194 Stahlstich v. Carl Mayer's Kunst Anstalf in Nürnberg Nehmet hin und ellet, das ist mein Leib. Matth. 26, 26. Verlag von C. Etlinger in Würzburg Die heilige Meffe, wie sie der Priester am Altare bethet; nebst Angabe und Erklärung der Bestandtheile und Ceremonien derselben von Leonh. Goffine. Dillingen. In Commission der Aulinger'schen Verlagshandlung. 1846. 15: to sindiomis sa ist so a la vite din indole us. naj dan dau slinkako Vorwort. Um dem heil. Meßopfer auf eine würdige Weise beizuwohnen, ist es nöthig: daß jeder Christ dasselbe mit den reinsten Gesinnungen und der vollsten Aufmerksamkeit besuche; um der höchsten Majestät Gottes die schuldigste Huldigung seiner Unterwürfigkeit zu leisten Ihr für alle leiblichen und geistigen Wohlthaten zu von Ihr mit einem demüthigen Herzen die Vergebung seiner Sünden danken - - zu erflehen, und Ihre Hilfe für alle seine Bedürfnisse und seine Angehörigen und jene der Kirche und des Vaterlandes zu er= bitten. Diesem Zwecke und zur Ehre Gottes sei dieses Büchlein gewidmet, # 30131 g 8 11 gri vom ing du Aher Herausgeber. Kurzer Unterricht über die Bestandtheile und Cere monien der h. Mesſe. Die Hl. Messe besteht aus drei Haupttheilen, nämlich: 1) der Opferung, 2) der Wandlung oder Consecration, und 3) der Communion oder dem Genusse des Leibes und Blutes Christi, sammt einer Vor- und Nachmesse. Die Vormesse begreift erstens in sich das Staffelgebeth und den Introitus. Das Staffelgebeth besteht aus einigen Versen, aus den Psalmen, aus Ps. 42, dem Sündenbekenntnisse oder Confiteor und der Lossprechung oder Abfolution, und wird so genannt, weil es an den Stufen des Altars verrichtet wird, indem der Priester sich für unwürdig hält, den Altar zu besteigen, ehe er vereint mit dem Volke um Verzeihung der Sünden gebethen hat. Der Priester bezeichnet sich bei dem Staffelgebethe und sonst mehrmal mit dem Kreuze und erhebt öfters, z. B. bei dem Dominus vobiscum, d. i. der Herr sei mit euch, die Hände gen Himmel zum Zeichen, daß er alles Heil von oben durch Christus, den Gekreuzigten, erwarte, der jetzt zur Rechten des Vaters sizt. Wenn er nach dem Staffelgebethe den Altar küßt, so zeigt dieß hier, und so oft es geschieht, seine Liebe und Ehrfurcht zu Jesus Christus an, Der Sich auf dem Altare opfert, und unter diesem selbst vorgestellt wid, da Er der Stein ist, den die Bauleute verworfen haben, der aber dennoch zum Ecksteine geworden. 1* Das Rauchwerk, womit in Hochämtern vor dem Introitus und nach dem Offertorium der Altar und die Opfergaben beräuchert werden, soll uns erinnern, daß wir uns Gott selbst aufopfern und Shm ein Wohlgeruch Christi sein sollen( 2. Kor. 2, 15).- Der Introitus oder Eingang besteht gleichfalls aus einigen Versen und dem Gloria patri oder Ehre sei Gott dem Vater 2c. Hierauf bethet der Priester abwechslungsweise mit dem Volke oder den Altardienern, die dessen Stelle vertreten, dreimal, Kyrie eleison, d. i. Herr erbarme Dich unser! Dreimal: Christe eleison, und dann noch dreimal: Kyrieeleison. Als Grund für diese dreimal wiederholte Bitte führt der hl. Thomas von Aquin folgendes an: ,, Dreimal," sagt er ,,, wird es gesprochen für Gott den Vater, dreimal für Gott den Sohn, und dreimal für Gott den heil. Geist, wegen des dreifachen Uebels des Menschen, das da heißt: Unwissenheit, Schuld und Strafe." Das Gloria ist jener Lobgesang, den die Engel in der heil. Weihnacht sangen: Ehre sei Gott in der Höhe ze. Die Kirche vermehrte diesen Lobgesang, und stimmt nach dem Kyrie eleison an, ausgenommen im Advent und in der Fasten, bei Messen in der blauen oder Bußfarbe und bei denen für Verstorbene. Bevor der Priester die Oratio oder Collecta( d. i. Sammelgebeth, weil darin die Wünsche und Bitten aller Gläubigen in Eins gesammelt Gott vorgetragen werden) bethet, spricht er zum Volke gewendet: Dominus vobiscum, d. i. der Herr sei mit euch, worauf das Volk antwortet: und mit deinem Geiste Das Gebeth selbst beginnt er mit Oremus, d. h. lasset uns bethen! Auf das Gebeth 5 folgt die Lectio oder die Lesung, welche auch Epistel genannt wird, weil sie meistens aus den Briefen der Apostel genommen ist. Nach Beendigung derselben antwortet der Meßdiener: Deo Gratias, d. i. Gott sei Dank ( daß er uns durch die Apostel 2c. so viel Schönes und Heilsames gelehrt hat). Hierauf kommen: das Graduale, das Alleluja, der Tractus, die Sequenz. Das Graduale oder der Staffelgesang, so genannt, weil es ehedem auf einem erhöhten Orte gesungen wurde, besteht aus einigen Psalmenversen. Das Alleluja, d i. lobet Gott, ist ein Freudengesang, und wird in der Fasten ausgelassen. Statt dessen bethet man an solchen Bußtagen in langsamem und traurigem, gleichsam gezogenem Tone einige Verse, die deßhalb Tractus heißen. Die Segnungen sind kirchliche Gesänge, welche an einigen Festen und in den Seelenmessen vorkommen. Jetzt bethet der Priester in der Mitte des Altars ein kurzes Gebeth: Munda cor meum, d. h. reinige mein Herz, worin er Gott bittet, daß Er ihm die Gnade verleihen möge, sein Evangelium würdig zu verkünden. Hierauf liest oder singt er das Evangelium, welches er mit Dominus vobiscum und mit Sequentia sancti evangelii, d. i. Folgendes aus dem Evangelium des 2c. beginnt, worauf das Volk Gloria tibi Domini, d. i. Ruhm sei Dir, o Herr! antwortet. Am Schlusse sagt es: Laus tibi Christi!- Lob sei Dir, o Christus! und der Priester: Durch die Worte des Evangeliums sollen unsere Sünden getilgt werden. Nach dem Evangelium wurde in der ältesten Zeit die Predigt gehalten. Wenn dieß 63 heutzutage nicht mehr überall der Fall ist, so muß man sich doch erinnern, daß die Predigt ein ergänzender Bestandtheil der Sonn- und Festtags- Messe ist, und daß das zweite Kirchengebot nur Derjenige recht erfüllt, der auch die Predigt aufmerksam und andächtig anhört. Das Credo, d. i. ,, Ich glaube," ist das nicänische Glaubensbekenntniß, und wird an allen Sonn und Festtagen und während deren Oktaven an den Festen Mariens, der Apostel und der Kirchenlehrer gebethet. Hierauf folgt der erste Haupttheil der heil. Messe, das wim Offertorium oder die Opferung. Der Priester nimmt Brod und Wein und bringt es Gott mit der Bitte dar, daß er diese Opfergaben segnen und zu einem wohlgefälligen Opfer werden lassen wolle. Hierauf wäscht er sich die Hände, zum Zeichen jener vollkommenen Reinigkeit, welche zur Darbringung des heil. Opfers erforderlich ist, und nachdem er in der Mitte des Altars ein kurzes Gebeth zu der allerheiligsten Dreieinigkeit verrichtet hat, wendet er sich zum Volke und ermahnt es zum Gebethe mit den Worten: Orate fratres, bethet Brüder. Der Diener antwortet ihm, daß Gott sein Opfer gnädig annehmen wolle, worauf der Priester Amen sagt und dann die Secreta, d. i. das Stillgebeth bethet. Auf das Stillgebeth folgt die Präfation, d. i. Eingang oder Vorrede( zur eigentlichen Messe oder zum Canon). Sie enthält eine Danksagung, welche nach den verschiedenen Geheimnissen, die man feiert, verschieden ist, und eine Aufforderung, mit den Engeln und himmlischen Geistern 7 Gott und dem unbefleckten Lamme zu lobsingen, welches nun bald Sein Opfer auf dem Altare erneuern wird. Der Canon enthält drei Theile: der erste begreift die Gebethe vor der Wandlung, der zweite die Wandlung, der dritte die Gebethe nach der Wandlung bis zum Pater noster, wo sich der Canon schließt, in sich. Vor der Wandlung oder Consecration steht der Priester fürbittend zwischen Gott und den Menschen, und bittet zuerst in dem Gebethe Te igitur für die ganze katholische Kirche sammt ihren Oberhirten, für den Landesfürsten und alle Gläubigen. Dann( in dem Memento) berhet er für Jene, welche entweder dieses Opfer verrichten lassen oder ihm besonders zum Gebethe empfohlen sind. Hierauf in den Communicantes gesellt er sich im Geiste zu den Schaaren der Heiligen im Himmel, um durch die Vereinigung mit ihnen und durch ihre Fürbitte zur Verrichtung des hl. Opfers gereinigt und gestärkt zu werden. Nun breitet er( während des Gebethes Hanc igitur) seine Hände über Brød und Wein, und sein Gebeth wird immer heißer, sein Flehen immer dringender, Gott wolle dieses Opfer zu einem durch Ihn gesegneten, Ihm geweihten und angenehmen machen, es möge daraus wie beim letzten Abendmahle der wahre Leib und das wahre Blut Jesu Christi werden. Nach diesem folgt die Wandlung oder Consecration, welche in dem Aussprechen der Einseßungsworte über Brod und Wein besteht, die hiedurch 8 wunderbarer und geheimnißvoller Weise in den Leib und das Blut Christi verwandelt, und hierauf von dem Priester in die Höhe gehoben und von ihm und dem Volke in tiefster Demuth angebethet werden. Nach der Wandlung bittet der Priester Gott, daß er die verwandelten Gaben, das Opfer des neuen Bundes gnädig von seinen Händen aufnehme, wie Er einst das Erstlingsopfer Abels und das vorbildende Opfer Abrahams und Melchisedechs aufgenommen. Hierauf bethet er das Memento für die Verstorbenen und gedenkt dann in dem Nobis quoque peccatoribus seiner selbst und aller andern unwürdigen Sünder, die noch am Leben sind, und bittet Gott, er möge ihn und die Gläubigen einst Theil nehmen lassen an der Herrlichkeit der Auserwählten Gottes durch Jesum Christum, durch welchen allein Heiligung und wahres Leben gegeben wird. Hiemit endet der Canon oder die Stillmesse und folgen die Gebethe vor und bei der Communion. Der Priester wagt nun jenes Gebeth, welches uns Jesus Christus selbst gelehrt hat, das Pater noster oder Vater unser, laut zu bethen. Das Brechen des verwandelten Brodes über dem Kelche, welches auf das Pater noster folgt, soll uns an den gewaltsamen Tod des Heilandes erinnern. Bei dem Agnus Dei neigen wir uns tief vor Jesus, unserm Opferlamme, dreimal sprechend: Lamm Gottes! Das Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser!( Das dritte Mal: schenke uns den Frieden!) 9 Nach diesem bethet der Priester um den Frieden der ganzen Kirche( ausgenommen in den Seelenmessen, wo dieses Gebeth ausgelassen wird), bittet mit immer größerer Andacht um die Gnade, Jesum Christum würdig zu empfangen, und spricht dreimal das Domine non sum dignus, d. h. o Herr! ich bin nicht würdig, daß Du eingehest unter mein Dach, sondern sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund! Nun genießt er den Leib und das Blut Jesu Christi, und theilt dann das allerheiligste Sakrament des Altars auch den Gläubigen, die es genießen wollen, aus. Damit sind die Haupttheile der Messe zu Ende: es folgt die Nachmesse, und zwar zuerst die Communio, d. h. ein kurzes, aus einigen Psalmen bestehendes Gebeth, welches der Priester auf der Epistelseite bethet. Nachdem er hierauf das Dominus vobiscum 2c., wie bei der Collecte, gesprochen, bethet er die Postcommunio, welche gewöhnlich eine Danksagung für die große Gnade, die der Herr Seinem Diener und dem Volke durch die Mittheilung des allerheiligsten Altarsgeheimnisses erwiesen hat, enthält.( Wenn mehrere Collecten sind, so sind auch mehrere Postcommunionen, wie dieß auch bei den Secreten der Fall ist.)- Hierauf werden die Gläubiger durch das Ite, Missa est, d. i. Gehet, die Messe ist vollendet, entlassen, nachdem sie noch von dem Priester gesegnet und ihnen in dem Evangelium Johannis das große Geheimniß der Menschwerdung Jesu Christi zur Betrachtung vorgelegt 10 worden. Die ganze heilige Opferhandlung endigt mit den Worten Deo gratias, d. i. Gott sei Dank! Man kann die Ceremonien der Messe auch sinnbildlich auffassen, und sich vorstellen: beim Ausgang des Priesters aus der Sacristei- wie Gott der Sohn aus dem Schoose des Vaters hervorgegangen; bei dem Staffelgebethe wie der Sohn Gottes sich um unsertwillen Selbst entäußert und Knechtsgestalt angenommen hat; bei dem erstmaligen Küssen des Altars und bei dem Introitus- wie die Altvordern sich nach dem Heiland gesehnt haben; bei dem Kyrie eleison- wie die Menschheit unter dreifachem Uebel: Unwissenheit, Schuld, Strafe seusze und von Gott Hilfe erwarte; bei dem Gloria wie die Engel Gott wegen der Geburt Seines Sohnes im Fleische lobsangen; bei dem Gebethe- wie Christus im Tempel dargestellt worden; bei der Epistel wie Johannes der Täufer den Juden das Reich Gottes verkündiget hat; bei dem Graduale und Tractus- wie die Juden auf diese Predigt hin über ihre Sünden geweint und Buße gethan; bei dem Alleluja und der Sequenz- wie die Bekehrten an Christo ihre Freude gehabt; bei dem Evangelium, das auf der andern Seite des Altars gelesen wird, wie Christus auch für die Heiden gekommen, oder wie Sein Evangelium zum Heile allen Völker gegeben ist; bei dem Credo- wie die Juden und Heiden an Christum geglaubt haben, und wie auch wir an Ihn glauben und unsern Glauben durch Wort und That bekennen müſsen; bei dem Offertorium- wie schon am Ende der Predigt Christi einige Heiden ihm das Opfer ihres Glaubens dargebracht haben, und wie Er nun Sein Leiden, das in der Messe dargestellt wird, für uns be- — 11 ginnt; bei der Präfation wie Christus am Palmtage im Triumph in Jerusalem eingezogen, wobei Engel und Kinder: Hosanna; gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn 2c. sangen, bei dem Canon, der still gebethet wird wie Christus, der Sohn Gottes, bei diesem bl. Opfer wirklich verborgen zugegen sei; bei den drei ersten Kreuzzeichen über die Opfergaben wie Er dreifach in den Tod dahin gegeben worden, von dem Vater nämlich, von Judas und von den Juden; bei den andern fünf Kreuzzeichen- wie vom Palmtage bis zu Seinem Tode- fünf Tage verflossen; bei der Consecration- wie er bei dem letzten Abendmahle die Dahingabe Seines Fleisches und Blutes für die Erlösung von Juden und Heiden, oder von Leib und Seele, und ebenso bei der Erhebung der Hostie und des Kelches und bei den darauf folgenden fünf Kreuzzeichen- wie Er Seine Erhöhung am Kreuze und Seine heil. fünf Wunden vorangezeigt; bei dem Gebethe: ,, Wir bitten Dich flehentlich zc." wie Er am Delberge gebethet hat, und von dem Engel gestärkt worden; bei dem dabei stattfindenden Kusse des Altars( wodurch wir Christo unsere Anbethung bezeugen), wie Judas feinen Herrn mit einem falschen Kusse verrathen; bei den drei Kreuzzeichen( über das Brod, den Kelch und über den Priester selbst) wie Jesus dreifach ist verspottet worden, nämlich von den Hohenpriestern, von Herodes und Pilatus; bei dem Gebethe: ,, Auch uns Sündern" wie die Juden gerufen: ,, Sein Blut komme über uns und unsere Kinder," wir aber nichts sehnlicher wünschen, als daß es uns zum Heile gereiche; bei den nächstfolgenden drei oder sechs Kreuzzeichen- wie Christus um die dritte Stunde - - 12 nach Zählung der Juden, um die sechste nach der der Heiden gekreuzigt worden; bei den zwei letzten- wie seine Seele vom Leibe geschieden ist, oder auch wie Er drei Stunden lebendig, drei todt am Kreuze gehangen, und Blut und Wasser aus seiner Seite geflossen ist; bei der kleinen Erhebung des Kelches und der Wegnahme der Palla- wie bei dessen Tode der Vorhang des Tempels zerrissen ist, und bei dem Wiederhinstellen des Kelches und der Bedeckung desselben mit der Palla wie Er in's wie Grab gelegt und ein Stein davor gewälzt worden; bei dem Zurücktreten des Diacons( in feierlichen Messen)- wie Joseph von Arimathia und Nicodemus von dem Grabe zurückgekommen; bei dem Pater noster, das mit lauter Stimme gelesen wird wie die Frauen um den Herrn geweint und geschrieen haben, oder wie Er am Kreuze Heben Worte( gleich den sieben Bitten des Baterunsers) gebethet hat; bei dem Hervornehmen der Paten die Frauen zum Grabe gegangen; bei dem: ,, Befreie uns, o Herr!" wie die heil. Väter aus der Vorhölle befreit worden; bei dem Küssen der Paten, wie Christus das Verlangen der Frauen nach seiner Auferstehung zu stillen im Begriffe stand; bei der Abnahme der Palla vom Kelche wie der Stein von dem Grabe gewälzt worden, und Christus auferstanden; beim Brechen der Hostie in drei Theile wie Christus, der Auferstandene, am Brodbrechen erkannt wurde, und wie sein geheimnisvoller Leib aus drei Theilen bestehe, nämlich aus dem Haupte, Christo Selbst, aus den Heiligen im Himmel und aus den noch leidenden und streitenden Mitgliedern Seiner Kirche; wenn der Priester die Partikel in den Kelch fallen - - - - 13 läßt- wie sich bei der Auferstehung Christi Sein Fleisch und Blut und Seine Seele wieder mit einander vereinigt haben; bei den drei Kreuzzeichen, die hiebei gegen den Rand des Kelches gemacht werden wie Er drei Tage im Grabe geblieben, oder wie Er durch die Kraft des dreieinigen Gottes auferweckt worden, und die Botschaft von seiner Auferstehung in alle vier Weltgegenden gedrungen, weßwegen auch die Stimme hiebei erhoben wird; bei dem Agnus Dei wie Christus bei verschlossenen Thüren zu Seinen Jüngern hineintrat und zu ihnen sprach: ,, Nehmet hin den heil. Geist; welchen ihr die Sünden nachlasset, denen sind sie nachgelassen 2c.; bei der Communion der Geistlichen und des Volkes wie der Herr vor seinen Jüngern gegessen und das Uebrige ihnen gegeben hat; bei der Communio( dem Verse, den der Priester nach dem Genusse und der Austheilung des allerheiligsten Altarssakraments bethet) wie die Jünger sich freuten, als sie den Herrn wieder sahen; bei dem Gebethe wie sich Christus segnend in den Himmel erhoben; bei dem Ite missa est oder gehet 2c. wie die Engel zu den Aposteln gesprochen: ,, Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr da, und schauet gen Himmel? Gehet zc., worauf sie nach Jerusalem zurückkehrten; bei dem stillen Gebethe, das hierauf folgt, dem Küssen des Altares- wie die Apostel bis Pfingsten im Verborgenen und wie aus einer Seele gebethet haben; bei dem letzten Segen- wie Vater und Sohn den heil. Geist gesendet; endlich beim letzten Evangelium wie die Apostel nach Pfingsten die Gottheit und Menschheit Christi verkündigt, dadurch aber mehr die Heiden als die Juden bekehrt haben, weßwegen auch dieses Evangelium auf der linken Seite gelesen wird. - - - - 14 - Eine andere Auslegung, worin die Theile der beil. Messe nur auf das Leiden Christi bezogen werden, ist diese: Der Priester geht zum Altare- Christus geht mit Seinen Jüngern an den Delberg. Der Priester beginnt die Messe- Christus bethet am Delberge zu Seinem himmlischen Vater. Der Priester bethet das Confiteor- Jesus fällt abermal bethend auf Sein Angesicht und schwißet Blut. Der Priester küßt den Altar- Christus wird von Judas mit einem Kusse verrathen. Der Priester geht auf die Epistelseite Christus wird zuerst zu dem Hohenpriester Annas geführt. Der Priester liest den Eingang Christus wird zu Kaiphas geführt, verhört, angespieen und mit Fäusten geschlagen. Der Priester bethet das Kyrie eleison Christus wird von Petrus verläugnet. Beim Dominus vobiscum- Christus wendet sich zu Petrus. Bei der Epistel- Christus wird zu Pilatus geführt. Bei dem Munda cor meum- Christus steht vor Pilatus. Bei dem Evangelium- Christus steht vor Herodes und wird verspottet. Bei der Entblösung des Kelches- Christus wird seiner Kleider beraubt. Der Kelch steht entblößt Jesus wird grausam gegeißelt. Der Kelch wird zugedeckt. Christus wird mit Dornen gekrönt. Der Priester wascht die Hände- Pilatus wascht vor dem Volke seine Hände und spricht: ,, Ich bin unschuldig an dem Blute dieses Gerechten." Der Priester wendet sich zum VolkePilatus stellt Christum dem Volke vor mit den Worten: ,, Ecce homo." Zur Präfation Christus wird zum Tode verurtheilt. Beim Gedächtniß für die Lebendigen- Christus trägt Sein Kreuz auf die Schädelstätte. Der Priester hält die Hände über den Kelch Veronika reicht - - - — 15 Christus das Schweißtuch. Bei der Segnung des Opferg Christus wird an das Kreuz genagelt. Bei der Erhebung der heil. Hostie- Christus wird am Kreuze erhöht. Bei der Erhebung des Kelches aus den Wunden Christi fließt Blut. Beim Gedächtniß der Verstorbenen Christus bethet am Kreuze für Seine Feinde. Der Priester schlägt an seine Brust- Bekehrung des Schächers am Kreuze. Der Priester macht mit der Hostie drei Kreuzzeichen über den Kelch- Christus wird mit Essig getränkt. Bei dem Pater noster- Christus bethet die sieben Worte am Kreuze. Bei der Zertheilung der Hostie- Christus stirbt am Kreuze. Der Priester wirft einen Theil der Hostie in den Kelch- Christi Seele steigt zur Vorhölle binab. Bei dem Agnus Dei- viele bei dem Kreuze Christi beweinen ihre Sünden. Bei der h. Communion Christus wird begraben. Bei der Reinigung des Kelches Christus wird nach Seinem Tode gesalbt. Nach der heil. Communion- Christus steht von den Todten auf. Bei dem Dominus vobiscum- Christus erscheint Seinen Jüngern. Bei den letzten Gebethen Jesus geht noch 40 Tage mit Seinen Jüngern um. Bei dem letten Dominus vobiscum- Christus fährt gen Himmel auf. Der Priester gibt den Segen der heil. Geist wird gesendet. 1 environ 10 kan man om stel - 16 Ceremonien der heiligen Messe für die Verstorbenen. Obwohl in jedem Meßopfer der im Herrn Verstorbenen gedacht und für sie gebethet wird, obwohl jede heilige Messe den Verstorbenen zugeeignet werden kann, so hat doch die Kirche schon in den frühesten Zeiten verordnet, daß an gewissen Tagen die heilige Messe mit solchen Ceremonien gehalten werde, an welchem die Gläubigen sehen, daß dieser Gottesdienst vorzüglich für die Verstorbenen verrichtet werde. Nebst dem Gedächtnißtage aller Seelen hat sie für einen jeden Gläubigen, der stirbt, zum öffentlichen Gebethe und Opfer angewiesen: den Tag des Hintritts, den dritten, den siebenten, den dreißigsten Tag nach dem Tode, und den jährlich fallenden Gedächtnißtag des Todes. Unsere Vorfahren widmeten diese Tage nach dem Hintritte eines Menschen dem Opfer und Gebethe. Sie kamen, besuchten das Grab und riefen für den Verstorbenen zu Gott; sie versammelten sich in der Kirche, und wohnten dem heil. Sühnungsopfer bei; sie baten Jesum, daß, gleichwie Er am dritten Tage glorreich von den Todten auferstanden und alle Seelen aus der Vorhölle siegend mit sich zur Herrlichkeit herausgeführt, Er auch also die Seele des Verstorbenen zu sich in die ewige Seligkeit rufen wolle.... Am siebenten Tage wiederholten sie Opfer und Gebethe. Sie erinnerten sich an die unermessene Güte des Allmächtigen, welcher, da Er Himmel und Erde und Alles, was Wesen hat, erschaffen hatte, den siebenten Tag durch die Ruhe geheiliget; sie baten Ihn, er möchte auch also die Seele des Verstorbenen nach seiner unergründlichen Barmherzigkeit mit Seiner seligen Ruhe beglücken und 17 zu dem ewigen Sabbathe aufnehmen.... Am dreißigsten Tage wurde alles dieses abermals erneuert. Sie hatten dieses von den Kindern Israels erlernt, welche ihre Todten, deren Gedächtniß geehrt war, dreißig Tage beweinten; so wurde Moses, so wurde Aaron dreißig Tage betrauert. So kamen die Gläubigen nach verflossenen dreißig Tagen wieder vor das Angesicht Gottes, durch diese Standhaftigkeit ihrer Andacht, durch die Kraft des allerheiligsten Opfers dem Verstorbenen seine Erlösung zu erwerben. Bei den heil. Opfer für die Verstorbenen wird nun ausgelassen, was Freude und Frohlocken bedeutet, und beobachtet Ulles, was Trauer und Andacht erwecket. Der Priester ist in ein schwarzes Meßgewand gekleidet. Bei dem Stufengebethe bethet er nicht den Psalm 42, in welchem David sich freuet, in den Tempel des Herrn einzutreten, weil die Kirche sich erinnert, daß die Seeken im Reinigungsorte sind, und noch nicht eingehen dürfen in die Freude des Herrn, in das Reich des Himmels. Bei dem Eingangsgebethe bezeichnet er sich nicht selbst, wie sonst, sondern das Buch mit dem heiligen Kreuze; er ruft, eingedenk seiner leidenden Mitbrüder für sie um Erbarmung, und fängt gleich seine Herzensbitte an: ,, Die ewige Ruhe' verleihe, o Herr! allen in Christus Verstorbenen, und das ewige Licht leuchte ihnen." Dieses unblutige Opfer will die Kirche nicht sowohl für sich als für die leidenden Seelen entrichten; daher bezeichnet der Priester nicht sich, sondern das Buch mit dem heiligen Kreuze. Der englische Lobgesang: ,, Ehre sey Gott in der Höhe!" wird nicht angestimmt, zum Zeichen der Trauer, 18 weil die Seelen noch nicht mit den heiligen Engeln vor dem Throne des göttlichen Lammes stehen, und ihnen noch nicht gestattet ist, den himmlischen Lobgesang mit abzusingen. Zwischen der Epistel und dem Evangelium erschallet kein Alleluja, weil es den leidenden Seelen noch nicht gestattet ist, das freudig tönende Alleluja mit der heiligen Schaar zu singen, sondern die Kirche trauernd mit den trauernden im Reinigungsorte bethet an die Gerechtigkeit Gottes in seinem Gerichte, und fleht um Barmherzigkeit, die uns gegeben ist in Jesus Christus. Dies irä dies illa. Tag des Zornes, Tag der Nache, Nach der heil'gen Büchersprache, Sinkt an dir in Staub die Welt. Ach! wie werden wir einst beben, Seh'n wir Christus niederschweben Zum Gericht, das streng er hält. O mit reuigem Gemüthe Wend' ich mich zu Deiner Güte, Nimm Dich Heiland! meiner an. Vor dem Evangelium bittet der Priester oder der Diakon nicht um den Segen und nach vorgelesenem Evangelium füßt er nicht das Buch, weil die Abgestorbenen, für welche er opfert, noch nicht den vollen Segen des göttlichen Wortes, noch nicht den Kuß des ewigen Friedens und der gänzlichen Vereinigung mit Gott empfangen haben. Bei der Opferung des Weins wird das Wasser nicht mit dem Kreuze gesegnet, weil das Wasser die lebendigen Gläubigen vorstellt und doch 19 die erste Wirkung dieses Opfers nicht den Lebenden, sondern den Verstorbenen zugeeignet wird. Vor der Communion spricht der Priester zwar dreimal: ,, O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt!" aber er ruft nicht, wie sonst, ,, etbarme dich unser!" und schlägt nicht an seine Brust, sondern fleht: ,, gib ihnen die Ruhe, gib ihnen die ewige Ruhe!" damit wir erkennen, daß das Blut des unschuldigen Lammes eigentlich für das Heil der Verstorbenen und zur Minderung ihrer Leiden gleichsam ausgegossen werde. Das Gebeth um den Frieden wird nicht gebethet, der Kuß wird nicht unter der Priesterschaft ausgetheilt, weil sich dieses Gebeth und dieser Kuß auf den Frieden der noch streitenden Kirche beziehen, und die Abgestorbenen noch nicht in die Ruhe eingegangen sind und den Kuß der gänzlichen Versöhnung mit Gott bekommen haben. Am Ende des Opfers wird nicht das feierliche Ite, missa est gesagt, sondern mit trauernder Stimme geflebt: Requiescant in pace. ,, Laß sie ruhen im Frieden!" Um was der Priester beim Anfang der heiligen Messe flehte, darum bittet er auch Gott am Ende derselben, daß Gott ihnen die Ruhe geben wolle, daß Gottes Liebe und Friede sich über sie ausgieße, ihre Leiden lindere und verkürze. Es wird über das Volk der Segen nicht gegeben, alle zu warnen, daß der geringste Fehler, die kleinste Sünde ein Hinderniß sey, von Gott gänzlich mit dem Segen beseligt zu werden, sowie es den Seelen geht, die wegen einiger Unvollkommenheiten von dem Ueberflusse des Segens noch einige Zeit entfernt sind. Die heilige Mesſe, wie sie der Priester am Altare bethet. Staffelgebeth. Der Priester bethet am Fuße des Altares: Im Namen des Vaters des Sohnes und des beil. Geistes, Amen. Nahen will ich mich zu Gottes Altar. Bolk. Zu Gott, der meine Jugend erfreut. Priester. Schaffe mir Recht, o Gott! und entscheide meinen Handel wieder das unheilige Volk: von. dem Ungerechten und Treulosen errette mich. Volk. Denn Du o Gott! bist meine Stärke. Warum hast Du mich verstoffen? Warum muß ich von Feinde gequälet, traurig einhergehen? Priester. Sende mir Dein Licht und Deine Treue herab, daß sie mich leiten und hinführen zu Deinem heiligen Berge und in Deine Hütte. Volk. Da werde ich mich nahen zu Gottes Altar, der meine Jugend erfreut. Priester. Da will ich Dich, Gott, mein Gott! mit der Harfe preisen. Warum bist Du betrübt, meine Seele? warum verwirrst Du mich? Volk. Harre auf Gott! Denn einst werde ich Ihm auch danken, Er ist mein Erretter und mein Gott. 21 Priester. Ebre sei dem Vater, und dem Sohne und dem heil. Geiste. Volk. Wie im Anfange, so jetzt und alle Zeit, in alle Ewigkeit, Amen. Priester. Nun will ich mich nahen zu Gottes Altar. Volk. Zu Gott, der meine Jugend erfreut. Priester. Unsere Hilfe kommt von dem Herrn. Volk. Der Himmel und Erde gemacht hat. Priester.( Confiteor.) Sch bekenne dem Allmächtigen, der heiligen, immer unbefleckten Jungfrau Maria, dem heil. Erzengel Michael ,. dem heil. Johannes dem Täufer, den heiligen Aposteln Petrus und Paulus, allen Heiligen, und euch), meine Brüder! daß ich viel gesündiget habe durch Gedanken, Worte und Werke. Es ist meine Schuld, meine Schuld, meine große Schuld. Darum bitte ich, die selige allezeit reine Jungfrau Maria, den heil. Johannes den Täufer, die heil. Apostel Petrus und Paulus, und euch meine Brüder! daß ihr zu Gott, unsern Herrn, für mich bethen wollet. Volk. Der allmächtige Vater erbarme sich deiner, und vergebe dir deine Sünden, und führe dich ein zum ewigen Leben. Priester. Es geschehe. Volk. Ich bekenne 2c. wie oben: nur statt: ,, ihr Brüder," Dir o Vater! und Dich o Vater! Priester. Der allmächtige Gott erbarme 22 sich eurer, und vergebe euch eure Sünden und führe euch ein zum ewigen Leben. Volk. Es geschehe! Priester. Gnade, Nachlassung, und Lossprechung von unsern Sünden ertheile uns der allmächtige und allbarmherzige Gott. Volk. Es geschehe! Priester. Herr wende Dich zu uns, und belebe uns durch Deinen allbelebenden Geist. Volf. Und Dein Volk wird sich Deiner erfreuen. Priester. Laß uns Herr! Deine Barmherzigkeit erfahren. Volk. Und schenke uns Deine Hilfe. Priester. Herr erhöre mein Gebeth. Volk. Und laß mein Rufen zu Dir kommen. Priester. Der Herr sei mit euch! Volk. Und mit deinem Geiste. Hierauf tritt der Priester hinauf zum Altar, und bethet im Hinaufgehen: Nimm, o Herr! wir bitten Dich, unsere Sünden von uns, daß wir würdig werden, in Dein Allerheiligstes mit reinem Herzen einzugehen, durch Christum unsern Herrn, Amen. In der Mitte des Altars neigt er sich und spricht: Wir bitten Dich, o Herr! durch die Verdienste Deiner Heiligen, deren Reliquien hier aufbewahrt sind, und aller übrigen Heiligen, daß Du uns alle unsre Sünden verzeihen. wollest, Amen. 23 Die Messe selbst. Die Vormesse. Der Priester auf der Epistelseite. Hochgelobt sei die allerheiligste Dreifaltigkeit und unzertheilte Einheit. Laßt uns Ihr danken, denn Sie hat an uns Barmherzigkeit gethan. Pfalm. Herr, unser Herr! wie wunderbar ist Dein Name auf dem ganzen Erdboden! Ehre sei dem Vater, dem Sohne und dem heil. Geiste, so jetzt und allezeit und in Ewigkeit Amen. Bemerkung. Dieser Eingang wechselt nach der Verschiedenheit der Sonn- und Festtage, die man feiert, mit andern ab. Priester.( In der Mitte des Altars:) Herr, erbarme Dich unser! Volk Herr, erbarme Dich unser! Priester. Herr, erbarme Dich unser! Volk. Christus, erbarme Dich unser! Priester. Christus, erbarme Dich unser! Volk. Christus, erbarme Dich unser! Priester. Herr, erbarme Dich unser! Volk. Herr, erbarme Dich unser! Priester. Herr, erbarme Dich unser! Auf das Flehen um Erbarmen und Gnade folgt sodann der Ausdruck des Dankes und der Freude über die Erlösung durch Christus oder das Gloria. In welchen Messen dieses nicht gebethet war, ist im vorhergehenden Unterrichte gejagt worden. Lobgesang oder Gloria. Ehre sei Gott in der Höhe, und Friede den Menschen auf Erden, die eines guten Willens 24 find! Wir loben Dich, wir preisen Dich, wir beten Dich an, und danken Dir wegen Deiner großen Herrlichkeit, Herr Gott, himmlischer König, Gott, allmächtiger Vater! Herr Jesu Christi! eingeborner Sohn! Herr Gott! Lamm Gottes! Sohn des Vaters! Der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser! Der Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, nimm unser Gebeth gnädig auf! Der Du sigest zur Rechten des Vaters, erbarme Dich unser! Denn Du allein bist heilig, Du allein der Herr! Du allein der Höchste- Jesu Christe! mit dem heiligen Geiste in der Herrlichkeit Gottes des Vaters Amen. Der Priester küßt den Altar, wendet sich zum Volke und spricht: Priester. Der Herr sei mit euch. Volf. Und mit Deinem Geiste. Priester.( auf der Epistelseite zum Altar gewendet): Laffet uns bethen! Allmächtiger, ewiger Gott! Du hast Deinen Dienern die Gnade verliehen, in dem Bekenntnisse des wahren Glaubens die Herrlichkeit der ewigen Dreieinigkeit anzuerkennen, und in der Macht ihrer Majestät die Einigkeit anzubethen; wir bitten Dich, verleih', daß wir durch die Kraft desselben Glaubens jederzeit vor aller Wiederwärtigkeit bewahret werden! durch unsern Herrn Jesum Christum, Deinen Sohn, der mit Dir und dem heil. Geiste als gleicher Gott lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.. 25 Dieses Gebeth wechselt je nach den Sonn- und Festtagen mit anderen ab, welche fest in ihrer Ordnung vorkommen. Gebethe für besondere Anliegen findet man bei Durchsicht des Registers. Hier folgen noch einige allgemeine Gebethe. Lasset uns bethen. Nimm o Gott! das Gebeth des Priesters für das Heil Deines Volkes gnädig auf! Du weißt, was wir bedürfen, und Du gibst Deinen Kindern gerne, was ihnen wahrhaft gut und heilsam ist; so laß uns denn auch Deine himmlische Hilfe angedeihen, und damit wir sicher hoffen können, zu erlangen, um was wir bitten, so gib uns Deine Gnade und Deinen guten Geist, daß wir vor Allem Dich, o Gott! von ganzem Herzen suchen, unser Verlangen und Bestreben aber stets nach wahren Gütern richten, und so fest in Deiner Liebe gegründet werden, daß wir durch feinerlei Versuchung von ihr je getrennt werden SOH mögen. Barmherziger Gott und Vater! mit aufrichtiger Reue über unsere Sünden und mit inniger Sehnsucht nach ewiger Vereinigung mit Dir, wollen wir nun die unblutige Wiederholung des Opfertodes Deines Sohnes, unsers Herrn Jesu Chriſti wieder begehen, um uns dadurch der Früchte Seiner Erlösung aufs Neue zu versichern. Hilf uns lieber Vater im Himmel, daß wir dadurch des unverbrüchlichen Siegels des neuen Bundes und aller Gnade der durch Christum mit Dir wiederversöhnten Menschheit ganz und bleibend 26 theilhaftig werden. Gib uns Kraft, damit wir als Seine Erlösten, der Heiligung ernstlich nach flreben, voll inniger Liebe und Dankbarkeit auf Seine Stimme hören, in Seinen Fußstapfen wandeln, gerecht, züchtig und gottselig nach Seinem Vorbilde leben, und durch Sein Sakrament im Glauben gestärkt, in der Hoffnung getröstet, in der Liebe befestigt, in einem heiligen Sinn und Wandel standhaft bis ans Ende erhalten werden durch Ihn, unsern Herrn Jesum Christum, welcher mit Dir in Einigkeit des heil. Geistes lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit Amen. Jesus Christus, Sohn des lebendigen Gottes! Der Du durch Deinen Tod der Welt das Leben gegeben, und uns mit dem geheimnisvollen Saframente Deines Leibes und Blutes das Unterpfand einer zukünftigen ewigen Herrlichkeit hinterlassen haft: gib, daß eben in dem Genusse Deines heiligen Leibes und Blutes unsere Seele genährt und bewahrt werde zum ewigen Leben, und wir einst würdig seyn mögen, Dich im Glanze der Gottheit anzubethen, den wir hier am heiligen Tische als die Bürgschaft unseres himmlischen Erbes empfangen. Der Du lebest und regiereft mit Gott dem Vater in Einigkeit des heiligen Geistes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Auf das Gebeth folgt die erste Lesung aus der beiligen Schrift, welche, weil sie meistens aus den Briefen der Apostel genommen ist, auch kurzweg Epistel oder Brief genannt wird. Sie ist, wie das Gebeth und das Evangelium, nach den Zeiten und Festen, oder den besondern 27 Anliegen, die man Gott in der Messe vorträgt, verschieden. Zu dem obigen Eingange: ,, Gebenedeit 2c." gehört folgende: Lesung aus dem Briefe des heil. Apostels Paulus an die Römer. 11. K. 33-36 V. O Tiefe des Reichthumes, der Weisheit und Erkenntniß Gottes! Wie unbegreiflich sind Seine Gerichte, und wie unerforschlich Seine Wege! Denn wer hat den Sinn des Herrn erkannt? Oder wer ist Sein Rathgeber gewesen? Oder wer hat Ihm zuerst Etwas gegeben, daß es ihm wieder vergolten werde? Denn von Ihm und durch Ihn und in Ihm ist Alles. Ihm sei Ehre in Ewigkeit. Amen. Volk. Gott sei Dank! Priester. ( Graduale.) Hochgepriesen bist Du; o Herr! Abgründe durchschauest Du! Du fißest auf Cherubim! Hochgepriesen bist Du, o Herr! in der Veste des Himmels, und preiswürdig in Ewigkeit, Alleluja, Alleluja. Hochgepriesen bist Du, Gott, unser Herr, unser Vater! und preiswürdig in Ewigkeit, Alleluja. ( In der Mitte des Altars in jeder Messe außer den Seelenmessen:) ( Munda cor meum.) Allmächtiger Gott! reinige mein Herz und meine Lippen. Wie du einst die Lippen des Propheten Jesaias gereinigt haft ( eine glühende Kohle war das Bild dieser Reinigung): so reinige auch mich nach der Fülle Deiner liebenswürdigen Erbarmungen, daß ich Dein heiliges Evangelium mit Würde verfünden möge, durch Jesum Christum unsern Herrn. - - 28 Der Herr segne uns! Der Herr sei in meinem Herzen und auf meinen Lippen, daß ich würdig und geziemend Sein Evangelium verkünde, Amen. Pr. Der Herr sei mit euch! V. Und mit deinem Geiste. Pr. Vernehmt eine Stelle aus dem Evangelium des hl. Mathäus( 28. K.) V. Lob und Preis sei Dir, o Herr! In derselben Zeit sprach Jesus zu Seinen Jüngern: Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden. Darum gehet hin, lehret alle Völker und taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des hl. Geistes, und lehret sie Alles halten, was ich euch befohlen habe: und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an's Ende der Welt. V. Dir, o Herr! sei Job. P.( füßt das Evangelium, und spricht: durch die Worte des Evangeliums mögen unsere Sünden ausgelöscht werden. Hierauf bethet er das Credo.) Ich glaube an einen Gott, Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erde, aller sicht baren und unsichtbaren Dinge, und an den Herrn Jesum Christum, den eingebornen Sohn Gottes; vom Vater erzeugt von Ewigkeit; Gott von Gott; Licht von Licht; wahrer Gott vom wahren Gott; erzeuget, nicht erschaffen; Einer Wefenbeit mit dem Vater; durch den Alles gemacht worden; der aus Liebe zu uns Menschen und um unseres Heils- willen herabgestiegen von dem Himmel, und 29 ( hier beugt man das Knie) vom heiligen Geiste empfangen, aus Maria der Jungfrau Fleisch angenommen hat, und Mensch geworden ist. Auch gekreuzigt ist Er worden für uns, und gelitten hat Er unter Pontius Pilatus, und ward ins Grab gelegt. Er ist auf erstanden von den Todten am dritten Tage, wie es in den heiligen Büchern vorhergesagt war, und Er ist aufgefahren gen Himmel. Jegt sigt Er zur Rechten des Vaters, und er wird wiederkommen in Seiner Herrlichkeit, zu richten die Lebendigen und die Todten. Seines Reiches wird kein Ende sein. Ich glaube auch an den heiligen Geist, den Herrn und Lebensspender, der von dem Vater und dem Sohne ausgeht, und mit dem Vater und Sohne ausgeht, und mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebethet und verherrlichet wird; der durch die Propheten geredet hat. Ich glaube an Eine heilige, allgemeine und apostolische Kirche. Ich bekenne Eine Taufe zur Nachlassung der Sünden, erwarte die Auferstehung der Todten, und ein zukünftiges ewiges Leben, Amen. Pr.( füßt den Altar, wendet sich zum Volke und spricht:) Der Herr sei mit euch. V. Und mit deinem Geiste. Pr. Gepriesen sei der Vater, und der eingeborne Sohn Gottes und der bl. Geist. Denn die hochheilige Dreieinigkeit hat mit uns nach unendlicher Barmherzigkeit gehandelt. 30 Das Die Opferung( Offertorium). Der Priester deckt den Kelch ab, und bethet bei der Aufopferung der Hostie: ¹) Nimm, o heiliger Vater, allmächtiger ewiger Gott! diese unbefleckte Opfergabe gnädig auf, welche ich, Dein unwürdiger Diener, Dir, meinem lebendigen und wahren Gott, aufopfere für meine unzähligen Sünden, Beleidigungen und Nachlässigkeiten, und für alle Umstehenden, wie auch für alle gläubigen Christen, für die Lebenden und die Verstorbenen, auf daß sie mir und ihnen zum Heile für's ewige Leben gedeihen möge. Amen. Der Priester gießt Wein in den Kelch, und indem er einige Tropfen Wasser mit demselben vermischt, spricht er: 2) Gott! Der Du die menschliche Natur wunderbarer Weise erschaffen, und auf eine noch wunderwürdigere Weise erneuert hast, gib uns, daß wir durch diese geheimnißvolle Vermischung des Wassers und Weines an der Gottheit Desjenigen Theil nehmen, Der sich gewürdiget hat, unsere Menschheit anzunehmen, nämlich Jesus Christus, Dein Sohn, unser Herr, Der mit Dir und dem hl. Geiste als gleicher Gott lebet und regieret von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Vei der Aufopferung des Kelches. 3) Wir opfern Dir, o Herr! den Kelch des Heiles, und flehen zu Deiner Milde, daß er zu 1) Suscipe, sancte Pater. 2) Deus qui humanam. 3) Offerimus tibi. 31 unserm Heile, und zum Heile der ganzen Welt, vor das Angesicht Deiner Majestät mit lieblichem Wohlgeruche emporsteigen möge. Amen. ¹) Im Geiste der Demuth und in Zerknirschung des Herzens kommen wir zu Dir, o Herr, und flehen: nimm uns heute gnädig auf, und laß unser Opfer so dargebracht werden, daß es Dir wohlgefallen möge. 2) Komm, Du heiligmachender, allmächtiger, ewiger Gott! und segne+ dieses Opfer, welches zur Ehre Deines hl. Namens bereitet ist. Indem der Priester die Hände wäscht, spricht er den Psalm 25.( Lavabo): In Unschuld wasch ich meine Hände,* Und gehe um Deinen Altar, o Herr! Damit ich höre die Stimme des Lobes, Und erzähle all Deine Wunder. Ich liebe, Herr, die Pracht Deines Hauses, * Den Wohnsit Deiner Herrlichkeit. Ach! raffe nicht mit Frevlern meine Seele, * Mein Leben nicht mit Blutvergießen hin. In deren Hand Verbrechen,* Und deren Rechte voll Bestechung ist. Ich aber bin gewandelt in meiner Unschuld, Erlöse mich und sei mir gnädig. Mein Fuß ist gestanden auf ebener Bahn, * In den Versammlungen will ich, o Herr, Dich preisen. Ehre sei dem Vater zc. 1) In spiritu contrito. 2) Veni Sanctificator. 32 Dann in der Mitte des Altars bas Suscipe sancta Trinitas. Nimm, o allerheiligste Dreieinigkeit! das Opfer gnädig an, welches wir darbringen zum Andenken des Leidens, der Auferstehung und Himmelfahrt unsers Herrn Jesu Christi, zur Verehrung der seligen Jungfrau Maria, des seligen Johannes des Täufers, der bl. Apostel Petrus und Paulus und aller Heiligen, damit es ihnen zur Ehre, uns aber zum Heile gereiche: und Jene für uns bitten im Himmel, deren Gedächtniß wir feiern auf Erden, durch ebendenselben Jesus Christus unsern Herrn. Amen. Dann küßt der Priester den Altar, wendet sich zum Volke und spricht das Orate Fratres: Bethet, Brüder! damit mein und euer Opfer Gott, dem allmächtigen Vater, wohlgefällig werde. V.( Suscipiat.) Der Herr nehme dieses Opfer von deinen Händen an, zum Lobe und zur Ehre Seines Namens, wie auch zu unserer Wohlfahrt und zum Heile Seiner ganzen hl. Kirche. Pr. Amen. Stillgebeth. Wir bitten Dich, o Herr, unser Gott! heilige die dargebrachte Opfergabe durch die Anrufung Deines heiligsten Namens, und mache durch dieselbe uns selbst zu einem vollkommenen ewigen Opfer! Durch unsern Herrn, Jesum Christum, Deinen Sohn, Der mit Dir und dem heiligen Geifte als gleicher Gott lebt und regiert Chier er 33 hebt der Priester seine Stimme und singt oder spricht laut per omnia saecula saeculorum oder): Pr. V. Amen. Pr. V Von Ewigkeit zu Ewigkeit. Der Herr sei mit euch! Und mit deinem Geiste! Erhebet eure Herzen! Pr. V. Wir haben sie zu dem Herrn erhoben! Pr. Lasset uns Gott, unserm Herrn, Dank sagen! V. Das ist gebührend und recht. Präfation 1). 2) Wahrhaftig ist es gebührend und recht, billig und heilsam, daß wir Dir allzeit und überall Dank sagen, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott! Der Du mit Deinem Eingebornen Sohne und mit dem heiligen Geiste Ein Gott bist und Ein Herr! nicht in der Einheit einer einzelnen Person, sondern in der Dreieinigkeit Einer Wesenheit. Denn was wir durch Deine Offenbarung von Deiner Herrlichkeit glauben, eben dasselbe bekennen wir ohne Unterschied von Deinem Sohne, wie von dem heiligen Geiste; so daß wir bei dem Bekenntnisse der wahren, 1) Diese Präfation wird am Feste der bl. Dreieinigkeit, an allen Sonntagen und in den Votivmessen der allerheil. Dreieinigkeit gebethet. Die Präfationen für die übrigen Feste, sowie die für alle Tage, kommen am Schlusse der heil. Messe vor. 2) Vere dignum et justum est. 34 ewigen Gottheit in den Personen die Verschiedenheit, in der Wesenheit die Einheit und in der Majestät die Gleichheit anbethen; welche die Engel und Erzengel, die Cherubim und Seraphim preisen, die immerdar ohne Aufhören rufen und einstimmig sprechen: Heilig! Heilig! Heilig ist der Herr Gott Sabaoth! Himmel und Erde find Deiner Herrlichkeit voll! Hosanna in der Höhe! Gebenedeit sei, Der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe! Der Canon oder die Stillmesse. Fürbitte für die Kirche und ihre Vorsteher. ¹) Dich also, gnädigster Vater! bitten wir durch Deinen Sohn, unsern Herrn, Jesum Christum, und flehen zu Dir in tiefster Demuth, Du wollest Dir gefallen lassen und segnen diese + Geschenke, diese+ Gaben, diese+ heiligen und unbefleckten Opfer, insbesondere diejenigen, welche wir Dir aufopfern für Deine heilige katholische Kirche, welcher Du Frieden und Einigkeit verleihen, und sie auf dem ganzen Erdkreise leiten wollest sammt Deinem Diener, unserm Papste N., und unserm Oberhirten N., und allen rechtgläubigen Bekennern und Verehrern des katholischen und apostolischen Glaubens. Erinnerung( Memento) für die Lebenden. Gedenke, o Herr, Deiner Diener und Dienerinnen N. N.( hier werden diejenigen Lebenden genannt, 1) Te igitur. 35 für deren Wohl man besonders zu bethen beabsichtigt) und aller Umstehenden, deren Glaube und Andacht Dir bekannt ist, für welche wir Dir opfern, oder welche Dir dieses Lobopfer für sich und Alle die Ihrigen, für die Erlösung ihrer Seelen, für die Hoffnung ihres Heiles und ihrer Wohlfahrt entrichten: und welche Dir, ihrem ewigen. lebendigen Gott, ihre Gelübde darbringen. Erinnerung an die Heiligen ¹). Wir nehmen Theil an der Gemeinschaft der Heiligen, und verehren das Andenken erstens der glorreichen, allzeit reinen Jungfrau Maria, der Gebärerin unseres Gottes und Herrn Jesu Christi, so wie auch der heiligen Apostel und Märtyrer, Petrus und Paulus, Andreas, Jakobus, Johannes, Thomas, Jakobus, Philippus, Bartholomäus, Matthäus, Simon urd Thaddäus, Linus, Cletus, Clemens, Xyftus, Cornelius, Cyprianus, Laurentius, Chrysogonus, Johannes und Paulus, Cosmas und Damianus, und aller Deiner Heiligen durch deren Verdienste und Fürbitten Du uns verleihen wollest, daß wir in Allem durch die Hilfe Deines Schutzes gekräftiget werden. Durch denselben Christum, unsern Herrn. Amen. Der Priester hält die Hände über die Opfergaben aus gebreitet und bethet: 2) Darum bitten wir Dich, o Herr! Du 1) Communicantes, dieses Gebeth erhält an gewissen Festen einen Zusah, wie unten nach Beendigung der heil. Messe zu sehen ist. 2) Hanc igitur. 36 wollest dieses Opfer von uns, Deinen Dienern und all Deinen Angehörigen gnädig annehmen, unsere Tage mit Deinem Frieden beseligen, und verleihen, daß wir von der ewigen Verdammung errettet, und zur Heerde Deiner Auserwählten gezählt werden. Durch Christum unsern Herrn. Amen. Er segnet die Opfergaben, Brod und Wein: ¹) Laß, o Gott! dieses Opfer in Allem+ gesegnet, Dir gewidmet, von Dir+ bestätigt, Deiner würdig und Dir+ wohlgefällig sein; damit es für uns verwandelt werde in den Leib und in das Blut Deines geliebtesten Sohnes, unsers Herrn Jesu Christi, Welcher am Tage vor Seinem Leiden das Brod in Seine heiligen und ehrwürdigen Hände nahm, die Augen zu Dir, Gott! Seinem allmächtigen Vater gen Himmel erhob, ein Dankgebeih verrichtete, es + segnete, brach, und Seinen Jüngern gab mit den Worten: Nehmet hin und esset alle davon: ( Consecration.) 2) Denn das ist mein Leib. Der Priester hebt die heilige Hostie in die Höhe und zeigt sie dem Volfe, welches zur Unbethung des Allerheiligsten auf die Kniee sinkt, dann nimmt er den Kelch und spricht: 3) Auf gleiche Weise nahm Jesus nach dem 1) Quam oblationem. 2) Hoc est enim corpus meum. 3) Simili modo. 37 Abendmahle diesen kostbaren Kelch in Seine heiligen und ehrwürdigen Hände, verrichtete zu Dir, o Gott, abermal ein Dankgebeth, segnete + und gab ihn seinen Jüngern mit den Worten: Nehmet und trinket alle daraus! Jog ( Confecration.) ¹) Denn dieß ist der Kelch meines Blutes, des neuen und ewigen Bundes, das Geheimniß des Glaubens, das für euch und für viele wird vergossen werden. zur Vergebung der Sünden. So oft ihr dieses thun werdet, thut es zu meinem Andenken. Jeßt hebt der Priester auch den Kelch in die Höhe. Nach der Wandlung. 2) Darum gedenken, o Herr! wir, Deine Diener und Dein heiliges Volk, desselben Christus, Deines Sohnes, unsers Herrn, Seines beseligenden Leidens, Seiner Auferstehung aus dem Grabe, und Seiner glorreichen Auffahrt in den Himmel, und bringen vor den Thron Deiner erhabenen Majestät von Deinen Geschenken und Gaben ein 1) Hic est enim calix Sanguinis mei, novi et aeterni Testamenti, mysterium fidei, qui pro vobis et pro multis effundetur in remissionem peccatorum. 2) Unde et memores. 2 38 + reines Opfer, ein+ heiliges Opfer, ein+ unbeflecktes Opfer, das heilige Brod+ des ewigen Lebens und den+ Kelch des immerwährenden Heiles. ¹) Würdige Dich, mit gnädigem und freundlichem Blicke auf sie herab zu schauen, und sie anzunehmen; wie Du Dich gewürdiget hast, anzunehmen die Geschenke Deines gerechten Dieners Abel, das Opfer des Patriarchen Abraham, wie auch das heilige Opfer und die unbefleckte Gabe, welche Dir Dein oberster Priester Melchisidech dargebracht hat. Tief geneigt und mit über dem Altare gefalteten Händen betbet der Pr. weiter: 2) Wir bitten Dich flehentlich, allmächtiger Gott! laß diese Opfergaben durch die Hände Deines heiligen Engels auf Deinen erhabenen Altar, vor Deine göttliche Majestät bringen, damit wir alle, die durch die Theilnahme an diesem Altare( er tüßt den Altar) den heiligsien+ Leib und das heiligste+ Blut Deines Sohnes genießen, mit allem himmlischen Segen und mit Gnade erfüllt werden, durch denselben Christum unsern Herrn. Amen. Das Memento für die Verstorbenen. 3) Gedenke auch, o Herr! Deiner Diener und Dienerinnen N. N.( hier werden jene Verstorbenen ge¹) Supra quae. 2) Supplices. 3) Memento etiam. 39 nannt, welche man der göttlichen Barmherzigkeit besonders empfehlen will), die mit dem Zeichen des Glaubens uns vorangegangen sind und im Frieden ruhen. Diese, o Herr! und alle in Christus Entschlafenen verseße an den Ort der Erquickung, des Lichts und des Friedens, durch denselben Christum unsern Herrn. ¹) Auch uns Sündern, Deinen Dienern, die auf die Größe Deiner Barmherzigkeit vertrauen, verleihe gnädig Antheil und Gemeinschaft mit Deinen heiligen Aposteln und Märtyrern, mit Johannes, Stephanus, Matthias, Barnabas, Ignatius, Alexander, Marcellinus, Petrus, Felicitas, Perpetua, Agatha, Lucia, Agnes, Cäcilia, Anastasia, und allen Deinen Heiligen, in deren Gesellschaft Du uns, nicht als Richter unseres Verdienstes, sondern als Ausspender der Verzeihung aufnehmen wolleft: durch Christum unsern Herrn, durch den Du alles Gute schaffeft, t heiligest,+ belebest,+ segnest und uns mittheilest. Durch+ Ihn, mit Ihm und in+ Ihm wirst Du, Gott, allmächtiger+ Vater! sammt dem heiligen+ Geiste in alle Ewigkeit gelobt und gepriesen. Amen. Damit schließt die stille Messe und folgen die Gebethe vor und bei der Comumnion. 1) Nobis quoque. 2* 40 Das ,, Bater Unser." 1) Durch die heisame Vorschrift( unsers Erlösers) und durch Seinen göttlichen Unterricht belehrt, wagen wir zu bethen: Vater unser, Der Du bist in dem Himmel, geheiliget werde Dein Name, zukomme uns Dein Reich, Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch auf Erden, gib uns heute unser tägliches Brod, und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern, und führe uns nicht in Versuchung V. Sondern erlöse uns von dem Uebel. P. Amen. 2) Wir bitten Dich, o Herr, befreie uns von allen vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Uebeln, und durch die Fürbitte der seligen und glorreichen, allzeit reinen Jungfrau und Gottesgebärerin Maria, Deiner heiligen Apostel Petrus und Paulus, Andreas und aller Heiligen gib uns, nach Deiner Barmherzigkeit, den Frieden in unsern Tagen, damit wir, durch Deinen gütigen Beistand unterstüßt, immer von der Sünde frei und vor aller Unruhe gesichert bleiben( Hier bricht der Pr. die Hostie in zwei Tbeile), durch denselben Jesum Christum, Deinen Sohn, unsern Herrn, 1) Pater noster. 2) Libera nos. 41 Der mit Dir lebet und regieret in Einigkeit des hl. Geistes, Gott Pr. Von Ewigkeit zu Ewigkeit! V. Amen. P. Der Friede+ des Herrn+ sei immer+ mit euch! V. Und mit Deinem Geifte. ( Der Priester läßt einen Theil der Hostie in den Kelch fallen.) Diese Vermischung des heiligsten Leibes und Blutes unseres Herrn Jesu Christi gereiche uns, die wir daran Theil nehmen, zum ewigen Leben. Amen. # 15051 Das Agnus Dei. Der Priester klopft dreimal an die Brust und spricht: O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst, die Sünden der Welt, erbarme Dich unser! O Du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme Dich unser! O Du Lamm Gottes, welches Du hinwegnimmst die Sünden der Welt, schenke uns den Frieden! Er bethet tief geneigt und mit gefalteten Händen: 1) Herr Jesu Christi! Der Du zu Deinen Aposteln gesprochen hast: meinen Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch; sieh nicht auf meine Sünden, sondern auf den Glau¹) Domine Jesu Christe, qui dixisti. 42 ben Deiner Kirche, und erhalte sie, nach Deinem Willen in Frieden und Einigkeit, der Du lebest 2c. ( Bei Messen für die Verstorbenen wird dieses Gebeth nicht gebethet.) Herr Jesu Christe! Sohn des lebendigen Gottes! Der Du nach dem Willen des Vaters, unter Mitwirkung des hl. Geistes, durch Deinen Tod der Welt das Leben wieder gegeben hast, befreie uns durch diesen Deinen hochheiligen Leib und Dein Blut von allen unsern Sünden, und von allen Uebeln, und gib, daß wir allezeit Deinen Geboten nachleben, und niemals von Dir geschieden werden, Der Du mit demselben Vater und dem heiligen Geiste lebst 2c. 2) Herr Jesu Christe! laß den Genuß Deines Leibes( den wir Unwürdige zu empfangen im Begriffe sind) uns nicht zum Gerichte und zur Verdammniß gereichen, sondern laß ihn durch Deine Milde uns zum Schuße des Leibes und der Seele, und zum Heilmittel werden, Der Du lebst und regierest mit Gott dem Vater, in Einigkeit des hl. Geistes, gleicher Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. Die Communion. Der Priester nimmt die hl. Hostie in seine Hände, klopft an seine Brust und spricht das Domine non sum dignus. O Herr! ich bin nicht würdig, daß Du ein1) Domine Jesu Christe; Fili Dei. 2) Perceptio. 43 geheft unter mein Dach, sondern sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund.( 3mal) Indem der Priester den Leib des Herrn genießt, spricht er: ¹) Der Leib unsers Herrn Jesu Chrifti bewahre meine Seele zum ewigen Leben. Amen. Hierauf betbet derselbe: 2) Was will ich dem Herrn vergelten für Alles, was Er mir gegeben hat! Nehmen will ich den Kelch des Heils und den Namen des Herrn anrufen; lobpreisend will ich den Herrn anrufen, und ich werde vor meinen Feinden sicher sein. Er nimmt nun den Kelch und trinkt das Blut des Herrn, sprechend: 3) Das Blut unsers Herrn Jesu Christi bewahre meine Seele zum ewigen Leben! Amen. Der Priester läßt in den Kelch einschenken und spricht dabei: 4) Was wir mit dem Munde genommen haben, laß uns, o Herr! mit reinem Herzen empfangen; und aus dieser Gabe in der Zeit werde uns ein Heilmittel für die Ewigkeit! 5) Dein Leib, o Herr! den ich genossen, und Dein Blut, das ich getrunken, bleibe stets in meinem Innern; gib auch, daß in mir, den die reinen und heiligsten Sacramente gelabt haben, 1) Corpus Domini. 2) Quid retribuam. 3) Sanguinis Domini. 4) Quodore sumpsimus. 5) Corpus tuum. 44 kein Flecken von Lastern zurückbleibe, Der Du lebest und regierest 2c. Jest theilt der Priester die Communion an die Gläubigen aus, welche dieselbe empfangen wollen. Diese, wie auch Jene, die nur geistiger Weise communiciren, können während Dessen Folgendes bethen: Verlangen nach der innigsten Vereinigung in der wirklichen oder geistigen Communion. O mein Jesu! ich möchte Dich innig lieben; ich möchte Eins mit Dir werden. Du sollst in mir leben, Du die Wahrheit und das Leben, Du sollst von mir für das erkannt werden, was Du bist, und geliebet werden, wie Du mich geliebet bast. Durch Dein Beispiel ermuntert, durch Dein Licht erleuchtet, durch Deine Liebe angeflammet, durch Deine Kraft gestärket- Dir, Dir möcht ich in Allem ähnlich sein. Wie die Reben mit dem Weinstocke- vereinigt sind, und von ihm Saft, Nahrung, Leben und Fruchtbarkeit erhalten: so möcht' ich Eins mit Dir sein, und von Dir alles Leben des Geistes, Alles, was mich zu guten Werken fruchtbar macht, empfangen. Ohne Dich kann ich nichts thun, was der Ewigkeit würdig wäre, und ich möchte Alles in Deinem Geiste thun. So sanftmühtig und geduldig, so liebevoll und wohlthätig, so unermüdet im Bethen und Trösten, so himmlisch gesinnt und arbeitsam für das Heil der Menschen, wie Du, möchte ich 45 sein. Mit diesem Verlangen, Eins zu sein mit Dir, gehe ich jetzt hin zu Deinem Tische( oder: nahe ich mich geistigerweise dem Tische), den Du mir bereitet hast. Voll von Dir, und leer von mir möcht' ich davon zurückkommen. Liebe, mache mich Eins mit Dir in heiliger Liebe; das ist mein Flehen, meine Zuversicht. Laß dieß mein Flehen immer brünstiger, dieß mein Hoffen immer lebendiger, diese meine Liebe zu Dir immer reiner- und meine Vereinigung mit Dir immer vollkommener werden. Amen. Es geschehe. Amen! 1450 Communio. 1) Tob. 12 Loben wir den Gott des Himmels, und danken wir Ihm vor Allem, was Leben hat, weil Er an uns Seine Barmherzigkeit geübt. Nach der Communion. P. Der Herr sei mit euch! V. Und mit deinem Geiste. Lasset uns bethen. Der Genuß dieses allerheiligsten Sacramentes gereiche uns, o Herr, unser Gott! zur Wohl1) Die folgenden zwei Gebethe sind je nach den Festen oder Festzeiten verschieden. 46 fahrt der Seele und des Leibes, so wie auch das Bekenntniß der ewigen, heiligen Dreieinigkeit und Derselben ungetheilten Einheit. Durch unsern Herrn 2c. Hierauf geht der Pr. in die Mitte des Altares, füßt denselben, wendet sich zu dem Volke und spricht: Pr. Der Herr sei mit euch! V. Und mit Deinem Geiste. Pr. Gehet im Frieden, die Messe ist vollendet, V. Dank sei Dir, o Gott, für diese Gnade! Pr. bethet in der Mitte des Altars das Placeat Tibi: Laß Dir, o heilige Dreieinigkeit! die Feier unsers Opfers, welches wir im Angesichte Deiner Majestät dargebracht haben, wohlgefällig sein, und verleihe, daß es uns und Allen, für welche es dargebracht worden ist, durch Deine Erbarmung zur Versöhnung gereiche, durch Christum unsern Herrn. 3um Segen. Pr. Es segne euch der allmächtige Gott,+ Bater,+ Sohn und hl.+ Geist. V. Amen. P. Der Herr sei mit euch! V. Und mit Deinem Geiste. 100 P. Anfang des heiligen Evangeliums nach Johannes. V. Ehre sei Dir, o Herr. 47 P. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alles ist durch dasselbe gemacht worden, und ohne dasselbe wurde nichts gemacht, was gemacht worden ist. In Ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsterniß, aber die Finsterniß hat es nicht begriffen. Es war ein Mensch von Gott gesandt, der hieß Johannes. Dieser kam zum Zeugnisse, damit er Zeugniß von dem Lichte gebe, auf daß alle durch ihn glauben möchten. Er war nicht das Licht, sondern er sollte Zeugniß von dem Lichte geben. Dieses war das wahre Licht, welches alle Menschen, die in diese Welt kommen, erleuchtet. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbe gemacht worden, aber die Welt hat ihn nicht erkannt. Er fam in Sein Eigenthum, und die Seinigen nahmen Ihn nicht auf. Allen aber, die Ihn aufnahmen, gab Er Macht, Kinder Gottes zu werden, Denen nämlich, die an Seinen Namen glauben, welche nicht aus dem Geblüte, nicht aus dem Wilien des Fleisches, noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind. Und das Wort ist Fleisch geworden, und hat unter uns gewohnet: und wir haben Seine Herrlichkeit gesehen, eine Herrlichkeit als des Eingebornen vom Vater, voll der Gnade und Wahrheit. Schluß: Gott sei Dank! 48 3nd din 1929 bod nom. 160 and Gebeth nach der Messe. 17082 O mein Gott! ich bitte Dich, verzeihe mir alle Fehler und Zerstreuungen, deren ich mich etwa während dieser heiligen Messe schuldig gemacht habe; ich danke Dir für alle Gnaden, die Du mir durch dieselbe erwiesen hast, und opfere Dir alle guten Vorfäße und heilsamen EntschlieBungen auf, die ich durch Deine Gnade gefaßt babe. Verleibe mir die Kraft, sie auch ins Werk zu setzen: darum bitte ich Dich im Namen und durch die Verdienste Jesu Christi, Deines Sohnes, unsers Herrn, welcher mit Dir und dem br. Geiste lebt und regiert, Gott von Ewigkeit zn Ewigkeit. Amen. Der Wettersegen zur Sommerzeit, RM 310 aholl am Schlusse der heiligen Messe.n 1901 Pr. Vor Bliß, Hagel und verheerenden Gewittern, dmli ad pro V. Bewahre uns, o Herr Jesu Christe! han Pr. Erzeig', o Herr! uns Deine Barmherzigkeit, se mdod V. Und Dein Heil verleihe uns. Pr Herr, erhöre mein Gebeth, din no V. Laß unser Flehen zu Dir kommen, 49 Pr. Der Herr fei mit euch, V. Und mit deinem Geiste.i në me nd mmolaffet uns bethen. and man Lasset 29 dnu Allmächtiger und barmherziger Gott! wir bitten Dich, daß Du, auf die Fürbitte der heiligen Gottesgebärerin Maria, und der heiligen Engel, Patriarchen, Propheten, Apostel, Märtyrer, Bekenner, Jungfrauen, Wittwen und aller Deiner Heiligen, uns Deinen beständigen Schutz gewähren, ruhige Witterung verleihen, wider Blig und Ungewitter Deinen Segen vom Himmel über uns Unwürdige herabgießen und mit Deinem starken. Arm den Einfluß der dem Menschengeschlechte immer feindlichen Mächte der Luft vernichten wollest, durch denselben J. C. 2c. O Gott! Der Du die Natur aller Dir unterworfenen Dinge selbst durch die Bewegung der Luft so leitest ,, daß sie zur Verherrlichung Deiner Majestät dienen: entferne von uns die Schrecknisse der Luft, und laß uns immerdar den beruhigenden Schuß Deiner Barmherzigkeit angedeihen, damit wir die Milde Desjenigen, vor Dessen Borne wir zittern, erfahren mögen, durch J. C. U. H. c.ull and susi 2. 48 gro dan aku 3um Segen. isPr. Gepriesen sei der Name des Herrn, V. Von nun an bis in Ewigkeit. 50 Pr. Unsere Hilfe kommt von dem Herrn, V. Der Himmel und Erde erschaffen hat. Pr. Der Segen des allmächtigen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des heil. Geistes komme über unsere Wohnungen, Felder und Weinberge, und ruhe auf uns ewiglich. V. Gott segne nns! Gott erbarme dich unser! Präfationen, welche während des Jahres an verschiedenen Festen gebethet oder gesungen werden. Von der Geburt des Herrn. ( Diese Präfation wird gebethet von Weihnachten bis zur Erscheinung des Herrn- ausgenommen am Tage der Oftav des beil. Apostels Johannes, wo die von den veil. Aposteln genommen wird; ferner an Mariä Lichtmeß, am Fronleichnamsfeste und während seiner Oktav, am Feste der Verklärung und des allerheiligsten Namens Jeſu.) Es ist wahrhaft gebührend und recht, billig und heilsam, daß wir Dir allzeit und überall Dank sagen, heiliger Herr! allmächtiger Vater! ewiger Gott! weil durch das Geheimniß der Menschwerdung des ewigen Wortes unsern Augen ein neuer Lichtglanz Deiner Klarheit aufgegangen ist, so daß wir zur Liebe des Unsichtbaren fortgerissen werden, da wir Gott sichbar erkennen. Und darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln, mit den Thronen und Herrschaften, mit der ganzen himmlischen Heerschaar den Preisge 51 sang Deiner Herrlichkeit, unaufhörlich sprechend: Heilig, 2c. 2c. Das Gebeth: Communicantes. Wir nehmen Theil an der Gemeinschaft der Heiligen und feiern die hochheilige Nacht Coder bei der Messe des Tages: den hochheilichen Tag), da die unbefleckte Jungfrauschaft Mariens der Welt den Erlöser gebracht hat; wir verehren aber auch ganz besonders das Andenken eben derselben glorreichen, allzeit reinen Jungfrau Maria, der Gebärerin dieses unseres Herrn und Gottes Jesu Christi zc. 2C. Am Feste der Erscheinung und während der ganzen Octav. Es ist wahrhaft gebührend und recht, billig und heilsam, daß wir Dir allzeit und überall danksagen, heiliger Herr! allmächtiger Vater! ewiger Gott! weil Dein Eingeborner, als Er in der Wesenheit unserer sterblichen Natur erschien, uns im neuen Lichte Seiner Unsterblichkeit erneuert hat. Und darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln 2c.( wie an Weinachten.) Communicantes. just od gled f Wir nehmen Theil an der Gemeinschaft der Heiligen, und feiern den hochheiligen Tag, an. 52 dem Dein Eingeborner, Der mit Dir von Ewigkeit in gleicher Herrlichkeit war, in unserem Fleische wahrhaft und wirklich erschienen ist. Wir verehren aber auch das Andenken besonders der glorreichen, allezeit reinen Jungfrau Maria u. s. f. In der heiligen Fastenzeit. ( Diese Präfation wird gebethet vom Aschermittwoch bis zum Samstag vor dem Passionssonntag.) 1500 Es ist wahrhaft gebührend und recht, billig und heilsam, daß wir Dir allzeit und überall Dank sagen, heiliger Herr! allmächtiger Vater! ewiger Gott! Der Du durch körperliches Fasten die Laster unterdrückest, den Geist erhebest, Tugend und Lohn verleihest durch Christum unsern Herrn; durch Welchen die Engel Deine Majestät loben zc.. 2c.,( wie in der alltäglichen Präfation. Vom Kreuze Christi. ( Diese Präfation wird gebethet am Passions- und Palmsonntage, am Grün- Donnerstage, und an allen Festen vom Kreuze und Leiden Jesu Christi.) Es ist wahrhaft gebührend und recht, billig und heilsam, daß wir Dir o Herr! allzeit und überall Dank sagen, heiliger Herr! allmächtiger Vater! ewiger Gott! Der Du das Heil des menschlichen Geschlechtes an das Holz des Kreuzes befestiget hast, damit von dort das Leben wieder erstehe, wo der Tod den Anfang genommen, und 53 damit Derjenige, der am Holze überwunden hat, am Holze überwunden werde, durch Christum unsern Hern; durch Welchen die Engel Deine Majestät loben 2c. 2c.( wie S. 57). Am heiligen Osterfeste. ( Diese Präfation wird gebethet vom Charsamstage bis zur Himmelfahrt des Herrn.) Es ist wahrhaft gebührend und recht, billig und heilsam, daß wir Dich, o Herr! jederzeit, besonders aber( am Charsamstage:) in dieser Nacht,( am Osterfeste und durch dessen Octav: an diesem Tage; sonst: in dieser Zeit) mit größerem Lobe verherrlichen und preisen, da Jesus Christus, unser Osterlamm ist geschlachtet worden. Ja, Er ist das wahre Lamm, Welches hinweggenommen bat unsere Sünden; Der durch Sein Sterben unsern Tod vernichtet, und durch Sein Auferstehen unser Leben erneuert hat. Und darum, singen wir mit den Engeln und Erzengeln 2c.( wie an Weihnachten). Die Communicantes während der Ofterwoche. Wir nehmen Theil an der Gemeinschaft der Heiligen, und feiern den hochheiligen Tag( am Charsamstage: die hochheilige Nacht) der Auferstehung unsers Herrn Jesu Christi nach dem Fleische; wir verehren aber auch das Andenken 54 besonders der glorreichen, allzeit reinen Jungfrau Maria 2c.( wie S. 35). Das Gebeth Hanc igitur. Darum bitten wir Dich, o Herr! Du wolleft dieses Opfer, welches wir Dir auch für Jene darbringen, welche Du aus dem Wasser und dem heiligen Geiste gnädig wiedergeboren hast, indem Du ihnen die Verzeihung ihrer Sünden ertheilest, von uns, Deinen Dienern, und all Deinen Angehörigen in Gnaden aufnehmen, unsere Tage in Deinem Frieden einrichten, und verleihen, daß wir von der ewigen Verdammniß errettet und zur Heerde Deiner Auserwählten gezählet werden. Durch J. C. 2c. Auf die Himmelfahrt des Herrn. ( Vom Feste der Himmelfabrt bis zum Samstag vor Pfingsten) Es ist wahrhaft gebührend und recht, billig und heilsam, daß wir Dir allzeit und überall Dank sagen, heiliger Herr! allmächtiger Vater! ewiger Gott! durch Christum, unsern Herrn, Welcher nach Seiner Auferstehung allen Seinen Jüngern sichtbar erschienen ist, und vor ihren Augen Sich in den Himmel erhoben hat, damit Er uns Seiner Gottheit theilhaftig mache. Und 55 darum singen wir mit den Engeln und Erzengeln 2c. 2c.( wie an Weihnachten). Communicantes. Wir nehmen Theil an der Gemeinschaft der Heiligen, und feiern den hochheiligen Tag, an dem unser Herr, Dein eingeborner Sohn, die in Seiner Person vereinte Wesenheit unserer gebrechlichen Natur zur Rechten Deiner Herrlichkeit erhoben hat. Wir verehren aber auch das Andenken 2c.( wie S. 35). Auf das hochheilige Pfingstfest und dessen Detav. Es ist wahrhaft gebührend und recht, billig und heilsam, daß wir Dir allzeit und überall Dank sagen, heiliger Herr! allmächtiger Bater! ewiger Gott! durch Christum unsern Herrn; Der aufgefahren über alle Himmel und fißend zu Deiner Nechten den versprochenen heiligen Geist ( am heutigen Tage) über die zu Seinen Kindern angenommenen Söhne ausgegossen hat; worüber die ganze Welt in überströmender Freude auf dem ganzen Erdenkreise frohlocket. Aber auch die himmlischen Kräfte und die englischen Mächte fingen den Lobgesang Deiner Herrlichkeit, ohne Ende sprechend: Heilig ic. 56 Communicantes. Wir nehmen Theil an der Gemeinschaft der Heiligen, und feiern das hochheilige Pfingstfest, an dem der heilige Geist den Aposteln in unzähligen Zungen erschienen ist. Wir verehren aber auch das Andenken 2c.( wie S. 35). Das Gebeth Hanc igitur ist wie an Ostern S.54. Auf das Fest der heiligen Dreieinigkeit. shes( Siehe oben in der heiligen Messe). Von der allerheiligsten Jungfrau Maria. Es ist wahrhaft gebührend und recht, billig und heilsam, daß wir Dir allzeit und überall Dank sagen, heiliger Herr! allmächtiger Vater! ewiger Gott! daß wir Dich an..... ¹) der seligen, allzeit reinen Jungfrau Maria loben und preisen und verherrlichen; weil sie Deinen Eingebornen durch Üeberschattung des heil. Geistes empfangen und ohne Verlegung ihres jungfräu1) Diese Präfation wird an allen Festen der seligsten Jungfrau und ihren Octaven, so wie in allen VotivMessen Mariens gebethet. Nach der Verschiedenheit des Festes sagt man: an dem Feste der unbefleckten Empfängniß, der Opferung, der Verkündigung, der Heimsuchung, der Aufnahme in den Himmel, der Geburt u. s. w. An dem Feste der sieben Schmerzen bethet man: an dem Gedächtnißtage der schmerzlichen Durchbohrung; am Rosenkranzfeste: an dem Ehrenfeste u. f. f. 57 lichen Ruhmes der Welt das ewige Licht, Jesum Christum, unsern Herrn, geboren hat: durch Welchen die Engel Deine Majestät loben 2c. 2C. ( wie unten). An den Festen der heiligen Apostel. Es ist wahrhaft gebührend und recht, billig und heilsam, daß wir Dich, o Herr! in Demuth bitten, daß Du, ewiger Hirt! Deine Heerde nicht verlassest, sondern durch Deine heiligen Apostel mit fortwährendem Schuße beschirmest, damit sie durch dieselben Leiter regieret werde, welche Du als Deine Stellvertreter in dem heiligen Amte für sie als Hirten aufgestellt hast. Und darum singen wir zc.( wie oben an Weihnachten). Die alltägliche Präfation. Es ist wahrhaft gebührend und recht, billig und heilsam, daß wir Dir allzeit und überall Dank sagen, heiliger Herr! allmächtiger Vater! ewiger Goit! durch Christum unsern Herrn; durch Welchen die Engel Deine Majestät loben, die Herrschaften anbethen, die Mächte vor ihr erzittern, die Himmel und die Kräfte der Himmel und die seligen Seraphim mit vereintem Jubel Dich preisen. Wir bitten Dich, Du wollest auch unsere Stimmen mit den ihrigen zu Dir gelangen lassen, die wir mit demüthigem Bekenntnisse sprechen: Heilig 2c. Gebethe in verschiedenen Anliegen. 1. Gebeth in was immer für einem Anliegen. D Gott! unsere Zuflucht und Stärke! fomm Du, Der Du Selbst der Urquell aller Andacht bist, den andächtigen Gebethen Deiner Kirche zu Hilfe, und verleihe, daß wir in Wahrheit erlangen, um was wir vertrauensvoll bitten. Durch J. C. 2C. 2. Gebeth in was immer für Trübfal. Allmächtiger Gott! verschmähe nicht Dein Volk, welches in seiner Betrübniß zu Dir ruft, sondern komme um der Ehre Deines Namens willen den Bedrängten zu Hilfe! Durch J. C. c. 3. Gebeth um Negen. D Gott! in dem wir leben, weben und sind, gib uns gedeihlichen Regen, auf daß wir, mit den Mitteln für das gegenwärtige Leben hinlänglich versehen, mit um so größerem Vertrauen nach den ewigen Heilsmitteln verlangen. Durch J. C. 2C. 59 4. Gebeth um heiteres Wetter. Erhöre uns, o Herr! die wir zu Dir rufen, und verleihe unsern demüthigen Bitten ein hei teres Wetter, auf daß wir, die wir mit Recht für unsere Sünden gezüchtigt werden, durch Deine zuvorkommende Barmherzigkeit auch Deine Milde erfahren. Durch U. H. J. C. 2c. 5. Gebeth um Verzeihung der Sünden. O Gott! Der Du Niemanden von Dir zurückweisest, sondern nach Deiner gnädigen Barmherzigkeit mit jedem, auch noch so großen Sünder durch die Buße Dich wieder aussöhnest: sieh huldvoll auf unsere Vitten und unser demüthiges Flehen, und erleuchte unsere Herzen, auf daß wir in Zukunft Deine Gebote zu erfüllen vermögen. Durch J. C. c. 6. Gebeth für unsere Freunde. O Gott! Der Du die Gaben der Liebe durch die Gnade des hl. Geistes in die Herzen Deiner Gläubigen eingegossen hast, verleihe Deinen Dienern und Dienerinnen, für welche wir Deine Milde anflehen, die Wohlfahrt der Seele und des Leibes, auf daß sie Dich mit ganzer Kraft lieben, und aus voller Liebe, was Dir wohlgefällig ist, vollbringen. Durch U. H. J. C. c. 60 7. Gebeth für unsere Feinde. O Gott des Friedens, ein Liebhaber und Beschützer der heiligen Liebe! gieb allen unsern Feinden den Frieden und eine wahre Liebe, verleihe ihnen die Nachlassungen ihrer Sünden; uns aber errette durch Deine Macht von ihren Nachstellungen. Durch U. H. c. 8. Gebeth zur Zeit des Krieges. D Gott! Der Du die Kriege zernichtest, und die Feinde Derjenigen, die auf Dich hoffen, durch die Macht Deines Schußzes zerstreuest, komme Deinen Dienern zu Hilfe, die Deine Barmherzigkeit anflehen, damit sie nach gebändigter Wuth ihrer Feinde Dir unaufhörlich danken und Dich preisen mögen. Durch U. H. c. diada 9. Gebeth um Erhaltung des Friedens. O Gott! von Welchem fromme Wünsche, gute Vorsätze und gerechte Werke entspringen; gib Deinen Dienern jenen Frieden, welchen die Welt nicht geben kann, auf daß unsere Herzen Deinen Geboten ergeben, und gegenwärtige Zeiten durch Deinen Schuß von Feindes Furcht gesichert seien. 10. Gebethe für die Kirche. Wir bitten Dich, o Herr! nimm die Bitten Deiner Kirche gnädig auf, damit sie Dir nach 61 Vernichtung aller Bedrängnisse und Irrthümer in sicherer Freiheit dienen möge. Durch J. C. 2. stb 11. Gebeth für den Papst. D Gott! Du Hirt und Leiter aller Gläubigen, siehe gnädig auf Deinen Diener N., welcher nach Deinem Willen als Hirt der heiligen Kirche vorsteht; verleihe ihm, daß er durch Wort und Beispiel das Heil seiner Untergebenen befördere, damit er sammt der ihm anvertrauten Heerde zum ewigen Leben gelange. Durch J. C. 2c. 12. Gebeth für den Landesfürsten. Wir bitten Dich, allmächtiger Gott! laß Deinen Diener, unsern Kaiser( König 2c.) N., der durch Deine Erbarmung die Herrschaft der Lande übernommen hat, auch an allen Tugenden zunehmen, damit er mit ihnen ausgerüstet zu Dir, Der Du der Weg, die Wahrheit und das Leben bist, ins Reich der Gnade gelangen möge. Durch Jesum Chr. ic. 13. Fürbitte für Lebendige und Abgestorbene. Allmächtiger ewiger Gott! Der Du herrschest über Lebendige und Todte, und Dich Aller er barmest, die Du aus ihrem Glauben und Wan del als die Deinigen erkennest; wir flehen in Demuth zu Dir: verleihe Denjenigen, für welche 62 unser Gebeth zu Dir aufsteigt, jenen Frieden, welchen die Welt nicht geben kann, sie mögen noch hier im Fleische wandeln oder ihre irdische Hülle abgelegt haben, laß sie auf die Fürbitte Deiner Heiligen und durch Deine milde Erbarmung Verzeihung ihrer Sünden und das ewige Leben erlangen, durch J. C. ze. Allmächtiger Gott! laß die Bitten aller Hülfsbedürftigen zu Dir dringen, damit sie, aus ihrer Noth errettet, sich Deiner unendlichen Barmherzigkeit dankbar erfreuen. Strecke, o Herr! Deine mächtige Hand zu ihrem Schuße aus, daß sie Dich von ganzen Herzen suchen, und stets auch, um was sie bitten, zu erhalten würdig sein mögen. 14. Gebeth für die Aeltern. Durch Deine göttliche Liebe, o Gott! die uns befiehlt, unsere Aeltern zu ehren, bitte ich Dich: vergilt Du meinen Aeltern mit Deinem himmlischen Segen, was sie an mir gethan haben, und in unermüdlicher Liebe noch an mir thun. Deine Barmherzigkeit sei über ihnen und beschüße sie durch eine lange und glückliche Reihe von Jahren. Mir aber o Gott! flöße findliche Ehrfurcht, Gehorsam und dankbare Liebe gegen sie ein, und laß mich dadurch, wie Deines Wohlgefallens, so des von Dir verheißenen Segens auch für dieß irdische Leben würdig werden. 63 15. Gebeth der Aeltern für ihre Kinder. O Gott! Du bist der rechte Vater meiner Kinder, und ich empfing sie als theuere Pfänder, welche Du meiner Sorge und Liebe anvertraut hast, um sie zu Deiner Ehre, zu ihrem ewigen Heile und zum Wohle ihrer Mitmenschen zu erziehen! Dir opfere ich sie auf, denn sie sind Dein. Du haft sie zur Unsterblichkeit erschaffen, durch Jesus Christus zu Deinen Kindern angenommen, und durch die Gnade des heiligen Geistes ihre Seelen zu Deinem Tempel eingeweiht. Segne, o Herr! Deine Geschöpfe! wende alle Gefahren von ihrem Leib und ihrer Seele ab, bewahre sie vor dem Bösen, heilige sie in Deiner Wahrheit, und in der Liebe zur Tugend und leite sie auf allen Wegen ihres Lebens, daß sie fromm und vollkommen vor Dir wandeln. Mich aber laß stets tief die Rechenschaft zu Gemüthe fassen, die ich einst über ihre Seelen werde zu geben haben, und laß nicht zu, daß eine derselben durch meine Schuld verloren gehe, sondern ich einst, mit ihnen vereint im ewigen Vaterlande, Deine Varmherzigkeit preise, durch Jesum Christum 2c. 16. Gebeth einer Waise. Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes! sieh gnädig auf Dein Kind herab, welches seine ganze Hoffnung auf Dich seßt. Vater und Mutter haben mich verlassen, Du aber, o Herr! haft 64 mich in Deinen Schutz aufgenommen, denn Du bist ja der wahre Vater der Waisen. So beschüße mich denn Deine Hand, und ich bin sicher unter dem Schilde Deiner Allmacht. Führe und leite mich auf dem Wege Deiner heiligen Gebote. Dir empfehle ich meinen Leib und meine Seele, Dir weihe ich mein ganzes Leben. Overlaß mich nicht damit ich in keine Sünde falle, sondern an Deiner Hand ruhig und sicher meiner Zukunft entgegen gehe, und stets Deines väterlichen Wohlgefallens würdig sein möge. 17. Gebeth für Stranke. Allmächtiger, ewiger Gott! nach Dessen Willen unser ganzes Leben dahin fließt; nimm gnädig auf unser Gebeth, in welchem wir die Hülfe Deiner Erbarmung für unsern franken, leidenden Mitbruder( unsere franke leidende Mitschwester) anflehen. Lindere seine( ihre) Schmerzen, belebe ihn( sie) durch Deine Gnade, strecke über ihn ( fie) Deine schüßende und rettende Hand aus, und laß ihn( sie) die Kraft Deiner Hülfe erfahren, damit er( sie) nach wiedererlangter Gesundheit in Deiner Gemeinde Dir den freudigen Dank seines Herzens darbringe und Dir mit erneuerten Kräften diene. 18. Wann der Kranke dem Tode nahe ist Allmächtiger und barmherziger Gott! sieb' mit gnadenvollem Blicke auf Deinen Diener( Deine 65 Dienerin), der seiner( die ihrer) irdischen Auflösung entgegenharret. Süche ihn( sie) heim mit Deinen Tröstungen, vermehre in ihm( ihr) die Kraft zu leiden durch lebendigen Glauben an Deine Vaterliebe; stärke ihn( sie) zur frommen ausharrenden Ergebung, erquicke und erleichtere seinen( ihren) Leidenskampf durch den Trost eines ewigen Lebens und die Zuversicht, an Dir einen gnädigen, barmherzigen Richter zu finden. Rette, o Herr! seine( ihre) Seele vom Tode, und laß sie bei ihrem Austritt aus dem Körper in den Schooß Deiner ewigen Liebe aufgenommen, und des seligen Umgangs mit allen Deinen Heiligen froh werden durch Jes. Christi c. 19. Gebeth um eine glückselige Sterbstunde. Dem Menschen ist es bestimmt, einmal zu sterben. Dein Urtheil ist gerecht, o Gott! Dein Wille geschehe! nur um die Gnade bitte ich Dich, daß mich der Tod nicht wie ein Dieb in der Nacht, unvorbereitet überfalle, sondern mich wachend und bethend finde. Ruf mich nicht von der Welt ab, ehe ich Buße gewirkt habe! Wie schrecklich wäre es, unbußfertig in Deine Hände zu fallen! Dreieiniger Gott! verleihe mir ein seliges Ende! Vater! laß mich die Todesfurcht überwinden! Jesu! schwebe sterbend am Kreuze vor meinen Augen, und laß mich die Worte hören: ,, Heute noch wirst du bei mir im Paradiese sein!" Heiliger 66 Geift! erleuchte und stärke mich, daß ich in meinem Glauben standhaft verharre, allen Anfällen dagegen widerstehe, und als ein Glied der heiligen, römisch- katholischen Kirche sterbe. O Maria! du liebreiche Mutter und unsere Fürsprecherin! Verlaß mich nicht am Ende meines Lebens, sondern wende Deine barmherzigen Augen zu mir; und nach dem Elende dieses Lebens zeige mir Jesum, Deinen göttlichen Sohn, als gnädigen Richter! Heiliger Joseph! bitt für mich, daß ich als ein Gerechter sterbe! Heiliger Schußengel! beschüße mich und weiche nicht von mir, bis ich das Ziel meiner Wanderschaft erreicht habe. Amen. Heiliger Erzengel Michael beschüße uns im legten Streite, damit wir nicht zu Grunde gehen in dem erschrecklichen Gerichte! 20. Gebeth um die Gnade der Liebe Gottes. D Gott! Der Du Denen, die Dich lieben, alles zum Guten wendest; gib unseren Herzen die volle Kraft und Wärme Deiner Liebe, damit die heiligen Gefühle und Gesinnungen, von Dir in uns erweckt, durch feine irdische Versuchung je geschwächt und befleckt werden mögen. Entzünde, o Herr! unsere Herzen und Nieren mit dem Feuer des heiligen Geistes, damit wir 67 mit feuscher Liebe Dir dienen, und mit reinem Herzen Dir wohlgefällig seien. Deine gnädige Hülfe, o Herr! komme all' unseren Handlungen zuvor, und unterstüße dieselben in ihrem Fortgang, auf daß all' unsere Gedanken und Werke durch Dich ihren Anfang und ihre Vollendung empfangen durch Jesu Christi n. 21. Gebet im Leiden. Gepriesen sei Dein Name, o Herr! auch unter den Leiden und. Trübsaalen, die Du mit väterlich weiser Liebe über mich verhängst. Ich kann Deiner Hand nicht entfliehen, wohl aber fann ich zu Dir fliehen, daß Du mir helfest, und auch die Trübsaal zu meinem Besten wendest. Schwer ist mein Herz gedrückt von der Last der Leiden, und ich fühle die Bitterkeit des Kelches, den Du mir gereicht hast. Was soll ich Dir sagen, liebreichster Vater! Ach errette mich aus dieser Stunde! Doch eben deßhalb kam ja diese Stunde über mich, daß Dein Name verherrlicht werde durch Deine Gnade, die sich mächtig zeiget in meiner Schwachheit, durch die Kraft der Geduld und findlichen Hingebung in Deinen heiligen Willen. Sieh, Vater' im Gedränge meiner Leiden flehe ich zu Dir um Hülfe, und rufe mit deinem göttlichen Sohne: Nimm diesen Kelch von mir! Doch in Demuth unterwerfe ich mich Deinen 68 unerforschlichen Rathschlüssen, und nicht mein, sondern Dein Wille geschehe! Nur gib mir Stärke, auszuharren, und indem ich zu Gemüthe faffe, was Dein göttlicher Sohn mit voller Ergebung in Deinen Willen erduldet hat, laß mich nach Seinem Beispiele alle Widerwärtigkeiten mit ruhiger Seele ertragen, und, wie Er, gehorsam werden bis zum Tode. Amen. 22. Zur Zeit ansteckender Krankheiten. Zu Dir, allmächtiger, gütiger Gott, flehen wir in dieser bedrängten Zeit, wo eine verderbliche Krankheit sich über unser Land verbreitet hat. In tiefster Ehrfürcht bethen wir auch in dieser drohenden Gefahr den Rathschluß Deiner ewig weisen, und Alles zu unserem Besten leitenden Vorsehung und Vaterliebe an! Die Dich lieben, freuen sich Deiner, rühmen Deinen heiligen Willen, und wandeln vertrauend an Deiner Hand; denn Du, unser Gott und Vater! bist auch unsre Zuflucht, unser Erretter und Helfer in jeder Noth! So siehe denn gnädig an Dein Volf, welches sich zu Dir wendet, und in Ehrfurcht zu Dir seine Zuflucht nimmt. Wende von uns ab das drohende Ulebel; sende uns Hülfe von Deinem Heiligthume; Schild und Schirm sei uns Deine Treue, und Deine Gnade erfülle uns mit Muth und Stärke, daß wir kein Ulebel fürchten, weil Du bei uns bist. Segne 69 auch die väterliche Vorsorge und Anordnung der Obrigkeit, und laß uns Alle, im Geiste thätiger und sich opfernder Liebe, einander Trost, Erleichterung und Hülfe bereiten. Gib aber auch, daß durch diese Demüthigung die Herzen der Sterblichen in sich gehen, Deine Gebote achten, und durch ernste Besserung des Lebens Deiner Erbarmungen sich würdig machen mögen. Wir bitten Dich darum durch Jesum Christum Deinen Sohn unsern Herrn 2c. 1 LE maia Inhalt. Seite Unterricht über die Bestandtheile und Ceremonien der h. Messe Ceremonien der heil. Messe für Verstorbene 16 Die heil. Messe wie sie der Priester am Altare bethet. Der Wettersegen zur Sommerzeit Die Präfationen auf alle Zeiten. Gebethe in verschiedenen Anliegen 20 48 50 58 Inches Centimetres Blue 2 3 4 Cyan 2 5 44 17 ¹6 3 Farbkarte# 13 Green ¹8 Yellow 9 4 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 ( O 6 15 White - ( O 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 00