Bass 8682 GO ¥ 48 X 8049 SUE THE A મેળવ ---Dieses thut zu meinem Andenken Juc. 29,19. 56. Eigenthum u. Verlag von G.J.Manz in જીલ Regensburg. ' TACO Jesus, unsere Liebe, im allerheiligsten Altars- Sakramente, als Opfer, das wir darbringen, als Speise, die wir genießen, als Freund, den wir besuchen. Ein Unterrichts-, Gebet- und Erbauungsbuch für fromme Liebhaber und Anbeter dieses hochheiligen Geheimnisses, und für Alle, die es werden wollen. Von K. Zwickenpflug, d. 3. Domkapitular und geistlichem Rathe in Regensburg. Mit Gutheißung geistlicher Obern. Siebente, einzig rechtmäßige Auflage. Mit einem Stahlstiche. Regensburg, 1854. Verlag von Georg Joseph Manz. no22 GG G61748510.801st si alive and impordine, die ondenand)( 1) Tystall ja jinminds 0 msgilidded 231 pinis sindsi Univ.- Bibl. pital Giessen hiɛ majind empi did opplie sli audi dynt/ 10/ mln schimin alumig, and mp3 m Institute mid emple taidomi@ and budorondu spid de dus Vorwort. de gjithan Spoljuk ma Jesus im allerheiligsten Altarssaframente ist ein Opfer, das wir darbringen, eine Speise, die wir genießen, ein Freund, den wir besuchen sollen. dens Alle Heiligen waren zärtliche Liebhaber und innige Anbeter dieses Hochheiligen Geheimnisses; in demselben, durch dasselbe und vor demselben haben sie Licht, Feuer und Gnade erhalten; Licht, wodurch ihr Geist erleuchtet, Feuer, wodurch ihr Herz entflammt, Gnade, wodurch ihre Seele geheiliget worden ist. Auch du, christliche Seele! wirst diese Wirkungen in dir erfahren, wenn du oft und andächtig diesem göttlichen Opfer beiwohnen, diese göttliche Speise genießen, diesen göttlichen Freund besuchen wirst. Die vollständigsten Belehrungen, Gebete und Betrachtungen, geschöpft aus der lautersten Quelle der Lehren und Schriften des alten und neuen Bundes, der Kirche, der Heiligen und anerkannt frommer - IV Vorwort. Diener Gottes, bietet dir zu diesem dreifachen Ziel und Ende dieses Andachtsbuch dar. Hat dasselbe in den fünf ersten Auflagen durch den Segen des Himmels Jesu so manche Seelen gewonnen, so hofft man dieses unter demselben Einflusse auch wieder von dieser sechsten und jeder folgenden Auflage, nachdem für abermalige Vervollkommnung des Werkes Sorge getragen worden ist. on biefer fat Ich füge auch dieser Auflage den Wunsch an: ,, Möchte Jedermann, möchte vorzüglich unsere Jugend sich der Liebe und Andacht zu Jesus im allerheiligsten Altarssakramente ergeben! Man würde zu wahrer Seligkeit hier und dort inne werden, wie liebevoll und süß der Herr in diesem hochheiligen Geheimnisse iſt. Alle unreine Liebe insbesondere, diese Quelle so vielen Unheiles, würde verschwinden; wir würden- Himmel auf Erden sehen." einen 113 jute moupe des spomed - ud Der Verfasser. moing misid, misting malambillo ie fiquipy niemanden jhh din mich? money want dur malling nd is Vorwort Inhalts- Anzeige. Erste Abtheilung. Lehrreiche und anmuthige Unterhaltungen über das allerheiligste Altarssakrament. Erste Unterhaltung. Ueber die Einsetzung des allerheiligsten Altarssakramentes. 3weite Unterhaltung. Ueber die Liebe, welche uns Jesus Christus in dem allerheiligsten Altars sakramente bezeigt Dritte Unterhaltung. Die Wirkungen des allerh. Altarssakramentes Vierte Unterhaltung. Liebreizende Einladung Jesu Chrifti zur heil. Kommunion. Fünfte Unterhaltung. Antwort auf die Einwendungen derjenigen, welche sich von der öfteren Kommunion entschuldigen Sechste Unterhaltung. Die Herrlichkeit des Abendmahles unsers Herrn Jesu Christi. Siebente Unterhaltung. Von den Tugenden, die uns Jesus Christus in dem allerheiligsten Altarssakramente lehrt Achte Unterhaltung. Von unsern Verbindlichkeiten gegen die feligste Jungfrau, dafür, daß sie uns bei der heiligen Kommunion ihren Sohn schenkt Neunte Unterhaltung. Ueber die Litanei vom heiligen Namen Jesus, dienlich als Vorbereitung zur heiligen Kommunion und als Danksagung nach derselben. Zweite Abtheilung. Andachts Uebungen vor oder zu dem allerheiligsten Altars sakramente. = Erster Abschnitt. Morgen- und Abend- Andachten. 622 Gewöhnliche Morgen- Andacht Seite. III. Besondere Morgen- Andacht an Kommunion- Tagen. Gewöhnliche Abend- Andacht Besondere Abend- Andacht an Kommunion- Tagen Zehnte Unterhaltung. Wichtige Unterweisung, die heilige Kommunion recht und gut zu empfangen Gilfte Unterhaltung. Von der geistlichen Kommunion Zwölfte Unterhaltung. Von den Besuchungen des allerheil. Altarssakramentes. Dreizehnte Unterhaltung. Von der Würde, Hoheit und Vortrefflichkeit des heiligen Mesopfers Vierzehnte Unterhaltung. Von den Früchten und Wirkungen des heiligen Meßopfers Fünfzehnte Unterhaltung. Von der Art und Weise, dem heiligen Meßopfer mit Andacht beizuwohnen . 101 = ● 3 weiter Abschnitt. Meß- Andachten. Erste Meß Andacht. Die heilige Messe als Lob-, Dank-, Versöh= nungs- und Bittopfer insgemein Zweite Meß= Andacht. Dritte Meß- Andacht. Vierte Meß Andacht. = 3 7 12 18 23 30 34 40 44 58 73 76 81 89 115 118 126 . 131 135 Die heilige Messe als Bittopfer insbesondere 149 Die heilige Messe als Dankopfer insbesondere 155 Die heilige Messe als Lobopfer insbesondere 160 VI Seite Fünfte Meß- Andacht. Die heilige Meſse als Versöhnungsopfer insbesondere 166 Sechste Meß- Andacht. Die heilige Messe als Denkmal der Liebe, des Leidens und des Todes Jesu Chrifti insbesondere 172 Siebente Meß= Andacht. Die Die heilige Meſſe als Opfer für die Lebendigen und Abgestorbenen insbesondere 178 183 Achte Meß- Andacht. Meßgebete für die Abgestorbenen insbesondere Neunte Meß- Andacht. Gebete bei einer Messe vom allerheil. Altarssakramente 190 Besondere Meß- Andachten an Kommunion- Tagen. Meß- Andacht vor der heiligen Kommunion. Meß- Andacht nach der heiligen Kommunion 0 199 213 Zweite Beicht- Andacht Dritte Beicht Andacht. Dritter Abschnitt. Beicht- und Kommunion= Andachten. tull stuld Vorläufige andächtige Betrachtung am Vorabende der heiligen Kommunion; besonders für Seelen, welche diesem göttlichen Sakramente seltener nahen 219 Beicht Andachten. Erste Beicht- Andacht • 228 232 238 243 Kommunion Gebete für die heilige Adventzeit 11 Kommunion- Andachten. Erfte Kommunion- Andacht Zweite Kommunion= Andacht Dritte Kommunion- Andacht Besondere Kommunion- Andachten für die heiligen Zeiten und an den Festtagen des Herrn 11 11 " 1 17 Inhalts- Anzeige. 11 = H " 1 " apstall .. am Feste der Geburt unsers Herrn Jefu Chrifti. am heiligen grünen Donnerstage am Feste der glorreichen Auferstehung unsers Herrn Jesu Chrifti 275 am Feste der Beschneidung unsers Herrn Jesu Chrifti. 279 am Fesie der Erscheinung unsers Herrn Jesu Chrifti 282 in der Passions- Woche. 285 287 am Fefte der Himmelfahrt unsers Herrn Jesu Chrifti am heiligen Pfingstfeste. am Feste der allerheiligsten Dreieinigkeit Ablaßgebete. Allgemeines Ablaßgebet 10% n 250 261 am heiligen Frohnleichnamsfeste 312 317 Besondere Kommunion- Andacht an den Festtagen der allerfeligsten Jungfrau 309 Besondere Kommunion- Andacht an den Festtagen der Heiligen Besondere Kommunion- Andachten für einige besondere Verhältnisse. Kommunion Gebete einer Seele in innerlicher Trockenheit Kommunion- Gebete einer frommen Seele in großen Trübsalen Gebete bei der heiligen Kommunion, welche auf Weise der letzten Wegzehrung verrichtet wird... 272 61 d 290 293 296 299 302 1600 320 Gebet, den Ablaßafür sich zu gewinnen Aufopferung der heiligen Kommunion für Lebendige Aufopferung der heiligen Kommunion und des Ablasses für Verstorbene Kommunion- Lieder. Die Kommunion e Gespräch der Seele mit Jesus Das Gastmahl der Liebe 60 Der lebendige Flammenquell hindögat 323 326 328 S 329 331 333 1335 : 337 Inhalts- Anzeige. Liebesflage Ela Wonnelied Fromme und heilsame Gedanken an Kommunion- Tagen stud * Vierter Abschnitt. Besuchungen des allerheiligsten Altarssakramentes. Erste Reihe von Besuchungen auf ein ganzes Monat über die vorzüglichsten Namen a und Eigenschaften Jesu Christi 350 Zweite Reihe von Besuchungen auf ein ganzes Monat über verschiedene Gegenstände der Gottseligkeit 423 * Rosenkranz von dem allerheiligsten Altarssakramente Litanei von dem allerheiligsten Altarssakramente Fünfter Abschnitt. Die üblichsten nachmittägigen Andachten. Z Vesper Andacht von dem allerheiligsten Altarssakramente 17/485 Besondere Vesper Andacht an Kommuniontagen 1/495 Tagzeiten von dem allerheiligsten, Altars sakramente = Kreuzweg- Andacht auf das allerheiligste Altarssakrament Besondere Kreuzweg- Andacht an Kommuniontagen Andächtige Seufzer den Tag hindurch ti sug stint Sechster Abschnitt. Andachts- Uebungen vor dem allerheiligsten Altarssakramente in den Fastnachtstagen. VII Seite TV 338 341 AN 344 as HIV Unterricht über die Fastnachts luftbarkeiten 542 Kürzere Andacht vor dem allerheiligsten Altarssakramente in den Fastnachtstagen 545 Andacht vor dem allerheiligsten Altarssakramente in den Fastnachtstagen, wie solche von der heiligen Gertraud geübt worden ist ingilisdila no Siebenter. Abschnitt. Andachtsübungen während der achttägigen Frohnleichnams- Feierlichkeit. * Achter Abschnitt. Vermischte Andachts Uebungen. Die Betstunde. Unterricht über die Frohnleichnams- Feierlichkeit Vorabend des heiligen Frohrleichnams- Festes Der heilige Frohnleichnamstag Vorbereitung Gebet zum heiligen Segen Meß- Andacht. Beim heiligen Segen nach der heiligen Messe Frohnleichnams- Procession Nachmittägige Andacht am heiligen Frohnleichnamsfeste und die ganze Oktav hindurchdacht 574 Besuchungen des allerheiligsten Altarssakramentes am Frohnleichnams- Vorabende, Cam heiligen Frohnleichnamsfefte und an den nachfolgenden Tagen der Oktav 575 * * = I. Glaubensaft II. Gebet um die Gnade, diese Anbetungsstunde heilig zuzubringen III. Gespräch mit Jesus Christus IV. Abbitte vor dem hochwürdigsten Gute V. Aufopferung 1501 510 514 518 528 547 548 549 550 551 552 - 598 599 .600 . 601 .610 6112 Inhalts- Anzeige. 8 VI. Gebet um die Gnade, im Leben jederzeit auf eine heilige Weise zu komto 613 VIII municiren; sammt der geistlichen Kommunion VII. Gebet um das Glück, vor dem Tode die letzte Wegzehrung zu empfangen 614 VIII. Gebet um die Ueberwindung einer Versuchung oder Leidenschaft.. 615 IX. Der Lobgesang: Pange lingua- umschrieben und erklärt X. Litanei von dem allerheiligsten Altarssakramente .. 616 618 XI. Umschreibung des 83ten Psalmes 619 XII. Gebet für Alle, für welche man zu beten verbunden ist XIII. Gebet für die Verbrüderten zur ewigen Anbetung des hochwürdigsten Gutes XIV. Heilige Seufzer, oder Anmuthungen des Herzens vor dem hochwürdigsten Gute. Heiden und Sünder Anmuthungen vor dem allerheiligsten Altarssakramente zur Zeit einer allgemeinen Noth XV. Gebet zur seligsten Jungfrau XVI. Gebet zu Ende der Betstunde seydelle ja no 11628 XVII. Lobgefang auf das allerheiligste Altarssakrament ha a629 Lobgebet auf das allerheiligste Altarssakrament que Hot Ulebung der Haupttugenden vor dem allerheiligsten Altars sakramente Geistliche Kommunion pilisan) . Kürzeres Gebet vor dem allerheiligsten Altarssakramente zur Zeit einer allgemeinen schädlichen Trockne oder Nässe der Erde Andachtsübungen vor dem allerheiligsten Altarssakramente zur Zeit eines Ungewitters Kurzes Gebet, wenn der heilige Segen gegeben wird 635 Ganz kurze Andacht vor dem allerheiligsten Altarssakramente Andachtsübung vor dem allerheiligsten Altarssakramente für die Bekehrung der Andachtsübungen vor dem allerheiligsten Altarssakramente zur Zeit eines besonderen Anliegens Zufluchts- Gebet zu Jesus im allerheiligsten Altars sakramente Gebet zu Jesus im allerheiligsten Altarssakramente, die Verzeihung aller sündlichen Gedanken, Worte und Werke zu erlangen Die sieben Vußpfalmen ndon Honilled and di Gebet in Versuchungen Gebet um die Gnade vollkommener Keuschheit Gebet um Tugenden. ingie nogi Gebet um die Gnade, in Allem Gottes Wohlgefallen zu vollbringen Seite Neunter Abschnitt. Memento mori: Kranken- und Sterbe- Ge= bete des frommen Liebhabers und Anbeters des allerheiligsten Altarsakramentes. oregion illad Memento mori, oder Vorbereitung zum Tode in gesunden Tagen Kranken- Gebete Gebet in schwerer Krankheit Ein anderes Gebet 622 623 Liebesseufzer Von der Freude und Herrlichkeit des himmlischen Reiches Sehnsucht der Seele nach Gott und dem Himmel Sterbe Gebete Gebet, dem Sterbenden vorzubeten Letzte Seufzer 624 627 632 634 637 642 644 646 648 650 650 658 659 Bunchristy 660 665 666 667 669 m. 670 671 Erste Abtheilung. Lehrreiche und anmuthige CHECCORIEEE HEH über das allerheiligste Altarssakrament. 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 1 paulisdidle 10 pidiuman dan siside end asdil mamatofale afgilindralle kablaghad topis pod nºsemalled to a ar jag brinit is the thesd sand slun sid rýmichalba sveigia paise sonoun, rist to modni quad Juk mbilzüton monis postoj msnis ui un bug 19dn fltlos Erſte Erste Unterhaltung. thi aded of mo sumida chun bin adelaid In Form eines Gespräches, über die Einsehung des allerheiligsten Altarssakramentes. stands spie all track o Der Lehrjünger. „ Ich will mit meinem Herrn reden, wiewohl ich nur Staub und Asche bin."( Geneſ. 18, 27.) mein Gott! wie bewunderungswürdig ist deine Weisheit! wie tief sind deine Anschläge, und wie hoch erhaben sind deine Gedanken über die unsrigen! Woher kommt es, daß du auf Erden geblieben bist, da nun dein Leib unsterblich ist, und die himmlische Herrlichkeit genießt? Soll der edelste Leib nicht über den Sternen schweben? Und da dein Thron im Himmel ist, ist es nicht gänzlich wider alle Ordnung, daß du noch auf Erden bleibst? Ein König, wie du, und der größte aller Könige, soll ja in seinem Pallaste seyn, und nicht in einem Gefängnisse. 150- dis? nim pid, imm 990 dr Christus, der Lehrmeister. murod tras) Ich bin auf Erden geblieben, meiner Liebe Genüge zu thun. Ich verweile unter den Menschen, ihr Verlangen zu ersättigen. Ich bin bei meinen Lehrjüngern, sie zu trösten. Ich befinde mich in Mitte meiner Schafe, sie zu beschützen. Ich habe mich meiner Kirche geschenkt, ihr zum Opfer zu dienen.. Ihr würdet keine Religion haben, wenn ihr kein Opfer hättet; und da die alten Opfer aufgehoben sind, so muß ich A Erste Unterhaltung. In Form eines Gespräches, bis an's Ende der Welt zur Ehre meines Vaters geopfert werden, indem es kein anderes, Seiner würdiges, Schlachtopfer gibt, als mich. Mein Leib ist im Himmel, als in seinem natürlichen Aufenthalte; er ist aber auch auf Erden, als in einem sakramentalischen Aufenthalte. Ich habe den Himmel nicht verlassen, da und eben die Erde nicht verlassen, da ich wieder in den Himmel hinauf316 geſtiegen bin. Tadeahora es 10% I estman Der Lehrjünger.dra end Dieser Gedanke tröstet mich, und macht es mir einlenchtend, daß du nothwendig auf Erden bleiben mußteft, um uns als Schlachtopfer zu dienen. Allein, warum, o Herr! stellest du dich nicht sichtbar unsern Augen vor? Warum verbirgst du dich unter diesen sakramentalischen Gestalten, da du doch geliebt werden willst? Die Liebe kommt durch die Augen in das Herz; ließest du dich sehen, wie du bist, so würdest du alle Herzen an dich ziehen, alle Laster verhindern, alle Ketzereien ausrotten, alle Elenden trösten, alle Sünder bekehren, alle Menschen selig machen. fjid modsildag modro Jun thin ding sillads 3d Der Lehrmeisterschmid sid Ich bin ein verborgener Gott; man kann mich nicht sehen, man sterbe denn zuvor. Ich habe meine Gottheit unter der Gestalt eines Menschen verborgen; und nun verberge ich meine Menschheit unter der Gestalt des Brodes. Euer Leben ist ein Stand des Glaubens; darum muß hier mein Leib verborgen seyn; euer Leben ist ein Stand der Verdienste; darum muß hier euer Geist gedemüthiget werden. djup mid de Adam hat im irdischen Paradiese dem Worte der Schlange mehr Glauben beigemessen, als meinem Worte. Zur Verbes serung dieses Vergehens, und zur Bestrafung dieses Vorwißes muß nun der Mensch mehr meinem Worte beipflichten, welches ihm ſagt, daß dieß mein Leib ist, als dem Worte des Satans, welcher ihn bereden will, es sey dieß mein Leib nicht. Der über die Einsegung des allerh. Altarssakramentes. Glaube heiliget euren Geist, und macht ihn aus unchriftlich christlich. Der Glaube macht euch das Unbegreifliche begreiflich; er erhebt eure Erkenntnisse über die Gränzen eures Verstandes; er demüthiget euren Hochmuth und bringt euch zur Unterwürfigkeit. Man muß glauben, um zu schauen. Der Glaube ist der Ursprung des Verdienstes und die Grundfeste der Herrlichkeit. Wie hättet ihr den Glauben, wenn ihr sehen würdet, was ihr glauben sollet, da doch der Glaube seinem Wesen nach nothwendig dunkel ist? 5 Der Lehrjünger. O mein Herr! ich erkenne, daß deine Menschheit eben so, wie deine Gottheit, der Gegenstand unsers Glaubens seyn, und KICKS daß also sowohl die eine, als die andere verborgen seyn muß. Aber warum unter der Gestalt des Brodes? Ist wohl dieser delo Stand geziemend für einen Menschen, für einen König, für 6710 the TATOUISTO einen Gott? Ist es nicht billig, daß wir dich auf Erden verehren? Und wer kann dich in diesem Stande und unter dieser Gestalt verehren? Sieh nur, welche Unbilden man dir zufügt, und wie viel deine Ehre dabei leiden muß, daß du deiner Liebe dabei leiden muß, SUSUNA U haft Genüge leisten wollen! THE HIS dus motisch otjaghimpi Der Lehrmeister.min dan me af Meine Weisheit würde nicht unendlich seyn, wenn sie nicht unbegreiflich wäre; sie würde nicht bewunderungswürdig seyn, wenn sie erfaßlich wäre. Die Güte muß sich offen zeigen, um geliebt, die Weisheit hingegen muß sich verbergen, um bewundert zu werden. Die eine liebt den Tag, die andere die Nacht.. ier Was gibt es Unziemliches für den, welcher liebt? Ist es nicht noch seltsamer und ungeziemender für einen Gott, in Gestalt eines Menschen zu erscheinen, als für einen Menschen, in Brodesgestalt zu erscheinen? n dodi - Ich bin die Wahrheit, welche die Vorbilder in Erfüllung bringen muß. Das Osterlamm, das Himmelbrod in der Wüſte, die Schaubrode, waren die Vorbedeutung meines Leibes und die Erste Unterhaltung. In Form eines Gespräches, 2c. ses göttlichen Sakramentes. Wem soll es, da man die Vorbilder genossen hat, seltsam vorkommen, daß man die Wahrheit genieße? Ich habe euch durch meinen Tod ein göttliches Leben mitgetheilt, welches eben sowohl Nahrung bedarf, wie das Leben des Leibes. Da nun die Nahrung eben so beschaffen seyn muß, wie der, welcher sie nimmt, bedarf nicht der Geist, welcher ein göttliches Leben lebt, auch einer göttlichen Nahrung? Wenn ihr mein Fleisch nicht esset, so werdet ihr weder das Leben der Gnade in dieser Welt, noch das Leben der Herrlichkeit in der andern Welt haben. Dieß ist das Gebot, welches ich euch gegeben habe, und welches alle Menschen verbindet. Darum muß ihnen mein Fleiſch unter der Gestalt einer Nahrung dargereicht werden, welcher sich Jedermann bedienen kann. Der Geschmack ist bei jedem Menschen verschieden; jedoch liebt Jedermann das Brod. Das Brod ist gleichsam der König der you MOOPANTHES Speisen, und die natürlichste Nahrung des Menschen. Ich mußte also diese Gestalt annehmen, um ohne Abscheu, ja sogar mit Luft genossen zu werden. Ich habe mich zu eurer Nahrung gemacht, um in's Innerste eures Herzens einzugehen, euch meinen Geist mitzutheilen, euren Leib zu heilen und zu heiligen, er Blut die Hiße eurer Begierlichkeiten zu dämpfen, euer Blut zu reinigen, und eurem Fleische die jungfräulichen Eigenschaften meines Fleisches mitzutheilen. 6 Ich habe die Brodesgestalt angenommen, um euch durch die Wirkungen, welche das Brod im Leibe hervorbringt, zu zeigen, was mein Leib in eurer Seele wirkt. Das Brod ersättiget; und ich will, daß auch Alle, die mich genießen, dadurch ersättiget werden. " 1 Das Brod verwandelt sich in den, der es genießt, und ich, der ich edler bin, als ihr, ich verwandle euch in mich. Wie ich durch den Vater lebe, so wird auch der, welcher mich ist, durch mich leben."( Joh. 6, 58.) garro el sold Der Lehrjünger. O göttlicher Lehrmeister! wie bewunderungswürdig ist deine Weisheit! wie wunderbar sind deine Rathschlüsse! wie erstaun 3weite Unterhaltung. Ueb. d. Liebe, welche uns Jesus Christus 2c. 7 lich ist dein Benehmen! Ja, wahrhaftig! du bist ein verborgener Gott, der Heiland Israels! Welches Brod! Welches Gastmahl! Welche Tafel! Welche Hochzeit! D, wie sehr bin ich dir verbunden, daß du bei uns geblieben bist, und diese Gestalt angenommen hast, um uns in dich umzuwandeln! Was soll ich thun, um dir für diese so große Güte zu danken? si? Weil du bei mir bleibst, so will auch ich bei dir bleiben. Weil du dich für mich demüthigest, so will ich mich für dich demüthigen. Weil du alle Tage für mich stirbst, so will auch ich alle Tage für dich sterben. Weil du so große Dinge thust, um dich mit mir zu vereinigen, so will auch ich mein Möglichstes thun, um mich mit dir zu vereinigen. Amen! bordspind pat Hisäis sin ind abingid oils mdi shod monise fe_id noturidage and gapinar loje thon comprisis and modisted til atted aft Zweite Unterhaltung. Unterhaltung. nogam 19101 100 90il spicks mopid i en modernio) ad Ueber die Liebe, welche uns Jesus Christus in dem dla chit allerheiligsten Altarssakramente bezeigt. doll manis his mision bors Unter allen Namen, welche die heiligen Väter diesem gött lichen Sakramente gegeben haben, ist wohl der geeignetste und passendste der Name: Sakrament der Liebe;" denn hier sißt die Liebe gleichsam auf ihrem Throne, und leuchtet in aller ihrer Größe und Herrlichkeit. Alle anderen Vollkommen heiten unsers Erlösers sind da gleichsam verborgen; nur seine Liebe stellt sich ganz offen dar. Es ist ein Sakrament der Liebe, weil es von Liebe stammt, die Liebe befriediget, Liebe erzeugt.ro bepillangal band burb( do bin SO HAS 2012 manis biben. ondroito d mds it and dull on Dieses Sakrament stammt von Liebe; che denn nn der Sohn Gottes hat es am Vorabende seines Todes eingeseßt, als Judas mit den Juden unterhandelte, ihn zu Grunde zu richten und aus der Welt zu schaffen. Er hat sich seiner Kirche hinterlassen, 8 Zweite Unterhaltung. Ueber die Liebe, welche uns stigm or bufils um bei ihr zu verbleiben bis an's Ende der Welt, und hat ihr durch leßtwilliges Vermächtniß seinen Leib und sein Blut übergeben, als das letzte Unterpfand seiner Liebe. Sein Vater hatte ihm befohlen, zu sterben; aber nirgends lesen wir, daß er ihm befohlen habe, dieses große Geheimniß einzuseßen; nur die Liebe hat ihn dazu bewogen. Aus Gehorsam ist er in den Himmel hinaufgestiegen; aus Liebe aber ist er auf der Erde geblieben. Er hat nicht gewartet, bis sich seine Feinde seiner bemächtigten; er ist ihrer Gewaltthätigkeit zuvorgekommen, und hat sich selbst übergeben, damit nicht der Haß seine Liebe überträfe, und sich rühmete, er habe das erste Opfer unserer Erlö sung dargebracht. spinista Sein Vater hatte ihm also hierzu nicht den Befehl ertheilt; noch viel weniger aber verdienten die Menschen diese Gnade; ja sie hatten sich derselben der Beleidigungen, Unbilden, Verachtungen, Verfolgungen und üblen Behandlungen wegen, die er von seiner Geburt an bis zu diesem Augenblicke von ihnen zu erleiden hatte, durchaus unwürdig gemacht. Er sah, daß sie sie ihn sich wider ihn verschworenthäter gleich einem Sklaven geißeln, und gleich einem Ulebelthäter freuzigen würden. Er sah, daß ihm die Juden nach seiner Auferstehung und Himmelfahrt in der heiligen Hostie alle erdenkliche Schmach anthun, daß ihn die Keßer mit Füßen treten und den Hunden vorwerfen, daß ihn die Zauberer zu ihren Zauberwerken mißbrauchen, und daß ihn die Christen zum Gegenstande ihrer Verdammniß machen werden, indem sie ihn in ihr Herz, wie in eine Hölle, hinablassen, und diese göttlichen Geheimnisse durch gräulichen Gottesraub entheiligen. Nichts desto weniger hält ihn dieß Alles nicht ab, sich uns durch leßtwilliges Vermächtniß zu schenken. Und das ist eben der offenbarste Beweis seiner Liebe; denn wer ohne letzte Willenserklärung stirbt, hinterläßt seine Güter ſeinen Erben, die wenig dafür erkenntlich sind, weil er sie nothwendig hat verlassen müssen; wer aber seine leßztwillige Anordnung trifft, und über seine Güter zu Gunsten eines Freundes verfügt, der Jesus Christus in dem allerh. Altarssafram. bezeigt. kein Recht auf seine Erbschaft hat, gibt ihm dadurch sichere Beweise seiner Zuneigung.ind mijera si blant and dau Dieß hat der Sohn Gottes am Vorabende seines Todes gethan. Er hat seine letztwillige Verfügung getroffen, und die Menschen zu Universalerben aller seiner Güter, nämlich seines Leibes und Blutes, eingesetzt, die er ihnen bis an's Ende der Welt zur Speise übergeben hat. Er hat nicht bis nach seinem Tode gewartet, ihnen Gutes zu thun; er hat sie noch bei seinen Lebzeiten in den Besitz dieser kostbaren Erbschaft gesetzt. Wer sieht nicht, daß er uns aus Liebe dieses Geschenk gemacht hat? pridad dau thadetinje pilisdopy II. man ( ins fi Wie dieses Sakrament von Liebe stammt, so befriediget es auch die Liebe auf's Vollkommenste; denn die Liebe hat nur das einzige Verlangen, sich mit dem geliebten Gegenstande zu vereinigen. Der Sohn Gottes bewerkstelliget in diesem göttlichen Geheimnisse zwei wunderbare Vereinigungen, eine mit den sakramentalischen Gestalten, die audere mit dem, der ihn empfängt. Jene erste Vereinigung ist so erstaunlich, daß sie von einigen heiligen Vätern jener Vereinigung der heiligen Menschheit mit dem ewigen Worte verglichen wird. Und was soll man von der Vereinigung mit uns denken, da der Endzweck noch ohne Vergleich edler ist, als die Mittel, und da der Sohn Gottes das Brod nur in seinen Leib verwandelt, um uns in sich umzuwandeln? si pus unshD den Aus allen Vereinigungen ist die Vereinigung der Speise mit dem, der sie genießt, die stärkste und innigste. Sie ist die stärkste; denn Niemand, als Gott, kann die Nahrung von der Wesenheit dessen trennen, der sie genossen und verdaut. Sie ist die innigste; denn die Speise kommt nicht nur in den Magen, sondern sie vertheilt sich durch den ganzen Leib, vereiniget sich wesentlich mit allen seinen Theilen, durchdringt alle Poren ( Schweißlöcher) und Gebeine, und vermischt sich mit dem Wesen dessen, der sie genossen hat, dergestalt, daß, wie ich gesagt 10 3weite Unterhaltung. Ueber die Liebe, welche uns habe, mur Gott allein sie davon scheiden kann. Die Nahrung und der, welcher sie genossen hat, wird Ein Fleisch, Ein Leib, 300 Ind Eine Person.vodorok at ononde Eben dieß wirkt der Sohn Gottes fast auch in der Seele dessen, der ihn würdig empfängt. Er gibt sich ihm in Gestalt einer Speise, und vereiniget sich auf diese Weise mit ihm so stark und innig, daß dadurch gewissermassen aus Beiden nur Eine Person wird. Was du siehst, ist nach der heiligen Kommunion zwar von Außen ein Mensch; aber inwendig ist's ein Gott. Man sieht zwar nur die Gestalt eines Sünders; aber eine sakramentalische Gestalt deckt und verbirgt einen Gott. Es ist ein lebendiges Sakrament, eine geheiligte, und in Jesus Christus verwandelte Hostie. Nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir;" so kann Jener sprechen, der sich würdig dem heiligen Tische genahet hat. D! wie wird die Liebe durch eine so große, edle und innige Vereinigung befriediget! Mindigdemon is t III. ofisið meðilininbump and d Endlich erzeugt dieses Sakrament Liebe. Die Seele sieht da ihren Geliebten; sie erfreut sich seiner Gegenwart; sie nimmt ihn in ihr Herz auf; sie wird da mit seinen Gutthaten überHäuft; sie bereichert sich da mit seinen Verdiensten; sie genießt da seine Süßigkeit und seine Tröstungen; sie hält ihn fest, umfängt ihn, redet mit ihm, hört ihn an; sie wird sogar in ihn umgewandelt. Die Erkenntniß erzeugt Liebe; die Gegenwart nährt diese Liebe; die Gutthaten fesseln sie; die Wonne umfängt sie. Und wie sollte eine Seele Jesum in diesem göttlichen Saframente nicht lieben, wo er sich sehen, fühlen, genießen läßt,- wo er so vertraulich mit ihr umgeht, ihr seine Zuneigung bringt, sein Herz öffnet, sie seiner Gottheit theilhaftig macht, mit ſeinen Gnaden überhäuft? it sodno p IV. IV. monia) nella tim bilmpai di sol tenint Wenn dieses Sakrament von Liebe stammt, die Liebe befriediget, und Liebe erzeugt, ach! woher kommt es 11 Jesus Christus in dem allerh. Altarssakram. bezeigt. doch, daß ich ein lauteres Eis bin, da ich kommunicire? Das Herz kann zwar dem Hasse sich widerseßen; aber der Liebe muß es sich ergeben. Wer liebt das Brod nicht, welches ihn nährt? Welches Schaf liebt nicht seinen Hirten? Welcher Kranke nicht seinen Arzt? Welcher Freund nicht seinen treuesten Freund? Welche Braut nicht den liebenswürdigsten Bräutigam? O unerhörte Sache! ein lauteres Eis seyn- im Feuerofen der Liebe! Mein Herz! welcher Natur bist du? Sieh! du bist von Liebe ganz umgeben; und du weißt nicht, was„ lieben" ist? Sich da! Liebe vor meinen Augen, Liebe in meinem Munde, Liebe in meinen Eingeweiden, Liebe im Innersten meiner Seele; ste redet mit mir, sie liebkoset mich, sie umfängt mich, ste nährt mich, ste erwärmt mich, sie entzündet mich, und ich weiß nicht, was „ lieben" ist! pilisa olle sond Woher diese Unempfindlichkeit? Ach! sie kommt davon her, weil ich die Welt zu sehr liebe, meine Begierlichkeiten nicht ertödte, meinen Leidenschaften nicht Gewalt anlege, zu zärtlich und sinnlich, zu eitel bin, weil mein Herz an einem Geschöpfe hängt, weil ich übel mit meinem Nächsten umgehe, weil es mir an Treue mangelt, weil ich nichts geben will, da ich Alles empfange. V. thi Meine Seele! wirst du gegen einen so großen Gutthäter stets undankbar und gegen die Reize einer so außerordentlichen Liebe stets unempfindlich seyn? Wirst du dir niemals das Herz abgewinnen lassen? Wirst du niemals einen Gott lieben, der dich so sehr liebt? einen Gott, der den Himmel verläßt, um sich bei dir aufzuhalten? einen Gott, der sich dir zur Speiſe gibt? einen Gott, der dich sucht? einen Gott, der dir nachgeht? einen Gott, der aus Liebe zu dir sich in den Tod hingibt, und noch alle Tage sich für dich opfert? poi s Nein! ich kann dieser Liebe nicht länger mehr widerstehen; ich kann mich nicht länger mehr dieser liebreichen Nachstellungen erwehren; ich will Jenen lieben, der mich liebt. Da dies Dritte Unterhaltung. ein Sakrament der Liebe ist, so will ich mich nicht mehr aus Furcht davon ferne halten, sondern mich demselben mit Vertrauen und Liebe nahen. Da Christus sich mir schenkt, so will auch ich mich ihm schenken. Da er ganz mein ist, so will auch ich ganz sein seyn. Amen. in duuss 12 Jober top ki ja Dritte Unterhaltung. 0911 enc Die Wirkungen des allerheiligsten Altars- d 150 sofakramentes. bir ne shim mum Die heiligen Väter und Kirchenversammlungen nennen das heilige Abendmahl den Schatzkasten aller Gnaden und Gutthaten Gottes. Deine Andacht zu unterhalten und zu vermehren, sollen hier einige dieser Gnaden und Gutthaten angegeben werden. spjaldsin I. siguchië) manis no rad nismo bil us Toitumi dan Die erste, und die Quelle aller übrigen ist der anbetungswürdigste Leib unsers Herrn Jesu Christi, welcher uns in diesem Sakramente mit seinem kostbaren Blute, und mit den Verdiensten seines Leidens gegeben wird. Er gibt uns hier auch seine allerheiligste Seele mit allen ihren Tugenden, so wie nicht minder seine Gottheit, welche von seiner Menschheit unzertrennlich ist. In andern Sakramenten theilt er uns seine Gnade durch Geschöpfe mit, welche die sichtbaren Zeichen derselben sind, wie z. B. das Wasser, das Del und der Balsam; allein in diesem Sakramente gibt er sich selbst, und ertheilt uns seine Gnade durch sich selbst, folglich eine ohne Vergleich größere Gnade, als in den übrigen Sakramenten. Welches Glück, Jesum in seine Arme schließen, wie der heilige Simeon! ihn in Mund und Herz aufnehmen! sogar das Herz mit ihm wechseln, indem er uns das unsrige nimmt, und das seinige gibt! Welcher Arzt, der sich selbst in Gestalt einer Arznei seinem Kran Die Wirkungen des allerheiligsten Altarssakramentes. ken darreicht, um ihn zu heilen, der in seinen Magen sich hinabläßt und alle Kräfte seiner Seele heimsucht, um ihn wieder gesund zu machen! dai and noblows 13 II. nos dif Nebst der heiligmachenden Gnade, welche er ansehnlich vermehrt, theilt er auch der Seele die Gabe des Glaubens mit, indem er ihren Geist erleuchtet, dieses große Geheimniß zu glauben, und sie kosten läßt, was sie nicht begreift. Je mehr man der Sonne nahet, desto mehr Licht empfängt man von ihr. Die zwei Jünger, welche nach Emmaus gingen, erkannten Jesum Chriftum, ihren göttlichen Lehrmeister, nur am Brodbrechen. Geh hin zu diesem Tische, iß von diesem Brode, und die Augen deines Geistes werden je mehr und mehr erleuchtet werden! Du wirst Jesum am Brodbrechen erkennen. Ailee III. 100 150 011128 Auch die Hoffnung wird durch den Gebrauch dieses heiligen Sakramentes wunderbar gekräftiget; denn der Sohn Gottes gibt sich hier als Speise, und als letztwilliges Vermächtniß; als Speise, deren Eigenheit es ist, daß sie stärkt; als lettwilliges Vermächtniß, welches zur Erbschaft berechtiget. Unsere Sünden jagen uns billig Furcht ein, und stürzen uns nicht selten in ein gewisses Mißtrauen in Ansehung unsers Heiles; aber dieses göttliche Geheimniß vertreibt alle Furcht, und kräftiget unsere Hoffnungen durch die Verheissungen, welche der Sohn Gottes im heiligen Evangelium denjenigen macht, die demselben würdig nahen. Wer dieses Brod ist," spricht er, der wird ewig leben."" Wer mein Fleisch ist, und mein Bluttrinkt, der bleibt in mir, und ich in ihm. Gleichwie ich durch den Vater lebe, der mich gesandt hat, so wird auch der, welcher mich ist, durch mich leben; er wird weder mehr Hunger, noch Durst haben; er wird nicht sterben, sondern ewig leben. Er hat das ewige Leben, und ich werde ihn am jüngsten Tage erwecken."( Joh. 6.) adrid 14 Dritte Unterhaltung.si id Welches auch noch so niedergebeugte Gemüth soll durch diese Worte des Sohnes Gottes nicht ermuthiget werden? Wird wohl Jener, welcher das Mehrere gibt, das Wenigere verweigern? Und wird Jener, welcher sich selbst dargibt, seine Güter versagen? Wenn derjenige, der dieses Brod der Engel genießt, nicht selig wird, wie werden die Worte des Sohnes Gottes sich erwahren, welcher versichert, daß ein solcher nicht sterben werde? nämlich den ewigen Tod; denn leiblicher Weise stirbt der, wel= cher kommunicirt, ebenfalls; es muß also die Verheissung des Sohnes Gottes das ewige Leben betreffen. Aus dieser Ursache nennt die Kirche dieses Sakrament- das Unterpfand unsers Heiles. Jene," spricht sehr schön ein geistlicher Lehrer, , welche in diesem Leben durch den Gebrauch dieses heiligen Sakramentes mit unserm Herrn vereinigetsind, werden auch im andern Leben nicht von ihm geschieden werden." ir ganajud vid butt 391100 mad 130 med spilling indian " 1 movie impuri& IV. Allein die vorzüglichste Wirkung dieses Sakramentes der Liebe ist, wie schon gemeldet worden, daß es in dem Herzen des= sen, der es empfängt, Liebe erzeugt; denn es ist dessen eigentliche Wirkung, daß es die Liebe, den Eifer und die Andacht vermehrt, und die Seele auf eine von den übrigen heiligen Sakramenten ganz verschiedene Weise mit den Gaben des heiligen Geistes, und mit den eingegossenen Tugenden bereichert. Welches Herz soll durch die Erkenntniß der Güte eines Gottes nicht erweicht werden, welcher den Himmel verläßt, um mit ihm zu verkehren, es zu umfangen, zu heilen, zu trösten und mit seiner Gottheit zu vereinigen? Ein Haus, welches im Feuer steht, zündet jenes an, welches daneben steht; und das Herz Jesu, welches eine lautere Liebe ist, soll, da es in unser Herz kommt, dasselbe nicht mit seiner Liebe entzünden? Welches Eis müßte nicht vor diesem göttlichen Feuer schmelzen, das uns durchdringt, und allenthalben umgibt? O! wenn wir bei der Die Wirkungen des allerheiligsten Altarssakramentes. heiligen Kommunion kalt und lau sind, so ist die Ursache hiervon, weil wir die Güte Jesu nicht erkennen, zu seinem Em pfange uns nicht gehörig vorbereiten, untreu sind, und in un serm Herzen irgend eine eitle Liebe nähren.d Ish Wisdi V. rod 15 prop SHE Unser furchtbarster Feind ist der Satan. Er versucht uns JOTOS DIE zu allen Zeiten, auf alle mögliche Weise, mit einem unversöhnlichen Haffe, indem er auf alle unsere Schritte und Tritte lauert, und uns allenthalben Fallstricke legt. Allein dieses göttliche Sakrament macht uns gleichsam unverleßbar, und verschafft uns den Sieg über alle seine Bemühungen; denn da er ein hochmüthiger Geist, und durch das Kreuz überwunden worden ist, so kann er auch die Vorstellung desselben nicht ertragen, welche M in diesen göttlichen Geheimnissen erneuert wird. Jesus gebietet bei seinem Eintritte in's Herz den Winden, zu schweigen, stillt die Stürme und vertreibt durch ein einziges Wort die erschrecklichsten Ungewitter. Und was ist das für ein Wort? Der Friedesey mit euch; euer Herz soll nicht verwirrt werden; ich bin's, fürchtet euch nicht!" Noe erhielt alle Thiere, die in der Arche waren, im Frieden; und wie? Jesus soll deine Leidenschaften nicht besänftigen und stillen können? O mein Gott!" ruft der heilige David, du hast mir einen Tisch zubereitet wider jene, die mich plagen und verfolgen." An diesem Tische wurden die Martyrer geistlicher Weise trunken, hier erhielten sie Kraft und Muth, über ihre Peiniger obzustegen. dmblimmit 11 - VI. Hadad de Junt fout npid vi hus or DE SUS Fungs 5001 199 Auch alle deine bösen Neigungen sind lauter Satane, die dich stets versuchen; die gefährlichste aus allen ist jedoch die Neigung zu den finnlichen Wollüsten. Die Sünde Adams hat sowohl unserer Seele, als auch unserm Leibe tiefe Wunden ge= schlagen. Die übrigen heiligen Sakramente sind eingeſeßt, die Wunden der Seele zu heilen; der vorzüglichste Endzweck des 16 atlan Dritte Unterhaltung. magnus@ heiligen Abendmahles aber ist, die Wunden des Leibes zu heilen, welche wir Begierlichkeit nennen. Darum wird der Tag, welchen die Kirche zur Verehrung dieses großen Geheimnisses bestimmt hat, das Fest des Frohnleichnams Jesu Christi" genannt. Dieses allerreinste Fleisch theilt unserm Fleische seine jungfräulichen Eigenschaften mit; dieses aus der reinſten Jungfrau Maria entnommene Blut reiniget unser unreines, und durch die Sünde verdorbenes Blut; dieser Wein macht, anstatt das Feuer der Begierlichkeit zu entzünden, jene, bid min amo die ihn trinken, zu Jungfrauen. O! wenn du öfter kommuniciren würdest, du würdest gewiß nicht so versucht werden, wie du wirklich versucht wirst, oder wenigstens der Versuchung nicht unterliegen, wie es wirklich geschieht! sohisar pois 100 11901 dotsiden aufster sin TO VII. - Dieses heilige Sakrament heilt nicht nur die Wunden der Seele und des Leibes, sondern bes nährt und stärkt auch die Seele, und verschafft derselben Wachsthum, eben so, wie das Brod den Leib nährt und stärkt, und ihm Wachsthum verschafft. Und wie das Brod den Leib ersättiget, so ersättiget auch dieses heilige Sakrament die Seele mit einem Ueberflusse von Gnaden, womit es selbe erfüllt, und mit einer himmlischen Süßigkeit, welche ihr an allen irdischen Vergnügungen Eckel einflößt. Das Himmelbrod hatte allen möglichen Wohlgeschmack; aber nicht alle Israeliten empfanden ihn, sondern nur die frommen aus ihnen. Wenn du die Süßigkeiten dieses himmlischen Brodes nicht schmeckest, so ist sehr zu fürchten, du seyest krank, und habest einen verdorbenen Geschmack. Dennoch sollst auch du dieses Brod effen, um dich zu heilen; denn es ist eine überaus köstliche Nahrung für die Gesunden, und eine überaus heilsame Arznei für die Kranken. Brand SHIDON SONIC op undmi 39 stoi adio VIII. - stun Idourot sid Nebst allen diesen Wirkungen, welche dem, der kommuni cirt, Frieden, Freude, Gesundheit und Heilung verschaffen, hat Ĵ Die Wirkungen des allerheiligsten Altarssakramentes. dieses heilige Sakrament noch zwei andere, welche Jesum Christum und unsern Nächsten betreffen. Was unsern Herrn betrifft, so vereiniget er sich mit uns, wie bereits gemeldet worden, in Gestalt einer Speise; und dieß ist aus allen die höchste, kräftigste, innigste, beständigste und unzertrennlichste Vereinigung, so zwar, daß wir ganz Eines mit ihm, und ganz in ihn umgewandelt werden, gleichwie das Brod in den umgewandelt wird, der es ist, und gleichwie ein Tropfen Wasser, mit Wein ver= mischt, ganz in Wein umgewandelt wird, oder gleichwie zwei Stücklein Wachs, die man zusammenschmilzt, nur mehr Ein Wachs sind. Dieser Gleichnisse bedienen sich die heiligen Väter. Wir wandeln dieses Brod nicht in unser Wesen um, wie geschlachtetes Fleisch, das wir essen, sondern Jesus wandelt uns in sich um, weil er lebendig und stärker ist, als wir.„ Ich bin," spricht er zu dem heiligen Augustin, die Speise der Großen; du wirst mich nicht in dich umwandeln, sondern ich werde dich in mich umwandeln." IX. 1070 17 Was den Nächsten betrifft, so macht dieses heilige Sakra-, ment aus sämmtlichen Gläubigen, die es empfangen, Einen Leib, Eine Seele, Ein Herz und Einen Geist, gleichwie das Brod aus mehreren Getreidkörnern, und der Wein aus mehreren Weinbeeren besteht. Darum essen sich Jene, welche dieses Brod genießen, und dabei noch Haß im Herzen nähren, ihr Gericht hinein, und Jene, welche nach der Kommunion nicht sanftmüthiger und liebreicher sind, geben mit Grund Anlaß, zu fürchten, daß sie keine gute Kommunion verrichtet haben. Die Vereinigung mit dem Nächsten muß der Kommunion stets vorangehen, und darauf folgen; sie ist eine Vorbereitung dazu, und eine Frucht davon. And Herr Jesu! wie lieblich ist dein Herz! Deinen Kindern deine Lieblichkeit zu zeigen, ersättigest du Jene, die nach dieser göttlichen Speise hungern, und lasseft die Reichen, welche 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 2 18 Vierte Unterhaltung. mit Eckel deinen Tisch verschmähen, leer und hungrig. Aller Augen warten auf dich, o Herr! und du gibst ihnen ihre Speise zu gelegener Zeit; du thust deine Hand auf, und erfüllest alles Lebende mit Guts thaten."( Ps. 144, 15.) dan sipidnited afgimmi fpit, pm meine Seele! wirst du immerhin Eckel an Gott, und Hunger nach den Geschöpfen haben? Was kannst du auf Erden Besseres und Erwünschlicheres verlangen, als diese Speise, welche dir das Leben gibt und erhält, dich mit Gnaden erfüllt, wider alle Versuchungen stärkt, dir das Unterpfand deines Heiles gibt, alle deine Krankheiten heilt, dir zum Wachsthume und zum Fortschreiten in der Vollkommenheit verhilft, deinen Geist erleuchtet, dein Herz erquickt und ersättiget, deine Leidenschaften stillt, dir Eckel an den falschen Vergnügungen der Erde einflößt, dich in Jesus Christus umwandelt, und dich liebevoll mit allen Menschen vereiniget? O! so iß denn oft am Tische defsen, der dich einladet, und vergiß nicht, mit dem hochzeitlichen Kleide der Gnade und Liebe dabei zu erscheinen, auf daß du nicht von dem Gastmahle ausgeschlossen, an Händen und Füßen gebunden, in die äußersten Finsternisse hinaus geworfen werdest, wo Heulen und Zähneknirschen ohne Trost und Erlösung seyn wird! sho share on[ DQ. ni! sdam suo niste na dr sin un doit disidh.noitac mi and then Isand toin noin Vierte Unterhaltung. m² poluk dan hidup di Liebreizende Einladung Jesu Christi zur heiligen od 13 olimo. Kommunion. I. Ihr Töchter von Jerusalem! saget meiner Geliebten, daß ich Tag und Nacht auf sie warte, und vor Liebe fast ver= schmachte! Saget ihr, daß ich den Himmel verlassen, und 1 Liebreizende Einladung Jesu Christi zur h. Kommunion. 19 meine Wohnstätte auf Erden genommen habe, um ihr das Herz abzugewinnen; daß ich die Gestalt des Brodes angenommen habe, sie zu nähren; daß alle meine Freude darin besteht, bei ihr zu seyn; daß ich mich am Altare mit ihr vermählen und so enge verbinden will, daß fast kein Unterschied mehr ist zwi schen mir und ihr, gleichwie kein Unterschied ist und meinem Vater, zwischen dem Brode und dem, der es ge= nießt! Warum doch flieht sie mich? warum verachtet sie mich? bi all idais drig had minimalt tenisa II. indndo indaid zwischen mir Ich bin Brod, nicht aber Gift. Ich habe diese Gestalt angenommen, um ihr das Leben zu geben, nicht aber den Tod; um geliebt, nicht aber um gefürchtet zu werden; um genossen, nicht aber, um etwa nur geehret zu werden. Ihren Leib zu reinigen, gebe ich ihr mein Fleisch; ihre Seele zu beleben und zu heiligen, gebe ich ihr meinen Geist; sie mit meiner Gottheit zu vereinigen, gebe ich ihr meine Menschheit. Warum doch flieht sie mich? warum fürchtet sie mich? on and di ma Ich habe unendlichen Aufwand gemacht, dieses Gastmahl zu veranstalten; ich habe nichts gespart, ihr Beweise meiner zärtlichen Zuneigung zu geben. Was Himmel und Erde Köftliches hat, das ist ihr alles vorgesetzt. Das Brod, welches sie da genießt, ist das Brod der Engel, und ein wahres Himmelbrod, welches allen Wohlgeschmack enthält. So oft sie kommu nicirt, erfülle ich sie mit meinen Gnaden, übermache ihr meine Verdienste, bereichere sie mit meinen Gütern, belebe sie mit mei nem Geiste, vermähle mich mit ihr im Angesichte meiner Kirche; vereinige ste mit meiner Gottheit, und berechtige sie zu meiner Erbschaft. Woher kommt es doch, daß sie so selten kommunicirt? od pod paundour pundo sid synol of norb asblat IV. m not mat sallo Idujik IV. Ich lade Alle zu diesem Gastmahle ein; die Kranken, ſie zu heilen; die Schwachen, sie zu stärken; die Blinden, sie zu 2* 20 noi, Vierte Unterhaltung. erleuchten; die Traurigen, sie zu trösten; die Sünder, ste zu heiligen; die Gerechten, sie zu vervollkommnen. Warum fürchtet sie sich? Etwa, weil man im Stande der Gnade Gottes seyn muß? Könnte ich aber wohl mit Recht als nothwendige Vorbereitung zum Empfange dieses Sakramentes fordern, was nur der Endzweck und die Frucht desselben ist? Diese erforderliche große Reinigkeit des Leibes und des Geistes ist der Endzweck der heiligen Kommunion, und die Wirkung, welche sie hervorbringt. Warum doch zieht sie sich von meiner Tafel zurück? was hindert sie, dabei zu erscheinen? smo toffe sisid edad d 002 and 3300 abiauds V.mods? and Saget ihr, daß sie Hungers sterben werde, wenn sie nicht von diesem Himmelbrode ist; daß sie weder Gnade, noch Kraft, noch Gesundheit, daß sie kein Leben, keinen Frieden haben,- daß sie heftig werde versucht werden, und daß sie der Versuchung unterliegen werde! i dag ngh ata janism şim of ahd DE VI. Saget ihr, daß sie, wenn sie fortfährt, sich zu entschuldigen, und es immer aufschiebt, an meiner Tafel zu speisen, niemals daran speisen wird, weder im Himmel, noch auf Erden, weder im Leben, noch beim Sterben! Saget ihr, daß ich die Blinden und Lahmen an ihren Platz sehen will! Saget ihr endlich, die Furcht sey zwar gut, die Liebe aber besser; daß sie, anstatt mich zu ehren, mich verachte, anstatt mich zu trösten, mich betrübe, anstatt mir zu gefallen und mich zu befriedigen, mich beleidige! an sdsind in nomis time git isted sijusion VII. fiss - nisin stofppnis- milim O Brod der Engel, das du vom Himmel herabgestiegen bist! darf ich es wohl wagen, dich in mein Herz aufzunehmen, welches schon so lange die Wohnung der bösen Geister, und ein Pfuhl aller Arten von Lastern ist? Kann ich dich empfangen, da ich weiß, wer ich bin? kann ich dich empfangen, da ich weiß, wer du bist? Kann ich hinzutreten, da ich deine Heilig in Liebreizende Einladung Jesu Christi zur h. Kommunion. 21 keit erkenne? Kann ich mich entfernen, da ich meine Dürftigkeit erfenne? dun mense mochipid bien, chi inst him, O göttlicher Liebhaber, der du uns zu deiner Hochzeit einladest, und so liebreizend einladest! gib diesem verlornen Sohne, welcher, durch Schwelgereien ganz erschöpft und aufgezehrt, zu dir zurückkehrt, das hochzeitliche Kleid! Ich bekenne vor Himmel und Erde, daß ich nicht werth bin, unter deine Knechte gezählt zu werden, noch viel weniger, an deinem Tische zu speisen; es gebührete sich, mich meine noch übrigen Lebenstage durch von meinen Thränen zu nähren, und für immer außer der Gemeinschaft der Heiligen zu seyn. Allein, o Herr! weil du mir befiehlst, deinem heiligen Tische zu nahen, und mir mit deinem Zorne drohest, wenn ich dein Fleisch nicht effe, und dein Blut nicht trinke, so will ich nicht so fast meine Unwürdigkeit, als deinen Willen in's Auge fassen, und mit Vertrauen deinem Tische nahen, da du mich so gütig dazu einladeſt. on Fur 10 m MATOS am" spidni dom VIII. and is dinsdni sim achlaar als van sich fich Deine Heiligen sagen mit, daß lieben besser sey, mit, daß lieben bemerlam fürchten; gehorsamen sicherer, als Mißtrauen haben. Dieß hast le du selbst deinen auserwählten Freunden versichert. So will ich denn durch Gehorsam und Demuth ersetzen, was mir an Unschuld und Reinigkeit abgeht. Ach! was wird ein Kranker an fangen, der seinen Arzt flieht? Wie werde ich streiten und arbeiten können, wenn es mir an Kräften gebricht? Und wo werde ich diese Kräfte hernehmen, wenn nicht von diesem heiligen Sa kramente, welches die Nahrung der Seelen ist? Werde ich wohl reiner seyn, wenn ich mich sechs Monate lang nicht gewaschen habe? Und wenn ich mich auch ein ganzes Jahr lang werde vorbereitet haben, werde ich würdig seyn, zu kommuniciren? Wann werde ich dich empfangen dürfen, wenn ich warten will, bis ich dessen würdig bin? Welcher Hochmuth, sich für würdig halten, einen Gott zu empfangen! Wie werde ich diese Reinigfeit erlangen können, wenn ich wieder in meine vorigen Sün 22 Vierte Unterhalt. Liebreizende Einlad. Jesu Christi zur H. Kommunion. den falle? Und wie soll ich nicht wieder in dieselben fallen, wenn ich mich dieser göttlichen Nahrung beraube, welche uns Kraft gibt, der Sünde zu widerstehen, und die Tugend zu üben? Heißt dieß das Brod in Ehren halten, wenn man es verschimmeln läßt, und nicht genießt? ing misplaande bord stbisur smic 100 smnsted the and indolbining sid Hilsgood drir land dista IX. id dor -90 schon, and otmir, O mein Heiland! ich finde in deinem Evangelium nir1901 gends, daß du einen Sünder übel behandelt haft. Was kann tröstlicher seyn, als die Antwort, welche du den stolzen Pharisäern gegeben hast, die sich ärgerten, daß du mit Sündern umgingest, und sogar mit ihnen aßest? Warum soll ich mich also fürchten, und mich von deinem heiligen Tische entfernen? GIME dirigidiorening for of 1x. foi ol dx, blo SUR IN H Wahr ist es, ich bin ein Sünder; aber ich will hinfür nicht Janug DELETE AHKO DE Alain thin hulee Quind mehr fündigen; und darum nahe ich diesem göttlichen Sakramente, indem ich weiß, daß uns durch dasselbe alle Gnaden zufließen, welche schaffen. uns den Sieg über unſere Verſuchungen verndap asand muonente de XI. 1750 i thi liar o HRÍ usidhansons niet fidis Ich habe zwar keine fühlbare Andacht; aber ich weiß auch gar wohl, daß ich sie nicht verdiene, und daß sie zu einer guten Kommunion nicht nothwendig ist; daß das Gefühl seiner Unwürdigkeit, begleitet von Demuth und Gehorsam, besser ist, als alle Zärtlichkeiten der Andacht. Door the sta il sissa si boblar sinoni XII. nest Tonist nabinonp whir punt stanotte Der Satan will mich abschrecken; aber dein Wort: Kom= " 1 901901 mat 41 STALO met zu mir, ihr Alle, die ihr mühselig und be laden seyd, und ich will euch erquicken!" gibt mir ор alle Zuversicht. ich aus Allen am Meisten Versuchung leide, mit Miſfethaten beladen, von Armseligkeiten darnieder gebeugt bin, so will ich Da du Alle ohne Ausnahme einladest, und THIS CONCE Fünfte Unterhaltung. Antwort auf die Einwendungen 2c. mit Vertrauen dir nahen, dich mit Ehrfurcht empfangen, mit Liebe umfangen, dir in Demuth danken, mit Freuden zu deiner Hochzeit gehen, mit Lust an deinem Tische speisen, dir mein Herz frei eröffnen, dir von nun an mit größerer Treue dienen, und dich im Himmel mit deinen Engeln durch alle Ewigkeit lobpreisen. Amen! e 23 Fünfte Unterhaltung. Antwort auf die Einwendungen derjenigen, welche sich von der öfteren Kommunion entschuldigen. Dit I. Warum kommunicirest du so selten? Antwort:„ Ich fürchte, die heilige Kommunion unwürdig zu empfangen." Die Furcht ist gut; die Liebe aber ist besser. Man geht nicht trauernd zur Hochzeit, sondern munter und fröhlich; nicht zitternd, sondern hüpfend und springend. Der Sohn Gottes hat die Gestalt des Brodes nicht angenommen, daß man ihn fürchte, sondern damit man ihn liebe ,, nach ihm verlange und ihn effe. Wenn du dich fürchtest, zu diesem heiligen Tische zu gehen, fürchtest du dich nicht davon wegzubleiben, da der Sohn Gottes betheuert, daß Jene, deren Entschuldigungen so ziemlich billig schienen, als, z. B., sich verehelichen, nie mehr zu ſeinem Gastmahle werden zugelassen werden? met blom II. Wie ist es möglich, oft und würdig zu kommuniciren? Ist nicht Gefahr vorhanden, daß man sich mit Gott zu gemein mache?" inde i medish in Man verachtet die Menschen, je näher man ihnen kommt, und je mehr man sie kennen lernt, weil man eine Menge 24 Fünfte Unterhaltung. Antw. auf die Einwendungen derjenigen, Fehler entdeckt, die man bei ihrer Abwesenheit und Entfernung nicht bemerkt. Bei Gott ist's aber anders; je mehr man ihm nahet, desto mehr schätzt man ihn; je mehr man ihn kennen lernt, desto mehr liebt man ihn, weil man stets neue Vollkommenheiten an ihm entdeckt, welche Geist und Herz an sich ziehen. Ist es nicht eine gräuliche Gotteslästerung, zu behaupten, der Umgang mit Gott mache die Menschen nur boshafter, und man müsse sich von Gott entfernen, um heilig zu werden? Kann wohl die vollkommenste Religionsübung der Ehrfurcht melche zuwiderlaufen, welche man diesem heiligen Sakramente schuldig ist? Oder wann übt man Glauben und Hoffnung, Liebe, Anbetung un Kan and Demuth, wenn nicht bei der heiligen Kommunion? Kann wohl die Kirche befehlen oder verlangen, was böse iſt? Sie hat vor Zeiten die öftere Kommunion befohlen und sie verlangt, und empfiehlt dieselbe noch in dem heiligen Kirchenrathe von Trient. III. JE TE BICY „ Ich habe bei der Kommunion keine Andacht." Zwischen Andacht und dem Fühlen der Andacht ist ein großer Unterschied. Man kann viele Andacht haben, ohne daß man sie fühlt. Die fühlbare Andacht ist eben nicht die wahre Andacht; sie ist vielem Truge und vielen Täuschungen unterworfen. Sie hängt auch nicht immer von unserm Willen und Eifer ab. Gott gibt sie, wem er will. Wenn sie nothwendig PRO Apa wäre, so dürften Jene, welche sie während der österlichen Zeit Carne Min nicht haben, auch nicht kommuniciren, wiewohl es die Kirche befiehlt; und Jene, die sie gar niemals haben, wie es denn auch solche gibt, dürften gar niemals kommmuniciren. Man muß also, wie das Buch von der Nachfolge Chrifti ſagt, sich demüthigen, wenn man sie nicht hat, nicht aber zurückbleiben. Die wahre Andacht, welche man bei der heiligen Kommunion haben soll, besteht darin, daß man diesem Geheimnisse mit Demuth, Vertrauen und Liebe nahet; daß man plus welche sich von der öfteren Kommunion entschuldigen. Willens ist, unsern Herrn zu ehren, sich auf's Innigste mit ihm zu vereinigen, ihn in seinem Herzen herrschen zu lassen, sein Verlangen zu befriedigen, seiner Liebe Genüge zu thun, von ihm wider seine Uebel Hilfe zu begehren, und dadurch das Leben zu empfangen. Wenn die fühlbare Andacht zur würdigen Kommunion nothwendig wäre, so wäre das Mittel, sie zu erlangen, die öftere Kommunion; denn dieses heilige Sakrament vermehrt ja, gemäß der Lehre des heiligen Thomas von Aquin und aller Gottesgelehrten nach ihm, die Liebe, und erzeugt in der Seele eine geistliche Freude, welche das Verlangen darnach vermehrt. Ist es nicht wahr, daß du um so weniger Begierde nach der heiligen Kommunion hast, je seltener du sie empfängst? und im Gegentheile, mußt du nicht bekennen, daß du um so mehr Begierde nach diesem Himmelbrode hast, je öfter du es genießest? Warum bleibst du also davon zurück? te phibition de pidim IV. 25 ( 5 mirat! „ Ich bin der heiligen Kommunion unwürdig; denn ich sündige immerhin, und schreite in der Tugend nicht vorwärts." #Wenn du, wie bereits gemeldet worden, mit der Kommunion warten willst, bis du nicht mehr sündigest, so wirst du sie wohl niemals empfangen. Du sagst: du seyest schwach, du seyest frank; aber eben darum mußt du oft den Arzt rufen, dich zu heilen, und gute Nahrung zu dir nehmen, dich zu stärken. Kannst du ohne die Gnade Gottes deine Fehler verbessern? Und woher wirst du sie nehmen, wenn nicht von diesem hei ligen Sakramente, welches die Quelle derselben ist? Hat nicht der Sohn Gottes den Pharisäern, welche sich ärgerten, daß sie ihn mit Sündern essen sahen, geantwortet, daß er nicht der Gefunden, sondern der Kranken wegen gekommen sey? Weißt du nicht, was die Kirche in dem Kirchenrathe von Trient lehrt, daß das heilige Abendmahl eine Speise und Arznei sey? eine Speise für die Gesunden, und eine Arznei für die Kranken? ddi@-.vinu nozesio 26 Fünfte Unterhaltung. Antw. auf die Einwendungen derjenigen, Du mußt dich also nicht davon enthalten, weil du Unvollkommenheiten an dir hast, sondern sollst im Gegentheile diese Arznei oft nehmen, um Kraft zu erlangen, dieselben zu verbessern. Wenn dich irgend etwas von diesem heiligen Tische zurückhalten sollte, so wäre es entweder die Natur dieses heiligen Sakramentes, oder weil du ein armseliger Mensch bist. Allein es darf dich die Natur dieses heiligen Sakramentes nicht zurückhalten; denn es ist ja unter der Gestalt des Brodes eingesetzt, welches zum Genusse, und zwar zum täglichen Genusse bestimmt ist. Es darf dich der Umstand nicht zurückhalten, daß du ein armseliger Mensch bist; denn sonst dürften nur die Engel kommuniciren. Es darf dich auch dieses nicht zurückhalten, daß du ein Sünder bist; denn es sind ja alle Menschen sündig, und der Sünder wegen ist ja der Sohn Gottes in die Welt gekommen. Hast du nur deine Sünden reumüthig und aufrichtig gebeichtet, und den festen Vorsaß, nicht mehr zu sündigen, so darfst du ohne weiters kommuniciren. V. GHODER Aber," heißt es, es wird doch zur würdigen Kommunion eine so große Heiligkeit erfordert!" Verstehst du unter Würdigkeit eine Heiligkeit, welche der Heiligkeit dessen gleichkommt, den man empfängt, so ist ſelbst die seligste Jungfrau niemals würdig gewesen, die heilige Kommunion zu empfangen. Verstehst du darunter eine ganz mackellose Reinigkeit, so waren auch die Apostel derselben unwürdig, weil sie Unvollkommenheiten an sich hatten; und noch viel mehr die ersten Christen, welche doch alle Tage kommunicirten. Verstehst du unter dieser Würdigkeit eine nothwendige oder genugsame Vorbereitung, so erklärt die Kirche, die nothwendige Vorbereitung bestehe darin, daß man keine wissentliche, noch ungebeichtete Todsünde auf dem Gewissen habe. Zur rathsamen und vollkommenen Vorbereitung aber fordert sie, daß Univ.- Bibl. Giessen welche sich von der öfteren Kommunion entschuldigen. 27 man sich auch von den läßlichen Sünden reinige, und den aufrichtigen Willen habe, seine Fehler zu verbessern. Was hält dich also von der heiligen Kommunion zurück? Wann wirst du wohl ohne Fehler und Unvollkommenheiten seyn? Ist's nicht dieses heilige Sakrament, das uns heiliget, und unsere Schwachheiten heilt? Ist's nicht dieses Brod, das, wie der heilige Bernhard sagt, die Empfindlichkeit in den kleinen Versuchungen mindert, und uns von der Einwilligung in größere Versuchungen abhält? Andächtige Seele! bilde dir ja nicht ein, als ob der Sohn Gottes( ich kann dir dieses nicht oft genug wiederholen) als Vorbereitung zum Empfang' eines heiligen Sakramentes fordere, was die Frucht, die Wirkung und der Endzweck desselben ist, so wenig, als man, um ein Heilmittel zu nehmen, als VorCAUCA 2 bereitung dazu fordert, daß Jemand gesund sey, indem ja die Gesundheit die Frucht und die Wirkung des Heilmittels ist. Diese große Heiligkeit und Reinigkeit der Seele ist erst die Wirkung und der Endzweck dieses heiligen Sakramentes, wie dieß die versammelte Kirche in dem heiligen Kirchenrathe von Trient ausspricht. Dieses heilige Sakrament ist jene göttliche Speise, welche die Hitze der Begierlichkeit dämpft, die Leidenschaften zähmt, und uns vor der Todsünde bewahrt. Große Unbilligkeit ist es also, dieß als nothwendige Vorbereitung zum Empfange dieses heiligen Sakramentes zu fordern. Ach! wer dürfte wohl auch zu Ostern kommuniciren, wenn dieſe Heiligfeit dazu nothwendig wäre? if 8515P pierdootjad sub mad to ad@ VI. tigt bin di „ Ich möchte wohl öfter kommuniciren; allein ich fürchte, einen Gottesraub zu begehen." Hot d Man will nicht, was man fürchtet. So lange du fürchteft, einen Gottesraub zu begehen, so wirst du ihn nicht begehen wollen; und du wirst niemals eine Sünde begehen, wenn du nicht willst. 28 Fünfte Unterhaltung. Antw. auf die Einwendungen derjenigen, „ Ich fürchte, nur aus Gewohnheit zu kommuniciren." ifaded up ridegaubi adod allir segirbirtun Ist denn die Gewohnheit in guten Sachen böse? Soll man denn unterlassen, alle Tage die heilige Messe zu hören, aus Furcht, man höre sie aus Gewohnheit? und alle Tage zu Gott zu beten, aus Furcht, man bete aus Gewohnheit? intern „ Ich schöpfe Empfang' der heiligen Sakramente wenig Frucht." Dieß ist ein Zeichen, daß du oft schwere Sünden begehst. Wenn du keine schweren Sünden begingest, wie könntest du ſa10249991 gen, daß du aus der heiligen Kommunion keine Frucht schöpfest? PEDALA Ist denn nicht das eine Wirkung dieses heiligen Sakramentes, daß es uns vor der Todsünde bewahrt? Wer fällt wohl häuAURORA figer in schwere Sünden, Jene, welche oft, oder Jene, welche ſelten kommuniciren? shoo sid duit dan indeling vie Siargentmotosin spilled a bad and dour proble in dri VII. - O leidiger Betrug des Satans! unsre Stammeltern hat er überredet, daß sie, in Anhoffnung des Lebens, von der tödtlichen Frucht aßen; und nun macht er die Christen vom Genusse der Frucht des Lebens abwendig durch die Furcht, sie möchte ihnen den Tod bringen! Sag' mir doch, warum kommunicirest du nicht öfter? Du antwortest: Weil ich's nicht würdig bin. Allein wirst du's wohl jemals würdig seyn? Wenn du darauf wartest, so wirst du niemals kommuniciren. Gibt es denn eine bessere Vorbereitung zum Empfange dieses heiligen Sakramentes, als wenn man sich desselben für unwürdig hält? Betheuerst du dieses nicht am heiligen Tische, ehe du kommunicirest? Gestehe die Wahrheit, nicht das Gefühl deiner Unwürdigkeit hält dich von der heiligen Kommunion ab, sondern deine Anhänglichkeit an dieses oder jenes Laster, das du nicht ablegen willst. Du entschuldigest dich von der Kommunion, weil du nicht beichten willst. Alliarabinud 108300 M welche sich von der öfteren Kommunion entschuldigen. :) his ni blo tipici VIII. nism sidd 190) Mar schreckliche Drohung, welche der Sohn Gottes über Jene ausspricht, die sich entschuldigen! Sie werden niemals an meinem Tische essen," spricht er. Es wird die Zeit kommen, wo du in den Hochzeitsaal eingehen willst, und er wird dir verschlossen seyn. Es wird die Zeit kommen, wo du kommuniciren willst, und nicht kannst. Der König, über deine Weigerung erzürnt, wird sein Kriegsheer wider dich aussenden, welches dich vertilgen, und deine Stadt in Brand stecken wird. Verlurst zeitlicher Güter, Krankheiten und Tod sind eben so oft die Züchtigungen für die Verachtung, wie für den Mißbrauch dieses heiligsten Sakramentes. 29 IX. Indis Aill O Jesu, mein Erlöser! welche Ursache habe ich, dich zu fürchten, und auf deine Güte Mißtrauen zu setzen? Hast du je wohl einen Sünder verstoßen oder übel behandelt, der sich zu dir gewendet hat? Hast du dir nicht eine Freude daraus gemacht, mit Sündern zu essen und umzugehen, um Gelegenheit zu haben, sie zu bekehren? Haben es dir die Schriftlehrer und Pharisäer nicht zum Verbrechen angerechnet? Warum soll ich über ihr Gerede unruhig werden? Warum soll ich ihr Murren fürchten, da du die Sünder vertheidiget, und erklärt hast, daß du, um sie zu suchen, in die Welt gekommen bist? Ich bekenne, daß ich ein Sünder bin; aber ich will hinfür feiner mehr seyn. Darum nahe ich deinem heiligen Tische; denn wohin soll sich ein Kranker wenden, als zu seinem Arzte? und wo soll ich Gnaden schöpfen wollen, als in diesem heiligsten Sakramente, welches die Quelle der Gnaden ist? entus Enu pampe 10 an X. Ich habe zwar keine fühlbare Andacht; allein dieß ist eine Gnade, die du mittheileft, wem du willst, und die ich nicht verdiene, und die auch nicht zu unserm Verdienste gehört. Ich Sechste Unterhaltung. will lieber im Gefühle meiner Unwürdigkeit, als in eitler EinGibt es wohl eine bildung von Heiligkeit kommuniciren. größere Hoffart, als wenn man sich für würdig hält, einen Gott zu empfangen? Mögen Andere aus ihren langen und außerordentlichen Vorbereitungen Vortheil schöpfen; ich meines Theils will auf meine Demuth und meinen Gehorsam rechnen. Fasse ich meine Unwürdigkeit in's Auge, so spreche ich:„ Ich darf deinem heiligen Tische nicht nahen;" höre ich aber dein Wort, daß Jener, welcher dein Fleisch nicht ist, das Leben nicht haben werde, so spreche ich:„ Ich will leben; folglich muß und will ich kommuniciren." the sid 30 in th Sechste Unterhaltung. Die Herrlichkeit des Abendmahles unsers Herrn bild ledande HATAG SONDYR onis Jefu Chrifti. non mah Idour si ito thin sind the Sind dinong sid ug suis I. Ein Mensch, spricht unser Herr, veranstaltete einst ein großes Abendmahl, und lud Viele dazu ein. bi nad dru ili Dieses Abendmahl ist die heilige Kommunion, wozu Gott alle Menschen einladet, und wo er sie mit unendlicher Herrlichkeit bewirthet. and mill II. thi odlicn Dieses Abendmahl ist groß des Urhebers wegen, welcher es veranstaltet, und auf dessen Zubereitung unendlichen Aufwand gemacht hat; denn ein Gott ist's, der uns bewirthet, und als Gott bewirthet. Er vermag uns bei aller seiner unendlichen Weisheit nichts Größeres und Vortrefflicheres zu geben, als er uns wirklich gibt. Er vermag uns bei allem seinem unendlichen Reichthume nimmer mehr zu geben, als er uns wirklich gibt. Er kann uns bei aller seiner Allmacht - Die Herrlichkeit des Abendmahles unsers Herrn Jesu Chrifti. 31 nichts Kostbareres geben, als er uns wirklich gibt. Was werde ich dem Herrn vergelten für so viel Gutes, das er mir erwiesen, für das Abendmahl, welches er mir zubereitet,- für die Speise, welche er mir gegeben, und für die Güte, womit er mich zu einem so ehrenvollen und köstlichen Gastmahle eingeladen hat? 13) www. ING EDITE III. Dieses Abendmahl ist groß der Speise wegen, welche man da genießt; denn es ist der Leib, das Blut, die Seele, die Gottheit und Menschheit unsers Herrn Jesu Christi mit allen seinen Verdiensten, Gnaden, Bemühungen und Arbeiten, die uns bei dieser Tafel vorgesetzt sind. Unser Fleisch nähret sich," wie Tertullian sagt, von seinem Fleische, und unsere Seele wird stark von seiner Gottheit." Alle jungfräulichen Eigenschaften dieses allerreinsten Fleisches gehen in unser Fleisch über, um es zu reinigen. Alle Tugenden seiner allerheiligsten Seele gehen in unsere Seele über, um sie zu heiligen. Was kann man auf Erden Größeres und Nüßlicheres verlangen, als dies? TV IV. b). Ind. 196, 199 Dieses Abendmahl ist groß der Wirkungen wegen, welche es hervorbringt; denn, nichts zu melden von jenen Wirkungen, wovon eben gesprochen worden, heilt es alle unsere Krankheiten, stärkt uns wider alle unsere Versuchungen, verschafft uns den Sieg über alle unsere Feinde, bereichert uns mit dem Schaße aller Tugenden, erfüllt uns mit Gnaden, überhäuft uns mit Ergöglichkeiten, vereiniget uns auf's Innigste mit der Gottheit und Menschheit Jesu, gibt unserer Seele und unserm Leibe das ewige Leben. Die Juden haben in der Wüste das Himmelbrod gegessen, und sind dennoch gestorben; wer aber dieses Brod essen wird, der wird ewig leben." Wer liebt das Leben nicht? - 32 Sechste Unterhaltung. Woher kommt es nun, daß ich dieses Himmelbrod nicht liebe, wodurch mir doch ein ewiges Leben zu Theil werden wird? Vpp V. blm piliq id Dieses Abendmahl ist groß seines Umfanges wegen; denn diese göttliche Tafel nimmt die ganze Erde ein. Es gibt keinen Theil der Erde, wo man diese heiligen Geheimnisse nicht feiert, dieses göttliche Lamm nicht opfert, dieses Brod der Engel nicht genießen kann. Wenn der Arme dem Reichen so sehr schmeichelt, welcher ihm das Brod der Erde gibt, wie soll ich erst meinen Gott lieben, und meinem Gott dienen, welcher mir molin das Brod des Himmels gibt! on goin tiist VI. Dieses Abendmahl ist groß seiner Dauer wegen; denn es währet, so lange es Menschen auf Erden gibt. Jene Mahlzeit des Königs Assuerus dauerte nur hundert und zehn Tage; dieses Abendmahl aber wird stets in der Kirche dauern- bis an's Ende der Welt. Jesus wird sich uns als Speise dargeben, bis er kommen wird, uns zu richten. Glückselig Jener, der thn vor seinem Hinscheiden empfangen wird; unglückselig Jener, der bei seinen Lebzeiten ihm nicht den Eingang in sein Herz gestatten will! Ach! wie sehr ist zu befürchten, daß er auf ewig von der Gemeinschaft der Heiligen ausgeschlossen werde!. ads todoor semuli20 on that matindinmit allo to the door sochords dan in VII. or nu Dieses Abendmahl ist groß wegen der Menge der geladenen Gäste; denn alle Menschen ohne Unterschied sind dazu eingeladen, Große und Kleine, Arme und Reiche, Männer und Weiber, Gesunde und Kranke, Gerechte und Sünder, wenn sie nur im Stande der Gnade Gottes, und mit dem hochzeitlichen Kleide angethan sind. Die Reichen entschuldigen sich. Nur die Armen speisen am Tische Jesu. O meine Seele! was fürchtest du dich? Bist du arm? Bist du frank? Bist du Die Herrlichkeit des Abendmahles unsers Herrn Jesu Christi. 33 blind? Bist du armselig? Das sind ja eben jene, die man gleichsam zwingt, in den Hochzeitsaal einzugehen,- das sind ja eben die Gäste. Für die Armen, Kranken, Blinden und Lahmen ist ja eben dieses Abendmahl zubereitet. VIII. min O Jesu! verzeihe mir, wenn ich mich unterstehe, deinem. Altare zu nahen, und mich an deinen Tisch zu seßen! Ich erkenne es, daß ich dessen unwürdig bin; aber deine Diener haben mich gezwungen, herein zu gehen, und sie haben mich mit dem Tode bedroht, wenn ich mich, unter dem Vorwande meiner Unwürdigkeit, mit dir zu speisen weigern würde. D bewunderungswürdiges Abendmahl, wo man Jesum Christum empfängt,- wo das Andenken seines Leidens erneuert wird, wo die Seele mit Gnade erfüllt wird, wo sie das Unterpfand des ewigen Lebens empfängt!" 11 ´IX. Auf, meine Seele! fürchte dich nicht! geh' ein in das Haus des Herrn, und speise an seinem Tische; denn er ladet uns dazu ein, er trägt darnach das sehnsüchtigste Verlangen, - wir können ihm keine größere Freude machen,- er droht uns mit seinem Zorne, und mit einem erschrecklichen Tode, wenn wir uns weigern, mit ihm zu speisen,- er verheißt uns das Paradies und das ewige Leben, wenn wir würdig dieses geheiligte Brod essen, welches er uns darreicht! — - 3wickenpflug, Jejus, unsere Liebe ic. 3 34 Siebente Unterhaltung. Von den Tugenden, die uns Siebente Unterhaltung. Von den Tugenden, die uns Jesus Christus in dem allerheiligsten Altarssakramente lehrt. Jesus in diesem heiligen Sakramente ist ein Lehrmeister, der uns alle Tugenden lehrt. Ich will einige derselben ausheben, die da ganz vorzüglich hervorleuchten. 1. Die Armuth. Die erste Tugend ist die Armuth. Diese ist ein in einem Acker verborgener, allen Menschen unbekannter Schatz. Der Sohn Gottes ist gekommen, ihn durch seine Lehre und durch seine Beispiele aufzudecken. Er war arm sein ganzes Leben hindurch; aber von Allem gänzlich entblößt erscheint er auf unsern Altären. Er ist da mit der Gestalt des Brodes bekleidet, einem wahrlich sehr geringen und verächtlichen Kleide; es ist ihm ganz einerlei, ob er in einer Stadt oder in einem Dorfe ist, und er wohnt eben so gerne in einem Behältnisse von Zinn, wie von vergoldetem Silber. Er hat im Himmel eine große Hofhaltung; wer leistet ihm aber Gesellschaft auf Erden?„ Ich bin," spricht er durch einen Propheten( Klaglied 3, 1) ein Mann, der ich meine Armuth sehe." Wir sehen sie auch; aber ach! wir wollen sie nicht nachahmen. Wir wollen gute Wohnung, gute Nahrung, gute Kleidung, gute Bedienung. Wir wollen im Leben an nichts Mangel leiden, und keine Unbequemlichkeit erdulden, gerade als ob der Sohn Gottes gesprochen hätte: Selig sind die Reichen, nicht aber die Armen; selig sind Jene, welche lachen, nicht aber Jene, welche weinen. 2. Die Demuth. Es ist der Demuth eigen, sich vor Gott zu tiefst erniedrigen, seine Armuth und Abhängigkeit zu erkennen, sich für nichts . Jesus Christus in dem allerh. Altarssakramente lehrt. zu halten, sich selbst zu verachten, Verachtung und Verdemüthigung anzunehmen, sie mögen wo immer herkommen, Jedermann zu gehorsamen, die von Gott empfangenen Gnaden zu verbergen, überall den letzten Platz einzunehmen, das Lob der Menschen zu fliehen, und nur von Gott allein gekannt seyn zu wollen. 35 Dieß thut Jesus Christus in diesem heiligen Sakramente. Er opfert und erniedriget sich selbst zu tiefft für die Ehre seines Vaters, indem er die sakramentalische Wesenheit verliert, die er daselbst hatte. Er hat seine Gottheit und Menschheit unter den geringen Gestalten des Brodes und Weines verborgen, ein Zustand, der noch weit verdemüthigender ist, als jener, worin er sich in der Krippe, am Kreuze, und im Grabe befunden hat, weil da nicht nur seine Gottheit in Nichts verabgründet wird, sondern auch seine Menschheit, und weil er von den Gößendienern, Keßern und bösen Christen verachtet wird. Er verbirgt da alle seine Schäße, Gaben und Gnaden, seine Macht, seine Herrlichkeit und alle seine göttlichen Vollkommenheiten. Kann er sich mehr erniedrigen, als es wirklich geschieht, da er in das Haus eines armen Kranken, und in das Herz eines Judas eingeht? Du bist in Wahrheit ein verborgener Gott, o mein Heiland! und ich bin ein Mensch, welcher Aufsehen machen will. Du bist ein demüthiger Gott, und ich bin ein hoffärtiger Mensch. Du fliehest die Ehre, und ich suche sie. Du suchest die Verdemüthigungen, und ich fliehe ste. 3. Die Geduld. Wiewohl der Leib des Sohnes Gottes unter den Gestalten dieses heiligen Sakramentes nicht leidend ist, so verliert er demungeachtet die Liebe zum Leiden nicht. Er hat es eingefeßt, um uns ein ewiges Denkmal seiner Geduld zu hinterlassen; er denkt daran, und will, daß auch wir das Andenken daran bewahren sollen. Sein Leib ist in Wahrheit leidensunfähig; aber seine göttliche Person fühlt alle Unbilden, die 3* 36 Siebente Unterhaltung. Von den Tugenden, die uns man ihm zufügt. Und wer könnte wohl diese Unbilden alle aufzählen? Gedenk' aller Schmach, die ihm die Gottesläugner, Keßer, Zauberer, und besonders die bösen Christen angethan haben! Welche Sünden und Laster begeht man in seiner Gegenwart in den Kirchen! Welche Verunehrungen, Ruchlosigkeiten, wie viele unwürdige Kommunionen! - O Jesu! in welcher vortrefflichen Schule befinde ich mich, und welche weise Anleitung zur Geduld gibst du mir stets!" Aber ach! ich schöpfe daraus wenig Frucht. Ich bin immer zornig und ungeduldig. Ich will weder von Gott noch von den Menschen, weder von meinen Vorgesetzten noch von meines Gleichen, noch von Jenen, die unter mir sind, etwas leiden. Ich bin mir selbst zur Last, und doch will ich, daß Jedermann mich übertrage. Welche Ungeduld! welche Unbilligkeit! 4. Der Gehorſam. Der Sohn Gottes ist durch den Gehorsam, den seine jungfräuliche Mutter dem Worte des Engels geleistet hat, empfangen worden. Er ist im Gehorsame, den er dem Kaiser geleistet hat, geboren worden. In Gehorsam, den er seinen Eltern geleistet hat, hat er gelebt. Im Schooße des Gehorsams, den er seinem göttlichen Vater, und den Richtern, die ihn ungerechter Weise verurtheilten, geleistet hat, ist er gestorben. Und wiewohl er jetzt im Himmel herrscht, so will er doch noch den Menschen gehorsam seyn, und zwar auf eine ganz unerhörte Weise; denn er gehorsamet allen Priestern, den bösen sowohl wie den guten. Er gehorsamet zu jeder Zeit, bei Tag und bei Nacht. Er gehorsamet augenblicklich; sobald der Priester die heiligen Worte gesprochen hat, so ist er schon in seinen Händen, um mit ihm thun zu können, was ihm gefällig ist. Er gehorsamet an allen Orten, und in allen Winkeln der Erde, wo man Messe liest, am Lande, auf dem Meere, in Dörfern, in der Stadt, in großen Kirchen, in kleinen Kapellen. Er gehorsamet in Allem, was man mit ihm thun will; er läßt sich Jesus Christus in dem allerh. Altarssakramente lehrt. verwahren, genießen, ausspenden, verunehren. Er gehorsamet ohne Widerstand, ohne Klagen, ohne Murren, ohne irgend einen Verdruß oder Unwillen über die Unbilden zu zeigen, die man ihm anthut. 37 Christliche Seele! gehorsamest du auch so? Gehorsamest du allen deinen Vorgesetzten ohne Ausnahme? jederzeit, beständig? in allen Dingen, ohne Vorbehalt? zu jeglichem Gebrauche, ohne Unterschied, mit Unterwürfigkeit, ohne Widerstand und Murren? 5. Die Abtödtung. Das ganze sterbliche Leben Jesu war eine lautere Anleitung zur Abtödtung. Er ist jetzt im Himmel glückselig und glorreich; nichts desto weniger hat er ein Mittel erfunden, uns bis an's Ende der Welt durch sein Beispiel zu lehren, unsern Geist, unsern Willen, unsere innerlichen und äußerlichen Sinne abzutödten. Er tödtet seinen Verstand ab, indem er sich ganz dem Willen des Priesters überläßt, und sich, sowohl aus guter als böser Absicht, hintragen läßt, wohin man will, gerade als ob er blind wäre, und nichts unterscheiden könnte. Er tödtet seinen Willen ab, indem er tausenderlei Dinge erduldet, die seiner Hoheit, seiner Glorie, seiner Größe, seiner Heiligkeit, seiner Majestät und aller seiner göttlichen Vollkommenheiten unwürdig sind. Wie schwer fällt es ihm, in das Herz eines bösen Menschen einzugehen! Er tödtet seine Sinne ab; denn er ist in der heiligen Hostie gleichsam wie todt; er lebt nur ein geistiges Leben, ohne irgend eine Verrichtung des leiblichen Lebens machen zu können. Er tödtet seine Zunge ab, indem er nicht ein Wörtchen redet, und tiefes Stillschweigen beobachtet. Er tödtet seinen ganzen Leib ab, indem er ihn mit den leblosen Gestalten vereiniget, die Stelle eines unbelebten Wesens einnimmt, sich so behandeln läßt, und gleichsam, gebunden und gefesselt in diesem Gefängnisse der Liebe weilet. O meine Seele! welche Vereinigung kannst du mit dem 38 Siebente Unterhaltung. Von den Tugenden, die uns abgetödteten und gekreuzigten Leibe Jesu Christi haben, du, die du in Vergnügen und Wollüsten lebest? Dieses heilige Sakrament ist die wiedererneuerte Vorstellung seines Leidens, und du verabscheuest das Leiden. Sein Leben ist ganz geistig, und das deinige ist ganz sinnlich. 6. Die Liebe Gottes. Jesus lehrt uns auch in diesem heiligen Sakramente, wie wir Gott lieben sollen, nämlich, daß wir überall seinen heiligen Willen thun, alle seine Gebote halten, viel für ihn leiden, und uns seiner Ehre opfern. Thut er dieß nicht auf den Altären? Opfert er sich nicht alle Tage und Augenblicke für die Ehre seines Vaters, und für das Heil der Menschen auf? Er hat das Mittel erfunden, aller Orten und jeden Augenblick zu sterben, indem er sich zum Schlachtopfer machte, welches geopfert und geschlachtet wird, und das sakramentische Leben verliert, welches er unter den Gestalten gehabt hat. Alle Menschen sollen sich opfern, um ihre Abhängigkeit von dem höchsten Wesen zu bekennen, ihm für seine unendlichen Gutthaten zu danken, ihre unzähligen Sünden zu fühnen, und wider ihre äußerste Armseligkeit die nöthige Hilfe zu erlangen. Jesus hat, als das Haupt der menschlichen Natur, diese Pflicht auf sich genommen, und opfert sich selbst alle Tage zu dem eben angegebenen Ziel und Ende auf. Dich Armseliger! welche Beschämung für mich, einen sein Gott zu sehen, der sich mit meinen Schulden belaſtet, sich seiner Güter Leben hingibt, mich vom Tode zu erretten,- beraubt, um mich zu bereichern, und tausenderlei Verachtungen erduldet, um mich seiner Herrlichkeit theilhaftig zu machen! Und ich, wiewohl ich Alles dieses erkenne, beleidige ihn, verachte ihn, mache je mehr und mehr Schulden,- will für ihn nichts leiden, mache seinen Tod und sein Leiden fruchtlos. Welcher Undank! welche Hartherzigkeit! welche Beschimpfung! welche Ungerechtigkeit! Jesus Christus in dem allerh. Altarssakramente lehrt. 39 7. Die Liebe des Nächsten. Einer der vorzüglichsten Endzwecke der Menschwerdung ist, innige Liebeseinigkeit unter allen Menschen herzustellen. Jesus hat uns diese Liebe ausdrücklich geboten, und er nennt dieses Gebot sein einziges Gebot und das Kennzeichen seiner Jünger. Diese Liebeseinigkeit zu erhalten, hat er uns seinen Leib und sein Blut unter den Gestalten des Brodes und Weines hinterlassen, damit wir, wie wir Ein Brod effen, auch nur Einen Leib und Eine Seele hätten; und weil Jedermann das Leben liebt, und man, um das Leben sowohl der Gnade als der Herrlichkeit zu erlangen und zu erhalten, das Fleisch dieses geschlachteten Lammes essen muß, wie er im Evangelium bes theuert, so befiehlt er allen Gläubigen, zu seinem Tische zu kommen; verbietet es aber unter der Strafe der Verdammniß Allen, die mit ihrem Nächsten' in Uneinigkeit sind, bevor sie sich mit ihm wieder versöhnet haben, damit uns das Verlangen, an diesem göttlichen Geheimnisse Theil zu nehmen, und das Leben zu erlangen, nöthige, untereinander unverleßlichen Frieden und unverleßliche Eintracht zu erhalten. O Jesu, du Liebe Gottes und der Menschen, der du dich aus Uebermaaß von Liebe auf unsern Altären opferst, und uns so sichtbare und zärtliche Beweise deiner Liebe gibst! o liebreichster Hirt, der du deine Schafe so inbrünstig liebest, daß du, anstatt daß sie dich mit ihrer Wolle bekleiden, und mit ihrem Fleische ernähren sollten, dich selbst entblößest, sie zu bedecken, und ihnen deinen Leib und dein Blut zur Nahrung darreichest! o Liebe über alle Liebe! was kann ich thun, um die Liebe, die du mir in diesem heiligen Sakramente bezeigest, und die Gutthaten, die du mir da erweisest, zu vergelten? Wenn du mich liebest, spricht Jesus, so liebe auch deinen Nächsten, bezahle ihm, was du ihm schuldig bist, und ich will dir Alles nachlassen! Ich gebe dir über alles Vergangene einen Freibrief, und gewähre dir volle Vergessenheit. Du hast - 40 Achte Unterhaltung. Von unsern Verbindlichkeiten von mir das Leben; alle deine Güter sind mein. Was solltest du nicht für mich leiden, da ich so viel für dich gelitten habe, und da du mich so oft und schwer beleidiget hast? Daraus, daß du deine Nebenmenschen liebest, werde ich erkennen, daß du mich liebest. Was du ihnen immer Gutes thust, das will ich so aufnehmen, als hättest du es mir gethan. Ich will dir verzeihen, wenn du ihnen verzeihest; ich will dir in deinen Nöthen beistehen, wenn du ihnen beistehst. Das Brod, das du ihnen gibst, ist es so kostbar, wie jenes, das ich dir gebe? Die Unbilden, die sie dir zufügen, kommen sie in Vergleich mit jenen, die du mir zugefügt haft? Wenn du sie nicht liebest, und ihnen nicht verzeihst, so darfst du nie an meiner Tafel speisen, oder du wirst dir dein Gericht und deine Verdammniß hineineffen. Achte Unterhaltung. Von unsern Verbindlichkeiten gegen die allerseligste Jungfrau, dafür, daß sie uns bei der heiligen Kommunion ihren Sohn schenkt. I. Die allerfeligste Jungfrau ist die Mutter der Gläubigen, und ganz besonders der Auserwählten. Sie hat selbe bei der Menschwerdung empfangen, da sie ihren Sohn empfing; sie hat selbe bei seinem Leiden mit vielen und großen Schmerzen geboren, da sie ihn sterben sah; sie nährt selbe in der heiligen Kommunion mit dem Fleische ihres Sohnes, welches ihr Fleisch ist, und gibt ihnen sein Blut, das er aus ihren Adern genommen hat. Das Fleisch Jesu Christi," sagt der heilige Augustin, ist das Fleisch Mariä." Er hat die Wesenheit, die er daraus genommen hat, beibehalten, und behält sie noch bei. Wenn du also das Fleisch Jesu genießest, 11 17 gegen die allerfeligste Jungfrau. so genießest du das Fleisch Mariä. Dieser Gedanke hat die Heiligen mit so vieler Andacht entglühet, und deßhalb ist dieses heilige Sakrament ein unfehlbares Arzneimittel wider die unreinen Versuchungen. Dieses Fleisch theilt, indem es unser Fleisch berührt, demselben seine jungfräuliche Reinigkeit mit; und dieses Blut hebt, indem es in unsere Adern fließt, die Hiße und Verderbtheit unsers Blutes. 41 II. - Wenn dieses heilige Sakrament das Leben der Seele er hält, und das Fleisch Jesu- das Fleisch Mariä ist, so nähret dich die allerfeligste Jungfrau, und erhält dir das Leben, so oft du kommunicirest, weil du ihr Fleisch genießest. Sie schenkt dir auch ihren Sohn, und aus ihren Händen, um so zu reden, empfängst du ihn; denn ein Sohn gehört seiner Mutter zu, und zwar ganz besonders, wenn sie an ihm auch Mutterstelle vertritt, und er kann sich ohne ihre Einwilligung weder verschenken, noch verkaufen. Nun- Jesus ist der Sohn Mariä im Himmel, wie er es auf Erden war, und Maria ist noch seine Mutter, und wird es ewig seyn. Wenn er sich denn für uns auf den Altären opfert, und in der heiligen Kommunion sich uns schenkt, so williget die seligste Jungfrau in diese Schenkung ein. Sie opfert ihn Gott auf, und schenkt ihn den Menschen durch die Hände des Priesters, nicht nur, um sich in unsere Arme zu legen, wie einst in jene des frommen Simeon, sondern auch, um in unser Herz einzugehen, uns zu nähren und uns das Leben der Gnade zu erhalten. III. Jesus hat aus der heiligen Jungfrau den Leib nur angenommen, um ihn seinem göttlichen Vater zum Schlachtopfer darzubringen, und den Menschen zur Nahrung zu geben. Dieß sind die zwei vornehmsten Endzwecke der Menschwerdung. Wir 42 Achte Unterhaltung. Von unsern Verbindlichkeiten hatten ein Schlachtopfer vonnöthen, um Gott zu ehren, und unsere Sünden zu fühnen; aber was hätte uns die Wiedereinsetung in seine Gnade genüßt, wenn wir nicht auch das Mittel gehabt hätten, sie zu bewahren? Dieß thut dieses heilige Sakrament, das die geistige Nahrung unsrer Seelen ist, gleichwie das leibliche Brod die Nahrung des Leibes. IV. O! wer wird also den Schmerz aussprechen können, den die seligste Jungfrau empfindet, da sie sieht, wie man dieses heilige Sakrament mißbraucht und verachtet? Denn wenn die Kommunion einer von den Endzwecken der Menschwerdung und des Leidens unsers Herrn ist, so heißt ja, sich derselben entziehen, nichts anderes, als alle Bemühungen des Sohnes und der Mutter fruchtlos machen, den Preis unsers Heiles verachten, Gott einer unendlichen Ehre berauben, die man ihm erweisen fönnte. Es heißt, Jesum, unsern Erlöser, auf's Aeußerste betrüben, der im Laufe seines sterblichen Lebens sich so deutlich erklärt hat, daß er kein sehnlicheres Verlangen habe, als mit uus dieses Osterlamm zu essen. Es heißt, ihn hindern, die Vermählung zu vollbringen, die er in der heiligen Kommunion mit unsern Seelen eingeht. Es heißt, ihm die Herberge verweigern, wie einstens die Einwohner von Bethlehem, da er nun ein Fremdling auf Erden ist. Es heißt endlich, ihn aus seinem Reiche verjagen, welches unser Herz ist, oder ihn wenigstens am Eintritte, und an der Besignahme desselben verhindern, indem er ja eben so viele Reiche erwirbt, als es reine Seelen gibt, die ihn empfangen. V. Welche Betrübniß für die seligste Jungfrau, wenn sie sehen muß, wie ihr Sohn von seinen Unterthanen mißhandelt und. aus seinem Reiche verjagt wird! Welcher Schmerz, wenn sie sehen muß, wie seine Arbeiten ohne Frucht, seine Anschläge gegen die allerfeligste Jungfrau. ohne Wirkung, sein Leib ohne Ehre, sein Hochzeitmahl ohne Gäste, sein Hof ohne Gefolge, seine Wohlthaten ohne Erkenntlichkeit bleiben! Und im Gegentheile, welcher Troft für sie, wenn sie sieht, wie das große Werk unserer Erlösung vollendet wird, wie wir uns die Verdienste des Todes ihres Sohnes aneignen, wie er die Frucht seiner Arbeiten einsammle, sein Reich erweitere, und durch die Vereinigung und Einverleibung neuer Glieder, worunter alle Gläubigen gehören, welche würdig kommuniciren, seinen sittlichen Leib in Aufnahme bringe! - 43 VI. O christliche Seele! wenn du eine Andacht zur Mutter Gottes hast, so hab' sie auch zur heiligen Kommunion, wo du nicht etwa ein geheiligtes Ueberbleibsel von ihren Kleidern, sondern ihr eigenes Fleisch und Blut empfängst, indem das Fleisch Jesu das Fleisch Mariä ist! Dieser Gedanke war der Trost des großen Petrus Damiani, dessen überaus zärtliche Worte also lauten:„ Meine Brüder! ich bitte euch, bedenket doch, wie sehr wir der seligsten Mutter Gottes verbunden, und welchen Dank wir ihr schuldig sind nach ihrem Sohne; denn wir empfangen am Altare den nämlichen Leib, welchen die heilige Jungfrau gezeugt, in ihrem Schooße getragen, in Windeln eingewickelt hat; und wir trinken ihr Blut in diesem Geheimnisse unsrer Erlösung." Dieser Gedanke erfüllte auch den heiligen Ignazius, den Stifter der Gesellschaft Jesu, am Altare mit Freude, und trieb ihm Thränen aus den Augen. VII. O heilige Jungfrau! ich danke dir, daß du mir so oft das kostbare Fleisch deines Sohnes zur Nahrung gegeben hast, welches das nämliche Fleisch ist, womit du ihn in deinem feuschesten Leibe bekleidet hast! O! welche Reinigkeit sollte ich Neunte Unterhaltung. Ueber die Litanei haben, um ihn in mein Herz aufzunehmen! Die Kirche verwundert sich billig, daß er keinen Abschen hatte, in deinen jungfräulichen Schooß einzugehen; aber welche Verwunderung muß sich ihrer erst bemächtigen, da sie diesen Gottmenschen in ein so unreines und verdorbenes Herz eingehen sieht, wie das meinige ift! O Mutter Gottes! suche mich oft heim mit deinem Heilande, und versag' es nicht, mit ihm in meine Seele einzugehen, da du ja auch in einen Stall haft eingehen, und ihn auf Stroh hast legen wollen! Zur Danksagung für diese Gutthat will ich dich mein Leben lang preisen, und ewig dem Sohne und der Mutter lobsingen. 44 Neunte Unterhaltung. Ueber die Litanei vom heiligen Namen Jesus, dienlich als Vorbereitung zur heiligen Kommunion, und als Danksagung nach derselben. Weile bei jedem Absatze, wie die Biene auf einer Blume, und ziehe daraus den Honig der Andacht! Geh' nicht weiter, so lange du dich davon angesprochen fühlft! „ Jesu, du Sohn des lebendigen Gottes." „ Jesu, du Abglanz des Vaters 2c.!" Ich bete dich an, o mein Herr Jesu! Ich glaube, daß du der Sohn des lebendigen Gottes bist, und daß du in die Welt gekommen bist, mich selig zu machen, und in meine Seele eingehst( oder) eingegangen bist, sie zu ernähren und zu beleben. Ich hoffe, daß du mich der Wirkungen dieser zweifachen Ankunft theilhaftig machen wirst, indem du meine Seele selig machest, und ihr dein Leben ertheilest. O Jesu, du Sohn des lebendigen Gottes! wie kannst du vom heiligen Namen Jesus. deinen Thron verlassen, um dich auf Stroh niederzulassen? Wie kannst du den Schooß deines Vaters verlassen, um in das. Herz eines so armseligen Geschöpfes einzugehen? O, wie sehr bin ich dir für eine so große Gutthat verbunden! Wie werde ich's dir vergelten können? Ich kann nichts dir Angenehmeres thun, als daß ich dir dieses Herz opfere, das du so sehr liebest, und das dich so wenig liebt. O Jesu! reinige es durch deine Gnade, entzünde es durch deine Güte, heilige es durch deinen Geist, segne es durch deine Gegenwart, umstalte es durch deine Kraft, besize es durch deine Liebe in Zeit und Ewigkeit! Amen! 45 „ Jesu, du König der Herrlichkeit!" Ein König kommt, seinen Knecht zu sehen! ein König der Herrlichkeit, einen Leibeigenen der Bosheit zu besuchen! O König der Herrlichkeit! wie bewunderungswürdig bist du im Himmel; aber wie liebenswürdig auf Erden! Ich erwähle dich zu meinem Könige, und erhebe dich über mein Herz, als auf den Thron deines Reiches. O! wie schmerzet es mich, daß ich dich so oft verrathen, verachtet, verlassen und aus deinem Reiche vertrieben habe! Ach! bisher hat der Satan in meinem Herzen geherrscht. O Jesu! ich will hinfür keinen andern König mehr haben, als dich. Nur mehr du allein sollst in meinem Leibe und in meiner Seele, in meinem Geiste und in meinem Willen herrschen. Nichts soll sich in deinem ganzen Reiche regen und bewegen, als nur nach dem Befehle und Antriebe deines Geistes. O mein Gott und König! dein Wille soll geschehen, nicht aber der meinige! Du bist mit Herrlichkeit gekrönet worden, nachdem du zuvor mit Schmach gekrönet warest; ich will deiner Schmach theilhaftig werden, um einstens auch an deiner Herrlichkeit Antheil zu haben. „ Jesu, du Sonne der Gerechtigkeit!" Stelle dir deinen Herrn vor als eine schöne Sonne in Mitte deines Herzens! Bete ihn an- in aller Unterwürfigkeit - - 46 Neunte Unterhaltung. Ueber die Litanei der Seele! Erfreue dich, daß du die Sonne des Paradieses, den Ursprung alles Lichtes, die Quelle aller Gnaden, den Schöpfer und Erhalter aller Dinge in deinem Herzen besißest und ein schließest! Sprich zu ihm: D Jesu, meine Sonne! wer hat dich vom Firmamente getrennt, um dich in eine unflätige Pfüße zu versenken? Abglanz des Vaters! wer hat dich mit dieser Wolke bedeckt? D König der Gestirne! wer hat dich deiner Herrlichkeit beraubt?. Deine Liebe hat dieses Wunder gethan. Sie hat dein Angesicht mit einem Schleier bedeckt, wie einstens das Angesicht Moysis, um dich deinen Brüdern zugänglich zu machen. Sonne der O Sonne O Sonne des Lichtes! zerstreue meine Finsternisse! P Sonne der Gnade! lösche meine Sünden aus!- Liebe! entzünde mich mit dem Feuer deiner Liebe! der Gerechtigkeit! sey mir barmherzig! mache mich gerecht und unschuldig vor deinen Augen! Ach! die Sonne strahlt vor mir, und ich liege in der Finsterniß. Ich befinde mich in einem Feuer- Ofen der Liebe, und mein Herz ist kälter, als Eis. O schöne Sonne! erleuchte mich! O schöne Sonne! erquicke, tröste, belebe mich! „ Jesu, du Sohn der Jungfrau Maria!" Sich da meinen Gott und Heiland! Ich halte Jenen in meinen Armen, den die heiligste Jungfrau mit ihrem jungfräulichen Fleische bekleidet, den sie neun Monate in ihrem keuschen Leibe getragen, den sie von dem heiligen Geiste empfangen und in einem Stalle geboren hat. Sieh! Ihn hat sie auf ihren Armen getragen, mit ihrer jungfräulichen Milch ernährt, mit so großer Sorgfalt erzogen, mit so großer Liebe geopfert, mit so großem Herzensleide am Kreuze sterben gesehen! O Jesu, du Sohn der Jungfrau Maria! mache mich deiner jungfräulichen Reinigkeit theilhaftig! Laß dein Blut in meine Adern fließen, und reinige dadurch mein Blut! Ich bin dein Knecht und der Sohn deiner Magd. O, laß ein Kind vom heiligen Namen Jesus. deiner Mutter nicht zu Grunde gehen! Heiligste Jungfrau! danke deinem Sohne für mich! Erhalte mir die Gnade, in seinen und deinen Armen zu sterben, und in eure Hände meinen Geist aufzugeben! 47 „ Bewunderungswürdiger Jesu!" Mein Gott und Herr! wie groß und bewunderungswürdig ist dein Name über der ganzen Erde! Was ist der Mensch, daß du dich würdigest, seiner zu gedenken, und der Sohn des Menschen, daß du dich würdigest, ihn heimzusuchen? Jesu! wie bewunderungswürdig bist du im Himmel! wie bewunderungswürdig auf Erden! wie bewunderungswürdig am Kreuze! wie bewunderungswürdig auf unsern Altären! O bewunderungswürdiges Gastmahl, wo man Jesum Christum genießt, wo man das Andenken seines Leidens erneuert und bewahrt, wo die Seele mit Gnaden erfüllt wird, und das Unterpfand ihres Heiles empfängt! „ Jesu, du starker Gott!" Ist es wohl glaublich, daß Gott mit den Menschen umgehen wolle, und sich würdige, ihre Nahrung zu werden, und in ihren Herzen zu wohnen? Ist es möglich, daß sich die Hoheit mit der Niedrigkeit, die Allmacht mit der Ohnmacht, die Heiligkeit mit der Bosheit vereinigen wolle? O Jesu, mein Heiland! ich glaube, daß du mich mit deiner Hand erschaffen, und mit deinem Blute erlöset hast. Ich bete deine heiligen Wunden an, die du aus Liebe zu mir empfangen hast. Ach! ich sehe dein Herz durch diese Deffnungen, und deine Gottheit durch diese blutigen Wunden, die man deiner Menschheit geschlagen hat. Erlaube mir, daß ich sie mit einem deiner Jünger berühren darf, um mit ihm rufen zu können: Mein Herr und mein Gott!" 11 Ja! ich kann sie nicht nur berühren, sondern auch nach Belieben küssen; ich kann meinen Mund an die Wunde seines 48 Neunte Unterhaltung. Ueber die Litanei Herzens legen, und daraus ein himmlisches Getränk und Lebensgeist saugen. Sieh hier meinen Gott und Heiland! was habe ich wohl zu fürchten? und was soll ich nicht hoffen? - O Jesu! mein Heiland! gedenke, daß du mein Gott bist, und ich dein Geschöpf; daß du meine Stärke bist, und ich eine lautere Schwachheit; daß du meine Heiligkeit bist, und ich eine lautere Bosheit! Vereinige deine Stärke mit meiner Schwachheit, deine Heiligkeit mit meinem boshaften Willen, auf daß ich heilig und allmächtig werde, wie du bist! Bekämpfe meine und deine Feinde! verhilf mir zum Siege über meine Leidenschaften; denn nicht mein Arm und meine Kraft, sondern deine Stärke, o Jesu! macht mich zum Obsieger. „ Jesu, du Vater der glückseligen Ewigkeit!" O du König der Ewigkeiten, Unsterblicher, Unsichtbarer! dir, der du allein mein Heiland bist, sey Ehre und Herrlichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Du bist der Vater aller Zeiten, besonders aber jener glückseligen Zeit, die wir nach unserm Tode hoffen und erwarten. Du hast sie Jenen, die dein Fleisch essen, und dein Blut trinken, versprochen. O Jeſu! gedenke deiner Verheißung, und laß nicht zu, daß wir nach unserm Tode von dir geschieden werden, nachdem wir im Leben so enge mir dir vereiniget gewesen sind! „ Jesu, du Engel des großen Rathes!" Du bist die unerschaffene Weisheit Gottes; darum kommt es dir zu, uns zu unterweisen und zu rathen. Rede, o Herr! denn dein Diener hört! Engel des großen Rathes! was verlangest du von mir? Du kennest die Leiden und Zweifel meines Geistes; tröste mich in meinen Leiden, unterweise mich in meinen Zweifeln, leite mich in allen meinen Unternehmungen; denn Niemand ist Herr seiner Wege, und kann zu dir kommen, als durch dich! vom heiligen Namen Jesus. „ Jesu, du Mächtigster!" Allmächtiger und barmherziger Gott, der du deine Macht durch deine Erbarmung sichtbar werden lassest! verzeihe mir alle meine Sünden, und gib mir deine Gnade, um die ich in De= muth zu dir flehe! Welche Ehre wäre es für deine Allmacht, einen Erdwurm zu vertilgen? Aber sie wird unendlich glänzen, da sie die Unbilden erduldet und vergißt, die ihm das schlechteste aus deinen Geschöpfen zufügt. Weit ehrenvoller ist es für dich, daß du vom Himmel herabgestiegen, als daß du hinaufgefahren bist; daß du die Sünder selig machest, als daß du sie verdammest. O mächtigster Jesu! zeige deine Kraft, dadurch, daß du mir verzeihest, und mich selig machest; denn dieses ist das höchste Werk deiner Macht, daß du dem boshaftesten und undankbarsten aus allen Sündern Gnade erzeigest! - - „ Jesu, du Geduldigster!" Bewundere die unendliche Liebe und Geduld deines Erlösers, daß er sich dir schenkt. nach so vielen Unbilden, die du ihm zugefügt, und nach so vielen Treulosigkeiten, die du wider ihn begangen haft! 49 O sanftmüthigster und geduldigster Jesu! ich verlange keinen andern Beweis deiner Güte, als die Geduld, womit du mich an deinem Tische überträgst. Welche Ausschweifungen in meinem Geiste! Welche Kälte in meinem Willen! Welcher Aufruhr unter meinen Leidenschaften! Welche Leichtfertigkeit und Unanständigkeit in allen meinen sinnlichen Kräften! O Gott der Stärke! schone meiner Schwachheit! O Gott der Liebe! erwärme meine Kälte! O Gott der Erbarmung! verzeih' mir meine Sünden! O Gott der Geduld! übertrage meine Fehler! Und ich will von nun an, zur Vergeltung einer so großen Gutthat, deine Geduld nachahmen, und mit Sanftmuth alle Fehler meines Nächsten übertragen. 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 4 150 Neunte Unterhaltung. Ueber die Litanei „ Jesu, du Gehorsamster!" Jesu, gehorsam bis in den Tod, und zwar bis in den Tod des Kreuzes! aus Gehorsam bist du auf die Erde herab, und an das Kreuz hinaufgestiegen; aus Gehorsam steigst du noch täglich auf unsere Altäre herab, und gehst in unsere Herzen ein. Du gehorsamest der Stimme des Priesters, und thust augenblicklich, was er verlangt. O unerhörtes Wunder! Gott gehorsamet der Stimme des Menschen, und der Mensch will der Stimme Gottes nicht gehorsamen. O gehorsamster Jesu! wie schäme ich mich, daß ich mich so lange deinem Willen widersetzt habe! In Zukunft aber will ich dir und allen Geschöpfen gehorsamen- aus Liebe zu dir bis in den Tod des Kreuzes. „ Jesu, du Sanftmüthiger und von Herzen Demüthiger!" Dieß ist's, was mich ermuthiget, mit Vertrauen deinem Altare zu nahen. Du bist in diesem heiligen Sakramente kein strenger Richter und gebieterischer Monarch, sondern das sanftmüthigste Lamm und der von Herzen demüthigste Hirt. O Jesu, sanftmüthigster und demüthigster aus allen Menschen! wie kannst du den wildesten und hoffärtigsten aus allen Sündern übertragen? Ich verlange kein anderes Merkmal deiner Sanftmuth, als die Güte, womit du mich an deinem Tische ſpeisen lassest. O Jesu! mache mich sanftmüthig und demüthig von Herzen, wie du bist, und laß nicht zu, daß ich lebe wie ein Wolf, da ich doch so oft das Fleisch eines Lammes esſe! - „ Jesu, du Liebhaber der Keuschheit!" Du liebest die Reinigkeit, und theileft sie uns mit, durch dieses heilige Sakrament. Um die Wunden zu heilen, welche die Sünde Adams unserm Fleische geschlagen hat, und die Hiße der Begierlichkeit zu dämpfen, gibst du uns dein Fleisch zu essen. Dein jungfräulicher Leib macht Jene zu Jungfrauen, die ihn - vom heiligen Namen Jesus. 31 berühren und essen; und dein allerreinstes Blut, das aus deinen Adern fließt, reiniget unser stockendes und verdorbenes Blut. Wer dürfte es wagen, deinem Tische zu nahen, wenn er von dieser Wahrheit nicht überzeugt wäre? D, wie sehr bin ich dir verbunden, daß du mir ein so kräftiges Heilmittel gegeben hast! O Herr! ich bekenne es zu deiner Ehre, daß, wenn ich von diesen Versuchungen nicht bestritten werde, ich es deinem heiligen Leibe zu verdanken habe. So vermenge denn dein Blut mit dem meinigen! mache aus meinem und deinem Fleische Ein Fleisch, und ich werde im Fleische leben, als ob ich kein Fleisch hätte! „ Jesu, unsere Liebe!" Andächtige Seele! foste sie, diese süßen Worte! Kannst du ste mit Wahrheit aussprechen? Ist Jesus deine Liebe? Ist er nicht vielmehr ein Gegenstand deiner Abneigung oder wenigstens deiner Furcht? O Jesu, meine Liebe! weil du mich so zärtlich geliebt haft, so nenne ich dich füglich meine Liebe, auch wenn ich dich nicht liebe. Du bist meine Liebe im Himmel und auf Erden; du bist meine Liebe in diesem heiligen Sakramente; denn die Liebe bewegt dich, diese Gestalt anzunehmen; um deiner Liebe genug zu thun, hast du dieses Sakrament eingesetzt; um unsere Herzen zu gewinnen und sie mit deiner Liebe zu entzünden, lasseft du dich genießen. Mein Gott, meine Liebe! welche Freude für mich, dich zu besißen! O, wie sehr verlange ich, mich mit dir zu vereinigen, und mich ganz in dich umzugestalten! Immer neue, und stets alte Schönheit! entzünde mich mit deiner Liebe! Laß nicht zu, daß mein Herz irgend einem Geschöpfe anhange! O Jesu! du sollst hinfür meine Liebe, meine einzige Liebe seyn! 4 3 52 Neunte Unterhaltung. Ueber die Litanei „ Jesu, du Gott des Friedens!" Mein Herz hat in den Geschöpfen den Frieden gesucht, und konnte ihn nicht finden, weil du, mein Schöpfer! allein ihm denselben geben kannst. O Jesu, mein Mittler! ich glaube, daß du ein Gott des Friedens, der Mittelpunkt und Ursprung des Friedens bist. Du haft zwischen Himmel und Erde Frieden gemacht, und die Menschen mit Gott, deinem Vater, versöhnet. D, wie ist mein Herz so voll Unruhe! Welche Ungewitter in meinem Geiste! Welche heftige Stürme in meinen Leidenschaften! Herr! sprich nur Ein Wort, und alsbald werden die Winde schweigen, und die Ungewitter sich legen! Die tiefste Ruhe wird in meine Seele kommen. Du hast deinen Jüngern befohlen, beim Eintritte in ein Haus zu sprechen:„ Der Friede sey in diesem Hause!" und du hast versprochen, daß er auch darin ruhen werde, wenn sich daselbst ein Kind des Friedens befinde. O Jesu! ich bin nicht würdig, daß du in mein Haus eingehest; doch du bist schon da. So sprich denn bei deinem Eintritte: Der Friede sey in diesem Hause!" und alle meine geistigen und sinnlichen Kräfte werden im Frieden seyn. Befiehl meinen Leidenschaften, zu schweigen, und sie werden alsbald gehorchen! " Jesu, du Urheber des Lebens!" Liebreichster Vater! ich danke dir für diese unschäßbare Gnade. Wo ist der Hirt, der seinen Schafen sein Fleisch zu essen, und sein Blut zu trinken gibt? Jesu, du Urheber des Lebens! du hast Jenen, die dich essen werden, versprochen, daß sie durch deinen Vater leben werden. So erfülle denn deine Verheißung; und weil ich dich gegessen habe, so theile mir dein Leben mit! O mein Vater und mein Leben! erhalte das Leben, welches du in mir hast, und laß nicht zu, daß ich dir dasselbe durch eine schwere Sünde raube! Laß nicht zu, daß ich mehr, als acht Tage, dahinbringe, ohne dieses Him 53 vom heiligen Namen Jesus. melbrod zu genießen, aus Furcht, ohnmächtig zu werden, und auf dem Wege aus Mangel an Nahrung zu verschmachten! Jesu, du Vorbild der Tugenden!" Meine Seele ist ganz entzückt, wenn sie die Tugenden betrachtet, die du in diesem heiligen Sakramente übest, und lehrest! Welche Sanftmuth! welche Liebe! welche Freigebigkeit! welche Barmherzigkeit! welche Geduld! welche Demuth! welche Armuth! welche tiefste Erniedrigung! D Jesu! du bist der Gott der Tugenden. Was du uns durch dein Beispiel lehrest, das machest du uns durch deine Gnade üben. Drücke dich als ein Siegel auf mein Herz, und mache mich zu einem vollkommenen Bilde deines Lebens! Die Speisen theilen denjenigen, die sie genießen, ihre Eigenschaften mit. Ach! wie ist es möglich, daß ich, da ich den Gott der Tugenden genieße, anstatt ein Spiegel der Tugenden zu seyn, um und um voll Laster bin? Herr! vertilge in meiner Seele dieses Bild des Satans, und drücke ihr das deinige ein! Vernichte meine Bosheit, und gib mir deine Heiligkeit! „ Jesu, du Eiferer der Seelen!" Wenn du für das Heil meiner Seele so beeifert bist, welche Ursache habe ich, mein Heiland! Mißtrauen in dich zu setzen, dich zu fliehen und dich zu fürchten? Wahr ist es, ich bin ein Sünder; aber bist du nicht der Sünder wegen in die Welt gekommen? Bist du nicht an's Kreuz hinaufgeſtiegen, sie selig zu machen? Hast du nicht mit ihnen gegeſsen? Hast du dir nicht eine Freude daraus gemacht, mit ihnen umzugehen? Was hast du nicht gethan, um eine Samariterin zu gewinnen! O Jesu, du großer Eiferer unserer Seelen! steh hier- meine Seele, die ich dir für immer übergebe und schenke! Sie ist ein Schäflein, das lange Zeit verirret war. Hast du es nicht aller Orten gesucht? Nimm es auf deine Schultern, 54 Neunte Unterhaltung. Ueber die Litanei o guter Hirt! trag' es in deinen Schafftall! Gib deinen Freunden ein Freudenmahl,- befiehl den Engeln, sich darüber zu erfreuen! Erhalte meine Seele, die dir so theuer ist, und laß nicht zu Grunde gehen, was du mehr als dein Leben geliebt haft! „ Jesu, unser Gott!" Mein Gott und Heiland! was suche ich in der Welt, und was kann ich außer dir verlangen? Mein Gott und Alles! wie glücklich schäße ich mich, daß ich dich in meinen Armen halten, und in meinem Herzen ruhen lassen kann! Nun, o Herr! laffest du deinen Diener nach deinem Worte im Frieden scheiden; denn meine Augen haben den Heiland gesehen, den du ihm gibst; mein Mund hat ihn geküßt; meine Arme haben ihn getragen; mein Herz hat ihn empfangen und umfangen. Ich glaube, daß du mein Gott und mein einziger Seligmacher bist; und weil du dich mir so freigebig in diesem Leben schenkeſt, so hoffe ich, daß du dich mir auch nach dem Tode schenfen werdest. " Jesu, unsere Zuflucht!" Gedrückt von Armseligkeiten, beladen mit Arbeiten, bestürmt von den bösen Geistern, unaufhörlich von Versuchungen geplagt, verrathen von meinen Freunden, verfolgt von meinen Feinden, aller menschlichen Hilfe beraubt, selbst verfolgt von der Gerechtigkeit deines göttlichen Vaters- wende ich mich zu dir, o gütigster Jesu! als zu meiner einzigen Zuflucht. Ich werfe mich in deine Arme, und flüchte mich in dein Herz, als in die Freistätte der Armseligen. D Herr! du hast vor meinem Angesichte ein Mahl zubereitet wider Jene, die mich plagen.( Psalm 22, 5.) Wenn ich schon mitten im Schatten des Todes wandle, und mich von meinen Feinden umzingelt sehe, so will ich doch kein Uebel fürchten, weil du bei mir bist, und ich bei dir, o mein Gott, und meine einzige Zuflucht!( Psalm 22, 4.) 55 vom heiligen Namen Jesus. „ Jesu, du Vater der Armen!" Jesu, du Schap der Gläubigen!" mein Dein Bist du der Vater der Armen, so kann ich mich dein Kind nennen, weil ich aus allen Menschen der ärmste bin. Vater und mein Gott! dein Name werde geheiliget! Reich komme zu uns! Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden! Gib uns heute unser tägliches Brod, welches ist- dein heiliger Leib, die Nahrung unserer Seelen und der Schatz der Armen! O, welches Brod! welcher Schatz! ich bin nicht mehr arm, sondern unendlich reich, da ich den Schatz des Paradieses befize. O Herr Jesu! bereichere meine Armuth mit dem Schaße deiner Gnaden und Verdienste! Gib mir deine heilige Liebe, und ich bin zufrieden! Besige ich sie, fo bin ich reich genug, und verlange außer ihr nichts mehr. Jesu, du guter Hirt!" Ja! du bist wahrhaftig der gute Hirt, weil du deine Seele und dein Leben für deine Schafe gibst. D! mit welcher Wonne bedenke ich stets wieder, und richte ich an dich die Worte deiner heiligen Kirche:„ O guter Hirt! wahrhaftes Brod! Jesu! erbarme dich unser! Nähre uns, beschüße uns, laß uns die himmlischen Güter im Lande der Lebendigen sehen! Du, der du Alles weißt und Alles kannst, der du uns in diesem sterblichen Leben nährest! laß uns an deiner Tafel im Himmel speisen, und mache uns der Glückseligkeit der Heiligen theilhaftig!" sing „ Jesu, du wahres Licht!“„ Jesu, du ewige Weisheit!" Ich grüße dich, unerschaffenes Licht, das du den schönen Tag der Ewigkeit hervorbringst! Ich grüße dich, ewige Weisheit, die du den Geist der Heiligen mit unendlichem Glanze 56 Neunte Unterhaltung. Ueber die Litanei erfüllest! Wie glücklich bin ich, dich in mein Herz zu schließen! O wahres Licht, das du alle Menschen erleuchtest, die in diese Welt kommen! erleuchte auch mich mit deiner Erkenntniß, und laß mich die Eitelkeit der Geschöpfe sehen! O ewige Weisheit, die du die ganze Welt regierest! regiere auch diese kleine Welt meiner Seele und meines Lebens, und überlaß mich nie meiner eigenen Leitung! „ Jesu, du unendliche Güte!" Ja! deine Güte muß wohl unendlich seyn, um so überaus viele und große Sünden zu verzeihen, und durch die Fülle unendlicher Gnaden über meinen überaus großen Undank obzustegen. O Herr! so groß auch meine Bosheit seyn mag, so wird ste doch nie deiner Barmherzigkeit gleich kommen; denn meine Bosheit ist endlich, deine Güte aber unendlich. Ich bin davon überzeugt durch die Gnade, die du mir erweisest, daß du dich mir schenkest. Ist nicht eine Güte ohne Maaß nothwendig, um sich dem größten Sünder zur Nahrung zu geben? D Wunder über Wunder! der arme und schlechte Knecht empfängt und ist seinen Herrn!" " Jesu, unser Weg und unser Leben!" Weil du mein Weg bist, o Jesu! so leite mich! Weil du mein Leben bist, o Jesu! so belebe mich! Du bist der Weg, den ich wandeln muß. Du bist das Leben, das ich lieben muß. Du bist der Weg für meinen Geift. Du bist das Leben für mein Herz. Wenn ich dir nicht folge, so werde ich den Weg des Heiles verlassen. Wenn ich dich nicht esse, so werde ich das Leben der Gnade verlieren; denn du versicherst uns, wenn wir dein Fleisch nicht essen, und dein Blut nicht trinken, so werden wir das Leben nicht in uns haben. „ Jesu, du Freude der Engel 2c.!" Freude der Menschen und der Engel! warum ist mein vom heiligen Namen Jesus. Herz so traurig, und verzehrt sich vor Betrübniß? weil es zweifelsohne etwas Anderes liebt, als dich. 57 Darum, Lehrmeister der Apostel, und Lehrer der Evangelisten! warum bin ich so unwissend und dumm? Darum, weil ich dein Lehrjünger nicht bin, weil ich dein Evangelium nicht glaube, weil ich dein Wort nicht höre, weil ich deinen Beispielen nicht folge. Stärke der Martyrer! gib mir die Gnade, über die Tyrannen obzustegen, die mich dahin bringen wollen, den Glauben abzuschwören, und deinen Dienst zu verlassen! Licht der Beichtiger! zerstreue die Finsternisse meines Unglaubens, und mache, daß, wenn ich für dich kein Martyrer werden kann, ich wenigstens dein Bekenner sey! Reinigkeit der Jungfrauen! reinige meine Seele und meinen Leib! Krone aller Heiligen! ich lobe dich, ich bete dich an, ich preise dich, ich danke dir, daß du willst, ich soll aus der Zahl deiner Heiligen seyn. Du bist meine Ehre in diesem Leben, und wirst ewig meine Krone im andern Leben seyn. O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Verzeih' mir die Sünden, die ich begangen habe! O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Nimm meine Sünden auf dich, und besänftige den Zorn deines, mit Recht wider mich erzürnten, Vaters! O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern! Jesu, höre uns! Jesu, erhöre uns! 58 Zehnte Unterhaltung. Wichtige Unterweisung, Zehnte Unterhaltung. Wichtige Unterweisung, die heilige Kommunion recht und gut zu empfangen. I. Das heilige Abendmahl ist das größte und heiligste unter allen heiligen Sakramenten, und sohin auch der Genuß desselben die wichtigste Handlung unsers Lebens. Eine einzige gute Kommunion wäre zureichend, einen Heiligen zu machen; und es ist beinahe nichts nöthig, als ein guter Wille, um die Kommunion gut zu machen. II. Jene, die, um diesem heiligen Sakramente nahen zu dürfen, eine vollkommene Heiligkeit verlangen, machen es, während sie es hoch zu ehren wähnen, verächtlich, und entehren es; denn sie machen es unnüß- sowohl für Jene, die es empfangen, als auch für Jene, die es nicht empfangen. In der That, was sonderlich Gutes geht mir noch durch dieses heilige Sakrament zu, wenn ich schon eine vollendete Heiligkeit habe? Und wann werde ich es empfangen, wenn ich dazu dieser Heiligkeit bedarf? III. Höchst unbillig und unvernünftig ist es, zum Empfange eines Sakramentes als nothwendige Vorbereitung zu fordern, was die Frucht und der Endzweck desselben ist. Diese Reinigkeit ohne Makel, diese Vollkommenheit ohne Fehler, diese Heiligkeit ohne Sünde, diese vollendete Gnade und Liebe sind die Wirkungen dieses heiligen Sakramentes. Sie durch oftmaligen die h. Kommunion recht und gut zu empfangen. Genuß desselben in unsern Herzen hervorzubringen, ist es eingeſetzt. Ist es also nicht unbillig, diese Heiligkeit als nothwendige Vorbereitung zum Empfange desselben zu fordern? 59 IV. Eine erschreckliche Vermessenheit ist es, sich für würdig halten, einen Gott zu empfangen, wie man sich dazu auch immer vorbereiten mag. Wollen wir unsere Würdigkeit nach der Vortrefflichkeit dieses heiligen Sakramentes ermessen, so werden wir nie kommuniciren; wollen wir sie nach unserer Be= dürftigkeit ermessen, so werden wir täglich kommuniciren. Jesus ist nicht in diesem heiligen Sakramente, um gefürchtet, sondern um geliebt zu werden. Das Brod ist nicht eine Speise, die man im Jahre etlichemal, sondern eine Speise, die man alle Tage genießen soll. Wozu das Annehmen dieser Gestalt, wenn er nicht will, daß er gegessen werde? Würde er, wenn er wollte, daß ihn die Menschen fürchten sollten, nicht eine ansehnlichere und majestätischere Gestalt angenommen haben? Weil wir dieses heilige Sakrament nicht entbehren können, darum hat der Herr Jedermann den Genuß desselben, und den Zutritt dazu leicht gemacht. So nahe denn dem Lichte, und es wird dich erleuchten! nahe dem Feuer, und es wird dich erwärmen! nahe Jesu, der dein Rath, deine Gerechtigkeit und deine Heiligung ist; aber nahe ihm ohne Furcht, und— er wird dich lieben, unterweisen, reinigen, heiligen. - V. Ein Haupthinderniß, daß man aus der heiligen Kommunion keine rechte Frucht zieht, ist mitunter dieses, weil man dieses Himmelbrod nicht mit Hunger und Luft genießt. Wie kann man demselben mit Liebe nahen, wenn das Herz voll Furcht ist? Und wer soll sich nicht fürchten, wenn er glaubt, es heiße dieses heilige Sakrament mißbrauchen, wenn man beim Empfange desselben nicht eine englische Reinigkeit besigt? 60 Zehnte Unterhaltung. Wichtige Unterweisung, VI. Christliche Seele! bereite dich wohl dazu vor; aber ich glaube sicherlich, die allerbeste Vorbereitung dazu ist die Erkenntniß deiner selbst, deiner Armuth und Bedürftigkeit- mit der festen Hoffnung, daß der Herr durch seine Güte deine Unwürdigkeit ersetzen werde! Beeifere dich nicht so fast, wie Martha den Herrn wohl zu bewirthen; erwarte vielmehr von ihm, wie Magdalene, in Ruhe und Stillschweigen die Nahrung deiner Seele, und die Erquickung deines Herzens! VII. Entziehe dich dem heiligen Tische nicht aus Eckel oder Aengstlichkeit! Eine Seele, welche die Luft nach dieser Speise verloren hat, ist offenbar krank. Das Heil hängt oft von einer einzigen Kommunion ab. Weißt du es, ob es nicht gerade diese ist, die du unterlassest? - - VIII. - Unser Herr ist in diesem heiligen Sakramente nicht nur die Nahrung, sondern auch die Arznei unsrer Seelen. Er nähret uns als Speise; er heilet uns als Arznei. Wenn du also krank bist, so mußt du dazu hingehen, nicht aber dich davon entfernen. Heißt das— dieses heilige Brod ehren, wenn man es nicht ißt? heißt das einen Bräutigam lieben, wenn man ihn flieht, und ihm nicht zu nahen wagt? Welche Ehre erweisest du unserm Herrn, wenn du glaubest, daß du Seiner entbehren, und ohne seine Gnadenhilfe zur Heiligkeit den Vergelangen könneft? Wie wirst du ohne Stärke suchungen widerstehen können? Und woher wirst du diese Stärke nehmen, als von diesem göttlichen Sakramente? - IX. Bitte den Sohn Gottes um Verzeihung wegen der Verachtung, die du ihm, unter dem Vorwande, ihn zu ehren, be die h. Kommunion recht und gut zu empfangen. zeigt haft! Beweine den Verlurst der Gnaden, den du erlitten hast; denn sie fließen nur vermittelst der heiligen Sakramente, und besonders dieses heiligen Sakramentes, welches die Quelle der Gnaden ist, in unsere Seelen! Mache den Vorsatz, hinfür lieber deinen Leib Hungers sterben zu lassen, als deiner Seele ihre Nahrung zu versagen! 61 X. Du kommunicirest oft, sagst du. Thust du es aber würdig? Gehst du nicht zum heiligen Tische im Stande der Todsünde? Wenn du sie nicht erkennest, so wird die Kommunion ste auslöschen; erkennest du sie, so wird dich deine Kommunion verdammen; denn unwürdig kommuniciren, heißt sich sein Gericht hineinessen, und man kommunicirt unwürdig, wenn man kommunicirt wissend, daß man nicht im Stande der Gnaden ist. Wenn du lieber sterben, als im Stande der Todsünde kommuniciren wolltest, so kannst du füglich glauben, daß du nicht unwürdig kommunicirest. - XI. Man kann die Hauptwirkung dieses heiligen Sakramentes, nämlich die heiligmachende Gnade, empfangen, ohne alle übrigen Früchte zu empfangen, die es hervorbringt. Um den Zuwachs der Gnade zu empfangen, muß man von der Todsünde frei seyn; um alle Früchte desselben zu empfangen, darf man auch keine freiwillige Neigung zur läßlichen Sünde haben. Und ist's nicht eben dieses, was die Wirkung deiner Kommunionen verhindert, und dich so schwach und kraftlos macht? XII. Es ist sehr gut, sich an's Gute zu gewöhnen; man nehme sich aber wohl in Acht, daß man das Gute nicht aus Gewohnheit, das heißt, ohne Meinung, Ueberlegung und Aufmerksamkeit thue! Bereitest du dich, wie es sich gebührt, wenn du 62 Zehnte Unterhaltung. Wichtige Unterweisung, kommuniciren sollst? Thust du es nicht aus menschlichem Nespekte, oder aus Furcht? Genießest du dieses Himmelbrod mit Lust, oder genießest du es mit Unlust, wie jene sinnlichen Juden, denen am Brode der Engel eckelte, und die Gott so scharf bestrafte? Hast du keine Gewohnheitssünde, die du nicht ablegen willst? Wärest du bereit, beim Hintritte zur heiligen Kommunion zu sterben? Bist du stets entschlossen, an deiner Vervollkommnung zu arbeiten, welche Unlust du darob empfinden mögest? Ist dieses, so kannst du kommuniciren; denn dieses heilige Sakrament setzt, wie bereits gemeldet worden, nicht etwa eine schon vollkommene Seele voraus, sondern gibt ihr die Kraft, zur Vollkommenheit zu gelangen. O mein Gott!" spricht der heilige David, Jene, die sich von dir entfernen, werden zu Grunde gehen."( Psalm 72, 27.) Geh' zu bestimmten Zeiten zur heiligen Kommunion, und wenn du eine geistliche Person bist, so halte dich an die Ordnung deiner Gemeinde! Gott will, daß du deine Regel halten, und folglich, daß du an den durch die Regel vorgeschriebenen Tagen zur heiligen Kommunion gehen sollst. Nichts als lauter Täuschung ist's, was dich an diesen Tagen daran verhindert. XIII. Alle Tage die heilige Messe lesen, und dadurch nicht frömmer werden, oft zur heiligen Kommunion gehen, und dabei nur schlimmer werden, ist ein Zeichen, daß man von diesem heiligen Geheimnisse keinen guten Gebrauch macht. Jedoch halte noch nicht dafür, daß du immer schlimmer werdest, weil du starke Neigungen zum Bösen empfindest! Die heilige Kommunion nimmt nicht alle bösen Neigungen hinweg; ste läßt eine und die andere davon in uns zurück, um uns im Mißtrauen in uns selbst, und in der Abhängigkeit von der Gnade zu erhalten. Wenn sie die Empfindung nicht verhindert, so verhindert sie doch die Einwilligung, wie der heilige Bernhard sagt. Wolltest du wohl eine Todsünde begehen? Warum sagst - 63 die h. Kommunion recht und gut zu empfangen. du also, daß du von der heiligen Kommunion keine Frucht zie hest? Könntest du dich ohne die heilige Kommunion von der Todsünde enthalten? XIV. Die demüthigen Seelen glauben, anstatt besser, schlimmer zu werden, anstatt vorwärts, rückwärts zu gehen. Man muß aber den Fortgang nicht nach der Empfindung, die man davon hat, beurtheilen. Es ist gut, daß du dich für das schlimmste und untreueste Geschöpf hältst; und wenn du es auch wirklich seyn solltest, so verhindert dich dieses doch nicht, zu kommuniciren, wenn du nur wahre Buße wirkest, und den aufrichtigen Willen hast, dich zu bessern; denn wie wirst du dieß ohne Gnade zu Stande bringen? und wo wirst du die Gnade hernehmen, als aus diesem heiligen Sakramente, worin der Urheber der Gnade ist? Wenn du aber an deiner Vervoll. kommnung nicht arbeiten, deine Fehler nicht bessern, die Bande, welche dich fesseln, nicht zerbrechen willst, so rathe ich's nicht, daß du zur heiligen Kommunion hingehest. XV. Vermenge nicht die Empfindung des Bösen mit der Einwilligung in's Böse! Du kannst böse seyn, wiewohl du starke Neigung zum Guten hast; du kannst ein Heiliger seyn, wiewohl du mächtige Neigung zum Bösen hast, wenn du nur nicht darein verwilligest. Die Versuchungen sollen dich demnach von dem heiligen Tische nicht abhalten; im Gegentheile sollst du eben darum hinzugehen, um dort Kraft und Mittel dagegen zu erhalten. Sich nicht wärmen wollen, weil man Frost leidet,- nicht essen wollen, weil man Hunger hat, keine Arznei nehmen wollen, weil man krank ist, sind das- Entschließungen eines Vernünftigen, welcher leben, oder eines Verzweifelnden, welcher sterben will? 64 Zehnte Unterhaltung. Wichtige Unterweisung, XVI. Die fühlbare Andacht ist zu einer guten Kommunion nicht nothwendig; denn sie hängt nicht immer von unserm Willen ab, und es geschieht nicht selten, daß ste sogar große Heilige an den größten Festen des Jahres nicht haben, wie dieses der heiligen Theresia am heiligen Ostertage begegnete,- ſey es, weil sich die Seele an diese kleinen Süßigkeiten hängt, oder weil sie selbe aus ihren eigenen Kräften zu haben wähnt. Indeß sey's, wie immer! die wahre Andacht besteht nicht in diesen Zärtlichkeiten, sondern in einem hurtigen und standhaften Willen, zu thun, was Gott will, und nicht zu thun, was er verbietet. Thu, was du mit Gottes Gnade thun kannst; erseße durch deine Demuth, wie der heilige Bernhard spricht, was dir an der Liebe ermangelt, und du wirst auf's Beste vorbereitet seyn! - - XVII. con gond Es gibt verschiedene schöne Vorbereitungen zur heiligen Kommunion. Die bessere ist, meines Erachtens, nach der reumüthigen Beicht die Demuth und Begierde. Die Demuth gibt uns unsere Unwürdigkeit zu erkennen; die Begierde- unsere Bedürftigkeit. Jene entfernt uns von dem heiligen Tische; diese treibt uns zu demselben hin. Die eine legt uns die Worte des Hauptmannes in den Mund:„ Herr! ich bin nicht würdig"( Matth. 8, 8.); die andere drängt uns, mit Petrus, da die übrigen Jünger sich von ihrem Meister zurückzogen, zu sprechen: Herr! zu wem sollen wir gehen? Du hast ja die Worte des ewigen Lebens." ( Joh. 6, 69.) XVIII. Um sich vor unserm Herrn zu demüthigen, darf man nur diese zwei Worte bedenken: Wer bist du, mein Gott! und wer bin ich?" Um die Begierde zu erwecken. die h. Kommunion recht und gut zu empfangen. ihn zu empfangen, muß man die Ehre und den Vortheil betrachten, welche uns zu Theil werden, wenn wir an seinem Tische speisen; die unendliche Liebe, welche Jesus Christus zu uns trägt; sein Verlangen, mit uns dieses Osterlamm zu essen, in unsere Herzen einzugehen, und uns sein Leben mitzutheilen; die äußerste Armseligkeit, worin wir uns befinden; das Bedürfniß seiner Gnade und Stärke, welches wir haben. Die Begierde ist ein Kind der Armuth. Eine Seele, welche ihre Dürftigkeit erkennt, trägt das größte Verlangen nach der heiligen Kommunion, um sich zu nähren und zu stärken. HIS IMATY 65 XIX. 39 Glaube ja nicht, daß du, du magst dich, so gut immer, zur heiligen Kommunion vorbereitet haben, je würdig seyest, dieselbe zu empfangen! Dieser Gedanke ist vermessen, und würde dich unwürdig machen, an diesen göttlichen Geheimnissen Theil zu nehmen. Gründe alle deine Würdigkeit, wenn du je eine haben kannst, auf deine Demuth! Betheuere vor Himmel und Erde, daß du einzig auf die Güte Gottes, auf das Verlangen unsers Herrn, und auf den Gehorsam bauest, den du deinem Beichtvater schuldig bist! Hap XX. Reinige deine Meinung! Nahe dem heiligen Tische, um Gott zu ehren, seinem heiligen Willen zu folgen, seine Absichten zu erfüllen, dich mit Jesus Christus zu vereinigen, ihm in deinem Herzen das Leben zu geben, dir die Verdienste seines Leidens anzueignen, dich mit seinen Gnaden zu bereichern, deine Seele zu nähren und zu stärken, irgend eine Tugend zu erlangen, irgend ein Laster auszurotten, zum Troste deiner noch lebenden und schon abgeschiedenen Freunde, und aus irgend einer anderen ähnlichen Absicht! bars& XXI. Sey nicht zu emsig in deinen Andachtsübungen! Glaube 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 5 66 Zehnte Unterhaltung. Wichtige Unterweisung, sicherlich, sich demüthigen und in Ruhe harren, ist Alles in Allem! Vermagst du, einen Gott zu empfangen? Kannst du den dazu erforderlichen Aufwand bestreiten? Bitte unsern Herrn, er wolle sich selbst seine Wohnung zubereiten, und zwei seiner Jünger voranschicken, um Alles in Ordnung zu bringen! Verhalte dich, wie die weisen Jungfrauen, die in aller Stille und Ruhe auf die Ankunft des Bräutigams warteten!# Sull XXII. Man kann auf vielerlei Weise seinen Geist beschäftigen, und seine Andacht erwecken, ehe man die heilige Kommunion empfängt. Einige bedienen sich dazu dieser Gedanken:„ Wer bin ich, o mein Gott! und wer bist du? Wozu kommst du in mein Herz? Welche Vortheile erwachsen mir durch deinen Empfang? Warum gehe ich zur heiligen Kommunion?" di insge XXIII. ju jumit nedod tis Andere durchgehen das Leben unsers Herrn, und verweilen bei jenem Geheimnisse desselben, das sie am Meisten anſpricht. Zum Beispiele:„ Ich will den Sohn Gottes empfangen," sagt. eine gute Seele ,, der auf dem Throne seines Vaters sitzt, von den Engeln angebetet wird, sich im Leibe der seligsten Jungfrau mit meinem Fleische bekleidet hat. Ich will seine Menschwerdung erneuern, ihm ein neues Leben in mir gebend. O, welche Ehre für mich! welche Gnade! welche Huld! Ist sie nicht eben so groß, wie jene, die er der heiligen Jungfrau erwiesen hat? Ach! ich bin nicht heilig, wie sie; und doch sollte ich's seyn, weil der nämliche Sohn Gottes in mein Herz eingeht, und sich durch die heilige Kommunion weit vollkommener mit mir vereiniget, als er sich durch die Menschwerdung mit ihr vereiniget hat, wenn je wahr ist, was ins gemein gelehret wird, nämlich, daß der Sohn Gottes auch aus einer fündigen. Mutter hätte geboren werden können." TX die h. Kommunion recht und gut zu empfangen. #endused and monie XXIV. 19 sidfllier nojums Spricht dich auch dieser Gedanke nicht genugsam an, so geh' zu einem andern über, und bedenke, daß du denjenigen empfangen willst, der in einem Stalle geboren worden, den die Hirten besucht, die Könige angebetet haben, den der fromme Simeon im Tempel in seine Arme genommen hat; denjenigen, der in der Wüste versucht, auf dem Berge Thabor verklärt worden ist; denjenigen, der so viele Wunder gewirkt, so viele Blinde erleuchtet, so viele Kranke geheilet, so viele Todte zum Leben erweckt hat; denjenigen, der nie in ein Haus eingegangen ist, ohne Beweise seiner Güte zurückzulassen! Erwecke in dir eine sehnliche Begierde, ihn zu empfangen, und eine feste Hoffnung, daß er deine Seele heilen, heiligen und mit seinen Schäßen bereichern werde! gehtud sidnis chose stic and sd molisanse an ind XXV. Hierauf geh' zu seinem heiligen Leiden über, und betrachte, daß du denjenigen empfangen willst, der am Vorabende seines Todes dieses heilige Sakrament eingesetzt, im Delgarten Blut geschwißt, im Richthause des Pilatus aus allen Adern seines heiligen Leibes Blut vergossen, und am Kreuze noch den letzten Tropfen seines Blutes hingegeben hat; und daß nun dieses nämliche Blut dein Herz erwärmen und in deine Adern fließen wird! per t we 67 mspilied 1d og bill pitchian fhod as si absid, pidmation can XXVI. madugod idom moin. Gedenk' ferner, daß derjenige, den du nun empfangen willst, dich so zärtlich liebt, daß er sogar für dich hat sterben wollen; daß er nun kommt dir die Frucht seines Leidens und Todes mitzutheilen; daß er es ist, der in ein Grab gelegt worden ist, und nun in dein Herz hinabsteigen will, als stiege er vom Kreuze in's Grab; daß er es ist, der dich in der Hölle gesucht hat, und glorreich auferstanden ist; daß du nun den nämlichen Leib mit den nämlichen anbetungswürdigen Wunden 5* 68 Zehnte Unterhaltung. Wichtige Unterweisung, empfangen willst, die er von seinen Jüngern hat berühren lassen; daß er dir seine Seite eröffnen und dich in sein Herz aufnehmen will! and simdsd a 190 190 mais de HIST 1910 hotoder allons ni ad allige napuntains XXVII. 1917 190 1150 12ded isisdspus spinost sia abuisd minici sid Endlich betrachte, daß du denjenigen empfangen willst, der in den Himmel aufgefahren ist; der richten die Lebendigen und Todten, und lohnen wird, daß du ihn beherberget hast, als er ein Fremdling auf Erden war! Hast du da nicht Stoff genug, dich zu beschäftigen, und Andacht in dir zu erwecken? prima ang pelik, omnin XXVIII. h dan pilied molled An Noch Andere durchgehen die Litanei von dem heiligen Namen Jesus, und verweilen bei dem Titel, der sie am Meisten anspricht; als:„ Ich will den Sohn des lebendigen Gottes empfangen. Ich will den König der Herrlichkeit empfangen. Ich will die Sonne der Gerechtigkeit, den Gott des Friedens, den Vater der Armen, u. s. w., empfangen;" und aus diesem Titel entnehmen sie Beweggründe zur Demuth, zur Liebe, zum Vertrauen, wie dieses in der neunten Unterhaltung gezeigt worden iſt. dan ind madspapnið astule amist nigore und sind ni dini yang and misd XXIX. kommen wird, zu der dich dafür be198 nigs& ochilado) suis vid ni noisin Wie es höchst wichtig ist, sich vor der heiligen Kommunion wohl vorzubereiten, so ist es auch nothwendig, die Zeir nach der heiligen Kommunion gut zu verwenden. Die Speise fruchtet nicht, sie werde denn gut verdaut. Das Feuer der Liebe und Andacht wandelt uns in unsern Herrn um, nachdem wir ihn empfangen haben. O Jerusalem! möchtest du doch erkennen den, der dich heimsucht, und die Vortheile, die du aus dieser Heimsuchung schöpfen kannst! Allein weil du sie dir nicht zu Nußen gemacht hast, so wirst du strenge gestraft werden. sidegunsdin gsbilmin nad tim die? mochilmau Coorg ou u empfangen. die h. Kommunion recht und gut zu 69 XXX. Weißt du, wie du dich mit unserm Herrn unterhalten sollst? ENETES Wie höflich würdest du dich gegen einen König benehmen, der sich würdigen würde, dich zu besuchen und mit dir zu speisen! Welchen Dank würdest du ihm abstatten! Welche Bitten würoppy discon dest du für dich und deine Freunde an ihn stellen! XXXI. Hale201 Wenn dir Jesus Christus bei seiner Einkehr fühlbare Zei19 chen seiner Gegenwart gibt, und das Herz erweicht, so benüße 190 1910 diese kostbaren Augenblicke! Bist du zerstreut, ausschweifend, Gate Ven lau und trocken, werde darum nicht verwirrt, sondern bitte unHOKO! sern Herrn, daß er deiner Schwachheit abhelfen, und in deinem has 791 Unem Herzen zu Stande bringen wolle, was ihm gefällig ist! Die Speise wird in deinem Magen verdaut, ohne daß du daran denkest, wenn du nur die Wirkung der Natur nicht verhinderst. Laß die Gnade das Ihrige thun! Verhinderst du sie nur nicht durch freiwillige Zerstreuungen an ihrer Wirkung, so wird sie, um mich dieses Ausdruckes zu bedienen, diese himmlische Speise verdauen, und dich in Jesus Christus umwandeln. Jesus ist ein König des Friedens, der im Frieden wohnt. Störe seine Ruhe nicht, und er wird dir seinen Frieden geben! A mosoting just a sad napinsimed no dete. propters @ 14 3012 nb XXXII. ann' isdroid alleurs& HOT ON JEU DEMA Gut ist's, wenn du unmittelbar nach der heiligen Kommunion in Ruhe und tiefem Stillschweigen harrend- auf unsern Herrn horchest, oder ihn vielmehr in deinem Herzen thun laffest, ne was ihm gefällig ist. Schließe nicht auf die Wirkung der heiligen Kommunion aus dem Gefühle, welches du davon haft; denn gerade die vollkommensten Wirkungen Gottes sind gewöhnlich am Wenigsten fühlbar. Ist der Bräutigam in dein Herz eingegangen, so schließe die Thüre desselben, und ruhe auf seinem Schooße!@ 70 Zehnte Unterhaltung. Wichtige Unterweisung, XXXIII. Die Liebe ist beredtsam; man darf sie, zu reden, nicht erst lehren. Sit fie jume s man darf lehren. Ist sie jung, so redet sie viel; ist sie aber schon zur Kraft und Reife gelangt, so schweigt sie. zärtliche Mounta Seelen! bittet, begehret, weinet, seufzet; horchet aber auch auf nupudn das, was euch der Herr sagen wird! 18 Redet viel, Redet viel, mellan ndi in somust snied amir hid si no d XXXIV. Was die vollkommenen Seelen betrifft, so sollen sie sich gänzlich seiner Liebe überlassen, und in süßer Wonne sich der ngga 90 Gegenwart ihres Geliebten hingeben. Wollen sie reden, so WIE WEER mögen sie sich mit diesen zwei Wörtlein begnügen:„ Mein Gott und Alles!" Ja! schon dieses ist zu viel; denn alles Tre Fleiſch ſoll – in Gegenwart des Herrn ſchweigen. mind ad And and undry oppile moing wis drie slinge XXXV. insanidred thin sunse se si mund N dinsd Jene, welche nicht Fertigkeit genug besißen, sich mit unſerm Herrn zu unterhalten, können die nämlichen Betrachtungen zu Hilfe nehmen, welche als Vorbereitung zur heiligen Kommunion angerathen worden sind. Sie dürfen nur statt der zukünftigen Zeit die gegenwärtige gebrauchen, und sprechen:„ Sieh da denjenigen, der in einem Stalle geboren worden ist!" Verweile hierbei!„ Sieh da denjenigen, der am Kreuze gestorben ist!" Verweile hierbei und erwecke einen Act der Liebe, der Danksagung, und so fort das Uevtige! Auch kannst du die Litanei and e or vom heiligen Namen Jesus durchgehen, wie bereits angegeben Camating nap! worden ist. Je mors monios migdom XXXVI. and Es gibt auch Einige, deren Hölle es ist, bei Gott zu seyn. Ihre größte Bein ist, sich in seiner Gegenwart zu befinden; kaum ist er zu ihnen gekommen, so kehren sie ihm den Rücken, um sich mit den Geschöpfen zu unterhalten. Wahrlich, eine Grobheit, die nicht ihres Gleichen hat! Du weißt nicht, was die h. Kommunion recht und gut zu empfangen. du mit Gott reden sollst? Laß ihn reden! Du kannst nicht lieben? Kannst du dich nicht demüthigen? Weile bei seinen Füßen, wie Magdalene, und bitte alle Heiligen, ihm anstatt deiner zu danken! Verrichte wenigstens einige mündliche Gebete, und bewirthe deinen Gast, so gut du kannst!@ 22 and nomor sid omadue and time side XXXVII. d mi bsdordlammid 71 si de buis dig of Kaum hatte Judas die Kommunion empfangen, so fuhr der Satan in seinen Leib, und trieb ihn an, sich davon zu machen. Er fürchtete nämlich, sagt der heilige Cyrillus von Alexandria, der Sohn Gottes möchte durch seine Gegenwart das Herz dieses Unglücklichen rühren, und ihn zur Reue bewegen. So lange ich in der Welt bin," spricht Jesus, „ bin ich das Licht der Welt." Ist er, so lange er in einer Seele ist, nicht die Sonne dieser Seele? Ja! unmöglich ist es, sich sittsam in seiner Gegenwart zu halten, ohne daß man irgend einen Strahl seiner Gnade und Liebe bemerke. Ach! du fliehest, wie Kain; aber Alles, was dir immer aufstößt, wird dir den Tod geben.nd- grolig md bile smijem 59 XXXVIII. mend Eine gute Mahlzeit, die man gehalten, empfindet man den ganzen Tag hindurch. Wer am Tische des Herrn gut gegessen hat, fühlt am Tage, wo es geschehen ist, und auch an den følgenden Tagen eine Fülle von Süßigkeit, Gnade und Salbung, welche seine Seele durchdringt, ersättiget, mit Freude überhäuft, und in ihr Eckel an allen eitlen Vergnügungen der Erde erweckt. Jene, welche Jesum lieben, und die ihnen erwiesene Ehre zu schätzen wissen, daß er vom Himmel herabgestiegen ist, sie zu besuchen, vergessen dieser Wohlthat nicht sobald; ste bewahren das Andenken daran, und fühlen, oft sogar in ihrem Munde, den Geschmack eines göttlichen Honigs und eines himmlischen Brodes, wovon sich nur Jene eine Vorstellung zu machen vermögen, die es selbst erfahren haben. Sie sind ganz erfüllt von - 72 Zehnte Unterhaltung. Wichtige Unterweisung 2c. dem Wohlgeruche, welchen Jesus in ihre Seele ausgegossen hat, und der sie mit süßer Gewalt an sich zieht. de fundall XXXIX.mined sho Diese Gnaden werden aber nicht Jedermann zu Theil. Wie unter den Juden nur die Frommen den Wohlgeschmack des Himmelbrodes in der Wüste empfanden, so gibt Jesus auch nur den wahrhaft reinen, abgetödteten Seelen die unaussprechlichen Süßigkeiten des Brodes zu kosten, das er ihnen mittheilt. spiliad 390 en bin XL. stud Suche diese Süßigkeiten nicht; und wenn du sie nicht kostest, so glaube darum noch nicht, daß du die heilige Kommunion nicht gut empfangen habest! Bringe den Tag hin- in möglichster Sammlung des Gemüthes, und in jenen Anmuthungen, denen sich der heilige Simeon überließ, nachdem er im Tempel das Kind Jesus in seine Arme genommen hatte!- Was that er den übrigen Tag hindurch? Er dachte nur an das genoffene Glück, den Heiland der Welt, den Erlöser Israels, den so lange erwarteten und so sehnlich verlangten Messias an sein Herz geschlossen zu haben. Er lobpreisete Gott für diese Gnaden, und seufzte nach dem Tode, in diese Worte sich ergießend: , Nun, o Herr! lasseft du deinen Diener im Frieden scheiden; denn ich habe den Heiland gesehen und auf meinen Armen getragen, den du in diese Welt gesandt hast."- Du nimmst bei der heiligen Kommunionden nämlichen Heiland nicht etwa in deine Arme, sondern in dein Herz. Gedenke dieser Gnade den ganzen übrigen Tag hindurch! Verlange auf Erden außer ihm nichts mehr zu sehen! Seufze nach dem Tode, und harre seiner im Frieden! bujad Hoy midis die nood astmednis and oping mmilitog bonis hand ni wil onts sime sin bir - Gilfte Unterhaltung. Von der geistlichen Kommunion. er to spichimlln epid diplombos du nili monii chip Eilfte Unterhaltung. 73 miss Von der geistlichen Kommunion. E ilhior 15 inche I. non Nicht jederzeit vermagst du, fromme Seele! dich, wie du wohl wünschen möchtest, durch die wirkliche Kommunion mit deinem liebevollen Heilande zu vereinigen, und höchst willkommen muß dir demnach ein sicheres Mittel seyn, die wirkliche Kommunion einigermassen zu ersetzen. il bring naha allo sachisor andro mai n II. Dieses Mittel ist die geistliche Kommunion- die Kommunion der Begierde nach, da deine Seele sehnsüchtig nach der wirklichen Vereinigung mit ihrem Geliebten in dem göttlichen Sakramente verlangt. III. 396 Diese geistliche Kommunion, oder dieses von demüthiger Liebestreue und Anbetung begleitete sehnsüchtige Verlangen, ist, wenn gleich kein wirkliches Sakrament, dennoch eine gnadenvolle Ausbreitung des Sakramentes, welche die heiligmachende Gnade in dem Maaße vermehrt, wie du dich besser dazu vorbereitest, und größere Liebe und Sehnsucht nach dem Leibe des göttlichen Erlösers hegest. IV. Wie einst das bloße Wort des Herrn, als er noch sichtbar unter den Menschen wandelte, den Knecht jenes Hauptmannes, die Tochter der Chananäerin und andere Kranke in weiter Entfernung heilte, so sendet er auch von diesem Sakramente, worin er wesentlich mit seiner Gottheit und Menschheit wohnt, sein lebendiges Wort in dein Herz, wenn es Seiner in Liebe gedenkt, 74 Gilfte Unterhaltung. und nach ihm verlangt; und dieses allmächtige Wort wirkt Alles nach seinem Willen. pawilod V. Zwar wird die geistliche Kommunion von Vielen nur ein Schatten der wirklichen genannt. Indeß sey es zu deinem Troste gesagt, daß dieser göttliche Schatten, wenn anders dein Glaube fest, und dein Verlangen aufrichtig ist, kräftiger auf deine Seele wirke, als einstens der Schatten des Apostels PeTOTUNIN trus auf die Kranken wirkte, denen er die Gesundheit ertheilt Dial To hat; denn hier wirkt nicht der Schatten eines Apostels, sondern der Schatten des göttlichen Meisters aller Apostel. Der Herr, welcher alle Seelen zärtlich liebt, die in heiliger Sehnsucht nach ihm verlangen und nach seinem göttlichen Sakramente seufzen, das sie wirklicher Hindernisse wegen nicht empfangen renestinate and können, belohnt ihren guten Willen auf väterliche Weise, nimmt ihre Sehnsucht liebreich auf, und vereiniget sich mit ihnen in dieser geistlichen Kommunion, wenn auch nicht so innig wie im wirklichen Sakramente, doch auf eine Weise, welche ihr Herz wirksamer den Geschöpfen entlöset, und ihr Gemüth zu ihm erhebt; und sie empfangen darin, wenn sie sich anders durch wahres und eifriges Verlangen vorbereitet haben, eine Gnade, welche jener der heiligen Kommunion nahe kommt, und werden dadurch weit stärker, als zuvor, den Versuchungen zu widerstehen, und alle Trübsale und Prüfungen männlich zu FJEDERS SHO tragen. VI. Daher ist auch diese geistliche Kommunion, als ein uralter und höchst löblicher Gebrauch, von den heiligen Vätern und be sonders von dem heiligen Kirchenrathe von Trient allen Gläubigen als sehr heilsam empfohlen worden; und wunderbar ist, was wir deßhalb von mehreren Heiligen, besonders von dem heiligen Bonaventura und der heiligen Katharina von Siena Aspa Von der geistlichen Kommunion. E und andern lesen, deren flammende Liebe und Sehnsucht nach dem göttlichen Sakramente der Urheber desselben zuweilen auf wunderbare Weise belohnet hat.ull sanooi dan hat.sim GmnLovischij ni misid aun sinin dun yun NIMO? VII. 75 Auch ist diese Andachtsübung um so leichter, da sie zu jeder Zeit und an jedem Orte verrichtet werden kann. Ganz vorzüglich aber sollst du an jenen Tagen, wo du die heilige Kommunion nicht wirklich empfängst, während des heiligen Meßopfers mit dem Priester geistlicher Weise kommuniciren, was du sogar auch als krank, oder wenn du der heiligen Messe beizuwohnen rechtmäßig verhindert bist, zum großen Gewinne deiner Seele thun kannst, wenn du dich mit Herz und Gedanken in das unblutige Opfer einschließest, welches stets in der ganzen Christenheit dem ewigen Vater dargebracht wird. Auch die Zeit der Besuchung des allerheiligsten Altarssakramentes ist hierzu besonders geeignet. VIII. Es ist also die geistliche Kommunion eine sehr löbliche und gottgefällige Uebung, welche die heiligmachende Gnade, den Eifer und die Liebe vermehrt, wenn sonst dein Wille aufrichtig ist, und deine Seele mit Sehnsucht nach dem göttlichen Sakramente verlangt, und die wirkliche Kommunion nicht aus Trägheit und Lauigkeit unterläßt. Nur mußt du aber ja nicht glauben, daß du durch die geistliche Kommunion allein schon genug thuest, wenn du wirklich kommuniciren kannst! Dieß wäre Irrthum und Betrug, besonders, wenn du oft kommuniciren sollst, weil es deine Seele nöthig hat. Du mußt, wenn es seyn kann, die wirkliche Kommunion mit der geistlichen verbinden, um jene Gnaden zu empfangen, die du aus diesen beiden reichen Gnadenquellen schöpfen kannst. Die geistliche Kommunion wird dich zur wirklichen vorbereiten, und die wirkliche Kommunion wird alle jene Begierden und Wünsche erfüllen, die du bei der 76 3wölfte Unterhaltung. Von den Besuchungen geistlichen erweckt hast. So wirst du deiner Seele eine reiche Quelle von Gnaden eröffnen, von Gnaden, die für sie ein sicheres und kostbares Unterpfand der himmlischen Glorie werKomm nur, und trinke aus diesem Gnadenbrunnen! -- Al buk 1909), WE Di na 39 bisl of mu pirdot bank sjald pro Di md1301 na andst in die tie bila dru billier thin noin Zwölfte Unterhaltung. 113 doorged Von den Besuchungen des allerheiligstens share! ou end ni asinad Altarssakramentes. sustite nesting 150 urte bablog Jok 190 the sia buls not modi „ Orict 10īpadspund milf magion and risd D, wie groß ist doch die Liebe Jesu zu uns Menschenkindern! Nicht genug, daß er in diesem heiligen Sakramente unsere Seele mit seinem eigenen Fleische und Blute nährt, wohnt er auch Tag und Nacht bei uns, in unsern Kirchen und auf unsern Altären, und erneuert stets an uns den freundlichen Zuruf: Kommet zu mir, ihr Alle, die ihr mit Mühseligkeit und Arbeit beladen seyd, und ich will euch erquiden!" schilig sie du Jounds sinsin II. ibiu islatung any list kunig blir ni red Der himmlische König ruft; o, so höre! Er ladet dich ein; o, so komm! Er will dich suchen; o, so laß dich finden! Komm, und besuche diesen Herrn oft in diesem Geheimnisse seiner Liebe, und bete ihn an! 2nd pidion love fol III.Ift, achillsior sid,#cof Kommet zu mir, ihr Alle!" Wäre es nicht schon der klarste Beweis übergroßer Liebe, wenn dieser himmlische Herr und König Jene, die sich zu ihm und zu seinen Altären flüchten, nicht wegschaffte? oder wenn er ihnen nur er des allerheiligsten Altarssakramentes.8 laubte, vor sein Angesicht zu treten, und mit ihm in diesem heiligsten Geheimnisse zu reden? Allein er schließt das Uebermaaß seiner Liebe, die ihn ganz verzehrt, dadurch auf, daß er uns zuvorkommt, daß er uns ruft, und uns voll der zärtlichsten Freundschaft einladet: Kommet zu mir, ihr Alle, die ihr mit Mühseligkeit und Arbeit beladen seyd, und ich will euch erquicken!" An allen Tabernakeln stehen diese trostvollen Worte; under ladet Alle ein, ohne Jemand auszuschließen, ohne die Elenden zu verachten, ohne Jemand seine Hilfe zu entziehen. at high " 1 77 194 magadn mis dis mole IV. Ivichup hjugbi 11 or idem alle d eusdialdpady s Kommet zu mir, ihr Alle!" Wenn Menschen, da sie sich Freunde zum Umgange erwählen, und selbe zu sich einladen, unter den Geladenen einen Unterschied machen, so schließt Jesus Niemand aus, und macht keinen Unterschied; sondern PUI ASHLER 1150 11 wie er ehemals, da er noch sichtbar auf Erden wandelte, Gelehrte und Ungelehrte, Reiche und Arme, Hohe und Niedere, Gerechte und Sünder zu sich einlud, so spricht er noch immer aus den heiligen Tabernakeln: Kommet zu mir, ihr Alle!" Haben wir also wohl Ursache, von diesem so allgemein guten Herrn und Freund uns zu entfernen? Sollen wir nicht zu ihm hineilen, und ihn auf seinen Altären besuchen? Oder meinen wir, er kenne uns nicht? Scheint er nicht unter den Brodesgestalten zu winken, daß wir kommen sollen? Will er uns nicht mit unsern Namen nennen? Wir sind ja in seine Hände geschrieben; wir sind ja in sein Herz eingegraben. Thin 150910 In thanS Isin V. and ndre les du 19mnimic Oder meinest du, du seyest als ein so elender, niedriger, geringer Mensch nicht würdig, vor das Angesicht Jesu Christi, dieses himmlischen Königs, zu treten? Wenn du so denkst, so bist du der würdigste, zu ihm zu kommen, und die Segens, fülle aus seiner Hand zu nehmen. Sagt er nicht selbst: 78 Zwölfte Unterhaltung. Von den Besuchungen Kommet zu mir, ihr Alle!?" Alle, ohne die Elenden zu verachten? Ist dieser Herr auf dem Altare nicht der Arzt? Der Arzt aber ist nicht gekommen zu den Gesunden, sondern zu den Kranken; sie zu heilen. Ist er nicht der Lehrer der himmlischen Weisheit? Aber der Lehrer sucht, und will Unwissende bei sich haben, sie zu unterrichten. Ist Jesus nicht der Wegweiser? Dieser sucht die Irrenden, damit er ſte auf den königlichen Weg zurückführe. Ist er nicht der Herr der Macht und der Stärke? Dieser ruft die Schwachen und Erschöpften, damit er sie mit neuer Kraft belebe. Wirst du also wohl vom Besuche eines solchen Herrn wegen deinem Elende wegbleiben? Soll dich nicht eben dein Elend erinnern Soll dein und antreiben, eiligst vor seinem Altare mit allem deinem Elende zu erscheinen? Fürchtest du, verachtet zu werden, Jumaat da er Alle, die mit Mühseligkeit und Arbeit beladen sind, aus DI CHI der Herzensfülle rust? Fürchtest du, zur ungelegenen Zeit zu The kommen, da er uns immer einladet? Nie, nie kam ihm in feinem Leben ein Mensch, ein Elender zur unrechten Zeit. Kommen und helfen war Eines. Auch wir kommen immer zur rechMgi01900cc#p ten Zeit. 20 C $ 100510 VI. drupta dan mend „ Kommet zu mir, ihr Alle!" Niemand entzieht er seine Hilfe. Wir wünschen uns Hilfe, und Jesus ertheilt Hilfe; wir wollen Hilfe, und Jesus schenkt Hilfe; wir suchen Erquickung, und Jesus gibt Erquickung. Redet dafür nicht sein mankrant Leben, wo Wohlthat an Wohlthat sich reihet, sein Sterben, wodurch er uns zum Leben erweckt hat, sein Auferstehen, wodurch er uns den Himmel aufgeschloffen hat? Redet nicht sein Leben im Himmel und auf Erden, das er nur anwendet, uns beizustehen und bei Gott für uns zu bitten? isr 1913 no tog parter de hi VII. pi — - Casisid Rommet, ich will euch erquicken!" Nicht so mächtig erquickt ein sanfter Regen das matte Laub, wie ein des allerheiligsten Altarssakramentes. Wink, eine Gnade Jesu im heiligen Altarssakramente die ausgetrocknete, die durch Aengstlichkeiten entkräftete Seele erquickt. Jesus will nur erquicken, was schmachtet, nur suchen, was verirrt, nur selig machen, was verloren ist. Und da er uns so liebreich ruft, haben wir ihn gehört? da er uns so zärtlich einladet, sind wir zu ihm gekommen? da er uns so väterlich sucht, haben wir uns finden lassen? # 79 VIII. #kommet zu mir, ihr Alle, die ihr mit Mühseligkeit und Arbeit beladen seyd, und ich will euch erquicken!" Sünder sind es, Träge und Gerechte, welche Jesus einladet, um sie zu erquicken. Wie werden sie aber würdig zu ihm kommen, und Erquickung erhalten? Sie werden würdig, wenn der Sünder vom Bösen absteht, der Träge das Gute anfängt, der Gerechte in der Tugend fortschreitet. So wird hier Jesus dem Sünder Licht und Stärke, dem Trägen Eifer und Muth, dem Gerechten das Leben seines Lebens, den Geist seines Geistes geben. Und wie? werden wir nicht kommen, und ihn besuchen, da er uns so liebreich einladet: ,, Kommet zu mir, ihr Alle, die ihr mit Mühseligkeit und Arbeit beladen seyd, und ich will euch erquicken!?" signe imm subt ** s spinjo hagi hinchan IX. md, so komm denn, und besuche, und besuche oft deinen Gott und Herrn in dem heiligsten Sakramente! Hast du ein Anliegen, nimm zu ihm deine Zuflucht! Hast du ein Geschäft, komm und empfiehl ihm dasselbe! Hast du einen Zweifel, komm und frage ihn um Rath! Wirst du angefochten, komm und bitte ihn um Stärke! Leidest du innerliche oder äußerliche Trübsale, Kreuz, Widerwärtigkeiten, komm und suche bei ihm Trost und Hilfe! Auf der ganzen Welt wirst du keinen besseren Ort antreffen, wo du in allen Nöthen, Gefahren, 80 3wölfte Unterh. Vond. Besuchungen d. allerh. Altarssakramentes. Drangsalen geschwinder und leichter Alles erhalten kannst, was dir ersprießlich ist, als bei deinem Erlöser, der in diesem heiligsten Geheimnisse seinen Gnadenthron und den Wohnsit seiner liebevollsten Güte aufgeschlagen hat. Und wenn du Jesum liebest, wirst du nicht auch ohnedem gerne bei ihm seyn? wirst du nicht jeden Tag ihn besuchen? that hilisthe X. Aber wie sollst du diese gewöhnlichen Besuchungen vornehmen, und womit dich beschäftigen? disleili Erwecke Anfangs einen Act des Glaubens und der Anbetung, damit du dich in die Gegenwart Jefu stellen mögest, und mit Ehrfurcht, Liebe und Vertrauen erfüllt werdest! band Bitte Jesum um die Gnade, die Zeit, die du ihm vor seinem Altare widmen willst, heilig zuzubringen, und sie sowohl zu seiner Ehre als zu deinem Heile nüßlich anzuwenden! hon Vereinige dich dem Gemüthe und Herzen nach mit den heiligen Engeln, die bei dem heiligen Tabernakel, so zu reden, auf den Knieen liegen, und sich vor dem unbefleckten Lamme gleichsam in Nichts verabgründen! Die Vereinigung deiner Anbetung mit der ihrigen wird dieselbe angenehmer und verdienstlicher machen. 1951939 bus 11 Nun ist es Zeit, dich mit Jesus, mit Gott zu unterhalten. Fromme Seelen thun dieß auf mancherlei Weise. Einige erwecken vor ihm bald die Haupttugend- Acte; bald durchgehen sie nach und nach die Lebens- und Leidensgeschichte Jesu, oder sie betrachten ihn in seinen verschiedenen Eigenschaften und Titeln, oder sie stellen allerlei Erwägungen über Gegenstände der Gottseligkeit an, und dergleichen mehr. Mache hierbei allezeit gute Vorsäße und heilsame Entschließungen, und lege sie in das göttliche Herz Jesu! dieta siniding Verrichte auch jederzeit mit Andacht die geistliche Kommunion! Diese Zeit ist besonders dazu geeignet. Dreizehnte Unterh. Von d. Würde, Hoheit sc. b. h. Mesopfers. 81 11 larch Ende diese Andacht nie, ohne dich auch zu Maria zu wenden! Der heilige Bernhard sagt, daß dasjenige, was wir zum Lobe dieser Jungfrau vornehmen, eigentlich dem Sohne zukomme. Durch sie suchen wir auchy Zutritt bei ihm. Das Brod wird bei jeder Mahlzeit gebraucht; und die Andacht zu Maria kann sehr füglich bei jeder Verehrung ihres Jesu dienen. Ich sehe, das Kind ist nicht ohne Mutter, und die Mutter nicht ohne ihr Kind," sind wieder die Worte des nämlichen Heiligen.peni Che du weggehst, bitte um Verzeihung deiner Zerstreuungen und Nachlässigkeiten! Ueberdieß bitte deinen heiligen Engel, daß er da in deiner Abwesenheit deine Stelle vertreten, Jesum aber, daß er dein Herz, welches du gleichsam bei ihm zurücklaffest, bewahren, erleuchten, regieren, mit seiner Liebe entzünden, nach seinem Wohlgefallen gestalten, demselben seinen Geist, seine Gesinnungen und Grundsäße einflößen, und dir seinen heiligen Segen ertheilen wolle barnsinde mam voiy boloid sighlim da mi plotone, XI. gram Glückselig, wer den göttlichen Liebesgefangenen in dem heiligsten Sakramente oftmals auf solche Weise heimsucht! Dieser wird ihm Alles in Allem seyn. gmb 115 the damnunins, Boda( is) 1 1900 and 106 Dreizehnte Unterhaltung. BUCE UND Von der Würde, Hoheit und Vortrefflichkeit des er heiligen Meßopfers. ned to indi inte and and ministrid audio sujet mond ang du Dien heilige Messe ist das unblutige Opfer des neuen Bundes, das immerwährende Denkmal des blutigen Opfers, welches Jesus am Kreuze vollbracht hat. In den alten Zeiten wurden Gott, dem Herrn, Thiere geschlachtet, dadurch 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe 2c. 6 Dreizehnte Unterhaltung. Von der Würde, Hoheiting@ theils zu bekennen, daß der fündige Mensch des Todes schuldig wäre, theils vorzubilden, daß die Sünde einst durch den Tod Jesu Chrifti würde versöhnet werden. Nachdem aber der Heiland der Welt am Kreuze gestorben, und das Versöhnungsopfer für die Sünden der Welt entrichtet war, hörte das Opfer des alten Bundes auf; denn es war ja nur Vorbild des Kreuzopfers, und, da dieses wirklich vollbracht worden, nicht mehr nöthig. Anstatt der alten Opfer wurde nun ein neues eingesetzt, und zwar von unserm Gott und Herrn Jesus Christus selbst. Er opferte, wie der heilige Kirchenrath von Trient ſagt, bei dem letzten Abendmahle in der Nacht, da er überliefert ward, seinen Leib und sein Blut Gott, dem Vater, unter den Gestalten des Brodes und Weines, und übergab beide unter diesen Gestalten Jenen, die er damals zu Priestern des neuen Bundes verordnete, damit sie selbe nehmen, d. h., nicht nur genießen, sondern auch opfern sollten. Dieß thuet zu meinem Andenken!" so sprach er zu ihnen und zu ihren Nachfolgern im Priesterstande, d. i., entrichtet dieses Opfer zur Erinnerung und Erneuerung dessen, was ich für euch gethan und gelitten habe!. Mit recht glücklichem Ausdrucke nennt deßhalb der heilige Rupertus dieses Opfer das immerwährende Leichenbegängniß des Heilandes, indem wir uns dabei zugleich seines Todes erinnern, und Theil nehmen an dem Werthe seines Blutes. dest ទី ១៩ II. Ja! bei dem heiligen Mesopfer bekommen wir einen Antheil an dem Werthe des Blutes unsers Erlösers, oder, was das Nämliche ist, an dem ganzen Erbgute der Verdienste, die uns der Gottmensch, Jesus Christus, hinterlassen hat; denn, wohl gemerkt! die heilige Messe wird ein Opfer genannt, und zwar ein unblutiges Opfer. Sie wird ein Opfer genannt, weil in derselben Gott, dem Allmächtigen, der Leib und das Blut Jesu Christi auf dem Altare dargebracht wird. Es ist ટકોરો kathi a und Vortrefflichkeit des heiligen Mesopfers. in der heiligen Messe Alles zugegen, was zu einem wahren und eigentlichen Opfer erfordert wird, der recht berufene Briester, die Verwandlung oder Veränderung der Sache, welche geopfert wird, und der Opfertisch.. Sie, die heilige Messe, heißt ein unblutiges Opfer, weil in derselben kein Blut vergossen wird, wie am Kreuze geschehen ist. Jesus Christus stirbt nicht mehr wahrhaft und wirklich, da er von Todten auferstanden ist; es wird also bei Verrichtung der heiligen Messe der Tod, den er am Kreuze erlitten hat, nur vorgestellt. Indeß ist doch die heilige Messe ein eben so wahrhaftes Opfer, wie das des Kreuzes, indem hier in der heiligen Messe sich eben dasselbe Schlachtopfer findet, nämlich Jesus Christus, der dort am Kreuze gehangen ist. Ja! es wird nichts Geringeres geopfert, als der wahre Leib und das wahre Blut des Erlösers, die zweite Person in der Gottheit, in welcher die Fülle aller Gnaden wohnt, der vielgeliebte Sohn, an welchem der Vater im Himmel sein Wohlgefallen hat, der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seiner Natur, Jesus Christus, der Gottmensch, und mit ihm Alles, was er von dem ersten Augenblicke seiner Empfängniß im Leibe der Jungfrau mit den inbrünstigsten Anmuthungen und Seufzern seines Herzens verdienet,- Alles, was er von dem Eintritte in diese Welt als Kind und Knabe zu Bethlehem, in Egypten und nachmals zu Nazareth, wo er seinen Eltern unterthänig war, uns zu Lieb auf sich genommen, Alles, was er während seines Heiligsten Predigtamtes und bittersten Leidens gethan und ausges standen hat, alle seine Arbeiten, Gebete und Leiden,- Alles, was er immer für uns erworben und gesammelt hat, der ganze Schaß seiner Werke und Verdienste von unendlichem Werthe; dieß Alles, das Allerkostbarste, was je gewesen und noch wirklich zu finden ist, wird in der heiligen Messe Gott, dem Allerhöchsten, als Opfergabe dargebracht. O Gabe, deren Werth weder Menschen noch Engel erfassen können! O Opfer, wo dem großen Gott derjenige geschlachtet wird, der ihm der 6* 83 84 Dreizehnte Unterhaltung. Von der Würde, Hoheit göttlichen Natur nach ganz gleich ist, und mit ihm von Ewigkeit zu Ewigkeit herrscht! III. Budist a spilled sid Welches Opfer gegen jene Opfer, die dem Herrn des Himmels und der Erde im Gesetze der Natur entrichtet wurden! Man ließ die Erstlinge der Früchte im Rauche aufgehen, und legte auf den Altar nur etwas Weniges von dem hin, was Jenem, dem man es gab, ohnehin angehört.. Aber auch im alten Bunde brachte das auserwählte Volk dem Allerhöchsten nichts als Ochsen, Kälber, Lämmer, Rauchwerk, u. s. w., zum Opfer dar, allerlei Thiere, deren Blut, das man fließen ließ, die Gefühle der Religion an Tag legen, und die göttlichen Blicke vergnügen sollte. Was sagte Gott von diesen Schlachtopfern? Gott, der Herr über die ganze Welt und über Alles, was in derselben ist, Gott, dem die Ochsen und alle Thiere, welche tausendweise auf den Bergen weiden, ohnehin angehören, achtet diese Opfer nicht, weit entfernt, daß sie ein würdiger Gegenstand seines Wohlgefallens seyn sollten.„ An euch," d. i., an den Priestern des alten Bundes, habe ich kein Wohlgefallen mehr," spricht er durch seinen Propheten( Malach. 1, 10.); ich will auch keine Gabe von euren Händen annehmen. Mein Name ist groß unter den Völkern vom Aufgange der Sonne bis zum Niedergange; an jedem Orte wird geopfert, und meinem Namen ein reines Opfer dargebracht." Hierunter, sagen alle heiligen Väter, können die Opfer des alten Bundes, an denen Gott künftighin kein Wohlgefallen mehr haben wird, gar nicht verstanden werden; es ist also dieses reine, unbefleckte und heilige Opfer kein anderes, als das heilige Meßopfer, jenes allein würdige, jenes erhabenste Opfer der Religion, an welchem der göttliche Vater sein Wohlgefallen hat, und gegen welches alle anderen Opfer, Tugendwerke und Andachtsübungen den Glanz ihres Werthes verlieren, gleichwie die Sterne ihr Licht verlieren beim Schimmer der Sonne; und Vertrefflichkeit des heiligen Mesopfers.i denn in der heiligen Messe wird den Augen des ewigen Vaters dargestellt sein allerliebster Sohn mit dem Werthe aller seiner unendlichen Verdienste, die er gesammelt, aller seiner schweißvollen Bemühungen, die er uns Menschen zu Lieb auf sich genommen, aller seiner erhabenen Tugenden, der zärtlichsten Liebe, der Ergebenheit, des Gehorsams, der Ehrfürcht, die er gegen den göttlichen Vater bewiesen, aller seiner Bemühungen und aller bittersten Leiden, die er so geduldig ertragen, alles seines Blutes, das er so freigebig vergossen hatte; ein Opfer, dessen Größe eben so unendlich, als kostbar sein Werth und angenehm der Geruch der Lieblichkeit desselben im Angesichte des himmlischen Vaters ist, so, daß weder im Himmel noch auf Erden et was gefunden werden kann, das diesem herrlichen Opfer ähnlich wäre. Selbst der Himmel staunt, öffnet sich, wenn dieses Opfer geschlachtet wird, und läßt sich zur Zeit dieser heiligsten Religionsübung auf die Erde nieder; Engel, Erzengel, Mächte, Thronen, Herrschaften des höchsten Himmels machen sich auf, steigen auf die Erde herab, und umschweben den Altar als ehrfurchtsvolle Anbeter und Bewunderer des wundervollen Geheimnisses und Opfers, wo Gott einem Gott dargebracht wird, und zwar selbst von einem Gott. adə Jablou 85 Jolispod 1519 IV. A sovi Glauben wir nämlich ja nicht, daß ein uns gleicher Mensch, der Priester, den wir mit Augen sehen, der eigentliche Opfernde sey! Nein! der Gesalbte des Herrn, der Priester, der am Altare steht, ist nur der Diener Jesu Christi, für den er nur die Stelle zu vertreten, und dem er seine Hände, seinen Mund und seine Stimme zu leihen hat. Die Priester," sagt der heilige Johannes Chrysostomus,„ sind nur Diener und Stellvertreter." Der Oberpriester ist Christus selbst, das Oberhaupt der Kirche. Er, der beim letzten Abendmahle das Brod segnete, verwandelte, und sich selbst schlachtete, Er ist's, der opfert und geopfert wird; so reden alle übrigen Kirchenväter, Dreizehnte Unterhaltung. Von der Würde, Hoheit und sie reden nach dem Ausspruche des vierten lateranensischen Kirchenrathes, der sich über diesen Gegenstand also ausdrückt: " In der Kirche Gottes ist eben Jener der Opferpriester, der auch das Opfer ist." Noch deutlicher spricht der heilige Kirchenrath von Trient:„ Das Kreuzopfer und das Opfer der heiligen Messe ist ein und dasselbe Opfer; es opfert sich auch der Nämliche vermittelst der Priester, der sich am Kreuze geopfert hat." Jesus Christus ist von Gott, dem Vater, als Priester, und zwar als ewiger Priester nach der Ordnung Melchisedechs bestellt; jeder Hoherpriester aber, sagt der Apostel, opfert; darum ist er Priester. Reihen wir an diesen eben so gründlichen als zweckmäßigen Gedanken noch einen andern! Nach der vorhin berührten Weissagung des Propheten Malachias wird dem Namen des Herrn ein Opfer gebracht, welches ganz rein ist von Seite der Gabe und des Gebers, des Opfers und des Opfernden. Unsere Priester und Opfernden stehen, leider nicht immer ganz rein am Tische des Herrn; und doch sagt der heilige Kirchenrath von Trient: ,, Dieß ist jenes reine Opfer, das durch keine Unwürdigkeit oder Bosheit der Opferdiener befleckt werden kann." Warum? weil nicht ein Mensch Priester, sondern Jesus Christus selbst der eigentliche Opferpriester ist, der, wie der Apostel bezeugt, ganz heilig, unschuldig, unbefleckt, kein Sünder und über die Himmel erhaben ist, und der nicht, wie andere Priester, nöthig hat, täglich zuvor für seine und des Volkes Sünden zu opfern. Im alten Geseze, wo das Opfer in Thieren und irdischen Dingen unvollkommen war, durften auch die Opfernden unvollkommen seyn; nicht so im neuen Gesetze, wo Alles vollkommen rein und heilig ist, und wo die Würdigkeit des Opferpriesters mit der Würde und Hoheit des Opfers übereinstimmen muß. Ein Gott mensch soll der Opfernde seyn, wie ein Gottmensch das Opfer ist. Jesus Christus ist es also selbst, der sich, obgleich auf unsichtbare doch wahrhafte Weise, in dem heiligen Meßopfer seinem himmlischen Vater aufopfert. jag dun 110 86 - .busco und Vortrefflichkeit des heiligen Mesopfers. singi 87 VJ no Freuen wir uns also über dieses Opfer, welches uns die allervortrefflichste Religionshandlung des Gnadenbundes vor Augen stellt, wo lauter Geheimnisse, lauter Wunderwerke und die erhabensten Tugendübungen eines Gottmenschen vorkommen, wo der Sohn Gottes in den Händen der Priester, wie ehemals in dem Leibe der Jungfrau, neuerdings Mensch wird, indem er sich würdiget, täglich vom Himmel auf den Altar herab zu steigen, und das Nämliche zu thun, was er am Tage seiner Menschwerdung gethan hat; wo Gott die Welt so sehr liebt, daß er seinen eingebornen Sohn nicht nur einmal, sondern unzähligemal hingibt, und uns mit ihm Alles schenkt; wo Jesus Christus jenes unendlich kostbare Blut, das er während seines heiligsten Leidens und Sterbens vergossen hat, geistlicher Weise bis zum Ende der Welt fließen läßt, und sein Opfer fortsett; wo Alles vollkommen, Alles heilig, Alles so erhaben und erstaunenswürdig ist, daß die höchste Majestät im ganzen Umkreise der Welt nichts finden kann, was ihre göttlichen Eigenschaften so göttlich verkündigte, was die göttliche Ehre so förderte, als dieses vortreffliche Opfer, indem ihr ein Opfer dargebracht wird durch welches sie so viel geehret wird, als sie geehret zu werden verdient, indem ihr ein Rauchwerk angezündet wird, so edel, wie der Thron, zu dem es aufſteigt, indem ihr ein Anbeter vorgestellt wird, so groß, wie Gott, den er anbetet! Jesus ehret die Gottheit so hoch und vortrefflich, daß seiner Ehrerbietung nichts gleich kommt. Dieser geliebteste Sohn gibt sich als den Eingebornen dar, und betet die Macht seines himmlischen Vaters an. Er schlachtet sich unblutiger Weise für unsere Sünden, und betet deſsen unendliche Gerechtigkeit an. Er erniedriget sich unter den priesterlichen Händen, und betet dessen höchste Herrlichkeit an. Er, der einzige Gegenstand des höchsten väterlichen Wohlgefallens, opfert sich und verehrt alle göttlichen Vollkommenheiten in einem Grade, der keine Gränzen fennt. - 88 Dreizehnte Unterh. Von d. Würde, Hoheit zc. d. h. Meßopfers. VI. Wie sehr sollen wir nicht hochschäßen- jene Religionsübung, wo Gott einem Gott selbst von einem Gott geopfert wird! Wie sehr sollen wir nicht hochschäßzen jenes erste Andachtswerk, welches das Ziel und die Vollendung aller Opfer ist, die im Gefeße der Natur und des Moyses üblich waren, und die nur Kraft hatten und Gott gefielen, in so ferne sie dieses Opfer darstellten oder vorbedeuteten! Wie sehr sollen wir nicht hochschäßzen die Hauptpflicht der Religion und die vornehmste Uebung des Gottesdienstes, welche von den heiligen Vätern eine beständige Ausübung unserer Erlösung genannt wird, die Quelle aller Gnaden, das herrlichste Denkmal, welches die göttliche Güte auf Erden sich errichtet hat, eine Wohlthat, die alle übrigen in sich schließt, die erwünschliche Stunde, wo das Geschäft aller Geschäfte, das Glück Aller zusammen und eines Jeden insbesondere abgehandelt wird! Was sollen wir mehr achten, als eine Handlung, bei welcher die Himmel sich öffnen, die Engel dienen, und alles Göttliche mit dem Menschlichen vereinbaret wird; wo der Allmächtige sich vor dem Angesichte des Allmächtigen demüthiget, und ein geschlachteter Gott sich dem anbetungswürdigen Gott opfert; wo das Gut, welches sich da befindet, alle anderen Güter, die uns von Gott verliehen worden sind, durch seine Größe und vorzügliche Würde gleichsam verabgründet? duy thod of sido sidanla bu& Induo 19 dintre die ond mamtadspaid ad sin hidin#doofferdsilog ay tibaldi to sto unchliliamid, Sonia bol oid d se mid totod der dan alle sopituldu dit < shg med tun hispidi to tistpitbarschilde sing on tallire siped and ord dan modhés machi] pil. buslintspidol bilete mai båd and drinữnspold spienis 9. metodolop slobando dur, chil miga. - Kupaten Bansmisi sed adnat manis Von den Früchten und Wirkungen des heil. Mesopfers. 89 des Vierzehnte Unterhaltung. dvd coppe eind 110 spiars Von den Früchten und Wirkungen des heiligen Mesopfers. tisunnung indo upa 19fistikoaniye ogne, anise I. inol għdibunu 26737 in dis? md nin 191 lahomgalbo jamo R induled T interpearanchise gm obareu mdad Der Vater will geehret seyn, und ihm gebührt die Ehre. Bei dem Propheten Malachias fragt Gott selbst:„ Wenn ich der Vater bin, wo ist meine Ehre?" In dem heiligen Mesopfer empfängt Gott alle Ehre und Freude. Hier opfert sich dem Vater ein Sohn, der, da er die göttliche Gestalt hatte, es für keinen Raub hielt, Gott gleich zu seyn. Hier erniedriget sich der Sohn des Allerhöchsten freiwillig so sehr, daß er unter den geringen Brodesgestalten Gott im Namen aller Menschen anbetet, lobt, preiset und erhöhet. Hier geht in Erfüllung, was Jesus Christus von sich sagt:„ Ich ehre meinen Vater;" und glauben wir, daß dem Vater durch nichts mehr Ehre zugehe, als durch dieses allerheiligste Schlachtopfer, wo sich die Himmel von Neuem gleichsam öffnen, und die Stimme sich hören läßt: Dieser ist mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!" Hier wird der Vater selbst von seinem Sohne in Wahrheit angeWet Butel betet, und den Sohn beten bei seiner sakramentalischen Geburt alle seine Engel an, wie sie ihn auf Befehl des Vaters bei der Geburt nach dem Fleische angebetet hatten. Tausend der himmlischen Geister umschweben den Altar, und zehnmal tausend beugen vor Ehrfurcht ihr Angesicht in den Staub. Der heilige Geist überschattet den Priester, und von Neuem stellt er das große Wunder der Menschwerdung Gottes auf, das er im Leibe Mariä gewirkt hat. Seine unsichtbare und ganz unerfaßliche Majestät steigt vom Himmel herab, wie ste ehemals über die Opfer unsrer Väter herabstieg, und er, der Geist 74 11 90 Die Bierzehnte Unterhaltung. Von den Früchten ruft un der Liebe, verzehrt durch sein heiliges Feuer unsere Gaben. Er, der Schöpfer, der Geißt des der heiligmachende und Herrn, ewige Gott ist es, der bei dem heiligen Meßopfer durch seine Allmacht die Wesenheit des Brodes und Weines vernichtet, und in den Leib und das Blut Jesu Christi verwandelt. Komm, o Heiligmacher!" ruft und bittet der opfernde Priester, der deßhalb seine Augen gegen Himmel erhebt, seine Hände dahin ausstreckt, und mit schauendem Blicke dem unsichtbar kommenden göttlichen Geiste im Geiste entgegensteht, ehe er den Kelch und die Hostie mit dem Zeichen des Kreuzes segnet, „ komm, o Heiligmacher! o allmächtiger, ewiger Gott! segne dieses Opfer, das deinem heiligen Namen zubereitet ist!" Unendlich große Ehre geht demnach durch das heilige Meßopfer dem Vater, dem Sohne und dem heiligen Geiste, der ganzen göttlichen Dreieinigkeit zu. and no 194 0 ispriosin. ni idap 1918 12:00 39 dan bilI. idol jedno nchinile villa wilon Auch die lieben Auserwählten im Himmel nehmen Antheil an der Freude, welche das heilige Meßopfer verursacht, nicht als ob ihnen dieses Opfer entrichtet würde oder entrichtet werden dürfte,( denn jedes Opfer und um so viel mehr das heilige Mesopfer darf als wahre und eigentliche Anbetung Gottes nur Gott dargebracht werden,) sondern weil wir dabei der Heiligen gedenken, und sie um ihre Fürbitte anrufen, damit uns in Ansehung ihrer, deren Andenken wir auf Erden begehen, die Verdienste des Erlösers eher zugewendet werden. Innigst erfreut werden die Heiligen durch dieses Opfer, und keinen geringen Zuwachs bekommt ihre zufällige Glorie, welche ihnen von Seite der Menschen, die sie auf Erden verehren, zugeht, auch schon darum, daß man ihrer bei der Messe feierlich) gedenkt, daß man Gott für die Siege, die er ihnen über ihre Feinde verliehen, für die Verdienste, zu denen er ihnen geholfen, und für den Siß der Seligkeit, den er ihnen im Himmel angewiesen, und wo er sie auf ewig erfreuet ist und Wirkungen des heil. Mesopfers. hat, dankt daß man durch andächtige Anrufung ihrer Fürbitte bekennt, wie hoch sie bei Gott in Gnaden stehen und wie mächtig sie durch Gott geworden sind. 91 III. Und welche Ehre, welche Herzensfreude wird nicht dir zugehen, Königin der Heiligen und Mutter unsers Herrn! wenn du die geheimnisvolle Erneuerung jenes unendlich kostbaren Kreuzopfers siehst, welches du mit deinem göttlichen Sohne dem himmlischen Vater zum Heile der ganzen Welt entrichtet haft! Welche Freude für dich, zu sehen, wie dein Jeſus, der ehedem aus dir Fleisch angenommen hat, neuerdings in den Händen des Priesters Fleisch wird, wie er unblutiger Weise wieder leidet und sich opfert! zu sehen, wie er seinem Vater auf jene Wunden deutet, die er den Menschen zu Lieb am Kreuze empfangen hat, wie er mit der Stimme seines Blutes bittet, wie er um Gnade und Erbarmung fleht! zu sehen, wie dein Jesus bei diesem Opfer den Menschen wirklich in den Besiß seiner theuren Erlösung eintreten läßt, dessen er bei Entrichtung des blutigen Kreuzopfers fähig geworden ist!! Maria, die Mutter unsers Heilandes, sehnt sich nach nichts so sehr, als nach dem Heile der Menschen; sie wünscht nichts sehnlicher, als daß uns die Früchte der Erlösung reichlich zu Theil werden möchten. Alle ihre Wünsche und ihre ganze Freude sieht sie erfüllt in der heiligen Messe, wo wir, so oft wir zum Andenken Jesu Christi dieses Opfer darbringen, das Werk unsrer Erlösung erneuern; und unendlich vermehrt wird diese Freude, da sie steht, daß nebst dem Heile der Welt auch die Ehre Gottes, die ihr noch weit mehr am Herzen liegt, durch das Opfer der Messe am Herrlichsten befördert wird. Sie weiß und erkennt mehr als alle Engel und Heiligen, daß der Name Gottes durch dieses Opfer groß unter den Völkern ist, daß nach der Größe dieses unaussprechlichen Namens auch sein Lob über den ganzen Erdkreis verbreitet wird, daß nur 92 Vierzehnte Unterhaltung. Von den Früchten durch diese vortreffliche Religionsübung Gott nach Würde geehret und gelobt werde; und eben deßwegen ist die Freude Maria des heiligen Meßopfers wegen unendlich groß. githảm IV. Der ganze Himmel wird durch das heilige Mesopfer erfreuet; und wie? wir sollen ermangeln, dem Vater, der uns liebt, dem Sohne, der sich selbst für uns dargegeben hat, dem heiligen Geiste, dessen Gnade schon in der Taufe über uns ausgegossen wurde, den Engeln, die uns auf allen unsern Wegen bewahren, der Königin der Engel, unsrer beßten und liebsten Mutter, oftmals diese Ehre zu bezeigen, diese Freude zu machen? ( 190 chil dan dil rasion V. stul Viel vermag ferner überall und zu allen Zeiten das Gebet des Gerechten, wenn es mit Eifer, Demuth und Vertrauen verrichtet wird. Was wird nun jenes Gebet nicht vermögen, welches zur Zeit des Opfers der heiligen Messe über die Wolken hinaufsteigt, wo zu gleicher Zeit Jesus Christus die Stimme feines Blutes erhebt, wo er dem Vater, der ihm nichts abschlagen kann, auf seine Wunden deutet, wo er das Rufen seines durchbohrten Herzens in das Heiligthum der Erhörung gelangen läßt, wo er mit uns und für uns bittet, wo er die Thränen, mit denen er am Kreuze die Himmel erweicht hat, abermal geheimnißvoll für uns fließen läßt, wo er sich selbst zum Opfer bringt, und seinem himmlischen Vater Alles dasjenige vorstellt, was er für uns gethan und gelitten hat, auf daß der Vater in Ansehung seiner Verdienste uns erhören möge;- wo mit Jesus Christus auch alle Engel und Auserwählten Gottes für uns bitten, und mit vereinigtem Flehen dem Herzen des ewigen Vaters liebreiche Gewalt anthun; was wird ein solches Gebet des Gerechten nicht vermögen, mit welchem selbst ein Gottmensch, der auf - FO - - und Wirkungen des heil. Mesopfers. 11 dem Altare liegt, und so viele Engel, die den Altar umgeben, sich vereinigen, um mit Nachdruck für uns zu bitten und zu seufzen? Keine Menschenzunge," sagt der heilige Laurentius Justinianus, kann aussprechen, welche große Gaben und Gnaden aus dem heiligen Meßopfer entspringen." Wer die heilige Messe im Stande der Gnade andächtig hört, sammelt sich mehr Verdienste, als wenn er aus Liebe Gottes ein anderes überaus mühsames Werk verrichten würde. Nichts ist uns so nüßlich und dienlich, geistliche Reichthümer zu erlangen, als dieses heilige Opfer, mit welchem alle anderen, auch vornehmsten, Tugendübungen gar nicht in Vergleich kommen. Hier, wo von Seite des Schlachtopfers sowohl als von Seite des ewigen Priesters, der dieses Opfer auf dem Altare seinem himmlischen Vater schlachtet, Alles unendlich ist, ehren wir Gott auf eine Weise, wie ihn Himmel und Erde nie zu ehren vermochte, und nie zu ehren vermag. Hier geben wir Gott, was er von uns verlangt; wir bringen für seine Wohlthaten als Dankopfer dar - den wahren Gott selbst; und durch das Blut Jefu Chrifti, das wir opfern, und das eben so viel werth ist, als was wir bisher empfangen haben und noch ferner empfangen werden, stellen wir ihm, wie der heil. Johannes Chrysostomus ſagt, eben das zurück, was er uns gegeben hat. Wir bezahlen durch seinen eigenen Sohn Alles, und haben nicht zu fürchten, daß wir undankbar werden möchten. Wir erstatten einen Dank, der unsers Gottes allein würdig und seinen Gunstbezeigungen angemessen ist. Welches Wohlgefallen wird der himmlische Vater an dieser Religionsübung nicht haben, und welche Gnadenblicke wird sie uns nicht zuziehen! Mit welcher Zuversicht und Hoffnung werden wir, wenn uns das Gewissen keinen Vorwurf macht, in der heiligen Messe nicht bitten und flehen können, wo, wie schon erwähnt worden und nie genug erinnert werden. kann, Jesus Christus, der sich für uns opfert, selbst für uns bittet und unser Anliegen in seinem Namen dem himmlischen Vater vorträgt, dessen Herz allezeit für seinen Sohn mit Liebe 95 94 Bierzehnte Unterhaltung. Von den Früchten schlägt, und beim Anblicke eines so würdigen Fürbitters nicht unerweicht bleiben kann! Die Verdienste des Gottmenschen, unsers Schlachtopfers, werden gewissermassen die unsrigen, und durch sie werden wir fähig, Alles zu erlangen, was uns zur Seligkeit ersprießlich ist, Stärke wider so viele Versuchungen, Sieg über unsere wüthenden Leidenschaften, Trost in den Trübsalen dieses Lebens, Licht bei unsern Zweifeln, Gnade zur Beharrlichkeit im Guten, Segen auch in unsern leiblichen und zeitlichen Angelegenheiten, in so ferne sie zu unserm Heile gereichen. time o sin VI. ad atis Dieß zum Troste nicht nur der Gerechten, sondern auch der Sünder! Auch sie haben Theil an dem unblutigen Meßopfer, wie die Mörder des Gottmenschen aus dem blutigen Kreuzopfer Nußen schöpften. Als Jesus sich auf dem Kalvarienberge opferte, bekehrte sich der Mörder; der Hauptmann, welcher die Seite des Erlösers mit einer Lanze durchbohrt hatte, sagte öffentlich, dieser Gekreuzigte sey wahrhaft Gottes Sohn; viele Andere schlugen reuevoll an ihre Brust; selbst die gefühllose Erde bebte, der Vorhang im Tempel zerriß, und indeß sich hier die Felsen spalteten, öffneten sich dort die Gräber, und die Todten gingen in großer Anzahl aus denselben hervor und erstunden zum Leben. Eine Vorbedeutung, was in der Folge der Zeit geschehen würde, ein Sinnbild der unempfindlichen, felsenharten, verstockten und im Grabe der Laster schon modernden Sünder, die durch die wunderbare Kraft des Opfers der heiligen Messe heilsam erschüttert, von bitterer Rene gleichsam aufgelöset und aus dem Grabe ihres Elendes wieder zum Leben der Gnade erweckt werden. Das Kreuzopfer, welches Jesus Christus für das Heil der Welt auf dem Kalvarienberge entrichtet hat, war eigentlich und vorzüglich ein Versöhnungsopfer; und da in dem göttlichen Opfer, welches in der Messe entrichtet wird, eben jener Christus enthalten ist und unblutiger Weise stund Wirkungen des heil. Mesopfers.i geopfert wird, der sich selbst am Altare des Kreuzes blutiger Weise geopfert hat, so erklärte der heilige Kirchenrath von Trient, daß das heilige Mesopfer ebenfalls wahrhaft ein Versöhnungsopfer sey, und daß wir dadurch Barmherzigkeit und Gnade bei Gott finden, wenn wir mit aufrichtigem und rechtem Herzen zu ihm hintreten, indem durch die Darbringung desselben der Herr besänftiget wird, uns die Gnade und Gabe der Buße mittheilt, und uns auch die allergrößten Sünden nachläßt. Das heilige Mesopfer und das Opfer am Kreuze ist nämlich ein und dasselbe Opfer; es ist Einer und eben Derselbe, der sich jetzt durch die Priester opfert, und der damals sich selbst am Kreuze geopfert hat. Wie also das Opfer des Kreuzes eine Versöhnung für unsere Sünden war, so ist auch das Opfer der Messe eine Versöhnung. Ja! die eigentliche Wirkung des Mesopfers, sagt der heilige Thomas von Aquin, besteht darin, daß Gott dadurch versöhnet wird, daß die Sünde dadurch zwar nicht unmittelbar nachgelassen wird, was nur durch das Sakrament der Buße geschieht, sondern daß der Sünder selbst durch das Opfer der Messe, dem er andächtig beiwohnt, die Hilfe der kräftigen Gnade erlangt, seine Sünden herzlich zu bereuen und wahre Buße zu wirken. Um dieses fleht in der Messe die Kirche, die in ihren Gebeten so oft um Erbarmung und Verschonung anhält; um dieses flehen die Engel und Heiligen, die ihre Bitten mit der Andacht der Kirche vereinigen; um dieses fleht selbst derjenige, der in diese Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen, und der sich in der Messe als Schlachtopfer hingibt, der alle seine Wunden rufen läßt, die ihm der Sünden wegen geschlagen worden sind. Dieser," sagt der Apostel von Christus dem Herrn, ist die Versöhnung für unsere Sünden; aber ja nicht nur für unsere Sünden, sondern auch für die Sünden der ganzen Welt." Daß Gott seinen gerechten Zorn noch nie völlig über die Welt ergossen, daß er nicht von Neuem Feuer vom Himmel geschleudert, daß er die Wuth des Meeres zurückgehalten, daß er so 11 95 96 Vierzehnte Unterhaltung. Von den Früchten viele Ruchlose nicht gleich nach ihrer Missethat zur Strafe ges zogen, sondern ihnen noch Zeit zur Buße und Besserung langmüthig verliehen hat, diese Gnade und Erbarmung haben wir dem kostbaren Versöhnungsopfer zu verdanken, das in der heiligen Messe entrichtet und als Vermittlung zwischen der göttlichen Gerechtigkeit und der sündigen Welt aufgestellt wird. Jesus Christus, der da auf eine geheimnisvolle Weise stirbt, damit der Sünder ewig leben möge, er selbst ist das Versöhnungsopfer für die Sünden aller Menschen, der, wie geschrieben steht, alle Menschen aus allen Stämmen, Sprachen, Völkern, Nationen erlöset hat, das Schlachtopfer, welches den erzürnten Gott entwaffnet, und dessen Blut einen Strich durch alle unsere Schulden macht. Der Herr sieht auf das Angesicht seines Gesalbten, der sich für unsere Missethaten dargibt; und legt unser schwaches Vertrauen auf Gott, unsere geringe Andacht und Mitwirkung nichts in den Weg, daß uns die Verdienste des blutigen Kreuzopfers vermittelst dieses unblutigen Opfers zugewendet werden, so können wir uns bei Anhörung einer heiligen Messe eben so von allen Strafschulden befreien, wie von allen Sünden reinigen. VII. O mein Gott! wie troftreich ist nicht diese Wahrheit! Wohin wir uns immer wenden, sehen wir nichts als Thorheiten, Unordnungen und Ausschweifungen, Sünden in Gedanken und Begierden, Sünden der Zunge, des Thuns und der Unterlassung, unzählige Sünden, große Sünden, die sich mit unsern Jahren vermehren und gleich einer entseßlichen Last über unserm Haupte liegen. Wehe uns der Sünden wegen! Nahen wir aber mit aufrichtigem Herzen und rechtem Glauben, mit Furcht und Ehrerbietung, zerknirscht und bußfertig dem Opfer der heiligen Messe, so bürgt uns der klare Ausspruch der unfehlbaren Kirche, daß wir von Gott Barmherzigkeit er1 und Wirkungen des heil. Meßopfers. langen, und Gnade finden zur Zeit, wo wir der Hilfe bedürfen. Die Früchte des blutigen Kreuzopfers werden uns im Ueberflusse zu Theil. Der reiche Schaß der unendlichen Verdienste Jesu Christi öffnet sich uns, und wir können so viel daraus nehmen, daß wir alle unsere Schulden abzuführen im Stande sind. In dem heiligen Mesopfer ist derjenige das Versöhnungsopfer selbst, in welchem alle Fülle der Gottheit wohnt, d. i. die ganze vollkommene Gottheit, welche in der Person des Wortes wesentlich mit dem Leibe und mit der Seele Jesu Chrifti vereiniget ist; und dieser Jesus löscht mit seinem Blute, welches er in der Messe geheimnißvoll vergießt, das Urtheil unsrer Verwerfung aus, und heftet es, so zu sagen, an's Kreuz. Also wohl ein kostbares Opfer, und um so mehr, da nach der Lehre der heiligen Väter vermöge der andächtigen Anhörung der heiligen Messe dem Sünder auch die Strafen, welche er wegen den schon verziehenen Sünden noch auszustehen hätte, entweder ganz oder doch zum Theile erlassen werden! de sig motlotion ip si shje er is siar mundo, supe ni dis? nedlained VIII. 97 Ach! warum treten wir nun nicht mit Vertrauen zu dem aufgerichteten Gnadenthrone hin, auf daß wir, wir mögen Gerechte oder Sünder seyn, Gnade und Barmherzigkeit erlangen? Warum tragen wir bei dem heiligen Meßopfer, dieser gelegensten Zeit, von Gott Hilfe und Heil zu erlangen, diesem Gott alles Trostes unsere Nöthen und Anliegen nicht vor? Wissen wir nicht, daß Jesus, welchen sein Vater allezeit erhört, mit und für uns bittet? Wissen wir nicht, daß so vieles Rufen der Verdienste Jesu und seiner Engel und Heiligen in das Heiligthum der Erhörung gelangen muß? Sind wir von der Liebe desjenigen nicht überzeugt, der unser wegen vom Himmel herabgekommen ist, und sein Leben für uns am Kreuze geopfert hat? Wo können wir mit größerer Zuversicht anklopfen, als eben dort, wo Jesus die Reichthümer seiner Liebe gleichsam verschwendet? wo er uns selbst zuruft: Kommet Alle zu mir, 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 7 98 Vierzehnte Unterhaltung. Von den Früchten die ihr mühselig und beladen seyd, und ich will euch erquicken! Bittet, und ihr werdet empfangen; suchet, und ihr werdet finden; klopfet an, und es wird euch aufgethan! Jeder, der bittet, empfängt. ( Wer Durst hat, der komme zu mir, und schöpfe mit Freude aus den Brunnen des Heilandes!") Hier öffnet er seine Hände, und gibt uns bis zum Ueberfluße; hier werden wir durch ihn in allen Stücken, in allen Gattungen Gaben und Wohlthaten bereichert; hier wird er unser Liebesgefangener, zu dem wir mit größter Zuversicht sagen können:„ Ich entlasse dich nicht, du habest mich denn in Gnaden angesehen und in Allem liebevoll geſegnet!" 2 vibir qutu IX. di mapitionen Noch mehr! Das Haupt hat Einfluß auf alle Glieder, nothi die mit ihm Einen Leib ausmachen. Nach der Lehre des Apostels gestalten wir Christen sittlicher Weise nur einen und denselben Leib in Jesus Christus, wie bei uns viele Glieder nur einen einzigen Körper ausmachen, und von dem Haupte Einfluß und Leben erhalten, so lange sie mit dem Körper vereiniget bleiben. Eben so verhält es sich mit dem sittlichen Leibe, mit der Kirche. Die Glieder dieses Leibes, die Gläubigen, werden von dem Einflusse ihres göttlichen Hauptes, Jesus Christus, beseelet, und nach Maaßgabe ihrer guten Beschaffenheit von dem Schage des ganzen Leibes, der Kirche, welcher aus den Verdiensten des Erlösers und seiner Heiligen besteht, bez reichert, so lange sie mit andern Rechtgläubigen durch die Liebe in Christus vereiniget, und Mitglieder eines und desselben mystischen Leibes sind. Die Seclen, welche im Gnadenstande durch den Tod von ihrem Leibe getrennt, und ihrer noch an klebenden Makel wegen in den Reinigungsort, in das Fegfeuer, verwiesen wurden, sind deßhalb auch nicht geschieden von jenem mystischen Leibe der Kirche, und ihrem Schaße. Sie sind die Heiligen der leidenden Kirche, welche durch die Liebe. a da vas ugumbi« E sodijo mi minipilial 099 und Wirkungen des heil. Meßopfers. Jesu Christo angehören, und an dem Schatze seiner Kirche eben so Antheil nehmen, wie jene Rebzweige an dem Einflusse jenes Weinstockes, mit dessen Wurzel und Hauptstamme sie noch vereiniget sind. spillsa 998 mi didis) asd indst schri X. Hieraus folgt, daß Jenen, die im Stande der Gnade aus dieser in die andere Welt hinübergegangen sind, die aber, nicht vollkommen gereiniget, ihre Strafschulden noch unter der Hand der göttlichen Gerechtigkeit abzuzahlen haben, geholfen werden könne, wenn für ihre ewige Ruhe das heilige Meßopfer verrichtet, und Gott der unendliche Werth desselben bittweise dargeboten wird. Es dringt also die Kraft dieses unendlich fostbaren Opfers auch bis in die Tiefe des Fegfeuers, wo die bedrängten Christen in den Finsternissen sißen und schreckliche Qual leiden. Ja! der heilige Kirchenrath von Trient sagt, daß den Seelen, welche im Reinigungsorte aufbehalten sind, hauptsächlich durch das angenehme Opfer des Altars geholfen werden könne. Eben so spricht der heilige Thomas von Aquin: „ Es ist kein einziges anderes Opfer, wodurch den Seelen im Fegfeuer so bald Erlösung verschafft wird, als eben das Opfer der heiligen Messe." Nach nichts sehnen sich diese leidenden Seelen so sehr, als nach dem Blute dessen, der für sie am Kreuze gestorben und in jeder Messe das Versöhnungsopfer ist, welches die Sünden der Welt hinwegnimmt. Sie, die armen Bedrängten, wissen, daß jene Wunden und Thränen, auf welche Jesus Christus in der heiligen Messe seinem himmlischen Vater deutet, die Waffen der Gnade ihres Gottes sind, die sie in die Freiheit übersetzen, und daß der himmlische Vater die Stimme seines Sohnes, der mit der Kirche für seine verwiesenen Freunde bittet, nicht unerhört lassen kann.. Heilsam ist's, wenn man für die Verstorbenen betet; denn das Gebet ist der Schlüssel zum Himmel. Heilsam ist's, wenn man für die Verstorbenen seine Hand öffnet, und Almosen in den Schooß Bierzehnte Unterhaltung. Von den Früchten 2c. der Armen legt. Heilsam ist's, wenn man für die Verstorbenen fastet und Bußwerke verrichtet, indem sie dem gerechten Gott die Geißel seines Zornes aus den Händen winden. Allein die durch den heiligen Geist vollkommen unterrichtete katholische Kirche lehrt, daß den leidenden Seelen im Fegfeuer vorzüglich durch das angenehme Opfer des Altars geholfen werden könne. Nichts kann die Gluth dieses fürchterlichen Reinigungsortes besser auslöschen, als das Blut Jesu Christi, welches geheimnißvoll von dem Altare über diese brennenden Schlachtopfer der göttlichen Gerechtigkeit fließt, und statt des Lösegeldes für die armen Gefangenen von demjenigen selbst erlegt wird, an welchem der himmlische Vater sein Wohlgefallen hat.„ Sein Blut komme über uns, und reinige uns von den noch übrigen Makeln unsrer Sünden!" rufen und seufzen diese bedrängten Seelen. 100 par XI. seban spilled sed& insistira Wohlan, christliche Seele! so bringe oft mit Andacht für die leidenden Seelen des Fegfeuers dieses angenehme Opfer dar, und gieße aus über sie das Blut des Lammes, welches ihrer wegen am Kreuze getödtet worden ist! Sende während dieses heiligsten Opfers um ihre Erlösung deine Seufzer zum Himmel! Sie werden, da schon das bloße Gedächtnißgebet den Verstorbenen unsäglichen Trost verschafft, um so eher bei dem Throne aller Erbarmungen Eingang finden, indem mit ihnen ein unendlicher Mittler seine Bitte vereiniget. ah and Fünfzehnte Unterh. Von der Art und Weise ic. 101 itina is di Fünfzehnte Unterhaltung. Von der Art und Weise, dem heiligen Meßopfer mit Andacht beizuwohnen. 26. 9893 I. Dem Gnadenthrone nahet man mit gutem Erfolge, wenn man ihm zu nahen weiß, wie es sich geziemt. Gewiß und ausgemacht ist es, daß wir dem heiligen Mesopfer, wo die Quelle alles Guten für uns entspringt, ohne großen Vortheil nicht beiwohnen werden, wenn wir uns dabei mit gebührender Andacht einfinden. Wir werden, wie bereits gesagt, bei Anhörung dieses heiligsten Opfers Barmherzigkeit erlangen, und Gnade finden zur Zeit, wo wir der Hilfe bedürfen, wenn wir anders mit aufrichtigem Herzen und rechtem Glauben, mit Furcht und Ehrerbietung, zerknirscht und bußfertig Gott nahen, - wenn wir diesem heiligsten, wahrhaft göttlichen, schreckensund geheimnißvollen Opfer, dem nämlichen, durch welches wir einst mit Gott, dem Vater, versöhnet worden sind, und das nun Christus täglich durch die Hände der Priester auf den Altären für uns darbringt, mit der möglichsten Reinheit des Herzens, mit gesammeltem Gemüthe, mit feurigster Andacht beiwohnen; denn, wie der heilige Thomas sagt, gleichwie das Leiden Christi seine Wirkung nur an Jenen äußert, die sich mit demselben durch den Glauben und durch die Liebe vereinigen, so wirkt auch dieses Denkmal seines Leidens"( das Jesus Christus eben deßwegen bis zu seiner zweiten Ankunft immer zu er neuern geboten hat), nur bei Jenen, die sich mit diesem Sakramente durch den Glauben und durch die Liebe vereinigen;" und zwar werden wir an dem unendlichen Werthe des heiligen Meßopfers Theil haben- nach dem Maaße unsrer Andacht. 19 102 Fünfzehnte Unterhaltung. Von der Art und Weise, II. Wer Gott nahen und ein aufrichtiger Verehrer Gottes seyn will, der muß glauben, sagt Apostel; und dieß läßt sich besonders auf das heilige Meßopfer anwenden, dessen große Geheimnisse nur durch das Licht des Glaubens erkannt und 900 verstanden werden. Um den verstanden werden. Um den Geist der inneren Andacht in uns. rege zu machen, müssen wir uns von dem Glauben sagen lassen, daß die heilige Messe, welcher wir beiwohnen, jenes große Opfer sey, wodurch das blutige Opfer des Kreuzes erneuert wird, und daß sich Jesus Christus daselbst noch immer für uns, wiewohl auf eine unblutige und geheimnisvolle Weise. dem himmlischen Vater aufopfere, daß der nämliche Sohn Gottes geschlachtet, das nämliche Opfer dargebracht werde. Wer der heiligen Messe mit heiliger Seelenstimmung nahen, und andächtig seyn will, der muß glauben, und sich alles das auf dem Altare vorstellen, was er auf dem Kalvarienberge würde gesehen und gehört haben. Er muß glauben, und beim Hingange zu diesem heiligsten Opfer nichts anderes denken, als daß er wirklich die Schädelstätte besteige, und den Gottmenschen vor seinen Augen bluten sehe. Er muß glauben, und sich lebhaft vorstellen, daß er sehe, wie Jesus seine Arme ausstrecke, ihn zu umfangen, wie er sein Haupt neige, ihn zu küssen, wie er aus seinen Augen Thränen fließen, und seine Seite, jenes Thor des Lebens, eröffnen lasse, ihn darin zu schützen. Er muß glauben, und gleichsam fühlen, daß er mit jenem Blute besprißt werde, das ein Gottmensch für uns vergossen und zur Tilgung unsers Schuldbriefes gebraucht hat, den er zerriß und als öffentliches Siegeszeichen an's Kreuz heftete. Ja! der lebendige Glaube an die Wahrheiten dieses höchsten Geheimnisses, das auf den Altären verrichtet wird, dieser Glaube, der macht, daß wir, da wir im Begriffe sind, in die heilige Messe zu gehen, zu uns selbst sagen:„ Ich begebe mich nun zu dem Opfer des Todes des Sohnes Gottes, zu dem nämlichen Opfer, das außer der Stadt Jerusalem am Kreuze vollbracht - Anterta dem h. Mesopfer mit Andacht beizuwohnen.8, worden ist, zu dem nämlichen Opfer, das am Charfreitage Himmel und Erde mit einander versöhnet hat, zu dem nämlichen Opfer, wo nach dem Ausdrucke des Apostels der menschgewordene Gott seine freie Einwilligung gab, zerstört und vernichtet zu werden, zu einem Opfer, bei dem nicht im Bilde oder Gleichnisse, sondern wirklich das Schlachtopfer, das dargebracht wird, Gott selbst ist, eben derjenige Herr und Gott, dem Alles dienet, und den mit mir alle Engel anbeten, dieser Glaube, der uns so denken lehrt, ist der Grund der Vorbereitung und inneren Andacht, womit wir dem heiligen Meßopfer nahen müssen.de girdi anchlag get - 103 - III. Und in welcher Absicht? In dieser, daß vor Allem der Vater im Sohne geehret und verherrlichet werde, dem es nur um die Ehre seines Vaters und um das Heil der Menschen zu thun war, als er dieses Denkmal der Liebe hinterließ. In jener allerheiligsten Meinung und Absicht sollen wir Gott dieses Opfer darbringen, in welcher Jesus Christus es eingesetzt und die Entrichtung desselben verlangt hat, und womit es die Kirche durch die Hände ihrer Sachwalter aufopfern läßt, zu dem Ziel und Ende, 1) damit man Gott, dem Allmächtigen, die höchste Ehre und die göttliche Anbetung erzeige, die ihm gebühren; 2) damit man sich mitleidig erinnere, was Jefus für uns gethan und bis zum Tode des Kreuzes so liebevoll gelitten hat; 3) damit man der Gerechtigkeit Gottes durch das Blut des unbefleckten Lammes, welches am Kreuze geflossen ist und in der Messe auf's Neue geopfert wird, eben dieselbe völlige Genugthuung abstatte, welche der leidende und sterbende Gott mensch durch seinen Tod am Kreuze ihr abgestattet hat; 4) da mit man dem himmlischen Bater, der uns immer in seiner Barmherzigkeit mit Wohlthaten krönt, für Alles, was wir von seiner gütigsten Hand empfangen haben, für unzählige Gutthaten und unermessene Gnaden durch seinen liebsten Sohn 104 Fünfzehnte Unterhaltung. Von der Art und Weise, danke; 5) endlich, damit man in Kraft der fürbittenden Verdienste des Erlösers, der sich als Schlachtopfer hingibt, von Gott Hilfe in den geistlichen und leiblichen Bedürfnissen erlange, und für Lebendige und Abgestorbene Barmherzigkeit erflehe.- Dieß ist die allgemeine Meinung bei der heiligen Messe. Indeß darf man nach dem Triebe seiner Andacht nebst derselben auch noch eine einzelne besondere Meinung machen, die in der obigen begriffen ist. the time and dismid bol mod, ustus, ban 130 IV. GIPS Mit welchen Anmuthungen aber sollen wir allen Handlungen dieses heiligen Opfers folgen? Der Wind weht, wo er will, und der heilige Geist wirkt in einer andächtigen Seele, wie es ihm beliebt. Daher die verschiedenen heiligen Beschäftigungen während dieses göttlichen Opfers. Willst du, christliche Seele! insbesondere dem Priester am Altare folgen, so beobachte Folgendes: Sieh! der Priester unten an den Stufen des Altars neigt sich zur Erde, um mit Verdemüthigungen und Bußübungen das Opfer anzufangen. Folge seinem Beispiele! Er ist in dieser Stellung ein Bild Adams, welcher nach begangenem Ungehorsam aus dem irdischen Paradiese vertrieben wurde, und das Muster, nach welchem sich der fündige Mensch, Adams Abkömmling, richten muß.. Er steht etwas entfernt von dem heiligen Opfertische; und dadurch zeigt er, daß er sich nicht würdig schäße, ein so schreckliches Opfer zu entrichten. Er verbeugt sich tief; und hierdurch stellt er Jesum Christum vor, wie er im Delgarten auf sein heiliges Angesicht fiel, und auf der Erde liegend mit den Sünden aller Menschen beladen war, für die er seinen Vater bat, als er am Fuße des Del= berges das Opfer des Kreuzes anfing. Er schlägt reuevoll an seine Brust; und dadurch bekennt er sich öffentlich als einen, vor Gott und seinen Heiligen sehr schuldigen, Sünder, und fleht diese eben darum an, daß sie für ihn bei Gott bitten wollen. Ist etwas geeigneter, als diese Vorstellung, uns große dem h. Mesopfer mit Andacht beizuwohnen. Beschämung und heftige Reue über unsere Sünden einzuflößen? Sind noch andere Beweggründe nothwendig, uns die Kunstgriffe der christlichen Demuth, die Nachahmung des Zöllners zu empfehlen, der von ferne stund, und eben dadurch Gott bewog, sich ihm zu nahen? der sich nicht getraute, die Augen zum Himmel zu erheben, und eben hierdurch die gnädigen Blicke des Herrn auf sich zog? der sich als Sünder erkannte und bekannte, und eben deßwegen von Gott durch ein heimliches Zeugniß von seiner Versöhnung getröstet ward? Wer muß nicht bekennen, und zwar vor Gott und dem ganzen Himmel, daß er nur gar zu oft und zu sehr in Gedanken, Worten und Werken gesündiget habe? Und war dieß nicht seine eigene, seine Schuld feine Schuld- seine größte Schuld? Demüthige dich denn vor des Herrn Angesicht, und bekenne mit bitterstem Schmerz deine Sünden! Das gedemüthigte und zerknirschte Herz verwirft Gott nicht. Bitte, der allmächtige und barmherzige Gott wolle dir wegen der bittersten Zerknirschung seines blutschwißenden Sohnes vollkommene Nachlassung und Verzeihung aller deiner Sünden ertheilen! Bitte:„ O Gott, du wirst dich zu mir wenden, und ich werde mich in dir erfreuen. Herr! laß mir Barmherzigkeit angedeihen, und gib mir dein Heil! Herr! ich bitte dich, nimm meine Sünden von mir hinweg; ich bitte dich durch die Verdienste deiner Heiligen, du wollest mir alle meine Sünden verzeihen." Bitte und wiederhole mit dem Priester das Kyrie Eleison, d. h.: Herr! erbarme dich! Erweiche aber die heiligste Dreieinigkeit über dein Elend vielmehr durch starkes als vieles Rufen, durch ein Rufen, das eben so stark seyn soll, wie jenes des Blinden zu Jericho, eben so beständig, wie jenes des kananäischen Weibes, so demüthig, wie jenes der zehn Aussäßigen, so inbrünstig, wie jenes so vieler Gläubigen, die der Herr erhörte, als sie zu ihm riefen! piss dispu2 bid som fond omdheni mailsgunesid him in pi f 105 106 Fünfzehnte Unterhaltung. Von der Art und Weiſe, Embonis minu V.mil spid drot pusmd bied Betet der Priester das Gloria, so stelle dir die Freude Derer vor, die sich bei der Gefangennehmung des Sohnes Gottes unter Jene stellten, die, wie die Schrift sagt, sich freuen, wenn sie Böses gethan haben, und über die schlimmsten Thaten frohlocken, deren Wege verkehrt, und deren Schritte ehrlos sind! Bemitleide innigst den gefangenen Jesus, der wegen der Hoffnung Israels gefesselt wurde! O wie gerne sollst du die zeitlichen Bande der Mühseligkeiten dieses Lebens ertragen, die dich vor den Banden der ewigen Gefangenschaft sicher stellen, wenn du durch deine Geduld die Verheißungen zum Lohne erhältst! Lobe und danke Gott, wenn er seine Gerechtigkeit hiernieden befriediget, damit er dich jenseits verschonen kann! Ehre sey Gott in der Höhe! ROO - VI. in no jauna mo asi Wendet sich der Priester zum Volke, und betet er jetzt auf der Epistel-, jetzt auf der Evangelien- Seite, so stelle dir vor, wie der arme Jesus von einem Richterstuhle zum andern geschleppt, wie er von den Männern, die ihn hielten, verspottet, geschlagen und wider alle Gesetze der Gerechtigkeit eigenmächtig mißhandelt werde, wie man ihn in vielen Stücken anklage, und wie er zu Allem schweige, so, daß selbst sein Richter sich verwundert! Danke deinem Erlöser, daß er für dich so Vieles leiden, und dir durch sein Stillschweigen so mächtig zu Herzen reden wollte! Wenn dich die Welt hasset, so wisse, daß sie deinen Herrn und Gott vor dir gehaffet hat!.. Welcher Trost für mich, wenn ich mit dir leide, o mein Jesu! und welche Ehre, wenn ich bei gewissen Bezüchtigungen, wo mein Herz rein ist, durch unüberwindliche Sanftmuth und durch mein Stillschweigen zeige, daß ich dir nachfolge, und daß mein Benehmen höher, als bloß menschlich, ist. Im Christenthume darf man die Tugend zeigen. „ Ich schäme mich des Evangeliums nicht." Bitte um diesen geistlichen und christlichen Entschluß! dem h. Mesopfer mit Andacht beizuwohnen. nottoon indis itd VII. our time the Qaber Deckt der Priester den Kelch ab, und macht er die Aufopferung, die der erste Haupttheil der heiligen Messe ist, so stelle dir vor, mit welcher Schmach und Grausamkeit der keuscheste Jesus aller seiner Kleider entblößt, und sowohl unter den schrecklichen Geißelstreichen, die ihn zerfleischten, als unter den Dornen, die schmerzlich sein heiliges Haupt verwundeten, zu einem Manne der Schmerzen aufgestellt wurde, an welchem selbst seine Feinde die Gestalt eines Menschen nicht mehr erkennen konnten! .. Hier nehmen die Geheimnisse den Anfang, und Jesus ermüdet unter der Last seiner Leiden. Aber wie bereit ist sein Herz zu dem Opfer, das er seinem himmlischen Vater zu entrichten beginnt! Er bietet den Rücken den Geißeln dar, neigt das Haupt zu den Dornen, umfängt das Kreuz, und trägt ſelbst das Holz, wie der gute Isaak, auf seiner Schulter zu dem Orte, wo er sich für uns dargeben und schlachten will. Gehen auch wir hin und sterben wir mit ihm! Wir werden diesem Opfer nicht würdig beiwohnen, wenn wir uns nicht selbst als Schlachtopfer darstellen und mit dem ersten Schlachtopfer, mit Christus, geist-. licherweise schlachten und opfern. Die Hauptandachtsübung bei der heiligen Messe besteht immer darin, daß wir uns mit dem Priester, der im Namen aller Gegenwärtigen zu Gott redet und handelt, vereinigen, und uns selbst durch und mit Christus und mit der ganzen Kirche zum Opfer bringen. Wann aber werden wir in der Andacht so weit kommen? Wann werden wir nach) dem Beispiele unsers Erlösers bereit seyn, ganz nach dem Willen des himmlischen Vaters zu leben, Alles mit Geduld von seiner Hand anzunehmen, uns für ihn ganz und ohne Ausnahme zu opfern, die Begierden des Fleisches und eigenen Willens durch die Abtödtung zu ersticken, und den göttlichen Fügungen uns in Allem zu unterwerfen? Was wird unser Opfer seyn gegen das Opfer, welches der Gottmensch für uns dargebracht hat? Er mußte abgewaschen werden mit der erschrecklichen Taufe des Blutes, und wie sehr war er im Gedränge, bis sie vollbracht 107 - 108 Fünfzehnte Unterhaltung. Von der Art und Weise, war! O mein Jesu! was uns von deinem Leiden geoffenbaret ist, ist nur ein kleiner Theil dessen, was du uns verborgen hast. Dein betrübtes Geheimniß bleibt bei dir. ad id nisiyo juon 541 daaraj and inceleme VIII. " 1 Kommt der Priester zur Wandlung, die der zweite Haupttheil der heiligen Messe ist, so stelle dir vor, wie Jesus Christus vor deinen Augen am Kreuze erhöhet ist, und aus seinen heiligsten Wunden häufiges Blut vergießt! Bete ihn mit der Demuth seiner neben dem Kreuze stehenden Mutter in tiefster Ehrfurcht an, und bitte mit dem bußfertigen Mörder, welcher mit Jesus gekreuziget ward: Herr! gedenke meiner!" oder vielmehr mit David, jenem alttestamentischen Mörder des Urias: Der Sünden meiner Jugend und meiner vielfachen Uebertretungen gedenke nicht!" Schlage an deine Brust, und bekenne in Demuth des Herzens, daß deine Sünden an dem Tode Jesu Christi Schuld sind! Seufze und flehe: Sey mir Sünder gnädig! Sey mir barmherzig! Verstoß' mich nicht auf ewig, der ich so vieles Leiden und Blut gekostet habe!" Gieße alsdann eben jenes kostbare Blut über deine arme Seele und über die leidenden Seelen im Fegfeuer, dir zum Heile, ihnen zur Erquickung! Laß dein Herz mit dem Lichte des Glaubens erleuchten, und sammle im Geiste der Andacht das vom Kreuze fließende Blut auf, um deine Seele und die Seelen jener Bedrängten mit demselben zu reinigen! Hefte nach der Wandlung deine Augen auf den gekreuzigten Heiland, und flehe zu ihm, daß auch er seine Augen zu dir wenden, und deine äußerste Noth ansehen wolle, besonders in jener betrübten Stunde, wo du auf deinem Sterbebette liegen und um deine ganze Ewigkeit ringen wirst! Erinnere ihn seiner Verlaffenheit am Kreuze, und dringe in ihn, daß er dich dort nicht verlassen möge, wo dich Alles verlassen, und wo der verlassene Mensch keinen Trost mehr haben wird, als an dem Bildnisse des Ge" 1 dem h. Mesopfer mit Audacht beizuwohnen. kreuzigten, welches man den Sterbenden in die Hände zu geben pflegt! Denke in jeder Messe an den Tod deines Heilandes, und deinen Tod mit dem seinigen vereinigend sprich und seufze mit ihm: ,, Vater! in deine Hände empfehle ich meinen Geist!" Hier ist er wohl versorgt. IX. 109 10 Bei der Kommunion des Priesters, die der dritte Haupttheil der heiligen Messe ist, stelle dir vor, wie der heiligste Leichnam Jesu Christi vom Kreuze abgenommen, und in das Grab gelegt wird! Erwecke die hizigste Begierde und verlange von ganzem Herzen, Jesum Christum eben so zu empfangen, wie ihn der Priester wirklich empfängt! Glaube dem Worte, das uns und sich selbst nicht betrügen kann, dem Worte, welches uns sagt, daß das Sakrament des Altars sein Leib ist! Bete an, was unter den Gestalten verborgen ist; seufze bitter über deine Sünden, die dich unwürdig machen, den großen Gott wirklich zu empfangen; demüthige dich vor dem Angesichte des Herrn; wünsche und verlange, Jesum Christum wenigstens geistlicher Weise zu empfangen! Bitte und flehe, daß er mit der Fülle seiner Gnade zu dir kommen, und mit dir nach seiner Barmherzigkeit handeln wolle! Vereinige dich sodann im Herzen mit Jesus Christus, und erwecke solche Anmuthungen der Anbetung, des Glaubens, der Liebe, Bewunderung und Dankbarkeit, als wenn du selbst die heilige Hostie aus den Händen des Priesters empfingest! So wirst du das Glück haben, daß das allerheiligste Altarsgeheimniß in dir nicht nur als Opfer, sondern auch als Sakrament wirke; so wirst du an dem heiligen Opfer eher Theil haben. X. Aber auch äußere Andacht wird erfordert. Mußte Vorbild und Schatten in Ehren gehalten werden, was verdient nicht Licht und Wahrheit? Habet Ehrfurcht vor meinem Heilig 110 Fünfzehnte Unterhaltung. Von der Art und Weise, thume! sprach Gott zu den Juden schon damals, wo ste bloß der Stiftshütte naheten; und welche Ehrerbietung forderte er nicht bei ihren Opfern? Er selbst bereitete sie durch Anordnung von allerlei Gebeten, Ceremonien, Gebräuchen und Reinigungen sorgfältig dazu vor. Was hatten sie aber bei ihren Feierlichkeiten Anderes, als nur die Schatten und Bilder von dem Opfer des neuen Bundes? Was sollen wir nicht thun, da wir dieſes Opfer wirklich feiern? Ruft uns nicht der Ort, wo wir opfern, so wie das Opfer, welches wir darbringen, zu: , Habet Ehrfurcht!?" XI. God Welcher heilige Schauder soll uns nicht überfallen, wenn wir an den Ort kommen, wo das heilige Meßopfer gefeiert wird! Wir befinden uns da an einem Orte, welcher mit vielen Ceremonien und Gebeten Gott, dem Herrn, auf eine besondere Weise eingeweiht und geheiliget ist; an einem Orte, wo. Gott, der Herr, öffentlich zugegen ist, wo er wahrhaft seine Burg und Wohnung aufgerichtet hat, wo der göttliche Vater während des heiligsten Opfers sich auf seinem Throne befindet, wo Jesus Christus sogleich nach den Einsegnungsworten, die der Priester ausspricht, mit seiner ganzen Gottheit und Menschheit in die Hostie kommt, wo nicht minder auch der heilige Geist, der diese Wunder wirkt, sich wirklich einfindet, wo die ganze Dreieinigkeit in den Personen mit der heiligsten Religionshandlung erfreut und verherrlichet wird, womit die Kirche Gott einem Gott schlachtet und opfert. Wie ehrwürdig ist nicht dieser Ort, wo die Engel sich einfinden, und auf ihrem Angesichte liegend anbeten! Wie ehrwürdig ist nicht dieser Ort, das Haus Gottes und die Pforte des Himmels! XII. durc Auch das Opfer, welches auf den Altar gelegt wird, die Andachtsübung und der ganze Gegenstand unsrer Religions 411 dem H. Meßopfer mit Andacht beizuwohnen. handlung, welche an diesem Orte vorgenommen wird, flößt Ehrerbietung ein. Das Opfer der heiligen Messe wird von der Kirche das erschreckliche Opfer genannt. Und fürwahr! erschrecklich ist es, wenn man sehen muß, wie strenge die Forderungen der erzürnten Gerechtigkeit sind, wie Abraham nach seinem Isaak langt, um aus ihm ein Opfer zu machen, wie der Vater seines eigenen Sohnes nicht schonet, sondern ihn für uns alle dargibt, und zwar zum schmählichsten Kreuzestode, wie der unschuldige Jesus zum vollkommensten Ersaße aller Unehre, zur Tilgung der Schulden und zur Abbüßung der. Strafen an einem Schandholze im Angesichte der Welt unter den grausamsten Qualen stirbt, damit der schuldige Mensch, der Sünder, ewig lebe. Erschrecklich ist es, wenn man einen Blick auf jenes Opfer zurückwirft, welches ehedem auf dem Kalvarienberge an dem Sohne Gottes vollbracht wurde, der durch seinen bittersten Tod der Gerechtigkeit Gottes genugthun, und den erzürnten Himmel mit der Erde aussöhnen mußte. Gott Gott ein Fluch für uns! Wohl schreckliches Geheimniß! Und dieses macht bei jeder heiligen Messe unsre Beschäftigung aus, wo bei der Wandlung der Kreuzestod Jesu Chrifti erneuert, das nämliche Blut auf's Neue geopfert und somit eben dieselbe Genugthuung zur völligen Aussöhnung annoch abgestattet wird. Welche Ehrfurcht, welche Andacht und Aufmerksamkeit sollte man während dieses schrecklichen Opfers in unsrer äußerlichen Stellung gewahren! Der am Kreuze für Alle gestorben ist, stirbt jetzt für uns insbesondere; und der auf dem Altare des Kreuzes durch sein heiligstes Blut die Sündenschulden ausge löscht hat, theilt jetzt die Kraft und Macht desselben unter Jene aus, die diesem unblutigen Opfer mit Furcht und Ehrerbietung als wahre Büßer nahen. Mit welcher Eingezogenheit und Demuth sollen wir uns da einfinden! Wie verhält sich ein Missethäter, der vor den Füßen der Gerechtigkeit um erbarmungsvolle Nachlassung fleht?.. Wie verhält sich ein Unterthan, der seinem höchsten Gebieter die schul 112 Fünfzehnte Unterhaltung. Von der Art und Weise zc. dige Huldigung entrichtet, für unaussprechliche Gnaden dankbar seyn will, und um neue Gunstbezeigungen zu bitten gedenkt? Wie verhält er sich nicht, wenn er sich vor seinem Könige befindet, dem er die Huldigung leisten soll? Durch welche ehrerbietige und äußerliche Dankeszeichen legt er eben seine Dankesgefühle nicht an Tag! Wie sittsam und demüthig reicht er nicht seine Bittschrift dar! Ueberlegen wir wohl, was uns der Glaube lehrt, daß die heilige Messe, wie schon gesagt, zugleich ein Opfer der Huldigung gegen den höchsten Gebieter. des Himmels und der Erde ist, ein Dankopfer für so viele tausend bereits empfangene Wohlthaten, und endlich ein Bittopfer, wo der Gegenstand keine Gränzen fennt! Mit welcher Zucht und Sittsamkeit sollen wir unsre Anbetung und Verehrung dem großen Gott darbringen, mit welchem Dankgefühle den ewigen Wohlthäter preisen, mit welcher Stellung des Leibes vor seinem Gnadenthrone um seine geneigten Blicke flehen! Kann Gott ein anderer Dienst wohlgefallen? follot bonn 900 110 is which wide to in schilmon and bohid duardia no doare quella hintais sld wil ontgilis d ud alw: 140 pliulion pisid, s em chlag i min neid ardour la prisided A la Indikis ad aur hot nallo) diume doit tieduspor od mig and 200 300 is bij 1134 #ishit Zweite Abtheilung. Andachts- Uebungen vor oder zu dem allerheiligsten Altarssakramente. Zwickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 8 aprujord@ 9 ՌԵՒՏ vorport pc tumorinlarning mogilises Jad mpra bildi mobiiliumid quid nobod now tifsinste snied snord haud duplis, nismd fest tips nie nedspris Mis pilised jim minél nd fimo odsi spiors amat fisdsil fisⒸmapilied med dun miell med no timon dundsil bid basdai2 da mode ord omisd mu ognis.schloor, then mallo tiste hid ond dan Erster Abschnittsid soe bi spund spasdormd simtomogradisten dun@ nipit al me Morgen und Abend: Andachten. 50 dan orda dua duniani gligi osjan golfo d P will i ignis Gewöhnliche Morgen- Andacht. amgang oun this and mind beschut most aid ban sinc Vorerinnerung. a di dempie Christliche Seele! dein Erlöser ist nicht nur Einmal am Kreuze für dich ein Schlachtopfer geworden; er wird es noch täglich am Altare. Seinem wirklichen, so wie auch seinem geheimnißvollen Tode verdankest du deine Auferweckung vom Sündentode zum Leben der Gnade, insnis dun mA) Wenn du demnach Morgens erwachest, so bezeichne dich unverzüglich, in dankbarer Erinnerung dessen, mit dem heiligen Kreuze, und sprich hernach: 15, Hochgelobt und gebenebeit sey das allerheiligste Saframent des Altars! Jeßt und allezeit und durch alle Ewigkeit! Amen!' on Jordnored Jan 100 med 100 aus deinem Bette, und nachdem du dich mit Ehrbarkeit angekleidet hast, verrichte entweder ver dem allerheiligsten Altarssaframente, oder wenn dieses nicht thunlich ist, wenigstens im Geiste zu dem hochwürdigsten Gute in deiner Pfarrkirche gewendet( dieß gilt auch von allen folgenden Andachts- Uebungen), nachfolgende Morgen- Andacht! 1 wenn du = i siup ang Begrüßung. 1574674 and danism dndda Sey zu tausendmal von mir gegrüßt, o mein süßester und aller Liebe würdigster Jesu, der du in einem unzugänglichen Lichte wohnest, und hier in deinem Sakramente, wie auf dem 8* 116 Gewöhnliche Morgen- Andacht. Throne deiner Majestät, von der Schaar deiner himmlischen Geister umgeben bist! Gegrüßt seyst du, mein Heiland! durch jene ewige Liebe, womit der Vater mit dem heiligen Geiste dich liebt, und womit du den Vater und den heiligen Geist liebest! Anbetung und Liebesact. Mit allen Engeln, welche rings um deinen Thron stehen, beuge ich vor dir mein Angesicht in den Staub, und bete dich in tiefster Demuth an, verborgener Gott unter den Brodesgestalten! indem ich rufe: Lob, und Verherrlichung, und Weisheit, und Dank, und Ehre, und macht, und Kraft sey unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigfeit! Amen!" Jesu! meine Liebe! mit flammender Liebe verlangt mein Herz nach dir. Komm, suche es heim, du, den ich aus ganzem Herzen und über Alles liebe! a spus Inneri un 20 60 mid she still Danksagung. melho ais bid 803075 hd Gebenedeitestes Herz meines Jesu, aus welchem, als gleichsam aus einem honigströmenden Gnadenbrunnen bisher alles Gute und alle Süßigkeit geflossen ist, und wirklich noch fließt! innigster Dank sey dir für alle Wohlthaten, die du mir bisher erwiesen, und besonders auch dafür, daß du mich diese Nacht vor dem Würge- Engel bewahret, und anstatt meiner- Gott ohne Aufhören gepriesen hast! Süßer CISSE das ist deine Gnade; ich bin qua hat mich erquickt, und apply aus den Finsternissen an's Licht gekommen, und stehe wieder von Neuem als Arbeiter in deinem Weinberge, und das ist deine Gnade;- ich danke dire podul pri samsploj Aufopferung und gute Meinung. - Gott! mein Gott! du getreuester Liebhaber meines Herzens! dir bringe ich mein Herz, aller unordentlichen Liebe entlöset, zum Geschenke dar, und lege es als ein Früh- Brandopfer zu deinen Füßen hin. Alles, was ich heute denken, Gewöhnliche Morgen- Andacht. reden, thun oder leiden werde, opfere ich dir auf- zu deiner Ehre und Verherrlichung, in Vereinigung mit deinen unendlichen Verdiensten, und mit den Verdiensten deiner jungfräulichen Mutter und aller Heiligen, mit der Meinung und Begierde, dadurch auch aller Ablässe und Verdienste deiner Kirche theilhaftig zu werden. sindsil si Reue und Vorsaß. Herr! wie schmerzt es mich aus Liebe zu dir, daß ich dich jemals beleidiget habe! Aber ich nehme mir kräftig vor, nicht nur heute, sondern für allezeit alle Sünden zu fliehen und zu meiden, dich nimmermehr zu beleidigen.( Hier mache einen besonderen Vorsaß, jenen Fehler zu meiden, den du am Deftesten zu begehen pflegest!) Ich will ganz nach deine ganz nach deinem heiligen Willen leben, und besonders, wie du, in Allem sanftmüthig und geduldig, und gegen Alle gut in allem im Geiste stets gesammelt bleiben, und einzig dein Holky heiliges Wohlgefallen suchen. Qu seyn, anyan - — 117 - Bitte. Segne, o Herr! meine Vorsäße! Erbarme dich meiner, du, in dem allein die Hoffnung meines Heiles ruht! Sey mein Arm des Morgens, und mein Heil in der Zeit der Trübsal! Ja, o Gott! merke auf meine Hilfe, und um deines Namens willen leite du selbst jene Seele, die in deinen Händen ist, damit ich heute in Allem nach deiner Gerechtigkeit lebe, und deinen heiligen Willen auf's Vollkommenste erfülle! spillid d silog sind ug iginiit roll slutt plaster chi dan 900 mil u Maria. dinaniur) ta 31 9 a ria, HN dÍ Ở sinh Auch dich, große Gottesmutter! unbefleckte und heiligste Jungfrau Maria! auch dich grüße und verehre ich, die du nach Gott die ganze Grundfeste meiner Hoffnung bist. Mutter des ewigen Lichtes! Jene, die dich frühe suchen, finden dich. Sieh!! zu dir erhebe ich meine Seele, und werfe mich mit kindlicher Zuversicht in deine Arme. Würdige dich, o Frau! o Mutter Besondere Morgen- Andacht und Jungfrau! Alles, was ich heute denke, rede, thue und leide, deinem und meinem Gott in Vereinigung mit den unendlichen Verdiensten deines Sohnes aufzuopfern, und mir die Gnade zu erflehen, daß ich meine Vorsätze bewerkstellige, und in Allem den Willen meines Gottes erfülle! Zu diesem Ende segne mich! Dieß, liebste Mutter! bitte ich.disarg ghifodlisdi 118 id thi andsid esi2 aug him dram) ser langage an siet 10% PUTA TINE smdat die 15012 sandglajsled aloumi Besondere Morgen- Andacht an Kommuniontagen.n unich wiem Im Namen Gottes, des Vaters, und des Sohnes, und des heiligen Geistes! Amen! to Ich bete dich an, o allerheiligste Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, der du mich aus Nichts zu deinem Ebenbilde erschaffen, als ich verloren war, mich so wunderbar erlöset, und in 130 11,491 meiner Seele das Verlangen erweckt hast, sich heute mit dir, faces espilled ihrem Gott und Herrn, zu vereinigen. Preis und Anbetung sey dir, o mein göttlicher Erlöser, Jesu Christe, der du mich in dieser Nacht behütet, in deiner großen Barmherzigkeit meiner gedacht hast, und mich zu deinem königlichen Gastmahle berufest! O! komm mir mit deiner göttlichen Gnade zuvor; reinige und bereite mein Herz zu deiner Wohnung; versenke alle meine Sünden in das tiefe Meer deiner ewigen Erbarmungen, daß ihrer hinfür nicht mehr gedacht werde; und heilige alle meine Gedanken, Worte und Werke, auf daß ich würdig werde, die Quelle aller Reinigkeit, zu deiner göttlichen Ehre und zum Heile meiner Seele, zu empfangen! sipilis dar stboljadustest shop his buk den Hi giả thì" mis faIm 62. bup Cornitreii HC bed D Gott! mein Gott! zu dir wache ich vom frühen Morgenlichte; nach dir durftet meine Seele, und mein Fleisch vergeht' in Verlangen nach dieser she snim bi dedas rid us Sieh!! wie in einem öden, unwegsamen und unbewäfferten an Kommuniontagen. Lande erscheine ich vor dir in deinem Heiligthume, damit ich deine Macht und deine Glorie sehe. isisigillolis@ spli Denn deine Barmherzigkeit ist besser, als tausend Leben; dich, o Herr! sollen meine Lippen preisen.nl d Lobpreisen will ich dich in meinem Leben, und in deinem Namen will ich meine Hände erheben. o ning nje Erfüllt und wohlgenährt soll meine Seele werden von der wunderbaren Speise deines Tisches, und mit jubelnden Lippen foll mein Mund dich loben. odion@ udo nd wh 119 Sieh, ich gedachte deiner auf meiner Liegerstätte; am frühen Morgen erhebe ich meine Betrachtung zu dir; denn du, o Herr! bist mein Helfer.smigini od 1910 Und frohlockend will ich aufjauchzen unter dem Schatten deiner Flügel; meine Seele ist an dir gehangen, und deine Rechte hat mich aufgenommen. Die Feinde meiner Seele aber ergrimmten vergeblich; fruchtlos war ihr Bemühen, sie zu suchen; fort zur Hölle müssen sie fliehen, und ewige Schmach wird ihr Antheil seyn. Ich aber will in Gott, meinem Heilande, mich erfreuen. Selig Alle, die in ihm sich rühmen; verstummen sollen alle Lästerzungen, die Böses wider sie aussprechen. Ehre sey Gott, dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste; wie es war im Anfange, ſo jetzt und zu ewigen Zeiten! Amen! Vater unser. Ave Maria und den Glauben.lee a. Litanei vom süßen Namen Jesus. Herr! erbarme dich unser! Christe! erbarme dich unser! he childredger# Jipe istighfardel n wie wijbission# 2 timed@ ist piisar# Herr! erbarme dich unser! Gott Vater vom Himmel! Erbarme dich unser!@ Gott Sohn, Erlöser der Welt! Erbarme dich unser! 120 Besondere Morgen- Andacht. Gott, heiliger Geiſt, mis aid to thi niste 202 Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott, mind dan hal ind O Jesu, du Sohn des lebendigen Gottes, sindande O Jesu, du Glanz der Herrlichkeit des Vaters, O Jesu, du Reinigkeit des ewigen Lichtes, O Jesu, du starker Gott, O Jesu, du König der Glorie, insgldour dun i O Jesu, du Sonne der Gerechtigkeit, is the mindst mér O Jesu, du Sohn Davids, msdal bid due mis oj WO hid do sie sals i ha rotnie O Jesu, du Sohn der Jungfrau Maria, O Jesu, du Quelle aller Vollkommenheit, O Jesu, du Vater der künftigen Welt, O Jesu, du Engel des großen Rathes, Du allerheiligster Jeſu, Du allmächtiger Jesu, Du stärkster Jesu, Du vollkommenster Jesu, Du glorreichster Jesu, Du barmherzigster Jeſu, Du wunderthätiger Jeſu, Du süßester Jesu, Du holdseligster Jeſu, O Jesu, heller als die Sonne, O Jesu, lieblicher als der Mond, O Jesu, glänzender als die Sterne, Du wunderbarlicher Jesu, Du lobwürdigster Jeſu, Du trostreichster Jesu, Du demüthigster Jeſu, Du ärmster Jesu, Du weisefter Jesu, Du gehorsamster Jesu, Du keuschester Jesu, dia sud O Jesu, du Liebhaber der Reinigkeit, 3u] mov 191 12/0 n$ 1@ Hansgli mgr tole sid maried top) and do by Erbarme dich unser! jau did agen donde P inn did andsch moo m 1030 dan Kommuniontagen. O Jesu, du Gott des Friedens, etisse pithing br O Jesu, du Urheber des Lebens, sessering on e O Jesu, unsere Liebe, O Jesu, du Spiegel des Lebens, O Jesu, du Eiferer der Seelen, some llamo no O Jesu, unsere Zuflucht, sed hagmulacho del O Jesu, du Vater der Armen, die gang med Jo& O Jesu, du Tröster der Betrübten, sollte si O Jesu, du Schatz der Gläubigen, O Jesu, du kostbares Kleinod, mind gamisando sono O Jesu, du Vorbild aller Tugenden, mais qui sed O Jesu, du Stern des Meeres, Jesu, du wahres Licht, O Jesu, du ewige Weisheit, O Jesu, du unendliche Güte, D Jesu, du Erlöser der Welt, O Jesu, du Mittler zwischen Gott und den Menschen, d O Jesu, du guter Hirt, Du mildester Jesu, Du geliebtester Jeſu, Du huldreichster Jeſu, Du ersehntester Jeſu, Du sanftmüthigster Jeſu, O Jesu, du getreuester Liebhaber, O Jesu, du Geliebter unsrer Seelen, O Jesu, du Freude der Engel, O Jesu, du König der Patriarchen, D. Jesu, du Erleuchter der Propheten, O Jesu, du Meister der Apostel, O Jesu, du Lehrer der Evangelisten, O Jesu, du Stärke der Martyrer, D Jesu, du Licht der Bekenner, iad rallo stidur? D Jesu, du Bräutigam der Jungfrauen, D Jesu, du Krone aller Heiligen! 121 un doR mind uret 10 Erbarme dich unser! RO Besondere Morgen- Andacht. nd Sey uns gnädig; verschone uns, o Jesu! upt d Sey uns gnädig; erhöre, o Jesu! dll upe a Von allen Gefahren, Von aller Sünde, 122 Von deinem Zorne, m indus Von den Nachstellungen des Teufels, the Von der Pest, dem Hunger und dem Kriege, Vom Geiste der Unlauterfeit, sidin id 3 ud a Von dem ewigen Tode, spiduilo ndo nd Von der Uebertretung deiner Gebote, smejot nd i Von der Verachtung deiner Einsprechungen, donde C Von allem Uebel, fe and at ud a Durch das Geheimniß deiner heiligen Menschwerdung, Durch deine Ankunft, Durch deine Geburt, Durch deine Beschneidung, het nad ni ndu Durch deine süße Kindheit, no mbion ninhữnd ui Durch dein ganz göttliches Leben, Durch alle deine innerlichen und äußerlichen Leiden, saling Durch deine Todesangst, Durch alle Schmach und Lästerungen, die du erlitten haft, Durch deine grausame Geißlung, 3 Erlöse uns, o Herr! g900 sidsid Durch deine schmerzliche Krönung, uhé sigldtimijn n Durch deine schwere Verlassung am Kreuze, Durch deinen Tod und dein Begräbniß, Durch deine glorreiche Auferstehung, Durch deine wunderbare Himmelfahrt, Durch deine Freuden, rd stund angol n d pino, ad nihasir ada a Durch deine ewige Glorie im Himmel, dus Durch die Fürbitte deiner süßesten Mutter, der Jungfrau a Maria, du C a a G Durch die Fürbitte aller deiner Heiligen, nd bind O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Verschone uns, o Jesu! islo sneri ad up Q an Kommuniontagen. O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erhöre uns, o Jesu! iniz siniu sid nt thin. O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erbarme dich unser, o Jesu! dur not Jesu, höre uns! msdim nd poems tisipidung allo Jesu, erhöre uns! assigns du fodsl offismapilisd Issur tilptor Herr, erbarme dich unser! Christe, erbarme dich unser! Herr, erbarme dith unser! Vater unser 2c. V. Preise meine Seele den Herrn; R. Und all mein Inneres lobe seinen heiligen Namen! V. Der Name des Herrn sey gebenedeit! R. Von nun an bis in Ewigkeit. 123 Will and di uË Idmall sie n ing Gebet. O Gott, der du den glorreichen Namen deines eingebornen Sohnes, unsers Herrn Jesu Chrifti, zur unaussprechlichen Lieblichkeit deiner Gläubigen und zum furchtbarsten Schrecken der bösen Geister erhoben hast! wir bitten dich, verleihe, daß Alle, die wir diesen süßen Namen Jesus auf Erden andächtig verehren, im Laufe unsrer Pilgerschaft der Süßigkeit heiligen Trostes uns erfreuen, in jenem Leben aber zum Jubel der endlosen Freude und Seligkeit gelangen, durch denselben Jeſum Christum, unsern Herrn! Amen! advi? ensinit ese me O liebreichster Jesu! laß mich die Kraft und unüberwind= liche Süßigkeit deines heiligen Namens im Innersten meiner Seele erfahren, und ergieße alle wunderbaren Eigenschaften desselben, die ich in dieser süßen Litanei andächtig angerufen habe, gleich eben so vielen Strahlen deines göttlichen Lichtes in meine Seele, daß ich, dadurch gereiniget und erleuchtet, eine würdige Wohnung werde, worin du, mein Gott! eingehest! Dir, o mein göttlicher Erlöser! übergebe ich diese Seele. D!! leite und begleite ste zu deinem göttlichen Gastmahle! theile tim aschiser 1012 124 Besondere Morgen- Andacht. mir barmherzig das hochzeitliche Kleid der Liebe mit, damit ich nicht in die äußerste Finsterniß verstoßen werde, sondern daß mein Herz auf dem Wege dahin erglühe, und ich dich, meinen Gott und Herrn, am Brodbrechen wahrhaft erkenne und in aller Freudigkeit empfange, der du mit dem Vater und dem heiligen Geiste lebeft und regierest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! traju bid amundssoijad sinn( Bid strandis jus at shou st 53 salsan spistik Y B dalt A nism se Y da Lobgesang. napilise mantsi edol 8 Flieg' auf, o Herz! in deines Jesu Lichte, Zu ihm, dem Urlicht selbst entquellt, id mun mo Der die Unendlichkeit erhellt, Vor welchem, mit verhülltem Angesichte, Der Chor der Engel niederfällt, med and 290 300 GE Daß sie im Wunderglanze nicht erblinden, Die vor Entzücken keine Sprache finden! donied histobil - find nedodys rallisested O Wort des Vaters, seine höchste Wonne, Erzeugt in seinem ew'gen Heut, 391) Geboren vor dem Schooß der Zeit, Entwölktes Licht, urschöne Geistersonne, Abgrund der Unermeßlichkeit, Des Vaters Liebe, seiner Weisheit Siegel, Und seiner Schönheit und der Welten Spiegel! Giono 891 ind in schil. Du sä'teft aus der Sterne Goldgewimmel; an Du nanntest sie; sie jauchzten dir. id nibi siddisfpd Gestalten schufst du dort und hier; of ds in hind Mit Cherubim beflammtest du die Himmel, indst saisin ni Dein Bildnis war der Erde Zier; ser pundok spidvitar Und liebend lenkest du, der Schöpfung Gründer, noe Das All vom Seraph bis hinab zum Sünder. lad den sist 91002 HIT 29T05 fort dnu dus stol use o suff 4an Kommuniontagen. Starr sah die Erde deine Allmacht walten, o o'n Die, von verdienten Fluches Schlag ind og dalk ne Erbebend, auf dem Antlig lag. In qui ad dull 19 Der Wunder höchstes kamst du zu entfalten, is band sell& Die Liebe, die nur Gott vermag; Du selbst erschienest, unsre Schuld zu büßen, Und Sünder, Staub- als Brüder zu . Brüder zu begrüßen. dull houmpios drift#@ begrüßen. 125 and 130 ESS- Tiste O daß so große Huld dich nicht gereue! adil id di ên@ and idio Wer achtet dein im Staubgewand? m zid they oll? Was suchst du, Herr! in unserm Land'? " Dich," sprichst du, such' ich für so große Treue. Sieh, was mein Herz für dich empfand! 300 am Nur meine Liebe konnte dieß ersinnen, Dich, dich, geliebte Seele! zu gewinnen." 1157 Die Jungfrau zart und engelrein Dein in der Krippe pflegt' in süßen Sorgen! So engte dich die Liebe ein! So sey mir denn gegrüßt dein Lebensmorgen, insultuo Wo, als ein Kindlein arm und klein, Noch stumm, in Klagetönen mich zu lehren: Die Lust zu flieh'n, vom Stolz mich abzukehren! abodur- ansdr schilng O wie verdunkelt liegt das Licht der Klarheit! Wie darbt so arm des Reichthums Quell'! Doch sieh! die Todesnacht wird hell. TAPOS Der Irrthum flieht, belebend siegt die Wahrheit. all m Er spricht, da weicht die Blindheit schnell; Froh regen all' die Kranken neue Glieder, an Und zitternd gibt der Tod die Todten wieder. So wirkest du in unsrer Staubeshülle, you thongst natifs Des Vaters hochgeliebter Sohn! Und was wird deiner Liebe Lohn? longioempjiens mise sopot Bodromi- E 126 Gewöhnliche Abend- Andacht. An's Kreuz, an's Kreuz schlägt dich der Bosheit Fülle, rot Und spottet dein in bitt'rem Hohn! enee si Und du willst, Herr! als Opfer für mich bluten, ded12) Zu tilgen durch dein Blut der Hölle Gluthen.d1annel 12 dai2 sj@ Du stirbst, der Herr, daß ich, der Knecht, nicht sterbe; Und täglich bringt dein Opfertod Tuni vani dili Mir neues Lebens- Morgenroth, tol sdsig omis Daß ich dich liebe, Herr! und nicht verderbe. sorg of and C Als wär' dir meine Liebe noth, mi nisd sighn 1982 Gibst du als Gluth dich mir im Sakramente, d ficut anal Daß immerdar mein Herz vor Liebe brennte. fching bie O flamme heute auf, du süßes Feuer, ou füßes Feuer daje Das du so mild uns Arme liebst, Und kein zerknirschtes Herz betrübst! Entflamme mich zur Liebe, Vielgetreuer, pop and sim est o Der du dein Herz zur Speise gibst! nis n., 0800 O sey mein Herrscher, du mein süßes Leben! gut, si@ Sieh, ewig hat dieß Herz sich dir ergeben! and vi nis@ odsi sid hid sipits o andel us bisa nantspolit ni maj( boll goruslugăn chìm glot mora bih hal Gewöhnliche Abend- Andacht. that and this and tooll olunduse sier 3 Vorerinnerung. of tand si Themedo 2 old fall ha Nicht genug ist es, den Tag christlich angefangen zu haben; man muß ihn auch chriftlich enden. Wie liebevoll hat sich heute Jesus im allerheiligsten Altarssakramente wieder gegen dich erzeigt! Wie viele Gnaden hast du heute empfangen! Wie vielen Gefahren ist dein Leib und deine Seele ausgesetzt, vor denen er dich diese Nacht bewahren soll! Wohl mächtige Antriebe, dein Abendgebet mit möglichster Andacht zu datzia o verrichten! Bitte demnach vor Allem um die Gnade der Erleuchtung, und erPartic forsche dein Gewissen, vorzüglich über die besonderen Vorsäße, die du am Morgen gemacht hast! Sodann schreite zur folgenden Abend- Andacht! Gewöhnliche Abend- Andacht. bundaid the Begrüßung und Anbetung. nism, thi Sey unendlichmal gegrüßt und verehrt, o edler Leib und fostbares Blut meines Erlösers Jesu Christi, der du hier in deinem hochheiligen Sakramente wahrhaft zugegen bist! In Demuth meines Herzens bete ich dich an mit allen Engeln, die deinen Thron umgeben. ed and mad 100 tal Sey gegrüßt, mein liebster Jesu, schweigendes Wort des ewigen Vaters, der alle Gewalt und die Schlüssel des Lebens und Todes- in deine Hände gelegt hat! Sieh! vor dem Throne deiner Majestät liege ich hier auf meinen Knieen, und bete ehrerbietigst an meinen großen Gott in den geringen Brodesgestalten. medal by som - 127 - Ich glaube, daß in dir, mein Jesu! eben der allmächtige Gott und König lebt, dem Alles lebt, und der mein Leben und das Ende meines Lebens, die Zeit und die Ewigkeit in seiner Macht hat. i sid musipin ann mom alle 1900 1794 Jesu! daliegend im Staube meines Nichts- rufe ich deinen heiligsten Namen über mich an. Er sey gebenedeit- von nun an bis in alle Ewigkeit! und er werde an allen Orten erkannt und gepriesen vom Aufgange der Sonne bis zu ihrem Niedergange! ons go allo dun espn esisis slod, stosilk und up, misini? malla vee ned pianin. Danksagung und Anempfehlung- dur ost thane o Herr! du hast mir heute unzählige Gutthaten erwiesen, und mich mit Erbarmung und Gnade gekrönet. Dank sey dir dafür aus innerstem Grunde meines Herzens! O! sey doch auch diese Nacht nicht ferne von mir! Merke auf meine Hilfe, o mein Gott! Bewahre meine Seele und meinen Leib! Gött: liche Vorsicht! dir empfehle und überlasse ich mich. Du wirst über mich Sorge tragen. Diese Hoffnung liegt verwahrt in meinem Herzen, und ruht zugleich auf deinem Herzen, o mein Erlöser! O Herz Jesu! zu dir wende ich mich mit aller Liebe meines Herzens, und in den Abgrund deiner Güte versenke 128 Gewöhnliche Abend- Andacht. ich mein Herz und meinen Leib, daß sie diese Nacht hindurch in dir sanft ruhen. Göttliches Herz! möchtest du doch für mich Schlafenden Gott unaufhörlich lieben und loben! möchtest du jeden meiner Athemzüge in dich aufnehmen, sie mit deinen heiligsten Regungen vereinigen, und sie als eben so viele Liebesfunken vor dem Throne des Allerhöchsten aufsteigen lassen! sid ondell mom bod 11021 hamp Reue und Vorsabda anda? asd 151 mpian id Herz Jesu! heiligstes Herz! mit unendlicher Liebe gegen den himmlischen Vater entflammtes Herz! wie spät hat mein Herz angefangen, mit dir seinen Gott zu erkennen und über Alles zu lieben! Wie sind der heutige Tag, und vor ihm so viele andere Tage meines Lebens ohne Liebe meines Herrn dahingeflossen! Es schmerzet mich aber jetzt inniglich aus lauter Liebe zu dir, und demüthigst bitte ich um Verzeihung über alle Sünden und Nachlässigkeiten, die ich begangen habe, besonders über alle Schmach und Unbilden, durch welche du in diesem allerheiligsten Sakramente von mir und Andern jemals bist beleidiget worden, und noch in Zukunft beleidiget werden wirst. Gedenke nimmermehr, o unendlich gutes Herz! der Fehltritte dieses Tages und aller Tage meines Lebens, sondern reinige mein Herz von allen Makeln in dem Meere deiner unendlichen Liebe, und mache dieses so elende Herz durch und n mache dieſes so elence deine heiligen Regungen dir wohlgefälliger! 139 CO id Herz meines Gottes, und Gott meines Herzens! nimmermehr will ich dich durch die Sünde betrüben. Mein Herz ist nun bereit, bereit ist mein Herz, mit dir und mit dem Herzen aller derjenigen, die dir mit einem aufrichtigen Herzen wohlgefallen, Ein Herz zu seyn; und deßhalb vereinige ich mich mit allen frommen Herzen, die dich in deinem Hause, während ich schlafe, loben, lieben und verehren. Möchten auch diese Nacht, und mein ganzes Leben hindurch alle meine Puls- und Herzensschläge lauter Lobpreisungen deines heiligen Namens seyn! Gewöhnliche Abend- Andacht. mafanid Aufopferung, Sehnsucht, Bitte. 1950 magnim adiphen anodin? tha Herr! ich opfere dir auf und eigne mir zu alle Liebesanmuthungen aller jener Herzen, die dich diese Nacht auf's Inbrünstigste lieben und zärtlich umfangen werden, so wie alles Heilige, das diese Nacht-- im Himmel und auf Erden zu Ehren deines Namens entrichtet wird. O! möchte ich dich mit allen Liebenden lieben und mit allen Lobenden loben können! Möchte ich einstens, wenn der Abend meines Lebens anbricht, des Todes dieser Gerechten 44 44 sterben! Möchte mein Ende seyn, wie das ihrige! CHEERUL Jesu! ich verlange zu dir und nach dir. Ich verlange aufgelöset zu werden, und bei dir zu seyn. Ich verlange alle heiligen Sterbsakramente zu empfangen, und im Tode aller heiligen Ablässe theilhaftig zu werden. DOTCOLORS 7 die Gnade, - O Jeſu! gib mir die Gnade aller Gnaden, von welcher meine ganze Glückseligkeit abhängt, nämlich die Gnade der Beharrlichkeit im Guten, die Gnade eines guten Todes! is in mand ming matind Valiget s - 129 - 9199 994 Andacht um die Gnade, das allerheiligste Altars= sakrament als leßte Wegzehrung zu Insciochi qismos sempfangen. 1400 is i " 1 157 m O süßester und gütigster Jesu! wegen des ehrwürdigen Sakramentes deines heiligen Leibes, welchen du aus der unversehrten Jungfrau angenommen hast, verleihe mir armseligen Sünder, daß dein kostbarer Leichnam die letzte Erquickung meiner Seele sey! Amen! Twith tail Vater unser. Ave Maria. pugui duplist O süßester und liebreichster Jesu! wegen deines allerheiligsten Namens verleihe mir armseligen Sünder, daß dieser dein glorreichster Name Jesus" mein letztes Wort sey! Amen! Vater unser. Ave Maria. Zwickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. In 9 130 Gewöhnliche Abend- Andacht. O süßester und mildester Jesu! wegen deines allerbittersten Leidens verleihe mir armseligen Sünder, daß deine unaussprechliche Qual am heiligen Kreuze mein letzter Gedanke sey! Amen! AC ST3T Vater unser. Ave Maria. 1000 O süßester und barmherzigster Jesu! wegen deines heiligsten Lebens verleihe mir armseligen Sünder, daß ich alle meine Anmuthungen, Gedanken und Uebungen in deine heiligen Wunden versenke! Amen! USHRIS moni madol nadnado millo 130 711201 asiye Vater unser. Ave Maria. saitis Kasdi O süßester und werthester Jesu! aller deiner innigsten Erbarmungen wegen drücke meinem Herzen den Stand deiner im Tode äußersten Erniedrigung, und das Leiden aller deiner Wunden ein! Amen! dokl Vater unser. Ave Maria. sont Leßte Anempfehlung und Bittseufzer. colmats alle Saf STUDE. 142120 Geduldigster Jesu! gedenke, daß du in deinen äußersten Todesängsten geweinet, dich über deine Verlassenheit beklagt, deinem Vater deinen Geist empfohlen, mit lauter Stimme gerufen hast, und endlich- in bitterster Trennung der Seele vom Leibe verschieden bist! Nimm meinen Geist auf, er mag durch was immer für eine Krankheit, zu was immer für einer Zeit, oder an was immer für einem Orte vom Leibe scheiden! - SUECACO Erinnere dich, o gütigster Jesu! daß du am Kreuze deine Arme ausgestreckt, uns dein Herz eröffnet, und dein Haupt zu uns geneigt hast. Sieh, o Herr! meine Seele ist von allen Geschöpfen verlassen! Zitternd und bebend sucht sie in deinen heiligen Wunden eine Zufluchtsstätte; sie wirft sich in deine Arme; sie verschließt sich in dein Herz. Gestatte doch der Armseligen den Eingang in das Heiligthum deiner Erbarmung, und stoße sie nicht heraus, bis dein Zorn vorüber, und bis sie vor den Anfällen ihrer Feinde sicher gestellt ist! Schon jetzt empfehle ich dir meinen Geist, der durch die Erschaffung, Erlöſung und heiligen Sakramente dein eigen ist. Kolp 131 Besondere Abend- Andacht an Kommuniontagen. Jesu! erbarme dich, und durch die Fürbitte deiner liebsten Mutter, der ich mich diese Nacht empfehle, gib mir die Gnade, daß ich nach empfangenen heiligen Sterbfakramenten des Todes der Gerechten sterbe! Gib mir diese so vorzügliche Gnade, und komm mir Sterbenden alsdann zu Hilfe, um mich zu stärken, zu reinigen, und meiner Seele die Bitterfeit des Hinscheidens und der Reise in die Ewigkeit zu mildern! Dadurch wirst du, o mein Gott! allen deinen Erbarmungen das Siegel aufdrücken, und ich werde, nach würdiger Vollbringung meines Opfers, in dir ruhen, und eine ganze Ewigkeit hindurch glückselig ausrufen: Mein Gott und mein Alles!" Amen! 190 1inue a 1 HE dustborbi malojdi misid 1912( oid surind Besondere Abend- Andacht an Kommuniontagen. achtersdrichjonde nadsy misid no myjoid noe pid, mis odber Dank sey deiner ewigen Barmherzigkeit, o mein Gott, der du an jedem Tage meines Lebens, besonders aber an dem heutigen, deine göttliche Vaterhuld so glänzend an mir armen Sünder erzeigt, mich unter die Zahl deiner geliebten Kinder aufgenommen, und durch das Sakrament deiner Liebe zum ewigen Leben ernähret hast! Es loben dich alle heiligen Engel und der ganze himmlische Hof; und alle Geschöpfe im Himmel und auf Erden sollen die Wunder deiner Allmacht und Liebe bekennen! ti sim ni un andr O mein liebreichster Heiland Jesus Christus! die ewige Liebe deines göttlichen Herzens preise dich für die unendliche Wohlthat deiner heiligen Kommunion! D, verzeihe mir barmherzig die Zerstreuung und sträfliche Nachlässigkeit, in der ich diesen heiligen Tag verlebt habe! So selten, ach! habe ich Deiner gedacht, der du meiner von Ewigkeit gedenkest, und nicht aufhörest, mir Gutes zu thun! So selten bin ich deinen heiligen Einsprechungen nachgekommen, und habe mich so ganz nach Außen ergossen, als ob du, der Herr der Herrlichkeit, 9* Besondere Abend- Andacht. durajal spotucin mich nicht der Gnade gewürdiget hättest, bei mir einzukehren, und mein Herz zu deiner Wohnung zu heiligen! Erbarme dich meiner, o Jesu! denn, steh! ich erkenne meine Schuld, und bereue sie in der Bitterfeit meines Herzens. Ge denke, daß du ein barmherziger Gott, ich aber nichts als ein armes, wandelbares Geschöpf, und Staub und Asche bin! D, weiche nicht aus meiner Seele, du Sonne der Gerechtigfeit! daß es nicht Nacht werde in ihr, und sie in Finsternissen wandle; sondern sey mein Licht in der Nacht, und beschüße mich gegen alle sichtbaren und unsichtbaren Feinde! Besiegle mein Herz, daß kein fremder Gedanke darin aus- und eingehe, und daß es auch im Schlafe wache und Deiner gedenke! 3¹1 O Jesu, Vater der Armen und Trost der Betrübten! erbarme dich Aller, die in Trübsalen schmachten, und zu dir um Hilfe flehen! Rufe alle Verirrten zu dir, und erlöse jene auserwählten Seelen, die, von diesem Leben abgeschieden, zwischen Zeit und Ewigkeit schweben, und in schmerzlichen Gluthen sehnsüchtiger Liebe sich von den Fehlern dieser Sterblichkeit reinigen, damit Alle sich in dir erfreuen, und deine Barmherzigkeit preisen, der du mit dem Vater und dem heiligen Geiste lebest und regierest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! est moglas un dau 132 Psalm 102. Ismaict und di Verherrliche den Herrn, o meine Seele! Und Alles, was nur in mir ist, splos Das lobe seinen heil'gen Namen! ds shilon Verherrliche den Herrn, o meine Seele! und Vergiß nicht, was er Alles dir gethan! toas sodal Er ließ dir alle deine Sünden nach), Und alle deine Schwächen heilte er; d Er führte dich vom Untergang' zurück; Er krönte dich mit Gnade und Erbarmen; Er sättigte mit Gütern dein Verlangen; en Er gab dir neue Jugendkraft, 1219 umspilied og min bon m gan Kommuniontagen. ate Und Freudigkeit half sist sh Zur Heiligkeit. Das hilmang O Gott! du zeigst Barmherzigkeit Bei unserer Armseligkeit.ed, manist me Den Büßern zeigst du gerne deine Wege, ist de Und nimmst sie auf in deine Huld. ist si Der Herr ist reich an Mitleid und Erbarmen, An Langmuth und an Gnaden reich. Er zürnt nicht immerfort, asdase ad buls Er droht nicht immerfort; Er handelt nicht mit uns nach unsern Sünden, Vergilt uns nicht nach unsern Missethaten. So weit der Himmel von der Erde ist, Geht über Alle, die ihn fürchten, Sein Erbarmen. 1890# 25) So weit der Aufgang ist vom Niedergange So weit entfernet er von uns Die Sündenschuld. in Ex Der Herr erbarmt sich derer, die ihn fürchten, So wie ein Vater seiner Kinder sich erbarmt; Er weiß es, daß wir sein Geschöpf, Und Asche sind. Des Menschen Tage sind wie Gras; Wie eine Blum' des Feld's verblühet er; Ein Wind fährt über sie sie ist nicht mehr; Man findet ihren Platz nicht mehr. Doch ewig steht des Herrn Barmherzigkeit Für Solche, die ihn fürchten; - 133 Und seine Güte erbt auf Kindeskinder fort h Für die, so seinen Bund bewahren, mint ming Und nicht vergessen sein Geseß. THE Im Himmel hat der Herr bereitet seinen Thron, ditin Und über Alles herrscht sein Reich. Verherrlichet den Herrn, ihr alle seine Engel, 134 Meß- Andachten. Vorerinnerung. Ihr Starken, die sein Wort vollzieh'n, Die treu gehorchen seinem Wink'! Verherrlichet den Herrn, ihr alle Kräfte In seinen Heeresschaaren! Ihr seine Diener, Die seinen Willen treu vollzieh'n! min dn Verherrlichet den Herrn, ihr alle seine Werke An jedem Orte seines Reich's! Auch du verherrliche den Herrn, Meine Seele! hin mung mi Mord TO Ehre sey dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste; wie es war im Anfange, so jetzt und zu ewigen Zeiten! Amen! 136 hot Ismla Vater unser. Ave Maria, den Glauben und die Litanei vom allerheiligsten Altarssakramente. dniesie Zweiter Abschnitt. Meß: Andachten. 146 bho miss Star and a great 11 Vorerinner un g. Ein ausführlicher Unterricht über das hochheilige Meßopfer findet sich in den voranstehenden Unterhaltungen über das allerheiligste Altars sakrament." plan bo Ich sage hier nur dieses: Was sollen wir Christen auf der ganzen Welt mehr hochschäßen und aufsuchen, als eine Handlung, bei welcher die Himmel fich öffnen, um alle geistlichen Güter im Ueberflusse über uns zu ergießen; wo die Quelle aller Gnaden vor unsern Augen entspringt, und wir aus dem Brunnen des Erlöfers die Verzeihung der Sünden, alle nothwendigen Gnaden, Hilfe und Trost mit Freude schöpfen können; wo nicht nur die himmlischen Geister mit allen Heiligen in Bereitschaft stehen, unsere Bittseufzer mit ihren Fürbitten zu unterstüßen, und mit dem göttlichen Blute des Lammes, welches geistlicher 135 Erste Meß- Andacht. Weise noch einmal getödtet wird, besprengt, vor den Gnadenthron zu bringen, sondern wo selbst alle heiligen Blutstropfen des göttlichen Schlachtopfers, welches Jesus Christus ist, mit uns und für uns bitten? Wir wissen aber, daß der Vater seinen Vielgeliebten allezeit erhört, und daß das Blut dieses gerechten Abels nicht um Rache, sondern um Erbarmung ruft, selbst für Jene, 19 ruft, felbft für Sene, die es vergoffen haben. Die Zeit der heiligen Messe ist eine Zeit der göttlichen Erbarmungen. Wer da zuerst das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit sucht, wer oft und gerne dem heiligen Meßopfer beiwohnt, wird nicht nur alle himmlischen und höheren Güter finden, sondern auch an dem Uebrigen, was minder, aber ihm zum ewigen Leben verhilflich ist, keinen Mangel leiden. Wohne, chriftliche Seele! wo möglich täglich der heiligen Mesſe bei! Sey versichert, daß du jederzeit eben so segens- als trostvoll in dein Haus zurückkehren wirst! Gott wird während der heiligen Messe für dein Hauswesen sorgen.„ Niemand wird dein Land während der Zeit überfallen, wo du vor dem Angesichte des Herrn, deines Gottes, erscheinen wirst."( Erod. 34, 24.) An deinem Sterbetage aber wird dir nichts größere Freude machen, als daß du fast jeden Tag die heilige Messe angehört haft, und alle Wunden deines Erlösers für dich haft rufen lassen. dag motort notoidise sidode morbildist Erste Meß- Andacht.mpilker aluno allo dudning Die heilige Messe als Lob-, Dank-, Versöhnungs- und Bitt- Opfer insgemein. m 1 spid! 100 Vorbereitungs- Gebet. Luog INTERIE LIDO GILLE O Jesu, mein Gott und Heiland! in tiefster Demuth erscheine ich vor diesem Altare, um der heiligen Messe, dem geheimnisvollen Opfer deiner Liebe und meiner Erlösung, beizuwohnen. Ich glaube, daß du hier, wie auf dem KalvarienBurad dun Elsumid impoc es hi had wank *) Diese Meß- Andacht kann vornehmlich an Sonn- und Fest- Tagen gebraucht werden. Die sechs darauf folgenden an den Wochentagen, oder sonst nach Umständen; auch wohl, wie es eben der Geist der verschie700 denen heiligen Zeiten und Feste des Jahres erfordert. 136 Erste Meß- Andacht. berge, die Opfergabe und der höchste Priester bist. Ich glaube, daß das Wunder der Liebe, welches du dort durch deinen Tod für uns Sünder vollbracht hast, auch hier, wiewohl auf eine unblutige Weise, vollbracht wird, sobald der Priester in deinem heiligsten Namen die geheimnißvollen Worte der Einsetzung: Dieß ist mein Leib; dieß ist mein Blut," ausspricht. O mein Erlöser! verleihe mir die Gnade, daß ich demselben mit einem so lebendigen Glauben und mit einer so flammenden Andacht beiwohne, daß es, nach deiner Absicht, ein wahres Opfer des Heiles für mich werde! Allmächtiger Gott! in Vereinigung mit jenem großen Opfer, das Jesus Christus, dein vielgeliebter Sohn, unser Erlöser, am Kreuze dargebracht hat, opfere ich dir dieses heilige Opfer zur Verherrlichung deines allerheiligsten Namens, zum öffentlichen Bekenntnisse deiner allerhöchsten Oberherrschaft über mich und alles Erschaffene, zum schuldigsten Danke für alle von dir empfangenen Gnaden, zur Genugthuung für meine vielfältigen Sünden und die dadurch verdienten Strafen, zur Erlangung aller Gnaden, die mir zu meinem ewigen Heile nothwendig sind, zum geistlichen und leiblichen Wohle meiner Verwandten, meiner geistlichen und weltlichen Vorgesetzten, meiner Gutthäter, meiner Freunde und Feinde, und aller derjenigen, für die ich zu beten schuldig bin. Besonders aber opfere ich dasselbe auf.. Genehmige, o Gott! diese Meinung, und verleihe mir, daß ich mich selbst dir ganz aufopfere, wie Jesus Christus, unser Erlöser, sich dir für uns ganz aufgeopfert hat! the - - - 48 Beim Anfange der heiligen Messe. misd Im Namen Gottes, des+ Vaters, und des+ Sohnes, 1503 und des+ heiligen Geistes. Amen! Kaum darf ich es wagen, Schöpfer des Himmels und der Erde, über Alles erhabener Gott, vor dem ich Staub und Asche bin! vor dir zu erscheinen; denn meine Sünden und mein Elend beugen mich bis in die Tiefe meines Nichts vor Erste Meß- Andacht. deinem Angesichte, Allerheiligster! Aber bei dem Bewußtseyn meiner Sünden, die ich mit zerknirschtem Herzen vor dir bekenne, bereue und zu bessern verspreche, bei dem Bewußtseyn meiner großen Strafwürdigkeit belebt mich das Andenken an deinen Sohn Jesus, durch dessen blutigen Tod am Kreuze du ein versöhnter Vater für mich geworden bist. Der Glaube an Jesus, deinen eingebornen Sohn, ruft mich zu dem großen Opfer, welches dir jetzt auf dem Altare soll dargebracht werden. Ich kann dich, meinen Schöpfer, nicht würdiger anbeten, als durch Jesus, deinen Sohn. Ich kann dir kein wohlgefälligeres Opfer darbringen, als das göttliche Lamm, welches sich dir, o ewiger Vater! für die sündige Menschheit am Kreuze geopfert hat. Alle meine Sünden reuen mich jetzt aus Liebe zu dir, o höchstes und unendlich liebenswürdiges Gut, das ich beleidiget habe! und ich nehme mir ernstlich vor, nicht mehr zu fündigen. Ich bitte dich nur um deine Gnade dazu; denn ohne diese vermag ich nichts. in the — 137 Beim Hinaufsteigen des Priesters zum Altare. Göttlicher Mittler, der du deinem himmlischen Vater bis zum Kreuzestode bist gehorsam geworden! begnadige mein Herz mit jenen Gefühlen, welche auf dem Kalvarienberge in mir erwacht seyn würden, wenn ich Augenzeuge der Schmach und Qual gewesen wäre, die du am Kreuze erlitten hast! Gib mir die Gefühle, welche sich deiner heiligsten Mutter und deiner geliebten Freunde bemächtiget haben, als sie dich am Kreuze bluten sahen! Möchte ich deiner erneuerten Aufopferung mit so tiefem Schmerz über meine Sünden beiwohnen, als tief ihre. Herzen durch den Anblick deiner Leiden und deines Todes verwundet waren! 3um Kyrie eleison. HE Herr, erbarme dich unser! Christe, erbarme dich unser! Herr, erbarme dich unser! Sieh gnädig herab auf dein gläubiges Volk, welches im Vertrauen auf deine Güte um Nach Erste Meß- Andacht. laffung seiner Sünden, und um Abwendung der verdienten Strafe fleht! nis 138 3um Gloria. ( Wenn es gesprochen wird.) Ehre sey Gott in der Höhe, und auf der Erde Friede den Menschen, die eines guten Willens sind! Wir loben dich; wir preisen dich; wir beten dich an; wir verherrlichen dich; wir rühmen mit Gefühlen des Dankes deine Größe, Macht und Güte. Herr! Gott! himmlischer König! Gott Vater! Allmächtiger! S Herr! eingeborner Sohn! Jesus Christus! Herr! Gott! Lamm Gottes! Sohn des ewigen Vaters! Der du hinwegnimmst die Sünden der Welt! erbarme dich unser! Der du hinwegnimmst die Sünden der Welt! nimm unser Fle hen an! Der du sizest zur Rechten des Vaters! erbarme dich unser! Denn du allein bist der Heilige. Du allein bist der Herr. Du allein bist der Höchste, Jesus Christus, mit dem heiligen Geiste in der Herrlichkeit Gottes, des Vaters. Amen! 7520 - 3um Dominus vobiscum. CUTIE Der Herr sey mit uns, und sende uns seinen guten Geist, der uns vor dem Bösen bewahre und zur Tugend Kraft verleihe! Lasset uns beten! 11 JOST Göttlicher Heiland! du hast uns in dem wunderbaren Sakramente des Altars ein Denkmal deiner Liebe und deines Leidens hinterlassen; gib, daß wir, beim Andenken an deinen großmüthigen Versöhnungstod, die heiligen Geheimnisſe deines Leibes und Blutes so verehren, daß die Frucht deiner Erlösung und die Wirkung deiner Lehre an unserm Verhalten sichtbar werde! Der du mit Gott dem Vater und dem heiligen Geiste lebest und regierest in alle Ewigkeit. Amen! Zur Epift el. Geliebteste! lasset uns doch einander lieben; denn die Liebe ist aus Gott und ein Jeder, der liebt, ist aus Gott geTOU Erste Meß- Andacht. boren, und kennet Gott. Wer Gott nicht liebt, kennet Gott nicht; denn Gott ist die Liebe. Darin hat sich Gottes Liebe gegen uns gezeigt, daß er seinen Sohn, den Eingebornen, in die Welt sandte, damit wir durch ihn zum Leben kommen sollen. Das heißt Liebe! Nicht als wenn wir Gott vorher geliebt hätten; sondern er liebte uns zuvor, und schickte da seinen Sohn zur Versöhnung für unsere Sünden. Geliebteste! wenn uns Gott nun so lieb hat, müssen ja wohl auch wir einander lieben." I. Johan. 4, 7-11. 139 Dank sey Gott für das Gebot der Liebe, welches er in unser Herz geschrieben, und durch die heiligen Apostel allen Menschen verkündiget hat. Wir wollen aus Liebe zu Gott unsern Nächsten wie uns selbst, herzlich und thätig lieben. mal din ins 3 um Evangelium. C Einst sprach Jesus zu seinen Jüngern:„ Gleichwie mich der Vater geliebt hat, so habe ich auch euch geliebt. Bleibet in meiner Liebe! Wenn ihr meine Gebote halten werdet, so werdet ihr in meiner Liebe bleiben; gleichwie auch ich die Gebote meines Vaters gehalten habe, und in seiner Liebe bleibe. Dieses habe ich zu euch geredet, auf daß meine Freude in euch bleibe, und eure Freude erfüllet werde. Dieses ist mein Gebot, HOONETE daß ihr euch einander liebet, wie ich euch geliebt habe. Niemand kann eine größere Liebe haben, als diese, daß er sein Leben für seine Freunde gibt. Ihr seyd meine Freunde, wenn ihr thuet, was ich euch befehle." Joh. 15, 9-14. UTT Dank sey dir, Jesu Christe! daß du mir durch dein heiliges Evangelium den Weg zum ewigen Leben gezeigt haft! Ich will Alles thun, was du mir befohlen haft; besonders aber will ich deine großmüthige Liebe, die für das Wohl der Menschheit sich ganz aufgeopfert hat, nach dem Maaße meiner Kräfte nachahmen, und jede Gelegenheit, meinen Mitmenschen Gutes zu erweisen, sorgfältig benüßen. Erste Meß- Andacht. 3 um Credo. Tod ( Wenn es gesprochen wird.) 10 id; join Ich glaube an Einen Gott, den allmächtigen Vater, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Einen Herrn Jesum Christum, den eingebornen Sohn Gottes, der vor allen Zeiten vom Vater geboren, Gott von Gott, Licht vom Lichte, wahrer Gott vom wahren Gott, gezeugt, nicht erschaffen, Eines Wesens mit dem Vater ist, und durch den Alles erschaffen worden, der um der Menschen und unsers Heiles willen vom Himmel herabgestiegen ist. Er hat durch den heiligen Geist von Maria, der Jungfrau, Fleisch angenommen, und ist Mensch geworden. Er ließ sich auch für uns freuzigen, litt unter Pontius Pilatus, und wurde begraben. Am dritten Tage aber ist er, nach der Schrift, auferstanden, in den Himmel gefahren, und sitzt zur Rechten des Vaters. Er wird auch dereinst wieder kommen, zu richten die Lebendigen und die Todten, und seines Reiches wird kein Ende seyn. Ich glaube an den heiligen Geist, den belebenden Herrn, der vom Vater und von dem Sohne ausgeht, der mit dem Vater und dem Sohne zugleich angebetet und verherrlichet wird, der durch die Propheten geredet hat. Ich glaube Eine heilige, allgemeine und apostolische Kirche. Ich bekenne Eine Taufe zur Nachlassung der Sünden, und erwarte die Auferstehung der Todten und das Leben der künftigen Welt. Amen! 1091hp( bu 140 ho pustidsi scol? 1160 ( Dieß ist ein kurzer Inbegriff der Lehre, welche die katholische Kirche uns zu glauben vorstellt. Wir wollen sie mit unbedingtem Beifalle annehmen, unsere Hoffnung darauf gründen, und durch ein tugendhaftes Leben der ewigen Seligkeit uns würdig machen!) Bei der Aufopferung des Brodes. ne od alte Nimm, himmlischer Vater, allmächtiger, ewiger Gott! dieses reine Opfer an, welches ich, dein unwürdiger Diener, dir, meinem lebendigen und wahren Gott, für meine unzähligen Sünden, Beleidigungen und Nachlässigkeiten, für alle Umstehenden und für alle gläubigen Christen, für Lebendige und Abgestorbene Erste Meß- Andacht. darbringe! Gib, daß es mir und ihnen zum Heile und zum ewigen Leben gereiche! Amen! 141 thi Beim Einschenken des Weines und des Wassers. Ginidenten beste O Gott, der du den Menschen mit so wunderbaren Vorzügen erschaffen, und, nachdem er sie durch die Sünde verloren hatte, auf eine so wunderbare Weise durch deinen Sohn sie ihm wieder erseßet haft! gib uns durch seine Menschwerdung, welche durch die Vermischung dieses Wassers und Weines vorgebildet wird, daß wir, durch Streben nach Vollkommenheit, seiner Gottheit ähnlich werden, wie er sich gewürdiget hatte, unsere Menschheit anzunehmen, er, Jesus Christus, dein Sohn, unser Herr, der mit dir und dem heiligen Geiste gleicher Gott lebt und regiert in alle Ewigkeit! Amen! ondad Bei der Aufopferung des Weines. Wir opfern dir, o Herr! den Kelch des Heiles, und bitten deine Güte, daß er zu unserm Heile und zum Heile der ganzen Welt vor dem Angesichte deiner göttlichen Majestät unter süßen Wohlgerüchen emporsteige. Mit demüthigem und zerknirschtem Herzen, o Herr! treten wir heute vor dein Angesicht. Laß unser Opfer, Herr, unser Gott! dir wohlgefällig seyn!- Komm, allmächtiger, ewiger Gott! durch den Alles geheiliget wird! und segne dieses Opfer, welches zur Ehre deines heiligen Namens zubereitet worden ist! WOLPERTY! ogilisd - huruf adnja hun medisinsd bus atbigi 3 um Händewaschen. In Unschuld wasche ich meine Hände, und nahe deinem Altare, o Herr! um laute Dankgesänge zu singen, und alle deine Wunder zu rühmen. Ich liebe, Herr! die Zierde deines Hauses, und den Ort, wo deine Majestät thront. Nimm meine Seele nicht in's Verderben hin mit den Ruchlosen, noch mein Leben mit den Blutdürftigen! Lasterthaten sind in ihren Händen; ihre Rechte ist voll von Bestechungen. Ich aber 142 Erste Meß- Andacht. will in Unschuld wandeln. Errette mich und erbarme dich meiner! So steht mein Fuß auf ebener Bahn. In Chören preise ich dich, o Herr! Ehre sey dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste; wie im Anfange, so jetzt und 09 allezeit, und zu ewigen Zeiten! Amen! 10) Nimm, o allerheiligste Dreieinigkeit! das Opfer an, welches wir dir darbringen zum Andenken an das Leiden, an die Auferstehung und an die Himmelfahrt Jesu Christi; auch zur Ehre der allezeit unversehrten Jungfrau Maria, des heiligen Täufers Johannes, der heiligen Apostel Petrus und Paulus, der Heiligen, deren wir uns an diesem Tage erinnern, und aller übrigen Heiligen! Laß es ihnen zur Ehre, uns aber zum Heile gereichen, und Jene sollen für uns im Himmel bitten, deren Gedächtniß wir auf Erden feiern! Durch denselben Christum, unsern Herrn. Amen! 31 Audi 35dh8 furi3um Orate, Fratres! mur dualad SHISG iba Der Herr nehme dieses Opfer von den Händen des PrieMOKY sters zum Lobe und zur Verherrlichung seines Namens, wie auch zu unserer Wohlfahrt, und zur Wohlfahrt seiner ganzen heiligen Kirche gnädig an! TO und somissado and chord le gios highly mo 3ur Secret.id ampot an aver Heilige, o Herr, unser Gott! die Opfergaben, und mit denselben auch unser Herz, welches wir mit allen seinen Neigungen und Begierden dir aufopfern! Gib, daß wir nichts wünschen und nichts thun, als was deinem heiligsten Willen gemäß ist, und daß wir immer den Hang zur Sünde durch die Erinnerung an die Vorschriften deines Gesetzes besiegen! Die sem Vorsaße nachzukommen, bitten wir dich um deinen Beistand durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, wel cher mit dir und dem heiligen Geiste gleicher Gott lebt und regiert in alle Ewigkeit. Amen! Erste Meß- Andacht. er= 13 ur Präfation. so bil Lasset uns unsere Herzen zu dem Herrn, unserm Gott, heben, und mit allen Geschöpfen ihn dankbar preisen; denn es ist höchst billig und recht, pflichtgemäß und heilsam, daß wir zu allen Zeiten und an allen Orten dich dankbar preisen, heiliger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott, der du aus Liebe zu uns deinen eingebornen Sohn in die Welt gesandt hast, um uns von der Sünde zu retten, und den Weg des Heiles uns zu zeigen! Durch denselben Jesum Christum, unsern Herrn, loben dich die seligen Geister im Himmel, und um ihn vereiniget preisen die Cherubim und Seraphim deinen heiligen Namen. Auch wir Erdenbewohner erheben mit ihnen unsere Stimme, und sprechen in tiefster Ehrfurcht: Heilig! Heilig! Heilig! Gott! Herr des Weltalls! Himmel und Erde sind voll von deiner Herrlichkeit. Hosanna in der Höhe( Hilf, o Gott im Himmel!) Gepriesen sey, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna in der Höhe! Das Reich der Wahrheit und der Tugend verbreite sich immer weiter! dostos nefist - - 3um Canon nach dem Sanctus.se Dich also, gütigster Vater! bitten wir inständig, und flehen zu dir, durch Jesus Christus, unsern Herrn, daß du diese Gaben, diese Geschenke, diese heiligen und unversehrten Opfer annehmen und segnen wollest. Wir bringen sie dir vorzüglich dar für deine heilige allgemeine Kirche, daß du sie auf der ganzen Welt in Ruhe und Einigkeit erhalten, beschüßen und leiten wollest, mit deinem Diener, unserm Papste N., unserm Bischofe N., unserm Landesherrn N., und mit allen Rechtgläubigen und Bekennern der allgemeinen, apostolischen Lehre. Gedenke, o Herr! deiner Diener und Dienerinen!( Hier nenne die Lebenden, die du besonders der göttlichen Barmherzigkeit empfehlen willst!) Gedenke auch aller hier Gegenwärtigen, deren Glauben und Andacht du kennest, für welche wir dieses Liebesopfer darbringen, oder welche dir es selbst darbringen für - 143 144 Erste Meß- Andacht. sich und für alle die Ihrigen, zur Erlösung ihrer Seelen, zur Stärkung der Hoffnung ihres Heiles und Wohlseyns, und zu diesem Ende dir, dem ewigen, lebendigen und wahren Gott, ihre Wünsche vortragen! Wir feiern gemeinschaftlich das Andenken, erstens der glorreichen, allezeit unversehrten Jungfrau Maria, der Gebärerin Gottes und unsers Herrn Jesu Christi, dann deiner seligen Apostel und Martyrer, und aller deiner Heiligen. In Rücksicht ihrer Verdienste und Gebete laß uns in Allem deine Hilfe und deinen Schutz angedeihen!- Wir bitten dich also, o Herr! daß du diese Opfergaben von uns, deinen Dienern, und von deiner ganzen Familie gnädig annehmest, unser Leben mit deinem Frieden beseligest, vor der ewigen Verdammniß uns bewahrest, und in die Zahl deiner Auserwählten uns aufnehmest, durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen! Laß, o Gott! dieses Opfer in Allem gesegnet, genehmiget und dir wohlgefällig seyn, damit es zu unserm Heile verwandelt werde in den Leib und das Blut deines geliebtesten Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn, welcher, den Tag vor seinem Leiden, das Brod in seine heiligen und ehrwürdigen Hände nahm, die Augen zu dir, Gott, seinem himmlischen Vater gegen den Himmel erhob, ein Dankgebet zu dir verrichtete, das Brod segnete, in Stücke brach, und seinen Jüngern gab mit den Worten: Nehmet hin und esset alle da von; denn dieses ist mein Leib!" opst du nomdag mi lay Beim Aufheben der heiligen Hoftie. ngung Ich glaube, o Jesu! daß du hier unter den Gestalten des Brodes gegenwärtig bist, und bete dich an- als meinen Herrn und Gott.- Jesu! dir lebe ich; Jesu! dir sterbe ich; Jesu! dein bin ich lebendig und todt. Auf gleiche Weise nahm Jesus nach dem Mahle auch diesen kostbaren Kelch in seine heiligen und ehrwürdigen Hände, dankte dir, o Gott! wieder, segnete ihn, reichte ihn seinen Jungern, und sagte: Nehmet hin, und trinket Alle daraus; denn - - Erste Meß- Andacht. 145 dieß ist der Kelch meines Blutes, des neuen und ewigen Bundes, ein Geheimniß des Glaubens, welches( Blut) für euch und für Viele wird vergossen werden zur Vergebung der Sünden!" So oft ihr diefes thun werdet, thuet es zu meinem Andenken! Pflic Beim Aufheben des heiligen Kelches. en 1 69160 981193-3191 Ich glaube, o Jesu! daß dein Blut, welches einst als Versöhnungsopfer der Menschheit am Kreuze vergossen worden, unter den Gestalten des Weines in diesem Kelche gegenwärtig ist. Ich bete dich an, und hoffe durch dasselbe Vergebung meiner Sünden und das ewige Leben.# midn& minu In oud d Nach der Wandlung. und dar ng Diesem Befehle zu Folge, o Herr! erinnern wir uns, deine Diener und dein heiliges Volt, jetzt an das Leiden Chrifti, deines Sohnes, unsers Herrn, auch an seine Auferstehung von den Todten, und an seine herrliche Auffahrt in den Himmel; und bringen deiner erhabenen Majestät von deinen Gaben und Geschenken ein reines Opfer, ein heiliges Opfer, ein makelloses Opfer dar, das heilige Brod des ewigen Lebens, und den Kelch des immerwährenden Heiles. Würdige dich, mit gnädigem und heiterem Angesichte auf sie herabzuschauen, und sie anzunehmen, wie du dich gewürdiget hast, mit Wohlgefallen anzunehmen die Geschenke deines gerechten Dieners Abel, das Opfer unsers Stammvaters Abraham, wie auch das heilige Opfer und die unbefleckte Gabe, die dir dein oberster Priester Melchisedech dargebracht hat! ( bout Tiefgebeugt flehen wir zu dir, allmächtiger Gott! laß diese Opfergaben durch die Hände deines heiligen Engels auf deinen Altar ver deine göttliche Majestät bringen, damit wir alle, die wir durch die Theilnahme an diesem Altare den heiligsten Leib und das heiligste Blut deines Sohnes genießen, mit allem 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 10 E 146 Erste Meß- Andacht. himmlischem Segen und mit Gnade erfüllet werden; durch denselben Christus, unsern Herrn! Amen! gian Gedenke auch, o Herr! deiner Diener und Dienerinen N. N., die uns mit dem Zeichen des Glaubens vorangegangen sind, und nun im Schlafe des Friedens schlummern! ( Hier nenne jene Verstorbenen, die du besonders der göttlichen Barmherzigkeit empfehlen willst!) Diese, o Herr! und alle in Chrifto Entschlafenen verseße an den Ort der Erquickung, des Lichtes und des Friedens, durch denselben Christus, unsern Herrn! Auch uns Sünder, deine Diener, die wir auf die Fülle deiner Erbarmungen hoffen, rufe zum Antheile und zur Gesellschaft deiner heiligen Apostel und Martyrer! Nicht im Vertrauen auf unser Verdienst, sondern im Vertrauen auf deine Barmherzigkeit bitten wir, in ihre Gesellschaft aufgenommen zu werden, durch Christus, unsern Herrn, durch den du, o Gott! jederzeit alles dieſes Gute schaffeft, heiligest, belebeſt, ſegneſt und uns mittheilest. Durch ihn, mit ihm und in ihm wirst du, Gott, allmächtiger Vater! sammt dem heiligen Geiste in alle Ewigkeit gelobt und gepriesen. Amen! ist in der nido Commododis niadonnind 3 um Pater noster is minabl enjollatur, mis 3 u m Durch die heilsame Vorschrift unsers Erlösers aufgemuntert, und durch seinen göttlichen Unterricht belehrtwagen wir, zu beten: Vater unser, der du bist in dem Himmel, geheiliget 2c. 2c.drd slot udsmo sit dan munchhudored of Wir bitten dich, o Herr! erlöse uns von allen Uebeln, von vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen; und auf die Fürbitte der heiligen, preiswürdigen, unversehrten Jungfrau und Gottesmutter Maria, deiner heiligen Apostel Petrus und Paulus und Andreas, und aller Heiligen, schenke uns nach deiner Güte Frieden in unsern Tagen, daß wir, von deiner erbarmenden Hilfe unterstüßt, immer frei bleiben von aller Sünde, und sicher vor jeder Verwirrung, durch denselben Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn, der mit dir und dem Erste Meß- Andacht. heiligen Geiste gleicher Gott lebt und regiert in alle Ewigkeit! Amen! bom! dinlist billip o min big bul& amt and Der Friede des Herrn sey immer bei uns, und sein guter Geist begleite uns auf allen unsern Wegen! vis radi Indeß der Priester einen kleinen Theil der heiligen Hoftie in den Kelch fallen läßt: hiểu tìn nous ing ngise mat Die Vermischung und Segnung des Leibes und Blutes unsers Herrn Jesu Christi gereiche uns, die wir daran Theil nehmen, zum ewigen Leben! Amen! 130 fist msd sim dio stirb paudion 3 um Agnus Dei.ning bim stih O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erbarme dich unser!- D du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erbarme dich unser! O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Schenke uns den Frieden! msdnot Herr Jesu Christe! du sagtest zu deinen Aposteln: Ich laffe euch den Frieden zurück, meinen Frieden gebe ich euch; o, sich nicht auf meine Sünden, sondern auf den Glauben deiner Kirche, und laß sie nach deinem Willen in Frieden und Einigfeit blühen, der du als Gott lebest und regierest in alle Ewigkeit! Amen! ispimistag sdnůž asd ce dor s primeloninsko T 147 Herr Jesu Christe, du Sohn des lebendigen Gottes, der du nach dem Willen des Vaters unter Mitwirkung des heiligen Geistes durch deinen Tod der Welt das Leben ertheilet haft! erlöse mich durch diesen deinen allerheiligsten Leib und durch dein allerheiligstes Blut von allen meinen Sünden und von allen Uebeln! Gib, daß ich immer deinen Geboten nachlebe, und laß mich nie von dir geschieden werden, der du mit demselben Gott Vater und dem heiligen Geiste gleicher Gott lebeft und regierest in alle Ewigkeit! Amen! podagind slismus zur Kommunion des Priesters. Herr! ich bin nicht würdig, daß du eingehest unter mein Dach, sondern sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund!( Wird dreimal gesprochen.) Imoms ho sguisd 10* 148 Erste Meß- Andacht. Indeß der Priester die geheimnißvolle Nahrung deines Leibes und Blutes zu sich nimmt, o göttlicher Heiland! möchte auch wohl ich dem Altare nahen, und an derselben Theil nehmen. Aber meine Unwürdigkeit hält mich ab, und zwingt mich, von ferne reumüthig an meine Brust zu schlagen, und mit zerknirschtem Herzen zu rufen: Gott! sey mir Sünder gnädig!" Belebe mich aber wenigstens mit deinem Geiste, mein Jesu! da ich es nicht wagen darf, heute dein Fleisch und Blut zu genießen! Gib mir den Geist der Liebe zu Gott und meinen Mitmenschen! Stärke mich zum Kampfe wider die Sünde, zur Ausübung christlicher Tugenden, und zur geduldigen Ertragung aller Leiden! Laß meine Seele, zu deren Rettung du den Kreuzestod gelitten, und zu deren Nahrung du dein Fleisch und dein Blut im heiligsten Altarssakramente hinterlassen hast, nicht verloren gehen, sondern führe sie auf dem Wege deiner Gebote zum ewigen Leben! Amen! stial Nach der Kommunion des Priesters. 19 Gib, o Gott! daß dein gläubiges Volk, welchem dein Sohn Jesus seinen Leib zur Speise und sein Blut zum Getränke gegeben hat, durch den würdigen Genuß dieser geheimnißvollen Seelennahrung immer mehr von der Sünde gereiniget, zur Tugend ermuntert, und einstens der Theilnahme an seiner Herrlichkeit würdig befunden werde! Um dieses bitten wir dich durch unsern Herrn Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir nd dem heiligen Geiste gleicher Gott lebt und regiert in alle Ewigkeit. Amen! inter di 3um Ite, Missa est, und beim Segen. hdsif and Laß dir, o heilige Dreieinigkeit! den vollbrachten Dienst des Priesters gefallen, und nimm das Opfer, welches wir deiner Majestät dargebracht haben, gnädig an, damit es uns und Allen, für die es dargebracht worden ist, zur Versöhnung und zum Heile gereiche, durch Christus, unsern Herrn! Amen! Ing Es segne uns der allmächtige Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen! dal Zweite Meß- Andacht. di 3um legten Evangelium. con Jeu Didningen Jesu, ewiges Wort des Vaters! du wardst Mensch aus Liebe zu uns; ich bete dich an; ich vertraue vollkommen auf dich; du bist mein Gott. Du kamst in die Welt, um uns die Gnade zu verleihen, heilig zu werden, und uns im Himmel ewig selig zu machen. sid ug by androc A LOT 149 test Gebet nach der Messe. la ad us m in thin sid Liebevollster Vater! wir danken dir aus kindlichem Herzen, daß du uns an dem Liebesmahle Jesu und an der Ge= dächtnißfeier seines Todes hast Theil nehmen lassen. Verzeihe uns alle dabei begangenen Fehler der Lauigkeit und der Zerstreuung! Wir faffen den festen Entschluß, seinem göttlichen Beispiele in Allem nachzufolgen, und ihm, soviel unsere Kräfte erlauben, ähnlich zu werden, um so die Früchte dieses großen und heiligen Opfers zu erlangen. Verleihe uns die Gnade, diesen Vorsaß zu halten, durch eben diesen Herrn Jesus Christus, deinen Sohn! Amen! allage 98 3weite Meß- Andacht. Die heilige Messe als Bittopfer insbesondere. Gebete und Betrachtungen. 1. Herr, himmlischer Vater! du bist der Selige, du die Liebe, du die Quelle alles Guten. Du spendest deine Gaben aus, und erfüllest mit Segen Alle, die desselben empfänglich sind. 2. Alles, was wir sind und haben, kommt von dir. Uns überlassen- sind wir arm und ohnmächtig. Sey gepriesen, o unser Gott! daß wir nichts sind, und daß du allein der Grund aller Macht, alles Guten und aller Seligkeit bist! 150 Zweite Meß- Andacht. Das Gefühl unsers Unvermögens führt uns zu dir hin, und macht uns demüthig und dir unterwürfig. SETTIECO More W 3. Du kennst alle unsere Anliegen und kommst unsern Bitten zuvor, und thust Gutes sogar Jenen, die dich nicht anrufen und nicht lieben. Aber wenn du gleich weißt, was ich bedarf, soll ich deßwegen nicht zu dir flehen, daß du mir solches gütigst verleihest? Welche Gnade für mich, daß ich zu dir rufen darf, wie ein Kind zu seinem besten Vater! Ich will dir nicht erst meine Lage entdecken; du kennst sie früher und beffer, als ich selbst. Ich will nicht durch unvernünftige als ich Wünsche und Bitten deinem heiligsten Willen entgegenhandeln, oder die Wege deiner ewigen Vorsehung umkehren. Bei dir, du Ewiger, Unveränderlicher! ist kein Gestern, kein Morgen. Unsere Wünsche und Bitten sind dir von Ewigkeit bekannt. isplori Dein heiliger Geist lehret uns mit gläubiger Ergebung zu dir USTADE OLICE beten, um nichts anderes, als daß dein heiligster Wille an uns und von uns erfüllt werde. OVE 121 MI 20 those imble 4. Wie felig bin ich, wenn ich vertrauensvoll zu dir bete, und durch dieses Gebet meinen Glauben darlege, daß ich für mich nichts bin und habe; daß du, der Allwissende, Alles weißt; daß deine liebevolle Vorsehung alle unsere Schicksale lenkt und regiert; daß du, der Allmächtige, Alles, was zu unserm Heile und zu deiner Ehre ist, geben kannst; daß du, o Allgütiger! es geben wirst! 5. Jefus, 5. Jesus, dein göttlicher Sohn, hat uns verheißen, daß du uns Alles geben werdest, um was wir dich in seinem Namen bitten. Im Ne auf sein Wort und auf deine Vater! erhöre unser Gebet!- Vaterliebe beten wir zu dir. Erhöre uns um Jesu willen! 6. Sieh, Vater! gnädig herab auf das unblutige Opfer, welches wir dir nach der Vorschrift Jesu, deines göttlichen Sohnes, darbringen! Es ist der Leib und das Blut des unbefleckten Lammes, welches geschlachtet worden für unsere Sünden von Ewigkeit. Jesus opfert sich; er bittet für uns. Welche Zweite Meß- Andacht. Gnade wirst du versagen, da Jesus unser Mittler und Vertreter ist? 7. Erhöre uns, o himmlischer Vater! Wir bitten nicht nur für uns, sondern für alle Menschen unsere Brüder und Schwestern nahe und ferne. Wir sind ja Alle deine Kinder. Für uns hast du Jesum, deinen göttlichen Sohn, gesendet. Er ist für Alle gestorben. Kapinis into russ Fid0 Rimini 151 - 11 8. Suchet vor allem das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit, und alles Uebrige wird euch als Zugabe geschenkt werden!"- Dieß ist die Vorschrift Jesu, deines Sohnes, unsers himmlischen Lehrers. O, so verleihe uns, was durch diese Worte angedeutet ist! Dein Reich ist ein Reich der Tugend, der Wahrheit, der Liebe und Seligkeit. Wer an dich glaubt und an deinen Sohn Jesus, wer seinen Vorschriften treu nachlebt, ist ein wahrer Bürger und Unterthan in deinem Reiche. snd opinie Import d 9. O Vater im Himmel! gib, daß ich selbst, daß alle Anwesenden, daß alle Menschen auf der Erde dich, den einzigen wahren Gott, erkennen, und den du gesendet haft, Jesum, deinen Sohn! daß sie dich und ihn lieben! dich und ihn im Geiste und in der Wahrheit anbeten! dir durch ein Leben, welches dem Leben deines Sohnes ähnlich ist, wohlgefällig und ewig selig werden! Laß es uns recht lebendig fühlen, daß Jesus der Weg, die Wahrheit und das Leben ist! fühlen, daß wir zum Verderben eilen, wenn wir den Pfad verlassen, welchen er uns vorgezeichnet hat, und welchen er selbst gegangen ist! pi10. Erbarme dich, o Gott! der Heiden und Ungläubigen! Ziehe die Decke von ihrem Geiste, daß sie die Wahrheit erkennen! Bezwinge ihre Herzen, welche der erkannten Wahrheit widerstreben! O möchten an allen Orten der Welt, und in allen Herzen der Menschen deinem heiligsten Namen Altäre sich erheben! Möchte das unblutige Opfer des neuen Bundes, welches wir hier feiern, von allen Völkern und unter allen Himmelsstrichen dir dargebracht werden! ft eenist thang no si 152 Zweite Meß- Andacht. 11. Gott! du lassest das Böse zu, und seßest ihm Schranken, und weißt aus dem Bösen Gutes zu ziehen. Wir alle sind unrein vor dir, und Sünder. Bekehre uns zu dir! O möchten wir doch nicht vorsäglich und mit leichtsinnigem Frevel deine Gebote übertreten! Führe die Verirrten zurück, welche auf dem Wege der Sünde wandeln, und Werke der Finsterniß üben! Wehre dem Unglauben und der Gottlosigkeit! Schüße die gefahrlaufende Unschuld! Notte aus alle Aerdurch gernisse und Laster! Schrecke den Verführer zurück den Glauben an dein schreckliches Gericht, wo du die gemordete Unschuld von seinen Händen fordern wirst! HİNDİ 12. Sieh gnädig herab auf dein Volk, welches du dir erwählet hast! Verleihe deiner Kirche tugendhafte, eifrige, erleuchtete Hirten! Gib, daß sie ihrer Heerde durch Wort und That vorleuchten, und das Bild Jesu, des guten Hirten, an sich tragen! Reinige deine Kirche von Mißbräuchen und allem unheiligen Wesen! Vertilge Heuchelei und Scheinchristenthum! Erwecke in uns den lebendigen Glauben, welcher durch die Liebe thätig ist! Führe unsre irrenden Brüder in den Schooß deiner heiligen Kirche zurück! ad du bid 13. Schenke deinen Völkern weise, gerechte und tugendhafte Regenten und Obrigkeiten, welche dich, den König der Könige, fürchten, und die höhere Macht, welche du ihnen verliehen hast, zur Verherrlichung deines Namens, und zum ewigen und zeitlichen Wohle ihrer Untergebenen verwenden! 14. Segne, o Gott! das Vaterland und alle Stände desselben! Wende ab von uns- Kriege, Krankheiten, Theuerung und Alles, was uns an Leib und Seele schädlich ist! Segne den Schweiß des Landmannes und das Gewerbe des Bürgers! Verleihe den christlichen Eheleuten, daß sie sich treu und keusch lieben, und die Beschwerden dieses Lebens einander erleichtern! Verleihe den christlichen Eltern, daß sie ihre Kinder durch Wort und Beispiel zu allem Guten anleiten, und in Frömmigkeit und in der Furcht deines Namens erziehen! Gib, daß die Herr- 153 Zweite Meß- Andacht. m schaften gerecht und liebreich befehlen nicht vergessend, daß auch sie einen Herrn im Himmel haben! Gib, daß die christlichen Dienstboten freudig und getreu, und Deiner wegen gehorchen- gestärkt durch den gläubigen Gedanken, daß vor dir, o Gott! Knechte und Herren gleich sind; daß sie in der Person der Herren dir dienen; daß sie von dir bemerkt und belohnet werden! Segne die christliche Jugend, und gib, daß sie unschuldig, fromm, folgsam und fleißig sey und bleibe! dad 15. Segne, o Gott der Liebe! unsere Freunde und Wohlthäter! Vergilt ihnen das Gute, das sie uns erwiesen haben, mit zeitlichem und ewigem Segen! Gib, daß unsere Liebe und unser Dank gegen sie durch Tugend und Frömmigkeit veredelt und geheiliget werde! no 1519 lipd deginda disc, junt 16. Auch für unsere Feinde und Verfolger bitten wir dich, o Gott! nach der Vorschrift und dem Beispiele Jesu, deines Sohnes. Von Herzen verzeihen wir ihnen, und bitten um Verzeihung dich und sie. Segne Jene, die uns verfolgen! Erweise, o Herr! Gutes Jenen, die uns Böses thun oder gethan haben! Gib uns Stärke, diese Gesinnung auch im Werke zu üben! 17. Unendlich weiser, gerechter Vater! du hast deine Gaben auf Erden mannigfaltig vertheilt. Durch Leiden und Trübsale züchtigest du die Sünden, oder prüfest und erweckest die Tugend deiner Kinder. Erbarme dich der Armen und Nothleidenden, der Witwen und Waisen, du, dessen Güte die jungen Raben nährt; erbarme dich der Kranken und Sterbenden! Tröste sie durch den Gedanken an deine Vatergüte, durch die freudige Hoffnung eines ewigen, besseren Lebens, und durch das Andenken an die Leiden Jesu, deines Sohnes! Gib allen Leidenden Geduld, Frieden des Herzens und Ergebung in deinen heiligsten Willen! - 18. Erweitere unsere Herzen, o Gott der Liebe! bei dem Anblicke des leidenden Bruders! Laß es uns lebendig glauben, daß es Jesus selbst ist, den wir in dem Hungrigen spei Zweite Meß- Andacht. sen, in dem Durstigen tränken, in dem Fremdlinge aufnehmen, in dem Nackten bekleiden, in dem Gefangenen besuchen!- Bewahre uns vor Hartherzigkeit, daß uns nicht am Tage des Gerichtes das Urtheil der ewigen Verdammung treffe!- Erbarme dich auch, o Herr! der leidenden Seelen im Reinigungsorte! 19. Verschmähe nicht, o barmherziger Vater! unsere Bitten, welche wir dir mit gläubigem Gemüthe vorgetragen haben! Und da wir unserer Sünden wegen nicht würdig ſind, erhört zu werden, so bitten wir dich durch die Kraft des heiligsten Opfers, welches Jesus für uns am Kreuze vollbracht hat, und welches wir in dieser heiligen Messe erneuert haben. Ja, himmlischer Vater! sich an die Leiden, welche Jesus für unser Heil erduldet hat! Sieh an die Thränen, welche er für uns geweinet; die Bitten, welche er für unser Heil dir vorgetragen hat!- In Vereinigung mit dem Versöhnungstode und den Verdiensten Jesu, deines Sohnes, opfern wir dir unsere Bitten und Wünsche für unsere und unserer Brüder Wohlfahrt. Laß uns Gnade finden vor deinem Angesichte - um Jesu, deines Sohnes, willen! Amen! og de 154 Kirchen- Gebet. bildl. Gott, du, unsere Zuflucht und Stärke! vernimm die frommen Fürbitten deiner Kirche, du selbst, der Urheber der frommen Liebe! und verleihe, daß, um was wir immer gläubig bitten, wir auch wirksam erhalten, durch Christus, unsern Herrn! Amen! t alway® redus dis? voljog monghied non indisdaid p Orte mods), am 89 Langagung, and mostrandja Dritte Meß- Andacht. Dritte Mesi- Andacht. til din Die heilige Messe als Dank- Opfer insbesondere. Gebete und Betrachtungen. 1. Barmherziger, ewiger Gott! wie groß, wie mannigfaltig, wie unzählig sind die Gnaden und Wohlthaten, welche mir und allen deinen Geschöpfen von deiner unendlichen Güte zugeflossen sind, und noch immer zufließen! Herr! erleuchte mich, daß ich sie betrachte, und daß mein Herz von lebhaftem Danke gegen deine Güte erfüllet werde! - 155 2. Ich danke, dir, o Gott! daß du der Allmächtige, der Heilige, der Allweise, der Ewige, der Unendliche bist, dessen Namen Himmel und Erde auszusprechen nicht fähig sind. Wie selig sind wir, da wir einen solchen Gott und Vater im Himmel haben! Die Ehre des Vaters ist auch die Ehre seiner Kinder. - 3. Ich danke dir, Schöpfer des Himmels und der Erde! daß du dich so herrlich geoffenbaret hast durch die Schöpfung der Welt, welche das Wort deiner Allmacht aus Nichts hervorgebracht hat. Himmel und Erde verkünden die Wunder deiner Allmacht, Weisheit und Güte, und preisen dich, der sie so herrlich und wunderbar gemacht hat. 4. Ich danke dir, du Heiligster, der du dich so herrlich geoffenbaret hast in der Seele des Menschen, die du geschaffen hast. nach deinem Ebenbilde! Ja! du hast dein Gesetz in mein Innerstes geschrieben. Mein Gewissen ruft mir zu: Meide das Böse, übe das Gute! Werde gut und heilig; denn dein Gott ist gut und heilig! g abd wind9 ig - 5. Ich danke dir, o Unendlicher! daß du dich am Herrlichsten geoffenbaret hast durch Jesus Christus, deinen eingebornen Sohn von Ewigkeit, der in der Zeit Mensch gewor den ist, um uns Menschen zu Kindern Gottes zu machen. Ich 156 Dritte Meß- Andacht. danke dir für die unaussprechlichen Wohlthaten, die du uns Sündern durch deinen vielgeliebten Sohn erwiesen haft; für seine heilige Lehre, die er uns verkündet, für das heilige Beiſpiel, das er uns zur Nachahmung hinterlassen, für die Leiden und Schmerzen, die er für uns erduldet, für das Opfer unsrer Versöhnung, das er für uns am Kreuze vollbracht, für das Denkmal seiner unendlichen Liebe, das er in dem heiligsten Altarssakramente geſtiftet hat. sic duh gilingue stor pilloj CH 6. Ich danke dir, o Gott! daß du mich nach deinem Ebenbilde zum vernünftigen Menschen geschaffen, daß du mich so wunderbar gebauet, daß du meinen Geist und meinen Leib mit so vielen und mannigfaltigen Kräften und Fähigkeiten ausgerüstet, daß du mir einen Verstand gegeben haft, dich zu erkennen, und ein Herz, dich zu lieben.- Aber ach! ich erkannte dich nicht; ich liebte dich nicht. Die Sünde hatte meinen Verstand verdunkelt, hatte mein Herz verkehrt und verdorben. Die Sünde hatte mich und alle Menschen zeitlich und ewig unglücklich gemacht. 7. Dank dir, du Gütigster! Du hast dich des Sündergeschlechtes erbarmet; du hast uns einen Erlöser gegeben, Jesum, deinen Sohn, unsern Herrn. Und hast du uns in ihm nicht Alles gegeben? Alles hast du uns in und mit Jesus gegeben. Nun kennen wir dich; nun wissen wir den Weg zu dir. Nun sind wir nicht mehr Kinder des Zornes, sondern eines guten Willens. Nun sind wir Erben Gottes und Miterben Jesu Christi. O! welches Heil ist uns durch deinen Sohn geworden! di 8. Dank dir, o Gott! daß du bist verherrlichet worden durch Jesus, deinen Sohn; auch verherrlichet- durch deine Heiligen und Auserwählten im Himmel, an denen die Verheissungen deines göttlichen Sohnes bereits in Erfüllung gegangen, und die Früchte seines Leidens und Todes sichtbar geworden sind! O Gott, unser Herr! wie wunderbar ist dein Name im Himmel und auf Erden! Ueber alle Himmel - -- - Dritte Meß- Andacht. geht dein Ruhm. Wenn ich deinen Himmel betrachte, die Werke deiner Hände-- Sonne, Mond und Sterne, die du erschaffen hast; was, rufe ich dann, ist der Mensch, daß du dich seiner erinnerst? Was der Sohn des Menschen, daß du ihn heimsuchest? Du hast ihn nur wenig unter die Sterne gemindert, ihn mit Herrlichkeit und Ehre gekrönet!" Keine Zunge spricht es aus, kein Verstand begreift es; kein Auge hat es gesehen, kein Ohr gehört, und noch keines Menschen Herz empfunden, was du Jenen bereitet hast, die dich lieben! d dog. - 157 9. Dank dir, o Jesu! daß du eine heilige, sichtbare, christliche Kirche gestiftet haft; daß auch ich von christlichen Eltern geboren, und durch die heilige Taufe ein Mitglied dieser Kirche geworden bin! Dank dir, o Jesu! für die heiligen Saframente, die du eingesetzt, für das heilige Evangelium, das du uns hinterlassen, für so viele Gelegenheiten zum Guten, die du uns dargeboten haft! Ach! sollten so viele Gnadenmittel für mich unnüßz seyn? Sollte ich nicht davon jenen Gebrauch machen, den deine Heiligen gemacht haben, um einstens auch dahin zu kommen, wo sie sich befinden? od coming ques - 2 10. Gott! gegen jedes deiner unzähligen Geschöpfe erneuert sich jeden Morgen deine Güte, und keines derselben wird von dir übersehen oder vergessen. Allen deinen Menschen bist du der gute himmlische Vater; und doch führest du noch einen jeden seinen besonderen Weg, und überhäufest ihn mit neuen besonderen Wohlthaten. ind 11. O Vater im Himmel! wenn ich die Geschichte meines Lebens und Herzens überdenke, wie zeigt sich mir diese deine besondere liebevolle Erbarmung gegen mich Unwürdigen! In welche sonderbare Verhältnisse hast du mich seit dem ersten Tage meines irdischen Daseyns verseßt! Wie wunderbar haft du alle meine Schicksale vorbereitet und gelenkt! Wie viele, mir dunkle und unbegreifliche Wege hast du mich geführt! Wie Dritte Meß- Andacht. hast du alle Umstände so gefügt, daß ich am Ende ausrufen mußte: Gott hat Alles wohlgethan! Denen, die Gott lieben, muß Alles zum Besten gereichen!" iste $ 12. Ach! hätte ich dich doch stets geliebt, und dich niemals beleidiget! Und doch hast du von deinem widerspenstigen Kinde deine Hand nicht abgezogen, mich unaufhörlich mit Wohlthaten überhäuft, den Verlornen zurückgerufen, und den Verirrten liebreich aufgesucht. Habe Dank, o Vater im Himmel! daß du mich in meinen Sünden nicht hast sterben lassen; daß du mir Zeit und Anmahnung und Gelegenheit zur Buße gegeben; daß du durch innere und äußere Einsprechungen mein Herz vom Bösen hinweg, und zu dir gefehret haft! Ach! möchte ich mich von nun an nimmermehr von dir entfernen! 13. Habe Dank, o mein Gott! daß du mir Eltern, Freunde, Lehrer, Wohlthäter gegeben, und in ihre Herzen Mitleiden und Wohlwollen gelegt hast, mich zu pflegen, zu erziehen, zu warnen, zu belehren, zu unterrichten, und mir Gutes zu thun! Habe Dank für jedes gute, ermunternde Beispiel, das du mir in deinen frommen und treuen Freunden vorstellest! Habe Dank für die unzähligen Freuden, die uns die Betrachtung deiner herrlichen Schöpfung, der Umgang mit tugendhaf ten Freunden, das Gebet und der Gedanke an dich gewährt! - Habe Dank für Speise und Trank, die uns nähren; für die Ruhe der Nacht, die den Müden stärkt; für jeden Sonnenblick, der mich erheitert; für Leiden und Trübsale, die du uns sendest, um uns vom Irdischen zum Himmlischen zu wen den, und uns zu erinnern, daß auf Erden kein bleibendes Glück,- daß Alles Eitelkeit sey, außer dich lieben und deine Gebote halten! Habe Dank für alle Wohlthaten, mit denen du mich täglich, stündlich und alle Augenblicke überhäufest, und die ich nicht erkenne, oder übersehe und gering schäße!- 14. Für diese unzähligen Beweise deiner unendlichen Güte welchen Dank kann ich dir darbringen, der deiner Majestät würdig wäre? Du hast dir selbst ein würdiges 158 - Dritte Meß- Andacht. Dankopfer erwählt, Jesum, deinen vielgeliebten Sohn, unsern Herrn und Heiland. Dieses unbefleckte Opfer, den Leib unsers Herrn Jesu Christi, der für uns am Kreuze gehangen, sein Blut, das für uns am Kreuze geflossen ist, bringe ich dir, o himmlischer Vater! zum Dankopfer dar. Gedenke, o Gott! jenes Dankgebetes, welches einst dein göttlicher Sohn dir entrichtet hat, als er das Brod und den Kelch segnete, und das Geheimniß seines Leibes und Blutes einsetzte! Er dankte anstatt unser Aller; denn er wußte, daß wir arme Sünder nicht im Stande seyn würden, dir würdig zu danken- für die geringste deiner Gaben, geschweige für diese edelste der himmlischen Gnaden, die Speise, welche Seelen zum ewigen 159 Leben nährt, den wahren Leib und das wahre Blut Jesu, deines Sohnes. O laß dir, himmlischer Vater! meinen Dank in Vereinigung mit diesem heiligsten Opfer wohlgefällig seyn! 15. Nicht vergebens und zwecklos theilest du, o Gott! deine Gaben aus, sondern willst, daß wir sie zu deiner Ehre, zu unserm und des Nächsten Heile gewissenhaft verwenden. Bewahre mich, o Gott! vor dem Leichtsinne, deine Wohlthaten zu mißbrauchen! Besonders die heiligen Sakramente laß mich nie unwürdig empfangen! Alle deine Wohlthaten sind für uns ein unverdientes Geschenk. Wie dürfte ich mich erheben über Den, der weniger empfangen zu haben scheint? Wie Jenen beneiden, dem du mehr verliehen hast? In Demuth erkenne ich, daß ich deiner Gnaden und Wohlthaten nicht würdig bin; mit Furcht und Zittern erwäge ich, daß du von mir, wenn ich mehr erhalten habe, auch mehr fordern werdest. Du bist, o himmlischer Vater! so unendlich gütig und liebreich gegen alle deine Geschöpfe. Verleihe, daß auch ich nicht nur einem Jeden das Seinige gönne, und mich über das Gute des Nächsten erfreue, sondern auch nach meinem Vermögen Andern helfe, gebe und Gutes thue! Amen! sul disar ispinis ( not use asks sapildas ist and dair 3d air math so mphistioning dan bid daug 1 160 Vierte Meß- Andacht. Kirchen-Gebet.id Gott! zahllos sind deine Erbarmungen, und unerschöpflich die Schätze deiner Gnaden. Wir danken deiner huldvollsten Majestät für alle uns erwiesenen Wohlthaten, und flehen auf ein Neues und immer deine Vatergüte an. Der du den Bittenden ihr Gesuch gewährest! verlaß uns auch in Zukunft nicht, sondern mache uns würdig, die Güter der ewigen Seligkeit zu erlangen! Durch Christus, unsern Herrn. Amen! mism, Hoodist mi do nisd sfint Vierte Meß- Andacht.dan mbl #pions ma molest Die heilige Messe als Lob- Opfer insbesondere. mi inn@ mastbar 190 19thlmmid aid in asado Gebete und Betrachtungen. punginimalk Imej gill 50 jual jaoluna 11. Gott, Allmächtiger, Unendlicher, Vollkommenster, Herr des Himmels und der Erde! vor dir werfe ich mich nieder im Gefühle meiner Niedrigkeit, und bete dich an, und freue mich, daß ich an dich denken, und kindlich mit dir reden darf, - dich, den mein Auge nicht sieht, den kein Verstand begreift. 2. O Gott! wie erfreulich, wie tröstend ist der Gedanke an dich! Wenn ich dich denke, so schwebt meinem Geiste vor, was immer gut, heilig, weise, schön und vollkommen ist. Dieser Gedanke erweitert und erhebt das Herz, und zieht mich empor über Alles, was irdisch und vergänglich ist; dieser Gedanke erfüllt mich mit Liebe zu dir, o Unbegreiflicher, unendlich Vollkommener! und mit dem seligen Glauben, daß du auch mein Gott bist, daß ich dein Geschöpf, dein Kind bin; mit der erfreulichen Hoffnung, daß auch an mir dein heiligster Wille in Erfüllung gehen, und ich nach deinem Bilde erschaffen dir ähnlich, und ewig mit dir in Seligkeit vereiniget werden könne und solle. sada dog pålse med 3. D Gott, den kein endliches Wesen fassen kann! nur durch dich und deinen heiligen Geist erkennen wir dich, und - Vierte Meß- Andacht. 161 beten zu dir. Erleuchte meine Finsternisse, daß ich in tiefer Ehrfurcht und Anbetung bedenke und erkenne, nicht was du an dir, sondern was du mir und allen deinen Menschen bist! 24. 4. du wahrer, lebendiger, einziger Gott! du Leben alles dessen, was lebt! du Grund und Anfang aller Wesen! du, der du bist, und ohne welchen nichts ist! ich bete dich an. Du hast das Leben in dir selbst. Alles Uebrige lebt nur in dir und durch dich. Ohne dich ist nichts, als Tod und Verwesung. In dir leben wir, und bewegen wir uns, und sind wir. Von dir, durch dich und in dir ist Alles. Dir sey Preis in Ewigkeit! Amen! 5. D du Ewiger Unermeßlicher ohne Schranken der Zeit und des Ortes! Wann warest du nicht? Und wann wirst du nicht seyn? Ich bete dich an. Himmel und Erde mögen vergehen; du bleibst immer derselbe. D, welcher Grund felsenfesten Vertrauens auf dich! Wie sollte ich auf Menschen bauen, welche heute sind, und morgen vergehen! Ueberall bist du, o Gott! Uleberall bist du mir nahe, und vernimmst mein Rufen, und den leisesten Wunsch meines Herzens. Himmel und Erde erfüllest du mit deiner unendlichen Majestät. Gib, o Herr! daß ich immer vor deinem Angesichte wandle! Der Gedanke an dich halte mich vom Bösen ab, und ermuntere mich zum Guten! Wie sollte ich Böses thun vor den Augen meines Gottes? Wie follte ich ein Unglück fürchten, wenn du, mein Gott, bei mir bist? 6. Unendlich vollkommenster Geist, durch den alle Geister sind und denken! ich bete dich an. Unendlich groß ist deine Macht. Unendlich gut ist dein Wille. Unendlich weise ist dein Verstand. Was ist der Mensch im Vergleiche mit dir? Schwach ist seine Kraft, verfinstert sein Verstand, sündhaft sein Wille. Was sind im Vergleiche mit dir die unermeßlichen Welten alle? Sind vor dir nicht alle Völker, wie ein Tropfen am Eimer?. bid aid me 7. Allmächtiger, der Alles schafft im Himmel und auf Erden, was er will, dem nichts unmöglich ist, der 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe 2c. 11 - 162 Vierte Meß- Andacht. allein Wunder thut, der durch sein Wort die Welt aus. Nichts hervorgebracht hat, und sie durch seine Kraft erhält, der tödtet und lebendig macht, in's Todtenreich führt, und zurückführt, der arm macht und bereichert, der erniedriget und erhöht! ich bete dich an, und vertraue auf dich. Du allein errettest aus aller Noth; du kannst überschwänglich mehr thun, als wir je bitten oder verstehen. nada un chid - 8. Heiligster! du willst nichts als das Gute, und verabscheuest das Böse. Ein böses Herz ist vor dir ein Gräuel, und nur an Jenen, welche recht handeln, hast du Wohlgefallen. Du hast dein heiliges Gesetz in mein Herz geschrieben. Du haft mir Verstand gegeben, das Gute von dem Bösen zu unterscheiden. Du hast mir Freiheit gegeben, um das Gute zu wählen, und das Böse zu meiden. Mein Gewissen, das mich zum Guten treibt, und vom Bösen zurückhält, das mich nach jeder bösen That bestraft, ist deine Stimme. O du Heiligster! ich bete dich an. Gib, daß wir heilig seyen, wie du heilig bist! 9. Unendlich Weiser! die Vergangenheit, die Zukunft ist deinem Auge aufgeschlossen. Du erkennest nur das Gute, und wählest, dieses zu bewirken, die besten Mittel. Du hast deine Welt so eingerichtet, daß alle deine Geschöpfe ihre Bestimmung, mit deiner Gnade und ihrer Mitwirkung, auch erreichen können. Dwie tief geht der unermeßliche Schaß deiner Weisheit! Wie ganz unbegreiflich sind deine Rathschlüsse, wie ganz unerforschlichy deine Wege! Wer kann deinen Sinn durchschauen? Wer ist dein Rathgeber gewesen? O du Quelle wahrer Weisheit! laß auch uns unwissende, thörichte Menschen von deiner unermeßlichen Fülle einen Tropfen schöpfen! O du unbegreifliche, milde, liebreiche Vorsehung, welche Alles lenkt, wie im Größten, so im Kleinsten! in deine Arme werfe ich mich. Führe mich deine Wege, wenn sie mir auch dunkel, unbegreiflich, rauh und schmerzhaft scheinen! Jenen, die dich, o mein Gott! lieben, muß Alles zum Besten gereichen. 10. Gerechter Gott! du belohneft das Gute, und beE Vierte Meß- Andacht. strafest das Böse. Du, Erforscher der Herzen und der Nieren! du richtest nicht nach dem Scheine; bei dir gilt kein Ansehen der Person; du vergiltst einem Jeden nach seinen Werken. „ Deine Gerechtigkeit ist, wie die Berge Gottes, unwandelbar, und, wie die Tiefen des Abgrundes, unerforschlich." O Herr! wenn du einst Gericht halten wirst über dein Volk, wie schrecklich ist es, in deine, des lebendigen Gottes, Hände zu fallen!"__ Aber, o Barmherziger, Langmüthiger! du willst nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre, und daß er lebe. Du rufest uns zur Buße und Besserung. Du verfahrest mit uns nicht nach unsern Sünden, und vergiltst uns nicht nach unsern Missethaten. Ach! bewahre uns vor Verhärtung und Unbußfertigkeit, daß wir deine Geduld und Langmuth, die uns mit lauter Liebe zur Buße bringen will, nicht verachten, nicht mißbrauchen! 11. O du Getreuer, Wahrhaftiger! du trügest nicht, und wirst nicht betrogen. Deine Verheißungen, so wie deine Drohungen werden gewiß in Erfüllung gehen. Wer hat je auf dich gehofft, und ist zu Schanden geworden? Auf dich hoffe ich; Herr! stärke meine Hoffnung! Denn die Wahrheit des Herrn bleibt in Ewigkeit." Verleihe, daß auch ich in Treue und Wahrheit wandle, ohne Trug und Verstellung! 163 12. O du Seligster in dir selbst, du unser höchstes Gut! Wessen bedarfst du, und wer bedarf Deiner nicht? Wer kann dir etwas geben? O du, in dem allein das Herz des Menschen ruht! du allein vermagst seine Begierden ganz zu stillen. Wie arm und elend bin ich, wenn ich Alles habe- ohne dich! Wie reich und selig bin ich, wenn ich dich habe, obschon mir alles Uebrige mangelt! Nur wenn ich mit dir vereiniget bin, habe ich Leben und Frieden und Seligkeit. O wie selig Alle, die mit dir vereinet sind! Sie werden von der Fülle deines Hauses trunken; du tränkest sie mit einem11* Vierte Meß- Andacht. Strome deiner Wonne; denn bei dir ist die Quelle des Lebens, und in deinem Lichte werden wir das Licht schauen." 164 Rullone out 13. O du unendliche Liebe, Güte und Gnade! wie ist die Welt so voll deiner Wunder und Erbarmungen! Und was soll nach deinem untrüglichen Worte dereinst anuns offenbar werden, wenn wir an dich glauben, auf dich hoffen, und dich lieben! Wie sollen wir dich würdig nennen? Wie dich geziemend anbeten? Wie unsern Dank dir ausdrücken? Weder die Menschen, noch die höheren Geister können dir eine Anbetung erweisen, welche deiner unendlichen Majestät vollkom men würdig ist. L - - 14. Aber sey gebenedeit, unendlich barmherziger Gott! du selbst hast dir ein würdiges Opfer des Lobes und der Anbetung erforen, indem du durch den Mund deines Propheten uns ankündest:„ Ich habe kein Wohlgefallen an euch",( ihr eigennüßigen Priester des alten Bundes!) und will kein Geschenk annehmen von eurer Hand; denn von Sonnenaufgang bis zum Niedergange ist groß mein Name unter den Völkern; und überall wird geopfert, und dargebracht meinem Namen ein reines Speiseopfer. Denn groß ist mein Name unter den Völkern, spricht der Herr der Heerschaaren." 15. Heil uns! dieses Wort der Verheißung ist nun erfüllet in und durch Jesus, deinen Sohn, unsern Herrn und Erlöser. Er hat sich selbst als ein, deiner unendlichen Majestät wohlgefälliges, Opfer auf dem Altare des Kreuzes dargegeben. Noch täglich wird dieses reine Opfer über der ganzen Erde von Aufgang bis Niedergang unblutig erneuert. Nur Jeſus, dein Eingeborner, vielgeliebter Sohn, in welchem du dir wohlgefallen hast, kannte dich vollkommen, liebte und ehrte dich auf eine deiner Majestät ganz würdige Weise. Nur in ihm und durch ihn kennen, ehren wir dich, und sind wir dir wohlgefällig. Vierte Meß- Andacht. 16. Im Vertrauen auf dein Wort, und nach der Vorschrift Jesu, deines Sohnes, opfere ich dir das Opfer der Anbetung und des Lobes, das Lamm, welches vom Anbeginn geschlachtet worden ist, Jesum, deinen Sohn, seinen Leib und sein Blut unter den Gestalten des Brodes und Weines. Laß dir, himmlischer Vater! dieses Opfer wohlgefällig seyn- zur Verherrlichung deines Namens, zur Anbetung deiner unendlichen Majestät! Mit diesem heiligen Opfer bringe ich mich selbst, und Alles, was ich bin und habe, dir zur Gabe dar. Ich bin nicht würdig, vor deinem Angesichte zu erscheinen. Aber ich zähle nicht auf meine Gerechtigkeit, sondern einzig auf die Verdienste Jesu, deines Sohnes. In Vereinigung mit ihm, der aus Liebe zu uns Mensch, und uns gleich geworden, laß mich dir wohlgefällig seyn! Gib, o Vater! daß ich dich immer mehr erkenne, liebe und preise, und daß mein ganzes Leben ein dir angenehmes Opfer des Lobes und der Anbetung sey und bleibe! Amen! Lood - - 165 17. Verschmähe, o Gott! nicht den schwachen Ausdruck meiner Anbetung, welche ich dir mit den Lobpreisungen deiner heiligen Engel darbringe, und mit jenem Gebete vereinige, welches dir Jesus am Kreuze sterbend dargebracht hat! Gepriesen seyst du, Herr, Gott unsrer Väter! Dir gebührt Lob und Ruhm in Ewigkeit. Und gepriesen sey der Name deiner Herrlichkeit, welcher heilig ist, und welchem Lob und Ruhm gebührt in Ewigkeit! Gepriesen seyst du im heiligen Tempel deiner Majestät! Dir gebührt Lob und Ruhm in Ewigkeit... Gepriesen seyst du auf dem heiligen Throne deines Reiches! Dir gebührt Lob und Ruhm in Ewigkeit.. Gepriesen seyst du, der du den Abgrund durchschauest, und sizest über den Cherubim! Dir gebührt Lob und Ruhm in Ewigfeit... Gepriesen seyst du in der Feste des Himmels! Dir gebührt Lob und Ruhm in Ewigkeit... Gepriesen seyst du, der du wandelst auf Flügeln der Winde, und auf Wogen des Meeres! Dir gebührt Lob und Ruhm in Ewigkeit... Dich 166 Fünfte Meß- Andacht. sollen preisen alle deine Engel und Heiligen, dich loben und verherrlichen in Ewigkeit!.. Dich preise der Himmel, die Erde, das Meer, und Alles, was in ihnen ist, und lobe und verherrliche dich in Ewigkeit! - Kirchen- Gebete. Gott, du Stärke Derer, die auf dich hoffen! vernimm gnädig unser Rufen! Und da ohne dich die menschliche Schwachheit nichts vermag, so verleihe uns deine unterstüßende Gnade, auf daß wir bei Vollziehung deiner Gebote dir sowohl durch den Willen als durch das Werk gefallen! Das heilige Opfer, o Herr! welches du zur Ehre deines Namens darzubringen befahlst, hast du zugleich zum Mittel unsers Heiles angeordnet. Da wir nun mit so vielen Gnaden von dir, o Gott! überhäuft worden sind, so verleihe, daß wir das Heil erlangen, und niemals aufhören, dich zu loben! Durch Christus, unfern Herrn. Amen! s tim din Fünfte Meß- Andacht. tooted Ri pitan spno Die heilige Messe als Versöhnungs- Opfer insbesondere. Gebete und Betrachtungen. 1. Gerechter, heiliger Gott! Jesus, dein göttlicher Sohn, ist aus Liebe zu uns Sündern am Kreuze gestorben, um für die Sünden der ganzen Welt deiner gö: lichen Gerechtigkeit genug zu thun, und uns mit dir zu versöhnen. Da ich jest dem unblutigen Opfer unserer Versöhnung beiwohne, so erleuchte mich, o mein Gott! daß ich in Bitterfeit meiner Seele vor dir meine Missethaten bedenke und bereue, und indem ich die Größe 167 Fünfte Meß- Andacht. meines Elendes erkenne, auch die Liebe und Barmherzigkeit meines Heilandes einsehe, der mich von diesem Glende be freiet hat! 29 minth 19 nad najgób] s md 2. D Gott! du hast dein heiliges Gesetz in mein Herz geschrieben. Du hast es noch deutlicher durch Moyses und die Propheten, am Deutlichsten durch Jesus, deinen Sohn, uns verkündet. Dieses dein heiliges Gesetz habe ich übertreten, habe mich dadurch von dir, der Quelle des Lebens und der Seligkeit, entfernet, habe mich elend und unglücklich gemacht. Reumüthig bekenne ich meine Missethaten. Wenn wir unsere Sünden bekennen, so bist du der Wahrhaftige und Gerechte, der uns unsere Sünden erläßt, und uns reiniget von aller Ungerechtigkeit." sind da 43. Ich soll dich, o Gott! lieben von meinem ganzen Herzen, von meiner ganzen Seele, von meinem ganzen Gemüthe, und aus allen meinen Kräften. Bin ich nicht schon elend, daß mir zum Gebote gemacht werden muß, was der eigentliche Zweck meines Lebens, und meine ganze Bestimmung für Zeit und Ewigkeit ist? Und doch habe ich nicht einmal diese süßeste Pflicht, dich zu lieben, erfüllt!# 4. Mein Verstand soll auf dich hingerichtet seyn, dich und deine Werke zu erkennen, um aus dir, der einzigen und wahren Quelle, Erkenntniß und Weisheit zu schöpfen. Aber ich vergaß über den Geschöpfen dich, den Schöpfer. Die Wissenschaft, nach der ich strebte, sollte mich zu dir führen, und ich machte das Mittel zu meinem Ziel und Ende. Und so gehörte ich zu Jenen, die immer lernen, und nie zur Erkenntniß der Wahrheit gelangen. ndi miund 5. Mein Wille soll stets deine heiligen Gebote vollziehen, und deinem heiligen Willen in Allem gemäß und unterworfen seyn. Aber ach! bald hielt mich Trägheit ab; bald lockte mich die böse Lust; bald schreckte mich knechtische Menschenfurcht. Und ich that nicht das Gute, das ich erkannte, sondern das Böse, das ich mißbilligte.ds steg oli si 168 Fünfte Meß- Andacht. 6. Mein Herz soll nach dir, dem unveränderlichen, ewigen, höchsten und einzigen Gute verlangen, und dich genießen.- Und es hing den Geschöpfen, den Eitelkeiten der Welt, und den sündhaften Vergnügungen nach. So habe ich zweifach Böses gethan; dich, die Quelle des lebendigen Wassers, habe ich verlassen, und habe mir Cisternen gegraben, durchlöcherte Cisternen, welche kein Wasser halten können." dided thi pis 7. Mein Gemüth soll rein, leer von irdischen Dingen, nur deine Wohnung, o Gott! und der Siz himmlischen Friedens und unwandelbarer Ruhe seyn. Aber es war der Tummelplaß der ungezähmtesten Begierden und Leidenschaften; denn es waren darin viele Gößen, die ich anbetete, Eigenliebe, sinnliche Luft, Hoffart, Habgier. Wie stimmt aber Christus mit Belial zusammen? Oder welche Gemeinschaft hat Gottes Tempel mit den Gößenbildern?" Und so war ich beständig unruhig und unzufrieden mit mir, und mit den Dingen außer mir.saurus od 8. D Gott! du hast mir befohlen, den Nächsten zu lieben, wie mich selbst. Aber wie oft war mein Herz bitter, feindselig, rachgierig! Wie oft habe ich lieblos von meinem Nächsten geurtheilt, wie oft seine Ehre, seinen guten Namen verletzt! Wie oft war ich hartherzig gegen Nothleidende, wie oft ungerecht gegen Andere! Wie oft hatte ich fündhafte Begierden nach fremdem Gute, wenn ich mir dasselbe gleich nicht wirklich zueignete! Mein Licht sollte vor den Menschen leuchten, auf daß sie meine Werke sähen, und den Vater priesen, der im Himmel ist. Aber wie oft habe ich meine guten Werke aus unreiner Absicht verrichtet, um gesehen und gelobt zu werden! Wie noch öfter sind vielleicht meine Grundsätze und mein Wandel der Stein des Anstoßes, und ein Aergerniß für meine Brüder geworden! imshard d4: 52 siód sid pim # 2 9. Du, o Gott! haft befohlen, die Eltern und Jene, die ihre Stelle vertreten, zu ehren; den Obrigkeiten, die du - 1 169 Fünfte Meß- Andacht. aufgestellt haft, unterthan und gehorsam zu seyn. Aber wie vieler Sünden des Undankes und des Ungehorsams gegen Eltern, Wohlthäter, Freunde, Vorgesetzte habe ich mich schuldig gemacht! Wie oft war ich widerspänstig gegen göttliche und menschliche Gesetze! Wie oft erhob ich mich stolz über Andere! Wie lieblos behandelte ich meines Gleichen! i dion 10. Wie vielfach und zahllos sind erst die Sünden, die ich wider mich selbst begangen habe! Ich bin nach deinem Ebenbilde erschaffen, o Gott! und in der heiligen Taufe von der Erbfünde gereiniget worden.- Aber dein heiliges Ebenbild ist an meiner Seele durch meine Sünden fo sehr entstellt, und beinahe ganz unkenntlich geworden! Was könnte und sollte ich seyn? Und was bin ich wirklich? Wie oft habe ich mit unreinen Gedanken und Begierden mein Herz befleckt, und es zur Quelle unreiner Worte und Werke gemacht! Wie oft habe ich gesündiget mit meinen Sinnen! wie oft die kostbare Zeit zum Müssiggange und zum Bösen mißbraucht! inlag 11. In der heiligen Taufe habe ich den feierlichen Bund eingegangen, an dich, o Gott! und deinen Sohn Jesus zu glauben, und deine und seine Gebote zu erfüllen. Ich habe dem Teufel, seiner Hoffart und seinen Werken widersagt. Ich bin ein Mitglied der christlichen Kirche geworden. Aber ich habe diesen Bund so oft übertreten, habe so oft Werke des Bösen gethan, und mich zum Sklaven der Sünde gemacht. Ich bin ein unnüßes, todtes Glied der Kirche gewesen. So viele Heilsmittel, die ich schon gebraucht habe, waren nicht im Stande, in mir eine wahre Besserung hervor zu bringen.- Dein heiliges Wort, das mir so oft verkündet wurde, und das in meinem Herzen wurzeln, aufgehen und zur gesegneten Saat heranreifen sollte, blieb unfruchtbar; und so hielt ich die Wahrheit Gottes, meinen Glauben, in der Ungerechtigkeit gefangen. que buuchin mind and son 12. O du Allwissender, der allein das Herz des Menschen, dieses überaus böse und unergründliche Ding, 170 Fünfte Meß Andacht. durchforscht! du kennest mich ganz; vor deinem allsehenden Auge ist nicht die geringste meiner Sünden verborgen. Wie sündhaft und strafbar erscheine ich vor dir! Aber wie fündhaft und strafbar erscheint vor dir die ganze Menschheit! Denn Alle sind abgewichen, Alle insgesammt unnüz geworden. Keiner ist, der Gutes thut, auch nicht Einer. Alle haben gesündiget, und ermangeln des Ruhmes vor Gott. Alle bedürfen eines Erlösers, der für ihre Sünden deiner göttlichen Gerechtigkeit genug thue, und die Sünder mit dir versöhne. 13. Heil uns! und Preis und Anbetung dir, barmherziger Gott! Du hast uns nicht im Verderben gelassen. Du hast uns einen Heiland gesendet, Jesum, deinen Sohn. Auf ihn, den Gerechten und Unschuldigen, hast du unsere Sünden und die Strafen unserer Sünden gelegt. Er hat unsere Schwachheiten getragen; er hat unsere Schmerzen sich aufgeladen. Er ist verwundet worden unserer Missethaten wegen, und zertreten unserer Laster wegen. Die Strafe, die uns Frieden schafft, liegt auf ihm, und durch seine Beulen sind wir geheilet worden. Er hat unsere Sünden an seinem Körper getragen am Holze. Er hat uns geliebt, und sich selbst dargegeben für uns, als Gabe und Opfer, Gott zum Wohlgeruche." ay him den noding, mille 14. Zwar ist unser Hoherpriester nur einmal durch sein eigenes Blut eingegangen in das Heilige," als er am Kreuze sich zum Versöhnungsopfer für unsere Sünden dir, seinem himmlischen Vater, dargab; aber er hat uns zum ewigen Denkmale seines Leidens und Todes dieses heilige Opfer der Messe, dem ich beiwohne, gestiftet, in welchem sein blutiges Versöhnungsopfer am Kreuze unblutiger Weise erneuert, und dessen Verdienst uns zugewendet wird.isipitor 11 15. O himmlischer Vater! für meine Sünden, mit denen ich dich jemals beleidiget habe- in Gedanken, Worten, Werken Fünfte Meß Andacht. - = und Unterlassungen, zugleich für die Sünden der ganzen Welt, opfere ich dir den Leib Jesu Christi, der einst am Kreuze für uns als ein Fluch gehangen, um uns von dem ewigen Fluche zu befreien; ich opfere dir das Blut Jesu Christi, einst am Kreuze für uns vergossen, um uns von unsern Sünden zu reinigen, diesen Leib und dieses Blut, welches unter den Gestalten des Brodes und Weines auf dem Altare dir dargebracht wird, als ein wahres Versöhnungsopfer für unsere und der ganzen Welt Sünden. 16. O himmlischer Vater! durch das heiligste Blut Jesu wasche mich rein von meinen Missethaten, und mache mich dir wohlgefällig! Lehre mich täglich mehr erkennen, und verabscheuen die Bosheit und Häßlichkeit der Sünden, für welche Jesus, dein Eingeborner, am Kreuze sterben, und sein Blut vergießen mußte! Laß mich nie vergessen, was dein heiliger Apostel sagt:„ Daß die, welche wieder sündigen, den Sohn Gottes, soviel an ihnen ist, kreuzigen, und zum Gespötte haben!" Erwecke in mir wahre Reue über meine Sünden, und den Geist der Buße!- Nun sind meine Bußwerke dir wohlgefällig, und für mich verdienstlich, wenn ich sie mit den Leiden und dem Tode Jesu, deines Sohnes, vereinige. Verleihe, o mein Gott! daß ich der Sünde absterbe, und in einem neuen, besseren Leben wandle; daß ich umgestaltet werde in einen neuen Geist; daß ich meinen Leib und meine Seele dir zum lebendigen, heiligen, wohlgefälligen Opfer darbringe( welches mein vernünftiger Gottesdienst sey), gleichwie sich Jesus für uns zum Opfer hingegeben hat! Amen! 171 Elismo Ghid Kirchen- Gebete. Herr Jesu Christe, der du aus dem Schooße des Vaters vom Himmel auf die Erde gekommen bist, und dein kostbares Blut zur Versöhnung unserer Sünden vergossen hast! wir bitten dich demüthig, laß uns einstens am Tage des Gerichtes zu 172 Sechste Meß- Andacht. deiner Rechten stehen, und( das selige Wort) hören:„ Kommet her, ihr Gebenedeite!" is dish and sid the sige tak Es reinige uns, o Herr! wir bitten dich, von allen Vergehungen dieses heilige Opfer, welches auf dem Altare des Kreuzes die Sünden der Welt hingenommen hat! Allmächtiger und mildester Gott, der du dem durstenden Volke eine Quelle des lebendigen Wassers aus dem Felsen hervorgebracht hast! entlocke der Härte unsers Herzens Thränen der Reue und Zerknirschung, auf daß wir unsere Sünden beweinen können, und Verzeihung derselben von deiner Barmherzigkeit erlangen mögen, durch Christus, unsern Herrn! Amen! Sechste Meß- Andacht. 4 3 h 15.1 Die heilige Messe als Denkmal der Liebe, des Leidens und des Todes Jesu Chrifti insbesondere. Gebete und Betrachtungen. 1. Da ich, o göttlicher Heiland! dem unblutigen Opfer des neuen Bundes beiwohne, diesem ewigen Denkmale deiner Liebe, welches du auf Erden gestiftet hast, so ziehe mein Herz von allem Irdischen ab, auf daß ich den Gedanken an dich festhalte, und mich ganz in die Betrachtung dessen versenke, was du für uns Sünder gethan, gelehret und gelitten haft! 2. Aus Liebe zu uns, und um uns Sünder zu erlösen, wurdest du Mensch, und nahmest die Knechtesgestalt an. Schon bei dem Eintritte in diese Welt gabst du dich deinem himmlischen Vater ganz zum Opfer für uns hin, mit den Worten: " Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; aber einen"( menschlichen), Leib hast du mir angefügt. Du hattest an Brandopfern für die Sünde kein Wohlgefallen. Da sprach ich: Sieh, ich komme, wie im Sechste Meß- Andacht. Anfange des Buches geschrieben ist von mir, auf daß ich deinen Willen thue!" So wurdest du von der ersten Stunde deiner Menschwerdung an deinem himmlischen Vater gehorsam, und übernahmst willig und freudig alle Leiden und Trübsale, die Deiner harreten, und die dein göttlicher Verstand alle klar und bestimmt vorhersah. cer 3. Arm und hilflos wurdest du geboren, und begrüßtest - gleich den übrigen Kindern die Welt mit Thränen, deren du noch viele für das Heil der Sünder in deinem folgenden Leben vergießen solltest. Schon am achten Tage deines Erdenlebens unterwarfest du dich dem Geseße, welches Gott dem Abraham gegeben hatte, von welchem du aber der Heiligste- ausgenommen warest, weil es nur für Sünder bestimmt war. Doch du wolltest durchaus die Sünde ausgenommen- den Sündern gleich seyn, und keine Gelegenheit vorbeilassen, für die Sünder zu leiden. mecbur - - - - - 4. Kaum geboren, wurdest du zum Tode aufgesucht- von den Menschen, denen du das Leben zu bringen gekommen warest. In dem Hause deiner Eltern zu Nazareth warst du der gehorsame Sohn; und du, durch den die Welten erschaffen sind, schämtest dich nicht, die Handarbeit deines Nährvaters zu theilen, um deinen und deiner Eltern Unterhalt zu gewinnen. 173 11 5. Nach einem stillen und in den Augen der Welt niedrigen Privatleben von dreißig Jahren tratest du öffentlich als Lehrer der Menschheit auf, und lehrtest alle Tugend und Gerechtigkeit, die du selbst der Erste geübt hattest; denn du machtest den Anfang mit dem Handeln, und dann erst lehrtest du. Welche hohe, göttliche Weisheit ging aus deinem Münde! Welcher Mensch hat je gesprochen, wie du? Wo ist eine Tugend, von welcher du uns nicht das reinste, vollkommenste, erhabenste Muster geworden bist? Ediacapital oil 6. Du, König der Herrlichkeit, dessen Hand alle Schäße des Himmels und der Erde ausspendet! du wurdest arm aus 174 Sechste Meß- Andacht. Liebe zu uns. Du- der Aermste aller Menschen hattest, in den drei letzten Jahren deines Lebens, nicht einmal, wohindu dein Hauptlegen konntest. Dein ganzes Leben war eine Reihe von Entbehrungen, und Strengheiten, und Abtödtungen, deren du doch nicht bedurftest, die du jedoch üben wolltest, um uns zu zeigen, was wir thun müssen, wenn wir das Fleisch dem Geiste unterordnen wollen. 7. Durch deine Absonderung von aller menschlichen Gesellschaft und durch die strengste Fasten während vierzig Tagen und Nächten bereitetest du dich zum Predigtamte vor, und durch Gebet und Abtödtung versöhntest du den Zorn deines himmlischen Vaters, und zogest himmlischen Segen auf die Menschheit herab. Du, der Heiligste, in welchem kein Reiz zum Bösen war, wolltest äusserlich versucht werden, nicht nur, um uns Sündern ein Beispiel zu geben, wie wir in Versuchungen uns waffnen, und wie wir kämpfen sollen, sondern auch, um uns theilhaftig zu machen- deines Sieges, den du über den Feind des Menschengeschlechtes davon getragen hast. 99 ud 8. Drei volle Jahre wandeltest du umher, und thatest Allen Gutes, und verkündetest den Gefangenen die Erlösung, den Blinden das Gesicht, den Zerschlagenen die Heilung und den Armen das Evangelium, und suchtest, was verloren war, und führtest zurück die verirrten Schafe Israels. Du nahmst liebreich die reumüthigen Sünder auf, und zertratest nicht den noch rauchenden Docht; nur der Heuchelei und dem geistlichen Hochmuthe begegnetest du mit heiliger Strenge. 9. Wie viele Hindernisse hattest du bei deinem Predigtamte zu übersteigen! wie viele Widersprüche, Verleumdungen und Verfolgungen zu dulden! Selbst deine Jünger, die du deines vertrauten Umganges würdigteft, wie ungelehrig waren fie lange Zeit gegen deine liebreichen Unterweisungen!- Die Reinheit deiner Lehre, die Größe deiner Wunder, die Menge deiner Wohlthaten wären fähig gewesen, selbst Felsen zu er— 175 Sechste Meß- Andacht. weichen. Aber nur die Herzen der Juden blieben ungerührt und verhärtet; nur die blinden Führer dieses Volkes öffneten deinem Lichte die Augen nicht. Man verkannte dich, o göttlicher Heiland! man verleumdete dich, man verfolgte dich. Man rechnete dir's zum Verbrechen an, daß du am Sabbathe Kranke heiltest, daß du mit Sündern umgingest. Man nannte dich einen Neuerer und Aufwiegler des Volkes. Da man deine Wunder nicht leugnen konnte, so schrieb man sie der Gewalt des Teufels zu, und nannte dich selbst einen Samaritan, einen vom Teufel Besessenen. Wie sehr mußte dich dieser verhärtete Unglaube deines Volkes kränken, da du bei dem Anblicke Jerusalems sogar Thränen vergossest, weil diese blinde Stadt das Heil von sich wies, das du ihr angeboten haft! bunub 10. Man begnügte sich nicht, dich, o göttlicher Heiland! zu verleumden; man legte dir auch von allen Seiten Neße und Schlingen, um eine Gelegenheit zu finden, dich aus dem Wege zu räumen. Bei jeder Handlung, bei jedem Worte lauerten deine Feinde, ob sie dich fangen und in irgend einem Punkte anklagen könnten. Bald kamen die Pharisäer und Sadducäer selbst, bald schickten sie ihre Schüler, um dich durch verfängliche Fragen auf die Probe zu stellen. Aber alle diese Nachstellungen dienten nur, deine Feinde zu beschämen, und gaben dir Gelegenheit, ihnen und uns heilsame Wahrheiten kund zu machen. 11. Schon oft wollten deine Feinde Hand an dich legen, - jetzt dich über Felsen hinabstürzen, jetzt dich steinigen, jetzt dich binden lassen; aber deine göttliche Kraft machte sie plößlich erstarren, zum flaren Beweise, daß weder Menschen noch die Hölle etwas wider dich vermögen, sondern daß du dein Leben freiwillig lasseft, und Niemand ohne deinen Willen es dir nehmen könne.- Als du nun beschlossen hattest, das Werk zu vollenden, wozu du gekommen warest, um den Kelch zu trinken, den dir der Vater bereitet hatte, da überließest du dich freiwillig deinen Feinden, ließest dich binden, vor die ungerechtesten Richterstühle schleppen, den Heiden überliefern, 176 Sechste Meß- Andacht. verhöhnen, schlagen, geißeln, einem Mörder nachseßen und an's Kreuz schlagen. Dieses war der Lohn, welchen dir die Menschen zahlten für Alles, was du für ihr Heil gethan, gelehret, gelitten hatteft. Aber du, o Barmherzigster! ließest dich selbst durch ihren Undank nicht abschrecken, an ihrem Heile zu arbeiten und den Willen dessen zu erfüllen, der dich gesandt hatte.- Als du am Kreuze dein heiliges Haupt neigtest, konntest du rufen: Es ist vollbracht!" Ja, göttlicher Heiland! du hast es vollbracht, das große Werk unserer Erlösung; du hast uns Sünder geliebt von Ewigkeit; geliebt von deinem ersten Eintritte in diese Welt bis zum letzten Augenblicke, da du, guter Hirt! dein Leben für deine Schafe ließest. opel- ampl 11 12. Jesu! auch für mich bist du Mensch geworden. Auch für mich hast du gelitten, und bist du gestorben. Auch ich gehöre zu den Verlornen, die du errettet haft. Was soll, was kann ich dir vergelten für diese unaussprechliche Liebe gegen uns und gegen mich Sünder? - - - O Herr! gleichwie du nur für das Sündergeschlecht Mensch geworden bist, und nur für uns gelebt, gelehret, gelitten haft und gestorben bist, eben so verleihe, daß ich auch nur für dich lebe, arbeite, nur deinen Willen erfülle, nur dir gefalle, und dir ähnlich und mit dir vereiniget werde! Und gleichwie du dich selbst mit ausgespannten Armen und mit entblößtem Körper am Kreuze deinem himmlischen Vater freiwillig für unsere Sünden zum vollkommenen Versöhnungsopfer hingegeben hast, eben so bringe ich, in Einfalt meines Herzens, mich selbst und mich ganz dir zum Opfer dar, und weihe mich heute zu deinem Dienste, und zur Lobpreisung deines Namens auf ewig ein. Dein bin ich, durch Nothwendigkeit, als dein Geschöpf; aber ich will dein seyn- aus freiem Willen und aus Liebe. Nimm mich also auf mit dem heiligen Opfer deines Leibes und Blutes, das ich dir heute in Gegenwart der Engel, dieser unsichtbaren Zeugen und Mitanbeter, darbringe, damit es mir und deinem ganzen Volke zum Segen werde!- Wenn - R Sechste Meß- Andacht. etwas Gutes an mir ist, so ist es dein Geschenk. Dir opfere ich es. Vermehre es, reinige es, und laß es zu deiner Ehre gereichen! Aber alle meine Sünden, die ich vom ersten Augenblicke meiner erwachenden Vernunft bis auf diese Stunde begangen habe, lege ich hin auf deinen Sühnaltar, damit du sie mit dem Feuer deiner Liebe verbrennen, alle Flecken meiner Vergehungen tilgen, mein Gewissen von allen Schulden reinigen, mir die verlorne Gnade wieder schenken, und das Siegel der vollkommenen Verzeihung, den Friedenskuß, geben mögest. Verzeihe, o mein Gott! verzeihe mir alle meine Sünden um deines Namens willen! Alle bereue, beweine und verabscheue ich sie, und gelobe dir, mit deiner Gnade, ernstliche Besserung. Mache selig die unsterbliche Seele, die du mit deinem kostbaren Blute erlöset haft! Sieh! deinen Erbarmungen übergebe ich mich ganz, in deine Hand lege ich mich und alle meine Hoffnungen nieder.- Jesu! erbarme dich meiner! Du hast uns Sünder geliebt bis in den Tod. Gib, daß auch ich dich liebe im Leben und im Sterben, und daß ich von deiner Liebe niemals geschieden werde! Amen! Kirchen- Gebete. O Gott! dich lieben, dir dienen, ist Gerechtigkeit. Vermehre in uns die Gaben deiner unaussprechlichen Gnade! Und der du in dem Tode deines Sohnes uns hoffen ließest, was wir glauben! laß uns durch seine Auferstehung dahin gelangen, wohin wir streben! Wir bitten dich, o Herr, Heiliger, allmächtiger Vater, ewiger Gott! daß unser Opfer dir wohlgefällig mache dein göttlicher Sohn, der am Vorabende seines Leidens seinen Jüngern befohlen hat, dieses zu seinem Andenken zu thun! 177 - 12 Allmächtiger Gott! erleuchte unsern Sinn, auf daß wir einsehen und zuversichtlich hoffen, du habest durch den zeitlichen Tod deines Sohnes, dessen Denkmal unser heiliges, geheimnißvolles Opfer ist, uns das ewige Leben verliehen!- Durch Christus, unsern Herrn. Amen! - 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 178 Siebente Meß- Andacht. Siebente Mes- Andacht. Die heilige Messe als Opfer für die Lebendigen und Abgestorbenen insbesondere. discours shild thi sesl Gebete und Betrachtungen. 1. Barmherziger Gott und Vater! Alles, was ist, ist durch dich erschaffen. Alle Menschen, welche waren, sind und seyn werden, sind deine Kinder, und gehören zu deinem Reiche, dessen Herr, und zu deinem Hause, dessen Vater du bist. Für uns Alle ist Jesus, dein göttlicher Sohn, am Kreuze gestorben; Alle sind durch sein Blut erlöset. Nur durch ihn haben sie das Heil erlangt, oder hoffen es noch zu erlangen. dischalt 2. Göttlicher Heiland! da du einstens am Kreuze für sdsp uns Sünder das Opfer der Versöhnung wurdest, umfingest du mit ausgestreckten Armen die Menschen aller Zeiten und aller Orte. Der Werth deines theuren Blutes wird durch keine Gränzen des Raumes und der Zeit beschränkt.- Du bist das Lamm, welches vom Anbeginn geschlachtet wurde. Du bist unser Hoherpriester, unser Erlöser und Mittler in Ewigkeit. 3. Da ich nun in diesem heiligen Opfer deinen Versöhnungstod, o göttlicher Erlöser! erneuere, so laß mich im Geiste die Schranken der Erde und der Sterblichkeit überfliegen, und betend meiner Brüder gedenken, nicht nur der hier Lebenden, sondern auch der jenseits Verklärten, oder nach Verklärung Schmachtenden! Denn auch du, Erbarmer! vergaßest nicht der Gefangenen im Kerfer, sondern stiegest hinab in die Vorhölle, um den Verstorbenen das Heil zu bringen. 4. Zuerst erhebe ich mein Herz zu euch, ihr Bewohner des himmlischen Jerusalem! Jhr, einst Bürger dieser Erde, wie wir, habet vollendet, und das Reich geerbt, das euch vom Anbeginn der Welt bereitet war. An euch sind die Verheiffungen des Vaters in Erfüllung gegangen. Euch hat das Blut des Lammes gereiniget, und ihr kostet die Früchte, die Siebente Meß- Andacht. der Baum des Lebens, das Kreuz des Erlösers, getragen hat. -Was ihr waret, sind wir. Was ihr seyd, wünschen wir zu werden. Ihr Heiligen und Auserwählten Gottes! Seligste Jungfrau und Mutter des Erlösers, heilige Apostel, Martyrer, Bischöfe, Beichtiger, Jungfrauen und Frauen alle Gerechte Gottes! vereiniget eure Bitten bei Gott mit den unsrigen, daß auch wir der Verheissungen Jesu Christi theilhaftig werden; daß auch wir einen guten Kampf kämpfen, den Lauf vollenden, den Glauben halten, und die Krone der Gerechtigkeit erlangen, die euch bereits zu Theil geworden ist, die aber der Herr auch uns hinterlegt hat," wenn wir sie zu verdienen streben! 179 is 5.Allmächtiger, ewiger Gott! du haft Wunderbares gethan an deinen Heiligen. Nur durch dich sind sie geworden, was sie sind, und nur deinem Namen gebührt die Ehre. Dein Arm ist nicht abgekürzt. Du kannst aus Steinen Kinder Abrahams erwecken. Vernimm gnädig die Fürbitten deiner Heiligen für unser Wohl, und verleihe uns die heiligmachende Gnade, die du ihnen verliehen haft; gib uns aber zugleich, daß wir deiner Gnade gläubig und treu mitwirken, wie sie mitgewirkt haben! Laß uns, durch dich gestärkt, nach ihrem Beispiele, die Welt, das Fleisch und den Teufel überwinden, und nach einem frommen Leben zu ihrer seligen Gemeinschaft in den Himmel kommen, wo wir dich mit Einem Munde und Einem Herzen loben, preisen und lieben in Ewigkeit! Amen! 6. Sieh gnädig herab, o himmlischer Vater! auf deine in der ganzen Welt zerstreute Kirche, welche noch streitet mit den Feinden ihres Heiles von Aussen und Innen- und ringt und fleht, aufgenommen zu werden in deine triumphirende Kirche im Himmel! Für alle Menschen ohne Ausnahme bete ich, und opsere dir den Leib und das Blut Jeſu, deines Sohnes. Auf deinem heiligen Altare lege ich nieder alle frommen Bitten aller Andächtigen, die geheimen Wünsche und Anliegen meiner Eltern und Freunde, Brüder und Schwe12* Siebente Meß- Andacht. ftern, und aller meiner Lieben, die mir oder Andern aus Liebe zu dir Gutes gethan, und die sich und die Ihrigen in mein Gebet empfohlen haben. Sieh gnädig herab auf alle Gebete, die von der ganzen Erde zu dir emporsteigen, auf alle heiligen Opfer, die deine heilige Kirche auf der ganzen Welt dir entrichten wird! Gib, daß Alle dich von ganzem Herzen suchen! Verleihe deinen Gläubigen Beständigkeit in der Reinheit deines Glaubens, daß sie, in göttlicher Liebe gestärkt, von dessen Unversehrtheit durch keine Versuchung abgezogen werden! Laß, o Herr! keines zu dir Flehenden Bitte, keines Einzigen Wunsch vergeblich seyn; sondern gib, daß wir Alle wirksam verlangen, # 16 um was wir gläubig und würdig bitten! 7. Besonders, o mein Gott! opfere ich dir auch mein Gebet und Sühnopfer für Jene, die mich jemals beleidiget, be trübt, gelästert, beschädiget, gekränkt haben, und für Alle, die ich jemals betrübt, gefränkt, beschädiget, und mit Worten oder Thaten, mit oder ohne Wissen geärgert habe. Verzeihe uns Allen miteinander alle Sünden und alle Beleidigungen, mit denen wir einander betrübt haben! Nimm von unsern Herzen hinweg Alles, was Argwohn, Zorn, Verbitterung, Zank heißt, und das zarte Band brüderlicher Liebe auflösen oder schwächen kann! Erbarme dich Aller, die deine Erbarmungen anflehen; gib Gnade Allen, die deiner Gnade bedürfen; und bilde aus uns Menschen, welche tüchtig und werth sind, deine Gnade zu genießen, und vollmündig werden zur Erlangung des ewigen Lebens! E 8. Aber auch Eurer will ich gedenken, ihr heimgegangenen Brüder und Schwestern, die ihr in dem Orte der Reinigung noch zurückgehalten, und von den euch noch anklebenden, und durch die Thränen der Buße nicht ganz abgewaschenen Flecken gereiniget werdet. War es Schwachheit des Fleisches, oder unordentliche Anhänglichkeit an das Irdische, oder verkehrte Liebe zu den Eurigen, vielleicht auch zu mir, oder gar meine eigene Schuld, die euch zu Sünden verleitete, für 180 - Siebente Meß- Andacht. die ihr noch büßet, und die euch Gottes Anschauung noch eine Zeit lang vorenthalten, mein Glaube und die Liebe Gottes macht es mir zur Pflicht, für euch zu beten, und für eure Erlösung das Blut des Lammes aufzuopfern, welches hinwegnimmt die Sünden der Welt. Eure Liebe ist mir Bürge, daß ihr dereinst durch vereinte Fürbitte bei Gott es vielfältig Jenen vergelten werdet, durch deren Gebet ihr aus dem Orte der Leiden in die Wohnungen der Seligkeit versetzt worden seyd. 9. O himmlischer Vater, Vater der Barmherzigkeit und alles Trostes! erbarme dich der leidenden Seelen, die deiner Gerechtigkeit noch einige Schuld abzutragen haben! Vergilt ihnen nicht nach ihren Werken, sondern nach der Fülle deiner Erbarmungen, welche zahllos und ohne Gränzen sind! Sieh auf das Angesicht deines Gesalbten, Jesu Christi! Ich opfere dir für ihre Erlösung seine Verdienste, sein heiliges Leben, Leiden und Sterben, sein kostbares Blut, das am Kreuze für uns und für sie geflossen ist. Um Jesu, deines Sohnes, willen verkürze die Zeit ihrer Reinigung, und laß sie deiner Huld sich ganz erfreuen! 10. O Jesu! für uns Alle bist du Mensch geworden, hast gelitten und bist gestorben. Erbarme dich unserer leidenden Brüder und Schwestern, die du am Stamme des Kreuzes erlöset haft! Durch die Thränen, die du über unsere Sünden geweinet, trockne die ihrigen! Durch die Schmerzen, die du in deinem Leiden und Sterben erduldet hast, mildere die ihrigen! Durch die überflüssigen Verdienste deines Leidens und Todes ersetze ihre Gebrechen! Durch den Werth deines kostbaren Blutes reinige ihre Seelen, und tilge ihre Schulden! Deine Hände, welche einst am Kreuze ausgespannt die ganze Welt umfingen o reiche sie, Gottmensch! den Leidenden im Kerker! führe sie heraus, die nach Befreiung Seufzenden, und sprich die Worte:„ Noch heute werdet ihr bei mir im Paradiese seyn!" fastillo quinto bast 181 11. Ihr Heiligen Gottes im Himmel! erlanget durch eure Fürbitte bei Gott den leidenden Seelen im Orte der Rei 182 Siebente Meß- Andacht. nigung die baldige Erlösung; uns Lebenden aber die Gnade, wahre Buße zu wirken, und so zu leben und so zu sterben, daß wir nach dem Tode keiner Reinigung bedürfen, sondern dahin gelangen, wo die triumphirende mit der streitenden und leidenden Kirche in Ein himmlisches Reich vereiniget Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit schauen, loben und preisen wird! Amen! alsgry 15 nd spandoe mundo sid ni mch Kirchen- Gebet. 10 hudts 200 The dar Allmächtiger, ewiger Gott, der du herrscheft über die Lebenden und Verstorbenen, und dich Aller erbarmest, von denen du vorher weißt, daß sie durch den Glauben und durch die Werke die Deinigen seyn werden! wir flehen in Demuth zu dir, laß Alle, für die wir gebetet haben sie mögen noch auf dieser Welt im Fleische wohnen, oder die sterbliche Hülle ausgezogen haben und jenseits leben, laß sie durch die Für bitte aller deiner Heiligen, und durch deine mildeste Erbarmung Nachlaß ihrer Sünden erlangen! dupinisit 1941 Gott, dem allein die Zahl der Auserwählten bekannt ist, welche in die Seligkeit des Himmels versetzt werden sollen! wir bitten dich, verleihe uns durch die Fürbitte aller deiner Heiligen, daß das Buch der seligen Vorherbestimmung die Namen Aller verzeichnet enthalte, für die wir gebetet haben, und die wahrhaft an dich glauben! is e pais uramist ni Wir bitten dich, allmächtiger, ewiger Gott! gib, daß uns die empfangenen Heilsgeheimnisse reinigen! Und durch die Fürbitte aller deiner Heiligen gereiche uns dieses heilige Opfer nicht zur Strafe unserer Schuld, sondern sey die heilsame Vermittlung zur Verzeihung! Es wasche uns rein von Sünden, stärke die Schwachen, schirme uns gegen alle Gefahren der Welt, und bewirke allen Gläubigen, lebenden und abgestorbeNachlassung aller Sünden! Durch Christus, un sern Herrn. Amen! nen - - HYDR Achte Meß- Andacht. 183 Achte Meß- Andacht. Meßgebete für die Abgestorbenen insbesondere. i stipen. Allmächtiger, gütiger Gott! dein göttlicher Sohn hat uns gelehret, daß nichts Unreines in den Himmel eingehen könne. Darum flehe ich zu deiner unendlichen Barmherzigkeit, daß du dich der leidenden Seelen im Fegfeuer erbarmen, sie aus ihrer Qual erlösen, oder doch ihre Leiden lindern wolleft. In Demuth und mit zerknirschtem Herzen bekenne ich vor dir, o allwissender Gott! daß ich nicht würdig bin, für diejenigen zu bitten, welche schon vor deinem strengen Gerichte erschienen sind, aber nur einiger geringer Fehler wegen dein göttliches Angesicht noch nicht sehen dürfen. Ja, mein Gott! ich bin nicht würdig, daß mein Gebet erhöret werde; denn ich bin ein Sünder, der dich oft und schwer beleidiget hat. Aber, o mein Gott! ich bereue meine Sünden, und opfere dir zur Genugthuung für meine Vergehungen und zur Erlösung der Seelen aus dem Fegfeuer das hochheilige Opfer, welches deiner göttlichen Majestät jetzt dargebracht wird. Durch die Verdienste unsers Erlösers bitte ich vorzüglich für die Seele N. N., daß du, o Gott! sie erlösen wolleft. Damit aber mein unwürdiges Gebet zu deinen Ohren dringe, so vereinige ich es mit dem Gebete des Priesters und Aller, die in deiner Anbetung hier versammelt sind. D Gott! wir erneuern jetzt hier im Glauben an unsern Erlöser seinen Versöhnungstod, wodurch deiner Gottheit die höchste Ehre erzeigt wird. Laß dir unser Opfer wohlgefallen, und verleihe gnädigst, daß wir der Verdienste desselben theilhaftig werden, durch Jesus Christus, unsern Herrn! Amen! Barmherziger Gott! erbarme dich unser!- Jesu Christe! erbarme dich unser! Herr! erbarme dich unser, und gib den Seelen der Christgläubigen die ewige Ruhe! im ver 184 Achte Meß- Andacht. Gebet. O Gott, du Erschaffer und Erlöser aller Gläubigen! verleihe den Seelen deiner Diener und Dienerinen Nachlassung ihrer Sünden! Zur Genugthuung für ihre Schuld opfern wir dir die unendlichen Verdienste des schmerzlichen Kreuzestodes auf, den wir in frommer Andacht auf eine unblutige Weise jetzt erneuern, bittend, du wollest sie die Verzeihung erlangen lasſen, die sie immer gewünscht haben. Ach, liebster Vater! diese bedrängten Seelen seufzen um Hilfe; denn sie selbst können nun nichts mehr für ihre Erlösung thun. Darum erhöre mein demüthiges Gebet, und das Gebet des Priesters, welcher jetzt für die Seelen der Abgestorbenen bittet, damit sie zu deiner glorreichen Anschauung gelangen! O himmlischer Vater! hier auf dem Altare wird jetzt der wahre Leib und das wahre Blut Jesu zur Genugthuung für unsere Sünden dir dargebracht. O laß doch den Werth und die Verdienste des heiligen Blutes deines Sohnes den Seelen im Fegfeuer zufließen, damit sie gänzlich rein werden, um einzugehen in die ewige Seligkeit! Amen! sed feligste Jungfrau Maria, Mutter der Barmherzigkeit! erzeige deine Güte den leidenden Seelen im Fegfeuer; bitte für sie, damit sie zur Anschauung Gottes gelangen! Durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen! Beim Evangelium.id O mein Jesu! nur mit Furcht und Zittern kann ich jenes fürchterlichen Tages gedenken, an welchem der Posaunenschall alle Menschen aus den Gräbern hervorruft, und unser verwesliches Fleisch die Unverweslichkeit, und unser sterblicher Leib die Unsterblichkeit anziehen wird. D Tag des Schreckens, an dem Sonne, Mond und Sterne vom Himmel fallen, und die Ewigkeit ihren Anfang nimmt!- Ach! mit welcher Furcht und Angst werden wir dich, den Richter der Welt, auf den Wolken kommen sehen! Welches Beben wird meine Seele erfüllen, wenn meine Sünden, meine geheimsten Thaten vor Achte Meß- Andacht. dein Gericht gezogen werden! Wie werde ich Sünder dort bestehen, wo selbst die Auserwählten in banger Erwartung zitternd harren? Ach! zu wem kann ich da meine Zuflucht nehmen? Zu wem soll ich dann flehen, als zu dir, dem schreckbaren Könige, dem furchtbar strengen Richter?- Aber, o Herr! ich will nicht warten bis zum Tage der Rache; ich will heute schon meine Schuld vor dir bekennen. Jeßt in dieser Stunde des heiligen Opfers, jetzt, wo du, o Lamm Gottes! auf's Neue für unser Heil dich deinem himmlischen Vater dargibst,- jetzt werfe ich mich, von Reue durchdrungen, zu deinen heiligen Füßen, und flehe um Vergebung meiner Sünden. O göttlicher Richter! um deines Leidens und Todes willen führe mich zum ewigen Leben; denn nur du bist der Weg, die Wahrheit und das Leben, und Niemand kommt zum Vater, als durch dich. Darum, o Jesu, Licht der Welt! leuchte mir durch die Finsternisse dieses Lebens; führe mich auf dem Wege der Wahrheit zum ewigen Leben, und führe auch die Seelen aus dem Fegfeuer zur ewigen Ruhe, wo sie dich sammt dem Vater und dem heiligen Geiste als den wahren Gott anbeten, sehen und lieben werden in alle Ewigkeit! Amen! - - 185 Gebet. O Gott der Güte und Erbarmung! erlöse die Seelen deiner Diener und Dienerinen, die von dieser Welt geschieden sind! Vorzüglich bitte ich für die Seele N. N., daß du dich ihrer erbarmest. Laß mein demüthiges Gebet den Abgestorbenen nüßlich seyn, und verleihe ihnen Nachlassung ihrer Sünden, durch Jesus Christus, unsern Herrn! Amen! 300 Beim Offertorium. Herr Jesus Christus, du König der ewigen Herrlichkeit! ich bitte, befreie die Seelen der Gläubigen, welche im Orte der Reinigung nach ihrer Erlösung feufzen! Herr! wir bringen dir Opfer und Lobgebete; nimm sie gnädig für die leidenden Seelen meiner verstorbenen Angehörigen, Freunde und 186 Achte Meß- Andacht. Wohlthäter an; laß sie aus Erbarmung zum Leben eingehen, welches du dem Abraham und seinen Kindern verheiffen haft! thu Gott, dem es eigen ist, sich zu erbarmen und zu verschonen! sich von dem Throne deiner Gnade auf dieses hochheilige Opfer, welches der Priester im Namen aller Gläubigen jetzt verrichtet! Hier auf dem Altare opfern wir Brod und Wein zur Verwandlung in das heilige Fleisch und Blut Jesu, wie er, der Stifter des neuen Bundes, uns befohlen hat. Sieh nicht sowohl auf uns Unwürdige, als auf Jesus Christus, den Mittler, in dessen heiligstes Fleisch und Blut diese Opfergaben verwandelt werden! In Ansehung dieses Versöhnungsopfers laß die Seelen der abgestorbenen Gläubigen Gnade finden! Verzeihe ihnen ihre Schwachheiten und Fehler, um deren willen sie deiner göttlichen Anschauung noch beraubt sind! Erfülle ihr sehnlichstes Verlangen nach Erlösung, und laß sie in dein himmlisches Reich eingehen, durch Jesus Christus, unsern Herrn! Amen! Gib ihnen, o Herr! die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen! tis Beim Sanctus. dall OPUST Park Ewiger Gott! deine Barmherzigkeit hat uns hier auf dem Altare eine Gnadenquelle eröffnet, welche unerschöpflich ist. Hier ist der geheiligte Opferplaß, wo Gott selbst geopfert wird. Jesus, das ewige Wort, steigt nun auf das gläubige Gebet des Priesters vom Himmel herab, und wird hier gleichsam auf ein Neues geboren. O Gott! dein geliebter Sohn, der am Kreuze Blut und Leben für uns hingab, Jesus Christus, welcher auf die grausamste Weise ist getödtet worden, erneuert jeßt auf eine unblutige Weise seinen Tod. O unermeßlich tiefes Geheimniß! O gebenedeite, kraftvolle Worte, durch welche Gott von seinem ewigen Throne zu uns herabgezogen wird! Seliges Gebet, welches den Himmel öffnet, und den unermeßlichen Gott in unsere Nähe bringt! Dieses Geheimniß ist die Achte Meß- Andacht. höchste Freude des himmlischen Vaters, da er seinen geliebten Sohn auf dem Altare als Opfer steht; es ist der größte Jubel des göttlichen Sohnes, weil der Vater in diesem Opfer verherrlichet wird; ja, dieses Geheimniß ist der Triumph des heiligen Geistes, der das Erlösungswerk bis zum letzten aller Tage fortseßen sieht. Die Engel und Erzengel erstaunen über die liebevolle Erniedrigung des göttlichen Sohnes. Die Schaaren der Heiligen vereinigen ihr Lob mit allen Geschöpfen, und rufen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, unser Gott. Gebenedeit, der da kommt im Namen des Herrn! Hosanna! 187 O Gott, allmächtiger Vater! da wir jetzt das Geheimniß der Erlösung feierlichst erneuern, so verleihe gnädigst, daß die Verdienste dieses hochheiligen Opfers den Seelen im Fegfeuer zur Tilgung ihrer Sünden gereichen! Erlöse sie, damit sie sogleich in unsere Anbetung einstimmen, die sie sodann fortsetzen in alle Ewigkeit, durch Jesus Christus, unsern Herrn! Amen! pidul 19 191011) dhurono ad 0 da nd, Bei der Wandlung. mul malva Danbetungswürdigster Erlöser, du Sohn Gottes! sey mir gnädig, sey mir barmherzig, und verzeihe mir meine Sünden! O Jesu! laß dein heiliges Blut, welches für das Heil der Menschen vergossen worden ist, hinabfließen über die leidenden Seelen im Fegfeuer; wasche sie von ihren Makeln; reinige sie, und schenke ihnen Gnade und Barmherzigkeit! 62915 ind to ni map Nach der Wandlung. but suf Ewiger, unermeßlicher, unbegreiflicher Gott! voll Verwunderung bete ich dich in deiner Liebe an, die dich in diesen Brodesgestalten verborgen hält. O wie tief erniedrigest du dich, daß sogar ich Sünder vor dir, meinem Herrn und Könige, erscheinen darf! Höchste göttliche Majestät! ich darf mit dir reden; ich darf die geheimsten Wünsche meines Herzens vor deinem Throne ausschütten, und du nimmst meine Seufzer wie ein liebender Vater gütig auf. Nun denn, du Geber alles 188 Achte Meß- Andacht. Guten! so bitte ich vor Allem um ein bußfertiges Herz. Göttlicher Arzt! reinige mich von meinen Sünden mehr und mehr, bis ich endlich durch deine Gnade ganz rein werde! Reinige auch die Seelen im Fegfeuer, damit sie zu deiner göttlichen Anschauung gelangen! Gieße doch dein kostbares Blut über sie aus, damit sie vollkommen gereiniget und geheiliget werden! Liebster Gott! diese trauernden Seelen seufzen zu dir um Erlösung. Erhöre ihr Seufzen, und erhöre auch mein Gebet, das ich in Demuth und aus dem Innersten meines Herzens vor dir ausgieße! Allwissender und gerechter Gott! diese Seelen haben an dich geglaubt; sie haben auf dich gehofft, und sie haben dich geliebt. O laß sie doch bald zu deiner Anschauung gelangen! Dieß bitte ich durch Jesus Christus, unsern Herrn. Amen! Gebet. Gott, du Erschaffer und Erlöser aller Gläubigen! verleihe deinen Dienern und Dienerinen Nachlassung aller Sünden, damit sie durch frommes Gebet zur ewigen Seligkeit gelangen, der du lebest und regierest mit dem Vater und dem heiligen Geiste gleicher Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! *** 3 ur Kommunion. O gütigster Erlöser! du bist hier auf dem Altare, und gibst dich zur größeren Verherrlichung deines Vaters als Opfer für uns dar, und gehst nun mit himmlischem Segen in das Herz des Priesters ein. O Jesu, köstliches Himmelsbrod! o daß ich doch würdig wäre, dich jetzt empfangen zu dürfen! Aber meine Sünden machen mich unwürdig, diese heilige Speiſe zu essen. Darum schlage ich, von Reue durchdrungen, an meine Brust, und bitte, daß du geistlicher Weise bei mir einkehren wollest. Ja, komm, mein Jesu! und sprich nur Ein Wort, so wird meine Seele gesund! Aber, o liebster Jesu! auch die Seelen im Fegfeuer seufzen unaufhörlich nach deinem seligen - 189 Achte Meß- Andacht. Besige. Darum bitte ich abermal: Sprich nur Ein Wort, und sie werden erlöset und geheiliget zu dir in den Himmel eingehen! Wir bitten dich, o Herr! laß die Seelen deiner Diener und Dienerinen an diesem kostbaren Opfer, welches wir dir dargebracht haben, Theil haben; nimm sie in die Zahl deiner Heiligen auf, erquicke sie mit dem ewigen Thau deiner Barmherzigkeit, und laß sie eingehen in dein Reich, durch Jesus Christus, unsern Herrn! Amen! a thig sist di Herr, unser Gott! wir bitten abermal, nimm dieses Opfer des Heiles, welches du vom Himmel auf die Erde gesandt hast, mit Wohlgefallen an, und laß es uns und Allen, für die wir es deiner Majestät dargebracht haben, zum Heile und zur ewigen Seligkeit gereichen, durch Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem heiligen Geiste gleicher Gott lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! millogne monte Herr! gib ihnen die ewige Ruhe, und das ewige Licht leuchte ihnen! Beschluß und Danksagung. Allmächtiger, ewiger Gott! nun haben wir das größte und heiligste Opfer vollendet, und ich danke dir von ganzer Seele, daß ich das Glück gehabt, diesem hochheiligen Dienste beiwohnen zu können, und für Jene zu bitten, die deinem liebenden Vaterherzen so lieb und theuer sind. Ich danke dir, o grundgütiger und barmherziger Gott! und wiederhole die Bitte, du wollest dich der Seelen im Fegfeuer erbarmen, ihnen den Frieden, die Freude des Himmels und die ewige Seligkeit verleihen. Diese begnadigten Seelen wollen dann auch für mich bitten, damit dein Gnadenlicht auch mir leuchte durch alle Gefahren dieses Lebens, und daß ich durch einen gottesfürchtigen Wandel auf Erden von der, ewigen Verdammniß befreit bleibe, durch Jesus Christus, unsern Herrn! Amen! 190 Neunte Meß- Andacht. si du toi tu bing Jamurado hi sisid suum select dopieunte Meß- Andacht. dar 1951 bulsa ushaid hpl do his masjid i Gebete bei einer Messe vom allerheiligsten Altarssakramente.*) dod lidenodod schod lupt 1300 Jesu, du ewiger Priester nach der Ordnung Melchisedechs! ich bete dich an. pigrami Vorbereitungsgebet. Jesu, du treuer Hoherpriester vor Gott zur Verföhnung olive, and unserer Sünden! ich bete dich an. Jesu, du wahres und unendlich würdiges Opfer in dem allerheiligsten Altarssakramente! ich bete dich an, und opfere jetzt deinen hochheiligen Leib, welchen du für uns in den Tod hingegeben, und dein kostbares Blut, welches du zur Vergebung unserer Sünden vergossen hast, mit dem Priester in der heiligen Messe dem himmlischen Vater als ein vollkommenes Lob- und Dankopfer, als ein reines Bitt- und Versöhnungsopfer auf. Ewiger, barmherziger Gott, Vater unsers Herrn Jesu Christi, und auch unser Vater! mit dem Priester und durch den Priester opfere ich deiner unendlichen Majestät von deinen Gaben ein reines, heiliges und unbeflecktes Opfer, das heilige Brod des ewigen Lebens, den Kelch des ewigen Heiles, den Leib und das Blut Jesu Christi, deines Sohnes. Nimm es wohlgefällig auf, und sey mir armen Sünder gnädig! 5002 Im Geiste der Demuth und mit zerknirschtem Herzen bekenne ich dir, allmächtiger Gott! Mariä, der allezeit reinen Jungfrau, und allen Heiligen, daß ich oft und viel gesündiget habe mit Gedanken, Worten und Werken. Ich erkenne meine Schuld, meine größte Schuld, und bitte dich, barmherziger Vater! um Gnade und Verzeihung, nach der Fülle deiner ndanign 33 Lav bei aus: *) Bei Gelübd- Messen von diesem hochheiligen Sakramente, geseßtem hochwürdigsten Gute und in der Frohnleichnams- Oktav zu gebrauchen. - Neunte Meß- Andacht. 191 Erbarmungen durch die Verdienste Jesu Christi, und durch die Fürbitte aller lieben Heiligen. Amen! siglar ontroitus. Bei dem letzten Abendmahle nahm Jesus das Brod, brach es, gab es seinen Jüngern und sagte:„ Nehmet hin und esset! das ist mein Leib." Darauf nahm er den Kelch mit Wein, dankte, gab denselben seinen Jüngern, und sprach:„ Nehmet hin und trinket! dieß ist mein Blut des neuen und ewigen Bundes." Ehre sey dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste! Wie es war im Anfange, jetzt und allezeit, und zu ewigen Zeiten! Amen! dnis dur onunda Herr, erbarme dich unser! Christe, erbarme dich unser! PRE te Herr, erbarme dich unser! - MEDIAS ilgnbp daw th Jun 11 mm Gloria. Ehre sey Gott in der Höhe, und auf der Erde Friede den Menschen, die eines guten Willens sind! Wir loben dich; wir preisen dich; wir beten dich an; wir verherrlichen dich; wir rühmen mit Gefühlen des Dankes deine Größe, Macht und Güte. Herr! Gott, himmlischer König! Gott Vater! Allmächtiger! Herr, eingeborner Sohn! Jesus Christus! Herr! Gott! Lamm Gottes! Sohn des Vaters! Der du hinwegnimmst die Sünden der Welt, erbarme dich unser! Der du hinwegnimmst die Sünden der Welt, nimm unser Flehen an! Der du sizest zur Rechten des Vaters, erbarme dich unser! Denn du allein bist der Heilige. Du allein bist der Herr. Du allein bist der Höchste, Jesus Christus mit dem heiligen Geiste in der Herrlichkeit Gottes, des Vaters. Amen! t. Gebet i sider shund Herr! erhöre mein Gebet, und mein Flehen dringe an dein Vaterherz! O Gott! du hast uns das wunderbare Altarsgeheimniß als Denkmal deines Leidens hinterlassen. Wir bitten dich, laß uns die heiligen Geheimnisse deines Leibes und Blutes so ver Neunte Meß- Andacht. ehren, daß wir die Frucht deiner Erlösung fortwährend in uns empfinden mögen, der du lebest und regierest mit Gott, dem Vater, in Einigkeit des heiligen Geistes, von Ewigkeit zu Ewigfeit! Amen! 192 ale Gelobt und angebetet sey Jesus Christus im heiligsten Altarssakramente jetzt und in Ewigkeit; denn durch ihn, mit ihm und in ihm ist Gott, dem allmächtigen Vater, in Einigkeit des heiligen Geistes, Anbetung, Preis und Ehre in Ewigkeit! Amen! I. Das Lobopfer. Allmächtiger, ewiger Gott, himmlischer Vater! zur Verehrung und Anbetung deiner unendlichen Hoheit, Größe und Herrlichkeit, zur demüthigen Bezeigung meiner Unterwürfigkeit und gänzlichen Nichtigkeit vor dem Throne deiner göttlichen Majestät opfere ich dir mit dem Priester am Altare auf Jesus Christus, deinen eingebornen Sohn, unsern Herrn; ich opfere dir auf den heiligen Leib und das kostbare Blut des unschuldigen Lammes; ich opfere dir auf sein heiliges Leben, Leiden und Sterben, sammt allen seinen Verdiensten. Nimm auf, o himmlischer Vater! dieses unendlich würdige Opfer zu deinem ewigen Wohlgefallen, wie du gnädig aufgenommen haft - die Gaben Abels, deines heiligen Dieners, und das Opfer des Patriarchen Abraham, und Melchisedechs, des Hohenpriesters! Die Opfergabe ist ja dein geliebter Sohn, an welchem du dein innigstes Wohlgefallen hast. Du aber, allerheiligster Friedensfürst, Versöhner, einziger Mittler, Jesus Christus! opfere du selbst dem ewigen Vater deinen Leib und dein Blut, deine unendlichen Verdienste, und unser demüthiges Gebet auf, damit wir Alle, die wir von dem heiligen Geheimnisse des Altars genießen, mit der Fülle der himmlischen Gnade gesegnet werden! Amen! - - - - II. Das Gedächtnißopfer. Himmlischer Vater! wir erinnern uns jetzt deines Sohnes Jesu Christi, der auf dem Altare des Kreuzes sich selbst Neunte Meß- Andacht. blutiger Weise für uns geopfert, und unsere Erlösung vollendet hat. In dieser dankbaren Erinnerung opfere ich dir diese heilige Messe, und in derselben Alles auf, was Jesus für mich gelitten hat; alle seine Schmach und Schmerzen, seine Geduld und Liebe, seine Angst und Verlassenheit, seine Wunden, seinen Gehorsam bis in den Tod am Kreuze. Du, o barmherziger Heiland, Jesus Christus! hast uns ein Andenken deiner Wunder hinterlassen, und uns durch deinen Tod am Kreuze Verzeihung, Gnade und ewiges Leben erworben. Laß dein heiliges, reines und unblutiges Opfer auf dem Altare auch für mich das Unterpfand deiner Liebe, laß deinen Leib auch für mich das Brod des ewigen Lebens, dein Blut auch für mich den Kelch des Heiles werden! Amen! III. Das Dankopfer. L - 193 Herr, heiliger Vater, allmächtiger Gott! es ist billig und recht, pflichtmäßig und heilsam, daß wir deiner unendlichen Güte allezeit und allenthalben für deine unzählbaren Wohlthaten Dank sagen. Darum opfere ich dir auf- das unblutige Opfer des neuen Bundes, das Jesus Christus am Abende vor seinem Leiden und Tode eingesetzt hat. Ich opfere dir durch den Priester eben denselben Jesus, deinen geliebten Sohn, mit. allem Lobe und Danke, womit er dich auf Erden verherrlichet hat, und noch immerhin in dem heiligsten Altarssakramente verherrlichet. Nimm auf dieses unendlich kostbare Opfer zu einer würdigen Danksagung für alle Gnaden und Wohlthaten, mit denen deine Vatergüte mich bisher gesegnet und erfreuet hat! Dir, himmlischer Vater! sey ewige Danksagung durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn! Herr Jesus Christus! dein heiligstes Opfer ist der süßeste. Wohlgeruch vor dem Angesichte deines Vaters. Erfeße die Unvollkommenheit meiner Danksagung, und laß deinen heiligsten Leib und dein kostbarstes Blut den Werth meiner Dankbarkeit seyn bis an's Ende! Amen! 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 13 194 tedmaller pa IV. Das Bittopfer.mind. spilis Allmächtiger, ewiger Gott! ich opfere dir auf das heilige, unbefleckte Opfer der heiligen Messe, mit der demüthigsten Bitte, daß es vor dem Angesichte deiner göttlichen Majestät für mein und der ganzen Welt Heil mit einem lieblichen Geruche aufsteige. Komm, allmächtiger, ewiger, segnender, heiligmachender Gott! fegne dieses Opfer, welches zur Ehre deines heiligen Namens zubereitet wird, und nimm es zu meinem Heile und zur Wohlfahrt deiner ganzen heiligen Kirche mit gnädigem Wohlgefallen auf! issaglind this Neunte Meß- Andacht. monis Sich an meinen Glauben und meine Andacht, womit ich dir die unendlichen Verdienste Jesu Christi vorstelle, und erhöre um dieser Verdienste willen mein unwürdiges Gebet; erfülle mein Herz mit heiligen Begierden zu dir, ewiger, lebendiger und wahrer Gott! und erhöre mein demüthiges Flehen für die Erlösung meiner Seele von allem Uebel, und für die Hoffnung meines zeitlichen und ewigen Heiles! Gebenedeit seyst du, Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, der du uns durch ihn mit allem geistlichen und himmlischen Segen erfülleft! O Jesu! du erscheineft vor dem Angesichte des Vaters; du wohnest in dem heiligen Altarsgeheimnisse mitten unter uns als unser Mittler, um für uns zu bitten, und Jene, die durch dich zum Vater hintreten, selig zu machen. Laß, o du mein einziger Seligmacher! die Stimme deines Blutes in diesem heiligen Opfer für mich reden; zeige deine heiligen Wunden, und wiederhole die Bitte der Liebe: Vater, verzeih ihnen!" die du auch für mich armen Sünder am Kreuze zum Vater gethan haft, damit ich Gnade, Barmherzigkeit und Hilfe erlange! Amen! - V.. Das Versöhnungsopfer. Heiliger und gerechter Gott! mit zerknirschtem Herzen opfere ich dir auf: das heilige Opfer der Versöhnung in der hetligen Messe, und den unendlichen Werth des bitteren Leidens und Sterbens Jesu Christi, deines Sohnes, für meine und der - T Neunte Meß- Andacht. 195 ganzen Welt Sünden. Himmlischer Väter! sich an das Blut meines göttlichen Erlösers, das für mich um Gnade ruft, und erzeige mir deine Barmherzigkeit! Bekehre uns, o Herr! durch unsern Heiland Jesus Christus, und wende deinen Zorn von uns ab! om d - O Jesu! du bist die Versöhnung für meine und aller Menschen Sünden. Du bist in das Heiligthum eingegangen, und hast unsere Erlösung bewirkt. Verleihe, daß ich durch dein unendlich verdienstliches Opfer vollkommene Verzeihung, und das ewige Leben erhalte! Amen! anu mah 2 190 m Zur Wandlung. Heilig, heilig, heilig bist du, Jesu, Mensch und Gott! als das wahre Lebensbrod, bei uns ohne End' in dem heil'gen. Ch Sakrament. and 1989 190 madist nied brug aft Heilig, heilig, heilig stellst du dich auf dem Altar' für uns als ein Opfer dar; und es fließt dein Blut uns zum Heil', o höchstes Gut! mynind thi and son sim dig o Heilig! heilig! heilig! Jesus! durch den Kreuzestod haft du dem gerechten Gott selbst geopfert dich, als ein Opfer, auch für mich. adurlo di I dunlise pochissdoll nism Heilig! heilig! heilig! Andacht, Glaube, Jünger- Treu', und die zarte Liebestreu' der Ersatz soll seyn für so große Schmach und Pein. Heilig! heilig! heilig! Jesus! in der letzten Noth stärk uns mit dem Lebensbrod', an dem Lebensend' mit dem heil'gen Sakrament! in punt Vater unser i. dit in die in d noplan and due SOROS In maand mad? Allmächtiger Gott! ich bitte dich durch dieses heiligste Opfer des Leibes und Blutes deines Sohnes, unsers Herrn und Heilandes Jesus Christus, erlöse uns von allen Ulebeln, vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen, und schenke uns nach, deiner unendlichen Güte durch die Fürbitte der seligen und glorwür13* 196 Neunte Meß- Andacht. digen Jungfrau und Gottesgebärerin Maria und aller Heiligen Frieden und Ruhe in unsern Tagen, damit wir durch die Hilfe deiner Barmherzigkeit von der Sünde frei bleiben, und vor aller Verirrung sicher seyn mögen, durch Jesus Christus, unsern Herrn! Amen! O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erbarme dich unser! O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erbarme dich unser! O du Lamm Gottes, welches du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Schenk' uns den Frieden! ds asda? spion Geistliche Kommunion. Herr Jesu Christe, Sohn des lebendigen Gottes, der du nach dem Willen des Vaters in der Kraft des heiligen Geistes durch dein Sterben der Welt das Leben ertheilet haft! erlöse mich durch diesen deinen hochheiligen Leib und durch dein hochheiliges Blut von allen meinen Sünden und von allen Uebeln, und gib mir Gnade, daß ich deinen Geboten stets anhänge, und von dir nimmermehr geschieden werde, der du lebest und regierest in Ewigkeit! Amen! Jesu, mein liebreichster Heiland! ich glaube festiglich deine wahre und wesentliche Gegenwart in dem allerheiligsten Saframente des Altars. Ich bete dich in diesem wunderbaren Geheimnisse in tiefster Demuth an, und verehre dich in diesem heiligen Denkmale deines Leidens und Todes am Kreuze. Unsterblichen Dank sage ich deiner Liebe, daß du dich gewürdiget hast, für mich zu leiden, für mich zu sterben, und mich von der Sünde und dem ewigen Tode zu erlösen. Eben darum erkenne ich aber auch meinen Undank und meine Bosheit, daß ich nach so vielen und großen Gnaden dich, meinen Herrn und Gott, mit so vielen Sünden beteidiget habe. Vor dir, o du ewige Liebe! verdemüthige ich mich in den Abgrund meiner Armseligkeit, schlage reumüthig an mein fündiges Herz, und spreche mit dem öffentlichen Sünder:„ O Neunte Meß- Andacht. Herr, mein Gott! sey mir armen Sünder gnädig, und kräftige meinen schwachen Willen, auf daß ich in aufrichtiger Liebe und Treue mich zu dir bekehre und lebe!" Ich liebe dich, mein Gott und Heiland! ich liebe dich, und mein Herz seufzet nach dir in zarter Hoffnung auf deine Gnade; ich wünsche, dich im heiligsten Sakramente, zum Troste meiner Seele, zu empfangen, und durch den Genuß deines heiligsten Leibes und Blutes gestärkt mit dir in heiliger Liebe immer mehr vereiniget zu werden. Da Da ich aber dieser himmlischen Gnade nicht würdig bin, so laß mich doch die kostbaren Früchte deiner Erlösung genießen, und mich die Kraft des heiligen Sakramentes empfinden, damit sie mich in allem Guten erhalte, und von allem Bösen abwende! Dieser geistliche Genuß deines Leibes, o Herr Jesu Christe! werde mir Unwürdigen keine Ursache des Gerichtes und der Verdammniß, sondern gereiche mir vielmehr nach deiner Güte zu einem mächtigen Schuße, und zu einer heilsamen Arznei des Leibes und der Seele! Amen! - 197 ya Anmuthungen zu Jesus, nach der geistlichen Kommunion. Jesu, mein Gott und Erlöser! dein heiliges Sakrament ist das Pfand deiner Liebe, und das Denkmal deines schmerzvollen Leidens und Sterbens für mich. Hochgelobt sery Jesus, mein Heiland, im heiligen Sakramente! Jesu! du seßest deine unendliche Liebe immer fort durch deine beständige Gegenwart in diesem wunderbaren Geheimniſse. Hochgelobt sey Jesus, meine Liebe, im heiligen Sakramente! sesimi ads12 misd me and DJesu, mein Gott! in dir, als dem Ursprunge alles Guten und als dem höchsten Inbegriffe aller Vollkommenheit, erkenne ich alle Schönheit, alle Lieblichkeit, alle Seligkeit. Hochgelobt sey Jesus, mein höchstes Gut, im heiligen Sakramente! capill capillad mind dot hid spinge camminal - O Jesu, meine Liebe! dir weihe ich mein Herz. Herrsche in demselben durch deine Gnade, durch deine Liebe, und las 198 Neunte Meß- Andacht. mich ganz dein eigen seyn! Hochgelobt sey Jesus, meine Süßigkeit, im heiligen Sakramente! ma chartb] nsnivm O Jesu, mein gekreuzigter Heiland! wie kann ich dir deine Schmerzen, deinen Tod, deine Liebe vergelten? Die Inbrunst meines liebenden Herzens soll dir ewigen Dank erstatten! Hochgelobt sey Jesus, meine einzige Freude, im heiligen Sakramente! spilled candad, que no hand ang O Jesu, du verborgener Gott unter so geringen Brodesgestalten! wie sehr hast du dich mir zu Lieb' erniedriget! Mein Herz und meine Seele frohlocken in deiner heiligen Gegenwart. Hochgelobt sey Jesus, mein Trost und mein Alles, im heiligen Sakramente! din pledi notumalla nì thìm sit en O Jesu, mein ewiges Wohlgefallen! mit Demuth und Liebe küsse ich im Geiste deine heiligen Wunden, aus welchen auch für mich das Blut der Versöhnung geflossen ist.— Hochgelobt sey Jesus, meine verwundete Liebe, im heiligen Sakramente! dau O Jesu, du liebevoller König der Herzen! ziehe mich nach dir! Meine Seele ist verwundet von Liebe zu dir, und ich fühle ein heftiges Verlangen, dich immer mehr zu lieben. -Hochgelobt sey Jesus, das wahre Leben meiner Seele, im heiligen Sakramente! de andere allougambi O Jesu, du Gott der Liebe! obschon voll reinster Ehrfurcht, bin ich doch nicht würdig, dich zu empfangen. Darum werfe ich mich mit der liebenden Büßerin Magdalena zu deinen heiligen Füßen. Möchten doch die Thränen der Reue aus Liebe das Feuer deiner Liebe in mir vermehren! Hochgelobt sey Jesus, meine reinste Seligkeit, im heiligen Sakramente! - ― O Jesu, du süßeste Ruhe meines Herzens! in dir finde ich meine heiligste Freude, meinen süßesten Trost und mein vollkommenes Vergnügen, bis ich dein heiliges Angesicht im Himmel werde anschauen können.- Hochgelobt sey Jesus, meine ewige Liebe, im heiligen Sakramente! nd 199 Besondere Meß- Andachten an Kommunion- Tagen. Gelobt, geliebt und angebetet sey ohne End' das allerheiligste Sakrament! and nid m m llacotchands D Herr Jesus Christus, der du auf dem Altare des Kreuzes in deinem schmerzlichen Tode das blutige Opfer für die fündige Welt entrichtet, und zu dessen Erinnerung bei dem letzten Abendmahle das allerheiligste unblutige Opfer deines Leibes und Blutes in dem heiligen Altarssakramente eingesetzt, und den Priestern die Vollmacht und den Auftrag ertheilet hast, dasselbe dem himmlischen Vater darzubringen, und den Gläubigen auszuspenden! verleihe uns die feurigste Andacht zu diesem anbetungswürdigen Geheimnisse, damit wir, deines bitteren Leidens und Sterbens eingedenk, die Früchte unserer Erlösung, und die Kraft dieses unendlich verdienstlichen Opfers im Leben und im Sterben ge= nießen mögen! Amen! Durch die Verdienste unsers Herrn Jesu Christi, und durch die Kraft des heiligen Meßopfers segne uns der allmächtige Gott, Vater, Sohn und heilige Geist! Und die Seelen der Christgläubigen ruhen durch die Barmherzigkeit Gottes im Frieden! Amen! Besondere Meß: Andachten an Kommunion- Tagen. Meß- Andacht vor der heiligen Kommunion. 3 um Staffelgebete. sed rubbe Auf deine liebreiche Einladung, o Herr! erscheine ich in deinem heiligen Tempel, dich, das Brod des Lebens und die Nahrung meiner Seele, zu empfangen. O! daß mein Herz mit jener Reinheit deiner auserwählten und heiligen Seelen geschmückt wäre, die oft im Uebermaaße ihrer Liebe vor dir geglühet haben! Denn schmerzlich fühle ich's, o Gott! daß mein 35 200 Besondere Meß- Andachten and Herz nicht würdig ist, dich aufzunehmen, da du nur reine und sehnsuchtsvolle Herzen zu deiner Wohnung erwähleft. spil Doch warum bist du traurig, meine Seele?! warum betrübest du mich? Hoffe auf den Herrn, dessen unendliche Liebe dich ruft, und flehe zu ihm, daß er einen Strahl seines heiligen Lichtes aussende, welcher dein Herz erleuchte und reinige, und zur würdigen Wohnung seines göttlichen Sohnes bereite! O Jesu! dein göttliches Licht führe mich bis zu dem heiligen Berge, zu dem Throne deiner Gnade, daß ich koste und sehe, wie lieblich du, mein Gott, das Licht und Leben meiner Seele, bist! botvid vinta, sid 3um Confiteor. O! laß mich weinen vor dir, Herr! laß die unzähligen Sünden meines verflossenen Lebens mich beweinen, die ich gegen dich begangen habe, der du mich erschaffen hast, als ich nicht war,- mich erlöset, als ich verloren war,- mit Wohlthaten des Leibes und der Seele ohne Zahl mich begabt, und nicht aufgehört hast, selbst in meinen Sünden mich zu lieben und mit Einsprechungen deiner barmherzigen Gnade mich zu rufen, damit ich dich lieben und nicht ewig verloren gehen sollte! Schwer, o Herr! und vielfach ist meine Schuld. In der Bitterfeit meiner Seele bereue ich sie vor dir. Wie soll ich es nach so großer Untreue wagen, vor dein heiliges Angesicht, zu dem Gastmahle deiner Auserwählten hinzutreten, und das Brod der Engel zu empfangen? O hochgebenedeite Jungfrau Maria, du heiliger und reiner Tempel des Menschgewordenen Wortes! Johannes, wunderbarer Vorläufer des Herrn, Engel und Stimme in der Wüste, der du seine Wege bereitet haft! heilige Apostel und Jünger des Herrn, und ihr, o glückselige Seelen, die ihr auf Erden mit liebeflammenden Herzen den König der Glorie empfangen habet, den ihr nun ohne Schleier in der glorreichen Anschauung genießet! o bittet für mich, daß mir der Herr seine Barmherzigkeit zeige, fein Heil gebe, meine zahllosen Vergehungen nachlasse, an Kommunion- Tagen. und meine Seele reinige, damit sie in heiliger Freude und mit Vertrauen hinzutrete, das Sakrament des Lebens zu ihrem ewigen Heile zu empfangen! 201 Zum Kyrie eleison. Erbarme dich meiner, o Vater der Erbarmungen! Erbarme dich meiner, o Sohn des lebendigen Gottes! Erbarme dich meiner, o Geist der göttlichen Liebe! denn dürftig bin ich fürwahr und arm. O Jesu! hungernd und in Blöße erscheine ich bei deinem göttlichen Gastmahle. D! laß meine Armuth mich bereichern, und mit der himmlischen Speise mich ersättigen, die deine Barmherzigkeit den Armen bereitet hat! Jominial 3um Gloria. to by ( Kirchengebet.) Ehre sey Gott in den Höhen, und Friede den Menschen auf Erde, die guten Willens sind! Dich, o Gott! loben wir; dich beten wir an; dich verherrlichen wir; Dank sagen wir, deiner großen Glorie wegen, dir, o Herr, unser Gott, himmlischer König, allmächtiger Vater! dir, o Herr Jesu Christe, eingeborner Sohn, Herr und Gott, Lamm Gottes, Sohn des Vaters! O du, der du die Sünden der Welt hinwegnimmst! erbarmes dich unser! Denn du allein bist der Heilige, du allein der Herr; du allein der Allerhöchste, Jesus Christus, mit dem heiligen Geiste in der Glorie Gottes, des Vaters. Amen! * Bei dem feierlichen Hochamte, oder auch sonst, mag folgendes Gebet zur Abwechslung dienen: bodyto pohibui THE Laß mich einstimmen, o Herr! in die Lobgesänge deiner heiligen Engel, und jenes Friedens mich theilhaftig werden, den du, o eingeborner Sohn des Vaters! vom Himmel auf die Erde gebracht hast! Welche unermeßliche Ehre und Verherrlichung hast du deinem himmlischen Vater durch deine so tiefe Erniedrigung, und durch das fortwährende Opfer des Kreuzes gebracht, das du seiner göttlichen Gerechtigkeit für uns darbringest! Ach, und wie lieblich ist der Friede, den jene aus 202 Besondere Meß- Andachten erwählten Seelen erfahren, die du selbst mit deinem allerheiligsten Fleische und Blute ernähreft! unendliche Großmuth! sin dat opal o unverstegbare Barmherzigkeit! o wunderbare Liebe! Laß mich, o Jesu! dieser göttlichen Gnade theilhaftig werden! stille durch das Sakrament des Friedens den beständigen und grausamen Kampf meines Fleisches gegen den Geist, und entflamme alle Triebe meines Herzens, dich zu lieben, für dich zu leben, und im Reiche des ewigen Friedens dich ewig zu loben! Amen! his du 3um Gebete des Priesters. Sti sie Gott, der du uns in deinem wunderbaren Sakramente ein Denkmal deines heiligen Leidens hinterlassen hast! wir flehen zu dir, laß die heiligen Geheimnisse deines Leibes und Blutes uns also verehren, daß wir die Frucht deiner Erlösung immerdar in uns empfinden, der du mit dem Vater und dem heiligen Geiste lebest und regierest, Gott von Ewigkeit zu Ewigfeit! Amen! " Zur Epistel und zum Evangelium. Dank und ewiges Lob sey dir, o lebendiges Wort des Vaters! daß du mich vor so vielen Tausenden zu dem Lichte deines Evangeliums berufen hast, und durch dein göttliches Sakrament mich stärkest, den Weg zum himmlischen Reiche zu wandeln! O entzünde mich heute zu deiner göttlichen Liebe, daß ich bis an das Ende meines Lebens die Gebote, die du zu meinem Heile mir gegeben haft, in aller Treue vollbringe, und unablässig nach dir, meiner allerhöchsten Glückseligkeit, strebe! Amen! de! * Folgende vier Lesungen können abwechselnd mit aufmerksamer Andacht erwogen werden: 1. Lesung aus der Epistel des heiligen Apostels Paulus an die Korinther. Na( 1. Korinth. 2.) amphin Meine Brüder! was ich vom Herrn empfangen habe, 11 das habe ich euch übergeben. In jener Nacht nämlich, wo der 203 an Kommunion- Tagen. Herr Jesus verrathen ward, nahm er das Brod, dankte, brach dasselbe, und sprach: Nehmet hin, und esset; denn dieß ist mein Leib, der für euch wird dargegeben werden; dieß thuet zu meinem Gedächtnisse! Deßgleichen nahm er auch den Kelch, und als er das Abendmahl gehalten hatte, sprach er: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blute; dieß thuét, so oft ihr ihn trinken werdet, zu meinem Andenken! So oft ihr also dieses Brod essen, und diesen Kelch trinken werdet, sollet ihr den Tod des Herrn verkünden, bis er kommen wird! Wer immer also dieses Brod unwürdig essen, und den Kelch des Herrn unwürdig trinken wird, der wird des Leibes und Blutes des Herrn schuldig. Es prüfe aber der Mensch sich selbst, und so, esse er von diesem Brode, und trinke aus diesem Kelche! Denn wer da unwürdig ißt oder trinkt, der ist und trinkt sich das Gericht, da er den Leib des Herrn nicht unterscheidet." 2. Lesung aus dem Evangelium des heiligen Apostels Johannes.( Kap. 6.) " In jener Zeit sprach der Herr Jesus zu den Schaaren der Juden: Mein Fleisch ist wahrhaftig eine Speise, und mein Blut ist wahrhaftig ein Trank. Wer mein Fleisch ist, und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich in ihm. Wie mich der lebendige Vater gesandt hat, und ich durch den Vater lebe, so wird auch, der mich ist, durch mich leben. Dieses ist das Brod, das vom Himmel gestiegen ist, nicht wie eure Väter das Manna gegessen haben und gestorben sind; wer dieses Brod ißt, der wird ewig leben." its lame SEE 3. Lesung aus der Epistel des heiligen Apostels Johannes.( 1. Joh. 3.) „ Meine Vielgeliebten! wundert euch nicht, wenn euch die Welt haßt! Wir wissen, daß wir vom Tode zum Leben hinüber geführt wurden, weil wir die Brüder lieben. Wer nicht liebt, der bleibt im Tode. Jeder, der seinen Bruder haßt, ist ein Todtschläger. Und ihr wisset, daß kein Todtschläger das ewige Leben bleibend in sich hat. Darin erkennen wir die Liebe 204 Besondere Meß- Andachten Gottes, weil er seine Seele für uns gesetzt hat. So sollen auch wir unsere Seelen für unsere Brüder seßen. Wer Güter dieser Welt hat, und sieht, daß sein Bruder Noth leidet, und sein Herz vor ihm verschließt, wie bleibt in demselben die Liebe Gottes? Meine Kindlein! lieben wir nicht mit dem Worte und mit der Zunge, sondern durch Werke und in der Wahrheit!" da Lesung aus dem Evangelium des heiligen Lukas.( Lukas 14.) In jener Zeit sprach der Herr Jesus zu den Pharisäern dieses Gleichniß: Ein gewisser Mensch hielt ein großes Abendmahl, und berief Viele dazu. Und er sandte seinen Knecht um die Stunde des Abendmahles aus, den geladenen Gästen zu sagen, daß sie kommen sollten; denn es wäre schon Alles bereitet. Und sie fingen alle einhellig an, sich zu entschuldigen. Der Erste sprach zu ihm: Ich habe ein Landgut gekauft, und ich muß nothwendig hinausgehen, und es besichtigen; ich bitte dich, halte mich für entschuldiget! Und der Andere sprach: Ich habe fünf Joche Ochsen gekauft, und gehe hin, sie zu probiren; ich bitte dich, halte mich für entschuldiget! Und ein Anderer sprach: Ich habe ein Weib genommen; darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht fehrte zurück, und berichtete dieses seinem Herrn. Da sprach der erzürnte Hausvater zu seinem Knechte: Geschwind geh' auf die Gassen und Straßen der Stadt, und rufe die Armen und Schwachen, und Blinden und Lahmen, und führe ste hierher! Und es sprach der Knecht: Herr! es ist geschehen, wie du befohlen hast, und es ist noch Platz übrig. Und der Herr sprach zum Knechte: Geh' hinaus auf die Landstraßen und an die Zäune, und zwinge sie, herein zu kommen, damit mein Haus voll werde! Ich sage euch aber, daß keiner von jenen Männern, die geladen waren, mein Gastmahl kosten wird." ahi jind 13 um Credo. inl sie Herr, mein Gott! ich glaube. Durch deine Gnade glaube ich an dich, und fest glaube ich Alles, was du, o ewige 205 an Kommunion- Tagen. Wahrheit! uns Menschenkindern von deinen unerfaßlichen göttlichen Geheimnissen zu offenbaren dich herabgelassen hast. Ich glaube an deine hochheilige, untheilbare Dreieinigkeit, und glaube, daß dein eingeborner Sohn, ohne den Schooß seines himmlischen Vaters zu verlassen, vom Himmel gekommen, von Maria, der unbefleckten Jungfrau, geboren worden ist, und durch seinen unschuldigen Tod am Kreuze uns von dem ewigen Untergange erlöset hat, den wir durch unsere Missethaten verdienet hatten. Er ist der Weg, die Wahrheit und das Leben, durch den wir allein Zutritt zu dir, seinem himmlischen Vater, haben; der Stifter und das Oberhaupt seiner heiligen Kirche, die er auf dem Felsen begründet hat, den die Pforten der Hölle nicht überwältigen werden, und der er die Schäße seiner Lehren und Sakramente zu unserm Heile anvertraut hat. Und nach dem wahrhaften Glauben dieser heiligen unfehlbaren Kirche, bei welcher er alle Tage bis an das Ende der Zeiten ist, glaube ich, daß er in dem allerheiligsten Sakramente seines Leibes und Blutes mit seiner Gottheit und Menschheit, wirklich und wesentlich zugegen ist, und sich uns zur Speise gibt, unsere Seelen zum ewigen Leben zu ernähren. Und erneuert sehe ich hier gleichsam das Geheimniß seiner Geburt, wo, wie dort, nur die himmlischen Geister und demüthigen Seelen ihn erkennen und anbeten, erneuert das Geheimniß seines Todes, da er sich abermal deiner unendlichen Glorie und Gerechtigkeit durch die Hände seines Priesters zum Opfer bringt. 2015 E 3ur Opferung. Und mit ihm, deinem eingebornen und ewigen Sohne, Gott von Gott, und Licht vom Lichte, opfere ich auch mich deiner göttlichen Majestät in tiefster Demuth auf, o Gott der Barmherzigkeit! daß du mit dem Brode und Weine, die bald in seinen wahrhaftigen glorreichen Leib und in sein kostbares Blut verwandelt werden, mein Herz in ein neues Herz wandeln, und dasselbe zu deinem lebendigen Tempel weihen und 206 Besondere Meß- Andachten heiligen wollest. Deine allmächtige Gnade, o Herr! erneuere dein göttliches Ebenbild in meiner Seele, und vernichte den alten Menschen in mir! Und gleichwie du durch deine Allmacht dieses Brod und diesen Wein so vollkommen vernichtest, daß bloß die äußerlichen und sichtbaren Gestalten übrig bleiben, so bilde auch deine Güte mich in einen neuen, himmlischen Menschen um, der da würdig sey, dich auf Erden zu besitzen, und ewig mit dir im Himmel zu herrschen! and isola apungninil De dues mitad susid Zur Händewaschung des Priesters. O Jesu, Urquelle aller Reinigkeit, der du zu deinem Jünger gesprochen hast:„ Wenn ich dich nicht wasche, so wirst du keinen Theil an mir haben!" ergieße das heilsame Gewässer deiner Gnade und Liebe in meine Seele, daß sie rein und würdig werde, dein glorreiches Sakrament zu empfangen! Denn nur für die Kinder deines Reiches hast du dieses Brod des Lebens eingesetzt; nur Siegern über Welt und Sünde wird dieses verborgene Himmelbrod gegeben. D, tilge durch das Feuer deines Geistes die geringsten Flecken in meiner Seele! reinige sie von aller Zerstreuung, von allen Gedanken, welche deiner göttlichen Majestät mißfallen, damit ste ganz gereiniget und in dir gesammelt dich, die ewige Reinheit, in sich aufnehme, und immerdar unbefleckt vor den Augen deiner göttlichen Majestät wandle, der du lebest und regierest in Ewigkeit! shik bonisi sam Amen! - - Zur Präfation. Schwinge dich auf, mein Herz! verlaß die Erde, und erhebe dich gegen Himmel! Sieh! dort beten die heiligen Engel in tiefster Ehrfurcht an; dort sinken die himmlischen Mächte vor der unendlichen Majestät auf ihr Angesicht nieder; dort. sind die reinsten Seelen heiliger Menschen in Anschauung, in den Jubel der Liebe versenkt, und, unaussprechlich selig im Genusse der Anschauung Gottes, singen sie ihm ohne Unterlaß hochpreisliche Dankeslieder. 207 an Kommunion- Tagen. Dunermeßliche Majestät! erschüttert betrachte ich, daß ich dich, den Unendlichen, in mir aufnehmen soll, dessen Herrlichkeit die Himmel der Himmel nicht erfaffen. Ach! ich bin nicht würdig, meine Augen zu dir zu erheben, nicht würdig, in jene wunderbaren Preisgesänge einzustimmen. Auch würde ich dieses zu thun mich nicht unterstehen, wenn nicht deine unbesiegbare Güte selbst mir befohlen hätte, dir Lebens- Opfer darzubringen. muid manis)( sid dan Darum, o Herr! laß es dir wohlgefallen, daß ich meine arme Stimme mit deiner streitenden und triumphirenden Kirche vereinige, und in aller Inbrunst meines Herzens ausrufe: „ Heilig, heilig, heilig bist du, o Gott der Heerschaaren! Himmel und Erde sind erfüllt von deiner ewigen Herrlichkeit. Hosanna in den Höhen! Gebenedeit sey, der da kommt im Namen des Herrn! gebenedeit der eingeborne Sohn Gottes, mein Herr und Erlöser, der da kommt, daß er mit seiner hochheiligen Gottheit und Menschheit in meine Seele eingehe, und sie mit himmlischen Gnaden erfülle! Ihm sey Lob und Preis von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen!" 3 u m Canon. Himmlischer Vater! blicke huldreich auf dieses hochheilige Opfer deines eingebornen Sohnes, das er seiner heiligen Kirche hinterlassen hat, deine unendliche Majestät dadurch auf eine derselben würdige Weise zu verehren! Sieh, ihn selbst, Gott von Gott, und Licht vom Lichte, der von Ewigkeit aus dir, seinem himmlischen Vater, in der Zeit aber für uns aus Maria, der Jungfrau, geboren und uns geschenkt worden ist, opfern wir dir, unserm wahren nnd lebendigen Gott, mit allen Verdiensten seiner heiligen Menschheit; und ein überreicher Ersatz ist sein Leben, sein Tod und seine unendliche Liebe für Alles, was wir für unsere Missethaten verschuldet haben. Darum, o Vater der Erbarmungen! sieh mit Wohlgefallen auf dieses heilige Opfer, auf deinen eingebornen Sohn, den 208 Besondere Meß- Andachten lebendigen Abglanz und Spiegel deiner unendlichen Schönheit, Allmacht und Allweisheit, worin deiner allerhöchsten und unermeßlichen Majestät ewige Verherrlichung und Glückseligkeit quillt! Er, dein vielgeliebter Sohn, an dem du von Ewigkeit dein Wohlgefallen hast, opfert sich hier mit uns in jener tiefsten Demuth, mit jenem vollkommenen Gehorsam, mit jener glühenden Liebe seines Herzens, wie er einst am blutigen Kreuze sich geopfert hat, und dir, seinem himmlischen Vater, bis zum Tode gehorsam gewesen ist. Er ist unser Osterlamm, unser unendlicher Schaß, aus dessen Fülle wir Alle, und Gnade um Gnade empfangen haben. th at din spinne Und da er heute in seiner unendlichen Barmherzigkeit mit allen unendlichen Verdiensten seines heiligen Leidens unter mein unwürdiges Dach eingeht, und sich mir so gänzlich zum Eigenthume schenkt, als ob er mir allein angehörte, opfere ich ihn deiner allerhöchsten Majestät in tiefster Demuth auf. Erbarme dich um Seinerwillen meiner armen Seele und aller derjenigen, die deinen heiligen Namen anrufen! Erhalte und regiere zu deiner ewigen Verherrlichung unsere vielgeliebte Mutter, die heilige katholische Kirche! Verleihe uns, ihren Kindern, den Geist der Buße und deiner heiligen Liebe! Führe unsere verirrten Brüder in ihren Schooß zurück, und rette von der ewigen Verdammniß die Seelen, welche dein göttlicher Sohn mit seinem Blute erkauft hat! Denn darum opfert er sich auf dem heiligen Altare, daß sein göttliches Blut für uns um Barmherzigkeit und Gnade rufe, und das Opfer seines allerheiligsten Leibes und Blutes in lieblichem Wohlgeruche zu dem Throne deiner göttlichen Majestät hinaufsteige, damit dafür deine Gnade und deine Erbarmungen zu uns, seinen Erlöseten, herabsteigen; auf daß Alle die Früchte seiner Erlösung erlangen, und deine göttliche Majestät im Jubel der glückseligen Anschauung loben und verherrlichen in ihm und durch ihn, der mit dir und dem heiligen Geifte gleicher Gott lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! an Kommunion- Tagen. Zur Consecration. Ich bete dich an, o Jesu, Sohn des lebendigen Gottes, fleckenloses Lamm, Brod des Lebens, das du vom Himmel gekommen bist! Mit allen Empfindungen meines Herzens danke ich deiner unermeßlichen Liebe, die dich von den heiligen Höhen in die Tiefe meines Elendes führt. O! erbarme dich nach deiner großen Barmherzigkeit! and mile O Blut meines Herrn, das einst für meine Erlösung am Kreuze geflossen ist! rufe für mich um Gnade und Barmherzigkeit! Ohimmlischer Purpurthau! reinige meine Seele! stille alle Gluthen der Begierlichkeit in meinem Herzen, und stärke meine Schwäche durch deine göttliche Kraft! bind Guild ma Nach der Wandlung. } 209 O wunderbare Liebe meines Gottes, der du den Glanz deiner ewigen Majestät unter den Gestalten des Brodes und Weines verbirgst, daß die schwachen Augen meines Fleisches nicht vor den Blißen der Glorie erblinden! ich bete dich an- auf dem Throne deiner Barmherzigkeit, wo die heiligen Engel dich umringen, und durch ihre süße Liebe, durch ihre flammenden Anbetungen dir Ersatz für den Kaltsinn und die Lauigkeit unsrer Herzen bringen. O Feuer der unendlichen Liebe, das du vom Himmel zur Erde gekommen bist! entflamme dieses Herz, das dich, das fleckenlose Lamm, den allerhöchsten Herrn der Glorie, aufnehmen soll, auf daß ich der Segensgaben theilhaftig werde, die du aus der Glorie des Himmels für Alle mitbringest, deren Herzen von irdischen Neigungen gereiniget, und geeignet sind, diese Gaben der Unsterblichkeit in sich aufzunehmen! Erschaffe ein neues Herz in mir, o Gott! ein Herz, das dich standhaft liebt,— das, voll heiligen Eifers, für deine Ehre glüht, und erfülle in dieser hochheiligen Vereinigung mit meiner Seele mich mit jenem Feuer, von dem du so sehnlich verlangt haft, daß es brennen und alle Herzen entflammen sollte, mit dem 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 14 - Besondere Meß- Andachten Feuer der Liebe, welches immer zu dir emporflammt, auf daß Alle dich, unsern Herrn, in der Verherrlichung der Glorie ewig preisen! 210 Dieß, o himmlischer Vater! war das herzlichste Verlangen deines eingebornen Sohnes, den du für uns Sünder dargegeben hast. Darum vereinige ich mein unwürdiges Gebet mit dem Gebete der heiligen Kirche, und flehe zu dir: ,, Erbarme dich aller derjenigen, die bereits in deinem heiligen Frieden entschlummert, und uns in die Ewigkeit vorangegangen sind! D, laß fie bald zu deinem ewigen Lichte gelangen, und erbarme dich auch unser, die wir noch in dieser irdischen Pilgerschaft wandeln, damit wir Antheil an der Seligkeit der Heiligen erhalten, und in deine Glorie geführt werden durch diesen unfern Herrn Jesus Christus, durch den du, o Gott! alles Gute schaffest, heiligest, belebest, segnest, und durch den wir dich, o Gott, allmächtiger Vater! in Einigkeit des heiligen Geistes loben und benedeien von nun an bis in Ewigkeit! Amen! Zum Pater R901112 2130 nofter. noster. - wisat on thid stad bp Jesu, du, unser wahrhafter Vater, der du uns von Ewigkeit geliebt haft! komm, herrsche in dieser Seele; heilige fie durch deine glorreiche Gegenwart; unterwirf sie deinem heiligen Willen, o mein Erlöser! und flamme sie an, daß sie deine Einsprechungen mit Liebe anhöre und eifrig befolge! Nähre fie heute mit diesem himmlischen Brode, welches allein ihren Hunger stillt und Freude verleiht! Das Licht deiner Liebe, welches alle deine Kinder führt, erleuchte mein Herz, daß ich Allen willig verzeihe, die mich beleidiget und betrübt haben; und verleihe mir jene himmlische Weisheit und Kraft, welche die Versuchungen flieht, und sie männlich überwindet, wenn sie unausweichlich sind! O Jesu! erlöse mich von den Drangsalen dieses armen Lebens, und von Allem, was dir mißfällig ist, und dein liebreiches Herz betrübt, auf daß ich dir wohlgefalle, und dich, meine Liebe! im himmlischen Reiche erwerbe, und in Ewigkeit liebe! Amen! an Kommunien- Tagen. PROOF THE THE Vom Agnus Dei bis zur Kommunion des Priesters. O göttliches Lamm, das du hier für die Sünden der Welt Si dhe dich aufopferst! reines, fleckenloses Opfer, Jesu, Fürst des FrieTHE dens, der du den Frieden zwischen Himmel und Erde mit deinem Blute besiegelt hast! sieh! schon naht der glückselige Augenblick, nach welchem mein Herz so sehnlich verlangt. D, tilge den Aufruhr der innerlichen Kriege und die Angst meiner Seele! erfülle sie mit jenem Frieden, mit jener Sanftmuth, mit jener demüt zen Liebe und Geduld, die du so mild in diesem Sakramente übest, wo du, o Gott! Guten und Bösen dich hingibst, und alle Unehrerbietigkeit und Lauigkeit so friedlich erträgſt! Schmücke durch diese Tugenden meine ganze Seele, daß sie dir eine wohlgefällige Wohnung werde, worin du immerdar friedlich ruhest! SANG TRI TH ISTO NAG Sin 15/00 ONIE 1989 150 211 Erhöre mein Gebet und meine Sehnsucht, o Gott! Erseze durch deine unendliche Liebe alle Mängel meiner Seele, die nicht würdig ist, daß du eingehest unter ihr Dach! Wende deine barmherzigen Blicke zu mir; denn allein bin ich verlassen und arm! Sieh meine Erniedrigung und Arbeit, und erlaß mir, o mein Gott! alle meine Sünden; denn nur du, o mildes Lamm Gottes! nimmst die Sünden hinweg; nur du kannſt Reinigkeit, Frieden und Liebe verleihen, o Gott der Tugenden! Derbarme dich der Seele, die du erschaffen haft und zu deinem göttlichen Gastmahle berufest! verleih' ihr jenes bräutliche Gewand, daß sie geschmückt vor dir erscheine, und du an deinen Gaben dich erfreuest, und sie vermehrest und heiligest, und mit. den Schäßen deiner unendlichen Verdienste vereinigest, damit ste des ewigen Lebens im Himmel würdig befunden werde, wo du mit dem Vater und dem heiligen Geiste lebest und regierest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! 5013 Zur Kommunion des Priesters. Erfreue dich, meine Seele! bald wird das Brod der Engel dich nähren, bald wird Jesus eingehen zu dir, dein Geliebter, 14* 212 Besondere Meß- Andachten deine Sehnsucht, deine Hoffnung, dein Friede und dein ewiges Leben. Geh mit brennenden Fackeln diesem himmlischen Bräutigam entgegen, mit lebendigem Glauben, mit freudiger Hoffnung und flammender Liebe! O ihr heiligen Engel, die ihr sein holdseliges Angesicht mit unaussprechlicher Freude anschauet, und im Jubel der Glorie ihm dienet! ertheilet diesem Herzen einen Funken jenes seraphischen Feuers, welches euch entzündet, und zur ewigen Liebe entflammt! D, helfet mir ihn lieben, und ihn mit Demuth, Ehrfurcht und Anbetung empfangen, der so tief sich herabläßt, unter der demüthigen Gestalt des Brodes meine Seele zu besuchen! Preiset ihn für mich; denn mein Herz ist zu arm, ihm so große Liebe zu vergelten! Bittet seine ewige Barmherzigkeit, daß er, euer und unser Brod, mich auf dem Wege dieses Lebens stärke, und mich zu den heiligen Höhen führe, ihn mit euch von Angesicht zu Angesicht anzuschauen, und seiner Barmherzigkeit ewige Lobgesänge zu singen! Amen! Zum Segen des Priesters und zum letzten Evangelium. Segne, o eingefleischtes Wort des Vaters! dieses Herz, das dich empfangen soll! Erleuchte mich, o Licht der Welt! daß ich die Größe deiner Majestät und mein tiefes Nichts erfenne! Gott der Glorie! mit Zittern, aber auch mit lebendigem Vertrauen auf deine unendliche Güte, nahe ich deinem heiligen Tische, dich in meiner Seele aufzunehmen, da du Allen, die dich aufnehmen, Gewalt gibst, Kinder Gottes zu werden. Komm, o Jesu! in meine Seele, in dein Eigenthum! Komm, o Gott voll Gnade und Wahrheit! komm, o gebenedeites Sakrament! und vereinige mich auf ewig mit dir, meinem Gott! O Jesu! ich bete dich an; ich danke deiner unendlichen Liebe, die dich vom Himmel auf die Erde gezogen hat, Fleisch zu werden, und in uns zu wohnen. O, ersättige mein Herz, und laß meine ganze Seele in der Tiefe deiner hochheiligen Geheimnisse ver an Kommunion- Tagen. finken, in dem unermeßlichen Meere deiner Erbarmungen vor Liebe zerfließen, und Eins mit dir werden in Zeit und Ewigfeit! Amen! Meß- Andacht nach der heiligen Kommunion. Unser göttlicher Heiland hat das allerheiligste Altarssakrament als ein bleibendes Denkmal feiner Leiden und seines Todes eingesetzt und gesprochen: ,, Dieß thuet zu meinem Andenken!" Deßgleichen spricht auch sein heiliger Apostel: ,, So oft ihr von diesem Brode esset, und aus diesem Kelche trinket, sollet ihr den Tod des Herrn verkünden," euch seines Todes in Liebe und Danksagung erinnern! Führe dir demnach, christliche Seele! bei dem heiligen Meßopfer nach der Kommunion diese Geheimnisse des Leidens und Todes Jesu recht lebendig zu Gemüthe! Du kannst nichts Besseres thun. Folgende Litanei wird dir dazu hinlänglichen Stoff geben. Jedoch ist es nicht nothwendig, daß du dich ängstlich daran bindest, die ganze Litanei durchzubeten, sondern vers weile vielmehr bei jenen Geheimnissen, welche deiner Andacht mehr Nahrung gewähren! 4 11971 Litanei vom Leiden Jesu Chrifti. 213 Herr, erbarme dich unser! Christe, erbarme dich unser! Herr, erbarme dich unser! Christe, höre uns! Christe, erhöre uns! Gott Vater vom Himmel! Gott Sohn, Erlöser der Welt! Gott, heiliger Geist! Heilige Dreifaltigkeit, ein einiger Gott! Jesu, der du die schrecklichste Verlaffenheit und Traurigkeit haft ausstehen wollen, i Jesu, der du aus Angst und Furcht wegen deines Leidens Blut geschwißet hast, Erbarme dich unser! 214 Besondere Meß- Andachten Jesu, der du von dem meineidigen Judas verkauft, ver- inn prathen, und deinen Feinden übergeben worden bist, Jesu, der du vom Petrus verläugnet, und von den übri gen Aposteln und Jüngern verlassen worden bist, Jesu, der du gleich einem Mörder gefangen, gebunden und vor die ungerechtesten Jesu, der du fälschliche geschleppt worden bist, angeklagt, als des Todes schuldig erklärt, mit unerhörter Grausamkeit geschlagen und ge= stoßen worden bist, d Jesu, dessen schönstes Angesicht schimpflich bedeckt, mit Fäusten geschlagen und mit Speichel verunreiniget worden ist, Jesu, der du in der Nacht deines Leidens von den muthwilligen Henkersknechten eine unerhörte Marter erlitten haft, by me bursachs 725 Jesu, der du unter den schimpflichsten Mißhandlungen von einem Richterstuhle zum andern geführt worden bist, Jesu, der du dem Mörder Barrabas nachgesetzt, und von dem undankbaren Volke zum Kreuzestode begehrt worden bist, Jesu, der du, deiner Kleider entblößt, auf das Grauſamste gegeißelt worden bist, Jesu, der du mit einem schlechten Purpurmantel zur Beschimpfung umgeben, und auf eine unerhörte Weise mit Dornen gekrönet worden bist, Erbarme dich unser! Jesu, der du zum schmählichen Kreuzestode verurtheilt worden bist, und selbst dein Kreuz getragen hast, Jesu, der du mit den größten Schmerzen an Händen und Füßen an das Kreuz genagelt worden bist, desto Jesu, der du am Kreuze die äußerste Verlaffenheit von deinem himmlischen Vater selbst erduldet hast, pilis 20 Jesu, der du in deinem äußersten Durste mit Galle und Effig getränkt worden bist, 350 52 Jesu, der du nach deinem schmerzlichen und langwierigen Todeskampfe deine heiligste Seele in die Hände deines Vaters aufgegeben hast, an Kommunion- Tagen. 215 Verschone uns Jesu! chandon time@ Sey uns gnädig! Sey uns gnädig! Erhöre uns, o Jefu! jöds dun chist Von allem Uebel, erlöse uns, o Jesu! huisie sn no timo@ Von aller Sünde, erlöse uns, o Jesus eu fuo quod Von Zorn, Haß und allem bösen Willen, erlöse uns, o Jesu! Von der Best, dem Hunger und dem Kriege, De Von allen Gefahren des Leibes und der Seele, Von dem ewigen Tode, do end sound in die Durch deine Angst und Betrübniß, and his mo 3 Durch deine Gefängniß und Verurtheilung, band om udes Durch deine Peinen und Schmerzen, ilgilshule mapid Durch deine tiefe Traurigkeit und äußerste Verlaffenheit, Durch die erlittenen Beschimpfungen und Verspottungen, 9 Durch die häufigen Thränen und Seufzer, tommto! Durch das heilige Blut, welches aus deinen Wunden gefloffen ist, id fimpsid ud end este mun Durch deinen bitteren Tod und dein Kreuz indust Issinu bid somandas s Jesu! Daß du uns die Gnade der Beharrlichkeit in deinem heiligen Dienste verleihen wolleft, is niet mollide med the Daß du uns vor unreinen Gedanken, vor Versuchungen des Teufels und vor der ewigen Verdammniß bewahren wollest, astul 4mur bodie? bonis marine anscodis Q Am Tage des Gerichtes; Wir arme Sünder! wir bitten dich, erhöre unstundis sind Daß du unser schonest, him hid sinadas d Daß du uns verzeiheft, 25 stos Daß du uns zu wahrer Buße führen wolleft, bid nad via Daß du die in deinem heiligen Namen versammelten Gemeinden erhalten und vermehren wolleft, on studis d Daß du uns wahren Frieden, Demuth und Liebe geben wollest, 8 Y Wir bitten dich, erhöre uns! Damit wir in der Traurigkeit und Angst nicht unterliegen, Damit wir alle Widerwärtigkeiten mit Dank von deiner sigt Hand annehmen, Anadrous hinastog sid noo hin 216 Besondere Meß- Andachten = Damit wir durch die Kraft des Kreuzes die Welt, das ONE Fleisch und den bösen Feind überwinden mögen, Damit du uns die Gnade verleihest, daß wir täglich unser Kreuz auf uns nehmen, und dir dasselbe gerne nachtragen, Damit du uns eine wahre und großmüthige Liebe zum Leiden einflößeft, Damit du uns in der Stunde des Todes durch dein heiliges Kreuz beschüßzest, Damit du uns durch die Kraft deines heiligen Leidens zur ewigen Glückseligkeit führest; O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Verschone uns, o Jesu! momiles Did shir@ O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erhöre uns, o Jesu! Wir bitten dich, erhöre uns! i spilio and this? O du Lamm Gottes, das du hinwegnimmst die Sünden der Welt! Erbarme dich unser, o Jesu! Herr, erbarme dich unser! Christe, erbarme dich unser! Herr, erbarme dich unser! Vater unser ic. Gegrüßt seyft zc. V. Wir beten dich an, o Jesu! und preisen dich; R. Der du durch dein heiliges Kreuz die Welt erlöset haft! V. Herr! erhöre mein Gebet! R. Und laß mein Rufen zu dir kommen! LER Gebet. D Herr Jesu Christe, Sohn des lebendigen Gottes, der du nach dem Willen deines ewigen Vaters, fraft der Mitwirkung des heiligen Geistes, die Welt durch deinen Tod zum neuen Leben erweckt haft! erlöse uns durch das schreckliche und hocherhabene Sakrament deines Leibes und Blutes von allen unseren Missethaten und von allen Uebeln, und verleihe, daß wir deinen Geboten immerdar anhangen, und in Ewigkeit nicht von dir getrennt werden! an Kommunion- Tagen. D Gott, der du durch deine heiligen Sakramente und Gebote zu deinem Ebenbilde uns erneuerst! vervollkommne unsere Schritte auf deinen Wegen, und verleihe uns, daß wir die Gaben deiner Liebe, zu denen du unsere Hoffnung erhoben hast, durch deine Barmherzigkeit wirksam erlangen, durch Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem heiligen Geiste lebt und regiert, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Lied. Jesu, Heil der Menschenkinder! ond] Starker Todesüberwinder! Opferlamm voll Liebesgluthen! Wie beströmen Rosenfluthen, Wo du hängst, den Kreuzaltar! Abgrund! wer kann dich erfassen? Wie bist du, o Gott! verlassen, Arm und nackt zum Spott geworden! Wie, so grausam dich zu morden, Gabst du dich der Bosheit dar! Wem, o Majestät, o Größe! Gilt so unermeßne Blöße? Ne Ach! was kann ich, süßes Leben! du Je für deine Liebe geben, wee Die dein Herz so tief gerührt? Schmerzlich klaffen deine Wunden; Wer kann diesen Schmerz erkunden? Weinend, o mein Jesu! küsse, Und in Wehmuth, ich die Füsse, Die dich in den Tod geführt. 217 218 Besondere Meß- Andachten an Kommunion- Tagen. Abendlich im Purpurscheinend svim sm Glüht der unbefleckte Reine, didmonisd sted siger en Der für mich sein Blut vergießet; id fun string disgus Von den treuen Händen fließet, dgnal Rosen gleich, das süße Heil. usd on rietim nd mind ando!) ડુંગળ વ daudnd and 10l fist) map ist ihr Hände, tief durchstochen! O Sagt! was habt ihr je verbrochen? Gabet ihr, o milde Hände! Nicht des Himmels reichste Spende? Welch ein Lohn wird euch zu Theil! Und du, Haupt des ewig Schönen, Das die Dornen rings umkrönen! Wie bist schmerzlich du geschwollen, Wie vom Blute überquollen, ind sit Und vom Speichel ganz entstellt! Ach! die zarten Jugendreize dampd Schwanden abgeblüht am Kreuze.si Und wie ausgebrannte Sonnen Ist der Augen Licht zerronnen, 5122 Das die Himmel selbst erhellt. Grausam, steht, vom Speer getroffen, Dieses Herz der Liebe offen; of mo Und ein Purpurquell der Gnade,! Wasser zu dem reinsten Bade, Quillt für alle Sünder hier. Sey, o göttlich Herz, gegrüßet, Das die Traurigkeit versüßet! Laß mich liebend dich umfangen! Sieh! in glühendem Verlangen Seufzt mein trauernd Herz zu dir. Beicht- u. Kommunion- Andachten. Vorläufige andächt. Betrachtg. c. 219 nalla in du geliebte Herzenswunde! da S Nimm mich auf in jener Stunde, id— atspri Daß in dir ich friedlich weile, i 29 ma i nie Wenn vom bittern Todespfeilenspis unist ni borg no nism Dieses Herz auf immer bricht! Jesu! deines Herzens Milde Werde mir zum sichern Schilde! O mein Vielgeliebter! bahne Dann durch deines Kreuzes Fahne Mir den Weg zu deinem Licht'! Hori topicitour of d * : Dritter Abschnitt. jome tipigia:? niss chilghhot Insmmo Mo Sidon You# 51 Thir GR Beicht und Kommunion- Andachten. Vorläufige andächtige Betrachtung am Vorabende der heiligen Kommunion, stomando dro dan distintas besonders für die Seelen, welche diesem göttlichen mis Sakramente seltener nahen.dürd og Erster Theil. your haileth red 1. Wer bist du, o Herr! und wer bin ich, der ich es wage, dir zu nahen?- Was ist der Mensch, daß er seinen Gott, seinen Schöpfer bei sich anfnehmen darf? Was ist er Anderes, seiner verderbten Natur nach, als ein Gefäß der Unreinigkeit und Verwesung, ein Sünder, ein Verräther Gottes, ein Geschöpf, unfähig zu allem Guten, sehr schnell zu allem Bösen, ein Knecht des bösen Geistes, ein Erbe der ewigen Verdammniß? Vorläufige andächtige Betrachtung 2. Was ist der Mensch? Ein Geschöpf, elend in allen Dingen, thöricht in seinen Anschlägen, unbeständig in seinen Werken, unrein in seinen Begierden, gering in Allem, nur groß in seinen eigenen Augen. Sieh, o Gott! dieß bin ich. 3. Allein wer bist du, mein Herr und mein Gott!? Groß bist du, und von keinem Raume umgränzt; gut bist du, und deine Güte kennt keine Schranken; weise bist du, und deiner Weisheit ist keine Zahl; ewig bist du, und deine stehende Ewigkeit umfaßt alle Zeiten; allmächtig ist deine Kraft, unerforschlich deine Wissenschaft, wunderbar dein Rath, schrecklich dein Gericht, vollendet und unumschränkt deine allerhöchste Vollkommenheit. 220 - 4. Wie also soll ein so unreines und so unwürdiges Geschöpf es wagen, einer so hoch erhabenen Majeſtät zu nahen?„ Sieh! vor deinem Angesichte ist das Licht der Sterne Nacht, und selbst die Himmel sind nicht rein vor deinen Blicken. Auf deinen Wink erzittern die Säulen des Himmels, und die lichtgebornen Seraphim bedecken ihr Angesicht mit ihren Flügeln." Wie groß ist also die Vermessenheit eines so niedrigen und so höchst unwürdigen Geschöpfes, dich, den Herrn der Unermeßlichkeit, in seiner Herberge aufzunehmen! 5. Jener größte Mann, welcher je vom Weibe geboren worden ist, der noch im Mutterleibe geheiligte Täufer Johannes, zagte, den Herrn zu taufen, und zitterte, sein hochheiliges Haupt zu berühren; ja! er bekannte sich sogar für nicht würdig, seine Schuhriemen aufzulöſen. — - - - 6. Bebend rief der Fürst der Apostel aus:„ Geh hinweg von mir, o Herr! denn ich bin ein sündiger Mensch!" Und ich, der fündigste aller Menschen, erzittere nicht, dir zu nahen. Wenn es Niemand gestattet war, die Schaubrode, welche doch nur ein Vorbild dieses unergründlichen Geheimnisses waren, zu essen, wofern er nicht rein und geheiliget war, wie wird es mir ergehen, der ich, so ferne von aller Heiligkeit, es wage, mid and than no das Brod der Engel zu essen? am Vorabende der heiligen Kommunion. 7. Der Herr hatte befohlen, es sollten die Kinder Israel mit umgürteten Lenden und mit Schuhen an ihren Füßen jenes Osterlamm effen, das nur ein Sinnbild dieses göttlichen Sakramentes war; und zwar sollten sie es mit ungesäuertem Brode und wilden Kräutern essen. Wie also soll ich diesem wahrhaften Ofterlamme ohne die sorgfältigste Vorbereitung nahen! Denn worauf deutet jenes ungesäuerte Brod, als auf ein reines Herz, in welchem der Sauerteig der Bosheit nicht wohnt? Und was sind jene bitteren Kräuter, als Zerknirschung des Herzens? Und wo ist die Reinheit, welche durch jenes Umgürten, wo das schnelle und heilige Verlangen, welches durch die Schuhe bedeutet wird? - 221 8. Verwiesen wurde von diesem göttlichen Gastmahle Jener, der ohne hochzeitliches Kleid, ohne die heilige Liebe, hinzu getreten war; ja! es wurden ihm Hände und Füße gebunden, und er wurde in die äußerste Finsterniß verstoßen. Was wird also wohl auf mich warten, wenn ich ohne das Brautgewand der heiligen Liebe dabei erscheine? O göttliches Auge, das die tiefsten Finsternisfe durchschaut, und vor dem alle verborgensten Winkel meines Herzens offen daliegen! was wird mit mir geschehen, wenn ich nackt und leer vor dir erscheine? 9. Nur ein Sinnbild dieses Sakramentes war die Bundeslade; und gleichwohl war es ein so großes Vergehen, dieselbe zu berühren, daß Oza, der, als sie schwankte, die Hand ausstreckte, sie zu halten, mit plößlichem Tode geschlagen wurde. Wie also sollte ich nicht gleiche Strafe befürchten, wenn ich das göttliche Sakrament unwürdig empfange, welches durch jene Bundeslade nur vorgebildet worden ist? 10. Auch jene Bethsamiten hatten nichts anderes verbrochen, als daß sie die Arche des Bundes vorwißig anschauten, als sie durch ihre Gränzen getragen wurde; und dennoch entbrannte der Zorn des Herrn hierüber so sehr, daß er darum allein mehr als fünfzig tausend Menschen getödtet hat. Wie unendlich erhabener, als die Arche des Bundes, ist aber dieses 222 Vorläufige andächtige Betrachtungen göttliche Sakrament! und wie weit gefährlicher ist es, dich unwürdig zu empfangen, als anzublicken! 11. 3ittern soll ich also und beben, so oft ich erscheine, den Herrn der allerhöchsten Majestät und Gerechtigkeit zu empfangen. Zittere ich aber bei der Betrachtung deiner unendlichen Größe, wie muß ich erst zittern, wenn ich die Größe meiner Sünden erwäge; denn oft und vielmal habe ich, o Herr! deine göttliche Majestät durch schwere Sünden beleidiget! is 12. Ach! es war eine Zeit,( und Preis und Dank sey dir, o Herr! daß sie zu Ende ist!) wo ich deiner allerhöchsten Schönheit nicht gedachte, noch sie liebte; wo ich den Staub und die Asche der Geschöpfe weit höher achtete, als alle Schäße deiner Gnaden, und als die Hoffnung des ewigen Lebens. Meine Begierlichkeit war damals mein Gesetz und die Richtschnur meines Lebens, und ich gedachte Deiner nicht, und ehrte dich nicht; denn ich erkannte dich nicht. ai si din jud 13. Ich bin jener Thor, der in seinem Herzen gesprochen hat:„ Es ist kein Gott." Denn so zügellos habe ich einst gelebt, daß ich, wenn auch nicht mit Worten, doch durch meine Sitten gesprochen habe, du seyest entweder gar nicht, oder du habest keine Macht. Ich habe mich weder um deine Liebe beworben, noch deine Gerechtigkeit gefürchtet. Ohne mich zu bedenken, habe ich dein Gesetz übertreten; auch habe ich dir nicht für deine Wohlthaten gedankt; und obschon ich wußte, daß du überall zugegen bist, so habe ich mich nicht gescheuet, vor deinen Augen die schändlichsten Sünden zu begehen. bi sillo) alto$ 129 14. Wornach immer es meinen Augen gelüftet hat, das habe ich ihnen erlaubt; auch meinem Herzen habe ich nicht verwehrt, sich nach Lust zu ergößen; und wo ist eine Sünde, die ich nicht begangen, und womit ich meine Seele nicht be fleckt habe? Was war mein ganzes Leben Anderes, als ein unaufhörlicher Krieg gegen dich? was Anderes, als eine Erneuerung aller Schmerzen deines bitteren Leidens? Wie oft habe ich dich einer geringen Luft, eines unbedeutenden Ge am Vorabende der heiligen Kommunion. winnes wegen gleich einem zweiten Judas-verkauft! Und nun, da ich hinzutrete, dich zu empfangen, was bereite ich wohl Anderes, als einen Judaskuß, mit welchem ich dich verrathe, den ich schon früher verkauft habe? Was habe ich bei so vielen Kommunionen gethan? Habe ich Deiner nicht gleich jenen Kriegsknechten gespottet, und einerseits das Knie vor dir gebeugt, und dich angebetet, indeß ich andererseits dein heiliges Haupt mit dem Rohre geschlagen habe? nì lì mich 15. Wie also soll ich es wagen, o Herr! mit einer so unreinen und von mancherlei Lastern befleckten Seele dich zu empfangen? Wie sollte ich je so vermessen seyn, deinen hochheiligen Leib in einer Höhle zu beherbergen, wo Drachen und giftige Schlangen hausen? Denn was Anderes ist die Seele des Sünders, als ein Aufenthalt aller Unreinigkeit und böser Geister? 16. Wie solltest du, o jungfräuliche Reinigkeit! hier ruhen? Wie, o Urquelle aller Schönheit! solltest du in einem so schändlichen Orte wohnen? Was hat die Gerechtigkeit mit der Missethat, was das Licht mit den Finsternissen, was Christus mit Belial gemein? O Blume des Feldes! o Lilie der Thäler. o Brod der Engel! wie bist du zur Speise unreiner Thiere herabgewürdiget worden! 17. Warum, o göttlicher Heiland! gibst du dieses Himmelbrod den Hunden, und wirfst diese kostbaren Perlen den Schweinen vor? O Liebhaber reiner und feuscher Seelen, der du unter Lilien weidest, bis der Tag anbricht und die Schatten sich neigen! was kann ich dir vorseßen in meinem Herzen, wo nichts als Disteln und Dornen wachsen? Dein Bettlein ist aus dem Cedernholz vom Libanon; vom reinsten Golde sind seine Säulen, und rings ist es mit Purpur behängt. Nichts dieſer Art ist in meinem Herzen; welchen Ruheplaß kann ich dir also darin bereiten? id mod bo 18. In die reinste Leinwand wurde dein heiliger Leib gehüllt, als er vom Kreuze abgenommen, und in ein neues Grab gelegt wurde, worin früher noch Niemand bestattet war. Wo 225 224 Vorläufige andächtige Betrachtung ist aber irgend ein Ort in meiner Seele rein und neu? Und ist nicht mein Mund ein offenes Grab, woraus nichts als Fäulniß der Sünde und schändliche Worte hervorgehen? Denn was Anderes ist mein Herz, als eine Quelle sündhafter Neigungen und Begierden? 19. Wie also soll ich es wagen, dir zu nahen? dich zu empfangen? dich mit unreinen Lippen zu berühren? Kein Pläßchen ist in meiner Seele, das, vollkommen rein und fleckenlos, ein würdiges Grabmal für dich wäre! O mein Erlöser und Herr! Schamröthe bedeckt mein Angesicht, so oft ich dieses betrachte, so oft ich bedenke, in welchem Stande ich deinem hocherhabenen und königlichen Gastmahle nahe, und zu den Umarmungen des himmlischen Bräutigams gehe, der immer, so voll Güte, auf mich wartet, und mich so liebreich aufnimmt. - 3 weiter Theil. 20. Ich erkenne, o Herr! meine überaus große Unwürdigkeit; aber auch deine unermeßliche Barmherzigkeit ist mir nicht verborgen; und sie eben flößt mir Muth und Vertrauen ein, zu dir zu kominen, so unwürdig und elend ich auch bin; denn je elender ich vor dir erscheine, desto mehr wirst du verherrlichet, wenn du mich nicht verschmähest, und ein so geringes und unreines Geschöpf nicht verstoßest. 21. O Gott der Erbarmungen, der du den reumüthigen Sünder nicht verwirfst, sondern zu dir rufest und ihn bekehrest! in göttlicher Milde hast du gesprochen: Kommet zu mir, ihr Alle, die ihr mit Mühseligkeit und Arbeit beladen seyd, und ich will euch erquicken!" Und anderswo:„ Die Gesunden bedürfen des Arztes nicht, sondern Jene, die sich übel befinden." Laut erging das Gerede von dir, daß du die Zöllner und Sünder aufgenommen, und mit ihnen gegessen hast. O mein Heiland! noch eben derselbe bist du ja auch heut zu Tage; mit Zuversicht jene glaube ich daher, daß du auch jetzt vom Himmel 11 - h am Vorabende der heil. Kommunion. berufest, die du berufen hast, als du noch sichtbar auf Erden berufen haſt, als lebtest. sin 22. Von dieser so milden Stimme angezogen komme denn auch ich zu dir. Sieh! ich bin mit Sünden belastet; nimm diese schwere Last gnädig von mir! Ich erscheine in Mühseligkeit und Arbeit; erquicke mich liebreich! Ich bin frank; heile mich! Ich bin ein Sünder; rechtfertige mich, o Urquelle der Gerechtigkeit! denn du nimmst ja die Sünder auf, und isfest mit ihnen; und deine Freude ist es, bei den Menschenkindern zu seyn. 39719 23. Ist es aber deine wahrhaftige Freude, solche Gäste zu haben, so sieh, o Herr! hier einen ungeheuren Sünder vor dir, mit dem du dein Gastmahl halten magst! Denn sicherlich glaube ich, o mein Heiland! daß dich die Thränen jener öffentlichen Sünderin weit mehr erfreuet haben, als das Gastmahl des stolzen Pharisäers. Deßhalb hast du sie auch nicht verschmähet, und als eine Sünderin sie nicht verstoßen, sondern du hast sie vielmehr gütig aufgenommen, ihr ihre Vergehungen nachgelassen, sie gegen ihre Ankläger in Schuß genommen, und ihr, weniger Thränen wegen, ihre vielen Sünden verziehen. 200 225 14 - 24. Sieh, o Herr! eine neue Veranlaffung, und zwar zu noch größerer Ehre, bietet sich hier dar! Denn zu deinen Füßen liegt ein Sünder, der weit mehrere Sünden begangen, der Thränen aber weit weniger hat. Jene war weder die erste noch die letzte, welche deine Barmherzigkeit aufgenommen hat. Viel Aehnliches hast du, o Jesu! gethan, und viel Aehnliches ist dir noch zu thun übrig. D, nimm auch mich in diese Anzahl auf! beginne dein Geschäft als Heiland, und nimm mich zu Gnaden auf, der ich dich schwerer beleidiget habe, und dieser Beleidigungen wegen weniger weine! Sieh! ich habe nicht Thränen genug, deine Füße damit zu waschen; du aber haft so vieles Blut vergossen, daß nicht nur meine, sondern die Sünden der ganzen Welt mit demselben können hinwegge= waschen werden. 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 15 226 Vorläufige andächtige Betrachtung 25. Zürne nicht, o Herr! daß ich in so tiefem Elende mich unterfange, vor deinem heiligen Angesichte zu erscheinen! Denn kam nicht auch jenes arme Weib, welches achtzehn Jahre hindurch mit einer schweren Krankheit behaftet war, furchtsam zu dir, und hoffte in Zuversicht, gesund zu werden, sobald sie Lien nur den Saum deines Gewandes berühren könnte? Und du JULPY zürntest ihr nicht; du lobtest sie vielmehr, und trösteteft sie mit den freundlichen Worten:„ Sey getrost, meine Tochter! dein Glaube hat dir geholfen!" Sieh, o mein Heiland! mit einer weit schwereren und gefährlicheren Krankheit bin ich behaftet; und Niemand vermag es, mich zu heilen. Zu wem also soll ich gehen, wenn nicht zu dir, o Jesu, der du allein Leben und Gesundheit mir geben kannst!? 26. unser Erlöser! weder deine Natur, noch dein Mittleramt, noch deine Liebe hast du verändert, als du in den Himmel aufgefahren bist; und noch immer bist du so gütig und liebreich, wie zur Zeit, da du sichtbar unter uns auf Erden gewandelt bist, obschon du nun weit von uns entfernt scheinest! Es famen aber in jener Zeit Schaaren zu dir, die da suchten, dich zu berühren; denn es ging eine Kraft von dir aus, die Alle heilte. Zu dir kamen Aussäßige, und du strecktest deine gebenedeiten Hände aus, und heiltest sie. Zu dir kamen Blinde, Taube, Gichtbrüchige und Solche, die von bösen Geistern be sessen waren, und keinem versagtest du deine liebreiche Hilfe. In dir allein ist das Heil; du bist die Arznei aller Menschen; und bereitwilliger bist du, uns Gesundheit zu verleihen, als wir, dieselbe anzunehmen. then id ill 1 27. Wohin also sollen wir in unsern Nöthen gehen, als zu dir, o Jesu?! denn ich weiß es, o Herr! nicht bloß eine Speise der Gesunden und Starken ist dein hochheiliges Saframent, sondern auch eine Arznei der Kranken und Ohnmächtigen. Es ist die Kraft der Lebendigen und die Auferstehung der Todten, die Freude und der Trost der Gerechten, und die Reinigung der Sünder. OTIS! - am Vorabende der heil. Kommunion. 28. So nahe denn ein Jeder in Freude, und empfange, was er sich für heilsam und ersprießlich hält! Es nahe der Gerechte, und erquicke sich in Freude bei diesem Gastmahle; und nicht minder ertöne auch die Stimme des Bekenntnisses und der Lobgefang derjenigen dabei, die sich von den Gebrechen ihrer Seelen geheilet haben! nk msg chi adeff* 29. Nirgends vermag ich es, ohne dieses göttliche Sakrament zu bestehen; nirgends kann ich ohne dasselbe leben; und wo ich immer seyn mag, finde ich keine Entschuldigung, wenn ich dasselbe nicht empfange; denn zu jeder Zeit und an jedem Orte ist es mir nothwendig. Bin ich krank, so werde ich hier geheilt; bin ich gesund, so werde ich hier erhalten. Bin ich lebendig, so werde ich hier gestärkt; bin ich todt, so werde ich hier zum Leben auferweckt. Glühe ich vor göttlicher Liebe, so werde ich hier mächtiger entflammt; bin ich lau, so werde ich hier entzündet. Auch darf ich nicht zagen, obschon ich als ein Blinder vor dem Herrn erscheine; denn er erleuchtet die Blindent; ich darf nicht zittern, wenn ich gefallen bin; denn er erhebt die Gefallenen. Ich darf nicht fliehen, wenn ich auch nackt bin, wie einst Adam floh; denn er allein fann meine Blöße bedecken. Ich darf mich nicht verbergen, obschon ich auch von vielen Sünden verunreiniget bin; denn er ist die Quelle der Barmherzigkeit. Ich darf nicht erröthen, obschon ich arm bin; denn er ist der Herr aller seiner Geschöpfe. - 227. 30. Auch ängstiget mich meine Kühnheit nicht, und ich besorge nicht, daß er sie als eine Beleidigung seiner Majeſtät ansehe; vielmehr hoffe ich seine Barmherzigkeit dadurch zu verherrlichen. Denn da ich ärmer und elender als alle Uebrigen bin', so erscheint die Größe seiner Erbarmungen um so glänzender in mir, daß er sich eines so armseligen Wurmes annimmt. 31. Gar sehr hat die Finsterniß jenes Blindgebornen gedient, die e Ehre meines Herrn zu befördern; denn dadurch, daß er ihn geheilt hat, ist seine große Macht im hellesten Lichte erschienen. Auf gleiche Weise wird auch die Größe seiner 15* 228 Beicht- Andachten. Erste Beicht- Andacht. Güte erhellen, wenn er, der unendlich Erhabene, ein so dürftiges Geschöpf nicht verschmäht; besonders, da nicht in mir selbst, sondern in den hohen Verdiensten Jesu Chrifti allein der Grund liegt, daß uns der himmlische Vater gnädig ist, und in seine göttliche Kindschaft aufnimmt. gloed pumpgood and 32. So flehe ich denn in Demuth zu dir, o Herr, mein Gott, Vater unsers Herrn Jesu Christi! laß, wie einst jener Mann nach deinem Herzen, der heilige König David, welcher den lahmen Miphiboseth an seinem Tische behielt, weil er ein Sohn seines geliebten Freundes Jonathas war, dessen Verdienste er an ihm ehrte, laß auch mich armen und unwürdigen Sünder in deiner unendlichen Milde zu deinem göttlichen Gastmahle hinzutreten, nicht weil ich dessen würdig bin, sondern wegen der Verdienste und der Ehre deines unendlich geliebten Sohnes Jesu Christi, unsers Vaters, der in so großen Drangsalen und Schmerzen, zu deiner Ehre, am Baume des Kreuzes uns wiedergeboren hat, und der mit dir und dem heiligen Geiste lebt und regiert, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! 0001500 - Beicht: And a chte n.*) hamisa mo vid t 19 und mund hid bi shiso Erste Beicht- Andacht. Im 10. Vor der Beicht. only the Der Himmel ist es, welcher den Regen fallen läßt. Die Gnade der wahren Zerknirschung steigt von Oben herab; die Gnade des heiligen Geistes schmilzt das Eis des kalten Herzens, und macht die zärtlichsten Bußthränen wie Wasserbäche fließen. Demüthige dich vor Gott, und du wirst vor ihm Gnade finden! Denn er sieht immer gütig auf Jene hernieder, die in ihren Augen klein und demüthig sind. O großer Gott! von mir elendem Wurme unendlich beleidigter Gott! wie schäme ich mich beim Anblicke meines *) Da fromme Liebhaber und Anbeter bes hochheiligen Altarsgeheim- Erste Beicht- Andacht. Elendes, des betrübten Standes meiner Seele, zu dir mein Angesicht zu erheben!- Aber- was soll ich Armſeliger thun, oder- wohin soll ich fliehen, als zu dir, du Gott der Erbarmungen, der du in die Welt gekommen bist, zu suchen und selig zu machen, was verloren war, die Sünder aufzunehmen, von denen ich der größte bin!? 229 - - Jesu! ich glaube ungezweifelt, daß du deinen Priestern die Gewalt gegeben hast, die Sünden nachzulassen. Ich hoffe mit Zuversicht, daß du mir auch meine Sünden verzeihen werdest, wenn ich sie herzlich bereue, und demüthig und aufrichtig beichte. Ich will es thun. Erleuchte meine Seele mit einem Strahle jenes unermessenen Lichtes, durch welches du alle Sünden der Menschen erkennest, deren Uebertretungen du in dem Schaße deiner Allwissenheit bis auf den Tag der Rechestschaft versiegelt hältst! Erleuchte mich, auf daß ich mich selbst erkenne, so erkenne, wie du mich kennest, und mich auch dem Priester zu erkennen geben kann! Ich bitte durch alle deine Erbarmungen, laß mich durch das Feuer der Zerknirschung ein lebendiges Opfer vor dir werden! Gib mir um deines heiligen Namens willen ein zerknirschtes, gedemüthigtes Herz, und Thränenbäche über meine Sünden, auf daß ich meine Sünden so beweine und verabscheue, wie sie dir mißfallen, und wie du selbst sie verabscheuest! einen Jetzt erforsche dein Gewissen, und richte dich selbst! Sodann stelle dich lebhaft in Gottes Gegenwart, dessen Allmacht die ganze Erde auf Blick erzittern macht, und von dessen Gerechtigkeit geschrieben steht:„ Es ist schrecklich, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen!"( Hebr. 10, 31.) Bedenk' ein w wenig, wer der= jenige ist, den du auch nur durch eine läßliche Sünde mehr entehret haft, als ihn alle Heiligen im Himmel durch die ganze Ewigkeit verehren niffes, und Alle, die es werden wollen, oft zur heiligen Beicht und Kommunion gehen werden, so sind zu abwechselndem Gebrauche- hier mehrere Beicht-, und nach denselben mehrere Kommunion- Andachten gegeben. 230 Beicht Andachten. können! Ach! ist es nicht dein Vater, der dich erschaffen,- nicht dein liebevoller Erlöser, der sein Leben für dich gegeben, nicht dein Heiligmacher, nicht dein Heiligmacher, der dich vor tausend Andern, die in den Finsternissen des blinden Heidenthumes fiten, in der heiligen Taufe zu einem Kinde Gottes wiedergeboren hat? Was hat er dir zu Leid gethan? womit hat er dich beleidiget? Und Gutes vergiltst du mit Bösem? 11919 Smid sorg 350 the most wor Seufzer einer renevollen Seele. - Ich rede in Bitterkeit meiner Seele, und bin voll Schmerzen, weil ich so und so vor dir, o Gott! Böses gethan, und deine heiligsten väterlichen Augen beleidiget habe. Ach! es ist kein Tag, oft nicht einmal eine Stunde verflossen, ohne daß ich dich beleidiget habe. Ist dieß der Dank für die Wohlthaten meines Schöpfers,- der Dank, daß du, o mein göttlicher Erlöser! dein Blut für mich vergossen haft? db Ich bin bestürzt, mein Herz trauert in mir, und anſtatt Thränen möchte ich Blut weinen, daß ich dich, meinen liebsten Vater, mein höchstes Gut, welches ich nun wirklich über Alles liebe, so oft und gewissermassen unendlich beleidiget habe. Ach, mein Jesu! warum kann ich mit dir über meine Sünden nicht auch ein unendliches Herzenleid empfinden? Ich verlange dieses kostbare Leid, und vereinige es mit dem deinigen. -O! hätte ich doch niemals wider dich gesündiget! Ich widerrufe alle meine Sünden, und verabscheue, hasse und verdamme sie, wie sie dein göttliches Herz verabscheuet, haßt und verdammt. asdil L - - O Jesu! ich wende mich jetzt ab von aller Neigung zur Sünde, und ergebe mich gänzlich deinem Dienste. Nimmermehr, nimmermehr will ich thun, was dir mißfällig ist.- Dir will ich von nun an- leben und sterben. alle O Jesu! erbarme dich meiner!- Voll Vertrauen auf deine Liebe und deine Wunden rufe ich: Erbarme dich meiner! bastio HER Nun gib Gott die Ehre, und beichte aufrichtig deine Sünden! " Das Blut Jefu Chrifti," sagt der Apostel, reiniget uns du Erste Beicht- Andacht. von aller Sünde." ( 1. Joh. 1,7.) Dieses kostbare Blut wird in der heiligen Beicht über uns ausgegoffen. Darum verrichte, sobald du aus dem Beichtstuhle kommst, im zärtlichsten Dankgefühle folgendes B 231 Gebet nach der Beicht. undinumaid 971981 910-179m Unendlich gütiger, immer und ewig barmherziger Gott! du hast meine Bande gebrochen, und mich durch das Blut deines Sohnes mit dir versöhnet. Darum will ich dir ein Dankopfer entrichten, und lobpreisend deine Güte verkünden. Wie ein gütiger Vater voll Mitleiden und Zärtlichkeit gegen seine Kinder ist, so hast du dich meiner erbarmet, eingedenk meiner Schwachheit, daß ich nur Staub und Erde bin. Dank, ewiger Dank, Preis und Ehre sey dir durch Jesus Christus, unsern Herrn, in Freude des heiligen Geistes! Dank in alle Ewigkeit! Meine Seele und alle meine Kräfte verherrlichen deinen Namen! Gepriesen sey deine Barmherzigkeit in alle Ewigkeit! C Vor Verrichtung der auferlegten Buße. Ewiger Vater! durch die bitterste Zerknirschung des Herzens deines Sohnes, und durch den Abgrund seiner innerlichen Schmerzen laß mich an dem Geiste seiner heiligsten und schmerzhaftesten Buße Theil nehmen! Sieh mich in dem göttlichen Herzen deines und meines Jesu gnädigst an, in jenem Herzen, welches auf dem Delberge wegen meiner und der ganzen Welt Sünden in solche Bitterfeit und Qual versenkt war, daß mein Jesus gleichsam Blut geweinet hat! Durch die Hände der bedrängtesten Mutter Maria, die neben dem Kreuze Jesu stund, opfere ich dir diese Bußverrichtung in Vereinigung mit den bitteren Leiden und den unendlichen Genugthuungen meines Erlösers so inbrünstig auf, als ich immer kann, bittend eines Bittens, und seufzend eines Seufzens, daß der Ueberfluß der Verdienste seiner drei und dreißigjährigen Bußwerke, und die unermessene Weite seiner Liebe den Abgang —— 232 Beicht- Andachten. Zweite Beicht- Andacht. jener Genugthuung erseßen mögen, die ich deiner ewigen und strengen Gerechtigkeit schuldig bin. O göttliches Herz! o heiliges Blut! rufet für mich zum Himmel! Bete- versammelt im Geiste und demüthig- deine Buße! - Nach verrichteter Buße. Grundgütigfter Gott! nimm diese meine Genugthuung in Vereinigung mit den Bußwerken und Verdiensten aller heiligen Apostel, Martyrer, Beichtiger, Jungfrauen und aller deiner lieben Auserwählten gnädig auf, wie du die Bußwerke und Genugthuungen so vieler Büßer und Büßerinen aufzunehmen dich gewürdiget haft! Was der Vollkommenheit derselben ermangelt, das wolle jenes heiligste Herz ersetzen, welches für mich am Kreuze genuggethan hat, da, nach dessen Durchbohrung mit der Lanze, Blut und Wasser aus seiner gebenedeitesten Wunde geflossen ist! Spilions O mein Heiland! durch deine Gnade bin ich wieder gefund geworden. Ich will nun nimmermehr fündigen, damit mir nicht etwas Aergeres widerfahre, und ich etwa in der Sünde sterbe. Dein sey von nun an mein ganzes Leben, ewig dein mein Herz und meine Seele! Ich bringe mich dir ganz zum Opfer dar. Vollende, was du in mir angefangen hast! Amen! - ng 154 da — 3weite Beicht- Andacht. of mism bad Vorbereitung. Ich komme zu dir, o Herr, himmlischer Vater! wie der verlorne Sohn, welcher, sein Elend anschauend, sprach: Ich will mich aufmachen, und zu meinem Vater gehen. Vater! ich habe gesündiget in den Himmel und vor dir; ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu heißen. Ich habe nach irdischen Wollüsten gegraben, und dich, die Quelle des lebendigen Zweite Beicht- Andacht. Wassers verlassen. Vater der Erbarmungen! nimm mich wieder auf in Christo Jesu; gib mir das Kleid deiner Guade und den Ring deiner Liebe wieder, und laß zu deinem göttlichen Gastmahle mich eingehen! Dir, o Gott! angehören, ist mein einziges Gut. 235 Ich komme zu dir, o Jesu, du guter Hirt! denn ich habe geirret, wie ein Schäflein, welches verloren ging. Suche deinen Knecht, und führe mich zurück auf den Weg deiner Gebote! Nimm mich Unwürdigen auf deine Schultern, und trage mich zur Heerde deiner Auserwählten, damit ich ewig deine Barmherzigkeit preise! Ich komme zu dir, gütiger Samaritan! denn ich bin der Unselige, der auf dem Wege von Jerusalem nach Jericho, von der Heimath des wahren Friedens zur Welt und ihren Lüsten, den Feinden meiner Seele in die Hände fiel. Sieh! ich bin des Kleides deiner Gnade beraubt, mit schmählichen Wunden bedeckt. Komm, und heile sie mit dem Weine deiner Liebe, mit dem Dele deiner Barmherzigkeit, und führe sie zurück in die sichere Zufluchtsstätte, in deine heiligste Seitenwunde! 102 - Ich komme zu dir, mein Herr und Erlöser! wie der Zöllner zu Jericho, meine Ungerechtigkeit bekennend, und entschlossen, jeden Nachtheil, welchen ich deiner Ehre und dem Heile meines Nächsten zugefügt habe, nach Kräften zu verbessern; denn was nüßet es mir, wenn ich die ganze Welt gewinne, und Schaden leide an meiner Seele? Gib mir ein Herz, das deiner Güte entspricht, und nimm mich mit Zachäus unter die Deinen auf! Denn du bist ja gekommen, selig zu machen, was verloren war! Ich sinke dir zu Füßen, o liebreichster Erretter meiner Seele! und möchte, wie Magdalena, mit Strömen von Thränen alle Verirrungen der Eitelkeit und des Sinnenlebens beweinen. Erseßze meine Thränen durch die unendliche Kraft deines Sühnungsblutes, und laß mich nicht weichen von deinen Füßen, bis ich die süßen Worte höre:„ Deine Sünden werden dir nachgelassen!" and die 234 Beicht- Andachten. hi Ich kehre zu dir zurück, o göttlicher Meister, den ich durch so viele Rückfälle in die Sünde von Neuem verläugnet habe! und flehe zu dir, daß du jenen Blick deiner siegreichen Liebe auf mich wenden wollest, mit welchem du deinen Jünger Petrus zu lebendiger Reue erweckt hast. Verwirf mich nicht von deinem Angesichte; sprich zu meiner Seele:„ Dein Heil bin ich!" manis Ich erhebe mein Herz zu dir, o König der Glorie! vertrauend auf deine unendliche Güte, daß du, so spät ich auch wiederkehre, die Huld mir erweisen werdest, welche dem Räuber neben dir am Kreuze noch in seiner letzten Stunde zu Theil geworden ist. Gedenke meiner im Reiche, wohin du mir in deinem Blute den Weg gebahnet hast, und erbarme dich meiner, der du, um der Buße willen, dich Aller erbarmest! Amen! Unf 36296,301 Anrufung des heiligen Geistes. Komm, heiliger Geist, du Geist der Wahrheit! erleuchte mich, und laß mich alle meine Fehler so deutlich erkennen, wie ich sie einstens vor meinem göttlichen Richter erkennen werde! Laß mich erkennen das Böse, das ich verübt, und das Gute, das ich unterlassen habe! Laß mich die Zahl und Größe der Treulosigkeiten sehen, die ich in deinem Dienste begangen habe! Laß mich einsehen, wie oft und in welchem Grade ich meinen Nächsten verlegt habe, und alles Unrecht, das ich mir selbst gethan, und alle Fehler, deren ich mich gegen die Pflichten meines Standes schuldig gemacht habe! Laß auch nicht zu, daß ich in meiner bösartigen Eigenliebe mich selbst verblende, sondern gib, daß ich mich selbst so erkenne und auch zu erkennen gebe, wie es mein Heil erfordert! b Nun erforsche dein Gewissen! Uebungen der Reue. I. Allmächtiger Herr, Gott unserer Väter, der du Himmel und Erde erschaffen, und durch das Wort deines Gesetzes das Meer in seinen Schranken befestiget, und den Abgrund versiegelt ( 6 Zweite Beicht- Andacht. haft! Alles erzittert vor dem Angesichte deiner Kraft und Herrlichkeit, und unerträglich sind die Drohungen deines Zornes über die Sünder. Unermeßlich aber ist auch die Barmherzigkeit deiner Verheissungen; denn du allein bist der Herr, der Allerhöchste, der Gütige, der Langmüthige und Erbarmende, und versöhnlich über die menschliche Bosheit. Du, o Herr! hast in der Fülle deiner Güte den Sündern Verzeihung angekündet, und zu ihrem Heile die Buße angeordnet. Sieh, o Herr, Gott der Gerechten! meine Vergehungen sind überaus zahlreich geworden, so, daß ich nicht würdig bin, zur Höhe des Himmels empor zu blicken. Ich habe deinen Zorn auf mich geladen, und Böses vor dir gethan; deinen Willen und deine Gebote habe ich nicht bewahret, und Beleidigungen gegen dich gehäuft; und tiefgebeugt flehe ich nun deine Güte an. Ich habe gesündiget, o Herr! und erkenne in schmerzlichster Liebesreue meine Missethaten. Verzeihe mir, o Herr, du Gott der Reuigen! und zeige an mir alle deine Güte; errette mich nach deiner großen Barmherzigkeit, und ich will dich loben alle Tage meines Lebens, wie dich loben alle Kräfte der Himmel! Dein ist die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen! II. Herr Jesu Christe! in Vereinigung mit deinem bittersten Schmerz, den du meinerwegen getragen hast, und mit allen Reumüthigen, die in Wahrheit dich suchen, bekenne ich vor dir alle meine Sünden und alle Vernachlässigungen des Guten, wie sie nach Zahl und Schwere dir bekannt sind, und alle Uebel jener verlornen Tage meines Lebens, in denen ich dich beleidiget, deine Ehre geschmälert, von dir, meinem höchsten Gute, mich entfernet, und meinen Nächsten zum Bösen verleitet habe. mii dhilds thin d 235 Nimm an, o Herr! die wenigen Jahre, welche von meinem armseligen Leben noch übrig sind; für jene aber, die durch meine Verkehrtheit verloren gegangen sind, verschmähe, o Gott! ein zerknirschtes und gedemüthigtes Herz nicht! Ohne Frucht vorübergeschwunden sind meine Tage; unmöglich ist's, daß ich sie 236 Beicht- Andachten. E zurückrufe; laß es dir aber wohlgefällig seyn, daß ich mich ihrer in der Bitterfeit meiner Seele erinnere! htt Ibil Herr! der tiefste Abgrund meines Elendes ruft den Abgrund deiner allerhöchsten Barmherzigkeit an, daß du die Quelle deiner Güte für mich nicht versiegen lasseft, der du dich Aller erbarmest, und nichts von dem hafsest, was du erschaffen haft, und den Sünden der Menschen mit Langmuth zustehst, um der Buße willen. do si se old slive Erbarme dich meiner, o Herr! da noch die Zeit der Gnade ift; segne mich, so lange es noch Zeit zur Besserung ist; und wo der Vergehungen überfließend viele waren, laß deine Gnade noch reichlicher überfließen! Gedenk', o Jesu! daß du nicht gekommen bist, zu verderben, sondern selig zu machen, daß du unsere Versöhnung und unser Fürsprecher bist! Was wir verschuldet haben, hast du bezahlt, was wir vernachlässiget haben, hast du erfüllet. d Es werde mir also, o Herr! nun und in meinem Ende deine überreiche Genugthuung zu Theil, dein bitterster Tod und der unschäßbare Werth deines Blutes, und das hochheilige Opfer deines Leibes und Blutes, um dadurch die Gnade zu verdienen, auf die ich aus eigenem Verdienste nicht Anspruch machen kann! Laß nicht zu, daß ich aus dem Buche des Lebens getilgt werde, sondern opfere dem ewigen Vater meinen Antheil an deinem heiligsten Leiden, durch welches du den Menschen zu deinem Miterben im Reiche der Lebendigen erheben wolltest! - ma ni das Herr! die Betrachtung der menschlichen Hinfälligkeit neige und bewege dich zur Barmherzigkeit! Bewahre mich, Werk deiner Güte, auf daß du nicht vergeblich um meinerwillen gearbeitet habest, und auf daß die Vergießung deines Blutes an mir nicht fruchtlos bleibe! Reinige und erleuchte mein Gemüth, damit ich dich erkenne, zu dir strebe, und glückfelig zu dir gelange, meinem Gott und Herrn, der du mit dem Vater und dem heiligen Geiste ewig lebest und regierest! Amen! tond Zweite Beicht- Andacht.- tois@ und Vorsatz der Besserung. anlam - Nun, o süßester Jesu! da deine Liebe mit heiliger Hoffnung mein Herz bewegt, da dein süßes Licht sich mir noch zeigt, da deine holdselige Gnade an der Pforte meines Herzens steht, und Einlaß begehrt, um allein darin zu wohnen, - nun sey es ferne von mir, daß ich diesen Eingang immer noch versage, und daß ich diese kostbare Zeit, die du so liebreich mir verleihest, um mein Heil zu wirken, fernerhin noch zu eitlen und schädlichen Dingen mißbrauche! od Jesu, meine süße Liebe! nun verabscheue und bereue ich alle Beleidigungen, die ich dir angethan habe. Nimmer will ich dir widerstehen; deiner unermeßlichen Liebe gebe ich mich gefangen; deinem Willen unterwerfe ich mich; in mir selbst verdemüthiget und vernichtet, und mir selbst gänzlich mißtrauend setze ich alle meine Kraft und Zuversicht in dich allein.de lors 237 So wie ich bin, opfere ich, o Jesu! mich selbst dir auf, und übergebe mich mit aller meiner Armseligkeit in deine Hände; denn du allein hast Macht, mich in deine Güte zu versenken, und mich dergestalt zu erneuern, daß nicht mehr ich lebe, sondern du allein in mir. O ewige Liebe! wirke nun in mir, wie es dir gefällig ist; nimm mich hin, besige mich gänzlich, und laß deine Barmgänzlich, u herzigkeit ewig über mich walten! Amen! dvo * -P# 1- Nach der Beicht. Sey gepriesen, o süßester Jesu! für deine unaussprechliche Barmherzigkeit! Ewiger Dank sey deiner unversiegbaren Liebe, die mich anzog, in dem Sakramente der Versöhnung, welches du in deinem Blute begründet hast, mich zu reinigen! Bestätige im Himmel die Lossprechung, welche dein Diener, der Priester, in deinem heiligen Namen mir ertheilet hat! Versenke alle 238 Beicht- Andachten. Dritte Beicht- Andacht. meine Missethaten in die Tiefe deiner ewigen Erbarmungen, und verleihe mir den Geist wahrer Buße, daß ich meine Sünden immerdar in Thränen heiliger Reue beweine! Kräftige auch, o mein Erlöser! den festen Vorsatz, welchen ich in deiner allerhöchsten Gegenwart abermal fasse, deiner Majestät in unwandelbarer Treue zu dienen, deine heiligen Gebote zu halten, meinen Nächsten aufrichtig und thätig zu lieben, meine Sinnlichkeit zu bezähmen, alle Gelegenheiten zur Sünde zu meiden, und den liebreichen Einflößungen deiner Gnade immerdar zu folgen! Stärke, o Gott! mein Herz durch deine starke Gnade, und reinige meine Seele, daß ich in deinem Lichte aufathme, und in heiligem Liebeshunger dem Tische deines göttlichen Sakramentes nahe, wo du dich herablassest, mit den Sündern zu speisen, und ihnen dein allerheiligstes Fleisch und Blut zur Heilung ihrer Krankheiten und Schwächen, und zum Unterpfande des ewigen Lebens vorzusetzen, auf daß ich, dadurch erquickt und gestärkt, deinen heiligen Willen bis an das Ende meines Lebens in aller Treue vollbringe, und die Krone deiner Verheissungen erlange: Dich von Angesicht zu Angesicht zu schauen, zu lieben und zu preisen in alle Ewigkeit! Amen! ! inst 16) Dritte Beicht- Andacht. Vorbereitung zur heiligen Beicht. Anrufung. 34 ip nadū, pjan tisipipal ott! im Stauben Herr, mein Gott! im Staube meiner Niedrigkeit sinke ich nieder vor dem Angesichte deiner göttlichen Majestät, und erkenne in tiefer Beschämung meinen Undank gegen deine zahllosen Wohlthaten. Mit zerknirschtem Herzen rufe ich, o Gott! zu dir auf: Verschmähe das Werk deiner Hände nicht, das, obschon es deinen gerechten Zorn verdiente, dennoch das Werk deiner Hände bleibt, und von dir, dem erzürnten, zu dir, dem Dritte Beicht- Andacht. barmherzigen Gott, flüchtet, der du bei dir selbst geschworen hast, du wollest nicht den Tod des Sünders, sondern daß er sich bekehre und lebe! 239 O wunderbare Barmherzigkeit meines Gottes! fürwahr du bist über alle seine Werke erhöhet! Du selbst, o unendliche Majestät, die ich durch so großen Undank und durch Sünden beleidiget habe, die ein Gräuel vor den Augen deiner allerhöchsten Reinigkeit sind! rufest mich, und drängest mein undankbares und verwundetes Herz, zu dir zu kommen, daß ich mich mit dir versöhne, und von dir den Kuß des Friedens empfange. O Quelle ewiger Erbarmungen! sende das Licht deines heiligen Geistes aus, und erleuchte alle Tiefen dieser sündhaften Seele, daß ich meine vielfache Untreue gegen dich, meinen liebevollen Herrn, erkenne, schmerzlich bereue, und in der Versöhnungsquelle der Buße reinige, die dein barmherziger Sohn in seinem Blute mir bereitet hat, auf daß ich das Brod des ewigen Lebens mit reinem Gewissen empfange, und, wenn nach deinem göttlichen Rathschlusse diese Beicht die leßte meines Lebens seyn sollte, in deinem heiligen Frieden von diesem Leben scheide! Amen! illmad nism& Intal eine Erforsche nun dein Gewissen! - Reue und Leid. mil bhim Vater der Barmherzigkeit! was soll ich dir sagen? Verftummen muß ich Sünder bei dem Anblicke meiner Vergehungen, die ich trotz der ernstlichsten Verheissungen, welche ich dir, meinem Gott und Herrn, gegeben hatte, abermal so undankbar und vorsätzlich wiederholt habe. Ach, Herr! erbarme dich deines armen Geschöpfes, und gib mir Zerknirschung und tiefe Reue über meine Sünden! Gib meinen Augen Thränen, daß ich meine Untreue gegen dich beweine! Sieh! es schmerzet mich von Herzen, daß ich dich, o ewige Vollkommenheit! beleidiget, das Blut deines eingebornen Sohnes verunehret, meine Seele befleckt und deinen heiligen Geist in mir betrübt habe. 240 Beicht- Andachten. Ich bekenne meine große Schuld vor deiner göttlichen Majestät, und bin bereit, mich vor deinem Priester in Demuth und Unterwürfigkeit anzuklagen, und Alles zu thun, was deine göttliche Gerechtigkeit fordert, um die väterliche Liebe deines Herzens wieder zu gewinnen. Auch opfere ich deiner göttlichen Majestät zur Genugthuung für meine vielfältigen bewußten und unbewußten Sünden, und zum Erfaße für meine sehr mangelhafte und unvollkommene Reue die Seufzer, Thränen und das Blut deines göttlichen Sohnes, meines Herrn Jesu, welches er in seinem bitteren Leiden und Tode für meine Sünden am Kreuze vergossen hat. O ewiger Vater! erbarme dich um Jesu willen, und sey mir Sünder gnädig! 312090 Vorsa 3. Sieh auch, o Herr! barmherzig auf mich, und segne den abermaligen und festen Vorsatz, welchen ich in deiner allerheiligsten Gegenwart fasse, deine göttliche Liebe nie mehr durch irgend eine Sünde zu beleidigen, sondern Alles sorgfältig und ernstlich zu meiden, was immer den Augen deiner allerhöchsten Reinheit mißfallen kann! O mein himmlischer Vater! laß nicht zu, daß ich je wieder durch die Sünde von dir getrennt werde; verhänge lieber alle Drangsale über mich, und nimm mich hinweg aus diesem sündlichen Leben, wenn deine Allwissenheit voraussieht, daß ich die edelste deiner Gaben, meinen freien Willen, je mehr mißbrauchen sollte, dich, meinen Vater, meinen Schöpfer und allerhöchsten Herrn, zu beleidigen! Amen! * dip Nach der heiligen Beicht. Gebet. O mildherziger Jesu, mein Erlöser und meine Liebe! Preis sey deiner ewigen Barmherzigkeit für das Sakrament bad- Dritte Beicht- Andacht. der Buße, welches du für uns eingesetzt hast, unsere Seelen von allen Flecken der Schuld zu reinigen! Ach, wie theuer hast du diese wunderbare Arznei für deine Kinder erkauft! Du, Allbarmherziger! haft selbst am Kreuze die Strafen erlitten, welche meinen Sünden gebührten; du haft gebüßt, was ich verbrochen; in deinem Blute sind meine Sünden gereiniget, und durch deine wirksame Fürbitte ist die Gerechtigkeit des himmlischen Vaters versöhnet worden. O Jesu! von Herzen danke ich deiner namenlosen Barmherzigkeit, und vereinige die geringe Buße, die dein Stellvertreter, der Priester, mir auferlegt hat, mit deinem schmerzlichen Leiden. Ersetze, mein göttlicher Heiland! durch deine unendlichen Verdienste die Unvollkommenheit meiner Beicht; bestätige die Lossprechung, welche ich in deinem Sakramente empfangen habe, und kräftige meinen Willen dir von nun an unwandelbar treu zu seyn, und in deiner Liebe zu leben und zu sterben! Amen! 201 Lied nism. ing des heiligen Alphonsus Liguori. Gott, du unermeßne Liebe! Meines Lebens süßes Leben, Mein Geliebter, mein Bestreben, Licht und Flamme meiner Brust, Bräutigam und ew'ge Lust! Dir, o Jesu, mein Gebieter! Gilt mein Seufzen, gilt mein Sehnen, Meiner Liebe heisse Thränen; Ewig wächst des Herzens Gluth Nach dir, hochgeliebtes Gut! Weinen will ich, immer weinen, Daß ich, Gott! vor dir gesündigt. Weinend sey es dir verkündigt: 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 16 241 242 ml rustustor 19119 or da Beicht- Andachten. Dritte Beicht- Andacht. Daß ich irrend, undankbar, 201 Daß ich ein Verräther war! to aslin noc shib, misd mit langri stodasduon alsiand find Mich ergreift's wie Todesschauder, udÙNG Bitter geht es mir zu Herzen, Bitter geht es mir zu Herzen, moblemhil Wie am Kreuz' in tiefe Schmerzen, bordo di Wie dich in des Todes Nacht bang dan t Meine Sünde hat gebracht! solenid and isight pre pod Wirke, meine süße Hoffnung! inagnite on asting phi sing Daß ich dein verbleib' in Treue, gis Daß ich alles Arge scheue! imstod igala Dooff sid 2019ratione hand Ideoliad sabil Lieber sterben, als fortan is Talsu tisdammol Wieder thun, wie ich gethan! moniso ni bi schbar lam splithetami du Sieh, wie mich von allen Seiten J Feinde Tag und Nacht umringen! Laß mein Rufen zu dir dringen: Nimm mich, um mich zu befrei'n, In dein wundes Herz hinein! Feßle mich mit deinen Ketten; Schließe mich, du Treuer, Bester! Enger stets an dich und fester, Daß ich bis an's Ende treu, Innig dir verbunden sey! Amen! ustida mamp²012 diandae nissenhom, ti In adoitamise dule Aurnet of nong ring Nu atsilsphodid hoit niso bili mer rigidagine ald D da stuhansia Kommunion- Andachten. Erste Kommunion- Andacht. 243 pd pood Kommunion- Andachten. nd nd.fl ha i d 198 Homper s bitsdag o Lies, und lies immer wieder, was hierüber in den voranstehenden Unterhaltungen vorkommt, von denen die neunte auch eine porzüglich ents sprechende Andachtsübung sowohl vor, als nach der heiligen Kommunion darbietet! aupr milijs ad dnu bagdale Erste Kommunion- Andacht. milly so moniom Gebet vor der heiligen Kommunion. San Mar Was ist doch der Mensch, um zu verdienen, daß du seiner gedenkest! Du, o Herr! bist unendlich groß, und dennoch Som neigest du dich zu mir, daß ich dich in deinem Sakramente esse. Du bist mein Herr und Gott; ich aber bin ein armer Sünder, und dennoch kommst du zu mir. O, wie wunderbar ist deine Gnade in deinem Liebessakramente! Ich bin nicht würdig, zu dir aufzuschauen, und du ladest mich ein, daß ich zu dir kommen soll. wat beto - Voll Vertrauen auf deine Liebe und huldreiche Einladung trete ich zu deinem heiligen Tische, wo die Engel aufwarten, und wo das lebendige Brod, welches vom Himmel herabgestiegen ist, genossen wird, in der Meinung, durch dich, o süßester Jesu! der göttlichen Majestät die allergrößte Ehre zu bezeigen, voll Mitleiden und Dankbarkeit zum Andenken an dein Leiden und deinen Tod zu thun, wie du mir befohlen hast, - deine heiligste Mutter, und auch alle Heiligen dieses Tages N. N. dadurch zu ehren und zu erfreuen, mit dir, und wie du, Gott, dem Vater, für Alles zu danken,- in Kraft deines kostbaren Blutes die Verzeihung meiner Sünden zu erlangen, und für sie Genugthuung zu leisten,- endlich aber mir und Andern alle nothwendigen Gnaden, besonders einen guten Tod, und den Verstorbenen die ewige Ruhe zu erflehen. In dieser und jeder andern dir noch gefälligeren Meinung gehe ich mit aufrichtigem Herzen- in vollem Glauben zu deinem allerheiligsten Sakramente, wo eben jener Leib zugegen 16* - - 244 Kommunion Andachten. = Kraft des ist, der durch die heiligen Geistes im Schooße der seligsten Jungfrau gestaltet, und für mich an's Kreuz geheftet worden ist. Du hast ja recht gesprochen:„ Nehmet hin, und effet; dieß ist mein Leib!" Diesem Worte der Wahrheit glaube ich fest und ungezweifelt, und bete dich unter den Gestalten, die dich verhüllen, in aller Ehrfurcht und Deme cos muth an- als meinen Herrn und als meinen Herrn und Gott. Ich glaube, was ich weder sehen noch begreifen, was aber deine Allmacht wirken kann. Herr! ich glaube. - H 28 Du selbst also, unendlich großer Gott! kommst in Person zu mir. Du, o Allerhöchster! neigest die Himmel, und steigst in mein elendes Herz. Du, o Spiegel ohne Makel! willst dich vereinigen mit mir, der ich schon in Sünden empfangen worden bin. Wer bin ich, und wer bist du? Ich bin ein Jums armseliges Geschöpf, dessen Wesen vor dir wie Nichts ist. Du aber bist der Herr des Himmels und der Erde, ein unendliches Wesen, vor welchem die Seraphim ihr Angesicht bedecken, und die Säulen des Himmels erzittern. Se BULH Was kann ich fündiger, unreiner Mensch vor deiner schreckbaren Majestät Anderes thun, als- mich selbst verachten, mich dir unterwerfen, vor deiner unendlichen Größe mich in den Staub meiner Nichtigkeit beugen, und dich um Barmherzigkeit anflehen? Sieh, o Herr! ich verachte mich selbst, ich unterwerfe mich dir, ich demüthige mich vor deinem Angesichte, und indem ich wie der Publikan- reuevoll an meine Brust schlage, bitte ich mit weinenden Augen: Gott sey mir Sünder gnädig, und vergib mir, um deines Namens willen, alle meine Sünden! Vergib sie mir; sie reuen mich, und mißfallen mir, weil sie dir mißfallen!" - C Ich hoffe auf dich- mit Zuversicht, weil du, o Herr! mich auf eine ganz besondere Weise in dem Vertrauen, welches ich auf deine Güte sezze, bekräftiget hast, da du dich selbst in diesem heiligsten Sakramente als ein Unterpfand deiner unendlichen Liebe hingibst. Auf diese Liebe ganz vertrauend komme Erste Kommunion- Andacht. ich zu dir als ein Armer zur Quelle aller Güter, als ein verirrtes Schaf zu seinem guten Hirten, als ein Sünder zu einem Gott der unendlichen Barmherzigkeit, als ein verlornes Kind zu seinem besten Vater, der mir jenes Blut; das er mit größtem Schmerz vergossen hat, in größter Süßigkeit zu trinken gibt. Sieh, o mein Gottheiland! ich will zuversichtlich handeln. Ich will dich aber auch herzlich und inniglich lieben, weil du die Liebe, als das hochzeitliche Kleid zu diesem himmlischen Gastmahle, vor Allem von mir verlangest. Ach! gib mir, was du von mir verlangest! Gib mir deine heilige Liebe! laß die schönen Flammen deines liebenden Herzens ausbrechen, daß sie mein Herz ergreifen, und entzünden, und ihm ganz himmlische Neigungen einprägen! piis and no bus 245 Mit Vertrauen auf diese Gnade, um die ich durch alle deine Liebe bitte, erkühne ich mich, dir zu sagen, daß ich dich aus allen meinen Kräften und mit aller Aufrichtigkeit meines Herzens liebe. Ja, o Jesu! mein Herz liebt dich, und liebt dich recht inniglich- mit aller jener Liebe, womit du außer dir auf Erden, und inner dir im Himmel geliebt wirst. O, daß ich dich, den unendlich Liebenden und Liebenswürdigsten, inbrünstig lieben könnte! Ach, Herr! du kennst alle meine Wünsche, und mein Seufzen ist dir bekannt. Ich weiß, daß du die Herzen prüfest, und die frommen Begierden der Armen liebest. Ich verlange, dich zärtlichst lieben und in meinem Herzen auf's Gefälligste umfangen zu können. Darum möchte ich dich jetzt mit aller jener Andacht, Liebe und Würdigkeit in mein Herz aufnehmen, womit dich alle frommen Seelen, welche dieses himmlischen Tisches jemals theilhaftig geworden sind, in ihr Herz aufgenommen haben. Obschon ich aber nicht würdig bin, alle diese Gefühle der Andacht in mir zu haben, so opfere ich sie dir dennoch mit meinem ganzen Herzen auf, und in Vereinigung mit ihren Liebesbegierden lade ich dich ein, daß du dich, um deiner selbſt Kommunion- Andachten. willen, würdigen wollest, in mein armes Herz einzugehen, und darin zu wirken, wie du in deinen Heiligen zu wirken dich gewürdiget hast. 246 Hon had no manis Besuche mich- als mein liebreichster Heiland, und gib mir im Geiste jene Süßigkeit zu kosten, die in diesem Sakramente, gleichsam als in ihrer Quelle, reichlich gekostet wird, wenn man es mit gebührender Andacht empfängt! Reinige zu diesem Ende meine Seele mit jenem kostbaren Blute und Wasser, das aus deiner eröffneten Seite geflossen ist! Schmücke mein Herz mit allen jenen Tugenden, die du in mir und von mir verlangest! Zeige deine Wundergüte, und laß meine arme Seele nicht nur an deinen Verdiensten, sondern auch an den Verdiensten deiner Heiligen Theil nehmen! Was ich nicht vermag, das vermag deine heiligste Mutter und der Chor der Gerechten, die für mich bitten und mich zu deinem Altare begleiten sollen. — Geh' nun mit heiligem Zittern zu dem großen Heiligthume hinvoll Liebe, Reue, Begierde und Hoffnung! Du empfängst Jenen, der das Seufzen der Armen noch allezeit erhöret hat. - Während des Empfanges der heiligen Hoftie. Denk' bei dir, oder seufze innigst: 1501 O süßester Jesu! Gott der unendlichen Heiligkeit! Du zu mir der ich Staub und Asche bin, ein fündiger Mensch! Mein Gott! meine Barmherzigkeit! ich bin's nicht würdig. Unendlich unwürdig bin ich. O Jesu! mache mich würdig, und vereinige mich mit dir auf's Innigste, damit ich ewig in dir verbleibe, und du de schil thadul? sust in mir! arabjilmumid baisid oll in mir! Gebet nach der heiligen Kommunion.Z Nach dem Empfange des Allerheiligsten bleib' eine Zeit lang in dich gekehrt! Bewundere, bete an, denke, rede wenig, liebe viel! Mehr ſagen dir die voranstehenden Unterhaltungen. O meine Seele! sieh deinen Gott, deinen Erlöser, deinen zukünftigen Richter! Der, welcher Himmel und Erde erschaffen Erste Kommunion- Andacht. hat, den selbst die Himmel aller Himmel nicht fassen, dieser ist in dir bei dir- mit dir. gifuintal l Großer, unermeßlicher Gott! versenkt in den Abgrund meines Nichts bete ich dich an, und ganz durchdrungen von dem Gefühle meiner Armseligkeit liege ich in tiefster Ehrfurcht vor den Füßen deiner unendlichen Majestät. noe ud sid Welche Demuth eines Gottes, der über den Cherubim thronet, und bei einem Sünder seine Einkehr nahm! Welche Liebe! welche Güte! tahm! Herr, unser Gott! du bist würdig, Preis, Ehre und Dank zu empfangen. Zu jeder Zeit will ich dich als die Quelle aller Güte und des Segens preisen. Mein Mund soll allezeit deinem Lobe gewidmet seyn. An jedem Tage meines noch übrigen Lebens will ich mich dankbar erinnern, welche große Dinge deine Allmacht und Liebe an mir gethan hat. de süßester und liebevollster Jesu! es war dir nicht genug, daß du am Kreuze für mich gestorben bist; du wolltest auch dein Fleisch und Blut meiner Seele zur Nahrung geben. Ich danke dir von ganzem Herzen. O! sey durch dich selbst immer und ewig gepriesen! D! möchte meine Seele, und Alles, was in mir ist, niemals aufhören, die Größe deiner Liebe zu preisen, und deinen heiligen Namen zu verherrlichen! Möchte mein Herz, durch das Feuer deiner Liebe entzündet, auf deinem Herzen ruhen, und dich durch dasselbe ohne Unterlaß würdig loben!( st Himmlischer Vater! steh mit den Augen deiner Güte auf deinen Sohn hin, der in meinem Herzen wie im Himmel wohnt, und an dem du dein Wohlgefallen hast! Durch ihn, mit ihm und in ihm bringe ich dir das vollkommenste Lobund Dank- Opfer für so viele mir erwiesene Gnaden und Wohlthaten dar. ng pansantistgilsimme ethife), odnd 947 Allerseligste Jungfrau Maria! sieh! ich trage die gebenedeite Frucht deines Leibes in meinem Leibe. Lobe Jesum, und sage ihm anstatt meiner den gebührenden Dank! the -- 248 Kommunion Andachten. Ihr seligen Himmelsbürger! kommet! Eilet herbei, ihr Alle, die ihr Gott so inbrünstig liebet, und in Liebe euch in ihm ewig erfreuet! Kommet und sehet, was der unendlich Gütige an meiner Seele gethan hat! Verherrlichet mit mir seinen Namen! Und du, meine Seele! vergiß nie alle jene Gutthaten, die du von ihm empfangen hast! Seine Barmherzigkeit gegen dich ist überaus groß; der erbarmungsvolle Herr hat mit mir nach der ganzen Fülle derselben gehandelt. Lobe ihn also, meine Seele! und singe ihm Dankeslieder! 1400 ser sesi 3. O mein Erlöser! was soll ich dir für alle Gunft, für so viele Gutthaten, die du mir erwiesen hast, erwiedern? Als Dankopfer und Gegengeschenk opfere ich dir dein heiligstes Herz. Mit diesem und in diesem bringe ich dir in Aufrichtigkeit meines Herzens mich selbst zum Opfer dar, und weihe mich heute auf's Neue deinem Dienste. Laß dir diese Opfergabe gefallen, und mit dem Opfer deines Leibes, welches ich dir heute in Gegenwart deiner Engel darbringe, nimm mich auf, damit mir und deinem Volke Alles zum Segen werde! Was soll ich aber nun von dir begehren, um was soll ich bitten? Ich bitte in Kraft deines heiligsten Leibes und Blutes, daß durch deine Gegenwart alles Unreine in mir verzehrt, und daß ich durch dieses lebendige Brod, welches vom Himmel herabgestiegen ist, ein anderer Mensch werden möge, ein Mensch, der sogar vor dem Schatten der Sünde mehr erzittert, als vor dem Angesichte einer giftigen Schlange! Ju Ich bitte: Lehre mich durch deine Gnade sanftmüthig seyn, und so demüthig von Herzen, daß ich in Betracht, wie du, o Sohn des Allerhöchsten! dich in Gestalt eines Knechtes bis zum Tode des Kreuzes erniedriget hast, mich selbst aufrichtig verachte, und nach dem, was ich aus mir bin, und von mir habe,( Nichts, Armseligkeit, Sünde, Hang zum Bösen,) mich für den schlechtesten und größten Sünder halte, weil dieß Gott wohlgefällt! Ich bitte: Siege über mich, wie die Liebe, die du zu mir - Erste Kommunion- Andacht. 249 getragen hast, über dich gestegt hat! Nimm Alles von mir hinweg, was dir immer mißfällt, und verleihe mir gnädig alle standesmäßigen Tugenden, reine Absicht in Allem, was ich thue, Reinheit der Sitten, Geduld in Trübsal, wahre Liebe des Nächsten, Mäßigkeit in Speise und Trank, bescheidene Gefälligkeit und Freundlichkeit im Umgange mit Andern, ganz vorzüglich aber große Ehrfurcht gegen deine Allgegenwart, Liebe deines heiligen Namens, und die Krone aller Gnaden, nämlich, daß ich nach würdigem Empfange dieses allerheiligsten daß ich nach war Sakramentes- des kostbaren Todes der Heiligen vor deinem Angesichte sterben möge! Endlich bitte ich auch wie ich bitten soll: Gib allen meinen Freunden und deinen Dienern, für die ich zu beten schuldig bin, Frieden, Heil und deinen Segen in Allem! Rufe die Abtrünnigen in den Schooß deiner Kirche zurück! Erleuchte alle Ungläubigen, die dich nicht erkennen, und in den Finsterniſsen der Armseligkeiten sizen! Sey ein Gott des Trostes Jenen, die in der Trübsal seufzen! Erbarme dich über die Allererbarmungswürdigsten, die jenseits des Grabes in höllenähnlichen Flammen unter der Erde schmerzlich leiden, was nie ein Mensch auf Erden gelitten hat, und nie bis an's Ende der Welt leiden wird! Gott von Gott! Vater der Erbarmungen! gib den verstorbenen Rechtgläubigen die ewige Ruhe! Ach! laß den armen Bedrängten, die in Finsternissen kläglich weinen, das ewige Licht leuchten, das du selbst bist, der du mit dem Vater und dem heiligen Geiste zu ewigen Zeiten lebest und herrscheft! Amen! - 0 el. ( dgette piandocis tiigili mund manuumě má aj. todos gidser sonamni aspistole su mansondrabed savied di indi? moito mesiad tim conne, nism 1) * Rodadog anbeaddorme, da hold anismid de modo sim nog pomid mig day suns) 250 Kommunion- Andachten. Zweite Kommunion- Andacht. rim now 501 mile and spefigg bid nii na kuoposing o pichweite Kommunion- Andacht. Die Stimme Jesu Christi. kommet Alle zu mir, die ihr mühselig und beladen seyd, und ich will euch erquicken! Das Brod, welches ich euch geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt. Nehmet hin und effet; dieß ist mein Leib, der für euch wird dargegeben werden; dieß thuet zu meinem Andenken! Wer mein Fleisch ist und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und ich in ihm. Die Worte, die ich zu euch gesprochen habe, sind Geist und Leben." 1 " 1 inf id ewiges Wort! wie wunderbar sind deine Worte! O Leben meines Lebens, durch das allein meine Seele leben kann! wie trostreich ist deine Einladung, wie erquickend dein göttliches Gastmahl! sd bi doy using thie kalde, ingiduälpail Du, o süßester Bräutigam unserer Seelen! berufest Alle, die da mühselig und beladen sind. Sieh! ich folge deinem barmherzigen Rufe, und komme in meiner Noth, dich um das Brod des Lebens zu bitten.pl bilgsmeh? Bereit ist mein Herz, o Gott! bereit ist mein Herz. Komm, Herr Jesu! besuche die Seele, die du erschaffen und in deinem Blute erlöset hast! Komm, o mein ewiger Geliebter! daß ich in die Tiefen deiner Liebe versenkt mein Herz dir entfalte, und ein heiliges Freudenfest mit dir feiere! this Vorbereitungs- Gebete. Glaube. Süßester Jesu! fomm der Seele deines Knechtes( deiner Magd) in den Segnungen deiner Süßigkeit zuvor, daß ich deinem hocherhabenen und glorreichen Sakramente würdig nahe! Erleuchte mein Inneres mit deinem göttlichen Lichte, daß ich dich, meinen Gott und Herrn, am Brodbrechen wahrhaft erkenne, und nimm hinweg von mir den schweren Schlummer Zweite Kommunion- Andacht. der Trägheit, daß ich dich mit allen Kräften meiner Seele umfange, und deine Lieblichkeit koste, die in diesem Sakramente, wie in ihrer Urquelle, in ganzer Fülle enthalten ist! 251 Mein Gott! wunderbar ist deine Liebe, die dein Herz bewegt, dich so innig mit uns armen und sterblichen Geschöpfen zu vereinigen; wunderbar ist die Wirkung dieser unendlichen Liebe, die zu dieser Vereinigung ein so wunderbares Mittel erfunden hat, welches alle Fassungskraft der heiligen Engel übersteigt; denn in die einfache Gestalt des Brodes hast du deine Gottheit und Menschheit gehüllt, daß wir von dem Glanze deiner Majestät nicht erblindeten, und daß du eingingest in unsere Seele, sie zu deiner Gottheit zu erheben und des ewigen Lebens würdig zu machen. O ewige Wahrheit, die du vom Himmel gekommen bist, uns dahin zu führen! in Einfalt meines Herzens und in festem Glauben bete ich dich in diesem Sakramente deiner Liebe an; denn in unwandelbarer Treue glaube ich, daß deine Allmacht mehr zu wirken vermag, als alle sterblichen und unsterblichen Geschöpfe in alle Ewigkeit zu begreifen vermögen. Du bist das Brod des Lebens, eine wahrhaftige Speise der Seele, die kräftigste Arznei gegen alle Krankheiten, der süßeste Trost ihrer Pilgerschaft, ihr mächtigster Schuß gegen die Versuchungen, die Pflanzung aller ihrer Tugenden, die Vorgabe, das Unterpfand und der Spender ihres ewigen Lebens in der Seligkeit des Himmels. www 130 In diesem festen Glauben, den ich mit meinem Blute zu besiegeln bereit bin, nahe ich diesem Tische des Heiles, den deine unerforschliche Liebe mir bereitet hat. O, verleihe mir die Gnade, daß ich in heiliger Ehrfurcht dich empfange, und, ganz in dich versenkt, mir selbst absterbe, und in dir auflebend ein neues, göttliches Leben führe, damit ich einst dahin gelange, wo alle Schatten verschwinden, und ich ohne die Hülle des Sakramentes dich schaue und liebe in Ewigkeit! Amen! 12 252 Kommunion- Andachten. Hoffnung. Hoffnung. bi and malas mism indoind si Jesu, süße und einzige Hoffnung aller Auserwählten, der du, uns dürftige und schwache Geschöpfe zu bereichern und aufzurichten, dich ganz erschöpft hast! sieh barmherzig auf das Vertrauen, das meine Seele zu deiner namenlosen Güte hegt! Bin ich mir auch meines gänzlichen Unwerthes bewußt, so ermuthiget mich dennoch deine liebevolle Einladung; ja es drängt mich dein Befehl, zu diesem Gastmahle des ewigen Lebens hinzutreten, wenn ich nicht in den ewigen Tod versinken will; denn eine Quelle des Lebens, der Kraft und des süßesten Trostes hast du dich selbst uns vorgeseßt, und schenkest uns mit dir selbst alle Gaben und Güter der Seligkeit. der Ich hoffe daher, o mein gütigster Erlöser! daß du, du dich herabgelassen hast, mit den Zöllnern und Sündern zu speisen, und alle Schwachen, Lahmen und Blinden zu deinem Gastmahle zu berufen, auch meine arme und fündige Seele nicht verschmähen, sondern sie barmherzig aufnehmen werdest, daß sie, durch diese himmlische Speise gestärkt, erleuchtet, gebessert und mit neuen Gnaden bereichert, dir um so eifriger diene, und die lebendige Hoffnung in ihr aufblühe, einst von dir in die ewigen Wohnungen aufgenommen zu werden. Amen! Liebe. wirel Süßester Jesu, der du meiner gedacht hast, noch ehe ich geboren war, und mich in so unendlicher Liebe geliebt haft, daß du, als ich in Sünden gefangen der Hölle zugeführt wurde, in deiner Barmherzigkeit vom Himmel hernieder geſtiegen bist, dich mit meinem Fleische bekleidet, mit starker Hand den Tyrannen gefesselt, mich in deinem Blute erlöset, gereiniget, und dich selbst, die Kraft alles Lebens, mir zur Speise vor gesetzt haft! entflamme mein Herz, dich für so unerfaßliche Wohlthaten aus ganzer Kraft zu lieben! Kehre ein in dieses Herz, o lebendiges Feuer! verzehre darin Alles, was von deiner Liebe mich abhält; tilge die Kälte desselben, und erwecke darin - 3weite Kommunion- Andacht. jenes gewaltige Feuer, das du vom Himmel auf die Erde gebracht hast! imd dat diting tid nog onbin timbe 253 Gastmahl der ewigen Liebe, Jesus, der du für Alles, was du für mich gethan, nur aufrichtige, getreue und starkmüthige Liebe verlangest! gib mir selbst in deinem göttlichen Sakramente diese Liebe, die du von mir verlangest! Denn be kannt ist dir, o Herr! meine Armuth, meine Ohnmacht und meine sündliche Neigung, die mich beständig zur Erde niederbeugt, und ach! so selten zu mir selbst kommen läßt, daß ich mich zu dir erhebe. Nichts Gutes ist in mir; Alles hat die Sünde in mir verdorben; und du allein, die Urquelle aller Liebe, kannst mich aufrichten, und mir heilige Liebe einflößen. So komm denn, mein Gott, meine Liebe, nach welchem mein Herz verlangt! Komm, mein barmherziger Heiland, der du nicht die Gerechten, sondern die Sünder berufeft!- himmlischer Arzt, der du nicht die Gesunden, sondern die Kranken heilest! komm, mein Leben, mein Licht! meine Seligkeit, mein Alles! komm, und bringe deine süßeste Liebe mit dir; ergieße sie gleich einem himmlischen Dele in das Gefäß meines Herzens, daß ich mit jenen weisen Jungfrauen dir, dem auserwählten Bräutigam auserwählter Seelen, entgegen gehe, in ewiger Liebe mich dir zu vermählen! Amen! Komm, Herr Jesu! Sehnsüchtiges Verlangen nach der heiligen Kommunion. he Liebreichster Jesu! sieh, ich komme zu dir, daß meine Seele durch die Gabe deiner Liebe sich erquicke, und ich mich in deinem heiligen Gastmahle erfreue, das du, mein Gott! in deiner Lieblichkeit den Armen bereitet haft! In dir, o Jesu! ist Alles, was immer mein Herz verlangen kann. Du bist mein Heil und meine Erlösung, meine Hoffnung und meine Kraft, meine Freude und meine Glorie. Erfreue also heute die Seele deines Knechtes( deiner Magd), der( die) ich zu dir, meinem barmherzigen Erlöser, meine Seele erhoben habe! Sieh! ich sehne mich, dich nun andächtig und in Ehrfurcht zu empfangen; ich 254 Kommunion- Andachten. verlange dich in mein Haus einzuführen, auf daß ich würdig werde, mit Zachäus von dir gesegnet, und den Kindern Abrahams beigezählt zu werden. Meine Seele sehnt sich nach dem Sakramente deiner Liebe; mein Herz verlangt nach der Vereinigung mit dir. mots Lingualmessig oplném Gib dich mir, o Jesu! und es genügt mir; denn ohne dich ist jeder Trost vergeblich; ohne dich kann ich nicht seyn; und ohne deine Heimsuchung vermag ich es nicht, zu leben. Deßhalb muß ich dir oftmals nahen, und dich als ein Mittel meines Heiles empfangen, damit ich nicht etwa, der himmlischen Nahrung beraubt, auf dem Wege erliege; denn so hast du einst gesprochen, da du den Schaaren geprediget, und verschiedene Krankheiten geheilet haft:„ Ich will sie nicht ungespeiset nach Hause gehen lassen, damit sie nicht auf dem Wege erliegen." Thu demnach auf gleiche Weise an mir, der du zum Troste deiner Gläubigen dich in dem heiligen Sakramente hinterlassen hast! Denn du bist eine liebliche Erquickung der Seele; und wer dich würdig empfängt, der wird Theilnehmer und Erbe der ewigen Glorie. Nothwendig ist's mir fürwahr, der ich so oft falle und fündige, so schnell lau werde und abnehme, daß ich durch oftmaliges Gebet, durch oftmalige Beicht und den Genuß deines allerheiligsten Leibes mich erneuere, reinige und entzünde, damit ich nicht etwa, wenn ich mich länger desselben enthalte, von meinen heilsamen Vorsätzen abweiche; denn geneigt sind meine Sinne zum Bösen von Jugend auf; und kommt deine göttliche Arznei mir nicht zu Hilfe, so verfalle ich bald in Schlimmeres. Diese Arznei ist der einzige und vorzüglichste Trost meiner Seele, so lange ste im sterblichen Leibe ferne von dir pilgert; durch diese Arznei wird sie gestärkt, und zu heiliger Sehnsucht nach dir, ihrem göttlichen Geliebten, entflammt. stand elle syeja em for adm O wunderbare Herablassung deiner Milde gegen uns, daß du, o Gott und Herr, Schöpfer und Lebensspender aller Geister! dich herablassest, zu der armen und dürftigen Seele zu 3weite Kommunion- Andacht. kommen, und ihren Hunger mit deiner ganzen Gottheit und Menschheit so reichlich zu stillen! O glückselig die Seele, die da gewürdiget wird, dich, ihren Gott und Herrn, andächtig zu empfangen, und in deiner heiligen Vereinigung mit geistiger Freude erfüllt zu werden! O welchen großen Herrscher nimmt sie auf! welchen lieblichen Gast führt sie zu sich ein! welchen liebreichen Gefährten empfängt ste! welchen treuen Freund nimmt sie an! welchen holdseligen und edlen Bräutigam umfängt sie! Es schweige vor deinem Antlige, mein süßester Geliebter! Himmel und Erde, und alle Zierde derselben! Denn was sie immer Liebliches, Schönes und Wunderbares haben, das haben sie aus der Huld deiner Freigebigkeit empfangen, und nie wird es die Zierde deines süßen Namens erreichen, dessen Weisheit zahllos ist. 255 Demüthige Bitte zu Jesus. nopinat O süßester und liebreichster Herr Jesu, den ich nun andächtig zu empfangen mich sehne! du kennst meine Schwachheit und die Noth, welche ich leide, in wie vielen Uebeln und Lastern ich liege, wie oft ich bedrängt, angefochten, beunruhiget und verunreiniget werde. Um Arznei komme ich zu dir; um Trost und Linderung rufe ich dich an. Ich spreche zu dem Allwissenden, dem all mein Inneres bekannt ist, und der du allein vollkommen mich trösten und mir helfen kannst. Du weißt es, welcher guten Gaben ich vor Allem bedarf, und wie arm ich an allen Tugenden bin. Sieh! vor dir stehe ich arm und nackt, Gnade verlangend, und deine Barmherzigkeit anflehend. Erquicke deinen hungernden Bettler; entzünde meine Kälte durch das Feuer deiner Liebe; erleuchte meine Blindheit durch die Klarheit deiner Gegenwart! Wandle mir alles Irdische in Bitterkeit um, alles Lästige und Widerwärtige in Geduld, alles Niedrige und Erschaffene in Verachtung und Vergessenheit! Erhebe mein Herz zu dir in den Himmel, und laß mich nicht auf dieser Erde 256 Kommunion- Andachten. umherirren! Du allein sollst jetzt schon in Ewigkeit mir süß seyn, weil du allein meine Speise und mein Trank, meine Liebe und meine Freude, meine Süßigkeit und all mein Gut bist! d Tsp O, möchtest du doch durch deine Gegenwart mich ganz entzünden, verbrennen und in dich umwandeln, daß ich durch die Gnade innerlicher Vereinigung und durch das Zerschmelzen glühender Liebe Ein Geist mit dir würde! Laß mich nicht ungespeiset und trocken von dir zurückkehren, sondern wirke barmherzig mit mir, wie du öfter mit deinen Heiligen wunderbar gewirkt haft! Was wäre es auch Wunderbares, wenn ich ganz glühend durch dich würde, und in mir selbst verginge, da du ein immer flammendes und nie abnehmendes Feuer bist, eine Liebe, welche die Herzen reiniget und den Verstand erleuchtet? Seufzer zu Jesus. Komm, o gütigster Jesu! Komm, o Bräutigam meiner Seele! Verachte meine arme, sündige Seele nicht! Komm, mein Herr und Gott! o, komm mit Geduld, daß du meine großen Missethaten ertrageft; komm in Demuth, da ich überaus niedrig, dürftig und arm bin; komm mit deiner göttlichen Freigebigkeit, daß du meine Noth mit deinen Gaben bereicherest; komm mit himmlischer Süßigkeit, daß mein Herz in Thränen heiliger Liebesreue zerfließe; fomm mit deiner flammenden Liebe, daß du mich entzündest, und zu einem lebendigen Brandopfer in Zeit und Ewigkeit weiheft! Amen! tu blag siin 10 Nach der heiligen kommunion. Gebet. O Jesu, süßester Jesu, mein Gott und Herr! ich bete dich an in meiner Seele. Gegrüßt sey deine ewige Barmherzigkeit, welche dich in das Thal meines Elendes geführt hat! Gepriesen sey deine göttliche Liebe, welche so großmüthig an Zweite Kommunion- Andacht. mir ärmsten Erdwurme handelt! Wer bin ich, mein Gott! daß du bei mir einkehrest? Uleber alle Hoffnung ist deine Barmherzigkeit an mir armen Sünder, daß du mit deinem allerheiligsten Fleische und Blute mich gespeiset, und mein Herz zu deinem Aufenthalte erwählet hast. O stimme alle Pulse meines Herzens zu deinem Lobe; entflamme meine ganze Seele mit deinem göttlichen Feuer, daß sie seraphische Preisgesänge anstimme, dich zu verherrlichen, du gebenedeiter Sohn des ewigen Vaters, der du des geringsten deiner Geschöpfe nicht vergessen, und es zu so großen Gnaden erhoben haft! Es preisen dich deine heiligen Engel, und der ganze himmlische Hof feiere dein Lob, o König der Glorie! Licht, welches die Himmel erleuchtet, Abglanz der väterlichen Herrlichkeit, mein Gott, mein Erlöser, meine Liebe und mein Alles! o chi and 257 O mein heiligster Erbarmer, dessen Großmuth und Weisheit keine Gränzen fennt! sich meine arme verwaisete Seele mit einem Blicke deiner Gnade an; sprich nur Ein Wort, und sie wird auf ewig gesund! Deine hochheilige Gegenwart tilge in mir alle Glut irdischer Begierden! sie reiße mich los von allen Geschöpfen, daß ich Eins werde mit dir, dem Schöpfer! Obelehre mich, daß ich deinen heiligen Willen erkenne und getreu vollbringe! Vermehre meinen Glauben, meine Hoffnung, meine Liebe, und gib meinen schwachen Tugenden Wachsthum und Gedeihen! Segne meine Gedanken, Worte und Werke, daß sie zu deiner göttlichen Ehre, zur Erbauung meines Nächsten und zu meinem eigenen Seelenheile gereichen, und bilde mich zu einem Menschen nach deinem göttlichen Willen um, daß ich dir treu und standhaft nachfolge, und dich, die Krone aller ewigen Belohnungen, im himmlischen Reiche erlange! Erbarme- dich auch, o süßester Jesu! aller derjenigen, in deren Gemeinschaft ich nach der Ordnung deiner heiligen Vorsehung lebe; aller meiner Freunde und Wohlthäter, und aller derjenigen, die mir irgend Schaden zugefügt, mich betrübt, beleidiget, verleumdet, oder mir sonst Böses gethan haben! 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 17 258 Kommunion- Andachten. Bekehre ihre Herzen zu dir, und segne alle Glieder deiner heiligen Kirche, damit wir einst alle zu deiner glückseligen Anschauung gelangen! 224 Süßester Jesu! ich bitte dich um deiner heiligen VerheiBung willen: Weiche nicht von mir, sondern wirke durch die Kraft dieses heiligen Sakramentes, daß ich ewig in dir verbleibe, und du in mir, daß ich, von deinem Geiste durchdrungen, Werke der Liebe und des ewigen Lebens wirke, deiner immerdar gedenke, für deine göttlichen Wohlthaten unablässig dankbar sey, und in meinem Innersten die Frucht deiner Erlösung empfinde! Sey mein Beschüßer im Leben und im Tode, und laß den unendlichen Werth deines Blutes an mir nicht verloren seyn! Schirme mich unter dem Schatten deiner Flügel, daß ich vor den Gluten der Begierlichkeit und vor Versuchungen gesichert muthig den Weg deiner heiligen Gebote wandle, und das ewige Leben erlange, wo du, in der Herrlichkeit des Vaters, in Einigkeit des heiligen Geistes lebest und regiereft, in Ewigkeit! Amen! Who schilde Ionicah so Gebet zum Herzen Jesu.bla®) mille Sey gegrüßt, o liebreiches und süßestes Herz meines Heilandes Jesu Christi, du unversiegbare Quelle göttlicher Gnaden, Ber du himmlischer Aufenthalt auserwählter Herzen, du Schaßfammer ewiger Reichthümer, sichere Zufluchtsstätte der armen Sünder, ersehnliche Ruhe heiliger Seelen und versiegeltes Buch des Lebens, worin alle Namen der Kinder Gottes geschrieben stehen! O großmüthiges Herz, Freude und Belohnung aller frommen Herzen! würdig bist du, daß aller Menschen Herzen dir huldigen, dich anbeten und dir in tiefster Demuth dienen. In den Staub sinke ich vor dir, und unterwerfe mich dir auf ewig. Schalte über mein Herz nach deinem göttlichen Wohlgefallen, und ziehe alle meine Gedanken an dich, daß ich bis zum letzten Augenblicke in dir lebe, und in der Stunde meines Todes vor allen Pfeilen des Feindes in dir gesichert sey! Amen! Zweite Kommunion- Andacht. Andere Gebete nach der heiligen Kommunion.*) Jaded nadagas 330 ustindis Danksagung. S O Jesu, mein Gott, meine ewige Freude! du lebest nun in mir, und ich in dir. Herr! wie soll ich dir die Wohlthat deiner barmherzigen Heimsuchung vergelten, daß du mit allen Reichthümern deiner Glorie in meine Seele eingekehrt bist, und ihr deine unermeßlichen Verdienste dergestalt schenkest, daß sie dadurch des Himmels würdig wird? Es preise dich die ewige Liebe deines eigenen göttlichen Herzens; es stimmen alle Chöre der seligen Geister dir Lobgesänge an, und es flammen dir Lobopfer auf dem Altare des Herzens aller frommen und heiligen Seelen auf Erden! Laß mich, o gütigster Jesu! mit diesem Pfunde ewigen Gewichtes wuchern, Schäße der Ewigkeit durch heilige Werke sammeln, und deiner göttlichen Liebe durch alle Gedanken, Worte und Handlungen meines Lebens auf würdige Weise danken! 259 unat ons Aufopferung. nov osno Sieh, mein Gott und Alles! was ich immer bin und habe, das bin und habe ich durch dich. Dein ist Alles; denn du bist mein Schöpfer, mein Gebieter und Erhalter. Frei übergebe ich dir in findlicher Liebe und freudigem Gehorsame Alles, was ich von deiner Güte erhalten habe. Nimm mich auf als dein Eigenthum! Ganz hast du heute dich mir gegeben; ganz und ohne Vorbehalt übergebe auch ich mein ganzes Wesen deinen Händen. Ich opfere dir alle Kräfte meines Leibes und meiner Seele, mein Herz und meinen Willen. Laß dieses Opfer meiner selbst dir wohlgefällig seyn; heilige es, und vereinige es mit dem großen Opfer, welches du deinem himmlischen Vater am Kreuze zu einem vollkommenen Brandopfer seiner göttlichen Herrlichkeit dargebracht hast! Laß nicht zu, o mein göttlicher *) 3um abwechselnden Gebrauche mit den voranstehenden, wenn man sie nicht sämmtlich verrichten will. 17* 260 Erlöser! daß die Sünde und die Welt abermal Antheil an mir erhalten, der ich mich ganz und auf ewig an dich ergeben habe! Schirme mich mit deiner starken Hand, daß der Feind nichts wider mich vermöge, und ich in heiliger Treue für dich lebe und sterbe! Amen! Kommunion- Andachten. 114 Erinnerung an das Leiden des Herrn. Da du, o barmherziger Jesu! dieses Sakrament deiner Liebe zu einem ewigen Denkmale deines Leidens und deines Todes am Kreuze eingesetzt und zu feiern befohlen hast, und wir nach dem Befehle deines Apostels dessen so oft gedenken sollen, als wir deinem heiligen Tische nahen, so danke ich deiner barmherzigen Liebe, die dich vom Himmel auf die Erde geführt hat, wo du in Knechtesgestalt unter uns Sündern wandelnd unser Lehrer, Führer, Vorbild und Erlöser geworden bist. Ich danke dir für alle Tritte und Schritte, die du unsers Heiles wegen gethan, wegen gethan, für a für alle deine heiligen Lehren und Wunder,- für jene traurige Nacht, wo du, o sanftmüthiges Lamm Gottes! von der Last unserer Sünden bedrückt- die Erde mit blutigem Schweiße befeuchtet- für die Gefangennehmung und alle schweren Mißhandlungen, die du von den Hohenpriestern und den Rotten der Gottlosen erlitten,- für deine überaus schmerzliche Geißelung und Krönung, für die unaussprechlichen Leiden und deine gänzliche Verlassenheit am Kreuze, für dein göttliches Blut, das du auf diesem Opferaltare zur Vergebung meiner Sünden vergössen hast, für deinen Tod, durch welchen wir das Leben erhalten haben. Laß, o mein barmherziger Erlöser! die Frucht so reichlicher Erlösung an mir nicht verloren seyn; sondern eigne dieselbe durch diese hochheilige Vereinigung meiner Seele an, damit ich dadurch gekräftiget und erneuert gegen alle Versuchungen und Anfälle des Feindes unverwundbar ſey! - - - - Bitte. Bestegle mich, o süßester Jesu! durch das hochheilige Sakrament, worin du in meine arme fündige Seele eingegangen 1 Dritte Kommunion- Andacht. bist, daß kein sündhafter Gedanke, teine unreine Begierde mehr dieses Herz entweihe, welches zur Wohnung meines Herrn und Gottes erhoben worden ist! Schmücke mich mit deiner Demuth, mit deiner Sanftmuth, mit deiner Geduld und mit allen Tugenden, die in deiner heiligen Menschheit geleuchtet haben! Feßle meine Seele durch das Band unzertrennlicher Liebe an dich, daß ich keine Freude, keinen Trost außer dir suche! Sey mein Licht und meine Kraft in den Finsternissen und Kämpfen dieser Sterblichkeit, mein Führer auf dem Wege des Lebens und meine sichere Hoffnung im Tode! Verleihe mir, o heiliges Pfand meiner Unsterblichkeit! die größte aller Gnaden, die Beharrlichkeit in deinem Dienste und in deiner heiligen Liebe, daß ich, wenn du einst von diesem Leben mich abrufest, in Freude vor dir erscheine, und in die ewige Seligkeit aufgenommen werde, wo du, die ewige Glorie aller Heiligen, zur Rechten des Vaters sizest, und mit ihm und dem heiligen Geiſte lebeſt und regierest, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! 261 din thit Dritte Kommunion- Andacht. Hou Vor der heiligen Kommunion. 1. Gebet. Allmächtiger, ewiger Gott! sieh! ich nahe dem Geheimnisse deines eingebornen Sohnes, unsers Herrn Jesu Christi. Krank komme ich zum Arzte des Lebens, unrein zur Quelle der Barmherzigkeit, blind zum Lichte der ewigen Klarheit, arm und dürftig zum Herrn des Himmels und der Erde. Ich bitte daher deine unendliche und überfließende Freigebigkeit, daß sie sich würdigen wolle, mich von meiner Krankheit zu heilen, von meiner Unlauterkeit zu reinigen, in meiner Blindheit zu erleuchten, meine Armuth zu bereichern, meine Blöße zu bekleiden, auf daß ich das Engelbrod, den König aller Könige, den Herrn der Heerschaaren mit solcher Ehrfurcht und Demuth, Zerknirschung und 262 Andacht, Reinigkeit und Gläubigkeit, Gesinnung und Meinung empfange, wie es zum Heile meiner Seele ersprießlich ist. Ich bitte dich: Gewähre mir, nicht nur dieses Geheimniß des Leibes und Blutes des Herrn, sondern auch die Kraft und Wirkung dieses Geheimnisses zu empfangen! Verleihe mir, gütigster Gott! den Leib deines eingebornen Sohnes, welchen er aus Maria angenommen, so zu genießen, daß ich würdig werde, seinem geistlichen Leibe einverleibt, und unter seine Glieder gezählt zu werden! O liebreichster Vater! laß mich deinen lieben Sohn, den ich jetzt auf der Pilgerreise meines Lebens unter Brodesgestalt empfangen will, einst von Angesicht zu Angesicht ewig selig anschauen, der mit dir in Einigkeit des heiligen Geistes lebt und regiert, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Kommunion- Andachten. 2. Uebungen. Glaube. Wer gibt mir, o süßester Jesu! daß ich unter der Hülle der sakramentalischen Gestalten dein Antlig gewahren könne, in welches auch die Engel zu schauen verlangen! Wer gibt mir, daß diese heilsamsten Quellen deiner Wunden mir sichtbar werden, die ich mit den Augen des Glaubens an deinem Leibe sehe, Quellen der lebendigen Wässer zur Reinigung meiner Seele! Ich glaube fest und ungezweifelt, daß du in diesem allerhöchsten Geheimnisse deines Leibes und Blutes wahrhaft und wesentlich gegenwärtig bist. Hier ist dein glorreicher Leib, glänzender als die Sonne, in jener Vollkommenheit und herrlichen Schönheit, in welcher er im Himmel thronet. Hier ist dein Blut, einst für unser Heil vergoffen; hier ist deine Seele, aller Gnade und Weisheit voll; hier ist deine Gottheit, das allmächtige Wort; und weil du im Vater bist, und der Vater in dir, so ist auch der Vater hier, dich, sein Wort, ewig erzeugend, und der heilige Geist, ihre beiderseitige Einigung und Liebe. Dieß ist der Inbegriff aller deiner Wunder; dieß deine untrügliche Wahrheit, die ich, mit deiner Gnade, bis in den Tod bekennen werde. Dublaj tim moto Dritte Kommunion- Andacht. Hoffnung. Und wie könnte ich es wagen, dir zu nahen, dich zu empfangen, wärest du es nicht, o süßester Jeſu! mein Heil und meine Kraft, meine Zuflucht und Zuversicht, der du selbst mir befiehlst und mich ermahnest, zu dir zu kommen? Ich komme also, auf deine Güte vertrauend, als ein frankes Schäflein zu seinem Hirten, als Einer, der den Tod verschuldet hat, zu seinem mächtigen Verfechter. In dem unendlichen Werthe deines Blutes ist alle meine Zuversicht, und ich freue mich, nichts in mir selbst zu finden, worauf ich vertrauen könnte. Erbarme dich meiner, und errette mich, der du Jene, die auf dich hoffen, niemals verlaffest! dag bio hi list Liebe. Wunderbar, o Herr! ist dieses Werk deiner Liebe, daß du unsere menschliche Natur anzunehmen dich gewürdiget haft; wunderbarer noch, daß du, ehe du aus dieser Welt zum Vater hingegangen bist, deinen Leib und dein Blut zur Speise hinterlassen hast; denn in jenem Werke hast du unsere Mensch, heit angenommen; in diesem spendest du uns deine Gottheit. Und so hast du die ganze Fülle deiner Gnaden für uns ausgebreitet, damit auch wir aus allen Kräften dich zu lieben streben. D wahrer und einziger Trost in diesem Lande der Verbannung, o höchstes Gut, das auf dieser Erde zu finden ist! zu dir empor ziehest du alle Kräfte meiner Seele, indem du dich selbst mir schenkest, indem du meine Seele mit dir selbst ernährest, um sie dir anzueignen, und sie in dich aufzunehmen! O Nahrung und Stoff der Liebe! entzünde durch dich selbst die Liebe in mir, daß diese himmlische Flamme, die du auf die Erde herabgebracht hast, in meinem Herzen lebe! Je reichlichere Gnade du mir geben wirst, desto inniger werde ich dich lieben; niemals aber werde ich dich so lieben können, wie du es würdig bist. nagudio 1958 263 Zerknirschung. Herr und König in furchtbarer Majestät, Unsterblicher und Heiliger, der du im unzugänglichen Lichte wohnest! wie armselig erscheine ich vor dir, ein unlauteres Geschöpf, dem Spiele der Elemente ausgesetzt, hinfällig und 264 Kommunion- Andachten. nichtig, von thörichten Leidenschaften innerlich bestürmt, jeglicher Eitelkeit unterworfen, ohne deine Erbarmung nichts als ein Gefäß der Schmach, ein Kind des Zornes und der Finsterniß! Was hat dein Licht gemein mit meinen Finsternissen? Mit welchem Vertrauen trete ich zu dir, dem gerechtesten Richter, vor dessen Anblick die Säulen des Himmels erzittern? Mit welchem zahllosen Undanke habe ich deine Barmherzigkeit vergolten! Dennoch ladest du mich von Neuem liebreich ein, und ich weiß, daß ausser dir kein Heil und kein Leben ist. Und ich komme und flehe zu dir: Belebe und bewahre mich, o Herr! weil ich auf dich gehofft habe! Mein Gott bist du, weil du meiner Güter nicht bedarfst. Anrufung des heiligen Geistes. Komm, heiliger Geist, des Vaters und des Sohnes Liebe, Licht aller Erkenntniß! bezwinge meine Bosheit durch deine Güte, erleuchte mein Herz mit der Erkenntniß und Liebe Jesu Christi, und erhebe es zum Verlangen nach ewigen Gütern! Anrufung der heiligen Jungfrau. Durch dich sev mir der Zutritt zu deinem Sohne gegönnet, o Mutter des Heiles! daß durch dich uns aufnehme, der durch dich uns gegeben worden ist! Die Fülle deiner Liebe bedecke die Menge meiner Sünden, und deine glorreiche Fruchtbarkeit ersetze meinen Mangel an Verdiensten! Durch die Gnade, die du gefunden, durch den Vorzug, den du verdienet, durch die Barmherzigkeit, die du geboren hast, erlange mir, daß Jener, der durch deine Vermittlung unserer Schwäche und unsers Elendes sich theilhaftig gemacht, nun auch auf deine Fürbitte an seiner Glorie und Seligkeit uns Antheil verleihe! ang ng sdom 61#d dall of old chi 3. Andere Vorübungen. her Herr, mein Gott! wer bist du, und wer bin ich? D Herr! ich stehe hier vor dir, der Bettler vor dem Reichen, bittend, daß du aus den Reichthümern deiner Gnade nach meinem Bedarf mir spenden wolleft.lt sisig mod joodiso Dritte Kommunion- Andacht. Herr! hier stehe ich vor dir, der Knecht vor dem Herrn, bittend um die Speise deines Leibes, und um das Kleid der Liebe, welche die Unzahl der Sünden bedeckt. 265 Herr! hier stehe ich vor dir, der Schuldige vor dem schrecklichen Richter, bittend, du wollest mir ein gnädiger Richter seyn, wenn meine Seele vor deinem Throne erscheinen wird. si D Herr! hier stehe ich vor dir, ein Freund vor dem Freunde, bittend, daß deine erhabene Liebe mich zu dir ziehe, mich an dich feßle, mich niemals mehr von dir trennen lasse.se je O Herr! hier stehe ich vor dir, ein Sohn vor dem Vater, vertrauensvoll bittend, du wollest Alles, was mir nöthig und heilsam ist, mir vorbereiten, und mir jenseits mein väterliches Erbtheil nicht versagen. Amen! sid me 4. Gemüthserhebungen. suisd O verborgener Jesu in diesem heiligen Sakramente! in welcher Fülle der Güte kommst du zu mir!) Du kommst mit solcher Demuth, daß kein Sünder so verächtlich ist, dem du nicht, sofern er nur will, selber dich neigest und hingibst. isminini zile noc vtwić majlijet monist ni Du kommst mit solcher Geduld, daß Niemand unter deinen Feinden ist, den du nicht mit Langmuth duldest, und dem du nicht, sofern er sich versöhnen will, alle seine Schulden auf's Gütigste nachsiehst. Du kommst mit solcher Liebe, daß Niemand so falt und hartnäckig ist, dem du nicht, sofern er es wünscht, das Herz entflammen und erweichen wollteft.filter gi risur dhid Du kommst mit solcher Süßigkeit und Kraft, daß Niemand so krank und hungernd ist, den du nicht heilen, erquicken und sättigen könnteſt. Du kommst mit solchen Reichthümern der Gnaden, daß Niemand so leer und dürftig ist, den du nicht zu bereichern vermöchtest. Du kommst mit solcher Klarheit des Lichtes, daß kein Herz Kommunion- Andachten. so blind und verfinstert ist, das nicht durch dich erleuchtet und gereiniget werden könnte.doned by oid mu divid Du kommst mit solcher Heiligkeit und Gnadenfülle, daß Niemand so lau und verdrossen ist, der nicht von seiner Trägheit erweckt und zur Andacht erhoben werden könnte, dirbd di Du kommst endlich mit solcher Barmherzigkeit und Güte, daß Niemand so elend und erbärmlich ist, der von diesem Elende nicht durch dich könnte befreiet werden. Sulad nd dild 266 Darum, obwohl ich mich verächtlich sehe, unwürdig und undankbar, kalt und voll Härte, krank und hungernd, arm und leer, blind und dunkel, träge und andachtslos, und des Elendes und der Gebrechen voll, so komme ich doch um so vertrauensvoller zu dir, und verlange mit großer Sehnsucht, daß deine unsterbliche Speise mich erquicke, deine Liebe mich entflamme, deine Barmherzigkeit mich von meinen Lastern befreie, deine Huld mich mit der Salbung der Andacht erfreue, und deine heiligsten Sakramente zu deiner Glorie und zu meinem Heile in mir Frucht bringen. dumbld) til ra og Reinige mich also, o Herr! in deinen heiligsten Wunden, in deinem köstlichen Blute von aller Unlauterkeit, Unwissenheit und Fahrläßigkeit, und von allen Fehlern, durch die ich je mals dir mißfallen habe oder noch mißfalle! Schmücke mich mit den Verdiensten deines Lebens und Leidens, mit den Tugenden und Verdiensten deiner heiligen Gebärerin und aller deiner Heiligen, damit ich würdiger vor dir erscheine; und bereite dir den innersten Grund meiner Seele, wo du zu wohnen dich würdigen willst, so, daß deine Güte die Mängel meiner unwürdigen Vorbereitung ersetze! Amen! mol mbiarpsmalise bin ud and * nu inait- of doom Dummid naghihi das 1901 Nach der heiligen Kommunion. 1. Gebet. of dif Dank sey dir, heiliger Herr! allmächtiger Vater, ewiger Gott! daß du dich gewürdiget hast, mich Sünder, deinen un Dritte Kommunion- Andacht. würdigen Diener, ohne alle meine Verdienste bloß aus Gnade deiner Erbarmung mit dem kostbaren Leibe und Blute deines Sohnes, unsers Herrn Jesu Christi, zu sättigen! Ich bitte dich: Laß mir diesen heiligen Genuß nicht zur Schuld der Strafe, sondern zur heilsamen Erlangung der Verzeihung gereichen, zur Rüstung des Glaubens, zum Schilde edler Gesinnungen! Er reinige mich von meinen Sünden, von meiner Begierlichkeit und Lüfternheit, vermehre in mir die Liebe, Geduld, Demuth, den Gehorsam und jede Tugend, sey mir eine feste Schußwehr wider die Nachstellungen aller meiner sichtbaren Feinde, eine vollkommene Beruhigung aller unordentlichen Regungen des Fleisches und des Geistes, vereinige mich unerschütterlich mit dir, dem einzigen wahren Gott, und gedeihe mir zu einem seligen Lebensende! Führe endlich, o Vater! so flehe ich ferner, mich Sünder gnädig zu jener unaussprechlichen Mahlzeit, wo du mit deinem Sohne und dem heiligen Geiste deinen Heiligen das wahre Licht, überflüssige Ersättigung, immerwährende Wonne, vollständige Freude und vollkommene Seligkeit bist, durch denselben Christus, unsern Herrn! Amen! - 2. Ein 267 - anderes Gebet. Ein an Herr Jesu, du Quelle aller Süßigkeit! verwunde das Innerste meiner Seele mit deiner freundlichen, heilbringenden Liebe, mit wahrer, heller, heiliger Flamme, daß meine Seele immer nur von Liebe und Sehnsucht nach dir schmachte und zerschmelze, nach dir verlange, nach deinem Heiligthume sich sehne, mit dem Wunsche, aufgelöset zu werden, und bei dir zu seyn! Gib meiner Seele Hunger nach dir, o Brod der Engel, Nahrung frommer Seelen, unser tägliches übernatürliches Brod, das alle Süßigkeit, allen Wohlgeschmack und jede erquickende Wonne in sich enthält! Du, nach dessen Anblick die Engel sich sehnen, sollst der Gegenstand des Hungers, und die Speise meines Herzens seyn! Dein Wohlgeschmack erfülle das Innerste meiner Seele! Nach dir, o Quelle des Lebens, der Weisheit, 268 Kommunion- Andachten. der Wissenschaft und des ewigen Lichtes, o Strom des Vergnügens und Ueberfluß der göttlichen Wohnung! soll mein Geist dursten; dir soll er nachstreben, dich suchen, dich finden, nach dir trachten, zu dir gelangen. Du sollst der Gegenstand seiner Betrachtungen und Reden seyn; jede Unternehmung soll zum Preise und zur Verherrlichung deines Namens gereichen, mit Demuth und Bescheidenheit, mit Liebe und Vergnügen, mit Leichtigkeit und Empfindung, mit standhafter Ausharrung bis an's Ende. Du allein sollst meine Hoffnung, mein Vertrauen, mein Reichthum, mein Vergnügen, meine Freude, meine Wonne, meine Zufriedenheit und Ruhe, mein Friede, meine Ergößung, mein Wohlgeruch, meine Süßigkeit, meine Speise, meine Erquickung, meine Zuflucht, meine Hilfe, meine Weis heit, mein Antheil, mein Besitz und mein Schatz seyn, in wel chem mein Herz und mein Geist immerhin feste, dauerhafte und unerschütterliche Wurzeln fassen möge! Amen! 3. Ut e bungen. Danksagung. Wer bin ich, Staub und Asche, daß du, o Herr! die Himmel neigest, und herabsteigest zu mir, um mit deinem wunderbaren Leibe mich zu nähren? Wenn die Himmel dich nicht fassen, was ist die arme Hütte meines Leibes, daß du darin verweilen willst? Was hast du Liebenswürdiges an mir gefunden, daß du vom Tempel deiner Glorie in den Abgrund meiner Armseligkeit herabkommst? O Herr der Erbarmung und der unendlichen Güte! du verschmähest auch die Danksagung nicht, die ich in meiner Dürftigkeit dir darbringe; du willst, daß auch dieses Opfer meines Lobes dich ehren darf. Dein ist die Herrlichkeit, dein ist der Ruhm für diese deine unaussprechliche Wohlthat. Deine Barmherzigkeit über mich ist überaus preiswürdig; deine Erbarmungen reichen über alle deine Werke. Dich loben alle Geschöpfe, die sichtbaren und die unsichtbaren; dich preiset mein Herz, meine Seele und mein Leib; dir allein, aus welchem, durch welchen Dritte Kommunion- Andacht. 269 und in welchem Alles entsteht und besteht, sey die ewige Glorie! Amen! had dal and Bondola ac Liebe. Gedenk', o Herr! VADES TULOS Lubi deines Wortes, womit du deinem Knechte( deiner Magd) die heilige Hoffnung gegeben haft: „ Wer mich ist, bleibt in mir, und ich in ihm!" O süßestes Wort: Du in mir, und ich in dir! Du in mir unwürdigem Sünder, und ich in dir, meinem unendlichen Gott! Ja, Herr! dieß Eine ist mir noth, dieß allein laß mich suchen, daß ich in dir lebe, in dir ruhe, von dir niemals getrennet werde! Glückselig, wer dich sucht; seliger, wer dich besitzt; der Seligste, der in diesem Besize verharret bis in den Tod! Nimm also hinweg von mir Alles, was deiner Liebe im Wege steht, damit du allein in meiner Seele lebest und herrschest! O Leben meiner Seele! gleichwie du im Vater bist, und der Vater in dir, so laß in deiner Gnade mich einst mit dir seyn, durch Gehorsam aft mit FDMR des Willens und treue Liebe! Amen! shi Aufopferung. Meine Seele preise den Herrn, und Alles, was in mir ist, seinen heiligen Namen!" Sieh, o himmlischer Vater! dein eingeborner Sohn soll nun statt meiner dich würdig loben und verherrlichen; denn er ist es, der nunmehr in den geheimnisvollen Gestalten in mir ist, und ich in ihm. Ihn bringe ich dir nunmehr dar als das süßeste Anbetungsopfer zu deiner größten Ehre und Glorie, zur Dankfagung für alle deine Wohlthaten, zur Nachlassung aller Sünden, und um durch seine Verdienste für mich und alle meine Freunde und Feinde, für die ganze streitende Kirche und für die Seelen der Abgeschiedenen alle deine Gnadenhilfe zu zeitlichem und ewigem Heile zu erflehen. Nimm an einigung mit diesem allerheiligsten Opfer meine Seele und meinen Leib mit allen ihren Kräften, damit ich fortan mit Liebestreue dir diene, und gänzlich deinem heiligsten Willen und Wohlgefallen mich hingebend dein sey in Zeit und Ewigin Verfeit! Amen! Kommunion- Andachten. el sgive sid) 4. Bitten zu Jesus. luni nu O Uebermaaß der Liebe, demüthigster Jesu, verborgener Gott! ich bete dich an in mir. Zu gering ist Ein Herz, dich zu me Ad lieben, zu wenig Eine Zunge, dich zu loben. O mein Erlöser! welchen Dank bin ich dir schuldig, daß du mich, dein armes Geschöpf, so wunderbar heimgesucht hast! Keinen geringeren, als daß ich mich selbst dir darbringe, verlangend, daß du allein in mir lebeſt. COIL CHAPM What Yo O Liebe! o Liebe! keine Sünde mehr! Mein Erlöser, mein Gast! laß deiner Güte und Erbarmung mich nie mehr vergessen! Sey tausendfach gepriesen, o Herr! Gib, daß ich PAG dir so danken könne, wie du es würdig bist! O mein Gott! du kommst zu mir, um mich zu reinigen, um die Verdienste deines Leidens mir reichlicher mitzutheilen, um mich zu heiligen. Wirke also in mir Alles dieses, wozu du gekommen bist; laß die Frucht deiner Ankunft in mir nicht vereitelt werden! 270 O Jesu! du weißt, was mir gebricht, und kennest meine Schwächen. Gib mir Demuth, Reinigkeit des Herzens, Gleichförmigkeit mit deinem heiligen Willen, Stärke gegen böse Gewohnheit, und Geduld, um Alles, was mir widerfährt, um deiner Liebe willen zu ertragen! O mein Erlöser! durch jene unendliche Liebe, die dich zur Erde herabgezogen und am Kreuze sterben gemacht hat, laß auch mich in dir absterben, damit du ewig in mir lebest! O Gott meiner Seele! dich ziehe ich allen Gütern dieser Welt, und mir selber vor. Ich überlasse mich dir gänzlich, mit Liebe und Ehrfurcht allen deinen gerechten Fügungen mich unterziehend, damit Alles, was du in Zeit und Ewigkeit über mich verordnet hast, erfüllet werde; doch hoffe ich einst dein göttliches Angesicht und deine vollkommene Schönheit zu schauen. Mein Gott und mein Alles! ich will nichts suchen außer dir; denn in dir allein kann ich Alles finden. O liebreichster Vater! gib, daß meine größte Sorge sey, dir würdig zu dienen, Dritte Kommunion- Andacht.modnoj 271 gleichwie du für mein Heil so überschwängliche Sorgfalt getragen haft! ni si 0312 nd not thin thir menschgewordenes Wort! du bist aus keiner anderen Ursache in die Welt gekommen, als um in den Herzen zu wohnen, die du mit deinem Blute erlöset hast. Mein Herz sey also dein! Besige es, erleuchte es, und mache es bereitwillig für deine heiligen Gebote! lim dis? misid Allmächtiger Jesu! nimm Alles von mir, was die Wirkungen deiner Macht und Güte verhindert! Heile mich von aller Unlauterfeit und Untreue! Erfülle mich mit deiner Gnade und Weisheit! gibljeban O heiliger Geist! erfülle meinen Willen mit jenem heiligen Verlangen, das an Tugenden fruchtbar wird, und laß ihm feine andere Freiheit, als die, sich gänzlich dir zu opfern! Mein Gott! gib, daß ich dich schaue durch lebendigen Glauben, damit ich dich erkenne und liebe! Zeige mir deinen Willen, damit ich ihn erfülle; zeige mir mich selbst, damit ich mich demüthige und fliehe; zeige mir endlich in der Ewigkeit dein göttliches und befeligendes Angesicht! 1 Herr! ich habe meine Zeit und Kräfte verschwendet, wie jener verlorne Sohn; doch konnte ich deine Barmherzigkeit nicht erschöpfen. Laß von nun an nicht Sinnentrug, nicht Menschenfurcht, sondern deinen Willen die Richtschnur meines Lebens seyn; schreibe in mein Herz, mit gen, das Gefeß deiner Liebe! unauslöschlichen ZüHerz, mit unauslöſchlichen Za. Mein Gott! wäre auch keine Hölle und Qual für die Sünder, so würde ich und für dich zu leiden. Gi nicht unterlaſſen, dich zu lieben, o ich deinem VerlanHeck day to dekn gen entspreche! Herr! überlaß mich nicht meinen Leidenschaften und Lastern! Gedenke, daß ich das Werk deiner Hände, und durch dein Blut erlöset bin! Laß mich nicht den Finsternissen zum Raube werden! doptis fenisd Ewiger Vater! sich auf das Leiden deines Sohnes, dessen 272 Besond. Kommun.- Andachten. Kommunion- Gebete f. d. h. Adventzeit. Verdienste für mich um Barmherzigkeit rafen! Durch sie reiße mich von der Liebe dieser Welt los, und laß, wenn meine Stunde kommt, mit Ergebung, mit Glauben, mit Zuversicht athojall und vollkommener Liebe mich sterben! ptasid atin Mein Jesu! gib, daß ich die kurze Zeit, die ich hier noch zu leben habe, stets dich liebe! Laß mir dieses Herz nur, damit ich dir gehorche, diesen Leib, damit ich ihn dir opfere, dieses Leben, damit ich es dir weihe! she ngibing nad Unendliche Macht! unterstüße metne Ohnmacht! Ewige Weisheit! erleuchte meine Finsternisse! Unermeßliche Güte! sey nachsichtig meiner Bosheit! O Güte! o Liebe! o Weisheit! ach, wie spät habe ich dich erkannt, wie spät dich geliebt! in Allerseligste Jungfrau, du Gottgeliebteste, Liebreichste, Liebenswürdigste! erlange mir bei deinem Sohne die Gnade, allen seinen Einsprechungen gehorsam zu seyn, und lehre mich alle jene Tugenden, durch deren Uebung auf Erden du das göttliche Wohlgefallen erworben hast! O gütigste Jungfrau! bitte deinen Sohn, daß er in seiner sakramentalischen Gegenwart nicht von mir scheide, bis er meiner Seele die Fülle seiner Segnungen zurückgelassen hat! Amen! amien bir Besondere Kommunion: Andachten für die heil. Zeiten und an den Festtagen sid vi hadde des Herrn. ફ d]] A Arie Kommunion- Gebete für die heilige Adventzeit. Vor der heiligen Kommunion. atlys og D unendliche Güte! du hast uns geliebt, und so sehr ge liebt, daß du uns verächtlichen, unwürdigen, undankbaren Menschen nicht etwa ein Geschöpf unsers Gleichen, sondern deinen eingebornen Sohn gesandt hast. Die Gottheit vereiniget sich mit der Menschheit; kann eine tiefere Erniedrigung erdacht Kommunion- Gebete für die h. Adventzeit. werden? Zwei unendlich von einander entfernte Dinge werden vereiniget; o überaus großes Wunder! de Allein nicht nur Mensch bist du aus Liebe zu mir geworden; du hast mich auch im hochheiligen Sakramente mit deinem op Leibe und Blute nähren wollen. ismin d 273 Staunet, ihr Himmel! Stimmet dem Herrn einen Preisgesang an, ihr Geschöpfe alle! denn Wunderdinge hat er gethan, aus Liebe den Menschen mit Gott, und Gott mit dem Menschen vereiniget. O Liebe! nimm Besitz von meiner Seele; und wie du die Gottheit mit der Menschheit vereiniget hast, so mache, daß ich im hochheiligen Sakramente dich empfangend Eins mit dir werde in unvergänglicher Liebe! O Brod des Lebens, das du vom hohen Himmel in den reinsten Schooß Mariä herabgekommen bist! ersättige meine hungernde Seele! Ohne dich kann ich nicht mehr leben. Warum, o mein Geliebter! laffest du mich so lange zwischen Leben und Tod schmachten? Ohne dich bin ich des Todes; ohne dich habe ich kein Leben. Sieh! ich sterbe; warum versagst du mir das Leben? Du allein bist mein Leben. Lebest du in mir, so werde ich leben; stirbst du aber in mir, so werde ich sterben. So komm denn, eile, auf daß ich nicht länger mehr dessen beraubt sey, welcher der Gegenstand meiner Liebe und meiner Hoffnung ist! -1 Komm, mein Jesu! und erquicke meine Seele, die, nach dir schmachtend, in Thränen zerfließt! Ich verlange dich in diesem hocherhabenen Sakramente mit eben jener Liebe zu empfangen, womit die heilige Jungfrau María dich empfangen hat. Meine Seele ist deine Magd; es geschehe ihr und mir nach deinem Worte! Komm, Menschhgewordener Gott! du vermagst Alles. Komm, und bereichere mich! Heilige Jungfrau! erhalte mir die Gnade, daß dieser Menschgewordene Gott in dem heiligen Sakramente bei mir seine Wohnung nehme, und daß ich seine Herrlichkeit sehe, eine 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 18 274 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, voll Gnade und Wahrheit! I Heiliger Erzengel Gabriel! erwirke durch deine Fürbitte, daß ich voll der Gnade sey; daß mit mir sey derjenige, der in dem hochheiligen Sakramente thront; daß er in Ewigkeit in meinem Hause herrsche, und daß seines Reiches kein Ende sey! Freue dich, und frohlocke, meine Seele! Sieh! dein König kommt! Er steht hinter der Mauer; er klopft an der Thüre deines Herzens, daß du es ihm öffnen sollst. D Seligkeit! ich werde den König des Himmels und der Erde beherbergen, ja- denjenigen umfangen, welchen die heilige Jungfrau Maria in ihrem reinsten Leibe und auf ihren Armen getragen hat! bodi Zu fernerer Andachtsübung können hier noch gebraucht werden die neunte Unterhaltung( auf die in der zehnten Unterhaltung, Nummer XXVIII. angezeigte Weise); deßgleichen die Nummern 1. 3. 4 in der dritten Kommunion- Andacht. Eben dieß gilt von den nachfolgenden besonderen Kommunion- Andachten. mmunion- Andaa Nach der heiligen Kommunion. Meine Seele zerfloß, da der Geliebte redete. Ich habe gesucht und gefunden, den meine Seele liebt. Alles Fleisch hat das Heil unsers Gottes gesehen. po red Wundert euch nicht, ihr heiligen Engel und Erzengel! daß der Menschgewordene Gott einen fündigen Menschen heimzusuchen sich würdiget! Denn der heilige Geist ist über mich ge kommen, und die Kraft des Allerhöchsten hat mich überschattet; und darum ist heilig, und wird genannt der verborgene und geschlachtete Gottmensch, was immer durch die Wandlungsworte geboren ist. Sey mir gegrüßt, o Geliebter! Sey mir gegrüßt, Sohn Mariä, mein einziges Verlangen, meine einzige Hoffnung! Sey mir gegrüßt, göttliches Kind! In hellen Liebesflammen brennt für dich meine Seele, die dich anbetet. am Feste der Geburt unsers Herrn Jefu Christi. Und du, seligste Jungfrau Maria! singe dem Gaste meines Herzens, deinem geliebten Sohne, jenen Lobgesang( das Magnificat), womit du die allerheiligste Dreieinigkeit erfreuet hast! Mache mich theilhaftig der Liebe, mit der du ihn geliebt haft! od malin annet non mi che di mer de applic md Alle Heiligen und Auserwählten sollen dich lobpreiſen, o süßes Kindlein Jesus! daß du unsers Heiles wegen vom Himmel herabgestiegen, und Mensch geworden bist! Ich erkenne und halte für gewiß deine ewige Erbarmung, da du sie mir gezeigt haft. Ich danke dir unendlich für alle deine Gutthaten. Ich bete dich an, und will dich lobpreisen in alle Ewigkeit. undone ald doa2 sid hi eid suno due ding 275 Und auch dir, o heilige Jungfrau! sage ich Dank, daß du den Sohn Gottes, meinen Erlöser, den ich in dem hocherhabenen Sakramente empfangen habe, in deinem heiligen Leibe getragen hast. Stets will ich rufen: Selig ist der Leib, welcher den Sohn des ewigen Vaters getragen hat. Selig sind die Brüfte, welche Jesum Christum gesäugt haben. Sind *** Wie vorhin nach den Gebeten v vor der heiligen Kommunion, so können auch hier zu weiterer Andachtsübung dienen die neunte Unterhaltung, so, daß statt der zukünftigen die vergangene Zeit gebraucht wird, z. B. statt: ,, Ich will den Sohn des lebendigen Gottes empfangen" H ich habe den Sohn des lebendigen Gottes empfangen;" ferner aus der dritten Kommunion- Andacht die Nummern 1. 3. 4. Ebenso ist es bei allen nachfolgenden besonderen Kommunion- Andachten zu halten. otol shol ni opino 990 - aldophinng bid madad nechins sid Kommunion- Gebete am Fefte der Geburt unsers # 4 396 લોકો વ dismis siol Herrn Jesu Chrifti." edo op Gunt sdsisaring pd quimi pigt Vor der heiligen Kommunion. Himmlischer Vater! wo ist dein heute Nacht geborner Sohn? Wo hast du deinen Eingebornen hingelegt, da du ihn in die Welt eingeführt hast? Sag' es mir! ich will ihn 18* stor Sands 276 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete zu mir nehmen. Ist er mir geboren, ist er mir gegeben, warum soll er nicht bei mir wohnen? Wo ist also der neugeborne König der Juden, wo ist der König aller Völker, daß ich ihn aufnehme? Ich will ihn suchen in allen Gaffen von Jerusalem; ich will alle Scheidewege durchlaufen, um Jenen zu entdecken, den meine Seele liebt., binud Rod bild soon Die Engel sagen:„ Ihr werdet das Kindlein finden." Aber wo werde ich es finden? Meine Seele hat zur Nachtszeit / nach ihm geseufzet, und mein Geist hat früh Morgens zu ihm gewacht; ich will meinen Augen keinen Schlaf, noch meinem Leibe Ruhe gönnen, bis ich die Wohnung des Gottes Jakobs gefunden habe. spopaid dus dull Aber was höre ich? Er findet keinen Platz in der Herberge. Wo weilet dann, wo ruht meine Liebe zur Zeit, wo ste höchst erglühet? Gerechter Himmel! der kleinste Vogel hat sein Nest, und die Liebe kann keinen Ort finden, wo ihr Haupt ruhen könnte! në puning mrijd uit schiser sid Sage du mir, heilige Jungfrau! wo ist das neugeborne Kindlein, der Heiland der Welt? Wo ist mein König? Wo ist mein Gott? Sage mir, wo hast du ihn hingelegt? Ich will ihn zu mir nehmen. D erstaunenswürdige Sache! Er, unser König und unser Gott, liegt in einer Krippe. Wie? der Glanz des ewigen Lichtes verbirgt sich in einer dunklen Höhle? Ift dieß der Thron des Königs der Glorie, des Gottes der Ma jestät, und des Königs aller Könige? MAGA Göttliches Kind! die Menschen haben dich zurückgewiesen, die Engel aber bedienen dich. ahd- noimmunol Meine Liebe! mein Gott! mein Alles! was wirst du thun? wie wirst du deine Liebe kund geben, du, der du in Menschengestalt bei den Menschen keine Herberge finden kannst, und in einem Stalle wohnen mußt? & Was wirst du thun, meine Seele!? Willst auch du det nem neugebornen Jesus die Thüre deines Herzens verschließen, am Feste der Geburt unsers Herrn Jesu Christi. und ihm die Herberge versagen? D nein! nimmermehr! ich will ihn nicht nur in mein Herz aufnehmen, sondern verlange auch gänzlich mit ihm vereiniget zu werden. ni Ach! innigst schmerzet es mich, da ich dich, o süßer Jesus! verachtet sehe, der du allein aller Liebe würdig bist. Was soll ich aber thun? Meine Unwürdigkeit und meine Nichtigkeit hält mich ab, dich in mein, Deiner so unwürdiges, Herz einzuladen. Indeß, o Herr! komme dennoch, und wohne bei mir! Du bist Mensch geworden, um unser Bruder zu werden; was soll dich abhalten, unter uns zu wohnen? Blend Herr! was thust du so lange im Stalle? Komm doch lieber in die Krippe meines Herzens! Soll das Stroh, worauf du liegst, meinem Herzen vorzuziehen seyn? Göttliches Kindlein! du weißt Alles; erhöre meine Bitte: Komm, Herr Jesu! und erquicke meine nur nach dir schmachtende Seele! 277 Komm, mein Geliebter! beneße nicht umsonst die Erde mit so vielen Thränen! Besitze ich dich nur einmal, so will ich dich deiner Mutter zurückgeben. Doch, was sage ich? Verzeihe mir, göttliche Mutter! mir ist dieses Kindlein geboren, mir ist es gegeben; ich werde es dir nicht mehr zurückgeben. Mein gehört dieses neugeborne göttliche Kindlein; es liebt mich, und ich liebe es hinwieder auch di Kindlein, geboren aus einer Jungfrau, aus Liebe zu mir! ich will dich heute unter den sakramentalischen Gestalten mit der nämlichen Liebe empfangen, womit deine heiligste Mutter dich empfangen und gepflegt hat. Komm, mein Jesu! nimm Besitz von meinem Herzen! nous snied up@ i sochlear bd3 sis hi assivo 112 Nach der heiligen Kommunion.fi fior dan Ich habe endlich gefunden, was ich gesucht, und besize, was ich verlangt habe; ich habe meinen Jesus gefunden, und mein Herz entbrennt in hellen Flammen. Kommet, und höret ihr Alle, die ihr den Herrn fürchtet und liebet! und sehet, was 278 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete Großes er in meiner Seele gethan hat! Das göttliche Kind ist heute aus einer Jungfrau geboren; mein Schöpfer ruhet in mir. O mein Jesu, mein Gott und mein König! ich glaube, daß du zu mir gekommen bist. Du bist meine Freude und mein Trost; du bist das Licht meiner Augen; du bist meine Liebe; du bist ein unbegreifliches Licht. ut do not over aspic Woher mir die Gnade, daß der Schöpfer des Himmels und der Erde in mein sträfliches Herz gekommen ist? Woher mir das Glück, daß er mich elendes Geschöpf in seiner Barmherzigkeit ansieht, mich besucht und mit seiner Liebe erquickt? Herr! hast du mich denn würdig gefunden, das Brod zu essen, welches vom Himmel herabgestiegen ist? Mein Schöpfer! mein Erlöser! welchen Dank bin ich dir schuldig! Soll ich dir nicht Liebe für Liebe geben? i sudom dis; a labor no! ahl nd Meine Thränen waren meine Speise Tag und Nacht, da man täglich zu mir sagte:„ Wo ist dein Gott? wo ist dein Jesus?" Meine Seele seufzte nach dir, o mein Gott! Erquicke sie mit deinem Fleische und Blute ewiglich! ti mind this Erfreue dich, und frohlocke, meine Seele! denn der Allerheiligste wohnt in dir. Nicht mehr ich lebe; in mir lebt mein Jesus. Erfreuen will ich mich im Herrn, und in Gott meinem Hetlande. Alles Fleisch schaue das wahre Heil Gottes! Sey mit willkommen, würdigster Gast! im Namen der ganzen Welt, und mit eben jener Liebe, womit deine Mutter im Augenblicke deiner Geburt dich begrüßt hat! En Dir aber, himmlischer Vater! opfere ich jenes Liebesfeuer, welches im Herzen Jesu, deines neugebornen Sohnes, brannte. Dir opfere ich die Thränen, welche aus seinen Augen floßen. Liebenswürdiges Kindlein! du bist in Windeln gewickelt, und wirst mich nicht zurückstoßen. Huldigend nahe ich dir denn, tüffe deine Hände und Füsse, und sage dir, daß sie schrecklich werden verwundet werden. Ich küsse deine heilige Seite, aus welcher, einst mit einer Lanze durchbohrt, Blut und Wasser fließen wird.sil din mod di sid di am Feste der Beschneidung unsers Herrn Jefu Chrifti. 279 Süßester Jesu! nimmermehr, nicht um alle Schätze der Welt, werde ich dich aus meinem Herzen entlassen, wo du mein Gefangener bist. Mein Geliebter! mein Bräutigam! du hast mein Herz verwundet, du, den ich von Jugend auf in Thränen zu meinem Bräutigam erkoren habe. Ja! du hast mich verwundet mit dem Pfeile deiner Liebe; wie ein Blizstrahl hast du das Mark meiner Gebeine verzehrt. Der Häßlichkeit meines Innern ungeachtet hast du bei deiner Ankunft mein Herz verwundet.n Damit aber mein Geliebter mir nicht entfliehe gleich einem Hirschlein, so singe ihm, o heiligste Jungfrau! ein Wonnelied, auf daß er sanft entschlummere in meinem Herzen, und ich das Glück genieße, ihn länger zu besigen! on Und ihr, heilige Engel! bewachet meinen Geliebten, der in meinem Herzen ruht, auf daß er mir nicht genommen werde. misd nid di dan Diafl viam ard und Ind Idhar Kommunion- Gebete am Feste der Beschneidung unsers Herrn Jesu Chrifti. Vor der heiligen Kommunion. Bethlehem! Haus der Liebe, in welchem Jesus, meine Liebe, triumphirt! innig liebe ich dich, weit inniger noch, als David jene Cisterne zu Bethlehem liebte, deren Wasser er so gerne trank. In dir, bethlehemitischer Stall! finde ich jene Quelle, deren Wasser zum ewigen Leben quillt, und welches den Durst dergestalt löscht, daß, wer davon trinkt, in Ewigfeit nicht mehr durften wird. 02 der blist wist is shar Bethlehem! Geburtsstätte meiner Liebe! Scheune und Haus des Brodes, welches den Engeln die Unsterblichkeit erfheilt! welcher köstliche Weizen, der Weizen der Auserwählten nämlich, wird in dir aufbewahrt! Welches Weizenkörnlein sieht aus deinen Aehren! would of bombilet Herr! du haft gesagt:„ Das Brod, welches ich geben werde, ist mein Fleisch für das Leben der Welt." So ist es, 280 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete mein Gott! Ich glaube Alles, was du gesprochen hast; nichts ist wahrhafter, als dieses Wort der Wahrheit.ad vibe O mein Jesu! wie wunderbar ist deine Liebe, die sich im Augenblicke deiner Menschwerdung deines Herzens bemächtiget hat! Du wareft wie ein hell loderndes Feuer in Mitte eines Dornbusches. O Speise und Trank meiner Seele! entzünde mich mit dem Feuer deiner Liebe! Es geschehe mir nach deinem Worte, und nach deinem glühenden Verlangen! Wie der ermattete Hirsch nach einer Wasserquelle lechzt, so lechzt meine Seele, sich zu ersättigen mit dem Ueberflusse deines Hauses. Herr! ganz ermattet auf dem Wege der Bosheit durfte ich; ich seufze nach meinem Gott; ich verlange nach dem lebendigen Wasser, meinen Durst zu löschen; auch nach deinem Blute durfte ich, das du mir so wunderbar zum Getränke bestimmt hast. Herr! du bist mein Vater, und ich bin dein Sohn, wiewohl ganz und gar nicht werth, dein Sohn zu heißen. Dennoch gib mir mein Erbtheil! Dieses Erbtheil aber bist du selbst, mein Gott! Komm also in mein Herz, nimm Bestz von meiner ganzen Seele, auf daß ich gänzlich mit dir vereiniget werde! Ja, mein Gott! vereinige dich mit mir durch unauflösliche Bande, wo möglich so unzertrennbar, wie deine Gottheit mit deiner Menschheit vereiniget war! Heiligste Jungfrau, die du bei der Beschneidung deines Sohnes Jesus bitter geseufzt, und so große Ehrerbietung gegen ihn getragen haft! gib mir diesen süßen Jesus! Aus dir hat er sein Fleisch und Blut genommen; es ist also gewissermasſen das deinige. Da Jesus unsers Heiles wegen vom Himmel herabgestiegen, und durch die Wirkung des heiligen Geistes in deinem Leibe Mensch geworden ist, so ist er uns gegeben, uns geboren worden. Komm, mein Geliebter! in deinen Garten, in meine Seele; ergieße über sie durch himmlischen Hauch süßen Balsam; reinige sie mit deinem kostbaren Blute, und befeuchte sie mit dem Thau am Feste der Beschneidung unsers Herrn Jesu Christi. 281 deiner Gnade! O mein Jesu! ich erglühe vor Verlangen nach dir; wann wirst du kommen, mich mit dir selber zu ersättigen? Wann wirst du mich von Angesicht zu Angesicht dich schauen lassen? Gerne wollte ich tausendmal sterben, um dich zu sehen, o mein göttlicher Jesus! as thì dhur, phim aginish Frohlocke, meine Seele! Sieh! dein König, dieses göttliche Kind, verläßt die Arme seiner Mutter, und eilet zu dir. Sieh! hier ist er verborgen unter den Gestalten des Brodes. Komm, mein Geliebter! Komm, du, den mein Herz aus Allen erkoren hat! Ach! solltest du einigen Widerwillen haben, bei mir einzukehren? O! so reinige meinen Leib und meine Seele mit dem Blute und mit den Thränen, die du bei deiner Beschneidung vergossen hast, und mache sie zu einer deiner göttlichen Majestät angenehmen und würdigen Wohnung! mal spalled Subsc Nach der heiligen Kommunion. Jesus! sey mein Jesus, mein Heiland im Leben und im Tode, und mache mich selig! Jesus, du Sohn Davids! er= barme dich meiner! Alles Knie im Himmel, auf Erden und unter der Erde beugt sich vor dem Namen Jesus. Ewig, o mein Herr Jesu! will ich deine Erbarmungen preisen.usda. Himmlischer Vater! die Stimme des Blutes deines Sohnes Jesus erhebt sich zu dir von der Erde. Höre das Blut deines Sohnes, das weit lauter ruft, als das Blut Abels, nicht um Rache, sondern um Erbarmung! Himmlischer Vater! sieh! dein Eingeborner und vielgeliebter Sohn ist zu mir gekommen, und hat mich in sich umgewandelt. Mit seiner Liebe und seinem Herzen liebe ich dich. Ich bringe seine Thränen und sein Blut dir als Opfer dar. O mein Jesu! möge ich von nun an stets mit dir vereiniget seyn! Ja, wandle mich gänzlich in dich um, so, daß mein Wesen vernichtet werde, und daß ich künftighin nur mehr in dir mich finde! 282 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete au Auf deinen heiligen Namen, o mein Jesu! gründe ich alle meine Hoffnung. Sey mir also Jesus, sey mein Heiland! Sprich zu meiner Seele:„ Dein Heil bin ich!" Drücke in mein Herz die Kraft deines Namens, und ich werde unschuldig seyn! Reinige mich, und ich werde weißer seyn, als der Schnee! Herr! reinige mich mit deinem Blute von allen meinen Vergehungen, auf daß meine Seele fleckenlos vor dem Richterstuhle deiner Gerechtigkeit erscheine! Gütigster Jesu! verlaß mich nicht in allen meinen Nöthen, und besonders in der Stunde meines Todes, von welcher die ganze Ewigkeit abhängt! sh sls Heiligste Dreieinigkeit, Vater, Sohn und heiliger Geist! segne mich! Segne auch beim Anfange dieses Jahres mein liebes Vaterland; segne die ganze Christenheit; verbreite deine Barmherzigkeit über alle Länder! Gib, o mein Gott! mir und allen Menschen eine vollkommene Liebe zu dir; verleih' mir die Gnade, deine heiligen Gebote pünktlich zu beobachten; verzeihe den Sündern ihre Missethaten; gewähre den Ungläubigen die Erkenntniß deines heiligen Namens, meinen Freunden und Feinden deine Gnade, allen geistlichen und frommen Seelen Fortgang in der Tugend, und die endliche Beharrlichkeit! Süßester Jesus! walte mit mir nach deinem Wohlgefallen! Inbrünstigst verlange ich, daß all' mein Thun und Lassen zu deiner Ehre und Verherrlichung gereiche! Kommunion- Gebete am Feste der Erscheinung unsers plaie das TO Herrn Jefu Chrifti. Vor der heiligen Kommunion. abandung Herr! du verbirgst dich vor mir! Werde ich meinen Herrn nicht schauen im Lande der Lebendigen? Wohl weiß ich, daß • du ein verborgener Gott bist; allein ich will mich aufmachen, und alle Straßen von Jerusalem durchlaufen, zu suchen, den meine Seele liebt. am Feste der Erscheinung unsers Herrn Jesu Christi. Um ihn eher und sicher zu finden, will ich mich den Weisen aus Morgenland zugesellen; denn wer vom Himmel erleuchtet wird, kann nicht irre gehen. Dir, o mein Gott! gebührt alle Ehre, wenn du mich zu meinem Könige führst. si D, könnte ich doch die ganze Welt durchlaufen, und dich finden, o mein Jesu! denn alle Völker seufzen nach dir. Du bist der König aller Herzen, mein Alles. Du ziehest uns zu dir, und unruhig ist unser Herz, bis es in dir ruht. Morgenstern! führe mich zu meinem Könige! Raschen Schrittes will ich dir folgen. Wer kann der Liebe Flügel versagen? Vielleicht ergößt sich mein Geliebter auf dem Schooße seiner jungfräulichen Mutter und mit seinem Nährvater; vielleicht wird er auch seine Krippe verlassen, um in meinem Herzen zu schlummern! Ach, mein Jesu! warum umfaßt es dich nicht schon! S ad mislio 119 120 millo ud 283 Wozu dienen mir alle anderen Wünsche, die mein Herz nicht ersättigen? Ich habe endlich den Gegenstand meiner Liebe gefunden. Ich will hören, was er zu mir redet. Schon spricht er: Kommet zu mir, ihr Alle, die ihr mühselig und beladen seyd, und ich will euch erquicken," will euch mit Freude erfüllen! O süßes Wort! himmlischer Gast! unerfaßliche Liebe! Magnet der Herzen! süßester Jesu! kaum bist du in einem armseligen Stalle geboren, so ziehest du schon alle Herzen an dich. O möchte mich, so unwürdig ich auch bin, die Kraft deiner Liebe an dich ziehen, und mich in dich umwandeln! Herr! ich komme zu dir- mit unersättlichem Hunger und Durste nach dir. Erbarme dich meiner, du Sohn Davids! Gib mir heute dein Brod und deinen Wein, die du zur Erquickung meiner Seele bereitet haft! Himmlischer Vater, der du die Welt so sehr geliebt, daß du ihr deinen Eingebornen Sohn gegeben haft! schenke ihn auch mir! Menschgewordener Sohn Gottes, der du aus dem Schooße deines himmlischen Vaters auf die Erde herabgekommen bist! komm auch in mein Herz! Heiliger Geist, der du 284 he Besondere Kommunion- Andachten. die heilige Jungfrau zur würdigen Wohnung des Sohnes Gottes gemacht hast! schmücke auch mein Herz, auf daß der Sohn Gottes darin auch einkehre und wohne! al die siel Möchte ich doch, ihr Weisen aus Morgenland! bei dieser heiligen Kommunion die nämlichen Süßigkeiten empfinden, die ihr, huldigend dem lebendigen Gott, empfunden habet! 455119 min Nach der heiligen Kommunion. Göttliches Kind! ich küsse deine Füße, und opfere dir mein Herz. O Schönheit über alle Schönheit der Kinder der Könige! ich will kein anderes Erbtheil, als dich. Mächtiger und göttlicher Herrscher! regiere in meinem Herzen nach deinem Wohlgefallen! Ich bekenne vor Himmel und Erde, daß du allein der Herr, allein der Allerhöchste, der König der Könige und der Herr der Herrschenden bist. in dell Die drei Könige aus Morgenland fielen vor dir nieder, beteten dich an, thaten ihre Schäße auf, und brachten dir Geschenke, Gold, Weihrauch und Myrrhen. O Gott der Liebe! ich werfe mich mit ihnen dir zu Füßen. Ich weihe mich dir gänzlich, und will fünftighin nur mehr dein Knecht heißen. Rufen will ich, daß es durch die ganze Welt ertönt: So triumphirt die Liebe! Herr! Alles, was ich habe, Alles, was ich bin, Alles, was ich besiße, das schenke ich dir. Thu mit mir in dieser und in der anderen Welt nach deinem Wohlgefallen! Walte mit mir als mit deinem Eigenthume! Ich übergebe dir meinen Leib zu einem Schlachtopfer, mein Herz zu einem Tempel, mein Leben zu einem Brandopfer, alle meine Kräfte zu deinem Dienste; und wie du dich zur Nahrung meiner Seele dargegeben hast, so weihe auch ich mich dir gänzlich. Nimm gnädig an, was ich dir gebe! Amen! ains aban - Kommunion Gebete in der Passionswoche. 285 Kommunion- Gebete in der Passionswoche. and Vor der heiligen Kommunion. 19th blmm ud O Schmerz! warum hast du dich gehäuft im Herzen meines Jesu? Herr! waren denn die Uebel, die du duldetest, nicht groß genug, daß du für mich auch noch ein Schmerzens- König werden wolltest, den man für das verächtlichste Geschöpf in der Welt ansah? Wirst du zulassen, daß ich dich durch meine Sünden auf's Neue kreuzige? Idnu O mein Jesu! fonnte es deiner Weisheit wohl zu Sinne kommen, uns deinen Leib und dein Blut zur Speise und zum Tranke zu geben? Wäre es nicht schon ein Uebermaaß von Güte gewesen, daß du Mensch geworden bist, da du so viele Qualen und sogar den Tod erdulden wolltest? Wozu neue Erfindungen? Wozu war es noth, daß du unsere Speise und unser Trank würdest? Wäre es nicht genug gewesen, daß du uns mit deinem Blute gereiniget hättest? Mußten wir es auch noch trinken? Wäre es nicht genug gewewir es sen, daß du uns mit deinem Leibe erlöset hättest? Mußten wir ihn auch noch essen? O mein Jesu! wie kann ich genugsam deine unendliche Güte bewundern? O Güte! o Liebe! o Barmherzigkeit! wie werde ich ein so großes Uebermaaß von Gnaden vergelten können? Alle Geschöpfe insgesammt vermögen dir dafür nicht würdig zu danken. Da du, mein Jesus! meine Speise und mein Trank seyn willst, so geschebe mir nach deinem Worte; und ist mein Herz noch nicht genug von deiner Liebe entflammt, so entzünde du es nach deinem Wohlgefallen, mein Jesus und mein Alles! Komm, süßer Jesus! Sieh! die Thüre meines Herzens steht offen; geh' ein in dasselbe, du Gebenedeiter des Herrn! und ist es noch nicht genug bereitet, so wird deine Gegenwart es genugsam heiligen. 286 Besondere Kommunion- Andachten. Nach der heiligen Kommunion.co Was Gutes habe ich vor dir gethan, o mein Gott! daß du mich erlösen, und, um leiden und sterben zu können, die menschliche Natur annehmen, ja! uns noch überdieß mit deinem Leibe und Blute nähren wollteft? O abgründliche Güte! lag dir meine sträfliche Seele so ſehr am S Herzen, daß du, sie zu erlösen und zu ersättigen, von Ewigkeit her ein so blutiges Opfer und ein so köstliches Gastmahl bereitet haft? S CRG F Oheilige Wunden! o Liebe! an euch allein will ich mich ersättigen. Jesu! ich umfange deine Füße, die meinerwillen an's Kreuz geheftet worden sind. Ich grüße dich, göttlicher Mund, der du mit Galle und Essig getränkt worden bist! Ich grüße euch, Schultern meines Erlösers, die ihr aus Liebe zu mir die Geißlung erduldet, und das Kreuz auf die Schädelstätte getragen habet! nown matc Herr! verwunde mein Herz mit deinen Wunden! Mache 3 daß mich trunken von deinem Blute, daß ich nichts anderes mehr sehe, als dich, mein göttlicher Heiland! Himmlischer Vater! sieh gnädig auf mich in Anbetracht Jesu, deines Sohnes, der aus Liebe zu mir sich dir schlachtet! Laß dich besänftigen durch seine Wunden und durch sein Blut! Mein Fleisch hat dich zum Zorne gereizt; möge das göttliche Fleisch deines Sohnes dich wieder zur Barmherzigkeit bewegen! Gütigster Vater! sieh an das Angesicht deines Geſalbten, deines Eingebornen Sohnes! An ihm hattest du stets all dein Wohlgefallen, und innigst ist er nun mit mir vereiniget. Unter seinem Schuße, und unter dem Schatten seiner Verdienste erscheine ich jetzt vor dir; darum sieh mich in Erbarmung an! Laß nicht zu, daß eine Seele, die deinen Sohn, den du in die Welt gesandt haft, die Sünder selig zu machen, so oft empfangen hat, je mehr durch eine Sünde dir und ihm mißfalle! ng Kommunion- Gebete am h. grünen Donnerstage. edmundande Blomsin dubadusmod Bolsillonde G Kommunion- Gebete am heiligen grünen Donnerstage. 287 300 1 1975 40@ sensid Vor der heiligen Kommunion. femdowns wido Gütigster Jesu! von welcher Liebe erglühete dein Herz, als du uns vor deinem Hingange aus dieser Welt ein Gastmahl zubereitetest, das alle Süßigkeit und allen Wohlgeschmack in sich enthält! dun pund der mad on mend Fürwahr! ein großes Wunder deiner Liebe war es, daß du dich gewürdiget haft, die menschliche Natur anzunehmen; aber ein noch weit größeres Wunder ist es, daß du uns deinen Leib und dein Blut zur Speise und zum Tranke gibst. ndipad Wunderbares Abendmahl! unaussprechliche Gnaden! Der Herr ist Gaft und Gastmahl, Opferpriester und Opfer zugleich. Der Mensch, den unvernünftigen Thieren gleich geworden, ist das Brod der Engel, das Brod bes zebens, das Brod der Unsterblichkeit. jums nas di asblar apmalapit Welche Glückseligkeit! der Mensch, ein armseliges Geschöpf, trinkt den himmlischen Wein, jenen Wein, aus welchem Jungfrauen hervorwachsen, und welcher die Seelen erquickt zum ewigen Leben. So, großer Gott! hast du den ganzen Reichrhum deiner Gnaden in uns ausgegossen, auf daß wir deine unbegreifliche Liebe durch möglichste Gegenliebe vergelten sollen. ich Darum, einziger Trost in diesem Jammerthale! liebe ich dich. Einzige Hoffnung der verschmachtenden Seele! meine einzige Glückseligkeit! mein höchstes Gut! ich liebe dich von ganzem Herzen, von meiner ganzen Seele, und aus allen meinen Kräften, und verlange dich noch inbrünstiger zu lieben. Dahin zielen alle Seufzer meines Herzens; denn du ziehest alle Kräfte meiner Seele an dich, und machest mich, indem du mich nicht mit irdischer Nahrung, sondern mit deinem eigenen Fleische und Blute ersättigest, und dich selbst in mir verbreitest, soviel möglich dir ähnlich. 288 Besondere Kommunion- Andachten. O ohne Unterlaß brennendes, und niemals abnehmendes Feuer! entzünde mein Herz, auf daß es von deiner Liebe entbrenne! Du bist gekommen, Feuer auf die Erde zu werfen; Feuer auf die Erde zu werfen; zünde an, entfache dieses Feuer, auf daß es immerhin zunehme! O, hätte ich doch alle inbrünstigen Anmuthungen der Heiligen, um beständig zu dursten nach der Quelle des Lebens, der Weisheit und des ewigen Lichtes, und ohne Unterlaß zu hungern nach dem Brode der Engel, und der Speise der hei ligen Seelen! dvi prise en co Untröstlich ist meine Seele, bis sie Denjenigen empfängt, nach welchem sie mit der Inbrunst und Andacht aller Heiligen begierdet. ang di sing an no Nach der heiligen Kommunion. Fest glaube ich, o mein Jesu! daß du in dem hochheiligen Sakramente, welches ich eben empfangen habe, mit deiner Gottheit, mit Leib und Seele, mit allen deinen Verdiensten, Tugenden und Gnaden gegenwärtig bist. Fest glaube ich, daß du mit deinem himmlischen Vater und mit deinem heiligen Geiste in meiner Seele bist. Ich glaube es um so fester, da du, die ewige Wahrheit, es gesagt haft. Du, mein Jesu, mein Gott! mein Herr und Erlöser! mein Heil und das Leben meiner Seele! du selbst bist zu mir gekommen; dich selbst habe ich unter den Gestalten des Brodes empfangen. O wunderbares Geheimniß! o hocherhabenes Sakrament! o unendliche Liebe meines Gottes! wie werde ich dich genugsam hinwieder lieben können? O, hätte ich doch tausend Herzen, eben so entflammt, wie das Herz Mariä und aller Heiligen auf Erden entflammt war! Nie werde ich dich lieben können, wie du es verdienest, und wie ich es verlange. Möchte ich doch so innig mit dir vereiniget seyn, daß ich, in mir selbst völlig vernichtet, gänzlich in dich verabgründet wäre! Kommunion- Gebete am h. grünen Donnerstage. Ich will dich in alle Ewigkeit lieben, o süßester Jesu, wahrer Gott und Mensch, der du dich hier zur Nahrung mir gegeben haft, und mir dort zur Belohnung auch noch den Himmel geben wirst! D, hätte ich doch die Liebe aller Engel und Heiligen! könnte ich sie jeglichen Augenblick der Ewigkeit erneuern! Jesu, meine Liebe! tausendmal küsse ich deine Hände, womit du das Brod genommen, gesegnet, gebrochen, und es deinen Aposteln ausgetheilt hast. Tausendmal küsse ich deine Füße, die meinerwegen mit Nägeln durchbohrt worden sind. Tausendmal küsse ich deine heilige Seite, die aus Liebe zu mir mit einer Lanze eröffnet worden ist., Tausendmal küsse ich dein allersüßestes Herz. Tausendmal küsſe ich endlich deinen ganzen heiligen Leib. pilsjolod fil opal nied ann Innigst schmerzt es mich, o mein Gott! daß ich deine vielfältigen Gutthaten so häufig mit so großem Undanke vergolten habe. Schimpflich bist du ehemals von den Juden behandelt und verachtet worden; welche Schmach aber erduldest Cons 289 du nicht heut zu Tage von den Ungläubigen, von den Irrgläubigen, ja sogar von den bösen Katholiken! O, tönnte ich doch alle diese Unbilden wieder gut machen! lisan 1 chil i In dieser Absicht opfere ich dir alle Liebes- Anmuthungen, womit dich die heilige Jungfrau, deine Apostel und alle Heiligen in diesem hocherhabenen Sakramente empfangen haben. O, könnte ich doch so viele Uebungen der Anbetung und der Danksagung vornehmen, als viele heilige Hostien je konsekrirt worden sind, und bis an's Ende der Welt werden. konsekrirt werden! industrin ji mg ned 109 na ni maledimalla sitallo allo Teidsdal on bufond, danes) THẤTẦN TUỔ ડત નવ}ાર มา big rigsler du deguanid sisse spist and shall Sid as 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 19 290 Besondere Kommunion= Andachten. Kommunion- Gebete je misent de vandsil sisipiore alla ni ndio Kommunion Gebete am Feste der glorreichen Auferstehung unsers Herrn Jesu Chrifti. - Vor der heiligen Kommunion. al '! magling Ihr Töchter von Jerusalem, heilige Seelen! saget meinem Geliebten, wenn ihr ihn findet, daß ich vor Liebe zu ihm verschmachte! Ich suche meinen Geliebten, und erkenne ihn nicht. and Leben, durch das ich lebe, und ohne welches ich sterbe! ach, wo bist du? wo werde ich dich finden? Wo bist du, mein Geliebter unter Tausenden! wo bist du? D, wie langweilet ein Liebender nach dem Gegenstande seiner Liebe! Liebe! O deine Stimme erklang in meinen Ohren; denn deine Stimme dis! napilion ist süß, und dein Angesicht ist holdſelig. Was soll ich sagen? Was soll ich thun? wo soll ich ihn suchen? wo werde ich ihn finden? Wer wird meinem Geliebten Kunde bringen, daß ich vor Liebe sterbe? Die Freude meines Herzens ist verschwunden, meine Lust in Trauer verkehrt worden; mein Fleisch und mein Herz sind vergangen; meines Herzens Gott und mein Theil ist Gott in Ewigkeit. Untröstlich ist meine Seele außer dir, der du all mein Vergnügen bist; und was habe ich im Himmel und auf Erden verlangt außer dir, o mein Gott! Dich suche ich; auf dich hoffe ich; nach dir sehne ich mich; zu dir hat mein Herz gesprochen: Ich habe dein Angesicht gesucht, o Herr! wende es nicht ab von mir! Künstighin aber werde ich nicht mehr weinen; denn der Herr hat sein Volk getröstet, und wird sich des Armen erbarmen. Der Engel des Herrn verkündet uns eine große Freude, sprechend: Der Herr ist auferstanden! Sehet, wo sie ihn hingelegt haben! Ihr Heiligen insgesammt! saget dieß allen Völkern; verkündet allenthalben in der Welt, daß der Herr auferstanden sey, und daß Jesus noch lebe! Er ist wahrhaft auferstanden, weil er der Herr ist, weil er die Macht hat, seine Seele hinzugeben und wieder zurück zu - a. Feste d. glorreichen Auferstehung u. Herrn Jesu Chrifti. 291 nehmen, weil er die Schlüssel des Lebens und des Todes in seiner Hand hat. Und wer wird ihm widerstehen? Herr! wer ist an Kraft dir gleich? Du bist unumschränkter Herr, furchtbar und lobenswürdig in deiner Heiligkeit; du bist es, der da Wunder thut. * 1994* tap - nd Bad id str and by mod Gepriesen sey der Herr, unser Gott! In der Fülle deiner Kraft, in der Größe deines Armes, in dem Glanze deiner blißenden Lanze, in der Höhe deines Rathes und in dem tiefen Abgrunde deiner Gedanken hast du, himmlischer Herrscher! uns erlöset, uns das Leben wieder gegeben, uns aus der Sklaverei geführt, den Scepter des Tyrannen zerbrochen, und über unsere Unterdrücker obgesiegt.ism tn 15mmin ami itibong p to Herr! wir erfreuen uns deiner glorreichen Auferstehung; denn du haft uns, die wir in dem Teiche saßen, worin kein Wasser war, in Freiheit gesetzt. Wir frohlocken, daß du nicht zugelassen hast, daß dein Leib im Grabe die Verwesung sehe, sondern daß du ihm die Unsterblichkeit und Glorie, und uns, deinen Dienern, die Hoffnung einer gleichen glorreichen Auferstehung ertheilet hast. Immo bindl bine Wir frohlocken mit allen Patriarchen, Propheten und Altp vätern, die du aus der Vorhölle geführt haft, wo sie auf dich Antents warteten; wir frohlocken mit dem Himmel und mit allen Chören der Engel, die heute durch deine Auferstehung erfreut worden sind; wir frohlocken mit allen Geschöpfen, die der Glanz deiner Auferstehung erfreuet hat. Herr! tröste heute auch meine Seele, auf daß ich dich erkenne am Brechen des Brodes, das vom Himmel herabgekommen ist! Herr Jesu! erscheine meiner Seele in deiner Glorie! Ich verlange dich nicht nur, wie du mir erscheinest, sondern auch, wie du in dem hochheiligen Altarssakramente bist, mit inbrünstigster Liebe zu empfangen, und dich eben so zu kosten, wie deine heiligste Mutter und alle deine Jünger nach deiner glorreichen Auferstehung dich gekostet haben. 19* 292 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete old 19 manden de bad du ends? bed besid n liste 111966 Nach der heiligen Kommunion. sist Ich glaube, daß mein Erlöser lebt. Jesus Christus lebt in mir. Mein Geist frohlockt in Gott, meinem Heilande. Herr! ich danke dir, daß du zu mir gekommen bist. Ich bete an deine heiligen Wundmale. 19 39tis Jesu, Sohn des lebendigen Gottes, Sohn der Jungfrau Maria, der du, von Ewigkeit her dem Vater gleich, Mensch geworden und für uns gestorben, heute aber glorreich von den mirbu 179 Todten auferstanden bist! lebe und herrsche in miru Ihr heiligen Engel! verherrlichet den Herrn, der in mir gegenwärtig ist, und stimmet an meiner statt zu seiner Ehre einen Lobgesang an! O mein Gott! lieber will ich aufhören, zu leben, als je aufhören, dich zu lieben. Sey mir willkommen, anbetungswürdiger Gast meiner Seele! Ich bete dich an, mein süßester Jesu! mit eben jenen heiligen Gefühlen, mit denen du auf Erden je bist angebetet worden. Ueberhäufe mich mit eben so vieler Freude, als du alle Heiligen überhäuft haft! Kommet, ihr sämmtlichen Geschöpfe der Erde! betet meinen und euren Gott an, der uns mit seinem Blute erlöset, uns durch seinen Tod das Leben gegeben, uns durch seine Auferstehung von Todten erweckt, uns mit seinem Fleische und Blute genähret hat! Ich bete dich an, Ueberwinder des Todes! im Namen der ganzen katholischen Kirche, welche heute mit so großer Freude deine heilige Auferstehung feiert. Sey gepriesen, himmliſcher Vater! in alle Ewigkeit! and Herr! drücke das süße Andenken an dich tief in meine Seele ein, und laß, da du mich so sehr geliebt hast, nie in meiner Seele deine Liebe erlöschen! -onli mogilis moddal in of mes st de taum am Feste der Himmelfahrt unsers Herrn Jesu Chrifti. 293 Ispm de siding in es Smsindiaglit es sid odus ad pod mid Kommunion Gebete am Feste der Himmelfahrton nounsers Herrn Jesu Christi. nism, ndidat She ist ledri piog stund sim ihin bid Vor der heiligen Kommunion.se sam Slowak Wehe mir, o Herr! Wehe meiner Seele! du hast dieſe Erde verlassen, ohne von mir Abschied zu nehmen. Du haft L 1912 nuk Wathten uns bei deiner Auffahrt in den Himmel deinen Jüngern deinen SUA0091 Segen ertheilt; ich aber war nicht unter ihnen, und bin desware selben beraubt worden. Wohl haben die Engel versprochen, Valgo THEY 1136 daß du wieder auf die Erde zurückkehren werdest; ich habe es 1725 sms aber nicht gehört. - crudnic Dich Armseliger, daß ich meinen Herrn und König der Glorie, den Herrn der Herrschenden, Himmel habe auffahren gesehen! un doo Gott, den nicht zum O, hätte ich doch, hingebeugt vor ihm, und ihm meinen isda bi and Dank und meine Liebe bezeigend, seine letzten Worte hören können! Wäre ich doch jenes Erdreich gewesen, in dem er seine Fußstapfen zurückgelassen hat! O, wie bedauert es mich, süßer Jesu! daß ich des Glückes beraubt war, dich aus eigener Kraft in den Himmel fahren zu sehen! Zweifelsohne hätte ich meiner selbst vergessen; und hätte ich eine über den ganzen Erdkreis ertönende Stimme gehabt, so hätte ich voll Freude gerufen: Ihr Völker der ganzen Erde! frohlocket, und stimmet zur Ehre dessen, der von seinem Throne im Himmel Bestz nimmt, einen neuen Preisgesang an! albic cador anstatee Wie glückselig waren Jene, welche die Auffahrt des Herrn geſehen, und ihm nachgeschaut haben, bis Wolfen ihn ihren Augen entrückten! Welches erhabene Schauspiel für die himmlischen Geister! Viele Könige und Propheten verlangten sehnsüchtig, dieses Geheimniß zu sehen, und sie haben es nicht gesehen. Sarith imi Heilige Jungfrau! was ist zwischen dir und deinem göttlichen Sohne in diesem Augenblicke vorgegangen? Konnte in ghid 294 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete dein Herz der Freude, die es fühlte, widerstehen? Weder Engel noch Menschen können es fassen. alda- nonummos Was werde ich sagen, was werde ich antworten, wenn mir heute gesagt wird: Wo ist dein Gott? Wo bist du, mein süßer Jesu!? Sieh mich gnädig an, und laß mich dich nicht aus den Augen verlieren! Laß meine Ohren zum Leßtenmale Home PASCA deine Stimme vernehmen! Denn süß und lieblich ist sie, wie dein göttliches Auge sieht. 452 Dir, Liebhaber der Seelen! ist der Arme überlassen worden; dem Waisen wirst du beistehen. Erbarme dich meiner als eines verlassenen Armen, als eines hinterlassenen Waisen! Auch eine Wittwe ist meine Seele geworden. D, schenke dich meiner Seele und meinem Leibe wenigstens zur Nahrung, auf daß ich dich koste und mit dir ersättiget werde, o mein Jesu, mein Gott und Alles! ogsp BONG mid 0913 Wer weiß, wann wir mit der Fülle deines Hauses werden erfüllet, und das Glück haben werden, aus dem Bache deiner Wollüfte zu trinken? Wer weiß, wann mein Geift zur Woh20131 nung deiner Glorie gelangen werde, auf daß er gespeiset werde mit deinem Brosamen am Tische alter Himmelsbürger, an dem Orte der Weide neben vollen Wasserbächen? SIDOA 29303 Stets will ich, so lange ich an diesem Orte des Elendes, der Verfolgung, der Wanderschaft verbleiben muß, in dem hochheiligen Altarssakramente das Brod der Engel genießen, bis der Tag der Ewigkeit anbricht, der Schatten dieses sterblichen Lebens sich neigt, und ich Denjenigen von Angesicht zu Angesicht schaue, der hier meinen Augen verborgen ist, und durch dieses Gitter mich ansieht. C Göttlicher Jesu! ich verlange dich mit eben so großer Freude und Liebe zu empfangen, wie dich dein himmlischer Liebe zu e Vater bei deiner Rückkehr von der Erde empfangen, und zu seiner Rechten im Himmel gesetzt hat. Meine Seele öffnet sich dir mit der nämlichen Freude, womit du den Himmel offen sahest, dich aufzunehmen. O, möchte doch mein Herz DenjeniCOMIC am Fefte der Himmelfahrt unsers Herrn Jesu Chrifti. 295 gen fassen können, den Himmel und Erde nicht zu fasſen vermögen! nog tigio alla ni s Se des Nach der heiligen Liisipia nism had shom, Cuid Kommunion.dischil Wie habe ich Gnade gefunden vor deinen Augen, o mein Jesu! daß du mich zu deinem Tische zugelassen haft? id Wer bin ich Erdwurm, Staub und Asche, daß du meiner gedacht, die Himmel geneigt, den Thron deiner Glorie verlassen, und meine arme Seele mit unverweslichem Fleische geſpeiset hast? Wenn dich die Himmel nicht fassen können, wenn die Engel nicht rein genug sind vor Engel nicht rein genug sind vor dir, wer bin ich, o mein vor dir, wer bin ich, o mein Gott! wie ist mein Haus bestellt, daß du darin deine Wohnung nehmen wolltest? Was hast du, der König der Könige und der furchtbaren Majestät, in mir gefunden, daß du von dem Throne deiner Glorie in dieses Thal des Elendes herabgestiegen bist? lish fidophen ando and om sto dan Ihr Bewohner des Himmels und Auserwählte Gottes insgesammt! höret, ich will euch die Wunder erzählen, die der Herr an meiner Seele gethan hat! Da ich aller Güter entblößt und ein Gegenstand des Abscheu's war, da ich mir meiner Sünden wegen nicht getraute, meine Augen zum Himmel zu erheben, zog er mich aus dem Staube, um mir die Ehre seines Tisches gewähren, und mich alle Tage meines Lebens sein heiliges Gastmahl kosten zu lassen. ingilis Herr! wie soll ich ein solches Uebermaaß von Gnaden vergelten? Ich kann nicht reden; denn ich bin, wohl nicht den Jahren, aber dem Sinne nach, ein Kind; und welcher Vergleich zwischen deiner unendlichen Liebe und meiner Liebe, die nichts als starre Gleichgültigkeit ist? Mein größter Eifer verdient keine Beachtung, und du kennest zu wohl dein Geschöpf. on Darum sollen alle Völker, alle Zungen, alle Engel und Heiligen dich mit mir loben, und dir danken, daß deine Barmherzigkeit über mich herrlich geworden, und daß deine Erbarmungen über alle deine Werke sind! Loben und preisen sollen -- 296 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion Gebete 2 dich alle Geschöpfe im Himmel und auf Erden in Zeit und sponerse Ewigkeit! O, möchte doch mein Herz in alle Ewigkeit von der nämlichen Liebe erglühen, von welcher die Seraphim verzehrt werden, oder von der Liebe, welche deine heiligste Mutter, o mein Jesu! bei deiner glorreichen Himmelfahrt gefühlt hat, von der Liebe, in welcher die Heiligen entbrannten, da du sie mit Herrlichkeit gekrönet haft! nordmd Jeling lommidsid thadap Sandisligingsblishimbileyesent them anism dur sid mar sot t ibla hamie, sid hid saad Kommunion Gebete am heiligen Pfingst- Sefte. 110 -dode snied spintindih es Sisillowy Moyt, amidon gmun Vor der heiligen Kommunion. moc nd and m 9100207 350 dit na 100. ud. 0164 1191001 do Heiliger Geist, du Geist der Wahrheit, der du von dem Vater und dem Sohne ausgehst! ich armseliges Geschöpf beuge mich vor dir in den Staub. Du bist die Liebe des Vaters und des Sohnes, und mit ihnen gleicher Natur und Wesenheit. atm D, wäre ich doch gegenwärtig gewesen, als du am Pfingst tage in Gestalt feuriger Zungen über die kleine Heerde Jeſu Christi herabkamst! Von welcher Begierde, Liebe und Freude würde mein Herz erglühet seyn wenn es die Glückseligkeit ( 13 bamist 169 deiner Glorie gekostet hätte! au nordbang Heiliger Geist, heilsame Flamme, heiliges, göttliches, heiligmachendes und reines Feuer, der du heute die ganze Welt entzündet hast! reinige auch mein Herz mit dem Feuer deiner Liebe!: dni nishon suni na domando d di Strahlendes Licht der Herzen! wie eifrig soll ich nicht nach dir trachten! Ja! ich thue es aus allen Kräften meiner Seele. Komm, und besitze mein Herz! braonist meide da Heiliger Geist! steh meine arme Seele gnädig an, und nimm Besig von ihr! Nimm an mein, wiewohl von allem Guten entblößtes, Herz, und schmücke es mit allen dir angenehmen Tugendendo da sta smisd sin di nagnum stadsnaam heiligen Pfingst- Feste. amenoksik 297 Lieblicher Gast meiner Seele! was sollte dich abhalten können, in mir zu wohnen? Ich sage dieß nicht, als hielte ich mich für gerecht; denn meine Vergehungen überweisen mich des Gegentheiles; ich sage es nur, weil mein Elend dir Gelegenheit gibt, deine Barmherzigkeit zu üben, und weil meine Sünden deine Güte drängen, mich in meiner Schwachheit zu kräftigen, und meine Bosheit von mir hinweg zu nehmen. Komm also, heiliger Geist! komm in meine Seele! Herr! ich wäre nicht zufrieden mit dir, wenn du nicht zu mir kämest; dir, wenn genugsam bekannt ist dir mein glühendes Verlangen, dich zu empfangen. bim ditol Higging 10g0l si togol sorts2, maniad, tim tornar al sinsmoriotorpills napiliad Hierin bestehen alle meine Wünsche. Liebhaber der gerechPERLEDEN RESP name ten Seelen! du siehst mein Seufzen nach dir. Würdige dich also, in meine Seele einzugehen! Welchen Nußen hätte ich von deiner Ankunft und von deinen Gaben, da meine Seele ohne dich, und ohne deine Güter zu kosten, nicht leben kann? Ach! warte nicht, daß ich dir meine Seele bereite! Denn sie wartet, daß du selbst sie bereitest. Der eingeborne Sohn Gottes hat dich uns armen Waisen gesendet, auf daß du unfere Herzen reinigest, und sie zu einem würdigen Tempel Gottes bereitest. Komm also, Vater der Armen! Komm, Ausz spender der Gaben! Komm, Licht der Herzen! Komm, komm, fomm! dololos sistedá sim mánůlna Konim zu mir mit dem nämlichen Fleische, mit dem nämlichen Blute, mit der nämlichen Seele, mit der nämlichen. Menschheit, mit dem eingebornen Sohne des himmlischen Vaters und der seligsten Jungfrau Maria, mit dem nämlichen menschgewordenen Gött, dessen Leib du aus dem reinsten Blute Mariä gebildet haft! sllo bod thi sti stild flis pills C Licht meines Herzens, das du stets brennest, und niemals erlöschest! O Leben meiner Seele! O Süßigkeit! erweitere mein enges Herz, auf daß es dich fassen könne, und daß es, o Herr! die Süßigkeit deines Geistes koste! 298 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete motinden bid sillat over fornism forthildai?( on on stis dal Nach der heiligen Kommunion. im perut this bi lisandi spur Herr! wie soll ich dir deine Gutthaten vergelten? Was wird meine Seele dir geben, die du nach deinem Ebenbilde er: schaffen, mit deinem Blute erlöset, zum Glauben berufen, mit dem heiligen Geiste begabt, geheiliget und mit deinem Fleische und Blute genähret haft? oli mspilisi olla muest ope Herr! warum erweisest du mir elendem Geschöpfe und großem Sünder so viele und große Gnaden? Du hast dich sogar gewürdiget, zu mir zu kommen, und mich in dem hochheiligen Altarssakramente so wunderbar mit deinem Fleische und Blute zu nähren! O Liebe! o Liebe! o neue und wunderbare Gutthat! 1990 m pods wan Göttlicher Geist! da du gekommen bist, Feuer auf die Erde zu bringen, warum entzündest du nicht mein eiskaltes mot is Herz, daß es von Liebe zu dir verzehrt werde? Warum erglühet nicht mein Herz von Liebe zu dir? Warum schmelze ich nicht? Warum bin ich mir nicht gänzlich entäußert? Warum bin ich nicht gänzlich in dich umgewandelt? Warum liebt nicht meine Seele aus allen ihren Kräften deine göttliche Güte und Barmherzigkeit? od preko mos Herr! ewiglich will ich die Barmherzigkeit besingen und verkünden, die du an mir übest. Meine Seele! lobpreise den Herrn, der dir so viele und große Gutthaten erwiesen hat! Und du, mein Geist! frohlocke in Gott, deinem Heilande, weil er die Demuth seines Knechtes( seiner Magd) angeſehen, und so große Dinge an mir gethan, durch seine Allmacht mit Gütern mich ersättiget und überhäuft hat! musdragi prisut Oheiliger Geist! hätte ich doch alle Herzen, die dich inbrünstigst lieben! Hätte ich doch dabei die Zunge aller Wohl redner! Ich würde dich, göttlicher Geist! mit allen diesen Herzen lieben; ich würde mit allen diesen Zungen dich vers herrlichen. misd isiginsid! mg 0.0 sds am Fefte der allerheiligsten Dreieinigkeit. O mein Gott! das ganze Wesen meiner Seele und meines Leibes lobpreise dich! Alles, was in mir ist, verherrliche dich! Es sollen dich anstatt meiner ehren und lobpreisen alle deine Werke, deine großen Erbarmungen, und alle mir und sämmtlichen Geschöpfen von dir erwiesenen Wohlthaten! Deine Güte selbst lobpreise dich ewiglich! Amen! nisi umund 1940 Sipimdan nouis) ud und hinsi sa il en lang ne biddinn mi ud and ndonsthinse esd ill andr oliy Qoid Inle mis Kommunion- Gebete am Feste der allerheiligsten Dreieinigkeit. 199 as id di saad laig 299 ATA Vor der heiligen Kommunion. tim thin no tind 197919 opatratel Potenssil ud ind Großer Gott, mein Schöpfer und Erlöser! du sprichst: In ewiger Erbarmung habe ich mich deiner erbarmet. Und mit welcher Erbarmung! Mit einer Erbarmung, die sich auf unendliche Zeiten erstreckt. sd sin Du hast mich ganz vorzüglich geliebt. Tausende hast du in ihrem Nichts gelassen, indeß du mich erschaffen hast. Schon vor der Erschaffung der Welt hattest du mich barmherzig angesehen. Du kanntest mich schon, ehe ich im Mutterleibe gebildet worden bin; und noch ehe ich geboren ward, hast du Alles bestens für mich angeordnet, o mein Gott! upiding shild Herr! was hast du Gutes an mir gefunden, daß du mich vor der Erschaffung der Welt vor so vielen Andern geliebt haft? Was hatte ich gethan, als ich noch in meinem Nichts war? Hast du mich also, o unendliche Güte! mit ewiger Liebe geliebt, um dich meiner erbarmet zu haben, und mich so aus dem Nichts zu ziehen? D, wäre ich doch von Ewigkeit her gewesen, und hätte ich dich stets geliebt mit der flammenden Liebe der Seraphim! Deine Liebe hat sich nicht geändert; denn über alle andere Wohlthaten, womit du mich vorhin überhäuft hattest, verheißest du mir noch dein Fleisch und dein Blut zur Speise und zum 300 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete Tranke, um von deiner Liebe mich trunken zu machen, und damit ich in derselben leben und sterben soll. siissadol ssdis bon O Wunder der Liebe! soll ich armseliges Geschöpf mit diesem Himmelbrøde mich ersättigen dürfen, mittelft deffen du die die Hungrigen mit Gütern erfüllest, und Jene leer laffeft, daran keinen Geschmack finden? bid stigador de to saist Herr! was ist der Mensch, daß du seiner gedenkest? Oder was ist des Menschen Sohn, daß du ihn anziehest, dich zu betrachten? Nichts bin ich als ein stinkendes Aas, die Speise der Würmer, ein übelriechendes Gefäß und ein Höllenbrand. O mein Schöpfer und Erlöser! wie viel habe ich dir zu verdanken! Sowohl in der Schöpfung als in der Erlöſung bist du liebenswürdig. In dem ersteren Werke hast du mich mir selbst, und in dem zweiten hast du mir dich gegeben. Ich will zu meinem Herrn reden, wiewohl ich nur Staub und Asche bin. O mein Gott! gedenke der Verheißung, die du deinem Knechte gemacht hast, mit den Worten:„ Wit werden zu ihm kommen, und bei ihm Wohnung nehmen!" im nd no Herr! du siehst, wohin alle meine Begierden zielen, und die Seufzer meiner Seele sind dir nicht verborgen. Mein Herz ist bereit, o Herr! daß ich es dir gänzlich weihe. Erhöre das Verlangen deines Knechtes nach Vereinigung mit dir, und blicke gnädig auf sein Herz, das schon vor Begierde, dich zu find empfangen, erglüht! gimno ou ud fod ogr fing Nimm deine Wohnung darin, und nimm in Besig alle Kräfte meiner Seele, die ich dir weihe! O mein Jesu! erfreue dich in mir, auf daß ich mich in dir erfreue! ola bim no fog bun Himmlischer Vater! ich verlange meinen Jesus unter diesen Gestalten des Brodes mit der nämlichen Liebe und mit dem nämlichen Ueberflusse himmlischer Gnaden zu empfangen, wo mit du ihn in seiner Menschwerdung der seligsten Jungfrau Maria und der ganzen Welt gegeben haft. and scalsins Gingeborner Sohn Gottes! ich wünsche dich zu empfangen mit der nämlichen Liebe, womit du das hochheilige Altarsfakra am Fefte der allerheiligsten Dreieinigkeit. ment eingesetzt, und dich selbst am Kreuze deinem himmlischen Vater geopfert haft. childrmu uspignis and it and dow Göttlicher Geist! ich verlange beim Empfange dieses heiligen Sakramentes ein so reines Herz zu haben, wie Maria hatte, als sie das menschgewordene Wort empfing. -( hisindort mapping mo atada- nojnuming Nach der heiligen Kommunion. 301 etunit Sieh! ich bin sprachlos und ohne Leben, und meine Seele, o göttlicher Gast! ist in deiner Gegenwart ganz ohne Bewußtſeyn. Du hast deine Verheißungen erfüllt, und fest glaube ich, daß die drei Personen der allerheiligsten Dreieinigkeit zu mir gekommen sind, und bei mir wohnen. pilisd di dilled Darum will ich, o dreieiniger Gott, mit den Engeln, Erzengeln, Thronen und Herrschaften lobsingen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerschaaren; Himmel und Erde sind seiner Herrlichkeit voll. ilgjunu dau onu dau schildniprymu o Wir preisen dich, o Gott des Himmels! und bekennen vor Allem, was lebt, daß du uns deine Barmherzigkeit gezeigt haft. Ehre, Ruhm und Lob sey dir, o anbetungswürdige Dreieinigkeit!? degung mism ! nd Hingebeugt in den Staub bete ich dich an, o allerheiligste Dreieinigkeit, die du unter den Gestalten dieses anbetungswürdigen Sakramentes gegenwärtig bist! Ich bete dich an, unter diesen Gestalten verborgene Gottheit! Ich verlange dich so sehr zu preisen, als du selbst es verlangest, und deine Weisheit es sich vorstellen kann. der spidmodel O Jesu! sey von allen Heiligen und von allen deinen Geschöpfen gepriesen in allen deinen Vollkommenheiten mit dem Vater und dem heiligen Geiste! last mind bildafinil ad Ich bete dich an in dieser heiligen Hostie mit der Liebe aller Geschöpfe, und verlange es thun zu können in alle Ewigkeit, und sogar anstatt aller derjenigen, die deinen heiligen Namen nicht kennen und dich lästern. Ich bekenne, daß du - 302 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete dreifach in den Personen und einfach in der Wesenheit bist, und daß dir, dem einzigen unsterblichen und unsichtbaren Könige, alle Ehre und aller Ruhm gebührt in alle Ewigkeit. aboi siedod ug gd bsmiss a mis commentin binam and sit eln mopil stind Kommunion- Gebete am heiligen Frohnleichfall 150 d a palsa omista dun nada anda dan bolbo aid the last Vor der heiligen Kommunion. piltöp - bi Hosanna dem Sohne Davids! Gebenedeit sey, der da kommt im Namen des Herrn! Singet ewigen Preis und Jubellieder, ihr heiligen Engel, die ihr euren und unsern Herrn im Sakramente seiner Liebe, in dem lebendigen Denkmale seines Leidens umschwebet! denn groß ist seine Herrlichkeit und seiner Barmherzigkeit ist keine Zahl. Dank und Anbetung sey dir, o unergründliches und unaussprechliches Geheimniß der Liebe Jesu! worin er als Gott und Mensch auf Erden wohnt, seine Freude bei uns Menschenkindern zu haben, unser Flehen und unsere Seufzer zu erhören, und sich uns als Speise zu geben! Herr! würde ich auch mein ganzes Leben in beständiger Anbetung deiner göttlichen Majestät, und in tief innerlicher Vorbereitung zum Empfange deines göttlichen Sakramentes zubringen, so wäre ich dennoch niemals würdig, deinem heiligen Tische zu nahen, dich, o unermeßliche Gottheit! in mich aufzunehmen, und als überhimmlische Speise, die nicht verdirbt, zu empfangen, dich, das lebendige Brod, das in allen Arbeiten und Mühseligkeiten aufrichtet, das Brod, das Jenen, die dasselbe genießen, ewiges Leben verleiht, und uns das Siegel der Unsterblichkeit, dein Siegel, o Jesu! aufprägt, woran uns dein himmlischer Vater als die Deinigen erkennt. Dieß ist einzig die Wirkung deiner unendlichen Güte, welche dein göttliches Herz bewogen hat, uns, deine armen, sterblichen Geschöpfe, zu so wunderbarer Ehre zu erheben, und in süßen Dank- und sido am heiligen Frohnleichnams- Fefte, naf Lobgesängen preiset dich deine heilige Kirche heute und immerdar für diese namenlose Großmuth deines göttlichen Herzens. 303 O unscheinbare, doch hochheilige Hostie, worin die Gottbeit und Menschheit meines Herrn beinahe in Nichts aufgelöset scheint, mit unserm Nichts sich zu vereinigen! ich bete dich in lebendigem Glauben und in tiefster Ehrfurcht an; denn dein Wort, o Jesu, Wahrheit und Leben! ist mir die heiligste Versicherung; mehr glaube ich ihm, als den trüglichen Augen meines Fleisches. Du hast dich herabgelassen, o Gott! in das Herz deiner Gläubigen einzukehren, und gibst, um dich mit ihnen vereinigen zu können, dich so vielfältigen Beleidigungen, Lästerungen und schmählichen Begegnungen Preis. Wer, o Jesu! wird dir jemal so große Liebe vergelten? O Brod des Lebens, das du allen Hunger nach vergänglichen Dingen dieses Todes hinwegnimmst! zu dir sind heute meine Augen gerichtet. D, nähre mich zum ewigen Leben, nach welchem meine Seele hungert und durftet! Mag die Welt allen trüglichen und schändlichen Gelüsten dieses vergänglichen Lebens nachstreben, und sich an den Trebern unreiner Thiere ersättigen; mögen die Gottlosen in ihrer tödtlichen Blindheit deine Allmacht und deine Liebe gleich jenen blinden Einwohnern zu Kapharnaum lästern und deine hochheilige Gegenwart im Sakramente läugnen; fest und unwandelbar, o Herr! ist unser Glaube, unsere Hoffnung und unsere Liebe zu deinem göttlichen Gastmahle, zu dieser Speise heiliger Freuden, zu dieser Quelle, deren Gewässer in's ewige Leben springen; denn glühen auch unsere irdischen und undankbaren Herzen nicht immer von den süßen Flammen deiner himmlischen Liebe, so ist doch Niemand unter uns, der es nicht oftmals gefühlt hätte, wie deine göttliche Kraft in diesem Sakramente ihn gestärkt, vor der Sünde behütet, die Gluten der Begierlichkeit gedämpft und seine Sehnsucht zum Himmel erhoben hat; Niemand, der nicht, wenigstens zuweilen, dich, seinen Herrn, in dieser heiligen Brodbrechung erkannt hat! - 304 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete 19 Was könnte uns also je von deiner Liebe trennen, o Jesu!? Etwa Trübsale, Bedrängnisse, Verfolgungen, Hunger, Blöße, Gefahren, das Schwert oder die Gewalt? Die Kraft deines göttlichen Sakramentes erhält uns siegreich, und sicherlich werden weder der Tod noch das Leben, weder die Engel noch die Mächte, weder gegenwärtige noch zukünftige Dinge, weder die Höhen noch die Tiefen, noch irgend ein Geschöpf uns von der Liebe Gottes entfernen, die du uns, o Jesu! in deiner heiligen Kommunion ertheilest, nach welcher unsere durstenden Seelen sich sehnen. d Augnis nopidub and d grupidish anpillöjate of old manol ng napinisme to 15 Tabs puniendoildinh du des heiligen Alphonsus Liguori. Bail Isprăpisé can spare nella nd and bunday od dosa O Blumen, die ihr, Tag und Nacht beglücket, i mail Thi In meines Jesu trauter Nähe weilet, og gir sis Ihn nie verlassend, seine Wohnung schmücket, ambig Bis euer zartes Leben euch enteilet! dun nalilla aid Wie euer Aufenthalt mich hoch entzücket! O, würde dort zu wohnen mir ertheilet! paman down Wie priese froh das Loos ich: Geist und Leben In meines Lebens Nähe aufzugeben! propr i strom montad Die ihr so glühend flammt, beglückte Kerzen! So euren, als auch meinen, Herrn zu ehren! O, daß die Pulse all' in meinem Herzen, Wie ihr, in Licht und Glut verwandelt wären! odsi D, könnte doch, in heil'ger Liebe Schmerzen, So wie ihr euch, auch ich mich ganz verzehren Wie neid' ich eurer heil'gen Flammen Helle! Wie tauscht' ich gern mein Loos um eure Stelle! 38 te het ichil nd asdadas Isamme mu Beglückter Kelch, noch höher zu erheben, hin s Worin sich mein Geliebter will verschließen! ild wid airba in dojam beili am heiligen Frohnleichnams- Feste. que dejst 201 305 mis Wer kann nach höherm Glück und Adel streben, Als du, den sich dein Herr zum Thron' ertiefen? mid , würde meiner armen Brust gegeben Nur Einen Tag dieß Amt, dir zugewiesen! big 9:30 t In Glut und Liebe ging' mein Herz verloren, og at las is Zum Haus der Glut und Liebe auserforen! is du snim Deschilling Impinistr butoDoch Blumen, Kerzen, Kelch, wie hochverehret! bulEin wonnigeres Loos ward mir zu Theile, sisan Da selbst in meine Brust das Lämmlein fehret, sti Das liebliche, voll Glut und Liebespfeile; has Mich in dem Brod' mein Gott und Alles nähret, Mich armen Wurm umfängt mit süßem Heile! pidus, daß ich nicht vor Liebesgluten sterbe, Inhe opini Wenn ganz ich meinen größten Schatz erwerbe! l SHISH mbalanish omim mid ndbu Auf, Seele! dann zum hochgeliebten Lichte, il Es, wie ein Falter, innig zu umschweben! de spions Voll Glauben und in heil'gen Flammen richte Dein treues Herz nach deinem süßen Leben! Und kommt er, der mit seinem Angesichte Die Himmel freuet, die sich mild zu geben, is hid sier Umfang' ihn in der Andacht Feuertriebe, pin and mapour mid Und rufe innig: Herr, nur Liebe! Liebe! Amen! seun maniad im si nobildsit anu spilisd smise aspo and aaniad ffinmisd nid yd dimollenstidior 100 nogauten dun parop mpitchidan ni bodo dour @nis, Nach der heiligen Kommunion.mystied spi ៤. ម i Jesu, Gott meines Herzens, himmliſcher Bräutigam meiner Seele! ich bete dich in festem Glauben und aus ganzer Kraft meines Herzens an. Wie lieblich ist dein Geist, o Herr, der du, deinen Kindern deine Süßigkeit zu erzeigen, mit dem füßesten Brode der Engel ste nährest! O wonnige Speise des Himmels, welche die Liebe meines Gottes mir gegeben hat! 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 20 306 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete 1901 erhalte mich zum ewigen Leben zum ewigen Leben, und himmlischen Menschen um! 51 min 19 d wandle und wandle mich in einen thit and rd elle Ich bete dich an, o heiliger Leib, geboren aus der reinsten Jungfrau, der du am Baume des Kreuzes gelitten haft und gestorben bist, und, mit einem Speere durchstochen, GH SPEE Wasser und Blut vergossen hast, meine arme, sündige Seele zu reinigen! O göttliches Sakrament, meine Freude, meine Ruhe, meine Glückseligkeit im Laufe dieses Lebens! sey auch meine Kraft, mein Licht und der Anfang meiner ewigen Glückseligkeit in der Stunde meines Todes! steh' mir bei in meinen letzten Augenblicken, und gedenke dann, daß du in diesem Leben dich in so großer Huld mit mir vereiniget, und mich unerachtet. meiner Nichtigkeit und meines überaus großen Elendes mit so inniger Zärtlichkeit geliebt hast! O Jesu, Sohn des lebendigen Gottes! erbarme dich meiner! Gütigster Heiland, dessen Güte keine Gränzen kennt! ich hoffe die Erfüllung meines Gebetes, meiner Seufzer und meiner Thränen getroft von dir; denn ewiges Leben hast du der Seele verheißen, die dein heiliges Fleisch und Blut genießt. SHAMP din isden Roll Sieh! von diesem allerheiligsten Fleische und Blute genährt bin ich ein Lamm deiner Heerde geworden; und wie dich dein Vater auf die Erde gesandt hat, und du nur wegen des Vaters und für ihn gelebt hast, so will auch ich fünftig nur für dich leben. Vereinigen will ich mich, in diesen Tagen deiner heiligen und lieblichen Feier, mit deinem auserwählten Volke, und der heiligen Geheimnisse deines Lebens und Todes in andächtigen Besuchungen und Anbetungen vor deinem allerheiligsten Sakramente gedenken,- und mein Herz aneifern, dich zu loben, für deine Ehre zu wirken, und die Anzahl derjenigen zu vermehren, die in deinem göttlichen Denkmale dich im Geiste und in der Wahrheit anbeten. Und weiß ich auch, daß ich nicht würdig bin, diese Arbeit mit den Dienern deines Altares zu theilen, so weiß ich doch zugleich auch, daß es deiner göttlichen Majestät von jeher wohlgefällig dedich dunle pulitashink am heiligen Frohnleichnams- Feste. 307 gewesen ist, die schwächsten Werkzeuge zu erwählen, um die größten Dinge durch sie zu wirken, wie die Einsegung des heutigen lieblichsten Festes der Kirche selbst ein sprechender Beweis davon ist, da eine schwache und unbekannte Nonne, aber eine Seele, die mit unaussprechlicher Liebe für dich geglühet hat, die heilige Juliana, die erste Urheberin desselben gewesen ist. adliste variat Idomjn and is TELES In der Einfalt meines Herzens danke ich dir, o himmlischer Vater! daß du diese erhabenen Geheimnisse deines Reiches den Demüthigen und Kleinen geoffenbaret, den Klugen und Weisen dieser Erde aber verborgen hast. Preis dir, o mein Gott! daß du auch mich der Schaar dieser Armen und Einfältigen im Geiste zugesellt, und mich vor dem Truge und den Täuschungen der stolzen und falschen Weisheit dieser Welt bewahret hast! Laute Lobgesänge will ich in deinen heiligen Tempeln dir dafür singen, und alle Pulse meines Herzens sollen dich preisen, und dein Lob verkünden! nonnoi alle Deinen Heiland, Sion! preise, Der als Führer, Hirt und Speiselig spe Dich auf wundervolle Weise usar dull and Mit so süßem Trost erfreut! 10/08 Lobt ihn hoch, in frohem Bunde! 1 Wohllaut soll aus jedem Munde, Jubel aus der Herzen Grundeihin. ford Ihm zum Preis erschallen heut'!" Hymnen töne jede Leyer, imp An dem Tage seiner Feier, un ou dist Unserm Gott, der in den Schleierni onl Reinen Brodes fich verhüllt! Seht! dieß Engelbrod hierniedenendiril Ward den Pilgern mild beschieden, Das die Kinder süß mit Frieden Und mit Lieblichkeit erfüllt. 20* 308 Besondere Kommunion- Andachten. sid Bildlich sah'n die alten Zeiten hi sia chi mjɔung bad gir Jenes Ofterlamm bereiten; band painting bildil magist 19 Dieß sollt' Isaaks Opfer deuten, nose stDieß das Manna jener Zeit. i wound Rises E alasanta rada, spilisd sin find nig sp this Doch die Wahrheit folgt dem Bilde, dlaffed Als auf unserm Erdgefilde Bei dem Gastmahl seiner Milde Jeſus ſich zum Opfer weiht. i sed ne and naudodas sisid ud and opinios cl Seine Liebe zu entfalten, dan splitimsind bach 3 Gab in Brods- und Weinsgestalten, id na diu Insre Se Unsre Seelen zu erhalten, bir hun ud and l #G CHI Er sein göttlich Fleisch und Blut. mi usgife meubjun sunt and word se Und daß nie an Trost es fehle, lon de Gibt er sich noch jeder Seele, gilist ist er sich noch jeder göttlichem Befehle, pa jodid ligim3 of brea, nach ciner Was er that, sein Priester thut.sjisq chidaml urid sisse bonis noin misma 31 mais Alle können ihn erlangen; analis Alle stillen ihr Verlangen; sin us Und wenn Alle ihn empfangen, un die Bleibt er dennoch ewig ganz.67 118CE Sieht der Sinn auch hier im Staube idag Brod nur und den Saft der Traube, dove So erschaut der treue Glaube un adul Dennoch seiner Allmacht Glanz.de Jesu, guter Hirt der Heerde! önsumed Weide uns auf dieser Erde, sp mod n Und in Trübsal und Beschwerde it Leite uns beschirmend hier! Und aus diesem Thränenthaleid lich Führ' uns zu dem Freudenmahle, and d Daß wir in des Himmels Saale, sid hoc Ewig uns erfreu'n bei dir! ilk es Kommunion- Andacht an den Festtagen der allerfeligsten Jungfrau. 309 od brado? esniam sudoć, sustaine shpie of di Bumipoli Besondere Kommunion- Andacht an den Festtagen 1511 onder allerseligsten Jungfrau. malla na thevor der heiligen Kommunion. Top eoniom naspanand Insomspu 3u d dir seufze ich an deinem heutigen glorreichen Feste auf, o heilige Gottesgebärerin, Mutter meines Herrn Jesu Christi, den meine Seele nun andächtig zu empfangen verlangt, und Mutter aller Christen, die in diesem Thränenthale Cont dir seufzen! Topira Steh mir bei, o milde Fürsprecherin der Seelen, die typunte! Jesum lieben und nach der heiligen Vereinigung mit ihm in seinem göttlichen Sakramente erglühen! O milde und freigebige Jungfrau! öffne deine blumigen Hände! schmücke mit deinen wunderbaren Tugenden mein ödes dasſelbe o and g zu einem Lilienbette, worin der geliebte und eingeborne Sohn deines Herzens freundliche und süße Ruhe finde! much! ke O auserwählte Tochter des ewigen Vaters, die du denjenigen, den die Himmel der Himmel nicht fassen, in deinem keuschesten Leibe getragen haft! welches überaus hoch erhabene Vorbild aller Seelen bist du, die diesen Sohn des Allerhöchsten in der heiligen Kommunion empfangen! Für ihn, deinen Gott und Herrn allein, hattest du alle Minuten deines Lebens verlebt; eine beständige und so überirdische Vorbereitung war dein an allen Tugenden blühender und jungfräulicher Wandel gewesen, daß du bereits voll der Gnade des heiligen Geistes gewesen bist, als du ihn in deinem engelreinen Leibe empfangen hast. Und eben so ist, als du ihn empfangen hattest, dein ganzes übriges Leben in hochpreislichen Danksagungen und immerdar wachsender Heiligkeit verfloffen. Und sieh, o göttliche Mutter meines Herrn! kaum vermag ich's, eine so kurze Zeit zu seinem heiligen Empfange mich vorzubereiten; und sobald ich ihn, den allerhöchsten Herrn des Himmels und der Erde, empfangen habe, so zerfließe ich schon in eitlen Zerstreuungen dieser Welt. Ach! in Seufzern und - 311 310 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Andacht to អ៊, Klagen muß ich so viele verflossene Jahre meines Lebens betrauern; unde und wegen des ungebändigten Leichtsinnes mein Herzens- für die noch übrige Zeit meines Lebens zittern. u mir Ach! fürwahr elend bin ich, und arm und nackt an allen Tugenden! Im Bewußtseyn meines gänzlichen Unwerthes sinke ich zu deinen heiligen Füffen, o wunderbare Jungfrau! dich in Demuth anzurufen, daß du mir heute als eine liebreiche Mutter beistehest, meine Mängel aus deiner Gnadenfülle ersetzest, und mich lehrest, wie ich Jefum empfangen soll, den du, die Erste aus Allen, vom heiligen Geiste empfangen, und zu unserer unaussprechlichen Freude, zu unserm Heile und zu unserer Erlösung geboren hast; den nämlichen Leib meines Herrn soll ich heute empfangen; ihn soll ich tragen und in meiner Seele gebären. de miam nodigindr ffeine Sich heute als eine rasine ne Mutter der Barmherzigkeit! Mutter! schmücke mein Herz mit deiner Reinheit, mit deinem festen Glauben, mit deiner stillen Demuth, mit deiner Standhaftigkeit im Wirken und Leiden, mit deiner seraphischen Andacht und Liebe, daß ich deinen göttlichen Sohn würdig in meiner Seele aufnehme, für dessen Ehre dein mütterliches Herz so sehr erglüht, und zu dem wir durch dich Zutritt haben, o Pforte des Himmels, Zuflucht der Sünder und Königin aller Auserwählten! de aspisd Und du, o mein göttlicher Heiland! neige dein Ohr zu den Worten deiner hochgeliebten Mutter, und ertheile mir durch ihre milde Fürbitte, was mein Vermögen nicht erhalten kann, daß ich dich mit aller Sehnsucht, Andacht und Liebe empfange, und bis an das Ende meines Lebens beständig im treuen Her zen trage! Amen! dnehnur dimmt dun magnupojine pomme mom snim plureshilltop od duil- * him puniqu? pllied manist us the spot of smis 6'hi and mnd. Nach der heiligen Kommunion.silstedingred bete noch O Jesu, Sohn der hochgebenedeiten Jungfran! ich dich in aller Demuth und Inbrunst meines Herzens an. Er indukan den Fest an den Festtagen der allerfeligsten Jungfrau. 311 barme dich meiner, o mein Erlöser! um deiner glorreichen jungfräulichen Mutter willen, durch die du dich herabgelaffen haft, unser Bruder zu werden! Ich opfere dir alle Andacht, alle Treue und Anbetung ihres liebeflammenden Herzens, alle ihre getreuen Fürbitten für uns Sünder, alle Martern ihrer Seele, die das Schwert des Schmerzens durchdrungen hat, und allen Jubel der himmlischen Glorie, wo sie nun ewiglich dich liebt, anbetet und verherrlichet. gia Maria, unsere Mittlerin! fich! gänzlich gebricht es mir bei diesem hochzeitlichen Gastmahle an dem Weine der Andacht, der die heiligen Seelen so selig berauscht und entzückt. D, sprich Ein Wort, und Jesus wird dich erhören! Denn nie und nimmer hat er dir, seiner hochgeliebten Mutter, eine Bitte versagt. Gebenedeite Jungfrau, die du den besten Theil erwählet haft, der nie von dir wird genommen werden! sieh! auch ich erwähle ihn; doch ach! gar sehr muß ich fürchten, daß er wegen meiner großen Lauigkeit mir genommen und Jenen gegeben werde, die da Ueberfluß an guten Werken haben. Darum flehe ich zu deinem erbarmungsreichen Herzen: Erwirke mir die Gnade der Andacht und starkmüthigen Beharrlichkeit bis an das Ende meines Lebens! moter 150( gil bar Jesu! mit Maria will ich zu deinen Füssen sizen, und die süßen Worte des Heiles von deinem Munde vernehmen; denn du, o lebendiges Wort des Vaters! haft allein Worte des ewigen Lebens. O, durchdringe mein Herz mit deinen flammenden Worten, daß sie daselbst aufleben und in heilige Werke sich verwandeln! Erfülle mein Herz mit stiller Liebe, die jede deiner heiligen Einsprechungen in aller Treue vernimmt, und mit heiligem Eifer für deine göttliche Ehre befolgt, damit ich mit Mariens inbrünstiger Andacht Martha's thätige Sorgfalt vereinige, und, um viele Dinge mich fümmernd, das Eine Nothwendige immerdar vor Augen habe, das deine wunderbare Mutter bei jenem hochzeitlichen Gastmahle zu den Dienern gesprochen hat, und auch mir heute 312 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Andacht midi zuruft: Alles, was er euch sagt, das thuet!" Denn glückselig ist der Leib, der dich getragen hat; glückselig sind die Brüste, die du gesogen haft; aber nicht minder glücklich sind Jene, die das Wort Gottes hören, und dasselbe vollbringen. D mein Heiland! verleihe mir durch deine hochheilige Vereinigung mit mir, deinem unwürdigsten Geschöpfe, und durch die wirksame Fürbitte meiner himmlischen Königin, deiner jungfräulichen Mutter, diese zweifache Glückseligkeit, daß ich, nach den Worten des Apostels, dich, meinen Gott, beständig in meinem Leibe trage, und dein heiliges Wort erfülle, damit ich nach diesem Leben die freudenvollen Worte vernehme:„ Geh' ein, du getreuer Knecht! in die Freude deines Herrn!" und dort mit Maria und dem ganzen himmlischen Hofe dich ewiglich liebe und benedeie! Amen! 201 i ba dit our And id nous sim 19d And ehi jums adat ing chodnii shihn Besondere Kommunion- Andacht an den Festtagen ste un modo der Heiligen.dll of oldas it f du mois di Vor der heiligen Kommuniou. and an el toimet ini di th mod sann die Heiliger( Heilige) N! wie unaussprechlich groß ist i Freude der frommen Seele, die an diesem Tische speiset, wo Jesus selbst, dein und ihr einzig Geliebter, ihr aufgesetzt wird! Wie süß würde mir jede Thräne seyn, die ich in der Gegenwart Jesu aus Inbrunst des Herzens weinen könnte, so wie Magdalena seine Füsse mit Thränen beneßt hat! Wo wird aber diese Inbrunst, dieses heilige Weinen angetroffen? Ach! glühen soll mein Herz in seiner und seiner heiligen Engel Gegenwart, und Freudenthränen sollte ich vergießen; denn ich habe ihn in dem heiligen Sakramente wahrhaft gegenwärtig, wiewohl verhüllt unter den Brodesgestalten. Unsere Augen könnten es nicht ertragen, wenn er sich in seiner göttlichen Herrlichkeit zeigen würde; darum hält er sich, unserer Schwach heit willen, in dem heiligen Sakramente verborgen. Hier habe an den Festtagen der Heiligen. & ich wahrhaft, und bete an bete an Denjenigen, welchen die Engel mit dir im Himmel anbeten, ihr freilich in wirklicher Anschauung, ich aber nur im Glauben. Jedoch vergnügt will ich seyn mit dem Lichte des Glaubens, und, in demselben wandeln, bis auch für mich der Tag der vollkommenen Klarheit anbricht, und das Dunkel verschwindet. D! wann wird dieß geschehen? Wann, seligster Bewohner des Himmels, heiliger( heilige) N.! werde ich mit dir Jenen von Angesicht zu Angesicht genießen, en ich jetzt unter den Brodesgestalten verhüllt anbete? Heiliger ( heilige) N.! du kannst mir durch deine mächtige Fürbitte diese Gnade, nach welcher ich mich so sehr sehne, erhalten. Lege deine Fürbitte ein, du großer Freund( große Freundin) Gottes! Bitte, daß die Gegenwart Jesu mich ganz entflamme, und mich völlig in ihn umwandle, auf daß ich mittelst der Gnade der inneren Vereinigung, zerschmolzen durch das Feuer seiner Liebe, nur Ein Geist mit ihm sey! tohodninoim 313 Herr! was deine Heiligen, die sich mit dir im Himmel erfreuen, glaubten, das glaube auch ich; was sie hofften, das hoffe auch ich; und wohin sie gekommen sind, dahin verlange ich mittelst deiner Gnade auch zu kommen. Ich glaube, daß Rutil ich im hochheiligen Altarssakramente dein Fleisch wahrhaft effe, und dein Blut wahrhaft trinke. Ich hoffe, daß ich nicht un gesättiget von dir weggehen werde, sondern daß du gegen mich barmherzig seyn werdest, wie du es ehedem gegen deine Heiligen warest. Und was ist mein Verlangen außer dir, o mein Jesu, du Gott meines Herzens!? st) 1911s Wie der( die) Heilige, dessen( deren) Festtag heute gefeiert wird, in der Freude des heiligen Geistes bei deiner Gegenwart aufsprang, als er( sie) in der heiligen Kommunion Herz an Herz mit dir war, mit eben so erhabener und heiliger Sehnsucht wünschte auch ich entflammt zu seyn, und mit dir innigst vereiniget zu werden. O, daß ich so tief ergriffen wäre, wie jene frommen Seelen, die vor heißem Verlangen zu diesem heiligen Sakramente und vor glühender Liebe des Her 314 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Andacht zens sich oft der Thränen nicht erwehren können! Ach, wie schäme ich mich, und wie bestürzt bin ich, wenn ich bedenke, mit welcher flammenden Andacht und Begierde einige fromme Herzen deinem heiligen Sakramente nahen, indeß ich trocken und dürr, ohne wahre Andacht und Inbrunst des Herzens bleibe! Jesu, unendliche Güte! erbarme dich meiner! Und du Königin aller Heiligen, süßeste Mutter Maria! erlange mir, daß ich Jesum Christum, deinen Sohn, mit je ner Andacht und Liebe empfange, womit ihn der( die) Heilige N. im heiligen Sakramente während seines( ihres) Wandels auf Erden empfangen hat! Mache, daß mein Herz von jener Liebe entflammt werde, von welcher das Herz dieses( dieser) Heiligen gegen Jesus erglühete! dan disinthi and cold 9i 1918 nd had lu uginiers& mynni hd Nach der heiligen Kommunion.uns Herr! wer bin ich), Staub und Asche, daß du mich dergestalt vor dir verherrlichest, und mich unter Jene stellest, über die du deine Erbarmungen kommen lasseft, indem du von deinem königlichen Tische mit deinen Kindern die Nahrung des Lebens mir darbietest, mir, der ich nicht würdig bin, wie die Hündlein von den Brosamen zu essen, die von deinem Tische fallen? bis Herr Jesu! welches Lob, oder welchen Dank, oder welche Anbetung wird dieses dein verächtliches Geschöpf, meine Seele, die du mit so vielen Gnaden krönest, für dieses Uebermaaß deiner Güte dir darbringen? Unendlicher Dank sey dir, Herr Jesu! ewiger Dank, Schöpfer und Erlöser der Menschen! daß du, um der ganzen Welt deine Liebe zu offenbaren, ein herrliches Gastmahl zubereitet hast, in welchem du dein allerheiligstes Fleisch und Blut uns zur Speise und zum Getränke gibst, uns dadurch ergößeft und mit allen Wollüsten des Himmels erfülleft! Und daire taginis gimi sio König der Engel, und König aller Heiligen, die du in dir erfreuest, und durch dich selbst selig machest! sey gepriesen an den Festtagen der Heiligen. und erhöhet in allen deinen Heiligen! Alle Chöre deiner Engel und lieben Auserwählten sollen vor dir niederfallen, und dich, den Lebendigen, in ewige Zeiten anbeten! Besonders soll dich vor dem ganzen Himmel so anbeten dein heiliger( deine heilige) N., der( die) vor deinem Angesichte steht, dich liebt, preiset, besitzt, und dem( der) du Alles in Allem bist! Ich aber, o Herr! liege hier vor dir im Staube, und mit aller möglichen Inbrunst und Andacht huldige ich dir, lobpreise und verherrliche ich dich, in herzlicher Freude, daß du dir und allen Heiligen die ewige Glorie, Freude und Verherrlichung aus dir selbst bist. Ich danke dir für Alles, was du zu meinem und aller Menschen Heil, besonders aber zur Seligkeit und Glorie dieses( dieser) Heiligen gethan hast. i Jesu, Krone und Zierde deiner Auserwählten! an dich glaube ich, von dir hoffe ich, auf dich setze ich mein ganzes Vertrauen, nach dir verlange ich, dich umfange und liebe ich, dir übergebe und schenke ich mich mit eben jener zärtlichen Liebe, womit dein heiliger( deine heilige) N. sich und Alles, mit Leib und Seele, zum größten Wohlgefallen deines allerheiligsten Herzens dir zum ewigen Opfer dargebracht hat.( holl Herr! es mangelt mir an Weisheit und Vermögen, dich, wie ich's schuldig bin, anzubeten, dich zu begrüßen, auf dich zu hoffen, dich zu lieben, zu preisen, und mich dir zu schenken; aber sieh! ich habe in der Person dieses( dieser) Heiligen N. einen Bürgen, den Mann deiner Gnade( die Magd deiner Glorie), den( die du, o Herr! in deinem heiligen Reiche und in deinem großen Reiche verherrlichet hast. Diesen( diese) also sende ich zur dir ab, als den Geliebten( die Geliebte) deiner Seele, als den Angenehmen( die Angenehme) vor deinen Augen, damit er( sie) im Namen meiner geringsten Person die gebührende Danksagung und Lobpreisung bei deiner höchsten Majestät entrichten möge. and is nisi fuld ud 10 Wohlan, heiliger( heilige) N., vertritt meine Stelle! Stelle dich vor das Angesicht des menschgewordenen Wortes, - 315 316 Besondere Kommunion- Andachten. Jesu Christi, und lobe ihn und danke ihm für mich, wie auch ich von ganzem Herzen und aus allen meinen Kräften für dich ihm danke! smo mi splois i nogidnads and Zierde des Himmels und Mitgenosse seiner Glorie! herzlichst beglückwünsche ich dich, daß du von der Quelle der himmlischen Gnaden und Gaben in solchem Maaße schöpfen zu dürfen gewürdiget worden bist. Innigst erfreue ich mich, daß du dem unseligen Schicksale der Kinder Adams entgangen, und deiner Seligkeit auf ewig versichert bist. Dankbarst küsse ich die freigebigste Hand Gottes, die sich vom Himmel dargeboten, und dich dem gemeinen Untergange entrissen hat. Dagegen bitte ich dich aber, daß du dich auch meiner besonders annehmen, und sowohl vor der Majestät deines Gottes als vor ſeiner heiligsten Mutter mich im Leben und im Tode als dein vielgeliebtes Pflegkind darstellen wollest. Gott hat dich vor so vie len Tausenden geliebt, mit dem Gewande der Herrlichkeit angethan, und dir die Freudenkrone auf das Haupt geseßt. Mache, daß auch ich durch deine Fürbitte von Gott in Gnaden angesehen, und deiner Glorie theilhaftig werde! Mache, daß ich nach deinem Beispiele heldenmüthig kämpfe, im Kampfe ausharre bis an's Ende, und so mit Gewalt den Himmel erobere; daß ich in den Prüfungen dieses Lebens getreu bleibe, und nie aufhöre, Gott, meinen Herrn, aus meinem ganzen Herzen zu lieben; daß ich wegen Dem, der mich und dich mehr als sich selbst geliebt hat, indem er für uns gestorben ist, alle Beschwernisse überwinde, und jene Krone des Lebens davon trage, deren ewiger Glanz und ewige Seligkeit Alles und Alles werth ist! Mache, daß ich dein und so vieler Heiligen Beispiel stets vor Augen habe, um meinen Geist zur Nachahmung derjenigen, die ich verehre, aufzumuntern, und einst des Todes der Gerechten zu sterben! borado? dan puupolino som Herr! du bist mein Helfer und Erlöser; von dir erwarte ich diese Gnaden durch die Verdienste und Fürbitte deiner Heiligen. Bottomanada ople and soc chia alme Kommunion- Gebete einer Seele in innerlicher Trockenheit. 317 edad sot tibin santhud hi nd, chi Glomdal onu. ISHS The Besondere Kommunion Andachten für einige besondere Verhältnisse. olo diu Kommunion- Gebete einer Seele in innerlicher hiltonied the spot Trockenheit.ill obey der schildus mind jus supondalið min id Vor der heiligen Kommunion. di tist Mic Zagend, o Herr! im Bewußtseyn meines tiefen Elendes und Kaltfinnes, knie ich vor dem Throne deiner Barmherzigkeit. Wehmuth erfüllt mein Herz bei dem Anblicke so vieler frommen Seelen, die dich, ihren geliebten Herrn, mit so inbrünstiger Andacht empfangen, und in heiliger Stille ein Freudenfest mit dir feiern. Mein Herz allein seufzt beklommen in seiner großen Armuth und Verlassenheit. Was soll ich Sünder anfangen? Lau und träge, sinnlich und zerstreut, ohne Andacht und ohne Liebe, wage ich es in meiner Beschämung kaum, zu dir aufzublicken, geschweige denn, dich in die Her berge meiner fündigen Seele einzuführen. Erbarme dich meiner, o barmherziger Jesu! in dieser Stunde heiliger Erbarmungen! Denn gar sehr zagt meine Seele, hinzuzutreten zu dem heiligen Tische, wo du, das fleckenlose Lamm, das Brod der heiligen Engel, den reinen Seelen zur Speise vorgesetzt wirst. Allenthalben von Angst bedrängt, und schwankend im Gefühle meiner gänzlichen Unwürdigkeit würde ich mit Petrus ausrufen:„ Entferne dich von mir, • Herr! denn ich bin ein sündiger Mensch!" hättest du, o überaus barmherziger Gott! nicht selbst diesen Apostel bedroht, er würde nimmermehr Antheil an dir haben, woferne er deine barmherzige Demuth sich nicht gefallen ließe. Diese unendliche Huld allein ermuthiget mich, o Jesu, der du, als der freigebigste aller Könige, Arme und Schwache, Blinde und Lahme zu deinem allerheiligsten Gastmahle beirufest! Denn, ach! wer ist ärmer und schwächer, wer blinder 318 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete und lahmer, als ich, der ich durchaus nichts Gutes habe, zu allen Lastern geneigt bin, mich selbst vor Hoffart nicht erkenne, und ohne die beständige Stüße deiner Gnade nicht Einen o sim Schritt zu meinem Heile thun kann? Da du also dieses allerheiligste Gastmahl für uns arme und schwache Menschen bereitet haft, so folge ich deiner liebreichen Einladung, vertraue auf deine unendliche Barmherzigkeit, und nahe dir, der Quelle aller Reinigkeit und himmlischen Güte, in Gehorsam und im tiefen Gefühle meines Unwerthes. 3. Sieh, mein Heiland! ich selbst vermag es nicht, jene flammende Liebe mir zu geben, mit welcher ich so sehnsüchtig wünsche, dich zu empfangen; ich vermag es nicht, mein Herz in heiligen Thränen der Andacht zu reinigen und dir zu einer Ruhestätte zu bereiten. Darum flehe ich zu deiner unendlichen Barmherzigkeit: Laß ein gedemüthigtes und zerknirschtes Herz dir wohlgefallen, und verleihe mir, das Einzige würdig zu thun, was in meiner großen Trockenheit mir übrig ist, meine zahllosen Vergehungen und Sünden mit aufrichtigem Gemüthe zu bereuen! nordmanis also uspiduit vonism spred O Gott der Gnade, der du alle Falten meines Inneren Gott der Gnade, fennest, und vor dem meine ganze Seele offen da liegt! es ist dir bekannt, daß mich meine Sünden schmerzen, und daß ich von ganzer Seele wünsche, sie noch tiefer und inniger bereuen zu können. D, nimm mein Bekenntniß und den festen Vorsatz in Gnaden auf, den ich in dieser feierlichen Stunde vor deinem Altare fasse, dir mit treuem Herzen zu dienen und lieber zu sterben, als deiner unendlichen Majestät durch neue Vergehungen zu mißfallen, und, nach dem Ausdrucke deines Apostels, dich abermals durch meine Sünden zu freuzigen! Ersetze, o barmherziger Jesu! aus dem reichen Schaße deines liebeflammenden Herzens, was in meiner bitteren Seelenarmuth mir ermangelt; und empfinde ich auch in deiner süßen Gegenwart weder Trost noch Freude, so laß wenigstens meine Seele durch dieses Brod des Lebens stark werden, daß sie immerdar fest und getreu vor steiner Seele in innerlicher Trockenheit.dis 319 deinem heiligen Angesichte wandle, und deinen heiligen Willen erfülle! Amen! sdsi dan intimat him th dsi2 sid, boud spruchu sc nismo Nach der heiligen Kommunion. nofipilise Sey gebenedeit, o barmherziger Jesu, der du meine fündige Seele nicht verschmäht, sondern mit deiner starken Gnade angezogen hast, deinen allerheiligsten Leib als Speise zum ewigen Leben zu empfangen! O mein Heiland, höchst verborgener, doch höchst wahrhaft gegenwärtiger Gott, meine Liebe und mein Alles! dein will ich seyn ganz und auf ewig. D, erfreue die allerärmste und bedrängtefte Seele mit einem Gnadenstrahle deines Lichtes, und heile mein frankes Herz, worin du wie die Lilie unter den Dornen weilest! Keinem sind ja meine Trübsale, feinem mein sündhaftes Leben so gut bekannt, als dir, o ewige Weisheit, der du mich gekannt hast, noch ehe ich gewesen bin, und mich zu dir zurückgeführt hast, da ich verlo- Erden, in dem wir ſelig 5, erneuere mich in dir, mein Erlöſer! Denn es ist fein Name im Himmel und auf ren war! werden können, als dein honigfließender Name, der sich mit deiner hochgebenedeiten Gottheit und Menschheit in meiner Seele gleich heiligem Dele ergoffen hat. Und bin ich auch nicht würdig, den Kuß des Friedens von dir zu empfangen, da ich durch unzählige Fehltritte und beständige Untreue gegen deine heiligen Einsprechungen mich von dir abgewendet, und dein holdseliges Herz betrübt habe, so gestatte mir wenigstens, bei deinen heiligen Füssen zu weinen, und deine große Barmherzigfeit zu erwägen, die so überaus liebreich an mir gehandelt hat! Sieh! ich bin bereit, um deiner Liebe willen Offis Allem zu entsagen, was dir mißfällt, deinen heiligen Willen und den Willen derjenigen, die deine heilige Vorsehung über mich gesetzt hat, in Demuth und Gehorsam zu erfüllen, und alle Trübsale, die deine Vaterhand über mich verhängt, mit Geduld und vollkommener Ergebung in deine allerheiligste Anordnung zu ertragen, um dadurch meine Sünden abzubüßen, deiner göttlichen 320 Besondere Kommunion- Andachten. Kommunion- Gebete Majestät wohlzugefallen, und einen höheren Grad deiner Er kenntniß und Liebe in der ewigen Seligkeit zu erlangen. Nur stärke mich, o mein Heiland! durch die Liebeskraft dieses allerheiligsten Sakramentes, und sey meine Stärke in Versuchungen, mein Licht in Finsternissen, meine Hilfe in Kreuz und Leiden, mein Rath in Zweifeln und meine Freude in Drangsalen! Endlich, o mein barmherziger Jesu, der du verheißen hast, in demjenigen zu bleiben, der dein allerheiligstes Fleisch und Blut genießt! flehe ich aus innigstem Herzensgrunde zu dir: Bleibe in mir, Herr! wirke durch deine heilige und stärkende Gnade, daß ich oft in mein Inneres fehre, deiner heiligen Gegenwart treu gedenke, und sie durch keine Sünde betrübe, sondern in allen meinen Gedanken, Worten und Werken zeige, daß du wahrhaft in mir, und ich in dir, und wir beide unzertrennlich Eins sind und bleiben! Amen! salsa thi no ind ind iisdeist spion him dum id mbung in mun Kommunion- Gebete einer frommen Seele in großen 4 mi el monmöl disor time hit rod, sume 15 Trübfalen. nismi Vor der heiligen Kommunione hod naist thin Gott, mein Gott! erbarme dich deines Geschöpfes nach deiner großen Barmherzigkeit! Erbarme dich meiner, du, mein Bater! Denn zermalmt bin ich von Schmerzen, und zertreten wie der Wurm im Staube winde ich mich vor dir; denn wohin soll ich flüchten, wenn nicht zu dir, o mein Gott!? Jesu! durch deine heilige Verlaffenheit, als du, in ein endloses Meer von Schmerzen am heiligen Kreuze versenkt, zu deinem himmlischen Vater gerufen haft:„ Mein Gott! mein Gott! warum hast du mich verlassen?" mildere die Bitterfeit meines Herzens! Durch deinen heiligen Todeskampf stärke mich, o mein sterbender Erlöser! Laß mein Rufen zu dir dringen! Denn nicht gleich tauben Gößen bist du ja, die nicht hören, o lebendiger Gott! und darum wohnest du unter uns, daß wir nicht als trostlose Waisen vergehen. einer frommen Seele in großen Trübfalen. O mein Gott und Alles! Wen habe ich, als dich, der mich trösten und mein Herz aufrichten kann? Es ist dir bewußt, daß ich um Deinerwillen allen sinnlichen Troft verschmähe, und daß ich um Deinerwillen allein Trübsale leide. Darum, o mein Alles! verlaß mich nicht, und sey mir Ersaß für alle Liebe der Geschöpfe, für allen irdischen Verlurst, und versüße durch den bitteren Kelch, den du bis auf die Hefen ausgeleert haft, die Bitterfeit meines tiefen Schmerzens! and _ mein Jesu! sieh barmherzig auf mich! Denn vor dir kniee ich, vor dem Gott der Barmherzigkeit, der du die Leiden des menschlichen Herzens aus schmerzlicher Erfahrung kennest, und dessen Wort nicht eitel ist, das so liebreich Alle ruft, die mit Mühseligkeit und Arbeit beladen sind. Wem sind meine Mühseligkeiten und Trübsale so genau bekannt, als dir? Und wer wird meine Seufzer erhören, wenn nicht du, o ewige Barmherzigkeit! sie erhöreft?- Ich weiß es allerdings, o mein Gott! und fühle es durch alle Tiefen meines Bewußt seyns, daß ich oft und schwer gesündiget habe, und daß längst die Hölle mein Aufenthalt wäre, wenn du nach der Strenge deiner Gerechtigkeit mit mir verfahren wärest. Ich weiß es, o mein Gott! daß ich kein Recht habe, zu klagen, und daß alle Geschöpfe sich mit Recht gegen mich erheben, der ich ihren Schöpfer so oft und so vermessen beleidiget habe. Ich weiß aber auch, daß bei dir reichliche Erlösung ist; daß du, als mein wahrhaftiger Vater, mit barmherziger Liebe mich zu dir gezogen haft; daß du ein gedemüthigtes und zermalmtes Herz nicht verwirfst, und das Rufen deiner Kinder erhörest, die auf deine Barmherzigkeit vertrauen. bi dest Und darum, o mein Heiland! vertraue ich auf dein allmächtiges Wort, welches alle Traurigkeit mildern und in Trost umwandeln kann, und nahe dem Sakramente des Lebens, das du in diesem Thränenthale deinen Armen und Verlassenen hinterlassen hast, und worin du oft auf wunderbare Weise die Herzen stärkest und tröstest, die nach dir verlangen, daß sie 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe 2c. 21 321 322 Besondere Kommunion- Andachten. unter der Last der Trübsale nicht erliegen.-Dimein Jesu! erbarme dich meiner, und erseße in deiner unendlichen Liebe, was meinem verwundeten Herzen ermangelt, daß ich durch dich, o himmlische Speise! erquickt und gestärkt den Weg deines Amen!@ heiligen Kreuzes stark und standhaft wandle! duuuh mblidal mall sjučci na odsi allo zu nd utrd si un bid dandblastmasid the hud sining Nach der heiligen Kommunion. pom eno 995 Ich bete dich an, o mein Gott, du mein Trost, meine Ruhe, mein Alles in dieser harten Pilgerschaft! Ich bete dich an, du Leben meiner Seele, das du, mir das Leben mitzutheilen, selbst am Kreuze gestorben bist!- O mein Jesu! was bin ich dir, daß du in so starker Liebe mich geliebt haft, und in so großer Barmherzigkeit mein krankes und verwundetes Herz besuchest? D, erleuchte meine Augen, gib deine süße Gegenwart mir kund; sprich Ein Wort, mein Heiland! ein einsiges Wort, und gesund wird diese Seele, die, ach! so ferne von dir in bitterem Leide verschmachtet!- Laß mich eindringen, o mein Jesu! in dein allerheiligstes Herz, in dieses Paradies aller Freuden des Himmels, daß meine Seele dort die füßen Früchte deines Leidens pflücke, und sich stärke, und mit deiner großen Freundin Theresia ausrufe:„ Herr! laß mich letden oder sterben!"- Ach! schwach bin ich, Herr! und ohnmächtig, und gar sehr entfernt von der starkmüthigen Liebe jener liebeflammenden Seelen, die, ganz in dich versenkt, alles Aeußerlichen vergessen und vor Sehnsucht geglühet haben, deine schmerzliche Liebe mit schmerzlicher Liebe zu vergelten! O mein Heiland! ich bitte dich durch deinen blutigen Todesschweiß im Delgarten, als dein namenloses Leiden dir vor Augen schwebte: Erbarme dich meiner, und sprich ein Wort des Trostes zu diesem kranken Herzen, das vor Wehmuth zerfließt, und laß mich die Früchte deines bitteren Leidens fo sten, die alle Drangsale auf Erden in Süßigkeit, verwandeln! Erbarme dich meiner in diesem Gastmahle der ewigen Liebe od just, puhembiat 1 noinGebete b. d. H. Komm. auf Weise letzter Wegzehrung. 323 daß du deinen Kindern zum Andenken an dein bitteres Leiden hinterlassen haft! Denn nicht fremd ist dir das Leid deines Kindes, und leicht ist es deiner allmächtigen Hand, allen Schmerz dieses Herzens zu mildern.gigro su O Vater! nimm diesen Kelch von mir hinweg! Doch nicht wie ich will, sondern wie du willst! Hat deine heilige Gerechtigkeit beschlossen, daß ich ihn trinke, so geschehe dein Wille! Denn dein Wille ist ja unendliche Güte, die durch das Feuer der Trübsale mich reinigen, dir, meinem Erlöser, mich gleichförmig machen, und mir eine höhere Stufe in der ewigen Seligkeit ertheilen will. Nur stärke mich durch deine heiligen Wunden, o Jesu! Laß mich die allmächtige Kraft dieser Wundmale in deinem göttlichen Liebessakramente empfinden, welches den Schwachen Kraft gibt, die Kranken heilet, die Gesunden stärkt, die Starken vollendet, die Vollkommenen heiliget, und die Heiligen entzündet und in namenlosem Jubel mit dir vereiniget! Laß mich nicht abermal schwach, krank, hungernd in die Wüste dieser Welt zurückkehren! Bleib' bei mir! Denn in dir wird alles Schwere leicht, alle Bitterfeit süß, und alle Trübsal erfreulich; und unverzagt werde ich selbst durch die Schatten des Todes wandeln, wenn du mit mir bist, o mein Erlöser, mein Gott und Alles in Zeit und Ewigkeit! Amen! its of this disi do Dia thi fillier de ud ann bisogolo moginivise u sid tim bilanstin du 28 Gebete bei der heil. Kommunion, welche auf Weise der letzten Wegzehrung*) empfangen wird. im sidst bim mjald mafina thodai thi 30 bildist pit muid ma Vor der heiligen Kommunion. ab tish Heiligste Wegzehrung, Licht der Blinden, Stüße der Schwachen, Brod der Starken, göttliche Nahrung meiner Seele, #spanigms ug bid nadap ahli2 pilisd *) Sieh: Neunter Abschnitt. Memento mori tung zum Tode in gefunden Tagen als geschehe es im ori oder Vorbereinach welcher die heilige Beicht und Kommunion verrichtet wird, gleich Leben bas legtemat! hiddhi shou bid tim chi soung chid 21* 324 Besondere Kommunion- Andachten. Gebete b. d. h. Kommunion Trost der Sterbenden, köstliches Pfand der Unsterblichkeit, getreuer und liebreicher Wegweiser! komm zu mir, um mich sicher in die freudenvolle und ewige Wohnstätte einzuführen, die du mir nur aus Barmherzigkeit bereitet, und durch dein Leiden und die Vergießung deines Blutes verdienet haft! a Sail Komm, o Gott des Lichtes, der du gekommen bist, alle Menschen zu erleuchten! fomm in meinen Verstand, um seine Finsternisse zu vertreiben, ihm die Abwege zu entdecken, die er zu vermeiden hat, und die Straße zu zeigen, die ich wandeln muß, um zur himmlischen Glorie zu gelangen! Komm in meine Seele, o Gott aller Heiligkeit! um sie zu heiligen durch jene Gnaden, die aus deinem heiligen Fleische und Blute strömen! Komm in mein Herz, o Gott der Liebe! um es mit jenem göttlichen Feuer zu entflammen, welches mit dir in deinem anbetungswürdigen Sakramente, als dem Glühofen deiner heiligen Liebe, verborgen ist! Komm in meinen Leib, o Gott aller Reinigkeit! um dieses fündige Fleisch zu weihen und von allen Makeln zu reinigen! all In tiefster Unterwürfigkeit nehme ich heute den Tod an, den ich verdienet habe; du aber nimm als Opfer der Liebe an, was immer ich meiner begangenen Sünden wegen deiner Gerechtigkeit schulde! Ich will sterben, weil ich es verdiene, und du es willst; ich will aber nur sterben, um mich desto enger und unzertrennlicher mit dir zu vereinigen. Schlage mich demnach, o Herr! wenn es dir gefällig ist; nur bereite du selbst mich vor! Zerbrich die hinfälligen Bande, die mich an dieses sterbliche Leben festhalten; feßle mich jedoch anstatt dieser fleischlichen Bande auf ewig an dich mit den Banden deiner göttlichen Liebe! pirid Mit dieser Stimmung, o mein Gott! will ich jetzt zu dem heiligen Tische gehen, dich zu empfangen, als wäre dieß die letzte Kommunion meines Lebens. Ich verlange dadurch zu thun, was ich in meiner Sterbftunde thun würde. Herr! an dich glaube ich, auf dich hoffe ich, dich liebe ich über Alles; 1 auf Weise letzter Wegzehrung. und aus reinster Liebe zu dir reuen mich alle meine begangenen Sünden. Dein bin ich, thu mit mir, was dir gefällig ist! Komm, mein Gott! meine Seele schmachtet nach dir; lehre mich die Kunst, gut zu ſterben, auf daß im ich Himmel ewig mit dir leben möge! Amen! hind ogs 200 mod inn bin de and jud TO 5 mm Nach der heiligen Kommunion. Nun, meine Seele! nachdem du mit einer so kostbaren Wegzehrung auf die Reise versehen und gestärkt bist, danke diesem auf unsern Altären geopferten Gott, daß er dir diese Gnade verschafft, und sich selbst dir geschenkt hat! Jeßt müssen deine Schrecken aufhören; deine übermäßige Furcht vor dem Tode muß verschwinden; sie muß dem Vertrauen auf seine unendliche Güte, von welcher du so viele Beweise hast, der Hoffnung in seine Erbarmungen, einer getreuen und großmüthigen Liebe Plaß machen. a nighe 325 thuis geble tig sind og inme Jetzt hast du bewährteste und genugsame Waffen, um die furchtbarsten Feinde, die dir auf dieser erschrecklichen Reise begegnen könnten, darnieder zu schlagen. Vielleicht wirst du früher, als du dir einbildeft, deine Reise in die Ewigkeit antreten müssen.. Doch, fürchte nichts! Du besißest in der heiligen Wegzehrung den Gott der bewaffneten Kriegsheere, welcher selbst in dir und für dich streitet; du haft, womit du dich nähren, und auf dem Wege deine Schwachheit durch jene liebliche peise laben kannst, die, wiewohl unter den schwachen Gestalten verborgen, dennoch das Brod der Starken- ist, um ihnen ihre Gnade zu bewahren und zu vermehren;.. auch eine Nahrung für die Schwachen ist es, um ihnen die wahre Stärke mitzutheilen, eine Nahrung, die dich so lange erhalten wird, bis du sie unverhüllt im Himmel genießen kannst. Darum besorge nicht, daß du auf dem Wege dich verirreft! Diese heilige Wegzehrung ist der göttliche Heiland, der selbst von sich gesagt hat, daß er der Weg, die Wahrheit und das 326 khards Ablaß- Gebete. Leben sey; der Weg, welcher dich führt, die Wahrheit, welche dich erleuchtet, das Leben, welches dich vom geistlichen und ewigen Tode befreien wird nismo niommon, Anbetungswürdige und heiligste Wegzehrung! unendlicher Dank sey dir, daß du dich mir gegeben hast, mich zu stärken, mich zu erleuchten, und mich auf dem Wege zur Ewigkeit zu führen! Seße deine göttliche Huld fort, auf daß, wenn mich das Unglück treffen sollte, dich bei meinem Tode nicht empfangen zu können, du jeßt mir zum Bewahrungsmittel, zum Ersaße und zum Schußze wider alle Feinde dienest, die mich bei meinem Hinscheiden angreifen möchten! Amen! ir ju s bij dnu obje siodum naherche enied istim 1992. Ind imple vidjob s002 mod 300 1018 spihmisdit suisd schilds 2bl a Gebete. bine tum ni od 199 fund Stigare 22 sig of ro 19 biser now$ 110 Allgemeines Ablaß- Gebet. sds19 ms $ 31131 Allmächtiger, ewiger Gott, Schöpfer und Vater aller deiner Gläubigen! ich armer, unwürdiger Sünder werfe mich vor dem Throne deiner unendlichen Majestät nieder, dir, meinem wahren und lebendigen Gott, deinen eingebornen Sohn, meinen Herrn und Heiland Jesus Christus, den ich durch deine Barmherzigkeit in der heiligen Kommunion empfangen habe, als das Opfer unserer Versöhnung darzubringen. Ich bitte dich durch seine unendlichen Verdienste, durch seine heiligen fünf Wunden und durch das Blut, welches er am Stamme des Kreuzes vergossen hat, um alle Kinder seiner Kirche von ihren Missethaten rein zu waschen, und sich eine reine, heilige, falten und fleckenlose Braut zu bereiten, deren ewiger Bräutigam und Oberhaupt er ist, erhalte alle Glieder derselben, für die er, der Herr des Lebens, den schmerzlichsten Tod erlit ten hat, im wahren Glauben, in der lebendigen Liebe und in einem tugendreichen, dir wohlgefälligen Wandel bis an das Ende ihres Lebens! schilnog vodi proposte spillet sipi na Gib deiner heiligen Kirche fortwährend blühendes Wachs- r and Ablaß- Gebete. 19 3276 thum und Gedeihen! demüthige ihre Feinde und Verfolger! vertilge alle Keßereien und Spaltungen! erleuchte unsere irren190. den Brüder, die fortwährend in den Schatten der Finsternisse und des Todes wandeln, daß sie dein Licht, die Eine, heilige, unfehlbare und ewige Wahrheit erkennen, die du durch deinen göttlichen Sohn uns geoffenbaret haft, und durch seine Eine, heilige, katholische und apostolische Kirche zu glauben vorstel left, damit Alle sich zu dir bekehren, und auf der ganzen Erde coln uraat Ein Sinn, Ein Friede und Eine Erkenntniß Gottes und Jesu Chriſti Herrsche! Bogidimina tods vadin Verleihe auch, himmlischer Vater! durch deinen eingebornen Sohn, der durch sein Blut die Erde mit dem Himmel versöhnt, und den göttlichen Frieden vom Himmel gebracht hat, allen christlichen Monarchen und Fürsten wahren Frieden und Einigkeit! Erleuchte sie mit dem Lichte deiner Gnade, daß sie ihre untergebenen Reiche ohne Zwietracht und verheerende Kriege, in the christlicher Eintracht beherrschen, und einst von dir, dem ewigen Herrscher und Herrn aller Herrscher, die Krone ewiger Vergeltung empfangen! mindro d Erbarme dich auch, o Gott des Friedens! unserer Brüder und Schwestern, die im Glauben und in der Liebe von diesem Gushime Leben abgeschieden sind, und in dem Orte der Reinigung ihre noch übrige Schuld an deine göttliche Gerechtigkeit bezahlen, pbil und führe sie durch deine Barmherzigkeit in die Barmherzigkeit in die Wohnungen deines ewigen Friedens, damit wir einst Alle dort vereint Alle bort vereinte dich, den Vater der Glorie, und deinen eingebornen Sohn, unsern Herrn und Heiland Jesus Christus, mit dem heiligen Geiste im Jubel der ewigen Anschauung loben, preifen und verherrlichen in alle Ewigkeit! Amen! ilidad pamtqoluk ( Bete nun 7 Bater unser und Ave Maria sammt dem Glauben!) Nordoor nied this and on dai2 said ammodoil ( adsig schildnam sid out i midfind oogturo aspire tudotopni cho espiomemu nism si stand ud olar ni isid mid d d d d did smundssid i 328 Ablaß- Gebete. Gebet, den Ablaß für sich zu gewinnen. BODE Gott, der du uns durch das Sakrament der Buße die Sinchule MOT Schuld nachlassest, die wir deinem Priester in Demuth und Reue unsers Herzens bekennen, und deiner heiligen, katholischen und apostolischen Kirche, welche unser Heiland in seinem Blute gestiftet, eine Quelle reichlicher Erlösung eröffnet, und ihr die Gewalt verliehen hast, Irdisches im Himmel zu lösen, und himmlische Gaben auf Erden auszutheilen! ich opfere dir mein demüthiges Gebet, und flehe zu deiner Barmherzigkeit: Laß mir die Gnade des heiligen Ablasses zu Theil werden, welchen fie Kraft der Vollmacht, die dein Eingeborner Sohn, unser Herr und Heiland Jesus Christus, ihr gegeben hat, heute allen Gläubigen verleiht, die hre Seele in der Quelle der Buße reinigen, und das Sakrament des Lebens empfangen, und er TRADIN laß mir durch die unendlichen Verdienste seines Leidens und Effectio Sterbens die Strafen, die ich durch meine vielfältigen Sünden und Vergehungen verdienet habe! Erbarme dich, o Vater der Erbarmungen! und reinige mich immer mehr und mehr von aller Schuld und Strafe, damit ich, vollkommen gereiniget, dir mit freudigem Herzen alle Tage meines Lebens diene, deine Barmherzigkeit preise und zur klaren Anschauung deines väterlichen Angesichtes gelange, durch Jesus Christus, deinen Sohn, der mit dir und dem heiligen Geiste lebt und regiert, Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! POIK da manodophils mod ingilind mad tim( Sirijis men man toplans and locurrick Aufopferung der heiligen Kommunion für Lebendige. Liebreichster Jesu, der du uns befohlen haft, einander zu lieben, und diese Liebe als das Kennzeichen deiner wahren Jünger aufgestellt haft! ich bitte dich durch die unendliche Liebe, in welcher du heute unter mein unwürdiges Dach eingekehrt bist, erbarme dich der Seele, für die ich dir selbst in dieser Ablaß- Gebete. heiligen Kommunion dich aufopfere! Wende ihr die hochheiligen Verdienste deines bitteren Leidens und dieser wunderbaren Herablassung und Vereinigung mit meiner Seele zu, und vergib ihr huldreich ihre Vergehungen! Rette sie aus allen Gefahren zur Sünde, und steh' in ihren zeitlichen und geistlichen Bedrängnissen ihr mildherzig bei! O Stifter aller wahren Freundschaft, der du willst, daß wir Alle Eins in dir seyen, und für unsere Brüder und Schwestern beten, damit wir selig werden! schirme dein Geschöpf, welches du mit dem unendlichen Werthe deines Blutes erkauft haft! haſt! show modnik, ussdi Laß mich, o Jesu! Erhörung vor dir finden! Denn du weißt, wie sehr seine geistige und zeitliche Noth mein Herz betrübt. So innig wie meine eigene Seele empfehle ich deiner göttlichen Barmherzigkeit auch diese Seele, für die ich meine heutige Andacht dir darbringe. Nimm sie für immer in deinen göttlichen Schuß, und wende dein heiliges Angesicht nicht von ihr! Laß ihr das Licht deines Trostes leuchten, und führe sie einst nach den Trübsalen dieses Lebens in die ewige Glorie, dich ohne Ende zu lieben und zu preisen! Amen! Tot heds@ naista vidi slin 30 madrat di' ngdis? an mon m Aufopferung der heiligen Kommunion und des Toffor all Ablaffes für Verstorbene.in 329 O Vater der Barmherzigkeit! zu dir flehe ich im Namen deines eingebornen und hochgeliebten Sohnes, der nun in meinem Herzen wohnt: Erbarme dich der Seele NN., die in deinem Frieden von diesem Leben geschieden ist, und vielleicht noch in den schmerzlichen Gluten des Fegfeuers nach ihrer Aufnahme in die himmlische Glorie seufzt! Ach, Herr! wenn du auf die Missethaten achtest, wer kann da bestehen?" Es ist keine Zeit mehr für ste, deiner göttlichen Gerechtigkeit durch heilige und verdienstliche Werke genug zu thun. Und wer soll deine unendliche Barmherzigkeit für sie anrufen, wenn nicht Jene, mit denen sie in diesem Leben durch die Bande der 330 Ablaß= Gebete. Freundschaft und des Umganges verknüpft war? Achy! vielleicht bin ich selbst an vielen Strafen Schuld, die sie nun dort leie det; und mich gedünkt, als höre ich ihre klägliche Stimme: Erbarmet euch meiner! erbarmet euch meiner we nigstens ihr meine Freunde! dana in modo sd Darum, o Vater der Erbarmungen! falle ich auf mein Angesicht vor dir, und opfere dir für ihre Versäumniſse deinen eingebornen Sohn, den ich im Sakramente seiner Liebe empfangen habe, und den Ablaß, welchen seine heilige Kirche heute Kindern verleiht. O himmlischer Vater! blicke herab auf dennewigen, glorreichen und vielgeliebten Sohn deines Herzens, der durch seine überaus tiefe Demuth so reichlich bezahlt hat, was sie durch ihre Hoffart gefündiget hat! Sich seine freundliche Sanftmuth, welche Alles überflüssig versöhnet hat, was sie durch ihren Zorn verbrochen hat! Er, die Liebe deines Herzens, hat Alles ersetzt, worin sie durch ihren Haß sich verfündiget hat; seine Freigebigkeit hat für ihren Geiz bezahlt, sein heiliges Fasten für ihre Unmäßigkeit, sein Gehorsam für ihren Ungehorsam, seine allerhöchste Reinigkeit für alle ihre unreinen Gedanken, Worte und Werke, fein bitteres Leiden und Sterben für alle ihre Sünden und Unvollkommenheiten. O Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes! nimm dieses hochheilige und deiner göttlichen Majestät würdige Opfer zu ihrer Versöhnung auf! Sende ihr Linderung in dieser schmerzlichen Verbannung von deinem göttlichen Angesichte, und laß sie bald zum ewigen Frieden, zur Ruhe der Glückselig keit, und zur unendlichen Freude deiner hochheiligen Anschauung gelangen, damit sie im Verein mit allen heiligen Engeln und himmlischen Geistern sich ewig erfreue, und dich, ihren himmlischen Vater, in alle Ewigkeit liebe und lobe durch Christus, unsern Herrn! Amen! bilimigna dnu opilion hand auto ai dj tistelandschildown onid ol 150 sdma si cod mods? mohlo ni ai uand time 17 - - Kommunion- Lieder. Tromo Bachilton C Lieder. Kommunion 1. Die Kommunion. an die „ Sieh! ich stehe vor der Thüre, und klopfe an. So Jemand meine Stimme vernimmt, und mir aufthut, zu dem werde ich eingehen, und das Abendmahl mit ihm halten, und er mit mir." Offenb. 3, 20. " Thug( hid shig and O heiliger Morgen, dan spils bilo Vom Himmel entfacht, s Wo, bräutlich in Sorgen, hildail anil Die Seele erwacht; bij de Daß rein ste erscheine ol 19 191jud sing Und blumig geschmückt, id mo Wenn Jesus, der Reine, 1910i vide Als Braut sie beglückt! ög mis Es fliegt, zu gesundenpuin ba Der Hirsch nicht so schnell od 1019 Mit feurigen Wunden inni me Zum fühlenden Quellojsi me Als flammend getrieben, sid udsiff ne Von Gluten durchpfeilt, pa Die Seele, zu liebenmini gibi sic Den Bräutigam, eilt.nm@ O himmlische Feier, nad spinnor a O Hoffnung der Braut! thing Wenn unter dem Schleier mid the 331 Verhüllt sie ihn schaut! im po 80 In heiliger Wehmuth indossa Erseufzet sie dort; bilgi sü Und staunend in Demuthillög alle Entflieht ihr das Wort: t *** 332 Kommunion- Lieder. entist, göttliches Feuer! O Urquell des Lichts! Was suchst du, Getreuer! Im Abgrund des Nichts? Ach! Elend und Mängelsism msg.0 od Nur findest du hier; 0 König der Engel! mi mind Was zieht dich zu mir?" 00 Glückselige Stunde, Wenn Jesus erscheint, i Und lieblich im Bunde Mit ihr sich vereint! 990$ 10 sit niny An@ Vom himmlischen Saal! d duftWie kost er so tröstlich Wie duftet er köstlich Beim göttlichen Mahl! 4 O süßes Entzücken, inpsin ba Gibt dann er sich kunde Den innersten Blicken Im tiefesten Grund! Da fliehen die Sinne; insmalt sik Hoch staunet die Braut, no Die selig in Minne, si Den Bräutigam schaut. me O wonnige Thränen, Spricht Jesus zu ihr: " Ich bin es; dein Sehnen, Es zog mich zu dir!" O süße Belohnung pince more uds d spilled# Für jeglichen Schmerz! Als göttliche Wohnungi dusuoi dull Nun glänzet ihr Herz. siin Kommunion- Lieder. Da weicht das Gewimmel, sid te Gedanke und Bild; it gilid n Denn Friede vom Himmel u musl Durchstrahlet sie mild; Die, jubelnden Schalles, plats i Tief innerlich spricht: d O Jesu, mein Alles! O süßestes Licht!" old mogituhi mise 10 mo po r! hie timul i 1971 SER Unendliches Leben, VEC SODAY O himmlische Glut! Was soll ich dir geben, Mein einziges Gut?! O göttliches Feuer! TELE Verzehre mich hier; Und nimm, mein Getreuer! ate Mich ewig zu dir! Huml 2. Gespräch der Seele mit Jesus. „ Steh auf, und is! Denn du hast noch einen weiten Weg vor dir." III. Buch der Könige. 19, 7. Die Die 12 12 Die Seele. O Jesu, süßes Licht! Laß mich dein Heil genießen! Entflieh, Geliebter! nicht! belfase Sieh! meine Thränen fließen; 610 11112 Vor deinem Angesicht 196 ande Will sich dieß Herz ergießen. E Der du so wundermildd051991 Bei mir bist eingegangen, Laß, Herr! dein Ebenbild ds Erbarmung heut' erlangen! Mein treuer Schutz und Schild! he O laß mich dich umfangen! 333 € 334 Kommunion- Lieder. Mit dir, o Herr! alleined this ne In heilig tiefer Stiller stands Nur freut das Herz sich rein.is O süße Trostesfülle! aldaichu@ Dir ewig treu zu seyn, sdisduisiQ Glüht meiner Liebe Willei c lasme nismul G. Jesus. spilt a Dein Bräutigam bin ich; schulf Ein Gott voll Eifersgluten. Sieh! ich besuchte dich, i tot dag Im Streit dich zu ermuthen. Wer treu ist, kämpft für michig Ich prüfe stark die Guten. Danders Mein Glanz, ob unsichtbar, in dlf Strahlt mächtig in der Seele, Daß er sie zur Gefahr bä*}* 8= nonis on Als Siegesheldin stähle, un di er Die, kämpfend immerdar, id so po natisn Die Krone nicht verfehle. Tritt aus dir selbst hervorsta Zum treuen Kampf, und eile o Rastlos zum Himmelsthor! dihing Dort quillt dir Troft zum Heile. Was ist der Liebe Flor? manisd 1080 Zerbrochne Feindespfeile.ie Die Liebe fordert viel; of no 15€ Nie darfst das Kreuz du meiden; Das Leben ist kein Spiel;! A Dein Herz muß ernstlich scheiden. Der Liebe höchstes Ziel 19 misste Ift: hier für mich zu leiden.nl Kommunion- Lieder. 4 desfied Die Seelenfins 19 Sieh, Herr! ich bin bereit, will zu kämpfen und zu kriegen; Hilft in der Kampfeszeit De natulo DeNur deine Kraft mir siegen. Bist du bei mir im Streit, HING HIM Ⓒ dar Die treue Liebe wacht; medindgonst nt Sie leuchtet in den Nächten; ka pano OP 100 drind Wie könnt' ich je erliegen? 20 Sie hat mich angefacht, ewigem Leiden treu zu fechten; Mar Ich fürchte keine Macht, dod misste Gestüßt von deiner Rechten. Dein Kreuz ist mein Gewinn; wala So sing Und Schmach ist meine Krone; zu leiden glüht mein Sinn an.3 Mit dir, des Höchsten Sohne. Heut' sey der Anbeginn! Sen Gib, Herr! dich mir zum Lohne! Schweigt, Klagen meiner Brust! Laßt fahren eure Schauer! Gewinn ist hier Verlust; an tisdia17 Kurz ist des Leidens Daueridae Bald stillt des Himmels Luft die Auf ewig alle Trauer. Statet: ginon 335 3. Das Gastmahl der Liebe. „ Ich liebe, die mich lieben; und die frühe zu mirwachen, werden mich finden. Wer mich findet, der findet das Leben, und er wird Heil vom Herrn schöpfen." Sprüchw. 8, 17. 18.15plare) 336 Kommunion- Lieder. Eilt, entflammt vom Gnadenstrahle, Früh mein Herz zu Jeſu Mahle, Dann durchströmt mich neues Leben, JEUDI UC Und in allen Tiefen beben 134 at filia Gluten der Liebe. Glut, die fühlt und nicht verzehret! Weh', wer deiner nicht begehret! In seraphischem Verlangen simit si@ Glühen, welche dich empfangen, 13 Jubelnd vor Liebe. Ligh Will in Traurigkeit und Klagen Mein betrübtes Herz verzagen, Flieh' ich schnell zu diesem Tische; D, wie mild erquickt die frische Quelle der Liebe! 916 - ris@ Fluten eine Fluten# TALE Quell des Friedens! deine Löschen alle fremde Gluten; In Entzückungen versinket, Wer dich, süßes Leben! trinket, Flammend von Liebe. Süße Fessel, die mich bindet! Freiheit findet, wer dich findet; Wem du einmal nur erschienen, Glühet ewig, dir zu dienen, König der Liebe! the s O, wie alle Herzen brennten, Wenn sie deine Liebe kennten!!! BE Was im Himmel, was auf Erdenechazin Kann dir je verglichen werden, Ewige Liebe! Kommunion- Lieder. 4. Der lebendige Flammenquell. „ Feuer, kam ich, auf Erden zu senden; und was will ich Anderes, als daß es brenne?" Luc. 12, 49. en Baupmurmel menalinman 1todoil dur tommal O Lilienflor, Den Jesus erkor! isah dan isdi? Gebeugt im Staube je ani nens immol ខ Schwingt sich mein Blick empor, il sid ei& Anbetet mein Glaube. olp ail in Unendliches Licht, Das hier sich ergießt! Ewige Herrlichkeit! Frucht der Unsterblichkeit! mm@ mpid ne notul& ustolo ne sliy znotnikose ug 1513. mainit ng dat? Heil, wer dich bricht! Selig, wer dich genießt! bid ning lig Heilige Stille pe du mbilia Umruht den Altar.gz] toding) 10 Still, unsichtbar, smist sit millone In himmlischer Flamme, nis digon n Dem göttlichen Lamme adnto ni lock TIÊN Dienen die Cherubim.( adusgoil mio Doch alles Fleisch schweigt tief, tief vor ihm. salsamico Swickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. Auf, ihr Seelen, Heilige Adler! Ausbreitet die Schwingen, dai2 t Ihn zu umringen!##$ 1@ smisil, Niederstürzet auf den glorreichen Leib! on Kostet und schauet! Trinket das Leben! aid hirer sig the Sauget die Süße, die im Löwen quillt, Und den göttlichen Hunger stillt! s00# 8 D, eilet schnell! Feuer sprühet der göttliche Quell; 337 napid as atbilsgal monis] 22 338 Eintauchet die Fackeln sgiono dolgo? A In den lebendigen, lu8, In den unendlichen ano dell Kommunion- Lieder. 83 and 816( 8915d billigt Blizstrahlenden Flammenquell! Flammet und liebet!Tohumilia ! Toto dupe#@ Liebet und flammet! Flammet ohne Ruh' und Rastpoi mi trusds Bis die Glut alle Herzen erfaßt, bi igniorb Daß sie, gleich beflügelten Pfeilen, niom stadig Eilen, In diesen Gluten, In diesen Fluten Tief zu versinken, Liebe zu trinken! hil schildsnff lipiens hij 19id an tilbild spiar na ibin bird bid 19ar lis Heil, Heil! wer dich getrunken, thid sar gib Göttlicher Quell! llit spilis@ Er sprühet seraphische, feurige Funken; durf Aufhellen sie seine Nacht; andabinu he Kühn troßt er des Feindes Macht; bumid ne Ein Held in Gefahr, Ein fliegender Aar,*) Hoch über die Sternenbahn Schwingt er sich himmelan, Himmelan. *) Adler. rischildrs smo aschilig mis midud sid nami ist eslla( ha@ los di julg 1191dls ogilisd videnk Seibe 5. Liebesklage „ Meine Seele durstet nach Gott, dem lebendigen Quell! Wann werde ich kommen, und vor seinem Angesichte erscheinen?" Psalm 31, 2.2 ce Ach, wie muß ich hilflos klagen! and istmin Sterben, ach, mit jedem Tag bid topgun Fern von dir muß ich verzagen; top mod dull Nichts ist, was mich trösten maglis, C allo scollo ad indingt mind 2% 0ો જો,] odhl& Kommunion- Lieder. Sieh, o Jesu! meine Thränen! hid side Sprich! wann endet meine Qual? Wann erhörest du mein Sehnenpon me Und ertödtest mich einmal? d „ Ist, o Braut! dieß fene Treue, noe dall Die dein Herz mir einst verhieß? Liebst du nur, wenn ich erfreue? bi siglo Ist mein Trost allein dir füß? Du versprachst, mein Kreuz zu tragen, dull Jan Mir zu folgen, deinem Herrn;) Schwache Herzen nur verzagen; vaid he Starfmuth ist der Liebe Kerne O, vergib, mein Gott! dem Herzen, Das in Seufzern zu dir blickt! Glühend brennen seine Schmerzen, Von so schwerem Leid bedrückt; Ausgestorben ist das Leben, Dede, falt und ohne Ruh; oWer kann meine Ohnmacht heben, és dull Als, o süßer Jesus! du? sni anism ame „ Ließ ich denn, als ich geschieden, in dull Dich als Waise hier allein? urd Segt' ich nicht, zu deinem Frieden, gior Mich als Quell des Trostes ein?- Daß dir eine Zuflucht bliebe, slommal, Gab ich mein verschleiert Herz Dir im Gastmahl meiner Liebe. dier duft Tritt hinzu, hier weicht dein Schmerz!" Hier umfang' ich meine Kinder, end sial, Und bereich're ihre Noth; dise All ihr Kummer wird gelindersdai! anisa Durch dieß süße Himmelbrod. 22* 339 340 Kommunion Lieder. = Nähre dich mit dieser Speise, d Trinke Kraft aus dieser Quell'! Denn noch weit ist deine Reise, des mod Und gestärkt nur eilst du schnell." Und von des Altares Stufe, Wo mein Schmerz mit Liebe rang, Folgte ich dem stillen Rufe, ad Nosig Der in meinem Innern klang. Und mit meinem Kreuz beladening#@ Ging, verwundet, schwach und krank, Ich hinzu zum Tisch der Gnaden, aurt Wo anbetend ich versank.ht Seufzend blickt' ich auf zum Lamme, Zart bedeckt vom Lilienflor; Eine unsichtbare Flamme nord duscülə Flammte still in mir empor; Alle meine Herzenstriebedsrofsgbuls Wallten wie in Himmelslust; Und es ging die ew'ge Liebe im ml 1902 Schweigend ein in meine Brust. Und in ihre Glut versinken, d thi 3919, Ewig ruhen wollt' ich dort; b Ewige Entzückung trinken; bi Doch mir ward ein and'res Wort: „ Wandle nun, erquickt, im Frieden, Muthig meines Kreuzes Bahn! Ruhe wird hier nicht beschieden; om Schmerz und Kämpfe geh'n voran." „ Wie das Holz die Flamme nähret, siger Nährt das Kreuz der Liebe Glut; Keine Liebesflamme währet, 10 Wenn das Kreuz nicht drinnen ruht. 1920 Kommunion- Lieder. Halte fest am Stab der Gnade, neg, bill Der die Seele aufrecht hält, er boil Daß sie auf dem schmalen Pfade Nimmer irrend wankt noch fällt!" #artist 0 „ Sieh! mit Kreuz und Dornenkrone Ging ich ein zur Herrlichkeit; ill Und im Sakramente wohne Ich, dein Helfer hier im Streit, Daß du treu der Liebe dächtest, n] 3 Die mich hier gefesselt hält, aller Und dich mir zum Opfer brächtest, sier Bis des Lebens Vorhang fällt." ID@ a Tug Tief, bei'm Wunderquell der Gnade, Klang dieß Wort mir innerlich. so " Jesu!" rief ich, freudig lade hin me Ich dein blutend Kreuz auf mich. Reiche nur im Sakramente, da 89 Mein Geliebter! mir die Hand! Tragen will ich bis an's Ende Deiner Liebe füßes Pfand." 6. Wonnelie d. O Jesu, meine Lieblichkeit, Du, meine süße Seligkeit! Nach dir erglüht in Ewigkeit, Das Herz, das sich in dir erfreut. Jug ilma@ Die Lilien blüh'n nicht so rein, So hold ist nicht der Rosen Schein; Dir weicht der Sonne goldnes Licht, Des Mondes holdes Angesicht; Das Morgenroth ist gleichfalls nicht o inc So lieblich, noch das Sternenlicht. dll id tiste 341 342 Kommunion Lieder. fist sting @ jat aplombi masa jun si in O Wonneglut! wie du erfreute Auf Erden keine Süßigkeit; Tief schwindet aller Flor der Zeit di Vor dir, o höchste Lieblichkeit! ini. andour onomasin mi duff Nur du allein bist groß und hehr; be So schön, wie du, ist keiner mehr..din@ O volles Himmelswonnen- Meer, Wie glüht nach dir mein Herz so sehr! onll Nicht Hyacinthen sind so fein, Noch würzig rothe Nägelein. Julbico Denn wer ist's, der dir, Höchster! gleicht, Dem alle Erdenschönheit weicht, isd si Vor dem der Geister Chor erbleicht, Den nicht des Himmels Glanz erreicht? bjgt dup 19928, disinid hind be Dieß Lied bring' ich dir liebend dar schisse Auf deines Herzens Hochaltar, nie Wo hoch vereint der Engel Schaar per Dir fingend jubelt immerdar.. O meine Liebe, meine Zier! Wohl ist's im Herzen deutlich mir, Daß nie ich singe nach Gebühr; Denn kein Gesang singt würdig dir. a @ So juble denn dir selbst für mich, signfe and Und singe selbst dir feierlich; don@ Und alle Engel heben sich, dihisar Mit dir zu jubeln ewiglich: esdroille os Daß du mein Gott und Herr willst ſeyn, Und mir dem letzten Wesen dein, COOLT Dich zu erkennen willst verleih'n, mili si zu lieben und zu benedei'n! in l alud o polnum Kommunion- Lieder.lis dusman Die Himmelsfürsten dienen die du Q Der Könige erlauchte Zier.( hid mu chi ne Du, meine Krone dort und t und hier, hid tule 201 20001 Was bist du, süßer Jesu! mir! 2509 Hidry stic Adll 19 Du, der da meine Seel' belebt, sundi Der liebend mich zu sich erhebt, ne iste Der so mit Wonnen mich umschwebt, me Daß freudevoll mein Herz erbebt! tnissoil idad and silen duis nis mis Guspai in psd mechisch Wie bitter ist der Erde Wust, Bist du dem Herzen froh bewußt! tishs Du, Gottesquell! erfüllst die Brustom C Mit wundersüßer Himmelshift him no 19 in anada? ad mi grdi klar! O Herrscher, hoch im Lichte flat for diste O starker in Gefahr! O Edelstein der Menschenschaar! O Künstler schnell und wunderbar! noin Lehrer, der die Kleinen liebt! 343 O Rath, der nie die Huld verschiebt! O Helfer, der so gerne gibt! olprijate i O treuer Freund, der nie betrübt! puis ubun on indij ponied instr Ser ili Liebesquell, der ewig quillt! sida Wie schmeichelst du den Seelen mild! Di Friede, der die Sehnsucht stillt pisin Bräutigam, von Glut erfüllt! dos and info is suchgan sist end up bingus domestiluni dar O Blume, die in Schönheit blüht!! 1pidisted tind Jungling, welcher nie verblüht om D Bruder, der von Liebe glüht! Gefährte, liebreich dem Gemüthose! omnët tinanings sid nd and and cond nisk buO Bräutigam, mein füßer Flor( inspi mang sid( bij Dich zieh' ich allen Wesen vorpujins is now some 8 In dengawalliad am SHEMOTE 344 Fromme und heilsame Gedanken an Kommunion- Tagen. Den Freuden schließ' ich gern das Thor, Da ich um dich das Kreuz erkor.inda n THE HOT SHOTS Nur dich, als Lorbeer, suche ich, 1 Der selbst für mich am Kreuz' erblich. Bethaue mit der Gnade mich! id qu Mit Mund und Herzen bitt' ich dich. C en 29 01112 All', was die Seele fleht und thut, Vereint sie jener Liebesglut, n Mit der du selbst, mein süßes Gut! id stare Gefleht, und Leben gabst und Blut. O meines Herzens milder Gast, Der du mich so geliebet haft! fordi 11506. O, führe, sinkt des Lebens Laft, Mich frob in deiner Himmel Rast! Amen! 15 C Quant Tandidata dair and linta e Fromme und heilsame Gedanken an KommunionTagen. inil C $ 20 İsibira/ 1. Bestegle, o Jesu! meinen Mund, daß kein Feind aus- und eingehe, kein unreines, zorniges, noch irgend ein sündhaftes Wort die Zunge beflecke, auf welcher das Saframent deines allerheiligsten Leibes geruhet hat! si 2. O meine Augen, die ihr euren Heiland in der Liliengestalt des Brodes gesehen habet! fentet euch, nichts Eitles und Sinnliches mehr anzuschauen, das seine allerhöchste Reinheit beleidiget! 3. O mein Herz! hüte dich, einen Gedanken zu hegen, der die Gegenwart deines Geliebten aus dir verscheuchen könnte! Jesu, Gott meines Herzens! behüte dieses Herz, das sich dir zum Eigenthumne gegeben hat, und laß es durch keine Sünde von dir entfernen! lln bi' dig die Fromme und heilsame Gedanken an Kommunion- Tagen. 345 4. Jeſu! wie Del ist dein süßer Name in mir ergossen worden. Süßer Jesu! sey mir ein Jesus( Erlöser, Seligmacher)! ù nolìn bjund snim vid piests sh 5. O Jesu, Gott meines Heiles! wann, o! wann wird der Tag erscheinen, wo ich dich ohne Schleier, von Angesicht zu Angesicht, anschauen und ewig lieben werde?! 2sújtës 6. O himmlischer Vater, der du uns Jesum, den Sohn deines Herzens, zum Lehrmeister gegeben, und uns befohlen hast, ihn anzuhören! verleihe mir, daß sein Wort wirksam in mir sey, und gib mir Kraft, es immer treuer zu erfüllen! 7. O Jesu! laß mich lieber sterben, als durch die geringste freiwillige, läßliche Sünde dich beleidigen! O mein Alles! nichts will ich suchen außer dir; denn reichlich ist Alles in dir, was immer in Zeit und Ewigkeit mich erfreuen kann. 8. Sey gepriesen! o ewiger Vater, der du uns einen so milden Heiland gegeben hast, der, obschon er der Heilige der Heiligen ist, es dennoch nicht verschmähet hat, bei mir größtem Sünder einzukehren! Jajah tela 9. O meine Seele! unterwerfen wir uns Gott, der alle unsere Trübsale zu unserm ewigen Gewinne kehrt! empfangen wir freudig das Kreuz aus seiner Hand, welches durch das Del seiner Barmherzigkeit versüßet worden ist! 10. Wort des Vaters, heilige Menschheit Jesu! verleihe mir, dich allein zu lieben! Richte mein Herz zu dir empor, daß es nach nichts verlange, nach nichts ziele, als nach dir, seinem einzigen Gute, seiner ewigen Glückseligkeit, seiner Freude in diesem Thale der Thränen! 11. O süßer Jesu, du Eiferer unserer Seelen, der du vom Himmel auf die Erde gekommen bist, in unserm Herzen zu wohnen! komm, und besize dieses Herz als dein Eigenthum; schmücke dasselbe als deine Wohnung; bewahre es als deinen Tempel, und erweitere es durch deine Liebe, daß es ewig von ung deiner Glorie erfüllt werde! 12. D Jesu! ich bete dich an bunand in meinem Herzen. 346 Fromme und heilsame Gedanken an Kommunion- Tagen. Erleuchte meinen Verstand; entflamme meinen Willen; erfülle mein Gedächtniß; zähme meine Einbildungskraft; lenke meine Seele; unterwirf dir meine Leidenschaften und alle meine Neigungen, daß sie deinem heiligen Gesetze gehorchen! ihi 13. Jesu! zermalme die Härte meines Herzens, daß es süße Thränen der Andacht vergieße; führe es in die Nähe deines Herzens, daß es durch die heilige Berührung deiner Gluten aufflamme! Denn du bist ein Feuer, das ewig glüht; ein Quell der Barmherzigkeit, der nie versiegt. dr 14. meine Seele! eile, deinen Gott zu lieben, und verliere nicht länger mehr Zeit mit der Liebe vergänglicher Geschöpfe, die du verlassen mußt! Sieh! schon ist ein großer, vielleicht der größte Theil deines Lebens verflossen. Was wirst du in die Ewigkeit mitbringen? i ni toni anar of 15.Gütigfter Jesu! verwunde meine Seele mit deinen Schmerzen; fröne mein Herz mit deiner Dornenkrone; verwunde mein Fleisch, auf daß mein Geist gesund werde! ill d 16. Ich habe hier keine bleibende Stätte. O Jesu! lehre D mich diese Erde verachten, und richte mein Herz zum Himmel, den du mir eröffnet hast, dich dort ewig zu besigen! 804 17. Komm mir zu Hilfe, mein Jesu! Verscheuche die Schaaren eitler und sinnlicher Gedanken, die sich in meiner Seele erheben! Befteht den Stürmen, sich zu legen; sprich zu meiner Seele:„ Ich bin dein Heil!" hidsime sil hou 18. Gib, o Jesu! Thränen meinen Augen, daß ich die Zeit beweine, die ich in Sünden verlebt habe! mein Heisist 18. 616,0 land! alle deine Gaben habe ich verschwendet; nur deine Erbarmungen habe ich nicht verschwenden können; denn sie sind unendlich größer, als meine Vergehungen. un kommic, mor 19. Oliebreicher Jesu! präge das Gesetz deiner heiligen Liebe tief in meiner Seele ein, daß keine Zeit und keine Verhältnisse, ja fogar meine Fehler es nicht vermögen, daffelbe do 5 STOL Tid daraus zu vertilgen! zu erkennen 20. Süßester Jeſu! gib mir die Gnade, dich dich z Fromme und heilsame Gedanken an Kommunion- Tagen. und mich zu erkennen! Denn dich erkennen, o Jesu! ist die allerhöchste Wissenschaft; mein Nichts érkennen, ist der Anfang und Weg der Vollkommenheit.ble shildis G KS 21 mildherziger Jesu! sieh! als dein ewiger Knecht werfe ich mich zu deinen Füßen, dir zu dienen, deine glorreichen Wunden anzubeten, und dich zu bitten, daß du durch ihre hochheilige Berührung meine Seele reinigest und heilest, die ich durch so viele unreine Gedanken und Worte befleckt und verwundet habe. un ( nonsid ng sid sun add 347 22. Sieh, o Herr! barmherzig auf das Werk deiner Hände, welches du nach deinem Ebenbilde erschaffen haft! Denit ist auch Vieles daran entstellt, so trägt es dennoch das Gepräge deiner Liebe. D! erbarme dich seiner, und erneuere dasselbe durch den Anblick deiner Glorie, damit das Werk deiner Hände nicht zu Grunde gehe! manuand thin dhid 23. barmherziger Hetland, der du für mich am Kreuze gestorben bist! fieh! ich bin bereit, um deines heiligen Namens willen zu leiden, was deine Heiligen gelitten haben, damit dein Name von den Menschen verehret und angebetet werdepldoe 124. Jesu, neinziger Gegenstand meiner Liebe,& Gott meines Herzens und mein Antheil n Ewigkeit! dir ergebe ich mich ganz und auf ewig; ich will hinfüro nicht mehr meinent eigenen blinden Willen folgen; ich stelle mich ganz deiner göttlichen Anordnung anheim, und überlasse mich dir für Zeit und Ewigkeit. isdllogg spuis end and all aslik- 25. O glorreiche und allerfeligste Jungfrau, durch die ich die Frucht des Lebens, deinen eingebornen Sohn, in meinem unwürdigen Herzen empfangen habe, vollendetes Vorbild aller Tugenden, die du so vollkommen auf Erden geübt haft! steh mir durch deine mächtige Fürbitte bei deinem göttlichen Sohne bei, daß ich würdig werde, ihm anzugehören, und einst in seine ewigen Wohnungen aufgenommen zu werdensd d26Ds Jesu, du Liebe des Himmels und der Erde! wann werde ich dir vollkommen dienen? wann wirst du ganz 348 Fromme und heilsame Gedanken an Kommunion- Tagen. mein seyn? wann werde ich mir ganz absterben, daß ich dir allein lebe? emusis abis a plochu p 27. O unendliche Allmacht! komm meiner Schwachheit zu Hilfe! Ewige Weisheit! erleuchte meine Finsternisse! Unaussprechliche Güte! vergib mir meine Bosheit! sad: 28. O Gott meines Herzens! dein bin ich, und verlange nur Augen, dich zu sehen, nur Ohren, dich zu hören, einen Mund, nur dich zu preisen,- ein Herz, nur dich zu lieben, Hände, nur dir zu dienen, Füße, nur dir nachzuwandeln, und ein Herz, nur um es dir auf ewig zum Opfer zu weihen.fo Aff 29. O uralte und ewig neue Schönheit! spät, ach! allzu spät habe ich dich geliebt. Ach! was kann die Seele lieben, welche dich nicht liebt? Was kann sie bewundern, wenn sie dich nicht bewundert? doby samin işidir vulg 30. O Jesu! präge deinen heiligen Namen mir tief in's Herz, daß ich die Süßigkeit dieses honigfließenden Namens immerdar einathme, und mein ganzer Wandel ein lieblicher Wohlgeruch vor dir werde! eu dir wandeln, und nicht auf 31. Ewiges Licht, das du die innersten Falten unserer Herzen durchsiehst! o unsere Wege, daß wir gerade vor den Wegen uns ewig verirren! 32. Sey wachsar, meine Seele! Jesus steht dich, und gedenkt deiner immerdar. Alles hört er, der das Ohr gebaut; Alles steht er, der das Auge gebildet, und von ferne erkennt er die Gedanken des Herzens, das er erschaffen hat. is 33. Steh' mir bei, o barmherziger Jesu! daß ich in dem schweren Kampfe mit Fleisch und Blut nicht erliege; waffne mich mit der Kraft deines heiligen Kreuzes, und rette mich Unglückseligen vor mir ſelbst! chamad JA - - - - 34. Oftmals, meine Seele! dring' mit der ganzen Kraft deines Gemüthes in die abgründlichen Leiden des Kreuzes! Dort findest du kostbare Spezereien, dich vor der Fäulniß der Sünde zu bewahren, und Balsam heiliger Geduld für alle Besuchungen des allerheiligsten Altarssakraments.js 349 Schmerzen dieser Zeit. Wie kannst du noch klagen, wenn Jesus leidet? 35. Woran denkest du, meine Seele! wenn du nicht an Jesus denkest? Sieh! alle Geschöpfe werden dich verlassen; Er allein ist ewig getreu. Er, den du in deine Seele aufnimmst, nimmt dich dafür in seine ewigen Wohnungen auf. 36. Komm, o ewiges Wort des Vaters! besuche die Seele, die du erschaffen hast! Komm, o König der himmlischen Liebe! und ordne die Liebe in meinem Herzen, daß ich dich süß, starfmüthig und weise liebe, und als dein wahrhaftes Brandopfer in deiner Liebe lebe und sterbe! Amen! Vierter Abschnitt. hus Besuchungen des allerheiligsten Altarssakraments. gang in Lies, christliche Seele! und lies oft und aufmerksam, was in den vors anstehenden Unterhaltungen über das allerheiligste Altars= sakrament von den Besuchungen dieses hochheiligen Geheimnisses gesagt wird! Gedenk der Liebe Jesu! Tag und Nacht hält er sich in diesem hochheiligen Sakramente auf, um da zu jeder Zeit deine Zuflucht in deinen Nöthen, dein Trost in deinen Leiden, deine Stüße in deinen Versuchungen, deine Stärke in allen deinen Kämpfen zu seyn. Er ladet dich ein, er brängt dich gleichsam, daß du zu ihm kommen solleft. So komm denn, und schöpfe aus dieser Quelle die Gewässer, welche in's ewige Leben springen; komm aber im Geiste des Glaubens, welcher dich wegen der Heiligkeit des Ortes, wo du bist, und wegen der unendlichen Majestät Gottes, der da seinen Wohnsiß hat, mit heiliger Ehrfurcht durchdringt; im Geiste der 3erknirschung, welche das Herz deines Erlösers zur Erbarmung bewegt; im Geiste der Demuth, die er in Gnaden ansieht; im Geiste der Hoffnung, welche dich aufrichtet und erquickt; im Geiste der Liebe, welche dich mit Jesus, dem Gott der Güte, innigst vereiniget!.... Eile aber bei deinen Besuchungen mit Weile!.... Be 350 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. trachte! Man fand für gut, hier eine doppelte Reihe von Besuchungen auf ein ganzes Monat zu geben, theils zur Abweb theils fi theils um dieses Andachtswerk sowohl für Anfänger im geistlichen Leben, für Solche, die barin schon weiter weiter fortgeschritten find, passend zu machen. Jedermann mag mag sich auswählen, was die Beschaffenheit seines Gemüthes, seine innerlichen Anliegen oder andere Umstände erheischen! 3u bemerken ist, daß die erste Reihe über sämmtliche Hauptwahrheiten des Christenthumes, die zweite über vorzüglich wichtige Gegenstände des gottseligen Les 168 got bens fich verbreitet; und so wird es zugleich Jedem, der mit dem Inhalte dieses Abschnittes sich recht vertraut macht, auch leicht seyn, selbst für die verschiedenen heiligen Zeiten und Feste des Jahres eine besondere, dem Geiste derselben entsprechende, Besuchung auszuheben.- Erste Reihe nid von Besuchungen des allerheiligsten Altarssakraments a auf ein ganzes Monat sill über die $ 700 and molisminn dun will dan Islayabilir, boil vorzüglichsten Namen und Eigenschaften Jesu Christi. mopsid nii Erster mois End The Tag.*) 0 14 morin mallighed prung meh Sehnsüchtige Anbetung. Bois diale m2, i ella at´strite said 2 Jesu, ewige Liebe, der du in diesem göttlichen Sakramente wahrhaft gegenwärtig bist! wie geheimnisvoll ist die heilige Stille, die diesen deinen Thron umruht! wie wunderbar dringt dein geistig stiller Ruf in das innerste Mark deiner auserwählten Seelen, die du in deine geliebte Einsamkeit einladest, mi si dims@ httpoured *) Wem diese Besuchungen in ihrem ganzen Umfange zu lang sind, der mag sich bei jeder derselben nur der, besonderen Erwägung und Herzensergießung" allein bedienen! and Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Erster Tag daselbst von dem Umgange mit den Geschöpfen auszuruhen, sich in heiliger Freude zu erquicken, und ihr Herz in süßen Thränen der Zerknirschung und Andacht vor dir zu ergießen! O, sammle meine zerstreuten Sinne auf, du ewiges Wort des Vaters! Feßle die umherschweifenden Gedanken, gebiete den Winden und den Wellen, auf daß tiefe Stille herrsche in meiner Seele, daß alle Geschöpfe in deiner Gegenwart verstummen, und ich diese Zeit meines Besuches heilig vor dir zubringe! O Trost meiner Pilgerschaft! wie sehnet sich mein ganzes Herz nach dir! Eine todte Einöde ist die Welt ohne dich. Ein dürftiger Fremdling irrte ich ferne von der Heimath, in einem Lande, welches nur Disteln und Dornen bitterer Armuth 14 trägt, und wo die unsterbliche Seele verschmachten würde, ersättigtest nicht du ste, o lebendiges Brod! mit heiliger Freude. Meine Seele durftet nach dir, dem lebendigen Gott, und mein Fleisch verschmachtet vor Verlangen nach dir; denn was habe ich im Himmel, und was soll ich auf Erden, ohne dich, o Gott meines Herzens und mein Antheil in Ewigkeit!" Sieh! mein Stillschweigen ruft zu dir. Du kennst die Sehnsucht meines Herzens, o Jesu, König des Himmels, der du mich armen Wurm von Ewigkeit geliebt, und die Fülle deiner Barmherzigkeit mir darin erzeigt hast, daß du mich erschaffen, als ich nicht war, und da ich in der Wüste dieses Lebens so schmählich und so lange mich von dir, dem ewigen Leben, verirrt hatte, als ein barmherziger Hirt herniedergestiegen bist, mich in Thränen und unermeßlichen Schmerzen gesucht, auf deine liebreichen Schultern genommen, und auf die Weide deiner reinen Heerde geführt hast, daß ich mich nährte von dir, dem Brode der Engel, und tränke aus der lebendigen Quelle, deren Gewässer in's ewige Leben springen! da Und nun, o Vater der Barmherzigkeit! was soll ich dir ſagen?... Preisen sollen dich deine heiligen Engel, welche in deiner sakramentalischen Einsamkeit dich unsichtbar umringen, und deren Jubel und ewige Wonne du bist!... O, wer gibt 351 352 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. meinen Augen Thränen, in süßer Liebesreue und heiliger Freude vor dir zu weinen, wie so viele deiner auserwählten und geliebten Seelen, welche im Innersten ihres Herzens gesammelt sich emporschwingen, und in dir, ihrer einzigen Liebe, ihrem himmlischen Bräutigam, ruhen, und vor Uebermaaß deiner süßen Liebe ihrer selbst nicht mehr gedenken! Doch, o Jesu! sieh! wie vertrocknetes Erdreich, ohne Wasser, ist meine fündige Seele vor dir. Ich seufze unter der Last meines vielfachen Elendes, das mich gewaltsam in die Tiefe dieses Weltmeeres reißt, so oft mein schwacher Wille sich zu dir erhebt. Schaaren irdischer Gedanken und unabgetödteter Triebe brechen aus dem Hintergrunde meines sündigen Herzens hervor, und umnebeln mein Inneres, und betäuben die Ohren meiner Seele, daß sie deine süße Stimme nicht vernehmen. O mein Erlöser! komm deinem armen Geschöpfe zu Hilfe! Sprich ein Wort, und zerstreue sie; flamme auf, und verzehre sie in dem Feuer deiner Liebe! D, reinige in diesen himmlischen Gluten die Augen meines Gemüthes, daß sie schauen und kosten, wie lieblich du, mein Gott und Heiland, bist! — Denn darum weilest du, o unser Alles! von den Banden deiner ewigen Liebe und Barmherzigkeit gefesselt, in den heiligen Gestalten deines Sakramentes, daß du die Sehnsucht der Seelen erhöhest, die zu dir, ihrem göttlichen Heilande, flüchten, daß du ihr Flehen liebreich aufnehmest, ste tröstest, erleuchtest, reinigest, und zu deiner göttlichen Liebe entzündest; daß du ihr üth on der Erde losmachest und zu ihrer wahren und ewigen Heimath, zum himmlischen Vaterlande, erhebest, und indessen von dir selbst sie ernährest, damit sie Deiner würdig werden, und daß du sie endlich mit deinem innerlichen Lichte durch das Thal dieser irdischen Finsternisse bis zum Lichte der heiligen und glückseligen Anschauung führest. O mein Heiland! sieh! in Demuth und Liebe kniee ich mit deinen heiligen Engeln vor dir, der du durch dein Blut mich erlöset, und meiner gedacht hast, noch ehe ich geboren Ueber die vorzüglichsten Namen ic. Erster Tag. war. Nimm in Vereinigung mit ihren Lobpreisungen meine Anbetung und meine Seufzer in deinem göttlichen Herzen auf, und laß mich einige Worte deines lieblichen Trostes vernehmen! O lebendiger Abglanz der ewigen Klarheit des Vaters! erleuchte die innerlichen Augen meines Geistes, dich zu erkennen, damit ich dich lieben und dir würdig danken lerne! Ewige LiebesGlut! verwunde mein Herz mit deiner süßen Liebe, daß ich dieses ganze sterbliche Leben hindurch nach dir allein verlange, nach dir allein seufze, in dir allein ruhe, und unzertrennlich mit dir vereiniget werde und bleibe in Ewigkeit! Amen! sint magad mataduale slopil den Impian Besondere Erwägung und Herzensergießung.de TO CU de Jesus, der wahre Gott. Jesu! ich erkenne und bekenne dich als den Eingebornen Sohn des himmlischen Vaters, gleicher Natur, Wesenheit und Vollkommenheit mit ihm, wie du selbst sagst:„ Ich und der Vater sind Eins."( Johan. 10, 30.) Alles was der Vater hat, ist mein."( Johan. 16, 15.) Ja! wahrer Gott bist du, Eins mit dem Vater, und darum gebührt dir von den Engeln und Menschen alle mögliche Anbetung, Ehrfurcht und Unterwürfigkeit, und sie kann dir ohne die größte Unbild nicht versagt werden.... Was habe ich bisher gethan? O wie frech, wie muthwillig habe ich meine Pflichten gegen dich außer Acht gelassen! Furcht und Schrecken ergreifen mich, da ich dieß bedenke.. Ach! was soll ich thun, was soll ich sagen?... Ich beuge mich in den Staub vor deiner unendlichen Größe und Hoheit, und versenke mich in den Abgrund meines Nichts. Ich klage mich selbst an- als den allergrößten Sünder, der sich je der Verlegung deiner Majestät schuldig gemacht hat. Ich, leider! ich habe mich erfrecht, dich, meinen Gott, zu beleidigen, und zwar so oft... so schwer. so bedachtsam Und warum? O vermessene Thorheit! einer abscheulichen Lust, eines schändlichen Vergnügens, 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. ✦✦ 353 23 354 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. einer kurzen Freude wegen, die ich in der Sünde vielmehr nur verkostet, als genossen habe... Ach! hätte ich auch durch eine einzige Sünde die ganze Welt gewinnen können, es wäre doch die unsinnigste Bosheit gewesen, wenn ich sie zugelaſſen hätte; und ich habe so viele begangen eines leeren Nichts wegen.... Ich erkannte gar wohl, daß ich dich als meinen wahren Gott anbeten, und dir allein dienen müsse; demungeachtet habe ich nicht dir, sondern der Sünde und dem Satan gedient; nicht dich, sondern meine zügellosen Leidenschaften, meine bösen Gewohnheiten habe ich gleichsam angebetet, und ihnen in meinem verblendeten Herzen Altäre aufgerichtet, und sie als Gößen verehrt. Denn was that ich Anderes, da ich fündigte? Ich sagte, wo nicht mit Worten, doch in der That: Ich thue was mir gefällt; diese Lust, die ich in der Sünde genieße, ist mir weit lieber, o Gott! als deine Gnade und Freundschaft; deine Verbote, Drohungen und Strafen achte ich nicht. Heißt dieß nicht, dich gräulichst verachten und beschimpfen? Heißt dieß nicht, seine gewohnten Laster zu einem Abgott machen? Ich kann nicht begreifen, wie mir eine so vermessene Bosheit zu Sinn fommen fonnte, del sio mchin das also d Jesu, von mir so oft und schwer beleidigter Gott! du allein kannst begreifen die Menge und Bosheit meiner Miſſethaten, welche mein Haupt überstiegen haben, und gleich einer schweren Bürde auf mir lasten."( Pf. 37, 5.) Wie kommt es, daß ich noch lebe, und nicht schon lange in der Hölle bin? Und du, mein Jesu! geduldest mich noch zu deinen Füßen? mich, der ich nicht würdig bin, den Himmel anzuschauen? ORRIT 400 Ach! ich widerrufe mein ganzes übel zugebrachtes Lebeni. ich bereue alle meine jemals begangenen Sünden, nur allein, weil ich dadurch dich beleidiget habe, den ich jetzt über Alles liebe. Cher will ich sterben, als noch einmal eine Sünde begehen; die falschen Gößen, d. i., die Laster und bösen ping theguamshigt Ueber die vorzüglichsten Namen sc. Erster Tag. Neigungen, will ich hinauswerfen aus meinem Herzen, welches ich dir allein gänzlich einräume und weihe; dich allein erkenne ich als meinen wahren Gott, den ich anbeten, den ich lieben, dem ich beständig dienen will. Amen! hin sillo) alle 355 Geistliche Kommunion.u # 36}} ht O Jesu, geliebter Erlöser unserer Seelen! in namenloser und ewiger Liebe wohnest du mitten unter uns in deinem göttlichen Sakramente, unsere Seufzer zu erhören, und deinem himmlischen Vater für uns dich aufzuopfern. Allein was ist alles Streben meiner Andacht, dich anzubeten, dich zu lieben, dir zu danken, dir zu dienen, und dich um Vergebung meiner Sünden und um Gnade zu bitten, gegen deine unendlichen Verdienste! Nimmermehr vermag ich armes Geschöpf deinen glorreichen Namen genugsam zu verherrlichen, deine Erbarmungen genugsam zu preisen, über meine Sünden genugsam zu seufzen und dir genugsam zu dienen, um die Gnade deiner göttlichen Liebe zu verdienen; denn hoch über Alles, was der menschliche Gedanke erfaßt, ist deine Glorie und Barmherzigkeit. O mein Gott und mein Heil! sehnlichst verlangt indeß mein Herz nach dir, und meine Seele seufzt, sich mit dir zu vereinigen, der du allein mein Leben und meine Freude bist. In wehmüthiger Andacht gedenke ich der wunderbaren Geheimnisse deiner Menschwerdung, deines liebreichen und wohlthätigen Wandels auf Erden, und des schmerzlichen Todes, durch welchen du uns von der Hölle erlöset hast. Sieh, Herr! meine bittere Reue über meine Undankbarkeit, über meine vielfältige Untreue und meine zahllosen Missethaten, und nimm meinen ernstlichen Vorsaß in Gnaden auf, dir künftighin in wahrer Treue und mit Eifer zu dienen! O, könnte ich jene Zeit, wo ich deine ewige Vollkommenheit und Vaterhuld so undankbar beleidigte, aus meinem Leben vertilgen! Doch, o Jesu! ein überaus barmherziger Gott bist du, der du mich vom Untergange errettet und in barmherziger Liebe 23* 356 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. aufgenommen, meine unerschöpfliche Bosheit durch die Allgewalt deiner Liebe besiegt, und mir unendlich mehr Wohlthaten erzeigt hast, als alle meine Sünden Strafen verdienten. Wie also sollte nicht mein ganzes Herz vor Liebe zu dir glühen? Ja, mein Gott! ich wage es auszusprechen, daß ich dich liebe und lieben werde in Ewigkeit. Mein Herz verlangt nach der innigsten Vereinigung mit dir, seinem Schöpfer, seinem Erlöser, seinem heiligen und barmherzigen Wohlthäter. Es erglüht, dich selbst in deinem göttlichen Sakramente zu empfangen, und ewig mit dir vereiniget zu seyn. fund Du weißt es, o Herr! wie sehr ich nach der Zeit ver lange, wo diese Gnade mir zu Theil wird, und wie schmerzlich ich harre, bis dieser glückliche Augenblick erscheint. O, erbarme dich meiner, und besuche indessen mein Herz durch deine wirksame Gnade! Erfreue mich durch deinen geistigen Besuch; erquiche meine lechzende Seele mit den Salbungen deiner innerlichen Lieblichkeit, daß sie nicht verschmachte, und werde gleich einem Erdreiche ohne Wasser dir! Laß mir dein Licht leuchten, daß ich dich immer mehr erkenne, in kindlicher Ehrfurcht zittere, jemals mehr deine göttliche Majestät durch die geringste Sünde zu beleidigen, und daß ich stets in aller Zerknirschung und Andacht dich anbete! O Gott! in mir selbst bete ich dich an, wie so viele fromme Seelen, die dich in ihrem innersten Selbst fanden, und vor Jubel heiliger Entzückung aufjauchzten in dir, ihrem Heile. Du allein bist mein Gott, du bist mein Geliebter; deine Barmherzigkeit leuchtet über mir, und du hast mich mit dem Lichte deines Angesichtes geprägt. D, laß dieses heilige Licht nie mehr in mir erlöschen, daß es stets meine Wege beleuchte, alles Unreine in mir verzehre, und mein Herz zu deinem lebendigen Tempel weihe und heilige, daß du, mein Gott! darin wohnest und ruhest in Zeit und Ewigkeit! Amen! 28519 -- Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Erster Tag. Begrüßung der seligsten Jungfrau. dimi Sey auch du gegrüßt, o glorreiche Jungfrau! Mutter des Allerhöchsten, auserwählt in Gottes ewigem Rathe, ihn als ein vollkommenes Lobopfer der allerheiligsten Dreieinigkeit, als das Brod des Lebens für Engel und Menschen, als den ewigen Herrscher und König des Himmels, und als den Besteger der Hölle zu gebären! kuufic Wer wird dir je Lob genug sprechen können, o außerwählte Tochter des ewigen Vaters, jungfräuliche Mutter des Königs, lebendige Arche des heiligen Geistes, schön wie der Mond, auserwählt wie die Sonne, schrecklich wie ein wohlgeordnetes Kriegsheer! Große Dinge hat der Herr an dir gethan, der vor der allgemeinen Verderbniß dich bewahret hat, auf daß er dich zu einer würdigen Mutter seines Eingebornen bereitete, den du in deinem keuschesten Schooße empfangen, und ihm in dem wunderbaren Geheimnisse seiner heiligen Menschwerdung den Leib ertheilet hast, den er in der Krippe, am Kreuze und auf dem heiligen Altare für uns opferte, und den wir hier, mit seiner Seele und seiner allerheiligsten Gottheit vereint, unter der Gestalt des Brodes mit Andacht anbeten. 357 In heiliger Ehrfurcht verehren wir dich, o große Königin des Himmels, die du einst eine demüthige Magd des Herrn seiner zarten Kindheit gepflegt, und dem du als die reinste der Jungfrauen, als die glückseligste der Mütter, als das glühendste Brandopfer, in demüthiger Unterwerfung, tiefer Armuth, vollkommenem Gehorsame und flammender Liebe gedienet haft! Ein lauter und lebendiger Preisgesang, ein lieblich duftender Wohlgeruch war dein ganzes Leben vor dem Herrn, welcher die Fülle seiner heiligen Gnade in dein Herz ergoß, dem er den größten Schaß seines eigenen väterlichen Herzens anvertraut hatte. Ispice O Mutter der Christenheit, treue und beständige Fürsprecherin der gläubigen Seelen, die dein eingeborner Sohn, unser König und Erlöser, mit seinem Blute für den Himmel 358 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. erkauft hat! süße Zuflucht der Sünder und Beschüßerin der Armen und Schwachen! blicke herab auf meine tiefe Armuth, 31 und erwirke mir von der ewigen Milde des Sohnes, den du hoch An in deinem gebenedeiten Leibe getragen hast, die Gabe der heiligen Liebe, welche dein geheiligtes Herz erfüllte und alle Handlungen deines Lebens belebte, auf daß ich gleich dir den Willen meines Gottes und Herrn in treuem und vollkommenem Gehorsam und heiliger Selbstverläugnung vollbringe, und die Krone des ewigen Lebens erhalte! Vieles und Wunderbares singt die heilige Kirche zu deinem Lobe und zu deiner Verherrlichung, o Mutter Gottes und barmherzige Jungfrau! und noch nie ist es erhört worden, daß du das aufrichtige und demüthige Gebet einer Seele verschmähet hättest, welche in ihren Trübsalen deine Barmherzigkeit angerufen hat. O! stelle mich deinem göttlichen Sohne als dein Pflegekind vor, und erflehe mir von ihm die Gnade der Reinigkeit des Leibes und der Seele, daß er in meinem Herzen wie ein König auf seinem Throne herrsche, und meinen Hunger nach dem göttlichen Gastmahle, dem lebendigen Brode und der lebendigen Quelle alles Lebens, stets rege erhalte, an seinem heiligen Tische mein Herz mit Gaben der Unsterblichkeit bereichere, und so sehr mit seiner Gnade kräftige, daß es nie mehr durch geheime Anhänglichkeit an die falschen Güter und Freuden dieser Erde von ihm abgewendet werde! O süße und gebenedeite Mutter meines Herrn! bitte ihn, daß er in dieſem wunderbaren Sakramente seiner Liebe mich unter die Flügel seines besonderen Schußzes aufnehme, damit ich die glorreichen Verheißungen erlange, die er Allen denjenigen gegeben hat, die sein heiliges Fleisch und Blut mit andächtigem Herzen empfangen! Amen! Hommag e conspis smli anche neigÕTA HYO 19 ING Gebet zu den heiligen Engeln. ind tuntuan 108 plantind de sus indistingud Tile C Oihr liebeflammenden Geister, Lichtboten des lebendigen auda Gottes, erhabene Fürsten des Himmels, heilige Engel, die ihr THADI de Ueber die vorzüglichfien Namen sc. Erster Tag. 359 den Altar, den Thron der Barmherzigkeit des Königs der Könige, in heiliger Ehrfurcht umringet! wie gerne möchte ich mit euch, in Anbetung der ewigen Majestät versenkt, hier verharren bis an das Ende meines Lebens! Allein andere, mir von Gott auferlegte, Pflichten rufen mich nun aus dieser heiligen Einsamkeit hinweg. O, betet doch ihr anstatt meiner und für mich während meiner Abwesenheit meinen und euren Gott in seinem gebenedeiten Sakramente an, und lobpreiset ihn! d Süße Kinder des Lichtes, die ihr Tag und Nacht in flammender Liebe bei unserm Jesus ausharret! heilige Schußgeister der Menschheit, die ihr so innigen Antheil an unserer Seligkeit nehmet, und euch über die Bekehrung eines Sünders mehr er freuet, als über neun und neunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen! selige Geister des Friedens, die ihr mit heiliger Lust dem Opfer unserer Altäre beiwohnet, und sehet, wie liebende Seelen dem Tische eures Königs nahen, den ihr Unsichtbare ohne Schleier in seiner Lieblichkeit schauet!, ersetzet durch eure feurigen Anbetungen und Lobgesänge alle Zerstreuung und Nachlässigkeit, die ich mir heute zu Schulden kommen ließ; flehet zu meinem und eurem Herrn, daß er mir die Flamme eurer Liebe, die Erleuchtung eures Lichtes, die Milde eures Friedens und eure Kraft gegen die Geister der Finsterniß mittheilen wolle, auf daß ich von nun an, ganz in Liebe und heiligen Eifer aufgelöset, für seine Ehre eifere, seine hochheiligen Geheimnisse mit Inbrunst feiere, ihm nachfolge, ihm mein ganzes Herz unterwerfe, und ihn in flammender Andacht in diesem göttlichen Sakramente verehre, bis ich, in die glückselige Unsterblichkeit aufgenommen, im Einklange mit euch ihm Gesänge ewiger Liebe und den Preis des Dankes singe in Ewigfeit! Amen! dim ud our opnol Jouri uri odu spion siger dan dal magillade sol mi siis Danksagung. pilied und nome ir ne tistgior noe Ho O Jesu, mein Gott, mein Erlöser und mein Alles! in Demuth und heiliger Freude umfange ich nun noch deine 560 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. wunderbare Herablaffung, in welcher du mich zu dir eingeladen und vor dir geduldet hast. Wer bin ich, o ewiger Sohn Gottes, unermeßliche Wonne des Vaters, König aller himmlischen Heere! daß du in meinem Elende mich gewürdiget hast, dich besuchen und mit dir reden zu dürfen? Welche Demuth! In ehrfurchtsvoller Bewunderung darüber verliert sich mein Geist. Was hat die Heiligkeit mit der Sünde, was die Unsterblichkeit mit der Schwäche des Fleisches, was die allerheiligste Gottheit mit dem Staube gemein? Fürwahr! du bist ein wunderbarer Gott, und deines Gleichen ist nicht im Himmel und auf Erden. ng Welche unaussprechliche Gnade für mich! In Erkenntniß derselben bleibt mir, da alle Dankesäußerungen zu schwach sind, nichts übrig, als mich in meinem Nichts aufzulösen vor dir, deine Barmherzigkeit anbetend zu preisen und mit der ganzen Kraft meines beschränkten Herzens zu lieben! ad fid O Abgrund ewiger Liebe! stets seufzend über das Elend, das die Sünde in mir angerichtet hat, rufe ich zu dir: Sey mein Heil! Ergieße die Salbungen deiner göttlichen Gnade in das Innerste meiner Seele, daß sie, dadurch gekräftiget, die Kämpfe dieser sterblichen Pilgerschaft von nun an standhaft zu deiner Ehre kämpfe, bis die Zeit der Prüfung auf Rakus dan sudbin ewig vorüber ist! old angs O mein Heiland! laß nicht zu, daß meine Seele, die nun mit dir vereiniget ist, je wieder von dir getrennt, von Sünden befleckt und von Fehlern verunreiniget werde! Feßle sie durch das unüberwindliche Band deiner Liebe ewig an dich! Belebe ste mit deiner übernatürlichen Glut, daß sie, ganz in dich umgewandelt, ein neues göttliches Leben führe, und daß sie, mit dir vereint, Werke des ewigen Lebens wirke, und dich, ihre ewige Freude im Himmel, erlange, wo du mit dem Vater und dem heiligen Geiste im Glanze der Heiligen lebest und regierest, lanze Amen! Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! # 100% about du jo nism1100 misme C snied thom min bi spot sous pilis diu dinim@ Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Zweiter Tag. Ich muß jeßt gehen; aber mein Herz bleibt bei dir. Reinige es, bis ich wieder komme! erfülle es mit Tugenden! entzünde es ganz mit deiner Liebe! Amen! mist 10 361 3 weiter Tag anded nism Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. Besondere Erwägung und Herzensergießung. Jesus, der allmächtige Schöpfer. O Jefu, du ewiges Wort, durch welches alle Dinge gemacht worden, und ohne welches nichts gemacht ist, was da immer gemacht worden ist" ( Johan. 1, 3)! heute komme ich zu dir als dein Geschöpf und als das Werk deiner Hände. Ach! wo war ich vor hundert Jahren? Ich lag in dem Abgrunde meines Nichts, und würde ewig in demselben geblieben seyn, wenn du mir nicht das Wesen gegeben hättest... Alles habe ich von dir, eine unsterbliche, nach deinem Ebenbilde gestaltete, mit allerlei Gaben geschmückte Seele.. einen mit fünf Sinnen, geraden Gliedern, mit guten Kräften versehenen und gesunden Léib.. Du hast mich fast den Engeln gleich, und zu einem Meisterstücke deiner Weisheit, Allmacht und Güte gemacht. da Ueberdieß hast du eine erstaunliche Menge von Geschöpfen verschiedener Gattungen und Arten aus dem Nichts hervorgezogen; und warum? Erstens, damit sie mir dienen sollen zu meiner Nothdurft, Nahrung, Kleidung, Bequemlichkeit und anständigen Ergößung... Zweitens, damit sie mir seyn sollen eine Leiter, mich im Geiste zu dir zu erheben, deine Weisheit, Allmacht und Güte zu erkennen und zu preisen, dir desto eifriger zu dienen, desto mehr nach dir zu trachten, und so dem hohen Ziele und Ende nachzukommen, wozu du mich erschaffen hast.. 362 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. Welche Dankbarkeit fordert nicht von mir deine so unaussprechliche Güte! Fürwahr eine Dankbarkeit, die der Menge und Größe deiner Wohlthaten gleich käme! is aim ang as smigin Wie war aber meine Dankbarkeit beschaffen? D Jesu! was rede ich von der Dankbarkeit? Ach! ich elendes Geschöpf habe mich wider dich, meinen Schöpfer, empört.. Ich habe mein hohes Ziel und Ende außer Augen gesetzt,.. dein mir eingeprägtes Ebenbild besudelt und verunstaltet,.. Gesundheit, Kräfte und Sinne, die du mir verliehen, so wie andere Ge11 ſchöpfe ſchändlich zum Böſen mißbraucht. Du kann mir billig, wie einst deinem undankbaren Volke, sagen: Gott, der dich gezeugt, hast du verlassen, den Herrn, deinen Schöpfer, vergessen;"( Deut. 32, 18.) denn ich habe gelebt, als wäre ich nur erschaffen worden, meine Leidenschaften zu befriedigen, den Lastern zu fröhnen und dich zu beleidigen.. Kann die Bosheit eines schwachen Geschöpfes gegen seinen allmächtigen Schöpfer wohl noch höher getrieben werden? da Alle anderen unvernünftigen und leblosen Geschöpfe machen mich zu Schanden. Sie erfüllen genau das Ziel ihrer Erschaffung aus Antrieb der Natur; sie folgen dem Winke ihres Schöpfers; ich aber ein Mensch, mit Vernunft begabt- habe mich wider dich erhoben, und nichts weniger, als deine Befehle vollzogen, als deinem Willen nachgelebt. Diesen meinen gräulichen Undank, diese meine Bosheit hast du von Ewigkeit vorhergesehen; und dennoch hast du mich erschaffen. Du hättest statt meiner Millionen und Millionen Engel und Menschen erschaffen können, die dir allezeit treu gedient und dich aufrichtig geliebt hätten; und du hast sie nicht erschaffen, und wirst sie nie erschaffen.dis prudal jundialis milo Jesu! hast du mir denn dieses mein Wesen und Leben nur gegeben, um die Größe deiner Geduld und Barmherzigkeit an mir offenbaren zu können?. Ach! wie foltern jetzt die Sünden, die ich wider dich begangen habe, mein Herz! Ich beweine Alles bitterlich. D erschaffe doch in mir ein neues ,. Ueber die vorzüglichsten Namen zc. Dritter Tag. ein reines Herz, das nur dich allein liebt! Verbessere in mir, was ich verderbt habe! Tilge in mir alle unordentliche Neigung zu den Geschöpfen! Führe mich wieder auf den Weg zu meinem leßten Ziele und Ende, und wenn du vorhersiehst, daß ich dir noch einmal untren seyn, dich noch einmal beleidigen werde, so vernichte mich diesen Augenblick! Denn lieber will ich kein Geschöpf, als noch einmal ein Sünder seyn. lastbar anissa Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. d dio singhi fùl spil mpionation and diny aspidialso ich sido is id slic paine me Dritter Tag. fon Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. 08 363 Besondere Erwägung und Herzensergießung. history anis ming tide vid # 6) is Jesus, der beständige Erhalter. affism O Jesu! die Gutthat meiner Erschaffung ist groß und der Grund aller übrigen Gutthaten; allein was würde mir die Erschaffung nüßen, wenn du mich nicht bei dem Wesen, welches du mir gegeben, auch beständig erhieltest?... Das Werk eines Meisters hängt nach seiner Verfertigung nicht mehr von dessen Händen ab; ich aber hänge noch jederzeit und nothwendig von dir ab, so zwar, daß ich, wenn du nur einen Augenblick deine Hand von mir abzögest, wieder zu Nichts werden würde, wie ich früherhin Nichts gewesen bin; und somit ist meine Erhaltung eine eben so große Gnade, wie meine Erschaffung; ja! fie kann eine immerwährende neue Erschaffung genannt werden...@ Inadni snim tim dome pidr bim Wie ich aber, o Jesu! ohne dich und deinen Beistand weder seyn noch bestehen kann, so vermag ich ohne deine Mitwirkung auch nichts; ich kann ohne sie keinen Gedanken 364 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. schöpfen, kein Wort reden, kein Glied bewegen, und hänge weit mehr von dir ab, als ein neugebornes Kind von seiner Mutter. „ Du hast mich gebildet, und legtest auf mich deine Hand,"( Ps. 138, 5.) muß ich mit David sagen; sonst wäre ich schon längst in mein voriges Nichts zurückgesunken... D! zu welcher Demuth, Ehrfurcht und Unterwürfigkeit sollte mich diese meine wesentliche Abhängigkeit von dir angetrieben haben!.. 11 Was ist aber geschehen? Dir, o Jesu! sey es geklagt! ich habe so frei fortgelebt, als könnte ich aus mir selbst bestehen, und Alles aus eigenen Kräften thun. Ja, was noch entsetzlicher ist! ich habe dich ohne Scheu, ohne Furcht beleidiget, und den nothwendigen Einfluß deiner Hilfe zu deiner Beleidigung mißbraucht, so zwar, daß du dich billig über mich beklagen kannst: Du hast mich gezwungen, deinen Sünden zu dienen, und mit deiner Bosheit hastdu mich müde gemacht;"( Isai. 43, 24.) d. h., ich gebe dir, obschon ich dir zu deinen Sünden meine Hilfe versagen könnte, dennoch, damit deine Freiheit ungekränkt bleibe, durch meine Allmacht die Kraft, das Böse wie das Gute frei zu wirken, und so nöthigest du mich gleichsam durch den Mißbrauch deiner Freiheit, daß ich wider meinen Willen dir in den Sünden den Einfluß meiner Allmacht nicht entziehe... O mein Jesu! welche Furcht durchschaudert mich, wenn ich meine boshafte Vermessenheit erwäge! Ich als ein Christ glaubte ungezweifelt, daß ich in Allem, überall und jederzeit von dir abhänge, und daß du mich jeden Augenblick verlassen, vertilgen und auf ewig verwerfen könnest; und ich habe mir getrauet, dich so schmachvoll zu beleidigen.... O Jeſu, mein Gott und Erhalter, der du vorzüglich durch Verschonen und Erbarmen deine Allmacht leuchten lasseft! ich bitte dich demüthigst, verzeih' mir meine Sünden! Du hast mich so oft verschont, da ich dich noch wirklich beleidigte; o, so wirst du mich ja nun desto eher verschonen, da ich mich ernstlich bessern will. Ach! wenn ich etwa in Zukunft mich noch einmal erfrechen Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Vierter Tag. wollte, neue Sünden zu begehen, so versag' mir eher allen Einfluß deiner Beihilfe! Entziehe mir eher den Gebrauch aller Sinne und Kräfte, als daß du einen so traurigen Rückfall in die Sünde zulassest!.. Ich erkenne jetzt meine Schwachheit; ich erkenne, daß ich aus mir nichts bin, nichts habe, nichts vermag; und darum überlasse ich mich gänzlich deiner Gnade, deiner Anordnung, deiner Obsorge und Anleitung. Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. ne 18 365 Vierter Tag. Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; # 01 Seite 350. 14 bin 111 02 Besondere Erwägung und Herzensergießung. in 10 car Jesus, der höchste Oberherr. SITUA O Jesu! du bist der höchste Herr, der allein mit Wahrheit sagen kann:„ Mir ist gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden."( Matth. 28, 18.) Dir ist Alles unterworfen. Dir steht zu, Alles zu regieren, Alles anzuordnen, zu gebieten und zu verbieten, zu geben und zu nehmen, zu belohnen und zu bestrafen, zu thun und zu lassen, wie es dir beliebt, ohne daß Jemand sich widerseßen darf... Ein unfehlbarer Glaubenssatz, woraus nothwendig folgt, daß ich dein wesentlicher Diener, dein Unterthan bin, dem selbst die Natur die Pflicht auferlegt hat, dir, als dem höchsten Oberherrn, alle Ehrfurcht, alle Unterwürfigkeit und allen Gehorsam zu bezeigen! 227137 O Jesu! wenn ich diese deine unumschränkte Obergewalt und allerhöchste Oberherrlichkeit über alles Erschaffene bei mir erwäge, so erzittere ich an allen Gliedern; denn sogleich wirft 566 Besuchungen b. allerheiligsten Altarsfakraments. Erste Reihe. mir mein schuldiges Gewissen vor, wie wenig ich die Pflicht eines Dieners und Unterthans gegen dich erfüllt habe. Ach! schon von Jugend an habe ich dir den Dienst aufgekündet, und bin wie ein zaumloses Pferd den Weg des Verderbens gelaufen... Ich Thor! ich wollte lieber ein ekender Sklave meiner Leidenschaften, meiner sündhaften Gewohnheiten und der Hölle, als dein getreuer Diener seyn, der du doch der allerbeste Herr bist... Ach! wo ist eine Bosheit, eine Blindheit, die mit der meinigen zu vergleichen wäre? Wie! ich armer, schwacher Mensch, der nur erschaffen und geboren worden ist, damit er dir diene, ich habe mich erkühnet, dir den Gehorsam und die Unterwürfigkeit zu versagen?.. Auch mich geht jener bittere Vorwurf an, den du einst deinem Volke haft: Von 11 Ich zerbrocher Pielen Jahren her hast du mein meine Bande zerrissen, und gesagt: Ich will nicht dienen."( Jerem. 2, 20.).. Wohl erkannte ich durch das Licht der Vernunft und des Glaubens, daß ich dir, als meinem Oberherrn, dienen soll und müsse; wohl wußte ich deinen Ausspruch: „ Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen, und den andern lieben; oder er wird sich an einen halten, und den andern verachten,"( Matth. 6, 24.) besonders, wenn die Gesinnungen, Meinungen und Grundsäße der zwei Herren einander zuwider laufen; aber dennoch war ich so thöricht, mir einzubilden, ich könne dir und der Welt, dir und dem Fleische, dir und dem Satan zugleich dienen. O Jesu! jetzt, obschon sehr spät, erkenne ich, wie sehr ich gefehlt, daß ich dir, meinem so liebevollen Herrn, nicht gedienet habe. Ich kehre zurück zu dir, wie ein treulos entlaufener Knecht, der reumüthig zu seinem rechtmäßigen, allerbesten Herrn eilt.. Ich bereue von Herzen meinen Ungehorsam und meine Widerspenstigkeit; ich beweine meine Pflichtvergessenheit.. Ach! nimm mich wieder in deinen so leichten, so guten Dienst Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Fünfter Tag. 367 auf! Ich widerfage auf's Neue dem bösen Feinde, allen seinen Werken, aller seiner Pracht, wie ich es einst bei der heiligen Taufe gethan habe. Ich werde keinen andern fürchten, keinen andern schätzen und lieben. Meine begangenen Sünden will ich ersetzen durch genaue Vollziehung deiner Befehle, durch Haltung deiner Gebote, durch Erfüllung deines Wohlgefallens. Du bist mein Herr, und ich dein Diener; in deinem Dienste leben und sterben zu können, wird meine größte Ehre, meine Freude und meine Glückseligkeit seyn. Amen! 9 Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. mind tibiip sdmüjdzi bind sfusion is lisa?, sid ni mt midi shillin apiling listradimi@ spi mini stappfot und mpok sond Fünfter Tag. mailí slad Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. volt ALTER Besondere Erwägung und Herzensergießung. Tahun Jesus, der gütigste Erlöser.: O Jesu! ach, wie armselig stund es mit mir! Ich wurde als Sünder geboren; die Sünde Adams war mein Erbtheil, und dadurch kam ich in die Dienstbarkeit der Hölle. Die Bande meiner Gefangenschaft waren so stark, daß keine erschaffene Macht sie zerbrechen konnte... Du, eingeborner Sohn Gottes! haft dich meiner erbarmt, bist vom Throne deiner Glorie in dieses Thal des Jammers gekommen, menschliche Natur, die Gestalt eines Knechtes angenommen, bist als ein kleines Kind geboren und erzogen worden,- haft dein ganzes Leben in Demuth und Armuth, in Mühseligkeit und Arbeit, in Verachtung und Verfolgung zugebracht, bis du endlich nach Erduldung unzähliger Unbilden, Lästerungen, Quahaft die 368 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. len und Schmerzen am Schmachholze gestorben bist. O Wunder der Liebe, das alle Begriffe des Menschen übersteigt! Soviel, o Jesu! hast du gethan, soviel hast du dich kosten lassen, mich aus der harten Dienstbarkeit des Satans zu erlösen, gleich als hinge von meiner Befreiung deine eigene Glückseligkeit ab!.. Wie habe ich diese deine unendliche Güte auch nur einigermaßen zu vergelten gesucht? Ihr Himmel! entseget euch über meine Gefühllosigkeit und über meinen Undank!.. Ach, Jesu! die Mühe und Arbeit, der du dich für mich unterzogen, der Schweiß und das Blut, die du für mich vergossen hast, waren nicht zureichend, mein verwildertes Herz zur dankbaren Gegenliebe zu bewegen.. Kaum war ich mittelst deiner Verdienste durch die heilige Taufe von der Erbsünde gereiniget und in die Freiheit der Kinder Gottes geseßt, so habe ich durch wirkliche Sünden mich in die vorige Dienstbarkeit gestürzt. Noch nicht genug! ich habe sogar durch fortgeseßte Sünden deine Unbilden, Beschimpfungen, Schmerzen und Wunden erneuert, deines Todes gleichsam nur gespottet, und, soviel an mir war, die Frucht deines Leidens verhindert und vernichtet... Welche Wuth, welche Grausamkeit eines verächtlichen Sklaven gegen seinen gütigsten Erlöser! Dich elender, boshafter Sünder! wohin soll ich flüchten? wo soll ich Hilfe suchen?„ Meine Missethat erkenne ich; und meine Sünde ist vor mir allezeit."( Ps. 50, 5.) Zu dir, o Jesu, mein Erlöser! nehme ich Sünder meine Zuflucht; bei dir suche ich Gnade und Hilfe. Du nimmst die Sünder auf."( Luk. 15, 2.), Ach! erbarme dich meiner nach deiner großen Barmherzigkeit,"( Pf. 50, 1.) die desto mehr verherrlichet wird, je unwürdiger ich bin, sie zu erlangen! Du hast ja selbst gesagt:„ Ich bin nicht gekommen, die Gerechten zu berufen, sondern die Sünder."( Matth. 9, 13.).. sang mid Gedenke, o Jesu! du hättest mit einem einzigen Tropfen deines Blutes, mit einem einzigen Seufzer für meine und - Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Sechster Tag. der ganzen Welt Sünden genugthun können; allein du haft all dein Blut vergießen und dein Leben geben wollen, damit kein Sünder verzage. Darum setze ich auf dich alle meine Hoffnung. Sieh an mein gedemüthigtes und zerknirschtes Herz, das du nicht verachten kannst!.. Meine begangenen Sünden sollen mir der stärkste Antrieb seyn, dich desto inbrünstiger zu lieben.. O Jesu! sprich zu mir jene trostvollen Worte, die du zur reumüthigen Magdalena gesprochen haft:„ Die Sünden sind dir nachgelassen; geh' hin im Frieden!"( Luk. 7, 48. 50.) Amen! Indone - 369 Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. # 13 24 f istoday of 190 Sechster Tag. Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. abur Besondere Erwägung und Herzensergießung. a Jesus, der erste Stifter des Glaubens. O Jesu! billig ermahnt dein Apostel, wir sollen auf dich als den Stifter und Vollender des Glaubens den Blick heften;" denn du bist eigentlich der erste Grundstein und Urheber des wahren Glaubens und der wahren Kirche. Auf dich zielen alle Vorbilder und Weissagungen des alten Geseßes, die in dir und von dir auf's Vollkommenste erfüllt worden sind.. Du hast, nachdem du auf die Welt gekommen bist, um als Erlöser allen Menschen den Weg zur ewigen Seligkeit zu zeigen, eine heilige, allgemeine Kirche gebaut, und sie so fest auf einen Felsen gegründet, daß die Macht der ganzen Hölle fie niemals überwältigen wird. 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 370 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. find Diese deine Kirche hast du mit so herrlichen, untrüglichen Kennzeichen versehen, daß Jedermann sie leicht als die wahre, unfehlbare, allein seligmachende Kirche erkennen kann. Zu dieser katholischen Kirche berufest du alle Menschen, weil du alle selig machen willst, und nur ihre Schuld ist's, wenn sie deinem Rufe nicht folgen. D des traurigen Anblickes! Viele Millionen Menschen auf dem weiten Umfange der Erde leben noch in den Finsternissen des Unglaubens und des Irrglaubens, und werden in demselben auch unglückselig dahinsterben, weil man ohne Glauben( d. i., ohne den wahren Glauben,) Gott unmöglich gefallen kann."( Hebr. 11, 6.) Es ist," sagt der Apostel, nur Ein Herr, nur Ein Glaube, nur Eine Taufe, nur Ein Gott, nur Ein Vater Aller."( Ephes. 4, 5. 6.).. 17 w Jesu! wenn denn nur Eine Kirche deine wahre Kirche ist und seyn kann, welche überaus große Gnade ist es, daß ich vor so vielen tausend Andern in dieser Kirche geboren und erzogen worden bin!? Was soll ich sagen von so vielen Hilfsmitteln, die du mir in dieser Kirche zur Hand gibst, durch deren guten Gebrauch ich gar leicht zur Seligkeit gelangen kann? Fordert eine so überaus große Gutthat nicht, daß ich mein ganzes Leben nach den Grundsäßen des Glaubens einrichte?... Wie war aber mein Leben bisher beschaffen? Haben meine Sitten mit meinem Glauben übereingestimmt?.. and Schande! ja wohl übereingestimmt! Anders habe ich geglaubt, und anders habe ich gelebt. Meine verkehrten Sitten haben meinem Glauben widersprochen; ich war nur dem Namen nach ein Christ; die falschen Grundsäße der Welt und des Fleisches habe ich den heiligen Lehren Jesu Christi vorgezogen; mein Glaube war ein schwacher, unthätiger, fast todter Glaube... Ich habe mich sogar geschämt, für einen eifrigen, guten Katholiken angesehen zu werden, da ich doch hätte bereit seyn sollen, für meinen Glauben Gut und Blut zu geben.... So weit kam es mit mir, daß ich fast angefangen habe, von dem Glau Ueber die vorzüglichsten Namen ic. Siebenter Tag. 371 ben als von einer gleichgültigen Sache zu reden und zu denken, nicht ohne Gefahr, den wahren Glauben nach und nach gänzlich zu verlieren.al pian nd um bad ang ilisdie sim O Jesu! welche Unehre habe ich bisher deiner Kirche genacht! Jeßt erkenne ich, daß der Mangel lebendigen Glaubens der ewigen Wahrheiten die vorzüglichste Ursache meiner Sünden, meiner Fehler und meiner Nachlässigkeit gewesen ist. Mein Glaube selbst klagt mich an, und verurtheilt mich. Zu dir, Stifter und Vollender des Glaubens! wende ich mich, demüthigst bittend, daß du mir alle Beleidigungen, die ich dir durch mein böses Leben zugefügt habe, und alle Entehrungen meines Glaubens verzeihen wollest.. Vermehre auch in mir, da der Gerechte aus dem Glau ben sein Leben hat"( Röm. 1, 17.), jenes Glaubenslicht, welches du schon bei der heiligen Taufe in mir angezündet haft! Mache, daß ich künftighin all mein Thun und Lassen nach der Vorschrift und Anleitung des lebendigen und wirksamen Glaubens einrichte! Amen! asduindi anpine and magnudspi Geistliche Kommunion, Begrüßung der selig sten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. -odt tipat poffuntrer udspied that and Cummini? mis Jusbildnicht sdönchì suis si hi hodhi mer sdn sihir thì hơi ph und mithi bosiebenter Tag. ileropun secilni nis mij inatanguidich sam Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; non so d Seite 350. ( 291500190)#ism 180& n 20 nist Besondere Erwägung und Herzensergießung. gilliadugn of penisu odrod onism sting to IOE Jesus, der huldreiche Seligmacher. mindro nonsttil and Jesu! du wolltest mich durch dein Leiden und durch deinen Tod nicht nur von der Dienstbarkeit der Hölle erlöfen, sondern auch zum höchsten Ehrenstande erheben..... Dieß geschah, da ich von dem Priester getauft wurde. Hier 24* 172 Besuchungen v. allerheiligsten Altarsfatraments. Erste Reihe. wurde empfing ich die heiligmachende Gnade, e. ich wurde aufgenommen zu einem Freunde und Kinde Gottes es w mir ertheilt das Erbrecht auf das ewig glückselige Reich. D erhabener glückseliger Stand! o herrliche Würde, mit welcher alle Hoheiten der sterblichen Fürsten und Könige nicht verglichen werden können! Wer kann erfassen, welche Gnade und Ehre es ist, von dem allerhöchsten Gott und Herrn als vertrauter Freund, als liebes Kind, als fünftiger Erbe des Himmels angenommen und erklärt zu werden! is Jesu! wie lange verharrte ich in diesem glückseligen Stande? wie lange blieb ich ein Freund, ein Kind Gottes?... wie lange behauptete ich das Erbrecht des Himmels?. O traurige Frage, die ich ohne Seufzen und Weinen nicht beantworten kann! Schon in meinen jungen Jahren ließ ich mich von meinen bösen Neigungen, von den Schmeicheleien der Welt, von den Reizungen des Fleisches einnehmen, vom Strome fremder Beispiele fortreißen, von den Eingebungen des Satans überwinden; ich fündigte, und verlor durch die Sünde Alles wieder, was du mir so theuer erworben hattest. mimi 18 Wohl thöricht handelte Esau, daß er seinem Bruder um ein Linsenmus das Recht der Erstgeburt verkaufte; weit thörichter aber war ich, daß ich für eine schnöde schändliche Luft, für ein falsches augenblickliches Vergnügen, das ich in der Sünde suchte, hingab, was ich höher als alle Güter der Welt hätte schätzen sollen. Billig kannst du, o Jesu! an mich die bittere Frage stellen: Was nüßt mein( vergossenes) Blut?"( Pf. 29, 1 10.) NO SONGTE Ach! ich hätte meiner Thorheit, meines so muthwillig erlittenen Verlurstes wegen den schwersten Strafen anheimfallen sollen; du aber warest so gütig, daß du mir durch das Sakrament der Buße nicht nur die Sünden nachließest, sondern mir auch die verlorne Gnade, die Freundschaft Gottes, das Recht zum Himmel zurückstelltest und wieder ertheiltest. Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Achter Tag. 373 Was hättest du nach einer unverdienten Gutthat, die du mir neuerdings erwiesest, Anderes erwarten sollen, als daß ich alle Sünden meiden, ein heiliges Leben führen, und Alles anwenden werde, die wieder erworbenen Vortheile sorgfältig und beständig zu bewahren?... Aber, o unerhörte Wankelmüthigkeit! freventlich verließ ich mich auf deine Langmuth, o Jesu! und fündigte wieder,... wechselte zwischen Beichten und Sündigen, war bald dein Freund, bald dein Feind;... meine Bosheit stritt gleichsam in die Wette mit deiner Güte; je öfter du mir meine Sünden verziehest, desto vermessener fiel ich in dieselben zurück... bom O Jesu, mein Heiland! wohin wird es endlich mit mir kommen? Ich selbst kann mir nicht helfen; stehst du mir nicht bei, so bin ich verloren.... D! so bitte ich dich denn durch Alles, was dich zum Mitleiden bewegen kann: Reiche mir deine starke Hand, und zieh' mich aus der Pfütze meiner Sünden und bösen Gewohnheiten! Laß nicht zu, daß deine Güte von meiner Bosheit überwunden werde! Ich will Alles thun, was du von mir verlangest... Ach! seße mich wieder in jenen glückseligen, hohen Ehrenstand, den du mir so theuer erkauft haft! Ich werde denselben von nun an höher schäßen, als die ganze Welt, und ihn sorgfältiger bewahren, als mein Leben. Amen! ♦ Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. tibor fod andant solla tam om monop Achter Tag pr mu das unt Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Nazouls sdong Seite 350. im di Jofol me $ 002 ron Besondere Erwägung und Herzensergießung. id bi Jesus, der Herr über Leben und Tod. 108 S Jesu! du bist der Herr, welcher allen Menschen die Tage und Stunden sowohl des Lebens als des Todes bestimmt. 374 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssaframents. Geste Reihe. Gleich nach dem Falle wurde dem Adam und seiner Nachkommenschaft das Urtheil des Todes verkündet; ,, es ist allen Menschen auferlegt, daß sie einmal sterben."( Hebr. 9, 27.) Wann? Uwo? wie? Dieß, o Herr des Lebens und des Todes! ist dir allein bekannt. Darum ermahnest du: Wachet! denn ihr wisset weder den Tag noch die Stunde."( Matth. 25, 13.). Allen Menschen ist der Tod unfehlbar gewiß; die Zeit, der Ort, die Art des Todes aber ist ungewiß. se ni mojbisig iaf tideo snim Alle Menschen geht diese Wahrheit an, und selbst die Ge rechten macht sie zittern; denn an einem guten Tode ist Alles gelegen, und nicht mehr zu verbessern ist ein Fehler, der dabei begangen wird. Dieß Alles wußte ich gar wohl; aber welchen schwachen Eindruck hat es auf mich gemacht! welche geringe Wachsamkeit hat es bei m; erweckt! Ich sah den Tod an als etwas, das mich entweder nichts angehe, oder als etwas noch weit Entferntes von mir. täubt von meinen unbändigen Neigungen, bethört durch meine sinnlichen Er gözungen verblendet von meinen sündhaften Gewohnheiten, eingenommen von zeitlichen Sorgen dachte ich wenig an den Tod, noch weniger an eine gute Vorbereitung zum Tode... Ich baute auf meine Gesundheit und auf meine Kräfte, und lebte so frei, als hätte ich, ohne einen gählingen Zufall befürchten zu dürfen, den Tod erst nach vielen Jahren zu gewarten. 1668 stis on noin min store D Jesu! wie viele Tausende aus allen Ständen hast du schnell und unversehens aus der Welt hinweg genommen, und mich hast du bisher am Leben erhalten! wie viele weit kleinere Sünder, als ich bin, hast du plößlich in deiner Ungnade eines unglückseligen Todes dahin sterben lassen, und mir hast du 1 das Leben verlängert, da ich es doch nur zur Fortsegung meiner Missethaten mißbraucht habe!. Jch, ich bin jener unfruchtbare Feigenbaum im Evangelium, welchen deine Gerechtigkeit schon längst hätte umhauen, und in's Feuer werfen Ueber die vorzüglichsten Namen: c. Ncunter Tag. 375 live sollen; nur deine Barmherzigkeit hat mich noch geduldet, und mir Zeit geschenkt, würdige Früchte der Buße zu bringen. O mein Jesu! ernstlich ist es nun beschlossen: Ich will, da ich noch Zeit habe, mit deiner Gnade wahre Buße wirken.. Ich muß sterben. ich kann bald, ich kann plößlich und unversehens sterben und ich werde Diese nur einmal, nur einmal werde ich sterben. dreifache Wahrheit soll mich antreiben, daß ich ohne Verzug durch ein frommes Leben mich zum Tode vorbereite. Damit ich einst selig und getroft sterbe, will ich heute noch anfangen, der Sünde, meinen bösen Neigungen gänzlich abzusterben, und dir, o Jesu! allein zu leben. Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der feligften Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff.d pin mo dun ending and med sin vidi impola dau 190 spiim om det. ODC mim nadse sdot troonials dus 9058 re Neunter Tag. Lupe G bi Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. let usiladda adui yd now tingladet mais noe hi di sta du enda Besondere Erwägung und Herzensergießung. 19 bo sdop Jesus, der strengste Richter. Jesu! du bist der Richter der Lebendigen und der Todten. Der Vater richtet Niemand, sondern er hat alles Gericht dem Sohne übergeben, damit Alle den Sohn ehren,"( Johan. 5, 22.), ist dein eigener Ausspruch. Ich erkenne dich als den höchsten Richter, von welchem Niemand auf einen andern sich berufen kann. Ich erkenne dich als den allmächtigen Richter, welchem Niemand entfliehen kann. Ich erkenne dich als den allwissenden Richter, vor wel vor welchem Niemand etwas läugnen kann. Ich erkenne dich als den strengsten Richter, welcher das ♦ 376 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. Mindeste wie das Größte untersuchen wird. Ich erkenne dich als den unveränderlichen Richter, dessen Urtheilsspruch ewig bleiben wird. Und vor dir, o Jesu! vor deinem Richterstuhle werde auch ich einstens erscheinen und stehen müssen... Ach! wenn an jenem Gerichtstage die Gerechten kaum bestehen, wie wird es mir Sünder ergehen?.. Welche Angst, welche Furcht wird mich erfüllen, wie werde ich mit Schande bedeckt werden, wenn Alles und Alles offenbar wird, was ich mein ganzes Leben hindurch gedacht, geredet, gethan habe!.. Göttlicher Richter! wie wird mir zu Muthe seyn, wenn mich über Alles und Alles zur Rechenschaft ziehen wirst?. wenn du nicht nur meine Sünden und Fehler, meine Lauigkeiten und Nachlässigkeiten, sondern auch meine guten Werke, Tugenden und Andachtsübungen mit aller Strenge durchsuchen wirst?.. wenn ich über alle mir ertheilten Gnaden, Gutthaten und Heilsmittel, über alle Gaben des Leibes und der Seele, über jeden Augenblick der Zeit, über jedes auch nur müßige Wort Rede und Antwort werde geben müssen? + Jesu! diese erschreckliche Wahrheit, daß du einst kommen wirst, zu richten die Lebendigen und die Todten, hätte mich jederzeit von der Sünde abhalten sollen. Demungeachtet, was geschah? Ach! ohne Furcht stürzte ich mich von einer Sünde in die andere, verabsäumte das Gute, mißbrauchte deine Gutthaten, Gnaden und Heilsmittel, nicht anders, als gebe es keinen Richter, der mich vor seinen Richterstuhl fordern könnte.. Ach! hätte ich durch mein laues und freies Leben nur einen sterblichen Richter beleidiget, so ließe meine Vermessenheit fich noch begreifen; da ich aber dadurch dich verachtet und beleidiget habe, meinen höchsten, allmächtigen, allwissenden, strengsten Richter, und zwar in deinen Augen, in deiner Gegenwart, so hat meine Bosheit alle Schranken überstiegen, und es scheint, daß ich allen Verstand verloren habe... O Jesu! hättest du schon den Richterstuhl bestiegen, über mich das Endurtheil zu fällen, was könnte ich erwarten, als Ueber die vorzüglichsten Namen zc. Zehnter Tag. p 377 meine Verdammung? Noch erblicke ich dich aber auf dem Gnadenthrone deiner Liebe und Barmherzigkeit, und darum schöpfe ich noch sichere Hoffnung, du werdest mich nicht verwerfen... Herr! gehe nicht in's Gericht mit deinem Knechte!"( Ps. 142, 22.) Trage noch Geduld mit mir! Meine Sünden, die ich von Herzen bereue, will ich sorgfältig vermeiden; die heilige Furcht des fünftigen Gerichtes soll mich von jeder Sünde abhalten, und zu allen Tugenden antreiben.. Willst du mich, wie ich es verdient habe, strafen, so strafe mich in diesem Leben als Vater; nur sey mir gnädig, wenn du als Richter kommen wirst! Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. ang and onion and did nehnter Tag. walinded Sehnsüchtige Anbetung; wie am ersten Tage; Seite 350. 5000 Honopath in Besondere Erwägung und Herzensergießung. 1151 Jesus, der gerechteste Bestrafer. 190 Jesu! mit unendlichem Abscheu hafsest du die Sünde, weil sie deiner Heiligkeit höchst zuwider ist.. Mich von der Sünde abzuhalten, hast du auf jedes schwere Vergehen den Verlurst deiner Gnade, deiner Freundschaft und der ewigen Seligkeit gesetzt; du hast verschiedene zeitliche Strafen und Plagen, ja! sogar die entseßlichsten ewigen Peinen in der Hölle angedroht. Aber auch bei diesen Drohungen hast du es nicht bewenden lassen, weil du vorhergesehen hast, daß sie nicht hinreichen würden, mich, der ich so sehr zum Bösen geneigt bin, genugsam von der Sünde abzuschrecken. Was hast du noch gethan? is no 1 osobinds 19 ◆ 900 378 Besuchungen d. allerheiligsten Altars sakraments. Erste Reihe. Du hast mir die schauderlichsten Beispiele deiner strafenden Gerechtigkeit vorgestellt. Der Sünde wegen hast du unzählige englische Geister aus dem Himmel in die Hölle gestürzt. Der Sünde wegen hast du den Adam und seine ganze Nachkommenschaft zu einem mühseligen, kummer und schmerzvollen Leben, zum traurigen Tode, zur höllischen Dienstbarkeit verurtheilt. Der Sünde wegen hast du den Erdkreis mit der allgemeinen Wasserflut überschwemmt. Der Sünde wegen haft du ganze Städte, Länder und Königreiche durch Wasser, Feuer, Erdbeben, durch Hunger, Krieg, ansteckende Krankheiten und andere Plagen gezüchtiget und vertilgt. Der Sünde wegen hast du schon viele Millionen Menschen auf mancherlei Weise und plößlich aus der Welt hinweggenommen und in die Hölle geworfen, wo sie ohne Nachlaß, ohne Milderung, ohne Hoffnung die schwersten Peinen ausstehen müssen... fremden Schaden klüger und behutsamer gewohne dadurch Was haben diese Strafen, die so viele Andere getroffen haben, bei mir gewirkt? Haben sie mich erschreckt? Bin ich durch Ach! ohne dadurch ich las, ich hörte, ich sah solche Bestrafungen, betroffen zu werden, gleich als wären solche traurige Geschich ten nur Mährchen, die keine Aufmerksamkeit, kein Nachdenken verdienten. Aber deiner Drohungen und Züchtigungen ungeachtet habe ich, o Jesu! freventlich gesündiget, und fortgefündiget, sogar zur Zeit, da deine Strafruthe wirklich Andere getroffen hat. Es schien, als wollte ich dich mit Gewalt zum Zorne reizen, und deine gerechte Rache über mich herausfordern, so unverschämt, so frech habe ich Sünden auf Sünden gehäuft. Jesu! unmöglich kann ich dein mildes Verfahren gegen mich faffen. So viele tausend Engel und Menschen, die doch nicht so oft, nicht so schwer gesündiget hatten, als ich, hast du nicht verschont; und mich mich hast du verschont, mir hast du so langmüthig zugesehen, mir hast du Zeit, Gelegenheit und Gnade gegeben, wahre Buße zu wirken... Wie! einen so gütigen, so liebreichen Gott, der an mir seine Barm♦ - . disfUeber die vorzüglichsten Namen 2c. Gilfter Tag. 379 herzigkeit, und nicht seine Gerechtigkeit hat zeigen wollen, soll. ich noch einmal beleidigen? Nimmermehr! nimmermehr! D Jesu! ich will dich desto inbrünstiger, desto vollkommener lieben, je mehr, je kecker ich dich zuvor beleidiget habe. Gerne nehme ich auch zur Abbüßung meiner Sünden jegliche Strafen an; um dieses allein bitte ich dich durch dein liebevolles Herz, daß du mich nicht durch Zulassung eines traurigen Rückfalles in neue Sünden strafen wollest. O Jesu! nur dieß verhänge nicht über mich, daß ich dich noch einmal beleidige, und deine Gute noch einmal mißbrauche! Amen! Juo sioditu pildig Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebetzu den heiligsten Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff.dll bodo moradildoek saiss un din hid Joensdag spend ingo dum odmorgan hodit usindi spidaled hid Gilfter Ta se j nonn Tag. Sehnsüchtige Anbetung; wie am ersten Tage; Seite 350. das sie an und some usudi sidomoch) thi thơ son Ddont have này thì nis pigste Besondere Erwägung und Herzensergießung. 2011prattad a phi 509 must Hoe dan o Jesus, der größte Gutthäter.se que ang O Jesu! du bist in Wahrheit die Güte und Freigebigkeit selbst. Immer und überall erblicke ich die Fülle deiner Gutthätigkeit gegen mich. Schon ehe ich war, hast du an mich gedacht, und von Ewigkeit her beschlossen, mir in der Zeit Gutes zu thun. Jeden Augenblick meines Daseyns hast du mir neue Wohlthaten erwiesen. Alles, was ich bin, was ich habe und vermag, ist ein freiwilliges Geschenk deiner freigebigen Handdor sind si ds de jundit ng Dir, und nur dir habe ich meine unsterbliche Seele sammt ihren Kräften, Talenten und Eigenschaften, meinen Leib sammt feinen Sinnen und Gliedern, meine Gesundheit, meinen Wohlstand, meine Nahrung, Kleidung, Versorgung 2c. zu verdanken.. 380 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. Und was soll ich von andern geistlichen und übernatürlichen Gnaden sagen, mit denen du mich so reichlich versehen haft?.. Es scheint, du habest alle deine Weisheit, Macht und Güte aufgeboten, mich mit Wohlthaten zu überhäufen.. Lauter mir zugedachtes Gute ist's, was du immer als Urheber der Natur im ganzen Weltall hervorgebracht, als Urheber der Gnade zum Heile der Menschen gethan, als Belohner des Guten den Auserwählten im himmlischen Vaterlande zubereitet haft. O Jesu! welche Verbindlichkeit legten mir diese deine un zähligen Gutthaten auf! Sie verbanden mich, stets an dich zu denken, dir unablässig zu danken, dich beständig zu lieben... Allein was habe ich gethan? Ich habe mich des schändlichsten Undankes schuldig gemacht.. Selten, o Jesu! habe ich an dich und an deine Wohlthaten gedacht;- ich habe deine Gutthaten übel angewendet, und sie sogar als Werkzeuge gebraucht, dich zu beleidigen.. Du hast nie aufgehört, das Böse mit Gutem zu vergelten. Die wildesten, grausamsten, Thiere pflegen Jene zu verschonen, die ihnen Gutes thun und die Nahrung geben; und ✦ ich, ein Menſch, ein Chrift, habe dich nicht verschont, sondern, o teuflische Bosheit! habe dich habe dich angegriffen und beleidiget, sogar zur Zeit, da ich wirklich deine Gaben genoß und von deiner Gnade lebte, da ich wirklich von deiner Güte abhing, und ohne deine Beihilfe weder mich bewegen noch athmen konnte... Wer hat je ähnlichen Undank gesehen, oder davon gehört? pia Hou oond Jesu! hat mein schändlicher Undank deine Güte noch nicht ermüdet? Willst du deine milde Hand noch nicht von mir abziehen?.. Nein! du fährst fort, mich mit Gutthaten zu überhäufen; aber eben diese deine wunderbare Güte bezwingt mein Herz, das jetzt von wahrer Reue ganz durchdrungen ist. Im Staube liege ich vor dir, und wage es nicht, zu dir empor zu blicken.. Göttlicher Gutthäter! du hast mich deine Freigebigkeit genießen lassen, da ich sie so schändlich zu + L ad Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Zwölfter Tag. deiner Beleidigung mißbraucht habe; achy, entziehe sie mir nicht, da ich mich nun ernstlich bekehren will!. Seße den so vielfältigen Gutthaten, die du mir erwiesen hast, auch diese bei, daß ich in Zukunft alles Gute, das du mir dem Leibe und der Seele nach noch thun wirst, jederzeit nur zu deiner Ehre, zu deinem Dienste, zu deinem Wohlgefallen auwenden möge! Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. que ha dirock maduathl 381 adau dis 3 wölfter Tag. dojo Sehnsüchtige Anbetung; wie am ersten Tage; Seite 350. quvuspdë sim no SER Besondere Erwägung und Herzensergießung. Jesus, der stärkste Erretter. O Jesu! was ist diese Welt Anderes, als eine Heimath der Trübsale, ein Sammelplaß der Armseligkeiten, ein großes Spital von Bedrängten, Betrübten, Verunglückten?.. Man sieht und hört da beinahe nichts, als traurige Zufälle, Unglücke, Bedrückungen, Aergernisse, Sünden und Laster;. fast unzählig ist die Menge derjenigen, die ihre Gesundheit, ihre geraden Glieder, den Gebrauch ihrer Sinne, ihr Vermögen, ihre Ehre, ihren guten Namen, ihr Leben, ihre Seele und Seligkeit verloren haben. is un Ich lebe in diesem Jammerthale schon viele Jahre fast immer gesund und beglückt. Wer hat mich beschüßt? Wer hat so viele Ulebel und Unglücksfälle von mir abgewendet? Wer hat mich vor so vielen Gefahren des Leibes und der Seele bewahret, oder mich aus denselben errettet? Niemand, als du, mein Jesu! Du hast über mich deine Hand ausgestreckt; du hast mich in deinen Schutz genommen; du hast 382 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. mich sicher geleitet; du hast mich wie dein Kind behütet, und für meine Gesundheit und mein Leben, für mein Hab und Gut, für meine Ehre, für meinen Leib und für meine Seele Sorge getragen. Tausendmal hätte ich Alles eingebüßt, zeitlich und ewig wäre ich zu Grunde gegangen, hätte nicht deine liebevolle Obsorge mich errettet und gleichsam auf den Händen getragen.olm2 bilio mis D Jesu! wie sehr bin ich dir für deinen immerwährenden Schutz und Beistand verbunden! Wie oft aber habe ich muthwillig von deiner leitenden Hand mich gleichsam losgerissen, und mich in die augenscheinlichsten Gefahren gewagt, Leib und Seele zu verlieren!.. Ja! ich bin sogar freventlich in den Gefahren verharrt;.. hätte, da ich die Gefahren geliebt, wohl verdient, in denselben zu Grunde zu gehen; du aber hast dein wachendes Auge nicht von mir abgewendet, sondern mich noch immer dem Verderben entriffen... Ferne sey es von Shefort mir, daß ich es noch einmal wage, mich den Gefahren auszusetzen!.. Ach! wenn oft deine großen Diener in der Gelegenheit und Gefahr schändlich gefallen sind, was wird mit mir schwachem, zum Bösen geneigtem Sünder geschehen?.. pd Jesu! dir will ich anhangen; in deine mächtigen Arme will ich mich begeben, und mich deiner allerweisesten Obsorge überlassen. Ich selbst kann mich nicht beschüßzen, nicht genugsam erretten; meine Kräfte sind zu schwach; allenthalben Reizungen, Fallstricke und Gefahren!.. wie werde ich überall ausweichen, oder mich durchschlagen?.. Du, o Jesu! biſt mein Helfer und Beschüßzer; auf dich setze ich meine Hoffnung; mit deiner Gnade will ich mich befleißen, durch ein dir wohlgefälliges Leben mich deines Schußes würdig zu machen... Willst du mich durch zeitliche Widerwärtigkeiten und Trübsale prüfen, so werde ich sie mit Geduld annehmen, und deine Hand füssen. Dieß allein bitte ich: Wende jene Gelegenheiten und Gefahren von mir, in welchen ich in eine Sünde fallen, dich beleidigen, und meine Seele verlieren könnte! Amen! Ueber die vorzüglichsten Namen sc. Dreizehnter Tag. 383 Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. her dimbi rinisd me and find luis? o chim fid an d adual chin chin Rochi ng. Dreizehnter Tag. Sehnsüchtige Anbetung, wie wie am ersten Tage; Seite 350. trinuts thin thiene HB 3919 Beſondere Erwägung und Herzensergießung. d2 ni Jesus, der getreueste Freund. 2 si Jesu! ein treuer Freund ist ein starker Schirm; wer ihn gefunden hat, der hat einen Schatz gefunden. Einem treuen Freunde ist nichts zu vergleichen."( Eccle. 6, 14. 15.). Wo ist aber heut zu Tage ein treuer Freund zu finden? Falsche, verstellte, eigennüßige Freunde gibt es in Menge; wahrhafte, aufrichtige Freunde aber sind eine Seltenheit Du allein, o Jesu! bist aus allen der treueste, beste und beständigste Freund, auf den man sich verlassen kann. D, wie trostvoll sind deine Worte, die du zu deinen Aposteln gesprochen hast:„ Ihr seyd meine Freunde, wenn ihr thuet, was ich euch befehle. Ich will euch nun nicht mehr Knechte nennen; sondern ich habe euch meine Freunde genannt." ( Johan. 15, 14. 15.) Hierdurch gibst du uns zu verstehen, daß du Alle diejenigen als deine Freunde erkennen wollest, die an dich glauben und deine Gebote halten... Die Großen dieser Welt machen nur Freundschaft mit ihres Gleichen, mit Edlen und Vornehmen; die Gemeinschaft mit den Armen, Einfältigen, Niedrigen verabscheuen sie als eine ihrer Würde, ihrem Stande nachtheilige Erniedrigung. Du aber, mein Jesu, du eingeborner Sohn Gottes, du König der Glorie! du würdigest dich, unser Freund zu seyn, und nimmst 384 Besuchungen d. allerheiligsten Altars sakraments. Erste Reihe. Jedermann in deine vertrauliche Gemeinschaft auf, er mag arm oder reich, einfältig oder flug, niedrig oder vornehm seyn. Welche Ehre! welche Gnade! slaggallin Q Sogar auch mich, o Jesu! hast du von deiner Freundschaft nicht ausgeschlossen.. Wer bin ich?.. und wer bist du?.. O, wie weit erniedrigest du dich, mich Elenden zu erhöhen! Was hast du nicht gethan, mich zu überzeugen, daß du mein wahrer, allerbester Freund seyest? Du hast stets an mich gedacht, für mich gesorgt, mich ermahnt, getröstet, beschüßzt, mein Bestes befördert.. Du haft mir deine Gnaden, Verdienste und dich selbst geschenkt.. Niemand kann eine größere Liebe haben, als diese, daß er sein Leben für seine Freunde gibt,"( Johan. 15, 13.) find deine eigenen Worte. Wie groß muß dann deine Liebe gewesen seyn, da du am Kreuze für mich gestorben bist!... Welche Hochschätzung, welche Gegenliebe hättest du von mir verdient, o Jesu! Was hätte ich mich sollen kosten lassen, in deiner Freundschaft zu verharren! SANDER 11 Hat aber wohl Jemand deine Freundschaft minder geachtet und weniger geschäßt, als ich? Schon damals, als ich die erste schwere Sünde beging, habe ich deine Freundschaft muthwillig aufgehoben, dich verlassen, ja sogar beleidiget und be trübt.. Ich habe mich sogar zu deinen Feinden geschlagen, mit ihnen wider dich gehalten, und wie der treulose Judas dich verrathen, verkauft und aufs Neue dem Tode überliefert.. O Wuth, o teuflischer Undank, o unerhörte Untreue, wofür die Höllenstrafe noch viel zu wenig ist! phimisid s ne Dennoch, o Jesu! konnte dieses mein treuloses, grausames Verfahren dein sanftmüthiges Herz nicht bewegen, mich gänzlich zu verlassen... Du hast mich wieder zur vorigen Freundschaft eingeladen, und mich liebreich in dieselbe aufgenommen, gleich als wäre dir Alles daran gelegen, daß du mein Freund seyest, und ich der deinige... Ach! ich bereue jetzt mit tiefstem Schmerz, daß ich dich, meinen aufrichtigsten, aller ad Uleber die vorzüglichsten Namen ic. Bierzehnter Tag. 385 besten Freund verlassen, betrübt und beleidiget habe. Lieber will ich künftighin Alles, als noch einmal deine Freundschaft, verlieren. Ich will sie höher schätzen, als alle Gunst der Welt.. Ja! gleichwie du als mein wahrer Freund zu meinem Nußen, zu meinem Heile Alles gethan, und sogar dein Blut und Leben hingegeben haft, so will auch ich als dein wahrer Freund Alles thun, meine Kräfte, meine Talente, meine Gesundheit und mein Leben anwenden, deine Ehre zu befördern, dir mehrere Freunde zu verschaffen, deinem Wohlgefallen pünktlichst nachzukommen. Amen! un tebin, di maniad, mobinsi and you find Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff.dnd bi non di chi panied out ibin 1 odr ate nisa i holg maidlu Vierzehnter olung bumidus seboj m er zª Tag. Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. in podo bilhier im 89 10 Emjm rednot 17 Besondere Erwägung und Herzensergießung. sid spaligich dus noglidull d Jesus, der liebenswürdigste Bruder. slan Jesu! wie überaus groß ist deine Liebe! Nicht nur unser treuer Freund, sondern auch unser Bruder willst du seyn. Geh hin zu meinen Brüdern," sprachst du zu Magdalena, und sag' ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater, und zu eurem Vater!"( Johan. 20, 17.) Deine Apostel hast du Brüder genannt, und auch deine Gläubigen erkennest du als deine Brüder. Du bist der Eingeborne Sohn des göttlichen Vaters, und wir sind angenommene Kinder des nämlichen Vaters, folglich auch von dir angenommene Brüder und Miterben deines Reiches... Billig nennt dich der Apostel unter vielen Brüdern den Erstgebornen." ( Röm. 8, 29.) Du bist es auch, und zwar ein Bruder, bei dem keine Mißgunst, kein Neid, keine Eifersucht, sondern nur 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 25 386 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. aufrichtige Liebe zu seinen Brüdern zu finden ist, eine Liebe, die dich bewogen hat, uns alle deine Gnaden und Verdienste mitzutheilen, und dein Leben für uns hinzugeben. maD Jesu! wer soll dich als einen solchen Bruder nicht hochschäßen, ehren und lieben? Was hast du aber erfahren? Das Nämliche, was der unschuldige Joseph von seinen ihn haffenden Brüdern erfuhr, die ihm nach dem Leben strebten, ihn in eine Cisterne warfen und als Sklaven verkauften. Ja! noch weit ärger, als dem Joseph, erging es dir, mein Jesu! Du wurdest von den Menschen, deinen Brüdern, nicht nur verachtet, verspottet, verkauft, sondern sogar an's Schmachholz des Kreuzes gebracht. Unter diesen grausamen Brüdern war auch ich;- auch ich habe durch meine Missethaten deinen schmerzlichen Tod befördert. Ach! nicht mehr deinen Bruder kann ich mich nennen; dein Mörder war ich... Hat das Blut des unschuldigen Abel wider dessen Bruder um Nache zum Himmel gerufen, wie wird nicht dein vergossenes Blut wider mich zum Himmel rufen!.. Ja! es ruft wirklich, aber nicht um Rache, sondern um Gnade und allerliebster du so die Unbilden und Beschimpfungen, die Qualen und Schmerzen, den Tod, die du zu erleiden hattest? In Erwägung dieser Güte muß ich aufrufen:„ Wer wird mir geben, daß ich meinen Bruder finde, und ihn küffe?"( Hohelied 8, 1.) Ich darf nicht weit gehen, um dich zu finden; überall bist du schon zugegen.. Bruder! iO! wenn der Patriarch Joseph, da er als Unterkönig von Egypten auf dem Throne saß, sich gegen seine unmenschlichen Brüder so liebreich erzeigt hat, daß er, anstatt sie einkerkern und dem Tode überliefern zu lassen, sie umfing, küßte und ihnen Alles verzieh, was kann ich von dir hoffen, o Jesu, du liebreicher Bruder, der du wohnest in deiner Barmherzigkeit! Darum bitte ich dich: Sich mich nicht an als einen Sünder, sondern als deinen, wiewohl unwürdigsten, Bruder, der jetzt in Wehmuth seines Herzens bereuet, was er immer wider Ueber die vorzüglichsten Namen ic. Fünfzehnter Tag. forud fo 387 dich gefündigt hat!.. O Jesu! sey von nun an der Herr über deine Brüder!"( Gen. 27, 29.) Beschüße sie, leite und regiere sie, damit sie dir, als dem Erstgebornen, in Allem gehorsamen, und in Allem nachfolgen! Was mich anbelangt, so werde ich alle Sorge, allen Fleiß und alle Mühe anwenden, daß ich dir, o liebenswürdigster Bruder, der du der Sohn Gottes, der König des Himmels bist! nicht mehr zur Unehre, zum Verdrusse, sondern durch ein tugendhaftes Leben zur Freude und zum Wohlgefallen seyn möge. Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. blo andaagpis bilde nadapae Of sitor es Fünfzehnter T a g. Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. chilist Besondere Erwägung und Herzensergießung. Jesus, der eifernde Bräutigam. Jesu! du wurdest von meiner Seele, nachdem du sie durch deinen Tod erlöset, und durch deine heiligmachende Gnade von allen Makeln gereiniget hattest, so eingenommen, daß du sie zu deiner geliebten Braut erwählet hast. Du sprachst gleichsam zu ihr:„ Ich will mich ewiglich mit dir vermählen in Gerechtigkeit, in Barmherzigkeit und in Erbarmungen."( Dfee 2, 19.).. Ewiger, wahrer Sohn Gottes, König der Engel, unendlich großer Herr! mit meiner Seele willst du dich vermählen durch das Band der reinsten Liebe, und zwar auf ewig? O unendliche Ungleichheit zwischen dir und meiner Seele! Daß der mächtige König Assuerus die arme Esther zur Gemahlin erkor, ist nichts so Außerordentliches; denn sie war ein Wunder von Schönheit, und besaß ganz vorzügliche Ge25* 388 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. hätte erfüllen können!. müthsgaben und die seltensten Tugenden.. Was Schönes, Reizendes und Angenehmes, das dein Herz hätte anziehen können, haft aber du, o Jesu! an meiner Seele gefunden? Nicht das Mindeste, wohl aber Vieles, was dich mit Abscheu MARCHY Und dennoch war deine Liebe so groß, daß du dich mit ihr vermählt hast- in Gerechtigkeit, die du ihr durch dein Leiden verdient, in Barmherzigkeit und in Erbarmungen, die du ihr erwiesen hast. Welche Treue, Dienstfertigkeit und Gegenliebe erheischte nicht von meiner Seele diese deine ausserordentliche Huld!. ✦✦ Doch ach! bald hatte sie deine so innige Liebe vergessen, dir die Treue gebrochen, und andern Liebhabern ihr Herz hingegeben. Keine Liebe ist heikler, empfindlicher, eifernder, als die Liebe eines würdigen Bräutigams gegen seine zärtlich geliebte Braut. Wird sie vergolten durch schändliche Untreue, so wird sie oft in unversöhnlichen Haß verwandelt, und die Un bild dieser Untreue wird von dem beleidigten Bräutigam fürchterlich gerächt.. O Jesu! welche große Unbild, welche empfindliche Schmach hat dir meine Seele angethan, da sie dich, den liebenswürdigsten Bräutigam, verlassen, und in blinder, fündhafter Neigung sich den Geschöpfen hingegeben hat!.. Mit Recht hättest du sie auf ewig von dir verstoßen können, 115 TOMART gan ne billig hättest du sie verstoßen sollen. Allein, welche Gnade für mich! Ungeachtet der begangeTOWARD nen Untreue war meine Seele noch kostbar in deinen Augen; du haft an ihr dein Ebenbild und den Werth deines Blutes angeſehen, angesehen, und hast sie darum wieder an- und aufgenommen... D Jesu! überwunden und eingenommen von deiner so langmüthigen Liebe- werfe ich mich vor dir nieder, und ganz beschämt, ganz reumüthig bitte ich dich um Verzeihung meiner Untreue. Ich entsage zugleich aller unordentlichen Liebe zu den Geschöpfen; dich allein will ich lieben; dir allein will ich anhängen, dir allein zugehören... Nichts soll mich mehr von dir trennen. Amen! nh — Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Sechzehnter Tag. 389 sdn Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. mue giller snism Sechzehnter Tag. Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350, di sinivo del mundesmin sipas bo dit Besondere Erwägung und Herzensergießung. Jesus, der sicherste Bürge. O Jesu! wohl eine recht große Gnade ist es, wenn ein reicher Herr für Jemand, der mit vielen Schulden beladen und zahlungsunfähig ist, sich als Bürge anbietet, für Alles gut stehen, Alles bezahlen will.. Wer ist mit mehreren und gröBeren Schulden beladen, als ich?.. Meiner begangenen 201 Sünden wegen schulde ich der Gerechtigkeit deines göttlichen Vaters soviel, daß ich unmöglich hinlängliche Genugthuung leisten kann... Ach! fast muß ich beim Anblicke meiner Unvermögenheit verzagen... Doch, o Jesu! unendlicher Dank sey dir gesagt! du bist in's Mittel getreten, und hast dich deinem himmlischen Vater für mich als Bürge angeboten, hast freiwillig alle meine Schulden auf dich genommen, und sie schon wirklich überflüssig bezahlt nicht mit Gold und Silber, sondern mit dem unendlichen Werthe deines Blutes und deiner Verdienste... Wohl eine glückselige Schuld, möchte ich fast sagen, die ein Bürge über sich genommen hat, der unendlich mehr bezahlt, als die göttliche Gerechtigkeit fordern kann! O Jesu! wie habe ich diese Genugthuung, die du für mich geleistet, mir zu Nußen gemacht? Habe ich behutsamer gelebt, vor neuen Schulden mich gehütet? Dich undankbarer, boshafter Mensch! freventlich verließ ich mich auf deine schon 390 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. erfahrene Güte, und häufte neuerdings Sünden auf Sünden, Schulden auf Schulden, die ich als Verschwender deiner Gnaden so wenig, als die ersten, zu bezahlen vermochte... Wohl hätte ich verdient, daß du deine hilfreiche Hand völlig von mir abgezogen, und mich der strafenden Gerechtigkeit übergeben hättest; allein stets übertraf deine unermeßliche Güte meine Bosheit; immer wieder bezahltest du als beständiger Bürge mit neuer Liebe meine neuen Schulden... splicointed DJesu! nimmermehr kann ich deiner unergründlichen Güte widerstehen; sie bezwingt mein verkehrtes Herz, und es ergies sich jetzt in Thränen. Bitter bereue ich es, daß ich nicht so fast mir, als dir durch angehäufte Sünden eine so ungeheure Schuldenlast aufgebürdet habe, die du, wie du schon oft gethan, als Bürge abtragen und bezahlen sollst. Ich danke dir für deine so übergroße Liebe, und fasse den ernstlichen Entschluß, mein Leben ganz anders einzurichten, deine Gebote zu halten, deinen Willen genau zu vollziehen.. Ich will meine bösen Neigungen abtödten, würdige Buße wirken, und Alles thun, daß ich einst frei von Schulden, und rein von Sünden vor dir erscheinen möge. Amen! www Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. smism allo gilllerier 2 1999.11.302 Shi WHI i aln tim n mong did two molub Ido FR Sie benzehnter Tag. Abride? Tomiso, duu astal& smind par mail Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; ANTIC Seite 350. dogad adam philosu ad and among chi ti di Besondere Erwägung und Herzensergießung, hing Jesus, der mächtigste Fürsprecher.siap chin D Jesu! wie tröstlich ist, was dein geliebter Jünger von dir schreibt:„ Hat aber Einer gesündiget, so haben Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Siebenzehnter Tag. 391 wir bei dem Vater einen Fürsprecher, Jesum, den Gerechten; und dieser ist die Versöhnung für uns sere Sünden!( 1. Johan. 2, 4. 2.). Wie ermuntern diese Worte mein niedergeschlagenes Gemüth! Welche süße Hoffnung und welches zuversichtliche Vertrauen auf dich erwecken fie in mir! Nichts ist dem, der einen schweren, gefährlichen Handel hat, erwünschlicher, als daß er einen Fürsprecher finde, der durch seine Klugheit, durch seine Macht und durch sein Ansehen den Handel glücklich auszuführen und beizulegen weiß. O Jesu! ich habe gesündiget; ich habe mich vieler Verbrechen schuldig gemacht. Mein Handel bei der göttlichen Gerechtigkeit ist schwer und gefährlich; denn Himmel und Erde, ja! mein eigenes Gewissen klagt mich an, und ich kann mich nicht entschuldigen.... Finde ich keinen Fürsprecher, der sich meiner annimmt, so ist mein Handel auf ewig verloren.... Allein, o Trost! du, mein Jesu! bist derjenige, der sich als Seful bift be Mittler und Fürsprecher für mich bei deinem Vater dargestellt hat; du bist sein geliebter Sohn, an dem er sein Wohlgefallen hat; er kann dir nichts abschlagen.... 008 sy Wohlan! erfülle dein Amt! Zeige deinem Vater deine verer beitten goffenen Thränen, deinen Schweiß, dein Blut, deine erduldeten Schmerzen, deine erlittenen Unbilden, deine empfangenen Streiche, Striemen und Wunden! Zeige ihm deine von Nägeln durchbohrten Hände und Füße, dein mit der Lanze er öffnetes Herz!... Erinnere ihn, daß du den Schuldbrief meiner Sünden an's Kreuz geheftet und mit deinem Blute ausgelöscht habest!.. Erinnere ihn, daß du noch am Kreuze, schon sterbend und mit dem Tode ringend, mit lauter Stimme um Nachlassung meiner Sünden gebeten, und mich zum Erben deiner Verdienste eingeseßt habest! Unmöglich ist es, daß der göttliche Vater deine Fürsprache nicht erhöre, und daß er gegen mich nicht zur Barmherzigkeit bewogen werde. Onliebster Jesu! ich liege vor deinen Füßen ganz mit Trost erfüllt, da ich armer Sünder an dir einen so mäch 392 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssaframents. Erste Reihe. tigen Fürsprecher habe. Zur besonderen Ehre gereicht es dir, daß du aus einem so großen Missethäter noch einen wahren Büßer und Himmelsbürger machen kannst... Fest be schlossen ist es: Ich will aus dankbarer Gegenliebe, mit deiner Hilfe, um die ich demüthig bitte, alle Sünden und alle bösen Gelegenheiten sorgfältig fliehen, mein Thun und Lassen nach deinem heiligsten Willen anordnen, der Uebung wahrer Tugenden mich ergeben, damit es dich nicht gereuen dürfe, sondern daß du dich erfreuen könnest, mein Fürsprecher gewesen zu seyn. Amen! adnd 0 Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff.io dal [ 013 o DDR tin chi yed Achtzehnter Tag. willekes pinus Jus mall Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. ichia Sin mulet spi land Beſondere Erwägung und Herzensergießung. apnoj Jesus, der mitleidige Seelenarzt.h estudis O Jesu! du hast, als du noch auf Erden unter den Menschen wandeltest, alle Städte und Flecken durchlaufen, und allenthalben Gutes gethan. Alle Kranken hast du geheilt, den Blinden das Gesicht, den Tauben das Gehör, den Stummen die Sprache, den Lahmen den Gebrauch ihrer Glieder gegeben; die bösen Geister hast du ausgetrieben, und die Todten zum Leben erweckt.lu.Sehr Vielen hast du die leibliche Gesundheit wieder gegeben; noch weit Mehreren aber haft du die Gesundheit der Seele wieder verschafft. id sotschilnog 150 Putomatio DJesu! frank, sehr krank bin ich; die vielen Sünden, die ich begangen habe, haben mir mancherlei üble Zustände und Krankheiten der Seele zugezogen. Ich bin blind in Allem, Ueber die vorzüglichsten Namen sc. Achtzehnter Tag. 2C. was meine Seele, mein Heil, meine Seligkeit betrifft. Ich bin taub gegen alle guten Ermahnungen und innerlichen Einsprechungen. 2. Ich bin stumm, da ich zu deiner Ehre, zum Wohle des Nächsten, zur Abstellung der Sünde reden sollte... Ich bin lahm und träge zu allen geistlichen Uebungen, zu allen Andachten und Tugendwerken... Meine Leidenschaften plagen mich täglich gleich einem heftigen Fieber; meine sündhaften Gewohnheiten besigen mich wie eben so viele böse Geister; mit Einem Worte, ich trage in einem gefunden Leibe eine todkranke Seele herum. Und das Allerschlimmste ist, daß die Krankheiten und üblen Zustände meiner Seele schon langwierig und eingewurzelt sind..... Wohin soll ich mich wenden? Ich habe keinen Menschen"( Joh. 5, 7.), kann ich mit jenem Gichtbrüchigen beim Schwemmteiche sagen, der schon acht und dreißig Jahre an seiner Krankheit lag;„ ich habe keinen Menschen," der mir helfe. 393 Doch ich irre mich. Ich habe einen Menschen, nämlich dich, o Jesu! dich habe ich, der du wahrer Mensch und Gott bist. Du als mitleidiger Seelenarzt kannst und willst mir helfen.... Zwar verdiene ich deine Hilfe nicht, weil ich selbst die Ursache meiner schweren innerlichen Krankheiten bin. Allein je unwürdiger ich mich erkenne, desto stärker rufe ich zu dir: O Jesu, du Sohn Davids! erbarme dich meiner!" ( Mark. 10, 47.) Es kostet dich ja keine Mühe; sprich nur ein einziges Wort, so bin ich vollkommen gesund!!! Ach! erleuchte die Augen meines Gemüthes, daß ich die ewigen Wahrheiten, die Pflichten meines Berufes, die Wichtigkeit meines Heiles recht erkenne!... Gib mir ein bereitwilliges Gehör, deiner Stimme zu folgen, deinen Einsprechungen, deinen Lehren nachzukommen!... Eröffne meinen Mund, daß ich nur rede, was nothwendig, nüßlich und erbaulich ist!. Ertheile mir die Behendigkeit, den Weg deiner Gebote, den Pfad der Tugend zu laufen!... Stille und lösche aus die Hiße meiner Neigungen und Begierlichkeiten!. Vertreibe die bösen 394 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. Geister meiner sündhaften Gewohnheiten, und erwecke mich zum Leben der Gnade!... rid the Ach! sprich nur ein Wort, mein Jesu! so ist mir geholfen! Die Arznei zu meiner Genesung ist dein kostbares Blut; laß nur einen Tropfen desselben in meine todschwache Seele fließen, und sie wird alsbald die Gesundheit erlangen! Die Ge sunden brauchen keinen Arzt, sondern Jene, die sich übel befinden,"( Luk. 5, 31.) so hast du selbst gesprochen, als du mit den verschrieenen Sündern zu Tische safest, sie zu bekehren. Du wolltest dadurch zu verstehen geben, die Sünder seyen die wahren Kranken, und du seyest der wahre Seelenarzt... Welcher Sünder soll demnach nicht zu dir eilen, bei dir seine Gesundheit und sein Heil zu suchen? Smadnici O Jesu! wiewohl meine Zustände und Krankheiten hartnäckig und sehr gefährlich sind, so setze ich dennoch alle meine Hoffnung auf dich. Sind einst so viele Kranke augenblicklich gesund geworden, sobald sie nur mit Vertrauen den Saum deines Kleides berührt hatten, warum soll ich nicht gleiche Gnade hoffen, da ich dir so nahe bin?.. Noch einmal rufe ich deßhalb:„ Jesu, du Sohn Davids! erbarme dich meiner!" Sprich zu mir, was du zu jenem Kranken gesprochen haft:„ Sieh! du bist gesund geworden; sündige nicht mehr, damit dir nicht etwas Aergeres widerfahre!"( Joh. 5, 4.).. Ich will auch nicht mehr fündigen.. Alles, was meiner Seele eine neue Krankheit zuziehen könnte, will ich hassen und fliehen. Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff.dail Immmoluschen mich! in pidmation and p slibarril bildas dau and dal mad seda mis 3m schil dus 9 admin@ amistbilnigs Injust, is dingu? den angengisi muiny. Ueber die vorzüglichsten Namen zc. Neunzehnter Tag. 395 Tag.d u@ Sehnsüchtige Anbetung, Seite 350. opune wie a hind wie am ersten Tage; ungur BM500 dompanes and jusqug im bilyonnt dind chilisaun Y onis Besondere Erwägung und Herzensergießung. nd aid Jomind do is pun this fo2, nise du scip fod domaso M Jesus, der sorgfältige Hirt. no mono se seunzehnter Jesu! du bist wirklich, wie du selbst sagst, der gute Hirt;"( Joh. 10, 11.) leitest und führeft deine Schafe, ernährest und weidest sie, bewachest und schüßest sie, gibst für sie sogar dein Leben. Deine sorgfältige Liebe erstreckt sich nicht nur auf die dir getreuen und gehorsamen Schafe, sondern auch auf die widerspenstigen. Als dir eines entlaufen war, was hast du nicht gethan, um es wieder zurück zu bringen? mis disaOhne Verzug hast du dich aufgemacht, hast die übrige Heerde verlassen, und bist dem flüchtigen Schäflein nachgeeilt. Du hast es aller Orten aufgesucht, haft ihm wehmüthig gerufen, und dir Tag und Nacht keine Ruhe gegönnt, bis du es endlich nach vieler Mühe und nach vielem vergossenem Schweiße gefunden hast.. Und wer kann beschreiben- die Freude und den Trost deines Herzens, womit du das gefundene Schäflein aufgenommen, die Liebe und Sanftmuth, womit du es auf deine Schultern gelegt, und selbst zur Heerde zurückgetragen hast? 1mmy Ispam nd13 pi Jesu! ja! du bist der gute Hirt; ich aber bin das widerspenstige, verlorne Schaf.. Einige Zeit war ich dir ges treu, folgte deiner Stimme, und genoß die beste, gesündeste Weide.. Allein deiner Wachsamkeit überdrüssig, gelockt von der Luft vermeintlicher Freiheit habe ich die Heerde, die Schaar der Frommen verlassen, und bin dir muthwillig entlaufen.. Was ist erfolgt? Ach! ich bin auf die gefährlichsten Irrwege gerathen, habe verbotene, vergiftete Weiden gesucht, nicht ohne äußerste Gefahr, ein Raub der höllischen Wölfe zu werden... - TIT - 396 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. Du hast, da ich ganz blind, meiner und Deiner vergessen, umherirrte, nicht nur an fagen, überall nachgelaufen, gedacht, ſondern biſt mir, ſo zu hast mich aufgesucht, haft bald mich äußerlich, bald innerlich mir zugerufen, haft Alles angewendet, bis du mich zurückgebracht hast.. Aber- wie kurz war deine Freude und dein Trost! Nicht nur ein-, zwei- oder dreimal, sondern öfter bin ich dir treulos entlaufen.. Und dennoch haft du mich immer wieder gesucht.. Was soll ich mehr bewundern, meine so oft wiederholte Bosheit, oder deine unendliche Güte? Jesu, guter Hirt! hier bin ich vor dir. Deine Gnade hat mich hierher geführt, oder vielmehr ganz liebreich hierher getragen. Ach! nimm mich wieder auf unter deine Heerde, unter deine getreuen Schafe, die deine Stimme hören, deiner Leitung beständig folgen!.. Ich bereue es, daß ich mich so blind von dir entfernt, deine Güte mißbraucht, deine Weide verlassen habe. Sollte ich noch einmal nach falscher Freiheit, nach verbotenen Weiden mich sehnen, so halte mich zurück, gebrauche Schärfe, schlage zu auf mich mit deinem Hirtenstabe, damit deine Mühe, deine Sorge und dein Schweiß an mir nicht verloren gehe! Stelle mich an jenem Tage, an dem du als höchster Oberhirt die Böcke von den Schafen absondern wirst, auf die rechte Seite unter deine Auserwählten, damit ich mit ihnen im Vaterlande die ganze Ewigkeit hindurch deine Erbarmungen preisen möge! Amen! Sind mpomphinu + and Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligften Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. now tholig glindon tilbudt omist miste saise siddid thi sond findist piltlsmise ju? 150 -ins pilliorum id id dunjalo nommer od ronthe michihdoing sid jun nid bi! Suplojus i anet.usjual young andissistirse sustodas sdnd- drop goume og sil molled and dunft mis lois freun sado thin andisat Ueber die vorzüglichsten Namen ic. Zwanzigster Tag. 397 Spung mism: 3 wanzigster Tag. gang Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; www 19HE Seite 350. als all Besondere Erwägung und Herzensergießung. And the stem isdiary se Jesus, der liebevollste Vater.donim nd sdnote msgils junto spid in pral por mi Jesu! ja! du bist mein liebevoller, sorgfältiger Vater. Stets habe ich dich als solchen erfahren; ich aber bin jener ungerathene Sohn, den du in der evangelischen Parabel so lebhaft geschildert hast.. Du hast mich mit Talenten, Eigenschaften, Gaben und Gnaden als einem reichen Erbtheile sorgfältig versehen. So lange ich mich an dich hielt, dir gehorsamte, dich ehrte und liebte, war ich vergnügt und glückselig.. Nachdem ich aber in jugendlichem Alter in deinem Dienste lau und falt geworden bin, hat die Begierde, frei und ungebunden zu leben, mich so weit gebracht, daß ich dich verlassen habe. nisd bin Ich habe mich weit von dir entfernt, habe selten an dich gedacht, meine gewöhnlichen Andachten und den öfteren Gebrauch der heiligen Sakramente unterlassen, alle Lust und allen Geschmack zum Guten verloren, furchtlos und in Menge kleine Sünden begangen.. Ich habe mich endlich in alle Gefahren und Gelegenheiten hineingewagt, bis ich zuletzt durch ein ausgelassenes, freies Leben den von dir empfangenen Erbtheil gänzlich verschwendet hatte. Fer Isobus bonism Nach so großem Verlurste gerieth ich in die äußerste Noth und Armuth; ich litt den bittersten Hunger nach den Wollüsten. Meine schändlichen Neigungen zu ersättigen, machte ich mich zum Sklaven des Satans. Aber auch in dieser Knechtschaft konnte ich meine Begierlichkeit nicht begnügen; sogar an den verächtlichsten, schlechtesten und sinnlichen Ergößungen fand ich den größten Abgang und Mangel. Kurz, ich fand in der Fremde gar nicht, was ich suchte, sondern nur Kummer und 398 Besuchungen d. allerheiligsten Altare sakraments. Erste Reihe. Hunger, Qual und Pein, mein Verderben und meinen gänzlichen Untergang. 2 O bedauernswürdiger Stand!.. Bei dir, o Jesu! als meinem Vater, hatte ich allen Ueberfluß, alle Freude, allen Trost; und jetzt bin ich der unglückseligste Mensch, im der Elende verschmachten muß.. O falsche Freiheit! wie weit haft du mich gebracht! Ach! soll ich noch länger in diesem armseligen Stande bleiben? Nein! ich will mich aufmachen, will von meinen bösen Gewohnheiten aufstehen, will die sündhaften Gelegenheiten verlassen, will mich von der Knechtschaft des Satans losmachen. Zum Vater, ach! zum Vater, zu dir will ich gehen, o Jesu! Ja! ich bin schon da vor deinen Füßen, und rufe bitter weinend und tief seufzend:„ Vater! ich habe gesündiget im Himmel und vor dir.. Ich bin nicht mehr werth, dein Sohn zu heißen.. Mache mich wie einen von deinen Taglöhnern!"( Luk. 15, 18. 19.).. Doch, was sehe ich? Dein Vaterherz, o Jesu! erfreut sich, daß ich zurückkomme. Du umarmst mich.. Du gibst mir den Friedenskuß. Du verzeihst mir Alles, was ich wider dich gethan habe.. Du stellst mir die verlorne Gnade und das Erbrecht zu deinen Gütern wieder zurück.. Du kündest deinen Engeln und Himmelsbürgern sogar ein Freudenfest an... O Vater! o liebster Vater! ist dieß die Strafe meiner Untreue, meines Ungehorsams, meines ausgelassenen Lebens?.. Hast du denn schon vergeschpfe sen, was ich dir zu Leid gethan habe?.? Vater! Erstaunen, Beschämung, schmerzliche Neue machen mich sprachlos; ich kann nicht reden. Es reden aber meine Thränen, mein Herz, mein von Reue und Liebe durchdrungenes Herz. D, könnte ich doch aus vollkommenster Liebesreue so oft sterben, als ich dich, meinen Vater, beleidigt und betrübt habe! Nimmer werde ich dich verlassen, nimmer mich von dir entfernen. Alle Kräfte will ich aufbieten, dir meine kindliche + Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Ein und zwanzigster Tag. Treue, meinen Gehorsam und meine Liebe zu erzeigen. Das Mindeste, was dir mißfällt, will ich meiden. Mein immerwährendes Seufzen wird seyn: Ach! hätte ich nur dich, meinen liebevollsten Vater, nie verlassen, nie beleidiget! Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; S. 355 u. ff. pos minilise the a 399 on& in und zwanzigster Tag. Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Ind state sdobar diler Seite 350. ade id ma' Besondere Erwägung und Herzensergießung. move Jesus, der oberste Feldherr. mitolle O Jesu! du hast einst zu deinen Aposteln gesprochen: Ihr müsset nicht glauben, daß ich gekommen sey, Frieden auf die Erde zu bringen; ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert"( Matth. 10, 34.) Du wolltest hiermit sagen: Ich bin nicht gekommen, den schädlichen Frieden mit der Welt und dem Fleische zu bestätigen, sondern den heilsamen, nothwendigen Krieg wider dieselben anzukünden und fortzuführen.. Diesen heiligen Krieg hast du begonnen gleich bei deiner Geburt, und haft ihn fortgesetzt dein ganzes Leben hindurch bis in den Tod.. Alle deine Beispiele und Lehren zielten auf die Bekämpfung der Welt, auf die Umstoßung und Vernichtung ihrer falschen Grundsätze. Zu diesem Kriege ladest du Alle ein, und hast deßwegen die glorreiche Fahne des Kreuzes aufgerichtet, mit der Zusicherung herrlichen Sieges, wenn man bei deiner Fahne standhaft ausharrt, und nach deinem Beispiele als tapferer Kriegsmann 400 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. 1200 herzhaft kämpft.. Deine Gnade hat auch mich als Krieger ge= worben und angenommen; ich habe bei der heiligen Tanfe zu deiner Fahne gleichsam geschworen, und mich verpflichtet, dir zu folgen, mit dir zu streiten und zu stegen.. streiten und zu stegen.. Allocadail Spil Aber, wie zaghaft, wie treulos war ich! Bald war ich des heiligen Kampfes wider Welt und Fleisch überdrüssig; bald verließ ich deine Kreuzesfahne, und lief zur Fahne des Satans über; bald nahm ich die schmeichelnden, reizenden Grundsäße der Welt und des Fleisches an, und zog sie deinen heiligsten Lehren vor.. O Jesu! wenn ein treuloser Ueberläufer von einem sterblichen Fürsten zum andern mit dem Tode bestraft wird, welche Strafe habe ich verdient, der ich so schändlich, so freventlich von dir, dem Herrn der Heerschaaren, von meinem obersten Feldherrn, zu dem Fürsten der Finsternisse übergegangen bin!.. and was direi Was mich noch strafwürdiger macht, ist, daß ich sogar die Waffen wider dich getragen, indem ich durch mein böses Leben deine Lehren und Beispiele bekämpft und verachtet, und auch Andere, die dir getreu anhingen, zur Verlassung deiner Fahne angereizt und verleitet habe.. Welche vielfache Bosheit, die dir auch zu vielfacher Beleidigung und Beschimpfung gereicht! Denn ich gab dadurch gleichsam zu verstehen, als sey es vor theilhafter, unter der Fahne des Satans, als unter der Fahne deines Kreuzes zu kämpfen.. isuu Happens Nunmehr erkenne ich mit meinem Schaden, wie sehr ich gefehlt und mich selbst betrogen habe, da ich von dir zu meinem und deinem Feinde übergegangen bin.. Jetzt fehre ich zurück, erfüllt mit wahrer Reue; ich schwöre auf's Neue zu deiner heiligen Fahne, von der ich nimmermehr abweichen MOOVER werde.. Nimmermehr sollen die Welt und das Fleisch durch ihre Reizungen und gefährlichen Grundsäße mich zu neuer Untreue verleiten.. Unter deiner Anführung will ich wider fie kämpfen; herzhaft will ich meine Eigenliebe, die Hochschätzung meiner selbst, meine bösen Neigungen so lange bekämpfen, bis - Ueber die vorzüglichsten Namen sc. 3wei und zwanzigster Tag. 401 ich sie mit deiner Gnade vollkommen überwunden und vertilgt haben werde. Sollte es auch Blut und Leben kosten, wohlan! ich kann nicht glorreicher sterben, als wenn ich durch meinen Tod die Welt, das Fleisch und mich selbst besiege... Zu zeigen, daß es mir Ernst sey, will ich heute noch unter deinem Namen und Schuß, und unter deiner Anführung den heiligen Kampf beginnen, auf daß ich durch wiederholte Siege meine vorige Zaghaftigkeit und Treulosigkeit ersetzen möge. Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. pilst dni magn Zwei und zwanzigster Tag. Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350, asd not nok ud ibliscy day Jed 801 Besondere Erwägung und Herzensergießung. mafjelag mid Jefus, der unsterbliche König.d ni dan dall Jesu! du bist der König der Könige. Als solchen erkennen dich alle heiligen Engel und Himmelsbürger, und die ganze katholische Kirche. Als Pilatus dich fragte, ob du ein König seyst, antwortetest du selbst:„ Du sagst es, daß ich ein könig bin;" seztest aber gleich bei:„ Mein Reich ist nicht von dieser Welt"( Joh. 18, 37. 36.); b. i., mein Reich ist nicht beschaffen, wie die irdischen Reiche dieser Welt; das Reich, welches ich besize, ist das Reich der ewigen Glorie; und das Reich, welches ich zu errichten suche, ist das Reich der Liebe und der Gnade in den Herzen der Gläubigen.. O wohl ein glückseliges, weitumfassendes und dauerhaftes Reich! Glückselig, weil man darin wahre Ruhe, Frieden, Vergnügen und Ueberfluß, übernatürliche Güter und Reichthümer findet; weitumfassend, weil es sich über alle 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe 2c. 26 — ♦ 402 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. dauerTheile der Erde erstreckt, wo es Rechtgläubige gibt; haft, weil keine erschaffene Macht dasselbe zerstören kann, und weil es immer währen wird.. JUST GO T O Jesu! selig Jene, die in diesem deinem Reiche der Liebe und der Gnade sich befinden, und über die du als König herr305 - schest; denn du bist unendlich mächtig, und kannst deine Unterthanen beschüßen; du bist unendlich weise, und weißt sie am Allerbesten zu regieren; du bist unendlich gütig und freigebig, und liebest sie wie ein Vater seine Kinder, und suchest nichts Anderes, als sie ewig zu beglücken... Hat die Königin von Saba jene Diener und Knechte glücklich gepriesen, welche täglich den König Salomon sehen und hören konnten, wie selig find Jene zu nennen, die deine Unterthanen, o höchster König! die deine getreuen Diener sind, und mit dir, der du unendlich mehr als Salomon bist, vertraulich zu reden und umzugehen das Glück und die Ehre haben! de D Jesu! wie lange weilest du schon vor der Thüre meines Herzens! wie lange klopfest du schon, und verlangest eingelassen zu werden, um mein ganzes Herz in Besitz nehmen, und in demselben als gebietender König vollkommen herrschen zu können! Ich aber habe dir den Eintritt verweigert. Und warum?. Ach! eitle Possen, unnüße Sorgen, unordentliche Neigungen zu den Geschöpfen haben mein Herz eingenommen; die bösen Gewohnheiten haben es gefesselt.. Ich sah deine milde, sanfte Regierung als ein schweres Joch an, und rief gleichsam mit jenen boshaften Bürgern:„ Wir wollen nicht, daß dieser über uns herrsche."( Luk. 19, 14.).. D, wie blind wird der Mensch, der sich seinen Leidenschaften überläßt! Dank sey dir, unsterblicher König! Eine mir zugesandte Erleuchtung hat mir meine Thorheit zu erkennen gegeben, die ich nun bereue und beweine... Was mich noch tröstet und ermuntert, ist, daß du im Reiche der Liebe und der Gnade nicht nur Fromme und Gerechte, sondern auch große Sünder aufge nommen hast. Nun, so wirst du mich aus demselben auch ✦✦ Ueber die vorzüglichsten Namen ic. Drei und zwanzigster Tag. 403 nicht ausschließen. Nimmermehr soll die Sünde, sie mag groß oder nur klein seyn, in mir herrschen! Ich stoße dieses Ungeheuer aus meinem Herzen, das ich dir gänzlich übergebe.. Nimm es völlig in Besiz als rechtmäßiger König! Regiere, lenke und wende es nach deinem Belieben! Reinige es von allen Makeln; schmücke es mit allen Tugenden; entflamme es mit deiner vollkommensten Liebe!. belia e lindul sid ab Als gefangene Aufrührer, die sich wider dich erhoben haben, und die Ursache meiner Untreue gewesen sind, führe ich zu dir meinen verkehrten Willen, meine Eigenliebe, meine Sinnlichkeit und andere zügellose Neigungen. Ich will sie mit deinem Beistande unterdrücken, abtödten und bezwingen, auf daß sie dich in dem ruhigen Besize meines Herzens nicht mehr stören, noch mich von dir mehr trennen und abwendig machen können. Amen! ustihent niste año magiun mad dan Getur Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligsten Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. nism as ili sanni sibisog Bogilid amisd: Mol a ந்தி # 1997 1 191 daingi Drei und zwanzigster Tag. malced qu d Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. hou med in Besondere Erwägung und Herzensergießung. asioid slitale und die sindromu Jesus, der göttliche Lehrmeister. unike af 11 O Jesu, du bist der vom Himmel gesandte Lehrmeister, von dem wir sagen können: Wir wissen, daß du wahrhaft bist, und den Weg Gottes in der Wahrheit lehrest."( Matth. 22, 16.) Deine Lehren scheinen zwar den Worten nach einfach zu seyn; sie enthalten aber die höchsten Geheimnisse und wichtigsten Wahrheiten. Du haft selbst zu deinen Jüngern gesagt:„ Die Worte, die ich zu euch ge26* 404 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. redet habe, sind Geist und Leben."( Joh. 6, 64.) Erwägt man sie, so erleuchten sie den Verstand, bewegen den Willen, und dringen in die innerste Tiefe der Seele ein. Die Gerechten werden dadurch im Guten gestärkt, die Lauen angeeifert, die Sünder zur Buße erweckt. sanse dent pins! dDeine Lehre, o Jesu, vernichtet alle Irrthümer, beschämt die Klugheit des Fleisches, stürzt darnieder die bösen Grundsätze der verkehrten Welt; denn sie zielt nicht auf das Fleischliche, Sinnliche und Irdische, das uns Menschen verblendet und bethört, sondern dringt mit allem Ernste darauf, daß wir uns selbst verläugnen, das Fleisch, unsere Begierlichkeiten und Leidenschaften adtödten, die Sünde ausrotten, Demuth, Sanftmuth, Geduld üben, den Nächsten, ja! sogar unsere Feinde lieben, die Wollüste, Ehren und vergänglichen Güter verachten, und nach den ewigen Gütern allein trachten sollen 2c... Diese deine Lehre ist in Wahrheit eine hohe, übernatürliche, göttliche Lehre, wie du selbst gesagt haft:„ Meine Lehre ist nicht mein, sondern dessen, der mich gesandt hat."( Joh. 7, 16.).. Welche Gnade ist es, o Jesu! daß du dich gewürdiget haft, unser Lehrmeister zu seyn! Wer soll deine heilige, unfehlbare Lehre, die zur Tugend, zur Heiligkeit, zum ewigen Leben führt, nicht hochschäßen, annehmen und befolgen! ✦✦ O göttlicher Lehrmeister! schon so lange bin ich in deiner Schule, habe deine Lehre so oft angehört, und habe dennoch bisher so geringen Fortgang in der Tugend gemacht, so wenig gelernt in der Vollkommenheit und Heiligkeit. Dwieviele Tausende aus allen Ständen sind in deiner Schule heilig ge worden, und ich stehe noch nicht auf der untersten Stufe der Heiligkeit!.. Wo fehlt es denn? Ach! bei mir fehlt es; meine Lauigkeit, Schläfrigkeit, Sinnlichkeit, meine Eigenliebe und Selbstschäßung, meine Anhänglichkeit an die Geschöpfe, an die Gemächlichkeiten meines Leibes, meine Leidenschaften sind die Ursache, daß ich noch nicht dein wahrer Jünger und Nachfolger bin.. —— Ueber die vorzüglichsten Namen sc. Drei und zwanzigster Tag. 403 O mein Jesu! in deiner Schule etwas zu erlernen, kommt es nicht auf große Geiſtesgaben an; den Kleinen, Demüthigen, Einfältigen und die eines reinen Herzens sind, pflegest du dich zu offenbaren, mit ihnen zu sprechen, und ihnen deine Lehre zu erklären, so, daß sie in kurzer von göttlichen Dingen, von den ewigen Wahrheiten, von der wahren Tugend und Heiligkeit mehr wissen und verstehen, als alle Welt- und FleischesKlugen. Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde! daß du dieses vor den Weisen und Klugen verborgen, den Kleinen aber geoffenbaret haft"( Matth. 11, 25.), sind deine eigenen Worte. O Jesu! aus meiner Schuld, aus Mangel an Demuth, Herzensreinigkeit, heiliger Einfalt, lernte ich in deiner Schule nichts, lief in die Schule der Welt über, sog sogar bald ihre trüglichen Grundfäße ein, nahm gar bald ihre Denk- und Lebensweise an. Und mit welchem Erfolge? nn girndjoisg aid bit nopid વ Ach! mit dem schlimmsten. Mit meinem Schaden erfuhr ich, daß nur zu wahr ist, was der Apostel fagt: Fleisches Klugheit ist Tod; Fleisches Klugheit ist Gottes Feindin."( Röm. 8, 6.7.).. Diese falsche, betrügliche Klugheit der Welt und des Fleisches verwerfe und verdamme ich nun, eben darum, weil sie dir zuwider ist, und mir den Tod bringt.. Ich kehre zurück zu dir, göttlicher Lehrmeister! demüthigst bittend, du wollest mich wieder als Lehrjünger annehmen. 1.In Demuth, mit Begierde, mit geneigtem Willen will ich deine heilige Lehre anhören.. Ach! erleuchte meinen Verstand, daß ich deine Lehre recht fasse! bewege mein Herz, daß ich sie befolge! Und da deine Worte Geist und Leben sind, so mache, daß dein Geist mich ganz erfülle, daß er mein Thun und Lassen, meine Gesinnungen und Neigungen leite, regiere und heilige! Amen! - Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligften Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff.ilni oglajhoft nied noc S 406 Besuchungen d. allerheiligsten Altarsfakraments. Erste Reihe. immo Vier und zwanzigster Tag. uspidiumsmisla som mangan shang Thu bid Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. sndi di conditim sonstio ug Bod TOTS E qui Cone bitu Besondere Erwägung und Herzensergießung. hd, anu dimpi MOTOROL 1500 bli Jesus, das vollkommenste Beispiel.m Hotell 819 D Jesu! es war dir nicht genug, daß du uns als Lehrmeister deine himmlische Lehre vorgetragen hast; du wolltest, da dir unsere Schwachheit bewußt war, deine Lehre auch mit deinem Beispiele bekräftigen, um uns desto mehr zur Nachfolge zu ermuntern.. D, wie edel, herrlich und glorreich ist es für einen Gläubigen, wenn er seinem menschgewordenen Gott, seinem höchsten Herrn und Könige nachfolgen kann!.. Von dieser deiner Nachfolge schließest du Niemand aus, da alle deine Gläubigen sich dir gleichförmig machen müssen, wenn sie unter deine Auserwählten gezählt werden wollen. So schreibt dein Apostel: Gott hat sie schon vorhinein gekannt; er hat sie schon vornhinein bestimmt, daß sie dem Bilde seines Sohnes gleichförmig werden."( Röm. 8, 29.) un Jesu! ich erkenne die unumgängliche Nothwendigkeit, deinem Beispiele nachzufolgen. Schon oft habe ich im Innersten meines Herzens deinen Zuruf vernommen: Folge mir nach!"( Matth. 9, 9.) und dennoch wie kalt, wie lau, wie träge war ich in deiner Nachfolge! Ach! noch nicht einen Zug erblicke ich an mir, durch welchen ich dir, meinem so vollkommenen Vorbilde, auch nur in etwas ähnlich wäre... D Jesu! die Beispiele der Menschen, sogar der bösen und lasterhaften, sind oft so stark und anziehend, daß sie andere gleichsam mit Gewalt zur Nachfolge dahinreißen; und deine heiligsten Beispiele haben bisher bei mir so wenig vermocht. Leider! meine Zaghaftigkeit, meine Menschenfurcht, meine Sinnlichkeit, meine allzu große Liebe zu den Geschöpfen, meine allzu heftigen Neigungen haben mich von deiner Nachfolge, goin Ueber die vorzüglichsten Namen ic. Vier und zwanzigster Tag. 407 for o Jesu! zurückgehalten. Ich habe mich bisher gefürchtet und geschämt, dein wahrer Nachfolger zu seyn. Welche Schmach für dich! welche Schande für mich! Viele tausend Blutzeugen haben sich, und zwar mit Verlurst ihrer Freiheit, ihrer Güter und ihres Lebens, vor den Richtern und Tyrannen als deine Nachfolger bekannt; und ich Feiger, Herzloser, Lauer hatte nicht soviel Muth, mich öffentlich als guten Christen, als deinen Nachfolger zu erzeigen, da ich deßhalb doch nichts, als den Spott der thörichten Welt, zu befürchten hatte.. O mein Jesu! wie werde ich einst bestehen? Wie wird es mir ergehen, wenn ich dir nicht besser nachfolge? Du ſagst: „ Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich"( Matth. 12, 30). Du sagst:„ Wer sein Kreuz nicht auf sich nimmt, und mir nachfolgt, ist meiner nicht werth" ( ebend. 10, 38). Du sagst:„ Wer sich Meiner und meiner Reden schämt, dessen wird sich auch der Sohn des Menschen schämen, wenn er in seiner Herrlichfeit kommen wird"( Luk. 9, 26.).. D, wie erschrecklich find diese Worte! Sie drohen gänzliche Verwerfung; sie durchschneiden mein Herz, dringen in das Innerste meiner Seele, bewegen mich zur wahren Reue und Befferung. O Jesu! nimmermehr will ich Deiner und deiner Lehre mich schämen, sondern mich vor aller Welt dazu bekennen; mein Kreuz will ich auf mich nehmen, und dir nachfolgen; mit dir, und nicht wider dich will ich seyn... Mögen Andere thun, mögen Andere sagen, was sie wollen! es liegt mir wenig daran; ich will dir nachfolgen, mein Leben nach deinem Beispiele einrichten, und dich gleichsam anziehen.. Der Schluß ist gemacht: Heute will ich anfangen. Du kennst aber meine wankelmüthige Schwachheit; und darum bitte ich dich durch jene Liebe, die dich angetrieben hat, mir ein Beispiel und Vorbild der Tugend und Heiligkeit zu werden, daß du mit deiner Gnade mich stärken und anziehen wollest. Sodann werde ich nach dem Geruche deiner Salben laufen. 408 Besuchungen d. allerheiligsten Altars sakraments. Erste Reihe. Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. thdist 150 ful chit nodod magust in 1st 001- GROT Fünf und zwanzigster Tag. SIDO TR po snied id Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. 3150 11063 Besondere Erwägung und Herzensergießung. Jesus, der einzige Weg zur Seligkeit. 107 2108 fostu im a O Jesu! ich bin auf Erden ein Fremdling, ein Pilger, der keine bleibende Stätte, keinen steten Wohnort hat, und muß den sicheren Weg zum Vaterlande suchen.. Wo und wie werde ich ihn finden? Herr! thu mir kund den Weg, worauf ich wandeln soll!"( Ps. 142, 8.). Doch was frage ich lange? Du sagst ja selbst:„ Ich bin der Weg"( Johan. 14, 6.); ich bin der Weg zur Tugend, zur Heiligkeit, zum Himmel; ich bin der sichere, der einzige Weg. Niemand kommt zum Vater, als durch mich."( Johan. 14, 6.) Ja, mein Jesu! du bist nicht nur der Weg, den wir wandeln, sondern auch die Thüre, durch die wir eingehen müssen. Du sagst selbst:„ Ich bin die Thüre; wenn Jemand durch mich hineingehen wird, der wird selig werden." ( 10, 9.) + O mein Jesu! schon längst hast du ermahnt:„ Das Thor ist weit, und der Weg ist breit, der zum Verderben führt, und es sind Viele, die darauf wan deln. Wie enge ist das Thor, und wie schmal der Weg, der zum Leben führt! und Wenige sind, die ihn finden."( Matth. 7, 13. 14.).. Ach! warum war ich so blind und thöricht, daß ich mit Vielen den breiten, und nicht mit den Wenigen den schmalen Weg gegangen bin? Leider! der schmale Weg schien mir zu rauh und zu hart; ich Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Fünf u. sechs u. zwanzigster Tag. 409 wollte mir selbst keine Gewalt anthun, meinen Sinnen, meinen Neigungen nichts versagen.. Der breite Weg kam mir ganz leicht und angenehm vor; und darum habe ich die unglückliche Wahl getroffen, daß ich jenen Weg angetreten habe, der zum Verderben führt.. chi On and fl " 7 plo Mein Jesu! wie weit habe ich mich schon verirrt, nachdem ich von dir, dem einzigen wahren Wege, abgewichen bin!.. Wie nahe war ich schon meinem Untergange!.. Ich muß mit jenen Unglückseligen ausrufen: So haben wir uns also verirrt vom Wege der Wahrheit! Wir sind müde geworden auf dem Wege der Bosheit; aber den Weg des Herrn erkannten wir nicht."( Weish. 5, 6. 7.).. D Jesu! erbarme dich meiner freiwilligen Blindheit, die ich jetzt bereue!.. Führe mich von dem breiten Wege des Verderbens auf den schmalen Weg des Heiles zurück! Sey er auch noch so hart und rauh, ich werde ihn doch mit Freuden betreten, und auf demselben fortlaufen!.. Und da du selbst der Weg bist, so will ich mich an dich halten; der Welt, dem Fleische und meinen bösen Neigungen will ich kein Gehör mehr geben, auf daß du, mein Jesu! gleichwie du mein Weg gewesen bist, mir auch die Thüre in's himmlische Vaterland seyn mögest! Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. de? 090 bi sond nonnil sabidur misd ispadaj the ch 8 und zwanzigster Ta g.im bit Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. Shilisthod sid 1995 d mdolske kia Besondere Erwägung und Herzensergießung. ind lianRO17 ad opis ud Jesus, die unfehlbare Wahrheit. dim th Jesu! du rufest mir heute zu:„ Ich bin die Wahrheit,( Johan. 14, 6.) die ewige, untrügliche, unfehlbare Manubring 410 Besuchungen d. allerheiligsten Altarsfakraments. Erste Reihe. Wahrheit. Der Wahrheit Zeugniß zu geben, bist du in die Welt gekommen. Bist du aber die Wahrheit selbst, so folgt nothwendig, daß auch alle deine Worte, Lehren, Gesetze, Drohungen und Verheißungen wahrhaft, untrüglich, unfehlbar find. Und ist dem also, wie kann ich mich entschuldigen, wenn ich deinen Worten nicht geglaubt, deine Lehren nicht befolgt, deine Gesetze nicht gehalten, deine Drohungen nicht gefürchtet, deine Verheißungen nicht geachtet habe? bi ing sdan Bist du die Wahrheit, warum habe ich von dem Lügenwerke, der Falschheit, Verstellung und dem Truge der eitlen, verkehrten Welt mich verblenden, bethören und einnehmen las sen?.. Warum habe ich so sehr geschätzt, was die Welt ihren Liebhabern gibt, verspricht, vorspiegelt, da es doch nur Eitelkeit und ein lauteres Nichts ist? D, wie füglich kannst du mich und meines Gleichen fragen: Ihr Menschenfinder! wie lange ist noch schwer euer Herz? Warum liebet ihr die Eitelkeit, und suchet die Lüge?" ( Pf. 4, 3.) Wohl schwer war bisher mein Herz, das sich über das Irdische und Vergängliche wenig erhob! Ich habe die Eitelkeit geliebt, geliebt, was der Sinnlichkeit, dem Hochmuthe und der Habsucht schmeichelte. Ich habe die Lüge gesucht, nur gesucht, was blendet, täuscht, schimmert, an sich selbst aber falsch ist;. die unfehlbare Wahrheit deiner Worte, Lehren, Gesetze, Verheißungen und Drohungen aber, o Jeſu! habe ich nicht geachtet, nicht geliebt... 754 Die Welt war jederzeit dein Feind; ihre Grundsätze können sich mit den deinigen weniger vereinbaren, als Finsterniß mit dem Lichte. Ach! warum habe ich dann mit der Welt gehalten, deren Weisheit vor dir Thorheit ist? Warum habe ich getrachtet, der Welt zu gefallen, da doch dein Apostel geschrieben Jul hat: Wer immer dieser Welt Freund seyn will, F wird Gottes Feind?( Jak. 4, 4.). O Jesu! du ewige Wahrheit! verzeihe mir, daß ich so lange der trügerischen Welt angehangen bin, und sie so unsinnig geliebt habe! Nimmer11 Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Sechs und zwanzigster Tag. 411 mehr will ich, der Welt zu gefallen, dir mißfallen; ich will sie mit deinen Aposteln verachten. Und sollte ich deßhalb schon d Vieles leiden müssen, so werde ich mich trösten mit jenen Worfem ten, die du zu deinen Jüngern gesprochen haft:„ Wenn euch die Welt hast, so wisset, daß sie mich vor euch gehaßt hat! Wenn ihr von der Welt gewesen wäret, so würde die Welt das Ihrige lieben. Weil ihr aber nicht von der Welt seyd, sondern ich euch von der Welt auserwählt habe, darum haft euch die Welt."( Johan. 15, 18. 19.).. Und du setzest bei:„ In der Welt werdet ihr Druck leiden müssen; allein vertrauet, ich habe die Welt überwunden!"( 16, 33.) Welche Ehre, mit dir von der Welt gehaßt werden! Welcher Trost, mit dir die Welt überwinden! Die Waffen, mit denen du die Welt überwunden hast, waren deine Worte, deine Lehren, deine Beispiele. Mit deiner Demuth, Armuth, Unterwürfigkeit, Sanftmuth und Liebe hast du ihren Stolz und Hochmuth, ihre Ehr- und Habsucht, ihre sinnliche und fleischliche Klugheit zu Schanden gemacht, und gezeigt, daß Alles, was sie hochschäßt, lauter Eitelkeit und Nichts ist. Diese Wahrheit, o Jesu! präge tief in mein Herz! In dieser Wahrheit leite mich, auf daß ich nach deinen Gesinnungen, nach deinem Geiste mein Leben anordne! Sodann werde ich sagen können:„ Die Siegeskraft, welche die Welt überwindet, ist unser Glaube, daß du Gottes Sohn bist"( 1 Johan. 5, 4. 5.), und eben darum die unfehlbare Wahrheit, der man allein glauben und nachleben muß. Amen! im drie b Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. do 1) in add und in ji blot nie) C muing 412 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. Sieben und zwanzigster Tag. Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. #nd HE To Besondere Erwägung und Herzensergießung.( bus Jeſus, das übernatürliche Leben. FiS Ele bru ver= O Jesu! das Leben des Leibes ist unter den zeitlichen Gü tern das vornehmste und schäßbarste. Allein was nüßt ein zeitliches, natürliches, gesundes, vergnügtes Leben nur dem Leibe nach, wenn das übernatürliche Leben der Gnade mangelt? ,, Du bist gekommen, damit die Menschen das Leben haben, und im Ueberflusse haben"( Johan. 10, 10.), das übernatürliche, ewige Leben nämlich, nicht aber das kurze, gängliche Leben. Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, wenn er gleich gestorben ist. Und ein Jeder, der da lebt, und an mich glaubt, der wird leben, wenn er gleich gestorben ist."( Johan. 11, 25. 26.). O trostreiche Worte! wer soll den zeitlichen Tod fürchten, da ihm, wenn er an dich glaubt, und deinen Lehren, deinen Beispielen nachzukommen sich befleißt, das ewige Leben zugesichert ist? wer soll nicht, das Leben der Gnade zu erhalten, nach der wahren Tugend und HOSSOC nach der standesmäßigen Heiligkeit streben? a me D O mein Jesu! wie sehr war ich bisher für die Gesundheit und für das Leben meines Leibes besorgt, und wie wenig be kümmerte ich mich um das übernatürliche Leben meiner Seele!... Ach! auch das längste Leben des Leibes wird mir schlechten Trost bringen, wenn ich das Leben der Seele, die Gnade, verliere... Dir hätte ich anhangen, bei dir bleiben, die folgen sollen; denn:„ Wer dich hat, der hat das Leben; wer dich aber nicht hat, der hat auch das Leben nicht"( 1 Joh. 5, 12.), spricht dein geliebter Jünger. Ein solcher ist bei dem gesündesten Leibe todt vor deinem Angesichte.. ✦ Ueb. d. vorzüglichsten Namen sc. Sieben u. acht u. zwanzigster Tag. 413 Darum, o Jesu! komme ich zu dir; du bist das Leben. Ich will nicht unter jenen Verstockten seyn, denen du vorgewor sen haft:„ Ihr wollet nicht zu mir kommen, auf daß ihr das Leben habet."( Johan. 5, 40.) Jch eile zu dir, und bin schon hier vor dir. Du hast einstens bei der Stadt Naim einen Jüngling, der zu Grabe getragen wurde, wieder zum Leben erweckt. Du hast den Lazarus, der schon vier Tage todt im Grabe lag, aus demselben wieder hervorgerufen. D! so kannst du ja eben so leicht mich zum Leben der Gnade erwecken, wiewohl ich schon lange Zeit in Sünden und bösen Gewohnheiten gleichsam begraben lag! 11 Ach! ich bitte dich, erneuere an mir, was du einstens an dem leblosen Leibe Adams gethan haft! Du hauchtest in sein Angesicht den Odem des Lebens."( Gen. 3, 7.) Auf gleiche Weise gieße in meine Seele den Geist des übernatürlichen Lebens, auf daß ich von nun an der Welt, meinen Neigungen und mir selbst gänzlich absterbe, und dir allein leben möge! Amen! Gut som * Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. Acht und zwanzigster Tag. Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. Besondere Erwägung und Herzensergießung. Jesus, der beste Helfer und Tröster. O Jesu! ganz troftlos, betrübt und niedergeschlagen komme ich heute zu dir; ich weiß mir weder zu rathen noch zu helfen.. Die Welt, das Fleisch, der böse Feind sehen mir immit ihren Reizungen und Versuchungen... Meine begangenen Sünden erfüllen mich mit Furcht und Schrecken; meine vielen täglichen Fehler und Mängel machen mich kleinmer zu 414 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. müthig. Ich sehe keinen Fortgang in der Tugend; meine Andachtsübungen sind lau und kalt, ohne Eifer, ohne Geist, ohne Geschmack; ich empfinde bei allem Guten nichts als Unlust, Verdruß und Ekel.... Ich befinde mich in steter Trokkenheit des Geistes und innerlicher Verlassenheit, in Finsterniß des Gemüthes, in Schwermuth und äußerster Betrübniß. Mit Einem Worte: Auf allen Seiten bin ich elend und armselig, und kann mit dem Propheten sagen:„ Ich stecke in tiefem Schlamme, und da ist kein Grund; bin gekommen in die Tiefe des Meeres, und der Sturm hat mich versenkt."( Pf. 68, 3.) ed ambisty mitandao 17 Jesu! ich weiß nicht wo aus, und wo an. Sey du mir zum beschirmenden Gott und festen Orte, daß du mir helfest! Denn du bist meine Veste, und meine Zuflucht bist du."( Pf. 70, 3.) Du bist unendlich mächtig, und kannst mir helfen zu allen Zeiten, an allen Orten, in allen Nöthen und Anliegen... Du bist unendlich weise und vorsichtig, und weißt mir zu helfen- durch unzählige Mittel und auf wunderbaren Wegen, wiewohl Alles verloren zu seyn scheint.... Du bist unendlich gütig und willst mir helfen, wenn es zu deiner Ehre und zu meiner Wohlfahrt gereicht..... Und so setze ich auf dich all mein Vertrauen, und überlasse Alles deinem heiligsten Willen und deiner Anordnung, die ich in Demuth und Ehrfurcht anbete. Willst du, daß ich länger in meinem Elende und in mei ner Verlaffenheit schmachte, so geschehe dein Wille! Ich will das Kreuz umfangen und tragen, so lange es dir gefällig ist, wenn ich dich nur nicht beleidige, oder dir mißfalle... Meine einzige Freude in meiner größten Trübfal und Widerwärtigkeit ist, daß du ein unendlich vollkommener Gott bist, der weder meiner noch eines andern Geschöpfes bedarf;- daß du in dir selbst Alles haft und besigest, was dich unendlich glückselig macht, und daß viele Andere, die dir getreu dienen, dich von Herzen lieben, und deiner Tröstungen sich würdig machen, Ueber die vorzüglichsten Namen ze. Acht u. neun u. zwanzigster Tag. 415 Meiner täglichen Fehler und Mängel, meiner großen Lauigkeit und Nachlässigkeit ungeachtet- ermuntert mich dein Wort: " Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen"( Joh. 6, 37.). Sieh! ich komme zu dir; du fennest meine Anliegen besser, als ich sie dir erklären kann. Ich fage nur zu dir, was Martha und Magdalena von ihrem Bruder Lazarus sagten: Herr! sieh! den du liebest, der liegt frank;"( Joh. 11, 3.) Herr! sieh! den du liebest und bis in den Tod geliebt hast, der ist krank, schwach und elend. ... O, möchtest du auch zu mir sprechen, was du zu diesen Schwestern gesprochen haft:„ Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Ehre Gottes, auf daß der Sohn Gottes durch sie verherrlichet werde!"( Joh. 11, 4.) Amen! the pos = and things fod Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. Neun und zwanzigster Tag. Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. Besondere Erwägung und Herzensergießung. Jesus, das hellste Licht der Welt. O Jesu! in welchen dicken Finsternissen befindet sich der Mensch, wenn er sich selbst überlassen ist! Das Böse hält er für gut, das Falsche für wahr. Du allein, o Jesu! erleuchtest den Verstand des Menschen, daß er das Falsche vom Wahren, das Laster von der Tugend recht unterscheide. Ich bin das Licht der Welt," hast du gesagt; wer mir nachfolgt, der wandelt nicht in der Finsterniß, sondern er wird das Licht des Lebens haben"( Joh. 8, 12.).. Du hast durch deine Ankunft, durch deine Lehren und Beispiele 11 11 416 Besuchungen b. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. d. wie eine neue Sonne die Finsternisse, die Irrthümer und Laster entdeckt und vertrieben. an Che du als Licht der Welt erschienen bist, glaubten die meisten Menschen, ihre Glückseligkeit bestehe im Genuffe zeitlicher Güter, in Vollbringung fleischlicher Begierden, in Ersättigung des Ehrgeizes, in einem Leben ungebundener Freiheit. Du aber, o Jesu! hast den Menschen die Gemüthsaugen geöffnet, und ihnen gezeigt, wie eitel und nichtig alles Zeitliche sey, und daß die wahre Freude, das wahre Vergnügen nur in der Tugend, in der Frömmigkeit und Gottesfurcht, in der Bezähmung seiner Leidenschaften bestehe, daß man die Welt verachten, sich selbst verläugnen, geduldig Drangsal und Verfolgung leiden, seinen Nächsten, ja! sogar seine Feinde lieben müsse 2c. Du hast gezeigt, das einzige, nothwendigste und wichtigste Geschäft sey, Gott dienen und lieben, nach dem Ewis gen trachten, und sich des Heiles seiner Seele versichern... Welche Lehrfäße! Niemand hätte sie erkannt, wenn nicht du sie, o göttliches Licht! den Menschen geef nbart und zu erkennen gegeben hättest... Viele Tausende jeglichen Geschlechtes und Standes haben, von dir erleuchtet, diese Lehren befolgt, und sich auf eine hohe Stufe von Tugen und Heiligkeit erschwungen.. Leider aber! die Meisten haben die Finsternisse mehr geliebt, als das Licht, und sind als freiwillig Blinde auf dem Wege des Verderbens fortgelaufen; sie haben die Werke der Finsternisse fortgesetzt, und sich zu Sklaven des Fürsten der Finsternisse gemacht. O Jesu! wie lange war auch ich unter diesen Blinden, die nur auf das Irdische, Sinnliche und Fleischliche sehen, und das Gemüth fast nie zu dir erheben, die, ganz vertieft in das, was den Hochmuth, die Habsucht, die Ausgelassenheit nährt, um ihre Seele und Seligkeit wenig bekümmert sind! Schon befand ich mich nahe am Rande jenes unglückseligen Ortes, wo ewige Finsterniß ist.... Ein Gnadenlicht, das du mir zugesandt hast, erleuchtete mich, daß ich die Gefahr er- Ueber die vorzüglichsten Namen zc. Neun und zwanzigster Tag. 417 fannte, und zurücktrat... Dein göttliches Licht zeigt mir jetzt die Irrwege, auf denen ich gewandelt bin, und die Finsternisse, die ich geliebt habe... O Jesu! erinnere dich, was du einst zu meinem Troste geſagt haft:„ Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit keiner, der an mich glaubt, in der Finsterniß bleibe!"( Joh. 12, 46.) Sieh! ich glaube, daß du Licht vom Lichte, und wahrer Gott vom wahren Gott bist. O! so mache nach deiner Verheißung, daß ich nicht länger in den Finsternissen meines Herzens bleibe!... Jenen Blinden am Wege hast du liebreich gefragt:, Was willst du, daß ich dir thue?"( Luk. 18, 41.) Er gab zur Antwort:, Herr! daß ich sehe!" Fragest du mich heute, warum ich zu dir komme, so antworte ich auf gleiche Weise: „ Herr! daß ich sehe!" peknolsee Ja! erleuchte meinen Verstand, mein Gemüth und mein Herz, daß ich von nun an jederzeit sehe und erkenne, was ich thun oder lassen, was ich hochschätzen oder verachten, wie und worin ich dir folgen oder dein Wohlgefallen erfüllen soll!.... Stärke mich zugleich mit deiner Gnade, daß ich nicht mehr in die alte Blindheit und Finsterniß zurückfalle, sondern in und nach deinem Lichte herzhaft und beständig auf dem Wege der Tugend fortschreite! Alsdann werde ich mit David sagen kön' nen:„ Der Herr ist mein Licht und mein Heil, wen sollt' ich fürchten? Der Herr ist der Beschirmer meines Lebens, vor wem sollt' ich zittern? Wenn ein Heerlager wider mich steht, so soll sich mein Herz nicht fürchten!( Ps. 26, 1. 3.) Amen! odsung G Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe. 27 418 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Nethe. işi sim tgh Dreißigster Tag. sto Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. IN TO YOU Besondere Erwägung und Herzensergießung. Jesus, der freigebigste Belohner. D Jesu! warum findet man heut zu Tage so Wenige, die dir getreu dienen, deine Lehren befolgen und deine Beispiele nachahmen, da doch Tausende sich's zur Ehre, zum Vergnügen rechnen, wenn sie im Dienste der Welt Gesundheit, Kräfte und Leben verzehren können?... Ist etwa dein Dienst härter und beschwerlicher, als der Dienst der Welt?. Oder ist die Belohnung, die du gibst, geringer, als der Lohn, den die Welt verspricht?. D! welcher himmelweite Unterschied zwischen dem Dienste der Welt und dem deinigen, zwischen dem Lohne, den die Welt bezahlt, und der Belohnung, die du ertheileft! bezahlt, le Der Dienst der Welt ist, wie die Weltfinder selbst oft klagen, bittere Sklaverei, harte Knechtschaft, voll Unruhe, Verdruß, Sorge, Kummer, Plage und Gefahr.. Und was erhalten endlich dergleichen Sklaven von der Welt, die sie gleichsam anbeten? Wie schlecht, kurz, vergänglich ist der Lohn! Die Welt verspricht weit mehr, als sie gibt und geben kann; und gibt sie auch Alles, was sie vermag, so kann sie doch das menschliche Herz nicht befriedigen, das zu größeren, höheren und dauerhafteren Dingen erschaffen ist. Hingegen dir, o Jesu! dienen, ist eben so viel, als herrschen und regieren. Dein Dienst ist leicht, süß, angenehm, wie Alle aus Erfahrung bekennen, die deinem Dienste sich gewidmet haben.... Ihn als hart und schwer auszuschreien, getrauen sich nur jene niederträchtigen Gemüther, jene lauen Halbchristen, jene sinnlichen, fleischlichen Menschen, die dem Triebe der verderbten Natur und ihren Leidenschaften nachgehen.. Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Dreißigster Tag. Wie belohneft aber du, mein Jesu! deine getreuen Diener? Du gibst ihnen, als der unendlich reiche und freigebige Gott, einen überaus großen und reichlichen Lohn. 419 Schon in diesem Leben empfängt jeder deiner getreuen Diener das hundertfältige, nämlich Ruhe seines Herzens, innerlichen Frieden und Trost, welcher unendlich über alle sinnlichen Ergößungen ist, so zwar, daß sogar die Thränen der büßenden Sünder weit süßer sind, als alle fleischlichen Gelüste... Ueberdieß gibst du deinen Dienern Zunahme in der Gnade, Wachsthum in der Tugend, Vermehrung der Verdienste... Und prüfest du sie auch durch Kreuz und Trübsale, so tröstest und kräftigest du sie zugleich durch das Zeugniß ihres guten Gewissens, durch die Salbung deines heiligen Geistes, durch die Erkenntniß deines Willens und Wohlgefallens 2c... O Jesu! wie gut bist du gegen Jene, die dich fürchten und lieben! Wer soll dir nicht mit Freuden dienen?. Du lassest es aber bei der hundertfältigen Belohnung in diesem Leben noch nicht bewenden; dieser Lohn scheint deiner Freigebigkeit noch zu gering. Du versprichst Jedem, der dir in Wahrheit dient, noch etwas weit Besseres und Höheres im zukünftigen Leben. Alle deine Diener geht an, was du einst zu deinen Aposteln gesprochen haft:„ In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen.. Ich gehe hin, um euch einen Ort zu bereiten.... Ich werde aber wieder kommen, und euch zu mir nehmen, damit ihr seyd, wo ich bin."( Johan. 14, 23.) O Trost! du gibst deinen Dienern als Wohnsig den Himmel, das ewige Reich, das Haus deines Vaters, wo unaussprechliche Freuden, alle erdenklichen Ergöglichkeiten, alle reinsten Wollüfte im Uebermaaße anzutreffen sind, wo Alles ist, was das menschliche Herz vergnügen und ersättigen kann... Du selbst, ja! du selbst, o Jesu, wahrer Mensch und Gott! wirst der übergroße Lohn deiner Diener seyn. Sie werden dich sehen von Angesicht zu Angesicht, werden dich besigen, genießen, und mit dir 27* -- 420 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Erste Reihe. und in dir in alle Ewigkeit auf eine Weise sich vereinigen, die unser Verstand nicht zu erfassen vermag... dlfte ve Wie, mein Jesu! eine hundertfältige Belohnung schon in diesem, und eine ewige, unendliche, glückseligmachende Belohnung im andern Leben! Soll dich besigen- mich nicht anlocken, die mit Lust du dienen, und dir nachzufolgen? O wie bedaure ich, daß ich in deinem Dienste so lau, kalt und saumselig gewesen bin, daß ich der Welt, der Eitelkeit, der Sinnlichkeit so viele Jahre unnüß geschenkt habe!.. Sollen denn die Sklaven der Welt mehr Mühe, Sorge und Fleiß anwenden, sich hier und dort armselig zu machen, als ich bisher angewendet habe, hier und dort unaussprechlich glückselig zu seyn?. Ach! so blind und thöricht will ich nicht mehr handeln. .. Da dir als einem so guten Herrn leicht zu dienen ist, da du als ein so freigcbiger Herr das Mindeste, das man dir zu Lieb thut, zeitlich und ewig belohnest, so ist der unveränderliche Schluß gemacht: Dir allein will ich dienen; meine Kräfte, meine Gesundheit, mein Leben, mich selbst will ich in und zu deinem Dienste, zu deiner Ehre, zu deinem Wohlgefallen verzehren, und zwar nicht so fast wegen der Hoffnung deiner verheißenen, so reichlichen Vergeltung, als deiner selbst wegen, der du unendlich würdig bist, daß ich dir vollkommen diene, dich über Alles schäße und liebe. Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. 1 aindole ale ummi@ mahd SCISTS - nd Int()#C p ami angittis 102 Ueber die vorzüglichsten Namen 2c. Ein und dreißigster Tag. 421 Ein und dreißigster Tag. Sehnsüchtige Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 350. do silap sim mog thi j Besondere Erwägung und Herzensergießung. moigna Jesus, der würdigste Gegenstand der Liebe. O Jesu! wie unfehlbar ist dein Ausspruch:„ Niemand ist gut, als nur Gott allein!"( Mark. 10, 18.) Alles Gute, das immer die Geschöpfe an sich haben, ist nichts im Vergleiche mit der unendlichen Güte, die du als wahrer Gott in dir selbst bestgest.. Betrachte ich dich, o Gottmensch! auch nur im Dunkel dieses Lebens, so finde ich unzählige Ursachen, die mich mit süßer Gewalt zu deiner Liebe hinziehen. Du bist unendlich liebenswürdig dessen wegen, was du mir gegeben,... dessen wegen, was du für mich und mein Heil gethan, dessen wegen, was du mir zu lieb an deinem Leibe, an deiner Ehre, in deiner Seele erduldet,... dessen wegen, daß du durch deine Weisheit das Mittel erfunden haft, immer bei mir zu verbleiben, und unter den Brodesgestalten die übernatürliche Nahrung meiner Seele zu seyn,... dessen wegen, was du mir im himmlischen Vaterlande auf ewig zubereitet haft.... O Jesu! schon Eine dieser Ursachen sollte hinreichen, mich mit deiner Liebe zu entflammen! Welche Glut reinster, heftigster Liebe sollen erst so viele Ursachen in mir anfachen! Die allerstärkste Ursache, dich zu lieben, bist du selbst, weil du in dir Alles einschließest, was dich immer unendlich liebenswürdig machen kann. Du bist ewig ohne Anfang, unsterblich ohne Ende; du bist unendlich mächtig,.. unendlich weise und vorsichtig,.. unendlich heilig und gerecht, unendlich gütig und freigebig,.. unendlich schön und liebreich. .. Du bist allwissend und unermessen.. du bist ein unergründliches Meer unendlicher Vollkommenheiten... O Gott, o liebenswürdigster Gott, in und aus dir selbst glückseligster ✦✦ 422 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssaki rients. Zweite Reihe. VerdammGott, der du keines Geschöpfes bedarfst! warum verlangst du von mir geliebt zu werden? warum befiehlst du mir, daß ich dich liebe?.. Warum drohest du mit der ewigen ewigen Verdammniß, wenn ich dich nicht liebe?.. Ist dir an meiner Liebe etwas gelegen?... oder kann meine Liebe deine unendliche Glückseligkeit vergrößern?.... Bin ich denn nicht ohnehin verbunden, dich über Alles zu lieben?.. Bedarf es eines so scharfen Gebotes, einer so entsezlichen Drohung, mein Herz, das ohne Liebe nicht seyn kann, zu deiner so heiligen, so süßen Liebe zu bewegen?.. Und dennoch, staunet, ihr Himmel! dennoch habe ich dich, mein Jesu, mein Gott, mein allerhöchstes, bestes Gut! dennoch habe ich dich nicht geliebt.... Was habe ich sonst geliebt? Ach! mich selbst und die Geschöpfe habe ich unordentlich ge liebt... An sie habe ich mein Herz geheftet; unter ste habe ich mein Herz vertheilt, das ich einzig nur dir hätte widmen und schenken sollen... O Blindheit! o Thorheit! o Undank! O Jesu! ich habe nur ein einziges Herz, das du gestaltet und zu deiner Liebe bestimmt, das du so oft, so ernstlich von mir verlangt hast. Sieh! dieses mein Herz habe ich dir abgeschlagen, ja vielmehr entriffen und geraubt, um es den Geschöpfen zum Opfer zu bringen... O mein Gott! die allergrößte Freude der Auserwählten im Himmel ist, daß sie dich in Ewigkeit lieben werden; die allergrößte Pein der Verdammten in der Hölle ist, daß sie dich nicht lieben können.. Und ich, der ich dich lieben könnte und sollte, habe dich nicht geliebt, wenigstens nicht über Alles, nicht aus ganzem Herzen.. O Jesu! Worte und Gedanken verlassen mich bei dieser Erwägung; vor Reue und Schmerz kann ich mich nicht fassen.. Aber was höre ich? Ich höre dich, mein Jesu! aus dem Liebesgeheimnisse mir zurufen:„ Gib mir, mein Sohn! dein Herz!"( Sprüchw. 23, 26.) Wie! du nennest mich noch Sohn? mich so undankbaren, sündigen Menschen? du begehrest noch mein Herz, mein so untreues, unreines Herz? Ueber verschiedene Genstände der Gottseligkeit. Erster Tag. 423 O Liebe! o Sanftmuth! Geduld!.. O Jesu! da du mein Herz verlangest, so übergebe ich es dir... Aber, sieh! es ist ein armes, laues, kaltes, durch eitle, sinnliche, sündhafte Liebe der Geschöpfe verderbtes Herz! Willst du dieses Herz in Besig nehmen, so reinige es, und schmelze es im Feuer deiner Liebe gleichsam um! Ja! erschaffe in mir ein ganz neues Herz, das dich über Alles vollkommen liebt! Mache es zu deinem beständigen angenehmen Wohnsitze, oder zu einem Brandopfer deiner Liebe! O, wie beweine ich jetzt, daß ich so spät angefangen habe, dich zu lieben!.. Von nun an wird nichts mehr von deiner Liebe mich abhalten oder trennen! O Jesus! vereinige mein Herz gänzlich mit deinem göttlichen Herzen, jeßt, so lange ich lebe, und einstens in der Ewigkeit! Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Gebet zu den heiligen Engeln, Danksagung, wie am ersten Tage; Seite 355 u. ff. Zweite Reihe SPLE von Besuchungen des allerheiligsten Altarssakraments auf ein ganzes Monat IN OM 150 über verschiedene Gegenstände der Gottseligkeit. Erster Tag. no. Vorbereitungs- Gebet. O Jesu, mein Gott und Heiland, der du in diesem allerheiligsten Sakramente wahrhaft und wesentlich zugegen bist! ich bin zwar nur Staub und Asche.- Dennoch erscheine ich vor dir, um dich anzubeten, mit dir zu reden, und aus deinem Munde Worte des ewigen Lebens zu vernehmen. Rede, o Herr! dein Diener hört! Ertheile mir Verstand, deine Weis 424 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. heit zu begreifen! Neige mein Herz zu den Worten deines Mundes! Rede, damit meine Seele Trost empfange, und damit ich mein Leben bessere, und es zu deinem Lobe, zu deiner Ehre, zu deiner ewigen Verherrlichung einrichte! Betrachtung. Die großen Vortheile, welche uns die heilige Ginsamkeit gewährt. Sieh! ich habe mich durch die Flucht entfernet, und in Einöden aufgehalten."( Psalm 54, 7.) O mein Jesu! zu dir bin ich hierher gekommen, um Ruhe und Zufriedenheit für meine Seele zu suchen. Um dich zu finden, und mich mit dir in dieser heiligen Einsamkeit, wo du so oft ohne Anbeter bist, zu unterhalten, will ich mich ganz von den Unruhen und dem Getöse der Welt entfernt halten.. Ach! soll es denn wohl ein so großes Opfer seyn, sich von der Welt entfernen, und sie ganz und gar zu verlassen, wenn man es thun kann? Was findet man denn in der Welt, besonders in einer Welt, wie sie heut zu Tage beschaffen ist? Was sonst, als falsche Freunde, gleichgiltige Anverwandte, geizige, eigennüßige Menschen, die stets auf sich selbst sehen, und sich ganz mit eitlen und vergänglichen Dingen abgeben? Was aber noch weit betrübter und gefährlicher ist, so findet man in dieser Welt eine unbegreifliche Menge böser Beispiele, verkehrter Grundsäße, verführerischer Reden; man findet allenthalben nichts, als Steine des Anstoßes und des Aergernisses. Welchen großen Gefahren ist man in Mitte so vieler Gefahren ausgesett, seine Seele und Seligkeit zu verlieren! Wie glückselig bin ich doch, o mein Jesu! daß ich mich von dieser so gefährlichen Welt eine Zeit laug entfernen, und zu dir kommen kann, um da bei dir, so zu sagen, wieder frei zu athmen, und in dieser heiligen Einsamkeit auf einige Augenblicke Ruhe und Zufriedenheit zu finden! O, könnte ich doch mein ganzes Leben hier bei dir zubringen, und für allezeit dem Strome von Sorgen, Unruhen und Verwirrungen ent— Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Erster Tag. gehen, von welchem man so oft in der Welt mit fortgerissen wird! Unterstüße mich, o mein Jesu! und gib mir hinlängliche Kräfte, ihnen widerstehen zu können, wenn ich wieder auf's Neue in dieselben werde verflochten werden! Ich werde dich nicht verlassen, bis du mir diese Gnade bewilliget haben wirst. Du stehst, o Jesu! wie nothwendig mir diese Gnade ist. Ich kenne meine Schwachheit; ich hoffe aber auch zugleich auf deine Güte.- Bemerke ich in Zukunft noch, daß die Versuchungen mir zuseßen, daß die Gefahren, welche meinem Seelenheile drohen, sich vermehren, daß meine Kräfte abnehmen wollen, so wirst du mir erlauben, o mein Jesu! daß ich zu dir kommen darf, um sie bei dir wieder zu erholen, und meine Herzhaftigkeit und mein Vertrauen wieder auf ein Neues anzufachen, das durch die ansteckende Luft der äußerlichen Gegenstände, und durch die Verführung der verkehrten Welt schon so oft geschwächt worden ist.-- Heilige Einsamkeit! könnte ich dich doch allenthalben, wo ich immer seyn muß, bei mir haben! könnte ich dich doch allezeit in meinem Herzen erhalten! Geistliche Kommunion." Ich Danbetungswürdigster und unendlich liebenswürdiger Heiland unsrer Seelen! ich glaube fest, daß du wahrhaft und wirklich in dem allerheiligsten Sakramente zugegen bist. bete dich in demselben von ganzem Herzen und mit aller Aufrichtigkeit an. Ich wünsche von Herzen, im Stande zu seyn, dich zu empfangen, und mich mit dir wirklich in dem hochheiligen Sakramente deiner Liebe zu vereinigen. Ich weiß zwar wohl, daß ich diese große Gnade nicht verdiene; indeß ladest du uns ganz liebreich zu dir ein; du verlangest selbst aus einem Uebermaaße von Liebe, dich uns zu geben, und dich auf's Innigste mit unsern Seelen zu vereinigen. Ach, Herr! wie unaussprechlich sind deine Erbarmungen! und was ist doch in meiner Seele, das dieselben über mich herabzuziehen 1 - - - - 425 426 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssaframents. 3weite Reihe. vermag? Ich verfluche von ganzem Herzen alle meine Untreue und Undankbarkeit gegen dich, und zwar bereue und verfluche ich sie, weil ich dich jetzt über Alles liebe. Erlaube mir denn, daß ich ein inbrünstiges Verlangen habe, dein anbetungswürdigstes Sakrament zu empfangen! Ich kann zwar jetzt das unschäßbare Glück nicht haben, es wirklich zu empfangen; du kannst mir aber doch bei der geistlichen Kommunion die Gnaden und Wirkungen desselben angedeihen lassen.- no Komm denn, o anbetungswürdigster Heiland! komm, o Gott der Liebe! geh' eilends in mein Herz ein, welches nichts Anderes verlangt, als sich mit dir zu vereinigen! Komm, meine Seele in Besitz zu nehmen, um sie von allen Dingen loszureissen, und an dich allein auf immer zu feffeln! Komm, in ihr meine Hoffart, meine Eigenliebe, alle bösen Neigungen, die dir in mir mißfallen, zu unterdrücken! Komm, daselbst das Reich deiner Liebe und aller jener Tugenden aufzurichten, welche mich dir angenehm machen können! Komm endlich in meine Seele, um in ihr auf immer zu leben und zu regieren, und mir das Unterpfand des ewigen Lebens, welches du mir zubereitet hast, zu verleihen! - Begrüßung der seligsten Jungfrau. 3 Auch du, o heilige Maria, Mutter meines Jesus, meine Frau! sey mir tausendmal gegrüßt! In deine gebenedeite Treue, in deinen besonderen Schuß und in den Schooß deiner Barmherzigkeit empfehle ich heute und allezeit, und in der Stunde meines Todes meine Seele und meinen Leib. Meine ganze Hoffnung und meinen Trost, alle meine Alengsten und Armseligkeiten, das Leben und das Ende meines Lebens übergebe ich dir, damit durch deine heiligste Fürbitte und durch deine Verdienste alle meine Werke nach deinem Willen, und nach dem Willen deines göttlichen Sohnes geleitet und angeordnet werden. ad al is a bod Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. 3weiter Tag. Schluß: Gebet. Horche jetzt auch einige Zeit auf das, was Jesus zu dir spricht! Und nachdem du die Worte des ewigen Lebens aus seinem Munde ver= nommen hast, so sprich: O Herr! du hast dich nun gewürdiget, mich Armseligen anzuhören, und mit mir zu reden. Ich danke dir dafür von ganzem Herzen. Segne mich nun aber auch noch, und gib mir die Gnade, daß ich die Worte des ewigen Lebens, die du zu mir geredet hast, sorgfältig in meinem Herzen bewahre, und ihnen getreulich folge!- D! wie gerne möchte ich bei dir alle meine Lebenstage zubringen, und meinen Geist aufgeben!- Doch ich muß mich wieder von dir trennen.- Aber mein Herz bleibt hier. Vereinige es gänzlich mit dir durch die unzertrennlichen Bande der Liebe! Amen! 1 - Hour 3 weiter Tag. IS Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. - 427 - Betrachtung. Die Sorge für unser Seelenheil. D „ Was nüßt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewänne, und Verlurst an seiner Seele litte?"( Matth. 16, 26.) O mein Jesu! wie blind, wie thöricht sind doch die Menschen! Da man sieht, wie begierig sie den Gütern dieser Erde nachlaufen, wie sie stets arbeiten, und alle ihre Kräfte erschöpfen, immerhin neue Entwürfe machen, und endlich sich nach nichts Anderem sehnen, als nach diesen vergänglichen Gütern, sollte man nicht glauben, sie hätten ewig auf die ser Welt zu leben sie hätten für eine andere Welt nichts zu befürchten, nichts zu hoffen? -- O Jesu! möchten sie doch die Stimme deiner Gnade hören!- Und was würde sie ihnen wohl sagen? Thö 428 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. richte Menschen! wenn die letzte Stunde eures Lebens herannahen wird, wozu werden euch wohl alsdann alle diese vergänglichen Güter noch dienen? wohin werden alle eure Sorgen, alle eure Arbeiten, und alle eure Entwürfe hinauslaufen? Es ist wahr, ihr habet unermeßliche Schäßze gesammelt; ihr habet euch auf die erhabensten Ehrenstufen hinaufgeschwungen; ihr habet alles Vergnügen, alle Freuden und Ergöglichkeiten dieser Welt gekostet; was wird euch aber alsdann von allem diesem noch übrig seyn? Was werdet ihr wohl auf eurem Todbette von diesen Gütern denken? was für ein Urtheil fällen? - - 17 Ihr hattet nur ein einziges Geschäft auf dieser Welt zu besorgen, das Heil und die Heiligung eurer Seele; und eben dieses ist es, was ihr vernachlässiget, worauf ihr ganz vergessen, und was ihr ganz verachtet habet. Was wird euch nun alles Uebrige nüßen? Und wenn ihr das Unglück haben solltet, eure Seele zu verlieren, was wird euch wohl für den Verlurst derselben schadlos halten? Was kann der Mensch wohl geben, um seine Seele wieder einzutauschen?"( Matth. 16, 26.)- Die Welt fängt nun allmählig an, für immer aus euren Augen zu verschwinden. Ihr werdet euch aller Güter, die ihr immer befizet, nun auf einmal beraubt sehen; alle jene, so weit aussehenden, Entwürfe, die ihr gemacht hattet, werden sich zerstreuen; alle eure eitlen Hoffnungen werden wie Rauch verschwinden; und es wird euch nichts anderes übrig bleiben, als eure Werke, eure Gewissensbisse und die endliche Verzweiflung. War dieß wohl das Ziel und Ende, warum euch Gott auf die Welt gesetzt hat? Ach! wie weit besser würde es doch für uns seyn, wenn wir ernstlich an das Heil dieser unserer Seele denken, wenn wir uns um wahre und ewig dauernde Güter bewerben, und einzig dahin bedacht seyn würden, uns der glückseligen Ewigkeit würdig zu machen, wozu uns der Urheber unsers Daseyns erschaffen hat! Welchen großen Trost würden wir - Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Dritter Tag. doch gegenwärtig schon haben, und mit welchem Vertrauen würden wir einst vor ihm erscheinen!- O! so haben wir doch Mitleiden mit unsrer Seele, und wenden wir, da noch Zeit ist, Alles an, um sie zu heiligen und selig zu machen! Widmen wir alle unsere Sorgen und Gedanken dieser so wichtigen Sache, die uns auch bis jenseits des Grabes noch begleiten wird! Entlösen wir unser Herz gänzlich dieser Welt, die uns einstens doch ganz sicherlich verlassen wird! Erkennen wir ihr Nichts und ihre Eitelkeit, und setzen wir durch ein ganz neues Leben unsere Seele in den Stand, sich nach einem unsterblichen Leben zu sehnen! Ach! vielleicht sind uns nur wenige Tage noch übrig, um uns dazu vorzubereiten! Verlieren wir doch diese Zeit nicht auch, wie schon so viele andere von unserm Leben verloren gegangen ist! Der hei- lige Gebrauch, den wir von dieser Zeit machen werden, wird uns einst eine glückselige Ewigkeit eintragen.spigisdann@ Auch zu mir selbst redet deine Gnade, o Jesu, mein Gott! und sie soll nicht vergeblich reden! Noch diesen Augenblick will ich anfangen, einzig und allein an meinem Seelenheile zu arbeiten. Alles Uebrige ist bloß ein Geschäft für die Zeit; mein Seelenheil aber ist ein Geschäft für die Ewigkeit; - diesem will ich von nun an alle meine Sorgen widmen. - 429 Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligften Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. 10 rigusnit and anone Dritter Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. Wir müssen den Herrn suchen, da es noch Zeit ist. „ Suchet den Herrn, da er sich noch finden lassen will!"( Isai. 55, 6.) 430 Besuchungen d. allerheiligsten Altars sakraments. Zweite Reihe. Es ist wahr, o Jesu, mein Gott! gleichwie es eine Zeit gibt, wo du dich finden lasseft, eben so wird es auch eine Zeit geben, wo man dich nicht mehr wird finden können, eine Zeit der Nacht und der Finsterniß,- eine Zeit der Strafe und der Rache, wo du von einer dir ungetreuen Seele, die fich, ungeachtet aller Schritte, die du gethan hast, um sie von ihren Irrwegen abzuführen, stets auf das Hartnäckigste von dir entfernt hat, auch dich entfernen, und sie ganz ihrer Widerspenstigkeit und Verstockung überlassen wirst.- Zwar wirst du es bei ihr an den allgemeinen Gnaden niemals ermangeln lassen; allein das göttliche Licht jener besonderen Gnaden wird bei ihr verdunkelt seyn, und ihren Augen nicht mehr leuchten, weil du deine günstigen Blicke ganz von ihr abgewendet hast. Ich habe das Glück, dich noch zu finden, o Gott der Barmherzigkeit! Du befindest dich hier in deinem Sakramente gegenwärtig; du siehst mich; du hörest meine Seufzer; du würdigest dich noch, deine gnädigen Blicke der Güte und des Mitleidens auf mich zu werfen.- Sey tausendmal gepriesen für die vielen Gutthaten, womit du mich überhäufest! Sie sind um so größer, je unwürdiger ich derselben bin. Weil ich aber doch so glücklich gewesen bin, dich, o mein Gott! zu finden, ach! so laß doch nicht zu, daß ich dich wieder verlasse, und mich je wieder von dir entferne! Ich müßte befürchten, daß, wenn ich den Gott der Güte, den Gott der Erbarmungen verlaffe, ich in Zukunft nichts Anderes mehr finden würde, als den Gott der Rache, den strengen Bestrafer alles Bösen. Nein, o mein Gott! ich will dich niemals mehr verlassen. Oder zu wem wollte ich gehen, und wen könnte ich finden, der mich für den Verlurst deiner Gnade und Gegenwart schadlos halten würde? mit mir und ich mit dir- bis zum letzten Augenblicke meines Lebens! Sey Alles erinnert uns daran, daß wir Gott aufsuchen sollen, da es noch Zeit ist, und daß eben diese Zeit sich für uns bald - 11 - Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Vierter Tag. 431 endigen werde. Wer Gott während seines Lebens nicht sucht, der setzt sich der Gefahr aus, ihn auch bei seinem Tode nicht zu finden; und wer ihn bei seinem Tode nicht findet, der hat ihn für die ganze Ewigkeit verloren. - asdWelches Glück für mich, daß ich hierher gekommen bin, um dich, o mein Gott! hier aufzusuchen, und die Worte des Lebens zu hören, die du mich da willst vernehmen lassen!- Von diesen erhabenen Wahrheiten durchdrungen- will ich ganz im Geiste der Braut im Hohenliede, und voll Inbrunst des Herzens sagen:„ Ich habe gefunden, den meine Seele liebt;" ich will mich so mit ihm vereinigen, daß ich ihn niemals verlassen werde; ich habe ihn festgehalten, und will ihn nicht mehr fortlaffen."( Hohelied 3, 4.) Wil - Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. Vierter Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. udsigns Wir müssen uns stets bereit halten. Di i 1, Meine Seele trage ich stets in meinen Händen."( Psalm 118, 109.) Mein künftiges Schicksal ist ganz ungewiß, und jeder Tag kann der letzte meines Lebens seyn.-- Höchst nothwendig ist es also für mich, daß ich stets meine Seele gleichsam in meinen Händen trage, um sie jeden Augenblick, wo du sie von mir zurückfordern wirst, in deine Hände, o mein Jesu! übergeben zu können.- Sie ist eine kostbare Hinterlage, die du mir nur für eine gewisse Zeit anvertraut hast, und die ich dir einstens wieder werde übergeben müssen. Eben darum erscheine ich hier vor dir am Fuße deines Altares, um sie dir anzuempfeh 432 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. len, und sie, wann du sie immer von mir verlangen wirst, dir wieder zuzustellen. Wie glückselig wäre ich doch, wenn ich sie dir wieder eben so zurückgeben könnte, wie sie aus dem geheiligten Taufbade hervorgetreten ist!-- smp sidang adi id Aber ach! wie sehr habe ich doch durch so viele Sünden, die ich mein ganzes Leben hindurch begangen habe, ihren Glanz und ihre Schönheit entstaltet! Doch bei Allem dem kannst du sie noch heilen, o anbetungswürdigster Jesu! Du bist ihr Erlöser, du hast sie mit deinem theuersten Blute erkauft, und so oft mit deinem allerheiligsten Fleische genährt. Ach! mache doch, daß sie sich stets in einem Stande befinde, vor dir erscheinen zu dürfen! Und kann ich dir sie gleichwohl nicht mehr mit dem kostbaren Schaße ihrer Unschuld zurückstellen, so will ich sie doch wenigstens von den Empfindungen einer wahren Buße ganz durchdrungen- in deine Hände übergeben. Ich will daher mein Leben nicht anders, als wie ein schwaches Licht betrachten, welches täglich abnimmt, und wirk lich daran ist, gänzlich zu erlöschen. Ich will mich stets bereit halten, damit ich alle Augenblicke vor dem m blicke vor dem Nichterstuhle Gottes erscheinen könne, um über alle Handlungen meines Lebens Rechenschaft abzulegen. Ich will öfters meine Seele dem Herrn anempfehlen, und ihn bitten, er wolle doch nach seiner großen Barmherzigkeit mit mir Mitleiden haben. ( 801 811 mln d - Ich will ihm öfter mein Leben zu einem Opfer darbringen, um so mehr, da ich nicht weiß, ob ich dieses in meiner letzten Stunde noch zu thun im Stande seyn werde. cite to fi o Geistliche Kommunion, Begrüßung der selig. sten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. wb Ueber versch. Gegenstände d. Gottfeligkeit. Fünfter Tag. 433 nusi derszi medi and adoptoi Fünfter Tag. Hanning Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. Wir müssen unser Herz vor Gott ausgießen. „ Schüttet eure Herzen vor Gott aus!"( Pf. 61, 8.) Wir kommen während unsers Lebens sehr oft in verschiedene Gelegenheiten, wo wir eines treuen und aufrichtigen Freundes bedürfen, dem wir unser Herz eröffnen können, um dadurch einigen Trost in unsern Anliegen, Drangsalen und Widerwärtigkeiten zu finden. Bald sind es die Sorgen, Unruhen und Bekümmernisse bei den uns obliegenden Geschäften, welche unser Herz dergestalt niederschlagen, daß wir gänzlich außer Fassung kommen;- bald sind es traurige Begebenheiten und Unglücksfälle, welche uns in ein ganzes Meer von Bitterkeit versenken; bald sind es innerliche und geheime Leiden, die, weil man sie beinahe Niemand, als nur sich allein, anvertrauen kann, unsre Seele ganz zernagen, und sie gleichsam außer sich felbft bringen.10? - In solchen Umständen ist ein vertrauter Freund, welchen man an seinen Leiden Antheil nehmen lassen kann, ein sehr großer Trost für ein Herz, das ganz seinem Leiden überlassen ist. Aber ach! wo wird man wohl einen solchen treuen, flugen und aufrichtigen Freund finden? Gibt es wohl Viele Welt, denen man sein Herz mit so großem Zutrauen und mit solcher Zuversicht eröffnen kann? der Komm nur, betrübte Seele! bei Jesus, deinem Gott, im allerheiligsten Altarssakramente wirst du diese Hilfe und diesen Trost finden! Schütte dein ganzes Herz vor ihm aus! stelle ihm den traurigen Zustand vor, worin du seufzeft, und die Wellen der Bitterkeit, in die du versenkt bist! Er wird dabei nicht unempfindlich seyn; er wird Antheil daran nehmen; denn Alles, was dich trifft, wird auch ihn treffen, und nichts, was dich 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 28 - 434 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. 3weite Reihe. angeht, kann ihm fremd seyn. Dieser Gott der Güte, dieser Vater der Erbarmungen begnügt sich nicht damit, daß er nur deine Leiden weiß und deine Seufzer hört; er wird deine Schmerzen mindern; er wird dich trösten; er wird dich durch deine Leiden sogar heiligen.- Da du zu ihm hingehst, bist du in ein ganzes Meer von Schmerzen und Bitterkeiten versenkt; da du aber von ihm hinweggehst, wirst du den Trost, die Stärke und den Frieden, die du anderswo vergeblich würdest gesucht haben, mit und in dir fortnehmen. Betrübte Seele, wer du immer bist! versuche es nur einmal, und die süße Erfahrung wird dich lehren, daß Jesus, dein Gott, in dem hochheiligen Sakramente ein wahrer Freund deines Herzens ist, und daß du nur bei ihm wahren Trost in deinem Leiden finden kannst! Schon tausendmal habe ich dieses erfahren, o mein Jesu! und ich erfahre es wirklich in diesem Augenblicke. Es ist dieß eine neue Gnade, die ich von deiner unendlichen Güte empfange. Es soll mir aber auch ein neuer Beweggrund zur Dankbarkeit seyn, welcher für immer auf's Tiefste in mein Herz eingegraben bleiben wird!- og shoe syjum, nuot Geistliche Kommunion, Begrüßung der selig sten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. finlasdi modit Sechster Tag. all th Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. migh arom, moued e is du nombr Betrachtung. Wir müſsen unsere Sünden beweinen. „ Thränenbäche strömen aus meinen Augen über diejenigen, die dein Geseß nicht beobachtet haben."( Psalm 118, 136.) Welche billigere Ursache könnte ich wohl noch haben, o mein Gott! häufige Thränen zu vergießen, als das Andenken an die Verachtung, die ich gegen dein heiliges Gesetz gezeigt Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Sechster Zag. 435 habe? Mögen sich Andere betrüben, heulen und weinen über so viele traurige Begebenheiten, die ihnen zustoßen, über den Umsturz ihres Glückes, über den Verlurst ihrer zeitlichen Güter! Was mich anbelangt, o mein Gott! so erkenne ich keinen anderen Verlurst, als den Verlurst deiner Gnade;- ich weiß von keinem andern Beweggrunde, der meinen Augen Thränen entlocken kann, als nur von dem, daß ich dich beleidiget habe.- Sieh! ich erscheine hier vor dir am Fuße deines geheiligten Altares, und will da die bittersten Thränen über meine Sünden weinen. O, fönnte ich doch derselben so viele vergießen, daß alle meine Missethaten in ihnen ganz rein abgewaschen würden!. sond - - Doch nein, o mein Erlöser! nur in deinem Blute können sie abgewaschen werden. Sie sind so groß und viel, daß ich unter ihrer Last schon längst erlegen wäre, wenn ich nicht mein ganzes Vertrauen auf deine Güte gesetzt hätte, und wenn deine Erbarmungen nicht größer wären, als alle meine Armſeligkeiten. Ach! ich kann in meiner traurigen Lage weiter nichts thun, als meine Sünden bitterlich beweinen, dich um ein zerknirschtes und gedemüthigtes Herz bitten, dir verheißen, daß ich mit dem Beistande deiner Gnade viel lieber tausendmal sterben wolle, als noch einmal in die Sünden und Unordnungen zurückfallen, die ich nun so sehr beweine. Habe doch Mitleiden mit mir, o mein Jesu! und vergib mir so viele Beleidigungen, die ich dir mein Leben hindurch schon zugefügt habe! Ich werde nicht eher zu weinen aufhören, als bis ich zu leben aufhören werde; ja! mein Weinen und meine Thränen sollen in Zukunft mein Trost seyn! Und wie kann ich wohl einen anderen Trost haben, nachdem ich das Unglück gehabt habe, dich zu beleidigen? Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff.ilagerplad 25 13 - - 28* 436 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. pour Siebenter Tag. of codit Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. $ 11 godinud Betrachtung. Wir müssen Gott bitten, daß er uns nicht von sich stoße. Verwirf mich nicht von deinem Angesichte, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir!" ( Psalm 50, 12.) sli O Jesu, unendlich gerechter und heiliger Gott! wenn ich aller Missethaten gedenke, die ich gegen dich schon begangen habe, wie sehr habe ich zu befürchten, daß du mich von deinem Angesichte verstoßest, und den Beistand deines göttlichen Geistes von mir hinwegnehmest!- Beim Anblicke und traurigen Andenken an so viele aufgehäufte Sünden, an so viele mißbrauchte Gnaden, an so viele verleßte Verheißungen, und an so viele wiederholte Fälle in die Sünde, welche billige Ursachen, zu zittern, habe ich! wh Ja, mein Jesu! ich habe gesündiget, schwer gesündiget; ich bin nicht würdig, Verzeihung von dir zu erhalten; ich verdiene deinen ganzen Zorn; ich muß gestraft werden, ich erkenne es. Strafe mich also, ich verdiene es; nur wende jene schreckliche, ewige Strafe von mir ab! Nimm mir alle meine Güter, meine Freiheit, meine Gesundheit, ja selbst mein Leben; entzieh' mir nur den Beistand deines göttlichen Geistes nicht! Isdad - - an Ach! was würde doch aus mir werden, wenn du mich dem Geiste der Welt übergeben würdest, welcher nichts als täuschen und verführen kann, oder wenn du mich meinem eigenen Geiste überlassen würdest, welcher nur Unwissenheit, Finsterniß und Dunkelheit ist?- Ach! ich rufe zu dir, o mein Jesu! mit allen Empfindungen, deren meine Seele nur immer fähig ist:„ Verstoß mich nicht von deinem Angesichte, und nimm deinen Geist nicht von mir!"- jede andere Strafe, so Neber versch. Gegenst. d. Gottseligkeit. Siebenter u. achter Tag. 437 groß und strenge sie auch immer seyn mag, wird für mich heilsam seyn; aber die Entfernung von deiner Gegenwart, und die Entziehung der Erleuchtungen des heiligen Geistes würde für mich das größte Unglück seyn, und könnte mich in den ewigen Abgrund alles Elendes stürzen. Ich bitte dich also, o Jesu! um deines heiligen Namens, und um aller deiner Erbarmungen willen: Weiche doch nicht von mir, und verwirf mich nicht von deinem Angesichte, wie ich es verdienet habe! Laß auch mich jene große Barmherzigkeit erfahren, die weit größer, als all unser Elend ist! Jetzt ist noch die Zeit der Vergebung; würdige dich, mich dieselbe finden zu lassen, und laß auch sogar da, wo die Sünde überhand genommen hat, deine Gnade noch weit mehr überhand nehmen!"( Röm. 5, 20.)- Ich bitte dich um diese Gnade; ich hoffe sie von dir zu erhalten, und bin fest ent schlossen, viel lieber zu sterben, als sie noch einmal so schändlich zu mißbrauchen. - - Geistliche Kommunion, Begrüßung der selig: sten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. be Achter Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung.si bằnt å Wir müssen der Stimme Gottes Gehör geben. Rede, o Herr! denn dein Diener höret." I. König. 3, 9.) Ja! rede, o Herr, mein Gott! so rufe ich noch einmal zu dir, rede! denn ich bin hier vor deinem heiligsten Sakramente, deine Stimme zu vernehmen, und nur du allein bist es, den ich hören will.- Nein! nicht die Welt soll zu mir reden; denn sie weiß von nichts, als von Irrthum und Verführung; nicht die Menschen sollen zu mir reden; denn ihre Kennt 438 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. nisse sind nichts, als Unwissenheit und Verblendung; auch sogar meine Vernunft selbst soll schweigen; denn sich selbst überlaffen- ist sie nichts Anderes, als Finsterniß und Dunkelheit. Du allein, o mein Jesu, der du die ewige Wahrheit biſt! fannst mich die wahren Lehren der Weisheit hören lassen. Rede, und laß mich jene göttliche Stimme vernehmen, welche die Wüste erschüttert, die Cedern am Libanon zerschmettert, die Flammen und das Feuer der Leidenschaften auslöscht!( Psalm 28, 5.) Denn mein Herz ist weit unfruchtbarer, als die Wüsteneien selbst;- in seinem Stolze will es sich, wie die Ceder am Libanon, über Andere erheben, und noch überdieß- ist es unaufhörlich den heftigsten Flammen aller Leidenschaften ausgesetzt. Welche andere Stimme, als die deinige, o mein Jesu! kann noch in Mitte dieser Verwirrung und dieses Getöses so vieler fremden und sündhaften Stimmen bis zu meinen GIR APT Ohren dringen?- L Rede demnach, o Gott der Wahrheit und der Heiligkeit! deine Stimme erfchalle in meinen Ohren!" ( Hohelied. 2, 14.) Ich will dich anhörén- mit Demuth; denn ich fühle wohl den tiefen Abgrund meiner Unwissenheit. Ich will dich anhören- mit der größten Wißbegierde; denn du allein kannst mich alle Wahrheit lehren. Besonders aber will ich dich anhören mit einem aufrichtigen Verlangen, Alles das zu erfüllen, was du mich zu lehren dich würdigen wirst. Laß mich die Worte des Heiles und des Lebens hören, die über meinen Verstand das wahre Licht verbreiten, und mein Herz mit der Salbung deiner Gnade beseelen! Deine Stimme wird alle meine Schritte leiten; sie wird alle meine Empfindungen beleben, und mein ganzes Betragen heiligen. Ich will den Herrn, meinen Gott, hören, da er sich noch würdiget, mit mir zu reden. Was er immer redet, zielt einzig dahin ab, mich ewig glückselig zu machen; wie kann ich mich noch weigern, seiner Stimme Gehör zu geben?- Rede demnach, o Herr! ich will dich hören, ich will dir - Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Neunter Tag. gehorsamen; ja! auch dieses getraue ich mir noch beizusetzen: Ich will dich lieben; nichts soll mich mehr von deiner Liebe trennen! Amen! ogic jotone domet 439 Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. Nennter Tag. is thou Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. TE Betrachtung.dag Wir müssen uns Gott gänzlich ergeben. 162 „ Ich habe mich fest entschlossen und auf das Feierlichste verpflichtet, die Gerechtigkeit deiner Gesetze zu beobachten."( Psalm 118, 106.) anisubt Ganz überhäuft von deinen Gutthaten, o mein Jesu! innerlich gerührt von deiner Gnade, und völlig durchdrungen von aufrichtigem Verlangen nach meinem Seelenheile erscheine ich hier vor deinem Altare, um den festen Entschluß, den ich gemacht, und das inbrünstige Verlangen, das ich gefaßt habe, nochmal zu erneuern. Von nun an will ich mich dir ganz ergeben; ich will nicht die mindeste Nachsicht mehr weder gegen die Welt, noch gegen mich selbst haben, sondern dein heiliges Gesetz mit stets ununterbrochener und unverleßlicher Treue bis an's Ende meines Lebens beobachten.- Ich habe es ohnehin schon lange genug verschoben, mich dir zu ergeben; schon lange genug wanke ich auf beide Seiten, unschlüssig, ob ich dir oder der Welt anhangen soll.- Es ist demnach höchst billig, es ist nothwendig, daß ich mich dir ohne alle Theilung, ohne allen Vorbehalt ergebe;- ich erkenne es, wie beleidigend dergleichen Ausnahmen und Theilungen für dich sind, und welche tiefe Wunde sie dem Herzen eines so eifersüchtigen Gottes, wie du bist, schlagen. Ueberdieß sehe ich die ganze Gefahr ein, der man sich ausseßt, wenn man sich stets schonen, L 440 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. 3weite Reihe. sein Herz immer getheilt halten, und den Dienst Gottes mit dem Dienste der Welt gewissermaßen vereinigen will. Wie Es ist demnach beschlossen: Dir, o mein Jesu! will ich ganz angehören; ich übergebe dir mein Herz ganz unzertheilt; die Geschöpfe sollen nicht den mindesten Antheil mehr daran haben; sie verdienen es aber auch nicht. Großer Gott! ach! daß ich mich dir erst so spät ergebe! Vielleicht habe ich nur noch eine kurze Zeit auf dieser Welt zu leben, wo ich dir für die Treulosigkeiten meines vergangenen Lebens Genugthuung leiſten kann. Eben darum will ich von nun an un an alle meine - noch übrigen Lebenstage nur für dich leben und athmen. Laß dir diesen meinen festen Entschluß gefallen! Würdige dich, ihn mit dem Beistande deiner Gnade zu unterstüßen, und ihn eben so beständig zu machen, wie er mir aufrichtig zu seyn scheint! - 201 O Jesu, mein Gott! würdigest du dich, dieses Geschenk, welches ich dir mit mir selbst mache, wohlgefällig anzunehmen, so werde ich diesen Tag für den glückseligsten meines Lebens halten, weil ich von nun an anfangen werde, nur für dich allein zu leben. Amen! - - Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. DE dogs and 3ebnter Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. Wir müssen den allerheiligsten Willen Gottes in Allem erfüllen. " Dein Wille geschehe!"( Matth. 26, 42.) bisigyed Dieß ist das Gebet, welches ich alle Tage wiederholen werde; und o! könnte ich doch, o mein Gott! alle Augenblicke meines Lebens so zu dir beten! Oder wie? treiben mich - Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Zehnter Tag. nicht alle Gattungen von Beweggründen dahin an, meinen Willen stets mit dem deinigen zu vereinigen? Was ist wohl billiger, als diese Vereinigung?- Dein Wille, o mein Gott! ist stets heilig in seinen Gedanken, weise in seinen Absichten und untrüglich in den Mitteln, die er wählt. Unser Wille hingegen ist allezeit blind, ungewiß, wankelmüthig und mangelhaft.- Müssen wir uns also nicht nach deinem Willen richten? al cost Was ist nothwendiger, als diese Vereinigung? In welche Verirrungen, in welche Gefahren und in welches große Unglück hat uns unser Wille schon gar oft in unserm Leben hineingestürzt! Der heilige Bernhard steht gar nicht an, zu behaupten, daß es auch keine Hölle mehr geben würde, wenn es unter den Menschen keinen eigenen Willen mehr gäbe; denn wenn der Wille Gottes in Allem erfüllt würde, so würde ja auch eben darum alle Sünde aufhören.- - - axildi Was ist verdienstlicher, als diese Vereinigung?- Wenn es je ein Opfer gibt, das unserm Gott angenehm und wohlgefällig ist, so ist es ganz gewiß das Opfer unsers eigenen Willens. Dieser grundgütige Gott hat uns unsre Freiheit nicht benehmen wollen; er hat uns freie Wahl gelassen; ihm gefällt eine gezwungene Huldigung nicht, die man ihm leiſtet. Nur das Opfer unsers eigenen Willens ist es demnach, wodurch wir ihm ganz vorzüglich gefallen und uns Verdienste sammeln können. 441 Was kann endlich auch noch tröstlicher für uns seyn, als unsern Willen stets mit dem Willen Gottes zu vereinigen?- Welche füße Ruhe und Zufriedenheit, welche innerlichen Freuden genießt nicht eine Seele, die sich dem Willen Gottes in Allem vollkommen überläßt! Wie ruhig, gelassen und vertrauensvoll lebt sie ihre Tage dahin! - - Ja, mein Gott und Herr! mein höchster Gebieter! dein heiliger, anbetungswürdiger Wille soll allezeit an mir erfüllt werden! Dein Wille geschehe!" so werde ich sagen 442 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. 3weite Reihe. - in allen Umständen meines Lebens.-Wahr ist es, daß sich oft sehr betrübte, außerordentliche und ganz unvermuthete Begebenheiten ereignen, worüber man in Erstaunen geräth, und wodurch man erschüttert wird. Allein Gott hat allezeit seine weisen Absichten dabei. Beten wir seine ewigen Rathschlüsse an! Dein Wille geschehe!" so werde ich in allen meinen Drangsalen und Widerwärtigkeiten sagen. Was würde mit mir geschehen, wenn ich mich da der Traurigkeit meiner Gedanken und der Bitterfeit meiner Empfindungen überlassen würde? Gott weiß schon, warum er mir dieses oder jenes Kreuz geschickt hat. Dein Wille geschehe!" so werde ich sagen in allen Gefahren, denen ich mich werde ausgesetzt sehen. Würde ich nicht so denken, so würde ich ja Alles für mein Leben, ja! oft sogar für mein Seelenheil zu befürchten haben. Allein die Worte: ,, Dein Wille geschehe!" verschlingen alle meine Unruhe und Furchtsamkeit.-„ Dein Wille geschehe!" Dieß soll mein Denkspruch seyn, den ich in meinem Leben stets wiederholen, bei meinem Tode aber mit der größten Zuversicht und mit dem innigsten Herzenstroste noch zu dir sagen werde. Du verlangest, o mein Gott! das Opfer meines Lebens; es ist ja ohnehin schon dein; ich opfere es dir von Neuem hier wieder ganz auf; dein allerheiligster Wille soll mit mir geschehen in der Zeit und in der Ewigfeit! Amen! dau long dilgügter ang di sier and 11 - - Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. aus3 ni dotfo® Eilfter Tag. sus Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. Die Demuth des Herzens. „ Lernet von mir! Denn ich bin sanftmüthig, und von Herzen demüthig." Matth. 11, 29.) Ueber versch. Gegenstände d. Gottfeligkeit. Eilfter Tag. Die Tugend der Demuth mußte doch sehr kostbar in deinen Augen, und deinem Herzen höchst wohlgefällig gewesen seyn, o anbetungswürdigster Erlöser! weil dieß die erste Lehre gewesen ist, die du uns Menschen bei deiner Ankunft in dieser Welt gegeben hast!-„ Lernet von mir!" sagst du. Und was, o Herr! sollen wir von dir lernen? Etwa die Elemente zu unserm Befehle bereit zu haben? oder den Wellen des Meeres zu gebieten? oder den Blinden das Augenlicht, den Tauben das Gehör und den Lahmen ihre geraden Glieder zu geben? oder aber die Todten wieder zum Leben zu erwecken? -Nein! nichts von Allem diesem; sondern: Lernet von mir, von Herzen demüthig zu seyn! Dieß ist die erhabene Wissenschaft der Heiligen, die du, o Gott! uns lehrest.- Ja! du hast noch mehr gethan, o liebster Erlöser! denn du hast nicht nur mit dieser Tugend dein göttliches Lehramt angefangen, sondern sie auch sogar in den Rang der acht Seligkeiten erhoben.„ Selig," hast du gesprochen,„ selig sind die Armen im Geiste;" und diese sind die wahrhaft Demüthigen. Aber ach! wie wenig Geschmack findet man doch in der Welt an dieser kostbaren Tugend, die dir so sehr am Herzen gelegen ist! Wie wenig wird sie in Ausübung gebracht! Was sieht man wohl Anderes unter den Menschen, als Stolz, Hochmuth, Vermessenheit, Aufgeblasenheit des Geistes und des Herzens? Man will herrschen; man will sich vor Andern auszeichnen; man will sich über Andere erheben. Was für ein beweinens- und verabscheuungswürdiger Grund von Eitelkeit, Sinnlichkeit, Eigenliebe, Wohlgefallen an uns selbst, Begierde nach dem Vorrange, von Neid wegen Anderer Verdiensten, von Eigensinn 2c. liegt doch in uns verborgen!*** O mein Jesu! ich habe vielleicht geglaubt, hier das Bild Anderer zu entwerfen, und ich habe das meinige von Zug zu Zug getroffen.- So unglückselig ich bin, so stolz und hochmüthig bin ich dabei. Oder sind dieß nicht die Gefinnungen, die ich hege- die Fehler, in die ich zum Deftesten -- - - 11 443 444 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Neihe. falle, und die Laster, deren ich mich so oft in deinen Augen schuldig mache?- Ich Erdwurm! ich Staub und Asche! wie groß ist doch meine Blindheit, wie groß meine Sünde! din Und wie kann ich es doch mit dergleichen Gesinnungen noch wagen, o mein Jesu! vor dir zu erscheinen, der du dich während deines ganzen Lebens bis in den Tod so sehr gedemüthiget haft?- Wie wird es mir ergehen, wenn du einst über mich Gericht halten wirst! Weiß ich nicht, daß du dich den Hoffärtigen widersetzest, den Demüthigen aber Gnade gibst? ( 1 Petr. 5, 5.) - D, so lehre mich doch, o mein Gott! diese so schöne, dir so wohlgefällige und mir so nothwendige Tugend, und mache mir doch einmal begreiflich, daß Jener, der von dir nicht gelernet hat, demüthig zu seyn, noch wenig in deiner Schule und in deinem Evangelium gelernet habe! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. - 3 wölfter Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. Der Stand der Angst und Trübseligkeit. an, Angst und Trübfal haben mich überfallen." ( Psalm 118, 143.) Widerwärtigkeiten, Aengsten und Drangsale haben sich meiner Seele bemächtiget, o mein Jesu! und in Traurigkeit und in Bitterkeit, worin mein Herz versenkt ist, komme ich zu dir, Trost und Stärke bei dir zu suchen.- Wo anders kann ich selbe aber auch wohl finden, als in und bei dir?- Die Tröstungen der Menschen, anstatt meine Leiden zu versüßen, verbittern und vermehren selbe nur noch um so mehr.- Nur dein Herz, o mein Erlöser, du Gott der Erbarmungen! wird Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. 3wölfter Tag. 445 von meinen Leiden gerührt; nur du kannst mir in denselben Linderung verschaffen. - Nein! ich verlange nicht, vom Leiden frei zu werden, wenn dieß dein allerheiligster Wille nicht ist; nur um die Gnade bitte ich dich, meine Schmerzen, Drangsalen und Widerwärtigfeiten allezeit mit Geduld und gänzlicher Ergebung in deinen heiligsten Willen zu übertragen. Du hast uns ja selbst eingeladen, wir sollen zu dir kommen, wenn wir mit Müheseligkeit und Arbeit beladen wären; du hast es selbst verheißen, uns alsdann zu erquicken.( Matth. 11, 28.)- Dieser Verheißung gänzlich vertrauend- komme ich nun zu dir. Würdige dich doch auch, mich die unfehlbare Wahrheit, und die heilsamen Wirkungen davon empfinden zu laffen! - Und wirklich kommt es mir vor, als finge ich schon an, diese Wirkungen zu erfahren.- Hier, am Fuße deines geheiligten Altares, finde ich, daß meine Seele erquickt und mein Herz ganz beruhiget ist.- Unendlich gütiger Gott! wie glücklich sind doch Jene, die deinen heiligen Namen anbeten, und zu deiner Güte ihre Zuflucht nehmen! Ewig werde ich dich dafür loben, und in Mitte meiner Leiden nie aufhören, deine unendlichen Erbarmungen zu preisen.- Schneide, brenne, wie du willst! suche mich mit Drangsalen und Widerwärtigkeiten heim, wenn es deine unendliche Vorsicht also über mich verhängt hat! Unterstüße mich aber auch, heilige und rette mich, und laß mich im Schooße deiner Barmherzigkeit allezeit eine sichere Zufluchtsstätte finden!-Würdigest du dich, mich in demselben aufzunehmen, so werde ich nichts mehr fürchten, weder Drangsalen, noch Verfolgungen, noch alle Peinen und Marter, ja! nicht einmal den Tod selbst, noch alle Mächte der Hölle. Oder was soll man wohl im Schooße seines Gottes noch zu fürchten haben? In allen meinen Drangsalen und Widerwärtigkeiten soll Gott allezeit die erste Zufluchtsstätte seyn, wohin ich mich begeben, und den ich um seinen Beistand anflehen will! - - 446 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. Niemals will ich irgend einen Trost bei der Welt suchen. Anstatt meine Leiden zu mindern, wird sie mir die Laft derselben noch mehr erschweren. Jble Ich will mich im Geiste mit allen leidenden Seelen zum Fuße deines geheiligten Altares hinbegeben, um dir da, einhellig mit ihnen, mit meinen Leiden ein Opfer darzubringen. Endlich will ich öfters daran denken, daß ich durch meine Sünden schon längst die Hölle verdienet hätte. Soll mir wohl da alles gegenwärtige Leiden nicht ganz leicht vorkommen? Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. sió him thun dritums nagod Dreizehnter Tag. 0119 08 isdag honied sa D 120 sjsid Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. me hoe dit bil Wir sollen zu Gott unsere Zuflucht nehmen. „ Herr! zu wem sollen wir gehen? du hast die Worte des ewigen Lebens."( Joh. 6, 69.) schildmau bio bi Da ich hier vor dir erscheine, o mein Jesu! so komme ich auf eine Erwägung, die in mir große Armseligkeit, in dir aber große Güte verräth. Sollte ich wohl immer nur zu dir kommen, um dich zu bitten, und stets um neue Gnaden bei dir anzuhalten? Welche andere Güte, als nur die deinige, würde dadurch nicht erschöpft, und so vielen Bittens endlich müde werden? Ich begreife es wohl, wie sehr mich diese Erwägung beschämen, und was sie mich Alles befürchten ma chen muß. 062358 Aber, o mein Jesu! zu wem sollte ich endlich gehen, als zu dir? Was werde ich anderwärts wohl finden, und wie werde ich aufgenommen werden? Ich wende mich zu den Großen dieser Erde, und kaum kann ich Zutritt bei ihnen bölg - leber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Dreizehnter Tag. 447 finden; aber du bist allezeit bereit, mich aufzunehmen, und noch nie habe ich erfahren, daß du mich von dir verstoßen hättest. Ich habe mich in meinen drückenden Nöthen schon öfter zu den Menschen gewendet; und was Anderes habe ich bei ihnen erfahren, als ein Herz, das zu meinen Leiden stets gleichgiltig war? was Anderes, als Hände, die für mich stets verschlossen waren? Aber bei dir finde ich allezeit sichere Hilfe.- Ich habe in meinen Leiden und Drangsalen schon öfter bei Jenen einige Erleichterung gesucht, die mir ihre ganze Freundschaft zugesichert hatten; allein sie konnten meine Schmerzen nicht erleichtern; oft bezeigten sie sich wohl gar dagegen ganz unempfindlich. Komme ich aber zu dir, o Jesu! so nimmst du Antheil an meinem Leiden; du nimmst mich mit Güte auf, und nie gehe ich ohne einigen Trost- von dir hinweg. - - Ist sich's wohl noch zu wundern, daß ich immer zu dir komme, und daß ich dich unaufhörlich bitte, ohne zu befürchten, dir je lästig zu fallen, oder von dir verstoßen zu werden?- Ja! was sage ich? bist du es nicht selbst, der mich beruft, der mich einladet, der mir seine Gnaden und Gunstbezeigungen anbietet? Kommet zu mir Alle, die ihr mit Mühseligkeit und Arbeit beladen seyd, und ich will euch erquicken!"( Matth. 11, 28.) Ja, mein Jesu, du Gott der Güte, du Gott der Barmherzigkeit! stets werde ich fortfahren, mich zu dir zu begebe und dich um deine Gnade anzuflehen;- stets werde ich mit neuem Vertrauen zu dir kommen, weil ich versichert bin, daß ich allezeit ganz leicht- Zutritt bei dir finden kann. Stets werde ich mit neuem Eifer vor dir erscheinen, um so mehr, weil ich immer dein Herz für mich offen finde. Stets werde ich mit neuem Troste hierher kommen; denn du allein„ haft Worte des ewigen Lebens;" deine Gnadenschäße sind eben so unerschöpflich, wie deine liebevollen Gesinnungen gegen mich. 448 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. du Ich erscheine demnach eben jetzt hier vor dir, dich um eine neue nade, um die Gnade deiner heiligen Liebe zu bitten. Versagest du mir diese nicht, o! so bin ich reich und glückselig genug; ich werde dich um nichts weiter mehr zu bitten haben, als um die heilige Beharrlichkeit in dieser Liebe. — Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligften Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. - Vierzehnter Tag op pop Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. i Troft und Süßigkeit bei den Thränen. Selig sind, die trauern."( Matth. 5, 5.) mot Trauern und Thränen vergießen- ist freilich keine Glückfeligkeit, die man in der Welt aufsucht, und nach der man begierig trachtet. Die Welt setzt ihre Glückseligkeit nur in vergängliche Freuden und Ergößlichkeiten. O mein Jesu! wie blind sind doch Jene, die ihr anhangen, und wie sehr sind sie zu bedauern! Am äußersten Rande des Grabes oder wohl gar einer unglückseligen Ewigkeit stehen, und noch lachen, welche Blindheit könnte wohl noch größer und bedauernswürdiger seyn? - - Nein, mein Jesu! ich beneide sie nicht um diese falsche Glückseligkeit. Ich will lieber hierher zu dir kommen, und da weinen, als an den thörichten Freuden der Welt Antheil nehmen. Zudem, wie viele Ursachen habe ich, zu weinen, und hier vor deinem Altare ganze Thränenbäche zu vergießen!- Weinen will ich, o mein Jesu! über das Unglück, welches ich hatte, dich zu beleidigen- dich, der du mich schon mit so vielen Gnaden und Gutthaten überhäuft haft.- Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Vier- u. fünfzehnter Tag. 449 Weinen will ich über die Gefahr, in der ich mich befinde, dich noch täglichy- beleidigen zu können. Weinen will ich über die Ungewißheit meines Looses in Betreff der Ewigkeit.- Weinen will ich über so viele Sünden, die ich begangen, über so viele Gnaden, die ich mißbraucht, und über so viele Gelegenheiten, denen ich mich ausgesetzt habe, dich auf immer zu verlieren.- Weinen will ich, ohne daß die Quelle meiner Thränen je versiegen soll, weil man allezeit von mir in Wahrheit wird sagen können, daß ich das Unglück hatte, dich zu beleidigen, dich, o Gott der Güte, der du mich nur erschaffen hast, um dir zu dienen, um dich zu lieben!- Weinen will ich, und ich werde selbst in der Bitterkeit meiner Thränen mehr Troft finden, als die Weltfinder in ihren eitlen und falschen Freuden je werden finden können, weil ich zuversichtlich hoffen kann, daß ich in diesem meinem Thränenbade meine Sünden werde abwaschen können: Und dieß ist die einzige Glückseligkeit, die ich in dieser Welt verlange. 2 Geistliche Kommunion, Begrüßung der selig= sten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. IGIE — - - - - i Fünfzehnter Tag. Jammid Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. 2019 Betrachtung. Das Vertrauen auf Gott. of our int Mit uns ist der Herr der Heerschaaren. Jakobs Gott ist unser Schuß."( Pf. 45, 11.) Wir alle sind nichts, als Elend, Schwachheit und Gebrechlichkeit. Oder was können wir sterbliche und fündige Menschen Anderes in uns tragen, als einen tiefen Abgrund von lauter Armseligkeiten und Sünden? Freilich wohl, wenn wir auf nichts anderes sehen wollten, als auf uns selbst, so müßten wir ganz in niederschlagende Kleinmüthigkeit verfallen, 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 29 - A 450 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. 3weite Reihe. und in beständigem Mißtrauen leben;- wir müßten alle Augenblicke für unser Seelenheil zittern, und in beständiger Furcht stehen, ohne uns auch nur in etwas erholen zu können.— Trösten wir uns aber, und erinnern wir uns:„ Der Gott der Heerschaaren ist mit uns," und sobald wir unser Vertrauen auf ihn seßen, so wirkt er in uns, er streitet mit uns, er siegt für uns! ale Wann doch werden wir endlich aus Erfahrung lernen, daß diese übertriebene Furcht, dieses schändliche Mißtrauen unsere Hoffnung nur erschüttere, und unsern Muth nur noch mehr schwäche?- Gedenken wir doch, daß wir bei unserm Streite nicht allein sind; sondern daß der allmächtige Gott nicht nur mit uns, sondern sogar auch in uns streite; und daß, wenn Gott für uns ist, wir weit stärker sind, als alle wider uns vereinigten Mächte der Hölle es nur immer seyn können! Thun wir demnach in allen bedenklichen und gefährlichen Umständen, was der Prophet gethan hat! Erheben wir unsere Augen und Herzen gegen Himmel! flehen wir Gott um seinen Beistand an! Ich habe," spricht der Prophet,„ meine Augen gegen die Bergè erhoben, von wo mir Hilfe fommt."( Ps. 120, 1.) Seyen wir versichert, Gott, welcher Himmel und Erde erschaffen hat, wird uns zu Hilfe eilen, und uns unterstüßen! Meine Hilfe," fährt der Prophet fort, kommt vom Herrn, der Himmel und Erde erschaffen hat." 11 Folgende Regeln sind es hauptsächlich, woran wir uns in Betreff dieses Punktes zu halten haben: Wir müssen uns sorgfältig hüten, durch unser Mißtrauen auf die Güte Gottes seine Gnaden von uns zu entfernen, und uns seines Beistandes unwürdig zu machen. Wir müssen doch aber auch nicht allzu sehr auf den Beistand Gottes rechnen, so, daß wir vernachlässigen, was von uns und unsrer Mitwirkung abhängt. Haben wir das Glück gehabt, in den Versuchungen aus Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Sechzehnter Tag. 451 zuhalten, und über uns und unsere Feinde obzusiegen, so hüten wir uns ja, uns selbst die Ehre davon zuzuschreiben! Gott allein ist es, dem man dafür die Huldigung der Dankbarkeit abstatten muß. 15 gmigiding bi Wir sollen auf den Sieg, den wir schon ein oder anderemal gegen unsere Feinde erfochten haben, nicht zu sehr bauen. Vielmehr müssen wir stets neue Anfälle und Kämpfe erwarten. Wir dürfen aber auch immer auf neuen Beistand und auf neue Gnaden rechnen. Wenn Gott für uns ist," spricht der Apostel, wer kann noch wider uns seyn?"( Röm. 8, 21.) Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. Boch 11 " 1 ( up im Sechzehnter T a g. 36 d daad Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. - Empfindungen der Dankbarkeit gegen Gott. „ Wie werde ich dem Herrn Alles das vergelten, was er mir Gutes gethan hat?"( Pf. 115, 3.) Bisher habe ich dir, o Jesu, mein Gott! sehr viele Besuche abgestattet, die nur auf meinen eigenen Nußen abgezielt haben. Immer bin ich nur zu dir gekommen, um Gnaden von dir zu begehren. Höchst billig ist es also, daß ich dir heute einmal auch einen Besuch mache, der ganz von den Gefühlen der Dankbarkeit für so viele mir schon erwiesene Gutthaten belebt und beseelet ist.- billo Allein was kann ich dir wohl sagen, und was kann ich wohl thun, um dir meine schuldige Dankbarkeit genugsam zu erwiedern? Ach, mein Jesu! so groß ist mein Elend und meine Dürftigkeit, daß du selbst mir zuvor geben mußt, was ich dir aufopfern soll. Thust du dieses nicht, so habe ich nichts in meinem ganzen Vermögen, was ich dir darbringen 29* 452 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. 3weite Reihe. könnte. Meine Dankbarkeit für deine Gaben kann ich dir BECH nicht anders, als durch deine eigenen Gaben, erweisen. Dem sey aber, wie ihm wolle, so erscheine ich doch hier vor dir, o mein Jesu! um die Huldigung der ganzen Dankbarkeit, deren mein Herz nur immer fähig ist, dir abzustatten, und rufe mit dem Propheten auf:„ Meine Seele preise den Herrn; und Alles, was in mir ist, preise seinen heiligen Namen! Meine Seele! preise den Herrn, und vergiß seiner Wohlthaten nicht! denn ungeachtet deiner Missethaten hört er nicht auf, dir gnädig zu seyn; er heilt alle Wunden," welche dir die Sünde geschlagen hat; er rettet dein Leben vom Untergange;" denn wie oft hat er dich schon von den Gefahren und den Pforten des Todes zurückgezogen!, Er krönet dich mit den Gaben seiner Gnade und Barmherzigkeit, und überhäuft dich mit Gütern nach deinem Verlangen." Ja! er kommt sogar, ohne deine Bitte abzuwarten, deinen Wünschen und Begierden zuvor.( Ps. 102, 1.)- Nie, o mein Gott! wird die Größe meiner Dankbarkeit der Größe deiner Gutthaten gleich kommen. Jedoch will ich dir wenigstens die innigsten Dankgefühle meines Herzens zum Opfer darbringen. Meine Dankbarkeit soll aufrichtig seyn, sie soll vom innersten Grunde des Herzens kommen und ganz lebhaft ausdrücken, was darin vorgeht!- Meine Dankbarkeit soll lebhaft, sie soll der Größe und Herrlichkeit deiner Gaben, in so weit es in meinen Kräften steht, angemessen seyn! Meine Dankbarkeit soll wirksam seyn, soll sich besonders durch die Werke thätig zeigen! Meine Dankbarkeit soll beständig seyn, ste soll, so lange ich nur immer leben werde, andauern, und, wie ich es hoffe, wird sie sich in einer andern Welt verewigen! Nimm, o mein Gott! diese Empfindungen meines Herzens wohlgefällig auf, und füge auch noch diese Gnade allen denjenigen bei, womit du mich bisher stets überhäuft haft! fte Me - - - - — - Ueber versch. Gegenstände d. Gottfeligkeit. Siebenzehnter Tag. 453 Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligften Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. him by HOCANTING in Siebenzehnter Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung.d the nom bod ength mdsons Die Liebe Gottes. , Herr! dich will ich lieben, dich, meine Stärke." ( Pf. 17, 1.) Bold ship dhèm, thì th Dich lieben und dir dienen, o mein Jesu, mein einziges und höchstes Gut! dieß soll von nun an das einzige Verlangen meines Herzens, die einzige Beschäftigung meines Lebens und der einzige Wunsch meiner Seele seyn! Ich sehe nun das nichts und die Eitelkeit alles Uebrigen sehr wohl ein. Ach! daß ich es doch erst so spät erkannt habe! Da ich es aber endlich einmal erkenne, o! so will ich mein Herz für immer der Welt und allen ihren Gütern entlösen, um mich dir, o mein Jesu, mein Gott! gänzlich zu ergeben, nur noch für dich allein zu leben und zu athmen. - 11 - Ja! dich will ich lieben," o mein Gott! und ich will dich aus meinem ganzen Herzen lieben; dieses soll gänzlich dein seyn, weil du es für dich allein geschaffen haft! Dich will ich lieben," über Alles und vor Allem. Was kann aber wohl auch mit dir und deinen anbetungswürdigen Vollkommenheiten noch verglichen werden? „ Dich will ich lieben," und nichts Anderes will ich mehr lieben, als nur dich allein, oder doch wenigstens Alles in dir und deiner wegen. Was Anderes läßt sich aber auch in allem Uebrigen antreffen, als Geistesplage und Bitterkeit des Herzens? Pomodott * Dich will ich lieben," und ich will dich einzig und allein deiner wegen selbst lieben, das ist, deiner Güte, deiner 454 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. Liebenswürdigkeit und deiner unendlichen Vollkommenheiten wegen; kein anderer Beweggrund soll meine Liebe beleben, als nur du allein. Und sollte es, um dich zu lieben, nothwendig seyn, Alles zu verlassen, Alles aufzuopfern und Allem zu entsagen, so soll von dieser Stunde an- von mir Alles verlassen, Alles aufgeopfert, Allem, ohne den mindesten Vorbehalt, entfagt seyn! Welches Opfer könnte leichter seyn, als das Opfer, das man mit den vergänglichen Gütern dieser Erde darbringt, um den Schaß deiner göttlichen Liebe zu erwerben? Bus bas Opfer, Ich weiß aber auch, daß sich die wahre Liebe nur durch Werke äußert. Darum will ich mich nicht bloß damit begnügen, dir zu sagen und zu versprechen, daß ich dich lieben werde; sondern ich will mich auch bestreben, dir meine Liebe im Werke zu zeigen. Und eben dieses ist es auch, wozu ich mich von diesem Augenblicke an mit dem Beistande deiner heiligen Gnade, welcher deine unendliche Güte selbst mich versichert, wieder auf's Neue verbinde. Deiner wegen, und dir zu Lieb will ich demnach Allem entsagen, was nur immer deiner heiligen Liebe ein Hinderniß in den Weg legen könnte. Deiner wegen, und dir zu Lieb will ich Alles getreu befolgen, was ich als dir wohlgefällig erkennen werde. Deiner wegen, und dir zu Lieb will ich mir selbst Gewalt anthun; ich will meine Leidenschaften beherrschen, meine verkehrten Neigungen unterdrücken, meinen Eckel oder Widerwillen gegen das Gute bestreiten, und mir sogar auch alles erlaubte Vergnügen, alle erlaubten Freuden und Ergößlichkeiten entziehen. Deiner wegen, und dir zu Lieb will ich alle Kreuze und Widerwärtigkeiten, die du über mich verhängen wirst, mit vollkommener Ergebung in deinen allerheiligsten Willen annehmen; denn die Liebe zeichnet sich nirgendswo besser aus, als durch Kreuze, Drangsalen und Widerwärtigkeiten. Auch du selbst hast uns am Kreuze das Uebermaaß deiner Liebe gezeigt; so will denn auch ich dir daselbst die Huldigung der meinigen abstatten. Welches Glück für mich, daß du so - 1 - Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Achtzehnter Tag. 455 gütig gegen mich bist, und mir noch erlaubest, dich zu lieben, wiewohl ich dich so oft beleidiget habe! Ja! lieben will ich dich, o mein Gott, du Gott der Liebe! aus meinem ganzen Herzen, hier in der Zeit;- und ich hoffe, dich noch weit vollkommener zu lieben dort in der Ewigkeit. Amen! na Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. mit Achtzehnter Tag., fibdian Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. Der Friede des Herzens. 307 „ Groß ist der Friede derjenigen, die dein Geseg lieben."( Psalm 118, 165.) Nichts ist so gewiß, o mein Jesu! als was hier der Prophet sagt. Der Friede wird allezeit der Antheil derjenigen seyn, die sich als trene Beobachter deines heiligen Gesetzes auszeichnen; denn sonst nirgendswo, als in deinem heiligen Dienste, läßt sich dieser Friede finden. Die Welt kann uns zwar den Frieden versprechen; aber geben kann sie uns denselben nicht. ( Joh. 14, 27.) Ach! ich habe dieses nur schon allzu oft zu meinem größten Unglücke erfahren. Habe ich wohl je die Süßigkeiten des wahren Friedens genossen, so lange ich mich dem Dienste dieser verkehrten und trügerischen Welt gewidmet habe? Wovon war bisher mein Leben voll? Wie viele traurige Tage, wie viele Tage der Unruhe und Verwirrung, der Lauigkeit und Bestürzung, der Furcht und des Schreckens habe ich nicht schon durchlebt! Nein, mein Jesu! es gibt nirgendswo einen wahren Frieden, als nur in deinem heiligen Dienste, und in deiner göttlichen Liebe. Aber ach! besitze ich sie wohl auch wahrhaft diese heilige Liebe? und kann ich mir wohl schmeicheln, daß ich - - 456 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. wirklich einen Platz in deinem Herzen, o mein Jesu! einnehme? Nur dieses allein kann ich sagen, daß ich mich mit ganzem Herzen darnach sehne, daß ich dich mit aller Inbrunst, welcher meine Seele nur immer fähig ist, darum bitte,- daß ich sie von deiner unendlichen Güte erwarte, daß ich mich, wenn ich das Glück habe, sie zu besitzen, weit glückseliger schäße, als wenn ich die ganze Welt befäße,- und daß ich endlich nichts unterlassen werde, um mich in diesem Besize zu erhalten, sollte ich gleichwohl ihrer Erhaltung wegen alle meine Güter, meine Freiheit, meine Gesundheit, ja! sogar mein Leben verlieren müssen. Was kann man aber auch noch verlieren, wenn man die Liebe und das Herz seines Gottes besigt? Und welches Gut kann man noch besitzen, wenn man des höchsten Gutes beraubt ist? —1 1 - D, daß ich dich doch stets lieben möchte, du Gott der Liebe! Du bist vorzugsweise der Gott des Friedens; nur in dir, und in deinem heiligen Dienste kann ich denselben finden. Freilich wohl kann dieser Friede in diesem Leben, in diesem Orte des Streites, noch nicht so beständig seyn, daß er nicht manchen Veränderungen unterworfen wäre. Nur dort im Himmel, in diesem wahren Lande des Friedens, wird er erst ganz vollkommen seyn. Beten wir demnach, leiden und streiten wir muthig und herzhaft! Dieser Friede wird uns für alle Kämpfe, die wir kämpfen mußten, überflüssig schadlos halten. Lasset uns demnach stets Frieden haben mit Gott durch treue Beobachtung seines heiligen Gesetzes! Frieden mit unserm Nächsten durch zärtliche Liebe gegen alle Menschen! und endlich Frieden mit uns selbst durch großmüthige Bestegung aller unsrer Leidenschaften! Geistliche Kommunion, Begrüßung der selig. sten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Neunzehnter Tag. 437 Neunzehnter Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. tuate Betrachtung. Alles gereicht Jenen zum Guten, die Gott lieben. 11 " 1 Wir wissen, daß Jenen, die Gott lieben, Alles zum Guten dienen muß."( Röm. 8, 28.) dun Der Sinn und die Wahrheit dieses göttlichen Ausspruches liegt freilich nicht gleich jedem menschlichen Verstande klar und offen da.- Wie!" wird man vielleicht sagen, es gibt ja doch so viele Leute, die Gott dienen, und ihn lieben; und nichts destoweniger leiden, seufzen sie, und sind sie unglücklich; sie finden in der Tugend nichts, als eine schwere Last von mannigfaltigen Kreuzen, nichts, als Bitterkeiten des Kelches; nichts wendet sich für sie zum Guten; alle ihre Anschläge, sie mögen gleich noch so ausgedacht seyn, scheitern und werden vernichtet." 11 Dieß sind die beunruhigenden Zweifel, und die düsteren Wolken, welche die besagte Wahrheit zu verdunkeln scheinen. Allein ungeachtet aller dieser Zweifel, und aller auch noch so düsteren Wolken ist der Ausspruch des Apostels ganz untrüglich, und es wird ewig wahr bleiben, daß Jenen Alles zum Guten gereiche, die Gott lieben."- Ich sage:„ Alles;" denn oft leiten sogar Dinge, welche Anfangs höchst widrig und entgegengesetzt scheinen, gerade zum glücklichen Ziele. Wir können diese Wahrheit in Beispielen sehen. - Wer hätte, da er den ägyptischen Joseph in einem finsteren Kerker schmachten sah, geglaubt, daß er von da nach kurzer Zeit einen erhabenen Thron besteigen werde?- Wer hätte, da er die drei Knaben mitten im brennenden Feuer- Ofen sat, gedacht, daß eben diese Flammen für sie gleichsam eine Abfühlung seven, und daß sie über alle Wuth der Tyrannen so glorreich obsiegen würden? Wer hätte sich's je eingebildet, da er den Daniel in der Löwengrube sah, in die ihn der Neid seiner Feinde gestürzt hatte, daß er nicht nur lebendig und herr 458 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. lich aus derselben hervorgehen würde, sondern daß auch sogar Jene, die sein Todesurtheil bewirkt hatten, selbst ein Raub der Löwen, und die unglückseligen Schlachtopfer ihres eigenen Hasses und ihrer Rachgierde seyn würden? So gefällt es dir nämlich, o mein Gott! deine Allmacht besonders dadurch) zu zeigen, daß du Jene beschüßzest, die dich lieben. Sollte es auch manchmal das Ansehen haben, als wolltest du sie eine Zeit lang unter der Last ihrer Drangsale und Widerwärtigkeiten unterliegen lassen, so thust du es nur, um ihnen in der Folge auf eine desto glänzendere Weise aus denselben wieder heraus zu helfen. - Geben wir Gott die Ehre, und denken wir daran, wie oft wir uns selbst unser ganzes Leben hindurch in so traurigen Umständen, und in einer so schrecklichen Lage befunden haben, daß wir Alles ohne Rettung für verloren hielten! Und dennoch hat uns Gott durch so außerordentliche Mittel und Wege wieder daraus gerettet, daß unsere Rettung gleichsam ein Wunder zu seyn schien.- by Endlich, wenn man sagt, daß den Auserwählten Alles zum Guten gereiche, so ist die Rede eben nicht allezeit von zeitlichen und vergänglichen, sondern vielmehr von geistlichen und himmlischen Gütern, die immer zum Nußen unserer Seele ausschlagen, und unser ewiges Seelenheil nur um so mehr befördern. Was liegt aber auch endlich daran, daß uns alle unsere zeitlichen Güter geraubt werden, und daß unser ganzes Glück zusammenstürzt, wenn Gott auf den Trümmern dieses zeitlichen Glückes das Gebäude unsers ewigen Seelenheiles errichtet? - O mein Gott! wie blind sind wir doch in Ansehung unsrer wahren Vortheile! Wir beklagen uns, wir seufzen hier in der Zeit über das, was dort in der Ewigkeit einen Gegenstand unsrer Freude und Dankbarkeit ausmachen soll;- wir sehen so oft als ein Uebel an, was in deinen Absichten zu unsrer wahren Glückseligkeit so Vieles beitragen soll; und Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. 3wanzigster Tag. 459 es kommt uns als etwas Gutes vor, was uns am Ende in den tiefsten Abgrund stürzen würde. Walte demnach mit uns, o heiliger Gott! nach deinem allerheiligsten Willen, und nicht nach dem unsrigen! Du weißt den Weg, der uns zum Ziele führen muß. Höre weder auf unsere Neigungen noch Abneigungen, weder auf unsere eitlen Wünsche noch Besorgnisse! Wenn du selbst Alles mit uns anordnest, so werden auch die Wellen und Sturm- Winde uns ganz sicher zur glücklichen Pforte des Heiles führen.-- - Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. ubon 3 wanzigster Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. Die Wunder der Gnade in den Seelen. peeten. " 1 Kommet und staunet an die Werke des Herrn, und die Wunder, die er auf Erden gewirkt hat!"( Psalm 45, 8.) FO d In der Ordnung der Natur wirkt Gott stets die auffallendsten Wunder, die man nicht verkennen kann, und die uns über seine Allmacht müssen staunen machen. Allein in der Ordnung der Gnade wirkt er noch weit andere Wunder, die, obgleich sie weniger in die Augen fallen, dennoch nicht weniger angestaunt zu werden verdienen, und seine Größe nicht minder an den Tag legen. - - Oder was ist wirklich noch mehr zu bewundern, als die göttlichen Ergießungen, womit dieser grundgütige Gott einer Seele zuvorkommt, wenn er sich würdiget, sie auf eine ganz besondere Weise zu sich zu berufen? Wer kann es sagen und ausdrücken, wie er sie aus dem Schlafe weckt, worin fie unter den Geschöpfen vertieft gelegen ist? wie deutlich er ihr - 460 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. das Nichts und die Eitelkeit aller irdischen Güter zu erkennen gibt, und wie er sie aus der schrecklichen Verblendung, worin sie bisher gelebt hat, herauszieht? Er sucht sie im Tumulte ihrer Zerstreuungen, um sie an sich zu ziehen, um sich mit ihr zu vereinigen; er kommt ihr mit dem erwünschten Segen zuvor, und läßt sie die innerlichen Reize seiner Gnade kosten. Wie viele Wunder der Güte, wie viele Wunder der Gnade, welche alle der Welt unbekannt sind, gehen doch bei dieser innigsten Vertraulichkeit vor!- Nein! nichts muß uns so viele Liebe, zugleich aber auch so viele Demuth einflößen, als eben diese Vertraulichkeit; denn muß nicht die Güte Gottes unendlich seyn, da er eine Seele in Mitte ihrer Treulosigkeiten und Widerspenstigkeiten noch immer mit den Augen seiner Barmherzigkeit ansieht? Diese unglückselige Seele wird auch von ihm geliebt, da sie doch nicht das Mindeste an sich aufzuweisen hat, was seine zärtlichen und liebevollen Blicke auf sie hinziehen könnte, ja! da sie im Gegentheile noch sehr Vieles an sich hat, was eine andere Güte, als jene eines Gottes, von sich abwenden fönnte. Ja! Gott muß bei ihr aus Uebermaaß seiner Liebe alle Abneigung und allen Widerwillen überwinden, die er seiner Wesenheit nach gegen Alles hat, was er Mangelhaftes an dieser Seele antrifft; er muß aus seinem eigenen Herzen und aus dem unermeßlichen Meere seiner Güte Beweggründe hernehmen, um sie zu lieben, und ihr mit so vielen Gunstbezeigungen zuvorzukommen. - - - Wie kann es nun aber auch möglich seyn, o mein Gott! daß eine Seele so unaussprechlich große Gnaden und Gutthaten von dir empfängt, ohne sich vor dir zu erniedrigen, ohne ganz von deiner heiligen Liebe zu erglühen? Was kann einerseits eine Seele mehr erniedrigen, als das Bewußtſeyn, daß sie nichts als Elend und Armseligkeiten zu ihrem Antheile erhalten hat, woraus sie sich niemals mehr würde gewunden haben, wenn du ihr mit deinen Gnaden nicht zuvor gekommen Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Ein u. zwanzigster Tag. 461 wäreft? Was kann sie aber auch andrerseits mehr zur Liebe Gottes entflammen, als das Bewußtseyn, daß du ihr eben zur Zeit, wo sie vielleicht deinen ewigen Haß verdienet hätte, deine Gnaden am Meisten angedeihen lassest, gerade, als wenn sie zu deiner Glückseligkeit etwas habe beitragen müsſen? O meine Seele! wirst du denn nicht einmal erkennen, wie sehr du verbunden bist, diesen Gott der Güte zu lieben? Welche Verblendung könnte noch beweinenswürdiger seyn, als jene, worin gewisse Seelen stecken, die durch ihre Treulosigkeiten und Widerspenstigkeiten sich dieser so besonderen Gnaden ganz unwürdig machen? Mache do'ch, o Gott der Erbarmungen! daß, gleichwie du mir ohne meine Verdienste zuvorgekommen bist, ich auch meinerseits von nun an dir ganz gewidmet, mit dir auf's Innigste vereiniget, und an dich stets geheftet sey! Mache, daß ich durch diese meine gänzliche Ergebung an dich in Zukunft die Zeit und die Gnaden wieder erseßen möge, die ich bisher unglücklicher Weise so sehr mißbraucht habe! - - Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. 610.519 Ein und zwanzigster Tag. o Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. bf O Gottes Das Haus ein Haus des Gebetes und der Gnaden. M „ Mein Haus wird ein Bet- Haus genannt werden."( Matth. 21, 13.) Ich komme, o Jesu, mein Gott! in deinen heiligen Tempel, um dir das Huldigungs- Opfer meiner Gebete abzustatten. Dieß ist das Haus, welches du wirklich bewohnest; dieß ist dein Palast auf dieser Erde, wo du von deinem ganzen Hofstaate umgeben bist; dieß ist das Bild jener ewigen - -- 462 Befuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. 3weite Reihe. te Reihe, dis Wohnung, die du uns dort zubereitet hast, und deren Majestät und Heiligkeit uns hier vorgestellt wird. Würdige dich demnach, das Huldigungs- Opfer meiner Gebete, welches ich dir hier darbringe, wohlgefällig anzunehmen, und mache, daß der Wohlgeruch desselben bis zum Throne deiner Herrlichkeit emporsteige! Allein dein heiliger Tempel, o mein Gott! ist nicht nur ein Bet- Haus, sondern auch ein Haus der Gnaden und des Segens. Hier gießest du dieselben im Ueberfluße über Jene aus, welche dich darum bitten. Auch ich erscheine eben jetzt vor dir, um dich im Geiste der Demuth und des Vertrauens darum anzuflehen. Würdige dich, sie nach der Größe meiner Bedürfnisse, oder vielmehr nach der Größe deiner Barmherzigkeit auch über mich auszugießen! Du kenneft das große Elend meiner Seele; ich hoffe aber auf die so reichlichen ErgieBungen deiner Güte. Ich befinde mich hier wirklich vor dir niedergebeugt bis zur Erde. Ach! mache doch, daß auch ich die Wirkungen derselben empfinde; und in dem Augenblicke, wo ich dir, als meinem höchsten Herrn, den schuldigen Tribut meiner Gebete abstatte, laß als mein größter Gutthäter und liebenswürdigster Erlöser den himmlischen Thau deiner Gnaden auch über mich herabträufeln! - - Ich will von nun an niemals mehr anders, als im Geiste des Glaubens in deinem heiligen Tempel erscheinen, da ich weiß, daß dieser das Haus Gottes, und das Vorbild jenes himmlischen Jerusalems ist. - Ich werde mich allezeit mit der tiefsten Ehrfurcht hier einfinden, weil da die höchste Majestät eines menschgewordenen Gottes persönlich wohnt. Ich werde mich niemals von hier hinwegbegeben, bevor ich dich um deinen heiligen Segen und um den Beistand deiner Gnade gebeten habe, die mir in Mitte der Gefahren, denen ich von allen Seiten her ausgesetzt bin, so nothwendig ist. Vorzüglich aber werde ich stets daran denken, daß ich hier in deinem heiligen Tempel in dem Wasser der heiligen Taufe Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. 3wei u.zwanzigster Tag. 463 bin wiedergeboren worden, und das Glück gehabt habe, der Zahl deiner Kinder beigefellt zu werden. Endlich will ich auch öfters erwägen, daß eben in der Umgebung dieses heiligen Hauses- einstens nach meinem Tode meine Asche ruhen und jenen großen Tag erwarten werde, wo du als Richter auf den Wolken des Himmels erscheinen wirst. So viele und so starke Beweggründe müssen gewiß die lebhaftesten Empfindungen eines lebendigen Glaubens und einer heiligen Ehrfurcht im Hause meines Gottes bei mir erwecken; doch sollen diese niemals so weit gehen, daß sie die Empfindungen der Liebe und des Vertrauens in meiner Seele vermindern werden, die ich dir, o mein Gott! allezeit schuldig bin! Geistliche Kommunion, Begrüßung der selig= sten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. 3 wei und zwanzigster Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. Die innerliche Stimme. „ Wenn ihr seine Stimme höret, so verhärtet eure Herzen nicht!"( Psalm 94, 8.) jh Bilden wir uns ein, eine innerliche Stimme rufe uns zu: „ Wer bist du? Woher kommst du? Und wo gehst du hin?" Wer bist du? Du bist ein Christ. Woher kommst du? Du kommst aus dem Schooße Gottes. du? Du gehst zur Ewigkeit. Wohin gehst Kurze Worte;- aber lauter erhabene Gegenstände zu den herrlichsten Betrachtungen! - Du bist ein Chrift;- du prangest mit dem schönen Namen eines Christen. Bist du aber auch von dem wahren Geifte eines Christen beseelet? Du trägst dieses Merkmal tief 464 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. 3weite Reihe. in deiner Seele eingeprägt; sind aber auch die wahren Gesinnungen eines Christen mit unauslöschlichen Buchstaben in dein Herz eingedrückt? Du bist ein Christ. Ein großer Name; aber auch ein Name, welcher dir große Verbindlichkeiten auflegt! Erfüllest du sie allezeit? zeigt sich wohl dein Glaube durch deine Werke? leuchtet deine Religion aus deinem gan zen Betragen hervor?- Was würde einstens mit dir ge schehen, wenn du, der du ein Christ bist, nicht anders leben wolltest, als wie die Heiden leben, und wenn die unaussprechlich große Gnade, welche dir Gott erwiesen hat, weiter zu nichts Anderm dienen würde, als dich in seinen Augen nur noch strafbarer und der ewigen Verdammniß desto- würdiger zu machen? b) tiaplin Du kommst aus dem Schooße Gottes selbst hervor. So erhaben ist dein Ursprung! Gott hat dich wahrhaft in seinem väterlichen Schooße gezeugt; deine Seele ist gleichsam eine Theilnahme seines Wesens; sie ist ein lebendiges Licht, welches von der göttlichen Sonne der Gerechtigkeit ausfließt. Eben darum hat er dich auch nach seinem Ebenbilde erschaffen, und in deiner Seele die herrlichsten Züge seiner Aehnlichkeit tief eingegraben. Hast du wohl die Größe dieses deines Ursprunges, und folglich auch die Größe der Heiligkeit, wozu du von Gott berufen bist, je genug erkannt, oder doch wenigstens aufmerksam genug betrachtet? Hat deine Seele das herrliche Vorrecht ihrer Annahme an Kindesstatt allezeit auf's Sorgfältigste zu erhalten gesucht? ist sie wahrhaft ein lebendiges Ebenbild Gottes? und trägt sie diese herrlichen Züge seiner Aehnlichkeit noch immer an sich?- Es ist höchst zuträglich für dich, ernsthaft über diese Punkte nachzudenken, da dich Gott einstens zur Rechenschaft darüber ziehen wird. - Du gehst zur Ewigkeit. Dazu hat dich Gott erschaffen, und auf diese Welt geseßt. Dein Leib, welcher aus Erde gebildet ist, wird auch wieder zur Erde werden, eine Speise der Würmer, und ein Opfer der Zeit; deiner Seele aber steht ein Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Drei u. zwanzigster Tag. 465 - ganz anderes Loos bevor. Allein es gibt zwei von einander sehr verschiedene Ewigkeiten; eine Ewigkeit der Freuden und des Vergnügens, und eine Ewigkeit der Peinen und der Verzweiflung. Welcher aus beiden gehst du zu? Es ist hier die Frage nicht, nach welcher aus beiden du verlangest, sondern welcher du wirklich zuwanderst?- Untersuche den Weg, den du wandelst, und schließe daraus auf das Ziel, welchem er dich zuführen wird! Geistige, unsterbliche Seele, die du den Absichten deines Gottes gemäß nach einigen Jahren des Kampfes zu einer ewigen Glückseligkeit bestimmt bist! kannst du wohl noch so blind seyn, daß du dich wegen einiger Tage oder Augenblicke eines vergänglichen und allezeit mit Bitterkeit erfüllten Vergnügens in eine gränzenlose Ewigkeit von Peinen und Verzweiflung stürzest?- Hier läßt die Gnade dir dieses selbst zu bedenken übrig;- eröffne ihr dein Herz, und widme ihr alle deine Empfindungen!- Geistliche Kommunion, Begrüßung der selig-. flen Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. Drei und zwanzigster Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. 160 Betrachtung. Fortsetzung des nämlichen Gegenstandes. Ich habe die Stimme des Herrn gehört." Ifaias 6, 8.) schlage dne 3,340 Diese innerliche Stimme gibt dir, meine Seele! einen neuen Gegenstand zu den schönsten Betrachtungen an die Hand. Sie stellt dir drei neue Erwägungen vor, und spricht also zu dir: Denke mit allem Ernste an die Gnaden, die du erhalten, an die Sünden, die du begangen haft; und 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe 2c. 30 466 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. an die Rechenschaft, die du einstens darüber wirst geben honan b müssen! Diese Betrachtung ist nicht weniger von der äußersten Wichtigkeit, als es die vorhergehende war. O p COMENSA MEN Mit welcher Fülle von Gnaden hat dich Gott die ganze Zeit deines Lebens nicht schon überhäuft!- Wie viele innerliche Erleuchtungen, wie viele gute Gesinnungen, wie viele heilige Einsprechungen, wie viele heilsame Gewissensbisse hat er nicht schon in dir erweckt! Kannst du an alle diese so ausnehmend großen Gutthaten denken, ohne davon gerührt zu werden? ohne darüber in Erstaunen zu gerathen, und ganz davon durchdrungen zu werden? Könnte es, wenn die Schäße der Gnaden nicht unermeßlich wären, nicht das Ansehen haben, als hätte sie Gott zu deinem Besten erschöpft?- Nun aber welchen Gebrauch hast du von allen diesen Gnaden gemacht? welche Wirkung haben sie in dir hervorgebracht?- Ach! hätte Gott eben diese Gnaden den wilden und ungläubigen Völkern gewährt, welche reichliche Früchte des Heiles und des Lebens würden sie in ihnen nicht hervorgebracht haben!„ Wenn zu Tyrus und Sidon diese Wunder geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so würden sie schon längst im Sack' und in der Asche Buße gethan haben."( Matth. 11, 21.)- Was wird nun ein Christ, welcher sie vergebens empfangen hat, nicht Schreckliches zu erwarten haben! GS TO Gedenk' der Sünden, die du begangen haft!- War dieß der Gebrauch, den du von den Gnaden deines Gottes haft machen, und der Dank, welchen du ihm dafür haft erwiedern sollen?- Anstatt der Tugenden, welche die vielfältigen Gaben Gottes in deiner Seele hätten hervorbringen sollen, wie vieler Sünden und Laster, wie vieler Missethaten und Ausschweifungen hast du dich nicht schuldig gemacht!- Durchgehe alle Alter, ja wohl gar alle Tage dieses elenden Lebens, und erröthe über so viele Laster, womit du dieselben entheiliget haft!- Erwäge ganz besonders alle Umstände, welche deine Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Drei u.zwanzigster Tag. 467 Sünden begleitet haben! Sünden, die du- ungeachtet des hellen Lichtes, welches dich erleuchtet, ungeachtet des Gewissenswurmes, welcher stets in dir genagt, ungeachtet der Gnade, welche dich gewarnet hat, dennoch so frei und vermessen begangen hast! Nichts hat dem Strome der Leidenschaften, welcher dich mit sich fortgerissen hat, Einhalt thun fönnen. Gott hat dir zugerufen, und du haft seiner Stimme die Ohren verschlossen;- Gott hat dich geliebt, und du haft ihn beleidiget. Was denkst du wohl von dir selbst? und was bist du in deinen eigenen Augen? Urtheile hieraus, was du in den Augen Gottes seyn mußt!- - Denn endlich wirst du doch einstens vor ihm noch erscheinen müssen, um sowohl von den unschäßbaren Gnaden, die du von ihm empfangen, als von den unzähligen Sünden, die du begangen hast, die genaueste Rechenschaft abzulegen.-- In welchem traurigen Zustande wirst du einst vor seinem schrecklichen Richterstuhle erscheinen, wo dich seine Gerechtigkeit allein erwartet, wenn du jetzt seinen Zorn nicht besänftigeft!O, so bete denn an und bewundere die unaussprechlich große Güte deines Gottes gegen dich!- In eben diesem Augenblicke öffnet er sein Herz, um dich wieder zu Gnaden aufzunehmen, wenn nur auch du das deinige den Empfindungen einer wahren Reue über deine begangenen Sünden öffnen wirst. Der Gott der Erbarmungen will deine Bekehrung, nicht aber deinen Tod,- dein Heil, nicht aber deinen Untergang. Er wird zwar einstens dein Richter seyn; aber jetzt ist er noch dein Vater. Verfluche deine Sünden! bitte ihn um seine Gnade! komm' seinem strengen Gerichte zuvor! richte dich selbst auf eine heilige Weise, und du wirst noch an ihm nicht nur einen gnädigen Richter, sondern auch einen zärtlichen Vater, und vorzugsweise den Vater der Erbarmungen finden! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. -- - - - 30* 468 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. 3weite Reihe. Vier und zwanzigster Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. Der Dienst Gottes. Niemand kann zwei Herren dienen."( Matth. 6, 24.) dis Dieß ist der ewig unwiderrufliche Ausspruch Jefu Chrifti selbst:„ Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen, und den andern lieben; oder er wird sich an einen halten, und den andern verachten." Der Dienst zweier Herren kann also nicht beisammen bestehen; er läßt sich auf keinerlei Weise mit einander vereinigen; folglich ist es eine ganz unmögliche Sache, Gott und der Welt zugleich zu dienen; ihre Lehren, ihre Grundsäße, ihre Vortheile stehen mit einander in ewigem Widerspruche; denn wie kann Licht mit Finsterniß im Bunde stehen? wie kann Christus mit Belial Uebereinkunft treffen?"( 2. Korinth. 6, 14.) Und doch ist es eben diese abenteuerliche Vereinigung besagter, von einander so sehr verschiedener, Dienste, welche nicht selten Leute zu machen suchen, die man Halbchriften und Halbweltmenschen nennen könnte.- Man möchte gerne Gott dienen; allein man will mit der Welt nicht brechen. Man sucht also eine gewisse Art von Mittelweg einzuschlagen; man will weder Gott, noch die Welt beleidigen; man gibt zwar immerhin seinem Gott etwas, man gibt ihm aber nicht Alles, was er von uns verlangt; man widmet sich immer der Welt, man will sich aber ihr doch nicht ganz übergeben. Und bei dieser Behutsamkeit, welche man gebraucht, glaubt man, Gott und die Welt ließen sich ganz wohl mit einander vereinigen; man könne Gott dienen, ohne der Welt zu entsagen; man könne es mit der Welt halten, ohne sich von Gott zu ents - ha Ueber versch. Gegenstände d. Gottfeligkeit. Vier u. zwanzigster Tag. 469 fernen.- Eine Vereinigung, welche nicht nur ganz unmöglich, sondern auch äußerst häßlich und höchst verabscheuungswürdig ist! Denn bei tausend Gelegenheiten wird das Gesetz Gottes mit den Grundsätzen der Welt ganz und gar im Widerspruche stehen;- man wird sich durch eine täuschende Nachgiebigkeit oder vielmehr durch eine sündhafte Willfährigkeit- in unvermeidlicher Nothwendigkeit befinden, entweder das Geseß Gottes zu übertreten, um die Vortheile der Welt aufrecht zu erhalten, oder aber mit der Welt zu brechen, um dem Gesetze Gottes die schuldige Ehre und Hochachtung zu erweisen. - Der Ausspruch ist gethan; und dieser Ausspruch wird bis an's Ende aller Zeiten wahr bleiben: Niemand wird den Dienst Gottes mit dem Dienste der Welt vereinigen können. Ja, was noch mehr ist: Sollte man dieses auch thun können, so würde es doch niemals zu thun erlaubt seyn; unser Gewissen selbst würde dabei verlegt werden. Gott mit der Welt in einen Vergleich seßen, welche Beschimpfung für diesen höchsten Herrn des Himmels und der Erde! Muß nicht schon der bloße Gedanke dieses schimpflichen Vergleiches uns ganz erröthen machen und mit Abscheu erfüllen? Welcher große Undank wäre dieß! Ach! wie wenig sind wir doch der Welt, wie viel hingegen unserm Gott schuldig! Wie wenig hat die Welt, wie viel hingegen hat Gott für uns gethan! Wie wenig haben wir von der Welt, wie viel hingegen von Gott zu erwarten! Welcher Gräuel, welche Lasterthat könnte wohl noch größer seyn? Einerseits ein Gott, welcher unendlich groß, unendlich gerecht, unendlich heilig, unendlich gütig, liebenswürdig und vollkommen ist; und andrerseits eine Welt, welche zum Deftesten ungerecht, treulos und grausam, oder besser zu reden, welche eine Verführerin, eine Tyrannin gegen uns ist; und doch noch länger anstehen, wem aus beiden man sich ergeben soll, ja! wohl noch dem Dienste der Welt vor dem Dienste Gottes den Vorzug einräumen wollen, welche Sünde, ich sage - - itu Paike 470 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. es noch einmal, welche Beschimpfung, welche Gräuelthat könnte noch größer seyn? fland Nein, mein Gott, mein höchster Herr und Gebieter, mein Erlöser! niemals mehr will ich dir eine so große Beleidigung zufügen, und dich mit dieser bösen und verkehrten Welt in Vergleich seßen. Ich will dir dienen, und nur dir allein will ich dienen; dir will ich meine Anbetung und Huldigung abstatten; mein ganzes Herz will ich dir schenken; die Welt soll an allen Neigungen und Empfindungen meines Herzens nicht den mindesten Antheil mehr haben! Ihr will ich zwar geben, was Wohlstand, Pflicht und Liebe erfordern; aber mein Herz, und alle Neigungen desselben, sollen dir allein gänzlich gewidmet seyn!- Ich weiß es, daß du dich einstens vor deinem himmlischen Vater Aller derjenigen schämen wirst, die so feige, so niederträchtig und pflichtvergessen seyn werden, sich Deiner jetzt zu schämen. Diene meinerwegen der Welt, wer sich verführen lassen und ewig zu Grunde gehen will! Ich meines Theils verlange ewig glückselig zu seyn.- Eben darum will ich auch dir, o mein Gott! mich ganz ergeben, und dir für allezeit angehören. Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. 100 Fünf und zwanzigster Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. lidmi or Betrachtung. Die Liebe und Dankbarkeit gegen Jesus. Wer unsern Herrn Jesus nicht liebt, der sey verflucht!"( 1. Korinth. 16, 22.) Das Geheimniß eines menschgewordenen Gottes ist der erhabenste Gegenstand unsers Glaubens, der festeste Anker unsrer Hoffnung, der anzüglichste Beweggrund unserer Liebe, die reichhaltigste Quelle aller Gnaden, und das vollkommenste Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Fünf u. zwanzigster Tag. 471 Muster aller Tugenden. Ein Gott, welcher Mensch geworden ist, und ein Mensch, welcher zugleich Gott ist, die göttliche und menschliche Natur in einer und der nämlichen Berson ohne Vermischung miteinander vereiniget, der große Gott erniedriget zu einem elenden, schwachen Menschen, und der schwache Mensch erhöhet zur Größe eines Gottes, fürwahr ein Geheimniß, welches jedem menschlichen Verstande unbegreiflich ist, so, daß er sich in der Betrachtung solcher erhabenen Geheimnisse nothwendig ganz verlieren muß!- Ein hell leuchtendes Geheimniß, welches nach so langen und dicken Finsternissen endlich die göttliche Sonne der Gerechtigkeit der Welt entdeckt hat! Ein Geheimniß der Gnade und Barmherzigkeit, welches der Erde alle Schäße des Himmels eröffnet! Ein Geheimniß, welches alle Wunder, die Gott den Menschen zu Lieb bisher gewirkt hat, in sich faßt, ja! sogar übertrifft! the denied woll Unaussprechlich großes Geheimniß! wie erhaben sind doch die Größen, die du mir zeigest! wie groß die Liebe und Zärtlichkeit, die du mir kund gibst! wie reichlich die Gutthaten, die du mir verkündest! und wie unbegreiflich die Wunder, auf die du mich hinführeft!- Ach! nichts von Allem diesem kann ich mit Worten ausdrücken; denn Alles, was da vorgeht, ist weit über meine Gedanken und Empfindungen erhaben. Menschgewordener Gott! du bist in diese Welt gekommen, unsere Finsternisse zu zerstreuen, unser Leiden zu versüßen, unserm Elende ein Ende zu machen; du zeigest mir, wie groß die Güte des höchsten Wesens gegen seine Geschöpfe, wie groß die Vortrefflichkeit und der Werth meiner Seele, und wie erhaben das Ziel ist, nach welchem ich trachten soll;- du lehrest mich ganz besonders einen aus Liebe zu mir erniedrigten Gott erkennen und lieben; zugleich gibst du mir auch die Mittel ihn auf eine Seiner würdige Weise Nein! ich darf nun nicht mehr bekümmert seyn, wie ich Gott nach seiner Liebenswürdigkeit werde -- an die Hand, wie ich ehren und lieben kann. - 472 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. 3weite Reihe. lieben, und nach Verdienst werde anbeten und ehren können, nachdem der eingeborne Sohn des ewigen Vaters, das Bild seiner Wesenheit und der Abglanz seiner Herrlichkeit, in eigener Person auf diese Welt gekommen ist, mich dieses zu lehren, und es selbst für mich zu thun.- Er gibt mir alle seine Güter und Verdienste zur Hand, sie in meinem Namen Gott aufzuopfern, und mit denselben meiner Dürftigkeit zu steuren. Menschgewordener Gott! anbetungswürdigster Erlöser! da du aus unendlicher Güte dich selbst mir gänzlich dargibst, und mir erlaubest, mich aller deiner Verdienste zu bedienen, um meine Pflichten zu erfüllen, und die Schulden abzutragen, welche dein himmlischer Vater von mir zu fordern hat, wohlan! so will ich's auch thun, und ihn durch dich vollkommen befriedigen.- Ich will mich deiner Liebe bedienen, ihn zu lieben, - deiner Anbetungen, ihn anzubeten,- deines Gehorsames, ihm zu gehorsamen, aller deiner Güter, meine sämmtlichen Verbindlichkeiten gegen ihn auf eine Seiner würdige und ihm wohlgefällige Weise zu erfüllen.- Welche Gnade, welche Ehre, welches Glück für mich, daß ich so alle Neigungen meines Herzens bis zu ihm erheben, und alle meine Handlungen gleichsam vergöttlichen kann! O Jesu, du aus Liebe zu uns Menschen menschgewordener Gott! dir habe ich Alles zu verdanken. Möchte doch meine Dankbarkeit ewig, meine Treue unverbrüchlich, meine Liebe ohne Maaß und Ende seyn!- Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. 115 - - Sechs und zwanzigster Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. Alles ist Eitelkeit. „ Eitelkeit über Eitelkeit! Alles ist eitel." ( Eccl. 1, 2.) Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Sechs u. zwanzigster Tag. 473 Wer spricht so? Die Weltkinder selbst rufen oft so mit dem weisen Prediger, nachdem ihnen die traurige Erfahrung deutlich genug gezeigt hat, daß Alles in dieser Welt eitel und vergänglich ist. Und was findet man in den Reichthümern? Was sonst, als tausend Sorgen, Bekümmernisse, Verdrüßlichkeiten, und allerhöchstens- nur ein Mittel, seine Leidenschaft zu befriedigen? Was findet man in den Ehren? Was sonst, als Ursachen zur Beneidung, zur Eifersucht und zu Verfolgungen, die uns tausend Unglücksfällen ausseßen?- Was findet man in den Wollüsten? Was sonst, als Eckel, Ueberdruß, oft wohl gar Traurigkeit und Bitterkeit des Herzens? Es bleibt also wahr, was uns der weise Prediger sagt: „ Eitelkeit über Eitelkeit! Alles in der Welt ist eitel und vergänglich." Und dennoch haben wir dieser Eitelkeit bisher so begierig nachgejagt; wir haben nach diesem Schattenwerke eingebildeter Glückseligkeit so sehr geseufzt, indem wir derselben unsere Ruhe und Freiheit, oft wohl gar unser Gewissen und unser Seelenheil geopfert haben! Es wäre also doch wohl einmal Zeit, von unsern Verirrungen zurückzukehren, und uns dieser Eitelkeit zu entreißen, welche so geschwind vorübereilt, uns betrügt und in den ewigen Untergang stürzt!- Es wäre wohl einmal Zeit, uns dieser Wahrheit endlich zu ergeben, welche uns unaufhörlich von unsern Irrwegen abruft, um uns wieder auf den rechten Weg zu führen! Heilige und heilsame Wahrheit, die, wenn wir ihr Gehör geben würden, alle unsere Finsternisse aufhellen und zerstreuen, alle unsere Schritte leiten und in Ordnung bringen, uns heiligen und alle Neigungen unsers Herzens auf Gott hinlenken würde! Ach! wollen wir denn unsere Augen erst alsdann öffnen, wenn der Tod sie uns für allezeit schließen, und vielleicht gar mit ewigen Finsternissen bedecken wird? „ Menschenkinder!" ruft uns der Psalmist zu,- wie lange wollet ihr noch eitle Blendwerke lieben? - - - 474 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe, di Wie lange wird man noch sehen müssen, daß ihr die Unwahrheit aufsuchet?"( Psalm 4, 2.) Gibt uns nicht die Welt selbst ihre Eitelkeit und ihr Nichts deutlich genug zu erkennen? Sie kann zwar Große, Reiche, Mächtige dieser Erde machen; kann sie aber auch Glückselige machen? Und wir sind so blind, daß wir uns noch schmeicheln, es zu werden?- Noch bietet uns die Wahrheit ihr himmlisches Licht dar; wandeln wir nach demselben! werden wir Kinder des Lichtes, und überlassen wir die Finsternisse Jenen, die sich selbst geflissentlich verirren wollen! 11 Du allein, o mein Gott, der du dieses wahre Licht bist! kannst uns noch erleuchten. Allenthalben finden wir nichts, als Finsternisse, die uns verblenden, nichts, ais viele Blendwerke, die uns täuschen,- nichts, als Irrlichter, die uns vom rechten Wege ab-, und an steile Abgründe hinführen.- Göttlicher Erlöser! du bist vorzugsweise der Weg, die Wahrheit und das Leben."( Joh. 14, 6.) Da du der Weg bist, so leite uns; und da du die Wahrheit bist, so erleuchte uns! und da du das Leben bist, so belebe uns! Die Eitelkeit hat uns ohnehin nur schon zu lange verführt und verkehrt; sey also nun die Wahrheit, die uns errettet, die uns heiliget! den Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. - - - - Sieben und zwanzigster Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. S Die Ausübung guter Werke. 3 Lasset uns Gutes thun, da wir noch Zeit haben!"( Galat. 6, 10.) in the hilig dun Bisher haben wir noch sehr wenig Gutes gethan, und vielleicht ist uns nur noch eine kurze Zeit übrig, um gute Werke Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Sieben u. zwanzigster Tag. 475 sammeln zu können.- Wie werden wir uns getrauen, einstens vor unserm Gott zu erscheinen? und was werden wir ihm wohl darzubringen haben? Wie, wenn wir einstens wohl gar, nicht nur mit leeren Händen, sondern auch noch mit einer mit vielen Sünden beladenen und mit vielen Wunden bedeckten Seele vor ihm erscheinen würden?Wenn wir erwägen, was die meisten Heiligen ihres ewigen Seelenheiles wegen gethan haben, was bewundern wir an ihnen? Die reichlichsten Almosen, die sie ausgespendet, die strengsten Fasten, womit sie ihren Leib geschwächt, die vielfältigsten und eifrigsten Gebete, die sie entrichtet haben. Die Einen haben sich in die tiefsten Einöden vergraben, um da ihre Sünden bitter zu beweinen, und sich ganz mit der Betrachtung ewiger Wahrheiten zu beschäftigen. Andere sehen wir in finstern Kerkern eingeschlossen, ganz mit Ketten, noch mehr aber mit Verdiensten beladen, die sie sich für den Himmel geſammelt haben. Ein großer Theil von ihnen läßt auf Blutgerüsten und lodernden Scheiterhaufen sein Leben, wo sie ihren Glanben mit ihrem eigenen Blute besiegeln.— Und- wir, was haben wir wohl schon gethan? welche Ansprüche haben wir auf jene Belohnungen, die dort Gott seinen Heiligen zubereitet hat, wir, die wir ihm nichts Anderes, als laue, träge Werke, nichts anderes, als die bittere Reue über so viele verabsäumte Gelegenheiten, Gutes zu thun, darzustellen haben? D mein Gott! an was haben wir die ganze Zeit unsers Lebens wohl gedacht? Womit haben wir uns beschäftiget? - Demungeachtet sind uns in diesem betrübten und wahrhaft bedauernswürdigen Zustande noch zwei sichere Rettungsmittel übrig; suchen wir sie nur auch weislich zu benüßen! Das erste ist, daß wir gleich diesen Augenblick unserm Gott mit aufrichtigem Herzen versprechen, in Zukunft, so viel an uns liegt, nicht das mindeste gute Werk mehr zu verabsäumen. Das zweite ist, daß uns, wenn wir anders wahrhaft entschlossen - 476 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. 3weite Reihe.dyl sind, die ganze Zeit unsers Lebens alles Gute zu thun, daß immer in unsern Kräften steht, schon von diesem Augenblicke an von Gott das Verdienst mehrerer Jahre zugerechnet werde; denn Gott sieht bei uns hauptsächlich auf die Aufrichtigkeit unsers Willens, und auf die Reinigkeit unsrer Meinung. Wir haben aber auch noch einen dritten für uns höchst beruhigenden Trost; und dieser besteht darin, daß wir uns mit den Verdiensten Jesu Christi selbst ausrüsten und bereichern können. Er hat uns dieselben anvertraut, und erlaubt, uns ihrer zu bedienen, und sie uns ganz eigen zu machen, wenn wir nur auch unsrerseits das Wenige, das von uns abhängt, dazu beitragen wollen. Welche große Gnade! welche reichhaltige Quelle, unserer Armuth zu steuren! Wir müssen aber dieses unser Vorhaben nicht wieder weiter verschieben. Die Zeit rückt heran, und noch ein großes Werk bleibt uns auszuführen übrig. Fangen wir demnach unverzüglich an, und verlieren wir nicht einen einzigen Augenblick mehr! Sammeln wir gute Werke, so viel wir immer können, und verabsäumen wir nicht eine einzige Gelegenheit, wo wir Gutes thun können! Folgen wir dem Rathe des weisen Mannes, welcher spricht:„ Laß keinen Theil des Guten, so dir gegeben worden ist, entrinnen!"( Eccl. 14, 14.) 3udem, je wenigere Schäßze wir, ungeachtet aller unserer Mühe, Wachsamkeit und Sorgfalt, bisher für den Himmel gesammelt haben, desto weniger haben wir noch von aller jener Zeit wieder erkauft, die wir so unglückseliger Weise verloren haben.- Wir wollen demnach mit dem Propheten ausrufen:„ Ich habe es gesagt und sogleich angefangen!"( Pf. 76,- 11.) Ja! ich will anfangen, o mein Gott! Gutes zu thun. Mache doch, daß ich nicht eher aufhöre, mir die reichlichsten Schätze von guten Werken zu sammeln, als bis ich zu leben aufhören werde!- - - Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. Ueber versch. Gegenstände d. Gottfeligkeit. Acht u. zwanzigster Tag. 477 Acht und zwanzigster Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. Die Wachsamkeit über uns selbst. „ Das Reich Gottes ist in euch."( Luk. 17, 21.) Wenn wir Gott wahrhaft angehören, und nach gründlicher Tugend trachten wollen, so müssen wir auf das, was in uns vorgeht, stets aufmerksam seyn, und es an der Wachsamkeit über unser Herz niemals ermangeln lasſen. Dieser Wachsamkeit sind wir alle Sorge schuldig; denn hier, in unserm Herzen, will Gott sein Reich errichten. Wissen wir nicht, und sind wir nicht recht deutlich davon überzeugt, daß der Grund unsrer ganzen Vollkommenheit in uns selbst liege, so werden wir unser ganzes Leben in den größten Unvollkommenheiten zubringen, ohne uns je zu jenem Grade der Heiligkeit emporzuschwingen, wozu uns Gott berufen hat.-Nur von unserm Herzen haben die wahren Tugenden, die Demuth, die Abfödtung, die reine Meinung, die Treue gegen die Gnade, die vollkommene Liebe, und innige Vereinigung mit Gott, mit Einem Worte, alle Güter, die den Reichthum, die Zierde und das Verdienst einer Seele ausmachen, ihren Ursprung. im Herzen läßt der heilige Geist seine Stimme vernehmen; und hier theilt er seine tiefen Erkenntnisse mit, und flößt jene erhabenen Gesinnungen ein, die eine Seele bis zu Gott erheben, und sie bis in das göttliche Heiligthum einführen. Nur So große Verrichtungen die Heiligen Gottes auch immer haben mochten,- mit so wichtigen Dingen sie sich auch immer abzugeben hatten, so vernachlässigten sie dabei dennoch nie, einen Blick auf sich selbst zu werfen; ja! sie waren stets beſorgt, in sich selbst zu kehren, und zu sehen, was in ihrer Seele vorging, um alle Regungen ihres Herzens in Ordnung zu bringen, alle Neigungen desselben zu reinigen, und aus demselben Alles zu verbannen, was nur immer im Stande seyn - 478 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. 3weite Reihe. mochte, das Reich Gottes in ihnen zu stören, zu untergraben und zu schwächen. Das ganze Gebäude unsrer Heiligkeit muß demnach auf dieser Wachsamkeit über uns selbst gegründet seyn, und ohne sie kann es nicht bestehen. Die Ursache, warum so wenige Seelen zur Vollkommenheit gelangen, ist, weil sie sich ganz äußerlichen Gegenständen hingeben, in beständiger Zerstreuung leben, und so die Wachsamkeit über ihr eigenes Herz vernachlässigen, die doch allen unsern Handlungen Leben und Seele geben soll. Seyen wir versichert, es gibt sehr viele Heilige im Himmel, die während ihres sterblichen Lebens in den Augen der Menschen wenig Großes zu thun, wenig heldenmäßige Tugenden auszuüben schienen, die sich aber doch jetzt zu den erhabensten Stufen der Herrlichkeit im Himmel erhoben sehen, wie, z. B., so viele heilige Einsiedler, und so viele Andere, die in heiliger Einfalt und der Welt ganz unbekannt dahin lebten! Und warum dieses? Weil sie, ohne mit jenem äußerlichen Glanze von Tugenden umgeben zu seyn, ihre ganze Sorgfalt dahin gerichtet hatten, ihr Herz wohl zu bestellen, und in Geheim, in der Stille das kostbare, ihnen anvertraute Talent der Gnade auf's Beste zu benützen. HR Wachen wir also stets über unser Herz! Kehren wir öfter in uns selbst, und richten wir alle unsere Sorgfalt und Aufmerksamkeit dahin, daß wir wohl Acht haben, was in uns vorgeht! Geben wir uns den äußerlichen Dingen nicht hin, wenn wir uns gleichwohl damit abgeben müssen! Theilt sich die Seele, so fängt sie schon an, schwach zu werden; läßt ſie sich in zu viele Geschäfte ein, die sie nichts angehen, und wozu die Gnade sie nicht beruft, so wird sie verwirrt, geräth in Unordnung, verliert Gott aus den Augen, und handelt aus bloß natürlichem und sinnlichem Triebe. Würde Gott in diesem Stande alle unsere Handlungen auf die Wage des Heiligthumes legen, so würde er vielleicht nicht eine einzige finden, die nicht — Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Neun u. zwanzigster Tag. 479 mangelhaft, nicht eine einzige, die Seiner wahrhaft würdig, ihm angenehm und wohlgefällig wäre. Wie äußerst selten ist doch wahre Tugend! wie höchst nachtheilig für uns die Vernachlässigung unsrer selbst! wie seicht folglich das Reich Gottes in sehr vielen Seelen gegründet!- Deffnen wir die unsrigen dem heiligen Geiste, und entsprechen wir auf alle mögliche Weise den innerlichen Wirkungen seiner Gnade, damit er in uns sein Reich, und wir in ihm unsre wahre Glückſeligkeit recht stark befestigen! Dieß sind die Wahrheiten, die sich unserm Geiste darstellen, mit welchen aber auch die Gesinnungen unsers Herzens übereinstimmen müssen. Nur deine Gnade, o mein Gott! kann diese Gesinnungen in uns hervorbringen. - Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff CONT op 2pm) 150 now sid las Neun und zwanzigster Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. Betrachtung. for modo Unser letztes Ziel und Ende. „ Bei allem deinem Thun und Lassen gedenk' an dein Ende!"( Eccli. 7, 40.) Gott hat den Menschen nach seinem Ebenbilde erschaffen, um in ihm den Abriß seiner Vollkommenheiten zu entwerfen.- Gott hat den Menschen mit dem Werthe seines Blutes erkauft, um ihn dem Abgrunde alles Unglückes, in welches er sich selbst gestürzt hatte, zu entreißen. Gott hat den Menschen zum Besitze seiner Herrlichkeit bestimmt, um ihn durch den Genuß seiner eigenen Glückseligkeit glückselig zu machen. Ja! dieß sind wir, oder können es doch wenigstens deinen Absichten gemäß seyn, o mein Gott! wenn wir dir getreu sind. Kann es wohl noch etwas Größeres, Glückseligeres und Verlangenswürdigeres geben, als eben dieses Ziel und Ende, zu 480 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. dem wir erschaffen sind? Sehen wir aber auch auf das hin, was wir durch unsere Gebrechlichkeit zu unserem größten Unglücke zu werden stets befürchten müssen, wenn wir uns von deinen weisen und barmherzigen Absichten über uns entfernen! So lange die Gnade Gottes in unserer Seele besteht, und so lange unsere Seele ihre Vereinigung mit Gott erhält, werden wir uns allezeit auf dem Wege der Glückseligkeit befinden; sobald aber durch gewisse Unvollkommenheiten diese Vereinigung gestört und unterbrochen werden wird, werden auch sogleich die liebevollen Absichten, die Gott gegen uns hegt, unterbrochen werden, und unsere Glückseligkeit wird verschwinden. Der Leib kann von der Seele getrennt seyn, ohne daß diese Glückseligkeit dabei etwas leidet; ist aber die Seele von der Gnade getrennt, und werden wir in diesem Zustande. vom Tode überfallen, so ist Alles ohne Rettung für uns verloren. Denken wir uns eine Seele, die von der Gnade getrennt ist, so haben wir die Sünde! Denken wir uns eine Seele, die vom Leibe getrennt ist, so haben wir den Tod!- Denken wir uns endlich eine Seele, die von der Gnade sowohl, als vom Leibe getrennt ist, so haben wir eine Hölle, die wirk lich anfängt! Und so stürzt sich der Mensch, der von Gott zur höchsten, unveränderlichen, ewig dauernden Glückseligkeit bestimmt ist, wo er alle Güter und Vergnügungen mit einander vereiniget hätte genießen können, in einen tiefen Abgrund alles Unglückes, wo sein Antheil nichts Anderes seyn wird, als unnüße Thränen, bittere Reue und ewige Verzweiflung. O Mensch! betrachte doch einerseits die erhabenen Abfichten Gottes bezüglich deiner Bestimmung, und vergiß nie des so edlen Zieles, wozu er dich erschaffen hat! Fürchte aber auch andrerseits nichts so sehr, als dich von diesem glückseligen Ziele je zu entfernen!- Du stehst am Eingange zweier sehr verschiedener Wege. Wähle dir jenen, auf dem du stets wandeln willst! Denke aber dabei allezeit an das Ende, zu dem sie dich führen müssen!- Es steht dir entweder eine glückselige - - — - Ueber versch. Gegenstände d. Gottseligkeit. Dreißigster Tag. 481 musl Ewigkeit zur Belohnung deiner Treue, oder eine unglückselige, jammervolle Ewigkeit zur Bestrafung deiner Sünden und Laster bevor. Großer Gedanke, welcher verdient, daß du dich die ganze Zeit deines Lebens damit beschäftigtest! Der Gebrauch, welchen du davon machen wirst, wird dein Loos für eine ganze Ewigkeit entscheiden. Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. L Dreißigster Ta g. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423, Betrachtung. oll Die Herrlichkeit und Glückseligkeit der Heiligen im Himmel. Diese Ehre ist allen seinen Heiligen vorbehalten."( Psalm 149, 9.) 12 dod no andrat — Wir sehnen uns unaufhörlich nach der Glückseligkeit, welche die Heiligen Gottes im Himmel genießen; wir beneiden sie um ihr Glück; alle unsere Begierden sind nach jenem Lande der Lebendigen gerichtet, welches sie bewohnen. Nichts ist billiger, nichts heiliger, als diese Begierden; denn sobald wir diese hegen, so begreifen wir, daß es nichts Beständiges und Dauerhaftes in der Welt gibt, daß wir kurze Zeit auf dieſer Erde herumwandern, daß wir einstens wieder ift den Schooß der Ewigkeit uns werden begeben müssen, und daß von nun an- unser einziges Verlangen dahin gerichtet seyn müsse, an dieser glückseligen Ewigkeit, welche die Heiligen im Himmel wirklich besitzen, einstens auch Antheil zu nehmen. dan Sind wir aber, da wir an der Glückseligkeit der Heiligen Antheil zu nehmen verlangen, auch bedacht, ihnen nachzufolgen?- Lassen wir uns, da wir uns nach jenem glückseligen Ziele sehnen, welches sie nun erreicht haben, auch angelegen seyn, so zu leben, wie sie gelebt haben, und den Weg 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 31 - 482 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. zu wandeln, den sie uns gebahnet haben? Ich sage eben nicht, daß man, um den Heiligen nachzufolgen, sich in düstere Einöden verkriechen müsse, wie es ein großer Theil aus ihnen gethan hat; oder daß man sich täglich mit Asche bestreuen, Though in einem härenen Bußkleide einhergehen, oder wohl gar bis an die äußersten Gränzen der Welt hinziehen müsse, den ungläubigen Völkern das Evangelium Jesu Christi zu predigen. - Folgen wir ihnen nur in unserem Stande nach, in den uns die göttliche Vorsicht gesetzt hat, und trachten wir nach der Heiligkeit, die dieser unser Stand von uns fordert!- Thun wir dieses nicht, o! so werden wir uns vergebens sehnen, einstens bei ihnen zu seyn.- Das einzige Mittel, an ihrer Heiligkeit Theil zu nehmen, besteht darin, daß wir suchen, ihre Tugenden nachzuahmen, und ihre Fußstapfen zu wandeln. Die Heiligen, beseelt durch den Glauben, haben alle Anfälle und Mächte der Welt überwunden; durch den Glauben haben sie Königreiche erobert;" sie haben alle Punkte des Gesetzes genau erfüllt, ihre Sinne abgetödtet, ihr Fleisch gekreuziget und ihre Leidenschaften besiegt; mit Einem Worte, fie haben alle Gerechtigkeit ausgeübt." Eben darum, und nur deßhalb sind sie auch zu ihren Verheissungen gelangt;" es ist ihnen die Krone der Herrlichkeit aufgesetzt worden.( Hebr. 11, 33.)— Nun aber worin gleichen wir ihnen wohl, und mit welchem Rechte können wir verlangen, an ihrer Herrlichkeit Theil zu nehmen? Was haben wir bisher gethan, wir bisher gethan, was haben wir gelitten, sie zu verdienen?- up - - Sehnen wir uns demnach stets nach der Glückseligkeit des Himmels! Es ist Pflicht für uns. Auch wir sind zur nämlichen Herrlichkeit bestimmt, welche die Heiligen im Himmel genießen.- Schon von Ewigkeit her ist unser Plaß dort zubereitet, doch nur unter der Bedingniß, daß wir uns darum verdient, und dessen würdig machen sollen. Man muß streiten, wenn man obsiegen, man muß leiden, wenn man sich - - Ueber versch. Gegenstände d. Gottfeligkeit. Gin u. dreißigster Tag. 483 freuen, man muß sich selbst absterben, wenn man Gott ewig leben will. O, welches heilige, welches herrliche, welches unsterbliche, welches göttliche Leben! Werden wir aber auch das Glück haben, einstens zu diesem seligen Leben zu gelangen? Unser Loos ist noch in unsern Händen; der Himmel ist noch für uns offen; der Glaube beruft uns dazu; - die Gnade führt uns dahin; die Heiligen laden uns dazu ein, sie reichen uns ihre Hände, und verlangen sehnsüchtig, uns zu sich aufzunehmen. Lassen wir's also nicht an uns selbst ermangeln! beten, leiden, streiten wir! und nach einigen Tagen des Kampfes wird uns eine ewige Ruhe zu Theil werden. wisyge iar adsig - Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. die 51: 0 op mpg 39 gul old( ht Ein und dreißigster Tag. Vorbereitungs- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 423. mis di sdopred Betrachtung. ni msplit sisid t undigul Die vollkommene Uebergebung in den Willen Gottes. dhe iHerr! in deinen Händen liegt mein Schickfal."( Psalm 30, 18.) niet nodin? Allmächtiger Gott! Schöpfer des Himmels und der Erde! höchster Gebieter über Alles, was lebt und schwebt! in tiefster Demuth werfe ich mich hier vor dir nieder. Und wer bin ich elender Erdwurm, daß ich vor deinem Throne erscheinen, und mir getrauen darf, auch nur meine Augen zu dir zu er heben? Doch im Vertrauen auf deine Barmherzigkeit, welche eben so unendlich, wie deine Größe ist, und auf die Verdienste Jesu, deines göttlichen Sohnes, komme ich zu dir, obschon ich der größte Sünder bin, dir die Huldigung abzustatten, welche jedes Geschöpf seinem Schöpfer schuldig ist. Ja! ich betheuere hier auf's Feierlichste vor dir, mein 31* - - 484 Besuchungen d. allerheiligsten Altarssakraments. Zweite Reihe. höchster Beherrscher! daß ich mich dir ganz überlassen will; du sollst für allezeit der Gott meines Herzens seyn!- Würdige dich, o Herr! dieses mein Versprechen auzunehmen, und es im Buche des Lebens aufzuzeichnen! Von diesem Augenblicke an will ich mich ganz, und ohne allen Vorbehalt deinen Händen überlassen. Mein ganzes Wesen, alle meine Seelenkräfte, alle Bewegungen meines Herzens, alle Augenblicke meines Lebens, Alles, was ich bin und habe, alle meine Güter, meine ganze Freiheit, meine Gesundheit, ja! mein Leben selbst opfere ich dir auf, so gut ich immer kann. In deiner Furcht und in deinem Gehorsame will ich leben; in deiner Gnade und in deiner Liebe will ich sterben. Mein Aufenthalt in dieser Welt mag entweder noch lange dauern, oder bald zu Ende gehen, deiner Ehre und deinem allerheiligsten Willen soll er ganz gewidmet seyn! Wie glückselig bin ich doch, wenn ich die kurze Zeit, welche ich noch auf dieser Erde werde zu leben haben, meine an dir begangenen Treulosigkeiten wieder ersehen, und die Sünden meines vergangenen Lebens völlig tilgen kann! - - - - - In dieser Hinsicht, o mein Gott! übergebe ich deinen Händen, und unterwerfe den anbetungswürdigsten Anordnungen deiner Vorsicht alle meine Angelegenheiten, meine Leiden, meine Tröstungen, meine Besorgnisse, meine Hoffnungen, und Alles, was mich angeht. Mache mit mir, wie es dir gefällt! Erhalte, oder nimm mir wieder, was du mir gegeben haft! gib, oder verweigere mir deine Tröstungen! ich unterwerfe mich dir in Allem.- O heiliger Gott! ich getraue mir zwar nicht, dir zu versprechen, daß ich mich nie darüber betrüben werde; jedoch will ich mich allezeit bestreben, nicht nur deine heiligen Anordnungen in Ehren zu halten, sondern auch mich ihnen auf das Vollkommenste zu unterwerfen, und dich dafür zu preisen, in Anbetracht, daß du das höchste Wesen bist, welches diese ganze Welt durch seine Weisheit regiert, die es durch seine Allmacht erschaffen hat. Die üblichsten nachmittäg. Andachten. Besper- Andacht zc. 485 Ordne demnach in meinem ganzen Leben Alles mit mir so an, wie du es zu deiner Ehre und zu meinem Seelenheile am Zuträglichsten erkennst! Würdige dich aber auch, besonders wenn meine letzte Stunde schlagen wird, und ich mich am Rande der Ewigkeit befinden werde, mich an das Versprechen zu erinnern, welches ich dir eben jetzt mache, und noch bei meinem letzten Athemzuge zu erneuern verlange! Erseze alsdann, was nicht mehr in meinen Kräften seyn wird, und laß dir schon jetzt die Gesinnungen meines Herzens gefallen, wenn ich in jenem Augenblicke nicht mehr im Stande seyn sollte, dir dieselben aufzuopfern! Rüste alsdann meine Seele, da sie wirklich daran ist, vor dir erscheinen zu müssen, mit festem Vertrauen und mit hinlänglicher Stärke aus! Nimm sie endlich in den Schooß deiner Barmherzigkeit auf, damit sie da dich ewig loben und preisen möge! Amen! Geistliche Kommunion, Begrüßung der seligsten Jungfrau, Schluß- Gebet, wie am ersten Tage; Seite 425 u. ff. bisor Fünfter Abschnitt. Die üblichsten TANTO ( no) nachmittägigen And a chten. Vesper Andacht dem allerheiligsten Altarssakramente. V. O mein Jesu! schau auf mich aus deinem Heiligthume! R. Hilf mir, o Gott der Liebe! das Lob deines allerheiligsten Sakraments zu verkünden! von id us V. Ehre sey dir, o sakramentalischer Gott! wegen der Einsetzung dieses wunderbaren Geheimniſses! R. Jetzt und allezeit, und zu ewigen Zeiten! Amen! 486 Antiphon. gütige Herr. Vesper Andacht Der barmherzige und gleich einem Vater Brodkolad MEDI rhes of Berwunderung vor diesem hochheiligen Sakramente. omn is. Wie lieblich sind deine Wohnungen, o Herr der Heerschaaren! Meine Seele verlangt nach dem Hause des Herrn, und wird vor Verlangen fast kraftlos. dom in Spor mind 2. O Jesu, verborgener Gott und Heiland! wie groß und wunderbar bist du in diesem hochheiligen Sakramente! Du bist groß in den kleinen Brodesgestalten, und deine Größe ist unendlich. Tha e salubias vid ME Erster Psalm. 3. D Herr! du hast in Wahrheit vor deinem Volke große Dinge gethan; denn als der Reichste hattest du nicht mehr zu geben, als der Weiseste wußtest du nicht mehr zu geben, als der Gütigste konntest du nicht mehr geben. is 4. Du hast dein Volk mit einer Engelspeise ernährt, und ihm vom Himmel Herab ohne feine Arbeit ein Brod gegeben, welches alle Lust und allen Wohlgeschmack in sich hatte. 5. O Jesu! wie wahr und heilig sind deine Worte, da du gesagt haft: Nicht Moyses hat euch Brod vom Himmel gegeben; sondern mein Vater gibt euch das wahre Brod vom Himmel! 6. Denn dieß ist das Brod Gottes, welches vom Himmel welches vom Hi gekommen ist; und dieses gibt der Welt das Leben. Belt das 7. Sakramentalischer Gott! du bist das Brod des Lebens. Wer zu dir kommt, den wird nicht hungern; und wer an dich glaubt, den wird nimmermehr dursten. 8. D Herr! wie gut bist du den Kindern, die du liebest! Du ernährest sie mit deinem heiligsten Fleische und Blute zum ewigen Leben. The 102 1 9. O heiligstes Abendmahl, in welchem ich meinen Jeſus mit Menschheit und Gottheit empfange, wo ich seines bittersten Leidens erinnert, und mit seiner Gnade erfüllt werde! 10. O Tiefe des Reichthumes deiner Weisheit, welche von dem allerheiligsten Altarssakramente. das unergründliche Altarsgeheimniß erfunden hat, um deine Liebe und die Schätze deiner Gnaden an uns gleichsam verschwenden zu können! bed in pin Ehre sey dir, mein Jesu! im hochheiligen Altarssakramente! Jeßt und allezeit, und zu ewigen Zeiten! Amen! 31 gen 3 weiter Psalm.o atida19 spn niso Lobgefang ver diefem hochheiligen Saframente. 1. Lob und Ehre sey dir, mein Jesu! im hochheiligen Sakramente! Denn du bist das Heil und die Herrlichkeit Israels. 2. Ich will dich hoch rühmen, mein Gott und König! und deinen heiligen Namen immer und ewig preisen.madigilis 3. Ich will dich alle Tage loben, und deinen heiligen Namen immer und ewig rühmen, h 4. Jerusalem, du meine Seele! spring' vor Freuden auf! Preise den Herrn, weil du in den geringsten Brodesgestalten den unermeßlichen Gott hast, welchen der Himmel anbetet! 487 i5. Ihr gläubigen Völker! lasset uns Jefu in diesem wunderbaren Geheimnisse einen Lobgesang anstimmen! Denn er hat bei Einseßung desselben die Größe seiner Macht überaus herrlich gezeigt. dod sie media mijallah) md pladnil 6. Jesus im hochheiligen Sakramente ist unser großer Gott; wir müssen ihn preisen, und seine Herrlichkeit hoch erheben. 7. Du, o Herr und Gottmensch! bist im allerheiligsten Sakramente gepriesen; du bist würdig, gelobt, verherrlichet, und durch alle Ewigkeiten erhoben zu werden. jos pidualg 8. Nichts ist mit dir, o Jesu! in Betreff der Benedeiung, die dir gebührt, zu vergleichen, und es ist Keiner, der lob- und preiswürdig wäre, wie du, mein Gott und Alles! G 9. Ich lösche mit Herzensfreude meinen Durft an den Quellen der lebendigen Gewässer, die du, mein Heiland! mir springen laffest. Kommet denn, ihr Bewohner der ganzen Welt! dem Herrn Lob zu singen und seinen Namen anzurufen! 10. Lasset Ehre und Herrlichkeit unserm Jesu im höchsten 488 Vesper Andacht Sakramente zukommen! singet ihm Dankeslieder, weil er voll Gütigkeit ist, und seine Barmherzigkeit in Ewigkeit währet! Ehre sey dir, mein Jesu! im hochheiligen Altarssakramente! Jetzt und allezeit, und zu ewigen Zeiten! Amen! notieć naplans arg 1892 Lansm Dritter Psalm. e Abbitte vor diesem hochheiligen Sakramente. 1. O Gott! es sind Leute, wie Heiden, vor dein Angesicht gekommen; sie haben deinen Tempel, den Sig deiner Heiligkeit, verunreiniget. 2. Wie viele Christen hören nicht auf, dich in deinem Heiligthume gottesschänderisch zu mißhandeln, und mit dem Brode des Lebens ihren ewigen Tod hinein zu essen! 3. Höret, ihr Himmel! und du, o Erde! nimm zu Ohren! Denn der Herr spricht: Ich habe Kinder auferzogen und erhöhet; sie aber haben mich verachtet. 4. Der Ochs erkennt den, welchem er zugehört, und der Esel die Krippe seines Herrn; Israel aber hat dich, o Jesu! nicht erkannt, und heute noch will dein Christenvolk dich nicht erkennen. bum5. Wehe dem sündigen Volke, dem Volke von großem Undanke, den schalkhaften Kindern! Sie haben den Herrn verlassen, und den Heiligen Israels gelästert. 6. Ach! mein Gott! du allein bist es, vor dem wir wider alle Liebe gesündiget haben, und das Gute mit Bösem vergelten. 7. Ja! wir sind diese Ungeheuer, wir, von denen du glaubtest, daß wir Ein Herz mit dir seyen; wir sind es, die wider dich aufgestanden, und auf die Seite deiner Feinde getreten sind.d 8. D Herr! gedenke nicht unserer vorigen Missethaten! Laß dich versöhnen, und verzeih' uns unsere Sünden! si 9. Um deiner selbst willen neige dein Ohr, und höre das trauervolle Rufen meines Herzens; öffne deine Augen, und fieh gnädig auf die herzliche Abbitte, welche ich vor deinen Füßen entrichte! von dem allerheiligsten Altarssakramente. 10. Ich liege vor dir mit meinem Flehen in bitterster Reue. D, daß ich mit meinen Thränen alle Orte abwaschen könnte, wo dein heiligster Name beschimpft worden ist! 11. Ach! könnte ich doch alle Unbilden mit einer unendlichen Ehr- und Liebesbezeigung auf's Vollkommenste ersetzen! Ach! könnte ich alle Beleidigungen einer mit Vergießung meines Blutes vernichten! 489 bid the Bode, die 12. O Herr! höre! O Herr! verzeihe! Gütigster Jeſu! thue es, und vergib doch barmherzigst, was je wider dich im allerheiligsten Sakramente begangen werden ist! Im Angesichte des Himmels und der Erde bereue und verfluche ich Alles aus Liebe zu dir, der du aller Liebe und Verehrung unendlich würdig bist. Ehre sey dir, mein Jesu! im hochheiligen Altarssakramente! Jetzt und allezeit, und zu ewigen Zeiten! Amen! Vierter Psalm. Liebesflammen vor diesem hochheiligen Sakramente. 1. D liebenswürdiger Jesu! o liebender Jesu! o geliebter Jesu! Ich liebe dich, ich will dich nach allen Kräften meiner Seele lieben. 2. Herzlich und inniglich will ich dich lieben, o Herr! mein Gott! mein Heiland und mein Alles in Ewigkeit! 3. O süße Liebesgewalt! o reizendes Gewicht der Liebe, welches meine Seele zu dir neigt! O höchstes, und mein ewiges Gut! wie liebenswürdig bist du mir! 4. Ach! Gott der Liebe! wer bin ich dir, und wer bist du mir? Ich habe es schon gesagt: Du bist mein Gott, der Gott meines Herzens, und mein einziges Gut auf ewig. 5. D Liebe! mein Gott! mache mich Eins mit dir, und versenke das kleine Wesen meiner Seele in das große Meer deiner Gottheit! Ach! vereinige mich mit dir, und gib, daß ich dir allein leben möge! 6. Zieh' mein Herz mit Adamsstricken, und mit den zar- 490 Beſper- Andacht testen Liebesbanden an dich, der du mich geliebt hast, da Israel noch ein Kind war! inion 7. O mein Heiland! wann wird doch die Stunde kommen, die glückselige Stunde, wo ich in Wahrheit sagen kann: Herr! du weißt, daß ich dich liebe!? unglegscodais du dochil pnu 8. Verwunde mein Herz, du Geliebter! verwunde mein Herz! Gib, daß ich dich aus meiner ganzen Secle liebe! 19. Ich sehne mich nach dir, ich suche dich von meinem ganzen Herzen; möchte ich das Glück haben, dich in Mitte des felben zu finden! spropod stsenting mogilistralls ristr és 10. Liebe meines Jesus! heilige Liebe! unaussprechliche Liebe! sebe dich wie ein Siegel auf mein Herz, und wie ein Siegel auf meinen Arm, und laß nicht zu, daß mich etwas dyzu, von dir zeitlich oder ewig trenne! Ehre sey dir, mein Jesu! im hochheiligen Altarssakramente! Jetzt und allezeit, und zu ewigen Zeiten! Amen! eit, und zu ewigen Fünfter Psalm. sils Bittseufzer vor diesem hochheiligen Sakramente. 1. Herr! du Ursprung aller Wesen! du bist jederzeit unsere Zuflucht und Wohnung gewesen, und wirst es auch in Zukunft seyn von einem Geschlechte zum andern. 2. Ich strecke meine Hände zu dir aus, und flehe dich um Hilfe an, meine Hoffnung, meine Zuflucht und mein Erbtheil im Lande der Lebendigen! oni 3. Komm mir zu Hilfe, o Gott unsers Heiles! und erhöre mein demüthiges Flehen! Erhöre mich, und wende von mir dein Angesicht nicht ab! nuch) 60 4. Der du zur Rechten deines himmlischen Vaters fizest! erbarme dich meiner! Herr! ich habe Niemand, der mir helfen kann. 5. Jesu! das Vertrauen auf deine Güte hat deinem liebevollen Herzen allezeit wohlgefallen; du hast jene Tochter gefund gemacht, die nur den Saum deines Kleides berührt hat.id 6. Göttlicher Erlöser! du hast deine Allmacht gezeigt, da von dem allerheiligsten Altarssakramente. du die Tochter des Jairus bei der Hand genommen, und so vom Tode erweckt hast. Großer Gott! wirke in mir ein gleiches Wunder, und mache, daß ich von meiner Lauigkeit zu einem eifervollen Leben deiner Liebe auferstehe! 491 7. Herr! den du mehr als dich selbst lieb gehabt, der liegt krank. Hilf mir in meinen Nöthen, und tröste mich in meiner Trübsal! Ach, liebster Gott! errette mich, sonst wird mein Feind über mich frohlocken! duor nist se 8. Ich habe Vertrauen; du bist es, der mich durch Trübsale drücken läßt, um mich zu erhöhen; ich fürchte mich nicht; denn du bist mein Beschützer. 9. Ja, mein Gott! du bist es, auf den ich jederzeit mein ganzes Vertrauen gesetzt habe. Thu mit mir gnädig zur Ehre deines heiligsten Namens! 10. Heiland, der du Alle zu dir eingeladen haft, die mit Mühseligkeit und Arbeit beladen sind, um sie zu erquicken! o mein Jesu! verlaß mich nicht, und weiche nicht von mir, besonders in der Stunde des Todes, wo mich meine Kräfte verlaffen werden! Ehre sey dir, mein Jesu! im hochheiligen Altarssakramente! Jetzt und allezeit, und zu ewigen Zeiten! Amen! Antiphon. Der barmherzige, und gleich einem Vater gütige Herr hat ein Denkmal seiner Wunderthaten eingesetzt; er gab eine außerordentliche Speise Jenen, die ihn fürchten. anif Kapitel. Der Herr Jesus nahm in der Nacht, wo er verrathen wurde, Brod, sagte Dank, brach es und sprach: Nehmet hin, und esset! Das ist mein Leib, der für euch wird dahin gegeben werden. Thuet das zum Andenken an mich! R. Gott sey Dank! Lobgesang. Sing', mein Mund! mit frohem Muthe! Mache das Geheimniß große su in Von dem Leib' und theuren Blute, 492 $ 1 Vesper- Andacht Das der Herr für uns vergoß! and hot vi Ehre sey dem höchsten Gute fnd bsans odo3 mod Aus dem unbefleckten Schooß! am doner starosti se Uns hat er sich selbst gegeben, Als die Jungfrau ihn gebar, Wo sein einziges Bestreben Seines Wortes Lehre war; Wie sein wundervolles Leben, War sein Tod auch wunderbar. 20 Johton Als er von der letzten Reise Bei dem Osterlamme saß, Und geheimnißvoller Weise Des Gesetzes nicht vergaß, Gab er seinen Leib zur Speise; Und die Schaar der Jünger aß. 10:00 Jangan Bisnis 150h duisa nim Noint un Sind die Sinne nicht belehrt, Wird das Herz doch treu erfunden, Das allein den Glauben hört. Laßt vor diesem Sakramente Uns mit Andacht niederknien, Weil der alte Bund am Ende, dem Weil ein neu Gesetz erschien! Daß der blöde Sinn nicht blende, Wird durch Glauben Kraft verlieh'n. dil to maine quis Lob dem Vater und dem Sohne! Preiset ihn im Jubelchor! ght iranited stat Salom a ta ni bido Schon ist wahres Brod verschwunden, Durch das Wort in Fleisch verkehrt; Wein wird Blut aus Chrifti Wunden; C migiling ösnist Migikju le pe dsomund sunt mo n tao Lob dem Geist' auf Gottes Throne, Der aus Beiden geht hervor! is Daß uns Gottes Segen lohne, ang Steigt Gebet zu Gott empor.ismes walk von dem allerheiligsten Altarssakramente. V. Himmelbrod hast du ihnen verliehen, ste R. Das alle Annehmlichkeit in sich enthält. 493 [ 153 Das Magnifikat auf das allerheiligste Altarsammogogor ſakrament. 11. Meine Seele macht groß den Herrn in den kleinen Brodesgestalten, und spricht ihm allein das gebührende Lob. 2. Und mein Geist ist von heiliger Freude ganz entzückt, da ich der Güte Gottes, meines Heilandes, nur gedenke. 3. Weil er seine Augen zum Vater im Himmel erhob, das Brod segnete, und es in seinen wahren Leib verwandelte, sieh! darum werden ihn die gläubigen Völker aller folgenden Jahrhunderte loben und benedeien. 4. Denn der Allmächtige, dessen Name unendlich heilig iſt, hat uns Menschenkindern zu Gunsten große Wunder gethan. 5. Der Ueberfluß seiner Liebe zu uns in dem allerheiligsten Sakramente erstreckt sich von Geschlecht zu Geschlecht auf Alle, die sich selbst prüfen, und so von diesem Brode essen, und aus diesem Kelche trinken. 6. Eben so zeigt er, wenn es ihm gefällt, die Kraft ſeines Armes, indem er den gleißnerischen und gottesschänderischen Genuß seines heiligsten Fleisches und Blutes mit der größten aller Strafen, mit der Verstockung des Herzens, schlägt, welche die gewisse Verzweiflung nach sich zieht. WATCH Un 7. Er erfüllt Jene, die nach diesem Tische vor Begierde schmachten, mit Gütern, und entläßt leer an Trost und arm- die Andachtslosen. 8. Schon jetzt macht er die Frommen glücklich, die ihn in Wahrheit anbeten, indem er seiner Barmherzigkeit gedenkt. 9. So hat er es unsern Vätern verheißen, dem Abraham und seiner Nachkommenschaft auf alle künftigen Zeiten. sis Ehre sey dir, mein Jesu! im hochheiligen Altarssakramente! Jetzt und allezeit, und zu ewigen Zeiten! Amen! Antiphon. Ich will den Kelch des Heiles bei mei 494 Vesper Andacht von dem allerheiligsten Altarssakramente. nem Dankopfer empor heben, und den Namen des Herrn anrufen. bilardoun slin and H Gebet. *** Gott! du hast uns das wunderbare Altarsgeheimniß als Denkmal deines Leidens hinterlassen. Wir bitten dich, laß uns die heiligen Geheimnisse deines Leibes und Blutes so verehren, daß wir die Frücht deiner Erlösung fortwährend in uns empfinden mögen, der du lebest und herrschest von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Gatto sì 30 mind lisa 8 and dedre JpDas Salve Regina. il ! sit sto in d uniq während der achttägigen Frohnleichnams- Feierlichkeit. hat erklären können. Keine Vereinigung in der Natur stellt ganz diese deine Vereinigung vor; man kann sie erfahren, aber nicht fassen.. 595 Liebevollster Jesu! du haft ausdrücklich, mit deutlichen Worten gesagt: Wer mein Fleisch ist, und mein Blut trinkt, der bleibt in mir, und ich in ihm." ( Joh. 6, 57.) Wenige, aber sehr viel sagende Worte! Du gehst aber noch weiter, und seßest hinzu:„ Wie ich durch den Vater lebe, so wird auch der, der mich ist, durch mich leben."( 58.) Du vergleichest diese Vereinigung mit jener, die du von Ewigkeit her mit dem Vater hattest. Was Größeres und Wunderbareres kann gedacht werden?.. Diese innigste Vereinigung zu bewirken und uns vorzustellen, gibst du dich als wahre Speise. Mein Fleisch ist wahrhaftig eine Speise, und mein Blut ist wahrhaftig ein Getränk"( Johan. 6, 56.), so versicherst du uns selbst. pins Nun aber gibt es in der Natur keine innigere Vereinigung, als die Vereinigung der Speise mit dem Menschen, indem ſie nach und nach in die Wesenheit des Menschen übergeht. Fast auf gleiche Weise wirst du als göttliche Speise mit dem Menschen, und der Mensch mit dir vereiniget, nur mit dem Unterschiede, daß du nicht in den Menschen, sondern der Mensch in dich umgewandelt und vergöttlichet wird. Te O, wie überglückselig ist jener Christ, der dich unter den Gestalten des Brodes würdig empfängt! Er kann in Wahrheit sagen:„ Ich bleibe in meinem Jesus, und Jesus bleibt in mir. Wir sind innigst mit einander vereiniget; wir haben die nämlichen Gesinnungen, Gedanken, Absichten, Grundsätze, den nämlichen Geist, ja! nur Ein Herz und Einen Willen miteinander; Jesus lebt in mir, und ich in ihm." O! ein solcher Christ hat den Himmel schon auf Erden; er wird alle Tage heiliger und vollkommener. O mein Jesu! wann wird jener selige Tag kommen, an welchem auch ich mit Trost und Freude meines Herzens werde 38* 596 Andachts- Nebungen sprechen können: Du bleibst in mir, und ich in dir!" Ach! schon so oft habe ich dich als himmlische Speise genoffen, und noch erblicke ich in mir keine große Veränderung; es lebt in mir noch der alte Mensch; es leben noch in mir die alten Anmuthungen.. Ach! wann werde ich mir sterben, um dir allein zu leben? Du kehrtest einst bei Zachäus und Matthäus nur einmal ein, und sie wurden alsbald bekehrt; und ich, zu dem du so oft auf wunderbare Weise gekommen bist, dem du dich selbst als Speise mitgetheilt hast, ich bin noch nicht heilig geworden!.. Ich habe dich wahrhaft genossen, dich, der du der Weg, die Wahrheit und das Leben bist, und wandle noch nicht den Tugendweg; ich lasse mich noch von der falschen Eitelkeit blenden; ich bin noch frank an der Seele!.. D Jesu! wo fehlt es denn, daß ich nach so vielen Kommunionen noch nicht mit dir vereiniget, noch nicht mit deinem Geiste erfüllt bin? Ach! an mir fehlt es, und zwar schon lange.. Ich habe keine Gewalt angewendet, Alles das aus meinem Herzen zu entfernen, was dir mißfällt; und dadurch ist die selige innigste Vereinigung mit dir bisher verhindert worden. Jetzt aber nehme ich mir ernstlich vor, Alles hinweg zu schaffen, was immer deiner vereinigenden Liebe entgegen steht. Alle sündhaften, sinnlichen, fleischlichen und unordentlichen Neigungen will ich aus meinem Herzen verbannen; die mindesten Sünden, Fehler und Mängel will ich sorgfältigst fliehen.. Da ich es aber aus mir selbst nicht zuwege bringen werde, so bitte ich dich, daß du mir beistehen wolleft.. Diesen deinen Beistand hoffe ich von dir um so gewisser, da du selbst, o mein Jesu! so sehnsüchtig verlangest, dich als göttliche Nahrung mit mir zu vereinigen. D, mache doch durch ein neues Wunder deiner Güte, daß ich dich von nun an jederzeit mit beßter Vorbereitung, mit größter Reinigkeit des Gewissens, mit lebhaftem Glauben, mit fester Hoffnung, mit flammender Begierde und vollkommener Liebe empfange, auf daß du beständig in mir verbleiben und leben mögest, und ich in dir! Amen! -- während der achttägigen Frohnleichnams- Feierlichkeit. 597 Geistliche Kommunion, schlüßliche Liebesseufzer, wie am ersten Tage; Seite 579 u. ff. 1190TOF#E Neunter Tag. Timur Anbetung, wie am ersten Tage; Seite 575. 157 1 Besondere Erwägung und Herzens ergießung. Jesus liebt uns mit zärtlichster Liebe. O Jesu! das Geheimniß des Altars kann mit allem Rechte das große Geheimniß deines allerheiligsten Herzens genannt werden, weil deine unermeßliche Liebe in diesem Geheimnisse weit herrlicher leuchtet, als in andern Geheimnissen; denn bei der Einsetzung desselben hast du nur den süßesten Trieben deines unendlich liebenden und liebenswürdigsten Herzens gefolgt, das du in eben diesem Geheimnisse eingeschlossen hast, und das der kostbarste, edelste Theil deines Leibes ist.. Von wahren, guten Freunden, die einander aufrichtig lieben, pflegt man zu sagen: Sie theilen ihr Herz miteinander... O Jesu! wer liebt aufrichtiger, flammender, vollkommener, als du? Von dieser deiner Liebe mich zu überzeugen, theilest du nicht nur dein Herz mit mir, sondern schenkest mir dasselbe unter den Gestalten des Brodes ganz als Eigenthum.. Dein Herz, o Jesu! schenkest du mir, dein Herz, das der Gegenstand des Wohlgefallens deines himmlischen Vaters, der Wohnsiß, die Ruhestätte des heiligen Geistes, ein würdiges Heiligthum und ein Thron der Gottheit ist;.. dein Herz, das der Ursprung deines Lebens, deines Athems, deiner Bewegungen, das Behältniß deiner Gesinnungen, EntschlieBungen, Wirkungen, der Schazkasten deiner Tugenden und Verdienste ist;.. dein Herz, das die lebendige, unerschöpfliche Quelle alles Trostes, aller übernatürlichen Gaben und Gnaden ist, die uns Menschen zugeflossen sind, und noch zufließen werden;.. dein Herz, das voll Güte, Milde, Barmherzigkeit, Mitleiden, Freigebigkeit ist, das, sobald es zu leben angefangen - T 598 aivis Vermischte Andachts- Uebungen. hat, auch anfing, uns Menschen zu lieben, für uns Menschen zu sorgen, und sich zu unserm Nußen, zu unserm Heile zu verwenden und gleichsam zu verzehren.. Und dieses dein edelstes, heiligstes, ganz göttliches Herz, das uns mit sehnsüchtiger, wunderbarer, allumfaffender, freigebigster, starfmüthigster, reinster und vereinigender Liebe noch beständig liebt, schenkest du mir unter der einzigen Bedingniß, daß ich dir mein Herz schenken soll, damit du es mit dem deinigen durch das Band der Liebe innigst vereinigen, es mit Tugenden schmücken, mit deinem Geiste beseelen, mit deiner Gnade erfüllen, und heilig machen könnest. O Jesu! welche unendliche Ungleichheit zwischen deinem und meinem Herzen! Und dennoch gibst du mir das deinige, damit ich dir das meinige überlassen soll. Ach! die größte Blindheit, Thorheit, Unbilligkeit wäre es, wenn ich dir mein armes, schwaches, elendes Herz versagen sollte... Nimm es denn hin, mein Jesu! Ich übergebe, widme und schenke es dir gänzlich; dir allein soll es eigen seyn; mache damit, was dir gefällt; wandle es um nach deinem Willen; vereinige es mit deinem Herzen! Dulde nicht, daß noch einmal etwas Sündhaftes, Sinnliches und Fleischliches in dasselbe eindringe oder einschleiche, auf daß allezeit dein Herz in mir, und mein Herz in dir verbleibe! Amen! Geistliche Kommunion, schlüßliche Liebesseufzer, wie am ersten Tage; Seite 579 u. ff. Achter Abschnitt. Vermischte Andachts: Uebungen. HIPS Die Betstunde. oth nopida Es werden im Jahre hindurch in der Kirche öfter Betstunden vor dem allerheiligsten Altarssakramente angeordnet; auch fromme Seelen pflegen von Zeit zu Zeit dieser heiligen Uebung eine Stunde zu widmen; es gibt hier und da zu diesem Ende, zur ewigen Anbetung, eigene Bruderschaften, oder eine besondere Gesellschaft.gidsght andishin 1 Betstunde. Das Ziel und Ende dieser Betstunden ist: Jefum Christum anzubeten, und seine göttliche Gegenwart unter uns zu verehren; die Unbilden, welche ihm in diesem Sakramente der Liebe angethan werden, zu ersetzen; ihn um nöthige Gnaden zu bitten, um Erleuchtung in 3weifeln, um Stärke in den Versuchungen, um Trost und Hilfe in Betrübnissen und Drangsalen en und Bra dieses Lebens. 599 Willst du, christliche Seele! eine solche heilige Stunde gut zubringen, so beobachte vornehmlich Folgendes: si shpjoft spidsgranted 1. Erwecke in dir vor Allem den lebhaften Glauben an dieses anbetungswürdigste Sakrament! Komm mit reinem, oder doch reumüthigem Herzen! 2. Vereinige dich innerlich mit den heiligen Engeln und himmlischen Geistern, die bei den Altären vor dem unbefleckten Lamme immer auf ihrem Angesichte liegen, und sich gleichsam vernichten! 3. Stelle dir vor, du seyeft von Allen denjenigen, die sich zur ewigen Anbetung mit dir vereiniget haben, gleichsam abgeordnet, ihre Stelle zu vertreten, um Jesu Christo in ihrem Namen ihre Ehrenbezeigung darzubringen! 4. Hüte dich vor Berstreuungen, Menschenfurcht, Ehrbegierde, Gleißnerei, u. dgl.! Verhalte dich so, als ob sonst Niemand in der Kirche zugegen sey, als Gott und du! nepied austie Folgende Uebungen und Gebete werden dich diese heilige Stunde hindurch genugsam beschäftigen, wiewohl es nicht nothwendig ist, sie alle zu verrichten. Vielmehr halte dich gerade da am Meisten auf, wo dein Herz vorzüglich angesprochen wird! igats - I. Glaubens- Akt. Du hast es gesagt, anbetungswürdigster Heiland! daß du wahrhaft und wirklich unter den geringen Gestalten dieses göttlichen Sakramentes zugegen seyest. Ich glaube es fest und ungezweifelt; und, um es zu glauben, habe ich nur dein Wort vonnöthen. Ja! ich bekenne es öffentlich: Dich selbst bete ich hier an, dich selbst, der du für, mich in einem Stalle bist geboren worden, für mich am Kreuze haft sterben wollen, dich selbst, der du nunmehr voll Herrlichkeit im Himmel regiereft, und am Ende der Welt kommen wirst, alle Menschen zu richten. Deine Liebe nämlich hält dich unter dem geheimnißvollen Schleier verborgen. Wiewohl meine Sinne das Betstunde. Gegentheil sagen, so verwerfe ich doch ihr Zeugniß, damit ich mich unter den Gehorsam des Glaubens gefangen geben möge; und müßte ich wegen des Bekenntnisses dieser Wahrheit den Tod auch tausendmal erdulden, so dünkt mich, ich würde ihn, durch deine Gnade gestärkt, ganz beherzt erdulden. Von diesem Glauben ganz eingenommen werfe ich mich vor deiner anbetungswürdigen Majestät nieder; ich vereinige mich mit den seligen Geistern und mit allen rechtgläubigen Seelen, die sich mit Luft und Freude mit dir unterhalten; ich vereinige meine Anbetungen mit den ihrigen, und mit allen denjenigen, die man dir in diesem hochheiligen Geheimnisse bezeigt, und immerfort bezeigen wird. 600 - II. Gebet um die Gnade, diese Anbetungs: stunde heilig zuzubringen. Wie glücklich bin ich, o mein anbetungswürdigster Heiland! daß ich mich in diesem Augenblicke bei dir befinde, mit dir eine Zeitlang in deinem heiligen Tempel mich unterhalten, dir mein Herz eröffnen, dir das wichtige Geschäft meiner Seligkeit anempfehlen, dich um den besonderen Beistand deiner Gnade bitten darf! Wie sehnsüchtig verlangte ich, in deiner Einsamkeit dir Gesellschaft zu leisten! Du bist meine Freude, meine Ruhe und mein Leben. Entfernt von dir bin ich außer meinem Mittelpunkte; bei dir aber kann ich leicht der Welt" und aller erschaffenen Dinge vergessen. D, mache mich doch der süßen Früchte deiner Gegenwart theilhaftig, und flöße metnem Herzen Gesinnungen und Anmuthungen ein, die Deiner würdig sind! SHE Man hält in der Welt die Gnade, zu seinem Fürsten zu kommen, und ganz allein mit ihm sprechen zu können, für eine besondere Wohlthat. Nun aber erweisest du mir diese Wohlthat, o mein Gott! Ich bin hier bei dir; du lassest mich vor dich. O mich Glückseligen, wenn ich dieses Glück recht erfennete! Weil du mich aber mit einer so großen Wohlthat Betstunde. begnadigest, so verleihe mir auch die Gnade, jene Zeit, die ich hier bei dir zubringen werde, heilig zuzubringen! Entferne von meinem Gemüthe alle Zerstreuungen, alle fremdartigen Gedanken, die mich von dir entfernen könnten! Verbanne aus meinem Herzen alle Trägheit, Lauigkeit, Nachläßigkeit, die meine Ehrenbezeigungen verderben, und Deiner minder würdig machen könnte! Möchte ich doch nur mit Anbetung deiner Majestät, mit Bitten um deine Gnaden, mit Seufzen über meine vielfache Untreue und Armseligkeit beschäftiget seyn! 601 Engel des Herrn, himmlische Geister, die ihr diese heiligen Altäre umgebet! mit euch vereinige ich mich, da ihr den König der Herrlichkeit, den unsterblichen Gott, anbetet und verehret. Ich möchte ihm gerne eine eben so reine, lebhafte, inbrünstige Liebe opfern und bezeigen, wie die eurige ist. Würdiget euch doch, meinen Mangel zu erseßen, und mir jene Gnaden zu erlangen, die ich für diesen Augenblick und für mein ganzes Leben vonnöthen habe! bo III. Gespräch mit Jesus Christus. Dieses Gespräch muß der Grund dieser heiligen Uebung seyn. Es schließt jene zwei wichtigen Gegenstände in sich, die die Andacht gegen das allerheiligste Altarssakrament betreffen, nämlich die unermeßliche Liebe Jesu Christi gegen die Menschen, und den überaus großen Undank der Menschen gegen Jesus Christus. Diese beiden Gegenstände werden die zwei Punkte dieses Gespräches ausmachen. sbor mo 10 Erster Punkt. Die unermeßliche Liebe, welche uns Jesus Christus in dem allerheiligsten Altarssakramente bezeigt. O allmächtiger Gott, anbetungswürdigster Heiland, der du, aus Uebermaaß deiner unendlichen Güte und deiner unermeßlichen Liebe, in dem anbetungswürdigsten Sakramente des Altars den kurzen Inbegriff aller deiner Wunder zusammengefaßt hast! sieh! da liege ich vor dir, und vor deinem heiligen Tabernakel auf den Knieen, um dich mit allen Anmuthungen, deren mein Herz fähig ist, zu verehren. Betstunde. Ich weiß es, o mein süßester Heiland! und der Glaube lehrt es mich, daß das Sakrament des Altars das Heiligthum ist, wo du als der heilige, unschuldige Hohepriester, der du für dich selbst nicht zu bitten hast, inständig für uns bittest. Es ist der Altar der Versöhnung, wo du dich als ein unbeflecktes Schlachtopfer alle Augenblicke für die Vergebung der Sünden aufopferst. Es ist der Altar der Brandopfer, wo du dich als ein göttliches Lamm- ganz und gar, und ohne Vorbehalt, in den Feuerflammen deiner übermäßigen Liebe verzehrest. Es ist der Altar des Rauchwerkes, wo du als der Hohepriester des neuen Bundes ohne Unterlaß das Rauchwerk deiner Gebete und Opfer gegen Himmel schickest. O köstliches Rauchwerk! welchen lieblichen Geruch muß es vor dir, o ewiger Gott! ausbreiten! welche Ehre müssen dir so inbrünstige Gebete und so vollkommene Opfer verschaffen! Es bittet dich nicht ein bloßes Geschöpf, noch betet dich ein purer Mensch an, sondern ein Gott, dein eigener Sohn, das Ebenbild deiner Wesenheit, der, ob er gleich deiner göttlichen Majestät in Allem gleich ist, dennoch vor derselben- als Fürbitter und als ein Schlachtopfer erscheint. An diesem Uebermaaße der Demüthigung, wozu Jesus Christus der Ehre deines heiligsten Namens wegen sich herunter läßt, erkenne ich deinen geliebten Sohn, an welchem du dein Wohlgefallen hast. Weil keine Zeit, kein Ort ist, wo die Menschen dich nicht beschimpfen, so ist auch keine Zeit, wo Jesus Christus dich nicht ehret. Ihren Beschimpfungen setzt er seine Ehrenbezeigungen entgegen, ihrer Hoffart seine Erniedrigungen, ihren Gotteslästerungen sein Lob, ihrem Kaltsinne seine Liebe, ihren unzähligen Sünden seine immerwährenden Tugendübungen. Zu diesem Ziel und Ende vornehmlich hat er sich unter die Gestalten des Brodes gestellt, stellt sich immerdar unter dieselben, und erweiset dir da ohne Unterlaß jene Ehre, welche dir die Menschen verweigern oder rauben. Welches Uebermaaß von Liebe ist es aber, o anbetungs602 Betstunde. 603 würdigster Heiland, den ich hier als gegenwärtig erkenne und anbete! welche Güte, daß du auf diese Weise unsere unermeßlichen Schulden auf dich nehmen und bezahlen willst! Ja! dieß thust du, und du würdest es noch kräftiger thun, wenn unsere Untreue nicht die mächtige Kraft deines für uns am Kreuze vergossenen und täglich auf deinen Altären aufgeopferten Blutes hindern würde. Diesem also für uns aufgeopferten Blute nämlich hat die Welt ihre Bekehrung zu danken. Dieses Blut entwaffnet gleichsam die göttliche Gerechtigkeit, welche schon bereit steht, das ganze menschliche Geschlecht, wie ehemals, zu strafen. Dennoch ist dieß nicht die einzige Wirkung, welche du in diesem Sakramente hervorbringst. Du besänftigest da nicht nur den göttlichen Zorn, du ziehst auch über uns die göttlichen Erbarmungen herab, verrichtest das Amt eines Fürsprechers und Mittlers, indem du ohne Unterlaß für uns bittest, alle geistlichen und zeitlichen Hilfsmittel, derer wir in diesem Leben bedürftig sind, begehrest und erlangest. Welches Glück, o mein Gott! daß ich an dir einen solchen Hohenpriester zum Fürsprecher habe, der, weil er alle unsere Armseligkeiten, die Sünde ausgenommen, selbst erfahren hat, dieſelben kennt, und dadurch gerührt wird; einen solchen Hohenpriester, der noch überdieß wegen seiner Ehrerbietigkeit gegen den himmlischen Vater verdient, in Allem, was er begehrt, erhöret zu werden! Was dürfen wir von einer so liebevollen und mächtigen Fürsprache nicht erwarten? Wenn ich, o mein liebreicher Heiland! Alles dessen gedenke, was du ehemals für uns gethan hast, wenn ich sehe, was du noch täglich in diesem heiligsten Sakramente für das Heil unserer Seelen thust, muß ich nicht von der lebhaftesten Dankbarkeit und von der zärtlichsten Liebe ganz eingenommen werden? Du bist im Schooße deines himmlischen Vaters gewesen; weil du aber gesehen hast, daß ihn die Menschen nicht so ehren konnten, wie er es verdient, so hast du aus 604 Uebermaaß von Liebe ihre Unvermögenheit ersetzen wollen. Du haft deßhalb ihre Natur angenommen,- hast unter uns auf Erden gelebt. Da du aber endlich in den Schooß deines Vaters, woraus du hervorgegangen warest, zurückkehren solltest, ſo hast du, ehe du in den Himmel aufgefahren bist, ein Mittel erfunden, auch auf Erden zu verbleiben, und daselbst durch die Verdienste deines sakramentalischen Lebens immerfort das zu erseßen, was das Leben der Menschen Unvollkommenes und Sündhaftes an sich haben würde. Dieses Mittel ist nämlich das hochwürdigste Sakrament des Altars, wo du bis zum Ende der Welt wohnen wirst. Betstunde. - - Wunderbares Mittel, welches zugleich die unendliche Weisheit, Macht und Güte Gottes zeigt!- Unaussprechliches Mittel, welches dir zu eben so großer Ehre gereicht, als es uns selbst heilsam ist!- Fürwahr! ein ganz neues Mittel, welches über alle unsere Gedanken ist, welches nicht nur Alles, was man, ich will nicht sagen, hoffen, sondern sich auch nur einbilden kann, übertrifft!- Wie sehr sind wir dir verbunden, daß du uns ein Herz bezeigt hast, welches so aufmerksam auf unsere Bedürfnisse ist, und durch unsere Uebel so sehr gerührt wird, ein für unser Heil so eifriges und großmüthiges Herz! Was hättest du für uns noch thun können, das du nicht wirklich gethan haft?- O, wie deutlich zeigest du, daß die Liebe sinnreich ist! Welche wunderbare Erfindungen deiner übermäßigen Liebe, um uns dieses zu zeigen! O mein Heiland! gütigster Gott! wohl eine glückselige Seele, die sich vor deinen Altären mit dir vereiniget!- Sie wird den köstlichen Vortheil genießen, an deinen Verdiensten und Handlungen Theil zu haben. Sie wird deinen himmlischen Vater anbeten, wie es sich für ihn gebührt; sie wird dich selbst ehren, wie es sich für dich geziemt. Von diesem tröstlichen Gedanken eingenommen opfere ich dir, o mein Heiz land! alle Anmuthungen meines Herzens auf. Ich vereinige mich mit allen Anbetungen und Ehrenbezeigungen, womit du - - - - Betstunde. deinen himmlischen Vater verehrest, und bis zum Ende der Welt verehren wirst. Es wird zwar dein Gut, aber doch ein Gut, welches du uns überlassen hast, weil du dich uns gänzlich schenkest. Herr! wir können jene trostvollen Worte, die du ehemals zu deinen Jüngern gesprochen hast, um ihnen das Glück, das sie hatten, begreiflich zu machen:„ Selig sind die Augen, die sehen, was ihr sehet!" diese Worte können wir sicherlich auch auf uns ausdeuten. Ja! ihr Glück mag so groß gewesen seyn, als immer, so ist doch das unsrige noch unaussprechlicher, weil wir eben diesen Gott auf eine noch wunderbarere Weise bei uns und mitten unter uns haben, ihn noch leichter und ungehinderter antreffen, und mit ihm umgehen können, ja! sogar das unaussprechliche Glück haben, ihn zu empfangen, und weil er bis zum Ende der Zeiten bei uns verbleiben wird, um bei allen Gelegenheiten und zu allen Zeiten unser Trost, unsere Stärke und unsere Zuflucht zu seyn. O Uebermaaß, o Wunder der göttlichen Liebe!- Alles, o Herr! Alles ist in deinem Sakramente wunderbar; die Wunder, die du wirkest, die Gnaden, die du ausgießeft,- die Süßigkeiten, die du da zu genießen gibst. Kein Wunder der Macht setzt mich indeß so sehr in Erstaunen; ich weiß nämlich, wie groß deine Macht ist; das einzige Wunder, das ich nicht begreife, ist das Wunder dieser ganz göttlichen Liebe, und daß ein Gott für so niedrige und undankbare Geschöpfe so große Wunder wirkt. Allein ich sehe wohl, deine Liebe ist eben so groß, als dein Wesen; sie ist nämlich, wie deine übrigen Vollkommenheiten, unendlich. Allein, o mein Gott! ich darf nicht damit zufrieden seyn, daß ich diese erstaunlichen Wunder glaube und anbete; ich muß jene Frucht daraus zu ziehen suchen, die sie natürlicher Weise hervorbringen sollen.- Du willst dich uns schenken, und zwar auf eine so unaussprechliche Weise;- ich muß mir also diese köstlichen Gaben zu Nußen machen, Liebe mit Liebe vergelten, - - - 605 11 606 diese Liebe so tief in mein Herz prägen, daß sie nicht daraus vertilgt werde. Und um diese Liebe bitte ich dich jetzt, o mein Gott! Entzünde doch ihr himmlisches Feuer in meiner Seele! Ich will oftmals kommen, sie aus diesem Feuerofen zu schöpfen.- Das Sakrament des Altars ist jenes große Hilfsmittel, jener große Trost, den du uns gegeben haft. Es schließt unter sichtbaren Gestalten deine anbetungswürdigste Person in sich ein, und erneuert die Geheimnisse deines Lebens; es wird mich also derselben erinnern, und mir ihre heilsamen Wirkungen angedeihen lassen. Oft will ich demnach dieses hochheilige Sakrament hier gläubig in's Auge fassen, und mich daselbst mit dir vereiniget halten; du befindest dich in demselben, um mir zum Muster, zum Schlachtopfer, zur Speise, zur Stüße und zur Zufluchtsstätte zu dienen. O für uns auf unsern Altären verborgener und vernichteter Jeſu! göttliches Muster der, des innerlichen Lebens bebeflissenen, Seelen, ihre Ruhe und ihre Freude! Ich will nirgends mehr wohnen, als in deinem Heiligthume, und bei deinen heiligen Tabernakeln. Mein Leben soll künftighin mit dir in deinem Sakramente verborgen seyn! Gib, o göttliche Liebe! daß ich mich meine übrige Lebenszeit hindurch so auf diese liebliche Uebung verlege, daß ich das Glück habe, sie auch nach diesem Leben fortzusetzen! 20 - - Betstunde. - 3 weiter Punkt. Der überaus große Undank der Menschen gegen Jesus Christus. Kommet, Christen!-Jünger Jesu Christi! kommet! laffet uns einen Gott anbeten, welcher voll der zärtlichsten Liebe ist, welcher vom Himmel hat herunter steigen wollen, um sich uns auf Erden zu schenken, und aus dem Schooße seines Vaters herausgehen, um in unsern Tempeln zu wohnen! Welche Güte, o mein Heiland! daß du in einem Hause wohnen willst, welches von Menschenhänden gebaut, und der höchsten spod - Betstunde. Majestät so wenig würdig ist! Du erfüllest zwar wegen der Unermeßlichkeit deines Wesens alle Orte der Welt; aber- aus Uebermaaß deiner Liebe wohnest du auf eine besondere Weise auf unsern Altären. Nicht zufrieden, daß du zur Zeit deines sterblichen Lebens mit den Menschen umgegangen, und von ihnen auf's Unanständigste mißhandelt worden bist, hast du auch noch nachher bei ihnen verbleiben, und dich dadurch www neuen Beschimpfungen aussetzen wollen, womit sie, wie du es vorhergesehen hast, deine Wohlthaten vergelten würden. Güte! o Liebe! Fürwahr eine göttliche Güte und Liebe, derer aber die Menschen so wenig würdig gewesen sind, und sich, leider! täglich noch unwürdiger machen!-O! laffet uns vor dem Altare dieses lebendigen Gottes auf die Kniee niederfallen, unsre Missethaten erkennen, und unsre Unheile beweinen! Wir haben mitten unter uns einen Gott, den wir nicht zu kennen scheinen. Wir haben unsern Gott bei uns, und wir achten ihn nicht; wir verlassen ihn, wir würdigen uns sogar nicht, ihn zu besuchen, oder wenn wir es thun, so thun wir es ohne Aufmerksamkeit, ohne Ehrerbietigkeit, ohne Liebe.- Was sage ich? Wir thun es oftmals mit der schimpflichsten Verachtung, und mit der empfindlichsten Schmach. Und wie weit treiben wir nicht unsern Undank und unsere Beleidigungen gegen ihn! sogar bis zur Vergessenheit, bis zur Unehrerbietigkeit, bis zum Aergernisse, bis zur Entheiligung, bis zum Gottesraube! Erstaunet, ihr Himmel! ruft dieser beschimpfte Gott, und ihr Pforten des Himmels! seyd bestürzt wegen der Uebelthaten meines Volkes! Sie haben mich verlassen, mich, die Quelle des lebendigen Wassers, und haben sich Cisternen gegraben, um daraus vergiftetes Wasser zu schöpfen. D Herr! mit äußerster Beschämung und mit billigsten Schmerzen bekennen wir: Wir haben dich beleidiget, und durch unsere Beleidigung verdient, daß auch uns jene erschreckliche Weissagung treffe, welche bei deiner Aufopferung im Tempel geschehen ist, nämlich, daß du zum Untergangé Vieler aus - - - 607 L - - Betstunde. deinem Volke gesetzt seyest. Fürwahr, liebreichster Heiland! du kommst auf unsere Altäre, um da für getreue Seelen ein Schatz der Gnaden und der Seligkeit zu seyn, und du wirst da für Viele aus ihrer eigenen Schuld ein Anlaß zu ihrer Verdammniß seyn. Können wir wohl an alle jene Unbilden denken, die dir Viele in deinem eigenen Hause, und zu eben jener Zeit angethan haben, und noch anthun, wo du vor unsern Augen jenes große Opfer erneuerst, welches den Himmel und die Erde in Erstaunen gesetzt hat, können wir an dieses Wunder des Undankes und der Gottlosigkeit denken, ohne daß unsere Augen mit Thränen benetzt werden, und ohne daß unser Herz den größten Schmerz empfinde? Ach! wenn wir eben so, wie wir es wirklich sind, von dem Glaubenslichte erleuchtet auf dem Kalvarienberge zugegen, und Augenzeugen jenes blutigen Opfers gewesen wären, das dieser anbetungswürdigste Heiland daselbst verrichtet hat, würden wir uns wohl, ich will nicht sagen, eben so kaltsinnig, so zerstreut, so unandächtig, sondern eben so unehrerbietig und frech, so gottlos dabei verhalten haben, wie wir uns vor den Altären, verhalten? Würden wir nicht im Gegentheile von Ehrfurcht, Dankbarkeit und Liebe ganz eingenommen gewesen seyn? Nun aber betet, leidet, opfert sich für uns eben dieser Gottmensch auf dem Altare seiner Liebe; warum flößt uns unser Glaube nicht eben diese Gesinnungen ein? oder vielmehr - warum haben wir bei einer so erhabenen Religion so entgegengesetzte, und unserm Glauben so übel anstehende Gesinnungen? 608 - - - Fürchten wir doch die gerechten, aber erschrecklichen Strafen eines beschimpften Gottes, die leidigen Folgen eines entheiligten Opfers! Das Blut Jesu hat um Barmherzigkeit für den demüthigen, reumüthigen, bußfertigen Schächer gerufen; es hat aber Gerechtigkeit wider den unbußfertigen, und wider die verstockten Juden gefordert. Gott hat damals diese Stimme vom Himmel herab gehört; fürchten wir uns doch, er möchte sie Betstunde. auch noch jetzt hören, und zwar zu unserm ewigen Unglücke, und ben! - 4 um seine göttliche Rache an uns auszuüben! gi Ach! laß uns eher, o mein Gott! vor deinen Füßen sterAch! Vergebung, o Jesu! Vergebung aller Sünden, deren wir uns wider dich und deine erschrecklichen Geheimnisse schuldig machen!- Vergebung unsers so erschrecklichen Undankes! Vergebung unsers so sträflichen Kaltsinnes! Vergebung aller unserer so häufigen Unehrerbietigkeiten! Vergebung unserer Aergernisse, worüber die Kirche seufzt! Vergebung der Entheiligungen, worüber sich selbst der Himmel entsetzt! Vergebung unserer Gottesräubereien, die den Gräuel und die Verwüstungen sogar in den heiligen Ort selbst gebracht haben! Wir bereuen und verfluchen sie jetzt auf immer; wir möchten sie gerne mit unsern Thränen abwaschen, und mit unserm Blute abbüßen. - - - 609 Diener des lebendigen Gottes, die ihr vor Eifer für die Ehre eures Herrn brennet! vereiniget euch mit uns, um die Schmach zu beweinen, welche wir diesem gütigsten Gott sogar in seinem heiligen Tempel angethan haben! Ersezzet durch euere heilige Inbrunst die Schwachheit unserer Reue und Gesinnungen! Ich meinerseits, o mein anbetungswürdigster Heiland! was kann ich Anderes thun, als bitterlich über alle meine Verbrechen seufzen? Ich opfere dir alle Gesinnungen eines von Schmerzen ganz eingenommenen und zerknirschten Herzens auf, und bin fest entschlossen, dir in Zukunft treuer zu dienen. pull and bus CinEs ist ganz billig, o Herr! es ist für mich durchaus nothwendig, daß ich dergleichen heilsame Ueberlegungen mache, und Entschlüsse fasse. Ich habe, leider! den Glauben aus den Augen gesetzt, meinen Gott nicht geachtet, ihn beschimpft, seine Gaben mißbraucht, seine Gnaden und Sakramente entheiliget; und was die Quelle meiner Seligkeit und Heiligkeit seyn sollte, das habe ich zur Quelle oder zur Gelegenheit meines Verderbens und meiner Verdammniß gemacht. Sieh denn, o mein Gott! fieh! ich bin bereit, meine bisher begangenen Fehler wieder gut zu machen. 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 39 610 Betstunde. O verborgener, und für uns geschlachteter Gott! anbetungswürdigstes, für unsere Sünden dargebrachtes Schlachtopfer! ich will von nun an deine heiligen Tempel für ein Bild des Himmels, deine heiligen Altäre für den Thron deiner Barmherzigkeit, und dein Heiligthum für die Zufluchtsstätte und den Wohnort meiner Seele halten. Mein Leben soll künftighin mit dir in deinem Sakramente verborgen seyn. Ich will mich da oftmals mit dir unterhalten. Ich will meine vorigen Nachläßigfeiten, Unehrerbietigkeiten, Untreue zu erseßen trachten. Ich mache für mein ganzes Leben den ernstlichen Vorsaß, dem heiligsten Meßopfer täglich, wenn es seyn kann, mit größter Ehrerbietigkeit beizuwohnen, oft und mit fleißigster Vorbereitung zum Tische des Herrn zu gehen, dich auf deinen Altären recht oft zu besuchen,- kurz, dir jene Ehre zu erweisen, die ich dir verweigert habe. Ich hoffe von deiner Güte, daß du mich noch vor deine heiligen Tabernakel lassen, und einst mit deinen Auserwählten in deine Herrlichkeit wirst aufnehmen wollen. Amen! - IV. Abbitte vor dem hochwürdigsten Gute. Anbetungswürdigster Jesu! einziger Sohn des ewigen Vaters! o Gott, der du unter den geringen Brodesgestalten verborgen bist, in deinem Tempel oft ganz allein gelaffen, in dem Sakramente deiner Liebe beleidiget, und durch den Undank, durch den Unglauben, durch die Unehrerbietigkeiten, Gottlosigkeiten und Entheiligungen der Menschen so sehr beschimpft wirst! ich bin hier, dir mein billiges Herzenleid darüber zu bezeigen, und dich sowohl für sie als für mich um deine große Barmherzigkeit anzuflehen. Ach! hättest du nach Allem dem, was du uns zu Lieb gethan hast, von uns dieß wohl erwarten sollen? Du bist nicht damit zufrieden, daß du einmal für alle Menschen am Kreuze gestorben bist, und für unsere Erlösung und Heiligung den letzten Blutstropfen vergossen haft; du opferst dich noch täglich für uns auf unsern Altären auf, gibst uns Betstunde. - deinen heiligsten Leib und dein kostbarstes Blut zur Nahrung unserer Seelen, wohnest Tag und Nacht in deinen heiligen Tabernakeln, um da auf immer unser Schlachtopfer, unser Arzt, unser Hirt, unser Mittler, unser Rathgeber, unser Tröster zu seyn. Welches Wunder, welches Uebermaaß von Güte gegen uns! Ist aber wohl das Uebermaaß, das Wunder unsers Undankes gegen dich minder groß, minder erstaunlich? O Gott, den die Engel anbeten, vor dem die Throne sich erniedrigen, und die Cherubim sich mit ihren Flügeln bedecken! was findest du doch an den Menschen, das dich an sie hinzieht, - und welchen Beschimpfungen bist du nicht ohne Unterlaß sogar in dem Sakramente deiner Liebe ausgesetzt?!- Großer Gott! unsterblicher Gott! König der ewigen Zeiten! möchte dir doch von allen erschaffenen Geistern im Himmel und in der ganzen Welt feierliche Abbitte gethan werden aller Sünden wegen, die in deiner Gegenwart wider das hochheilige Sakrament des Altars sind begangen worden, der Wuth so vieler Keßer, der Gottlosigkeiten so vieler Freigeister, der Entheiligungen und Gottesräubereien so vieler Sünder wegen! Voll des Glaubens und des Schmerzens verehren wir dich demüthig, und beten dich in dem Sakramente deiner Macht und Liebe an. Wir versprechen dir, daß wir dir in deinen heiligen Tempeln öfter die Ehre erweisen werden, welche dir gebührt; wir wollen uns da mit jener Ehrerbietigkeit einfinden und aufhalten, die wir dir schuldig sind. Ach! warum können wir deine Ehre nicht mit Vergießung unsers Blutes ersetzen! Nun so wollen wir dich wenigstens von ganzem Herzen verehren und lieben. Wir bitten dich um die Gnade, dieses wirklich zu thun, und hoffen sie auch von deiner unendlichen Güte. - - - adal, u Aufopferung. 611 - V. O mein Gott! ich beuge mich vor deinem Altare in den Staub, und durchdrungen von Dankbarkeit für deine Wohlthaten- betheure ich dir, daß ich dir ganz ergeben bin, und dir 39* 612 ewig anhangen will.- Tam Nimm doch gnädig das Opfer auf, welches ich dir von Allem, was ich bin und habe, darbringe! Wehe mir, wenn ich etwas besißen würde, das nicht deiner Liebe zugehörte, und wenn ich nicht entschlossen wäre, dir Alles auf das erste Zeichen deines Wohlgefallens zu opfern! Meine Güter, meine Freiheit, meine Gesundheit, mein Leben selbst, Alles ist dein; schalte damit als Oberherr, und nach deinem Belieben! Ich opfere dir Alles auf, damit es dir gewidmet sey, die Güter, die ich besize, damit sie mit den Armen getheilt, und zur Zierde deiner heiligen Altäre verwendet werden,- meine Freiheit, meine Gesundheit, mein Leben, damit sie einzig und allein zu deinem Dienste dienen, alle Kräfte meiner Seele, damit du in denselben herrschen, alle Anmuthungen meines Herzens, damit du sie verbessern, alle Angelegenheiten meines Heiles, damit du sie schlichten mögest. Wie könnte ich dir mein Leben verweigern, nachdem du das deinige so großmüthig für mich geopfert haft? Und was konntest du noch mehr thun, als daß du des Heiles meiner Seele wegen am Kreuze gestorben bist, und dich noch täglich für sie auf deinen Altären opferst? Blank - Betstunde. - * - O Liebe, die mein ganzes Herz nicht vergelten kann! ich halte alle Augenblicke meines Lebens, alle Anmuthungen meines Herzens für verloren, die ich dir nicht gewidmet habe. Nimm wenigstens noch jene an, die noch übrig sind! Kann ich dich nicht so sehr lieben, als ich es verlange, und als du es verdienest, so gib, daß ich dich wenigstens so sehr liebe, als ich es im Stande bin! Ja, mein Gott! ich will gerne außer dir nichts anderes finden, als Ueberdruß, Bitterkeit und Betrübniß, damit ich mich in der glücklichen Nothwendigkeit befinde, dich allein künftighin zu lieben, dir allein anzuhangen, für dich und in dir allein zu leben. - Gine Seele, welche ein aufrichtiges Verlangen nach ihrer Seligkeit hat, und eine wahre Andacht zu Jesus Christus trägt, ist von den Wohlthaten dieses göttlichen Heilandes ganz eingenommen, und hat keine hißigere Begierde, als sich mit ihm zu vereinigen; sie sehnet sich nach dem - Betstunde. Glücke, ihn zu empfangen und zu befißen. Christliche Seele! so geh' denn oft zur heiligen Kommunion, in der Absicht, Jesum Christum zu ehren und zu verherrlichen, in der Absicht, jene Gnade zu erlangen, welche du zur Vermeidung der Sünden, zur Ausübung der Tugenden, zur Erwerbung der Heiligkeit, wozu dich Gott beruft, vonnöthen hast! Bitte mit Vertrauen um alle diese Gnaden! Kann dir Jener, der sich selbst dir gänzlich schenkt, wohl etwas abschlagen?- Die wichtigste und vornehmste Gnade aber, die du in dieser Betstunde begehren sollst, ist die Gnade, im Leben jederzeit auf eine heilige Weise zu kommuniciren! Der Zeitpunkt, in welchem du dich befindest, ist sehr günstig,- sowohl zu dieser Bitte, als zur Erlangung dieser Gnade. Opfere ihm demnach zu diesem Ende folgendes Gebet auf! - 613 VI. Gebet um die Gnade, im Leben jederzeit auf eine heilige Weise zu kommuniciren; fammt der geistlichen Kommunion. O mein Gott! ich habe das Glück, oft zu kommuniciren. THEY Es ist dieses eine Gnade, die du mir zu verleihen dich würdigest, eine Gnade, für welche ich dir meine billige Erkenntlichkeit nicht genugsam bezeigen kann. Was mich aber dießfalls bekümmert, ist die Furcht, ich möchte dieses heilige Werk nicht recht verrichten, noch die gehörige Vorbereitung dazu mitbringen. Wie unglücklich wäre ich, o mein Gott! wenn ich, da ich dein göttliches Geheimniß empfange, nicht im Stande wäre, dasselbe würdig zu empfangen, und wenn ich mich in Gefahr seßen würde, mein Gericht und meine Verdammniß zu empfangen! Dieser Gedanke erschreckt mich, und macht mich zittern. - Mein Gott! mein anbetungswürdiger Jesu! ich bin jetzt vor dir und bei dir. Ich bin gleichsam befugt, Alles von dir zu begehren, und du bist im Stande, mir Alles zu verleihen. Nun steh! die wichtige und kostbare Gnade, um welche ich in diesem Augenblicke dich bitte, und zwar für mein ganzes Leben bitte, ist das Glück, alle meine heiligen Kommunionen auf eine recht christliche, recht heilige Weise zu empfangen. Bereite du selbst mein Herz und meine Seele dazu vor! reinige meine An 614 Betstunde. muthungen, und erwecke sie! gib, daß ich zu diesem hochheiligen Geheimnisse jederzeit mit einem lebhaften Glauben, mit fester Hoffnung, mit inbrünstiger Liebe, furz, mit jener Vorbereitung hingehe, welche die Heiligkeit und Würde dieſes anbetungswürdigsten Sakramentes erfordert! Ich meinerseits - verspreche, mit deiner heiligen Gnade alle meine Kräfte anzustrengen, damit ich mich selbst auf eine heilige Weise vorbereiten, und im Leben jederzeit so kommuniciren möge, wie ich es im Tode wünschen werde, gethan zu haben. Und mit eben HEEG diesen Gesinnungen nehme ich dich jetzt auch geistlicher Weise in mein Herz auf, da ich es wirklich nicht thun kann.- Mein Gott in mir! O! bleib' immer in mir, und mache, daß auch ich stets in dir verbleibe! is opilise - DF VII. Gebet um das Glück, vor dem Tode die Joxe mich letzte Wegzehrung zu empfangen. het Ich weiß, daß ich einst sterben werde, o mein Gott! Unfre Sünden und deine Gerechtigkeit haben uns zum Tode verurtheilt. In jenen lezten Augenblicken, und da der letzte Kampf herbei kommen wird, werde ich mehr, als je zuvor, deine Hilfe und deinen Beistand vonnöthen haben wider den Schrecken und die Furcht des Todes, wovon ich werde umrungen ſeyn, wider die Feinde meines Heiles, welche ihr Aeußerstes thun werden, wider die Anmuthungen meines Herzens, dessen Schwachheit und Unbeständigkeit ich nur zu sehr erfahren habe. Du wirst mich hoffentlich in diesen so gefährlichen Augenblicken nicht verlassen, o mein Gott! Du haft mir während meines Lebens so oft erlaubt, zu deinem heiligen Tische zu gehen, und deine göttlichen Geheimnisse zu empfangen. Ich bitte dich durch alle deine Barmherzigkeit, mir dieſe Gnade auch am Ende meines Lebens angedeihen zu lassen. Möchte ich doch das Glück haben, vor meinem Tode die lette Wegzehrung mit jenen heiligen Gesinnungen, mit jener Gegenwart des Geistes und Freiheit des Herzens zu empfangen, - Betstunde. 615 welche nothwendig sind, damit ich dir mein letztes Opfer würdig darbringen, und mich mit dir, als meinem liebsten Heilande, vereinigen möge, ehe ich vor dir, als meinem höchsten Richter, erscheinen werde! e of Ich opfere dir für jene Zeit schon jetzt mein Leben auf, und nehme schon zum Voraus alle Schmerzen der letzten Krankheit, und was der Tod Hartes an sich haben mag, willig an. Ich bitte dich aber um die Gnade, dich zu empfangen, ehe ich diesen Ort des Elendes verlasse, und in dir auch das Unterpfand meiner ewigen Seligkeit zu erhalten.- Komm mir alsdann zu Hilfe, um mich zu stärken, zu reinigen, und meiner Seele die Bitterfeit des Hinscheidens und der Reise in die Ewigkeit zu mildern! Dadurch wirst du nämlich alles Gute, womit du mich in meinem Leben begnadiget hast, gleichsam krönen, wenn du selbst meinen letzten Athemzug heiligen und aufnehmen wirst. VIII. Gebet um die Uleberwindung einer Ber: suchung oder Leidenschaft. - Gütigster Gott, der du hier zugegen bist, und den Grund meines Herzens siehst! du siehst auch den betrübten Zustand, in welchem ich mich befinde, und die Kämpfe, die ich zu bestehen habe. Da du so gütig gegen mich gewesen bist, sollte es möglich seyn, daß du mich gänzlich vergessen und der Wuth meiner Feinde überlassen habest? Nein, mein Gott! so untreu ich auch deiner Gnade gewesen seyn mag, so bin ich doch so glücklich, daß ich dir zugehöre, weil du dich für uns auf deinen Altären aufopferst, und mir noch dahin zu kommen erlaubest. Scheinest du dich zur Bestrafung meiner Sünden auf einige Zeit von mir zu entfernen, so wird dein Zorn nicht immerfort dauern. Jagt mir die Finsterniß, die mich allenthalben umgibt, Furcht ein, so wird mir doch das sanfte Licht, welches bisher meine Tritte und Schritte erleuchtet hat, nicht versagt werden. Nachdem du mich so oft und so augenschein 616 Betstunde. lich wider den Feind meines Heiles beschüßzet haft, sollte es möglich seyn, daß du ihm endlich erlaubest, mich seiner Tyrannei zu unterwerfen, und ein Herz zu besiegen, das nur für dich erschaffen ist, und das du so oft durch die Gnade deines Sakramentes geheiliget haft? Nein, mein Gott! nein! Lassest du zu, daß der Versucher mich versuche, so wirst du doch nicht zulassen, daß ich durch die Versuchung überwunden werde, und daß ich in die Sünde, welche ich mehr als die Hölle verabscheue, einwillige. Sieh mich demnach, o Herr! mit jenem barmherzigen Auge an, welches die dichten Finsternisse zerstreut! Mache die Feinde, welche mich angreifen, zu Schanden! Unterstüße meine schwachen Bemühungen, und erhöre das demüthige Gebet eines bedrängten Herzens, welches sein Heil nur von dir hofft, und deine große Barmherzigkeit, die es dadurch wird selig gemacht haben, daß sie ihm den Sieg über seine Feinde verleiht, ewig preisen wird!- SHBA IX. Der Lobgefang: Pange lingua- um: schrieben und erklärt. Sieh: Vesper- Andacht; Seite 491. Preise, meine Zunge! das unaussprechliche Geheimniß jenes herrlichen Leibes, der für uns geschlachtet worden ist! Widme deine Stimme dem Lobe jenes theuren Blutes, das unsers Heiles wegen vergossen worden ist! Der König der Völker, der König der Könige selbst, hat es nämlich, um das menschliche Geschlecht zu erlösen, vergossen. Hat es wohl je etwas gegeben, das unserer Verwunderung, unserer Dankbarkeit, unsers Lobes würdiger gewesen wäre?- mais jo Eine allezeit unbefleckte, unberührte, und durchaus reine Jungfrau hatte ihn in ihrem Schooße empfangen, diesen König; Gott der Vater hatte ihn uns, um des Heiles unserer Seelen willen, gegeben. Nachdem er für uns war geboren worden, hatte er unter uns gelebt, und seine Freude in den geseßt, daß er bei den Menschenkindern seyn konnte. Er hatte Betstunde. den Menschen, die im Schatten des Todes begraben waren, die Worte des ewigen Lebens verkündiget. Endlich hat er den Lauf seines unsterblichen Lebens auf eine wunderbare und unaussprechliche Weise beschlossen, auf eine Weise, die alle Kennzeichen der Gottheit, deren Fülle in ihm wohnte, an sich hatte.- Da er bei jenem letzten und geheimnisvollen Abendmahle mitten unter seinen Jüngern saß, die er seine Brüder zu nennen sich gewürdiget hat, hat er, nachdem er alle zum Effen des Osterlammes vorgeschriebenen gesetzlichen Ceremonien beobachtet hatte, sich selbst mit seinen eigenen Händen seinen lieben Aposteln übergeben, damit er die Speise und Nahrung ihrer Seelen werden möchte, gleichwie er bald das Schlachtopfer und der Werth ihrer Erlösung werden würde. O anbetungswürdigstes Geheimniß, in welchem das göttliche Wort, welches Fleisch geworden war, mit einigen Worten - das Brod zum Fleische macht, und an die Stelle der We-. senheit des Brodes kommt, senheit des Brodes kommt, in welchem der Wein zum Blute Christi wird, und das Blut des Lammes das Getränk der Unsterblichkeit! Dieses unaussprechliche Geheimniß ist freilich über die Sinne und über allen erschaffenen Verstand; allein ein aufrichtiges und unterwürfiges Herz wird durch das Zeugniß eines untrüglichen Glaubens, welcher das Verdienst desselben ausmacht, und es nicht betrügen kann, weil es das Wort Gottes selbst zum Bürgen hat, versichert und befestiget. Das Engelbrod wird Menschenbrod, und das Himmelbrod erfüllt, was durch Vorbilder vorbedeutet worden ist, es macht denselben ein Ende.- O Wunder! der Arme, der Knecht, der verächtlichste Mensch ist den Herrn, den höchsten Herrn der Engel und Menschen! Von diesem lebhaften Glauben durchdrungen- lasset uns vor diesem unaussprechlichen Sakramente niederfallen, und dasselbe tiefgebeugt anbeten und verehren! Die Schatten und Vorbilder des alten Geseßes sollen verschwinden, und dem - 617 - 618 Betstunde. Glanze des neuen Gesetzes, welches an dessen Stelle kommt, Plaß machen. Hier kann aber das Zeugniß der Sinne nicht erklecklich seyn; ein fester und unbeweglicher Glaube muß es ersetzen, und uns im Glauben an dieses hochheilige Geheimniß so sehr befestigen, daß wir bereit sind, unser Blut zu vergießen, um dasselbe zu behaupten. Ehre, Lob, Jubelgesang, Benedeiung soll man Gott, dem Vater, dem göttlichen Sohne, und dem heiligen Geiste erweisen, sprechen, bringen! Gott dem Vater, der uns eine so große Wohlthat bescheeret, hat, dem göttlichen Sohne, der sich für uns hat schlachten wollen, und unsers Heiles wegen ein Schlachtopfer werden, dem heiligen Geiste, der, da er von beiden ausgeht, die wesentliche Liebe wird, welche sie auf immer im Schooße der Herrlichkeit miteinander vereiniget, wovon uns dieses hochheilige Geheimniß das kostbarste Unterpfand, und die glücklichen Erstlinge gibt! our trock soll X. Litanei von dem allerheiligsten Altars: sakramente. Fillin Sieh: Seite 514. Anstatt des Gebetes:, Gott du hast das wunderbare Altarsgeheimniß ic." kann das nachfolgende gebraucht werden. Gebet. - - - Ich bete dich an, o Herr! und danke dir, daß du uns in dem heiligsten Sakramente des Altars wahrhaft und wirklich deinen heiligen Leib und dein kostbares Blut zur Nahrung unsrer Seele, zu unserm Troste und Heile hast hinterlassen wollen. Du hast uns dessen selbst versichert, indem du gesprochen haft:„ Nehmet hin, und esset davon? Denn dieses ist mein Leib, der für euch hingegeben wird. Trinket von diesem Kelche! Denn dieses ist mein Blut, welches für euch vergossen werden wird- zur Vergebung der Sünden." Ich verehre diese heiligen Worte; ich kann und will an der Wahrheit derselben niemals zweifeln. Wer wird aber wohl jemals, o mein Betstunde. liebenswürdigster Heiland! einen so tiefen Abgrund ergründen, und eine so übermäßige Liebe begreifen können, daß du nicht allein Mensch, sondern auch eine Speise und Nahrung der Menschen haft werden wollen?- O höchst erstaunliche Liebe! O Strom der Gnaden und des himmlischen Segens! Welche Erkenntlichkeit und Danksagung, welches Lob, welche Ehrenbezeigungen und Anbetungen sind wir dir schuldig für eine 619 so große Wohlthat, und daß du, um uns Menschen ſelig zu machen, deine Hoheit so weit herunter gelassen hast! Warum zerfließt meine Seele nicht wie Wachs, bei solcher Liebesgluth? Und wie können meine Sinne und mein Herz den Erguß einer so feurigen Liebe erleiden, ohne dadurch ganz entzückt zu werden? Mein Gott! erbarme dich meiner, und weil du so gütig gewesen bist, so fahre doch fort, die Schäße deiner Barmherzigkeit an mir auch künftighin zu zeigen! O mein Erlöser! gib, daß ich jederzeit eine große Ehrerbietung und ganz besondere Andacht zu diesem heiligsten und anbetungswürdigsten Sakramente tragen möge, und weil du es aus Uebermaaß der Liebe eingesetzt hast, so verleihe auch, daß wir es jederzeit in großen Ehren halten und mit großer Liebe empfangen, damit wir in der Stunde unsers Absterbens Vergebung aller unserer Sünden hoffen mögen! Amen! - XI. Umschreibung des S3ten Psalmes.*) Wie lieb und liebenswerth sind deine Wohnungen, o Herr der Heerschaaren! Meine Seele trägt ein flammendes Verlangen, und sehnet sich so sehr darnach, daß ich beinahe ohnmächtig werde. Du wohnest da bei uns, o lebendiger Gott und Urheber alles Lebens! Bei diesem Gedanken erweitert sich mein Herz, und selbst mein Fleisch scheint vor Freude aufzuhüpfen. Gibt es in der That ein süßeres Glück, als Tag und Nacht seinen Gott bei sich haben, Tag und Nacht bei seinem Gott seyn können? *) Sieh: Seite 498. i dag en it star to 620 Betstunde. Die Vögel der Luft finden einen Zufluchtsort, wohin sie sich begeben mögen, und die Turteltaube macht sich ein Nest, wo sie ihre Jungen sicher stellen mag. Deine Altäre, o Herr der Heerschaaren! erwähle ich mir zu meinem einzigen Zufluchtsorte. Hier finde ich meinen Gott und bete ihn an,- meinen König, und unterwerfe mich ihm, meinen Vater, und liebe ihn zärtlich, meinen Freund, und eröffne ihm mein Herz, mein Schlachtopfer, und opfere es zur Versöhnung meiner Sünden auf. 460 Glückselig Jene, die in deinem heiligen Hause wohnen, o Herr! Es ist den Häusern vornehmer Herren, und den königlichen Pallästen tausendmal vorzuziehen. Es ist die Abbildung des Himmels, des himmlischen Jerusalems. D, wie glückselig wäre ich, wenn ich hier meine Wohnung aufschlagen, und alle noch übrigen Tage meines Lebens mit den himmlischen Geistern, welche dich hier immerdar anbeten, zubringen könnte! miell RE e Glückselig der Mensch, welcher bei dir seine Hilfe und seinen Trost sucht! Sein entzücktes Herz wird sich von diesem Thale der Thränen, von diesem Orte des Elendes emporschwingen, um sich in dem himmlischen Vaterlande, wornach es verlangt und trachtet, gleichsam häuslich niederzulaffen. Der Urheber und Vollender des Gesetzes wird über seine Anbeter im Geiste- den ganzen Ueberfluß seines Segens ausgießen. Sie werden immer mehr Kraft bekommen, und von einer Tugend zur andern emporsteigen, und einst im Stande seyn, den König der Könige, den Gott der Götter, im Glanze seiner Herrlichkeit von Angesicht zu Angesicht zu schauen, nachdem sie ihn unter dem Schleier seiner Erniedrigungen werden angebetet haben. Ach! Herr, Gott der Heerschaaren! laß mich auch so glückselig seyn! O Gott Israels, Gott Jakobs! erhöre meine Bitte, und verleihe meiner schwachen Stimme gnädiges Gehör! Mein Gebet soll wie Rauchwerk zu dir hinaufsteigen! Betstunde. Du aber, himmlischer Vater, allmächtiger Gott! sey unser Beschüßzer, und unsre Stüße! Schau auf deinen Gesalbten, deinen lieben Sohn, und sieh den Zustand, in welchen ihn seine Liebe gegen uns, und noch viel mehr das Verlangen, deine Ehre zu erseßen, gesetzt hat! Ja, mein Gott! ein einziger vor deinen Altären zugebrachter Tag ist ganzen Jahren, und Millionen Jahren vorzuziehen, die man in lärmenden und unheiligen Gesellschaften der Welt zugebracht hat. Ich habe ihr leeres Wesen und ihre Nichtigkeit erfahren. Wehe dem, der noch daran klebt! 621 Ich verlange und habe gewählt, in deinem heiligen Hause gering und verachtet zu seyn. Ich ziehe diesen geringen und ruhigen Aufenthalt dem Glanze und dem Ansehen der Wohnungen der Sünder, und der ganzen Herrlichkeit der Palläste der Weltgesinnten vor. sila 850 Die Welt ist nichts, als Ungerechtigkeit, Eitelkeit und Trug. Jener Gott aber, den ich in seinem heiligen Tempel anbete, ist der Gott der Erbarmungen. Seine Worte sind die lautere Wahrheit, und seine Verheißungen sind untrüglich. Er gewährt uns in dieser Welt seine Gnade, und bereitet uns in der andern Welt seine Herrlichkeit. Was können wir darüber noch verlangen? Lasset uns denn auf dem Wege der Gerechtigkeit und in Unschuld wandeln! Die den Gerechten und Unschuldigen verheißene Belohnung wird einst unser Erbtheil seyn. O Gott der Heerschaaren! glückselig ist demnach, wer an allen irdischen Dingen Ueberdruß hat, Allem entlöset ist, und auf dich allein sein ganzes Vertrauen setzt. Ich schenke dir dasselbe ganz und gar, und für mein ganzes Leben. Nimm es doch, und die Ehre, die ich dir damit erweisen will, gnädig an, und verwahre es auf immer! anom v nomid Betstunde. XII. Gebet für Alle, für welche man zu beten sind die verbunden ist. O mein Gott! nicht für mich allein soll ich hier beten; auch für Alle, welche das zweifache Band der Religion und der Natur zu lieben mich verbindet, muß ich dir, wiewohl ich ganz unwürdig bin, im Vertrauen auf deine Barmherzigkeit mein demüthiges Gebet aufopfern. Da ich ein Glied deiner heiligen Kirche bin, so muß ich mich ja ihrer bei dir annehmen. So gieße denn jederzeit deinen göttlichen Geist über sie aus; erweitere sie durch die Bekehrung der ungläubigen Völker, und durch die aufrichtige Rückkehr derjenigen, die sich von ihr getrennt haben! Bewahre alle Rechtgläubigen vor dem gefährlichen Gifte des Irrthumes, und verleihe ihnen eine beständige Gelehrigkeit gegen die Lehren der Kirche, ihrer so zärtlichen Mutter! Gib allen Sündern die Gnade, sich von ganzem Herzen zu dir zu bekehren! Erhalte alle Unschuldigen in ihrer Unschuld, und alle Büßer in deiner Gnade!- Da ich überdieß ein Glied dieses christlichen Landes bin, so flehe ich dich an um deine mächtige Hilfe für den Fürsten, der es regiert, und für alle Unterthanen, aus denen es be steht. Mache uns heilig, mache uns selig, Herr! ich bitte durch deine göttliche Barmherzigkeit, als die einzige Stüße unsrer Hoffnung. 622 - - Ich bitte dich auch um recht viele Gnaden für meine Eltern, Verwandte, Freunde, Gutthäter. Vereinige uns Alle miteinander durch die Bande einer reinen Liebe in vollkommener und erbaulicher Haltung deiner göttlichen Gebote, auf daß unsere Einigkeit ewig im Himmel bestehen möge! Gib endlich, daß meine Feinde, denen ich von ganzem Herzen verzeihe, und die ich nur Deiner wegen ganz aufrichtig zu lieben verlange, eben so gegen mich gesinnt seyen, und, wie ich, mit deinen Gütern erfüllet werden! - O göttlicher Mittler, der du hier zugegen bist, und durch den allein mein Gebet bei deinem himmlischen Vater etwas Betstunde. sowohl in mir als für vermag! würdige dich, auch selbst mich, und für alle Ulebrigen zu bitten! Möchte doch meine Seele, welche so oft deine Wohnung geworden ist, auch der Thron deiner Barmherzigkeit seyn!- Möchte doch die mächtige Stimme deines Blutes von hier bis in den Himmel hinaufsteigen, um alle jene Gnaden zu erlangen, um welche ich eben für mich, und für meinen Nächsten gebeten habe! Amen! - XIII. Gebet für die Verbrüderten zur ewigen Anbetung des hochwürdigsten Gutes. — 623 Wenn ich für andere Menschen beten soll, o mein Gott! so soll ich ja besonders auch für jene beten, mit denen ich zur ewigen Anbetung des hochwürdigsten Gutes in Gesellschaft zu stehen das Glück habe. Da wir uns zu Gebet und Andachtsübungen miteinander vereiniget haben, so sollen ja auch unsere Herzen und Gesinnungen vor dir vereiniget seyn.- Ich bitte dich demnach für dieselben eben so wohl, als für mich, um deine häufigen Erbarmungen, und besonders um die Gnade, dich würdig anzubeten, wenn wir uns vor deinen heiligen Altären befinden, um Eifer in deinem heiligen Dienste, um Abschen vor der Sünde, um Entlösung von der Welt, um Ergebung in deinen heiligen Willen bei unsern Widerwärtigkeiten, um Gleichförmigkeit mit deinem heiligen Willen, um gänzliche Ueberlassung in deine göttliche Vorsehung, endlich und über Alles, um deine Liebe. - — Wie glückselig bin ich, daß ich mit so vielen frommen Seelen vereiniget bin, und ihrer Gebete, ihrer Verdienste theilhaftig werde!- Ach! mein Gott! wenn sie hier vor dir sind, so beten sie, und beten dich mit so großer Aufmerksamkeit, mit so großem Eifer an, und ich verhalte mich da so lau, so unvollkommen, und Deiner so unwürdig! Ich hoffe aber, die Inbrunst ihrer Gebete werde die Schwachheit und Lauigkeit der meinigen erseßen. Ich hoffe, sie werden für mich beten, gleichwie ich für sie bete. Ergieße doch über uns Alle deine. 624 Betstunde. Gnaden, und die Fülle deines Segens; und gib, daß, da wir auf Erden vor deinen Altären miteinander vereiniget sind, wir einstens auch Alle im Schooße deiner Herrlichkeit im Himmel vereiniget werden mögen! Amen! XIV. Heilige Seufzer, oder Anmuthungen des Herzens vor dem hochwürdigsten Gute. Wie heilig, wie ehrwürdig ist dieser Ort! Er ist das Haus Gottes, und die Pforte des Himmels. Die Engel liegen hier auf ihren Knieen, ja! auf ihrem Angesichte. O mein Heiland, der du hier zugegen bist! schau' mich mit barmherzigen Augen an! Du siehst den Zustand meiner Seele; du ergründest die Beschaffenheit meines Herzens. Reinige doch dasselbe, heilige es, zieh' es doch ganz an dich! Möchte doch meine Zunge dem Lobe des Herrn gewidmet seyn, und nicht aufhören, ihn in seinem heiligen Tempel zu preisen! Deine Wohnungen, o Gott der Heerschaaren! sollen meine Herzenslust seyn. Wie lieblich und liebreizend sind sie! Meine Seele seufzet immer darnach. HIERD Tausendfältiger Dank sey dir für das Wunder der Liebe, welches du uns zu Lieb zu wirken dich gewürdiget haft! Engel des Himmels! vereiniget euch mit mir, oder vielmehr, erlaubet mir, daß ich mich mit euch vereinige, um den Herrn zu preisen! co saistalaidalla O ihr Völker der ganzen Welt! kommet, den Gott des Himmels, und den König der Könige hier zu bekennen und anzubeten! Sein dem Scheine nach so verächtlicher Zustand macht ihn unsrer Anbetung und Liebe noch würdiger. gind Mein Gott! du bist mein Heiland, mein Erretter, mein Beschüßzer, mein Trost und mein Alles. Was kann ich auf Erden noch verlangen, wenn ich bei dir bin? Der Eifer für dein Haus verzehrt mich; dieser Eifer macht, daß ich in Ansehung der Unbilden, die man dir hier anthut, vor Herzenleid gleichsam verschmachte. bih Betstunde. Warum kann ich, o mein Gott! nicht alle menschlichen Herzen hierher berufen, und dir vorstellen, damit du sie mit dem Feuer deiner göttlichen Liebe entzünden mögest! Ich opfere dir das meinige auf; gib, daß es ohne Unterlaß von diesem himmlischen Feuer brenne! Im Namen Jesu sollen sich alle Kniee beugen im Himmel, auf Erden und unter der Erde! 625 Verflucht sey, und wird es seyn, wer einen Gott nicht liebt, der uns so sehr geliebt hat, und der sich noch täglich uns zu Lieb schlachtet! O heiliger Gott! erlaubest du wohl einem verächtlichen Geschöpfe, dich anzuschauen? Du erlaubest es nicht nur, sondern du ladest mich sogar dazu ein. Soll ich wohl so undankbar seyn, daß ich deine so zärtlichen Einladungen ausschlage? Mein Heiland und mein Gott, meine Zuflucht und mein Alles! warum habe ich kein Herz, das Deiner würdig wäre? Es mag aber wie immer beschaffen seyn, so opfere ich dir dasselbe dennoch auf; mache du es dieser Aufopferung würdig! Ich bin ganz dein, o mein Geliebter! und du bist ganz mein; was habe ich auf Erden noch zu verlangen? Wer, was soll mich von deiner Liebe trennen können? Nein! Trübfal, Hunger, Schwert, Marter und Tod selbst werden mich niemals von dem Gott meines Herzens absondern. Die Geschöpfe sind eine lautere Unbeständigkeit; du allein bleibst immerdar der alte. An was soll ich mich wohl in dieser Welt binden, da ich einst Alles verlassen muß? Die heilige Schrift sagt, die Tage des Menschen seyen furz; mir aber kommen die meisten lang vor. Wann werde ich die Zeit meines Elendes vollenden, um mich mit meinem Gott im himmlischen Vaterlande zu vereinigen? Quält mein Herz ein Verdruß, warum soll ich nicht jenen Kelch trinken, den mein Gott mir darbietet, besonders nachdem sein Sohn einen weit bitterern um meines Heiles willen getrunken hat? mat mbid ning 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 40 Betstunde. Mache, o mein Gott! mit mir, was dir beliebt! Ich will die Hand küssen, welche mich schlägt; ich will zu dem Gott alles Trostes meine Zuflucht nehmen; seine Altäre werden mir jederzeit eine Zufluchtsstätte bieten. dig jup spinism and sid O wie gut und nüßlich ist es, sein Vertrauen auf den Herrn zu seßen! Er ist die Zuflucht der Armen, und der Trost der Betrübten geworden. 626 15m thir Er heißt der gute, der gütige Gott, der barmherzige Gott. Mit welcher Güte kommt er uns wirklich zuvor! Wie geduldig 201 wartet er auf uns! Wie leicht verzeiht er uns! Wie begierig nimmt er uns auf! door and dumis Ho O mein Gott! ich werfe mich dir ganz demüthig zu Füßen. Ich entdecke dir in der Bitterfeit meiner Seele die Fehltritte meines Lebens. Liebreicher Arzt! ach! heile doch die Wunden meiner Seele! sprich nur ein Wort, so wird sie gesund seyn! Say Herr! Herr! was ist doch der Mensch, daß du dich ihm offenbarest, und der Sohn des Menschen, daß du dich würdigest, dich mit ihm zu vereinigen? Du führest ihn in das Innerste deines Heiligthumes, und überströmest da sein Herz mit Freuden. H O meine Seele! wenn du je den Herrn, deinen Gott, verlassen würdest, wie undankbar, und wie unglücklich würdest du seyn! Hätte wohl die Hölle Peinen genug, dich zu strafen? Ich habe es gesagt, von nun an will ich anfangen, mich ganz Gott zu schenken. Gib, o Herr! daß dieser Vorsatz eben so lange daure, als mein Leben! Sey mein Helfer in den unterschiedlichen Kämpfen, die ich werde auszuhalten haben! Ach! was vermag ich aus mir ſelbst? Eine traurige Erfahrung hat es mich nur allzu viel gelehret! He Mache meine Seele selig, o Heiland! jene Seele, für welche du all dein Blut gegeben, und welche du so oft mit deinem heiligen Leibe ernähret haft! ISO, TIN HĂNG Allmächtiger Gott! mit dem Opfer deines Sohnes verlange ich die gänzliche Aufopferung meiner selbst zu vereinigen; gib, daß sie wegen dieser Vereinigung dir wohlgefällig sey! Juht Betstunde. hon Wie glücklich bin ich, o mein Gott! daß ich hier bin! Warum kann ich hier nicht alle Tage meines Lebens zubringen! Warum kann ich hier nicht vor Liebe sterben, und dir mein lettes Opfer bringen! d nogal 90, 800 mdon XV. Gebet zur seligsten Jungfrau. 627 Auch zu dir, o Maria, jungfräuliche Mutter meines Erlösers, dessen heiligstes Fleisch in diesem hochheiligen Sakramente gewissermassen dein Fleisch ist! auch zu dir wende ich. mich. O du Königin der Engel und Menschen, Meisterstück der Hände Gottes, würdiger Gegenstand seines Wohlgefallens, im Himmel glorreiche, auf Erden geehrte, und in der Hölle gefürchtete Jungfrau und Mutter zugleich, jederzeit ganz reine und unbefleckte Jungfrau, und glückseligste Mutter aus allen Müttern! deines höchsten Ansehens bei Gott, und zugleich deiner unaussprechlichen Güte gegen die Menschen versichert- begeben wir uns unter deinen mächtigen Schuß. Würdige dich, uns denselben bei deinem göttlichen Sohne angedeihen zu las sen! verschmähe unser demüthiges Bitten nicht! Wir rufen dich mit innigstem Vertrauen an. nd Erhalte uns von Gott die Befreiung von unsern Uebeln, und noch viel mehr von unsern Leidenschaften! Erhalte uns Verzeihung unsrer Sünden, Stärke in den Versuchungen, Ergebung in den göttlichen Willen bei unsern Widerwärtigkeiten, Beistand in allen Gefahren und eine unverletzte Reinigkeit des Herzens! Erhalte uns vornehmlich die Liebe Gottes, Eifer in seinem heiligsten Dienste, eine beständige Treue gegen seine Gnaden, eine gänzliche Hingebung in seine Vorsehung, ein immer feurigeres Verlangen, sein zu seyn, und endlich die Gnade einer heiligen Beharrlichkeit! Nach Gott, und nach Jesus, deinem göttlichen Sohne, legen wir von diesem Augenblicke an, und auf immer unser Heil in deine Hände; wir widmen dir ganz unsere Herzen und Güter, unsere Gesundheit und Freiheit, unser Leben sammt Allem, was wir sind, und was wir auf dieser Welt haben. Wir 40* - Betstunde. verlangen, daß du dieß Alles in Verwahrung habest, und nach Gott und nach Jesus damit schalten mögest. 628 Von diesen Gesinnungen, welche uns der Glaube und die Andacht in das Herz legen, ganz durchdrungen, wollen wir künftighin, nach Jesus, alle Gnaden durch deine Fürbitte begehren, alle Gebete durch deine Hände aufopfern, und alle Tugenden nach jenem vortrefflichen Muster, welches du uns vor Augen gestellt hast, ausüben. Du bist eine gnadenvolle Mutter, eine schmerzhafte Mutter, und eine barmherzige Mutter. Als eine gnadenvolle Mutter erlange uns jene häufigen Gnaden, die wir so sehr vonnöthen haben! Als eine schmerzhafte Mutter laß dir unsere Uebel zu Herzen gehen, und mildere sie!- Als eine barmherzige Mutter zeige in der That, daß du unsre liebevolle Mutter bist! Deine Kinder sind es, bedrängte Kinder, die dich um deine Hilfe auflehen; mögen sie es wohl vergebens thun?- Beschüße uns in unserm ganzen Leben; besonders aber im Tode! Komm uns zu Hilfe, unterstüße und stärke uns in der Angst des letzten Kampfes; und wenn wir den Geist werden aufgegeben haben, alsdann übergib unsere Seele den Händen ihres Schöpfers, und führe sie in die glückselige Ewigkeit, damit sie ihn mit dir in der himmlischen Herrlichkeit auf immer anbeten, lieben und preisen möge! Amen! -- XVI. Gebet zu Ende der Betstunde. Che ich heimgehe, o mein Gott! bitte ich dich noch um Vergebung meiner Zerstreuungen, meiner Unachtsamkeit, meiner Lauigkeit und aller übrigen Fehler, die ich während dieser Betstunde begangen habe. Da ich mich hinweg begebe, laffe ich dir mein Herz zurück; erfülle es mit deiner Gnade und mit deiner Liebe! Ich verlasse dich aber nicht eher, als bis du mir deinen heiligen Segen ertheilt hast. Ich bitte dich um denselben für diesen Augenblick, und für mein ganzes Leben, damit ich fünftig nur für dich leben möge. Amen! - Lobgebet zum allerh. Altarssakramente. Mein Gott und mein Heiland, der du dieses hochheilige Sakrament eingeseßt hast, um die Gerechtigkeit deines durch unsere Sünden beleidigten Vaters zu besänftigen! ich bete dich in diesem heiligsten Sakrament an, und opfere dir diese Stunde, die ich zu deiner Anbetung erwählt habe, demüthig auf. Heilige fie, o Herr! und würdige dich, ste für Alle diejenigen anzunehmen, derer Dolmetscher und gleichsam Sprachrohr ich in diesem glücklichen Zeitpunkte gewesen bin! Entzünde mein Herz, und mache uns, meine Verbrüderten und mich, zur Ehre deines heiligsten Sakramentes zu immerwährenden Brandopfern! Amen! 629 Ha XVII. Lobgefang auf das allerheiligste sigilisdaalin Altarssakrament. 800211 Deinen Heiland, Sion! 2c. Sieh: Seite 307. Viele fromme Seelen beten auch bei Betstunden, wie gewöhnlich, den Rosenkranz, und setzen nach jedem Vater unser diese Anmuthung bei: " 1 " O gütigster Jesu! deine heiligste Mutter sammt allen deinen lieben Heiligen benedeien dich für alle Unehren und Beleidigungen, die wider dich, als das höchste Gut, von deinen undankbaren Creaturen jemals sind begangen worden, oder noch in's Künftige begangen werden. Amen!" Auch dienen hierzu noch die Vesper, der Rosenkranz, die Tagzeiten, das Lobgebet zum allerheiligsten Altarssakramente, die Andachtsübungen in allgemeinen und besonderen Anliegen, die Besuchungen, und endlich auch die voranstehenden Unterhaltungen über das allerheiligste Altarssakrament. - 2 obgebet pliszu dem allerheiligsten Altarssakramente. Zur Anbetung dieses hochheiligen Geheimnisses, wie auch zur Zeit ei nes Anliegens zu gebrauchen. mis findinice , Würdig ist das Lamm, das geschlachtet worden ist, zu empfangen Macht und Gottes Wesen, Weisheit und Stärke, Ehre, Herrlichkeit und Lobpreisung."-Offenb. 5, 12. I. Hochgelobt und gebenedeit sey das allerheiligste Sakrament des Altars mit so vielen Lobsprüchen, als Sterne am Himmel, Fun 630 Lobgebettáspia? ken im Feuer, Stäublein in der Luft, Wassertropfen im Meere, Sandkörnlein auf Erden, Blumen im Frühlinge, Früchte im Sommer, Baumblätter im Herbste, Schneeflocken im Winter sind, und endlich, so viele leibliche Geschöpfe im Himmel und auf Erden jemals gefunden worden, jetzt gefunden werden, und im Schaße der göttlichen Allmacht noch zu finden sind, weil du es würdig bist, og his dus nodo This too him so Herr aller Dinge, abe pider du dich unter den Gestalten des Brodes und Weines zum Troste unsrer Seelen aufhältst! Du bist wahrhaft ein verborgener Gott. VZ piliadsallo end jue paninda2 II. Hochgelobt und gebenedeit sey das allerheiligste Sakrament des Altarskő an mit so vielen Lobsprüchen, als im Werke verrichtet, mit OR dem Munde ausgesprochen, im Geiste erfonnen, mit dem Herzen begehrt, und mit dem Verstande aller Engel und Menschen auf einige Weise erfaßt werden können, weil du es würdig bist, du Herr, unser Vater, der du uns täglich mit dem nämlichen kostbaren Fleische und Blute des unbefleckten Lammes speisest und tränkest, womit wir einmal erlöset worden sind! Du bist wahrhaft unser lieber Herr. III. Hochgelobt und gebenedeit sey das allerheiligste Sakrament des Altars mit so vielen Lobsprüchen, als die allerheiligste Dreieinigkeit mit aller ihrer Allmacht hervorbringen, mit aller ihrer Wissenschaft erkennen, mit aller ihrer Güte nur immer wünschen, wollen oder begehren kann, auf alle erdenkliche Weiſe, an allen Orten, und zu allen Zeiten bis in alle Ewigkeit weil du es würdig bist, mein Herr und Gott, - der du mir nicht nur deine Menschheit, sondern auch deine Gottheit schenkest! mbürcido? mbic of sim zum allerheiligsten Altarssakramente. 631 ang wow yn mein Gott und Alles, mold die red hinder du verdienest, gelobt, verherrlichet und durch alle Ewigfeit erhoben zu werden! Amen! ogie spuugisi slad slid mis sailoninism destindugu niom word dusl tillo hid blames Gebet.addnnmaile odod bi dan Gott! du hast uns das wunderbare Altarsgeheimniß als Denkmal deines Leidens hinterlassen. Wir bitten dich, laß uns die heiligen Geheimnisse deines Leibes und Blutes so verehren, daß wir die Frucht deiner Erlösung fortwährend in uns empfinden mögen, der du lebest und herrscheft von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! Am 89109 tid Bod gis dan him du Wird dieses Lobgebet in einem Anliegen verrichtet, so dienen anstatt des obigen nachfolgende Gebete: gie nou tob aln foband one2 - Gebet in allgemeinen Anliegen. ebet in allgemei dhe me an Gott, unsere Zuflucht und unsere Stärke! du bist aller und guten Gesinnungen Quelle; erhöre das fromme Flehen deiner Kirche, und gib, daß wir dasjenige, um was wir s wir vertrauensvoll bitten, freudig erlangen mögen; durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn! Amen! - Gebet in besonderen Anliegen. Ie Huldreichster Jesu! du ladest uns in deinem Liebessakramente selbst zu dir ein, daß wir in unserer Trübsal zu dir kommen, und bei dir Erquickung, Trost und Hilfe suchen sollen; ja! du erwartest uns sogar sehnsuchtsvoll mit offenen Armen, um uns aufzunehmen, und uns zu helfen. Sieh denn, mein Heiland! in Demuth meines Herzens liege ich hier vor dem Throne deiner Barmherzigkeit, und mit kindlichem Vertrauen erhebe ich meine flehenden Hände zu dir, der du mein Gott, der Gott meines Heiles, der allmächtige Herr meines Schicksales bist, in dessen Händen alle Begebenheiten meines Lebens stehen. Würdige dich, mich Armseligen anzusehen, und mein Gebet zu erhören, das ich, meine Noth dir vorstellend aus dem Grunde meines Herzens vor dir ausschütte! Ach! - Uebung der Haupttugenden der Feinde, die mich verfolgen, sind viele; Kampf von Außen, Furcht von Innen. Häufige Versuchungen beunruhigen mich; viele böse Neigungen reizen mich zur Sünde; groß ist mein Elend, schwer mein Kreuz, anhaltend meine innerliche Pein; ich habe Niemand, der mir zu Hilfe käme, als dich allein, mein Gott und Herr! Dir ergebe ich mich aber so ganz und gar. Gedenke meiner nach dem Wohlgefallen deines heiligften Namens, und thue mit mir nach deiner Barmherzigkeit, auf die ich hoffe, und allezeit hoffen werde! Hilf mir, o Herr! und laß deine Hilfe meinem Vertrauen entsprechen! Hilf mir, rette mich, und zeige, daß dir Alles möglich ist, als nur dieses nicht, daß du dich der Armseligen nicht erbarmest, der du lebest und herrscheft als Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit, und in der Zeit ein armer Mensch geworden bist, um bis an's Ende der Welt als Erbarmer, als unser Helfer und Tröster, bei uns zu seyn! Amen! 290 m, wa 632 - - Somi - Uebung der Haupt: Tugenden vor dem allerheiligsten Altarssakramente. tide supe 1. Jesu! unendlicher Gott! ich glaub' an dich; Jesu! unendlicher Gott! nur stärke mich! Ich sehe zwarnt us! uhe Zu deinem Fleisch' und Blut' gemacht, Um allezeit bei mir zu seyn. 31500 lid Auf dem Altar Dem Schein' nach nichts, als Brod und Wein; Doch hat es deine höchste Macht Dieß glaube ich; Nur stärke mich! 2. Jesu! allmächtiger Gott! beschüße mich! id Jesu! allmächtiger Gott! ich hoff auf dich. Welch' Zuversicht Erwecket nicht Huck BUD vor dem allerheiligsten Altarssakramente. In mir dieß heil'ge Sakrament! is nou dier Wenn wider mich der Feind aufsteht, Und meiner Seele nahe geht, So werd' ich rufen ohne End': sodble Beschüße mich! Ich hoff' auf dich. bid jos 3. hat 16113 Lim Jesu! liebwürdigster Gott! ich liebe dich; Jesu! liebwürdigster Gott! wie liebst du mich! s Welch Liebespfand Im Thränenland' Erblick' ich nicht auf dem Altar'! Es ist dein Leib, der mich ernährt, bis no Dein Blut, das meinem Durste wehrt. Wie glücklich bin ich immerdar! Du liebest mich;- Ich liebe dich. 4. Jesu! barmherzigster Gott! es reuet mich; d Jesu! barmherzigster Gott! erbarme dich! D Sündenstand! Grausames Band, Das mich von dir getrennet hat! Ich kehre nun zu Dir zurück, Und ruf' in diesem Augenblick": Vergib mir meine Missethat! Es reuet mich; Erbarme dich! fine 633 Bojer bo 5. Jesu! du gütigster Arzt! ach, heile mich! Jesu! du gütigster Arzt! ich bitte dich. Welch großen Schmerz die Fühlt nicht mein Herz, Weil meine Seele kränklich ist! di di d 634 Geistl. Kommunion. Kurzes Gebet, wenn der Hl. Segen gegeben wird. is Sie wird von Sündengift geplagt, Verderben wird ihr angesagt; O du, der du mein Heiland bist! Ach, heile mich! no Ich bitte dich. simp handia d sont disele jus diddoar Bri 6. idu od Jesu! Erlöser der Welt! ich preise dich; en Jesu! Erlöser der Welt! erhöre mich! d Dein theures Blut, Dieß höchste Gut, Verlanget Lob und Dank von mir. Es hemmt treuloser Feinde Wuth, Bewahret mich vor Höllengluth, Und öffnet mir die Himmelsthür'. Drum preis' ich dich, Erhöre mich! 7. Jesu! du köstliche Speis'! ich wünsche dich; Jesu! du köstliche Speis'! erquicke mich! Ich Erdenstaub, Zum Guten taub, Erkenne meine Nichtigkeit; Doch rufest du uns Allen zu, gaid noo hler bo Und sagst zu meiner Seelenruh': us del de બેંગ્લોર Kommt her, die ihr beladen seyd!" dall So komme ich, aniom slm dign Erquicke mich! W C - thid sundi)Geistliche Kommunion. * Mehrere Uebungen derselben sind bei den Besuchungen des allerheis ligsten Altarssakraments anzutreffen; als: Seite 355. 425.579. Kurzes Gebet, lapt wenn der heilige Segen gegeben wird. Gott erbarme sich über unsere Armseligkeiten, und gieße Ganz kurze Andacht 2c. Andachtsübung 2c. f. d. Bekehrung 2c. 635 seinen Segen über uns aus! Er wolle sein gnädiges Angesicht über uns arme Menschen leuchten, und uns die Wirkungen ſeiner Barmherzigkeit angedeihen lassen! Gott gebe uns+ den Segen! Es fegne uns+ unser Gott; es segne uns+ der allmächtige und barmherzige Gott; und dieser Segen bleibe ewig über uns! Amen! Ganz kurze Andacht is vor dem allerheiligsten Altarssakramente. an mein geliebter Jesu! wie weit ist nicht deine unermeßliche Liebe gegangen! Du hast mir von deinem eigenen Fleische und Blute einen göttlichen Tisch zubereitet, um dich mir gänzlich zu übergeben und zu schenken. Wer hat dich doch zu diesem Uebermaaße der Liebe gebracht? Gewiß Niemand, als dein liebevollstes Herz. O anbetungswürdiges Herz meines Jesus! o Herz, das vom Feuer der göttlichen Liebe ganz entzündet ist! nimm meine Seele in deine heiligste Wunde auf, damit ich in dieser Schule der Liebe lerne, meinen Gott entgegen zu lieben, der mir so wunderbare Beweise seiner Liebe gegeben hat! Amen! Andachts: Nebung vor dem allerheiligsten Altarssakramente für die Bekehrung der Heiden und Sünder. Nach dem 66. Psalm Davids. 1. Gott erbarme sich über unsere Armseligkeiten, und ergieße über uns seinen Segen! Er wolle sein gnädiges Angesicht über uns arme Sünder leuchten, und uns die Wirkungen seiner Barmherzigkeit angedeihen lasſen! 2. Nach so vielen in Finsterniß verfloffenen Jahrhunderten ist es denn, o Herr! noch nicht Zeit, uns die Ausführung des großen Werkes, alle Völker durch deinen Heiland selig zu machen, sehen zu lassen? 3. Ja, mein Gott! alle Völker, die zur Erkenntniß der Wahrheit gelangt sind, sollen dir huldigen, dich bekennen und deinen Namen preisen! - 636 Andachtsübung 2c. f. d. Bekehrung der Heiden u. Sünder. bi 4. Sie sollen vor Freude jauchzen, da sie sich unter den Gefeßen eines Herrn sehen, der die Völker nur nach Billigkeit regiert, und sie auf dem richtigen Wege der Gerechtigkeit leiten wird! 5. So sollen dir denn abermal alle Völker ihre Unterthänigkeit mit Freuden bezeigen, und dich, o Gott! bekennen, loben und ewig preisen, weil endlich die Erde die so erwünschte Frucht, diesen Erlöser der Menschen, hervorgebracht hat! shil 6. Gott gebe uns die Frucht des Segens! Es segne uns unser Gott! Gott segne uns, und er werde bis an die äußersten Gränzen der Erde angebetet und gefürchtet! top manis inla nd Ehre sey dem Vater, und dem Sohne, und dem heiligen Geiste; ( dasandil(@insdag ocsis and goo Wie es war im Anfange, so jetzt und allezeit und zu ewigen Zeiten! Amen! blog and garde and, sinb V. Glückselig ist das Volk, welches den Herrn für seinen Gott erkennt.dll asptin he sonism al damd R. Glückselig ist das Volk, welches der Herr für seine Erbschaft erwählet hat. V. Sende deinen Geist über die Geschöpfe, um sie zu befeelen! R. Und sie werden gleichsam neu erschaffen werden, und die Gestalt der Erde erneuern. 22 Gebet. opul nist afruar 30 #Ewiger Gott, Erschaffer aller Dinge! gedenke doch der ungläubigen Seelen, Keßer und Sünder, die du nach deinem Ebenbilde erschaffen haft! Sieh, o Herr! zu deinem Spotte wird die Hölle mit ihnen angefüllt. Gedenke doch, daß Jeſus, dein geliebter Sohn, für ihr Heil und ihre Seligkeit den allerschmählichsten Kreuzestod ausgestanden hat! Ich bitte, o Herr! laß nicht mehr zu, daß dein Sohn von den Keßern, Ungläubigen und Sündern verschmähet und verachtet werde; sondern laß dich durch die Fürbitte deiner Auserwählten und der Kirche, Anmuthungen 2c. zur Zeit einer allgemeinen Noth. der liebsten Braut deines Sohnes, versöhnen! Erinnere dich deiner Barmherzigkeit, und vergiß ihrer Abgötterei, Keßerei und Bosheit! Gib, daß sie einmal Den erkennen und anbeten, welchen du gesandt hast, nämlich Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn, der da unser Heil ist, unser Leben, und unsere Auferstehung, durch welchen wir selig gemacht und erlöset wor= den sind, dem Ehre, Lob und Benedeiung sey von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen! — 637 Anmuthungen vor dem allerheiligsten Altars: sakramente zur Zeit einer allgemeinen Noth. Kommet zu mir alle, die ihr mit Mühseligkeit und Arbeit beladen seyd, und ich will euch erquicken."( Matth. 11, 28.)! so spricht Jesus selbst zu uns... So kommet denn sowohl zur Beit einer allgemeinen Noth, als auch in besonderen Anliegen vor sein Heiligthum, und ihr werdet nie ohne Hilfe, Trost und Freude hinweggehen! - Großer und erschrecklicher Gott! wer soll nicht vor dir zittern, und dich fürchten? Du bist der Lebendige und Ewige zu allen Zeiten, dessen Zorn Niemand aushalten, dessen Grimm Niemand widerstehen kann, dessen Unwille sich wie ein Feuer ausbreitet und die Felsen schmelzt. mind Unsterblicher König, vor dem die Kräfte erzittern, und die Herrschaften in tiefste Ehrfurcht sich versenken! wer ist dir gleich? Du bist groß und überaus lobenswürdig; du bist erschrecklicher, als alle Götter. Herr, dessen Stimme der Donner, dessen Waffen der Blitz, dessen Diener die Winde und das Feuer find! Herr Gott! von deiner Größe durchdrungen bete ich dich in deinem heiligen Tempel- voll Inbrunst und Ehrerbietung mit allen Engeln an. Jesu, du Sohn Davids, der du wahrhaft, wirklich, wesentlich unter den heiligen Gestalten in den Tabernakeln wohneft! ich bete deine Gegenwart mit eben jener Demuth und Vernichtung meiner selbst an, womit sich die seligen Geister 638 Anmuthungen 2c. dim19 vor deinem Throne niederwerfen, und sich vor dir demüthigen und vernichten. Wunderbarer Gott! dieser Ort ist wahrhaft heilig, ein erschrecklicher Ort, ein Ort, welcher das Heiligthum deiner Gottheit und die Pforte des Himmels ist. Ich glaube deinem Worte von ganzem Herzen.-Herr! vermehre in mir den Glauben!" und Alles, was in mir athmet, soll dich preisen! Lob und Verherrlichung, und Weisheit, und Dank und Ehre, und macht und Kraft sey dir, unserm Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Alle deine Geschöpfe, alle deine Werke, Alles, was lebt, soll dich über Alles erhöhen und benedeien! 12 Heilig, heilig, heilig ist der Herr, der Gott der Heerschaaren; die ganze Erde ist seiner Herrlichkeit Namen nicht verherrlichen, o Herr! wer soll dich Denn du bist allein heilig, und alle Völker werden kommen, dich anzubeten. coller soll deinen nicht preiſen? sin 01058 mat O Gott, der du in deinen Heiligthümern erschrecklich bist! deine Urtheile sind höchst billig, und in allen deinen Anordnungen erscheinen zugleich Barmherzigkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit. Herr! du bist in allen deinen Wegen heilig, und meinest es in allen deinen Werken gut. mit der dhousi Wir haben deinen Zorn gereizt, und übel vor dir gethan; deßwegen hast du uns durch Trübsale gedemüthiget, und den Unwillen deines gereizten Zornes über uns ausgegossen. Wir bekennen unsre Missethat; wir haben wider alle Liebe und Gerechtigkeit gehandelt. Ach! unsrer Sünden wegen ist-- dieses Wetter-- diese bittere Noth 2c.-- entstanden, und dein Volk seinen Feinden zur Schmach geworden.@mis 75 Und nun, unser Gott! erhöre das Gebet deines Knechtes, und unser Flehen! O mein Gott! um deiner selbst willen neige dein Ohr, und höre! Sieh unsere Verwüstung, und die Stadt, dir über welche dein Name angerufen ist! Denn wir liegen vor mit unserm Gebete nicht in unsern Gerechtigkeiten, sondern allein in deinen großen Erbarmungen. zur Zeit einer allgemeinen Noth. Herr! Gott, der du barmherzig und gnädig, geduldig und von großer Gnade bist, der du Barmherzigkeit in tausend Glieder zeigeft, und die Missethat hinwegnimmst! o ge rechter Gott, vor welchem Niemand durch sich selbst unschuldig ist,-- der du die Sünden der Väter den Kindern und Kindeskindern bis in's dritte und vierte Geschlecht vergiltst!- erlöse uns aus dem Rachen dieser Trübsal, und schüße uns in diesem Stande der Verdemüthigung! pion du mini 639 Herr, Gott Israels, der du dein Volk mit ausgestrecktem Arme aus Aegyptenland geführt, und deinen Namen groß gemacht hast! Herr, unser Gott! wir bitten dich, wende deinen Zorn von uns ab! Höre, höre unser Rufen! gi) Sakrament der göttlichen Barmherzigkeit! vor dir fallen wir auf unser Angesicht hin, und unser bekümmerter Geist ruft zu dir: Erhöre uns, und erbarme dich unser! Sieh von deinem heiligen Hause auf uns, und neige dein Ohr zu uns! Wir gie ßen unser Gebet aus, und begehren Barmherzigkeit von dir. SUPID952 O heiligste Hostie, die mein Jesus seinem Vater zu einem süßen Wohlgeruche aufgeopfert hat, da er das Brod in seine ehrwürdigen Hände nahm, dasselbe brach, segnete, und ſeinen Jüngern zur Speise gab!- o angenehmstes Opfer! stelle dich zwischen die erzürnte Gerechtigkeit und zwischen uns fündige Menschen, die wir die Stimme unsers Gottes nicht gehört, und vor den Augen des Herrn Böses gethan haben! Sac Instalat Opfer über alle Opfer! sey die Versöhnung für unsere Sünden, und für die Sünden der ganzen Welt! SKUTO QIL Ach, liebster Erlöser! Ach, Herr! Gott vom Himmel! großer und erschrecklicher Gott, der da den Bund und die Barmherzigkeit Jenen hält, die ihn lieben, und sich zu ihm bekehren! schone Derjenigen, die ihre Sünden bekennen und vom Grunde des Herzens bereuen! - Wehe uns, daß wir je so gesündiget haben! Darum ist auch unser Herz in Schmerzen traurig, und darum sind unsere 640 Anmuthungen zc. zur Zeit einer allgemeinen Noth. Augen verdunkelt worden. Gedenke, o Herr! was uns widerfahren ist! sieh unsre Schmach an! fid edan resp. od Betrachte, o Gott! unsern elenden Stand, und gedenke deiner Barmherzigkeit wieder, nachdem du über uns gezürnet hast! Verändere deinen Grimm in unaussprechliche Güte, und erfülle uns mit Troft! stie du sited ani oldimmanilood Herr, der du in Ewigkeit bleibest, und dein Thron auf immer und ewig! warum wolltest du uns ewig vergessen, und Bekehre uns zu dir, o Herr! uns so lange Zeit verlassen? so werden wir uns bekehren! Erneuere unsere Tage, wie sie früher waren! bid usald Gott unsers Heiles! alle unsere Hoffnung ruht in dir; Jesu! du bist unser Heiland geworden; mache selig, errette und befreie Jene, die mit Vertrauen und Zuversicht handeln! - Verbreite, o Herr! die Wirkungen deiner Barmherzigkeit auf Jene, die dich erkennen! laß Jene nicht zu Schanden werden, die ihr ganzes Vertrauen auf dich seßen! Bist du nicht der Vater, der uns erschaffen hat? sind wir nicht deine Kinder, die du ernährt und auferzogen haſt? aff Ach! so erbarme dich denn über Jene, die dich fürchten, CDH wie sich ein Vater über seine Kinder erbarmt, die er liebt! Sehr andächtige Seufzer. id Mitten im Leben sind wir dem Tode nahe; und wo sollen wir sonst Hilfe suchen, als bei dir, o Herr, der du über unsere Miſsethaten gerecht zürnest!? Verwirf uns doch nicht zur Zeit unsers Alters! Verlaß uns nicht, wenn unsere Kräfte abnehmen! Heiliger Gott! Der du alle Heimlichkeiten des Herzens erkennest! verschone uns unsrer Sünden wegen! Heiliger, Starker! Verschließe deine Ohren unserm Flehen und Bitten nicht! Herr! verlaß uns nicht auf's Aeußerste! Heiliger und unsterblicher Seligmacher! übergib uns nicht einem bitteren Tode! V. Herr! unsre Zuflucht und Stärke! Anmuthungen sc. zur Zeit einer allgemeinen Noth. 19. Laß uns zur Zeit der Trübsal in dir einen sicheren Zufluchtsort finden! 800 641 V. Heiliger Gott! heiliger Starker! heiliger Unsterblicher! R. Erbarme dich unser! y. Komm uns zu Hilfe, o Gott unsers Heiles! R. Errette uns wegen der Herrlichkeit deines Namens aus gung unserm Elende! savet spordiler spans V. Herr! erhöre mein demüthiges Gebet! and R. Und laß mein trauervolles Rufen zu dir kommen! Gebet. Allmächtiger, ewiger Gott! verschmähe das tiefe Seufzen deines Volkes nicht, sondern deines Namens wegen eile Jenen zu Hilfe, die in ihrer Trübsal zu dir rufen! Herr! erzeige uns die Wirkungen deiner unaussprechlichen Barmherzigkeit, daß du uns unsere Sünden gnädig verzeiheft, und zugleich die Strafen nachlaffest, die wir dafür verdienet haben! O Gott! du haft von dem gottlosen Könige Achab die angedrohte Strafe abgewendet, und ihn wieder in Gnaden angesehen, weil er sich vor dir gedemüthiget hat. O, so sieh doch auch gnädig auf die Trübfal deines Volkes, und verzeihe Jenen, die ihre Sünden reumüthig bekennen!- Gedenke, huldreichster Vater! wie rühmlich deine Schrift von dir spricht, und ausdrücklich bezeugt, daß du barmherzig seyest, gnädig, langmüthig und von großer Güte, huldreich gegen alle Geschöpfe, daß deine Barmherzigkeit über alle deine Werke reiche, und größer sey, als alle unsere Missethat! Dieß macht uns Muth, daß wir hartbedrängte Kinder in dieser Noth zu dir unsere Zuflucht nehmen, und voll Zerknirschung und Reue dir zu Füßen fallen, um durch Bitten und Flehen die gerechte Ruthe deines Grimmes gleichsam aus deinen Händen zu winden. - Ach, grundgütigster Vater! halte deine Strafgerichte zurück, und werde durch deine Barmherzigkeit besänftiget! Schone Derjenigen, die ihre Schuld bekennen, und strafe uns nicht zur 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. 41 Zeit einer allg. schädl. Trockne zc. hotlines 642 Kürzeres Gebet 2c. zur 2 Zeit deines gegen uns bewaffneten Zornes! Geſtatte deiner unendlichen Herzensgüte, daß sie deinen rächenden Arm einhalte, und dich im Hinblicke auf unser Elend zur Erbarmung erweichen möge! Um dieses bitten und flehen wir sowohl durch das große Wunderwerk der Liebe unsers Erlösers in seinem heiligsten Sakramente, als auch durch jenes hohe Geheimniß, welches am Kreuze vollbracht wurde, als er durch Vergießung seines kostbarsten Blutes im Tode deinen gerechten Zorn besänftiget, und deine strenge Gerechtigkeit in eine lautere Barmherzigkeit verwandelt hat. Amen! Kürzeres Gebet vor dem allerheiligsten Altars: se olis poor Sakramente in ostlo esmise bus zur Zeit einer allgemeinen schädlichen Trodne machilargitooder Nässe der Erde. duridiomy end and dis indun O Gott! du haft heilig versprochen, daß du Alle diejenigen Ansonde gnädig erhören wollest, die in Demuth und Vertrauen vor deiINSTUDIOS Herrl und du 1000 nem Heiligthume ihr Anliegen ausgießen. O, so sich uns doch in Gnaden an!- Freilich haben wir deinen heiligen Geist betrübt, und dich durch unsere Sünden zum gerechten Zorne ge reizt; aber es reuet uns vom Grunde des Herzens. wir sind ja doch noch dein Volk, deine Kinder, 31140 114 bist unser Vater, unser Erlöser. D, so thue denn e penn mit uns nach deiner Güte und Barmherzigkeit! Errette uns durch deine Liebe und Gnade von diesem Jammer, und nach Abwendung dieser schädlichen Witterung gib der Erde ihre erwünschte Fruchtbarkeit, damit wir getröstete Kinder, durch deine väterlichen Gutthaten zu deiner Liebe und Lobpreisung angeeifert, dir hier that 2012 auf Erden mit fröhlichem Herzen getreu dienen, und einstens im Himmel dich ewig genießen mögen! Um dieses bitten und seufzen wir durch alle deine Liebe und Erbarmungen, Alles, was dir im Himmel und auf Erden lieb ist, si vou durch durch ABDE Dut das Leben, Leiden und Sterben Jesu Christi, deines eingeborTOVE he pulembist Andachtsübungen 2c. zur Zeit eines Ungewitters. nen Sohnes, der mit dir und dem heiligen Geiste gleicher Gott lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen! si ad n 643 Andachtsübungen vor dem allerheiligsten Altarssakramente id chine sud ne zur Zeit eines Ungewitters. Des Donners Stimm' ist Gottes Stimme, welche spricht:„ Steh von der Bosheit ab, und thu das Böse nicht!" Wie schrecklich wäre es, plößlich vom Blizstrahle getödtet zur Hölle fahren! Darum bereue aus Liebe Gottes deine Sünden, und mache den heiligen Vorsaß, nimmer zu sündigen! Wende dich zu dem, der dem stürmenden Wetter gebietet, und sprich, voll Vertrauen, mit Herz und Mund: dan Jesu, du Sohn Davids! erbarme dich meinerud ude Aus dem tiefen Abgrunde meines Elendes, in welchen mich meine Sünden gestürzt haben, rufe ich zu dir: Ach! sey nicht unerbittlich! erhöre mein Rufen! fisinnöllo ar to Vater! ich habe gesündiget im Himmel und vor dir; ich bin nicht werth, dein Kind zu heißen; wohl aber verdiente ich, von einem rächenden Blizstrahle verzehrt zu werden. Herr! ich glaube, und zittere. Gehe nicht zu Gericht mit mir! madis ini 1080 Mein Gott! meine Barmherzigkeit! was ich immer Böses gethan habe, reuet mich vom Grunde des Herzens aus reinster Liebe zu dir. Nimmermehr, nimmermehr will ich fündigen. O Herr! auf dich vertraut mein Herz. Erhöre mein Flehen! Errette uns! sonst gehen wir zu Grunde.ch) and 1034 #ting dịch adubida nan nh Litanei zu Jesus im allerheiligsten Altars- 08 Brad inail opn2 mofakramente dhe and listig und 1000 O Gott des Himmels und der Erde! ni end soll mi Großer und erschrecklicher Gott!#pigim bod silojule mo Heiliger Gott! 1d mpole dan menulisticate nella Heiliger Starker! 19 Heiliger Unsterblicher! Der du die Erde ansiehst, und sie zittern machest! dod modogradit od amid 41* pt 910 644 Andachtsübungen 2c. zur Zeit eines Ungewitters. Der du Hagel und Hunger zur Rache erschaffen haft! ando su Der du die Geschöpfe zur Züchtigung deiner Feinde beds waffnest! Der du zur Strafe der Sünde im Schweiße des Anuns befohlen haft! gesichtes die Erde zu bauen Der du uns auf dem Berge Sinai unter Donner und Blizz die Haltung deiner Gebote befohlen haft! Der du gesagt haft: Ich will dich nicht verlassen, noch von dir weichen! - Der du dein Angesicht ein wenig von uns abwendest, und in ewiger Erbarmung wieder an uns denkest! Der du durch Entziehung zeitlicher Güter uns prüfest, ob wir dich von ganzem Herzen lieben! ngs Top 7131313 70190 Der du in allen Nöthen deines Volkes Israel nicht bes stürzt warest, als könntest du nicht helfen! Der du die Deinigen nur kurze Zeit verlaffest, um sie zu zwingen, daß sie zu dir zurückkehren, und um Hilfe rufen! Ach, Jesu! du Erlöser und Heiland! Vor deinem bewaffneten Zorne, da dunig chi Vor deinem rächenden Arm, Vor deinem strengen und erschrecklichen Strafgerichte, Vor schädlichem Plaßregen, Vor dem Wüthen der Sturmwinde, Risse Erbarme dich unser! Vor dem entseßlichen Erschüttern und Beben der Erde, Vor den schrecklichen Donnerschlägen, Vor dem tödtenden und zündenden Blize, Vor dem verwüstenden Schauer und Hagel, Vor dem Pfeile des gähen Zufalles, der am Tage fliegt, Vor dem Unwesen, das in der Finsterniß herumwandelt, Vor dem Anfalle des mittägigen Teufels, ilhos dem Vor allen Nachstellungen und Plagen der schadenfrohen Geister, thi Beschüße uns in deinem Herzen! istrag Vor unvermuthetem und bösem Tode, moll be Durch die Allmacht, mit welcher dir dein himmlischer Vater e alle Gewalt in deine Hände übergeben hat, Andachtsübungen Durch die göttliche Kraft, Meere geboten hast, 2c. zur Zeit eines Ungewitters. mit der du dem Ungewitter und Durch die Majestät, mit der dich dein ewiger Vater aus der Wolke in einer Stimme, die vielleicht gar mit Donner begleitet war, auf dem Berge verherrlichet hat, Durch die unendliche Liebe, mit der du in diesem heiligsten Sakramente die Deinigen bis an's Ende liebest, Durch den Sieg, mit dem du die Gewalt der Finsterniß überwunden hast, 645 Beschüße uns in deinem Herzen! Durch jenes große Geschrei, mit dem du, am Kreuze sterbend, Himmel und Erde bewegt haſt, Durch dein heiliges Kreuz, das die Luft gereiniget hat, Durch jene trauervollen Finsternisse, die sich bei deinem Tode von der sechsten Stunde an- bis zur neunten Stunde über den ganzen Erdkreis verbreitet hatten, Durch das geheimnisvolle Beben und Erschüttern der Erde, das nach deinem Tode die Menschen in Furcht gesetzt hat, Durch die gnadenreiche Anmuth deines liebsten Herzens, dessen heiligste Deffnung uns ein Zufluchtsort geworden ist, Durch das glänzende Zeugniß deiner Gottheit, das du dir selbst gegeben, da du dich auf einer lichten Wolke über alle Himmel erhoben haft, Durch deine zweite und glorreiche Ankunft in diese Welt am Tage des jüngsten Gerichtes, wo du auf einer t lichten Wolke sigend erscheinen wirst, Jesu, du Lamm Gottes, das die Sünden der Welt. hinwegnimmt! Durch das Geheimniß deiner Liebe in dem allerheiligsten Altarssakramente verschone uns bei dieser Gefahr! O gütigster Jesu, du Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt! Durch das Wunderwerk deiner Liebe in dem allerheiligsten Altarssakramente errette uns aus dieser Noth! O barmherzigster Jesu, du Lamm Gottes, das die Sünden der Welt hinwegnimmt! Ach! durch das Uebermaaß deiner Liebe in dem allerheiligsten Altarssakramente komm' uns zu Hilfe zur Zeit dieser Trübsal! Andachtsübungen sc. zur Zeit eines besonderen Anliegens. V. O Gott! erhöre mein demüthiges Flehen zu dir! R. Stelle mein Leben vor dem Schrecken sicher, den meine androhenden Feinde mir einjagen wollen! insid hu silo 190 anno@ timing till Gebet. 646 O Herr Jesu Christe, der du den Winden und dem Meere Stille und Ruhe geboten haft! wir bitten dich demüthigst, daß du mit dem Arm deiner Allmacht das drohende Gewölke zerstreuen, uns vor allem Unheile schützen, heftige Donnerschläge, tödtende und zündende Blizze, verheerende Winde und allen Schaden von unsern Feldern und Wohnungen abwenden wollest, damit wir dir, als dem Geber alles Guten, nach überstandener Gefahr danken mögen. Wir bitten dich, o Herr! bewahre diese unsere Wohnung, und treibe alle Nachstellungen der Feinde von ihr ab, damit deine heiligen Engel bei uns wohnen, die uns im Frieden beschüßen, und damit dein heiliger Segen allezeit über uns sey und verbleibe! Amen! insdong sid dani@ Andachtsübungen vor dem allerheiligsten Altarsfakramente bpd de zur Zeit eines besonderen Anliegens. Betrachtungsweise. Ewiger Gott! Allerbarmherzigster! Vater der Erbarmungen und Gott alles Trostes! sich auf mich mit jenem Auge deiner Güte, womit du deinen am Delberge trauernden Sohn angesehen haft! Ich bin betrübt, und komme um Trost zu dir, weil es dein Wille ist, daß wir in unserer Trübsal zu dir flehen sollen. Deine Hand liegt schwer auf mir, und ich empfinde nur allzu sehr ihre harten Streiche; allein es sind Streiche deiner barmherzigsten Gnade, Streiche, die verwunden, damit sie heilen und aufmerksam machen. Gerecht bist du, o Herr! billig und gerecht sind auch deine Urtheile. Ich bete sie in Ehrfurcht an, und deiner Barmherzigkeit überlasse ich mich. Thu, was gut in deinen Augen ist! du bist der Herr. Ich weiß, daß du als hold 1158 silid. the Andachtsübungen 2c. zur Zeit eines besonderen Anliegens. 647 Vater schlägst, und die besten Absichten hast. Mein Verstand begreift sie zwar nicht, kann sie nicht einmal errathen; allein ich werde fie dereinst einsehen und ewig loben. Gewiß ist, daß deine Züchtigungen meistens Merkmale der Liebe sind. Kinder, die gut erzogen werden sollen, gerathen selten ohne Zucht und Ruthe. Herr! ich verwerfe deine Zucht nicht, und bin nicht kleinmüthig, da ich von dir bestraft und zurecht gewiesen werde; denn ich weiß ja, daß du es thust, weil du mich liebest, und daß du mich hier eine Zeit lang nicht schonest, um mich ewig schonen zu können. Sey ewig gepriesen, mein Gott, meine Barmherzigkeit! Deine Ruthe, die ich küsse, ist mir zum Troste. Ginge mir Alles in der Welt nach Wunsch und Verlangen, so könnte ich gar leicht in Sünden und Lafter fallen, oder wenigstens mich unbescheiden betragen, und mir ſelbst ge-. fallen, dir aber mißfallen, und so wäre ich ja nur zu meinem größten Unglücke eine kurze Zeit glücklich. Ich will es also für lauter Gnade halten, und mich erfreuen, wenn mich mancherlei Prüfungen treffen; denn die Trübsale geben mir Gelegenheit, mehrere, obschon schwerere, aber sehr verdienstliche Tugenden zu üben, als: die Demuth, die Zufriedenheit mit deinen Anordnungen, das Vertrauen, daß du es gut mit mir meinest,-die Geduld, welche das Werk vollendet, und mich mir selbst kennbar macht, ob ich eine männliche Tugend habe oder nicht, so, daß ich alle Leiden mit herzlicher Ergebung und innigstem Danke, wie dein Diener Job, von deiner Hand annehme. ajout - - Der Kelch deines Leidens ist zwar bitter; hart ist es, daß ich schwacher Mensch die Betrübniß meiner Seele zu deinen Füßen niederlegen, und mit Jesus, meinem Heilande, ausrufen muß:„ Vater!" wenn es deinen ewigen Rathschlüssen nicht zuwider ist nimm diesen Kelch von mir; doch een ste nicht, wie ich will, sondern wie du willst, soll's geschehen! Hart ist es, unter der Last des Kreuzes aus11 had 310-1 648 Zufluchts- Gebet Phobad harren; aber es ist doch leichter, in diesem Leben mit dem Wasser der Trübsal, als im andern Leben mit den Flammen jenes höllenähnlichen Feuers gereiniget zu werden, oder gar jene schreckliche Donnerstimme hören zu müssen: Geh' hin, du Vermaledeiter! in das ewige Feuer!" Schwer fällt es, wenn Kreuze über Kreuze kommen; aber was sind alle meine Leiden gegen die Leiden meines Erlösers und seiner Heiligen, gegen meine großen und vielen Sünden, derer wegen ich schon lange in der Hölle brennen könnte, gegen die unendlich große Glückseligkeit, dem bedrängten Gottmenschen auf Erden ähnlicher zu werden, und dem im Himmel Verherrlichten desto näher zu kommen, je mehr und geduldiger ich jetzt leide? Wenn ich auch kein Sünder, sondern ein Engel wäre, so sollte ich mich schon in diesem Hinblicke auf die frohe Zukunft- mit dem Apostel in nichts Anderem rühmen, als im Kreuze unsers Herrn Jesu Christi. bilim Sey mir demnach willkommen, o, sey gegrüßt, du einzige Hoffnung, heiliges Kreuz, du sicheres Pfand meines Heiles! Dieß sey mein Trost, daß du, mein lieber Gott! mich nicht schonest! Heiliger! ich werde deinen Urtheilen nicht widersprechen, weil der Himmel zur Zeit der Trübsal lauter kostbare Perlen regnet. Nur um diese Gnade bitte ich, daß du mich deiner unendlichen Güte und des hohen Verdienstes deines am Delberge betrübten Sohnes wegen, den ich mir in meinem Leiden immer vorstellen werde, stärken, und mein Herz in aller Geduld aufrecht erhalten wollest, damit ich nach dem Beispiele, welches mir mein Jesus gegeben hat, thun, und dir Alles anheimstellen, mit ihm und wie er voll Ergebung und Andacht rufen möge: Lebe oder sterbe ich,„ de in Wille geschehe!" - - - -- Zufluchts: Gebet zu Jesus im allerheiligsten Altarssakramente. O süßester Jesu! obschon dir alle Dinge möglich sind, so ist dir doch dieses nicht möglich, daß du dich der Armseligen upnog ig zu Jesus im allerheil. Altarssakramente. 649 nicht erbarmest. Darum erbarme dich über mich und über alle Armselige, für die du selbst armselig werden wollteft, um sie von aller Armseligkeit zu befreien und in Allem glückselig zu machen! O mein liebster Erlöser! errette mich und sie aus unsern vielfältigen Nöthen! Herr! du weißt Alles; du kennst also alle meine Schwachheiten und alle meine Noth. Du siehst, wie ich in Sünden daliege- niedergedrückt, angefochten, verwirrt, befleckt. Meiner Feinde sind viele, und sie haben sich zu meinem Untergange verschworen. Die Welt, das Fleisch und der Satan bestreiten mich ohne Unterlaß, und wollen mich ewig unglückselig machen. Darum flehe ich zu dir, o mein getreuester Gottheiland! und bitte dich demüthigst, daß du mich vor jeder Nachstellung meiner Feinde gnädigst bewahren, und meine arme Seele in deinen väterlichen Schuß aufnehmen wollest. Um Hilfe komme ich zu dir, um Trost und Erleichterung flehe ich zu dir. Zu dir, der mir allein helfen kann, nehme ich meine Zuflucht. Aengstlich flehet mein Herz zu dir. O mein Erlöser! erbarme dich meiner, und wende deine gnädigen Blicke nicht von mir ab! Sey mein Helfer, verlaß mich nicht, und verachte mich nicht, o Gott, mein Heiland! Gedenke, wie Vieles du für mich gethan und gelitten hast! Laß doch an meiner armen Seele ein so theures Pfand nicht verloren gehen, da dein gebenedeites Herz am Kreuze nach deinem Tode in der Absicht sich uns geöffnet hat, damit wir da Trost und Heil schöpfen könnten! od bon Deßwegen überlasse ich mich dir, o guter Jesu! und übergebe mich gänzlich deiner göttlichen, liebevollen, und mehr als väterlichen Güte, Gewogenheit und Beschirmung, und zwar in Vereinigung mit jener Uebergabe und Empfehlung, womit du am Kreuze deinen Geist in die Hände deines himmlischen Vaters empfohlen hast. Mich verbergend in deine heiligsten Wunden, und in sein süßestes Herz- rufe ich: O mein Erlöser! höre und erhöre mich, und verwirf das Flehen meines Herzens nicht, du, der du die Liebe selbst bist, die unendliche Güte, die wesentliche Milde und die unaussprechliche Barmesto asp - 650 Gebet 2c. die Verzeihung aller sündl. Gedanken 2c. zu erlangen. herzigkeit, und der du eben deßwegen in dir selbst den Beweggrund findest, Demjenigen helfen zu müssen, der in Glauden, Hoffnung und Liebe zu dir fleht! Hilf mir also, o Herr! hilf! Amen! stim Inhadail nism Impem - Gebet zu Jesus im allerheiligsten Altarsfakramente, die Verzeihung aller sündlichen Gedan: ken, Worte und Werke zu erlangen. O Jesu, der du gekommen bist, zu suchen und selig zu machen, was verloren war, und der du in deinem heiligsten Liebesgeheimnisse den wahrhaft bußfertigen Sünder stets liebevoll zu Gnaden aufnimmst! in reumüthiger Zerknirschung flehe ich zu deiner Barmherzigkeit: Vergib mir durch die Verdienste deiner hochheiligen Gedanken alle eitlen, bösen und schändlichen Gedanken, die ich selbst wider dein Verbot gehegt, und wozu ich Andere veranlaßt habe! Vergib mir auch barmherzig kraft deiner heiligsten und heilsamen Worte alle fündlichen Worte, die ich deinem heiligsten Willen zum Troße gesprochen, und wozu ich Andere angeregt habe! Endlich flehe ich zu dir, o mein barmherzigster Heiland! daß du mir zur Ehre deiner höchst heiligen Werke, die du auf Erden für unser Heil gewirkt hast, alle Sünden, welche ich selbst gegen dein Gesetz, gegen deine Ehre und gegen deine göttlichen Einsprechungen wissentlich oder unwissentlich begangen, und wozu ich Andere verleitet habe, erlaffen wolleft. Ordne, du Lenker und Prüfer der Herzen! von nun an alle meine Gedanken, Worte und Werke nach deinem heiligen Willen und zu deiner göttlichen Ehre, auf daß mein ganzes noch übriges Leben dem deinigen gleichförmig werde! Dein will ich seyn, mein Jesu! im Leben und im Tode; ganz übergebe ich mich deinen heiligen Händen; walte mit mir nach deinem göttlichen Wohlgefallen! Amen! abilmmid senio hnd misd sin Min Die sieben Bus: Psalmen. 12 ner Ghis Anmerkung. 2 So gerecht eine Seele auch immer seyn mag, so ist sie doch im Grunde immer schwach, unvollkommen und mangelhaft. Stets wird sie sich Unvollkommenheiten und Fehler vorzuwerfen haben; denn nach dem Ausspruche des heiligen Geistes fällt auch der Gerechte des Tages siebenmal.- Um nun diese Unvollkommenheiten, derer sie in den Augen Gottes Die sieben Bußpsalmen. auszuföhnen, muß sie nothwendig zur Buße ihre und man alle der und aufrichtigsten Buße so vollkommen ausgeBediene schuldig seyn könnte, Zuflucht nehmen; demüthigsten, - drückt, als in enannten Buß- Pfalmen Davids?- dich derselben oftmals, um die daraus zu schöpfenden Empfindungen der Reue und Bußfertigkeit Jesu im allerheiligsten Altarssakramente zur Versöhnung deiner Untreue darzubringen! Billig magst du sie von Zeit zu Zeit bei einer Besuchung gebrauchen, und ganz besonders auch bei deinen Vorbereitungen zum Tode. - Erster Bußpsalm. Furcht vor dem göttlichen Gerichte, und demüthige Bitte um Versöhnung.) ( Psalm 6. Herr! verwirf mich nicht in deinem Grimme, paivall Züchtige mich nicht in deinem Zorn'! Erbarme meiner Schwäche dich, o Herr! Heile mich Zerschlagenen, o Herr! Wie innig ist mein Herz betrübt, Und, ach! wie lange säumest du, o Herr! Sieh wieder an mich, rette meine Seele, Herr! Um deiner Erbarmung willen rette mich! Denn( ewig) todt, wie kann ich Deiner denken? Wie in der Hölle deinen Namen nennen? Nächte durch seufz' ich auf meinem Lager; Mein Bett hab' ich im Thränenstrom' gebadet. Mit Finsterniß umzog dein Zorn mein Auge; Ich alterte vor Gram, umringt von Feinden. Hinweg von mir, des Lasters Knechte! Der Herr hat das Rufen meiner Angst erhört, Der Herr hat meiner Wehmuth Fleh'n erhört, Der Herr hat aufgenommen mein Gebet. schijnt. nu ma $ 651 me Zweiter Bußpsalm. Glückseligkeit des Büßers. Unseligkeit des unbußfertigen Sünder 8.) ( Pfalm 31. E Selig Jene, deren Uebelthaten erlassen, Und deren Sünden bedecket werden! O, selig der Mensch, welchem nicht der Herr Hat zugerechnet eine Sünde, und and solibar 10 Der sich nicht selbst betrügt in seinem Sinn'! Ach! mein Verschweigen war wie Knochenfraß, Mir Seufzer erpressend Lage lang. surati nolunt Bei Tag, bei Nacht lag deine Hand wie eine Last Auf mir. Da wandte ich, als tief der Dorn gids 652 Die sieben Bußpsalmen. thing In mich gedrungen, im Elend' meinen Sinn," mi pişinchi Bekannte vor dir mein Vergehen," pedal Und nicht verdeckte ich mein Unrecht mehr. Ich sprach: Bekennen will ich gegen mich Dem Herrn mein Unrecht; und da ließest du Die Strafe meiner Bosheit nach mir Sünder. Deßwegen flehe jeder Gottesfürchtige Zu dir, so lange es noch Zeit ist; Dann wahrlich werden einer Sündenfluth Gewässer ihn auch nicht erreichen. Du bist mir Zuflucht in der Trübsal, welche mich Umringet; du, o Gott! bist mein Frohlocken; Entreiße meinen Widersachern mich! ( Der Herr erwiedert:) ind dan Cic „ Einsicht will ich dir geben, lehren dich Den Weg, auf dem du wandeln sollst; phimi sek „ Stets wird mein Auge wachen über dir. ll „ So werdet nicht dem Pferd', dem Maulthier' gleich, Dem nicht die Gabe der Vernunft geworden, „ Und deren Gebiß du zähmen mußt mit Zaum „ Und Korb, daß sie sich gegen dich nicht wenden!" * - Viele Züchtigung dem Sünder!- doch Erbarmen Wird den, der auf den Herrn vertraut, umarmen. Auf, jauchzet alle, an Herzens Einfalt reich, Im Herren, Gerechte! jubelt, rühmet euch! Dritter Bußpfalm. ( Psalm 37. Leiden der Seele, als Folgen der Sünde; Liebesreue im Geiste der Ergebung und des Vertrauens.) Herr! verwirf mich nicht in deinem Zorne, Und züchtige mich nicht in deinem Grimm'! Es stecken deiner Strafe Pfeile tief in mir, Und schwer ist über mir geworden deine Hand. Dahin vor deinem Zürnen schwindet mir die Am Körper die Gesundheit, mein Gebein Bebt ruhelos beim Anblick' meiner Sünden; Denn hoch mir über's Haupt ist meine Schuld Emporgewachsen, drückt wie Gentnerlast. Es faulen eiternd meiner Wunden Narben, Die mir die eig'ne Thorheit schlug; Gebeugt und elend schleich' ich hin zum Grabe. ju 19 Die sieben Bußpfalmen. Und Harm begleitet mich den ganzen Tag;( bandull Denn Weh' erfüllet meine Lenden, men syli 653 Und aus dem Körper floh Gesundheit mir. Onl Gebrochen bin zu Boden ich geschmettert, ini diff Zum Stöhnen ward das Seufzen meines Herzens. O Herr! nach dir hin richtet all mein Sehnen sich, Und meine Seufzer sind dir nicht verborgen. Zerknirscht mein Herz, von allem Muth verlassen, Der freie Blick des Auges fehlet mir fogar: de Die Liebe sonst und Blut mit mir verband, op 5 dull Sie fernten sich, und wagen nicht zu nahen; s Die mir zur Seite stunden, sind nun fern'. oull. Da stürmten ein auf mich, die meiner Seeled ve Nachstellten; und die mein Verderben suchten, Ergossen grundlos Lästerreden, son chim wie Und fannen fortan Trug und Hinterlist. Ich aber war wie taub, als hört' ich's nicht; ne Wie stumm, als könnte ich den Mund nicht öffnen. Ich ward wie ein Betäubter, und wie einer, or Der keine Gegenred' im Munde findet;- aplis dif Weil ich auf dich, o Herr! nur hoffe;- du du is t Wirst mich erhören, Herr! mein Gott! angu Zu dir sprach ich: Nie, nie wirst meine Feinde Du über mich frohlocken lassen. glind opied sull D Jeßt, ach! weil meine Füße wankten, dig ne Erhoben stolz sie Jubel über mich. Ch @ Doch billig beuge ich der Ruthe mich, der nun Will meinen Gram vor Augen immer haben; id dull Ach! ich erkenne ja mein Unrecht selbst, bimbo Und härme über meine Sünde mich. Verlaß, verlaß, Herr! du mich nicht; inis Mein Gott! o, sey nicht ferne mir! ud 1136 Du eile mir zu Hilfe, Herrisdit nisin Und Gott, von dem allein das Heil! Hallo Vierter Bußpsalm. ( Psalm 50. 3erknirschung des Herzens über die bes gangene Sünde, innigstes Flehen um Verzeihung und Wiederherstellung in die Gnade des heiligen Geistes, mit Beziehung auf das Versöhnungsopfer Jesu Chrifti und die Würde der heiligen Kirche.) Erbarme meiner dich, o Gott! e note thike Nach deiner großen Barmherzigkeit, dy of pe 654 Die sieben Bußpfalmen. Und nad) der Menge deiner Erbarmungen dull Tilge aus meine Missethat! nism to do ne Und wasche gänzlich von mir meine Missethat, in dull Und reinige von meiner Sünde mich! id chordal ( Ach! wohl erkenn' ich meine Missethat, E Und meine Sünde ist mir stets vor Augen;+) a Damit gerecht in deinem Worte du, je suis dull In deinem Urtheil' milde nur geheißen werdest.inin Doch sieh! in Sünden bin ich empfangen wordenss Und es gebar in Sünden meine Mutter michasil vi@ Sieh! Wahrheit liebst du; deiner Weisheit Geheimniſſe Und dunkle Spuren hast du mir bekannt gemacht.@ Du wirst mit Hysop mich besprengen, und @ Ich werde rein; dis nin id dun paillachnic Du wirst mich waschen, unds2 boldning motor Ich werde weißer seyn, denn Schnee.uns dull Du wirst meinem Ohr Freud' und Wonne geivähren, Und frohlocken werden die jetzt zerschlagenen Gebeine. O, wend' dein Auge ab von meinen Sünden, ar be Und tilge alle meine Missethaten! dan sist 19C Ein reines Herz erschaff' in mir, Gott! junhilde Der Tugend Geist erneu' in meiner Brust, him frie Daß du vor deinem Angesicht' mich nicht verwerfest, Und deinen heil'gen Geist nicht von mir nehmest!@ So gib denn wieder mir die Freude deines Heils, Und stärke mit dem Geiste deiner Stärke mich! Dann will die Sünder deine Weg' ich lehren, id a Und die Gottlosen werden sich zu dir bekehren. Dieg Mach frei mich von der blut'gen Schuld, o Gott! Du meines Heiles Gott! und meine Zunged onl Wird preisen die Güte deiner Gerechtigkeit b Du, Herr! du öffne mir die Lippen, miss So wird mein Mund dein Lob verkündigen! Denn hättest Opfer du verlangt, msd nee, no Jch brächte eilig sie dir dar; allein Du hast an Brandopfern kein Wohlgefallen. Ein Opfer, dir gefällig, Gott! ist ein Zerknirschter Sinn; ein reuevolles und as prop Demüth'ges Herz wirst du, Gott! nicht verschmähen. Jim: .00 mil) dill FR Beglücke Sion, Herr! mit deiner Huld, is sand Daß neu sich heben die Mauern Jerusalems! is nie Die sieben Buspsalmen. 655 Dann wirst du als Opfer der Gerechtigkeit se bin auff Annehmen vielfältige Opfergaben; a riserball.n@ Dann werden sie zu deinem Altar' freudig ning ma Die Erstlinge der Heerden bringen. aut masin In Fünfter Bußpfalm. imeifte Pfalm 101.- Gebet in Trübfal und Bedrängniß, im Geiste der Buße und vollkommener Hingebung, mit Blicken auf das Heil und die Freiheit der Kirche durch Christus.) O Herr! erhöre mein Gebet, ni mdlvind du end dl Und laß mein Rufen vor dich kommen side ble Dein Antlig wende nicht hinweg von mir; gino Am Tage meiner Trübfal neige mir dein Ohr; Hör' ohne Zögern mich, sobald ich zu dir rufe! artale. Ach! meine Lage schwinden hin wie Rauch, und mein Gebein verzehrt sich wie ein Brand im Feuer. Isles. Hingemäht wie Gras bin ich, es dorrt mein Herz; idi. Ich hab', ach! aufgehört, mein Brod zu essen. Unter dem Aechzen meines Jammers Vertrocknet mein Gebein an meiner Haut. od da se snied Q al bod dull Gleich bin ich worden dem Vogel der Wüste, Gleich der tagscheuen Eule in ödem Gemäuer; Auf der Wache bin ich stets Wie der Sperling auf dem Dache. Mich schmähen meine Feinde den ganzen Tag, d dus 200 frim nd dull Und die mich priesen, verschwören sich wider mich. Ach! Speise ist mir Asche statt des Brodes, ne smisa dull Und meinen Trank misch' ich mit Thränen Im Angesichte deines bittern Zornes.ad cene and dull Du hast erhoben mich, und in den Staub gestürzt. Es fliehen meine Tage hin wie Schatten, Und ich verdorre wie das Gras. sind 1032 Du aber bleibest ewiglich, o Herr! Und dein Andenken von Geschlecht zu Geschlecht. Erheben wirst du dich, erbarmen über Sion; Denn der Erbarmung Zeit ist schon, ist angebrochen. Denn deine Diener sehnen sich nach Sions Bau, Und denken wehmuthsvoll an ihren Schutt. Die Heiden werden fürchten deinen Namen, Herr! Und alle Könige der Erde deine Macht. ja! aufbauen wird Sion der Herr, Und zeigen sich in seiner Herrlichkeit. Er hat das Fleh'n der Demuth angesehen, sasipo mos 656 Und nicht verworfen ihr Gebet. Der Nachwelt wird es aufgezeichnet, und es wird Den Herrn ein Volk, das er sich schaffet, preisen.mn@ Ja! nieder sieht aus seinen heil'gen Höhen quilfpo si@ Der Herr, schaut hin vom Himmel auf die Erde, Zu hören das Seufzen der Gefesselten, ##. 98***** Zu erlösen die Kinder des Todes, Damit fund werde in Sion der Name des Herrn, its& bad Und das Lob desselben in Jerusalem, niso@ Wenn die Völker sich versammeln werden, Bol dull Und die Könige, dem Herrn zu dienen. * Die sieben Bußpsalmen. Zur Antwort gibt Er drauf Einherschreitend in seiner Kraft:„ Berichte, Wie viel, wie wenig meine Tage sind! „ Nicht rufe auf mich in der Hälfte meiner Tage!" D 11 1010 D! deine Jahre geh'n von Geschlecht zu Geschlecht. Du, Herr! haft am Anfang' der Erde Grund gelegt, Und das Werk deiner Hände sind die Himmel. Sie werden vergehen, du aber bleibst; Und sie werden alle veralten wie ein Kleid, Und du wirst sie wenden wie ein Gewand, So daß sie verändert werden. Du selbst aber bist ewig derselbe, Und deine Jahre nehmen kein Ende. bly 0 en 19d HONES TO THE 13 10 5180 sdhet by hisle Die Enkel deiner Diener wohnen( noch bei dir), Und der Same derselben wird in Ewigkeit Vor deinem Angesichte wandeln. 918 t nder2 Bußpsalm.de drif din dati Sechster ( Psalm 129. Aufruf zu Gott aus dem Glende der Sünde, mit Vertrauen auf seine Barmherzigkeit; Hinblick auf die fünftige Erlösung.) Aus der Tiefe rufe ich zu dir, o Herr! Herr! höre mein Rufen! pondo Laß dein Ohr merken auf die Stimme meines Fleh'ns! Wenn du der Sünden achten willst, o Herr! HO 121120 ist Ach, Herr! wer wird sodann bestehen? Allein bei dir ist ja Vergebung, und- o Herr! An deinem Gesetze hielt ich aufrecht mich. * 13 mus@ unse tind just Die eben Bußpsalmen. Aufrecht hielt meine Seele fich an seinem Wort', Es hoffte meine Seele in dem Herrn, odds Live G Von einem Morgen zu dem andern; Vertrau'n soll Ifrael nur in dem Herrn; misur chi lo mod Denn bei dem Herrn ist die Barmherzigkeit, pudod monisd Und gnadenreiche Erlösung dort bei Gott. si dia msich Ja! er wird Israel erlösen sid? Von allen seinen Misſethaten.id and jun in Siebenter Bußpfalm.ismos esdo! ( Psalm 142. Vertrauensvolle Anrufung göttlicher Hilfe in Leiden und Todesgefahren.) Herr! erhöre mein Gebet, Merk auf mein Fleh'n nach deiner Wahrheit, Erhöre mich nach deiner Gütigkeit! Und geh' nicht mit deinem Knechte in's Gericht; Denn vor dir wird nichts, was lebt, gerecht erfunden. Ach! der Feind hat meine Seele hart verfolgt, is In den Staub getreten mein Leben, eingefertert dan Mich in Finsterniß den Todten gleich.and susiped in 2013 In Angst versetzt ist über mich mein Geist, Es entseßet sich in meiner Brust mein Herz. Ich gedachte der Tage der Vergangenheit, Verweilte betrachtend bei deinen Werken allen, Bei den Thaten deiner Rechten in Betrachtung.gi Ausstreckt' ich meine Hände hin nach dir; Meines Lebens Odem geht zu Ende. grid dim jasuise Wende nicht dein Angesicht von mir; jer nobilenbe Jenen gleich' ich, steh! die in die Grube sinken. Thu' mir frühe deine Erbarmung fund, Weil in die ich meine Hoffnung habe; idhim Mach' den Weg bekannt mir, den ich wandeln soll! Denn empor zu dir erheb' ich meine Seele. Rette mich, o Herr! von meinen Feinden! Meine Zuflucht nehm' ich nun zu dir. Lehr' mich deinen Willen thun, da du mein Gott! Auf die rechte Bahn führ' mich dein guter Geist! Herr! um deines Namens willen belebe mich; Leite mich nach deiner Huld aus der Bedrängniß, Und zerstreue in deiner Erbarmung meine Feinde, Und ohnmächtig mache Alle, die mich drängen, Indem ich dein Diener bin! 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe ic. - 42 657 Q 658 Gebet in Versuchungen,- um die Gnade vollk. Keuschheit.. Gebet in Versuchungen. hid thongs O Jesu! fieh! heftige Versuchungen bestürmen mich. Zu wem soll ich meine Zuflucht nehmen, als zu dir, der du in deinem hochheiligen Sakramente unsere Stärke und unser Schirm wider die Feinde unsers Heiles bist? D, kämpfe für mich, und bezwinge die bösen Thiere, die lüsternen Begierden, auf daß Friede werde in deiner Kraft, und Ueberfluß deines Lobes ertöne in der heiligen Halle, im reinen Gewissen! Gebiete den Winden und Stürmen, sprich zum Meere: Schweige! und zum Nordwinde: Du sollst nicht wehen! und es wird nism störs 35ick große Ruhe seyn. Sende, o Jesu! dein Licht aus und deine Wahrheit, daß fie leuchten auf Erden! Denn eine wüste und leere Erde bin ich, bis du mich erleuchtest. Ergieße deine Gnade aus deinem Heiligthume, durchströme mein Herz mit himmlischem Thau, spende mir Gewässer der Andacht, das Angesicht der Erde zu begießen, daß sie gute, daß sie die besten Früchte hervorbringe!- Erhebe das Gemüth, niedergedrückt durch die Last der Sünden, und hefte meine ganze Sehnsucht an das Himmlische, daß es mich, wenn ich die Lieblichkeit der himmlischen Seligkeit gekostet habe, verdrieße, irdischer Dinge zu gedenken! thon id song anism bi SMIDD mou Nimm mich hinweg, o Jesu! und entreiße mich allem vergänglichen Troste der Geschöpfe! Denn nichts Erschaffenes ist vermögend, meinen Hunger vollkommen zu stillen und zu trösten. Verbinde mich dir durch das unzertrennliche Band der Liebe! Denn du allein genügest dem Liebenden, und ohne dich sind alle Dinge nichts. Gib, daß ich in deiner Liebe, Herz an Herz mit dir, lebe und sterbe! Amen! FUIFZS DE TOT 31966 SHOTE nine Gebet um die Gnade vollkommener Keuschheit. O Jesu, reinster Bräutigam der Seelen, Brod der Engel, und Wein, aus dem Jungfrauen hervorsprießen! tilge, ich bitte dich, aus meinem Marke und aus meinen Gliedern alle fleischlichen Neigungen! Und da du mir eine Seele verliehen hast, ſo edel und geistig, daß sie der Reinigkeit deiner Heiligen im in ng pansi Gebet um Tugenden, Himmel fähig ist, so verleihe mir, daß ich von dieser Stunde an als ihre getreue Nachfolgerin und als deine Tochter kraft dieser Tugend ihnen und dir ähnlich werde! Sollte ich aber in meinem Innern Neigungen empfinden, die dieſer himmlischen Tugend widerstreben, so laß sie meine Quäler seyn, die Gerechtigkeit an mir üben, wegen meiner vergangenen Unordnungen mich peinigen, und meine Seele wie in einem Feuerofen reinigen! Laß sie mir auch statt eines Weckers dienen, daß Tatlon ich um so vorsichtiger wandle, mir selbst mißtraue, und in allen Dingen nur dir vertraue und von Herzen anhänge! Auch sollen sie mich anspornen, in meinen guten Begierden und festen Vorsätzen vollkommener Reinigkeit um so eifriger auszuharren, wie ich denn auch mit fester Zuversicht zu deiner göttlichen Hilfe mir vornehme, alle Mittel anzuwenden, welche meine Fortschritte in dieser Tugend fördern! Amen! - kedanadya. um die Gnade, Gottes Wohlgefallen 2c. 659 stute roging t - Gebet um Tugenden. Süßester Jesu, du Vorbild aller Tugenden während deines Wandels auf Erden und auch jetzt in dem allerheiligsten Altarssakramente! flöße mir heiligen Eifer ein, daß ich dir in demfelben nachfolge! Sende, göttliche Sonne der Gerechtigkeit! die Strahlen deines Lichtes in mein Herz, und befeuchte es mit dem reichlichen Thau deiner Gnade, auf daß daselbst Blumen wahrer Tugenden aufblühen, derer Geruch dir wohlgefällig sey, und den Nächsten erquicke und in allem Guten stärke! Lehre mich vollkommen seyn, gleichwie unser himmlischer Vater vollkommen ist, und überwinde durch deine göttliche Kraft meine Trägheit, daß ich dich, mein göttliches Vorbild, in mir abbilde, und als dein wahrer Jünger dahin komme, wo du mein Herr und Meister bist, mich ewig bei dir zu erfreuen! Amen! Gebet um die Gnade, in Allem Gottes Wohl: gefallen zu vollbringen. O Jesu, an dem der ewige Vater sein Wohlgefallen hatte und noch hat, weil du in Allem nach seinem Wohlgefallen Istnem 42* 660 Geo at mollappl Kranken- und Sterbegebete ic. son3 m 100 gethan haft und im heiligsten Sakramente noch thust! verleihe mir deine Gnade, daß sie mit mir sey, und mit mir wirke, CHEC Gib mir, daß ich und bei mir verharre bis an's Ende! 0 191 Ond you there! immerdar verlange und wolle, was dir angenehmer ist und mehr gefällt! Dein Wille sey der meinige, und mein Wille folge dem deinigen immerdar, und stimme am Besten mit ihm überein! Ein Wollen und Nichtwollen sey mir mit dir! Noch mag ich auch Anderes wollen oder nicht wollen, als was du willst und nicht willst. p Gib mir, daß ich allen Dingen absterbe, die in der Welt sind, und Deinerwegen gerne verachtet werde, und ungekannt sey in dieser Welt! Gib mir, daß ich über alles Ersehnte in Du bist der dir ruhe, und mein Herz in dir befriedige! wahre Friede des Herzens, du die einzige Ruhe; außer dir sind alle Dinge hart und voll Unruhe. In diesem Frieden, d. i., in dir, dem einzigen, höchsten und ewigen Gute, will ich schlafen und ruhen. Amen! - 201 Neunter Abschnitt. Memento mori: plethor Kranken- und Sterbe: Gebete Mon MOBET des di mediapa? 121des 1 - - frommen Liebhabers und Anbeters des allerheiligsten shillaimid Altarssakraments.solo di sodel önismi fark ochilopoch Memento mori, oder Vorbereitung zum radi drit Tode mo 1796 nim ad oor in gesunden Tagen. do nied in du 1 e to ist plug him hd file, Gur Chris Wann? ist ungewiß. Von einem Mein Christ! du wirst sterben. Darum halte dich immerhin guten Tode hängt die ewige Seligkeit ab. darauf bereit! dir wenigstens alle Monate einen wo du forgfältig dazu vorbereiteft durch eine reumüthige Beicht, durch die heis lige Kommunion als letzte Wegzehrung, burch Ordnung aller deiner Angelegenheiten, und durch folgende Uebungen vor dem allerheiligs sten Altarssakramente! 316 - Kranken- und Sterbegebete 2c. sid Tod! wie sehr fürchte ich dich! wie sehr erschrecke ich, O wenn ich dich durch die schwarzen Finsternisse jener Landschaft erblicke, wo du wohnest! Wie sehr fürchte ich jene erschrecklichen Ungeheuer, welche das Zeichen geben werden, wenn die Seele des unbußfertigen Sünders den Leib verlassen wird, um sich in ungeheurer Anzahl zu versammeln, und die sie sodann ergreifen und vor den Richterstuhl des höchsten Richters hinführen werden, um sie vor ihm anzuflagen! Wie sehr fürchte ich den Anblick dieses fürchterlichen Richters, vor dessen Blicken selbst die Engel zittern! Wie sehr fürchte ich endlich mich selbst, da ich mich so leer an guten Werken, und so beladen mit Unflath und Missethaten erblicke! Unser Stammvater getraute sich nicht, vor dem Engel zu erscheinen, der des Herrn Stelle vertrat, weil er sich ganz nackt sah; ich habe mich gefürchtet, weil ich nackt war;" werde wohl ich es wagen, vor Gottes Majestät zu erscheinen, da ich ebenfalls nackt und leer an guten Werken, ja! beladen mit Missethatén, und mit Gottlosigkeiten bedeckt bin? Sie sind mit ihrer Ungerechtigkeit und Gottlosigkeit ganz überdeckt." ( Psalm 72, 6.) andstilf shdo and 661 Spm smis O mein Erlöser, der du das anbetungswürdigste Altarssakrament eingesetzt hast, nicht nur, um bis zu deiner lezten Ankunft deinen Tod zu verkünden, sondern auch, um uns die nöthige Hilfe darzubieten, und uns zu unserm Tode vorzubereiten! sich! ich erscheine hier am Fuße deines Altars und bitte dich um alle jene Gnaden und Hilfe, die ich nöthig habe, um christlich und heilig zu sterben. O mein Jesu! du bist hier unser Osterlamm, kraft dessen wir glücklich aus dem Aegypten dieſes Lebens ausziehen; wir sind aus den Händen unserer grausamen Feinde, die uns nachsetzen, um uns zu verderben, befreit, und wir finden den Weg offen, um mitten durch ein Meer von Beschwernissen in das Land einzugehen, das du uns zur Erbschaft verheissen hast. Darum komme ich zu dir, und flehe dich demüthig um deinen Beistand auf jener gefährlichen Reise an, die ich aus diesem in das zukünftige Leben machen muß, inständigst bittend, daß du in mir alle Kranken- und Sterbegebete ic. jene entfernten und nahen Vorbereitungen treffen wollest, die mir nothwendig sind, um heilig zu sterben. bl mein Erlöser! gib doch, daß ich, als getreuer Nachfolger des Beispieles, welches du uns gibst, wie du auf den Altären ein von allen Geschöpfen gänzlich abgesondertes, verborgenes und in Gott versenktes Leben führe, ein Opferleben, welches dahinfließt in immerwährender Anbetung der Größe und Vollkommenheiten deines Vaters, in tiefer Vernichtung meiner selbst, in steter Buße und Verdemüthigung meiner Sünden wegen, in ununterbrochenen Seufzern über meine Armseligkeiten, in beständigem Beten und Bitten wegen meiner Bedürfnisse, in unverbrüchlichem Gehorsam gegen den Willen meines Schöpfers rücksichtlich meiner Pflichten, in beständiger Beraubung aller Tröstungen dieses Lebens, so, daß ich stets der Welt, der Sünde, der Begierlichkeit absterbe, stets in der Betrachtung der Vollkommenheiten Gottes versenkt sey, und stets von den heiligen Flammen der Liebe verzehret werde! Gib, daß ich in der Welt sey, wie du in diesem heiligen Sakramente bist, nämlich, als wäre ich nicht darin; daß ich, nach deinem Beispiele, Augen habe, ohne zu sehen, was da vorgeht, Ohren, ohne zu hören, was da geredet wird, eine Zunge, ohne zu reden, was da gesehen wird, Hände, ohne etwas von dem zu thun, womit man sich da beschäftiget, ohne demjenigen nachzugehen, was man da sucht, ein Herz, ohne zu lieben, was man da liebt! 662 - - - Füße, endlich Um die nahen Vorbereitungen zu einem heiligen Tode in mir zu treffen, laß mir, o mein Erlöser! jene Hilfe zu Theil werden, um welcher willen du dieses allerheiligste Sakrament eingesetzt hast! Würdige dich, vor meinem Hintritte aus dieser Welt mir als Wegzehrung dich zu geben, um meine Seele für die große Reise in die Ewigkeit zu nähren und zu stärken,- als solche mein Wegweiser zu seyn, sie dahin zu führen, mein Licht, sie zu erleuchten, meine Kraft, sie zu unterstüßen, mein Beschüßer, sie zu vertheidigen, mein Sachwalter, ihre Angelegenheit bei deinem Vater zu verfechten, und ihr Gnade zu erhalten! Laß sie nicht allein und aller Hilfe beraubt jener schrecklichen Verlassenheit von den Geschöpfen, worin sie in - Kranken- und Sterbegebete zc. sich befinden wird, da sie dieses Leben verläßt! Reinige sie von ihren Sünden in deinem Blute! Bekleide sie mit deiner Gerechtigkeit! Schmücke sie mit deinen Tugenden! Bereichere sie mit deinen Verdiensten! Gib ihr die Gnade vollkommener Aussöhnung und des Eintrittes in das Himmelreich!) r[, 113) Nimm meine Seele unter den Schatten deiner Flügel auf, da sie den Leib verlassen wird! Verbirg sie in deinen heiligen Wunden! laß dein Angesicht über sie leuchten, wie du Jenen thust, die ihre Hoffnung auf dich gesetzt haben! Nimm ste als eines deiner Schäflein in deinen Schooß, damit sie dir Niemand raube! Bewahre sie als eines deiner Kinder tiefst in deinem Innern! D, möchte ich doch den Troft haben, mitten durch das zahllose Heer meiner Feinde, die mich verfolgen, in das zukünftige Leben einzugehen, bekleidet- mit meinem Jesus, verborgen in meinem Jesus, meinen alten Menschen, meine Begierlichkeit, meine Sünden begraben im Blute meines Jesus! Ich habe schon einmal das Glück gehabt, darin begraben zu seyn bei meiner Geburt, das ist, bei meiner Taufe; möchte ich doch durch deine Gnade darin auch zum zweitenmal begraben werden bei meinem Tode, da ich die Erde verlassen werde, um vor meinem Richter zu erscheinen! - --- 663 - Um aber durch deine Gnade zu deinen Vorbereitungen auch selbst etwas beizutragen, so komme ich, o mein göttlicher` Erlöser! zu diesem Geheimnisse des Glaubens, zu bekennen, daß ich ungezweifelt Alles glaube, was du und deine heilige Kirche zu glauben mir vorstellen; zu diesem Dankopfer, dir demüthigst für alle Güte und Geschenke der Natur und Gnade, die du mir mein Leben hindurch mitgetheilt hast, zu danken;- zu diesem Versöhnungsopfer, dir alle meine Missethaten zu bekennen, dir zu betheuern, daß sie mich aus Liebe Deiner innigst schmerzen, und dich deßhalb demüthigst um Verzeihung zu bitten; zu diesem Friedensopfer, dessen Verdienst dein Vater nichts abschlagen kann, dich zu versichern, daß ich auf dessen allmächtige Kraft alle meine Hoffnung setze;- zu diesem göttlichen Brandopfer, dem Herrn alle Huldigungen, Anbetung und Verehrung des Himmels und der Erde, der Zeit und Ewigkeit darzubringen, die sich darin vereiniget finden; zu diesem Geheimnisse Krankfen und Sterbegebete zc. der Liebe, Gött mit der Liebe meines Jesus, feiner heiligen Engel, feiner Auserwählten und Gerechten alle Liebe meines Herzens darzubringen, und ihm Alles zu weihen, was ich in der Welt bin und habe; zu diesem bitteren Kelche, wo mein Erlöser im Voraus, am Abende vor seinem Leiden, geheimniß voller Weise sterben wollte, mich zum Tode zu bereiten; zu dieser Quelle des Lebens, wo das ewige Leben Jenen gegeben wird, die dieses Geheimniß würdig empfangen, den Ursprung und die Quelle meines ewigen Heiles zu suchen. di sid, fordi sia O mein Heiland! vielleicht ist dieser Tag der letzte meines Lebens; es hängt von dir ab; wie es dir gefällig ist! Ich nehme den Tod der Zeit, Stunde und Art nach an, wie 664 es deine Vorsicht beschlossen hat; ich bringe deinem Vater im Voraus in Vereinigung mit deinem Tode ein Opfer dar. Ich betheure, daß die Welt, für welche ich sonst so eingenommen war, für mich nichts mehr ist, und daß ich sie mit Freuden verlasse, um zu meinem Gott zu gehen; daß meine Neigungen und Begierden keineswegs für diese Erde sind, und daß von nun an alle meine Sehnsucht und mein Verlangen dahin gehen soll, ihn ewig im Himmel zu sehen und zu besizen. ID mein Jesu! du haft die Schlüssel des Todes, und lassest die Menschen jenes Todes sterben, der dir gefällig ist. Ich bitte dich inständig: Gib mir einen heiligen und vor deinem Angesichte kostbaren Tod, damit er die Angelegenheit meines Heiles besiegle! Ewiger Hoherpriester der zukünftigen Güter, der du deinem Vater unsern Tod mit dem deinigen aufopferst! ich bitte dich, wasche und reinige das Opfer, ehe du es darbringst! Reinige meine Seele, ehe du sie von dieser Welt hinwegnimmst, von allen Sünden, womit sie sich in diesem Leben befleckt hat! Sie verabscheut dieselben über Alles; sie ist betrübt, voll Scham, und demüthigt sich deßhalb vor dem Herrn; fie opfert, um diese Sünden zu tilgen, deinem Vater alle Betrübniß und allen Schmerz, die du dein Leben hindurch empfunden, alle Thränen, die du vergossen, alle Seufzer, die du gethan, und alles Blut, das du bei deinem Tode für unsere Seelen vergossen hast, und noch immer auf eine geheimnißvolle Weise vergießest. O ewiger Vater! höre, ach! höre die - TH 665 61. Kranken- und Sterbegebete 2c. Stimme dieses Blutes, das um Gnade für mich fleht! Sieh, it wie durch die geheimnißvolle Vergießung dieses Blutes, welche auf unsern Altären geschieht, die ganze Erde damit befeuchtet, bedeckt, überschwemmt ist! und durch das Verdienst dieses Blutes verzeihe mir meine Sünden! Aber auch du, meine Seele! höre die Stimme dieses Erlösers, welcher dir durch den Mund des heiligen Job zuruft: D Erde! bedecke mein Blut nicht, und laß mein Geschrei keine Stätte finden, sich in dir zu verbergen"( Job 16, 19.)! das heißt: du, der du deinem Wesen nach nur Erde bist! verbirg nicht das Blut deines bewunderungswürdigen Erlösers durch die unordentliche Neigung zum Irdischen! hindere nicht seine Stimme, hinzudringen zum Throne seines Vaters, durch Verstockung deines Herzens und durch deine Verhärtung in der Sünde! Ja, o mein Gott! dieses kostbare Blut ist der einzige Grund meiner Hoffnung und mein ganzes Verdienst. Nicht meiner Gerechtigkeit oder meiner guten Werke wegen hoffe ich die Verzeihung meiner Sünden, sondern nur durch die Kraft des Blutes meines Erlösers;- durch das Besprengen meiner Thürschwelle mit dem Blute dieses unschuldigen Lammes hoffe, ich dem Schwerte des Würge- Engels zu entgehen; dadurch, daß ich, wie Rahab, ein rothes Seil an das Fenster hänge, das heißt, daß ich mich mit den zärtlichsten Anmuthungen meines Herzens an Jesus, den Gekreuzigten, festhalte, und mich auf die Verdienste seines Leidens stüße, hoffe ich, nicht in die Plünderung und Zerstörung Jericho's verwickelt zu werden, und das Glück zu haben, dem Volke des Herrn beigesellt zu werden, und mit demselben in das Land einzugehen, welches ihm zur Erbschaft und zum ewigen Besitthume verheissen wor den ist. Amen! 19 8pc bonism Laß dir, mein Chrift! an diesem Tage deiner Vorbereitung zum Tode auch die 7 Bußpsalmen zu beten angelegen seyn! Kranken- Gebete. Gebet in schwerer Krankheit. Jesu, dessen Barmherzigkeit ich im heiligsten Altarssakramente nie ohne Trost und Hilfe angefleht habe! sich, da 3wickenpflug, Jesus, unsere Liebe zc. 43 666 Kranken- und Sterbegebete zc. ich nimmer zu dir kommen kann, aus deinem Heiligthume hierher auf deinen armen Knecht, der mit bitteren Schmerzen ringet! Sieh, mein Heiland! die Schmerzen des Todes haben mich umgeben, keine Gesundheit ist in mir, das Merk meiner Ge beine vertrocknet, und mein Herz verschmachtet in mir. Süßester Jesu im hochheiligen Sakramente! hilf mir durch die Kraft deines heiligen Namens, den ich in Demuth und Hoffnung anrufe! Jesu, mein Heiland! heile mich! Schirme meine Seele, daß sie nicht in Ungeduld verzage! Gedenke, daß ich ein Werk deiner Hände bin, daß du mich erschaffen, mit deinem Blute erlöset, mit dem Brode des Lebens genähret haft! O Jesu! ein gütiger und barmherziger Gott, der sich der Schwachheit der Menschen erbarmt, bist du in deinem heiligen Liebesgeheimnisse... Nimm doch auch diese meine Pein barmherzig von mir! Zwar schwer, mein Heiland! habe ich gesündiget, und dich oft zum Zorne gereizt. Billig leide ich daher für meine Sünden. Doch du, o Jesu! bist allen unsern Sünden gnädig, und heilest alle unsere Gebrechen. omian state and Erbarme dich meiner, o Jesu, du Sohn Davids! erbarme dich meiner! Heile mich, Herr! und ich will dir danken und dein Lob verkünden alle Tage meines Lebens! Ein anderes Gebet. Berous 60d O barmherziger Jesu, der du bis an das Ende der Zeiten im hochheiligen Sakramente unter uns Menschen seyn willst, uns deine süße Barmherzigkeit zu zeigen! errette, wenn es nach dem Willen deines himmlischen Vaters geschehen kann, meine Seele aus dieser Noth! Nimm hinweg die Furcht und Angst meines Herzens, die Pein und Schmerzen meines Leibes, auf daß ich mit erneuerten Kräften dir diene! Gedenke, süßester Heiland! wie liebreich du während deines Wandels auf Erden an so vielen Kranken gehandelt, wie du den demüthig bittenden Aussäßigen gereiniget, den Knecht des Hauptmannes geheilet, den Gichtbrüchigen mit den troftreichen Worten gesund entlassen:„ Vertraue, mein Sohn! deine Sünden sind dir vergeben!" wie du den Blutgang jenes armen Kranken- und Sterbegebete. Weibes gestillet hast, welches den Saum deines Kleides mit Vertrauen berührte, und wie du durch Städte und Flecken wandelteft, und alle Krankheiten der Seele und des Leibes durch dein heilsames Wort hinwegnahmest! Du, noch immer unser Leib und Seelen- Arzt im hochheiligen Sakramente! erzeige auch mir, deinem unwürdigen Diener, so große Barmherzigkeit, und nimm die Leiden meiner Seele und meines Leibes von mir, daß ich in deiner heiligen Gemeinde dich lobe, und dir den flammendsten Dank meines Herzens darbringe!.. 661 Doch, Herr! nicht mein, sondern dein Wille geschehe! Willst du, daß ich leiden, noch mehr, noch länger leiden soll, ich bin es zufrieden. Ist es dir gefällig, mich aus diesem Leben abzurufen, so sey es, wie und wann du willst! Nur gewähre mir Geduld, vollkommene Verzeihung meiner Sünden, eine glückselige Sterbestunde und das ewige Leben! Amen! Liebesfeufzer. O Jesu! durch deine schmerzliche Todesangst am Delberge erbarme dich meiner; und gleichwie du durch deinen Engel dich stärken ließest, so sende auch mir Trost und Kraft aus deinem Heiligthume, vor dem ich dich so oft angebetet, meine Anliegen ausgegossen und Erhörung gefunden habe, auf daß ich in diesem meinem Jammer nicht verzage, sondern deinem allerheiligsten Willen mich vollkommen ergebe! O Jesu! du ewige Weisheit des Vaters! ich erkenne, daß du durch das Leiden des äußerlichen Menschen den innerlichen Menschen reinigest, und bin bereit, nach deinem Wohlgefallen jedes Leiden zu ertragen. Verleihe mir nur Standhaftigkeit, auf daß diese Krankheit zu deiner Glorie gereiche, und daß ich dadurch deine Liebe gewinne! Ich danke dir, barmherziger Jesu! daß du. mich nicht gleich so vielen Tausenden durch einen gähen und unversehenen Tod hinwegraffest, sondern diese Krankheit mir zusendest, mich zum Eintritte in die Ewigkeit vorzubereiten. Ich opfere dir zur Dankbarkeit alle meine Schmerzen, und bitte dich, daß du Alles, was an deiner Liebe mich verhindern kann, von mir 43* 668 Kranken- und Sterbegebete zc. nehmen, und meine Seele mit deinen heiligen Verdiensten schmücken wolleft. Ich preise dich, mein Erlöser! daß du mich würdig hältst, durch meine Schmerzen einige Aehnlichkeit mit dir zu erlangen. Denn Christus mußte leiden, und so in seine Herrlichkeit eingehen." Gingst aber du, unschuldiges Lamm Gottes! nur durch Leiden in deine Herrlichkeit, wie anders kann ich dahin eingehen, der ich ein fündiger Mensch bin, und Gott so oft und so schwer beleidiget habe? 17 strali Gepriesen sey deine ewige Liebe, o Jesu! Denn viel Gutes habe ich aus deinen göttlichen Händen empfangen. Wie also soll ich nun klagen, daß du durch Schmerzen mich prüfest? Aus deiner Hand kommt Gesundheit und Krankheit. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's genommen; der Name des Herrn sey gebenedeit! Stärke mich, Herr! in dieser bitteren Stunde! Vermehre mein Vertrauen und meine Liebe zu dir, wenn meine Schmerzen überhand nehmen und meine Kraft verschwindet! Verlaß mich nicht, o Jesu! Du allein bist ja mein Trost und meine Kraft. Eröffne mir, mein Erbarmer! die Schäße deines bitteren Leidens und Sterbens, und der Erneuerung desselben durch deinen unblutigen Tod, daß ich daselbst meine Seele erquicke! Gib mir, daß ich sie im Sakramente der Buße reinige, und besiegle sie dann durch das liebreiche Sakrament deines allerheiligsten Fleisches und Blutes, daß weder Trübsal noch Versuchung sie dir entreiße! O gütigster Jesu! vervollkommne meine Liebe zu dir, daß ich im Leben und im Tode dich über Alles liebe, der du ewiger Liebe würdig bist! Auf dich hat mein Herz gehofft, dir habe ich geglaubt, dich habe ich geliebt, der du aus Liebe zu mir Mensch geworden, am Kreuze für mich gestorben, und im heiligen Sakramente das fortwährende Opfer meiner Versöhnung, die Nahrung meiner Seele, mein trautefter Freund bist. D, höre die Seufzer meines Herzens, und verlaß mich nicht in meiner bittersten Noth! Sieh, o barmherziger Jesu! ich bin jener arme Wanderer, welcher von Jerusalem nach Jericho hinabging, und von Mör Kranken- und Sterbegebete ic. dern verwundet, und halb todt am Wege verlassen ward. O barmherziger Samaritan!, heile mich, und ich werde geheilet seyn! Ich bin jener Blinde, welcher am Wege zu dir ruft: Jesu! du Sohn Davids! erbarme dich meiner!" erleuchte mich mit deinem Gnadenlichte, daß ich nicht in Todesnacht versinke! O ihr heiligen fünf Wunden meines sterbenden Heilandes! ergießet euer mildes Blut in meine Seele und in meine fünf Sinne, daß sie dadurch vollkommen gereiniget und gestärkt werden, und ich durch eure Kraft im letzten Kampfe den Feind überwinde, und die Siegespalme aus den Händen meines Herrn empfange! Amen! 669 Von der Freude und Herrlichkeit des himm: lischen Reiches. Dwie glorreich ist das himmlische Reich, in welchem alle Heiligen mit dir, o Jesu! ewig frohlocken, wo alle mit Licht, wie mit einem Gewande angethan, und mit Kronen der Unsterblichkeit geschmückt, ohne Ende herrschen! O unaussprechlich liebliches und hochersehnliches Reich, wo du, o Herr! von Angesicht zu Angesicht gesehen, und mit den Armen ewiger Liebe umfangen wirst! Dort ist wahre Freude ohne Traurigkeit, Gesundheit ohne alle Schmerzen, Wohlstand ohne Unglück, Sicherheit ohne Gefahr, Leben ohne Tod, alles Gute ohne irgend etwas Böses. D, wie wohl ist Jenen, die aus diesem bestandlosen Leben zu so überschwenglicher Seligkeit gekommen find! O unser hochgeliebtes Vaterland, sichere und beständige Wohnung! wir sehen dich zwar, doch nur von Weitem; aus diesem ungestümen Meere grüßen wir dich, und seufzen weinend zu dir aus diesem Jammerthale. Ach! wann werden wir zu dir gelangen? O Jesu, unser Gott und Erlöser, du Hoffnung und Zuversicht des menschlichen Geschlechtes! führe und regiere unser Schifflein, daß es nicht von dem Ungestüm der Wogen verschlungen werde! Sieh deine Erlöseten an, die du so theuer erkauft und mit deinem Fleische und Blute ernähret hast! Zu dir rufen wir, o Jesu! Erhöre uns! Zu dir seufzen und weinen wir, o Jesu! Erbarme dich unser! Errette uns aus unserm Elende um deines Namens willen, und führe uns - ( 670 Kranken- und Sterbegebete ic. in die Gesellschaft deiner Auserwählten! Selig und überselig Jene, die in deinem Hause wohnen, o Herr! Preisen werden sie dich in alle Ewigkeit. Amen! Disk Sehnsucht der Seele nach Gott und dem Himmel. Wie der Hirsch nach den Wasserquellen, so verlangt meine Seele nach dir, o Gott! Wann werde ich kommen, und vor deinem Angesichte erscheinen? O Quelle des Lebens! wann werde ich kommen zu den Gewässern deiner Süßigkeit? Wann werde ich deiner Kraft genießen, und meinen Durst ersättigen? Herr! mich durftet nach dir! Brunnquelle des Lebens! ersättige mich! Ach! wann wird jener Tag erscheinen, der Tag der Freude und des Frohlockens, an welchem ich hören werde: „ Geh' ein in die Freude deines Herrn!" O lieblicher, o herrlicher Tag, welcher keinen Untergang kennt, Tag, welchen der Herr gemacht hat! O Freude, welche ewigen Jubel in sich faßt! Freude ohne alle Traurigkeit! Freude, außer welcher keine Freude ist! wann werde ich in dich eingehen?- Was ist's, das mich hier auf Erden aufhält? Ach, daß meine Pilgerschaft verlängert ward! Wie lange soll mein Aufenthalt hier dauern? Wie lange noch werden die Spötter mich fragen: Wo ist dein Gott?" Wie lange noch werde ich hören: „ Warte hier, warte da; hier ein wenig, da ein wenig?!" Wer ist's denn, den wir Menschen erwarten? Bist nicht du es, mein Herr und Gott!? So komm denn, o Herr! und weile nicht länger; fomm, und suche mich heim im Friedeta! Komm, und zeige mir dein Angesicht! Komm, mein Erlöser! und führe meine Seele aus dem Kerker, daß ich deinem Na3 lag- sid ig men ewig Lob und Dank sage! Amen! Sterbe- Gebete. Gebet, dem Sterbenden vorzubeten. O Jesu, meine Barmherzigkeit und meine Zuflucht! nach dir verlange ich, zu dir fliehe ich, und eile zu dir zu kommen; verachte mich nicht in meinem Todeskampfe! Sey mir barmherzig in meiner größten Noth! Nicht durch meine Werke Kranken- und Sterbegebet erlösen, sondern erlöse di Lin Gering und nichts sind meine Verdien traue auf deine Erbarmungen; und größer is auf deine Barmherzigkeit, als mein Mißtrauebösen Werke. Du bist meine Hoffnung, o Je Verlangen meiner Seele. Sieh! Ich komme zi. lange aufgelöset zu werden, und bei dir zu seyn mich nicht meiner Sünden wegen, die dein Blut und nimm mich barmherzig auf! In deine Händ ich meinen Geist. Blicke zu mir, o ewige Barmherzig daß ich im Frieden schlafe und ruhe! Amen! kann ich mich dich meiner! Lette Seufzer. Herr Jesu! sieh! es will Abend werden. Bleibe bei n Licht der Welt, du lebendiger Abglanz des ewigen Vaters, 2 der Betrübten, Kraft der Sterbenden und Erlöser der Sündi Erhalte in mir das heilige Gnadenlicht, welches du dur.. das Feuer des heiligen Geistes in mir angezündet haft! Id widerfage allen Eingebungen des bösen Feindes, allen Sünden, Allem, was deinem heiligen und liebreichen Willen entgegen ist, nun und in Ewigkeit. Laß nicht zu, o Jesu, mein Licht und meine Kraft! daß die Anfechtungen und Blendwerke des Satans und der Geister der Finsterniß etwas über meine Seele vermögen, oder irgend meine Vernunft verwirren, damit sie, die du um den unendlichen Preis deines kostbaren Blutes erkauft, und so lange mit dem Brode des Lebens genähret haft, dir nicht entriffen werde! Oheiligste Dreieinigkeit, einiger, wahrer und ewiger Gott! erkenne an mir, was du erschaffen, erlöset und geheiliget hast, und gestatte nicht, daß das Werk deiner Hände verloren gehe, das mit dem höchst edlen Bilde deiner göttlichen Majestät geschmückt ist! din on bhim Geh' hin, sterblicher Leib! zur Erde, aus der du genommen bist! Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, und daß er an jenem Tage mich abermal auferwecken wird. Und erstehen werde ich dann, und in meinem Fleische Gott, meinen Erlöser, schauen. 670 Kri afen- und Sterbegebete 2c. in die Gesellschaft dSeele, o Gott! Dein bleibt sie in Ewigkeit. Jene, die in deine deine Todeswunden, Jesu! Beschatte sie mit sie dich in alle Emme sie mit dem Schilde deiner Treue, daß sie Sehnsucht über alle Arglist und Gewalt ihrer Feinde stege! reuzigter Heiland! durch jenen unaussprechlich , den du für uns empfinden wollteft, als deine Seele aus ihrem unschuldigen Leibe sich trennte, dieser Stunde von aller Strafe und Pein, die deinem Ane Sünden befürchte! Seele nach werde ich ju, meine einzige Hilfe! durch die unendliche Liebe, werde ich bewog, alle Bitterkeiten deines heiligsten Leidens Herr! en, löse mich auf von den Banden dieses Leibes, tige mi meine Seele auf, und begleite sie in die himmlische Freude Deffne ihr die Pforte des ewigen Lebens, daß sie „ Geheinen Auserwählten in Ewigkeit sich erfreue! liche Ich verlange zu sterben, mein Gott! weil dieß dein heiHez ter Wille ist. Ich verlange zu sterben, damit ich in der ückseligen Nothwendigkeit sey, nicht mehr fündigen zu können, Ind dich, meinen Gott, zu lieben. Ich verlange zu sterben, damit ich meinem sterbenden Jesus gleichförmig werde, die Schuld des Todes bezahle, und zu Jesus und Maria komme, Gottes Angesicht schaue und ihn unaussprechlich liebe. Wie der. Nun laß, o Herr! deinen Diener, nach deinem Worte, im Frieden scheiden! Geh' nicht in's Gericht mit deinem Knechte! Christe, Erlöser der Welt! erbarme dich meiner, und führe mich in das himmlische Vaterland! An dich glaube ich, o Jesu! Auf dich hofft mein Herz; dich, o Jesu! liebt meine Seele über Alles. Dein bin ich todt und lebendig.md O Jesu! in deine Hände empfehle ich meinen Geist. Bin ich auch meiner vielen Sünden wegen unwürdig, dein liebreiches Angesicht zu schauen, so hoffe ich dennoch vollkommene Verzeihung von deiner Barmherzigkeit. Deine milde Hand beschüße mich, und führe mich ein in die ewigen Wohnungen, welche du Jenen, die dich lieben, bereitet haft! Erbarme dich meiner, o Jesu! und mein letztes Wort sey:„ Jesus!" " Jesus, meine Liebe!" Amen! ( 670 in die Gesellschaft dSeele, o Gott!? Jene, die in deine eine Todeswun' sie dich in alle Emme sie mit dem Sehnsucht über alle Arglif reuzigter Heilo 3, den du für Wie der Seele aus ihre Seele nach n dieser Stur deinem Ane Sünden bef werde ich ju, meine ei werde ich bewog, a' Herr!" en, löse r tige mifeine Seele Freude, Deffne „ Geheinen Auße liche Ich verla Heter Wille fcieligen Ind dich, damit i Krfen und Sterbegeb = Schuld Gotte And im € ( 670 in die Gesellschaft dSeele, o Jene, die in deine eine Tod sie dich in alle Emme ste m Sehnsucht über alle 3, den Wie der Seele a Seele nach n dieſe deinem Ane Sür werde ich werde ich be en Herr! tige minein Freude, Gebein Krit liche Hez fa te: reuzigte ju, m afen- und ता Inches Centimetres Blue 2 3 4 Cyan 2 ¹5 ¹6 17 3 Farbkarte# 13 Green 8 Yellow 9 4 10 Red 11 12 5 13 Magenta 14 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 8 B.I.G. Black