Einige Stellen erfordern noch eine ausführlichere Besprechung. In Mark. 14, 72 übersetzten wir: ,, Als er daran gedachte, weinte er." Jedoch ist die Meinung über den Sinn des durch: als er daran gedachte" übersetzten Wortes sehr geteilt, indem es einige durch: ,, Er ging plötzlich hinaus;" andere:„ Er bedeckte sein Angesicht;" andere:" Sehr;" andere: ,, Er fing an;" andere:„ Jesum anschauend," übersetzten. Da die buchstäbliche Bedeutung ist: ,, Er warf an," so haben noch einige, ein Objekt hinzufügend, gesagt: ,, Er warf einen Blick auf ihn," oder: ,, Er warf den Mantel über seinen Kopf;" während wieder andere einen idiomatischen Gebrauch des Wortes annehmen, wie z. B.: ,, Er fing an." In der Apostelgeschichte wird man das Wort ,, Weg" in einer besonderen Weise angewandt finden.( Apostelgesch. 19, 9; 24, 22.) IX Wir haben uns jedoch zu einer Umschreibung dieses Ausdrucks nicht veranlaßt gefunden, da der Leser bald verstehen wird, daß man in jener Zeit sich desselben in einer Weise bediente, wie man in unsern Tagen zur Bezeichnung der Christen das Wort ,, Pietist" gebraucht. Wir haben das gr. Wort désovrai( dexontai) in Luk. 16, 9 mit: ,, Auf daß ihr aufgenommen werdet," zu übersetzen gewagt, da der Evangelist Lukas nicht selten die dritte Person der Mehrzahl eines aktiven, anstatt eines passiven Zeitworts gebraucht, und zwar selbst dann, wenn keine Thätigkeit vorhanden ist. Wir führen hier zum Beweis mehrere Stellen an. Wir lesen in Luk. 6, 38: „ Sie werden geben;" und in demselben Verse:„ Sie werden messen;" was so viel heißt, als:„ Es wird gegeben werden," es wird gemessen werden." Die Stelle Vers 44:„ Die Feigen werden nicht von den Dornen gelesen;" oder: ,, Man sammelt nicht Feigen von den Dornen," heißt im Griechischen: Sie sammeln nicht zc." Kap. 14, 35: Sie warfen es hinaus," heißt nur:„ Es ist hinausgeworfen," oder: ,, Man wirft es hinaus," u. s. w. Was das Gebet des Herrn betrifft, so läßt es die langjährige Gewohnheit der Christen kaum zu, irgend eine Veränderung zu treffen, ohne dabei Anstoß zu erregen. Obwohl nun allerdings nicht zu bezweifeln ist, daß in Lukas einige Sätze fehlen, so haben wir dennoch da, wo die das Wort untersuchenden Gelehrten nicht einstimmig waren, unsrer Regel gemäß, nichts verändert. Wir begnügen uns damit, an diesem Orte die nach unsrer Meinung vorzuziehende Lesart in Lukas anzuführen. Sie heißt: ,, Vater! geheiligt werde dein Name; dein Reich komme; unser nötiges Brot gieb uns täglich; und vergieb uns unsre Sünden, denn auch wir vergeben jeglichem, der uns schuldig ist; und führe uns nicht in Versuchung."( Kap. 11, 2-4.) Es wird den Leser einigermaßen befremden, die in der Offenbarung verworfenen Lesarten nicht, wie bei den übrigen Büchern, verzeichnet zu finden. Infolge zweier Ursachen wurde nämlich eine große Anzahl von Fehlern in den Text früherer Ausgaben der Offenbarung eingeführt. Die erste war, daß das Buch nach einem beschädigten Manuskript gedruckt wurde, welchem sogar, wie schon bemerkt, ein Teil am Ende fehlte, so daß man sich genötigt sah, das Fehlende aus der lateinischen Uebersetzung wieder ins Griechische zu übertragen;( heute kann man dagegen 93 Manuskripte von diesem Buche, von denen drei sehr alt sind, vergleichen.) Als zweite Ur¹Jetzt auch noch das sehr alte sinaitische Manuskript. " 1 X sache bezeichnen wir die außerordentliche Unregelmäßigkeit in der grammatischen Bildung der Offenbarung, die größtenteils durch die Natur des Buches hervorgerufen ist, indem der durch göttliche Eingebung geleitete Schriftsteller, beschäftigt mit dem Gegenstand, der im Gesicht" vor seinen Augen war, schreibt, ohne der grammatischen Verbindung der betreffenden Stelle eine besondere Aufmerksamkeit zu widmen. So steht z. B., wenn er in seinem ,, Gesicht" eine Person schaut, das Zeitwort oder Particip mit dem Gesehenen, nicht aber mit dem vorhergehenden Wort in grammatiſcher Verbindung. Die Grammatiker, die diese Ausdrücke zu forrigiren versuchten, haben nur Verwirrung in den Text gebracht; und sobald man durch die Untersuchung der Manuskripte das Ergebnis der Anstrengungen menschlicher Weisheit beseitigen konnte, wurden alle diese Korrekturen einstimmig verworfen. Es schien uns daher eine überflüssige Mühe zu sein, dieſelben als Note beizufügen, weil zuerst das Buch nach einem, alle jene Korrekturen enthaltenden Manuskripte gedruckt worden ist, so daß der wirkliche Text notwendig wieder als Korrektur erscheinen mußte. Ueberhaupt haben sie nichts mit dem Sinn der Stellen zu thun und treten oft in einer Uebersetzung nicht in Erscheinung. Wir machen noch darauf aufmerksam, daß in der Offenbarung das Wort geben"( didou didomi) auf eigentümliche Art gebraucht ist und so viel heißt, als ,, Kraft geben" oder gültig machen."( Kap. 8, 3; 11, 3.) Bei andern Stellen möchten wir vielleicht einer Lesart den Vorzug gegeben haben, in betreff derer sich die Herausgeber nicht einig sind. Jedoch sind wir auch hier unsrer Regel gefolgt, indem wir nichts veränderten, wo die Einstimmigkeit der hervorragendsten Kritiker fehlte. Wir lassen jetzt für die, welche Griechisch verstehen, noch eine Bemerkung einfließen. Wir sind nämlich nicht mit der Uebersetzung des in Hebr. 9, 1 sich findenden Ausdrucks, weltliches Heiligtum" zufrieden, weil„ Heiligtum"& ytov( hagion) nach der Ordnung des Satzes ein Adjectiv sein sollte. Es giebt zwar etliche wenige Beispiele dieser ungewohnten Ordnung wie Soon alcovia( zoä aionia), wenn anders diese Lesart richtig ist, und man kann dazu keinen Grund finden, zoouxós( kosmikos) als Hauptwort zu gebrauchen. Wir haben jedoch in der gewöhnlichen Uebersetzung nichts verändert; - ¹Aehnliches finden wir im Deutschen, wo bei Personennamen das Fürwort das natürliche Geschlecht bezeichnet, wie z. B.: ,, Sie brachten ein Weib zu ihm und stellten sie( nicht ,, es") in die Mitte." Die Offenbarung geht indes noch weiter. XI denn wenn dieses geschehen würde, so bezeichnete das griechische Wort eine allgemeine heilige Ordnung." Eine fast unüberwindliche Schwierigkeit bot uns das mit ,, Taufe" verbundene Vorwort is( eis) dar, weil die deutsche Sprache kein Wort hat, das dem griechischen in allen Fällen entspricht. Die Juden waren siç Mosen getauft.( 1. Kor. 10, 2.) Der Apostel fragt Apostelgesch. 19, 3: Wozu seid ihr getauft?" Sie antworteten:, Zu der Taufe Johannes';" eine Antwort, welcher im Deutschen aller Wohllaut mangelt. In Beziehung auf den Namen Jesu übersetzen einige das griechische siç( eis) durch ,, auf," andere durch, in":, auf den Namen Jesu," oder: in dem Namen Jesu." In Röm. 6, 3. 4 sagt der Apoſtel: Wir sind getauft eis Christum Jesum eis den Tod," mithin: ,, begraben durch die Taufe eis den Tod."- Wollte man übersetzen: ,, getauft in Christum," so würde man auch, dem Zweck dieser Handlung zuwider, sagen müssen:, getauft in Mosen;" und ein ähnliches Hindernis würde der Ausdruck Christ um" bieten, indem es dann auch gegen allen Sprachgebrauch: ,, an den Tod" heißen müßte. Für den Uebersetzer handelt es sich indes nicht um eine Lehre von der Taufe, sondern um eine äußerst genaue Uebersetzung, deren Ausführung, wie schon gesagt, ſehr erschwert ist, weil die deutsche Sprache für das griechische eis kein entsprechendes Wort hat. Dieses, eine Richtung bezeichnend, kann, wenn von einem Orte die Rede ist, ohne Schwierigkeit übersetzt werden; z. B.:„ Ich gehe nach Rom." Wenn es jedoch in Beziehung auf einen moralischen Zweck, den man erreichen, oder auf eine Person oder Sache, der man sich anschließen will, angewandt ist, so ist für den Uebersetzer das Hindernis auf befriedigende Art nicht zu besiegen. Wir sind daher, gleich mehreren andern Uebersetzern, gezwungen gewesen, die Frage mit Hülfe des Wörtchens ,, auf" zu beantworten, so wenig uns auch unsre Wahl befriedigte. ,, an Der Ausdruck: zweit- erster Sabbath"( Luk. 6, 1.) bietet auf den ersten Blick dem Verständnis einige Schwierigkeit dar, die jedoch bei einer nähern Beleuchtung der jüdischen Gebräuche schwinden wird. Das Jahr, in betreff des Gottesdienstes der Juden, begann mit dem Monat Abib( d. h. grünes Korn), der von Mitte März bis Mitte April dauerte. In dem 23. Kapitel des dritten Buches Moses', wo wir die jüdischen Feste beschrieben finden, bemerken wir neben dem allgemeinen und wöchentlich wiederkehrenden Feste des Sabbaths, daß die Hauptfeste mit XII dem Passah( 14. Abib) beginnen, und daß in unmittelbarer Verbindung damit verordnet wird, am Tage nach dem darauf folgenden Sabbath die Erstlinge des Korns in der Aehre zu opfern, ein Vorbild der Auferstehung Jesu, die am Morgen nach dem Sabbath der Passahwoche oder des Festes der ungesäuerten Brote stattfand. Der auf den Tag des Passah unmittelbar folgende Sabbath war also der erste" oder Hauptsabbath, und nach der am andern Morgen, dem ersten Tage der Woche, stattfindenden Darbringung der Erstlinge durfte man ernten und neues Korn essen, was vorher, selbst wenn die Frucht schon reif im Felde stand, nicht erlaubt war. An dem folgenden Sabbath, der mithin der zweite" nach dem ersten" oder Hauptsabbath war, sehen wir, da schon am ersten Tage der Woche die Opferung der Erstlinge geschehen war, daß die Jünger auf dem Wege Aehren aßen; und da man von diesem Tage an sieben Wochen oder Sabbathe bis zum Pfingstfest zählte, so war derselbe folglich der erste" dieser sieben Sabbathe, aber der zweite" in bezug auf den Hauptsabbath des Passah. Nach diesen Erläuterungen glauben wir die Bezeichnung: zweit erster Sabbath" gerechtfertigt und die Schwierigkeit für das Verständnis des Lesers gehoben zu haben. " 1 "" 11 11 Wir gehen noch zu einigen anderen Bemerkungen über. Das Wort datuórior( daimonion), im allgemeinen durch ,, Teufel" übersetzt, wo wir lesen, daß Christus die Teufel" ausgetrieben hat, ist ein anderes, als wenn von dem Teufel, dem Satan, die Rede ist. Das Wort„ Teufel"( diáßokos- diabolos) heißt Verläumder oder böser Verkläger; darum ist der große Verkläger der Brüder, der auch ein böser Geist ist, ,, Teufel" genannt. „ Die Teufel" datuória( daimonia) sind aber mit dem Satan oder Beelzebub verbunden.( Matth. 12, 22-27; Mart. 3, 22. 26.) Das Wort datuóvia ward von den Heiden für gewisse MittelGeister gebraucht, die sie sich in einem guten Sinne als mächtig waltende Geister dachten, welche einem Volke oder einer Person Schutz gewährten. Die Schrift( 5. Mos. 32, 17; 1. Kor. 10, 20.) lehrt uns, daß die Götter der Heiden mit diesen bösen Geistern in Verbindung standen; so ist uns Beelzebub als Gott der Philister und andrer stammverwandter Völker bekannt. Da wir nun für datuóvior fein entsprechendes Wort finden konnten, so sahen wir uns genötigt, dasselbe gleich Andern durch ,, Teufel" zu übersetzen, obgleich eigentlich das Wort diáßokos( diabolos) Teufel heißt. XIII Die von uns gebrauchten, etwas fremd klingenden Ausdrücke: „ der Christus, des Christus" anstatt: ,, Christus, Christi," sind von uns in der Absicht gewählt worden, um dadurch den Unterschied zwischen der Stellung und dem Namen des Herrn zu bezeichnen. ,, Christus" ist nach dem Sprachgebrauch der Jetztzeit ein einfacher Name geworden; früher war dies nicht der Fall. ,, Christus"( griechisch) oder ,, Messias"( hebräisch) heißt: „ der Gesalbte," den man nach der Verheißung Gottes erwartete. Es drückt also dieses Wort mehr als eine bloße Bezeichnung des Namens einer Person aus, wiewohl dieser Gebrauch schon in der Zeit, als die Schriften des Neuen Testaments ge= schrieben wurden, aufkam; und da nach unsrer Meinung die Bezeichnung der Stellung und die des Namens nicht verwechselt werden darf, so haben wir, um die Kraft des Wortes zu erhalten, da, wo es sich um den Namen handelt, ,, Christus," wo aber die Stellung des Messias, des Gesalbten bezeichnet werden soll, der Christus" gesagt. Im Griechischen giebt der Artikel( 6) den Unterschied an. Ebenso haben wir oft das Wort, Gesetz" ohne Artikel gebraucht, oder denselben in kleineren Typen beigefügt. Der Unterschied ist sehr wichtig, weil man bei dem Ausdruck:„ das Gesetz" immer an das Gesetz Moses' denkt. Der Apostel aber spricht oft vom Gesetz als einem allgemeinen Grundsatz, und nicht vom Gesetz Moses', und in diesem Falle haben wir, Gesetz" ohne Artikel gebraucht, oder denselben in kleineren Typen beigefügt. Der Leser wird ferner finden, daß wir, Nationen" anstatt ,, Heiden" übersetzt haben, und zwar aus dem Grunde, weil die letztere Bezeichnung, in unsern Tagen als Name für unbekehrte Götzendiener gebraucht, nicht überall am Platze ist. Allerdings waren alle Nichtjuden der alten Zeit Götzendiener, denn die Menschen waren von Gott abgewichen. Die Gnade jedoch, welche die Nationen besucht hat, veränderte alles; und obgleich sie im Gegensatz zu den Juden nicht aufgehört haben, ,, Nationen" zu sein, so sind sie doch keine Heiden" mehr. Dieses war die Ursache, daß wir ,, Nationen" als eine allgemeine Bezeichnung wählten. Wir konnten nicht ,, Völker" sagen, weil die Juden das vornehmste Volk waren. Aus den Stellen, wo re ed vy ( ta ethnä) eine Klasse bedeutet und nicht die Völker, haben wir das Wort durch den Ausdruck, die aus den Nationen" übersetzt. Nicht minder auffallend wird man die Anwendung des nicht XIV deutschen Wortes ,, Hades" finden. Der Grund zu dieser unsrer Wahl war wichtig genug. Luther hat nämlich zwei Wörter durch Hölle" übersetzt, obwohl deren Bedeutung ganz und gar verschieden ist, indem durch den einen Ausdruck der Ort zukünftiger Qual, bereitet für den Teufel und seine Engel, durch den andern aber im allgemeinen die unsichtbare Geisterwelt bezeichnet wird, auf welcher bis zur Ankunft Christi Dunkel und Finsternis ruhte, wie wir dieses im Alten Testament, wo dieses Wort Scheol heißt, finden können. De Wette hat die etwas heidnische Bezeichnung Unterwelt" gebraucht. Da wir aber dasselbe Wort auf Christum, der ins, Paradies" gegangen ist, angewandt finden, so zogen wir vor, das griechische Wort ,, Hades" beizubehalten, auf daß es nicht mit„ Hölle" yéerva( gehenna), dem Orte ewiger Pein, verwechselt werde. Im Hades" kann sowohl Freude als Pein sein. Der reiche Mann und der arme Lazarus waren beide im Hades. In der Hölle ist nur Pein. Etwas ausführlicher müssen wir des gewöhnlich durch, Kirche“ oder Gemeine," von uns aber durch Versammlung" übersetzten Wortes ezzanoia( ecclesia) gedenken. Wenn wir auch im allgemeinen in betreff dieses Ausdrucks unbesorgt sein konnten, so dürfen wir es nie in betreff einer falschen Darstellung des Wortes Gottes sein. Das griechische Wort& zzanoia heißt Versammlung" und bezeichnet besonders eine Versammlung derer, welche in den griechischen Staaten, ähnlich wie in einigen jetzigen Republiken, Bürgerrecht hatten, gegenüber solchen Einwohnern, welche dessen ermangelten und die den schwer zu übersetzenden Namen nooizos( paroikos) trugen, den wir durch Fremdling," oder ohne Bürgerrecht" verdeutscht haben. Daß wir Exxhyoia nicht durch Gemeine" übersetzt haben, geschah deshalb, weil diese Bezeichnung die wahre Bedeutung des Wortes in seinem ursprünglichen Charakter nicht wiedergiebt. Um daher jeder Begriffsverwirrung vorzubeugen, haben wir es durch Versammlung" übersetzt, und so findet es der Leser in Apoftelgesch. 19, 41 unzweifelhaft gebraucht, wo wir lesen:„ Der Stadtschreiber hob die Versammlung auf." Das Wort wird auf jede Art von Versammlung angewandt, sowohl auf die der Kinder Israel in der Wüste, als auch auf die der in das Theater stürzenden Aufrührerischen und der Gesetzeseiferer zu Ephesus( Apostelgesch. 19); sowohl auf die allgemeine Versammlung der Christen im Himmel, als auch auf die sogenannte Ge"" " 1 XV meine auf der Erde, sei es die Versammlung an einem Orte oder auch in irgend einem Hause. So wird oft im Neuen Testament das gewöhnliche Wort, mit welchem die Zusammenkünfte der Bürger bezeichnet wurden, auf die Versammlungen Gottes angewandt. Richten wir jetzt unsre Aufmerksamkeit auf das Wort ,, Buße," welcher Ausdruck uns, obgleich wir ihn aufgenommen haben, nicht genügt, da er mehr einen äußeren Charakter trägt und ein Werkethun bezeichnet. Es wurde, Bekehrung" als eine geeignete Bezeichnung vorgeschlagen, allein obwohl mehrere Uebersetzer dieselbe gebraucht haben, so sind wir ihnen doch nicht gefolgt, weil Bekehrung nicht die Bedeutung des Wortes uεtávola( metanoia) wiedergiebt. In Jer. 31 lesen wir: ,, Als ich bekehrt war, that ich Buße." METávola ist das moralische Urteil der Seele über alles Vergangene, sowie über alles, was sie, als im Fleische, vor Gott ist. Andere haben Sinnesänderung" vorgezogen und sind allerdings der wahren Bedeutung etwas näher gerückt. Allein da in dieser Bezeichnung das Urteil der Seele in bezug auf die Vergangenheit fehlte, so sahen wir uns genötigt, bei dem Worte " Buße" zu bleiben. In Mark. 2, 26; 12, 26 finden wir die Ausdrücke ,, in Abjathar" und in dem Busche," welchen erstern Ausdruck andere durch in der Zeit Abjathars" oder unter Abjathar" übersetzt haben. Man kann zwar diese Stelle ani( epi) mit Hinzufügung der nicht im Text stehenden Worte der Zeit" übersetzen, aber man würde nie in der Zeit des Busches" sagen können. Die letztere Bezeichnung in dem Busche," ebenso Röm. 11, 2, wo es heißt: ,, in Elias," geben uns indes nach unsrer Meinung darüber Aufschluß, daß unter dieser Form eine Stelle des Alten Testaments angeführt wird; dies ist auch die Ansicht mehrerer Gelehrten. Das Wort ,, Aelteste" entspricht nicht vollkommen dem griechischen nosoßvreoos( presbyteros), weil dieses letztere, obwohl es unzweifelhaft für ein Amt gebraucht wird, in verschiedenen Stellen einen Gegensatz zu veoTE00ç( neoteros)( Jüngere) bildet, der in dem deutschen Ausdruck ganz und gar verloren ist. Der Ausdruck, die Aeltern" aber, die wirkliche Kraft von nosoßÚTegos, hat im Deutschen eine andere Bedeutung. Es ist wahr, noεoßÚTegos ist nicht blos ein alter Mann, noeoBurns( presbytäs), sondern wird für die ganze Klasse der Alten, im Gegensatz zu den Jüngeren, XVI gebraucht. Unter den Juden, welche Christen geworden, ist in der Schrift keine Spur von irgend einem bestimmten Amte,„ Aelteste" genannt, vorhanden. Die Apostelgeschichte hat oft das Wort: ,, Anbeter“ oder ,, Anbetende" oeßóuevos( sebomenos), wodurch der Name einer zahlreichen Klasse aus den Heiden bezeichnet wurde, welche, die Eitelkeit des heidnischen Götzendienstes erkennend und seinen Unfug verabscheuend, dem jüdischen Gottesdienste beiwohnten, hier für ihre moralische Not eine Zuflucht suchten und, wenn auch nicht hinreichend, dennoch, trotz der Untreue der Juden- so kräftig iſt die Wahrheit Gottes eine solche daselbst fanden. Wir finden daher viele aus dieser Klasse, welche dem Apostel Paulus und andern Dienern Gottes nachfolgten. Proselyten" ist ein anderes Wort, obwohl die Anbeter auch solche gewesen sein mögen. Wir hätten gleich Andern das Wort durch Gottesfürchtige" übersetzen können, allein hierdurch würde zwar der Zustand einer Seele, nicht aber, wie in der Apostelgeschichte, der Name einer besonderen Klasse von Menschen bezeichnet sein, welche, ob zwar Heiden von Geburt, dem Gottesdienste der Juden beiwohnten. " Dem Leser wird in 2. Kor. 2, 16 der ungewöhnliche Ausdruck „ Wohlgeruch des Todes" auffallen. Zum Verständnis desselben wird ihm die Bemerkung dienen, daß dieser Ausdruck ein bildlicher ist, der auf die römischen Triumphzüge anspielt. Man bediente sich nämlich bei denselben der Wohlgerüche und tötete bei dieser Gelegenheit oft viele Gefangene, während dagegen andere Gefangene verschont wurden. Der Wohlgeruch" war also ein „ Geruch des Todes“ oder„ ein Geruch des Lebens." Ebenso, sagt der Apostel, sei auch das Evangelium, wenn es angenommen werde, ein Mittel des Lebens; wenn es aber nicht angenommen werde, so süß es auch sei, ein Anlaß zur Verurteilung. Der mit den Sitten, Gebräuchen und Einrichtungen der damaligen Zeit wenig vertraute Leser wird nicht selten auf noch andere Ausdrücke stoßen, die unsers Erachtens, da wir sie ohne Umschreibung nicht deutsch wiederzugeben vermochten, einer kurzen Erläuterung bedürfen. Wir lassen sie der Reihe nach folgen. 1. Das Prätorium." Durch dieses Wort wurde das Hauptquartier eines römischen Lagers, wo der Oberbefehlshaber seine amtliche Stellung hatte, oder in Rom das der kaiserlichen Garde bezeichnet, und war also im allgemeinen das befestigte Hauptquartier der Kriegsknechte; und weil die von dem Kaiser abhängenden Landpfleger einer Provinz Prätoren genannt wurden, so wurde XVII der Saal, in welchem diese, wie der Oberbefehlshaber in dem Hauptquartier, Anordnungen trafen und Urteile fällten, Prätorium" genannt. Das Wort wird in allen diesen Bedeutungen, die erste ausgenommen, im N. Testament gebraucht, und wir haben es deshalb unverändert gelaſſen. 2. Das ,, Synedrium" war der Hauptrat und, höchste Gerichtshof der Juden, der seine Sitzungen in Jerusalem abhielt, 72 Mitglieder zählte und aus Priestern, Schriftgelehrten und Aeltesten gebildet wurde; der jeweilige Hohepriester führte den Vorsitz in demselben. 3. Die Synagoge" war für das Judentum dasselbe, was heute für die bekennende Christenheit die„ Kirche“ ist. Man brachte zwar die Opfer nur im Tempel dar, aber in den Synagogen fanden die gewöhnlichen Gottesdienste statt. Hier las man das Wort, hier predigte man, von hier ging die Züchtigung aus, indem man diejenigen, welche man nicht für treue Juden hielt, ausschloß. 4. ,, Asiarchen" waren Beamte in der Provinz des prokonsularischen Asiens( eines Teiles von Kleinasien), welche jährlich von den Vornehmsten der Provinz gewählt wurden, um bei den verschiedenen Götzendiensten als Vorsteher zu dienen und die zu Ehren der Götter gefeierten Wettkämpfe anzuordnen. 5. Der Areopagus" war ein von Solon, dem Geſetzgeber von Athen, eingerichteter Gerichtshof, um sowohl über die Sitten der Athener, als auch darüber zu wachen, daß den Göttern die gebührende Ehre erwiesen würde. Diese Einrichtung wurde, obgleich ihrer Wichtigkeit beraubt, auch unter der Herrschaft der Römer beibehalten. Dieser Gerichtshof hielt auf dem Hügel des Mars oder Ares, wovon der Name„ Areopagus," d. h. Ares- oder Marshügel, abgeleitet ist, seine Sitzungen. Man kann daher Apostelgesch. 17, 19 sowohl: ,, Sie führten ihn zu dem Areshügel," als auch: ,, vor den Gerichtshof, genannt Areopagus," übersetzen. 6. Sandalen" waren Sohlen, die mit ledernen Riemen unter die Füße gebunden wurden. Als die römische leppigkeit sich ausbreitete, trugen die Männer Schuhe oder Halbstiefel, vлodhuara zotha( hypodämata koila) und, wie es scheint, später blos inodhuara( hypodämata) genannt. Im N. Testament finden sich sowohl„ Hypodämata" als auch ,, Sandalen." Es ist jedoch nicht wahrscheinlich, daß jene leppigkeit die Jünger erreicht hat; und da die Schriftsteller des N. Testaments zwei Wörter für dasselbe Ding gebrauchen, so wird der Leser unter ,, Sandalen" XVIII jene mit ledernen Riemen unter die Füße gebundenen Sohlen verstehen. Münzen und Maß. Die genauere Kenntnis des Wertes der verschiedenen Geldmünzen ist nicht sehr wichtig, weil sie im N. Testament im allgemeinen nur gebraucht werden, um große oder geringere Summen zu bezeichnen, und dieſer Unterschied aus den betreffenden Stellen selbst hervorgeht. Weil wir aber einige griechische Namen gebraucht haben, so geben wir hier den Wert der verschiedenen Münzen an, ohne dabei eine vollkommene Genauigkeit zu suchen. Hinsichtlich der Drach me bemerken wir nur, daß einige den Wert derselben geringer angeben als wir. Lepton: 1/2 Pfennig oder noch weniger; die kleinste Geldmünze. Quadrans: So viel als 2 Lepta. Assarion: Der Wert dieser Münze ist ungewiß. Einige geben 4 Pfennige, andere 2 Pfennige Denar: Beinahe so viel als eine Drachme. Drachme: ( 100 eine Mine) etwa 70 Pfennige. Didrachme: Zwei Drachmen: 1 Mark 40 Pfennige. Mine:( 60 ein Talent) ungefähr 67 bis 69 Mark. Talent: Der Wert eines Talents war in den verschiedenen Ländern verschieden. Das babylonische Talent hatte 12 Minen mehr, als das am meisten gebräuchliche attische Talent. Im N. Testament ist es wahrscheinlich das syrische Talent. Das silberne Talent betrug in Syrien etwas über 960 Mark, das goldene 11 805 Mark.( A. Böckh rechnet die Drachme zu 75 Pfennig; die Mine zu 75 Mark, und das attische Talent zu 4500 Mark.) Chönix: Gewöhnlich der Bedarf einer Tageskost für eine Person.- Bath= 6 Hin oder ungefähr 1 Eimer. 10 Bath oder 10 Eimer. an. - Corus - - = - - - Hiermit glauben wir, über den Zweck, der uns bei dieser Uebersetzung geleitet hat, über die dabei angewandten Mittel, und endlich über die Art und Weise, in welcher verschiedene Stellen übersetzt worden sind, hinreichende Andeutungen gegeben zu haben. Indem wir nun unser Werk der Deffentlichkeit übergeben, befehlen wir es, und gewiß nicht zum ersten Male, von ganzem Herzen Dem, von welchem allein die Segnung kommt, und dessen Genehmigung mehr gilt, als die aller Menschen. Wir maßen uns keineswegs an, unsre Arbeit für fehlerfrei zu halten, hoffen aber, daß sie für jeden christlichen und aufrichtigen Leser von einigem Nutzen sein werde. Unser Ziel war stets Genauigkeit, und wir haben daher, wie schon bemerkt, unter Benutzung mehrerer Uebersetzungen, um passende Ausdrücke zu finden und die Kraft betref XIX fender Stellen zu begreifen, von Anfang bis zu Ende ausschließlich nach dem griechischen Urtert übersetzt. Sollte es aber jemand der Mühe wert achten, uns persönlich oder öffentlich auf Fehler irgend welcher Art aufmerksam zu machen, so werden wir solche Hinweise dankbar benutzen, um dem deutschen Volke das teure Wort Gottes immer reiner und vollkommner in die Hand zu geben. Vorwort zur zweiten Auflage. Wir können die zweite Auflage dieser Uebersetzung des Neuen Testaments nicht veröffentlichen, ohne den Herrn zu preisen, daß Er der ersten das Siegel Seiner Genehmigung aufgedrückt hat. Wir haben gute Hoffnung, daß dieses Werk die Frucht Seines Willens und Seiner Gnade ist, und daß es vielen gläubigen Seelen nützlich und willkommen gewesen ist. Zu dem Vorwort der ersten Auflage haben wir nur weniges hinzuzufügen, da alles Wesentliche bei dieser zweiten Auflage unverändert geblieben ist. Doch haben wir sie sorgfältig bearbeitet, die Uebersetzung genau untersucht und den Stil an verschiedenen Stellen verbessert, aber dabei stets an unserm Vorsatz festgehalten, das Wort Gottes so genau wie möglich in einer Sprache, in der es nicht geschrieben ist, wiederzugeben. Die wesentlichste Veränderung, die wir haben eintreten lassen, besteht in der Auflösung einer Menge von Participien, da der zu häufige Gebrauch derselben in der deutschen Sprache nicht gewöhnlich ist. So kommt in dem griechischen Neuen Testament z. B. unzählige Male das Wort sagend" vor, das wir an den meiſten Stellen in: ,, und sagte," oder: ,, indem er sagte" u. s. w. aufgelöst haben. Dasselbe haben wir bei vielen andern Participien gethan, insofern der Sinn dadurch nicht verloren ging, indem wir stets unsern Zweck vor Augen hielten, die Bedeutung der Wörter ganz genau wiederzugeben. In einigen Stellen, wo die Genauigkeit und die Kraft der Darstellung durch diese Veränderung gefährdet schien, haben wir die griechische Form des Satzes buchstäblich als Note bemerkt. Auch giebt es Sätze, wo man den XX Wohllaut nicht befriedigen kann, ohne die wahre Bedeutung zu verlieren; so z. B. in 2. Korinth. 5, 19: ,, Gott war in Christo, die Welt mit sich selber versöhnend." In solchen Fällen haben wir den schönen Stil der wahren Bedeutung zum Opfer gebracht. Doch hoffen wir, daß im allgemeinen die Uebersetzung etwas klarer und in Kleinigkeiten genauer ist; im Ganzen aber ist sie dieselbe geblieben. Noch haben wir einige kleine Bemerkungen zu machen. Wir hatten uns in Offenb. 2, 20 nach der Mehrzahl der Handschriften und Ausgaben gerichtet und, dein Weib" übersetzt; da aber die sehr alte sinaitische Handschrift, die seit der Herausgabe der ersten Auflage unsrer Uebersetzung veröffentlicht worden ist, das Weib" hat, so sind auch wir zu der alten Lesart zurückgekehrt. Dieselbe Ursache hat uns geleitet, Kap. 22, 14 durch: „ die ihre Kleider gewaschen haben," zu überſetzen. " P In betreff des Wortes: nheovezia( pleonexia) oder лλεovéztns( pleonektäs), das von allen durch ,, Habsucht" oder „ Geldgier" übersetzt worden ist, bemerken wir, daß auch wir diese Uebersetzung beibehalten haben. Doch sind wir der Ueberzeugung, daß jenes Wort, indem es eine zügellose Zuneigung zu dem bezeichnet, was dem mit pleonexia Erfüllten nicht zugehört, sowohl auf die fleischliche Lust, als auch auf die Habsucht hindeutet. Siehe Eph. 5, 3. 5; Kol. 3, 5; 2. Petr. 2, 3. 14; 1. Theff. 4, 6; 1. Kor. 5, 10. 11; Eph. 4, 19. Diese letzte Stelle erklärt den allgemeinen Gebrauch des Wortes. Einige der angeführten Stellen sind nicht so beſtimmt. Ein weiteres Wort ist der durch ,, Diener" übersetzte Ausdrud vangérns( hypäretäs). Es giebt außer diesem Worte noch zwei andere, die ebenso übersetzt werden können: dovkoç( doulos) und diázovos( diakonos). Doulos ist ein Sklave; diakonos ein gewöhnlicher Diener, bei Tische zc.; hypäretäs aber ist mehr amtlich oder officiell. Die nächste Bedeutung dieses Wortes ist: ,, Ruderer," und bezeichnet deshalb im allgemeinen jemanden, der sich in einem bestimmten Dienste befindet. Da wir dieses Wort aber nur durch Diener" übersetzen konnten, so geben wir hier die Stellen an, worin dasselbe vorkommt: Matth. 5, 25; Mark. 14, 54; Luf. 1, 2; 4, 20; Joh. 7, 32. 45. 46; 18, 3. 12. 18. 22. 36; 19, 6; Apostelg. 5, 22. 26; 13, 5; 26, 16; 1. Kor. 4, 1. Endlich noch eine kurze Bemerkung über das Wörtchen, also“ in Ev. Joh. 3, 16. Es ist möglich, daß sich dasselbe auf das XXI vorhergehende:, ewiges Leben habe," bezieht, und dann drückt der nächste Gedanke eine Folgerung aus, und das also“ bezeichnet mehr den Zweck, die Art und Weise der Liebe, als die Kraft derselben, so daß man sagen könnte:„ Denn in der Art hat Gott die Welt geliebt 2c." Von Grund des Herzens dem Herrn dankend, daß Er auf unsrer Arbeit Seinen Segen hat ruhen lassen, indem sie von vielen Christen aufgenommen und, wie wir hoffen, mit Nutzen geleſen worden ist, flehen wir auch jetzt zu Jhm, bei dieser zweiten Ausgabe, die wir in Seine Hand legen, unsern Versuch, Sein Wort so genau wie möglich vor die Seelen hinzustellen, mit Seinem reichen Segen krönen zu wollen. Vorwort zur fünften Auflage. Wir haben zu dieser Ausgabe das ganze Neue Testament auf's neue genau durchgesehen, und zwar diesmal unter besonderer Berücksichtigung der alten Sinaitischen Handschrift, was früher nicht in so vollständiger Weise geschehen war. Indes sind wir dieser Handschrift niemals allein gefolgt; nur dann, wenn die fast gleich alte Handschrift des Vatikans und mehrere jüngere Manuſkripte mit ihr zusammengingen, nahmen wir die Lesart entweder an, oder stellten sie, wenn dies nach gewissenhafter Prüfung der betreffenden Stelle und Vergleichung andrer Ausgaben nicht anging, unter ,, M. I."( Mehrere lesen), oder auch in einzelnen Fällen unter ,, V. I."( Viele lesen) in das Variantenverzeichnis im Anhang. Oft haben wir im Texte selbst Worte und Sätze, die in den alten und andern Handschriften fehlen, der Kürze wegen in eckige Klammern[] gesetzt, um dadurch anzudeuten, daß das Eingeflammerte fraglich ist. Selbstverständlich konnten wir nicht jede kleine, unwesentliche Abweichung vermerken, da es nie unser Zweck gewesen ist, eine kritische Ausgabe zu veranstalten. Hie und da haben wir auch im Wortlaut und in der Satzstellung kleine Aenderungen vorgenommen und zugleich für gut befunden, die XXII preußische Schul- Orthographie einzuführen, da diese wohl bald allgemein gültig sein wird. Zum Schluß geben wir an diesem Orte noch unſerm tiefen Bedauern darüber Ausdruck, daß man, nach der bereits erschienenen „ Probebibel" der revidirten lutherischen Uebersetzung zu urteilen, auch in dieser Ausgabe dem deutschen Volke das ewige Wort Gottes nicht nach treuer und ausschließlicher Vergleichung des inspirirten Urtextes in die Hände geben will, sondern daß man für das Neue Testament den Textus receptus, der, wie allgemein bekannt, vielfach verderbt ist und zahlreiche Einschiebungen enthält, nach wie vor als Vorlage benutzt und überdies viele mangelhaft übersetzte Ausdrücke und Stellen unverändert wiederbringt. Der Herr gebe den Seinen Gnade, fest und treu zu Seinem Worte zu halten und es hoch über jedes Menschenwort zu stellen! Er begleite dazu auch diese neue Ausgabe mit Seinem reichen Segen! Evangelium nach Matthäus. 1 Buch des Geschlechts Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes Abrahams. 2 Abraham zeugte Isaak, Isaak aber zeugte Jakob, Jakob aber zeugte Juda und seine Brüder, 3* Juda aber zeugte Phares und Zara von der Thamar, Phares aber zeugte Hezron, Hezron aber 4 zeugte Aram,* Aram aber zeugte Aminadab, Aminadab aber zeugte Nahasson, Nahasson aber 5zeugte Salmon,* Salmon aber zeugte Boas von der Rahab, Boas aber zeugte Obed von der Ruth, Obed aber zeugte Jeffe, 6* Jeffe aber zeugte David, den König. David aber zeugte Salomon von der, die Uria's Weib 7 gewesen,* Salomon aber zeugte Roboam, Roboam aber zeugte Abia, Abia aber zeugte Asa, 8* Asa aber zeugte Josaphat, Josaphat aber zeugte Joram, Jo9ram aber zeugte Ofia,* Ofia aber zeugte Jotham, Jotham aber zeugte Achas, Achas aber 10 zeugte Ezekia,* Ezekia aber zeugte Manasse, Manasse aber zeugte Amon, Amon aber zeugte Josia, 11* Josia aber zeugte Jechonia und seine Brüder um die Zeit der a D. Uebersiedelung. Wegführung a nach Babylon. * Nach der Wegführung a nach 12 Babylon aber zeugte Jechonia Salathiel, Salathiel aber zeugte Zorobabel,* Zorobabel aber 13 zeugte Abiud, Abiud aberzeugte Eliakim, Eliakim aber zeugte Asor,* Asor aber zeugte Zádok, 14 Zadok aber zeugte Achim, Achim aber zeugte Eliud,* Eliud aber 15 zeugte Eleasar, Eleafar aber zeugte Matthan, Matthan aber zeugte Jakob,* Jakob aber zeugte 16 Joseph, den Mann der Maria, von welcher Jesus geboren wurde, der Christus genannt wird. * So sind nun alle Geschlechter 17 von Abraham bis David vierzehn Geschlechter, und von David bis auf die Wegführung a nach Babylon vierzehn Geschlechter und von der Wegführunga nach Babylon bis auf den Christus vierzehn Geschlechter. Die Geburt Jesu Christi war 18 aber also: Als nämlich Maria, seine Mutter, dem Joseph verlobt war, ward sie, ehe sie zusammen gekommen, schwanger erfunden von dem Heiligen Geist. * Joseph aber, ihr Mann, in 19 dem er gerecht war und sie nicht 2 Matthäus 1. 2. öffentlich zur Schau stellen wollte, gedachte sie heimlich zu ent20 lassen.* Indem er aber solches bei sich überlegte, siehe, da erschien ihm ein Engel des Herrn a im Traum und sprach: Joseph, Sohn Davids, fürchte dich nicht, Maria, dein Weib, zu dir zu nehmen, denn das in ihr Gezeugte ist von dem Heiligen Geist. 21* Und sie wird einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Jesus nennen, denn er wird sein Volk erretten von 22 ihren Sünden.* Dies alles aber ist geschehen, auf daß erfüllt würde, das von dem Herrn a geredet ist durch den Propheten, 23welcher spricht:* ,, Siehe, die Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebären, und sie werden seinen Namen nennen: Emmanuel," b das ist ver24 dolmetscht: Gott mit uns.* Joseph aber, vom Schlafe erwacht, that, wie ihm der Engel des Herrn befohlen hatte, und nahm 25 sein Weib zu sich* und erkannte sie nicht, bis sie ihren erstgebornen Sohn geboren hatte; und er nannte seinen Namen Jesus. 2 Als aber Jesus geboren war zu Bethlehem in Judäa, in den Tagen Herodes', des Königs, siehe, da kamen Magier e vom Morgenlande nach Jerusalem, 2 welche sprachen:* Wo ist der König der Juden, der geboren worden ist? denn wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlande und sind gekommen, ihm zu huldigen. Als aber der König Herodes 3 dies hörte, ward er beſtürzt und ganz Jerusalem mit ihm;* und 4 er versammelte alle Hohepriester und Schriftgelehrte des Volkes und erkundigte sich bei ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.* Sie aber sagten 5 ihm: Zu Bethlehem in Judäa; denn also steht geschrieben durch den Propheten:* ,, Und du, Beth- 6 lehem, Land Juda, bist keineswegs die geringste unter den Fürsten Juda's, denn aus dir wird ein Führer hervorkommen, der mein Volk Israel weiden wird." d - Dann berief Herodes die Ma- 7 gier heimlich und erforschte genau von ihnen die Zeit der Erscheinung des Sternes; e* und 8 er sandte sie nach Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet genau nach dem Kindlein; wenn ihr es aber gefunden habt, so berichtet es mir, damit ich auch komme und ihm huldige. * Sie aber, als sie den König 9 gehört hatten, zogen hin. Und siehe, der Stern, den sie im Morgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen her, bis er kam und stand oben über, wo das a Herr," ohne Artikel, bezeichnet hier und an vielen andern Stellen den Namen Jehova. b Jes. 7, 14. e Morgenl. Priester und Sternkundige. e B. des erscheinenden Sternes. d Micha 5, 1. Matthäus 2. 3. 10 Kindlein war.* Als sie aber den Stern sahen, freuten sie sich mit 11 sehr großer Freude.* Und als sie in das Haus gekommen waren, sahen sie das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder und huldigten ihm. Und als sie ihre Schätze aufgethan, opferten sie ihm Gaben, Gold und Weihrauch und Myrrhen. 12* Und als sie im Traum eine göttliche Weisung empfangen, nicht wieder zu Herodes zurückzukehren, zogen sie auf einem andern Wege hin in ihr Land. 13 Als sie aber hingezogen waren, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn a dem Joseph im Traum und spricht: Stehe auf, nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und fliehe nach Aegypten und sei daselbst, bis ich es dir sage; denn Herodes wird das Kindlein suchen, es 14 umzubringen.* Er aber stand auf, nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich des Nachts und zog hin nach Aegypten. 15* Und er war daselbst bis zum Tode Herodes', auf daß erfüllt würde, das von dem Herrn geredet ist durch den Propheten, welcher spricht: ,, Aus Aegypten habe ich meinen Sohn geru16 fen." b* Da ward Herodes, als zen waren, von zwei Jahren und darunter, nach der Zeit, die er von den Magiern genau erfundet hatte.* Da ward erfüllt, 17 das geredet ist durch Jeremias, den Propheten, welcher spricht: * ,, Eine Stimme ist in Rama 18 gehört worden, Weinen und viel Wehklagens: Rahel beweint ihre Kinder; und sie wollte sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind." c Als aber Herodes geſtorben 19 war, siehe, da erscheint ein Engel des Herrn dem Joseph im Traum in Aegypten* und 20 spricht: Stehe auf, nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir und ziehe in das Land Israel, denn sie sind gestorben, die dem Kindlein nach dem Leben trachteten.* Und er stand 21 auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich und kam in das Land Israel.* Als 22 er aber hörte, daß Archelaus über Judäa herrsche, anstatt Herodes', seines Vaters, fürchtete er sich, dahin zu gehen; und da er im Traum eine göttliche Weisung empfangen hatte, zog er in die Gegenden von Galiläa* und kam und wohnte 23 in einer Stadt, genannt Nazareth, damit erfüllt würde, das geredet ist durch die Propheten: ,, Er wird Nazarener genannt werden." er sah, daß er von den Magiern hintergangen worden, sehr ergrimmt und sandte hin und tötete alle Knaben, die in Bethlehem und in allen seinen Grena Siehe Anm. zu Kap. 1, 20.-b of. 11, 1.- e Jer. 31, 15. 3 In jenen Tagen aber kommt 3 Johannes der Täufer und pre1* 4 Matthäus 3. digt in der Wüste von Judäa 2* und spricht: Thuet Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe 3 gekommen.* Denn dieser ist der, von welchem geredet ist durch Jesaias, den Propheten, welcher spricht: ,, Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet gerade seine Steige." 4* Er aber, Johannes, hatte seine Kleidung von Kameel haaren und einen ledernen Gürtel um seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder Honig. " a 5 ins Feuer geworfen.* ch11 zwar taufe euch mit e Wasser zur Buße; der nach mir kommende aber ist mächtiger als ich, dessen Sandalen zu tragen ich nicht genugsam bin; er wird euch mit dem Heiligen Geist und Feuer taufen;* dessen Worf- 12 schaufel in seiner Hand ist, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und seinen Weizen in die Scheune ſammeln; die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. Da ging zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Judäa und die ganze Umgegend des Jor6 dans* und wurden von ihm im Jordan getauft, indem sie ihre Sünden bekannten. 7 Dann kommt Jesus aus Ga- 13 liläa an den Jordan zu Johannes, um von ihm getauft zu werden.* Johannes aber 14 wehrte ihm und sprach: Ich habe nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir?* Jesus aber antwortete 15 und sprach zu ihm: Laß es jetzt so sein; denn also gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Dann läßt er's ihm zu. d* Und als Jesus getauft 16 nun der Buße würdige Frucht. war, stieg er alsbald von dem 9* Und denket nicht bei euch selbst, Wasser herauf, und siehe, die zu sagen: Wir haben Abraham Himmel wurden ihm aufgethan, zum Vater; denn ich sage euch, und er sah den Geist Gottes daß Gott dem Abraham aus wie eine Taube e herniederfahdiesen Steinen Kinder zu er- ren und auf ihn kommen.* Und 17 10 wecken vermag.* Schon ist aber siehe, eine Stimme aus den die Art an die Wurzel der Himmeln, welche spricht: DieBäume gelegt; b jeder Baum ser ist mein geliebter Sohn, mun, der nicht gute Frucht an welchem ich Wohlgefallen bringt, wird abgehauen und gefunden habe. Als er aber viele der Pharisäer und Sadducäer zu seiner Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Otternbrut, wer hat euch gewiesen, dem kommenden 83orn zu entfliehen?* Bringet a Jej. 40, 3.- b O. Schon liegt.- e B. in.~ d B. Dann läßt er ihn. -e Eig. wie wenn, od.: als ob es eine Taube wäre:- f B. in. Matthäus 4. 4 Dann ward Jesus von dem Alles dieses will ich dir geben, wenn du niederfallend mich anbeten willst.* Da spricht Jeſus 10 zu ihm: Gehe hinweg, Satan! denn es steht geschrieben: ,, Du sollst den Herrn, d deinen Gott anbeten und ihm allein dienen." g Geiste in die Wüste hinaufgeführt, um von dem Teufel 2 versucht zu werden;* und als er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte 3 ihn darnach.* Und der Versucher trat zu ihm hin und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, daß diese Steine 4 Brote werden.* Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: ,, Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Worte, das durch den Mund Gottes ausgeht." 5 Als er aber gehört, daß Jo- 12 hannes überliefert worden war, entwich er nach Galiläa* und 13 verließ Nazareth und kam und wohnte in Kapernaum, das am See h liegt, in den Grenzen Dann nimmt ihn der Teu- von Zabulon und Nephtalim; fel mit sich in die heilige Stadt* auf daß erfüllt würde, das 14 und stellt ihn auf die Zinne geredet ist durch Jesaias, den 6 des Tempels b* und spricht zu Propheten, welcher spricht: ihm: Wenn du Gottes Sohn*„ Land Zabulon und Land 15 bist, so wirf dich hinab, denn Nephtalim, am Wege h des es steht geschrieben: ,, Er wird See's, i jenseit des Jordans, seinen Engeln befehlen über Galiläa der Nationen:* das 16 dir, und sie werden dich auf Volk, das in Finsternis saß, hat ein großes Licht geſehen, und denen, die da saßen im Lande und Schatten des Todes Licht ist ihnen aufgegangen." k* Von da an begann 17 Jesus zu predigen und zu sagen: Thuet Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe gekommen. den inden tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen 7 Stein stoßest." e* Jesus sprach zu ihm: Wiederum steht geschrieben: ,, Du sollst den Herrn, d deinen Gott, nicht versuchen." e Wiederum nimmt ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre HerrAls er aber am See von 18 9 lichkeit und sprach zu ihm: Galiläa wandelte, sah er zwei 8 Dann läßt ihn der Teufel 11 und siehe, Engel kamen herzu und dienten ihm. - - das a 5. Mose 8, 3.- b d. h. die Gebäude im allgemeinen; der Tempel selbst, Heiligtum," wird im Griechischen durch ein anderes Wort bezeichnet. e ₁. 91, 11. 12.- d S. Anm. zu Kap. 1, 20.- e 5. Moj. 6, 16. f O. huldigen. g 5. Moj. 6, 13.- h B. den Weg.- i d. i. See Genezareth oder Tiberias. k Jei. 9, 1. 2. 6 Matthäus 4. 5. Brüder: Simon, genannt Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die ein Netz in den See warfen, denn sie waren Fischer; 19* und er spricht zu ihnen: Kom met mir nach, und ich werde euch zu Menschenfischern ma20 chen.* Sie aber verließen als bald die Netze und folgten ihm. 21* Und von dannen weiter zie hend, sah er zwei andere Brüder: Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiffe mit Zebedäus, ihrem Vater, die ihre Netze ausbesserten; a und 22 er rief sie.* Sie aber verließen alsbald das Schiff und ihren Vater und folgten ihm. 23 Und Jesus zog in ganz Galiläa umher, lehrte in ihren Synagogen und verkündigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen in dem Volke. 24* Und sein Ruf ging aus in das ganze Syrien; und sie brachten zu ihm alle Sieche, die mit mancherlei Krankheiten und Qualen behaftet waren, und Besessene und Mondsüchtige und Gichtbrüchige; und 25 er heilte sie.* Und es folgte ihm eine große Volsmenge Ihr seid das Salz der Er- 13 von Galiläa und Dekapolis de. Wenn aber das Salz dumm und Jerusalem und Judäa geworden ist, womit soll es geund von jenseit des Jordans. salzen werden? Es taugt zu 5. Als er aber die Volksmenge nichts mehr, als hinausgeworsah, stieg er auf den Berg; fen und von den Menschen zerund als er sich gesetzt hatte, treten zu werden. a D. zurichteten. b D. die Erde.-c. des Landes. traten seine Jünger zu ihm. * Und er that seinen Mund auf, 2 lehrte sie und sprach:* Glück- 3 selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Reich der Himmel.* Glückselig die Trauern- 4 den, denn sie werden getröstet werden.* Glückselig die Sanft- 5 mütigen, denn sie werden das Landb ererben.* Glückselig, 6 die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie werden gesättigt werden.* Glück- 7 selig die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit widerfahren.* Glückselig die s Reinen im Herzen, denn sie werden Gott schauen.* Glück- 9 selig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.* Glückselig die um Ge- 10 rechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist das Reich der Himmel.* Glückselig seid ihr, 11 wenn sie euch schmähen und verfolgen und jedes böse Wort lügnerisch wider euch reden werden um meinetwillen.* Freuet 12 euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln; denn also haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren. Matthäus 5. 14 Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berge liegt, kann nicht verbor15 gen sein.* Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, und sie leuchtet allen, die im Hause 16 sind.* Also lasset euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euern Bater, der in den Himmeln ist, verherrlichen. 17 Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, 18 sondern zu erfüllen.* Denn wahrlich, ich sage euch: bis daß der Himmel und die Erde vergehen, wird kein Jota und kein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis es alles gesche19 hen ist.* Wer irgend nun eins dieser geringsten Gebote auflöst und also die Menschen lehrt, der wird der Geringste heißen im Reiche der Himmel; wer irgend aber sie thut und lehrt, dieser wird groß heißen im 20 Reiche der Himmel.* Denn ich sage euch: wenn nicht eure Gerechtigkeit vorzüglicher ist, als die der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen. 21 Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst 7 nicht töten; wer aber irgend töten wird, der wird dem Gericht verfallen sein.* Ich aber 22 sage euch, daß jeder, der seinem Bruder[ ohne Grund] zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber irgend zu seinem Bruder sagt: Raka! a dem Synedrium verfallen sein wird; wer aber irgend sagt: Du Narr! b der Hölle des Feuers verfallen sein wird.* Wenn 23 du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich daselbst erinnerst, daß dein Bruder etwas wider dich habe,* s0 24 lasse daselbst deine Gabe vor dem Altar und gehe hin und versöhne dich zuvor mit deinem Bruder, und dann komme und bringe deine Gabe dar.* Will- 25 fahre deiner Gegenpartei schnell, während du mit ihr auf dem Wege bist, damit dich nicht etwa die Gegenpartei dem Richter überliefere, und der Richter überliefere dich dem Diener, und du ins Gefängnis geworfen werdest.* Wahrlich, ich sage 26 dir: du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Pfennige bezahlt hast. Ihr habt gehört, daß gesagt 27 ist: Du sollst nicht ehebrechen. * Ich aber sage euch, daß jeder, 28 der ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, schon mit ihr die Ehe gebrochen hat in seinem a Ein Ausdruck der Verachtung: Thor, Taugenichts.-b O. Verrückter, auch: Gottloser.- e B. Quadrans. Matthäus 5. 29 Herzen.* Wenn aber dein rechtes Auge dich ärgert, so reiße es aus und wirf es von dir; denn es ist dir nütze, daß eins deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die 30 Hölle geworfen werde.* Und wenn deine rechte Hand dich ärgert, so haue sie ab und wirf sie von dir; denn es ist dir nütze, daß eins deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde. Es ist aber gesagt: Wer irgend sein Weib entlassen wird, der gebe ihr einen Scheide32 brief.* ch aber sage euch, 31 daß wer irgend sein Weib entlassen wird, außer auf Grund von Hurerei, der macht, daß sie die Ehe bricht; und wer irgend eine Entlassene heiratet, der bricht die Ehe. aber eure Rede: Ja, ja; nein, nein; was aber mehr ist als dieses, ist aus dem Bösen. Ihr habt gehört, daß gesagt 38 ist: Auge um Auge, und Zahn um Zahn.* Ich aber sage 39 euch: widerstehet nicht dem Bösen, sondern wer irgend dich auf deinen rechten Backen schlagen wird, dem biete auch den andern dar;* und dem, 40 der mit dir vor Gericht gehen a und deinen Rock b nehmen will, dem lasse auch den Mantel.* Und wer irgend dich 41 zwingen wird, eine Meile zu gehen, mit dem gehe zwei. * Gieb dem, der dich bittet, 42 und weise den nicht ab, e der von dir borgen will. 33 Wiederum habt ihr gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht fälschlich schwören, du sollst aber dem Herrn 34 deine Eide erfüllen.* Ich aber sage euch: schwöret überhaupt nicht, weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron; 35* noch bei der Erde, denn sie Ihr habt gehört, daß gesagt 13 ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. * Ich aber sage ench: Liebet 44 eure Feinde,[ segnet, die euch fluchen, thuet wohl denen, die euch hassen,] und betet für die, die euch[ beleidigen und] verfolgen, damit ihr Söhne seid 45 euers Vaters, der in den Himmeln ist; denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt regnen über Gerechte und Ungerechte. * Denn wenn ihr liebet, die 46 euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Thun nicht auch die Zöllner dasselbe?* Und wenn ihr 47 allein eure Brüder grüßet, was thut ihr besonderes? Thun ist seiner Füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des 36 großen Königs Stadt;* noch sollst du schwören bei deinem Haupte, denn du vermagst nicht ein Haar weiß oder 37 schwarz zu machen.* Es sei a D. rechten.- b Eig. Leibrock.-- c. wende dich nicht ab von dem. Matthäus 5. 6. nicht auch die Nationen also? genen ist; und dein Vater, der 48* Jhr nun sollt vollkommen im Verborgenen sieht, wird fein, wie enter himmlischer Va- dir vergelten.* Wenn ihr aber 7 ter vollkommen ist. betet, sollt ihr nicht plappern, 6 Habet acht, daß ihr nicht wie die von den Nationen; euer Almosen gebet vor den denn sie meinen, daß sie um Menschen, um von ihnen ge- ihres vielen Redens willen sehen zu werden; wenn aber werden erhört werden.* Seid 8 nicht, so habt ihr keinen Lohn ihnen nun nicht gleich, denn bei euerm Vater, der in den euer Vater weiß, was ihr be2 Himmeln ist.* Wenn du nun dürfet, ehe ihr ihn bittet.* Be- 9 Almosen giebst, sollst du nicht tet ihr nun also: Unser Vater, vor dir her posaunen lassen, der du bist in den Himmeln; wie die Heuchler thun in den geheiligt werde dein Name; Synagogen und auf den Straß-* dein Reich komme; dein Wille 10 sen, damit sie von den Men- geschehe, wie im Himmel, also schen geehrt werden. Wahr- auch auf Erden.* Unser nö- 11 lich, ich sage euch: sie haben tiges Brot gieb uns heute, 3 ihren Lohn dahin.* Du aber,* und vergieb uns unsre Schul- 12 wenn du Almosen giebst, so den, wie auch wir vergeben laffe deine Linke nicht wissen, unsern Schuldnern,* und führe 13 4 was deine Rechte thut,* damit uns nicht in Versuchung, sondein Almosen ſei im Verbordern errette uns von dem Bögenen, und dein Vater, der sen.* Denn wenn ihr den 14 im Verborgenen sieht, er wird Menschen ihre Vergehungen dir vergelten. vergebet, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben;* wenn ihr aber den 15 Menschen ihre Vergehungen nicht vergebet, so wird euer Vater auch eure Vergehungen nicht vergeben. b Wenn ihr aber fastet, so schet 16 nicht düster aus wie die Heuchler; denn sie verstellen ihre Angesichter, damit sie den Menschen erscheinen als Fastende. Wahrlich, ich sage euch: sie haben ihren Lohn dahin.* Du aber, 17 Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuch ler; denn sie lieben, in den Synagogen und auf den Ecken der Straßen stehend, zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. a Wahrlich, ich sage euch: sie haben ihren 6 Lohn dahin.* Du aber, wenn du betest, so gehe in deine Kammer, und nachdem du deine Thür geschlossen, bete zu deinem Vater, der im Verbor9 a B. den Menschen erscheinen.- b O. tägliches, od.: unser Brot für, od. bis morgen gieb uns heute. Matthäus 6. wenn du fastest, so salbe dein Leib, was ihr anziehen sollt. Haupt und wasche dein An18 gesicht,* damit du nicht den Menschen erscheinest als ein Fastender, sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. 10 19 Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, da wo Motte und Rost verderbt, a und wo Diebe durchgraben und stehlen; 20* sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motte noch Rost verderbt, a und wo Diebe nicht durchgraben noch stehlen; 21* denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein. Die Lampe des Leibes ist das Auge; wenn nun dein Auge einfältig ist, so wird dein 23 ganzer Leib licht sein;* wenn aber dein Auge böse ist, so wird dein ganzer Leib finster sein. Wenn nun das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie groß die Finsternis! 24 Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. 25* Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt für euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euern 22 Ist nicht das Leben mehr als die Speise, und der Leib als die Kleidung?* Sehet hin auf 26 die Vögel des Himmels, daß sie nicht säen, noch ernten, noch sammeln in die Scheunen, und euer himmlischer Vater ernährt fie. Seid ihr nicht viel vorzüglicher als sie?* Wer aber 27 unter euch vermag mit Sorgen seiner Größe b eine Elle zuzusetzen?* Und warum seid ihr 28 besorgt um Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht. * Ich sage euch aber, daß selbst 29 nicht Salomon in aller seiner Herrlichkeit bekleidet war, wie eine von diesen.* Wenn aber 30 Gott das Gras des Feldes, das heute ist und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, nicht viel mehr euch, Kleingläubige?* So seid nun 31 nicht besorgt und saget: Was sollen wir essen, oder was sollen wir trinken, oder was sollen wir anziehen?* denn 32 nach allem diesem trachten die Nationen; denn euer himmlischer Vater weiß, daß ihr dies alles bedürfet.* Trachtet 33 aber zuerst nach dem Reiche Gottes und seiner Gerechtigfeit, und dies alles wird euch dazu gegeben werden.* S034 seid nun nicht besorgt auf den a D. entſtellt.-b G. übers.: Lebensdauer, Alter, wie Hebr. 11, 11, im Hinblick auf Pf. 39, 5; vergl. jedoch Luk. 19, 3.- c d. h. Gottes. Matthäus 6. 7. 11 morgenden Tag, denn der mor- ist unter euch, den etwa sein gende Tag wird für sich selbst Sohn um ein Brot bitten sorgen. Dem Tage ist sein würde, der ihm einen Stein Uebel genug. geben wird?* und wenn er 10 um einen Fisch bitten würde, der ihm eine Schlange geben wird?* Wenn nun ihr, die 11 ihr böse seid, euern Kindern gute Gaben zu geben wisset, wie viel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten? * Alles nun, was immer ihr 12 wollt, daß euch die Menschen thun, also thuet auch ihr ihnen; denn dies ist das Gesetz und die Propheten. 7 Richtet nicht, auf daß ihr 2 nicht gerichtet werdet;* denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maße ihr messet, wird euch gemessen wer3 den.* Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst 4 du nicht wahr?* Oder wie wirst du zu deinem Bruder sagen: Laß mich den Splitter aus deinem Auge ziehen; a und siehe, der Balken ist in deinem 5 Auge?* Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen.a Gebet nicht das Heilige den Hunden; werfet auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie dieselben nicht etwa mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch zerreißen. Gehet ein durch die enge 13 Pforte, denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der ins Verderben führt, und viele sind, die durch dieselbe eingehen. * Denn b enge ist die Pforte 14 und schmal der Weg, der zum Leben führt, und wenige sind, die ihn finden. Hütet euch aber vor den fal- 15 schen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.* An ihren Früchten 16 werdet ihr sie erkennen. Lieſt man von Dornen Trauben, oder von Disteln Feigen?* Al- 17 an, und es wird euch auf so bringt jeder gute Baum 8 gethan werden.* Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgethan wer9 den.* Oder welcher Mensch 7 Bittet, und es wird euch gegeben werden; suchet, und ihr werdet finden; klopfet gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. * Ein guter Baum kann nicht 18 schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte a B. hinauswerfen.-b O. Wie. 6 12 19 bringen.* Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer ge20 worfen.* Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erfennen. Matthäus 7. 8. 21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern der den Willen thut meines Vaters, der in den Himmeln 22 ist.* Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! haben wir nicht durch deinen Namen geweissagt und durch deinen Namen Teufel a ausgetrieben und durch deinen Namen viele Wunderwerke ge23 than?* und dann werde ich 24 ihnen bekennen: Ich habe euch niemals gekannt; weichet von mir, ihr Uebelthäter! b Jeder nun, der irgend diese meine Worte hört und sie thut, den werde ich einem flugen Manne vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; 25* und der Platzregen fiel hernieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten und stürmten e wider jenes Haus, und es fiel nicht, denn es war 26 auf den Felsen gegründet.* Und jeder, der diese meine Worte hört und sie nicht thut, der wird einem thörichten Manne verglichen werden, der sein Haus auf den Sand baute; 27* und der Platzregen fiel hera B. Dämonen.- b B. Wirker d D. genugsam. nieder, und die Ströme kamen, und die Winde wehten, und sie stießen an jenes Haus, und es fiel, und sein Fall war groß. Und es geschah, als Jesus 28 diese Worte vollendet hatte, erstaunte die Volksmenge sehr über seine Lehre,* denn er 29 lehrte sie wie einer, der Gewalt hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten. Als er aber von dem Berge 8 herabgestiegen war, folgte ihm eine große Volksmenge.* Und 2 siehe, ein Aussätziger kam und huldigte ihm und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.* Und er streckte ſeine 3 Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will, sei gereinigt! Und alsbald war sein Aussatz gereinigt.* Und Jesus spricht 4 zu ihm: Siehe, sage es niemandem; gehe aber hin, zeige dich dem Priester und bringe die Gabe dar, die Moses angeordnet hat, ihnen zum Zeugnis. Als er aber in Kapernaum 5 einging, trat zu ihm ein Hauptmann, der bat ihn* und sprach: 6 Herr, mein Knecht liegt zu Hause gichtbrüchig und wird schrecklich gequält.* Und Jesus 7 spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen.* Der 8 Hauptmann aber antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht würdig, d daß du unter mein Dach eingehst: sondern sprich der Geseßlosigkeit.- e B. fielen. - Matthäus 8. nur ein Wort, a und mein Knecht wird gesund werden. 9* Denn auch ich bin ein Mensch unter Gewalt und habe Kriegsknechte unter mir, und ich sage zu diesem: Gehe hin, und er geht; und zu dem andern: Komme, und er kommt; und zu meinem Knechte: b Thue 10 dieses, und er thut's.* Als aber Jesus es hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die da folgten: Wahrlich, ich sage euch, selbst nicht in Israel habe ich solchen 11 Glauben gefunden.* Ich sage euch aber, daß viele werden von Aufgang und Niedergang kommen und zu Tische liegen mit Abraham und Isaak und Jakob in dem Reiche der Him12 mel;* aber die Söhne des Reiches werden hinausgeworfen werden in die äußere Finster nis: da wird sein das Weinen 13 und das Zähneknirschen.* Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, und dir geschehe, wie du geglaubt hast. Und sein Knecht ward gesund in jener Stunde. 13 Da aber Jesus eine große 18 Volksmenge um sich sah, befahl er hinwegzufahren an das jenseitige Ufer.* Und ein Schrift- 19 gelehrter kam herzu und sprach zu ihm: Lehrer, ich will dir folgen, wohin irgend du gehst. * Und Jesus spricht zu ihm: 20 Die Füchse haben Höhlen, und die Vögel des Himmels Nester, d aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er das Haupt hinlege.* Ein andrer aber seiner 21 Jünger sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, daß ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. * Jesus aber sprach zu ihm: 22 Folge mir, und laß die Toten ihre Toten begraben. Und als er in das Schiff 23 stieg, folgten ihm seine Jünger. * Und siehe, es ward ein großes 24 Ungestüm auf dem See, so daß das Schiff von den Wellen bedeckt ward; er aber schlief. * Und die Jünger traten hinzu, 25 weckten ihn auf und sprachen: Herr, rette uns, wir gehen verloren!* Und er spricht zu ihnen: 26 Was seid ihr furchtsam, ihr 16 Als es aber Abend gewor- Kleingläubigen? Dann ſtand er den, brachten sie viele Beseffene auf, bedrohte die Winde und a B. mit einem W.- b B. Sklaven.-e Jes. 53, 4.- d Eig. Ruhepläße. 14 Und als Jesus in das Haus des Petrus kam, sah er dessen Schwiegermutter liegen und 15 fieberfrank.* Und er rührte ihre Hand an, und das Fieber verließ sie, und sie stand auf und diente ihm. zu ihm; und er trieb die Geister aus mit einem Worte, und er heilte alle Sieche,* damit er= 17 füllt würde, das geredet ist durch Jesaias, den Propheten, welcher spricht: ,, Er selbst nahm unsre Schwachheiten und trug unsre Krankheiten." e 14 den See, und es ward eine 27 große Stille.* Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was für einer ist dieser, daß auch die Winde und der See ihm gehorchen? 28 Und als er an das jenseitige Ufer gekommen war, in die Gegend der Gergesener, begegneten ihm zwei Besessene, die aus den Grüften hervorkamen, sehr wütend, so daß niemand jenes Weges vorbeizugehen ver29 mochte.* Und siehe, sie schrieen und sprachen: Was haben wir mit dir zu schaffen, Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen vor der Zeit uns zu quälen? 30* Aber ferne von ihnen war Matthäus 8. 9. eine Herde vieler Schweine, 31 welche weidete.* Die Teufel a aber baten ihn und sprachen: Wenn du uns austreibst, so erlaube uns, in die Herde 32 Schweine zu fahren.* Und er sprach zu ihnen: Gehet hin. Sie aber fuhren aus und fuhren in die[ Herde] Schweine. Und siehe, die ganze Herde[ Schweine] stürzte sich den Abhang hinab in den See, und sie kamen um 33 in dem Gewässer.* Die Hüter aber entflohen und gingen in die Stadt und verkündeten alles, und das von den Be34 sessenen.* Und siehe, die ganze Stadt ging hinaus, Jesu entgegen, und als sie ihn sahen, baten sie, daß er von ihren Gren9 zen weggehen möchte.* Und a B. Dämonen. b B. und siehe. er stieg in ein Schiff, setzte über und kam in seine eigene Stadt. * Und siehe, sie brachten zu ihm einen Gichtbrüchigen, der auf einem Bette lag; und als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei gutes Mutes, Kind, deine Sünden sind dir vergeben.* Und sie- 3 he, etliche von den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert.* Und als Jesus ihre 4 Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr arges in euern Herzen?* Denn was iſt leichter 5 zu sagen: Deine Sünden sind vergeben, oder zu sagen: Stehe auf und wandle?* Auf daß 6 ihr aber wisset, daß der Sohn des Menschen Gewalt hat auf der Erde Sünden zu vergeben... dann sagt er zu dem Gichtbrüchigen: Stehe auf, nimm dein Bett und gehe nach deinem Hause.* Und er stand 7 auf und ging nach seinem Hauſe. * Als aber die Volksmenge es 8 sah, fürchtete sie sich und verherrlichte Gott, der solche Gewalt den Menschen gegeben. Und als Jesus von dannen 9 weiterging, sah er einen Menschen am Zollhause sitzen, genannt Matthäus, und er sagt zu ihm: Folge mir. Und er stand auf und folgte ihm.* Und 10 es geschah, als er in dem Hauſe zu Tische lag, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder und lagen zu Tische mit Jesu und Matthäus 9. 11 seinen Jüngern.* Und als die Schläuche, und beide zuſammen Pharisäer es sahen, sprachen sie werden erhalten. zu seinen Jüngern: Warum 15 Während er dies zu ihnen 18 isset euer Lehrer mit den Zöll- redete, sieh da kam ein Vor12 nern und Sündern?* Als aber steher und huldigte ihm und [ Jesus] es hörte, sprach er zu ihnen: Die Starken bedürfen nicht eines Arztes, sondern die 13 Kranken. a* Gehet aber hin sprach: Meine Tochter ist eben jetzt verschieden; aber komme und lege deine Hand auf sie, und sie wird leben.* Und Jesus stand 19 auf und folgte ihm, und seine Jünger.* Und siehe, ein Weib, 20 das zwölf Jahre blutflüſsig war, trat von hinten herzu und rührte den Zipfele seines Kleides an;* denn sie sprach 21 bei sich selbst: Wenn ich nur sein Kleid anrühre, so werde ich geheilt werden.* Jesus 22 aber wandte sich um und sah sie und sprach: Sei gutes Mutes, Tochter, dein Glaube hat dich geheilt. f Und das Weib war geheiltf von jener Stunde an. * Und als Jesus in das Haus 23 des Vorstehers kam und die Pfeifer und den lärmenden Haufen sah,* sprach er: Gehet 24 fort, denn das Mägdlein ist nicht gestorben, sondern schläft. Und sie verlachten ihn.* Als 25 aber die Volksmenge hinausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei der Hand, und das Mägdlein stand auf. * Und dieses Gerücht ging aus 26 in jenes ganze Land. Und als Jesus von dannen 27 weiter ging, folgten ihm zwei und lernet, was das sei: ,, Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer;" b denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder. 14 Dann kommen die Jünger Johannes' zu ihm und sagen: Warum fasten wir und die Pharisäer oft, deine Jünger 15 aber fasten nicht?* Und Jesus sprach zu ihnen: Können die Söhne des Brautgemachs trauern, so lange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, und dann 16 werden sie fasten.* Niemand aber jetzt einen Flicken von neuem e Tuch auf ein altes Kleid, denn das Eingesetzte d reißt ab von dem Kleide, und 17der Riß wird ärger.* Auch thut man nicht neuen Wein in alte Schläuche, sonst zerreißen die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche verderben; sondern man thut neuen Wein in neue a Anderswo übers.: die Siechen.- b hos. 6, 6.c O. ungewalktem. d B. seine Fülle( Ausfüllung.)-e Eig. die Quaste; s. 4. Moj. 15, 37-39. - f. gerettet. 16 Matthäus 9. 10. Blinde, welche schrieen und und verschmachtet d waren wie sprachen: Erbarme dich unser, 28 Sohn Davids!* Als er aber in das Haus kam, traten die Blinden zu ihm, und Jesus spricht zu ihnen: Glaubet ihr, daß ich dieses thun kann? Sie 29 sagen zu ihm: Ja, Herr.* Dann rührte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach 30 euerm Glauben.* Und ihre Augen wurden aufgethan, und Jesus bedrohte sie und sprach: Sehet zu, daß es niemand er31 fahre.* Sie aber gingen aus und machten ihn ruchtbar in jenem ganzen Lande. 32 Als sie aber weggingen, siehe, da brachten sie zu ihm einen Menschen, stumm und besessen. 33* Und als der Teufel a ausgetrieben war, redete der Stumme. Und es verwunderte sich die Volksmenge und sprach: Niemals ward es also in Israel 34 gesehen.* Die Pharisäer aber sagten: Er treibt die Teufel b aus durch den Obersten der Teufel. b 35 Und Jesus zog umher durch alle Städte und Dörfer und lehrte in ihren Synagogen und verkündigte das Evangelium des Reiches und heilte jede Krankheit und jedes Gebrechen. 36 Diese zwölf sandte Jesus 5 aus und befahl ihnen und sprach: Gehet nicht auf den Weg der Nationen, und gehet nicht in eine Stadt der Samariter; * gehet aber vielmehr zu den 6 verlornen Schafen des Hauses Israel.* Indem ihr aber 7 hingehet, prediget und spreüber sie, weil sie abgemattet chet: Das Reich der Himmel Als er aber die Volksmenge sah, ward er innerlich bewegt a B. Dämon. d B. hingeworfen. Ausdruck Zelotes." Schafe, die keinen Hirten haben. * Dann spricht er zu seinen 37 Jüngern: Die Ernte zwar ist groß, der Arbeiter aber find wenige:* bittet nun den Herrn 38 der Ernte, daß er Arbeiter aussende in seine Ernte. Und als er seine zwölf Jün- 10 ger herzugerufen hatte, gab er ihnen Gewalt über unreine Geister, um sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.* Die Na- 2 men aber der zwölf Apoſtel sind diese: Der erste, Simon, der genannt ist Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, der Sohn des Zebedäus, und Johannes, sein Bruder;* Philippus und 3 Bartholomäus; Thomas und Matthäus, der Zöllner; Jakobus, der Sohn des Alphäus, und Lebbäus, der zubenamt war Thaddäus;* Simon, der 4 Kananiter, e und Judas, der Iskariot, der ihn auch überlieferte. 11 b B. Tämonen. c B. in( in der Kraft des.) e Sehr wahrscheinl. das hebr. Wort für den griech. Matthäus 10. sist nahe gekommen.* Heilet und in ihren Synagogen euch Kranke, wecket Tote auf, reiniget Aussätzige, treibet Teufel a aus. Umsonst habt ihr ipfangen, geißeln;* und auch vor Statt- 18 halter und Könige werdet ihr geführt werden um meinet9 umsonst gebet.* Verschaffet euch willen, ihnen und den Natiweder Gold, noch Silber, noch onen zum Zeugnis.* Wenn 19 10 Kupfer in eure Gürtel,* weder sie euch aber überliefern, so eine Tasche auf den Weg, noch seid nicht besorgt, wie oder zwei Röcke, b noch Sandalen, was ihr reden sollt; denn es noch einen Stab, denn der Arbeiter ist seiner Nahrung 11 wert.* In welche Stadt aber, oder in welches Dorf irgend ihr eingehet, erforschet, wer darinnen würdig ist, und daselbst 12 bleibet, bis ihr weggehet.* Wenn ihr aber in das Haus eingehet, 13 so grüßet es.* Und wenn nun das Haus würdig ist, so komme euer Friede auf dasselbe; wenn es aber nicht würdig ist, so wende sich euer Friede zu euch 14 zurück.* Und wer irgend euch nicht aufnehmen, noch eure Worte hören wird- gehet hinaus aus jenem Hause oder jener Stadt und schüttelt den Staub 15 von euern Füßen.* Wahrlich, ich sage euch: es wird dem Lande der Sodomer und Gomorrer erträglicher ergehen ame Tage des Gerichts, als jener Stadt. 16* Siehe, ich sende euch wie Schafe inmitten der Wölfe; so seid nun klug wie die Schlangen und einfältig wie die Tau17 ben.* Hütet euch aber vor den wird euch in jener Stunde gegeben werden, was ihr reden sollt.* Denn nicht ihr seid die 20 Redenden, sondern der Geiſt euers Vaters ist es, der in euch redet.* Es wird aber 21 der Bruder seinen Bruder zum Tode überliefern, und der Bater sein Kind; und es werden Kinder sich erheben gegen ihre Eltern und sie töten. d* Und 22 ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden.* Wenn sie euch 23 aber verfolgen in dieser Stadt, so fliehet in die andere; denn wahrlich, ich sage euch: ihr werdet mit den Städten Israels nicht zu Ende sein, bis der Sohn des Menschen gekommen sein wird.* Der Jünger ist 24 nicht über den Lehrer, und der Knechte nicht über seinen Herrn.* Es ist dem Jünger 25 genug, daß er sei wie sein Lehrer, und der Knechte wie Menschen; denn sie werden sein Herr. Wenn sie den Hauseuch den Synedrien überliefern herrn Beelzebub genannt hae O. an einem. d D. ihnen 1 a B. Dämonen. b Eig. Leibröcke. zum Tode verhelfen.-e B. Sklave. 17 1 2 18 ben, wie vielmehr seine Haus26 genossen!* Fürchtet euch nun nicht vor ihnen. Denn es ist nichts verdeckt, was nicht auf gedeckt, und verborgen, was 27 nicht fund werden wird.* Was ich euch sage in der Finsternis, redet in dem Lichte, und was ihr höret ins Ohr, prediget auf 28 den Dächern. a* Und fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten, die Seele aber nicht zu töten vermögen; fürchtet aber vielmehr den, der sowohl Seele als Leib zu verderben 29 vermag in der Hölle.* Werden nicht zwei Sperlinge verkauft um einen Pfennig? und nicht einer von ihnen fällt auf die Erde, ohne euern Vater; 30* an euch aber sind selbst die Haare des Hauptes alle gezählt. 31* Fürchtet euch nun nicht; ihr seid vorzüglicher als viele Sper32 linge.* Ein jeder nun, der mich bekennen wird vor den Menschen, den werde auch ich bekennen vor meinem Vater, 33 der in den Himmeln ist.* Wer Matthäus 10. 11. zweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter;* und des 36 Menschen Feinde werden seine eignen Hausgenossen sein.* Wer 37 Vater oder Mutter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, ist meiner nicht würdig;* und wer 38 nicht sein Kreuz aufnimmt und mir nachfolgt, ist meiner nicht würdig.* Wer sein Leben fin- 39 det, b wird es verlieren, und wer sein Leben verliert e 11111 meinetwillen, wird es finden. * Wer euch aufnimmt, nimmt 40 mich auf, und wer mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat.* Wer einen 41 Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, wird eines Propheten Lohn empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten Namen, wird eines Gerechten Lohn empfangen.* Und wer irgend ei- 42 nen dieser Kleinen nur mit einem Becher kalten Wassers tränken wird in eines Jüngers Namen, wahrlich, ich sage euch, er wird seinen Lohn nicht verlieren. Und es geschah, als Jesus 11 seine Befehle an seine zwölf Jünger vollendet hatte, ging er von dannen hinweg, um zu lehren und zu predigen in aber irgend mich verleugnen wird vor den Menschen, den werde auch ich verleugnen vor meinem Vater, der in den 34 Himmeln ist.* Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das 35 Schwert.* Denn ich bin ge- ihren Städten. kommen, den Menschen zu enta O. Häusern.- b 2. gefunden hat. Als aber Johannes im Ge- 2 - c. verloren hat. Matthäus 11. 19 4 warten. fängnis die Werke des Chri- lich, ich sage euch: unter den stus a hörte, sandte er durch von Weibern Gebornen ist kein 3seine Jünger und sprach zu Größerer aufgestanden als Joihm: Bist du der Kommende, hannes der Täufer; der Kleinoder sollen wir eines andern stee aber im Reiche der Him* Und Jesus ant- mel ist größer als er.* Aber 12 wortete und sprach zu ihnen: von den Tagen Johannes des Gehet hin und verkündet Johannes, was ihr höret und 5 sehet:* Blinde werden sehend, und Lahme wandeln, Aussätzige werden gereinigt, und Taube hören, und Tote werden auferweckt, und Armen wird gute Botschaft b verkün6 digt;* und glückselig ist, wer irgend sich nicht an mir ärgern wird. Täufers an bis jetzt wird dem Reiche der Himmel Gewalt gethan, und Gewaltthuende reißen es an sich.* Denn alle Pro- 13 pheten und das Gesetz haben geweissagt bis auf Johannes. * Und wenn ihr es annehmen 14 wollt, er ist Elias, der kommen soll.* Wer Ohren hat zu hören, 15 der höre!* Wem aber soll ich 16 dieses Geschlecht vergleichen? Es ist Kindern gleich, die auf den Märkten sitzen und ihren Gespielen zurufen* und sagen: 17 Wir haben euch gepfiffen, und ihr habt nicht getanzt; wir haben euch Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht gewehklagt.* Denn Johannes ist ge- 18 kommen, der weder aß noch trank, und sie sagen: Er hat einen Teufel. f* Der Sohn des 19 Menschen ist gekommen, der da ißt und trinkt, und sie sagen: Siehe, ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner und Sünder; und die Weisheit ist gerechtfertigt worden von ihren Kindern. 7 Als diese aber hingingen, fing Jesus an, zu der Volksmenge zu reden über Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? ein Rohr, vom Winde hin und sher bewegt?* Was aber seid ihr hinausgegangen zu sehen? einen Menschen, mit weichen Kleidern angethan? siehe, die die weichen Kleider tragen, sind in den Häusern der Könige. 9* Was aber seid ihr hinausgegangen zu sehen? einen Propheten? Ja, ich sage euch, und mehre als einen Propheten. 10* Denn dieser ist's, von dem geschrieben steht: ,, Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg 11 vor dir bereiten wird." d* WahrDann fing er an, die Städte 20 zu schelten, in welchen ſeine meisten Wunderwerke geschehen a D. Christi. b. Evangelium.-c B. vortrefflicher.- d Mal. 3, 1. - e B. der Kleinere, der Geringere. f B. Dämon. 1 2* 20 Matthäus 11. 12. waren, weil sie nicht Buße 21 thaten.* Wehe dir, Chorazin! wehe dir, Bethsaida! denn wenn zu Tyrus und Sidon die Wunderwerke geschehen wären, die unter euch geschehen sind, längst hätten sie in Sack und Asche 22 Buße gethan.* Doch ich sage euch: Tyrus und Sidon wird es erträglicher ergehen am a Tage des Gerichts als euch. 23* Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht bist, bis zum Hades wirst du hinabgestoßen werden. Denn wenn in Sodom die Wunderwerke geschehen wären, die in dir geschehen sind, sie wäre geblieben bis auf den heutigen Tag. 24* Doch ich sage euch: dem Sodomer Lande wird es erträglicher ergehen ama Tage des Gerichts als dir. 25 3u jener Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, daß du dies vor Weisen und Verständigen verborgen hast und hast es 26 Unmündigen geoffenbart.* Ja, Vater, denn also war es wohl27 gefällig vor dir.* Alles ist mir übergeben von meinem Vater; und niemand erkennt den Sohn, als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater, als nur der Sohn, und wem irgend der Sohn ihn offenbaren will.* Kommet her zu mir, alle Mühselige und Beladene, und a D. an einem.- bO. schaffen.- ich werde euch Ruhe geben. b * Nehmet auf euch mein Joch 29 und lernet von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig, e und ihr werdet Ruhe finden für eure Seelen;* denn 30 mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. 3u jener Zeit ging Jesus 12 am Sabbath durch die Saaten; es hungerte aber seine Jünger, und sie fingen an, Aehren abzupflücken und zu essen.* Als es aber die Pharisäer sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jünger thun, was am Sabbath zu thun nicht erlaubt ist.* Er aber sprach zu 3 ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David that, als ihn, und die bei ihm waren, hungerte? * wie er hineinging in das Haus 4 Gottes und die Schaubrote aß, welche ihm nicht erlaubt waren zu essen, noch denen, die bei ihm waren, sondern allein den Priestern?* Oder habt ihr nicht in 5 dem Gesetz gelesen, daß an den Sabbathen die Priester in dem Tempel den Sabbath entheiligen und schuldlos sind?* Ich 6 aber sage euch: Größeres als der Tempel ist hier.* Hättet 7 ihr aber erkannt, was es ist: „ Ich will Barmherzigkeit und nicht Schlachtopfer," d ſo hättet ihr die Schuldlosen nicht verurteilt.* Denn der Sohn des 8 Menschen ist Herr des Sabbaths. Und von dannen weiter ge- 9 e D. niedrig.- с d Hof. 6, 6. Matthäus 12. 14 Die Pharisäer aber gingen hinaus und hielten Rat wider ihn, wie sie ihn umbrächten. 15* Als aber Jesus es erkannte, entwich er von dannen; und es folgte ihm eine große Volksmenge, und er heilte sie alle. 16* Und er bedrohte sie, daß sie ihn 17 nicht offenbar machten;* damit erfüllt würde, das geredet ist, durch Jesaias, den Propheten, 18 welcher spricht:* ,, Siehe, mein Knecht, den ich erwählt, mein Geliebter, an a welchem meine Seele Wohlgefallen gefunden hat; ich werde meinen Geist auf ihn legen, und er wird den hend, kam er in ihre Syna10 goge.* Und siehe, da war ein Mensch, dessen Hand dürre war. Und sie fragten ihn und sprachen: Ist es erlaubt, an den Sabbathen zu heilen? auf daß sie ihn anklagen möchten. 11* Er aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch wird unter euch sein, der ein Schaf hat, und wenn dieses am Sabbath in eine Grube fiele, es nicht ergreifen und aufrichten wird? 12* Wieviel vorzüglicher ist nun Dann ward ein Besessener zu 22 ihm gebracht, blind und ſtumm, und er heilte ihn, so daß der ein Mensch als ein Schaf![ Blinde und] Stumme redete Also ist es erlaubt, an den und sah.* Und es erstaunte die 23 Sabbathen Gutes zu thun. ganze Volksmenge und sagte: 13* Dann spricht er zu dem Men- Dieser ist doch nicht der Sohn schen: Strecke deine Hand aus. Und er streckte sie aus, und sie ward wiederhergestellt, gesund wie die andere. Davids?* Die Pharisäer aber 24 sagten, als sie es hörten: Dieser treibt die Teufeld nicht aus außer durch e Beelzebub, den Obersten der Teufel.d* Er 25 aber, ihre Gedanken wissend, sprach zu ihnen: Jedes Reich, das wider sich selbst entzweit ist, wird wüste; und jede Stadt oder jedes Haus, das wider sich selbst entzweit ist, wird nicht bestehen.* Und wenn der Sa= 26 tan den Satan austreibt, so ist er wider sich selbst entzweit; wie wird denn sein Reich bestehen?* Und wenn ich durch e 27 Beelzebub die Teufel d austreibe, durch wen treiben eure Söhne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.* Wenn 28 ich aber durche den Geist Gottes c Jei. 42, 1-4. d B. Tämonen. a B. in. b B. hervorbringe. e B. in( in der Kraft des.) Nationen Gericht ankündigen. * Er wird nicht streiten noch 19 schreien, noch wird jemand seine Stimme auf den Straßen hören;* ein zerknicktes Rohr wird 20 er nicht zerbrechen, und einen glimmenden Docht wird er nicht auslöschen, bis daß er das Gericht hinausführeb zum Siege; * und auf seinen Namen werden 21 die Nationen hoffen." e 21 - - 22 die Teufel a austreibe, so ist also das Reich Gottes zu euch 29 hingekommen.* Oder wie kann jemand in das Haus des Starfen eingehen und seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuvor den Starken bindet? und alsdann wird er sein Haus 30 berauben.* Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir sammelt, der zer31 streut.* Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen 32 nicht vergeben werden.* Und wer irgend ein Wort reden wird wider den Sohn des Men schen, dem wird vergeben werden; wer aber irgend wider den Heiligen Geist reden wird, dem wird nicht vergeben werden, weder in diesem Zeitalter noch 33 in dem zukünftigen.* Entweder machet den Baum gut und seine Frucht gut, oder machet den Baum faul und seine Frucht faul; denn der Baum wird 34 aus der Frucht erkannt.* Otternbrut! wie könnet ihr Gutes reden, da ihr böse seid? Denn aus der Fülle des Herzens 35 redet der Mund.* Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatz Gutes hervor, und der böse Mensch bringt aus dem 36 bösen Schatz Böses hervor.* Ich sage euch aber, daß von jedem unnützen Wort, das irgend die a B. Tämonen. b D. an einem. Matthäus 12. Menschen reden werden, sie von demselben Rechenschaft geben werden amb Tage des Gerichts; * denn aus deinen Worten irst 37 du gerechtfertigt werden, und aus deinen Worten wirst du verdammt werden. Dann antworteten etliche der 38 Schriftgelehrten und Pharisäer und sprachen: Lehrer, wir möchten ein Zeichen von dir sehen. * Er aber antwortete und sprach 39 zu ihnen: Ein böses und ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden, als nur das Zeichen Jonas', des Propheten.* Denn gleichwie 40 Jonas drei Tage und drei Nächte in dem Bauche des großen Fisches war, also wird der Sohn des Menschen drei Tage und drei Nächte in dem Herzen der Erde sein.* Männer 41 von Ninive werden aufstehen im Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen, denn sie thaten Buße auf die Predigt Jonas'; und siehe, mehr als Jonas ist hier.* Eine 42 Königin des Südens wird auftreten im Gericht mit dieſem Geschlecht und wird es verdammen, denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomons zu hören; und siehe, mehr als Salomon ist hier. Wenn aber der unreine Geist 43 ausgefahren ist vom Menschen, 23 daß er in ein Schiff ſtieg und sich setzte; und die ganze Volksmenge stand am Ufer.* Und 3 er redete vieles zu ihnen in Gleichnissen und sprach: Siehe, der Säemann ging aus zu säen;* und während er säete, 4 fiel etliches an den Weg, und es kamen die Vögel und fraßen es auf.* Anderes aber fiel auf 5 das Steinichte, wo es nicht viel Erde hatte; und alsbald ging es auf, weil es nicht tiefe Erde hatte;* als aber die 6 Sonne aufging, ward es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, verdorrte es.* An- 7 deres aber fiel unter die Dornen, und die Dornen schossen auf und erstickten es.* Anderes 8 aber fiel auf die gute Erde und gab Frucht: das eine hundert, das andere sechzig-, das andere dreißigfältig.* Wer 9 Ohren hat[ zu hören], der höre! seine Hand aus über seine Jünger und sprach: Siehe, meine Mutter und meine Brüder; 50* denn wer irgend den Willen Und die Jünger traten herzu 10 und sprachen zu ihm: Warum redest du in Gleichnissen zu ihnen?* Er aber antwortete 11 und sprach zu ihnen: Weil euch gegeben ist, die Geheimnisse des Reiches der Himmel meines Vaters thut, der in zu wissen, jenen aber ist es den Himmeln ist, derselbe ist mein Bruder und meine Schwester und Mutter. Matthäus 12. 13. so durchwandert er dürre Derter, Ruhe suchend, und findet 44 sie nicht.* Dann spricht er: Ich will umkehren in mein Haus, davon ich ausgegangen bin; und wenn er kommt, findet er es leer, gekehrt und ge45 schmückt.* Dann geht er hin und nimmt mit sich sieben andere Geister, böser als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen daselbst; und das Letzte jenes Menschen wird ärger als das Erste. Also wird es auch diesem bösen Geschlecht ergehen. 46 Als er aber noch zu der Volksmenge redete, siehe, da standen seine Mutter und seine Brüder draußen und suchten 47 ihn zu sprechen.* Und es sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und suchen dich 48 zu sprechen.* Er aber antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: Wer ist meine Mutter, und wer sind 49 meine Brüder?* Und er streckte 13 An jenem Tage aber ging Jesus hinaus aus dem Hause und setzte sich an den See. 2* Und es versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm, so nicht gegeben;* denn wer da 12 hat, dem wird gegeben werden, und er wird Ueberfluß haben; wer aber nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, genommen werden.* Darum rede 13. ich zu ihnen in Gleichnissen, weil sie sehend nicht sehen und 24 Matthäus 13. hörend nicht hören, noch ver14 stehen;* und es wird ihnen a die Weissagung Jesaias' erfüllt, welche sagt: ,, Mit dem Gehör werdet ihr hören und doch nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und doch nicht wahr15 nehmen;* denn das Herz dieses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren haben sie schwer gehört, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich sie heile." b 16* Glückselig aber eure Augen, daß sie sehen und eure Ohren, 17 daß sie hören;* denn wahrlich, ich sage euch: viele Propheten und Gerechte haben begehrt zu sehen, was ihr anschauet, und haben es nicht gesehen; und zu hören, was ihr höret, und haben es nicht gehört. 18 Höret ihr nun das Gleichnis 19 des Säemanns.* So oft jemande das Wort des Reiches hört und nicht versteht, so kommt der Böse und reißt weg, was in seinem Herzen gesäet war; dieser ist's, der an den 20 Weg gesäet ist.* Der aber auf das Steinichte gesäet ist, dieser ist's, der das Wort hört und es alsbald mit Freuden auf21 nimmt,* hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist nur für eine Zeit; wenn aber Drangsal oder Verfolgung entſteht um des Wortes willen, alsbald ärgert er sich.* Der aber unter 22 die Dornen gesäet ist, dieſer ist's, der das Wort hört, und die Sorge dieses Lebens d und der Betrug des Reichtums ersticken das Wort, und er e bringt keine Frucht. f* Der 23 aber auf die gute Erde gefäet ist, dieser ist's, der das Wort hört und versteht, der wirklich Frucht bringt; und der eine trägt hundert-, der andere sechzig-, der andere dreißigfältig. Ein anderes Gleichnis legte 24 er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel ist gleich geworden g einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säete.* Während aber 25 die Menschen schliefen, kam sein Feind und säete Unkrauth mitten unter den Weizen und ging hinweg.* Als aber die 26 Saat aufsproßte und Frucht gab, da erschien auch das Unfraut.* Es famen aber die 27 Knechtei des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesäet? woher hat er denn das Unkraut?* Er 28 aber sprach zu ihnen: Ein feindseliger Mensch hat dies gethan. Die Knechte i aber sprachen zu ihm: Willst du denn, daß wir a D. durch sie.- b Jej. 6, 9. 10.- c B. Von jedem, der. d B. Zeitalters.-- e D. es.- f B. wird unfruchtbar.- g. verglichen w.- h Biell. Lolch, ein dem Weizen ähnliches Unkraut.- i B. Sklaven. Matthäus 13. hingehen und es zusammenle- in Gleichnissen; ich werde aus29 sen?* Er aber sprach: Nein; damit ihr nicht etwa beim Zusammenlesen des Unkrauts zugleich mit demselben den Weizen 30 ausraufet.* Lasset es beides zusammen wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit der Ernte werde ich den Schnittern sagen: Leset zuerst das Unkraut zusammen und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber sammelt in meine Scheune. 31 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Reich der Himmel ist gleich einem Senfkorn, welches ein Mensch nahm und auf seinen 32 Acker säete,* das zwar kleiner ist als a alle Samen, wenn es aber gewachsen ist, so ist es größer als die Kräuter b und wird ein Baum, so daß die Vögel des Himmels kommen und sich niederlassen in seinen Zweigen. 33 Ein anderes Gleichnis redete er zu ihnen: Das Reich der Himmel ist gleich einem Sauerteig, welchen ein Weib nahm und unter drei Maß Mehl verbarg, bis alles gesäuert ward. 34 25 sprechen, was von Gründung der Welt an verborgen war." e Dann entließ er die Volks- 36 menge und kam in das Haus; und seine Jünger traten zu ihm und sprachen: Deute uns das Gleichnis vom Unkraut des Ackers.* Er aber antwortete 37 und sprach[ zu ihnen]: Der den guten Samen säet, ist der Sohn des Menschen;* der Acker aber 38 ist die Welt; der gute Same aber, dies sind die Söhne des Reiches, das Unkraut aber sind die Söhne des Bösen;* der 39 Feind aber, der es gesäet hat, ist der Teufel; die Ernte aber ist die Vollendung des Zeitalters; die Schnitter aber sind Engel.* Gleichwie nun das 40 Unkraut zusammengelesen und im Feuer verbrannt wird, also wird es in der Vollendung des Zeitalters ſein.* Der Sohn des 41 Menschen wird seine Engel senden, und sie werden aus seinem Reiche zusammenlesen alle Aergernisse und die das Gesetzloſe d thun;* und sie werden sie in 42 den Feuerofen werfen: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.* Dann werden die 43 Gerechten leuchten wie die Sonne im Reiche ihres Vaters. Wer Ohren hat[ zu hören], der höre! würde, das geredet ist durch den Propheten, welcher spricht: ,, Ich werde meinen Mund aufthun genen Schatz, den ein Mensch Das Reich der Himmel ist 41 gleich einem im Acker verborDies alles redete Jesus in Gleichnissen zu der Volksmenge, und ohne Gleichnis redete er 35 nicht zu ihnen;* damit erfüllt a B. das Kleinere von.- b C. Gartengewächse.- e Pj. 78, 2.- d B. die Gesetzlosigkeit. 26 fand und verbarg; und vor Freude darüber geht er hin und verkauft alles, was irgend er hat, und kauft jenen Acker. 45 Wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Kaufmann, a der schöne Perlen sucht; 46* als er aber eine sehr kostbare Perle gefunden, ging er hin und verkaufte alles, was irgend er hatte, und kaufte sie. 47 Matthäus 13. 14. Wiederum ist das Reich der Himmel gleich einem Netze, b das ins Meer geworfen ward und von jeder Gattung zusam48 men brachte,* welches sie, als es voll war, ans Ufer heraufgezogen hatten; und sie setzten sich nieder und lasen die Guten in Gefäße zusammen, aber die 49 Faulen warfen sie aus.* Also wird es in der Vollendung des Zeitalters sein: Die Engel werden ausgehen und die Bösen aus der Mitte der Gerechten 50 aussondern* und sie in den Feuerofen werfen: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen. 51 [ Jesus spricht zu ihnen:] Habt ihr dies alles verstanden? Sie sagen zu ihm: Ja,[ Herr]! 52* Er aber sprach zu ihnen: Darum ist jeder Schriftgelehrte, der ime Reiche der Himmel unter richtet ist, gleich einem Hausherrn, d der aus seinem Schatze neues und altes hervorbringt. Und es geschah, als Jesus 53 diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er von dannen hinweg. * Und er fam in sein Vaterland 54 und lehrte sie in ihrer Synagoge, so daß sie sehr erſtaunten und sprachen: Woher diesem diese Weisheit und die Wunderwerke?* Ist dieser nicht 55 der Sohn des Zimmermanns? Heißt nicht seine Mutter Maria, und seine Brüder Jakobus und Joseph und Simon und Judas?* Und seine Schwestern 56 sind sie nicht alle bei uns? Woher nun diesem dies alles? * Und sie ärgerten sich an ihm. 57 Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seinem Vaterlande und in seinem Hause.* Und er 58 that daselbst nicht viele Wunderwerke wegen ihres Unglaubens. Zu jener Zeit hörte Hero- 14 des, der Vierfürst, das Gerücht von Jesu* und sprach zu 2 seinen Knechten: Dieser ist Johannes der Täufer; er ist von den Toten auferstanden, und darum werden die Wunderwerke von ihm gewirkt.e* Denn He- 3 rodes hatte Johannes gegriffen, ihn gebunden und ins Gefängnis gesetzt, um der Herodias willen, des Weibes des Philippus, seines Bruders. * Denn Johannes hatte ihm ge- 4 sagt: Es ist dir nicht erlaubt, sie zu haben.* Und als er ihn 5 töten wollte, fürchtete er die a B. einem Menschen, einem K.-b Eig. Riehgarn, Schleppnet.- c c D.. zum.- d B. einem Menjden, einem H. e O. wirken die Kräfte in ihm. Univ.- Bibl. Giessen Matthäus 14. Volksmenge, weil sie ihn für 6 einen Propheten hielten.* Als aber der Geburtstag des Herodes begangen wurde, tanzte die Tochter der Herodias vor ihnen, a und sie gefiel dem Hero7des;* weshalb er mit einem Eide zusagte, ihr zu geben, was sirgend sie fordern würde.* Sie aber, von ihrer Mutter angewiesen, sagt: Gieb mir hier auf einer Schüssel das Haupt Jo9hannes', des Täufers.* Und der König ward traurig; aber um der Eide willen und derer, die mit zu Tische lagen, befahl 10 er es zu geben,* und sandte hin und enthauptete den Johannes 11 im Gefängnis;* und es ward sein Haupt auf einer Schüssel gebracht und dem Mägdlein gegeben, und sie brachte es ihrer 12 Mutter.* Und seine Jünger kamen herzu, nahmen den Leib und begruben ihn. Und sie famen 13 und verkündeten es Jesu.* Und als Jesus es hörte, entwich er von dannen in einem Schiffe an einen wüsten Ort allein. 27 daß sie hingehen in die Dörfer und sich Speise kaufen.* Jesus 16. aber sprach zu ihnen: Sie haben nicht nötig, wegzugehen; gebet ihr ihnen zu essen.* Sie 17 aber sagen zu ihm: Wir haben nichts hier als nur fünf Brote und zwei Fische.* Er aber 18sprach: Bringet sie mir her. * Und er befahl der Volksmenge, 19 sich auf das Gras niederzulassen und nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf gen Himmel und segnete bund brach und gab die Brote den Jüngern, die Jünger aber der Volksmenge.* Und sie aßen alle 20 und wurden gesättigt; und sie hoben auf, was an Brocken übrig blieb, zwölf Handkörbe voll.* Die aber gegessen hatten, 21 waren bei fünftausend Männer, ohne Weiber und Kindlein. Und alsbald nötigte er die 22 Jünger, in das Schiff zu steigen und vor ihm an das jenseitige Ufer zu fahren, bis er die Volksmenge entlassen habe. * Und als er die Volksmenge 23: entlassen, stieg er auf den Berg allein, um zu beten. Als es aber Abend geworden, war er daselbst allein.* Das Schiff 24 aber war schon mitten auf dem See und litt Not von den Wellen, denn der Wind war entgegen.* Aber in der vierten 25. Nachtwache kam er zu ihnen, wandelnd auf dem See.* Und 26 als die Jünger ihn auf dem Und da die Volksmenge es hörte, folgte sie ihm zu Fuß 14 aus den Städten.* Und als er herausging, sah er viel Volks und ward innerlich bewegt über sie und heilte ihre Schwachen. 15* Als es aber Abend geworden, traten seine Jünger zu ihm und sprachen: Der Ort ist wüste, und die Zeit ist schon vorüber, entlasse die Volksmenge, auf a B. in der Mitte.-b O. lobpries. 28 Matthäus See wandeln sahen, wurden sie bestürzt und sprachen: Es ist ein Gespenst! Und sie schrieen 27 vor Furcht.* Alsbald aber redete Jesus zu ihnen und sprach: Seid gutes Mutes, ich bin's; 28 fürchtet euch nicht!* Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, wenn du es bist, so befiehl mir, zu dir zu kommen 29 auf dem Gewässer.* Er aber sprach: Komme. Und Petrus stieg aus dem Schiffe und wandelte auf dem Gewässer, um zu 30 Jesu zu kommen.* Als er aber den starken Wind sah, fürchtete er sich; und als er anfing zu sinken, schrie er und sprach: 31 Herr, rette mich!* Alsbald aber streckte Jesus die Hand aus, ergriff ihn und spricht zu ihm: Kleingläubiger, warum zweifel32 test du?* Und als sie in das Schiff gestiegen, legte sich der 33 Wind. Die aber in dem Schiffe waren, kamen und huldigten ihm und sprachen: Wahrhaftig, dit bist Gottes Sohn! 34 Und als sie hinübergefahren, famen sie in das Land Gene35 zareth.* Und als ihn die Männer jenes Ortes erkannten, schickten sie in jene ganze Umgegend und brachten zu ihm 36 alle Sieche* und baten ihn, daß sie nur den Zipfel a seines Kleides anrühren dürften; und so viele ihn anrührten, wurden völlig geheilt. 14. 15. Dann kommen die Schrift- 15 gelehrten und Pharisäer von Jerusalem zu Jesu und sagen: * Warum übertreten deine Jün- 2 ger die Ueberlieferung der Aeltesten? denn sie waschen ihre Hände nicht, wenn sie Brot essen.* Er aber antwortete und 3 sprach zu ihnen: Warum übertretet auch ihr das Gebot Gottes um eurer Ueberlieferung willen?* denn Gott hat geboten 4 und gesagt: ,, Ehre den Vater und die Mutter!" und:„ Wer Vater oder Mutter flucht, b soll des Todes sterben."* Jhr aber 5 saget: Wer irgend zu dem Vater oder der Mutter sagt: Eine Gabee sei das, wodurch du irgend von mir Nutzen haben könntest; und er wird keineswegs seinen Vater oder seine Mutter ehren;* und ihr habt 6 das Gebot Gottes ungültig gemacht um eurer Ueberlieferung willen.* Heuchler! wohl hat 7 von euch geweissagt Jesaias, indem er spricht:* ,, Dieſes 8 Volf ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.* Vergeblich aber ver- 9 ehren sie mich, lehrend als Lehren Menschengebote." d* Und 10 er rief die Volksmenge herzu und sprach zu ihnen: Höret und verstehet!* Nicht, was 11 in den Mund eingeht, verunreinigt den Menschen, sondern was aus dem Munde ausgeht, a S. Anm. zu Kap. 9, 20.- b D. übel redet, schmäht.- e d. h. Opfergabe. d Jes. 29, 13. Matthäus 15. das verunreinigt den Menschen. herkam, schrie[ zu ihm] und 12* Dann traten seine Jünger herzu und sprachen zu ihm: Weißt du, daß die Pharisäer sich ärgerten, als sie das Wort 13 hörten?* Er aber antwortete und sprach: Jede Pflanze, die mein himmlischer Vater nicht gepflanzt hat, wird ausgerottet 14 werden.* Lasset sie; sie sind blinde Leiter der Blinden. Wenn aber ein Blinder einen Blinden leitet, so werden beide in die 15 Grube fallen.* Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Deute uns dieses Gleichnis. 16* Er aber sprach: Seid auch 17ihr noch unverständig?* Begreifet ihr[ noch] nicht, daß alles, was in den Mund eingeht, in den Bauch geht und in den Ab18 ort ausgeworfen wird?* was sprach: Erbarme dich meiner, Herr, Sohn Davids! meine Tochter ist übel besessen.* Er 23 aber antwortete ihr nicht ein Wort. Und seine Jünger traten herzu und baten ihn und sprachen: Entlasse sie, denn sie schreit hinter uns her.* Er 24 aber antwortete und sprach: Ich bin nicht gesandt, als nur zu den verlornen Schafen des Hauses Israel.* Sie aber kam 25 und huldigte ihm und sprach: Herr, hilf mir!* Er aber ant- 26 wortete und sprach: Es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hündlein hinzuwerfen.* Sie aber sprach: 27 Ja, Herr; denn es essen ja auch die Hündlein von den Brosamen, die von dem Tische ihrer Herren fallen.* Da ant- 28 wortete Jesus und sprach zu ihr: O Weib! dein Glaube ist groß; dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter war geheilt von jener Stunde an. aber aus dem Munde ausgeht, kommt aus dem Herzen, und das verunreinigt den Menschen. 19* Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, a Mord, Ehebruch, Hurerei, Dieberei, falsche Zeugnisse, Lästerung; b 20* diese Dinge sind es, die den Menschen verunreinigen; aber mit ungewaschenen Händen effen, verunreinigt den Menschen nicht. Und Jesus ging von dannen 29 hinweg und kam an den galiläischen See; und als er auf den Berg gestiegen, setzte er sich daselbst.* Und eine große 30 Volksmenge kam zu ihm, die hatten bei sich Lahme, Blinde, Stumme, Krüppel und viele andere; und sie warfen sie ihm zu Füßen, und er heilte sie, Weib, das von jenen Grenzen* so daß sich die Volksmenge 31 Und Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegenden von Tyrus und Sidon; 22* und siehe, ein kananäisches 21 29 a D. Ueberlegungen. bis ,, Lästerung, in der Mehrzahl. b Im Griechischen stehen die Wörter von Mord" " 1 30 Matthäus 15. 16. verwunderte, als sie sahen Stumme reden, Krüppel gesund werden, Lahme wandeln und Blinde sehen; und sie verherr32 lichten den Gott Jsraels.* Als Jejus aber seine Jünger herzugerufen, sprach er: Ich bin innerlich bewegt über die Volksmenge, denn schon drei Tage weilen sie bei mir und haben nichts zu essen; und ich will sie nicht entlassen, ohne daß sie gegessen haben, damit sie nicht etwa verschmachten auf 33 dem Wege.* Und seine Jünger sagen zu ihm: Woher nehmen wir in der Einöde so viele Brote, um eine so große Volksmenge 34 zu sättigen?* Und Jesus spricht zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Und sie sagten: Sieben, 35 und wenige kleine Fische.* Und ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zeigen.* Er aber ant- 2 wortete und sprach zu ihnen: Wenn es Abend geworden, so saget ihr: Heiteres Wetter, denn der Himmel ist feuerrot;* und 3 frühmorgens: Heute ſtürmisches Wetter, denn der Himmel ist feuerrot und trübe; das Angesicht des Himmels wiſset ihr zwar zu beurteilen, aber die Zeichen der Zeiten könnet ihr nicht beurteilen.* Ein böses und 4 ehebrecherisches Geschlecht begehrt ein Zeichen, und es wird ihm fein Zeichen gegeben werden, als nur das Zeichen Jonas'. Und er verließ sie und ging hinweg. er gebot der Volksmenge, sich 36 auf die Erde zu lagern.* Und er nahm die sieben Brote und die Fische, und als er gedankt hatte, brach er und gab sie seinen Jüngern, die Jünger aber 37 der Volksmenge.* Und sie aßen Und als seine Jünger an 5 das jenseitige Ufer gekommen waren, hatten sie vergessen, Brote mitzunehmen.* Jesus 6 aber sprach zu ihnen: Sehet zu und hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und Sadducäer.* Sie aber über- 7 legten bei sich selbst und ſagten: Weil wir keine Brote mitge= nommen haben.* Als aber Je- 8 sus es erkannte, sprach er: Was überleget ihr bei euch selbſt, Kleingläubige, weil ihr feiviertausend Männer, ohne Wei- ne Brote mitgenommen habt? 39 ber und Kindlein.* Und als er* Verstehet ihr noch nicht, ge- 9 die Volksmenge entlassen hatte, denket ihr auch nicht an die fünf stieg er in das Schiff und kam Brote der fünftausend, und wie in die Grenzen von Magada. viele Handkörbe ihr aufhobet? alle und wurden gesättigt; und sie hoben auf, was an Brocken übrig blieb, sieben Körbe voll. 38* Es waren aber derer, die aßen, 16 Und die Pharisäer und Sad-* noch an die sieben Brote der 10 ducäer kamen herzu, und, ihn viertausend, und wie viele Körbe versuchend, baten sie, er möge ihr aufhobet?* Wie, verstehet ihr 11 Matthäus 16. nicht, daß ich euch nicht vom auf der Erde binden wirst, wird Brote sagte: ,, Hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer 12 und Sadducäer"?* Da ver13 Als aber Jesus in die Gegend von Cäsarea Philippi gekommen war, fragte er seine Jünger und sprach: Wer sagen die Menschen, daß ich, der Sohn 14 des Menschen, sei?* Sie aber sagten: Etliche: Johannes der Täufer; andere aber: Elias; und andere wieder: Jeremias, oder 15 einer der Propheten.* Er spricht in den Himmeln gebunden sein; und was irgend du auf der Erde lösen wirst, wird in den standen sie, daß er nicht gesagt, Himmeln gelöst sein.* Dann 20 sich zu hüten vor dem Sauer- gebot er seinen Jüngern, daß teig des Brotes, sondern vor sie niemandem sagten, daß er der Lehre der Pharisäer und der Christus sei. Sadducäer. zu ihnen: Ihr aber, wer saget 16 ihr, daß ich sei?* Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn 17 des lebendigen Gottes.* Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona, a denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, 18 der in den Himmeln ist.* Aber auch ich sage dir, daß du bist Petrus; b und auf diesen Felsen will ich meine Versammlung bauen, und des Hades Pfortene werden sie nicht überwäl19tigen.* Und ich werde dir die 31 - Schlüssel des Reiches der Himmel geben, und was irgend du Von der Zeit an begann Je- 21 sus seinen Jüngern zu zeigen, daß er hingehen müsse nach Jerusalem und vieles leiden von den Aeltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet und am dritten Tage auferweckt werden.* Und Pe- 22 trus nahm ihn zu sich und fing an, ihn zu strafen, indem er sagte: Gott behüte dich, Herr! dies wird dir nicht widerfahren.* Er aber wandte sich und 23 sprach zu Petrus: Gehe hinter mich, Satan; du bist mir ein Aergernis, denn du ſinneſt nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Menschen ist. * Dann sprach Jesus zu seinen 24 Jüngern: Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach. * Denn wer irgend sein Lebend 25 erretten will, wird es verlieren; wer aber irgend sein Leben verlieren wird um meinetwillen, wird es finden.* Denn was 26 wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gea O. Sohn Jonas'.- b O. ein Stein. e Beide Wörter ohne Artikel drücken mehr den Charakter der Macht als einen bestimmten Gegenstand aus. d Das griech. Wort bezeichnet beides: ,, Leben" und" Seele." 32 Matthäus 16. 17. wänne, aber seine Seele einbüßte? Oder was wird ein Mensch als Lösegeld geben für 27 seine Seele?* Denn der Sohn des Menschen wird kommen in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln, und dann wird er einem jeden vergelten nach seinem Thun. 28* Wahrlich, ich sage euch: es sind etliche von denen, die hier stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bis sie gesehen den Sohn des Menschen, kommend in seinem Reiche. 17 es hörten, fielen sie auf ihr Angesicht und fürchteten sich sehr. * Und Jesus trat herzu, rührte 7 sie an und sprach: Stehet auf und fürchtet euch nicht.* Als 8 sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemanden als Jesum allein. Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und Johannes, seinen Bruder, mit sich und führt sie auf einen hohen Berg beson2 ders.* Und er ward umgestaltet vor ihnen. Und sein Angesicht leuchtete wie die Sonne, seine Kleider aber wurden weiß wie 3das Licht;* und siehe, Moses und Elias erschienen ihnen, sich 4 mit ihm unterredend.* Petrus aber antwortete und sprach zu Jesu: Herr, es ist gut, daß wir hier sind. Wenn du willst, laß uns hier drei Hütten machen, dir eine und Moses eine und Und da sie zu der Volks- 14 5 Elias eine.* Während er noch menge kamen, trat ein Mensch redete, siehe, eine lichte Wolke zu ihm, der fiel vor ihm auf überschattete sie; und siehe, eine die Kniee* und sprach: Herr, 15 Stimme aus der Wolke, welche erbarme dich meines Sohnes, sprach: Dieser ist mein geliebter denn er ist mondsüchtig und Sohn, and welchem ich Wohl- leidet arg. Denn oft fällt er gefallen gefunden habe; ihn ins Feuer und oft ins Waſser; 6höret.* Und als die Jünger* und ich brachte ihn zu deinen 16 Und als sie von dem Ber- 9 ge herabgestiegen waren, gebot ihnen Jesus und sprach: Saget niemandem das Gesicht, bis der Sohn des Menschen aus den Toten auferstanden ist.* Und 10 seine Jünger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die Schriftgelehrten, daß Elias zuerst kommen müsse?* Er aber11 antwortete und sprach zu ihihnen: Elias zwar kommt[ zuerst] und wird alle Dinge wiederherstellen.* Ich sage euch 12 aber, daß Elias schon gekommen ist, und sie haben ihn nicht erkannt, sondern an ihm gethan, was irgend sie wollten. Also wird auch der Sohn des Menschen von ihnen leiden. * Da verstanden die Jünger, 13 daß er von Johannes dem Täufer zu ihnen sprach. a O. steht im Begriff zu kommen.- b B. in. Jüngern, und sie konnten ihn 17 nicht heilen.* Jesus aber antwortete und sprach: O, ungläubiges und verkehrtes Geschlecht! bis wann soll ich bei euch sein? bis wann soll ich euch ertragen? 18 bringet mir ihn her.* Und Jesus bedrohte ihn, und der Teufel a fuhr aus von ihm; und von jener Stunde an war der 19 Knabe geheilt.* Da traten die Jünger zu Jesu besonders und sprachen: Warum haben wir ihn nicht austreiben können? 20* Jesus aber sprach zu ihnen: Wegen euers Unglaubens; denn wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfforn, so werdet ihr zu diesem Berge sagen: Werde versetzt von hier dorthin, und er wird versetzt werden; und nichts wird 21 euch unmöglich sein.* Diese Art aber fährt nicht aus, als nur durch Gebet und Fasten. Als sie sich aber in Galiläa aufhielten, b sprach Jesus zu ihnen: Der Sohn des Menschen wird überliefert werden 23 in der Menschen Hände,* und sie werden ihn töten, und am dritten Tage wird er auferweckt werden. Und sie wurden sehr betrübt. 22 Matthäus 17. 18. a B. Dämon. Tempel.- d O. Gewiß. 1 33 sagt: Ja.d Und als er ins Haus einging, fam Jesus ihm zuvor und sprach: Was dünkt dich, Simon? von welchen erheben die Könige der Erde Zoll oder Steuer, von ihren Söhnen oder von den Fremden?* Petrus sagt 26 zu ihm: Von den Fremden. Jesus sprach zu ihm: Deshalb sind die Söhne frei.* Auf daß 27 wir ihnen aber kein Aergernis geben, so gehe an den See, wirf die Angel aus und nimm den ersten Fisch, der heraufkommt, thue seinen Mund auf, und du wirst einen Stater finden; den nimm und gieb ihnen für mich und dich. 24 Als sie aber nach Kapernaum kamen, traten die Einnehmer der Doppeldrachme zu Petrus und sprachen: Zahlt euer Lehrer gend einen einzigen dieser Klei25 nicht die Doppeldrachme?* Ernen, die an mich glauben, ärgern In jener Stunde traten die 18. Jünger zu Jesu und sprachen: Wer ist denn der Größte e im Reiche der Himmel?* Und als 2 Jesus ein Kindlein herzugerufen hatte, stellte er es in ihre Mitte* und sprach: Wahrlich, 3 ich sage euch, wenn ihr nicht umkehret und werdet wie die Kindlein, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen.* Darum, wer irgend 4 sich selbst erniedrigen wird, wie dieses Kindlein, dieser ist der Größtee im Reiche der Himmel;* und wer irgend ein ein- 5 ziges solches Kindlein aufnehmen wird in meinem Namen, nimmt mich auf.* Wer aber ir- 6 b D. umherzogen.-c Eine jüdische Kopfsteuer an den e B. der Größere. 3 34 wird, dem wäre nütze, daß ein Mühlsteina um seinen Hals gehängt, und er versenkt würde in 7 dieb Tiefe des Meeres.* Wehe der Welt der Aergernisse wegen! Denn es ist notwendig, daß Aergernisse kommen; doch wehe dem Menschen, durch welchen das Aergernis kommt! 8* Wenn aber deine Hand oder dein Fuß dich ärgert, so haue sie ab und wirf sie von dir. Es ist dir beſser, e lahm oder als Krüppel in das Leben einzugehen, als zwei Hände oder zwei Füße zu haben und in das ewige Feuer geworfen zu 9 werden.* Und wenn dein Auge dich ärgert, so reiße es aus und wirf es von dir. Es ist dir besser, e einäugig in das Leben einzugehen, als zwei Augen zu haben und in die Hölle des Feuers geworfen zu werden. 10* Sehet zu, daß ihr nicht einen с dieſer Kleinen verachtet; denn ich sage euch, daß ihre Engel in den Himmeln allezeit schauen das Angesicht meines Vaters, 11 der in den Himmeln ist.* Denn Matthäus 18. der Sohn des Menschen ist gekommen, das Verlorene zu er12 retten.* Was dünkt euch? Wenn irgend ein Mensch hundert Schafe hätte, and eins von ihnen sich verirrte, läßt er nicht die neunundneunzig auf den Bergen und geht hin und sucht das irrende?* Und wenn es geschieht, 13 daß er es findet, wahrlich, ich sage euch, er freut sich mehr über dieses, als über die neunundneunzig, die nicht verirrt sind.* Also ist es nicht der Wille 14 vor euerm Vater, der in den Himmeln ist, daß einer dieser Kleinen verloren gehe. Wenn aber dein Bruder wider 15 dich sündigt, so gehe hin, überführe ihn zwischen dir und ihm allein. Wenn er dich hört, so hast du deinen Bruder gewonnen.* Wenn er aber nicht hört, 16 so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit aus dem Munded zweier oder dreier Zeugen jede Sache bestätigt sei.e* Wenn 17 er aber nicht auf sie hören wird. so sage es der Versammlung; wenn er aber auch auf die Versammlung nicht hören wird, so sei er dir wie der Heide fund der Zöllner.* Wahrlich, ich sage 18 euch: Was irgend ihr auf der Erde binden werdet, wird im Himmel gebunden sein; und was irgend ihr auf der Erde lösen werdet, wird im Himmel gelöst sein.* Wiederum sage ich 19 euch: daß, wenn zwei von euch werden einstimmig sein auf der Erde über irgend eine Sache, um welche sie auch bitten werden, diese ihnen werden wird von meinem Vater, der in den Himmeln ist.* Denn wo zwei 20 a B. ein Esels- Mühlstein, d. h. ein M., der durch einen Esel getrieben wurde. b B. der.- c B. gut.- d B. auf den M.-e 5. Moj. 19, 15. f O. der von den Nationen. Matthäus 18. 19. oder drei versammelt sind in meinem Namen, a da bin ich in ihrer Mitte. 35 will dir bezahlen.* Der aber 30 wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefängnis, bis er die Schuld bezahlt habe. * Als aber seine Mitknechte 31 sahen, was geschehen war, wurden sie sehr betrübt, gingen und berichteten ihrem Herrn alles, * Dann 32 was geschehen war. rief ihn sein Herr herzu und spricht zu ihm: Böser Knecht! jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich batest; solltest nicht auch du dich dei- 33 nes Mitknechtes erbarmen, wie auch ich mich deiner erbarmt habe?* Und sein Herr ward 34 zornig und überlieferte ihn den Peinigern, bis er alles bezahlt habe, was er ihm schuldig war. * Also auch wird mein himm- 35 lischer Vater euch thun, wenn ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen vergebet. Und es geschah, als Jesus 19 diese Reden vollendet hatte, begab er sich von Galiläa hin= weg und kam in die Grenzen von Judäa, jenseit des Jor= dans.* Und es folgte ihm eine 2 große Volksmenge, und er heilte sie daselbst. 21 Dann trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem Bruder, der wider mich sündigt, vergeben? b bis 22 siebenmal?* Jesus spricht zu ihm: Nicht sage ich dir: bis siebenmal, sondern bis sieben23 zig mal sieben.* Deswegen ist das Reich der Himmel gleich gewordene einem Könige, der mit seinen Knechtene abrechnen 24 wollte.* Als er aber anfing abzurechnen, ward einer zu ihm gebracht, der zehntausend Ta25 lente schuldete;* da er aber nicht hatte zu bezahlen, befahl sein Herr, ihn zu verkaufen und sein Weib und die Kinder und alles, was er hatte, und zu 26 bezahlen.* Der Knecht nun fiel nieder, huldigte ihm und sprach: Herr, habe Geduld mit mir, und ich will dir alles bezahlen. 27* Der Herr jenes Knechtes aber, innerlich bewegt, gab ihn los und erließ ihm das Darlehen. 28* Jener Knecht aber ging aus und fand einen seiner Mitknechte, der ihm hundert Denare schuldig war. Und er ergriff und würgte ihn und sprach: Bezahle, so du etwas schuldig 29 bist.* Sein Mitknecht nun fiel nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit mir, und ich Und die Pharisäer kamen zu 3 ihm, versuchten ihn und sprachen: Ist es einem Manne erlaubt, aus jeder Ursache sein Weib zu entlassen?* Er 4 aber antwortete und sprach[ zu a B. zu meinem Namen hin. b B. wie oft soll mein Bruder wider d B. mich sündigen und ich ihm vergeben?- c. verglichen worden. einem Menschen, einem K.- e B. Sklaven, so auch V. 26 2c. 3* 36 Matthäus 19. ihnen]: Habt ihr nicht gelesen, daß der, welcher sie schuf, von Anfang sie Mann und Weib a 5 schufb* und sprach: ,, Um deswillen wird ein Mann Vater und Mutter verlassen und seinem Weibe anhangen, und es werden die zwei ein Fleisch 6 sein;" e* so daß sie nicht mehr zwei sind, sondern ein Fleisch? Was nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht 7scheiden.* Sie sagen zu ihm: Warum hat denn Moses geboten, einen Scheidebrief zu 8 geben und sie zu entlassen?* Er spricht zu ihnen: Moses hat wegen eurer Herzenshärtigkeit euch gestattet, eure Weiber zu entlassen; von Anfang aber ist 9 es nicht also gewesen.* Ich sage euch aber, daß, wer irgend sein Weib entlassen wird, nicht wegen Hurerei, und wird eine andere heiraten, die Ehe bricht, und wer eine Entlassene hei 10 ratet, bricht die Ehe.* Seine Jünger sagen zu ihm: Wenn die Sache des Mannes mit dem Weibe also steht, so ist es 11 nicht ratsam, zu heiraten.* Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern 12 denen es gegeben ist;* denn es sind Verschnittene, die von Mutterleibe also geboren sind; und es sind Verschnittene, die von den Menschen verschnitten worden sind; und es sind Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Reiches der Himmel willen. Wer es zu fassen vermag, der fasse es. Dann wurden Kindlein zu13 ihm gebracht, auf daß er ihnen die Hände auflegte und betete; die Jünger aber verwiesen es ihnen.* Jesus aber sprach: 14 Lasset die Kindlein und wehret ihnen nicht, zu mir zu kommen, denn solcher ist das Reich der Himmel.* Und er legte ihnen 15 die Hände auf und ging von dannen hinweg. Und siehe, einer trat herzu16 und sprach zu ihm: Lehrer, welches Gute soll ich thun, auf daß ich ewiges Leben habe? * Er aber sprach zu ihm: Was 17 fragst du mich über das Gute? einer ist gut.d Wenn du aber ins Leben eingehen willst, so halte die Gebote.* Er spricht 18 zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Diese: Du sollst nicht töten; du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben; * ehre den Vater und die Mut- 19 ter, und: du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.* Der 20 Jüngling spricht zu ihm: Alles dieses habe ich beobachtet; was fehlt mir noch?* Jesus sprach 21 zu ihm: Wenn du vollkommen sein willst, so gehe hin, vera D. männlich und weiblich.-b O. von Anfang machte, sie M. und W. machte. 1. Moj. 1, 27; 5, 2.c B. zu einem Fl. sein. 1. Mos. 2, 24.- d B. einer ist der Gute. e O. nimm wahr. Matthäus 19. 20. Mutter, oder Weib, oder Kinder, oder Aecker um meines Namens willen, der wird hundertfältig empfangen und ewiges Leben erben;* aber viele erste wer- 30 den letzte, und letzte erste sein. * Denn das Reich der Him- 20 mel ist gleich einem Hausherrn, der frühmorgens ausging, um Arbeiter zu dingen in seinen Weinberg.* Nach- 2 dem er aber mit den Arbeitern um einen Denar den Tag übereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg.* Und als 3 er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem Markte müßig stehen;* und zu 4 diesen sprach er: Gehet auch ihr hin in den Weinberg, und was irgend recht ist, werde ich euch geben.* Sie aber gingen hin. 5 Wiederum aber ging er aus um die sechste und neunte trus und sprach zu ihm: Siehe, Stunde und that desgleichen. wir haben alles verlassen und* Als er aber um die elfte 6 sind dir nachgefolgt; was wird[ Stunde] ausging, fand er ande28 uns nun werden?* Jesus aber re stehen und spricht zu ihnen: sprach zu ihnen: Wahrlich, ich Was stehet ihr hier den ganzen sage euch, daß ihr, die ihr mir Tag müßig?* Sie sagen zu 7 nachgefolgt seid, in der Wie- ihm: Weil uns niemand gedergeburt, wann der Sohn des dungen hat. Er spricht zu ihnen: Menschen sitzen wird auf seinem Gehet auch ihr hin in den WeinThrone der Herrlichkeit, a auch berg,[ und was irgend recht ist, ihr sitzen werdet auf zwölf werdet ihr empfangen.]* Als 8 Thronen, richtend die zwölf es aber Abend geworden, 29 Stämme Israels.* Und ein spricht der Herr des Weinbergs jeder, der irgend verlassen hat zu seinem Verwalter: Rufe die Häuser, oder Brüder, oder Arbeiter und zahle ihnen den Schwestern, oder Vater, oder Lohn, anfangend von den letzan und sprach zu ihnen: Bei Menschen ist dies unmöglich, bei Gott aber sind alle Dinge 27 möglich.* Da antwortete Pea O. dem Throne i. H.- b B. einem Menschen, einem. kaufe deine Habe und gieb den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und 22 fomm, folge mir nach.* Als aber der Jüngling das Wort hörte, ging er betrübt hinweg, denn er hatte viele Güter. 23* Jesus aber sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: schwerlich wird ein Reicher in das Reich der Himmel ein24 gehen.* Wiederum aber sage ich euch: es ist leichter, daß ein Kameel durch ein Nadelöhr gehe, als daß ein Reicher in das 25 Reich Gottes eingehe.* Als 37 aber die Jünger es hörten, waren sie sehr erstaunt und sagten: Wer kann dann errettet 26 werden?* Jesus aber sah sie 38 9ten bis zu den ersten.* Und als die von der elften Stunde kamen, empfingen sie je einen 10 Denar.* Als aber die ersten kamen, meinten sie, sie würden mehr empfangen; und auch sie 11 empfingen je einen Denar.* Als sie aber den empfingen, murrten sie wider den Hausherrn 12* und sprachen: Diese letzten Matthäns 20. haben eine Stunde gearbeitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir die Last des Tages und die Hitze getragen 13 haben.* Er aber antwortete und sprach zu einem von ihnen: Freund, ich thue dir nicht unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekom14 men?* Nimm das Deine und gehe hin. Ich will aber diesem letzten geben, wie auch dir. 15* Ist es mir nicht erlaubt, mit dem Meinigen zu thun, was ich will? Ist dein Auge böse, 16 weil ich gütig bin?* Also werden die letzten erste, und die ersten letzte sein; denn viele sind Berufene, wenige aber Auserwählte. verurteilen und werden ihn 19 den Nationen überliefern, um ihn zu verspotten und zu geißeln und zu freuzigen, und am dritten Tage wird er auferstehen. Dann trat zu ihm die Mut- 20 ter der Söhne des Zebedäus mit ihren Söhnen und huldigte und bat etwas von ihm.* Er 21 aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: Sprich, daß diese meine zwei Söhne sitzen, einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken in deinem Reiche.* Jesus aber 22 antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Könnet ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde? a Sie sagen zu ihm: Wir können es. * Und er spricht zu ihnen: Mei- 23 nen Kelch werdet ihr zwar trinken, aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken steht nicht bei mir zu vergeben, sondern denen es bereitet ist von meinem Vater.* Und als die 24 zehn es hörten, wurden sie unwillig über die zwei Brüder. * Jesus aber rief sie herzu und 25 17 Und als Jesus nach Jeru- sprach: Ihr wisset, daß die salem hinaufging, nahm er die Obersten der Nationen über zwölf Jünger auf dem Wege besonders zu sich und sprach 18 zu ihnen:* Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten überliefert werden, und sie werden ihn zum Tode a D. zu trinten im Begriff stehe. b B. Stlave. diese herrschen und die Großen Gewalt über sie üben.* Unter 26 euch soll es nicht also sein, sondern wer irgend unter euch groß werden will, sei euer Diener; und wer irgend unter euch der 27 erste sein will, sei euer Knecht; b * gleichwie der Sohn des Men- 28 schen nicht gekommen ist, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und sein Leben als Lösegeld zu geben für viele. Und als sie von Jericho ausgingen, folgte ihm eine große 30 Volksmenge.* Und siehe, zwei Blinde, die am Wege saßen, als sie hörten, daß Jesus vorübergehe, schrieen und sprachen: Erbarme dich unser, Herr, Sohn 31 Davids!* Die Volksmenge aber bedrohte sie, daß sie schweigen sollten. Sie aber schrieen noch mehr und sprachen: Erbarme dich unser, Herr, Sohn Davids! 32* Und Jesus blieb stehen und rief ihnen und sprach: Was wollt ihr, daß ich euch thun 33 soll?* Sie sagen zu ihm: Herr, daß unsre Augen aufgethan wer34 den.* Jesus aber, innerlich bewegt, rührte ihre Augen an; und alsbald wurden ihre Augen sehend, und sie folgten ihm nach. 29 Matthäus 20. 21. 21 Und als sie Jerusalem nahten und nach Bethphage kamen, an den Oelberg, da sandte 2 Jesus zwei Jünger* und sprach zu ihnen: Gehet hin in das Dorf, das euch gegenüber liegt, und alsbald werdet ihr eine Eselin angebunden finden, und ein Füllen bei ihr; löset sie ab 3 und führet sie zu mir.* Und wenn jemand zu euch etwas sagen wird, so sollt ihr sagen: Der Herr bedarf ihrer, und als 4 bald wird er sie senden.* Dies 39 alles aber ist geschehen, auf daß erfüllt würde, das geredet ist durch den Propheten, welcher spricht:* ,, Saget der Tochter 5 Zion: Siehe, dein König kommt zu dir, sanftmütig und sitzend auf einer Eselin und auf einem Füllen, des Lasttiers Jungen." a * Als aber die Jünger hinge- 6 gangen waren und gethan hatten, wie Jesus ihnen aufgetragen,* brachten sie die Eselin 7 und das Füllen und legten ihre Kleider auf sie, und er setzte sich auf dieselben.* Und eine 8 sehr große Volksmenge breitete ihre Kleider aus auf den Weg; andere aber hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf den Weg.* Die Volks- 9 menge aber, welche vor ihm herging und nachfolgte, rief und sprach: Hosanna, dem Sohne Davids! Gepriesenb sei, der da fommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe!* Und 10 als er in Jerusalem einzog, ward die ganze Stadt bewegt und sprach: Wer ist dieſer? * Die Volksmenge aber sagte: 11 Dieser ist Jesus, der Prophet, der von Nazareth in Galiläa. с Und Jesus ging in den Tem- 12 pele Gottes und trieb hinaus alle Verkäufer und Käufer im Tempel, und die Tische der Wechsler stieß er um und die Stühle derer, welche die Tauben verkauften.* Und er spricht zu 13 ihnen: Es steht geschrieben: a Sach. 9, 9.b D. Gesegnet.- e die Gebäude. 40 Matthäus 21. „ Mein Haus wird ein Bethaus genannt werden;" a ,, ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle 14 gemacht." b* Und es traten Blinde und Lahme zu ihm in dem Tempel, und er heilte sie. 15* Als aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder sahen, die er that, und die Kinder, die im Tempel e schrieen und sagten: Hosanna, dem Sohne Davids! wurden 16 sie unwillig* und sprachen zu ihm: Hörst du, was diese sagen? Jesus aber spricht zu ihnen: Ja, habt ihr nie gelesen: ,, Aus dem Munde der Unmündigen und Säuglinge hast du Lob 17 zugerichtet?" d* Und er verließ sie und ging hinaus, außerhalb der Stadt nach Bethanien, und übernachtete daſelbst. allein mit dem Feigenbaum thun, sondern wenn ihr auch zu diesem Berge sagen werdet: Werde aufgehoben und ins Meer geworfen! so wird's geschehen.* Und alles, was ir- 22 gend ihr im Gebet glaubend begehret, werdet ihr empfangen. Und als er in den Tempel e 23 kam, traten zu ihm, als er lehrte, die Hohenpriester und die Aeltesten des Volkes und sprachen: In welchem Recht thust du dieses? und wer hat dir dieses Recht gegeben?* Jesus 24 aber antwortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen, und wenn ihr es mir saget, so will ich euch auch sagen, in welchem Recht ich dieses thue.* Die Taufe Jo- 25 hannes', woher war sie? vom Himmel oder von Menschen? Sie aber überlegten bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: vom Himmel, so wird 18 Des Morgens früh aber, als er nach der Stadt zurückkehrte, 19. hungerte ihn.* Und als er einen Feigenbaum sah an dem Wege, ging er auf ihn zu und zu uns sagen: Warum habt fand nichts auf ihm als nur ihr ihm denn nicht geglaubt? Blätter. Und er spricht zu ihm:* Wenn wir aber sagen: von 26 Nimmermehr komme von dir Menschen- wir fürchten die Frucht in Ewigkeit! Und als- Volksmenge; denn alle halten bald verdorrte der Feigenbaum. Johannes für einen Propheten. 20* Und als die Jünger es sahen,* Und sie antworteten Jesu und 27 verwunderten sie sich und spra- sprachen: Wir wissen es nicht. chen: Wie alsobald ist der Fei- Da sagte auch er zu ihnen: 21 genbaum verdorrt!* Jesus aber So sage auch ich euch nicht, in welchem Recht ich dieses thue. * Was dünkt euch aber? Ein 28 Mensch hatte zwei Kinder; und er trat hin zu dem ersten und antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr das nicht a Jes. 56, 7.- b Jer. 7, 11.-e die Gebäude. d Pf. 8, 2. Matthäus 21. 41 zweiten und sprach desgleichen. Der aber antwortete und sprach: Ich gehe, Herr, und ging nicht. 31* Welcher von den beiden hat den Willen des Vaters gethan? Sie sagen[ zu ihm]: Der erste. Jesus spricht zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, die Zöllner und die Huren gehen euch vor 32 in das Reich Gottes.* Denn sprach: Kind, gehe heute hin, andere Knechte, b mehr als die arbeite in meinem Weinberge. ersten; und sie thaten ihnen 29* Er aber antwortete und sprach: ebenso.* Zuletzt aber sandte er 37 Ich will nicht; darnach aber seinen Sohn zu ihnen, indem gerente es ihn, und er ging er sagte: Sie werden sich vor 30 hin.* Und er trat hin zu dem meinem Sohne scheuen.* Als 38 aber die Ackerbauer den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: Dieser ist der Erbe; kommet, lasset uns ihn töten und ſein Erbe in Besitz nehmen.* Und 39 sie nahmen ihn, warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und töteten ihn.* Wann nun der 40 Herr des Weinbergs kommt, was wird er jenen Ackerbauern thun?* Sie sagen zu ihm: Er 41 wird jene Bösewichter übel umbringen, und den Weinberg wird er an andere Ackerbaner austhun, die ihm die Früchte abgeben werden zu ihren Zeiten.* Jesus spricht zu ihnen: 42 Habt ihr nie in den Schriften gelesen: ,, Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Ecksteine geworden? Vom Herrnd ist dies geschehen und ist wunderbar in unsern Augen!" f* Deswegen sage ich 43 euch: Das Reich Gottes wird von euch weggenommen und einer Nation gegeben werden, welche dessen Früchte bringen wird.* Und wer auf dieſen 44 Stein fällt, wird zerschmettert werden; aber auf welchen irgend er fallen wird, den wird er zermalmen.* Und als die 45 a B. ein Mensch, ein H.-- b B. Sklaven. e B. Haupt der Ecke. d Jehova.-e B. ist er dieser geworden. f i. 118, 22. 23. Johannes kam zu euch im Wege der Gerechtigkeit, und ihr glaubtet ihm nicht; die Zöllner aber und die Huren glaubten ihm; ihr aber, als ihr es sahet, gereute es euch darnach nicht, um ihm zu glauben. 33 Höret ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, a der einen Weinberg pflanzte und einen Zaun darum setzte und eine Kelter darin grub und einen Turm baute, und er that ihn aus an Ackerbauer und reiste 34 außer Landes.* Als aber die Zeit der Früchte nahte, sandte er seine Knechte zu den Ackerbauern, um seine Früchte zu 35 empfangen.* Und die Ackerbauer nahmen seine Knechte, einen schlugen sie, einen andern töteten sie, einen andern steinig36 ten sie.* Wiederum sandte er - e 42 Matthäus 21. 22. Hohenpriester und Pharisäer seine Gleichnisse gehört hatten, erkannten sie, daß er von ihnen 46 rede.* Und sie suchten ihn zu greifen, fürchteten aber die Volksmenge, denn sie hielt ihn für einen Propheten. 22 Und Jesus antwortete und redete wiederum zu ihnen in 2 Gleichnissen und sprach:* Das Reich der Himmel ist gleich geworden a einem Könige, der seinem Sohne Hochzeit machte. 3* Und er sandte seine Knechte e aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen, und sie woll4 ten nicht kommen.* Wiederum sandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Geladenen: siehe, mein Mahl habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh sind geschlachtet, und alles ist bereit; kommet 5 zur Hochzeit.* Sie aber achteten es nicht und gingen hin, der eine auf seinen Acker, der ande6 re an seinen Handel.* Die übrigen aber griffen seine Knechte, 7schmähten und töteten ie.* Aber der König ward zornig und sandte seine Heere aus, brachte jene Mörder um und steckte sihre Stadt in Brand.* Dann sagt er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht wür9 dig;* so gehet nun hin auf die Kreuzwege der Landstraßen, und so viele immer ihr finden werdet, a O. verglichen w.-- b B. einem so auch V. 4 20. ladet zur Hochzeit.* Und jene 10 Knechte gingen aus auf die Landstraßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, sowohl Böse als Gute. Und die Hochzeit ward voll von Gästen.* Als aber der König 11 hereinkam, die Gäste zu besehen, sah er daselbst einen Menschen, der nicht bekleidet war mit einem Hochzeitskleide.* Und er spricht 12 zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen, da du doch kein Hochzeitskleid anhast? Er aber verstummte.* Da sprach 13 der König zu den Dienern: Bindet ihm Füße und Hände, [ nehmet ihn] und werfet ihn in die äußere Finsternis: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen.* Denn viele sind 14 Berufene, wenige aber Auserwählte. Dann gingen die Pharisäer 15 hin und hielten Rat, wie sie ihn in der Rede in eine Falle lodten.* Und sie senden ihre 16 Jünger mit den Herodianern zu ihm und sagen: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und den Weg Gottes in Wahrheit lehrst und dich um niemanden kümmerst, denn du achtest nicht das Ansehen der Menschen;* sage uns nun, was 17 denkst du: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht?* Jesus aber, ihre Bos- 18 heit kennend, sprach: Was verMenschen, einem K. - c B. Sklaven, Matthäus 22. 43 19 suchet ihr mich, Heuchler?* Zei- noch werden sie verheiratet, songet mir die Steuermünze. Sie dern sie sind wie Engel Gottes aber brachten ihm einen Denar. im Himmel.* Was aber die 31 20* Und er spricht zu ihnen: Wes- Auferstehung der Toten betrifft sen ist dieses Bild und die Ueber-- habt ihr nicht gelesen, was 21 schrift?* Sie sagen zu ihm: Des zu euch geredet ist von Gott, Kaisers. Da spricht er zu ihnen: der da spricht:* ,, Ich bin der 32 So gebet nun dem Kaiser, was Gott Abrahams und der Gott des Kaisers ist, und Gott, was Isaaks und der Gott Ja22 Gottes ist.* Und als sie das kobs?" b Gott ist nicht Gott hörten, verwunderten sie sich der Toten, sondern der Leben- 33 und verließen ihn und gingen digen.* Und als die Volkshinweg. menge es hörte, erstaunte sie über seine Lehre. 23 An jenem Tage traten Sadducäer zu ihm, die da sagen, es sei keine Auferstehung, und 24 fragten ihn* und sprachen: Lehrer, Moses hat gesagt: Wenn jemand stirbt und keine Kinder hat, so soll sein Bruder sein Weib heiraten und soll seinem 25 Bruder Samen erwecken.a* Es waren aber bei uns sieben Brüder. Und der erste verheiratete sich und starb; und weil er feinen Samen hatte, hinterließ er sein Weib seinem Bruder. 26* Gleicherweise auch der zweite und der dritte, bis auf den sie 27 benten.* Zuletzt aber von allen 28 starb auch das Weib.* In der Auferstehung nun, wessen Weib unter den sieben wird sie sein? 29 denn alle hatten sie.* Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irret, indem ihr die Als aber die Pharisäer ver- 41 Schriften nicht kennet, noch die sammelt waren, fragte sie Jesus 30 Kraft Gottes;* denn in der* und sagte: Was dünkt euch 42 Auferstehung heiraten sie nicht, um den Christus? wessen Sohn Als aber die Pharijäer hör- 34 ten, daß er die Sadducäer zum Schweigen gebracht, versammelten sie sich mit einander.* Und 35 einer aus ihnen, ein Gesetzgetehrter, fragte, ihn versuchend, und sprach:* Lehrer, welches ist 36 das große Gebot in dem Gesetz?* Er aber sprach zu ihm: 37 Du sollst den Herrn, e deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstande." d* Dieses ist das 38 große und erste Gebot.* Das 39 zweite aber, ihm gleiche, ist: „ Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." e* An die- 40 sen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten. a S. 5. Moj. 25, 5.- b 2. Moj. 3, 6. e Jehova.- d C. Gemüt. 5. Moj. 6, 5.-e 3. Moj. 19, 18. - 44 ist er? Sie sagen zu ihm: Da43 vids.* Er spricht zu ihnen: Wie nennt David ihn denn im Geiste Herr, indem er sagt: 44* ,, Der Herr sprach zu meinem Matthäus 22. 23. Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege unter deine Füße?" a 45* Wenn nun David ihn Herr nennt, wie ist er sein Sohn? 46* Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, noch wagte jemand von jenem Tage an, ihn ferner zu fragen. 23 Dann redete Jesus zu der Volksmenge und zu seinen 2 Jüngern und sprach: Die Schriftgelehrten und die Pharisäer haben sich auf Moses' 3 Stuhl geſetzt:* Alles nun, was irgend sie euch sagen, thuet und haltet. Aber thuet nicht nach ihren Werken, denn sie sagen 4 und thun's nicht, sondern binWehe euch, Schriftgelehrte 13 und Pharisäer, Heuchler! denn ihr verschließet das Reich der Himmel vor den Menschen; denn ihr gehet nicht ein, noch den schwere und schwer zu tra- lasset ihr die Eingehenden eingegende Lasten und legen sie auf hen.(*)* Wehe euch, Schriftge- 14 15 die Schultern der Menschen, lehrte und Pharisäer, Heuchler aber sie selbst wollen sie mit denn ihr umziehet das Meer ihrem Finger nicht bewegen. und das Trockene, um einen 5* Alle ihre Werke aber thun sie, Proselyten zu machen; und um sich vor den Menschen se- wenn er's geworden ist, so mahen zu lassen, denn sie machen chet ihr ihn zu einem Sohne der ihre Denkzettel breit und die Hölle zwiefältig mehr als ihr. Quastene groß;* sie lieben aber* Wehe euch, blinde Leiter! die 16 den ersten Platz bei den Gast- ihr saget: Wer irgend bei dem mählern und die ersten Sitze Tempels schwört, das ist nichts; 7in den Synagogen und die wer aber irgend bei dem Golde Begrüßungen auf den Märkten des Tempelss schwört, der ist 1 und von den Menschen genannt zu werden: Rabbi, Rabbi!* Jhr 8 aber, lasset ihr euch nicht Rabbi nennen; d denn einer ist euer Lehrer, ihr alle aber seid Brüder.* Ihr sollt auch nicht je- 9 mand auf der Erde euern e Vater nennen; denn einer ist euer Vater, der in den Himmeln ist.* Jhr sollt auch nicht 10 Meisterf genannt werden; denn einer ist euer Meister, der Christus.* Der Größere aber unter 11 euch soll euer Diener sein.* Wer 12 irgend aber sich selbſt erhöhen wird, wird erniedrigt werden; und wer irgend sich selbst erniedrigen wird, wird erhöht werden. a Bs. 110, 1. b O. von den Menschen gesehen zu werden. c S. 4. Moj. 15, 37-39. d. ihr sollt nicht R. genannt werden. e O. von euch.- f. Führer. g Der eigentl. Tempel, das Heiligtum. - Matthäns 23. 45 17 schuldig.a* Narren und Blinde! denn was ist größer, das Gold oder der Tempel, b der das 18 Gold heiligt?* Und: Wer irnige zuerst das Inwendige des Bechers und der Schüssel, auf daß auch das Auswendige derselben rein werde.* Wehe euch, 27 gend bei dem Altar schwört, Schriftgelehrte und Pharisädas ist nichts; wer aber irgend er, Heuchler! denn ihr gleichet bei der Gabe schwört, die da- übertünchten Gräbern, die von 19rauf ist, der ist schuldig.a*[ Nar- außen zwar schön aussehen, inren und] Blinde! denn was ist wendig aber voll Totengebeigrößer, die Gabe oder der Al- ne und aller Unreinigkeit sind. 20 tar, der die Gabe heiligt?* Wer* Also scheinet auch ihr von 28 nun bei dem Altar schwört, der schwört bei demselben und bei 21 allem, was darauf ist.* Und schwört, der schwört bei dem Throne Gottes und bei dem, 23 der darauf sitzt.* Wehe euch, außen zwar gerecht vor den Menschen, von innen aber seid ihr voll Heuchelei und Gesetzwer bei dem Tempelb schwört, losigkeit.* Wehe euch, Schrift- 29 der schwört bei demselben und gelehrte und Pharisäer, Heuchbei dem, der darin wohnt. cler! denn ihr bauet die Gräber 22* Und wer bei dem Himmel der Propheten und schmücket die Grabmäler der Gerechten * und saget: Wären wir in den 30 Tagen unsrer Väter gewesen, so wären wir an dem Blute der Propheten nicht ihre Teilhaber gewesen.* Also gebet ihr 31 euch selbst Zeugnis, daß ihr Söhne derer seid, welche die Propheten ermordet haben:* und 32 ihr machet voll das Maß eurer Väter!* Schlangen, Ot- 33 ternbrut! wie solltet ihr dem Gericht der Hölle entfliehen? ſeiget, das Kameel aber ver-* Deswegen siehe, ich sende zu34 25 schlucket!* Wehe euch, Schrift- euch Propheten und Weise und gelehrte und Pharisäer, Heuch- Schriftgelehrte; und etliche von ler! denn ihr reiniget das Neu- ihnen werdet ihr töten und Bere des Bechers und der Schüs- freuzigen, und etliche von ihnen sel, inwendig aber sind sie voll werdet ihr in euern Synagogen von Raub und Unenthaltsam- geißeln und werdet sie verfolgen 26 feit.* Blinder Pharisäer, rei- von Stadt zu Stadt;* damit 35 Schriftgelehrte und Pharisäer, Heuchler! denn ihr verzehntet die Krausemünze und den Anis und den Kümmel und habt die wichtigeren Dinge des Gesetzes beiseite gelassen: das Gericht und die Barmherzigkeit und den Glauben; dieses sollte man thun und jenes nicht lassen. 24* Blinde Leiter, die ihr die Mücke a d. h. verpflichtet, den Eid zu halten. wohnt hat. - b das heiligtum. cge= Matthäus 23. 24. über euch komme alles gerechte schehen, und welches ist das Blut, das auf der Erde vergossen ist, von dem Blute Abels, des Gerechten, an, bis zu dem Blute Zacharia's, des Sohnes Barachia's, den ihr ermordet habt zwischen dem Tempel a und 36 dem Altar.* Wahrlich, ich sage euch: dies alles wird über die37ses Geschlecht kommen.* Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gefandt sind; wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küchlein versammelt unter ihre Flügel, und ihr habt nicht 38 gewollt!* Siehe, ener Haus 39 wird euch wüste gelassen;* denn ich sage euch: ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprechet: ,, Gepriesenb sei, der da kommt im Namen des Herrn!" Zeichen deiner Ankunft und der Vollendung des Zeitalters? * Und Jesus antwortete und 4 sprach zu ihnen: Sehet zu, daß euch niemand verführe!* denn 5 viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin der Christus, und sie werden viele verführen.* Jhr 6 werdet aber von Kriegen und Kriegsgerüchten hören; sehet zu, erschrecket nicht, denn dies alles muß geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.* Denn es 7 wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich, und es werden Hungersnöte und Seuchen und Erdbeben sein an verschiedenen Orten.* Dies alles aber ist der 8 Anfang der Wehen.* Dann 9 werden sie euch in Drangsal überliefern und euch töten, und ihr werdet gehaßt werden von allen Nationen um meines Namens willen.* Und dann wer- 10 den viele geärgert werden und werden einander überliefern und einander hassen;* und viele 11 falsche Propheten werden aufstehen und viele verführen;* und 12 wegen des Ueberhandnehmens der Gesetzlosigkeit wird die Liebe der Vielend erkalten;* wer aber 13 ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden.* Und 14 dieses Evangelium des Reiches wird gepredigt werden auf dem e die Gebäude. d d. i. der 46 24 Und Jesus trat hinaus und ging von dem Tempele hinweg, und seine Jünger traten herzu, um ihm die Gebäude 2 des Tempels.e zu zeigen. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Sehet ihr nicht alles dieses? Wahrlich, ich sage euch: es wird hier nicht ein Stein auf dem andern gelassen werden, der nicht abgebrochen wird. 3* Als er aber auf dem Delberg saß, traten seine Jünger zu ihm besonders und sprachen: Sage uns, wann wird dieses gea das Heiligtum. b. O. Gesegnet. Masse der Bekenner; vergl. Tan. 9, 27. - - Matthäus 24. 47 ganzen Erdkreis zu einem Zeug- euch zuvor gesagt.* Wenn sie 26 nis allen Nationen, und dann wird das Ende kommen. 15 Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwüstung. wovon durch Daniel, den Propheten, geredet ist stehend an heiligem Orte,( wer es liest, 16 der beachte es, a)* daß alsdann, - nun zu euch sagen: Siehe, er ist in der Wüste, so gehet nicht hinaus; siehe, in den Gemächern, so glaubet nicht.* Denn 27 gleichwie der Blitz ausfährt vom Aufgang und scheint bis zum Niedergang, also wird sein die Ankunft des Sohnes des Menschen.*[ Denn] wo irgend 28 das Aas ist, da werden die Adler versammelt werden. die in Judäa sind, auf die 17 Berge fliehen,* wer auf dem Dacheb ist, nicht hinabsteige, um die Sachen aus seinem 18 Hause zu holen;* und wer auf dem Felde ist, nicht zurückkehre, 19 um sein Kleid zu holen.* Wehe aber den Schwangern und den Säugenden in jenen Tagen! 20* Betet aber, auf daß eure Alsbald aber nach der Drang- 29 sal jener Tage wird die Son= ne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.* Und dann 30 wird das Zeichen des Sohnes des Menschen erscheinen in dem Himmel; und dann werden wehklagen alle die Stämme des Landes, d und sie werden sehen den Sohn des Menschen, kommend auf den Wolken des Himmels mit Macht und großer Herrlichkeit.e* Und er wird ſei- 31 ne Engel senden mit großem Posaunenschall, und sie werden seine Auserwählten versammeln von den vier Winden, von den äußersten Enden der Himmel bis zu ihren äußersten Enden. - Flucht nicht geschehe im Winter, 21 noch am Sabbath;* denn als dann wird große Drangsal sein, dergleichen von Anfang der Welt bis jetzthin nicht gewesen 22 ist, noch je werden wird;* und wenn nicht jene Tage verkürzt würden, so würde kein Fleisch gerettet werden; e aber um der Auserwählten willen werden jene Tage verkürzt werden. 23* Alsdann, wenn jemand zu euch sagt: Siehe, hier der Christus, oder hier, so glaubet nicht. 24* Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden große Zeichen geben und Wunder, um so, wenn möglich, auch die Auserwählten zu 25 verführen.* Siehe, ich habe es Von dem Feigenbaume aber 32 lernet das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon weich gewordenf und die Blätter hervora O. verstehe es.- b O. Hause.- c B. verkürzt worden wären, so w. f. F. ger. worden sein.- d O. der Erde. e O. mit großer Macht und H.- f O. wird. Matthäus 24. 25. gewacht und nicht erlaubt haben, daß sein Haus durchgraben würde.* Deshalb auch ihr, 44 seid bereit, denn zu einer Stunde, die ihr nicht meinet, kommt der Sohn des Menschen.* Wer 45 ist nun der getrene und kluge Knecht, a den sein Herr gesetzt hat über sein Gesinde, um ihnen die Speise zu geben zur rechten Zeit?* Glückſelig jener 46 Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, also thuend finden wird.* Wahrlich, ich sage euch: 47 er wird ihn über seine ganze Habe setzen.* Wenn aber jener 48 böse Knecht in seinem Herzen sagt: Mein Herr verzieht zu kommen,* und anfängt, seine 49 Mitknechte zu schlagen, und ißt und trinkt mit den Trunkenen, * so wird der Herr jenes Knechtes 50 kommen an einem Tage, da er es nicht erwartet, und in die Flut kam und alle hinweg- einer Stunde, die er nicht weiß, nahm, so wird auch sein die* und wird ihn in zwei Stücke 51 Ankunft des Sohnes des Men- zerteilen und ihm sein Teil 40 schen.* Alsdann werden zwei setzen mit den Heuchlern: da auf dem Felde sein, einer wird genommen und einer gelassen; 41* zwei werden in der Mühle wird sein das Weinen und das Zähnefnirschen. mahlen, eine wird genommen 42 und eine gelassen.* Wachet also, denn ihr wisset nicht, zu wel cher Stunde euer Herr kommt. 43* Jenes aber erkennet: daß, wenn der Hausherr gewußt hätte, in welcher Wache der Dieb komme, so würde er wohl Alsdann wird das Reich der 25 Himmel gleich geworden sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen nahmen und ausgingen, dem Bräutigam entgegen. * Fünf aber von ihnen waren 2 flug und fünf thöricht.* Died 3 thöricht waren, nahmen ihre Lampen und nahmen kein Del 48 treibt, so erfennet ihr, daß der 33 Sommer nahe ist.* Also auch ihr, wenn ihr alles dieses sehet, ſo erkennet, daß es nahe an der 34 Thüre ist.* Wahrlich, ich sage euch: dieses Geschlecht wird nicht vergehen, bis alles die35 ses geschehen ist.* Der Himmel und die Erde werden vergehen, meine Worte aber vergehen 36 nicht.* Von jenem Tage aber und jener Stunde weiß niemand, auch nicht die Engel der Himmel, sondern mein Vater 37 allein.* Aber gleichwie die Tage Noahs, also wird auch sein die Ankunft des Sohnes des Men38 schen.* Denn gleichwie sie in den Tagen vor der Flut waren: sie aßen und tranken, sie heirateten und wurden verheiratet, bis zu dem Tage, da Noah in die Arche einging, 39* und sie es nicht erkannten, bis a B. Sklave, so auch V. 46 2c.- glichen w.- d Eig. solche, die. b B. entzwei schneiden. c O. ver Matthäus 25. 49 4 mit sich;* die Klugen aber nahmen Del in ihren Gefäßen mit 5ihren Lampen.* Als aber der Bräutigam verzog, wurden sie alle schläfrig und schliefen ein. 6* Um Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Bräutigam! gehet aus, ihm entgegen. 7* Da standen alle jene Jungfrauen auf und schmückten ihre 8 Lampen.* Die Thörichten aber sprachen zu den Klugen: Gebet uns von euerm Del, denn unsre 9 Lampen erlöschen.* Die Klugen aber antworteten und sagten: Nicht also, damit es nicht etwa für uns und euch nicht ausreiche; gehet lieber hin zu den Verkäufern und kaufet für euch 10 selbst.* Als sie aber hingingen zu kaufen, kam der Bräutigam, und die bereit waren, gingen mit ihm ein zur Hochzeit, und die Thür ward verschlossen. 11* Später aber kommen auch die ßer Landes.* Der aber die fünf 16 Talente empfangen hatte, ging hin und handelte damit und gewann andere fünf Talente. * Desgleichen auch, der die zwei 17 hatte, auch er gewann andere zwei.* Der aber das eine em- 18 pfangen hatte, ging hin, grub in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn.* Nach lan- 19 ger Zeit aber kommt der Herr jener Knechte und hält Rechnung mit ihnen.* Und es trat 20 herzu, der die fünf Talente empfangen hatte, und brachte andere fünf Talente und sagte: Herr, fünf Talente hast du mir übergeben; siehe, fünf andere Talente habe ich zu denselben gewonnen.* Sein Herr sprach 21 zu ihm: Wohl, du guter und getreuer Knecht, über weniges warst du getreu, über vieles werde ich dich setzen; gehe ein in die Freude deines Herrn. * Es trat aber auch herzu, der 22 die zwei Talente empfangen hatte, und sprach: Herr, zwei Talente hast du mir übergeben; siehe, andere zwei Talente habe ich zu denselben gewonnen. * Sein Herr sprach zu ihm: 23 Wohl, du guter und getreuer Knecht, über weniges warst du getreu, über vieles werde ich dich setzen; gehe ein in die gab er fünf Talente, einem aber Freude deines Herrn.* Es trat 24 zwei, einem aber eins, einem aber auch herzu, der das eine jeden nach seiner eignen Fähig- Talent empfangen hatte, und feit; und alsbald b reiste er au- sprach: Herr, ich kannte dich, übrigen Jungfrauen und sagen: 12 Herr, Herr, thue uns auf!* Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich 13 kenne euch nicht.* So wachet nun, denn ihr wisset weder den Tag, noch die Stunde. 14 Denn gleichwie ein Mensch, der außer Landes reiste, seine eignen Knechte a rief und ihnen 15 seine Habe übergab:* und einem a B. Sklaven, so auch V. 19 2c.- b Einige verb. ,, alsbald" mit V. 16. 4 50 daß du ein harter Mann bist: du erntest, wo du nicht gesäet, und sammelst, wo du nicht ausge25 streut hast;* und ich fürchtete mich und ging hin und verbarg dein Talent in der Erde; siehe, 26 du hast das Deine.* Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht, du wußtest, daß ich ernte, wo ich nicht gesäet, und sammle, wo ich nicht ausgestreut habe; 27* so solltest du nun mein Geld den Wechslern gegeben haben, und wenn ich gekommen, hätte ich das Meine mit Zinsena er28 halten.* Nehmet nun das TaMatthäus 25. lent von ihm und gebet es dem, der die zehn Talente hat; 29* denn jedem, der da hat, wird gegeben werden, und er wird Ueberfluß haben; von dem aber, der nicht hat, von dem wird auch, was er hat, genommen 30 werden.* Und den unnützen Knecht werfet hinaus in die äußere Finsternis: da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen. Wenn aber der Sohn des Menschen kommen wird in seiner Herrlichkeit, und alle Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf seinem Throne der Herr32 lichkeit; b* und vor ihm werden versammelt werden alle Nationen, und er wird sie von einander scheiden, gleichwie der Hirt die Schafe von den Böckene 31 a C. Gewinn. Ziegenböcke. - scheidet.* Und er wird die Schafe 33 zu seiner Rechten ſtellen, die Böcke aber zur Linfen.* Dann 34 wird der König sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommet her, Gesegnete meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von Gründung der Welt;* denn mich hungerte, 35 und ihr gabet mir zu essen; mich dürstete, und ihr tränktet mich; ich war Fremdling, und ihr nahmet mich auf;* nackt, 36 und ihr bekleidetet mich; ich war krank, und ihr besuchtet mich; ich war im Gefängnis, und ihr kamet zu mir.* Als= 37 dann werden die Gerechten ihm antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig und speisten dich? oder durstig und tränkten dich?* wann aber 38 sahen wir dich als Fremdling und nahmen dich auf? oder nackt und bekleideten dich?* wann 39 aber sahen wir dich krank, oder im Gefängnis und kamen zu dir?* Und der König wird ant- 40 worten und zu ihnen sagen: Wahrlich, ich sage euch: inſofern ihr es gethan habt einem der geringsten dieser meiner Brüder, habt ihr es mir gethan. Dann wird er auch sagen zu 41 denen zu seiner Linken: Gehet von mir, Verfluchte, in das ewige Feuer, das bereitet iſt dem Teufel und seinen Engeln; * denn mich hungerte, und ihr 42 b O. dem Throne seiner Herrlichkeit..- c Eig. Ziegen, Matthäus gabet mir nicht zu essen; mich dürstete, und ihr tränktet mich 43 nicht;* ich war Fremdling, und ihr nahmet mich nicht auf; nackt, und ihr bekleidetet mich nicht; krank und im Gefängnis, und ihr beſuchtet mich nicht. 44* Dann werden auch sie antworten und sagen: Herr, wann sahen wir dich hungrig, oder durstig, oder als Fremdling, oder nackt, oder krank, oder im Gefängnis, und haben dir 45 nicht gedient?* Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: insofern ihr es nicht gethan habt einem dieser Geringsten, habt ihr es auch mir nicht gethan. 46* Und diese werden hingehen in die ewige Pein; a die Gerechten aber in das ewige Leben. 26 Und es geschah, als Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er zu seinen Jüngern: 2* Jhr wisset, daß nach zwei Tagen das Passah kommt, b und der Sohn des Menschen wird überliefert, um gekreuzigt zu werden. Da versammelten sich die Hohenpriester und die Aeltesten des Volkes in den Hof des Hohenpriesters, der Kajaphas 4 hieß,* und ratschlagten miteinander, auf daß sie Jesum mit 5 List griffen und töteten.* Sie sagten aber: Nicht auf dem Feste, auf daß nicht ein Aufruhr werde unter dem Volke. 3 25. 26. 51 Als aber Jesus in Bethanien 6 war, im Hause Simons, des Aussätzigen,* kam zu ihm ein 7 Weib, die hatte ein AlabaſterFläschchen mit sehr koſtbarer Salbe und goß es aus auf sein Haupt, als er zu Tische lag.* Als aber die Jünger 8 es sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu dieſe Verschwendung?* denn dieses hätte 9 um vieles verkauft und den Armen gegeben werden können. * Als aber Jesus es merkte, 10 sprach er zu ihnen: Was machet ihr dem Weibe Mühe? denn sie hat ein gutes Werk an mir gethan.* Denn die Armen 11 habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. * Denn daß sie diese Salbe über 12 meinen Leib geschüttet hat sie hat es zu meinem Begräbnis d gethan.* Wahrlich, ich 13 sage euch: wo irgend dieses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, wird auch gesagt werden, was sie gethan hat, zu ihrem Gedächtnis. C Dann ging von den Zwölfen 14 einer, genannt Judas, der Iskariot, hin zu den Hohenpriestern* und sprach: Was wollt 15 ihr mir geben, und ich werde ihn euch überliefern? Sie aber stelltene ihm dreißig Silberlinge fest.* Und von da an suchte 16 er Gelegenheit, auf daß er ihn überliefere. a D. Strafe.- b B. wird.- c B. gegen mich gewirkt; vergl. Gal. 6, 10. с d Eig. zu meiner Einbalsamirung.- e O. wogen ihm dar. 4* 52 Matthäus 26. 17 An dem ersten Tage der ungesäuerten Brote aber traten die Jünger zu Jesu und sprachen: Wo willst du, daß wir dir bereiten, das Passah zu 18 essen?* Er aber sprach: Gehet in die Stadt zu dem und dem und sprechet zu ihm: Der Lehrer sagt: Meine Zeit ist nahe; bei dir halte ich das Passah mit meinen Jüngern. 19* Und die Jünger thaten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten das Paſſah. 20 Als es aber Abend geworund gab es den Jüngern und sprach: Nehmet, eſſet; dieſes ist mein Leib.* Und er nahm 27 [ den] Kelch und dankte und gab ihnen denselben und sprach: Trinket alle daraus.* Denn 28 dieses ist mein Blut, das des [ neuen] Bundes, welches für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.* Ich 29 sage euch aber: ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewächs des Weinstocks trinken, bis an jenem Tage, da ich es neu trinken werde mit euch in dem Reiche meines Vaters.* Und als sie ein Lob- 30 lied gesungen hatten, gingen sie hinaus nach dem Oelberg. * Da spricht Jesus zu ihnen: 31 Ihr werdet euch alle in dieser Nacht an mir ärgern; denn es steht geschrieben:„ Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe der Herde werden zerstreut werden." e* Nachdem ich 32 aber auferweckt sein werde, will ich vor euch hingehen nach Galiläa.* Petrus aber antwortete 33 und sprach zu ihm: Wenn sich alle an dir ärgern, ich werde mich niemals ärgern.* Jesus 34 sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, daß du in dieser Nacht, ehe der Hahn fräht, mich dreimal verleugnen wirst.* Petrus 35 spricht zu ihm: Selbst wenn ich mit dir sterben müßte, werde ich dich nicht verleugnen. Gleicherweise sprachen auch alle Jünger. den, legte er sich zu Tische mit 21 den Zwölfen.* Und während sie aßen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch 22 wird mich überliefern.* Und sie wurden sehr betrübt und fingen an, ein jeder von ihnen zu ihm zu sagen: Herr, bin 23 ich's?* Er aber antwortete und sprach: Der mit mir die Hand in die Schüssel eintaucht, a die24 ser wird mich überliefern.* Der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben ist; wehe aber jenem Menschen, durch welchen der Sohn des Menschen überliefert wird. Es wäre ihm gut, wenn jener Mensch nicht geboren wäre. 25* Judas aber, der ihn überlieferte, antwortete und sprach: Bin ich's, Rabbi? Er spricht zu ihm: Du hast es geſagt. 26 Da sie aber aßen, nahm Jesus Brot, segnete, b brach a D. eingetaucht hat.- b D. lobpries.- c Sach. 13, 7. Matthäus 26. 53 36 Dann kommt Jesus mit ih- zu den Jüngern und spricht zu nen an einen Ort, genannt ihnen: So schlafet denn fort Gethsemane, a und spricht zu und ruhet; siehe, die Stunde den Jüngern: Setzet euch hier, ist nahe gekommen, und der bis ich hingehe und dort bete. Sohn des Menschen wird in 37* Und er nahm den Petrus und die Hände der Sünder überdie zwei Söhne des Zebedä- liefert.* Stehet auf, lasset uns 46 us mit sich und fing an, be- gehen; siehe, er ist nahe gekomtrübt und beängstigt zu werden. men, der mich überliefert. 38* Dann spricht er zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt bis zum Tode; bleibet hier und 39 wachet mit mir.* Und er ging ein wenig weiter und fiel auf sein Angesicht und betete und sprach: Mein Vater, wenn es möglich ist, so gehe dieser Kelch vorb mir vorüber; doch nicht wie ich will, sondern wie du 40 willst.* Und er kommt zu den Und als er noch redete, siehe, 47 da kam Judas, einer der Zwölfe, und mit ihm eine große Volksmenge mit Schwertern und Stöcken, von den Hohenpriestern und Aeltesten des Volkes.* Der 48 ihn aber überlieferte, hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, der ist's, den greifet.* Und 49 alsbald trat er zu Jesu und sprach: Sei gegrüßt, Rabbi! und küßte ihn sehr.* Jesus aber 50 sprach zu ihm: Freund, wozu bist du gekommen? Dann traten sie herzu und legten die Hände an Jesum und griffen ihn.* Und 51 siehe, einer von denen, die mit Jesu waren, streckte die Hand aus, zog sein Schwert und schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr ab.* Da52 spricht Jesus zu ihm: Stecké dein Schwert wieder an ſeinen Ort; denn alle, die das Schwert nehmen, werden durch's Schwert umkommen.* Oder meinst du, 53 daß ich nicht jetzt meinen Vater bitten könne, und er mir mehr als zwölf Legionen Engel stellen werde?* Wie sollten denn die 54 Jüngern und findet sie schlafend und spricht zu Petrus: Also nicht eine Stunde vermöget ihr mit mir zu wachen? 41* Wachet und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung hineinkommet; der Geist ist zwar willig, 42 das Fleisch aber schwach.* Wiederum, zum zweiten Male, ging er hin und betete und sprach: Mein Vater, wenn dieser nicht [ vorb mir] vorübergehen kann, ohne daß ich ihn trinke, so ge43 schehe dein Wille.* Und als er fam, fand er sie wiederum schlafend, denn ihre Augen wa44 ren beschwert.* Und er ließ sie, ging wiederum hin, betete zum dritten Male und sprach das45 selbe Wort.* Dann kommt er a C. Gethsemani.- b B. von. 54 Matthäus 26. Schriften erfüllt werden, daß es also geschehen muß? 55 In jener Stunde sprach Jesus zu der Volksmenge: Seid ihr ausgezogen wie gegen ei nen Räuber, mit Schwertern und Stöcken, mich zu fangen? Täglich saß ich bei euch, lehrend im Tempel, a und ihr habt 56 mich nicht gegriffen.* Aber dies alles ist geschehen, auf daß die Schriften der Propheten erfüllt würden. Da verließen ihn die Jünger alle und flohen. 57 Die aber Jesum gegriffen hatten, führten ihn weg zu Kajaphas, dem Hohenpriester, wo die Schriftgelehrten und die Ael58 testen verſammelt waren.* Petrus aber folgte ihm von ferne bis zu dem Hofe des Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Dienern, um das Ende zu sehen. priester antwortete und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, daß du uns sagst, ob du seiest der Christus, der Sohn Gottes!* Jesus 64 spricht zu ihm: Du hast es gesagt. Doch sage ich euch: von nun an werdet ihr sehen den Sohn des Menschen, sitzend zur Rechten der Macht und kommend auf den Wolken des Himmels.* Da zerriß der Hoheprie- 65 ster seine Kleider und sprach: Er hat gelästert; was bedürfen wir noch Zeugen? siehe, jetzt habt ihr die Lästerung gehört. * Was dünkt euch? Sie aber 66 antworteten und sprachen: Er ist des Todes schuldig.* Dann 67 spieen sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fäuſten; etliche aber gaben ihm Backenstreiche und sprachen: Weis- 68 sage uns, Christus, wer ist's, der dich schlug? 59 Die Hohenpriester aber[ und die Aeltesten] und das ganze Synedrium suchten falsches Zeugnis wider Jesum, damit sie ihn 60 töteten;* und sie fanden keins, wiewohl viele falsche Zeugen herzutraten. Zuletzt aber traten 61 zwei falsche Zeugen herzu* und sprachen: Dieser sagte: Ich kann den Tempelb Gottes abbrechen und in drei Tagen ihn auf 62 bauen.* Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts? Was 63 zeugen diese wider dich?* Jesus aber schwieg. Und der Hohea die Gebäude. b das Heiligtum.-c O. Portal. Petrus aber saß draußen im 69 Hofe; und es trat eine Magd zu ihm und sprach: Auch du warst mit Jesu, dem Galiläer. * Er aber leugnete vor allen 70 und sprach: Ich weiß nicht, was du sagst.* Als er aber in das 71 Thore hinausging, sah ihn eine andere, und sie spricht zu denen, die daselbst waren: Auch dieser war mit Jesu, dem Nazaräer. * Und wiederum leugnete er mit 72 einem Eide: Ich kenne den Menschen nicht.* Kurz nachher aber 73, traten die Dastehenden hinzu Matthäus 26. 27. und sprachen zu Petrus: Wahrhaftig, auch du bist einer von ihnen, denn auch deine Sprache 74 macht dich offenbar.* Da fing er an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne den Menschen nicht. Und alsbald 75 krähte der Hahn.* Und Petrus gedachte des Wortes Jesu, der zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn fräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging hinaus und weinte bitterlich. 27 Als es aber Morgen geworden, hielten alle Hohepriester und Aelteste des Volkes Rat wider Jeſum, um ihn zu töten. 2* Und nachdem sie ihn gebunden hatten, führten sie ihn weg und überlieferten ihn Pontius Pilatus, dem Landpfleger. 3 Als nun Judas, der ihn überliefert hatte, sah, daß er verurteilt wurde, gerente es ihn, und er brachte die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und 4 den Aeltesten zurück* und sagte: Ich habe gesündigt, daß ich schuldloses Blut überliefert habe. Sie aber sagten: Was geht 5 das uns an? siehe du zu.* Und er warf die Silberlinge in den Tempela und machte sich davon und ging hin und erhängte sich. 6* Die Hohenpriester aber nah men die Silberlinge und sprachen: Es ist nicht erlaubt, sie in den Korbanb zu werfen, die7weil es Blutgeld ist.* Sie hiel55 1 a das Heiligtum. gaben.- d Sach. 11, 12. 13. ten aber Rat und kauften dafür den Acker des Töpfers zum Begräbnis der Fremdlinge.* Des- 8. wegen ist jener Acker Blutacker genannt worden bis auf den heutigen Tag.* Da ist erfüllt 9 worden, das geredet ist durch den Propheten Jeremias, welcher spricht: ,, Und ich nahme die dreißig Silberlinge, den Preis des Geschätzten, wofür die von den Söhnen Israels ihn schätzten,* und gab sie für den Acker 10 des Töpfers, wie mir der Herr befohlen hat." a Jesus aber stand vor dem 11 Landpfleger. Und der Landpfleger fragte ihn und sprach: Bist du der König der Juden? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es.* Und als er von den Hohen- 12 priestern und Aeltesten angeklagt ward, antwortete er nichts.* Da 13 spricht Pilatus zu ihm: Hörst du nicht, wie vieles sie wider dich zeugen?* Und er antwor- 14 tete ihm auch nicht auf ein einziges Wort, so daß der Landpfleger sich sehr verwunderte. * Auf das Fest aber war der 15 Landpfleger gewohnt, der Volksmenge einen Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten. * Sie hatten aber dazumal ei- 16 nen berüchtigten Gefangenen, genannt Barabbas.* Als sie nun 17 versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Wen wollt ihr, daß ich euch losgeben soll, Barb d. h. Opferkaſten. e D. sie nahmen... und 56 Matthäus 27. abbas oder Jesus, welcher Chri18 stus genannt wird?* denn er wußte, daß sie ihn aus Neid 19 überliefert hatten.* Während er aber auf dem Richterstuhl saß, sandte sein Weib zu ihm und sprach: Habe du nichts zu schaffen mit jenem Gerechten, denn ich habe heute viel gelitten im 20 Traum um seinetwillen.* Aber die Hohenpriester und die Aelteſten überredeten die Volksmenge, daß sie um den Barabbas bäten, Jesum aber um 21 brächten.* Der Landpfleger aber antwortete und sprach zu ihnen: Welchen von den beiden wollt ihr, daß ich euch losgebe? Sie 22 aber sprachen: Barabbas.* Pilatus spricht zu ihnen: Was soll ich denn mit Jesu thun, welcher Christus genannt wird? Sie sagen alle: Er werde gekreu23 zigt!* Der Landpfleger aber sagte: Was hat er denn Böses gethan? Sie aber schrieen übermäßig und sagten: Er werde 24 gefreuzigt!* Als aber Pilatus sah, daß er nichts ausrichtete, sondern vielmehr ein Tumult ward, nahm er Wasser, wusch seine Hände vor dem Volke und sprach: Ich bin schuldlos an dem Blute dieses Gerechten; 25 ſehet ihr zu.* Und das ganze Volk antwortete und sprach: Sein Blut über uns und über 26 unsre Kinder!* Alsdann gab er ihnen den Barabbas los; Jesum aber, nachdem er ihn gegeißelt hatte, überlieferte er, auf daß er gefreuzigt würde. * Dann nahmen die Kriegs- 27 knechte des Landpflegers Jesum mit sich in das Prätorium und versammelten über ihn die ganze Schar;* und sie zogen ihn aus 28. und legten ihm einen Purpurmantel um.* Und sie flochten 29 eine Krone von Dornen und setzten sie auf sein Haupt, und ein Rohr in seine Rechte, und sie fielen vor ihm auf die Kniee und verspotteten ihn, sagend: Sei gegrüßt, König der Juden! * Und sie spieen ihn an, nahmen 30 das Rohr und schlugen ihn auf das Haupt.* Und als sie ihn31 verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und zogen ihm seine eignen Kleider an und führten ihn hin, um ihn zu freuzigen.* Als sie aber hinaus- 32 gingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene, mit Namen Simon; diesen zwangen sie, daß er sein Kreuz trüge. Und als sie an einen Ort 33 gekommen waren, genannt Golgatha, das heißta Schädelstätte, ** gaben sie ihm Essig zu trin- 34 ten mit Galle vermischt; und als er's geschmeckt, wollte er nicht trinken.* Als sie ihn aber 35 gekreuzigt hatten, verteilten ſie seine Kleider, indem sie das Los warfen.* Und sie saßen und 36 bewachten ihn daselbst.* Und sie 37.a B. ist genannt.-b Viele I. Wein. Das Getränk der Kriegsknechte war saurer Wein." setzten oben über seinem Haupte seine Beschuldigung, geschrieben: Dieser ist Jesus, der König der 38 Juden.* Alsdann werden zwei Räuber mit ihm gekreuzigt, einer zur Rechten und einer zur Linken. Matthäus 27. 39 Die Vorübergehenden aber lästerten ihn, schüttelten ihre 40 Köpfe* und sagten: Der du den Tempela abbrichst und in drei Tagen aufbauest, rette dich selbst. Wenn du Gottes Sohn bist, so 41 steige herab vom Kreuze.* Gleicherweise aber verspotteten ihn auch die Hohenpriester samt den Schriftgelehrten und Aeltesten 42 und sprachen:* Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Wenn er Israels König ist, so steige er jetzt herab vom Kreuze, und wir wollen ihm 43 glauben.* Er vertraute auf Gott, der rette ihn jetzt, wenn er ihn begehrt; b denn er sagte: Ich 44 bin Gottes Sohn.-* Auf dieselbe Weise schmähten ihn auch die Räuber, die mit ihm gekreuzigt waren. 45 Aber von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis über das ganze Lande bis zur neun46 ten Stunde;* um die neunte Stunde aber schrie Jesus mit starker Stimme, sagend: Eli, Eli, lama, sabachthani? das ist: Mein Gott, mein Gott, warum 47 hast du mich verlassen?* Als aber etliche der Dastehenden es b B. will. a das Heiligtum. Magdala. 57 hörten, sagten sie: Dieser ruft Elias.* Und alsbald lief einer 48 von ihnen und nahm einen Schwamm, füllte ihn mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und tränkte ihn.* Die übrigen 49 aber fagten: Halt, lasset uns sehen, ob Elias kommt, ihn zu retten!* Jesus aber schrie aber- 50 mals mit starker Stimme und gab den Geist auf.* Und siehe, 51 der Vorhang des Tempels a zerriß in zwei Stücke, von oben bis unten; und die Erde erbebte, und die Felsen zerrissen,* und 52 die Grüfte wurden aufgethan, und viele Leiber der entschlafenen Heiligen wurden auferweckt;* und sie gingen nach 53 seiner Auferweckung aus den Grüften und gingen in die heilige Stadt und erschienen vielen. Als aber der Hauptmann und 54 die mit ihm Jesum bewachten, das Erdbeben sahen und das, was geschah, fürchteten sie sich sehr und sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn! Es waren aber daselbst viele 55 Weiber, von ferne zusehend, die Jesu gefolgt waren von Galiläa und ihm gedient hatten;* unter 56 welchen war Maria Magdalenad und Maria, Jakobus' und Joses' Mutter, und die Mutter der Söhne des Zebedäus. Als es aber Abend geworden, 57 kam ein reicher Mann von Arimathia, namens Joseph, der - c O. die ganze Erde. 1 d d. h. von 58 Matthäns 27. 28. dalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen. Und siehe, da geschah ein 2 großes Erdbeben; denn ein Engel des Herrn kam hernieder aus dem Himmel, trat hinzu, wälzte den Stein weg und setzte sich darauf.* Sein Ansehen aber war 3 wie der Blitz, und sein Kleid weiß wie Schnee.* Aber aus Furcht 4 vor ihm bebten die Hüter und wurden wie Tote.* Es antwor= 5 tete aber der Engel und sprach zu den Weibern: Fürchtet ihr euch nicht, denn ich weiß, daß ihr Jesum, den Gekreuzigten, suchet.* Er ist nicht hier, denn 6 er ist auferstanden, so wie er sagte. Kommet her, sehet die Stätte, wo der Herr gelegen hat;* und gehet eilend hin und 7 saget seinen Jüngern, daß er auferstanden ist von den Toten, und siche, er geht vor euch hin nach Galiläa, daselbst werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.* Und sie gingen ei- 8 lend von der Gruft hinweg mit Furcht und großer Freude und liefen, es seinen Jüngern zu verkünden.* Als sie aber hingingen, 9 es seinen Jüngern zu verkünden, siehe, da kam auch Jesus ihnen entgegen und sprach: Seid gegrüßt! Sie aber traten herzu, umfaßten seine Füße und huldigten ihm.* Da spricht Jesus 10 zu ihnen: Fürchtet euch nicht; gehet hin, verkündet meinen Brüdern, daß sie hingehen nach gesichert werde bis zum dritten Tage, damit nicht etwa seine Jünger kommen, ihn stehlen und dem Volke sagen: Er ist auferstanden von den Toten; und die letzte Verführung wird 65 ärger sein als die erste.* Pilatus aber sprach zu ihnen: Ihr habt eine Wache; a gehet hin, 66 sichert es, wie ihr es wisset.* Sie aber gingen hin und sicherten das Grab, indem sie den Stein versiegelten, mit der Wache. 28 Aber spät am Sabbath, b in der Dämmerung des ersten Wochentages, kam Maria Maga C. Habet, d. h. nehmet eine W.- b O. Nach dem Sabbath aber. auch selbst ein Jünger Jesu war. 58* Dieser ging hin zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, daß ihm der Leib 59 übergeben würde.* Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn 60 in reine, feine Leinwand* und legte ihn in seine neue Gruft, die er in dem Felsen ausgehauen hatte, und er wälzte einen großen Stein vor die Thür der Gruft 61 und ging hinweg.* Es waren aber daſelbst Maria Magdalena und die andere Maria, die dem Grabe gegenüber saßen. 62 Des folgenden Tages aber, der nach dem Rüsttage ist, versammelten sich die Hohenpriester und die Pharisäer bei Pilatus 63* und sprachen: Herr, wir haben uns erinnert, daß jener Verführer sagte, als er noch lebte: Nach drei Tagen stehe ich auf. 64* So befiehl nun, daß das Grab 59 den bei den Juden bis auf den heutigen Tag. Die elf Jünger aber gingen 16 hin nach Galiläa an den Berg, wohin Jesus sie beschieden hatte. * Und als sie ihn sahen, hul- 17 digten sie ihm; einige aber zweifelten.* Und Jesus trat herzu18 und redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.* Gehet 19 [ nun] hin und machet zu Jüngern alle Nationen, sie taufend auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes;* sie lehrend, zu be- 20 wahren alles, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zur VollMatthäus 28. Markus 1. Galiläa, und daselbst werden sie mich sehen. 11 Als sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von der Wache in die Stadt und verkündeten den Hohenpriestern alles, was 12 geschehen war.* Und sie verſammelten sich mit den Aeltesten und hielten Rat und gaben den 13 Soldaten Geld genug* und sagten: Sprechet: Seine Jünger kamen bei Nacht und stahlen ihn, 14 als wir schliefen.* Und wenn dies dem Landpfleger.zu Ohren kommt, so werden wir ihn zufrieden stellen und machen, daß 15 ihr ohne Sorge seid.* Sie aber nahmen das Geld und thaten, wie sie unterrichtet waren. Und diese Rede ist ruchtbar gewor- endung des Zeitalters. Evangelium nach Markus. Land und alle die von Jerusalem und wurden von ihm getauft in dem Jordan- Flusse, ihre Sünden bekennend.* Jo- 6 hannes aber war bekleidet mit Kameelhaaren und einem leder1 Anfang des Evangeliums Jesu Christi, des Sohnes Got2 tes;* wie geschrieben steht in Jesaias, dem Propheten: ,, Sie he, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen 3 Weg bereiten wird."* ,, Stim- nen Gürtel um seine Lenden; me eines Rufenden in der Wüste: und er aß Heuschrecken und Bereitet den Weg des Herrn, machet gerade seine Steige." a 4 Johannes kam und taufte in der Wüste und predigte die Taufe der Buße zur Vergebung 5 der Sünden.* Und es ging zu ihm hinaus das ganze jüdische a Jej. 40, 3.— b B. in. wilden Honig.* Und er predig- 7 te und sagte: Der stärker ist als ich, kommt nach mir, dem ich nicht genugsam bin, mich zu bücken, um ihm den Riemen seiner Sandalen aufzulösen.* Ich 8 habe euch mit Wasser getauft, 60 er aber wird euch mita dem Heiligen Geiste taufen. 9 Und es geschah in jenen Tagen, da kam Jesus von Nazareth in Galiläa und wurde von Johannes getauft in demb 10 Jordan.* Und alsbald, da er von dem Wasser heraufstieg, sah er die Himmel sich teilen und den Geist wie eine Taube auf 11 ihn herniederfahren.* Und eine Stimme geschah aus den Himmeln: Du bist mein geliebter Sohn, ana dir habe ich Wohlgefallen gefunden. Markus 1. 12 Und alsbald treibt der Geist 13 ihn hinaus in die Wüste.* Und er ward in der Wüste vierzig Tage versucht von dem Satan und war unter den wilden Tieren, und die Engel dienten ihm. 14 Nachdem aber Johannes überliefert war, kam Jesus nach Galiläa, predigte das Evan15 gelium des Reiches Gottes* und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe gekommen. Thuet Buße und glaubet dem d Evangelium. 16 Als er aber am See von Galiläa wandelte, sah er Simen und Andreas, Simons Bruder, die ein Netz hin- und herwarfen in dem See, denn sie wa17 ren Fischer.* Und Jesus sprach zu ihnen: Kommet mir nach, und ich will machen, daß ihr 18 Menschenfischer werdet;* und alsbald verließen sie ihre Netze und folgten ihm.* Und von 19 dannen ein wenig weitergehend, jah er Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, und dieselben im Schiffe, wie sie die Netze ausbesserten,* und alsbald rief er 20 sie; und sie ließen ihren Vater Zebedäus in dem Schiffe mit den Tagelöhnern und gingen weg ihm nach. Und sie gehen in Kapernaum 21 hinein. Und alsbald an dem Sabbath ging er in die Synagoge und lehrte.* Und sie er- 22 staunten sehr über seine Lehre, denn er lehrte sie wie einer, der Gewalt hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.* Und es war 23 in ihrer Synagoge ein Mensch mite einem unreinen Geiste, und der schrie auf* und sprach: Laß 24 ab! f was haben wir mit dir zu schaffen, Jesu, Nazarener? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich kenne dich, wer du bist, der Heilige Gottes.* Und 25 Jesus bedrohte ihn, indem er sprach: Verstumme und fahre aus von ihm!* Und es zerrte ihn 26 der unreine Geist und rief mit starker Stimme und fuhr aus von ihm.* Und sie entsetzten sich 27 alle, so daß sie sich unter einander befragten und sprachen: Was ist dies? was ist dies für eine neue Lehre? denn mit a B. in.- b B. in den.- e Eig. wie wenn ed. als ob es eine Taube wäre. d B. in das.-- e B. in, d. h. in der Gewalt eines unreinen Geistes. £ D. ha! Markus 1. 2. 61 Gewalt gebietet er selbst den gehen, auf daß ich auch daunreinen Geistern, und sie ge- selbst predige, denn dazu bin 28 horchen ihm.* Und alsbald ich ausgegangen.* Und er 39 predigte in ihren Synagogen in ganz Galiläa und trieb die Teufel a aus. ging das Gerücht von ihm aus in die ganze Umgegend von Galiläa. 29 Und alsbald gingen sie aus der Synagoge und kamen in das Haus Simons und Andreas', mit Jakobus und Jo30 hannes.* Die Schwiegermutter Simons aber lag am Fieber darnieder; und alsbald sagen 31 sie ihm von ihr.* Und er trat hinzu und richtete sie auf, indem er sie bei der Hand ergriff; und das Fieber verließ sie alsbald, und sie diente ihnen. 32* Als es aber Abend geworden, als die Sonne unterging, brachten sie zu ihm alle Sieche und 33 Besessene,* und die ganze Stadt Und es kommt zu ihm ein 40 Aussätziger, bittet ihn und kniet vor ihm nieder und spricht zu ihm: Wenn du willst, kannst du mich reinigen.* Jesus aber, 41 innerlich bewegt, streckte die Hand aus, rührte ihn an und spricht zu ihm: Ich will, sei gereinigt.* Und[ während er 42 redete,] ging alsbald der Aussatz von ihm, und er war gereinigt.* Und er bedrohte ihn 43 und schickte ihn alsbald fort * und spricht zu ihm: Siehe 44 zu, daß du niemandem etwas sagst; gehe aber hin, zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, was Moses geboten hat, ihnen zu einem Zeugnis.* Er aber ging weg und 45 fing an, es viel kund zu machen und die Sache auszubreiten, so daß er nicht mehr öffentlich in die Stadt hineingehen konnte, sondern er war draußen in wüsten Oertern; und sie kamen zu ihm von allen Seiten. Und frühmorgens, als es noch sehr Nacht war, stand er auf und ging hinaus und ging hin an einen wüsten Ort und 36 betete daselbst.* Und Simon, und die mit ihm waren, folg37 ten ihm;* und als sie ihn geUnd nach etlichen Tagen 2 ging er wieder in Kapernaum hinein, und es ward ruchtbar, funden, sagen sie zu ihm: Alle daß er im Hause sei.* Und 2 38 suchen dich.* Und er spricht alsbald versammelten sich viele, zu ihnen: Lasset uns anders- so daß selbst an der Thüre nicht wohin in die nächsten Flecken mehr Raum war; und er a B. Tämonen. war an der Thüre versammelt. 34* Und er heilte viele, die an mancherlei Krankheiten siech waren; und er trieb viele Teufel a aus und erlaubte den Teufeln a nicht, zu reden, weil sie ihn kannten. 35 Markus 2. redete zu ihnen das Wort. alle außer sich gericten und 3* Und sie kommen zu ihm und Gott verherrlichten und sagbringen einen Gichtbrüchigen, ten: Niemals haben wir es 4 von vieren getragen.* Und da also gesehen! sie nicht nahe zu ihm kommen konnten wegen der Volksmenge, deckten sie das Dach ab, wo er war; und als sie es aufgebrochen, ließen sie das Ruhebett hinab, worauf der Gichtsbrüchige lag.* Als Jesus aber ihren Glauben sah, spricht er zu dem Gichtbrüchigen: Kind, deine Sünden sind vergeben. 6* Etliche aber von den Schriftgelehrten saßen daselbst und überlegten in ihren Herzen: 7* Was redet dieser also? er lästert. Wer kann Sünden vergeben, als nur einer, Gott? 8* Und alsbald erkannte Jesus in seinem Geiste, daß sie also bei sich überlegten, und sprach zu ihnen: Was überleget ihr 9 dies in euern Herzen?* Was ist leichter, zu dem Gichtbrüchigen zu sagen: Deine Sünden sind vergeben, oder zu sagen: Stehe auf, nimm 10 dein Bett und wandle?* Auf 62 daß ihr aber wisset, daß der Sohn des Menschen Gewalt hat auf der Erde Sünden zu vergeben... spricht er zu dem 11 Gichtbrüchigen:* Ich sage dir: stehe auf, nimm dein Ruhebett und gehe nach deinem Hause. 12* Und alsbald stand er auf, nahm das Ruhebett und ging hinaus vor allen, so daß sie a Anderswo übers.: die Siechen. Und er ging wiederum hin- 13 aus an den See, und die ganze Volksmenge kam zu ihm, und er lehrte sie.* Und als er vor- 14 überging, sah er Levi, den Sohn des Alphäus, am Zollhause sitzen und spricht zu ihm: Folge mir nach; und er stand auf und folgte ihm nach.* Und es 15 geschah, als er in seinem Hauſe zu Tische lag, daß viele Zöllner und Sünder zu Tische lagen mit Jesu und seinen Jüngern, denn es waren ihrer viele, und fie folgten ihm nach.* Und als 16 die Schriftgelehrten und die Pharisäer ihn essen sahen mit den Zöllnern und Sündern, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum ist und trinkt er mit den Zöllnern und Sündern? * Und als Jesus es hörte, spricht 17 er zu ihnen: Die Starken bedürfen nicht eines Arztes, sondern die Kranken.a Ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder. Und die Jünger Johannes' 18 und die Pharisäer fasteten; und sie kommen und sagen zu ihm: Warum fasten die Jünger Johannes' und die der Pharisäer, deine Jünger aber fasten nicht? * Und Jesus sprach zu ihnen: 19 können die Söhne des Brautgemachs fasten, während der Markus 2. 3. 63 Bräutigam bei ihnen ist? So des Menschen willen, nicht der lange sie den Bräutigam bei sich haben, können sie nicht 20 fasten.* Es werden aber Tage Mensch um des Sabbaths willen;* also ist der Sohn des Men= 28 schen Herr auch des Sabbaths. Und er ging wieder in die 3 Synagoge; und es war daselbst ein Mensch, dessen Hand verdorrt war.* Und sie lauerten 2 auf ihn, ob er ihn am Sabbath heilen würde, auf daß sie ihn anklagen möchten.* Und 3 er spricht zu dem Menschen, der die dürre Hand hatte: Tritt hervor in die Mitte.* Und er 4 spricht zu ihnen: Ist es erlaubt, an den Sabbathen Gutes zu thun oder Böses zu thun, das Leben zu retten oder zu töten? Sie aber schwiegen.* Und er 5 blickte auf sie umher mit Zorn, betrübt über die Verstockung ihres Herzens, und spricht zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus. Und er streckte sie aus, und seine Hand war wieder hergestellt.* Und die Pharisäer gin- 6 gen alsbald hinaus und hielten mit den Herodianern Rat wider ihn, wie sie ihn umbrächten. kommen, da der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, und dann an jenem Tage wer21 den sie fasten.* Niemand näht einen Flicken von neuem a Tuch auf ein altes Kleid; sonst reißt das neue Eingesetzteb vom alten ab, und der Riß wird är22 ger.* Auch thut niemand neuen Wein in alte Schläuche; sonst zerreißt der Wein die Schläuche, und der Wein wird verschüttet, und die Schläuche verderben; sondern neuen Wein muß man in neue Schläuche thun. 23 Und es geschah, daß er am Sabbath durch die Saaten ging, und seine Jünger fingen an, im Gehen die Aehren abzu24 pflücken.* Und die Pharisäer sprachen zu ihm: Siehe, was thun sie am Sabbath, das nicht 25 erlaubt ist?* Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David that, als er Not hatte und ihn, und die bei ihm 26 waren, hungerte?* wie er hineinging in das Haus Gottes untere Abjathar, dem Hohenpriester, und die Schaubrote aß, ( welche nicht erlaubt sind zu essen, außer den Priestern) und auch denen gab, die bei ihm 27 waren?* Und er sprach zu ihUnd Jesus entwich mit seinen 7 Jüngern nach dem See; und eine große Menge von Galiläa folgte[ ihm] und von Judäa * und von Jerusalem und von 8 Idumäa und von jenseit des Jordans und die um Tyrus und Sidon, eine große Menge, als sie gehört hatte alles, was nen: Der Sabbath ward um er that, kam zu ihm.* Und er 9 a O. ungewalktem. b B. seine Fülle( Ausfüllung.)-e Anderswo üb.: in Gegenwart von. 64 sagte seinen Jüngern, daß ein Schifflein für ihn in Bereit schaft bleiben sollte wegen der Volksmenge, auf daß sie ihn 10 nicht drängten.* Denn er heilte viele, so daß sie ihn überfielen, auf daß sie ihn anrührten, alle, 11 welche Plagen hatten.* Und wenn die unreinen Geister ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder und riefen und sprachen: Du 12 bist der Sohn Gottes.* Und er bedrohte sie sehr, daß sie ihn nicht offenbar machten. 13 Und er steigt auf den Berg und ruft herzu, welche er selbst wollte. Und sie kamen zu ihm, 14* und er bestellte zwölfe, auf daß sie bei ihm seien, und auf daß 15 er sie aussende, zu predigen* und Gewalt zu haben, die Krankheiten zu heilen und die Teufel a 16 auszutreiben.* Und er gab dem Simon den Beinamen Petrus; 17* und Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, den Bruder des Jakobus, und er gab ihnen den Beinamen Boanerges, das ist: Söhne des Don18ners;* und Andreas und Philippus und Bartholomäus und Matthäus und Thomas und Jakobus, den Sohn des Alphäus, und Thaddäus und Simon, den 19 Kananiter, b* und Judas, den Iskariot, der ihn auch überlieferte. 20 - Markus 3. Und sie kommen nach Hause.e Und wiederum kommt eine Volks-- menge zusammen, so daß sie selbst nicht das Brot essen konnten. * Und als seine Angehörigen es 21 hörten, gingen sie hinaus, um ihn zu ergreifen, denn sie sprachen: Er ist außer sich.* Und 22 die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, sprachen: Er hat den Beelzebub, und durch den Obersten der Teufela treibt er die Teufela aus. * Und er rief sie herzu und sprach 23 in Gleichnissen zu ihnen: Wie kann der Satan den Satan austreiben?* Und wenn ein Reich 24 wider sich selbst entzweit iſt, ſo kann jenes Reich nicht bestehen. * Und wenn ein Haus wider sich 25 selbst entzweit ist, so kann jenes Haus nicht bestehen.* Und wenn 26 der Satan wider sich selbst aufsteht und entzweit ist, so kann er nicht bestehen, sondern hat ein Ende.* Niemand aber kann 27 in das Haus eines Starken eingehen und den Hausrat rauben, wenn er nicht zuvor den Starken bindet, und alsdann wird er sein Haus berauben.* Wahr- 28 lich, ich sage euch: alle Sünden werden den Söhnen der Menschen vergeben werden, und alle Lästerungen, womit immer sie lästern mögen;* wer aber ir- 29 gend wider den Heiligen Geist lästert, hat keine Vergebung in Ewigkeit, sondern ist ewiger Sünde schuldig;-* weil sie sag- 30 ten: Er hat einen unreinen Geist. a B. Dämonen. b O. Zelotes; Hebr. Kananiter.- c O. in ein Haus. d B. in( in der Kraft des.) Markus 3. 4. 31 Und es kommen seine Brüder und seine Mutter; und draußen stehend sandten sie zu 32 ihm und riefen ihn.* Und eine Volksmenge saß um ihn; sie sagten aber zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder drau33 ßen suchen dich.* Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter oder meine 34 Brüder?* Und im Kreise umunter die Dornen, und die Dornen schossen auf und erstickten es, und es gab keine Frucht. * Und anderes fiel in die gute 8 Erde und gab Frucht, die aufschoß und wuchs; a und eins trug dreißig- und eins sechzigund eins hundertfältig.* Und 9 er sprach: Wer Ohren hat zu hören, der höre. Und als er allein war, frag- 10 ten ihn, die um ihn waren, mit den Zwölfen um das Gleichnis.* Und er sprach zu ihnen: 11 Euch ist gegeben, das Geheimnis des Reiches Gottes[ zu wissen]; jenen aber, die draußen sind, geschieht alles in Gleichnissen, auf daß sie ſehend 12 sehen und nicht wahrnehmen, und hörend hören und nicht verstehen, damit sie sich nicht etwa bekehren und ihnen die Sünden vergeben werden." b * Und er spricht zu ihnen: Fassete 13 ihr dieses Gleichnis nicht? und wie werdet ihr alle die Gleichnisse verstehen?* Der Säe- 14 mann säet das Wort.* Diese 15 aber sind die an dem Wege, wo das Wort gesäet wird, und wenn sie es hören, alsbald der Satan kommt und das Wort wegnimmt, das in ihre Herzen gesäet war.* Und diese sind's 16 gleicherweise, die auf das Steinichte gesäet werden, welche, wenn sie das Wort hören, es alsbald mit Freuden aufnehmen, * und sie haben keine Wurzel in 17 herblickend auf die um ihn Sitzenden, spricht er: Siehe, meine Mutter und meine Brü35 der;* denn wer irgend den Willen Gottes thun wird, derselbe ist mein Bruder und meine Schwester und Mutter. 4 Und wiederum fing er an zu lehren am See. Und es versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm, so daß er in ein Schiff stieg und auf dem See saß; und die ganze Volksmenge war am See auf dem Lande. 2* Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen, und er sprach zu 3 ihnen in seiner Lehre:* Höret: Siehe, der Säemann ging aus 4 zu säen.* Und es geschah, indem er säete, fiel etliches an den Weg, und die Vögel kamen und 5 fraßen es auf.* Und anderes fiel auf das Steinichte, wo es nicht viel Erde hatte, und alsbald ging es auf, weil es nicht tiefe 6 Erde hatte;* als aber die Sonne aufging, ward es verbrannt, und weil es keine Wurzel hatte, 7 verdorrte es.* Und anderes fiel a D. sich mehrte.- b Jes. 6, 10.- c B. Wisset. 65 5 66 sich, sondern sind nur für eine Zeit; dann, wenn Drangsal oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, ärgern sie sich alsbald. 18* Und andere sind's, die unter die Dornen gesäet werden: diese 19 sind's, die das Wort hören,* und die Sorgen des Lebens a und der Betrug des Reichtums und die Begierden nach den übrigen Dingen kommen hinein und ersticken das Wort, und es bringt 20 feine Frucht.b* Und diese sind's, die auf die gute Erde gesäet werden, die das Wort hören und aufnehmen und bringen Frucht; eins dreißig- und eins sechzig- und eins hundertfältig. Und er sprach zu ihnen: Kommt etwa die Lampe, auf daß sie unter den Scheffel oder unter das Bett gesetzt werde? nicht, daß sie auf das Lampen22 gestell gesetzt werde?* Denn es 21 Markus 4. ist nichts verborgen, das nicht offenbar werden wird, und es geschieht nichts heimliches, sondern damit es ans Licht komme. 23* Wenn jemand Ohren hat zu 24 hören, der höre!* Und er sprach zu ihnen: Sehet zu, was ihr höret; mit welchem Maße ihr messet, wird euch gemessen werden; und es wird euch hinzugefügt 25 werden.* Denn wer irgend hat, dem wird gegeben werden; und wer nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, genommen werden. 26 Und er sprach: Also ist das Reich Gottes, wie wenn ein a B. Zeitlaufs. 1 Mensch den Samen auf das Land wirft* und schläft und steht 27 auf, Nacht und Tag, und der Same sprießt hervor und wächst, er weiß nicht, wie.* Die Erde 28 bringt von selbst Frucht hervor, zuerst das Gras, dann die Aehre, dann den vollen Weizen in der Aehre.* Wenn aber die Frucht 29 sich darbietet, so schickt er alsbald die Sichel, denn die Ernte ist da. Und er sprach: Wie sollen 30 wir das Reich Gottes vergleichen? oder in welchem Gleichnis sollen wir es darstellen? * Gleichwie ein Senfkorn, wel- 31 ches, wenn es auf die Erde gesäet wird, kleiner ist als alle Samen auf der Erde,* und, 32 wenn es gesäet ist, aufschießt und größer wird als alle Kräutere und große Zweige treibt, so daß unter seinem Schatten die Vögel des Himmels sich niederlassen können.* Und in vielen 33 solchen Gleichnissen redete er zu ihnen das Wort, je nachdem sie es zu hören vermochten.* Ohne 34 Gleichnis aber redete er nicht zu ihnen; aber seinen Jüngern erflärte er alles besonders. Und an jenem Tage, als es 35 Abend geworden, spricht er zu ihnen: Lasset uns an das jenſeitige Ufer fahren.* Und als er die 36 Volksmenge entlassen hatte, nehmen sie ihn, wie er war, in dem Schiffe mit. Aber auch andere Schiffe waren mit ihm.* Und 37 es erhebt sich ein heftiger Sturmb B. wird unfruchtbar.- e D. Gartengewächse. Markus 4. 5. wind, und die Wellen schlugen in a das Schiff, so daß es schon 38 voll war.* Und er war im Hinterteil des Schiffes auf einem Kopfkissen eingeschlafen; und sie wecken ihn auf und sprechen zu ihm: Lehrer, liegt dir nichts dar39 an, daß wir umkommen?* Und erwachte auf, bedrohte den Wind und sprach zu dem See: Schweige, verstumme! Und der Wind legte sich, und es ward eine 40 große Stille.* Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr[ so] furchtsam? wie, habt ihr keinen Glau41 ben?* Und sie fürchteten sich 67 * Als er aber Jesum von ferne 6 sah, lief er und huldigte ihm, und er rief mit starker Stimme 7 und sagt: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesu, Sohn Gottes, des Höchsten? Ich beschwöre dich bei Gott, daß du mich nicht quälst.* Denn er s hatte ihm gesagt: Fahre aus, du unreiner Geist, aus dem Menschen.* Und er fragte ihn: Was 9 ist dein Name? Und er spricht zu ihm: Legion ist mein Name, denn unser sind viele.* Und er 10 bat ihn sehr, daß er sie nicht fortschicken möchte aus der Gegend.* Es war aber daſelbst ne- 11 ben dem Berge eine große Herde Schweine, welche weidete.* Und 12 sie baten ihn und sprachen: Schicke uns in die Schweine, daß wir in sie fahren.* Und Je- 13 sus erlaubte es ihnen alsbald. Und die unreinen Geister fuhren aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See, ( es waren aber bei zweitauſend) und sie erfoffen im See.* Und 14 die Hüter flohen und verkündeten es in der Stadt und auf dem Lande, und sie gingen hinaus, um zu sehen, was geschehen war.* Und sie kommen zu 15 Jesu und sehen den Besessenen sitzen, bekleidet und vernünftig, den, der die Legion gehabt hatte; und sie fürchteten sich.* Und die 16 es gesehen hatten, erzählten ihnen, wie dem Besessenen gemit großer Furcht und sprachen unter einander: Wer ist denn dieser, daß auch der Wind und der See ihm gehorchen? 5 Und sie kamen an das jenseitige Ufer des Sees in die 2 Gegend der Gadarener.* Und als er aus dem Schiff gestiegen, begegnete ihm alsbald aus den Grüften ein Mensch mit einem 3 unreinen Geiste, der seine Wohnung in den Grabstätten hatte; und selbst mit Ketten vermochte keiner ihn zu binden.* Denn oft war er mit Fußfesseln und mit Ketten gebunden gewesen, und es waren die Ketten von ihm in Stücke gerissen und die Fesseln zerrieben worden; und niemand vermochte ihn zu bän5 digen.* Und allezeit, Nacht und Tag, war er in den Grabstätten und auf den Bergen und schrie und zerschlug sich mit Steinen. a D. auf.- b B. in, wie Kap. 1, 23. 5* 68 Markus 5. schehen war, und das von den 17 Schweinen.* Und sie fingen an, ihm zuzureden, von ihren Gren18 zen wegzugehen.* Und als er in das Schiff stieg, bat ihn der Besessene, daß er bei ihm sein 19 dürfe.* Und er ließ es ihm nicht zu, sondern spricht zu ihm: Gehe hin nach deinem Hause zu den Deinigen und verkünde ihnen, wie vieles der Herr an dir gethan und sich deiner erbarmt 20 hat.* Und er ging hin und fing an, in Dekapolis auszurufen, wie vieles Jesus an ihm gethan hatte; und alle verwunderten sich. 21 Und als Jesus in dem Schiffe wieder übergefahren war an das jenseitige Ufer, versammelte sich eine große Volksmenge zu ihm; 22 und er war am See.* Und [ fiehe,] es kommt einer der Synagogenvorsteher, mit Namen Jairus, und als er ihn sieht, 23 fällt er ihm zu Füßen;* und er bat ihn sehr und sprach: Mein Töchterlein liegt in den letzten Zügen; ich bitte, daß du kommst und ihr die Hände auflegst, auf daß sie gerettet werde und lebe. 24* Und er ging mit ihm, und eine große Volksmenge folgte ihm und drängte ihn. 25 Und ein[ gewisses] Weib, das zwölf Jahre einen Blutfluß ge26 habt* und viel erlitten hatte von vielen Aerzten und alle ihre Habe verwendet und keinen Nutzen davon gehabt hatte, sondern vielmehr schlimmer geworden war, a D. gerettet. * kam, als sie von Jesu hörte, 27 in der Volksmenge von hinten und rührte sein Kleid an;* denn 28 sie sprach: Wenn ich nur seine Kleider anrühre, so werde ich geheilta werden.* Und alsbald 29 vertrocknetederQuellihres Blutes, und sie erkannte am Leibe, daß sie von der Plage geheilt war.* Und alsbald erkannte Je- 30 sus in sich selbst die Kraft, die von ihm ausgegangen war, wandte sich um in der Volksmenge und sprach: Wer hat meine Kleider angerührt?* Und 31 seine Jünger sprachen zu ihm: Du siehst, wie die Volksmenge dich drängt, und du sprichst: Wer hat mich angerührt?* Und 32 er blickte um sich her, um sie zu sehen, die dies gethan hatte. * Das Weib aber, voll Furcht 33 und Zittern, wissend, was ihr geschehen war, kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze Wahrheit.* Er aber sprach zu ihr: 34 Tochter, dein Glaube hat dich ge heilt; a gehe hin in Frieden und sei gesund von deiner Plage. Als er noch redete, kommen 35 sie von dem Synagogenvorsteher und sagen: Deine Tochter ist gestorben; was bemühest du den Lehrer noch?* Als aber36 Jesus das Wort reden hörte, spricht er alsbald zu dem Synagogenvorsteher: Fürchte dich nicht, glaube nur.* Und er er- 37 laubte niemandem, ihn zu begleiten, außer Petrus und Jakobus Markus 5. 6. 69 und Johannes, dem Bruder 38 des Jakobus.* Und sie kommen in das Haus des Synagogenvorstehers, und er sieht ein Getümmel und Weinende und laut 39 Heulende.* Und als er hineingetreten, spricht er zu ihnen: Was lärmet und weinet ihr? das Kind ist nicht gestorben, 40 sondern schläft.* Und sie verwandten und in seinem Hause. lachten ihn. Als er aber alle hinausgetrieben, nimmt er den Vater und die Mutter des Kindes und die bei ihm waren mit sich und geht hinein, wo das 41 Kind lag.* Und das Kind bei der der Sohn der Maria, und ein Bruder des Jakobus und Joses und Judas und Simon? und sind nicht seine Schwestern hier bei uns? Und sie ärgerten sich an ihm.* Und Jesus sprach 4 zu ihnen: Ein Prophet ist nicht ohne Ehre, außer in seinem Baterlande und unter seinen VerHand ergreifend, spricht er zu ihm: Talitha fumi, das ist verdolmetscht: Mägdlein( ich sage 42 dir) stehe auf.* Und alsbald stand das Mägdlein auf und wandelte, denn es war zwölf Jahre alt. Und sie erstaunten 43 mit großem Erstaunen.* Und er gebot ihnen dringend, daß niemand dies erführe, und hieß ihr zu essen geben. 6 Und er ging hinweg von dannen und kam in sein Vaterland, und seine Jünger folgen 2ihm nach.* Und als es Sabbath geworden, fing er an, in der Synagoge zu lehren, und viele, die zuhörten, erstaunten und sprachen: Woher diesem solches? Und was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist, und solche Wunderwerke ge3 schehen durch seine Hände?* Ist dieser nicht der Zimmermann, a Eig. Leibröcke. * Und er konnte daselbst kein 5 Wunderwerk thun, außer daß er einigen Schwachen die Hände auflegte und sie heilte.* Und er 6 verwunderte sich über ihren Unglauben. Und er ging durch die Dörfer ringsum und lehrte. Und er ruft die Zwölfe her- 7 zu und fing an, sie je zwei und zwei auszusenden, und gab ihnen Gewalt über die unreinen Geister;* und er gebot ihnen, s daß sie nichts mit auf den Weg nähmen, als nur einen Stab, keine Tasche, kein Brot, keine Münze in den Gürtel,* sondern 9 Sandalen untergebunden; und ziehet nicht zwei Röcke a an. * Und er sprach zu ihnen: Wenn 10 ihr irgendwo in ein Haus hineingehet, so bleibet daselbst, bis ihr von dannen weggehet.* Und 11 so viele euch nicht aufnehmen, noch euch hören werden, von dannen gehet heraus und schüttelt den Staub ab, der unter euern Füßen ist, ihnen zum Zeugnis.* Und sie gingen aus 12 und predigten, daß sie Buße thun sollten,* und trieben viele 13 70 Markus 6. Teufel a aus und salbten viele Schwache mit Delund heilten sie. 14 Und der König Herodes hörte von ihm( denn sein Name war offenbar geworden) und sagte: Johannes der Täufer ist aus den Toten auferstanden, und darum werden die Wunderwerke 15 von ihm gewirkt.b* Andere aber sagten: Er ist Elias; und andere sagten: Er ist ein Prophet, wie 16 einer der Propheten.* Herodes aber hörte es und sagte: Es ist Johannes, den ich enthauptet habe; dieser ist aus den Toten 17 auferstanden.* Denn Herodes selbst hatte hingesandt und den Johannes gegriffen und ihn im Gefängnis gebunden, um der Herodias willen, des Weibes seines Bruders Philippus, weil 18 er sie geheiratet hatte.* Denn Johannes hatte dem Herodes gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, das Weib deines Bruders zu ha19 ben.* Die Herodias aber trug es ihm nach und wollte ihn 20 töten und konnte nicht;* denn Herodes fürchtete den Johannes, da er wußte, daß er ein gerechter und heiliger Mann war, und achtete auf ihn; e und wenn er ihn hörte, so that er 21 vieles und hörte ihn gern.* Und als ein geeigneter Tag kam, machte Herodes an seinem Geburtstage seinen Großen und den Oberstend und den Vornehmsten von Galiläa ein Abendmahl;* und die Tochter dieser 22 Herodias kam herein und tanzte und gefiel dem Herodes und denen, die mit zu Tische lagen. Und der König sprach zu dem Mägdlein: Bitte von mir, was irgend du willst, und ich werde es dir geben.* Und er 23 schwur ihr: Was irgend du von mir bitten wirst, werde ich dir geben bis zur Hälfte meines Reiches.* Sie aber ging hinaus 24 und sagte ihrer Mutter: Was soll ich bitten? Diese aber sprach: Das Haupt Johannes'des Täufers.* Und sie ging alsbald mit 25 Eile zu dem Könige hinein und bat und sagte: Ich will, daß du mir sofort auf einer Schüssel das Haupt Johannes' des Täufers gebest.* Und der König 26 ward sehr betrübt, doch um der Eide und derer willen, die mit zu Tische lagen, wollte er sie nicht zurückweisen.* Und als- 27 bald schickte der König einen Trabanten und befahl, sein Haupt zu bringen.* Der aber 28 ging hin und enthauptete ihn im Gefängnis und brachte sein Haupt auf einer Schüssel und gab es dem Mägdlein, und das Mägdlein gab es ihrer Mutter. * Und als seine Jünger es hör- 29 ten, kamen sie, nahmen seinen Leichnam und legten ihn in eine Gruft. Und es versammeln sich die 30 Apostel zu Jesu, und sie erc D. a B. Tämonen.- - b C. und darum wirken die Kräfte in ihm. verwahrte ihn.- d B. Chiliarchen, Befehlshaber über tausend Mann. Markus 6. 71 Fische.* Und er befahl ihnen, 39 daß sie alle sich lagern ließen, eine Gruppe neben der andern, auf das grüne Gras.* Und sie 40 lagerten sich in Abteilungen von je hundert und je fünfzig.* Und er 41 nahm die fünf Brote und die zwei Fische, blickte auf gen Himmel, segnete a und brach die Brote und gab sie seinen Jüngern, auf daß sie ihnen vorlegten; und die zwei Fische verteilte er unter alle.* Und sie aßen alle und 42 wurden gesättigt.* Und sie ho- 43 ben auf an Brocken zwölf Handförbe voll, und von den Fischen. * Und die von den Broten ge- 44 gessen hatten, waren fünftausend Männer. zählten ihm alles, was sie gethan und was sie gelehrt hat31 ten.* Und er sprach zu ihnen: Kommet ihr selbst her an einen wüsten Ort besonders und ruhet ein wenig aus. Denn es waren viele, die kamen und gingen, und sie fanden nicht 32 einmal Zeit zu essen.* Und sie gingen hin in einem Schiffe an einen wüsten Ort besonders; 33* und viele sahen sie wegfahren und erkannten sie und liefen zu Fuß von allen Städten zusammen dorthin und kamen ihnen 34 zuvor.* Und als Jesus aus dem Schiffe trat, sah er eine große Volksmenge und wurde innerlich bewegt über sie, denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und er fing an, 35 sie vieles zu lehren.* Und als Und alsbald nötigte er seine 45 Jünger, in das Schiff zu steigen und an das jenseitige Ufer es schon spät am Tage war, vorauszufahren nach Bethſaida, traten seine Jünger zu ihm und während er die Volksmenge entsagen: Der Ort ist wüste, und läßt.* Und als er sie verab- 46 36 es ist schon spät am Tage;* ent- schiedet hatte, ging er auf den lasse sie, auf daß sie hingehen Berg, um zu beten.* Und als 47 auf's Land und in die Dörfer ringsum und sich Brot kaufen, denn sie haben nichts zu essen. 37* Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebet ihr ihnen zu effen. Und sie sagen zu ihm: Sollen wir hingehen und für zweihundert Denare Brot kaufen und ihnen zu essen geben? 38* Er aber spricht zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? gehet hin [ und] sehet. Und als sie es wußten, sagen sie: Fünf, und zwei a C. lobpries. es Abend geworden, war das Schiff mitten auf dem See, und er allein auf dem Lande.* Und 48 als er sie beim Rudern Not leiden sah, denn der Wind war ihnen entgegen, um die vierte Nachtwache, kommt er zu ihnen, wandelnd auf dem See, und er wollte an ihnen vorübergehen.* Sie aber, als sie ihn 49 auf dem See wandeln sahen, meinten, es sei ein Gespenst, und schrieen auf;* denn sie sahen ihn 50 72 alle und wurden bestürzt. Und alsbald redete er mit ihnen und spricht zu ihnen: Seid gutes Mutes, ich bin's; fürchtet euch 51 nicht.* Und er stieg zu ihnen in das Schiff, und der Wind legte sich. Und sie erstaunten sehr 52 über die Maßen bei sich selbst und verwunderten sich;* denn sie waren durch die Brote nicht verständig geworden, denn ihr Herz war verhärtet. Markus 6. 7. 53 Und als sie hinübergefahren, kamen sie in das Land Gene54 zareth und legten an.* Und als sie aus dem Schiffe gestiegen, erkannten sie ihn alsbald 55* und liefen in jener ganzen Ulmgegend umher und fingen an, die Siechen auf den Betten umher zu tragen, wo sie hörten, 56 daß er daselbst sei.* Und wo irgend er eintrat in Dörfer oder Städte oder auf's Land, legten sie die Kranken auf den Marktplätzen hin und baten ihn, daß sie nur den Zipfelb seines Kleides anrühren dürften; und so viele irgend ihn anrührten, wurden geheilt.e 7. Und es versammeln sich zu ihm die Pharisäer und etliche der Schriftgelehrten, die von Jerusalem gekommen waren; 2* und als sie etliche seiner Jünger mit unreinen, das ist ungewaschenen Händen, Brot essen 3 sahen,*( denn die Pharisäer und alle Juden essen nicht, es sei denn, daß sie sich sorgfältigd die Hände waschen, weil sie die Ueberlieferung der Aeltesten halten;* und vom Markte kommend, 4 essen sie nicht, es sei denn, daß sie sich waschen; und vieles andere ist, das sie zu halten überkommen haben: Waschungen der Becher und Krüge und ehernen Gefäße und der Tischlager;) *[ sodann] fragen ihn die Pha- 5 risäer und die Schriftgelehrten: Warum wandeln deine Jünger nicht nach der Ueberlieferung der Aeltesten, sondern essen das Brot mit unreinen Händen? * Er aber antwortete und sprach 6 zu ihnen: Wohl hat Jesaias von euch Heuchlern geweissagt, wie geschrieben steht: ,, Dieſes Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist weit entfernt von mir.* Vergeblich aber ver- 7 ehren sie mich, lehrend als Lehren Menschengebote." e*[ Denn] 8 das Gebot Gottes lassend, haltet ihr die Ueberlieferung der Menschen: Waschungen der Krüge und Becher, und vieles andere dergleichen ähnliche thuet ihr.* Und er sprach zu ihnen: s Wohl hebet ihr das Gebot Gottes auf, auf daß ihr eure Ueberlieferung haltet.* Denn Mo- 10 ses hat gesagt: ,, Ehre deinen Vater und deine Mutter" und: Wer Vater oder Mutter flucht, f soll des Todes sterben."* Jhri1 aber sagt: Wenn jemand zum a D. über. b S. Anm. zu Matth. 9, 20.- e. gerettet.- d B. mit der Faust. e Jes. 29, 13.- f O. übel redet, schmäht. Markus 7. Vater oder zur Mutter spricht: Korban( das ist Gabe) sei das, wodurch du irgend von mir 12 Nutzen haben könntest;* und ihr lasset ihn nichts mehr für seinen Vater oder seine Mutter 13 thun* und machet das Wort Gottes ungültig durch eure Uleberlieferung, die ihr überliefert habt; und vieles dergleichen 14 ähnliche thuet ihr.* Und als er die Volksmenge wieder herzugerufen hatte, sprach er zu ihnen: Höret mich alle und ver15 stehet!* Da ist nichts, was von außerhalb des Menschen in denselben eingeht, das ihn verunreinigen kann, sondern was von ihm herausgeht, dies ist's, das den Menschen verunreinigt. 16* Wenn jemand Ohren hat zu hören, der höre! 17 Und als er nach Hausea kam von der Volksmenge, fragten ihn seine Jünger um das Gleich18 nis.* Und er spricht zu ihnen: Seid auch ihr so unverständig? Begreifet ihr nicht, daß alles, was von außerhalb in den Menschen eingeht, ihn nicht 19 verunreinigen kann?* Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch, und es geht heraus in den Abort, reinigend 20 alle Speisen.* Er sagte aber: Was aus dem Menschen herausgeht, das verunreinigt den 21 Menschen.* Denn von innen aus dem Herzen der Menschen 73 gehen heraus die schlechten Gedanken, b Ehebruch, Hurerei, Mord,* Dieberei, Habsucht, e 22 Bosheit, d List, Ausschweifung, Schalksauge, Lästerung, Hochmut, Thorheit;* alle diese bö- 23 sen Dinge gehen von innen heraus und verunreinigen den Menschen. Und er stand auf von dan- 24 nen und ging hin in die Grenzen von Tyrus und Sidon; und als er in ein Haus trat, wollte er, daß es niemand wisse, und er konnte nicht verborgen sein.* Denn als ein Weib von 25 ihm gehört, deren Töchterlein einen unreinen Geist hatte, kam sie und fiel nieder zu seinen Füßen,*( das Weib aber war 26 eine Griechin, eine Syro- Phönicierin von Geburt) und bat ihn, daß er den Teufele austreibe von ihrer Tochter.* Je- 27 sus aber sprach zu ihr: Laß zuerst die Kinder gesättigt werden; denn es ist nicht schön, das Brot der Kinder zu nehmen und den Hündlein hinzuwerfen.* Sie aber antwortete 28 und spricht zu ihm: Ja, Herr; denn es essen ja auch die Hündlein unter dem Tische von den Brosamen der Kinder.* Und 29 er sprach zu ihr: Um dieſes Wortes willen gehe hin; der Teufele ist ausgefahren von deiner Tochter.* Und sie ging 30 hin nach ihrem Hause und fand a O. in ein Haus.-b O. Ueberlegungen. e 2. Gier. stehen die Wörter von ,, Ehebruch" bis ,, Bosheit" in der Mehrzahl. - d Im Gr. e B. Dämon. Markus 7. 8. 74 den Teufela ausgefahren und die Tochter auf dem Bette liegen. 31 Und als er aus den Grenzen von Tyrus und Sidon wieder weggegangen war, kam er an den Galiläischen See mitten durch die Grenzen von De32 kapolis.* Und sie bringen zu ihm einen Tauben, der schwer redete, und bitten ihn, daß er 33 ihm die Hand auflege.* Und er nahm ihn von der Volksmenge hinweg besonders, legte seine Finger in seine Ohren und spützte und rührte seine Zunge 34 an,* und, gen Himmel blickend, seufzte er und spricht zu ihm: Ephata! das ist: werde aufge35 than!* Und alsbald waren seine Ohren aufgethan, und das Band seiner Zunge war gelöst, und 36 er redete recht.* Und er gebot ihnen, daß sie es niemandem sagten; je mehr er es ihnen aber gebot, desto mehr verkün37 deten sie es übermäßig* und erstaunten überaus und sprachen: Er hat alles wohlgemacht; er macht sowohl die Tauben hören, als auch die Stummen reden. 8 In jenen Tagen, als wieder eine sehr große Volksmenge da war und nichts zu essen hatte, rief er seine Jünger herzu und 2 spricht zu ihnen:* Ich bin innerlich bewegt über die Volksmenge, denn schon drei Tage weilen sie bei mir und haben a B. Tämon.- b C. Lobpriesen. nichts zu essen;* und wenn 3 ich sie nach Hause entlaſse, ohne daß sie gegessen haben, so werden sie auf dem Wege verschmachten, denn etliche von ihnen sind von ferne gekommen. * Und seine Jünger antworte- 4 ten ihm: Woher wird jemand diese hier in der Einöde mit Brot sättigen können?* Und 5 er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie aber ſagten: Sieben.* Und er gebot der Volks- 6 menge, sich auf die Erde zu lagern. Und er nahm die ſieben Brote, dankte und brach und gab sie seinen Jüngern, auf daß sie vorlegten; und sie legten der Volksmenge vor.* Und 7 sie hatten einige kleine Fische, und als er gesegnet hatte, hieß er auch diese vorlegen.* Sie 8 aßen aber und wurden gesättigt; und sie hoben auf, was an Brocken übrig blieb, sieben Körbe.* Es waren aber derer, 9 die gegessen hatten, bei viertausend; und er entließ ſie. Und alsbald stieg er mit sei- 10 nen Jüngern in das Schiff und kam in die Gegenden von Dalmanutha.* Und die Pharisäer 11 kamen heraus und fingen an, mit ihm zu streiten; und sie begehrten, ihn versuchend, von ihm ein Zeichen vom Himmel. * Und in seinem Geiſte tief seuf- 12 zend, spricht er: Warum verlangt dieses Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch: Markus 8. Wenn diesem Geschlecht ein Zeichen gegeben werden wird... 13* Und er ließ sie, stieg wieder in das Schiff und fuhr an das 14 jenseitige Ufer.* Und sie vergaßen Brote mitzunehmen und hatten nichts bei sich auf dem 15 Schiffe als nur ein Brot.* Und er gebot ihnen und sprach: Sehet zu, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes. 16* Und sie überlegten unter ein ander[ und sprachen]: Weil 17 wir keine Brote haben.* Und als Jesus es erkannte, spricht er zu ihnen: Was überleget ihr, weil ihr keine Brote habt? Begreifet ihr noch nicht und verstehet auch nicht? Habt ihr euer 18 Herz[ noch] verhärtet?* Augen habt ihr und sehet nicht? und Ohren habt ihr und höret nicht? und erinnert ihr euch nicht? 19* Als ich die fünf Brote unter die fünftausend brach, wie viel Handkörbe voll Brocken hobet ihr auf? Sie sagen zu ihm: 20 Zwölf.* Als aber die sieben unter die viertausend, wie viel Körbe, mit Brocken gefüllt, hobet ihr auf? Sie aber sagten: 21 Sieben.* Und er sprach zu ihnen: Wie, verstehet ihr nicht? Und er kommt nach Bethsaida; und sie bringen ihm einen Blinden und bitten ihn, 23 daß er ihn anrühre.* Und er 22 nahm den Blinden bei der Hand und führte ihn hinaus, außerhalb des Dorfes; und als er 75 in seine Augen geſpützt hatte, legte er ihm die Hände auf und fragte ihn, ob er etwas sehe?* Und aufblickend sprach 24 er: Ich sehe die Menschen; denn ich gewahre solche, die wie Bäume umherwandeln.* Dar- 25 nach legte er wiederum die Hände auf seine Augen, und er sah deutlich, und er war wieder hergestellt und sah alles klar.* Und er schickte ihn nach 26 seinem Hause und sprach: Gehe nicht in das Dorf, sage es auch niemandem im Dorfe. Und Jesus ging hinaus und 27 seine Jünger nach den Dörfern von Cäsarea Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Jünger und sprach zu ihnen: Wer sagen die Menschen, daß ich sei?* Sie aber antworteten 28 ihm und sagten: Johannes der Täufer; und andere: Elias; andere aber: einer der Propheten. Und er fragte sie: Jhr 29 aber, wer saget ihr, daß ich sei? Petrus aber antwortete und spricht zu ihm: Du bist der Christus.* Und er bedrohte sie, daß 30 sie niemandem von ihm sagen sollten.* Und er fing an, sie 31 zu lehren, daß der Sohn des Menschen vieles leiden und verworfen werden müsse von den Aeltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet werden und nach drei Tagen auferstehen.* Und er re- 32 dete das Wort öffentlich. Und Petrus nahm ihn zu sich und 76 Markus 33 fing an, ihn zu strafen.* Er aber wandte sich um und, seine Jünger ansehend, strafte er den Petrus und sagt: Gehe hinter mich, Satan, denn du sinnest nicht auf das, was Gottes, sondern auf das, was der Men34 schen ist.* Und als er die Volksmenge samt seinen Jüngern herzugerufen hatte, spricht er zu ihnen: Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich 35 und folge mir nach.* Denn wer irgend sein Leben erretten will, wird es verlieren; wer aber irgend sein Leben verliert um meinet- und des Evangeliums willen, wird es erretten. 36* Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewänne und seine 37 Seelea einbüßte?* Oder was 8. 9. Und nach sechs Tagen nimmt 2 Jesus den Petrus und Jakobus und Johannes mit sich und führt sie auf einen hohen Berg besonders allein. Und er ward umgestaltet vor ihnen;* und 3 seine Kleider wurden glänzend, sehr weiß wie Schnee, wie kein Walker auf der Erde weiß machen kann.* Und es erschien 4 ihnen Elias mit Moses, und sie unterredeten sich mit Jesu. * Und Petrus antwortete und 5 spricht zu Jesu: Rabbi, es ist gut, daß wir hier sind; und laß uns drei Hütten machen, dir eine und Moses eine und Elias eine.* Denn er wußte nicht, 6 was er sagen sollte, denn sie waren voll Furcht.* Und es 7 ward eine Wolke, die überschattete sie; und eine Stimme kam aus der Wolke: Dieſer ist mein geliebter Sohn, ihn höret.* Und plötzlich sich um- 8 blickend, sahen sie niemanden mehr, sondern Jesum allein bei sich. wird ein Mensch als Lösegeld 38 geben für seine Seele? a* Denn wer irgend sich meiner und meiner Worte schämt unter diesem ehebrecherischen und sündigen Geschlecht, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters 9 mit den heiligen Engeln. Und Als sie aber von dem Berge 9 herabstiegen, gebot er ihnen, daß sie niemandem erzählen sollten, was sie gesehen, außer wenn der Sohn des Menschen er sprach zu ihnen: Wahrlich, aus den Toten auferstanden ich sage euch: es sind etliche wäre.* Und sie behielten das 10 von denen, die hier stehen, wel- Wort für sich und befragten che den Tod nicht schmecken sich untereinander: Was ist werden, bis sie gesehen haben das: aus den Toten auferstedas Reich Gottes, gekommen in Macht. hen?* Und sie fragten ihn und 11 sprachen: Warum sagen die a. sein Leben. Markus 9. Schriftgelehrten, daß Elias zu12 erst kommen müsse?* Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Elias zwar kommt zuerst und stellt alle Dinge wieder her; und wie über den Sohn des Menschen geschrieben steht ,,, daß er vieles leiden und für nichts 13 geachtet werden soll;"* aber ich sage euch, daß auch Elias gekommen ist, und sie haben mit ihm gethan, was sie wollten, so wie über ihn geschrieben steht. 14 Und als er zu den Jüngern kam, sah er eine große Volksmenge um sie her, und Schriftgelehrte, die sich mit ihnen strit15 ten.* Und alsbald, als die ganze Volksmenge ihn sah, war sie sehr erstaunt; und sie liefen 16 herzu und begrüßten ihn.* Und er fragte sie: Was streitet ihr 17 euch mit ihnen?* Und es antwortete einer aus der Volksmenge: Lehrer, ich habe meinen Sohn zu dir gebracht, der 18 einen stummen Geist hat;* und wo immer er ihn ergreift, reißt er ihn, und er schäumt und knirscht mit seinen Zähnen und dörrt aus. Und ich sprach zu deinen Jüngern, daß sie ihn austreiben möchten, und sie ver19 mochten es nicht.* Er aber antwortete ihnen und spricht: O ungläubiges Geschlecht! bis wann soll ich bei euch sein? bis wann soll ich euch ertra20 gen? bringet ihn zu mir.* Und sie brachten ihn zu ihm. Und 77 als er ihn sah, zerrte ihn alsbald der Geist, und er fiel zur Erde und wälzte sich schäumend. * Und er fragte seinen Vater: 21 Wie lange Zeit ist es, daß ihm dies geschehen ist? Er aber sprach: von Kindheit an;* und 22 oftmals hat er ihn sowohl ins Feuer als ins Wasser geworfen, auf daß er ihn umbrächte; aber wenn du etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!* Jesus aber sprach zu 23 ihm: Das ,, wenn du kannst" ist- glauben; dem Glaubenden ist alles möglich.* Und 24 alsbald rief der Vater des Kindleins und sagte mit Thränen: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!* Als aber Jesus sah, 25 daß eine Volksmenge zusammenlief, bedrohte er den unreinen Geist, indem er zu ihm sprach: Stummer und tauber Geist, ich gebiete dir: fahre von ihm aus und fahre nicht mehr in ihn.* Und schreiend 26 und ihn sehr zerrend fuhr er aus; und er ward wie tot, so daß die meisten sagten: Er ist gestorben.* Jesus aber nahm 27 ihn bei der Hand und richtete ihn empor, und er stand auf. Und als er nach Hause ge- 28 kommen war, fragten ihn seine Jünger besonders: Warum haben wir ihn nicht austreiben können?* Und er sprach zu 29 ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren als nur durch Gebet und Fasten. 78 Markus 9. 30 Und sie gingen von dannen hinweg und zogen durch Galiläa; und er wollte nicht, daß 31 es jemand wüßte.* Denn er lehrte seine Jünger und sprach zu ihnen: Der Sohn des Menschen wird überliefert in der Menschen Hände, und sie werden ihn töten; und wenn er getötet worden, wird er am drit32 ten Tage auferstehen.* Sie aber verstanden die Rede nicht und fürchteten sich, ihn zu fragen. 33 Und er kam nach Kapernaum, und als er im Hause war, fragte er sie: Was habt ihr auf dem 34 Wege verhandelt?* Sie aber schwiegen; denn sie hatten sich auf dem Wege unter einander besprochen, wer der Größte a sei? 35* Und nachdem er sich nieder gesetzt hatte, rief er die Zwölfe und spricht zu ihnen: Wenn jemand der erste sein will, so soll b er von allen der letzte und 36 aller Diener sein.* Und er nahm ein Kindlein und stellte es in ihre Mitte; und als er es in seine Arme genommen, sprach 37 er zu ihnen:* Wer irgend eines solcher Kindlein aufnehmen wird in meinem Namen, nimmt mich auf; und wer irgend mich aufnehmen wird, nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich ge38 sandt hat.* Johannes aber antwortete ihm und sprach: Lehrer, wir sahen jemanden Teufel e austreiben in deinem Namen, der uns nicht nachfolgt, und wir wehrten ihm, weil er uns nicht nachfolgt.* Jesus aber sprach: 39 Wehret ihm nicht, denn es ist niemand, der ein Wunderwerk thun wird in meinem Namen und wird bald übel von mir zu reden vermögen;* denn wer nicht 40 wider uns ist, ist für uns.* Denn 41 wer irgend euch mit einem Becher Wassers tränken wird in meinem Namen, weil ihr Christi seid, wahrlich, ich sage euch: er wird seinen Lohn nicht verlieren.* Und wer irgend einen 42 der Kleinen, die an mich glauben, ärgern wird, dem wäre besser, wenn ein Mühlſtein d um seinen Hals gelegt, und er ins Meer geworfen würde.* Und 43 wenn deine Hand dich ärgert, so haue sie ab. Es ist dir besser, als Krüppel in das Leben einzugehen, als zwei Hände zu haben und in die Hölle hinabzufahren, in das unauslöschliche Feuer,*[ wo ihr Wurm 44 nicht stirbt, und das Feuer nicht erlischt.]* Und wenn dein Fuß 45 dich ärgert, so haue ihn ab. Es ist dir besser, lahm in das Leben einzugehen, als zwei Füße zu haben und in die Hölle geworfen zu werden,[ in das unauslöschliche Feuer,* wo ihr 46 Wurm nicht stirbt, und das Feuer nicht erlischt.]* Und wenn 47 dein Auge dich ärgert, so wirf es weg. Es ist dir besser, eina B. der Größere.-b O. wird.-c B. Dämonen. d. ein Esels= Mühlstein, wie Matth. 18, 6. Markus äugig in das Reich Gottes ein zugehen, als zwei Augen zu haben und in die Hölle des Feu48 ers geworfen zu werden,* wo ihr Wurm nicht stirbt, und das 49 Feuer nicht erlischt.* Denn jeder wird mit Feuer gesalzen werden, und jedes Schlachtopfer wird mit Salz gesalzen werden. 50* Das Salz ist gut, wenn aber das Salz unsalzig geworden, womit wollt ihr es würzen? Habet Salz in euch selbst und seid in Frieden untereinander. 10 Und er stand auf von dan nen und kommt in die Grenzen von Judäa und jenseit des Jordans. Und eine Volksmenge kommt wiederum zu ihm zusammen, und, wie er gewohnt war, lehrte er sie wiederum. 2* Und es traten Pharisäer herzu und fragten ihn: Ist es einem Manne erlaubt, sein Weib zu entlassen? indem sie ihn ver3 suchten.* Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Was hat 4 euch Moses geboten?* Sie aber sagten: Moses hat gestattet, einen Scheidebrief zu schreiben 5 und sie zu entlassen.* Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Wegen eurer Herzenshärtigkeit schrieb er euch dieses 6 Gebot;* von Anfang der Schöpfung aber schufa Gott sie Mann 7 und Weib.b* ,, Um deswillen wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und 9. 10. 79 seinem Weibe anhangen,* und 8 es werden die zwei ein Fleische sein:" also sind sie nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch.* Was 9 nun Gott zusammengefügt hat, soll der Mensch nicht scheiden. * Und in dem Hause fragten ihn 10 die Jünger wiederum hierüber; * und er spricht zu ihnen: Wer 11 irgend sein Weib entlassen und eine andere heiraten wird, bricht die Ehe gegen sie.* Und wenn 12 ein Weib ihren Mann entlassen und einen andern heiraten wird, so bricht sie die Ehe. Und sie brachten Kindlein zu 13 ihm, auf daß er sie anrührte. Die Jünger aber verwiesen es denen, welche sie herzubrachten. * Als aber Jesus es sah, ward 14 er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes.* Wahrlich, ich sage euch: 15 Wer irgend das Reich Gottes nicht aufnehmen wird wie ein Kindlein, wird nicht in dasselbe eingehen.* Und er nahm 16 sie in seine Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie. Und als er auf den Weg 17 hinausging, lief einer herzu, kniete vor ihm und fragte ihn: Guter Lehrer, was soll ich thun, auf daß ich ewiges Leben ererbe?* Jesus aber sprach zu 18 ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut als nur einer, a B. machte.- b B. männlich und weiblich. e B. zu einem Fleische. 1. Moj. 2, 24. Markus 10. 80 19 Gott.* Die Gebote weißt du: ,, Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis reden; du sollst nichts vorenthalten; ehre deinen Va20 ter und deine Mutter."* Er aber antwortete und sprach zu ihm: Lehrer, dieses alles habe ich beobachtet von meiner Ju21 gend an.* Jesus aber, ihn anblickend, liebte ihn und sprach zu ihm: Eins fehlt dir; gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gieb den Armen, und du wirst einen Schatz im Himmel haben, und komme, folge mir nach, das Kreuz aufneh22 mend.* Er aber ging, betrübt über das Wort, traurig hinweg, 23 denn er hatte viele Güter.* Und Jesus blickte umher und spricht zu seinen Jüngern: Wie schwerlich werden die, welche Güter haben, in das Reich Gottes 24 eingehen!* Die Jünger aber entsetzten sich über seine Worte. Jesus aber antwortete wieder um und sprach zu ihnen: Kinder, wie schwer ist es, daß die, welche auf Güter ihr Vertrauen setzen, in das Reich Gottes 25 eingehen!* Es ist leichter, daß ein Kameel durch das Nadelöhr gehe, als daß ein Reicher in 26 das Reich Gottes eingehe.* Sie aber waren über die Maßen erstaunt und sprachen zu einander: Und wer kann dann er27 rettet werden?* Jesus aber sah sie an und spricht: Bei Menschen ist es unmöglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge möglich.* Pe- 28 trus fing an, zu ihm zu sagen: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt. * Jesus antwortete und sprach: 29 Wahrlich, ich sage euch: es ist niemand, der Haus, oder Brüder, oder Schwestern, oder Vater, oder Mutter,[ oder Weib,] oder Kinder, oder Aecker verlassen hat um meinet- und um des Evangeliums willen, 30 der nicht hundertfältig empfange, jetzt in dieser Zeit Häuser und Brüder und Schwestern und Mütter und Kinder und Aecker, mit Verfolgungen, und in dem kommenden Zeitalter ewiges Leben.* Aber viele erste 31 werden letzte, und letzte erste sein. Sie waren aber auf dem 32 Wege, hinaufgehend nach Jerusalem, und Jesus ging vor ihnen her, und sie entsetzten sich und, indem sie nachfolgten, fürchteten sie sich. Und er nahm wiederum die Zwölfe zu sich und fing an, ihnen zu sagen, was ihm widerfahren sollte: * Siehe, wir gehen hinauf nach 33 Jerusalem, und der Sohn des Menschen wird den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten überliefert werden, und sie werden ihn zum Tode verurteilen und ihn den Nationen überliefern; und sie werden ihn ver- 34 spotten und ihn geißeln und ihn Markus 10. 81 verspeien und ihn töten, und am dritten Tage wird er auferſtehen. 35 üben.* Aber also ist es nicht 43 unter euch; sondern wer irgend unter euch groß werden will, Und es treten zu ihm Jako- soll a euer Diener sein;* und 44 bus und Johannes, die Söhne wer irgend von euch der erste des Zebedäus, und sagen zu sein will, soll a aller Knecht b ihm: Lehrer, wir wollen, daß sein.* Denn auch der Sohn 45 du uns das thuest, um was irgend wir dich bitten werden. 36* Er aber sprach zu ihnen: Was wollt ihr, daß ich euch thue? 37* Sie aber sprachen zu ihm: Gieb uns, daß wir in deiner Herrlichkeit einer zu deiner Rechten und einer zu deiner Linken 38 sitzen.* Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Könnet ihr den Kelch trinken, den ich trinke, oder mit der Taufe getauft werden, wo39 mit ich getauft werde?* Sie aber sprachen zu ihm: Wir können es. Jesus aber sprach zu ihnen: Den Kelch, den ich trinke, werdet ihr trinken, und mit der Taufe, womit ich getauft werde, werdet ihr getauft 40 werden, aber das Sitzen zu meiner Rechten oder Linken steht nicht bei mir, zu vergeben, son41 dern denen es bereitet ist.* Und als die zehn es hörten, fingen sie an, unwillig zu werden über 42 Jakobus und Johannes.* Und als Jesus sie herzugerufen hatte, spricht er zu ihnen: Ihr wisset, daß die, welche für die Regenten der Nationen gehalten werden, über sie herrschen, und ihre Großen Gewalt über sie a O. wird.- b B. Sklave. des Menschen ist nicht gekommen, um bedient zu werden, sondern um zu dienen und ſein Leben als Lösegeld zu geben für viele. Und sie kommen nach Jeri- 46 cho. Und als er aus Jericho herausging und seine Jünger und eine zahlreiche Volksmenge, saß der Sohn des Timäus, Bartimäus, der Blinde, bettelnd am Wege.* Und als er 47 hörte, daß es Jesus, der Nazarener, sei, fing er an zu schreien und zu sagen: O, Sohn Davids, Jesu, erbarme dich meiner!* Und viele bedrohten ihn, 48 daß er schweigen sollte; er aber schrie viel mehr: Sohn Davids, erbarme dich meiner!* Und Je- 49 sus stand still und hieß ihn rufen. Und sie rufen den Blinden und sagen zu ihm: Sei gutes Mutes! stehe auf, er ruft dich. * Er aber warf sein Gewand 50 ab, sprang auf und kam zu Jesu.* Und Jesus antwortete und 51 spricht zu ihm: Was willst du, daß ich dir thun soll? Der Blinde aber sprach zu ihm: Rabbuni, daß ich sehend werde.* Je- 52 sus aber sprach zu ihm: Gehe hin, dein Glaube hat dich ge6 82 Markus 10. 11. heilt.a Und alsbald ward er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege. 11 Und als sie nahe an Jerusalem kommen, an Bethphage und Bethanien auf den Oelberg zu, sendet er zwei seiner 2 Jünger* und spricht zu ihnen: Gehet hin in das Dorf, das euch gegenüber liegt; und alsbald, wenn ihr in dasselbe kommet, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf welchem kein Menschb je gesessen hat; löset 3es ab und führet es her.* Und wenn jemand zu euch sagen wird: Warum thuet ihr dies? so saget: Der Herr bedarf seiner; und alsbald sendet er es 4 hierher.* Sie aber gingen hin und fanden ein Füllen, ange bunden an der Thüre draußen auf dem Wege; e und sie lösen 5 es ab.* Und etliche von denen, die daselbst standen, sprachen zu ihnen: Was thuet ihr, daß ihr 6 das Füllen ablöset?* Sie aber sprachen zu ihnen, wie Jesus gesagt hatte. Und sie ließen sie. 7* Und sie führten das Füllen zu Jesu und legten ihre Kleider darauf, und er setzte sich auf 8dasselbe.* Viele aber breiteten ihre Kleider aus auf den Weg; andere hieben Zweige von den Bäumen und streuten sie auf 9 den Weg;* und die vorangingen und nachfolgten, riefen: 1 Hosanna! gepriesend sei, der da kommt im Namen des Herrn! * Gepriesen sei das kommende 10 Reich unsers Vaters David! Hosanna in der Höhe! e* Und 11 er zog in Jerusalem ein und in den Tempel; f und als er über alles umhergeblickt, ging er, da es schon in der Abendstunde war, mit den Zwölfen hinaus nach Bethanien. Und des folgenden Tages, 12 als sie aus Bethanien herausgingen, hungerte ihn.* Und als 13 er von ferne einen Feigenbaum sah, der Blätter hatte, ging er hin, ob er vielleicht etwas an ihm fände; und als er zu ihm kam, fand er nichts als nur Blätter, denn es war nicht die Zeit der Feigen.* Und er ant- 14 wortete und sprach zu demſelben: Nimmermehr eſse jemand von dir Frucht in Ewigkeit. Und seine Jünger hörten es. Und sie kommen nach Jeru- 15 salem. Und als er in den Tempel einging, fing er an, die Verkäufer und die Käufer im Tempel auszutreiben; und die Tische der Wechsler und die Sitze der Taubenkrämer stieß er um. * Und er erlaubte nicht, daß 16 jemand ein Gefäßs durch den Tempel trug.* Und er lehrte 17 und sprach zu ihnen: Steht nicht geschrieben: ,, Mein Haus wird ein Bethaus genannt wera O. gerettet. b B. keiner der Menschen.-c Eig. ein Weg, der um ein Haus od. ein Gehöft führt.- d O. gesegnet.- e B. in den Höchsten. f die Gebäude; so auch Vers 15 und 16.- g O. Gerät. Markus 11. 12. 83 den für alle Nationen?" a, ihr in den Himmeln ist, auch eure aber habt es zu einer Räuber18 höhle gemacht."* Und die HoUebertretungen nicht vergeben. с 20 Und als sie frühmorgens vorbeigingen, sahen sie den Feigenbaum verdorrt von den Wurzeln 21 an.* Und Petrus gedachte daran und spricht zu ihm: Rabbi, siehe, der Feigenbaum, den 22 du verfluchtest, ist verdorrt.* Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: Habet Glauben an 23 Gott.* Wahrlich, ich sage euch, Und sie kommen wiederum 27 nach Jerusalem. Und als er im Tempeld umherwandelte, kommen die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die Aeltesten zu ihm* und sagen 28 zu ihm: In welchem Recht thust du dies? und wer hat dir dieses Recht gegeben, daß du dies thust?* Jesus aber ant- 29 wortete und sprach zu ihnen: Auch ich will euch ein Wort fragen, und antwortet mir, und ich werde euch sagen, in welchem Recht ich dies thue:* Die 30 Taufe Johannes', war sie vom Himmel oder von Menschen? antwortet mir.* Und sie über- 31 legten bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: vom Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt?* doch wenn wir sa- 32 gen: von Menschen.. fie fürchteten das Volk; denn alle hielten von Johannes, daß er wirklich ein Prophet war.* Und 33 sie antworten und sagen zu Jesu: Wir wissen's nicht. Und Jesus antwortete und spricht zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, in welchem Recht ich dies thue. .... daß, wer irgend zu diesem Berge sagen wird: Werde aufgehoben und ins Meer geworfen, und wird nicht zweifeln in seinem Herzen, sondern glauben, daß geschieht, was er sagt, dem wird werden, was irgend er 24 sagen wird.* Darum sage ich euch: Alles, was irgend ihr im Gebet erbittet, glaubet, daß ihr's empfanget, und es wird euch 25 werden.* Und wenn ihr im Gebet dastehet, so vergebet, wenn ihr etwas habt wider jemanden, auf daß auch euer Vater, der in den Himmeln ist, euch eure Uebertretungene vergebe. 26* Wenn ihr aber nicht vergebet, so wird euer Vater, der Und er fing an, in Gleich- 12 nissen zu ihnen zu reden: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und setzte einen Zaun darum und grub einen Keltertrog und a Jes. 56, 7.- b Jer 7, 11.- c D. Fehltritte. d die Gebäude. 6* henpriester und die Schriftgelehrten hörten es und suchten, wie sie ihn umbrächten; denn sie fürchteten ihn, weil die ganze Volksmenge sehr erstaunt war 19 über seine Lehre.* Und als es Abend geworden, ging er zur Stadt hinaus. . 84 Markus 12. baute einen Turm und that geworden;* vom Herrn e ist 11 ihn an Ackerbauer aus und 2 reiste außer Landes.* Und er sandte zur bestimmten Zeit einen Knechta zu den Ackerbauern, auf daß er von den Ackerbauern empfinge von der Frucht 3 des Weinbergs.* Sie aber nahdies geschehend und ist wunderbar in unsern Augen?" e* Und sie 12 suchten ihn zu greifen, und sie fürchteten die Volksmenge, denn sie erkannten, daß er das Gleichnis auf sie geredet hatte. Und sie ließen ihn und gingen hinweg. men ihn, schlugen ihn und 4sandten ihn leer fort.* Und wiederum sandte er einen an dern Knechta zu ihnen; und den verwundeten sie[ durch Steinwürfe] am Kopf und sand5 ten ihn entehrt fort.* Und[ wiederum] sandte er einen andern, und den töteten sie; und viele andere: die einen schlugen sie, 6'die anderen töteten sie.* Da er nun noch einen geliebten Sohn hatte, sandte er auch ihn, als letzten, zu ihnen, indem er sprach: Sie werden sich vor 7 meinem Sohne scheuen.* Jene aber, die Ackerbauer, sprachen unter einander: Dieser ist der Erbe; kommet, lasset uns ihn töten, und das Erbe wird unser ssein.* Und sie nahmen ihn und töteten ihn und warfen ihn 9 zum Weinberg hinaus.* Was wird nun der Herr des Weinbergs thun? Er wird kommen und die Ackerbauer umbringen und den Weinberg andern ge10 ben.* Habt ihr nicht auch diese Schrift gelesen: ,, Der Stein, Und es kommen Sadducäer 18 den die Bauleute verworfen zu ihm, welche sagen, es gebe haben, dieser ist zum Ecksteinb keine Auferstehung; und sie fragUnd sie senden etliche der 13 Pharisäer und der Herodianer zu ihm, auf daß sie ihn in der Rede fingen.* Als sie aber 14 kamen, sagten sie zu ihm: Lehrer, wir wissen, daß du wahrhaftig bist und dich um niemanden kümmerst, denn du achtest nicht das Ansehen der Men-= schen, sondern lehrst den Weg Gottes in Wahrheit: Ist es erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht? sollen wir geben, oder sollen wir nicht geben?* Er aber, ihre Heuchelei 15 kennend, sprach zu ihnen: Was versuchet ihr mich? Bringet mir einen Denar, auf daß ich ihn sehe.* Sie aber brachten ihn. 16 Und er spricht zu ihnen: Wessen ist dieses Bild und die Ueberschrift? Und sie sprachen zu ihm: Des Kaisers.* Und Jesus ant- 17 wortete und sprach zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Und sie verwunderten sich über ihn. a B. Sklaven. b B. zum Haupt der Ecke.- c Jehova.- d B. ist er dieser geworden.- ei. 118, 22. 23. 1 Markus 12. 19ten ihn und sprachen:* Leh- der Toten, sondern der Lebenrer, Moses hat uns geschrieben: digen. Ihr irret alſo ſehr. Wenn jemandes Bruder stirbt und hinterläßt ein Weib und hinterläßt keine Kinder, daß sein Bruder sein Weib nehme und seinem Bruder Samen erwecke. 20* Es waren sieben Brüder; und der erste nahm ein Weib; und als er starb, hinterließ er kei21 nen Samen;* und der zweite nahm sie und starb, und auch er hinterließ keinen Samen; 22 und der dritte desgleichen.* Und die sieben nahmen sie und hinterließen keinen Samen; am letzten von allen starb auch das 23 Weib.* In der Auferstehung, [ wenn sie auferstehen werden,] wessen Weib von ihnen wird sie sein? denn die sieben haben 24 sie zum Weibe gehabt.* Und Und einer der Schriftgelehr- 28 ten, der gehört, wie sie sich befragten, und wahrgenommen, daß er ihnen gut geantwortet hatte, trat herzu und fragte ihn: Welches ist das erste Gebot von allen?* Jesus aber 29 antwortete ihm: Das erste Gebot von allen ist: ,, Höre Israel: der Herr, unser Gott, ist ein einiger Herr;* und du sollst 30 den Herrn, deinen Gott, lieben von deinem ganzen Herzen und von deiner ganzen Seele und von deinem ganzen Verstande b und von deiner ganzen Kraft." e Dies ist das erste Gebot.* Und 31 das zweite, ihm gleiche, ist dieses: ,, Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." d kein anderes Gebot ist größer als diese.* Und der Schriftgelehrte 32 sprach zu ihm: Recht, Lehrer, du hast nach der Wahrheit geredet; denne er ist ein Einiger, und da ist kein anderer außer ihm;* und ihn lieben von gan- 33 zem Herzen und von ganzem Sinn und von ganzer Seele und von ganzer Kraft, und den Nächsten lieben wie sich selbst, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.* Und 34 als Jesus sah, daß er verständig geantwortet hatte, sprach er zu ihm: Du bist nicht fern vom Reiche Gottes. Und hinJesus antwortete und sprach zu ihnen: Frret ihr nicht darum, weil ihr die Schriften nicht kennet, noch die Kraft 25 Gottes?* Denn wenn sie aus den Toten auferstehen, heiraten sie nicht, noch werden sie verheiratet, sondern sie sind wie 26 Engel in den Himmeln.* Was aber die Toten betrifft, daß sie auferstehen, habt ihr nicht in dem Buche Moses' gelesen: ,, in dem Busche," wie Gott zu ihm redete und sprach: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Jsaaks und der Gott Ja27 kobs?" a* Er ist nicht der Gott a 2. Moi. 3, 6.b 2. Gemüt. 18. e C. daß. 85 - c 5. Mos. 6, 4. 5.- d 3. Mos. 19, Markus 12. 13. Jünger herzu und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: 35 Und Jesus antwortete und diese arme Witwe hat mehr sprach, als er im Tempela lehr- hineingeworfen als alle, die in te: Wie sagen die Schriftge- den Schatzkasten eingeworfen lehrten, daß der Christus Da- haben.* Denn alle haben von 44 36 vids Sohn sei?* denn David selbst hat im Heiligen Geiste gesagt: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Fü37 Be." b* David selbst also nennt ihn Herr, und woher ist er denn sein Sohn? Und die große Menge des Volkes hörte ihn gern. ihrem Ueberfluß hineingeworfen, diese aber hat von ihrem Mangel alles, was sie hatte, hineingeworfen, ihren ganzen Lebensunterhalt. 86 fort wagte niemand, ihn zu fragen. Und er sprach zu ihnen in seiner Lehre: Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die da lieben ein langen Gewändern einherzugehen und die Begrü39 Bungen auf den Märkten* und die ersten Sitze in den Synagogen und die ersten Plätze bei 40 den Gastmählern;* welche die Häuser der Witwen verschlingen und zum Scheind lange Gebete halten. Diese werden ein schwereres Gericht empfangen. 38 Und Jesus saß dem Schatzkaſten gegenüber und sah, wie die Volksmenge Gelde in den Schatzkasten warf; und viele 42 Reiche warfen viel hinein.* Und eine arme Witwe kam und warf zwei Scherflein hinein, das ist 43 ein Pfennig. f* Und er rief seine 41 a die Gebäude. b Ps. 110, 1. e B. Münze.- f B. Quadrans. Und als er aus dem Tem- 13 pel a hinausging, sagt einer seiner Jünger zu ihm: Lehrer, siehe, welche Steine und welche Gebäude!* Und Jesus ant- 2 wortete und sprach zu ihm: Siehst du diese großen Gebäude? Es wird nicht ein Stein auf dem andern gelassen werden, der nicht abgebrochen wird. * Und als er auf dem Delberg 3 saß, dem Tempela gegenüber, fragten ihn Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas besonders:* Sage uns, 4 wann wird dies geschehen, und welches ist das Zeichen, wann dies alles vollendet werden soll? * Jesus aber antwortete ihnen 5 und fing an zu reden: Sehet zu, daß euch niemand verführe. * Denn viele werden kommen 6 in meinem Namen und sagen: Ich bin's, und werden viele verführen.* Wenn ihr aber von 7 Kriegen und Kriegsgerüchten hören werdet, so erschrecket nicht, denn dies muß geschehen, aber d. Vorwand. - c. B. wollen. - Markus 13. 87 es ist noch nicht das Ende. die in Judäa sind, auf die 8* Denn es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich; und es werden Erdbeben sein an verschiedenen Orten, und es werden Hungersnöte und Unruhen sein. Dies sind die Anfänge 9 der Wehen.* Sehet aber auf euch selbst, denn sie werden euch an Synedrien und an Synagogen überliefern; ihr werdet geschlagen und vor Statthalter und Könige gestellt werden um meinetwillen, ihnen 10 zu einem Zeugnis;* und allen Nationen muß zuvor das Evangelium verkündigt werden. 11* Wenn sie euch aber hinführen und überliefern, so sorget nicht zuvor, was ihr reden sollt; bereitet euch auch nicht vor, sondern was irgend euch in jener Stunde gegeben wird, das redet; denn nicht ihr seid die Redenden, sondern der Heilige Geist. 12* Es wird aber der Bruder den Bruder überliefern zum Tode, und der Vater das Kind; und Kinder werden sich erheben wider die Eltern und sie töten. a 13* Und ihr werdet von allen gehaßt werden um meines Namens willen; wer aber ausharrt bis ans Ende, dieser wird errettet werden. 14 Wenn ihr aber den Greuel der Verwüstung stehen sehet, wo er nicht sollte,( wer es liest, der beachte b es,) daß alsdann, a O. ihnen zum Tode verhelfen.- Berge fliehen,* und wer auf 15 dem Dachee ist, nicht in das Haus hinabsteige, noch hineingehe, um etwas aus seinem Hause zu holen;* und wer auf 16 dem Felde ist, nicht zurückkehre, um sein Kleid zu holen.* Wehe 17 aber den Schwangern und den Sängenden in jenen Tagen! * Betet aber, auf daß es nicht 18 im Winter geschehe;* denn jene 19 Tage werden Drangsal sein, solche, dergleichen nicht gewesen ist von Anfang der Schöpfung, die Gott schuf, bis jetzthin und auch nicht werden wird.* Und 20 wenn nicht der Herr die Tage verkürzt hätte, so würde fein Fleisch gerettet werden; aber um der Auserwählten willen, die er auserwählt hat, hat er die Tage verkürzt.* Und als- 21 dann, wenn jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier der Christus! oder: siehe, dort! so glaubet nicht.* Denn es werden 22 falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und werden Zeichen geben und Wunder, um, wenn möglich, auch die Auserwählten zu verführen.* Ihr 23 aber sehet zu! Siehe, ich habe euch alles zuvor gesagt.* Aber 24 in jenen Tagen, nach jener Drangsal, wird die Sonne verfinstert werden und der Mond seinen Schein nicht geben,* und 25 die Sterne des Himmels werden herabfallen, und die Kräfte b O. verstehe.- c O. Hause. 88 in den Himmeln werden er26 schüttert werden.* Und dann werden sie sehen den Sohn des Menschen, kommend in den Wolken mit großer Macht und 27 Herrlichkeit;* und dann wird er seine Engel aussenden und seine Auserwählten versammeln von den vier Winden, vom äußersten Ende der Erde bis zum äußersten Ende des Himmels. 28 Von dem Feigenbaum aber Markus 13. 14. Herr des Hauses kommt, des Abends, oder um Mitternacht, oder um den Hahnenschrei, oder frühmorgens;* damit er nicht, 36 plötzlich kommend, euch schlafend finde.* Was ich euch aber 37 sage, sage ich allen: Wachet! Es war aber nach zwei Ta- 14 gen das Passah und das Fest der ungesäuerten Brote. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen und töteten; * denn sie sagten: Nicht auf dem 2 Feste, damit nicht etwa ein Aufruhr des Volkes werde. lernet das Gleichnis. Wenn sein Zweig schon weich gewordena und die Blätter hervortreibt, ſo erkennet ihr, daß der 29 Sommer nahe ist.* Also auch ihr, wenn ihr dies geschehen ſehet, so erkennet, daß es nahe 30 an der Thür ist.* Wahrlich, ich sage euch, daß dieses Geschlecht nicht vergehen wird, bis alles dieses geschehen ist. 31* Der Himmel und die Erde Und als er in Bethanien war, 3 in dem Hause Simons, des Ausjätzigen, kam, während er zu Tische lag, ein Weib, die hatte ein Alabaster- Fläschchen mit Salbe von echter, kostbarer Narde; und sie zerbrach das Fläschchen und goß es aus auf sein Haupt. werden vergehen, meine Worte* Es waren aber etliche unwil- 4 32 aber vergehen nicht.* Von je lig bei sich selbst und sprachen: nem Tage aber oder der Stunde Wozu ist dieser Verlust der weiß niemand, weder die En- Salbe geschehen?* denn dieſe 5 gel, die im Himmel sind, noch Salbe hätte für mehr als dreider Sohn, sondern nur der hundert Denare verkauft und 33 Vater.* Sehet zu, wachet und den Armen gegeben werden können. Und sie murrten über sie.* Jesus aber sprach: Lasset 6 sie, was machet ihr ihr Mühe? sie hat ein gutes Werk an mir gethan;* denn die Armen habt 7 ihr allezeit bei euch, und wenn ihr wollt, könnet ihr ihnen wohlthun; mich aber habt ihr nicht allezeit.* Sie hat gethan, was s betet, denn ihr wisset nicht, 34 wann die Zeit ist.* Gleichwie ein Mensch, der außer Landes reiste, sein Haus verließ und seinen Knechtenb die Gewalt gab und einem jeden sein Werk, und dem Thürhüter einschärfte, 35 daß er wache;* so wachet nun, denn ihr wisset nicht, wann der a D. wird.- b B. Sklaven. Markus 14. sie vermochte; sie hat zum vor- es, wie er ihnen gesagt hatte; aus meinen Leib gesalbt zum und sie bereiteten das Paſſah. 9 Begräbnis. a* Und wahrlich, ich sage euch: wo immer die ses Evangelium gepredigt werden wird in der ganzen Welt, da wird auch gesagt werden, was diese gethan hat, zu ihrem Gedächtnis. Und als es Abend geworden, 17 kommt er mit den Zwölfen. * Und da sie zu Tische lagen 18 und aßen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage euch: Einer von euch wird mich überliefern, der, welcher mit mir iſset.* Sie 19 aber fingen an, betrübt zu werden und einer nach dem andern zu ihm zu sagen: Bin ich's?[ und ein andrer: Bin ich's?]* Er aber antwortete 20 und sprach zu ihnen: Einer von den Zwölfen, der mit mir in die Schüssel eintaucht.* Der 21 Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben ist, wehe aber jenem Menschen, durch welchen der Sohn des Menschen überliefert wird; es wäre ihm gut, wenn jener Mensch nicht geboren wäre. Und da sie aßen, nahm Jesus 22 Brot, segnetee und brach und gab es ihnen und sprach: Nehmet; dieses ist mein Leib.* Und 23 er nahm[ den] Kelch, dankte und gab ihnen denselben, und sie tranken alle daraus.* Und er sprach 24 zu ihnen: Dieses ist mein Blut, das des[ neuen] Bundes, welches für viele vergoffen wird.* Wahr- 25 lich, ich sage euch, daß ich hinfort nicht mehr trinken werde von dem Gewächs des Weinstocks bis an jenem Tage, da ich es neu trinken werde in dem Reiche Gottes.* Und als sie 26 10 Und Judas Iskariot, einer von den Zwölfen, ging hin zu den Hohenpriestern, auf daß er 11 ihn denselben überlieferte.* Sie aber, als sie es hörten, freuten sich und versprachen ihm Geld zu geben; und er suchte, wie er ihn zu gelegener Zeitb über liefern könnte. 89 12 Und am ersten Tage der ungesäuerten Brote, da man das Passah schlachtete, sagen seine Jünger zu ihm: Wo willst du, daß wir hingehen und bereiten, auf daß du das Passah essest? 13* Und er sendet zwei seiner Jünger und spricht zu ihnen: Gehet hin in die Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt; folget 14 ihm.* Und wo irgend er hineingeht, sprechet zu dem Hausherrn: Der Lehrer sagt: Wo ist mein Gastzimmer, da ich mit meinen Jüngern das Passah 15 esse?* Und derselbe wird euch einen großen Obersaal zeigen, mit Polstern belegt und fertig; 16 daselbst bereitet für uns.* Und seine Jünger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden a Eig. zur Einbalsamirung. b O. passend.- c O. lobpries. 90 ein Loblied gesungen hatten, gingen sie hinaus nach dem Oel27 berg.* Und Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle ärgern, denn es steht geschrieben:„ Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe wer28 den zerstreut werden." a* Nachdem ich aber auferweckt sein werde, will ich vor euch hin29 gehen nach Galiläa.* Petrus aber sprach zu ihm: Und wenn sich auch alle ärgern werden, 30 ich aber nicht.* Und Jesus Markus 14. spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, daß du heute in die ser Nacht, ehe der Hahn zweimal kräht, mich dreimal ver31 leugnen wirst.* Er aber sprach noch[ viel] mehr: Wenn ich mit dir sterben müßte, werde ich dich gewiß nicht verleugnen. Desgleichen aber sprachen auch alle. * Und er sprach: Abba, Vater, 36 alles ist dir möglich; nimm diesen Kelch weg von mir; doch nicht, was ich will, sondern was du willst!* Und er kommt und 37 findet sie schlafend und spricht zu Petrus: Simon, schläfst du? Vermöchtest du nicht eine Stunde zu wachen?* Wachet 38 und betet, auf daß ihr nicht in Versuchung hineinkommet; der Geist ist zwar willig, das Fleisch aber schwach.* Und er 39 ging wiederum hin, betete und sprach dasselbe Wort.* Und 40 er kam zurück und fand sie wiederum schlafend, denn ihre Augen waren beschwert; und sie wußten nicht, was sie ihm antworten sollten.* Und er 41 kommt zum dritten Male und spricht zu ihnen: So schlafet denn fort und ruhet aus. Es ist genug, die Stunde ist gekommen; siehe, der Sohn des Menschen wird in die Hände der Sünder überliefert.* Stehet 42 auf, lasset uns gehen; siehe, der mich überliefert, hat sich genaht. 32 Und sie kommen an einen Ort, mit Namen Gethsemane, b und er spricht zu seinen Jüngern: Setzet euch hier, bis ich 33 gebetet habe.* Und er nimmt den Petrus und Jakobus und Johannes mit sich und fing an, sehr bestürzt und beängstigt zu 34 werden.* Und er spricht zu ihnen: Meine Seele ist sehr betrübt bis zum Tode; bleibet 35 hier und wachet.* Und er ging ein wenig weiter und fiel auf die Erde; und er betete, daß, wenn es möglich wäre, die Stunde vore ihm vorübergehe. a Sach. 13, 7.b D. Gethsemani.- c B. von. Und alsbald, da er noch re- 43 dete, kommt Judas herzu, der einer der Zwölfe war; und mit ihm eine große Volksmenge mit Schwertern und Stöcken, von den Hohenpriestern, den Schriftgelehrten und den Aelteſten. * Der ihn aber überlieferte, hatte 44 ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen ich küssen werde, Markus 14. der ist's; ihn greifet und führet 45 ihn sicher fort.* Und als er fam, trat er alsbald zu ihm und spricht: Rabbi, Rabbi! und 46 küßte ihn sehr.* Sie aber legten 48 ab. ihre Hände an ihn und griffen 47 ihn.* Einer aber von den Dabeistehenden zog das Schwert, schlug den Knechta des Hohenpriesters und hieb ihm das Ohr * Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Seid ihrb ausgezogen wie gegen ei nen Räuber, mit Schwertern und Stöcken, mich zu fangen? 49* Täglich war ich bei euch, lehrend im Tempel, e und ihr habt mich nicht gegriffen; aber auf daß die Schriften erfüllt * Und es verließen 51 ihn alle und flohen.* Und ein gewisser Jüngling folgte ihm und hatte eine feine Leinwand um den bloßen Leib geworfen; und 52[ die Jünglinge] greifen ihn,* er 50 würden. aber ließ die feine Leinwand dahinten und floh nackt von ihnen. a B. Sklaven. Heiligtum.- f Eig. 53 Und sie führten Jesum hinweg zu dem Hohenpriester, und alle die Hohenpriester und die Aeltesten und die Schriftgelehrten versammeln sich zu ihm. 54* Und Petrus folgte ihm von ferne bis hinein in den Hof des Hohenpriesters, und er saß mit bei den Dienern und wärmte 55 sich bei dem Feuer.d* Aber die Hohenpriester und das ganze Synedrium suchten Zeugnis wider Jesum, um ihn zu töten; und sie fanden keins.* Denn 56 viele gaben falsches Zeugnis wider ihn, und die Zeugnisse waren nicht übereinstimmend. * Und etliche standen auf und 57 gaben falsches Zeugnis wider ihn und sprachen:* Wir hörten 58 ihn sagen: Ich werde diesen Tempel, e der mit Händen ge= macht ist, abbrechen, und in drei Tagen werde ich einen andern aufbauen, der nicht mit Händen gemacht ist.* Und auch 59 also war ihr Zeugnis nicht übereinstimmend.* Und der Hohe- 60 priester stand auf in ihre Mitte und fragte Jesum und sprach: Antwortest du nichts? Was zeugen diese wider dich?* Er 61 aber schwieg und antwortete nichts. Wiederum fragte ihn der Hohepriester und spricht zu ihm: Bist du der Christus, der Sohn des Gesegneten?* Je- 62 sus aber sprach: Ich bin's! Und ihr werdet den Sohn des Menschen sehen, sitzend zur Rechten der Macht und kommend mit den Wolken des Himmels. * Der Hohepriester aber zerriß 63 seine Kleiderf und spricht: Was bedürfen wir noch Zeugen? * Ihr habt die Lästerung gehört; 64 was dünkt euch? Sie alle aber verurteilten ihn, daß er des Todes schuldig sei.* Und etliche 65 fingen an, ihn anzuspeien und e das 91 b O. Ihr seid.-e die Gebäude.- d B. Licht.. Leibröcke. 92 Markus 14. 15. sein Angesicht zu verhüllen und Synedrium, und banden Jeihn mit Fäusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage! und die Diener gaben ihm Backenstreiche. 66 Und als Petrus unten im Hofe war, kommt eine von den Mägden des Hohenpriesters, 67* und als sie den Petrus sich wärmen sah, blickte sie ihn an und spricht: Auch du warst mit 68 dem Nazarener Jesus.* Er aber leugnete und sprach: Ich weiß nicht, verstehe auch nicht, was du sagst. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der 69 Hahn frähte.* Und als die sum und führten ihn weg und überlieferten ihn dem Pilatus. * Und Pilatus fragte ihn: Bist 2 du der König der Juden? Er aber antwortete und sprach zu ihm: Du sagst es.* Und die 3 Hohenpriester klagten ihn vieler Dingea an.* Pilatus aber fragte 4 ihn wiederum und sprach: Antwortest du nichts? Siehe, wie vieles sie wider dich zeugen! * Jesus aber antwortete noch 5 immer nichts, so daß Pilatus sich verwunderte.* Auf das Fest 6 aber gab er ihnen einen Gefangenen los, um welchen sie Magd ihn sah, fing sie wieder- baten.* Es war aber einer, ge- 7 um an, zu den Dabeistehenden nannt Barabbas, gebunden mit zu sagen: Dieser ist einer von den Aufrührern, die in einem 70 ihnen.* Er aber leugnete aber- Aufstande einen Mord begangen mals. Und kurz nachher sagten hatten.* Und die Volksmenge 8 wiederum die Dabeistehenden erhob ein Geschrei und fing an zu Petrus: Wahrhaftig, du bist zu begehren, daß er thäte, wie einer von ihnen, denn du bist er ihnen allezeit gethan.* Pi- 9 71 auch ein Galiläer.* Er aber fing latus aber antwortete ihnen und sprach: Wollt ihr, daß ich euch den König der Juden losgebe?* denn er wußte, daß die 10 Hohenpriester ihn aus Neid überliefert hatten.* Die Hohenprie- 11 ster aber wiegelten die Volksmenge auf, daß er ihnen lieber den Barabbas losgebe.* Pila- 12 tus aber antwortete und sprach wiederum zu ihnen: Was wollt ihr denn, daß ich mit dem thue, den ihr König der Juden nennet? * Sie aber schrieen wiederum: 13 Kreuzige ihn!* Pilatus aber 14 an, sich zu verfluchen und zu schwören: Ich kenne diesen Menschen nicht, von dem ihr redet. 72* Und zum zweiten Male krähte der Hahn. Und Petrus gedachte des Wortes, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal fräht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und als er daran gedachte, weinte er. 15 Und alsbald am frühen Morgen hielten die Hohenpriester Rat samt den Aeltesten und Schriftgelehrten, und das ganze a C. viel, d. h. heftig. 93 sie seine Kleider unter sich, indem sie das Los über sie warfen, was jeder bekommen sollte. * Es war aber die dritte Stunde, 25und sie freuzigten ihn.* Und 26 die Ueberschrift seiner Beschuldigung war oben über geschrieben: Der König der Juden. * Und mit ihm freuzigen sie zwei 27 Räuber: einen zu seiner Rechten und einen zu seiner Linken.*[ Und es ist die Schrift 28. erfüllt worden, welche sagt: Und er ist unter Gesetzlose gerechnet worden." a] Markus 15. sprach zu ihnen: Was hat er denn Böses gethan? Sie aber schrieen übermäßig: Kreuzige ihn! 15* Da aber Pilatus der Volksmenge genugthun wollte, gab er ihnen den Barabbas los und überlieferte Jesum, nachdem er ihn gegeißelt hatte, auf daß er gekreuzigt würde. 16 Die Kriegsknechte aber führten ihn in den Hof, das ist das Prätorium, und rufen die ganze 17 Schar zusammen* und legen ihm einen Purpur an und flechten eine Dornenkrone und 18 setzen sie ihm auf* und fingen Und die Vorübergehenden 29 an, ihn zu grüßen: Sei ge- lästerten ihn, schüttelten ihre 19 grüßt, König der Juden!* Und Köpfe und sagten: Pfui, der sie schlugen ihn mit einem Rohr du den Tempelb abbrichst und auf das Haupt und spieen ihn in drei Tagen aufbaueſt,* rette 30 an und beugten die Kniee und dich selbst und steige herab vom 20 huldigten ihm.* Und als sie Kreuze.* Gleicherweiſe spotte- 31 ihn verspottet hatten, zogen sie ten auch die Hohenpriester samt ihm den Purpur aus und zo- den Schriftgelehrten unter eingen ihm seine eignen Kleider ander und sprachen: Andere hat an und führen ihn hinaus, auf er gerettet, sich selbst kann er 21 daß sie ihn kreuzigten.* Und nicht retten.* Der Christus, der 32 sie zwingen einen Vorüberge- König Israels, steige jetzt herab henden, einen gewissen Simon vom Kreuze, auf daß wir sevon Kyrene, der vom Felde hen und glauben. Auch die mit kam, den Vater Alexanders ihm gekreuzigt waren, schmähund Rufus', auf daß er sein ten ihn. Kreuz trüge. 22 " 1 Und sie bringen ihn nach der Stätte Golgatha, das ist ver23 dolmetscht: Schädelstätte.* Und sie gaben ihm Wein, mit Myrrhen vermischt,[ zu trinken;] er 24 aber nahm es nicht.* Und als sie ihn gekreuzigt hatten, teilen a Jef. 53, 12.- b das Heiligtum. Als es aber die sechste Stun- 33 de war, da ward eine Finsternis über das ganze Lande bis zur neunten Stunde;* und zur 34 neunten Stunde schrie Jesus mit starker Stimme, sagend: Eloi, Eloi, lama sabachthani? das ist verdolmetscht: Mein -c D. die ganze Erde. Markus 15. 16. Gott, mein Gott, warum hast verwunderte sich, daß er schon 35 du mich verlassen?* Und als etliche der Dabeistehenden es hörten, sagten sie: Siehe, er 36 ruft Elias.* Es lief aber einer und füllte einen Schwamm mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und tränkte ihn und sprach: Halt, lasset uns sehen, ob Elias kommt, ihn herabzunehmen. 37* Jesus aber gab einen starken Schrei von sich und verschied. 38* Und der Vorhang des Tempels a zerriß in zwei Stücke, von oben bis unten. 94 39 Als aber der Hauptmann, der ihm nahe gegenüber stand, sah, daß er also schrie und verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes Sohn! 40 Es waren aber auch Weiber, die von ferne zusahen; unter welchen auch war Maria Magdalena und Maria, Jakobus' des Kleinen und Joses' Mut41 ter, und Salome,* welche auch, als er in Galiläa war, ihm nachfolgten und ihm dienten; und viele andere, die mit ihm nach Jerusalem hinaufgekommen waren. 42 Und als es schon Abend geworden,( dieweil es Rüsttag war, welches der Vorsabbath 43 ist)* kam Joseph von Arimathia, ein ehrbarer Ratsherr, der auch selbst das Reich Gottes erwartete, und ging fühnb zu Pilatus hinein und bat um 44 den Leib- Jesu.* Pilatus aber gestorben war; und er rief den Hauptmann herzu und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei.* Und als er es von 45 dem Hauptmann erfuhr, schenkte er dem Joseph den Leib.* Und 46 er faufte eine feine Leinwand, nahm ihn herab und wickelte ihn in die feine Leinwand und legte ihn in eine Gruft, die aus einem Felsen gehauen war, und er wälzte einen Stein vor die Thür der Gruft.* Aber 47 Maria Magdalena und Maria, Joses' Mutter, sahen zu, wo er hingelegt ward. Und als der Sabbath ver- 16 gangen war, kauften Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus, und Salome wohlriechende Spezereien, auf daß sie kämen und ihnsalbten. Und sehr früh am ersten Wo- 2 chentage kommen sie zur Gruft, als die Sonne aufgegangen war.* Und sie sprachen unter einander: Wer wird uns den Stein von der Thüre der Gruft abwälzen?* Und als sie auf- 4 blickten, sehen sie, daß der Stein abgewälzt ist; denn er war sehr groß.* Und als sie in die Gruft 5 hineintraten, sahen sie einen Jüngling zur Rechten sitzen, angethan mit weißem Gewande, und sie entsetzten sich.* Er aber 6 spricht zu ihnen: Entsetzet euch nicht; ihr suchet Jesum, den Nazarener, den Gekreuzigten. a das Heiligtum. b Eig. sich erkühnend. Markus 16. Lukas 1. Er ist auferstanden, er ist nicht hier. Siehe da, die Stätte, wo 7 sie ihn hingelegt hatten.* Aber gehet hin, saget seinen Jüngern und Petrus, daß er vor euch hingeht nach Galiläa; daselbst werdet ihr ihn sehen, wie er seuch gesagt hat.* Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft. Es ergriff sie aber Zittern und Bestürzung, und sie sagten niemandem etwas, denn fie fürchteten sich. 9 Als er aber früh am ersten Wochentage auferstanden war, erschien er zuerst der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufela ausgetrieben hatte. 10* Diese ging hin und verkündigte es denen, die mit ihm gewesen waren, welche trauerten und 11 weinten.* Und als jene hörten, daß er lebe und von ihr gesehen worden sei, glaubten sie es nicht. 12* Darnach aber offenbarte er sich zweien aus ihnen in einer andern Gestalt, als wandelten, 13 da sie aufs Land gingen.* Und diese gingen hin und verkündigten es den übrigen; auch 14 denen glaubten sie nicht.* Nach95 her, als sie zu Tische lagen, offenbarte er sich den Elfen und schalt ihren Unglauben und ihre Herzenshärtigkeit, daß sie denen, die ihn auferweckt gesehen, nicht geglaubt hatten.* Und er sprach 15 zu ihnen: Gehet hin in die ganze Welt, prediget das Evangelium der ganzen Schöpfung.* Wer 16 da glaubt und getauft ist, wird errettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden. * Diese Zeichen aber werden de- 17 nen folgen, die da glauben: In meinem Namen werden sie Teufela austreiben, in neuen Sprachenb reden,* Schlangen aufneh- 18 men, und wenn sie etwas Tödliches trinken, so wird es ihnen nicht schaden; Schwachen werden sie die Hände auflegen, und sie werden gesund werden. Der Herr nun ward, nachdem 19 er mit ihnen geredet hatte, in den Himmel aufgenommen und setzte sich zur Rechten Gottes. Jene aber gingen aus und 20 predigten allenthalben, und der Herr wirkte mit und beſtätigte das Wort durch die darauf folgenden Zeichen. Evangelium nach Lukas. 1 Sintemal es viele unternom- zu verfassen, so wie es uns 2 men haben, eine Erzählung von die überliefert haben, die von den Dingen, die unter uns völ- Anfang an Augenzeugen und lig geglaubt werden, ordentlich Diener des Wortes gewesen a B. Dämonen. b. Zungen.- c O. sich völlig erwiesen haben. Lukas 1. 96 3 sind,* schien es auch mir gut, der ich allem von Anfang an genau gefolgt bin, es dir, vortrefflichster Theophilus, der Ordnung nach zu schreiben; 4* auf daß du die Zuverlässigfeit der Dinge erkennest, in welchen du unterrichtet worden bist. 5 Elisabeth unfruchtbar war; und beide waren in ihren Tagen sweit vorgerückt.* Es geschah aber, als er in der Ordnung seiner Abteilung den priesterlichen Dienst vor Gott erfüllte, 9* traf ihn, nach der Gewohnheit des Priestertums, das Los, in den Tempela des Herrn einzu10 gehen, um zu räuchern.* Und die ganze Menge des Volkes war betend draußen zur Stunde des 11 Räucherns.* Und es erschien ihm ein Engel des Herrn und stand zur Rechten des Rauch12 altars.* Und als Zacharias ihn sah, ward er bestürzt, und 13 Furcht überfiel ihn.* Der Engel aber sprach zu ihm: Fürchte Flehen ist erhört, und dein Weib Elisabeth wird dir einen Sohn gebären, und du sollst seinen Namen Johannes heißen.* Und 14 er wird dir zur Wonne und Freude sein, und viele werden sich über seine Geburt freuen. * Denn er wird groß sein vor 15 [ dem] Herrn; weder Wein noch starkes Getränk wird er trinken und schon von Mutterleibe an mit dem Heiligen Geiste erfüllt werden.* Und viele der Söhne 16 Israels wird er bekehren zu dem Herrn, ihrem Gott.* Und 17 derselbe wird vor ihm hergehen in dem Geist und der Kraft des Elias, um die Herzen der Väter zu bekehren zu den Kindern und Ungehorsame zur b Weisheit der Gerechten, um dem Herrn zu bereiten ein zugerüstetes Volk.* Und Zacha- 18 rias sprach zu dem Engel: Woran soll ich dies erkennen? denn ich bin alt, und mein Weib ist weit vorgerückt in ihren Tagen.* Und der Engel antwor- 19 tete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, zu dir zu reden und dir diese gute Botschaft zu verkündigen.c * Und siehe, du wirst stumm d 20 sein und nicht sprechen können, bis zu dem Tage, da dies geschehen wird, weil du meinen Worten nicht geglaubt haft, die dich nicht, Zacharias, denn dein zu ihrer Zeit werden erfüllt Es war in den Tagen Herodes', des Königs von Judäa, ein gewisser Priester, mit Namen Zacharias, aus der Abteilung Abia's, und sein Weib aus den Töchtern Aarons, und 6 ihr Name war Elisabeth.* Beide aber waren gerecht vor Gott, untadelig wandelnd in allen Geboten und Satzungen des Herrn. 7* Und sie hatten kein Kind, weil a das Heiligtum. b D. durch die.-c B. dir dieses zu evangelisiren. d B. schweigend. Lukas 1. 21 werden.* Und das Volk wartete auf Zacharias, und sie verwunderten sich, daß er im Tem22 pela verzog.* Als er aber herauskam, konnte er nicht zu ihnen reden, und sie erkannten, daß er ein Gesicht gesehen hatte im Tempel.a Und er winkte ihnen 23 und blieb stumm.* Und es geschah, als die Tage seines Dienstes erfüllt waren, ging er weg nach seinem Hauſe. 97 Gnadeb gefunden bei Gott;* und 31 siehe, du wirst im Leibe empfangen und einen Sohn gebären, und sollst seinen Namen Jesus heißen.* Dieser wird 32 groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und der Herr, Gott, e wird ihm den Thron seines Vaters David geben;* und 33 er wird herrschen über das Haus Jakobs in die Zeitalter, und seines Reiches wird kein Ende sein.* Maria aber sprach zu 34 dem Engel: Wie wird dies sein, dieweil ich keinen Mann kenne? * Und der Engel antwortete und 35 sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geborend werden wird, Gottes Sohn genannt werden.* Und siehe, Elisabeth, 36 deine Verwandte, istauchschwanger mit einem Sohne in ihrem Alter, und dies ist der sechste Monat bei ihr, welche die Ünfruchtbare genannt war;* denn 37 bei Gott wird nichts unmöglich sein.e* Maria aber sprach: Sie- 38 he, die Magdf des Herrn; es geschehe mir nach deinem Worte. Und der Engel schied von ihr. Maria aber stand auf in den- 39 selbigen Tagen und ging in Eile nach dem Gebirge in eine Stadt Juda,* und kam in das 40 Haus des Zacharias und be24 Nach diesen Tagen aber ward Elisabeth, sein Weib, schwanger und verbarg sich fünf Monate 25 und sagte:* Also hat mir der Herr gethan in den Tagen, in welchen er mich angesehen, um meine Schmach unter den Menschen wegzunehmen. 26 Und im sechsten Monat ward der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt von Galiläa, 27 namens Nazareth,* zu einer Jungfrau, die verlobt war einem Manne, namens Joseph, aus dem Hause Davids; und der Name der Jungfrau war Maria. 28* Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadigte! der Herr ist mit dir; du bist gesegnet unter den 29 Weibern!* Sie aber, als sie ihn sah, ward bestürzt über sein Wort und überlegte, was dies 30 für ein Gruß sei.* Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, denn du hast b D. Gunft.- c d. i. Jehova- Elohim des Alt. Test. a das Heiligtum. a D. gezeugt. - e 2. üb.: denn kein Wort von Gott wird unmöglich ( kraftlos) ſein.- f B. Sklavin, so auch V. 48. 7 98 41 grüßte die Elisabeth.* Und es geschah, als Elisabeth den Gruß der Maria hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leibe; und Elisabeth ward mit dem Heiligen 42 Geiste erfüllt* und rief aus mit lauter Stimme und sprach: Geſegneta bist du unter den Wei bern, und geſegneta die Frucht 43 deines Leibes!* Und woher mir Lukas 1. Der Elisabeth aber ward die 57 dieses, daß die Mutter meines Zeit erfüllt, daß sie gebären 44 Herrn zu mir kommt?* Denn sollte, und sie gebar einen Sohn. siehe, wie die Stimme deines* Und ihre Nachbarn und Ver- 58 Grußes in meine Ohren drang, bwandten hörten, daß der Herr hüpfte das Kind vor Freude in seine Barmherzigkeit an ihr groß 45 meinem Leibe.* Und glückselig, gemacht habe, und sie freuten sich die geglaubt hat, denn es wird mit ihr.* Und es geschah am 59 zur Erfüllung kommen, was achten Tage, da kamen sie, das ihr von dem Herrn geredet wor- Kindlein zu beschneiden; und den. sie nannten es nach dem Namen seines Vaters: Zacharias.* Und 60 seine Mutter antwortete und sprach: Nicht also, sondern er soll Johannes heißen.* Und sie 61 sprachen zu ihr: In deiner Verwandtschaft ist keiner, der mit diesem Namen genannt wird.* Sie winkten aber seinem 62 Vater, wie er wolle, daß er genannt werde.* Und er forderte 63 ein Täfelchen und schrieb und sprach: Johannes ist sein Name. Und sie verwunderten sich alle. * Alsbald aber ward sein Mund 64 aufgethan und seine Zunge gelöst, und er redete und lobte Gott. * Und es kam Furcht über 65 alle, die um sie her wohnten; und auf dem ganzen Gebirge von Judäa wurde insgemein 46 Und Maria sprach: Meine 47 Seele erhebt den Herrn,* und mein Geist hat frohlockt in Gott, 48 meinem Heilande;* denn er hat hingeblickt auf die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von nun an preisen mich glückselig 49 alle Geschlechter.* Denn große Dinge hat der Mächtige an mir gethan, und heilig ist sein Name; 50* und seine Barmherzigkeit ist von Geschlecht zu Geschlecht über 51 die, so ihn fürchten.* Er hat Macht geübt mit seinem Arm; er hat Hochmütige zerstreut in der Gesinnung ihres Herzens. 52* Mächtige hat er von Thronen hinabgestoßen und Niedrige er* Er hat Hungrige mit Gütern erfüllt und Reiche leer a O. Gepriesen.- b B. ward. 53 fortgeschickt.* Er hat sich Isra- 54 els, seines Knechtes, angenommen, damit er eingedenk sei der Barmherzigkeit*( wie er gere- 55 det zu unsern Vätern) gegen Abraham und seinen Samen in Ewigkeit.* Und Maria blieb 56 bei ihr bei drei Monaten und kehrte nach ihrem Hauſe zurück. Lukas 1. 2. über alle diese Dinge geredet. 66* Und alle, die es hörten, nahmen es zu Herzen und sprachen: Was wird doch aus diesem Kindlein werden? Und die Hand des Herrn war mit ihm. 67 Und Zacharias, sein Vater, ward erfüllt mit dem Heiligen Geiste und weissagte und sprach: 68* Gepriesena sei der Herr, der Gott Israels, denn er hat besucht und eine Erlösung geschafft sei69 nem Volke,* und hat uns auf gerichtet ein Horn des Heils in dem Hause Davids, seines 70 Knechtes,*( gleichwie er geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten, die von Alters 71 her waren)* Rettung von unsern Feinden und von der Hand aller, 72 die uns hassen;* um Barmherzigkeit zu vollbringen an unsern Vätern und zu gedenken seines 73 heiligen Bundes,* des Eides, den er Abraham, unserm Vater, geschworen, um uns zu geben, 74* daß wir, gerettet aus der Hand unsrer Feinde, ohne Furcht ihm 75 dienen sollen* in Frömmigkeit und Gerechtigkeit vor ihm alle 76 unsre Tage.* Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten genannt werden; denn du wirst vor dem Angesicht des Herrn hergehen, seine Wege zu berei77 ten,* um seinem Volke Erkenntnis des Heils zu geben in Ver78 gebung ihrer Sünden,* durch die herzliche Barmherzigkeit un 99 sers Gottes, in welcher uns besucht hat der Aufgang aus der Höhe,* um zu leuchten denen, 79 die da sitzen in Finsternis und im Schatten des Todes, um unsre Füße zu richten auf den Weg des Friedens. a O. Geſegnet.- b A. üb.: Diese eine Stadt Davids. Das Kindlein aber wuchs und 80 ward stark im Geist und war in den Wüsteneien, bis zu dem Tage seines Auftretens vor Israel. Es geschah aber in jenen 2 Tagen, daß eine Verordnung vom Kaiser Augustus ausging, den ganzen Erdkreis einzuschreiben. Die Einschreibung ſelbst 2 geschah erst, alsKyrenius Landpfleger von Syrien war.* Und 3 alle gingen hin, um eingeschrieben zu werden, ein jeder in seine eigene Stadt.* Es ging 4 aber auch Joseph von Galiläa, aus der Stadt Nazareth, hinauf nach Judäa, in Davids Stadt, die Bethlehem heißt, weil er aus dem Hause und Geschlecht Davids war,* um 5 eingeschrieben zu werden mit Maria, seinem verlobten Weibe, die war schwanger.* Und es 6 geschah, als sie daſelbst waren, wurden ihre Tage erfüllt, daß sie gebären sollte,* und sie ge- 7 bar ihren erstgebornen Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte ihn nieder in eine Krippe, weil in der Herberge kein Raum für sie war. Und es waren Hirten in der- s Einschr. geschah als erste.- c O. in Lukas 2. selben Gegend, die auf freiem geredet war über dieses KindFelde blieben und des Nachts Wache hielten über ihre Herde. 9* Und siehe, ein Engel des Herrn stand bei ihnen, und die Herrlichkeit des Herrn umleuchtete sie, und sie fürchteten sich mit 10 großer Furcht.* Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht, denn siehe, ich verkündige a euch große Freude, die für das ganze Volk sein wird; 11* denn euch ist heute ein Erretterb 100 lein.* Und alle, die es hörten, 18 verwunderten sich über das, was von den Hirten zu ihnen gesagt ward.* Maria aber bewahrte 19 alle diese Worte und erwägte sie in ihrem Herzen.* Und die 20 Hirten kehrten wieder um, Gott verherrlichend und lobend über alles, was sie gehört und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden war. Und als acht Tage erfüllt 21 geboren in Davids Stadt, wel- waren, daß man ihn beschneiden 12 cher ist Christus der Herr.* Und sollte, da wurde sein Name gedies sei euch das Zeichen: Ihr nannt Jesus, welcher genannt werdet ein Kinde finden, in Win- war von dem Engel, ehe er im deln gewickelt in einer Krip13 pe liegend.* Und plötzlich war bei dem Engel eine Menge der himmlischen Heerscharen, die 14 Gott lobten und sprachen:* HerrLeibe empfangen worden war. lichkeit Gott in der Höhe, d und Friede auf Erden, ane den Men15 schen ein Wohlgefallen.* Und es geschah, als die Engel von ihnen hinweg in den Himmel fuhren, daßf die Hirteng unter einander sagten: Lasset uns nun hingehen gen Bethlehem und diese Sache sehen, die geschehen ist, die der Herr uns fund ge16 than hat.* Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, und das Kind in der 17 Krippe liegend.* Und als sie es gesehen, machten sie überall das Wort kund, das zu ihnen Und als die Tage ihrer Rei- 22 nigung nach dem Gesetz Moses' erfüllt waren, brachten sie ihn hinauf nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen,*( gleich- 23 wie im Gesetz des Herrn geschrieben steht: ,, Alles Männliche, das die Mutter bricht, soll dem Herrn heilig heißen;" h * und ein Schlachtopfer zu geben, 24 nach dem gesagt ist im Gesetz des Herrn: ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben. Und siehe, es war ein Mensch 25in Jerusalem, namens Simeon; und dieser Mensch war gerecht und gottesfürchtig und wartete auf den Trost Israels; und der Heilige Geist war auf ihm.* Und 26 es war ihm ein göttlicher Ausa B. evangelisire.-b O. Heiland.-c Eig. Säugling; so auch V. 16 d B. in den Höchsten.- e B. in.- f B. und; hier und noch häufig in Lukas mit„ daß" übersetzt. g B. die Männer, die Hirten.- h 2. Moj. 13, 2. spruch geworden von dem Heiligen Geiste, daß er den Tod nicht sehen solle, ehe er den 27 Christ des Herrn gesehen.* Und er kam durch den Geist in den Tempel. Und als die Eltern das Kindlein Jesus hineinbrachten, um für ihn zu thun nach der 28 Gewohnheit des Gesetzes,* da nahm er ihn auf seine Arme und 29 lobte Gott und sprach:* Nun, Herr, b entläsfest du deinen Knecht, nach deinem Worte, 30 in Frieden;* denn meine Auс gen haben dein Heil gesehen, 31* das du bereitet hast vor dem 32 Angesicht aller Völker:* ein Licht zur Offenbarung der Nationen und zur Herrlichkeit deines 33 Volkes Israel.* Und sein Vater und seine Mutter verwunderten sich über das, was von ihm ge34 redet ward.* Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser liegt zum Fall und Aufstehend vieler in Israel und zu einem 35 widersprochenen Zeichen,*( aber auch deine eigene Seele wird ein Schwert durchdringen) damit die Uleberlegungen vieler Herzen offenbar werden. Lukas 2. 36 Und es war eine Prophetin Hanna, eine Tochter Phanuels, aus dem Stamme Aser. Diese war in ihren Tagen sehr vorgerückt und hatte sieben Jahre gelebt mit einem Manne von 37 ihrer Jungfrauschaft an,* und 101 sie war eine Witwe bei vierundachtzig Jahren, die nicht von dem Tempele wich, indem sie Nacht und Tag diente mit Fasten und Flehen.* Und diese 38 trat zu derselben Stunde herzu, lobte den Herrn und redete von ihm zu allen, die auf Erlösung warteten in Jeruſalem. Und als sie alles vollendet 39 hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehrten sie zurück nach Galiläa in ihre Stadt Nazareth.* Das 40 Kindlein aber wuchs und ward stark, erfüllt mit Weisheit, und Gottes Gnadef war auf ihm. - Und seine Eltern gingen jähr- 41 lich nach Jerusalem auf das Passahfest.* Und als er zwölf 42 Jahre alt war und sie[ nach Jerusalem] hinaufgingen, nach der Gewohnheit des Festes,* und 43 sie die Tage vollendet hatten, blieb, als sie zurückkehrten, der Knabe Jesus in Jeruſalem zurück; und seine Eltern wußten es nicht.* Da sie aber meinten, 44 er sei unter der Reisegesellſchaft, kamen sie eine Tagereiſe weit und suchten ihn auf unter den Verwandten und Bekannten, * und als sie ihn nicht fanden, 45 kehrten sie nach Jeruſalem zurück und suchten ihn.* Und es 46 geschah, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel, e wie er inmitten der Lehrer saß und ihnen zuhörte und sie fragte. * Alle aber, die ihn hörten, ge- 47 a B. in( in der Kraft des.)- b B. Gebieter. e B. Sklaven.- d D. Auferstehen. e die Gebäude.- f. Gunst. 102 rieten außer sich über sein Verständnis und seine Antworten. 48* Und als sie ihn ſahen, erstaunten sie, und seine Mutter sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns also gethan? siehe, dein Vater und ich haben dich mit 49 Schmerzen gesucht.* Und er sprach zu ihnen: Was ist es, daß ihr mich gesucht habt? wußtet ihr nicht, daß ich sein muß in dem, was meines Vaters 50 ist?* Und sie verstanden das Lukas 2. 3. с schrieben steht im Buche der Worte Jesaias', des Propheten: ,, Stimme eines Rufenden in der Wüste: Bereitet den Weg des Herrn, machet gerade seine Steige!* Jedes Thal wird aus- 5 gefüllt und jeder Berg und Hügel erniedrigt werden, und das Krumme wird zum geraden Wege und die höckerichten zu ebenen Wegen werden;* und 6 alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen." c* Er sprach 7 Wort nicht, das er zu ihnen nun zu der Volksmenge, die 51 redete.* Und er ging mit ihnen hinausging, um von ihm gehinab und kam nach Nazareth, tauft zu werden: Otternbrut, und er war ihnen unterthan. wer hat euch gewiesen, dem Und seine Mutter bewahrte alle kommenden Zorn zu entfliehen? diese Worte in ihrem Herzen.* Bringet nun der Buße wür- 8 52* Und Jesus nahm zu an Weis- dige Früchte und beginnet nicht heit und an Größea und Gunstb bei euch selbst zu sagen: Wir bei Gott und den Menschen. 3 Im fünfzehnten Jahre aber der Regierung des Kaisers Tiberius, als Pontius Pilatus Landpfleger war von Judäa, und Herodes Vierfürst von Galiläa, und sein Bruder Philippus Vierfürst von Jturäa und der Gegend Trachonitis, und Lysanias Vierfürst von Abilene, 2* unter dem Hohenpriestertum von Hannas und Kajaphas, geschah das Wort Gottes zu Johannes, dem Sohne Zacha3 rias', in der Wüste.* Und er kam in die ganze Umgegend des Jordans und predigte die Taufe der Buße zur Verge4 bung der Sünden;* wie gea O. Alter. b D. Gnade. haben Abraham zum Vater; denn ich sage euch, daß Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken. * Schon ist aber auch die Art 9 an die Wurzel der Bäume gelegt: jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.* Und die Volksmenge 10 fragte ihn und sprach: Was sollten wir denn thun?* Er11 aber antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Röcked hat, teile dem mit, der keinen hat; und wer Speise hat, thue gleicherweise.* Es kamen aber auch 12 Zöllner, um getauft zu werden, und sprachen zu ihm: Lehrer, c Jes. 40, 3-5. d Eig. Leibrücke. - 1 Lukas 3. 103 Es geschah aber, als das 21 ganze Volk getauft wurde, und Jesus getauft war und betete, daß der Himmel aufgethan wurde,* und der Heilige Geist 22 in leiblicher Gestalt, wie eine Taube, auf ihn herabstieg, und eine Stimme aus dem Himmel geschah: Du bist mein geliebter Sohn, anb dir habe ich Wohlgefallen gefunden. Und er selbst, Jesus, begann 23 ungefähr dreißig Jahre alt zu wie man werden und war, meinte, ein Sohn des Joseph, des Eli,* des Matthat, des 24 Levi, des Melchi, des Janna, des Joseph,* des Mattathias, 25 des Amos, des Nahum, des Esli, des Naggai,* des Maath, 26 des Mattathias, des Semei, des Joseph, des Juda,* des 27 Johanna, des Resa, des Zorobabel, des Salathiel, des Neri, * des Melchi, des Addi, des 28 Kosam, des Elmodam, des Er, * des Jose, des Elieser, des Jo- 29 rim, des Matthat, des Levi, * des Simeon, des Juda, des 30 Joseph, des Jonan, des Eliafim,* des Melea, des Menna, 31 des Mattatha, des Nathan, des David,* des Jeffe, des Obed, 32 des Boas, des Salmon, des Nahasson,* des Aminadab, des 33 Aram, des Esrom, des Phares, des Juda,* des Jakob, 34 des Isaak, des Abraham, des Tharah, des Nachor,* des Se- 35 ruch, des Ragau, des Phalek, lem anderne ermahnte, verkündigte er sein Evangelium dem 19 Volke.* Herodes aber, der Vierfürst, weil er von ihm gestraft ward wegen der Herodias, des Weibes seines Bruders, und wegen alles Bösen, das Hero20 des gethan,* fügte allem auch das hinzu, daß er Johannes ins Gefängnis einschloß. a C. nehmet nichts durch falsche Anklage.- b B. in.- c B. vieles andere. 13 was sollten wir thun?* Er aber sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als euch bestimmt 14 ist.* Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und wir, was sollten wir thun? Und er sprach zu ihnen: Thuet niemandem Gewalt und klaget niemanden fälschlich ana und begnüget euch mit euerm Solde. 15* Und als das Volk in Erwartung war, und alle in ihren Herzen wegen Johannes überlegten, ob er nicht etwa der 16 Christus sei,* antwortete Johannes allen und sprach: Ich taufe euch mit Wasser, es kommt aber, der stärker ist als ich, dem ich nicht genugsam bin, den Riemen seiner Sandalen aufzulösen; er wird euch mitb dem Heiligen Geiste und mit Feuer 17 taufen;* dessen Worfschaufel in seiner Hand ist, und er wird seine Tenne durch und durch reinigen und den Weizen in seine Scheune sammeln; die Spreu aber wird er verbrennen mit unauslöschlichem Feuer. 18* Indem er nun auch mit vie 104 Lukas 36 des Eber, des Sala,* des Kainan, des Arpharad, des Sem, 37 des Noah, des Lamech,* des Methusala, des Enoch, des Jared, des Maleleel, des Kainan, 38* des Enos, des Seth, des Adam, des Gottes. 4 Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurück und ward durch den Geist in der Wüste vierzig Tage umher 2 geführt* und ward von dem Teufel versucht. Und er aß in jenen Tagen nichts; und als sie voll3 endet waren, hungerte ihn.* Und der Teufel sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich zu diesem Steine, daß er Brot 4 werde.* Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: ,, Nicht von Brot allein soll der Mensch leben, sondern von jedem Worte Gottes.b 5 Und der Teufel führte ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm in einem Augenblick 6 alle Reiche des Erdkreises.* Und der Teufel sprach zu ihm: Ich werde dir alle diese Gewalt und ihre Herrlichkeit geben; denn mir ist sie übergeben, und wem irgend ich will, gebe ich sie. 7* Wenn du nun vor mir anbetene willst, so wird es alles sdein sein.* Und Jesus antwortete ihm und sprach: Es steht geschrieben: ,, Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbetene und ihm allein dienen!" d 3. 4. Und er führte ihn nach Je- 9 rusalem und stellte ihn auf die Zinne des Tempels und sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich von hier hinab; * denn es steht geschrieben: ,, Er 10 wird seinen Engeln befehlen über dir, daß sie dich bewahren;* und sie werden dich auf 11 den Händen tragen, damit du nicht etwa deinen Fuß an einen Stein stoßest." e* Und Jesus 12 antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt:„ Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen."* Und als der Teufel 13 jede Versuchung vollendet hatte, wich er für eine Zeit von ihm. Und Jesus kehrte in der Kraft 14 des Geistes zurück nach Galiläa, und das Gerücht von ihm ging aus durch die ganze Umgegend. * Und er lehrte in ihren Syna- 15 gogen, geehrt von allen.* Und 16 er kam nach Nazareth, wo er erzogen war; und er ging nach seiner Gewohnheit am Sabbathtage in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen.* Und ihm 17 ward das Buch des Propheten Jesaias gereicht, und als er das Buch aufgerollt, fand er die Stelle, da geschrieben war:* ,, Der 18 Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, Armen gute Botschaft zu verkündigen; er hat mich gesandt, Gefangenen Befreiung auszurufen und Blinden das Gesicht, Zerschlagene a B. in( in der Kraft des.) b 5. Moi. 8, 3.c D. huldigen. d 5. Mos. 6, 13. e ₁. 91, 11. 12.- f 5. Moj. 6, 16. Lukas 4. 19 in Freiheit hinzusenden,* auszurufen das Jahr der Anneh20 munga des Herrn." b* Und als er das Buch zugerollt und dem Diener zurückgegeben hatte, setzte er sich; und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn 21 gerichtet.* Er fing aber an, zu ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift vore euern Ohren er22 füllt.* Und alle gaben ihm Zeugnis und verwunderten sich über die Worte der Gnade, die aus seinem Munde hervorgingen, und sprachen: Ist dieser nicht 23 der Sohn Josephs?* Und er sprach zu ihnen: Ihr werdet allerdings dieses Sprüchwortd zu mir sagen: Arzt, heile dich ſelbst; alles, was wir gehört, daß es in Kapernaum geschehen, thue auch hier in deinem Vater24 lande.* Er aber sprach: Wahrlich, ich sage euch, daß kein Prophet in seinem Vaterlande 25 wohl aufgenommene ist.* In Wahrheit aber sage ich euch: Viele Witwen waren in den Tagen Elias' in Israel, als der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monate, so daß eine große Hungersnot 26 ward im ganzen Lande;* und zu keiner von ihnen ward Elias gesandt, als nur nach Sarepta in Sidonia, zu einem Weibe, 27 einer Witwe.* Und viele Aussätzige waren zur Zeit Elisa's, des Propheten, in Israel, und 105 1 keiner von ihnen ward gereinigt, als nur Naeman, der Syrer. * Und alle in der Synagoge wur- 28 den von Wut erfüllt, als sie dies hörten.* Und sie standen 29 auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn bis an den Rand des Berges, an welchem ihre Stadt erbaut war, so daß sie ihn hinabzustürzen vermöchten.* Er aber, durch 30 ihre Mitte hindurchgehend, ging hinweg. Und er kam hinab nach Ka- 31 pernaum, einer Stadt in Galiläa, und lehrte sie an den Sabbathen.* Und sie erstaun- 32 ten sehr über seine Lehre, denn sein Wort war mit Gewalt. * Und es war in der Synagoge 33 ein Mensch, der den Geist eines unreinen Teufelsf hatte, und er schrie auf mit starker Stimme* und sprach: Laß ab! 8 34 was haben wir mit dir zu schaffen, Jesu, Nazarener? Bist du gekommen, uns zu verderben? Ich kenne dich, wer du bist: der Heilige Gottes.* Und 35 Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! Und als der Teufelh ihn mitten unter sie geworfen, fuhr er von ihm aus, ohne ihn zu beschädigen.* Und Entſetzen kam 36 über alle, und sie redeten unter einander und sprachen: Was ist dies für ein Wort? denn mit Gewalt und Kraft gebietet a B. das annehmliche Jahr.. b Jes. 61, 1. 2.--c B. in.- d B. Gleichnis.- e B. annehmlich. f B. Dämons.-g O. Ha!-h B. Dämon. 106 Lukas er den unreinen Geistern, und 37 sie fahren aus.* Und das Gerücht von ihm ging aus in jeden Ort der Umgegend. 38 Er aber stand auf aus der Synagoge und kam in das Haus Simons. Die Schwiegermutter des Simon aber war von einem starken Fieber befallen, und sie baten ihn für sie. 39* Und er stand über ihr, bedrohte das Fieber, und es verließ sie; sie aber stand alsbald auf und 40 diente ihnen.* Als aber die Sonne unterging, brachten alle, welche Leidende an verschiedenen Krankheiten hatten, dieselben zu ihm; er aber legte einem jeden von ihnen die Hände 41 auf und heilte sie.* Und auch Teufel a fuhren aus von vielen, indem sie schrieen und sprachen: Du bist der Sohn Gottes. Und er bedrohte sie und ließ sie nicht reden, weil sie wußten, daß er 42 der Christus war.* Als es aber Tag geworden, ging er aus und begab sich an einen wüsten Ort, und die Volksmenge suchte ihn auf und kam bis zu ihm, und sie hielten ihn auf, daß er nicht 43 von ihnen ginge.* Er aber sprach zu ihnen: Ich muß auch den andern Städten das Evangelium vom Reiche Gottes verkündigen, denn dazu bin ich ge44 sandt worden.* Und er predigte in den Synagogen von Galiläa. 5 Und es geschah, als die Menge auf ihn andrängte, um das a B. Tämonen. 4. 5. Wort Gottes zu hören, daß er an dem See Genezareth stand. * Und er sah zwei Schiffe am 2 See stehen; die Fischer aber waren aus denselben getreten und wuschen ihre Netze.* Er 3 aber stieg in eins der Schiffe, welches Simons war, und bat ihn, ein wenig vom Lande abzufahren; und er setzte sich und lehrte das Volk vom Schiffe aus.* Als er aber aufhörte zu 4 reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Tiefe und lasset eure Netze zu einem Fange hinab.* Und Simon antwortete 5 und sprach zu ihm: Meister, wir haben uns die ganze Nacht hindurch bemüht und nichts gefangen, aber auf dein Wort will ich das Netz hinablassen. * Und als sie dies gethan hat- 6 ten, umschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz riß.* Und sie winkten ihren Ge- 7 nossen in dem andern Schiffe, daß sie kämen, ihnen zu helfen; und sie kamen und füllten beide Schiffe, so daß sie sanken.* Als 8 aber Simon Petrus es sah, fiel er nieder zu den Knieen Jesu und sprach: Gehe hinaus von mir, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr.* Denn 9 Entsetzen hatte ihn erfaßt und alle, die bei ihm waren, über den Fang der Fische, den sie gethan hatten;* gleicherweise 10 aber auch Jakobus und Johannes, die Söhne des Zebe Lukas 5. 107 däus, welche Genossena von* Und siehe, Männer brachten 18 Simon waren. Und Jesus sprach zu Simon: Fürchte dich nicht, von nun an wirst du Menschen 11 fangen.* Und sie brachten die Schiffe ans Land zurück und verließen alles und folgten ihm nach. 12 Und es geschah, als er in einer der Städte war, siehe, b da war ein Mann voll Aussatzes, und als er Jesum sah, fiel er auf sein Angesicht und bat ihn und sprach: Herr, wenn du willst, kannst du mich rei13 nigen.* Und er streckte die Hand aus, rührte ihn an und sprach: Ich will, sei gereinigt. Und alsbald wich der Aussatz von 14 ihm.* Und er gebot ihm, es niemandem zu sagen: sondern gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere für deine Reinigung, wie Moses geboten 15 hat, ihnen zum Zeugnis.* Aber die Rede über ihn ging um so mehr aus; und eine große Volksmenge versammelte sich, ihn zu hören und von ihren Krank16 heiten geheilt zu werden.* Er aber entwich in die Wüsteneien und betete. auf einem Bette einen Menschen, der gichtbrüchig war, und sie suchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen.* Und 19 da sie nicht fanden, wie sie ihn durch die Menge hineinbrächten, stiegen sie auf das Dach und ließen ihn durch die Ziegel hiuab mit dem Bettlein in die Mitte vor Jesu.* Und als 20 er ihren Glauben sah, sprach er: Mensch, deine Sünden sind dir vergeben. Und die Schriftge- 21 lehrten und die Pharisäer fingen an zu überlegen, indem sie sagten: Wer ist dieser, der Lästerungen redet? Wer kann Sünden vergeben, als allein Gott? * Jesus aber, der ihre Uleber- 22 legungen fannte, antwortete und sprach zu ihnen: Was überleget ihr in euern Herzen? * Was ist leichter zu sagen: Dir 23 sind deine Sünden vergeben, oder zu sagen: Stehe auf und wandle?* Auf daß ihr aber 24 wisset, daß der Sohn des Menschen Gewalt hat auf der Erde Sünden zu vergeben.... sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Ich sage dir, stehe auf und nimm dein Bettlein und gehe nach deinem Hause. * Und alsbald stand er vor 25 ihnen auf, hob auf, worauf er gelegen hatte, und ging hin nach seinem Hause, Gott verherrlichend.* Und Staunen 26 sie ver17 Und es geschah an einem der Tage, daß er lehrte; und es saßen daselbst Pharisäer und Gesetzlehrer, welche aus jedem Dorfe von Galiläa und Judäa und aus Jerusalem gekommen waren; und des Herrn Kraft war da, um sie zu heilen. ergriff sie alle, und a Eig. Teilhaber.- b B. und siehe.- e B. darnieder lag. Lukas 5. 6. herrlichten Gott und wurden gen, werden sie fasten.* Er 36 mit Furcht erfüllt und sprachen: Wir haben heute außerordentliche Dinge gesehen. 27 Und nach diesem ging er hinaus und sah einen Zöllner, mit Namen Levi, am Zollhause sitzen und sprach zu ihm: Folge 28 mir nach.* Und alles verlassend, sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: Niemand setzt einen Flicken von einem neuen Kleide auf ein altes Kleid; sonst wird er sowohl das neue zerreißen, als auch der Flicken von dem neuen zum alten nicht passen wird.* Und niemand thut neuen 37 Wein in alte Schläuche, sonst wird der neue Wein die Schläuche zerreißen, und er selbst wird verschüttet werden, und die Schläuche werden verderben; * sondern neuen Wein thut man 38 in neue Schläuche, und beide zusammen werden erhalten.* Und 39 niemand will, wenn er alten getrunken hat, alsbald neuen, denn er spricht: Der alte iſt beſser. Und es geschah am zweit- 6 ersten Sabbath, daß er durch die Saaten ging, und seine Jünger die Aehren abpflückten und aßen, sie mit den Händen zerreibend.* Einige aber der Pha- 2 risäer sprachen zu ihnen: Warum thuet ihr, was am Sabbath zu thun nicht erlaubt iſt? * Und Jesus antwortete und 3 sprach zu ihnen: Habt ihr auch dies nicht gelesen, was David that, als ihn und die bei ihm waren hungerte?* wie er in 4 das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und aß und auch denen gab, die bei ihm waren, welche nicht erlaubt sind zu essen, außer den Priestern allein?* Und er sprach 5 108 stand er auf und folgte ihm 29 nach.* Und Levi machte ihm ein großes Mahl in seinem Hause; und daselbst war eine große Menge Zöllner und andrer, die mit ihnen zu Tische 30 lagen.* Und ihre Schriftgelehrten und die Pharisäer murrten gegen seine Jünger und sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Zöllnern und Sündern? 31* Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedürfen nicht eines Arztes, 32 sondern die Kranken; a* ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Sünder zur 33 Buße.* Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten die Jünger Johannes' oft und verrichten Gebete, gleicherweise auch die der Pharisäer; die deinigen aber 34 essen und trinken?* Er aber sprach zu ihnen: Ihr könnet doch nicht die Söhne des Brautgemachs fasten lassen, während der Bräutigam bei ihnen ist? 35* Es werden aber Tage kommen, und wann der Bräutigam von ihnen weggenommen sein wird, dann, in jenen Taa Anderswo übers.: die Siechen. Lukas 6. zu ihnen: Der Sohn des Men- Petrus nannte, und Andreas, schen ist Herr auch des Sabbaths. 6 Es geschah aber auch an einem andern Sabbath, daß er in die Synagoge ging und lehrte; und es war daselbst ein Mensch, dessen a rechte Hand dürre war. 7* Die Schriftgelehrten und die Pharisäer aber lauerten, ob er am Sabbath heilen würde, auf daß sie eine Beschuldigung wi8 der ihn fänden.* Er aber wußte ihre Ueberlegungen und sprach zu dem Menschen, der die dürre Hand hatte: Stehe auf und stelle dich in die Mitte. Er aber stand auf und stellte sich hin. 9* Jesus sprach nun zu ihnen: Ich will euch fragen, ob es erlaubt ist, an den Sabbathen Gutes zu thun, oder Böses zu thun; das Leben zu retten oder 10 zu verderben.* Und er sah sie alle umher an und sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus. Und er that also; und seine Hand ward wieder hergestellt, 11 wie die andere.* Sie aber wurden mit Unverstand erfüllt und besprachen sich unter einander, was sie Jesu thun sollten. 12 Und es geschah in selbigen Tagen, daß er hinausging auf den Berg, um zu beten; und er verharrte die Nacht im Ge13 bet zu Gott.* Und als es Tag ward, rief er seine Jünger zu sich, und er erwählte aus ihnen zwölfe, die er auch Apostel 14 nannte:* Simon, den er auch 109 seinen Bruder; Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomäus,* Matthäus und 15 Thomas, Jakobus, Alphäus' Sohn, und Simon, genannt Zelotes.* Judas, Jakobus' 16 Bruder, und Judas Iskariot, der auch sein Verräter ward. * Und als er mit ihnen hinab- 17 gegangen war, trat er auf einen ebenen Platz, und eine Menge seiner Jünger und eine große Menge Volkes von ganz Judäa und Jerusalem und von der Seeküste von Tyrus und Sidon, welche kamen, ihn zu hören und von ihren Krankheiten geheilt zu werden,* und 18 die von unreinen Geistern geplagt wurden,[ und sie] wurden geheilt.* Und die ganze 19 Volksmenge suchte ihn anzurühren, denn es ging Kraft von ihm aus und heilte alle. Und er hob seine Augen auf 20 zu seinen Jüngern und sprach: Glückselig ihr Armen, denn euer ist das Reich Gottes.* Glück- 21 selig, die ihr jetzt hungert, denn ihr werdet gesättigt werden. Glückselig, die ihr jetzt weinet, denn ihr werdet lachen.* Glück- 22 selig seid ihr, wenn euch die Menschen haffen werden, und wenn sie euch absondern und schmähen und euern Namen als böse verwerfen werden um des Sohnes des Menschen willen;* freuet euch an selbigem 23 a B. und seine rechte Hand war dürre. 110 Lukas 6. Tage und hüpfet, denn siehe, euer Lohn ist groß im Himmel; denn desgleichen thaten ihre 24 Väter den Propheten.* Aber wehe euch Reichen, denn ihr 25 habt euern Trost dahin.* Wehe euch, die ihr voll seid, denn ihr werdet hungern. Wehe euch, die ihr jetzt lachet, denn ihr werdet trauern und wei26nen.* Wehe, wenn alle Men schen wohl von euch reden, denn dergleichen thaten ihre Väter den falschen Propheten. 27* Aber euch sage ich, die ihr höret: Liebet eure Feinde; thuet wohl denen, die euch hassen; 28* segnet, die euch fluchen; betet 29 für die, so euch beleidigen.* Dem, der dich auf den Backen schlägt, biete auch den andern; und dem, der dir den Mantel nimmt, wehre auch den Rocka nicht. 30* Gieb jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deinige nimmt, fordere es nicht 31 zurück.* Und wie ihr wollt, daß euch die Menschen thun, thuet auch ihr ihnen gleicherweise. 32* Und wenn ihr liebet, die euch lieben, was für Dank ist es euch? denn auch die Sünder 33 lieben, die sie lieben.* Und Er sagte aber auch zu ihnen 39 ein Gleichnis: Kann ein Blinder einen Blinden leiten? werden nicht beide in die Grube fallen?* Ein Jünger ist nicht 40 über seinen Lehrer; jeder aber, der vollendet ist, wird sein wie sein Lehrer.* Was aber siehst 41 du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber, der in deinem eignen Auge ist, nimmst du nicht wahr? * Oder wie kannst du zu dei- 42 wenn ihr denen leihet, von wel- nem Bruder sagen: Bruder, chen ihr wieder zu empfangen erlaube, ich will den Splitter hoffet, was für Dank ist es euch? herausziehen, der in deinem a Eig. Leibrock.- b B. hinauswerfen. denn auch die Sünder leihen Sündern, auf daß sie das Gleiche wieder empfangen.* Doch liebet 35 eure Feinde und thuet Gutes und leihet, ohne etwas wieder zu hoffen, und euer Lohn wird groß sein, und ihr werdet Söhne des Höchsten sein; denn er ist gütig über die Undankbaren und Bösen.* Seid ihr nun 36 barmherzig, wie auch euer Bater barmherzig ist.* Und richtet 37 nicht, und ihr werdet nicht gerichtet werden; verurteilet nicht, und ihr werdet nicht verurteilt werden. Lasset los, und ihr werdet losgelassen werden. * Gebet, und es wird euch gege- 38 ben werden: ein gutes, gedrücktes und gerütteltes und überlaufendes Maß wird man in euern Schoß geben; denn mit demselben Maße, womit ihr messet, wird euch wieder gemessen werden. wenn ihr Gutes thuet denen, die euch Gutes thun, was für Dank ist es euch? denn auch 34 die Sünder thun dasselbe.* Und Lukas 6. 7. Auge ist, da du selbst den Balken in deinem Auge nicht siehst? Heuchler, ziehe zuerst den Balten aus deinem Auge, und dann wirst du klar sehen, um den Splitter herauszuziehen, der in deines Bruders Auge 43 ist.* Denn es giebt keinen guten Baum, der faule Frucht bringt, noch einen faulen Baum, 44 der gute Frucht bringt;* denn ein jeder Baum wird an seiner eignen Frucht erkannt; denn von Dornen sammelt man nicht Feigen, noch liest man von einem Brombeerstrauch Trauben. 45* Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatze seines Herzens das Gute hervor, und der böse bringt aus dem bösen das Böse hervor; denn aus der Fülle des Herzens redet 46 sein Mund.* Was heißet ihr 111 ein Haus auf die Erde baute ohne Grund, gegen welches der Strom anschlug, und alsbald fiel es, und der Riß jenes Hauses ward groß. Nachdem er aber alle sei- 7 ne Worte vor den Ohren des Volkes vollendet hatte, ging er in Kapernaum hinein.* Eines 2 gewissen Hauptmanns Knechta aber, der ihm wert war, war krank und lag im Sterben;* als 3 er aber von Jesu hörte, sandte er Aelteste der Juden zu ihm und bat ihn, daß er käme und seinen Knecht gesund mache. * Als sie aber zu Jesu kamen, 4 baten sie ihn mit Fleiß und sprachen: Er ist würdig, daß du ihm dies gewährst,* denn 5 er liebt unsre Nation, und er selbst hat uns die Synagoge erbaut.* Jesus aber ging mit 6 ihnen hin; als er aber schon nicht mehr weit von dem Hauſe entfernt war, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und sprach zu ihm: Herr, bemühe dich nicht, denn ich bin nicht würdig, daß du unter mein Dach eingehest.* Darum habe 7 ich mich selbst auch nicht würdig geachtet, zu dir zu kommen; sondern sprich ein Wort, d und mein Knecht wird gesund werden.* Denn auch ich bin ein s Mensch, unter Gewalt geſtellt und habe Kriegsleute unter mir, und ich sage zu dieſem: Gehe mich aber: Herr, Herr! und 47 thuet nicht, was ich sage?* Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hört und sie thut- ich will euch zeigen, wem er gleich 48 ist. Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute, wel cher grub und vertiefte und den Grund auf den Felsen legte; als aber eine Flut kam, schlug der Strom gegen jenes Haus und vermochte es nicht zu erschüttern, denn es war auf den 49 Felsen gegründet.* Der aber gehört und nicht gethan hat, ist gleich einem Menschen, der a B. Sklave, so auch B. 8 u. 10.-b D. rette.- c O. genugsam. d B. mit einem Worte. 112 hin, und er geht; und zu einem andern: Komme, und er kommt; und zu meinem Knechte: 9 Thue dies, und er thut's.* Als aber Jesus dies hörte, verwunderte er sich über ihn; und er wandte sich zu der Volksmenge, die ihm folgte, und sprach: Ich sage euch, selbst nicht in Israel habe ich so gro10 ßen Glauben gefunden.* Und als die Abgesandten in das Haus zurückkehrten, fanden sie den kranken Knecht gesund. Lukas 7. 11 Und es geschah darnach, daß er in eine Stadt ging, genannt Nain, und viele seiner Jünger und eine große Volksmenge 12 gingen mit ihm.* Als er sich aber dem Thore der Stadt nahte, siehe, a da ward ein Toter herausgetragen, der eingeborne Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe; und eine zahlreiche Volksmenge aus der Stadt ging 13 mit ihr.* Und als der Herr sie sah, ward er innerlich bewegt über sie und sprach zu ihr: Weine 14 nicht!* und er trat hinzu und rührte die Bahre an( die Träger aber standen still) und sprach: Jüngling, ich sage dir, stehe 15 auf!* Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden; und 16 er gab ihn seiner Mutter.* Alle aber ergriff Furcht, und sie verherrlichten Gott und sprachen: Ein großer Prophet ist unter uns erweckt den, und Gott 17 hat sein Volk besucht.* Und a B. und siehe. diese Rede über ihn ging aus in ganz Judäa und in der ganzen Umgegend. Und dem Johannes berichte- 18 ten seine Jünger von diesem allen.* Und Johannes rief zwei 19 seiner Jünger herzu und sandte sie zu Jesu und sagte: Bist du der Kommende, oder sollen wir eines andern warten?* Als 20 aber die Männer zu ihm gekommen waren, sprachen sie: Johannes der Täufer hat uns zu dir gesandt und sagt: Bist du der Kommende, oder sollen wir eines andern warten?* In 21 jener Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen und bösen Geistern, und vielen Blinden gab er das Gesicht.* Und Jesus antwortete 22 und sprach zu ihnen: Gehet hin und verkündiget Johannes, was ihr gesehen und gehört habt: daß Blinde sehend werden, Lahme wandeln, Aussätzige gereinigt werden, Taube hören, Tote auferweckt werden, Armen gute Botschaft verkündigt wird;* und glückselig ist, 23 wer irgend sich nicht an mir ärgern wird. Als aber die Boten des Jo- 24 hannes weggegangen waren, fing er an zu der Volksmenge zu reden über Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wüste zu sehen? ein Rohr, vom Winde hin und her bewegt?* Was aber seid ihr hin= 25 Lukas 7. ausgegangen zu sehen? einen Menschen, mit weichen Kleidern angethan? Siehe, die in herrlicher Kleidung und in Ueppigfeit leben, sind an den könig26 lichen Höfen.* Was aber seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Propheten? Ja ich sage euch, und mehra als einen Pro27 pheten. Dieser ist's, von dem geschrieben steht:„ Siehe, ich sende meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg 28 vor dir bereiten wird;" b* denn ich sage euch: unter den von Weibern Gebornen ist kein gröBerer Prophet, als Johannes der Täufer; der Kleinstec aber in dem Reiche Gottes ist grö29 ßer als er.*( Und das ganze Volk, das zuhörte, und die Zöllner rechtfertigten Gott, indem sie mit der Taufe Johannes' getauft worden waren; 30* die Pharisäer aber und die Gesetzgelehrten machten in bezug auf sich selbst den Ratschluß Gottes wirkungslos, indem sie nicht von ihm getauft 31 worden waren.)* Wem soll 113 habt nicht geweint.* Denn Jo- 33 hannes der Täufer ist gekommen, der weder Brot aß, noch Wein trank, und ihr saget: Er hat einen Teufel.d* Der Sohn 34 des Menschen ist gekommen, der da ißt und trinkt, und ihr saget: Siehe, ein Fresser und Weinsäufer, ein Freund der Zöllner * und die Weis- 35 und Sünder; heit ist gerechtfertigt worden von allen ihren Kindern. - Es bat ihn aber einer der 36 Pharisäer, daß er mit ihm äße; und er ging in das Haus des Pharisäers und legte sich zu Tische.* Und siehe, ein Weib in 37 der Stadt, die eine Sünderin war, als sie erfahren, daß er in dem Hause des Pharisäers zu Tische liege, brachte eine Alabasterflasche mit Salbe;* und 38 hinten zu seinen Füßen stehend und weinend, fing sie an, seine Füße mit Thränen zu benetzen, und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes und küßte seine Füße sehr und salbte sie mit der Salbe.* Als es aber 39 der Pharisäer sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wäre, so hätte er Kindern gleich, die auf dem gewußt, wer und was für ein Markte sitzen und einander zu- Weib das ist, die ihn anrührt, rufen und sagen: Wir haben denn sie ist eine Sünderin. euch gepfiffen, und ihr habt* Und Jesus antwortete und 40 nicht getanzt; wir haben euch sprach zu ihm: Simon, ich habe Klaglieder gesungen, und ihr dir etwas zu sagen. Er aber ich nun die Menschen dieses Geschlechts vergleichen? und 32 wem sind sie gleich?* Sie sind a C. vortrefflicher.- b Mal. 3, 1.- c B. der Kleinere, oder Geringere. d B. Tämon. 8 114 Lukas 41 spricht: Lehrer, sage an.* Ein gewisser Gläubiger hatte zwei Schuldner; der eine schuldete fünfhundert Denare, der andere 42 aber fünfzig;* da sie aber nicht zu bezahlen hatten, schenkte er es beiden. Wer nun von ihnen, sage, wird ihn am meisten 43 lieben?* Simon aber antwortete und sprach: Ich denke, dem er das meiste geschenkt hat. Er aber sprach zu ihm: Du 44 haft recht geurteilt.* Und er wandte sich zu dem Weibe und sprach zu Simon: Siehst du dieses Weib? Ich bin in dein Haus gekommen; du hast mir kein Wasser auf meine Füße gegeben, diese aber hat mit Thränen meine Füße benetzt und hat sie mit ihren Haaren 45 getrocknet.* Du hast mir keinen Kuß gegeben, diese aber hat, seitdem ich hereingekommen, nicht abgelassen, meine Füße zu küs46 sen.* Du hast mein Haupt nicht mit Del gesalbt, diese aber hat mit Salbe meine Füße gesalbt. 47* Deswegen sage ich dir: ihre vielen Sünden sind vergeben, denn sie hat viel geliebt; wem aber wenig vergeben wird, der liebt we48 nig.* Er aber sprach zu ihr: Dei49 ne Sünden sind vergeben.* Und die Tischgenossen fingen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist dieser, der auch Sünden vergiebt? 50* Er aber sprach zu dem Weibe: Dein Glaube hat dich errettet; gehe hin in Frieden. a B. Dämonen. 7. 8. Und es geschah darnach, daß 8 er nacheinander Stadt und Dorf durchzog, predigend und verkündigend das Evangelium vom Reiche Gottes, und die Zwölfe mit ihm* und gewisse 2 Weiber, die von bösen Geistern und Krankheiten geheilt worden waren: Maria, genannt Magdalena, von welcher sieben Teufel a ausgefahren waren, * und Johanna, das Weib Chut- 3 sas, des Verwalters Herodes', und Susanna, und viele andere, die ihm dienten mit ihrer Habe. Als sich aber eine große 4 Volksmenge versammelte, und sie aus jeder Stadt zu ihm hinkamen, sprach er durch ein Gleichnis:* Der Säemann ging 5 aus, seinen Samen zu säen; und indem er säete, fiel etliches an den Weg und ward zertreten, und die Vögel des Himmels fraßen es auf.* Und an- 6 deres fiel auf den Felsen; und als es aufging, verdorrte es, weil es keine Feuchtigkeit hatte. * Und anderes fiel mitten unter 7- die Dornen; und da die Dornen mit aufwuchsen, erstickten sie es.* Und anderes fiel in die s gute Erde und ging auf und brachte hundertfältige Frucht. Als er dies sagte, rief er aus: Wer Ohren hat zu hören, der höre!* Seine Jünger aber frag- 9 ten ihn[ und sprachen]: Was mag dieses Gleichnis sein?* Er 10 aber sprach: Euch ist es gege Lukas 8. ben, die Geheimnisse des Rei- geheim, das nicht kund werden ches Gottes zu wissen, den übrigen aber in Gleichnissen, auf daß sie sehend nicht sehen und hörend nicht verstehen. 11* Dies aber ist das Gleichnis: wird und ans Licht komme. * Sehet nun zu, wie ihr höret; 18 denn wer irgend hat, dem wird gegeben werden, und wer irgend nicht hat, von dem wird selbst, was er zu haben scheint, b genommen werden. Der Same ist das Wort Got12tes.* Die aber an dem Wege sind die, welche hören; dann kommt der Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, auf daß sie nicht glauben 13 und errettet werden.* Die aber auf dem Felsen sind die, welche, wenn sie hören, das Wort mit Freuden aufnehmen; und diese haben keine Wurzel, welche für eine Zeit glauben und in der Zeit der Versuchung abfallen. 14* Das aber unter die Dornen Es kamen aber seine Mut- 19 ter und seine Brüder zu ihm; und sie konnten wegen der Menge nicht zu ihm kommen. * Und es ward ihm berichtet, 20 [ indem man sagte]: Deine Mutter und deine Brüder stehen draußen und wollen dich sehen. * Er aber antwortete und sprach 21 zu ihnen: Meine Mutter und meine Brüder sind diese, die das Wort Gottes hören und thun. fiel, sind diese, welche gehört haben und hingehen und durch die Sorgen und den Reichtum und die Vergnügungen des Lebens erstickt werden und brin15 gen nichts a zur Reife.* Das aber in der guten Erde sind diese, die in einem redlichen und guten Herzen das Wort, nachdem sie es gehört haben, bewahren und Frucht bringen mit Aus16 harren.* Niemand aber, der eine Lampe angezündet hat, bedeckt sie mit einem Gefäß oder stellt sie unter ein Bett, sondern er stellt sie hin auf ein Lampengestell, auf daß die Hereinkommenden das Licht se17 hen.* Denn es ist nichts verborgen, das nicht offenbar, noch a B. nicht. b. meint. 115 - Und es geschah an einem 22 der Tage, daß er in ein Schiff stieg, er und seine Jünger; und er sprach zu ihnen: Lasset uns übersetzen an das jenseitige Ufer des Sees. Und sie stießen vom Lande.* Und während sie fuh- 23 ren, schlief er ein. Und es fiel ein Sturmwind auf den See, und sie wurden mit Wasser gefüllt und waren in Gefahr. * Und sie traten hinzu und 24 weckten ihn auf und sprachen: Meister, Meister, wir gehen verloren! Er aber stand auf, bedrohte den Wind und das Wogen des Wassers, und sie hörten auf, und es ward eine Stille.* Er aber sprach zu ih- 25 nen: Wo ist euer Glaube? Er8* 116 Lukas 8. 26 schrocken aber erstaunten sie und sagten unter einander: Wer ist denn dieser, daß er auch den Winden und dem Wasser gebietet, und sie ihm gehorchen? a Und sie fuhren an in der Gegend der Gadarener, welche 27 Galiläa gegenüber ist.* Als er aber ausgestiegen war auf das Land, kam ihm ein gewisser Mann aus der Stadt entgegen, der seit langer Zeit Teufel hatte, keine Kleider anzog und nicht im Hause blieb, sondern 28 in den Grabstätten.* Als er aber Jesum sah, schrie er auf und fiel vor ihm nieder und sprach mit starker Stimme: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesu, du Sohn Gottes, des Höchsten? Ich bitte dich, daß 29 du mich nicht quälst.* Denn er hatte dem unreinen Geiste geboten, auszufahren von dem Menschen. Denn öftersb hatte er ihn ergriffen; und er war gebunden worden, verwahrt mit Ketten und Fußfesseln, und er zerbrach die Bande und ward von dem Teufele in die 30 Wüsteneien getrieben.* Jesus fragte ihn aber und sprach: Was ist dein Name? Er aber sprach: Legion; denn viele Teufel a waren in ihn gefahren. 31* Und sie baten ihn, daß er dem Berge weideten; und sie baten ihn, daß er ihnen erlauben möchte, in jene zu fahren. Und er erlaubte es ihnen. * Die Teufel a aber fuhren von 33 dem Menschen aus und fuhren in die Schweine, und die Herde stürzte sich den Abhang hinab in den See und ersoff.* Als 34 aber die Hüter sahen, was geschehen war, flohen sie und verkündeten es in der Stadt und auf dem Lande.* Sie aber 35 gingen hinaus, zu sehen, was geschehen war; und sie kamen zu Jesu und fanden den Menschen, von dem die Teufela ausgefahren waren, bekleidet und vernünftig, sitzend zu den Füßen Jesu; und sie fürchteten sich. * Die es aber gesehen hatten, 36 verkündeten ihnen auch, wie der Besessene geheilt d worden war.* Und die ganze Menge 37 der Umgegend der Gadarener bat ihn, von ihnen wegzugehen, denn sie waren von einer großen Furcht ergriffen. Er aber stieg in[ das] Schiff und kehrte wieder zurück.* Der 38 Mann aber, von dem die Teufela ausgetrieben waren, bat ihn, daß er bei ihm sein dürfe. Er aber entließ ihn und sprach: * Kehre in dein Haus zurück 39 und erzähle, wie vieles Gott an dir gethan hat. Und er ging weg und rief aus durch die ganze Stadt, wie vieles Jesus an ihm gethan hatte. d D. gerettet. ihnen nicht gebieten möchte, in 32 den Abgrund zu fahren.* Es war aber daſelbst eine Herde vieler Schweine, welche auf a B. Dämonen. b D. lange Zeit.- c B. Dämon. 1 Lukas 40 Es geschah aber, als Jesus zurückkehrte, nahm ihn das Volk auf, denn alle erwarte41 ten ihn.* Und siehe, es kam ein Mann, namens Jairus, und er war Vorsteher der Synagoge und fiel Jesu zu Füßen und bat ihn, in sein Haus zu 42 kommen;* denn er hatte eine eingeborne Tochter von etwa zwölf Jahren, und sie lag im Sterben. Indem er aber hinging, drängte ihn die Volks43 menge.* Und ein Weib, welches seit zwölf Jahren einen Blutfluß hatte, die, obgleich sie ihren ganzen Lebensunterhalt an die Aerzte verwandt, von niemandem geheilt werden konn44 te,* kam von hinten herzu und rührte den Zipfel a seines Kleides an, und alsbald stand der 45 Fluß ihres Blutes.* Und Je8. 9. 117 habe, und wie sie alsbald genesen sei.* Er aber sprach zu 48 ihr:[ Sei gutes Mutes,] Tochter, dein Glaube hat dich geheilt; b gehe hin in Frieden. * Als er noch redete, kommt 49 einer von dem Synagogenvorsteher und sagt zu ihm: Deine Tochter ist gestorben, bemühe den Lehrer nicht.* Als aber 50 Jesus es hörte, antwortete er ihm[ und sprach]: Fürchte dich nicht, glaube nur, und sie wird gerettet werden.* Als er aber 51 in das Haus kam, ließ er niemanden hineingehen, außer Petrus und Johannes und Jakobus und den Vater des Kindes und die Mutter.* Alle aber 52 weinten und beklagten sie. Er aber sprach: Weinet nicht, denn sie ist nicht gestorben, sondern schläft.* Und sie verlachten ihn, 53 denn sie wußten, daß sie gestorben war.* Als er aber alle 54 hinausgetrieben hatte, ergriff er sie bei der Hand und rief und sprach: Kind, stehe auf! * Und ihr Geist kehrte zurück, 55 und alsbald stand sie auf; und er befahl, ihr zu essen zu geben.* Und ihre Eltern gerie- 56 ten außer sich; er aber gebot ihnen, niemandem zu sagen, was geschehen war. Er rief aber die Zwölfe zu- 9 sammen und gab ihnen Kraft und Gewalt über alle Teufele und Krankheiten zu heilen,* und 2 sandte sie, das Reich Gottes sus sprach: Wer ist's, der mich angerührt hat? Und als alle leugneten, sprach Petrus und die mit ihm waren: Meister, die Menge drängt und drückt dich, und du sagst: Wer ist's, 46 der mich angerührt hat?* Jesus aber sprach: Es hat mich jemand angerührt, denn ich habe erkannt, daß Kraft von 47 mir ausgegangen ist.* Das Weib aber, als sie sah, daß sie nicht verborgen blieb, kam zitternd und fiel vor ihm nieder und verkündete vor dem ganzen Volke, um welcher Ursache willen sie ihn angerührt a S. Anm. zu Matth. 9, 20.- b. gerettet.-c B. Dämonen. 118 zu verkündigen und die Kran3 ken gesund zu machen.* Und er sprach zu ihnen: Nehmet nichts mit auf den Weg: weder Stab, noch Tasche, noch Brot, noch Geld, noch soll jemand 4 zwei Röcke a haben.* Und in welches Haus irgend ihr eingehet, daſelbst bleibet, und von 5 dannen gehet aus.* Und so viele euch nicht aufnehmen werden, da gehet fort aus jener Stadt und schüttelt auch den Staub von euern Füßen, zum 6 Zeugnis wider sie.* Und sie gingen aus und durchzogen die Dörfer nacheinander, das Evangelium verkündigend und über7 all heilend.* Es hörte aber Herodes, der Vierfürst, alles, was[ durch ihn] geschehen war, und war verlegen, weil von etlichen gesagt ward, daß Johannes aus den Toten aufer8 standen sei;* von etlichen aber, daß Elias erschienen, von andern aber, daß einer der alten Propheten auferstanden sei. 9* Und Herodes sprach: Johannes habe ich enthauptet; wer aber ist dieser, von dem ich solches höre? und er suchte ihn zu sehen. 10 Lukas 9. Und als die Apostel zurückkehrten, erzählten sie ihm alles, was sie gethan hatten; und er nahm sie mit sich und entwich besonders an einen wüsten Ort einer Stadt, namens Bethsaida. 11* Aber die Volksmenge, die es a Eig. Leibröcke. wußte, folgte ihm nach; und er nahm sie auf und redete zu ihnen vom Reiche Gottes, und die der Heilung bedurften, machte er gesund.* Der Tag aber be- 12 gann sich zu neigen, und die Zwölfe traten herzu und sprachen zu ihm: Entlasse die Volksmenge, auf daß sie in die Dörfer ringsum und auf's Land gehen, um Herberge und Speise zu finden, denn hier sind wir an einem wüsten Orte.* Er 13 aber sprach zu ihnen: Gebet ihr ihnen zu essen. Sie aber sprachen: Wir haben nicht mehr als fünf Brote und zwei Fische, es sei denn, daß wir hingehen und für dieses ganze Volk Speise kaufen sollen.* Denn es waren 14 bei fünftausend Mann. Er aber sprach zu seinen Jüngern: Lasset sie sich reihenweise zu je fünfzig niederlagern.* Und sie thaten 15 also und ließen alle sich lagern. * Und er nahm die fünf Brote 16 und die zwei Fische, blickte auf gen Himmel, segnete sie und brach und gab sie den Jüngern, um der Volksmenge vorzulegen. * Und sie aßen alle und wurden 17 gesättigt; und es wurde aufgehoben, was ihnen an Brocken übrig geblieben war, zwölf Handkörbe. Und es geschah, als er allein 18 betete, waren die Jünger bei ihm; und er fragte sie und sprach: Wer sagt die Volksmenge, daß ich sei?* Sie aber 19 Lukas 9. antworteten und sprachen: Johannes der Täufer; andere aber: Elias; andere aber, daß einer der alten Propheten auferstan20 den sei.* Er aber sprach zu ihnen: Ihr aber, wer saget ihr, daß ich sei? Petrus aber antwortete und sprach: der Chri21 ftus Gottes.* Er aber bedrohte 119 werden, bis sie das Reich Gottes gesehen haben. sie und gebot, dies niemandem 22 zu sagen.* Und er sprach: Der Sohn des Menschen muß vieles leiden und verworfen werden von den Aeltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und getötet und am dritten 23 Tage auferweckt werden.* Er sprach aber zu allen: Wenn jemand mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf täglich 24 und folge mir nach;* denn wer irgend sein Leben erretten will, wird es verlieren; wer aber irgend sein Leben verliert um meinetwillen, der wird es er25 retten.* Denn was wird es einem Menschen nützen, wenn er die ganze Welt gewänne, sich selbst aber verlöre oder ein26 büßte?* Denn wer irgend sich meiner und meiner Worte schämt, dessen wird sich der Sohn des Menschen schämen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und der des Vaters und 27 der heiligen Engel.* Ich sage euch aber in Wahrheit: es sind etliche von denen, die hier stehen, welche den Tod nicht schmecken a O. geschehen war. Es geschah aber bei acht 28 Tagen nach diesen Worten, daß er Petrus und Johannes und Jakobus mit sich nahm und auf den Berg ging, um zu beten.* Und indem er betete, 29 ward die Gestalt seines Angesichts anders und sein Gewand weiß, strahlend.* Und siehe, 30 zwei Männer redeten mit ihm, welche Moses und Elias waren. * Diese erschienen in Herrlichkeit 31 und besprachen seinen Ausgang, den er in Jerusalem erfüllen sollte.* Petrus aber und die 32 mit ihm waren, waren beschwert vom Schlaf; als sie aber völlig aufgewacht waren, sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Männer, die bei ihm standen. * Und es geschah, als sie von 33 ihm schieden, sprach Petrus zu Jesu: Meister, es ist gut, daß wir hier sind; und laß uns drei Hütten machen, dir eine und Moses eine und Elias eine- nicht wissend, was er sagte. * Als er aber dies sagte, ward 34 eine Wolke und überschattete sie. Sie fürchteten sich aber, als sie in die Wolke eingingen;* und 35 es geschah eine Stimme aus der Wolke, welche sagte: Dieser ist mein geliebter Sohn, ihn höret.* Und indem die Stimme 36 geschah, a ward Jesus allein gefunden. Und sie schwiegen und verkündeten in jenen Tagen 120 Lukas 9. niemandem etwas von dem, was sie gesehen hatten. 37 Es geschah aber an dem folgenden Tage, als sie von dem Berge herabgestiegen waren, kam ihm eine große Volks38 menge entgegen.* Und siehe, ein Mann aus der Volksmenge rief laut und sprach: Lehrer, ich bitte dich, siehe doch an meinen Sohn, denn er ist mein 39 eingeborner;* und siehe, ein Geist ergreift ihn, und plötzlich schreit er, und er zerrt ihn, daß er schäumt, a und mit Mühe weicht er von ihm, indem er 40 ihn aufreibt.* Und ich bat deine Jünger, daß sie ihn austrieben, 41 und sie konnten nicht.* Jesus aber antwortete und sprach: O du ungläubiges und verkehrtes Geschlecht, bis wann soll ich bei euch sein und euch ertragen? 42 Bringe deinen Sohn her.* Als er aber noch herzukam, riß ihn der Teufelb und zerrte ihn hin und her. Jesus aber bedrohte den unreinen Geist und heilte den Knaben und gab ihn seinem 43 Vater zurück.* Sie erstaunten aber alle sehr über die herrliche Größe Gottes. Als sich aber alle verwunderten über alles, was Jesus that, sprach er zu seinen Jün44 gern:* Fasset diese Worte in eure Ohren; denn der Sohn des Menschen soll überliefert werden in die Hände der Mena B. mit Schaum.- b B. Dämon. e B. Dämonen. schen.* Sie aber verstanden 45 dieses Wort nicht, und es war vor ihnen verborgen, auf daß sie es nicht vernahmen; und sie fürchteten sich, ihn zu fragen. wegen dieses Wortes.* Es ent- 46 stand aber unter ihnen eine leberlegung, wer wohl der Größtec unter ihnen wäre?* Als Jesus 47 aber die Ueberlegung ihres Herzens sah, nahm er ein Kindlein und stellte es neben sich* und 48 sprach zu ihnen: Wer irgend dieses Kindlein aufnehmen wird in meinem Namen, nimmt mich auf; und wer irgend mich aufnehmen wird, nimmt den auf, der mich gesandt hat; denn wer der Kleinsted ist unter euch allen, der ist groß.* Johannes 49 aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemanden, der Teufele austrieb in deinem Namen, und wir wehrten ihm, weil er dir nicht mit uns nachfolgt.* Und Jesus sprach zu 50 ihm: Wehret ihm nicht; denn wer nicht wider euch ist, der ist für euch. Es geschah aber, als sich die 51 Tage seiner Aufnahme erfüllten, daß er sein Angesicht feststellte, nach Jerusalem zu gehen.* Und 52 er sandte Boten vor seinem Angesicht her, und sie gingen hin und kamen in ein Dorf der Samariter, um für ihn zuzubereiten.* Und sie nahmen ihn 53 nicht auf, weil sein Angesicht -c B. Größere. d B. Kleinere. Lukas 9. 10. 121 und sandte fie, je zwei, vor seinem Angesicht her in jede Stadt und jeden Ort, wohin er selbst kommen wollte.* Er 2 sprach nun zu ihnen: Die Ernte ist zwar groß, der Arbeiter aber sind wenige. Bittet nun den Herrn der Ernte, damit er Arbeiter aussende in seine Ernte. * Gehet hin: Siehe, ich sende 3 euch wie Lämmer inmitten der Wölfe.* Traget keine Börse, 4 noch Tasche, noch Sandalen, und grüßet niemanden auf dem Wege.* In welches Haus ir- 5 gend ihr aber eingehet, da sprechet zuerst: Friede diesem Hause! * Und wenn daselbst ein Sohn 6 des Friedens ist, so wird euer Friede auf demſelben ruhen; wenn aber nicht, so wird er zu euch zurückkehren.* In dem- 7 selben Hause aber bleibet und effet und trinket, was sie haben, denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Gehet nicht von Haus zu Haus.* Und in welche 8 Stadt irgend ihr eingehet, und sie euch aufnehmen, so eſſet, sprach aber auch ein andrer: was euch vorgesetzt wird,* und 9 Ich will dir nachfolgen, Herr; heilet die Kranken darin und zuvor aber erlaube mir, daß sprechet zu ihnen: Das Reich ich Abschied nehme von denen, Gottes ist nahe zu euch gekom62 die in meinem Hause sind.* Je- men.* In welche Stadt irgend 10 sus aber sprach zu ihm: Nie- ihr aber eingegangen seid, und mand, der seine Hand an den sie euch nicht aufnehmen, so Pflug gelegt hat und zurückblickt, gehet hinaus auf ihre Straßen ist geschickt zum Reiche Gottes. und sprechet:* Auch den Staub 11 10 Darnach aber bestellte der aus eurer Stadt, der uns an Herr auch andere siebenzig den Füßen hängt, schütteln wir einem andern: Folge mir nach. Der aber sprach: Herr, erlaube mir, daß ich zuerst hingehe und 60 meinen Vater begrabe.* Jesus aber sprach zu ihm: Laß die Toten ihre Toten begraben, du aber gehe hin und verkün61 dige das Reich Gottes.* Es a Eig. Ruhepläge. 54 auf Jerusalem gerichtet war.* Als aber seine Jünger Jakobus und Johannes es sahen, sprachen sie: Herr, willst du, daß wir Feuer heißen vom Himmel herabfallen und sie verzehren, wie 55 auch Elias that?* Er aber wandte sich um und strafte sie [ und sprach: Ihr wisset nicht, 56 weß Geistes ihr seid.]* Und sie gingen nach einem andern Dorfe. 57 Es geschah aber, als sie auf dem Wege gingen, sprach einer zu ihm: Ich will dir nachfolgen, wo irgend du hingehst, Herr. 58* Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Höhlen und die Vögel des Himmels Nester; a aber der Sohn des Menschen hat nicht, wo er sein Haupt 59 hinlege.* Er aber sprach zu Lukas 10. gegen euch ab; doch dies wisset, selbiger Stunde frohlockte Jedaß das Reich Gottes nahe sus im Geiste und sprach: Ich 12 gekommen ist.* Ich sage euch, preise dich, Bater, Herr des daß es Sodom an jenem Tage Himmels und der Erde, daß erträglicher ergehen wird, als du dies vor Weisen und Ver13 jener Stadt.* Wehe dir, Cho- ständigen verborgen hast, und razin! Wehe dir, Bethsaida! hast es Unmündigen geoffendenn wenn in Tyrus und Sidon bart. Ja, Vater, denn also die Wunderwerke geschehen wä- war es wohlgefällig vor dir. ren, die unter euch geschehen* Alles ist mir übergeben von 22 sind, längst hätten sie, in Sack meinem Vater; und niemand und Asche sitzend, Buße gethan. erkennt, wer der Sohn ist, als 14* Doch Tyrus und Sidon wird nur der Vater; und wer der Vater ist, als nur der Sohn, und wem irgend der Sohn ihn offenbaren will.* Und er 23 wandte sich zu den Jüngern besonders und sprach: Glückselig die Augen, welche sehen, was ihr sehet.* Denn ich sage euch, 24 daß viele Propheten und Könige begehrten, zu sehen, was ihr sehet, und haben es nicht gesehen, und zu hören, was ihr höret, und haben es nicht gehört. 122 es erträglicher ergehen im Ge15 richt, als euch.* Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhöht bist, bis zum Hades wirst du hinabgestoßen werden. 16* Wer euch hört, hört mich; und wer euch verwirft, a verwirft mich; und wer mich verwirft, verwirft den, der mich gesandt hat. 17 Die Siebenzig aber kehrten mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Teufelb sind uns unterthan in deinem 18 Namen.* Er aber sprach zu ihnen: Ich schaute den Satan wie einen Blitz vom Himmel 19 fallen.* Siehe, ich gebe euch die Gewalt, auf Schlangen und Skorpionen zu treten und über die ganze Kraft des Feindes, und nichts soll euch irgendwie 20 beschädigen.* Doch darin freuet euch nicht, daß euch die Geister unterthan sind; freuet euch aber, daß eure Namen geschrieben 21 sind in den Himmeln.* In a O. verachtet.- b B. Dämonen. Und siehe, ein gewisser Ge- 25 setzgelehrter stand auf und versuchte ihn und sprach: Lehrer, was muß ich gethan haben, damit ich ewiges Leben ererbe? * Er aber sprach zu ihm: Was 26 steht in dem Gesetz geschrieben? wie liesest du?* Er aber ant- 27 wortete und sprach:„ Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von deinem ganzen Herzen und von deiner ganzen Seele und von deiner ganzen Kraft und von deinem ganzen Verstande, -c O. Gemüt. 123 * Wer von diesen dreien dünkt 36 dich, der Nächste gewesen zu sein von dem, der unter die Räuber gefallen war?* Er aber 37 sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Jesus aber sprach zu ihm: Gehe hin und thue desgleichen. Lukas 10. 11. und deinen Nächsten wie dich 28 selbst." a* Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; thue dies, und du wirst 29 leben.* Da er aber sich selbst rechtfertigen wollte, sprach er zu Jesu: Und wer ist mein 30 Nächster?* Jesus aber erwiderte und sprach: Ein gewisser Mensch ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter Räuber, die ihn auch auszogen und ihm Schläge versetzten und weggingen und ihn halb31 tot liegen ließen.* Von ungefähr aber ging ein gewisser Priester jenes Weges hinab, und als er ihn sah, ging er an der entgegengesetzten Seite vor32 über;* gleicherweise aber auch ein Levit, da er an den Ort gelangte, kam und sah ihn und ging an der entgegengesetzten 33 Seite vorüber.* Aber ein gewisser Samariter kam auf seiner Reise zu ihm, und als er ihn sah, ward er innerlich be34 wegt,* und er trat hinzu und verband seine Wunden und goß Del und Wein hinein; und er setzte ihn auf sein eignes Tier und führte ihn in eine Herberge Und es geschah, als er an 11 35 und verpflegte ihn.* Und am einem gewissen Orte betete, folgenden Morgen,[ als er fort- da sprach, als er aufgehört hatte, reiste,] zog er zwei Denare her- einer seiner Jünger zu ihm: aus, gab sie dem Wirte und Herr, lehre uns beten, wie sprach zu ihm: Verpflege ihn; auch Johannes seine Jünger und was irgend du noch dazu lehrte.* Er aber sprach zu ih- 2 verwenden wirst, werde ich dir nen: Wenn ihr betet, so sprebezahlen, wenn ich zurückkomme. chet: Vater, geheiligt werde a 5. Moj. 6, 5; 3. Moj. 19, 18.b. zerstreut durch. Es geschah aber, als sie auf 38 dem Wege waren, daß er in ein Dorf kam; und ein gewisses Weib, mit Namen Martha, nahm ihn in ihr Haus auf. * Und diese hatte eine Schwe- 39 ster, genannt Maria, die auch zu den Füßen Jesu saß und seinem Worte zuhörte.* Martha 40 aber war sehr beschäftigt mitb vielem Dienen und trat hinzu und sprach: Herr, fümmert es dich nicht, daß mich meine Schwester allein gelaſſen hat, zu dienen? Sage ihr nun, daß sie mir helfe.* Jesus aber ant- 41 wortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du bist besorgt und beunruhigt um viele Dinge; * eins aber ist not. Maria aber 42 hat das gute Teil erwählt, das nicht von ihr genommen werden wird. 124 dein Name; dein Reich komme; 3* unser nötiges a Brot gieb uns 4täglich;* und vergieb uns unsere Sünden, denn auch wir vergeben jedem, der uns schuldig ist; und führe uns nicht 5in Versuchung.* Und er sprach zu ihnen: Wer von euch wird einen Freund haben und zu ihm kommen um Mitternacht und zu ihm sagen: Freund, 6 leihe mir drei Brote,* da mein Freund von der Reise bei mir angelangt ist, und ich nicht habe, was ich ihm vorsetzen 7soll;* und jener würde von innen antworten und sagen: Mache mir keine Mühe; die Thür ist schon verschlossen, und meine Kinder sind bei mir im Bett; ich kann nicht aufstehen sund dir geben?* Ich sage euch, wenn er auch nicht aufstehen und ihm geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er wenigstens um seiner Unverschämtheit willen aufstehen und ihm geben, so viel er bedarf. 9* Und ich sage euch: Bittet, und es wird euch gegeben werden; suchet, und ihr werdet finden; klopfet an, und es wird euch 10 aufgethan werden.* Denn jeder Bittende empfängt und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgethan wer11den.* Welcher Vater aber ist unter euch, den der Sohn um Lukas 11. Brot bittet, der ihm einen Stein geben wird? oder auch um einen Fisch, der ihm statt des Fisches eine Schlange geben wird?* oder auch, wenn er um 12 ein Ei bittet, ihm einen Skorpion geben wird?* Wenn nun 13 ihr, die ihr böse seid, euern Kindern gute Gaben zu geben wisset, wie vielmehr wird der Vater, der vom Himmelb ist, den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten? Und er trieb einen Teufel c 14 aus, und derselbe war stumm. Es geschah aber, als der Teufele ausgefahren war, redete der Stumme; und die Volksmenge verwunderte sich.* Ei- 15 nige aber von ihnen sagten: Er treibt die Teufeld aus durch e Beelzebub, den Obersten der Teufel.d* Andere aber, ihn ver- 16 suchend, forderten von ihm ein Zeichen aus dem Himmel.* Er 17 aber, ihre Gedanken kennend, sprach zu ihnen: Jedes Reich, das wider sich selbst entzweit ist, wird wüste, und Haus wider Haus entzweit, fällt;* wenn 18 aber auch der Satan wider sich selbst entzweit ist, wie wird sein Reich bestehen? weil ihr saget, daß ich durch Beelzebub die Teufeld austreibe.* Wenn 19 aber ich durch Beelzebub die Teufeld austreibe, eure Söhne, durch wen treiben sie a S. Anm. zu Matth. 6, 11.- b D. wie vielm. der Vater, welcher vom Himmel den Heiligen Geist geben wird.- c B. Dämon. d B. Dämonen. e B. in( in der Kraft des), so auch V. 18. 19. Lukas 11. dieselben aus? Darum werden 20sie eure Richter sein.* Wenn ich aber durch den Finger Gottes die Teufela austreibe, so ist also das Reich Gottes zu 21 euch gekommen.* Wenn der 125 Wort Gottes hören und bewahren! Als aber die Volksmenge 29 sich dicht zusammendrängte, fing er an zu sagen: Dieses Geschlecht ist ein böses Geschlecht; es sucht ein Zeichen, und kein Zeichen wird ihm gegeben werden, als nur das Zeichen Jonas'.* Denn gleichwie Jonas 30 den Niniviten ein Zeichen war, so wird es auch der Sohn des Menschen diesem Geschlecht sein. * Eine Königin des Südens 31 wird auftreten im Gericht mit den Männern dieses Geschlechts und wird sie verdammen, denn sie kam von den Enden der Erde, um die Weisheit Salomons zu hören; und siehe, mehr als Salomon ist hier. * Männer von Ninive werden 32 aufstehen im Gericht mit diesem Geschlecht und werden es verdammen, denn sie thaten Buße auf die Predigt Jonas'; und siehe, mehr als Jonas ist hier.* Niemand aber, der eine 33 Lampe angezündet hat, ſetzt sie in das Verborgene, noch unter den Scheffel, sondern auf das Lampengestell, damit die Hereinkommenden den Schein sehen.* Die Lampe des Leibes 34 ist dein Auge; wenn dein Auge einfältig ist, so ist auch dein ganzer Leib licht; wenn es aber böse ist, so ist auch dein Leib finster.* Siehe nun zu, daß 35 das Licht, das in dir ist, nicht Starke bewaffnet seinen Hofb bewahrt, so ist seine Habe in 22 Frieden,* wenn aber einer, der stärker ist als er, über ihn kommt und ihn besiegt, so nimmt er seine ganze Waffenrüstung weg, auf welche er vertraute, und 23 seine Beute teilt er aus.* Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir 24 sammelt, der zerstreut.* Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so durchzieht er dürre Derter und sucht Ruhe, und da er sie nicht findet, spricht er: Ich will zurückkehren in mein Haus, von 25 wo ich ausgegangen bin;* und wenn er kommt, findet er es aus26 gekehrt und geschmückt.* Dann geht er hin und nimmt mit sich sieben andere Geister, böser als er selbst, und sie gehen hinein und wohnen daselbst; und das letzte jenes Menschen wird 27 ärger als das erste.* Es geschah aber, während er dies redete, erhob ein gewisses Weib aus der Volksmenge ihre Stimme und sprach zu ihm: Glückselig der Leib, der dich getragen, und die Brüste, die du 28 gesogen hast!* Er aber sprach: Ja, vielmehr glückselig, die das a B. Dämonen. b D. sein Haus. Lukas 11. 126 36 Finsternis sei.* Wenn nun dein ganzer Leib licht ist und keinen finstern Teil hat, so wird er ganz Licht sein, wie wenn die Lampe mit dem Scheine dich erleuchtete. deln, wissen es nicht.* Aber 45 einer der Gesetzgelehrten antwortete und spricht zu ihm: Lehrer, indem du dieses sagst, schmähst du auch uns.* Er 46 aber sprach: Auch euch, den Gesetzgelehrten, wehe! denn ihr belastet die Menschen mit schwer zu tragenden Lasten und rühret selbst die Lasten nicht mit einem eurer Finger an.* Wehe 47 euch! denn ihr bauet die Grabmäler der Propheten, eure Väter aber haben sie getötet.* Alſo 48 gebet ihr Zeugnis den Werken eurer Väter und habt Gefallen daran; b denn sie haben sie getötet, ihr aber bauet ihre Grabmäler.* Darum hat auch 49 die Weisheit Gottes gesagt: Ich werde zu ihnen senden Propheten und Apostel, und etliche von ihnen werden sie töten und durch Verfolgung wegtreiben, * auf daß das Blut all der Pro- 50 pheten, das vergossen ist seit Grundlegung der Welt, gefordert werde von diesem Geschlecht, Pharisäern! denn ihr verzehntet die Krauſemünze und die Raute und alles Kraut und übergehet das Gericht und die Liebe Gottes. Dieses sollte man thun und jenes nicht lassen. 43* Wehe euch Pharisäern! denn ihr liebet die ersten Sitze in den Synagogen und die Begrü44 Bungen auf den Märkten.* Wehe euch! denn ihr seid wie die Grüfte, die verborgen sind, und von dem Blute Abels bis zu 51 dem Blute Zacharias', welcher umkam zwischen dem Altar und dem Hause; e ja, ich sage euch, es wird von diesem Geschlecht gefordert werden.* Wehe euch, 52 den Gesetzgelehrten! denn ihr habt weggenommen den Schlüssel der Erkenntnis; ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die Menschen, die darüber wan- die Hineingehenden habt ihr 37 Indem er aber redete, bat ihn ein gewisser Pharisäer, daß er bei ihm zu Mittag essen möge; er ging aber hinein und 38 legte sich zu Tische.* Der Pharisäer aber verwunderte sich, als er sah, daß er sich nicht erst vor dem Essen gewaschen 39 hatte.* Aber der Herr sprach zu ihm: Nun, ihr Pharisäer, das Neußere des Bechers und der Schüssel reiniget ihr, euer Inneres aber ist voller Raub 40 und Bosheit.* Jhr Thoren, hat nicht der, welcher das Neußere gemacht hat, auch das 41 Innere gemacht?* Gebet vielmehr Almosen von dem, was ihr habt, a und siehe, alles ist 42 euch rein.* Aber wehe euch a O. was darinnen ist.- b D. So gebet denn Zeugnis und habet GefalIen an den Werken eurer Väter.- c. S. Matth. 23, 35. Lukas 11. 12. 127 53 gehindert.* Als er aber dies zu ihnen sagte, fingen die Schriftgelehrten und Pharisäer an, hart auf ihn einzudringen und ihn über vielesa auszufragen; 54* und sie lauerten auf ihn, etwas aus seinem Munde zu erjagen. 12 Als sich unterdessen viele gessen;* ja, selbst die Haare euers 7 Hauptes sind alle gezählt. So fürchtet euch nun nicht; ihr seid vorzüglicher als viele Sperlinge.* Ich sage euch aber: 8 Jeder, der irgend mich vor den Menschen bekennen wird, den wird auch der Sohn des Menschen bekennen vor den EnTausende der Volksmenge ge- geln Gottes;* wer aber mich 9 sammelt hatten, so daß sie ein- vor den Menschen verleugnet ander traten, fing er an, zu haben wird, der wird vor den seinen Jüngern zu sagen, zuerst: Engeln Gottes verleugnet werHütet euch vor dem Sauer- den;* und jeder, der ein Wort 10 teig der Pharisäer, welcher Heu- sagen wird wider den Sohn 2 chelei ist.* Es ist aber nichts des Menschen, dem wird ververdeckt, das nicht aufgedeckt, geben werden, dem aber, der und nichts verborgen, das nicht wider den Heiligen Geist lästert, 3 kund werden wird;* deswegen, wird nicht vergeben werden. so viel ihr in der Finsternis* Wenn sie euch aber vor die 11 gesprochen haben werdet, wird Synagogen und die Obrigkeiten im Lichte gehört werden, und und Gewalten führen, so sorget was ihr in das Ohr gespro- nicht, wie oder was ihr antchen haben werdet in den Kam- worten oder was ihr sagen sollt, mern, wird auf den Dächerne* denn der Heilige Geist wird 12 4 ausgerufen werden.* Ich aber euch in derselben Stunde lehren, fage euch, meinen Freunden: was ihr sagen sollt. Fürchtet euch nicht vor denen, die den Leib töten und nach diesem nichts mehr zu thun 5 vermögen.* Ich will euch aber zeigen, wen ihr fürchten sollt: Fürchtet den, der nach dem Töten Gewalt hat, in die Hölle zu werfen; ja, sage ich euch, 6 diesen fürchtet.* Werden nicht fünf Sperlinge um zwei Pfennig verkauft? und nicht einer von ihnen ist vor Gott vera B. mehr. c D. Häusern. - b A. üb.: zu seinen d D. Gier. Einer aus der Volksmenge 13 aber sprach zu ihm: Lehrer, sage meinem Bruder, daß er das Erbe mit mir teile.* Er 14 aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zu einem Richter oder Teiler über euch gesetzt? * Er sprach aber zu ihnen: Se- 15 het zu und hütet euch vor aller Habsucht; d denn nicht, weil jemand, Ueberfluß hat, besteht sein Leben in seiner Habe.* Er 16 Jüngern zu sagen: Zuerst hütet 2c.- 128 Lukas 12. will ich thun: ich will meine Scheunen niederreißen und größere bauen und dahin einſammeln all mein Gewächs 19 und meine Güter;* und ich will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast viele Güter daliegen auf viele Jahre; ruhe 20 aus, iß, trink, sei fröhlich.* Gott sagte ihnen aber ein Gleichnis vermag mit Sorgen ſeiner und sprach: Das Land eines Größe eine Elle zuzusetzen? gewissen reichen Menschen trug* Wenn ihr nun auch das ge- 26 17 viel ein.* Und er überlegte bei ringste nicht vermöget, warum sich selbst und sprach: Was soll seid ihr um das übrige besorgt? ich thun? denn ich habe nicht,* Betrachtet die Lilien, wie sie 27 wohin ich meine Früchte ein- wachsen; sie bemühen sich nicht 18 sammle.* Und er sprach: Dies und spinnen auch nicht. Ich sage euch aber, selbst nicht Salomon in all seiner Herrlichkeit war bekleidet, wie eine von diesen.* Wenn aber Gott das 28 Gras, das heute auf dem Felde istd und morgen in den Ofen geworfen wird, also kleidet, wie viel mehr euch, ihr Kleingläubige!* Und ihr, trachtet nicht 29 darnach, was ihr essen oder was ihr trinken sollt, und seid nicht in Unruhe, e* denn nach diesem 30 allen trachten die Nationen der Welt; euer Vater aber weiß, daß ihr dessen bedürfet.* Trach- 31 tet aber nach seinem Reiche, und dies[ alles] wird euch dazu gegeben werden.* Fürchte dich 32 nicht, du kleine Herde, denn es ist euers Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben.* Ver- 33 kaufet eure Habe und gebet Almosen; machet euch Säckel, die nicht veralten, einen Schatz, unvergänglich, in den Himmeln, wo kein Dieb sich naht und keine Motte verderbt.* Denn 34 wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.* Es seien 35 eure Lenden umgürtet und eure aber sprach zu ihm: Du Narr! in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern; was du aber bereitet hast, für wen 21 wird es sein?* Also ist, der für sich Schätze sammelt, und ist nicht reich gegena Gott. 22 Er aber sprach zu seinen Jüngern: Deshalb sage ich euch: ſeid nicht besorgt für das Leben, was ihr essen, noch für euern Leib, was ihr anziehen sollt. 23* Das Leben ist mehr als die Nahrung und der Leib als die 24 Kleidung.* Betrachtet die Raben, daß sie nicht säen noch ernten, die weder Vorratskammer noch Scheune haben, und Gott ernährt sie; um wie viel vorzüglicher seid ihr als die 25 Vögel!* Wer aber unter euch a D. bor.- b D. denn.-c O. Lebensdauer, Alter.- d D. das Gras auf dem Felde, das heute ist.- e A. üb.: seid nicht hochfahrend.- f nicht abnimmt. der Lukas 12. 36 Lampen brennend;* und ihr, seid Menschen gleich, die auf ihren Herrn warten, wenn er irgend aufbrechen a mag von der Hochzeit, auf daß, wenn er kommt und anklopft, sie ihm 37 alsbald aufmachen.* Glückselig jene Knechte, die der Herr, wenn er kommt, wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch: er wird sich umgürten und sie sich zu Tische legen lassen und hinzutreten und sie bedienen. 38* Und wenn er in der zweiten Wache kommt und in der dritten Wache kommt und findet sie also glückselig sind jene 39[ Knechte].* Dies aber erkennet, daß wenn der Hausherr gewußt hätte, zu welcher Stunde der Dieb kommen würde, so hätte er gewacht und nicht erlaubt, daß sein Haus durch40 graben würde.* Auch ihr nun, seid bereit, denn zu einer Stunde, da ihr's nicht meinet, kommt 41 der Sohn des Menschen.* Pe- trus aber sprach zu ihm: Herr, sagst du dieses Gleichnis zu uns, 42 oder auch zu allen?* Der Herr aber sprach: Wer ist nun der treue und kluge Verwalter, den der Herr über sein Gesinde setzen wird, um ihm die zugemessene Speise zu geben zur rechten 43 Zeit?* Glückselig jener Knecht, den sein Herr, wenn er kommt, 44 also thuend finden wird!* Wahrlich, ich sage euch, daß er ihn über seine ganze Habe setzen wird.* Wenn aber jener Knecht 45 in seinem Herzen spräche: Mein Herr verzieht zu kommen, und anfinge, die Knechte und Mägde zu schlagen und zu essen und zu trinken und sich zu berauschen, so wird der Herr jenes 46 Knechtes kommen an einem Tage, da er es nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht weiß, und wird ihn in zwei Stücke zerteilen und ihm sein Teil setzen mit den Untreuen.d* Jener Knecht aber, der 47 den Willen seines Herrn wußte und sich nicht bereitet, noch nach seinem Willen gethan hat, wird mit vielen Schlägen geschlagen werden;* wer ihn aber nicht 48 wußte, aber gethan hat, was der Schläge wert ist, wird mit wenigen geschlagen werden. Jedem aber, dem viel gegeben ist, bei dem wird viel gesucht werden, und dem man viel anvertraut hat, von dem wird man desto mehr fordern.* Ich 49 bin gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen; und was will ich, wenn es schon angezündet ist?* Ich habe aber eine Taufe, 50 womit ich getauft werden muß, und wie bin ich beengt, bis sie vollbracht ist.* Denket ihr, daß 51 ich gekommen bin, Frieden auf der Erde zu geben? Nein, sage ich euch, sondern vielmehr Trennung.* Denn es werden von 52 a C. zurückkehren. b B. Sklaven, so auch V. 38 2c. schneiden.- d. Ungläubigen. - 129 c B. entzwei 9 130 nun an fünf in einem Hause entzweit sein, drei gegen zwei 53 und zwei gegen drei:* Vater wider Sohn und Sohn wider Vater, Mutter wider Tochter und Tochter wider Mutter, Schwiegermutter wider ihre Schwiegertochter und Schwiegertochter wider ihre Schwiegermutter. Lukas 12. 13. 54 Er sprach aber auch zu der Volksmenge: Wenn ihr eine Wolke von Westen aufsteigen sehet, so saget ihr alsbald: Ein Regenguß kommt; und es ge55 schieht also.* Und wenn ihr den Südwind wehen sehet, so saget ihr: Es wird Hitze geben; und 56 es geschieht.* Ihr Heuchler! das Angesicht der Erde und des Himmels wisset ihr zu beurteilen, wie aber beurteilet ihr 57 diese Zeit nicht?* Warum aber auch richtet ihr von euch selbst 58 nicht, was recht ist?* Denn wenn du mit deiner Gegenpartei vor die Obrigkeit gehst, so gieb dir auf dem Wege Mühe, von ihr los zu kommen, damit sie dich nicht etwa zu dem Richter hinschleppe, und der Richter wird dich dem Gerichtsdiener überliefern, und der Gerichtsdiener dich ins Gefängnis 59 werfen.* Ich sage dir: du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Hellera bezahlt haſt. 13 3u selbiger Zeit waren aber einige gegenwärtig, die ihm a D. das letzte Scherflein. von den Galiläern verkündeten, deren Blut Pilatus mit ihren Schlachtopfern vermischt hatte. * Und[ Jesus] antwortete und 2 sprach zu ihnen: Meinet ihr, daß diese Galiläer vor allen Galiläern Sünder gewesen seien, daß sie solches erlitten haben? * Nein, sage ich euch, sondern 3 wenn ihr nicht Buße thuet, so werdet ihr alle ebenso umkommen.* Oder jene achtzehn, auf 4 welche der Turm in Siloam fiel und sie tötete: meinet ihr, daß sie Schuldner geweſen ſeien vor allen Menschen, die in Jerusalem wohnen?* Nein, sage 5 ich euch, sondern wenn ihr nicht Buße thuet, so werdet ihr alle gleicherweise umkommen. Er sagte aber dieses Gleich- 6 nis: Es hatte jemand einen Feigenbaum in seinem Weinberg gepflanzt, und er kam und suchte Frucht an ihm und fand feine.* Er aber sprach zu dem 7 Weingärtner: Siehe, drei Jahre komme ich und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde sie nicht; haue ihn ab, warum macht er auch das Land unnütz?* Er aber antwortete 8 und sprach zu ihm: Herr, laß ihn auch dieses Jahr noch, bis daß ich um ihn gegraben und gedüngt habe;* und wenn er 9 etwa Frucht bringen wird, gut, wenn aber nicht, so magst du ihn künftig abhauen. Er lehrte aber am Sabbath 10 Lukas 13. 131 11 in einer der Synagogen.* Und* Es ist gleich einem Senfkorn, 19 siehe,[ es war] ein Weib, die welches ein Mensch nahm und einen Geist der Schwachheit in seinen Garten warf; und hatte, achtzehn Jahre; und sie es wuchs und ward zu einem war zusammengekrümmt und großen Baume, und die Vögel vermochte sich durchaus nicht des Himmels ließen sich nieder 12 aufzurichten.* Als aber Jesus in seinen Zweigen. sie sah, rief er ihr zu und sprach zu ihr: Weib, du bist gelöst 13 von deiner Schwachheit.* Und er legte ihr die Hände auf, und alsbald ward sie gerade und 14 verherrlichte Gott.* Der SyUnd wiederum sprach er: 20 Wem soll ich das Reich Gottes vergleichen?* Es ist gleich 21 einem Sauerteig, den ein Weib nahm und unter drei Maß Mehl verbarg, bis das Ganze gesäuert war. nagogenvorsteher aber, unwil lig, daß Jesus am Sabbath Und er durchzog nacheinan- 22 heilte, antwortete und sprach der die Städte und Dörfer, zu der Volksmenge: Sechs Tage indem er lehrte und nach Jesind, an denen man arbeiten rusalem reiste.* Es sprach aber 23 soll; an diesen nun kommet und jemand zu ihm: Herr, sind delaffet euch heilen, und nicht am rer wenig, die errettet werden? 15 Tage des Sabbaths.* Der Herr Er aber sprach zu ihnen:* Rin= 24 nun antwortete ihm und sprach: get, daß ihr durch die enge Ihr Heuchler! löst nicht ein Pforte eingehet; denn viele, sage jeder von euch am Sabbath ich euch, werden einzugehen seinen Ochsen oder Esel von suchen und werden es nicht verder Krippe und führt ihn hin mögen.* Von da an, wenn 25 16 zur Tränke?* Diese aber, die der Hausherr aufgestanden ist eine Tochter Abrahams ist, und und die Thür verschlossen hat, die der Satan gebunden hat, und ihr anfangen werdet, drausiehe, achtzehn Jahre sie ßen zu stehen und an die Thür sollte nicht gelöst werden von zu klopfen und zu sagen: Herr, diesem Bande am Tage des mache uns auf! und er ant17 Sabbaths?* Und als er dies worten und zu euch sagen wird: sagte, waren alle seine Wider- Ich kenne euch nicht, wo ihr ſacher beſchämt, und die ganze her seid;* alsdann werdet ihr 26 Volksmenge freute sich über anfangen zu sagen: Wir haalle die herrlichen Dinge, die ben vor dir gegessen und gedurch ihn geschahen. trunken, und auf unsern Straßen hast du gelehrt.* Und er 27 wird sagen: Ich sage euch, ich kenne euch nicht, wo ihr her 18 Er aber sprach: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soll ich es vergleichen? 9* - 132 seid; weichet von mir, alle ihr 28 Ulebelthäter. a* Da wird sein das Weinen und das Zähneknirschen, wenn ihr sehen werdet Abraham und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reiche Gottes, euch aber drau29 ßen hinausgeworfen.* Und sie werden kommen von Osten und Westen und von Norden und Süden und zu Tische liegen 30 im Reiche Gottes.* Und siche, es sind letzte, welche erste sein werden, und sind erste, welche letzte sein werden. Lukas 13. 14. 31 Zu derselben Stunde kamen einige Pharisäer herzu und sprachen zu ihm: Gehe hinaus und ziehe von hinnen, denn 32 Herodes will dich töten.* Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget diesem Fuchs: Siehe, ich treibe Teufelb aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am dritten Tage 33 bin ich vollendet.* Aber ich det mich nicht sehen, bis es kommt, daß ihr sagen werdet: Gepriesene sei, der da kommt im Namen des Herrn! Und es geschah, als er am 14 Sabbath in das Haus eines der Obersten der Pharisäer kam, um Brot zu essen, daß sie auf ihn lauerten.* Und siehe, ein 2 gewisser wassersüchtiger Mensch war vor ihm.* Und Jesus ant- 3 wortete und sprach zu den Gesetzgelehrten und Pharisäern und sagte: Ist es erlaubt, am Sabbath zu heilen?* Sie aber 4 schwiegen. Und er nahm und heilte ihn und entließ ihn.* Und 5 er antwortete ihnen und sprach: Wer ist unter euch, dessen Esel oder Ochs in den Brunnen fällt, und der ihn nicht alsbald herauszieht am Tage des Sabbaths?* Und sie vermoch- 6 ten nicht, ihm darauf zu antworten. Er aber sprach zu den Ein- 7 muß heute und morgen und geladenen ein Gleichnis, indem am folgenden Tage wandeln, er bemerkte, wie sie die ersten denn es geht nicht an, daß Plätze wählten, und sprach zu ein Prophet umkomme außer- ihnen:* Wenn du von jeman- 8 34 halb Jerusalems.* Jerusalem, dem zur Hochzeit geladen wirst, Jerusalem, die du tötest die so lege dich nicht auf den ersten Propheten und steinigst, die zu Platz, damit nicht etwa ein dir gesandt sind; wie oft habe Geehrterer als du von ihm ich deine Kinder versammeln geladen sei,* und der, welcher 9 wollen wie eine Henne ihre dich und ihn geladen hat, komBrut unter die Flügel, und me und zu dir spreche: Gieb 35 ihr habt nicht gewollt.* Siehe, diesem den Platz; und dann euer Haus wird euch gelassen. wirst du anfangen, mit SchanIch sage euch aber: ihr wer- de den letzten Platz einzuneha B. Wirker der Ungerechtigkeit.- b B. Dämonen. c D. Gesegnet. Lukas 14. 10 men.* Sondern wenn du geladen bist, so gehe hin und lege dich auf den letzten Platz, auf daß, wenn der, welcher dich geladen hat, kommt, er zu dir spreche: Freund, rücke höher hinauf. Dann wirst du Ehre haben vor allen, die mit 11 dir zu Tische liegen;* denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden, und der sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. 12 Er sprach aber auch zu dem, der ihn geladen hatte: Wenn du ein Mittags- oder ein Abendmahl machst, so lade nicht deine Freunde, noch deine Brüder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn, damit nicht auch sie dich etwa wieder laden, und dir Vergeltung ge13 schehe;* sondern wenn du ein Mahl machst, so lade Arme, 14 Krüppel, Lahme, Blinde,* und glückselig wirst du sein, weil sie nicht haben, dir zu vergelten; denn es wird dir vergolten werden in der Auferstehung der Gerechten. Als aber einer der Tischgäste dies hörte, sprach er zu ihm: Glückselig, wer Brot isset 16 im Reiche Gottes!* Erabersprach zu ihm: Ein gewisser Mensch machte ein großes Abendmahl 17 und lud viele.* Und er sandte seinen Knechta zur Stunde des Abendmahls, um den Geladenen zu sagen: Kommet, denn a B. Sklaven, so auch V. 21 2c. 15 133 schon ist alles bereit.* Und sie 18 fingen alle ohne Ausnahme an, sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und muß notwendig ausgehen und ihn besehen; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt.* Und ein 19 andrer sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe hin, sie zu versuchen; ich bitte dich, halte mich für entschuldigt.* Und ein andrer 20 sprach: Ich habe ein Weib geheiratet, und darum kann ich nicht kommen.* Und als der 21 Knecht zurückkam, berichtete er dies seinem Herrn. Da ward der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Gehe eilend hinaus auf die Straßen und Gassen der Stadt, und bringe hier herein die Armen und Krüppel und Lahme und Blinde. * Und der Knecht sprach: Herr, 22 es ist geschehen, wie du befohlen hast, und es ist noch Raum. * Und der Herr sprach zu dem 23 Knechte: Gehe hinaus an die Wege und Zäune und nötige sie, hereinzukommen, auf daß mein Haus voll werde;* denn 24 ich sage euch, daß nicht einer jener Männer, die geladen waren, mein Abendmahl schmecken wird. Es ging aber eine große 25 Volksmenge mit ihm, und er wandte sich und sprach zu ihnen:* Wenn jemand zu mir 26 134 Lukas 14. 15. kommt und haßt nicht seinen Vater und Mutter und Weib und Kinder und Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eignes Leben, der kann nicht mein Jün27 ger sein;* und wer nicht sein Kreuz trägt und mir nachkommt, kann nicht mein Jünger sein. 28* Denn wer unter euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht zuvor nieder und berechnet die Kosten, ob er das Nötige zur Ausführung habe? 29* auf daß nicht etwa, wenn er noch für den Dünger tauglich; man wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hören, der höre! den Grund gelegt und nicht zu vollenden vermag, alle, die es sehen, anfangen, ihn zu ver30 spotten,* und sagen: Dieser Mensch hat angefangen zu bauen und vermochte nicht zu voll31 enden.* Oder welcher König, Es nahten aber zu ihm alle 15 Zöllner und Sünder, ihn zu hören;* und die Pharisäer und 2 die Schriftgelehrten murrten und sprachen: Dieser nimmt Sünder auf und isset mit ihnen.* Er aber sprach zu ihnen 3 dieses Gleichnis und sagte: * Welcher Mensch unter euch, 4 der hundert Schafe hat und eins von ihnen verloren hat, läßt nicht die neunundneunzig in der Wüste und geht dem verlornen nach, bis er es findet?* Und wenn er es gefun- 5 den hat, so legt er es mit Freuden auf seine Schultern; der auszieht, um sich in Krieg* und wenn er nach Hause 6 einzulassen mit einem andern kommt, ruft er die Freunde und Könige, setzt sich nicht zuvor die Nachbarn zusammen und nieder und ratschlagt, ob er spricht zu ihnen: Freuet euch imstande sei, dem mit Zehn- mit mir, denn ich habe mein tausend entgegen zu treten, der Schaf gefunden, das verloren wider ihn kommt mit Zwan- war.* Ich sage euch: also wird 7 32 zigtausend?* wenn aber nicht, Freude im Himmel sein über ſo sendet er, da jener noch ferne ist, eine Gesandtschaft und bittet um die Bedingungen des 33 Friedens. a* Also nun jeder einen Sünder, der Buße thut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.* Oder welches 8 Weib, die zehn Drachmen hat, zündet nicht, wenn sie eine Drachme verliert, eine Lampe an und kehrt das Haus und sucht sorgfältig, bis daß sie ſie findet?* Und wenn sie sie ge- 9 funden hat, ruft sie die Freunvon euch, der nicht allem entsagt, was er hat, kann nicht 34 mein Jünger sein.* Das Salz [ nun] ist gut; wenn aber auch das Salz dumm geworden ist, womit soll es gewürzt werden? 35* Es ist weder für das Land, a B. bittet um das zum Frieden. Lukas 15. dinnen und Nachbarinnen zusammen und spricht: Freuet euch mit mir, denn ich habe die Drachme gefunden, die ich 10 verloren hatte.* Also, sage ich euch, ist Freudea vor den Engeln Gottes über einen Sünder, der Buße thut. 11 Er sprach aber: Ein gewisser Mensch hatte zwei Söhne; 12* und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Vater, gieb mir das Teil des Vermögens, das mir zufällt. Und 13 er teilte ihnen die Habe.* Und nach nicht vielen Tagen brachte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste weg in ein fernes Land, und daselbst vergeudete er sein Vermögen, indem er ausschweifend lebte. 14* Als er aber alles verzehrt hatte, ward eine gewaltige Hungersnot in jenem Lande, und er selbst fing an, Mangel 15 zu leiden.* Und er ging hin und hängte sich an einen der Bürger jenes Landes, und der schickte ihn auf seine Aecker, die 16 Schweine zu hüten.* Und er begehrte seinen Bauch zu füllen mit den Träbern, welche die Schweine fraßen, und nie17 mand gab ihm.* Als er aber zu sich selbst kam, sprach er: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Ueberfluß an Brot, ich aber komme hier um 18 vor Hunger.* Ich will mich - 135 aufmachen und zu meinem Vater gehen und will zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir,* ich bin nicht mehr wür- 19 dig, dein Sohn zu heißen, mache mich wie einen deiner Tagelöhner.* Und er machte sich 20 auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch ferne war, sah ihn sein Vater und ward innerlich bewegt und lief hin und fiel ihm um seinen Hals und küßte ihn sehr.* Der Sohn 21 aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen.* Der Vater aber sprach 22 zu seinen Knechten: Bringet das vornehmste Kleid her und ziehet es ihm an, und gebet einen Ring an seine Hand und Sandalen an seine Füße,* und 23 bringet das gemästete Kalb her und schlachtet es, und laſſet uns essen und fröhlich sein; * denn dieser, mein Sohn, war 24 tot und ist wieder lebendig geworden, war verloren und ist gefunden worden. Und sie fingen an fröhlich zu sein.* Es 25 war aber sein älterer Sohn auf dem Felde; und als er kam und sich dem Hause nahte, hörte er Musik und Reigen. * Und er rief einen der Knechte 26. zu sich und erkundigte sich, was das wäre.* Der aber sprach 27 a B. wird Freude. b Johannisbrot, ein Nahrungsmittel für Tiere und. zuweilen für arme Leute.-c B. Sklaven, so auch V. 26. 136 zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wieder er28 halten hat.* Er aber ward zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber ging 29 hinaus und bat ihn.* Er aber antwortete und sprach zu dem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir, und niemals habe ich dein Gebot übertreten; und mir hast du niemals ein Böcklein gegeben, auf daß ich mit meinen Freunden fröhlich wäre; 30* da aber dieser, dein Sohn, gekommen ist, der deine Habe mit Huren verschlungen hat, hast du ihm das gemästete Kalb 31 geschlachtet.* Er aber sprach zu ihm: Kind, du bist allezeit bei mir, und all das Meinige 32 ist dein.* Es geziemte sich aber, fröhlich zu sein und sich zu freuen, denn dieser, dein Bruder, war tot und ist wieder lebendig geworden, und war verloren und ist gefunden worden. 16 Er sprach aber auch zu seinen Jüngern: Es war ein gewisser reicher Mann, der hatte einen Verwalter, und dieser ward bei ihm angeklagt, als verschwende er seine Habe. 2* Und er rief ihn und sprach zu ihm: Was ist dies, das ich von dir höre? lege die Rechnung ab von deiner Verwaltung, denn du wirst nicht mehr 3 Verwalter sein können.* Der a D. dieses Zeitlaufs.- - Lukas 15. 16. Verwalter aber sprach bei sich selbst: Was soll ich thun, denn mein Herr nimmt mir die Verwaltung ab? Zu graben vermag ich nicht, zu betteln schäme ich mich.* Ich weiß, was ich 4 thun werde, auf daß sie mich, wenn ich der Verwaltung entsetzt bin, in ihre Häuser aufnehmen.* Und er rief einen je- 5 den der Schuldner seines Herrn zu sich und sprach zu dem ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig?* Der aber 6 sprach: Hundert Bath Del. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Schuldbrief und setze dich flugs hin und schreibe fünfzig. * Darnach sprach er zu einem 7 andern: Du aber, wie viel bist du schuldig? Der aber sprach: Hundert Kor Weizen. Und er spricht zu ihm: Nimm deinen Schuldbrief und schreibe achtzig.* Und der Herr lobte den 8 ungerechten Verwalter, weil er klug gehandelt hatte; denn die Söhne dieser Welt a sind klüger als die Söhne des Lichts gegen ihr eigenes Geschlecht.b * Und ich sage euch: Machet euch 9 Freunde mite dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn es mit euch zu Ende geht, ihr aufgenommen werdet in die ewigen Hütten.* Wer im Ge- 10 ringsten treu ist, ist auch in vielem treu, und wer im Geringsten ungerecht ist, ist auch in vielem ungerecht.* Wenn 11 b O. in bezug auf ihr Geschlecht.- c B. aus. Lukas 16. ihr nun in dem ungerechten kleidet in Mammon nicht treu gewesen seid, wer wird euch das Wahr12 haftige anvertrauen?* und wenn ihr in dem Fremden nicht treu gewesen seid, wer wird euch das Eurige geben? 13* Kein Hausknecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. 14 Dies alles aber hörten auch die Pharisäer, welche geldliebend waren, und verhöhnten 15 ihn.* Und er sprach zu ihnen: Ihr seid es, die ihr euch selbst rechtfertiget vor den Menschen, Gott aber kennt eure Herzen; denn was unter den Menschen hoch ist, ist ein Greuel vor Gott. 16* Das Gesetz und die Propheten waren bis auf Johannes; von da an wird das Evangelium des Reiches Gottes verkündigt, und jeder thut ihm 17 Gewalt an.a* Es ist aber leichter, daß der Himmel und die Erde vergehen, als daß ein Strichlein des Gesetzes weg18 falle.* Jeder, der sein Weib entläßt und heiratet eine an dere, bricht die Ehe; und jeder, der die von einem Manne Entlassene heiratet, bricht die Ehe. Es war aber ein gewisser reicher Mann, und er war ge137 Purpur und feine Leinwand und war alle Tage fröhlich in Prunk.* Es war 20 aber ein gewisser Armer, mit Namen Lazarus, der an dessen Pforte lag, voller Geschwüre, * und er begehrte sich zu sät- 21 tigen von den Brosamen, die von dem Tische des Reichen fielen; aber auch die Hunde kamen und leckten seine Geschwüre.* Es geschah aber, daß 22 der Arme starb und von den Engeln getragen ward in den Schoß Abrahams. Es starb aber auch der Reiche und ward begraben.* Und in dem Hades 23 seine Augen aufschlagend, als er in Qualen war, sieht er den Abraham von ferne und Lazarus in seinem Schoße.* Und 24 er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und sende Lazarus, daß er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und fühle meine Zunge, denn ich leide Pein in dieser Flamme.* Abrahamaber sprach: 25 Kind, gedenke, daß du dein Gutes völlig empfangen hast in deinem Leben, und Lazarus gleicherweise das Böse; nun aber wird er hier getröstet, du aber leidest Pein.* Und zu 26 diesem allen ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestigt, damit die, welche von hinnen zu euch hinübergehen wollen, nicht können, noch auch die, welche von dannen zu uns b B. Byssus. 19 a O. dringt mit Gewalt hinein.- 138 27 herüberkommen wollen.* Er aber sprach: Ich bitte dich nun, Vater, daß du ihn in das Haus 28 meines Vaters sendest,* denn ich habe fünf Brüder, damit er ihnen ernstlich bezeuge, auf daß sie nicht auch an diesen 29 Ort der Qual kommen.* Abraham aber spricht zu ihm: Sie haben Moses und die Pro30 pheten: laß sie die hören.* Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den Toten zu ihnen ginge, wer31 den sie Buße thun.* Er aber sprach zu ihm: Wenn sie Moses und die Propheten nicht hören, so werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn jemand aus den Toten aufersteht. 17 Er sprach aber zu seinen Jüngern: Es ist unmöglich, daß nicht Aergernisse kommen; wehe aber dem, durch welchen 2 sie kommen!* Es wäre ihm nützlicher, a wenn ein Mühlstein um seinen Hals gelegt, und er ins Meer geworfen würde, als daß er einen dieser Kleinen 3 ärgere.* Gebet acht auf euch selbst. Wenn dein Bruder sündigt, so verweise es ihm, und wenn er es bereut, so vergieb 4 ihm.* Und wenn er siebenmal des Tages an dir fündigt und siebenmal zu dir umkehrt und spricht: Ich bereue es, so sollst du ihm vergeben. Lukas 16. 17. b den Glauben!* Der Herr aber 6 sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so hättet ihr zu diesem MaulbeerFeigenbaum gesagt: Werde entwurzelt und ins Meer gepflanzt! und er würde euch gehorchen. * Wer aber von euch, der ei- 7 nen Knecht hat, welcher pflügt oder weidet, wird zu ihm, wenn er vom Felde hereinkommt, sagen: Komme und lege dich alsbald zu Tische?* Wird 8 er nicht vielmehr zu ihm sagen: Richte zu, was ich zu Abend essen soll, und gürte dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe; und darnach sollst du essen und trinken?* Dankt er dem 9 Knechte, daß er das Befohlene gethan hat? Ich meine nicht. * Also auch ihr, wenn ihr al- 10 les gethan, was euch befohlen ist, so sprechet: Wir sind un-: nütze Knechte, wir haben gethan, was wir zu thun schuldig waren. Und es geschah, als er nach 11 Jerusalem reiste, daß er mitten durch Samaria und Galiläa ging.* Und als er in 12 ein gewisses Dorf kam, begegneten ihm zehn aussätzige Männer, die standen von ferne. * Und sie erhoben ihre Stimme 13 und sprachen: Jesu, Meister, erbarme dich unser!* Und als 14 er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin und zeiget euch den 5 Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Vermehre uns a B. nüßlich.- b B. Sklaven, so auch V. 9. 10.- c e O. alsbald sagen: Komm. Lukas 17. 139 gefunden worden, die zurückkehren, um Gott Ehre zu geben, außer diesem Fremdling? 19* Und er sprach zu ihm: Stehe auf und gehe hin; dein Glaube hat dich gerettet. Priestern. Und es geschah, da leuchtet von einem Ende unter fie hingingen, wurden sie ge- dem Himmel bis zum andern 15 reinigt.* Einer aber von ih- Ende unter dem Himmel, also nen, als er sah, daß er geheilt wird der Sohn des Menschen war, kehrte um, mit lauter sein an seinem Tage.* Zuvor 25 Stimme Gott verherrlichend. aber muß er vieles leiden 16* Und er fiel auf das Ange- und verworfen werden von sicht zu seinen Füßen und dankte diesem Geschlecht.* Und gleich- 26 ihm; und derselbe war ein wie es in den Tagen No17 Samariter.* Jesus aber ant- ahs geschah, also wird es auch wortete und sprach: Sind nicht sein in den Tagen des Sohdie zehn gereinigt worden? wo nes des Menschen:* sie aßen, 27 18 find aber die neun?* Sind keine sie tranken, sie heirateten, sie wurden verheiratet, bis zu dem Tage, da Noah in die Arche einging, und die Flut kam und alle umbrachte.* Gleicherweise 28 auch, wie es geschah in den Tagen Lots: sie aßen, sie tranten, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie bauten;* an 29 dem Tage aber, da Lot aus Sodom herausging, regnete es Feuer und Schwefel vom Himmel und brachte alle um.* Auf 30 dieselbe Weise wird es an dem Tage sein, da der Sohn des Menschen geoffenbart wird.* An 31 jenem Tage, wer auf dem Dachee sein wird und sein Gerät im Haused hat, der steige nicht hinab, um es zu holen; und wer auf dem Felde sein wird, der fehre gleicherweise nicht zurück.* Gedenket an Lots Weib. 32 sagen: Siehe hier! oder: siehe* Wer irgend suchen wird, sein 33 dort! gehet nicht hin, folget Leben zu retten, wird es ver24 ihnen auch nicht.* Denn gleich- lieren; und wer irgend es wie der Blitz, welcher blitzend verlieren wird, wird es erhal2) Und als er von den Pharisäern gefragt wurde: Wann kommt das Reich Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht, daß man's beobachten könnte; a 21* sie werden nicht sagen: Siehe hier! oder: siehe dort! denn siehe, das Reich Gottes ist mit 22 ten unter euch.b* Er sprach aber zul den Jüngern: Es werden Tage kommen, da ihr begehren werdet, einen der Tage des Sohnes des Menschen zu sehen, und ihr werdet ihn nicht 23 sehen.* Und sie werden zu euch a B. mit Beobachtung.- b B. innerhalb von euch.- e C. Hause.- d C. in der Wohnung. 140 Lukas 17. 18. 34 ten.* Ich sage euch: in jener und Nacht zu ihm schreien, und ist er in bezug auf sie langmütig?* Ich sage euch, s daß er ihr Recht schnell ausführen wird. Doch wird wohl der Sohn des Menschen, wenn er nun kommt, den Glauben finden auf der Erde? Nacht werden zwei auf einem Bette sein, der eine wird genommen, der andere gelassen 35 werden.* Zwei werden zusammen mahlen, die eine wird genommen, die andere gelassen 36 werden.* Und sie antworten und sagen zu ihm: Wo, Herr? Er aber sprach zu ihnen: Wo das Aas ist, da werden auch die Adler versammelt werden. 18 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafür, daß sie allezeit beten und nicht ermat2 ten sollten,* und sprach: Es war ein gewisser Richter in einer gewissen Stadt, der Gott nicht fürchtete und vor keinem 3 Menschen sich scheute.* Es war aber eine Witwe in jener Stadt; und sie kam zu ihm und sprach: Schaffe mir Recht von mei4nem Widersacher.* Und eine Zeitlang wollte er nicht; darnach aber sprach er bei sich ſelbst: Wenn ich auch Gott nicht fürchte und vor keinem 5 Menschen mich scheue,* so will ich doch, weil diese Witwe mir Mühe macht, a ihr Recht verschaffen, auf daß sie nicht unaufhörlich komme und mich 6 quäle.b* Der Herr aber sprach: Höret, was der ungerechte Rich 7 ter sagt.* Gott aber, sollte er nicht ausführen das Recht seiner Auserwählten, die Tag 1 Er sprach aber auch zu et- 9 lichen, die auf sich selbst vertrauten, daß sie gerecht seien, und die übrigen für nichts achteten, dieses Gleichnis:* Zwei 10 Menschen gingen hinauf in den Tempel, um zu beten, der eine ein Pharisäer und der andere ein Zöllner.* Der Pha- 11 risäer stand und betete bei sich selbste also: O Gott, ich danke dir, daß ich nicht bin, wie die übrigen der Menschen: Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zöllner. * Ich faste zweimal in der Wo- 12 che, ich verzehnte alles, was ich erwerbe.d* Und der Zöll- 13 ner, von ferne stehend, wollte sogar die Augen nicht aufheben gen Himmel, sondern schlug an seine Brust und sprach: O Gott, sei mir, dem Sünder, gnädig!* Ich sage euch: 14 Dieser ging gerechtfertigt hinab in sein Haus vorf jenem; denn jeder, der sich selbst erhöht, wird erniedrigt werden; wer sich aber selbst erniedrigt, wird erhöht werden. a O. mich beläſtigt. b D. endlich komme und mir ins Gesicht fahre. e O. stand für sich selbst und betete. d D. besitze.- e O. versöhnt. f D. gegenüber. - e Lukas 18. 15 Sie brachten aber auch die Kindleina zu ihm, auf daß er sie anrührte. Da es aber die Jünger sahen, verwiesen sie es 16 ihnen.* Jesus aber rief sie herzu und sprach: Lasset die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht, denn solcher ist das Reich Gottes. 17* Wahrlich, ich sage euch: wer irgend das Reich Gottes nicht aufnehmen wird wie ein Kind lein, wird nicht in dasselbe eingehen. Und es fragte ihn ein gewisser Oberster und sprach: Guter Lehrer, was muß ich gethan haben, daß ich ewiges 19 Leben ererbe?* Jesus aber sprach zu ihm: Was heißest du mich gut? Niemand ist gut, 20 als nur einer, Gott.* Du kennst die Gebote: ,, Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsches Zeugnis geben; ehre deinen Vater 21 und deine Mutter."* Er aber sprach: Dies alles habe ich beobachtet von meiner Jugend 22 an.* Als aber Jesus dies hörte, sprach er zu ihm: Noch eins fehlt dir; verkaufe alles, was du hast, und verteile es unter die Armen, und du wirst einen Schatz in den Himmeln haben, und komm und folge mir nach. 23* Als er aber dies hörte, ward 18 er sehr betrübt, denn er war 24 sehr reich.* Als aber Jesus a Eig. Säuglinge. 141 sah, daß er sehr betrübt ward, sprach er: Wie schwerlich werden die, welche Güter haben, in das Reich Gottes eingehen! * denn es ist leichter, daß ein 25 Kameel durch ein Nadelöhr eingehe, als daß ein Reicher in das Reich Gottes eingehe. * Es sprachen aber, die es hör- 26 ten: Wer kann dann errettet werden?* Er aber sprach: Was 27 bei Menschen unmöglich iſt, ist möglich bei Gott.* Petrus aber 28 sprach: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolgt.* Er aber sprach zu 29 ihnen: Wahrlich, ich sage euch: es ist niemand, der Haus, oder Eltern, oder Brüder, oder Weib, oder Kinder verlassen hat um des Reiches Gottes willen,* der 30 nicht vielfältig empfangen wird in dieser Zeit und ewiges Leben in dem kommenden Zeitalter. Er nahm aber die Zwölfe 31 zu sich und sprach zu ihnen: Siehe, wir gehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles. vollendet werden, was durch die Propheten geschrieben ist auf den Sohn des Menschen; * denn er wird den Nationen 32 überliefert werden und wird verspottet und geschmäht und verspeit werden;* und wenn 33 sie ihn gegeißelt haben, werden sie ihn töten, und am dritten Tage wird er auferstehen.* Und 34 sie verstanden nichts von die 142 sen Dingen, und dieses Wort war vor ihnen verborgen, und sie erkannten nicht, was gesagt ward. Lukas 18. 19. 35 Es geschah aber, als er Jericho nahte, saß ein gewisser Blinder an dem Wege und 36 bettelte.* Und da er eine Volksmenge vorbeiziehen hörte, erkundigte er sich, was das wäre. 37* Sie verkündeten ihm aber, daß Jesus, der Nazaräer, vorüber38 gehe.* Und er rief und sprach: Jesu, Sohn Davids, erbarme 39 dich meiner!* Und die Vorangehenden bedrohten ihn, daß er schweigen sollte; er aber schrie noch viel mehr: Sohn Davids, erbarme dich meiner! 40* Jesus aber stand still und hieß ihn zu sich führen. Als er aber nahte, fragte er ihn 41* und sprach: Was willst du, daß ich dir thun soll? Er aber sprach: Herr, daß ich sehend 42werde!* Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! dein Glaube 43 hat dich geheilt.a* Und alsbald ward er sehend und folgte ihm, indem er Gott verherrlichte. Und das ganze Volk, das es sah, gab Gott Lob. 19 Und er ging hinein und zog 2durch Jericho.* Und siehe, ein Mann, mit Namen Zachäus genannt, und selbiger war ein Oberzöllner, und er war reich. 3* Und er suchte Jesum zu sehen, wer er wäre, und er vermochte es nicht vor der Volksmenge, a D. gerettet. b B. Statur. - denn er war klein von Person.b * Und er lief voraus und stieg 4 auf einen Maulbeer- Feigenbaum, auf daß er ihn sehen möchte, denn er sollte daſelbst durchkommen.* Und als er an 5 den Ort kam, sah Jesus auf und erblickte ihn und sprach zu ihm: Zachäus, steige eilend hernieder, denn heute muß ich in deinem Hause bleiben.* Und 6 er stieg eilend hernieder und nahm ihn auf mit Freuden. * Und alle murrten, als sie es 7 sahen, und sagten: Er ist bei einem sündigen Manne eingekehrt, um zu herbergen.* 3a- 8 chäus aber stand und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hälfte meiner Güter gebe ich den Armen, und wenn ich von jemand etwas genommen durch falsche Anklage, so er= statte ich es vierfältig.* Und 9 Jesus sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, dieweil auch er ein Sohn Abrahams ist;* denn der 10 Sohn des Menschen ist gekommen, zu suchen und zu erretten, was verloren ist. Als sie aber diesem zuhör- 11 ten, fügte er hinzu und sagte ein Gleichnis, weil er nahe bei Jerusalem war, und sie meinten, daß das Reich Gottes alsbald erscheinen sollte.* Er sprach 12 nun: Ein gewisser hochgeborner Mann zog in ein fernes Land, um ein Reich für sich Lukas 19. 143 ſelbst zu empfangen und wie- ser Knecht! Du wußtest, daß 13 der zu kommen.* Er berief aber seine zehn Knechte a und gab ihnen zehn Pfundeb und sprach zu ihnen: Handelt, bise 14 ich komme.* Seine Bürger aber haßten ihn und schickten eine Gesandtschaft hinter ihm her und sagten: Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche. 15* Und es geschah, als er zuich ein strenger Mann bin, der ich nehme, was ich nicht hingelegt, und ernte, was ich nicht gesäet habe.* Und warum hast 23 du mein Geld nicht in eine Bank gegeben, und bei meiner Ankunft hätte ich es mit Zinsen eingefordert?* Und er sprach 24 zu den Dabeistehenden: Nehmet das Pfund von ihm und gebet es dem, der die zehn Pfunde hat.*( Und sie sprachen zu ihm: 25 Herr, er hat zehn Pfunde.) * Denn ich sage euch: Jedem, 26 der da hat, wird gegeben werden; von dem aber, der nicht hat, von dem wird selbst, was er hat, weggenommen werden. * Doch jene, meine Feinde, die 27 nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir. Und als er dies geſagt hatte, 28 zog er voran und ging hinauf nach Jerusalem.* Und es ge- 29 schah, als er Bethphage und Bethanien nahte, gegen den Berg, welcher der Delberg genannt wird, sandte er zwei seiner Jünger* und sprach: Ge- 30 het hin in das Dorf gegenüber, und wenn ihr daselbst hineinkommet, werdet ihr ein Füllen angebunden finden, auf welchem kein Mensche je gesessen hat; löset es ab und führet es her.* Und wenn je- 31 mand euch fragt: Warum lörückkam, nachdem er das Reich empfangen hatte, da hieß er diese Knechte, denen er das Geld gegeben, zu sich rufen, auf daß er wisse, was ein je16 der erhandelt hätte.* Und der erste kam und sagte: Herr, dein Pfund hat zehn Pfunde hin17 zugewonnen.* Und er sprach zu ihm: Wohl, du guter Knecht! weil du im Geringsten treu gewesen, d so sei gewalthabend 18 über zehn Städte.* Und der zweite kam und sagte: Herr, dein Pfund hat fünf Pfunde 19 erworben.* Und er sprach auch zu diesem: Und du, sei über 20 fünf Städte.* Und ein andrer fam und sagte: Herr, stehe, dein Pfund, das ich in einem Schweißtuch verwahrt hielt, 21* denn ich fürchtete dich, weil du ein strenger Mann bist: du nimmst, was du nicht hingelegt, und du erntest, was du 22 nicht gesäet hast.* Er spricht zu ihm: Aus deinem Munde werde ich dich richten, du böa B. Sklaven, so auch V. 15 2c. rend.- d B. geworden.- e B. keiner - b B. Minen.-e Eig. indem, wähder Menschen.. 144 set ihr es ab? so sprechet also zu ihm: Der Herr bedarf sei32 ner.* Und die Abgesandten gingen hin und fanden es, wie 33 er ihnen gesagt hatte.* Als sie aber das Füllen ablösten, sprachen die Herren desselben zu ihnen: Warum löset ihr das 34 Füllen ab?* Sie aber spraLukas 19. 20. chen: Der Herr bedarf seiner. 35* Und sie führten es zu Jesu, und sie warfen ihre Kleider auf das Füllen und setzten Je36 sum darauf.* Als er aber hinzog, breiteten sie ihre Kleider 37 unter auf den Weg.* Und als er schon nahte zu dem Abhang des Delberges, fing die ganze Menge der Jünger an, mit lauter Stimme sich, zu freuen und Gott zu loben über alle die Wunderwerke, die sie ge38 sehen hatten,* und sagten: ,, Gepriesen a sei der König, der da kommt im Namen des Herrn!" b Friede im Himmel und Herr39 lichkeit in der Höhe! e* Und etliche der Pharisäer aus der Volksmenge sprachen zu ihm: Lehrer, verweise es deinen Jün40 gern.* Und er antwortete und deinem Frieden dient! Nun aber ist es verborgen vor deinen Augen;* denn Tage werden 43 über dich kommen, daß deine Feinde einen Wall um dich aufschütten und dich umzingeln und dich einengen werden von allen Seiten;* und sie werden 44 dich und deine Kinder in dir zu Boden werfen und werden in dir nicht einen Stein auf dem andern lassen, darum daß du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt haſt. Und als er in den Tempeld 45 einging, fing er an, auszutreiben, die darin verkauften und kauften,* indem er zu ihnen 46 sprach: Es steht geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus,"" e ihr aber habt es zu einer Räuberhöhle gemacht." f* Und 47 er lehrte täglich im Tempel; d die Hohenpriester aber und die Schriftgelehrten und die Vornehmsten des Volkes suchten ihn umzubringen.* Und sie 48 fanden nicht, was sie thun sollten, denn das ganze Volk hing ihm an, ihn hörend. Und es geschah an einem 20 sprach zu ihnen: Ich sage euch, der Tage, als er das Volk wenn diese schweigen werden, im Tempeld lehrte und das so werden die Steine schreien. Evangelium verkündigte, da 41* Und als er nahte und die kamen die Hohenpriester und Stadt sah, weinte er über sie Schriftgelehrten mit den Ael42* und sprach: Wenn auch du testen herzu* und sprachen zu 2 erkannt hättest, und selbst an ihm und sagten: Sage uns, diesem deinem Tage, was zu in welchem Recht thust du dies? a D. Gesegnet. b f. 118, 26.- c B. in den Höchsten.. d die Gee Jes. 56, 7..- f Jer. 7, 11. bäude. - Lukas 20. 145 oder wer ist's, der dir dieses sie aber verwundeten auch die3 Recht gegeben hat?* Er aber sen und stießen ihn hinaus. antwortete und sprach zu ih-* Der Herr des Weinbergs aber 13 nen: Auch ich will euch ein sprach: Was soll ich thun? Wort fragen, und saget mir: Ich will meinen geliebten Sohn 4* Die Taufe Johannes', war senden; vielleicht, wenn sie diesie vom Himmel, oder von Men- sen sehen, werden sie sich scheusschen?* Sie aber überlegten en.* Als ihn aber die Acker- 14 bei sich selbst und sprachen: bauer sahen, überlegten sie bei Wenn wir sagen: vom Him- sich selbst und sagten: Dieser mel, so wird er sagen: Warum habt ihr ihm nicht ge6 glaubt?* Wenn wir aber sagen: von Menschen, so wird das ganze Volk uns steinigen, denn es ist überzeugt, daß Jo7hannes ein Prophet ist.* Und sie antworteten, sie wüßten s nicht, woher.* Und Jesus sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, in welchem Recht ich dies thue. ist der Erbe;[ kommet,] lasset uns ihn töten, auf daß das Erbe unser werde.* Und als 15 sie ihn zum Weinberg hinausgeworfen hatten, töteten sie ihn. Was wird ihnen nun der Herr des Weinbergs thun?* Er wird 16 kommen und diese Ackerbauer umbringen und den Weinberg andern geben. Als sie aber das hörten, sprachen sie: Das sei ferne!* Er aber sah sie an 17 und sprach: Was ist denn dies, das geschrieben steht:„ Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieſer ist zum Ecksteinb geworden?" c* Jeder, 18 der auf den Stein fällt, wird zerschmettert werden; auf welchen irgend er aber fallen wird, den wird er zermalmen.* Und 19 die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten zu derselben Stunde die Hände an ihn zu legen, und sie fürchteten das Volk; denn sie erkannten, daß er dieses Gleichnis auf sie geredet hatte. 9 Er fing aber an, zu dem Volke dieses Gleichnis zu sagen: Ein Mensch pflanzte einen Weinberg und that ihn an Ackerbauer aus und reiste für lange Zeit außer Landes. 10* Und zur beſtimmten Zeit sandte er einen Knechta zu den Ackerbauern, auf daß sie ihm von der Frucht des Weinbergs gäben; die Ackerbauer aber schlugen ihn und schickten ihn leer 11 fort.* Und wiederum sandte er einen andern Knecht; sie aber schlugen auch den und behandelten ihn verächtlich und schick12 ten ihn leer fort.* Und wiederum sandte er einen dritten; Und sie gaben acht auf ihn 20 und sandten Auflaurer aus, a B. Sklaven, so auch V. 11.- b B. Haupt der Ecke.- c Ps. 118, 22. с 10 Lukas 20. und der erste nahm ein Weib und starb kinderlos;* und der 30 zweite nahm das Weib, und dieser starb kinderlos;* und 31 der dritte nahm sie; desgleichen aber auch die sieben hinterließen keine Kinder und starben.* Am letzten aber von al- 32 len starb auch das Weib.* In 33 der Auferstehung nun, wessen Weib von ihnen wird sie? denn die sieben hatten sie zum Weibe.* Und Jesus sprach zu 34 ihnen: Die Söhne dieser Weltb heiraten und werden verheiratet;* die aber für würdig 35 gehalten werden, jener Weltb teilhaftig zu sein und der Auferstehung aus den Toten, heiraten weder, noch werden sie verheiratet;* denn sie können 36 auch nicht mehr sterben, denn sie sind Engeln gleich, und sind Söhne Gottes, da sie Söhne der Auferstehung sind.* Daß 37 aber die Toten auferstehen, hat auch Moses angedeutet, ,, in dem Busche," als er den Herrn Es kamen aber etliche der nennt den Gott Abrahams Sadducäer herzu, welche wider- und den Gott Jsaaks und den sprechen, daß es eine Aufer- Gott Jakobs." c* Er ist aber 38 stehung gebe, und fragten ihn nicht Gott der Toten, sondern 28* und sagten: Lehrer, Moses der Lebendigen, denn für ihn hat uns geschrieben: Wenn je- leben alle.* Einige aber der 39 mandes Bruder stirbt, der ein Schriftgelehrten antworteten Weib hat, und dieser kinder- und sprachen: Lehrer, du hast los stirbt, daß sein Bruder wohl gesprochen.* Denn sie 40 das Weib nehme und seinem wagten nicht mehr, ihn etwas 29 Bruder Sam erwecke.a* Es zu fragen. waren nun sieben Brüder; Er aber sprach zu ihnen: 41 b D. dieses( jenes) Zeitalters.-c 2. Mos. 3, 6. 146 die sich verstellten, als ob sie gerecht wären, auf daß sie ihn in seiner Rede fingen, damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Landpflegers über21 lieferten.* Und sie fragten ihn und sagten: Lehrer, wir wissen, daß du recht redest und lehrst und die Person nicht ansiehst, sondern den Weg Got22 tes in Wahrheit lehrst.* Ist es uns erlaubt, dem Kaiser Steuer zu geben, oder nicht? 23* Er aber, ihre Arglist wahrnehmend, sprach zu ihnen: Was 24 versuchet ihr mich?* Zeiget mir einen Denar. Wessen Bild und Ueberschrift hat er? Sie aber antworteten und sprachen: Des 25 Kaisers.* Er aber sprach zu ihnen: So gebet nun dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. 26* Und sie vermochten nicht, ihn in seinem Worte zu fangen vor dem Volke; und sich über seine Antwort verwundernd, schwiegen sie. 27 a 5. Moj. 25, 5. - Lukas 20. 21. Wie sagen sie, daß der Chri42 stus Davids Sohn sei?* Und David selbst sagt im Buche der Psalmen: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu 43 meiner Rechten,* bis ich deine Feinde lege zum Schemel dei44 ner Füße." a* David also nennt ihn Herr, und wie ist er sein Sohn? 45 Indem aber das ganze Volk zuhörte, sprach er zu seinen 46 Jüngern:* Hütet euch vor den Schriftgelehrten, die einhergehen wollen in langen Gewändern und die Begrüßungen auf den Märkten lieben und die ersten Sitze in den Synagogen und die ersten Plätze 47 bei den Gastmählern,* welche die Häuser der Witwen verschlingen und zum Scheinb lange Gebete halten. Diese werden ein schwereres Gericht empfangen. 147 Und als etliche von dem 5 Tempel sagten, daß er mit schönen Steinen und Weihgeschenken geschmückt sei, sprach er:* Diese Dinge, die ihr se- 6 het Tage werden kommen, in welchen nicht ein Stein auf dem anderne gelassen wird, der nicht abgebrochen werden wird.* Sie fragten ihn aber 7 und sagten: Lehrer, wann wird denn dies sein, und welches ist das Zeichen, wann dies geschehen soll?* Er aber sprach: 8 Sehet zu, daß ihr nicht verführt werdet! denn viele werden kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin's! und die Zeit ist nahe gekommen. Gehet ihnen nun nicht nach.* Wenn ihr aber hören 9 werdet von Kriegen und Empörungen, so erschrecket nicht, denn dies muß zuvor geschehen, aber das Ende ist nicht alsbald.* Dann sprach er zu 10 ihnen: Es wird sich Nation wider Nation erheben und Königreich wider Königreich;* und 11 es werden große Erdbeben sein an verschiedenen Orten, und Hungersnöte und Seuchen; und Schrecknisse und auch große Zeichen werden vom Himmel geschehen.* Vor diesem allen 12 aber werden sie ihre Hände an euch legen und euch verfolgen, indem sie euch an die Synagogen und Gefängniſſe überliefern; und ihr werdet vor e B. Stein auf Stein. 21 Und er blickte auf und sah die Reichen ihre Gaben in 2den Schatzkasten werfen.* Er sah aber auch eine gewisse arme Witwe, die zwei Scherf3 lein daselbst hineinwarf.* Und er sprach: Wahrlich, ich sage euch: diese arme Witwe hat mehr hineingeworfen als alle; 4* denn diese alle haben von ihrem Ueberfluß hineingeworfen zu den Gaben Gottes, diese aber hat von ihrem Mangel, den ganzen Lebensunterhalt, den sie hatte, hineingeworfen. a Pf. 110, 1.-b O. Vorwand. 10* Lukas 21. zu einem Zeugnis ausschlagen. 14* Fasset es nun in eure Her zen, nicht vorher darauf zu sinnen, euch zu verantworten; 15* denn ich werde euch Mund Könige und Statthalter geführt sein, und Zorn über dieses werden um meines Namens Volk.* Und sie werden fallen 24 13 willen.* Es wird euch aber durch die Schärfe des Schwertes und gefangen weggeführt werden unter alle Nationen; und Jerusalem wird zertreten werden von den Nationen, bis daß die Zeiten der Nationen und Weisheit geben, welcher erfüllt sein werden.* Und es wer- 25 alle eure Widersacher nicht den Zeichen geschehen an Sonwerden widersprechen oder wi- ne und Mond und Sternen, 16 derstehen können.* Jhr werdet und auf der Erde Bedrängaber überliefert werden sogar nis der Nationen in Ratlovon Eltern und Brüdern und figkeit beif brausendem Meer Verwandten und Freunden, und Wasserwogen;* indem die 26 und sie werden etliche von euch Menschen verschmachten vor 17 töten;* und ihr werdet von Furcht und Erwartung der allen gehaßt werden um mei- Dinge, die über den Erdkreis 18 nes kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden.* Und dann werden sie se- 27 hen den Sohn des Menschen, kommend in einer Wolfe mit Macht und großer Herrlichkeit. * Wenn aber diese Dinge an- 28 fangen zu geschehen, so blicket auf und hebet eure Häupter empor, weil eure Erlösung sich naht. Namens willen.* Und nicht ein Haar von euerm Haupte wird verloren gehen. 19* Gewinneta eure Seelenb durch 20 euer Ausharren.* Wenn ihr aber sehet, daß Jerusalem von Heerscharen umzingelt wird, alsdann erkennet, daß ihre Verwüstung nahe gekommen 21 ist.* Daß alsdann, die in Judäa sind, auf die Berge fliehen, und die in ihrere Mitte sind, daraus entweichen, und die auf dem Landed sind, nicht 22 in sie hinein gehen.* Denn 148 dies sind Tage der Rache, daß erfüllt werde alles, was ge23 schrieben steht.* Wehe aber den Schwangern und den Säugenden in jenen Tagen! denn große Not wird in dem Lande a D. Besizet.-b O. Leben. e d. i. Jerusalems. schaften. e D. über. f And. übers.: vor, wegen. - - Und er sagte ein Gleichnis 29 zu ihnen: Sehet den Feigenbaum und alle Bäume;* wenn 30 sie schon ausschlagen, so erkennet ihr von euch selbst, indem ihr es sehet, daß der Sommer schon nahe ist.* S031 auch ihr, wenn ihr dies geschehen sehet, erkennet, daß das Reich Gottes nahe ist.* Wahr- 32 d D. den Land- Lukas 21. 22. lich, ich sage euch, daß dieses Hohenpriestern und HauptleuGeschlecht nicht vergehen wird, ten, wie er ihnen denselben 33 bis alles geschehen ist.* Der überliefere.* Und sie waren 5 Himmel und die Erde werden erfreut und kamen überein, ihm vergehen, meine Worte aber Geld zu geben.* Und er ver- 6 34 werden nicht vergehen.* Hü- sprach es und suchte eine Getet euch aber, daß eure Her- legenheit, um ihnen denſelben zen nicht etwa beschwert wer- zu überliefern ohne Volksden durch Völlerei und Trun- auflauf. fenheit und Lebenssorgen, und jener Tag plötzlich über euch 35 hereinbreche;* denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die ansässig sind auf dem 36 ganzen Erdboden. a* Wachet nun, zu aller Zeit betend, auf daß ihr würdig gehalten werdet, diesem allen zu entfliehen, was geschehen soll, und zu stehen vor dem Sohne des Menschen. Es kam aber der Tag der 7 ungesäuerten Brote, an dem das Passah geschlachtet werden mußte.* Und er sandte Pe- 8 trus und Johannes und sprach: Gehet hin und bereitet uns das Passah, auf daß wir es effen.* Sie aber sprachen zu 9 ihm: Wo willst du, daß wir es bereiten?* Er aber sprach zu 10 ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt kommet, wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt; folget ihm in das Haus, wo er hineingeht.* Und ihr sollt zu dem 11 Hausherrne sagen: Der Lehrer sagt dir: Wo ist das Gastzimmer, da ich mit meinen Jüngern das Passah essen soll? * Und derselbe wird euch einen 12 großen, mit Polstern belegten Obersaal zeigen; daſelbst bereitet.* Als sie aber hingin- 13 gen, fanden sie es, wie er ihnen gesagt hatte, und sie bereiteten das Passah. 37 Er lehrte aber des Tages in dem Tempel, b und des Nachts ging er hinaus und übernachtete auf dem Berge, welcher der Delberg genannt wird. 38* Und das ganze Volk kam frühmorgens zu ihm in den Tempel, b ihn zu hören. 22 Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote, das Pas2sah genannt wird.* Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn umbrächten, denn sie fürchte3ten das Volk.* Aber Satan fuhr in Judas, zubenamt Jsfariot, der aus der Zahl der 43wölfe war.* Und er ging hin und besprach sich mit den a D. dem ganzen Lande. 149 Und als die Stunde gekom- 14 men war, legte er sich zu Tische, und die[ zwölf] Apostel mit ihm.* Und er sprach zu¹5 -b die Gebäude.- e B. Hausherrn des Hauses. 150 ihnen: Mit Sehnsucht habe ich mich gesehnt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich lei16 de.* Denn ich sage euch, daß ich nicht mehr davon essen werde, bis daß es erfüllt sein 17 wird im Reiche Gottes.* Und Lukas 22. er nahm einen Kelch, dankte und sprach: Nehmet diesen und 18 teilet ihn unter euch.* Denn ich sage euch, daß ich nicht von dem Gewächs des Weinstocks trinken werde, bis daß 19 das Reich Gottes komme.* Und er nahm Brot, dankte, brach und gab es ihnen und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch gegeben ist; dieses thuet 20 zu meinem Gedächtnis!* Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahle, und sagte: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute, das für euch 21 vergossen ist.* Doch siehe, die Hand dessen, der mich überliefert, ist mit mir über Tische. 22* Und der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie es beschlossen ist; wehe aber jenem Menschen, durch den er über23 liefert wird!* Und sie fingen an, sich unter einander zu befragen, wer es wohl unter ihnen sein möchte, der dies thun würde. 24 Der Herr aber sprach: Si- 31 mon, Simon! siehe, der Satan hat euer begehrt, euch zu sichten wie den Weizen.* Ich 32 aber habe für dich gebetet, auf daß dein Glaube nicht aufhöre; und du, bist du einst zurückgekehrt, so stärke deine Brüder.* Er aber sprach zu33 ihm: Herr, mit dir bin ich bereit, auch in Gefängnis und Tod zu gehen.* Er aber sprach: 34 Ich sage dir, Petrus, der Hahn Es ward aber auch ein wird heute nicht krähen, ehe Streit unter ihnen, wer von ih- du dreimal geleugnet hast, daß nen für den Größtena zu hal- du mich kennest.* Und er sprach 35 25 ten sei.* Er aber sprach zu ih- zu ihnen: Als ich euch ohne nen: Die Könige der Nati- Börse und Tasche und Sana B. den Größeren. 1 с onen herrschen über sie, und die Gewalt über sie üben, werden Wohlthäter genannt.* Jhr 26 aber nicht also; sondern der Größteh unter euch sei wie der Jüngste, e und der Leiter wie der Dienende.* Denn wer ist 27 größer, der zu Tische Liegende oder der Dienende? Nicht der zu Tische Liegende? Ich aber bin in eurer Mitte wie der Dienende.* Jhr aber seid 28 es, die mit mir ausgeharrt haben in meinen Versuchungen; * und ich verordne euch ein 29 Reich, gleichwie es mir mein Vater verordnet hat,* auf daß 30 ihr esset und trinket an meinem Tische in meinem Reiche und auf Thronen sitzet, richtend die zwölf Stämme Jsraels. b B. der Größere.- c B. der Jüngere. 6 Lukas 22. 151 dalen sandte, mangelte euch et- fielen.* Und er stand auf vom 45 was? Sie aber sagten: Nichts. Gebet, kam zu den Jüngern 36* Er sprach nun zu ihnen: Aber und fand sie eingeschlafen vor jetzt, wer eine Börse hat, der Traurigkeit.* Und er sprach zu 46 nehme sie und gleicherweise eine ihnen: Was schlafet ihr? SteTasche, und wer nicht hat, het auf und betet, auf daß verkaufe sein Kleid und kaufe ihr nicht in Versuchung hinein37 ein Schwert;* denn ich sage kommet. euch, daß noch dieses, was geschrieben steht, an mir erfüllt werden muß: ,, Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden;" a denn auch das, was mich betrifft, hat eine Vollen38 dung.* Sie aber sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug. 39 Als er noch redete, siehe, 47 eine Volksmenge, und der, welcher Judas genannt war, einer der Zwölfe, ging vor ihnen her und nahte Jesu, um ihn zu küssen.* Jesus aber 48 sprach zu ihm: Judas, überdes Menlieferst du den Soh schen mit einem Kuß?* Als 49 aber, die um ihn waren, sahen, was es werden würde, sprachen sie[ zu ihm]: Herr, sollen wir mit dem Schwerte drein schlagen?* Und einer 50 aus ihnen schlug den Knechtb des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab.* Je- 51 sus aber antwortete und sprach: Lasset es so weit; und er rührte sein Ohr an und heilte ihn. * Jesus aber sprach zu den 52 Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und Aeltesten, die wider ihn gekommen waren: Seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Stöcken, wie gegen einen Räuber?* Als ich 53 täglich unter euch im Tempele war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt; aber dies ist eure Stunde und die Gewalt der Finsternis. Und er ging hinaus und begab sich der Gewohnheit nach an den Delberg; es folgten ihm aber auch die Jünger. 40* Und als er an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet, daß ihr nicht in 41 Versuchung hineinkommet.* Und er zog sich ungefähr einen Steinwurf weit von ihnen zu rück und kniete nieder, betete 42* und sprach: Bater, wenn du diesen Kelch von mir wegnehmen willst- doch nicht mein Wille, sondern der deine ge43 schche!* Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel, der 44 stärkte ihn;* und als er in ringendem Kampfe war, betete er heftiger. Es ward aber sein Schweiß wie große Blutstropfen, die auf die Erde heraba Jej. 53, 12.- b B. Stlaven. e die Gebäude. 1 152 Lukas 22. 23. 54 Sie ergriffen ihn aber und und sprachen: Weissage, wer führten ihn und brachten ihn in das Haus des Hohenprie sters. Petrus aber folgte von 55 ferne.* Als sie aber mitten im Hofe ein Feuer angezündet und sich zusammengesetzt hatten, setzte sich Petrus in ihre 56 Mitte.* Es sah ihn aber eine ist's, der dich schlug?* Und 65 viele andere Lästerungen sagten sie gegen ihn. b Und als es Tag ward, ver- 66 sammelte sich die Aeltestenschaft des Volkes, sowohl Hohepriester als Schriftgelehrte, und führten ihn in ihr Synedrium * und sagten: Wenn du der 67 Christus bist, so sage es uns. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich es euch sage, so werdet ihr nicht glauben;* wenn ich aber 68 fragen würde, so würdet ihr mir nicht antworten,[ noch mich loslassen.]* Von nun an 69 aber wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Macht Gottes.* Sie sprachen 70 einer Stunde behauptete es ein aber alle: Du bist also der andrer und sagte: In Wahr- Sohn Gottes? Er aber sprach heit, auch dieser war mit ihm, zu ihnen: Ihr saget, daß ich's denn er ist auch ein Galiläer. 60* Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst. Und alsbald, während er noch 61 redete, krähte der Hahn.* Und der Herr wandte sich um und blickte Petrus an; und Petrus gedachte an das Wort des Herrn, wie er zu ihm sagte: Ehe der Hahn kräht, wirst du 62 mich dreimal verleugnen.* Und verleugnete[ ihn] und sagte: 58 Weib, ich kenne ihn nicht.* Und kurz darnach sah ihn ein andrer und sprach: Auch du bist einer von ihnen. Petrus aber sprach: Mensch, ich bin's nicht. 59* Und ungefähr nach Verlauf bin!* Sie aber sprachen: Was 71 haben wir weiteres Zeugnis nötig? denn wir selbst haben es aus seinem Munde gehört. * Und die ganze Menge der- 23 selben stand auf, und sie führten ihn hin zu Pilatus. Petrus ging hinaus und weinte bitterlich. Sie fingen aber an, ihn zu 2 verklagen, indem sie sagten: Diesen haben wir befunden, daß er unsre Nation verführt und wehrt, dem Kaiser Steuer zu geben, indem er sagt, daß er selbst Christus, ein König, sei.* Pilatus aber fragte ihn 3 und sprach: Bist du der König der Juden? Er aber antgewisse Magd bei dem Feuera sitzen und heftete ihre Augen auf ihn und sprach: Auch die57 ser war mit ihm.* Er aber 63 Und die Männer, die ihn festhielten, verspotteten und schlu64 gen ihn.* Und als sie ihn verhüllt hatten, fragten sie ihn a B. Licht.- b O. vieles andere jagten sie lästernd gegen ihn. Lukas 23. wortete ihm und sprach: Du sie gegen einander in Feind4sagst es!* Pilatus aber sprach zu den Hohenpriestern und der Volksmenge: Ich finde keine Schuld an diesem Menschen. 5* Sie aber drangen stärker an und sagten: Er wiegelt das Volk auf, indem er lehrt durch ganz Judäa, anfangend von 6 Galiläa bis hieher.* Als aber Pilatus von Galiläa hörte, fragte er, ob der Mensch ein 7 Galiläer sei.* Und als er erfahren, daß er aus dem Gebietea des Herodes sei, sandte er ihn zu Herodes, der auch selbst in jenen Tagen zu Jerusalem swar.* Und als Herodes Jesum sah, freute er sich sehr; denn seit langer Zeit wünschte er, ihn zu sehen, weil er vieles über ihn gehört hatte, und er hoffte, irgend ein Zeichen durch ihn geschehen zu sehen. 9* Er fragte ihn aber mit vielen Worten, er aber antwor10 tete ihm nichts.* Die Hohenpriester und Schriftgelehrten standen aber auf und verklag11 ten ihn heftig.* Als aber Herodes mit seinen Kriegsleuten ihn geringschätzend behandelt und ihn verspottet hatte, warf er ihm ein glänzendes Gewand um und sandte ihn zu Pi12 latus zurück.* Pilatus und Herodes wurden aber an selbigem Tage Freunde mit einander, denn vorher waren 153 - schaft. Als aber Pilatus die Ho- 13 henpriester und die Obersten und das Volk zusammen gerufen hatte,* sprach er zu ih- 14 nen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als mache er das Volk abwendig, und siehe, ich habe ihn in eurer Gegenwart verhört, und ich habe an diesem Menschen keine Schuld gefunden, wegen dessen ihr ihn anklaget;* aber 15 auch Herodes nicht, denn ich habe euch zu ihm hingeschickt, und siche, nichts Todeswürdiges ist von ihm gethan.* Ich 16 will ihn nun züchtigen und losgeben.*[ Er aber mußte ih- 17 nen notwendig auf das Fest einen losgeben.]* Die ganze 18 Menge aber schrie zugleich b und sagte: Hinweg mit diesem, gieb uns aber den Barabbas los!* Derselbe war we- 19 gen eines gewissen Aufruhrs, der in der Stadt geſchehen, und wegen eines Mordes ins Gefängnis geworfen.* Pilatus 20 rief ihnen nun wiederum zu, indem er Jesum losgeben wollte;* sie aber schrieen entgegene 21 und sagten: Kreuzige, freuzige ihn!* Er aber sprach zum drit- 22 ten Male zu ihnen: Was hat dieser denn Böses gethan? ich habe keine Ursache des Todes an ihm gefunden; ich will ihn a Eig. Gewalt, Gerichtsbarkeit. b O. Sie aber schrieen im vollen Hanfen.- e D. riefen ihm zu. 154 nun züchtigen und losgeben. 23* Sie aber lagen ihm an mit großem Geschreia und forderten, daß er gefreuzigt würde. Und ihr[ und der Hohenpriester] 24 Geschreib nahm überhand.* Und Lukas 23. Pilatus urteilte, daß ihre For25 derung geschehe.* Er gab aber den los, der eines Aufruhrs und Mordes wegen ins Gefängnis geworfen war, den sie forderten; Jesum aber über gab er ihrem Willen. 26 Und als sie ihn wegführten, ergriffen sie einen gewissen Simon von Kyrene, der vom Felde kam, und legten das Krenz auf ihn, um es Jesu 27 nachzutragen.* Es folgte ihm aber eine große Menge Volks nach und Weiber, die ihn be28 klagten und bejammerten.* Jesus aber wandte sich zu ihnen und sprach: Töchter Jerusalems, weinet nicht über mich, sondern weinet über euch selbst 29 und über eure Kinder;* denn andere hingeführt, Uebelthäter, um mit ihm hingerichtet zu werden.* Und als sie an den 33 Ort kamen, der genannt wird Schädelstätte, kreuzigten sie ihn daselbst und die Üebelthäter, den einen zur Rechten, den andern zur Linken.* Jesus 34 aber sprach: Bater, vergieb ihnen, denn sie wissen nicht, was sie thun! Sie aber verteilten seine Kleider und warfen das Los;* und das Volk stand und 35 sah zu. Es höhnten aber auch die Obersten( mit denselben] und sagten: Andere hat er gerettet; er rette sich selbst, wenn dieser der Christus ist, der Auserwählte Gottes.* Aber auch die 36 Kriegsknechte verspotteten ihn, indem sie herzutraten, ihm Essig brachten* und sagten: Wenn du 37 der König der Juden bist, so rette dich selbst.* Es war aber 38 auch eine Ueberschrift über ihm [ geschrieben] in griechischen und römischen und hebräischen Buchstaben: Dieser ist der König der Juden. siehe, Tage kommen, an welchen man sagen wird: Glückfelig die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren, und die Brüste, die nicht ge30 säugt haben!* Dann werden Einer aber der gehenkten 39 Uebelthäter lästerte ihn und sagte: Bist du nicht der Christus? Rette dich selbst und sie anheben, zu den Bergen uns.* Der andere aber ant- 40 zu sagen: Fallet auf uns! und wortete und strafte ihn und zu den Hügeln: Bedecket uns! sprach: Auch du fürchtest Gott 31* Denn wenn man dies thut nicht, da du in demselben Gean dem grünen Holz, was richt bist?* und wir zwar mit 41 wird an dem dürren geschehen? Recht, denn wir empfangen, 32* Es wurden aber auch zwei was unsre Thaten wert sind; a B. mit großen Stimmen.- b B. Stimmen. Lukas 23. 24. 155 dieser aber hat nichts Unge- mathia, einer Stadt der Ju42 ziemendes gethan.* Und er sprach zu Jesu: Gedenke meiner,[ Herr,] wenn du in dei43 nem Reiche kommst!* Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir: heute wirst du mit mir im Paradiese sein. den, der[ auch selbst] das Reich Gottes erwartete;* dieser ging 52 hin zu Pilatus und bat um den Leib Jesu.* Und als er 53 ihn abgenommen hatte, wickelte er ihn in feine Leinwand und legte ihn in eine in Felsen gehauene Gruft, worin noch nie jemand gelegt worden war. * Und es war der Rüsttag, und 54 der Sabbath brach an.* Es 55folgten aber Weiber nach, die mit ihm aus Galiläa gekommen waren; sie besahen die Gruft und wie sein Leib hingelegt ward.* Als sie aber zurück- 56. gekehrt, bereiteten sie Spezereien und Salben; und den Sabbath über ruhten sie nach dem Gebot. An dem ersten Wochentage 24 aber, ganz in der Frühe, kamen sie zu der Gruft und brachten die Spezereien, die sie bereitet hatten.* Sie fan- 2 den aber den Stein von der Gruft abgewälzt.* Und als sie 3hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesu nicht. * Und es geschah, als sie da= 4 rüber ganz verlegen waren und siehe, zwei Männer in strahlenden Kleidern standen bei ihnen.* Als sie aber von 5 Furcht erfüllt wurden und das Angesicht zur Erde neigten, sprachen sie zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen unRat ter den Toten?* Er ist nicht 6 von Ari- hier, sondern ist auferstanden. Es war aber um die sechste Stunde; und es ward eine Finsternis über das ganze Landa 45 bis zur neunten Stunde.* Und 44 die Sonne ward verfinstert, und der Vorhang des Tempels b ward mitten entzwei gerissen. 46* Und Jesus rief mit starker Stimme und sprach: Bater, in deine Hände übergebe ich meinen Geist! Und als er dies gesagt hatte, verschied er. 47 Als aber der Hauptmann sah, was geschah, verherrlichte er Gott und sagte: Fürwahr, 48 dieser Mensch war gerecht.* Und die ganze Volksmenge, die zu diesem Schauspiel zusammengekommen war, schlug sich, als sie sah, was geschehen war, an die Brust und kehrte zu49 rück.* Aber alle seine Bekannten standen von ferne, auch die Weiber, die ihm von Galiläa nachgefolgt waren, und sahen dieses. Und siehe, ein Mann, mit Namen Joseph, der ein Ratsherr war, ein guter und ge51 rechter Mann*- dieser hatte 50 nicht eingewilligt in und in ihre That a D. die ganze Erde.- b das Heiligtum.. - Lukas 24. Gedenfet, wie er zu euch re- nicht erkännten.* Er sprach 17 dete, als er noch in Galiläa aber zu ihnen: Was sind das 7 war,* indem er sagte: Der für Reden, die ihr wandelnd Sohn des Menschen muß über- mit einander wechselt und seid liefert werden in die Hände niedergeschlagen?* Einer aber, 18 sündiger Menschen und ge- namens Kleopas, antwortete kreuzigt werden und am drit- und sprach zu ihm: Weilst du sten Tage auferstehen.* Und alleinb in Jerusalem und weißt sie gedachten an seine Worte; die Dinge nicht, die in ihr ge9* und sie kehrten von der Gruft schehen sind in diesen Tagen? zurück und verkündigten dies* Und er sprach zu ihnen: Wel- 19 alles den Elfen und den übri- che? Sie aber sprachen zu ihm: 10 gen allen.* Es waren aber Die von Jesu, dem Nazaräer, die Maria Magdalena und Jo- der ein Prophet war, e mächhanna und Maria, des Ja- tig im Werk und Wort vor tobus Mutter, und die übrigen Gott und dem ganzen Volke; mit ihnen, die dies zu den* und wie ihn unsre Hohen- 20 11 Aposteln sagten.* Und ihre Re- priester und Obersten zum Gericht des Todes überlieferten und ihn freuzigten.* Wir aber 21 hofften, daß er der sei, der Israel erlösen sollte. Doch auch bei alledem ist es jetzt der dritte Tag, seitdem diese Dinge geschehen sind.* Aber auch et- 22 liche Weiber von uns haben uns außer uns gebracht, die am frühen Morgen bei der Gruft gewesen sind,* und, als 23 sie seinen Leib nicht fanden, kamen und sagten, daß sie auch ein Gesicht von Engeln geſehen, welche sagen, daß er lebe.* Und etliche von denen, 24 die mit uns sind, gingen nach der Gruft und fanden es so, wie auch die Weiber gesagt hatten; ihn aber sahen sie nicht. Und er sprach zu ih- 25 nen: O ihr Unverständigen und den schienen vor ihnen wie Märchen, und sie glaubten ih12nen nicht.* Petrus aber stand auf und lief zu der Gruft, und als er sich hineingebückt, sieht er die leinenen Tücher allein liegen, und er ging weg nach Hause und verwunderte sich über das, was geschehen war. 13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an selbigem Tage nach einem Dorfe, namens Emmaus, sechzig Stadien von Jerusa14 lem entfernt.* Und sie unter hielten sich mit einander über alles dieses, was sich zugetra15 gen hatte.* Und es geschah, als sie sich unterhielten und sich einander befragten, daß Jesus selbst nahte und mit ih16 nen ging;* aber ihre Augen wurden gehalten, damita sie ihn a D. so daß... erkannten.- b O. bist du allein Fremdling.- e D. ward. 156 Lukas 24. trägen Herzens, zu glauben an alles, was die Propheten ge26 redet haben!* Mußte nicht der Christus dies leiden und in sei27 ne Herrlichkeit eingehen?* Und von Moses und von allen Propheten anfangend, erklärte a er ihnen in allen Schriften das, 28 was ihn betraf.* Und sie nahwar, und wie er ihnen bekannt geworden sei im Brechen des Brotes.* Als sie aber dies 36 redeten, stand er selbst in ihrer Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch!* Sie aber 37 erschraken und wurden von Furcht erfüllt und meinten, sie sähen einen Geist.* Und er 38 sprach zu ihnen: Was seid ihr bestürzt, und warum steigen Gedankend auf in euern Herzen?* Sehet meine Hände und 39 meine Füße, daß ich es selbst bin; betastet mich und sehet, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe.* Und als er dies 40 sagte, zeigte er ihnen die Hände und die Füße.* Da sie aber 41 noch nicht glaubten vor Freude und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen?* Sie aber 42 reichten ihm ein Stück gebratenen Fisch[ und von einer Honigscheibe];* und er nahm 43 und aß vor ihnen.* Und er 44 sprach zu ihnen: Dies sind die Worte, die ich zu euch redete, als ich noch bei euch war, daß alles erfüllt werden muß, was von mir geschrieben steht in dem Gesetz Moses' und den Propheten und Psalmen.* Da45 öffnete er ihnen das Verständnis, daß sie die Schriften verstanden,* und sprach zu ihnen: 46 sprachen zu einander: War nicht unser Herz brennend in uns, als er zu uns redete auf dem Wege, und als er uns 33 die Schriften öffnete?* Und sie standen auf zur selbigen Stunde und kehrten zurück nach Jerusalem, und sie fanden die Elfe und die mit ihnen wa34 ren, versammelt,* und sagten: Der Herr ist wirklich auferstanden und dem Simon er35 schienen.* Und sie erzählten, was auf dem Wege geschehen Also ist's geschrieben, und also b C. lobpries. c C. er verschwand von ten dem Dorfe, wohin sie gingen; und er stellte sich, als 29 wollte er weiter gehen.* Und sie nötigten ihn und sagten: Bleibe bei uns, denn es ist gegen Abend, und der Tag hat sich geneigt. Und er ging hinein, um bei ihnen zu blei30 ben.* Und es geschah, als er mit ihnen zu Tische lag, nahm er das Brot und segnete; b und als er es gebrochen, reichte er 31 es ihnen.* Ihre Augen aber wurden aufgethan, und sie erkannten ihn; aber er ward 32 ihnen unsichtbar.c* Und sie a Eig. verdolmetschte. ihnen. d D. Ueberlegungen. 157 Lukas 24. Johannes 1. mußte der Christus leiden und am dritten Tage auferstehen 47 aus den Toten* und in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden verkündigt werden an alle Nationen, anfan48 gend von Jerusalem.* Ihr 49 aber seid Zeugen hiervon;* und siehe, ich sende die Verheißung meines Vaters auf euch. Ihr aber bleibet in der Stadt, bis ihr angethan werdet mit Kraft und preisend. aus der Höhe. 158 Er führte sie aber hinaus 50 bis gen Bethanien und hob seine Hände auf und segnete sie.* Und es geschah, indem er 51 sie segnete, schied er von ihnen und ward hinaufgetragen in den Himmel.* Und sie hul- 52 digten ihm und kehrten nach Jerusalem zurück mit großer Freude;* und sie waren alle- 53 zeit im Tempel, Gott lobend Evangelium nach Johannes. 1 Im Anfang war das Wort, zeugte von dem Lichte.* Das 9 und das Wort war bei Gott, 2 und das Wort war Gott.* Diesesa war im Anfang bei Gott. 3* Alles ward durch dasselbe, b und ohne dasselbeb ward auch nicht eins, das geworden ist. 4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der 5 Menschen.* Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat es nicht erfaßt. war das wahrhaftige Licht, welches, in die Welt kommend, jeden Menschen erleuchtet.* Er 10 war in der Welt, und die Welt ward durch ihn, und die Welt kannte ihn nicht.* Er kam in 11 das Seinige, und die Seinigen nahmen ihn nicht an;* so 12 viele ihn aber aufnahmen, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben,* die 13 nicht aus Geblüt, noch aus dem Willen des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. 6 Es ward ein Mensch gesandt von Gott, sein Name Johan7nes.* Dieser kam zum Zeug nis, auf daß er zeugte von dem Lichte, damit alle durch sihn glaubten.* Er war nicht das Licht, sondern auf daß er Und das Wort ward Fleisch 14 und wohnte unter uns( und wir haben seine Herrlichkeit a D. Er. b. D. ihn.- c d. h. sein Licht auf jeden Menschen scheinen läßt. And. übers.: welches jeden in die Welt kommenden Menschen erleuchtet. Johannes 1. -- 159 angeschaut, eine Herrlichkeit als eines Eingebornen vom Vatera) voller Gnade und Wahr15 heit;*( Johannes zeugt von ihm und rief und sprach: Dieser war es, von dem ich sagte: der nach mir Kommende ist mir vor, denn er war vor 16 mir;)* denn aus seiner Fülle haben wir alle empfangen, und 17 zwar Gnade um Gnade.* Denn das Gesetz wurde durch Moses gegeben; die Gnade und die Wahrheit ist durch Jesum Chri18 stum geworden.* Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborne Sohn, der in des Vaters Schoß ist, der hat ihn fund gemacht. 19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden aus Jerusalem Priester und Leviten sandten, daß sie ihn fragen sollten: Wer bist du? 20* Und er bekannte und leugnete nicht und bekannte: Ich 21 bin nicht der Christus.* Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elias? Und er sagt: Ich bin's nicht. Bist du der Prophet? Und er antwortete: 22 Nein.* Sie sprachen nun zu ihm: Wer bist du? auf daß wir Antwort geben denen, die uns gesandt haben; was 23 sagst du von dir selbst?* Er Des folgenden Tages sieht 29 er Jesum zu sich kommen und spricht: Siehe, das Lamm Gottes, welches die Sünde der Welt wegnimmt.* Dieser ist's, 30 von dem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der mir vor ist, denn er war vor mir.* Und ich kannte ihn nicht; 31 aber auf daß er Israel offenbar werden möchte, deswegen bin ich gekommen, mit Wasser taufend.* Und Johannes zeugte 32 und sprach: Ich schaute den Geist wie eine Taube aus dem Himmel herniederfahren, und er blieb auf ihm.* Und ich 33 kannte ihn nicht; aber der mich gesandt hat, mit Wasser zu taufen, der sprach zu mir: sprach: Ich bin die Stimme eines Rufenden in der Wüste: Machet gerade den Weg des Auf welchen du sehen wirst Herrn, wie Jesaias, der Prophet, gesagt hat. d* Und sie 24 waren abgesandt vone den Pharisäern.* Und sie fragten ihn 25 und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, wenn du nicht der Christus bist, noch Elias, noch der Prophet?* Johannes 26 antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; mitten unter euch steht, den ihr nicht kennet,* der nach mir Kom- 27 mende, deß ich nicht würdig bin, den Riemen seiner Sandale aufzulösen.* Dies geschah 28 zu Bethanien jenseit des Jordans, wo Johannes taufte. 1 a B. von seiten des V.'s. b B. ist mir vor geworden.-c S. Anm. zu Matth. 1, 20. d Jes. 40, 3.- e B. aus( aus der Mitte der.)- f S. Anm. zu V. 15. 160 Johannes 1. den Geist herniederfahren und Am folgenden Tage wollte 43 auf ihm bleiben, dieser ist's, der mit dem Heiligen Geiste 34 tauft.* Und ich habe gesehen und habe gezeugt, daß dieser der Sohn Gottes ist. 35 Des folgenden Tages stand er hingehen nach Galiläa, und Jesus findet Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach. * Philippus aber war von Beth- 44 saida, aus der Stadt des Andreas und Petrus.* Philippus 45 findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den ge= funden, von welchem Moses in dem Gesetz geschrieben und die Propheten, Jesum, den Sohn des Joseph, den von Nazareth.* Und Nathanael sprach 46 zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes kommen? b Philippus spricht zu ihm: Komm und siehe!* Jesus sah den Na- 47 thanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in welchem fein Trug ist.* Nathanael spricht 48 zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Ehe Philippus dich rief, als du unter dem Feigenbaum warst, sah ich dich.* Na- 49 thanael antwortete und spricht [ zu ihm]: Rabbi, du bist der Sohn Gottes, du bist der Ködet zuerst seinen eignen Bru- nig Israels.* Jesus antwor- 50 der Simon und spricht zu ihm: tete und sprach zu ihm: Weil Wir haben den Messias gefunden( was verdolmetscht ist: 42 Christus).* Und er führte ihn zu Jesu. Jesus blickte ihn an und sprach: Du bist Simon, der Sohn Jonas'; du wirst Kephas heißen( was verdolmetscht wird: Steina). ich dir sagte: ich sah dich unter dem Feigenbaum, glaubst du? du wirst größere Dinge sehen, als diese.* Und er spricht 51 zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: ihr werdet[ von nun an] den Himmel geöffnet sehen und die Engel a Gr. Petrus.- b B. sein. wiederum Johannes und zwei 36 von seinen Jüngern,* und hinblickend auf Jesum, der da wandelte, spricht er: Siehe, das 37 Lamm Gottes!* Und es hörten ihn die zwei Jünger reden und folgten Jesu nach. 38* Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und spricht zu ihnen: Was suchet ihr? Sie aber sagten zu ihm: Rabbi,( was verdolmetscht heißt: Lehrer) wo hältst du dich auf? 39* Er spricht zu ihnen: Kommet und sehet. Sie kamen nun und sahen, wo er sich aufhielt, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war um die zehnte Stunde. 40* Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den zweien, die es von Johannes gehört hatten und ihm 41 nachgefolgt waren.* Dieser fin Johannes 1. 2. Gottes auf- und niedersteigen auf den Sohn des Menschen. 2 Und am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Kana in Galiläa; und es war die Mut2 ter Jesu daselbst.* Es war geringeren; du haft den guten Wein bis jetzt behalten.* Die- 11 sen Anfang der Zeichen machte Jesus zu Kana in Galiläa und offenbarte seine Herrlichkeit; und seine Jünger glaubten an ihn. aber auch Jesus auf die Hochzeit geladen und seine Jünger. 3* Und als es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. 4* Jesus spricht zu ihr: Was habe ich mit dir zu schaffen, Weib? Meine Stunde ist noch 5 nicht gekommen.* Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was irgend er euch sagt, das 6 thuet.* Es waren aber daselbst sechs steinerne Wasserkrüge aufgeſtellt nach der Reinigung der Juden, wovon jeder zwei oder 7 drei Maßa faßte.* Jesus spricht zu ihnen: Füllet die Wasserfrüge mit Wasser. Und sie sfüllten sie bis oben an.* Und er spricht zu ihnen: Schöpfet nun und bringet es dem Speisemeister. Und sie brachten es. 9* Als aber der Speisemeister das Wasser gekostet hatte, das Wein geworden war,( und er wußte nicht, woher es sei; die Diener aber, die das Wasser schöpften, wußten es) ruft der Speisemeister den Bräutigam 10* und spricht zu ihm: Jeder Mensch setzt zuerst den guten Wein vor, und wenn sie trunken geworden, alsdann den ihnen: 161 Darnach ging er hinab nach 12 Kapernaum, er und seine Mutter und seine Brüder und seine Jünger; und daſelbst blieben sie nicht viele Tage. Und das Passah der Juden 13 war nahe, und Jesus ging hinauf nach Jerusalem.* Und 14 er fand im Tempelb die Ochsen- und Schafe- und Taubenverkäufer, und die Wechsler dasitzen.* Und er machte eine 15 Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempelb hinaus, sowohl die Schafe als auch die Ochsen; e und die Münze der Wechsler schüttete er aus, und die Tische warf er um.* Und zu den Tauben- 16 verkäufern sprach er: Nehmet dies weg von hier; machet nicht das Haus meines Baters zu einem Kaufhause.* Sei- 17 ne Jünger[ aber] gedachten daran, daß geschrieben steht: „ Der Eifer um dein Haus verzehrt mich." d* Die Juden ant- 18 worteten nun und sprachen zu ihm: Welches Zeichen zeigst du uns, daß du dies thust?* Je- 19 sus antwortete und sprach zu diesen Tempel e a ein Maß etwa 38 Liter.- b die Gebäude.-c O. auch die Sch. und die D.- d Bj. 69, 9.-e das Heiligtum. 11 Johannes 2. 3. Reich Gottes nicht sehen.* Ni- 4 kodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? kann er zum zweiten Mal in den Leib seiner Mutter eingehen und geboren werden?* Jesus ant- 5 wortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: es sei denn, daß jemand aus Wasser und Geist geboren worden, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen.* Was aus dem Fleische 6 geboren ist, ist Fleisch; und was aus dem Geiste geboren ist, ist Geist.* Verwundere dich 7 nicht, daß ich dir sagte: ihr müsset von neuem b geboren werden.* Der Wind weht, wo 8 er will, und du hörst sein Sausen, aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht; also ist jeder, der aus dem Geiste geboren ist.* Ni- 9 kodemus antwortete und sprach 3 Es war aber ein Mensch zu ihm: Wie kann dies geaus den Pharisäern, sein Na- schehen?* Jesus antwortete und 10 me Nikodemus, ein Oberster sprach zu ihm: Du bist der 2der Juden.* Dieser kam zu Lehrer von Israel und weißt ihm bei Nacht und sprach zu dieses nicht?* Wahrlich, wahr- 11 ihm: Rabbi, wir wissen, daß lich, ich sage dir: wir reden, du bist ein Lehrer, von Gott was wir wissen, und zengen, gekommen, denn niemand kann was wir gesehen haben, und diese Zeichen thun, die du unser Zeugnis nehmet ihr nicht thust, es sei denn Gott mit an.* Wenn ich euch das Fr- 12 sihm.* Jesus antwortete und dische gesagt habe, und ihr sprach zu ihm: Wahrlich, wahr- glaubet nicht, wie werdet ihr lich, ich sage dir: es sei denn, glauben, wenn ich euch das daß jemand von neuemb ge- Himmlische sage?* Und nie- 13 boren worden, so kann er das mand ist hinaufgestiegen in a das Heiligtum.- b O. von oben. c B. seine Stimme. 162 ab, und in drei Tagen werde 20 ich ihn aufrichten.* Da sprachen die Juden: Sechsundvierzig Jahre ist an diesem Tempela gebaut worden, und du willst ihn in drei Tagen auf 21 richten?* Er aber sprach von dem Tempel a seines Leibes. 22* Als er nun aus den Toten auferstanden war, gedachten seine Jünger daran, daß er dies gesagt hatte, und sie glaubten der Schrift und dem Worte, das Jesus gesprochen hatte. 23 Als er aber zu Jerusalem war, am Passah, auf dem Feste, glaubten viele an seinen Namen, als sie seine Zeichen sa24 hen, die er that.* Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht, 25 weil er alle kannte* und nicht bedurfte, daß jemand Zeugnis gebe von dem Menschen; denn er selbst wußte, was in dem Menschen war. 1 Johannes 3. 163 wirkt sind. den Himmel, als der aus dem werden, daß sie in Gott geHimmel herabgeſtiegen ist, der Sohn des Menschen, der im 14 Himmel ist.* Und gleichwie Moses in der Wüste die Schlange erhöhte, also muß der Sohn des Menschen erhöht werden, 15* auf daß jeder, der an ihn glaubt,[ nicht verloren gehe, sondern] ewiges Leben habe. 16* Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingebornen Sohn gegeben, auf daß jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern ewiges 17Leben habe.* Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, auf daß er die Welt richte, sondern auf daß die Welt durch ihn errettet werde. 18* Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hata an den Namen des eingebornen Soh19nes Gottes.* Dies aber ist das Gericht, daß das Licht in die Welt gekommen ist, und die Menschen haben die Finsternis mehr geliebt als das Licht, denn ihre Werke waren böse. 20* Denn jeder, der Arges thut, haßt das Licht und kommt nicht zu dem Lichte, auf daß seine Werke nicht blosgestellt 21 werden; b* wer aber die Wahrheit thut, kommt zu dem Lichte, auf daß seine Werke offenbar Darnach kam Jesus und 22 seine Jünger in das Land Judäa, und daselbst verweilte er mit ihnen und taufte.* Aber 23 auch Johannes taufte zu Aenon, nahe bei Salim, weil viele Wasser daſelbst waren; und sie kamen hin und wurden getauft.* Denn Johannes 24 war noch nicht ins Gefängnis geworfen.* Es entstand 25 nun eine Frage unter den Jüngern Johannes' mit einem Juden über die Reinigung. * Und sie kamen zu Johannes 26 und sprachen zu ihm: Rabbi, der jenseit des Jordans bei dir war, dem du Zeugnis gegeben hast, siehe, er tauft, und alle kommen zu ihm.* Johan- 27 nes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts empfangen, es sei ihm denn aus dem Himmel gegeben.* Ihr 28 selbst gebet mir Zeugnis, daß ich sagte: Ich bin nicht der Christus, sondern daß ich vor ihm hergesandt bin.* Der die 29 Braut hat, ist der Bräutigam; aber der Freund des Bräutigams, der da steht und ihn hört, ist hoch erfreute über die Stimme des Bräutigams; dieſe meine Freude nun ist erfüllt. * Er muß wachsen, ich aber 30 abnehmen.* Der vond oben 31 a D. glaubt.-b d. h. gezeigt werden, wie sie sind; oder: bestraft werden. e B. freut sich mit Freude. d B. aus; so auch weiterhin in diesem Verse. 1 11* Johannes 3. 4. die sechste Stunde.* Es kommt 7 ein Weib aus Samaria, um Wasser zu schöpfen. Jesus spricht zu ihr: Gieb mir zu trinken.*( Denn seine Jünger 8 waren weggegangen in die Stadt, um Speise zu kaufen.) * Das samaritische Weib spricht 9 nun zu ihm: Wie bittest du, der du ein Jude bist, von mir zu trinken, die ich ein samaritisches Weib bin?( Denn die Juden verkehren nicht mit den Samaritern.)* Jesus antwor- 10 tete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes kännteſt und wer es ist, der zu dir spricht: Gieb mir zu trinken, so würdest du ihn gebeten haben, und er hätte dir lebendiges Wasser gegeben.* Das 11 Weib spricht zu ihm: Herr, du hast kein Gefäß zum Schöpfen, und der Brunnen ist tief; wöher hast du denn das lebendige Wasser?* Bist du grö- 12 ßer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gab; und er selbst trank aus demselben und seine Söhne und mußte aber durch Samaria sein Vieh?* Jesus antwortete 13 5 gehen.* Er kommt nun in eine und sprach zu ihr: Jeden, Stadt Samaria's, genannt Si- der von diesem Wasser trinkt, char, nahe bei dem Felde, wel- wird wiederum dürsten;* wer 14 ches Jakob seinem Sohne Jo- irgend aber von dem Wasser 6seph gab.* Es war aber da- trinken wird, das ich ihm geselbst eine Quelle Jakobs. Je- ben werde, den wird nicht sus nun, ermüdet von der dürsten in Ewigkeit; sondern Reise, setzte sich also an die das Wasser, das ich ihm geQuelle nieder. Es war um ben werde, wird in ihm zu a O. über alles.-b O. nicht gehorcht. 164 kommt, ist über alle; a der von der Erde ist, ist von der Erde und redet von der Erde; der vom Himmel kommt, ist 32 über alle.a* Und was er gesehen und gehört hat, dieses bezeugt er, und sein Zeugnis 33 nimmt niemand an.* Wer sein Zeugnis angenommen, der hat versiegelt, daß Gott wahrhaf34tig ist.* Denn welchen Gott gesandt hat, der redet die Worte Gottes; denn Gott giebt den 35 Geist nicht nach Maß.* Der Vater liebt den Sohn und hat alles in seine Hand ge36 geben.* Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, b wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm. 4 Als nun der Herr erkannte, daß die Pharisäer gehört hatten, daß Jesus mehr Jünger mache und taufe als Johan2nes,*( wiewohl Jesus selbst nicht taufte, sondern seine Jün3 ger)* verließ er Judäa und 430g wieder nach Galiläa.* Er 6 Johannes 4. 165 einer Quelle Wassers werden, beten.* Das Weib spricht zu 25 das in das ewige Leben quillt. 15* Das Weib spricht zu ihm: Herr, gieb mir dieses Wasser, damit mich nicht dürste und ich nicht hierher komme, um 16 zu schöpfen.* Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen Mann und komme hierher. 17* Das Weib antwortete und ihm: Ich weiß, daß der Messias kommt, welcher Christus genannt ist; wenn jener kommt, wird er uns alles verkündigen.* Jesus spricht zu ihr: 26 Ich bin's, der mit dir redet.* Und über diesem kamen 27 seine Jünger und verwunderten sich, daß er mit einem Weibe redete. Dennoch sagte niemand: Was suchst du? oder: Was redest du mit ihr? * Das Weib nun ließ ihren 28 Wasserkrug stehen und ging weg in die Stadt und sagt zu den Leuten:* Kommet, se- 29 het einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was irgend ich gethan habe: ist dieser nicht der Christus?* Sie gingen zu 30 der Stadt hinaus und kamen zu ihm. sprach: Ich habe keinen Mann. Jesus spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen 18 Mann;* denn fünf Männer hast du gehabt, und den du jetzt hast, der ist nicht dein Mann; dies hast du wahr ge19 redet.* Das Weib spricht zu ihm: Herr, ich sehe, daß du 20 ein Prophet bist.* Unsre Väter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr saget, zu Jerusalem sei der Ort, wo man 21 anbeten müsse.* Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Stunde, da ihr weder auf diesem Berge, noch zu Jerusalem den Vater anbeten 22 werdet.* Jhr betet an und wisset nicht, was; wir beten an und wissen, was, denn das Heil ist aus den Juden. 23* Es kommt aber die Stunde In der Zwischenzeit[ aber] 31 baten ihn die Jünger und sprachen: Rabbi, iß.* Er aber 32 sprach zu ihnen: Ich habe Speise zu essen, die ihr nicht kennet.* Da sprachen die Jün- 33 ger zu einander: Hat ihm jemand zu essen gebracht?* Je- 34 sus spricht zu ihnen: Meine Speise ist, daß ich den Willen und ist jetzt, da die wahrhaf- dessen thue, der mich gesandt tigen Anbeter den Vater im hat, und sein Werk vollbringe. Geist und in Wahrheit anbe-* Saget ihr nicht: Es sind 35 ten werden; denn auch der noch vier Monate, und die Vater sucht solche als seine Ernte kommt? Siehe, ich sage 24 Anbeter.* Gott ist ein Geist, euch: Hebet eure Augen auf und die ihn anbeten, müssen und schauet die Felder an, im Geist und in Wahrheit an- denn sie sind schon weiß zur 166 Johannes 4. 36 Ernte.* Der da erntet, em- er zu Jerusalem auf dem Feste gethan hatte, denn auch sie kamen auf das Fest. pfängt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen Leben, auf daß beide, der da säet und der da ern37 tet, zugleich sich freuen.* Denn hierin ist der Spruch wahr: Ein andrer ist's, der da säet, und ein andrer, der da erntet. 38* Ich habe euch gesandt, zu ernten, was ihr nicht gearbei tet habt; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten. 39 Aus jener Stadt aber glaubten viele der Samariter an ihn um des Wortes des Weibes willen, welches bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was 40 irgend ich gethan habe.* Als nun die Samariter zu ihm famen, baten sie ihn, bei ihnen zu bleiben; und er blieb 41 daselbst zwei Tage.* Und viel mehr glaubten um seines Wor42 tes willen.* Und sie sagten zu dem Weibe: Wir glauben nicht mehr um deines Redens wil len, denn wir selbst haben gehört und wissen, daß dieser ist wahrhaftig der Heiland der Welt. 43 Nach den zwei Tagen aber zog er von dannen aus[ und 44 ging hin] nach Galiläa;* denn er selbst, Jesus, bezeugte, daß ein Prophet in dem eignen Baterlande keine Ehre hat. er nun nach Galiläa fam, nahmen ihn die Galiläer auf, da sie alles gesehen, was 45* Als a B. Sklaven. Er kam nun wiederum nach 46 Kana in Galiläa, wo er das Wasser zu Wein gemacht hatte. Und es war ein gewisser königlicher Diener, dessen Sohn war krank, in Kapernaum.* Als 47 dieser gehört, daß Jesus aus Judäa nach Galiläa komme, ging er zu ihm hin und bat [ ihn], daß er herabkomme und seinen Sohn heile, denn er lag im Sterben.* Jesus sprach 48 nun zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so werdet ihr nicht glauben.* Der 49 königliche Diener spricht zu ihm: Herr, komm herab, ehe mein Kind stirbt!* Jesus spricht 50 zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebt. Und der Mensch glaubte dem Worte, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin.* Aber 51 schon indem er hinabging, begegneten ihm seine Knechte a und verkündeten und sagten: Dein Knabe lebt.* Er erforschte 52 nun von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm geworden war; und sie sagten zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ ihn das Fieber.* Da 53 erkannte der Vater, daß es in jener Stunde war, in welcher Jesus zu ihm sagte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte, er und sein ganzes Haus.* Dieses 54 zweite Zeichen that Jesus wie 167 bath.* Es sagten nun die Ju- 10 den zu dem Geheilten: Es ist Sabbath, es ist dir nicht erlaubt, das Bett aufzunehmen. Johannes 4. 5. derum, als er aus Judäa nach Galiläa gekommen war. 5 Nach diesem war ein Fest der Juden, und Jesus ging 2 hinauf nach Jerusalem.* Es* Er antwortete ihnen: Der 11 ist aber in Jerusalem bei dem Schafthor ein Teich, der auf hebräisch zubenamt ist: Bethesda, welcher fünf Säulenhallen 3 hat.* In diesem lag eine Menge Kranker, Blinder, Lahmer, Dürrer,[ die auf die Bewegung 4 des Wassers warteten.* Denn zu gewisser Zeit stieg ein Engel in den Teich hinab und bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst hineinstieg, ward gesund, mit welcher Krankheit 5irgend er behaftet war.]* Es war aber ein gewisser Mensch daselbst, der achtunddreißig Jahre mit seiner Krankheit behaf6 tet war.* Als Jesus diesen daliegen sah und wußte, daß er schon lange Zeit also war, spricht er zu ihm: Willst du 7 gesund werden?* Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, daß er mich, wenn das Wasser bewegt worden, in den Teich werfe; indem ich aber komme, steigt ein sandrer vor mir hinab.* Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bett auf und wand9 le!* Und alsbald ward der Mensch gesund und nahm sein Bett auf und wandelte. Es war aber an jenem Tage Saba die Gebäude. mich gesund machte, der sagte zu mir: Nimm dein Bett auf und wandle.*[ Da] frag- 12 ten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir sagte: Nimm[ dein Bett] auf und wandle?* Der 13 Geheilte aber wußte nicht, wer es sei, denn Jesus war ent= wichen, weil eine Volksmenge an dem Orte war.* Darnach 14 findet ihn Jesus im Tempel, a und er sprach zu ihm: Siehe, du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, auf daß dir nichts Aergeres widerfahre. * Der Mensch ging hin und 15 verkündete den Juden, es sei Jesus, der ihn gesund gemacht habe.* Und darum verfolgten 16 die Juden Jesum[ und suchten ihn zu töten], weil er dies am Sabbath that.* Jesus aber 17 antwortete ihnen: Mein Bater wirkt bis jetzt, und ich wirke.* Darum nun suchten 18 die Juden noch mehr, ihn zu töten, weil er nicht allein den Sabbath brach, sondern auch Gott seinen eignen Vater namn te, sich selbst Gott gleich machend.* Da antwortete Jesus 19 und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: der Sohn kann nichts von sich selbst thun, es sei denn, daß 168 er den Vater etwas thun sieht; denn was irgend er thut, das thut auch der Sohn glei20 cherweise.* Denn der Vater hat den Sohn lieb und zeigt ihm alles, was er selbst thut; und er wird ihm größere Werke als diese zeigen, auf daß ihr 21 euch verwundert.* Denn gleich wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, also macht auch der Sohn le22 bendig, welche er will.* Denn auch der Vater richtet niemanden, sondern das ganze Gericht hat er dem Sohne gegeben, 23* auf daß alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn nicht ehrt, ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt 24 hat.* Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben hinübergegangen. 25* Wahrlich, wahrlich, ich sage Johannes 5. schen Sohn ist.* Wundert euch 28 darüber nicht, denn es kommt die Stunde, in welcher alle, die in den Gräbern sind, seine Stimme hören werden;* und 29 es werden hervorkommen, die das Gute gethan haben, zur Auferstehung des Lebens, die aber das Böse gethan haben, zur Auferstehung des Gerichts. * Ich kann nichts von mir 30 selbst thun; so wie ich höre, richte ich, und mein Gericht ist gerecht, denn ich suche nicht meinen Willen, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.* Wenn ich von mira 31 selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr;* ein andrer 32 ist's, der von mir zeugt, und ich weiß, daß das Zeugnis wahr ist, welches er von mir zeugt.* Jhr habt zu Johan- 33 nes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis gegeben. * ch aber nehme nicht Zeug- 31 nis von Menschen, sondern dies sage ich, auf daß ihr errettet werdet.* Jener war die 35 brennende und scheinende Lampe; ihr aber wolltet gern für eine Zeit in seinem Lichte fröhlich sein.* Ich aber habe das 36 Zeugnis, das größer ist als das des Johannes; denn die Werke, die mir der Vater gegeben, auf daß ich sie vollbringe, die Werke selbst, die ich thue, zenGewalt gegeben,[ auch] Gericht gen von mir, daß der Vater zu halten, weil er des Men- mich gesandt hat.* Und der37 a d. h. über mich, betreffs meiner.. euch, daß die Stunde kommt und ist jetzt, da die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie gehört haben, werden leben. 26* Denn gleichwie der Vater das Leben hat in sich selbst, also hat er auch dem Sohne gegeben, das Leben zu haben in 27 sich selbst;* und er hat ihm Johannes 5. 6. 169 mich gesandt hat, der Vater Darnach fuhr Jesus über 6 ſelbst, hat von mir Zeugnis den See von Galiläa, oder von gegeben. Ihr habt weder je- Tiberias;* und es folgte ihm 2 mals seine Stimme gehört, eine große Volksmenge, weil 38 noch seine Gestalt gesehen,* und sie die Zeichen sahen, die er sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch; denn welchen er gesandt hat, diesem glaubet 39ihr nicht.* Ihr erforscheta die Schriften, denn ihr meinet, in ihnen ewiges Leben zu haben, und sie sind's, die von mir 40 zeugen;* und ihr wollt nicht an den Kranken that.* Jesus 3 aber ging hinauf auf den Berg, und daselbst saß er mit seinen Jüngern.* Es war aber nahe 4 das Passah, das Fest der Juden.* Als nun Jesus die Augen 5 aufhob und sah, daß eine große Volksmenge zu ihm kommt, spricht er zu Philippus: Woher sollen wir Brote kaufen, auf daß diese essen?* Dies 6 sagte er aber, ihn versuchend, denn er selbst wußte, was er thun wollte.* Philippus ant- 7 wortete ihm: Für zweihundert Denare Brote reichen nicht hin für sie, auf daß ein jeder etwas weniges bekomme.* Ei- 8 ner von seinen Jüngern, Andreas, der Bruder des Simon Petrus, spricht zu ihm:* Es 9 ist ein kleiner Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrote und zwei kleine Fische; aber was ist dies unter so viele?* Jesus[ aber] 10 sprach: Machet, daß die Leute sich lagern. Es war aber viel Gras an dem Orte. Es lagerten sich nun die Männer an Zahl bei fünftausend.* Je- 11 sus aber nahm die Brote, und als er gedankt hatte, teilte er sie denen aus, die da lagerten; gleicherweise auch von den kleib C. Herrlichkeit. e C. von dem zu mir kommen, auf daß ihr 41 Leben habet.* Ich nehme nicht 42 Ehreb von Menschen;* aber ich kenne euch, daß ihr die Liebe Gottes nicht in euch habt. 43* ch bin in dem Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmet mich nicht auf; wenn ein andrer in seinem eignen Namen kommt, den 44 werdet ihr aufnehmen.* Wie könnet ihr glauben, die ihr Ehre von einander nehmet und die Ehre, welche von Gott al45 leine ist, nicht suchet?* Wähnet nicht, daß ich euch bei dem Vater verklagen werde; es ist einer, der euch verklagt, Moses, auf den ihr eure Hoff46 nung gesetzt habt.* Denn wenn ihr Moses glaubtet, so würdet ihr mir geglaubt haben, denn er hat von mir geschrieben. 47* Wenn ihr aber seinend Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr meinen Worten glauben? a D. Erforschet die Schriften. alleinigen Gott. d Eig. jenes. 1 170 Johannes 6. nen Fischen, so viel sie woll- Des folgenden Tages, als 22 12 ten.* Als sie aber gesättigt waren, spricht er zu seinen Jüngern: Sammelt die übriggebliebenen Brocken, auf daß 13 nichts umkomme.* Sie sammelten nun und füllten zwölf Handkörbe mit Brocken von den fünf Gerstenbroten, welche denen übrigblieben, die geges14sen hatten.* Als die Leute die Volksmenge, die jenseit des Sees stand, gesehen, daß daselbst kein andres Schifflein war, als nur jenes, in welches seine Jünger geſtiegen, und daß Jesus nicht mit seinen Jüngern in das Schiff gestiegen, sondern seine Jünger allein weggefahren waren; *( es kamen aber andere Schiff= 23 lein aus Tiberias nahe an den Ort, wo sie das Brot gegessen, nachdem der Herr gedankt hatte;) * da nun die Volksmenge sah, 24 daß Jesus nicht daselbst sei, noch seine Jünger, stiegen sie in die Schiffe und kamen nach Kapernaum, Jesum suchend. * Und als sie ihn jenseit des 25 Sees gefunden hatten, ſprachen sie zu ihm: Rabbi, wann bist du hierhergekommen?* Jesus 26 antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr suchet mich, nicht weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil ihr von den Broten gegessen habt und gesättigt worden seid.* Wirket nicht für die 27 Speise, die vergeht, sondern für die Speise, die da bleibt ins ewige Leben, welche der Sohn des Menschen euch geben wird, denn diesen hat der Vater, Gott, versiegelt.* Da sprachen sie zu 28 ihm: Was sollen wir thun, auf daß wir die Werke Gottes wirken?* Jesus antwortete 29 und sprach zu ihnen: Dies ist das Werk Gottes, daß ihr an nun das Zeichen sahen, das Jesus that, sprachen sie: Dieser ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. 15* Da nun Jesus wußte, daß sie kommen und ihn ergreifen würden, auf daß sie ihn zum Könige machten, entwich er wieder auf den Berg, er selbst allein. 16 Als es aber Abend geworden, gingen seine Jünger hin17 ab an den See* und stiegen in das Schiff und fuhren über den See nach Kapernaum. Und es war schon finster geworden, und Jesus war noch 18 nicht zu ihnen gekommen;* und der See erhob sich, weil ein 19 starker Wind wehte.* Als sie nun etwa fünfundzwanzig bis dreißig Stadien gerudert hatten, sehen sie Jesum auf dem See wandeln und nahe an das Schiff herankommen, und 20 sie fürchteten sich.* Er aber spricht zu ihnen: Ich bin's, 21 fürchtet euch nicht!* Sie wollten ihn nun in das Schiff nehmen, und alsbald war das Schiff am Lande, wo sie hinfuhren. FOR ACES Johannes 6. 171 den glaubet, den er gesandt daß ich von allem, was er 30 hat.* Da sprachen sie zu ihm: Was thust du nun für ein Zeichen, auf daß wir sehen und dir glauben; was wirkst 31 du?* Unsre Väter aßen das Manna in der Wüste, wie geschrieben steht: Brot aus dem Himmel gab er ihnen zu es 32 sen.* Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Nicht Moses hat euch das Brot aus dem Himmel gegeben, sondern mein Vater giebt euch das wahrhaftige 33 Brot aus dem Himmel.* Denn das Brot Gottes ist der, welcher aus dem Himmel herniederkommt und der Welt das 34 Leben giebt.* Da sprachen sie mir gegeben hat, nichts verliere, sondern es auferwecke am letzten Tage.* Denn dies 40 ist der Wille meines Vaters, daß jeder, der den Sohn sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage.* Da murrten die Ju- 41 den über ihn, weil er sagte: Ich bin das Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist,* und sprachen: Jst42 dieser nicht Jesus, der Sohn Josephs, dessen Vater und Mutter wir kennen? Wie sagt denn dieser: Ich bin aus dem Himmel herniedergekommen? * Da antwortete Jesus und 43 sprach zu ihnen: Murret nicht unter einander.* Niemand kann 44 zu mir kommen, es sei denn, daß der Vater, der mich gesandt hat, ihn ziehe; und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage.* Es steht geschrie- 45ben in den Propheten: Und zu ihm: Herr, gieb uns alle35 zeit dieses Brot!* Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens: wer zu mir kommt, wird nie hungern, und an mich glaubt, wird 36 nimmermehr dürsten.* Aber ich habe euch gesagt, daß ihr mich auch gesehen habt und nicht 37 glaubet.* Alles, was mir der wer sie werden alle von Gott gelehrt sein." a Jeder, der von Vater giebt, wird zu mir kom- dem Vaterb gehört und gelernt men, und wer zu mir kommt, hat, der kommt zu mir.* Nicht 46den werde ich nicht hinaus- daß jemand den Vater geſehen 38 werfen;* denn ich bin vom habe, außer dem, der von Gott Himmel herniedergekommen, ist, dieser hat den Vater geſehen. nicht auf daß ich meinen* Wahrlich, wahrlich, ich sage 47 Willen thue, sondern den Wil- euch: Wer[ an mich] alaubt, hat len dessen, der mich gesandt ewiges Leben.* Ich bin das 48. 39 hat.* Dies aber ist der Wille Brot des Lebens.* Eure Väter 49 dessen, der mich gesandt hat, haben das Manna gegeſſen in a Jes. 54, 13.- b b. h. von seiten des Vaters. 172 Johannes 6. der Wüste und sind gestorben. ben; wer dieses Brot ißt, wird 50* Dies ist das Brot, das aus leben in Ewigkeit.* Dieses re- 59 dem Himmel herniederkommt, dete er in der Synagoge, lehauf daß man davon esse und rend zu Kapernaum. 51 nicht sterbe.* Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist; wenn jemand von diesem Brote ißt, so wird er leben in Ewigkeit. Und das Brot aber, das ich geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde für 52 das Leben der Welt.* Die Juden stritten nun unter einander und sagten: Wie kann dieser uns das Fleisch zu essen geben? 53* Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr nicht esset das Fleisch des Sohnes des Menschen und trinket sein Blut, so habt ihr kein Leben in euch selbst. 54* Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, hat ewiges Leben, und ich werde ihn auferwecken 55 am letzten Tage;* denn mein Fleisch ist wahrhaftig Speise, und mein Blut ist wahrhaftig 56 Trank.* Wer mein Fleisch ißt und mein Blut trinkt, bleibt 57 in mir und ich in ihm.* Gleichwie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich lebe des Vaters wegen, a so auch, wer mich ißt, der wird auch leben 58 meinetwegen. a* Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist. Nicht, wie die Väter aßen und starViele nun von seinen Jün- 60 gern, die es gehört hatten, sprachen: Diese Rede ist hart; wer kann sie hören?* Da aber Je- 61 sus beib sich selbst wußte, daß seine Jünger hierüber murrten, e sprach er zu ihnen: Aergert euch dies?* Wenn ihr nun 62 den Sohn des Menschen auffahren sehet, wo er zuvor war? * Der Geist ist's, der lebendig 63 macht; das Fleisch nützt nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben;* aber es sind etliche64 unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus wußte von Anfang, welche es seien, die nicht glaubten, und wer es sei, der ihn überliefern würde.* Und 65 er sprach: Darum habe ich euch gesagt, daß niemand zu mir kommen kann, es sei ihm denn von dem Vater gegeben.* Von 66 da an gingen viele seiner Jünger zurück und wandelten nicht mehr mit ihm.* Es sprach nun 67 Jesus zu den Zwölfen: Wollt ihr auch weggehen?* Simon 68 Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? du hast Worte des ewigen Lebens; und wir haben geglaubt und 69 erkannt, daß du bist der Heilige Gottes.* Jesus antwortete 70 a wegen" hier nicht in dem Sinne von„ für," sondern von, infolge des." - b B. in.-c B. murren.- d O. glauben und wissen. Johannes 6. 7. 173 den nun suchten ihn auf dem Feste und sprachen: Wo ist jener?* Und viel Gemurmel war 12 über ihn unter der Volksmenge; die einen sagten: Er ist gut; andere sagten: Nein, sondern er verführt die Volksmenge. * Doch sprach niemand öffent- 13 lich von ihm aus Furcht vor den Juden. Als es aber schon in der 14 Mitte des Festes war, ging Jesus hinauf in den Tempela und lehrte.* Es verwunderten 15 sich nun die Juden und sagten: Wie besitzt dieser Gelehrsamkeit, da er doch nicht gelernt hat? * Da antwortete ihnen Jesus 16 und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat.* Wenn je- 17 mand will seinen Willen thun, der wird von der Lehre wissen, ob sie aus Gott ist, oder ob ich ause mir selbst rede.* Wer 18 aus e sich selbst redet, sucht seine eigne Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, dieser ist wahrhaftig und ist keine Ungerechtigkeit in ihm. * Hat nicht Moses euch das Ge- 19 setz gegeben, und keiner von euch thut das Gesetz? Was suchet ihr mich zu töten?* Die Volts= 20 menge antwortete[ und sprach]: Du hast einen Teufel; d wer sucht dich zu töten?* Jesus 21 antwortete und sprach zu ihnen: Ein Werk habe ich gethan, und ihr alle verwundert euch.* Des- 22 ihnen gesagt hatte, blieb er in 10 Galiläa.* Als aber seine Brüder hinaufgegangen waren, da ging auch er hinauf auf das Fest, nicht offenbarlich, sondern 11 wie im Verborgenen.* Die Jua die Gebäude. b d. h. hinsichtlich.-c B. von.- d B. Dämon. ihnen: Habe ich nicht euch, die Zwölfe, auserwählt? und von 71 euch ist einer ein Teufel.* Er sprach aber von Judas, Simons Sohn, dem Iskariot; denn dieser sollte ihn überliefern und war einer von den Zwölfen. 7 Und nach diesem wandelte Jesus in Galiläa, denn er wollte nicht in Judäa wandeln, weil die Juden ihn zu töten ſuchten. 2* Es war aber nahe das Fest 3 der Juden, die Laubhütten.* Es sprachen nun seine Brüder zu ihm: Ziehe von hinnen und gehe nach Judäa, auf daß auch deine Jünger deine Werke sehen, 4 die du thust;* denn niemand thut etwas im Verborgenen und sucht selbst offenbar zu sein. Wenn du diese Dinge thust, so 5 zeige dich der Welt;* denn auch seine Brüder glaubten nicht an 6ihn.* Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da, eure Zeit aber ist stets bereit. 7* Die Welt kann euch nicht has sen, mich aber haßt sie, weil ich von ihr zeuge, daß ihre sWerke böse sind.* Gehet ihr hinauf zu diesem Feste; ich gehe nicht hinauf zu diesem Feste, denn meine Zeit ist noch 9nicht erfüllt.* Als er dies zu 174 wegen gab Moses a euch die Beschneidung,( nicht daß sie von Moses sei, sondern von den Vätern,) und am Sabbath beschneidet ihr einen Menschen. 23* Wenn ein Mensch die Beschneidung am Sabbath empfängt, auf daß das Gesetz Moses' nicht gebrochen werde, zürnet ihr mir, daß ich einen Menschen ganz gesund gemacht 24 habe am Sabbath?* Richtet nicht nach dem Schein, sondern 25 richtet das gerechte Gericht.* Es sagten nun etliche von denen aus Jerusalem: Ist das nicht dieser, den sie zu töten suchen? 26* und siehe, er redet öffentlich, Johannes 7. und sie sagen ihm nichts. Haben denn etwa die Obersten in Wahrheit erkannt, daß dieser 27 der Christus ist?* Diesen aber kennen wir, woher er ist; wenn aber der Christus kommt, so weiß niemand, woher er ist. 28* Jesus nun rief im Tempel, lehrend und sagend: Ihr kennet mich und wisset auch, woher ich bin; und ich bin nicht von mir selbst gekommen, sondern der mich gesandt hat, ist wahrhaftig, den ihr nicht kennet. 29* Ich kenne ihn, weil ich von ihm bin, und er mich gesandt 30 hat.* Da suchten sie ihn zu greifen; aber niemand legte die Hand an ihn, weil seine Stunde 31 noch nicht gekommen war.* Viele aber von der Volksmenge glaubten an ihn und sprachen: a O.... ihr alle verwundert euch Wenn der Christus kommt, wird er mehr Zeichen thun als die, welche dieser gethan hat? * Die Pharisäer hörten die 32 Volksmenge dies über ihn murmeln; und die Pharisäer und die Hohenpriester sandten Diener, daß sie ihn greifen möchten.* Da sprach Jesus: Noch 33 eine kleine Zeit bin ich bei euch und gehe hin zu dem, der mich gesandt hat.* Jhr werdet mich 34 suchen und nicht finden, und wo ich bin, könnet ihr nicht hinkommen.* Es sprachen nun die 35 Juden bei sich selbst: Wohin will dieser gehen, daß wir ihn nicht finden sollen? Will er in die Zerstreuung der Griechen gehen und die Griechen lehren? * Was ist das für ein Wort, 36 das er sprach: Ihr werdet mich suchen und nicht finden, und: wo ich bin, könnet ihr nicht hinkommen? Am letzten, dem großen Tage 37 des Festes aber stand Jesus und rief und sprach: Wenn jemanden dürftet, der komme zu mir und trinke.* Wer an mich 38 glaubt, gleichwie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.* Dies aber sagte er 39 von dem Geiste, welchen die an ihn Glaubenden empfangen sollten; denn der Geist war noch nicht, weil Jesus noch nicht verherrlicht worden war.* Etliche 40 nun aus der Volksmenge sagten, deswegen. Moses gab zc. Johannes 7. 8. als sie diese Worte hörten: Dieser ist wahrhaftig der Prophet. 41* Andere sagten: Dieser ist der Christus. Andere[ aber] sagten: Kommt der Christus denn aus 42 Galiläa?* Hat nicht die Schrift gesagt, daß aus dem Samen Davids und aus Bethlehem, dem Dorfe, wo David war, 43 der Christus kommt?* Es ward nun seinethalben eine Spaltung 44 in der Volksmenge.* Etliche aber von ihnen wollten ihn greifen, aber keiner legte die 45 Hände an ihn.* Es kamen nun die Diener zu den Hohenpriestern und Pharisäern, und diesea sprachen zu ihnen: Warum habt 46 ihr ihn nicht gebracht?* Die Diener antworteten: Niemals hat ein Mensch so geredet, wie 47 dieser Mensch.* Da antworteten ihnen die Pharisäer: Seid ihr 48 auch verführt?* Hat jemand von den Obersten an ihn geglaubt, oder von den Phari49 säern?* Diese Volksmenge aber, die das Gesetz nicht kennt, ist 50 verflucht.* Spricht Nikodemus zu ihnen, der einer von ihnen 51 war:* Richtet unser Gesetz den Menschen, ehe es zuvor von ihm selbst gehört und erkannt hat, 52 was er thut?* Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch aus Galiläa? Forsche und siehe, daß aus Galiläa kein Pro53 phet aufsteht.*[ Und ein jeder 8 ging nach seinem Hause.* Jefus aber ging nach dem Delberg. a B. jene. b die Gebäude. 175 Frühmorgens aber kam er 2 wiederum in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie.* Die 3 Schriftgelehrten und die Pharisäer aber bringen ein Weib[ zu ihmn], ergriffen im Ehebruch, und stellen sie in die Mitte * und sagen zu ihm: Lehrer, 4 dieses Weib ist auf der That selbst im Ehebruch ergriffen worden.* In dem Gesetz aber 5 hat uns Moses geboten, solche zu steinigen; du nun, was sagst du?* Dies aber sagten sie, ihn 6 versuchend, auf daß sie etwas hätten, um ihn anzuklagen. Jesus aber bückte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die Erde.* Als sie aber fortfuhren, 7 ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach zu ihnen: Wer von euch ohne Sünde ist, werfe zuerst den Stein auf sie.* Und 8 wiederum bückte er sich nieder und schrieb auf die Erde.* Sie 9 aber gingen, als sie es hörten [ und von dem Gewissen überführt wurden], einer nach dem andern hinaus, anfangend von den Aeltesten bis zu den Letzten; und Jesus ward allein gelassen, und das Weib in der Mitte stehend.* Als aber Jesus 10 sich aufrichtete und niemanden sah außer dem Weibe, sprach er zu ihr: Weib, wo sind jene, deine Verkläger? Hat dich niemand verurteilt?* Sie aber11 sprach: Niemand, Herr. Jeſus 176 Johannes 8. aber sprach zu ihr: So verur- Tempel; b und niemand griff teile auch ich dich nicht: gehe hin und sündige nicht mehr.] ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen. 12 Wiederum nun redete Jesus Nun sprach er wiederum zu 21 zu ihnen und sprach: Ich bin ihnen: Ich gehe hin, und ihr das Licht der Welt; wer mir werdet mich suchen und werdet nachfolgt, wird nicht in der in eurer Sünde sterben; wo Finsternis wandeln, sondern ich hingehe, könnet ihr nicht das Licht des Lebens haben. 13* Da sprachen die Pharisäer zu ihm: Du zeugst von dir selbst, dein Zeugnis ist nicht wahr. 14* Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Wenn ich auch von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis wahr, denn ich weiß, woher ich gekommen bin und wohin ich gehe; ihr aber wisset nicht, woher ich komme und wo15 hin ich gehe.* Jhr richtet nach dem Fleische; ich richte nie16 manden.* Wenn ich aber auch hinkommen.* Da sagten die 22 Juden: Will er sich etwa selbst töten, daß er spricht: Wo ich hingehe, könnet ihr nicht hinkommen?* Und er sprach zu 23 ihnen: Ihr seid vone dem, was unten ist, ich bin von dem, was oben ist; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.* Daher sagte 24 ich euch, daß ihr in euern Sünden sterben werdet; denn wenn ihr nicht glauben werdet, daß ich es bin, so werdet ihr in euern Sünden sterben.* Da 25 sprachen sie zu ihm: Wer bist du?[ Und] Jesus sprach zu ihnen: Durchaus das, was ich auch zu euch rede. d* Vieles 26 habe ich von euch zu reden und zu richten, aber der mich gesandt hat, ist wahrhaftig; und ich, was ich von ihm gehört habe, dies rede ich zu der Welt. * Sie erkannten nicht, daß er 27 von dem Vater zu ihnen sprach. * Da sprach Jesus zu ihnen: 28 Wenn ihr den Sohn des Menschen erhöht haben werdet, dann werdet ihr erkennen, daß ich es bin, und daß ich nichts von richte, so ist mein Gericht wahr, weil ich nicht allein bin, sondern ich und der Vater, der mich ge17 sandt hat.* Aber auch in euerm Gesetz steht geschrieben, daß das Zeugnis zweier Menschen wahr 18 ist.a* ch bin's, der von mir selbst zeugt, und der Vater, der mich gesandt hat, zeugt von 19 mir.* Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr kennet weder mich, noch meinen Vater; wenn ihr mich gekannt hättet, so hättet ihr auch meinen Vater gekannt. 20* Diese Worte redete er in der Schatzkammer, lehrend in dem a 5. Moj. 17, 6; 19, 15.- b die Gebäude. c B. aus; so auch weiterhin in diesem Verse.- d O. Dem Wesen nach, was ich auch zu euch rede. Johannes 8. 177 mir selbst thue, sondern wie wäret, so würdet ihr die Werke der Vater mich gelehrt hat, 29 dies rede ich.* Und der mich Abrahams thun;* jetzt aber 40 suchet ihr mich zu töten, einen Menschen, der euch die Wahrheit geredet, die ich von Gott gehört habe; das hat Abraham nicht gethan.* Jhr thuet die 41 Werke euers Vaters.[ Da] sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht durch Hürerei geboren; wir haben einen Vater, Gott.* Jesus 42 sprach zu ihnen: Wenn Gott euer Vater wäre, so würdet ihr mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn ich bin auch nicht von mir selbst gekommen, sondern er hat mich gesandt. * Warum verstehet ihr meine 43 Sprache nicht? Weil ihr mein Wort nicht hören könnet.* Jhr 44 seid aus dem Vater, dem Teufel, und die Begierden euers Vaters wollt ihr thun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang und ist in der Wahrheit nicht bestanden, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er die Lüge redet, so redet er aus seinem Eignen, denn er ist ein Lügner und der Vater derselben.* Weil ich aber die Wahr- 45 heit sage, so glaubet ihr mir nicht.* Wer von euch überführt 46 mich der Sünde? Wenn ich Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht?* Wer aus Gott 47 ist, hört die Worte Gottes. Darum höret ihr nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.* Die Ju- 48 gesandt hat, ist mit mir; er hat mich nicht allein gelassen, weil ich allezeit thue, was ihm 30 wohlgefällig ist.* Da er dies redete, glaubten viele an ihn. Jesus sprach nun zu den Juden, die ihm glaubten: Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaft meine Jün32 ger;* und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen. 33* Sie antworteten ihm: Wir sind Abrahams Samen und sind nie jemandes Knechtea gewesen; wie sagst du: Ihr sollt frei 34 werden?* Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Jeder, der die Sünde thut, ist der Sünde Knecht. a 35* Der Knechta aber bleibt nicht für immer in dem Hause; der 36 Sohn bleibt für immer.* Wenn nun der Sohn euch frei machen wird, so werdet ihr wirklich 37 frei sein.* Ich weiß, daß ihr Abrahams Samen seid; aber ihr suchet mich zu töten, weil mein Wort nicht Raum in cuch 38 findet.* Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe, und ihr thuet nun, was ihr bei euerm Vater gesehen habt. 39* Sie antworteten und sprachen 31 zu ihm: Abraham ist unser Vater. Jesus spricht zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder a B. Sklaven; Sklave.-b O. besteht nicht in d. W.- c O. desselben. 12 Johannes 8. 9. 178 den antworteten und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, daß du ein Samariter bist und 49 einen Teufel a hast?* Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, a sondern ich ehre meinen Bater, und ihr entehret 50 mich. Ich aber suche nicht meine Ehre; b es ist einer, der 51 sie sucht und richtet.* Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht 52 sehen ewiglich.* Es sprachen nun die Juden zu ihm: Jetzt erkennen wir, daß du einen Teufel a hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn jemand mein Wort bewahren wird, so wird er den Tod nicht schmecken 53 ewiglich.* Bist du größer, als unser Vater Abraham, der gestorben ist? Und die Propheten sind gestorben; was machst du 54 aus dir selbst?* Jesus ant wortete: Wenn ich mich selbst ehre, e so ist meine Ehreb nichts, mein Vater ist es, der mich ehrt, d von welchem ihr saget: 55 Er ist unser Gott.* Und ihr erkennet ihn nicht, ich aber kenne ihn; und wenn ich sagte: Ich kenne ihn nicht, so würde ich euch gleich sein- ein Lügner. Aber ich kenne ihn, und 56 ich bewahre sein Wort.* Abraham, euer Vater, frohlockte, daß er meinen Tag sehen sollte, und er sah ihn und freute sich.* Da57 sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt und hast Abraham geſehen? * Jesus sprach zu ihnen: Wahr- 58 lich, wahrlich, ich sage euch: Ehe Abraham ward, bin ich. * Da hoben sie Steine auf, daß 59 sie auf ihn würfen. Jesus aber verbarg sich und ging aus dem Tempele hinaus,[ durch ihre Mitte hindurchgehend, und ging also vorüber.] Und als er vorüberging, sah 9 er einen Menschen, blind von Geburt.* Und seine Jünger 2 fragten ihn und sagten: Rabbi, wer hat gesündigt, dieſer oder seine Eltern, daß er blind geboren ist?* Jesus antwortete: 3 Weder dieser hat gesündigt, noch seine Eltern, sondern auf daß die Werke Gottes an ihm offenbar würden.* Ich muß wirken 4 die Werke dessen, der mich gesandt hat, so lange es Tag ist; es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.* So lange 5 ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.* Als er 6 dies gesagt, spützte er auf die Erde und machte Kot aus dem Speichel und strich den Kot wie Salbe auf seine Augen * und sprach zu ihm: Gehe hin, 7 wasche dich in dem Teiche Siloam, was verdolmetscht wird: Gesandt. Da ging er hin und wusch sich und kam sehend.* Die 8 d D. verherra B. Dämon. b D. Herrlichkeit. licht. e die Gebäude. -c D. verherrliche.- 1 Johannes 9. 179 glaubten nun die Juden nicht von ihm, daß er blind war und sehend geworden, bis daß sie die Eltern dessen riefen, der sehend geworden war.* Und sie 19 fragten sie und sprachen: Ist dieser euer Sohn, von dem ihr saget, daß er blind geboren ſei? wie ist er denn jetzt sehend? * Seine Eltern antworteten[ ih- 20 nen] und sprachen: Wir wissen, daß dieser unser Sohn ist, und daß er blind geboren ist;* wie 21 er aber jetzt sieht, wissen wir nicht, oder wer seine Augen aufgethan hat, wissen wir nicht. Er ist mündig; fraget ihn, er wird selbst von sich reden.* Dies 22 sagten seine Eltern, weil sie die Juden fürchteten, denn die Juden waren schon übereingekommen, daß, wenn jemand ihn als Christus bekennen würde, er aus der Synagoge geſtoßen werden sollte.* Deswegen sag- 23 ten seine Eltern: Er ist mündig, fraget ihn.* Sie riefen nun 24 zum zweiten Mal den Menschen, der blind war, und sprachen zu ihm: Gieb Gott die Ehre! wir wissen, daß dieser Mensch ein Sünder ist.* Da antwortete er: 25 Ob er ein Sünder ist, weiß ich nicht; eins weiß ich, daß ich blind war und jetzt sehe.* Und 26 sie sprachen wiederum zu ihm: Was hat er dir gethan? wie that er deine Augen auf?* Er 27 antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt nicht gehört; warum wollt ihr's 12* Nachbarn nun und die ihn früher gesehen hatten, daß er Bettler war, sprachen: Ist dieser nicht, der da saß und bettelte? 9* Einige sagten: Er ist's; andere: Nein, sondern er ist ihm ähnlich; er sagte: Ich bin's. 10* Sie sprachen nun zu ihm: Wie sind deine Augen aufge11than worden?* Er antwortete [ und sprach]: Ein Mensch, genannt Jesus, machte Kot und salbte meine Augen und sprach zu mir: Gehe hin nach Siloam und wasche dich. Als ich aber hinging und mich wusch, ward 12 ich sehend.* Da sprachen sie zu ihm: Wo ist jener? Er sagt: Ich weiß es nicht. 13 Sie führten ihn, den vorher Blinden, zu den Pharisäern. 14* Es war aber Sabbath, als Jesus den Kot machte und seine 15 Augen aufthat.* Nun fragten ihn wiederum auch die Pharisäer, wie er sehend geworden ſei. Er aber sprach zu ihnen: Er legte Kot auf meine Augen, und ich wusch mich, und ich 16 sehe.* Da sprachen etliche von den Pharisäern: Dieser Mensch ist nicht von Gott, denn er hält den Sabbath nicht. Andere sagten: Wie kann ein sündiger Mensch solche Zeichen thun? Und es war Zwiespalt unter 17 ihnen.* Sie sprachen nun wiederum zu dem Blinden: Was sagst du von ihm, daß er deine Augen aufgethan hat? Er aber 18 sprach: Er ist ein Prophet.* Es Johannes 9. 10. richt bin ich in diese Welt gekommen, auf daß die Nichtsehenden sehen und die Sehenden blind werden.*[ Und] etliche von 40 den Pharisäern, die bei ihm waren, hörten dies und sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind?* Jesus sprach zu41 ihnen: Wenn ihr blind wäret, so würdet ihr nicht Sünde haben; nun ihr aber sprechet: Wir sehen, so bleibt eure Sünde. * Wahrlich, wahrlich, ich sage 10 euch: Wer nicht durch die Thür in den Hof der Schafe eingeht, sondern anderswo hinübersteigt, der ist ein Dieb und ein Räuber.* Wer aber durch die Thür 2 eingeht, ist Hirte der Schafe. * Diesem thut der Thürhüter 3 auf, und die Schafe hören seine Stimme, und er ruft seine eignen Schafe mit Namen und führt sie aus.* Wenn er alle seine 4 eignen Schafe ausgelaſſen hat, ſo geht er vor ihnen her, und die Schafe folgen ihm, weil sie ſeine 35 Jesus hörte, daß sie ihn hin- Stimme kennen.* Einem Frem- 5 ausgeworfen hatten, und als den aber werden sie nicht foler ihn fand, sprach er zu ihm: gen, sondern werden vor ihm. Glaubst du an den Sohn Got- fliehen, weil sie die Stimme der 36 tes?* Er antwortete und sprach: Und wer ist es, Herr, auf daß 37 ich an ihn glaube?* Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn auch gesehen, und der mit dir redet, 38 der ist's.* Er aber sprach: Ich glaube, Herr! und er huldigte ihm. Und Jesus sprach: Zum Gea B. jenes. 180 noch einmal hören? Wollt ihr auch seine Jünger werden? 28* Sie schmähten ihn und sprachen: Du bist seina Jünger; wir aber sind Moses' Jünger. 29* Wir wissen, daß Gott zu Moses geredet hat: von diesem aber wissen wir nicht, woher 30 er ist.* Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Es ist hierbei doch wunderbar, daß ihr nicht wisset, woher er ist, und er hat meine Augen auf31 gethan.* Wir wissen[ aber], daß Gott Sünder nicht hört, sondern wenn jemand gottesfürchtig ist und seinen Willen thut, 32 den hört er.* Von Ewigkeit her ist es nicht erhört, daß jemand die Augen eines Blindgebornen 33 aufgethan habe.* Wenn dieser nicht von Gott wäre, so könnte 34 er nichts thun.* Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Sünden geboren, und du lehrst uns? Und sie warfen ihn hinaus. 39 - Fremden nicht kennen.* Dieses 6 Gleichnis b sprach Jesus zu ihnen; sie aber verstanden nicht, was das war, das er zu ihnen redete. Jesus sprach nun wiederum 7 zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: ich bin die Thür der Schafe.* Alle, die irgends b Eig. Diese sinnbildliche Rede. Johannes 10. 181 vor mir gekommen, sind Diebe Gewalt, es zu lassen, und habe und Räuber; aber die Schafe Gewalt, es wieder zu nehmen. 9 hörten sie nicht.* Ich bin die Dieses Gebot habe ich von meiThür; wenn jemand durch mich nem Vater empfangen.* Es 19 eingeht, der wird errettet wer- ward wiederum ein Zwieſpalt den und wird ein- und ausge10 hen und Weide finden.* Der Dieb kommt nicht, als mur daß er stehle und schlachte und verderbe. Ich bin gekommen, auf daß sie Leben haben und es in 11 Ueberfluß haben.* Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte läßt 12sein Leben für die Schafe.* Der Mietling aber und der nicht Hirte ist, dem die Schafe nicht eigen sind, sieht den Wolf kommen und verläßt die Schafe und flieht; und der Wolf raubt sie und zerstreut[ die Schafe. 13* Der Mietling aber flieht, weil er ein Mietling ist und sich um die Schafe nicht fümmert. 14* Ich bin der gute Hirte und kenne die Meinena und bin ge15 kannt von den Meinen,* gleich wie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne; und ich lasse mein Leben für die Schafe. 16* Und ich habe andere Schafe, die nicht aus diesem Hofe sind; auch diese muß ich bringen, und sie werden meine Stimme hören, und es wird eine Herde, 17 ein Hirte sein.* Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf daß ich es wie18 der nehme.* Niemand nimmt unter den Juden dieser Worte wegen.* Viele aber von ihnen 20 sagten: Er hat einen Teufel b und ist von Sinnen; was höret ihr ihn?* Andere sagten: Dies 21 sind nicht Reden eines Besessenen; kann ein Teufelb der Blinden Augen aufthun? Es war aber das Fest der 22 Tempelweihe zu Jerusalem; [ und] es war Winter.* Und 23 Jesus wandelte in dem Tempel, in der Säulenhalle Salomons. * Da umringten ihn die Juden 24 und sprachen zu ihm: Bis wann hältst du unsre Seele hin? Wenn du der Christus bist, so sage es uns frei heraus.* Jesus 25 antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet nicht. Die Werke, die ich im Namen meines Vaters thue, diese zeugen von mir;* aber 26 ihr glaubet nicht, denn ihr ſeid nicht von meinen Schafen, wie ich euch gesagt habe.* Meine 27 Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie, und sie folgen mir,* und ich gebe ihnen ewiges 28 Leben, und sie gehen nicht verloren ewiglich, und niemand wird sie aus meiner Hand rauben.* Mein Vater, der sie mir 29 gegeben hat, ist größer als alles, e und niemand kann sie aus es von mir, sondern ich lasse es von mir selbst. Ich habe a O. was mein ist.- b B. Dämon.- c O. alle. 182 der Hand meines Vaters rauben. 30* Ich und der Vater sind eins. 31 Johannes 10. 11. Da hoben die Juden wieder um Steine auf, auf daß sie ihn 32 steinigten.* Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch vona meinem Vater gezeigt; um welches Werk unter denselben steiniget ihr mich? 33* Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, und weil du, der du ein Mensch bist, dich 34 selbst zu Gott machst.* Jesus antwortete ihnen: Ist es nicht in euerm Gesetz geschrieben: Ich habe gesagt: ihr seid Göt35 ter?"* Wenn er jene Götter genannt, zu welchen das Wort Gottes geschah,( und die Schrift kann nicht aufgelöst werden) 36* saget ihr zu dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst; weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn? 37* Wenn ich nicht die Werke meines Vaters thue, so glaubet 38 mir nicht;* wenn ich sie aber thue, so glaubet den Werken, wenn ihr auch mir nicht glaubet, auf daß ihr erkennet und glaubet, daß der Vater in mir ist, und ich in ihm. 39 Da suchten sie wiederum ihn zu greifen, und er entging aus 40 ihrer Hand;* und er ging wieder weg jenseit des Jordans nach dem Orte, wo Johannes zuerst taufte, und blieb daselbst. b ₁. 82, 6. a B. aus. * Und viele famen zu ihm und 41 sagten: Johannes that zwar kein Zeichen, alles aber, was Johannes von diesem gesagt hat, war wahr.* Und viele da- 42 selbst glaubten an ihn. Es war aber ein Gewisser 11 frank, Lazarus von Bethanien, aus dem Dorfe der Maria und Martha, ihrer Schwester. *( Maria aber war es, die den 2 Herrn mit Salbe salbte und seine Füße mit ihren Haaren abtrocknete; deren Bruder Lazarus war krank.)* Da sand- 3 ten die Schwestern zu ihm und sagten: Herr, siehe, den du lieb hast, ist krank.* Als aber Je- 4 sus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern um der Herrlichkeit Gottes willen, auf daß der Sohn Gottes durch sie verherrlicht werde.* Jesus aber liebte 5 die Martha und ihre Schwester und den Lazarus.* Als er nun 6 hörte, daß er krank sei, da blieb er zwei Tage an dem Orte, wo er war.* Darnach sprach er 7 dann zu den Jüngern: Lasset uns wieder nach Judäa gehen. * Die Jünger sagen zu ihm: 8 Rabbi, erst jetzt suchten die Juden dich zu steinigen, und wieder gehst du dahin?* Jesus 9 antwortete: Sind nicht zwölf Stunden des Tages? Wenn jemand am Tage wandelt, so stößt er nicht an, weil er das Licht dieser Welt sieht;* wenn aber 10 jemand in der Nacht wandelt, so stößt er an, weil das Licht 11 nicht in ihm ist.* Dies sprach er, und darnach sagt er zu ihnen: Lazarus, unser Freund, schläft; aber ich gehe hin, auf daß ich ihn wieder aufwecke. 12* Da sprachen die Jünger zu ihm: Herr, wenn er schläft, so 13 wird er geheilta werden.* Jesus aber redete von seinem Tode; sie aber meinten, er rede von der Ruhe des Schlafes. 14* Dann nun sagte ihnen Jesus Johannes 11. gerade heraus: Lazarus ist ge15 storben,* und ich bin froh um euertwillen, daß ich nicht da war, auf daß ihr glaubet; aber 16 lasset uns zu ihm gehen.* Da sprach Thomas, der genannt ist Zwilling, b zu seinen Mitjüngern: Lasset auch uns gehen, auf daß wir mit ihm sterben! 17 Als nun Jesus kam, fand er ihn schon vier Tage in der 18 Gruft liegen.* Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, etwa 19 fünfzehn Stadien weit;* und viele von den Juden waren zu Martha und Maria gekommen, auf daß sie dieſelben über ihren 20 Bruder trösteten.* Martha nun, als sie hörte, daß Jesus komme, ging ihm entgegen. Maria aber 21 saß im Hause.* Da sprach Martha zu Jesu: Herr, wenn du hier gewesen wärest, so wäre mein Bruder nicht gestorben; 22* aber auch jetzt weiß ich, daß, was irgend du von Gott bitb D. Didymus. a C. gerettet. - 183 test, Gott dir geben wird.* Je- 23 sus spricht zu ihr: Dein Bruder wird auferstehen.* Spricht 24 Martha zu ihm: Ich weiß, daß er auferstehen wird in der Auferstehung am letzten Tage.* Je- 25 sus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist;* und 26 jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird nicht sterben in Ewigkeit. Glaubst du dies?* Sie 27 spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, daß du der Christus bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen sollte.* Und 28 als sie dies gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre Schwester Maria heimlich und sagte: Der Lehrer ist da und ruft dich. * Jene steht, als sie es gehört, 29 schnell auf und geht zu ihm. * Jesus aber war noch nicht in 30 das Dorf gekommen, sondern war an dem Orte, wo Martha ihm begegnet war.* Als die 31 Juden nun, die bei ihr im Hause waren und sie trösteten, ſahen, daß Maria schnell aufstand und hinausging, folgten sie ihr nach und sagten: Sie geht zur Gruft, auf daß sie daselbst weine.* Als 32 nun Maria dahin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie ihm zu Füßen und sprach zu ihm: Herr, wenn du hier gewesen wärest, so wäre mein Bruder nicht gestorben.* Jesus 33 nun, als er sie weinen sah, 184 und die Juden weinen, die mit ihr gekommen waren, seufzte tief a im Geiste und erschütterte 34 sich b* und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sagen zu ihm: Herr, komm und siehe! 35* Jesus vergoß Thränen.* Da Johannes 11. ßen und Händen mit Grabtüchern, und sein Gesicht war mit einem Schweißtuch umbunden. Jesus spricht zu ihnen: Löset ihn auf und lasset ihn gehen. Viele nun von den Juden, 45 die zu Maria gekommen waren und sahen, was er gethan hatte, glaubten an ihn.* Etliche aber 46 von ihnen gingen hin zu den Pharisäern und sagten ihnen, was Jesus gethan hatte.* Die 47 Hohenpriester nun und die Pharisäer versammelten das Synedrium und sprachen: Was thun wir? denn dieser Mensch thut viele Zeichen. Wenn wir ihn 48 also lassen, werden alle an ihn glauben, und die Römer werden kommen und sowohl unsern Ort, als auch unsre Nation wegnehmen.* Ein Gewisser 49 aber aus ihnen, Kajaphas, der jenes Jahr Hoherprieſter war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts* und überleget auch nicht, 50 daß es euch nützlich ist, daß ein Mensch für das Volk sterbe und nicht die ganze Nation umkomme.* Dies aber sagte 51 er nicht aus sich selbst, sondern da er jenes Jahr Hoherpriester war, weissagte er, daß Jeſus für die Nation sterben sollte; * und nicht für die Nation allein, 52 sondern auf daß er auch die dies gesagt hatte, rief er mit zerstreuten Kinder Gottes in starker Stimme: Lazarus, komm eins versammelte.* Von je- 53 44 heraus!* Und der Verstorbene nem Tage an ratschlagten sie kam heraus, gebunden an Fü- nun miteinander, daß sie ihn a O. war heftig bewegt.- b O. betrübte sich. sprachen die Juden: Siehe, wie 37 lieb hat er ihn gehabt!* Etliche aber von ihnen sagten: Konnte dieser, der die Augen des Blinden aufthat, nicht machen, daß auch dieser nicht gestorben wäre? 38* Jesus nun, wiederum tief in sich selbst seufzend, a kommt zur Gruft. Es war aber eine Höhle, 39 und ein Stein lag darauf.* Jesus spricht: Nehmet den Stein weg. Die Schwester des Verstorbenen, Martha, spricht zu ihm: Herr, er stinkt schon, denn 40 er ist vier Tage hier.* Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glauben würdest, so würdest du die Herr41 lichkeit Gottes sehen?* Sie nahmen nun den Stein weg. Jesus aber hob die Augen auf wärts und sprach: Bater, ich danke dir, daß du mich erhört 42 haft.* Ich aber wußte, daß du mich allezeit erhörst; doch um der Volksmenge willen, die umhersteht, habe ich's gesagt, auf daß sie glauben, daß du 43 mich gesandt hast.* Und als er Johannes 11. 12. 54 töteten.* Jesus nun wandelte Iskariot, der ihn überliefern nicht mehr frei öffentlich unter den Juden, sondern ging von dannen hinweg in die Gegend nahe bei der Wüste in eine Stadt, genannt Ephraim, und verweilte daſelbst mit den Jüngern. sollte:* Warum ist diese Salbe 5 nicht für dreihundert Denare verkauft und den Armen gegeben worden?* Er sagte dies 6 aber, nicht weil er für die Armen besorgt war, sondern weil er ein Dieb war und die Kaſſe hatte und trug, e was hineingelegt ward.* Da sprach Jesus: 7 Laß sie; sie hat es auf den Tag meines Begräbnisses d aufbewahrt;* denn die Armen habt 8 ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr nicht allezeit. 55 Es war aber nahe das Passah der Juden, und viele aus dem Lande gingen hinauf nach Jerusalem vor dem Passah, auf 56 daß sie sich reinigten.* Sie suchten nun Jesum und sprachen, im Tempel a stehend, unter einander: Was dünkt euch, daß er nicht auf das Fest kommt? 57* Es hatten aber die Hohenpriester und die Pharisäer Befehl gegeben, daß, wenn jemand wisse, wo er sei, er es anzeige, damit sie ihn griffen. 12 Jesus nun kam sechs Tage vor dem Passah nach Bethanien, wo Lazarus war, der Gestorbene, den Jesus aus den 2 Toten auferweckt hatte.* Sie machten ihm nun daselbst ein Abendessen, und Martha diente; Lazarus aber war einer von denen, die mit ihm zu Tische 3 lagen.* Da nahm Maria ein Pfund Salbe von echter, b sehr kostbarer Narde und salbte die Füße Jesu und trocknete seine Füße mit ihren Haaren. Das Haus aber ward von dem Ge4 ruch der Salbe erfüllt.* Es sagte nun einer von seinen Jüngern, Judas, Simons Sohn, der 185 Eine große Volksmenge nun 9 aus den Juden wußte, daß er daselbst sei; und sie kamen, nicht um Jesu willen allein, sondern auch daß sie den Lazarus sähen, den er aus den Toten auferweckt hatte.* Die Hohenpriester aber 10 ratschlagten, auf daß sie auch den Lazarus töteten,* weil viele von 11 den Juden um seinetwillen hingingen und an Jeſum glaubten. Des folgenden Tages, als 12 eine große Volksmenge, die zu dem Feste gekommen war, hörte, daß Jesus nach Jerusalem komme,* nahmen sie Palmen= 13 zweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und schrieen: Hosanna! Gepriesen e sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König Israels!* Jesus 14 aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie geschrieben steht:*„ Fürchte dich 15 - a die Gebäude.-b O. flüssiger.- e. wegnahm. d Eig. meiner Einbalsamirung.- e. Bejegnet. 186 nicht, Tochter Zion! siehe, dein König kommt, sitzend auf dem 16 Füllen einer Eselin." a* Dies [ aber] verstanden seine Jünger zuerst nicht, sondern als Jesus verherrlicht war, dann erinnerten sie sich, daß dies von ihm geschrieben war und sie ihm 17 dies gethan hatten.* Es bezeugte nun die Volksmenge, die bei ihm war, daß b er Lazarus aus dem Grabe gerufen und ihn aus den Toten auferweckt 18 habe.* Darum ging ihm auch die Volksmenge entgegen, weil sie hörten, daß er dieses Zeichen 19 gethan hatte.* Da sprachen die Johannes 12. с allein; wenn es aber stirbt, so bringt es viele Frucht.* Wer 25 sein Leben liebt, wird es verlieren; und wer sein Leben in dieser Welt haßt, wird es zum ewigen Leben bewahren.* Wenn 26 mir jemand dient, der folge mir nach, und wo ich bin, da wird auch mein Diener sein. Wenn mir jemand dient, den wird mein Vater ehren.* Jetzt 27 ist meine Seele bestürzt, und was soll ich sagen? Vater, rette mich aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde gekommen.* Vater, verherrliche 28 deinen Namen! Da kam eine Pharisäer zu einander: Sehet Stimme aus dem Himmel: Ich ihr, daß ihr gar nichts ausrich- habe ihn verherrlicht und wertet? Siehe, die Welt ist ihm de ihn wiederum verherrlichen. nachgegangen. * Die Volksmenge nun, die da- 29 stand und zuhörte, sagte, es habe gedonnert; andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet.* Je- 30 sus antwortete und sprach: kamen zu Philippus, dem von Nicht um meinetwillen ist diese Bethsaida in Galiläa, und ba- Stimme geschehen, sondern um ten ihn und sagten: Herr, wir euertwillen.* Jetzt ist das Ge- 31 22 wollen Jesum sehen.* Philip- richt dieser Welt; jetzt wird der pus kommt und sagt es Andre- Fürst dieser Welt ausgeworfen as,[ und wiederum] kommt An- werden.* Und ich, wenn ich 32 dreas und Philippus, und sie erhöht bin von der Erde, wer23 sagen es Jesu.* Jesus aber de alle zu mir ziehen.*( Dies 33 antwortete ihnen und sprach: abersagte er, andeutend, welches Die Stunde ist gekommen, daß Todes er sterben sollte.)* Die 34 der Sohn des Menschen verherr- Volksmenge antwortete ihm: 24 licht werde.* Wahrlich, wahr- Wir haben aus dem Gesetz gelich, ich sage euch: wenn das hört, daß der Christus bleibe Weizenkorn nicht in die Erde in Ewigkeit, und wie sagst du, fällt und stirbt, so bleibt es daß der Sohn des Menschen a Sach. 9, 9.- b D. Da gab die V. Zeugnis... weil.- c C. erschüttert. 20 Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkamen, auf daß sie auf dem 21 Feste anbeteten. Diese nun Johannes 12. 13. 187 Jesus aber rief und sprach: 44 Wer an mich glaubt, der glaubt nicht an mich, sondern an den, der mich gesandt hat;* und wer 45 mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.* Ich bin in die 46 Welt gekommen als Licht, auf daß jeder, der an mich glaubt, nicht in der Finsternis bleibe; * und wenn jemand meine Wor- 47 te hört und nicht hält, so richte ich ihn nicht, denn ich bin nicht gekommen, auf daß ich die Welt richte, sondern daß ich die Welt errette.* Wer mich verwirft und 48 meine Worte nicht annimmt, hat den, der ihn richtet: das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten an dem letzten Tage.* Denn ich habe nicht 49 aus mir selbst geredet, sondern der Vater, der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was ich reden soll;* und ich weiß, 50 daß sein Gebot ewiges Leben ist. Was ich nun rede, rede ich also, wie mir der Vater gesagt hat. chen vor ihnen gethan hatte, so 38 glaubten sie nicht an ihn,* auf daß erfüllt würde das Wort Jesaias', des Propheten, das er sprach: ,, Herr, wer hat unsrer Verkündigunga geglaubt, und wem ist der Arm des Herrn 39 geoffenbart worden?" b* Darum konnten sie nicht glauben, weil wiederum Jesaias gesagt hat: 40* ,, Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstockt, auf daß sie nicht sehen mit den Augen und verstehen mit den Herzen und sich bekehren, und ich sie 41 heile." e* Dies sprach Jesaias, weil er seine Herrlichkeit sah 42 und von ihm redete.* Dennoch glaubten auch von den Obersten viele an ihn. Doch wegen der Pharisäer bekannten sie ihn nicht, auf daß sie nicht aus der Sy43 nagoge gestoßen würden;* denn fie liebten die Ehre der Menschen mehr, als die Ehre Gottes. Vor dem Feste des Passah 13 aber, als Jesus wußte, daß seine Stunde gekommen war, daß er aus dieser Welt zu dem Vater hingehen sollte- da er die Seinigen, die in der Welt waren, geliebt hatte, liebte er sie bis ans Ende.d* Und während 2 des Abendessens, als der Teufel schon in das Herz des Judas, Simons Sohn, des Iskariot, gea C. Botschaft. b Jej. 53, 1.. .- c Jes. 6, 10.- d D. völlig, durchaus. erhöht werden müsse? Wer ist dieser, der Sohn des Menschen? 35* Jesus sprach nun zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht unter euch; wandelt, während ihr das Licht habt, auf daß nicht Finsternis euch ergreife. Und wer in der Finsternis wandelt, weiß nicht, wohin er geht. 36* Während ihr das Licht habt, glaubet an das Licht, auf daß ihr Söhne des Lichts werdet. Dieses redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen. 37 Wiewohl er aber so viele Zei 188 geben, daß er ihn überliefere 3* steht[ Jesus,] wissend, daß der Vater ihm alles in die Hände gegeben, und daß er von Gott ausgegangen war und zu 4 Gott hingehe,* von dem Abendeffen auf und legte die Oberkleider ab und nahm ein leinenes Tuch und umgürtete sich. 5* Dann gießt er Wasser in das Waschbecken und fing an, die Füße der Jünger zu waschen und mit dem leinenen Tuche abzutrocknen, womit er umgürtet 6war.* Da kommt er zu Simon Petrus, und der spricht zu ihm: Herr, du wäschest meine Füße? 7* Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich thue, weißt du jetzt nicht, du wirst es aber shernach verstehen.* Spricht Petrus zu ihm: Du sollst nimmermehr meine Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du 9 kein Teil mit mir.* Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht meine Füße allein, sondern auch die Hände und das 10 Haupt.* Jesus spricht zu ihm: Wer gebadeta ist, hat nicht nötig, als nur sich die Füße zu waschen, sondern ist ganz rein; und ihr seid rein, aber nicht 11 alle.* Denn er kannte den, der ihn überlieferte; darum sagte er: Ihr seid nicht alle rein. 12 Johannes 13. wiederum zu Tische und sprach zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch gethan habe?* Ihr heißet 13 mich Lehrer und Herr, und ihr saget recht, denn ich bin's. * Wenn nun ich, der Herr und 14 der Lehrer, eure Füße gewaschen habe, so seid auch ihr schuldig, einander die Füße zu waschen. * Denn ich habe euch ein Bei- 15 spiel gegeben, auf daß, gleichwie ich euch gethan, auch ihr thuet.* Wahrlich, wahrlich, ich 16 sage euch: Ein Knecht ist nicht größer, als sein Herr, noch ein Gesandter größer, als der ihn gesandt hat.* Wenn ihr dies 17 wisset, glückselig seid ihr, wenn ihr's thuet.* Ich rede nicht von 18 euch allen: ich weiß, welche ich auserwählt habe; aber auf daß die Schrift erfüllt werde: ,, Der mit mir das Brot ißt, hat seine Ferse wider mich aufgehoben." e * Von jetzt an sage ich es euch, 19 ehe es geschieht, auf daß ihr, wenn es geschieht, glaubet, daß ich es bin.* Wahrlich, wahr- 20 lich, ich sage euch: Wer den aufnimmt, den irgend ich senden. werde, nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, nimmt den auf, der mich gesandt hat. Als Jesus dies gesagt hatte, 21 ward er erschüttert im Geiſte und bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, daß Als er nun ihre Füße ge- einer von euch mich überliefern waschen und seine Oberkleider wird.* Da blickten die Jünger 22 genommen hatte, legte er sich einander an, zweifelnd, von a C. ganz gewaschen.- b B. Sklave.- c ₁. 41, 9. Johannes 13. 14. 189 wie ich den Juden sagte: Wo ich hingehe, könnet ihr nicht hinkommen, ſo sage ich jetzt auch euch.* Ein neues Gebot gebe 34 ich euch, daß ihr einander liebet, auf daß, gleichwie ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebet.* Daran werden alle er- 35kennen, daß ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe unter einander habt.* Simon Petrus 36 spricht zu ihm: Herr, wo gehst du hin? Jesus antwortete ihm: Wo ich hingehe, kannst du mir jetzt nicht folgen; du wirst mir aber später folgen.* Petrus 37 spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht folgen? Mein Leben will ich für dich lassen.* Jesus antwortet: Dein 38 Leben willst du für mich lassen? Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Der Hahn wird nicht krähen, bis du mich dreimal verleugnet hast. 23 wem er rede.* Einer aber von seinen Jüngern, den Jesus liebte, lag zu Tische in dem Schoße 24 Jesu.* Diesem nun winkt Simon Petrus, damit er forschen möchte, wer es wohl wäre, von 25 welchem er rede.* Jener aber, sich an die Brust Jesu lehnend, spricht zu ihm: Herr, wer ist's? 26* Jesus antwortete: Jener ist's, dem ich den Bissen, wenn ich ihn eingetunkt habe, geben werde. Und als er den Bissen eingetunft, giebt er ihn dem Judas, Simons Sohn, dem Iskariot. 27* Und nach dem Bissen fuhr alsdann der Satan in ihn. Jesus spricht nun zu ihm: Was duthust, 28 thue schnell.* Niemand aber von den zu Tische Liegenden verstand, 29 wozu er ihm dies sagte.* Denn etliche meinten, weil Judas die Kasse hatte, daß Jesus zu ihm sage: Kaufe, was wir für das Fest bedürfen, oder daß er den 30 Armen etwas geben sollte.* Als nun jener den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. Es war aber Nacht. 31 Als er nun hinausgegangen war, spricht Jesus: Jetzt ist der Sohn des Menschen verherrlicht, a und Gott ist verherr32 lichta in ihm.* Wenn Gott verherrlichta ist in ihm, so wird auch Gott ihn verherrlichen in sich selbst, und alsbald wird er 33 ihn verherrlichen.* Kinder, noch eine kleine Zeit bin ich bei euch; ihr werdet mich suchen, und, a Eig. ist verherrlicht worden. b D. erschüttert. Euer Herz werde nicht be- 14 stürzt.b Ihr glaubet an Gott, glaubet auch an mich.* In dem 2 Hause meines Vaters sind viele Wohnungen; wenn es nicht so wäre, würde ich's euch gesagt haben; denn ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.* Und 3 wenn ich hingegangen und euch eine Stätte bereitet habe, so komme ich wieder und will euch zu mir nehmen, auf daß, wo ich bin, auch ihr seid.* Und 4 wo ich hingehe, wisset ihr, und den Weg wisset ihr.* Thomas 5 190 Johannes 14. spricht zu ihm: Herr, wir wissen was bitten werdet in meinem nicht, wo du hingehst, und wie Namen, so will ich es thun. können wir den Weg wissen?* Wenn ihr mich liebet, so haltet 15 6* Jesus spricht zu ihm: Ich meine Gebote;* und ich werde 16 bin der Weg und die Wahrheit den Vater bitten, und er wird und das Leben. Niemand kommt euch einen andern Sachwalter b zum Vater als nur durch mich. geben, daß er bei euch sei in 7* Wenn ihr mich erkannt hättet, Ewigkeit,* den Geist der Wahr- 17 so würdet ihr auch meinen Va- heit, den die Welt nicht kann ter erkannt haben; und von empfangen, weil sie ihn nicht jetzt an erkennet ihr ihn und sieht, noch ihn kennt. Ihr habt ihn gesehen.* Philippus[ aber] kennet ihn, denn er bleibt spricht zu ihm: Herr, zeige uns bei euch und wird in euch sein. den Vater, und es genügt uns.* Ich werde euch nicht als Wai- 18 9* Jesus spricht zu ihm: So lan- sen lassen, ich komme zu euch. ge Zeit bin ich bei euch, und du* Noch ein Kleines, und die 19 hast mich nicht erkannt, Philip- Welt sieht mich nicht mehr; ihr pus? Wer mich gesehen, hat aber sehet mich: weil ich lebe, den Vater gesehen, und wie werdet auch ihr leben.* An 20 sagst du: Zeige uns den Ba- jenem Tage werdet ihr erken10 ter?* Glaubst du nicht, daß ich nen, daß ich in meinem Vater in dem Vater und der Vater bin, und ihr in mir und ich in mir ist? Die Worte, die ich in euch.* Wer meine Gebote 21 zu euch rede, rede ich nicht von hat und sie hält, der ist es, mir selbst; der Vater aber, der der mich liebt; wer aber mich in mir bleibt, a er thut die liebt, der wird von meinem 11 Werke.* Glaubet mir, daß ich Vater geliebt werden; und ich werde ihn lieben und mich selbſt ihm offenbar machen.* Spricht 22 zu ihm Judas, nicht der Isfariot: Herr, wiec ist es, daß du dich uns offenbar machen willst, und nicht der Welt?* Je- 23 sus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so wird er mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.* Wer mich nicht liebt, 24 Tröster.- c O. was. in dem Vater und der Vater in mir ist; wenn aber nicht, so glaubet mir um der Werke selbst 12 willen.* Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke thun, die ich thue, und wird größere als dieſe thun, weil ich zum 13 Vater gehe.* Und was irgend ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich thun, auf daß der Vater verherrlicht werde 14 in dem Sohne.* Wenn ihr eta O. wohnt.- b O. Fürsprecher, Johannes 14. 15. hält meine Worte nicht; und er, auf das Wort, das ihr höret, ist nicht mein, sondern des Vaters, 25 der mich gesandt hat.* Dies habe ich zu euch geredet, als 26 ich bei euch blieb.a* Der Sachwalter aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt 27 habe.* Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; nicht wie die Welt giebt, gebe ich euch. Euer Herz sei nicht bestürzt, b auch nicht furchtsam. 28* Jhr habt gehört, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und ich komme zu euch. Wenn ihr mich liebtet, so würdet ihr euch freuen, daß ich zum Vater gehe; denn[ mein] Vater ist größer 29 als ich.* Und jetzt habe ich's euch gesagt, ehe es geschieht, auf daß, wenn es geschieht, 30 ihr glaubet.* Ich werde nicht mehr vieles mit euch reden, denn der Fürst der Welt kommt 31 und hat nichts in mir;* aber auf daß die Welt erkenne, daß ich den Vater liebe und also thue, wie mir der Vater geboten hat. Stehet auf, lasset uns von hinnen gehen. 15 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der 2 Ackerbauer.* Jede Rebe in mir, die nicht Frucht bringt, die nimmt er weg; und jede, die Frucht bringt, die reinigt 191 daß sie mehr Frucht bringe.* Jhr seid schon rein 3 um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.* Bleibet 4 in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe nicht von sich selbſt Frucht bringen kann, sie bleibe denn im Weinstock, also auch ihr nicht, ihr bleibet denn in mir. Ich bin der Weinstock, 5 ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, dieser bringt viel Frucht, denn außer mir könnet ihr nichts thun. * Wenn jemand nicht in mir 6 bleibt, der wird hinausgeworfen wie die Rebe und verdorrt, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und sie verbrennen.* Wenn ihr in mir 7 bleibet und meine Worte in euch bleiben, so werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch geschehen.* Hierin wird 8 mein Vater verherrlicht, daß ihr viel Frucht bringet, und ihr werdet meined Jünger sein. * Gleichwie mich der Vater ge- 9 liebt hat, habe auch ich euch geliebt; bleibet in meiner Liebe. * Wenn ihr meine Gebote haltet, 10 so werdet ihr in meiner Liebe bleiben, gleichwie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe. * Dies habe ich euch gesagt, auf 11 daß meine Freude in euch ſei und eure Freude völlig werde. * Dies ist mein Gebot, daß ihr 12 einander liebet, gleichwie ich a O. wohnte.- b. erschüttert.- e D. an. d B. mir. 192 13 euch geliebt habe.* Größere Liebe hat niemand, als diese, daß jemand sein Leben läßt für seine 14 Freunde.* Ihr seid meine Freunde, wenn ihr alles thuet, 15 was ich euch gebiete.* Ich nenne euch nicht mehr Knechte, a denn der Knechta weiß nicht, was sein Herr thut; sondern ich habe euch Freunde genannt, weil ich alles, was ich von meinem Vater gehört, euch kund 16 gethan habe.* Ihr habt nicht mich auserwählt, sondern ich habe euch auserwählt und euch gesetzt, auf daß ihr hingehet und Frucht bringet, und eure Frucht bleibe; auf daß, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er 17 euch gebe.* Dies gebiete ich euch, daß ihr einander liebet. 18* Wenn euch die Welt haßt, so wisset, daß sie mich vor euch 19 gehaßt hat.* Wenn ihr von der Welt wäret, so würde die Welt das Ihrige lieben; weil ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, darum 20 haßt euch die Welt.* Gedenket Johannes 15. 16. des Wortes, das ich euch gesagt habe: Der Knechta ist nicht größer, als sein Herr. Wenn sie mich verfolgt haben, so werden sie auch euch verfolgen; wenn sie mein Wort gehalten haben, so werden sie auch das 21 eure halten.* Aber dies alles a B. Sklaven; Sklave. auch gehaßt.- d Pf. 69, 4. - b C. so werden sie euch thun um meines Namens willen, weil sie den nicht kennen, der mich gesandt hat.* Wenn ich nicht gekommen 22 wäre und nicht zu ihnen geredet hätte, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie feinen Vorwand für ihre Sünde. * Wer mich haßt, der haßt auch 23 meinen Vater.* Wenn ich nicht 24 die Werke gethan hätte unter ihnen, die kein andrer gethan hat, so hätten sie keine Sünde; jetzt aber haben sie gesehen und gehaßte sowohl mich, als auch meinen Vater.* Aber auf daß 25 das Wort erfüllt werde, das in ihrem Gesetz geschrieben ist: Sie haben mich ohne Ursache gehaßt." d* Wenn aber der 26 Sachwalter gekommen ist, den ich euch von dem Vater senden werde, der Geist der Wahrheit, der von dem Vater ausgeht, so wird er von mir zeugen.* Aber 27 auch ihr zeuget, weil ihr von Anfang an bei mir ſeid. " 1 Dies habe ich zu euch ge- 16 redet, auf daß ihr euch nicht ärgert.* Sie werden euch von 2 den Synagogen ausschließen; es kommt aber die Stunde, daß jeder, der euch tötet, meinen wird, Gott einen Dienst darzubringen.* Und dies werden sie 3 thun, weil sie weder den Vater noch mich erkannt haben.* Dies 4 aber habe ich zu euch geredet, auf daß, wenn ihre Stunde gewisset ihr.- c B. sowohl gesehen, als Johannes 16. kommen ist, ihr daran gedenket, daß ich es euch gesagt habe. Dies aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt, weil ich 5 bei euch war.* Jetzt aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand von euch fragt mich: Wo gehst du 6 hin?* sondern weil ich dies zu euch geredet habe, hat Traurig7 feit euer Herz erfüllt.* Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch nützlich, daß ich hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, wird der Sachwalter nicht zu euch kommen; wenn ich aber hingehe, will ich ihn zu euch ssenden.* Und wenn er gekommen ist, wird er die Welt überführen von Sünde und von Gerech9tigkeit und von Gericht.* Von Sünde, weil sie nicht an mich 10 glauben;* von Gerechtigkeit, weil ich zu[ meinem] Vater gehe, und ihr mich nicht mehr 11 sehet;* von Gericht, weil der Fürst dieser Welt gerichtet ist. Noch vieles habe ich euch zu sagen, aber ihr könnet es jetzt 13 nicht tragen.* Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, gekommen ist, wird er euch in die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht aus a sich selbst reden, sondern alles, was irgend er hören wird, wird er reden, und das Kommende wird er 14 euch verkündigen.* Er wird mich verherrlichen, denn von dem Meinen wird er empfan12 genb und euch verkündigen. * Alles, was der Vater hat, ist 15 mein; darum sagte ich, daß er es von dem Meinen empfängt e und euch verkündigen wird. * Ueber ein Kleines, und ihr 16 schauet mich nicht, und wiederum über ein Kleines, und ihr werdet mich sehen,[ weil ich zum Vater gehe].* Es sprachen nun 17 etliche von seinen Jüngern unter einander: Was ist dies, das er zu uns sagt: Ueber ein Kleines, und ihr schauet mich nicht, und wiederum über ein Kleines, und ihr werdet mich sehen, und: weil ich zum Vater gehe?* Dais sprachen sie: Was ist dies, das er sagt: Ueber ein Kleines? Wir wissen nicht, was er sagt.*[ Da] 19 erkannte Jesus, daß sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: Deswegen fraget ihr unter einander, daß ich sagte: Ueber ein Kleines, und ihr schauet mich nicht, und wiederum über ein Kleines, und ihr werdet mich sehen?* Wahrlich, wahrlich, ich 20 sage euch, daß ihr weinen und wehklagen werdet, aber die Welt wird sich freuen; ihr werdet traurig sein, aber eure Traurigkeit wird zur Freude werden. * Das Weib, wenn sie gebiert, 21 hat Traurigkeit, weil ihre Stunde gekommen ist; wenn aber das Kind geboren ist, so gedenkt sie nicht mehr der Drangsal, um der Freude willen, daß ein Mensch zur Welt geboren a. B. von.- b. O. nehmen..-c. O. nimmt. 193 13 Johannes 16. 17. 194. 22 ist.* Und ihr nun habt jetzt zwar Traurigkeit; aber ich werde euch wiedersehen, und euer Herz wird sich freuen, und eure Freude wird niemand von euch 23 nehmen.* Und an jenem Tage durch glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist.* Je- 31 sus antwortete ihnen: Glaubet ihr jetzt?* Siehe, es kommt die 32 Stunde und ist gekommen, daß ihr werdet zerstreut sein, ein jeder in das Seinige, und mich allein lassen werdet; und ich bin nicht allein, denn der Vater iſt bei mir.* Dieses habe ich zu33 werdet ihr mich nichts fragen. a Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Alles, was irgend ihr den Bater bitten werdet in meinem Namen, wird er euch geben.beuch geredet, auf daß ihr in 24* Bis jetzt habt ihr nichts gebe- mir Frieden habt. In der ten in meinem Namen. Bittet, Welt habt ihr Drangsal; aber und ihr werdet empfangen, auf seid gutes Mutes, ich habe die daß eure Freude völlig sei. Welt überwunden. 25* Dies habe ich in Gleichnissen e zu euch geredet; es kommt die Stunde, da ich nicht mehr in Gleichnissene zu euch reden, sondern euch offen von dem Va26 ter verfündigen werde.* An jenem Tage werdet ihr bitten in meinem Namen, und ich sage euch nicht, daß ich den Vater 27 für euch bitten werde;* denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr geliebt und geglaubt habt, daß ich von Gott 28 ausgegangen bin.* Ich bin von dem Vater ausgegangen und bin in die Welt gekommen; wie derum verlasse ich die Welt und gehe zum Bater. 29 Seine Jünger sprachen zu ihm: Siehe, jetzt sprichst du offen und redest kein Gleich30 nis; e* nun wissen wir, daß du alles weißt und nicht nötig hast, daß dich jemand frage; hierDies redete Jesus und hob 17 seine Augen auf gen Himmel und sprach: Bater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, auf daß dein Sohn dich verherrliche.* Gleichwie du 2 ihm Gewalt gegeben haft über alles Fleisch, auf daß alles, was du ihm gegeben, er ihnen ewiges Leben gebe.* Dies aber ist 3 das ewige Leben, daß sie dich, den allein wahren Gott, und den du gesandt hast, Jeſum Christum, erkennen.* Ich habe 4 dich verherrlicht auf der Erde; das Werk habe ich vollbracht, welches du mir gegeben hast, daß ich es thun sollte.* Und 5 nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war. Ich habe deinen Namen ge- 6 offenbart den Menschen, die du a D. bitten. b Q. wird er euch in meinem R. geben. e Eig. finnbildliche Reden. Johannes 17. mir aus der Welt gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben 7 dein Wort bewahrt.* Jetzt haben sie erkannt, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir sist;* denn die Worte, die du mir gegeben, habe ich ihnen gegeben, und sie haben sie angenommen und wahrhaftig erkannt, daß ich von dir ausgegangen bin, und haben geglaubt, 9 daß du mich gesandt hast.* Ich bitte a fürb sie; nicht bitte ich für die Welt, sondern fürb sie, die du mir gegeben hast, denn 10 sie sind dein,*( und alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, mein) und ich bin in ihnen 11 verherrlicht.* Und ich bin nicht mehr in der Welt, und diese sind in der Welt, und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du mire gegeben hast, auf daß sie eins seien, gleichwie 12 wir.* Als ich bei ihnen war, bewahrte ich sie in deinem Namen, den du mir gegeben hast; und ich habe sie behütet, und keiner von ihnen ist verloren, als nur der Sohn des Verderbens, auf daß die Schrift erfüllt werde. 13* Nun aber komme ich zu dir, und dies rede ich in der Welt, auf daß sie meine Freude völ14 lig in sich haben.* Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie gehaßt, weil sie nicht von der Welt sind, a B. frage. b in bezug auf.- 195 gleichwie ich nicht von der Welt bin.* Ich bitte nicht, daß du 15 sie von der Welt wegnehmest, sondern daß du sie bewahrest vor dem Bösen.* Sie sind nicht 16 von der Welt, gleichwie ich nicht von der Welt bin.* Hei 17 lige sie durchd die Wahrheit: dein Wort ist Wahrheit.* Gleich- 18 wie du mich in die Welt gesandt hast, habe auch ich sie in die Welt gesandt;* und ich 19 heilige mich selbst für sie, auf daß auch sie Geheiligte ſeien durchd Wahrheit.* Aber nicht 20 für diese allein bitte ich, sondern auch für die, welche durch ihr Wort an mich glauben,* auf 21 daß sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich in dir, auf daß auch sie in uns eins seien, auf daß die Welt glaube, daß du mich gesandt hast.* Und die Herrlichkeit, die 22 du mir gegeben, habe ich ihnen gegeben, auf daß sie eins seien, gleichwie wir eins sind.* Ich 23 in ihnen und du in mir, auf daß sie in eins vollendet seien, [ und] auf daß die Welt erkenne, daß du mich gesandt und sie geliebt, gleichwie du mich geliebt hast.* Vater, ich will, daß 24 die, welche du mir gegeben hast, auch bei mir seien, wo ich bin, auf daß sie meine Herrlichkeit schauen, die du mir gegeben, denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt.* Ge= 25 rechter Bater!- und die Welt e O. in dem du sie mir. 1 d O. in. 13* Johannes 17. 18. 196 hat dich nicht erkannt; ich aber habe dich erkannt, und diese haben erkannt, daß du mich 26 gesandt haft.* Und ich habe ihnen deinen Namen kundgethan und werde ihn kundthun, auf daß die Liebe, womit du mich geliebt, sei in ihnen und ich in ihnen. laſset diese gehen;* auf daß er- 9 füllt würde das Wort, das er sprach: Von denen, die du mir gegeben hast, habe ich keinen verloren.* Simon Petrus nun, 10 der ein Schwert hatte, zog es und schlug den Knechta des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab. Der Name aber des Knechtes a war Malchus. * Da sprach Jesus zu Petrus: 11 Stecke das Schwert in die Scheide! Den Kelch, den mir der Vater gegeben, soll ich den nicht trinken? 18 Als Jesus dies geredet hatte, ging er mit seinen Jüngern hinaus über den Bach Kidron, wo ein Garten war, in welchen er hineinging, er und seine Jün2ger.* Aber auch Judas, der ihn überlieferte, wußte den Ort, Die Schar nun und der 12 weil Jesus sich oft daselbst ver- Obersteb und die Diener der ſammelte mit seinen Jüngern. Juden nahmen Jesum und 3* Als nun Judas die Schar und banden ihn* und führten ihn 13 von den Hohenpriestern und zuerst hin zu Annas; denn er Pharisäern Diener genommen war Schwiegervater des Kahatte, kommt er dahin mit Leuch- japhas, der jenes Jahr Hoherten und Fackeln und Waffen. priester war.* Kajaphas aber 14 4* Jesus nun, der alles wußte, war es, der den Juden geraten was über ihn kommen würde, hatte, es sei nützlich, daß ein ging hinaus und sprach zu ih- Mensch für das Volk sterbe. 5 nen: Wen suchet ihr?* Sie ant-* Simon Petrus aber folgte Je- 15 worteten ihm: Jesum, den Na- su nach und der andere Jünger.. zaräer. Spricht Jesus zu ih- Dieser Jünger aber war dem nen: Ich bin's. Aber auch Ju- Hohenpriester bekannt und ging das, der ihn überlieferte, stand mit Jesu hinein in den Hof des 6 bei ihnen.* Als er nun zu ihnen sagte: Ich bin's, wichen sie zurück und fielen zu Boden. 7* Da fragte er sie wiederum: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesum, den Nazaräer. 8* Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, daß ich es bin; wenn ihr nun mich suchet, so a B. Sklaven. b B. Chiliarch.( S. Mart. 6, 21.) Hohenpriesters.* Petrus aber 16 stand an der Thür draußen. Da ging der andere Jünger, der dem Hohenprieſter bekannt war, hinaus und sprach mit der Thürhüterin und führte Petrus hinein.* Da spricht die 17 Magd, die Thürhüterin, zu Petrus: Bist du auch einer von Johannes 18. den Jüngern dieses Menschen? Petrus das Ohr abgehauen 18 Er sagt: Ich bin's nicht.* Es standen aber die Knechte a und die Diener, die ein Kohlenfeuer angemacht hatten, weil es falt war, und wärmten sich; Petrus aber stand auch bei ihnen und 19 wärmte sich.* Der Hohepriester hatte: Sah ich dich nicht in dem Garten bei ihm?* Da leug- 27 nete Petrus wiederum; und alsbald krähte der Hahn. Sie führen nun Jesum von 28 Kajaphas in das Prätorium; es war aber frühmorgens. Und nun fragte Jesum über seine sie gingen nicht in das PrätoJünger und über seine Lehre. rium hinein, auf daß sie sich 20* Jesus antwortete ihm: Ich nicht verunreinigten, sondern habe öffentlich geredet zu der Welt; ich habe allezeit gelehrt in der Synagoge und in dem Tempel, b wo alle Juden zuſammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet; 21* was fragst du mich? Frage die, welche gehört, was ich zu ihnen geredet habe; siehe, diese wissen, was ich gesagt habe. 22* Als er aber dies gesagt, gab einer der Diener, der dabeistand, Jesu einen Backenstreich und sagte: Antwortest du also dem 23 Hohenpriester?* Jesus antwordas Passah essen möchten.* Pi- 29 latus ging nun zu ihnen hinaus und sprach: Welche Anklage bringet ihr wider diesen Menschen?* Sie antworteten und 30 sprachen zu ihm: Wenn dieser nicht ein Uebelthäter wäre, würden wir ihn dir nicht überliefert haben.* Da sprach Pilatus zu 31 ihnen: Nehmet ihr ihn und richtet ihn nach euerm Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Es ist uns nicht erlaubt, jemanden zu töten;* auf daß das 32 Wort Jesu erfüllt würde, das er sprach, anzeigend, welches Todes er sterben sollte.* Pila- 33 tus ging nun wieder hinein in das Prätorium und rief Jesum und sprach zu ihm: Bist du der König der Juden?* Jesus 34 antwortete[ ihm]: Redest du dies aus dir selbst, oder haben dir andere von mir geſagt? * Pilatus antwortete: Bin ich 35 ein Jude? Deine Nation und die Hohenpriester haben dich ten a des Hohenpriesters, der mir überliefert; was hast du ein Verwandter dessen war, dem gethan?* Jesus antwortete: 36 tete ihm: Habe ich übel geredet, so gieb Zeugnis von dem Uebel; wenn aber recht, was schlägst 24 du mich?* Annas nun hatte ihn gebunden zu Kajaphas, dem Hohenpriester, gesandt. e Simon Petrus aber stand und wärmte sich. Da sprachen sie zu ihm: Bist du auch einer von seinen Jüngern? Er leugnete und sprach: Ich bin's nicht. 26* Es spricht einer von den Knecha B. Sklaven. b die Gebäude.- e C. sandte ihn. 25 197 198 Johannes 18. 19. Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wenn mein Reich von dieser Welt wäre, so hätten meine Diener gekämpft, auf daß ich den Juden nicht überliefert würde; jetzt aber ist mein Reich 37 nicht von hier.* Da sprach Pilatus zu ihm: Du bist also ein König? Jesus antwortete: Du sagst es, daß ich ein König bin; ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, auf daß ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme. 38* Pilatus spricht zu ihm: Was ist Wahrheit? Und als er dies gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld 39 an ihm;* ihr habt aber eine Gewohnheit, daß ich euch einen losgebe an dem Passah. Wollt ihr nun, daß ich euch den König 40 der Juden losgebe?* Da schrieen wiederum alle und sagten: Nicht diesen, sondern den Bärabbas! Barabbas aber war ein Räuber. 19 Dann nahm nun Pilatus 2 Jesum und geißelte ihn.* Und die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten fie auf sein Haupt und warfen 3 ihm ein Purpurkleid um* und kamen zu ihm und sagten: Sei gegrüßt, König der Juden! und 4 gaben ihm Backenstreiche.* Und Pilatus ging wieder hinaus und spricht zu ihnen: Siehe, ich führe ihn zu euch heraus, auf daß ihr wisset, daß ich keine Schuld an ihm finde.* Jesus 5 nun ging hinaus, die Dornenfrone und das Purpurkleid tragend. Und er spricht zu ihnen: Siehe, der Mensch!* Als ihn 6 nun die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und sagten: Kreuzige, freuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin und kreuziget ihn, denn ich finde keine Schuld an ihm.* Die Juden antwor- 7 teten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach[ unserm] Gesetz muß er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.* Als nun Pilatus dieses s Wort hörte, fürchtete er sich noch mehr* und ging wieder 9 hinein in das Prätorium und spricht zu Jesu: Wo bist du her? Jesus aber gab ihm keine Antwort.* Pilatus nun spricht 10 zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Gewalt habe, dich loszugeben, und Gewalt habe, dich zu freuzigen?* Jesus antwortete: Du 11 hättest keine Gewalt wider mich, wenn sie dir nicht von oben gegeben wäre; darum hat der, welcher mich dir überliefert hat, größere Sünde.* Von 12 da an suchte Pilatus ihn loszugeben. Die Juden aber schrieen und sagten: Wenn du diesen losgiebst, so bist du des Kaisers Freund nicht; jeder, der sich selbst zum Könige macht, spricht wider den Kaiser.* Pilatus 13 Johannes 19. nun, als er diese Worte gehört, führte Jesum hinaus und setzte sich auf den Richterstuhl an einen Ort, genannt Steinpflaster, auf hebräisch aber Gabbatha. 14* Es war aber Rüsttag des Passah; es war um die sechste Stunde. Und er spricht zu den Juden: Siehe, euer König! 15* Sie aber schrieen: Weg, weg! freuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Euern König soll ich freuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir haben keinen König als nur den Kaiser. 16* Dann überlieferte er ihnen denselben, auf daß er gekreuzigt würde. Sie aber nahmen Jesum hin und führten ihn fort. Und sein Kreuz tragend, ging er hinaus nach der Stätte, genannt Schädelstätte, die auf he18 bräisch Golgatha heißt,* wo sie ihn freuzigten, und mit ihm zwei andere, auf dieser und auf jener Seite; Jesum aber in der 19 Mitte.* Pilatus schrieb aber 17 199 Schreibe nicht: Der König der Juden; sondern daß jener gesagt hat: Ich bin König der Juden.* Pilatus antwortete: 22 Was ich geschrieben, habe ich geschrieben.* Die Kriegsknechte 23 nun, als sie Jesum gekreuzigt hatten, nahmen seine Kleider ( und machten vier Teile, einem jeden Kriegsknecht einen Teil,) und den Leibrock. Es war aber der Leibrock ohne Nat, von oben an durchweg gewebt.* Da 24 sprachen sie unter einander: Lasset uns ihn nicht zerteilen, sondern um ihn losen, wessen er sein wird; auf daß die Schrift erfüllt würde, welche spricht: Sie haben meine Kleider unter sich verteilt, und über mein Gewand haben sie das Los geworfen." b Die Kriegsknechte nun haben dies gethan. " 1 auch eine Ueberschrift und setzte sie auf das Kreuz. Es war aber geschrieben: Jesus, der Nazaräer, der König der Ju20 den. Diese Ueberschrift nun laEs standen aber bei dem 25 Kreuze Jesu seine Mutter und die Schwester seiner Mutter, Maria, des Kleopas Weib, und Maria Magdalena.* Als nun 26 Jesus die Mutter sah und den Jünger, den er liebte, dabei stehen, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, dein Sohn! sen viele von den Juden, denn* Dann spricht er zu dem Jün- 27 die Stätte, wo Jesus gekreu- ger: Siehe, deine Mutter! Und zigt wurde, war nahe bei der von jener Stunde an nahm sie Stadt; a und es war geschriehen auf hebräisch, griechisch, la21 teinisch.* Die Hohenpriester der Juden sagten nun zu Pilatus: der Jünger zu sich.c* Darnach 28 spricht Jesus, da er wußte, daß alles schon vollbracht war, auf daß die Schrift erfüllt würde: e Eig. a O. der Ort der Stadt, wo in das Seinige. ..., war nahe. bi. 22, 18. - 200 29 Mich dürftet!* Es war nun daselbst ein Gefäß voll Essig. Sie aber füllten einen Schwamm mit Essig und legten ihn um einen Ysop und brachten ihn 30 zu seinem Munde.* Als nun Johannes 19. 20. 31 Arimathia, der ein Jünger Jesu war, aber aus Furcht vor den Juden ein verborgener, den Pilatus, daß er den Leib Jesu abnehmen dürfe. Und Pilatus erlaubte es. Er kam denn und nahm den Leib Jesu ab.* Es 39 kam aber auch Nikodemus, der zuerst bei Nacht zu Jesu gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhen und Aloe, bei hundert Pfund.* Sie 40 nahmen nun den Leib Jesu und wickelten ihn in leinene Tücher mit den Spezereien, wie es bei den Juden Sitte ist, zum Begräbnis zuzubereiten.* Es war 41 aber an dem Orte, wo er gefreuzigt wurde, ein Garten, und in dem Garten eine neue Gruft, in welche noch nie jemand gelegt worden war.* Dorthin 42 nun, wegen des Rüsttags der Juden, weil die Gruft nahe war, legten sie Jesum. An dem ersten Wochentage 20 aber kommt Maria Magdalena früh, als es noch finster war, zur Gruft und sieht, daß der Stein von der Gruft weggenommen ist.* Sie läuft nun 2 und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jünger, den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn weggenommen aus der Gruft, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben.* Petrus ging 3 nun hinaus und der andere Jünger, und sie gingen zu der Jesus den Essig genommen, sprach er: Es ist vollbracht! und er neigte das Haupt und übergab den Geist. Die Juden mun baten den Pilatus, damit die Leiber nicht am Sabbath am Kreuze blieben, weil es Rüsttag war,( denn der Tag jenes Sabbaths war groß), daß ihre Beine gebrochen, und daß sie weggenommen werden 32 möchten.* Da kamen die Kriegsknechte und brachen die Beine des ersten und des andern, der 33 mit ihm gekreuzigt war.* Als sie aber zu Jesu kamen und sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine 34 nicht, sondern einer der Kriegsknechte durchbohrte mit einem Speer seine Seite, und alsbald kam Blut und Wasser hervor. 35* Und der es gesehen, hat es bezeugt, und sein Zeugnis ist wahr; und er weiß, daß er sagt, was wahr ist, auf daß auch ihr 36 glaubet.* Denn dies geschah, auf daß die Schrift erfüllt würde: ,, Kein Bein von ihm wird 37 zerbrochen werden." a* Und wiederum sagt eine andre Schrift: ,, Sie werden anschauen, in welchen sie gestochen haben." b Darnach aber bat Joseph von 38 a 2. Moj. 12, 46; ₁. 34, 20.- b Sach. 12, 10. Johannes 20. 4 Gruft.* Die beiden aber liefen zusammen, und der andere Jünger lief vor, schneller als Petrus, und kam zuerst zu der 5 Gruft.* Und sich vornüberbückend, sieht er die leinenen Tücher liegen; doch ging er 6 nicht hinein.* Es kommt nun Simon Petrus, ihm folgend, und ging in die Gruft hinein und sieht die leinenen Tücher 7liegen,* und das Schweißtuch, welches um sein Haupt war, nicht bei den leinenen Tüchern liegen, sondern besonders ein8 gewickelt an einem Orte.* Dann ging nun auch der andere Jünger hinein, der zuerst zu der Gruft kam, und sah und glaubte. 9* Denn sie wußten die Schrift noch nicht, daß er aus den To10 ten auferstehen mußte.* Es gingen nun die Jünger wieder heim. 11 201 * Jesus spricht zu ihr: Weib, 15 warum weinst du? Wen suchst du? Sie, meinend, es sei der Gärtner, spricht zu ihm: Herr, hast du ihn weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, und ich werde ihn wegholen.* Jesus spricht zu ihr: 16 Maria! Sie wendet sich um und spricht zu ihm auf hebräisch: Rabbuni! das heißt: Lehrer. * Jesus spricht zu ihr: Rühre 17 mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu[ meinem] Vater. Gehe aber hin zu meinen Brüdern und sprich zu ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu enerm Vater, und zu meinem Gott und zu euerm Gott.* Maria Mag- 18 dalena kommt und verkündigt den Jüngern, daß sie den Herrn gesehen, und er dies zu ihr geſagt habe. Als es nun Abend war an 19 jenem Tage, dem ersten der Woche, und die Thüren, wo die Jünger waren, aus Furcht vor den Juden verschlossen, fam Jesus und stand in der Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch!* Und als er dies 20 gesagt, zeigte er ihnen seine Weib, warum weinst du? Sie Hände und seine Seite. Es freuspricht zu ihnen: Weil sie mei- ten sich nun die Jünger, als nen Herrn weggenommen und sie den Herrn sahen.*[ Jesus] 21 ich nicht weiß, wo sie ihn hin- sprach nun wiederum zu ihnen: 14 gelegt haben.* Als sie dies Friede euch! Gleichwie mich der gesagt, wandte sie sich zurück Vater gesandt hat, so sende ich und sieht Jesum stehen; und sie auch euch.* Und als er dies 22 wußte nicht, daß es Jesus sei. gesagt hatte, hauchte er in sie Maria aber stand bei der Gruft und weinte draußen. Als sie nun weinte, ickte sie 12vornüber in die Gruft.* Und sie sieht zwei Engel in weißen Kleidern sitzen, einen zu dem Haupte und einen zu den Füßen, wo der Leib Jesu gelegen 13 hatte.* Und jene sagen zu ihr: 202 und spricht zu ihnen: Empfan23 get den Heiligen Geist!* Welchen irgend ihr die Sünden vergebet, denen sind sie vergeben, und welchen irgend ihr sie behaltet, sind sie behalten. 24 Thomas aber, einer von den Zwölfen, genannt Zwilling, a war nicht bei ihnen, als Jesus 25 kam.* Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich sehe in seinen Händen das Mal der Nägel und lege meine Finger in das Mal der Nägel und lege meine Hand in seine Seite, 26 so werde ich nicht glauben.* Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum drinnen und Thomas mit ihnen. Da kommt Jesus, als die Thüren verschlossen waren, und stand in der Mitte und sprach: Friede 27 euch!* Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und besiehe meine Hände, und reiche deine Hand und lege sie in meine Seite, und sei nicht un28 gläubig, sondern gläubig.* Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott! 29* Spricht Jesus zu ihm: Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig, die nicht gesehen und geglaubt haben! 30 Auch viele andere Zeichen hat nun zwar Jesus vor seinen Jüngern gethan, die nicht geschrieben sind in diesem Buche. a Gr. Didymus. Johannes 20. 21. * Diese aber sind geschrieben, 31 auf daß ihr glaubet, daß Jesus der Christus ist, der Sohn Gottes, und daß ihr glaubend das Leben habet in seinem Namen. Darnach offenbarte sich Je- 21 sus wiederum den Jüngern am See Tiberias. Er offenbarte sich aber also:* Es waren 2 Simon Petrus und Thomas, genannt Zwilling, a und Nathanael, der aus Kana von Galiläa war, und die Söhne des Zebedäus und zwei andere von seinen Jüngern zusammen. Simon Petrus spricht zu ihnen: * Ich gehe hin fischen. Sie spre- 3 chen zu ihm: Auch wir gehen mit dir. Sie gingen hinaus und stiegen in das Schiff; und in jener Nacht fingen sie nichts. * Als aber schon der frühe Mor- 4 gen anbrach, stand Jesus am Ufer; doch wußten die Jünger nicht, daß es Jesus sei.* Jesus 5 spricht nun zu ihnen: Kindlein, habt ihr etwas zu essen? Sie antworten ihm: Nein.* Er 6 aber sprach zu ihnen: Werfet das Netz auf die rechte Seite des Schiffes, und ihr werdet finden. Da warfen sie es und vermochten es vor der Menge der Fische nicht mehr zu ziehen.* Da sagt jener Jünger, 7 den Jesus liebte, zu Petrus: Es ist der Herr. Simon Petrus nun, als er hörte, daß es der Herr sei, umgürtete sich mit dem Oberkleide( denn er war Johannes 21. nackend) und warf sich in den 8 See.* Die andern Jünger aber kamen in dem Schifflein( denn sie waren nicht weit vom Lande, sondern bei zweihundert Ellen) und zogen das Netz mit den 9 Fischen nach.* Als sie nun ans Land ausstiegen, sehen sie ein Kohlenfeuer liegen und Fisch 10 darauf liegen und Brot.* Jesus spricht zu ihnen: Bringet her von den Fischen, die ihr 11 jetzt gefangen habt.* Simon Petrus ging nun hinauf und zog das Netz voll großer Fische, hundert drei und fünfzig, auf das Land; und wiewohl ihrer so viele waren, zerriß das Netz 12 nicht.* Jesus spricht zu ihnen: Kommet her, frühstücket. Keiner aber von den Jüngern wagte, ihn zu fragen: Wer bist du? denn sie wußten, daß es der 13 Herr sei.* Jesus kommt und 203 Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Hüte meine Schafe.* Er spricht 17 zum dritten Mal zu ihm: Simon, Sohn Jonas', hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum dritten Mal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißt alles; du erkennst, daß ich dich lieb habe. Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe. * Wahrlich, wahrlich, ich sage 18 dir: Als du jünger warst, gürtetest du dich selbst und wandeltest, wohin du wolltest; wenn du aber alt geworden bist, so wirst du deine Hände ausstrekken, und ein andrer wird dich gürten und hinbringen, wohin du nicht willst.* Dies aber 19 sagte er, andeutend, mit welchem Tode er Gott verherrlichen sollte. Und als er dies gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach.* Petrus wandte sich 20 um und sieht den Jünger nachfolgen, den Jesus liebte, der sich auch bei dem Abendessen an seine Brust lehnte und sagte: Herr, wer ist's, der dich überliefert?* Als mun Petrus die- 21 sen sah, spricht er zu Jesu: Herr, was aber dieser?* Je- 22 sus spricht zu ihm: Wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Folge du mir nach.* Es ging 23 nun dieses Wort unter die Brüder aus: Jener Jünger stirbt nicht. Und Jesus sprach nicht nimmt das Brot und giebt es ihnen, und gleicherweise den 14 Fisch.* Dies ist schon das dritte Mal, daß sich Jesus den Jüngern offenbarte, nachdem er aus den Toten auferweckt war. 15 Als sie nun gefrühstückt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn Jonas', liebst du mich mehr als diese? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du weißt, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine 16 Lämmlein.* Wiederum spricht er zum zweiten Mal zu ihm: Simon, Sohn Jonas', liebst du mich? Er spricht zu ihm: Ja, Johannes 21. Apostelgeschichte 1. wahr ist.* Es sind aber auch 25 noch viele andere Dinge, die Jesus gethan hat, und wenn diese jedes einzeln geschrieben 24 Dieser ist der Jünger, der würden, so würde, dünkt mich, von diesen Dingen zeugt und selbst die Welt die geschriebenen der dies geschrieben hat; und Bücher nicht fassen. wir wissen, daß sein Zeugnis 204 zu ihm, daß er nicht sterbe, sondern: wenn ich will, daß er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Die Apostelgeschichte. 1 Die erste Schrifta habe ich nach nunmehr nicht vielen Taverfaßt, o Theophilus, von gen.b* Sie nun, als sie zusam- 6 allem, was Jesus anfing, bei- mengekommen waren, fragten des, zu thun und zu lehren, ihn und sagten: Herr, stellst du 2* bis zu dem Tage, da er auf- in dieser Zeit das Reich dem genommen ward, nachdem er Israel wieder her?* Er aber 7 den Aposteln, die er sich auser- sprach zu ihnen: Es ist nicht wählt, durch den Heiligen Geist eure Sache, Zeit oder Zeiten 3 Befehl gegeben hatte;* welchen er sich auch nach seinem Leiden lebendig dargestellt in vielen sichern Kennzeichen, und von ihnen gesehen worden ist während vierzig Tagen, indem er auch über die Dinge redete, die das Reich Gottes- betreffen. 4* Und als er mit ihnen versamzu wissen, die der Vater in ſeiner eignen Gewalt gesetzt hat. * Aber ihr werdet Kraft em- 8 pfangen, indem der Heilige Geist auf euch kommt; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde.* Und als er dies 9 geſagt, ward er emporgehoben, indem sie es sahen, und eine Wolke nahm ihn auf von ihren Augen hinweg. melt war, befahl er ihnen, sich nicht von Jerusalem zu entfernen, sondern die Verheißung des Vaters zu erwarten- die 5ihr von mir gehört habt;* denn Johannes taufte wohl mit Wasser, ihr aber werdet mit dem Heiligen Geiste getauft werden Und wie sie unverwandt gen 10 Himmel schauten, als er auffuhr, siehe, da standen zwei Männer in weißem Kleide bei ihnen, a O. Erzählung.- b B. nach nicht vielen diesen Tagen.- e C. des Landes. Apostelgeschichte 1. 205 11* welche auch sprachen: Männer von Galiläa, was stehet ihr und fehet hinauf gen Himmel? Dieser Jesus, der von euch in den Himmel aufgenommen ist, wird also kommen, wie ihr ihn gen Himmel habt auffahren sehen. 12* Da kehrten sie nach Jerusalem zurück von dem Berge, welcher Delberg heißt, der nahe bei Jerusalem ist, einen Sabbather 13 Weg entfernt.* Und als sie hin*( Dieser nun hat sich zwar von 18 dem Lohn der Ungerechtigkeit einen Acker erworben und ist, kopfüber gestürzt, mitten entzwei geborsten, und alle seine Eingeweide sind ausgeschüttet worden.* Und es ist allen, die 19 zu Jerusalem wohnen, kund geworden, so daß jener Acker in ihrer[ eignen] Mundart genannt worden ist: Akeldama, das ist: Blutacker).* Denn es steht im 20 eingekommen waren, stiegen sie Buche der Psalmen geschrieben: auf den Obersaal, wo sie blie- Seine Wohnung werde wüste, ben: sowohl Petrus, als Johan- und es sei niemand, der darin nes und Jakobus und Andreas, wohne," c und: ,, sein AufseherPhilippus und Thomas, Bar- amt empfange ein andrer." d tholomäus und Matthäus, Ja-* Es muß nun von den Män- 21 fobus, Alphäus' Sohn, und Si- nern, die mit uns zuſammen mon, der Eiferer, und Judas, gegangen sind in all der Zeit, 14 Jakobus' Bruder.* Diese alle in welcher der Herr Jesus bei hielten einmütig an am Gebet uns ein- und ausging,* an- 22 mit den Weibern und mit Ma- fangend von der Taufe Johanria, der Mutter Jesu, und mit nes' bis zu dem Tage, an welseinen Brüdern. chem er von uns aufgenommen wurde, einer ein Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden. * Und sie stellten zwei dar: Jo- 23 seph, genannt Barsabas, der zubenamt war Justus, und Matthias.* Und sie beteten und 24 sprachen: Du, Herr, Herzensfündiger aller, zeige an von diesen beiden den einen, den du auserwählt hast,* um zu em- 25 pfangen das Los dieses Dienstes und Apostelamtes, von welchem Judas abgewichen ist, um an seinen Ort zu gehen.* Und 26 Und in diesen Tagen stand Petrus in der Mitte der Brüder auf und sprach( es war aber eine Menge a beisammen von etwa hundertundzwanzig): 16* Brüder, bes mußte diese Schrift erfüllt werden, die der Heilige Geist durch den Mund Davids zuvor gesagt über Judas, der denen, die Jesum gegriffen haben, ein Wegweiser 17 geworden ist.* Denn er war unter uns gezählt und hat das Los dieses Dienstes empfangen. 15 a B. Menge von Namen.- b B. Männer, Brüder( ein Hebraismus.) c Pi. 69, 25.- d P. 109, 8. 206 sie gaben Lose über sie, und das Los fiel auf Matthias, und er ward zu den elf Aposteln gezählt. 2. Und als der Tag der Pfingsten erfüllt wurde, waren sie alle an einem Orte beisammen. 2* Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, wie eines rauſchenden, gewaltigen Windes, a und erfüllte das ganze 3 Haus, wo sie saßen.* Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und es setzte sich auf einen jeden von 4ihnen.* Und sie wurden alle mit dem Heiligen Geiste erfüllt und fingen an, in andern Sprachenb zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. 5 Apostelgeschichte 1. 2. Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation derer, die unter dem Himmel sind. 6* Als sich aber das Gerücht hier von verbreitete, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil ein jeder in seiner eignen 7 Mundart sie reden hörte.* Sie entsetzten sich aber alle und verwunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die sda reden, Galiläer?* Und wie hören wir sie, ein jeder in unfrer eignen Mundart, in der wir 9 geboren sind:* Parther und Meder und Elamiter, und die Bewohner von Mesopotamien und von Judäa und Kappado10 cien, Pontus und Asien,* und a D. Odems.- b C. Zungen. Phrygien und Pamphylien, Aegypten und den Gegenden von Libyen, das an Kyrene grenzt, und die hier weilenden Römer, Juden und auch Proselyten, * Kreter und Araber wie hö- 11 ren wir sie die großen Thaten Gottes in unsern Sprachen reden?* Sie entsetzten sich aber 12 alle und waren in Berlegenheit und sagten einer zum andern: Was mag dies wohl sein? * Andere aber sagten spottend: 13 Sie sind voll süßen Weins. - Petrus aber, mit den Elfen 14 aufstehend, erhob seine Stimme und redete zu ihnen: Männer von Judäa, und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, dies sei euch fund, und nehmet zu Ohren meine Worte!* denn diese 15 sind nicht trunken, wie ihr meinet, denn es ist die dritte Stunde des Tages;* sondern 16 dies ist es, was durch den Propheten Joel gesagt ist:* ,, Und 17 es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, ich werde von meinem Geiste ausgießen auf alles Fleisch, und eure Söhne und eure Töchter werden weissagen, und eure Jünglinge werden Gesichte sehen, und eure Aeltesten werden Träume träumen;* und sogar auf meine 18 Knechte und auf meine Mägde werde ich ausgießen in jenen Tagen von meinem Geiste, und sie werden weissagen.* Und ich 19 werde Wunder geben in dem e O. diese Stimme geschehen war. in T Apostelgeschichte 2. Himmel oben und Zeichen auf der Erde unten, Blut und Feuer 20 und Rauchdampf.* Die Sonne wird verwandelt werden in Finsternis und der Mond in Blut, ehe der große und herrliche 21 Taga des Herrn kommt.* Und C es wird sein, ein jeder, der irgend den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet 22 werden." b* Männer von Jsrael, höret diese Worte: Jesum, den Nazaräer, einen Mann, von Gott an euch erwiesen durch mächtige Thaten und Wunder und Zeichen, die Gott durc ihn in eurer Mitte that, wie 23 ihr selbst wisset-* diesen, über 207 * Du hast mir fund gethan 28 Wege des Lebens; du wirst mich mit Freude erfüllen mit deinem Angesicht."* Brüder, 29 es sei erlaubt, mit Freimütigkeit zu euch zu reden von dem Patriarchen David, daß er sowohl gestorben als auch begraben ist, und sein Grab ist unter uns bis auf diesen Tag.* Da 30 er nun ein Prophet war und wußte, daß Gott ihm mit einem Eide geschworen hatte, von der Frucht seiner Lenden auf seinen Thron zu setzen,* hat er vor- 31 aussehend geredet von der Auferstehung des Christus, daß er nicht im Hades zurückgelassen worden, noch sein Fleisch Verwesung gesehen hat.* Dieſen 32 Jesus hat Gott auferweckt, dessen wir alle Zeugen sind.* Da 33 er nun durch die Rechte h Gottes erhöht worden und die Verheißung des Heiligen Geiſtes vom Vater empfangen, hat er ausgegossen dieses, was ihr sehet und höret.* Denn nicht 34 David ist in die Himmel aufgefahren, sondern er sagt selbst: ,, Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,* bis ich deine Feinde 35 lege zum Schemel deiner Füße." i* Das ganze Haus Ifrael 36 wisse nun zuverlässig, daß Gott ihn sowohl zum Herrn als auch zum Christus gemacht hat, diegeben nach dem bestimmten Ratschluß und Vorkenntnis Gottes, habt ihr durch die Hand der Gesetzlosen angeheftet und um24 gebracht.* Den hat Gott auferweckt, als er die Wehen des Todes aufgelöst, wie es denn nicht möglich war, daß er von dem25 selben behalten würde.* Denn David sagt über ihn:„ Ich sah d den Herrn allezeit vor mir, denn er ist zu meiner Rechten, 26 auf daß ich nicht wante;* darum freute sich mein Herz, und meine Zunge frohlockte; ja, auch mein Fleisch wird wohnen in 27 Hoffnung,* denn du wirst meine Seele nicht zurücklassen im Hades, noch deinen Frommene hingeben, Verwesung zu sehen. a O. der große und Erscheinungs- Tag. b Joel 2, 28-32.-e B. Männer, Israeliten. d Eig. sah im voraus. e O. Heiligen. f ₁. 16, 8-11. g Wie Kap. 1, 16.- h D. zur Rechten.- i Ps. 110, 1. - 208 sen Jesus, den ihr gekreuzigt habt. Apostelgeschichte 2. 3. 37 Als sie aber das hörten, drang es ihnen durch's Herz, und sie sprachen zu Petrus und den andern Aposteln: Was sollen 38 wir thun, Brüder? a* Petrus aber[ sprach] zu ihnen: Thuet Buße, und ein jeder von euch werde getauft auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes em39 pfangen.* Denn euch ist die Verheißung und euern Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele irgend der Herr, unser Gott, herzurufen wird. 40* Und mit mehreren andern Worten bezeugte und ermahnte er sie, sagend: Rettet cuch von diesem verkehrten Geschlecht! 41* Die nun sein Wort aufnahmen, wurden getauft, und es wurden hinzugethan an jenem Tage bei dreitausend Seelen. 42 Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft, e im Brechen des Brotes und in den Gebeten. 43* Es kam aber jede Seele Furcht an, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die 44 Apostel.* Alle die Gläubigen aber waren zusammen und hat45 ten alles gemein;* und sie verkauften die Güter und die Habe und verteilten sie an alle, je nachdem irgend einer Bedürfnis hatte.* Und indem sie täglich 46. einmütig im Tempeld verharrten und zu Hause das Brot brachen, nahmen sie Speise mit Frohlocken und Einfalt des Herzens,* lobten Gott und hat- 47 ten Gunst bei dem ganzen Volfe. Der Herr aber that täglich[ zu der Versammlung] hinzu, die gerettet werden sollten. Petrus aber und Johannes 3 gingen zusammen hinauf in den Tempeld um die Stunde des Gebets, die neunte.* Und ein 2 gewisser Mann, der von seiner Mutter Leibe an lahm war, ward getragen, den sie täglich setzten an die Pforte des Tempels, genannt die schöne, um ein Almosen zu bitten von denen, die in den Tempel eingingen.* Als dieser Petrus und 3 Johannes sah, wie sie in den Tempel eintreten wollten, bat er, daß er ein Almosen empfinge.* Petrus aber, unver- 4 wandt mit Johannes auf ihn hinsehend, sprach: Siehe uns an!* Er aber gab acht auf sie, 5 in der Erwartung, etwas von ihnen zu empfangen.* Petrus 6 aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht, was ich aber habe, das gebe ich dir: In dem Namen Jesu Christi, des Nazaräers,[ stehe auf und] wandle! * Und er griff ihn bei der rechten 7 Hand und richtete ihn auf; und alsbald wurden seine Füße und a Wie Kap. 1, 16.b Eig. in Fülle od.: als wahr aufnahmen.- c D. in der 2. und in der G. der Apostel. d die Gebäude. Apostelgeschichte 3. sseine Knöchel fest.* Und aufspringend stand er und wandelte und ging mit ihnen in den Tempel, wandelnd und springend 9 und Gott lobend.* Und das ganze Volk sah ihn wandeln 10 und Gott loben;* und sie erkannten ihn, daß er der war, welcher um das Almosen an der schönen Pforte des Tempels saß; und sie waren mit Verwunderung und Erstaunen er füllt über das, was sich mit 11 ihm ereignet hatte.* Da er sich aber zu Petrus und Johannes hielt, lief das ganze Volk voll Erstaunen zu ihnen zusammen in der Säulenhalle, die Salomonshalle genannt wird. 12 Da aber Petrus es sah, antwortete er dem Volke: Männer von Israel, a was verwundert ihr euch hierüber, oder was sehet ihr unverwandt auf uns, als hätten wir aus eigner Kraft oder Frömmigkeit ihn wandeln 13 gemacht?* Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Väter, hat seinen Knecht Jesum verherrlicht, den ihr überliefert und angesichts des Pilatus verleugnet habt, als dieserb urteilte, ihn loszu14 geben.* Jhr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und gebeten, daß euch ein Mann, der ein Mörder war, ge15 schenkt würde;* den Urheber e des Lebens aber habt ihr geс 209 tötet, welchen Gott aus den Toten auferweckt hat, dessen wir Zeugen sind.* Und durch 16 Glauben an seinen Namen hat sein Name diesen, den ihr sehet und kennet, stark gemacht; und der Glaube, der durch ihn ist, hat ihm diese vollkommene Gesundheit gegeben vor euch allen. * Und jetzt, Brüder, ich weiß, 17 daß ihr in Unwissenheit gehandelt habt, gleichwie auch eure Obersten.* Gott aber hat also 18 erfüllt, was er zuvor verkündigt hat durch den Mund aller Propheten, daß sein Christus leiden sollte.* So thuet mun 19 Buße und bekehret euch, daß eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung kommen vom Angesicht des Herrn,* und er den euch zuvor- 20 verordneten Jesum Christum sende,* welchen freilich der Him- 21 mel aufnehmen muß bis zu den Zeiten der Wiederherstellung aller Dinge, wovon Gott durch den Mund seiner heiligen Propheten von jeherd geredet hat. * Schon hat Moses gesagt: 22 ,, Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euern Brüdern; ihn sollt ihr hören in allem, was irgend er zu euch reden wird.* Es wird aber sein, jede 23 Seele, die jenen Propheten nicht hören wird, wird ausgerottet werden aus dem Volke." e* Und 24 d D. die a B. Männer, Israeliten.- b B. jener.- c O. Anführer. von jeher sind.-e 5. Moj. 18, 15. 18. 19. 14 210 auch alle Propheten, von Samuel an und der Reihe nach, so viele ihrer geredet haben, haben auch diese Tage verkün25 digt.* Ihr seid die Söhne der Propheten und des Bundes, den Gott unsern Vätern verordnet hat, da er zu Abraham sprach: Und in deinem Samen werden gesegnet werden alle Geschlechter 26 der Erde." a* Euch zuerst hat Gott, als er seinen Knecht erweckte, ihn gesandt, euch zu segnen, indem er einen jeden von euch von euern Bosheiten abApostelgeschichte 3. 4. wendet. 4 Als sie aber zu dem Volke redeten, kamen die Priester und der Hauptmann des Tempels b und die Sadducäer auf sie zu, 2* die es verdroß, daß sie das Volk lehrten und in Jesu die Auferstehung aus den Toten ver3 kündigten.* Und sie legten die Hände an sie und setzten sie in Gewahrsam bis auf den Morgen, denn es war schon Abend. 4 Viele aber derer, die das Wort gehört hatten, wurden gläubig; und es ward die Zahl der Männer bei fünftauſend. 5 Es geschah aber des folgenden Tages, daß ihre Obersten und Aeltesten und Schriftgelehrten zu Jerusalem versammelt wa6ren,* und Annas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und Alexander, und so viele ihrer vom hohenpriesterlichen Geschlecht waren.* Und als sie 7 sie in ihre Mitte geſtellt, fragten sie: In welcher Kraft oder in welchem Namen habt ihr dies gethan?* Da sprach Pe= 8 trus, erfüllt mit Heiligem Geiste, zu ihnen: Oberste des Volkes und Aelteste[ von Israel]!* Wenn 9 wir heute über die Wohlthat an einem kranken Menschen verhört werden, wodurch dieser geheilt e worden ist, so sei euch allen 10 und dem ganzen Volke Israel fund, daß in dem Namen Jesu Christi, des Nazaräers, den ihr gekreuzigt, den Gott auferweckt hat aus den Toten, durch ihn dieser gesund vor euch steht. * Dieser ist der Stein, der von 11 euch, den Bauleuten, für nichts geachtet, der zum Eckstein d geworden ist.* Und es ist in kei- 12 nem andern das Heil, denn auch kein andrer Name ist unter dem Himmel, der unter den Menschen gegeben ist, in welchem wir müssen errettet werden. Als sie aber die Freimütig- 13 feit des Petrus und Johannes sahen und vernahmen, daß es ungelehrte und unkundige Leute seien, verwunderten sie sich; und sie erkannten sie, daß sie mit Jesu gewesen waren.* Und da 14 sie den Menschen, der geheilt war, bei ihnen stehen sahen, hatten sie nichts dawider zu sagen.* Als sie ihnen aber be- 15 fohlen hatten, aus dem Synea 1. Moj. 22, 18. b die Gebäude. e D. gerettet. d B. Haupt der Ecke. Apostelgeschichte 4. drium zu gehen, überlegten sie 16 miteinander und sagten:* Was sollen wir diesen Menschen thun? Denn daß wirklich ein kundbares Zeichen durch sie geschehen, ist allen offenbar, die zu Jerusalem wohnen, und wir können es nicht 17 leugnen.* Aber auf daß es nicht weiter ausgebreitet werde unter dem Volke, lasset uns sie[ ernstlich] bedrohen, daß sie nicht mehr in diesem Namen zu irgend einem der Menschen reden. 18* Und als sie sie gerufen hatten, geboten sie[ ihnen], durchaus nicht in dem Namen Jesu zu 19 reden noch zu lehren.* Petrus aber und Johannes antworteten ihnen und sprachen: Ob es vor Gott recht ist, auf euch mehr zu hören als auf Gott, urteilet 20 selbst;* denn es ist uns unmöglich, was wir gesehen und gehört haben, nicht zu reden. 21* Sie aber fügten noch Drohungen hinzu und entließen sie, indem sie nichts fanden, wie sie sie strafen möchten, um des Volkes willen; weil alle Gott verherrlichten über das, was ge22 schehen war.* Denn der Mensch war mehr als vierzig Jahre alt, an dem dieses Zeichen der Heilung geschehen war. Als sie aber entlassen waren, kamen sie zu den Fhrigen und verkündigten alles, was die Hohenpriester und die Aeltesten zu 23 211 ihnen gesagt hatten.* Als diese 24 es aber hörten, erhoben sie einmütig die Stimme zu Gott und sprachen: Herrscher, du biſt der Gott], der gemacht hat den Himmel und die Erde und das Meer und alles, was in ihnen ist;* der du durch den Mund 25 Davids, deines Knechtes, geſagt hast: a ,, Warum tobten die Nationen, und sannen Eitles die Völker?* Die Könige der Erde stan- 26 den auf, und die Obersten sammelten sich wider den Herrn und wider seinen Christus." b* Denn 27 in dieser Stadt sind in Wahrheit versammelt wider deinen heiligen Knecht Jesum, den du gesalbt hast, sowohl Herodes als Pontius Pilatus mit den Nationen und den Völkern Israels, * zu thun alles, was deine Hand 28 und dein Ratschluß zuvor bestimmt hat, daß es geschehen sollte.* Und nun, Herr, siehe 29 an ihre Drohungen und gieb deinen Knechten, dein Wort zu reden mit aller Freimütigkeit, * indem du deine Hand ausstreckst 30 zur Heilung, und daß Zeichen und Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Knechtes Jesu.* Und als sie gebetet hat- 31 ten, bewegte sich die Stätte, wo sie versammelt waren; und sie wurden alle mit dem Heiligen Geiste erfüllt und redeten das Wort Gottes mit Freimütigkeit. a Viell. ist hier nach vielen Handschriften zu lesen: Der du durch den Heiligen Geist durch den Mund Tavids, unsers Vaters, deines Knechtes, gesagt haft. b ₁. 2, 1. 2.- c B. Sklaven. 14* 212 32 Die Menge aber derer, die gläubig geworden, war ein Herz und eine Seele; a und auch nicht einer sagte, daß etwas von seiner Habe sein eigen wäre, sondern es war ihnen 33 alles gemein.* Und mit großer Kraft gaben die Apostel Zeugnis von der Auferstehung des Herrn Jesu; und große Gnade 34 war auf ihnen allen.* Denn es war auch keiner dürftig unter ihnen, denn so viele ihrer Besitzer von Aeckern oder Häusern waren, verkauften sie und brachten den Preis des Verkauften 35* und legten ihn zu den Füßen der Apostel; es wurde aber einem jeden ausgeteilt, so wie irgend einer Bedürfnis hatte. Joseph aber, der von den Aposteln Barnabas zubenamt wurde,( was verdolmescht ist: Sohn des Trostes) ein Levit, 37 ein Cyprier von Geburt,* der einen Acker besaß, verkaufte ihn, brachte das Geld und legte es zu den Füßen der Apostel. 5 Ein gewisser Mann aber, mit Namen Ananias, mit Sapphira, seinem Weibe, verkaufte ein Gut 2* und schaffte von dem Kaufpreis beiseite, wovon auch das Weib wußte, und brachte einen gewissen Teil und legte ihn zu 3 den Füßen der Apostel.* Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfüllt, daß du den Heiligen Geist belogen und von dem dies hörten. a B. Das Herz u. die Seele derer... war eins. 36 Apostelgeschichte 4. 5. Kaufpreis des Feldes beiſeite geschafft hast?* Blieb es nicht 4 dein, wenn es so blieb? und als es verkauft war, war es nicht in deiner Gewalt? Was ist's, daß du diese That vorgenommen hast in deinem Herzen? Nicht Menschen hast du gelogen, sondern Gott.* Als aber Ananias 5 diese Worte hörte, fiel er hin und verschied. Und es kam große Furcht über alle, die es hörten. * Die Jünglinge aber standen 6 auf, bereiteten ihn zum Begräbnis und trugen ihn hinaus und begruben ihn.* Es geschah 7 aber nach Verlauf von etwa drei Stunden, da kam auch sein Weib herein, nicht wissend, was geschehen war.* Petrus aber 8 antwortete ihr: Sage mir, ob ihr für so viel das Feld hingegeben habt? Sie aber sprach: Ja, für so viel.* Petrus aber 9 [ sprach] zu ihr: Was ist's, daß ihr übereingekommen seid, den Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Füße derer, die deinen Mann begraben haben, sind an der Thür und werden dich hinaustragen.* Sie fiel aber 10 alsbald zu seinen Füßen hin und verschied. Und als die Jünglinge hereinkamen, fanden fie sie tot und trugen sie fort und begruben sie bei ihrem Manne.* Und es kam große 11 Furcht über die ganze Versammlung und über alle, die Apostelgeschichte 5. 12 Aber durch die Hände der Apostel geschahen viele Zeichen und Wunder unter dem Volke; ( und sie waren alle einmütig in der Säulenhalle Salomons. 13* Von den übrigen aber wagte keiner, sich ihnen anzuschließen, sondern das Volk erhob sie. 14* Aber um so mehr Gläubige wurden dem Herrn hinzugethan, a eine Menge, sowohl Män15 ner als Weiber;)* so daß sie die Kranken auf die Straßen hinaustrugen und auf Betten und Lager legten, auf daß, wenn Petrus käme, auch nur sein Schatten einen von ihnen über16 schatten möchte.* Es kam aber auch die Volksmenge der umliegenden Städte nach Jerusalem zusammen, und sie brachten Kranke und die von unreinen Geistern geplagt waren, welche alle geheilt wurden. 17 213 pel und lehrten. Der Hohepriester aber kam herzu und die mit ihm waren, und sie beriefen das Synedrium und die ganze Weltestenschaft der Söhne Israels zusammen und sandten nach dem Gefängnis, daß sie herbeigeführt würden.* Als aber 22 die Diener hinkamen, fanden sie sie nicht in dem Gefängnis, und sie kehrten zurück und erzählten * und sagten: Wir fanden das 23 Gefängnis mit aller Sicherheit verschlossen und die Wachen an den Thüren stehen; als wir aber aufgemacht hatten, fanden wir niemanden darin.* Als 24 aber[ der Priester und] der Hauptmann des Tempels und die Hohenpriester diese Worte hörten, waren sie über sie in Verlegenheit, was dies doch werden möchte.* Es kam aber 25 einer und verkündigte ihnen: Siehe, die Männer, die ihr ins Gefängnis gesetzt habt, sind im Tempel, stehen und lehren das Volk.* Da ging der Haupt- 26 mann mit den Dienern hin und führte sie herbei, nicht mit Gewalt, denn sie fürchteten das Volk, daß sie nicht gesteinigt würden.* Sie führten sie aber 27 herbei und stellten sie in das Synedrium; und der Hohepriester befragte sie* und sprach: 28 Wir haben euch strenge geboten, in diesem Namen nicht zu lehaber gehört hatten, gingen sie ren; und siehe, ihr habt Jerudes Morgens früh in den Tem- salem erfüllt mit eurer Lehre Der Hohepriester aber stand auf und alle, die mit ihm waren, das ist die Sekte der Sadducäer, und wurden von Eifer 18 erfüllt;* und sie legten die Hände an die Apostel und setzten sie in öffentlichen Gewahrsam. 19* Aber ein Engel des Herrn öffnete des Nachts die Thüren des Gefängnisses, und als er sie 20 hinausführte, sprach er:* Gehet hin und stehet und redet in dem Tempelb zu dem Volke alle Wor21 te dieses Lebens!* Als sie es a D. Gläubige an den Herrn wurden hinzug.- b die Gebäude. 214 Apostelgeschichte 5. 6. und wollt das Blut dieses Men- Galiläer, in den Tagen der 29 schen auf uns bringen.* Petrus Einschreibung, und machte viel und die Apostel aber antwor- Volks abfällig sich nach; auch teten und sprachen: Man muß dere kam um, und alle, so viele Gott mehr gehorchen als Men- ihm Gehör gaben, wurden zer30schen.* Der Gott unsrer Väter streut.* Und jetzt sage ich euch: 38 hat Jesum auferweckt, den ihr ermordet, da ihr ihn an ein 31 Holz aufgehängt habt.* Diesen hat Gott zum Führer und Heiland erhöht durch seine Rechte, a um Ifracl Buße und Vergebung 32 der Sünden zu geben.* Und wir sind[ seine] Zeugen von diesen Dingen, aber auch der Heilige Geist, welchen Gott denen gegeben hat, die ihm gehorchen. Sie aber, als sie es hörten, wurden durchbohrte und rat34 schlagten, sie zu töten.* Es stand aber in dem Synedrium ein gewisser Pharisäer auf, mit Namen Gamaliel, ein Gesetzgelehrter, angesehen beim ganzen Volke, und befahl, die Männer eine kurze Zeit hinauszuthun. 35* Und er sprach zu ihnen: Männer von Israel, d sehet euch vor dieser Menschen halben, was ihr 36 thun wollt.* Denn vor diesen Tagen stand Theudas auf und ſagte, daß er selbst etwas sei, dem eine Anzahl Männer, bei vierhundert, anhing; der ist getötet worden, und alle, so viele ihm Gehör gaben, sind zerstreut 37 und zu nichte geworden.* Nach diesem stand Judas auf, der 33 stehet ab von diesen Menschen und lasset sie, denn wenn dieser Rat oder dieses Werk aus Menschen ist, so wird es zu Grunde gehen;* wenn es aber aus Gott 39 ist, so könnet ihr sie nicht zu Grunde richten: damit ihr nicht gar als Widerstreiter Gottes erfunden werdet.* Und sie gaben 40 ihm Gehör; und als sie die Apostel zu sich gerufen und sie geschlagen hatten, geboten fie ihnen, nicht in dem Namen Jesu zu reden, und entließen sie. * Sie nun gingen von dem An- 41 gesicht des Synedriums hinweg, sich freuend, daß sie gewürdigt worden, um des Namens willen Schmach zu leiden;* und jeden 42 Tag, in dem Tempel und in den Häusern, hörten sie nicht auf, zu lehren und Jesum als den Christus zu verkündigen.f In diesen Tagen aber, als 6 die Jünger sich vermehrten, entstand ein Murren der Hellenisten gegen die Hebräer, weil ihre Witwen übersehen wurden in der täglichen Bedienung. * Die Zwölfe aber beriefen die 2 Menge der Jünger zusammen und sprachen: Es ist nicht gut, daß wir das Wort Gottes vera D. zu seiner Rechten.- b O. Worten.-c D. knirschten mit den Zähnen. d B. Männer, Israeliten.-e B. jener.- f B. zu evangelisiren. Apostelgeschichte 6. 7. 215 lassen und die Tische bedienen. listig Männer vor, welche sag3* So sehet euch nun um, Brü- ten: Wir haben ihn Lästerworte der, nach sieben Männern aus reden hören wider Moses und euch, von gutem Zeugnis, voll Gott.* Und sie erregten das 12 [ Heiligen] Geistes und Weis- Volk und die Aeltesten und die heit, die wir zu dieser Angele- Schriftgelehrten und überfielen 4 genheit bestellen wollen;* wir und rissen ihn mit sich fort und aber werden im Gebet und im führten ihn vor das Synedrium. Dienst des Wortes verharren.* Und sie stellten falsche Zeugen 13 5* Und die Rede gefiel der ganzen auf, welchesagten: Dieser Mensch Menge; und sie erwählten Ste- hört nicht auf, Worte zu reden phanus, einen Mann voll Glau- wider die heilige Stätte und bens und Heiligen Geistes, und das Gesetz;* denn wir haben 14 Philippus und Prochorus und ihn sagen hören: Dieser Jesus, Nikanor und Timon und Par- der Nazaräer, wird diese Stätte menas und Nikolaus, einen Pro- zerstören und die Gebräuche ver6selyten aus Antiochien,* welche ändern, die uns Moses übersie vor die Apostel stellten; und liefert hat.* Und alle, die in 15 als sie gebetet hatten, legten sie dem Synedrium saßen, schauten ihnen die Hände auf. unverwandt auf ihn und sahen sein Angesicht wie eines Engels Angesicht. Der Hohepriester aber sprach: 7 Ist[ denn] dieses also?* Er aber 2 sprach: Brüdere und Väter, höret zu! Der Gott der Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, als er in Mesopotamien war, ehe er in Haran wohnte, und sprach zu ihm: ,, Gehe aus 3 deinem Lande und aus deiner Verwandtschaft und komme in das Land, das ich dir zeigen werde." d* Da ging er aus 4 dem Lande der Chaldäer und wohnte in Haran; und von da, nachdem sein Vater gestorben war, übersiedelte er ihn in dieses Land, in welchem ihr jetzt 7 Und das Wort Gottes wuchs, und die Zahl der Jünger vermehrte sich in Jerusalem sehr; und eine große Menge der Priester ward dem Glauben gehorsam. 8 Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, that Wunder und große Zeichena unter dem Volke. 9* Es standen aber auf etliche derer von der Synagoge, genannt die der Libertiner, und der Kyrenäer und der Alexandriner und derer von Cilicien und Asien und stritten mit Ste10 phanus.* Und sie vermochten nicht, der Weisheit und dem Geiste zu widerstehen, mit wel 11 chem er redete.* Da schoben sie a O. große Wunder u. 3.- b O. Freigelassenen. e Wie Kap. 1, 16. - d 1. Moj. 12, 1. 216 5 wohnet.* Und er gab ihm kein Erbe darin, auch nicht einen Fuß breit, und er verhieß es ihm zum Besitztum zu geben und seinem Samen nach ihm, 6 als er kein Kind hatte.* Gott aber sprach also: Sein Same wird ein Fremdling sein in fremdem Lande, und man wird ihn zu Knechten machen und mißhandeln vierhundert Jahre. 7* Und die Nation, der sie dienen werden, werde ich richten, sprach Gott; und darnach werden sie ausziehen und mir die8 nen an diesem Orte." a* Und er gab ihm den Bund der Beschneidung; und also zeugte er den Isaak und beschnitt ihn am achten Tage, und Isaak den Jakob, und Jakob die zwölf 9 Patriarchen;* und die Patriarchen, neidisch auf Joseph, verkauften ihn nach Aegypten. Und 10 Gott war mit ihm* und rettete ihn aus allen seinen Drangsalen und gab ihm Gunst und Weisheit vor Pharao, dem Könige von Aegypten, und er setzte ihn zum Verwalter über Aegypten und sein ganzes Haus. 11* Es kam aber eine Hungersnot über das ganze[ Land] Aegypten und Kanaan und eine große Drangsal, und unsre Väter fan12 den feine Speise.* Als aber Jakob hörte, daß in Aegypten Getreide sei, sandte er unsre Väter aus zum ersten Male. 13* Und beim zweiten Male wurde a 1. Mos. 15, 13. 14. Apostelgeschichte 7. - Joseph von seinen Brüdern erkannt, und dem Pharao ward das Geschlecht Josephs offenbar.* Joseph aber sandte hin 14 und ließ seinen Vater Jakob holen und seine ganze Verwandtschaft, fünfundsiebenzig Seelen. * Jakob aber zog hinab nach 15 Aegypten und starb, er und unsre Väter.* Und sie wurden 16 hinübergebracht nach Sichem und in die Grabstätte gelegt, die Abraham kaufte für eine Summe Geldes von den Söhnen Hemors, des Vaters Sichems.* Als aber die Zeit der 17 Verheißung nahte, die Gott dem Abraham zugesagt hatte, wuchs das Volk und vermehrte sich in Aegypten,* bis ein andrer Kö- 18 nig über Aegypten aufstand, der Joseph nicht kannte.* Die- 19 ser handelte mit List gegen unser Geschlecht und mißhandelte die Väter, so daß ihre Kindleinb ausgesetzt werden mußten, damit sie nicht lebendig blieben. * In welcher Zeit Moses ge- 20 boren ward, und er war ausnehmend schön. Der ward drei Monate aufgezogen in dem Hause seines Baters.* Als er 21 aber ausgesetzt war, nahm ihn die Tochter Pharao's zu sich und erzog ihn für sich selbst zum Sohne.* Und Moses ward 22 unterwiesen in aller Weisheit der Aegypter; er war aber mächtig in seinen Worten und Werken.* Als ihm aber eine 23 e B. schön zu Gott. b Eig. Säuglinge. Apostelgeschichte 7. Zeit von vierzig Jahren erfüllt war, kam es auf in seinem Herzen, seine Brüder, die Söhne 24 Jsraels, zu besuchen.* Und als er einen Unrecht leiden sah, verteidigte er ihn und rächte den Unterdrückten, indem er den 25 Aegypter erschlug.* Er meinte aber, seine Brüder würden verstehen, daß Gott durch seine Hand ihnen Rettung gebe; sie 26 aber verstanden es nicht.* Und am folgenden Tage zeigte er sich ihnen, als sie sich stritten, und trieb sie zum Frieden, indem er sagte: Ihr seid Brüder, a warum thut ihr einander 27 Unrecht?* Der aber dem Nächsten Unrecht that, stieß ihn weg und sprach: Wer hat dich zum Obersten und Richter über uns 28 geſtellt?* Willst du mich töten, wie du gestern den Aegypter 29 getötet hast?* Moses aber entfloh bei diesem Worte und ward Fremdling im Lande Midian, 30 wo er zwei Söhne zeugte.* Und als vierzig Jahre erfüllt waren, erschien ihm in der Wüste des Berges Sinai ein Engel in einer Feuerflamme eines Bu31 sches.* Da aber Moses es sah, verwunderte er sich des Gesichts; als er aber hinzutrat, es zu betrachten, geschah eine 32 Stimme des Herrn:* Ich bin der Gott deiner Väter, der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs." b Moses aber ward 217 zitternd und wagte nicht, es zu betrachten.* Der Herr aber 33 sprach zu ihm:„ Löse die Sandalen von deinen Füßen, denn der Ort, auf dem du stehst, ist heiliges Land....* Wohl habe 34 ich gesehen die Mißhandlung meines Volkes, das in Aegypten ist, und habe ihr Seufzen gehört und bin herniedergekommen, sie herauszureißen Und nun komme, ich werde dich nach Aegypten senden." c* Die- 35 sen Moses, den sie verleugneten und sagten: ,, Wer hat dich zum Obersten und Richter gesetzt?" a diesen hat Gott zum Obersten und Retter gesandt mit der Hand des Engels, der ihm erschien in dem Busche.* Dieſer 36 führte sie heraus, Wunder und Zeichen thuend im Lande Aegypten und im roten Meer und in der Wüste, vierzig Jahre * Dieser ist der Moses, der zu 37 den Söhnen Israels sprach: Einen Propheten wie mich wird euch Gott erwecken aus euern Brüdern;[ ihn sollt ihr hören]." e* Dieser ist's, der in 38 der Versammlung in der Wüste mit dem Engel, der zu ihm redete auf dem Berge Sinai, und mit unsern Vätern gewesen ist; der die lebendigen Aussprüchef empfing, um sie uns zu geben;* dem unsre Väter 39 nicht gehorsam sein wollten, sondern stießen ihn von sich und 1 a Wie Kap. 1, 16. b 2. Moj. 3, 6.c 2. Moj. 3, 5. 7. 8. 10. d 2. Moj. 2, 14.-e 5.- Mos. 18, 15. 18.- f O. Orakel. 218 Apostelgeschichte 7. wandten sich in ihren Herzen 40 nach Aegypten,* indem sie zu Aaron sagten: ,, Mache uns Götter, die vor uns hergehen, denn dieser Moses, der uns aus dem Lande Aegypten geführt hat wir wissen nicht, was 41 ihm geschehen ist." a* Und sie machten ein Kalb in jenen Tagen und brachten ein Schlachtopfer dem Götzenbilde und ergötzten sich an den Werken ihrer 42 eignen Hände.* Gott aber wandte sich ab und gab sie dahin, zu dienen dem Heer des Himmels, wie geschrieben steht im Buche der Propheten: ,, Habt ihr mir Opfertiere und Schlachtopfer dargebracht vierzig Jahre in der Wüste, Haus Israel? 43* Ja, b ihr nahmet auf die Hütte des Moloch und das Gestirn [ euers] Gottes Remphan, die Bilder, die ihr gemacht hattet, sie anzubeten, und ich werde euch verpflanzen jenseit Baby44 lon." e* Unsre Väter hatten die - Hütte des Zeugnisses in der Wüste, wie der, der zu Moses redete, befahl, sie zu machen nach dem Muster, das er ge45 sehen hatte;* welche auch unsre Väter überkamen und mit d Josua einführten bei der Besitzergreifung des Landes der Nationen, die Gott ausstieß vor dem Angesicht unsrer Väter bis 46 zu den Tagen Davids,* der Gnade fand vor Gott und eine Wohnstätte zu finden begehrte für den Gott Jakobs.* Salo- 47 mon aber baute ihm ein Haus. * Aber der Höchste wohnt nicht 48 in Wohnungen, mit Händen gemacht, wie der Prophet spricht: * ,, Der Himmel ist mein Thron, 49 und die Erde der Schemel meiner Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder welches ist der Ort meiner Ruhe?* Hat nicht meine 50 Hand dies alles gemacht?" e Ihr Halsstarrigen und Unbe- 51 schnittenen an Herz und Ohren! ihr widerstreitet allezeit dem Heiligen Geiste; wie eure Väter, so auch ihr.* Welchen der Pro- 52 pheten haben eure Väter nicht verfolgt? Und sie haben getötet die, welche zuvor verkündigten die Ankunft des Gerechten, dessen Verräter und Mörder ihr jetzt geworden seid,* die ihr 53 das Gesetz durch Anordnung der Engel empfangen und nicht beobachtet habt. Als sie aber dies hörten, wur- 54 den ihre Herzen durchbohrt, und sie knirschten mit den Zähnen gegen ihn.* Als er aber, voll 55 Heiligen Geistes, unverwandt gen Himmel schaute, sah er die Herrlichkeit Gottes und Jesum, stehend zur Rechten Gottes,* und 56 sprach: Siehe, ich sehe die Himmel geöffnet und den Sohn des Menschen zur Rechten Gottes stehend!* Sie schrieen aber mit 57 a 2. Mos. 32, 1. b. Und.- c Amos 5, 25-27.- d D. welche auch unsre, ihnen nachfolgenden Väter mit...-e Jes. 66, 1. 2. Apostelgeschichte 7. 8. starker Stimme, hielten ihre Ohren zu und stürzten einmütig 58 auf ihn los.* Und als sie ihn aus der Stadt hinausgestoßen, steinigten sie ihn. Und die Zeugen legten ihre Kleider ab zu den Füßen eines Jünglings, 59 mit Namen Saulus.* Und sie steinigten den Stephanus, der anrufend sprach: Herr Jesu, 60 nimm meinen Geist auf!* Und niederknieend rief er mit starker Stimme: Herr, rechne ihnen diese Sünde nicht zu! Und als er dies gesagt hatte, entschlief 8 er.* Saulus aber willigte in seine Tötung mit ein. Es entstand aber an jenem Tage eine große Verfolgung wider die Versammlung, die in Jerusalem war, und alle wurden zerstreut in die Gegenden von Judäa und Samaria, aus2 genommen die Apostel.* Gottesfürchtige Männer aber bestatteten den Stephanus und stellten eine große Klage über ihn an. 3 Saulus aber verwüstete die Versammlung, ging hin und her in die Häuser und schleppte sowohl Männer als Weiber fort und überlieferte sie ins Gefängnis. 4 Die Zerstreuten nun gingen umher und verkündigten das 5 Wort.* Philippus aber ging hinab in eine Stadt Samaria's und predigte ihnen den Christus. 6* Und die Volksmenge achtete einmütig auf das, was von Philippus geredet ward, indem 219 sie die Zeichen hörten und sahen, die er that.* Denn von vielen, 7 die unreine Geister hatten, fuhren sie aus, mit starker Stimme schreiend, und viele Gichtbrüchige und Lahme wurden geheilt.* Und es ward eine große s Freude in jener Stadt. Ein gewisser Mann aber, mit 9 Namen Simon, trieb vorher Zauberei in der Stadt und brachte die Nation von Samaria außer sich, indem er von sich selbst sagte, daß er etwas Großes sei;* welchem alle, vom 10 Kleinen bis zum Großen, anhingen und sagten: Dieser ist die Kraft Gottes, genannt die große.* Sie hingen ihm aber 11 an, weil er sie lange Zeit mit den Zaubereien außer sich gebracht hatte.* Als sie aber dem Phi- 12 lippus glaubten, der das Evangelium des Reiches Gottes und des Namens Jesu Christi verfündigte, wurden sie getauft, sowohl Männerals Weiber.* Aber 13 auch Simon selbst glaubte, und als er getauft war, hielt er sich zu Philippus; und da er die Zeichen und großen Wunder sah, welche geschahen, geriet er außer sich. Als aber die Apostel, die zu 14 Jerusalem waren, gehört hatten, daß Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen, * welche, als sie hinabgekommen 15 waren, für sie beteten, damit sie den Heiligen Geist empfangen 220 16 möchten;* denn er war noch nicht auf einen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des 17 Herrn Jesu.* Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist. 18* Als aber Simon sah, daß durch das Auflegen, der Hände der Apostel der Heilige Geist gegeben wurde, bot er ihnen Geld 19 an* und sagte: Gebet auch mir diese Gewalt, auf daß, wem irgend ich die Hände auflege, er den Heiligen Geist empfange. 20* Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre samt dir ins Verderben, weil du gemeint hast, daß die Gabe Gottes durch 21 Geld zu erlangen sei!* Du hast weder Teil noch Los an dieser Sache, denn dein Herz ist nicht 22 aufrichtig vor Gott.* Thue mun Buße über diese deine Bosheit und bitte den Herrn, ob dir etwa der Anschlag deines 23 Herzens vergeben werde;* denn ich sehe, daß du in Galle der Bitterfeit und in Banden der 24 Ungerechtigkeit bist.* Simon aber antwortete und sprach: Bittet ihr für mich den Herrn, damit nichts über mich komme von dem, wovon ihr geredet 25 habt.* Da sie nun bezeugt und Apostelgeschichte 8. das Wort des Herrn geredet hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück und verkündigten das Evangelium vielen Dörfern der Samariter. a B. ein Mann, ein Aethiopier.- Aber ein Engel des Herrn 26 redete zu Philippus und spräch: Stehe auf und gehe gegen Süden auf den Weg, der von Jernsalem nach Gaza hinabführt; derselbe ist öde.* Und er stand 27 auf und ging hin. Und siehe, ein Aethiopier, a ein Eunuch, ein Gewaltiger Kandace's, der Königin der Aethiopier, der über ihren ganzen Schatz war, welcher gekommen war, um zu Jerusalem anzubeten,* war auf der 28 Rückkehr und saß auf seinem Wagen und las den Propheten Jesaias.* Der Geist aber sprach 29 zu Philippus: Tritt hinzu und schließe dich diesem Wagen an. * Philippus aber lief hinzu und 30 hörte ihn den Propheten Jesaias lesen und sprach: Verstehst du auch, was du liesest?* Er 31 aber sprach: Wie könnte ich denn, wenn nicht jemand mich anleitet? Und er bat den Philippus, daß er aufsteige und bei ihm sitze. * Die Stelle aber der Schrift, 32 die er las, war diese: ,, Er ward geführt wie ein Schaf zur Schlachtung, und wie ein Lamm stumm ist vor seinem Scherer, also thut er seinen Mund nicht auf.* In seiner Erniedrigung 33 ist sein Gericht weggenommen; wer aber wird sein Geschlecht beschreiben? denn sein Leben ist von der Erde weggenommen." b* Der Eunuch aber ant- 34 wortete dem Philippus und sprach: Ich bitte dich, von wem b Jej. 53, 7. 8. Apostelgeschichte 8. 9 221 sagt der Prophet dieses? von auf die Erde fallend, hörte er sich selbst oder von einem an35 dern?* Philippus aber that seinen Mund auf, und anfangend von dieser Schrift, verkündigte er ihm das Evangelium von 36 Jesu.* Als sie aber auf dem Wege fortzogen, kamen sie an ein gewisses Wasser. Und der Eunuch spricht: Siehe, da ist Wasser; was hindert mich, ge37 38 tauft zu werden?(*)* Und eine Stimme, die zu ihm sprach: Saul, Saul, was verfolgst du mich?* Er aber sprach: Wer 5 bist du, Herr? Er aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst.* Stehe aber auf und 6 gehe in die Stadt, und es wird dir gesagt werden, was du thun sollst.* Die Männer aber, die 7 mit ihm des Weges zogen, standen sprachlos, da sie wohl die Stimme a hörten, aber niemanden sahen.* Saulus aber richtete s sich von der Erde auf. Als aber seine Augen aufgethan waren, sah er niemanden. Und sie leiteten ihn bei der Hand und führten ihn nach Damaskus.* Und 9 er war drei Tage nicht sehend und aß nicht und trank nicht. * Es war aber ein gewisser 10 Jünger in Damaskus, mit Namen Ananias, und zu ihm sprach der Herr in einem Gesicht: Ananias! Er aber sprach: Siehe, hier bin ich, Herr!* Der 11 Herr aber sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Straße, die genannt wird die gerade, und frage im Hause des Judas nach einem, mit Namen Saulus von Tarsus; denn siehe, er betet.* Und er hat[ im Gesicht] 12 einen Mann gesehen, mit Namen Ananias, der hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehend werde.* Ana- 13 nias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen von diesem er hieß den Wagen halten, und sie stiegen beide hinab in das Wasser, sowohl Philippus als der Eunuch; und er taufte ihn. 39* Als sie aber aus dem Wasser heraufstiegen, entrückte der Geist des Herrn den Philippus, und der Eunuch sah ihn nicht mehr, denn er zog seinen Weg mit 40 Freuden.* Philippus aber ward zu Asdod gefunden, und er zog hindurch und verkündigte das Evangelium in allen Städten, bis er nach Cäsarea kam. 9 Saulus aber, noch Drohung und Mord wider die Jünger des Herrn schnaubend, ging 2 zum Hohenpriester und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit er, wenn er etliche, die von dem Wege wären, fände, sowohl Männer als Weiber, gebunden nach Jerusalem führe. 3* Als er aber hinzog, geschah es, daß er Damaskus nahte, und plötzlich umstrahlte ihn ein 4 Licht aus dem Himmel.* Und a D. den Schall. 222 Apostelgeschichte 9. Manne gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem 14 gethan hat.* Und hier hat er Gewalt von den Hohenpriestern, zu binden alle, die deinen Namen 15 anrufen.* Der Herr aber sprach zu ihm: Gehe hin, denn dieser ist mir ein auserwähltes Gefäß, meinen Namen zu tragen sowohl vor Nationen als vor Könige und Söhne Ifraels. 16* Denn ich werde ihm zeigen, wie vieles er leiden muß um meines 17 Namens willen.* Ananias aber ging hin und kam in das Haus, und ihm die Hände auflegend, sprach er: Bruder Saul, der Herr Jesus, der dir erschienen auf dem Wege, den du kamst, hat mich gesandt, damit du wieder sehend und mit dem Heiligen Geiste erfüllt werdest. 18* Und alsbald fiel es von a seinen Augen wie Schuppen, und er ward sehend und stand auf und 19 wurde getauft.* Und nachdem er Speise genommen, ward er gestärkt. Er war aber bei den Jüngern, die in Damaskus 20 waren, etliche Tage.* Und als bald predigte er in den Synagogen Jesum, daß dieser der 21 Sohn Gottes ist.* Alle aber, die es hörten, gerieten außer sich und sagten: Ist dieser nicht der, welcher in Jerusalem die zerstörte, die diesen Namen anrufen, und dazu hiehergekommen ist, auf daß er sie gebunden zu den Hohenpriestern führe? a Eig. fielen von. Saulus aber erstarkte mehr 22 und mehr und brachte die Juden, die zu Damaskus wohnten, in Verwirrung, indem er bewies, daß dieser der Christus ist.* Als aber viele Tage ver- 23 flossen waren, ratschlagten die Juden miteinander, ihn zu töten. * Es ward aber dem Saulus ihr 24 Anschlag bekannt. Und sie bewachten auch die Thore sowohl Tag als Nacht, damit sie ihn töteten.* Die Jünger aber nah- 25 men ihn bei der Nacht und ließen ihn durch die Mauer hinab, indem sie ihn in einem Korbe hinunterließen. Als er aber nach Jerusalem 26 gekommen war, versuchte er, sich den Jüngern anzuschließen; und alle fürchteten sich vor ihm, weil sie nicht glaubten, daß er ein Jünger sei.* Barnabas aber 27 nahm ihn und brachte ihn zu den Aposteln und erzählte ihnen, wie er auf dem Wege den Herrn gesehen, und daß derselbe zu ihm geredet, und wie er zu Damaskus freimütig im Namen Jesu gesprochen habe.* Und er 28 ging mit ihnen aus und ein zu Jerusalem[ und] sprach freimütig im Namen des Herrn. * Und er redete und stritt mit 29 den Hellenisten. Sie aber trachteten ihn zu töten.* Die Brüder 30 aber erkannten es und geleiteten ihn nach Cäsarea und sandten ihn hinweg nach Tarsus. So hatten denn die Ver- 31 Apostelgeschichte 9. 10. sammlungen durch ganz Judäa und Galiläa und Samaria Frieden und wurden erbaut und wandelten in der Furcht des Herrn und wurden vermehrt durch den Trost des Heiligen Geistes.a 32 Es geschah aber, daß Petrus, da er allenthalben hindurchzog, auch zu den Heiligen hinabkam, 33 die zu Lydda wohnten.* Daselbst aber fand er einen gewissen Menschen, mit Namen Aeneas, der seit acht Jahren zu Bette lag, der gichtbrüchig 34 war.* Und Petrus sprach zu ihm: Aeneas! Jesus, der Christus, heilt dich; stehe auf und bette dir selbst! Und alsbald 35 stand er auf.* Und es sahen ihn alle, die zu Lydda und in Saron wohnten, die sich zum Herrn bekehrten. 36 Zu Joppe aber war eine gewisse Jüngerin, mit Namen Tabitha, was verdolmetscht heißt: Dorkas; b diese war voll guter Werke und Almosen, die sie übte. 37* Es geschah aber in jenen Tagen, daß sie krank ward und starb. Und als sie dieselbe gewaschen hatten, legten sie sie 38 auf den Obersaal.* Da aber 223 auf und ging mit ihnen, und als er angekommen war, führten sie ihn auf den Obersaal. Und weinend traten zu ihm alle die Witwen und zeigten ihm die Röckee und Kleider, welche die Dorkas gemacht hatte, während sie bei ihnen war. * Petrus aber trieb alle hinaus, 40 und niederknieend betete er. Und er wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabitha, stehe auf! Sie aber schlug ihre Augen auf; und als sie den Petrus sah, setzte sie sich auf. * Er aber gab ihr die Hand 41 und richtete sie auf; er rief aber die Heiligen und die Witwen und stellte sie lebend dar.* Es 42 ward aber durch ganz Joppe hin kund, und viele glaubten an den Herrn.* Es geschah 43 aber, daß er viele Tage in Joppe blieb bei einem gewiſsen Simon, einem Gerber. Ein gewisser Mann aber zu 10 Cäsarea- mit Namen Kornelius, ein Hauptmann von der Schar, genannt die Italische, * fromm und gottesfürchtig mit 2 seinem ganzen Hause, der dem Volke viele Almosen gab und allezeit zu Gott betete-* sah 3 in einem Gesicht um die neunte Stunde des Tages offenbarlich einen Engel Gottes zu sich hereinkommen und zu ihm sagen: Kornelius!* Er aber sah ihn 4 unverwandt an und ward erLydda nahe bei Joppe war, und die Jünger gehört hatten, daß Petrus daselbst sei, sandten sie zwei Männer zu ihm, ihn bittend: Zögere nicht, zu uns 39 zu kommen.* Petrus aber stand - a D. und wurden erbaut; und, wandelnd in der Furcht des H. und in dem Troste des H. G. 3, wurden sie vermehrt. b Gazelle.- Eig. Leibröde. - 224 Apostelgeschichte 10. schrocken und sagte: Was ist, Herr? Er aber sprach zu ihm: Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgestiegen zum Ge5 dächtnis vor Gott.* Und jetzt sende Männer nach Joppe und laß Simon holen, der zube6 namt ist Petrus;* dieser herbergt bei einem gewissen Simon, einem Gerber, dessen Haus am 7 Meere ist.* Als aber der Engel, der mit ihm redete, weggegangen war, rief er zwei seiner Hausknechte und einen frommen Kriegsknecht von denen, die bes ständig bei ihm waren;* und als er ihnen alles erzählt hatte, sandte er sie nach Joppe. 9 Des folgenden Tages aber, während jene reisten und sich der Stadt nahten, stieg Petrus um die sechste Stunde auf das 10 Dach, a um zu beten.* Er ward aber hungrig und verlangte zu effen. Indem sie ihm aber zubereiteten, kam eine Entzückung 11 über ihn.* Und er sieht den Himmel geöffnet und ein gewisses Gefäß, wie ein großes leinenes Tuch, herabkommen, an vier Zipfeln[ gebunden und] auf 12 die Erde herniedergelassen,* in welchem allerlei b vierfüßige und kriechende Tiere der Erde waren und das Gevögel des 13 Himmels.* Und eine Stimme geschah zu ihm: Stehe auf, Pe14 trus, schlachte und iß!* Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr! denn niemals habe ich etwas a O. Haus.- b B. alle die. Gemeines oder Unreines gegessen.* Und wiederum geschah 15 eine Stimme zum zweiten Male zu ihm: Was Gott gereinigt hat, mache du nicht gemein. * Dieses aber geschah dreimal; 16 und das Gefäß ward alsbald hinaufgenommen in den Him-: mel.* Als aber Petrus bei sich 17 selbst zweifelhaft war, was doch das Gesicht sein möge, das er gesehen, siehe, da standen die Männer, die von Kornelius gesandt waren und Simons Haus erfragt hatten, vor der Thür; * und als sie gerufen hatten, 18 fragten sie, ob Simon, der zubenamt sei Petrus, daselbst herberge.* Während aber Petrus 19 über das Gesicht nachsann, sprach der Geist zu ihm: Siehe, drei Männer suchen dich.* Stehe aber 20 auf, gehe hinab und ziehe mit ihnen, nicht zweifelnd, weil ich sie gesandt habe.* Petrus aber 21 ging hinab zu den Männern und sprach: Siehe, ich bin's, den ihr suchet. Was ist die Ursache, warum ihr kommet?* Sie 22 aber sprachen: Kornelius, ein Hauptmann, ein gerechter und gottesfürchtiger Mann, und der ein gutes Zeugnis hat von der ganzen Nation der Juden, ist von einem heiligen Engel göttlich gewiesen worden, dich in sein Haus holen zu lassen und Worte von dir zu hören.* Als 23 er sie nun hereingerufen, beherbergte er sie. Des andern Apostelgeschichte 10. Tages aber machte er sich auf und zog mit ihnen fort, und etliche der Brüder von Joppe 24 gingen mit ihm;* und des folgenden Tages kamen sie nach Cäsarea. Kornelius aber, der seine Verwandten und nächsten Freunde zusammengerufen hatte, erwartete ſie. 25 225 Gott.* Schicke nun nach Joppe 32 und laß Simon holen, der zubenamt ist Petrus; dieser herbergt in dem Hause Simons, eines Gerbers, am Meere,[ der wird, wenn er hiehergekommen ist, zu dir reden.]* Alsbald 33 nun sandte ich zu dir, und du hast wohlgethan, daß du gekommen bist. Jetzt sind wir nun alle vor Gott gegenwärtig, um alles zu hören, was dir von Gott befohlen iſt. Petrus aber that den Mund 34 auf und sprach: In Wahrheit begreife ich, daß Gott die Person nicht ansieht, sondern in 35 jeder Nation, wer ihn fürchtet und Gerechtigkeit wirkt, der ist ihm angenehm. b* Das Wort, 36 das er den Söhnen Israels gesandt hat, Frieden verkündigende durch Jesum Christum, ( dieser ist aller d Herr)* fennet 37 ihr: das Zeugnis, e welches- anfangend von Galiläa durch ganz Judäa hin nach der Taufe, die Johannes predigte, ausgebreitet worden ist,* von 38 Jesu, dem von Nazareth, wie ihn Gott mit Heiligem Geiste und mit Kraft gefalbt hat, der umherging, wohlthuend und heilend alle, die von dem Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm.* Und wir 39 sind Zeugen alles dessen, was er gethan hat, sowohl im Lande der Juden, als in Jerusalem; 28 men waren. Als es aber geschah, daß Petrus hereinkam, ging ihm Kornelius entgegen, fiel ihm zu Fü26 ßen und huldigte ihm.* Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Stehe auf! auch ich selbst bin 27 ein Mensch.* Und sich mit ihm unterredend, ging er hinein und fand viele, die zusammengekom* Und er sprach zu ihnen: Ihr wisset, wie un erlaubt es für einen jüdischen Mann ist, sich einem Fremdlingea anzuschließen, oder zu ihm zu kommen; und mir hat Gott gezeigt, keinen Menschen gemein 29 oder unrein zu heißen.* Darum kam ich auch ohne Widerrede, als ich geholt wurde. Ich frage nun: Um welcher Sache willen habt ihr mich holen lassen? 30* Und Kornelius sprach: Vor vier Tagen[ fastete ich] bis zu dieser Stunde,[ und] um die neunte betete ich in meinem Hause; und siehe, ein Mann stand vor mir in glänzendem 31 Kleide* und spricht: Kornelius! dein Gebet ist erhört, und deiner Almosen ist gedacht worden vor - a Eig. jemand, der einem andern Volke angehört. b O. annehmlich. c B. evangelisirend.- d O. von allem. e D. Rede, Sache.- f B. geschehen. 15 226 Apostelgeschichte 10. 11. welchen sie auch getötet haben, indem sie ihn an ein Holz auf40 hängten.* Diesen hat Gott auferweckt am dritten Tage und 41 ihn sichtbar werden lassen,* nicht dem ganzen Volke, sondern den von Gott zuvor erwählten Zeugen, uns, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er aus den Toten auf 42 erstanden war.* Und er hat uns befohlen, dem Volke zu predigen und ernstlich zu bezeugen, daß er der ist, der von Gott verordnet ist zum Richter der Lebendigen und der Toten. 43* Diesem geben alle Propheten Zeugnis, daß jeder, der an ihn glaubt, Vergebung der Sünden empfangen wird durch seinen Namen. Dann baten sie ihn, etliche Tage zu bleiben. Die Apostel aber und die 11 Brüder, die in Judäa waren, hörten, daß auch die Nationen das Wort Gottes angenommen hätten;* und als Petrus nach 2 Jerusalem hinauffam, stritten die aus der Beschneidung mit ihm und sagten: Du bist zu 3 Männern eingegangen, die Vorhaut haben, und hast mit ihnen gegessen.* Petrus aber fing an 4 und setzte es ihnen der Reihe nach auseinander und sprach: * Ich war in der Stadt Joppe 5 im Gebet, und ich sah in einer Entzückung ein Gesicht, ein gewisses Gefäß herabkommen, wie ein großes leinenes Tuch, an vier Zipfelna herniedergelassen aus dem Himmel; und es kam bis zu mir.* Und da ich es 6 unverwandt anschaute, bemerkte und sah ich die vierfüßigen Tiere der Erde und die wilden Tiere und die kriechenden und das Gevögel des Himmels. * Ich hörte aber auch eine Stim- 7 44 Als Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf 45 alle, die das Wort hörten.* Und die Gläubigen aus der Beschneidung, so viele ihrer mit Petrus gekommen waren, gericten außer sich, daß auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen wor- me, die zu mir sagte: Stehe 46 den;* denn sie hörten sie in auf, Petrus, schlachte und iß! Sprachen reden und Gott er47 heben. Dann antwortete Petrus: Kann auch jemand das Wasser verwehren, daß diese nicht getauft werden, die den Heiligen Geist empfangen ha48 ben, gleichwie auch wir?* Und er befahl, daß sie getauft würden im Namen des Herrn. * Ich aber sprach: Keineswegs, s Herr! denn niemals ist Gemeines oder Unreines in meinen Mund gekommen.* Eine Stim- 9 me aber antwortete zum zweiten Male aus dem Himmel: Was Gott gereinigt hat, das mache du nicht gemein!* Dies 10 aber geschah dreimal; und alles a O. Enden. Apostelgeschichte 11. ward wiederum hinaufgezogen 11 in den Himmel.* Und siehe, alsbald standen vor dem Hause, in welchem ich war, drei Männer, die von Cäsarea zu mir 12 gesandt waren.* Und der Geist hieß mich mit ihnen gehen, ohne zu zweifeln. Es kamen aber auch mit mir diese sechs Brüder, und wir gingen ein in das 13 Haus des Mannes.* Und er erzählte uns, wie er den Engel gesehen habe in seinem Hause stehen und zu ihm sagen: Sende nach Joppe und laß Simon holen, der zubenamt ist Petrus; 14* der wird Worte zu dir reden, durch welche du errettet werden wirst, du und dein ganzes Haus. 15* Als ich aber zu reden begann, fiel der Heilige Geist auf sie, wie auch auf uns im Anfang. 16* Ich gedachte aber an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes taufte zwar mit Wasser, ihr aber werdet mit Heiligem 17 Geiste getauft werden.* Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe gegeben hat, wie auch uns, die wir an den Herrn Jesum Christum geglaubt haben, wer war ich, daß ich vermocht hätte, Gott 18 zu wehren?* Als sie aber dies gehört, gaben sie sich zufrieden und verherrlichten Gott und sagten: Dann hat Gott wirklich auch den Nationen die Buße gegeben zum Leben. 19 Die nun zerstreut waren durch die Drangsal, die wegen Stephanus geschah, zogen durch bis 227 nach Phönicien und Cypern und Antiochien und redeten zu niemandem das Wort, als allein zu den Juden.* Es waren aber 20 unter ihnen etliche Cyprier und Kyrenäer, die, als sie nach Antiochien famen, auch zu den Griechen redeten und ihnen das Evangelium von dem Herrn Jesu brachten.* Und des Herrn 21 Hand war mit ihnen, und eine große Zahl glaubte und bekehrte sich zu dem Herrn.* Es kam 22 aber die Rede von ihnen bis zu den Ohren der Versammlung, die zu Jerusalem war, und sie sandten Barnabas aus, daß er durchzöge bis nach Antiochien, welcher sich freute, als 23 er hingekommen war und die Gnade Gottes jah, und alle ermahnte, mit Herzensentschluß bei dem Herrn zu verharren. * Denn er war ein guter Mann 24 und voll Heiligen Geistes und Glaubens; und eine zahlreiche Menge ward dem Herrn hinzugethan.* Er aber zog aus nach 25 Tarsus, um Saulus aufzusuchen, und als er ihn gefunden, brachte er ihn nach Antiochien. * Es geschah ihnen aber, daß 26 sie ein ganzes Jahr zusammen kamen in der Versammlung und eine zahlreiche Menge lehrten, und daß die Jünger zuerst in Antiochien Christen genannt wurden. In diesen Tagen aber kamen 27 Propheten von Jerusalem nach Antiochien.* Einer aber von 28 15* Apostelgeschichte 11. 12. ihnen, mit Namen Agabus, mit zwei Ketten, und Wächter stand auf und zeigte durch den vor der Thür verwahrten das Geist eine große Hungersnot Gefängnis.* Und siehe, ein En- 7 an, die über den ganzen Erd- gel des Herrn stand da, und ein kreis kommen sollte, die auch Licht leuchtete in dem Kerker; 29 unter Klaudius geschah.* Sie und er schlug Petrus an die beschlossen aber, je nachdem ei- Seite, weckte ihn auf und sagte: ner der Jünger begütert war, Stehe schnell auf! Und seine ein jeder von ihnen zur Hilfe- Ketten fielen ihm von den Hänleistung a den Brüdern zu sen- den.* Und der Engel sprach zu s den, die in Judäa wohnten; ihm: Gürte dich und binde deine 30* was sie auch thaten, und sand- Sandalen unter. Er aber that ten es an die Aeltesten durch also. Und er spricht zu ihm: die Hand des Barnabas und Wirf dein Oberkleid um und Saulus. folge mir.* Und er ging hinaus 9 und folgte[ ihm] und wußte nicht, daß es Wirklichkeit war, was durch den Engel geschah, sondern meinte, ein Gesicht zu sehen. * Als sie aber durch die erste 10 und die zweite Wache gegangen waren, kamen sie an das eiserne Thor, das in die Stadt führt, welches sich ihnen von selbst aufthat; und sie traten hinaus und gingen eine Straße entlang, und alsbald schied der Engel von ihm.* Und als Petrus zu11 sich selbst kam, sprach er: Nun weiß ich in Wahrheit, daß der Herr seinen Engel gesandt und mich gerettet hat aus der Hand Herodes' und all der Erwartung des Volkes der Juden. * Und als er sich bedachte, kam 12 er an das Haus der Maria, der Mutter des Johannes, der zubenamt war Markus, wo viele versammelt waren und beteten.* Als er aber an der Thür 13 228 12 Umjene Zeit aber legte Herodes, der König, die Hände an etliche von der Versamm2 lung, sie zu mißhandeln;* und er tötete Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwer3te.* Und als er sah, daß es den Juden gefiel, fuhr er fort, auch Petrus zu fangen,( es waren aber die Tage der un4 gesäuerten Brote)* den er auch, als ihn ergriffen, ins Gefängnis setzte und ihn an vier Wachen von je vier Kriegsknechten zur Verwahrung überlieferte, und war willens, ihn nach dem Passah dem Volke vor5 zuführen.* Petrus nun wurde in dem Gefängnis verwahrt; aber von der Versammlung geschah ein anhaltendes Gebet für 6 ihn zu Gott.* Als aber Herodes ihn vorführen wollte, schlief Petrus in jener Nacht zwischen zwei Kriegsknechten, gebunden a B. zum Dienste. Apostelgeschichte 12. 13. des Thores klopfte, kam eine von dem königlichen ernährt Magd, mit Namen Rhode, her- wurde.* An einem beſtimmten 21 14 bei, um zu horchen.* Und als Tage aber hielt Herodes, nachsie die Stimme des Petrus erkannte, öffnete sie vor Freude das Thor nicht, sondern lief hinein und verkündete, Petrus 15 stehe vor dem Thore.* Sie aber sprachen zu ihr: Du bist von Sinnen. Sie aber beteuerte, dem er königliche Kleider angelegt und sich auf den Thron gesetzt hatte, eine öffentliche Rede an sie.* Das Volk aber rief 22 ihm zu: Gottes Stimme und nicht eines Menschen!* Alsbald 23 aber schlug ihn ein Engel des daß es also sei. Sie aber spra- Herrn, darum daß er nicht Gott 16 chen: Es ist sein Engel.* Petrus die Ehre gab; und von Würaber blieb am Klopfen. Als sie mern gefressen, verschied er. aber aufgethan, sahen sie ihn 17 und waren außer sich.* Er aber winkte ihnen mit der Hand, zu schweigen, und erzählte ihnen, wiederHerrihn aus dem Gefängnis herausgeführt habe; und er sprach: Verkündet dies Jakobus und den Brüdern. Und er ging hinaus und ging an einen andern Ort. Das Wort Gottes aber wuchs 24 und mehrte sich.* Barnabas 25 aber und Saulus kehrten, nachdem sie den Dienst erfüllt hatten, von Jerusalem zurück und nahmen auch Johannes mit, der zubenamt war Markus. Es waren aber in Antiochien 13 in der Versammlung, die dort war, Propheten und Lehrer: 18 Als es aber Tag geworden, Barnabas und Simeon, gewar eine nicht geringe Bestür- nannt Niger, und Lucius von zung unter den Kriegsknechten, Kyrene, und Manaen, der mit was doch mit Petrus geschehen Herodes, dem Vierfürſten, auf19 sei.* Als aber Herodes ihn erzogen war, und Saulus. suchte und nicht fand, zog er* Als sie aber dem Herrn dien- 2 die Wächter zur Untersuchung ten und fasteten, sprach der und befahl, sie hinzuführen; a Heilige Geist: Sondert mir nun und er ging von Judäa hinab Barnabas und Saulus aus zu nach Cäsarea und verweilte da- dem Werke, wozu ich sie be20 selbst.* Er war aber sehr er- rufen habe.* Da fasteten und 3 bittert gegen die Tyrer und beteten sie; und als sie ihnen Sidonier. Sie famen aber einmütig zu ihm, und nachdem sie Blastus, den Kämmerer des Königs, überredet hatten, baten sie um Frieden, weil ihr Land die Hände aufgelegt hatten, entließen sie sie. Sie nun, ausgesandt von dem 4 Heiligen Geiste, kamen hinab nach Seleucia, und von dannen a d. h. zum Tode. b O. Rednerstuhl. 229 Apostelgeschichte 13. Herrn. segelten sie ab nach Cypern. erstaunt über die Lehre des 5* Und als sie in Salamis waren, verkündigten sie das Wort Got- Als aber Paulus und seine 13 tes in den Synagogen der Ju- Begleiter von Paphos abgeseden. Sie hatten aber auch Fo- gelt waren, kamen sie nach Per6 hannes zum Diener.* Als sie ge in Pamphylien. Johannes aber die ganze Insel bis Pa- aber sonderte sich von ihnen ab phos durchzogen hatten, fan- und kehrte nach Jerusalem zuden sie einen gewissen Mann, rück.* Sie aber zogen von Perge 14 einen Magier, einen falschen aus hindurch und kamen nach Propheten, einen Juden, na- Antiochien in Pisidien; und als 7 mens Bar- Jesus,* der bei sie am Tage des Sabbaths in dem Prokonsul Sergius Pau- die Synagoge gingen, setzten sie lus war, einem verständigen sich.* Aber nach dem Vorlesen 15 Manne. Dieser rief Barnabas des Gesetzes und der Propheten und Saulus zu sich und be- sandten die Vorsteher der Synagehrte, das Wort Gottes zu goge zu ihnen und sagten: Brüshören.* Elymas aber, der Zau- der, a wenn in euch irgend ein berer,( denn so wird sein Name Wort der Ermahnung an das verdolmetscht) widerstand ihnen Volk ist, so redet.* Paulus aber 16 und suchte den Prokonsul von stand auf, winkte mit der Hand dem Glauben abwendig zu ma- und sprach: Männer von Is9 chen.* Saulus aber, der auch raelb und die ihr Gott fürchtet, Paulus heißt, erfüllt mit Hei- höret:* Der Gott dieses Volkes 17 ligem Geiste, blickte unverwandt Israel erwählte unsre Väter und 10 auf ihn hin* und sprach: Oerhöhte das Volk in der Fremddu, voll aller List und aller lingschaft im Lande Aegypten, Bosheit, Sohn des Teufels, und mit erhobenem Arm führte Feind aller Gerechtigkeit! willst er sie von dannen heraus.* Und 18 du nicht aufhören, die geraden eine Zeit von etwa vierzig JahWege des Herrn zu verdrehen? ren pflegte er sie in der Wüste. 11* Und jetzt siehe, die Hand des* Und nachdem er sieben Nati- 19 Herrn ist auf dir! und du wirst onen vertilgt hatte im Lande blind sein und die Sonne eine Kanaan, ließ er sie deren Land Zeitlang nicht sehen. Und als erben.* Und nach dieſem, 20 bald fiel auf ihn Dunkel und bei vierhundertundfünfzig JahFinsternis; und er tappte um- ren, gab er ihnen Richter bis 12 her und suchte Handleiter.* Als auf Samuel, den Propheten. aber der Profonsul sah, was* Und von da an begehrten sie 21 geschehen war, glaubte er, einen König, und Gott gab a Wie Kap. 1, 16.- b B. Männer, Jsraeliten. 230 Apostelgeschichte 13. 231 ihnen Saul, den Sohn Kis',* Und nachdem sie alles vollen- 29 einen Mann aus dem Stamme 22 Benjamin, vierzig Jahre.* Und nachdem er ihn weggethan hatte, erweckte er ihnen David zum König, welchem er auch Zeugnis gab und sprach: Ich habe David gefunden, den Sohn Jesse's, einen Mann nach meinem Herzen, der meinen ganzen 23 Willen thun wird." a* Aus dessen Samen hat Gott nach Verheißung dem Israel als 24 Erretter Jesum gebracht,* nachdem Johannes, angesichts seines Eintritts, zuvor die Taufe der Buße dem ganzen Volke 25 Israel verkündigt hatte.* Als aber Johannes seinen Lauf erfüllte, sprach er: Wer meinet ihr, daß ich bin? Ich bin's nicht, aber siehe, es kommt einer nach mir, deß ich nicht würdig bin, die Sandale der 26 Füße zu lösen.* Brüder, b det, was über ihn geschrieben ist, nahmen sie ihn vom Holz herab und legten ihn in eine Gruft.* Gott aber hat ihn auf- 30 erweckt aus den Toten,* der 31 mehrere Tage hindurch denen erschienen ist, die mit ihm hinaufgezogen waren von Galiläa nach Jerusalem, die nun seine Zeugen sind an das Volk.* Und 32 wir verkündigen euch das Evangelium der zu den Vätern geschehenen Verheißung,* daß 33 Gott dieselbe uns, ihren Kindern, erfüllt hat, indem er Jesum erweckt hat, wie auch in dem zweiten Psalm geschrieben steht: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt." c * Daß er ihn aber aus den Toten 34 auferweckt, um nicht mehr zur Verwesung zurückzukehren, hat er also ausgesprochen:„ Ich werde euch geben die gewissen Söhne des Geschlechts Abra-| Gnadend Davids." e* Deshalb 35 hams, und die unter euch Gott sagt er auch an einer andern fürchten, euch ist das Wort die 27 ses Heils gesandt.* Denn die zu Jerusalem wohnen und ihre Obersten, indem sie diesen nicht erkannt, haben auch die Stimmen der Propheten erfüllt, die jeden Sabbath gelesen werden, 28 indem sie ihn richteten.* Und C Stelle: ,, Du wirst deinen Frommen f nicht hingeben, Verwesung zu sehen." g* Denn David 36 freilich, als er zu seiner Zeit dem Willen Gottesh gedient hatte, entschlief und ist beigesetzt zu seinen Vätern und hat die Verwesung gesehen.* Der aber, 37 den Gott auferweckt hat, sah die Verwesung nicht.* So sei 38 es euch nun fund, Brüder, daß obschon sie keine Ursache des Todes fanden, baten sie den Pilatus, daß er getötet würde. a Pf. 89, 20; 1. Cam. 13, 14.- b Wie Kap. 1, 16.- c P₁. 2, 7. d D. Barmherzigkeiten. e Jef. 55, 3.- f O. Gnädigen, Barmherzigen. g. 16, 10.- h O. als er seinem Geschlecht durch den Willen Gottes. - - 232 Apostelgeschichte 13. 14. durch diesen euch die Vergebung aber von euch stoßet und euch der Sünden verkündigt wird; 39* und von allem, wovon ihr in a [ dem] Gesetz Moses' nicht gerechtfertigt werden konntet, wird in diesem jeder Glaubende ge40 rechtfertigt.* Sehet nun zu, daß selbst nicht würdig achtet des ewigen Lebens, siehe, so wenden wir uns zu den Nationen. * Denn also hat uns der Herr 47 geboten: Ich habe dich gesetzt zum Licht der Nationen, daß nicht über[ euch] komme, was du zum Heil werdest bis ans gesagt ist in den Propheten: Ende der Erde." e* Als aber 48 41* ,, Sehet, ihr Verächter, und ver- die aus den Nationen es hörten, wundert euch und verschwindet; wurden sie froh und verherrdenn ich wirke ein Werk in lichten das Wort des Herrn; euern Tagen, ein Werk, das ihr und es glaubten so viele, als sicherlich nicht glauben werdet, zum ewigen Leben verordnet wenn es euch jemand erzählt." bwaren.* Das Wort des Herrn 49 Als sie aber hinausgingen, aber wurde ausgebreitet durch baten sie, daß auf den folgen- die ganze Gegend.* Die Juden 50 den Sabbath ihnen diese Worte aber erregten die anbetenden 43 geredet würden.* Als aber vornehmen Frauen und die die Synagoge aus war, folgten Ersten der Stadt und erweckten viele der Juden und der an eine Verfolgung wider Paulus betenden Proselyten Paulus und Barnabas und vertrieben und Barnabas, die zu ihnen sie aus ihren Grenzen.* Sie 51 sprachen und ihnen zuredeten, aber kamen, als sie den Staub in der Gnade Gottes zu ver- von ihren Füßen wider sie ab44 harren.* Am folgenden Sab- geschüttelt hatten, nach Jkonium.* Die Jünger aber wa- 52 rend erfüllt mit Freude und Heiligem Geiste. bath aber versammelte sich fast die ganze Stadt, um das Wort 45 Gottes zu hören.* Als aber die Juden die Volksmenge sahen, wurden sie von Eifer erfüllt und widersprachen dem, was von Paulus geredet ward, [ widersprechend und] lästernd. 46* Paulus aber und Barnabas Es geschah aber zu Ftoni- 14 um, daß sie zusammen in die Synagoge der Juden gingen und also redeten, daß eine große Menge, sowohl Juden als Griechen, glaubte.* Die ungläubi- 2 gen Juden aber reizten und erbitterten die Seelen derer aus den Nationen wider die Brüder. * Sie verweilten nun lange Zeit 3 42 gebrauchten Freimütigkeit und sprachen: Zu euch mußte notwendig das Wort Gottes zuerst geredet werden; weil ihr es a d. h. auf dem Grundsatz des. wurden. 1 b hab. 1, 5.- c Jei. 49, 6.- d D. 233 Apostelgeschichte 14. und sprachen freimütig in dem mes, weil er das Wort führte. Herrn, der dem Worte seiner* Der Priester aber des Zeus, 13 Gnade Zeugnis gab, indem er welcher vor der Stadt war, Zeichen und Wunder geschehen brachte Stiere und Kränze vor 4 ließ a durch ihre Hände.* Die die Thore und wollte mit der Menge der Stadt aber war Volksmenge opfern.* Als aber 14 entzweit, und die einen waren die Apostel Barnabas und Paumit den Juden, die andern lus es hörten, zerrissen sie ihre 5 aber mit den Aposteln.* Als Kleider, sprangen hinaus unter aber ein ungestümer Angriff die Volksmenge und riefen* und 15 geschah, sowohl von denen aus sprachen: Männer, warum thut den Nationen, als von den Ju- ihr dieses? Auch wir sind den samt ihren Obersten, um Menschen, von gleichen Empfinsie zu schmähen und zu steini- dungen wie ihr, und verkündi6 gen,* entflohen sie, als sie es gene euch, daß ihr euch von inne geworden, in die Städte diesen eitlen Dingen bekehren von Lykaonien: Lystra und sollt zu dem lebendigen Gott, Derbe, und die umliegende der gemacht hat den Himmel 7 Gegend,* und verkündigten da- und die Erde und das Meer selbst das Evangelium. und alles, was in ihnen ist; 8 Und ein gewisser Mann zu* der in den vergangenen Ge- 16 Lystra saß kraftlos an den Fü- schlechtern alle Nationen in ihren ßen, lahm von Mutterleibe an, eignen Wegen gehen ließ,* wie- 17 der niemals gewandelt hatte. wohl er sich doch nicht unbe9* Dieser hörte Paulus reden, zeugt gelassen, indem er Gutes welcher, da er unverwandt auf that und euch vom Himmel ihn hinblickte und sah, daß er Regen und fruchtbare JahresGlauben hatte, geheiltb zu wer- zeiten gab und eure Herzen mit 10 den,* mit lauter Stimme sprach: Speise und Fröhlichkeit erfüllte. Stehe gerade auf deine Füße!* Und als sie dies sagten, ſtillten 18 Und er sprang auf und wandelte. sie kaum die Volksmenge, daß 11* Als die Volksmenge aber sah, sie ihnen nicht opferten. was Paulus that, erhob sie ihre Stimme und sagte auf lykaonisch: Die Götter sind den Menschen gleich geworden und sind zu uns herabgekommen. 12* Und sie nannten den Barnabas Zeus, den Paulus aber HerEs tamen aber aus An- 19 tiochien und Ikonium Juden an, und nachdem sie die Volksmenge überredet und Paulus gesteinigt hatten, schleiften ſie ihn zur Stadt hinaus, indem sie meinten, er sei geſtorben. a Eig. und gab, daß Zeichen und Wunder geschahen.- b O. gerettet. e B. evangelifiren. 234 Apostelgeschichte 14. 15. 20* Da aber die Jünger ihn um- der: Wenn ihr nicht beschnitten ringten, stand er auf und ging werdet nach der Weise Moses', in die Stadt, und des fol- so könnet ihr nicht errettet wer= genden Tages zog er mit Bar- den.* Da nun für Paulus 2 21 nabas aus nach Derbe.* Und und Barnabas wider sie ein Streit und nicht geringer Wortwechsel entstanden war, ordneten sie an, daß Paulus und Barnabas und etliche andere von ihnen hinauf nach Jerusalem zu den Aposteln und Aeltesten gehen sollten wegen dieser Streitfrage.* Da sie nun von 3 der Versammlung das Geleit erhalten, durchzogen sie Phönizien und Samaria und erzählten die Bekehrung derer aus den Nationen und machten allen Brüdern große Freude.* Als 4 sie aber nach Jerusalem gekomnachdem sie Pisidien durchzogen men, wurden sie von der Verhatten, kamen sie nach Pam- sammlung und den Aposteln 25 phylien;* und als sie zu Perge und Aeltesten aufgenommen, und sie verkündeten alles, was Gott mit ihnen gethan hatte. * Etliche aber derer von der 5 Sekte der Pharisäer, welche glaubten, traten unter ihnen auf und sagten: Man muß sie beschneiden und ihnen gebieten, das Gesetz Moses' zu halten. das Wort geredet, gingen sie 26 hinab nach Attalia,* und von dannen schifften sie nach Antiochien, von wo sie der Gnade Gottes befohlen worden zu dem Werke, das sie erfüllt hatten. 27* Als sie aber angekommen waren und die Versammlung zusammengebracht hatten, erzählten sie alles, was Gott mit ihnen gethan, und daß er den Nationen eine Thür des Glau28 bens aufgethan habe.* Sie verweilten aber eine nicht geringe Zeit bei den Jüngern. 15 Und etliche kamen von Judäa herab und lehrten die Brüa Wie Kap. 1, 16. Die Apostel aber und die Ael- 6 testen versammelten sich, um diese Angelegenheit zu besehen. * Als aber viel Wortwechsel ent- 7 standen war, stand Petrus auf und sprach zu ihnen: Brüder, a ihr wisset, daß Gott vor längerer Zeitb mich unter euch auserwählt hat, daß die Nationen als sie jener Stadt das Evangelium verkündigt und viele Jünger gemacht hatten, kehrten sie zurück nach Lystra und Jko22 nium und Antiochien.* Und sie befestigten die Seelen der Jünger und ermahnten sie, im Glauben zu verharren, und daß wir durch viele Trübsale in das Reich Gottes eingehen müssen. 23* Als sie ihnen aber in jeder Versammlung Aelteste gewählt hatten, beteten sie mit Fasten und befahlen sie dem Herrn, an 24 den sie geglaubt hatten.* Und - b B. von alten Tagen her. 235 Apostelgeschichte 15. durch meinen Mund das Wort Menschen den Herrn suchen, des Evangeliums hören und 8 glauben sollten.* Und Gott, der Herzenskenner, gab ihnen Zeugnis, indem er[ ihnen] den Heiligen Geist gab, gleichwie auch 9uns.* Und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, da er durch den Glauben 10 ihre Herzen reinigte.* Nun und alle die Nationen, über welche mein Name angerufen ist," b spricht der Herr, der dieses thut,* was von Ewigkeit her 18 bekannt ist.* Deshalb urteile 19 ich, daß man diejenigen, die sich von den Nationen zu Gott befehren, nicht beunruhige,* son- 20 dern ihnen schreibe, daß sie sich enthalten von den Verunreinigungen der Götzen und von Hurerei und vom Erstickten und vom Blute.* Denn Moses 21 hat von alten Zeiten her in jeder Stadt solche, die ihn predigen, indem er jeden Sabbath in den Synagogen vorgelesen wird. denn, was versuchet ihr Gott, ein Joch auf den Hals der Jünger zu legen, das weder unsre Väter, noch wir zu tragen 11 vermochten?* Sondern wir glauben durch die Gnade des Herrn Jesu in derselben Weise, wie auch jene, errettet zu wer12 den.* Die ganze Menge aber schwieg und hörte Barnabas und Paulus zu, die erzählten, welche Zeichen und Wunder Gott unter den Nationen durch 13 sie gethan habe.* Nachdem sie Dann däuchte es den Apos- 22 teln und den Aeltesten samt der ganzen Versammlung gut, Männer aus sich zu erwählen und sie mite Paulus und Barnabas nach Antiochien zu senden: Judas, genannt Barsabas, und Silas, Männer, welche Führer unter den Brüdern waren.* Und sie schrieben und sandten 23 durch ihre Hand[ folgendes]: aber geschwiegen, antwortete Jakobus und sprach: Brüder, a 14 höret mich!* Simon hat erzählt, wie Gott zuerst die Nationen heimgesucht hat, um aus ihnen ein Volk zu nehmen für seinen 15 Namen.* Und hiermit stimmen die Worte der Propheten überein, wie geschrieben steht: 16* ,, Darnach will ich zurückkehren und wieder aufbauen die Hütte Davids, die verfallen ist, und ihre Ruinen will ich wieder bauen und sie wieder aufrich17 ten,* damit die übrigen der Die Apostel und die Aeltesten und die Brüder an die Brüder, die aus den Nationen sind zu Antiochien und in Syrien und Cilicien, ihren Gruß.* Weil 24 wir gehört haben, daß etliche, die aus unsrer Mitte ausge= gangen sind, euch mit Worten beunruhigt haben, indem sie eure Seele verstören[ und saa Wie Kap. 1, 16.- b Amos 9, 11. 12.- c O. auserwählte Männer aus ihrer Mitte mit... 236 Apostelgeschichte 15. 16. gen, ihr müßtet beschnitten wer- verweilten in Antiochien und den und das Gesetz halten,] denen wir keine Befehle ge25 geben haben-* däuchte es uns, einstimmig geworden, gut, Männer auszuerwählen und sie mit unsern Geliebten, Barnabas und Paulus, zu euch zu 26 senden,* Männer, die ihr Leben hingegeben haben für den Namen unsers Herrn Jesu Christi. 27* Wir haben nun Judas und Silas gesandt, die auch selbst mündlich dasselbe verkündigen 28 werden.* Denn es hat dem Heiligen Geiste und uns gut geschienen, keine größere Last auf euch zu legen, als diese 29 notwendigen Stücke:* euch zu enthalten von Götzenopfern und vom Blute und vom Erstickten und von Hurerei. Wenn ihr euch davor bewahret, so thut ihr recht. Lebet wohl!" lehrten und verkündigten mit noch vielen andern das Wort des Herrn.* Nach etlichen Ta- 36 gen aber sprach Paulus zu Barnabas: Laß uns nun zurückkehren und die Brüder besuchen in jeder Stadt, in welcher wir das Wort des Herrn verkündigt haben, wie es ihnen geht.* Bar- 37 nabas aber war gesonnen, auch Johannes, genannt Markus, mitzunehmen.* Paulus aber 38 hielt für billig, den nicht mitzunehmen, der von ihnen gewichen aus Pamphylien und nicht mit ihnen gegangen war zum Werke.* Es entstand nun 39 eine Erbitterung, so daß sie sich von einander trennten, und daß Barnabas den Markus mitnahm und nach Cypern schiffte. * Paulus aber erwählte sich Si- 40 las und zog aus, von den BrüDieſe nun, nachdem sie ent- dern der Gnade Gottes befohlassen waren, kamen nach An- len.* Und er durchzog Syrien 41 tiochien und versammelten die und Cilicien und befestigte die Menge und übergaben den Brief. Versammlungen. 31* Als sie ihn aber gelesen, freu32 ten sie sich über den Trost.* Judas aber und Silas, die auch selbst Propheten waren, ermuntertena die Brüder mit vielen 33 Worten und stärkten sie.* Als sie sich aber eine Zeitlang aufgehalten, wurden sie mit Frieden von den Brüdern entlassen zu denen, die sie gesandt hat34 ten.(*) Er kam aber zu Derbe und 16 Lystra an. Und siehe, daselbst war ein gewisser Jünger, mit Namen Timotheus, der Sohn eines jüdischen gläubigen Weibes, aber von einem griechischen Bater,* der ein gutes Zeugnis 2 hatte von den Brüdern zu Lystra und Jkonium.* Paulus wollte, 3 daß dieser mit ihm ausgehe, und er nahm und beschnitt ihn um der Juden willen, die in jenen 35 Paulus aber und Barnabas a C. ermahnten, trösteten.- b B. evangelifirten. 30 - 237 da nach Philippi, welches die erste Stadt jenes b Teiles von Macedonien ist, eine Kolonie. Apostelgeschichte 16. Orten waren, denn sie kannten alle seinen Vater, daß er ein 4 Grieche war.* Als sie aber die Städte durchzogen, teilten sie ihnen zur Beobachtung die Beschlüsse mit, die von den Aposteln und Aeltesten in Jerusalem 5 festgeſetzt waren.* Die Versammlungen nun wurden befestigt im Glauben und vermehrten sich täglich an Zahl. 6 Sie durchzogen aber Phrygien und die Landschaft von Galatien, a nachdem sie von dem Heiligen Geiste verhindert worden waren, das Wort in Asien 7zu reden;* als sie aber gen Mysien kamen, versuchten sie nach Bithynien zu reisen, und der Geist Jesu erlaubte es ihnen snicht.* Da sie aber an Mysien vorübergezogen waren, gingen 9 sie nach Troas hinab.* Und es erschien dem Paulus in der Nacht ein Gesicht: Es war ein gewisser macedonischer Mann, der da stand und ihn bat und sprach: Komm herüber nach Ma10 cedonien und hilf uns!* Als Es geschah aber, als wir zum 16 Gebet gingen, daß uns eine gewisse Magd begegnete, die einen Wahrsagergeistd hatte, die ihren er aber das Gesicht gesehen hat- Herren vielen Gewinn brachte te, suchten wir alsbald nach durch Wahrsagen.* Diese folgte 17 Macedonien abzureisen, indem dem Paulus und uns nach, wir schlossen, daß der Herr uns schrie und sprach: Diese Mengerufen habe, ihnen das Evan- schen sind Knechte des höch11 gelium zu verkündigen.* Wir sten Gottes, die euch den Weg fuhren nun von Troas ab und des Heils verkündigen.* Dies 18 kamen geraden Laufs nach Sa- aber that sie viele Tage. Paumothrace, und des folgenden lus aber ward ganz betrübt, 12 Tages nach Neapolis,* und von und er wandte sich und sprach In jener Stadt aber verweilten wir einige Tage.* Und 13 am Tage des Sabbaths gingen wir hinaus vor das Thor an einen Fluß, wo es gebräuchlich war, das Gebet zu thun; und wir setzten uns nieder und redeten zu den Weibern, die zusammengekommen waren.* Und 14 ein gewisses Weib, mit Namen Lydia, eine Purpurkrämerin aus der Stadt Thyatira, welche Gott anbetete, hörte zu, deren Herz der Herr aufthat, daß sie acht gab auf das, was von Paulus geredet ward.* Als sie 15 aber getauft worden war und ihr Haus, bat sie und sagte: Wenn ihr urteilet, e daß ich dem Herrn tren sei, so kehret in mein Haus ein und bleibet. Und sie nötigte uns. 1 a Viell. ist zu lesen: die Landsch. von Phr. und Gal.- b B. des. e B. geurteilt habt. d B. einen Pythons- Geist. e B. Sklaven. - 238 zu dem Geiste: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus zu derselben Stunde. 19* Als aber ihre Herren sahen, daß die Hoffnung ihres Gewinns dahin a war, griffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf den Markt zu den 20 Vorstehern.* Und sie führten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Menschen, welche Juden sind, verwirren ganz 21 und gar unsre Stadt und verkündigen Sitten, die uns nicht erlaubt sind, anzunehmen, noch zu thun, da wir Römer sind. 22* Und die Volksmenge erhob sich zugleiche wider sie, und die Hauptleute rissen ihnen die Kleider ab und befahlen, sie mit 23 Ruten zu schlagen.* Und als Apostelgeschichte 16. sie ihnen viele Schläge gegeben, warfen sie sie ins Gefängnis und befahlen dem Kerkermeister, 24 sie sicher zu verwahren.* Dieser warf sie, als er solchen Befehl empfangen, in das innerste Gefängnis und befestigte ihre 25 Füße im Stock.* Aber um Mitternacht beteten Paulus und Silas und lobsangen Gott; und es hörten sie die Gefange26 nen.* Plötzlich aber geschah ein großes Erdbeben, so daß die Grundfesten des Gefängnisses erschüttert wurden, und alsbald öffneten sich alle Thüren, und - aller Bande wurden gelöst.* Als 27 aber der Kerkermeister aus dem Schlafe aufgeweckt ward und die Thüren des Gefängnisses geöffnet sah, zog er das Schwert und wollte sich töten, indem er meinte, die Gefangenen wären entflohen.* Paulus aber 28 rief mit lauter Stimme und sprach: Thue dir nichts Uebels, denn wir sind alle hier.* Er 29 aber forderte Licht und sprang hinein; und zitternd fiel er vor Paulus und Silas nieder. * Und er führte sie heraus und 30 sprach: Ihr Herren, was muß ich thun, auf daß ich errettet werde?* Sie aber sprachen: 31 Glaube an den Herrn Jesum, und du wirst errettet werden, du und dein Haus.* Und sie 32 redeten das Wort des Herrn zu ihm samt allen, die in seinem Hause waren.* Und er 33 nahm sie in jener Stunde der Nacht zu sich, wusch ihnen die Striemen ab und ward getauft, er und alle die Seinigen alsbald.* Und er führte 34 sie in sein Haus, setzte ihnen einen Tisch vor und frohlockte, an Gott glaubend, mit seinem ganzen Hause. Als es aber Tag geworden, 35 sandten die Hauptleute die Rutenträger und sagten: Laßjene Menschen los.* Der Kerkermei- 36 ster aber verkündete dem Paua B. ausgefahren. b D. Prätoren, 2 Männer( Duumvirn), welche in den römischen Koloniestädten die oberste Gerichtsbarkeit ausübten.- c C. gleichfalls. Apostelgeschichte 16. 17. lus diese Worte: Die Hauptleute haben gesandt, daß ihr losgelassen würdet; so gehet denn jetzt hinaus und ziehet 37 hin in Frieden.* Paulus aber sprach zu ihnen: Nachdem sie uns, die wir Römer sind, öffentlich unverurteilt geschlagen, haben sie uns ins Gefängnis geworfen, und jetzt stoßen sie uns heimlich aus?. Nicht doch, sondern laß sie selbst kommen 38 und uns herausführen.* Die Rutenträger aber meldeten diese Worte den Hauptleuten; und sie fürchteten sich, als sie hörten, 39 daß sie Römer seien. * Und sie kamen und redeten ihnen zu und führten sie heraus und baten sie, daß sie aus der Stadt 40 gingen.* Als sie aber aus Jesus, den ich euch verkündige. * Und etliche aus ihnen glaubten 4 und gesellten sich zu Paulus und Silas, und von den anbetenden Griechen eine große Menge, und der vornehmsten b Frauen nicht wenige. Die Juden aber wurden voll 5 Neides und nahmen etliche böse Männer vom Gassenpöbel zu sich, machten einen Volksauflauf und brachten die Stadt in Verwirrung, und sie traten vor das Haus Jasons und suchten sie unter das Volk zu führen.* Als sie sie aber nicht 6 fanden, schleppten sie Jason und etliche Brüder vor die Oberstene der Stadt und riefen: Diese, die den Erdkreis aufgewiegelt haben, sind auch hieher gekommen, welche Jason be- 7 herbergt hat; und dieſe alle handeln wider die Verordnungen des Kaisers, indem sie sagen, daß ein andrer König sei Jesus.* Sie beunruhigten 8 phipolis und Apollonia ge- aber die Volksmenge und die reist, kamen sie nach Thessalo- Obersten der Stadt, da sie dies nich, wo die Synagoge der hörten.* Und als sie Bürgschaft 9 2 Juden war.* Nach seiner Ge- von Jason und von den übriwohnheit aber ging Paulus zu gen genommen hatten, entließen ihnen hinein und unterredete sie dieselben. sich an drei Sabbathen mit 3ihnen aus den Schriften und eröffnete und legte dar, daß der Christus leiden und aus den Toten auferstehen mußte, und daß dieser ist der Christus, 17 Nachdem sie aber durch Amdem Gefängnis herausgegangen waren, gingen sie zu der Lydia; und als sie die Brüder gesehen, ermahntena sie sie und gingen weg. 239 Die Brüder aber sandten als- 10 bald in der Nacht den Paulus und den Silas nach Beröa, welche, als sie angekommen waren, in die Synagoge der Juden gingen.* Dieſe aber waren 11 a D. ermunterten.- b B. der ersten. Titel des Magistrats von Thessalonich. - e B. Politarchen, ein besonderer 240 Apostelgeschichte 17. edler als die in Thessalonich; sagen? andere aber: Er scheint sie nahmen mit aller Bereit- ein Verkündiger fremder Götwilligkeit das Wort auf, a in- tere zu sein; weil er[ ihnen] dem sie täglich die Schriften das Evangelium von Jesu und untersuchten, ob dies sich also der Auferstehung verkündigte. 12 verhielte.* Darum glaubten* Und sie ergriffen ihn, führten 19 viele von ihnen, und von den ihn zum Areopagd und sagten: griechischen vornehmen Weibern Können wir wissen, was dies und Männern nicht wenige. für eine neue Lehre ist, wovon 13* Als aber die Juden von Thes- du sprichst?* denn du bringst 20 salonich erfuhren, daß auch in etwas Fremdes vor unsre OhBeröa das Wort Gottes von Paulus verkündigt würde, famen sie auch dorthin und er14 regten die Volksmenge.* Da sandten aber die Brüder alsbald den Paulus fort, um bis zum Meere zu gehen. Silas aber und Timotheus blieben 15 daselbst.* Die aber den Paulus hingeleiteten, brachten ihn bis nach Athen; und als sie für Silas und Timotheus Befehl empfangen, daß sie so bald wie möglich zu ihm kommen sollten, reisten sie ab. 16 Während aber Paulus sie in Athen erwartete, ward sein Geist in ihm erregt, da er die Stadt 17 voller Götzenbilderb sah.* Er unterredete sich nun in der Synagoge mit den Juden und mit den Anbetern, und auf dem Markte an jedem Tage mit 18 denen, die da waren.* Aber auch etliche der epikuräischen und stoischen Philosophen griffen ihn an, und etliche sagten: Was will doch dieser Schwätzer ren. Wir möchten nun wissen, was das sein mag.*( Alle 21 Athener aber und die Fremden, die sich da aufhielten, brachten Zeit mit nichts anderm zu, als etwas Neues zu sagen und zu hören.) C Paulus aber stand mitten 22 auf dem Areopag und sprach: Athener, e ich sehe, daß ihr in jeder Beziehung den Götzen ergeben seid.* Denn als ich 23 umherging und die Gegenstände eurer Verehrung betrachtete, fand ich auch einen Altar, an dem die Aufschrift war: Dem unbekannten Gott. Den ihr nun, ohne ihn zu kennen, verehret, diesen verkündige ich euch.* Der Gott, der die Welt 24 gemacht und alles, was darinnen ist, dieser, indem er der Herr des Himmels und der Erde ist, wohnt nicht in Tempeln, mit Händen gemacht, * noch wird er von Menschen- 25 händen bedient, als der etwas bedürfe, weil er selbst allen f a B. welche... aufnahmen.-b D. dem Gößendienst ergeben.- c B. Tämonen. d O. Marshügel.- e B. Männer, Athener. f D. jemandes. 1 1 Leben und Odem und alles 26 giebt.* Und er hat aus einem Blut jede Nation der Menschen gemacht, um zu wohnen auf dem ganzen Erdboden, indem er die verordneten Zeiten und Grenzen ihrer Wohnung be27 stimmt hat,* daß sie Gott suchen, ob sie ihn wohl tastend fühlen a und finden möchten, obgleich er nicht ferne ist von 28 einem jeden von uns.* Denn in ihm leben und weben und sind wir, wie auch etliche eurer Dichter gesagt haben:„ Denn wir sind auch sein Geschlecht." 29* Da wir nun Gottes Geschlecht sind, so sollen wir nicht meinen, daß das Göttliche dem Golde oder Silber oder Stein, einem Gebilde der Kunst und der Erfindung des Menschen, gleich 30 sei.* Nachdem nun Gott die Apostelgeschichte 17. 18. Zeiten der Unwissenheit übersehen, gebietet er jetzt den Menschen, daß sie alle allenthalben 31 Buße thun sollen, weil er einen Tag gesetzt, an welchem er den Erdkreis richten wird in Gerechtigkeit durch den Mann, den er bestimmt hat, und hat allen den Beweis davon gegeben, da er ihn auferweckt hat aus den Toten. 32 Als sie aber von Toten- Auferstehung hörten, spotteten die einen, die andern aber sprachen: Wir wollen dich darüber auch 33 nochmals hören.* Also ging a B. tappen. von diesen, werde. - Paulus hinweg aus ihrer Mitte. * Etliche Männer aber schlossen 34 sich ihm an und glaubten, unter welchen auch Dionysius war, der Areopagit, und ein Weib, mit Namen Damaris, und andere mit ihnen. Nach diesem aber schied er 18 von Athen und kam nach Korinth.* Und als er einen ge- 2 wissen Juden fand, mit Namen Aquila, aus Pontus gebürtig, der kürzlich aus Italien gekommen war, und Priscilla, sein Weib,( weil Klaudius befohlen hatte, daß alle Juden aus Rom weichen sollten) ging er zu ihnen,* und weil er von 3 gleichem Handwerk war, blieb er bei ihnen und arbeitete; denn sie waren Zeltmacher ihres Handwerks.* Er unterredete 4 sich aber in der Synagoge an jedem Sabbath und überzeugte sowohl Juden als Griechen. * Als aber sowohl Silas als 5 Timotheus aus Macedonien herabgekommen waren, ward Paulus hinsichtlich des Wortes gedrängt b und bezeugte den Juden, daß Jesus der Christus ist.* Als sie aber widerstrebten 6 und lästerten, schüttelte er seine Kleider aus und sprach zu ihnen: Euer Blut sei auf euerm Kopfe! Ich bin rein; von jetzt an werde ich zu den Nationen gehen.* Und er ging von dan- 7 nen fort und kam in das Haus c D. Jch, von jetzt an rein b D. ernstlich beschäftigt. 241 - 16 242 eines Gewissen, mit Namen Justus, welcher Gott anbetete, dessen Haus an die Synagoge s stieß.* Krispus aber, der Vorsteher der Synagoge, glaubte an den Herrn mit ſeinem ganzen Hause; und viele der Korinther, welche hörten, glaubten und 9 wurden getauft.* Der Herr aber sprach in einem Gesicht in der Nacht zu Paulus: Fürchte dich nicht, sondern rede und schweige 10 nicht!* denn ich bin mit dir, und niemand soll dich angreifen, dir Uebels zu thun; denn ich habe ein großes Volk in dieser 11 Stadt.* Und er hielt sich ein Jahr und sechs Monate auf und lehrte unter ihnen das Wort Gottes. Apostelgeschichte 18. 12 Als aber Gallion Prokonsul von Achaja war, traten die Juden einmütig gegen Paulus auf und führten ihn vor den Rich13 terstuhl* und sagten: Dieser überredet die Menschen, Gott anzubeten, dem Gesetz zuwider. 14* Als aber Paulus den Mund öffnen wollte, sagte Gallion zu den Juden: Wenn es wirklich eine Ungerechtigkeit oder eine böse Handlung wäre, o Juden, so würde ich euch billigerweise 15 ertragen.* Wenn es aber Fragen sind über Worte und Namen und das Gesetz, das ihr habt, so sehet ihr selbst zu, [ denn] über diese Dinge will 16ich nicht Richter sein.* Und er trieb sie hinweg von dem Rich17 terstuhl.* Alle aber ergriffen Sosthenes, den Vorsteher der Synagoge, und schlugen ihn vor dem Richterstuhl; und Gallion kümmerte sich nicht um dies alles. Paulus aber, als er noch 18 viele Tage daselbst geblieben war, nahm Abschied von den Brüdern und segelte nach Syrien, und mit ihm Priscilla und Aquila, nachdem er zu Kenchreä sein Haupt geschoren, denn er hatte ein Gelübde.* Er 19 kam aber nach Ephesus und ließ jene daselbst; er selbst aber ging in die Synagoge und unterredete sich mit den Juden. * Als sie ihn aber baten, daß 20 er längere Zeit[ bei ihnen] bleiben möchte, willigte er nicht ein, sondern nahm Abschied von 21 ihnen und sagte:[ Ich muß durchaus das zukünftige Fest in Jerusalem halten;] ich werde, wenn Gott will, zu euch zurückkehren. Und er fuhr von Ephesus ab.* Und als er zu 22 Cäsarea gelandet, ging er hinauf und begrüßte die Verſammlung und zog hinab nach Antiochien.* Und als er einige 23 Zeit daselbst zugebracht hatte, reiste er ab und durchzog der Reihe nach die galatische Landschaft und Phrygien und befestigte alle Jünger. Ein gewisser Jude aber, mit 24 Namen Apollos, aus Alexandrien gebürtig, ein beredter Mann, der mächtig war in den Schriften, kam nach Ephesus. Apostelgeschichte 18. 19. 243 sie glauben sollten an den, der nach ihm käme, das ist an Jesum.* Als sie es aber gehört 5 hatten, wurden sie auf den Namen des Herrn Jeſu getauft; * und als Paulus ihnen[ die] 6 Hände aufgelegt, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.* Es waren aber aller der 7 Männer bei zwölf.* Er ging s aber in die Synagoge und sprach freimütig, indem er sich drei Monate lang unterredete und sie von den Dingen des Reiches Gottes überzeugte.* Da aber 9 etliche verhärtet waren und nicht glaubten und vor der Menge übel redeten von dem Wege, begab er sich von ihnen hinweg und sonderte die Jünger ab und unterredete sich täglich in der Schule von Tyrannus.* Dies 10 aber geschah zwei Jahre lang, so daß alle, die in Asien wohnten, sowohl Juden als Griechen, das Wort des Herrn hörten.* Und nicht gemeine Wun- 11 derwerke that Gott durch die Hände des Paulus,* so daß 12 man sogar Schweißtücher oder Schürzen von seinem Leibe auf die Kranken legte, und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister ausfuhren. * Aber auch etliche von den her- 13 umziehenden jüdischen Beschwörern unterwanden sich, über die, welche böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesu anzu25* Dieser war unterwiesen in dem Wege des Herrn, und, brünstig im Geist, redete und lehrte er sorgfältig die Dinge von Jesu, nur die Taufe Johannes' fen26 nend.* Und dieser fing an, freimütig in der Synagoge zu reden. Als aber Aquila und Priscilla ihn hörten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes genauer aus. 27* Als er aber nach Achaja reisen wollte, schrieben die Brüder den Jüngern und ermahntena sie, ihn aufzunehmen; dieser war, als er hinkam, den Glaubenden durch die Gnade 28 sehr behülflich;* denn kräftig widerlegte er die Juden öffentlich, indem er durch die Schriften bewies, daß Jesus der Christus ist. 19 Es geschah aber, während Apollos zu Korinth war, daß Paulus, nachdem er die obe ren Gegenden durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und er fand 2 etliche Jünger* und sprach zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden seid? Sie aber sagten zu ihm: Wir haben nicht einmal gehört, ob der Hei3 lige Geist ist.* Und er sprach: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber sagten: Auf 4 die Taufe Johannes'.* Paulus aber sprach: Johannes hat mit der Taufe der Buße getauft, indem er dem Volke sagte, daß a O. ermunterten. 16* 244 Apostelgeschichte 19. rufen, indem sie sagten: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den 14 Paulus predigt!* Es waren aber gewisse Söhne eines jüdischen Hohenpriesters, Steva, ihrer sieben, die dies thaten. 15* Der böse Geist aber antwortete und sprach zu ihnen: Jesum kenne ich, und von Paulus weiß ich; aber ihr, wer seid ihr? 16* Und der Mensch, in welchem der böse Geist war, sprang auf sie und bemeisterte sich beider und überwältigte sie, so daß sie nackt und verwundet aus jenem 17 Hause entflohen.* Dies aber ward allen bekannt, sowohl Juden als Griechen, die zu Ephesus wohnten, und Furcht fiel auf sie alle, und der Name des 18 Herrn Jesu ward erhoben.* Viele aber von denen, die gläubig geworden, kamen und bekannten und verkündigten ihre Thaten. 19* Viele aber von denen, die vorwitzige Künste getrieben, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen; und sie berechneten den Wert derselben und fanden ihn zu fünfzigtau20 send Stück Silber.* Also wuchs das Wort des Herrn mit Macht und nahm überhand. 21 Als dies aber erfüllt war, setzte sich Paulus in seinem a Geiste vor, nachdem er Macedonien und Achaja durchzogen, nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Wenn ich daselbst gewesen bin, muß ich auch Rom a B. dem.- b D. Diana. 4711 sehen.* Er sandte aber nach 22 Macedonien zwei von denen, die ihm dienten, Timotheus und Erastus, und er selbst verweilte eine Zeit lang in Asien. Es entstand aber um jene 23 Zeit ein nicht geringer Lärm über den Weg.* Denn ein Ge- 24 wisser, mit Namen Demetrius, ein Silberschmied, der silberne Tempel der Artemis b machte, verschaffte einen nicht geringen Erwerb den Künstlern,* welche 25 er versammelte samt den Arbeitern dergleichen Dinge und sprach: Männer, ihr wisset, daß aus diesem Erwerb unser Wohlstand ist,* und ihr sehet und 26 höret, daß dieser Paulus nicht allein zu Ephesus, sondern beinahe in ganz Asien eine große Volksmenge überredet und abgewandt hat, indem er sagt, daß dies keine Götter seien, die mit Händen gemacht werden. * Nicht allein aber ist für uns 27 Gefahr, daß dieses Geschäft in Verachtung komme, sondern auch, daß der Tempel der groBen Göttin Artemis für nichts geachtet und auch ihre Majestät, welche ganz Asien und der Erdkreis verehrt, vernichtet werde. * Als sie aber dies hörten und 28 voll Wut wurden, schrieen sie und sagten: Groß ist die Artemis der Epheser!* Und die 29 [ ganze] Stadt war voll Verwirrung; und sie stürmten einmütig nach dem Theater, indem Apostelgeschichte 19. 20. 245 sie den Gajus und Aristarchus die weder Tempelräuber sind, aus Macedonien, die Reisege- noch eure Göttin lästern.* Wenn 38 fährten des Paulus, mit fort- nun Demetrius und die Künst30 riffen.* Als aber Paulus unter ler mit ihm wider jemanden das Volk gehen wollte, ließen eine Sache haben, so werden es ihm die Jünger nicht zu. Gerichtstage gehalten, und es 31* Und auch etliche der Asiar- sind Statthalter da; laſſet ſie chen, die seine Freunde waren, sich einander verklagen.* Wenn 39 sandten zu ihm und baten ihn, ihr aber wegen andrer Dinge sich nicht nach dem Theater zu ein Gesuch habt, so wird es in 32 begeben. Die einen nun schrieen der gesetzlichen Versammlung * Denn wir 40 erledigt werden. dieses, die andern etwas andres; denn die Versammlung war in Verwirrung, und die meisten wußten nicht, weshalb sie zu33 sammengekommen waren.* Sie sind auch in Gefahr, wegen heute des d Aufruhrs angeklagt zu werden, indem es keine Ursache giebt, weswegen wir uns über diesen Auflauf werden verantworten können.* Und als 41 er dies gesagt hatte, entließ er die Versammlung. zogen aber Alexander aus der Volksmenge hervor, indem die Juden ihn hervorstießen. Alex. ander aber winkte mit der Hand und wollte sich vor dem Volke 34 verantworten.* Als sie aber erkannten, daß er ein Jude war, erhob sich eine Stimme von allen, und sie schrieen bei zwei Stunden: Groß ist die Artemis 35 der Epheser!* Als aber der Stadtschreiber die Volksmenge beruhigt hatte, spricht er: Epheser, welcher Mensch ist denn, der nicht wisse, daß die Stadt der Epheser eine Tempelpflegerin der großen Artemis und des vom Himmele gefallenen 36 Bildes ist?* Da nun dieses unwidersprechlich ist, so geziemt es euch, ruhig zu sein und nichts 37 Ulebereiltes zu thun.* Denn ihr habt diese Männer hergeführt, Nachdem aber der Tumult 20 aufgehört hatte, rief Paulus die Jünger zu sich, und als er Abschied genommen, ging er fort, um nach Macedonien zu reisen.* Als er aber jene Ge- 2 genden durchzogen und sie mit vielen Worten ermahnte hatte, kamer nach Griechenland.* Und 3 nachdem er sich drei Monate aufgehalten und von den Juden ein Anschlag gegen ihn geschah, als er nach Syrien fahren wollte, ward er des Sinnes, durch Macedonien zurückzukehren.* Es begleiteten 4 ihn aber bis nach Asien Sopater, des Pyrrhus Sohn, ein Beröer, von den Thessalonichern a Vorsteher bei den öffentl Feiten; eig.: Oberpriester.- b B. Männer, Epheser.-c D. von Zeus..- d O. des heutigen.- e D. getröstet. 246 Apostelgeschichte 20. aber Aristarchus und Sekun- Knaben lebendig und wurden dus und Gajus, und Timo- nicht wenig getröstet. theus von Derbe, und Tychikus und Trophimus aus Asien. 5* Diese gingen voraus und warteten auf uns in Troas; 6* wir aber segelten nach den Tagen der ungesäuerten Brote von Philippi ab und kamen in fünf Tagen zu ihnen nach Troas, wo wir sieben Tage verweilten. Wir aber gingen voraus auf 13 das Schiff und fuhren gen Assos, und von dort sollten wir Paulus aufnehmen; denn so hatte er's angeordnet, da er selbst zu Fuß gehen wollte. * Als er aber mit uns in Assos 14 zusammentraf, nahmen wir ihn auf und kamen nach Mitylene. * Und als wir von da abge- 15 segelt waren, gelangten wir am folgenden Tage Chios gegenüber an; des andern Tages aber fuhren wir nach Samos, und nachdem wir in Trogyllion geblieben, kamen wir am folgenden Tage nach Milet; * denn Paulus hatte beschlossen, 16 an Ephesus vorbeizufahren, damit es ihm nicht geschehe, in Asien Zeit zu versäumen; denn er eilte, wenn es ihm möglich wäre, am Pfingsttage in Jerusalem zu sein. 7 Am ersten Tage der Woche aber, als wir versammelt waren, um Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, indem er am folgenden Tage abreisen wollte; und er verzog das Wort bis Mitternacht. 8* Es waren aber viele Fackeln in dem Obersaal, wo wir ver9 sammelt waren.* Ein gewisser Jüngling aber, mit Namen Eutychus, saß im Fenster, überwältigt von einem tiefen Schlaf, während Paulus sich noch weiter unterredete; und von dem Von Milet aber sandte er 17 Schlafe überwältigt, fiel er nach Ephesus und rief die Aelvom dritten Stock hinunter testen der Versammlung her10 und ward tot aufgehoben.* Pau- über.* Als sie aber zu ihm 18 lus aber ging hinab und fiel gekommen, sprach er zu ihnen: auf ihn, und ihn umfassend, Ihr wisset von dem ersten ſag. er: Machet feinen Lärm, Tage an, da ich nach Asien kam, denn seine Seele ist in ihm. wie ich die ganze Zeit bei euch 11* Und als er hinaufgestiegen gewesen bin,* dem Herrn die- 19 war und das Brot gebrochen nend mit aller Demut und mit und gegessen und lange bis Thränen und Versuchungen, die zum Anbruch des Tages ge- mir widerfuhren durch die Nachsprochen a hatte, reiste er also stellungen der Juden;* wie 20 12 ab.* Sie brachten aber den ich nichts vorenthalten habe a O. sich unterredet. Apostelgeschichte 20. 247 von dem, was nützlich ist, das ich euch nicht verkündigt und euch gelehrt hätte, öffentlich 21 und in den Häusern,* bezeugend sowohl Juden als Griechen die Buße zu Gott und den Glauben an unsern Herrn 22 Jesum Christum.* Und nun siehe, gebunden in meinema Geiste, gehe ich nach Jerusalem, nicht wissend, was mir daselbst 23 begegnen wird,* außer daß der Heilige Geist mir von Stadt zu Stadt bezeugt und sagt, daß Bande und Trübsale mei24 ner warten.* Aber ich nehme er sich erworben hat durch das Blut seinese Eigenen.*[ Denn] 29 ich weiß[ dieses], daß nach meinem Abschiede verderbliche Wölfe zu euch hereinkommen werden, die der Herde nicht schonen.* Und aus euch selbst 30 werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen hinter sich her.* Darum wachet und ge- 31 denket, daß ich drei Jahre Nacht und Tag nicht aufgehört habe, einen jeden mit Thränen zu ermahnen.* Und nun befehle 32 ich euch Gott und dem Worte seiner Gnade, welches d vermag aufzuerbauen und[ euch] ein Erbe zu geben unter allen Geheiligten.* Ich habe nie- 33 mandes Silber oder Gold oder Kleider begehrt.* Jhr ſelbst 34 wisset, daß meinen Bedürfnissen und denen, die bei mir waren, diese Hände gedient haben.* Ich habe euch alles ge- 35 zeigt, daß wir, also arbeitend, uns der Schwachen annehmen und eingedenk sein müssen der Worte des Herrn Jesu, der selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen.* Und als 36 halten, daß ich euch nicht den er dies gesagt hatte, kniete er ganzen Ratschluß Gottes ver- nieder und betete mit ihnen * Es ward aber viel 37 28 fündigt hätte.* So habet nun allen. acht auf euch selbst und auf Weinens bei allen; und sie fiedie ganze Herde, in welcher len Paulus um den Hals und euch der Heilige Geist als Auf- füßten ihn sehr,* am allermei- 38 seher gesetzt hat, die Versamm- sten betrübt über das Wort, lung Gottes zu hüten, welche das er gesagt hatte, sie würden keine Rücksicht auf meinb Leben, als teuer für mich selbst, auf daß ich meinen Lauf vollende und den Dienst, den ich von dem Herrn Jesu empfangen habe, zu bezeugen das Evangelium der Gnade Gottes. 25* Und nun siehe, ich weiß, daß ihr alle, unter welchen ich, das Reich[ Gottes] predigend, umhergegangen bin, mein Angesicht nicht mehr sehen werdet. 26* Deshalb bezeuge ich euch an dem heutigen Tage, daß ich rein bin von dem Blute aller; 27* denn ich habe nichts vorenta B. dem.- b B. das.- e B. des.-d O. welcher.- e in allem als Vorbild gez. 248 sein Angesicht nicht mehr sehen. Sie geleiteten ihn aber auf das Schiff. Apostelgeschichte 20. 21. 21 Als es aber geschah, daß wir abfuhren, nachdem wir uns von ihnen getrennta hatten, kamen wir geraden Laufs nach Kos, des folgenden Tages aber nach Rhodus und von da nach 2 Patara.* Und als wir ein Schiff fanden, das nach Phönizien übersetzte, stiegen wir 3 ein und fuhren hin.* Als wir aber Cyperns ansichtig wurden und es links liegen ließen, segelten wir nach Syrien und legten zu Tyrus an, denn daselbst hatte das Schiff die Ladung abzuliefern. 4* Und als wir die Jünger gefunden, blieben wir daselbst sieben Tage; diese sagten dem Paulus durch den Geist, nicht nach Jerusalem hinaufzugehen. 5* Als es aber geschah, daß wir die Tage vollendet hatten, gingen wir hinaus und reisten weiter; und sie alle geleiteten uns mit Weibern und Kindern bis außerhalb der Stadt; und wir knieten am Ufer nieder 6 und beteten.* Und als wir von einander Abschied genommen, gingen wir zu Schiffe, 7jene aber kehrten heim.* Als wir aber die Fahrt vollbracht hatten, gelangten wir von Tyrus nach Ptolemais und begrüßten die Brüder und blieben seinen Tag bei ihnen.* Des a Eig. losgerissen. folgenden Tages aber zogen wir aus und kamen nach Cäsarea, und wir gingen in das Haus des Philippus, des Evangelisten, der einer von den sieben war, und blieben bei ihm. * Dieser aber hatte vier Töch- 9 ter, Jungfrauen, welche weissagten.* Als wir aber mehrere 10 Tage blieben, kam ein gewisser Prophet, mit Namen Agabus, aus Judäa herab.* Und er 11 kam zu uns und nahm den Gürtel des Paulus und band seine Hände und Füße und sprach: Dies sagt der Heilige Geist: Den Mann, dessen dieſer Gürtel ist, werden die Juden in Jerusalem also binden und in die Hände der Nationen überliefern.* Als wir aber dies 12 hörten, baten wir ihn sowohl, als auch die daselbst Wohnenden, daß er nicht nach Jerusalem hinaufziehe.* Paulus 13 aber antwortete: Was machet ihr, daß ihr weinet und mir das Herz brechet? Denn ich bin bereit, nicht allein gebunden zu werden, sondern auch in Jerusalem für den Namen des Herrn Jesu zu sterben. * Als er sich aber nicht über- 14 reden ließ, schwiegen wir und sprachen: Der Wille des Herrn geschehe! Nach diesen Tagen aber mach- 15 ten wir unsre Sachen bereit und gingen hinauf nach Jerusalem.* Es gingen aber auch 16 Apostelgeschichte 21. 249 und trage die Kosten für sie, daß sie das Haupt scheren lassen, und alle werden erkennen, daß nichts an dem ist, wessen sie über dich berichtet sind, sondern daß du selbst auch in der Beobachtung des Gesetzes wandelst.* Was aber die Gläu- 25 bigen aus den Nationen betrifft, so haben wir geschrieben und verfügt, daß[ sie nichts dergleichen halten sollten, als nur, daß] sie sich vor Götzenopfer und Blut und Ersticktem und Hurerei bewahren.* Dann 26 nahm Paulus die Männer zu sich, und nachdem er sich des folgenden Tages gereinigt hatte, ging er mit ihnen in den Tempele und fündigte die Erfüllung der Tage der Reinigung an, bis für einen jeden aus ihnen das Opfer dargebracht war.* Als aber die sieben 27 Tage beinahe vollendet waren, sahen ihn die Juden aus Asien im Tempel, und sie brachten die ganze Volksmenge in Aufregung und legten die Hände an ihn und schrieen: Männer 28 von Israel, d helfet! Dies ist der Mensch, der alle allenthalben lehrt wider das Volk und das Gesetz und diese Stätte; und dazu hat er auch Griechen in den Tempel geführt und diese heilige Stätte verunreinigt.* Denn sie hatten 29 einige von den Jüngern aus Cäsarea mit uns und brachten einen gewissen Mnason mit, einen Cyprier, a einen alten Jünger, bei dem wir herber17 gen sollten.* Als wir aber zu Jerusalem angekommen waren, nahmen uns die Brüder 18 freudig auf.* Des folgenden Tages aber ging Paulus mit uns ein zu Jakobus, und alle 19 die Aeltesten kamen dahin.* Und als er sie begrüßt hatte, erzählte er ihnen, eins nach dem andern, was Gott unter den Nationen durch seinen Dienst 20 gethan habe.* Sie aber, als sie es gehört, verherrlichten Gott und sprachen zu ihm: Du siehst, Bruder, wie viele Tausende b der Juden sind, welche glauben, und alle sind Eiferer des 21 Gesetzes.* Sie sind aber über dich berichtet worden, daß du alle Juden, die unter den Nationen sind, Abfall von Moses lehrest und sagest, sie sollen die Kinder nicht beschneiden, noch in den Gebräuchen wan22 deln.* Was ist's nun? Notwendig muß die Menge zusammenkommen, denn sie werden hören, daß du gekommen 23 bist.* Thue nun dieses, was wir dir sagen: Wir haben vier Männer, die ein Gelübde auf 24 sich haben. Diese nimm zu dir und reinige dich mit ihnen a D. uns zu einem g. M. zu bringen, einem C.- b B. Zehntausende ( Myriaden.)--c O.... mit ihnen gereinigt hatte, ging er in den T. à B. Männer, Israeliten. 250 Apostelgeschichte 21. 22. vorher den Trophimus, den Epheser, mit ihm in der Stadt gesehen, von welchem sie meinten, daß ihn Paulus in den 30 Tempel geführt habe.* Und die ganze Stadt war bewegt, und es entstand ein Zusammenlauf des Volkes; und sie ergriffen Paulus und schleppten ihn aus dem Tempel, und alsbald wurden die Thüren ver31 schlossen.* Indem sie ihn aber zu töten suchten, kam an den Obersten a der Schar die Anzeige, daß ganz Jerusalem in 32 Aufregung sei.* Der nahm alsbald Kriegsknechte und Hauptleute mit sich und lief zu ihnen hinab. Als sie aber den Obersten und die Kriegsknechte sahen, hörten sie auf, den Pau33 lus zu schlagen.* Dann nahte der Oberste herzu, griff ihn und befahl, ihn mit zwei Ketten zu binden, und erkundigte sich, wer er denn sei und was er 34 gethan habe.* Die einen aber riefen dieses, die andern jenes unter der Volksmenge; da er aber nichts Gewisses erfahren fonnte wegen des Tumults, befahl er, ihn in das 35 Lager zu führen.* Als er aber an die Stufen kam, geschah es, daß er von den Kriegsknechten getragen wurde, wegen der Gewalt des Volkes. 36* Denn die Menge des Volkes folgte und schrie: Hinweg mit a B. Chiliarch.( S. Mart. 6, 21.) Brüder. ihm!* Und als Paulus eben 37 in das Lager hineingebracht werden sollte, spricht er zu dem Obersten: Ist es mir erlaubt, dir etwas zu sagen? Er aber sprach: Verstehst du griechisch? * Du bist also nicht der Aegyp- 38 ter, der vor diesen Tagen eine Empörung gemacht und die viertausend Mann Meuchelmörder in die Wüste hinausgeführt hat? * Paulus aber sprach: Ich bin 39 ein jüdischer Mann aus Tarsus, Bürger einer nicht unberühmten Stadt in Cilicien; ich bitte dich aber, erlaube mir, zu dem Volke zu reden.* Als er 40 es ihm aber erlaubt hatte, winkte Paulus, der auf den Stufen stand, dem Volke mit der Hand; da aber eine große Stille geworden, redete er sie in hebräischer Mundart an und sprach: * Brüdere und Väter, höret 22 jetzt meine Verantwortung an euch!* Als sie aber hörten, daß 2 er sie in hebräischer Mundart anredete, beobachteten sie deſto mehr Stille. Und er spricht: * Ich bin ein jüdischer Mann, 3 geboren zu Tarsus in Cilicien; aber auferzogen in dieser Stadt zu den Füßen Gamaliels, aufs genaueste unterwieſen im väterlichen Gesetz, war ich, wie ihr alle heutiges Tages seid, ein Eiferer für Gott;* der ich diesen 4 Weg verfolgt habe bis zum Tode, indem ich sowohl Männer - b O. Nachricht.-c B. Männer, Apostelgeschichte 22. als Weiber band und in die 5 Gefängnisse überlieferte,* wie auch der Hohepriester und die ganze Aeltestenschaft mir Zeugnis giebt, von denen ich auch Briefe an die Brüder empfing und nach Damaskus reiste, um auch diejenigen, die dort waren, gebunden nach Jerusalem zu führen, auf daß sie gestraft 6 würden.* Es geschah mir aber, als ich reiste und Damaskus nahte, daß um Mittag plötzlich aus dem Himmel ein großes 7 Licht mich umstrahlte.* Und ich fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die zu mir sprach: Saul, Saul, was verfolgst du smich?* Ich aber antwortete: Wer bist du, Herr? Und er sprach zu mir: Ich bin Jesus, der Nazaräer, den du verfolgst. 9* Die aber bei mir waren, sahen zwar das Licht( und wurden voll Furcht], aber die Stimme dessen, der mit mir redete, 10 hörten sie nicht.* Ich sprach aber: Was soll ich thun, Herr? Der Herr aber sprach zu mir: Stehe auf und gehe nach Damaskus, und daselbst wird dir von allem gesagt werden, was 11 dir zu thun verordnet ist.* Als ich aber vor der Herrlichkeit jenes Lichtes nicht sehen konnte, wurde ich an der Hand derer geleitet, die bei mir waren, und 12 kam nach Damaskus.* Ein gewisser Ananias aber, ein frommer Mann nach dem Gea O. schaute auf! 251 setz, der ein gutes Zeugnis hatte von allen daselbst wohnenden Juden,* kam zu mir, und 13 bei mir stehend, sprach er zu mir: Bruder Saul, sei sehend! a Und zu derselben Stunde schaute ich zu ihm auf.* Er aber sprach: 14 Der Gott unsrer Väter hat dich zuvor verordnet, seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und eine Stimme aus seinem Munde zu hören.* Denn 15 du wirst ihm an alle Menschen ein Zeuge sein von dem, was du gesehen und gehört haſt. * Un nun, was zögerst du? 16 Stehe auf, laß dich taufen und deine Sünden abwaschen, seinen Namen anrufend.* Es geschah 17 mir aber, als ich nach Jerusalem zurückkehrte und in dem Tempel betete, daß ich in Entzückung geriet* und ihn sah, der zu mir is sprach: Eile und gehe eilend aus Jerusalem, denn sie werden dein Zeugnis von mir nicht annehmen.* Und ich sprach: 19 Herr, sie selbst wissen, daß ich die an dich Glaubenden ins Gefängnis warf und in den Synagogen schlug,* und als das 20 Blut des Stephanus, deines Zeugen, vergossen ward, da stand auch ich dabei und willigte mit ein und verwahrte die Kleider derer, die ihn töteten.* Und 21 er sprach zu mir: Gehe hin, denn ich werde dich weit weg unter die Nationen senden. Sie hörten ihm aber zu bis 22 252 zu diesem Worte und erhoben ihre Stimme und sagten: Hinweg von der Erde mit einem solchen, denn es geziemt sich 23 nicht, daß er lebe!* Als sie aber schrieen und die Kleider wegschleuderten und Staub in 24 die Luft warfen,* befahl der mit Gewißheit erfahren wollte, weshalb er von den Juden angeklagt sei, machte er ihn los und befahl, daß die Hohenpriester und das ganze Synedrium zusammenkommen sollten; und er führte Paulus hinab und stellte ihn vor sie. Oberste, a daß er in das Lager Paulus aber richtete die Au- 23 gebracht würde, und sagte, man gen fest auf das Synedrium solle ihn mit Geißelhieben aus- und sprach: Brüder, b ich habe forschen, auf daß er erführe, mit allem guten Gewissen vor um welcher Ursache willen sie Gott gewandelt bis auf diesen 25 also gegen ihn schrieen.* Als Tag.* Der Hohepriester Ana- 2 sie ihn aber mit den Riemen nias aber befahl denen, die bei ausspannten, sprach Paulus zu ihm standen, ihn auf den Mund dem Hauptmann, der dastand: zu schlagen. Da sprach Pau- 3 Ist es euch erlaubt, einen Men- lus zu ihm: Gott wird dich schen, der Römer ist, und zwar schlagen, du getünchte Wand! 26 unverurteilt, zu geißeln?* Als Und du, sitzest du da, mich nach dem Gesetz zu richten, und, wider das Gesetz handelnd, befiehlst du, mich zu schlagen?* Die 4 Dabeistehenden aber sprachen: Schmähst du den Hohenpriester Gottes?* Und Paulus sprach: 5 Ich wußte nicht, Brüder, daß es der Hohepriester ist, denn es steht geschrieben: ,, Von dem Oberstene deines Volkes sollst du nicht übel reden." d* Da 6 aber Paulus wußte, daß der eine Teil von den Sadducäern, der andere aber von den Pharivon ihm ab, die ihn ausforschen säern war, rief er in dem Sysollten; aber auch der Oberste nedrium: Brüder, b ich bin ein fürchtete sich, als er erkannte, Pharisäer, ein Sohn von Phadaß er ein Römer sei, und weil risäern; wegen der Hoffnung 30 er ihn gebunden hatte.* Des und Auferstehung der Toten folgenden Tages aber, da er werde ich gerichtet.* Als er 7 es aber der Hauptmann hörte, ging er hin und meldete es dem Obersten und sprach: Was hast du vor, zu thun? denn dieser Mensch ist ein Römer. 27* Der Oberste aber kam herzu und sprach zu ihm: Sage mir, bist du ein Römer? Er aber 28 sprach: Ja.* Und der Oberste antwortete: Ich habe für eine große Summe dieses Bürgerrecht erworben. Paulus aber sprach: Ich aber bin sogar darin 29 geboren.* Alsbald nun standen b Wie Kap. 1, 16.- c O. Fürsten. d 2. Mof. 22, 28. a B. Chiliarch).- - Apostelgeschichte 22. 23. - Apostelgeschichte 23. aber dies gesagt hatte, entstand verflucht, nichts zu genießen, ein Zwiespalt unter den Phari- bis wir den Paulus getötet säern und den Sadducäern, und haben.* Machet ihr nun jetzt15 s die Menge teilte sich.* Denn die mit dem Synedrium dem OberSadducäer sagen, es sei keine sten Anzeige, damit er ihn zu Auferstehung, noch Engel, noch euch herabführe, als wolltet Geist; die Pharisäer aber be- ihr seine Sache genauer erken9 kennen beides.* Es entstand nen; wir aber sind bereit, che aber ein großes Geschrei, und er nahe kommt, ihn zu töten. die Schriftgelehrten von der* Als aber der Schwestersohn 16 Partei der Pharisäer standen des Paulus von der Nachstellauf und stritten und sagten: Wir finden an diesem Menschen nichts Böses; wenn aber ein Geist oder ein Engel zu ihm 10 geredet hat.* Als aber ein großer Zwie, alt entstand, fürchtete der Oberste, a Paulus möchte von ihnen zerrissen werden, und befahl, daß das Kriegsvolk hinabgehe und ihn aus ihrer Mitte wegreiße und in das Lager führe. 11 ung gehört hatte, kam er hin und ging in das Lager und meldete es dem Paulus.* Pau- 17 lus aber rief einen von den Hauptleuten zu sich und sagte: Führe diesen Jüngling zu dem Obersten, denn er hat ihm etwas zu melden.* Der mun 18 nahm ihn zu sich und führte ihn zu dem Obersten und sagt: Der gefangene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen Jüngling zu dir zu führen, der dir etwas zu sagen habe.* Der 19 Oberste aber nahm ihn bei der Hand und zog sich mit ihm besonders zurück und fragte: Was ist es, das du mir zu melden hast?* Er aber sprach: 20 Die Juden sind übereingekommen, dich zu bitten, daß du morgen den Paulus vor das Synedrium hinunter bringeſt, als ob sie etwas über ihn genauer erforschen wollten.* Du 21 nun, laß dich nicht von ihnen überreden, denn mehr als vierzig Männer von ihnen stellen ihm nach, die sich verflucht haIn der darauf folgenden Nacht aber stand der Herr bei ihm und sprach: Sei gutes Mutes! denn wie du von mir in Jerusalem gezeugt hast, so mußt du auch in Rom zeugen. 12* Als es aber Tag geworden, rotteten sich die Juden zusammen, verfluchten sich und sagten, daß sie weder essen noch trinken würden, bis sie Paulus getötet 13 hätten.* Es waren aber mehr 253 als vierzig, die diese Verschwö14 rung gemacht hatten, die zu den Hohenpriestern und den Aeltesten kamen und sprachen: Wir haben uns mit einem Fluche a B. Chiliarch. 254 Apostelgeschichte 23. 24. ben, weder zu essen noch zu den Mann vorhatten, habe ich trinken, bis sie ihn umgebracht; ihn alsbald zu dir gefandt und und jetzt sind sie bereit und er auch den Klägern befohlen, vor warten die Zusage von dir. dir zu sagen, was sie wider 22* Der Oberstea nun entließ den ihn hätten. Lebe wohl! Jüngling und befahl ihm: Sage niemandem, daß du mir dies 23 angezeigt hast.* Und als er zwei von den Hauptleuten zu sich gerufen hatte, sprach er: Machet zweihundert Kriegsleute bereit, damit sie bis Cäsarea ziehen, und siebenzig Reiter und zweihundert Lanzenträger, von der dritten Stunde der Nacht 24 an.* Und man solle die Tiere fertig halten, auf daß sie den Paulus aufsetzten und sicher hinbrächten zu Felix, dem Land25 pfleger.* Und er schrieb einen Brief folgenden Inhalts: Klaudius Lysias dem vortrefflichsten Landpfleger Felix 27 seinen Gruß!* Diesen Mann, der von den Juden ergriffen wurde und von ihnen getötet werden sollte, habe ich, mit dem Kriegsvolk einschreitend, entrissen, da ich erfuhr, daß er ein 28 Römer sei.* Da ich aber die Ursache wissen wollte, weshalb sie ihn anklagten, führte ich ihn 29 hinab in ihr Synedrium.* Da fand ich, daß er wegen Fragen ihres Gesetzes angeklagt war, aber keine Anklage gegen ihn vorlag, die des Todes oder der 30 Banden wert wäre.* Da mir 26 aber ein Anschlag hinterbracht wurde, den[ die Juden] wider a B. Chiliarch. b B. geschehen. Die Kriegsknechte nun nah- 31 men, wie ihnen befohlen war, den Paulus und führten ihn bei der Nacht gen Antipatris. * Des folgenden Tages aber lie- 32 Ben sie die Reiter mit ihm fortziehen und kehrten nach dem Lager zurück.* Und als diese 33 nach Cäsarea gekommen, übergaben sie dem Landpfleger den Brief und stellten ihm auch den Paulus dar.* Als er ihn aber 34 gelesen und gefragt hatte, aus welcher Provinz er sei, und erfahren, daß er aus Cilicien ſei, * sprach er: Ich werde dich völ- 35 lig anhören, wenn auch deine Ankläger gekommen sind. Und er befahl, daß er in dem Prätorium des Herodes verwahrt werde. Nach fünf Tagen aber kam 24 der Hohepriester Ananias herab mit den Aeltesten und einem gewissen Redner Tertullus, die bei dem Landpfleger Anzeige machten wider Paulus.* Als er 2 aber gerufen worden, begann Tertullus ihn anzuklagen und sprach:* Daß wir großen Frie- 3 den durch dich genießen, und durch deine Fürsorge für dieſe Nation löbliche Maßregeln getroffen worden sind, erkennen wir allewege und allenthaben, 255 funden, noch einen Auflauf der Volksmenge machend, weder in den Synagogen noch in der Stadt;* auch können sie das 13 nicht darthun, worüber sie mich jetzt anklagen.* Aber dies be- 14 kenne ich dir, daß ich nach dem Wege, den sie eine Sekte nennen, also dem Gott meiner Väter diene, indem ich allem glaube, was in dem Gesetz und in den Propheten geschrieben steht, * und die Hoffnung zu Gott 15 habe, welche auch selbſt dieſe annehmen, daß eine Auferstehung sein wird, sowohl der Gerechten als der Ungerechten. * Darume übe ich mich auch, 16 allezeit ein Gewissen ohne Anstoß zu haben vor Gott und den Menschen.* Nach vielen 17 Jahren aber kam ich her, um Almosen für meine Nation und Opfer darzubringen.* Dabei 18 fanden sie mich gereinigt im Tempel, weder mit Auflauf noch Tumult.* Es waren aber et- 19 liche Juden von Asien, die hier vor dir sein und Klage führen sollten, wenn sie etwas wider mich hätten.* Oder laß dieſe 20 selbst sagen, welche Ungerechtigfeit sie bei mir gefunden haben, als ich vor dem Synedrium stand, es sei denn wegen dieses 21 einen Ausrufs, den ich rief, als ich unter ihnen stand: Wegen der Auferstehung der Toten werde ich heute von euch geApostelgeschichte 24. vortrefflichster Felix, mit aller 4 Dankbarkeit an.* Auf daß ich dich aber nicht länger aufhalte, so bitte ich dich, uns in Kürze nach deiner Billigkeit anzuhören. 5* Denn wir haben diesen Mann als eine Pest befunden, und der unter allen Juden, die auf dem Erdkreis sind, Aufruhr erregt, und als einen Hauptanführer der Sekte der Nazaräer, 6* der auch versucht hat, den Tempel zu entheiligen, den wir auch ergriffen haben und ihn nach unserm Gesetz richten wollten. 7* Lysias aber, der Oberste, a kam herzu und führte ihn mit großer Gewalt aus unsern Händen sweg,* indem er seinen Anklägern befahl, zu dir zu kommen;] von dem du, wenn du es selbst untersucht hast, über alles dieses Gewißheit erhalten kannst, 9 dessen wir ihn anklagen.* Die Juden aber klagten ihn auch mit an und sagten, daß dies 10 sich also verhielte.* Paulus aber antwortete, nachdem ihm der Landpfleger zu reden gewinkt hatte: Da ich weiß, daß du seit vielen Jahren Richter über diese Nation bist, so verantworte ich mich über das mich 11 Betreffende getrost,* indem du erkennen kannst, daß es nicht mehr als zwölf Tage sind, seit ich hinaufging, um in Jeru12 salem anzubeten.* Und sie haben mich weder in dem Tempel mit jemandem in Unterredung ge- richtet. a B. Chiliarch.b. erwarten.- c B. In diesem. Apostelgeschichte 24. 25. 256 22 Felix aber, der in betreff des Weges genauere Kenntnis hatte, beschied sie auf weiteres und sagte: Wenn Lysias, der Oberste, a herabkommt, so will ich 23 eure Sache entscheiden.* Er befahl dem Hauptmann, ihn zu verwahren und ihm Erleichterung zu geben und niemandem von den Seinigen zu wehren, ihm zu dienen. 24 Nach etlichen Tagen aber, als Felix kam mit Drusilla, seinem Weibe, die eine Jüdin war, ließ er den Paulus holen und hörte ihn über den Glauben an Chris25 tum.* Als er aber über Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und das kommende Gericht redete, ward Felix mit Furcht erfüllt und antwortete: Für jetzt gehe hin; wenn ich aber gelegene Zeit habe, werde ich dich 26 rufen lassen.* Zugleich hoffte er, daß ihm von Paulus Geld gegeben werden würde; deshalb ließ er ihn auch öfter holen und unterhielt sich mit ihm. 27* Als aber zwei Jahre um waAnzeige bei ihm wider Paulus und baten ihn,* es als eine 3 Gunst wider denselben begehrend, daß er ihn nach Jerusalem kommen ließe; und sie bereiteten eine Nachstellung, ihn unterwegs zu töten.* Festus nun 4 antwortete, Paulus werde in Cäsarea behalten, er ſelbst aber wolle in Kürze abreisen.* Die 5 nun unter euch die Angesehenene sind, sprach er, mögen mit hinabreisen, und, wenn etwas an diesem Manne ist, ihn anklagen.* Nachdem er aber un- 6 ter ihnen nicht mehr als acht oder zehn Tage verweilt hatte, ging er hinab nach Cäsarea, und des folgenden Tages ſetzte er sich auf den Richterſtuhl und befahl, Paulus vorzuführen. * Als er aber angekommen war, 7 stellten sich die von Jerusalem herabgekommenen Juden umher und brachten viele und schwere Beschuldigungen vor, die sie nicht zu beweisen vermochten,* als Paulus sich ver- 8 antwortete: Weder gegen das Gesetz der Juden, noch gegen den Tempel, noch gegen den Kaiser habe ich etwas gesündigt. * Festus aber, der sich bei den 9 Juden in Gunst setzen wollte, antwortete dem Paulus und sagte: Willst du nach Jerusalem hinaufgehen und dort dieserhalb vor mir gerichtet werden? * Paulus aber sprach: Ich stehe 10 vor dem Richterstuhl des Kairen, bekam Felix zum Nachfolger den Porcius Festus, und da Felix sich bei den Juden in Gunst setzen wollte, hinterließ er den Paulus gefangen. 25 Als nun Festus in die Provinz gekommen war, gi er nach drei Tagen von Cäsarea 2 hinauf nach Jerusalem.* Und die Hohenpriester und die Vornehmsten der Juden machten a B. Chiliarch.- b B. Ruhe o. Erleichterung zu haben.- c O. die Mächtigen. Apostelgeschichte 25. 257 gekommen waren, habe ich keinen Aufschub gemacht; ich setzte mich tags darauf auf den Richterstuhl und befahl, den Mann vorzuführen;* über wel- 18 chen, als die Verkläger auftraten, sie keine Beschuldigung von dem Bösen vorbrachten, das ich vermutete.* Sie hatten 19 aber etliche Fragen wider ihn wegen ihres eignen Gottesdienstes und wegen eines gewiſsen Jesus, der gestorben ist, von dem Paulus sagte, er lebe. * Da ich aber hinsichtlich der Un- 20 tersuchung wegen dieser Dinge in Verlegenheit war, sagte ich, ob er wohl nach Jerusalem gehen und daselbst dieſerhalb gerichtet werden wolle.* Als 21 sich aber Paulus darauf berief, daß er auf das Erkenntnis des Augustus behalten würde, befahl ich ihn zu verwahren, bis ich ihn zum Kaiser senden werde.* Agrippa 22 aber[ sprach] zu Festus: Ich möchte selbst auch den Menschen hören. Er aber sagte: Mor-. gen sollst du ihn hören. Als aber etliche Tage vergangen waren, kamen der König Agrippa und Bernice nach Cäsarea, den Festus zu begrü14ßen.* Als sie aber daselbst mehrere Tage verweilt hatten, legte Festus dem Könige die Sache des Paulus vor und sprach: Ein gewisser Mann ist von Felix gefangen zurückge15 lassen worden,* wegen dessen, als ich zu Jerusalem war, die Hohenpriester und die Aeltesten der Juden Anzeige machten und ein Urteil gegen ihn ver- Als nun des folgenden Ta- 23 16 langten;* denen ich antwortete: ges Agrippa und Bernice mit Es ist bei den Römern nicht großem Gepränge kamen und Sitte, irgend einen Menschen in den Verhörsaal eingetreten jemandem preiszugeben, ehe waren, mit den Oberstena und der Angeklagte seine Ankläger den vornehmsten Männern der persönlich vor sich habe und Ge- Stadtward Paulus auf Belegenheit bekommen, sich wegen fehl des Festus vorgeführt. der Anklage zu verantworten.* Und Festus spricht: König 24 17* Als sie nun hieher zusammen- Agrippa und ihr Männer alle, a B. Chiliarchen. sers, wo ich gerichtet werden muß; den Juden habe ich kein Unrecht gethan, wie auch du 11 sehr wohl weißt.* Wenn ich mun irgend Unrecht gethan und etwas Todeswürdiges begangen habe, so weigere ich mich nicht, zu sterben; wenn aber nichts an dem ist, dessen diese mich anklagen, so kann mich niemand ihnen preisgeben. Ich berufe 12 mich auf den Kaiser.* Dann besprach sich Festus mit dem Rat und antwortete: Du hast dich auf den Kaiser berufen, zum Kaiser sollst du gehen. 13 17 258 Apostelgeschichte 25. 26. die ihr mit uns zugegen seid, Jerusalem gewesen ist, wissen ihr sehet diesen, um welchen mich die ganze Menge der Juden angegangen, sowohl in Jerusalem als auch hier, indem sie gegen ihn schrieen, er 25 dürfe nicht mehr leben.* Ich aber, da ich fand, daß er nichts Todeswürdiges begangen, die ser selbst aber sich auch auf den Augustus berufen hat, habe 26 beschlossen, ihn zu senden,* von welchem ich nichts Gewisses dem Herrn zu schreiben habe. Deshalb habe ich ihn auch vorgeführt vor euch und besonders vor dich, König Agrippa, damit ich, wenn die Untersuch ung geschehen ist, etwas zu 27schreiben habe.* Denn es scheint mir ungereimt, einen Gefangenen zu senden und nicht auch die gegen ihn vorliegenden Beschuldigungen anzuzeigen. 26 Agrippa aber sprach zu Paulus: Es ist dir erlaubt, für dich zu reden. Da streckte Paulus die Hand aus und ver2 antwortete sich:* Ich schätze mich glücklich, König Agrippa, daß ich über alles, dessen ich von den Juden angeklagt werde, mich heute vor dir verant3worten soll;* besonders weil du von allen Gebräuchen und Fragen, die unter den Juden sind, Kenntnis hast; darum bitte ich dich, mich langmütig anzuhören. 4* Meinen Lebenswandel nun von Jugend auf, der von Anfang unter meiner Nation in alle die Juden,* die mich ken- 5 nen von der ersten Zeit her, ( wenn sie's bezeugen wollen) daß ich nach der strengsten Sekte unsrer Religion, als Pharisäer, lebte.* Und nun stehe ich vor 6 Gericht wegen der Hoffnung auf die von Gott an unfre Väter geschehene Verheißung, * zu welcher unser zwölfstäm- 7 miges Volk, unablässig Nacht und Tag Gott dienend, hinzugelangen hofft, wegen welcher Hoffnung, o König, ich von den Juden angeklagt werde. * Warum wird es bei euch für s etwas Unglaubliches gehalten, wenn Gott Tote auferweckt? * Ich meinte zwar bei mir selbst, 9 ich müßte gegen den Namen Jesu, des Nazaräers, viel Widriges thun,* was ich auch zu 10 Jerusalem gethan habe; und viele der Heiligen habe ich in Gefängnisse eingeschlossen, indem ich von den Hohenpriestern die Gewalt empfangen hatte, und wenn sie getötet wurden, so gab ich meine Stimme dazu.* Und in allen Synagogen 11 sie oftmals strafend, zwang ich sie, zu lästern; und über die Maßen gegen sie rasend, verfolgte ich sie sogar bis in die ausländischen Städte;* wo- 12 mit beschäftigt, ich auch mit Gewalt und Vollmacht von Hohenpriestern nach Damaskus reiste.* Da, mitten 13 am Tage, sah ich auf dem Apostelgeschichte 26. Wege, o König, vom Himmel her ein Licht, das den Glanz der Sonne übertraf, welches mich, und die mit mir reisten, 14 umstrahlte.* Als wir aber alle zur Erde niedergefallen waren, hörte ich eine Stimme zu mir in hebräischer Mundart sagen: Saul, Saul, was verfolgst du mich? Es ist hart für dich, wider den Stachela auszuschlagen. 15* ch aber sprach: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du ver16 folgst;* aber richte dich auf und stehe auf deinen Füßen, denn dazu bin ich dir erschienen, dich zu einem Diener und Zeugen zu verordnen, sowohl dessen, was du gesehen hast, als auch worin ich dir erscheinen werde, 17* indem ich dich herausnehme 259 und sich zu Gott zu bekehren und der Buße würdige Werke zu thun.* Dieserhalb haben 21 ich die Juden in dem Tempel ergriffen und versucht, mich zu ermorden.* Da mir nun der 22 Beistand von Gott zu teil wurde, so stehe ich bis zu dieſem Tage, bezeugend sowohl Geringen als Großen, indem ich nichts sage außer dem, was auch die Propheten und Moses geredet haben, daß es geschehen werde,* nämlich 23 daß b der Christus leiden sollte, daßb er, der Erste durche Toten- Auferstehung, Licht verkündigen sollte, sowohl dem Volke als auch den Nationen. Da er aber dieses zur Ver- 24 antwortung sagte, spricht Festus mit lauter Stimme: Du rasest, Paulus! die große Gelehrsamkeit bringt dich zur Raserei.* Paulus aber spricht: 25 Ich rase nicht, vortrefflichster Festus, sondern ich rede Worte der Wahrheit und Besonnenheit.* Denn der König weiß 26 um diese Dinge, zu welchem ich auch mit Freimütigkeit rede; denn ich bin überzeugt, daß ihm nichts hiervon verborgen ist, denn nicht in einem Winkel ist dies geschehen.* Glaubst 27 du, König Agrippa, den Propheten? Ich weiß, daß du glaubst.* Agrippa aber[ sprach] 28 zu Paulus: In kurzem überredest du mich, ein Christ zu werden!* Paulus aber[ sprach]: 29 aus dem Volke und den Nationen, zu welchen ich dich 18 sende, ihre Augen aufzuthun, auf daß sie sich bekehren von der Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, auf daß sie Vergebung der Sünden empfangen und ein Erbe unter denen, die durch den Glauben an mich 19 geheiligt sind.* Daher, König Agrippa, war ich nicht ungehorsam dem himmlischen Ge20 sicht,* sondern verkündigte denen zu Damaskus zuerst und zu Jerusalem und in der ganzen Gegend von Judäa und den Nationen, Buße zu thun a B. wider Stacheln.- b B. ob, od.: wenn.- c C. aus. 17* Apostelgeschichte 26. 27. 260 Ich wollte zu Gott, daß über kurz oder langa nicht allein du, sondern auch alle, die mich heute hören, solche würden, wie auch ich bin, ausgenommen dieſe Bande. 30 Und der König stand auf und der Landpfleger und Bernice und die mit ihnen saßen. 31* Und als sie sich zurückgezogen hatten, redeten sie miteinander und sagten: Dieser Mensch thut nichts, was des Todes oder der 32 Banden wert wäre.* Agrippa aber sprach zu Festus: Dieser Mensch hätte losgelassen werden können, wenn er sich nicht auf den Kaiſer berufen hätte. 27 Als es aber beschlossen war, daß wir nach Italien absegeln sollten, überlieferten sie den Paulus und etliche andere Gefangene einem Hauptmann, mit Namen Julius, von der Schar 2 des Augustus.* Als wir aber in ein adramytisches Schiff gestiegen waren, das die Orte längs der Küste Asiens zu befahren vorhatte, fuhren wir ab; und es war bei uns Aristarchus, ein Macedonier aus Thes3 salonich.* Und des andern Tages liefen wir zu Sidon ein. Und Julius behandelte den Paulus sehr wohlwollend und erlaubte ihm, zu den Freunden zu gehen, um sich versor4 gen zu lassen.* Und von da fuhren wir ab und segelten unter Cypern hin, weil die a Eig. in wenigem und vielem. Winde uns entgegen waren. * Und wir durchsegelten das 5 Meer gegen Cilicien und Pamphylien hin und kamen nach Myra in Lycien;* und als der 6 Hauptmann daselbst ein alexandrinisches Schiff fand, das nach Italien segelte, schiffte er uns darauf ein.* Da wir 7 aber in vielen Tagen langsam segelten und kaum gen Knidus gekommen waren, so segelten wir, da uns der Wind nicht heranließ, unter Kreta hin, gegen Salmone;* und als wir kaum s an ihr vorbeigefahren, kamen wir an einen gewissen Ort, Schönhafen genannt, in dessen Nähe die Stadt Lasea war. Da aber viel Zeit verflossen 9 und die Fahrt schon unsicher war, weil auch die Fasten schon vorüber waren, ermahnte Paulus* und sprach zu ihnen: Ihr 10 Männer, ich sehe, daß die Fahrt mit Ungemach und großem Schaden, nich nur der Ladun und des Schiffes, sondern auch unsers Lebens geschehen wird. * Der Hauptmann aber glaubte 11 dem Steuermann und dem Schiffsherrn mehr, als dem, was von Paulus gesagt ward. * Da aber der Hafen zum Ueber- 12 wintern unpassend war, so rieten die meisten dazu, von dannen wegzufahren, ob sie etwa nach Phönix zu gelangen und dort zu überwintern vermöchten, einem Hafen von Kreta, der Apostelgeschichte 27. 261 gegen Nordost und gegen Süd- sprach: O Männer! man hätte 13 oft sieht.* Als aber ein Süd- mir zwar gehorchen und nicht wind sanft wehte, meinten sie, ihren Vorsatz erreicht zu haben, lichteten die Anker und fuhren dicht an Kreta hin. 14* Aber nicht lange darnach erhob sich von Kreta a her ein Sturmwind, Euroklydon ge15 nannt.* Als aber das Schiff mit fortgerissen wurde und dem Winde nicht zu widerstehen vermochte, gaben wir uns preis und trieben dahin. 16* Da wir aber unter einer gewissen kleinen Insel, Klauda genannt, hinliefen, vermochten wir kaum des Bootes mächtig 17 zu werden. Dieses zogen sie herauf und bedienten sich der Hülfsmittel, indem sie das Schiff umgürteten; und da sie fürchteten, auf die Syrte geworfen zu werden, ließen sie das Tauwerk nieder und trie18 ben also dahin.* Indem wir von Kreta abfahren und dieses Ungemach und den Schaden nicht ernten sollen.* Und jetzt 22 ermahne ich euch, gutes Mutes zu sein, denn kein Leben von euch wird verloren gehen, nur das Schiff.* Denn ein Engel 23 des Gottes, dessen ich bin und dem ich diene, stand in dieser Nacht bei mir* und sprach: 24 Fürchte dich nicht, Paulus! du mußt vor den Kaiser gestellt werden; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir fahren.* Deshalb seid gutes 25 Mutes, ihr Männer! denn ich vertraue Gott, daß es so sein wird, gleichwie mir gesagt worden ist.* Wir müssen aber 26 auf eine gewisse Insel geworfen werden.* Als aber die vier 27 zehnte Nacht gekommen war, und wir in dem Adriatischen Meere umhertrieben, meinten gegen Mitternacht die Matrosen, daß sich ihnen ein Land nahe. * Und als sie das Senkblei aus- 28 geworfen hatten, fanden sie zwanzig Faden; als sie aber ein wenig weiter gefahren und das Senkblei wiederum ausgeworfen hatten, fanden sie fünfzehn Faden.* Und indem 29 sie fürchteten, wir möchten etwa auf felfige Orte geworfen wer den, warfen sie vom Hinterteil vier Anker aus und wünschten, daß es Tag würde.* Als 30 am dritten Tage warfen sie mit eignen Händen das Schiffs20 gerät fort.* Da aber viele Tage lang weder Sonne noch Sterne schienen und ein nicht geringes Unwetter auf uns lag, so war zuletzt alle Hoffnung auf unsre Rettung abgeschnitten. 21* Und als man lange Zeit ohne Speise geblieben war, da stand Paulus in ihrer Mitte auf und a B. derselben.- b d. h. sie warfen einen Teil der Schiffsladung über Bord. aber sehr vom Sturme litten, machten sie des folgenden Ta19 ges einen Auswurf; b* und 262 Apostelgeschichte 27. 28. aber die Matrosen aus dem bemerkten einen gewissen MeerSchiffe zu fliehen versuchten und das Boot unter dem Vorwande, als wollten sie vom Vorderteil Anker auswerfen, in 31 das Meer hinabließen,* sprach Paulus zu dem Hauptmann und zu den Kriegsleuten: Wenn diese nicht im Schiffe bleiben, so könnet ihr nicht gerettet wer32 den.* Dann hieben die Kriegsleute die Taue des Bootes ab 33 und ließen es hinabfallen.* Als es aber Tag werden wollte, er mahnte Paulus alle, Speise zu nchmen, und sprach: Heute ist der vierzehnte Tag, daß ihr gewartet und ohne Essen geblieben seid und nichts zu euch ge34 nommen habt.* Deshalb erbusen, der einen Strand hatte, auf welchen sie, wenn möglich, das Schiff zu treiben gedachten. * Und als sie die Anker gekappt 40 hatten, ließen sie sie im Meere a und machten zugleich die Bande der Steuerruder los und hißten das Vordersegel vor den Wind und hielten auf den Strand. * Da sie aber auf eine Land- 41 zungeb gerieten, ließen sie das Schiff stranden, und das Vorderteil saß fest und blieb unbeweglich, das Hinterteil aber zerschellte von der Gewalt der Wellen.* Es war aber der Rat42 der Kriegsknechte, daß sie die Gefangenen töten sollten, damit nicht jemand fortschwimmahne ich euch, Speise zu nehmen und entfliehen möchte. men, denn dies gehört zu eurer* Der Hauptmann aber, der den 43 Erhaltung, denn niemandem Paulus retten wollte, hinderte von euch wird ein Haar des sie an ihrem Vorhaben und be35 Hauptes umkommen.* Und fahl, daß diejenigen, die schwimals er dies gesagt und Brot men könnten, sich zuerst ins genommen hatte, dankte er Gott Meer werfen und an das Land vor allen, und als er es ge- gehen sollten,* und die übrigen 44 brochen, begann er zu essen. teils auf Brettern, teils auf 36* Alle aber, gutes Mutes ge- Stücken vom Schiffe. Und also geschah es, daß alle an das Land gerettet wurden. dem Schiffe, alle Seelen, zwei- Und als wir gerettet waren, 28 38 hundert sechsundsiebenzig.* Als da erfuhren wir, daß die Insel" sie sich aber mit Speise gesät- Melite heiße.* Die Barbaren 2 tigt hatten, erleichterten sie das aber erzeigten uns eine nicht geSchiff, indem sie den Weizen wöhnliche Freundlichkeit, denn 39 in das Meer warfen.* Als sie zündeten ein Feuer an und es aber Tag ward, erkannten nahmen uns alle zu sich wegen sie das Land nicht; aber sie des eingetretenen Regens und a B. ins Meer.- b B. eine Stelle, die auf beiden Seiten Meer hat. worden, nahmen auch selbst 37 Speise.* Wir waren aber in Apostelgeschichte 28. 263 3 wegen der Kälte.* Als aber auch mit vielen Ehren, und als С wir abfuhren, luden sie uns auf, was uns nötig war. Paulus eine[ gewisse] Menge Reiser zusammenraffte und an das Feuer legte, kam eine Natter von der Hitze heraus und hängte 4 sich an seine Hand.* Als aber die Barbaren das Tier an seiner Hand hängen sahen, sagten sie unter einander: Gewiß ist dieser Mensch ein Mörder, den Dike, a obschon er aus dem Meere ge5 rettet ist, nicht leben läßt.* Er nun schüttelte das Tier in das Feuer ab und erlitt nichts Nach drei Monaten aber se- 11 gelten wir ab auf einem alexandrinischen Schiffe, das auf der Insel überwintert hatte, mit dem Zeichen der Dioskuren.d * Und als wir zu Syrakus ge- 12 landet waren, blieben wir drei Tage.* Von dannen fuhren wir 13 herum und kamen nach Rhegium; und da nach einem Tage sich ein Südwind erhob, kamen 6 Schlimmes.* Sie aber erwar- wir den zweiten Tag nach Puteten, daß er aufschwellen oder teoli,* wo wir Brüder fanden 14 plötzlich tot hinfallen würde. und gebeten wurden, sieben Als sie aber lange warteten Tage bei ihnen zu bleiben; und und sahen, daß ihm nichts Un- so kamen wir nach Rom.* Und 15 gewöhnliches geschah, änderten von dannen kamen die Brüder, sie ihre Meinung und sagten, als sie von uns gehört hatten, er sei ein Gott. uns entgegen bis Appii- Forum und Tres- Tabernä, und als Paulus sie sah, dankte er Gott und faßte Mut. 7 In der Umgebung jenes Ortes aber lag ein Landgut, welches dem Erstenb der Insel, mit Namen Publius, gehörte; Als wir aber nach Rom ka- 16 der nahm uns auf und beher- men,[ überlieferte der Hauptbergte uns drei Tage freundlich. mann die Gefangenen dem 8* Es geschah aber, daß der Va- Oberbefehlshaber; aber] dem ter des Publius an Fieberan- Paulus ward erlaubt, für sich fällen und der Ruhr darnieder- zu bleiben mit dem Kriegslag. Zu dem ging Paulus hin- knechte, der ihn bewachte.* Es17ein, und als er gebetet hatte, geschah aber nach drei Tagen, legte er ihm die Hände auf daß er die, welche die Vor9 und heilte ihn.* Als dies aber nehmsten der Juden waren, geschehen war, kamen auch die zusammenberief. Als sie aber übrigen auf der Insel, die Krank- zusammengekommen, sprach er heiten hatten, herzu und wur- zu ihnen: Brüder! e ich, der 10 den geheilt;* diese ehrten uns ich nichts wider das Volk oder a Göttin der Vergeltung. b Titel des Landpflegers..-c D. Ehrenge- d D. Zwillinge( Kastor und Pollux.) e Wie Kap. 1, 16. schenken.. - 264 die väterlichen Gebräuche gethan habe, bin gefangen aus Jerusalem in die Hände der Rö18 mer überliefert worden,* welche mich loslassen wollten, als sie mich verhört hatten, weil keine Ursache des Todes an mir 19 war.* Als aber die Juden wiApostelgeschichte 28. dersprachen, war ich gezwungen, mich auf den Kaiser zu berufen, nicht als hätte ich wider meine Nation etwas anzu20 klagen.* Wegen dieser Ursache nun habe ich gebeten, euch zu sehen und mit euch zu reden; denn um der Hoffnung Israels willen bin ich mit dieser Kette 21 umgeben.* Sie aber sprachen zu ihm: Unserseits haben wir über dich weder Briefe von Judäa empfangen, noch ist jemand von den Brüdern hergekommen, der uns von dir etwas Böses gemeldet oder gesagt hätte. 22* Aber wir begehren von dir zu 23 hören, welche Gesinnung du hast, denn von dieser Sekte ist uns bekannt, daß ihr allenthalben widersprochen wird. Als sie ihm aber einen Tag beſtimmt hatten, kamen mehrere zu ihm in die Herberge, denen er das Reich Gottes auslegte und bezeugte und sie zu überzeugen suchte von Jesu, sowohl aus dem Gesetz Moses' als auch den Propheten, von frühmora Jej. 6, 9. 10. gens bis zum Abend.* Und 24 etliche wurden überzeugt von dem, was gesagt ward, andere aber glaubten nicht.* Als sie 25 aber unter sich uneins waren, gingen sie weg, als Paulus ein Wort redete: Wohl hat der Heilige Geist durch Jesaias, den Propheten, zu unsern Vätern geredet* und gesagt: ,, Gehe 26 hin zu diesem Volke und sprich: Hörend werdet ihr hören und nicht verstehen, und sehend werdet ihr sehen und nicht wahrnehmen.* Denn das Herz die- 27 ses Volkes ist dick geworden, und mit den Ohren haben sie schwer gehört, und ihre Augen haben sie geschlossen, damit sie nicht etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hören und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, und ich sie heile." a * So sei euch nun kund, daß die- 28 ses Heil Gottes den Nationen gesandt ist; sie werden auch hören. *[ Und als er dies geſagt hatte, 29 gingen die Juden weg und hatten viel Wortwechsel unter sich.] Er aber blieb zwei ganze 30 Jahre in seinem eignen gemieteten Hause und nahm alle auf, die zu ihm kamen,* indem er 31 das Reich Gottes predigte und von dem Herrn Jesu Christo lehrte mit aller Freimütigkeit ungehindert. Römer 1. Epistel an die Römer. 1. Paulus, Knechta Jesu Christi, berufener Apostel, abgesondert 2 zum Evangelium Gottes,*( welches er zuvor verheißen hat durch seine Propheten in heili3 gen Schriften)* über seinen Sohn,( der aus dem Samen Davids geworden ist dem Flei4sche nach,* und als Sohn Gottes in Kraft erwiesenb dem Geiste der Heiligkeit nach durch TotenAuferstehung), Jesum Chris5tum, unsern Herrn,*( durch welchen wir empfangen haben Gnade und Apostelamte für seinen Namen zum Glaubensgehorsam unter allen Nationen, 6* unter welchen auch ihr seid, 7 Berufene Jesu Christi)* allen Geliebten Gottes, berufenen Heiligen, die in Rom sind: Gnade euch und Friede von Gott, unserm Vater, und unserm Herrn Jesu Christo. 265 ob ich nun endlich einmal durch den Willen Gottes so glücklich sein möchte, zu euch zu kommen. * Denn mich verlangt, euch zu11 sehen, auf daß ich euch etwas geistliche Gnadengabe mitteile, um euch zu befestigen,* das ist 12 aber, mit euch getröstet zu werden in eurer Mitte, ein jeder durch den Glauben, der in dem Andern ist, sowohl euern als meinen.* Ich will aber nicht, 13 daß euch unbekannt sei, Brüder, daß ich mir oft vorgesetzt habe, zu euch zu kommen,( und bis jetzt verhindert worden bin) auf daß ich auch unter euch einige Frucht haben möchte, gleichwie auch unter den übrigen Nationen.* Ich bin ein Schuldner, 14, sowohl den Griechen als den Barbaren, sowohl den Weisen als den Unverständigen.* Ebenso d 15 bin ich, so viel an mir ist, bereitwillig, auch euch, die ihr in Rom seid, das Evangelium zu verkündigen. 8 Auf's erste danke ich meinem Gott durch Jesum Christum euer aller halben, daß euer Glaube verkündigt wird in der ganzen Denn ich schäme mich des 16 9 Welt.* Denn Gott ist mein Evangeliums nicht, denn es ist Zeuge, welchem ich diene in Gottes Kraft zum Heil jedem meinem Geiste in dem Evange- Glaubenden, sowohl dem Juden lium seines Sohnes, wie unab- zuerst, als auch dem Griechen. 10 lässig ich euer erwähne,* alle-* Denn Gottes Gerechtigkeit 17 zeit flehend bei meinen Gebeten, wird darin geoffenbart aus e a B. Sklave..-b B. bestimmt.-c Eig. Apostelschaft; so auch Apstg. 1, 25. d D. Also.- e d. h. auf dem Grundsay des.. - 266 18 Römer 1. Glauben zu Glauben, so wie geschrieben steht: ,, Der Gerechte aber wird ausa Glauben leben." Denn es wird geoffenbart Gottes Zorn vom Himmel über alle Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit in Ungerechtigkeit be19 sitzen;* weil das von Gott Erfennbare unter ihnen offenbar ist, denn Gott hat es ihnen ge20 offenbart-* denn das Unsichtbare von ihm, sowohl seine ewige Kraft, als auch seine Göttlichkeit, von der Schöpfung der Welt an in dem Gemachten wahrgenommen, wird geschaut so daß sie ohne Entschuldi21 gung sind:* weil sie, Gott kennend, ihn weder als Gott verherrlichten, noch ihm Dank darbrachten, sondern verfielen in ihren Ueberlegungen in Thorheit, und ihr unverständiges 22 Herz ward verfinstert:* indem - sie sich für Weise ausgaben, sind 23 sie zu Narren geworden* und haben die Herrlichkeit des unverweslichen Gottes verwandelt in die Gleichheit eines Bildes des verweslichen Menschen und der Vögel und der vierfüßigen und der friechenden Tiere. 24* Darum hat sie Gott[ auch] dahingegeben in den Gelüsten ihrer Herzen zur Unreinigkeit, ihre Leiber unter einander zu 25 schänden;* welche die Wahrheit Gottes in die Lüge verwandelt und dem Geschöpf mehr Ehre und Dienst erwiesen haben als dem Schöpfer, welcher gepriesen ist in Ewigkeit. e Amen. * Deswegen hat sie Gott dahin- 26 gegeben zu schändlichen Leidenschaften; denn sowohl ihre Weiberd haben verwandelt den natürlichen Gebrauch in den unnatürlichen,* als auch gleicher- 27 weise die Männer, e den natürlichen Gebrauch des Weibes verlassend, in ihrer Wollust zu einander entbrannt sind, indem sie Männere mit Männern e Schande trieben und den gebührenden Lohn ihres Frrtums an sich selbst empfingen.* Und 28 gleichwie sie es nicht für gut fanden, Gott in Erkenntnis zu haben, hat Gott sie dahingegeben einem verworfenen Sinne, zu thun, was sich nicht geziemt, erfüllt mit aller Ungerechtigkeit, 29 Bosheit, Habsucht, Schlechtigkeit, voll von Neid, Mord, Streit, List, Tücke,* Ohren- 30 bläser, Verläumder, Gottverhaßte, Schmäher, Hochmütige, Prahler, Erfinder böser Dinge, Eltern Ungehorsame,* Unver- 31 ständige, Treulose, ohne natürliche Liebe, Unbarmherzige,* die, 32 wiewohl sie Gottes gerechtes Urteil wissen, daß, die solches thun, des Todes würdig sind, es nicht allein ausüben, sondern auch Wohlgefallen s an denen haben, die es thun. a d. h. auf dem Grundsatz des.-b D. seien.- c B. die Zeitalter.- d B. ihre Weiblichen.- e B. Männlichen. f O. Gier.- g B. Mit- Wohlgefallen. - 267 2. Deshalb bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch jeder, der da richtet denn worin du den andern richtest, verdammst du dich selbst; denn du, der du richtest, thust dasselbe. 2* Wir wissen aber, daß das Gericht Gottes nach der Wahrheit ist über die, die solches 3 thun.* Denkst du aber dies, o Mensch, der du die richtest, die solches thun, und verübst das selbe, daß du dem Gericht Got4tes entfliehen werdest?* Oder verachtest du den Reichtum seiner Gütigkeit und Geduld und Langmut und weißt nicht, daß die Güte Gottes dich zur Buße 5 leitet?* Nach deiner Störrigkeit und deinem unbußfertigen Herzen aber häufst du dir selbst Zorn aufa den Tag des Zornes und der Offenbarung des ge6 rechten Gerichts Gottes,* welsowohl dem Juden zuerst, als auch dem Griechen;* denn es ist 11 kein Ansehen der Person bei Gott.* Denn so viele ohne Ge- 12 setz gesündigt haben, werden auch ohne Gesetz verloren gehen; und so viele unter Gesetz gesündigt haben, werden durch Gesetz gerichtet werden,*( denn 13 nicht die Hörer[ des] Gesetzes sind gerecht vor Gott, sondern die Thäter[ des] Gesetzes werden gerechtfertigt werden.* Denn 14 wenn die Nationen, die kein Gesetz haben, von Natur die Dinge dieſe, des Gesetzes ausüben die kein Gesetz haben, sind sich selbst ein Gesetz,* als welche 15 zeigen das Werk des Geſetzes, geschrieben in ihren Herzen, indem ihr Gewissen mitzeugt und ihre Gedanken sich unter einander anklagen oder auch entschuldigen;)* an dem Tage, da 16 Gott das Verborgene der Menschen richten wird, nach meinem Evangelium, durch Jesum Christum. cher einem jeden vergelten wird 7nach seinen Werken:* denen, die mit Ausharren in gutem Werke Herrlichkeit und Ehre und Unverweslichkeit suchen, Wenn du aber ein Jude ge- 17 sewiges Leben;* denen aber, die nannt wirst und dich auf[ das] streitsüchtig und der Wahrheit Gesetz stützeste und dich Gottes ungehorsam sind, der Unge- rühmst* und den Willen kennst 18 rechtigkeit aber gehorsam, Zorn und das Vorzüglichere unter9 und Grimm.* Trübsal und scheidest, d indem du aus dem Angst über jede Seele eines Gesetz unterrichtet bist,* und ge- 19 Menschen, der das Böse wirkt, traust dir, cin Leiter der Blinsowohl des Juden zuerst, als den zu sein, ein Licht derer, die 10 auch des Griechen;* Herrlich- in Finsternis sind,* ein Züchti- 20 feit aber und Ehre und Frie- ger der Thörichten, ein Lehrer den jedem, der das Gute wirkt, der Unmündigen, der die Form b B. keine Annahme.- c O. verläsſeſt.- d D. prüfest. a B. in, od.: an.- - Römer 2. - 268 der Erkenntnis und der Wahr21 heit im Gesetz habe:* der du nun einen andern lehrst, du lehrst dich ſelbst nicht? der du predigst, nicht zu stehlen, du 22 stiehlst?* der du sagst, nicht zu Römer 2. 3. Was ist nun der Vorteil des 3 Juden? oder was ist der Nutzen der Beschneidung?* Viel, auf 2 jede Weise. Denn zuerst sind ihnen die Aussprüche Gottes anvertraut.* Was denn? wenn 3 etliche nicht geglaubt haben, sollte ihr Unglaube Gottes Treue aufheben?* Das sei ferne! Gott 4 aber sei wahrhaftig, jeder Mensch aber Lügner, wie geschrieben steht: ,, Damit du gerechtfertigt seiest in deinen Worten und überwindest, wenn du gerichtet wirst." d* Wenn aber unsre Un- 5 gerechtigkeit Gottes Gerechtigfeit erweist, e was wollen wir sagen? Ist Gott ungerecht, der Zorn auferlegt?( Ich rede nach Menschenweise.)* Das sei ferne! 6 Wie könnte sonst Gott die Welt richten?* Denn wenn die 7 Wahrheit Gottes durch meinef Lüge überströmender geworden ist zu seiner Herrlichfeit, warum werde ich auch noch als Sünder gerichtet?* und 8 nicht, wie wir gelästert werden, und wie etliche sagen, daß wir sprechen: Lasset uns das Böse thun, auf daß das Gute komme?- deren Gericht gerecht ist. Natur, die das Gesetz erfüllt, dich richten, der du mit Buchstaben und Beschneidung ein Ge28 setzes llebertreter bist?* Denn nicht der ist ein Jude, der es äußerlich ist, noch die äußerliche Beschneidung im Fleische 29 Beschneidung;* sondern der ist Was nun? Haben wir ei- 9 ein Jude, der es innerlich e ist, nen Vorzug? Durchaus nicht; und wahre Beschneidung ist die denn wir haben zuvor bewiedes Herzens im Geiste, nicht sen, daß sowohl Juden als im Buchstaben; dessen Lob nicht Griechen alle unter der Sünde ist von Menschen, sondern von sind,* wie geschrieben steht: 10 Gott. cht ein Gere „ Da - ehebrechen, du brichst die Ehe? der du die Götzenbilder für Greuel hältst, du begehst Tem23 pelraub?* der du dich des Gesetzes rühmst, du entehrst Gott durch die Uebertretung des Ge24 setzes?* Denn der Name Gottes wird euerthalben gelästert unter den Nationen, wie ge25 schriebenſteht. a* Denn Beschneidung ist wohl nütze, wenn du das Gesetz thust; wenn du aber ein Gesetzes- Uebertreter bist, so ist deine Beschneidung Vorhaut 26 geworden.* Wenn nun die Vorhaut die Rechte des Gesetzes hält, wird nicht seine Vorhaut für Beschneidung gerechnet wer27 den, und die Vorhaut von a Vergl. Hes. 36, 20-23.- b B. im Offenbaren.- c B. im Verborgenen. d ₁. 51, 4.- e O. ins Licht setzt, od.: empfiehlt.- f O. in meiner. Römer 3. 269 11 auch nicht einer;* da ist nicht, gegen alle und auf alle, die der verständig sei; da ist nicht, 12 der Gott suche.* Sie sind alle da glauben. Denn es ist kein Unterschied,* denn alle ha- 23 abgewichen, sie sind allesamt ben gesündigt und erreichen untauglich geworden; da ist nicht die Herrlichkeit Gottes nicht, der Gutes thue, da ist und werden umsonst gerecht= 24 13 auch nicht einer." a* Jhr fertigt durch seine Gnade, durch Schlund ist ein offenes Grab; mit ihren Zungen haben sie trüglich gehandelt." b ,, Bafilisfengift ist unter ihren Lip14 pen." c * Jhr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit." d 15* ,, Ihre Füße sind schnell, Blut 163u vergießen;* Verwüstung die Erlösung, die in Christo Jesu ist;* welchen Gott dar- 25 gestellt hat zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben an sein Blut, zur Erweisung seiner Gerechtigkeit wegenk des Hingehenlassens der vorher geschehenen Sünden unter der Nachsicht Gottes;* zur Erwei- 26 sung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, daß er gerecht sei und den rechtfertige, der des Glaubens an Jesum1 ist. Wo ist denn der Ruhm? 27 Er ist ausgeschlossen. Durch welches Gesetz? der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens.* Denn wir 28 urteilen, daß ein Mensch durch wird, Glauben gerechtfertigt ohne Gesetzes Werke.* Oder 29 ist Gott der Gott der Juden allein? nicht auch der Nationen? Ja, auch der Nationen, * fintemal es ein einiger Gott 30 ist, der die Beschneidung aus m die Vorhaut Glauben und durch Glauben rechtfertigen wird.* Heben wir denn das 31 Gesetz auf durch den Glauben? und Elend ist auf ihren Wegen, 17* und den Weg des Friedens 18 haben sie nicht erkannt." e* ,, Es ist keine Furcht Gottes vor 19 ihren Augen." f* Wir wissen aber, daß alles, was das Gesetz sagt, es denen sagt, die unters dem Gesetz sind, auf daß jeder Mund verstopft werde und die ganze Welt dem Ge20 richt Gottes verfallen sei.* Darumh aus Gesetzes Werken wird fein Fleisch vor ihm gerechtfertigt werden, denn durch Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde. 21 Jetzt aber ist, ohne Gesetz, Gottes Gerechtigkeit geoffenbart worden, bezeugt durch das Gesetz und die Propheten: 22* Gottes Gerechtigkeit aber durch Glauben an Jesum Christum i 1 d. Pf. 10. 7. a Bi. 14, 1-3.- b Pf. 5, 9. c ₁. 140, 3. e Jes. 59, 7. 8.- f Ps. 36, 1.- g B. in.- h D. Denn.- i B. Glauben Jesu Christi.- kO. in betreff. 1 B. des Glaubens Jesu.- m d. h. auf dem Grundsatz des; so auch 4, 2. 16. 1 270 Das sei ferne! sondern wir bestätigen das Geſetz. 4 Was wollen wir denn sagen, daß Abraham, unser Vater, nach dem Fleische gefunden 2habe?* Denn wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt worden, so hat er Ruhm, aber 3 nicht vor Gott.* Denn was sagt die Schrift? ,, Abraham aber glaubte Gott, und es wurde ihm zur Gerechtigkeit 4 gerechnet." " a* Dem aber, der wirkt, wird der Lohn nicht als Gnade zugerechnet, sondern 5 als Schuldigkeit.* Dem aber, der nicht wirkt, sondern an den glaubt, der den Gottlosen rechtfertigt, wird sein Glaube zur 6 Gerechtigkeit gerechnet.* Gleichwie auch David von der Glückseligkeit des Menschen spricht, dem Gott Gerechtigkeit ohne 7 Werke zurechnet: ,, Glückselig, deren Gesetzlosigkeiten vergeben und deren Sünden bedeckt sind! 8* Glückselig der Mann, dem der Herr Sünde gar nicht zurechnet!" b a 1. Moj. 15, 6. Römer 3. 4. 9 Diese Glückseligkeit nun, ruht sie auf der Beschneidung, oder auch auf der Vorhaut? denn wir sagen, daß der Glaube dem Abraham zur Gerechtigkeit ge10 rechnet worden ist.* Wie ward er ihm denn zugerechnet? als er in der Beschneidung oder in der Vorhaut war? Nicht in der Beschneidung, sondern in der 11 Vorhaut;* und er empfing das - Zeichen der Beschneidung als Siegel der Gerechtigkeit des Glaubens, den er in der Vorhaut hatte, damit er der Vater aller wäre, die in der Vorhaut glauben, damit[ auch] ihnen die Gerechtigkeit zugerechnet würde; * und Vater der Beschneidung, 12 nicht allein derer, die aus der Beschneidung sind, sondern auch derer, die in den Fußstapfen des Glaubens wandeln, den unser Vater Abraham in der Vorhaut hatte. Denn nicht durch Gesetz ward 13 dem Abraham oder seinem Samen die Verheißung, daß er der Welt Erbe sein sollte, sondern durch Glaubens- Gerechtigfeit.* Denn wenn die vom Ge- 14 setz Erben sind, so ist der Glaube zu nichte gemacht und die Verheißung aufgehoben.* Denn 15 das Gesetz bewirkt Zorn, aber wo kein Gesetz ist, da ist auch feine Uebertretung.* Darum 16 ist es aus Glauben, auf daß es nach der Gnade sei, damit die Verheißung dem ganzen Samen fest sei, nicht allein dem, der vom Gesetz ist, sondern auch dem, der des Glaubens Abrahams ist, welcher ist unser aller Vater,*( wie geschrieben steht: 17 Ich habe dich zum Vater vieler Nationen gesetzt" e) vor dem Gott, dem er glaubte, der die Toten lebendig macht und das nicht Seiende ruft, als seiend; * der wider Hoffnung aufd Hoff- 18 b ₁. 32, 1. 2.- c 1. Moj. 17, 5.- d D. in, od.: mit. Römer " 1 nung geglaubt hat, auf daß er ein Vater vieler Nationen würde, nach dem, was gesagt ist: Also soll dein Same sein." a 19* Und nicht schwach im Glauben, sah er nicht an seinen eignen, schon erstorbenen Leib, weil er fast hundert Jahre alt war, und den erstorbenen Mutterleib 20 der Sarah,* undb zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern ward gestärkt im Glauben, Gott die 21 Ehre gebend,* und war der vollen Gewißheit, daß er, was er verheißen, auch zu thun ver22 möge.* Darum ist es ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet wor23 den.* Es ist aber nicht allein seinetwegen geschrieben, daß es 24 ihm zugerechnet worden,* sondern auch unsertwegen, denen es zugerechnet werden soll, die wir an den glauben, der Jesum, unsern Herrn, aus den Toten 25 auferweckt hat, welcher unsrer llebertretungen wegen dahingegeben und unsrer Rechtfertigung wegen auferweckt worden ist. 5 Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christum, 2* durch welchen wir mittelst des Glaubens auch Zugang haben zu dieser Gnade, e in welcher wir stehen, und rühmen uns in Hoffnung der Herrlichkeit Gottes. a 1. Moj. 15, 5. b B. aber. e B. in, d. h. in der Kraft seines. - 4. 5. 271 Nicht allein aber das, sondern 3 wir rühmen uns auch der Trübsale, wissend, daß die Trübsal Ausharren bewirkt,* das Aus- 4 harren aber Erfahrung, d die Erfahrungd aber Hoffnung;* die 5 Hoffnung aber beschämt nicht, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben ist.* Denn Christus 6 ist, da wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gott* Denn kaum 7 lose gestorben. wird jemand für einen Gerechten sterben; denn für den Gütigen möchte vielleicht jemand zu sterben wagen.* Gott aber s erweist seine Liebe gegen uns, indem Christus, da wir noch Sünder waren, für uns gestorben ist.* Vielmehr nun, da s wir jetzt durche sein Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn errettet werden vom Zorn.* Denn wenn wir, da 10 wir Feinde waren, Gott versöhnt wurden durch den Tod seines Sohnes, vielmehr werden wir, da wir versöhnt sind, durche sein Leben errettet werden. Nicht allein aber das, son- 11 dern wir rühmen uns auch Gottes durch unsern Herrn Jesum Christum, durch welchen wir nun die Versöhnung empfangen haben. Darum gleichwie durch ei- 12 - c O. Gunst.- d C. Bewährung. 272 Römer 5. 6. nen Menschen die Sünde in Leben herrschen durch den Eidie Welt gekommen und durch nen, Jesum Chriſtum,)* alſo 18 die Sünde der Tod, und also nun, wie es durch eine Ueberder Tod zu allen Menschen tretung gegen alle Menschen zur durchgedrungen ist, indem sie Verdammnis gereichte, so auch 13 alle gesündigt haben;*( denn durch eine Gerechtigkeit gegen bis zu dem Gesetz war Sünde alle Menschen zur Rechtfertiin der Welt; Sünde aber wird gung des Lebens.* Denn gleich- 19 nicht zugerechnet, wenn kein Ge- wie durch des einen Menschen 14 setz ist.* Aber der Tod herrschtea Ungehorsam die Vielen in die von Adam bis auf Moses, Stellung von Sündern geſetzt sind, selbst über die, welche nicht ge- so werden auch durch den Gesündigt hatten in der Gleich- horsam des Einen die Vielen heit der Uebertretung Adams, in die Stellung von Gerechten geder ein Vorbild des Zukünf setzt werden. Das Gesetz aber 20 15 tigen ist.* gst nicht aberb wie kam daneben ein, auf daß die Uebertretung überströmend sei. Wo aber die Sünde überströmend geworden, ist die Gnade noch überschwänglicher geworden,* auf daß, gleichwie die 21 Sünde geherrscht hat im Tode, g also auch die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben durch Jesum Christum, unsern Herrn. die Uebertretung, also auch die Gnadengabe? Denn wenn durch des Einen Uebertretung die Vielen gestorben sind, so ist vielmehr die Gnade Gottes und die Gabe in Gnade, die durch einen Menschen, Jesum Christum, ist, gegen die Vielen über 16 strömend geworden.* Und ist nichte wie durch Einen, der gesündigt hat, so auch die Gabe? Denn das Urteild war von eineme zur Verdammnis, die Gnadengabe aber von vielen Uebertretungen zur Gerechtig17 feit.f* Denn wenn durch die Was sollen wir nun sagen? 6 Sollten wir in der Sünde verharren, auf daß die Gnade überströme?* Das sei ferne! Wir, 2 die wir der Sünde gestorben sind, wie sollen wir noch in derselben leben?** Wisset ihr 3 nicht, daß wir, so viele auf Christum Jesum getauft worden, auf seinen Tod getauft worden sind?* So sind wir 4 nun mit ihm begraben worden llebertretung des Einen der Tod durch den Einen geherrscht hat, so werden vielmehr die, welche die Uleberschwänglichkeit der Gnade und der freien Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im a D. hat geherrscht. b D. Nicht aber ist.- e O. Und nicht ist. d D. das Gericht. e d. h. von einer Sache oder Handlung.- f O. Rechtfertigung. g d. h. in der Kraft des Todes. - 1 Römer 6. durch die Taufe auf den Tod, auf daß, gleichwie Christus aus den Toten auferweckt worden ist durch die Herrlichkeit des Baters, also auch wir in Neuheit des Lebens wandeln sollen. 5* Denn wenn wir mit ihm einsgemacht worden sind in der Gleichheit seines Todes, so werden wir es auch in der seiner a 6 Auferstehung sein,* indem wir dieses wissen, daß unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, auf daß der Leib der Sünde abgethan sei, daß wir der Sünde 7 nicht mehr dienen.* Denn wer gestorben ist, ist freigesprochenb svon der Sünde.* Wenn wir aber mit Christo gestorben sind, so glauben wir, daß wir auch 9 mit ihm leben werden, da wir wissen, daß Christus, aus den Toten auferweckt, nicht mehr stirbt; der Tod herrscht nicht 10 mehr über ihn.* Denn das er gestorben ist, ist er ein für alle mal der Sünde gestorben; e das er aber lebt, lebt er Gott. 11* Also auch ihr, haltet euch der Sünde für tot, Gott aber lebend in Christo Jesu. 12 So herrsche denn nicht die Sünde in euerm sterblichen Leibe, um seinen Lüsten zu gehorchen; 13* auch stellet nicht eure Glieder dar der Sünde zu Werkzeugen der Ungerechtigkeit, sondern stellet euch selbst Gott dard als 273 Lebende aus den Toten, und eure Glieder Gott zu Werkzeugen der Gerechtigkeit.* Denn 14 die Sünde wird nicht über euch herrschen, denn ihr seid nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade. Was nun? Sollten wir sün- 15 digen, weil wir nicht unter Gesetz, sondern unter Gnade sind? Das sei ferne!* Wisset ihr nicht, 16 daß, wem ihr euch darstellet als Sklaven zum Gehorsam, ihr dessen Sklaven seid, dem ihr gehorchet? entweder der Sünde zum Tode, oder des Gehorsams zur Gerechtigkeit?* Gott aber 17 sei Dank, daß ihr Sklaven der Sünde waret, aber von Herzen gehorsam geworden seid dem Bilde der Lehre, welchem ihr übergeben worden seid!* Frei- 18 gemacht aber von der Sünde, seid ihr Sklaven der Gerechtigkeit geworden.* Ich rede menschlich, 19 wegen der Schwachheit euers Fleisches. Denn gleichwie ihr eure Glieder dargestellt habt zur Sklaverei der Unreinigkeit und der Gesetzlosigkeit zur Gefeßlosigkeit, also stellet jetzt eure Glieder dar zur Sklaverei der Gerechtigkeit zur Heiligkeit. f * Denn als ihr Sklaven der 20 Sünde waret, da waret ihr Freie von der Gerechtigkeit. * Welche Frucht hattet ihr denn 21 damals von den Dingen, dea B. der. b. gerechtfertigt, oder: freigelassen.- e D. starb.-d B. fabet euch dargestellt( d. h. ein für allemal); so auch V. 19.- e. worin ihr unterwiesen worden seid. f O. Heiligung; so auch B. 22. 18 Römer 6. 7. 274 ren ihr euch jetzt schämet? denn das Ende derselben ist der Tod. 22* Jetzt aber, von der Sünde freigemacht, und Gottes Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit, als das Ende aber ewi23 ges Leben.* Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, die Gnadengabe Gottes aber ewiges Leben in Christo Jesu, unserm Herrn. 7 Oder wisset ihr nicht, Brüder,( denn ich rede zu denen, die Gesetz kennen) daß das Gesetz über den Menschen herrscht, so 2lange er lebt?* Denn das verheiratete Weib ist durch's Gesetz an den Mann gebunden, so lange er lebt; wenn aber der Mann gestorben ist, so ist sie losgemacht von dem Gesetz 3 des Mannes.* So wird sie denn, während der Mann lebt, eine Ehebrecherin geheißen, wenn sie eines andern Mannes wird; wenn aber der Mann gestorben ist, ist sie frei von dem Gesetz, so daß sie nicht eine Ehebrecherin ist, wenn sie eines andern 4 Mannes wird.* Also seid auch ihr, meine Brüder, dem Gesetz getötet worden durch den Leib des Christus, daß ihr eines Andern werdet, des aus den Toten Auferweckten, auf daß wir 5 Gott Frucht bringen.* Denn als wir im Fleische waren, wirkten die Leidenschaften der Sünden, die durch das Gesetz waren, in unsern Gliedern, um dem Tode Frucht zu bringen. a Eig. fleischern. * Jetzt aber sind wir von dem 6 Gesetz losgemacht, weil wir dem gestorben sind, in welchem wir festgehalten wurden, so daß wir dienen in dem Neuen des Geistes und nicht in dem Alten des Buchstabens. Was sollen wir nun sagen? 7 Ist das Gesetz Sünde? Das sei ferne! Aber die Sünde hätte ich nicht erkannt, als nur durch Gesetz. Denn auch von der Lust hätte ich nichts gewußt, wenn nicht das Gesetz gesagt hätte: ,, Laß dich nicht gelüſten." * Die Sünde aber, durch das 8 Gebot Anlaß nehmend, bewirkte jede Lust in mir; denn ohne Gesetz war die Sünde tot.* Ich 9 aber lebte einst ohne Gesetz; als aber das Gebot kam, lebte die Sünde auf; ich aber starb. * Und das Gebot, das zum Le- 10 ben gegeben, dasselbe erwies sich mir zum Tode.* Denn die 11 Sünde, durch das Gebot Anlaß nehmend, hat mich getäuscht und durch dasselbe getötet. So ist nun das Gesetz heilig 12 und das Gebot heilig und gerecht und gut.* Wurde nun 13 das Gute mir zum Tode? Das sei ferne! sondern die Sünde, auf daß sie als Sünde erschiene, indem sie durch das Gute mir den Tod wirkte, auf daß die Sünde überaus fündig würde durch das Gebot.* Denn wir 14 wissen, daß das Gesetz geistlich ist, ich aber bin fleischlich, a un Römer 7. 8. 15 ter die Sünde verkauft;* denn was ich wirke, erkenne ich nicht, a denn nicht, was ich will, das thue ich, sondern was ich hasse, 16 das übe ich aus.* Wenn ich aber das, was ich nicht will, ausübe, so stimme ich dem Ge17 setz bei, daß es recht sei.* Nun aber wirke nicht mehr ich das selbe, sondern die Sünde, die 18 in mir wohnt.* Denn ich weiß, daß in mir, das ist in meinem Fleische, nichts Gutes wohnt; b denn das Wollen ist bei mir vorhanden, aber das Wirken dessen, was recht ist,[ finde ich] 19 nicht.* Denn das Gute, das ich will, übe ich nicht aus, sondern das Böse, das ich nicht will, 20 dieses thue ich.* Wenn ich aber dieses, was ich nicht will, aus übe, so wirke nicht mehr ich dasselbe, sondern die in mir 21 wohnende Sünde.* Also finde 275 Christum, unsern Herrn. Also nun diene ich selbſt mit dem Sinne Gottes Gesetz, mit dem Fleische aber der Sünde Gesetz. Also ist jetzt keine Verdamm- 8 nis für die, welche in Christo Jesu sind.* Denn das Gesetz 2 des Geistes des Lebens in Christo Jesu hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.* Denn das 3 dem Gesetz Unmögliche, weil es durch das Fleisch kraftlos war, that Gott, indem er, seinen eignen Sohn in Gleichheitd des Fleisches der Sünde und für die Sünde sendend, die Sünde im Fleische verurteilte,* auf 4 daß das Recht des Geſetzes erfüllt würde in uns, die nicht nach dem Fleische, sondern nach dem Geiste wandeln.* Denn 5 die, welche nach dem Fleische sind, sinnen auf das, was des ich das Gesetz für mich, der Fleisches ist; die aber, welche ich das Rechte ausüben will, nach dem Geiste sind, auf das, daß das Böse bei mir vor- was des Geistes ist.* Denn 6 22 handen ist.* Denn ich habe die Gesinnung des Fleisches ist Wohlgefallen an dem Gesetz der Tod, die Gesinnung des Gottes nach dem innern Men- Geistes aber Leben und Frieden; 23 schen;* aber ich sehe ein an-* weil die Gesinnung des Flei= 7 deres Gesetz in meinen Gliedern, sches Feindschaft ist gegen Gott, das dem Gesetz meines Sinnes denn sie ist dem Gesetz Gottes widerstreitet und mich in Ge- nicht unterthan, denn sie vermag fangenschaft bringt unter das es auch nicht.* Die aber, welche s Gesetz der Sünde, das in mei- im Fleische sind, vermögen Gott 24 nen Gliedern ist.* Ich elender nicht zu gefallen.* Jhr aber ſeid 9 Mensch! wer wird mich retten nicht im Fleische, sondern im vonc diesem Leibe des Todes?- Geiste, wenn anders der Geist 25* Ich danke Gott durch Jesum Gottes in euch wohnt. Wenn a D. erkenne ich nicht an.- b Eig. Gutes nicht w.- e B. aus.- d O. Geſtalt. 18* 276 Römer 8. aber jemand den Geist Christi die Leiden der Jetztzeit nicht nicht hat, der ist nicht sein. 10* Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot, der Sünde wegen, der Geist aber Leben, der Gerechtigkeit 11 wegen.* Wenn aber der Geist dessen, der Jesum aus den Toten auferweckt hat, in euch wohnt, so wird er, der Christum aus den Toten auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen wegen seines in euch wohnenden Geistes. wert sind, verglichen zu werden mit der zukünftigen Herrlichkeit, b die an uns geoffenbart werden soll.* Denn das sehnsüchtige e 19 Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der Söhne Gottes.* Denn die Kreatur ist 20 der Eitelkeit unterworfen worden( nicht mit Willen, sondern um deswillen, der sie unterworfen hat) aufd Hoffnung,* daß 21 auch selbst die Kreatur freigemacht werden wird von der Knechtschafta des Verderbnisses zu der Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes.* Denn wir 22 wissen, daß die ganze Schöpfunge zusammen seufzt und zusammen in Geburtswehen liegt bis jetzt.* Nicht allein aber sie, 23 sondern auch wir selbst, die wir die Erstlinge des Geistes haben, auch wir selbst seufzen in uns selbst, erwartend die Sohnschaft: einen Geist der Knechtschafta em- die Erlösung unsers Leibes. pfangen, wiederum zur Furcht,* Denn in der Hoffnung sind 24 sondern einen Geist der Sohn- wir errettet worden. Hoffnung schaft habt ihr empfangen, in aber, die gesehen wird, ist keiwelchem wir rufen: Abba, Va- ne Hoffnung; denn was einer 16 ter!* Der Geist selbst zeugt mit sieht, was hofft er es auch? * Wenn wir aber das hoffen, 25 was wir nicht sehen, so warten wir mit Ausharren.* Desglei- 26 chen aber nimmt auch der Geist sich unsrer Schwachheit an; denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebührt, aber der Geist selbst bittet inf unSo denn, Brüder, sind wir Schuldner, nicht dem Fleische, um nach dem Fleische zu leben, 13* denn wenn ihr nach dem Fleische lebet, so werdet ihr sterben; wenn ihr aber durch den Geist die Handlungen des Leibes tö14 tet, so werdet ihr leben.* Denn so viele durch den Geist Gottes geleitet werden, diese sind Söhne 15 Gottes.* Denn ihr habt nicht 12 unserm Geiste, daß wir Kinder 17 Gottes sind.* Wenn aber Kinder, so auch Erben Erben Gottes und Miterben Christi, wenn wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit verherrlicht werden. 18 Denn ich halte dafür, daß —— 1 a B. Stlaverei..- b B. gegenüber der zuk. Herrlichkeit. c O standhafte, - f O. vertritt uns mit. od.: beständige.- d D. in, od.: mit.- e B. Kreatur. Römer 8. 9. 27 aussprechlichen Seufzern.* Der aber die Herzen erforscht, weiß, was der Sinn des Geistes ist, denn er bittet für die Heiligena 28 Gott gemäß.* Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach Vorsatz berufen 29 sind.* Denn welche er zuvorgekannt hat, die hat er auch zuvorbestimmt, dem Bilde seines Sohnes gleichförmig zu sein, damit er der Erstgeborne sei 30 unter vielen Brüdern.* Welche er aber zuvorbestimmt hat, diese hat er auch berufen; und welche er berufen hat, diese hat er auch gerechtfertigt; welche er aber gerechtfertigt hat, diese hat er auch verherrlicht. 31 Was sollen wir nun hierzu sagen? Wenn Gott für uns 32 ist, wer wider uns?* Er, der doch seines eignen Sohnes nicht geschont, sondern ihn für uns alle hingegeben hat: wie wird er uns mit ihm nicht auch alles 33 schenken?* Wer wird wider die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott ist es, welcher 34 rechtfertigt,* wer ist, der verdamme? Christus ist es, der gestorben, ja noch mehr, der[ auch] auferweckt, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für 35 uns bittet. b* Wer wird uns 277 oder Blöße, oder Gefahr, oder Schwert?* Wie geschrieben steht: 36 ,, Um deinetwillen werden wir getötet den ganzen Tag; wie Schlachtschafe sind wir gerechnet worden." c* Aber in diesem 37 allen sind wir mehr als Ueberwinder durch den, der uns geliebt hat.* Denn ich bin über- 38 zeugt, daß weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten,* weder Hohes, noch Tie- 39 fes, noch irgend eine andere Kreatur uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm Herrn. Ich sage die Wahrheit in 9 Christo, ich lüge nicht, und mein Gewissen giebt mit mir Zeugnis in dem Heiligen Geiste,* daß ich 2 große Traurigkeit und unaufhörlichen Schmerz habe in meinem Herzen;* denn ich selbst, 3 ich habe gewünscht, durch einen Fluch von Christo entfernt zu sein für meine Brüder, d meine Verwandten nach dem Fleische, * welche Israeliten sind, deren 4 die Sohnschaft ist und die Herrlichkeit und die Bündnisse und die Gesetzgebung und der Dienst und die Verheißungen,* deren 5 die Väter sind, und aus welchen, dem Fleische nach, der Christus ist, welcher über alles ist, Gott, e gepriesen in Ewigkeit. f Amen. scheiden von der Liebe des Christus? Trübsal, oder Angst, oder Verfolgung, oder Hungersnot, a D. vertritt die H.- b D. uns vertritt.-c P₁. 44, 22.- d C. in m. Herzen ( denn... zu sein) für m. B.- e O. Gott ist über alles.- f B. in die Zeita: ter. 278 Römer 9. 6 Nicht aber, als ob das Wort Gottes sein Ziel verfehlt hätte; a denn nicht alle, die aus Israel 7 sind, die sind Israel,* auch nicht, weil sie Abrahams Same sind, sind alle Kinder; sondern in Isaak wird dir ein Same gesnannt werden." b* Das ist: Nicht die Kinder des Fleisches, diese sind Kinder Gottes, sondern die Kinder der Verheißung werden als Same gerechnet. 9* Denn dieses Wort ist ein Verheißungswort: ,, Nach dieser Zeit will ich kommen, und Sarah wird einen Sohn haben." e 10* Nicht aber allein das, sondern auch Rebekka, als sie schwanger war von einem, von Isaak, 11 unserm Vater,* selbst als die Kinder noch nicht geboren waren und weder Gutes noch Böses gethan hatten,( auf daß der Vorsatz Gottes nach Auswahl bestände, nicht aus d Werken, sondern aus dem Berufenden) 12* ward zu ihr gesagt: Der " 1 Größere wird dem Kleineren 13 dienen;" e* wie geschrieben steht: ,, Den Jakob habe ich geliebt, aber den Esau habe ich gehaßt." f 14 Was sollen wir nun sagen? 3st Ungerechtigkeit bei Gott? 15 Das sei ferne!* Denn er sagt zu Moses:„ Ich werde begnadigen, wen ich begnadige, und mich erbarmen, wessen ich mich erbarme." g* Also liegt es nun 16 nicht an dem Wollenden, noch an dem Laufenden, sondern an dem begnadigenden Gott.* Denn 17 die Schrift sagt zu Pharao: Eben hierzu habe ich dich erweckt, damit ich an dir erzeige meine Macht, und damit mein Name verkündigt werde auf der ganzen Erde." h* So denn, 18 wen er will, begnadigt er, und wen er will, verhärtet er. Du wirst nun zu mir sagen: 19 Warum tadelt er noch? Denn wer hat seinem Willen widerstanden?* Ja freilich, o Mensch, 20 wer bist du, der du das Wort nimmst wider Gott? Wird das Geformte zu seinem Former sagen: Warum hast du mich also gemacht?* Hat der Töpfer 21 nicht Macht über den Thon, aus demselben Klumpen ein Gefäß zur Ehre und ein anderes zur Unehre zu machen?* Wenn 22 aber Gott, willens, seinen Zorn zu erzeigen und seine Macht kund zu thun, mit vieler Langmut ertragen hat die Gefäße des Zorns, zubereitet zum Verderben,* und auf daß er 23 fund thäte den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefäßen der Begnadigung, i die er zur Herrlichkeit zuvorbereitet hat...? * uns, die er auch berufen hat, 24 nicht allein aus den Juden, sondern auch aus den Nationen. - a B. hingefallen wäre. b D. genannt; 1. Moj. 21, 12.- c 1. Moj. 18, 10. d. auf den Grundsatz d.-e 1. Moj. 25, 23.- f Mal. 1, 2. 3. g 2. Moj. 33, 19. h 2. Mos. 9, 16. i D. Barmherzigkeit. Römer 25* Wie er auch in Hosea sagt: ,, Ich werde Nicht- mein- Volt mein Volk nennen, und die Nicht26 Geliebte Geliebte." a* ,, Und es wird sein, an dem Orte, da zu ihnen gesagt ward: Ihr seid nicht mein Volk, daselbst sollen sie Söhne des lebendigen Gottes 27 genannt werden." b* Jesaias aber ruft über Israel: Wäre die Zahl der Söhne Israels wie der Sand des Meeres, der lleberrest wird errettet werden. 28* Denn er vollendet die Sache und[ kürzt sie ab in Gerechtigfeit, denn] der Herr wird eine abgekürzte Sache thun auf Er29 den." e* Und wie Jesaias zu vor gesagt hat: ,, Wenn nicht der Herr Zebaoth uns Samen übriggelassen hätte, so wären wir wie Sodom geworden und Gomorra gleich geworden." d Was sollen wir nun sagen? Daß die von den Nationen, die nicht der Gerechtigkeit nachstrebten, Gerechtigkeit erlangt haben, die Gerechtigkeit aber, die aus e 31 Glauben ist;* Israel aber, dem Gesetz der Gerechtigkeit nachstrebend, nicht zu diesem Gesetz 32 gelangt ist.* Warum? Weil sie dieselbe nicht aus Glauben, sondern als ause Werken suchten. Sie haben sich gestoßen an dem 33 Stein des Anstoßes, gleichwie geschrieben steht:„ Siehe, ich lege in Zion einen Stein des 30 9. 10. 279 Anstoßes und einen Fels des Aergernisses, und wer an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden werden." f Brüder! das Wohlgefallen 10 meines Herzens und mein Flehen für sie zu Gott ist zum Heil. s* Denn ich gebe ihnen 2 Zeugnis, daß sie Eifer haben für Gott, aber nicht nach Erkenntnis.* Denn da sie Gottes 3 Gerechtigkeit nicht erkannten und ihre eigne[ Gerechtigkeit] aufzurichten trachteten, haben sie sich der Gerechtigkeit Gottes nicht unterworfen.* Denn Christus 4 ist des Gesetzes Ende, jedem Glaubenden zur Gerechtigkeit. * Denn Moses beschreibt die Ge- 5 rechtigkeit, die aus dem Gesetz ist: Der Mensch, der dieſe Dinge gethan hat, wird durch sie leben." h* Die Gerechtigkeit 6 aber aus Glauben sagt also: Sprich nicht in deinem Herzen: ,, Wer wird hinauf in den Himmel steigen?" i das ist, um Christum herabzuführen;* oder: 7 Wer wird hinab in den Abgrund steigen?" k das ist, um Christum aus den Toten heraufzuführen;* sondern was sagt s sie? ,, Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und in deidem Herzen;" 1 das ist das Wort des Glaubens, welches wir predigen,* daß, wenn du 9. mit deinem Munde Jesum als 11 - a hos. 2, 23.- b. Sos. 1, 10. e Jes. 10, 22. 23. d Jes. 1, 9. e D. auf dem Grundsatz d. f Jes. 28, 16.- g d. h. bezweckt ihre Errettung." h 3. Moj. 18, 5. i 5. Moj. 30, 12.- k 5. Moj. 30, 13.- 15. Moj. 30, 14. - Römer Herrn a bekennen und in deinem Herzen glauben wirst, daß Gott ihn aus den Toten auferweckt hat, du errettet werden wirst. 10* Denn mit dem Herzen wird geglaubt zur Gerechtigkeit, und mit dem Munde wird bekannt 11 zum Heil.* Denn die Schrift sagt: ,, Jeder, der an ihn glaubt, wird nicht zu Schanden wer12 den." b* Denn es ist kein Unterschied zwischen Jude und Grieche, denn derselbe Herr von allen ist reich für alle, die ihn an 13 rufen;* ,, denn jeder, der irgend den Namen des Herrn anrufen wird, wird errettet werden." d Wie werden sie nun den anrufen, an den sie nicht geglaubt haben? Wie aber werden sie an den glauben, von dem sie nicht gehört haben? Wie aber werden sie hören ohne einen Ich sage nun: Hat Gott 11 15 Prediger?* Wie aber werden sein Volk verstoßen? Das sei fie predigen, wenn sie nicht ge- ferne! Denn auch ich bin ein fandt sind? Wie geschrieben Israelit, von dem Samen Abrasteht: Wie lieblich sind die Fü- hams, dem Stamme Benjamin. ße derer, welche das Evange-* Gott hat sein Volk nicht ver- 2 lium des Friedens verkündigen, stoßen, das er zuvorgekannt welche das Evangelium des Gu- hat. Oder wisset ihr nicht, was 16 ten verkündigen!" e* Aber nicht die Schrift in der Geschichte von alle haben dem Evangelium Elias sagt? wie er vor Gott gehorcht. Denn Jesaias sagt: auftritt wider Israel:*, Herr, 3 ,, Herr, wer hat unsrer Ver- sie haben deine Propheten ge17 kündigung geglaubt?" g* Al- tötet, deine Altäre niedergerisso ist der Glaube aus der Ver- sen, und ich allein bin übrigkündigung, die Verkündigung geblieben, und sie trachten nach 280 14 10. 11. aber durch Gottes Wort.* Aber 18 ich sage: Haben sie nicht gehört? Ja freilich. Ihr Schall ist ausgegangen zu der ganzen Erde und ihre Reden zu den Grenzen des Erdkreises." h* Aber 19 ich sage: Hat Israel es nicht erkannt? Zuerst spricht Moses: Ich will euch eifersüchtig machen über sie, die nicht eine Nation sind, über eine unverständige Nation will ich euch erbittern." i* Jesaias aber erkühnt 20 sich und spricht: ,, Ich bin gefunden von denen, die mich nicht suchen, ich bin offenbar geworden denen, die nicht nach mir fragen." k* Von Israel 21 aber sagt er: ,, Den ganzen Tag habe ich meine Hände ausgestreckt zu einem ungehorsamen und widersprechenden Volke." 1 a O. den Herrn Jesum.- b Jef. 28, 16.- c O. denn derjelbe ist der Herrvon allen, reich für, od.: gegen alle.- d Joel 2, 32.- e Jes. 52, 7.- f O. Botschaft; das griech). Wort umfaßt sowohl das Gehörte( den Inhalt der Verfündigung), als auch das Hören( das In- sich- Aufnehmen der Botschaft.) g Jes. 53, 1.- hf. 19, 4. i 5. Moj. 32, 21. k Jes. 65, 1.- 1 Jej. 65, 2. - Römer 11. 4 meinem Leben." a* Aber was sagt ihm die göttliche Antwort? Ich habe mir übrigbleiben lassen siebentausend Mann, die das Knie nicht gebeugt haben 5vor dem Baal." e* Also ist nun auch in der jetzigen Zeit ein Ueberrest nach der Wahl 6der Gnade.* Wenn aber durch Gnade, so nicht mehr aus d Werken, sonst ist die Gnade 7 nicht mehr Gnade.* Was nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; aber die Aus- Wenn aber der Erstling heilig 16 wahl hat es erlangt, die übri- ist, so auch die Masse; und wenn gen aber sind verstockt wor- die Wurzel heilig ist, so auch die sden, e* wie geschrieben steht: Zweige.* Wenn aber einige der 17 ,, Gott hat ihnen einen Geist Zweige herausgebrochen sind, der Schlafsucht gegeben, Au- und du, der du ein wilder Delgen, um nicht zu sehen, und baum warst, unter sie eingeOhren, um nicht zu hören", fpfropft und der Wurzel und der 9 bis auf den heutigen Tag.* Und David sagt:„ Es werde ihr Tisch ihnen zur Schlinge und zum Fallstrick und zum Anstoß 10 und zur Vergeltung.* Verfinstert seien ihre Augen, um nicht zu sehen, und ihren Rücken beuge allezeit." g 11 281 nen, wie viel mehr ihre Vollzahl! h* Denn ich sage euch, den 13 Nationen: Insofern ich nun der Nationen Apostel bin, ehre i ich meinen Dienst,* ob ich auf 14 irgend eine Weise sie, die mein Fleisch sind, zur Eiferſucht reizen und etliche aus ihnen erretten möge.* Denn wenn ihre 15 Verstoßung die Versöhnung der Welt ist, was wird die Annahme anders sein, als Leben aus den Toten? Ich sage nun: Haben sie denn gestrauchelt, auf daß sie fallen sollten? Das sei ferne! sondern durch ihren Fall ist den Nationen das Heil geworden, um sie 12 zur Eifersucht zu reizen.* Wenn Fettigkeit des Delbaumes mitteilhaftig geworden bist,* so rüh- 18 me dich nicht wider die Zweige. Wenn du dich aber wider sie rühmst- du trägst nicht die Wurzel, sondern die Wurzel dich. * Du wirst mun sagen: Die Zwei- 19 ge sind herausgebrochen worden, auf daß ich eingepfropft würde. * Recht; sie sind herausgebrochen 20 worden durch den Unglauben; du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich;* denn wenn Gott 21 aber ihr Fall der Reichtum der die natürlichen Zweigek nicht Welt ist, und ihre Verminde- verschont hat, daß er auch dich rung der Reichtum der Natio- etwa nicht verschonen werde. 1 a 1. Rön. 19, 10. 14. b B. der. - c 1. Kön. 19, 18. d D. auf den Grundsatz der. e C. blind geworden.- f Jes. 29, 10. g Pf. 69, 22. 23. - h O. Fülle.- i C. mache ich herrlich.- k. die Zw. nach der Natur. 282 22* Siehe nun die Güte und Strenge Gottes; gegen die, die gefallen sind, Strenge, gegen dich aber Güte Gottes, wenn du an der Güte bleibst; sonst wirst auch du ausgehauen wer23 den;* und auch jene, wenn sie nicht im Unglauben bleiben, werden eingepfropft werden, denn Gott vermag sie wieder24 um einzupfropfen.* Denn wenn Römer 11. 12. du aus dem von Natur wilden Delbaum ausgehauen und wider die Natur in den guten Delbaum eingepfropft worden bist, wie vielmehr werden diese, die natürlichen 3weige, in ihren eignen Delbaum eingepfropft 25 werden.* Denn ich will nicht, Brüder, daß euch dieses Geheimnis unbekannt sei, auf daß ihr nicht euch selbst flug dünket: daß Verstockunga Israel zum Teil widerfahren ist, bis daß die Vollzahlb der Nationen ein26 gegangen sein wird;* und also wird ganz Israel errettet werden, wie geschrieben steht: ,, Es wird aus Zion der Erretter kommen, er wird die Gottlosigkeiten abwenden von Jakob; 27* und dies ist für sie der Bund von mir, wenn ich ihre Sün28 den wegnehme." e* Hinsichtlich des Evangeliums sind sie zwar Feinde, um euertwillen, hinsichtlich der Auswahl aber Geliebte, um der Väter willen. * Denn die Gnadengaben und 29 die Berufung Gottes sind unbereubar.* Denn gleichwie[ auch] 30 ihr weiland Gott nicht geglaubt habt, jetzt aber unter die Begnadigung gekommen seid durch den Unglauben dieser,* also ha- 31 ben auch jetzt diese an eure Begnadigung nicht geglaubt, d auf daß auch sie unter die Begnadigung kommen.* Denn Gott 32 hat alle zusammen eingeschlossen in den Unglauben, auf daß er alle begnadige.* Tiefe des 33 Reichtums, beides der Weisheit und Erkenntnis Gottes! e Wie unausforschlich sind seine Gerichte und unausspürbar seine Wege!* Denn wer hat des Herrn 34 Sinn erkannt, oder wer ist sein Mitberater gewesen? f* Oder 35 wer hat ihm zuvorgegeben, und es wird ihm vergolten werden? g* Denn von ihm und 36 durch ihn und für ihn sind alle Dinge; ihm sei die Herrlichkeit in Ewigkeit! h Amen. Ich ermahne euch nun, 12 Brüder, durch die Erbarmungen Gottes, eure Leiber darzustellen als ein lebendiges Schlachtopfer, heilig, Gott wohlgefällig, welches ist euer vernünftiger Dienst.* Und seid 2 nicht gleichförmig dieser Welt, i sondern werdet verwandelt durch a O. Blindheit.- bO. Fülle.-c Jei. 59, 20. 21.- d O. sich eurer Begnadigung nicht unterworfen. e D. Tiefe des Reichtums Gottes und der Weisheit und der Erkenntnis!- f Jej. 40, 13. 14.- g Hiob 41, 2.- h B. in die Zeitalter. i B. Zeitlauf. Römer die Erneuerung[ euers] Sinnes, daß ihr prüfen möget, a was da ſei der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille 3 Gottes.* Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben, jedem, der unter euch ist, nicht höher von sich zu denken, als zu denken sich gebührt, sondern so zu denken, daß er mäßig gesinnt sei, wie Gott einem jeden das Maß des Glaubens zuge4 teilt hat.* Denn gleichwie wir in einem Leibe viele Glieder haben, aber die Glieder nicht alle dieselbe Verrichtung haben, 5* also sind wir, die Vielen, ein Leib in Christo, aber je einer 6 des andern Glieder.* Da wir aber verschiedene Gnadengaben haben, nach der uns verliehenen Gnade: es sei Weissagung, so lasset uns weissagen nach dem 7 Maß des Glaubens;* es sei Dienst, so lasset uns bleiben im Dienst; es sei, der da lehrt, sin der Lehre;* es sei, der da ermahnt, in der Ermahnung; der da mitteilt, in Einfalt; b der da vorsteht, mit Fleiß; der da Barmherzigkeit übt, mit Freudigkeit. Die Liebe sei ungeheuchelt. Hasset das Böse, haltet fest am 10 Guten. In der Bruderliebe seid herzliche gegen einander; in Ehrerbietung einer dem an11 dern vorangehend;* im Fleiße nicht säumig; inbrünstig im 9 1 12. 13. 283 Geist, dem Herrn dienend;* in 12 Hoffnung euch freuend, in Trübsal ausharrend, im Gebet anhaltend;* an den Bedürfnis- 13 sen der Heiligen teilnehmend; nach Gastfreundschaft trachtend. * Segnet, die euch verfolgen; 14 segnet, und fluchet nicht.* Frenet 15 euch mit den sich Freuenden, weinet mit den Weinenden.* Seid 16 gleichgesinnt gegen einander; finnet nicht auf hohe Dinge, sondern haltet euch zu den niedrigen; seid nicht weise bei euch selbst. * Vergeltet niemandem 17 Böses mit Bösem; seid vorsor lich für das, was ehrbar ist vor allen Menschen.* Wenn mög- 18 lich, so viel an euch ist, lebet mit allen Menschen in Frieden. * Rächet nie euch selbst, Geliebte, 19 sondern gebet Raum dem Zorn; denn es steht geschrieben: ,, Mein ist die Rache; ich will vergelten, spricht der Herr." d* ,, Wenn 20 nun deinen Feind hungert, so speise ihn; wenn ihn dürstet, so tränke ihn; denn wenn du dieses thust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln." e* Laß dich nicht von 21 dem Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit dem Guten. Jede Seele unterwerfe sich 13 den obrigkeitlichen Gewalten; denn es ist keine Gewalt, außer von Gott, und diese, welche sind, sind von Gott verordnet. a O. zur Prüfung.- b D. Bereitwilligkeit, Freigebigkeit. e O. innig. d 5. Mos. 32, 35. e Spr. 25, 21. 22. - 284 2* Wer sich daher der Obrigkeit widersetzt, widersteht der Anordnung Gottes; die aber widerstehen, werden ein Urteila über 3 sich bringen. b* Denn die Regenten sind nicht einem guten Werke zur Furcht, sondern einem bösen. Willst du dich aber vor der Gewalt nicht fürchten, so übe das Gute, und du wirst 4 Lob von ihr haben;* denn sie ist Gottes Dienerin, dir zu gut. Wenn du aber das Böse übst, so fürchte dich, denn sie trägt das Schwert nicht umsonst; denn sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafee über den, der Böses thut. 5* Darum ist es notwendig, unterthan zu sein, nicht allein der Strafed wegen, sondern auch des Gewissens wegen. 6* Denn dieserhalb entrichtet ihr auch Steuern; denn sie sind Gottes Beamte, die eben hierzu fortwährend beschäftigt sind. 7* So gebet allen, was ihr schuldig seid: die Steuer, den ihr die Steuer, den Zoll, dem ihr den Zoll, die Furcht, dem ihr die Furcht, die Ehre, dem ihr s die Ehre schuldig seid.* Seid niemandem irgend etwas schuldig, als nur einander zu lieben; denn wer den andern liebt, hat 9 das Gesetz erfüllt.* Denn das: ,, Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht töten; du sollst nicht Römer 13. 14. a D. Gericht. b B. empfangen.. e 3. Mos. 19, 18.- f B. die Fülle. i Eig. Ueberlegungen. stehlen; laß dich nicht gelüſten," und wenn ein anderes Gebot ist, ist in diesem Worte zuſammengefaßt: ,, Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." e * Die Liebe thut dem Nächsten 10 kein Uebels. So ist nun die Liebe die Summe f des Gesetzes. Und dieses noch: Die Zeit er- 11 fennend, daß die Stunde schon da ist, daß wir aus dem Schlaf aufwachen sollen; denn jetzt iſt unsre Errettung näher, als da wir geglaubt haben.* Die Nacht 12 ist weit vorgerückt, und der Tag ist nahe. s So lasset uns nun die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen.* Lasset uns anständig 13 wandeln, wie am Tage; nicht in Schwelgereien und Trinkgelagen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Streit und Neid, h* sondern ziehet an 14 den Herrn Jesum Christum, und treibet nicht Vorsorge für das Fleisch zur Erfüllung seiner Lüste. Den Schwachen im Glau- 14 ben aber nehmet auf, doch nicht zur Entscheidung in zweifelhaften Fragen. i* Einer glaubt, 2 er möge alles essen, der Schwache aber ißt Gemüse.* Wer 3 ißt, verachte den nicht, der nicht ißt; und wer nicht ißt, der richte den nicht, der ißt; denn Gott hat ihn aufgenommen.* Wer 4 e B. zum Zorn. d B. des Zornes. g D. hat sich genaht.- h C. Eifer. Römer 14. bist du, der du den Hausknecht eines andern richtest? Er steht oder fällt seinem eignen Herrn. Er wird aber aufrecht gehalten werden, denn der Herr vermag ihn aufrecht zu halten. 5* Der eine hält einen Tag vor dem andern, der andere aber hält jeden Tag gleich. Ein jeder aber sei in seinem eignen Sinne 6 völlig überzeugt.* Wer den Tag achtet, achtet ihn dem Herrn. Und wer ißt, ist dem Herrn, denn er danfsagt Gott; und wer nicht ißt, ist dem Herrn 7 nicht und danksagt Gott.* Denn keiner von uns lebt sich selbst, und keiner stirbt sich selbst. 8* Denn sei es, daß wir leben, wir leben dem Herrn; sei es, daß wir sterben, wir sterben dem Herrn. Sei es nun, daß wir leben, sei es, daß wir ster9 ben, wir sind des Herrn.* Denn hierzu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, auf daß er herrsche sowohl über 10 Tote als Lebendige.* Du aber, warum richtest du deinen Bruder? Oder auch du, warum verachtest du deinen Bruder? Denn wir werden alle vor den Richterstuhl Gottes gestellt wer11 den.* Denn es steht geschrieben: Ich lebe, spricht der Herr, mir soll sich jedes Knie beugen, und jede Zungesoll Gott bekennen." a 12* Also wird nun ein jeder von 285 nicht mehr einander richten, sondern richtet vielmehr dieses: dem Bruder keinen Anstoß oder Aergernis zu setzen.* Ich weiß 14 und bin überzeugt in dem Herrn Jesu, daß nichts an sich selbst gemein ist; nur dem, der etwas für gemein achtet, dem ist es gemein.* Denn wenn dein Bru- 15 der wegen einer Speise betrübt wird, so wandelst du nicht mehr nach der Liebe. Verdirb nicht mit deiner Speise den, für welchen Christus gestorben ist. * Lasset nun euer Gut nicht 16 verlästert werden.* Denn das 17 Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geiste.* Denn wer in 18 diesem dem Christus dient, ist Gott wohlgefällig und den Menschen bewährt. uns für sich selbst Gott Rechen13schaft geben.* Lasset uns nun a Jes. 45, 23. b D. unter. Also lasset uns nun dem nach- 19 streben, was des Friedens ist, und dem, was zur gegenſeitigen Erbauung ist.* Zerstöre nicht 20 einer Speise wegen das Werk Gottes. Alles zwar ist rein, aber es ist böse für den Menschen, der mit b Anstoß isset. * Es ist gut, kein Fleisch zu essen, 21 noch Wein zu trinken, noch etwas, worin dein Bruder sich stößt oder sich ärgert oder schwach ist. * Hast du Glauben? so habe ihn 22 für dich selbst vor Gott. Glückselig, der sich selbst nicht richtet in dem, was er gutheißt!* er 23 aber zweifelt, wenn er isset, ist 286 Römer verurteilt, weil es nicht aus Glauben ist. Alles aber, was nicht aus Glauben ist, ist Sünde. 15 Wir aber, die Starken, sind schuldig, die Schwachheiten der Schwachen zu tragen und nicht 2 uns selbst zu gefallen.* Ein jeder von uns gefalle dem Nächsten zum Guten, zur Erbauung. 3* Denn auch der Christus hat nicht sich selbst gefallen, sondern wie geschrieben steht: ,, Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefal4 len." a* Denn alles, was zuvorgeschrieben ist, ist zu unsrer Belehrung geschrieben, auf daß wir durch das Ausharren und durch die Ermunterung der Schrif5 ten die Hoffnung haben.c* Der Gott aber des Ausharrens und der Ermunterungb gebe euch, gleichgesinnt zu sein unter ein6 ander, Christo Jesu gemäß,* auf daß ihr einmütig mit einem Munde verherrlichet den Gott und Vater unsers Herrn Jesu 7 Christi.* Deshalb nehmet euch unter einander auf, gleichwie auch der Christus euch aufgenommen hat, zu Gottes Herrlichkeit. Denn ich sage, daß[ Jesus] Christus ein Diener der Beschneidung geworden ist um der Wahrheit Gottes willen, um die Verheißungen der Väter zu be9 stätigen;* auf daß die Nationen 8 a P₁. 69, 9. e 5. Mos. 32, 43. strömen zu lassen. - b B. Tröstung. f Pf. 117, 1. - 14. 15. aber Gott verherrlichen möchten um der Begnadigung willen, wie geschrieben steht: ,, Darum werde ich dich bekennen unter den Nationen und deinem Namen lobsingen." d* Und wieder- 10 um sagt er:„ Seid fröhlich, ihr Nationen, mit seinem Volke!" e * Und wiederum: ,, Lobet den 11 Herrn, alle Nationen, und preiset ihn, alle Völker!" f* Und 12 wiederum sagt Jesaias:„ Es wird sein die Wurzel Jesse's und der aufsteht, über die Nationen zu herrschen- auf den werden die Nationen hoffen." g * Der Gott aber der Hoffnung 13 erfülle euch mit aller Freude und Frieden im Glauben, so daß ihr überreich seidh in der Hoffnung, durch die Kraft des Heiligen Geistes. Ich bin aber, meine Brüder, 14 auch selbst euerthalben überzeugt, daß auch ihr selbst voll Gütigkeit seid, erfüllt mit aller Erkenntnis und fähig, auch einander zu ermahnen.* Ich habe 15 aber zum Teil euch freimütiger geschrieben, Brüder, als euch erinnernd, wegen der Gnade, die mir von Gott gegeben ist,* daß 16 ich ein Beamter Christi Jesu sei für die Nationen, priesterlich zu dienen an dem Evangelium Gottes, auf daß das Opfer der Nationen angenehm werde, geheiligt durch den Heie O. festhalten. g Jes. 11, 10. h d ₁. 18, 49. O. im euch über Römer 15. 16. 17 ligen Geist.* Ich habe mich deshalb in Christo Jesu zu rühmen in den Dingen, die Gott 18 betreffen;* denn ich werde nicht wagen, etwas von dem zu reden, was Christus nicht durch mich gewirkt hat zum Gehorsam der Nationen durch Wort und 19 Werf,* in der Kraft der Zeichen und Wunder, in der Kraft des Geistes Gottes, so daß ich von Jerusalem an und rings umher bis nach Illyrikum das Evangelium des Christus völlig ver20 kündigta* und mich also sonderlich beslissen habe, das Evangelium zu predigen, nicht da, wo Christus genannt war, auf daß ich nicht auf eines AndernGrund 21 baue;* sondern wie geschrieben steht: ,, Denen nicht von ihm verkündigt worden, die sollen sehen, und die nicht gehört haben, die 22sollen verstehen." b* Deshalb bin ich auch oft verhindert gewesen, zu euch zu kommen. 23* Nun aber, da ich nicht mehr Raum habe in diesen Gegenden und großes Verlangen, zu euch zu kommen, seit vielen Jah24 ren,* io werde ich kommen, wenn ich nach Spanien gehe; e denn ich hoffe, auf der Durchreise euch zu sehen und von euch dorthin geleitet zu werden, wenn ich zuvor euch etwas genossen 25 habe.* Jetzt aber reise ich nach 287 len, eine gewisse Hülfleistung zu thun für die Dürftigen unter den Heiligen, die in Jerusalem sind.* Es hat ihnen freilich wohl= 27 gefallen, auch sind sie ihre Schuldner. Denn wenn die Nationen ihrer geistlichen Güter teilhaftig geworden, so sind sie schuldig, ihnen auch in den leiblichen zu dienen.* Wenn ich 28 dies nun vollbracht und dieſe Frucht ihnen versiegelt habe, so will ich bei euch durchreisen nach Spanien.* Ich weiß aber, 29 daß, wenn ich zu euch komme, ich in der Fülle des Segens Christi kommen werde.* Jch 30 bitte euch aber, Brüder, durch unsern Herrn Jeſum Christum und durch die Liebe des Geistes, mit mir zu kämpfen in den Gebeten für mich zu Gott, auf daß ich von den Ungläu- 31 bigen in Judäa errettet werde, und[ auf daß] mein Dienſt, den ich zu Jerusalem habe, den Heiligen angenehm sei;* auf 32 daß ich durch den Willen Gottes mit Freuden zu euch komme und mich mit euch erquicke. * Der Gott des Friedens aber 33 sei mit euch allen! Amen. Ich empfehle euch aber Phö- 16 be, unsre Schwester, welche eine Dienerin ist der Versammlung, die in Kenchreä ist,* auf 2 daß ihr sie in dem Herrn, der Heiligen würdig, aufnehmet und ihr beistehet, in welcher Sache irgend sie euer bedarf; denn Jerusalem im Dienste für die 26 Heiligen.* Denn es hat Macedonien und Achaja wohlgefala B. erfüllt. b Jes. 52, 15.- c O. gehen sollte. Römer 16. 288 auch sie ist vielen ein Beistanda gewesen, auch mir selbst. 3* Grüßet Priska und Aquila, meine Mitarbeiter in Christo 4Jesu,*( welche für mein Leben ihren eignen Hals preisgegeben haben, denen nicht allein ich danke, sondern auch alle Versammlungen der Nationen) 5* und die Versammlung in ihrem Hause. Grüßet Epänetus, meinen Geliebten, welcher der Erstling Asiens ist für Christum. 6* Grüßet Maria, die sehr für 7 euch gearbeitet hat.* Grüßet Andronikus und Junias, meine Verwandten und meine Mitgefangenen, die unter den Aposteln ausgezeichnet sind, die auch 8 vor mir in Christo waren.* GrüBet Amplias, meinen Geliebten 9 im Herrn.* Grüßet Urbanus, unsern Mitarbeiter in Christo, und Stachys, meinen Geliebten. 10* Grüßet Apelles, den Bewährten in Christo. Grüßet die von 11 Aristobulus Hause.* Grüßet Herodion, meinen Verwandten. Grüßet die von Narcissus Hause, 12 die im Herrn sind.* Grüßet Tryphäna und Tryphosa, die im Herrn arbeiten. Grüßet Perfis, die Geliebte, die viel ge= 13 arbeitet hat im Herrn.* GrüBet Rufus, den Auserwählten im Herrn, und seine und meine 14 Mutter.* Grüßet Asynkritus, Ich, Tertius, der ich diese 22 Epistel geschrieben habe, grüße euch im Herrn.* Es grüßt 23 euch Gajus, mein und der ganzen Versammlung Wirt. Es grüßen euch Erastus, der Stadt Rentmeister, und der Bruder Quartus.* Die Gnade unsers 24 Phlegon, Hermes, Patrobas, Hermas und die Brüder bei 15 ihnen.* Grüßet Philologus a D. eine Beschüßerin, Fürsorgerin- b B. untergelegt.-c D. bitte. und Julias, Nereus und seine Schwester und Olympas und alle Heiligen bei ihnen.* Grü- 16 ßet einander mit heiligem Kuß. Es grüßen euch alle Versammlungen des Christus. Ich ermahnec euch aber, 17 Brüder, daß ihr acht habet auf die, welche Zwiespalt und Aergernisse anrichten, entgegen der Lehre, die ihr gelernt habt, und wendet euch ab von ihnen. * Denn solche dienen nicht un- 18 serm Herrn Christo, sondern ihrem eignen Bauche, und durch süße Worte und schöne Reden verführen sie die Herzen der Arglosen.* Denn euer Gehor- 19 sam ist zu allen hingelangt. Daher freue ich mich euerthalben; ich will aber, daß ihr weise seid zum Guten und einfältig zum Bösen.* Der Gott 20 des Friedens aber wird in furzem den Satan unter eure Füße zertreten. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch! Es grüßen euch Timotheus, 21 mein Mitarbeiter, und Lucius und Jason und Sofipater, meine Verwandten. Römer 16. 1. Korinther 1. geoffenbart und durch prophetische Schriften nach Befehl des 25 Dem aber, der euch zu be- ewigen Gottes zum Gehorsam festigen vermag nach meinem des Glaubens an alle NatioEvangelium und der Predigt nen kundgethan worden,* dem 27 von Jesu Christo, nach der Of- allein weisen Gott durch Jefenbarung des Geheimnisses, sum Christum, welchem sei das in den Zeiten der Zeitalter die Herrlichkeit in Ewigkeit! 26 verschwiegen war,* nun aber Amen. a Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! Amen. Erste Epistel an die Korinther. 1 Paulus, berufener Apostel su Christi erwartet,* welcher s Jesu Christi durch Gottes euch auch befestigen wird bis Willen, und Sosthenes, der 2 Bruder,* der Versammlung Gottes, die in Korinth ist, den Geheiligten in Christo Jesu, den berufenen Heiligen samt allen, die an jedem Orte anrufen den Namen unsers Herrn Jesu Christi, sowohl ihres als Ich danke meinem Gott alle zeit euerthalben für die Gnade Gottes, die euch gegeben ist in 5 Christo Jesu,* daß ihr in ihm in allem reich gemacht worden seid, in allem Wort der Lehre 6 und aller Erkenntnis,* wie das 289 Zeugnis des Christus unter 7 euch befestigte worden ist,* so daß ihr ind keiner Gnadengabe Mangel habt, indem ihr die Offenbarung unsers Herrn Jeans Ende, daß ihr untadelig ſeid an dem Tage unsers Herrn Jesu Christi.* Gott ist treu, 9 durch welchen ihr berufen seid in die Gemeinschaft seines Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn. 3 unsers.* Gnade euch und Frie- Herrn Jesu Christi, daß ihr alle de von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! 4 dasselbe redet und nicht Spaltungen unter euch seien, sondern daß ihr in demselben Sinne und in derselben Meinung völlig zusammengefügt seid.* Denn es 11 ist mir von euch kund geworden, meine Brüder, durch der Chloe Hausgenossen, daß Streitigkeiten unter euch sind.* Ich sage aber 12 dieses, daß ein jeder von euch sagt: Ich bin des Paulus, ich aber des Apollos, ich aber des Kephas, ich aber Chrifti.* Jst 13 der Christus zerteilt? Ist PauIchermahnee euch aber, Brü- 10 der, durch den Namen unsers a B. in die Zeitalter.- b D. in.- c O. bestätigt.- d D. an. - e D. bitte19 290 1. Korinther 1. 2. lus für euch gekreuzigt, oder Griechen Weisheit suchen;* wir 23 seid ihr auf Paulus' Namen aber predigen Christum als 14 getauft worden?* Ich danke gekreuzigt, den Juden ein AnGott, daß ich niemanden von stoß, und den Nationen eine euch getauft habe, außer Kris- Thorheit;* den Berufenen selbst 24 15 pus und Gajus,* auf daß nicht jemand sage, daß ich auf mei16 nen Namen getauft habe.* Ich habe aber auch das Haus des Stephanas getauft; übrigens weiß ich nicht, ob ich jemand 17 anders getauft habe.* Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium zu verkündigen; nicht in Redeweisheit, auf daß nicht das Kreuz Christi zu nichte ge18 macht werde.* Denn das Wort vom Kreuze ist denen, die verloren gehen, Thorheit; uns aber, die wir errettet werden, ist es 19 Gottes Kraft.* Denn es steht geschrieben: ,, Ich will die Weisheit der Weisen vernichten, und den Verstand der Verständigen 20 will ich hinwegthun." a* Wo ist der Weise? wo der Schriftgelehrte? wo der Schulstreiter dieses Zeitlaufs? Hat nicht Gott die Weisheit der Welt zur 21 Thorheit gemacht?* Denn sintemal in der Weisheit Gottes die Welt durch die Weisheit Gott nicht erkannt hat, so gefiel es Gott wohl, durch die Thorheit der Predigt die Glaubenden 22 zu erretten;* sintemal die Jutden Zeichen fordern und die aber, sowohl Juden als Griechen, Christum, Gottes Kraft und Gottes Weisheit;* denn 25 das Thörichte Gottes ist weiser als die Menschen, und das Schwache Gottes ist stärker als die Menschen.* Denn ihr sehetb 26 eure Berufung, Brüder, daß es nicht viele Weise nach dem Fleische, nicht viele Mächtige, nicht viele Edle sind,* sondern 27 das Thörichte der Welt hat Gott auserwählt, auf daß er die Weisen zu Schanden mache; und das Schwache der Welt hat Gott auserwählt, auf daß er das Starke zu Schanden mache;* und das Unedle der 28 Welt und das Verachtetec hat Gott auserwählt,[ und] das, was nicht ist, auf daß er das, was ist, zu nichte mache,* da- 29 mit sich vor Gott kein Fleisch rühme.* Aus ihm aber seid 30 ihr in Christo Jesu, der uns geworden ist Weisheit von Gott d und Gerechtigkeit und Heiligfeite und Erlösung;* auf daß, 31 wie geschrieben steht: ,, Wer sich rühmt, der rühme sich des Herrn." f - Und ich, da ich zu euch kam, 2 Brüder, kam nicht nach Vora Jef. 29, 14. b D. Sehet denn.-e Eig. das für nichts Geachtete.. d D. von Gott zur W.- e O. Heiligung. f B. in dem H.( S. Anm. zu Matth. 1, 22.) Jer. 9, 23. 24; Jej. 45, 25. 1 1. Korinther 2. 3. trefflichkeit der Rede oder Weisheit, euch das Zeugnis Gottes 2 verkündigend.* Denn ich hielt nicht dafür, etwas unter euch zu wissen, als nur Jesum Christum, und ihn als gekreuzigt. 3* Und ich war bei euch in Schwachheit und in Furcht und 4in vielem Zittern;* und meine Rede und meine Predigt war nicht in überredenden Worten der Weisheit, sondern in Erweisung des Geistes und der 5 Kraft,* auf daß euer Glaube nicht in Weisheit der Menschen, sondern in der Kraft Gottes sei. 6 Wir reden aber Weisheit unter den Vollkommenen, nicht aber Weisheit dieses Zeitlaufs, noch der Fürsten dieses Zeitlaufs, die zu nichte werden, 7* sondern wir reden Gottes Weisheit in einem Geheimnis, die verborgene, welche Gott zuvorbestimmt hat, vor den Zeitaltern, zu unsrer Herrlichkeit; 8* welche feiner von den Fürsten dieses Zeitlaufs erkannt hat, ( denn wenn sie dieselbe erkannt hätten, so würden sie wohl den Herrn der Herrlichkeit nicht ge9 kreuzigt haben,)* sondern wie geschrieben steht: ,, Was kein Auge gesehen und kein Ohr gehört hat und in keines Men schen Herz gekommen ist, was Gott bereitet hat denen, die 10 ihn lieben." a* Uns aber hat es - - 291 Gott geoffenbart durch[ seinen] Geist; denn der Geist erforscht alles, auch die Tiefen Gottes. * Denn wer von den Menschen 11 weiß, was imb Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also weiß auch niemand, was in Gotte ist, als nur der Geist Gottes.* Wir aber haben nicht 12 den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf daß wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind;* welche wir auch reden, 13 nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, mitteilend geistliche Dinge durch geistliche Mittel.d* Der na- 14 türlichee Mensch aber nimmt nicht an, f was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Thorheit, und er kann es nicht erkennen, denn es wird geistlich beurteilt; s* der Geistliche aber 15 beurteilth alles, er selbst aber wird von niemandem beurteilt; s* denn ,, wer hat den Sinn 16 des Herrn erkannt, der ihn unterweise?" i Wir aber haben Christi Sinn. a Jes. 64, 4.- b B. des. e B. Gottes.- d O. verbindend Geistliches mit Geistlichem. e B. ſeelische. f O. faßt nicht. g O. unterschieden. hD. unterscheidet.-i Jes. 40, 13. 14. Und ich, Brüder, konnte nicht 3 zu euch reden, als zu Geistlichen, sondern als zu Fleischlichen, als zu Unmündigen in Christo.* Ich habe euch Milch 2 zu trinken gegeben, nicht Speiſe; - 19* 292 denn ihr vermochtet es noch nicht, aber ihr vermöget es auch 3 jetzt noch nicht,* denn ihr seid noch fleischlich. Denn da Neida und Streit unter euch ist, seid ihr nicht fleischlich und wandelt 4 nach Menschenweise?* Denn wenn einer sagt: Ich bin des Paulus; der andere aber: Ich des Apollos; seid ihr nicht 5 menschlich? b* Wer ist denn Apollos und wer Paulus? Diener, durch welche ihr geglaubt habt, und zwar wie der Herr einem jeden gegeben hat. 6* Ich habe gepflanzt, Apollos hat begoffen, Gott aber hat das 7 Wachstum gegeben.* Also ist weder, der da pflanzt, etwas, noch der da begießt, sondern Gott, der das Wachstum giebt. 8* Der aber pflanzt und der begießt, sind eins; ein jeder aber wird seinen eignen Lohn empfangen nach seiner eignen Ar9 beit.* Denn wir sind Gottes 1. Korinther 3. Mitarbeiter; Gottes Ackerfeld, 10 Gottes Bau seid ihr.* Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein weiser Baumeister den Grund gelegt; ein andrer aber baut darauf; ein jeder aber sehe zu, 11 wie er darauf baut.* Denn einen andern Grund kann niemand legen außer dem, der gelegt ist, welcher ist Jesus Chris12 tus.* Wenn aber jemand auf diesen Grund baut Gold, Sil- 1 ber, köstliche Steine, Holz, Heu, Stroh,* so wird das Werk eines 13 jeden offenbar werden, denn der Tag wird's klar machen, weil er in Feuer geoffenbart wird; und welcherlei das Werk eines jeden ist, wird das Feuer bewähren.* Wenn das Werk je- 14 mandes bleiben wird, das er darauf gebaut hat, so wird er Lohn empfangen;* wenn das 15 Werk jemandes verbrennen wird, so wird er Schaden leiden; er selbst aber wird errettet werden, doch so wie durch's Feuer. a D. Eiser. b B. Menschen.-c O. Ackerwerk. e B. diesen. f Hiob 5, 13. g ₁. 94, 11. Wisset ihr nicht, daß ihr Got- 16 tes Tempel seid und der Geist Gottes ind euch wohnt?* Wenn 17 jemand den Tempel Gottes verdirbt, dene wird Gott verderben, denn der Tempel Gottes ist heilig, und solche seid ihr. 77 Niemand betrüge sich selbst. 18 Wenn jemand unter euch sich dünkt, weise zu sein in diesem Zeitlauf, der werde thöricht, auf daß er weise werde.* Denn 19 die Weisheit dieser Welt ist Thorheit bei Gott; denn es steht geschrieben: Der die Weisen erhascht in ihrer Arglist." * Und wiederum: ,, Der Herr 20 kennt die Ueberlegungen der Weisen, daß sie eitel sind." g * So rühme sich denn niemand 21 der Menschen, denn alles ist euer.* Es sei Paulus, oder 22 Apollos, oder Kephas, oder 1 d. unter. 1. Korinther 3. 4. 293 4 Dafür halte mana uns- für Diener Christi und Verwalter 2 der Geheimnisse Gottes.* Uebrigens sucht man hier an den Verwaltern, daß einer treu er3 funden werde.* Mir aber ist es das Geringste, daß ich von euch beurteilt werde, oder von einem menschlichen Tage; b ich beurteile mich aber auch selbst 4nicht.* Denn ich bin mir selbst nichts bewußt, aber dadurch bin ich nicht gerechtfertigt. Der mich aber beurteilt, ist der Herr. 5* So urteilet nicht etwas vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch das Verborgene der Finsternis ans Licht bringen und die Ratschläge der Herzen offenbaren wird; und dann wird einem jeden seine Lob werden von Gott. 6 Dies aber, Brüder, habe ich auf mich und Apollos gedeutet um euertwillen, auf daß ihr an uns lernet, nicht über das hinaus[ zu denken], was geschrieben ist, auf daß niemand sich aufblähen möge für den einen, 7 wider den andern.* Denn wer unterscheidet dich? Was aber hast du, das du nicht empfangen haft? Wenn du es aber auch empfangen hast, was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen?* Schon seid ihr satt s geworden, schon seid ihr reich geworden, ihr habt ohne uns geherrscht, und ich wollte wohl, daß ihr herrschtet, auf daß auch wir mit euch herrschen möchten.* Denn mich dünkt, daß 9 Gott uns, die Apostel, als die letzten dargestellt hat, wie zum Tode überliefert; denn wir sind ein Schauspiel geworden der Welt, sowohl Engeln als Menschen.* Wir sind Narren um 10 Christi willen, ihr aber seid klug in Christo; wir schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet.* Bis auf die 11 jetzige Stunde leiden wir sowohl Hunger als Durst, und sind nackt, und werden mit Fäuſten geschlagen, und haben keine bestimmte Wohnung,* und be- 12 mühen uns, mit unsern eignen Händen arbeitend. Geschmäht, segnen wir; verfolgt, dulden wir;* gelästert, bitten 13 wir; als Auskehricht der Welt sind wir geworden, ein Auswurf aller bis jetzt.* Nicht, 14 euch zu beschämen, schreibe ich dieses, sondern ich ermahne euch als meine geliebten Kinder. * Denn wenn ihr zehntausend 15 Zuchtmeister in Christo hättet, so doch nicht viele Väter; denn in Christo Jesu habe ich euch gezeugt durch das Evangelium. * Ich bitted euch nun, seid meine 16 Nachahmer. Dieserhalb habe ich euch Ti- 17 a B. ein Mensch.- b d. h. Gerichtstage.- c B. das.- d C. ermahne. Welt, oder Leben, oder Tod, oder Gegenwärtiges, oder Zu23 künftiges: alles ist euer,* ihr aber seid Christi, Christus aber Gottes. 294 1. Korinther 4. 5. motheus gesandt, der mein geliebtes und treues Kind ist in dem Herrn, der wird euch erinnern an meine Wege, die in Christo sind, gleichwie ich überall in jeder Versammlung lehre. 18* Etliche aber sind aufgeblasen, als ob ich nicht zu euch kom19 men würde.* Ich werde aber bald zu euch kommen, wenn der Herr will, und werde erkennen, nicht das Wort der Aufgebla20 senen, sondern die Kraft;* denn das Reich Gottes besteht nicht im Worte, sondern in Kraft. 21* Was wollt ihr? soll ich mit der Rute zu euch kommen, oder in Liebe und im Geiste der Sanftmut? 5 Uleberhaupt a hört man, daß Hurerei unter euch sei, und eine solche Hurerei, die selbst unter den Nationen nicht stattfindet; daß einer seines Vaters Weib 2 habe.* Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr Leid getragen, auf daß der, welcher diese That begangen, aus eurer Mitte hinweggethan 3 würde.* Denn ich, zwar dem Leibe nach abwesend, aber im Geiste gegenwärtig, habe schon als gegenwärtig geurteilt, den, 4 der dieses also verübt hat,* im Namen unsers Herrn Jesu Christi,( wenn ihr und mein Geist mit der Kraft unsers Herrn Jesu Christi] versam5 melt seid,)* einen solchen dem Satan zu überliefern zum Vera D. Allgemein. derben des Fleisches, auf daß der Geist errettet werde am Tage des Herrn Jesu.* Euer 6 Rühmen ist nicht gut. Wiffet ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig die ganze Masse durchsäuert? * Feget den alten Sauerteig 7 aus, auf daß ihr eine neue Masse werdet, gleichwie ihr ungesäuert seid. Denn auch unser Passah, Christus, ist geschlachtet. * Darum lasset uns Festfeier s halten, nicht mit altem Sauerteig, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuertem Brote der Lauterkeit und Wahrheit. Ich habe euch in dem Briefe 9 geschrieben, nicht mit Hurern Verkehr zu haben;* nicht durch- 10 aus mit den Hurern dieser Welt, oder den Habsüchtigen und Räubern, oder Götzendienern, sonst müßtet ihr ja aus der Welt hinaus gehen. * Nun aber habe ich euch ge- 11 schrieben, keinen Verkehr zu haben, wenn jemand, der Bruder genannt wird, ein Hurer ist, oder Habsüchtiger, oder Götzendiener, oder Lästerer, oder Trunkenbold, oder Räuber, mit einem solchen selbst nicht zu essen. * Denn was habe ich[ auch] die 12 zu richten, die draußen sind? Ihr, richtet ihr nicht, die drinnen sind?* Die aber draußen 13 sind, richtet Gott; thuet den Bösen von euch selbst hinaus. 1. Korinther 6. 295 6 Darf jemand unter euch, der noch Knabenschänder,* noch Die- 10 eine Sache wider den andern be, noch Habsüchtige, noch Trunhat, rechten vor den Ungerech- kenbolde, noch Lästerer, noch ten und nicht vor den Heiligen? Räuber werden das Reich Got2* Oder wisset ihr nicht, daß tes ererben.* Und solche sind 11 die Heiligen die Welt richten euer etliche gewesen; aber ihr werden? Und wenn durch euch seid abgewaschen, aber ihr seid die Welt gerichtet wird, seid geheiligt, aber ihr seid gerechtihr unwürdig, über die gering- fertigt worden in dem Namen 3 sten Dinge zu richten? a* Wisset des Herrn Jesu und durch den ihr nicht, daß wir Engel rich- Geist unsers Gottes. ten werden? wie vielmehr DinAlles ist mir erlaubt, aber 12 4ge dieses Lebens?* Wenn ihr nicht alles ist nützlich. Alles nun über Dinge dieses Lebens zu richten habt, b so setzet diese dazu, die gering geachtet sind 5 in der Versammlung.* Zur Beschämung sage ich's euch. Also nicht ein Weiser ist unter euch, auch nicht einer, der zwischen seinen Brüdernd zu 6 entscheiden vermag,* sondern es rechtet Bruder mit Bruder, und 7 das vor Ungläubigen?* Es ist ja nun schon überhaupt ein Fehler an euch, daß ihr Rechtshändel mit einander habt. Warum lasset ihr euch nicht lieber Unrecht thun? Warum lasset ihr euch nicht lieber übervor steilen? e* Aber ihr thuet Unrecht und übervorteilet, und 9 das eure Brüder.* Oder wisset ihr nicht, daß die Ungerechten das Reich Gottes nicht ererben werden? Frret euch nicht. Weder Hurer, noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichlinge, ist mir erlaubt, aber ich will mich von keinem überwältigen lassen. Die Speisen sind für 13 den Bauch, und der Bauch für die Speisen; Gott aber wird sowohl diesen als jene zu nichte machen. Der Leib aber ist nicht für die Hurerei, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib.* Gott aber hat s0-14 wohl den Herrn auferweckt, als er auch uns auferwecken wird durch seine Macht.* Wiſſet ihr 15 nicht, daß eure Leiber Glieder Christi sind? Soll ich denn die Glieder Christi nehmen und zu Gliedern einer Hure machen? Das sei ferne!* Oder wisset 16 ihr nicht, daß, wer der Hure anhängt, ein Leib mit ihr ist? Denn es werden," spricht er, die zwei einf Fleisch sein." s * Wer aber dem Herrn anhängt, 17 ist ein Geist mit ihm.* Flie- 18 het die Hurerei! Jede Sünde, " P a B. unw. der ger. Gerichte. b B. Gerichte habt.--c And. üb.: so sezzet ihr dazu die Verachteten( d. i. die Ungerechten, V. 1) in der Verslg.- d B. zw. seinem Bruder.- e O. vorenthalten, berauben.- f B. zu einem.- g 1. Moj. 2, 24. 1 296 1. Korinther 6. 7. Gott, der eine so, der andere ſo. die ein Mensch begeht, ist au- seine eigne Gnadengabe von ßer dem Leibe; wer aber hurt, der fündigt wider seinen eig19nen Leib.* Oder wisset ihr nicht, daß euer Leib der Tempel des Heiligen Geistes ist, der in euch wohnt, den ihr von Gott habt, und daß ihr nicht 20 euer selbst seid?* Denn ihr seid um einen Preis erkauft; verherrlichet nun Gott an a euerm Leibe. Ich sage aber den Unverhei- 8 rateten und den Witwen: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben wie auch ich.* Wenn sie 9 sich aber nicht enthalten können, so lasset sie heiraten, denn es ist besser zu heiraten, als Brunst zu leiden.* Den Verheirateten 10 aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, daß ein Weib nicht von ihrem Manne geschieden werde,*( wenn sie aber auch geschie- 11 den ist, so bleibe sie unverheiratet, oder versöhne sich wieder mit dem manne) und daß ein Mann sein Weib nicht entlasse. 7 Was aber das betrifft, wo von ihr mir geschrieben habt, so ist es gut für einen Menschen, 2 kein Weib zu berühren.* Aber um der Hurerei willen habe ein jeder sein eignes Weib, und eine jede habe ihren eignen 3 Mann.* Der Mann leiste dem Weibe die eheliche Pflicht, gleicherweise aber auch das Weib 4 dem Manne.* Das Weib hat nicht Macht über ihren eignen Leib, sondern der Mann; gleicherweise aber hat auch der Mann nicht Macht über seinen eignen Leib, sondern das Weib. 5* Entziehet euch einander nicht, es sei denn etwa mit beider Einwilligung eine Zeitlang, auf daß ihr zum Beten Muße habet; b und kommete wieder zusammen, auf daß Satan euch nicht versuche wegen eurer Un6 enthaltſamkeit.* Dieses aber sage ich aus Nachsicht, nicht 7 befehlsweise.* Ich wünsche aber, alle Menschen wären wie auch ich selbst; aber ein jeder hat Den übrigen aber sage ich, 12 nicht der Herr: Wenn ein Bruder ein ungläubiges Weib hat, und es ist ihr wohlgefällig, bei ihm zu wohnen, so entlasse er sie nicht.* Und ein Weib, das 13 einen ungläubigen Mann hat, und es ist ihm wohlgefällig, bei ihr zu wohnen, so entlasse sie den Mann nicht.* Denn 14 der ungläubige Mann ist geheiligt durch dasd Weib, und das ungläubige Weib ist geheiligt durch dend Bruder; sonst wären ja eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig.* Wenn 15 aber der Ungläubige sich trennt, so trenne er sich. Der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden; in Frieden aber hat uns Gott a O. in.- b O. euch dem Gebet widmet.-c B. seid.- d B. in dem. 1. Korinther 7. 297 16 berufen.* Denn was weißt sei um der gegenwärtigen Not du, Weib, ob du den Mann erretten wirst? oder was weißt du, Mann, ob du das Weib 17 erretten wirst?* Doch wie der Herr einem jeden ausgeteilt hat, wie Gott einen jeden berufen hat, also wandle er; und also verordne ich in allen den Versammlungen. 18 willen, daß es dem Menschen gut sei, also zu sein.* Bist du 27 an ein Weib gebunden, so suche nicht los zu werden; bist du frei von einem Weibe, so suche kein Weib.* Wenn du aber 28 auch heiratest, so hast du nicht gesündigt; und wenn die Jungfrau heiratet, so hat sie nicht gesündigt; aber solche werden Trübsal im Fleische haben; ich aber schone euer.* Dieses aber 29 sage ich, Brüder: Die Zeit ist gedrängt. Uebrigens, daßa auch die, so Weiber haben, ſeien, als hätten sie keine,* und die Wei- 30 nenden, als nicht Weinende, und die sich Freuenden, als sich nicht Freuende, und die Kaufenden, als nicht Besitzende, * und die der Welt Gebrau- 31 chenden, als ihrer nicht als Eigentumb Gebrauchende; denn die Gestalt dieser Welt vergeht. * Ich will aber, daß ihr ohne 32 Sorge seid. Der Unverheiratete ist für die Dinge des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefallen möge;* der Verheiratete 33 aber ist für die Dinge der Welt besorgt, wie er dem Weibe gefallen möge.* Es ist ein Unter- 34 schied zwischen dem Weibe und der Jungfrau. Die Unverheiratete ist für die Dinge des Herrn besorgt, auf daß sie heilig sei, sowohl an Leib als Geist; die Verheiratete aber ist für die Dinge der Welt besorgt, Was aber die Jungfrauen betrifft, so habe ich kein Gebot des Herrn; ich gebe aber eine Meinung, als vom Herrn begnadigt worden, getreu zu sein. 26* Ich meine nun, daß dies gut a Ein. üb.: die Zeit ist gedrängt fortan; daß zc.- b O. nach Gutdünken. Ist jemand beschnitten berufen worden, so ziehe er keine Vorhaut; ist jemand in Vorhaut berufen worden, so werde 19 er nicht beschnitten.* Die Beschneidung ist nichts, und die Vorhaut ist nichts, sondern das 20 Halten der Gebote Gottes.* Ein jeder bleibe in dem Beruf, in welchem er berufen worden ist. 21* Bist du als Sklave berufen worden, so laß es dir kein Kummer sein; wenn du aber auch frei werden kannst, so benutze 22 es vielmehr.* Denn wer als Sklave im Herrn berufen ist, ist ein Freigelassener des Herrn; gleicherweise[ auch] ist der als Freier Berufene ein Sklave 23 Christi.* Jhr seid um einen Preis erkauft; werdet nicht 24 der Menschen Sklaven.* Ein jeder, worin er berufen worden, Brüder, darin bleibe er bei Gott. 25 298 1. Korinther 7. 8. * was nun wie sie dem Manne gefallen ihm erkannt;) 35 möge.* Dies aber sage ich zu das Essen der Gößenopfer beeuerm eignen Nutzen, nicht da- trifft, so wissen wir, daß ein mit ich euch eine Schlinge über- Götzenbild nichts ist in der Welt, werfe, sondern zur Wohlan- und daß kein[ andrer] Gott ist ständigkeit und zu ungeteil- als nur einer.* Denn wenn es 5 tem Anhangen an dem Herrn. anders solche giebt, die Götter ge36* Wenn aber jemand denkt, er nannt werden, sei es im Himhandle ungeziemend mit seiner mel oder auf Erden,( wie es Jungfrauschaft, wenn er über viele Götter und viele Herren die Jahre der Blüte hinaus- giebt)* so ist doch für uns ein 6 geht, und es muß also gesche- Gott, der Vater, von welchem hen, so thue er, was er will; er sündigt nicht: sie mögen 37 heiraten.* Wer aber im Herzen feststeht und keine Not, sondern Gewalt hat über seinen eignen Willen und dies in seinem Herzen beschlossen hat, seine Jungfrauschaft zu bewahren, der thut 38 wohl.* Also, wer heiratet, thut wohl, und wer nicht heiratet, 39 thut besser.* Ein Weib ist gebunden, so lange Zeit ihr Mann lebt; wenn aber der Mann entschlafen ist, so ist sie frei, sich zu verheiraten, an wen sie will, nur 40 im Herrn.* Glückseliger ist sie aber, wenn sie also bleibt, nach meiner Meinung; ich denke aber, daß auch ich Gottes Geist habe. 8 Was aber die Götzenopfer alle Dinge sind, und wir für ihn, und ein Herr, Jesus Christus, durch welchen alle Dinge sind, und wir durch ihn.* Die 7 Erkenntnis aber ist nicht in allen, sondern etliche essen bis jetzt mit Gewissen hinsichtlich des Götzenbildes, als von Götzenopfern, und ihr Gewissen, da es schwach ist, wird befleckt. * Speise aber empfiehlt uns s Gott nicht; weder wenn wir nicht essen, sind wir geringer, noch wenn wir essen, sind wir vorzüglicher.* Sehet aber zu, 9 daß nicht etwa dieses euer Recht den Schwachen zum Anstoß werde.* Denn wenn 10 jemand dich, der du Erkenntnis hast, im Götzentempel zu betrifft, so wissen wir-( denn a Tische liegen sähe, wird nicht wir alle haben Erkenntnis; die sein Gewissen, da er schwach Erkenntnis bläht auf, die Liebe ist, bestärkte werden, von den 2 aber erbaut.* Wenn jemand Götzenopfern zu essen?* Und 11 sich dünkt, er erkenne etwas, durch deine Erkenntnis geht der hat noch nicht erkannt, wie der Schwache verloren, der 3 man erkennen soll;* wenn aber Bruder, um dessentwillen Chrisjemand Gott liebt, der ist von tus gestorben ist.* Wenn ihr12 a C. daß.- b C. dieje eure Freiheit.- c B. erbaut. 1. Korinther 8. 9. aber also gegen die Brüder sündiget und ihr schwaches Gewissen verletzet, so sündiget ihr 13 gegen Christum.* Darum, wenn eine Speise meinem Bruder Aergernis giebt, so will ich für immer kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder kein Aergernis gebe. 9 Bin ich nicht frei? bin ich nicht ein Apostel? habe ich nicht Jesum, unsern Herrn, gesehen? seid nicht ihr mein 2 Werk im Herrn?* Wenn ich andern nicht ein Apostel bin, so bin ich es doch wenigstens euch, denn das Siegel meines Apostelamtsa seid ihr im Herrn. 3* Meine Verantwortung vor denen, welche mich zur Unter4suchung ziehen, ist diese:* Haben wir nicht ein Recht, zu essen 5 und zu trinken?* Haben wir nicht ein Recht, eine Schwester als Weib umherzuführen, wie auch die übrigen Apostel und die Brüder des Herrn und Ke6 phas?* Oder haben allein ich und Barnabas nicht das Recht, 7 nicht zu arbeiten?* Wer thut jemals Kriegsdienste auf eignen Sold? wer pflanzt einen Weinberg und isset nicht[ von] dessen Frucht? oder wer weidet eine Herde und isset nicht von der Milch der Herde? 8* Rede ich dieses nach Menschenweise, oder sagt nicht auch das 9 Gesetz dieses?* Denn in dem 299 Gesetz Moses' steht geſchrieben: ,, Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden." b Fst Gott für die Ochsen besorgt?* Oder spricht 10 er nicht durchaus um unsertwillen? Denn es ist geschrieben um unsertwillen, daß der Pflügende aufe Hoffnung pflügen soll, und der Dreschende aufe Hoffnung dreschen, um dessen teilhaftig zu werden.* Wenn 10 wir euch das Geistliche gesät haben, ist es etwas Großes, wenn wir euer Leibliches ernten? * Wenn andere dieses Rechtes 12 an euch teilhaftig sind, nicht vielmehr wir? Wir haben aber dieses Recht nicht gebraucht, sondern wir ertragen alles, auf daß wir dem Evangelium des Christus kein Hindernis bereiten.* Wisset ihr nicht, daß 13 die, welche mit den heiligen Dingen beschäftigt sind, d aus dem Tempele essen? die, welche des Altars warten, mit dem Altar teilen?* Also hat 14 auch der Herr verordnet denen, die das Evangelium verkündigen, vom Evangelium zu leben. * Jch aber habe keines dieser 15Dinge gebraucht. Ich habe dies aber nicht geschrieben, auf daß es also mit mir geſchehe; denn es wäre mir besser zu sterben, als daß jemand meinen Ruhm zu nichte machen sollte. * Denn wenn ich das Evan- 16 a Eig. meiner Apostelschaft.- b 5. welche die heiligen Dienste verrichten.-- Mos. 25, 4.- e O. in, mit.- d C. e O. von dem Heiligen. 300 1. Korinther 9. 10. gelium verkündige, so habe ich keinen Ruhm, denn eine Notwendigkeit liegt mir auf; denn wehe mir, wenn ich das Evange17 lium nicht verkündigte!* Denn wenn ich dies freiwillig thue, so habe ich Lohn, wenn aber nicht willig, so bin ich mit einer 18 Verwaltung betraut.* Was ist nun mein Lohn? Daß ich, das Evangelium verkündigend, das Evangelium kostenfrei mache, so daß ich mein Recht am Evan19 gelium nicht gebrauche.a* Denn wiewohl ich von allen frei bin, so habe ich mich allen zum Sklaven gemacht, auf daß ich so vieleb als möglich gewinne. 20* Und ich bin den Juden geworden wie ein Jude, auf daß ich die Juden gewinne; denen, die unter Gesetz sind, als unter Gesetz,( wiewohl ich selbst nicht unter Gesetz bin,) auf daß ich die, welche unter Gesetz sind, ge21 winne;* denen, die ohne Gesetz sind, als ohne Gesetz,( wiewohl ich nicht ohne Gesetz vor Gott bin, sondern Christo gesetzmäßig unterworfen,) auf daß ich die, welche ohne Gesetz sind, ge22 winne.* Den Schwachen bin ich geworden wie ein Schwacher, auf daß ich die Schwachen gewinne. Ich bin allen alles geworden, auf daß ich auf alle Weisee 23 etliche errette.* Ich thue aber alles um des Evangeliums willen, auf daß ich mit ihm teil habe. - Wisset ihr nicht, daß die, wel- 24 che in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber einer den Preis erlangt? Laufet also, auf daß ihr ihn erlanget.* Je- 25 der aber, der kämpft, ist enthaltsam in allem; jene freilich, auf daß sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine unvergängliche.* Ich laufe nun al- 26 so, nicht wie auf's ungewisse; ich kämpfe also, nicht wie einer, der die Luftschlägt;* sondern ich zer- 27 schlage meinen Leib und führeihn in Knechtschaft, auf daß ich nicht, nachdem ich andern gepredigt, selbst verwerflich werde. Denn ich will nicht, daß ihr 10 unkundig seid, Brüder, daß unsre Väter alle unter der Wolke waren und alle durch das Meer hindurchgegangen sind,* und alle auf Moses ge- 2 tauft wurden in der Wolke und in dem Meere,* und alle die- 3 selbe geistliche Speise aßen,* und 4 alle denselben geistlichen Trank tranken.( Denn sie tranken aus dem geistlichen Fels, der nachfolgte. Der Fels aber war der Christus.)* An den meisten derselben aber hatte Gott kein Wohlgefallen, denn sie sind in der Wüste hingestreckt worden. * Diese Dinge aber sind als 6 Vorbilder für unse geschehen, daß wir nicht nach bösen Dingen gelüsten, gleichwie auch jene gelüsteten.* Werdet auch 7 5 a D. als Eigentum gebrauche, wie Kap. 7, 31.- b O. mehrere.- c O. durchaus. d D. An vielen. e B. von uns. 1. Korinther 10. nicht Gözendiener, gleichwie segnen, ist er nicht die Gemeinetliche von ihnen, wie geschrie- schaft des Blutes des Christus? ben steht: ,, Das Volk setzte sich Das Brot, das wir brechen, nieder zu essen und zu trinken, ist es nicht die Gemeinschaft des und sie standen auf zu spie- Leibes des Christus?* Denn 17 slen." a* Auch lasset uns nicht ein Brot, ein Leib sind wir, Hurerei treiben, wie etliche von die Vielen, denn wir alle sind ihnen Hurerei trieben und fie- des einen Brotes teilhaftig.. len an einem Tage dreiund-* Sehet auf den Israel nach 18 9zwanzigtausend.* Lasset uns dem Fleische. Sind nicht die, auch den Christus nicht ver- welche die Schlachtopfer essen, suchen, gleichwie etliche von in Gemeinschaft mit dem Altar? ihnen ihn versuchten und von* Was sage ich nun? daß das 19 den Schlangen umgebracht wur- einem Götzen Geopferte etwas 10 den.* Murret auch nicht, gleich- sei? oder daß ein Götzenbild wie etliche von ihnen murrten etwas sei?* Sondern daß das, 20 und von dem Verderber um- was die Nationen opfern, sie 11 gebracht wurden.* Alle diese den Teufelnd opfern und nicht Gott. Ich will aber nicht, daß ihr Gemeinschaft habt mit den Teufeln.d* Jhr könnet nicht des 21. Herrn Kelch trinken und der Teufeld Kelch; ihr könnet nicht des Herrn Tisches teilhaftig sein und des Tisches der Teufel.d* Reizen wir den Herrn 22 zum Eifer? e Sind wir stärker als er? Dinge aber widerfuhren jenen als Vorbilder und sind geschrieben worden zur Ermahnung für uns, auf welche das Ende der Zeitalter gekommen ist. 12* Darum, wer zu stehen sich dünkt, sehe zu, daß er nicht 13 falle.* Keine Versuchung hat euch ergriffen, als nur eine menschliche; Gott aber ist treu, der nicht zulassen wird, daß ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern wird mit der Versuchung auch den Ausgang verschaffen, so daßb ihr sie ertragen könnet. 14 Darum, meine Geliebten, 15 fliehet den Götzendienst.* Ich rede als zu Verständigen; be16 urteilet ihr, was ich sage.* Der Kelch der Segnung, den wir 301 - Alles ist erlaubt, aber nicht 23. alles ist nütze; alles ist erlaubt, aber nicht alles erbaut. * Niemand suche das Seine, son- 24 dern das des Andern.* Alles, 25was auf dem Fleischmarkte verkauft wird, esset, ohne zu untersuchen, um des Gewissens willen.* Denn ,, die Erde ist des 26 Herrn und ihre Fülle." t* Wenn 27 aber jemand von den Ungläua 2. Mos. 32, 6.- b O. damit.- c O. Danksagung. d B. Dämonen. e 5. Mos. 32, 17. 21.- f ₁. 24, 1. 1. Korinther 10. 11. nun, daß ihr effet oder trinket, oder irgend etwas thuet, so thuet alles zur Ehre Gottes. 32* Seid ohne Anstoß, sowohl den bigen euch einladet, und ihr aber Gott.* Jeder Mann, der 4 wollt hingehen, so effet alles, betet oder weissagt und etwas was euch vorgesetzt wird, ohne auf seinem Haupte hat, entzu untersuchen, um des Ge- ehrt sein Haupt.* Jedes Weib 5 28 wissens willen.* Wenn aber aber, das betet oder weissagt jemand zu euch sagt: Dies ist mit unbedecktem Haupte, entals Opfer dargebracht worden, ehrt ihr Haupt, denn es ist ein so esset nicht, um jenes willen, und dasselbe als geschoren zu der es anzeigt, und um des sein.* Denn wenn ein Weib 6 29 Gewissens willen,* des Gewis- nicht bedeckt ist, so werde auch sens aber, sage ich, nicht deines ihr Haar verschnitten; wenn es eignen, sondern des des Andern; aber für ein Weib schändlich denn warum wird meine Frei- ist, daß ihr Haar verschnitten heit von einem andern Gewis- oder sie geschoren werde, so laß 30sen beurteilt?* Wenn ich mit sie sich bedecken.* Denn der 7 Danksagung teilhabe, warum Mann freilich soll nicht das werde ich gelästert über das, Haupt bedecken, da er Gottes 31 wofür ich danksage?* Sei es Bild und Herrlichkeit ist; das Weib aber ist des Mannes Herrlichkeit.* Denn der Mann ist s nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Manne;* denn der 9 Mann ward auch nicht um des Weibes willen geschaffen, sondern das Weib um des Mannes willen.* Darum soll das Weib 10 eine Macht auf dem Haupte haben, um der Engel willen. * Dennoch ist weder das Weib 11 ohne den Mann, noch der Mann ohne das Weib im Herrn. * Denn gleichwie das Weib vom 12 Manne ist, also ist auch der Mann durch das Weib; alles aber von Gott.* Urteilet bei 13 euch selbst: Ist es anständig, daß ein Weib unbedeckt zu Gott bete?* Oder lehrt euch nicht 14 selbst die Natur, daß, wenn ein Mann langes Haar hat, es eine Juden als den Griechen und der 33 Versammlung Gottes;* gleichwie auch ich mich in allen Dingen allen gefällig mache, indem ich nicht meinen Vorteil suche, sondern den der Vielen, auf daß 11 sie errettet werden.* Seid meine Nachahmer, gleichwie auch ich Christi. 302 2 Ich lobe euch aber, daß ihr in allem meiner eingedenk seid, und, wie ich sie euch überlieferta habe, die lieberlieferungenb festshaltet.* Ich will aber, daß ihr wisset, daß der Christus das Haupt eines jeden Mannes ist, des Weibes Haupt aber der Mann, des Christus Haupt a D. unterwiesen.- b. Unterweisungen. 15 Unehre für ihn ist;* wenn aber ein Weib langes Haar hat, es eine Ehre für sie ist? weil das Haar ihr anstatt eines Schleiers 16 gegeben ist.* Wenn es aber jemandem gut dünkt, streitsüchtig zu sein, so haben wir solche Gewohnheit nicht, noch die Versammlungen Gottes. Indem ich euch aber dieses a vorschreibe, lobe ich nicht, daß b ihr nicht zum Bessern, sondern zum Schlechtern zusammenkom18 met.* Denn für's erste, wenn ihr in der Versammlung zusammenkommet, höre ich, es seien Spaltungen unter euch, und 19 zum Teil glaube ich es.* Denn es müssen auch Parteiungen unter euch sein, auf daß die Bewährten unter euch offenbar werden. 17 1. Korinther 11. 20 Wenn ihr nun an einem Orte zusammenkommet, so ist das nicht des Herrn Abendmahl es21 sen.* Denn ein jeder nimmt sein eignes Abendmahl vorher beim Essen, und einer ist hungrig, der andere aber ist trunken. 22* Habt ihr denn nicht Häuser, um zu essen und zu trinken? oder verachtet ihr die Versammlung Gottes und beschämet die, welche nichtse haben? Was soll ich euch sagen? soll ich euch loben? In diesem lobe ich nicht. 23* Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, daß der Herr - a d. h. was folgt. b D. weil.- und Trinker.- e. ein( richterliches) 303 Jesus in der Nacht, da er überliefert ward, Brot nahm,* und 24 als er gedankt hatte, es brach und sprach: Dies ist mein Leib, der für euch ist; dies thuet zu meinem Gedächtnis.* Desglei- 25 chen auch den Kelch nach dem Mahle und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute; dies thuet, so oft ihr trinket, zu meinem Gedächtnis. * Denn so oft ihr dieses Brot 26 esset und den Kelch trinket, verkündiget ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.* Wer 27 also irgend das Brot ißt oder den Kelch des Herrn trinkt unwürdiglich, der wird des Leibes und Blutes des Herrn schuldig sein.* Ein Mensch aber 28 prüfe sich selbst, und also esse er von dem Brote und trinke von dem Kelche.* Denn wer 29 unwürdiglich ist und trinkt, d der ißt und trinkt sich selbst Gericht, e indem er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.* Des- 30 halb sind viele unter euch schwach und krank und ein gut Teil entschlafen.* Aber wenn wir 31 uns selbst beurteilten, f so würden wir nicht gerichtet.* Wenn 32 wir aber gerichtet werden, ſo werden wir vom Herrn gezüchtigt, auf daß wir nicht mit der Welt verurteilt werden.* Da- 33 her, meine Brüder, wenn ihr zu essen zusammenkommet, so wartet auf einander.* Wenn 31 c O. teine.-d Eig. Denn der Ejer Urteil.- f O. unterschieden. 304 1. Korinther 11. 12. jemanden hungert, der effe daheim, auf daß ihr nicht zum Gericht zusammenkommet. Das übrige aber will ich anordnen, wenn ich komme. 12 4 Es sind aber Verschiedenheiten von Gnadengaben, aber der5 selbe Geist;* und es sind Verschiedenheiten von Diensten, und 6 derselbe Herr;* und es sind Verschiedenheiten von Wirkungen, aber derselbe Gott, der alles 7in allen wirkt.* Einem jeden aber wird die Offenbarung des Geistes zum Nutzen gegeben. 8* Denn einem wird durch den Geist gegeben das Wort der Weisheit, einem andern aber das Wort der Erkenntnis nach 9 demselben Geiste,* einem andern aber Glauben ina demselben Geiste, einem andern aber Gaben der Heilungen ina demsel10 ben Geiste,* einem andern aber Wunderwirkungen, einem andern aber Prophezeiung, einem andern aber Unterscheidungen der Geister, einem andern aber Arten von Sprachen, einem andern aber Auslegung der Sprachen.b* Alles dieses aber 11. wirkt ein und derselbe Geiſt, einem jeden insbesondere austeilend, wie er will.* Denn 12 gleichwie der Leib einer ist und viele Glieder hat, alle die Glieder des Leibes aber, obgleich viele, ein Leib sind: also auch der Christus.* Denn auch 13 ina einem Geiste sind wir alle zu einem Leibe getauft worden, es seien Juden oder Griechen, es seien Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geiste getränkt worden.* Denn 14 auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.* Wenn 15 der Fuß spräche: Weil ich nicht Hand bin, so bin ich nicht von dem Leibe; ist er deswegen nicht von dem Leibe?* Und 16 wenn das Ohr spräche: Weil ich nicht Auge bin, so bin ich nicht von dem Leibe; ist es deswegen nicht von dem Leibe? * Wenn der ganze Leib Auge 17 wäre, wo wäre das Gehör? wenn ganz Gehör, wo der Geruch? * Nun aber hat Gott die Glie- 18 der gesetzt, ein jedes von ihnen an dem Leibe, wie es ihm gefallen hat.* Wenn aber alle ein 19 Glied wären, wo wäre der Leib? * Nun aber sind der Glieder zwar 20 viele, der Leib aber einer.e * Das Auge kann aber nicht zu 21 a d. h. in der Kraft des.-b O. Zungen.- c O. zw. viele Gl., aber ein Leib. Was aber die geistlichen Offenbarungen betrifft, Brüder, so will ich nicht, daß ihr un2 kundig seid.* Ihr wisset, daß ihr, als ihr von den Nationen waret, zu den stummen Götzenbildern hingeführt wurdet, wie s ihr irgend geleitet wurdet.* Deshalb thue ich euch fund, daß niemand, ima Geiste Gottes redend, sagt: Fluch über Jesum! und niemand sagen kann: Herr Jesus! als nur im a Heiligen Geiste. 1. Korinther 12. 13. 305 der Hand sagen: Ich bedarf dei- aus?* Eifert aber um die 31 ner nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich be22 darf euer nicht;* sondern viel mehr die Glieder des Leibes, die schwächer zu sein scheinen, 23 sind notwendig;* und die uns die unehrbarern des Leibes zu sein dünken, diese umgeben wir mit reichlicherer Ehre; und unsre unanständigen erhalten desto reichlichere Wohlanständigkeit; 24* unsre wohlanständigen aber bedürfen es nicht. Aber Gott hat den Leib zusammengefügt, indemer dem Mangelhaftern reich25 lichere Ehre gegeben hat,* auf daß keine Spaltung in dem Leibe sei, sondern die Glieder dieselbe Sorge für einander 26 haben möchten.* Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; wenn ein Glied verherrlicht wird, so freuen sich 27 alle Glieder mit.* Jhr aber seid der Leib Christi, und Glie28 der insonderheit.* Und Gott hat etliche in der Versammlung gesetzt: erstens Apostel, zweitens Propheten, drittens Lehrer, sodann Wunderkräfte, sodann Gaben der Heilungen, Hülfsleistungen, Regierungen, 29 Arten von Sprachen.* Sind alle größern Gnadengaben; und einen noch vortrefflichern Weg zeige ich euch. Wenn ich mit den Spra- 13 chen a der Menschen und der Engel rede, aber nicht Liebe habe, so bin ich ein tönendes Erz geworden oder eine schallende Cymbel.* Und wenn ich 2 Prophezeiung habe und alle Geheimnisse und alle Erkenntnis weiß, und wenn ich allen Glauben habe, so daß ich Berge versebe, aber nicht Liebe habe, ſo bin ich nichts.* Und wenn ich 3 alle meine Habe zur Speisung der Armen austeilen werde, und wenn ich meinen Leib hingebe, auf daß ich verbrannt werde, aber nicht Liebe habe, so ist es mir nichts nütze.* Die Liebe 4 ist langmütig, ist gütig, die Liebe neidet nicht, die Liebe thut nicht groß, sie bläht sich nicht auf,* sie gebärdet sich 5 nicht unanständig, sie sucht nicht das Jhrige, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet Böses nicht zu, e* sie freut sich nicht der Un- 6 gerechtigkeit, sondern sie freut sich mit der Wahrheit,* fie er- 7 trägtd alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie erduldet alles. Apostel? alle Propheten? alle* Die Liebe vergeht nimmer; e s Lehrer? haben alle Wunder- seien es aber Prophezeiungen, 30 fräfte?* haben alle Gnaden- sie werden weggethan werden; gaben der Heilungen? reden seien es Sprachen, sie werden alle in Sprachen? legen alle aufhören; sei es Erkenntnis, - a O. Zungen. b. O. ist nicht eifersüchtig.- c O. denkt nichts Böſes. d O. bedeckt.- e B. fällt nimmer. 20 306 1. Korinther 13. 14. und wir prophezeien stückweise; 10* wenn aber das Vollkommene gekommen sein wird, so wird das, was stückweise ist, wegge11 than werden.* Als ich ein Kind sie wird weggethan werden. sagtet. Wer aber weissagt, ist 9* Denn wir erkennen stückweise, größer, als wer in Sprachen redet; es sei denn, daß er es auslege, auf daß die Versammlung Erbauung empfange.* Jetzt 6 aber, Brüder, wenn ich zu ench komme und in Sprachen rede, was werde ich euch nützen, wenn ich nicht zu euch redete, entweder in Offenbarung, oder in Erfenntnis, oder in Weissagung, oder in Lehre?* Doch auch die 7 leblosen Dinge, die einen Ton geben, es sei Pfeife oder Harfe, wenn sie nicht einen Unterschied in den Tönen geben, wie wird man erkennen, was gepfiffen oder geharft wird?* Denn auch 8 wenn die Posaune einen undeutlichen Ton giebt, wer wird sich zum Kampfe rüsten?* Also 9 auch ihr, wenn ihr durch die Sprached nichts eine verständliche Rede gebet, wie wird man wissen, was geredet wird? denn ihr werdet in den Wind reden. * Es giebt vielleicht so viele Ar- 10 ten von Stimmen in der Welt, und keine Art ist ohne bestimmten Ton.* Wenn ich nun die Be- 11 deutung der Stimme nicht weiß, so werde ich dem Redenden ein Barbar sein, und der Redende für mich ein Barbar. * Also auch ihr, sintemal ihr um 12 geistliche Gabeni eifert, so suchet, daß ihr überströmend seid zur war, sprach ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, urteilte wie ein Kind; als ich ein Mann wurde, that ich weg, was fin12 disch war.* Denn wir sehen jetzt durch einen Spiegel, a undeutlich, dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise, dann aber werde ich erkennen, wie auch ich erkannt 13 worden bin.* Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die größtec aber von diesen ist die Liebe. 14 Strebet nach der Liebe, und eifert um die geistlichen Gaben, am meisten aber, daß ihr weis2 saget.* Denn wer in einer Sprached redet, redet nicht den Menschen, sondern Gott; denn niemand verstehte es, im Geist aber 3 redet er Geheimnisse.* Wer aber f weissagt, redet den Menschen zur Erbauung und Ermahnung 4 und Tröstung.* Wer in einer Sprache redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, erbaut die 5 Versammlung.* Ich wollte aber, daß ihr alle in Sprachen redetet, vielmehr aber, daß ihr weisa O. durch ein Fenster; die Fenster der Alten hatten an Stelle des e B. Glases nur halb durchsichtige Stoffe.-b O. im Rätsel, dunkel. größere. d'O. Zunge.- e B. hört.- f O. Ermunterung. g O. Also auch ihr mit der Sprache, wenn ihr nicht.- h B. Kraft.- i B. um Geister. 1. Korinther 14. 307 Erbauung der Versammlung. chen zu einem Zeichen, nicht 13* Darum, wer in einer Sprache den Glaubenden, sondern den Ungläubigen; die Weissagung aber nicht den Ungläubigen, sondern den Glaubenden.* Wenn 23 nun die ganze Versammlung an einem Orte zusammenkommt und alle in Sprachen reden, und es kommen Unfundige oder Ungläubige herein, werden sie nicht sagen, ihr wäret von Sinnen?* Wenn aber alle weis- 24 sagen, und ein Ungläubiger oder ein Unkundiger kommt herein, so wird er von allen überführt, von allen beurteilt; * das Verborgene seines Herzens 25 wird offenbar, und also, auf sein Angesicht fallend, wird er Gott anbeten und verkündigen, daß Gott wirklich unter euch ist. redet, bete, auf daß er's aus14 lege.* Denn wenn ich in einer Sprache bete, so betet mein Geist, aber mein Verstand ist 15 fruchtleer.* Was ist es nun? Ich will beten mit dem Geiste, aber ich will auch beten mit dem Verstande; ich will lobsingen mit dem Geiste, aber ich will auch lobsingen mit dem 16 Verstande.* Sonst wenn du mit dem Geiste preisen a wirst, wie soll der, welcher die Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da er nicht weiß, was 17 du sagst?* Denn du danksagst freilich wohl, aber der andere 18 wird nicht erbaut.* Ich danke Gott, ich rede mehr in einer 19 Sprache als ihr alle.* Aber in der Versammlung will ich lieber fünf Worte reden mit meinem Verstande, auf daß ich auch andere unterweise, als zehntausend Worte in einer 20 Sprache.* Brüder, seid nicht Kinder am Verstande, sondern an der Bosheit seid Unmündige, am Verstande aber seid Erwach21 sene.b* Es steht in dem Gesetz geschrieben:„ Ich will in andern Sprachen und mit andern Lippen zu diesem Volke reden, und auch also werden sie nicht auf mich hören, spricht der 22 Herr." e* Daher sind die SpraWas ist es nun, Brüder? 26 Wenn ihr zusammenkommet, so hat ein jeder[ von euch] einen Psalm, hat eine Lehre, hat eine Sprache, hat eine Offenbarung, hat eine Auslegung: alles geschehe zur Erbauung.* Und 27 wenn jemand in einer Sprache redet, so sei es zu zwei oder höchstens drei und nacheinander, und einer lege aus.* Wenn 28 aber kein Ausleger da ist, so schweige er in der Versammlung, rede aber sich selbst und Gott.* Propheten aber lasset 29 zwei oder drei reden, und die andern lasset urteilen.* Wenn 30 a O. fegnen. b B. vollkommene.( Das Wort wird im Griech. für Erwachsene gebraucht.) c Jef. 28, 11. 12. 20* 308 1. Korinther 14. 15. pheten sind den Propheten un33 terthan.* Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens, wie in allen Versammlungen der Heiligen. 34[ Eure] Weiber sollen schweigen in den Versammlungen, denn es ist ihnen nicht erlaubt zu reden, sondern unterworfen zu sein, wie auch das Gesetz 35 sagt.* Wenn sie aber etwas aber einem andern, der da sitzt, ich euch verkündigt habe, das eine Offenbarung wird, so ihr auch angenommen, in wel31 schweige der erste.* Denn ihr chem ihr auch stehet,* durch 2 könnet einer nach dem andern welches ihr auch errettet werdet, alle weissagen, auf daß alle( wenn ihr an dem Worte festlernen und alle getrösteta wer- haltet, das ich euch verkündigt 32 den.* Und die Geister der Pro- habe,) es sei denn, daß ihr vergeblich geglaubt habt.* Denn 3 ich habe euch zuerst überliefert, was ich auch empfangen habe: daß Christus gestorben iſt für unsre Sünden, nach den Schriften;* und daß er begraben und 4 daß er auferweckt worden am dritten Tage, nach den Schriften;* und daß er Kephas er- 5 schienen ist, dann den Zwölfen. * Darnach erschien er mehr als 6 fünfhundert Brüdern auf einmal, von denen die meisten bis jetzt übriggeblieben, etliche aber auch entschlafen sind.* Darnach 7 erschien er Jakobus, dann den Aposteln allen;* am letzten aber von allen, gleichsam der unzeitigen Geburt, erschien er auch dünft, er sei ein Prophet oder mir.* Denn ich bin der gegeistlich, der erkenne, was ich ringste der Apostel, der ich nicht euch schreibe, daß es ein Gebot würdige bin, ein Apostel ge38 des Herrn ist.* Wenn aber je- nannt zu werden, weil ich die lernen wollen, so sollen sie daheim ihre eignen Männer fragen; denn es ist schändlich für ein Weib, in der Versammlung 36 zu reden.* Ist das Wort Gottes von euch ausgegangen? oder ist es zu euch allein ge37 langt?* Wenn sich jemand 8 9 mand unwissend ist, so sei er Versammlung Gottes verfolgt 39 unwissend.* Daher, Brüder, habe.* Aber durch Gottes Gnade 10 eifert darnach, zu weissagen, bin ich, was ich bin; und seine und wehret nicht, in Sprachen Gnade gegen mich ist nicht ver40 zu reden.* Alles aber ge- geblich gewesen, sondern ich haschehe wohlanständig und in be viel mehr gearbeitet als sie Ordnung. alle; nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir war.* Sei es nun ich, seien 11 15 Ich thue euch aber kund, Brüder, das Evangelium, das a O. ermahnt.- bO. Er ist nicht ein Gott der Unordnung.. e Eig. genugsam, tüchtig. 1. Korinther 15. es jene, also predigen wir, und 12 also habt ihr geglaubt.* Wenn aber Christus gepredigt wird, daß er aus den Toten auferweckt worden, wie sagen etliche unter euch, daß es keine Auferstehung der Toten gebe? 13* Wenn es aber keine Auferstehung der Toten giebt, so ist auch Christus nicht auferweckt 14 worden;* wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, so ist also auch unsre Predigt vergeblich, aber auch euer Glaube 15 vergeblich.* Wir werden aber 309 Auferstehung der Toten.* Denn 22 gleichwie in dem Adam alle sterben, also werden auch in dem Christus alle lebendig gemacht werden. Ein jeder aber in sei- 23 ner eignen Ordnung: der Erstling, Christus; sodann die, welche des Christus sind bei ſeiner Ankunft;* dann das Ende, 24 wenn er das Reich dem Gott und Vater übergeben wird, wenn er weggethan haben wird alle Herrschaft und alle Gewalt und Macht.* Denn er, muß 25 herrschen, bis er alle Feinde gelegt hat unter seine Füße. * Der letzte Feind, der weggethan 26 wird, ist der Tod. ,, Denn 27 alles hat er seinen Füßenb unterworfen." Wenn er aber sagt, daß alles unterworfen sei, so ist's offenbar, daß der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.* Wenn ihm aber 28 alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, auf daß Gott alles in allem ſei.) Was werden sonst die thun, 29 die für die Toten getauft werden, wenn überhaupt Tote nicht auferweckt werden? warum werden sie auch für sie getauft? * Warum sind auch wir jede 30 Stunde in Gefahr?* Täglich 31 sterbe ich, bei euerm Rühmen, das ich habe in Christo Jesu, unserm Herrn.* Wenn ich, nach 32 Menschenweise zu reden, mit wilauch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir in bezug auf Gott gezeugt haben, daß er den Christus auferweckt, den er nicht auferweckt hat, wenn wirklich die Toten nicht aufer16 weckt werden.* Denn wenn die Toten nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht 17 auferweckt worden.* Wenn aber Christus nicht auferweckt worden ist, so ist euer Glaube eitel, ihr seid noch in euern Sünden. 18* Also sind auch die, welche in Christo entschlafen sind, ver19 loren.* Wenn wir allein in diesem Leben auf Christum Hoffnung haben, so sind wir die elendesten von allena Menschen. 20( Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt worden, der Erstling der Entschlafenen; 21* denn sintemal durch einen Menschen der Tod kam, so auch durch einen Menschen die a D. elender als alle.- b B. unter seine Füße.- c Pf. 8, 6. 1. Korinther 15. Herrlichkeit des Mondes, und eine andere die Herrlichkeit der Sterne; denn es unterscheidet sich Stern von Stern an Herrlichkeit.* Also ist auch die Auf- 42 erstehung der Toten. Es wird gesäet in Verwesung, es wird auferweckt in Unverweslichkeit. * Es wird gesäet in Unehre, es 43 wird auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesäet in Schwachheit, es wird auferweckt in Kraft; * es wird gesäet ein natürlicher 44 Leib, es wird auferweckt ein geistiger Leib. Wenn es einen natürlichend Leib giebt, so giebt es auch einen geistigen.* So 45 steht auch geschrieben:„ Der erste Mensch, Adam, ward einee lebendige Seele;" f der letzte Adam eins lebendig machender Geist.* Aber das Geistige war 46 nicht zuerst, sondern das Natürliche, h darnach das Geiſtige. * Der erste Mensch ist von i der 47 Erde, von Staub; der zweite Mensch vomi Himmel.* Wie 48 der von Staub ist, so sind auch die, welche von Staub sind; und wie der Himmlische, so sind auch die Himmlischen.* Und 49 wie wir das Bild dessen von himmlische Leiber und irdische Staub getragen haben, so werLeiber. Aber eine andere ist die den wir auch das Bild des Herrlichkeit der himmlischen, Himmlischen tragen.* Dies aber 50 eine andere die der irdischen; sage ich, Brüder, daß Fleisch 41* eine andere ist die Herrlichkeit und Blut das Reich Gottes der Sonne, und eine andere die nicht ererben können, auch die 310 den Tieren gekämpft habe zu Ephesus, was nützt es mir, wenn Tote nicht auferweckt werden? ,, Lasset uns essen und trinken, denn morgen sterben 33 wir!" a* Laffet euch nicht verführen: Böser Verkehr verdirbt 31 gute Sitten.* Werdet rechtschaffen nüchternb und fündiget nicht, denn etliche sind in Unwissenheit über Gott; zur Beschämung sage ich's euch. 35 Es wird aber jemand sagen: Wie werden die Toten auferweckt? und mit was für einem 36 Leibe kommen sie?* Du Narr! was du säest, wird nicht leben37 dig, es sterbe denn.* Und was du säest, du säest nicht den Leib, der werden soll, sondern ein nacktes Korn, es mag sein von Weizen, oder von einem der 38 andern Samen.* Gott aber giebt ihm einen Leib, wie er gewollt hat, und einem jeden der Sa39 men seinen eignen Leib.* Nicht alles Fleisch ist dasselbe Fleisch; sondern ein anderes ist das der Menschen, und ein anderes das Fleisch des Viehes, und ein anderes das der Vögel, und ein an40 deres das der Fische.* Und es giebt a Jef. 22, 13.- bO. wachet rechtschaffen auf. d. seelischen. e B. zu einer.- f 1. Moj. 2, 7. hD. das Seelische.- i B. aus. - c. seelischer. g B. zu einem. Verwesung nicht die Unverweslichkeit ererbt. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden zwar nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt wer52 den,* in einem Nu, in einem Augenblick, bei der letzten Posaune; denn posaunen wird es, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53* Denn dieses Verwesliche muß Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit 54 anziehen.* Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort erfüllt werden, das geschrieben steht: Verschlungen ist der Tod in 55 Sieg." a* ,, Wo ist, o Tod, dein Stachel? wo ist, o Tod, dein 56 Sieg?" b* Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, die Kraft der Sünde aber das Gesetz. 57* Gott aber sei Dank, der uns den Sieg giebt durch unsern 58 Herrn Jesum Christum!* Daher, meine geliebten Brüder, seid fest, unbeweglich, allezeit überströmend in dem Werke des Herrn, da ihr wisset, daß eure Mühe nicht vergeblich ist im Herrn. 51 "" 1. Korinther 15. 16. 311 latien verordnet habe, also thuet auch ihr.* An jedem ersten 2 Wochentage lege ein jeder von euch bei siche zurück und sammle auf, nach dem Gedeihen seines Erwerbes, auf daß nicht dann, wenn ich komme, die Sammlungen geschehen.* Wenn ich 3 aber angekommen bin, so will ich die, d welche irgend ihr für tüchtig erachten werdet, mit Briefene senden, daß sie eure Wohlthat nach Jerusalem hinbringen.* Wenn es aber an- 4 gemessen ist, daß auch ich hinreise, so sollen sie mit mir reisen. * Ich werde aber zu euch kom- 5 men, wenn ich Macedonien durchzogen habe, denn ich ziehe durch Macedonien.* Vielleicht 6 aber werde ich bei euch bleiben oder auch überwintern, auf daß ihr mich geleitet, wohin irgend ich reise;* denn ich will euch 7 jetzt nicht im Vorbeigehen sehen, denn ich hoffe, einige Zeit bei euch zu bleiben, wenn's der Herr erlaubt. Ich werde aber s in Ephesus bleiben bis Pfingsten,* denn eine große und wir- 9 fungsvolle Thür ist mir aufgethan, und der Widersacher sind viele. 16 Was aber die Sammlung für die Heiligen betrifft, wie ich den Versammlungen von GaWenn aber Timotheus kommt, 10 so sehet zu, daß er ohne Furcht bei euch sei, denn er treibt das Werk des Herrn, wie auch ich. * Es verachte ihn nun niemand. 11 Geleitet ihn aber in Frieden, a Jes. 25, 8. b Sos. 13, 14.- e O. zu Hause.- d B. dieſe. e O. die ihr durch Briefe als tüchtig erachtet. 312 1. Korinther 16. auf daß er zu mir komme, denn ich erwarte ihn mit den Brü12 dern.* Was aber den Bruder Apollos betrifft, so habe ich ihm sehr zugeredet, daß er mit den Brüdern zu euch komme; und es war durchaus a nicht sein Wille, jetzt zu kommen; doch wird er kommen, wenn er Ge13 legenheit haben wird.* Wachet, stehet fest im Glauben, seid 14 männlich, seid stark.* Alles bei euch geschehe in Liebe. 15 Ich ermahne b euch aber, Brüder: Ihr kennet das Haus des Stephanas, daß es der Erstling von Achaja ist, und daß sie sich selbst den Heiligen zum 16 Dienst verordnet haben;* auf daß auch ihr solchen unterthan seid und jedem, der mitwirkt 17 und arbeitet.* Ich freue mich Zweite Epistel an die Korinther. 1 Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Timotheus, der Bruder, der Versammlung Gottes, die in Korinth ist, samt allen Heiligen, 2 die in ganz Achaja sind:* Gnade euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! 3 Gepriesenf sei der Gott und 2. Korinther 1. aber über die Ankunfte des Stephanas und Fortunatus und Achaikus, denn dieſe haben erstattet, was euerseits mangelte.* Denn sie haben meinen 18 Geist erquickt und den eurigen; erkennet nun solche an. Es grüßen euch die Versamm- 19 lungen Asiens. Es grüßen euch sehr im Herrn Aquila und Priscilla, samt der Verſammlung in ihrem Hause.* Es grüßen 20 euch alle Brüder. Grüßet einander mit heiligem Kuß.* Der 21 Gruß mit meiner, des Paulus, Hand.* Wenn jemand den Herrn 22 [ Jesum Christum] nicht lieb hat, der sei Anathema, d Maranathale* Die Gnade des Herrn 23 Jesu Christi sei mit euch!* Mei- 24 ne Liebe sei mit euch allen in Christo Jesu! Amen. - Vater unsers Herrn Jesu Christi, der Vater der Erbarmungen und Gott alles Trostes, g* der uns 4 tröstets in all unsrer Drangsal, auf daß wir die trösten können, die in allerlei Drangsal sind, durch den Trost, womit wir selbst von Gott getröſtet werden; * weil, gleichwie die Leiden des Christus an uns überschwäng1 a O. allerdings. b O. bitte.-c O. Gegenwart. e der Herr kommt( od.: ist gekommen.)- f B. Gesegnet. munterung ermuntert; so auch nachher. d verflucht. - g O. Er 2. Korinther 1. lich sind, also auch durch den tes, a nicht in fleischlicher WeisChristus unser Trost über- heit, sondern in der Gnade Gotsschwänglich ist.* Es sei aber, tes unsern Verkehr gehabt hawir werden bedrängt, so ist's um ben in der Welt, am meiſten b euers Trostes und Heiles wil- aber bei euch.* Denn wir schrei- 13 len, das bewirkt wird in dem ben euch nichts anders, als was Ausharren derselben Leiden, die ihr kennet, oder auch aner7 auch wir leiden;*( und unsre fennet; ich hoffe aber, daß ihr Hoffnung über euch ist fest;) es bis ans Ende anerkennen es sei, wir werden getröstet, werdet;* gleichwie ihr auch uns 14 so ist's um euers Trostes und zum Teil anerkannt habt, daß Heiles willen, indem wir wis- wir euer Ruhm sind, so wie sen, daß, gleichwie ihr Teil- auch ihr der unsrige seid an dem haber der Leiden seid, also auch Tage des Herrn Jesu.* Und 15 des Trostes. in diesem Vertrauen wollte ich vorhere zu euch kommen, auf daß ihr eine zweite Gnade hättet,* und bei euch hindurch nach 16 Macedonien reisen, und wiederum von Macedonien zu euch kommen und von euch nach Judäa geleitet werden.* Habe ich 17 nun, indem ich mir dieses vornahm, mich einer Leichtfertigkeit bedient? oder was ich mir vornehme, nehme ich mir das nach dem Fleische vor, auf daß bei mir ja ja und nein nein wäre?* Gott aber ist tren, daß 18 unser Wort an euch nicht ja und nein ist.* Denn der Sohn 19 Gottes, Jesus Christus, der das Flehen für uns mitwirket, unter euch durch uns gepredigt auf daß für die mittelst vieler worden ist, durch mich und SilPersonen uns verliehene Gabe vanus und Timotheus, wurde durch viele für uns Danksagung nicht ja und nein, sondern es 12 dargebracht werde.* Denn un- ist ja in ihm.* Denn so viele 20 ser Rühmen ist dieses: das Zeug- der Verheißungen Gottes sind, nis unsers Gewissens, daß wir in Ihm ist das Ja und in ihm in Einfalt und Lauterkeit Got- das Amen, Gott zur Herrlicha O. vor Gott.- b B. überströmender.- c O. zuerst. 313 8 Denn wir wollen nicht, daß ihr unkundig seid, Brüder, was unsre Drangsal betrifft, die[ uns] in Asien widerfahren ist, daß wir übermäßig beschwert wurden über Vermögen, so daß wir selbst am Leben verzweifelten. 9* Wir selbst aber hatten das Urteil des Todes in uns selbst, auf daß unser Vertrauen nicht auf uns selbst wäre, sondern auf Gott, der die Toten aufer 10 weckt,* welcher uns von so großem Tode errettet hat und errettet, auf welchen wir hoffen, daß er uns auch ferner erretten 11 werde;* indem auch ihr durch 314 2. Korinther 1. 2. 21 feit durch uns.* Der uns aber traurig gemacht, sondern zum mit euch befestigt in Christuma und uns gesalbt hat, ist Gott, 22* der uns auch versiegelt und das Pfand des Geistes in unsre Herzen gegeben hat. 23 Ich aber rufe Gott zum Zeugen an auf meine Seele, daß ich, um euch zu schonen, noch nicht nach Korinth gekommen 24 bin.* Nicht daß wir herrschen über euern Glauben, sondern daß wir Mitarbeiter eurer Freude sind; denn ihr stehet durch den Glauben. Teil( auf daß ich nicht beschwere) euch alle.* Genügend 6 ist einem solchen diese Strafe, die von den Vielenb ist,* so daß 7 ihr im Gegenteil vielmehr vergebene und ermuntern solltet, damit nicht etwa ein solcher durch übermäßige Traurigkeit verschlungen werde.* Darum 8 ermahne ich euch, Liebe gegen ihn zu bethätigen.* Denn da- 9 zu habe ich auch geschrieben, auf daß ich eure Bewährung kennen lerne, ob ihr in allem gehorsam seid.* Wem ihr aber 10 etwas vergebet, auch ich; denn auch ich, was ich vergeben, wenn ich etwas vergeben habe, habe ich um euertwillen vergeben in der Person Christi,* auf daß 11 nicht der Satan einen Vorteil über uns gewinne, denn seine Gedanken sind uns nicht unbekannt. 2 Ich habe aber bei mir selbst dieses beschlossen, nicht wieder in Traurigkeit zu euch zu kom2 men.* Denn wenn ich euch traurig mache, wer[ ist es] doch, der mich fröhlich mache, als nur der, welcher durch mich traurig 3 gemacht wird?* Und eben die ses habe ich[ euch] geschrieben, auf daß ich nicht, wenn ich komme, von denen Traurigkeit habe, deren ich mich freuen sollte; indem ich euch allen vertraue, daß meine Freude die 4 euer aller ist.* Denn aus vieler Drangsal und Herzensangst schrieb ich euch mit vielen Thränen, nicht auf daß ihr traurig gemacht werden solltet, sondern auf daß ihr die Liebe erkennen möchtet, die ich überschwänglicher zu euch habe. 5 Wenn aber jemand traurig gemacht hat, der hat nicht mich a d. h. mit Christo fest verbindet. - c O. Gnade erzeigen. Als ich aber nach Troas fam 12 für das Evangelium des Christus und mir eine Thür aufgethan ward in dem Herrn, * hatte ich keine Ruhe in mei- 13 nem Geiste, weil ich Titus, meinen Bruder, nicht fand, sondern ich nahm Abschied von ihnen und zog nach Macedonien. * Gott aber sei Dank, der uns 14 allezeit im Triumphzug umherführt in Christo und den Geruch seiner Erkenntnis an jedem Orte durch uns offenbart! -- b O. von der Mehrzahl, der Masse. 2. Korinther 2. 3. 15* Denn wir sind Gott ein Wohlgeruch Christi in denen, die errettet werden, und in denen, die 16 verloren gehen;* den einen ein Geruch vom Tode zum Tode, den andern aber ein Geruch vom Leben zum Leben. Und 17 wer ist dazu tüchtig?* Denn wir verfälschena nicht, wie die Vielen, das Wort Gottes, sondern als aus Lauterkeit, sondern als aus Gott, vor Gott, reden wir in Chrifto. 3 Fangen wir wiederum an, uns selbst zu empfehlen? oder bedürfen wir, wie etliche, Empfehlungsbriefe an euch oder [ Empfehlungsbriefe] von euch? 2* Jhr seid unser Brief, eingeschrieben in unsre Herzen, gekannt und gelesen von allen 3 Menschen;* die ihr offenbar geworden, daß ihr ein Brief Christi seid, angefertigt durch uns im Dienst, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes; nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne Tafeln des Herzens. 4* Solches Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott: 5* nicht daß wir tüchtig sind, von uns selbst etwas zu denken, als aus uns selbst, sondern unsre 6 Tüchtigkeit ist von Gott, der uns auch tüchtig gemacht hat als Diener des neuen Bundes, nicht des Buchstabens, sondern 315 des Geistes. Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.*( Wenn aber der 7 Dienst des Todes in Buchstaben, in Steine eingegraben, in Herrlichkeit ward, so daß die Söhne Israels das Angesicht Moses' nicht unverwandt anschauen konnten wegen der Herrlichkeit seines Angesichts, die hinweggethan werden sollte; e* wie wird 8 nicht vielmehr der Dienst des Geistes in Herrlichkeit sein? * Denn wenn der Dienst der 9 Verdammnis Herrlichkeit ist, so ist viel mehr der Dienst der Gerechtigkeit überströmend in Herrlichkeit.* Denn auch das 10 Berherrlichte ist nicht in dieser Beziehung verherrlicht worden wegen der überschwänglichen Herrlichkeit.* Denn wenn das, 11 was hinweggethan werden sollte, mit Herrlichkeit war, wie viel mehr wird das Bleibende in Herrlichkeit bestehen!* Weil wir 12 nun eine solche Hoffnung haben, so gebrauchen wir große Freimütigkeit,* und thun nicht, 13. gleichwie Moses, der eine Decke über sein Angesicht legte, auf daß die Söhne Israels nicht anschauen möchtend das Ende dessen, was hinweggethan werden sollte.* Aber ihr Sinn ist 14: verstockt worden, denn bis auf den heutigen Tag bleibt beim Lesen des alten Bundes diea O. treiben nicht Handel mit d. W.- b B. durch uns bedient. e O. die im Verschwinden begriffen war.- d O. ihre Augen heften: möchten auf. 316 selbe Decke unaufgedeckt, die in 15 Christo weggethan wird.* Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Moses gelesen wird, liegt die 16 Decke auf ihrem Herzen.* Wenn 2. Korinther 3. 4. es aber zum Herrn umkehrt, so wird die Decke weggenommen.) 17* Der Herr aber ist der Geist, wo aber der Geist des Herrn 18 ist, da ist Freiheit.* Wir alle aber, mit aufgedecktem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauend, werden verwandelt nach demselben Bildea von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, als durch den Herrn, den Geist.b Darum, weil wir diesen Dienst haben, wie wir begnadigt wor2 den, so ermatten wir nicht,* sondern wir haben den heimlichen Dingen der Schande entsagt, indem wir nicht wandeln in Arglist, noch das Wort Gottes verfälschen, sondern durch die Offenbarung der Wahrheit uns selbst jedem Gewissen der Menschen empfehlen vor Gott. 3* Wenn aber auch unser Evangelium verdeckt ist, so ist es in denen verdeckt, die verloren 4 gehen,* in welchen der Gott dieser Weltd den Sinn der Ungläubigen verblendet hat, damit ihnen nicht ausstrahle der Lichtglanz des Evangeliums der Herrlichkeit des Christus, wel5 cher das Bild Gottes ist.* Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Christum Jesum als Herrn, uns selbst aber als eure Knechte um Jesu willen.* Denn 6 der Gott, der aus der Finsternis das Licht leuchten hieß, ist es, der in unsre Herzen geleuchtet hat zum Lichtglanz der Erfenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi. Wir haben aber diesen Schatz 7 in irdenen Gefäßen, auf daß die Ueberschwänglichkeit der Kraft sei Gottes und nicht aus uns. * Allenthalben bedrängt, aber s nicht verengt; keinen Ausweg sehend, aber nicht ohne Ausweg;* verfolgt, aber nicht ver- 9 lassen; niedergeworfen, aber nicht umkommend;* allezeit das 10 Sterbene Jesu amf Leibe umhertragend, auf daß auch das Leben Jesu anf unserm Leibe offenbar werde.* Denn wir, 11 die wir leben, werden allezeit dem Tode überliefert um Jesu willen, auf daß auch das Leben Jesu offenbar werde anf unserm sterblichen Fleische.* So 12 denn wirkt der Tod in uns, das Leben aber in euch.* Da 13 wir aber denselben Geist des Glaubens haben,( nach dem, was geschrieben steht: ,, Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet;" g) so glauben auch wir, darum reden wir auch,* da wir 14 wissen, daß der, welcher den Herrn Jesum auferweckt hat, auch uns mit Jesu auferwecken und mit euch darstellen wird: a O. in dasselbe Bild.- b. S. V. 6. 17.-c O. betrügerisch gebrauchen. - d O. dieses Zeitlaufs.-e O. die Tötung. f O. in.-g P₁. 116, 10. - 2. Korinther 4. 5. 317 15* denn alles ist um euertwillen, eben hierzu bereitet hat, ist auf daß die Gnade, überreich geworden durch die Vielen, die Danksagung zur Herrlichkeit Gottes überströmen laſſe. Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch verfällt, so wird doch der innere erneuert von 17 Tag zu Tage.* Denn das schnell vorübergehende Leichte unsrer Drangsal bewirkt uns ein über die Maßen überschwängliches, ewiges Gewicht 18yon Herrlichkeit,* indem wir Gott, der uns[ auch] das Unterpfand des Geistes gegeben.* So 6. sind wir nun allezeit gutes Mutes und wissen, daß, während einheimisch in dem Leibe, wir von dem Herrn ausheimisch sind;*( denn wir wandeln durchd 7 Glauben, nicht durch Schauen;) * wir sind aber gutes Mutes s und möchten lieber ausheimisch von dem Leibe und einheimisch bei dem Herrn sein.* Deshalb 9beeifern wir uns auch, ob einheimisch oder ausheimisch, ihm wohlgefällig zu sein.* Denn 10wir müssen alle geoffenbart werden vor dem Richterstuhl des Christus, auf daß ein jeder empfange, was er in deme Leibe gethan, nach dem er gehandelt hat, es sei Gutes oder Böſes. * Da wir nun das Schrecken 11 des Herrn kennen, so überreden wir die Menschen, Gott aber sind wir offenbar geworden; ich hoffe aber auch in euern Gewissen offenbar geworden zu sein.*[ Denn] wir empfehlen 12: uns selbst euch nicht wiederum, sondern wir geben euch Anlaß zum Ruhme unserthalben, auf daß ihr ihn habet bei denen, die sich nach dem Ansehen rühmen und nicht nach dem Herzen. f* Denn sei es, daß wir 1s außer uns sind, so sind wir es Gott; sei es, daß wir vernünfeuch.* Denn die 14 16 nicht das anschauen, was man sieht, sondern das, was man nicht sieht; denn das, was man sieht, ist zeitlich, das aber, was man nicht sieht, ewig. 5 Denn wir wissen, daß, wenn unser irdisches Haus, die Hütte, a zerstört wird, wir einen Bau vonb Gott haben, ein Haus, nicht mit Händen gemacht, ein ewiges, in den Him2 meln.* Denn in diesem freilich seufzen wir, uns sehnend, mit unsrer Behausung, die aus dem Himmel ist, überkleidet zu wer3 den;* so wir anders, wenn wir auch bekleidet sind, nicht nackt 4 erfunden werden.* Denn wir freilich, die in der Hütte sind, seufzen beschwert, wiewohl wir nicht entkleidet, sondern überkleidet sein wollten, damit das Sterbliche verschlungen werde 5 von dem Leben.* Der uns aber tig sind 1 bewirkt. im. Herzen. a Eig. uns. irdisches Hüttenhaus od.: Zelthaus.- b B. aus.- c B. d O. fraft des.- e O. durch den.- f O. im Angesicht 318 Liebe des Christus drängt uns, indem wir also geurteilt haben, daß einer für alle gestorben ist und somit alle gestorben sind.a 15* Und er ist für alle gestorben, 2. Korinther 5. 6. Mitarbeitend f aber, ermah- 6 nen wir auch, daß ihr die Gnade Gottes nicht vergeblich empfangen habet;*( denn er spricht: 2 auf daß die, welche leben, nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben ist und 16 ist auferweckt worden.* Daher kennen wir von nun an niemanden nach dem Fleische; wenn wir aber auch Christum nach dem Fleische gekannt haben, so kennen wir ihn doch jetzt nicht 17 mehr also.* Daher, wenn jeZur Zeit der Annehmung habe ich dich erhört, und am Tage des Heils habe ich dir geholfen." g Siehe, jetzt ist die Zeit der Annehmung; siehe, jetzt ist der Tag des Heils;)* indem wir 3 in feiner Sache irgend einen Anstoß geben, auf daß der Dienst nicht verlästert werde,* sondern 4 in allem uns erweisen als Gottes Diener in vielem Ausharmand in Christo ist eine ren, h in Drangsalen, in Nöten, neue Schöpfung; das Alte ist in Aengsten,* in Streichen, in 5 vergangen, siehe, alles ist neu Gefängnissen, in Aufständen, i 18 geworden.* Alles aber von bin Mühen, in Wachen, in Fasdem Gott, der uns mit sich ten;* in Reinheit, in Erkennt- 6 selbst durch[ Jesum] Christum nis, in Langmut, in Gütigkeit, versöhnt und uns den Dienst im Heiligen Geiste, in ungeheuder Versöhnung gegeben hat: chelter Liebe;* im Worte der 7 19* nämlich, daß Gott in Christo Wahrheit, in der Kraft Gottes; durch die Waffen der Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linfen;* durch Ehre und Unehre, 8 durch böses Gerücht und gutes Gerücht, als Verführer und Wahrhaftige,* als Unbekannte 9 und Wohlbekannte, k als Sterbende, und siehe, wir leben, als Gezüchtigte und nicht getötet,* als Traurige, aber alle- 10 zeit uns freuend, als Arme, aber viele reich machend, als nichts habend und alles besitzend. war, die Welt mit sich selbst versöhnend, ihnen ihre Ulebertretungen nicht zurechnend und in uns das Wort der Versöh20 nung niederlegend.e* So sind wir nun Gesandte für Christum, d als ob Gott durch uns ermahnte. Wir bitten an Christi Statt: Lasset euch versöhnen 21 mit Gott!* Jhn, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, auf daß wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm. a O. gest. waren, d. h. im Tode lagen.- b B. aus.-c B. niedergelegt habend.-d O. an Christi Statt. e O. für Christum.- f. S. 1. Kor. 3, 9. g Jej. 49, 8.- h O. Geduld. i O. Unruhen. k O. Erkannte. - - 2. Korinther 6. 7. 319 der Befleckung des Fleisches und des Geistes und die Heiligkeit vollenden in der Furcht Gottes. 11. Unser Mund ist zu euch auf gethan, ihr Korinther; unser 12 Herz ist weit geworden.* Jhr seid nicht verengt in uns, son- Nehmet uns auf; wir haben 2 dern ihr seid verengt in euern niemandem Unrecht gethan, wir 13 Herzen.a* zur gleichen Vergel- haben niemanden verderbt, wir tung aber( ich rede als zu Kin- haben niemanden übervorteilt. dern) werdet auch ihr weit.* Nicht zur Verurteilung rede 3 14* Seid nicht in einem unglei- ich; denn ich habe vorhin gechen Jocheb mit Ungläubigen. sagt, daß ihr in unsern Herzen Denn welche Genossenschaft hat seid, um mit zu sterben und Gerechtigkeit und Gesetzlosig- mit zu leben.* Groß ist meine 4 keit? oder welche Gemeinschaft Freimütigkeit gegen euch, groß 15 Licht mit Finsternis?* und wel- mein Rühmen euerthalben; ich che Uebereinstimmung Christus bin mit Trost erfüllt, ich bin mit Belial? oder welches Teil ganz überströmend in der Freuder Gläubige mit dem Ungläu- de bei all unsrer Drangsal. 16 bigen?* und welchen Zusam-* Denn auch als wir nach Ma- 5 menhang der Tempel Gottes dcedonien kamen, hatte unser mit Götzenbildern? Denn ihr Fleisch keine Ruhe, sondern alseid der Tempel des lebendigen lenthalben waren wir bedrängt; Gottes, wie Gott gesagt hat: von außen Kampf, von innen Ich will unter ihnen wohnen Furcht.g* Der aber die Nied- 6 und wandeln, und ich werde rigen tröstet, Gott, tröstete uns ihr Gott sein, und sie werden durch die Ankunft des Titus. 17 mein Volk sein."* Darum ge-* Nicht allein aber durch seine 7 het aus aus ihrer Mitte und Ankunft, sondern auch durch sondert euch ab, spricht der Herr, e den Trost, womit er euerthalund rühret Unreines nicht an, ben getröstet ward, als er uns und ich werde euch aufnehmen; kund that euer Verlangen, eure 18* und ich werde euch zum Vater Trauer, h euern Eifer um mich, sein, und ihr werdet mir zu so daß ich mich desto mehr freute. Söhnen und Töchtern sein,* Denn wenn ich euch auch be- s spricht der Herr, der Allmächtige.f trübt habe durch den Brief, i 7 Da wir nun diese Verheißun- so rent es mich nicht, wenn es mich auch gereut hat; denn ich sehe, daß jener Brief, wenn gen haben, Geliebte, so lasset uns uns selbst reinigen von jea B. Eingeweiden.-b Eig. Seid nicht verschiedenartig zusammengejocht; vergl. 3. Moj. 19, 19; 5. Moj. 22, 10.- c Gr. Beliar.- d S. 1. Kor. 3, 16. -e S. Matth. 1, 22.- f 3. Moj. 26, 11. 12; Jej. 52, 11.- g Fm Gr. stehen die Wörter ,, Kampf" und Furcht" in der Mehrzahl.--h Eig. Wehklage. i B. in dem Briefe. 320 2. Korinther 7. 8. auch nur für eine Zeit, euch in Wahrheit zu euch geredet 9 betrübt hat.* Nun freue ich haben, also ist auch unser Rühmich, nicht, daß ihr betrübt men gegen Titus Wahrheit geworden, sondern daß ihr be- worden;* und seine innerlichen 15 trübt worden seid zur Buße; Gefühlee sind überströmender denn ihr seid Gott gemäß be- gegen euch, indem er an euer trübt worden, auf daß ihr in aller Gehorsam gedenkt, wie ihr nichts von uns Schaden erlittet. ihn mit Furcht und Zittern em10* Denn die Betrübnis Gott ge- pfangen habt.* Ich freue mich, 16 mäß bewirkt eine nie zu be- daß ich in allem Zuversicht zu reuende Buße zum Heil; aber euch habe. die Betrübnis der Welt bewirkt 11 den Tod.* Denn siehe, eben dieses, daß ihr Gott gemäß betrübt worden seid, wie viel Fleiß hat es bei euch bewirkt! sogar a Verantwortung, sogar Unwillen, sogar Furcht, sogar Verlangen, sogar Eifer, sogar Ahndung. Ihr habt euch in allem dargestellt, daß ihr an der Sache 12 rein seid.* So denn, wenn ich euch auch geschrieben habe, so geschah es nicht um deswillen, der beleidigt hat, noch um deswillen, der beleidigt ward, sondern um deswillen, damit unser Fleiß für euch bei euch offen13 bar werde vor Gott.* Deswegen sind wir getröstet worden; viel mehr aber freuten wir uns bei unserm Trost noch überschwänglicher über die Freude des Titus, weil sein Geist durch euch alle erquickt worden 14 ist.* Denn wenn ich ihm etwas über euch gerühmt habe, so bin ich nicht zu Schanden geworden; sondern wie wir alles Wir thun euch aber fund, 8 Brüder, die Gnade Gottes, die in den Versammlungen Macedoniens gegeben ist,* daß bei 2 großer Prüfung der Drangsal die Ueberströmung ihrer Freude und ihre tiefe Armut übergeströmt ist in den Reichtum ihrer Freigebigkeit.* Denn nach Ver- 3 mögen, ich bezeuge es, und über Vermögen waren sie aus eignem Antriebe willig,* mit vielem 4 Zureden uns bittend, die Gnaded und die Gemeinschaft des Dienstes für die Heiligen zu bewerkstelligen.* Und nicht, wie 5 wir hofften, sondern sie gaben sich selbst zuerst dem Herrn und uns durch Gottes Willen,* so 6 daß wir Titus zugeredet haben, daß er, wie er zuvor angefangen, also auch beie euch auch diese Gnade vollbringen möchte. * Aber so wie ihr in allem über- 7 strömend seid: in Glauben und Wort und Erkenntnis und allem Fleiß und in eurer Liebe zu uns, daß ihr auch in dieser Gna1 a B. aber; so auch nachher. Eingeweide.- d O. Gabe.- e O. in bezug auf. b. von.-c O. sein Herz; B. seine 2. Korinther 8. 9. 321 * denn er nahm zwar das Zu- 17 reden an, aber weil er sehr eifrig war, ist er aus eignem Antriebe zu euch gegangen.* Wir 18 haben aber den Bruder mit ihm gesandt, dessen Lob am Evangelium in allen Verſammlungen ist. Und nicht allein das, son- 19 dern er ist auch von den Versammlungen gewählt worden zu unserm Reisegefährten mit dieser Gnade, die von uns bedient wird zur Herrlichkeit des Herrn selbst und als Beweis unsrer Geneigtheit;* indem wir dies ver- 20 hüten, daß uns nicht jemand übel nachrede dieser reichen Gabe halben, die von uns bedient wird;* denn wir sind vorsorg- 21 lich für das, was ehrbar ist, nicht allein vor dem Herrn, sondern auch vor den Menschen.* Wir 22 haben aber unsern Bruder mit ihnen gesandt, den wir oft in vielen Stücken erprobt haben, daß er eifrig ist, nun aber noch viel eifriger durch große Zuversicht zu euch.* Was Titus be- 23 diene euer Ueberfluß für den trifft, er ist mein Genosse und Mangel jener, auf daß auch Mitarbeiter bei euch, oder unsre jener Ueberfluß für euern Man- Brüder, sie sind Gesandte der gel diene, e damit Gleichheit wer- Versammlungen, die Herrlich15 de;* wie geschrieben steht: ,, Wer keit Christi.* So erweiset ihnen 24 viel sammelte, hatte nicht Uleber- nun vor den Versammlungen fluß, und wer wenig sammelte, den Beweis eurer Liebe und hatte nicht Mangel." d unsers Rühmens über euch. Erleichterung haben, ihr aber Bedrückung, sondern nach der 14 Gleichheit:* in der jetzigen Zeit de überströmend sein möget. 8* Nicht befehlsweise spreche ich, sondern wegen des Fleißes der Andern, und indem ich die Echt9 heit eurer Liebe prüfe.* Denn ihr fennet die Gnade unsers Herrn Jesu Christi, daß er, da er reich war, um euertwillen arm wurde, auf daß ihr durch seine Armut reich würdet. 10* Und ich gebe hierin eine Meinung; denn dies ist euch nützlich, die ihr nicht allein das Thun, sondern auch das Wollen vorher angefangen habt seit 11 vorigem Jahre.* Nun aber vollbringet auch das Thun, damit, gleichwie die Geneigtheit zum Wollen da war, also auch das Vollbringen da sei von dem, 12 was ihr habt.* Denn wenn die Geneigtheit da ist, so ist einer annehmlich, nach dem era hat, und nicht, nach dem er nicht hat. 13* Denn nicht, auf daß andere 16 Gott aber sei Dank, der denselben Eifer für euch in das Herz des Titus gegeben hat; Denn was den Dienst für die g Heiligen betrifft, so ist es überflüssig für mich, euch zu schrei-c B. werde. a O. so ist sie annehmlich, nach dem man zc. d 2. Mos. 16, 18. - b B. aus. 21 322 2. Korinther 9. 10. 2ben.* Denn ich kenne eure Ge- fe;* wie geschrieben steht: ,, Er 9 hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine Gerechtigfeit bleibt in Ewigkeit." e* Er 10 aber, der Samen darreicht dem Säemann und Brot zur Speise, wird eure Saat darreichen und überströmend machen und die Früchte eurer Gerechtigkeit wachsen lassen, indem ihr in 11 allem reich geworden seid zu aller Freigebigkeit, welche durch uns Gott Danksagung bewirkt. neigtheit, welcher ich mich euert halben rühme gegen die Macedonier, daß Achaja bereit gewesen seit vorigem Jahre; und der von euch ausgegangene Eifer 3 hat vielea angereizt.* Ich habe aber die Brüder gesandt, auf daß nicht unser Rühmen über euch zu nichte würde in dieser Beziehung, auf daß ihr, wie 4 ich gesagt habe, bereit seid,* damit nicht etwa, wenn die Macedonier mit mir kommen und euch unbereit finden, wir, daß wir nicht sagen ihr, in dieser Zuversicht zu Schanden wür5 den.* Ich hielt es daher für nötig, die Brüder zu bitten, daß sie zu euch vorauszögen und diesen euern zuvor angefündigten Segen vorher zubereiteten, daß er also bereit sei als Segen, und nicht als Hab6sucht.* Dies aber ist wahr: Wer sparsam säet, wird auch ſparsam ernten, und wer segensreiche jäet, wird auch segens7reiche ernten.* Ein jeder, wie er sich in seinem Herzen vorjetzt: nicht mit Verdruß oder aus Zwang, denn einen fröhslichen Geber hat Gott lieb.* Gott aber ist mächtig, jede Gnaded auf euch überströmen zu lassen, auf daß ihr in allem, allezeit alle Genüge habend, überströmend seid zu jedem guten WerDenn die Ausrichtung dieses 12 Dienstes ist nicht nur eine Erfüllung des Mangels der Heiligen, sondern ist auch überströmend durch viele Dankſagungen gegen Gott;* indem sie 13 durch die Bewährung dieſes Dienstes Gott verherrlichen wegen der Unterwürfigkeit euers Bekenntnisses zum Evangelium des Christus und wegen der Freigebigkeit der Mitteilung gegen sie und gegen alle,* und in 14 ihrem Flehen für euch, die sich nach euch sehnen wegen der überschwänglichen Gnade Gottes an euch.* Gott sei Dank 15 für seine unaussprechliche Gabe! Ich selbst aber, Paulus, er- 10 mahne euch durch die Sanftmut und Gelindigkeit des Christus, der ich unter euch gegenwärtig zwar gering, abwesend aber fühn gegen euch bin.* Ich 2 flehe aber, daß ich anwesend a O. die Mehrzahl, die Masse( der Brüder.) b O. als Freigebigkeit, und nicht als etwas Erzwungenes.-e B. mit Segnungen.- d Ö. Gabe, od.: Wohlthat. e Ps. 112, 9. 2. Korinther 10. 323 nicht fühn sein müsse mit der cher denke dieses, daß, wie wir Zuversicht, mit welcher ich ge- abwesend im Worte durch Briefe denke, gegen etliche dreist zu sind, solche auch anwesend in ſein, die uns, als nach dem Flei- der That sein werden.* Denn wir 12 3sche wandelnd, achten.* Denn wagen nicht, uns selbst etlichen obwohl wir in dem Fleische wanderer beizuzählen oder zu verdeln, so kämpfen wir nicht nach gleichen, die sich selbst empfeh4 dem Fleische;* denn die Waffen len; sie aber, indem sie sich an unsers Kampfes sind nicht fleisch- sich selbst messen und sich mit lich, sondern göttlich mächtig a sich selbst vergleichen, sind nicht zur Zerstörung der Festungen; verständig.* Wir aber wollen 13 5* indem wir die Vernunftschlüsse uns nicht ins Maßlose rühmen, zerstören und jede Höhe, die sondern nach dem Maße des sich erhebt wider die Erkenntnis Wirkungskreises, d den der Gott Gottes, und jeden Gedanken des Maßes uns zugeteilt hat, gefangen nehmen unter den Ge- ume auch bis zu euch zu ge6 horsam des Christus, b* und be- langen.* Denn wir strecken uns 14 reit stehen, allen Ungehorsam selbst nicht zu weit aus, als zu rächen, wenn euer Gehorsam wären wir nicht bis zu euch ge7erfüllt sein wird.* Sehet ihr langt,( denn wir sind auch bis auf das, was vor Augen ist? zu euch gekommen in dem EvanWenn jemand sich selbst zutraut, gelium des Christus;)* indem 15 daß er Christi sei, der denke wir uns nicht ins Maßlose dies wiederum bei sich selbst, rühmen in fremden Arbeiten, daß, gleichwie er Christi ist, also aber Hoffnung haben, wenn 8 auch wir.* Denn wenn ich auch euer Glaube wächst, unter euch vergrößert zu werden nach unserm Wirkungskreise,* um noch 16 überströmender das Evangelium weiter über euch hinaus zu verfündigen, nicht mich dessen zu rühmen, was im Wirkungskreiſe der Andern bereit ist.* ,, Wer sich 17 aber rühmt, rühme sich des f Herrn." g* Denn nicht, wer 18 sich selbst empfiehlt, der ist bewährt, sondern den der Herr empfiehlt. etwas mehr über unsre Gewalt rühmen wollte, die[ uns] der Herr zur Erbauung und nicht zu eurer Zerstörung gegeben hat, so werde ich nicht zu Schan9den werden;* auf daß ich nicht scheine, als wolle ich euch durch 10 die Briefe schrecken.* Denn die Briefe, sagt man, sind gewichtig und kräftig, aber die Gegenwart des Leibes ist schwach und 11 die Rede verächtlich.* Ein sol1 a O. mächtig gemäß Gott.-b O. Christi.-e Q. er.- d B. der Meßschnur.- e. hat Gott uns ausgeteilt das Maß, um... f B. in dem. g Jer. 9, 24. 21* 324 2. Korinther 11. 11 Ich wollte, ihr möchtet mich Last, denn meinen Mangel erein wenig in der Thorheit erstatteten die Brüder, die aus tragen; doch ertraget mich auch. Macedonien kamen; und ich habe 2* Denn ich eifere um euch mit mich in allem euch unbeschwerGottes Eifer, denn ich habe lich gehalten und werde mich also euch einem Manne verlobt, um halten. Die Wahrheit Christi 10 euch als eine keusche Jungfrau ist in mir, daß mire dieses Rüh3 dem Christus darzustellen.* Ich men nicht verwehrt werden soll fürchte aber, daß etwa, wie die in den Gegenden von Achaja! Schlange Eva verführte, durch* Warum? weil ich euch nicht 11 ihre List,[ also] auch euer Sinn liebe? Gott weiß es.* Was ich 12 verderbt und abgewandt werde aber thue, das werde ich auch von der Einfalt gegen den Chris- thun, auf daß ich denen die 4tus.* Denn wenn der, welcher Gelegenheit abschneide, die eine kommt, einen andern Jesus pre- Gelegenheit wollen, auf daß sie, digt, den wir nicht gepredigt worin sie sich rühmen, ebenso erhaben, oder ihr einen andern funden werden wie wir.* Denn 13 Geist empfanget, den ihr nicht solche sind falsche Apoſtel, beempfangen habt, oder ein an- trügerische Arbeiter, welche die deres Evangelium, das ihr nicht Gestalt von Aposteln Christianangenommen habt, so ertrüget nehmen.* Und kein Wunder, 14 5 ihr's wohl.* Denn ich achte, denn der Satan selbſt nimmt die Gestalt eines Engels des Lichts an;* es ist daher nichts 15 Großes, wenn auch seine Diener die Gestalt als Diener der Gerechtigkeit annehmen, deren Ende sein wird nach ihren Werken. daß ich in nichts den sehr hohen 6 Aposteln nachstehe.* Wenn ich aber auch ein Unkundiger in der Rede bin, so doch nicht in der Erkenntnis; sondern in jeder Weise sind wir in allen Stückena bei euchb offenbar geworden. 7* Habe ich eine Sünde gethan, daß ich mich selbst erniedrigte, auf daß ihr erhöht würdet, weil ich euch das Evangelium Gottes sumsonst verkündigt habe?* Ich habe andere Versammlungen beraubt, Lohn empfangen zu eurer 9 Bedienung.* Und als ich bei euch anwesend war und Mangel litt, fiel ich niemandem zur Wiederum sage ich: Niemand 16 halte mich für thöricht; wenn aber nicht, so nehmet mich auf als einen Thörichten, auf daß auch ich mich ein wenig rühmen möge.* Was ich rede, rede 17 ich nicht nach dem Herrn, sondern als in Thorheit, in dieser Zuversicht des Rühmens.* Weil 18 viele sich nach dem Fleische rühс a O. unter allen.- b O. vor euch.- c O. So gewiß die Wahrheit Chrifti in mir ist, soll mir. 2. Korinther 11. 12. mand euch knechtet, wenn jemand euch aufzehrt, wenn jemand von euch nimmt, wenn jemand sich überhebt, wenn jemand euch ins Gesicht schlägt. 21* Ich rede in bezug auf die Unehre, als ob wir schwach gewesen wären. Worin aber irgend jemand dreist ist,( ich rede in Thorheit) bin auch ich dreist. 22* Sind sie Hebräer? ich auch. men, so will auch ich mich rüh- te, in Gefahren auf dem Meere, 19 men.* Denn ihr ertraget gern in Gefahren unter falschen Brüdie Thoren, da ihr weise seid. dern;* in Arbeit und Mühe, 27 20* Denn ihr ertraget's, wenn je- in Wachen oft, in Hunger und Durst, in Fasten oft, in Kälte und Blöße;* außer dem, was 28 außergewöhnlich ist, noch das, was täglich auf mich andringt, e die Sorge um alle Versammlungen.* Wer ist schwach, und 29 ich bin nicht schwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht? * Wenn es gerühmt ſein muß, 30 so will ich mich meiner Schwachheit rühmen.* Der Gott und 31 Vater des Herrn Jesu, der gepriesen sei in Ewigkeit, d weiß, daß ich nicht lüge.* Jn Da- 32 maskus verwahrte der Landpfleger des Königs Aretas die Stadt der Damascener, indem er mich greifen wollte,* und ich 33 ward durch ein Fenster in einem Korbe an dere Mauer hinabgelassen und entrann seinen Händen. Sind sie Israeliten? ich auch. Sind sie Abrahams Samen? 23 ich auch.* Sind sie Diener Zu rühmen nützt mir wahr- 12 lich nicht; denn ich will auf Gesichte und Offenbarungen des Herrn kommen.* Ich kennef ei- 2 nen Menschen in Christo, vor vierzehn Jahren,( ob im Leibe, weiß ich nicht, oder außer dem Leibe, weiß ich nicht; Gott weiß es,) einen Menschen, s der entrückt ward bis in den dritten Himmel.* Und ich kennef einen 3 solchen Menschen,( ob im Leibe 325 Christi?( ich rede als von Sinnen) ich über die Maßen. In Mühen überschwänglicher, in Schlägen übermäßig, in Gefängnissen überschwänglicher, in 24 Todesgefahren oft.* Von den Juden habe ich fünfmal empfangen vierzig Streiche, weni25 ger einen.a* Dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden, dreimal habe ich Schiffbruch gelitten, einen Tag und eine Nacht habe ich 26 in der Tiefe zugebracht;* oft auf Reisen, in Gefahren auf Flüssen, in Gefahren von Räubern, in Gefahren von meinem Geschlecht, in Gefahren von den Nationen, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wüsa Vergl. 5. Moj. 25, 3.- b O. von Außen.- c B. der tägl. Andrang an mich.-d B. in die Zeitalter.- e O. durch die.- f. weiß. g B. einen solchen. 326 oder außer dem Leibe, weiß ich 4 nicht; Gott weiß es,)* daß er in das Paradies entrückt ward und unaussprechliche Worte a hörte, welche der Mensch nicht 5 sagen darf.b* Ueber einen solchen werde ich mich rühmen; über mich selbst aber werde ich mich nicht rühmen, es sei denn 6 meiner Schwachheiten.* Denn 2. Korinther 12. C wenn ich mich rühmen will, e werde ich nicht thöricht sein, denn ich werde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, auf daß nicht jemand höher von mir denke, als was er an mir sieht, oder was er 7 von mir hört.* Und auf daß ich mich nicht durch die Ueberschwänglichkeit der Offenbarungen überhebe, ward mir ein Dorn für das Fleisch gegeben, ein Engeld des Satan, auf daß er mich mit Fäusten schlage, auf daß ich mich nicht überhebe. 8* Für dieses flehte ich dreimal zum Herrn, auf daß er von mir 9 abstehen möge.* Und er hat zu mir gesagt: Meine Gnade genügt dir, denn meine Kraft wird in Schwachheit vollbracht. Darum will ich am allerliebsten mich vielmehr meiner Schwachheiten rühmen, auf daß die Kraft des Christuse über mir wohne.f 10* Deshalb habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Schmähungen, an Nöten, an Verfolgungen, an Aengsten für Christum; denn wenn ich schwach bin, dann bin ich stark. Ich bin ein Thor geworden; 11 ihr habt mich gezwungen. Denn ich hätte von euch empfohlen werden sollen, denn ich habe in nichts den sehr hohen Aposteln nachgestanden, wenn ich auch nichts bin.* Die Zeichen des 12 Apostels sind ja unter euch gewirkt worden in allem Ausharren, in Zeichen und Wundern und mächtigen Thaten. * Denn was ist's, worin ihr 13 verkürzt worden seid gegen die andern Versammlungen, es sei denn, daß ich selbst euch nicht zur Last gefallen bin? Verzeihet mir dieses Unrecht.* Siehe, 14 dieses dritte Mal stehe ich bereit, zu euch zu kommen, und werde nicht zur Last fallen, denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn die Kinder sollen nicht für die Eltern Schätze sammeln, sondern die Eltern für die Kinder.* Ich will aber 15 sehr gern alles verwenden und völlig verwendet werden für eure Seelen, wenn ich auch, je überschwänglicher ich euch liebe, um so weniger geliebt werde. Doch es sei so, ich habe euch 16 nicht beschwert; weil ich aber listig bin, so habe ich euch mit Hinterlist gefangen.* Habe ich 17 euch übervorteilt durch einen a O. Reden, Mitteilungen.- b O. dem Menschen nicht zustehen zu sagen. e B. werde rühmen wollen.- d O. ein Bote.-e O. Christi. f B. über mir zelte. 2. Korinther 12. 13. von denen, die ich zu euch ge18 sandt habe?* Ich habe Titus gebeten und den Bruder mit ihm gesandt; hat etwa Titus euch übervorteilt? Haben wir nicht in demselben Geiste gewandelt? nicht in denselben 19 Fußstapfen?* Jhr seid lange der Meinung gewesen, daß wir uns vor euch verantworten. Wir reden vor Gott in Christo, alles aber, Geliebte, zu eurer Aufer20 bauung.* Denn ich fürchte, daß, wenn ich komme, ich euch etwa nicht als solche finde, wie ich will, und daß ich von euch als solcher erfunden werde, wie ihr nicht wollet: daß etwa Streitigfeiten, Neid, a Zorn, Zwietracht, Verläumdungen, Ohrenbläsereien, Aufgeblasenheit, Verwir 21 rungenb da seien;* daß, wenn ich wieder komme, mein Gott mich euerthalbene demütige, und ich über viele trauern müsse, die zuvor gesündigt und nicht Buße gethan haben über die Unreinigkeit und Hurerei und Unzucht, die sie getrieben haben. 13 Dieses dritte Mal komme ich zu euch: auf zweier oder dreier Zeugen Mund wird jede Sache 2 bestätigt werden.* Ich habe es zuvor gesagt, und sage es zuvor, als wie das zweite Mal anwesend, und jetzt abwesend, denen, die zuvor gesündigt haben und den übrigen allen, daß, wenn ich wiederum komme, ich 327 nicht schonen werde.* Weil ihr 3 einen Beweis suchet, daß Christus in mir redet,( der gegen euch nicht schwach ist, sondern mächtig unter euch;* denn wenn 4 er auch ind Schwachheit gekreuzigt worden, so lebt er doch durchd die Kraft Gottes; denn auch wir sind schwach in ihm, aber wir werden mit ihm leben durch die Kraft Gottes gegen euch,)* so prüfet euch selbst, ob 5 ihr im Glauben seid, unterſuchet euch selbst; oder erkennet ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist? es sei denn, daß ihr etwa unbewährt seid.* Ich 6 hoffe aber, daß ihr erkennen werdet, daß wir nicht unbewährt sind.* Wir beten aber zu 7 Gott, daß ihr nichts Uebels thuet; nicht auf daß wir bewährt erscheinen, sondern auf daß ihr thuet, was recht ist, wir aber als Unbewährte ſeien. * Denn wir vermögen nichts wi- 8 der die Wahrheit, sondern für die Wahrheit.* Denn wir freuen 9 uns, wenn wir schwach sind, ihr aber mächtig seid; um dies [ aber] bitten wir auch, um eure Vervollkommnung.* Deswegen 10 schreibe ich dieses abwesend, auf daß ich anwesend nicht Strenge gebrauchen müsse, nach der Gewalt, e die der Herr mir gegeben hat zur Auferbauung und nicht zur Zerstörung. Uebrigens, Brüder, freuet 11 d B. aus. a O. Eifer.- bO. Unruhen.- c O. vor, od.: bei euch. - e. Recht. 328 euch, werdet vollkommen, a seid getrost, bseid eines Sinnes, seid in Frieden, und der Gott der Liebe und des Friedens wird 12 mit euch sein.* Grüßet einander mit heiligem Kuß. Es grüßen 2. Korinther 13. Galater 1. Epistel an die Galater. 1 Paulus, Apostel, nicht von Menschen, noch durch einen Menschen, sondern durch Jesum Christum und Gott, den Bater, der ihn auferweckt hat aus 2 den Toten,* und alle Brüder, die bei mir sind, den Versamm3lungen von Galatien:* Gnade euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserm Herrn Jesu 4 Christo,* der sich selbst hingegeben hat für unsre Sünden, damit er uns herausnehme aus der gegenwärtigen bösen Welt, nach dem Willen unsers Gottes 5 und Vaters,* welchem sei die Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter! Amen. 6- Ich wundere mich, daß ihr so schnell von dem, der euch in der Gnade Christi berufen hat, zu einem andernd Evangelium 7 umwendet, e* welches kein anderes ist; nur daß etliche sind, die euch verwirren und das Evangelium des Christus vereuch alle Heiligen.* Die Gnade 13 des Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geiſtes ſei mit euch allen! - kehren wollen.* Aber wenn auch s wir oder ein Engel aus dem Himmel euch etwas als Evangelium verkündigte, außer dem, was wir euch als Evangelium verkündigt haben, der sei verflucht!* Wie wir zuvor gesagt 9 haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas als Evangelium verkündigt, außer dem, was ihr empfangen habt, der sei verflucht! * Denn suche ich jetzt Menschen 10 zufrieden zu stellen oder Gott? oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wäre ich Christi Knecht nicht. Ich thue euch aber fund, Brü- 11 der, daß das Evangelium, welches von mir verkündigt worden, nicht nach dem Menschen ist. * Denn ich habe es weder von 12 einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch Offenbarung Jesu Christi.* Denn ihr 13 a Eig. vervollkommnet euch. b. werdet ermuntert.- c O. Zeitalter.- d D. zu einem verschiedenen( nicht dass. Wort wie V. 7.)- e O. umgewandt seid.- f B. Sklave. Galater 1. 2. 329 Glauben, den er einst zerstörte. * Und sie verherrlichten Gott 24 meinetwegen. habt von meinem ehemaligen verfolgte, verkündigte jetzt den Wandel in dem Judentum gehört, daß ich die Versammlung Gottes über die Maßen ver14 folgte und sie zerstörte.* Und ich nahm zu in dem Judentum über viele Altersgenossen in meinem Geschlecht, indem ich übermäßig ein Eiferer war für die Ueberlieferungen meiner Vä15 ter.* Als es aber Gott, a der Darauf nach vierzehn Jah- Q ren zog ich wieder hinauf nach Jerusalem mit Barnabas und nahm auch Titus mit.* Ich zog 2 aber hinauf zufolge einer Offenbarung und legte ihnen das Evangelium vor, das ich unter den Nationen predige, insbesondered aber den Angesehenen, damit ich nicht etwa vergeblich laufe oder gelaufen wäre;*( aber 3 auch Titus, der bei mir war, wurde, obwohl er ein Grieche war, nicht gezwungen, sich beschneiden zu lassen,)* es war aber 4 der eingeschlichenen falschen Brüder wegen, die nebeneingekommen waren, um unsre Freiheit auszukundschaften, welche wir in Christo Jesu haben, auf daß sie uns unter das Joch bringen;* denen wir auch nicht 5 eine Stunde durch Unterwürfigkeit nachgegeben haben, auf daß die Wahrheit des Evangeliums bei euch verbliebe.* Von 6 denen aber, die in Ansehen stanschreibe, siehe, vor Gott! ich lüge den was irgend sie auch 21 nicht.* Darauf kam ich in die waren, das geht mich nichts an, Gegenden von Syrien und Cili- Gott nimmt keines Menschen 22 cien.* Ich war aber von Ange- Person an denn mir haben sicht unbekannt den Versamm- die Angesehenen nichts hinzulungen von Judäa, die in Christo gefügt, sondern im Gegenteil, 7 23 sind;* sie hatten aber nur ge- als sie sahen, daß mir das hört: Der, welcher uns einst Evangelium der Vorhaut anmich von meiner Mutter Leibe an abgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, 16* seinen Sohn in mir zu offenbaren, auf daß ich ihn unter den Nationen verkündigte, b ging ich alsbald nicht mit Fleisch und 17 Blut zu Rate* und zog auch nicht hinauf nach Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ich zog fort nach Arabien und kehrte wiederum nach 18 Damaskus zurück.* Darauf, nach drei Jahren, ging ich nach Jerusalem, um Kephas kennen zu lernen, und blieb bei ihm 19 fünfzehn Tage.* Ich sah aber keinen andern der Apostel, außer Jakobus, den Bruder des 20 Herrn.* Was ich euch aber - a O. dem Gott.- b B. evangelifirte.- c B. evangelisirt.- d d. h. getrennt von den Uebrigen. 330 Galater 2. vertraut war, gleichwie Petrus s das der Beschneidung,*( denn der, welcher in Petrus für das Apostelamt a der Beschneidung gewirkt hat, hat auch in mir unter den Nationen gewirkt,) 9* und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben ist, gaben Jakobus und Kephas und Johannes, die als Säulen angeſehen waren, mir und Barnabas die Rechte der Gemeinschaft, daß wir unter die Nationen, sie aber unter die Be10 schneidung gingen;* allein daß wir der Armen eingedenk wären, welches ich auch beslissen gewesen bin, also zu thun. Als aber Kephas nach Antiochien kam, widerstand ich ihm ins Angesicht, weil er dem Ur12 teil verfallen war.c* Denn bevor etliche von Jakobus kamen, hatte er mit denen aus den Nationen gegessen; als sie aber kamen, zog er sich zurück und sonderte sich ab, weil er sich vor denen aus der Beschneidung 13 fürchtete.* Und mit ihm heu11 chelten auch die übrigen Juden, so daß selbst Barnabas durch ihre Heuchelei mit fortgerissen 14 wurde.* Als ich aber sah, daß sie nicht den geraden Weg nachd der Wahrheit des Evangeliums wandelten, sprach ich zu Kephas vor allen: Wenn du, der du ein Jude bist, wie die Nationen lebst, und nicht wie die Juden, warum zwingst du denn die Nationen, jüdisch zu leben? * Wir, von Natur Juden und 15 nicht Sünder aus den Nationen, * aber wissend, daß der Mensch 16 nicht ausf Gesetzes Werken gerechtfertigt wird, sondern nur durch den Glauben an Jesum Christum, s auch wir haben an Christum Jesum geglaubt, auf daß wir aus Glauben an Christumh gerechtfertigt würden und nicht aus Gesetzes Werken, weil aus Gesetzes Werken kein Fleisch gerechtfertigt wird.* Wenn wir 17 aber, indem wir in Christo gerechtfertigt zu werden suchen, auch selbst als Sünder erfunden sind, ist denni Christus ein Diener der Sünde? Das sei ferne!* Denn wenn ich das, 18 was ich abgebrochen habe, wiederum aufbaue, so stelle ich mich selbst als Uebertreter dar.* Denn 19 ich bin durch's Gesetz dem Gesetz gestorben, auf daß ich Gott lebe;* ich bin mit Christo ge- 20 kreuzigt; und nicht mehr lebe ich, k sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleische, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, 1 der mich geliebt und sich selbst für mich dahingegeben hat.* Jch 21 mache die Gnade Gottes nicht 1 a Eig. Apostelschaft.- b d. h. die rechte Hand. d O. betreffs.- e B. wandeln.- f. auf dem Jesu Christi.- h B. Christi.- i O. dann ist.- k mehr ich.- 1 O. den des Sohnes Gottes. e B. verurteilt war. Grundsatz d.- g B. . ich lebe aber, nicht Galater 2. 3. 331 ungültig; denn wenn die Ge- setzes Werken sind, sind unter rechtigkeit durch's Gesetz kommt, so ist Christus umsonst gestorben. 3 unverständige Galater! wer hat euch bezaubert, denen Jesus Christus, als[ unter euch] gekreuzigt, vor Augen gemalt 2 wurde?* Dies allein will ich von euch lernen: Habt ihr den Geist ausa Gesetzes Werken empfangen oder aus der Kunde des 3 Glaubens?* Seid ihr so unverständig? Die ihr im Geiste angefangen habt, wollt ihr nun 4 im Fleische vollenden?* Habt ihr so vieles vergeblich gelitten? wenn es ja auch vergeblich ist. 5* Der euch nun den Geist darreicht und Wunderwerke unter euch wirkt, ist es aus Gesetzes Werken oder aus der Kunde des 6 Glaubens?* Gleichwie Abraham Gott glaubte und es ihm zur Gerechtigkeit gerechnet 7ward.b* Erkennet denn, daß, die aus a Glauben sind, diese s sind Abrahams Söhne. Die Schrift aber, voraussehend, daß Gott die Nationen aus Glauben rechtfertigen würde, verkündigte dem Abraham die gute Botschaft zuvor: In dir werden gesegnet werden alle Na9tionen." c* Also werden die, welche aus Glauben sind, mit dem gläubigen Abraham geseg10 net.* Denn so viele ausa Gedem Fluche; denn es steht geschrieben: ,, Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in allem, was geschrieben ist im Buche des Gesetzes, um es zu thun!" d * Daß aber durche Gesetz nie- 11 mand vor Gott gerechtfertigt wird, ist offenbar, denn der Gerechte wird aus Glauben leben."* Das Gesetz aber ist 12 nicht aus Glauben, sondern: wer diese Dinge gethan hat, wird durch sies leben."* Chris- 13 tus hat uns losgekauft vom Fluche des Gesetzes, indem er ein Fluch für uns geworden ist;( denn es steht geschrieben: ,, Verflucht ist jeder, der am Holze hängt!" i)* auf daß der 14 Segen Abrahams in Christo Jesu zu den Nationen käme, auf daß wir die Verheißung des Geistes empfingen durch den Glauben. Brüder! ich rede nach Men- 15 schenweise. Niemand hebt einen bestätigten Bund, selbst eines Menschen, auf oder verordnet etwas hinzu.* Dem Abraham 16 aber waren die Verheißungen zugesagt und seinem Samen. Er sagt nicht: ,, Und den Samen," als von vielen, sondern als von einem: ,, und deinem Samen," k welcher ist Christus.* Dieſes 17 aber sage ich: Einen Bund, der vorher von Gott bestätigt iſt, a O. auf dem Grundsatz d.- b 1. Moj. 15, 6.- c 1. Moj. 12, 3.- d 5. Moj. 27, 26.- e B. in, d. h. in der Kraft des G.- f Hab. 2, 4.- g O. in ihnen. h 3. Moj. 18, 5. i 5. Moj. 21, 23.- k 1. Moj. 22, 18. Galater 3. 4. macht das vierhundertunddrei- men ist, sind wir nicht mehr Big Jahre darnach entstandene Gesetz nicht ungültig, um die 18 Verheißung aufzuheben.* Denn wenn die Erbschaft ausa Gesetz ist, so nicht mehr ausa VerheiBung; dem Abraham aber hat sie Gott durch Verheißung ge19 schenkt.* Warum nun das Gesetz? Es ward der Uebertretungen wegen hinzugefügt, bis der Same käme, dem die VerheiBung gemacht war, angeordnet durch Engel in der Hand eines 20 Mittlers.* Einb Mittler aber ist nicht von einem; Gott aber ist einer. unter einem Zuchtmeister;* denn 26 ihr alle seid Söhne Gottes durch den Glauben an Christum Jesum.d* Denn so viele euer auf 27 Christum getauft worden, ihr habt Christum angezogen.* Da 28 ist nicht Jude noch Grieche, da ist nicht Sklave noch Freier, da ist nicht Mann und Weib; e denn ihr alle seid einer in Christo Jesu.* Wenn ihr aber 29 Christi seid, so seid ihr denn Abrahams Same und nach der Verheißung Erben. 332 Ist denn das Gesetz wider die Verheißungen Gottes? Das sei ferne! Denn wenn ein Gesetz gegeben wäre, das lebendig zu machen vermöchte, dann wäre wirklich die Gerechtigkeit ausa 22 Gesetz. Die Schrift aber hat alles unter die Sünde eingeschlossen, auf daß die VerheiBung ausa Glauben an Jesum Christume denen gegeben wür23 de, die da glauben.* Bevor aber der Glaube kam, waren wir unter dem Gesetz verwahrt, eingeschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden 24 ſollte.* Also ist das Gesetz un21 ser Zuchtmeister gewesen auf Christum hin, auf daß wir aus Glauben gerechtfertigt würden. 25* Da aber der Glaube gekomIch sage aber: so lange der 4 Erbe ein Kind ist, unterscheidet er sich in nichts von einem Knechte, s wiewohl er Herr ist von allem;* sondern er ist un- 2 ter Vormündern und Verwaltern bis zu der vom Vater bestimmten Zeit.* Also auch wir, 3 als wir Kinderh waren, waren wir geknechtet unter die Elemente der Welt;* als aber die Fülle 4 der Zeit gekommen war, sandte Gott seinen Sohn, geboreni von einem Weibe, geboren i unter Gesetz,* auf daß er die, welche 5 unter Gesetz waren, loskaufte, auf daß wir die Sohnschaft empfingen.* Weil ihr aber Söhne 6 seid, so hat Gott den Geist seines Sohnes in unsre Herzen gesandt, der da ruft: Abba, Vater!* Also 7 bist du nicht mehr Knecht, g sondern Sohn; wenn aber Sohn, a O. auf dem Grundsatz d.- b B. Der.-c B. Jesu Christi.- d B. in Christo Jesu.- e B. Männliches und Weibliches. f. Unmündiger. - g B. Sklaven; Sklave.- h O. Unmündige.- i B. geworden. Galater 4. 333 daß man im Guten eifert allezeit, und nicht allein, wenn ich bei euch gegenwärtig bin. Tage und Monate und Zeiten 11 und Jahre.* Ich fürchte um euch, ob ich nicht etwa vergeblich an eucha gearbeitet habe. 12 Werdet wie ich, denn auch ich bin wie ihr, Brüder, ich bitte euch; ihr habt mir nichts zu13 leideb gethan.* Ihr wisset aber, Meine Kindlein, um die ich 19 abermals Geburtswehen habe, bis Christus in euch gestaltet worden ist;* ich wünschte aber 20 jetzt bei euch gegenwärtig zu sein und meine Stimme umzuwandeln, denn ich bin euerthalben in Verlegenheit.* Saget 21 mir, die ihr unter Gesetz sein wollt, höret ihr das Gesetz nicht? * Denn es steht geschrieben, daß 22 Abraham zwei Söhne hatte, einen von der Magdf und einen von der Freien;* aber der von 23 der Magd war nach dem Fleische geboren, der aber von der daß ich in Schwachheit des Flei- Freien durch die Verheißung, sches euch ehedeme das Evan-* welches einen bildlichen Sinn 24 14 gelium verkündigt habe;* und hat; denn diese sind zwei Bündmeine Versuchung, die in mei- nisse: eines vom Berge Sinai, nem Fleische war, habt ihr nicht das zur Knechtschafts gebiert, verachtet noch verabscheut, d son- welches die Hagar ist.* Denn 25 dern wie einen Engel Gottes Hagar ist der Berg Sinai in nahmet ihr mich auf, wie Chris- Arabien, entspricht aber dem 15 tum Jesum.* Was war denn jetzigen Jerusalem, denn sie ist eure Glückseligkeit? Denn ich mit ihren Kindern in Knechtgebe euch Zeugnis, daß ihr, schaft;* aber das Jerusalem 26 wenn möglich, eure Augen aus- droben ist frei, die ist unsre gerissen und mir gegeben hättet. Mutter.* Denn es steht ge- 27 16* Bin ich nun euer Feind ge- schrieben: ,, Sei fröhlich, du Unfruchtbare, die du nicht gebierst; brich aus und schreie, die du keine Geburtswehen hast! denn die Kinder der Einsamen sind zahlreicher als derjenigen, die worden, weil ich euch die Wahr17 heit sage?* Sie eifern um euch nicht gut, sondern sie wollen euch ausschließen, e auf daß ihr 18 um sie eifert.* Es ist aber gut, sso auch Erbe durch Gott.* Aber damals freilich, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Götter sind; 9* nun aber, da ihr Gott erkannt habt, vielmehr aber von Gott erkannt worden seid, wie wen det ihr wieder um zu den schwachen und armseligen Elementen, denen ihr wieder von neuem 10 dienen wollt?* Jhr beobachtet e O. im Anfang. a O. was euch betrifft.- bO. keinerlei Unrecht. -d B. ausgespieen.- e d. h. von jeder Gemeinschaft mit dem Apoſtel. f O. Sklavin. g B. Sklaverei. 334 28 den Mann hat." a* Jhr aber, Brüder, seid, gleichwie Jsaat, 29 Kinder der Verheißung.* Aber sowie damals der nach dem Fleische Geborne den nach dem Geiste Gebornen verfolgte, also 30 auch jetzt.* Aber was sagt die Schrift? ,, Stoße hinaus die Magd und ihren Sohn, denn der Sohn der Magd soll nicht erben mit dem Sohne der 31 Freien."* Also, Brüder, sind wir nicht Kinder der Magd, sondern der Freien. Galater 4. 5. fet gut; wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu gehorchen?* Die Uleberredung s ist nicht von dem, der euch beruft.* Ein wenig Sauerteig 9 durchsäuert den ganzen Teig. * Ich habe Vertrauen zu euch 10 im Herrn, daß ihr nicht anders gesinnt sein werdet; wer euch aber verwirrt, der wird das Urteil tragen, wer er auch sei. Ich aber, Brüder, wenn ich 11 noch die Beschneidung predige, warum werde ich noch verfolgt? 5 Für die Freiheit hat Chris- Dann wäre ja das Aergernis tus uns freigemacht; stehet nun des Kreuzes hinweggethan.* Ich 12 fest und lasset euch nicht wie- wollte, daß sie auch abgeschnitderum unter einem Joche der teng würden, die euch aufwie2 Knechtschaftd halten.* Siehe, geln. ich, Paulus, sage euch, daß, wenn ihr beschnitten werdet, Christus euch nichts nützen 3wird.* Ich bezeugé aber wiederum jedem Menschen, der beschnitten wird, daß er das ganze Gesetz zu thun schuldig 4 ist.* Jhr seid abgetrennte von dem Christus, so viele ihr im Gesetz gerechtfertigt werdet, ihr seid aus der Gnade gefallen; 5* denn wir erwarten durch den Geist ausf Glauben die Hoff6nung der Gerechtigkeit.* Denn in Christo Jesu vermag weder Beschneidung noch Vorhaut et was, sondern der Glaube, der 7 durch die Liebe wirkt.* Jhr lie- Denn ihr seid zur Freiheit 13 berufen worden, Brüder; allein gebrauchet nicht die Freiheit zu einem Anlaß für das Fleisch, sondern durch die Liebe dienet einander.* Denn das ganze 1 14 Gesetz wird in einem Wort erfüllt, in dem: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."* Wenn ihr aber ein- 15 ander beißet und fresset, ſo sehet zu, daß ihr nicht von einander verzehrt werdet. Ich sage aber: Wandelt imi16 Geiste, und ihr werdet die Lust. des Fleisches nicht vollbringen.* Denn das Fleisch gelüs- 17 tet wider den Geist, der Geist a Jes. 54, 1.- b 1. Mos. 21, 10.- e O. in, od.: mit der.- d B. Sklaverei.- e Der Sinn des griech. Ausdrucks ist eig.: Ihr seid, als getrennt von Christo, alles Nutzens an ihm beraubt. f. auf dem Grundsatz d. - g. verstümmelt. h 3. Moj. 19, 18.- i O. durch den. 1 Galater 5. 6. 335 und siehe auf dich selbst, daß nicht auch du versucht werdeſt. * Einer trage des andern Laſten, 2 und also erfüllet das Gesetz des Christus.d* Denn wenn jemand 3 meint, etwas zu sein, so er doch nichts ist, der betrügte sich ſelbst. * Ein jeder aber prüfe sein eig- 4 nes Werk, und dann wird er an sich selbst allein und nicht anf dem andern Ruhm haben; * denn ein jeder wird seine eigne 5 Last tragen. Wer in dem Worte unterwie- 6 sen wird, teile aber von allerlei Gutems dem mit, der ihn unterweist. Frret euch nicht, Gott läßt 7 sich nicht spotten! denn was irgend der Mensch säet, das wird er auch ernten.* Denn wer für s sein eignes Fleisch säet, wird von dem Fleische Verderben ernten; wer aber für den Geist säet, wird von dem Geiste ewiges Leben ernten.* Lasset uns aber 9 im Gutesthun nicht müde werden, denn zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht ermatten.* Also nun, wie wir 10. Gelegenheith haben, lasset uns das Gute wirken gegen alle, am meisten aber gegen die Hausgenossen des Glaubens. 6 Brüder! wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt übereilt würde, so bringet ihr, die Geistlichen, einen solchen wieder zurecht im Geiste der Sanftmut, mit eigner Hand!* So viele 12 Sehet, welch einen langen 11 Briefi ich euch geschrieben habe aber wider das Fleisch; diese aber sind einander entgegengesetzt, auf daß ihr nicht das thuet, 18 was ihr wollt.* Wenn ihr aber durch den Geist geleitet werdet, so seid ihr nicht unter Gesetz. 19* Offenbar aber sind die Werke des Fleisches, welche sind: Hurerei, Unreinigkeit, Ausschwei20 fung,* Götzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, a 3orn, Zant, Zwietracht, Sek21 ten,* Neid, Totschlag, Trunfenheit, Gelage b und dergleichen, wovon ich euch vorher sage, wie ich auch vorher gesagt habe, daß, die solches thun, das Reich Gottes nicht ererben wer22 den. Die Frucht des Geistes aber ist: Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Ent23 haltsamkeit; e* wider solche giebt 24 es fein Gesetz.* Die aber des Christus sind, haben das Fleisch gekreuzigt samt den Leidenschaf25 ten und Lüsten.* Wenn wir durch den Geist leben, so lasset uns auch 26 durch den Geist wandeln.* Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, einander herauszufordern, einander zu beneiden. a O. Eifer.- b Die Wörter Feindschaft" bis ,, Gelage" stehen im Griech. in der Mehrzahl. e. Selbstbeherrschung.- dO. Chriſti.-e. be thört.- f in bezug auf.- g B. von allerlei Gütern.h. Zeit. i O. mit welch großen Buchstaben. 336 Galater 6. im Fleische wohl augesehen sein wollen, die nötigen euch, beschnitten zu werden, nur auf daß sie nicht um des Kreuzes Christi willena verfolgt werden. 13* Denn auch sie, die beschnitten sind, beobachten selbst das Gesetz nicht, sondern sie wollen, daß ihr beschnitten werdet, auf daß sie sich euers Fleischesb rüh14 men. * Von mir aber sei es ferne, mich zu rühmen, als nur des Kreuzes unsers Herrn Jesu Christi, durch welchene mir die 1 Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, den Heiligen und Treuenf in Christo Jesu, die in Ephesus sind: 8 2* Gnade euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Chriſto! Epheser 1. Welt gekreuzigt ist, und ich der Welt.* Denn weder Beschnei- 15 dung noch Vorhaut ist etwas, sondern eine neue Schöpfung. * Und so viele nach dieser Regel 16 wandeln werden. Friede über sie und Barmherzigkeit, und über den Israel Gottes! Hinfort d mache mir keiner 17 Mühe, denn ich trage die Malzeichene[ des Herrn] Jesu an meinem Leibe.* Die Gnade un- 18 sers Herrn Jesu Christi sei mit euerm Geiste, Brüder! Amen. Epistel an die Epheser. 3 Gepriesenh sei der Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns gesegnet hat mit i aller geistlichen Segnung in den himmlischen Oertern in Christo, 4* wie er uns auserwählt hat in ihm vor Grundlegung der Welt, daß wir heilig und tadellos seien vor ihm in Liebe; 5* und uns zuvorbestimmt hat - zur Sohnschaft durch Jeſum Christum für sich selbst nach dem Wohlgefallen seines Willens,* zum Preise der Herrlich- 6 feit seiner Gnade, worin er uns begnadigt hat in dem Geliebten, * in welchem wir die Erlösung 7 haben durch sein Blut, die Vergebung der Vergehungen, nach dem Reichtum seiner Gnade, * welche er gegen uns hat über- 8 strömen lassen in aller Weisheit und Einsicht,* indem er uns 9 kund gethan das Geheimnis ſeines Willens nach seinem Wohlgefallen, das er sich vorgesetzt hat in sich selbst,* für die Ver- 10 - a O. durch das Kreuz Christi. b B. in euerm F. c O. durch welches. d O. Uebrigens. e O. Brandmale. f. Gläubigen. g O. den Heiligen, die in Ephesus sind, und Treuen. i B. in. h B. Gesegnet. - 1 337 tet an den Augen euers Herzens, wisset, welches die Hoffnung seiner Berufung ist,[ und] welches der Reichtum der Herrlichkeit seines Erbes in den Heiligen,* und welches die über- 19 schwängliche Größe seiner Kraft an uns, den Glaubenden, nach der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke,* in welchere er gewirkt 20 hat in dem Christus, da er ihn aus den Toten auferweckte;( und er setzte ihn zu seiner Rechten in den himmlischen Oertern,* über 21 nachdem ihr gehört habt das jedes Fürstentum und jede GeWort der Wahrheit, das Evan- walt und Kraft und Herrschaft gelium euers Heils, in welchem und jeden Namen, der genannt ihr auch, nachdem ihr geglaubt wird, nicht allein in diesem habt, versiegelt worden seid mit Zeitalter, sondern auch in dem dem Heiligen Geiste der Ver- zukünftigen,* und hat alles sei- 22 14 heißung, welcher das Unter- nenk Füßen unterworfen und pfand unsers Erbes ist, zure Er- ihn als Haupt über alles der. lösung des erworbenen Besitzes, Versammlung gegeben,* welche 23 zum Preise seiner Herrlichkeit. sein Leib ist, die Fülle dessen, 15 Weshalb auch ich, nachdem der alles in allem erfüllt;)* auch 2 euch, als ihr tot waret in euern Vergehungen und Sünden,(* in 2 welchen ihr einst wandeltet nach dem Zeitlauf dieser Welt, nach dem Fürsten der Gewalt der Luft, des Geistes, der jetzt wirksam ist in den Söhnen des Unsers Herrn Jesu Christi, der Ba- gehorsams;* unter welchen auch 3 ter der Herrlichkeit, euch gebe wir einst alle unsern Verkehr den Geist der Weisheit und Of- hatten in den Lüsten unsers Fleifenbarung in derd Erkenntnis sches, indem wir den Willens 18 seiner selbst,* damit ihr, erleuch- des Fleisches und der Gedanich vernommen habe den Glauben an den Herrn Jesum, der in euch ist, und die Liebe, die 16 ihr zu allen Heiligen habt, nicht aufhöre, für euch zu danken, [ euer] erwähnend in meinen Ge17 beten,* auf daß der Gott unEpheser 1. 2. waltung der Fülle der Zeiten: alles unter ein Haupt zusammen zu bringen in dem Christus, das, was in den Himmeln und das, was auf der Erde ist, in ihm, 11* in welchem wir auch ein Erbteil erlangt haben, a die wir zuvorbestimmt sind nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach 12 dem Rate seines Willens,* damit wir seien zum Preise seiner Herrlichkeit, die wir zuvor auf den Christus gehofft haben; 13* auf welchen auch ihr gehofft, b a D. zu Erben gemacht worden sind.-b O. in welchem auch ihr ein Erbteil erlangt habt, od.: in welchem auch ihr seid. e O. für die, od.: bis zur.- d O. durch die. e B. welche. f B. unter seine. g B. die Willen, d. h. alles, was das Fleisch wollte. - 22 338 ken thaten und von Natur Kinder des Zorns waren, wie auch 4 die übrigen.* Gott aber, der reich ist an Barmherzigkeit, wegen seiner vielen Liebe, womit 5er uns geliebt hat)* als auch wir in den Vergehungen tot waren, hat uns mit dem Christus lebendig gemacht durch 6 Gnade seid ihr errettet* und hat uns mitauferweckt und mitsitzen lassen in den himmlischen 7Oertern in Christo Jesu,* auf daß er erwiese in den kommenden Zeitaltern den überschwänglichen Reichtum seiner Gnade in Güte gegen uns in Christo 8 Jesu.* Denn durch die Gnade seid ihr errettet, mittelst des Glaubens, und das nicht aus 9 euch, Gottes Gabe ist es, nicht aus Werken, auf daß nicht je10 mand sich rühme.* Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, auf daß wir darinnen wandeln sollen. Epheser 2. 3. 11 Deshalb seid eingedenk, daß ihr, einst die Nationen im Fleische, welche Vorhaut genannt sind von der sogenannten Beschneidung, die im Fleische mit 12 Händen geschieht,* daß ihr zu jener Zeit ohne Christum waret, entfremdet dem Bürgerrecht Israels, und Fremdlinge in betreff der Bündnisse der Verheißung, keine Hoffnung habend, und ohne Gotta in der Welt. a O. Atheisten. - * Jetzt aber, in Christo Jesu, 13 seid ihr, die ihr einst ferne waret, durch das Blut des Christus nahe geworden.* Denn er ist 14 unser Friede, der aus beiden eins gemacht und abgebrochen hat die Zwischenwand der Umzäunung,* als er in seinem 15 Fleische die Feindschaft, das Gesetz der Gebote in Satzungen, hinweggethan hat, auf daß er die zwei, Frieden stiftend, in sich selbst zu einem neuen Menschen schüfe* und versöhnte die 16 beiden in einem Leibe Gott durch das Kreuz, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft getötet hatte.* Und er kam und 17 verkündigte b Frieden, euch den Fernen, und Frieden den Nahen.* Denn durch ihn haben 18 wir beide den Zugang durch einen Geist zu dem Vater. * Also seid ihr denn nicht mehr 19 Fremdlinge und ohne Bürgerrecht, sondern ihr seid Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes,* aufgebaut auf 20 die Grundlage der Apostel und Propheten, da Jesus Christus selbst Eckstein ist,* in welchem 21 der ganze Bau, wohl zusammengefügt, wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn,* in 22 welchem auch ihr mitaufgebaut werdet zu einer Behausung Gottes im Geiste. Dieserhalb ich, Paulus, der 3 Gefangenee Chrifti Jefu für ench, die Nationen*( wenn 2 b B. evangelisirte. c O. der Gebundene. Epheser 3. ihr anders gehört habt von der Verwaltung der Gnade Gottes, die mir an euch gegeben ist, 3* daß mir durch Offenbarung das Geheimnis kund gethan worden,( wie ich es zuvor in 4 kurzem beschrieben habe,* woran ihr im Lesen merken könnet mein Verständnis in dem Ge5 heimnis des Christus,)* welches in andern Geschlechtern den Söhnen der Menschen nicht fund gethan worden, wie es jetzt geoffenbart worden ist seinen heiligen Aposteln und Propheten 6 im Geiste: a* daß die aus den Nationen Miterben seien und Miteinverleibteb und Mitteilhaber[ seiner] Verheißung in Christo Jesu durch das Evan7 gelium,* dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe der Gnade Gottes, die mir gegeben ist nach der Wirksamkeit seiner 8 Kraft.* Mir, dem allergeringsten von allen Heiligen, ist diese Gnade gegeben worden,[ unter] den Nationen den unausforschlichen Reichtum des Christus 9 zu verkündigene* und alle zu erleuchten, welches da sei die Verwaltung des Geheimnisses, das von den Zeitalternd her verborgen war in Gott, der alle 10 Dinge geschaffen hat;* auf daß jetzt den Fürstentümern und den Gewalten in den himmlischen Dertern durch die Ver- 339 sammlung kund gethan werde die gar mannigfaltige Weisheit Gottes,* nach dem Vorsatz der 11 Zeitalter, e den er gefaßt hat in Christo Jesu, unserm Herrn; * in welchem wir die Freimütig- 12 feit haben und den Zugang in Zuversicht durch den Glauben an ihn.* Deshalb bitte ich, 13 nicht mutlos zu werden durch meine Drangsale für euch, welche eure Ehre sind.* Dieserhalb 14 beuge ich meine Kniee zu dem Vater[ unsers Herrn Jesu Christi,]* von welchem jede Familie 15 in den Himmeln und auf Erden genannt wird,* auf daß er euch 16 gebe, nach dem Reichtum seiner. Herrlichkeit mit Kraft gestärkt zu werden durch seinen Geist an dem innern Menschen,* daß 17 der Christus durch den Glauben wohne in euern Herzen, und ihr in Liebe gewurzelt und gegründet seid,* auf daß ihr völlig zu 18 erfassen vermöget mit allen Heiligen, welches die Breite und Länge und Tiefe und Höhe sei, * und zu erkennen die die Er- 19 kenntnis übersteigende Liebe des Christus, auf daß ihr erfüllt sein möget zu der ganzen Fülle Gottes.* Dem aber, der über 20 alles hinaus zu thun vermag, über die Maßen mehr, als was wir erbitten oder erdenken, nach der Kraft, die in uns wirkt, * ihm sei die Herrlichkeit in der 21 a d. h. in der Kraft des G.- b B. Mit Leib.- e B. zu evangelisiren. - e. nach dem ewigen Vorsatz.- f B. welches d O. von Ewigkeit. eure Ehre ist. 1 22* Epheser 3. 4. - Versammlung in Christo Jesu, als Propheten und etliche als auf alle Geschlechter des Zeit- Evangelisten und etliche als Hiralters der Zeitalter! Amen.)- ten und Lehrer,* zur Vollen- 12 4* Ich ermahne euch nun, ich, dung der Heiligen: für das Werk des Dienstes, für die Auferbauung des Leibes Christi, f * bis wir alle hingelangen zu der 13 Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des Sohnes Gottes, zu dem erwachsenen Manne, zu dem Maße des vollen Wuchses der Fülle des Christus,* auf 14 daß wir nicht mehr Unmündige seien, hin und her geworfen und umhergetrieben von jedem Winde der Lehre, die da kommt durch die Betrügerei der Menschen, durch ihre Verschlagenheit zus listig ersonnenem Irrtum; h * sondern die Wahrheit feſthal- 15 tendi in Liebe, lasset uns heranwachsen in allem, zu ihm hin, der das Haupt ist, der Christus, * aus welchem der ganze Leib, 16 wohl zusammengefügt und verbunden durch jedes Gelenk der Darreichung, nach der Wirksamfeit in dem Maße eines jeden Teiles, für sich das Wachstum des Leibes bewirkt zu seiner Selbstauferbauung in Liebe. der Gefangenea im Herrn, daß ihr würdig wandelt der Berufung, womit ihr berufen wor2 den,* mit aller Demut und Sanftmut, mit Langmut, ein3 ander ertragend in Liebe,* euch befleißigend, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem 4 Bande des Friedens.* Da ist ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen worden in einer Hoffnung eurer Beru5 fung.* Ein Herr, ein Glaube, 6eine Taufe,* ein Gott und Vater aller, der da ist über allene und durch alled und in 7 uns allen.* Einem jeden aber von uns ist die Gnade gegeben worden nach dem Maß der Gabe s des Christus.* Darum sagt er: ,, Hinaufgestiegen in die Höhe, hat er die Gefangenschaft gefangen geführt und den Men9schen Gaben gegeben." e* Das aber: Er ist hinaufgestiegen, was ist es anders, als daß er auch hinabgestiegen ist in die 10 untern Teile der Erde?* Der hinabgestiegen, ist derselbe, der auch hinaufgestiegen ist über alle Himmel, auf daß er alles er11 füllte.* Und er hat etliche gegeben als Apostel und etliche Dieses nun sage und bezeuge 17 ich im Herrn, daß ihr nicht mehr wandelt, wie auch die[ übrigen] Nationen wandeln, in Eitelkeit ihres Sinnes,* verfinstert am 18 Verstande, entfremdet dem Le340 a O. der Gebundene. b. der Berufung gemäß, zu welcher.- e. allem.- d O. überall.- e Pf. 68, 18. f. des Christus. g O. im Blick, in Absicht auf. h And. üb.: in listig ersonnener Weise irre zu führen.- i O. bekennend, od.: der Wahrheit uns befleißigend. - 1 341 Munde, sondern die irgend gut ist s zur nötigenh Erbauung, auf daß es den Hörenden Gnade darreiche.* Und betrübet nicht 30 den Heiligen Geist Gottes, durch welchen ihr versiegelt seid auf den Tag der Erlösung.* Alle 31 Bitterfeit und Wut und Zorn und Geschrei und Lästerung sei von euch weggethan, samt aller Bosheit.* Seid aber gegen ein- 32 ander gütig, mitleidig, einander vergebend, i wie auch Gott in Christo euch vergeben hat. Seid nun Nachahmer Gottes, 5 als geliebte Kinder,* und wan- 2 delt in Liebe, gleichwie auch der Christus uns geliebt und sich selbst für uns hingegeben hat. als Darbringung und Schlachtopfer, Gott zu einem duftenden Wohlgeruch. 25 Deshalb, da ihr die Lüged abgelegt, redet Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, denn wir sind unter einander Glie26 der.* Zürnet, und sündiget nicht. Die Sonne gehe nicht unter über 27 euerm Zorn,* und gebet nicht 28 Raum dem Teufel.* Wer gestohlen hat, stehle nicht mehr, sondern arbeite vielmehr und wirke mit seinen Händen das Gufe, auf daß er dem Dürf29 tigen mitzuteilen habe.* Keine Hurerei aber und alle Un- 3 reinigkeit oder Habsuchtk werde nicht einmal unter euch genannt, wie es Heiligen geziemt;* auch 4 Schändlichkeit und albernes Geschwätz oder Witzelei, welche sich nicht geziemen, sondern vielmehr Danksagung.* Denn in diesem 5 seid ihr unterwiesen und wisset, 1 daß kein Hurer oder Unreiner oder Habsüchtiger, der ein Götzendiener ist, ein Erbteil hat in dem Reiche Christi und Gottes.* Niemand verführe euch 6 faulef Rede gehe aus euerm mit eitlen Worten, denn dieser Epheser 4. 5. ben Gottes wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verstockunga ihres Herzens, 19* welche, da sie alle Empfindlichkeit verloren, sich selbst der Ausschweifung hingegeben haben, alle Unreinigkeit mit Gier aus zuüben. 20 Jhr aber habt den Christus 21 nicht also gelernt,* wenn ihr anders ihn gehört und in ihm gelehrt worden seid, wie die Wahr22 heit in dem Jesus ist:* daß ihr, was den frühern Lebenswandel betrifft, abgelegt habt den alten Menschen, der nach den Lüsten des Betrugs verdorben wird, 23* aber erneuert werdet in dem 24 Geiste eurer Gesinnung,* und angezogen habt den neuen Menschen, der nach Gott geschaffen ist in wahrhaftiger Gerechtigkeit und Heiligkeit.e 1 a O. Blindheit. b O. sich verdirbt.-c B. Gerechtigt. u. H. der Wahrheit.- d d. h. alles Falsche und Unwahre.- e B. der Stehler. f. O. verderbte.- g B. sondern wenn eine gut ist.- h d. h. je nach vorliegendem Bedürfnis. i O. Gnade erzeigend.-k O. Gier.- 1 O. dieses wisset ihr, indem ihr erkennet.- m. Gieriger. 1 342 Epheser 5. Dinge wegen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Un7 gehorsams.* So seid nun nicht sihre Mitgenossen.* Denn ein waret ihr Finsternis, jetzt aber Licht in dem Herrn; wandelt als 9 Kinder des Lichts,*( denn die Frucht des Lichts besteht in aller Gütigkeit und Gerechtigkeit und 10 Wahrheit,)* prüfend, was dem 11 Herrn wohlgefällig sei.* Und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, vielmehr aber strafet 12 fie a auch;* denn was heimlich с von ihnen geschieht, ist schänd13 lich selbst zu sagen.* Alles aber, was blosgestellt wird, wird durch das Licht offenbar gemacht, denn das Licht ist es, welches alles offenbar macht. 14* Deshalb sagt er: Wache auf, der du schläfft, und stehe auf aus den Toten, und der Chris15 tus wird dir leuchten!* So sehet nun zu, wie ihr sorgfältig wandelt, nicht als Unweise, son16 dern als Weise, die gelegene Zeit auskaufend, denn die Tage 17 sind böse.* Darum seid nicht thöricht, sondern verständig, was 18 der Wille des Herrn ist.* Und berauschet euch nicht mit Wein, in welchem Ausschweifung ist, sondern seid mit dem Geiste er 19 füllt,* redend zu einanderd in Psalmen und Lobliedern und geistlichen Liedern, singend und spielend dem Herrn in euerm Herzen,* danksagend allezeit für 20 alles dem Gott und Vater im Namen unsers Herrn Jesu Christi,* einander unterwürfig 21 in der Furcht Christi. Ihr Weiber,[ seid unterwür- 22 fig] euern eignen Männern, als dem Herrn.* Denn der Mann 23 ist das Haupt des Weibes, wie auch der Christus das Haupt der Versammlung ist; er ist des Leibes Heiland.* Aber gleich- 24 wie die Versammlung dem Christus unterworfen ist, also auch die Weiber ihrene Männern in allem.* Jhr Männer, 25 liebet eure[ eignen] Weiber, gleichwie auch der Christus die Versammlung geliebt und sich selbst für sie hingegeben hat, * auf daß er sie heiligte, fie rei- 26 nigendf durch die Waschung mit Wasser durch das Wort, * auf daß er sich selbst die Ver= 27 sammlung verherrlicht darstellte, die nicht Flecken oder Runzel oder etwas dergleichen habe, sondern daß sie heilig und tadellos sei.* Also sind auch die 28 Männer schuldig, ihres Weiber zu lieben, wieh ihre eignen Leiber. Wer seini Weib liebt, der liebt sich selbst.* Denn niemand 29 hat jemals sein eignes Fleisch gehaßt, sondern er nährt und pflegt es, gleichwie auch der Christus die Versammlung.* Denn 30 a D. stellt sie blos.-b O. gestraft. c O. was blosg. wird durch das Licht, wird off. gem. d D. zu euch selbst.- e B. den.- f O. sie gereinigt habend.. g Eig. ihre eignen.- h. als.- i Eig. sein eignes. Epheser 5. 6. wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleische und von 31 seinen Gebeinen.* ,, Darum wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und sei- ihr wisset, daß sowohl ihr, als nem Weibe anhangen, und die euer Herr in den Himmeln ist, zwei werden ein a Fleisch sein." bund daß bei ihm kein Ansehen 32* Dieses Geheimnis ist groß; der Person ist. Uebrigens, Brüder, seid stark 10 in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke.* Ziehet an die 11 ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr bestehen könnet wider die Listen des Teufels.* Denn 12 unser Kampf ist nicht wider Fleisch und Blut, sondern wider die Fürstentümer, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Dertern.* Deshalb nehmet die 13 ganze Waffenrüstung Gottes, auf daß ihr zu widerstehen vermöget an dem bösen Tage und, Ihr Knechte, d gehorchet eu- nachdem ihr alles ausgerichtet, s erne Herren nach dem Fleische stehet.* Stehet nun, eure Len- 14 mit Furcht und Zittern, in Ein- den umgürtet mit Wahrheit, und falt euers Herzens, als dem angethan mit dem Brusthar6 Christus;* nicht mit Augen- nisch der Gerechtigkeit,* und be- 15 dienst, als Menschengefällige, schuht an den Füßen mit der sondern als Knechted Christi, Bereitschafth des Evangeliums die den Willen Gottes von Her- des Friedens,* indem ihr über 16 7 zen thun,* die mit Gutwillig- das alles ergriffen habt den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auszulöschen vermöget alle feurigen i Pfeile des Bösen.* Nehmetk auch den Helm 17 Ihr Kinder, gehorchet euern Eltern im Herrn, denn das ist 2 gerecht.* ,, Ehre deinen Vater und deine Mutter,"( welches das erste Gebot ist mit Verheißung) 3* ,, auf daß es dir wohl gehe und du lange lebest auf der 4 Erde."* Und ihr Väter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn. 5 feit dienen, als dem Herrn und s nicht den Menschen, da ihr wisset, daß, was irgend ein jeder Gutes thun wird, er dies vom ich aber sage es auf Christum und auf die Versammlung. 33* Doch auch ihr, ein jeder von euch liebe sein Weib also, wie sich selbst; das Weib aber, daß sie den Mann fürchte. 6 343 Herrn empfangen wird, er sei Sklave oder Freier.* Und ihr 9 Herren, thuet dasselbe gegen sie und lasset das Drohen, da - dB. a B. zu einem. b 1. Mos. 2, 24.- e 2. Moj. 20, 12. Stlaven. e B. den.- f Eig. Blut und Fleisch.- g O: überwältigt. h. Bereitwilligkeit.- i O. brennenden.- k O. Empfanget. - 344 des Heils und das Schwert des Geistes, welches Gottes Wort 18 ist;* zu aller Zeit betend mit allem Gebet und Flehen in dem Geiste, und eben hierzu wachend in allem Anhalten und 19 Flehen für alle Heiligen,* und für mich, auf daß mir die Rede verliehen werde im Aufthun meines Mundes, um mit Freimütigkeit kund zu thun das Geheimnis des Evangeliums, 20*( für welches ich ein Gesandter bin in Ketten, a) damit ich darin freimütig sei, b so wie ich reden soll. Epheser 6. Philipper 1. Auf daß aber auch ihr wis- 21 set, was mich angeht, wie es um mich steht, so wird Tychifus, der geliebte Bruder und treue Diener im Herrn, euch alles fund thun, den ich eben 22 deshalb zu euch gesandt habe, auf daß ihr unsre Umstände wisset und er eure Herzen tröste. Friede den Brüdern und Lie- 23 be mit Glauben von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesu Christo!* Die Gnade mit allen 24 denen, die unsern Herrn Jesum Christum lieben in Unverderblichkeit! d Epistel an die Philipper. 1 Paulus und Timotheus, eben dessen in guter Zuversicht Knechtee Jesu Christi, allen Heiligen in Christo Jesu, die in Philippi sind, mit den Aufse2hern und Dienernf:* Gnade euch und Friede von Gott, un serm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! 3 bin, daß der, welcher ein gutes Werk in euch angefangen hat, es vollführen wird bis auf den Tag Jesu Christi.* Wie 7 es für mich rechti ist, daß ich dies in betreff euer aller denke, weil ihr mich im Herzen habt, und daß, sowohl in meinen Banden, als auch in der Verantwortung und Bestätigung des Evangeliums, ihr alle meine Mitteilnehmer der Gnade seid. * Denn Gott ist mein Zenge, wie s ich mich nach euch allen sehne mit dem Herzenk Christi Jeſu. Ich danke meinem Gott bei aller meiners Erinnerung an euch in jedem meiner Gebete, h 4* indem ich allezeit für euch alle das Gebeth mit Freuden thue, 5* wegen eurer Teilnahme an dem Evangelium vom ersten 6 Tage an bis jetzt,* indem ich a B. in einer Kette. b O. rede..-c O. was ich mache.- d O. Unvergänglichkeit. e B. Sklaven.- f O. Diakonen. g O. für meine ganze. h Eig. Bitte, Flehen.- i O. gerecht.- k B. in den Eingeweiden. - Philipper 1. 9 Und um dieses bete ich, daß eure Liebe noch mehr und mehr überströme in Erkenntnis und 10 aller Einsicht,* damit ihr prüfet, was das Vorzüglichere ſei, auf daß ihr lauter und unanstößig seid auf den Tag Christi, 11* erfüllt mit der Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum ist zur Herrlichkeit und zum Preise Gottes. 12 Ich will aber, daß ihr wisset, Brüder, daß meine Umstände mehr zur Förderung des 13 Evangeliums geraten sind,* so daß meine Bande in Christoa offenbar geworden in dem ganzen Prätorium und allen an14 dern, b* und daß die meisten der Brüder, indem sie im Herrn Vertrauen gewonnen haben, durch meine Bande e viel mehr sich erkühnen, das Wort Got15 tes zu reden ohne Furcht.* Etliche zwar predigen Christum auch aus Neid und Streit, etliche aber auch aus gutem 16 Willen. Diese zwar aus Liebe, indem sie wissen, daß ich zur Verantwortung des Evangeli17 ums gesetzt bin;* jene aber aus Eifersuchtd verkündigen Christum nicht lauter, indem sie meinen Banden Trübsal zu er18 wecken gedenken.* Was denn? Wird doch auf alle Weise, sei es aus Vorwand oder in Wahr345 heit, Christus verkündigt, und darüber freue ich mich, ja, ich werde mich auch freuen;* denn 19 ich weiß, daß dies mir zur Seligkeit ausschlagen wird durch euer Gebete und durch Darreichung des Geistes Jeſu Christi,* nach meiner sehnlichen Er- 20 wartung und Hoffnung, daß ich in nichts werde zu Schanden werden, sondern mit aller Freimütigkeit, wie allezeit, ſo auch jetzt, Christus werde hocherhoben werden an meinem Leibe, sei es durch Leben oder durch Tod.* Denn das Leben 21 ist für mich Christus und das Sterben Gewinn.* Wenn aber 22 das Leben im Fleische mein Los ist, das ist für mich der Mühe wert, s und was ich erwählen soll, weiß ich nicht.* Ich wer- 23 de aber von beidem bedrängt, indem ich Lust habe, abzuscheiden und bei Christo zu sein, [ denn] es ist weit besser;* das 24 Bleiben aber im Fleische ist nötiger um euertwillen.* Und 25 in dieser Zuversicht weiß ich, daß ich bleiben und mit und bei euch allen bleiben werde zu eurer Förderung und Freude im Glauben, h* auf daß meinet- 26 halben euer Rühmen in Christo Jesu überströme durch meine Wiederkunft zu euch.* Wan- 27 delt nur würdig des Evangea d. h. als solche, die ich um Christi willen trage.-b O. an allen andern Orten.- e O. durch den Herrn in meinen Banden Vertrauen gew. h. - dO. Streitsucht.-e Eig. Bitte. f O. beständigen.-g B. Frucht der Arbeit.- h B. des Glaubens. 346 Philipper 1. 2. liums des Christus, damit, sei es daß ich komme und euch ſehe, oder abwesend bin, ich von euch höre, daß ihr feststehet in einem Geiste, mit einer Seele mitkämpfet mit dem Glauben des Evangeli28 ums,* und in nichts euch erschrecken lasset von den Widersachern; was für sie ist ein Beweis des Verderbens, aber eners Heils, und das von Gott. 29* Denn euch ist es in bezug auf Christum gegeben, nicht allein an ihn zu glauben, sondern auch für ihn zu leiden, 30* da ihr denselben Kampf habt, den ihr an mir gesehen und jetzt von mira höret. 2 Wenn es nun irgend eine Ermunterung giebt in Christo, wenn irgend einen Trost der Liebe, wenn irgend eine Gemeinschaft des Geistes, wenn irgend innerliche Gefühle und Erbarmungen, 2* so erfüllet meine Freude, daß ihr einerlei gesinnt seid, dieselbe Liebe habend, einmütig, eines 3 Sinnes,* nichts aus Parteisuchtb oder eitlem Ruhm thuend, sondern in der Demut einer den andern höher achtend als sich selbst; 4* ein jeder nicht auf das SeiniDaher, meine Geliebten, gleich- 12 wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, nicht allein als in meiner Gegenwart, sondern jetzt vielmehr in meiner Abwesenheit, bewirket eure eigne Seligkeit mit Furcht und Zittern; * denn Gott ist es, der in euch 13 wirkt beides, das Wollen und das Wirken, nach seinem Wohlgefallen.* Thuet alles ohne 14 Murren und zweifelnde Ueberlegungen,* auf daß ihr tadel- 15 ge sehend, sondern ein jeder los und lauter seid, unbeschol5 auch auf das der andern.* Denn tene Kinder Gottes, inmitten diese Gesinnung sei in e euch, eines verdrehten und verkehrdie auch in Christo Jesu war, ten Geschlechts, unter welchem 6* welcher, da er in Gestalt Gottes ihr scheinet wie Lichterf in der war, es nicht für einen Raub Welt,* darstellend das Wort 16 1 achtete, Gott gleich zu sein,* son- 7 dern sich selbst zu nichts machted und Knechtsgestalte annahm, indem er in Gleichheit der Menschen geworden ist,* und in sei- s ner Stellung wie ein Mensch erfunden, sich selbst erniedrigte und gehorsam ward bis zum Tode, ja, zum Tode des Kreuzes.* Darum hat ihn Gott 9 auch hoch erhoben und ihm einen Namen gegeben, der über jeden Namen ist,* auf daß in 10 dem Namen Jesu jedes Knie sich beuge, der Himmlischen und Irdischen und Unterirdischen, * und jede Zunge bekenne, daß 11 Jesus Christus Herr ist, zur Verherrlichung Gottes, des Baters. a B. an mir. b O. Streitsucht.-c S. unter. d B. sich selbſt entäußerte, od.: entleerte.- e B. Sklavengestalt.- f O. Himmelslichter. 1 Philipper 2. 3. 347 des Lebens, mir zum Ruhme auf den Tag Christi, daß ich nicht vergeblich gelaufen, noch auch vergeblich gearbeitet habe. 17* Wenn ich aber auch wie ein len und sehr betrübt war, weil ihr gehört hattet, daß er krank war.* Denn er war auch frank, 27 dem Tode nahed; aber Gott hat sich über ihn erbarmt, und Trankopfer gesprengt werde über zwar nicht über ihn allein, sondas Opfera und den Dienst en- dern auch über mich, auf daß ers Glaubens, so freue ich mich ich nicht Traurigkeit auf Trauund freue mich mit euch allen. 18* Gleicherweiseb aber freuet auch ihr euch und frenet euch mit mir. rigkeit hätte. Ich habe ihn 28 nun desto eilender gesandt, auf daß ihr, wenn ihr ihn sehet, wieder froh werdet, und ich weniger betrübt sei.* So neh- 29 met ihn nun auf in dem Herrn mit aller Freude und haltet solche in Ehren.* Denn um des 30 Werkes willen ist er bis nahe zum Tode gekommen, indem er sein Leben wagte, auf daß er den Mangel in euerm Dienſte gegen mich ausfüllte. Uebrigens, meine Brüder, 3 freuet euch in dem Herrn! Euch dasselbe zu schreiben, ist mir nicht verdrießlich, für euch aber sicher.* Sehet auf die Hunde, 2 sehet auf die bösen Arbeiter, sehet auf die Zerschneidung. * Denn wir sind die Beschnei- 3 dung, die wir durch den Geist Gottes dienene und uns Christi Jesut rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen;* wiewohl ich 4 auch auf Fleisch Vertrauen haaber euern Abgesandten und be.g Wenn irgend ein andrer Diener meiner Notdurft, zu meint, daß er habe, auf Fleisch 26 euch zu senden;* fintemal er zu vertrauen ich noch mehr. sehnlich verlangte nach euch al-* Beschnittenh am achten Tage, 5 Ich hoffe aber in dem Herrn Jesu, Timotheus bald zu euch zu senden, auf daß auch ich gutes Mutes sei, wenn ich eure 20 Umstände weiß.* Denn ich habe niemanden gleichgesinnt, der von Herzene für das Eure besorgt 21 sein wird;* denn alle suchen das Ihrige, nicht das, was Je22 su Christi ist.* Jhr fennet aber seine Bewährung, daß er, wie ein Kind mit dem Vater, mit mir gedient hat an dem Evan23 gelium.* Diesen nun hoffe ich alsbald zu senden, wenn ich gesehen habe, wie es um mich 24 steht.* Ich vertraue aber im Herrn, daß auch ich selbst bald 25 kommen werde. Ich habe es 19 - aber für nötig erachtet, Epaphroditus, meinen Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter, a Eig. Schlachtopfer.- b O. Desselbigen. d B. gleich. c. redlich, aufrichtig. - e. anbeten.- f B. in Christo Jesu.- g d. h. Grund od. Ursache dazu habe. h B. Was Beschneidung betrifft. 348 vom Geschlecht Israel, vom Stamme Benjamin, Hebräer von Hebräern; was das Gesetz s betrifft, ein Pharisäer;* was den Eifer betrifft, ein Verfolger der Versammlung; was die Gerechtigkeit betrifft, die im Gesetz zist, tadellos erfunden.a* Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen für Verslust geachtet;* ja wahrlich, ich achte auch alles für Verlust wegen der Vortrefflichkeit der Erfenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich alles eingebüßt habe und es für Dreck achte, auf daß ich Chris9tum gewinne* und in ihm erfunden werde, nicht habend meine Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christumb ist die Gerechtigkeit aus Gott durch 10 den Glauben;* zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft seiner Leiden, indem ich seinem 11 Tode gleichgestaltet werde,* ob ich auf irgend eine Weise hingelangen möge zur Aufersteh12 ung aus den Toten.* Nicht daß ich'se schon ergriffen habe oder schon vollendet sei; ich jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen möge, indemd ich auch von Christo[ Jesu] er13 griffen bin.* Brüder, ich halte mich selbst nicht dafür, es erPhilipper 3. griffen zu haben;* eins aber 14 thue ich: Vergessend, was dahinten, und mich ausstreckend nach dem, was davorne ist, jage ich, das vorgesteckte Ziel anschau end, hin zu dem Kampfpreis der Berufung Gottes nach oben in Christo Jesu.* So viele 15 nun vollkommen sind, lasset uns also gesinnt sein; und wenn ihr etwas anders gesinnt seid, so wird euch Gott auch dies offenbaren.* Doch wozu wir 16 gelangt sind, lasset uns in denselben Fußstapfen wandeln. Seid zusammen meine Nach- 17 folger, Brüder, und sehet hin auf die, die also wandeln, wie ihr uns zum Vorbilde habt. * Denn viele wandeln, von de- 18 nen ich euch öfters geſagt, nun aber auch mit Weinen sage, daß sie die Feinde des Kreuzes Christi sind:* deren Ende Ver- 19 derben, deren Gott der Bauch und deren Ehre in ihrer Schande ist, die auf das Jrdische sinnen. * Denn unser Wandele ist in 20 den Himmeln, von woher wir auch den Herrn Jesum Christum als Heiland erwarten,* der 21 unsern Leib der Niedrigkeit umgestalten wird zur Gleichförmigkeit des Leibes seiner Herrlichkeit, nach der wirksamen Kraft, f mit der er vermag, auch alle Dinge sich zu unterwerfen. a B. geworden.- b B. Glauben Christi.- c d. h. den Preis.- dO. weil, od.: wozu.-e O. Bürgerrecht, besonders unsre bürgerlichen Verhält nisse.- f O. Wirksamkeit. Philipper 4. 4 So denn, meine geliebten und ersehnten Brüder, meine Freude und Krone, stehet also fest 2 in dem Herrn, Geliebte.* Die Evodia ermahne ich, und die Syntyche ermahne ich, einerlei 3 gesinnt zu sein im Herrn.* Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Mitknecht, a stehe ihnen bei, b die an dem Evangelium mit mir gekämpft haben, auch mit Clemens und meinen übrigen Mitarbeitern, deren Namen im Buche des Lebens sind. 4 C Freuet euch in dem Herrn alle zeit! wiederum will ich sagen: 5 Freuet euch!* Lasset eure Gelindigkeitd kund werden allen Men6schen; der Herr ist nahe.* Seid um nichts besorgt, sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen mit Danksagung eure Anlie7 gen vor Gott kund werden,* und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Sinne bewahren sin Christo Jesu.* Im übrigen, Brüder, alles was wahrhaftig, alles was würdig, alles was gerecht, alles was rein, alles was lieblich ist, alles was wohllautet, wenn es irgend eine Tugend und wenn es irgend ein Lob ist, die9ses erwäget.* Was ihr auch gelernt und empfangen und gehört und an mir gesehen habt, dies thuet, und der Gott des Friedens wird mit euch sein. 349 Ich habe mich aber sehr ge- 10 freut im Herrn, daß ihr nun endlich wiederaufgelebt seid, an mich zu denken; wiewohl ihr auch früher meiner gedachtet, aber ihr hattet keine Gelegenheit. * Nicht, daß ich dies des Man- 11 gels halben sage, denn ich habe gelernt, worin ich bin, mich zu begnügen.* Ich weiß sowohl 12 erniedrigt zu sein, als ich weiß Ueberfluß zu haben; in jedem und in allem bin ich unterwiesen, sowohl satt zu sein, als zu hungern, sowohl Ueberfluß zu haben, als Mangel zu leiden. * Alles vermag ich in dem, der 13 mich kräftigt.* Doch habt ihr 14 wohlgethan, daß ihr an meiner Drangsal teilgenommen habt. * Ihr wisset aber auch, ihr 15 Philipper, daß im Anfang des Evangeliums, als ich aus Macedonien wegging, e keine Versammlung mir mitgeteilt hat, in betreff des Gebens und Empfangens, als nur ihr allein. * Dennf auch in Thessalonich 16 habt ihr mir ein- und zweimal für meine Notdurft gesandt. * Nicht daß ich die Gabe suche, 17 sondern ich suche die Frucht, die überströmend sei für eure Rechnung.* Ich habe aber 18 alles in Fülle und habe Ueberfluß; ich bin erfüllt, da ich von Epaphroditus das von euch Gesandte empfangen habe, einen a B. mein echter Jochgenosse. b nämlich der Evodia und Syntyche. d O. Billigkeit, od.: Nachgiebigkeit.- e O. weggegangen -c O. werde. war.-- f O. daß. Philipper 4. duftenden Wohlgeruch, ein angenehmes Opfer, a Gott wohl19 gefällig.* Mein Gott aber wird alle eure Notdurft erfüllen nach seinem Reichtum in Herrlich 20 feit in Christo Jesu.* Unserm Gott und Vater aber sei die Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter! Amen. 350 Kolosser 1. Grüßet jeden Heiligen in 21 Christo Jesu. Es grüßen euch die Brüder, die bei mir sind. * Es grüßen euch alle Heiligen, 22 und besonders die aus des Kaisers Hause.* Die Gnade des 23 Herrn Jesu Christi sei mit euerm Geiste! Amen. Epistel an die Kolosser. 1 Paulus, Apostel Christi Jesu wie auch in euch, von dem durch Gottes Willen, und Ti2 motheus, der Bruder,* den heiligen und treuenb Brüdern in Christo, die in Kolossä sind: e Gnade euch und Friede von Gott, unserm Vater,[ und dem Herrn Jesu Christo!] Tage an, da ihr es gehört und die Gnade Gottes in Wahrheite erkannt habt; so wie ihr ge- 7 lernt habt von Epaphras, unserm geliebten Mitknecht, f der ein treuer Diener des Christus für euch ist,* der uns auch s kund gethan hat eure Liebe im Geiste. Wir danken dem Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi allezeit, indem wird für euch 4 beten,* nachdem wir gehört von euerm Glauben in Christo Jesu und der Liebe, die ihr zu sallen Heiligen habt,* wegen der Hoffnung, die euch aufbewahrt ist in den Himmeln, von welcher ihr zuvor gehört habt in dem Worte der Wahrheit 6 des Evangeliums,* das zu euch gekommen, so wie es auch in der ganzen Welt ist, und ist fruchtbringend und wachsend, 3 Deshalb hören auch wir nicht 9 auf, vor dem Tage an, da wir's gehört haben, für euch zu beten und zu bitten, daß ihr erfüllt sein möget mit der Erfenntnis seines Willens in aller Weisheit und geistlichem Verständnis,* um zu wandeln wür- 10 dig des Herrn zu allem Wohlgefallen, in allem guten Werke fruchtbringend, und wachsend durch die Erkenntnis Gottes, * gekräftigt mit aller Kraft nach 11 a B. Schlachtopfer.-b O. gläubigen. c O. den Heiligen, die in Kolofjä d O. Herrn Jesu Christi, indem wir allezeit.- e O. sind, und treuen da ihr die Gnade G. in W. gehört und...-f B. Mitsklaven. Kolosser 1. der Macht seiner Herrlichkeit zu allem Ausharren und aller 12 Langmut mit Freuden;* danksagend dem Vater, der uns fähig gemacht hat zu dem Anteil am Erbe der Heiligen in 13 dem Lichte,* der uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich 14 des Sohnes seiner Liebe,* in welchem wir die Erlösung haben, die Vergebung der Sün15 den;* welcher ist das Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstge16 borne aller Schöpfung.* Denn durch ihna sind alle Dinge erschaffen, die in den Himmeln und die auf der Erde, die sichtbaren und die unsichtbaren, es seien Throne oder Herrschaften oder Fürstentümer oder Gewalten: alle Dinge sind durch ihn 17 und für ihn geschaffen.* Und er ist vor allen, und alle Dinge bestehen zusammen durch ihn. 18* Und er ist das Haupt des Leibes, der Versammlung, welcher ist der Anfang, der Erstgeborne aus den Toten, auf daß er in allen Dingen den 19 Vorrang habe;* denn es war das Wohlgefallen der ganzen Fülle, b in ihm zu wohnen 20* und durch ihn alle Dinge mit sich zu versöhnen, Jetzt freue ich mich in den 24 Leiden für euch und ergänze in meinem Fleische, was noch rückständig ist an den Trübsalen des Christus für seinen Leib, das ist die Versammlung, * deren Diener ich geworden 25 bin nach der Verwaltung Gottes, die mir in bezug auf euch gegeben ist, um das Wort Gottes zu vollenden:* das Ge- 26 heimnis, das von den Zeitaltern und von den Geschlechtern her verborgen war, jetzt aber geoffenbart worden ist ſeinen Heiligen,* denen Gott fund 27 thun wollte, welches der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses sei unter den Nationen, welches ist Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit;* den wir verkündigen, 28 indem wir jeden Menschen erindem er Frieden gemacht hat durch das Blut seines Kreuzes durch ihn, es seien die Dinge auf der Erde oder die Dinge 21 in den Himmeln.* Und euch, die a B. in ihm, d. h. in der Kraft seiner Person.- b Vergl. Kap. 2, 9. 351 - ihr einst entfremdet und Feinde waret nach der Gesinnung durch die bösen Werke, hat er aber nun versöhnt* in dem Leibe 22 seines Fleisches durch den Tod, um euch heilig und tadellos und unsträflich vor sich hinzustellen, wenn ihr anders in 23 dem Glauben gegründet und fest bleibet und nicht abbewegt werdet voit der Hoffnung des Evangeliums, welches ihr gehört habt, das gepredigt worden in der ganzen Schöpfung, die unter dem Himmel ist, deſsen Diener ich, Paulus, geworden bin. Kolosser 1. 2. mahnen und jeden Menschen sagung.* Sehet zu, daß nicht s lehren in aller Weisheit, auf daß wir jeden Menschen vollkommen in Christo darstellen; 29* wozu ich mich auch bemühe und kämpfend ringe nach seiner Wirksamkeit, die in mir wirkt in Kraft. jemand sei, der euch als Bente wegführe durch die Philosophie und eitlen Betrug, nach der Ueberlieferung der Menschen, nach den Elementen der Welt, und nicht nach Christo.* Denn 9 in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig;* und 10 ihr seid vollendet b in ihm, welcher das Haupt jedes Fürstentums und jeder Gewalt ist, * in welchem ihr auch beschnit- 11 ten worden seid mit einer nicht mit Händen geschehenen Beschneidung, in dem Ausziehen des Leibes des Fleisches, in der Beschneidung des Christus, * mit ihm begraben in der Tau- 12 fe, in welcher ihr auch mitauferweckt worden seid durch den Glauben an die wirksame Kraftd Gottes, der ihn aus den Toten auferweckt hat.* Und 13 euch, als ihr tot waret in den Vergehungen und in der Vorhaut euers Fleisches, hat er mitlebendig gemacht mit ihm, indem er uns alle Vergehungen vergeben hat;* als er aus- 14 getilgt die uns entgegenstehende Handschrifte in Satzungen, die wider uns war, hat er sie auch aus der Mitte weggenommen, da er sie an das Kreuz nagelte;* als er die Fürstentü- 15 mer und die Gewalten ausgezogen, stellte er sie öffentlich 352 2. Denn ich will, daß ihr wisſet, welch großen Kampf ich habe um euch und die zu Laodicäa, und so viele mein Angesicht im Fleische nicht gese2hen haben,* auf daß ihre Herzen getröstet sein mögen, vereinigt in Liebe und zu allem Reichtum der vollen Gewißheit des Verständnisses, zur Erkenntnis des Geheimnisses 3 Gottes,* in welchem verborgen sind alle Schätze der Weisheit 4 und der Erkenntnis.* Dies sage ich aber, auf daß euch nicht jemand verführe mit überre5 denden Worten.* Denn wenn ich auch dem Fleische nach abwesend bin, so bin ich doch im Geiste bei euch, mich erfreuend und sehend eure Ordnung und die Festigkeit euers Glaubens an Christum. 6 Wie ihr nun den Christus Jesus, den Herrn, empfangen 7 habt, so wandelt in ihm,* gewurzelt und auferbaut in ihm und befestigt a in dem Glauben, so wie ihr gelehrt worden, überströmend in demselben mit Danka B. auferbaut werdend... befestigt werdend. b O. erfüllt. c O. welchem. d O. Wirksamkeit. e O. Schuldbrief. f d. h. völlig entwaffnet. - - Kolosser 2. 3. zur Schau, da er durch dasselbea über sie einen Triumph hielt. dienste und in Niedriggeſinntheit und im Nichtverschonen des Leibes, und nicht in einer gewissen Ehres) zurh Befriedigung des Fleisches. Wenn ihr nun mit dem Chris- 3 tus auferweckt worden seid, so suchet, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.* Sinnet auf das, 2 was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist,* denn 3 ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.* Wenn der 4 Christus, der unser Leben ist, offenbar werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit. 20 Wenn ihr mit Christo den Elementene der Welt gestorben seid, was unterwerfet ihr euch den Satzungen, als lebtet ihr 21 noch in der Welt?* Berühre Tötet nun eure Glieder, die 5 auf der Erde sind: Hurerei, Unreinigkeit, Leidenschaft, böse Lust und Habsucht, i welche Götzendienst ist,* um welcher 6 Dinge willen der Zorn Gottes kommt über die Söhne des Ungehorsams;* unterwelchenk auch 7 ihr einst gewandelt habt, als ihr in diesen Dingen lebtet. * Aber jetzt leget auch ihr das s alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus euerm Munde.* Belüget 9 einander nicht, da ihr den aleinen Schein der Weisheit ha- ten Menschen mit seinen Handben, in eigenwilligem Gottes- lungen ausgezogen* und den 10 nicht, foste nicht, betaste nicht, 22*( Dinge, welche alle zum Zerstören sind durch den Gebrauch) nach den Geboten und Lehren 23 der Menschen,*( welche zwar 16 So richte euch nun niemand über Speise oder Trank, oder in Ansehung eines Festes oder Neumondes oder der Sabba17 the, die ein Schatten der zu C fünftigen Dinge sind, der Kör1s per aber ist Christi.* Laffet niemanden euch um den Kampfpreis bringen, der seinen eignen Willen thutb in Niedriggesinntheit und Anbetung der Engel, auf Dinge eingehend, die er nicht gesehen hat, eitler Weise aufgeblasen von dem 19 Sinne seines Fleisches,* und nicht festhaltend das Haupt, aus welchem der ganze Leib, durch die Gelenke und Bande Darreichung empfangend und zusammengefügt, dasd Wachstum Gottes wächst. 353 1 -c Da a O. an demselben, od.: in sich. b And. üb.: der dies thun will. nicht" in vielen Handschr. fehlt, so übers. And.: ,, sich dem, was er geschaut hat,( d. h. Gesichten) hingebend."- d O. mit dem.-e B. von den El. weg. - f O. Anbetung, wie V. 18.-g d. h. das, was dem Leibe zukommt. h A. üb.( ohne Klammer): und nicht in irgend welcher Ehre zur Befr. i O. Gier.- k O. worin. 23 Kolosser 3. 4. Ziehet nun an, als Auserwählte Gottes, Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen, Güte, Niedriggesinntheit, Mil13 de, Langmut,* einander ertragend und euch gegenseitig vergebend, wenn einer Klage hat wider den andern; wie auch der Christus euch vergeben hat, 14 also auch ihr.* Zu diesem allem aber füget die Liebe, welche das Band der Vollkommen15 heit ist.* Und der Friede des fen euerne Männern, wie es sich geziemt in dem Herrn.* Jhr 19 Männer, liebet eured Weiber und seid nicht bitter gegen sie. * JIhr Kinder, gehorchet euerne 20 Eltern in allem, denn dies ist wohlgefällig im Herrn.* Jhr 21 Väter, ärgert eure Kinder nicht, auf daß sie nicht mutlos werden.* Ihr Knechte, e gehorchet 22 in allem euerne Herren nach dem Fleische, nicht mit Augendienst, f als Menschengefällige, sondern in Einfalt des Herzens, den Herrn irchtend.* Was ir= 23 gend ihr thuet, arbeitet von Herzen, als dem Herrn und nicht den Menschen,* da ihr wisset, 24 daß ihr vom Herrn die Vergeltung des Erbes empfangen werdet; ihr dienet dem Herrn Christus herrsche in euern Her- Christo.* Denn wer Unrecht 25 zen, zu welchem ihr auch be- thut, wird das Unrecht empfanrufen seid in einem Leibe, gen, das er gethan hat; und 16 und seid dankbar.* Lasset das da ist kein Ansehen der Person. Wort des Christus reichlich in euch wohnen, in aller Weisheit euch gegenseitig lehrenda und ermahnend, mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern, Gott singend in euern 17 Herzen inb Gnade.* Und alles, was immer ihr thuet, im Wort, oder im Werk, alles thuet im Namen des Herrn Jesu, danksagend Gott, dem Vater, durch ihn. Ihr Herren, gewähret euerne 4 Knechten, e was recht und billig ist, s da ihr wisset, daß auch ihr einen Herrn in den Himmeln habt. Berharret im Gebet und wa- 2 chet in demselben mit Danksagung;* und betet zugleich 3 auch für uns, auf daß Gott uns eine Thür des Wortes aufthue, um das Geheimnis des Christus zu reden, um deswillen ich auch gebunden bin, 18 Ihr Weiber, seid unterwor354 neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bilde dessen, der ihn er11 schaffen hat;* wo nicht ist Grieche und Jude, Beschneidung und Vorhaut, Barbar, Scythe, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen. 12 a O. wohnen in aller Weisheit, euch gegens. lehrend. bd. h. im Geist d. G. c B. den.- d B. die.- e B. Sklaven.- f B. Augendiensten. g D. das Recht und die Billigkeit od.: Gleichheit. Kolosser 4. 1. Thessalonicher 1. 4* auf daß ich es offenbare, wie ich reden soll. 5 Wandelt in Weisheit gegen die, welche draußen sind, die 6 gelegene Zeit auskaufend.* Euer Wort sei allezeit in Gnade, mit Salz gewürzt, um zu wissen, wie ihr einem jeden antworten sollt. 355 beiter am Reiche Gottes, die mir ein Trost gewesen sind. * Es grüßt euch Epaphras, der 12 von euch ist, ein Knechtb Christi Jesu, allezeit ringend für euch in den Gebeten, auf daß ihr stehet vollkommen und völlig überzeugt in allem Willen Gottes.* Denn ich gebe ihm Zeug- 13 nis, daß er viel arbeitete für euch und die zu Laodicäa und die zu Hierapolis.* Es grüßt 14 euch Lukas, der geliebte Arzt, und Demas.* Grüßet die Brü- 15 der in Laodicäa, und Nymphas, und die Versammlung, die in seinem Hause ist.* Und 16 wenn der Brief bei euch gelesen ist, so machet, daß er auch in der Versammlung der Laodicäer gelesen werde, und daß auch ihr den aus Laodicäa leset;* und saget Archip- 17 pus: Siehe auf den Dienst, den du im Herrn empfangen hast, daß du ihn erfüllest.* Der 18 Gruß mit meiner, des Paulus, Hand. Gedenket meiner Bande. Die Gnade sei mit euch! 7 Alles, was mich angeht, wird euch kundthun Tychikus, der geliebte Bruder und treue Diener und Mitknechta in dem 8 Herrn,* den ich eben dieserhalb zu euch gesandt habe, auf daß er eure Umstände erfahre und 9 eure Herzen tröste,* mit Onesimus, dem treuen und geliebten Bruder, der von euch ist; sie werden euch alles kund 10 thun, was hier vorgeht.* Es grüßt euch Aristarchus, mein Mitgefangener, und Markus, der Neffe des Barnabas, betreffs dessen ihr Befehle er halten habt,( wenn er zu euch kommt, so nehmet ihn auf,) 11* und Jesus, genannt Justus, die aus der Beschneidung sind. Diese allein sind meine MitarErste Epistel an die Thessalonicher. 1 Paulus und Silvanus und Vater, und dem Herrn Jeſu Timotheus der Versammlung der Thessalonicher in Gott, dem Christo: Gnade euch und Friede! Wir danken Gott allezeit für 2 a B. Mitsklave.- b B. Eflave. e Eig. viel Arbeit od.: Mühe hat. 23* 356 1. Thessalonicher 1. 2. euch alle, euer erwähnend in hat aus den Toten- Jeſum, 3 unsern Gebeten,* unablässig der uns errettet von dem komeingedenk euers Werkes des menden Zorn. Glaubens und der Bemühung der Liebe und des Ausharrens der Hoffnung auf unserna Herrn Jesum Christum, vor unserm 4 Gott und Vater,* wissend, von Gott geliebte Brüder, eure Aus5 erwählung.* Denn unser Evangelium war nicht bei euchb im Worte allein, sondern auch in Kraft und im Heiligen Geiste und in großer Gewißheit, wie ihr wisset, was wir unter euch 6 waren um entertwillen.* Und ihr seid unsre Nachahmer geworden und des Herrn, indem ihr das Wort aufgenommen habt in vieler Drangsal mit 7 Freude des Heiligen Geistes,* so daß ihr allen Gläubigen in Macedonien und Achaja zu Vorsbildern geworden seid.* Denn von euch aus ist das Wort des Herrn erschollen, nicht allein in Macedonien und in Achaja, sondern an jedem Orte ist euer Glaube an Gott ausgebreitet worden, so daß wir nicht nötig 9 haben, etwas zu sagen.* Denn sie selbst verkündigen von uns, welchen Eingang wir bei euch hatten, und wie ihr euch von den Götzenbildern zu Gott bekehrt habt, zu dienen dem le10 bendigen und wahren Gott* und seinen Sohn aus den Himmeln zu erwarten, den er auferweckt ser eignes Leben mitzuteilen, enn ihr selbst wisset, Brü- Q der, unsern Eingang bei euch, daß er nicht vergeblich war; sondern obgleich wir zuvor ge- 2 litten hatten und geschmäht worden waren zu Philippi, wie ihr wisset, so waren wir doch freimütig in unserm Gott, zu euch das Evangelium Gottes zu reden unter großem Kampf.c * Denn unsre Ermahnung war 3 nicht aus Betrug, noch aus Unreinigkeit, noch mit List;* son- 4 dern wie wir von Gott bewährt worden sind, mit dem Evangelium betraut zu werden, also reden wir, nicht um Menschen zu gefallen, d sondern Gott, der unsre Herzen prüft.* Denn 5 niemals sind wir mit einschmeichelnder Rede umgegangen, wie ihr wisset, noch mit Vorwand der Habsucht, Gott ist Zeuge; * noch suchten wir Ehre von 6 Menschen, weder von euch, noch von andern, wiewohl wir als Christi Apostel euch zur Last sein konnten;* sondern wir sind 7 zart gewesen in eurer Mitte, wie eine Amme ihre eignen Kinder pflegt.* Also, da wir s ein sehnliches Verlangen nach euch haben, e gefiel es uns wohl, euch nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch un1 a B. unsers.-b O. war nicht zu euch gekommen.- c O. Anstrengung. d B. als M. Gefallende.- e O. von Liebe zu euch erfüllt sind. 1. Thessalonicher 2. 3. 357 gegen sind,* und uns wehren, 16 zu den Nationen zu reden, auf daß sie errettet werden, damit sie ihre Sünden allezeit erfüllen; aber der Zorn ist völliga über sie gekommen. weil ihr uns lieb geworden gefallen und allen Menschen ent9waret.* Denn ihr gedenket, Brüder, an unsre Mühe und Beschwerde: Nacht und Tag arbeitend, um nicht jemandem von euch beschwerlich zu fallen, haben wir euch das Evange10 lium Gottes verkündigt.* Jhr seid Zeugen und Gott, wie göttlich und gerecht und untadelig wir gegen euch, die Glauben11 den, waren;* gleichwie ihr wisset, wie wir einen jeden unter euch, wie ein Vater seine eignen Kinder, euch ermahnt und 12 getröstet* und bezeugt haben, daß ihr wandeln solltet würdig des Gottes, der euch zu seinem eignen Reiche und seiner eignen 13 Herrlichkeit beruft.* Und darum danken wir auch Gott unablässig, daß, als ihr von uns das Wort der Kunde Gottes empfinget, ihr es nicht als Menschenwort aufnahmet, sondern, wie es wahrhaftig ist, als Gottes Wort, das auch in euch, 14 den Glaubenden, wirkt.* Denn, Brüder, ihr seid Nachahmer geworden der Versammlungen Gottes, die in Judäa sind in Christo Jesu, weil auch ihr dasselbe von den eignen Landsleuten erlitten habt, wie auch 15 jene von den Juden,* die sowohl den Herrn Jesum, als auch die Propheten getötet und uns durch Verfolgung weggetrieben haben, und Gott nicht Wir aber, Brüder, da wir 17 von euch verwaist waren für kurze Zeit dem Angesicht, nicht dem Herzen nach, haben um so mehr Fleiß angewandt, ener Angesicht zu sehen mit großem Verlangen. Deshalb wollten 18 wir zu euch kommen( ich Paulus nämlich) ein Mal und zum zweiten Mal, und der Satan hat uns verhindert.* Denn wer 19 ist unsre Hoffnung, oder Freude, oder Krone des Ruhms? Nicht auch b ihr vor unserm Herrn Jesu bei seiner Ankunft?* Denn 20 ihr seid unsre Herrlichkeit und Freude. Deshalb, da wir es nicht 3 länger aushalten konnten, gefiel es uns, zu Athen allein gelassen zu werden, und wir sand- 2 ten Timotheus, unsern Bruder und Mitarbeiter Gottes e an dem Evangelium des Christus, um euch zu befestigen und zu tröstend euers Glaubens halben,* auf daß niemand wankend 3 werde in diesen Drangsalen. ( Denn ihr selbst wisset, daß wir dazu gesetzt sind;* denn 4 auch als wir bei euch waren, sagten wir euch zuvor, daß wir a B. bis zum Ende. b O. gerade.- e O. unter Gott.- d O. ermuntern. 1. Thessalonicher 3. 4. Drangsale haben würden, wie es auch geschehen ist und ihr 5 wisset.)* Darum auch, da ich es nicht länger aushalten konnte, sandte ich, um euern Glauben zu erfahren, ob nicht etwa der Versucher euch versucht habe und unsre Arbeit vergeblich ge- uns empfangen habt, in welcher 6 wesen sei.* Da jetzt abera Ti- Weise ihr wandeln und Gott Uebrigens nun, Brüder, bit- 4 ten und ermahnen wir euch in dem Herrn Jesu, wie ihr von gefallen sollt, wie ihr auch wandelt, daß ihr immer reichlicher zunehmet.* Denn ihr wisset, 2 welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn Jesum. * Denn dies ist Gottes Wille: 3 eure Heiligkeit, daß ihr euch der Hurerei enthaltet,* daß ein 4 jeder von euch sein eignes Gefäß in Heiligkeit und Ehrbarfeit zu besitzen wisse,* nicht in 5 Leidenschaft der Lust, wie auch die Nationen, die Gott nicht kennen;* daß er seinen Bruder 6 nicht übersehec noch hintergehed in der Sache, weil der Herr Rächer ist über dies alles, wie wir euch auch zuvor gesagt und völlig bezeugt haben.* Denn 7 Gott hat uns nicht zur Unreinigkeit berufen, sondern zure Heiligkeit.* Deshalb nun, wer 8 dies verachtet, der verachtet nicht einen Menschen, sondern Gott, der euch auch seinen heiligen Geist gegeben hat. Was aber die Bruderliebe 9 betrifft, so habt ihr nicht nötig, daß wir euch schreiben, denn ihr selbst seid von Gott gelehrt, 358 motheus von euch zu uns gekommen und uns die gute Botschaft verkündigt hat von euerm Glauben und eurer Liebe, und daß ihr uns allezeit in gutem Andenken habt und sehr verlanget, uns zu sehen, gleichwie 7 wir auch euch;* deswegen, Brüder, sind wir euerthalben in all unsrer Not und Drangsal getröstet worden durch euern 8 Glauben;* denn nun leben wir, wenn ihr feststehet im Herrn. 9* Denn was für Dank können wir Gott für euch vergelten über all der Freude, womit wir uns euertwegen freuen vor 10 unserm Gott;* Nacht und Tag über die Maßen flehend, daß wir euer Angesicht sehen und vollenden mögen, was an eu11 erm Glauben mangelt.* Unser Gott und Vater selbst aber und unser Herr Jesus richte unsern 12 Weg zu euch.* Euch aber mache der Herr völlig und überströmend in der Liebe gegen einander und gegen alle,( so wie 13 auch wir gegen euch sind,)* um eure Herzen tadellos in Heiligkeit zu befestigen vor unserm Gott und Vater, bei der Ankunst unsers Herrn Jesu mit allen seinen Heiligen. a O. Jetzt aber, da.- b O. Heiligung, so auch V. 4. 7.- c B. übertrete, d. h. seines Bruders Rechte.- d D. übervorteile.- e B. in. 1. Thessalonicher 4. 5. 10 einander zu lieben;* denn das thuet ihr auch gegen alle die Brüder in ganz Macedonien. Wir ermahnen euch aber, Brüder, immer reichlicher zuzuneh11 men* und euch zu befleißigen, stille zu sein und eure eignen Geschäfte zu thun und mit euern[ eignen] Händen zu arbeiten, sowie wir euch geboten ha12 ben,* auf daß ihr ehrbarlichwandelt gegen die, welche draußen sind, und niemandesa bedürfet. 13 Wir wollen aber nicht, Brüder, daß ihr, was die Entschlafenen betrifft, unkundig seid, auf daß ihr euch nicht betrübet, wie auch die übrigen, die keine 14 Hoffnung haben.* Denn wenn wir glauben, daß Jesus gestorben und auferstanden ist, also wird auch Gott die durch Jesum Entschlafenen mit ihm brin15 gen.(* Denn dieses sagen wir euch im Worte des Herrn, daß wir, die Lebenden, die übrigbleiben bis zur Ankunft des Herrn, den Entschlafenen keineswegs 16 zuvorkommen werden.* Denn 359 gegen in die Luft; und also werden wir allezeit bei dem Herrn sein.* So ermuntert nun einan- 18 der mit diesen Worten.)* Was 5 aber Zeit und Zeitene betrifft, Brüder, so habt ihr nicht nötig, daß euch geschrieben werde. * Denn ihr selbst wisset genau, 2 daß der Tag des Herrn also kommt wie ein Dieb in der Nacht.* Wenn sie sagen wer- 3 den: Friede und Sicherheit! dann kommt ein plötzliches Verderben über sie, gleichwie die Geburtswehen über die Schwangere; und sie werden nicht entfliehen. der Herr selbst wird mit gebietendem Zuruf, mit der Stimme des Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die Toten in Christo werden zuerst auf 17 erstehen;* darnach werden wir, die Lebenden, die übrigbleiben, b zugleich mit ihnen entrückt werden in Wolken dem Herrn entIhr aber, Brüder, seid nicht 4 in Finsternis, daß euch der Tag wie ein Dieb ergreife;* denn 5 ihr alle seid Söhne des Lichtes und Söhne des Tages; wir sind nicht von der Nacht, noch von der Finsternis.* Also lasset 6 uns nun nicht schlafen, wie die übrigen, sondern wachen und nüchtern sein.* Denn die da 7 schlafen, schlafen des Nachts, und die da trunken sind, sind des Nachts trunken.* Wir aber, 8 die von dem Tage sind, laffet uns nüchtern sein, angethan mit dem Brustharnisch des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm, der Hoffnung der Seligkeit.d* Denn Gott hat 9 uns nicht zum Zorn gesetzt, sondern zur Erlangung der Seligkeit durch unsern Herrn Jea O. nichts.- b B. die übriggebliebenen.-e B. die Zeiten und die bestimmten Zeiten.- d O. und mit r Hoffn. der Seligkeit als Helm. 360 1. Thessalonicher 5. 10sum Christum,* der für uns gestorben ist, auf daß wir, sei es daß wir wachen oder schlafen, 11 zusammen mit ihm leben.* Deshalb ermuntert einander und erbauet einer den andern, wie ihr auch thuet. 2. Thessalonicher 1. zeit;* betet unablässig;* dank- 17 18 saget in allem, denn dies ist der Wille Gottes in Christo Jesu gegen euch.* Den Geist 19 löschet nicht aus;* die Weissa- 20 gungen verachtet nicht;* prü- 21 fet aber alles, das Gute haltet fest.* Von aller Art des 22 Bösen haltet euch fern. 12 Wir bitten euch aber, Brüder, daß ihr die erkennet, die unter euch arbeiten und euch vorstehen im Herrn und euch 13 zurechtweisen,* und daß ihr sie über die Maßen in Liebe achtet, um ihres Werkes willen. Seid 14 in Frieden untereinander.* Wir ermahnen euch aber, Brüder: Weiset die Unordentlichen zurecht, tröſtet die Kleinmütigen, Brüder, betet für uns.* Grü- 25 26 nehmet euch der Schwachen an, ßet alle Brüder mit heiligem 15 seid langmütig gegen alle.* Se- Kuß.* Ich beschwöre euch bei 27 het zu, daß niemand Böses mit dem Herrn, daß der Brief vor Bösem jemandem vergelte, son- allen[ heiligen] Brüdern geledern strebet allezeit dem Gu- sen werde.* Die Gnade un- 28 ten nach gegen einander und sers Herrn Jesu Christi sei mit 16 gegen alle.* Freuet euch alle- euch! Er selbst aber, der Gott des 23 Friedens, heilige euch völlig; und euer ganzer Geist und Seele und Leib werde untadelig bewahrt bei der Ankunft unsers Herrn Jesu Christi.* Treu ist, 24 der euch ruft, der wird's auch thun. Zweite Epistel an die Thessalonicher. 1 Paulus und Silvanus und Timotheus der Versammlung der Thessalonicher in Gott, unserm Vater, und dem Herrn Je2 su Christo:* Gnade euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo! Wir sind schuldig, Brüder, Gott allezeit für euch zu danken, wie es billig ist, weil euer Glaube sehr wächst, und die Liebe eines jeden von euch allen gegen einander überströmend iſt, * so daß wir selbst uns euer rüh- 4 men in den Versammlungen Gottes wegen euers Ausharrens und Glaubens in allen enern Verfolgungen und Drang3 2. Thessalonicher 1. 2. 361 5 salen, die ihr erduldet;* ein of- Wir bitten euch aber, Brü- Q fenbares Zeichena des gerechten der, um der Ankunft unsers Gerichts Gottes, daß ihr wür- Herrn Jesu Christi willen und dig geachtet werdetb des Reiches unsrer Versammlunge zu ihm, Gottes, um dessentwillen ihr* daß ihr nicht schnell erschüttert 2 6 auch leidet;* wenn es anders werdet in der Gesinnung, d noch bei Gott gerecht ist, Drangsal erschreckt, weder durch Geist, zu vergelten denen, die euch be- noch durch Wort, noch durch 7 drängen,* und euch, die ihr be- Brief als durch uns, als ob drängt werdet, Ruhe mit uns der Tag des Herrn da sei.* Las- 3 bei der Offenbarung des Herrn set euch von niemandem auf Jesu vom Himmel, mit den En- irgend eine Weise verführen, 8 geln seiner Macht,* in flammen- denn dieser Tag kommt nicht, es dem Feuer, um Vergeltung zu sei denn, daß zuerst der Abfall geben denen, die Gott nicht fen- komme und geoffenbart worden nen, und denen, die dem Evan- sei der Mensch der Sünde, der gelium unsers Herrn Jesu Chris- Sohn des Verderbens,* welcher 4 9ti nicht gehorchen;* welche widersteht und sich selbst erhöht Strafe leiden werden, ewiges übere alles, was Gott heißt, Verderben vom Angesicht des oder ein Gegenstand der VerHerrn und von der Herrlich- ehrung ist, so daß er sich in den 10 feit seiner Stärke,* wenn er Tempel Gottes setzt und sich kommen wird, um verherrlicht selbst darstellt, daß er Gott ſei. zu werden in seinen Heiligen* Erinnert ihr euch nicht, daß 5 und bewundert in allen denen, ich dies zu euch sagte, als ich die geglaubt haben,( denn unser noch bei euch war?* Und nun 6 Zeugnis bei euch ist geglaubt wisset ihr, was zurückhält, daß 11 worden) an jenem Tage.* Wes- er zu seiner Zeit geoffenbart halb wir auch allezeit für euch werde.* Denn schon ist das Ge- 7 beten, auf daß unser Gott euch heimnis der Gesetzlosigkeit wirkwürdig achte der Berufung und sam; nur ist jetzt der, welcher erfülle alles Wohlgefallen seiner zurückhält, bis er aus dem Wege Gütigkeit und das Werk des ist, und dann wird der Gesetz- 8 12 Glaubens in Kraft,* damit lose geoffenbart werden, den der der Name unsers Herrn Jesu Herr Jesus verzehren wird [ Christi] verherrlicht werde in durch den Hauchf seines Muneuch, und ihr in ihm, nach der des und vernichten durch die ErGnade unsers Gottes und des scheinung seiner Ankunft,* ihn, 9 Herrn Jesu Chriſti. dessen Ankunft nach der Wirka O. ein Beweis.- b O. werden sollt.- c Eig. unsers Versammeltwerdens.- d O. außer Fassung gebracht werdet.- e O. gegen.- fO. Geist. 2. Thessalonicher 2. 3. wie auch bei euch,* und daß 2 wir errettet werden von den schlechten und bösen Menschen; denn der Glaube ist nicht aller Teil.* Der Herr aber ist treu, 3 der euch befestigen und vor dem Bösen bewahren wird.* Wir 4 haben aber im Herrn das Vertrauen zu euch, daß ihr, was wir gebieten, auch thuet und thun werdet.* Der Herr aber 5 richte eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu dem Ausharren des Christus!* Wir gebieten 6 euch aber, Brüder, im Namen unsers Herrn Jesu Christi, daß ihr euch entziehet von jedem Bruder, der unordentlich wandelt, und nicht nach der Ueberlieferung, die er von uns empfangen hat.* Denn ihr selbst 7 wisset, wie man uns nachahmen soll; denn wir haben nicht unordentlich unter euch gewandelt, * noch haben wir von jemandem 8 das Brot umsonst gegessen, sondern wir haben mit Mühe und Beschwerde Nacht und Tag gearbeitet, um nicht jemandem von euch beschwerlich zu fallen. * Nicht daß wir nicht das Recht 9 dazu haben, sondern auf daß wir uns selbst euch zum Vorbilde gäben, um uns nachzuahmen. * Denn auch, als wir bei euch 10 und befestige[ euch] in allem gu- waren, geboten wir euch dieses: ten Werke und Wort. daß, wenn jemand nicht arbei3 liebrigens, Brüder, betet für ten will, er auch nicht essen soll. uns, daß das Wort des Herrn* Denn wir hören, daß etliche 11 laufe und verherrlicht werde, unter euch unordentlich wana O. Wirksamkeit.- bO. Unterweisungen; so auch V. 6. 362 samkeit des Satans ist, in aller Macht und in Zeichen und Wun10 dern der Lüge* und in allem Betrug der Ungerechtigkeit denen, die verloren gehen, darum daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, damit sie er11 rettet würden.* Und deshalb sendet ihnen Gott eine wirksame Krafta des Irrtums, daß sie 12 der Lüge glauben,* auf daß alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen gefunden haben an der Ungerechtigkeit. Wir aber sind schuldig, Gott allezeit für euch zu danken, vom Herrn geliebte Brüder, daß euch Gott von Anfang erwählt hat zur Seligkeit in Heiligung des Geistes und im Glauben an die 14 Wahrheit,* wozu er euch berufen hat durch unser Evangelium, zur Erlangung der Herrlichkeit unsers Herrn Jesu Chris15 ti.* Also stehet nun fest, Brüder, und haltet die Uleberlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch Wort oder durch 16 unsern Brief.* Unser Herr Jesus Christus selbst aber, und unser Gott und Vater, der uns geliebt und ewigen Trost und gute Hoffnung gegeben hat durch 17 die Gnade,* tröste eure Herzen 13 2. Thessalonicher 3. 1. Timotheus 1. 363 ihn zurecht als einen Bruder. deln, indem sie nichts arbeiten, nicht als Feind, sondern weiset sondern fremde Dinge treiben. 12* Solchen aber gebieten wir und ermahnen sie in dem Herrn Jesu Christo, daß sie, in der Stille arbeitend, ihr eignes Brot essen. 13* Jhr aber, Brüder, ermattet 14 nicht im Gutesthun.* Wenn aber jemand unserm Worte durch den Brief nicht gehorcht, den bezeichnet und habet keinen Umgang mit ihm, auf daß er 15 beschämt werde;* und haltet ihn Er selbst aber, der Herr des 16 Friedens, gebe euch den Frieden immerdar auf allerlei Weise! Der Herr sei mit euch allen! Der Gruß mit meiner, des 17 Paulus, Hand, welches das Zeichen ist in jedem Briefe; so schreibe ich.* Die Gnade un- 18 sers Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! Erste Epistel an Timothens. 1 Paulus, Apostel Jesu Christi, nach Befehl Gottes, unsers Heilandes, und Christi Jesu, uns2 rer Hoffnung,* dem Timotheus, meinem echten Kinde im Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friedevon Gott, dem Bater, und Christo Jesu, unserm Herrn! 3 cheltem Glauben,* wovon etliche 6 abgeirrt sind und sich zu eitlem Geschwätz gewandt haben;* die 7 Gesetzlehrer sein wollen und nicht verstehen, weder was sie sagen, noch was sie fest behaupten.* Wir wissen aber, daß das 8 Gesetz gut ist, wenn jemand es So wie ich dich bat, als ich gesetzmäßig gebraucht;* dieses 9 nach Macedonien reiste, in Ephe- wissend, daß für einen Gerechsus zu bleiben, auf daß du et- ten das Gesetz nicht beſtimmt iſt, lichen gebötest, nicht andere Leh- sondern für Gesetzlose und Zü4 ren zu lehren,* noch mit Fabeln gellose, für Gottlose und Sünund endlosen Geschlechtsregis- der, für Heilloseb und Ungötttern sich abzugeben, die mehr liche, Vaterschläger und MutterStreitfragen hervorbringen, als schläger, Menschenmörder,* Hu- 10 die Verwaltung Gottes fördern, rer, Knabenschänder, Menschen5 die im Glauben ist...* Das räuber, Lügner, Meineidige, und Endziel aber des Gebotesa ist: wenn etwas anders der gesunLiebe aus reinem Herzen und den Lehre zuwider ist,* nach 11 gutem Gewissen und ungeheu- dem Evangelium der Herrlicha Vergl. V. 3.- bO. Unheilige. 364 1. Timotheus 1. 2. keit des seligen Gottes, welches bewahrst und ein gutes Gewismir anvertraut worden ist. sen, welches etliche von sich ge12*[ Und] ich dankea Christo Jesu, stoßen und, was den Glauben unserm Herrn, der mich kräftig betrifft, Schiffbruch gelitten hagemacht, daß er mich tren ge- ben;* unter welchen Hymenäus 20 achtet und in den Dienst ge- ist und Alexander, die ich dem 13 stellt hat,* der ich zuvor ein Läs- Satan überliefert habe, auf daß terer und Verfolger und Schmä- sie durch Zucht unterwiesen her war; aber mir ist Barm- würden, nicht zu lästern. herzigkeit zu teil geworden, weil ich es unwissend im Unglauben 14 that.* Ueber die Maßen aber ist die Gnade unsers Herrn überströmend geworden mit Glauben und der Liebe, welche in 15 Christo Jesu find.b* Das Wort ist gewiße und aller Annahme wert, daß Christus Jesus in die Welt gekommen ist, Sünder zu erretten, von welchen ich der 16 erste bin.* Aber darum ist mir Barmherzigkeit zu teil geworden, auf daß an mir, dem ersten, Jesus Christus die ganze Langmut erzeige, zum Vorbilde für die, d welche an ihn glauben werden zum ewigen Leben. 17* Dem Könige aber der Zeitalter, dem unverweslichen, unsichtbaren, alleinigen Gott, sei Ehre und Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter! Amen. Dieses Gebot vertraue ich dir, mein Kind Timotheus, nach den vorangegangenen Weissagungen übe. dich, auf daß du durch dieselben den guten Kampf käm19 pfest,* indem du den Glauben 18 Ich ermahne nun vor allen 9 Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen gethan werden für alle Menschen, * für Könige und alle, die in 2 Hoheit sind, auf daß wir ein ruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.* Denn 3 dieses ist gut und angenehm vor unserm Heiland- Gott,* wel- 4 cher will, daß alle Menschen errettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. * Denn Gott ist einer, und ei- 5 ner der Mittlerf zwischen Gott und Menschen, der Mensch Christus Jesus,* der sich selbst zum 6 Lösegeld gab für alle, wovon das Zeugnis zu seiner Zeits verkündigt werden sollte,* wozu ich be- 7 stellt bin als Heroldh und Apostel,( ich sage die Wahrheit, ich lüge nicht) ein Lehrer der Nationen, in Glauben und Wahrheit. - Ich will nun, daß die Män- 8 ner an jedem Orte beten und heilige Hände aufheben, ohne a Eig. bin dankbar. b O. ist. c O. zuverlässig, treu; so auch Kap. 3, 1; 4, 9 2c.- d O. als Erempel derer.. e O. würdigem Ernst.- f O. da ist ein Gott und ein Mittler.-g B. zu seinen Zeiten.- h O. Prediger. 1. Timotheus 2. 3. Zorn und zweifelnde Ueberle9gung.* Desgleichen auch, daß die Weiber in bescheidenem a Neußernb mit Schamhaftigkeit und Sittsamkeit sich schmücken, nicht mit Haarflechten und Gold oder Perlen oder kostbarer Klei10 dung, sondern was den Weibern geziemt, die sich zur Gottesfurcht bekennen, durch gute 11 Werke.* Das Weib lerne in der Stille in aller Unterwürfig12 feit.* Ich erlaube aber einem Weibe nicht, zu lehren, noch über den Mann zu herrschen, 13 sondern stille zu sein;* denn Adam ward zuerst gebildet, 14 darnach Eva;* und Adam ward nicht betrogen, das Weib aber ward betrogen und fiel in Ue15 bertretung.* Sie wird aber gerettet werden in Kindesnöten, wenn sie bleiben im Glauben und in Liebe und Heiligkeit mit Sittsamkeit. 3. Das Wort ist gewiß: Wenn jemand nach einem Aufseherdienst trachtet, so begehrt er ein 2 schönes Werk.* Der Aufseher nun muß untadelig sein, eines Weibes Mann, nüchtern, mäßig, 3 sittsam, gastfrei, lehrfähig;* nicht dem Wein ergeben, kein Schläger, sondern milde e, nicht streit4 süchtig, nicht geldliebend,* der dem eignen Hause wohl vorsteht, der seine Kinder in Unterwürfigkeit hat mit aller Ehr5 barkeit, d*( wenn aber jemand 365 dem eignen Hause nicht vorzustehen weiß, wie wird er die Versammlung Gottes besorgen?) nicht ein Neuling, auf daß er 6 nicht, aufgebläht, in dasselbe Gericht wie der Teufel falle.* Er 7 muß aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, auf daß er nicht in Schmach und in den Fallstrick des Teufels verfalle. Die Dienere desgleichen, wür- s dig, nicht doppelzüngig, nicht vielem Wein ergeben, nicht schändlichem Gewinn nachgehend,* die 9 das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen bewahren. * Laß diese aber auch zuerst er- 10 probt werden, dann laß sie dienen, wenn sie untadelig sind. * Die Weiber desgleichen, wür- 11 dig, nicht verläumderisch, nüchtern, treu in allem.* Die Die- 12 ner seien eines Weibes Mann, die ihren Kindern und den eignen Häusern wohl vorstehen; * denn die, welche wohl gedient 13 haben, erwerben sich eine schöne Stufe und viel Freimütigkeit im Glauben, der in Christo Jesuist. Dieses schreibe ich dir in der 14 Hoffnung, balde zu dir zu kommen; wenn ich aber zögere, 15 auf daß du wissest, wie man sich verhalten soll im Hause Gottes, welches die Versammlung des lebendigen Gottes ist, der Pfeiler und die Grundfestes der Wahrheit.* Und anerkannt groß 16 d. mit allem a O. fittsamem.- b Eig. Auftreten.- c O. gelinde. würdigen Ernst.--e O. Diakonen; so auch V. 12.-fO. früher.-g O. Stüte. - 366 1. Timotheus 3. 4. 5. ist das Geheimnis der Gottselig- feit aber ist zu allen Dingen keit: Gott ist geoffenbart worden im Fleische, gerechtfertigt im Geiste, gesehen von den Engeln, gepredigt unter den Nationen, geglaubt in der Welt, aufgenommen in Herrlichkeit. 4 Der Geist aber sagt ausdrücklich, daß in den letztena Zeiten etliche von dem Glauben abfallen werden, achtend auf Geister des Irrtums und Lehren 2 der Teufel, b* die in Heuchelei Lügen reden und in betreff des eignen Gewissens wie mit einem 3 Brenneisen gehärtet sind,* verbieten zu heiraten und gebieten sich von Speisen zu enthalten, welche Gott geschaffen hat zur Annehmung mit Danksagung für die, welche glaubene und 4 die Wahrheit erkennen.d* Denn alle Kreatur Gottes ist gut und nichts verwerflich, wenn es mit Danksagung genommen wird, 5* denn es wird geheiligt durch nütze, indem sie die Verheißung des Lebens hat, des jetzigen und des zukünftigen.* Das Wort 9 ist gewiß und aller Annahme wert;* denn für dieses arbeiten 10 wir und werden geschmäht, weil wir auf einen lebendigen Gott hoffen, der ein Erhalter aller Menschen ist, besonders der Gläubigen.* Dieses gebiete und 11 lehre.* Niemand verachte deine 12 Jugend, sondern sei ein Vorbild der Gläubigen im Wort, im Wandel, in Liebe, im Glauben, in Keuschheit.e* Bis ich 13 komme, halte an mit dem Vorlesen, s mit dem Ermahnen, mit dem Lehren.* Vernachlässige 14 nicht die Gnadengabe in dir, die dir gegeben ist durch Weissagung mit Hände- Auflegen der Aeltestenschaft.* Bedenkeh dies 15 sorgfältig; lebe darin, auf daß deine Fortschritte allen offenbar seien.* Habe acht auf dich selbst 16 und auf die Lehre, beharre darin; denn wenn du dieses thust, so wirst du sowohl dich selbst erretten, als auch die, welche dich hören. Gottes Wort und durch Gebet. 6* Wenn du dieses den Brüdern vorstellst, so wirst du ein guter Diener Christi Jesu sein, auferzogen durch die Worte des Glaubens und der guten Lehre, welcher du genau gefolgt bist. 7* Die ungöttlichen und altweibischen Fabeln aber weise ab, übe dich aber zur Gottseligkeit; 8* denn die leibliche Uebung ist zu wenigem nütze, die GottseligEinen Aeltern fahre nicht hart 5 an, sondern ermahne ihn als einen Vater, jüngere als Brüder;* ältere Frauen als Müt- 2 ter, jüngere als Schwestern, in aller Keuschheit.e* Ehre die Wit- 3 wen, die wirklich Witwen sind. a B. letzteren. b O. Dämonen.- c B. für die Gläubigen.- d O. anerkennen.-e O. Reinheit.- f O. widme dich dem.- g O. Lesen. h O. übe, betreibe. 1. Timotheus 5. 4* Wenn aber eine Witwe Kinder oder Enkel hat, so laß diese zuerst lernen, gegen das eigne Haus fromm zu sein und den Eltern Gleiches zu vergelten; denn dieses ist angenehm vor 5 Gott.* Die aber wirklich Witwe und vereinsamt ist, hofft auf Gott und verharrt in dem Flehen und den Gebeten Nacht und 6 Tag.* Die aber in leppigkeit a 7 lebt, ist lebendig tot.* Und dies gebiete, auf daß sie unsträflich sseien.* Wenn aber jemand für die Seinigen, und besonders für die Hausgenossen, nicht sorgt, der hat den Glauben verleugnet und ist schlechter als ein Un9 gläubiger.* Eine Witwe werde angenommen, wenn sie nicht weniger als sechzig Jahre alt ist, eines Mannes Weib ge10 wesen,* ein Zeugnis hat in guten Werken, wenn sie Kinder auferzogen, wenn sie Fremde beherbergt, wenn sie der Heiligen Füße gewaschen, wenn sie Bedrängten Hülfe geleistet hat, wenn sie jedem guten Werke 11 nachgegangen ist.* Jüngere Witwen aber weise ab; denn wenn sie üppig geworden sind wider Christum, so wollen sie 12 heiraten und fallen dem Urteile anheim, weil sie den ersten Glauben verworfen haben. 13* Zugleich aber lernen sie auch müßig sein, umherlaufend in den Häusern; nicht allein aber - 367 müßig, sondern auch geschwätzig und vorwitzig und reden, was sich nicht geziemt.d* Ich will 14 nun, daß jüngere Witwen heiraten, Kinder gebären, Haushaltung führen, dem Widersacher keinen Anlaß geben um der Lästerung willen;* denn 15 schon sind etliche abgewandt, dem Satan nach.* 2enn ein 16 Gläubiger oder eine Gläubige Witwen hat, so helfe er ihnen aus, und die Versammlung werde nicht beschwert, auf daß sie denen Hülfe leiste, die wirklich Witwen sind. Die Aeltesten, die wohl vor- 17 stehen, laß doppelter Ehre würdig geachtet werden, sonderlich, die da arbeiten im Wort und in der Lehre.* Denn die Schrift 18 sagt: ,, Du sollst dem Ochsen, der da drischt, nicht das Maul verbinden," e und:„ Der Arbeiter ist seines Lohnes wert." f * Wider einen Aelteſten nimm 19 keine Klage an, außer bei zwei oder drei Zeugen.* Die da 20 sündigen, überführe vor allen, auf daß auch die übrigen Furcht haben.* Jch bezeuge ernstlich 21 vor Gott und Christo Jesu und den auserwählten Engeln, daß du diese Dinge beobachtest ohne Vorurteil und nichts thuest nach Gunst. Die Hände lege niemandem 22 schnell auf und habe nicht teil an fremden Sünden. Bewaha O. Genußsucht. b O. in die Liste eingetragen, od.: ausgewählt.- c O. Gericht.- d Eig. was man nicht soll.- e 5. Mos. 25, 4.- f gut. 10, 7. 368 23 re dich selbst keusch. a* Trinke nicht länger nur Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein, um deines Magens und dei nes häufigen Unwohlseins wil2+ len.* Von etlichen Menschen 1. Timotheus 5. 6. sind die Sünden offenbar und gehen voraus zum Gericht; etlichen aber folgen sie auch 25 nach.* Desgleichen sind auch die guten Werke offenbar, und die, welche anders sind, können nicht verborgen bleiben. 6 Alle, die Knechteb unter dem Joche sind, sollen ihre eignen Herren aller Ehre würdig achten, auf daß nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert 2 werde.* Lasset aber die, welche gläubige Herren haben, dieselben nicht verachten, weil sie Brüder sind, sondern ihnen vielmehr dienen, weil sie Trenee und Geliebte sind, welche die Wohlthat empfangen. d Dieses slehre und ermahne.* Wenn jemand anders lehrt und nicht beitritt den gesunden Worten, die unsers Herrn Jesu Christi sind, und der Lehre, die nach 4 der Gottseligkeit ist,* der ist aufgeblasen und weiß nichts, sondern ist krank an Streitfragen und Wortgezänken, aus welchen entsteht: Neid, Hader, Lästerungen, böse Verdächtigun5 gen,* beständige Zänkereien von Menschen, die an der Gesinnung verderbt und von der 1 a O. rein. b B. Sklaven. c O. Gläubige. davon haben.- e O. so lasset uns... genügen. Wahrheit entblößt sind, welche meinen, die Gottſeligkeit sei ein Mittel zum Gewinn.* Die Gott- 6 seligkeit aber mit Genügsamkeit ist ein großer Gewinn;* denn 7 wir haben nichts in die Welt hereingebracht,[ so ist's offenbar,] daß wir auch nichts hinausbringen können.* Wenn wir s aber Nahrung und Bedeckung haben, so wollen wir uns daran genügen lassen.e* Die aber 9 reich werden wollen, fallen in Versuchung und Fallstrick und in viele unvernünftige und schädliche Lüste, welche die Menschen versenken in Verderben und Üntergang.* Denn die Geldliebe 10 ist eine Wurzel alles Bösen, welcher nachtrachtend, etliche von dem Glauben abgeirrt sind und sich selbst mit vielen Schmerzen durchbohrt haben.* Du aber, 11 o Mensch Gottes, fliehe dieſe Dinge; strebe aber nach Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben, Liebe, Ausharren, Sanftmut des Geistes.* Kämpfe den 12 guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu welchem du berufen worden bist und bekannt haft das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen. * Ich gebiete dir vor Gott, der 13 alles am Leben erhält, und Christo Jesu, der vor Pontius Pilatus bezeugt hat das gute Bekenntnis,* daß du das Ge- 14 bot unbefleckt, unsträflich bed d. h. den Nuten - 1. Timotheus 6. wahrst bis zur Erscheinung un15 sers Herrn Jesu Christi,* welche zu seiner Zeita zeigen wird der selige und alleinige Ma haber, der König der Könige 16 und Herr der Herren,* der allein Unsterblichkeit hat, der ein unzugängliches Licht bewohnt, den keiner der Menschen gesehen hat, noch sehen kann, welchem Ehre sei und ewige Macht! Amen. 17 Den Reichen in dem gegenwärtigen Zeitlauf gebiete, nicht hochmütig zu sein, noch auf die Ungewißheit des Reichtums Hoffnung zu setzen, sondern 2. Timotheus 1. 369 auf den Gott, der uns alles reichlich darreicht zum Genuß; * wohlzuthun, reich zu sein in 18 guten Werken, freigebig, mitteilend,* sich selbst eine gute 19 Grundlage sammelnd auf die Zukunft, auf daß sie das wirkliche Leben ergreifen. 1 Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, nach der Verheißung des Lebens, das in 2 Christo Jesu ist,* Timotheus, meinem geliebten Kinde: Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und Christo Jesu, unserm Herrn! 3 Ich danked Gott, dem ich diene von meinen Voreltern her mit reinem Gewissen, wie e unablässig ich deiner gedenke in meinen Gebeten f Nacht und Tag, 4* voll Sehnsucht, dich zu sehen, indem ich eingedenk bin deiner O Timotheus, bewahre das 20 anvertraute Gut und vermeide die ungöttlichen, eitlen Reden und Widersprüche der fälschlich sogenannten Kenntnis, b* zu 21 welcher etliche sich bekennend, von dem Glauben abgeirrt sind.c Die Gnade sei mit dir! Zweite Epistel an Timotheus. Thränen, auf daß ich mit Freude erfüllt sein möge,* indem ich 5 mich erinnere des ungeheuchelten Glaubens in dir, der zuerst wohnte in deiner Großmutter Lois und deiner Mutter Eunike, ich bin aber überzeugt, daß auch in dir.* Um welcher 6 Ursache willen ich dich erinnere, daß du anfachest die Gabe Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hände.* Denn 7 Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern der Kraft und der Liebe und der a B. seinen Zeiten.-b O. des fälschl. sogen. Wissens.- CO. hinsichtlich des Gl. das Ziel verfehlt haben.- d Eig. bin dankbar.- e O. wie ich, od.: daß ich.- f Eig. Bitten. 24 370 2. Timotheus 1. 2. 8 Besonnenheit. a* So schäme von mir abgewandt haben, undich nun nicht des Zeugnisses ter welchen ist Phygelus und unsers Herrn, noch meiner, sei- Hermogenes.* Der Herr gebe 16 nes Gefangenen, sondern leide dem Hause des Onesiphorus Trübsal mit dem Evangelium, Barmherzigkeit, denn er hat 9 nach der Kraft Gottes,* der mich oft erquickt und sich meiuns errettet hat und berufen ner Kette nicht geschämt;* son- 17 mit heiligem Rufe, nicht nach dern als er in Rom war, suchunsern Werken, sondern nach te er mich fleißig auf und fand seinem eignen Vorsatz und nach mich.* Der Herr gebe ihm, daß 18 der Gnade, die uns in Christo er von seiten des Herrn ErJesu gegeben worden vor den barmen finde an jenem Tage! 10 Zeiten der Zeitalter;* jetzt aber Und wie viel er in Ephesus geoffenbart ist durch die Erschei- diente, weißt du am besten. nung unsers Erretters Jesu Du nun, mein Kind, sei stark Q Christi, welcher den Tod zu in der Gnade, die in Christo nichte gemacht, aber Leben und Jesu ist,* und was du von 2 Unverweslichkeit ans Licht ge- mir in Gegenwart vieler Zeubracht hat durch das Evange- gen gehört hast, das vertraue 11 lium,* wozu ich bestellt bin als treuen Männern an, die tüchtig sein werden, auch andere zu lehren.* Leide Trübsalf als 3 ein guter Kriegsmann Jesu Christi.* Niemand, der Kriegs- 4 dienste thut, verwickelt sich in die Beschäftigungen des Lebens, auf daß er dem gefalle, der ihn angeworben hat.* Wenn aber 5 auch jemand kämpft, g so wird er nicht gekrönt, wenn er nicht gesetzmäßig kämpft.* Der Acker- 6 bauer muß, um die Früchte zu genießen, zuerst arbeiten.h Heroldb und Apostel und Leh12rer der Nationen..* Um wel cher Ursache willen ich dies auch leide; aber ich schäme mich nicht, denn ich weiß, wem ich geglaubt habe, und bin überzeugt, daß er mächtig ist, das ihm von mir anvertraute Gut auf je13 nen Tag zu bewahren.* Halte feste das Bildd gesunder Worte, die du von mir gehört hast, in Glauben und Liebe, die in 14 Christo Jesu sind.e* Bewahre das schöne anvertraute Gut durch den Heiligen Geist, der in 15 uns wohnt.* Du weißt dieses, daß sich alle, die in Asien sind, Bedenke, was ich sage; denn 7 der Herr wird dir Verstand geben in allen Dingen.* Hal- 8 te im Gedächtnis Jesum Chrisa And. üb.: Zurechtweisung, Zucht.-b O. Prediger.- c O. Habe. d O. Umriß, Form, Vorbild; vergl. 1. Tim. 1, 16.- e D. iſt.-f Eig. leide Trübsal mit, d. h. nimm deinen Anteil an den Trübs.- g Eig. im Kampfspiel tämpft.- h O. Der arbeitende Ackerbauer soll zuerst die Früchte genießen. 2. Timotheus 2. 371 Philetus,* die von der Wahr- 18 heit abgeirrt sind, b indem sie sagen, daß die Auferstehung schon geschehen sei, und den Glauben etlicher verkehren.* Doch 19 der feste Grund Gottes steht und hat dieses Siegel: Der Herr kennt, die sein sind; und: Jeder, der den Namen des Herrn nennt, stehe ab von der Ungerechtigkeit!* In einem großen 20 Hause aber sind nicht allein goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene; und die einen zur Ehre, die andern aber zur Unehre. * Wenn sich nun jemand von 21 diesen reinigt, der wird ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, nützlichd dem Hausherrn, zu allem guten Werke bereitet.* Die 22 jugendlichen Lüste aber fliehe; strebe aber nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden mit denen, die den Herrn anrufen aus reinem Herzen.* Aber die 23 thörichten und ungereimten Streitfragen weise ab, da du weißt, daß sie Streitigkeiten erzeugen.* Ein Knecht des Herrn 24 aber soll nicht streiten, sondern gegen alle milde sein, lehrfähig, duldsam,* der in Sanftmut zu- 25 rechtweist die Widersacher, ob ihnen Gott nicht etwa Buße gebe zur Erkenntnis der Wahrheit,* und sie wieder nüchtern 26 werden aus dem Fallstrick des tum, auferweckt aus den Toten, von dem Samen Davids, 9 nach meinem Evangelium,* in welchem ich Trübsal leide bis zu Banden, wie ein Ulebelthäter; aber das Wort Gottes ist 10 nicht gebunden.* Deswegen erdulde ich alles um der Auserwählten willen, auf daß auch sie die Seligkeit erlangen, die in Christo Jesu ist, mit ewiger 11 Herrlichkeit.* Das Wort ist gewiß; denn wenn wir mitgestorben sind, so werden wir 12 auch mitleben;* wenn wir ausharren, so werden wir auch mitherrschen; wenn wir verleugnen, so wird auch er uns 13 verleugnen;* wenn wir untreu find er bleibt treu, denn er kann sich selbst nicht verleugnen. 14 Dies bringe in Erinnerung und bezeuge ernstlich vor dem Herrn, nicht Wortstreit zu führen, was zu nichts nütze, nur zum Verderben der Zuhörer ist. 15* Sei beflissen, dich selbst Gott bewährt darzustellen, als einen Arbeiter, der sich nicht zu schämen hat, der das Wort der 16 Wahrheit recht teilt.* Die ungöttlichen, eitlen Geschwätze aber vermeide; denn siea werden zu weiterer Gottlosigkeit fortschrei17 ten,* und ihr Wort wird um sich fressen wie ein Krebs; unter welchen Hymenäus ist und - 1 a d. h. Menschen, die solche Geschwätze führen. b Vergl. Anm. zu 1. Tim. 6, 21.- c Eig. sich von diesen weg reinigt, d. h. sich reinigt, indem er sich absondert. d D. brauchbar. 24* 2. Timotheus 2. 3. 4. Vorsatz, meinen Glauben, meine Geduld, meine Liebe, mein Ausharren,* meine Verfolgun- 11 gen, meine Leiden: welcherlei zeiden mir widerfahren sind Menschen werden eigenliebig in Antiochien, in Ikonium, in ſein, geldliebend, prahlerisch, Lystra; welcherlei Verfolgunhochmütig, Lästerer, den Eltern gen ich ertrug, und aus allen ungehorsam, undankbar, heil- hat der Herr mich gerettet. 3 los, c* ohne natürliche Liebe, un-* Alle aber auch, die gottselig 12 versöhnlich, d Verläumder, un- leben wollen in Christo Jesu, enthaltsam, grausam, das Gute werden verfolgt werden.* Böse 13 4 nicht liebend,* Verräter, ver- Menschen aber und Gaufler wegen, aufgeblasen, mehr das werden im Bösenf fortschreiten, Vergnügen liebend als Gott, indem sie verführen und ver5* die eine Form der Gottselig- führt werden.* Du aber bleibe 14 keit haben, ihre Kraft aber ver- in dem, was du gelernt hast leugnen; und von diesen wende und wovon du überzeugt bist, da 6 dich weg.* Denn von diesen du weißt, von wem du gelernt find, die sich in die Häuser hast,* und weil du von Kind 15 schleichen und die Weiblein ge- auf die heiligen Schriften kennst, fangen nehmen, die, mit Sün- die vermögend sind, dich weise den beladen, von mancherlei zu machen zur Seligkeit durch 7 Lüften getrieben werden, den Glauben, der in Christo Jesu ist.* Alle Schrift ist von 16 Gott eingegeben und nütze zur Lehre, zur Ueberführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit,* daß 17 der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werke völlig geschickt. die immerdar lernen und niemals zur Erkenntnis der Wahrheit stommen können.* Gleicherweise aber wie Jannes und Jambres Mose widerstanden, also widerstehen auch diese der Wahrheit, Menschen, verderbt in der Gesinnung, unbewährt hinsicht9 lich des Glaubens.* Sie werden aber nicht weiter fortschreiten, denn ihr Unverstand wird allen offenbar werden, wie auch 10 der von jenen es wurde.* Du Ich bezeuge ernstlich vor Gott 4 und Christo Jesu, der da richten wird Lebendige und Tote, und bei seiner Erscheinung und seinem Reiche:* Predige das 2 aber hast genau erkannte meine Wort, halte darauf in gelegeLehre, mein Betragen, meinen ner und ungelegener Zeit; über372 Teufels, die von ihm gefangen sind für seinen a Willen. 3 Dieses aber wisse, daß in den letzten Tagen schwereb Zei2 ten da sein werden;* denn die a B. für jenes.-b O. gefahrvolle. c O. unheilig.- d O. wortbrüchig.- e. bist genau gefolgt.- f B. zu Schlimmerem. 1 2. Timotheus 4. führe, strafe, ermahne mit aller 3 Langmut und Lehre.* Denn es wird eine Zeit sein, da sie die gesunde Lehre nicht ertragen werden, sondern nach ihren eignen Lüsten werden sie sich selbst Lehrer aufhäufen, indem es ihnen in den Ohren 4 kitzelt;* und sie werden die Ohren von der Wahrheit abkehren und zu den Fabeln sich 5 hinwenden.a* Du aber sei nüchtern in allem, leide Trübsal, thue das Werk eines Evangelisten, vollführe deinen Dienst. 6* Denn ich werde schon als Trankopfer gesprengt, und die Zeit meines Abscheidens ist vor7 handen.* Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den 8 Glauben bewahrt;* fortan ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, die der Herr, der gerechte Richter, mir zur Vergeltung geben wird an jenem Tage; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb haben. 9 Befleißige dich, bald zu mir zu 10 kommen;* denn Demas hat mich verlassen, da er den jetzigen Zeitlauf liebgewonnen, und ist nach Thessalonich gegangen, Krescenz nach Galatien, Titus 11 nach Dalmatien.* Lukas ist allein bei mir. Nimm Markus und bringe ihn mit dir, denn er ist mir nützlich zum Dienst. 12* Tychikus aber habe ich nach a O. hingewandt werden. 373 Ephesus geschickt.* Den Mantel, 13 den ich in Troas bei Karpus zurückließ, bringe mit, wenn du kommst, und die Bücher, besonders die Pergamente.* Alex= 14 ander, der Kupferschmied, hat mir viel Böses erzeigt; der Herr wird ihm vergelten nach seinen Werken.* Vor ihm hüte 15 auch du dich, denn er hat unsern Worten sehr widerstanden. * Bei meiner ersten Verantwor- 16 tung stand mir niemand bei, sondern alle verließen mich; es werde ihnen nicht zugerechnet. * Der Herr aber stand mir bei 17 und stärkte mich, auf daß durch mich die Predigt vollbracht werde und alle die aus den Nationen hören möchten; und ich bin gerettet worden aus dem Rachen des Löwen.* Der Herr 18 wird mich retten von allem bösen Werke und bewahren für sein himmlisches Reich, welchem sei die Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter! Amen. Grüße Priska und Aquila 19 und das Haus des Onesiphorus.* Erastus blieb zu Ko- 20 rinth, Trophimus aber habe ich in Milet krank zurückgelassen. * Befleißige dich, vor dem Win- 21 ter zu kommen. Es grüßt dich Eubulus und Pudens und Linus und Klaudia und die Brüder alle.* Der Herr Jesus 22 Christus sei mit deinem Geiste! Die Gnade sei mit euch! 374 4Titus 1. 1 Paulus, Knechta Gottes, aber Apostel Jesu Christi, nach dem Glauben der Auserwählten Gottes und nach der Erkenntnis der Wahrheit, die nach der Gottselig2 keit ist,* in der Hoffnung des ewigen Lebens, welches Gott, der nicht lügen kann, verheißen hat 3 vor den Zeiten der Zeitalter,* zu seiner Zeit aber sein Wort geoffenbart hat durch die Predigt, die mir anvertraut ist nach dem Befehl unsers Heiland- Gottes * Titus, meinem echten Kinde nach unserm gemeinschaftlichen Glauben: Gnade und Friede von Gott, dem Vater, und Christo Jesu, unserm Heilande! Epistel an Titus. 5 Deswegen ließ ich dich in Kreta, auf daß du, was noch mangelte, in Ordnung bringen und in jeder Stadt Aelteste anstellen möchtest, wie ich dir ge6 boten hatte:* Wenn jemand untadelig ist, eines Weibes Mann, der gläubige Kinder hat, die nicht eines ausschweifenden Lebens beschuldigt oder zügel7los sind.* Denn der Aufseher muß untadelig sein als Gottes Verwalter, nicht eigenwillig, nicht zornmütig, nicht dem Wein ergeben, nicht ein Schläger, nicht schändlichen Gewinn suchend,* sondern gastfrei, das 8 Gute liebend, besonnen, gerecht, fromm, b enthaltsam,* anhan- 9 gend dem treuen Worte nach der Lehre, auf daß er fähig sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen, e als auch die Widersacher zu widerlegen.* Denn 10 es giebt viele zügellose Schwätzer und Betrüger, besonders die aus der Beschneidung,* denen 11 man den Mund stopfen muß, die ganze Häuser verkehren, indem sie um schändlichen Gewinnes willen lehren, was sich nicht geziemt.d* Es hat einer 12 aus ihnen, ihr eigner Prophet, gesagt: ,, Kreter sind immer Lügner, böse, wilde Tiere, faule Bäuche."* Dieses Zeugnis ist 13 wahr; um dieser Ursache willen weise sie streng zurecht, auf daß sie gesund seien im Glauben * und nicht achten auf jüdische 14 Fabeln und Gebote von Menschen, die sich von der Wahrheit abwenden.* Den Reinen ist al- 15 les rein; den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern befleckt ist beides, ihre Gesinnung und ihr Gewissen. * Sie geben vor, Gott zu ken- 16 nen, aber in den Werken verleugnen sie ihn und sind greua B. Sklave.- b D. heilig.- c O. ermuntern. nicht soll. 1 d Eig. was man Titus 1. 2. 3. 375 lich und ungehorsam und zu* Denn die Gnade Gottes ist11 allem guten Werke unbewährt. 2 Du aber rede, was der ge2 sunden Lehre geziemt:* daß die alten Männer nüchtern seien, würdig, besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, im Aus3 harren;* die alten Frauen desgleichen in ihrem Betragen, wie es dem heiligen Stande a geziemt, nicht verläumderisch, nicht Sklavinnen von vielem Wein, 4 Lehrerinnen des Guten;* auf daß sie die jungen Frauen unterweisen, ihre Männer zu lieben, 5 ihre Kinder zu lieben,* besonnen, keusch, mit häuslichen Arbeiten beschäftigt, gütig, den eignen Männern unterwürfig zu sein, auf daß das Wort Gottes nicht 6 verlästert werde.* Die Jünglinge desgleichen ermahne, be7 sonnen zu sein,* indem du in allem dich selbst als ein Vorbild guter Werke darstellst; in der Lehre Unverderbtheit, würdigen 8 Ernst,* gesunde, nicht zu verurteilende Rede, auf daß der von der Gegenpartei sich schäme, indem er nichts Böses über uns 9 zu sagen hat.* Die Knechteb ermahne, ihren eignen Herren unterwürfig zu sein, in allem sich wohlgefällig zu machen, e nicht 10 zu widersprechen, nichts zu unterschlagen, sondern alle gute Treue zu erweisen, auf daß sie die Lehre, die unsers HeilandGottes ist, zieren in allem. erschienen, heilbringend für alle Menschen, d* und unterweist 12 uns, daß wir, die Gottlosigkeit und die weltlichen Lüste verleugnend, besonnen und gerecht und gottselig leben sollen in dem jetzigen Zeitlauf,* erwartend die 13 glückselige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit unsers großen Gottes und Heilandes Jesu Christi,* der sich 14 selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns loskaufte von aller Gesetzlosigkeit und reinigte sich selbst ein Eigentums- Volk, eifrig in guten Werken.* Dieses rede 15 und ermahne und überführe sie mit aller Machtvollkommenheit. Laß dich niemand verachten. Erinnere sie, den Obrigkeiten, 3 den Gewalten unterworfen zu sein, zu gehorchen, zu allem guten Werke bereit zu sein;* nie- 2 manden zu lästern, nicht streitsüchtig zu sein, gelinde, alle Sanftmut erweisend gegen alle Menschen.* Denn einst waren 3 auch wir unverständig, ungehorsam, irregehend, dienten mancherlei Lüsten und Vergnügungen, führten unser Leben in Bosheit und Neid, verhaßt und einander hassend.* Als aber 4 die Güte und die Menschenliebe unsers Heiland- Gottes erschien, * errettete er uns, nicht ause 5 Werken, die, in Gerechtigkeit vollbracht, wir gethan hatten, a O. dem Heiligtumn. b B. Sklaven.-c B. wohlgef. zu sein.- d O. Die heilbringende Gnade G. ist ersch. a. M.- e O. auf dem Grundsatz d. Titus 3. sondern nach seiner Barmherzigkeit durch die Waschung der Wiedergeburt und Erneuerung 6 des Heiligen Geistes,* welchen er reichlich über uns ausgegossen hat durch Jesum Chris7 tum, unsern Heiland,* auf daß wir, gerechtfertigt durch seine Gnade, Erben würden nach der Hoffnung des ewigen Lebens. a 8* Das Wort ist gewiß; b und ich will, daß du diese Dinge fest behauptest, auf daß die, welche Gott geglaubt haben, Sorge tragen, gute Werke zu betreiben. Dies ist gut und nütz9 lich den Menschen.* Thörichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister und Zänkereien 376 Philemon. einer ein- und zweimaligen Zurechtweisung,* da du weißt, daß 11 ein solcher verkehrt ist und sündigt und von sich selbst verurteilt ist. Wenn ich den Artemas oder 12 Tychikus zu dir senden werde, so befleißige dich, zu mir nach Nikopolis zu kommen, denn ich habe beschlossen, daſelbst zu überwintern.* Zenas, dem Gesetz- 13 gelehrten, und Apollos gieb mit Sorgfalt das Geleit, auf daß ihnen nichts mangle.* Laß aber 14 auch die Unsrigen lernen, für die notwendigen Bedürfnisse gute Werke zu betreiben, auf daß sie nicht unfruchtbar ſeien. Es grüßen dich alle, die bei 15 und Streitigkeiten über das Ge- mir sind. Grüße, die uns liesetz vermeide, denn sie sind un- ben im Glauben. Die Gnade 10 nütz und eitel.* Einen sektire- sei mit euch allen! rischen Menschen weise ab nach Epistel an Philemon. Herrn Jesu Christo! Paulus, ein Gefangener Gott, unserm Vater, und dem Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, dem Philemon, dem Ich danke meinem Gott, in- 4 Geliebten und unserm Mitarbei- dem ich allezeit deiner erwähne 2ter,* und Appia, der Schwes- in meinen Gebeten,* da ich höre 5 ter, und Archippus, unserm von deiner Liebe und von dem Mitkämpfer, und der Versamm- Glauben, den du an den Herrn lung, die in deinem Hause ist: Jesum und zu allen Heiligen 3* Gnade euch und Friede von hast,* daße die Gemeinschaft 6 a O. der Hoffnung des ewigen Lebens nach Erben würden. verlässig, treu.- c Eig. derart daß. 1 b.zu Philemon. 377 deines Glaubens wirksam werde mehr als einen Sklaven, sonin der Anerkennung alles Gu- dern mehr denn einen Sklaven, ten, das in uns ist gegen Chris- als einen geliebten Bruder; be7 tum[ Jesum].* Denn wir haben sonders für mich, wie vielmehr große Freude und großen Trost aber für dich, sowohl im Fleidurcha deine Liebe, daß die Her- sche als im Herrn.* Wenn du 17 zenb der Heiligen durch dich, mich nun für deinen Genossen Bruder, erquickt worden sind. hältst, so nimm ihn auf wie mich.* Wenn er dir aber etwas 18 Unrechtes gethan hat, oder etwas schuldig ist, so rechne dies mir an.* Ich, Paulus, habe 19 es mit meiner Hand geschrieben, ich will bezahlen; daß ich dir nicht sage, daß du auch dich selbst mir schuldig bist.* Ja, 26. Bruder, ich möchte gern Nutzen an dir haben im Herrn; erquicke mein Herz in Christo. * Da ich deinem Gehorsam ver- 21 traue, so habe ich dir geschrieben, wissend, daß du auch mehr thun wirst, als ich sage.* Zugleich 22 aber bereite mir auch eine Herberge, denn ich hoffe, daß ich durch eure Gebete euch werde geschenkt werden. Es grüßt dich Epaphras, 23 mein Mitgefangener in Christo Jesu,* Markus, Aristarchus, 24 Demas, Lukas, meine Mitarbeiter. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euerm 8 Deshalb, obgleich ich große Freimütigkeit in Christo habe, dir zu gebieten, was sich ge9 ziemt,* so bitte ich doch vielmehr um der Liebe willen, da ich nun ein solcher bin, wie Paulus, der Alte, jetzt aber auch ein Ge10 fangener Jesu Christi.* Ich bittee dich für mein Kind, das ich gezeugt habe in den Ban11 den, Onefimus,* der dir einst unnütz war, jetzt aber dir und 12 mir nützlich ist, den ich zu dir zurückgesandt habe- ihn, das ist 13 mein Herz b;* welchen ich bei mir behalten wollte, auf daß er an deiner Statt mir diente in den Banden des Evange14 liums.* Aber ohne deinen Willen wollte ich nichts thun, auf daß deine Wohlthatd nicht wie gezwungen, sondern freiwillig 15 sei.* Denn vielleicht ist er deswegen für eine Zeit von dir getrennt gewesen, auf daß du ihn 16 für immer besitzen mögest,* nicht Geiste! a O. über, wegen. b B. Eingeweide.- c O. ermahne.- d B. dein Gutes. 378 Hebräer 1. Epistel an die Hebräer. " 1 1 Nachdem Gott vielfältig und bezug auf die Engel zwar spricht auf mancherlei Weise ehemalsa er: Der seine Engel zu Geiszu den Vätern geredet hat in tern macht und seine Diener den Propheten, hat er am Ende zu flammendem Feuer."* Jn 8 dieser Tage zu uns geredet in bezug auf den Sohn aber: ,, Dein 2 dem Sohne, b* den er gesetzt Thron, o Gott, ist in das Zeithat zum Erben aller Dinge, alter des Zeitalters, und ein durch den er auch die Welten Scepter der Aufrichtigkeit ist 3 gemacht hat;* welcher, der Ab- das Scepter deines Reiches; glanz seiner Herrlichkeit und der* du hast Gerechtigkeit geliebt 9 Abdruck seines Wesens seiend und Gesetzlosigkeit gehaßt; daund alle Dinge durch das Wort rum hat dich Gott, dein Gott, seiner Macht tragend, nachdem gesalbt mit Del des Frohlockens er[ durch sich selbst] die Reini- über deine Genossen." g* Und: 10 gung der Sünden gemacht, sich, Du, Herr, haft im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind Werke deiner Hände;* sie werden untergehen, du 11 aber bleibst; und sie alle werden veralten wie ein Kleid,* und 12 wie ein Gewand wirst du sie zusammenwickeln, und sie werden verwandelt werden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre werden nicht vergehen." h * Zu welchem der Engel aber 13 hat er je gesagt: ,, Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Füße?" i* Sind sie nicht 14 alle dienstbare Geister, ausgegesetzt hat zur Rechten der Ma4jestät in der Höhe;* und um so viel besser geworden, als die Engel, als er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen 5 ererbt hat.* Denn zu welchem der Engel hat er je gesagt: Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt?" Und wiederum: Ich will ihm zum Vater, und er soll mir zum 6 Sohne sein?" d* Und wieder um, wenn er den Erstgebornen in den Erdkreis einführt, spricht er: Und alle Engel Gottes 7 sollen ihn anbeten." e* Und in a O. vor Alters.- b d. h. in der Person des Sohnes, nicht nur durch den Sohn; es ist bezeichnend, daß der Artikel hier fehlt.- c Pf. 2, 7. - d 2. Samt. 7, 14.- e P₁. 97, 7. f Pf. 104, 4... g Pf. 45, 6. 7.- - h Pf. 102, 25-27.- i Ps. 110, 1. - fandt zum Dienst um derer willen, welche die Seligkeit ererben sollen? Hebräer 1. 2. 2 Deswegen sollen wir um so mehr auf das achten, was wir gehört haben, damit wir nicht 2 etwa abgleiten.a* Denn wenn das durch Engel geredete Wort fest war und jede Uebertretung und jeder Ungehorsam gerechte 3 Vergeltung empfing,* wie werden wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung vernachlässigen? b welche, nachdem sie den Anfang der Verkündigung durch den Herrn empfangen, uns bestätigt worden ist von denen, die es gehört 4 haben,* indem Gott außerdem mitzeugte, sowohl durch Zeichen als durch Wunder und mancherlei Wunderwerke und Austeilungen des Heiligen Geistes, nach seinem Willen. 5 Denn nicht Engeln hat er unterworfen den zukünftigen Erdkreis, von dem wir reden; 6* es hat aber irgendwo jemand bezeugt und gesagt: ,, Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkest, oder des Menschen Sohn, 7 daß du auf ihn siehest?* Du haft ihn ein wenig unter die Engel erniedrigt; e mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt[ und ihn gesetzt über 379 die Werke deiner Hände;]* du s haft alles seinen Füßend unterworfen." Denn indem er ihm alles unterworfen, hat er nichts gelassen, das ihm nicht unterworfen wäre; jetzt aber ſehen wir ihm noch nicht alles unterworfen.* Wir sehen aber Je- 9 sum, der ein wenig unter die Engel wegen des Leidens des Todes erniedrigt war, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt, so daß er durch Gottes Gnade für alles s den Tod schmeckte.* Denn es 10 geziemte ihm, um deswillen alle Dinge und durch den alle Dinge sind, indem er viele Söhne zur Herrlichkeit brachte, den Anführer ihrer Errettung durch Leiden vollkommen zu machen.h * Denn sowohl der, welcher hei- 11 ligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem; um welcher Ursache willen er sich nicht schämt, sie Brüder zu nennen,* indem er 12 spricht: Ich will deinen Namen kund thun meinen Brüdern; inmitten der Versammlung will ich dir lobsingen." i * Und wiederum: Ich will 13 mein Vertrauen auf ihn ſetzen." k Und wiederum: ,, Siehe, ich und die Kinder, die Gott mir gegeben hat." 1* Weil nun 14 die Kinder Blutes und Flei- a D. es durchrinnen lasſen.--b O. gering achten.. e Eig. geringer gemacht als. d B. unter seine Füße.- e Pf. 8, 4-6. f. den, der ein wenig geringer gemacht war, als die Engel, Jesum, wegen des Leid. des Tod. vollkommen machen" hat im Hebräerbrief meist den mit. - g 0. jeden.- h Sinn von: völlig tüchtig i Pf. 22, 22.- k Pf. 16, 1 u. a. St.- 1 Jef. 8, 18. machen für einen Dienst, oder eine Stellung. 380 sches teilhaftig sind, so hat auch er gleicherweise an denselben teilgenommen, auf daß er durch den Tod zu nichte machte den, der die Macht des Todes hat, 15 das ist den Teufel,* und alle diese befreite, die durch Furcht des Todes während des ganzen Lebens der Knechtschaft a 16 unterworfen waren.* Denn er nimmt fürwahr sich nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich 17 an.* Daher mußte er in allem den Brüdern gleich werden, auf daß er in den Sachen mit Gott ein barmherziger und treuer Hoherpriester werden möchte, um die Sünden des Volkes 18 zu fühnen;* denn in dem er ſelbst gelitten hat, als er versucht ward, vermag er denen zu helfen, die versucht werden. 3 Hebräer 2. 3. alles bereitet hat, ist Gott.* Und 5 Moses zwar war treu in seinem ganzen Hause als Diener, zum Zeugnis dessen, was hernach geredet werden sollte; d* Christus 6 aber als Sohn über sein Haus, dessen Haus wir sind, wenn wir anders die Freimütigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende standhaft feſthalten. Deshalb, wie der Heilige Geist 7 spricht: ,, Heute, wenn ihr seine Stimme höret,* verhärtet eure 8 Herzen nicht, wie in der Erbitterung, an dem Tage der Versuchung in der Wüste,* wo 9 mich eure Väter versuchten, mich prüften, und sahen doch meine Werke vierzig Jahre.* Des- 10 halb zürnte ich diesem Geschlecht und sprach: Allezeit gehen sie irre mit dem Herzen, aber sie haben meine Wege nicht erkannt;* so schwur ich in mei- 11 nem Zorn: Wenn sie in meine Ruhe eingehen werden!" e* Se= 12 het zu, f Brüder, damit nicht etwa in jemandem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei, in dem Abfallen vom lebendigen Gott, sondern ermun- 13 tert euch selbsts jeden Tag, so lange es heute heißt, auf daß nicht jemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde.* Denn wir sind Ge- 14 Daher, heilige Brüder, Genossen der himmlischen Berufung, betrachtet den Apostel und Hohenpriester unsers Bekennt2 nisses, Jesum,* der treu ist dem, der ihn gesetzt hat, wie es auch Moses war in seinem 3 ganzen Hause.d* Denn dieser ist größerer Herrlichkeit würdig geachtet worden als Moses, insofern größere Ehre, als das Haus, der hat, der es bereitet 4 hat.* Denn jedes Haus wird von jemandem bereitet; der aber a B. Sklaverei. b D. verfallen. e Eig. ergreift nicht die Engel, d. h. um sie herauszuführen, zu befreien. d Vergl. 4. Mos. 12, 7. e ₁. 95, 7-11.- f O. mit Einschaltung der Verse 7-11: Teshalb( wit der Heilige Geist spricht: ,, Heute eingehen werden!") sehet zu, zc. g O. ermahnet einander. 1 - Hebräer 3. 4. noffen des Christus geworden, wenn wir anders den Anfang der Zuversicht bis zum Ende 15 standhaft festhalten, indem a gesagt wird: Heute, wenn ihr seine Stimme höret, verhärtet eure Herzen nicht, wie in der 16 Erbitterung."(* Denn welche, als sie gehört hatten, haben ihn erbittert? Waren es aber nicht alle, die durch Moses von Aegypten ausgegangen wa17ren?* Welchen aber zürnte er vierzig Jahre? Nicht denen, welche gesündigt hatten, deren Leiber b in der Wüste fielen? 18* Welchen aber schwur er, daß sie nicht eingehen sollten in seine Ruhe, als nur denen, die ungehorsam gewesen waren? e 19* Und wir sehen, daß sie nicht eingehen konnten wegen des Un4 glaubens.)* Fürchten wir uns nun, daß nicht etwa, da eine Verheißung, in seine Ruhe einzugehen, hinterlassen ist, jemand von euch zurückzubleibend schei2 ne. * Denn auch wir haben eine gute Botschaft empfangen, gleichwie auch jene; aber das Wort der Verkündigung nützte jenen nicht, weil es bei denen, die es hörten, nicht mit dem 3 Glauben vermischt war.* Denn wir, die wir geglaubt haben, gehen in die Ruhe ein, wie er gesagt hat: ,, So schwur ich in meinem Zorn: Wenn sie in 381 meine Ruhe eingehen werden!" wiewohl die Werke von Grundlegung der Welt an geworden waren.* Denn er hat irgend- 4 wo von dem siebenten Tage also gesprochen: ,, Und Gott ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken." e* Und an 5 dieser Stelle wiederum: ,, Wenn sie in meine Ruhe eingehen werden!"* Weil nun übrig bleibt, 6 daß etliche in dieselbe eingehen, und die, welche zuerst die gute Botschaft empfangen haben, des Ungehorsams wegen nicht eingegangen sind,* so bestimmt er 7 wiederum einen gewissen Tag: Heute," in David nach so langer Zeit sagend, wie vorhin gesagt worden: ,, Heute, wenn ihr seine Stimme höret, verhärtet eure Herzen nicht."* Denn s wenn Josuat sie in die Ruhe gebracht hätte, so würde er darnach nicht von einem andern Tage reden.* Also bleibt 9 noch eine Sabbathruhe dem * Denn 10 Volke Gottes übrig. wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch von seinen Werken, gleichwie Gott von seinen eigenen.* So lasset uns 11 nun Fleiß anwenden, in jene Ruhe einzugehen, auf daß nicht jemand nach demselben Beiſpiel des Ungehorsams falle.* Denn 12 das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als a O. weil, od.: so lange als.- b B. Glieder..- c Vergl. 5. Mos. 1, 26; 4. Mos. 14, 43.- d O. fie nicht zu erreichen, zu verfehlen.- e 1. Mof. 2, 2. - f Gr. Jesus. 382 Hebräer 4. 5. jedes zweischneidige Schwert, für das Volk, so auch für sich und durchdringend bis zur Zerteilung der Seele und des Geistes, sowohl der Gelenke als des Markes, und ein Urteiler der Gedanken und Gesinnun13 gen des Herzens;* und fein selbst opfern für die Sünden. * Und es nimmt nicht jemand 4 sich selbst die Ehre, sondern als von Gott berufen, gleichwie auch Aaron.* Also hat auch der 5 Christus sich selbst nicht verherrlicht, um Hoherpriester zu werden, sondern der, welcher zu ihm gesagt hat: ,, Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt." a* Wie er auch an ei- 6 ner andern Stelle sagt: ,, Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks." b * Der in den Tagen seines Flei- 7 sches, da er sowohl Bitten als Flehen zu dem, der ihn aus dem Tode zu erretten vermochte, mit starkem Geschrei und Thränen geopfert hat( und um ſeiner Frömmigkeite willen erhört worden ist,)* obwohl er Sohn 8 war, an dem, was er litt, den Gehorsam lernte;* und, vol- 9 lendetd worden, ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden,* von 10 Gott begrüßte als Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks;* über welchen wir viel 11 zu sagen haben, und was mit Worten schwer auszulegen ist, weil ihr im Hören träge geworden seid.* Denn da ihr 12 der Zeit nach Lehrer sein ſolltet, bedürfet ihr wiederum, daß man euch lehre, welches die Elemente des Anfangs der Aussprüche Geschöpf ist vor ihm unsichtbar, sondern alles blos und auf gedeckt vor den Augen dessen, mit dem wir es zu thun haben. 14 Da wir nun einen großen Hohenpriester haben, der durch die Himmel gegangen ist, Jesum, den Sohn Gottes, so lasset uns das Bekenntnis festhalten; 15* denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht Mitleid zu haben vermag mit unsern Schwachheiten, sondern der in allem versucht worden ist in gleicher Weise, ausgenommen 16 die Sünde.* Lasset uns nun mit Freimütigkeit hinzutreten zu dem Thron der Gnade, auf daß wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zur rechtzeitigen Hülfe. 5 Denn jeder aus Menschen genommene Hohepriester wird für Menschen bestellt in den Sachen mit Gott, auf daß er sowohl Gaben als Schlachtopfer 2 darbringe für die Sünden;* der Nachsicht zu haben vermag mit den Unwissenden und Frrenden, indem auch er selbst mit 3 Schwachheit umgeben ist;* und um dieser willen muß er, wie a P₁. 2, 7. b Ps. 110, 4. zu Kap. 2, 10.- e. angeredet, genannt. - -e O. Ehrfurcht, Furcht.- d S. Anm. Gottes sind; und ihr seid solche geworden, die der Milch bedürfen, und nicht der festen 13 Speise.* Denn jeder, der der Milch teilhaftig wird, ist unerfahren im Worte der Gerechtigkeit, denn er ist ein Unmün14 diger;* die feste Speise aber ist für die Erwachsenen, a die vermöge der Gewohnheit geübte Sinne haben zur Unterscheidung des Guten sowohl, als auch des Bösen. 6 Hebräer 5. 6. Deshalb, das Wort von dem Anfang des Christus lassend, lasset uns fortfahren zum vollen Wuchseb und nicht wiederum einen Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem 2 Glauben an Gott,* der Lehre von Waschungen und dem Hände- Auflegen und der TotenAuferstehung und dem ewigen 3 Gericht. Und dies wollen wir thun, wenn es Gott erlaubt. 4* Denn es ist unmöglich, diejenigen, die einmal erleuchtet waren und geschmeckt haben die himmlische Gabe und teilhaftig geworden sind des Heiligen 5 Geistes* und geschmeckt haben das gute Wort Gottes und die Wunderwerke des zukünftigen 6 Zeitalters,* und abgefallen sind, wiederum zur Buße zu erneuern, indem sie den Sohn Gottes für sich selbst kreuzigen und ihn 383 zur Schau stellen.* Denn das 7 Land, das den häufig über dasselbe kommenden Regen trinkt und nützliches Kraut hervorbringt für diejenigen, d um derentwillen es auch bebaut wird, empfängt Segen von Gott;* das 8 aber Dornen und Disteln hervorbringt, ist untaugliche und dem Fluche nahe, dessen Ende dief Verbrennung ist.* Wir aber 9 sind in bezug auf euch, Geliebte, von bessern und mit der Seligkeit verbundenen Dingen überzeugt, wenn wir auch also reden.* Denn Gott ist nicht 10 ungerecht, euers Werkes zu vergessen und der Liebe, die ihr gegen seinen Namen bewieſen, da ihr den Heiligen gedient habt und dienet.* Wir wün- 11 schen aber sehr, daß ein jeder von euch denselben Fleiß beweise zur vollen Gewißheit der Hoffnung bis ans Ende,* auf 12 daß ihr nicht träge werdet, sondern Nachahmer derer, die durch Glauben und Ausharren die Verheißungen ererben.* Denn 13 als Gott dem Abraham verhieß, schwur er, weil er bei feinem Größern zu schwören hatte, bei sich selbst* und sprach: 14 ,, Wahrlich, reichlich werde ich dich segnen, und sehr werde ich dich mehren." g* Und nach- 15 dem er also ausgeharrt, erlang- a Vollkommenen; im Gr. für Erwachsene gebraucht.-b O. zur Vollkommenheit; vergl. die vorhergehende Anmerkung.- c d. h. der Schmach preisgeben. d'O. und Kraut hervorbringt, denen nützlich... e O. unbewährt, wertlos. f B. zur. -g B. segnend w. ich dich segnen, und mehrend. mehren; 1. Moi. 22, 17. 384 16te er die Verheißung.* Denn Menschen schwören wohl bei einem Größern, und der Eid ist ihnen ein Ende alles Widerspruchs zur Bestätigung; 17* worina Gott, da er den Erben der Verheißung die Unwandelbarkeit seines Ratschlusses überschwänglicher beweisen wollte, mit einem Eide ins 18 Mittel getreten ist,* auf daß wir durch zwei unveränderliche Dinge, wobei es unmöglich ist, daß Gott lügen sollte, einen starken Trost hätten, die wir Zuflucht genommen haben zum Ergreifen der vor uns liegen19 den Hoffnung, die wir als einen sichern und festen Anker der Seele haben, der auch in das Innere des Vorhangs hin20 eingeht,* wohin als Vorläufer für uns eingegangen ist Jesus, der Hoherpriester geworden in Ewigkeitb nach der Ordnung Melchisedeks. Hebräer 6. 7. 7 Denn dieser Melchisedek, König von Salem, Priester Gottes, des Höchsten, der Abraham begegnete, als er zurückkehrte von der Niederlage der Könige, 2 und ihn segnete,* welchem auch Abraham den Zehnten zuteilte von allem; der erstlich verdolmetscht: König der Gerechtigkeit ist, sodann aber auch König von Salem, das ist König 3 des Friedens,* ohne Bater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, weder Anfang der Tage, noch Ende des Lebens habend, aber dem Sohne Gottes verglichen, bleibt er Priester auf immerdar.* Schauet aber, wie 4 groß dieser war, dem selbst Abraham, der Patriarch, den Zehnten gab von der Beute. * Und zwar haben die von den 5 Söhnen Levi, die das Priestertum empfangen, ein Gebot, den Zehnten nach dem Gesetz von dem Volke zu nehmen, das ist, von ihren Brüdern, wiewohl sie aus den Lenden Abrahams kommen.* Er aber, der sein 6 Geschlecht nicht von ihnen ableitete, hat den Zehnten von Abraham genommen und den gesegnet, der die Verheißungen hatte.* Ohne allen Widerspruch 7 aber wird das Geringere von dem Besseren gesegnet.* Und 8 hier zwar empfangen Menschen, welche sterben, den Zehnten, dort aber der, von welchem bezeugt wird, daß er lebe;* und, 9 so zu sagen, ist durch Abraham auch Levi, der den Zehnten empfängt, gezehntet worden,* denn 10 er war noch in der Lende des Baters, als ihm Melchisedek entgegenging.* Wenn nun die 11 Vollkommenheit durch das levitische Priestertum war,( denn in Verbindung mit demselbend hat das Volk das Gesetz empfangen,) welches Bedürfnis war noch vorhanden, daß ein ana O. weshalb.- b B. in das Zeitalter. d O. auf dasselbe gegründet. - c O. ähnlich gemacht. Hebräer 7. 385 drer Priester aufstehe nach der schwur Priester geworden, dieOrdnung Melchisedeks, und nicht nach der Ordnung Aarons 12 genannt werde?* Denn wenn das Priestertum geändert wird, so findet notwendig auch eine Aenderung des Gesetzes statt. 13* Denn der, von welchem dies ser aber mit Eidschwur durch den, der zu ihmd sprach: ,, Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in Ewigkeit[ nach der Ordnung Melchisedeks,]") * insofern ist Jesus eines bes- 22 sern Bundes Bürge geworden. * Und jener sind mehrere Pries- 23 ter geworden, weil sie durch den Tod verhindert waren zu bleiben;* dieser aber, weil er 24 in Ewigkeit bleibt, hat ein unveränderlichese Priestertum. * Daher vermag er auch völlig 25 zu erretten, die durch ihn zu Gott kommen, indem er immerdar lebt, um sich für sie zu verwenden.f* Denn ein sol- 26 cher Hoherpriester geziemte uns: heilig, s unschuldig, h unbefleckt abgesondert von den Sündern und höher als die Himmel geworden, der nicht Tag für Tag 27 nötig hat, wie die Hohenpriester, zuerst für die eignen Sünden Schlachtopfer darzubringen, sodann für die des Volkes; denn dieses hat er ein für allemal gethan, als er sich selbst geopfert hat.* Denn das Gesetz bestellt 28 Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit haben; das Wort des Eidschwurs aber, der nach dem Gesetz gekommen, den Sohn, vollendeti in Ewigkeit. gesagt ist, gehört zu einem andern Stamme, aus welchem niemand dem Altar genaht ist.b 14* Denn es ist offenbar, daß unser Herr aus Juda entsproffen ist, zu welchem Stamme Moses nichts geredet hat in be15zug auf die Priester.* Und es ist noch weit augenscheinlicher, wenn, nach der Gleichheit Melchisedeks, ein andrer Priester 16 aufsteht,* der es nicht gewor= с den ist nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebots, sondern nach der Kraft eines unauf17 löslichen Lebens.* Denn ihm wird bezeugt: ,, Du bist Priester in Ewigkeit nach der Ord18 nung Melchisedeks."* Denn da ist eine Abschaffung des vor hergehenden Gebots, seiner Schwachheit und Nutzlosigkeit 19 wegen,*( denn das Gesetz hat nichts zur Vollendung gebracht,) und die Einführung einer bes sern Hoffnung, durch welche 20 wir Gott nahen.* Und inwiefern diese nicht ohne Eidschwur 21 war,*( denn jene sind ohne Eida B. hat teilgenommen an.- b O. des A. gewartet hat.- c Eig. fleischernen.- d O. in bezug auf ihn.-- e O. unübertragbares. fo. fie zu vertreten, für sie zu bitten. g O. fromm. h Ö. arglos, ohne Trug. i S. Anm. zu Kap. 2, 10. 1 1 1 25 386 8 Die Hauptsumme aber dessen, was wir sagen, ist: Wir haben einen solchen Hohenpriester, der sich gef hata zur Rechten des Thrones der Majestät in den 2 Himmeln,* ein Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Hütte, welche der Herr errichtet hat, nicht der Mensch. 3 Denn jeder Hoherpriester wird bestellt, daß er sowohl Gaben als Schlachtopfer darbringe; daher ist es notwendig, daß auch dieser etwas habe, das er 4 darbringe.* Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht einmal Priester, weil solche da sind, die nach dem Gesetz die Ga5 ben darbringen,*( welche dem Bildeb und Schatten der himmlischen Dinge dienen, gleichwie Moses eine göttliche Weisung empfing, als er die Hütte aufrichten sollte; denn:„ Siehe," spricht er, ,, daß du alles nach dem Muster machest, das dir auf dem Berge gezeigt worden 6 ist." c)* Jetzt aber hat er einen vortrefflicheren Dienst erlangt, insofern er auch Mittler ist eines bessern Bundes, der auf bessere Verheißungen gestiftet 7 ist.* Denn wenn jener erste Bund tadellos gewesen wäre, so wäre kein Raum gesucht worden s für einen zweiten.* Denn tadelnd spricht er zu ihnen: ,, Siehe, es kommen Tage, spricht der Herr, und ich werde in be- Hebräer 8. 9. 1 zug auf das Haus Israel und in bezug auf das Haus Juda einen neuen Bund vollziehen; * nicht nach dem Bunde, den ich 9 mit ihren Vätern machte an dem Tage, da ich ihre Hand ergriff, um sie aus dem Lande Aegypten auszuführen; denn sie blieben nicht in meinem Bunde, und ich kümmerte mich nicht um sie, spricht der Herr. * Denn dies ist der Bund, den 10 ich dem Hause Israel errichten werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Indem ich meine Gesetze in ihren Sinn gebe, will ich sie auch auf ihre Herzen schreiben; und ich werde ihnen zum Gott, und sie werden mir zum Volke sein.* Und sie wer- 11 den nicht ein jeder seinen Mitbürger und ein jeder seinen Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn! denn alle werden mich erkennen, vom Kleinen bis zum Großen unter ihnen.* Denn ich werde ihren 12 Ungerechtigkeiten gnädig sein, und ihrer Sünden und ihrer Gesetzlosigkeiten werde ich nied mehr gedenken." e* Indem er 13 sagt: ,, Einen neuen," hat er den ersten alt gemacht; was aber alt wird und veraltet, ist dem Verschwinden nahe. a D. der da fitzt. b Eig. Abbild.- c 2. Mos. 25, 40.- d O. durchaus nicht. e Jer. 31, 31-34. Es hatte nun zwar auch der 9 erste Bund Satzungen des Dienstes und das weltliche Heiligtum.* Denn eine Hütte war zu- 2 Hebräer 9. gerichtet, die vordere, a in welcher sowohl der Leuchter war, als der Tisch und die Darstellung der Brote, welche das Hei3 lige genannt wird;* hinter dem zweiten Vorhang aber eine Hütte, welche das Allerheiligste ge4 nannt wird,* die ein goldenes Rauchfaß hatte und die Lade des Bundes, überall mit Gold überdeckt, in welcher der goldene Krug war, der das Manna enthielt, und der Stab Aarons, der gesproßt hatte, und die Tafeln 5 des Bundes;* oben über derselben aber die Cherubim der Herrlichkeit, den Versöhnungsdeckel überschattend, von welchen Dingen jetzt nicht im Einzelnen zu reden ist. 6 Da nun dieses also eingerichtet ist, gehen in die vordere a Hütte allezeit die Priester hinein und vollbringen den Dienstb; 7* in die zweite aber einmal des Jahres allein der Hohepriester, nicht ohne Blut, welches er darbringt für sich selbst und die Verirrungen des Volskes;* wodurch der Heilige Geist dies anzeigt, daß der Weg zum Heiligtume noch nicht geoffenbart ist, so lange die vordere a 9 Hütte noch Bestand hat,* welches ein Gleichnis ist für die gegenwärtige d Zeit, während welcher sowohl Gaben als 387 Schlachtopfer dargebracht werden, die dem Gewissen nach den nicht vollkommen machen können, der den Gottesdienst ausübt, e* welcher allein in Speisen 10 und Getränken und verschiedenen Waschungen besteht, in Satzungen des Fleisches, auferlegt bis auf die Zeit der Zurechtbringung.* Christus aber, 11 gekommen als Hoherpriester der zukünftigen Güter, in Verbindung mit derf größern und vollkommnern Hütte, die nicht mit Händen gemacht,( das ist, nicht von dieser Schöpfung ist,) * auch nicht mit Blut von Bök- 12 ken und Kälbern, sondern mit seinem eignen Blute, ist ein für allemal in das Heiligtum eingegangen, als er eine ewige Erlösung erfunden hatte.* Denn 13 wenn das Blut von Böcken und Stieren und die Asche einer jungen Kuh, auf die Unreinen gesprengt, zur Reinigkeit des Fleisches heiligt,* wie viel mehr 14 wird das Blut des Christus, der durch den ewigen Geist sich selbst ohne Flecken Gott geopfert hat, euer Gewissen reinigen von toten Werken, um dem lebendigen Gott zu dienen! s* Und 15 darum ist er Mittler eines neuen Bundes, damit, da der Tod stattgefunden hat zur Erlösung der Uebertretungen unter dem ersten a B. die erste. b B. die Dienstleistungen.-e O. zu dem Allerheiligsten; da jetzt aber der Vorhang zerrissen ist, so sind die zwei( Heiliges und Allerheiligstes) zu einem geworden. d d. h. damals gegenwärtige. e O. der anbetet.- f O. durch die. g O. anzubeten. - 25* 388 Bunde, die Berufenen die Verheißung des ewigen Erbes em16 pfingen;(* denn wo ein Testamenta ist, da muß notwendig der Tod dessen eintreten, der das 17 Testament gemacht hat.* Denn Hebräer 9. 10. ein Testament ist gültig, wenn man gestorben ist, weil es niemals Kraft hat, so lange der lebt, der das Testament gemacht 18 hat,)* daher auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht wor19 den ist.* Denn als jedes Gebot nach dem Gesetz von Moses zu dem ganzen Volke geredet war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch ſelbst, als auch das ganze Volk, 20* und sprach: ,, Dies ist das gemachte Heiligtum, ein Gegenbild des wahrhaftigen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt zu erscheinen vor dem Angesicht Gottes für uns;* auch nicht, 25 auf daß er sich selbst oftmals opferte, wie der Hohepriester alljährlich in das Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut; * sonst hätte er oftmals leiden 26 müssen von Grundlegung der Welt an; jetzt aber ist er einmal in der Vollendung der Zeitalter geoffenbart worden zur Abschaffung der Sünde durch das Schlachtopfer seiner selbst. * Und ebenso wie es den Men= 27 schen gesetzt ist, einmal zu sterben, darnach aber das Gericht,* also wird auch der Chris- 28 tus, nachdem er einmal geopfert worden, um Vieler Sünden zu tragen, zum zweiten Mal ohne Sünded erscheinen denen, die ihn erwarten zur Seligkeit. Blut des Bundes, den Gott 21 für euch geboten hat." b* Und auch die Hütte und alle die Gefäße des Dienstes besprengte er gleicherweise mit dem Blute; 22* und fast alle Dinge werden mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne Blutvergießung ist 23 keine Vergebung.* Es war nun Denn da das Gesetz einen 10 Schatten der zukünftigen Güter, nicht der Dinge Ebenbild selbst hat, so kann es nimmer nötig, daß die Bildere der Dir- mit denselben Schlachtopfern, ge in den Himmeln hierdurch die sie alljährlich ununterbrogereinigt wurden, die himmlichen darbringen, die Hinzutreschen Dinge selbst aber durch tenden vollkommen machen. bessere Schlachtopfer als diese.* Denn würden sie sonst nicht 2 24* Denn der Christus ist nicht aufgehört haben, dargebracht eingegangen in das mit Händen zu werden, weil die den Gottesa Für Testament" und Bund" ist im Gr. dasselbe Wort gebraucht. b 2. Moj. 24, 8.-c Eig. Abbilder.- d O. getrennt von, od.: ohne Beziehung zur Sünde, d. h. Sein Kommen für die Seinen hat nichts mehr mit der Sünde zu thun.( Vergl. V. 26.) Hebräer 10. ● dienst Uebenden, a einmal gereinigt, kein Gewissen mehr von 3 Sünden gehabt hätten?* Aber in jenen Opfern ist alljährlich ein Erinnern an die Sünden; 4* denn unmöglich kann Blut von Stieren und Böcken Sün5 den hinwegnehmen.* Darum, als er in die Welt kommt, spricht er: ,, Schlachtopfer und Opfer hast du nicht gewollt, einen Leib aber hast du mir 6 zubereitet;* an Brandopfern und Opfern für die Sünde hast du kein Wohlgefallen gefunden. 7* Da sprach ich: Siehe, ich komme,( in der Rolle des Buches steht von mir geschrieben,) um deinen Willen, o Gott, zu sthun." b* Indem er vorher sagt: ,, Schlachtopfer und Speisopfer und Brandopfer und Opfer für die Sünde hast du nicht gewollt, noch Wohlgefallen daran ge- Da wir nun, Brüder, Frei- 19 funden,"( die nach dem Gesetz mütigkeit haben zum Eintritt 9 dargebracht werden,)* spricht er in das Heiligtum durch das dann:„ Siehe, ich komme, um Blut Jesu,* den neuen und le- 20 deinen Willen zu thun."( Er bendigen Weg, den er uns einnimmt das Erste weg, auf geweiht hat durch den Vorhang, daß er das Zweite aufrichte.) das ist sein Fleisch,* und einen 21 10* Durch welchen Willen wir ge- großen Priester über das Haus heiligt sind durch das ein für Gottes,* so lasset uns hinzutre- 22 allemal geschehene Opfer des Lei- ten mit wahrhaftigem Herzen, 11 bes Jesu Christi.* Und jeder in voller Gewißheit des GlauPriester steht täglich da, den bens, die Herzen besprengt und Dienst verrichtend und oft die- also gereinigt vom bösen Gewisselben Schlachtopfer darbrin- sen, und den Leib gewaschen mit gend, welche niemals Sünden reinem Wasser.* Laſset uns das 23 12 hinwegnehmen können.* Er Bekenntnis der Hoffnung un389 aber, nachdem er ein Schlachtopfer für die Sünden dargebracht, hat sich auf immerdar gesetzt zur Rechten Gottes,* fort- 13 an wartend, bis seine Feinde gelegt sind zum Schemel seiner Füße.* Denn durch ein Opfer 14 hat er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt werden.* Das bezeugt uns aber 15 auch der Heilige Geist; denn nachdem er gesagt hat:* ,, Dies 16 ist der Bund, den ich ihnen e errichten werde nach jenen Tagen, spricht der Herr: Meine Gesetze in ihre Herzen gebend, werde ich sie auch auf ihre Sinne schreiben, und ihrer 17 Sünden und ihrer Gesetzlosigfeiten werde ich nie mehr gedenken." d* Wo aber eine Ver- 18 gebung derselben ist, da ist nicht mehr ein Opfer für die Sünde. a O. die Anbetenden.- b P₁. 40, 6-8.- c Eig. gegen, in bezug auf d Jer. 31, 33. 34. fie. Hebräer beweglich festhalten,( denn treu ist er, der die Verheißung gegeben 24 hat;)* und lasset uns aufeinander acht haben zur Anreizung zur Liebe und zu guten Werken 25* und unser Zusammenkommen nicht versäumen, wie es bei etlichen Sitte ist, sondern einander ermuntern, und um so mehr, je mehr ihr den Tag heran26 nahen sehet.* Denn wenn wir mit Willen sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der Wahrheit empfangen haben, so bleibt kein Schlachtopfer mehr übrig 27 für die Sünden, sondern ein gewisses furchtvolles Erwarten des Gerichts und ein Feuereifer, der die Widersacher ver28 schlingen wird.a* Jemand, der 10. 11. Gedenket aber der vorigen Ta- 32 ge, in welchen ihr, nachdem ihr erleuchtet worden, viel Kampf der Leiden erduldet habt;* teils, 33 da ihr sowohl durch Schmach als Drangsale zur Schau geſtellt wurdet, teils, da ihr Genossen derer geworden seid, die also einhergingen.* Denn ihr habt 34 sowohl den Gefangenen Teilnahme bewiesen, als auch den Raub eurer Güter mit Freuden aufgenommen, da ihr wisset, daß ihr für euch selbst eine bessere und bleibende Habe besitzet.* So werfet nun eure Zu- 35 versicht nicht weg, die eine große Belohnung hat.* Denn ihr be- 36 dürfet des Ausharrens, auf daß ihr, nachdem ihr den Willen das Gesetz Moses' verworfen Gottes gethan, die Verheißung hat, stirbt ohne Barmherzigkeit davontraget.* Denn noch über 37 auf die Aussage zweier oder dreier ein gar Kleines, und der Kom29 Zeugen;* wie viel ärgerer Stra- mende wird kommen und nicht fe, meinet ihr, wird der wert verziehen.* ,, Der Gerechte aber 38 geachtet werden, der den Sohn wird aus d Glauben leben;" e Gottes mit Füßen getreten und und: ,, Wenn jemand f sich zudas Blut des Bundes, durch rückzieht, so wird meine Seele welches er geheiligt war, für an ihm kein Wohlgefallen hagemeinb geachtet und den Geist ben."* Wir aber sind nicht von 39 der Gnade geschmäht hat? denen, die sich zurückziehen zum 30* Denn wir kennen den, der ge- Verderben, sondern von denen, sagt hat: ,, Mein ist die Rache, die da glauben zur Errettung ich will vergelten, spricht der der Seele. Herr." Und wiederum: Der Herr wird sein Volk richten." e 31* Es ist furchtbar, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen! 390 Der Glaube aber ist eine 11 Verwirklichungs dessen, was man hofft, eine Ueberzeugung von Dingen, die man nicht ſieht. a Eig. der im Begriff steht, die W. zu verschl. e 5. Mos. 32, 36.- d d. h. auf dem Grundsatz d.- e g O. Zuversicht, feste Ueberzeugung. 1 - b D. unrein. ab. 2, 4.- f. er. 2* Denn in a diesem haben die Alten Zeugnis erlangt. 3 Durch Glauben verstehen wir, daß die Welten durch Gottes Wort bereitet worden, so daß das, was man sieht, nicht aus Erscheinendem geworden ist. Hebräer 11. 4 Durch Glauben brachte Abel Gott ein vorzüglicheres Opferb dar als Kain, durch welches e er Zeugnis erlangte, daß er gerecht war, indem Gott Zeugnis gab zu seinen Gaben; und durch diesen, obgleich er gestorben, redet er noch. 5 Durch Glauben ward Henoch entrückt, damit er den Tod nicht sehen sollte, und er ward nicht gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte; denn vor seiner Entrüfkung hat er das Zeugnis gehabt, daß er Gott wohlgefallen 6 habe.* Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muß glauben, daß er ist, und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist. Durch Glauben bereitete Noah, da er einen göttlichen Ausspruch über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses, durch welche er die Welt verurteilte und Erbe der Gerechtigkeit ward, die nach dem Glauben ist. 7 8 Durch Glauben ward Abraham, als er gerufen wurde, ge1 391 horsam, auszuziehen an den Ort, den er zum Erbteil empfangen sollte; und er zog aus, nicht wissend, wohin er komme. * Durch Glauben hielt er sich 9 auf in dem Lande der VerheiBung, wie in einem fremden, und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben derselben Verheißung;* denn er 10 erwartete die Stadt, welche Grundlagen hat, deren Baumeister und Schöpfer Gott ist. * Durch Glauben empfing auch 11 selbst Sarah Kraft, einen Samen zu gründen, d und zwar über die Zeit ihres Alters, weil sie den für treu achtete, der es verheißen hatte.* Deshalb sind 12 auch geboren von einem, und zwar Gestorbenen, gleichwie die Sterne des Himmels an Menge, und wie der Sand am Ufer des Meeres, der unzählig ist. Diese alle sind im Glauben 13 gestorben und haben die Verheißungen nicht empfangen, sondern sahen sie von ferne und begrüßten sie und bekannten, daß sie Fremdlinge und ohne Bürgerschaft auf der Erde e seien.* Denn die solches sagen, 14 zeigen deutlich, daß sie ein Baterland suchen.* Und wenn sie 15 an jenes gedacht hätten, von welchem sie ausgegangen waren, so hätten sie Zeit gehabt, zurückzukehren.* Jetzt aber trach- 16 с a d. h. in der Kraft von.- b Eig. Schlachtopfer.- c O. welchen, d. h. Glauben. d O. schwanger zu werden.- e O. im Lande. 392 Hebräer 11. ten sie nach einem bessern, das Ungemach zu leiden, als die zeitist himmlischen. Darum schämtliche Ergötzung der Sünde zu sich Gott ihrer nicht, ihr Gott haben, indem er die Schmach 26 genannt zu werden; denn er des Christus für größern Reichhat ihnen eine Stadt bereitet. tum hielt als die Schätze Aegyp17 Durch Glauben hat Abra- tens, denn er schaute auf die Beham, als er versucht ward, den lohnung.* Durch Glauben ver- 27 Isaak geopfert, und der, wel- ließ er Aegypten und fürchtete cher die Verheißungen empfan- nicht die Wut des Königs, denn gen hatte, brachte den Einge- er hielt standhaft aus, als sähe 18 bornen dar,* über welchen ge- er den Unsichtbaren.* Durch 28 Glauben hat er das Passah gefeiert und die Besprengung des Blutes, auf daß der Zerstörer der Erstgeburt sie nicht antaſte. sagt worden: In Isaak soll dein Same genannt werden;" a 19* weil er urteilte, daß Gott auch aus den Toten zu erwecken vermöge, von woher er ihn auch 20 im Gleichnis empfing.* Durch Glauben segnete Isaak, in bezug auf zukünftige Dinge, den 21 Jakob und den Esau.* Durch Glauben segnete Jakob sterbend einen jeden der Söhne Josephs und betete an über der Spitze 22 seines Stabes.b* Durch Glauben gedachte Joseph sterbende des Auszugs der Söhne Israels und gab Befehl wegen seiner Gebeine. 23 Durch Glauben ward Moſes, als er geboren war, drei Monate von seinen Eltern verborgen, weil sie sahen, daß das Kindlein schön war; und sie fürchteten nicht das Gebot des 24 Königs.* Durch Glauben weigerte sich Moses, als er groß geworden, ein Sohn der Tochter 25 Pharaos zu heißen, lieber wählend, mit dem Volke Gottes Durch Glauben gingen sie 29 durch das rote Meer wie durch trocknes Land, welches die Aegypter versuchten und verschlungen wurden. Durch Glauben fielen die 30 Mauern Jerichos, nachdem sie sieben Tage umzogen waren. Durch Glauben kam Rahab, 31 die Hure, nicht mit den Ungläubigen um, weil sie die Kundschafter mit Frieden aufgenommen hatte. Und was soll ich noch sagen? 32 Denn die Zeit würde mir fehlen, wenn ich erzählen wollte von Gideon und Barak und Simson und Jephtha, und von David und Samuel und den Propheten, welche durch Glau- 33 ben Königreiche bezwangen, Gerechtigkeit wirkten, Verheißungen erlangten, der Löwen Rachen verstopften,* des Feuers 34 a 1. Moj. 21, 12.- b d. h. sich auf denselben stützend, oder: sich darüber hinbeugend.-c B. sein Leben beschließend. Hebräer 11. 12. Kraft auslöschten, des Schwertes Schärfe entgingen, aus der Schwachheit Kraft gewannen, im Streite stark wurden, der Fremden Heerscharen zurück35 trieben.* Weiber erhielten ihre Toten wieder durch Auferstehung; andere aber wurden gefoltert, da sie die Befreiung nicht annahmen, auf daß sie eine bessere Auferstehung er36 langten.* Andere aber wurden durch Schimpf und Geißelung versucht und dazu durch Ban37 den und Gefängnis.* Sie wurden gesteinigt, zersägt, versucht, starben durch den Tod des Schwertes, gingen umher in Schafpelzen, in Ziegenfellen, hatten Mangel, Drangsal, Un38 gemach,*( deren die Welt nicht wert war) umherirrend in Wüsten und Gebirgen und Klüften und den Höhlen der Erde. 39 Und diese alle, die durch den Glauben ein Zeugnis erlangt, haben die Verheißung nicht em40 pfangen,* da Gott für uns etwas Besseres vorgesehen hat, auf daß sie nicht ohne uns vollkommen gemacht würden. 12 Deshalb nun laffet auch uns, da wir eine so große Wolke von Zeugen um uns haben, ablegen jede Bürde und die leicht umstrickende Sünde und mit Ausharren laufen den vor uns lie2 genden Wettlauf, a* hinschauend auf Jesum, den Anfängerb und 393 Vollender des Glaubens, welcher, der Schande nicht achtend, für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones Gottes.* Denn betrachtet 3 den, der so großen Widerspruch von den Sündern gegen sich selbst erduldet hat, auf daß ihr nicht ermüdet, indem ihr in euern Seelen ermattet. Ihr habt noch nicht, wider 4 die Sünde ankämpfend, bis aufs Blut widerstanden* und habt 5 der Ermahnunge vergessen, die zu euch spricht als zu Söhnen: „ Mein Sohn! achte nicht gering des Herrn Züchtigung, noch ermatte, wenn du von ihm gestraft wirst;* denn wen der Herr 6 liebt, den züchtigt er, er geißelt aber jeden Sohn, den er aufnimmt." d* was ihr erduldet; 7 ist zur Züchtigung: Gott handelt mit euch als mit Söhnen; denn wer ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?* Wenn 8 ihr aber ohne Züchtigung seid, welcher alle teilhaftig geworden, so seid ihr denn Bastarde und nicht Söhne.* Zudem hatten 9 wir auch die Bäter unsers Fleisches zu Züchtigern und scheuten sie; sollen wir nicht viel mehr dem Vater der Geister unterworfen sein und leben? * Denn jene freilich züchtigten 10 uns für wenige Tage nach ihrem Gutdünken, er aber zum a O. Wettkampf.- bO. Urheber.-c. Ermunterung. d Spr. 3, 11. 12.- e d. h. geht nicht aus Zorn oder Feindschaft hervor. Hebräer 12. 12 Darum ,, richtet auf die erschlafften Hände und die ge13 lähmten Kniee," b* und: ,, machet gerade Bahn für eure Füße!" e auf daß nicht das Lahme vom Wege abgewandt, d sondern viel14 mehr geheilt werde.* Jaget dem Frieden nach mit allen und der Heiligkeit, ohne welche niemand 15 den Herrn schauen wird;* und ſehet zu, daß nicht jemand an der Gnade Gottes Mangel leide, e daß nicht irgend eine Wurzel der Bitterkeit aufsprosse und euch beunruhige, und viele durch 16 diese verunreinigt werden;* daß Nutzen, damit wir seiner Hei- dem entzündeten Feuer, f und 11 ligkeit teilhaftig werden.* Alle dem Dunkel und der FinsterZüchtigung aber scheint für die nis und dem Sturm,* und dem 19 Gegenwart nicht Freude, son- Posaunenschall, und der Stimdern Traurigkeita zu sein; her- me der Worte, deren Hörer nach aber giebt sie die friedsame baten, g daß das Wort nicht Frucht der Gerechtigkeit denen, mehr an sie gerichtet würde, die durch sie geübt sind.*( denn sie konnten nicht er- 20 tragen, was geboten ward: ,, Und wenn ein Tier den Berg berührt, soll es gesteinigt werden." h* Und so furchtbar war 21 die Erscheinung, daß Moses sagte:„ Ich bin voll Furcht und Zittern,")* sondern ihr 22 seid gekommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem; und zu Myriaden Engeln,* der allgemei- 23 nen Versammlung; und zu der Versammlung der Erstgebornen, die in den Himmeln angeschrieben sind; und zu Gott, dem Richter aller, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten;* und zu Jeſu, dem Mitt- 24 ler eines neuen Bundes; und zu dem Blute der Besprengung, das besseri redet als Abel. * Sehet zu, daß ihr den nicht 25 abweiset, der da redet! Denn wenn jene nicht entgingen, die den abwiesen, der auf Erden Denn ihr seid nicht gekom- die göttlichen Aussprüche gab: men zu dem[ Berge], der be- wie vielmehr wir, wenn wir taſtet werden konnte, und zu uns von dem abwenden, der nicht jemand ein Hurer oder ein Ungöttlicher sei wie Esau, der für eine Speise sein Erst17 geburtsrecht verkaufte;* denn ihr wisset, daß er auch nachher, da er den Segen ererben wollte, verworfen ward,( denn er fand keinen Raum für die Buße,) obgleich er ihn sehr mit Thränen suchte. 18 394 a Eig. Gegenstand der Freude, sondern der Traurigt. b Jei. 35, 3. c Spr. 4, 26.- d O. verrenkt.- e O. von... zurückbleibe. f O. und der vom Feuer entzündet war. g. es ablehnten, abwiesen, wie V. 25. - h 2. Mos. 19, 13.- i. Besseres. - 1 26 von den Himmeln redet!* dessen Stimme damals die Erde erschütterte; jetzt aber hat er verheißen und gesagt: Noch einmal werde ich nicht allein die Erde bewegen, sondern auch 27 den Himmel." a* Aber das„ noch einmal" deutet an die Verwandlung der Dinge, die erschüttert werden, als die, welche gemacht sind, auf daß die, welche nicht erschüttert werden, 28 bleiben. Deshalb, da wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasset uns die Gnade feſthalten, durch welcheb wir Gott wohlgefällig dienen mit Frömmigkeit und Furcht. 29* ,, Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer." d 13 Die Bruderliebe bleibe. 2* Der Gastfreundschaft vergesset nicht, denn durch dieselbe haben etliche ohne ihr Wissen 3 Engel beherbergt.* Gedenket der Gefangenen, als Mitgefangene, derer, die Ungemach leiden, als solche, die auch selbst 4 im Leibe sind. Die Ehe sei geehrt in alleme und das Bett unbefleckt; Hurer aber und Ehe5 brecher wird Gott richten.* Der Wandel sei ohne Geldliebe; begnüget euch mit dem, was vorhanden ist; denn er hat gesagt: ,, Ich will dich nicht versäumen, noch dich verlassen;" g gend. alter. - Hebräer 12. 13. 395 * so daß wir fühn sagen mö- 6 gen: Der Herr ist mein Helfer, und ich will mich nicht fürchten; was will mir ein Mensch thun?" h - Gedenket eurer Führer, die 7 euch das Wort Gottes geredet haben, und, den Ausgang ihres Wandels anschauend, ahmet ihren Glauben nach. a Hagg. 2, 6.- b O. dankbar sein, wodurch.- CO. Ehrfurcht, d 5. Mos. 4, 24.- e D. unter allen. Furcht. f O. euch begnüg 5. Mos. 31, 6; Jof. 1, 5.- h Pf. 118, 6.- i B. in die ZeitJesus Christus ist derselbe 8 gestern und heute und in Ewigfeit.i* Lasset euch nicht fort- 9 reißen durch mancherlei und fremde Lehren; denn es ist gut, daß das Herz befestigt werde durch Gnade, nicht durch Speisen, von welchen keinen Nutzen hatten, die darin wandelten. * Wir haben einen Altar, von 10 welchem kein Recht haben zu essen, die der Hütte dienen. * Denn von den Tieren, deren 11 Blut für die Sünde in das Heiligtum hineingetragen wird durch den Hohenprieſter, werden die Leiber außerhalb des Lagers verbrannt.* Darum 12 hat auch Jesus, auf daß er durch sein eignes Blut das Volk heiligte, außerhalb des Thores gelitten.* Deshalb lasset uns 13 zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, seine Schmach tragend. * Denn wir haben 14 hier keine bleibende Stadt, sondern wir suchen die zukünftige. 396 15* Durch ihn nun lasset uns Gott stets das Opfera des Lobes darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen 16 Namen bekennen.b* Des WohlHebräer 13. Jakobus 1. thuns aber und Mitteilens vergeffet nicht, denn an solchen Opfern hat Gott Wohlgefallen. 17 Gehorcheteuern Führern und seid unterthänig; denn sie wachen über eure Seelen, als die da Rechenschaft zu geben haben, auf daß sie dies mit Freuden thun und nicht mit Seufzen, denn dies wäre euch nicht nützlich. 18 Betet für uns; denn wir halten dafür, daß wir ein gutes Gewissen haben, da wir in allem ehrbar zu wandeln 19 begehren.* Ich bitte aber um so mehr, dies zu thun, auf daß ich euch desto schneller wiedergegeben werde. Der Gott des Friedens aber, 20 der aus den Toten wiederbrachtee unsern Herrn Jesum, den großen Hirten der Schafe ind dem Blute des ewigen Bundes, e * vollende euch in jedem guten 21 Werke, um seinen Willen zu thun, in euch schaffend, was vor ihm wohlgefällig ist, durch Jesum Christum, welchem sei die Herrlichkeit in die Zeitalter der Zeitalter. Amen. Ich bitte euch aber, Brüder, 22 ertraget das Wort der Ermahnung; denn ich habe euch auch in Kürze geschrieben.* Wis- 23 set, daß unser Bruder Timotheus freigelassen ist, mit welchem, wenn er bald kommt, ich euch sehen werde.* Grüßet 24 alle eure Führer und alle Heiligen. Es grüßen euch die von Italien.* Die Gnade sei mit 25 euch allen! Amen. Epistel des Jakobus. 1 Jakobus, Knechtf Gottes und des Herrn Jesu Christi, den zwölf Stämmen, die in der Zerstreuung sind, seinen Gruß! 2 Achtet es für lauter Freude, meine Brüder, wenn ihr in mancherlei Versuchungen fallet, 3* da ihr wisset, daß die Bewährung euers Glaubens Ausharren bewirkt.* Das Aus- 4 harren aber habe ein vollkommenes Werk, auf daß ihr vollkommen und vollendet seid und in nichts Mangel habt.* Wenn 5 aber jemandem von euch Weisheit mangelt, so bitte er von a Eig. Schlachtopfer; so auch V. 16.- b O. segnen.- derbringer aus den Toten, eine charakteristische Bezeichnung Gottes. -c Eig. der Wied d. h. in der Kraft d.- e Vergl. Sef. 37, 26.- f B. Sklave. - Jakobus 1. Gott, der allen willig giebt und nichtsa vorwirft, und sieb wird 6ihm gegeben werden.* Er bitte aber im Glauben, ohne zu zweifeln; denn der Zweifelnde ist gleich einer Meereswoge, die vom Winde bewegt und hin 7 und her getrieben wird.* Denn jener Mensch denke nicht, daß er etwas von dem Herrn emspfangen werde;* er ist ein wanfelmütiger Mann, unstät in allen seinen Wegen. 9 Der niedrige Bruder aber rühme sich in seiner Erhöhung, 10* der reiche aber in seiner Erniedrigung, denn wie des Grases Blume wird er vergehen. 11* Denn die Sonne ist aufgegangen mit der Glut und hat das Gras gedörrt, und seine Blume ist abgefallen, und die Zierde seines Ansehens ist verdorben; d also wird auch der Reiche in seinen Wegen ver12 welken.* Glückselig der Mann, der die Versuchung erduldet! denn nachdem er bewährt ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, die er verheißen hat denen, die ihn lieben. 13 Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht; denn Gott kann nicht versucht werden vom Bösen, und selbst versucht er nie14 manden.* Ein jeder aber wird 397 die Lust empfangen hat, gebiert sie die Sünde, die Sünde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod. Frret euch nicht, meine ge- 16 liebten Brüder!* Jede gute 17 Gabe und jedes vollkommine Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Veränderung iſt, noch Schatten von Wechsel. * Nach seinem eignen Willen 18 hat er uns gezeugt durch das Wort der Wahrheit, auf daß wir eine gewisse Erstlingsfrucht seiner Geschöpfe ſeien. Daher, meine geliebten Brü- 19 der, sei jeder Mensch schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn.* Denn 20 eines Mannes Zorn wirkt nicht die Gerechtigkeit Gottes.* Des- 21 halb leget ab alle Unsauberkeit und alles Uebermaß von Schlechtigkeit und empfanget mit Sanftmut das eingepflanzte Wort, das eure Seelen zu erretten vermag.* Seid aber 22 Thäter des Wortes und nicht allein Hörer, die sich selbst betrügen.* Denn wenn jemand 23 ein Hörer des Wortes ist und nicht ein Thäter, der ist einem Manne gleich, der ſein natürliches Angesicht im Spiegel betrachtet.* Denn er hat sich 24 selbst betrachtet und ist weggegangen und hat alsbald vergessen, wie er beschaffen war. * Wer aber in das vollkommene 25 versucht, wenn er von seiner eignen Lust fortgezogen und 15 gelockt wird.* Darnach, wenn a B. nicht.-b O. es.- c O. Hoheit... Niedrigkeit.- d O. vernichtet. 398 Jakobus 1. 2. Gesetz, das der Freiheit, nahe erwählt, reich zu sein im Glauhineingeschaut hata und darin- ben und zu Erben des Reinen bleibt, der nicht ein ver- ches, welches er verheißen hat geßlicher Hörer, sondern ein denen, die ihn lieben?* Jhr 6 Thäter des Werkes ist, dieser aber habt den Armen gering gewird glückselig sein in seinem schätzt. Unterdrücken euch nicht 26 Thun.* Wenn jemand sich die Reichen, und ziehen nicht dünktb, er diene Gott, und zü- sie euch vor die Gerichte? gelt nicht seine Zunge, sondern* Lästern nicht sie den guten 7 betrügt sein Herz, dessen Gottes- Namen, der über euch ange27 dienst ist eitel.* Ein reiner und rufen worden ist?* Wenn ihr s unbefleckter Gottesdienst vor wirklich das königliche Gesetz Gott und dem Vater ist dieser: vollführet, nach der Schrift: Waisen und Witwen in ihrer„ Du sollst deinen Nächsten lieTrübsal besuchen, sich selbst von ben wie dich selbst," ſo thuet der Welt unbefleckt erhalten. ihr wohl.* Wenn ihr aber die 9 2 Meine Brüder, habet nicht Personen ansehet, so thuet ihr Sünde und werdet von dem Gesetz als Uebertreter überführt.* Denn jemand, der das 10 ganze Gesetz halten, aber in einem straucheln wird, ist aller Gebote schuldig geworden. * Denn der da sprach: Duli sollst nicht ehebrechen," sprach auch:„ Du sollst nicht töten." Wenn du nun nicht die Ehe brichst, aber tötest, so bist du ein Uebertreter des Gesetzes geworden.* Also redet und 12 also thuet, als die durch's Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen.* Denn das Gericht 13 wird ohne Barmherzigkeit sein gegen den, der nicht Barmherzigkeit geübt hat. Die Barmherzigkeit rühmt sich wider das Gericht.f den Glauben unsers Herrn Jesu Christi, des Herrn der Herrlichkeit, mit Ansehen der Per2son.* Denn wenn in eure Synagoge ein Mann kommt mit goldenem Ringe, e in prächtigem Kleide, es kommt aber auch ein armer in unsauberem Kleide 3 herein,* und ihr sehet auf den, der das prächtige Kleid trägt, und sprechet: Setze du dich bequem hierher; und zu dem Armen sprechet ihr: Stehe du dort, oder setze dich hier unter 4 meinen Fußschemel* habt ihr nicht unter euch selbst einen Unterschied gemacht und seid Richter mit bösen Gedankend 5 geworden?* Höret, meine geliebten Brüder: Hat nicht Gott die weltliche Armen ausa O. hineinschaut.-b O. scheint.-c O. Fingerring. d Eig. Uleberlegungen.-e B. die Armen hinsichtlich der Welt.- f. triumphirt über das Gericht. Jakobus 2. 3. 14 Was nützt es, meine Brüder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, hat aber nicht Werke? kann der Glaube ihn erretten? 15* Wenn aber ein Bruder oder eine Schwester nackt ist und der täglichen Nahrung ent16 behrt,* und jemand unter euch spricht zu ihnen: Gehet hin in Frieden, wärmet euch und sättiget euch! ihr gebet ihnen aber nicht die Notdurft des 17 Leibes, was nützt es?* Also ist auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, tot an sich 18 selbst. a* Es wird aber jemand sagen: Du hast Glauben, und ich habe Werke; zeige mir deinen Glauben ohne Werke, und ich werde dir meinen Glauben zeigen aus meinen Wer19 ken.* Du glaubst, daß Gott einer ist, du thust wohl; auch die Teufelb glauben und zit20 tern.* Willst du aber wissen, o eitler Mensch! daß der Glaube ohne die Werke tot ist? 21* Ist nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt worden, da er Isaat, seinen Sohn, auf dem Altar opferte? 22* Du siehst, daß der Glaube mitwirkte zu seinen Werken, und der Glaube durch die Werke vollendet worden ist. 23* Und die Schrift ward erfüllt, welche sagt: ,, Abraham aber glaubte Gott, und es ward ihm zur Gerechtigkeit gerech399 net," e und er ward Freund Gottes genannt.* Jhr sehet 24 also, daß ein Mensch aus d Werken gerechtfertigt wird und nicht ausd Glauben allein.* Jft 25 aber gleicherweise nicht auch Rahab, die Hure, ausd Werfen gerechtfertigt worden, da sie die Boten aufnahm auf einem andern Wege hinausließ?* Denn wie der Leib 26 ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne die Werke tot. und Werdete nicht viele Lehrer, 3 meine Brüder, wissend, daß wir ein schwereres Urteilf empfangen werden;* denn wir 2 alle straucheln oft. Wenn jemand nicht im Worte strauchelt, der ist ein vollkommner Mann, der auch den ganzen Leib zu zügeln vermag.* Siehe, den 3 Pferden legen wir die Gebisse in die Mäuler, daß sie uns gehorchen, und wenden ihren ganzen Leib um.* Siehe, auch 4 die Schiffe, die so groß sind und von heftigen Winden getrieben werden, werden durch ein sehr kleines Steuerruder gelenkt, wohin irgend der Trieb des Steuermanns will.* Also 5 ist auch die Zunge ein kleines Glied und rühmt sich großer Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch einen großen Walds zündet es an!* und die 6 Zunge ist ein Feuer, die Welt der Ungerechtigkeit. Die Zunge a O. an und für sich.- b B. Dämonen.- c 1. Mos. 15, 6.- d O. auf dem Grundsatz d.-e O. Seid.- f O. Gericht. g D. Holzstoß. 1 400 ist gesetzt unter unsern Gliedern, die den ganzen Leib befleckt und den Lauf der Natur a anzündet und von der 7 Hölle angezündet wird.* Denn jede Natur, sowohl der Tiere als der Vögel, sowohl der friechenden als der Meertiere, wird gezähmt und ist gezähmt worden durch die menschliche 8 Natur;* die Zunge aber kann keiner der Menschen zähmen: sie ist ein unstätes Uebel, voll 9 tödlichen Giftes.* Mit ihr preisenb wir den Herrn und Vater, und mit ihr fluchen wir den Menschen, die nach dem Bilde Gottes geworden sind. 10* Aus demselben Munde geht Segen und Fluch hervor. Dies, meine Brüder, sollte nicht also 11 sein.* Sprudelt die Quelle aus derselben Deffnung das Süße 12 und das Bittere?* Kann, meine Brüder, ein Feigenbaum Oliven hervorbringen, oder ein Weinstock Feigen? Auch kann salziges nicht süßes Wasser hervorbringen. Jakobus 3. 4. 13 Wer ist weise und verständig unter euch? Er zeige aus dem guten Wandel seine Werke in 14 Sanftmut der Weisheit.* Wenn ihr aber bittern Neid d und Streitsucht in euerm Herzen habt, so rühmet euch nicht und lüget nicht gegen die Wahrheit.e* Dies ist nicht die Weis- 15 heit, die von oben herabkommt, sondern eine irdische, sinnliche, teuflische.* Denn wo Neid d 16 und Streitsucht ist, da ist Zerrüttung f und jede schlechte That. * Die Weisheit aber von oben ist 17 aufs erste rein, sodann friedſam, gelinde, folgsam, voll Barmherzigkeit und guter Früchte, unparteiisch, s ungeheuchelt.* Die 18 Frucht der Gerechtigkeit in Frieden aber wirdh denen ge= säet, die Frieden ſtiften. Woher kommenkriege und wo- 4 her Streitigkeiten unter euch? Nicht daher, aus euern Wollüsten, die in euern Gliedern streiten?* Jhr gelüſtet und habt 2 nichts; k ihr tötet und neidet1 und könnet nichtsk erlangen; ihr streitet und krieget; ihr habt nichts, k weil ihr nicht bittet;* ihr bittet und empfan- 3 get nichts, k weil ihr übel bittet, auf daß ihr es in euern Wollüsteni vergeudet.* Jhr Ehe- 4 brecherinnen, wisset ihr nicht, daß die Freundschaft der Welt Feindschaft wider Gott ist? Wer nun irgend ein Freund der Welt sein will, stellt sich als Feind Gottes dar.* Oder 5 meinet ihr, daß die Schrift vergeblich rede? Begehrt der Geist, der in uns wohnt, m mit Neid?* Er giebt aber größere 6 a O. unsers Wesens. b O. fegnen.- cO. und den Bater.- d O. Eifer. -e gegen die Wahrheit" bezieht sich sowohl auf, rühmet," als auf, lüget." fO. Unordnung.-g O. nicht zweifelnd, nicht streitsüchtig.- h O. die Frucht d. G. aber wird in Fr. g.- i An a. Stellen durch Vergnügungen" übersetzt. - k B. nicht.- 10. feid eifersüchtig. m O. Wohnung gemacht hat. - Jakobus 4. 5. 401 Gnade; deshalb spricht er: ist's ja, der eine kleine Zeit " 1 Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber giebt 7 er Gnade." a* Unterwerfet euch nun Gott. Widerstehet dem Teufel, und er wird von euch 8 fliehen.* Nahet euch Gott, und er wird sich euch nahen. Säubert die Hände, ihr Sünder, und reiniget die Herzen, ihr 9 Wankelmütigen.* Seid niedergeschlagen und trauert und weinet; euer Lachen verwandle sich in Traurigkeit und eure Freude in Niedergeschlagenheit. 10* Demütiget euch vor dem Herrn, und er wird euch erhöhen. sichtbar ist und dann verschwindet;)* statt daß ihr fa- 15 get: Wenn der Herr will und wir leben, so wollen wir dieses oder jenes thun.* Nun 16 aber rühmet ihr euch in euern Großthuereien. Alles solches Rühmen ist böse.* Wer nun 17 weiß, Gutes zu thun, und thut es nicht, dem ist es Sünde. Wohlan nun, ihr Reichen! 5 Weinet und heulet über euer Elend, b das über euch kommt! * Euer Reichtum ist verfault, 2 und eure Kleider sind mottenfressig geworden.* Euer Gold 3 und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird zum Zeugnis sein wider euch und euer Fleisch fressen wie Feuer; ihr habt Schätze gesammelt in den letzten Tagen.* Siehe, der Lohn 4 der Arbeiter, die eure Felder geschnitten haben, der von euch vorenthalten ist, schreit, und das Geschrei der Schnitter ist gekommen vore die Ohren des Herrn Zebaoth.d* Jhr habt in 5 leppigkeite gelebt auf der Erde und geschwelgt; ihr habt eure Herzen gepflegt wie an einem Schlachttage.* Jhr habt ver- 6 urteilt, ihr habt getötet den Gerechten; er widersteht euch nicht. Redet nicht wider einander, Brüder. Wer wider seinen Bruder redet oder seinen Bruder richtet, redet wider das Gesetz und richtet das Gesetz. Wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein Thäter des Gesetzes, sondern ein Richter. 12* Einer ist der Gesetzgeber und Richter, der zu erretten und zu verderben vermag. Du aber, wer bist du, der du den Nächsten richtest? 11 13 Wohlan denn, die ihr saget: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt gehen und daselbst ein Jahr zubringen und Handel treiben 14 und Gewinn machen;*( die ihr nicht wisset, was der morgende Tag bringt;[ denn] was ift euer Leben? Ein Dampf Habt nun Geduld, Brüder, 7 bis zur Ankunft des Herrn. Siehe, der Ackersmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde a Spr. 3, 34.- b O. eure Drangsale; das gr. Wort steht in der Mehrzahl.- e B. in.- d d. h. Jehova der Heerscharen.- e O. Genußsucht. 23 Jakobus 5. 402 und hat Geduld ihretwegen, bis sie a den Früh- und Spätregen sempfange.* Habt auch ihr Geduld, befestiget eure Herzen; denn die Ankunft des Herrn ist 9 nahe gekommen.* Seufzet nicht wider einander, Brüder, auf daß ihr nicht gerichtet werdet. Siehe, der Richter steht vor der 10 Thür.* Nehmet,[ meine] Brüder, zum Exempel des Leidens und der Geduld die Propheten, die im Namen des Herrn gere11 det haben.* Siehe, wir preisen die glückselig, welche ausgeharrt haben. Von dem Ausharren Hiobs habt ihr gehört, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen, daß der Herr voll innigen Mitgefühls und barmherzig ist. 12 Vor allem aber, meine Brüder, schwöret nicht, weder bei dem Himmel, noch bei der Erde, noch mit irgend einem andern Eide; es sei aber euer Ja ja, und euer Nein nein, auf daß ihr nicht unter das Gericht fallet. rufe die Aeltesten der Versammlung zu sich, und sie mögen über ihn beten und ihn mit Del salbenb im Namen des Herrn. * Und das Gebet des Glaubens 15 wird den Kranken heilen, und der Herr wird ihn aufrichten, und wenn er Sünden gethan, so wird es ihm vergeben werden.* Bekennet denn einander 16 die Vergehungen und betet für einander, damit ihr geheilt werdet; das inbrünstiged Gebet eines Gerechten vermag viel. * Elias war ein Mensch von glei- 17 chen Gemütsbewegungen wie wir, und er betete mit Gebet, daß es nicht regnen sollte, und es regnete nicht auf der Erde drei Jahre und sechs Monate. * Und wiederum betete er, und 18 der Himmel gab Regen, und die Erde brachte ihre Frucht hervor. Meine Brüder, wenn je- 19 mand unter euch von der Wahrheit abgeirrt ist, und es führt ihn jemand zurück,* der wisse, 20 daß der, welcher einen Sünder von dem Irrtum seines Weges er bete. Ist jemand gutes Mu- zurückführt, eine Seele vom 14 tes? er singe Psalmen.* Ist Tode erretten und eine Menge jemand frank unter euch? er von Sünden bedecken wird. 13 Leidet jemand unter euch? a D. er.- b O. beten, nachdem sie ihn gesalbt haben.- c O. retten. - d O. wirksame. 1. Petrus 1. Erste Epistel des Petrus. 1 Petrus, Apostel Jesu Christi, bens, viel köstlicher als die des den Fremdlingen a von der Zerstreuung von Pontus, Galatien, Kappadocien, Asien und 2 Bithynien, auserwählt* nach Vorkenntnis Gottes, des Vaters, durch Heiligung des Geistes, zum Gehorsam und zur Blutbesprengung Jesu Christi: Gnade und Friede sei euch vermehrt! b 3 403 Goldes, das vergeht, aber durch Feuer erprobt wird, erfunden werde zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi;* welchen ihr, ob- 8 gleich ihr ihn nicht gesehen habt, liebet; an welchen glaubend, obgleich ihr ihn jetzt nicht sehet, ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude frohlocket, Gepriesene sei der Gott und* indem ihr das Ende euers 9 Vater unsers Herrn Jesu Chris- Glaubens, die Errettung der ti, der nach seiner großen Barm- Seelenf, davontraget;* über 10 herzigkeit uns wiedergezeugt hat welche Errettung nachgesucht zu einer lebendigen Hoffnung und nachgeforscht haben die Produrch die Auferstehung Jesu pheten, die von der Gnade gegen 4 Christi aus den Toten,* zu ei- euch geweissagt haben,* for- 11 nem unverweslichen und un- schend, auf welche oder welcherbefleckten und unverwelklichen lei Zeit der Geist Christi, der Erbteil, welches in den Himmeln in ihnen war, hindeutete, als er 5 aufbewahrt ist für euch,* die von den Leiden, die auf Chrisihr durch Gottes Macht durch tum kommen sollten, und von den Glauben bewahrt werdet zur Herrlichkeiten darnach zuvor Errettung, die bereit ist, in der zeugte;* welchen es geoffenbart 12 letzten Zeit geoffenbart zu wer- ward, daß sie nicht für sich selbst, 6 den;* worind ihr frohlocket, die sondern für euch die Dinge beihr jetzt eine kleine Zeit, wenn es dienten, die euch jetzt verkünnötig ist, betrübt seid durch man- digt worden sind durch die, wel7 cherlei Versuchungen; e* auf che euch das Evangelium gepredaß die Bewährung euers Glau- digt haben durchs den vom Him- a B. die ohne Bürgerschaft wohnen.- b B. Gnade euch und Friede ſei vermehrt.- e O. Gesegnet. d O. in welcher Zeit. e O. Prüfungen. - f Eig. Seelen- Errettung, im Gegensatz zu leibl. und zeitl. Befreiungen. - g B. in( in der Kraft des.) 26* 404 mel gesandten Heiligen Geist, in welche Dinge Engel hineinzu schauen begehren. 1. Petrus 1. 2. hat, auf daß euer Glaube und eure Hoffnung auf Gott ſei. d * Da ihr eure Seelen gereinigt 22 13 Deshalb umgürtet die Len- habt durch den Gehorsam der den eurer Gesinnung, seid nüch- Wahrheit zur ungeheuchelten tern und hoffeta völlig auf die Bruderliebe, so liebet einander Gnade, die euch gebracht wird mit Jnbrunst aus reinem Herbei der Offenbarung Jesu Chris- zen, die ihr nicht wiederge- 23 14 ti;* als Kinder des Gehorsams borene seid aus verweslichem bildet euch nicht nach den vori- Samen, sondern aus unvergen Lüften in eurer Unwissen- weslichem, durch das lebendige 15 heit,* sondern wie der, welcher und bleibende Wort Gottes; euch berufen hat, heilig ist, seid* denn, alles Fleisch ist wieGras, 24 auch ihr heilig in allem Wan- und alle seine Herrlichkeit wie 16 del;* denn es steht geschrieben: des Grases Blume. Das Gras ist verdörrt, und[ seine] Blume ist abgefallen;* aber das Wort 25 des Herrn bleibt in Ewigkeit." f Dies aber ist das Wort, das euch verkündigts worden ist. Seid heilig, denn ich bin hei17 lig." e* Und wenn ihr den als Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person richtet nach eines jeden Werk, so wandelt die Zeit eurer Fremdlingschaft 18 in Furcht,* indem ihr wisset, daß ihr nicht mit verweslichen Dingen, mit Silber oder Gold, erlöst worden seid von euerm eiteln, von den Vätern überlie19 ferten Wandel,* sondern mit Leget nun ab alle Bosheit 9 und allen Betrug und Heuchelei und Neid und alles üble Nachreden,* und wieh neuge- 2 borne Kindlein seid begierig nach der vernünftigen, unverfälschten Milch, auf daß ihr dadurch wachset zur Errettung, * wenn ihr anders geschmeckt 3 habt, daß der Herr gütig ist. * Zu welchem kommend, als zu 4 einem lebendigen Steine, von Menschen zwar verworfen, vor Gott aber auserwählt, koſtbar, * seidi auch ihr selbst, als leben- 5 dige Steine, aufgebaut, ein geistliches Haus, ein heiliges Pries" 1 dem kostbaren Blute Christi, als eines Lammes ohne Fehl und 20 ohne Flecken;* welcher zwar zuvorerkannt ist vor Grundlegung der Welt, aber geoffenbart worden am Ende der Zei21 ten um euertwillen, die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn aus den Toten auferweckt und ihm Herrlichkeit gegeben a Eig. die Lenden umg. habend, nüchtern seiend, hoffet. nicht gebildet seid. c 3. Moj. 11, 44.- d O. so daß. dergezeugt.- f Jes. 40, 6. 7.- g B. evangelifirt. werdet. - b. die ihr ist.- e O. wieh O. als.- io. - 11 nun, die ihr glaubet, ist die Kostbarkeit; den Ungehorsamen e aber: ,, Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, dieser ist zum Ecksteind geworden," 8* und ,, ein Stein des Anstoßes und ein Fels des Aergernisses," e die sich, da sie nicht gehorsam sind, f an dem Worte stoßen, wozu sie auch gesetzt 9 worden sind.* Jhr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, eine heilige Nation, ein Volk zum Besitztum, damit ihr die Tugendens dessen verkündiget, der euch berufen hat aus der Finsternis zu seinem wunderbaren 10 Licht;* die ihr einst nicht ein Volk" waret, jetzt aber ein Volk Gottes seid; die ihr nicht Barmherzigkeit empfangen hattet," jetzt aber Barmherzigkeit empfangen habt. 1 1. Petrus 2. tertum, um darzubringen geistliche Schlachtopfer, Gott wohl annehmlich, durch Jesum Chris6 tum.* Denn es ist in der Schrift enthalten:„ Siehe, ich lege in Zion einen Eckstein, einen aus erwählten, kostbaren; und wer an ihn glaubt, a wird nicht zu 7 Schanden werden." b* Euch a O. auf ihn vertraut. Haupt der Ecke; Ps. 118, 22. Worte nicht gehorchen, stoßen. Geliebte, ich ermahne euch als Fremdlinge, und als die ihr ohne Bürgerschaft seid, daß ihr euch enthaltet von den fleischlichen 1 405 Lüsten, die da wider die Seele streiten,* und euern Wandel un- 12 ter den Nationen ehrbar führet, auf daß sie, worin sie wider euch als Uebelthäter reden, aus den guten Werken, die sie anschauen, Gott verherrlichen am Tage der Heimsuchung. Unterwerfet euch[ nun] aller 13 menschlichen Einrichtung um des Herrn willen: es sei dem Könige, als Oberherrn,* oder 14 den Statthaltern, als denen, die von ihm gesandt werden zur Bestrafung der Uebelthäter und zum Lobe derer, die Gutes thun. * Denn also ist es der Wille 15 Gottes, daß ihr durch Gutesthun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringet:* als Freie, 16 und die nicht die Freiheit zum Deckmantel der Bosheit haben, sondern als Knechteh Gottes. * Erweiset allen Ehre; liebet 17 die Brüderschaft; fürchtet Gott; ehret den König. - Ihr Hausknechte, seid den Her- 18 ren unterworfen in aller Furcht, nicht allein den guten und milden, i sondern auch den verkehrten.* Denn dies ist wohl- 19 gefällig, wenn jemand um des Gewissens vor Gottk willen Beschwerden erträgt, indem er ungerecht leidet.* Denn was 20 für ein Ruhm ist es, wenn ihr b Jei. 28, 16.- e O. Ungläubigen.- d B. e Jes. 8, 14.- f O. die sich, da sie dem g O. Vortrefflichkeiten.- h B. Sklaven. i O. gelinden.- kO. Gott gegenüber. 1. Petrus 2. 3. ausharret, so ihr fündiget und der verborgene Mensch des geschlagen werdet? Wenn ihr aber ausharret, so ihr Gutes thuet und leidet, dies ist wohl21 gefällig vor Gott.* Denn hierzu seid ihr berufen; denn auch Christus hat für euch gelitten und euch ein Beispiela gelassen, auf daß ihr seinen Fußstapfen 22 nachfolgen sollet;* welcher keine Sünde that, noch ward Betrug in seinem Munde erfunden, 23* der, gescholten, nicht wieder schalt, leidend, nicht drohte, sondern sich dem übergab, der 24 recht richtet;* welcher selbst Herzens in dem unverweslichen Schmuck des sanften und stillen Geistes, welcher vor Gott sehr köstlich ist.* Denn also schmück- 5 ten sich auch einst die heiligen Weiber, die ihre Hoffnung auf Gott setzten, und waren ihren eignen Männern unterworfen; * wie Sarah dem Abraham ge- 6 horchte und ihn Herr nannte, deren Kinder ihr geworden seid, wenne ihr Gutes thuet und keinerlei Schrecken fürchtet. unsre Sünden an seinem Leibe auf das Holz getragen hat, auf daß wir, den Sünden abgestorben, der Gerechtigkeit leben, durch dessen Striemene 25 ihr heil geworden seid.d* Denn ihr ginget in der Frre wie Schafe, aber ihr seid jetzt zurückgekehrt zu dem Hirten und Aufseher eurer Seelen. Ihr Männer gleicherweiſe, 7 wohnet bei ihnen gemäß der Erkenntnis, als bei dem schwächern Gefäße, dem weiblichen, ihnen Ehre gebend, als auch Miterben der Gnade des Lebens, auf daß eure Gebete nicht gehindert werden. 406 Endlich aber seid alle gleich- 8 gesinnt, mitleidig, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, demütig, f* und vergeltet nichts 3 Gleicherweise ihr Weiber, seid Böses mit Bösem, oder Schelteuern eignen Männern unter- wort mit Scheltwort, sondern worfen, auf daß, wenn auch im Gegenteil segnet, weil ihr etliche dem Worte nicht gehorchen, sie durch den Wandel der Weiber ohne Wort mögen 2 gewonnen werden, indem sie dazu berufen seid, daß ihr Segen ererbet.* ,, Denn wer das 10 Leben lieben und gute Tage sehen will, der enthalte seine Zunge vom Bösen und seine Lippen, daß sie nicht Trug reden;* und er wende sich ab 11 vom Bösen und thue Gutes; er suche Frieden und jage ihm nach;* denn[ die] Augen des 12 euern in Furcht keuschen Wan3 del angeschaut haben;* deren Schmuck sei nicht der auswendige mit Haarflechten und Umhängen von Gold oder Anzie4 hen von Kleidern, sondern a O. Vorbild.- b O. es. c O. Wunden. indem.- f O. niedriggesinnt, - d Jes. 53, 5.- e O. 1. Petrus 3. 4. 407 Herrn sind gerichtet auf die Ge-* welche vormals ungehorsam 20 rechten und seine Ohren auf ihr Gebet; das Angesicht aber des Herrn ist wider die, welche 13 Böses thun." a* Und wer ist, der euch Böses thun wird, wenn ihr Nachahmer des Guten 14 geworden seid?* Aber wenn ihr auch leiden solltet um der Gerechtigkeit willen, glückselig seid ihr! Fürchtet aber nicht ihre Furcht, noch seid bestürzt, 15* sondern heiliget Christus, den waren, s als die Langmut Gottes harrte in den Tagen Noahs, während die Arche zugerichtet wurde, in welche wenige, das ist acht Seelen, durch Wasserh gerettet wurden, welches Ge- 21 genbild auch euch jetzt errettet, das ist die Taufe,( nicht ein Ablegen der Unreinigkeit des Fleisches, sondern das Begehreni eines guten Gewissens vor Gott,) durch die Auferstehung Jesu Christi,* welcher zur Rech- 22 ten Gottes ist, da er in den Himmel gefahren und Engel und Gewalten und Mächte ihm unterworfen sind. Herrnb, in euern Herzen. Seid aber jederzeit bereit zur Verantwortung gegen jeden, der Rechenschaft von euch fordert wegen der Hoffnung, die in euch ist, aber mit Sanftmut 16 und Furcht;* und habet ein gutes Gewissen, auf daß, worin sie wider euch als Uebelthäter reden, die zu Schanden werden, welche euern guten Wandel in Christo verleumden. 17* Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es will, d für Gutesthun zu leiden, als für Bö18 festhun.* Denn es hat jae Christus einmal für Sünden gelitten, der Gerechte für die Ungerechten, auf daß er uns zu Gott führe, getötet nach dem Fleische, aber lebendig gemacht nachf 19 dem Geiste,* in welchem er auch Da nun Christus für uns 4 im Fleische gelitten hat, so waffnet auch ihr euch mit demselben Sinne; denn k wer im Fleische gelitten hat, ruht von der Sünde,* um die im Fleische 2 noch übrige Zeit nicht mehr den Lüsten der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben. * Denn die vergangene Zeit ist 3 [ uns] genug, den Willen der Nationen gethan zu haben, als wir wandelten in Ausschweifungen, Lüsten, Trunkenheit, Festgelagen, Trinkgelagen und frevelhaften Götzendienereien; * wobei es sie befremdet, daß 4 ihr nicht mitlaufet zu demselben Treiben der Ausgelassenheit hinging und predigte den Geistern, die im Gefängnis sind, a Bs. 34, 12-16.- b B. den Herrn, den Christus. c Jes. 8, 12. 13. 1 d Eig. wollen sollte.- e B. auch.- f O. in.- g O. nicht glaubten. 1 h O. durch Wasser hindurch.- i O. Anfrage um ein, od.: Zeugnis eines. -k O. Sinne, daß, wer c. 1 408 1. Petrus 4. 5. der Schwelgerei, und lästern insoweit ihr der Leiden des 5 euch,* welche dem Rechenschaft geben werden, der bereit ist, zu richten Lebendige und Tote. 6* Denn dazu ist auch den Toten eine frohe Botschaft verkündigt worden, auf daß sie gerichtet werden dem Menschen gemäß nacha dem Fleische, aber leben Gott gemäß nacha dem Geiste. 7 Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. Seid nun besonnen und seid nüchstern zum Gebet.b* Vor allen Dingen aber habt unter einander eine inbrünstige Liebe, denn die Liebe bedeckt eine Men9 ge Sünden.* Seid gastfrei gegen 10 einander ohne Murren;* je nachdem ein jeder eine Gnadengabe empfangen hat, dienet einander damit, als gute Verwalter der mancherlei Gnade Got11 tes.* Wenn jemand redet, so rede er als Aussprüche Gottes; wenn jemand dient, so sei es als aus der Kraft, die Gott darreicht, auf daß in allem Gott verherrlicht werde durch Jesum Christum, welchem die Herrlichkeit ist und die Macht in die Zeitalter der Zeitalter. Amen. 12 Geliebte, lasset euch das Feuer der Verfolgung unter euch, das euch zur Versuchung e geschieht, nicht befremden, als begegne 13 euch etwas Fremdes,* sondern Christus teilhaftig seid, frenet euch, auf daß ihr auch in der Offenbarung seiner Herrlichkeit mit Frohlocken euch freuet. * Wenn ihr im Namen Christi 14 geschmäht werdet, glückselig seid ihr! denn der Geist der Herrlichkeit und der Geist Gottes ruht auf euch.[ Bei ihnen freilich wird er verlästert, bei euch aber wird er verherrlicht.]* Daß 15 doch niemand von euch leide als Mörder oder Dieb oder Uebelthäter oder als einer, der sich in fremde Sachen mischt; * wenn aber als Christ, so schäme 16 er sich nicht, sondern verherrliche Gott in diesem Namen. * Denn die Zeit ist gekommen, 17 daß das Gericht anfange beid dem Hause Gottes; wenn aber zuerst beid uns, was wird das Ende derer sein, die dein Evangelium Gottes nicht gehorchen! e * Und wenn der Gerechte mit 18 Not errettet wird, wo will der Gottlose und Sünder erscheinen?"* Daher sollen auch die, 19 welche nach dem Willen Gottes leiden, ihm, dem treuen Schöpfer, ihre Seelen befehlen im Gutesthun. Die Aeltesten, die unter euch 5 sind, ermahne ich, der Mitälteste und Zeuge der Leiden des Christus und auch Teilhaber der Herrlichkeit, die geoffenbart werden soll: g* Hütet die Herde 2 - a O. in.- b Eig. zu Gebeten.-c O. Prüfung. d B. von. -eo. glauben.- f Spr. 11, 31.- g O. die im Begriff steht, geoff. zu werden. 1. Petrus 5. Gottes, die unter euch ist, und führet die Aufsicht nicht aus Zwang, sondern freiwillig, auch nicht um schändlichen Gewinn, 3 sondern bereitwillig,* nicht als herrschend über eure a Besitztümer, sondern daß ihr Vor4 bilder der Herde seid.* Und wenn der Erzhirte offenbar geworden ist, so werdet ihr die unverwelkliche Krone der Herrlichkeit empfangen. 5 Gleicherweise ihr Jüngern, seid den Aeltesten unterthan. Alle aber seid gegen einander mit Demut fest umhüllt; denn ,, Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber giebt 6er Gnade."* So demütiget euch nun unter die mächtige Hand Gottes, auf daß er euch 7 erhöhe zu seiner Zeit.* Alle eure Sorge werfet auf ihn, denn er sorgt für euch. 8 Seid nüchtern, wachet; euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe, und sucht, wen er verschlinge. Zweite Epistel des Petrus. 1 Simon Petrus, Knechts und mit uns empfangen haben durch Apostel Jesu Christi, denen, die die Gerechtigkeit unsers Gottes einen gleich kostbaren Glauben und Heilandes Jesu Christi: 2. Petrus 1. 409 * Dem widerstehet standhaft imd 9 Glauben, da ihr wisset, daß dieselben Leiden vollbracht werden an eurer Brüderschaft, die in der Welt ist. Der Gott aber aller Gnade, 10 der euch berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, nachdem ihr eine kleine Zeit gelitten habt, er selbſt wird euch vollkommen machen, befestigen, kräftigen, gründen. * Jhm sei die Herrlichkeit und 11 die Macht in die Zeitalter der Zeitalter! Amen. Durch Silvanus, den treuen Bruder, wie ich dafür halte, habe ich euche mit wenigem geschrieben, ermahnendf und bezeugend, daß dies die wahre Gnade Gottes ist, in welcher ihr stehet.* Es grüßt euch die 13 Miterwählte in Babylon, und Markus, mein Sohn.* Grü- 14 ßet einander mit dem Kuß der Liebe. Friede sei mit euch allen, die in Christo sind! a B. die.-b Eig. das durchs Los Zugefallene. d D. durch. ermunternd. 1 - c Spr. 3, 34.- e O. den euch treuen Bruder... habe ich geschr.- f O. g B. Sklave. 410 2. Petrus 1. 2* Gnade und Friede sei euch fung und Erwählung fest zu vermehrt in der Erkenntnis Gottes und Jesu, unsers Herrn! 3 machen; denn wenn ihr diese Dinge thuet, so werdet ihr niemals straucheln.* Denn also 11 wird euch reichlich dargereicht werden der Eingang in das ewige Reich unsers Herrn und Da seine göttliche Kraft uns alles in betreff des Lebens und der Gottseligkeit gegeben hat durch die Erkenntnis dessen, der uns berufen hat durch Herrlich- Heilandes Jesu Christi. 4keit und Tugend, a* durch welche er uns die größten und kostbaren Verheißungen gegeben, auf daß ihr durch diese Teilhaber der göttlichen Natur werdet, indem ihr entflohen seid dem Verderben, das in der Welt 5 ist durch die Lust.* Eben deshalb reichet aber auch dar, indem ihr allen Fleiß anwendet, b in euerm Glauben die Tugend, a in der Tugend aber die Kennt6nis,* in der Kenntnis aber die Enthaltsamkeite, in der Enthaltsamkeit aber das Ausharren, in dem Ausharren aber 7 die Gottseligkeit,* in der Gottseligkeit aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber die 8 Liebe.* Denn wenn diese Dinge bei euch sind und reichlich vorhanden, so stellen sie euch nicht träge noch fruchtleer hin in bezug auf die Erkenntnis un9 fers Herrn Jesu Christi.* Denn bei welchem diese Dinge nicht sind, der ist blind, kurzsichtig und hat vergessen die Reinigung seiner vorigen Sünden. 10* Darum, Brüder, befleißiget euch um so mehr, eure BeruDeshalb will ich Sorge tra- 12 gen, euch immer an diese Dinge zu erinnern, wiewohl ihr sie wisset und in der gegenwärtigen Wahrheit befestigt seid. * Ich halte es aber für recht, 13 so lange ich in dieser Hütte bin, euch durch Erinnerung zu erwecken, da ich weiß, daß das 14 Ablegen meiner Hütte bald geschieht, wie auch unser Herr Jesus Christus mir fund gethan hat.* Ich will mich aber 15 befleißigen, daß ihr auch zu jeder Zeit nach meinem Abschiede imstande seid, euch dies ins Gedächtnis zu rufen.* Denn wir 16 sind nicht künstlich erdichteten Fabeln gefolgt, als wir euch kund thaten die Macht und Ankunft unsers Herrn Jesu Christi, sondern als die da Augenzeugen seiner Majestät gewesen sind. * Denn er empfing von Gott, 17 dem Vater, Ehre und Herrlichkeit, als von der prachtvollen Herrlichkeit eine solche Stimme an ihn erging: ,, Dieser ist mein geliebter Sohn, an welchem ich Wohlgefallen gefunden habe." * Und diese Stimme hörten wir18 a O. Tüchtigkeit, geistl. Energie, Entschiedenheit.- b B. hinzubringet. -c O. Selbstbeherrschung. 2. Petrus 1. 2. vom Himmel erlassen, als wir hatten, nicht verschonte, sondern mit ihm auf dem heiligen Berge 19 waren.* Und wir besitzen das prophetische Wort befestigt, a auf welches zu achten ihr wohl thuet, ( als auf eine Lampe, welche leuchtet in einem dunklen Orte,) bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euern 20 Herzen;* indem ihr dies zuerst 411 wisset, daß keine Weissagung der Schrift von eigner Ausle21 gung ist.b* Denn die Weissagung ward ehemals nichte durch den Willen des Menschen hervorgebracht, sondern heilige Männer Gottes redeten, getrieben vom Heiligen Geiste. sie in den tiefsten Abgrund s hinabstürzend, den Ketten der Finsternis überlieferte, um aufbewahrt zu werden für das Gericht;* und nicht schonte der 5 alten Welt, sondern Noah, den Prediger der Gerechtigkeit, ſelbacht erhielt, und die Flut brachte über die Welt der Gottlosen; * und die Städte Sodom und 6 Gomorra einäscherte und mit Zerstörung verurteilte und sie denen, die gottlos leben würden, zum Erempel hinstellte; * und den gerechten Lot rettete, 7 der von dem ausschweifenden Wandel der Ruchlosen gequält 2 Es waren aber auch falsche ward;*( denn der unter ihnen 8 Propheten unter dem Volke, wie wohnende Gerechte quälte durch auch unter euch falsche Lehrer das, was er sah und hörte, Tag sein werden, die da verderbliche für Tag seine gerechte Seele mit Sektend nebeneinführen wer- ihren gesetzlosen Werken.) den und den Gebieter verleug-* Der Herr weiß die Gottseligen 9 nen, der sie erkauft hat, und sich aus der Versuchung zu retten, selbst schnelles Verderben zu- die Ungerechten aber aufzube2ziehen.* Und viele werden ih- wahren auf den Tag des Geren Ausschweifungen nachfol- richts, um bestraft zu werden; gen, um welcher willen der Weg* besonders aber, die dem Fleische 10 der Wahrheit verlästert werden nach in der Lust der Befleckung 3 wird.* Und durch Habsuchte wandeln und die Herrschaft verwerden sie euch verhandeln mit achten, Verwegene, Eigenwilerfünstelten Worten; welchen lige; sie erzittern nicht, Herrdas Gericht von lange her nicht lichkeiten zu lästern,* während 11 zögert, und ihr Verderben doch Engel, die an Stärke und 4 schlummert nicht.* Denn wenn Macht größer sind, nicht ein Gott Engel, welche gesündigt lästerndes Urteil wider sie beim - a B. wir haben... befestigter.-b O. sich selbst auslegt.- c O. ward niemals. d'O. Parteiungen. e. Gier.- f O. betrügerischen. g Eig. in den Tartarus( griech. Bezeichnung für den Ort der Qual.)- h O. Würden, Gewalten. - 412 2. Petrus 2. 3. 12 Herrn vorbringen.* Diese aber, im Frrtum wandeln;* ihnen 19 wie unvernünftige, natürliche Tiere, geschaffen zum Fang und Verderben, lästernd über das, was sie nicht wissen, werden in ihrem eignen Verderben 13 auch umkommen und den Lohn der Ungerechtigkeit empfangen; welche die eintägige Schwelgereia für Vergnügen achten, Flekken und Schandflecke, die in ihren eignen Betrügereien schwelgen und Feste mit euch feiern. 14* Sie haben Augen voll Ehebruch, die von der Sünde nicht ablassen, indem sie unbefestigte Seelen anlocken; sie haben ein Herz, in Habsuchtb geübt, sind 15 Kinder des Fluches;* da sie [ den] geraden Weg verlassen haben, sind sie abgeirrt, indem sie dem Wege des Balaam nachgefolgt sind, des Sohnes Bosors, der den Lohn der Ungerechtig16 feit liebte,* aber eine ZurechtDiesen zweiten Brief, Gelieb- 3 weisung seiner eignen Verkehrt- te, schreibe ich euch bereits, in heit hatte: ein sprachloses Last- welchen beiden ich durch Erinnertier, mit Menschenstimme re- ung eure lautere Gesinnung dend, wehrte der Thorheit des erwecke,* damit ihr gedenket der 2 17 Propheten.* Diese sind Brun- von den heiligen Propheten zunen ohne Wasser, und Nebel, vor gesprochenen Worte und Sturmwind getrieben, des Gebotes des Herrn und welchen das Dunkel der Fin- Heilandes durch eure Apostel; sternis aufbewahrt ist[ in Ewig-* zuerst dieses wissend, daß in 3 18 feit].* Denn stolze Worte der den letzten Tagen Spötter mit Eitelkeit aussprechend, ködern Spötterei kommen werden, die sie mit fleischlichen Lüsten durch nach ihren eignen Lüſten wanAusschweifungen die, welche deln* und sagen: Wo ist die 4 eben entflohen sind denen, die Verheißung seiner Ankunft? vom Freiheit versprechend, sind sie selbst Sklaven des Verderbens; denn von wem jemand überwältigt ist, diesem ist er auch als Sklave unterthan.* Denn 20 wenn sie, entflohen den Befleckungen der Welt durch die Erkenntnis des Herrn und Heilandes Jesu Christi, wiederum in diese verwickelt und überwältigt werden, so ist ihr Letztes ärger geworden als das Erste. * Denn es wäre ihnen besser, 21 den Weg der Gerechtigkeit nicht erkannt zu haben, als, nachdem sie ihn erkannt, umzukehren von dem ihnen überlieferten heiligen Gebote.* Es ist ihnen aber nach 22 dem wahren Sprichworte ergangen: ,, Der Hund kehrt um zu seinem eignen Gespei" d und die gewaschene Sau, sich zu wälzen im Kot." a O. die Schwelgerei bei Tage.- b O. Gier.- e Eig. bildliche Rede. - d Spr. 26, 11. 2. Petrus 3. 413 Tages Gottes, dessentwegen die Himmel, in Feuer geraten, werdenn seitdem die Väter ent- schleunigend die Ankunft des schlafen sind, bleibt alles so von Anfang der Schöpfung an. 5* Denn nach ihrem eignen Willen ist ihnen dies verborgen, daß von alters her Himmel waren und eine Erde, entstehend aus Wasser und ima Wasser durch 6 das Wort Gottes,* durch welcheb die damalige Welt, vom Wasser überschwemmt, unter7 ging.* Die jetzigen Himmel aber und die Erde sind durch sein Wort aufbewahrt, für das Feuer behalten bis zum Tage des Gerichts und des Verderbens der sgottlosen Menschen.* Dies eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, daß ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. 9*[ Der] Herr verzieht nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten, sondern er ist langmütig gegen euch, da er nicht will, daß irgend welche verloren gehen, sondern daß 10 alle zur Buße kommen.* Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb, an welchem die Himmel vergehen werden mit gewaltigem Geräusch, die Elemente aber im Brande aufgelöst und die Erde und die Werke auf ihr verbrannt werden. Da nun dies alles aufgelöst wird, welche solltet ihr dann sein in heiligem Wandel und Gott12 seligkeit!* erwartend und be11 a O. durch. 1 aufgelöst werden, und die Elemente im Brande zerschmelzen.* Wir erwarten aber, nach 13 seiner Verheißung, neue Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.* Des- 14 hatb, Geliebte, da ihr dies erwartet, so befleißiget euch, ohne Flecken und tadellos vor ihm erfunden zu werden in Frieden. * Und achtet die Langmut un- 15 sers Herrn für Errettung, so wie auch unser geliebter Bruder Paulus nach der ihm gegebenen Weisheit euch geschrieben hat,* wie auch in allen sei- 16 nene Briefen, wenn er in denselben von diesen Dingen redet, von denen etliche schwer zu verstehen sind, welche die Unwissenden und Unbefeſtigten verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eignen Verderben. Jhr nun, Geliebte, da ihr es 17 vorher wisset, so hütet euch, daß ihr nicht, durch den Frrtum der Ruchlosen mit fortgerissen, aus eurer eignen Festigkeit fallet.* Wachset aber in der Gnade 18 und Erkenntnis unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi. Ihm sei die Herrlichkeit, sowohl jetzt, als auch auf den Tag der Ewigkeit! Amen. b bezieht sich auf Wasser" in V. 5.- c B. den. 414 1. Johannes 1. 2. Erste Epistel des Johannes. Sohnes, reinigt uns von allerb Sünde. 1 Was von Anfang war, was das Blut Jesu Christi, ſeines wir gehört, was wir mit unsern Augen gesehen, was wir angeschaut und unsre Hände betastet haben, betreffend das Wort des 2 Lebens;*( und das Leben ist geoffenbart worden, und wir haben gesehen und zeugen und verkündigen euch das ewige Leben, welches bei dem Vater war und uns geoffenbart worden 3 ist;)* was wir gesehen und gehört haben, verkündigen wir euch, auf daß auch ihr mit uns Gemeinschaft habet; und zwar ist unsre Gemeinschaft mit dem Vater und mit seinem Sohne 4 Jesu Christo.* Und dies schreiben wir euch, auf daß eure Freude völlig sei. 5 Und dies ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen: daß Gott Licht ist und gar keine Finsternis in ihm ist. 6 Wenna wir sagen, daß wir Gemeinschaft mit ihm haben und wandeln in der Finsternis, so fügen wir und thun nicht die 7 Wahrheit.* Wenn wir aber in dem Lichte wandeln, wie er in dem Lichte ist, so haben wir Gemeinschaft mit einander, und Wenn wir sagen, daß wir 8 keine Sünde haben, so betrügen wir uns selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir unsre Sünden be- 9 kennen, so ist er treu und gerecht, daß er uns die Sünden vergiebt und reinigt uns von allerb Ungerechtigkeit. Wenn wir sagen, daß wir 10 nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns. Meine Kinder, ich schreibe euch dieses, auf daß ihr nicht sündiget; und wenn jemand gesündigt hat: wir haben einen Sachwaltere bei dem Vater, Jesum Christum, den Gerechten.* Und er ist die Sühnung für unsre Sünden, nicht allein aber für die unsern, sondern auch für die ganze Welt. Und hieran wissend wir, daß 3 wir ihn kennen, wenn wir seine Gebote halten.* Wer da sagt: 4 Ich kenne ihn, und hält seine Gebote nicht, ist ein Lügner, und in diesem ist die Wahrheit nicht.* Wer aber irgend sein 5 a O. Gesetzt den Fall, daß; so auch V. 7-10; 2, 1; 3, 20. 21 2c.- bO jeder. e O. Vertreter.- d O. erkennen.-e Eig. erkannt haben; die Erfenntnis hat angefangen und dauert fort; so auch V. 4. 1. Johannes 2. habt. Wort hält, in diesem ist wahr- weil ihr den Vater erkannt haftig die Liebe Gottes vollendet. Hieran wissen wir, daß 6 wir in ihm sind.* Wer da sagt, daß er in ihm bleibe, der ist schuldig, selbst auch so zu wandeln, wie er gewandelt hat. 7 Geliebte, nicht ein neues Gebot schreibe ich euch, sondern ein altes Gebot, welches ihr von Anfang hattet.a Das alte Gebot ist das Wort, das ihr 8 gehört habt.* Wiederum ein neues Gebot schreibe ich euch, welches wahr ist in ihm und in euch, weil die Finsternis vergeht und das wahrhaftige Licht 9 schon leuchtet.* Wer da sagt, daß er in dem Lichte sei, und haßt seinen Bruder, der ist in 10 der Finsternis bis jetzt.* Wer seinen Bruder liebt, bleibt in dem Lichte, und kein Aerger11 nisb ist in ihm.* Wer aber ſeinen Bruder haßt, ist in der Finsternis und wandelt in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht, weil die Finsternis seine Augen verblendet hat. 12 Ich schreibe euch, Kinder, weil euch die Sünden vergeben sind um seines Namens willen. 13 Ich schreibe euch, Väter, weil ihr den erkannte habt, der von Anfang ist. Ich schreibe euch, Jünglinge, weil ihr den Bösen überwunden habt. Ich schreibe euch, Kindlein, 415 a O. gehabt habt. d D. aus. Ich habe euch, Väter, ge- 14 schrieben, weil ihr den erkannte habt, der von Anfang ist. Ich habe euch, Jünglinge, geschrieben, weil ihr stark seid und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bösen überwunden habt.* Liebet nicht die 15 Welt, noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt liebt, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm;* denn alles, 16 was in der Welt ist, die Lust des Fleisches und die Luft der Augen und der Hochmut des Lebens, ist nicht vond dem Vater, sondern ist vond der Welt. * Und die Welt vergeht und ihre 17 Lust; wer aber den Willen Gottes thut, bleibt in Ewigkeit. Kindlein, es ist die letzte 18 Stunde, und wie ihr gehört habt, daß der Antichrist kommt, so sind auch jetzt viele Antichristen geworden; daher wissen wir, daß es die letzte Stunde ist. Sie sind von uns aus- 19 gegangen, aber sie waren nicht von uns; denn wenn sie von uns gewesen wären, so würden sie bei uns geblieben sein; aber auf daß sie offenbar würden, daß sie alle nicht von uns sind. * Und ihr habt die Salbung 20 von dem Heiligen und wisset alles.* Ich habe euch nicht 21 geschrieben, weil ihr die Wahr1 - bO. kein Anlaß zum Anstoß.- c O. gekannt. 1. Johannes 2. 3. 416 heit nicht wisset, sondern weil ihr sie wisset, und daß keine Lüge aus der Wahrheit ist. 22* Wer ist der Lügner, wenn nicht der, der da leugnet, daß Jesus der Christus ist? Dieser ist der Antichrist, der den Vater 23 und den Sohn leugnet.* Jeder, der den Sohn leugnet, hat auch den Bater nicht; wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. 24* Jhr, was ihr von Anfang gehört habt, bleibe in euch. Wenn in euch bleibt, was ihr von Anfang gehört habt, so werdet auch ihr in dem Sohne und 25 in dem Vater bleiben.* Und dies ist die Verheißung, die er uns verheißen hat: das ewige 26 Leben. Dies habe ich euch betreffs derer geschrieben, die euch 27 verführen.* Und ihr, die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, und ihr bedürfet nicht, daß euch jemand belehre, sondern wie dieselbe Salbung euch über alles belehrt und wahr ist und keine Lüge ist, und wie sie euch belehrt hat, so werdet ihr in ihm bleiben. 28 Und nun, Kinder, bleibet in ihm, auf daß wir, wenn er geoffenbart wird, Freimütigkeit haben und nicht beschämt werden vor ihma bei seiner Ankunft. Wenn ihr wisset, daß er gerecht ist, so erkennet, b daß jeder, der die Gerechtigkeit thut, aus 3 ihm geboren ist.* Sehet, welch 29 eine Liebe uns der Vater gegeben hat, daß wir sollen Gottes Kinder heißen! Deswegen erkennt uns die Welt nicht, weil sie ihn nicht erkannt hat.* Ge- 2 liebte, jetzt sind wir Gottes Kinder, und es ist noch nicht offenbar geworden, was wir sein werden; wir wissen, daß, wenn es offenbar gewordene, wir ihm gleich sein werden, denn wir werden ihn sehen, wie er ist. * Und jeder, der diese Hoffnung 3 zu ihmd hat, reinigt sich selbst, gleichwie er rein ist. Jeder, der die Sünde thut, 4 thut auch die Gesetzlosigkeit, und die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. * Und ihr wisset, daß er geoffen- 5 bart worden ist, auf daß er unsre Sünden wegnehme; und Sünde ist nicht in ihm.* Jeder, 6 der in ihm bleibt, sündigt nicht; jeder, der sündigt, hat ihn nicht gesehen, noch ihn erkannt. Kinder, daß niemand euch 7 verführe! Wer die Gerechtigkeit thut, der ist gerecht, gleichwie er gerecht ist.* Wer die Sünde 8 thut, ist aus dem Teufel, denn der Teufel sündigt von Anfang. Hierzu ist der Sohn Gottes geoffenbart worden, auf daß er die Werke des Teufels vernichte.* Jeder, der aus Gott 9 geborene ist, thut nicht Sünde, denn sein Same bleibt in ihm; und er kann nicht fündigen, weil er aus Gott geborene ist. a Eig. von ihm hinweg.- bO. erkennet ihr. c O. wenn er geoffenbart ist.- d O. auf ihn. e O. von Gott gezeugt. - 1. Johannes 3. 4. 417 wir erkennen, daß wir aus der Wahrheit sind, und werden vor ihm unsre Herzen überzeugend: * daß, wenn unser Herz uns ver- 20 urteilt, Gott größer ist als unser Herz und alles kennt.* Geliebte, 21 schaft, die ihr von Anfang ge- wenn unser Herz uns nicht verhört habt, daß wir einanderurteilt, so haben wir Freimü12 lieben sollen;* nicht wie Kain aus dem Bösen war und seinen Bruder ermordete; und weshalb ermordete er ihn? weil seine Werke böse waren, die seines Bruders aber gerecht. 13 Wundert euch nicht, Brüder, 14 wenn euch die Welt haßt.* Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben hinübergegangen sind, weil wir die Brüder lieben; wer den Bruder nicht liebt, 15 bleibt in dem Tode.* Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Menschenmörder, und ihr wisset, daß kein Menschenmörder ewiges Leben in sich bleibend a hat. 16 10* Hieran sind offenbar die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels. Jeder, der nicht Gerechtigkeit thut, ist nicht aus Gott und wer nicht seinen Bruder 11 liebt.* Denn dies ist die BotHieran haben wir die Liebe erkannt, daß er für uns sein Leben dargelegt hat; auch wir sind schuldig, für die Brüder 17 das Leben darzulegen.* Wer aber der Welt Güterb hat und sieht seinen Bruder Mangel leiden und verschließt sein Herz vor ihm, wie bleibt die Liebe Gottes in ihm? 18 Kinder, lasset uns nicht lieben mit Worten, e noch mit der Zunge, sondern in That und 19 Wahrheit.* Und hieran werden tigkeit zu Gott,* und was ir- 22 gend wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote halten und das vor ihm Wohlgefällige thun.* Und dies 23 ist sein Gebot, daß wir glauben an den Namen seines Sohnes Jesu Christi und einander lieben, gleichwie er uns ein Gebot gegeben hat.* Und wer seine 24 Gebote hält, bleibt in ihm, und er in ihm; und hieran erkennen wir, daß er in uns bleibt, durch dene Geist, den er uns gegeben hat. a Geliebte, glaubet nicht jedem 4 Geiste, sondern prüfet die Geister, ob sie aus Gott sind; denn viele falsche Propheten sind ausgegangen in die Welt.* Hieran 2 erkennet ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der Jesum Christum im Fleische gekommen bekennt, ist aus Gott;* und jeder 3 Geist, der nicht Jesum Christum im Fleische gekommen bekennt, ist nicht aus Gott; und dies ist der Geist des Antichrists, f von welchem ihr gehört habt, daß er komme, und jetzt ist er schon in der W a D. wohnend. b Eig. Lebensunterhalt.-c B. Wort.- d O. beschwichtigen, versichern.- e O. aus dem.- f B. ist das des Antichrists. 27 1. Johannes 4. 5. 4 Ihr seid aus Gott, Kinder, daß er uns von seinem Geiste und habt sie überwunden, weil der, welcher in euch ist, größer ist, als der, welcher in der Welt 5 ist. Sie sind aus der Welt, deswegen reden sie aus a der Welt, 6 und die Welt hört sie.* Wir sind aus Gott; wer Gott kennt, hört uns; wer nicht aus Gott ist, hört uns nicht. Hieraus erkennen wir den Geist der Wahrheit und den Geist des Irrtums. 7 Geliebte, lasset uns einander lieben, denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt 8 Gott.* Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott 9 ist Liebe.* Hierin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, daß Gott seinen eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, auf daß wir durch 10 ihn leben möchten. Hierin ist die Liebe: nicht, daß wir Gott geliebt haben, sondern daß er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsre Sünden. 418 11 Geliebte, wenn Gott uns also geliebt hat, so sind auch wir schuldig, einander zu lieben. 12* Niemand hat Gott jemals geſehen. Wenn wir einander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist vollendet in uns. 13* Hieran erkennen wir, daß wir in ihm bleiben und er in uns, gegeben hat.* Und wir haben 14 gesehen und bezeugen, daß der Vater den Sohn gefandt hat als Heiland der Welt. Wer irgend bekennt, daß Je- 15 sus der Sohn Gottes ist, in ihm bleibt Gott und er in Gott. * Und wir haben erkannt und 16 geglaubtd die Liebe, die Gott zu uns hat. Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott in ihm. Hierin ist die Liebe mit uns 17 vollendet worden, auf daß wir Freimütigkeit haben an dem Tage des Gerichts, daß, gleichwie er ist, auch wir sind in dieser Welt.* Furcht ist nicht 18 in der Liebe, sondern die vollkommne Liebe treibt die Furcht aus, denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, ist nicht vollendet in der Liebe.* Wir19 lieben[ ihn], weil er uns zuerst geliebt hat. Wenn jemand sagt: Ich liebe 20 Gott, und haßt seinen Bruder, so ist er ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, e wie kann der Gott lieben, den er nicht gesehen hat? e* Und dieses Gebot 21 haben wir von ihm, daß, werGott liebt, auch seinen Bruder liebe. Jeder, der da glaubt, daß 5 Jesus der Christus ist, ist aus Gott geboren; f und jeder, der a d. h. nach dem Grundsatz und Geist. b. von G. gezeugt.- c O. in bezug auf; B. in.- d O. wir erkennen und glauben.- e S. sieht. f O. von G. gezeugt; so auch nachher. - 1. Johannes 5. den liebt, der geboren hat, liebt auch den, der aus ihm geboren 2ist.* Hieran wissen a wir, daß wir die Kinder Gottes lieben, wenn wir Gott lieben und seine 3 Gebote halten.* Denn dies ist die Liebe Gottes, daß wir seine Gebote halten, und seine Ge4 bote sind nicht schwer.* Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt, und dies ist der Sieg, der die Welt überwunden hat: unser Glaube. 5* Wer ist, der die Welt über windet, wenn nicht der, welcher glaubt, daß Jesus der Sohn Gottes ist? 6 С Dieser ist es, der gekommen ist durch Wasser und Blut, Jesus,[ der] Christus; nicht durch das Wasser allein, sondern durch das Wasser und das Blut. Und der Geist ist es, der da zeugt, weil der Geist die Wahr7heit ist.* Denn drei sind, die 8da zeugen:* der Geist und das Wasser und das Blut, und die 9 drei sind einstimmig. c* Wenn wir das Zeugnis der Menschen annehmen, das Zeugnis Gottes ist größer; denn dies ist das Zeugnis Gottes, das er gezeugt 10 hat über seinen Sohn.* Wer an den Sohn Gottes glaubt, hat das Zeugnis in sich selbst; wer Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lügner gemacht, weil er nicht geglaubt hat an das Zeugnis, das Gott gezeugt hat über 419 seinen Sohn.* Und dies ist das 11 Zeugnis: daß Gott uns das ewige Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohne. * Wer den Sohn hat, hat das 12 Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, hat das Leben nicht. Dies habe ich euch geſchrie- 13 ben, auf daß ihr wisset, daß ihr das ewige Leben habt, die ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes. Und dies ist die Zuversicht, 14 die wir zu ihm haben, daß, wenn wir etwas nach seinem Willen bitten, er uns hört.* Und 15 wenn wir wissen, daß er uns hört, um was irgend wir bitten, so wissen wir, daß wir die Bitten haben, die wir von ihm gebeten haben. Wenn jemand seinen Bruder 16 sündigen sieht, eine Sünde nicht zum Tode, so wird er bitten, und er wird ihm das Leben geben, denen, die nicht zum Tode fündigen. Es giebt Sünde zum Tode; nicht für diese sage ich, daß er bitten solle.* Jede Un- 17 gerechtigkeit ist Sünde; und es giebt Sünde, die nicht zum Tode ist.* Wir wissen, daß jeder, der 18 aus Gott geboren ist, nicht sündigt; sondern der aus Gott Geborne bewahrt sich, und der Böse tastet ihn nicht an.* Wir 19 wissen, daß wir aus Gott sind, und die ganze Welt liegt in dem Bösen.d* Und wir wissen, daß 20 a O. erkennen.- b O. in dem.- e B. sind auf das Eine gerichtet, d. h. с ihr Zweck und Zeugris sind eins.- d D. in dem Bösen liegt. 27* 1. Johannes 5. 2. Johannes. 420 der Sohn Gottes gekommen ist und uns ein Verständnis gegeben hat, auf daß wir den Wahrhaftigen kennen; und wir sind in dem Wahrhaftigen, in seinem Sohne Jesu Christo. Dieser ist der wahrhaftige Gott und[ das] ewige Leben. Kinder, hütet euch vor den 21 Götzen! Zweite Epistel des Johannes. 1 Der Aelteste, der auserwähl- viele Verführer sind ausgeganten Frau und ihren Kindern, die ich liebe in der Wahrheit; und nicht ich allein, sondern auch alle, welche die Wahrheit 2 erkannt haben,* um der Wahrheit willen, die in uns bleibt und mit uns sein wird in Ewigs keit. Es wird mit euch sein Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater, und von dem Herrn Jesu Christo, dem Sohne des Vaters, in Wahrheit und Liebe. gen in die Welt, die nicht Jesum Christum im Fleische kommend bekennen; dies ist der Verführer und der Antichrist.* Se- 8 het auf euch selbst, auf daß wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, sondern vollen Lohn empfangen.* Jeder, der 9 weiter geht und nicht bleibt in der Lehre des Christus, hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, dieser hat sowohl den Vater als auch den Sohn.* Wenn jemand 10 zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmet ihn nicht ins Haus auf und grüßet ihn nicht.* Denn wer ihn grüßt, 11 nimmt Teil an seinen bösen Werken. 4 Da ich euch vieles zu schrei- 12 ben habe, wollte ich es nicht mitPapier und Tinte thun; sondern ich hoffe, zu euch zu kommen und mündlich mit euch zu reden, auf daß unsre Freude völlig sei.* Es grüßen dich die 13 Kinder deiner auserwählten Schwester. Ich freute mich sehr, daß ich einige von deinen Kindern in der Wahrheit wandelnd gefunden habe, wie wir ein Gebot empfangen haben von dem Vater. 5* Und nun bitte ich dich, Frau, nicht als ob ich ein neues Gebot dir schriebe, sondern das, welches wir von Anfang gehabt haben: daß wir einander lieben. 6* Und dies ist die Liebe, daß wir nach seinen Geboten wandeln. Dies ist das Gebot, wie ihr von Anfang gehört habt, daß ihr 7 darin wandeln sollt.* Denn 3. Johannes. 421 Dritte Epistel des Johannes. sie aus der Versammlung. 1 Der Aelteſte, dem geliebten an die Versammlung, aber DioGajus, den ich liebe in der trephes, der gern unter ihnen Wahrheit. der erste sein will, nimmt uns 2 Geliebter, ich wünsche, daß es nicht an.* Deshalb, wenn ich 10 dir in allem wohl gehe a und komme, will ich seiner Werke du gesund seiest, gleichwie es gedenken, die er thut, indem er 3 deiner Seele wohlgeht.* Denn mit bösen Worten wider uns ich freute mich sehr, als Brüder schwatzt, und sich hiermit nicht kamen und Zeugnis gaben von begnügend, nimmt er selbst die deinem Festhalten an der Wahr- Brüder nicht an und wehrt deheit, b gleichwie du in der Wahr- nen, die es wollen, und stößt 4 heit wandelst.* Ich habe keine größere Freude als dieses, daß ich höre, daß meine Kinder in 5 der Wahrheit wandeln.* Geliebter, du thust treulich, was irgend du an den Brüdern, und 6 zwar an den fremden, thust,*( die von deiner Liebe Zeugnis gegeben haben vor der Versammlung,) und du wirst wohl thun, wenn du sie geleitest auf eine 7 gotteswürdige Weise.* Denn um des Namens willen sind sie ausgegangen und haben nichts genommen von denen aus den 8 Nationen.* Wir nun sind schuldig, solche aufzunehmen, auf daß wir Mitarbeiter der Wahr9 heit werden.* Ich schrieb etwas Geliebter, ahme nicht das 11 Böse nach, sondern das Gute. Wer Gutes thut, ist aus Gott; wer Böses thut, hat Gott nicht gesehen.* Dem Demetrius wird 12 Zeugnis gegeben von allen und von der Wahrheit selbst; aber auch wir geben Zeugnis, und du weißt, daß unser Zeugnis wahr ist. Ich hätte dir vieles zu schrei- 13 ben, aber ich will dir nicht mit Tinte und Feder schreiben;* son- 14 dern ich hoffe, dich bald zu sehen, und wir wollen mündlich mit einander reden.* Friede dir! 15 Es grüßen dich die Freunde. Grüße die Freunde mit Namen. a O. vor allem wünsche ich, daß es dir wohl gehe.- b B. deiner Wahrheit Zeugnis gaben. 422 Judas. Epistel des Judas. 1 Judas, Knechta Jesu Christi und Bruder des Jakobus, den in Gott, dem Vater, geliebten und in Jesu Christo bewahr2ten Berufenen:* Barmherzigkeit und Friede und Liebe sei euch vermehrt! 3 Geliebte, da ich allen Fleiß anwandte, euch von unserm gemeinsamen Heil zu schreiben, war ich genötigt, euch zu schreiben und zu ermahnen, für den einmal den Heiligen überliefer4 ten Glauben zu kämpfen.* Denn gewisse Menschen haben sich nebeneingeschlichen, die schon vorlängst zu diesem Gerichte zuvor aufgezeichnet waren, Gottlose, welche die Gnade unsers Gottes zur Ausschweifung verkehren und unsern alleinigen Gebieter und Herrn Jesum Christumd verleugnen. 5 Ich will euch aber, die ihr einmal alles wußtet, erinnern, daß der Herr, nachdem er das Volk aus dem Lande Aegypten gerettet, das zweite Male die zerstörte, die nicht geglaubt hatsten;* und Engel, die ihren ersten Zustand nicht bewahrten, sondern ihre eigne Behausung verließen, hat er zum Gericht des großen Tages mit ewigen Ketten unter der Finsternis verwahrt.* Wie Sodom und Go- 7 morra und die umliegenden Städte, die sich, gleicherweise wie jene, f der Hurerei ergaben und anderm Fleische nachgingen, als ein Erempel vorliegen, indem sie des ewigen Feuers Strafe leiden.* Doch gleicher- 8 weise beflecken auch diese Träumer das Fleisch und verachten die Herrschaft und lästern Herrlichkeiten.s* Michael aber, der 9 Erzengel, als er, mit dem Teufel streitend, Wortwechsel hatte um den Leib Moses', wagte nicht, ein Urteil der Lästerung über ihn zu fällen, sondern sprach: Der Herr schelte dich! * Diese aber lästern, wash sie 10 nicht kennen; was irgend sie aber von Natur wie die unvernünftigen Tiere verstehen, darin verderben sie sich.* Wehe11 ihnen! denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich für Lohn dem Irrtum Balaams überliefert, und in dem Widerspruch Korahs sind sie umgekommen.* Diese sind Fleckeni bei 12 - a B. Sklave.-b O. für, od.: durch.- c O. Urteil. d D. den all. Gebieter und unsern Herrn J. Chr.- e O. nachmals.- f B. diese; bezieht sich auf Engel" in V. 6.- g O. Würden, Gewalten.- h Eig. was irgend. i O. Klippen. Judas. euern Liebesmahlen, indem sie mit euch Festessen halten ohne Furcht und sich selbst weiden; Wolken ohne Wasser, von Winden hingetrieben; spätherbstliche Bäume, fruchtleer, zweimal er13 storben, entwurzelt;* wilde Wogen des Meeres, die ihre eignen Schändlichkeiten ausschäumen; Frrsterne, denen das Dunfel der Finsternis in Ewigkeit 14 aufbewahrt ist.* Es hat aber auch Henoch, der siebente von Adam, von diesen geweissagt, sagend: ,, Siehe, der Herr ist gekommen inmitten a seiner heili15 gen Tausenden,* Gericht auszuführen wider alle und völlig zu überführen alle ihre Gottlosen von all ihren Werken der Gottlosigkeit, die sie gottlos verübt haben, und von all den harten Worten, welche gottlose Sünder wider ihn geredet ha16 ben."* Diese sind Murrende, ihr Schicksal Beklagende, die nach ihren Lüsten wandeln; und ihr Mund redet stolze Worte, und Vorteils halber bewundern sie Personen. 17 Ihr aber, Geliebte, gedenket an die Worte, welche euch zu423 vor gesagt sind von den Aposteln unsers Herrn Jesu Christi, * daß sie euch sagten, daß amis Ende der Zeit Spötter sein werden, die nach ihren eignen Lüsten der Gottlosigkeit wandeln.* Diese sind es, die sich ab- 19 sondern b; natürliche Menschen, die den Geist nicht haben.* Jhr 20 aber, Geliebte, euch selbst erbauend auf euern allerheiligsten Glauben, betend in dem Heiligen Geiste,* erhaltet euch selbst 21 in der Liebe Gottes, erwartend die Barmherzigkeit unsers Herrn Jesu Christi zum ewigen Leben. * Und die einen, welche streitend, 22 weiset zurecht,* die andern aber 23 rettet mit Furcht, sie aus dem Feuer reißend, e indem ihr sogar das von dem Fleische befleckte Kleid haffet. Ihm aber, der vermag, euch 24 ohne Straucheln zu bewahren und vor seiner Herrlichkeit tadellos darzuſtellen mit Frohlocken, dem alleinigen Gott, unserm 25 Heilande, durch Jesum Christum, unsern Herrn, sei Herrlichkeit, Majestät, Macht und Gewalt vor aller Zeit und jetzt und in alle Zeitalter! Amen. a D. mit. b A. üb.: die Parteiungen machen.- eB. seelische. d D. zweifeln.- e Die Handschr. weichen an dieser Stelle sehr von einander ab; vergl. die Anmerkung im Anhang. 424 Offenbarung 1. Die Offenbarung. 1 Offenbarung Jesu Christi, Wolken, und jedes Auge wird die Gott ihm gab, um seinen Knechten a zu zeigen, was bald geschehen muß; und er hat geihn sehen, auch die ihn durchstochen haben, und wehklagen werden seinetwegen alle Stämfandt und es gedeutet durch sei- me des Landes. Ja, Amen. nen Engel seinem Knechte a Jo2 hannes,* der bezeugt hat das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi, alles, was er sah. 3 Glückselig, der da liest und die da hören die Worte der Weissagung und behalten, was in ihr geschrieben ist, denn die Zeit ist nahe! Ich bin das Alpha und das 8 Omega, spricht der Herr, Gott, d der da ist und der da war und der da kommt, der Allmächtige. Ich, Johannes, euer Bruder 9 und Mitgenosse in der Drangsal und dem Königtum und dem Ausharren in Jesu, war auf der Insel, genannt Patmos, um 4 Johannes den sieben Ver- des Wortes Gottes und des sammlungen, die in Asien sind: Zeugnisses Jesu willen.* Ich 10 Gnade euch und Friede von dem, ware am Tage des Herrn im der da ist und der da war und Geiste, und ich hörte hinter mir der da kommt, und von den eine starke Stimme wie einer sieben Geistern, die vor seinem Posaune,* welche sprach: Was 11 5 Throne find,* und von Jesu du siehest, schreibe in ein Buch Christo, der da ist der getreue und sende es den sieben VerZeuge, der Erstgeborne der To- sammlungen: nach Ephesus und ten und der Fürst der Könige nach Smyrna und nach Pergader Erde. Dem, der uns liebt mus und nach Thyatira und und uns von unsern Sünden nach Sardes und nach Philadel-. gewaschen hat in seinem Blute phia und nach Laodicäa.* Und 12 6* und uns gemacht hatb zu einem ich wandte mich um, die StimKönigtum, zu Priestern seinem me zu sehen, die mit mir redete, Gott und Vater: ihm sei die und als ich mich umgewandt, Herrlichkeit und die Macht in die sah ich sieben goldene LeuchZeitalter der Zeitalter! Amen. ter, f* und inmitten der[ fieben] 13 7 Siehe, er kommt mit den Leuchter einen gleich dem Sohnes a B. Sklaven. b Eig. und er hat uns gemacht. der Erde.- d B. der Herr, der Gott." e B. ward.- g. einem Sohne.( Vergl. Dan. 7, 13; 10, 5. 6.) - e O. Geschlechter f O. Lampen. - Offenbarung 1. 2. 425 Dem Engel der Versamm- Q lung, die in Ephesus ist, schreibe: Dieses sagt, der die sieben Sterne hält in seiner Rechten, der da wandelt inmitten der sieben goldenen Leuchter:* Ich kenne deine 2 Werke und deine Arbeit und dein Ausharren, und daß du die Bösen nicht ertragen kannst; und du hast geprüft, die da sagen, daß sie Apostel seien, und sind es nicht, und hast sie als Lügner erfunden;* und hast Ausharren 3 und hast getragen um meines Namens willen und bist nicht müde geworden.* Aber ich habe 4 wider dich, daß du deine erste Liebe verlassen hast.* Gedenke 5 nun, wovon du gefallen bist, und thue Buße und thue die ersten Werke; wenn aber nicht, so komme ich dir, und ich werde deinen Leuchter wegthun aus seiner Stelle, wofern du nicht Buße thust.* Aber dieses hast 6 du, daß du die Werke der Nikolaiten hasfest, die auch ich hasse. als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Füßen wie tot. Und er legte seine Rechte auf mich und sprach: Fürchte dich nicht! Ich bin der Erste und der Letzte 18* und der Lebendige, und ich wara tot, und siehe, ich bin lebendig in die Zeitalter der Zeitalter und habe die Schlüssel des Todes und des Hades. 19* Schreibe nun, was du gesehen hast, und was ist, und was ge20 schehen wird nach diesem.* Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen in meiner Rechten und die sieben goldenen Leuchterd: Die sieben Sterne Und dem Engel der Versamm- 8 sind Engel der sieben Versammlung, die in Smyrna ist, schreibe: lungen, und die sieben Leuchter Dieses sagt der Erste und der sind sieben Verſammlungen. Letzte, der tot ware und lebte: Wer ein Ohr hat, der höre, 7 was der Geist den Versammlungen sagt! Dem, der überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baume des Lebens, der in dem Paradiese Gottes ist. des Menschen, angethan mit einem bis zu den Füßen reichenden Gewande, und an der Brust umgürtet mit einem goldenen 14 Gürtel;* sein Haupt aber und seine Haare weiß wie weiße Wolle, wie Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme, 15* und seine Füße gleich glänzendem Kupfer, als glühten sie im Ofen, und seine Stimme wie 16 die Stimme vieler Wasser;* und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem Munde ging hervor ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht war, wie die Son17 ne leuchtet in ihrer Kraft.* Und a B. ward.- b O. soll, od.: im Begriff steht, zu; so auch Kap. 2, 10; 3, 10. 16 u. a. St.- c B. auf.- d D. Lampen.- e B. ward, d. h. der starb und wieder lebendig wurde. 426 9* Ich kenne deine Trübsal und deine Armut,( du bist aber reich) und die Lästerung von denen, die da sagen, sie seien Juden, und sind es nicht, sondern eine 10 Synagoge des Satans.* Fürchte nichts von dem, was du leiden wirst. Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, auf daß ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage. Sei getreu bis zum Tode, und ich will dir die Krone des Lebens geben. 11 Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Versammlungen sagt! Wer überwindet, wird nicht beschädigt werden von dem zweiten Tode. Offenbarung 2. 12 festhalten, gleicherweise.* Thue 16 nun Buße; wenn aber nicht, so komme ich dir bald und werde Krieg mit ihnen führen mit dem Schwerte meines Mundes. Wer ein Ohr hat, der höre, 17 was der Geist den Versammlungen sagt! Dem, der überwindet, dem will ich von dem verborgenen Manna geben, und ich will ihm einen weißen Stein geben, und auf den Stein einen neuen Namen geschrieben, den niemand kennt, als wer ihn empfängt. Und dem Engel der Versamm- 18 lung, die in Thyatira ist, schreibe: Dieses sagt der Sohn Gottes, der seine Augen hat wie eine Und dem Engel der Versamm- Feuerflamme und seine Füße lung, die in Pergamus ist, schrei- gleich glänzendem Kupfer.* Ich 19 be: Dieses sagt, der das schar- fenne deine Werke und deine fe, zweischneidige Schwert hat: Liebe und deinen Glauben und 13* Ich weiß, wo du wohnst, wo deinen Dienst und dein Ausder Thron des Satans ist; und harren, und daß deiner letzten du hältst fest an meinem Na- Werke mehr sind als der ersten. men und hast meinen Glauben* Aber ich habe wider dich, daß 20 nicht verleugnet, auch in den du das Weib Jesabel duldesta, Tagen, in welchen Antipas die da sagt, sie sei eine Prophemein treuer Zeuge war, der bei tin, und sie lehrt und verführt euch, wo der Satan wohnt, er- meine Knechte, b Hurerei zu trei14 mordet worden ist.* Aber ich ben und Götzenopfer zu essen. * Und ich gab ihr Zeit, auf daß 21 sie Buße thue, und sie will nicht Buße thun von ihrer Hurerei. * Siehe, ich werfe sie in ein Bett 22 und die, welche mit ihr Ehebruch treiben, in große Drangsal, wofern sie nicht Buße thun von ihrene Werken.* Und ihre 23 habe ein weniges wider dich, daß du dort hast, die an der Lehre Balaams festhalten, der den Balak lehrte, ein Aergernis zu legen vor die Söhne Israels, Gößzenopfer zu essen und Hurerei 15 zu treiben.* Also hast auch du, die an der Lehre der Nikolaiten a Eig. läsfest.- b B. Sklaven.- c d. h. Jeſabels. Offenbarung 2. 3. 29 427 Kinder werde ich mit Tod töten, und alle Versammlungen werden erkennen, daß ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht; und ich will euch einem jeden 24 geben nach euern Werfen.* Euch aber sage ich, den übrigen, die zu Thyatira sind, so viele diese Lehre nicht haben, welche die Tiefen des Satans, wie sie sagen, nicht erkannt haben: Ich will nicht eine andere Last auf 25 euch werfen;* doch was ihr wahre es und thue Buße. Wenn du nun nicht wachen wirst, so werde ich[ über dich] kommen wie ein Di und du wirst nicht wissen, um welche Stunde ich über dich kommen werde.* Aber 4 du hast wenige Namen in Sardes, die ihre Kleider nicht besudelt haben; und sie werden einhergehen mit mir in weißen Kleidern, denn sie sind es wert. * Wer überwindet, der wird mit 5 weißen Kleidern bekleidet werden, und ich will seinen Namen nicht auslöschen aus dem Buche des Lebens und will seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln. habt, das haltet fest, bis ich 26 komme.* Und wer überwindet und meine Werke bewahrt bis ans Ende, dem will ich Gewalt 27 geben über die Nationen;* und er wird sie weiden mit eiserner Rute, wie Töpfer- Gefäße zerschmettert werden, wie auch ich von meinem Vater empfangen 28 habe;* und ich will ihm den Morgenstern geben. Wer ein Ohr hat, der höre, 6 was der Geist den Versammlungen sagt! Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Versammlungen sagt! Und dem Engel der Versamm- 7 lung, die in Philadelphia ist, schreibe: Dieses sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der den Schlüssel des David hat, der da öffnet, und niemand wird schlie3 Und dem Engel der Versamm- ßen, und schließt, und niemand lung, die in Sardes ist, schreibe: wird öffnen.* Ich kenne deine 8 Dieses sagt, der die sieben Geis- Werke. Siehe, ich habe vor dir ter Gottes hat und die sieben gegeben eine geöffnete Thür, Sterne: Ich kenne deine Werke, die niemand zu schließen verdaß du den Namen hast, daß mag; denn du hast eine kleine 2 du lebest, und bist tot.* Sei Kraft und hast mein Wort bewachsam und befestige das Ule- wahrt und hast meinen Namen brige, das sterben will; a denn nicht verleugnet.* Siehe, ich 9 ich habe deine Werke nicht völlig gebe aus der Synagoge des erfunden vor meinem Gott. Satans von denen, die da sagen, 3* Gedenke nun, wie du empfan- daß sie Juden seien, und sind gen und gehört hast, und be- es nicht, sondern lügen; siehe, ich a Eig. wollte, od.: im Begriff stand, zu sterben. Offenbarung 3. 4. und bin reich geworden und bedarf nichts, und weißt nicht, daß du der Elende und der Jämmerliche und arm und blind meines Ausharrens bewahrt und bloß bist.* Ich rate dir, 18 hast, so will auch ich dich be- Gold von mir zu kaufen, gewahren vor der Stunde der läutert in Feuer, auf daß du Versuchung, die über den gan- reich werdest; b und weiße Kleizen Erdkreis kommen wird, zu der, auf daß du bekleidet werversuchen, die auf der Erde woh- dest, b und die Schande deiner 11nen.* Ich komme bald a; halte Blöße nicht offenbar werde; b fest, was du hast, auf daß nie12 mand deine Krone nehme!* Wer überwindet, den will ich zu einer Säule machen in dem Tempel meines Gottes, und er wird nicht mehr hinausgehen; und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalems, das aus dem Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen neuen Namen. 13 Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Versammlungen sagt! Und dem Engel der Versammlung, die in Laodicäa ist, schreibe: Dieses sagt der Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Got15 tes:* Ich kenne deine Werke, daß du weder kalt noch warm bist. Ach, daß du kalt oder 16 warm wärest!* Also, weil du lau bist und weder kalt noch warm, so werde ich dich ausspeien aus meinem Munde. 17* Weil du sagst: Ich bin reich a Eig. schnell, eilends. 428 werde machen, daß sie kommen und huldigen vor deinen Füßen und erkennen, daß ich dich ge10 liebt habe.* Weil du das Wort 14 - und Augensalbe, deine Augen zu salben, auf daß du sehen mögest.* Ich überführe und 19 züchtige, so viele ich liebe. Sei nun eifrig und thue Buße! * Siehe, ich stehe an der Thür 20 und klopfe an; wenn jemand meine Stimme hört und die Thür aufthut, zu dem will ich eingehen und das Abendbrot mit ihm essen, und er mit mir. * Wer überwindet, dem will ich 21 geben, mit mir auf meinem Throne zu sitzen, wie auch ich überwunden und mich gesetzt habe mit meinem Vater auf seinen Thron. Wer ein Ohr hat, der höre, 22 was der Geist den Versammlungen sagt! Nach diesem sah ich, und siehe, 4 eine Thür aufgethan in dem Himmel, und die erste Stimme, die ich gehört, wie die einer Posaune mit mir reden, sprach: Komm hier herauf, und ich werde dir zeigen, was nach diesem geschehen muß. Alsbald ware ich im Geiste; 2 e B. ward. b Eig. geworden. - Offenbarung 4. 5. und siehe, ein Thron stand in dem Himmel, und auf dem Throne 3 saß einer.* Und der da saß, war von Ansehen gleich einem Jaspisstein und einem Sardis, und ein Regenbogen rings um den Thron, von Ansehen gleich ei4nem Smaragd.* Und rings um den Thron vierundzwanzig Throne, und auf den Thronen vierundzwanzig Aelteste sitzend, bekleidet mit weißen Kleidern, und auf ihren Häuptern gol5 dene Kronen.* Und aus dem Throne gehen hervor Blitze und Stimmen und Donner und sieben Feuerfackeln, brennend vor dem Throne, welches die sieben 6 Geister Gottes sind.* Und vor dem Throne wie ein gläsernes Meer, gleich Krystall; und inmitten des Thrones und um den Thron her vier lebendige Wesen, voller Augen, vorne und 7 hinten.* Und das erste lebendige Wesen gleich einem Löwen, und das zweite lebendige Wesen gleich einem Kalbe, und das dritte lebendige Wesen hatte a das Angesicht wie eines Menschen, und das vierte lebendige Wesen gleich einem fliegenden 8 Adler.* Und die vier lebendigen Wesen hatten, ein jedes von ihnen für sich, je sechs Flügel; ringsum und inwendig sind sie voller Augen, und sie hören Tag und Nacht nicht auf zu sagenb: Heilig, heilig, heilig, 1 429 Herr, Gott, Allmächtiger, der da war und der da ist und der da kommt!* Und wenn 9 die lebendigen Wesen Herrlichkeit und Ehre und Danksagung geben werden dem, der auf dem Throne sitzt, der da lebt in die Zeitalter der Zeitalter, * so werden die vierundzwanzig 10 Aeltesten niederfallen vor dem, der auf dem Throne sitzt und anbeten e den, der da lebt in die Zeitalter der Zeitalter, und werden ihre Kronen niederwerfen vor dem Throne und sagen: * Du bist würdig, o unser Herr 11 und unser Gott, zu nehmen die Herrlichkeit und die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge erschaffen, und deines Willens wegen waren sie und sind sie erschaffen worden. Und ich sah ind der Rechten 5 dessen, der auf dem Throne saß, e ein Buch, beschrieben inwendig und auswendig, mit sieben Siegeln versiegelt.* Und ich sah 2 einen starken Engel, der mit starker Stimme ausrief: Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen? * Und niemand in dem Himmel, 3 noch auf der Erde, noch unter der Erde, vermochte das Buch zu öffnen, noch es anzublicken. * Und ich weinte sehr, weil nie- 4 mand würdig erfunden ward, das Buch zu öffnen, noch es anzublicken.* Und einer von den 5 a B. habend.- b B. sie haben... keine Ruhe, sagend.- c O. huldigen. d B. auf.- e O. sigt. с 430 Offenbarung 5. 6. Aeltesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat überwunden der Löwe, der aus dem Stamme Juda ist, die Wurzel Davids, um zu öffnen das Buch und seine sieben Siegel. 6 Und ich sah inmitten des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Aeltesten ein Lamm stehen wie geschlachtet, das sieben Hörner hatte und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die gesandt sind über die ganze 7 Erde.* Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Throne saß.a* Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die vierundzwanzig Neltesten nieder vor dem Lamme, und diese hatten ein jeder eine Harfe und goldene Schalen voll Rauchwerk, welches die Gebete der 9 Heiligen sind.* Und sie singen ein neues Lied und sagen: Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen; denn du bist geschlachtet worden und haft für Gott erkauft, durch dein Blut, aus jedem Geschlecht und Sprache 10 und Volk und Nation* und haft sie unserm Gott zu Königen und Priestern gemacht, und sie werden über die Erde herrschen! Und ich sah, und ich hörte eine Stimme vieler Engel um den Thron her, und der lebendigen Wesen und der Aeltesten; a O. fitzt.- bO. huldigten. 11 und ihre Zahl war zehntauſend mal zehntausend und tausend mal tausend,* die mit starker 12 Stimme sprachen: Würdig ist das Lamm, das geschlachtet ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und Stärke und Ehre und Herrlichkeit und Segnung.* Und 13 alle Kreatur, die in dem Himmel und auf der Erde und unter der Erde und auf dem Meere ist, und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme die Segnung und die Ehre und die Herrlichkeit und die Macht in die Zeitalter der Zeitalter!* Und die vier leben- 14 digen Wesen sprachen: Amen! Und die Aeltesten fielen nieder und beteten an. b Und ich sah, als das Lamm 6 eins von den sieben Siegeln öffnete, und ich hörte eins von den vier lebendigen Wesen sagen, wie eine Donnerstimme: Komm[ und siehe]!* Und ich 2 sah, und siehe, ein weißes Pferd, und der daraufsaß, a hatte einen Bogen; und eine Krone ward ihm gegeben, und er zog aus, siegend und auf daß er siegte. Und als es das zweite Sie- 3 gel öffnete, hörte ich das zweite lebendige Wesen sagen: Komm [ und siehe]!* Und es zog aus 4 ein anderes rotes Pferd, und dem, der darauf saß, a ihm ward gegeben, den Frieden von Offenbarung 6. der Erde zu nehmen, und auf scher, e der du heilig und wahrdaß sie einander schlachteten; und ein großes Schwert ward ihm gegeben. haftig bist, richtest und rächest du nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?* Und 11 es ward ihnen einem jeden ein weißes Kleid gegeben, und es ward ihnen gesagt, daß sie noch eine Weile ruhen sollten, bis auch ihre Mitknechte d und ihre Brüder vollendet sein würden, die gleich wie sie würden getötet werden. 5 Und als es das dritte Siegel öffnete, hörte ich das dritte lebendige Wesen sagen: Komm [ und siehe]! Und ich sah, und siehe, ein schwarzes Pferd, und der darauf saß, a hatte eine 6 Wage in seiner Hand.* Und ich hörte wie eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, welche sagte: Ein Chönix Weizen für einen Denar, und drei Chönix Gerste für einen Denar; und das Del und den Wein beschädige nicht. 7 Und als es das vierte Siegel öffnete, hörte ich[ die Stimme des] vierten lebendigen Wesens 8sagen: Komm[ und siehe]!* Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf saß, a dessen Name war der Tod; und der Hades folgte ihm. b Und ihm ward Gewalt gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit dem Schwert und mit Hunger und mit Tod und durch die wilden Tiere der Erde. 9 Und als es das fünfte Siegel öffnete, sah ich unter dem Altar die Seelen derer, die geschlachtet worden um des Wortes Gottes und um des Zeug10 nisses willen, das sie hatten.* Und sie riefen mit starker Stimme und sprachen: Bis wann, o Herra O. fitzt. -e B. Sklave. - 431 b Eig. mit ihm. Und ich sah, als es das sechste 12 Siegel öffnete; und es geschah ein großes Erdbeben, und die Sonne ward schwarz wie ein härener Sack, und der ganze Mond ward wie Blut,* und 13 die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein Feigenbaum, geschüttelt von einem starken Winde, seine unreifen Feigen abwirft.* Und der Him- 14 mel entwich wie ein Buch, das zusammengerollt wird, und jeder Berg und jede Insel wurden aus ihren Stellen gerückt. * Und die Könige der Erde und 15 die Großen und die Obersten und die Reichen und die Starfen und jeder Knechte und Freie verbargen sich in die Höhlen und in die Felsen der Berge; * und sie sagen zu den Bergen 16 und zu den Felsen: Fallet auf uns und verberget uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Throne sitzt, und vor dem Zorne des Lammes;* denn 17 c. Gebieter. d B. Mitsklaven. 432 Offenbarung 6. 7. gekommen ist der große Tag seines Zornes, und wer kann beſtehen? 7 Und nach diesem sah ich vier Engel stehen auf den vier Ecken der Erde, die hielten die vier Winde der Erde, auf daß kein Wind wehte auf der Erde, noch auf dem Meere, noch über 2 irgend einen Baum.* Und ich sah einen andern Engel herauf steigen von Sonnenaufgang, der hatte das Siegel des lebendigen Gottes; und er rief mit starker Stimme den vier Engeln, welchen gegeben worden, die Erde und das Meer zu beschädigen, 3* und sagte: Beschädiget nicht die Erde, noch das Meer, noch die Bäume, bis wir versiegelt haben die Knechte a unsers Got4 tes an ihren Stirnen.* Und ich hörte die Zahl der Versiegelten: Hundertvierundvierzigtausend Versiegelte aus jedem Stamme der Söhne Israels. 5* Aus dem Stamme Juda zwölftausend Versiegelte; aus dem Stamme Ruben zwölftausend; aus dem Stamme Gad zwölf6 tausend;* aus dem Stamme Aser zwölftausend; aus dem Stamme Nephthalim zwölftausend; aus dem Stamme Ma7nasse zwölftausend;* aus dem Stamme Simeon zwölftausend; aus dem Stamme Levi zwölftausend; aus dem Stamme Isasschar zwölftausend;* aus dem Stamme Zabulon zwölftaua B. Sklaven.- bO. huldigten. send; aus dem Stamme Joseph zwölftausend; aus dem Stamme Benjamin zwölftausend Versiegelte. Nach diesem sah ich, und 9 siehe, eine große Volksmenge, die niemand zählen konnte, aus jeder Nation und Stämmen und Völkern und Sprachen, die vor dem Throne und vor dem Lamme stehen, bekleidet mit weißen Kleidern, und Palmen in ihren Händen.* Und 10 sie rufen mit starker Stimme und sagen: Das Heil unserm Gott, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamme!* Und alle 11 Engel standen um den Thron her und die Aeltesten und die vier lebendigen Wesen und fielen vor dem Throne auf ihre Angesichter und beteten Gott an; b* und sagten: Amen! die 12 Segnung und die Herrlichkeit und die Weisheit und die Danksagung und die Ehre und die Kraft und die Stärke unserm Gott in die Zeitalter der Zeitalter! Amen. Und einer von den Aeltesten 13 antwortete und sprach zu mir: Diese, die mit weißen Kleidern bekleidet sind, wer sind sie, und woher sind sie gekommen?* Und 14 ich sprach zu ihm: Mein Herr, du weißt es. Und er sprach zu mir: Dies sind die, welche aus der großen Drangsal kommen, und haben Kleider gewaschen und haben sie weiß Offenbarung 7. 8. 433 hen Stimmen und Donner und Blitze und ein Erdbeben. Und die sieben Engel, welche 6 die sieben Posaunen hatten, bereiteten sich, auf daß sie posaunten. Und der erste posaunte, und 7 es kam Hagel und Feuer, mit Blut vermischt, und ward auf die Erde geworfen. Und der dritte Teil der Erde verbrannte, und der dritte Teil der Bäume verbrannte, und alles grüne Gras verbrannte. gemacht in dem Blute des Lam15 mes.* Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel; a und der auf dem Throne sitzt, wird seine Hütte 16 über ihnen ausbreiten.b* Es wird sie nicht mehr hungern, noch wird sie mehr dürsten, noch auch wird die Sonne auf sie fallen, noch irgend eine 17 Glut;* denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu Brunnen der Wasser des Lebens, und Gott wird jede Thräne abwischen von ihren Augen. 8 Und als es das siebente Siegel öffnete, ward ein Schweigen in dem Himmel bei einer 2halben Stunde.* Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen; und es wurden ihnen 3 sieben Posaunen gegeben.* Und ein andrer Engel kam und stand an dem Altar und hatte ein goldenes Rauchfaß; und es ward ihm viel Rauchwerk gegeben, auf daß er Kraft gebe den Gebeten aller Heiligen aufd dem goldenen Altar, der vor dem 4 Throne war.* Und der Rauch des Rauchwerks stieg auf mit den Gebeten der Heiligen aus der Hand des Engels vor Gott. 5* Und der Engel nahm das Rauchfaß und füllte es aus dem Feuer des Altars und warf es auf die Erde; und es geschaUnd der zweite Engel po- 8 saunte, und wie ein großer, mit Feuer brennender Berg ward ins Meer geworfen; und der dritte Teil des Meeres ward Blut.* Und es starb der dritte 9 Teil der Geschöpfe, welche im Meere waren, die Leben hatten, und der dritte Teil der Schiffe ward zerstört. Und der dritte Engel po- 10 saunte, und es fiel vom Himmel ein großer Stern, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den dritten Teil der Ströme und auf die Wasserquellen.* Und 11 der Name des Sternes heißt Wermut; und es ward der dritte Teil der Wasser zu Wermut, und viele der Menschen starben von den Wassern, weil sie bitter gemacht waren. Und der vierte Engel po- 12 saunte, und es ward geschlagen der dritte Teil der Sonne und a das Heiligtum; so auch nachher.- b B. wird über ihnen zelten. e O. auf.- d O. an. 28 434 Offenbarung 8. 9. der dritte Teil des Mondes ihren Stirnen haben.* Und 5 und der dritte Teil der Sterne, auf daß der dritte Teil der ſelben verfinstert würde, und der Tag nicht schiene seinen dritten Teil und die Nacht gleicherweise. 9 13 Und ich sah, und ich hörte einen Adler fliegen inmitten des Himmels und mit starker Stimme sagen: Wehe, wehe, wehe denen, die auf der Erde wohnen, wegen der übrigen Stimmen der Posaunen der drei Engel, die posaunen werden! a Und der fünfte Engel posaunte, und ich sah einen Stern, der aus dem Himmel gefallen war auf die Erde, und es ward ihm der Schlüssel zum Schlunde 2des Abgrundes gegeben.* Und er öffnete den Schlund des Abgrundes, und ein Rauch stieg auf aus dem Schlunde, wie der Rauch eines großen Ofens, und die Sonne und die Luft ward verfinstert von dem Rau3 che des Schlundes.* Und aus dem Rauche kamen Heuschrecken hervor auf die Erde, und es ward ihnen Gewalt gegeben, wie die Skorpionen der Erde 4 Gewalt haben.* Und es ward ihnen gesagt, daß sie nicht beschädigen sollten das Gras der Erde, noch irgend etwas Grünes, noch irgend einen Baum, sondern die Menschen, die da nicht das Siegel Gottes an es ward ihnen gegeben, daß sie sie nicht töten sollten, ſondern daß sie gequält würden fünf Monate; und ihre Qual war wie die Qual eines Skorpions, wenn er einen Menschen schlägt. * Und in jenen Tagen werden 6 die Menschen den Tod suchen und werden ihn nicht finden, und werden zu sterben begehren, und der Tod flieht vor ihnen.* Und die Gestaltenb der 7 Heuschrecken waren gleich zum Streite gerüsteten Pferden, und auf ihren Köpfen wie Kronen gleich Gold, und ihre Angesichter wie Menschen- Angesichter, * und sie hatten Haare wie 8 Weiberhaare, und ihre Zähne waren wie die der Löwen.* Und 9 sie hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Geräusch ihrer Flügel war wie das Geräusch von Wagen vieler Pferde, die in den Streit laufen;* und 10 sie haben Schwänze gleich Skorpionen und Stacheln, und ihre Gewalt war in ihren Schwänzen, die Menschen zu beschädigen fünf Monate.* Sie haben 11 über sich einen König, den Engeldes Abgrundes; sein Name ist auf hebräisch Abaddon, und im Griechischen hat er den Namen Apollyon. d Das eine Wehe ist vorüber; 12 siehe, es kommen noch zwei Wehe nach diesen Dingen. a O. im Begriff stehen, zu pos.- b B. die Gleichheiten.- c d. h. Verderben ( Ort des Verderbens); vergl. Ps. 88, 11; Hiob. 26, 6; 28, 22.- d d. h. Verderber. Offenbarung 9. 10. 13 Und der sechste Engel posaunte, und ich hörte eine Stimme aus den[ vier] Hörnern des goldenen Altars, der vor Gott 14 ist,* die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Löse die vier Engel, die gebunden sind an dem großen Strome 15 Euphrat.* Und die vier Engel wurden gelöst, die bereitet waren auf Stunde a und Tag und Monat und Jahr, auf daß sie den dritten Teil der Men16schen töteten.* Und die Zahl der Kriegsheere zu Roß war zweimal zehntausend mal zehntausend; ich hörte ihre Zahl. 17* Und also sah ich die Rosse in dem Gesichte und die auf ihnen saßen, b und sie hatten feurige und hyazinthene und schweflichte Panzer; und die Köpfe der Rosse waren wie Löwenköpfe, und aus ihren Mäulern geht hervor Feuer und 18 Rauch und Schwefel.* Durch 435 den Werken ihrer Hände, daß sie nicht anbetetene die Teufeld und die goldenen und die filbernen und die ehernen und die steinernen und die hölzernen Götzenbilder, die weder sehen, noch hören, noch wandeln können.* Und sie thaten nicht 21 Buße von ihren Mordthaten, noch von ihren Zaubereien, noch von ihrer Hurerei, noch von ihren Diebstählen. Und ich sah einen andern 10 starken Engel aus dem Himmel herniederkommen, bekleidet mit einer Wolke, und der Regenbogen war auf seinem Haupte, und sein Angesicht wie die Sonne, und seine Füße wie Feuersäulen.* Und er hatte 2 in seiner Hand ein geöffnetes Büchlein, und er stellte seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken aber auf die Erde. * Und er rief mit starker Stim- 3 me, wie ein Löwe brüllt, und als er rief, redeten die sieben Donner ihre Stimmen.* Und 4 als die sieben Donner redeten, wollte ich schreiben; und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, die sprach: Versiegle, was die sieben Donner geredet haben, und schreibe dieses nicht. Und der Engel, den ich ste- 5 hen sah auf dem Meere und auf der Erde, erhob seine rechte Hand zum Himmel* und schwur 6 bei dem, der da lebt in die Zeitalter der Zeitalter, welcher diese drei Plagen ward der dritte Teil der Menschen getötet, durch das Feuer und den Rauch und den Schwefel, die aus ihren Mäulern hervorge19 hen. Denn die Gewalt der Pferde ist in ihrem Maul und in ihren Schwänzen; denn ihre Schwänze sind gleich Schlangen und haben Köpfe, und 20 mit diesen beschädigen sie.* Und die übrigen der Menschen, die nicht getötet waren durch diese Plagen, thaten nicht Buße von a B. auf die St.- b O. sitzen. - c O. huldigten.- d B. Dämonen. 28* 436 den Himmel erschuf und was darin ist, und die Erde und was darauf ist, und das Meer und was darin ist, daß keine 7 Frista mehr sein wird;* sondern in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er posaunen wird, b wird auch vollendet sein das Geheimnis Gottes, wie er seinen eignen Knechten, den Propheten, die frohe Botschaft verkündigt hat. с 8 Und die Stimme, die ich aus dem Himmel hörte, redete wiederum mit mir und sprach: Gehe hin, nimm das geöffnete Büchlein in der Hand des Engels, der auf dem Meere und 9 auf der Erde steht.* Und ich ging zu dem Engel und sagte ihm, daß er mir das Büchlein gebe. Und er spricht zu mir: Nimm und iß es auf; und es wird deinen Bauch bitter machen, aber in deinem Munde wird es süß sein wie Honig. 10* Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und aß es auf; und es war in meinem Munde süß wie Honig, und als ich es gegessen hatte, wurde mein Bauch bitter ge11 macht.* Und es wurde mir gesagtd: Du mußt wiederum weissagen über Völker und Nationen und Sprachen und viele Könige. 11 Und es ward mir ein Rohr, gleich einem Stabe, gegeben und gesagt: Stehe auf und miß Offenbarung 10. 11. - den Tempel Gottes und den Altar, und die darin anbeten. * Und den Hof, der außerhalb 2 des Tempels ist, wirf hinaus und miß ihn nicht, denn er ist den Nationen übergeben worden, und sie werden die heilige Stadt zertreten zweiundvierzig Monate.* Und ich werde mei- 3 nen zwei Zeugen Macht geben, und sie werden weissagen tausend zweihundertsechzig Tage, angethan mit Säcken.* Diese 4 sind die zwei Delbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen.* Und 5 wenn jemand sie beschädigen will, so geht Feuer aus ihrem Munde und verzehrt ihre Feinde; und wenn jemand sie beschädigen will, so muß er also getötet werden.* Diese haben 6 Gewalt, den Himmel zu verschließen, auf daß während der Tage ihrer Weissagung kein Regen falle; e und sie haben Gewalt über die Wasser, sie in Blut zu verwandeln, und die Erde zu schlagen mit jeder Plage, so oft sie wollen.* Und 7 wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben werden, so wird das Tier, das aus dem Abgrunde heraufsteigt, Krieg mit ihnen führen, und wird sie überwinden und sie töten.* Und ihr 8 Leichnam wird liegen auf der Straße der großen Stadt, f die geistlicherweise Sodom und Aea O. kein Aufschub. b O. im Begriff steht, zu pos.-c B. Sklaven. -d B. fie sagen. e Eig. die Erde benetze.- f. der Hauptstraße der Stadt. Offenbarung 11. 12. gypten heißt, wo auch ihr Herr 9 gekreuzigt ward.* Und die aus den Völkern und Stämmen und Sprachen und Nationen sehen ihren Leichnam drei Tage und einen halben, und erlauben nicht, ihre Leichname ins Grab zu 10 legen.* Und die auf der Erde wohnen, freuen sich über sie und frohlocken und werden einander Gaben senden, weil diese, die zwei Propheten, die quälten, welche auf der Erde wohnen. 11* Und nach den drei Tagen und einem halben kam der Geist a des Lebens aus Gott in sie, und sie standen auf ihren Füßen, und große Furcht fiel auf die, 12 welche sie schauten.* Und ich hörte eine starke Stimme aus dem Himmel zu ihnen sagen: Steiget hier herauf! Und sie stiegen in den Himmel hinauf in der Wolke, und es 13 schauten sie ihre Feinde.* Und in jener Stunde geschah ein großes Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt fiel; und es wurden in dem Erdbeben getötet siebentauſend Menschen namen, und die übrigen b wurden voll Furcht und gaben Herrlichkeit dem Gott des Himmels. 14 Das zweite Wehe ist vorüber; siehe, das dritte Wehe kommt bald.c 15 Und der siebente Engel pofaunte, und es geschahen starke 1 437 Stimmen in dem Himmel, die sprachen: Das Reich der Welt unsers Herrn und seines Christus ist geworden, d und er wird herrschen in die Zeitalter der Zeitalter.* Und die vierund- 16 zwanzig Aeltesten, die vor Gott sizzen auf ihren Thronen, fielen auf ihre Angesichter und beteten Gott ane* und sprachen: 17 Wir danken dir, Herr, Gott, Allmächtiger, der da ist und der da war, daß du angenommen hast deine große Kraft und angetreten deine Herrschaft!* Und 18 die Nationen sind zornig gewesen, und dein Zorn ist gekommen und die Zeit der Toten, um gerichtet zu werden, und den Lohn zu geben deinen Knechten, f den Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen fürchten, den Kleinen und den Großen, und die zu verderben, welche die Erde verderben. - Und der Tempel Gottes im 19 Himmel ward geöffnet, s und die Lade seines Bundes ward gesehen in seinem Tempel; und es geschahen Blitze und Stimmen und Donner und ein Erdbeben und ein großer Hagel. a O. Odem. b O. der Ueberrest.- c O. schnell, eilends.. d O. ift gekommen.- e O. huldigten. f B. Sklaven. g O. Und der T. G. ward geöffnet im Himmel. Und ein großes Zeichen 12 ward gesehen in dem Himmel: Ein Weib, bekleidet mit der Sonne, und der Mond unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupte eine Krone von 1 438 2 zwölf Sternen.* Und da sie schwanger war, schrie a sie in Geburtswehen und in Schmerzen zu gebären. 3 Und es erschien ein anderes Zeichen in dem Himmel, und siehe, ein großer, feuerroter Drache, der hatte sieben Köpfe und zehn Hörner, und auf seinen Köpfen sieben Diademe; 4* und sein Schwanz zogb den dritten Teil der Sterne des Himmels und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor dem Weibe, die gebären wollte, auf daß, wenn sie geboren hätte, er ihr Kind ver5schlänge.* Und sie gebar einen männlichen Sohn, der alle Nationen weiden soll mit eiserner Rute, und ihr Kind ward entrückt zu Gott und zu seinem Throne. 6* Und das Weib floh in die Wüste, woselbst sie eine von Gott bereitete Stätte hat, auf daß man sie daselbst ernähre tausend zweihundertsechzig Tage. Offenbarung 12. me auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm hinabgeworfen. * Und ich hörte eine starke Stim- 10 dem Himmel sagen: Nu ist das Heil und die Kraft und das Reich unsers Gottes und die Gewalt seines Christus geworden; e denn hinabgeworfen ist der Verkläger unsrer Brüder, der sie vor unserm Gott verklagte Tag und Nacht.* Und 11 sie haben ihn überwunden wegen des Blutes des Lammes und wegen des Wortes ihres Zeugnisses, und sie haben ihr Leben nicht geliebt bis zum Tode.* Darum seid fröhlich, 12 ihr Himmel, und die ihr darin wohnet! d Wehe der Erde und dem Meere! denn der Teufel ist zu euch hinabgekommen und hat große Wut, da er weiß, daß er wenig Zeit hat. Und als der Drache sah, 13 daß er auf die Erde geworfen war, verfolgte er das Weib, die das männliche Kind gebar. 7 Und es ward ein Streit in* Und es wurden dem Weibe14 dem Himmel: Michael und sei- die zwei Flügel des großen ne Engel stritten mit dem Dra- Adlers gegeben, auf daß sie chen. Und der Drache stritt in die Wüste fliege, an ihre sund seine Engel;* und er siegte Stätte, woselbst sie ernährt wird nicht ob, auch ward ihre Stätte eine Zeit und Zeiten und eine nicht mehr gefunden in dem halbe Zeit, fern von dem An9 Himmel.* Und es ward ge- gesicht der Schlange.* Und 15 worfen der große Drache, die die Schlange warf aus ihrem alte Schlange, welcher genannt Munde Wasser, wie einen wird der Teufel und der Sa- Strom, hinter dem Weibe her, tan, der den ganzen Erdkreis um sie mit dem Strome fortverführt, geworfen ward er zureißen.* Und die Erde half 16 a Eig. schreit.-b Eig. zieht.- c O. gekommen.- dO. zeltet, Hütten habt. Offenbarung 12. 13. 439 Gewalt gegeben, zu wirken f zweiundvierzig Monate.* Und 6 es öffnete seinen Mund zu Lästerungen wider Gott, zu lästern seinen Namen und seine Hütte [ und] die ihre Hütte in dem Himmel haben.s* Und es ward 7 ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen und sie zu überwinden, und es ward ihm Gewalt gegeben über jedes Geschlecht und Volk und Sprache und Nation.* Und alle werden 8 es anbeten, die auf der Erde wohnen, ein jeder, dessen Name nicht geschrieben ist in dem Buche des Lebens des geschlachteten Lammes von Grundlegung der Welt an.* Wenn jemand ein 9 Ohr hat, der höre!* Wenn je- 10 mand in Gefangenschaft[ führt], so geht er in Gefangenschaft; wenn jemand mit dem Schwerte töten wird, so muß er mit dem Schwerte getötet werden. Hier ist das Ausharren und der Glaube der Heiligen. dem Weibe, und die Erde that ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache 17 aus seinem Munde warf.* Und der Drache ward zornig über das Weib und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen ihres Samens, welche die Gebote Gottes halten und das Zeugnis Jesu haben. a 18 Und ich stand auf dem Sande 13 des Meeres.* Und ich sah aus dem Meere ein Tier aufsteigen, das hatte zehn Hörner und sieben Köpfe, und auf seinen Hörnern zehn Diademe und auf seinen Köpfen Namen der 2 Lästerung.* Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Pardel, b und seine Füße wie eines Bären, und sein Maul wie eines Löwen Maul. Und der Drache gab ihm seine Macht und seinen Thron und große Gewalt.e 3* Und ich sah einen seiner Köpfe wie zum Tode geschlachtet. Und seine Todeswunde ward geheilt, und die ganze Erde verwun4derte sich über das Tier.d* Und sie beteten den Drachen an, e weil er dem Tiere die Gewalt gab, und sie beteten das Tier ane und sagten: Wer ist dem Tiere gleich? Und wer vermag 5 mit ihm zu streiten?* Und es ward ihm ein Mund gegeben, der große Dinge und LästerunUnd ich sah ein anderes Tier 11 aus der Erde aufsteigen; und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamme und redete wie ein Drache.* Und die ganze Ge- 12 walt des ersten Tieres übt es aus vor ihm und macht, daß die Erde und die darauf wohnen, das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt ward. gen redete, und es ward ihm* Und es thut große Zeichen, 13 d B. a O. dem Ueberreste.- b B. weiblichen Pardel..-c O. Macht. hinter dem Tiere her.. e O. huldigten; so auch V. 8. 12. 15 und nachher.- f B. machen; vergl. hierzu Dan. 8, 24.- g DO. die in dem H. wohnen, zelten. 440 Offenbarung 13. 14. daß es selbst Feuer vom Him- Stimme aus dem Himmel wie mel auf die Erde herniederfahren läßt vor den Menschen; 14* und es verführt, die auf der Erde wohnen, wegen der Zeichen, die ihm gegeben sind, vor dem Tiere zu thun, indem es denen, die auf der Erde wohnen, sagt, ein Bild zu machen dem Tiere, das die Wunde des 15 Schwertes hat und lebte.* Und es ward ihm gegeben, dem Bilde des Tieres Odema zu geben, auf daß das Bild des Tieres auch redete, und machte, daß alle getötet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten. 16* Und es macht, daß alle, die Kleinen und die Großen, und die Reichen und die Armen, und die Freien und die Knechte b, sich ein Malzeichen geben an ihre rechte Hand oder an ihre 17 Stirn;* und daß niemand kaueine Stimme vieler Wasser und wie eine Stimme eines starken Donners; und die Stimme, die ich hörte, war wie von Harfensängern, die auf ihren Harfen spielen.* Und sie singen ein 3 neues Lied vor dem Throne und vor den vier lebendigen Wesen und den Aeltesten, und niemand konnte das Lied lernen, als nur die hundertvierundvierzig tausend, die von der Erde erkauft waren. Diese[ sind es], die sich 4 mit Weibern nicht befleckt haben, denn sie sind Jungfrauen; dieſe sind es, die dem Lamme folgen, wohin irgend es geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge Gott und dem Lamme.* Und in ihrem 5 Munde ward kein Falsch ge= funden;[ denn] sie sind tadellos. Und ich sah einen andern En- 6 fen oder verkaufen kann, als gel inmitten des Himmels flienur der, welcher das Malzeichen gen, der das ewige Evangelium hat, den Namen des Tieres oder hatte, um es denen zu verkün18 die Zahl seines Namens.* Hier digen, die auf der Erde ansässig ist die Weisheit. Wer Verständ- sind, und jeder Nation und nis hat, berechne die Zahl des Geschlecht und Sprache und Tieres, denn es ist eines Men- Volf,* indem er mit starker 7 schen Zahl, und seine Zahl ist sechshundertsechsundsechzig. 14 Und ich sah, und siehe, das Lamm stehend auf dem Berge Zion und mit ihm hundertvierundvierzig tausend, die hatten seinen Namen und den Namen seines Vaters an ihren Stirnen 2 geschrieben.* Und ich hörte eine a O. Geist.- b B. Sklaven. Stimme sprach: Fürchtet Gott und gebet ihm Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen; und betet vor dem an, der gemacht hat den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen. Und ein andrer zweiter En- 8 gel folgte und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große, die mit dem Wein der Wut ihrer Hurerei getränkt hat alle Nationen. 9 Und ein andrer dritter Engel folgte ihnen und sprach mit starker Stimme: Wenn jemand anbetet das Tier und sein Bild und ein Malzeichen nimmt an seine Stirn oder an seine Hand, 10* so wird auch er trinken von dem Weine des Grimmes Gottes, der unvermischt bereitet ist in dem Kelche seines Zornes; und er wird gequält werden mit Feuer und Schwefel vor den heiligen Engeln und vor 11 dem Lamme.* Und der Rauch Offenbarung 14. 15. ihrer Qual steigt auf in die Zeit alter der Zeitalter; und sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbeten, und wenn jemand das Malzeichen seines Namens an12 nimmt.* Hier ist das Ausharren der Heiligen, welche die Gebote Gottes halten und den Glauben Jesu. 13 Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel sagen: Schreibe: Glückselig die Toten, die im Herrn sterben, von nun an! Ja, spricht der Geist, auf daß sie ruhen von ihren Arbeiten, denn ihre Werke folgen ihnen nach. a 14 Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke, und auf der Wolke saß einer gleich dem Sohne des Menschen, der hatte auf seinem Haupte eine goldene Krone und a Eig. mit ihnen. Y - 441 in seiner Hand eine scharfe Sichel.* Und ein andrer Engel 15 kam hervor aus dem Tempel und rief dem, der auf der Wolke saß, mit starker Stimme zu: Schicke deine Sichel und ernte, denn die Stunde des Erntens ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist überreifb geworden.* Und der auf der Wolke saß, 16 legte seine Sichel an die Erde, und die Erde ward geerntet. Und ein andrer Engel kam 17 hervor aus dem Tempel, der in dem Himmel ist, und auch er hatte eine scharfe Sichel. * Und ein andrer Engel kam her- 18 vor aus dem Altar, der hatte Gewalt über das Feuer, und er rief dem, der die scharfe Sichel hatte, mit starkem Geschrei zu und sprach: Schicke deine scharfe Sichel und lies die Trauben des Weinstocks der Erde, denn seinee Beeren sind reif geworden.* Und der Engel legte 19 seine Sichel an die Erde und las die Trauben des Weinstocks d der Erde und warf sie in die große Kelter des Grimmes Gottes.* Und die Kelter ward ge- 20 treten außerhalb der Stadt, und es ging Blut aus der Kelter hervor bis an die Gebisse der Pferde, tausend sechshundert Stadien weit. Und ich sah ein anderes Zei- 15 chen in dem Himmel, groß und wunderbar: Sieben Engel, welche die sieben letzten Plagen d B. las den W. b Eig. dürre.- c O. ihre. 1 442 Offenbarung 15. 16. hatten; denn in ihnen ist der Grimm Gottes vollendet. 2 Und ich sah wie ein gläsernes Meer, mit Feuer vermischt, und die Ueberwinder über das Tier und über sein Bild und über die Zahl seines Namens, die an dem gläsernen Meere standen und Harfen Gottes hat3 ten.* Und sie singen das Lied Moses', des Knechtes a Gottes, und das Lied des Lammes, und sagen: Groß und wunderbar find deine Werke, Herr, Gott, Allmächtiger! Gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, o König 4 der Nationen!* Wer sollte[ dich] nicht fürchten, Herr, und deinen Namen nicht verherrlichen? denn du allein bist heilig; denn alle Nationen werden kommen und vor dir anbeten, denn deine gerechten Urteile sind offenbar geworden. 5 Und nach diesem sah ich, und der Tempel der Hütte des Zeugnisses in dem Himmel ward auf6 gethan.* Und die sieben Engel, welche die sieben Plagen hatten, kamen hervor aus dem Tempel, angethan mit reiner, glänzender Leinwand und gegürtet um die Brust mit goldenen 7 Gürteln.* Und eins der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben goldene Schalen, voll des Grimmes Gottes, der da lebt in die Zeitalter der 8 Zeitalter.* Und der Tempel ward mit Rauch angefüllt von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Macht; und niemand konnte in den Tempel eingehen, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren. Und ich hörte eine starke 16 Stimme aus dem Tempel zu den sieben Engeln sagen: Gehet hin und gießet die sieben Schalen des Grimmes Gottes aus auf die Erde. Und der erste ging hin und 2 goß seine Schale aus auf die Erde; und es kam ein böses und arges Geschwür an die Menschen, die das Malzeichen des Tieres hatten und die sein Bild anbeteten. Und der zweite goß seine 3 Schale aus aufd das Meer; und es ward zu Blut wie eines Toten, und jede lebendige Seele starb in dem Meere. Und der dritte goß seine Scha- 4 le aus aufd die Ströme und [ auf] die Wasserquellen, und sie wurden zu Blut.* Und ich hörte 5 den Engel der Wasser sagen: Du bist gerecht, der du bist und der du warst, der Heilige, e daß du also gerichtetf hast.* Denn 6 das Blut von Heiligen und Propheten haben sie vergoffen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben; sie sind es wert.* Und ich 7 hörte den Altar sagen: Ja, Herr, Gott, Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte. - a B. Sklaven. b.D. fromm. - e O. der Fromme.- f O. geurteilt. e O. Gerechtigkeiten.- d O. in. 8 Und der vierte goß seine Schale aus auf die Sonne; und es ward ihr gegeben, die Menschen mit Feuer zu ver9 sengen.* Und die Menschen wurden versengt mit großer Hitze und lästerten den Namen Gottes, der Gewalt hatte über diese Plagen, und thaten nicht Buße, ihm Herrlichkeit zu geben. Und der fünfte goß seine Schale aus auf den Thron des Tieres; und sein Reich ward verfinstert, und sie zerbissen ihre 11 Zungen vor Pein* und lästerten den Gott des Himmels wegen ihrer Pein und ihrer Geschwüre, und sie thaten nicht Buße von ihren Werken. 10 Offenbarung 16. 17. 12 Und der sechste goß seine Schale aus auf den großen Strom Euphrat; und sein Wasser vertrocknete, auf daß bereitet würde der Weg der Könige 13 vom Aufgang der Sonne.* Und ich sah aus dem Munde des Drachen und aus dem Munde des Tieres und aus dem Munde des falschen Propheten drei unreine Geister kommen wie Frö14 sche;* denn es sind Geister von Teufeln, die Zeichen thun, welche ausgehen zu den Königen des ganzen Erdkreises, sie zu versammeln zu dem Kriege jenes großen Tages Gottes, des 15 Allmächtigen.* Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig, der da wacht und seine Kleider bewahrt, auf daß er nicht nackt a B. Dämonen.- b O. auf. 443 wandle und sie seine Schande sehen!* Und er versammelte sie 16 an den Ort, der auf hebräisch heißt Armageddon. Und der siebente goß seine 17 Schale aus in die Luft; und es ging eine starke Stimme aus von dem Tempel des Himmels, von dem Throne, die sprach: Es ist geschehen.* Und es ge- 18 schahen Blitze und Stimmen und Donner, und ein großes Erdbeben geschah, wie solches nicht geschehen, seit die Menschen auf der Erde waren, solch ein Erdbeben, so groß.* Und es 19 ward die große Stadt in drei Teile geteilt, und die Städte der Nationen fielen, und die große Babylon kam ins Gedächtnis vor Gott, ihr zu geben den Kelch des Weines des Grimmes seines Zornes.* Und jede Insel 20 floh, und Berge wurden nicht gefunden.* Und ein großer 21 Hagel, wie ein Talent schwer, kommt aus dem Himmel hernieder auf die Menschen; und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, denn seine Plage ist sehr groß. Und es kam einer von den 17 sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, und redete mit mir und sprach: Komm her, ich will dir das Urteile der großen Hure zeigen, die auf [ den] vielen Wassern sitzt,* mit 2 welcher Hurerei getrieben haben die Könige der Erde; und die e O. Gericht. 444 Offenbarung 17. auf der Erde wohnen, sind trun- geschrieben sind in dem Buche ken geworden von dem Weine 3 ihrer Hurerei.* Und er führte mich im Geiste hinweg in eine Wüste; und ich sah ein Weib sitzen auf einem scharlachroten Tiere, voll Namen der Lästerung, und es hatte sieben Köpfe 4 und zehn Hörner.* Und das Weib war bekleidet mit Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelgestein und Perlen und hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll Greuel und Unreinigkeit 5ihrer Hurerei,* und an ihrer Stirn einen Namen geschrieben: Geheimnis, Babylon, die große, die Mutter der Huren 6 und der Greuel der Erde.* Und ich sah das Weib trunken von dem Blute der Heiligen und von dem Blute der Zeugen Jesu. Und ich verwunderte mich, als ich sie sah, mit großer Verwunderung. Und der Engel sprach zu mir: Warum verwunderst du dich? Ich will dir das Geheimnis des Weibes sagen und des Tieres, das sie trägt, welches die sieben Köpfe und die zehn sHörner hat.* Das Tier, welches du sahest, war und ist nicht und wird aufsteigen a aus dem Abgrunde und ins Verderben gehen; und die auf der Erde wohnen, werden sich verwundern,( deren Namen nicht 7 a O. steht im Begriff, aufzust. - d B. die fünf.- e O. Gläubige. с des Lebens von Grundlegung der Welt an,) wenn sie das Tier sehen, daß es war und nicht ist und da sein b wird. * Hier ist der Verstand, der Weis- 9 heit hat. Die sieben Köpfe sind sieben Berge, auf welchen das Weib sitzt.* Und es sind e 10 sieben Könige: fünf von ihnen d sind gefallen, der eine ist, der andere ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, muß er eine kleine Weile bleiben.* Und 11 das Tier, das war und nicht ist, er ist auch ein achter und ist von den sieben und geht ins Verderben.* Und die zehn 12 Hörner, die du sahest, sind zehn Könige, die noch kein Königreich empfangen haben, aber Gewalt empfangen wie Könige eine Stunde mit dem Tiere. * Diese haben einen Sinn und 13 geben ihre Macht und Gewalt dem Tiere.* Dieſe werden 14 Krieg führen mit dem Lamme, und das Lamm wird sie überwinden; denn er ist Herr der Herren und König der Könige und, die mit ihm sind, Berufene und Auserwählte und Treue. e Und er spricht zu mir: Die 15 Wasser, die du saheſt, da die Hure sitzt, sind Völker und Völkerscharen und Nationen und Sprachen;* und die zehn Hör- 16 ner, die du sahest, und das b O. kommen. - c O. und sind. Offenbarung 17. 18. Tier, diese werden die Hure hassen und werden sie öde und nackt machen und werden ihr Fleisch fressen und werden sie 17 mit Feuer verbrennen.* Denn Gott hat in ihre Herzen gegeben, seinen Sinn zu thun und mit einem Sinn zu handelna und ihr Königreich dem Tiere zu geben, bis vollbracht sein wer18 den die Worte Gottes.* Und 4 das Weib, das du sahest, ist die große Stadt, die das Königtum hat über die Könige der Erde. 18 Nach diesem sah ich einen andern Engel aus dem Himmel herniederkommen, der hatte große Gewalt, und die Erde ward erleuchtet von seiner Herr2lichkeit.* Und er rief mit mächtiger Stimme und sprach: Gefallen, gefallen ist Babylon, die große, und ist geworden die Behausung von Teufelnb und ein Gewahrsam jedes unreinen Geistes und ein Gewahrsam jedes unreinen und ge3 haßten Vogels.* Denn von dem Weine der Wut ihrer Hurerei haben getrunken alle Nationen, und die Könige der Erde haben mit ihr Hurerei getrieben, und die Kaufleute der Erde sind durch die Macht ihrer Ueppigkeit reich geworden. Und ich hörte eine andere Stimme aus dem Himmel sagen: Gehet aus von ihr, mein Volk, auf daß ihr nicht mita B. einen Sinn zu thun. - teilhaftig werdet ihrer Sünden, und auf daß ihr nicht empfanget von ihren Plagen;* denn ihre 5 Sünden sind aufgehäuft e bis zum Himmel, und Gott ist eingedenk worden ihrer Ungerechtigkeiten.* Vergeltet ihr, 6 wie auch sie vergolten hat, und verdoppelt[ ihr] doppelt nach ihren Werken; in dem Kelche, worin sie gemischt hat, mischet ihr doppelt.* Wie viel sie sich 7 verherrlicht und Ueppigkeit getrieben hat, so viel Qual und Trauer gebet ihr. Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich sitze als Königin und bin nicht Witwe, und Traurigkeit werde ich nicht sehen.* Da- 8 rum werden ihre Plagen kommen an einem Tage: Tod und Traurigkeit und Hungersnot, und sie wird verbrannt werden mit Feuer; denn stark ist der Herr, der Gott, der sie gerichtet hat.* Und es wer- 9 den über sie weinen und wehklagen die Könige der Erde, die mit ihr Hurerei und Ueppigkeit getrieben haben, wenn sie sehen den Rauch ihres Brandes,* und werden von ferne 10 stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sagen: Wehe, wehe! die große Stadt, Babylon, die starke Stadt! denn in einer Stunde ist dein Gericht gekommen.* Und die Kaufleute 11 der Erde weinen und trauern über sie, weil niemand mehr e B. zusammengelegt. b B. Dämonen. 445 - 446 12 ihre Ware a fauft:* Ware von Gold und Silber und Edelgestein und Perlen und feiner Leinwand und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei Thynen- Holzb und jedes Gerät von Elfenbein und jedes Gerät vom köstlichsten Holz und von Erz und Eisen und 13 Marmor,* und Zimmet und Amomum und Rauchwerk und Salbe und Weihrauch und Wein und Del und Semmelmehl und Weizen und Vieh und Schafe und von Pferden und von Wagen und von Leibern, und 14 Seelen der Menschen.* Und das Obst der Lust deiner Seele ist von dir gewichen, und alles Schöne und Prächtige ist dir verloren d, und du wirst es 15 nicht mehr finden.* Die Kaufleute dieser Dinge, die von ihr reich geworden, werden von ferne stehen aus Furcht vor ihrer Qual, weinend und trau16 ernd,* und sagen: Wehe, wehe! die große Stadt, die bekleidet war mit feiner Leinwand und Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelgestein und Perlen; denn in einer Stunde ist so großer Reich17 tum verwüstet worden.* Und jeder Steuermann und jeder, der nach irgend einem Orte schifft, und die Schiffsleute und so viele beschäftigt sind auf dem 18 Meere, standen von ferne* und Offenbarung 18. 1 a Eig. Schiffsladung.- d O. vernichtet.- e O. Gericht. riefen, da sie den Rauch ihres Brandes sahen, und sprachen: Welche Stadt ist gleich der großen Stadt?* Und sie warfen 19 Staub auf ihre Häupter und riefen weinend und trauernd und sprachen: Wehe, wehe! die große Stadt, in welcher alle, die Schiffe auf dem Meere hatten, reich wurden von ihrer Kostbarkeit, denn in einer Stunde ist sie verwüstet worden. Sei fröhlich über sie, du Him- 20 mel, und ihr Heiligen und ihr Apostel und ihr Propheten! denn Gott hat euer Urteile an ihr gerichtet. Und ein starker Engel hob 21 einen Stein auf wie einen großen Mühlstein und warf ihn ins Meer und sprach: Also wird Babylon, die große Stadt, mit Gewalt niedergeworfen, und sie wird nie mehr gefunden werden.* Und die Stimme der 22 Harfenfänger und Musiker und Flötenspieler und Trompeter wird nie mehr in dir gehört werden, und nie mehr wird ein Künstler irgend welcher Kunst in dir gefunden werden, und die Stimme der Mühle wird nie mehr in dir gehört werden, * und das Licht einer Lampe wird 23 nie mehr in dir scheinen, und die Stimme des Bräutigams und der Braut wird nie mehr in dir gehört werden; denn deine Kaufleute waren die Grob A. üb.: Citronenholz.- c O. Leibeignen.- 447 19 Nach diesem hörte ich wie die Herrschaft angetreten.* Las- 7 set uns fröhlich ſein und frohlocken und ihm Herrlichkeit geben, denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet.* Und 8 es ward ihr gegeben, daß ſie gekleidet sei in feine Leinwand, eine starke Stimme einer gro- glänzend[ und] rein; denn die ßen Volksmenge in dem Him- feine Leinwand sind die Gerechmel, die sprach: Halleluja! das tigkeiten der Heiligen.* Und 9 Heil und die Herrlichkeit und er spricht zu mir: Schreibe: 2 die Macht unsers Gottes!* denn Glückselig, die geladen sind zum wahrhaftig und gerecht sind seine Hochzeitsmahle des Lammes! Gerichte; denn er hat gerichtet Und er spricht zu mir: Dies die große Hure, welche die Erde sind die wahrhaftigen Worte verderbte mit ihrer Hurerei, und Gottes.* Und ich fiel nieder 10 hat vergolten das Blut seiner zu seinen Füßen, ihn anzube3 Knechte a von ihrer Hand.* Und ten. Und er spricht zu mir: zum andern Male sprachen sie: Siehe zu, thue es nicht. Ich Halleluja! und ihr Rauch steigt bin dein Mitknecht und der auf in die Zeitalter der Zeit- deiner Brüder, die das Zeug4 alter.* Und die vierundzwan- nis Jesu haben; bete Gott zig Aeltesten und die vier le- an. Denn der Geist der Weisbendigen Wesen fielen nieder sagung ist das Zeugnis Jesu. und beteten Gott an, der auf dem Throne sitzt, und sagten: 5 Amen, Halleluja!* Und eine Und ich sah den Himmel 11 aufgethan, und siehe, ein weiBes Pferd, und der darauf saß, e genannt Treu und Wahrhaftig, und er richtet und führt Krieg in Gerechtigkeit.* Seine 12 Augen aber waren wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupte viele Diademe, und er hat d einen Namen geschrieben, den niemand kennt, als nur er selbst;* und er war bekleidet 13 mit einem Gewande in Blut getaucht, und sein Name heißt: Das Wort Gottes.* Und die 14 c. O. sitzt.- d d. h. er trägt. Offenbarung 18. 19. ßen der Erde; denn durch deine Zauberei sind alle Nationen 24 verführt worden.* Und in ihr ward gefunden das Blut von Propheten und Heiligen und aller derer, die auf der Erde geschlachtet sind. Stimme kam aus dem Throne hervor, welche sagte: Lobet unsern Gott, alle seine Knechte, a [ und] die ihr ihn fürchtet, die Kleinen und die Großen! 6 Und ich hörte wie eine Stimme einer großen Volksmenge und wie eine Stimme vieler Wasser und wie eine Stimme starker Donner, welche sagte: Halleluja! denn der Herr, unser Gott, der Allmächtige, hat a B. Sklaven.- b B. Mitsklave. 448 Offenbarung 19. 20. Kriegsheere, die in dem Himmel sind, folgten ihm nach auf weißen Pferden, angethan mit 15 weißer, reiner Leinwand.a* Und aus seinem Munde geht hervor ein scharfes,[ zweischneidiges] Schwert, auf daß er damit die Nationen schlage, und er wird sie weiden mit eiserner Rute, und er tritt die Kelter des Weines des Grimmes des Zornes Gottes, des Allmächti16 gen.* Und er hat auf seinem Gewande und auf seiner Hüfte einen Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren. 17 Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, und er rief mit starker Stimme und sprach zu allen Vögeln, die inmitten des Himmels fliegen: Kommet her, versammelt euch zu dem 18 großen Mahle Gottes!* auf daß ihr fresset das Fleisch der Könige und das Fleisch der Obersten und das Fleisch der Starken und das Fleisch der Pferde und derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller, sowohl Freier als Sklaven, sowohl Kleiner als Großer. 19 Und ich sah das Tier und die Könige der Erde und ihre Heere versammelt, Krieg zu führen mit dem, der auf dem Pferde sitzt, und mit seinem 20 Heere.* Und es ward ergriffen das Tier und der falsche Prophet, der mit ihm war, der die Zeichen vor ihm that, durch welche er verführte, die das Malzeichen des Tieres annahmen und die sein Bild anbeteten lebendig wurden die zwei geworfen in den Feuersee, der mit Schwefel brennt. * Und die übrigen wurden ge- 21 tötet mit dem Schwerte dessen, der auf dem Pferde sitzt, welches Schwert aus seinem Munde geht, und alle Vögel wurden gesättigt von ihrem Fleische. Und ich sah einen Engel her- 20 niederkommen aus dem Himmel, der hatte in seiner Hand den Schlüssel des Abgrundes und eine große Kette.* Und 2 er griff den Drachen, die alte Schlange, welche ist der Teufel und der Satan, und band ihn tausend Jahre,* und warf 3 ihn in den Abgrund und schloß zu und versiegelte über ihm, auf daß er nicht mehr die Nationen verführe, bis die tausend Jahre vollendet wären. Nach diesem muß er eine kleine Zeit gelöst werden. Und ich sah Throne, und sie 4 saßen darauf, b und es ward ihnen gegeben, Gericht zu halten; und die Seelen derer, die enthauptet waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen; und jene, die nicht angebetet hatten das Tier, noch sein Bild, und nicht angenommen hatten das Mala Eig. weißer, reiner feiner Leinwand. mand auf den Thronen sißen. - - b In Dan. 7 sieht man nie Offenbarung 20. 21. 449 C zeichen an ihre Stirn und an Und ich sah einen großen, 11 ihre Hand, und sie lebten und weißen Thron und den, der herrschten mit dem Christus darauf saß, vor dessen Ange5 tausend Jahre.* Die übrigen sicht die Erde entfloh und der der Toten wurden nicht leben- Himmel, und keine Stätte dig, a bis die tausend Jahre ward für sie gefunden.* Und 12 vollendet waren. Dies ist die ich sah die Toten, die Großen 6 erste Auferstehung.* Glückselig und die Kleinen, vor dem Thround heilig, wer Teil hat an ne stehen, und Bücher wurden der ersten Auferstehung! Ueber aufgethan; und ein anderes diese hat der zweite Tod keine Buch ward aufgethan, welches Gewalt, sondern sie werden das des Lebens ist. Und die Priester Gottes und des Chris- Toten wurden gerichtet aus tus sein und mit ihm herrschen tausend Jahre. 7 dem, was in den Büchern geschrieben war, nach ihren Werken.* Und das Meer gab die 13 Toten, die in ihm waren, und der Tod und der Hades gaben die Toten, die in ihnen waren, und sie wurden gerichtet, ein jeder nach seinen Werken.* Und 14 der Tod und der Hades wurden geworfen in den Feuersee. Dies ist der zweite Tod, der Feuersee.d* Und wenn je- 15 mand nicht geschrieben gefunden ward in dem Buche des Lebens, so ward er geworfen in den Feuersee. Und ich sah einen neuen 21 Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer ist nicht mehr. Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan losgelassen werden aus seinem 8 Gefängnis* und wird ausgehen, zu verführen die Nationen, die an den vier Ecken der Erde sind, den Gog und den Magog, sie zum Kriege zu versammeln, deren Zahlb ist wie der Sand des Meeres. 9* Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umzingelten das Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt, und Feuer kam hernieder[ von Gott] aus dem Himmel und 10 verschlang sie.* Und der Teufel, der sie verführte, ward geworfen in den Feuer- und Schwefelsee, wo beide sind, das Tier und der falsche Prophet; und sie werden gepeinigt werden Tag und Nacht in die Zeitalter der Zeitalter. Und ich sah die heilige Stadt, 2 das neue Jerusalem, herniederkommen aus dem Himmel von Gott, bereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. a Eig. lebten nicht.- b B. deren Zahl von ihnen( ein Hebraismus.) -c D. sitzt.- d O. dieser zweite Tod ist der Feuersee. 29 450 Offenbarung 21. 3* Und ich hörte eine starke Stim- letzten Plagen, und redete mit me aus dem Himmel sagen: Siehe, die Hütte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, a und sie werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, 4 ihr Gott.* Und er wird jede Thräne abwischen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste 5 ist vergangen.* Und der auf mir und sprach: Komm her, ich will dir die Braut, das Weib des Lammes, d zeigen. * Und er führte mich im Geiste 10 hinweg auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt, Jeruſalem, herniederkommend aus dem Himmel von Gott,* die Herrlichkeit 11 Gottes habend. Ihr Lichtglanz e war gleich einem sehr koſtbaren Edelstein, wie ein krystallheller Jaspisstein;* und sie hatte eine 12 große und hohe Mauer und hatte zwölf Thore und an den Thoren zwölf Engel, und Namen eingeschrieben, welche die der zwölf Stämme der Söhne Israels sind.* Nachf Osten 13 drei Thore, und nach Norden drei Thore, und nach Süden drei Thore, und nach Westen drei Thore.* Und die Mauer 14 der Stadt hatte zwölf Grundlagen und darauf zwölf Namen der zwölf Apostel des Lammes. dem Throne saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er spricht[ zu mir]: Schreibe, denn diese Worte sind trei und wahr6 haftig. Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Ich will dem Dürstenden aus der Quelle des Wassers des Le7 bens geben umsonst.* Wer überwindet, wird dies ererben, und ich werde ihm Gott sein, und er wird mir Sohn sein. 8* Den Feigen aber und Ungläubigen und Greulichen und Mördern und Hurern und Zauberern und Götzendienern und allen Lügnern ihr Teil ist in dem See, der mit Feuer und Schwefel brennt, welches ist der zweite Tod. 9 C Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, voll der sieben Und der mit mir redete, hatte 15 ein Maß, ein goldenes Rohr, auf daß er messe die Stadt und ihre Thore und ihre Mauern.* Und die Stadt liegt vier- 16 eckig, und ihre Länge ist ſo groß wie die Breite. Und er maß die Stadt mit dem Rohr zwölftausend Stadien; die Länge und die Breite und die Höhe derselben sind gleich.* Und 17 ermaß ihre Mauer, hundertviera Eig. zelten. b. sitzt.-c O. Untreuen.- d O. die Braut des Lammes, das Weib.- e O. Ihre Leuchte. f Eig. von. 1 - undvierzig Ellen, eines Menschen Maß, das ist des a En18 gels.* Und der Bau ihrer Mauer war Jaspis und die Stadt reines Gold, gleich rei19 nem Glase.* Die Grundlagen der Mauer der Stadt waren geſchmückt mit jedem Edelſtein. Die erste Grundlage, Jaspis; die zweite, Sapphir; die dritte, Chalzedon; die vierte, Sma20 ragd;* die fünfte, Sardonix; Offenbarung 21. 22. die sechste, Sardis; die siebente, Chrysolith; die achte, Beryll; die neunte, Topas; die zehnte, Chrysopras; die elfte, Hyazinth; 21 die zwölfte, Amethyst.* Und die zwölf Thore waren zwölf Perlen, ein jedes der Thore besonders war aus einer Perle, und die Straße der Stadt reines Gold, wie durchsichtiges 22 Glas.* Und ich sah keinen Tempel in ihr, denn der Herr, Gott, b der Allmächtige, ist ihr 23 Tempel, und das Lamm.* Und die Stadt bedarf nicht der Sonne, noch des Mondes, auf daß sie ihr scheinen, denn die Herrlichkeit Gottes hat sie erleuchtet, und ihre Lampe ist das Lamm. 24* Und die Nationen werden durch ihr Lichte wandeln und die Könige der Erde ihre Herrlich25 feit zu ihr bringen.* Und ihre Thore sollen nicht geschlossen werden des Tages, denn Nacht 26 wird daselbst nicht sein.* Und sie werden die Herrlichkeit und 451 die Ehre der Nationen zu ihr bringen;* und es wird nicht 27 in sie eingehen irgend etwas Gemeines, und was Greuel und Lüge thut, sondern nur die geschrieben sind in dem Buche des Lebens des Lammes. - Und er zeigte mir einen 29 Strom des Wassers des Lebens, glänzend wie Krystall, der hervorging aus dem Throne Gottes und des Lammes.* In 2 der Mitte ihrer Straße und des Stromes, diesseits und jenseits, der Baum des Lebens, der zwölf Früchte trägt und jeden Monat seine Frucht giebt; und die Blätter des Baumes sind zur Heilung der Nationen. * Und kein Fluch wird mehr 3 sein, und der Thron Gottes und des Lammes wird in ihr sein, und seine Knechted werden ihm dienen.* Und sie werden 4 sein Angesicht sehen, und sein Name wird an ihren Stirnen sein.* Und Nacht wird nicht 5 mehr sein und kein Bedürfnis einer Lampe und des Lichtes der Sonne; denn der Herr, Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen in die Zeitalter der Zeitalter. Und er sprach zu mir: Diese 6 Worte sind treu und wahrhaftig, und[ der] Herr, der Gott der Geister der Propheten, hat seinen Engel gesandt, seinen Knechten zu zeigen, was bald a B. eines.- b B. der Herr, der Gott.- c d. h. vermöge, vermittelst ihres Lichtes. d B. Sklaven; so auch V. 6. 29* 452 7 geschehen muß.* Und siehe, ich komme bald.a Glückselig, der da bewahrt die Worte der Weissagung dieses Buches! Offenbarung 22. 8 Und ich, Johannes, war der, welcher diese Dinge hörte und sah; und als ich hörte und sah, fiel ich nieder, anzubeten vor den Füßen des Engels, der mir 9 diese Dinge zeigte.* Und er spricht zu mir: Siehe zu, thue es nicht. Ich bin dein Mitknecht und der deiner Brüder, der Propheten, und derer, die da bewahren die Worte dieses 10 Buches. Bete Gott an.* Und er spricht zu mir: Versiegle nicht die Worte der Weissagung dieses Buches, die Zeit 11 ist nahe.* Wer Unrecht thut, der thue noch Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich noch, und wer gerecht ist, der übe noch Gerechtigkeit, und wer heilig ist, der sei noch 12 geheiligt.* Siehe, ich komme balda und mein Lohn mit mir, um einem jeden zu vergelten, 13 wie sein Werk sein wird.* Ich bin das Alpha und das Omega, der Erste und der Letzte, der 14 Anfang und das Ende.* Glückselig, die ihre Kleider waschen, auf daß sie Recht haben an dem Baume des Lebens und durch die Thore eingehen in 1 die Stadt!* Draußen sind die 15 Hunde und die Zauberer und die Hurer und die Mörder und die Götzendiener und jeder, der die Lüge liebt und thut. Ich, Jesus, habe meinen 16 Engel gesandt, um euch diese Dinge zu bezeugen in den Versammlungen. Ich bin die Wurzel und das Geschlecht Davids, der glänzende Morgenstern.e * Und der Geist und die Braut 17 sagen: Komm! Und wer es hört, spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; wer da will, nehme das Wasser des Lebens umsonst. Ich bezeuge jedem, der die 18 Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm hinzufügen die Plagen, die in diesem Buche geschrieben sind;* und wenn 19 jemand hinwegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott hinwegnehmen sein Teil von dem Baume des Lebens und aus der heiligen Stadt, died in diesem Buche geschrieben sind. Der diese Dinge bezeugt, 20 spricht: Ja, ich komme bald.a Amen; komm, Herr Jesu! Die Gnade des Herrn Jesu 21 Christi sei mit allen Heiligen! a O. schnell, eilends. b B. Mitsklave. Morgenstern. d O. von den Dingen, die. 1 e Eig. der glänzende, der Verzeichnis der Bücher des Neuen Testaments. Evangelium nach Matthäus. Evangelium nach Markus. Evangelium nach Lukas. Evangelium nach Johannes. Die Apostelgeschichte. Epistel an die Römer. Erste Epistel an die Korinther. Zweite Epistel an die Korinther. Epistel an die Galater. Epistel an die Epheser. Epistel an die Philipper. Epistel an die Kolosser. Erste Epistel an die Thessalonicher. Zweite Epistel an die Thessalonicher. B. Eig. Erklärung der Abkürzungen in den Anmerkungen unter dem Text. - Buchstäblich. Eigentlich. = Oder. Andere. Erste Epistel an Timotheus. Zweite Epistel an Timotheus. Epistel an Titus. A. A. üb. Gr. Hebr. Handschr. D. h.= das heißt. V. I.== Viele lesen. - Epistel an Philemon. Epistel an die Hebräer. Epistel des Jakobus. Erste Epistel des Betrus. Zweite Epistel des Petrus. Erste Epistel des Johannes. Zweite Epistel des Johannes. Dritte Epistel des Johannes. Epistel des Judas. Die Offenbarung. Griechisch. Andere übersetzen. Hebräisch.. Handschriften. 454 Verzeichnis der vom Texte Verzeichnis der wichtigsten vom Texte abweichenden Lesarten, sowohl des Textus receptus, als auch mehrerer wertvoller Handschriften. Erklärung der Abkürzungen. R. Textus receptus. E., M., V. Y. I. f. f. h. ft. 11., v. = liest( lesen). statt. = Einige, Mehrere, Viele. läßt( lassen) fehlen. fügt( fügen) hinzu. nach, vor. Matthäus.-1, 6. R. David, der König, aber. 25. M. I. bis sie einen Sohn geb. hatte. 2, 11. R. I. fanden st. sahen. 18. E. 1. Jammer und Weinen. 3, 3. R. von Jesaias. 6. M. I. Jordanfluß. 7. M. L. zu der Taufe. 10. R. aber auch. 16. M. l. f. ihm. 4, 9. R. I. spricht st. sprach. 10. R. Gehe hinter mich, Cat. 12. R. Als Jefus aber. 18. R. sah Jesus. 5, 11. E. I. f. Wort. 22. M. I. f. ohne Grund. 27. R. daß zu den Alten geſagt ist. 48. R. I. Zöllner st. Nationen. 49. R. cuer Vater, der in den Him meln ist. 6, 1. M. I. daß ihr nicht eure Gerechtigkeit thut. 4. 6. 18. E. I. vergelten öffentlich. 5. M. I. wenn ihr betet, sollt ihr. 12. M. I. vergeben haben. 13. R. f. h. denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichfeit in die Zeitalter. Amen. 33. M. I. nach seinem Reiche, u. 1. f. Gottes. 34. R. für das Seine. 7, 16. R. eine Traube. 29. R. die Schriftgelehrten. 8, 3. 5. R. I. Jesus st. er. 7. M. I. Er spricht. 13. M. I. der Knecht. 15. R. diente ihnen. 21. M. I. der Jünger. 25. R. seine Jünger; M. I. Und fie traten. 29. R. Jesu, Sohn Gottes? 31. M. 1. so sende uns in die Herde Schweine. 9, 2. R. sind dir. 8. R. I. verwunderte st. fürchtete. 13. R. Sünder zur Buße. 24. R. spricht er zu ihnen. 35. R. Gebrechen unter dem Volke. 10, 3. E. I. f. Lebbäus, der zub. war. 8. R. fett reiniget Aussäßige" v. ,, wecket Tote auf." 25. M. I. hier u. a. and. Orten: Beelzebul. 11, 2. R. zwei seiner Jünger. 5. R. I. f. und v. Tote. 10. M. I. f. denn. abweichenden Lesarten. 12, 6. R. Einer, der größer ist als. 8. R. ist auch. 15. M. I. und viele folgten ihm. 25. E. L. Jesus aber. 31. M. I. f. d. 2te den Menschen. 35. R. guten Schatz des Herzens. 38. V. I. antworteten ihm. 13, 14. R. an ihnen. 22.-M. I. des Lebens. 27. V. 1. f. das. 35. M. I. f. der Welt. 36. R. entließ Jesus. 40. R. dieses Zeitalters. 44. E. I. Wiederum ist das R. 46. R. welcher, als er... ..gef., hinging. 55. E. L. Joses. 14, 12. M. I. Leichnam st. Leib. 14. R. Und als Jesus. 15. M. I. die Jünger. 22. R. nötigte Jesus seine Jünger. 25. R. fam Jesus. 15, 8. R. Volt naht sich mir mit ihrem Munde und. 15. M. I. das Gleichnis. 16. R. Jesus aber. 30. R. zu den Füßen Jesu. 39. R. Magdala. 16, 2. M. I. f. Wenn es Abend gew.- beurteilen. 3. R. Heuchler, das Ang. 4. E. I. Jonas', des Propheten. 8. R. sprach er zu ihnen; M. I. f. mitgenommen. 11. M. I. Hütet euch aber; R. euch zu hüten. 13. M. I. f. ich. 20. R. Jesus der Christus. 17, 4. M. I. laß mich. 11. R. Jesus aber; M. I. f. zu ihnen. 20. M. I. Er aber spricht zu ihnen: W. euers Kleinglaubens. 21. E. 1. d. Vers fehlen. 26. M. I. Als er aber sagte:... sprach Jesus zu ihm. 18, 2. M. 1. Und als er. 7. E. I. jenem Menschen. 11. M. I. den Vers fehlen. 15. R. und überführe; M. I. f. wider dich. 28. R. Bezahle mir. 29. E. I. nieder zu seinen Füßen; R. al les bezahlen. 35. R. seine lebertretungen vergebet. 19, 3. R. sprachen zu ihm; M. L. f. einem Manne. 9. R. I. es sei denn ft. nicht. 16. R. Guter Lehrer. 17. R. Was heißest du mich gut? Niemand ist gut, als nur einer, Gott. 19. R. deinen Vater und deine Mutter. 20. R. beobachtet von meiner Jugend an. 29. G. I. f. oder Weib. 455 26. R. aber nicht. 34. M. I. und alsbald sahen sie u. folgten. 21, 7. R. fie jetzten ihn auf dieselben. 12. M. I. f. Gottes. 13. M. I. ihr aber machet es. 33. R. ein gewisser Hausherr. viele 1 20, 6. R. andere müßig. 15. M. 1. Oder ist d. Auge. 16. M. L. f. denn - Auserwählte. 21. R. zur Linfen. 22. R. f. h. n. werde: oder mit der Taufe getauft werden, womit ich getauft werde; ebenso V. 23. n. trinfen. 22, 32. M. I. Er ist nicht Gott. 35. M. I. f. und sprach. 37. R. Jesus aber. 38. R. erste und große. 44. R. zum Schemel deiner F. 23, 3. R. euch sagen, zu halten, das haltet und thuet. 4. R. denn sie binden. 5. R. aber sie machen, u.: die Quasten ihrer Kleider. 7. M. I. ,, Rabbi" nur einmal. 8. R. euer Lehrer, der Christus. 9. M. L. euer himmlischer Vater. 14. R. f. h. Wehe aber euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler! Denn ihr. verschlinget die Häuser der Witwen und haltet zum Vorwand lange Gebete; deswegen werdet ihr ein schwereres Gericht empfangen. 24, 2. R. Jesus aber. 6. M. L. f. alles. 17. R. I. etwas st. die Sachen. 18. R. seine Kleider. 27. R. wird auch sein. 36. R. jener Stunde; M. I. Himmel, noch der Sohn, sondern der Vater allein. 42. M. I. an welchem Tage euer Herr kommt. 45. M. I. der Herr. 49. R. schlagen, zu essen und zu trinken mit. 25, 2. M. stellen klug" und„ thöricht" um. 6. R. der Bräutigam kommt. 9. R. gehet aber lieber. 13. R. f. h. in welcher der Sohn des Menschen kommt. 16. R. machte andere. 17. M. I. f. auch er. 20. M. I. f. zu denselben. 21. R. Sein Herr aber. 31. R. alle heiligen Engel. 44. R. ihm antworten. 26. 3. R. f. h. n Hohenpriester: und die Schriftgelehrten. 8. R. ſeine Jünger. 9. R. denn diese Salbe. 17. R. sprachen zu ihm. 22. M. I. f. von ihnen. 26. E. I. das Brot. 28. E. I. vergossen ist. 33. R. auch alle. 42. R. dieser Kelch. 43. R. findet er. 45. R. seinen Jüngern. 55. R. Jhr seid ausg.; M. I. f. bei euch. 60. E. I. keins; und wiewohl herzukamen, fanden sie keins; M. I. f. d. 2te falsche Zeugen. 65. M. I. seine Lästerung. 75. M. I. f. zu ihm. 27, 2. M. I, f. Pontius. 22. R. 456 alle zu ihm. 23. M. I. Er aber sagte. 35. R. f. h. damit erfüllt würde, was durch den Propheten geredet ist: Sie haben meine Kleider unter sich geteilt, um mein Gewand haben sie das Los geworfen." 42. V. I. Er ist If raels König; M. I. an ihn glauben. 64. R. bei der Nacht kommen. Verzeichnis der vom Texte 28, 2. R. von der Thür weg. 6. M. I. wo er. 9. M. I. f. als sie aber zu verkünden. 17. M. I. f. ihm. 20. R. f. h. Amen. 1 Markus. 1, 2. R. geschrieben steht in den Propheten; R. vor dir bereiten. 10. M. 1. aus dem Wasser. 11. R. I. welchem st. dir. 13. R. ward daselbst in. 14. M. I. f. des Reiches. 16. M. I. Und als er... entlang ging; R. seinen Bruder. 23. M. l. alsbald war. 24. M. I. f. Laß ab. 27. M. I. f. unter einander; M. I. Was ist dies? eine neue Lehre? mit Gewalt geb. 28. M. f. h. ringsum. 31. M. I. f. alsbald. 38. R. I. f. anderswohin. 39. M. I. er kam predidigend in ihre Syn. 41. M. I. Und er. 2, 2. M. I. f. alsbald. 4. M. I. da sie ihn nicht zu ihm bringen konnten. 5. R. dir vergeben. 7. R. Was redet dieser also Lästerungen? 9. R. Dir sind die Sünden verg. 15. M. I. es geschieht, als... liegt. 16. M. I. f. und trinkt. 17. R. Sünder zur Buße. 18. R. die der Pharisäer fasteten. 20. R. in jenen Tagen. 22. R. der neue Wein die Schl. 3, 5. R. f. h. gesund wie die andere. 15. M. 1. f. die Krankh. zu heilen und. 16. M. I. Und er bestellte die Zwölfe und gab. 20. M. I. er kommt nach H. 29. E. 1. ist ewigent Gericht verfallen. 32. m. I. sagen; G. f. h. n. Brüder: und deine Schwes tern. 33. M. l. und st. oder. 35. R. meine. 4, 4. R. Vögel des Himmels. R. sprach zu ihnen. 10. M. I. die Gleichnisse. 12. M. I. und ihnen verg. werde. 15. M. I. das in sie gesät war. 18. R. Und diese. 19. R. dieses Lebens. 24. R. euch, den Hörenden, hinzugef. 28. R. Denn die Erde. 30. R. Wem sollen. 36 R. andere Schifflein. 5, 3. M. I. ihn mehr. 5. R. auf den Berg. u. in den Grabst: 7. R. fagte. 9. R. Und er antwortete, sagend. 11. R. dem Gebirge. 12. R. Und alle Teufel. 13. M. I. Und er; u. I. f. alsbald, und: es waren aber. 14. R. Hütter der Schweine. 19. R. Und Jesus. 23. R. und sie wird leben. 38. E. I. Und er kommt; R. I. f. das 2te und. 40. M. I. war st. lag. 42. M. f. h. alsbald vor ,, mit." 6, 1. M. I. fkommt st. tam. 2. R. und daß auch solche W.; M. I. W., die durch s. H. geschehen. 4. R. Jesus aber. 11. M. I. welcher Ort st. so viele; R. f. h. Wahrlich, ich sage euch: Es wird Sodom oder Gomorra erträglicher ergehen am Tage des Gerichts als jener Stadt. 15. R. I. f. aber; R. oder wie. 16. R. dieser ist Johannes...; er ist; M. L. f. aus den Toten. 20. M. I. hörte, so ward er sehr bewegt und. 30. R. alles, sowohl was. als auch was. 33. R. und die Volksmenge sah sie wegf., und viele erk. ihn... und kamen ihnen zuvor und versammelten sich zu ihm. 34. M. I. er st. Jesus. 41. M. I. den Jüngern. 44. R. bei fünftausend. 45. R. bis er die Volksm. entl. habe. 48. R. Und er sah sie... und um. 51. M. I. f. und verwunderten sich. 7, 2. R. sahen, tadelten sie es. 5. R. ungewaschenen Händen. 6. M. I. f. antwortete und. 8. M. L. f. Waſchungen- thut ihr. 14. R. die ganze Volksm. herzugerufen. 15. M. I. von dem Menschen herausg. 16. M. I. f. Vers 16. 25. M. I. aber alsbald hörte ein Weib. 27. M. I. Er aber. 31. M. I. Und als er aus den Gr. von Thrus wegg. war, kam er durch Sidon, an. 8, 1. R. rief Jesus. 3. M. I. und st. denn. 6. M. L. Und er gebietet. 9. M. L. f. derer, die gegessen hatten. 22. M. I. sie kommen. 24. R. Menschen wie Bäume wandeln. 25. E. I. ließ ihn aufblicken st. er sah deutlich. 26. M. L. f. fage es auch niem. im Dorfe. 28. M. 1. sprachen zu ihm und sagten; R. I. f. ihm u. sagten. 29. R. Und er spricht zu ihnen. 35. R. sein eignes Leben verliert. 9. 3. M. I. f. wie Schnee. 6. M. I. antworten st. sagen. 7. R. f. h. sagend nach Wolke." 12. M. I. f. antwortete und. 14. M. I. als sie kamen.... sahen fie. 16. R. I. die Schriftgelehrten st. abweichenden Lesarten. fie. 17. R. f. h. und sprach. 19. R. I. ihm st. ihnen. 22. 23. R. I. fannst st. könntest; M. L. f. ist- glauben. 24. M. I. f. mit Thränen; R. Ich glaube, Herr. 26. R. I. biele st. die meisten. 29. M. 1. f. und Fasten. 31. V. I. nach drei Tagen. 33. M. 1. sie kamen; E. L. unter einander verh. 38. M. I. Joh. sagte zu ihm: 41. R. in meinem N. 42. M. 1. dieser Kleinen, u. I. f. an mich. 10, 1. R. durch das Jenseitige des Jordans. 2. R. die Pharisäer. 5. M. 1. f. antwortete und. 6. M. I. schuf er fie. 7. M. L. f. und s. W. anhangen. 10. E. I. seine Jünger; R. über dasselbe st. hierüber. 12. M. l. fie st. ein Weib. 13. M. I. f. welche sie herzubr. 16. E. I. segnet. 21. M. L. f. das Kreuz aufnehmend. 24. M. I. f. daß die, welche setzen. 25. M. I. eingehe st. gehe. 28. R. Und Petrus. 29. R. Jesus aber. 32. M. L. die Nachfolgenden aber fürcht. fich. 34. M. I. nach drei Tagen. 35. R. 1. f. das 2te zu ihm, und: dich. 38. R. I. und st. oder. 40. R. und meiner Linken. 43. R. also soll es nicht u. euch sein. 46. M. 1. saß... ein blinder Bettler. 49. M. I. still u. sagte: Rufet ihn! 50. R. I. stand st. sprang. 11, 3. R. wird senden; B. I. wie der hierher. 6.&. I. befohlen st. gesagt. 7. M. L. sie bringen das F. 8. M. I. Weg; andere aber Zweige( eig. Streu), die sie von den Feldern abgeschnitten hatten. 9. R. riefen, sagend. 10. R. f. h. n. David: im Namen des Herrn. 11. 14. R. Und Jesus. 15. R. als Jesus. 19. M. I. Und sobald, od.: so oft als. 23. R. Denn wahrlich. 24. M. I. Alles, was irg. ihr erbetet u. erbittet, gl., daß ihr's empf. habt. 28. M. I. sagten, u.: oder wer hat. 29. 33. M. I. f. antwortete und. 457 f. und von ganzer Seele; denn( 36); also( 37); zu ihnen( 38). 41. M. I. er saß. 43. R. I. spricht st. sprach. 12, 4. M. I. und entehrten ihn. 6. R. einen Sohn, seinen geliebten; M. I. f. auch. 17. M. I. f. antwortete und. 19. M. I. daß s. Br. das Weib. 20. R. Es waren nun. 23. R. Auferstehg. nun. 24. M. 1. f. Und, u.: antwortete und. 27. R. der Gott der Lebendigen; M. I. f. also. 29. M. L. Jesus ant wortete: Das erste ist: ,, Höre. 30. M. I. f. Dies ist das erste Geb. 31. M. I. f. Und, u.: ihm gleiche; R. ist diesem gleich. 32. R. einiger Gott. 33. M. I. 13, 2. M. I. f. antw. und. 5. M. I. f. antw. ihnen und. 6. 7. M. L. f. denn. 11. M. I. und st. aber, u. I. f. ber. euch auch nicht vor. 14. R. f. h. n. Verwüstung: wovon durch Daniel, den Proph., geredet ist. 15. M. I. f. in das Haus. 18. R. auf daß eure Flucht. 32. R. I. und st. oder. 14, 2. R. sie aber sagten. 4. M. I. f. und sprachen. 5. R. denn dieses hätte. 9. R. I. f. Und; M. I. das Evang. 14. R. das Gastz. 16. M. I. die Jünger. 19. M. L. f. aber. 20. M. I. f. antw. und. 22. R. Nehmet, esset. 24.&. I. vergossen ist. 27. R. alle in dieser Nacht an mir ärgern. 40. M. I. kam wiederum u. fand sie schl. 43. M. l. f. große. 45. M. I. ,, Rabbi" nur einmal. 51. M. I. und sie griffen ihn. 52. M. I. f. von ihnen. 65. M. I. empfingen ihn mit Backenstr. 68. M. I. f. und der Hahn krähte. 70. R. f. h. und deine Sprache gleicht. 15, 2. M. I. spricht st. sprach. 4. M. I. siel. sie dich anklagen. 8. M. 1. die Volksm. ging hinauf und... wie er zu thun gewohnt war. 12. M. I. den König. 14. R. I. noch weit mehr st. übermäßig. 24. R. teilten. 30. M. I. indem du v. Kr. herabsteigst. 39. M. I. f. schrie und. 41. M. L. f. auch. 16, 8. R. gingen eilend; M. I. denn es ergriff sie. 9. M. I. die Verse 9-20 fehlen. 17. E. I. f. neuen. 19.&. I. der Herr Jesus. 20. R. f. H. Amen. Lukas. 1. 28. M. I. f. du bist gesegnet u. d. Weibern. 29. M. I. Sie aber ward best. üb. das Wort. 35. R. das von dir geboren w. 74. M. I. der Feinde. 75. R. alle Tage unsers Lebens. 76. M. I. Und du aber. 78. M. I. besuchen wird. 2, 5. M. I. seiner Verlobten. 7. R. die Krippe. 9. M. I. f. fiehe. 21. R. I. das Knäblein st. ihn. 33. E. I. Joseph st. sein Vater. 37. M. I. bis zu 84 Jahren. 38. M. I. Gott st. den Herrn, u.: die auf die Erl. Jerusalems warteten. 40. E. I. stark im Geiste. 43. R. I. Joseph u. seine Mutter st. s. Eltern. 3, 2. R. den Hohenpriestern. 4. R. f. h. der da spricht: 10. 12. 14. R. sollen. 19. R. Bruders Philippus. 22. 458 R. geschah, sagend. 23. M. I. Jesus war, als er begann, ungefähr 2c. 33. M. l. des Aminadab, des Adami, des Arni, des Efrom, des Peres. Verzeichnis der vom Texte 4, 1. R. in die Wüste gef. 2. R. hung. ihn darnach. 3. 9. M. I. Aber st. Und. 4. M. I. f. und sprach, u.: sondern von jedem Worte Gottes. 5. M. I. Und er führte ihn hinauf u. zeigte. 8. R. sprach: Gehe hinter mich, Satan! denn es steht geschr. 9. R. der Sohn Gottes. 18. R. f. h. n. gefandt: zu heilen, die zerknirschten Herzens sind. 26. R. Sarepta Sidonis. 29. R. um ihn hinabzustürzen. 34. M. I. f. und sprach. 41. R. der Christus, der S. Gottes. 42. R. suchte ihn. 43. R. bin ich gefandt. 44. M. I. Judäa st. Galiläa. 5, 1. M. I. und das W. G. hörte. 5. M. I. zu ihm, u. I. die Netze. 6. M. I. ihre Netze. 15. R. f. h. durch ihn n. dem 2ten und. 17. M. L. f. fic. 20. R. sprach er zu ihm. 34. M. I. Jesus aber. 36. M. I. reißt einen Fl. von einem neuen Kl. u. setzt ihn; R. sonst zerreißt.. nicht paßt. 38. M. I. f. und beide zus. w. erhalten. 39. M. I. f. alsbald, u. I. gut st. beſſer. 6, 1. M. I. f. zweitersten. 2. M. I. f. zu ihnen. 7. R. lauerten auf ihn. 9. R. euch etwas fragen: Ist es erl., an. 10. R. L. dem Menschen st. ihm, u.: gesund, wie die andere; M. I. f. wie die andere. 16. M. I. f. auch. 25. M. I. ihr jetzt voll. 26. R. Wehe euch. 28. R. und betet. 30. R. Und gieb. 33. 34. M. I. f. denn. 36. M. I. f. nun, u.: auch. 39. R. I. f. auch. 43. M. I. noch wiederum. 45. R. böse Mensch, u.: bösen Schatz seines Herzens. 48. M. I. erschüttern, weil es gut gebaut war. 7, 4. R. daß er ihm dies gewähre. 10. M. I. f. franten. 11. M. I. und seine Jünger. 16. R. unter uns auf gestanden. 21. R. In derselben Stunde. 22. M. I. er st. Jesus, u. 1. f. daß. 28. M. I. f. denn, u.: Prophet, u.: der Täufer. 31. R. Der Herr aber sagte: Wem soll. 32. M. I. f. das 2te euch. 37. M. I. ein Weib, die in der Stadt eine S. war. 42. V. I. f. fage. 44. R. den Haaren ihres Hauptes. ... 8, 8. R. I. auf st. in. 12. M. I. gehört haben. 27. M. l. der Teufel hatte it. seit 1. Zeit f. Kl. anzog. 31. R. er bat ihn. 34. R. flohen sie u. gingen hin u. verf. 36. B. I. f. auch. 38. R. L. Jesus st. Er. 45. M. I. f. u. du ſagst: Wer... hat? 47. R. verkündete ihm. 49. M. I. nicht weiter st. nicht. 52. R. I. f. denn. 54. M. I. f. Als er aber alle hinausg. hatte. 9, 1. E. I. seine zwölf Jünger. 3. R. I. Stäbe ft. Stab. 10. M. I. besonders in eine Stadt, namens Beths. 34. R. als jene in. 35. M. I. auserwählter st. geliebter. 43. M. I. er ft. Jesus; R. was Jesus gethan hatte. 48. R. der wird groß sein. 49. R. die Teufel. 50. R. I. 2mal uns st. euch. 54. M. I. f. wie auch El. that. 55. R. f. h. Denn der Sohn des Menschen ist nicht gekommen, die Seelen der Menschen zu verderben, sondern zu erretten. 57. M. I. Und als sie auf d. W. gingen. 60. M. I. Er st. Jesus. 10, 6. R. der Sohn. 10. R. ihr aber eingehet. 11. R. I. f. an den Füßen, u. I. nahe zu euch gef. 12. R. euch aber. 19. M. I. Siehe, ich habe cuch gegeben. 20. R. aber vielmehr. 21. M. I. er st. Jesus. 32. M. I. f. gelangte. 33. R. ihn. 36. R. Wer nun. 37. R. Jesus sprach nun. 38. M. I. f. Es geschah. 39. V. I. des Herrn st. Jesu. 42. M. 1. wenige Dinge oder gar eins ist aber not; denn Maria hat. 11, 2. R. Unser Vater, der in den Himmeln ist; u. f. h. n. komme: dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf der Erde. 4. R. f. h. sondern errette uns von dem Ulebel. 14. M. I. einen stummen Teufel. 29. R. Dieses Geschl. ist böse, u.: Jonas', des Propheten. 34. R. ist das Auge; wenn daher dein Auge. 37. M. I. bittet ihn ein Pharisäer. 44. R. Wehe euch, ihr Schriftgelehrten und Pharisäer, ihr Heuchler! 48. M. I. f. ihre Grabmäler. 53. M. I. Als er aber von dannen ging. 54. R. f. h. und suchten, damit sie ihn verklagen könnten. 12, 15. R. vor der Habsucht. 22. R. für euer Leben. 23. M. I. Denn das Leben. 31. R. nach dem Reiche Gottes. 36. R. aufbrechen wird. 38. M. I. in der zw. und dritten Wache kommen wird. 40. V. I. f. nun. 53. R. Vater wird entzweit sein wider. 54. R. die Wolfe. 58. R. überliefere... werfe. abweichenden Lesarten. 13, 2. M. I. dieses st. solches. 9. M. setzen künftig v. Furcht. 15. M. I. aber ft. nun; R. Du Heuchler! 18. M. I. nun st. aber. 19. M. I. f. großen. 24. M. I. Thür ft. Pforte. 25. R. Herr, Herr! 31. R. An selbigem Tage famen. 35. R. wüste gelassen. Wahrlich, ich fage; M. 1. f. es kommt, daß. 14, 3. M. f. h. oder nicht? 5. M. 1. Sohn st. Esel. 21. R. jener Knecht. 22. M. I. was ft. wie. 34. M. I. f. auch. 15, 16. M. I. begehrte, gesättigt zu werden mit. 17. R. I. f. hier. 19. 21. R. und ich bin. 22. M. I. Bringet schnell. 24. R. und war. 28. R. Sein Vater nun. 16, 1. M. I. den Jüngern. 14. M. f. f. auch. 20. M. I. Und ein gew. Armer... lag an. 21. M. I. sättigen von dem, was von. 25. R. I. f. hier. 29. R. I. f. aber; M. I. f. zu ihm. 17, 1. R. den Jüngern. 3. R. Wenn aber d. Br. an dir fündigt. 4. R. fie benmal des Tages zu dir umf. 6. R. Glauben hättet. 9. R. jenem Knechte, u.: das ihm Befohlene. 10. R. denn wir haben. 21. M. I. Siehe hier oder dort. 28. M. I. f. auch. 36. R. f. h. Zwei werden auf dem Felde sein, der eine wird genommen, und der andere gelassen werden. 37. R. I. f. auch. 18, 7. R. wird er nicht ausführen... obwohl er in bez. auf sie langm. ist? 20. M. I. f. deine. 22. R. im Himmel. 24. M. I. Als aber Jesus ihn sah, sprach er. 41. M. I. f. und sprach. 19, 13. R. bis ich komme. 20. M. 1. Und der andere. 22. R. Er aber. 23. R. die Bank. 26. M. I. f. Denn. 29. M. I. der Jünger. 31. M. I. f. zu ihm. 40. M. I. f. zu ihnen. 42. M. I. erk. hättest an diesem Tage, was zum Fried. dient. 45. M. I. f. darin, u.: und kauften. 46. M. I. Und mein Haus wird ein Bethaus sein. 20, 1. R. jener Tage. 5. R. ihm denn. 9. R. Ein gewisser Mensch. 13. M. I. f. wenn sie sehen. 20. R. um ihn... zu überliefern. 23. M. I. f. Was versuchet ihr mich? 24. M. I. f. antworteten und. 28. M. I. finderlos ift. 30. 31. M. I. u. der zweite ut. der dritte nahm sie; desgl.; R. und hinterließen. 34. R. antwortete und sprach. 459 40. R. Sie wagten aber. 42. M. I. Denn David. 21, 2. M. I. f. auch. 4. M. I. f. Gottes. 6. M. I. in welchen hier. 8. M. I. f. nun. 15. R. I. noch st. oder. 23. R. unter diesem Volfe. 25. R. Ratlosigkeit, indem das Meer u. d. Wasserwogen brausen. 34. 35. M. I. plötzl. üb. euch hereinbr. wie ein Fallstr.; denn er w. kommen. 36. M. I. Wachet aber... auf daß ihr zu entfl. vermöget. 22, 4. R. den Hauptleuten. 10. M. I. in welches er eingeht. 16. M. I. daß ich es nicht essen werde. 18. M. I. daß ich hinfort nicht. 20. E. I. bergossen wird. 31. E. L. f. der Herr aber sprach. 34. M. I. bis ft. ehe. 36. M. L. aber ft. nun. 37. M. I. f. noch. 39. R. seine Jünger. 43. E. I. f. Vers 43 u. 44. 45. R. seinen Jüngern. 47. R. Als er aber. 51. M. I. das Ohr. 54. R. brachten ihn. 60. R. der Hahn. 61. M. I. heute fräht. 62. M. I. Und er ging. 64. R. f. h. n. hatten: schlugen sie ihn ins Angesicht und. 68. R. aber auch. 69. R. I. f. aber. 23, 2. R. die Nation. 8. M. I. f. vieles. 20. M. I. aber st. nun. 25. R. gab ihnen aber. 27. R. ihn auch. 39. R. sagte: Wenn du der Chr. bist, so. 43. M. I. er st. Jesus. 46. R. will ich übergeben. 48. R. an ihre Brust. 55. R. aber auch. 24, 1. R. f. h. n. hatten: und einige andere mit ihnen. 4. M. I. in strahlendem Kleide. 10. M. l. fagten dies z. d. Ap. 11. M. I. diese Reden. 17. M. I. wechselt? u. sie standen niedergeschl. 21. M. I. f. jetzt. 29. M. I. schon geneigt. 32. M. I. f. und. 36. R. stand Jesus. 46. M. I. geschrieben, daß der Chr. 1. müsse. 48. M. I. f. aber. 49. R. Stadt Jerusalem. 50. M. L. f. hinaus bis. 53. M. I. f. lobend und. R. f. h. Amen. Johannes. 1, 16. R. I. und st. denn. 24. R. Und die Abgesandten waren von. 26. R. aber mitten. 27. R. er ist der n. mir komm., der mir vor ist, deß ich. 28. R. I. Bethabara st. Bethanien. 29. R. I. Johannes st. er. 39. R. I. f. nun, u. I. Es war aber. 41. R. der Christus. 42. M. I. f. Und, u. I. Johannes ft. Jonas; R. Jesus aber. 43. R. I. Jesus st. er. - 460 2, 10. M. I. f. alsdann. 17. R. hat mich verzehrt. 22. R. dies zu ihnen. Verzeichnis der vom Texte 3, 3. R. I. Jesu st. ihm. 13. M. I. f. der im Himmel ist. 17. M. I. den Sohn. 18. M. I. f. aber. 25. R. mit den Juden. 34. M. I. Denn welchen er. 4, 3. M. I. f. wieder. 30. R. Da gingen sie. 36. R. Und der da erntet. 42. E. f. h. n. Welt: der Christus. 46. R. Jesus kam. 50. M. I. f. Und. 5. 3. R. eine große Menge. 5. R. I. f. seiner. 30. R. I. des Vaters st. dessen. 6, 2. R. seine Zeichen. 7. R. ein jeder von ihnen. 11. M. I. Dann nahm Jesus; R. teilte er sie den Jüngern aus, die Jünger aber denen. 15. R. ihn zum K. 22. M. I. sah st. gesehen; R. jenes eine. 23.( 35.) M. 1. f. aber. 24. R. sie selbst auch. 38. R. aus dem Himmel. 39. R. I. des Vaters st. dessen. 40. R. I. Aber ft. Denn. 40. E. I. dessen, der mich gesandt hat, st. meines Vaters. 43. M. I. f. Da. 45. R. Jeder nun. 51. M. I. f. welches ich geben werde. 55. M. I. wahrhaftige Speise wahrhaftiger Tranf. 58. R. Nicht, wie eure Väter das Manna aßen und. 63. R. zu euch rede. 65. R. meinem Vater. 68. R. Sim. Petr. nun. 69. R. daß du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. 7, 8. R. gehe noch nicht. 9. R. Als er aber. 15. R. I. und st. nun. 16. R. I. f. Da. 26. R. dieser wahrlich der Chr. 29. R. Jch aber. 31. R. als diese. 33. R. Jesus zu ihnen. 39. R. Heilige Geist. 40. R. Viele nun, u.: dieses Wort. 50. R. f. h. der bei Nacht zu Jesu kam. 8, 5. R. daß solche gesteinigt werden. 9. E. I. seiend st. stehend. 14. M. l. komme, oder wohin ich gehe. 20. 21. R. I. Jesus st. er. 28. M. I. f. zu ihnen; R. mein Vater. 29. R. I. der Vater st. er. 42. M. I. sprach nun. 46. R. Wenn ich aber. 48. R. Die Juden nun. 52. M. I. f. nun. 54. M. L. sagt, daß er cuer Gott ist. 9, 4. M. I. Wir müssen wirken. 6. R. auf die Augen des Blinden. 8. R. I. blind ft. Bettler. 9. R. andere aber. 11. R. nach dem Teiche Sil. 14. M. I. Sabbath an dem Tage, als. 17. R. I. f. nun. 25. R. f. h. n. er: und sprach. 26. M. I. f. wiederum. 28. R. Sie nun. 36. R. I. f. Und. 37. R. Jesus aber. 41. R. bleibt nun. nun. 10, 4. R. Und wenn er seine eignen Schafe. 14. M. I. f. u. bin gekannt von den Meinen. 19. R. ward 26. M. I. f. wie ich euch ge sagt habe. 32. M. I. von dem Vater. 33. R. f. h. n. ihm: und sprachen. 38. M. I. erkennet und wisset; V. I. in dem Vater st. in ihm. 11, 7. G. I. seinen Jüngern. 12 R. seine Jünger. 22. M. I. f. aber. 30. M. I. noch an dem Orte. 31. M. L. indem sie dachten st. und sagten. 41. R. weg, wo der Verstorbene lag. 45. E. I. Jesus st. er. 50. R. I. uns st. euch. 54. R. seinen Jüngern. 56. R. sowohl die Hohenpr., als auch die: M. I. Befehle. 12, 1. M. I. f. der Gestorbene; R. den er aus den T. 22. R. I. wiederum Andreas u. Philippus st. sie. 25. M. I. verliert es. 26. R. f. h. Und v. d. 2ten wenn. 35. R. I. bei st. unter. 41. R. I. als st. weil. 47. R. I. glaubt st. hält. 13, 2. M. I. nach dem Abendessen. 6. M. I. er st. der. 10. R. I. denn st. als nur. 24. M. I. S. Petrus und spricht zu ihm: Sage, wer ist es, von welchem er redet. 25. M. I. nun st. aber. 26. M. I. nun st. Und. 38. R. antwortete ihm. 14, 2. R. I. f. denn. 4. V. I. Und wo ich hingehe, wisset ihr den Weg. 9. M. L. f. d. 2te und. 10. M. I. f. er, u. I. seine Werke. 11. M. 1. f. d. 2te mir. 12. R. zu meinem Vater. 16. R. I. bleibe st. sei. 22. E. I. und wie ist es. 28. R. freuen, daß ich sagte, ich gehe z. V. 30. R. dieser Welt. 15, 7. G. I. so werdet ihr gebeten haben. 11. R. I. bleibe st. sei. 16, 3. R. euch thun. 4. R. die Stunde. 15. R. empfangen wird. 16. M. I. nicht mehr. 25. R. fommt aber. 32. R. ist jetzt gef. 33. R. werdet ihr Drangsal haben. 17, 1. R. auch dein Sohn; M. I. der Sohn. 4. M. I. indem ich das abweichenden Lesarten. Werk vollbr. habe. 11. R. I. die st. den. 12. R. Als ich bei ihnen war in der Welt, bew. ich sie in d. Namen. Die du mir geg. hast, habe ich beh., und. 17. R. deine Wahrheit. 20. R. glauben werden. 24. M. I. das, was st. die, welche. 18. 11. R. dein Schwert. 14. E. 1. umkommen st. sterben. 18. R. I. f. auch. 20. R. wo die Juden aus allen Orten. 28. R. sondern daß sie. 19, 3. R. I. f. kamen zu ihm und. 4. E. I. f. Und; E. I. Pilatus nun. 10. G. I. f. nun; R. stellt ,, freuzigen" 1. ,, losgeben" um. 10. M. I. antw. ihm 13. R. dieses Wort: u., den Richterstuhl. 14. R. und es war um. 17. M. L. sich selbst das Kr. tragend. 24. M. I. f. welche spricht. 29. M. l. f. nun. 31. R. denn jener Sabbathtag war groß. 35. R. I. f. auch. 20, 14. R. Und als. 16. R. I. f. auf hebräisch. 19. R. die Jünger versammelt waren. 28. R. Und Thomas. 29. R. f. h. n. d. 1ten hast: Thomas. 30. M. I. den Jüngern. 21, 3. K. stiegen alsbald. 4. E. I. angebrochen war. 13. R. fommt nun. 14. R. seinen Jüngern. 15. 16. 17. M. Johannes' st. Jonas'. 20. E. L. Petrus aber. 25. R. f. h. Amen. Apostelgeschichte. 1, 8. R. mir Zeugen. 10. M. I. in weißen Kleidern. 13. R. als Jakobus u. Johannes. 14. R. am Gebet u. Flehen. 15. R. I. Jünger ft. Brüder. 16. E. I. diese Schrift. 17. R. I. mit st. unter. 18. R. dem Lohn. 25. M. I. den Platz st. das Los. 26. R. Lose über ihre Pose. 2, 1. R. I. einmütig st. beisammen. 3. R. fie setzten sich. 7. R. sagten zu einander. 22. R. wie ihr auch selbst. 23. R. habt ihr genommen u. mit gesetzlosen Händen angeh. 30. R. f. h. n. Lenden: was Fleisch betrifft, den Christus zu erwecken. 31. R. daß er seine Seele nicht. 33. R. was ihr jetzt. 36. R. ihn z. Herrn u. z. Christus. 38. M. I. eurer Sünden. 40. R. I. f. fie. 41. R. gern aufnahmen. 3, 11. R. I. der Lahme, der geheilt worden st. er. 13. M. L. ihn angesichts. 18. R. aller seiner Proph., u.: der Christus. 20. R. I. gepredigten st. verordneten. 21. R. aller seiner. 22. R. 461 Denn schon hat Moses zu den Vätern ges. 24. R. zuvor verkündigt. 25. R. L. f. die. 26. R. Knecht Jesus. 4, 4. G. I. f. bei. 14. R. I. Aber st. Und. 27. R. I. f. in dieser Stadt. 36. R. I. Joses ft. Joseph. 5, 2. R. sein W. 5. R. die diese Dinge hörten. 16. M. I. der um Jerufalem liegenden Städte. 18. R. ihre Hände. 23. R. f. h. n. Gefängnis: zwar, u. 1. draußen vor den Thüren. 25. R. ihnen u. sagte. 26. R. I. auf daß st. daß. 28. R. Haben wir euch nicht str. geb.? 34. E. I. Apostel st. Männer. 37. R. ein zahlreiches Volk. 39. R. I. es st. sie; B. L. so werdet ihr können. 41. R. seines Namens. 6. 8. R. I. Glauben st. Gnade. 13. R. Lästerworte, u.: diese h. Stätte. 7, 3. R. ein Land. 14. R. feine g. Verw. 16. M. I. Hemors in Sichem. 17. R. I. geschworen st. zugesagt. 18. R. L. f. über Aegypten. 19. R. unfre Väter. 20. M. l. des Vaters. 22. R. I. f. seinen. 25. M. I. die Brüder. 30. R. ein Engel des Herrn. 31. R. f. h. n. Herrn: zu ihm. 32. R. der Gott Jsaaks u. der Gott Jakobs. 35. R. durch die Hand. 37. R. der Herr, euer Gott. 44. R. Tie Hütte des Zeugnisses war unter unsern Vätern in der Wüste. 46. M. I. das Haus st. den Gott. 48. R. nicht in Tempeln. 51. M. I. an Herzen. 8, 10. R. I. f. genannt. 12. R. das Ev. von den Dingen des R. Gottes. 13. E. I. die Wunder und Zeichen. 18. M. I. f. Heilige. 22. R. I. Gott st. den Herrn. 33. M. I. der Erniedrig., u. I. f. aber. 38. R. f. h. Philippus aber sprach: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es erlaubt. Er aber antwortete u. sprach: Ich glaube, daß Jesus Christus der Sohn Gottes ist. 9, 3. R. von dem Himmel. 5. R. Der Herr aber sprach. 6. R. f. h. Es ist dir hart, wider den Stachel auszuschlagen. Zitternd u. voller Schrecken sprach er: Herr, was willst du, daß ich thue? Und der Herr sprach zu ihm: u. I. f. aber. 8. M. I. nichts st. niemanden. 12. E. I. Hand st. Hände. 15. R. tragen vor Nationen und Könige. 18. R. und alsbald ward er s. 19. R. I. Saulus st. Er. 20. R. Jesum Christum. 24. R. I. f. auch. 25. M. I. Seine Verzeichnis der vom Texte 462 J. 26. R. Als Saulus aber. 28. R. in Jerusalem, u.: des Herrn Jesu. 31. V. I. die Versammlung. 38. R. bittend, er möge nicht zögern, zu ihnen zu fommen. 40. R. I. f. d. 1te und. 10, 1. R. Es war aber ein. 2. R. auch dem Volke. 3. M. I. als es um die neunte St. war. 6. R. f. h. n. ist: der wird dir sagen, was du thun sollst. 7. R. mit Kornelius redete; M. l. der st. seiner. 10. R. I. fiel st. fam. 11. R. auf ihn herabkommen. 12. R. allerlei vierfüßige Tiere der Erde waren u. die wilden Tiere u. die friech. T. u. 14. M. l. und st. oder. 16. R. I. wieder um st. alsbald. 21. R. f. h. n. Männern: die von Kornelius zu ihm gesandt waren. 23. R. des andern Tages zog Petrus mit ihnen fort. 30. R. neunte Stunde. 33. V. I. vom Herrn bef. 39. R. sind Zeugen, u. I. f. auch. 48. M. 1. Namen Jesu Christi. 11, 2. M. I. aber st. und. 7. R. I. f. auch. 8. R. etwas Gemeines. 9. R. antwortete mir. 11. M. I. wir waren st. ich war. 13. M. I. f. zu ihm; R. Sende Männer nach. 17. R. wer war ich denn. 20. R. I. f. auch. E. I. Hellenisten st. Griechen. 22. M. I. f. daß er durchzöge. 25. M. I. Barnabas aber. R. als er ihn. 26. R. Es geschah aber; daß sie für ein. 28. R. Raiser Klaudius. 12, 3. M. I. Als er aber; R. I. f. die. 13. R. Als Petrus aber. 20. R. Herodes aber war. 13, 1. R. etliche Propheten. 2. R. sowohl Barnabas als Saulus. 4. R. Diese nun. 6. R. I. f. ganze, u.: Mann. 11. R. des Herrn. 15. R. I. f. irgend. 18. M. I. ertrug st. pflegte. 19. M. I. erben bei 450 Jahren. Und nach diesem gab er ihnen R.; R. gab er ihnen ihr Land durch's Los. 23. R. I. erweckt st. gebracht. 25. M. I. Was meinet ihr. 31. R. I. f. nun. 33.. I. dieselbe unsern Kindern. 42. R. Als aber die Juden aus der Synagoge gegangen waren, baten die Nationen sie. 44. M. I. des Herrn st. Gottes. 50. E. I. und vornehmen. 51. M. I. den st. ihren. 14, 13. R. ihrer Stadt. 14. R. I. hinein st. heraus. 17. R. I. uns st. euch, unsre st. eure. 21. M. I. nach It. und nach Ant. 25. M. I. das Wort des Herrn. 28. R. aber daſelbst. 15, 1. R. I. seid st. werdet. 2. M. I. aber st. nun. 7. R. I. uns st. euch. 11. R. Jesu Christi. 17. 18. R. der Herr, der dies alles thut. Bekannt von Ewigfeit her sind Gott alle seine Werke. 22. R. I. zubenamt st. genannt. 23. V. 1. Die Apostel und die älteren Brüder an. 30. V. I. n. Antiochien hinab. 33. R. I. den Aposteln st. denen. 34. R. f. h. Tem Silas däuchte es aber gut, da zu bleiben. 36. R. unsre Brüder. 37. R. I. f. auch. 39. M. I. aber ft. nun. 40. M. I. des Herrn st. Gottes. 16, 1. M. I. zu Lystra; R. eines gewissen jüd. Weibes. 4. R. den Aeltesten. 7. R. I. f. Jesu. 9. R. I. f. d. 2te und. 10. M. I. Gott st. der Herr. 13. R. I. die Stadt st. das Thor; M. L. Fluß, wo wir annahmen, daß ein Ort des Geb. sei. 16. M. I. zum Ort des Gebets. 17. E. I. uns st. euch. 31. R. Jesum Christum. 32. R. I. und ft. samt. 38. M. I. aber ft. und. 17, 5. R. Die ungläubigen Juden. 13. M. I. erregten und beunruhigten. 15. M. I. f. ihn. 23. M. I. Was ihr nun... verehrt, das verkünd. 26. R. zuvor verordneten; V. L. f. Blut. 27. R. I. den Herrn st. Gott. 30. R. jetzt allen Menschen allenthalben, Buße zu thun. 32. R. I. f. auch. 18, 1. R. I. Paulus st. er. 5. R. im Geiste gedrängt. 7. M. I. Titus Justus. 15. R. eine Frage ist. 17. R. Alle Griechen aber. 21. M. I. f. von ihnen; R. werde aber. 25. R. I. von dem Herrn st. von Jesu. 26. M. 1. Priscilla u. Aquila. 19, 2. R. sagten. 3. R. sprach zú ihnen. 4. R. Johannes zwar, u.: an den Christus Jesus. 8. M. von dem Reiche Gottes. 9. R. eines gewissen Tyrannus. 10. R. des Herrn Jesu. 12. R. von ihnen ausfuhren. 13. R. I. f. auch, u. 1. Wir beschwören. 15. R. 1. f. zu ihnen. 16. R. I. ihrer st. beider. 35. R. großen Göttin Artemis. 37. M. I. unsre st. eure. 20, 1. V. I. zu sich, und als er fie ermahnt u. Absch. gen. 4. R. I. f. des Pyrrhus Sohn. 5. M. I. Diese aber. 7. R. I. die Jünger st. wir. 8. R. I. sie st. wir. 11. R. I. f. das. 15. M. I. f. nachdem wir in Trogyllion geblieben. 19. R. mit vielen Thränen. 23. abweichenden Lesarten. R. I. f. mir. 24. R. Aber ich nehme t. Rücks., noch halte ich m. Leben für mich selbst teuer, auf daß ich m. Lauf mit Freuden vollende. 28. M. I. f. nun. 32. E. I. euch, Brüder, Gott. 34. R. ſelbst aber. 21, 4. M. I. Jerus. nicht zu betreten. 8. R. zogen Paulus u. seine Gefährten aus. 11. M. I. Füße u. Hände. 20. R. I. den Herrn st. Gott. 24. R. mögen erkennen. 22, 16. R. den Namen des Herrn anruf. 20. R. mit ein in seinen Tod u. verw. 26. R. Siehe, was. 27. R. ob du ein Römer bist. 28. M. I. Der Oberste aber. 30. R. von den Banden los... und ihr ganzes Synedr. kommen sollten. 23, 6. R. eines Pharisäers Sohn. 9. M. I. einige der Schriftgel. R. f. h. n. geredet hat: lasset uns nicht wider Gott streiten. 11. R. f. h. n. Mutes: Paulus. 12. R. einige der Juden. 15. R. damit er ihn morgen. 27. R. den habe ich. 28. M. I. genau wissen. 30. M. I. f. Lebe wohl! 34. R. Als der Landpfleger. 24, 1. M. I. mit einigen der Aeltesten. 9. R. aber stimmten auch mit ein u. f. 10. R. umso getroster. 13. M. I. dir das nicht. 15. R. Aufersteh. der Toten. 16. R. Darum aber. 19. R. I. f. aber. 20. R. I. ob sie eine st. welche. 22. R. Als Felix nun dies gehört hatte. 23. R. Und er bef. dem Hauptm., Paulus zu, u. f. h. n. dienen: oder zu ihm zu kommen. 26. R. hoffte er auch, u. f. h. n. werden: damit er ihn losließe. 463 vorhatten. 14. M. I. Eurathlon. 19. R. warfen wir. 21. R. Als man aber. 29. R. fie möchten. 34. R. Haar vom Haupte fallen. 41. M. L. f. der Wellen. 25, 2. R. der Hohepriester. 6. R. unt. ihnen mehr als zehn T. verw. 7. M. I. um ihn her st. umher; R. Beschuld. wider Paulus. 8. R. als er. 11. R. Denn wenn ich. 16. R. zum Verderben preiszug. 18. R. I. f. Bösen. 22. R. Morgen, sagte er, sollst. 26, 6. R. zu den Vätern. 7. R. 0 König Agrippa, u.: den Juden. 14. R. zu mir reden u. in hebr. 15. R. I. f. Der Herr. 17. R. jetzt sende. 23. R. sollte dem Volke und den N. 24. R. L. sprach st. spricht. 25. R. Er aber. 30. R. Und als er das gesagt hatte, stand der König. 27, 2. R. gest. waren und d. Orte... 28, 1. R. fie gerettet waren, da erf. fie. 3. R. fam eine Natter aus der Hitze u. 9. R. I. nun st. aber. 15. R. heraus uns entg. 17. R. daß Paulus. 23. R. f. h. n. suchte: von den Dingen. 25. M. I. euern st. unsern. 28. R. das Heil. 30. R. Paulus aber. 1, 16. Epistel an die Römer. R. des Evang. von Chrifto. 29. R. f. h. n. Ungerechtigk.: Hurerei. 31. R.. f. h. n. Liebe: Unversöhnliche. 2, 8. R. Grimm u. 3orn. 17. R. Siehe, du nennst dich einen Juden. 3, 22. M. I. f. und auf alle. 28. R. I. Darum st. Denn. 4, 1. M. I. unser Vorvater. 8. M. L. dessen Sünde der Herr n. zur. 15. R. I. denn st. aber. 19. M. I. f. d. 2te nicht; E. L. f. schon. lasset uns Frieden 5, 1.. I. so haben. 6, 1. 15. R. I. Sollen st. Sollten. 11. M. I. haltet euch dafür, der Sünde tot zu sein; R. f. h. n. Jesu: unserm Herrn. 12. R. um ihr in seinen 2. 7, 6. R. weil es gest. ist. 13. R. Ist nun das G. mir z. T. geworden? 8, 1. R. f. h. die nicht nach dem Fleische, sondern nach dem Geiste wandeln. 11. M. I. den Jesus; R. I. den Chr. st. Christum; E. 1. Christum Jesum; R. I. durch st. wegen. 26. R. Schwachheiten, u.: bittet für uns. 38. R. jetzt noch Gewalten" n. Fürstentümer. 9,31. R. I. 2mal Ges. der Gerechtigt. 32. R. Werken des Gesetzes, u. f. h. v. Sie: denn. 33. R. I. jeder, der st. wer. 10, 1. R. mein Fl., das ich für Israel zu Gott richte, ist z. Hl. 15. M. 1. f. welche das Ev. des Fried. verkünd. 17. M. I. Christi st. Gottes. 11, 2. R. f. h. n. Israel: jagend. 3. R. und d. Altäre. 6. R. f. h. Wenn aber aus Werken, so ist es nicht mehr Gnade; sonst ist das Werk nicht mehr Wert. 13. M. I. Aber st. Denn. 19. M. I. f. Die. 21. M. I. so wird er auch dich nicht versch. 22. R.[. f. d. zte Gottes. 26. R. und er wird die Gottlosigkeiten. 464 12, 15. R. und weinet. 20. M. I. aber st. nun. 13, 1. R. I. die Gewalten st. diese. 3. R. nicht den g. Werken z. F., son dern den bösen. 7. R. gebet nun. 9. R. f. h. n. stehlen: du sollst nicht falsches Zeugnis geben. 11. M. I. daß ihr aus. 14, 4. G. I. denn Gott vermag. 6. R. f. h. v. Und: und wer den Tag nicht achtet, achtet ihn dem Herrn nicht, u. 1. f. Und. 9. R. Denn hierzu ist Chr. sowohl gestorben, als auferstanden u. wieder leb. gew. 10. R. I. Christi st. Gottes. 15. R. Wenn aber. 18. R. in diesen. 22. M. I. den Gl., den du hast, habe für dich selbst. Verzeichnis der vom Texte 15, 2. R. Denn ein jeder. 4. R. zuvor geschrieben, u. I. f. 6. 2te durch. 7. R. I. uns st. euch. 8. R. Ich sage aber. 15. M. I. f. Brüder. 16. R. Jesu Christi. 19. M. 1. des Heiligen Geistes st. d. Geistes Gtts. 24. R. f. h. so werde ich zu euch kommen. 29. R. f. h. n. Segens: des Evangeliums. 16, 3. R. I. Priscilla st. Priska. 5. R. Erstling Achajas. 6. R. I. uns st. euch. 16. R. die Versammlungen. 18. R. Herrn Jefu Chr. 20. R. f. h. Amen. 24. M. L. f. Vers 24. 25. Die Verse 25-27 stehen in einigen Handschr. am Schluß des 14. Kapitels. Erste Epistel an die Korinther. 1, 20. R. dieser Welt. 22. R. ein Zeichen, 23. R. I. Griechen st. Nationen. 29. R. I. vor ihm st. vor Gott. 2, 4. R. menschlicher Weisheit. 13. R. den Heiligen Geist. 3, 2. R. und nicht Speise. 3. R. f. h. n. Streit: und Zwietracht. 4. R. I. fleischlich st. menschl. 5. M. I. Was jit... was Paulus? R. setzt Paulus v. Apollos. 11. R. Jesus der Christus. 12. M. I. den Grund. 14. R. bleibt. 22. M. I. f. iſt. 4, 2. R. I. f. hier. 5, 1. R. Nat. nicht genannt wird. 4.&. I. f. d. 1te Christi. 7. R. Feget nun, u.: ist für uns geschlachtet. 10. R. und nicht, u. I. oder st. und. 13. R. thuet auch. 6, 2. R. I. f. Oder. 5. M. 1. feiner st. auch nicht einer. 7. R. I. unter st. an. 8. R. an euern Br. 20. R. f. H. und in euerm Geiste, welche Gottes find. 7, 3. R. I. die schuldige Gewogenheit st. die eheliche Pflicht. 5. R. Fasten und Beten, u.: zusammen an denselben Ort. 7. R. wünsche denn. 13. R. I. ihn st. den Mann. 14. R.[. Mann st. Bruder. 17. R. I. Gott st. der Herr, u.: der Herr st. Gott. 29. R. daß die Zeit gedr. ist. 31. R. diese Welt. 33. 34. M. l. gefallen möge, und ist geteilt. So auch das Weib u. d. Jungfrau. 37. M. I. im eignen Herzen. 38. R. I. aber st. und; M. I. wer seine Jungfrau verheiratet... wer sie nicht verh. 39. R. gebunden durch das Gesetz, u. 1. ihr Mann st. der Mann. 8, 2. R. Wenn aber; E. I. noch gar nichts erkannt. 5. R. auf der Erde. 7. M. I. bis jetzt, da sie an das Gößenbild gewöhnt sind, als von. 8. M. I. wird empfehlen; R. denn weder wenn wir essen, sind wir vorz., noch wenn wir n. essen, sind w. g. 11. R. über deiner Erk., u. I. der schwache Bruder. 9, 1. R. stellt die 2te Frage voran, u. 1. Jesum Christum. 10. R. I. seiner Hoffnung st. deffen. 16. R. aber wehe mir. 18. R. Evang. des Christus fostenfrei. 20. R. I. f. wiewohl ich selbst nicht unter Gesetz bin. 22. R. wie. 23. R. alles dieses. 10, 1. R. I. Aber st. Denn. 9. M. I. den Herrn st. den Christus. 9. 10. R. gleichwie auch. 11. E. I. f. Alle; M. I. vorbildlich st. als Vorb. 19. R. stellt ,, Götzenbild" u. das einem G. Geopferte" um. 23. R. ist mir erlaubt( 2mal). 24. R. sondern ein jeder das. 28. R. dies ist einem Götzen geopfert, so, u. f. h. denn die Erde ist des Herrn u. ihre Fülle. 30. R. Wenn ich aber. 11, 2. R. f. h. n. aber: Brüder. 3. R. I. Christi st. des Chr. 11. R. stellt die beiden Satglieder um. 18. R. der Vers. 24. R. sprach: Nehmet, effet, u.: für euch gebrochen ist. 26. R. diesen Kelch. 27. R. dieses Brot. 29. R. unwürdiglich, u.: Leib des Herrn. 31. R. Denn wenn. 34. R. Wenn aber. 12, 2. R. daß ihr Nationen waret. 3. M. I. Verslucht sei Jesus. 6. R. aber es ist. 9. M. I. f. d. 1te aber. abweichenden Lesarten. 12. R. des einen Leibes. 13. R. 3u einem Geiste. 21. R. I. f. Das. 31. E. I. bessern st. größern. 13, 3. R. austeile; M. I. mich rühme st. verbrannt werde. 10. R. dann wird das. 11. R. als ich aber. 14, 5. R. Denn wer weiss. 10. R. keine derselben ist. 18. R. meinem Gott; E. I. in Sprachen. 25. R. und also wird d. Verb. 34. M. L. sondern lasset sie unterw. sein. 35. R. I. Weiber st. ein Weib. 37. R. daß es Gebote des Herrn find. 39. M. I. meine Brüder. 40. R. I. f. aber. 15, 14. R. I. f. d. 1te auch. 20. R. f. h. n. worden: er ist geworden. 29. R. I. für die Toten st. für sie. 31. M. f. h. n. Rühmen: Brüder. 38. M. I. einen st. seinen. 39. R. ist der Menschen Fleisch, u. stellt ,, Vögel" u. Fische" um. 44. R. I. f. Wenn, u. I. einen geist. Leib. 47. E. I. der Herr vom Himmel. 55. E. I. o Hades, dein Sieg? 16, 7. R. ich hoffe aber. 19. M. I. Priska st. Priscilla. 23. M. I. f. Christi. Zweite Epistel an die Korinther. 1, 5. R. durch Christum. 7. E. setzen das Eingekl. n. ,, Heiles willen." 12. V. I. Heiligkeit st. Einfalt. 13. R. auch bis ans Ende. 18. R. nein war. 20. M. l. deshalb auch durch ihn das Amen. 2, 10. R. denn auch ich, wenn ich etwas verg., wem ich etw. verg. habe. 16. R. des Todes zum T.. des Lebens zum L. 3, 1. R. I. es sei denn st. oder. 3. M. I. sondern auf Taf., auf fleisch. Herzen. 9. M. l. dem Dienst der Verd. 10. R. ist sogar nicht. 17. R. da ist. 4, 4. R. ihnen nicht. 6. M. I. der Gott, welcher jagte: Licht leuchte aus der Finst.! E. L. f. Jesu. 10. R. Sterben des Herrn Jesu. 12. R. der Tod zwar. 14. R. durch Jesum. 16. M. I. unser innerer. 5, 14. R. daß, wenn einer. 17. M. I. es st. alles. 21. R. Denn ihn. 6, 14. R. I. aber st. oder. 16. M. 1. Denn wir sind; E. L. mir ein Volk. 7, 12. M. I. euer Fleiß für uns. 13. R. getröstet worden bei euerm Troste; vielmehr aber fr. wir uns noch überschw. über. 8, 4. R. bittend, daß wir die G.... annehmen möchten. 12. R. jemand hat. 465 19. R. eurer Geneigth. 21. R. I. f. denn. 24. R. und vor. 9, 4. R. Zuversicht des Rühmens. 5. M. L. zuvor versprochenen Segen. 10. R. möge darreichen. 15. R. Gott aber. 10, 7. R. also auch wir Christi find. 11, 3. M. I. GEinfalt und Reinheit g. Chr. 6. M. I. wir haben geoffenbart. 31. E. I. unsers Herrn Jesu Christi. 12, 1. M. I. Ich muß mich rühmen, es nüßt mir nicht; aber ich will. 7. M. I. f. d. 2te auf daß ich mich nicht überhebe. 9. R. meine Kraft. 11. R. Thor gew. im Rühmen. 12. M. I. und in Zeichen. 14. R. das dritte Mal, u.: werde euch nicht. 19. R. Wiederum seid ihr d. Mg. 20. M. I. Streit st. Streitigkeiten. 13, 2. R. f. h. n. abwesend: schreibe ich. 4. R. auch schwach; M. 1. schw. mit ihm. 7. R. Jch bete aber. 13. R. f. h. Amen. Epistel an die Galater.-- 1, 10. R. Denn wenn ich. 18. R. I. Petrus st. Kephas. 2, 11, 14. R. I. Petrus ft. Kephas. 14. R. I. was st. warum. 16. R. I. f. aber. 3, 1. R. f. h. n. bezaubert: der Wahrheit nicht zu gehorchen. 12. R. I. der Mensch, welcher st. wer. 17. R. auf Christum bestätigt ist. 29. R. und nach. 4, 6. R. eure Herzen. 7. E. L. Erbe Gottes durch Christum. 14. B. I. eure Versuchung. 15. V. I. Wo ist st. Was war. 17. R. I. uns st. euch. 24. R. die zwei. 25. R. und sie ist. 26. R. unser aller Mutter. 28. E. I. Wir aber, Br., find. 31. M. I. Daher st. Also. 5, 1. E. I. Stehet nun fest in der Freiheit, womit Chr. uns freig. hat, u. Lasset. 4. M. I. von Christo. 14. V. I. ist erfüllt. 17. M. I. denn diese sind. 19. R. f. h. v. Hurerei: Ehebruch. 21. E. 1. f. Totschlag. 24. M. I. Christi Jesu. 6, 13. V. I. die beschnitten werden od.: sich beschn. lassen. 15. R. Denn in Christo Jesu gilt weder B. 16. M. I. wandeln. Epistel an die Epheser.- 1, 1. M. I f. in Ephesus. 6. M. I. womit er uns. 10. R. sowohl das, was 30 466 als auch das, was. 18. R. I. Verstandes ft. Herzens. 2, 1. R. I. f. euern. 17. R. I. f. d. 2te Frieden. 19. R. I. f. ihr seid. 3, 3. R. daß er mir... fundg. hat. 5. R. in. 6. E. L. in dem Christus ft. in Chr. J. 9. R. I. Gemeinschaft st. Verwaltung, u. f. h. n. hat: durch Jesum Christum. 4, 6. M. I. f. uns; R. I. euch. 9. E. 1. auch zuvor hinabgest. 28.. I. den Händen. Verzeichnis der vom Texte 5, 2. M. I. euch geliebt 5 R. Denn dieses wisset ihr, daß. 9. R. I. Geistes st. Lichts. 17. M. I. verstehet st. verständig. 19. M. I. mit euerm Herzen. 21. R. I. Gottes st. Christi. 23. R. der Mann, u.: und er. 24. R. ihren eignen Männern. 27. R. auf daß er sie sich selbst darst., eine Verslg. 28. E. 1. f. auch. 29. R. I. der Herr st. der Chr. 30. M. I. f. von seinem Fl. u. v. seinen Geb. 31. M. I. f. seinen. 6, 7. R. I. f. als. 9. R. daß auch euer eigner Herr. 10. R. meine Brüder; M. I. f. Brüder. 12. R. der Finsternis dieser Welt. 16. M. I. in allem ergreifet. 24. R. f. h. Amen. Epistel an die Philipper.- 1, 1. M. I. Christi Jesu. 8. R. Jesu Christi. 11. R. mit den Früchten. 14. R. I. f. Gottes. 16 R. stellt V. 16 u. 17 um. 17. R. Trübs. zuzufügen. 23. R. Denn ich werde. 28. R. euch des Heils. 2, 4. R. ein jeder sehe. 5 M. I. f. Denn. 21. R. Christi Jesu. 30. M. I. Werkes Christi, E. des Herrn, E. Gottes; R. I. nicht achtete st. wagte. 3, 3. R. im Geiste Gott dienen. 11. R. Aufersteh. der Toten. 16. R. lasset uns nach ders. Regel wandeln, gleichgesinnt sein. 21. R. umgeft. wird, auf daß er gleichförmig sei dem. 4, 3. R. Und ich bitte. 13. R. I. Christo st. dem. 23. R. die Gnade unsers Herrn J. Chr. sei mit euch allen! Amen. Epistel an die Kolosser.- 1, 1. R. Jesu Christi. 2. E. I. Kollafsä. 4. R. I. f. die ihr habt. 6. R. I. f. und wachsend; M. I. ganzen Welt fruchtbr. u. wachs. ist. 7. R. ihr auch; M. I. uns ft. cuch. 10. R. auf daß ihr wandelt, u.: zu der Erkenntnis. 14. R. f. h. n. haben: durch sein Blut. 24. R. meinen geiden. 28. R. Christo Jesu. 2, 2. E. I. Geheimn. des Gottes Christi; R. des Gottes u. des Vaters u. Christi. 11. R. Reibes der Sünden des Fl. 13. M. I. euch hat er mitl.; R. I. euch st. uns. 20. R. Wenn ihr denn. 3, 4. V. I. euer Leben. 5. M. I. die Glieder. 6. E. L. f. über die Söhne des Ung. 13. M. I. der Herr st. der Christus. 15. R. I. Gottes st. des Chr. 16. R. und geistl. 2., dem Herrn singend in euerm Herzen. 17. R. und dem Vater. 18. R. euern eignen Männern. 21. V. 1. reizet st. ärgert. 22. R. I. Gott st. den Herrn. 23. R. Und was irgend. 24. R. denn ihr dienet. 25. R. I. Aber ft. Denn. 4, 8. M. I. daß ihr unsre Umstände erfahret. 12. R. I. f. Jesu; E. I. vollendet in allem W. 13. R. I. vielen Eifer hat st. viel arbeitet. 16. E. I. in ihrem Hause. 18. R. f. H. Amen. Erste Epistel an die Thessalonicher.- 1, 1. M. f. h. n. Friede: von Gott, unserm Vater, u. dem Herrn Jesu Christo. 2. M. I. f. euer. 8. R. sondern auch. 9. R. I. haben st. hatten. 10. R. aus den Toten. 2, 2. R. obgleich wir auch. 9. R. denn Nacht. 13. R. I. f. Und. 15. R. ihre eignen Propheten. 19. R. Jesu Christo. 3, 2. R. Bruder u. Diener Gottes u. unsern Mitarbeiter.( Die Handschr. gehen hier sehr auseinander.) R. euch zu trösten. 7. R. Drangsal u. Not. 11. R. Jesus Christus. 13. R. Jesu Christi. 4, 1. R. I. f. wie ihr auch wandelt. 8. R. I. uns st. euch. 13. R. Jch will aber nicht. 5, 5. R. I. f. denn. 21. R. I. f. aber. 28. R. f. h. Amen. Zweite Epistel an die Thessalonicher.-1, 10. R. I. glauben st. gegl. haben. 2,2. R. Tag Christi. 3. E. I. Gesetzlosigkeit ft. Sünde. 4. R. f. h. n. setzt: wie Gott. 8. R. I. f. Jesus; M. I. töten st. verzehren. 10. R. in denen. 11. R. wird senden. 17. R. Wort u. Werk. 3, 4. E. I. wir euch gebieten. 6. E. 1. die fie... empf. haben; E. die ihr... empf. habt. 12. R. durch unsern Herrn 3. Chr. 18. R. f. h. Amen. abweichenden Lesarten. Erste Epistel an Timotheus. 1, 1. R. des Herrn J. Chr. 2. G. I. unserm Vater. 4. R. I. Auferbauung it. Verwaltung. 17. R. I. allein weisen st. alleinigen. 2, 7. R. die Wahrheit in Christo. 9. R. oder Gold. 3,3. R. f. h. n. Schläger: nicht schändlichem Gewinn nachgehend. 16. M. I. Er, der geoff. worden im Fl., ist gerechtf. 2c. 4, 6. R. Jesu Christi. 10. R. arbeiten wir sowohl, als wir auch; M. 1. arbeiten u. kämpfen wir. 12. R. f. h. n. Liebe: im Geiste. 15. R. unter allen. 5, 4. R. gut und angenehm. 16. M. I. f. ein Gläubiger oder. 21. R. dem Herrn J. Chr. 6, 5. R. I. feindl. Reibungen st. Zänkereien, u. f. h. n. Gewinn: Entferne dich von solchen. 12. R. du auch. 13. R. der alles lebendig macht. 17. R. den lebendigen Gott. 19. R. das ewige Leben. 21. R. f. h. Amen. Zweite Epistel an Timotheus. 1, 1. M. I. Christi Jesu st. J. Chr. 17. R. fleißiger. - 2, 3. R. Du nun leide Trübs. als; V. I. Christi Jesu. 7. R. möge dir V. geben. 12. M. I. wir verl. werden. 13. R. I. f. denn. 19. R. Namen Christi. 21. R. und nützlich. 3, 6. R. die Weiblein. 14. M. I. von welchen du gel. hast. 4, 1. R. 3ch bezeuge nun ernstl. vor Gott u. dem Herrn J. Chr. 14. R. der Herr vergelte ihm. 18. R. Und der Herr. 22. R. f h. Amen. Epistel an Titus.- 1, 4. M. I. Gnade, Barmherzigkeit, Friede; R. und dem Herrn J. Chr. 10. R. und zügellose. 2, 5. R. I. häuslich st. mit häusl. Arb. beschäftigt. 8. R. I. euch st. uns. 3, 1. R. und Gewalten. 15. R. f. h. Amen. Epistel an Philemon. 2. M. I. der Geliebten st. der Schwester. 6. M. I. unter euch st. in uns 7. R. I. Dankbarkeit st. Freude; M. I. Denn ich hatte. 9. M. I. Christi Jesu st. J. Chr. 10. R. meinen Banden. 12. G. I. zurückges. habe. Du aber nimm ihn, das ist mein Herz, auf; welchen ich. 20. R. I. dem Herrn st. Christo. 24. R. f. h. Amen. - 467 Epistel an die Hebräer.- 1, 1. R. hat er in diesen letzten Tagen zu. 3. R. unsrer Sünden. 8. R. I. f. und; M. I. das Scepter der Aufrichtigkeit. 2, 14. R. Fleisches u. Blutes. 3, 1. R. Jesum Christum. 9. R. mich versuchten... mich prüften. 10. R. jenem Geschlecht. 16. R. Denn etliche, als sie... aber nicht alle. 4, 7. R. I. f. vorhin. 12. R. sowohl der Seele, als des Geistes. 5, 4. R. sondern wer von Gott berufen wird. 6, 10. R. der Arbeit der Liebe. 7, 14. R. I. Priestertum st. Prieſter. 17. R. Denn er bezeugt. 26. E. I. uns auch. 8, 2. R. und nicht. 4. R. Denn wenn er, u. I. die Priester st. solche. 11. R. I. Nächsten st. Mitbürger, u. f. h. n. Kleinen: unter ihnen. 12. M. I. f. und ihrer Gescßlosigkeiten. 9, 1. R. die erste Hütte. 9. M. I. nach welchem st. während welcher. 10. R. und in Satzungen 13. R. von Stieren it. Böcken. 28. R. I. f. auch. 10, 2. R. Denn sonst würden sie. 9. R. f. h. n. Willen: o Gott. 12. V. I. Dieser st. Er. 15. R. zuvorgesagt. 34. R. I. meinen Banden st. den Gefangenen, u.: in st. für, u. f. h. n. Habe: in den Himmeln. 38. M. I. Mein Gerechter. 11, 5. R. seiner Entrückung. 8. M. I. einen Ort. 9. M. I. einem Lande. 11. R. f. h. n. Alters: hat sie geboren. 13. R. f. h. n. ferne: n. waren davon überzeugt. 15. R. aus welchem sie gekommen waren. 26. R. Schätze in Aegypten. 29. R. durch's Trockene. 12, 3. R. I. f. selbst. 7. R. Wenn ihr die Zücht. erduldet, so handelt Gott mit euch. 16. M. I. sein eignes Erstgeb. 20. R. f. h. n. gesteinigt: oder mit einem Geschoß erschossen. 26. R. bewege ich. 28. R. Ehrfurcht u. Frömmigkeit. 13, 4. V. I. denn st. aber. 9. R. I. umherreißen st. fortreißen. 18. R. denn wir sind überzeugt. 23. R. der Bruder. Epistel des Jakobus. 1, 12. M. I. die der Herr verh. hat. 19. M. I. Ihr wisset dies, m. gel. Brüder. Jeder Mensch sei aber. 25. R. dieser, der nicht. 26. R. jemand unter euch. 468 2, 3. R. sprechet zu ihm; M. I. f. hier. 4. R. nicht auch. 5. R. die Armen dieser Welt. 11. R. die Ehe brechen, aber töten wirst. 13. R. Und die Barmherzigkeit. 18. R. I. aus deinen Werken ft. ohne W.; M. I. f. d. 1te meinen. 20.&. I. unnütz st. tot. 24. R. Sehet denn nun. Verzeichnis der vom Texte 3, 3. V. I. Wenn wir aber den Pferden... so wenden wir auch. 5. M. I. Siehe, welch ein großes Feuer! welch einen gr. Wald z. 6. K. Also- ist die Zunge gesetzt. 8. R. I. unbezähmbares st. unftätes. 9. R. I. Gott st. Herrn. 12. R. So kann auch keine Quelle salz. u. süß. Wasser hervorbr. 17. R. und ungeheuchelt. 4, 1. R. I. f. d. 2te woher. 4. R. Jhr Ehebrecher und Ehebrecherinnen. 5. M. I. Geist, den er in uns wohnen ließ. 7. V. I. Widerstehet aber. 11. R. I. und st. oder. 12. R. I. f. und Richter, u.: aber, u. 1. Andern st. Nächsten. 14. M. I. Ein Dampf seid ihr ja; R. I. aber st. und. 15. M. 1. Wenn der Herr will, so werden wir sowohl leben, als auch dieses. 5, 5. R. wie an einem. 9. R. I. verurteilt st. gerichtet. 11. E. I. welche ausharren. 20. R. I. f. denn; M. I. Sünden st. Vergehungen. 19. R. I. f. Meine. Erste Epistel des Petrus.- 1, 7. R. Ehre und Herrlichkeit. 8. M. I. sehet st. gesehen habt. 12. R. I. für uns st. für euch. 16. M. I. f. bin. 20. R. I. in den letzten st. am Ende der. 22. R. f. h. n. Wahrheit: durch den Geist. 23. R. in Ewigkeit bleibende W. 24. R. und alle Herrlichkeit des Menschen. 2, 2. R. I. f. zur Errettung. 5. M. I. zu einem heil. Priestertum. 6. R. Daher ist es auch in der Schr. 12. R. die sie angeschaut haben. 21. E. I. für uns st. für euch. 25. R. Denn ihr waret wie irrende Schafe. 3, 1. V. I. werden st. mögen. 8. R. I. freundlich st. demütig. 9. R. I. wissend, daß st. weil. 10. M. I. die Zunge. die Lippen. 11. R. I. f. d. 1te und. 13. V. I. eifrig zum st. Nachahmer des. 15. R. I. Gott ft. Christus; M. I. Seid jederzeit; R. I. f. d. 2te aber. 18. M. 1. ist gestorben st. hat gelitten. ... 18. R. durch den Geist. 20. R. I. einst st. vormals. 21. R. dessen Gegenbild; E. 1. uns st. euch. 4, 1. G. I. f. für uns; V. I. denn wer nach dem Fleische gel. 3. R. verg. Zeit des Lebens. 8. R. wird bedecken. 16. R. I. dieserhalb ft. in diesem Namen. 19. E. I. als dem tr. Schöpfer. 5, 1. M. I. Die Aeltesten nun. 5. R. Alle aber einander unterthänig, seid mit Temut fest umhüllt. 8. R. denn euer Widersacher. 10. E. I. der uns ber. hat; R. mache vollkommen, befestige, kräftige, gründe. 11. M. I. f. die Herrlichkeit und. 14. R. die in Christo Jesu sind. Amen. Zweite Epistel des Petrus. 1, 3. M. I. durch seine eigne Herrlichkeit. 12. R. I. nicht versäumen st. Sorge tragen. 21. R. die h. Männer. 2, 2. R. I. Verderbnissen st. Ausschweifungen. 4. M. I. Gruben st. Ketten. 12. R. I. verdorben werden st. auch umfommen. 17. R. I. Wolfen st. Nebel. 18. R. I. wirklich st. eben. 22. E. L. f. aber; E. I. gew. Sau zum Wälzort im Rot. 3, 2. R. I. von uns, den Aposteln st. durch eure Ap. 3. R. I. am Ende der Tage st. in den I. T., it. I. f. mit Spötterei. 7. R. dasselbe Wort. 9. R. gegen uns. 10. R. f. h. n. Dieb: in der Nacht. 1 Erste Epistel des Johannes. 1, 3. B. I. verk. wir euch auch. 4. M. I. unsre Freude. 7. M. I. f. Christi. 2, 7. R. I. Brüder st. Geliebte, u.: das ihr von Anfang gehört habt. 13. V. 1. Ich habe euch, Kindlein, geschr. 18. R. der Antichrift. 23. R. I. f. wer den Sohn bekennt, der hat auch den Vater. 24. R. Jhr nun. 27. M. I. seine st. dieselbe, u.: so bleibet in ihm st. so werdet ihr in ihm bl. 29. M. I. daß auch jeder. 3, 1. M. f. h. n. heißen: und wir sind es. 2. R. wir wissen aber. 5. E. I. f. unfre. 13. R. meine Brüder. 14. M. I. f. den Bruder. 18. R. Meine Kinder. 19. R. hieran erkennen wir. 4, 3. M. I. f. Christum im Fleische gekommen. 20. M. I. der kann Gott nicht lieben. 5, 2. M. I. Gebote thun. 7. R. f. h. n. zeugen: im Himmel: Der Vater, abweichenden Lesarten. das Wort u. der Heilige Geist; und diese drei sind eins. V. 8. Und drei sind, die da Zeugen auf der Erde: 9. M. L. denn er hat gezeugt st. das er gez. hat. 10. M. I. f. selbst. 13. R. f. h. n. geschrieben: welche glauben an den Namen des Sohnes Gottes; M. I. euch, die ihr glaubet; R. und auf daß ihr glaubet. 21. R. f. h. Amen. Zweite Epistel des Johannes.- 3. V. I. uns st. euch. M. I. f. dem Herrn. 7. R. I. hineingekommen st. aus gegangen. 8. M. I. ihr st. wir( 2mal.) -9. R. I. übertritt st. weiter geht, u. f. h. n. d. 2ten Lehre: des Christus. 12. M. I. eure st. unsre. 13. R. f. h. Amen. Dritte Epistel des Johannes.. 4. E. I. in Wahrheit. 5. R. und an den Fremden. 7. R. seines Namens, u.: von den Nationen. 9. R. I. f. etwas. 11. R. wer aber B. thut. 12. I. ihr wisset st. du weißt. 13. R. I. f. dir. Epistel des Judas.- 1. R. I. geheiligten ft. geliebten. 3. R. dem gemeins. Heil. 4. R. f. h. n. Gebieter: Gott. 5. R. I. dieses st. alles. 12. R. von Winden umhergetrieben. 18. R. I. in der letzten st. am Ende der. 19. R. sich selbst absondern. 22. R. Und der einen erbarmet euch, indem ihr einen Unterschied machet, die andern aber 2c. M. I. Und der einen, welche streiten( zweifeln), erbarmet euch( od.: die einen... weiset zurecht), andere aber rettet mit Furcht, sie aus dem 469 Feuer reißend, anderer aber erbarmet euch mit Furcht. 25. R. I. allein weisen st. alleinigen, u. L. f. durch Jesum Chr., unsern Herrn, u.: vor aller Zeit, u. I. und Majestät. Die Offenbarung. befreit st. gewaschen. - 1, 5. 6. I. - 2, 9. E. f. h. n. kenne: deine Werke. 20. E. I. dein Weib Jesabel. 3, 3. M. I. du weißt nicht, um. 5. M. I. Wer überw., wird also mit. 16. M. I. weder warm noch kalt. 5, 9. M. 1. hast uns für Gott erk. 10.&. I. f. unserm Gott; M. I. zu einem Königtum st. zu Königen. 6, 8. M. I. Und ihnen ward. 9, 4. M. I. den Stirnen. 5. M I. gequält werden. 6. M. I. der Tod wird fliehen. 10, 8. 10. G. I. Buch st. Büchlein. 11, 12. M. I. Und sie hörten. 14, 3. G. f. h. n. singen: gleichsam. 16, 3. M. I. leb. Seele starb, die Tiere in dem Meere. 9. M. I. der die Gewalt hatte. 17. M. I. f. des Himmels. 17, 4.&. I. der Erde st. ihrer Hurerei. 19, 5. M. I. von st. aus. 21, 3. G. I. seine Völker st. sein Volk, u. I. f. ihr Gott. 4. E. I. f. denn. 6. E. I. Sie sind erfüllt st. Es ist geschehen. 22, 5. E. I. des Lichtes einer Lampe, u. I. f. über. 10. G. I. denn die Zeit. 12. M. I. ist st. sein wird. Matth. 4, 13 ties: Seei statt: Seeh. " 1 Lukas 4, 40 lies: mancherlei statt: verschiedenen. 24, 34 lies: welche sagten statt: und sagten. 11, 42 lies: hörest statt: erhörest. Apstgsch. 5, 39 lies: so werdet ihr sie nicht zu Grunde richten können. 11 Berichtigung einiger Fehler. Joh. 3. Joh. 5 5, 47 lies: die von den Nationen. lies: und zwar an Fremden gethan haben magst. Offbg. 5, 11 lies: um den Thron her und um die lebendigen Wesen und die Aeltesten. 7, 11 lies: und um die Aeltesten und die vier lebendigen Wesen, und sie fielen. Kleine Sammlung geistlicher Lieder. Singet Gott in enern Herzen mit Gnade." Elberfeld. Kol. 3, 16. C. Brockhaus, Baustraße 52. Druck von A. Fastenrath in Elberfeld. Register. I. Ach bleib' mit Deiner Gnade Ach, wer kann Dich würdig loben. Alles sei Dir übergeben Amen, Amen, Jeju eile Auf dem Lamm ruht meine Seele. Aufgeschaut! Nacht entflieht Bereit, o Jesu, unsre Herzen Bilde unsre Herzen. Bis unser Lauf zu Ende. Dank, Anbetung sei geweihet Dank, Anbetung, Preis und Ehre Dank Dir, o Herr, daß Gold und Schäße Dank, Jesu, Dank! o welche Huld! Dank, o Vater, Deiner Gnade Deine Kirche wartet noch Dein Erlösungswerk auf Erden Dein Tisch, o Herr, gibt uns Dem, der uns liebt Dich, o Vater, zu verehren Diese Welt ist eine Wüste Dir, dem hocherhob'nen Herrn Du bist des Herzens wahre Freude Du bist, o Herr, gegangen Du bist's, der uns so innig liebt Du brachst des Todes Bande Du führtest uns ins Heiligthum Du gabst, o Herr, Dein theures Blut Du, Herr, bist mein Du, Herr, erhörest, wenn wir beten Nro. 73 4 103 120 78 48 88 110 36 102 17 35 24 27 23 85 90 126 109 67 125 84 66 59 63 72 14 106 20 II Du, Herr, hast unsre Schuld gesühnt Du, Herr, verläßt mich nicht Du, o Herr, bist unser Leben Durch eine Wüst' ich reise Du siegend Haupt, dort Es kennt der Herr die Seinen Freudig ziehen voll Verlangen Freund der Deinen Gott, Deiner Liebe Fülle Gott, Dein Ruhm sei hoch erhoben Gott, Dich würdig zu verehren. Gott ist Herr der Herr ist Einer Gott, mein treuer Leiter. Guter Hirte! welch Erbarmen - Hallelujah, welche Höhen. Harre, meine Seele Herr, Dir bringen Lob Herr, Du bist vorangegangen Herr, Du hast überwunden Herr, Du kamst hernieder Herr Jesu Christ, mein Leben Herr, lenke unsre Herzen Herr, mein Hirt, Brunn Himmels- Heimat über Sternen Hoffnung unsrer Herzen Ich bete an die Macht der Liebe Ich gehe heim! Ich harr' auf Dich! Ich preise Dich! Du bist herabgekommen Ich rühm' Dich, Herr, allein Ich sehne mich nach Dir Ich walle in der Fremde. Ich zage nicht! Nro. 6 3 97 49 11 16 108 10 21 46 122 29 70 114 57 119 74 71 60 105 77 51 55 79 56 45 81 47 65 95 44 76 33 Jesu, Dir wir Dankeslieder singen Jesu Du! Jesu Du! Jesus lebt! Er hat gesiegt Jesus- Nam'! Wer kann ergründen Jesu, Quelle unsrer Freuden Jesu, unsre Zuversicht Jesu, wahre Lebensquelle. In Glaub' und Hoffnung. Liebe, die für mich gelitten Lieblich ist's, bei Dir zu wohnen Lob, Ehre, Preis und Dank sei Dir Lobsinget dem Herrn Lobt den Herrn! Mein Heiland, welche Huld und Liebe. Mein Herr, mein Gott, Du.. Mein Leben ist ein Pilgrimstand Mit Dir, o Jesu, sind wir schon Nicht mehr lange- sel'ge Worte Nichts, o Jesu, finde ich hienieden Nur bei Jesu möcht ich weilen. Glück unaussprechlich! Gott zürnet nicht mehr. O Gott, an Deiner Gnade Gott der Liebe! ohne Hülle O Gottes Lamm! Für Sünder Gottes Lamm! wer kann. O Herr, mein Hirt. O Jesu, Name ohne Gleichen O Jesu, theures Gotteslamm Jesu, treuer Hirte Jesu, wir erheben Dich O Lamm Gottes, Du hast selbst O Lamm Gottes, unschuldig O lasset uns lobsingen. Nro. 42 19 9 87 82 30 22 31 54 113 94 1 7 61 40 111 58 116 43 123 101 25 32 92 121 12 15. 69 28 50 52 5 53 IV Lebenswort! wer dankt genug Liebe ohne Gleichen! O Vater, reich gesegnet D welch ein Heiland, Herr, bist Du O wie unaussprechlich selig Preis sei Dir, o Lamm Schau' auf uns hernieder Sel'ge Hoffnung! Du kommst wieder Sollt' ich Dir, o Gott, nicht singen Stark ist meines Jesu Hand Still', o Jesu, das Verlangen Stille unsers Herzens Sehnen Süßer Trost! der Herr wird kommen Unser Herz und Mund lobsinge Unsre Lieder aufwärts dringen Vater! Du, der Liebe Fülle Von Deiner Gnade will ich singen. Was sichtbar, zeitlich ist auf Erden Weit vorgerückt ist schon die Nacht Welche Liebe! Jesus betet Wer findet Worte, Dir zu danken. Wer ist wohl wie Du. Wer kann die Sorgfalt nennen Wer, o Jesu, faßt Dein Lieben Wir danken, treuer Heiland, Dir Wirf Sorge und Schmerz Wir warten Dein, o Gottes Sohn Wo ist ein solcher Gott, wie Du Wo ist ein Vater, Gott, wie Du Wo ist unsre Sünd geblieben Wo nichts ich seh', als eine Wüste 3u Dir, o Jesu, führt mein Pfad Nro. 62 64 86 100 75 124 18 8 93 37 96 127 118 107 83 80 117 99 68 115 89 39 41 34 112 38 26 2 13 91 98 104 II. Diese Zeit der Gnad' Cine Quelle von Erbarmen Einst kam auf diese Erde Es ruft der gute Hirte Es starb für Sünder Gottes Sohn. Jesu, Heiland, Freund der Sünder Kehre um, verlorne Seele Kein Mensch vermag's zu fassen. Komme doch! komme doch Kommt alle, laßt uns gehen Noch ist die Gnadenpforte Nur zu Jesu eil', o Seele. Jesu, treuer Hirte O Lebenswort, wer dankt genug. O welch ein Heiland, Herr, bist Du Seele, willst du Ruhe finden. Sünder, willst du Ruhe finden Wer ist wohl wie Du Wie gut ist der Herr Wir nah'n zu Dir, dem Heiland Gott. Wo ist Versöhnung doch zu finden Nro. 7 12 10 14 9 8 20 2 17 16 11 4 21 5 6 385913 1. 3. Lobsingt Seiner Macht, Sein Werk ist vollbracht: Er sizet zur Rechten des Vaters. 1. Lobsinget dem Herrn, Opreiset Ihn gern! Anbetung und Lob Ihm gebühret. 2. Lobsingt Seiner Lieb', Die einzig Ihn trieb, 3u sterben für unsere Sünden. 4. Lobsingt Seiner Tren', Die immerdar neu, Bis Er uns zur Herrlichkeit führet. 2. 1. Wo ist ein solcher Gott wie Du, 2. Wo ist ein solcher Gott wie Voll Langmuth, Macht und Gnade? Führst Sünder ein in Deine Ruh', Von des Verderbens Pfade. Durchdrangst mit Macht Der Sünde Nacht; Gabst hin den Eingebornen, Zur Rettung der Verlornen. Dut? Wer kann Dein Lieben fassen? Für Deine Feinde ließest Du Den Sohn im Tod erblassen. Gerechtigkeit Ward unser Kleid; Errettung, Licht und Leben, Ward uns im Sohn gegeben. 3. Wo ist ein solcher Gott wie Du, So treu in jeder Lage? Wer hilft in Noth, wer sorgt wie Du Ohn' Rast von Tag zu Tage? O treuer Hort! Laß hier wie dort Von Deiner Lieb' uns singen, Lob, Ehr' und Dank Dir bringen! 3. 1. Du, Herr, verlässt mich nicht; Auf Dich mein Herz allein vertraut, Mein Auge glaubend auf Dich schaut; Du bist mein Heil, mein Licht, Mein Fels, mein sichrer Hort. Bin ich versucht, gibt's Noth und Leid- Du bleibst mein Trost, mein Arm im Streit, Mein Licht am dunkeln Ort. 2. Ich weiß, daß Du mich liebſt; Bist mir in jeder Lage nah'; Wohin ich gehe- Du bist da, Ja, Du mir alles gibst. Ich überlass' mich Dir; Denn Du, Herr, kennst mich ganz und gar, Und führst mich sicher, wunderbar, Und bist selbst alles mir. 3. In dieser Wüste hier Find't nirgend meine Seele Ruh'; Denn meine Ruh' bist Jesu Du. Wohl mir, ich geh' zu Dir! Bald werd' ich bei Dir sein, Bald mit den Deinen ewiglich Anbeten, loben, preisen Dich, Mich Deiner stets erfreu'n. 4. 1. Ach, wer kann Dich würdig loben, 3. Wer kann Deine Treu' ermessen, Deine Langmuth, Sorg' und Müh'! Großer Gott von Ewigkeit! Was auf Erden und was droben, Zeugt von Deiner Gütigkeit. Du, Du bist des Lobes werth; :,: Selig, wer Dich preist und ehrt!:,: Mag ein Weib ihr Kind vergessen, Du vergisst die Deinen nie. Du, Du bist des Lobes werth; :,: Selig, wer Dich zc.:: 2. Wer kann Deine Lieb ergründen, Deine Gnade, Deine Huld! Gabst den Sohn für unsre Sünden, Sprachst uns frei von allerSchuld. Du, Du bist des Lobes werth; :,: Selig, wer Dich zc.:,: 4. Wer kann Deine Größe nennen Und Dein Wunderthun verstehn! Wer kann, wie Du bist, Dich fennen Und in Deine Tiefe sehn! Ja, Du bist des Lobes werth; :,: Selig, wer Dich 2c.:,: 5. O Lamm Gottes, unschuldig grunjo Am Kreuzesstamm geschlachtet; Du littest stets geduldig, Da Du geschmäht, verachtet; All' Sünd' hast Du getragen, s Sonst müßten wir verzagen; Wir preisen Dich, o Lamm Gottes. monds in dull.8 drig dat 6. 1. Du, Herr, haft unsre Schuld 3. Wer gesühnt; Am Kreuz trugst Du, was wir verdient, Trugst unsrer Sünden Menge. Jeßt weilest Du im Heiligthum, Nicht auszusprechen ist Dein Ruhm Und Deines Lebens Länge. 2. Du bleibest Priester ewiglich, Vertrittst die Deinen kräftiglich, Die Himmel Du bewohnest. Gericht und Tod uns nicht mehr schreckt, Dein Blut uns all'zeit schirmt und deckt, Weil Du, Herr, droben thronest. fasset Deiner Liebe That, Und wer ergründet Deine Gnad', 2. Lobt den Herrn! Er brachte Frieden, Stand einst für uns im Gericht, Ging voran im Kampf hienieden; :: Freundlich strahlt 2c.:,: Die uns so reich umgibet! Selbst Engel Deinem Throne nah'n Und beten staunend mit uns an, Daß Du uns so geliebet. 4. Und hast Du Deinen Dienst erfüllt, Wird unser Sehnen ganz gestillt, Dann wirst Du wiederkehren. Führst uns zu Deiner Ruhe ein, Wo wir uns Deines Anblicks freu'n, Mit ew'gem Lob Dich ehren. 7. 1. Lobt den Herrn! Er ist die Liebe, 3. Lobt den Herrn! Er ist voll Gnade, Ist voll Langmuth, Kraft und Licht. Er verlässt die Seinen nicht. Scheint es um uns her auch trübe, :,: Freundlich strahlt Sein Angesicht!:,: Sind auch dornicht unsre Pfade, :,: Freundlich strahlt 2c.:,: 4. Lobt den Herrn, rühmt Seine Treue! Nein, Sein Volf verläßt Er nicht; Spendet Segen stets aufs Neue; :: Freundlich strahlt 2c.:,: 8. 2. Ruhen werden dann die Glieder 1. Sel'ge Hoffnung! Du kommst wieder, Läßt die Glieder nicht zurück; Bald verkünden neue Lieder Droben unser ew'ges Glück; Dann ist jeder Wunsch erfüllt, Unser Sehnen ganz gestillt. 3. Und anbetend wird dann singen Deine theu'r erkaufte Schar, Dir, dem Lamme, Ehre bringen, Gott erheben immerdar. Welch ein Glück, bei Dir zu sein! Komm', o Jesu, führ' uns ein! Ewig dort, vereint mit Dir; Keine Trübsal kehret wieder, Keine Thräne fließt wie hier. Ewig fern ist alles Leid; Jedes Herz füllt Seligkeit. 9.dipitied 2. Jesus lebt! Er lebt für mich, Nie kann ich verlassen stehen; Er, der mich erwarb für sich, Läßt nur Lieb' und Gnad' mich sehen. 1. Jesus lebt! Er hat gesiegt; Wer kann Seinen Ruhm verfünden! Meine Sünd' im Grabe liegt, Keine Schuld ist mehr zu finden. Ja, Er lebt- ich sterbe nicht; Denn Sein Tod war mein Gericht. 1. Freund der Deinen! Bald dann weinen Gottes Pilger nicht mehr hier. Du kommst wieder, Steigst hernieder, Nimmst hinweg all' Deine Glieder; :: Führest sie hinauf zu Dir.:,: Ob der Feind sein Haupt erhebt Dieses bleibt: Mein Jesus lebt! 3. Ja, Du lebst, Du bist gekrönt, Hast den Himmel eingenommen; Und nach Dir mein Herz sich sehnt, Bis ich werde zu Dir kommen, Bis ich schau' Dein Angesicht O welch' sel'ge Zuversicht! 10. 2. Welche Freude, Hier im Leide, Gibt uns diese Hoffnung schon! Doch erhoben, Werden droben Wir Dich ewig lieben, loben, :: Jauchzen stets vor Deinem Thron.:,:: 5- 3. Diese Erde, Voll Beschwerde, Hat nichts mehr für unser Herz. Üns erquicket Und beglücket, Was der Glaube dort erblicket, :,: Wo beendet jeder Schmerz.:,: 4. Allen Proben Bald enthoben, Werden dort wir schauen Dich; Und am Throne Wird die Krone Mit Ehr' und Ruhm gekrönt! Du schaust herab, erblickst uns hier im Streit, Siehst, wie die Welt uns höhnt. Doch kämpfen wir hienieden, Dein Arm stärkt uns im Streit; Wir ruh'n in Deinem Frieden, Von Sünd' und Tod befreit. 11. 1. Du siegend Haupt, dort in der 2. Zieh' uns hinauf, der Du die Herrlichkeit, Stätte dort Den Bewährten dann zum Lohne, :,: Und sie ruhen ewiglich.:,: 12. 1. Herr, mein Hirt! Im Schatten Deiner Güte Für uns bereit gemacht. Wir schau'n empor zu jenem ſel'gen Ort, Wohin wir bald gebracht. Wir werden nie verderben, Weil wir Geliebte sind; Wir werden mit Dir erben, Wenn wir vollendet sind. Frohlockt mein Herz, singt jauchzend mein Gemüthe Und dankt, weil mir nichts mangeln wird. 2. Du führest mich Auf fette, grüne Weiden. Hier blühen mir des Geistes reinste Freuden, Und meine Seele sättigt sich. 3. Du tränkest mich, Wenn Hiß' und Durst mich schwächen, Aus frischem Quell, aus klaren Lebensbächen; Und meine Seel' erschöpft sie nicht. 4. Wenn Du gebeutst, Muß aller Sturm sich legen; Du leitest treu mich Deines Namens wegen In Pfaden der Gerechtigkeit. host 5. Mit Dir kann ich Durch finst're Thäler wallen; Ich fürchte nichts, Du läsfest mich nicht fallen; Ich tröste Deines Stabes mich. 6. Herr, Du bist mein, Und Dein ist meine Seele; Du salbst mein Haupt mit Deinem Freudenöle; Du schenkst den Becher voll mir ein. 7. Mir folgt Dein Heil. So lang' ich auf der Erde Noch wallen soll und Dich verehren werde, Ist Deine Gotteshuld mein Theil. 1. Wo ist ein Vater, Gott, wie Du, Der so an uns gedenket, Uns liebt und segnet, so wie Du, 6 ndio nitou 13. Und uns so willig schenket? Was fehlt uns doch Nun weiter noch, Da wir zum Vater haben, Dich, Geber aller Gaben? 2. Du, der so viel an uns gewandt Zu unserm Heil und Leben; Der Du uns Deinen Sohn gesandt, Ihn für uns hingegeben; Der so geneigt Sich Sündern zeigt Wie solltest Du denn minder Versorgen Deine Kinder? 1. Du gabst, o Herr, Dein theures Blut, Du trugest still der Feinde Wuth, Befreitest uns von Sünd' und Tod Und wurdest unser Weg zu Gott. 8088 pil# 3.1 nu 11968 3. Stets bleibet uns Dein Vaterherz In Jesu Christo offen; Dort flieh'n wir hin in Noth und Schmerz Mit kindlich gläub'gem Hoffen. Und da, da ruht Sich's sanft und gut; 4. Du hast uns lieb; das ist genug, Uns Trost hier zu verleihen. Du hast uns lieb; das ist genug, Uns ewiglich zu freuen. Drum laß uns auch Nach Kindesbrauch, Durch Deinen Geist getrieben, Verehren Dich und lieben. 14. m 2. Dein Lieben, Herr, ist grenzenlos, Und was Du gibst, so göttlich groß! Doch größer noch als alles ist, Daß Du, Herr, selber unser bist. Da sind wir wohl geborgen Und ledig aller Sorgen. alors 3. Und völlig wird das Herz gestillt, 4. Du bist's, den unsre Seele liebt, Und unsre Freude ganz erfüllt, Wenn wir, Herr, Dir entgegen geh'n Der Leben uns und alles gibt; Drum komm', erfüll' das heiße Adista Fleh'n, Und in der Herrlichkeit Dich seh'n. Und laß uns dort Dein Antliß o seh'n! 15. 1. O Jesu, Name ohne Gleichen, Voll Gnade, Trost und Lieblichkeit! Anbetend sich die Engel neigen, Bewundern Deine Herrlichkeit. Der Gottheit Fülle wohnt in Dir; In Dir sind auch vollendet wir. 2. Du bist uns alles: unsre Stärke, Erlösung, Weisheit, Licht und Kraft; Du bist die Quelle aller Werke, Die Deine Gnade in uns schafft. Ja, was wir haben, was wir sind, In Dir nur seinen Ursprung find't. 3. Und Deine Liebe unvergleichlich Erfüllet allen Mangel hier; Sie strömt in Kampf und Noth so reichlich, So mild auf uns herab von Dir; Und weigerst Du uns je ein Theil, So ist es nur zu unserm Heil. 4. Drum mag hienieden alles weichen; In dieser Welt gibt nichts uns Ruh'. Was wär auch Dir wohl zu vergleichen? Des Segens Fülle bist nur Du. thin Reichthum, wir besißen Dich, Du bleibest unser ewiglich! 16. 1. Es kennt der Herr die Seinen, 2. Er fennet Seine Scharen, In jedem Volk und Land; Ob sie verlassen scheinen, Sie sind von Ihm gekannt. Er läßt sie nicht verderben, Er führt sie aus und ein; Im Leben und im Sterben Sind sie und bleiben Sein. Die glaubend auf Ihn schau'n Und Ihm, dem Unsichtbaren, Als säh'n sie Ihn, vertrau'n. Die von dem Worte zeugen, Dem Wort, das sie ernährt; Die vor dem Wort sich beugen, Und die das Wort bewährt. mis 3. Er wird sie sicher leiten Durch diese Wüstenei; Gibt Muth und Kraft zum Streiten, Führt selbst den Sieg herbei. Und wenn ihr Lauf vollendet, So ruh'n sie mit Ihm aus; Wenn aller Kampf beendet, Geh'n sie ins Vaterhaus. 17. Dank, Anbetung, Preis und Ehre, Macht, Weisheit, Herrlichkeit und Ehre, Sei Dir, Versöhner Jesu Christ! Gottes Vielgeliebte singen, Anbetung, Preis und Dank zu bringen Dem Lamme, das geopfert ist. Du sankst für uns ins Grab, Wusch'st unsre Sünden ab; Alle Sünden! Du hast's vollbracht, Damit wir rein, Vor unsers Gottes Auge sei'n. 18. 1. Schau' auf uns hernieder, Du treuer Hort! Lehr' uns durch Dein Wort. Mehre in uns Deine Gnade, Daß wir auf dem Pilgerpfade Wandeln Dir zum Ruhm, Als Dein Eigenthum; Willig und ergeben Dir allein nur leben. 2. Du kennst unsre Herzen, Du kennst jede Noth, Du treuer Gott! Wo der Menschen Hülf' zu Ende, Bleiben mächtig Deine Hände; Und Du lässt uns nicht, Bleibst uns Schirm und Licht; Führst durch Kampf und Leiden Uns zu ew'gen Freuden. 19. 1. Jesu Tu, Jesu Du! Du bist meiner Seele Ruh'. Bist mein Trost auf meiner Reise, Meine Kraft und meine Speise; :,: Führst dem Vaterhaus mich zu.:,: 2. Inniglich, inniglich Sehnet meine Seele sich! O wann werd' ich zu Dir kommen, Wo ich, dieser Welt entnommen, :,: Schaue, o mein Jesu, Dich?:,: 3. Nicht mehr lang', nicht mehr lang'! O welch himmlisch froher Klang! Bald werd' ich Dich schauend loben, Herr, mit allen Heil'gen droben; :: Dann tönt ew'ger Lobgesang.:,: 4. Was wird's sein, was wird's sein, Führest Du mich droben ein! Wo nicht Sünd' und Welt mehr störet, Nie ein Seufzer wird gehöret, :,: Ewig werd' ich bei Dir sein!:,: - 20. 1. Du, Herr, erhörest, wenn wir beten Und glaubend schau'n zu Dir hinauf; Wir sind all'zeit durch Dich vertreten, Durch Dich bewacht im Pilgerlauf. Wir können frei und sicher geh'n, Wenn wir, o Herr, auf Dich nur seh'n. 2. Du hast für uns das Kreuz getragen, Du gingst voran und ziehst uns nach; Du hast für uns den Feind geschlagen Und wirkst für uns noch jeden Tag. Es trägt und schüßt uns Deine Macht, Bis wir den guten Kampf vollbracht. 3. Ein Vorrecht ist's, hinaus zu gehen, Zu folgen Deinen Schritten nach; Mit Dir vom Lager fern zu stehen Und willig tragen Deine Schmach, Zum Lobe Gottes sich zu weih'n, Bis Du uns führst zur Ruhe ein. 10- 21. diping, S 2. Wir dürfen freudig sagen, Daß Du in allen Lagen Die Deinen nie vergisst. Will uns der Feind bethören, Durch Zweifel gar uns stören Genug, daß Du die Liebe bist! 1. Gott, Deiner Liebe Fülle Macht uns getrost und stille, Wie steil der Weg auch ist. Will Noth uns niederbeugen Und sich kein Ausweg zeigen Genug, daß Du die Liebe bist! 3. Dein Lieben ist ohn' Gleichen Und wird nie von uns weichen, Troß Satans Macht und List. Wir dürfen aufwärts schauen Und rufen voll Vertrauen: Genug, daß Du die Liebe bist! shit 22. g 1. Jesu, wahre Lebensquelle, Sonne aller Herrlichkeit! Gnad' und Fried', so reich und helle, Kommt von Dir uns allezeit. Weilst auch jetzt in unsrer Mitte Und erhörst der Deinen Bitte; Bist zum Segnen stets bereit, als Nährst und pflegst mit Freundlichkeit. 2. belebe alle Glieder, Heiland Deines Leibes Du; Fried' und Freude ström' hernieder, Füll' das Herz mit sel'ger Ruh.' Und Dein Geist zeig' uns in Klarheit Gottes Herz voll Gnad' und Wahrheit, Bis sich Deine Gegenwart Sichtbarlich uns offenbart. 3. Gib, daß jedes Herz sich kehre, Zu Dir, Glanz der Ewigkeit; Jede Seele nur begehre Dich und Deine Herrlichkeit. Dann wird Freude uns erfüllen, Und, ergeben Deinem Willen, Steiget auf aus tiefstem Grund Lob und Dank aus aller Mund. 1. Deine Kirche wartet noch, Sehnet sich nach oben, Wo sie, frei von allem Joch, Dich wird schauend loben. Sie ist fremd und einsam hier, Von der Welt geschieden. Doch, o Jesu, Du bleibst ihr, Leitest sie in Frieden. 11 23. 2. Ihre Ruhestätt' ist da, Wo kein Feind sie störet; Wo sie Dir auf ewig nah', Keine Klage höret. Wo kein Glied vom Glied sich trennt, Wo kein Herz erkaltet; Wo man Liebe völlig kennt, Wo nur Liebe waltet. 3. Komm, Du heller Morgenstern, 6 Bleibe nicht mehr lange! O wir seh'n Dein Kommen gern; s Hier wird uns oft bange. Doch Du lässt uns nie allein Stärke dies Vertrauen Bis Du selbst uns führeft heim, midst den Bis wir dort Dich schauen. natish sod24 tion 1. Dank, Jesu, Dank! O welche Huld! Nur Gnade uns begegnet; Haft selbst getragen unsre Schuld, In Dir sind wir gesegnet. Am Kreuze hast Du durch Dein Blut Erworben uns ein ew'ges Gut, Zur Kindschaft uns geführet. 2. Vor aller Zeit sind wir erwählt, Nach Gottes Wohlgefallen; Dir, dem Geliebten, zugezählt, Dein Geist wohnt in uns allen. Wir werden in der Füll' der Zeit, Zum Lobe Deiner Herrlichkeit, Mit Dir, Herr, alles erben. 3. Denn alle Dinge sind ja Dein, Im Himmel und auf Erden; Du bist von allem Haupt allein, Es muß Dir alles werden. Du wirst zur Rechten Gottes sein, Bis alle Feinde, groß und klein, Zu Deinen Füßen liegen. TZ 4. Jezt seufzt die ganze Schöpfung noch Und harret voll Verlangen. Erlöse sie vom eitlen Joch, Befrei' sie von dem Bangen! Mit Seufzen alles aufwärts schaut. , Komm!"- ruft der Geist und Deine Braut- ,, Komm, Jesu, uns befreie!" 25. 3. Wenn Satan uns will schaden, Und wenn die Welt uns höhnt- Getrost! wir sind in Gnaden, Wir sind mit Dir versöhnt! 1. Gott, an Deiner Gnade Genüge uns allein, ring So wird auf Deinem Pfade Das Herz stets glücklich sein. 2. Will uns der Weg ermüden, Und wird der Kampf uns schwer, Bewahr' uns Deinen Frieden, Die Gnad' in uns vermehr'! 4. Selbst wenn wir Mangel leiden Und keinen Ausweg seh'n, So kann uns doch nichts scheiden, Weil wir in Gnaden steh'n. 5. Du wirst uns sicher leiten Durch Deine Gnad' und Treu'; Du wirst uns zubereiten, Bis alles völlig neu. 26. 1. Wir warten Dein, o Gottes Sohn, 2. Wir warten Dein; Du hast uns ja Und lieben Dein Erscheinen; Bald ist die Wartezeit entfloh'n, Bald führst Du heim die Deinen. Wer an Dich glaubt, Erhebt sein Haupt Das Herz schon hingenommen. Jetzt bist Du uns im Geiste nah', Doch wirst Du sichtbar kommen. Dann, dann wirst Du Bei Dir uns Ruh', Und sieht Dir froh entgegen, Du kommst im reichsten Segen. Bei Dir uns Freude geben, Zu ew'gem Glück erheben. 3. Wir warten Dein- Du kommst gewiß; Die Zeit ist bald vergangen. Dann endet jede Kümmerniß, Dann schweiget das Verlangen. Was wird gescheh'n, Wenn wir Dich seh'n? Wir werden jauchzend singen, Lob, Ehr' und Dank Dir bringen. 27. 1. Dank, o Vater, Deiner Gnade, 2. Fern von Dir, mit Fluch beladen, Deiner Liebe, Deiner Macht, Daß Du von des Sünders Pfade Uns so nah' zu Dir gebracht! Abba, Vater!" stammeln Kinder, Abba!" die erlös'ten Sünder. Dein Geist zeugt mit unserm Geist, Daß Du Abba, Vater" heißt. 11 Lagen wir in Sündennacht; Christi Blut hat uns aus Gnaden Deinem Herzen nah' gebracht. Du hast in dem Sohn gegeben Uns Erlösung, ew'ges Leben. O wir danken Dir dafür! Abba, Vater! Preis sei Dir! 28. 2. Tränkst mich an frischer Quelle, Die grüne Au' mich nährt, Schüß'st mich an sich'rer Stelle, Wenn die Versuchung währt. Du bist mein Licht hienieden, Mein Trost, mein Arm im Streit; Dein Nah'sein gibt mir Frieden, Gibt Freud' und Seligkeit. 1. O Jesu, treuer Hirte, Wer liebt, wer sorgt, wie Du! Dein Schäflein, das verirrte, Trugst Du der Herde zu. Dein Geist mich jetzt begleitet, Dein Auge mich bewacht; Dein starker Arm mich leitet, Mich schüßet Tag und Nacht. 3. Bald weichen alle Sorgen Bei der Posaune Klang; Dann kommt ein neuer Morgen, Dann tönt ein ew'ger Sang. Dann wirst Du, Herr, vereinen Um Dich die gläub'ge Schaar, Und wirst mit ihr erscheinen Verherrlicht, wunderbar. 29. 1. Du, o Herr, bist hoch erhoven, Weilst zur Rechten Gottes droben, Nichts kommt Deiner Größe gleich. Ja, Dein Thron ist unumstößlich Und Dein Leben unauflöslich Und Dein Reich ein ew'ges Reich. 2. Dein ist alle Macht und Ehre, Dich erhöh'n die Himmelschore, Alle Engel dienen Dir. Alle Werke Deiner Hände, Bis an aller Welten Ende, Gab Dein Gott und Vater Dir. r, 1156 en ndos 14 3. Und auch wir sind Dir gegeben, Ewiglich mit Dir zu leben, Deine Herrlichkeit zu seh'n; is Deine Ehr' und Macht zu theilen, Dir zur Rechten dort zu weilen, Deinen Ruhm stets zu erhöh'n. G Sull @ 30. 1. Jesu, uns're Zuversicht! Owie reich ist Deine Gnade! Du gibst Freude, Trost und Licht Auf des Glaubens schmalem Pfade. Alle Fülle haben wir, Liebster Jesu, stets in Dir. 2. Unser bist Du, wir sind Dein; Liebe hat uns so verbunden. Unser Heil bist Du allein, Durch Dein Blut und Deine Wunden. Nur in Dir ist sel'ge Ruh', Uns're Hoffnung, Herr, bist Du. 3. Du, Herr, lässt uns nicht von Dir, Stehest schüßend uns zur Seite; Du gibst uns, das wissen wir, Durch die Wüste das Geleite. Selig, wer von Herzen spricht: Jesus, meine Zuversicht! smis u2 in2 biberiy re 31. 1. In Glaub' und Hoffnung wallen wir im Kampf hienieden, Es bleibt Dein Auge unverrückt auf uns gericht't. Verklärt bist Du in uns, Du gabst uns Deinen Frieden, :,: Bald schau'n wir Dich von Angesicht.:;: 2. Vor Gottes Thron bist Du, o Herr, für uns erschienen, Du trugst Dein eig'nes Blut ins inn're Heiligthum; Versöhnt sind wir durch Dich, bereitet, Gott zu dienen :,: Und zu verkünden Deinen Ruhm.:,: 10 3. Und unaufhörlich bittest Du jetzt für die Deinen Und pflegst in Liebe Deine theu'r erkaufte Schar; Verlassen sind wir nie- nie kannst Du uns versäumen, :,: Du führst uns herrlich, wunderbar.:;: he 11300 32.13 1.0 Gott der Liebe! ohne Hülle Bist Du im Sohn geoffenbart. Schon unermeßlich ist die Fülle, Die hier der Glaub' in Ihm gewahrt. Doch völlig wird das Herz erquickt, Wenn Deine Lieb' es ganz erblickt. tod Tursdail 2. Du gabest einsto welch Erbarmen! Den eignen Sohn für unsre Schuld; Jest trägst Du uns auf Vaterarmen Und leitest uns voll Treu' und Huld. Dein Lieben unvergleichlich ist, Du liebst uns, weil Du Liebe biſt. 3. Und welch ein Trost in allen Lagen, Daß Deine Treu uns nie vergißt! Wie könnten jemals wir verzagen, Da Du, Gott, unser Vater biſt? Vergäß' die Mutter selbst ihr Kind, Dein Lieben nie ein Ende find't. 4. Drum geh'n wir freudig unsre Pfade Und harren aus in jedem Leid. Nie wanket Deine Lieb' und Gnade, Nie Deines Herzens Freundlichkeit. Drum Dank Dir, Vater, ewig Dank, Dich preise unser Lobgesang! 33. 1. Jch zage nicht!- Du bist's, zu dem ich flehe, Mein Auge blickt zu Deiner heil'gen Höhe; Dir traut mein Herz mit Kindeszuversicht. :: Ich zage nicht!::: 16 2. Ich zage nicht!- Von Feinden hier umgeben, Wird Deine Kraft mich stets im Kampf beleben; Du bist mein Stab nicht Stärke mir gebricht. :: Ich zage nicht!:;: 3. Jch zage nicht!- Mit Dir ich alles trage, Getrost machst Du mein Herz in jeder Lage; Voll Liebe strahlt Dein Vater- Angesicht. :: Ich zage nicht!:,: 100 34. 1. Wer, o Jesu, faßt Dein Lieben, Wer den Werth von Deinem Blut! Liebe nur hat Dich getrieben, Selbst zu werden unser Gut. Unsre Sünden trugest Du, Gabst in Dir uns ew'ge Ruh'. 2. Nichts kann uns von Dir mehr scheiden, Nichts kann uns verdammen mehr; Weder Tod, noch Schmach, noch Leiden, Noch des Satans mächt'ge Heer. Ewig sind wir, Dir zum Ruhm, Dein erkauftes Eigenthum. 3. Drum gehört Dir unser Leben, Unser Lob nur Dir allein; Selig ist's, sich Dir ergeben, Deinem Dienste sich zu weih'n, Und gehorsam Deinem Wort- Dir zu folgen, treuer Hort! 35. 1. Dank Dir, o Herr, daß Gold und Schäße Und Pracht und Schönheit dieser Welt, Daß kein Ding je mich fann ergößen, Das mir die Welt vor Augen stellt. 2. Mein Jesus, Du bist meine Freude, Mein Gold, mein Schaß, mein schönstes Bild; Nur Du bist meine Lust und Weide, Und was mein Herz für ewig stillt. 10 17 3. Du bist allein mein Licht und Leben, Die Wahrheit selbst, das ew'ge Wort; Du bist der Stamm unzähl'ger Reben, Bist meiner Seele Fels und Hort. 4. Dein Reichthum ist nicht zu ergründen, Und Deine Treue wanket nicht; Und alles, was in Dir zu finden, Erbleichet und veraltet nicht. 5. Du wirst mich bald zu Dir erheben, Mir zeigen Deine Herrlichkeit. Ich werde ewig mit Dir leben, Dein Antlitz schauen allezeit. 1. Bis unser Lauf zu Ende, Hebst Du, Herr Jesu Christ, Für uns die Segenshände Zum Vater, wo Du bist. 36. 2. Läßt je das Haupt die Glieder, Der Hirte wohl sein Lamm, Der Bruder seine Brüder, Die Braut der Bräutigam? 3. Und Du, Du solltest lassen, Was zu Dir seufzet hier? Nein, nie sind wir verlassen, n Drum folgen freudig wir. mb 37. 3. Wenn der Kläger mich verklagt, Christus hat mich schon vertreten; Wenn er gar zu sichten wagt, Christus hat für mich gebeten. Daß mein Mittler für mich spricht, Das ist meine Zuversicht. 1. Stark ist meines Jesu Hand, Und Er wird mich ewig fassen; Hat zu viel an mich gewandt, Um mich wieder los zu lassen. Mein Erbarmer läßt micht nicht, Das ist meine Zuversicht. 2. Sieht mein Kleinmuth auch Ge- 4. Seiner Hand entreißt mich nichts! unfahr, Wer will diesen Trost mir rauben? Mein Erbarmer selbst verce spricht's, Sollt' ich Seinem Wort nicht glauben? Jesus läßt mich ewig nicht!- Das ist meine Zuversicht. Fürcht' ich auch zu unterliegen Christus beut die Hand mir dar, Christus hilft dem Schwachen fiegen. Daß mich Gottes Huld verficht, Das ist meine Zuversicht. 2 - 2. Wenn Kummer dich quält, Wenn alles dir fehlt, Er öffnet dir segnende Arme. 1. Wirf Sorge und Schmerz Ins liebende Herz Des mächtig dir helfenden Vaters. 38. 4. Er schüßt dich und wacht; Drum laß dich die Nacht Des Leidens und Todes nicht schrecken. 3. Er weiß, was du hast, Er trägt deine Last Und führt dich mit mächtigen Händen. 1. Wer ist wohl wie Du, Jesu, süße Ruh'! Bist vom Vater auserforen, Zu erretten, was verloren. Wer ist wohl wie Du, Jesu, süße Ruh'! 18 2. Du gingst in den Tod, Littest Angst und Noth; Bist am Kreuz für uns gerichtet, 39. 3. Deiner Liebe Macht Hat das Werk vollbracht. Und du gingst zum Vater wieder, Der Dich sandt' zu uns hernieder, Als das Werk vollbracht, Deiner Liebe Macht. Hast der Sünde Macht vernichtet. Kein Gericht mehr droht, Du gingst in den Tod. 5. Und nicht ist mehr fern, Wo droben beim Herrn UnsStröme der Wonne erquicken. dind thin fier* 6. O, wer ist Ihm gleich, So mild und so reich An Liebe und Macht und Erbarmen! 4. Bald kommst Du zurück, welch' selig Glück! Führest uns aus Kampf und Leiden Hin zu Dir, zu ew'gen Freuden. O welch' selig Glück! Du kommst bald zurück. 40. 1. Mein Herr, mein Gott, Du leitest mich Auf diesem schmalen Pfade. Wohin ich gehe, find' ich Dich Und Deine reiche Gnade. Vermehr', was Du gewirkt in mir, Laß mich nur wandeln stets mit Dir, Mein Hort, mein Heil, mein Leben. - 19 2. Du weißt es ja, wie schwach ich bin, Und Du verstehst mein Flehen; Du stärkest mich Dein treuer Sinn Läßt nie mich hülflos stehen. Ja, immer wieder sehe ich, Wie sehr, o Gott, Du liebest mich, puig Mein Schuß, mein Trost, mein Leben. #stiolog 1 41. 1. Wer kann die Sorgfalt nennen, 2. Wir sind Dir anvertrauet Von Jesu, unserm Herrn; Der Glaube stets Dich schauet, Du bist uns nimmer fern; Und wirst uns hier bewahren In dieser argen Welt; Wir werden stets erfahren, Daß Vatertreu' uns hält. Die Du, o Vater, übst? Und wer die Liebe kennen, Womit Du stets uns liebst? Du pflegst uns ohn' Ermüden Und trägst uns ohne Rast; Du schenkst uns Deinen Frieden, Erleichterst jede Laſt. 3. Dein Thun ist stets gesegnet, Selbst wenn es hart uns scheint; Dein Blick voll Trost begegnet Dem, der gebeugt hier weint. O wohl uns, daß wir stehen In Deiner Vaterhut! Wir können freudig gehen, Du machst es immer gut. him. so 42. 1. Jesu, Dir wir Dankeslieder singen; Reichlich strömt für uns die Gnadenflut; Dir wir Preis und Lob und Ehre bringen :: Du, o Jesu, machtest alles gut!:,: 2. Alle unsre Sünden sind vernichtet, Droben spricht für uns Dein kostbar Blut; Ja, der Gnadenthron ist aufgerichtet :: Du, o Jesu, machtest alles gut!:,: 1 2* 20 3. Deine Gnade, Deine Huld wir kennen, Weil das Herz in Deiner Liebe ruht. Kann auch Niemand Deine Fülle nennen :: Du, o Jesu, machtest alles gut!:;: 4. Du gingst hin, die Stätt' uns zu bereiten, Süße Hoffnung stärkt der Pilger Muth; Und Dein Geist wird uns hier treu geleiten :,: Du, o Jesu, machtest alles gut!:,: 5. Dann, wenn schauend wir Dir Ehre bringen, Jeder müde Kämpfer siegreich ruht, side 15 Werden ewig sel'ge Herzen singen: r so :: Du, o Jesu, machtest alles gut!:,: ndo ann fasig# pitando su figöndulf mantenu dilusti 2 43. # 0 1. Nichts, o Jesu, finde ich hienieden, Nichts, was meiner Seele Freude gibt; Doch mein Herz ist glücklich und zufrieden, Da ich weiß, daß ich von Dir geliebt. 2. Du, Herr, gabst für mich Dein theures Leben, Ja, am Kreuze floß Dein Blut für mich. Sollt' ich nicht den Koth der Erde geben, Für des Himmels Kleinod, Jesu, Dich? 3. Was soll auf der Erd' ich noch verlangen, Da ich Deiner Liebe Gegenstand, Da mich Deine Gnade reich umfangen, Und Dein Geist mir bleibt ein sich'res Pfand? 4. Theurer Heiland! Deine Hände tragen Mich zur Ruh' aus stetem Kampfe hier. O, wie sollt' ich trauern noch und zagen, Da ich auf der Reise bin zu Dir? 5. Freudig geh' ich meines Weges weiter, Walle durch die Wüste, Herr, mit Dir; Sel'ge Hoffnung macht mich stark und heiter, Und der Glaube zeigt den Ruhort mir. 2.1. 21 44. 1.:,: Ich sehne mich nach Dir!:,: Mein Heiland, Dich hat Gott erhoben, Du sig'st zu Seiner Rechten droben; Ich aber wandle hier :,: Und sehne mich nach Dir.:,: 2.:,: Ich sehne mich nach Dir!:: Hier auf des Lebens Pilgergange, Sucht Dich mein Blick Ich bin beschweret hier, :: Ich sehne mich nach Dir.: und o bleib' nicht lange! i 4.:: Ich sehne mich nach Dir!:,: biConstr 3.:,: Ich sehne mich nach Dir!:,: Wie sollt' vor Noth und Tod mir grauen? Du führst aus Glauben mich zum Schauen. Dir leb' und sterb' ich hier, sid: Ich sehne mich nach Dir. Du kennest meines Herzens Sehnen, Du siehst und trocknest meine Thränen; Nie bist Du ferne mir lalud :: Ich sehne mich nach Dir.:,: hist 04 45. 1. Jch bete an die Macht der Liebe, Die sich in Jesu offenbart; Ich geb' mich hin dem freien Triebe, Womit ich Wurm geliebet ward. Ich will, anstatt an mich zu denken, Ins Meer der Liebe mich versenken. 2. Wie bist Du mir so zart gewogen, Wie sehnet sich Dein Herz nach mir! Durch Liebe sanft und tief gezogen, Ne sich mein Alles auch zu Dir. Otraute Liebe, Du mein Leben, Hast Dich für mich ganz hingegeben. DUR 223. Ich fühl's, Du bist's, Dich mußt' ich haben, Ich fühl's, ich muß für Dich nur sein. Nicht im Geschöpf, nicht in den Gaben, Mein Ruhort ist in Dir allein.molis Hier ist die Ruh', hier ist Vergnügen, Drum folg' ich Deinen sel'gen Zügen. th nisite dall:: OG S 4. O Jesu, daß Dein Name bliebe Im Grunde tief gedrücket ein! Möcht' Deine süße Jesusliebend un sig In Herz und Sinn gepräget sein! Im Wort, im Wert, in allem Wesen, Sei Jesus und sonst nichts zu lesen. thue @ than thin angst the:: E Supim do 46. do you lol sex and C de mug hidunt 1. Gott, Dein Ruhm sei hoch erhoben, Deine Weisheit, Lieb' und Macht! Nimmer kann ich g'nug Dich loben, Daß Du so an mich gedacht. Meine Sünden sind vergeben, Jesus starb für meine Schuld,- welch' göttlich große Huld! In dem Sohn hab' ich das Leben. Liebe, ach! wie liebst Du mich! Lehr' mich ganz erkennen Dich. 2. Du hast mir den Geist gegeben, Nicht steh' ich verwaiset hier; Darf als Kind den Blick erheben, Gott, mein Vater, stets zu Dir. Du erhörest gern mein Flehen, Stehst in jeder Noth mir bei, Sorgst so väterlich, so treu, Läßt nichts Böses mir geschehen. Liebe, ach! wie liebst Du mich! Lehr' mich ganz erkennen Dich. sig vad 47 1. Ich harr' auf Dich; d m dim dip d Du trägst mich mit Erbarmen, i timol Mit Lieb' und Huld auf treuen Vaterarmen, Du kannst nicht lassen noch versäumen mich. :: Ich harr' auf Dich!:,: and an sind he stad in u Bid bij tontisi S 2. Ich harr' auf Dich, Wenn Noth und Mangel nahen, Wenn Trübsalswellen drohend mich umfahen; Du kannst nicht lassen noch versäumen mich. :,: Ich harr' auf Dich!:: 23 notation Sist 3. Ich harr' auf Dich, Wenn keine Hülf' ich sehe, sp Und mich der Feind verfolgt, wohin ich gehe. Du kannst nicht lassen noch versäumen mich. :: Ich harr' auf Dich!:,: lits sie nod 4. Ich harr' auf Dich, Bis hier mein Lauf vollendet; Ich geh' getrost, bis jeder Kampf beendet. Du kannst nicht lassen noch versäumen mich. :,: Ich harr' auf Dich!: 17 usadas aler 48. 1. Aufgeschaut! Nacht entflieht, der Morgen graut. Kummerthränen, Nachts geweinet, somis 2. Nicht mehr fern Bist Du, heller Morgenstern! Bald wird die Posaune schaln find 10 len Glänzen, wenn der Morgen schei- Deinen gläub'gen Streitern allen, .net, mdf fim bi and 1190 Sie zu rufen aus der Welt, Die sie feindlich hier umstellt. Bist nicht fern, Morgenstern! 1102 1130070 Dann als Freudenperl' im Licht Vor des Heilands Angesicht. Aufgeschaut, Sel'ge Braut! 3. Theurer Herr, Unser Sehnen stets vermehr'! Bis nach furzem Morgengrauen Wir Dein Antlitz droben schauen, Und Dein Anblick unverhüllt Unser Sehnen ewig stillt. Theurer Herr, Dir sei Ehr'! 49. mit yold3 nis 2. Dein Nah'sein mich erfreuet, Daß ich die Müh' nicht acht'; Und wenn der Feind mir dräuet, :,: Beschüßt mich Deine Macht.:,: 1. Durch eine Wüst' ich reise, Durch eine arge Welt, Wo mich zu Deinem Preise, :: Dein starker Arm erhält.:,:. 3. Ich seh' den Kampfpreis winken, 5. So eil' ich Dir entgegen, Bei mühevollem Tritt; Ich werde nie versinken, :,: Eh' sänkst Du selber mit.:,: Dir, meinem treuen Herrn; Bald naht der reichste Segen; :,: Dein Kommen ist nicht fern!:,: 24 4. Mein Herz, von Dir erfüllet, Geht froh den Pilgerpfad; Aus Deinem Herzen quillet :,: Mir Friede, Freud' Gnad'.:,: und 50. 1. O Jesu, wir erheben Dich, Und unsre Herzen freuen sich Der Herrlichkeit, der Majestät, Zu der Dich Gott, Dein Gott, erhöht. 6. Dann wird mein Lauf sich enden, Dann schau' ich droben Dich. O seliges Vollenden! :,: Ich fei're ewiglich.:,: 2. Dein Werk auf Erden ist vollbracht, Zerstört hast Du der Feinde Macht; Dein Blut hat uns mit Gott versöhnt, Und Gott hat Dich mit Ruhm gekrönt. 3. Jest thronst Du in der Herrlichkeit, Stärkst uns in dieser Pilgerzeit, Daß wir den guten Kampf besteh'n, Bis droben wir Dein Antlig seh'n. 31.397 4. Dann wird sich völlig uns're Seel', In Dir erfreu'n, o Lebensquell; Dann jauchzen und lobsingen wir In Ewigkeit, o Jesu, Dir. 1. Herr, lenke uns're Herzen Und unsern ganzen Sinn Auf Deine Angst und Schmerzen Und auf Dein Opfer hin. 2. Du ließest Dich verklagen, Du wardst verhöhnt, verspeit, Verspottet und geschlagen; Du Herr der Herrlichkeit! 51. PARA 3. Du wardst von Gott verlassen, Damit Er bei uns sei; Du mußt'st im Tod erblassen, Damit vom Tod wir frei. 4. Lamm, sei hoch geprieſen! Du trugst die ganze Schuld. Dank Dir! Du hast erwiesen Nur Gnade, Lieb' und Huld. dan 25 52. 1. Lamm Gottes! Du hast selbst getragen Unsern Fluch und unsrer Sünden Last. Welcher Feind darf zu verdammen wagen :: Uns, Dein Volk, das Du erlöset hast?:,: 2. Ja, Dein Werk ist jetzt für uns vollendet; Ewig fest steht unser Heil in Dir. Gottes Zorn ist von uns abgewendet, :,: Gottes Liebe nur genießen wir.:,: 3. Theures Opfer, Du, des Segens Fülle! Trost und Freude strömet stets aus Dir. Sel'ger Friede macht das Herz so stille, :,: Und der Geist ist unser Führer hier.:,: 4. Nicht mehr lange, und Dich werden sehen All' die Deinen dort von Angesicht. Jedes Herz wird dann Dich ganz verstehen, :,: Jeder Mund frohlockend preisen Dich.:,: 53. 3. Die Engel sind erhoben Zum Dienen und zum Loben; Doch Söhne sind sie nicht. Kein Tod hat sie gefettet, Kein hoher Preis gerettet, Kein Arm geführt aus Nacht zum Licht. 1. O lasset uns lobsingen Und Ehr', Anbetung bringen, Dem Vater, der uns liebt! In aller Heil'gen Mitte Erschalle Dank und Bitte Zu Dem, der Allen willig gibt. 2. Wer kann Sein Herz verstehen, Wer Seine Lieb' erhöhen, Wenn nicht Sein eignes Kind? Kein Engel kann erzählen, Wie glücklich unsre Seelen In unsers Vaters Liebe sind. 9412 4. Er wählte Seine Kinder Nur aus der Mitt' der Sünder, Für sie floß Jesu Blut. Den Sohn hat Er gegeben, Mit Ihm das ew'ge Leben, Mit Ihm ein unvergänglich Gut. 5. O laßt uns Ehre geben Dem, der uns wird erheben Zu Seiner Herrlichkeit! Wir werden Jesum sehen, Des Vaters Lieb' verstehen, Lobsingen Ihm mit ew'ger Freud'. 1. Liebe, die für mich gelitten Und am Kreuze für mich starb; Liebe, die für mich gestritten, Fried' und Freude mir erwarb; tesi Liebe, Dir sei Preis und Ruhm, do Hier und dort im Heiligthum! 2. Liebe, die Du Licht und Leben Und mein Weg zum Vater bist; Liebe, die Du mir gegeben, Was zum Heil mir nöthig iſt; Liebe, Dir sei Preis und Ruhm, Hier und dort im Heiligthum! 54. 3. Liebe, die mich schüßt und schirmet, Die so freundlich und so mild Mich bewahrt, wenn Satan stürmet, Die mir reicht des Glaubens dat ist Schild; Liebe, Dir sei Preis und Ruhm, Hier und dort im Heiligthum! Du bist mein, Ich bin Dein 26 Niemand kann uns scheiden. Ich bin Dein, weil Du Dein Leben Und Dein Blut, Mir zu gut, Hast dahingegeben. 55. nado Ispard 1. Herr, mein Hirt, Brunn aller 2. Nimmer kann ich mehr erbeFreuden! ben; 4. Liebe, die mich überkleidet bund entrücket dieser Zeit; Liebe, die mich droben weidet Und mich schmückt mit Herrlichkeit; Liebe, Dir sei Preis und Ruhm, Hier und dort im Heiligthum! Deine Huld Nahm die Schuld, Gab mir ew'ges Leben. Freudig darf ich aufwärts schauen; Hier im Streit, Noth und Leid, Darf auf Dich ich trauen. 3. Du kannst mich ja nicht mehr lassen; Deine Lieb', Die dich trieb, Wird mich stets umfassen. Drum sei Dir auch Preis und Ehre, Theurer Hort! Hier und dort In der Heil'gen Chöre. AP 27 56. fit that dot s 400 - lampanade? 1. Hoffnung unsrer Herzen, 2. Keine Ruhestätte Ist auf dieser Erd' Uns des Suchens werth. Steter Kampf bleibt uns hienieden, puro Nirgend find't die Seele Frieden. Nur im Vaterhaus Ruh'n wir mit Dir aus; Da schweigt alles Sehnen, Fließen keine Thränen. Sei uns nicht mehr fern, Heller Morgenstern! Ach! erscheine unsern Blicken, Laß uns bald entgegenrükfen, Dir, o Gottes Lamm, Unserm Bräutigam! Hoffnung unsrer Herzen, Ende aller Schmerzen! 3. Ja, schon hier auf Erden du od 10 Stärkt uns diese Freud' In dem Pilger- Leid. Droben aber ohne Schmerzen n Freu'n sich völlig unsre Herzen; Nicht getrennet mehr, ia ad en dig Stets bei Dir, o Herr; bild; SON" 1. Wo kein Leid uns drücket, Ew'ge Ruh' erquicket. ding oun sie is sim@.0.8 ist smalt mind 57. Inn 1. Hallelujah, welche Höhen, Welche Tiefen ew'ger Huld! Dich, o Herr, am Kreuz zu sehen, Im Gericht für unsre Schuld. Und Du gingst zum Vater wieder, Führst auch uns bald droben ein; Erstgeborner vieler Brüder! Du bist unser, wir sind Dein. THE int dull G si dall # Atst mi! sis 2. In noch wen'gen Augenblicken, Werden wir Dich kommen seh'n, Wird mit freudigem Entzücken, Dir die Braut entgegen gehn. Sel'ge Hoffnung, süße Wonne! Nacht entflieht, der Morgen graut, Wo Dich, lichte Siegessonne, Unser Aug' verherrlicht schaut. 58. 1. Mit Dir, o Jesu, sind wir schon vereint hienieden; Drum mahnst Du uns, gesinnt zu sein, wie Du es warst, zu tragen Deine Schmach, von Sünd' und Welt geschieden, Anation :: Bis Du Dich völlig offenbarst.:,: 2. Und allezeit bist Du uns nah'- - o welche Freude! Bist in der Wüste hier schon unser Lebensquell. Du führst uns aus und ein, nährst uns auf grüner Weide, :,: Tränkst uns an Wassern rein und hell,:,: 3. Du schenkst uns Trost und Kraft, daß wir hier nicht ermatten, Versäumst uns nie, liebst völlig uns zu jeder Zeit; Haft uns gesammelt unter Deiner Flügel Schatten, :: Wo stets wir ruh'n in Ewigkeit.:,: 1. Tu bist's, der uns so innig liebt, 59. 1975 2. Ja, wahrlich, unser Glück ist groß, Wir sind aus Dir entsprossen! Du machtest uns- welch köstlich Loos! Du Gott voll Huld und Güte; Du bist's, der stets so reichlich gibt, 28 Dein Herz wird niemals müde. Und wie Du liebst, Und wie Du gibſt, Um stets uns zu beglücken, Ist nimmer auszudrücken. Zu Deinen Hausgenossen. Noch pilgern wir Als Fremde hier; Doch kann uns nichts mehr trennen, Weil wir Dich ,, Vater" nennen. 3. Dank für Deine Lieb' und Huld! Dein Name sei gepriesen! O Vater, Dank für die Geduld, Die Du uns stets erwiesen! Bald werden dort Wir immerfort Dir Lob und Ehre bringen Und Deine Huld besingen. 1. Herr, Du hast überwunden Des Feindes Macht und Spott; Wir haben Heil gefunden, Mit uns ist unser Gott. 60. 3. In Deines Grabes Staube Liegt unsre Schuld bedeckt; Und froh bekennt der Glaube, Daß uns kein Feind mehr schreckt. 2. Der Fried' ist uns erstrit- 4. Auch kann uns nichts mehr scheiden Von Deiner Lieb', o Herr; ten, Uns quälet Furcht nicht mehr; Nicht Schmach, noch Kampf, noch LeidenDu haft für uns gelitten Anbetung Dir und Ehr'! O Dir sei Preis und Ehr'! 29 61. da 1. Mein Heiland, welche Huld und Liebe, din 21 Und welch' Erbarmen wohnt in Dir! Wer fasset Deine Hirtentriebe, Womit Du pflegst die Deinen hier, Für welche Du Dein theures Leben Aus freier Liebe hingegeben! 2. Wenn ich ermüde, wenn ich leide, Dann bleibest meine Zuflucht Du; Du führest mich auf grüne Weide Und leitest mich zur ew'gen Ruh'. Und dürst' ich Du bist meine Quelle, Du labst und stärkest meine Seele. 3. Ja, Du bist's, der mich reichlich segnet, Du bist und bleibst mein höchstes Gut; Du bist's, der freundlich mir begegnet, Bei Dir mein Herz stets sicher ruht. Wohin ich gehe, ich Dich finde, nisid Und Deine Lieb' ich nie ergründe. 4. Von dieser Liebe will ich singen, Die mich so reich, so glücklich macht; Anbetung Deiner Treue bringen, Die mich beschüßet Tag und Nacht. O daß sich stets mein Herz erfreue An Deiner Lieb' und Hirtentreue! 10 ng 8 nicht, Gingst selber für sie ins Gericht Und starbst für ihre Sünden. of 2012 5019 adm dind 62. 1. O Lebenswort! wer dankt genug, 2. Kein Mensch dies Wunder fassen kann, Daß Du im Fleisch gekommen, Und nach der Liebe tiefstem Zug bin Kein Engel kann's verstehen. Der Glaube schaut's und betet an, Das Knechtsbild angenommen!! Bewundert, was geschehen. Du schämtest Dich der Sünderid Drum sei Dir unser Lob geweiht, Denn Dir, dem Herrn der Herrlichkeit, Lob, Ehr' und Ruhm gebühret. 2. Dein Werk hast Du vollendet, Du hast's für uns erfüllt, Dein Leiden ist beendet Und unser Herz geſtillt. 63. 1. Du brachst des Todes Banden, Allmächt'ger Heiland Du; Hast uns, die ferne standen, Gebracht zu Deiner Ruh'. 30 1. Liebe ohne Gleichen! Kein Sinn kann je erreichen, Wie Du, o Herr, uns liebst. Vergaßest Deine Schmerzen, Trugst die nur auf dem Herzen, Die Du so unaussprechlich liebst. 3. Jn Dir ist uns gegeben Ein ewig sichres Heil. Du selbst bist unser Leben, Bist unser köstlich Theil. 5. Wer fasset Deine Gnade, Wer Deine Lieb' und Macht! Auf unserm Pilgerpfade Sei Dir stets Dank gebracht! 2. Dein Werk ist jetzt vollendet, Der Fluch ist abgewendet, Und Gnade uns gebracht. Der Schuldbrief ist zerissen, Befreit ist das Gewissen, Die Sünde ist zu nicht' gemacht. 4. Und durch den Geist geleitet, Ist hier Dein Joch nicht schwer; Du hast den Weg bereitet, Gehst selber vor uns her. DI ST 64. 3. Jest pflegest Du die Deinen, Daß trostlos sie nicht weinen, Noch hier verlassen steh'n. Im Geist Du sie begleiteſt, Mit starker Hand sie leitest, Die hier durch Kampf und Leiden geh'n. 12 4. Und Hoffnung, tief im Herzen, Macht stille sie in Schmerzen, Ihr Theil bist, Jesu, Du. Bald enden alle Leiden; Und nie mehr wirst Du scheiden, Wenn sie gebracht zu Deiner Ruh'. 5. O Liebe ohne Gleichen! Kein Sinn kann je erreichen Die Fülle, die Du gibst. Selbst Engel werden stehen Und voll Anbetung ſehen, Wie Du, o Herr, die Deinen liebſt. Jaji 65. fliser in fash 1. Ich preise Dich! Du bist herabgekommen; Du suchtest mich, hast mich dem Tod entnommen. Nur Leben seh' ich seh' ich Jesum Dich. Ich preise Dich! Ich preise Dich! & - 2. Jch preise Dich! Du hast Dich hingegeben; Verlornen weihtest Du Dein theures Leben. Nur Liebe seh' ich- seh' ich Jesum Dich. Ich preise Dich! Ich preise Dich! 3. Ich preise Dich! Du hast Dein Blut vergossen, Für meine Sünden ist's am Kreuz geflossen. Versöhnung seh' ich seh' ich Jesum Dich. Ich preise Dich! Ich preise Dich! 4. Jch preise Dich! Dein Werk ist ganz vollendet, Gerechtigkeit hat mein Gericht beendet. Nur Gnade seh' ich- seh' ich Jesum Dich. Ich preise Dich! Ich preise Dich! 5. Ich preise Dich! Wall' ich auch noch hienieden, Ich wall' mit Dir, genieße Deinen Frieden. Erquicung seh' ich seh' ich Jesum Dich. Ich preise Dich! Ich preise Dich! - 6. Jch preise Dich! Du bist vorangegangen, Ich schau' Dir nach mit sehnlichem Verlangen. Nur Hoffnung seh' ich seh' ich Jesum Dich. Ich preise Dich! Ich preise Dich! 1. Du bist, o Herr, gegangen Schon ein ins Heiligthum, Du hast von Gott empfangen Ein ew'ges Priesterthum. Der Vorhang ist zerrissen, Die Sünd' hinweggethan; Befreit ist das Gewissen, Anbetend wir jetzt nah'n. 7. Ich preise Dich! Bald stillest Du mein Sehnen, Wirst mich mit allen Heil'gen zu Dir nehmen. sel'ge Freude! seh' ich Jesum Dich. Ich preise Dich! Ich preise Dich! 66. 2. Wir nah'n dem Thron mit Freuden Und mit Freimüthigkeit; Von Dir kann uns nichts scheiden In dieser Prüfungszeit. Du hast uns Deine Liebe Ins bange Herz gesenkt, Wenn hier auch nichts uns bliebe, Bist Du uns doch geschenkt. 3. Jezt weilst Du für uns droben, Vertrittst uns allezeit, Bis wir zu Dir erhoben, Zu Deiner Herrlichkeit. biseliges Vollenden! Bei Dir, dem Herrn, zu sein, Wo nie Dein Ruhm wird enden, Wo wir nur Lob Dir weih'n! 67. 3. In der Wüste, wo wir gehen, Ist ein Fußpfad nur zu sehen: Seiner Füße Spur im Sand. Und ich folge, ja ich eile, Daß ich bald die Size theile, Wo Er siegreich Seine Krone fand. 1. Diese Welt ist eine Wüste, Wo ich nichts zu wählen wüßte, Wo ich nichts zu suchen hab'. Habe nichts hier zu betrauern, Zu verlieren, zu bedauern, Brauche nichts als einen Wanderstab. 2. Scharf bezeichnet, klar zu sehen Ist der Weg, den ich zu gehen, Weil mein Jesus ging voran. Ja, so sicher, wie Sein Lieben, Ist Sein Weg, der hier geblieben, Furchtlos schreit ich fort auf Seiner Bahn. 4. Du, mein Jesus in der Höhe, Bist's, auf den ich wartend ſehe, Bis Du kommst entgegen mir; Dem die Heimath Du bereitet, Den Dein Auge hat geleitet Durch die öde, weite Wüste hier. 5. Bis dahin auf allen Tritten, Ist der Pfad, den Du geschritten, Stets mein Trost und meine Freud'. Bin mit Deinem Stab zufrieden, Bis, von diesem Staub geschieden, Ich Dich droben schau' in Herrlichkeit. 68. 1. Weit vorgerückt Ist schon die Nacht der Thränen; Der Morgen naht, er stillt mein heißes Sehnen, Wo, Herr, mein Auge Dich erblickt. 2.O sel'ge Stund', Voll Wonne und Entzücken, Wenn Deine Braut Dir wird entgegen rücken! , Er ist's!" frohlockt dann jeder Mund. " 1 33- 3. Wo ist die Nacht? Wo sind die Kummerthränen, O Jesu, dann, wenn Du gestillt mein Sehnen, Und ich Dich schau' in Himmelspracht? 4. Ja, dann ist fern, Was hier mich je beschweret; Ich hab' genug Hab' Dich, o Jeju, meinen Herrn. hab', was mein Herz gegehret, 5. In Deiner Näh' Genieß ich Wonn' und Frieden; Nie wird mein Mund in Deinem Lob ermüden. O Jesu, daß ich heut' Dich jäh'! 69. 1. O Jesu, theures Gotteslamm! Du wurdest an des Kreuzes Stamm Für unsre Sünd' geschlachtet. Für uns gingst Du in Noth und Tod, 1. Gott, mein treuer Leiter, Deine Macht reicht weiter, Als die Macht der Welt. Du willst selbst mich schüßen, Darf auf Dich mich stüßen, Du opfertest Dich völlig Gott, Für uns wardst Du verachtet. Jetzt kann uns nichts verdammen mehr, O Jesu, Dir sei Dank und Ehr'! 2. Dein glücklich Volk, o Herr, erscheint, An Deinem Tische hier vereint, Von Deiner Lieb geladen. Durch diesen Kelch und dieses Brod Verkünden, Herr, wir Deinen Tod Du starker Held! Steh' mir bei, erhalt' mich treu, Laß mich trauen Deinem Walten, Fest an Dir mich halten. Und Deine reichen Gnaden. Nichts drücket das Gewissen mehr, O Jesu, Dir sei Dank und Ehr'! 70. 2. Ich bin auf der Reiſe Scheinbar eine Waise, Müd' und unterdrückt. Doch in allen Stunden Wird in Dir gefunden Ruh', die mich erquickt. Ungekannt, in fremdem Land, Walle ich hier abgeschieden, Herr, in Deinem Frieden. 3 1970s 34 3. Seh' ich alles scheiden, sid ' Geht's durch Kampf und Leiden, a Du erquickest mich. Ich bin ganz zufrieden, i hi dall Habe g'nug hienieden, Habe ich nur Dich. od of Ruhig, still, in Deinen Will' Allezeit mich zu ergeben, Bleibe hier mein Leben. 71. 1. Herr, Du bist vorangegangen, Unsre Stätte ist bereit; i oik Kommst zurück, uns zu empfangen Und zu enden alles Leid. Eh' noch die Gerichte toben, Werden wir zu Dir erhoben, Eh' der Tag des Zorns erscheint, Hast Du uns mit Dir vereint. 2. Stärk' uns' jeßt auf Deinem Pfade, Daß wir treu Dir folgen nach, Nicht versäumen Deine GnadeHalt uns nüchtern, halt uns wach, Bis zu jenem neuen Morgen, Wo die Güter, jetzt verborgen, Unsre Herzen stets erfreu'n, Und wir ew'ges Lob Dir weih'n. 72. 1. Du führtest uns ins Heiligthum, Nicht sind wir mehr geschieden, Wir singen Deines Namens Ruhm Und beten an in Frieden. Liebesglut! Du gabst Dein Blut; Von Sünd' sind wir gereinigt Und sind mit Dir vereinigt. pdum 35 2. Nichts trennt uns mehr; des Vaters Herz Ist uns in Dir geschenket; och nu i Das Herz, das stets in Leid und Schmerz So liebend an uns denket. sig s Es hebt und trägt, 18#frie Es sorgt und pflegt, Es segnet ohn' Ermüden, Versäumet Kein's hienieden. 3. Wie unaussprechlich ist die Gnad', Wie reich die Segensfülle, 10 mio. 8 Die stets erhellet unsern Pfadfind just Und macht das Herz so stille. gib, daß wir Im Glauben hier s Auf Dich, o Jesu, seheng Und Deine Lieb' verstehen.' un pro a immo 73. 1. Ach, bleib' mit Deiner Gnade Bei uns, Herr Jesu Christ, Daß uns hinfort nicht schade Des bösen Feindes List. 1901 mar 082 2. Ach, bleib' mit Deinem Worte Bei uns, Erlöser werth, Daß uns in diesem Horte Sei Trost und Heil bescheert. TEMICAS 3. Ach, bleib' mit Deiner Klarheit Bei uns, Du werthes Licht, Umgürt' uns mit der Wahrheit, Damit wir irren nicht. 4. Ach, bleib' mit Deinem Segen Bei uns, Du reicher Herr, Dein Gnad' und Allvermögen In uns reichlich vermehr'. 5. Ach, bleib' mit Deinem Schuße Bei uns, Du starker Held, Daß uns der Feind nicht trupe, Noch fäll' die böse Welt. 6. Ach, bleib' mit Deiner Treue Bei uns, Du Herr und Gott; Beständigkeit verleihe, Hilf uns aus aller Noth. 74. 1. Herr, Dir bringen Lob und Dank und Ehre, or tra Wir, Dein theures Eigenthum; Stimmen ein ins Lob der Himmelschöre, Zu erhöhen Deinen Ruhm. Durch Dein Blut hast Du uns Gott erkaufet, Durch den Geist zu einem Leib getaufet, Deinen Frieden uns geschenkt, Deine Lieb' ins Herz gesenkt. 3* 36 2. Du, der Erstgeborne vieler Brüder, Bist uns schon voran geeilt; Ziehst als Haupt Dir nach all' Deine Glieder, Kehrest wieder unverweilt. Bald wirst Du zu unsrer Freud' erscheinen, Wirst uns alle dort mit Dir vereinen. Wo wir, frei von Kampf und Leid, Ruh'n in Deiner Herrlichkeit. Sall 3. ,, Komm, o fomm, Herr Jesu, bleib' nicht lange!" Ruft der Geist und Deine Braut; Stille bald das sehnliche Verlangen, Dieses Fleh'n, so brünstig laut. and dig a Laß uns bald zu Deiner Rechten stehen Und in Deiner Herrlichkeit Dich sehen, ju Ewig schau'n Dein Angesicht; suis all Komm, o Jesu, säume nicht! 1. O wie unaussprechlich selig Werden wir im Himmel sein! Wo die Deinen unaufhörlich Sich mit Dir, o Jesu, freu'n. 75. 3. Jedes Auge wird Dich kennen, Wird Dich sehen, wie Du bist; Jedes Herz in Liebe brennen, Dort, wo alles Liebe ist. 2. Ewig fern sind alle Leiden, Wenn wir dort verherrlicht steh'n. Unser Herz frohlockt mit Freuden, Wenn wir Dich, o Jesu, seh'n. 1. Ich walle in der Fremde, Von Menschen ungekannt; Doch leiten Deine Hände Mich treu zum Vaterland.. Bei jedem sauern Schritte, Gewahrt mein Glaube Dich; Ich find' hier Deine Tritte, Die Du einst thatst für mich. 4. Dann wird Deiner Heil'gen Menge Ein Herz, eine, Seele sein; Preis und Dank und Lobgesänge Werden sie Dir ewig weih'n. 76. 2. Geh' ich auf harten Wegen, Auf mühevollem Pfad, Ich eile Dir entgegen, Mich leitet Deine Gnad'. Will mich der Lauf ermüden, Und find' ich nirgend Ruh', Ist doch mein Herz in Frieden; Denn meine Ruh' bist Du. 37 3. Und wenn ich schwach mich finde, Gering vor Satans List, Ich dennoch überwinde, Weil Du zur Seit' mir bist. Bist Speis' und Trank auf Erden, Wo Brod und Quelle fehlt; Wie könnt ich zaghaft werden, Hast selbst mein Haar gezählt. 77. 1. Herr Jesu Christ, mein Leben, 3. Auch jetzt sei Dir mein Leben Und alles hingegeben, Du hast Dich selbst gegeben Für mich zum Opfer dar. Dein Blut hat mich gereinigt, Ich bin mit Dir vereinigt, Mit Dir, o Herr, auf immerdar. Was ich hier hab' und bin. Du hast mich ganz erworben, Da Du für mich gestorben; Drum nimm mich ganz zum Opfer hin. 2. Mein Hoffen ist lebendig Und bleibet hier beständig Auf Dich, o Herr, gericht't. Bald werde ich Dich droben Mit tausend Freuden loben, Wenn ich werd' schau'n Dein Angesicht! 4. Ich will an nichts mehr denken, Ich will mich auch nicht fränken Um das, was fünftig ist; Ich will von Deinen Händen Mich lassen dreh'n und wenden; Genug, daß Du mein Alles biſt. 78. 1. Auf dem Lamm ruht meine Seele, Betet voll Bewund'rung an. Alle, alle meine Sünden Hat Sein Blut hinweggethan. 2. Sel'ger Ruh'ort!- Süßer Friede Füllet meine Seele jetzt. Da, wo Gott mit Wonne ruhet, Bin auch ich in Ruh' gesetzt. 3. Ruhe fand hier mein Gewissen, Denn Sein Blut o reicher Quell! Hat von allen meinen Sünden Mich gewaschen rein und hell. - AND olm 30 4. Und mit süßer Ruh' im Herzen Geh' ich hier durch Kampf und Leid; Ew'ge Ruhe find' ich droben In des Lammes Herrlichkeit. Jury day Mine 5. Dort wird Ihn mein Auge sehen, Dessen Lieb' mich hier erquickt, Dessen Treue mich geleitet, Dessen Gnad' mich reich beglückt. 6. Dort besingt des Lammes Liebe Seine theu'r erkaufte Schar, Bringt in Zions sel'ger Ruhe i bir fod# 3 ajird of 19. Ihm ein ew'ges Loblied dar. iG 140# 3 jug bim s him tod til mis inesit tim nid of 0 0 312 12 ne ne 79. 1. Himmels- Heimat über Sternen droben, Ziel der Sehnsucht hier in Mesechs Land; Ruhplaß Derer, die bald aufgehoben, :,: Himmelsstadt, dem Glauben wohl bekannt. 2.0 Jerusalem! zu deinen Thoren Ziehen bald im Sieg'sgepränge ein Müde Pilger, die aus Gott geboren, dnstunt 11508 :,: Um sich deiner Ruhe zu erfreu'n.: thi mos 3. Auch ich wend' im Glauben meine Blicke Oft zu deinen Perlenthoren hin, Und mein Herz t.dll bie jul! es sehnt sich nicht zurücke, :,: Möchte gern der Erde ganz entflieh'n.:,: 4. Möchte gern auf ewig droben leben, Mit der auserwählten sel'gen Schar, he Ewig meines Heilands Ruhm erheben :,: Und mich Seiner freuen immerdar.:,: 5. Nicht zur Stadt mit ihren goldnen Gassen, Geht des Herzens tiefste Sehnsucht hin; Ewig möchte Ihn ich nur umfassen, :,: Dessen theures Eigenthum ich bin.:,: 6. mein Jesus! stille bald das Sehnen Deiner Heil'gen, noch im Pilgerkleid; Trock'ne bald des Heimweh's heiße Thränen, : Hol' sie heim in Deine Herrlichkeit!:,: 80. 1. Vater! Du, der Liebe Fülle, Bleibest immer treu und gut. Selig ist das Herz und stille, Wenn's in Deiner Liebe ruht. Du gabst hin für unsre Schuld Deinen Sohn o welche Huld! Solltest Du den Sohn uns schenken, Und nicht liebend an uns denken? - 2. Ja, Du sorgest ohn' Ermüden Für uns alle, Tag und Nacht; Nie sind wir verwaist hienieden, Vatertreu' uns stets bewacht. Deiner Liebe ist allein Giradim Nichts zu groß und nichts zu klein. Wo wir gehen, wo wir stehen, Läßt Du Deine Lieb' uns sehen. 3. Du erquickst und stärkst die Müden, Machst getrost der Schwachen Herz, Leitest sie in Deinem Frieden, Leitest sie durch Kampf und Schmerz. Dank, Vater, Dank sei Dir, Preis, Anbetung für und für! O welch' Vorrecht, Dich zu loben, Dich zu preisen hier und droben! FTER 81. 1083 1. Ich gehe heim! Bin Fremdling nur hienieden, Ich find' nicht Heimat hier, noch sind' ich Frieden; In dieser Welt kann nichts mein Herz erfreu'n. :: Ich gehe heim!:,: 2. Ich gehe heim! Von Jesu stets begleitet, Auf mühevollem Pfad Er sanft mich leitet, Bis ich verklärt in heil'ger Schar Ihn preis. :: Ich gehe heim!:: 3. Ich gehe heim! Ermüdend ist die Wüste; Doch land' ich bald an jener Himmelsküste, Wo Jesus wohnt, wo meine Heimat ist. :,: Ich gehe heim!:,: 4. Ich gehe heim! Bald ist der Preis erstritten; Getrost! Getrost! Die Wüst' ist bald durchschritten; Das Heimweh wächst, und der Geliebte naht. :: Ich gehe heim!:,: 5. Ich gehe heim! Wie süß sind diese Klänge! Osel'ge Heimat, wo der Brüder Menge Ich find' und nimmer wieder scheiden seh'! :,: Ich gehe heim!:,: 6. Ich gehe heim! Dort in der Heil'gen Mitte Seh' ich das Lamm; und folgend Seinem Tritte, Verkünd' ich laut, was Er an mir gethan. :: Ich gehe heim!:,: hitross C 82. 1. Jesu, Quelle unsrer Freuden, Unser Trost in allem Leid! Der Du selber gingst durch Leiden Ein zu Deiner Herrlichkeit. Hier von unserm Pilgerlauf Schauen wir zu Dir hinauf; Steh' uns bei, Halt' uns treu, :,: Stärke uns im Glaubensstreit.:: 2. Du, das Haupt all' Deiner Glieder, Bist zum Segnen stets bereit;. Huldreich blickst Du auf uns nieder Dort aus Deiner Herrlichkeit; Sendest Trost ins bange Herz Bei Verfolgung, Kampf und Schmerz. Jeden Schlag, Spott und Schmach :: Fühlst Du als Dein eignes Leid.:,: 83. A 2. Ja, Dich loben unsre Seelen, Gott der Macht und Liebe Du; Wer kann Deinen Ruhm erzählen, Wer ist reich, o Herr, wie Du? Lieb' und Güte, Gnad' und Stärke Sind zu segnen uns vereint, Leiten uns in jedem Werke, Bis der Morgenstern erscheint. 1. Unsre Lieder aufwärts dringen Zu Dir, Gott der Liebe, hin. Deine Güte zu besingen, Ist nur Freude, nur Gewinn. Deine Gnade machte offen Uns den Weg zur Herrlichkeit. Dorthin dringet unser Hoffen, Dort liegt unser Theil bereit. CADAS 3. Du hast Jesum uns gegeben. Mit Ihm alle Herrlichkeit, Und Er selbst wird uns erheben Zu des Himmels ew'ger Freud'. Dann, wenn aller Herzen brennen In dem Schauen Seiner Pracht, Werden völlig wir erkennen Deine Liebe, Gnad' und Macht. 84. 1. Du bist des Herzens wahre Freude, Der Seele reinstes Lebenslicht, Bist, Herr, auch meine Lust und Weide, Mein Trost und meine Zuversicht. Denn alles, was das Herz erquickt, Wird, Jesu, nur in Dir erblickt. 2. Du bist mir wunderbar gewogen, Und bleibest es in Ewigkeit; Du hast mich herrlich angezogen Mit Deinem Schmuck und Ehrenkleid. Du nährest mich mit Himmelsbrod, Du tröstest mich in jeder Noth. Me Am 3. Dein treues Herz kann mich nicht lassen, Dein starker Arm bewahret mich; Stets wird mich Deine Lieb' umfaſsen, Ich stüße mich, o Herr, auf Dich. So lang' ich wall' im Fremdlingsort, Bleibst Du mein Stab, mein Fels, mein Hort. 200 4. Wir bleiben ewig ungeschieden, Es trennet uns kein Kreuz, kein Tod; mit Bald führst Du aus dem Kampf hienieden Mich hin zu Dir aus aller Noth. Dann werd' ich, was mein Glaube fand, Erkennen, wie ich bin erkannt. nesi stime dundon thirad& 85. tuisthis si 1. Dein Erlösungswerk auf Er- 2. Alle Namen Deiner Frommen Trägst Du jetzt auf Deiner Brust; Alle, die zu Dir gekommen, Pflegest Du mit Lieb' und od ng Luft. Du vertrittst, die an Dich glaute med n ben, Drum wird niemand sie Dir si suis rauben, Und beim Vater richtet'st Du Ihnen eine Wohnung zu. den, and Hast, o Jesu, Du vollbracht; Was vollendet sollte werden, die Das vollführtest Du mit Macht. Du bist selbst für uns gestorben, Hast uns ew'ges Heil erworben, denn Und Dein siegreich Aufersteh'n Läßt uns als Befreite geh'n. 3. Drum, Herr Jesu, Dir gebühret Dant, Anbetung, Preis und Ruhm; Hast uns siegreich ausgeführet, Aus der Welt ins Heiligthum, Wo Dein Volk anbetend dienet, Dessen Schuld Dein Blut gesühnet; Dessen Dienst, durch Dich geweiht, Gott zur Ehr' und Herrlichkeit. 1.0 Vater, reich gesegnet Bin ich hienieden schon, Weil Du mir bist begegnet In dem geliebten Sohn. Er ist die höchste Gabe, Nichts Höh'res hattest Du; Und weil ich Ihn jetzt habe, Hat meine Seele Ruh'. 86. HO intra # 2 2. Ich weiß, daß Du mich liebeſt Und väterlich mich pflegst, Daß Du mir alles gibest, Mich stets mit Langmuth trägst. Wohin ich mich mag wenden, Folgt Deine Liebe mir; Ich ruh' in guten Händen, Es trennt mich nichts von Dir. 43 3. Wie könnt' ich ängstlich sorgen, Da Du mein Vater bist! Du bist es heut' und morgen, Dein Herz mich nie vergißt. Du wirst mich nie beschämen, Weil Du mich innig liebst; Ich werde reichlich nehmen, Was gut ist, Du mir gibst. 4. Du sorgst für alle Dinge So weise, treu und gut; Nichts ist Dir zu geringe, Drum mein Herz sorglos ruht. Es ruht in Deiner Liebe So selig und so frei; Und wenn mir nichts mehr bliebe, Dein Vaterherz bleibt treu. gadsi 87. dan jaman m 1. ,, Jesus- Nam'!" Wer kann ergründen Deine Tiefe, Deine Höh'! Wer die Gnad' und Lieb' verkünden, Deren End' ich nirgend seh'! Unausforschlich bleibet hier Deines Namens Fülle mir. S 2. Jesus- Name!" Ew'ge Quelle Alles Heils und aller Macht, Bist der Ruh'ort meiner Seele, Bist mein Licht in dunkler Nacht. Deine Liebe, Treu und Gnad' Leiten mich auf ödem Pfad. = 3. ,, Jesus- Nam'!" In Dir geborgen Geh' ich durch die Wüste hier! Wand'le frei von Angst und Sorgen, Da selbst Satan weicht vor Dir. Bleibt mein Aug' auf Dich gericht't, Wanke und verzag' ich nicht. is DOD 4. ,, Jesus Name!" Kraft der Schwachen, Ruh' der Müden, Trost im Schmerz; Bist im Sturm ein sichrer Nachen, Heilung für ein wundes Herz, Manna, das die Seele nährt, Zuflucht, wenn Versuchung währt. 5. ,, Jesus- Name!" Seelenweide, Hoffnung, die das Herz erquickt; Morgenstern, der allem Leide, Allem Elend mich entrückt. Droben werd' ich ganz versteh'n, Was ich glaubend hier geseh'n. 6. Jesus- Name!" Lebenssonne! Du des Vaters ew'ge Freud'; Bist auch meine Lust und Wonne, Jezt und bis in Ewigkeit. Deine Strahlen voll und frei Machen auch die Schöpfung neu. 88. 1. Bereit', o Jesu, unsre Herzen Durch Deinen Geist der Liebe zu, Daß unverweilt durch Kampf und Schmerzen Wir eilen hin zu Deiner Ruh'. Nur Liebe nähret das Verlangen Nach Deiner Ankunft sel'gen Freud'; O eile Du, uns zu empfangen, Dein Kommen endet alles Leid! 2. Welch' glücklich Loos, daß wir Dich schauen In Deines Vaters Herrlichkeit, Mit Dir auf jenen Friedensauen Für immer ruh'n von allem Streit! Ja, selig sind, die Dir anhangen Und warten Dein in dieser Zeit; O eile Du, uns zu empfangen, Dein Kommen endet alles Leid! rufen, Herr, die Deinen Und ende unsern Pilgerlauf! 3. Ja, eile Wie glücklich macht uns Dein Erscheinen, O führ' uns bald zu Dir hinauf! Ja komm und stille das Verlangen, Erfülle unsre Seligkeit! Oeile Du, uns zu empfangen, Dein Kommen endet alles Leid! haig 89. 1. Wer findet Worte, Dir zu danken? O Bater, Deine Lieb' ist groß! Ist unaussprechlich, ohne Schranken: Du gabst den Sohn aus Deinem Schoß. Du gabst Ihn hin, den Eingebornen, Du sandtest Ihn zu uns herab; Für Deine Feinde, die Verlornen, Gabst Du Ihn hin in Tod und Grab. da 40 2.O wohl uns, daß Du voll Erbarmen, Daß Du, o Gott, die Liebe biſt, Daß wir in treuen Vaterarmen So sicher ruh'n durch Jesum Christ! In Ihm gabst Du uns Heil und Leben, Ja, alles o wer liebt so sehr! Ein Gott, der Seinen Sohn gegeben, Ein solcher Gott versagt nichts mehr. 90. 1. Dein Tisch, o Herr, gibt uns die Zeichen Deiner Liebe; Gestillt ist Gottes Zorn, versöhnt sind ewig wir. Nicht bange Furcht macht jetzt noch unsre Freude trübe; :,: Wir sehen nichts als Liebe hier.:,: 2. Dies Brod und dieser Kelch sie rühmen Deine Gnade, Verkünden Deinen Tod und Deine Wiederkehr; Sie rufen stets uns zu auf unserm Pilgerpfade: :,: Getrost, die Sünden sind nicht mehr!:,: - 3. Zerrissen ist der Vorhang und der Himmel offen, Das Leben und die Herrlichkeit sind unser Loos. Der Fluch, den wir verdient, hat Dich für uns getroffen; :,: O Gottes Lamm, Dein' Lieb' ist groß!:,: 4. Dein Werk ist jetzt vollbracht! Du hast Dein Blut getragen Ins inn're Heiligthum, wo Du jeßt für uns bist; Wo Du uns immerdar vertrittst in allen Lagen, :,: Bis jedes Glied verherrlicht ist.:,: 91. 1. Wo ist unsre Sünd' geblieben? 2. Kann der Kläger noch bestehen, Da zur Rechten Gottes jetzt Christus starb an unsrer Statt. Unsern Freibrief, längst geschrieben, Christi Blut versiegelt hat. Ganz gereinigt, Er des Menschen Sohn muß sehen, Auf den Thron von Gott geseßt? Alle Klagen, Ihm vereinigt, Der zur Rechten Gottes ist; Der den Weg zum Heiligthum Uns geweiht zu Seinem Ruhm. Abgeschlagen, Sind dort außer Kraft gesetzt. Vor dem Lamm auf Gottes Thron Geht der Kläger stumm davon. 46 3. Er wird auch in Gnaden leiten Seine theu'r erkaufte Schar; 2 Ja, an Seiner Hand wir schreiten, Ohne Zagen und Gefahr, ishi o Durch die Fremde Bis ans Ende Seiner heil'gen Wohnung zu; Wo das Herz nichts mehr begehrt, Jeder Mund Ihn preist und ehrt. 100 92.ablik nie. of sotto i mis1. Gottes Lamm! Für Sünder hingeschlachtet. Die Erde, die Du schufst, ach! sie trug Dein Kreuz. Wer führte Dich herab, In Armuth, Elend, Tod und Grab? Wir, Herr, die Dir gegeben Dein Gott, mit Dir zu leben, Mit Dir zu thronen ewiglich. :,: O Herr, wir preisen Dich.:,: modities off aftur 12 sid ost msds and 2. Gottes Lamm, Du Quelle aller Freuden! Bist unser, wir sind Dein jetzt und ewiglich. Hast theuer uns erkauft undi Und uns mit Deinem Geist getauft. Die Liebe zog Dich nieder; Sie zieht zu Dir uns wieder. Was wär' der Himmel ohne Dich :,: Und alle Herrlichkeit?:,: Sein Herz und Seinen Himmel füllt. Wir seufzen Dir entgegen Auf fremden Erdenwegen, Bis unser Lob Dir voll ertönt, :: O Lamm! das uns versöhnt.:: 2011 C 3. Komm, Jesu, komm! Wir sehnen uns, zu schauen publ Dein Antlig, theurer Herr, der uns Gott erkauft, Und der des Vaters Bild 47 93. 1. Sollt' ich Dir, o Gott, nicht singen, 2. Für mich, ehemals Verlornen, Sollt' ich Dir nicht dankbar sein? Kann ich doch in allen Dingen Deiner Liebe mich erfreu'n. Liebe ist es, nichts als Liebe, Was Dein treues Herz bewegt; Liebe, die mich pflegt und trägt In dem Dienst, den ich hier übe. Der ich todt in Sünden war, Gabst Du Deinen Eingebornen, Gabst Tu Jesum Christum dar. Wer kann, was Du thust, ergründen, Unergründlich für und für, Bleibet Deine Liebe mir. Auf der ganzen Erde, wer? Wer aus Deiner Engel Heer, Kann es, wie Du liebst, empfinden? Unergründlich für und für, Bleibet Deine Liebe mir. 3. Teine Füll' an Lieb' und Gnade Mißt fein menschlich Denken aus; Auf dem ganzen Pilgerpfade Gehst Du segnend mir voraus. Wollest mir auch dieses schenken: Dir mein ganzes Herz zu weih'n, Deiner Liebe mich zu freu'n, Teines Ruhmes zu gedenken; Bis ich Dich nach dieser Zeit d Lieb' und lob' in Ewigkeit. 94. 1. Lob, Ehre, Preis und Dank sei Dir, Jesu, unser Leben! Preiswürdig bist Du für und für; Wer kann Dich g'nug erheben! Du bist des Allerhöchsten Sohn, Und bist auf Deines Vaters Thron Mit Ehr' und Ruhm gekrönet. Durch Dich ist jede Kreatur, Für Dich sind alle Dinge nur; Du bist's, der sie versöhnet. 2. Und Du, o Herr, bist uns zu gut In diese Welt gekommen; Du hast freiwillig Fleisch und Blut Für Sünder angenommen. Zum Opfer brachtest Du Dich dar: 48 Zu retten, was verloren war, Wardst Du ein Fluch hienieden. O Liebe, die nichts Gleiches hat! Du selbst trugst unsre Missethat, Erwarbst uns Deinen Frieden. 3. Drum Ehre, Preis und Dank ſei Dir, O Jesu, unser Leben! Preiswürdig bist Du für und für; Wer kann Dich g'nug erheben! Du bist der Quell, der ewig quillt, Die Fülle, die das Herz nur stillt, Du bist die Lebenssonne. Bald wirst Du uns zu Dir erhöh'n; Dann wird Dich unser Auge seh'n, Zu ew'ger Freud' und Wonne. 95. 1. Jch rühm' Dich, Herr, allein! Denn alles, was des Rühmens werth, Sowohl im Himmel als auf Erd', Kann ja von Dir nur sein. Du bist mein Schild im Streit, Mein Ruhm, mein Schuß und meine Kraft; Du bist's, der alles in mir schafft; Du bist mein Trost im Leid. 2. Es wohnt in mir Dein Geist; Er leitet durch die Wüste mich, Vertritt mich allzeit kräftiglich; Ich bin hier nicht verwaist. Nicht auszusprechen ist Sein Seufzen für mich hier im Leid; Doch Du verstehst es allezeit, Du, der Du Liebe bist. 200 3. Und wenn es um mich stürmt, So ist mein Schuß Dein Hirtenstab; Du wendest alle Feinde ab; Du bist's, der stets mich schirmt. Und sollt' ich alles hier Verlieren, guter Herr, für Dich, Es wär' ja kein Verlust für mich; Ich hab' genug an Dir. 4. Und Du bist stets mein Theil, Von Dir trennt mich hier keine Noth, Nicht Trübsal, Angst, Verfolgung, Tod; duits Du bist, Du bleibst mein Heil. Du läsfest nimmer mich; RE modiod 090 49 Getrost bin ich im fremden Land, Es reißt mich nichts aus Deiner Hand; Ich traue, Herr, auf Dich. 96. 1. Still', o Jesu, das Verlangen; Alles seufzt und sehnet sich. Glieder, die Dir treu anhangen, Warten sehnsuchtsvoll auf Dich. Eine Freude sie nur kennen, Eine Hoffnung sie nur nennen: :: Jesu, daß sie schauen Dich.:;: Renovien 2. Fremd und ungekannt hienieden, Finden nirgend Ruhe sie; Bliebest Du, o Herr, geschieden, Dann frohlockten nimmer sie. In der Welt, wo Satan thronet, Eitelkeit und Sünde wohnet, :: Ruhen Deine Glieder nie.:,: 3. Sieht man sich, man trennt sich wieder, Und kein Auge sieht jetzt Dich; In die Lob- und Dankeslieder Mischt der Schmerz der Trennung sich. Hier auf dieser armen Erde Gibt's nur Mühe, nur Beschwerde; :: Nirgend zeigt die Heimat sich.:;: 4. Doch Du kommst welch' frohe Kunde! Unser Auge wird dich seh'n; Ja, Du kommst o fel'ge Stunde! Wo wir nie getrennt mehr steh'n; Wo der Heil'gen Harfenklänge, Lob- und Preis- und Dankgesänge :: Ewig Deinen Ruhm erhöh'n.:;: - - 4 M 1. Du, o Herr, bist unser Leben, Unser Heil bist Du allein. Dich und Deine Lieb' erheben, Kann nur Freude für uns sein. Uns zu gut bist Du gestorben, Hast uns ganz für Dich erworben; :,: Deine Liebe läßt uns nie.:,: 97. 2. Wie viel Schmerz hast Du erduldet, Wie viel Thränen Du geweint! Alles das, was wir verschuldet, Lag auf Dir, o Herr, vereint. Durch Dein Blut sind wir verjöhnet, Werden dort mit Dir gekrönet; :: Deine Liebe endet nie.:,: 3. Ja Dein Lieben, ohn' Ermüden, Brachte unsern Seelen Ruh', Daß wir jetzt in Deinem Frieden Wallen Deiner Wohnung zu. Deine Freude ist, zu segnen, Freundlich allen zu begegnen; :,: Deine Liebe ruhet nie.:: 4. Gehen wir durch Kampf und Leiden, Deine Liebe hält uns fest; Sehen wir hier alles scheiden, Deine Lieb' uns nie verläßt. Auch die Trübsal wird verschwinden, Jeder Kampf sein Ende finden; :,: Deine Liebe schwindet nie.:;; 98. 1. Wo nichts ich seh' als eine Wüste, Ein ödes Land, wo Dürre wohnt; Ein Meer von Sand, wo keine Küste, Nicht Frucht, noch Quell den Pilger lohnt, Will Gott aus frischem Quell mich laben Mit Lebenswasser hell und klar; Aus Fluten, die kein Ende haben, Reicht Er mir stets Erquickung dar. 2. Gott selbst will mir den Weg bezeichnen, Sein Licht umstrahlt die Schritte mir. Er kann sich selber nicht verleugnen, Ich geh' mit Ihm Er geht mit mir. Sein reicher Segen fließt verborgen, Und nimmer geh' ich färglich aus; Er leitet mich zu ew'gem Morgen, Er führt mich heim ins Vaterhaus. 51 3. Zu Kana'ns heißersehnter Wohnung Führt Gottes Liebe meinen Fuß, Dort zu der sicheren Belohnung, Wo auf Entbehrung folgt Genuß; 56 Wo im Triumphgesang von allen, Die einst getragen Christi Schmach, In Zion heil'ge Lieder schallen, Von Kummer fern und Weh' und Ach. 4. Dort in den Höfen voller Segen, Wo aus der Fremd' ich kehre ein, Kommt mir kein fremder Gott entgegen, Denn Er ist Gott und Vater mein. Die Liebe, die mich dort begrüßet, Die mich umgibt mit Herrlichkeit, Hat mir die Wüste schon versüßet, Hat mich erquickt in dieser Zeit. 99. 1. Was sichtbar, zeitlich ist auf Erden, Verkündet laut Verwesung nur; Drum sehnt sich alles, frei zu werden, Und ängstlich harrt die Kreatur. Wir seufzen mit, flehn voll Verlangen: Komm', Herr, und mach' uns völlig frei; Schon haben wir den Geist empfangen, Komm, mache unsern Leib auch neu. 2.0 Jesu Du, Du hast das Leben Und Unvergänglichkeit gebracht, Wirst auch den Leib vom Staub erheben Durch Deine Auferstehungsmacht. Dann sind wir frei von dieser Hütte, Dann werden wir Dein Antlig sehn Und werden Du in unsrer Mitte Vor unserm Gott verherrlicht stehn. 3. Nur diese Hoffnung kann uns geben Erquichung, Muth und süße Freud', Daß wir all'zeit den Blick erheben Zu Dir, dem Herrn der Herrlichkeit. Und ob wir noch im Leibe wallen, Sind wir im Geist doch nah' bei Dir; Du leitest uns mit Wohlgefallen, In Deiner Liebe ruhen wir. - dug 4* 52 100. 1.0 welch' ein Heiland, Herr, bist Du! Der Sünder findet süße Ruh', Die niemand kann ergründen. Ein Abgrund der Barmherzigkeit, Verschlingt ein Meer voll Herzeleid; Du starbst für unsre Sünden. Ja Du, Jesu, 251106 309 Haft Dein Leben hingegeben, um von Sünden Uns auf ewig zu entbinden. 2. Holdsel'ger, treuer Friedefürst, Wie hat Dich nach dem Heil gedürft't, Dem Heil verlorner Sünder! * 43 Es floß Dein Blut am Kreuzesstamm, Es floß für uns, o Gotteslamm; Nun sind wir Gottes Kinder. Freude! Freude! un filltiss Durch Dein Sterben, sind wir Erben. Dort am Throne Gibst Du uns die Siegeskrone. 3. Herr, unsere Gerechtigkeit, Wie hoch wird dessen Geist erfreut, Der Dich im Glauben fennet! Du hast Dein großes Werk vollbracht, Haft alle Furcht zu nicht' gemacht, Von Gott uns nichts mehr trennet. Laß uns ewig, Himmelssonne, Seelenwonne, Dich genießen, Und in Deinem Lob zerfließen. 101. 1.0 Glück unaussprechlich! Gott zürnet nicht mehr; Den feindlichen Sünder begnadigte Er. All' unsre Sünd' Ist längst gesühnt, Der Kerker gefettet, Der Tod ist getödtet; In Jesu ward Heil uns und Leben. 53 2. Am Throne der Gnade Begegnet uns, Jesu, Dein huldreicher Blick. Du Menschensohn Auf Gottes Thron, Vertrittst uns dort immer, Versäumest uns nimmer, Bist unser getreuer Sachwalter. d 3. Bald kommst Du im Glanze vom Himmel auf's neu', Und frönest Dein Siegen und machst uns ganz frei. Die sel'ge Braut 12 nat Frohlocket laut, Wenn heim sie geführet, Mit Dir triumphiret, Und droben, wie Du bist, Dich schauet. wer fasset dies Glück? 4. Unendliche Liebe, wie reich machst Du doch! Du liebst uns, o Heiland, was fehlet uns noch? 77950 107 Wie danken wir, 102. rolls him di tang 3 Liebe Dir! Bald werden wir droben Dich ewiglich loben Und Ehr' und Anbetung Dir bringen. 1. Dank, Anbetung sei geweihet, Jesu Dir, Du höchster Ruhm! Fried' und Hoffnung uns erfreuet, Seit Du weilst im Heiligthum. Nichtig sind die Erdenfreuden, Werthloß Erdengüter jeßt. Mag hienieden alles scheiden, Alles wird durch Dich ersetzt. 2. Um uns her ist eine Wüste, Wo die Seele nichts erquickt; Unser Herz sucht jene Küste, Wo das Auge Dich erblickt. Nicht mehr lange wird es währen, Und die Nacht ist ganz vorbei; Dann wird alles Dich verehren, Und die Schöpfung selbst wird frei. 3. Dann ist jeder Schmerz geſtillet, Jede Thräne abgewischt; Freude nur das Herz erfüllet, Sel'ge Freude unvermischt. Diese Erd', wo Du gelitten, Die auch uns verwarf mit Dir, Sieht verherrlicht Dich inmitten Deiner Heil'gen, eins mit Dir. 4. Kron'und Scepter wirst Du theilen Dort mit Teiner sel'gen Braut; Ewig wird sie bei Dir weilen, Die hier glaubend Dir vertraut. Schauend ihre Füll' und Habe, Preist sie Dich ohn' Unterlaß; Doch daß Du bist ihre Gabe, Bleibt der Freude höchstes Maß. 04 103. 1. Alles sei Dir übergeben, Du sollst Rath und Helfer sein Du bist Wahrheit, Weg und Leben; Dir vertrau' ich mich allein. Geht es gleich durch manch' Ge. dränge, Siehst Du doch den Ausgangschon, Und Dein Weg trägt in die Länge :,: Den erwünschten Sieg davon.:,: 2. Deine Wahrheit kann nicht trügen, Weil Du selbst die Wahrheit bist, Deine Liebe nie versiegen, Weil Du selbst die Liebe bist. Du wirst alles das erfüllen, Was Dein heilig Wort verheißt, Und mein Herz vollkommen stillen; :,: Diesen Trost mir nichts entreißt.:,: 3. Ja, Du wirst mich treu bewahren, Leiten mich durch Deinen Geist; Und mein Glaube wird erfahren, Daß Du Rath und Helfer heißt. Ich vertrau' mich Deinen Händen, Sehe Deiner Führung zu; Und Dein gnädiges Vollenden :,: Leitet mich zur ew'gen Ruh'.:,: 104. 1. Zu Dir, o Jesu, führt mein Pfad. Ich geh' getrost; das Endziel naht, Wo ich die Wüste werd' verlassen. Hier find' ich nichts; doch Du bist mein, Bin nie vergessen, nie allein. Wer kann, Herr, Deine Liebe fassen? Einst floß Dein Blut, es floß für mich. Ich bin versöhnt, und Dein bin ich! all d 12: 2. Durch Dich, o Herr, ist all' mein Heil; Ein lieblich Loos ward mir zu Theil, Als, Jesu, Du Dich mir gegeben. Durch Dich ist alles, was ich hab'; Du bist mein Stecken und mein Stab, Bist meine Hoffnung und mein Leben. Durch Dich ist all mein Trost im Leid, Durch Dich ist mein die Herrlichkeit. & CHER 33 3. Mit Dir ich wand'le; unverweils Mein Fuß durch diese Wüste eilt, Wo keinen Ruhort Du gefunden. Ich seh' nur Kampf und Leiden hier; Ich geh' hindurch, doch nur mit Dir; Mit Dir ist alles überwunden. O Herr, dies eine bleibe mir, Daß stets ich wand'le treu mit Dir. 4. Für Dich nur darf mein Leben sein, Und was ich hab', für Dich allein, Weil Du am Kreuze mich erworben. Von Sünd' und Tod bin ich befreit Und bin zu Deinem Dienst geweiht. Ich lebe jetzt, weil Du gestorben. O welche Huld! Wie liebst Du mich! Ja, was ich bin, bin ich für Dich! 5. Bei Dir, o Jesu, werd' ich sein, Wenn Du mich führst zur Ruhe ein, Bei Dir, wo jeder Kampf beendet. Dort werde ich Dein Antlig schau'n Mit allen, die auf Dich hier trau'n; Dort ist mein Glaubenslauf vollendet. Ich werd' verherrlicht sein mit Dir, Stets jauchzen und lobsingen Dir. 105. 1. Herr, Du kamst hernieder, Hast uns versöhnt; Gingst zum Vater wieder, Wardst am Thron gekrönt. Dein Eigenthum Sind wir, Gott zum Ruhm, Sind durch Dich vertreten dort im Heiligthum. Ewige Gnade! Wer liebt wie Du! O welch' hohe Gabe, welch' sel'ge Ruh'! 2. Jeßt die Deinen beten Freimüthiglich, Weil Du sie vertreten Hohenpriesterlich. 02 The JO Dein Angesicht Innut di sis Ist auch jetzt gericht't ud au Auf die Deinen alle; o Du läßt sie nicht! Dein treues Lieben, Dein Opfertod, Brachte uns den Frieden in Sündennoth. 3. Stehe auf vom Throne, Du Gotteslamm! Nimm die Braut zum Lohne, Theurer Bräutigam! Sie ist ja Dein, fand Rufe bald sie heim, In des Vaters Wohnung führ' sie mit Dir ein. An Deiner Rechten trifft sie kein Leid, Nahen keine Schmerzen in Ewigkeit. ** 106. 1. Du Herr, bist mein! o welche Gnade! O welche Huld, ich bin jetzt Dein! Was könnt auf meinem Pilgerpfade Noch köstlicher, noch höher sein? Was mich erfreut, was mich erquicket, In Dir mein Glaube stets erblicket. SU 3. Ich hab' genug, weil Dich ich habe; Mein Geist frohlocket inniglich. Wo findet eine solche Gabe Auf Erden und im Himmel sich? Mein Herz, zu groß für alle Dinge, Zu klein, als daß es Dich umfinge. 2. Du bist am Kreuz für mich gestorben; Dort nahmst Du meine Stelle ein. Dein Blut hat völlig mich erworben, Mit Leib und Seele bin ich Dein. Dein Sklave sein, ist größ're Ehre, Als König über Land und Heere. 4. Jch ruhe jetzt in Deiner Liebe, Die all' Erkenntniß übersteigt, Genieße ihre süßen Triebe, 0 Die mein Verstand hier nie begreift. Doch ob ihr Meer ich nicht ergründe, Du bist der Fels, wo Ruh' ich finde. - 97 5. O Dank Dir, Jesu! Ruhm und Ehre Gebühret Dir, nur Dir allein. Dir ganz zu leben ich begehre, Mein ganzes Herz nur Dir zu weih'n, Damit selbst in den schwersten Proben, An mir Dein Name werd' erhoben. 107.13 phot 1. Unser Herz und Mund lobsinge 2. Ja, wir preisen Deine Güte Dinge An allen Seinen Kindern thut. O wie viele Lieb'sbeweise Ermuntern uns zu Deinem Preise, Wie meinst Du's doch mit uns so gut! In Deiner Lieb' und macht Führst Du uns Tag und Nacht Durch die Wüste, Die nichts uns beut, Als Kampf und Leid; Führst uns in Deine Herrlichkeit. 108. oma müthe, Wie viel hast Du an uns gethan! Des Erbarmens niemals müde, Blickt uns Dein Angesicht voll Tis Friede Zu jeder Zeit gleich liebreich an. Anbetung, Preis und Ruhm Sei Dir im Heiligthum Von uns allen - Durch Jesum Christ! Wie föstlich ist, Daß Du durch Ihn jetzt unser bist! 1. Freudig ziehen, voll Verlangen, Gottes Pilger hin zum Vaterhaus, Schauen aufwärts ohne Bangen, Das Erbarmen trieb die Furcht ja aus. Wollen auch des Satans Pfeile schrecken, Drücken auch die Leiden dieser Zeit; Nichts kann schaden Jesu Hände decken der Sich zum Schilde über uns im Streit. dolg3 pusilo 2. Wer darf zagen, wer darf klagen, Wer ermatten hier im Kampf und Lauf? Der die Schuld gesühnt, getragen, Trägt zur heil'gen Stätt' uns auch hinauf. Bald, ja bald am Ziele, an der Schwelle, Bald tönt der Posaune froher Schall; Und dann steigen auch aus ihrer Zelle Die entschlaf'nen Brüder ohne Zahl. [ 11012 1034. 38 3. Ja, wir ziehen Dir entgegen; 20.6 Nur bei Jesu, Dir, ist wahre Ruh'. Stets erquickt durch Himmelssegen Wallen wir der Heimat fröhlich zu. Und den guten Kampf in Deinem Namen Kämpfend, rufen wir voll Sehnsucht: ,, Komm!" " Ja, ich komme bald!"- so sagst Du, Amen!" O welch süßer Trost! stione " 1 Herr Jesu, komm!" - 109. Deine Liebe wird nicht müde, Immer sie sich treu erweist. 1. Dich, o Vater, zu verehren, Dir zu bringen Preis und Dank, Ist das einzige Begehren, Wenn wir nah'n mit Lobgesang. Es erquicket uns Dein Friede, In uns wohnt und zeugt Dein Geist, 2. Deiner Obhut übergeben, Trägst Du uns bei Tag und Nacht. Wer kann, Vater, g'nug erheben Deine Liebe, Gnad' und Macht? Da wir arm und Sünder waren, Gabst Du ja das Liebste schon; Da wir nichts als Feinde waren, Starb für uns Dein eig'ner Sohn. 11 2705 3. Deiner Liebe reiche Fülle Alles Denken übersteigt; Hast sie völlig ohne Hülle In dem Sohne uns gezeigt. Und von Deiner Liebe singen Ist des Herzens wahre Freud'; 18.1 Ehre, Lob und Dank Dir bringen Ist für uns nur Seligkeit. 110. 1. Bilde unsre Herzen durch den Geist der Liebe, Daß wir, Herr, Dich lieben inniglich; Daß wir alle stets mit sehnsuchtsvollem Triebe, Von der Welt getrennt, erwarten Dich. Auf Dich hofft man nicht vergebens, Deinem Wort vertrauen wir. Christe Jesu, Fürst des Lebens, Komm und nimm uns auf zu Dir! Wo, befreit von Schmerzen, Herr, an Deinem Herzen Alle Heil'gen ewig ruh'n. 6119 - Alisde ეყ zier - 2. Komme bald, o Jesu! Sehnsuchtsvoller sehen Unsre Blicke auf zum Gnadenthron. Bis Du kommst, o Jesu, Gottessohn. Geist und Braut, sie fleh'n nach oben, Wie einst Du im Pilgerkleid, Daß wir, dieser Welt enthoben, ads Bei Dir sei'n in Ewigkeit. Immer wächst das Rufen; wartend wir hier stehen, Deinen Geist verstehst Du, Deine Braut erhörst Du; Gun Jesu, komm! Wir warten Dein. k d. 111. Sinisa si 111. G 1. Mein Leben ist ein Pilgrimstand; Ich reise nach dem Vaterland, Zu Dir, zu meinem Jesus droben; Du machtest mir die Stätt' bereit, Wo ich, nach allem Kampf und Leid, Stets ruhen soll und Dich, Herr, loben. Mein Leben ist ein Bilgrimstand; Ich reise nach dem Vaterland. 2. Durch Deinen Geist, o Herr, mich leit', Gib mir im Kampf Beständigkeit, Vor Straucheln meinen Fuß beschüße. Ich kann ja nichts hier ohne Dich, Drum stärke und bewahre mich; Sei mir ein Schirm in Trübsalshize. Laß Deinen süßen Gnadenschein Mich auf dem öden Pfad erfreu'n. 3. Bin ich in diesem fremden Land Der blinden Welt auch unbekannt. O Trost! Du bist es, der mich kennet. Ich eil' zu Dir, um mit der Schar Der Heil'gen Dich dort immerdar Zu preisen dort, wo nichts uns trennet. Mein Jesus komm', o bleib' nicht lang'! In dieser Fremde ist mir bang'. 112. 1. Wir danken, treuer Heiland, Dir, Daß Du uns nicht gelassen Als unversorgte Waisen hier, Auf unbekannten Straßen. Bei fremdem Volk, in fremdem Land, Wo alle Wege ungebahnt, Da seh'n wir Deine Tritte. Wir stehen nie verlassen da, Du bist uns allenthalben nah', Du lebst in unsrer Mitte. OU 1. Lieblich ist's, bei Dir zu wohnen, Herr, in Deines Vaters Haus, Wohin Du, im Glanz zu thronen, Einst den Deinen gingst voraus. Da, da sehen wir Dich wieder, Erstgeborner vieler Brüder; 3. Drum danken wir, o Heiland, Dir Für Deine Lieb' und Treue. O daß doch jedes Herz schon hier Sich Deinem Lob stets weihe! Das ist ja unsre Seligkeit, Ist süßer Trost in allem Leid, So lange wir hier wallen. Und wenn wir dort Dein Antlig seh'n Und völlig Deine Lieb' versteh'n, Wird ew'ges Lob erschallen. is 113. 3. Wie der Vogel fern vom Neſte, Wandeln auf der Erde wir; Doch die Wohnung ist uns feste, Denn Dein Geist bürgt uns dafür; Gräbt uns Brunnen in der Wüste, Zeigt uns schon von fern die Küste, :,: Welche Freude wird das sein!:,::: Wo wir landen einst bei Dir.:,: 2. Unsrer Seelen tiefstes Sehnen 4. Bald, Herr, kommst Du uns entGeht zum Vaterhaus hinauf, Wo die Leiden und die Thränen Und die Klagen hören auf. Was kein Aug', kein Ohr vernommen, In kein Menschenherz gekommen, :: Wird den Deinen dort zu Theil.:,: 2. Du bist bei uns mit Deinem Geist, Osel'ge, heil'ge Nähe! Der so lebendig sich erweist, Als ob Dich selbst man sähe. Bist unser Licht im dunklen Thal, Erquickst durch Deiner Liebe fidanlage 1150 Strahl, Bist Seelen- Trank und Speise. Stehst uns mit Rath und That zur Seit Und gibst uns selber das Geleit' Auf unsrer Pilgerreiſe. gegen, Führst uns in die Heimat ein, Wo wir ruh'n von harten Wegen, Ungetrübt uns ewig freu'n, Ewig Deiner Liebe singen, Preis, Anbetung, Dank Dir bringen, :,: Ewig jauchzen Dir zur Ehr'.:,: of 114. 1. Guter Hirte! Welch' Erbarmen, Welche Liebe wohnt in Dir! Gabst Dein Leben für die armen Schäflein, die verirret hier. Aus der Wüste Nacht und Grauen, Von des Elends breiter Bahn, Trägst Du uns zu sel'gem Schauen :,: Auf den Achseln himmelan.:,: 2. Daß uns Heil und Rettung werde, Wurdest Du die Gnadenthür; Rufft mit Namen Deine Herde, Gehst voran, sie folget Dir. Nie, weil Du Dich hingegeben, Werden wir verloren geh'n; Weil Du selbst bist unser Leben, :,: Werden ewig wir besteh'n.:,.. 3. Keine Macht auf dieser Erde, Raubt uns Deine Liebe jetzt; Sichtet Satan auch die Herde, Nichts ist da, was uns verlegt. Keine Macht kann Dein Händen, Keine Macht des Vaters Hand, Uns entreißen, uns entwenden, :,: Ew'ge Gnade knüpft das Band.:,: 115. 1. Welche Liebe! Jesus betet; Glaubend schauen wir empor. Seine Mittlerstimme redet Für uns zu des Vaters Ohr. In den Himmel eingegangen, Siegreich, voller Herrlichkeit, Bleibt Sein Herz doch voll Verlangen, Uns zu segnen allezeit. 2. Und Er betet ohn' Ermüden Auch für unsre Seelen jetzt; Sein Gebet bewahrt den Frieden, Der wie Thau das Herz benetzt. Mag der Feinde Schar auch toben, Satan selbst uns klagen an; Jesu Hände sind gehoben, Wer ist, der uns schaden kann? 3. Ja, Du betest für die Deinen; Welch Vertrauen gibt uns dies! Was uns bitter mag erscheinen, Wird durch dies Bewußtsein süß. Jeden Schmerz hilfst Du uns tragen, Jedes Leid kannst Du verstehn, Und Du willst in allen Lagen, Stets zum Vater für uns flehn... 116. 1. Nicht mehr lange sel'ge Worte! Du, o Jesu, kehrest bald zurück; Führst uns heim aus fremdem Orte, In das Vaterhaus zu ew'gem Glück. Kampf und Leiden sind das Theil der Hier in dieser kurzen Pilgrimzeit. Alles endet, wenn Du wirst vereinen, Uns mit Dir in Deiner Herrlichkeit. 2 2. Nicht mehr lange, dann erkennen Wir, o Herr, wie Du uns hast erkannt; Unser Herz wird völlig brennen mistes Deinen, In der Liebe, die uns hier schon band. Ruhm und Preis und Dank und Lobgesänge Werden ewiglich nicht schweigen mehr; Und der Heil'gen Harfen süße Klänge Tönen stets zu Deines Namens Ehr'. 3. Nicht mehr lange! Lehr' uns wachen! Morgenröthe zeigt sich schon von fern; Bald wird landen unser Nachen, Der uns trägt zu Dir, dem guten Herrn. Lehr' uns wachen, kämpfen ohn' Ermüden, Immer näher bringt uns jeder Tag; Lehr' uns wandeln völlig abgeschieden, Unserm Kampf folgt sel'ge Ruhe nach. 117. 1. Von Deiner Gnade will ich singen, Die mich erfüllt mit sel'ger Ruh'; Anbetung Deiner Liebe bringen; Wer liebt, o Gott, wer liebt wie Du! Die Gnade führt von bösen Wegen Den Sünder, den verlornen, aus; Die Liebe eilt ihm froh entgegen, Als käm' der einz'ge Sohn nach Haus. X stol 2. Nur Gnade ist's, die mir begegnet, So lang' ich hier in Schwachheit bin; Der Liebe Fülle dort mich segnet, Komm' ich zur ew'gen Heimat hin. Mag auch hienieden alles wanken, Mag alles hier auch enden sich; Die Gnade kennet keine Schranken, Und Liebe bleibet ewiglich. 3. Wie kommt's, daß ich hier sicher walle? Weil Deine Gnad', o Gott, mich schützt. Wie kommt's, daß ich im Kampf nicht falle? Weil Deine Lieb' mich schirmt und stüßt. Ja, Gnade ist's, die stets mich leitet, Und Liebe, die mich führet heim; Es ist die Wohnstätt' dort bereitet, Bald zieh' ich jubelnd zu Dir ein. 118. 1. Süßer Trost! der Herr wird kommen Eilend mit Posaunenschall; Morgenroth, bereits erglommen, Mehrt das Sehnen überall. Geist und Braut, sie rufen, flehen: Komm, o Jesu, Bräutigam! Laß uns bald zur Heimat gehen, Dich zu schauen, Gottes- Lamm. 2. Engel brachten einst die Kunde, Was in Davids Stadt geschah, Hirten lauschten sel'ge Stunde! In der Flur von Ephrata. Ja, Du kamst, trugst unsre Sünden, Littest für uns Hohn und Schmach, Mußtest selbst den Tod hier finden, Eh' die Kette Satans brach. - 3. Doch Du lebst und kehrst zurücke, Führst die Braut zur Hochzeit ein, Und den Feind, voll List und Tücke, Schließt der finstre Abgrund ein. Ja, Du kommst, Du wirst erscheinen, Sinkst nicht mehr in Tod und Grab, Wirst dann theilen mit den Deinen Himmelsglanz und Herrscherstab. ge UT 4. Welch ein Glück, mit Dir zu leben Dort in Deiner Herrlichkeit, Deinen Thron stets zu umgeben, Fern von Kummer, Ängst und Leid, Dort im Vaterhaus zu wohnen, Mit Dir, der so hoch beglückt, Dort an Deiner Seit' zu thronen, Ganz des Feindes Macht entrückt! 119. 1. Harre, meine Seele, harre des Herrn! Alles Ihm befehle, hilft Er doch so gern. Sei unverzagt! Bald der Morgen tagt, Und ein neuer Frühling folgt dem Winter nach. In allen Stürmen, in aller Noth, Wird Er dich beschirmen, der treue Gott! 2. Harre meine Seele, harre des Herrn! Alles Ihm befehle, hilft Er doch so gern. Wenn alles bricht, Gott verläßt uns nicht; Größer als der Helfer ist die Noth ja nicht. Ewige Treue! Retter in Noth! Unser Herz erfreue, Du treuer Gott! 3. Harre meine Seele, harre des Herrn! Alles Ihm befehle, hilft Er doch so gern. Bald höret auf Unser Pilgerlauf, Und die Klagen schweigen, nimmt uns Jesus auf. Nach allem Leiden, nach aller Noth Folgen ew'ge Freuden, Du treuer Gott! 120. 1. Amen, Amen! Jesu, eile, Still' das Sehnen Deiner Braut; Mächtiglich die Wolken theile, Daß Dich unser Auge schaut. Steige auf am Horizonte, Morgenstern durchbrich die Nacht, O daß Deine Braut schon thronte Dort mit Dir in Himmelspracht! 2. Amen, Amen! Brich Dein Schweigen, Laß unsnicht getrennt mehr geh'n! Laß uns bald in sel'gen Reigen, Dort um Dich versammelt steh'n. Komm, o Jesu, komm behende, Zeig uns Deiner Liebe Macht! Amen, Amen! O vollende, Was Dein kostbar Blut gebracht! VO 121. ni 1,0 Gottes Lamm! wer kann verkünden Sudis Den Reichthum Deiner Lieb' und Huld? Wer Deiner Leiden Maß ergründen, Die Du ertrugst so voll Geduld? Wie Schafe stumm zur Schlachtbank gehen, Gingst Du hinauf nach Golgatha, Wo Schrecken, Angst und Todeswehen Allein Dein Auge vor sich sah. 2. Von finstern Mächten ganz umgeben, Bliebst Du doch völlig Gott geweiht; Gabst willig hin Dein theures Leben Zu Gottes Ehr' und Herrlichkeit. Haft Deine Lieb' am Kreuz enthüllet, So wie der Mensch den tiefsten Haß; Hast Gottes Willen ganz erfüllet, Und ach! der Mensch sein Sündenmaß. 3. Und Duo Liebe ohne Gleichen! Du gabst Dich selber für uns hin, Daß kein Gericht uns fann erreichen, Daß selbst der Tod für uns Gewinn. Du hast für uns den Fluch getragen, Als Du am Kreuz zur Sünd' gemacht; Auf Dir all' unsre Sünden lagen, Als Du das Sühnungswerk vollbracht. 81515 4. Gottes Lamm! anbetend bringen, Wenn schwach auch, wir Dir Preis und Ehr'; Wir werden völlig dort besingen Dein Lob mit allem Himmelsheer. O Lamm! Du wardst für uns geschlachtet, Haft Gott erkauft uns durch Dein Blut, Hast uns zu herrschen werth geachtet Und stets zu warten Deiner Hut. 122. 1. Gott, Dich würdig zu verehren, Reicht die Ewigkeit nicht hin; Möcht' schon hier Dein Lob sich mehren, Ganz erfüllen Herz und Sinn. 2. Deine Gnade an uns dachte, Eh' der Welten Grund geüslegt, Deine Liebe uns bewachte, Seit uns diese Erde trägt. 5 3. Doch am hellsten strahlt die Sonne Deiner Gnad' und Lieb', o Gott! Als Du Jesum, Deine Wonne, Gabst für Sünder in den Tod. UU 4. Kannst Du Höh'res je uns geben, Kann noch Liebe größer sein? Und wir sollten unser Leben, Dir, o Gott, nicht völlig weih'n? 5. Dir wir Ruhm und Ehre bringen, Dank, Anbetung allezeit; Ewig werden wir besingen, Gott, Dein Lob in Herrlichkeit. 123. 1. Nur bei Jesu möcht' ich weilen, Nur, wo Er ist, ruhen aus; Alles werd' ich mit Ihm theilen Dort im theuren Vaterhaus. Werde ganz für Ihn nur leben, Stets Jhn preisen und erheben. :,: O welch Glück! wer spricht es aus?:,: 2. Nur bei Jesu schweigt mein Sehnen, Mein Verlangen stillt nur Er. Wie könnt' ich mich auch. gewöhnen, Hier, wo alles öd' und leer? Wo ich fremd und einsam gehe, Nirgend eine Heimat sehe, :,: Nirgend finde mein Begehr?:,: 3. Du, mein Jesus, bist mein Leben, Bist allein mein köstlich Theil; Alles hast Du hingegeben, Ja, Dich selbst, zu meinem Heil. Darum kann auch nichts auf Erden Meines Herzens Wonne werden; :: Du nur, Jesu, bist mein Theil.:,: 4. Du, des Himmels ew'ge Sonne, Du, der Engel Herrlichkeit; Du, des Vaters Freud' und Wonne, Du bist mein in Ewigkeit. Möchtest Du doch all' die Deinen, Heute noch mit Dir vereinen :: Dort in Deiner Herrlichkeit!:,: 67 124. 1. Preis sei Dir, o Lamm, Sproß aus Davids Stamm! Unsre Schuld hast Du geſühnet, Trugst den Fluch, den wir verdienet. 11 Preis sei Dir, o Lamm, Sproß aus Davids Stamm! 2. In welch tiefer Noth Schrieest Du zu Gott: Warum hast Du mich verlassen?" O, wer kann Dein Weh erfassen! In welch tiefer Noth Schrieest Du zu Gott! 5. 3. Du, zur Sünd' gemacht, Sankst in Todesnacht. Du, der keine Sünde kannte, Der sich selbst das Leben" au nannte, 11 Du, zur Sünd' gemacht, Sankst in Todesnacht. 4. Nun ist Gott geehrt, Satans Macht zerstört, Freigemacht unzähl'ge Scharen, Die des Todes Beute waren, Gott in Dir geehrt, Satans Macht zerstört. Anbetung Dir, Preis und Dank dafür! Ueber alles hoch erhoben, Weilest, Gottes Lamm, Du droben. O Anbetung Dir, Preis und Dank dafür! Bringen Huldigung auch wir; Denn Du bist für uns gestorben, Hast uns durch Dein Blut erworben. Ehre, Preis und Ruhm sei Dir! 125. 1. Dir, dem hocherhob'nen Herrn, 2. Dich zu schau'n in Herrlichkeit, Den der Engel Scharen loben, Dem sich alles, nah und fern, Beugen wird einst hier wie droben, Gegenstand der höchsten Ehren, Ruhmgekrönt in Ewigkeit- Ist das Ziel, das wir begehren. Und wenn wir nach dieser Zeit Dort mit Dir verherrlicht stehen Wird doch jeder in uns sehen, Herr, nur Deine Herrlichkeit. 126. 1. Dem, der uns liebt und uns von unsern Sünden Gewaschen hat in Seinem Blut, Und uns gemacht zu einem Königthum, Zu Priestern Seinem Gott und Vater; Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht Von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen, Amen. 68 127. 1. Stille unsers Herzens Sehnen;- I are dintre Borde Herr Jesu, komm! Führ' uns aus dem Land der Thränen; Herr Jesu, komm! Hier, wo Feinde uns umringen, Šatan uns legt tausend Schlingen, Will Dein Lob nur schwach erflingen; Herr Jesu, komm! 2. Und zertrennt die Heil'gen stehen; Herr Jesu, komm! Einheit ist nicht mehr zu sehen; Herr Jesu, komm! Satans List hat sie zerstöret, Sünd' und Welt manch Herz bethöret; Ach, wie sehr wirst Du entehret! Herr Jesu, komm! 3. Dann wird alle Schwachheit enden, Herr Jesu, komm! Nie ein Herz von Dir sich wenden, Herr Jesu, komm! Jeder wird Dich froh begrüßen, Beten an zu Deinen Füßen Und in ew'gem Lob zerfließen; Herr Jesu, komm! 4. Herrlich wirst Du dann erscheinen, Herr Jesu, komm! In der Mitte all' der Deinen; Herr Jesu, komm! Erd' und Himmel werden spenden Ruhm und Preis an allen Enden; O welch' seliges Vollenden! Herr Jesu, komm! K ke w and Bour 2 il si un jost otsit bloot S indungn et Q 190 driet spm redam - 97- 128. 1. Anbetung Dir, dem Lamme, Das unsre Sünden trug; Dort an des Kreuzes Stamme Wardst Du für uns ein Fluch! Preis Dir, daß Du gegeben In heißer Liebesglut Für uns Dein teures Leben Und Dein Versöhnungsblut. 2. Wer könnte je ergründen Die Tiefen und die Höh'n, Und wer Verständnis finden Von dem, was dort gescheh'n! Du, alles Lebens Quel Des ew'gen Gottes Sohn, Du hast an unsrer Stelle Geschmeckt der Sünde Lohn! 3. Preis und Anbetung bringen Wir Dir, o Herr, dafür! Von Deiner Liebe singen In Schwachheit wir schon hier. Was wird es sein, wenn droben, In Deiner Herrlichkeit, Dich jeder Mund wird loben, O Lamm, in Ewigkeit! 129. 1. Jesus, Lamm Gottes, in Herrlichkeit droben gekrönet, Warest einst hier und hast sterbend am Kreuz uns versöhnet. Ewiger Sohn, Gingst von dem Kreuze zum Thron, Du, der hienieden verhöhnet. 7 98 - 2. Deine Geliebten, versammelt, um Dich zu erheben, Die Du geführt hast vom Tode zum ewigen Leben, Beten Dich an, Der Du so Großes gethan, Selber Dich für uns gegeben. 3. Preis und Anbetung sei Deinem hochheiligen Namen, Hoch und erhaben ist er über jeglichen Namen! Preis sei schon hier, Preis einst in Herrlichkeit Dir! Preis sei Dir ewiglich! Amen. 130. 1. Du hast uns lieb, Du treuer Gott und Vater! Wie nie ein Mensch geliebt. Du hast uns lieb! selbst nicht im Mutterherzen :,: Es solche Liebe giebt.:,: 2. Du hast uns lieb!- Den Sohn, den eingebornen, Gabst Du aus Deinem Schoß. Du hast uns lieb, unwürdig wie wir waren :,: Und fündig, arm und bloß.:,: 3. Du hast uns lieb! Mit Kleidern ew'gen Heiles Hast Du uns angethan; Du hast uns lieb!- als vielgeliebte Kinder :,: Anbetend wir Dir nah'n.:;: 4. Du hast uns lieb, und Deine Liebe gossest Du in das Herz uns aus. Du hast uns lieb! drum eilen frohen Mutes :,: Wir heim ins Vaterhaus.:,: 99 131. 1. Abba, Vater! Dir wir nahen In dem Namen unsers Herrn; Deiner Kinder Dankeslieder Hörst Du, Vater, ja so gern. Hier an Seinem Tisch vereinigt, Der am Kreuze für uns starb, Schau'n anbetend wir die Liebe, Die so teuer uns erwarb.2. Sklaven einst, in Satans Ketten, Hassenswürdig, voller Schuld, Steh'n wir als geliebte Kinder Jezt in Deiner Vaterhuld. In das ew'ge Reich des Sohnes Deiner Liebe nun versetzt, Sind wir in dem Auferstandnen Deines Herzens Wonne jeßt. 3. Und in uns, die hier versammelt, Schaut der Engel zahllos Heer All die Wunder Deiner Weisheit, Deiner Liebe weites Meer. Abba, Vater! Dir sei Ehre Allezeit durch Jesum Christ; Ewig, ewig sei gepriesen, Der Du Licht und Liebe bist! 132. 1. Zu Deinem Tisch sind wir geladen, Um Dich, o Herr, versammelt hier; Und Deiner Liebe reiche Gnaden In Deinem Tode schauen wir. Ja, diesen Tod wir jetzt verkünden, Er traf Dich einst für unsre Sünden, Die ewig Du getilget hast. 7* - 100- - 2. O Gottes Lamm! Bald wird Dich droben, Mit Dir vereint auf immerdar, In tausend neuen Weisen loben Der Deinen heil'ge, frohe Schar. Nicht einer fehlt, Du riefft sie alle, Sie singen laut mit Jubelschalle: Dem Lamme Ehr', das uns versöhnt! 133. 1. Hin zu Jesu möcht' ich eilen, Heim zu meinem teuren Herrn! Ewig, ewig bei Ihm weilen, Dort wo Sünd' und Kummer fern. 2. Möchte dieser Welt entfliehen, Dieser Zeiten Eitelkeit; Heimwärts, heimwärts möcht' ich ziehen, In des Lammes Herrlichkeit! 3. O mein Jesu, welch Entzücken Wird's für meine Seele sein, Dich verherrlicht zu erblicken, Ewig Dir mein Lob zu weih'n! 4. Komm, Herr Jesu, hör' das Flehen, Führ' die Braut zur Hochzeit ein! Heut' noch möcht' ich zu Dir gehen, Ewig, ewig bei Dir sein. 134. 1. Anbetung, Ehre, Dank und Ruhm Sei Dir, o Gott, im Heiligtum, Für Deine viele Liebe; Die Du entgegen uns gebracht, 101 Als wir in tiefer Sündennacht, Im Tod gefangen lagen! Reich bist Du an Barmherzigkeit, Dein Lieben übersteiget weit All' Denken und Erkennen. 2. Du wolltest nicht des Sünders Tod, Du wolltest als der Heiland- Gott Uns Heil und Leben bringen. In dem Geliebten auserwählt, Hast Du uns vor Dich hingestellt Als Kinder Deiner Liebe. O Abba, Vater, welch ein Glück! In Ihm begnadigt, ruht Dein Blick Auf uns mit Wohlgefallen. 3. Bald werden wir vor Deinem Thron Dir, unserm Vater, und dem Sohn Ein ew'ges Loblied singen. Dann wird das Lob ein volles sein, Wenn alle Kreatur stimmt ein In der Erlösten Chöre. Doch sei auch jetzt in dieser Zeit Anbetung, Lob und Dank geweiht Dir, Vater, und dem Lamme! 135. 1. Herr, Du schaust in Gnaden nieder Auf die Deinen allezeit, Breitest segnend Deine Hände Ueber sie in Kampf und Leid. Seelenspeise Für die Reise Reichst Du unermüdlich dar; Schenfest auch zur Pilgerschaft Licht und Weisheit, Mut und Kraft. 102 2. All die Schäflein Deiner Herde Leitest Du in Lieb' und Huld; Lagerst sie auf grüner Weide, Hebst und trägst sie mit Geduld. Segnest immer, Läß'st sie nimmer, Schirmest sie vor Satans List; Bleibst ihr fester, starker Hort, Lehrst sie durch Dein teures Wort. 3. Lenke auch in dieser Stunde Unsre Herzen, Herr, zu Dir! Tröste, lehre, nähre, pflege, Gieb, was not ist, jedem hier! Und in Frieden Sei beschieden Uns auch jetzt das gute Teil; Laß uns wie Maria thun, Still zu Deinen Füßen ruh'n! 103 - 136. 1. O Vater, sieh die Deinen, Vor Dir sich hier vereinen Zu findlichem Gebet. Du hörest gern ihr Flehen, Willst alles wohl versehen, Dein Herz uns allzeit offen steht. 2. Du sprichst Dein Ja und Amen, Wenn wir in Jesu Namen Dir, Vater, bittend nahn. Die Schäße Deiner Gnade Sind auf dem Pilgerpfade Den Deinen reichlich aufgethan. 3. Drum laß uns Dir vertrauen, Auf Deine Güte bauen, Die jeden Morgen neu. Dein Lieben ist ohn' Wanken, So lehr' uns bitten, danken In Kindeseinfalt, ohne Scheu. 137. 1. Gottes Sohn! Anbetend schauen Wir in Dir, des Vaters Bild, Gottes Herrlichkeit und Gnade, Seine Liebe unverhüllt. Staunend beugen wir uns nieder, Singen Dir, dem Herrn der Welt, Der das ganze All erhält, Unsre Lob- und Dankeslieder; Preisen mit der Schöpfung laut Dich, o Herr, der sie erbaut. 104 2. Gottes Lamm!- Du kamst hernieder Aus des Vaters Herrlichkeit; Schrittest durch die Welt der Sünde, Segen spendend, Gott geweiht. Littest stille, ohne Klagen, Ließest Dich für unsre Schuld Oder wunderbaren Huld! Willig an das Fluchholz schlagen. Dank Dir, teures Opferlamm, Gottes Sohn am Kreuzesstamm! 3. Gottes Lamm! Jetzt weilst Du droben Ruhmgekrönt auf Gottes Thron; Siegreich hast Du überwunden Satans Macht und Menschenhohn. Jauchzend singen Himmelschöre, Seit das große Werk vollbracht: Dir, dem Lamme, sei gebracht Macht und Herrlichkeit und Ehre! Und wir stimmen freudig ein: Du bist würdig, Du allein! 105- 138. Anbetung Dir! Sei hochgepriesen Für Deine Liebe, Jesu Christ! Die Du an Sündern haft bewiesen, Da Du für uns gestorben biſt. Wie viel hast Du für uns getan! Wir beten dankend, Herr, Dich an. 139. 1. Dankt unserm Gott und bringt Ihm Ehre, Denn Er ist freundlich jederzeit! Frohlockt, daß Seine Güte währe Von Ewigkeit zu Ewigkeit! Ja, rühmet Ihn mit Herz und Munde ,, Er ist allein des Rühmens wert; Ein Lobgesang sei jede Stunde, Die Seine Güte uns beschert! 2. Du, großer Gott, bist unsre Stärke, Bist unser Licht in dunkler Nacht. Du hast durch wunderbare Werfe Heil und Erlösung uns gebracht. Wir waren hoffnungslos verloren, In Welt- und Sündenlust verstrickt; Du hast uns für Dich selbst erforen, Des Feindes Macht und List entrückt. 3. Dich sollen Herz und Zunge loben, Erheben Deine Majestät; Dein Ruhm, o Gott, sei hoch erhoben, Der über alle Himmel geht! Dein Vaterantlig voll Erbarmen Bestrahlet uns zu jeder Zeit; Du trägst Dein Volk auf mächt'gen Armen, Du großer Gott von Ewigkeit! 106 140. 1. Herr, das Wort aus Deinem Munde Ist so lieblich, süß und hold! Gute Botschaft, frohe Kunde, Besser als das reinste Gold! Deine ew'gen Heilsgedanken, Deine Liebe ohne Schranken, Dein Herz, das sich zu uns neigt, Hast Du völlig uns gezeigt. 2. Eins ist not- auf Dich zu hören, Auf Dein Wort voll Huld und Heil; Zu bewahren Deine Lehren, Ist das allerbeſte Teil. Ja, das Wort, das Du gegeben, Es ist Wahrheit, Geist und Leben, Unsers Weges helles Licht, Wer ihm folgt, der irret nicht. 3. Vater, Dank für diese Quelle, Lebensmanna, Himmelsgab', Dieſe Leuchte unsrer Seele, Diesen guten Wanderstab! Dank für diese Kraft der Schwachen, Weisheit, Toren klug zu machen; Dank für dieses Schwert im Krieg, Dank für diesen Weg zum Sieg! 141. 1. Herr, wenn um Dich allein Die Herzen sich bewegen, Dann fließt wie Himmelstau Herab Dein reicher Segen. Drum ziehe uns mit Macht Auch jetzt zu Dir empor. Gib Stille des Gemüts, Und heil'ge Mund und Ohr! 107- 2. Verscheuche gnädiglich Des Feindes böse Mächte, Erfüll' mit Deinem Geist Die Seele Deiner Knechte! Ja, lege Deine Kraft In jedes Wort hinein, Und lasse Herz und Sinn Auf Dich gerichtet sein! 142. 1. Herr, Du hast uns erworben, Erkauft mit Deinem Blut; Du bist für uns gestorben, Du machtest alles gut. Dein Tod ist unser Leben, Du trugst die ganze Schuld; Haft selbst Dich uns gegeben, Preis Dir für solche Huld! 2. Kein Tod kann uns nun schrecken. Wer glaubt, der stirbt nicht mehr, Du wirst ihn auferwecken Bei Deiner Wiederkehr. „ Ich leb'- und ihr sollt leben", So hast Du einst geſagt, Wirst uns zu Dir erheben, Noch eh' der Morgen tagt. 3. Dann wird auch das verschlungen, Was sterblich jetzt noch ist; Du hast den Sieg errungen, Der Du das Leben bist. Drum komm, laß Dein Erscheinen In einem sel'gen Nu Uns allesamt vereinen Bei Dir in ewger Ruh'! - 108 143. 1. Es ist das ewige Erbarmen, Das alles Denken übersteigt, Deß, der mit offnen Liebesarmen Sich nieder zu den Sündern neigt; Der uns von Fluch und Tod befreit, :,: Uns führt zu Jesu Herrlichkeit.:,: 2. Wir sollten nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein; Deswegen kam der Sohn auf Erden Und nahm hernach den Himmel ein; So kommet nun vom Gnadenthron :,: Der Gnade Fülle durch den Sohn.:;: 3. Gnade, welche alle Sünden Durch Christi Blut jetzt tilgen kann, Und läßt nun allerorts verkünden Vergebung, Frieden jedermann. Das ew'ge Heil ist jetzt bereit; :: O wunderbare Gnadenzeit!:,: 144. 1. Großer Heiland der Verlornen, Gottes heil'ges Opferlamm, Dorngekrönt, mit Fluch beladen, Hingst Du an des Kreuzes Stamm! 2. Dich, den Herrn, den Fürst des Lebens, Traf der Menschen Spott und Hohn; Dir, dem Reinen, Fleckenlosen, Ward der Sünde bittrer Lohn. 3. Rings von Todesnacht umgeben, Hast Du unsre Schuld gesühnt; Still und stumm, von Gott verlassen, Trugest Du was wir verdient. 6 109- - 4. Aus den Toten auferstanden, Thronst Du als des Menschen Sohn Jetzt zur Rechten Gottes droben Sünder gab Er Dir zum Lohn! - 5. Großer Heiland der Verlornen! Wer jetzt gläubig Dir vertraut, Der wird nimmermehr zu Schanden, Hat auf Felsengrund gebaut. 145. 1. Herr, lenke unsern Sinn empor, Ünd öffne gnädig jedes Ohr, Führ' durch den Geist ins Wort uns ein Und laß es unsre Speise sein! 2. Daß jedes Herz gesammelt ſei, Mach' uns von Sorg' und Unruh' frei; Bewege Du des Herzens Grund Und tu' uns Deine Gnade kund! 3. An Lebenswassern, still und rein, Laß alle uns gelagert sein; Gib selbst das gute, rechte Wort, Du Leibes- Heiland, Hirt und Hort! 146. 1. Jesus, Du hast uns die ew'ge Erlösung erfunden, Fried' und Gerechtigkeit hast Du am Kreuze verbunden, Dwie Dein Blut Wunder der Gnade nun tut! Leben entströmt Deinen Wunden. - 110 1 2. Preis Dir, o großer Erretter, Du hast es vollendet, Wer nun in Reue und Glauben zu Dir, Herr, sich wendet, Der wird versöhnt, Der wird mit Gnaden gekrönt! Frieden Dein Wort ihm nun spendet. 3. Wenn auch die Sonne erlischt an dem Himmelsgewölbe, Stürzen die Berge ins Meer auch, Du bleibest Derselbe. Du wankest nicht, Hältst, was Dein Wort uns verspricht! Treu bist Du, ewig Derselbe. 147. 1. Herr, Dein Wort ist Geist und Leben, Zum Licht und Heile uns gegeben, Wie haben wir's so oft verspürt! Bist auch heute uns begegnet, Hast mild und gnädiglich geſegnet, Auf grüne Auen uns geführt. Du schließt Dein Wort uns auf, Stärkst uns im Pilgerlauf, Bis zum Ziele, Zu jeder Frist. Wie selig ist, Daß Du selbst unser Hirte biſt! 2. Als die Schäflein Deiner Herde, Die Du erkauft von dieser Erde, Sind wir nun Dein in Ewigkeit. Laß das Wort aus Deinem Munde, Das neu Du gabst in dieser Stunde, Auch mit uns gehen durch die Zeit! Herr, lehr' uns wachend stehn, Und wartend auf Dich sehn, Treu im Kleinen! Bald ruhen wir, D Herr, bei Dir, Und preisen dann Dich für und für. 50mm isid uits du 1 imsusi mies julk misijjait sus dah d ng dim 021 edmu 1 90 Lieder zum Gebrauch bei der Verkündigung des Evangeliums. 90 1. 90 dia- trut dip Mel.: Was Gott thut, das ist wohlgethan. 1. Wir nah'n zu Dir, dem Heiland Gott, Wir nah'n dem Thron der Gnade. Gericht und Tod Du gabst den Sohn; Fand Er auf Seinem Pfade. Und was Ihn trieb, War Seine Lieb', - Als Er Sein theures Leben Für Sünder hingegeben. ik od 13 pris om ble hot fillior store 2. wirke mächtig durch Dein Wort, Daß wir auf Jesum schauen; Sein Werk sei unser Zufluchtsort, Worauf allein wir bauen. Erbarme Dich! Erbarme Dich! O laß uns Gnade finden, Befreiung von den Sünden! Für solche, die Dich hassen Dich selbst und alles gibst. 2. Mel.: Die Gnade sei mit allen. 1. Kein Mensch vermag's zu fassen 2 Nur Lieb' hat Dich getrieben Wie Du, Herr, Sünder liebst, An's Kreuz für meine Schuld; Und ach! ich bin geblieben Stets falt bei solcher Huld. 3. Auf allen meinen Pfaden Gingst Du voll Lieb' mir nach, Hast oft mich eingeladen; Doch nichts mein Herze brach. 70- - 4. Auch jetzt in dieser Stunde Ruft Deine Liebe mir. Ich fleh' aus tiefstem Grunde: Herr, ziehe mich zu Dir! 5. Laß jezt mich Gnade finden! Ich komme, wie ich bin. Befrei' mich von den Sünden, Erneu're Herz und Sinn. 3. Mel.: Hallelujah, Gott zu loben. 1. Seele, willst du Ruhe finden, Such' sie nicht in dieser Welt. Was sie gibt, wird bald verschwinden, Ihre Freud' in nichts zerfällt. Jesus nur gibt wahre Ruh', Drum zu Jeju eil' auch Du. 2. Er gab hin Sein theures Leben, Auf dem Kreuze floß Sein Blut, Hat für Sünder sich gegeben, Trug für sie des Zornes Glut; Jesus nur gibt wahre Ruh', Drum zu Jesu eil' auch Du! ind dusko un 3. Eigne Werke nur ermüden, Das Gewissen bleibt beschwert. Siehe, Er erwarb den Frieden, Er ist's, der Dein Heil begehrt. Jesus nur gibt wahre Ruh', Drum zu Jesu eil' auch Du. is 9 4. Mel.: O wie unaussprechlich selig. 1. Nur zu Jesu eil', o Seele, Der am Kreuz für Sünder starb; Ihn allein zum Ruhort wähle, Der dem Sünder Heil erwarb. de esp 71- 2. Seine Lieb' ist ohne Schranken, Seine Gnad' unendlich reich, Seine Treue fann nicht wanken, Nichts kommt Seiner Güte gleich. 3. Jeder Sünder ist willkommen, Der von Herzen Ihm vertraut; Gnädiglich wird aufgenommen, Wer auf eigne Werk' nicht baut. 4. Er gibt immer neue Gnade, Alles, was das Herz erfreut; Hilft getreu auf jedem Pfade, Führet ein zur Herrlichkeit. 5. Mel.: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'. 1. Lebenswort! wer dankt genug, Daß Du im Fleisch gekommen, Und nach der Liebe tiefstem Zug Das Knechtsbild angenommen? Du schämtest Dich der Sünder nicht, Gingst selber für sie ins Gericht Und starbst für ihre Sünden. 2. Kein Mensch dies Wunder fassen kann, Kein Engel kann's verstehen; Der Glaube schaut's und betet an, Bewundert, was geschehen. Drum sei Dir unser Lob geweiht, Denn Dir, dem Herrn der Herrlichkeit, Lob, Ehr' und Ruhm gebühret. 6. Mel.: Wie schön leucht't uns der Morgenstern.. O welch ein Heiland, Herr, bist Du! Der Sünder findet süße Ruh', Die niemand kann ergründen. Ein Abgrund der Barmherzigkeit, Verschlingt ein Meer voll Herzeleid; Du starbst für unsre Sünden. Ja Du, Jesu, Hast Dein Leben hingegeben, um von Sünden Uns auf ewig zu entbinden. 150 1. Diese Zeit der Gnad' Ihrem Ende naht. Eile drum zur Lebensquelle, Deren Wasser, rein und helle, Für die Ewigkeit Dir das Leben beut. 72 7. Mel.: Seelenbräutigam. 2. Er, der für uns starb, Ew'ges Heil erwarb, Ist zum Himmel aufgenommen, Wird gewißlich wiederkommen, Angethan mit Macht, Herrlichkeit und Pracht. - 3. Nah' ist dieser Tag, Voll von Weh' und Ach! Wo der Herr mit all' den Seinen Allen sichtbar wird erscheinen, Zum Gericht bereit In Gerechtigkeit. 4. Wehe dann der Welt, Die sich sicher hält! Ew'ge Qual wird jeder finden, Der nicht Rettung von den Sünden Und des Zornes Glut Fand in Jesu Blut. 5. Doch noch ist es Zeit; Jesus steht bereit, Dich zu retten und zu segnen, and Will in Gnade dir begegnen. Darum komm' noch heut'! Jesus steht bereit. 8. Mel.: Jesu, wahre Lebensquelle. 1. Jesu, Heiland, Freund der Sünder, Reich an Liebe, Macht und Gnad'; Du, des Todes Ueberwinder, Rette mich vom Sündenpfad! Deffne mir die Gnadenpforte, Lehr' mich trauen Deinem Worte; Nimm mich an, so wie ich bin, Laß mich dem Gericht entflieh'n! 2. Ja, nur Du kannst Frieden geben, Nur Dein Blut tilgt meine Schuld; Nußlos ist mein eignes Streben; O, so wirk' durch Deine Huld, Daß ich möge glaubend schauen Nur auf Dich, und fest vertrauen, Daß Dein Werk auf Golgatha Auch zu meinem Heil geschah. 1 dm do ** 9. Mel.: Allein Gott in der Höh' sei Ehr'. 1. Es starb für Sünder Gottes Sohn, Als Er im Fleisch gekommen. Jetzt fizet Er auf Gottes Thron, Doch wird Er wiederkommen. Es freuet sich, wer an Ihn glaubt, Erhebet hoffnungsvoll sein Haupt stond di Und rufet: ,, Komm, Herr Jesu!" 73- 2. Drum eil' auch du zum Thron' der Gnad', Bleib' nicht des Feindes Beute; Verlasse deinen Sündenpfad, Verlasse ihn noch heute! Der Heiland ladet heut' dich ein, Er selbst will dein Erretter sein, Will ewig dich erfreuen. 12 10. Mel.: Die Gnade sei mit allen. 1. Einst kam auf diese Erde Der Heiland, arm und schwach, Fand Mühe und Beschwerde, Fand Elend, Noth und Schmach. nod samono.D 517 398 0 1. Noch ist die Gnadenpforte Verlornen aufgethan, Noch höret man die Worte: ,, Er nimmt die Sünder an!" 2. Noch kannst du Jesum finden, Der dir Gerechtigkeit Und Heilung von den Sünden Aus freier Gnade beut. # 6 mie 8.8 193 2. Zum Himmel kehrt' Er wieder, 4. Drum laßt uns zu Ihm eilen Als Er Sein Werk vollbracht, Kommt bald auf's neu' hernieder In Herrlichkeit und Macht. 3. Erst führt Er heim die Seinen, Führt sie ins ew'ge Licht, Und dann wird Er erscheinen Zum großen Weltgericht. 11. Mel. Christus, der ist mein Leben. Jeßt, in der Gnadenzeit; Nicht länger laßt uns weilen, Sein Kommen ist bereit. 3. Was ist's doch, daß du säumest Und ferne von Ihm stehst, Und von dem Weltglück träumeft, Bis du verloren gehst? 4. D Seele, laß dich retten Zu dieser deiner Zeit Durch Den, der aus den Ketten Der Sünde dich befreit. 74 5. Gib Jhm dein Herz zu eigen, Er hat ein Recht daran; Er wird sich zu dir neigen, ,, Er nimmt die Sünder an!" 1. Eine Quelle von Erbarmen Bist, o treuer Hirte, Du; Ja, Du suchst und trägst die armen Schäflein hin zu Deiner Ruh'! I 12. Mel.: O wie unaussprechlich selig. 2. Liebe war es, die Dich brachte Aus des Vaters Schoß herab; Liebe, die an uns gedachte, ad Als Du sankst in Tod und Grab. 3. Liebe sucht auf allen Wegen Den verlornen Sünder auf; Liebe eilet ihm entgegen, Wenn er blickt zu Dir hinauf. 13. Mel.: Dank Dir, o Herr, daß Gold und Schäße. 1. Wo ist Versöhnung doch zu finden Für alle Sünder, groß und klein? Bei Jesu; denn Er trug die Sünden, Nur Er kann die Versöhnung sein. 2. Wer gibt der Seele wahren Frieden Und Ruhe schon in dieser Welt? Nur Jesus, der am Kreuz hienieden Sich selbst zum Opfer hat gestellt. - De 3. Wer bringt vom Tode uns zum Leben, Und wer macht vom Gericht uns frei?- Nur Jesus, der sich hingegeben, Nur Er, Er machet alles neu. 4. Auf Ihn will ich im Glauben schauen, Will zu Ihm kommen, wie ich bin, Will völlig Seiner Lieb' vertrauen Und Ihm ergeben Herz und Sinn. 313 2 10 200 S - 14. Mel.: Christus, der ist mein Leben. 1. Es ruft der gute Hirte: Kommt alle her zu mir!" Er sucht, was sich verirrte In dieser Wüsté hier. 2. Er fam voll Gnad' und Liebe Aus Seines Vaters Schoß, Und trug aus freiem Triebe Die Sünden, klein und groß. Mel.: 1. Wer ist wohl wie Du, Jesu, süße Ruh'! Bist vom Vater auserforen, Zu erretten, was verloren. Wer ist wohl wie Du, Jesu, süße Ruh'! 75 3. Er hat den Tod erduldet, Am Kreuze floß Sein Blut; Was Sünder hier verschuldet, Hat dort auf Ihm geruht. 4. Jeßt ist Er aufgenommen Und ladet alle ein; 15. 1. Kommt alle, laßt uns gehen Zu Jesu, unserm Herrn, Und kindlich zu Ihm flehen, Er hilft uns ja so gern. Nur Er, Er kann uns geben, Was nie die Welt uns beut, Errettung, ew'ges Leben Und ew'ge Herrlichkeit. Wer glaubt, ist Ihm willkommen, Er suchet Groß und Klein. Seelenbräutigam. 2. Du gingst in den Tod, Littest Angst und Noth; Bist am Kreuz für uns gerichtet, Hast der Sünde Macht vernichtet. Kein Gericht mehr droht, Du gingst in den Tod. 3. Deiner Liebe Macht Hat das Werk vollbracht; Und Du gingst zum Vater wieder, Der Dich sandt' zu uns hernieder, Als das Werk vollbracht Deiner Liebe Macht. 16. Mel.: Es kennt der Herr die Seinen. 2. Denn Er, Er gab Sein Leben Für Sünder in den Tod; Er will uns alles geben, Befrei'n aus aller Noth. Drum laßt uns zu Ihm gehen, Zu Jesu, unserm Herrn, Und kindlich zu Ihm flehen, Er hilft uns ja so gern. 76 17. Mel.: Jesu 1. Komme doch! Komme doch! Komm' zu Jesu, komme doch! Er, der beste, treuste Hirte, Sucht Verlorne, sucht Verirrte, Sucht auch dich und rufet dir: ,, Komm', o komm' auch du zu mir!" doi Du, Jesu Du. 2. Höre Ihn! Höre Ihn!.I Höre Jesum, höre Ihn! Denn ein unaussprechlich Lieben Hat hernieder Ihn getrieben; Sünd' und Schuld Er auf sich 12 duu onn nahm, Ward für Dich zum Opferlamm. nisl din 3. Glaube Ihm! Glaube Ihm, Deinem Retter! glaube Jhm, Daß Er selbst Sein theures Leben Willig für dich hingegeben, Als Er dort am Kreuze starb, Heil und Rettung dir erwarb. 18. Mel.: O wie unaussprechlich selig. 1. Sünder, willst du Ruhe finden? Jesus gibt sie dir allein, Der am Kreuze trug die Sünden, Führt dich auch zur Ruhe ein. 2. Sünder, willst du Freude haben, Sel'ge Freude hier und dort? Jesus nur hat solche Gaben, Er nimmt allen Kummer fort. - 3. Sünder, willst du ewig leben, Ganz von Sünd' und Tod befreit? Jesus nur kann dich erheben Zu des Vaters Herrlichkeit. 4.O so eile Jhm entgegen, Sieh', Er wartet schon auf dich, Geht Dir nach auf allen Wegen, Dich zu segnen ewiglich. sal - 77 19. Mel.: Wirf Sorge und Schmerz. Mo 1100 min 88.8 1. Wie gut ist der Herr! Wer liebet wie Er! Wer hat solch' Erbarmen für Sünder! 2. Er kam auf die Erd', Von keinem begehrt, Von allen gehaßt und verachtet. 3. Er zog durch das Land Mit segnender Hand, Half allen, die Hülfe begehrten. 003 4. Er ging in den Tod, Verherrlichte Gott, Erwarb uns Versöhnung und Leben. 5. Sein Werk ist vollbracht; Besiegt ist die Macht, Die uns hielt im Tode gefangen. 1130 20. O He Mel.: Hallelujah, Gott zu loben. 1. Kehre um, verlorne Seele! Gottes gnadenreiches Herz Beut Vergebung Deinem Fehle, Balsam für den Sündenschmerz. Du darfst kommen, wie Du biſt, Er liebt, weil Er Liebe ist. 2. Seinen Sohn hat Er gegeben In den Tod und ins Gericht; Daß du ewig solltest leben, Vor des Vaters Angesicht. Du darfst kommen, wie du bist, Er liebt, weil Er Liebe ist. 18119 g 224579 2 Inches 1 Centimetres Blue 2 3 4 Cyan 2 5 3 1+ 1, ³1 ¹6 17 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 4 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8