* BA FRES Fandle wr Coff mo Ofe tomat. Albert Knauth مارنا 2002 Univ. Bibl Glessen zero ir Gesangbuch für die evangelisch- lutherische Landeskirche des Königreichs Sachſen. Herausgegeben von dem evangelisch- lutherischen Landeskonsistorium im Jahre 1883. Leipzig und Dresden. In Kommission bei B. G. Teubner. Gb 2002 budgross niton albispinän troe af Druck von B. G. Teubner in Leipzig und Dresbert. „ Daß geistliche Lieder singen gut und Gott angenehm ſei, Sup ,, acht ich, sei keinem Christen verborgen, dieweil jedermann nicht ,, allein das Exempel der Propheten und Könige im alten Teſtament ,,( die mit Singen und Klingen, mit Dichten und allerlei Saitenspiel Gott gelobt haben), sondern auch solcher Brauch, sonderlich ,, mit Psalmen, gemeiner Christenheit von Anfang kund ist. Ja ,, auch St. Paulus solches 1. Kor. 14. einsetzt und zu den Kolossern gebeut, von Herzen dem Herrn singen geistliche Lieder und motor Psalmen, auf daß dadurch Gottes Wort und christliche Lehre auf ,, allerlei Weise getrieben und geübt werde. Demnach hab ich auch, samt etlichen anderen, zum guten Anfang und Ursach zu geben ,, denen, die es besser vermögen, etliche geistliche Lieder zusammengebracht, das heilige Evangelium, so jetzt durch Gottes Gnaden ,, wieder aufgegangen ist, zu treiben und in Schwang zu bringen, ,, daß wir uns auch möchten rühmen, wie Moses in seinem Gesang ,, thut, 2. B. Mof. 15., daß Christus unser Lob und Gesang sei ,, und wir nichts wissen sollen zu singen noch zu sagen, denn Jesum ,, Christum, unsern Heiland, wie Paulus sagt 1. Kor. 2." GUA www. So hebt Dr. Martin Luther an in der Vorrede zu dem ersten, im Jahre 1524 von ihm herausgegebenen ,, Geistlichen Gesangbüchlein", welches nur wenige Lieder, darunter fünf von ihm selbst verfaßte, enthielt. Der gute Anfang hat einen guten Fortgang gehabt, wie die schon im Zeitalter der Reformation und seitdem erfolgte Vermehrung des evangelischen Liederschatzes, dieses köstlichen Kleinods unserer Kirche, durch zahlreiche und treffliche Gesänge gottbegnadigter Dichter, bis herab auf unsere Tage, und a* Inhaltsverzeichnis. Vorwort. Inhaltsverzeichnis Verzeichnis der Lieder I. Das christliche Kirchenjahr 1. Sonntag und öffentlicher Gottesdienst 2. Advent und Anfang des Kirchenjahres 3. Weihnacht 4. Neujahr 5. Fest der Erscheinung Christi 6. Passionszeit 7. Oftern 8. Christi Himmelfahrt 9. Pfingsten 10. Fest der heiligen Dreieinigkeit 11. Andere Feste 1. Mariä Verkündigung 2. Fest Johannis des Täufers 3. Michaelisfest. Schutz der heiligen Engel. 4. Reformationsfest 5. Entedankfest 6. Bußtag( Litanei 183.) II. Die christliche Kirche und die ihr anvertrauten Gnadenmittel. 1. Die christliche Kirche 2. Missionslieder 3. Kirchweih und bei Einweihung einer Kirche( Lied 221. Glockenweihe) 4. Wort Gottes und Katechismus 5. Heilige Taufe 6. Konfirmation 7. Das heilige Abendmahl III. Der christliche Glaube 1. Der Glaube im allgemeinen 2. Der erste Artikel: Gott der Vater. Seite III VI A. Schöpfung und Erhaltung B. Ratschluß der Erlösung C. Göttliche Regierung und Fürsorge . " 7 }} Nr. 11 11 " 1 " 1 " 1 "" P7 "" " 1 " 1 # 1 21 11 " 1 11 " 7 " 1 " 1 " 1 " 1 IX 1-190 1-17 18-32 33-53 54-66 67-72 73-112 113-134 135-141 142-155 156-159 160-190 160-162 163-165 166-170 171-179 180-182 183-190 191-261 191-206 207-216 217-221 222-231 232-236 237-241 242-261 262-424 262-276 277-301 277-280 281-283 284-301 Inhaltsverzeichnis. 3. Der zweite Artikel: Gott der Sohn A. Die Erlösung B. Jesuslieder 4. Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist A. Sünde, Buße, Beichte B. Gnade, Glaube, Rechtfertigung C. Friede und Freude in dem heiligen Geiſte D. Heiligung und gottseliger Wandel.. IV. Gebet-, Lob- und Danklieder 1. Das Gebet im allgemeinen 2. Gebetslieder A. Morgenlieder B. Tischlieder. a. Vor Tische b. Nach Tische C. Abendlieder D. Lieder auf die vier Jahreszeiten. 1. Frühling 2. Sommer 3. Herbst 4. Winter E. Witterungslieder a. Bei dürrer Zeit und nach geschenktem Regen b. Bei Nässe und nach Abhilfe solcher Not c. Beim Gewitter und Danklied nach demselben F. Beim Beginn und während der Ernte G. Bergwerkslieder H. Reiselieder I. Krieg und Friede K. Jn Seuchen und Krankheiten L. In allerlei gemeiner Not 3. Lob- und Danklieder V. Standes- und Berufslieder 1. Vaterland und Obrigkeit 2. Kirche und Schule. A. Bei Einführung eines Predigers oder Lehrers B. Kinder- und Schullieder( Schulweihe 545.) 3. Hausstand A. Brautstand ... B. Trauung und Ehestand C. Geburtstag D. Eltern und Kinder E. Treue im Beruf F. Witwer, Witwen und Waisen G. Alter. Nr. 302-338 302-307 308-338 339-424 27 17 17 " 1 31 11 77 "/ 1) ( 1 17 17 11 11 11 "} 11 11 11 11 " 1 11 11 11 77 17 77 17 " 1 17 11 21 VII 11 339-360 361-379 380-388 389-424 425-536 425-440 441-520 441-465 466-470 466-468 469, 470 471-493 494-497 494 495 496 497 498-503 498. 499 500. 501 502. 503 504 505-508 509-511 512-514 515-517 518-520 521-536 537-571 537-539 540-545 540. 541 542-545 546-571 546 547-553 554. 555 556-561 562-567 568. 569 570. 571 VIII Inhaltsverzeichnis. VI. Kreuz- und Trostlieder VII. Sterbe- und Begräbnislieder VIII. Wiederkunft des Herrn, Auferstehung, jüngstes Gericht und ewiges Leben. 1. Wiederkunft des Herrn 2. Auferstehung und jüngstes Gericht 3. Ewiges Leben F112 201 gängen. IV. Die allgemeine Beichte mit der Absolution V. Gebete A. Allgemeines Kirchengebet B. Betstundengebet. C. Besondere Gebete Anhang. I. Die Ordnung des Gottesdienstes II. Intenationen und Responsorien. III. Die sonn- und festtägigen Perikopen nach den vier Jahr1. Um die Gnade, recht zu beten 2. Morgengebete 1. Am Sonntage 2. An den Wochentagen 3. Abendgebete 1. Am Sonntage 2. An den Wochentagen 4. Tischgebete . . Nr. 572-616 617-669 15. " 7 " 1 " 7 17 Vor dem Essen. Nach dem Essen 5. Beicht- und Kommuniongebete. Vor der Beichte Nach der Beichte, vor der Feier des heiligen Abendmahls Während der Kommunion Danksagung nach Empfang des heiligen Abendmahls 6. Um Glück und Segen im Berufe 7. Um beständigen Glauben. 8. Gebete für Kranke und Sterbende 9. Sprüche, einem Sterbenden zuzusprechen 10. Gebet der Umstehenden für einen Sterbenden VI. Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers mit der Haustafel. VII. Die 21 Artikel des Glaubens und der Lehre der Augsburgischen Konfeffion 670-686 670-672 673-677 678-686 Seite 463 465 17 71 11 " 1 " 1 " 1 " 1 " 1 21 " 1 PP 17 17 " 1 " 1 " 1 " 7 11 17 11 71 ( 7 27 475 479 479 479 481 481 481 482 482 482 483 483 484 486 486 486 486 486 48.9 490 491 492 493 493 495 495 496 505 Derzeichnis Nr. 193 ..... Ach bleib bei uns, Herr Jesu 191 Ach bleib mit deiner Gnade. 192 Ach Gott, gieb du uns deine 389 Ach Gott, ich muß in...... 568 Ach Gott, laß dir befohlen.. 556 Ach Gott und Herr, wie Ach Gott, verlaß mich nicht. Ach Gott, vom Himmel sieh. Ach Gott, wie manches 308 Ach Herr, Herr, du gerechter Gott 498 Ach hilf, o Helfer Jesu Christ 515 Ach komm, füll unsre Seelen 391 Ach lieber Gott, behüte mich. 542 Ach lieber Herr, du großer.. 502 Ach mein Herr Jesu, dein.. 380 Ach sagt mir nichts von Gold 381 Ach treuer Gott, barmherzig. 572 Ach, was soll ich Sünder machen 340 Ach wie flüchtig, ach wie.... 617 Ach wundergroßer Siegesheld 135 Ade, ich muß nun scheiden.. 618 Allein Gott in der Höh sei Ehr Allein zu dir, Herr Jesu.... 184 Alle Menschen müssen sterben 619 Aller Engel himmlisch Heer.. 166 Aller Gläubgen Sammelplak 620 Alles ist an Gottes Segen.. 277 Alle Welt, was lebt und Allgenugsam Wesen 1 2 382 ... ... 339 390 der Lieder. Nr. Auf, hinauf zu deiner Freude 361 Auf meinen lieben Gott.... 574 Auf, schicke dich, recht feierlich 33 Auf Seele, schicke dich.. 242 Auf! was willst du hier.... 392 Aus Gnaden soll ich selig... 362 Aus irdischem Getümmel.. 309 Aus Lieb läßt Gott der.... 167 Aus meines Herzens Grunde 444 Aus tiefer Not schrei ich.... 185 575 ... Bedenke, Mensch, das Ende. 622 Befiehl du deine Wege Bei dir, Jesu, will ich bleiben 237 Bete nur, betrübtes Herz... 425 Betgemeinde, heilge dich Bis hieher hat mich Gott.. Brich an, du schönes Brunn alles Heils, dich ehren Christ, der du bist der helle Tag 473 Christe, du Beistand deiner.. 194 Christe, du Lamm Gottes Christen erwarten in allerlei. 576 Christe, wahres Seelenlicht.. 445 Christ fuhr gen Himmel Christi Blut und Gerechtigkeit, 426 522 34 3 ... 75 137 das ist.. ... 363 4 Christ ist erstanden von der. 114 Christ lag in Todesbanden für 115 Christus, der ist mein Leben. 623 Dank sei Gott in der Höhe. 446 Das alte Jahr vergangen ist 62 Das ist eine selge Stunde... Das ist ein teuer wertes... 303 Das Jahr geht still zu Ende Das liebe neue Jahr geht an Das walte Gott, der helfen. 562 Das walt Gott Vater und.. 447 Das Wetter ist vertrieben... 503 Dein König kommt in niedern 19 Dein Wort, o Herr, bringt. 195 54 222 -.. 302 Also hat Gott die Welt geliebt, das merke.. Am Grab des Christen singet 621 An deine Leiden denken wir. 73 An des Herren Kreuz zu denken 74 An dir allein, an dir hab ich 341 An Einen Gott nur glauben. 264 Auf, auf, den Herrn zu..... 443 Auf, auf, ihr Reichsgenoffen. 18 Auf, auf, mein Herz, mit.. 113 Auf Christi Himmelfahrt allein 136 Auf den Nebel folgt die Sonn 573 Auferstehn, ja auferstehn.... 673 Auf Gott und nicht auf.... 284 Dein Wort, o Herr, ist X Verzeichnis der Lieder. Nr. 208 Dennoch bleib ich stets an... 577 Der am Kreuz ist meine Liebe 100 Der beste Freund ist in dem 310 Der du, Herr Jesu, Ruh... 110 Der du in Todesnächten... 207 Der du zum Heil erschienen Der Glaub ist eine Zuversicht 265 Der heilge Christ ist kommen 35 Der Herr, der aller Enden.. 285 Der Herr ist Gott und keiner 267 Der Herr ist meine Zuversicht 286 Der Herr ist mein getreuer.. 223 Der lieben Sonne Licht und. 474 Der Mond ist aufgegangen.. 475 Der Sabbath ist vergangen. Der Tag ist hin. Mein Geist 476 Der Tag ist hin; mein Jesu 477 Der Tod hat zwar Der Tod ist tot, das Leben. 117 Des Jahres schöner Schmuck. 496 Dich, dich, mein Gott, will. 448 Dich, Jesu, laß ich ewig.... 311 Dich, Jesu, preisen unsre... 540 Die Christen gehn von Ort. 624 Die Feinde deines Kreuzes.. 196 Die Gnade sei mit allen.. 364 Die Gnade unsers Herrn Die güldne Sonne, voll Freud 449 Die helle Sonn leucht jetzt.. 450 Die Himmel rühmen des Die Nacht ist kommen. Dies ist der Tag, den Gott. 36 Dies ist der Tag, dies sind. 554 Dies ist die Nacht, da mir.. 37 Dies sind die heilgen zehn Gebot 224 116 15 268 478 76 221 Die wir uns allhier Die Woche geht zu Ende.... 493 Dir, dir, Jehovah, will ich.. 427 Dir sei mein ganzes Leben.. 287 Dreieinger, großer Gott Dreieinger, heilger, großer Gott! 217 Du bist ein Mensch, das.... 288 Du gehest in den Garten beten 99 Du Herr der Seraphinen... 168 Du Lebensbrot, Herr Jesu.. 243 Du meine Seele, singe..... 289 Du meines Lebens Leben, du 77 .. ... Nr. 342 Durch Trauern und durch... 64 Du stehest, Mensch, wie fort. 674 Du unerforschlich Meer der.. 232 Du weinest vor Jerusalem Du wesentliches Wort, von.. 38 Ein Christ kann ohne Kreuz 578 Fine Herde und Ein Hirt!.. 209 Einer ist König, Immanuel. 312 Einer ists, an dem wir hangen 210 Eines wünsch ich mir vor allem Ein feste Burg ist unser Gott 171 Ein Jahr der Sterblichkeit Ein getreues Herze wissen... 547 Ein Lämmlein geht und .. 55 78 trägt 79 Ein neuer Tag, ein neues Leben 441 Ein reines Herz, Herr, schaff 393 Ein neues Jahr ist angefangen 56 Eins ist not! Ach Herr, dies 313 Ein Tröpflein von den Reben 678 Eitle Welt, ich bin dein müde 625 Ergrünt, ihr Siegespalmen!. 138 Erhalt uns deine Lehre, Herr 172 Er ist nicht hier; er ist..... 118 Erhalt uns, Herr, bei deinem 173 Ermuntert euch, ihr Frommen 670 Ermuntre dich, mein Herz, im 281 Er ruft der Sonn Erneure mich, o ewges Licht. 394 57 451 ...... Erschienen ist der herrlich Tag Es glänzet der Christen.. Es hat uns heißen treten.. Es ist das Heil uns kommen 365 Es ist die Nacht gekommen 479 Es ist gewißlich an der Zeit. 671 Es ist genug; so nimm, Herr 626 Es ist noch eine Ruh. Es ist nicht schwer, ein Christ 396 679 Es ist vollbracht! Er ist..... 101 Es kostet viel, ein Christ zu. 395 Es wolle Gott uns gnädig.. 197 Fahre fort:: Zion ,. Fang dein Werk mit Jesu... 563 Freu dich sehr, o meine Seele 627 Freuet euch, ihr Christen alle 39 Fröhlich soll mein Herze..... 40 Früh am Morgen Jesus 174 452 .. ... 119 383 Verzeichnis der Lieder. Nr. Früh morgens, da die Sonn 120 Für alle Güte sei gepreist... 480 - Gedanke, der uns Leben.... 282 Geh aus, mein Herz, und... 495 Gehe hin in deine Kammer 628 Geht hin, ihr gläubigen.... 283 Geht nun hin und grabt mein 629 Gelobet sei der Herr, der Gott 163 Gelobet sei der Herr, mein.. 156 Gelobet sei, Gott Jsrael! du 164 Gelobet seist du, Jesu Christ, Nr. 16 142 Gott sei uns gnädig und.... Gott sorgt für dich, was.... 582 Gott Vater, sende deinen.. Gott verläßt die Seinen nicht 583 Gott wills machen, daß die.. 584 Gott woll uns hoch beglücken 538 Großer Gott von alten Zeiten Großer Mittler, der zur..... 304 6 X1 7 daß du der Sünder.... 366 Gelobet seist du, Jesu Christ, 66 daß du Mensch geboren... 41 Gelobet seist du, treuer Gott 499 Gesegn uns, Herr, die Gaben 466 Gewagt in Jesu Namen..... 564 Gieb dich zufrieden und sei.. 579 Gieb unserm Fürsten... 537 Gnädigster Erbarmer, zu.... 506 Gott, deine Güte reicht so... 428 Gott dem Erzschöpfer droben. 507 Gott, den ich als Liebe tenne. 516 Gott, der du Herzenskündger bist.. Habe deine Lust am Herrn.. 290 Halleluja, jauchzt ihr Chöre.. 121 Halleluja! Lob, Preis und Ehr 157 Halleluja, schöner Morgen!.. Halt im Gedächtnis Jesum.. 314 Heiland, deine Menschenliebe. 305 Heilge Einfalt! Gnadenwunder 398 Heilger Jesu, Heilgungsquelle 399 Heift Gottes Güte preisen... Herr, auf Erden muß ich... 139 Herr, dein Wort, die edle... 226 Herr, denk an mich! Wie oft. 102 Herr, der du als ein stilles Lamm 245 Herr, der du einst gekommen. 400 Herr, der du mir das Leben. 481 Herr, der du vormals hast.. 512 Herr, die Erde ist gesegnet... 180 Herr, du haft für alle Sünder 246 Herr, du hast in deinem Reich 169 Herr, du wollst sie.. Herr, es ist von meinem.. Herr Gott, der du mein 397 Gott der Gnaden. 186 247 482 429 521 467 Gott der Juden, Gott der... 67 Gott, der wirds wohl machen 580 Gott des Himmels und der.. 453 Gott, du Licht, das ewig.... 454 Gottes Sohn ist kommen 20 Herr Gott, dich loben wir... Gott, gieb einen milden Regen 143 Herr, Gott Vater im.... Gott hat in meinen Tagen.. 570 Herr, Herr, Erbarme dich!... 183 Gott ist gegenwärtig! Lasset. 269 Herr, höre! Herr erhöre! breit 430 Gott ist mein Hort und auf Herr, ich habe mißgehandelt. 343 sein Wort.. 225 Herr, ich lasse nicht von dir. 585 Gott ist mein Lied. Er ist.. 270 Herr Jesu Christ, dein teures 80 8 Gott ist und bleibt getreu; 271 Herr Jesu Christ, dich zu uns Gott lebet noch! Seele. 581 Herr Jesu Christ, du höchstes Gottlob! der Sonntag. Gut, du Brunnquell aller Gottlob, die Stund ist.... Gnaden, sich doch, wie ich 344 Gottlob! ein Schritt... Herr Jesu Christ, du höchstes Gottlob, nun ist erschollen. Gut, du Brunnquell aller Gott, Schöpfer, Stifter.. Gnaden, wir kommen.... 248 Gott sei Dank durch alle.... 21 Herr Jesu Christ, mein höchstes Gut... Gott sei Lob! der Tag ist... 244 5 548 384 665 65 514 ... XII Verzeichnis der Lieder. Nr. 9 Herr Jesu Christ, wahr Mensch 630 Herr Jesu, deine Angst und 81 Herr Jesu, dir sei Preis und 249 Herr Jesu, Gnadensonne.... 345 Herr Jesu, Licht der Heiden.. 72 Herr, meine Seele seufzt zu.. 586 Herr, öffne mir die Herzensthür Herr, stärke mich, dein Leiden 82 Herr, stärke mir den Glauben 367 Herr, unser Gott, laß nicht zu 198 Herr von unendlichem...... 306 Herr, wie du willst, so schicks 587 Herzlich lieb hab ich dich..... 315 Herzlich thut mich verlangen. 631 Herzliebster Jesu, was hast.. 103 Herz und Herz vereint... 199 Heute mir und morgen dir.. 632 Heut triumphieret Gottes Sohn 122 Hier ist Immanuel! das soll 58 Hier legt mein Sinn sich vor 401 Hilf deiner Kirch in ihrer... 175 Hilf Gott, daß unsre Kinderzucht 557 Hilf Helfer, hilf in Angst.... 633 Hilf, Herr Jesu, laß gelingen 59 Hilf mir, mein Gott, hilf, daß 402 Himmelan geht unsre Bahn. 403 Hinunter ist der Sonne Schein 483 Hirte deiner Schafe.. 484 Hochgelobt sei unser Gott, der 165 Höchster, denk ich an die Güte 346 Höchster Tröster, komm..... 144 Höret, ihr Eltern, Christus.. 558 Hosianna Davids Sohne! Der 22 Hosianna! Davids Sohn kommt 23 Hüter, wird die Nacht der... 404 Nr. 0. Ich freue mich in dir und... 43 Ich geh zu deinem Grabe, du 123 Ich habe nun den Grund 371 Jch hab in Gottes Herz und 291 Jch hab in guten Stunden.. 517 Ich hab mein Sach Gott.... 636 Ich hab mich Gott ergeben.. 637 Ich hab von ferne, Herr.... 638 Jch komme, Herr, und suche. 250 Ich komme vor dein Angesicht 431 Jch ruf zu dir, Herr Jesu... 348 Ich sag es jedem, daß Er... 124 Jch singe dir mit Herz und.. 278 Jch steh an deiner Krippe hier 44 Jch steh in meines Herren.. 292 Ich sterbe täglich, und mein. 639 Jch und mein Haus, wir sind 549 Jch weiß, an wen ich glaube, ich weiß... 316 442 ... Jch weiß, daß mein Erlöser. 675 Ich weiß, mein Gott, daß all 293 Ich weiß von keinem anderr. 372 Ich will dich lieben, meine.. 317 Ich will die neue Woch Ich will mit Danken kommen 294 Jch will von meiner Missethat 349 Je größer Kreuz, je näher... 588 Jerusalem, du hochgebaute.. 680 Jesu, bester Menschenfreund.. 550 Jesu, deine Passion 84 Jauchzet, ihr Himmel, 42 Jesu, deine tiefen Wunden... 85 Jesu, der du bist alleine Haupt 200 Jesu, frommer Menschenherden 318 Jesu, geh voran auf der.... 405 Jesu, großer Wunderstern, der 68 Jesu hilf siegen, du Fürste.. 406 Jesu, meine Freude, meines. 319 Ich armer Mensch, ich armer 347 Jesu, meiner Seele Leben... 320 Ich bin bei Gott in Gnaden. 368 Jesu, meines Lebens Leben.. 86 Ich bin ein Gast auf Erden. 634 Jesus Christus herrscht als.. 321 Ich bin getauft auf deinen.. 238 Jesu, Seelenbräutigam Ich bin getauft, ich steh im. 233 Jesus ist kommen, Grund... 45 Ich bin gewiß in meinem... 369 Ich bin im Himmel.... 370 Ich bin ja, Herr, in deiner.. 635 Ich danke dir durch deinen Sohn 455 Ich danke dir für deinen Tod 83 546 Jesus lebt! Mit ihm auch.. 125 Jesus, meine Zuversicht und. 126 Jesus nimmt die Sünder an. 373 Jesus soll die Losung sein... 60 Jhr Eltern, gute Nacht..... 666 Verzeichnis der Lieder. Nr. In allen meinen Thaten.... 589 In Christi Wunden schlaf ich. 640 In deines Vaters Hände... 104 In der stillen Einsamkeit.... 497 In dich hab ich gehoffet, Herr 432 In Gottes Namen fahren wir 509 In Gottes Namen fang ich an 565 In Gottes Nat ergeben..... 641 In Jesu Namen zieh ich aus 510 Ist Gott für mich, so trete.. 385 Kehre wieder, kehre wieder.. 350 Keinen hat Gott verlassen... 590 König, dem kein König gleichet 322 König Jesu, streite, siege.... 211 Komm du wertes Lösegeld... 24 Komm Heidenheiland, Lösegeld 25 Komm, heilger Geist, o Schöpfer 147 Komm, heiliger Geist, erfüll. 145 Komm, heiliger Geist, Herre. 146 Komm, komm, du Licht..... 176 Komm, mein Herz, in Jesu.. 251 Komm, o komm, du Geist... 148 Komm, Segen aus der Höh.. 566 Kommst du, großer Gottessohn 160 Kommst du nun, Jesu..... 46 Kommt alle zu mir, kommt.. 407 Kommt her! ihr Christen.. 218 Kommt her, ihr seid geladen! 252 Kommt Kinder, laßt uns gehen 408 Kommt, Menschenkinder, rühmt 523 Kommt und laßt uns Kyrie, Gott Vater.. 69 158 XIII Nr. 12 Liebster Jesu, wir sind hier, dich Liebster Vater, ich, dein Kind 351 Lobe den Herren, den mächtigen 524 Lobe den Herren, o meine... 525 Lobet den Herren, denn er ist 526 Lobt Gott, ihr Christen, alle. 47 Lasset ab, ihr meine Lieben. 642 Lasset mich voll Freuden.... 234 Lasset uns mit Jesu ziehen.. 87 Laß fahren deine Sorgen. 591 10 Laß mich dein sein und bleiben Laß mir, wenn meine Augen 643 Laßt mich gehn, laßt mich.. 323 Lebst du in mir, o wahres.. 324 Licht, das in die Welt. 212 Licht vom Licht, erleuchte mich 11 Liebe, die du mich zum Bilde 325 Liebster Jesu, wir sind hier, deinem..... 235 26 Mache dich, mein Geist, bereit 409 Machs mit mir, Gott, nach.. 644 Macht hoch die Thür, die Thor Man lobt dich in der Stille. 527 Meine Hoffnung steht auf... 592 Meine Lebenszeit verstreicht.. 645 Meinen Jesum laß ich nicht, meine.. .. 161 253 Meinen Jesum laß ich nicht; weil 326 Mein erst Gefühl sei Preis.. 456 Meine Seele erhebet den Meine Seele, nimm zu. Meine Seele senket sich...... 386 Meine Seele, voller Fehle... 352 Meine Seel ist stille..... 88 593 Meine Sorgen, Angst und... 594 Mein Friedefürst, dein...... 387 Mein Glaub ist meines Lebens 266 Mein Gott, das Herz ich.... 410 Mein Gott, du bist und. 295 528 433 647 Mein Gott, ich danke Mein Gott, ich klopf an deine Mein Gott, ich weiß wohl... 646 Mein Gott, nun ist es...... 457 Mein Gott, was hab ich doch. 555 Mein Gott, wie bist du so... 272 Mein Jesu, dem die. 374 Mein Jesu, der du vor dem. 254 Mein Jesus kommt; mein.. Mein Jesus lebt! was sollt ich 127 Mein Leben ist ein Pilgrimstand 411 Mein lieber Gott, gedenke. Mein schönste Zier und..... Mir ist Erbarmung Mir nach! spricht Christus... 412 Mit dir, Allmächtiger, fahr: 505 Mit Ernst, o Menschenkinder. 27 Mit Freuden will ich heben.. 508 Mit Fried und Freud ich... 648 Mit meinem Gott geh ich... 485 434 327 307 ... XIV Verzeichnis der Lieder. Nr. Nr. Mitten wir im Leben sind.. 649 D Ewigkeit, du Freudenwort. 682 Morgenglanz der Ewigkeit... 458 Müde bin ich, geh zur Ruh.. 486 D frommer Gott, ich danke.. 560 D frommer und getreuer Gott 353 O Gott, der du das Firmament 500 D Gott, du frommer Gott.. 435 D Gottes Lamm, unschuldig am Kreuze.. 93 354 Gott voll Gnad und D Gott, von dem wir alles 181 D großer Gott, du reines Wesen 415 D Haupt voll Blut und.... ... 105 459 Noch läßt der Herr mich. heilger Geist, kehr bei uns 151 Nun bitten wir den heiligen. 149 O heilige Dreifaltigkeit..... 460 Nun bricht die finstre Nacht. 472 D Herr Gott, der du deiner. 504 Nun danket alle Gott.... 529 D Herr, vor dem sich Erd und 219 Nun danket all und bringet. 530 D hilf Christe, Gottes Sohn. 91 Nun dankt, ihr Christen, alle 170 O Jesu Christe, wahres Licht 201 Nun freut euch, lieben Christen 375 O Jesu Christ, meins Lebens 651 Nun Gottlob, es ist vollbracht. 236 O Jesu, einig wahres Haupt 177 Nun hilf uns, o Herr Jesu. 543 D Jesu, Herr der Herrlichkeit 541 Nun ist der Regen hin.. 501 Jesu, Jesu, Gottessohn, mein 328 Nun jauchzet all, ihr Frommen 28 Nun jauchzt dem Herren alle. 531 Nun kommt das neue 29 Nun laßt uns den Leib..... 650 Nun laßt uns gehn und Nun laßt uns Gott dem. Nun lob, mein Seel, den Nun preiset alle Gottes. Nun ruhen alle Wälder... Nun schlaf, mein liebes.... Nun sich der Tag geendet hat 61 469 und keine Sonn mehr.... 488 Nun sich der Tag geendet, mein Herz zu dir sich Nun singet und seid froh... Nur frisch hinein! es wird.. 596 Nach einer Prüfung kurzer.. 681 Nehmet Jesu Ladung an.... 255 Nicht Opfer und nicht Gaben. 413 Nichts Betrübtres ist auf.. 569 Nicht so traurig, nicht so.... 595 Nimmt Gott, dem wir Nimm von uns Herr, du 296 518 ... ..... D Jesu, meine Wonne, du.. 256 D Jesu, süßes Licht.... 462 OKönig aller Ehren, Herr.. 70 O König, dessen Majestät... 187 komm, du Geist der Wahrheit 152 D Lamm Gottes, unschuldig. 532 D Licht, geboren aus dem Lichte 461 273 D Liebe, die den Himmel hat 49 487 D liebster Herr, ich armes Kind 355 559 O mein Herz, gieb dich zufrieden 597 O Mensch, gedenk ans Ende. 652 D selig Haus, wo man dich. 551 O selig Kind, so führt dich nun 667 Osüßes Wort, das Jesus.. 598 D Tod, wo ist dein Stachel. 128 D Traurigkeit! o Herzeleid! 111 O Ursprung des Lebens... 329 daß doch bald dein Feuer. 213 O Vater der Barmherzigkeit, daß ich tausend Zungen.. 533 der du dir deine Herden.. 202 D drückten Jesu Todesmienen 89 D Vater der Barmherzigkeit, ich du allersüßste Freude..... 150 falle dir zu Fuße...... 356 du Liebe meiner Liebe... 90 Vater du, mein Licht und Leben 297 D Durchbrecher aller Bande. 414 D Welt, ich muß dich lassen. 653 O du schönes Weltgebäude.. 279 D Welt, sieh hier dein Leben 106 Ddu Vater über alles..... 544 D wie fröhlich, o wie selig.. 683 Ewigkeit, du Donnerwort. 676 O wie selig seid ihr doch, ihr 654 ... 489 48 Verzeichnis Nr. Preis dem, der die Welt... 162 330 Rede, liebster Jesu, rede.... 227 Rett, o Herr Jesu, rett dein Ehr 203 Ringe recht, wenn Gottes... 416 Nüstet euch, ihr Christenleute. 417 Schaffe in mir, Gott, ein... 153 Schaffet, schaffet Menschenkinder 418 Schak über alle Schäße.. Schaut die Mutter voller.... 107 Schlage, Jesu, an mein Herz. 357 Schmücke dich, o liebe Seele. 257 Schmückt das Fest mit Maien. 154 Schweigt vom Glücke und... 298 Schwing dich auf zu deinem. 599 Seele, geh nach Golgatha.. Seelenbräutigam, Jesu. Seele, sei zufrieden.. Seele, was ermüdst du dich.. 331 Sehet, fehet, welche Liebe.... 159 Seid stille, Sinn und Geist. 13 Sei getreu bis an das Ende. 239 Sei Gott getreu, halt seinen. 240 Sei Lob und Ehr dem 534 Sei mir tausendmal gegrüßet. 109 Selig, selig sind die Toten... 655 Selig sind des Himmels.... 684 Selig find die reinen Herzen. 419 Sende, Vater, deinen Geist.. 436 Sichrer Mensch, noch ist es.. 188 Siegesfürst und Ehrenkönig.. 140 Sieh, dein König kommt zu.. 30 Sieh, hier bin ich..... 333 Sieh, wie lieblich und wie... 420 So führst du doch recht selig. 299 So gehst du nun, mein Jesu. So jemand spricht: ich liebe.. 421 Sollt es gleich bisweilen. Sollt ich meinem Gott nicht 94 601 300 602 561 singen.... Sollt ich meinem Gott nicht trauen.. 108 332 600 ... Sorge doch für meine So ruhest du, o meine Ruh. 112 So schreib ins Buch des.... 241 So tret ich demnach an.. 567 XV der Lieder. Nr. So wahr ich lebe, spricht.... 189 Speise, Vater, deine Kinder.. 468 Steig auf, du Lied im höhern 220 Straf mich nicht in deinem.. 358 Such, wer da will, ein ander. 334 Tag des Zorns, o Tag voll. 677 Teures Wort aus Gottes.... 228 Thut mir auf die schöne 14 258 95 490 .... Tretet her zum Tisch des.... Treuer Heiland, habe Dank. Treuer Jesu, wache du!. Treuer Wächter Israel. Triumph, Triumph! es kommt Unsern Ausgang segne Gott 17 Unter Lilien jener Freuden.. 656 Unumschränkte Liebe, gönne.. 274 Unverwandt auf Christum... 376 Valet will ich dir geben.... 657 Bater, kröne du mit Segen.. 539 Vater unser im Himmelreich.. 437 Verleih uns Frieden gnädiglich 513 Verwirf mich nicht im Alter. 571 Berzage nicht, du Häuflein.. 204 Bollendet hat der Tag die... 491 Vom Himmel hoch da komm. 50 Vom Himmel kam der Engel 51 Von Gott will ich nicht.... Vor deinen Thron tret ich hiermit 463 Wach auf, du Geist der.... 205 Wach auf, mein Herz, die Nacht 130 Wach auf, mein Herz, und singe 464 Wachet auf, erhebt die Blicke! 206 Wachet auf! ruft uns die... 672 Wär Gott nicht mit uns diese Zeit 178 Walte, walte nah und fern.. 214. Wann wird doch einst... Warum betrübst du dich, mein 604 Warum sollt ich mich denn.. 377 Warum willst du doch für... 605 Warum willst du draußen... 31 606 Was Gott gefällt, mein.. Was Gott thut, das ist wohlgethan; es bleibt gerecht.. 607 Was Gott thut, das ist wohl603 685 gethan! So denken Gottes. 182 519 129 XVI Verzeichnis der Lieder. Nr. Was ists, daß ich mich quäle 608 Was kann ich doch für Dank 378 Was mein Gott will, gescheh 609Was rührt so mächtig Sinn. 215 Was uns mit Frieden und.. 379 Weicht, ihr Berge, fallt, ihr.. 275 Weine nicht, Gott lebet noch. 610 Wen hast du dir geladen, mein 259 Wenn Christus seine Kirche.. 179 Wenn dich Unglück hat betreten 438 Wenn ich einst von jenem... 465 Wenn ich ihn nur habe. 335 Wenn ich mir auf viele Jahre 422 Wenn ich, o Schöpfer, deine. 280 Wenn ich vor meinen Schöpfer 439 Wenn fleine Himmelserben.. 668 Wenn meine Sünd mich kränken 96 Wenn mein Stündlein. 658 Wenn wir in höchsten Nöten. 520 Werde licht, du Stadt der.. 71 Werde munter, mein Gemüte 492 Wer Gott vertraut, hat wohl 611 Wer ist wohl, wie du, Jesu. 336 Wer ist wohl würdig, sich zu 440 Wer nur den lieben Gott läßt 612 Wer sich auf seine Schwachheit 423 Wer sind die vor Gottes.... 686 Wer weiß, wie nahe mir mein 659 Wes ist das Fest, zu wem... 216 Wie flieht dahin der Menschen 660 Wie Gott mich führt, so will. 613 Wie groß ist des Allmächtgen 276 Wie heilig ist die Stätte.... 260 Wie könnt ich sein vergessen.. 261 Wie lieblich ist der Maien... 494 Wie schön ists doch, Herr Jesu 552 Wie schön leuchtet der Wies Gott gefällt, gefällts Wie ficher lebt der Mensch.. 3ion flagt mit Angst und... 616 Wie sie so sanft ruhn 662 Zu dir, Herr Jesu, komme ich 360 Wie soll ich dich empfangen.. 32 3ween der Jünger gehn mit. 134 337 614 661 ... ... Nr. Wie wird mir dann, o dann mir 663 Wie wohl ist mir, o Freund 388 der Seelen( zehnzeilig)... Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen( achtzeilig) 338 Willkommen, Held im Streite 131 Wir Christenleut habn jekund Freud,.. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du für uns. 97 Wir danken dir, Herr Jeſu Christ, daß du vom Tod.. 132 Wir danken Gott für. Wir glauben all an Einen Gott, .... Schöpfer Himmels und der 262 Wir glauben all an Einen Gott, ... 52 53 Vater, Sohn und heilgen. 263 Wir haben dieses Haus. 545 Wir liegen hier zu deinen... 190 Wir Menschen sind zu dem.. 229 Wir sind dein, Herr, laß uns 424 Wir singen dir, Immanuel.. Wohlauf, wohlan zum letzten 664 Wohl dem, der Jesum liebet. 230 Wohl einem Haus, wo Jesus 553 Wollt ihr wissen, was mein. 98 Womit soll ich dich wohl.... 535 Wort des Lebens, lautre Quelle 231 Wo soll ich fliehen hin, weil. 359 Wo willst du hin, weils Wunderanfang, herrlich Ende 301 Wunderbarer König, Herrscher 536 133 .... Zeuch ein zu deinen Thoren. 155 Zeuch hin, mein Kind 669 Zeuch uns nach dir, so laufen 141 Zieht in Frieden eure Pfade. 511 3ion, gieb dich nur zufrieden 615 Die zu Anfang der Lieder hinter dem Worte ,, Melodie" stehende Ziffer bezeichnet die betreffende Nummer im neuen Landeschoral-, sowie in dem demselben entsprechenden kleinen Melodienbuche. Beide Druckwerke sind von B. G. Teubner in Leipzig und Dresden zu beziehen. pida 1803 dorissa edmat sebi oni nie I. Das christliche Kirchenjahr. 1. Sonntag und öffentlicher Gottesdienst. 1. Eigene Meloble. 7. vors Teufels Gwalt fortan behüt, die Jesus Christ erlöset durch große Martr und bittern Tod; abwend all unsern Jammr und Lut. 2, 14. Allein Gott ir der Höh sei Ehr Not, darauf wir uns verlassen. Nikolaus Decius. † 1541. und Dank für seine Gnade, darum daß nun und nimmermehr uns rühren kann kein Schade. Ein Wohlgefalln Gott an uns hat, nun ist groß Fried ohn Unterlaß, all Fehd hat nun ein Ende. 2. Wir loben, preisn, anbeten dich für deine Ehr, wir danken, daß du, Gott Vater, ewiglich regierst ohn alles Wanken. Ganz ungemessn ist deine Macht, fort gschieht, was dein Will hat bedacht. Wohl uns des feinen Herren! tod 3. D Jesu Christ, Sohn eingeborn deines himmlischen Vaters, Versöhner der, die warn verlorn, du Stiller unfres Haders; Lamm Gottes, heilger Herr und Gott, nimm an die Bitt von unsrer Not, erbarm dich unser aller. 4. O heilger Geist, du größtes Gut, du allrheilsamster Tröster, 2. Mel. 58: Gott des Himmels 2c. Psalm 100. deu Alle Welt, was lebt und webet, was in Feld und Häusern ist, was nur Stimm und Zunge hebet, Dienet ihm, wer dienen kann, jauchze Gott zu jeder Frist! tret mit Zuft vor ihn heran! Meister, er hat uns aus nichts 2. Sprecht: der Herr ist unser ster an die lichte Welt gebracht, gemacht, unsre Leiber, unsre Geiwir sind seiner Allmacht Ruhm, feine Schaf und Eigentum. 3. Gehet ein zu seinen Pforten, geht durch seines Vorhofs Gang, lobet ihn mit schönen Worten, faget ihm Lob, Preis und Dank; denn der Herr ist jederzeit voller Gnad und Gütigkeit. 1 Sonntag und öffentlicher Gottesdienst. 4. Gott des Himmels und der 4. Erde, Vater, Sohn und heilger Geist, daß dein Ruhm bei uns; Mel. 93: Jefu, meines Lebens 2c. groß werde, Beistand selbst und Das ist eine selge Stunde, Jeſu, Hilf uns leist! Gieb uns Kräfte und Begier, dich zu preisen für und für. Johann Frand. † 1677. da man dein gedenkt und das Herz von Herzensgrunde tief in deine Wunden senkt. Wahrlich, nichts als Jesum kennen, Jesum suchen, finden, nennen, das erfüllet unfre Zeit mit der höchsten Seligkeit! Asidestic 3. Mel 97: Komm, Gott Schöpfer 2c. 4. Moj. 6, 24-26. Brunn alles Heils, dich ehren wir und öffnen unsern Mund vor dir; aus deiner Gottheit Heiligtum dein hoher Segen auf uns komm. 2 2. Der Herr, der Schöpfer, bei uns bleib. Er segne uns nach Seel und Leib, und uns behüte seine Macht vor allem Übel Tag und Nacht. dau pe 3. Der Herr, der Heiland, unser Licht, laß leuchten uns sein Angesicht, daß wir ihn schaun und glauben frei, daß er uns ewig gnädig sei. 4. Der Herr, der Tröster, ob uns schweb, sein Antlik über uns erheb, daß uns sein Bild werd eingedrückt, und geb uns Frieden unverrückt. 5. Jehova, Vater, Sohn und Geist, o Segensbrunn, der ewig fleußt, durchström Herz, Sinnund Wandel wohl, mach uns deins Lobs und Segens voll. d Gerharb Tersteegen. † 1769. 2. Jesu, deine Gnadenquelle fließt so gern ins Herz hinein, deine Sonne scheinet helle, denn du willst genoffen sein; und bei aller Segensfülle ist dein Wunsch und ernster Wille, daß man, weil dein Brünnlein voll, unaufhörlich schöpfen soll. 3. Nun, so laß auch diese Stunde dein Gedächtnis in uns sein! In dem Herzen, in dem Munde leb und herrsche du allein. Laß uns beiner nie vergessen! Wie Maria still gesessen, da sie dir hat zugehört, mach das Herz dir zugekehrt. Ernst Gottlieb Woltersdorf.+ 1761. 5. Mel. 43: Erschienen ist der herrlich zc. Gottlob! der Sonntag kommt herbei, die Woche wird nun wieder neu: Heut hat mein Gott das Licht gemacht, mein Heil hat mir das Leben bracht. Halleluja. 2. Dies ist der Tag, da Jesus Christ vom Tod für mich erstanden 3 dienen? Was ist süßer, als sein Wort, da wir sammeln wie die de Bienen und den Honig tragen te fort? Selig ist, wer Tag und Nacht also nach dem Himmel tracht. 3. Das ist der rechte Sonnentag, da man sich nicht gnug freuen mag, da wir mit Gott versöhnet sind, daß nun ein Christ heißt Gottes Kind. Halleluja. 5. D mein Gott, sprich selber Amen! denn wir sind dein Eigentum. Alles preise deinen Namen, alles mehre deinen Ruhm, bis es künftig wird geschehn, daß 4. Mein Gott, laß mir dein Lebenswort, führ mich zur Himmels- Ehrenpfort; laß mich hier wir dich im Himmel sehn. leben heiliglich und dir lobsingen ewiglich. Halleluja. Kaspar Neumann. † 1715. Johann Olearius.+ 1684. Sonntag und öffentlicher Gottesdienst. ist und schenkt mir die Gerechtigkeit, Trost, Leben, Heil und Seligfeit. Halleluja. plied 6. Inondonis dnu pot f Aloni- 7.14 Mel. 58: Gott des Himmels 2c. 19TE Halleluja, schöner Morgen! sisall Mel. 58: Gott des Himmels 2 schöner als man denken mag; Großer Gott von alten Zeiten, dessen Hand die Welt regiert, deffen Treu auf allen Seiten mich von Jugend auf geführt: heute weckt des Tages Lauf mich 2. Süßer Ruhetag der Seelen, zu lauter Andacht auf. heute fühl ich keine Sorgen; denn das ist ein lieber Tag, der durch seine Lieblichkeit recht das Innerste erfreut. d Sonntag, der voll Lichtes ist, heller Tag der dunkeln Höhlen, Zeit, in der der Segen fließt! Stunde voller Seligkeit, du vertreibst mir alles Leid. 2. Ach, wie lieb ich diese Stunden, denn sie sind des Herren Fest, das mit so viel Trost verbunden, da mein Gott mich ruhen läßt und durch seinen guten Geist 3. Ach, wie schmeck ich Gottes mir den Weg zum Leben weist. Güte recht als einen Morgen3. Habe Dank für diesen tau, die mich führt aus meiner Morgen, der mir Zeit zum Guten Hütte zu des Vaters grüner Au; schenkt. Das sind unsre besten da hat wohl die Morgenstund Sorgen, wenn der Mensch an edlen Schatz und Gold im Mund. Gott gedenkt und von Herzen betet, singt, daß es durch die Wolken dringt. 4. Ruht nur, meine Weltgeschäfte! Heute hab ich sonst zu thun; denn ich brauche alle Kräfte, in dem höchsten Gott zu ruhn. 4. Was ist schöner, als Gott 1* Sonntag und öffentlicher Gottesdienst. Heut schickt keine Arbeit sich, als uns send; mit Hilf und Gnad nur Gotteswerk für mich. traer uns regier und uns den Weg 5. Wie soll ich mich heute zur Wahrheit führ. lng. tion schmücken, daß ich Gott gefallen mag? Jesus wird die Kleider schicken, die ich ihm zu Ehren trag. Sein Blut und Gerechtigkeit ist das schönste Sonntagskleid. 2. Thu auf den Mund zum Lobe dein, bereit das Herz zur Andacht fein, den Glauben mehr, stärk den Verstand, daß uns dein Nam werd wohlbekannt; 6. Ich will in der Zionsstille heute voller Arbeit sein; denn da sammle ich die Fülle von den höchsten Schätzen ein, wenn mein Jesus meinen Geist mit dem Wort des Lebens speist. 3. Bis wir singen mit Gottes Heer: Heilig, heilig ist Gott der Herr! und schauen dich von Angesicht in ewger Freud und selgem Licht. bilgis 4. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron! Der heiligen Dreifaltigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit! 4 7. Herr, ermuntre meine Sinnen und bereite selbst die Brust; laß mich Lehr und Trost gewinnen, gieb zu deinem Manna Lust, daß mir deines Wortes Hall Wilhelm II. von Sachsen- Weimar.( recht tief in mein Herze fall. † 1662. 8. Segne deiner Knechte Lehren, öffne selber ihren Mund. Mach mit allen, die dich hören, heute deinen Gnadenbund, daß, wenn man hier fleht und singt, solches in dein Herze dringt. 9. Gieb, daß ich den Tag beschließe, wie er angefangen ist. Segne, pflanze und begieße, der du Herr des Sabbaths bist; bis ich einst auf jenen Tag ewig Sabbath halten mag. Jonathan Krause. † 1762. aloni te 8. Eigene Melodie. 68. Herr Jesu Chrift, dich zu uns wend, dein heilgen Geist du zu 201 9. 2 Mel. 68: Herr Jefu Chrift, dich zc. Herr, öffne mir die Herzensthür, zeuch mein Herz durch dein Wort zu dir; laß mich dein Wort bewahren rein, laß mich dein Kind und Erbe sein. 2. Dein Wort bewegt des Herzens Grund, dein Wort macht Leib und Seel gesund; dein Wort ist, was mein Herz erfreut, dein Wort giebt Trost und Seligkeit. 3. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron! Der heiligen Dreieinigkeit sei Lob und Preis in Ewigkeit! Johann Olearius. † 1684. Sonntag und öffentlicher Gottesdienst. 5 10.doiid 5. Ruh in mir und ich in dir, bau ein Paradies im Herzen. Offenbare dich doch mir, führe meiner Andacht Kerzen immer neue Nahrung zu, heilge Liebesflamme du. 6. Dieser Tag sei dir geweiht, weg mit allen Eitelkeiten! Ich will deiner Herrlichkeit einen Tempel zubereiten, nichts sonst wollen, nichts sonst thun, als in deiner Liebe ruhn. plom nim aus. Mel. 164: Valet will ich bir geben. Laß mich dein sein und bleiben, du treuer Gott und Herr, von dir laß mich nichts treiben, halt mich bei deiner Lehr. Herr, laß mich nur nicht wanken, gieb mir Beständigkeit; dafür will ich dir danken in alle Ewigkeit. JOT naturg Nikolaus Selnecker. † 1592. nachruns 11.0 7. Du bist mehr denn Salomon: laß mich deine Weisheit Mel. 114: Meinen Jesum laß 2c. hören, ich will deinen Gnadenthron mit gebeugten Knieen ehren, bis mir deine Sonne lacht und Licht vom Licht, erleuchte mich bei dem neuen Morgenlichte, Gnadensonne, zeige dich meinem muntern Angesichte, wohne mir den schönsten Sonntag macht. mit Glanze bei, daß mein Sabbath fröhlich sei. tin Benjamin Schmold.+ 1737. TONTOT 12. 2. Brunnquell aller Süßigkeit, laß mir deine Ströme fließen, mache Mund und Herz bereit, dich in Andacht recht Eigene Melodie. 104. Apostelgesch. 10, 33. streu das Wort mit Segen ein, Liebster Jesu, wir sind hier, laß es hundertfrüchtig sein. dich und dein Wort anzuhören. Lenke Sinnen und Begier auf die süßen Himmelslehren, daß sei mir Weisheit, Licht und Bahn, die Herzen von der Erden ganz daß kein Irrtum mich betrüget, zu dir gezogen werden. 3. Zünde selbst das Opfer an, das auf meinen Lippen lieget, und kein fremdes Feuer brennt, 2. Unser Wissen und Verstand welches dein Altar nicht kennt. 4. Laß mich heut und allezeit: Heilig, heilig, heilig! singen, und mich in die Ewigkeit mit des Geistes Flügeln schwingen. Gieb mir einen Vorschmack ein, wie es mag im Himmel sein. ist mit Finsternis umhüllet, wo nicht deines Geistes Hand uns mit hellem Licht erfüllet. Gutes denken, thun und dichten mußt du selbst in uns verrichten. 3. D du Glanz der Herrlichkeit, Licht vom Licht, aus Gott Sonntag und öffentlicher Gottesdienst. geboren, mach uns allesamt bereit, hier. Zieh doch in mein Herz öffne Herzen, Mund und Ohren. hinein, laß es deinen Tempel sein. 6 Unser Bitten, Flehn und Singen laß, Herr Jesu, wohl gelingen. Tobias Clausniper. † 1684. along sid 13. bustiells 3. Laß in Furcht mich vor dich treten, heilge du Leib, Seel und Geist, daß mein Singen und mein Beten ein gefällig Opfer heißt. Heilge du, Herr, Mund und Ohr, zieh das Herze ganz ell Mel. 141: D Gott, du frommer 2c. Seid stille, Sinn und Geift, empor. und euch in Gott ergößet, heut ist der Ruhetag, den er selbst eingesetet. Er will in stiller Furcht und Lieb geehret sein, wofern er soll bei uns in Gnaden kehren ein. 2. Komm heute in mein Herz, du König aller Frommen. Laß mit dir Segen, Heil und Seelenfrieden kommen. Die Sonne deiner Gnad kehr heute bei mir ein, so wird dann dieser Tag ein rechter Sonntag fein. Valentin Ernst Löscher.+ 1749. in gistind 4. Mache mich zum guten Lande, wenn dein Samkorn auf mich fällt, gieb mir Licht in dem Verstande; und was mir wird vorgestellt, präge meinem Herzen ein, laß es mir zur Frucht gedeihn. 50135.90 jusdost 5. Stärk in mir den schwachen Glauben, laß dein teures Kleinod mir nimmer aus dem Herzen rauben, halte stets dein Wort mir für, daß es mir zum Leitstern dient und zum Trost im Herzen grünt. 6. Rede, Herr, so will ich hören, und dein Wille werd erfüllt. Nichts laß meine Andacht stören, wenn der Brunn des Lebens quillt; speiſe mich mit Himmelsbrot, tröste mich in aller Not. 14. din dsd so Mel 58: Gott des Himmels c. si Thut mir auf die schöne Pforte, führet mich in Zion ein! Ach, wie wird an diesem Orte meine Seele fröhlich sein! Hier ist Gottes Angesicht, hier ist lauter Trost und Licht. 7. Öffne mir die grünen Auen, daß dein Lamm sich weiden kann. Laffe mir dein Manna tauen, 2. Ich bin, Herr, zu dir ge- zeige mir die rechte Bahn hier kommen, komme du nun auch zu in diesem Jammerthal zu des mir. Wo du Wohnung haft ge- Lammes Ehrenfaal. nommen, da ist lauter Himmel Benjamin Schmold. † 1787. Advent und Anfang des Kirchenjahres. mod mini 15. 15. ma 1000 Eigene Melodie. 30. 2. Korinth. 13, 13. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi, und die Liebe Gottes, und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns allen, mit uns allen! Amen. and op 17. Mel. 104: Liebster Jesu, wir zc. Psalm 121, S. 16. Eigene Melodie. 62. Unsern Ausgang fegne Gott, unsern Eingang gleichermaßen, segne unser täglich Brot, segne unser Thun und Lassen, segne 4. Mof. 6, 24-26. S Gott sei uns gnädig und barm- uns mit selgem Sterben und herzig und gebe uns feinen gött- mach uns zu Himmels Erben. lichen Segen. Hartmann Schent. † 1681. 15 mon monta MOJC 1350 3500 2. Advent und Anfang des Kirchenjahres. 18.dtiere Jobs Diel. 19: Aus meines Herzens 2c. Matth. 21, 1-9. Auf, auf, ihr Reichsgenoffen, eur König kommt heran, empfahet unverdroffen den großen Wundermann. Ihr Christen, geht herfür, laßt uns vor allen Dingen ihm Hosianna singen mit heiliger Begier. 7 2. Er laffe uns sein Antlitz leuchten, daß wir auf Erden erkennen seine Wege. Ho vist 3. Es fegne uns Gett, unser Gott, es segne uns Gott und gebe uns seinen Frieden. Amen. 2. Auf, ihr betrübten Herzen, der König ist gar nah, hinweg all Angst und Schmerzen, der Helfer ist schon da; seht, wie so mancher Ort hochtröstlich ist zu nennen, da wir ihn finden können in Nachtmahl, Tauf und Wort. 3. Auf, auf, ihr Vielgeplagten, der König ist nicht fern; seid fröhlich, ihr Verzagten, dort kommt der Morgenstern. Der Herr will in der Not mit reichem Troft euch speisen, er will euch Hilf erweisen, ja dämpfen gar den Tod. 4. Frisch auf, ihr Hochbetrübten, der König kommt mit Macht, an uns, sein Herzgeliebten, hat er schon längst gedacht. Nun wird kein Angst und Pein, noch Zorn hinfort uns schaden, dieweil uns Gott aus Gnaden läßt seine Kinder sein. 5. So lauft mit schnellen Schritten, den König zu befehn, Advent und Anfang des Kirchenjahres. dieweil er kommt geritten stark, 3. Dein Reich ist nicht von herrlich, sanft und schön. Nun tretet all heran, den Heiland zu begrüßen, der alles Kreuz verfüßen und uns erlösen kann. dieser Erden, doch aller Erde Reiche werden dem, das du gründest, unterthan. Bewaffnet mit des Glaubens Worten, zieht deine Schar nach den vier Orten der Welt hinaus, und macht dir Bahn. 6. Der König will bedenken die, so er herzlich liebt, mit köstlichen Geschenken, als der sich selbst uns giebt durch seine Gnad und Wort. Ja, König, hoch erhoben, wir alle wollen loben dich freudig hier und dort. 7. Nun Herr, du giebst uns reichlich, wirst selbst doch arm und schwach; du liebest unvergleichlich, du jagst den Sündern nach. Drum wolln wir all in 5. D Herr von großer Huld und Treue, o komme du auch jetzt aufs neue zu uns, die wir ein die Stimmen hoch erschwingen, sind schwer verstört. Not ist es, ein Hosianna singen und ewig daß du selbst hiernieden kommst, dankbar sein. Johann Rist. † 1667. zu erneuen deinen Frieden, dagegen sich die Welt empört. 8 4. Und wo du kommest hergezogen, da ebnen sich des Meeres Wogen, es schweigt der Sturm, von dir bedroht. Du kommst, auf den empörten Triften des Lebens neuen Bund zu stiften, und schlägst in Fessel Sünd und Tod. 19. 6. O laß dein Licht auf Erden fiegen, die Macht der Finsternis erliegen, und lösch der Zwietracht Glimmen aus; daß wir, die Diel. 3: Ach Jesu, meiner zc. Dein König kommt in niedern Völker und die Thronen, vereint als Brüder wieder wohnen in Hüllen, ihn trägt der lastbarn Eslin Füllen, empfang ihn froh, Jerusalem! Trag ihm entgegen deines großen Vaters Haus! Friedenspalmen, bestreu den Pfad mit grünen Halmen! So ists dem Herren angenehm. i Friedrich Rückert. † 1866. 20. 2. D mächtger Herrscher ohne 3301 Eigene Melodie. 59. Heere, gewaltger Kämpfer ohne Gottes Sohn ist kommen uns Speere, o Friedensfürst von großer Macht! Es wollen dir der Erde Herren den Weg zu deinem Throne sperren, doch du gewinnst ihn ohne Schlacht. zum Heil und Frommen hier auf diese Erden uns gleich an Gebärden, daß er uns von Sünde freie und entbinde. Advent und Anfang des Kirchenjahres. 9 2. Er kommt auch noch heute den und im Glauben scheiden zu und belehrt die Leute, wie sie den ewgen Freuden. mi d sich von Sünden solln zur Buße wenden, von Irrtum und Thorheit treten zu der Wahrheit. Böhmische Brüder. 1544. ( Johann Horn. † 1547.) durdur ansdot d 21. pilie 21. 3. Die sich sein nicht schämen, seinen Dienst annehmen durch den rechten Glauben und ihm ganz Hallod vid you d Mel. 128: Nun komm, der Heiden 2c. vertrauen, denen wird er eben Gott sei Dank durch alle Welt, ihre Sünd vergeben. 4. Er thut ihnen schenken in den Sakramenten selber sich zur Speise, sein Lieb zu beweisen, daß sie sein genießen in ihrem Gewissen. 5. Die treu und ergeben ihm beständig leben, ihm, dem Herrn in allem trachten zu gefallen, werden auch mit Freuden einst von hinnen scheiden. 6. Denn bald und behende kommt ihr letztes Ende; da wird er vom Bösen ihre Seel erlösen und sie mit sich führen zu der Engel Chören. 7. Von dort wird er kommen, wie er aufgenommen, wann die Toten werden aufstehn von der Erden und zu seinen Füßen sich darstellen müssen. 8. Da wird er sie scheiden: feines Reiches Freuden erben alle Frommen; doch die Bösen kommen dahin, wo sie müssen ihr Untugend büßen. 2 9. Ei nun, Herre Jesu, schick unsre Herzen zu, daß wir alle Stunden werden fromm erfunder sein Wort beständig hält und der Sünder Trost und Rat zu uns hergesendet hat. 2. Was der alten Väter Schar höchster Wunsch und Sehnen war, und was sie geprophezeit, ist erfüllt nach Herrlichkeit. 3. Zions Hilf und Abrams Lohn, Jakobs Heil, der Jungfrau Sohn, der wohl zweigestammte Held hat sich treulich eingeſtellt. 4. Sei willkommen, o mein Heil! Hosianna, o mein Teil! Richte du auch eine Bahn dir in meinem Herzen an. 5. Zeuch, du Ehrenkönig, ein, es gehöret dir allein; mach es, wie du gerne thust, rein von aller Sünden Wust. 6. Und wie deine Zukunft war voller Sanftmut, ohn Gefahr; also sei auch jederzeit deine SanftSI 00 mut mir bereit. 7. Tröste, tröste meinen Sinn, weil ich schwach und blöde bin, und des Satans schlaue List sich zu hoch für mich vermißt. 8. Tritt der Schlangen Kopf 10 Advent und Anfang des Kirchenjahres. entzwei, daß ich, aller Ängsten frei, dir im Glauben um und an felig bleibe zugethan; 9. Daß, wenn du, o Lebensfürst, prächtig wieder kommen wirst, ich dir mög entgegengehn und vor dir gerecht bestehn. Heinrich Held. Um 1650. C 1180 444 de tot 22. anlegt als ein Ehrenfleid und will eure Sach verfechten. Durch die Welt erschall und geh: Hofianna in der Höh. nod 6. Seht den Helfer willig kommen, euch zu raten in der Not, in dem Leben, in dem Tod, als den er auf sich genommen. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna in der Höh. 7. Seht, ihr Armen, seht den Eigene Melodie. 77. Sint Hosianna Davids Sohne! Der Armen, der von seiner Armut soll hochgelobet sein, der bei uns euch hier und ewig machet reich; jetzt fehret ein, kommend von des die Welt erschall und geh: Hoer will euer sich erbarmen. Durch Höchsten Throne. Durch die Welt stanna in der Höh. erschall und geh: Hosianna in stanna in der Höh. 8. Herr, o Herr, laß wohlder Höh. 2. Den die Alten mit Ber- gelingen! Diesen Tag haft du langen oft gewünscht, gerufen gemacht, dieser Tag hat Freuden oft, dessen Eintritt sie gehofft, bracht; drum wir alle billig der läßt sich von uns empfangen. singen: Durch die Welt erschall Durch die Welt erschall und geh: und geh: Hosianna in der Höh. Hosianna in der Höh. 9. Hosianna Davids Sohne! 3. Kommt, dem Könige zu Der soll hochgelobet sein, der bei hulden, treu nach Unterthanen- uns jetzt fehret ein, kommend pflicht; denn ihr sollet ferner von des Höchsten Throne. Durch nicht fremde Dienstbarkeit erdul- die Welt erschall und geh: Hoden. Durch die Welt erschall fianna in der Höh. dat und geh: Hosianna in der Höh. Christian Keymann. † 1662. 5. Seht, ihr Sünder, den Gerechten, der euch seine Heiligkeit 4. Kommet her, ihr blöden Herzen, seht des Herren Sanftmut an; seine Gütigkeit, die kann heilen alle Sündenschmerzen. 23. Mel 114: Meinen Jesum laß 2c. Durch die Welt erschall und geh: Hosianna! Davids Sohn kommt Hosianna in der Höh. in Zion eingezogen. Auf! bereitet ihm den Thron, setzt ihm tausend Ehrenbogen. Streuet Advent und Anfang des Kirchenjahres. 11 Palmen, machet Bahn, daß er fianna! Bist du da? Ja, du Einzug halten kann. medin 2. Hosianna! sei gegrüßt! Komm, wir gehen dir entgegen. Unser Herz ist schon gerüst, will sich dir zu Füßen legen. Zeuch zu unsern Thoren ein, du sollst kommst, Halleluja! s radot mained Benjamin Schmold. † 1787. dood nice mardine osmod: 24missione uns willkommen sein. 3. Hosianna! Friedensfürst, Ehrenkönig, Held im Streite! Alles, was du schaffen wirst, das ist unsre Siegesbeute. Deine Nechte bleibt erhöht und dein Reich allein besteht. 4. Hosianna! lieber Gast, wir find deine Reichsgenoffen, die du dir erwählet haſt; ach, so laß uns unverdroffen deinem Scepter dienstbar sein, herrsche du in uns allein. 10 5. Hosianna! steh uns bei! Herr, hilf, laß wohl gelingen, daß wir ohne Heuchelei dir das Herz zum Opfer bringen. Du nimmst keinen Jünger an, dir nicht gehorchen kann. der Nawangs Mel. 114: Meinen Jesum laß zc. Komm, du wertes Lösegeld, dessen alle Heiden hoffen; komm, o Heiland aller Welt, Thor und Thüren stehen offen; komm in angestammter Zier, fomm, wir warten mit Begier. 2. Zeuch auch in mein Herz hinein, o du großer Ehrenkönig; laß mich deine Wohnung sein. Bin ich armer Mensch zu wenig, ei, so soll mein Reichtum sein, wenn du bei mir ziehest ein. 3. Nimm mein Hofianna an mit den Siegespalmenzweigen; so viel ich nur immer kann, will ich Ehre dir erzeigen und im Glauben dein Verdienst mir zueignen zum Gewinnst. and 6. Hosianna! laß uns hier an den Ölberg dich begleiten, bis wir einstens für und für dir ein Psalmenlied bereiten; dort ist unser Bethphage: Hosianna in der Höh! 4. Hosianna, Davids Sohn! Ach Herr, hilf, laß wohl gelingen, laß dein Scepter, Reich und Kron uns viel Heil und Segen bringen, daß in Ewigkeit besteh: Hosianna in der Höh! Johann Gottfried Olearius. † 1711. 25. Mel 167: Vom Himmel hoch 2c. Komm, Heidenheiland, Löfegeld, komm, schönste Sonne dieser willst du draußen stehen? Ho- Welt: Laß abwärts flammen dei7. Hosianna nah und fern! Gile, bei uns einzugehen. Du Gesegneter des Herrn, warum Advent und Anfang des Kirchenjahres. nen Schein, denn so will Gott zugleich, der Heil und Leben mit geboren sein. 2. Komm an von deinem Ehrenthron, Sohn Gottes und der Jungfraun Sohn; komm an, bu zweigestammter Held, geh mutig durch dies Thal der der sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer, reich von Rat! Welt. 12 3. Du nahmest erdwärts deinen Lauf, und stiegst auch wieder himmelauf. Dein Abfahrt war zum Todesthal, die Rückfahrt in den Sternensaal. 4. D höchster Fürst, dem Vater gleich, besieg hier dieses Fleisches Reich, denn unser Geist, in Fleisches Haft, sehnt sich nach deiner Himmelskraft. 5. Von deiner Krippe glänzt ein Strahl, ein Licht leucht durch dies finstre Thal, es giebt die Nacht so hellen Schein, der da wird unverlöschlich sein. 6. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron, der heiligen Dreifaltigfeit sei Lob und Preis in Ewigfeit. Joh. Frand 1646 nach Umbrofius.+ 397. 2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Scepter ist Barmherzigkeit; all unser Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gclobet sei mein Gott, mein Heiland, groß von That! der Stadt, so diesen König bei sich 3. D wohl dem Land, o wohl hat! Wohl allen Herzen insgeEr ist die rechte Freudensonn, mein, da dieser König ziehet ein! bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat! 4. Macht hoch die Thür, die Thor macht weit, eur Herz zum Tempel zubereit; die Zweiglein der Gottseligkeit steckt auf mit Andacht, Lust und Freud; so kommt der König auch zu euch, ja Heil und Leben mit zugleich. Gelobet sei mein Gott, voll Rat, voll That, voll Gnad! 26. 5. Komm, o mein Heiland, Jesu Christ, meins Herzens Thür dir Macht hoch die Thür, die Thor offen ist; ach zeuch mit deiner Eigene Melodie. 111. Psalm 24, 7-10. macht weit! Es kommt der Herr Gnaden ein, dein Freundlichkeit der Herrlichkeit, ein König aller auch uns erschein. Dein heilger Königreich, ein Heiland aller Welt Geist uns führ und leit den Weg Advent und Anfang des Kirchenjahres. zur ewgen Seligkeit. Dem Na28. men dein, o Herr, sei ewig Preis Mel. 19: Aus meines Herzens c. und Ehr! Georg Weiſsel.+1685. Nun jauchzet all, ihr Frommen, 27. Mel. 168: Von Gott will ich nicht sc. Jef. 40, 3. 4. Mit Ernst, o Menschenkinder, das Herz in euch bestellt! Bald wird das Heil der Sünder, der wunderstarke Held, den Gott aus Gnad allein der Welt zum Licht und Leben versprochen hat zu geben, bei allen fehren ein. 2. Bereitet doch fein tüchtig den Weg dem großen Gast, macht seine Steige richtig, laßt alles, was er haft; macht alle Bahnen recht, die Thäler all erhöhet; macht niedrig, was hoch stehet, was trumm ist, gleich und schlecht. 3. Ein Herz, das Demut übet, bei Gott am höchsten steht; ein Herz, das Hochmut liebet, mit Angst zu Grunde geht; ein Herz, das richtig ist und folget Gottes Leiten, das kann sich recht bereiten, zu dem kommt Jesus Christ. 13 in dieser Gnadenzeit, weil unser Heil ist kommen, der Herr der Herrlichkeit; zwar ohne stolze Pracht, doch mächtig, zu verheeren und gänzlich zu zerstören des Teufels Reich und macht. 2. Kein Scepter, feine Krone sucht er auf dieser Welt, im hohen Himmelsthrone ist ihm sein Reich bestellt. Er will hie seine Macht und Majestät verhüllen, bis er des Vaters Willen im Leiden hat vollbracht. zu 4. Ach mache du mich Armen diefer heilgen Zeit aus Güte und Erbarmen, Herr Jesu, selbst bereit. Beuch in mein Herz hinein vom Stall und von der Krippen; so werden Herz und Lippen dir allzeit dankbar sein! Nach Valentin Thilo jun. † 1C62. 3. Jhr mächtigen auf Erden, nehmt diesen König an, wollt ihr beraten werden und gehn die rechte Bahn, die zu dem Himmel führt. Sonst, wo ihr ihn verachtet und nur nach Hoheit trachtet, des Höchsten Zorn euch rührt. 4. Jhr Armen und Clendere in dieser bösen Zeit, die ihr an allen Enden müßt haben Angst und Leid, seid dennoch wohlgemut! Laßt eure Lieder klingen, dem König Lob zu singen, der euer höchstes Gut. 5. Er wird nun bald erscheinen in seiner Herrlichkeit, verwandeln euer Weinen und eure Klag in Freud. Er ists, der helfen kann. Halt eure Lampen fertig und seid stets sein gewärtig, er ist. schon auf der Bahn! Michael Schirmer. † 1673. Advent und Anfang des Kirchenjahres. 29. reuet; komm und reinige dein Haus, das die Sünde hat entweihet. Mach mit deinem OpferMel. 43: Erschienen ist der 2. Nun kommt das neue Kirchen- blut alles wieder rein und gut. 4. Komm mit deinem Abendmahl, das du uns zum Heil gegeben, daß wir schon im Erdenthal mit dir als im Himmel leben. Komm, Herr Jesu, leb in mir, und mein Leben sei in dir! 14 jahr, des freuet sich die Christenschar. Dein König kommt, drum freue dich, du wertes Zion, ewiglich. Halleluja. 2. Wir hören noch das Gnadenwort von Anfang immer fort und fort, das uns den Weg zum Leben weist. Gott sei für seine Gnad gepreist. Halleluja. 1219TENTIC 3. Gott, was uns deine Wahrheit lehrt, die unsern Glauben stets vermehrt, laß bei uns bleiben, daß wir dir Lob und Preis sagen für und für. Halleluja. Johann Olearius. † 1684. Jamband med 16 30. 5. Komm und bring den Geist auch mit, deinen Geist, der dich verkläret, der mich im Gebet vertritt und des Königs Willen lehret, daß ich bis auf jenen Tag: komm, Herr Jesu! rufen mag. E Philipp Friedrich Hiller. † 1769. Onko W nod de sunt la 31. Mel. 179: Werde munter, mein 2c. Warum Mel. 114: Meinen Jesum laß zc. Matth. 21, 5. arum willst du draußen stehen*), du Gesegneter des Herrn? Laß dir, bei mir einzugehen, wohlSieh, dein König kommt zu gefallen, du mein Stern. Du dir! Seele, das sind frohe Worte; sprich: Mein König, komm zu mir; sieh, ich öffne dir die Pforte, zeuch mit deiner Sanftmut ein; was du findest, das ist dein. mein Jesu, meine Freud, Helfer in der rechten Zeit, hilf, o Heiland, meinem Herzen von den Wunden, die mich schmerzen. *) 1. Mof. 24, 31. 2. Komm, ich bin dein Eigentum schon seit deinem Wasserbade; komm, dein Evangelium werde mir ein Wort der Gnade; du schickst ja dein Wort voran, daß mein König kommen kann. 2. Meine Wunden sind der Jammer, welchen oftmals Tag und Nacht des Gesetzes starker Hammer mir mit seinem Schrecken macht. O der schweren Donnerstimm, die mir Gottes Zorn und 3. Komm uns räume alles Grimm also tief ins Herze schläget, aus, was du haffest, was mich daß sich all mein Blut beweget. Advent und Anfang des Kirchenjahres. 3. Dazu kommt des Teufels und Seele, klag ihm, was dich Lügen, der mir alle Gnad absagt, drückt und quäle. objarn als müßt ich nun ewig liegen in 8. Was du Böses hast beder Hölle, die ihn plagt. Ja auch, was noch ärger ist, so zer martert und zerfrißt mich mein eigenes Gewissen mit vergiften Schlangenbiffen. Tus 4. Will ich denn mein Glend lindern und erleichtern meine Pein bei der Welt und ihren Kindern, fall ich vollends tief hinein: da ist Trost, der mich betrübt, Freude, die mein Unglück liebt, Helfer, die mir Herzleid machen, gute Freunde, die mein lachen. gangen, das ist alles abgeschafft. Gottes Liebe nimmt gefangen deiner Sünde Macht und Kraft. Christi Sieg behält das Feld, und was Böses in der Welt sich will wider dich erregen, wird zu lauter Glück und Segen.im faddrar and9. Alles dient zu deinem Frommen, was dir bös und schädlich scheint, weil dich Christus angenommen und es treulich mit dir meint. Bleibst du dem nur wieder treu, ists gewiß und bleibt dabei, daß du mit den Engeln droben ihn dort eroig werdest Paul Gerhardt. † 1676. 5. In der Welt ist alles nichtig; nichts ist, das nicht kraftlos wär. Hab ich Hoheit, die ist flüchtig; loben. hab ich Reichtum, was ists mehr, Hod als ein Stäublein armer Erd? nind sid 15 32. Tugon Mel. 164: Balet will ich dir geben. Hab ich Lust, was ist sie wert? Was ist, das mich heut erfreuet, das mich morgen nicht gereuet? Wie soll ich dich empfangen 6. Aller Trost und alle Freude raht in dir, Herr Jesu Christ; dein Erfreuen ist die Weide, da man sich recht fröhlich ist. Leuchte mir, o Freudenlicht, ehe mir mein Herze bricht; laß mich, Herr, an dir erquicken, Jesu, komm, laß dich erblicken! 7. Freu dich Herz, du bist erhöret, jego zeucht er bei dir ein; fein Gang ist zu dir gefehret, heiß ihn nur willkommen sein und bereite dich ihm zu, gieb dich ganz zu seiner Ruh, öffne dein Gemüt und wie begegn ich dir? o aller Welt Verlangen, o meiner Seelen Zier! DJesu, Jesu, sete mir selbst die Fackel bei, damit, was dich ergötze, mir kund und wissend sei. 2. Dein Zion streut dir Palmen und grüne Zweige hin, und ich his will dir in Psalmen ermuntern meinen Sinn. Mein Herze soll dir grünen in stetem Lob und Preis, und deinem Namen dienen, so gut es kann und weiß. 3. Was hast du unterlassen zu meinem Trost und Freud? Als 16 Weihnacht. Leib und Seele saßen in ihrem größten Leid, als mir das Reich genommen, da Fried und Freude lacht, da bist du, mein Heil, kommen und hast mich froh gemacht. 4. Jch lag in schweren Banden, du kommst und machst mich los; ich stand in Spott und Schanden, du kommst und machst mich groß, und hebst mich hoch zu Ehren, und schenkst mir großes Gut, das sich nicht läßt verzehren, wie irdisch Reichtum thut. trieben 5. Nichts, nichts hat dich gezu mir vom Himmelszelt, als das geliebte Lieben, damit du alle Welt in ihren tausend Plagen und großen Jammerslaft, die kein Mund aus fann sagen, so fest umfangen hast. 6. Das schreib dir in dein Herze, du herzbetrübtes Heer, bei welchem Gram und Schmerze sich häuft je mehr und mehr; seid unverzagt, ihr habet die Hilfe vor der Thür; der eure Herzen labet und tröstet, steht allhier! Nacht, wie ihr ihn wollet ziehen mit eures Armes Macht. Er kommt, er kommt mit Willen, ist voller Lieb und Lust, all Angst und Not zu stillen, die ihm an euch bewußt. Cour tropis 8. Auch dürft ihr nicht erschrecken vor eurer Sündenschuld; nein! Jesus will sie decken mit seiner Lieb und Huld! Er kommt, er kommt den Sündern zum Trost und wahrem Heil, schafft, daß bei Gottes Kindern verbleib ihr Erb und Teil. 33. Mel. 186: Wir Christenleut! 2c. Auf, schicke dich, recht feierlich des Heilands Fest mit Danken zu dig 9. Was fragt ihr nach dem Schreien der Feind und ihrer Tück? Der Herr wird sie zerstreuen in einem Augenblick. Er kommt, er kommt, ein König, dem alle Macht und List auf Erden viel zu wenig zum Widerstande ist. 7. Ihr dürft euch nicht bemühen, noch sorgen Tag und saal! 10. Er kommt zum Weltgerichte, zum Fluch dem, der ihm flucht; mit Gnad und süßem Lichte dem, der ihn liebt und sucht. Ach komm, ach komm, o Sonne, und hol uns allzumal zum ewgen Licht und Wonne in deinen FreudenPaul Gerhardt. † 1676. 3. Weihnacht. begehen! Lieb ist der Dank, der Lobgesang, durch den wir ihn, den Gott der Lieb erhöhen. 2. Sprich dankbar froh: Also, also hat Gott die Welt in seinem Weihnacht. Sohn geliebet. D, wer bin ich, Herr, daß du mich so herrlich hoch in deinem Sohn geliebet! 3. Er, unser Freund, mit uns vereint zur Zeit, da wir noch seine Feinde waren, er wird uns gleich, um Gottes Reich und seine Lieb als Mensch zu offenbaren. 4. An ihm nimm teil; er ist das Heil. Thu täglich Buß und glaub an seinen Namen. Der ehrt ihn nicht, wer Herr, Herr! spricht, und doch nicht sucht sein Beispiel nachzuahmen. 5. Aus Dank will ich in Brüdern dich, dich, Gottes Sohn, bekleiden, speisen, tränken, der Frommen Herz in ihrem Schmerz mit Trost erfreun und dein dabei gedenken. Istmann 6. Rat, Kraft und Held, durch den die Welt und alles ist im Himmel und auf Erden, die Christenheit preist dich erfreut, und aller Knie soll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den Herrn, er hilft uns gern; und wer ihn sucht, den wird sein Name trösten. Gelobt fei Gott, gelobt sei Gott! Freut euch des Herrn und jauchzt ihm, ihr Erlösten! Soni Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. d 34. 34. 17 nicht, der täglich wiederkehret. Es ist ein Leuchten aus der Fern, es ist ein Schimmer, ist ein Stern, von dem ich längst gehöret. 2. Nun wird ein König aller Welt, von Ewigkeit zum Heil bestellt, ein zartes Kind geboren. Der Teufel hat sein altes Recht am ganzen menschlichen Geschlecht verspielt schon und verloren. 3. Der Himmel ist jetzt nimmer weit, es naht die selge Gotteszeit der Freiheit und der Liebe. Wohlauf, du frohe Christenheit, daß jeder sich nach langem Streit in Friedenswerken übe! 4. Ein ewig festes Liebesband hält jedes Haus und jedes Land und alle Welt umfangen; wir alle find ein heilger Stamm, der Löwe spielet mit dem Lamm, das Kind am Nest der Schlangen. 5. Wer ist noch, welcher sorgt und sinnt? Hier in der Krippe liegt ein Kind mit lächelnder Gebärde. Wir grüßen dich, du Sternenheld! Willkommen, Heiland aller Welt! willkommen auf der Erde! Max von Schenkendorf. † 1817. 50.1106/ 19 35. Sporo Mel. 19: Aus meines Herzens 2c. Der er heilge Christ ist kommen, der teure Gottessohn; des freun Mel. 101: Kommt her zu mir 2c. Brich an, du schönes Morgen- fich alle Frommen am höchsten licht! Das ist der alte Morgen Himmelsthron. Auch was auf 2 Weihnacht. 18 Erden ist, muß preisen hoch und loben mit allen Engeln droben den lieben heilgen Christ. 3. Wenn ich dies Wunder fassen will, so steht mein Geist vor Ehrfurcht still, er betet an und er ermißt, daß Gottes Lieb unendlich ist. roll 4. Damit der Sünder Gnad erhält, erniedrigst du dich, Herr der Welt, nimmst selbst an unsrer Menschheit teil, erscheinst im Fleisch, wirst unser Heil. s 119 5. Dein König, Zion, kommt 3. Verwaiset sind die Kinder nicht mehr und vaterlos; Gott rufet selbst die Sünder in seinen Gnadenschoß. Er will, daß alle, zu dir. Ich komm, im Buche rein von ihrem alten Schaden, steht von mir; Gott, deinen Willen vertrauend seinen Gnaden, gehn thu ich gern."*) Gelobt sei, der da kommt im Herrn! disled in den Himmel ein. and ay and end endoj tio*) f. 40, 8. 9. 10 mommar? 4. Drum freuet euch und prei- 6. Herr, der du Mensch geboren fet, ihr Kindlein, fern und nah! wirst, Immanuel und Friedefürst, Der euch den Vater weiset, der auf den die Väter hoffend sahn, heilge Christ ist da! Er ruft so dich, Gott Messias, bet ich ani freundlich drein mit süßen Liebes- 7. Du, unser Heil und höchſtes worten: Geöffnet sind die Pfor- Gut, vereinest dich mit Fleisch und ten, ihr Kinder kommt herein! Blut, wirst unser Freund und Bruder hier, und Gottes Kinder had Madro werden wir. wi Ernst Morit Arndt. † 1860. joc commodonsist Jue nommotll 36. 500 soll dan! od od 2. Das Licht ist aufgegangen, die lange Nacht ist hin; die Sünde ist gefangen, erlöst ist Herz und Sinn. Die Sündenangst ist weg, der Glaube geht zum Himmel nun aus dem Weltgetümmel auf einem sichern Steg. nad ogrou Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. binud jad and Mel. 167: Vom Himmel hoch 20. Dies Dies ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd in aller Welt gedacht! Ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist! Teplied 2. Die Völker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfüllet ward; da sandte Gott von seinem 8. Gedanke voller Majeſtät, du bist es, der das Herz erhöht. Gedanke voller Seligkeit, du bist es, der das Herz erfreut. bus 9. Durch Eines Sünde fiel die Welt; Ein Mittler ists, der sie erhält. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schüßt, der in des Vaters Schoße sitt? 10. Jauchzt Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heilig Weihnacht. sten Geburt! und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! E is elle 11. Dies ist der Tag, den Gott gemacht; sein werd in aller Welt gedacht! Ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist! tistpilsonism Chriftian Fürchtegott Gellert. 1769. † id nopir u zid, im od 37 somig Sunind?: 90 19 diese Sonne nicht. Willst du genießen diesen Schein, so darfst du nicht mehr dunkel sein. om groe 5. Drum, Jesu, schöne Weihnachtssonne, bestrahle mich mit deiner Gunst! Dein Licht sei meine Weihnachtswonne und lehre mich die Weihnachtskunst, wie ich im Lichte wandeln soll und sei des Weihnachtsglanzes voll. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer. † 1685. di sint did nii ndo 2008 Snadood thi2 sollo tae nisi 38 Mel. 136: D baß ich tausend Bungen 2c. Dies ist die Nacht, da mir erschienen des großen Gottes Freundlichkeit; das Kind, dem alle Engel dienen, bringt Licht in meine Dunkelheit; und dieses Welt- und Himmelslicht weicht hunderttausend Sonnen nicht. gnog od du 2. Laß dich erleuchten, meine Seele, versäume nicht den Gnaden schein! Der Glanz in dieser kleinen Höhle streckt sich in alle Welt hinein; er treibet weg der Höllen Macht, der Sünden und des Todes Nacht. OL Mel: 141: O Gott, du frommer Gott Du wesentliches Wort, von Anfang her gewesen! Du Gott, von Gott gezeugt, von Ewigkeit er lesen zum Heil der ganzen Welt, o mein Herr Jesu Christ! willkommen, der du mir zum Heil geboren bist. 2. Komm, o du göttlich Wort, und sprich in meiner Seele, daß mirs in Ewigkeit an Troste nimmer fehle; im Glauben wohn in mir und weiche von mir nicht, 3. In diesem Lichte kannst du laß mich auch nicht von dir absehen das Licht der klaren Selig- weichen, schönstes Licht! mustad feit; wenn Sonne, Mond und 13. Was hat, o Jesu, dich von Stern vergehen, vielleicht in noch Anfang doch bewogen? Was hat gar kurzer Zeit, wird dieses Licht vom Himmelsthron dich in die mit seinem Schein dein Himmel Welt gezogen? Ach! deine große und dein Alles sein. usul Lieb und meine große Not hat deine Glut entflammt, die stärker als der Tod. odst/ w nased 4. Laß nur indessen helle scheinen dein Glaubens- und dein Liebeslicht; mit Gott mußt du es treulich meinen, sonst hilft dir 4. Gieb, daß ich dir zum Dienst mein ganzes Herz ergebe, auch dir 2* 20 Weihnacht. allein zum Preis auf dieser Erden durch sein Blut. Freude, Freude lebe. Ja, Jesu, laß mein Herz ganz neu geschaffen sein und dir bis in den Tod gewidmet sein allein. über Freude: Christus wehret allem Leide; Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnaden5. Ach, laß nichts in mir sein, sonne. was du nicht hast geschaffen, reut alles Unkraut aus und brich des Feindes Waffen. Was bös, ist nicht von dir, das hat der Feind gethan, du aber führ mein Herz und Fuß auf ebner Bahn. 6. Das Leben ist in dir und alles Licht des Lebens; an mir laß deinen Glanz, mein Gott, nicht sein vergebens. Weil du das Licht der Welt, so sei mein Lebenslicht, o Jesu, bis mir dort dein Sonnenlicht anbricht. Laurentius Laurenti. † 1722. 3. Jesus, wie soll ich dir danfen? Ich bekenne, daß von dir meine Seligkeit herrühr. O laß mich nicht von dir wanken, nimm mich dir zu eigen hin: so empfindet Herz und Sinn Freude, Freude über Freude: Christus wehret allem Leide; Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne. 4. Jesu, nimm dich deiner Glieder ferner auch in Gnaden an; schenke was man bitten kann, zu erquicken deine Brüder. Gieb der ganzen Christenschar Friede und einselig Jahr. Freude, Freude über Freude: Christus wehret Eigene Melobie. 51. ballem Leide; Wonne, Wonne über reuet euch, ihr Christen alle, Wonne: Christus ist die Gnaden1939. Freuet Christian Keymann. † 1662. freue sich, wer immer kann: Gott sonne. hat viel an uns gethan! Freuet 600 euch mit großem Schalle, daß er 40. uns so hoch geacht, sich mit uns $ 1( 3) befreundt gemacht. Freude, Freude Eigene Melobie. 52. über Freude: Christus wehret Fröhlich soll mein Herze ſprinallem Leide; Wonne, Wonne über Wonne: Christus ist die Gnadensonne. isd gen dieser Zeit, da vor Freud alle Engel singen. Hört, hört, wie mit vollen Chören alle Luft laute ruft: Christus ist geboren! 2. Siehe, siehe, meine Seele, wie dein Heiland kommt zu dir, brennt in Liebe für und für, daß er in der Krippen Höhle harte reißt aus allem Jammer. Gott lieget dir zu gut, dich zu lösen wird Mensch, dir, Mensch, zu 2. Heute geht aus seiner Kammer Gottes Held, der die Welt Weihnacht. gute, Gottes Kind, das verbindt sich mit unserm Blute. 3. Sollt uns Gott nun können haffen, der uns giebt, was er liebt, über alle Maßen? Gott giebt, unserm Leid zu wehren, seinen Sohn aus dem Thron seiner Macht und Ehren. 4. Sollte von uns sein gekehret, der sein Reich und zugleich sich selbst uns verehret? Sollt uns Gottes Sohn nicht lieben, der jetzt kommt, von uns nimmt, was uns will betrüben? 5. Er nimmt auf sich, was auf Erden wir gethan, giebt sich an, unser Lamm zu werden; un ser Lamm, das für uns stirbet und bei Gott für den Tod Heil und Fried erwirbet. 6. Nun, er liegt in seiner Krippen, ruft zu sich mich und vich, spricht mit süßen Lippen: Lasset fahren, liebe Brüder, was euch quält, was euch fehlt, ich bring alles wieder. om 7. Ei, so kommt und laßt uns laufen, stellt euch ein, groß und klein, kommt mit großen Haufen. Liebt den, der vor Liebe brennet, schaut den Stern, der uns gern Licht und Labsal gönnet. 8. Die ihr schwebt in großen Leiden, sehet, hier ist die Thür zu den wahren Freuden. Faßt ihn wohl, er wird euch führen an den Ort, da hinfort euch kein Kreuz wird rühren. OUT 21 9. Wer sich fühlt beschwert im Herzen, wer empfindt seine Sünd und Gewissensschmerzen, sei getrost! hier wird gefunden, der in Eil machet heil die vergiften Wunden. 10. Die ihr arm seid und elende, kommt herbei, füllet frei eures Glaubens Hände! Hier sind alle guten Gaben und das Gold, da ihr sollt euer Herz mit laben. And 11. Süßes Heil, laß dich umfangen, laß mich dir, meine Zier, unverrückt anhangen. Du bist meines Leben Leben; nun kann ich mich durch dich wohl zufrieden geben. 12. Meine Schuld kann mich nicht drücken, denn du hast meine Last all auf deinem Rücken. Kein Fleck ist an mir zu finden, ich bin rein und klar aller meiner gar Sünden. 13. Jch bin rein um deinetwillen, du giebst gnug Ehr und Schmuck, mich darein zu hüllen. Ich will dich ins Herze schließen, o mein Ruhm, edle Blum, laß dich recht genießen. mi ani omn 14. Ich will dich mit Fleiß bewahren, ich will dir leben hier, und mit dir heimfahren. Mit dir will ich endlich schweben voller Freud ohne Zeit dort im andern Leben. 29d and fand dang diod Paul Gerhardt. † 1676. 22 Weihnacht. mmarisi# 41. 3982 donidase and42. Esto sup stule msimu jim bil den Herren, den 26. stat donijams jeun Eigene Melodie. 54. Mel. 106: Robe ben Herren Gelobet feist du, Jesu Christ, Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket daß du Mensch geboren bist von einer Jungfrau, das ist wahr; des freuet sich der Engel Schar. Halleluja. adrod ihr englischen Chöve, finget dem Herren, dem Heiland der Menschen zur Ehre: Sehet doch da! Gott will so freundlich und nah zu den Verlornen sich kehren. 2. Des ewgen Vaters einig Kind jetzt man in der Krippen findt. In unser armes Fleisch und Blut verkleidet sich das ewge Gut. Halleluja. 2. Jauchzet, ihr Himmel, frohlocket ihr Enden der Erden! Gott und der Sünder, die sollen zu Freunden nun werden. Friede und Freud wird uns verkündiget heut; freuet euch, Hirten und Herden! disg sier die Jun 3. Sehet dies Wunder, wie tief sich der Höchste hier beuget! Sehet die Liebe, die ganz sich als Liebe nun zeiget! Sie wird ein Kind, träget und hebet die Sünd; alles anbetet und schweiget. R 4. Gott ist im Fleische; wer kann dies Geheimnis verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen; gehet hinein, eins mit dem Sohne zu sein, die ihr zum Vater wollt gehen. und JASTU 3. Den aller Welt Kreis nie beschloß, der liegt in Marien Schoß; er ist ein Kindlein worden klein, der alle Ding erhält allein. Halleluja. ( DING DIN( 51 4. Das ewge Licht geht da herein, giebt der Welt ein neuen Schein; es leucht wohl mitten in der Nacht und uns des Lichtes Kinder macht. Halleluja. bol 5. Der Sohn des Vaters, Gott von Art, ein Gast in der Welt hier ward, und führt uns aus dem Jammerthal, er macht uns Erbn in seinem Saal. Halleluja. 6. Er ist auf Erden kommen arm, daß er unser sich erbarm und uns im Himmel mache reich und seinen lieben Engeln gleich. Halleluja. 7. Das hat er alles uns gethan, sein groß Lieb zu zeigen 5. Hast du denn, Höchster, auch meiner noch wollen gedenken? Du willst dich selber, dein Herz voll Erbarmen mir schenken; follt nicht mein Sinn innigst sich freuen darin und sich in Demut versenken? an. Des freu sich alle Christen- 6. König der Ehren, aus Liebe heit und dank ihm des in Ewigkeit. Halleluja. Martin Luther. † 1546. geworden zum Kinde, dem ich auch wieder mein Herz in der Weihnacht. 23 Liebe verbinde; du sollst es sein, gelium. Wer Jesum recht er den ich erwähle allein. Ewig fennt, der stirbt nicht, wenn er entsag ich der Sünder dir stirbt, so man ihn gläubig nennt. 7. Treuer Immanuel, werd à 4. Wohlan, so will ich mich auch in mir neu geboren; komm an diesen Jesum halten, und doch, mein Heiland, und laß mich sollte gleich die Welt in tausend nicht länger verloren; wohne in Stücken spalten. O Jesu, dir, mir, mach mich ganz eines mit nur dir, dir leb ich ganz allein! dir, den du zum Leben erkoren. Auf dich, allein auf dich, o Jesu! schlaf ich ein. di owo ni Kaspar Ziegler. † 1690. idag iis pri@ stug of 44 sobe saiso fue bomba Mel. 127: Nun freut euch, lieben 2c, Ich steh an deiner Krippe hier, o Jesu, du mein Leben; ich komme, bring und schenke dir, was du mir haft gegeben. Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn, Herz, Seel und Mut, nimm alles hin und laß dirs wohlgefallen. 8. Menschenfreund Jesu, dich lieb ich, dich will ich erheben, laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nur streben; gieb mir auch bald, Jesu, die Kindesgestalt, ewiglich dir nur zu leben. asami Gerhard Terfieegens † 1769. napituld nod to do so so tist] 1912 196 43. pid m Mel. 125: Nun banket alle Cotto Ich freue mich in dir und heiße dich willkommen, mein liebster Jesu, du! Du hast dir vorge 2. Da ich noch nicht geboren nommen, mein Bruder hier zu war, da bist du mir geboren, und sein. Ach, wie ein süßer Ton! hast mich dir zu eigen gar, eh Wie freundlich sieht er aus, der ich dich kannt, erkoren. Eh ich große Gottessohn! and tiobod durch deine Hand gemacht, da hast du schon bei dir bedacht, wie du mein wolltest werden. 2. Gott senkt die Majestät, sein unbegreiflich Wesen, in eines Menschen Leib; nun muß die 3. Jch lag in tiefster TodesWelt genesen. Der allerhöchste nacht, du wurdest meine Sonne, Gott spricht freundlich bei uns die Sonne, die mir zugebracht ein, wird gar ein kleines Kind, Licht, Leben, Freud und Wonne. will unser Heiland sein. O Sonne, die das werte Licht des Glaubens in mir zugericht, wie schön sind deine Strahlen! 3. Wie lieblich klingt es mir, wie schallt es in die Ohren! Es kann durch Stahl und Erz und harte Felsen bohren das Evan4. Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen, 24 Weihnacht. und weil ich nun nicht weiter nah! Himmel und Erde, erzählt kann, bleib ich anbetend stehen. O daß mein Sinn ein Abgrund wär und meine Seel ein weites Meer, daß ich dich möchte fassen! es den Heiden: Jesus ist kommen, Grund ewiger Freuden. 5. Wenn oft mein Herz in Liebe weint und keinen Trost kann finden, rufst du mir zu: ,, Ich bin dein Freund, ein Tilger deiner Sünden; was trauerst du, mein Fleisch und Bein? du sollst ja guter Dinge sein, ich zahle deine Schulden." 2. Jesus ist kommen, nun springen die Banden, Stricke des Todes, die reißen entzwei. Unser Durchbrecher ist nunmehr vorhanden, er, der Sohn Gottes, der machet recht frei, bringet zu Ehren aus Sünden und Schanden. Jesus ist kommen, nun springen die Banden. 3. Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden; Sünden der ganzen Welt träget dies Lamm; Sündern die ewge Erlösung zu finden, steigt er aus Lieb an den blutigen Stamm. Abgrund der Liebe, wer kann dich ergründen? Jesus ist kommen, ein Opfer für Sünden. 4. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden. Komme, wen dürstet, und trinke, wer will; holet für euren verderblichen Schaden Gnade aus dieser unendlichen Füll. Nehmet, ach nehmt doch, Gott hat euch geladen. Jesus ist kommen, die Quelle der Gnaden. 6. Du fragest nicht nach Lust der Welt, noch nach des Leibes Freuden; du hast dich bei uns eingestellt an unsrer statt zu leiden, suchst meiner Seelen Herrlichkeit durch dein selbst eignes Herzeleid. Das will ich dir nicht wehren. tra 7. Eins aber, hoff ich, wirst du mir, mein Heiland, nicht versagen, daß ich dich möge für und für in, bei und an mir tragen. So laß mich deine Wohnung sein, komm, komm und kehre bei mir ein mit allen deinen Freuden! Paul Gerhardt. † 1676. 5. Jesus ist kommen, der Herzog des Lebens, sein Tod verschlinget den ewigen Tod; giebt 45. Mel. 88: Jefu, hilf fiegen, du zc. 2 uns, ach hört es doch ja nicht Jesus ist kommen, Grund ewiger vergebens! ewiges Leben, der Freude; A und D, Anfang und Ende ist da! Gottheit und Menschheit vereinen sich beide; Schöpfer, wie kommst du den Menschen so Lebens. freundliche Gott. Glaubt ihm, so macht er ein Ende des Bebens. Jesus ist kommen, der Herzog des Weihnacht. im Glauben dir danken. 6. Jesus ist kommen; sagts mich nach deinem Gebot herzlich aller Welt Enden, eilet, ach eilet zum Gnadenpanier; schwöret ihm 5. Führe mich endlich, o Jesu, Treue mit Herzen und Händen, ins ewige Leben, welches du allen, sprechet: wir leben und sterben die glauben, versprochen zu geben, bei dir. Herzensfreund, gürte da ich bei Gott ohne Not, Jammit Wahrheit die Lenden! Jesus mer und Tod ewig in Freuden ist kommen, sagts aller Welt kann schweben. Enden! dis Kaspar Friedrich Nachtenhöfer. † 1685. Johann Anastasius Freylinghausen. † 1739. 46. astrid Mel. 106: Robe den Herren, den 2c. Kommst du nun, Jesu, vom Himmel herunter auf Erden? Soll nun der Himmel und Erde vereiniget werden? Ewiger Gott, kann dich mein Jammer und Not bringen zu Menschengebärden? 2. Was ich in Adam und Eva durch Sterben verloren, hast du mir, Jesu, durch Leben und Lei den erforen: Gütiger Gott, alle mein Jammer und Not endet sich, da du geboren. 25 3. Er äußert sich all seiner Gwalt, wird niedrig und gering, nimmt an sich eines Knechts Gestalt, der Schöpfer aller Ding. 4. Er liegt an seiner Mutter s Brust, ihr Milch ist seine Speis, an dem die Engel sehn ihr Luſt, denn er ist Davids Reis, 3. Teufel, Tod, Hölle, die zürnen und halten zusammen, wollen mich Sünder verschlingen und gänzlich verdammen: Mächtiger Gott, wende den Jammer und Not, tilge die höllischen Flammen! dri 4. Gieb mir, o Jesu, nur heilige gute Gedanken, halte die Glieder des Leibes in heiligen Schranken: Heiliger Gott, laß 47. Eigene Melodie. 109. obt Gett, ihr Christen, alle gleich in seinem höchsten Thron, der heut schließt auf sein Himmelreich und schenkt uns seinen Sohn. 2. Er kommt aus seines Vaters Schoß und wird ein Kindlein klein; er liegt dort elend, nackt und bloß in einem Krippelein. 5. Das seinem Stamm entsprießen sollt in dieser letzten Zeit, durch welchen Gott aufrichten wollt sein Reich, die Christenheit. 6. Er wechselt mit uns wunderlich: Fleisch und Blut nimmt er an, und giebt uns in seins Vaters Reich die klare Gottheit dran. 7. Er wird ein Knecht, und ich 26 Weihnacht. ein Herr, das mag ein Wechsel sein! wie könnt er doch sein freundlicher, der liebe Jesus mein? 2821 8. Heut schließt er wieder auf Liebe, die den Himmel hat die Thür zum schönen Paradeis, zerrissen, die sich zu mir ins Elend der Cherub steht nicht mehr dafür; niederließ: Was für ein Trieb Gott sei Lob, Ehr und Preis! hat dich bewegen müssen, der dich zu mir ins Jammerthal verwies? Die Liebe hat es selbst gethan, sie schaut als Mutter mich in meinem Jammer an. yni zu Nikolaus Hermann. † 1561. po49. is a olis olid sisallo Mel. 113: Mein Freund zerschmilzt zc48. Eigene Melodie. 134. 2. Die Liebe ist so groß in Nun finget und seid froh, jauchzt deinem Herzen, daß du für mich all und singet so: Unsers Herzens das größte Wunder thust; die Wonne liegt in der Krippe bloß und leucht doch als die Sonne in seiner Mutter Schoß. Du bist A und D, du bist A und O. Liebe macht dir meinetwegen Schmerzen, daß mir zu gut du unter Dornen ruhst. O unerhörter Liebesgrad, der selbst des Vaters Wort ins Fleisch gesenket hat. a r air( bid D 2. Sohn Gottes in der Höh, nach dir ist mir so weh, tröst mir mein Gemüte, o Kindlein zart und rein, durch alle deine Güte; o liebstes Jefulein, zeuch mich hin nach dir. lin 3. Die Liebe ist mein Anverwandter worden, mein Bruder ist selbst die Barmherzigkeit; der Gottheit Quell lebt nun in meinem Orden, die Ewigkeit vermählt sich 3. Groß ist des Vaters Huld, mit der Zeit: das Leben selbst ist der Sohn tilgt unsre Schuld. Mensch geborn, der Glanz der Wir warn all verdorben durch Herrlichkeit, das Licht, das wir Sünd und Eitelkeit, so hat er verlorn. lnd drug uns erworben die ewige Himmels- 4. In ihm wird nun die Menschfreud; eia, wärn wir da! sia heit ausgeföhnet, die Reinigkeit 4. Wo ist der Freudenort? der Seelen wiederbracht; sie wird Nirgend sonst als dort, da die als Braut der Gottheit nun geEngel singen mit den Heilgen krönet, da sie der Himmel selbst all, und die Psalmen klingen im so angelacht. Die Menschheit wird hohen Himmelsfaal. Eia, wärn nun ganz erneut und als ein wir da! reiner Thron der Gottheit einNach dem Lateinischen In dulci jubilo. geweiht. Univ, Bibl. Giessen Weihnacht. wohl ist mir, daß ich in Christo nun ein Wohlgefallen spür. 190 en Christian Friedrich Nichter. † 1711 5. Die Weisheit spielt nun völlig wiederbracht. Dewig, ewig wieder auf der Erden, dadurch das Paradies im Menschen grünt: Nun können wir aus Gott geboren werden, weil die Geburt des Herren dazu dient; die neu- valin siya geborne Seele spürt, daß sie ein of modrom andrer Geist aus ihrem Ursprung fu Eigene Melodie. 167.p rührt. nstig so nichts anbeft is out. 2. Sp misluis odail # 190 1 8 mrazia 6. Kein Elend kann nun unser Vom Himmel hoch da komm ich her, ich bring euch gute neue Mär; der guten Mär bring ich soviel, davon ich fingn und sagen will.of siurim# 290 disl Herz bezwingen, Immanuel ist bei uns in der Not; ich darf ja nur zur Gnadenquelle dringen, so dient mir selbst das Elend und der Tod: der Jammer hängt mir nur noch an, der mir in Christo doch nicht schädlich werden kann. 7. Die Sünde kann mich auch nicht mehr verdammen, dieweil sie selbst durch ihn verdammet ist; was schaden nun der Seele ihre Flammen, weil Christi Blut und Wasser in sie fließt? Immanuel löscht ihren Trieb, er läßt die Seele nicht, er hat sie viel zu lieb. 8. Ich habe nun ein ewig Leben funden, viel Reichtum, Ehr und Wonne schenkt er mir; ich bin mit ihm, er ist mit mir verbunden. Den ich in mir mit Liebeswirkung spür: Ich bin vergnügt und ganz gestillt, weil mich der lautre Strom aus seiner Lieb erfüllt. 27 9. Auf, auf, mein Geist, vergiß die Trauerlieder, erfreue dich in dieser Liebesmacht; des Himmels Kraft und Glanz bestrahlt dich wieder, and der Verlust ist 50. Seni 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jungfrau auserkorn; ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein.misht ng Isic 3. Es ist der Herr Christ, unser Gott; der will euch führn aus aller Not, er will eur Hei land selber sein, von allen Sünden machen rein.d bist du jong of 4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit, daß ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich. I 5. So merfet nun das Zeichen recht, die Krippen, Windelein so schlecht, da findet ihr das Kind gelegt, das alle Welt erhält und trägt. andur una miatt 6. Des laßt uns alle fröhlich sein und mit den Hirten gehn hinein, zu sehn, was Gott uns hat beschert, mit seinem lieben Sohn verehrt. Weihnacht. 7. Merk auf, mein Herz, und sich der Engel Schar und fingen sieh dorthin, was liegt doch in uns solch neues Jahr. In di der Krippen drin? Wes ist das schöne Rindelein? liebe Jefulein. Martin Luther. † 1546 Es ist das 28 51. ters 8. Ach Herr, du Schöpfer aller Ding, wie bist du worden so Mel. 167: Vom Himmel hoch zc. gering, daß du da liegst auf Vom Himmel kam der Engel dürrem Gras, davon ein Rind und Efel aß. Schar, erschien den Hirten offen bar, sie sagten ihn: Ein Kindlein zart, das liegt dort in der Krippen hart, 9. Sei mir willkommen, edler Gast, den Sünder nicht verschmähet hast; und kommst ins Elend her zu mir, wie soll ich immer danken dir? 2. Zu Bethlehem, in Davids Stadt, wie Micha*) das verkündet hat. Es ist der Herre Jesus Christ, der euer aller Heiland ist. *) Micha 5, 1. 10. Und wär die Welt viel mal so weit, von Edelstein und Gold bereit, so wär sie doch dir viel zu klein, zu sein ein enges Wiegelein. 11. Der Sammet und die Seide dein, das ist grob Heu und Windelein, drauf du König, so groß und reich, herprangst, als wärs dein Himmelreich. 12. Das hat also gefallen dir, die Wahrheit anzuzeigen mir, wie aller Welt Gut ver dir nichts gilt, nichts hilft noch thut.sh 3. Des sollt ihr billig fröhlich sein, daß Gott mit euch ist worden ein. Er ist geborn eur Fleisch und Blut; eur Bruder ist das ewge Gut. 4. Was kann euch thun die Sünd und Tod? Ihr habt mit euch den wahren Gott. Laßt zürnen Teufel und die Höll, Gotts Sohn ist worden eur Gesell. 5. Er will und kann euch lassen nicht, seht ihr auf ihn eur Zu13. Ach, mein herzliebes Jesu- versicht; es mögen viel euch fechten lein, mach dir ein rein sanft an, dem sei Troß, ders nicht lassen Bettelein, zu ruhn in meines kann. Herzens Schrein, daß ich nimmer vergesse dein. od tim day 6. Buletzt müßt ihr doch haben recht, ihr seid nun worden Gotts 14. Lob, Ehr sei Gott im Geschlecht; des danfet Gott in höchsten Thron, der uns schenkt Ewigkeit, geduldig, fröhlich alleseinen eingen Sohn! Des freuen zeit. Martin Luther. † 1546. Weihnacht. compartimise 52.22 070 Eigene Melobie. 186. Wir Christenleut habn jekund Freud, weil uns zu Trost Christus ist Mensch geboren: Hat uns erlöst; wer sich des tröst und glaubet fest, soll nicht werden verloren. 2. Ein Wunderfreud! Gott selbst wird heut von Maria ein wahrer Mensch geboren; ein Jungfrau zart sein Mutter ward, von Gott dem Herren selbst dazu erforen. 3. Die Sünd macht Leid, Christus bringt Freud, weil er zu uns in diese Welt ist kommen; mit uns ist Gott nun in der Not: Wer ist, der uns als Christen will verdammen? 4. Drum sag ich Dank mit meim Gesang Christo dem Herrn, der uns zu gut Mensch worden, daß wir durch ihn nun all los sein der Sünden Last und unträglichen Bürden. 5. Halleluja! Gelobt sei Gott! fingen wir all aus unsers Herzens Grunde; denn Gott hat heut gemacht solch Freud, der wir vergeffen solln zu keiner Stunde. Kaspar Füger. † 1592. 29 Himmelsblum und Morgenstern, du Jungfraun Sohn, Herr aller Herrn. Halleluja. 2. Wir singen dir mit deinem Heer aus aller Kraft Lob, Preis und Ehr, daß du, o längst gewünschter Gast, dich nunmehr eingestellet hast. Halleluja. 3. Von Anfang, da die Welt gemacht, hat so manch Herz nach dir gewacht; dich hat gehofft so lange Jahr der Väter und Propheten Schar. Halleluja. 4. Vor andern hat dein hoch begehrt der Hirt und König deiner Herd, der Mann, der dir so wohl gefiel, wenn er dir fang auf Saitenspiel: Halleluja. 5. ,, Ach, daß der Herr aus Zion käm und unsre Bande von uns nähm! Ach, daß die Hilfe bräch herein, so würde Jakob fröhlich sein!"*) Halleluja. *) Pf. 14, 7. 6. Nun, du bist hier, da liegest du, hältst in dem Kripplein deine Ruh, bist klein, und machst doch alles groß, bekleidst die Welt, und kommst doch bloß. Halleluja. 7. Du kehrst in fremder Hausung ein, und sind doch alle Himmel dein, trinkst Milch aus deiner Mutter Brust, und bist doch selbst der Engel Lust. Halleluja. 53. Mel. 43: Erschienen ist der 2c. 8. Du bist der süße MenschenWir fingen dir, Immanuel, du freund, doch sind dir so viel Men= Lebensfürst und Gnadenquell, du schen feind. Herodis Heer hält 30 Neujahr. für gut. O Jefulein, dein frommer Sinn macht, daß ich so voll Trostes bin. Halleluja. dich für Greul, und bist doch nichts als lauter Heil. Halleluja. 9. Jch aber, dein geringster Anecht, ich sag es frei und mein du 14. Bin ich gleich Sünd und es recht: Ich liebe dich, doch nicht Schulden voll, hab ich gelebt nicht so viel, als ich dich gerne lieben wie ich soll; ei, kommst du doch will. Halleluja.indian deswegen her, daß sich der Sünder zu dir kehr. Halleluja.o 10. Der Will ist da, die Kraft ist klein; doch wird dir nicht zu- 15. So faß ich dich nun ohne wider sein mein armes Herz, und Scheu, du machst mich alles Jamwas es kann, wirst du in Gnaden mers frci, du trägst den Zorn, nehmen an. Halleluja.pl du würgst den Tod, verkehrst in Freud all Angst und Not. Halleluja. Tof 11. Hast du doch selbst dich schwach gemacht, erwähltest, was die Welt veracht: warst arm und dürftig, nahmst fürlieb da wo der Mangel dich hintrieb. Halleluja. 12. Dwischliefst ja auf der Erde Schoß, so war das Kripplein auch nicht groß, der Stall, 17. Ich will dein Halleluja das Heu, das dich umfing, war hier mit Freuden singen für und alles schlecht und sehr gering. Für, und dort in deinem EhrenHalleluja.log(*) dari faal folls schallen ohne Zeit und 13. Darum, so hab ich guten Zahl! Halleluja.dor and Mut, du wirst auch halten mich diPaul Gerhardt. † 1676. smisd nislagt mod mind urd mouck machinott d 16. Du bist mein Haupt, hinwiederum bin ich dein Glied und Eigentum und will, so viel dein Geist mir giebt, stets dienen dir, wie dirs geliebt. Halleluja. bod hom dris nisl dr#istsid fldialled 4. Neujahr. Sjulslad juisling gold bod( Name Jesu.) and 10 mnd jada) jou oug Un nur nopril sundredimorto 54. GA seinem lieben Sohn, auch Gott olie dood dig dem heilgen Geiste.de maiso 2. Gott Vater hat den Sohn Mel. 127: Nun freut euch, lieben 2c. Das liebe neue Jahr geht gesandt, Gott Sohn ist Mensch an, das alte hat ein Ende. geboren, Gott heilger Geist macht Drum freuet sich heut jeder- solchs bekannt uns, die wir warn mann, erhebt sein Herz und verloren; im selgen lieben GottesHände zu unsrem Gott ins wort geschrieben ists an manchem Himmels Thron, dankt ihm und Ort und wird uns klar verkündet. Neujahr. 31 los sist 3. Die reine Lehr und Sakra- vor aller Feinde Truß, da läuft ment wir habn in unfrem Lande, dein Häuflein hin und findet fromm Obrigkeit, gut Regiment, sichern Schutz.d Glück, Heil in allem Stande; Gott krönt das Jahr mit seinem Gut, hält Kirch und Schul in guter Hut, auch aller Christen Häuser. 4. Gieb mit dem neuen Jahr uns neue Stärk im Glauben, laß uns den alten Grund der Wahrheit niemand rauben: Erneure Herz und Sinn, und das gegönnte Licht des ewig wahren Worts erlösche bei uns nicht. 4. Das danken wir dem lieben Herrn und freun uns solcher Güte, er woll den Feinden steurn und wehrn und uns hinfort behüten. Er geb ein selges neues Jahr und helf uns zu der Engel Schar, da wolln wir ihn schön preisen. Cyriatus Schneegaß.+ 1597. 5. Entzünde neue Lieb und Sanftmut in uns allen; und foll uns dieses Jahr auch neue Not befallen, so stärke die Geduld, und mache deine Treu, o Vater, über uns mit jedem Tage neu. 56. Gieb, daß wir mehr und mehr den alten Menschen töten; verleih an Seel und Leib, was jedem ist vonnöten, und laß uns, Herr, mit dem, was deine Weisheit thut, stets wohl zufrieden sein, du machst doch alles gut. 7. Wem du auf dieses Jahr, von dieser Welt zu scheiden sein Ziel haft festgesetzt, den laß auf dich mit Freuden im Glauben 2. Herr, deine Güte machts, selig hier beschließen seinen Lauf, die niemals uns zu lieben er- und nimm in deine Hand die müdet, noch vergißt, daß wir Seele gnädig aufur notis and noch übrig blieben! Nimm un- Henriette Katharine v. Gersdorf.+ 1726. fers Herzens Dank denn jezodol di dol ad Su gnädig an für das, was du annat eldst 56. olla od mil uns in diesem Jahr gethan. 3. Wir schließen uns aufs neu Mel. 34: Die Tugend wird durchs 2c. in dein so treues Sorgen, in dein Ein neues Jahr ist angefangen, Erbarmen ein; da sind wir wohl geborgen, da ist das feste Schloß laß es ein Jahr der Gnade sein. Herr, jedes blicket voll Verlangen TO the 55. Mel 140: D Gott, du frommer Gott. Ein Jahr der Sterblichkeit, der kurzen Lebenstage, ist abermals dahin mit seiner Lust und Plage: Und wiederum ein Teil von un frer Pilgerschaft nunmehr zurückgelegt durch Gottes Schutz und Kraft. Inolists In dit Neujahr. in diese künftge Zeit hinein. Laß Arme streckt. Du haft den heiljeden finden und erfahren, was seiner Seele dient und frommt; o Heil uns, wenn in allen Jahren dein Reich uns immer näher kommt. gen Christusnamen zum Gnadenthrone hingestellt; aus diesem Lebenskeim und Samen erneure die erstorbne Welt. 6. Laß Trost und Frieden neu verkünden den Herzen die zerschlagen sind, zerbrich das Joch der alten Sünden und rette das verirrte Kind. Vergieb uns, Herr, was wir bereuen, und lege du den bessern Grund, auf dem wir Tag für Tag erneuen den festgeschlossnen Gnadenbund. Heinrich Puchta. † 1858. 32 1101 2. Die Tage fliehn und tauchen nieder, die Jahre schwinden wie ein Rauch; du sprichst: ihr Menschen kommet wieder! und nimmst sie weg mit einem Hauch. Du führst heraus die Zahl der Sterne, vor dir ist alles Fleisch wie Heu; was du gebeutst, das kommt von ferne, und deine Hand macht alles neu. 57. 3. D laß auch uns ein Neues hören in dieser neuen Gnadenzeit, ein Neues aus des Himmels ChöMel. 45: Es ift bas Seil uns 2c. ren, ein Neues aus der Ewig- Er ruft der Sonn und schafft keit: ein neues Wort von alter Treue, die täglich neu die Hand uns beut, ein Wort, das unser Herz erfreue, so oft es seine Kraft erneut. den Mond, das Jahr darnach zu teilen. Er schafft es, daß man sicher wohnt, und heißt die Zeiten eilen. Er ordnet Jahre, Tag und Nacht; auf, laßt uns ihm, dem Gott der Macht, Ruhm, Preis und Dank erteilen! M 4. Hilf, Gott, mit deinem Gnadengeiste, daß dieses angefangne Jahr in deinem Reich ein Beßres leiste, als der Gewinn des alten war. Erwecke du den Trieb der Seelen, der ein er- ein heilig Lied gesungen; für neutes Herz begehrt, und laß es nicht an Früchten fehlen, wenn sich der alte Mensch bekehrt. 2. Herr, der da ist, und der da war! von dankerfüllten Zungen sei dir für das verfloßne Jahr Leben, Wohlfahrt, Trost und Rat, für Fried und Ruh, für jede That, die uns durch dich gelungen. 5. Laß deinen Namen neu erschallen, so weit dein Reich die Erde deckt, laß alle falschen Götter fallen, so weit das Kreuz die verleih uns Kraft, die Kraft ist 3. Laß auch dies Jahr gesegnet sein, das du uns neu gegeben; Neujahr. 33 dein, in deiner Furcht zu leben; 2. Immanuel! Gott sei mit du schüßest uns und du ver- uns in allen Ständen! er sei uns mehrst der Menschen Glück, wenn Schild und Lohn und trage uns sie zuerst nach deinem Reiche auf Händen. In unsern Häusern streben. najjalog s id fließ ein steter Segensquell, wo 4. Gieb mir, wofern es dir diese Stimme schallt: Hier ist gefällt, des Lebens Ruh und Immanuel! pd bim yo Freuden; doch schadet mir das Glück der Welt, so gieb mir Kreuz und Leiden; nur stärke mit Geduld mein Herz und laß mich nicht in Not und Schmerz die Glücklichen beneiden. ampe 5. Hilf deinem Volke väterlich in diesem Jahre wieder, erbarme der Verlaßnen dich und der bedrängten Glieder; gieb Glück zu jeder guten That und laß dich, Gott, mit Heil und Rat auf unsern Fürsten nieder; 3. Immanuel! Gott sei bei seiner kleinen Herde, daß Zions Licht und Recht noch immer größer werde. Hier triefet Lebenstau, hier ist der Himmel hell, so rufet man getrost: Hier ist Immanuel! 4. Immanuel! Gott wohn in allen frommen Häusern! und sollte Kreuz und Not sich da und dorten äußern, so sei Gott Rat und That, der uns zufrieden stell; so heißts durchs ganze Jahr: Hier ist Immanuel! Benjamin Schmold. † 1737. 59. 6. Daß Weisheit und Gerechtigkeit auf seinem Stuhle throne, daß Tugend und Zufriedenheit in unserm Lande wohne, daß Treu und Liebe bei uns sei: dies, liebMel. 178: Werde licht, du Stadt zc. ster Vater, dies verleih in Christo, Hilf, Herr Jesu, laß gelingen, deinem Sohne! Christian Fürchtegott Gellert, † 1769. hilf, das neue Jahr geht an, laß es neue Kräfte bringen, daß aufs neu ich wandeln kann; neues Glück und neues Leben wollest du aus Gnaden geben. 58. Mel. 140: D Gott, du frommer 2c. Hier ist Immanuel! Das soll die Losung bleiben, da wir ein neues Jahr durch Gottes Güte schreiben. So rufet Zion aus, so fingt ganz Jsrael, es heißet: Gott mit uns! Hier ist Immanuel! 2. Meiner Hände Werk und Thaten, meiner Zunge Red und Wort müssen nur durch dich geraten und ganz glücklich gehen fort; neue Kraft laß mich erfüllen, zu verrichten deinen Willen. 3. Was ich dichte, was ich 3 Neujahr. 34 mache, das gescheh in dir allein; dieses angefangne Jahr, trage wenn ich schlafe, wenn ich wache, wollest du, Herr, bei mir sein; geh ich aus, wollst du mich leiten, komm ich heim, so steh zur Seiten. mich stets auf den Händen, halte bei mir in Gefahr. Freudig will ich dich umfassen, wenn ich soll die Welt verlassen. 10 09 Johann Rift. † 1667. 4. Laß mich beugen meine Kniee nur zu deines Namens Ehr, hilf, daß ich mich stets bemühe, dich zu preisen mehr und mehr; 60. Mel. 114: Meinen Jesum laß 2c. laß mein Bitten und mein Flehen Jesus soll die Losung sein, da doch gen Himmel zu dir gehen. 5. Laß dies sein ein Jahr der Gnade, gieb mir Buß um meine Sünd, hilf, daß sie mir nimmer schade, und ich bald Verzeihung find. Niemand sonst, als du, mein Leben, kann die Sünde mir vergeben. ein neues Jahr erschienen, Jesu Name soll allein denen zum Paniere dienen, die in seinem Bunde stehn und auf seinem Wege gehn.d 2. Jesu Name, Jesu Wort soll bei uns in Zion schallen, und so oft wir nach dem Ort, der nach ihm genannt ist, wallen, mache seines Namens Ruhm unser Herz zum Heiligtum.izto 6. Tröste mich mit deiner Liebe, nimm, o Gott, mein Flehen hin, weil ich mich so sehr betrübe, ja voll Angst und Zagen bin; stärke mich in meinen Nöten, daß mich Sünd und Tod nicht töten. 7. Herr, du wollest Gnade ge= ben, daß dies Jahr mir heilig fei, und ich christlich könne leben sonder Trug und Heuchelei, daß ich noch allhier auf Erden fromm und selig möge werden. 3. Sein Versöhnen und sein Heil wollen wir im Glauben ehren: also wird es uns zu teil, wird sich täglich bei uns mehren; auch fürs neue Jahr uns beut Jesu Name Seligkeit. 4. Unsre Wege wollen wir nun in Jesu Namen gehen; geht uns dieser Leitstern für, so wird alles wohl bestehen, und durch seinen Gnadenschein alles voller Segen sein. 8. Jesus richte mein Beginnen, Jesus bleibe stets bei mir, Jesus zähme mir die Sinnen, Jesus sei nur mein Begier, Jesus sei mir 5. Alle Sorgen, alles Leid sell in Gedanken, Jesus lasse nie mich sein Name uns versüßen, so wird wanken.sobiscing alle Bitterkeit uns zu Freude 9. Jesu, laß mich fröhlichenden werden müssen. Jesu Nam sei Neujahr. 35 Sonn und Schild, welcher allen unserm Kreuz und Leiden ein Kummer stillt. bilan of Brunnen unsrer Freuden. dich Benjamin Schmold.+ 1737. 39. Gieb mir und allen denen, die sich von Herzen sehnen nach dir und deiner Hulde, ein Herz, du monde 61. annen min das sich gedulde. Mel. 130: Nun laßt uns Gott zc.0 Nun laßt uns gehn und treten mit Singen und mit Beten zum Herrn, der unserm Leben bis hierher Kraft gegeben. 2. Wir gehn dahin und wandern von einem Jahr zum andern, wir leben und gedeihen vom alten zu dem neuen, 3. Durch soviel Angst und Plagen, durch Zittern und durch Zagen, durch Krieg und große Schrecken, die alle Welt bedecken. 4. Denn wie von treuen Müttern in schweren Ungewittern die Kindlein hier auf Erden mit Fleiß bewahret werden, 5. Also auch und nichts minder läßt Gott ihm seine Kinder, wenn Not und Trübsal blitzen, in seinem Schoße sitzen. T 6. Ach Hüter unsers Lebens, fürwahr, es ist vergebens mit unserm Thun und machen, wo nicht dein Augen machen. 10. Schließ zu die Jammerpforten, und laß an allen Orten, wo Krieg und Blutvergießen, des Friedens Ströme fließen. 8. Laß ferner dich erbitten, o Vater, und bleib mitten in 11. Sprich deinen milden Segen zu allen unsern Wegen, laß Großen und auch Kleinen die Gnadensonne scheinen. 12. Sei der Verlaßnen Vater, der Frrenden Berater, der Unversorgten Gabe, der Armen Gut und Habe. 13. Hilf gnädig allen Kranken, gieb fröhliche Gedanken den hochbetrübten Seelen, die sich mit Schwermut quälen. 14. Und endlich, was das Meiste, füll uns mit deinem Geiste, der uns hier herrlich ziere und dort zum Himmel führe. 15. Dies alles wollst du geben, o meines Lebens Leben, mir und der Christen Schare zum selgen neuen Jahre! Paul Gerhardt. † 1676. 62. 7. Gelobt sei deine Treue, die alle Morgen neue; Lob sei den biotskom Mel. 139: Wo Gott zum Haus 2c. starken Händen, die alles Herz- Das alte Jahr vergangen ist; leid wenden! wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du uns in so viel Gefahr behütet haft auch dieses Jahr. 3* 36 Neujahr. 2. Wir bitten dich, du ewger 2. Warum es so viel Leiden, Sohn des Vaters in dem höch so kurzes Glück nur giebt? warum sten Thron, wollst deine arme denn immer scheiden, wo wir so Christenheit bewahren ferner alle sehr geliebt? So manches Aug Zeit. s odlu snied du tid gebrochen und mancher Mund 3. Entzieh uns nicht dein heil- nun stumm, der erst noch hold sam Wort, welchs ist der Seelen du armes Herz, Trost und Hort; vor falscher Lehr, Abgötterei behüt uns, Herr, und steh uns bei. dit 4. Hilf, daß wir fliehn der Sünden Bahn, und fromm zu werden fangen an; der alten Sünden nicht gedenk, ein gnadenreich Neujahr uns schenk: 5. Christlich zu leben, seliglich zu sterben, auch hernach fröhlich am jüngsten Tage aufzu stehn, mit dir zum Himmel einzugehn, 6. Zu danken und zu loben dich mit allen Engeln ewiglich. O Jesu, unsern Glauben mehr zu deines Namens Lob und Ehr. Johann Steuerlein(?). † 1613. gesprochen warum? PULLE 3. Daß nicht vergessen werde, was man so gern vergißt: daß diese arme Erde nicht unsre Heimat ist. Es hat der Herr uns allen, die wir auf ihn getauft, in 3ions goldnen Hallen ein Heimatrecht erkauft.od noilo STORT 4. Hier gehen wir und streuen die Thränensaat ins Feld, dort werden wir uns freuen im selgen Himmelszelt; wir sehnen uns hienieden dorthin ins Vaterhaus und wissens: die geschieden, die ruhen dort schon aus. 5. O, das ist sichres Gehen durch diese Erdenzeit: nur immer vorwärts sehen mit selger Freudigkeit; wird uns durch Grabeshügel der klare Blick verbaut, Herr, gieb der Seele Flügel, daß sie hinüberschaut! 63. Mel. 74: Herzlich thut mich 2c. Das Jahr geht still zu Ende, nun sei auch still, mein Herz. In Gottes treue Hände leg ich nun Freud und Schmerz und was dies Jahr umschlossen, was Gott der Herr nur weiß, die Thränen, die geflossen, die Wunden brené hier schon selig sein! nend heiß. 6. Hilf du uns durch die Zeiten und mache fest das Herz, geh selber uns zur Seiten und führ uns heimatwärts. Und ist es uns hienieden so öde, so allein, o laß in deinem Frieden uns Eleonore Fürstin Reuß, geb. Gräfin zu Stolberg, geb. 1835. Neujahr. 37 1990 HID( pitu id gehorsam sein. Soll ich von 26ddannen scheiden? Herr, dein Will ist auch mein. Mel. 79: Ich dank dir, lieber 2c. Durch Trauern und durch Pla- 6. Heut ist das Jahr begen, durch Not, durch Angst und schlossen; Herr, deine Gnade sei Bein, durch Hoffnung und durch nun über mich ergossen, mein Klagen, durch manchen Sorgen- Herze werd auch neu. Laß ich stein bin ich, Gottlob! gedrun- die alten Sünden, so werd ich, gen, dies Jahr ist hingelegt. Dir, Gott, bei dir auch neuen Segen Gott, sei Lob gesungen! Mein finden, dein Wort verspricht es Herze wird erregt. sdalu mir. ond dut sufst stonmue Gottfried Wilhelm Sacer. † 1699. 19 2. Der du mich haft erbauet, in dir besteht mein Heil, dir ist mein Glück vertrauet, du bist und bleibst mein Teil; du hast mich wohl erhalten, du bist mein Trost od 65. dostred Mel. 127: Nun freut euch, lieben. und Licht; dich laß ich ferner Gottlob! ein Schritt zur Ewig64 and 0 keit ist abermals vollendet; zu dir im Fortgang dieser Zeit mein Herz sich sehnlich wendet; o Quell, daraus mein Leben fließt, daraus sich alle Gnad ergießt in meine Seel zum Leben! walten, wenn mich die Not ansicht. 3. Mein Gott, o meine Liebe, was du willst, will auch ich; gieb, daß ich nichts verübe, was irgend wider dich. Dir ist mein Will ergeben, ja, er ist nicht mehr mein, dieweil mein ganzes Leben dein eigen wünscht zu sein. 2. Jch zähle Stunden, Tag und Jahr, und wird mir allzu4. Nach dir soll ich mich lange, bis es erscheine, daß ich schicken und, Herr, ich wills auch gar, o Leben, dich umfange, dathun. Soll mich die Armut mit, was sterblich ist an mir, drücken? Ich will dabei beruhn. verschlungen werde ganz in dir Soll mich Verfolgung plagen? und ich unsterblich werde. Ja, Herr, befiehl du mir. Soll ich Verachtung tragen? Ach, ich gehorch auch hier. 3. Vom Feuer deiner Liebe glüht mein Herz, daß sich entu zündet, was in mir ist, und mein 5. Soll ich verlassen siten? Gemüt sich so mit dir verbindet, Herr Gott, dein Wille gilt. Soll. daß du in mir und ich in dir, ich in Ängsten schwitzen? Mein und ich doch immer noch allhier Heiland, wie du willst. Soll ich will näher an dich dringen. denn Krankheit leiden? Ich will 4. O daß du selber kämest 38 Neujahr. bald! Ich zähl die Augenblicke. die Lust der Welt ablocken, so dir Ach komm, eh mir das Herz er- der Lauf zu langsam deucht, so kalt und sich zum Sterben schicke. eile, wie ein Adler fleucht mit Komm doch in deiner Herrlichkeit, Flügeln süßer Liebe. schau, deine Braut hat sich bereit, die Lampen sind geschmücket. Com 10. O Jesu, meine Seele ist zu dir schon aufgeflogen; du hast, 5. Doch sei dir ganz anheim- weil du voll Liebe bist, mich ganz gestellt die rechte Zeit und Stunde; zu dir gezogen. Fahr hin, was wiewohl ich weiß, daß dirs gefällt, heißet Stund und Zeit! Ich bin daß ich mit Herz und Munde dich schon in der Ewigkeit, weil ich kommen heiße und darauf von in Jesu lebe. 2. H. Frande.+ 1727. nun an richte meinen Lauf, daß ich dir komm entgegen. 66. died and i 6. Jch bin vergnügt, daß mich da fid ad ad tomato bilo nisur nichts kann von deiner Liebe Mel. 19: Aus meines Herzens 2c. trennen, und daß ich frei von Helft Gottes Güte preiſen, ihr jedermann dich meinen Freund Christen, stimmet ein, mit Sang darf nennen, und daß du dort, und andern Weisen ihm allzeit o Lebensfürst, dich ganz mit mir dankbar sein, vornehmlich zu der vereinen wirst und mir dein Erbe Zeit, wo sich das Jahr will enschenken. 2 mis aind den, die Sonn sich zu uns wen7. Drum preis ich dich aus den, das neu Jahr ist nicht weit. Dankbarkeit, daß sich das Jahr geendet, und also auch von dieser Zeit ein neuer Schritt vollendet, und schreite hurtig weiter fort, bis ich gelange an die Pfort Jerusalems dort oben. 2. Erstlich laßt uns betrachten des Herren reiche Gnad, und so gering nicht achten, was er uns Gutes that, stets faffen zu Gemüt, wie er dies Jahr gegeben all Notdurft unserm Leben und uns vor Leid behüt; 8. Wenn auch die Hände lässig sind und meine Kniee wanken, so biet mir deine Hand geschwind in meines Glaubens Schranken, damit durch deine Kraft mein Herz sich stärke und ich himmelwärts ohn Unterlaß aufsteige. 3. Lehramt, Kirch, Schul erhalten in gutem Fried und Ruh, den Jungen wie den Alten Nahrung beschert dazu, und mit gar milder Hand sein Güter ausgespendet und Unheil abgewendet von diesem Ort und Land. 9. Geh, Seele, frisch im Glauben dran und sei nur unerschrocken; 4. Er hat unser verschonet laß dich nicht von der rechten Bahn aus väterlicher Gnad. Wenn er Erscheinung Christi. 39 uns in Nöten bei. uns hätt gelohnet nach unsrer lindert die Straf daneben, steht Missethat, wie wir es wohl verdient; wir wären längst gestorben, in mancher Not verdorben, die wir voll Sünden sind. 6. All solch dein Güt wir preisen, Vater im Himmelsthron, die du uns thust beweisen durch 5. Nach Vaters Art und Treue Christum, deinen Sohn, und biter uns so gnädig ist; wenn wir ten ferner dich: Gieb Fried im die Sünd bereuen, glauben an neuen Jahre, vor allem Leid beJefum Christ herzlich ohn Heu- wahre und nähr uns mildiglich. chelei, will er all Sünd vergeben, 3 Nach Paul Eber. † 1569. 5. Fest der Erscheinung Christi. und( Epiphanienzeit.) til you this I omn 67. Mel. 58: Gott des Himmels und der 2c. Jef. 60, 1-6. Matth. 2, 1-12. Gott der Juden, Gott der Heiden*), aller Völker Heil und Licht, Saba sieht den Stern mit Freuden, der von dir am Himmel spricht, Sem und Japhet kommt von fern, dich zu sehn, du Jakobsstern. *) Röm. 3, 29. 2. Wir gesellen uns zu denen, die aus Morgenlande sind; unser Fragen, unser Sehnen ist nach dir, du heilig Kind. Bist du in Jerusalem, oder nur in Bethlehem? 3. Kein Herodes kann uns sagen, wo dein Thron ist aufgericht; wenn wir Weltgelehrte fragen, wissen sie die Weisheit nicht; suchen wir, o König, dich, weiset uns die Welt von sich. 4. Doch dein Wort ist Stern und Flamme und bezeichnet Haus und Pfad, wo dich, Held aus Jakobs Stamme, Tyrus angebetet hat, wo die erste Heidenschaft nun an deinem Glanze haft. 5. Nun, wir eilen mit Verlangen, wie die Läufer Midian, dich, Messias, zu umfargen, der den Himmel schenken kann; unsre Kniee beugen sich, unser Arm umfasset dich. 6. Nimm die aufgethanen Schätze, Schatz, der unser Herz erfreut, deine Mildigkeit ersetze unsrer Hände Dürftigkeit; hier ist kein Arabia, es ist lauter Armut da. 7. Nimm für Gold und andre Gaben Glaube, Lieb und Hoffnung an, laß dich einen Weihrauch laben, den die Andacht bringen kann, und als Myrrhen geben wir die Geduld und Buße dir. 8. Nimm die Opfer doch in Erscheinung Christi. Gnaden von ergebnen Herzen an, finde und nun fröhlich sprechen und laß keinen Feind uns schaden, kann: Jesus nimmt mein Opfer an. noch verrücken unsre Bahn; wenn d Herodes' Schwert gewetzt, so behalt uns unverletzt. Erdmann Neumeiſter. † 1756. 100798-2000 19 69. 9. Nun, wir gehn von deiner u Krippen, laß mit Segen uns von Mel. 27: Den die Hirten lobten sehre. dir; zeig uns Bahn durch Dorn Kommt und laßt uns Christum und Klippen, still der Feinde Mordbegier; mach uns einen Weg bekannt, der uns führt ins Vaterland. Benjamin Schmold.+ 1737. ehren, Herz und Sinnen zu ihm kehren, singet fröhlich, laßt euch hören, wertes Volk der Christenheit. 40 68. QUE Mel. 114: Meinen Jesum laß 2c. Jesu, großer Wunderstern, der aus Jakob ist erschienen, meine Seele will so gern dir an deinem Feste dienen. Nimm doch, nimm doch gnädig an, was ich Armer schenken kann. 2. Nimm das Gold des Glaubens hin, wie ichs von dir selber habe und damit beschenket bin, so ist dirs die liebste Gabe. Laß es auch bewährt und rein in dem Trübfalsfeuer sein. 03160/900 2. Sünd und Hölle mag sich grämen, Tod und Teufel mag sich schämen, wir, die unser Heil annehmen, werfen allen Kummer hin. 3. Sehet, was hat Gott gegeben! seinen Sohn zum ewgen Leben. Dieser kann und will uns heben aus dem Leid ins Himmels Freud. JEMY 100 4. Seine Seel ist uns gewogen, Lieb und Gunst hat ihn gezogen, uns, die Satanas betrogen, zu besuchen aus der Höh. 5. Jakobs Stern ist aufgegangen, stillt das sehnliche Verlangen, bricht den Kopf der alten Schlangen und zerstört der Hölle Reich. 6. Unser Kerker, da wir saßen und mit Sorgen ohne Maßen uns das Herze selbst abfraßen, ist entzwei, und wir sind frei. 3. Nimm den Weihrauch des Gebets, laß ihn gnädig dir genügen; Herz und Lippen sollen stets, ihn zu opfern, vor dir liegen. Wann ich bete, nimm es auf, und sprich Ja und Amen drauf. 4. Nimm die Myrrhen bittrer Reu; ach mich schmerzet meine Sünde; aber du bist fromm und treu, daß ich Trost und Gnade 8. Schönstes Kindlein in dem 7. O gebenedeite Stunde, da wir das von Herzensgrunde gläuben und mit unserm Munde danken dir, o Jesulein! Erscheinung Christi. 41 men, in dein Reich nimm mich auf, dein Güte schenk mir Armen und segne meinen Lauf. Den Feinden wollst du wehren, dem Teufel, Sünd und Tod, daß sie mich nicht versehren; rett mich aus aller Not. 6. Du wollst in mir entzünden Stalle, sei uns freundlich, bring uns alle dahin, da mit süßem Schalle dich der Engel Heer erhöht. ud ind Paul Gerhardt. 1676. endra chid 70 meged ind Mel. 79: Sch dant dir, lieber 2c. dein Wort, den schönen Stern; König aller Ehren, Herr Jesu, Davids Sohn, dein Reich soll ewig währen, im Himmel ist dein Thron. Hilf, daß allhier auf Erden den Menschen weit und breit dein jetzt und in Ewigkeit. Reich bekannt mög werden zur ewgen Seligkeit. halt falsche Lehr und Sünden von meinem Herzen fern. Hilf, daß ich dich erkenne und mit der Christenheit dich meinen König nenne dist Martin Behm. † 1622. 2. Von deinem Reich auch zeugen die Leut aus Morgenland, die Knie sie vor dir beugen, dieweil sie dich erkannt. Der Stern auf dich hinweiset, dazu das göttlich Wort; drum man dich billig preiset, daß du bist unser Hort.usdon 71. Eigene Melodie. 178. Werde licht, du Stadt der Heiden, und du Salem werde licht! Schaue, welch ein Glanz mit Freuden über deinem Haupt anbricht! Gott hat derer nicht vergessen, die in Finsternis gesessen. 3. Du bist ein großer König, wie uns die Schrift vermeldt, doch achtest du gar wenig vergänglich 2. Ach, wie waren wir verGlück und Geld, prangst nicht auf blendet, ehe noch dies Licht brach einem Roffe, trägst keine güldne an; ja, da hatte sich gewendet Kron, thronst nicht im festen schier vom Himmel jedermann; Schlosse; hier hast du Spott und unsre Augen und Gebärden hafHohn. iteten nur an der Erden. 4. Doch bist du schön gezieret, 3. Gottes Rat war uns ver= dein Glanz erstreckt sich weit, dein borgen, seine Gnade schien uns Güt allzeit regieret und dein Ge- nicht, Klein und Große mußten rechtigkeit. Duwollst die Frommen sorgen, jedem fehlt es an dem schützen durch dein Macht und Ge- Licht, das zum rechten Himmelswalt, daß sie im Frieden sizen, leben seinen Glanz uns sollte geben. die Bösen stürzen bald. 4. Aber wie hervorgegangen ist der Aufgang aus der Höh, haben 5. Du wollst dich mein erbar 42 Erscheinung Christi. wir das Licht empfangen, welches Begier nach Simeons Exempel so viel Angst und Weh aus der dich großen Gott allhier. In Welt hinweggetrieben, daß nichts 2. Du wirst von uns gefunden, Dunkles überblieben. oo Herr, an jedem Ort, dahin du 5. Dieses Licht läßt uns nicht dich verbunden durch dein Verwanken in der rechten Glaubens- heißungswort; vergönnst noch heutbahn; ewig, Herr, will ich dir zutage, daß man dich gleicherdanken, daß du hast so wohl gethan weis auf Glaubensarmen trage, und uns diesen Schatz geschenket, wie hier der alte Greis. der zu deinem Reich uns lenket. 6. Gieb, Herr Jesu, Kraft und Stärke, daß wir dir zu jeder Zeit durch des wahren Glaubens Werke folgen in Gerechtigkeit und hernach im Freudenleben heller als die Sterne schweben. 7. Dein Erscheinen müss erfüllen mein Gemüt in aller Not. Dein Erscheinen müsse stillen meine Seel auch einst im Tod. Herr, in Freuden und in Weinen müsse mir dein Licht erscheinen. 8. Jesu, laß mich endlich gehen freudig aus der bösen Welt, dein so helles Licht zu sehen, das mir dort schon ist bestellt, wo wir follen unter Kronen in der schönsten Klarheit wohnen. Johann Rist. † 1667. 72. Mel. 79: Ich dank dir, lieber Herre 2c. Zut. 2, 22-32. Herr Jesu, Licht der Heiden, der Frommen Schatz und Lieb, wir kommen jetzt mit Freuden, durch deines Geistes Trieb, in diesen deinen Tempel und suchen mit 3. Sei unser Glanz in Wonne, ein helles Licht in Bein, im Dunklen unsre Sonne, im Kreuz ein Gnadenschein, in Zagheit Glut und Feuer, in Not ein Freudenstrahl, in Banden ein Befreier, ein Stern in Todesqual. 4. Herr, laß auch uns gelingen, daß letzt, wie Simeon, ein jeder Christ kann singen den schönen Schwanenton: Mir werden nun mit Frieden die Augen zugedrückt, nachdem ich schon hienieden den Heiland hab erblickt. 5. Ja, ja, ich hab im Glauben, mein Jesu, dich geschaut, kein Feind kann dich mir rauben, wie heftig er auch dräut. Ich wohn in deinem Herzen, und in dem meinen du, uns scheiden keine Schmerzen, kein Angst, kein Tod dazu. 6. Hier blickst du zwar zuweilen so hart und streng mich an, daß oft vor Angst und Heulen ich dich nicht kennen kann; dort aber wirds geschehen, daß ich von Angesicht zu Angesicht soll sehen dein immer flares Licht. Johann Franc. † 1677. Passionszeit. 6081 46. Passionszeit. 73. Mel. 177: Wenn wir in höchsten 2c. An deine Leiden denken wir, Herr Jesu Christ, und danken dir, daß du so willig ihre Last zu unserm Heil getragen hast. 2. Im Geiste folgen wir dir nach von Schmerz zu Schmerz, von Schmach zu Schmach; wir schaun zu deinem Kreuz hinan und beten dich mit Freuden an. Dresdner Gesangbuch. 9100 2. Wie am Abend, so am Morgen, unter Arbeit, unter Sorgen, in der Freude und im Schmerz, in der Einsamkeit und Stille, in dem lauten Weltgewühle, überall faff es ins Herz. 3. In des Lebens trüben Stunden, bei der Seele tiefsten Wunden ist es sichre Arzenei. Wenn dich nichts mehr kann erquicken, wenn dich schwere Feffeln drücken, machet dieses Kreuz dich frei. 43 4. Wer mit Trübsal hier gerungen und durch sie zu Gott gedrungen, dem gab es zum Kampfe Kraft. In ihm wohnet hohe Stärke, die des Glaubens schönste Werke und die größten Siege schafft. 74. Mel. 10: Alles ist an Gottes Segen 2c. An des Herren Kreuz zu denken, in dein Herz es zu versenken, sei, o Christ, dir heilge Pflicht. Wer mit Andacht seiner achtet und es glaubensvoll betrachtet, wünschet sich das Eitle nicht. 5. Es gewährt uns stete Freude, ist dem Herzen süße Weide und dem Geiste helles Licht. Alles andre kann dich trügen, überall kannst du erliegen, nur bei Christi Kreuze nicht. 6. Diesem gnadenreichen Kreuze opfre gern der Sünden Reize und der Welt Vergnügen auf. Stets entzünd es deine Triebe zu der allerwärmsten Liebe, bis sich schließt dein Lebenslauf. 7. Mit der Liebe heißem Sehnen, mit der Wehmut stillen Thränen schaue deines Heilands Bild; schau ihn an, den Mann der Schmerzen, und im tiefgerührten Herzen fühle nach, was er gefühlt. 8. Durst und Hunger mußt er tragen, alle Freuden sich versagen, Gott gehorchen bis zum Tod; und wie niedrig und verachtet schwebet er am Kreuz und schmachtet, dich zu retten aus der Not. 9. Sieh den Heiligsten gefangen und am Marterholze hangen, ihn, des Höchsten eignen Sohn! Sieh, wie seine Feind ihn kränken und 44 Passionszeit. mit Effigweine tränken, und die Freunde fliehn davon! 10. Sieh sein Aug, aus dessen Blicken Liebe strahlte und Entzücken, ach, erloschen ist es ganz; auf den Gliedern blutge Nässe, auf den Wangen Todesblässe, auf dem Haupt der Dornenkranz! 11. Ach, woher die harten Plagen? Sieh, für uns ward er geschlagen, für der Menschen Missethat; wegen unsrer Sündenschulden mußte Gottes Sohn erdulden, was kein Mensch empfunden hat. 2. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, erbarm dich unser! 3. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, gieb uns deinen Frieden! Amen. Nach dem Lateinischen des Bonaventura. † 1274. 76. Mel. 70: Herr und Ältster deiner zc. Die wir uns allhier beiſammen finden, schlagen unsre Hände ein, uns auf deine Marter zu verbinden, dir auf ewig treu zu sein; und zum Zeichen, daß dies Lobgetöne deinem Herzen angenehm und schöne, sage: Amen! und zu= gleich: Friede, Friede sei mit euch! Christian Renatus Graf von Zinzendorf.+ 1752. 12. Unternamenlosen Schmerzen dringet ihm der Tod zum Herzen, und er giebt die Seele auf. Sieh es, Welt, für die er büßet! Fließt ihr Wehmutsthränen, flieBet, nichts verhindre euren Lauf! 13. Ja, mein Heiland, dein zu denken, ganz in dich mich zu 77. Mel. 74: Herzlich thut mich verlangen. versenken, sei mir immer heilge Du meines Lebens Leben, du meines Todes Tod, für mich daPflicht. An mein Herz will ich dich drücken, mich an deinem Kreuz erquicken, bis auch mir das Herze bricht. hin gegeben in tiefste Seelennot, in Marter, Angst und Sterben aus heißer Liebsbegier, das Heil mir zu erwerben, nimm tausend Dank dafür! sti 0 75. 2. Ich will nun mit dir gehen den Weg nach Golgatha; laß mich im. Geiste sehen, was da für mich geschah. Mit innigzartem Eigene Melodie. 22. Ev. Joh. 1, 29. Christe, du Lamm Gottes, der Sehnen begleitet dich mein Herz, du trägst die Sünde der Welt, und meine Augen thränen beim erbarm dich unser! Blick auf deinen Schmerz. Passionszeit. 3. Erst komm ich zu der Stätte, wo Jesus für mich rang, wo Blutschweiß beim Gebete ihm aus den Adern drang. Ach, diese blutgen Tropfen, die Seele, todbetrübt, und seines Herzens Klopfen sagt mir, daß er mich liebt.od 4. Da seh ich, daß ich Armer des Fluches würdig bin; da giebt sich mein Erbarmer für mich zum Opfer hin. Hier flossen seine Klagen, sein thränendes Gebet, daß ich nicht muß verzagen, wanns einst zum Sterben geht. 5. Mein Heiland wird verraten, geführt zu Spott und Qual; ach, meine Missethaten, die brachten allzumal ihn vors Gericht der Heiden und in der Feinde Hand, ich wars, ich sollte leiden, was da mein Bürg empfand. 6. Seht, welch ein Mensch! er stehet geduldig wie ein Lamm, und nun wird er erhöhet, ein Fluch, am Kreuzesstamm, voll endet da sein Büßen der Welt, auch mir zu gut; aus Händen und aus Füßen strömt sein Verföhnungsblut. 45 Herzen: Mein Gott verlässet mich! Du dürftest in den Schmerzen, und niemand labet dich. Nun soll dein Leid sich enden; du rufft: Es ist vollbracht! empfiehlst des Vaters Händen den Geist. Es war vollbracht! tuld live 9. Ich seh mit Lieb und Beugen des Heilands letzten Blick, ich seh sein Haupt sich neigen; das war mein ewges Glück. Mein Bürge stirbt, ich lebe, so todeswert ich bin; er giebt sich mir, ich gebe mich ihm zu eigen hin. 10. O du, an den ich glaube und den mein Geist umfaßt, der du im Todesstaube für mich gelegen hast, auf dein Verdienst und Leiden vertrau ich ganz allein, darauf will ich einst scheiden, und ewig bei dir sein. 11. Erhalt mir deinen Frieden und deines Heils Genuß, so lang ich noch hienieden in Schwachheit wallen muß, bis endlich dir zu Ehren, der mich mit Gott verföhnt, dort in den obern Chören mein Halleluja tönt. Heinrich von Bruiningt. † 1772. 78. 7. Du flehst am Kreuz für Feinde; mein Jesu, wer war ich? Du denkst an deine Freunde; gedenk, Herr, auch an mich! Du Mel. 70: Herr und Ältster deiner 2c. machst den Schächer selig, ver- Eines wünsch ich mir vor allem heißest ihm dein Reich; das macht mich Sünder fröhlich, mich, der dem Schächer gleich. sid 8. Du klagst voll Angst im andern, eine Speise früh und spät; selig läßts im Thränenthal sich wandern, wenn dies Eine mit uns geht: Unverrückt auf einen 46 Passionszeit. Mann zu schauen, der mit blut- Kinder; es geht und büßet in Gegem Schweiß und Todesgrauen duld die Sünden aller Sünder. auf sein Antlitz niedersank und Es geht dahin, wird matt und den Kelch des Vaters trank. frank, ergiebt sich auf die Würgebank, entzieht sich allen Freuden, es nimmt auf sich Schmach, Hohn und Spott, Angst, Wunden, Striemen, Kreuz und Tod, und spricht: Ich wills gern leiden. 2. Ewig soll er mir vor Augen stehen, wie er als ein stilles Lamm dort so blutig und so bleich zu sehen, hängend an des Kreuzes Stamm; wie er dürstend rang um meine Seele, daß sie ihm zu seinem Lohn nicht fehle, und dann auch an mich gedacht, als er rief: Es ist vollbracht. id 3. Ja., mein Jesu, laß mich nie vergessen meine Schuld und deine Huld! Als ich in der Finsternis gesessen, trugest du mit mir Geduld; hattest längst nach dei nem Schaf getrachtet, eh es auf des Hirten Ruf geachtet, und mit teurem Lösegeld mich erkauft von dieser Welt. min 4. Ich bin dein! sprich du darauf ein Amen! Treuster Jesu, du bist mein! Drücke deinen süßen Jesusnamen brennend in mein Herz hinein! Mit dir alles thun und alles lassen, in dir leben und in dir erblassen, das sei bis zur letten Stund unser Wandel, unser Bund. Albert Knapp.+ 1864. 79. Mel. 13: An Wasserflüffen Babylon. Joh. 1, 29.- Jef. 53, 4-7. Cin in Lämmlein geht und trägt die Schuld der Welt und ihrer 2. Das Lämmlein ist der große Freund und Heiland meiner Seelen, den, den hat Gott zum Sündenfeind und Sühner wollen wählen. ,, Geh hin, mein Kind, und nimm dich an der Kinder, die ich ausgethan zur Straf und Zornes Ruten. Die Straf ist schwer, der Zorn ist groß, du kannst und sollst sie machen los durch Sterben und durch Bluten." 3. Ja, Vater, ja von Herzensgrund, leg auf, ich will dirs tragen. Mein Wollen hängt an deinem Mund, mein Wirken ist dein Sagen." O Wunderlieb, o Liebesmacht, du kannst, was nie ein Mensch gedacht, Gott seinen Sohn abzwingen. O Liebe, Liebe, du bist stark! du streckest den in Grab und Sarg, vor dem die Felsen springen. 4. Mein Lebetage will ich dich aus meinem Sinn nicht lassen, dich will ich stets, gleich wie du mich, mit Liebesarmen fassen. Du sollst sein meines Herzens Licht, und wenn mein Herz in Stücke bricht, sollst du mein Herze bleiben. Passionszeit. Ich will mich dir, mein höchster 3. D Jesu Christe, Gottes Ruhm, hiermit zu deinem Eigen tum beständiglich verschreiben. Sohn, mein Trost, mein Heil, mein Gnadenthron, dein teures Blut, dein Lebenssaft giebt mir stets neue Lebenskraft. 5. Ich will von deiner Lieblichkeit bei Nacht und Tage singen, mich selbst auch dir zu aller Zeit zum Freudenopfer bringen. Mein Bach des Lebens soll sich dir und deinem Namen für und für in Dankbarkeit ergießen; und was du mir zu gut gethan, das will ich stets, so tief ich kann, in mein Gedächtnis schließen.m nadil 81. 6. Wann endlich ich soll treten ein in deines Reiches Freuden, Mel. 20: Aus tiefer Not. so soll dies Blut mein Purpur Herr Jesu, deine Angst und sein, ich will mich darein kleiden; es soll sein meines Hauptes Kron, in welcher ich will vor den Thron des höchsten Vaters gehen, und dir, dem er mich anvertraut, als eine wohlgeschmückte Braut an deiner Seite stehen.pd Paul Gerhardt. † 1676. 47 2. Dein Blut, mein Schmuck, mein Ehrenkleid, dein Unschuld und Gerechtigkeit macht, daß ich kann vor Gott bestehn und zu der Himmelsfreud eingehn. 4. Herr Jesu, in der letzten Not, wenn mich schreckt Teufel, Höll und Tod, so laß ja dies mein Labsal sein: dein Blut macht mich von Sünden rein. mism Johann Olearius. † 1684. Pein und dein betrübtes Leiden laß mir vor Augen allzeit sein, die Sünde zu vermeiden; laß mich an deine große Not und deinen herben, bittern Tod, dieweil ich lebe, denken.s 80. Mel. 143: O Jesu Christ, meins 2c. Herr Jesu Christ, dein teures für Recht ergehen. Blut ist meiner Seele höchstes Gut, das stärkt, das labt, das macht allein mein Herz von allen Sünden rein. lond 2. Die Wunden alle, die du haft, hab ich dir helfen schlagen, auch meine große Sündenlast dir aufgelegt zu tragen; ach liebster Heiland, schone mein, laß dieſe Schuld vergessen sein, laß Gnad 3. Du hast verlassen deinen Thron, bist in das Elend gangen, vertrugest Schläge, Spott und Hohn, mußtest am Kreuze hangen, auf daß du für uns schafftest Rat und unsre schwere Missethat bei Gott versöhnen möchteſt. 4. Drum will ich jetzt zur Dankbarkeit von Herzen dir lob Passionszeit. singen, und wenn du zu der 5. Es schlägt den Stolz und Seligkeit mich wirst hinkünftig mein Verdienst darnieder, es stürzt bringen, so will ich daselbst noch mich tief und es erhebt mich viel mehr zusamt dem ganzen Him- wieder, lehrt mich mein Glück, melsheer dich ewig dafür loben. macht mich aus Gottes Feinde 5. Herr Jesu, deine Angst und zu Gottes Freunde. fois chim Pein und dein betrübtes Leiden 6. O Herr, mein Heil, an laß meine letzte Zuflucht sein, dessen Blut ich glaube, ich liege wenn ich von hier soll scheiden. hier vor dir gebückt im Staube, Ach hilf, daß ich durch deinen verliere mich mit dankendem GeTod fein sanft beschließe meine müte in deine Güte. Not und selig sterbe! Amen. Nach Tobias Clausniger. † 1684. 48 7. Sie übersteigt die menschlichen Gedanken; allein sollt ich darum im Glauben wanken? Ich bin ein Mensch, darf der sich unterwinden, Gott zu ergründen? af 8. Das Größt in Gott ist, 82. Mel. 73: Herzliebster Jesu, was 2c. Herr, stärke mich, dein Leiden Gnad und Lieb erweisen; uns zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versenken, die dich bewog, von aller Schuld des Bösen uns zu erlöfen. kömmt es zu, sie demutsvoll zu preisen, zu sehn, wie hoch, wenn Gott uns Gnad erzeiget, die Gnade ſteiget. 2. Vereint mit Gott, ein Mensch gleich uns auf Erden, und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden, an unsrer statt gemartert und zerschlagen die Sünde tragen; 3. Welch Wunder, welch hochheiliges Geschäfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kräfte, mein Herz erbebt, ich seh und ich empfinde den Fluch der Sünde. to 4. Gott ist gerecht, ein Rächer alles Bösen, Gott ist die Lieb und läßt die Welt erlösen; dies kann mein Geist mit Schrecken und Entzücken am Kreuz erblicken. 9. Laß deinen Geist mich stets, mein Heiland, lehren, dein göttlich Kreuz im Glauben zu verehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich christlich übe. 10. Da du dich selbst für mich dahin gegeben, wie könnt ich noch nach meinem Willen leben, und nicht vielmehr, weil ich dir angehöre, zu deiner Ehre? bor 11. Unendlich Glück: du littest uns zu gute. Ich bin verföhnt mit deinem teuren Blute. Du hast mein Heil, da du für mich gestorben, am Kreuz erworben. 12. So bin ich denn schon Passionszeit. selig hier im Glauben, so wird mir nichts, nichts meine Krone rauben, so werd ich dort, von Herrlichkeit umgeben, einst ewig leben. 13. Seh ich dein Kreuz den Klugen dieser Erden ein Ärgernis 49 Gott, wenn ich gerat in Todesnot, damit ich Gnade spüre. 3. Laß meine Seel in deiner Gunst aus ihrem Leibe scheiden, auf daß an mir nicht sei umsonst dein teuer wertes Leiden; nimm sie hinauf zu solcher Frist, wo und eine Thorheit werden, so du, ihr liebster Jesus, bist, und seis doch mir, trotz allen frechen Spottes, die Weisheit Gottes. laß mich ewig leben. 14. Gott, eile nicht, sie rächend zu zerschmettern, erbarme dich, wenn einer von den Spöttern sich spät bekehrt und dich, den er 84. Mel. 90: Jesu Leiden, Pein 2c. geschmähet, um Gnade flehet. Jesu, deine Passion will ich 15. Wenn endlich, Herr, mich meine Sünden fränken, so laß dein Kreuz mir wieder Ruhe schenken; dein Kreuz, dies sei, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried und Freude.. jetzt bedenken; wollest mir vom Himmelsthron Geist und Andacht schenken. In dem Bilde jetzt erschein, Jesu, meinem Herzen, wie du, unser Heil zu sein, littest alle Schmerzen. Chriftian Fürchtegott Gellert. † 1769. Johann Scheffler. † 1677. 83. 2. Meine Seele sehen mach deine Angst und Bande, deine Schläge, deine Schmach, deine Kreuzesschande, deine Geißel, Dornenkron, Speer- und Nägelwunden, deinen Tod, o Gottesſohn, den du hast empfunden! Mel. 69: Herr Jesu Chrift, du 2c. Ich danke dir für deinen Tod, Herr Jesu, und die Schmerzen, die du in deiner letzten Not em= pfandst in deinem Herzen. Laß die Verdienste solcher Pein ein Labsal meiner Seele sein, wenn mir die Augen brechen. 3. Aber laß mich nicht allein deine Marter sehen, laß mich auch die Ursach fein und die Frucht verstehen! Ach, die Ursach war auch ich, ich und meine Sünde; diese hat gemartert dich, daß ich Gnade finde. 2. Ich danke dir für deine Huld, die du auch mir erzeiget, da du zur Zahlung meiner Schuld dein Haupt im Tod geneiget. 4. Jesu, lehr bedenken mich dies mit Buß und Reue; hilf, Ach neig dich auch zu mir, mein daß ich mit Sünde dich martre 4 50 nicht aufs neue! Sollt ich haben dazu Lust und nicht wollen meiden, was mein Heiland büßen mußt mit so großen Leiden? 5. Wenn mir meine Sünde will drohen mit der Hölle: Jesu, mein Gewissen still, dich ins Mittel stelle! Dich und deine Passion laß mich gläubig faffen; liebet mich der liebe Sohn, wie kann Gott mich hassen? 6. Gieb auch, Jesu, daß ich gern dir das Kreuz nachtrage, daß ich Demut von dir lern und Geduld in Plage, daß ich dir geb Lieb für Lieb. Indes laß dies Lallen bessern Dank ich dorten üb- Jesu, dir gefallen. Sigismund von Birken.+ 1681. - Passionszeit. - 3. Will die Welt mein Herz verführen auf die breite Sündenbahn, da nichts ist als Jubilieren, alsdann schau ich emsig an deiner Marter Centnerlast, die du ausgestanden hast; so kann ich in Andacht bleiben, alle böse Lust vertreiben. 4. Ja, für alles, was mich kränket, geben deine Wunden Kraft; wenn mein Herz hinein sich senket, schöpf ich neuen Lebenssaft. Deines Trostes Süßigkeit wendet mir das bittre Leid, weil du mir das Heil erworben, da du bist für mich geſtorben. 5. Auf dich sey ich mein Vertrauen, du bist meine Zuversicht. Dein Tod hat den Tod zerhauen, daß er mich kann töten nicht. Daß ich an dir habe Teil, bringet mir Trost, Schuß und Heil; deine Gnade wird mir geben Aufer85. Mel. 193: Zion tlagt mit Angst zc. Jesu, deine tiefen Wunden, deine stehung, Licht und Leben. Qual und bittrer Tod geben mir zu allen Stunden Trost in Leibsund Seelennot. Fällt mir etwas Arges ein, denk ich bald an deine Bein, die verleidet meinem Herzen, mit der Sündenlust zu scherzen. 6. Hab ich dich in meinem Herzen, Brunnquell aller Gütigkeit, so besieg ich alle Schmerzen auch im letzten Kampf und Streit. Ich verberge mich in dich, kein Feind kann verlegen mich. Wer Johann Heermann. † 1647. 2. Will sich denn in Lüsten sich birgt in deine Wunden, der weiden mein verderbtes Fleisch hat glücklich überwunden. und Blut, so gedenk ich an dein Leiden; bald wird alles wieder gut. Kommt der Satan und setzt mir heftig zu, halt ich ihm für 86. Eigene Melodie. 93. veine Gnad und Gnadenzeichen; Jesu, meines Lebens Leben, Jeſu, bald muß er von dannen weichen. meines Todes Tod, der du dich Passionszeit. für mich gegeben in die tiefste bedecket, haft gelitten mit Geduld, Seelennot, in das äußerste Ver- ja, den herben Tod geschmecket, derben, nur daß ich nicht möchte um zu büßen meine Schuld. Daß sterben: Tausend tausendmal sei ich würde losgezählet, hast du dir, liebster Jesu, Dank dafür. wollen sein gequälet. Tausend tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 2. Du, ach du hast ausgestanden Lästerreden, Spott und Hohn, Speichel, Schläge, Strick und Banden, du gerechter Gottessohn, nur mich Armen zu erretten von des Teufels Sündenketten. Taufend tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 7. Deine Demut hat gebüßet meinen Stolz und Übermut, dein Tod meinen Tod versüßet, es kommt alles mir zu gut. Dein Verspotten, dein Verspeien muß zu Ehren mir gedeihen. Tausend tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. BETOND 3. Du hast lassen Wunden schlagen, dich erbärmlich richten zu, um zu heilen meine Plagen, um zu setzen mich in Ruh. Ach, du haft zu meinem Segen lassen dich mit Fluch belegen. Tausend tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 8. Nun, ich danke dir von Herzen, Jesu, für gesamte Not. Für die Wunden, für die Schmerzen, für den herben, bittern Tod, für dein Zittern, für dein Zagen, für die tausendfachen Plagen, für dein Angst und tiefe Pein will ich ewig dankbar sein. Ernst Christoph Homburg. † 1681. 4. Man hat dich sehr hart verhöhnet, dich mit großem Schimpf belegt, und mit Dornen gar gekrönet. Was hat dich dazu bewegt? Daß du möchtest mich ergößen, mir die Ehrenkron auf seßen. Tausend tausendmal sei dir, liebster Jeſu, Dank dafür. 5. Du hast wollen sein geschlagen, zu vertilgen meine Pein, fälschlich lassen dich anklagen, daß ich könnte sicher sein. Daß ich möchte trostreich prangen, haft du sonder Trost gehangen. Tausend tausendmal sei dir, liebster Jesu, Dank dafür. 6. Schweiß und Blut hat dich 51 87. mel. 159: Sollt ich meinem Gott nicht ic. Joh. 11, 16. Lasset uns mit Jefu ziehen, seinem Vorbild folgen nach, in der Welt der Welt entfliehen auf der Bahn, die er uns brach, immerfort zum Himmel reisen, irdisch noch sehen himmlisch sein, glauben recht und leben rein, in der Lieb den Glauben weisen. Treuer Jesu, bleib bei mir, gehe vor, ich folge dir. 4* Passionszeit. Seele, nimm zu Herzen deines Jesu bittre Schmerzen. 2. Lasset uns mit Jesu leiden, durch seinen blutgen Tod dich seinem Vorbild werden gleich; erlöst aus aller Not. Drum, o nach dem Leiden folgen Freuden, Armut hier macht droben reich; Thränenfaat, die erntet Lachen, Hoffnung tröstet mit Geduld; es kann leichtlich Gottes Huld aus dem Regen Sonne machen. Jesu, hier leid ich mit dir, dort teil deine Freud mit mir. 3. Lasset uns mit Jefu sterben; sein Tod uns vom andern Tod rettet und vom Seelverderben, von Schmerzen. der ewiglichen Not. Laßt uns Johann Christoph Arnschwanger. 1696. töten, weil wir leben, unser Fleisch, ihm sterben ab: so wird er uns aus dem Grab in des Himmels Leben heben. Jesu, sterb ich, sterb ich dir, daß ich lebe für und für. 52 2. Nunmehr gehest du zum Leben, weil er ging für dich in Tod; nun wirst du in Freuden schweben, weil er hat vollendt die Not; nun wird Frieden, Kraft und Heil durch sein Kreuz dein emig Teil. Drum, o Seele, nimm zu Herzen deines Jesu bittre 90 89. Mel. 34: Die Tugend wird durchs 2c. drückten Jesu Todesmienen 4. Lasset uns mit Jesu leben; sich meiner Seel auf ewig ein, o weil er auferstanden ist, muß möchte stündlich sein Verfühnen das Grab uns wiedergeben. Jesu, in meinem Herzen kräftig sein! unser Haupt du bist, wir sind Denn ach, was hab ich ihm zu deines Leibes Glieder, wo du danken! Für meine Sünden floß lebst, da leben wir. Ach erkenn sein Blut, das heilet mich, den uns für und für, trauter Freund, Armen, Kranken, und kommt mir für deine Brüder. Jesu, dir ich ewiglich zu gut. lebe hier, dorten ewig auch bei dir. Sigismund von Birken. † 1681. 2. Ein Blick im Geist auf Jesu Leiden giebt auch dem blödsten Herzen Mut, die Quelle wahrer Geistesfreuden ist sein vergognes teures Blut, wenn seine Kraft das Herz durchfließet, sein Lieben unsre Seel durchdringt, die Glaubenshand sein Kreuz umschließet und uns sein Anblick Frieden 88. Mel. 50: Freu dich sehr, o 2c. Meine Seele, nimm zu Herzen und mit allem Fleiß betracht deines Jefu bittre Schmerzen, der zum Heiland dir gemacht, der bringt. Passionszeit. 53 und bezahlt mit deinem Blute alle Missethat der Welt! 2. Liebe, die mit Schweiß und Thränen an dem Ölberg sich betrübt, Liebe, die mit Blut und Sehnen unaufhörlich fest geliebt, Liebe, die den eignen Willen in des Vaters Willen legt und, den Fluch der Welt zu stillen, treu die Last des Kreuzes trägt! 3. Liebe, die mit starkem Herzen alle Schmach und Hohn gehört, Liebe, die mit Angst und Schmerzen nicht der strengste Tod versehrt! Liebe, die sich liebend zeiget, als sich Kraft und Atem endt, Liebe, die sich liebend neiget, als sich Leib und Seele trennt! 4. Liebe, die mit ihren Armen mich zuletzt umfangen wollt, Liebe, die aus Liebserbarmen mich zuletzt in höchster Huld ihrem Vater überlassen, die selbst starb und für mich bat, daß mich nicht der Zorn sollt fassen, weil mich ihr Verdienst vertrat! 5. Liebe, die für mich gestorNach Christian Renatus Graf von Zinzendorf.+ 1752. ben und ein immerwährend Gut 3. Für mich starb Jesus, meine Sünden sinds, die ihn in den Tod versenkt; drum läßt er Gnade mir verkünden, die mich mit Lebenswaffer tränkt. D Strom der Liebe, klar und helle, mein Herz soll offen stehn für dich; o unerschöpfte Friedensquelle, ergieß ohn Ende dich in mich! 4. Herr Jesu, nimm für deine Schmerzen mich Armen an, so wie ich bin. Ich setze dir in meinem Herzen ein Denkmal deiner Liebe hin, die dich für mich in Tod getrieben, die mich aus meinem Jammer riß. Ich will dich zärtlich wieder lieben, du nimmst es an, ich bins gewiß. 5. Wenn einst mein Herz wird stille stehen, schließ mich in dein Erbarmen ein. Dann werd ich dich von nahem sehen in deiner Klarheit engem Schein; die Seele, die durch dich genesen, ruht dann in deinen Armen aus und lässet gern den Leib verwesen, er wird dereinst ihr neues Haus. an dem Kreuzesholz erworben, ach wie denk ich an dein Blut! Ach wie dank ich deinen Wunden, schmerzensreiche Liebe du, wenn ich in den letzten Stunden sanft in deinen Armen ruh! 6. Liebe, die sich tot gefränket und für mein erkaltet Herz in zu gute, als ein Opfer eingestellt, das kalte Grab gesenket, ach wie 90. Eigene Melodie. 137. du Liebe meiner Liebe, du erwünschte Seligkeit, die du dich aus höchstem Triebe in das jammervolle Leid deines Leidens, mir 54 dank ich deinem Schmerz! Habe schlachtet, allzeit erfunden gedulDank, daß du gestorben, daß ich ewig leben kann, und der Seelen Heil erworben! Nimm mich ewig liebend an. dig, wiewohl du wurdest verachtet, all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. Gieb uns deinen Frieden, o Jesu, o Jesu! Vielleicht: Adam Drese. † 1701. Nikolaus Decius.+ 1541. Passionszeit. 91. WARS Mel. 90: Jesu Leiden, Pein 2c. D hilf Christe, Gottes Sohn, Gottes Lamm, unschuldig durch dein bitter Leiden, daß wir, am Kreuze für uns erwürget, be dir stets unterthan, all Untugend funden stets geduldig, da du für meiden, deinen Tod und sein uns dich verbürget, du trugft der Ursach fruchtbarlich bedenken, da- Sünden Plagen, daß wir nicht für, wiewohl arm und schwach, dürften verzagen. Erbarm dich dir Dankopfer schenken. unser, o Jesu! dsil Michael Weiße. † 1542. 2. Von Herzen wir dir danken, daß du so herzliche Treue gethan hast an uns Kranken; gieb eine felige Reue, laß uns die Sünde meiden zu Ehren deinem Leiden. Erbarm dich unser, o Jeſu! Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes geschlachtet, allzeit erfunden geduldig, wiewohl du wurdest verachtet, all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu, o Jesu! 3. Stärk in uns das Vertrauen auf deine heiligen Wunden. Laß uns darauf fest bauen in unsern letzten Stunden und hilf uns selig sterben, daß wir den Himmel erben. Gieb uns deinen Frieden, o Jesu! 2. D Lamm Gottes, unschul3. 2-3 unbekannter Dichter. 94. dig am Stamm des Kreuzes ge= B. 1 Nikolaus Decius. † 1541, s. Nr. 92. schlachtet, allzeit erfunden geduldig, wiewohl du wurdest verachtet, all Sünd hast du getragen, sonst müßten wir verzagen. Erbarm dich unser, o Jesu, o Jesu! Mel. 174: Was mein Gott 2c. So gehst du nun, mein Jeſu, 3. D Lamm Gottes, unschuldig am Stamm des Kreuzes gehin, den Tod für mich zu leiden, für mich, der ich ein Sünder bin, 92. Eigene Melodie. 144. Jef. 53, 3-7. 93. Mel. 144: D Lamm Gottes, unschuldig. Jef. 53, 3-7. Passionszeit. 55 treiben, auch nach der Zeit in Ewigkeit in deiner Liebe bleiben. Kaspar Friedrich Nachtenhöfer(?). † 1685. der dich betrübt in Freuden. Wohlan, fahr fort, du edler Hort, mein Augen sollen fließen, gleich einem See, mit Ach und Weh, in Thränen sich ergießen. 2.( Jesus:) Ach Sünd, du schädlichs wie weit 95. Mel. 90: Jesu Leiden, Pein zc. kannſt du es bringen! Dein Lohn, Treuer Heiland, habe Dank für der Fluch, mich jetzo trifft, in dein bittres Leiden, Dank für Tod thut er mich zwingen. Jetzt deinen Todesgang, Dank für dein kommt die Nacht, der Sünden Verscheiden. Was dem Danken Macht; fremd Schuld muß ich hier gebricht, soll dort besser abtragen. Betracht es recht, o klingen, wenn du mich, mein Sündenknecht, nun darfst du schönstes Licht, wirst zum Himmel nicht verzagen. du bringen. Joachim Weickmann. † 1736. 3. Jch, ich, Herr Jesu, sollte zwar der Sünden Strafen lei- nions 96. den, der Leib und Seele schuldig Mel. 76: Hilf Gott, daß mirs 2c. war, auch ewig aller Freuden beraubet sein und leiden Bein: Wenn meine Sünd mich fränso nimmst du weg die Schulden, ken, o mein Herr Jesu Christ, so dein Blut und Tod vertritt bei laß mich wohl bedenken, wie du Gott, was ich hätt müssen dulden. gestorben bist, und alle meine Schuldenlast am Stamm des heilgen Kreuzes auf dich genommen haft. 4.( Jesus:) Ja, liebe Seel, ich büß die Schuld, die du hättst sollen büßen; erkenne daraus meine Huld, die ich dich laß genießen. Ich wähl den Fluch, dieweil ich such vom Fluch dich zu befreien. Denk meiner Lieb, durch deren Trieb die Segen dir gedeihen. 5. Was kann für solche Liebe dir, Herr Jesu, ich wohl geben? Ich weiß und finde nichts an mir; doch nimm mein ganzes Leben zu eigen dir und laß mich hier von deinem Dienst nichts SUURE 2. O Wunder ohne Maßen, wenn mans betrachtet recht; es hat sich martern lassen der Herr für seinen Knecht; selbst seinen eignen Sohn hat Gott für mich verlornen Menschen gegeben in den Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Sünden große Zahl? Ich bin bei Gott in Gnaden, die Schuld ist allzumal bezahlt durch Christi teures Blut, daß ich nicht 56 Passionszeit. mehr darf fürchten der Hölle Qual und Glut. 4. Drum sag ich dir von Herzen jetzt und mein lebenlang für deine Pein und Schmerzen, o Jesu, Lob und Dank, für deine Not, dein Angstgeschrei, für dein unschuldig Sterben, für deine Lieb und Treu. 5. Herr, laß dein bitter Leiden mich reizen für und für, mit allem Ernst zu meiden die sündliche Begier, daß mir nie komme aus dem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erlöset bin. 6. Mein Kreuz und meine Plagen, sollts auch sein Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen; gieb, o mein Herr und Gott, daß ich verleugne diese Welt und folge dem Erempel, das du mir vorgeſtellt. 8. Laß endlich deine Wunden mich trösten kräftiglich in meinen letzten Stunden und des versichern mich, weil ich auf dein Verdienst nur trau, du werdest mich annehmen, daß ich dich ewig schau. 97. Mel. 143: D Jefu Chrift, meins zc. Wir danken dir, Herr Jeſu Christ, daß du für uns gestorben bist und hast uns durch dein teures Blut vor Gott gemacht gerecht und gut, 2. Und bitten, wahrer Mensch und Gott, durch deine Wunden, Angst und Not, erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not. Justus Gesenius. † 1673. und Schand und reich uns deine 3. Behüt uns auch vor Sünd Allmachtshand, daß wir im Kreuz geduldig sein, uns trösten deiner schweren Bein, 7. Laß mich an andern üben, was du an mir gethan, und meinen Nächsten lieben, gern dienen jedermann ohn Eigennuß und Heuchelschein und, wie 98. Eigene Melodie. 190. du mir erwieſen, aus reiner Wollt ihr wissen, was mein Lieb allein. Preis? wollt ihr lernen, was ich weiß? wollt ihr sehn mein Eigentum? wollt ihr hören, was mein Ruhm? Jefus, der Gekreuzigte.:: 4. Und schöpfen draus die Zuversicht, daß du uns werdst verlassen nicht, sondern ganz treulich bei uns stehn, daß wir durchs Kreuz ins Leben gehn. Christoph Fischer. † 1600. 2. Wer ist meines Glaubens Grund? wer stärkt und erweckt den Mund? wer trägt meine Straf und Schuld? wer schafft Passionszeit. mir des Vaters Huld? Jesus, der Gekreuzigte.:: 3. Wer ist meines Lebens Teil, meines Geistes Kraft und Heil? wer macht rein mich und gerecht? wer macht mich zu Gottes Knecht? Jesus, der Gefreuzigte.:: 4. Wer ists, der mir Hilfe schenkt? wer schützt, wenn ein Feind mich drängt? wer erquickt mein mattes Herz? wer erleich tert meinen Schmerz? Jesus, der Gekreuzigte.:: 99. Mel. 180: Wer nur den lieben Gott zc. Matth. 26, 36-46. 4. Du kniest und wirfst dich 5. Wer ist meines Todes Tod? hin zur Erden, fällst nieder auf wer hilft in der letzten Not? wer dein Angesicht; so soll die Demut versetzt mich in sein Reich? wer sich gebärden, wenn sich das Herz macht mich den Engeln gleich? mit Gott bespricht. Tief beug Jesus, der Gekreuzigte.:: d ich vor ihm meinen Sinn, ich, der ich Staub und Asche bin. 6. Und so wißt ihr, was ich weiß, ihr wißt meinen Ruhm und Preis. Er ists bis zum Grabe hin, dem ich lebe, des ich bin, Jesus, der Gekreuzigte.:: Johann Christoph Schwebler.+ 1730. Du u gehest in den Garten beten, mein treuster Jesu, nimm mich mit; laß mich an deine Seite treten, ich weiche von dir keinen Schritt. Ich will an dir, mein Meister, sehn, wie mein Gebet soll recht geschehn. 57 Tod betrübt. Ach, dies soll mir ans Herze schlagen, daß ich die Sünde so geliebt; drum willst du, daß ein Herz voll Reu mein Anfang zum Gebete sei. 2. Du gehst mit Zittern und mit Zagen und bist bis in den 3. Du reißest dich von allen Leuten, du suchst die stille Einsamkeit; so muß auch ich mich wohl bereiten und fliehen, was mein Herz zerstreut. Zeuch mich von aller Welt allein, daß nur wir zwei beisammen sein. 5. Du betest zu dem lieben Vater, rufft Abba! Abba! wie ein Kind; dein Vater ist auch mein Berater, sein Vaterherz ist treu gesinnt. Ich halte mich getrost an dich und rufe: Abba, höre mich! 6. Du wirfst voll Zuversicht und Liebe dem Vater dich ans treue Herz und rufft aus stärkstem Herzenstriebe mit heißen Thränen himmelwärts. Ach, Glaub. und Liebe sind mir not, sonst ist mein Beten falt und tot. 7. Geduldig Lamm, wie hältſt du stille und im Gebete dreimal an; dabei ist auch für mich dein Wille, daß ich soll thun, wie du gethan. Hilft Gott nicht gleich 58 Passionszeit. aufs erste Mal, so bet und ruf dich, daß ich mich im Glauben ich abermal. matole übe? Jesus gab sich selbst für 8. Dein Wille senkt sich in mich. So ward er mein Friedensden Willen des allertreusten Va- schild, aber auch mein Lebensbild. ters ein; darein muß ich mich Der am Kreuz ist meine Liebe, auch verhüllen, dafern ich will er- weil ich mich im Glauben übe. höret sein. Drum bet ich in Gelaffenheit: Was mein Gott will, gescheh allzeit.dgs s 9. Nun du erlangest auf dein Flehen Trost, Kraft, Sieg, Leben, Herrlichkeit. Damit hast du auf mich gesehen, daß ich zur angenehmen Zeit auf ernstlich Beten freudenvoll den gleichen Segen ernten soll. our 10. Mein Jesu, hilf mir stets so beten, wie mich dein heilig Vorbild lehrt; so kann ich frei zum Bater treten und werde von ihm stets erhört, so bet ich mich zum Himmel ein und will dir ewig dankbar sein. Johann Menter. † 1734. 100. Mel. 179: Werde munter, mein 2c. Der am Kreuz ist meine Liebe, meine Lieb ist Jesus Chrift! Weg ihr argen Seelendiebe, Satan, Welt und Fleischeslist! Eure Lieb ist nicht von Gott, eure Lieb ist gar der Tod. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe! Frevler, was befremdet 3. Der am Kreuz ist meine Liebe! Sünde, du bist mir verhaßt. Weh mir, wenn ich den betrübe, der für mich am Kreuz erblaßt. Kreuzigt ich nicht Gottes Sohn? trät ich nicht sein Blut mit Hohn? Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 4. Der am Kreuz ist meine Liebe! Schweig Gewissen! glaube dran: Gott aus reinem Liebestriebe hat die Handschrift abgethan und mit meines Bürgen Blut sie durchstrichen mir zu gut. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 5. Der am Kreuz ist meine Liebe! Keine Trübsal noch so groß, Hunger, Blöße, Geißelhiebe, nichts macht mich von Jesu los; nicht Gewalt, nicht Gold, nicht Ruhm, Engel nicht, kein Fürstentum. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 6. Der am Kreuz ist meine Liebe! Nun, o Tod, bist du mein Freund! Wenn ich wie ein Staub zerstiebe, wird mein Jesus mir vereint. Da, da schau ich Gottes Lamm, meiner Seele Bräutigam. Der am Kreuz ist meine Liebe, weil ich mich im Glauben übe. 1676. 101. 5611302890 Tug Passionszeit. Mel. 180: Wer nur den lieben 2c. Joh. 19, 30. Es ist vollbracht! Er ist verschieden; mein Jesus schließt die Augen zu, der Friedefürst schläft ganz in Frieden, die Lebenssonne geht zur Ruh und sinkt in stille Todesnacht. O großes Wort: Es ist vollbracht! 2. Es ist vollbracht! Er hats gesprochen; das ewge Wort muß sprachlos sein, das Herz der Treue wird gebrochen, den Fels des Heils umschließt ein Stein, die höchste Kraft ist nun verschmacht. D wahres Wort: Es ist vollbracht! 3. Es ist vollbracht! Schweig, mein Gewissen; ihr Sünder, faffet neuen Mut! Des Tempels Vorhang ist zerriffen; nun spricht für uns des Sohnes Blut. Gebrochen ist der Hölle Macht. O süßes Wort: Es ist vollbracht! 4. Es ist vollbracht! Mein Herzverlangen, o hochgelobte Liebe du, dich wünschen Engel zu umfangen, nimm auch in meinem Herzen Ruh, wo Liebe dir ein Grab gemacht. O tröstlich Wort: Es ist vollbracht! 59 Jakob ein, die Himmelspfort ist aufgemacht. O Lebenswort: Es ist vollbracht! Salomo Frand. † 1725. Mer 102. mer. 146: D Traurigkeit, o Herzeleid 2c. Qut. 23, 42. Herr, denk an mich! Wie oft hab ich mit Sünden dich verachtet! Sieh die Seele gnädig an, die nach Hilfe schmachtet! 5. Es ist vollbracht! Ich will mich legen zur Ruh auf Christi Grabesstein; die Engel sind allhie zugegen, ich schlummre sanft wie 2. Herr, denk an mich! Es jammre dich dies Elend, mein Erbarmer. Wenn du meiner nicht gedenkst, ach was wär ich Armer! 3. Herr, denk an mich! Ach ewiglich kannst du mich nicht vergeffen. Wer kann deine Freundlichkeit, deine Gnad ermessen? 4. Herr, denk an mich! Wie leicht kann ich in Sünd und Elend fallen! Laß mich stets an deiner Hand deine Wege wallen. 5. Herr, denk an mich! Dann nahe sich die Stunde schwerer Leiden. Bin ich dein, o was vermag, mich von dir zu scheiden? 6. Herr, denk an mich! Gestärkt durch dich geh ich dem Tod entgegen. Tod und Grab wird mir durch dich, Jesu Christ, zum Segen. 7. Herr, denk an mich! Dann will ich dich für deine Huld erheben, wenn du mir das Paradies wirst aus Gnaden geben. Unbekannter Dichter. 60 Passionszeit. 103. Eigene Melodie. 73. Herzliebster Jesu, was hast du verbrochen, daß man ein solch scharf Urteil hat gesprochen? Was ist die Schuld, in was für Missethaten bist du geraten? 2. Du wirst gegeißelt und mit Dorn gekrönet, ins Angesicht geschlagen und verhöhnet; du wirst mit Essig und mit Gall getränket, ans Kreuz gehenfet. 3. Was ist doch wohl die Ursach solcher Plagen? Ach meine Sünden haben dich geschlagen! Ich, o Herr Jesu, habe dies verschuldet, was du erduldet. 4. Wie wunderbarlich ist doch diese Strafe! Der gute Hirte Leidet für die Schafe, die Schuld bezahlt der Herre, der Gerechte, für seine Knechte! 8. Doch ist noch etwas, das du wirst annehmen: des Fleisches Lüste will ich dämpfen, zähmen, daß sie aufs neue nicht mein Herz entzünden mit alten Sünden. 9. Weil aber dies nicht steht in eignen Kräften, fest die Begierden an das Kreuz zu heften, so gieb mir deinen Geist, der mich regiere, zum Guten führe. 10. Alsdann, so werd ich deine Huld betrachten, aus Lieb zu dir die Welt für gar nichts achten; bemühen werd ich mich, Herr, deinen Willen stets zu erfüllen. 11. Jch werde dir zu Ehren alles wagen, kein Kreuz mehr achten, keine Schmach noch Plagen, nichts von Verfolgung, nichts von Todesschmerzen nehmen zu Herzen. 12. Dies alles, ob es zwar für schlecht zu schätzen, wirst du es doch nicht gar bei Seite setzen. Zu Gnaden wirst du dies von mir annehmen, mich nicht beschämen. 13. Wann, o Herr Jesu, dort vor deinem Throne wird stehn auf meinem Haupt die Ehren6. Ach großer König, groß zu krone, da will ich dir, wenn alles allen Zeiten, wie kann ich gnug- wird wohlklingen, Lob und Dank sam solche Treu ausbreiten? Kein singen. Johann Heermann. 1647. Menschenherz vermag es auszudenken, was dir zu schenken. 7. Ich kanns mit meinen Sin5. D große Lieb, o Lieb ohn alle Maße, die dich gebracht auf diese Marterstraße! Ich lebte mit der Welt in Lust und Freuden, und du mußt leiden! 104. nen nicht erreichen, womit doch mel. 74: Herzlich thut mich zc. dein Erbarmen zu Lut 23, 46. vergleichen. Wie kann ich dir doch deine In deines Baters Hände beLiebesthaten im Werk erstatten? fiehlst du deinen Geist. D glau Passionszeit. bensvolles Ende, das mich zum Himmel weist! Nun ist sie ganz getragen, die centnerschwere Last, nun enden alle Plagen, die du erduldet haft. 2. In diese Hand befehle auch ich, Herr, meinen Geist, wann zwischen Leib und Seele des Lebens Band zerreißt. Voran bist du gegangen, daß ich dir folgen kann. Mich nimmt, mir darf nicht bangen, in dir der Vater an. 3. O Herr, mein Heil und Leben, ich soll, wo du bist, sein; denn was dir Gott gegeben, das ist und bleibt ja dein. Nun, treuer Hirt, so halte mich bis zum Grabesrand; dann geht, wenn ich erfalte, mein Geist in Gottes Hand. Johann Christian Wilhelm August Hopfenfack. 1843. 105. mit mancher Himmelsluft. Mel. 74: Herzlich thut mich 2c. Haupt voll Blut und Wunden, voll Schmerz und voller Hohn, o Haupt, zum Spott gebunden mit einer Dornenkron, o Haupt, sonst schön gekrönet mit höchster Ehr und Zier, jetzt aber höchst verhöhnet, gegrüßet seist du mir! kein Licht nicht gleichet, so schändlich zugericht? 3. Die Farbe deiner Wangen, der roten Lippen Pracht ist hin, und ganz vergangen; des blassen Tobes Macht hat alles hingenommen, hat alles hingerafft, und daher bist du kommen von deines Leibes Kraft. 4. Nun, was du, Herr, erduldet, ist alles meine Last, ich hab es selbst verschuldet, was du getragen hast. Schau her, hier steh ich Armer, der Zorn verdienet hat; gieb mir, o mein Erbarmer, den Anblick deiner Gnad! 5. Erkenne mich, mein Hüter, mein Hirte, nimm mich an! Von dir, Quell aller Güter, ist mir viel Guts gethan, dein Mund hat mich gelabet mit Milch und süßer Kost, dein Geist hat mich begabet 61 es bourdi 2. Du edles Angesichte, davor sonst schrickt und scheut das große Weltgewichte, wie bist du so bespeit, wie bist du so erbleichet, wer hat dein Augenlicht, dem sonst 6. Ich will hier bei dir stehen, verachte mich doch nicht! Von dir will ich nicht gehen, wenn dir dein Herze bricht; wenn dein Haupt wird erblassen im letzten Todesstoß, alsdann will ich dich fassen in meinen Arm und Schoß. 7. Es dient zu meinen Freuden und thut mir herzlich wohl, wenn ich in deinem Leiden, mein Heil, mich finden soll. Ach möcht ich, o mein Leben, an deinem Kreuze hier mein Leben von mir geben, wie wohl geschähe mir! 8. Ich danke dir von Herzen, 62 Passionszeit. o Jesu, liebster Freund, für deine Todesschmerzen, da dus so gut gemeint. Ach gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und wenn ich nun erkalte, in dir mein Ende sei. 9. Wenn ich einmal soll scheiden, so scheide nicht von mir, wenn ich den Tod soll leiden, so tritt du dann herfür. Wenn mir am allerbängsten wird um das Herze sein, so reiß mich aus den Ängsten kraft deiner Angst und Pein. 10. Erscheine mir zum Schilde, zum Trost in meinem Tod, und laß mich sehn dein Bilde in deiner Kreuzesnot. Da will ich nach dir blicken, da will ich glaubensvoll dich fest an mein Herz drücken. Wer fo stirbt, der stirbt wohl. Paul Gerhardt. † 1676. 106. Mel. 148: D Welt, ich muß dich zc. Welt, sich hier dein Leben am Stamm des Kreuzes schweben, dein Heil sinkt in den Tod! Der große Fürst der Ehren läßt willig sich beschweren mit Schlägen, Hohn und großem Spott. 2. Tritt her, und schau mit Fleiße: sein Leib ist ganz mit Schweiße des Blutes überfüllt. Aus seinem edlen Herzen vor unerschöpften Schmerzen ein Seufzer nach dem andern quillt. 3. Wer hat dich so geschlagen, mein Heil, und dich mit Plagen so übel zugericht? Du bist ja nicht ein Sünder, wie wir und unsre Kinder, von Übelthaten weißt du nicht. 4. Jch, ich, und meine Sünden, die sich wie Körnlein finden des Sandes an dem Meer, die haben dir erreget das Elend, das dich schläget, und das betrübte Marterheer. 5. Ich bins, ich sollte büßen, an Händen und an Füßen gebunden in der Höll. Die Geißeln und die Banden, und was du ausgestanden, das hat verdienet meine Seel! 6. Du nimmst auf deinen Rücken die Lasten, die mich drücken viel schwerer, als ein Stein. Du wirst ein Fluch, dagegen erwirbst du mir den Segen, dein Schmerzen muß mein Labsal sein. 7. Du setzest dich zum Bürgen, ja läsfest dich erwürgen für mich und meine Schuld. Mir läsfeſt du dich krönen mit Dornen, die dich höhnen, und leidest alles mit Geduld. 8. Jch bin, mein Heil, verbunden all Augenblick und Stunden dir überhoch und sehr. Was Leib und Seel vermögen, das soll ich billig legen allzeit an deinen Dienst und Ehr. 9. Nun, ich kann nicht viel geben in diesem armen Leben, Passionszeit. eins aber will ich thun: Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets in meinem Herzen ruhn. 10. Ich wills vor Augen setzen, mich stets daran ergößen, ich sei auch, wo ich sei. Es soll mir 107. fein ein Spiegel der Unschuld Schaut die Mutter voller Mel. 5: Ach was soll ich Sünder zc. und ein Siegel der Lieb und unverfälschten Treu. 11. Wie heftig unsre Sünden den frommen Gott entzünden, wie Rach und Eifer gehn, wie grausam seine Ruten, wie zornig seine Fluten, will ich aus deinem Leiden sehn. 12. Ich will daraus studieren, wie ich mein Herz soll zieren mit stillem, sanftem Mut, und wie ich die soll lieben, die mich doch sehr betrüben mit Werken, so die Bosheit thut. 13. Wenn böse Zungen stechen, mir Glimpf und Namen brechen, so will ich zähmen mich; das Unrecht will ich dulden, dem Nächsten seine Schulden verzeihen gern und williglich. 14. Ich will ans Kreuz mich schlagen mit dir, und dem absagen, was meinem Fleisch gelüst. Was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, so viel mir immer möglich ist. 63 die sollen mich am Ende in deinen Schoß und Hände begleiten zu der ewgen Ruh. Paul Gerhardt. † 1676. 15. Dein Seufzen und dein Stöhnen und die viel tausend Thränen, die dir geflossen zu, Schmerzen, wie sie mit zerrißnem Herzen bei dem Kreuz des Sohnes steht! Schauet ihre Trübfalshike, wie des Schwertes blutge Spike tief durch ihre Seele geht! 2. Wessen Auge kann der Zähren bei dem Jammer sich erwehren, der des Höchsten Sohn umfängt? Wie er mit gelaßnem Mute todesmatt in seinem Blute an dem Holz des Fluches hängt! 3. Für die Sünden seiner Brüder leidet er, daß seine Glieder unnennbare Qual zerreißt. Für uns ruft er im Erblassen: Gott, mein Gott, ich bin verlassen! und veratmet seinen Geiſt. 4. Laß, o Jesu, Quell der Liebe, deines Herzens heilge Triebe strömen in mein Herz hinab! Laß mich dich mein Alles nennen, ganz für dich in Liebe brennen, der für mich sein Leben gab! 5. Drück, mein König, deine Wunden, die du auch für mich empfunden, tief in meine Seel hinein. Laß in Reue mich zerfließen, mit dir leiden, mit dir büßen, mit dir tragen jede Pein. Passionszeit. 6. Laß mich herzlich um dich 2. Schaue doch das Jammerweinen, mich durchs Kreuz mit bild zwischen Erd und Himmel dir vereinen; aller Weltsinn sei hangen, wie das Blut mit Ströverflucht! Unterm Kreuze will men quillt, daß ihm alle Kraft ich stehen und dich zittern, bluten vergangen! Ach der übergroßen sehen, wenn die Sünde mich ver- Not: Jesus ist, mein Jesus, tot. fucht. 3. D Lamm Gottes ohne Schuld, alles das hatt ich verschuldet, und du hast aus greßer Huld Bein und Tod für mich erduldet. Daß ich nicht verloren bin, giebst du dich ans Kreuz dahin. 4. Ich kann nimmer, nimmermehr diese Plagen dir vergelten; 8. Laß, wenn meine Thränen viel zu wenig ist dafür aller Reichfließen, mich den Gnadenglanz tum aller Welten. Alles, alles genießen deines milden Ange- ist zu klein für die Größe deiner sichts. Decke mich durch deine Bein. Plagen vor den Ängsten und den Klagen einst am Tage des Gerichts. 9. Gegen aller Feinde Stürmen laß mich, Herr, dein Kreuz beschirmen, deine Gnade leuchtet mir! Deckt des Grabes finstre Höhle meinen Leib, so nimm die Seele hin ins Paradies zu dir. Nach dem Lateinischen des Jacoponus. + 1306. 64 7. Gieb mir Teil an deinem Leiden, laß von aller Lust mich scheiden, die dir solche Wunden schlug! Ich will auch mir Wunden schlagen, will das Kreuz des Lammes tragen, welches meine Sünden trug. 5. Nun, ich weiß, was du begehrst, daß ich dir mein Herz soll geben; dir gehört es, du gewährst ihm Gerechtigkeit und Leben. Wie du mein, so will ich dein lebend, leidend, sterbend sein. 6. Kreuzige mein Fleisch und Blut, lehre mich die Welt verschmähen; laß mich dich, du höchstes Gut, immer vor den Augen sehen. Führ in allem Kreuze mich wunderbar, nur seliglich. Benjamin Schmold. † 1737. 108. Mel. 95: Jesus, meine Zuversicht. 109. Seele, geh nach Golgatha, sek dich unter Jesu Kreuze, und bedenke, was dich da für ein Trieb Hier Mel. 50: Freu dich sehr, o meine 2c. zur Bußze reize. Willst du un- Sei mir tauſendmal gegrüßet, empfindlich sein, o so bist du mehr der mich je und je geliebt, Jefu, als Stein. der du selbst gebüßet das, womit Passionszeit. 65 ich dich betrübt. Ach wie ist mir hast, gieb, daß wir in dir ruhen doch so wohl, wann ich knien und all, und unser Leben dir gefall. liegen soll an dem Kreuze, da du 2. Verleih, o Herr, uns Stärk stirbest und um meine Seele und Mut, die du erkauft mit deiwirbest. onem Blut, und führ uns in das 2. Heile mich, o Heil der Himmelslicht zu deines Vaters Seelen, wo ich krank und traurig bin; nimm die Schmerzen, die mich quälen und den ganzen Schaden hin, den mir Adams Fall gebracht und ich selbsten mir gemacht. Wird, o Arzt, dein Blut mich nehen, wird sich all mein Jammer setzen. 3. Schreibe deine blutgen Wunden mir, Herr, in das Herz hinein, daß sie mögen alle Stunden bei mir unvergessen ſein. Du bist doch mein schönstes Gut, da mein ganzes Herze ruht. Laß mich hier zu deinen Füßen deiner Lieb und Gunft genießen. 4. Diese Füße will ich halten, liebend, wie ich immer kann. Schaue meiner Hände Falten und mich Armen freundlich an von dem hohen Kreuzesbaum und gieb meiner Bitte Raum, sprich: Laß all dein Trauren schwinden, ich, ich tilg all deine Sünden. Paul Gerhardt. † 1676. 110. Mel. 143: D Jefu Chrift, meins ac. Der du, Herr Jesu, Ruh und Rast in deinem Grab gehalten Angesicht. 3. Wir danken dir, o Gotteslamm, getötet an des Kreuzes Stamm; laß ja uns Sündern deine Bein den Eingang in das Leben sein. Nach Bonaventura( † 1274) von Georg Werner. † 1643. 111. Eigene Meloble. 146. Traurigkeit! D Herzeleid! Wer kann es gnug beklagen? Gott des Vaters einig Kind wird ins Grab getragen. 2. O große Not! Das Leben tot! Am Kreuz ist er gestorben, hat dadurch das Himmelreich uns aus Lieb erworben. 3. O Menschenfind! nur deine Sünd hat dieses angerichtet, da du durch die Missethat warest ganz vernichtet. 4. Dein Bräutigam, das Gotteslamm, liegt hier mit Blut beflossen, welches er ganz mildiglich hat für dich vergoffen. 5. O jüßer Mund! Glaubensgrund! Wie bist du so zerschlagen! Alles, was auf Erden lebt, muß dich ja beklagen. 5 Oftern. 66 16. Hochselig ist zu jeder Frist, Leben! Dich hat jetzt ein Felsender dieses recht bedenket, wie der grab, Fels des Heils, umgeben. Herr der Herrlichkeit wird ins 3. D Lebensfürst, ich weiß, du Grab gesenket. 10 wirst mich wieder auferwecken; sollte denn mein gläubig Herz vor der Gruft erschrecken? 7. D Jesu du, mein Hilf und Ruh! Ich bitte dich mit Thränen: Hilf, daß ich mich bis ins Grab möge nach dir sehnen. 4. Sie wird mir sein ein Kämmerlein, da ich auf Rosen liege, weil ich nun durch deinen Tod Grab und Tod besiege. Johann Rist. 1667. STA 5. Gar nichts verdirbt, der Leib nur stirbt; doch wird er auferstehen und in ganz verklärter Zier aus dem Grabe gehen.no 6. Indes will ich, mein Jefu, dich in meine Seele senten und an deinen bittern Tod bis ins Grab gedenken. Salomo Frand. † 1725. 112. uza nadst Mel. 146: D Traurigkeit, o Herzeleib. So o ruhest du, o meine Ruh, in deines Grabes Höhle und erweckst durch deinen Tod meine tote Seele. 2. Man senkt dich ein nach vieler Pein, du meines Lebens 7. Ostern. 113. Eigene Melodie. 14. Auf, auf, mein Herz, mit Freuden nimm wahr, was heut geschieht! Wie kommt nach großen Leiden nun ein so großes Sicht! Mein Heiland war gelegt da, wo man uns hinträgt, wenn von uns unser Geist gen Himmel ist gereift. 2. Er war ins Grab gesenket, der Feind trieb groß Geschrei; eh ers vermeint und denket, ist Christus wieder frei und ruft Viktoria, schwingt fröhlich hier und da sein Fähnlein, als ein Held, der Feld und Mut behält. 3. Das ist mir anzuschauen ein rechtes Freudenspiel; nun ſoll mir nicht mehr grauen vor allem, was mir will entnehmen meinen Mut, zusamt dem edlen Gut, so mir durch Jesum Christ aus Lieb erworben ist. 4. Ich hang und bleib auch hangen an Christo als ein Glied; wo mein Haupt durch ist gangen, da nimmt er mich auch mit. Er reißet durch den Tod, durch Welt, durch Sünd und Not, erreißet durch die Höll, stets bin ich sein Gesell. Ostern. 67 5. Er dringt zum Saal der bracht das Leben: Des wir sollen Ehren, ich folg ihm immer nach und darf mich gar nicht kehren an Not und Ungemach. Es tobe, fröhlich sein, Gott loben und dankbar sein und singen Halleluja, Halleluja.sonic was da kann, mein Haupt nimmt 2. Den Tod niemand zwingen sich mein an; mein Heiland ist mein Schild, der alles Toben stillt. 6. Er bringt mich an die Pforte, die in den Himmel führt, daran mit goldnem Worte der Spruch gelesen wird: Wer dort wird mit verhöhnt, wird hier auch mit ge- 3. Jesus Christus, Gottes frönt, wer dort mit sterben geht, wird hier auch mit erhöht. konnt bei allen Menschenkindern; das macht alles unsre Sünd, kein Unschuld war zu finden. Davon kam der Tod so bald und nahm über uns Gewalt, hielt uns in seinem Reich gefangen. Halleluja. Paul Gerhardt. † 1676. Sohn, an unser statt ist kommen und hat die Sünd abgethan, damit dem Tod genommen all sein Recht und sein Gewalt, da bleibt nichts denn Todsgestalt, den Stachel hat er verloren. Halleluja. 114. Eigene Melodie. 24. Christ ist erstanden von der Marter alle; des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Halleluja. 19:01 4. Es war ein wunderlicher Krieg, da Tod und Leben rungen. Das Leben behielt den Sieg, es hat den Tod verschlungen. Die Schrift hat verkündet das, wie ein Tod den andern fraß, ein Spott aus dem Tod ist worden. Halleluja. 5. Hie ist das rechte Osterlamm, das Gott uns hat gegeben; das ließ an des Kreuzesstamm in heißer Lieb sein Leben; des Blut zeichnet unsre Thür, das hält der Glaub dem Tod für, der Würger kann uns nicht rühren. Halleluja. 115. Eigene Melodie. 25. Christ lag in Todesbanden für 6. So feiern wir das hohe unsre Sünd gegeben. Der ist Fest mit Herzensfreud und wieder erstanden und hat uns Wonne, das uns der Herr scheinen 5* 2. Wär er nicht erstanden, so wär die Welt vergangen; seit daß er erstanden ist, so lobn wir den Vater Jesu Christ. Halleluja. 3. Halleluja, Halleluja, Halleluja. Des solln wir alle froh sein, Christ will unser Trost sein. Halleluja. Um 1200. Ostern. 68 läßt. Er selber ist die Sonne, der durch seiner Gnaden Glanz erleucht unsre Herzen ganz; der Sünden Nacht ist vergangen. Halleluja. Martin Luther. † 1546. 117. Mel. 136: D daß ich tausend Jungen 2c. Joh. 14, 19. Der Tod ist tot, das Leben lebet, das Grab ist selbst begraben nun. Mein Jesus, der sein Haupt erhebet, will ferner 116. Mel. 19: Aus meines Herzens 2c. nicht im Kerker ruhn und stellt mir diese Losung für: Ich leb Der Tod hat zwar verschlungen und ihr lebt auch mit mir. den Herrn der Herrlichkeit, doch ists ihm nicht gelungen zu dieser Osterzeit. Heut stellt sich Christus ein, die gnadenreiche Sonne bringt Leben, Heil und Wonne, wer wollt nicht fröhlich sein? 2. Man singet in den Landen mit Herzensfröhlichkeit, daß Christus sei erstanden, wie er selbst prophezeit; sein Wort erfüllet ist, freut euch ihr Menschen alle und fingt mit großem Schalle: Wir danken dir, Herr Christ! 3. Herr, der du überwunden den Feind und all sein Heer, in unsern letzten Stunden ein sanftes End bescher. Führ uns zum Himmelsthron, weck auf ohn alle Klage den Leib am jüngsten Tage, o Jesu, Gottes Sohn! 4. Du hast uns unverdrossen durch dein hochteures Blut den Himmel aufgeschlossen, erworben großes Gut: drum halten wir aufs best mit Jauchzen und mit Freuden nach deinem schweren Leiden das fröhlich Osterfest. Georg Werner. † 1643. zu 2. Nun liegt der Tod meinen Füßen, der Lebensfürst, er stirbt nicht mehr, er weiß die Gräber aufzuschließen, er stürzt das blaffe Totenheer. Das Siegeslied klingt herrlich hier: Ich leb und ihr lebt auch mit mir. 3. Mein Jesu, Wahrheit, Weg und Leben, der Leben hat und Leben giebt, wie soll ich den Triumph erheben, der Rach an meinen Feinden übt? Sie liegen dort, du rufest hier: Ich leb und ihr lebt auch mit mir. no 4. Das Haupt belebet feine Glieder, wer wollte dann gestor= ben sein? Die Lebenssonne scheint uns wieder und leuchtet bis ins Grab hinein. Da lesen wir die Grabschrift hier: Ich leb und ihr lebt auch mit mir. 5. D toter Tod, wie kannst du schrecken? Mein Jesus nimmt das Schrecken hin; wie er sich selber fonnt erwecken, so werden wir er= weckt durch ihn. Weil Jesus lebt, Ostern. 69 fo leben wir: Ich leb und ihr spalten, die Grabesnacht wird lebt auch mit mir. Tageslicht, ja, wahrer Christen Sterbensnot ist nur des Himmels Morgenrot. Morgenrot. d ftat?? Benjamin Schmold.+ 1737. 50 podrou 118. Mel. 136: D daß ich tausend Bungen 2c. Matth. 28, 6. 6. Ihr Gläubigen, hört auf zu weinen, denn die Erlösungsbilerstunde schlägt! Bald wird der Er ist nicht hier; er ist erstan- Lebensfürst erscheinen, der euch aus allen Leiden trägt. Setzt fort im Glauben euren Lauf und hebet eure Häupter auf! den! So tröstet uns des Engels Mund. Das Wort erschallt in allen Landen und macht den Sieg des Lebens kund; und jedes Christenherz durchbebt die Freudenbotschaft: Jesus lebt! dbi 7. D Tag des Lebens, Tag der Wonne, wann wir aus unsern Gräbern gehn, den Auferstandnen als die Sonne des neuen Himmels leuchten sehn! Dann fragen wir den Herrn nichts mehr, denn 2. Jst mein Erlöser auferstanden, so ist die ganze Erde sein, so wird der Lügengeist zu schanden, die Gößentempel stür- Licht ist alles um uns her. zen ein, der Menschenwahn muß Christian August Bähr. † 1846. untergehn, nur seine Wahrheit amet any bleibet stehn. 119. 3. Hat er zersprengt die Todes- i wa sh 60 500 fetten, so bricht er auch das Sünd Eigene Melcbie. 43. denjoch, kann von der Strafe mich Erschienen ist der herrlich Tag, erretten, ergreift mich an dem dran niemand sich gnug freuen Abgrund noch, führt mich gewiß mag; Christ, unser Herr, heut in seiner Gnad und bringt mich triumphiert, all seine Feind geauf den Lebenspfad. fangen führt. Halleluja. 4. Jst er aus seinem Grab gestiegen, so darf die Unschuld fröhlich sein, so muß die Wahrheit endlich siegen, so ist die Krone dennoch mein, wenn gleich mit ihrer Macht die Welt erbittert sich entgegenstellt. 5. Hat ihn die Erde nicht behalten, so hält sie auch die Seinen nicht; die Felsengrüfte müssen 2. Die alte Schlange, Sünd und Tod, die Hölle, Jammer, Angst und Not hat überwunden Jesus Christ, der heut vom Tod erstanden ist. Halleluja. mi 3. Die Sonn, die Erd, all Kreatur, alls, was betrübet war zuvor, das freut sich heut an diesem Tag, da der Welt Fürst darnieder lag. Halleluja. 70 Ostern. 4. Drum wir auch billig Held! Wo ist ein Feind, den er fröhlich sein, singen das Halleluja nicht fällt? Kein Angststein liegt fein und loben dich, Herr Jesu so schwer auf mir, er wälzt ihn Christ; zu Trost du uns erstanden von des Herzens Thür. Halleluja. bist. Halleluja. C Sprial Nitolaus Hermann.+ 1561. od dion din po am bua fod 120. 7. Lebt Christus, was bin ich betrübt? Ich weiß, daß er mich herzlich liebt. Wann mir gleich alle Welt stürb ab: gnug, daß ich Christum bei mir hab. Halleluja. sd nello im The Apot Mel. 43: Erschienen ist der herrlich zc. 8. Er nährt, er schützt, er tröstet Früh morgens, da die Sonn mich; sterb ich, so nimmt er mich aufgeht, mein Heiland Christus zu sich. Wo er jetzt lebt, da muß aufersteht. Vertrieben ist der ich hin, weil seines Leibes Glied Sünden Nacht, Licht, Heil und ich bin. Halleluja.jobtadsd Leben wiederbracht. Halleluja. 9. Durch seiner Auferstehung Kraft komm ich zur Engel Brüder2. Wenn ich des Nachts oft lieg in Not verschlossen, gleich schaft. Durch ihn bin ich mit als wär ich tot, läßt du mir früh Gott versöhnt, die Feindschaft ist die Gnadensonn aufgehn nach ganz abgelehnt. Hallelujajnog Trauern, Freud und Wonn. Halleluja. 10. Mein Herz darf nicht entsetzen sich, Gott und die Engel lieben mich. Die Freude, die mir ist bereit, vertreibet Furcht und Traurigkeit. Halleluja. 3. Nicht mehr als nur drei Tage lang mein Heiland bleibt in Todeszwang. Am dritten Tag durchs Grab er dringt, mit Ehren seine Siegsfahn schwingt. Halle luja. mist 11. Für diesen Trost, o großer Held, Herr Jesu, dankt dir alle Welt. Dort wollen wir mit größerm Fleiß erheben deinen Ruhm und Preis. Halleluja. Johann Heermann. † 1647. 4. Jetzt ist der Tag, da mich die Welt mit Schmach am Kreuz gefangen hält. Drauf folgt der Sabbath in dem Grab, darin ich Ruh und Frieden hab. Halleluja. 5. In kurzem wach ich fröhlich auf, mein Ostertag ist schon im 121. Mel. 169: Wachet auf! ruft uns 2c. Lauf. Ich wach auf durch des Halleluja, jauchzt ihr Chöre, Herren Stimm, veracht den Tod singt Jesu Christo Lob und Ehre! mit seinem Grimm. Halleluja. Sein herrlich großer Tag ist da. 6. Wunder groß, o starker Er zerriß des Todes Banden, Ostern. 71 der Held ist aus dem Grab er- Todesbahn gingst du voran; wir standen, der nimmer die Ver- folgen dir in deine Ruh. wesung sah. Sein ist Gewalt Gottfried Beneditt Funt. † 1814. und Macht, er hat sein Werk vollbracht, Halleluja! Des Menschen i bor. ling Sohn trägt nun davon des herben 122. Kampfes reichen Lohn. Eigene Melodie. 75. 2. Glorreich hat der Held ge- Heut triumphieret Gottes Sohn, rungen, der Hölle finstre Macht bezwungen und uns von Straf und Schuld befreit. Wir, die tief gefallnen Sünder, sind nun durch Christum Gottes Kinder und Erben seiner Seligkeit. Wir sind durch ihn versöhnt, den Gott mit Preis gekrönt, Halleluja! Wir sind nun sein und ihm allein soll unser ganzes Herz sich weihn. 3. Nun kann uns der Tod nicht schrecken, einst wird der Herr uns auferwecken durch seiner Stimme Wundermacht. Er wird unvergänglich Leben und Herrlichfeit den Seinen geben, die ihren Lauf in ihm vollbracht. Wir werden auferstehn, zu seiner Freud eingehn, Halleluja! O Siegesheld, in jene Welt zeuch uns dir nach, wann dirs gefällt.de 4. Tag des Lebens, Tag der Wonne, wie wird uns sein, wenn Gottes Sonne durch unsers Grabes Dunkel bricht! O was werden wir empfinden, wenn Nacht und Finsternis verschwinden, und uns umstrahlt des Himmels Licht! Vollender, führe du uns diesem Tage zu, uns, die Deinen! Die der von dem Tod erstanden schon, Halleluja, Halleluja, mit großer Pracht und Herrlichkeit. Des sei ihm Dank in Ewigkeit. Halleluja, Halleluja. 2. Dem Tode hat er die Gewalt zerstört, verheert ihm all Gestalt, Halleluja, Halleluja, wie pflegt zu thun ein großer Held, der seinen Feind gewaltig fällt. Halleluja, Halleluja. 3. D mächtiger Herr Jesu Christ, der du der Sünder Heiland bist, Halleluja, Halleluja, führ uns durch deine Gütigkeit mit Freuden in die Herrlichkeit. Halleluja, Halleluja. 4. Wir danken dir, Gott, alle gleich und sehnen uns ins Himmelreich. Halleluja, Halleluja. Gott helf zum End uns allzumal, so singen wir mit großem Schall: Halleluja, Halleluja. 5. Dem Vater in dem höchsten Thron und Christo, seinem lieben Sohn, Halleluja, Halleluja, dem heilgen Geiste gleicherweis in Ewigkeit sei Lob und Preis! Halleluja, Halleluja. Basilius Förtsch. † 1619. 7-2 Ostern. 123, 123. 05 32 le 6. D meines Lebens Leben, o meines Todes Tod! Ich will mich dir ergeben in meiner letzten Not, Mel. 164: Valet will ich dir geben. Ich geh zu deinem Grabe, du ich will mein Bette machen in großer Osterfürst, weil ich die deiner Liebe Gruft, da werd ich Hoffnung habe, daß du mir zeigen schon erwachen, wenn deine wirst, wie man kann fröhlich ster- Stimme ruft. ben und fröhlich auferstehn, auch mit den Himmelserben ins Land des Lebens gehn. 7. Du wirst den Ölberg zeigen, wo man gen Himmel fährt; da werd ich fröhlich steigen, bis daß ich eingekehrt in Salems Friedenshäuser; da heißts Viktoria! da trägt man Siegesreiser: ach wäre 2. Du liegest in der Erde und hast sie eingeweiht, wenn ich begraben werde, daß sich mein Herz nicht scheut, auch in den Staub ich schon da! zu legen, was Asch und Staub vermehrt, weil dir doch allerwegen20 to die Erde zugehört. 124. 3. Du schläfest in dem Grabe, Mel. 126: Nun banket all zc. daß ich auch meine Ruh an diesem Ich sag es jedem, daß Er lebt Drte habe, du drückst die Augen zu; so soll mir gar nicht grauen, wenn mein Gesicht vergeht: den noch werd ich den schauen, der mir zur Seiten steht. und auferstanden ist, daß Er in unsrer Mitte schwebt und ewig bei uns ist. 4. Dein Grab war wohl versiegelt, doch brichst du es entzwei; wenn mich der Tod verriegelt, so bin ich dennoch frei. Du wirst den Stein schon rücken, der auch mein Grab bedeckt, da werd ich den erblicken, der mich vom Tode weckt. Benjamin Schmold.+ 1737. 2. Ich sag es jedem, jeder sagt es seinem Freunde gleich, daß bald an allen Orten tagt das neue Himmelreich.m nodric 3. Jetzt scheint die Welt dem neuen Sinn erst wie ein Vaterland; ein neues Leben nimmt man hin entzückt aus seiner Hand. 4. Hinunter in das tiefe Meer versank des Todes Graun, und jeder kann nun leicht und hehr 5. Du fährest in die Höhe und zeigest mir die Bahn, wohin ich endlich gehe, da ich dich finden. in seine Zukunft schaun. kann. Dort ist es sicher wohnen, wo lauter Glanz um dich, da warten Himmelskronen in deiner Hand auf mich. 5. Der dunkle Weg, den er betrat, geht in den Himmel aus, und wer nur hört auf seinen Rat, kommt auch ins Vaterhaus. Oftern. 73 our 6. Nun weine feiner mehr all- Leben; reines Herzens will ich hie, wenn eins die Augen schließt; vom Wiedersehn, spät oder früh, wird dieser Schmerz versüßt. 7. Es kann zu jeder guten That ein jeder frischer glühn, denn herrlich wird ihm diese Saat in schönern Fluren blühn. 8. Er lebt und wird nun bei uns sein, wenn alles uns verläßt, und so soll dieser Tag uns sein ein Weltverjüngungsfest. Friedr. v. Hardenberg.+ 1801. niro R$ 1899) 3rd 2. Jesus lebt! Ihm ist das Reich über alle Welt gegeben; mit ihm werd auch ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfüllt, was er verspricht; dies ist meine Buversicht. ad 3. Jesus lebt! Wer nun verzagt, lästert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Sünder sich befehre. Gott verstößt in Christo nicht; dies ist meine Zuversicht. sein und den Lüften widerstreben. Er verläßt den Schwachen nicht; dies ist meine Zuversicht. 5. Jesus lebt! Ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsternis, keine Herrlichkeit, kein Leiden. Er giebt Kraft zu jeder Pflicht; dies ist meine Zuversicht. 125. Mel. 95: Jesus meine Zuversicht 2c. Joh. 14, 19. Jesus lebt! Mit ihm auch ich; Tod, wo sind nun deine Schrecken? Er, er lebt und wird auch mich Eigene Melobie. 95. von den Toten auferwecken. Er Jesus meine Zuversicht und verklärt mich in sein Licht; dies ist meine Zuversicht. mein Heiland ist im Leben. Dieses weiß ich, soll ich nicht darum mich zufrieden geben, was die lange Todesnacht mir auch für Gedanken macht? 4. Jesus lebt! Sein Heil ist mein, sein sei auch mein ganzes 6. Jesus lebt! Nun ist der Tod mir ein Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnot wird er meiner Seele geben, wenn sie gläubig zu ihm spricht: Herr, Herr, meine Zuversicht! Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. € 901( 5) 126. 2. Jesus, er mein Heiland lebt; ich werd auch das Leben schauen, sein, wo mein Erlöser schwebt, warum sollte mir denn grauen? Lässet auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3ots msgall 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden; meine starke Glaubenshand wird in ihm gelegt befunden, daß 74 Oftern. mich auch kein Todesbann ewig Schickt das Herze da hinein, wo von ihm trennen kann. nis ihr ewig wünscht zu sein. Louise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg. † 1667. 4. Ich bin Fleisch und muß daher auch einmal zu Asche werden; das gesteh ich, doch wird er mich erwecken aus der Erden, daß ich in der Herrlichkeit um ihn sein mög allezeit. 5. Dieser meiner Augen Licht wird ihn, meinen Heiland, kennen; ich, ich selbst, ein Fremder nicht, werd in seiner Liebe brennen; nur die Schwachheit um und an wird von mir sein abgethan. 6. Was hier kranket, seufzt und fleht, wird dort frisch und herrlich gehen; irdisch werd ich ausgesät, himmlisch werd ich auferstehen; hie geh ich natürlich ein, nachmals werd ich geistlich sein. 7. Seid getroft und hocherfreut! Jesus trägt euch, meine Glieder. Gebt nicht statt der Traurigkeit! Sterbt ihr, Christus ruft euch wieder, wann die letzt Posaun erklingt, die auch durch die Gräber bringt. 8.Lacht der finstern Erdenkluft, lacht des Todes und der Höllen; denn ihr sollt euch, wenn er ruft, eurem Heiland zugesellen. Dann wird Schwachheit und Verdruß liegen unter eurem Fuß. 090 127. Mel. 181: Wer nur ben lieben Gott 2c. Mein Jesus lebt! was sollt ich sterben? Hier steht mein Haupt und triumphiert; so muß ich ja das Leben erben, weil Not und Tod die Macht verliert. Weg Traurigkeit! Was zag ich mehr? Mein Jesus lebt, das Grab ist leer! 2. Mein Jesus siegt, drum liegt zu Füßen, was mir das Leben rauben kann; der Tod wird völlig weichen müssen, mir wird der Satan unterthan. Der Höllen Abgrund selber bebt, denn überall schallt: Jesus lebt! 3. Mein Jefus lebt! Das Grab ist offen; so geh ich freudig in die Gruft. Hier kann ich auch im Tode hoffen, daß mich sein Wort ins Leben ruft. Wie lieblich schallt die Stimme hier: Ich leb, und ihr lebt auch mit mir. 4. Mein Jesus bleibt also mein Leben, er lebt in meinem Herzen hier; und soll ich ihm das Leben geben, der Tod kommt mir nicht schrecklich für, weil er mich in den Himmel hebt, so wahr als Jefus 9. Nur daß ihr den Geist erhebt von den Lüsten dieser Erden und euch dem schon jetzt ergebt, ist und lebt. dem ihr beigefügt wollt werden. Benjamin Schmold. † 1737. 128, 40 120.19 Ostern. bleibt; er lebt, ob er gleich op stirbet. 6. Wer täglich hier durch wahre Reu mit Christo auferstehet, ist dort vom andern Tode frei, zum Ehrenthron erhöhet. Genommen ist dem Tod die Macht, Unschuld und Leben wiederbracht und unvergänglich Wesen. 7. Das ist die reiche Osterbeut, der wir teilhaftig werden: Fried, Freude, Heil, Gerechtigkeit im Himmel und auf Erden. Hier sind wir still und warten fort, bis unser Leib wird ähnlich dort des Herrn verklärtem Leibe. Mel. 36: Du Lebensbrot, Herr 2c. Tod, wo ist dein Stachel nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? Was kann uns jetzt der Teufel thun, wie grausam er sich stelle? Gott sei gedankt, der uns den Sieg so herrlich hat nach diesem Krieg durch Jesum Chrift gegeben! 75 2. Wie sträubte sich die alte Schlang, als Christus mit ihr kämpfte! Mit List und macht sie auf ihn drang, jedennoch er sie dämpfte. Ob sie ihn in die Fersen sticht, so sieget sie doch darum nicht, der Kopf ist ihr zertreten. 8. O Tod, wo ist dein Stachel 3. Lebendig Christus kommt nun? Wo ist dein Sieg, o Hölle? herfür, den Feind nimmt er ge- Was kann uns jetzt der Teufel fangen, zerbricht der Höllen Schloß thun, wie grausam er sich stelle? und Thür, trägt weg den Raub Gott sei gedankt, der uns den Sieg mit Prangen. Nichts ist, was so herrlich hat in diesem Krieg in dem Siegeslauf den starken durch Jesum Christ gegeben! Held kann halten auf; er ist der Überwinder.in Justus Gesenius. † 1673. 129. 4. Des Herren Rechte, die behält den Sieg und ist erhöhet; des Herren Rechte mächtig fällt, Eigene Melodie. 162. was ihr entgegenstehet. Tod, Teufel, Hölle, Welt und Sünd durch Christi Sieg gedämpfet sind, ihr Zorn ist kraftlos worden. Triumph, Triumph! es kommt mit Pracht der Siegesfürst heut aus der Schlacht. Wer seines Reiches Unterthan, schau heute sein Triumphfest an. Triumph, Triumph, Viktoria und ewiges Halleluja! 5. Es war getötet Jesus Christ, und sieh, er lebet wieder! Weil nun das Haupt erstanden ist, erstehn auch wir, die Glieder. So jemand Christi Worten gläubt, 2. Das stille Lamm jetzt nicht mehr schweigt, sich mutig als ein im Tod und Grabe der nicht Löwe zeigt; kein harter Fels ihn Ostern. 76 hält und zwingt, Grab, Siegel, lauf und laß dein Herz sich heben Riegel vor ihm springt. Triumph, Triumph, Viktoria und ewiges Halleluja! gen Himmel, da dein Jesus ist, und such, was droben, als ein of Christ, der geistlich auferstanden. 007 3. Der andre Adam heut er- 3. Vergiß nun, was dahinten wacht nach seiner harten Todes- ist, und tracht nach dem, was nacht, aus seiner Seiten er erbaut uns, seine teur erlöste Braut. Triumph, Triumph, Viktoria und ewiges Halleluja! droben, damit dein Herz zu jeder Frist zu Jesu sei erhoben. Tritt unter dich die böse Welt und strebe nach dem Himmelszelt, wo Jesus ist zu finden. 4. Herr Jesu, wahrer Siegesfürst, wir glauben, daß du schenken wirst uns deinen Frieden, den du bracht mit aus dem Grab und aus der Schlacht. Triumph, Triumph, Viktoria und ewiges Halleluja! 4. Drückt dich ein schwerer Sorgenstein, dein Jesus wird ihn heben; es kann ein Christ bei Kreuzespein in Freud und Wonne leben. Wirf dein Anliegen auf den Herrn und sorge nicht, er ist nicht fern, weil er ist auferstanden. 5. Es hat der Löw aus Juda Stamm heut siegreich überwunden, und das erwürgte Gotteslamm hat, uns zum Heil, gefunden das Leben und Gerechtigkeit, weil er nach überwundnem Streit die Feinde Schau getragen.*) 130. *) Rol. 2, 15. Mel. 36: Du Lebensbrot, Herr 2c. Wach auf, mein Herz, die Nacht ist hin, die Sonn ist aufgegangen! Ermuntre deinen Geist und Sinn, den Heiland zu empfangen, der heute durch des Todes Thor ge- stehst und in ein neues Leben brochen aus dem Grab hervor, gehst und Gott im Glauben der ganzen Welt zur Wonne. dienest. 6. Drum auf, mein Herz, fang an den Streit, weil Jeſus überwunden; er wird auch überwinden weit in dir, weil er gebunden der Feinde Macht, daß du auf2. Steh aus dem Grab der 7. Laß weder Teufel, Welt Sünden auf und such ein neues noch Tod dich scheu und zaghaft Leben; vollführe deinen Glaubens- machen. Dein Jesus lebt, es hat 5. Triumph, Triumph! Dich ehren wir und wollen durch dich kämpfen hier, daß wir als Reichsgenossen dort dir folgen durch die Siegespfort. Triumph, Triumph, Viktoria und ewiges Halleluja! Benjamin Prätorius. † 1668. Oftern. 77 nicht Not, er ist noch bei den an deine Glieder aus, wir alle Schwachen und den Geringsten in der Welt als ein gekrönter Siegesheld; drum wirst du überkommen heute deswegen in dein Haus. winden. 8. Ach mein Herr Jesu, der du bist vom Tode auferstanden, rett uns aus Satans Macht und List und aus des Todes Banden, daß wir zusammen insgemein zum neuen Leben gehen ein, das du uns hast erworben. p 9. Sei hochgelobt in dieser Zeit von allen Gotteskindern, und ewig in der Herrlichkeit von allen Überwindern, die überwunden durch dein Blut; Herr Jesu, gieb uns Kraft und Mut, daß wir auch überwinden. Laurentius Laurenti. † 1722. 131. Mel. 26: Christus, der ist 2c. Willkommen, Held im Streite, aus deines Grabes Kluft! Wir triumphieren heute um deine leere Gruft. 2. Der Feind wird Schau getragen*) und heißt nunmehr ein Spott, wir aber können sagen: Mit uns ist unser Gott. *) Rol. 2, 15. 3. In der Gerechten Hütten schallt schon das Siegeslied, du trittst selbst in die Mitten und bringst den Osterfried. 4. Ach teile doch die Beute 5. Schwing deine Siegesfahne auch über unser Herz, den Lebensweg uns bahne vom Grabe himmelwärts. 6. Laß unser aller Sünden ins Grab verscharret sein und einen Schatz uns finden, der ewig kann erfreun. 7. Wir sind mit dir gestorben, so leben wir mit dir. Was uns dein Tod erworben, das stell uns täglich für. 8. Wir wollen hier ganz fröhlich mit dir zu Grabe gehn, wenn wir dereinst nur selig mit dir auch auferstehn. 9. Der Tod kann uns nicht schaden, sein Pfeil ist nunmehr stumpf. Wir stehn bei Gott in Gnaden und rufen schon: Triumph! Benjamin Schmold. † 1737. 132. Mel. 43: Erschienen ist der ic. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du vom Tod erstanden bist und hast zerstört des Todes Macht und uns das Leben wiederbracht. Halleluja. 2. Wir bitten dich durch deine Gnad, nimm von uns unsre Missethat und hilf uns durch die 78 Ostern. Güte dein, deß wir dir treue d od Diener sein. Halleluja.manis Lut. 24, 13-35. 3. Gott Vater in dem höchsten Mel. 170: Walle stets, o Chrift, 2c. Thron, samt seinem eingebornen Zween der Jünger gehn mit Sohn, dem heilgen Geist in gleicher Weis in Ewigkeit sei Lob 134.91 te Sehnen über Feld nach Emmaus. und Preis. Halleluja. Ihre Augen sind voll Thränen, Thomas Hartmann. Um 1604. 190 ihre Seelen voll Verdruß. Man hört ihre Klageworte; doch es ist von ihrem Orte unser Jesus gar nicht weit und vertreibt die 133. Mel. 21: Chrift, der du bist 2c. Traurigkeit. en no Luk. 24, 29. 2. Ach, es gehn noch manche Wo willst du hir, weils Abend Herzen ihrem stillen Kummer ist, o liebster Pilgrim Jesu Christ? nach, sie bejammern ihre SchmerKomm, laß mich so glückselig sein zen, ihre Not und Ungemach. und kehr in meinem Herzen ein. Manches wandert ganz alleine, 12. Laß dich erbitten, liebster daß es nur zur Gnüge weine; Freund, dieweil mein Herz es doch mein Jeſus ist dabei, fragt, kindlich meint; du weißt, daß du was man so traurig sei. zu aller Frist ein herzenslieber Gast mir bist. 3. Es hat der Tag sich sehr geneigt, die Nacht sich schon von ferne zeigt; drum wollest du, o wahres Licht, mich Armen ja verlassen nicht. 4. Erleuchte mich, daß ich die Bahn zum Himmel sicher finden kann, damit die dunkle Sündennacht mich nicht verführt, noch irre macht. 5. Hilf, Herr, aus meiner letzten Not mir einst durch einen sanften Tod. Herr Jesu, bleib, ich halt dich fest, ich weiß, daß du mich nicht verläßt. Nach Johann Scheffler. † 1677. 3. Wenn zwei Seelen sich besprechen, so ist er der dritte Mann; er bemerket die Gebrechen, redet, was uns trösten kann. Denn er kann uns nicht versäumen, wie wir glaubenslos oft träumen; er hat alles im Gesicht, seine Treu verläßt uns nicht. 4. Jesus ist mir nachgegangen, wenn ich meiner Eitelkeit und der Sünde nachgehangen; o der unglückfelgen Zeit, die ich dergestalt verloren! Doch er hat mich neu geboren, Jesus hat an mich gedacht und das Schäflein wiederbracht. 5. Hat sich eine Not gefunden, so ließ er mich nicht allein; Jesus Christi Himmelfahrt. 79 brennt und dich immer besser kennt. stellt zur rechten Stunden sich mit Herz entzünden, daß es voller Liebe seinem Beistand ein. Wenn ich mich in Leid verzehre, gleich als ob er ferne wäre, o so ist er mehr als nah und mit seiner Hilfe da! 8. Tröst auch andre, die voll Jammer einsam durch die Fluren gehn, oder in der stillen Kammer 6. Treuster Freund von allen tiefbekümmert zu dir flehn! Wenn Freunden, bleibe ferner noch bei sie von der Welt sich trennen, daß mir! Kommt die Welt, mich an- sie satt sich meinen können, so zufeinden, ach so sei du auch all- sprich ihrer Seele zu: Liebes hier! Wenn mich Trübfalswetter Kind, was trauerst du? schrecken, wollst du mächtig mich bedecken. Komm, in meinem Geist zu ruhn; was du willst, das will ich thun. 7. Bin ich traurig und betrübet, so gieb mir in meinen Sinn, daß mich deine Seele liebet und daß ich der Deine bin. Laß dein Wort mich fester gründen, laß es auch mein 8. Christi Himmelfahrt. Segen wiederbracht, mit Majeſtät und großer Macht zur Glorie bist erhoben; singet, klinget, rühmt und ehret den, der fähret auf gen Himmel mit Posaunen und Getümmel. 135. Mel. 183: Wie schön leuchtet der 2c. Ach wundergroßer Siegesheld, du Sündenträger aller Welt! heut hast du dich gesetzet zur Rechten von des Vaters Kraft, der Feinde Schar gebracht zur Haft, bis auf den Tod verletet. Mächtig, prächtig triumphierst du und regierst du, Tod und Leben, alles ist dir unter geben. 9. Hilf, wenn es will Abend werden, und der Lebenstag sich neigt, wenn dem dunkeln Aug auf Erden nirgends sich ein Helfer zeigt; bleib alsdann in unsrer Mitten, wie dich deine Jünger bitten. Dank sei dir, o lieber Gast, daß du mich getröſtet haſt. Johann Neunherz. † 1737. 2. Dir dienen alle Cherubim; viel tausend hohe Seraphim dich, Siegesfürsten, loben, weil du den 3. Du bist das Haupt, hingegen wir sind Glieder; ja es kommt von dir auf uns Licht, Trost und Leben. Heil, Friede, Freude, Licht und Kraft und was dem Herzen Labsal schafft, wird uns von dir gegeben. Bringe, dringe all mein Sinnen, mein Beginnen, daß es preise, dir als Siegsherrn Ehr erweise. 80 Christi Himmelfahrt. 4. Zeuch, Jesu, uns, zeuch uns nach dir, hilf, daß wir forthin für und für nach deinem Reiche trachten. Laß unser Thun und Wandel sein, wo Zucht und Demut tritt herein, all üppigkeit verachten. Unart, Hoffart laß uns meiden, christlich leiden, wohl ergründen, wo die Gnade sei zu finden. 5. Sei, Jesu, unser Schutz und Schat, sei unser Ruhm und fester Plak, darauf wir uns verlassen. Laß suchen uns, was droben ist; auf Erden wohnet Trug und List, es ist auf allen Straßen Lügen, Trügen, Angst und Plagen, die da nagen, die da quälen stündlich arme Christenseelen. 2. Weil er gezogen himmelan und große Gab empfangen, mein Herz auch nur im Himmel kann, sonst nirgends Ruh erlangen; denn wo mein Schatz gekommen hin, da ist auch stets mein Herz und Sinn, nach ihm mich sehr verlanget. 3. Ach Herr, laß diese Gnade mich von deiner Auffahrt spüren, daß mit dem wahren Glauben ich mag meine Nachfahrt zieren und dann einmal, wenns dir gefällt, mit Freuden scheiden aus der Welt. Herr, höre dies mein Flehen! Nach Josua Wegelin. † 1640. hiermit stets überwinde; denn weil das Haupt im Himmel ist, wird feine Glieder Jesus Christ zur rechten Zeit nachholen. of and drus 137. 6. Herr Jesu, komm, du GnaEigene Melodie. 23. denthron, du Siegesfürst, Held, Christ fuhr gen Himmel; was Davids Sohn, komm, stille das Verlangen; du, du bist allen uns Verlangen; du, du bist allen uns zu gut, o Jesu, durch dein teures Blut ins Heiligtum gegangen. Komm Herr! Hilf Herr! Dann so sollen, dann so wollen wir ohn Ende fröhlich klopfen in die Hände. fandt er uns hernieder? Den Tröster, den heiligen Geist, zu Trost der armen Christenheit. Halleluja. Ernst Christoph Homburg. † 1681. 2. Halleluja, Halleluja, Halleluja! Des sollen wir alle froh sein, Christ will unser Troft sein. Erbarm dich, Herr! Aus dem 15. Jahrhundert. 136. Mel. 127: Nun freut euch, lieben 2c. 138. Auf Christi Himmelfahrt allein ich meine Nachfahrt gründe und Mel. 164: Balet will ich dir geben. allen Zweifel, Angst und Bein Ergrünt, ihr Siegespalmen! Jhr Himmel, werdet klar! Ihr Herzen, bringet Psalmen und schmücket den Altar! Singt von dem Menschensohne und seinem großen Sieg, Christi Himmelfahrt. fingt, wie er auf zum Throne der Ewigkeiten stieg! 139. Mel. 50: Freu dich sehr, o meine 2c. 2. Der einst von Qual durchdrungen den Sündern war ein Herr, auf Erden muß ich leiden und bin voller Angst und Weh. Warum willst du von mir scheiden, warum fährst du in die Höh? Nimm mich Armen auch mit dir, oder bleibe doch in mir, daß ich dich und deine Gaben möge täglich bei mir haben. Spott, der unsern Tod verschlungen in seine Todesnot, den sehn wir hoch und prächtig im Siegesglanze ziehn, der schwinget sich allmächtig durch alle Himmel hin. 3. Dort auf dem Ölberg stehen die Jünger arm und schwach, mit deiner Mutter sehen sie dir, o Jesu, nach. Doch sehn sie froh dich scheiden in deinen Sternensaal, weil du mit Licht und Freuden sie tröstest ohne Zahl. 81 2. Laß dein Herze mir zurücke und nimm meines mit hinauf! Wenn ich Seufzer zu dir schicke, thue selbst den Himmel auf. Und, so ich nicht beten kann, rede du den Vater an; denn du sizest ihm zur Rechten: darum hilf uns, deinen Knechten. 3. Zeuch die Sinnen von der Erde über alles Eitle hin, daß ich mit dir himmlisch werde, ob ich gleich noch sterblich bin, und 5. O Jesu, Heil der Deinen, im Glauben meine Zeit richte rüft uns auf diesen Tag, seis, nach der Ewigkeit, bis wir auch daß er heut erscheinen, seis, daß zu dir gelangen, wie du bist er säumen mag! Wenn dann dir vorangegangen. deine Knechte verklärt entgegenziehn, dann führe deine Rechte auch uns zum Himmel hin! 4. Dir ist alles übergeben, nimm dich auch der Deinen an! Hilf mir, daß ich christlich leben und dir heilig dienen kann. Kommt der Satan wider mich, ach so wirf ihn unter dich zu dem Schemel deiner Füße, daß er ewig schweigen müsse. 5. Meine Wohnung mache fertig droben in des Vaters Haus, da ich werde gegenwärtig bei dir 6 4. Du aber haft nach oben zum Throne dich gewandt, und waltest ewig droben zu Gottes rechter Hand. Von dannen wirst du kommen in Richtersmajestät; dann jauchzen deine Frommen, der Stolzen Hohn vergeht. 6. Dann laß in Strömen quillen dein schönes Lebenslicht; dann zeig uns ohne Hüllen des Vaters Angesicht. O himmlisches Entzücken! Ofelger Liebeszug! Wenn wirnur dich erblicken, hat unser Herz genug. Nach Beda Venerabilis. † 735. Überfest von Albert Knapp. Christi Himmelfahrt. gehen ein und aus; denn der Weg nem König will ich trauen, ohne dahin bist du: darum bringe mich Furcht und ohne Grauen, nur in zur Ruh und nimm an dem letzten Jesu Namen mich beugen hier Ende meinen Geist in deine Hände. und ewiglich. Kaspar Neumann. † 1715. 140. 5. Geist und Kraft nun überfließen, laß sie strömen auch für mich, bis besiegt zu deinen Füßen alle Feinde legen sich. Herr, bis zu dem fernsten Ende streck dein Mel. 93: Jesu, meines Lebens 20. Siegesfürst und Ehrenkönig, Scepter aus und wende alle Her82 höchst verklärte Majestät! Alle Himmel sind zu wenig, du bist drüber hoch erhöht. Sollt ich nicht zu Fuß dir fallen und mein Herz vor Freude wallen, wenn mein Glaubensaug betracht deine Glorie und Macht? zen nah und fern hin zu dir als ihrem Herrn. 6. Du kannst alles aller Orten nun erfülln und nahe sein, meines armen Herzens Pforten stell ich offen, komm herein! Komm, du König aller Ehren, du mußt 2. Seh ich dich gen Himmel auch bei mir einkehren; ewig in fahren, seh ich dich zur Rechten mir leb und wohn, als in deida, seh ich, wie der Engel Scha- nem Himmelsthron. Gerhard Tersteegen. † 1769. ren alle rufen Gloria, sollt ich nicht zu Fuß dir fallen, nicht mein Herz vor Freude wallen, da der Himmel jubiliert, weil mein König triumphiert? 141. AN Mel. 1: Ach Gott und Herr. Zeuch uns nach dir, so laufen wir mit herzlichem Verlangen hin, da du bist, Herr Jesu Christ, aus dieser Welt gegangen. 2. Zeuch uns nach dir, Herr Christ, und führ uns deine Himmelsstege. Wir irrn sonst leicht und sind verscheucht vom rechten Lebenswege. 3. Weit und breit, du Himmelssonne, deine Klarheit sich ergießt, daß ein Strom von Glanz und Wonne durch die Himmelsgeister fließt. Prächtig wirst du aufgenommen, freudig heißt man dich willkommen, schau, ich armes Kindlein hier ruf auch Hofianna dir! 4. Sollt ich deinen Kelch nicht trinken, da ich deine Klarheit seh? Sollte mir der Mut noch sinken, da ich deine Macht versteh? Mei- getümmel. 3. Zeuch uns nach dir, so folgen wir dir nach in deinen Himmel, daß uns nicht mehr allhier beschwer das böse Welt Pfingsten. 4. Beuch uns nach dir nur für mach uns gleich den auserwählund für und gieb, daß wir nach- ten Scharen. fahren dir in dein Reich, und Friedrich Fabricius. † 1703. 9. 83 Pfingsten. gleich der Fürst der Welt selbst wider uns sich legt ins Feld, so kann er doch nichts schaffen. 142. Mel. 101: Kommt her zu mir 2c. Gott Vater, sende deinen Geist, den uns dein Sohn erbitten heißt, aus deines Himmels Höhen! Wir bitten, wie er uns gelehrt; laß uns doch ja nicht unerhört von deinem Throne gehen! 2. Kein Menschenkind hier auf der Erd ist dieser edlen Gabe wert, bei uns ist kein Verdienen; hier gilt gar nichts, als Lieb und Gnad, die Christus uns verdienet hat mit Büßen und Verfühnen. 3. Wir halten, Herr, an unserm Heil und sind gewiß, daß wir dein Teil in Christo werden bleiben, die wir durch seinen Tod und Blut des Himmels Erb und höchstes Gut zu haben treulich gläuben. 8. Der Geist, den Gott vom Himmel giebt, der leitet alles, was ihn liebt, auf wohlgebahnten Wegen; er setzt und richtet unsern Fuß, daß er nicht anders treten muß, als wo man findet Segen. 4. Und das ist auch ein Gnadenwerk und deines heilgen Geistes Stärk, in uns ist kein Vermögen; wie bald würd unser Glaub und Treu, Herr, wo du uns nicht stündest bei, sich in die Asche legen! 9. Er macht geschickt und rüstet aus die Diener, die des Herren Haus in diesem Leben bauen, er ziert ihr Herz, Mund und Verstand und läßt sie, was uns unbekannt, zu unserm Besten schauen. 5. Dein Geist hält unsers Glaubens Licht, wenn alle Welt dawider ficht mit Sturm und 10. Er öffnet unsers Herzens Thor, wenn sie sein Wort in unser Ohr als edlen Samen vielen Waffen; und wenn auch streuen, er giebet Kraft demselben 6* 6. Er reißt der Höllen Band entzwei, giebt Trost und macht das Herze frei von allem, was uns fränket. Wenn uns des Unglücks Wetter schreckt, ist er es, der uns schützt und deckt viel besser, als man denket. 2.00 7. Er macht das bittre Kreuz uns süß, ist unser Licht in Finsternis, führt uns als seine Schafe, hält über uns sein Schild und macht, daß seine Herd in tiefer Nacht in Fried und Ruhe schlafe. Pfingsten. Wort, läßt es in Segen wachsen Gab über mich von oben ab wie fort und auch zur Frucht gedeihen. die starken Ströme fließen und mein ganzes Herz durchgießen. 84 11. Er lehret uns die Furcht 2. Kann ein Vater hier im des Herrn, liebt Reinigkeit und Leben, der doch bös ist von Natur, wohnet gern in frommen keuschen seinen lieben Kindern geben nichts Seelen; was niedrig ist, was als gute Gaben nur: Solltest Tugend ehrt, was Buße thut und du denn, der du heißt guter sich bekehrt, das pflegt er zu er- Vater, deinen Geist mir nicht wählen. geben und mich laben mit den guten Himmelsgaben? 3. Jesu, der du hingegangen zu dem Vater, sende mir deinen Geist, den mit Verlangen ich erwarte, Herr, von dir: Laß den Tröster ewiglich bei mir sein und lehren mich in der Wahrheit fest zu stehen, und auf dich im Glauben sehen. 12. Er ist und bleibet stets getreu und steht uns auch im Tode bei, wenn alle Dinge fallen. Er lindert unsre legte Qual und läßt uns durch das Todesthal zum Himmel fröhlich wallen. 13. D felig, wer in dieser Welt läßt diesem Gaste Haus und Zelt in seiner Seel aufschlagen! Wer ihn aufnimmt in dieser Zeit, den wird er dort zur ewgen Freud in Gottes Hütte tragen. 14. Nun, Herr und Vater aller Güt, hör unsern Wunsch, geuß ins Gemüt uns allen diese Gabe. Gieb deinen Geist, der uns allhier regiere und dort für und für im ewgen Leben labe. 4. Heilger Geist, du Kraft der Frommen, kehre bei mir Armen ein und sei tausendmal willkommen, laß mich deinen Tempel sein. Säubre du nur selbst das Haus meines Herzens, wirf hinaus alles, was mich hier kann scheiden von den süßen Himmelsfreuden. Paul Gerhardt. † 1676. sid Qua 143. 5. Schmücke mich mit deinen Gaben, mache mich neu, rein und schön, laß mich wahre Liebe haben und in deiner Gnade stehn. Gieb mir einen starken Mut, heilige Mel. 179: Werde munter, mein 2c. Gott, gieb einen milden Regen, mein Fleisch und Blut, lehre denn mein Herz ist dürr wie mich vor Gott hintreten und im Sand; Vater, gieb vom Himmel Geist und Wahrheit beten. Segen, tränke du dein durstges 6. So will ich mich dir erLand; laß des heilgen Geistes geben, dir zu Ehren soll mein Pfingsten. 85 und Not, Schmerz und Tod nicht von Jesu scheiden. Sinn dem, was himmlisch ist, sal, Kreuz und Leiden, Angst nachstreben, bis ich werde kommen hin, da mit Vater und dem Sohn ich im höchsten Himmelsthron dich erheben kann und preisen mit den süßen Engelweisen. Mauritius Kramer. † 1702. 6. Hilf uns nach dem Besten streben, schenk uns Kraft, tugendhaft und gerecht zu leben. Gieb, daß wir nie stille stehen, treib uns an, froh die Bahn deines Worts zu gehen. 144. 7 Sei in Schwachheit unsre Stüße, steh uns bei, mach uns Mel. 172: Warum sollt ich mich 2c. Höchster Tröster, komm hernie- treu in der Prüfungshize. Führ, der, Geist des Herrn, sei nicht wenn Gott uns nach dem Leide fern, salbe Jesu Glieder! Er, sterben heißt, unsern Geist freudig der nie sein Wort gebrochen, in die Freude. Jesus hat deinen Rat seinem Volk versprochen. Ehrenfried Liebich. † 1780. 2. Schöpfer unsers neuen Lebens, jeder Schritt, jeder Tritt ist ohn dich vergebens. Ach, das Seelenwerk ist wichtig! Wer ist wohl, wie er soll, treu zu handeln tüchtig! 3. Weck uns auf vom Sünden schlafe, rette doch heute noch die verlornen Schafe; reiß die Welt aus dem Verderben, laß sie nicht im Gericht der Verstockung sterben. 145. Eigene Melodie. 98. Komm, heiliger Geist, erfüll die Herzen deiner Gläubigen und entzünd in ihnen das Feuer deiner göttlichen Liebe; der du durch Mannigfaltigkeit der Zungen die Völker der ganzen Welt versammelt hast in Einigkeit des Glaubens. Halleluja, Halleluja. Nach dem lateinischen Veni, sancte spiritus aus dem 11. Jahrh. Deutsch 1527. 4. Geist der Weisheit, gieb uns allen durch dein Licht Unterricht, wie wir Gott gefallen. Lehr uns freudig vor Gott treten, sei uns nah und sprich Ja, wenn wir gläubig beten. 146. Eigene Melodie. 99. 5. Hilf den Kampf des Glau- Komm, heiliger Geist, Herre bens kämpfen, gieb uns Mut, Fleisch und Blut, Sünd und Welt zu dämpfen. Laß uns TrübGott, erfüll mit deiner Gnaden Gut deiner Gläubigen Herz, Mut und Sinn, dein brünstig Lieb 86 Pfingsten. entzünd in ihn. D Herr, durch Pfand, du Liebesquell, du Lebensdeines Lichtes Glanz zu dem bronn, du Herzenssalbung, HimGlauben versammelt hast das melsfonn, Jul Volk aus aller Welt Zungen; das sei dir, Herr, zu Lob gesungen. Halleluja, Halleluja. nennen. 2. Du heiliges Licht, edler Hort, laß uns leuchten des Lebens Wort und lehr uns Gott recht 4. Leucht uns mit deinem erkennen, von Herzen Vater ihn hellen Schein, geuß deine Lieb D Herr, behüt vor ins Herz hinein, stärk unser fremder Lehr, daß wir nicht schwaches Fleisch und Blut durch Meister suchen mehr, denn Jesum deiner Gottheit starken Mut. Christ mit rechtem Glauben und ihm aus ganzer Macht vertrauen. Halleluja, Halleluja. 3. Du heilige Brunst, süßer Trost, nun hilf uns, fröhlich und getroft in deinem Dienst beständig bleiben, die Trübsal uns nicht abtreiben. D Herr, durch dein Kraft uns bereit und stärk des Fleisches Blödigkeit, daß wir hier ritterlich ringen, durch Tod und Leben zu dir dringen. Halleluja, Halleluja. Martin Luther. † 1546. 3. 3. Du siebenfaches Gnadengut, du Finger Gotts, der Wunder thut, du löseft aller Zungen Band, giebst frei das Wort in alle Land. schaffen hast. 2. Der du der Tröster bist genannt, des allerhöchsten Gottes 5. Den Feind treib von uns fern hinweg und bring uns auf des Friedens Steg, daß wir, durch deine Huld geführt, vom Argen bleiben unberührt. 6. Lehr uns den Vater kennen wohl, und wie den Sohn man ehren soll; im Glauben mache uns bekannt, wie du von beiden wirst gesandt. 7. Ehr sei dem Vater, unserm Herrn, und seinem Sohn, dem Lebensstern, dem heilgen Geist in gleicher Weis sei jetzt und ewig Lieb und Preis. 147. Mel. 97: Komm, Gott Schöpfer 2c. Komm, heilger Geist, o Schöpfer 148, Eigene Melodie. 100. du, sprich deinen armen Seelen zu, erfüll mit Gnaden, süßer Saft, die Brust, die du ge- Komm, o komm, du Geiſt des Lebens, wahrer Gott von Ewigkeit! Deine Kraft sei nicht vergebens, fie erfüll uns jederzeit; Nach dem Veni, creator spiritus von Johann Scheffler. † 1677. Pfingsten. 87 Fördre in uns deine Werke, wenn der Feind uns fliehen heißt, schenk uns Waffen in dem Krieg und erhalt in uns den Sieg. 2. Gieb in unser Herz und Sinnen Weisheit, Rat, Verstand 8. Herr, bewahr auch unsern und Zucht, daß wir anders nichts beginnen, denn was nur dein Wille sucht; dein Erkenntnis werde groß und mach uns von Irrtum los. Glauben, daß kein Teufel, Tod noch Spott uns denselben möge rauben; du bist unser Schuß, o Gott. Sagt das Fleisch gleich immer nein, laß dein Wort gewisser sein. 3. Zeige, Herr, die Wohl fahrtsstege, halt uns auf der 9. Wenn wir endlich sollen rechten Bahn: räume alles aus sterben, so versichre uns je mehr, dem Wege, was im Lauf uns als des Himmelreiches Erben hindern kann; wirke Reu an jener Herrlichkeit und Ehr, die Sünden statt, wenn der Fuß Gott giebt durch Jesum Christ, gestrauchelt hat. und die unaussprechlich ist. Heinrich Held. Um 1650. 4. Laß uns stets dein Zeugnis fühlen, daß wir Gottes Kinder sind, die auf ihn alleine zielen, wenn sich Not und Drangsal findt. Vaters liebe 149. Denn des Eigene Melodie. 124. Rut ist uns allewege gut. Nun bitten wir den heiligen 5. Reiz uns, daß wir zu ihm Geist um den rechten Glauben treten frei mit aller Freudigkeit; allermeist, daß er uns behüte an seufz cauch in uns, wenn wir beten, unserm Ende, wenn wir heimund vertritt uns allezeit; so wird fahrn aus diesem Elende. Kyriunser Bitt erhört und die Zu- eleis. versicht vermehrt. 6. Wird uns auch nach Troste bange, daß das Herz oft rufen muß: ach mein Gott, mein Gott, wie lange! o so mache den Beschluß: sprich der Seele tröstlich zu und gieb Mut, Geduld und Ruh. so wird Geist und Licht und Schein in den dunkeln Herzen sein. 7. O du Geist der Kraft und Stärke, du gewisser neuer Geist! 2. Du wertes Licht, gieb uns deinen Schein, lehr uns Jesum Christ kennen allein, daß wir an ihm bleiben, dem treuen Heiland, der uns bracht hat zum rechten Vaterland. Kyrieleis. 3. Du süße Lieb, schenk uns deine Gunst, laß uns empfinden der Liebe Brunst, daß wir uns von Herzen einander lieben und Pfingsten. 88 in Frieden auf einem Sinn 4. Du bist weise, voll Verbleiben. Kyrieleis. er die standes, das Geheimste ist dir 4. Du höchster Tröster in aller kund, hast gezählt den Staub Not, hilf, daß wir nicht fürchten des Sandes und durchschaut des Schand noch Tod; daß in uns Meeres Grund. Nun du weißt die Sinne nicht gar verzagen, auch zweifelsfrei, wie verderbt wenn der Feind wird das Leben und blind ich sei; drum gieb verklagen. Kyrieleis. Weisheit, gieb uns allen, daß wir mögen Gott gefallen. Jour Martin Luther. † 1546. 150. 5. Du bist heilig und zu finden, wo man rein und sauber ist, fliehst hingegen Schand und Sünden, hasfest Schlangentrug und List. Mache mich, o Gnadenquell, rein und züchtig, keusch Mel. 50: Freu dich sehr, o meine 2c. du allersüßte Freude, o du allerschönstes Licht, der du uns du fliehest, gieb mir, was du gerne siehest. in Lieb und Leide unbesuchet und hell, laß mich fliehen, was läsfest nicht, Geist des Höchsten, höchster Fürst, der du hältst und halten wirst ohn Aufhören alle Dinge, höre, höre, was ich finge. 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch je nennen kann. Wenn ich dich erwünsch und habe, geb ich alles Wünschen dran. Ach ergieb dich, komm zu mir in mein Herze, das du dir, da ich in die Welt geboren, selbst zum Tempel auserforen. 6. Du bist, wie ein Schäflein pfleget, frommen Herzens, sanften Muts, bleibst im Lieben unbeweget, thust uns Bösen alles Guts. Ach verleih und gieb mir auch diesen edlen Sinn und Brauch, daß ich Freund und Feinde liebe, keinen, den du liebst, betrübe. igal 3. Du wirst als ein milder Regen ausgegossen von dem Thron, bringst uns nichts als lauter Segen von dem Vater und dem Sohn. Laß doch, o du werter Gast, Gottes Segen, den du hast und verteilst nach deinem Willen, meine ganze Seel erfüllen. 7. D mein Hort, ich bin zufrieden, wenn du nur nicht weichst von mir; bleib ich von dir ungeschieden, bin ich stets getrost in dir. Laß mich sein dein Eigentum, ich versprech hinwiederum, hier und dort all mein Vermögen dir zu Ehren anzulegen. 8. Allem will ich gern entsagen, was dir deinen Ruhm ento reißt, und mein Herz soll immer Pfingsten. fragen nur nach dem, was du heit fließt, die sich in fromme verleihst. Was der Satan will Seelen gießt, laß deinen Trost und sucht, will ich hassen als uns hören, daß wir in Glaubensverflucht, und den schnöden Sün- einigkeit auch können alle Christendenwegen trete ich mit Ernst ent- heit dein wahres Zeugnis lehren. gegen. nit Höre, lehre, daß wir können Herz 69. Wohl mir, wenn nur du und Sinnen dir ergeben, dir zum mich stärkest und mir treulich Lob und uns zum Leben. stehest bei. Hilf, mein Helfer, 83. Steh uns stets bei mit deiwo du merkest, daß mir Hilfe nem Rat und fähr uns selbst den nötig sei. Brich des bösen Flei- rechten Pfad, die wir den Weg sches Sinn, nimm den alten nicht wissen. Gieb uns BeständigWillen hin, daß er sich in dir keit, daß wir getreu dir bleiben erneue und mein Gott sich meiner für und für, wenn wir auch leiden freue. in müssen. Schaue, baue, was zer= rissen und geflissen, dich zu schauen und auf deinen Trost zu bauen. 10. Sei mein Retter, halt mich eben; wenn ich sinke, sei mein Stab! Wenn ich sterbe, sei mein Leben, wenn ich liege, sei mein Grab! Wenn ich wieder aufersteh, o so hilf mir, daß ich geh hin, wo du in ewgen Freuden wirst die Auserwählten weiden. Paul Gerhardt. † 1676. Mel. 183: Wie schön leuchtet der 2c. heilger Geist, kehr bei uns ein und laß uns deine Wohnung sein, o komm, du Herzenssonne! Du Himmelslicht, laß deinen Schein bei uns und in uns kräftig sein zu steter Freud und Wonne! Sonne, Wonne, himmlisch Leben wirst du geben, wenn wir beten; zu dir kommen wir getreten. 2. Du Quell, draus alle Weis89 4. Laß uns dein edle Balsamkraft empfinden und zur Ritterschaft dadurch gestärket werden, auf daß wir unter deinem Schutz begegnen aller Feinde Truß mit freudigen Gebärden. Laß dich reichlich auf uns nieder, daß wir wieder Trost empfinden, alles 151.000 Unglück überwinden. 150 5. O starker Fels und Lebenshort, laß uns dein himmelsüßes Wort in unsern Herzen brennen, daß wir uns mögen nimmermehr von deiner weisheitreichen Lehr und reinen Liebe trennen. Fließe, gieße deine Güte ins Gemüte, daß wir können Christum unsern Heiland nennen. 530941 6. Du süßer Himmelstau, laß dich in unsre Herzen kräftiglich und schenk uns deine Liebe, daß Pfingsten. von aller Menschenscheu. unser Sinn verbunden sei dem treu und mußt uns ganz befreien Nächsten stets mit Liebestreu und fich darinnen übe. Kein Neid, fein Streit dich betrübe, Fried und Liebe müssen schweben, Fried und Freude wirst du geben. 4. Es gilt ein frei Geständnis in dieser unsrer Zeit, ein offenes Bekenntnis bei allem Widerstreit, trotz aller Feinde Toben, trok allem Heidentum zu preisen und zu loben das Evangelium. b 7. Gieb, daß in reiner Heiligkeit wir führen unsre Lebenszeit, sei unsers Geistes Stärke, daß uns hinfort sei unbewußt die Eitelkeit, des Fleisches Lust und seine toten Werke. Rühre, führe unser Sinnen und Beginnen von der Erden, daß wir Himmelserben werden. Michael Schirmer. † 1673. 90 152. Mel. 79: Ich dant dir, lieber 2c. komm, du Geist der Wahrkomm, du Geist der Wahrheit, und kehre bei uns ein, verbreite Licht und Klarheit, verbanne Trug und Schein. Gieß aus dein heilig Feuer, rühr Herz und Lippen an, daß jeglicher getreuer den Herrn bekennen kann. 2. O du, den unser größter Regent uns zugesagt, komm zu uns, werter Tröster, und mach uns unverzagt. Gieb uns in dieser schlaffen und glaubensarmen Zeit die scharf geschliffnen Waffen der ersten Christenheit. 3. Unglaub und Thorheit brüsten sich frecher jetzt, als je; darum mußt du uns rüsten mit Waffen aus der Höh. Du mußt uns Kraft verleihen, Geduld und Glaubens5. Fern in der Heiden Lande erschallt dein kräftig Wort, sie werfen Satans Bande und ihre Götzen fort; von allen Seiten kommen sie in das Reich herein; ach, soll es uns genommen, für uns verschlossen sein? 6. O wahrlich, wir verdienen folch strenges Strafgericht; uns ist das Licht erschienen, allein wir glauben nicht. Ach, lasset uns gebeugter um Gottes Gnade flehn, daß er bei uns den Leuchter des Wortes lasse stehn. 7. Du, heilger Geist, bereite ein Pfingstfest nah und fern; mit deiner Kraft begleite das Zeugnis von dem Herrn! O öffne du die Herzen der Welt und uns den Mund, daß wir in Freud und Schmerzen das Heil ihr machen fund! Philipp Spitta. † 1859. 153. Eigene Melodie. 151. Psalm 51, 12, 13. Schaffe in mir, Gott, ein reines Herze und gieb mir einen neuen gewissen Geist. Verwirf mich nicht, Pfingsten. verwirf mich nicht von deinem Angesicht, von deinem Angesicht, und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. 5. Schlage deine Flammen über uns zusammen, wahre Liebesglut; laß dein sanftes Wehen auch bei uns geschehen, dämpfe Fleisch und Blut; laß uns doch am Sündenjoch nicht mehr wie vor diesem ziehen, und das Böse fliehen. 6. Gieb zu allen Dingen Wol154, d Mel. 91: Jesu, meine Freude. Schmückt das Fest mit Maien, len und Vollbringen, führ uns lasset Blumen streuen, zündet Opfer an; denn der Geist der Gnaden hat sich eingeladen, machet ihm die Bahn. Nehmt ihn ein, so wird sein Schein euch mit Licht und Heil erfüllen und den Kummer stillen. ein und aus; wohn in unsrer Seele, unser Herz erwähle dir zum eignen Haus. Wertes Pfand, mach uns bekannt, wie wir Jesum recht erkennen und Gott Vater nennen. 7. Mach das Kreuz uns süße; kommen Finsternisse, sei du unser Licht, trag nach Zions Hügeln uns mit Glaubensflügeln und verlaß uns nicht, wenn der Tod, die letzte Not, mit uns will zu Felde liegen, daß wir fröhlich siegen. 91 2. Tröster der Betrübten, Siegel der Geliebten, Geist voll Rat und That, starker Gottesfinger, Friedensüberbringer, Licht auf unserm Pfad! Gieb uns Kraft und Lebenssaft, laß uns deine teuren Gaben zur Genüge laben. 3. Laß die Zungen brennen, wenn wir Jesum nennen; führ den Geist empor; gieb uns Kraft zu beten und vor Gott zu treten, ſprich du selbst uns vor. Gieb uns Mut, du höchstes Gut, tröst uns kräftiglich von oben bei der Feinde Toben. 4. Goldner Himmelsregen, schütte deinen Segen auf das Kirchenfeld; lasse Ströme fließen, die das Land begießen, wo dein Wort hinfällt, und verleih, daß es gedeih; hundertfältig Frucht zu bringen, laß ihm stets gelingen. 8. Laß uns hier indessen nimmermehr vergessen, daß wir Gott verwandt. Dem laß uns stets dienen und im Guten grünen als ein fruchtbar Band, bis wir dort, du werter Hort, bei den grünen Himmelsmaien ewig uns erfreuen. Benjamin Schmold. † 1737. 155. Mel. 19: Aus meines Herzens 2c. Zeuch ein zu deinen Thoren, fei meines Herzens Gast, der du, da ich geboren, mich neugeboren hast. O hochgeliebter Geist des Vaters Pfingsten. 92 und des Sohnes, mit beiden gleiches Thrones, mit beiden gleich gepreist! d 2. 3euch ein, laß mich empfinden und schmecken deine Kraft, die Kraft, die uns von Sünden Hilf und Errettung schafft. Entsündge meinen Sinn, daß ich mit reinem Geiste dir Ehr und Dienste leiste, 7. Du bist ein Geist der Liebe, ein Freund der Freundlichkeit, willst nicht, daß uns betrübe Zorn, Zant, Haß, Neid und Streit. Der Feindschaft bist du feind, willst, daß durch Liebesflammen sich wieder thun zusammen, die voller Zwietracht sind. 8. Du, Herr, haft selbst in Händie ich dir schuldig bin. den die ganze weite Welt, kannſt 3. Ich war ein wilder Reben, du hast mich gut gemacht; der Tod durchdrang mein Leben, du haft ihn umgebracht und in der Tauf erstickt als wie in einer Flute mit dessen Tod und Blute, der uns im Tod erquickt. 4. Du bist das heilge Öle, da durch gesalbet ist mein Leib und meine Seele dem Herren Jesu Christ zum wahren Eigentum, zum Priester und Propheten, zum König, den in Nöten Gott schützt vom Heiligtum. 10. Beschirm die Obrigkeiten, bau unsers Königs Thron, steh ihm und uns zur Seiten; schmück, als mit einer Kron, die Alten mit Verstand, mit Frömmigkeit 5. Du bist ein Geist, der lehret, wie man recht beten soll; dein Beten wird erhöret, dein Singen flinget wohl; es steiget himmelan, die Jugend, mit Gottesfurcht hält an in Jesu Namen und bringt und Tugend das Volk im ganvon dem das Amen, der allen zen Land. helfen kann. 6. Du bist ein Geist der Freuden, vom Trauern hältst du nicht, erleuchtest uns im Leiden mit deines Trostes Licht. Ach ja, wie manchesmal hast du mit süßen Worten mir aufgethan die Pforten zum güldnen Freudensaal! Menschenherzen wenden, wie dir es wohlgefällt; so gieb doch deine Gnad zu Fried und Liebesbanden, verknüpf in allen Landen, was sich getrennet hat. Onl 9. Erhebe dich und steure dem Herzleid auf der Erd, bring wieder und erneure die Wohlfahrt deiner Herd! Laß blühn durch deine Hut die Länder, so verheeret, die Kirchen, so zerstöret durch Krieg und Feuersglut. 11. Erfülle die Gemüter mit reiner Glaubenszier, die Häuser und die Güter mit Segen für und für. Vertreib den bösen Geist, der dir sich widersetzet und, was dein Herz ergößzet, aus unsern Herzen reißt. 12. Gieb Freudigkeit und Fest der heiligen Dreieinigkeit. 93 Stärke, zu stehen in dem Streit, allzeit nach deinem Sinn, und den Satans Reich und Werke wenn wirs sollen geben ins Touns täglich anerbeut; hilf kämpfen des Hände hin, wenns mit uns ritterlich, damit wir überwinden, hie wird aus, so hilf uns fröhund ja zum Dienst der Sünden lich sterben und nach dem Tod fein Christ ergebe sich.d bil ererben des emgen Lebens Haus. 13. Richt unser ganzes Leben Paul Gerhardt. † 1676. 10. Fest der heiligen Dreieinigkeit. s Tel. des Name heilig heißt, Gott Vater, Gott der Sohn und Gott der werte Geist! 156, Mel. 125: Nun dantet alle Gott. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Licht, mein Leben, mein Schöpfer, dessen Hand mir Leib und Seel gegeben, mein Vater, der mich schützt von Mutterleibe an, der alle Augenblick viel Guts an mir gethan! ACT AD 5. Dem wir das Heilig jetzt mit Freuden lassen klingen und mit der Engelschar das Heilig, Heilig! singen, den herzlich lobt und preist die ganze Christenheit: Gelobet sei mein Gott in alle Ewigkeit! Johann Olearius. † 1684. 2. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Heil, mein Leben, des Vaters liebster Sohn, der sich für mich gegeben, der mich erlöset breslem 157. rug. Mel. 183: Wie schön leuchtet der 2c. hat mit seinem teuern Blut, der Halleluja! Lob, Preis und Ehr mir im Glauben schenkt das allerhöchste Gut! 3. Gelobet sei der Herr, mein Gott, mein Trost, mein Leben, des Vaters werter Geist, den mir der Sohn gegeben, der mir mein Herz erquickt, der mir giebt neue Kraft, der mir in aller Not Rat, Trost und Hilfe schafft! 4. Gelobet sei der Herr, mein Gott, der ewig lebet, den alles rühmt und lobt, was in den Lüften schwebet! Gelobet sei der Herr, sei unserm Gott je mehr und mehr für alle seine Werke! Von Ewigkeit zu Ewigkeit sei in uns allen ihm bereit Dank, Weisheit, Kraft und Stärke. Singet, klinget, hallet wieder, Jubellieder, Preis und Ehre sei dem Herrn der Himmelsheere! 2. Halleluja! Preis, Chr und Macht sei auch dem Gotteslamm gebracht, in dem wir sind erwählet, das uns mit seinem Blut erkauft, damit besprenget und ge 94 Fest der heiligen Dreieinigkeit. tauft und sich mit uns vermählet! zu dir schreien wir aus Herzens Heilig, selig ist die Freundschaft Begier: Eleison! und Gemeinschaft, die wir haben und darinnen uns erlaben. 3. Kyrie, Gott heilger Geist, tröst, stärk uns im Glauben alle= 3. Halleluja! Gott heilger zeit, daß wir am letzten End fröhGeist sei ewiglich von uns ge- lich abscheiden aus diesem Elend. preist, durch den wir neu geboren, Eleison! Johann Spangenberg. † 1550. der uns mit Glauben ausgeziert, dem Bräutigam uns zugeführt, den Hochzeitstag erkoren! Heil uns! Heil uns! Da ist Freude, da ist Weide, da ist Manna und ein ewig Hofianna! 4. Halleluja! Lob, Preis und Ehr sei unserm Gott je mehr und mehr und seinem großen Namen! Stimmt an mit aller Himmelsschar und singet nun und immerdar mit Freuden: Amen, Amen! Singet, flinget, hallet wieder, Jubellieder, Preis und Ehre sei dem Herrn der Himmelsheere! Bartholomäus Craffelius.(?) † 1724. 158. Eigene Melodie. 102. Kyrie, Gott Vater in Ewigkeit, groß ist dein Barmherzigkeit, aller Ding ein Schöpfer und Regierer. Eleison! 159. Mel. 138: D Durchbrecher aller Bande zc. Sehet, sehet, welche Liebe hat der Vater uns erzeigt; sehet, wie er voll Erbarmen über uns sein Antlik neigt! Sent, wie er das Allerbeste für das Allerschlechtste giebt: seinen Sohn für unsre Sünden! Sehet, seht, wie er uns liebt! 2. Sehet, fehet, welche Liebe unser Heiland zu uns trägt, wie er alles für uns leidet, selbst daß man ans Kreuz ihn schlägt; wie er da auch noch den letzten Tropfen Bluts für uns vergießt. Sehet, seht, ob das nicht Liebe, namenLose Liebe ist! 3. Sehet, sehet, welche Liebe uns erzeigt der heilge Geist, wie er auch den ärgsten Sünder gern zum Leben unterweist, wie er 2. Christe, aller Welt Trost, strafend, lehrend, tröstend immer zu den Menschen spricht! D wer uns Sünder allein du hast erlöst. priese solche große, dreifach große O Jesu, Gottes Sohn! unser Liebe nicht! Mittler bist in dem höchsten Thron; Philipp Spitta. † 1859. pelabur olisdicchi Andere Feste. Mariä Verkündigung. prodo? da list un p and shit me 11. Andere feste. sto sinken min 13 HAC 59nori 2 Jize dny tole 160. Cal 910-19110LUE Mel. 104: Liebster Jesu, wir sind hier. Kommst du, großer Gottessohn, von dem Himmel auf die Erden und verläsfest deinen Thron, unser Bruder hier zu werden? Wie soll man genug dich preisen, dir gebührend Dank erweisen? 1. Mariä Verkündigung. THO SHOUNST 95 mich allen Stolz verfluchen, so wirst du mich auch besuchen. 3. Jesus soll dein Name sein, dieses heißt ein Seligmacher. Nun, so fürcht ich keine Pein, keinen Feind und Widersacher! Lauter Heil liegt in dem Namen, lauter Ja und lauter Amen. as 4. Dir, des Allerhöchsten Sohn, will Gott Davids Stuhl bereiten, deines Königreiches Thron überdauert alle Zeiten. Du sollst Jakobs Haus regieren, und die Jakobs Glauben führen. 5. Wir sind dir auch unterthan, wollen gern dein Scepter küssen, sieh uns stets in Gnaden an, laß uns deine Huld genießen, herrsch in uns mit lauter Segen, so darf sich kein Feind mehr regen. 6. Mir gescheh, wie du gewillt, ich bin dir als Knecht verbunden; du bleibst nun mein Freudenschild, wenn der Engel gleich verschwunden; denn der Herr der Engelscharen ist zu mir herabgefahren. Benjamin Schmold. † 1737. 161, 2. Nazareth, die kleine Stadt, muß zu deiner Herkunft dienen; was die Welt verachtet hat, kann Eigene Melodie.. 115. Lut. 1, 46-55. in deinen Augen grünen. Laß Meine Seele erhebet den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes. 2. Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen; siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskind. 3. Denn er hat große Dinge an mir gethan, der da mächtig ist, und des Name heilig ist. 4. Und seine Barmherzigkeit währet immer für und für bei denen, die ihn fürchten. 5. Er übet Gewalt mit seinem Arm und zerstreuet, die hoffärtig sind in ihres Herzens Sinn. 6. Er stößet die Gewaltigen vom Stuhl und erhebet die Niedrigen. 7. Die Hungrigen füllet er mit Gütern und lässet die Reichen leer. Mariä Verkündigung.da 19 8. Er denket der Barmherzig- und bringt allen Heil und Leben, feit und hilft seinem Diener die nach seinem Reiche streben. Israel auf; 9. Wie er geredet hat unsern Vätern, Abraham und seinem Samen ewiglich. 96 10. Lob und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geiste; 11. Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar, und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 5. Ihn will Gott einst hoch erheben, ihm, des Allerhöchsten Sohn, will er Königreiche geben, und von Davids Königsthron soll er Jakobs Haus regieren und zur ewgen Wonne führen.d 6. Komm, o Jesu, und vollende Mel. 67: Herr, ich habe mißgehandelt 2c. deines Reiches Herrlichkeit! Schutz 162. Preis dem, der die Welt ent- und Gnade sei ohn Ende über fündigt! Preis sei Gott! Der deine Christenheit ausgebreitet, Völker Heil, Jesus Christus ist laß den Deinen täglich neue Huld verkündigt, nimmt an unsrer erscheinen! Menschheit teil und will mitleidsvoll auf Erden der Verlornen in wien Retter werden. 2. Tag des Heils, sei uns willkommen! Tag, den uns der Herr gemacht! Was die Sehnsucht jener Frommen Israels sich kaum gedacht, frönt mun deines Volks Verlangen, Jesus wird vom Geist empfangen. NON 4. Gottes Sohn verläßt die Freuden seines Thrones uns zu gut, will hier Not und Armut leiden, kommt in unser Fleisch und Blut, die zu retten, die ihn hassen; o wer kann dies Wunder fassen! time o 8. Leit auch mich auf deinen Wegen, gieb mir Treu und Dankbarkeit, daß ich hier schon deinen Segen und dein Reich der Herr3. Jesus ist der Heilands- lichkeit einst mit allen, die dir Name, der die Sünder selig macht. trauen, möge froh und ewig Der versprochne Weibessame schauen! Quid ant side sig Unbekannter Dichter. bricht allein des Todes Macht $ 157 mu si 1000 gol spird bland sing ono end of speel the ene ni mpor Tom dnis nisl( hif pid toffol dir restit 7. Laß in deinem Reich der Gnaden dir dein Volk gehorsam sein und an deines Geistes Thaten dankbar sich ohn Ende freun, daß wir dir zur Ehre leben und nach jenem Reiche streben. Fest Johannis des Täufers. 2. fest Johannis des Täufers. 163, Eigene Melobie. 58. Lut. 1, 68-79. His welche uns besuchet hat der Aufin pol gang gang aus der Höhe, fronsid 12. Auf daß er erscheine denen, die da sizen in Finsternis und Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. dr hurjad lock nist 13. Lob und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste; ag 14. Wie er war im Anfang, bleibt er jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Gelobet elobet sei der Herr, der Gott Israel; denn er hat besucht und erlöset sein Volk; 2. Und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Hause seines Dieners David; 3. Als er vor Zeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten, 4. Daß er uns errettete von Amen. unsern Feinden und von der Hand aller, die uns haffen, 5. Und die Barmherzigkeit erzeigete unsern Vätern, und gedächte an seinen heiligen Bund, 6. Und an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben, 7. Daß wir, erlöset aus der Hand unserer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Leben lang, 8. In Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefällig ist. 9. Und du Kindlein wirst ein Prophet des Höchsten heißen; du wirst vor dem Herrn hergehen, daß du seinen Weg bereitest, 10. Und Erkenntnis des Heils gebeft seinem Volk, die da ist in Vergebung ihrer Sünden, 11. Durch die herzliche Barmherzigkeit unsers Gottes, durch 97 mtot og criar sist 164. Mel. 173: Was Gott thut, das ist 2c. Gelobet sei, Gott Israel! Du haft dein Volk erhöret, das Horn des Heils, Immanuel, ist Davids Haus bescheret. Wir sind erlöst und auch getröst; was du vorlängst versprochen, das hast du nicht gebrochen. 2. Ach, ist uns so viel Herrlichkeit durch deinen Sohn erschienen, so mach auch unser Herz bereit, ihm lebenslang zu dienen. Kein ander Heil wird uns zu teil, Vergebung unsrer Sünden ist nur bei ihm zu finden. 3. Johannes ging vor Jesu her, wir folgen seinen Schritten, denn heut erschallet seine Lehr, er steht in unsrer Mitten. Dir nur allein 7 98 Michaelisfest. 857 solln treu wir sein, bis wir auf ist Barmherzigkeit, leb ihm auch Zions Auen dich, Lebenssonne, zum Dank bereit. schauen. huisd ann schler Benjamin Schmold.+ 1737. 165. Mel. 95: Jefus, meine Zuversicht 2c. Hochgelobt sei unser Gott, der sein Volk besucht und liebet! Er erlöset aus der Not, weil er uns den Heiland giebet. Unser Horn des Heils ist hier; lobet unsern Gott mit mir! 2. Was der Herr verheißen hat, solches hat er auch erfüllet; nun wird unsern Thränen Rat, unser Kummer wird gestillet. Unsre Ketten sind entzwei, wir Gebundne find nun frei. 3. Gott hat an den Eid gedacht, den er Abraham geschworen, er hat einen Bund gemacht, dieser geht nun nicht verloren. Ach das 3. 4. Jesus macht von Feinden los, daß wir ihm mit Willen dienen. Schätzen wir die Rettung groß, so muß auch der Glaube grünen, daß man recht und heilig lebt und das Herz zu Gott erhebt. Michaelisfest. 166. Mel. 128: Nun komm der Heiden 2c. Aller Engel himmlisch Heer singt Gott ewig Lob und Ehr. Heilig, heilig, heilig! schallt, daß der Himmel wiederhallt. 2. Cherubim und Seraphim preisen ihn und dienen ihm, Helden, mächtig und geschwind, gleich als Feuerflamm und Wind. 3. Anzustaunen seine Macht, 5. Das macht Gottes Vaterherz, daß die Sonn uns aufgegangen; also weicht der Seelenschmerz, wenn wir dieses Licht erlangen: dann vergeht die Höllenmacht; Gott sei Dank, der uns bewacht. 377 6. Nun, so sind wir unverzagt, fürchten keinen Todesschatten, nur mit Jesu frisch gewagt! Dieser Quell erfrischt die Matten; gehn wir doch den Friedensweg: Jesus, Jesus ist der Steg. Johann Neunherz. † 1737. Schutz der heiligen Engel. seiner Werke hehre Pracht, und zu thun, was er gebeut, das ist ihre Seligkeit. 4. Der du sie zum Dienste schickst dem, auf den du gnädig blickst, lasse sich ihr schirmend Heer mächtig lagern um uns her. 5. Laß sie halten um uns Hut vor der Abgefallnen Wut, vor dem Fürsten dieser Welt, wenn sein Trug uns Schlingen stellt. Michaelisfest. 16. Gieb, daß vieler Sünder Reu dort im Himmel sie erfreu; gieb, daß keiner mehr verübt, was ihr heilig Aug betrübt. 7. Lieb und Hilf ist Engelamt, dazu schufst du uns gesamt; daran mach uns hier schon reich, hier schon deinen Engeln gleich. 8. Jesu, deinen Geist uns send, h daß bei unserm letzten End Engelhand uns sanft und süß zu dir trag ins Paradies. grotest Tour hand 167. 99 14. Solch Wohlthat denen wird erzeigt, die nach dem Herren fragen; die Engel ihnen sind geneigt, den Satan sie verjagen. Darum man fröhlich singen mag: Heut ist der lieben Engel Tag, die uns gen Himmel tragen. Georg Reimann. † 1615. JEDEN NOC Mel. 148: D Welt, ich muß dich zc. Victor von Strauß. Geb. 1809. Du Herr der Seraphinen, dem 1 tausend Engel dienen und zu Gebote stehn, du allerhöchster Meister der wunderstarken Geister, mein Mund soll deinen Nuhm erhöhn. 2. Die Engel und die Thronen, die in dem Himmel wohnen, giebst du zu meiner Wacht; sie sehn dein Angesichte in höchst vollkommnem Lichte, doch nehmen sie auch mich in Acht. 2. Sie lagern sich, wenn kommt die Not, in Eil gefaßt sich machen 3. Das sind die starken Helden, die deinen, Rat vermelden, du Hüter Israel; das sind die Feuerund retten die, so fürchten Gott, flammen, die schlagen stets zuund stehen bei den Schwachen. Darum man fröhlich singen mag: Heut ist der lieben Engel Tag, die immer für uns machen. sammen um frommer Christen Leib und Seel. 3. Sie führen auf den Straßen wohl die Großen samt den Kleinen, daß keiner Schaden leiden soll und nicht im Unglück weinen. Darum man fröhlich singen mag: 5. Und endlich, wenn ich scheide, Heut ist der lieben Engel Tag, so führe mich zur Freude auf die uns mit Treue meinen. ihren Armen ein; da werd ich 4. O laß auch mich bewahren durch diese Heldenscharen, ich sei auch, wo ich sei; laß sie auf meinen Wegen die Hand mir unterlegen, so ist mein Fuß vom Anstoß frei. 7* ON Mel. 127: Nun freut euch, lieben zc. Aus Lieb läßt Gott der Chriſtenheit viel Gutes widerfahren, aus Lieb hat er ihr zubereit viel tau send Engelscharen. Darum man fröhlich singen mag: Heut ist der lieben Engel Tag, die uns gar wohl bewahren. T Th 168. Michaelisfeft. dich recht loben und in dem Himmel ich schlafe ein, laß sie meine droben dir gleich und deinen Wächter sein. no mi died usfe Engeln sein. mendi Ispro sid Nach Benjamin Schmold.+ 1737. 6. Mach es wie mit Lazaro, wenn ich künftig werde sterben; und damit ich ebenso möge Trost und Segen erben, heiß die Engel Jamich zur Ruh tragen nach dem Himmel zu. monise, som sid Kaspar Neumann. † 1715. 100 169. Mel. 114: Meinen Jefum laß zc. Herr, du hast in deinem Reich große Scharen vieler Engel! Die sen bin ich noch nicht gleich, denn mein Herz ist voller Mängel. Ach wann werd ich auch so rein als die guten Engel sein! 50-8m 919 2. Mich beschweret Fleisch und Blut, hilf du, daß ich geistlich werde; gieb mir einen Engelmut, der sich trenne von der Erde, daß ich als dein liebes Kind allzeit himmlisch sei gesinnt. 3. Mache mir dein Wort bekannt durch des heilgen Geistes Gabe, daß ich Weisheit und Verstand wie ein Engel Gottes habe, bis ich einst in jenem Licht völlig seh dein Angesicht. 4. Auch dein Wille soll geschehn in dem Himmel und auf Erden; darum laß uns dahin sehn, daß wir dir gehorsam werden, und verleih, daß ich dabei aller Engel Mitknecht sei. 5. Unsre Welt ist voll Gefahr, ach sie hat viel böse Stellen; sende deiner Engel Schar, daß mich niemand könne fällen, und da, wo oor sid 170. an die Mel. 142: D Herre Gott, dein 2c. Nun dankt, ihr Christen, alle Gott mit Herzen und mit Munde, lobt unsern Herren Zebaoth, weil er zu aller Stunde in der Gefahr uns immerdar erweiset Gnad und Segen, auch durch die Macht der Engelwacht uns schützt auf unsern Wegen. 2. Darum will ich auf meinen Gott in aller Trübsal bauen und ihm allein in aller Not Leib, Seel und Gut vertrauen. Nichts achte ich, ob wider mich gleich alle Feinde stehen; thuts Engelheer ausgehen. nur Gegenwehr, muß alles wohl 3. Ach Herr, laß mir am letzten End auch diesen Schutz gedeihen, und mir die lieben Wächter send, von Angst mich zu befreien. Laß mich von hier fein sanft zu dir in deinen Schoß hintragen, so will ich dir, und sie mit mir, dort ewiglich Dank sagen. Nach Josua Wegelin. † 1640. Hor Reformationsfest. Reformationsfest. 171. Eigene Melodie. 38. Psalm 46. Ein feste Burg ist unser Gott, hin; sie habens kein Gewinn, das Reich muß uns doch bleiben. Martin Luther. † 1546. 172. ein gute Wehr und Waffen; er Mel. 164: Balet will ich dir geben. hilft uns frei aus aller Not, die Erhalt uns deine Lehre, Herr, uns jetzt hat betroffen. Der alt böse Feind mit Ernst ers jetzt zu der letzten Zeit, erhalt dein meint; groß Macht und viel List Reich und mehre stets deine Chrifein grausam Rüstung ist, auf stenheit; erhalte festen Glauben, Erd ist nicht seinsgleichen. der Hoffnung hellen Strahl, laß uns dein Wort nicht rauben in diesem Jammerthal. 2. Mit unsrer Macht ist nichts gethan, wir sind gar bald verloren; es streit für uns der rechte Mann, den Gott hat selbst erkoren. Fragst du, wer der ist? Er heißt Jesus Christ, der Herr Zebaoth, und ist kein andrer Gott, das Feld muß er behalten. 101 3. Und wenn die Welt voll Teufel wär und wollt uns gar verschlingen, so fürchten wir uns nicht so sehr, es soll uns doch gelingen. Der Fürst dieser Welt, wie faur er sich stellt, thut er uns doch nichts. Das macht, er ist gericht; ein Wörtlein kann ihn fällen. 2. Erhalt dein Ehr und wehre dem, was dir widerspricht, erleuchte und bekehre, allwissend ewges Licht, was dich noch nicht erkennet. Entdecke doch der Welt, der du dein Licht gegönnet, was einzig dir gefällt. 3. Erhalt und laß uns hören dein Wort, das selig macht, den Spiegel deiner Ehren, das Licht in dieser Nacht. Laß diesen Born uns tränken im dürren Thal der Welt; laß diese Stimm uns lenken hinauf zum ewgen Zelt. 4. Erhalt in Sturm und Wellen dein Häuflein; laß doch nicht 4. Das Wort sie sollen lassen uns Wind und Wetter fällen: stahn und kein Dank dazu haben. steur selbst dein Schiff und richt Er ist bei uns wohl auf dem Plan den Lauf, daß wir erreichen die mit seinem Geist und Gaben. Anfuhrt nach der Zeit, hilf uns Nehmen sie den Leib, Gut, Ehr, die Segel streichen in selger Kind und Weib: laß fahren da- Ewigkeit. Andreas Gryphius. † 1664. 102 Reformationsfest. 173. Eigene Melodie. 40. Erhalt uns, Herr, bei deinem nicht:: Wort und steure deiner Feinde Mord, die Jesum Christum, deinen Sohn, wollen stürzen von deinem Thron. 2. Beweis dein Macht, Herr Jesu Christ, der du Herr aller Herren bist; beschirm dein arme Christenheit, daß sie dich lob in Ewigkeit. 3. Gott heilger Geist, du Tröfter wert, gieb deinm Volk einen Sinn auf Erd; steh bei uns in der letzten Not, gleit uns ins Leben aus dem Tod. Martin Luther. † 1546. Gut und Geld, bleib im Beten und im Wachen! Zion, wenn fie dir viel Lust verspricht, folge 174. Eigene Melodie. 49. Fahre fort:: Bion, fahre fort im Licht! Mache deinen Leuchter helle, laß die erste Liebe nicht, suche stets die Lebensquelle. Zion, dringe durch die enge Pfort! Fahre fort:: 4. Prüfe recht:: Sion, prüfe recht den Geist, der dir ruft zu beiden Seiten; thue nicht, was er dich heißt, laß nur deinen Stern dich leiten. Zion, beide, das was krumm und schlecht, prüfe recht:: li 5. Dringe ein:: Zion, dringe ein in Gott; stärke dich mit Geist und Leben, sei nicht, wie die andern tot, sei du gleich den grünen Reben. Zion, in die Kraft für Heuchelschein bringe ein:: 6. Brich herfür:: Zion, brich herfür in Kraft, weil die Bruderliebe brennet; zeige, was der in dir schafft, der als seine Braut dich kennet. Zion, durch die dir gegebne Thür brich herfür:: 7. Halte aus:: Zion, halte deine Treu, laß dich ja nicht laulich finden. Auf! das Kleinod rückt herbei. Auf! verlasse, was dahinten. Zion, in dem letzten Kampf und Strauß halte aus:: Johann Eusebius Schmibt. † 1745. 2. Leide dich:: Zion, leide ohne Scheu Trübfal, Angst mitSpott und Hohne, sei bis in den Tod getreu, siehe auf die Lebenskrone. Zion, fühlest du den Schlangenstich, leide dich:: 175. Mel. 174: Was mein Gott will 2c. Hilf deiner Kirch in ihrer Not 3. Folge nicht:: Zion, folge und sei ihr ferner gnädig; mach nicht der Welt, die dich suchet uns von allem Troß und Spott groß zu machen; achte nichts ihr der Widersacher ledig. Mehr das Reformationsfeft. Vertraun, lehr auf dich schaun, höht, ihr Hoffen ist geschehen. die noch dein Wort verwirren, die Menschenwahn blind nehmen an und ins Verderben irren. Viel Könige, Propheten viel sahn harrend auf nach solchem Ziel, und habens nicht gesehen. Selig, selig, die da sehen auf den Höhen und im Thale Lebenslicht von Gottes Strahle! 103 2. Geuß aus, o Jesu, deinen Geist und rüste neue Zeugen. Das Wort, das deine Gnade preist, laß nimmer bei uns schwei- 3. Verdunkelt stand des Herrn gen; und wers veracht, laß deine Macht sein hartes Herz bezwingen, daß deine Knecht behalten Recht und Lob und Preis dir bringen! Altar, in Menschentrug begraben war das Wort aus Gottes Munde. Wo bleibst du, Licht vom Anbeginn? Ach Hüter, ist die Nacht bald hin? ist nah des Aufgangs 3. Herr, deiner Kirche starker Stunde? Singet, bringet MorHort, du wirst die nicht verlassen, genlieder unserm Hüter! Er die fest ins Herz dein wahres schläft nimmer; herrlich kam des Wort mit rechtem Glauben faffen. Aufgangs Schimmer. Gieb ihnen Teil am ewgen Heil 4. Zu Gottes Helden drang und laß sie nicht verderben; ja, der Schein: Steht auf, ihr sollt auch für mich, Herr, bitt ich dich: mein Rüstzeug sein; euch ruft hilf mir nur selig sterben! des Reiches König! Da schallts: Die Wahrheit macht euch frei! Die Nacht ist hin, der Tag herbei! und Jubel hallt vieltönig. Herr, Herr! Ewger! Treu im Halten und im Walten überNach einem alten Reformationsliede. schwenglich! Gott, dein Licht ist unvergänglich! 5. Es stritt mit Macht die Finsternis; die Erde bebt, der Vorhang riß, da siegt das Licht vom Morgen. Jahrhunderte sind hingeflohn, manch Reich gestürzt und mancher Thron; die Kirche steht geborgen. Jesus Christus, gestern, heute und in weite Ewigkeiten! Eilt, sein Lob heut aus176. Mcl. 183: Wie schön leuchtet der 2c. Komm, komm, du Licht in Gottespracht, den Tag, den uns der Herr gemacht, mit deinem Glanz zu weihen! Weck auf, was schläft in dunkler Haft, zünd an der rechten Andacht Kraft, uns heilgen Schmuck zu leihen! Frühe ziehe uns nach oben, den zu loben, der allmächtig Sonnen lenket groß und prächtig! 2. O seht! in hellem Glanze steht die Kirche Christi hoch er- zubreiten! Reformationsfest. 6. Tag, den uns Gott erschei- Gut, Blut und Leben wagen, mach nen läßt, dich grüßt, in Lieb und uns dadurch getrost und froh, das Glauben fest, die heilige Gemeine, schwere Kreuz zu tragen. Gieb die kämpfend noch hienieden geht, uns Beständigkeit, daß uns Lust die triumphierend droben steht; und Leid von dir nicht scheiden es ist ja doch nur Eine! Ein mag, bis wir den Jubeltag bei Wort, Ein Hort! Jauchzt, Ver- dir im Himmel halten. klärte! Jauchz, o Erde, seinem Namen: Heilig, heilig, heilig! Amen! Friedrich Sachse. † 1860. 5. Auf unsers Landesvaters Haus geuß von dem Gnadenthrone den Segen deines Blutes aus; umstrahle seine Krone mit deiner Herrlichkeit, ihm zur Sicherheit, zu seiner Feinde Truß und zum gewünschten Schutz uns, deinen armen Kindern. 6. Erbarm dich deiner Christenheit, vermehre deine Herde; für uns, dein armes Häuflein, streit, daß es erhalten werde. Den Ärgernissen wehr, was dich haßt, bekehr; was sich nicht beugt, zerbrich; mach endlich seliglich all unsrer Not ein Ende. 104 gland in 177.0 DI Mel. 38: Ein feste Burg ist unser 2c. Jesu, einig Jesu, einig wahres Haupt der heiligen Gemeine, die an dich, ihren Heiland, glaubt und nur auf dir alleine als ihrem Felsen steht, der nie untergeht, wenn gleich die ganze Welt zertrümmert und zerfällt: erhör, erhör uns, Jesu! 2. Laß uns, dein kleines Häufelein, das sich zu dir bekennet, dir ferner anbefohlen sein, erhalt uns ungetrennet! Wort, Tauf und Abendmahl laß in seiner Zahl und ersten Reinigkeit bis an den Schluß der Zeit zu unserm Troste bleiben. 3. Hilf, daß wir dir zu aller Zeit mit reinem Herzen dienen; jubilieren! laß uns das Licht der Seligkeit, an das uns bisher erschienen, zurit Buße kräftig sein und zum hellen Schein, der unsern Glauben mehrt, der Sünden Macht zerstört und fromme Christen machet. 4. Laß uns beim Evangelio 7. Ach Jesu, ach wir bitten dich in deinem Jesusnamen: Erhör, erhör uns gnädiglich, sprich, Jesu, Ja und Amen! Willst du uns Jesus sein, sind wir, Jesu, dein, so halt dein Jesuswort und laß uns hier und dort darüber Joh. Menger. † 1754. 178. Mel. 20: Aus tiefer Not schrei zc. Pfalm 124. Wär Gott nicht mit uns dieſe Zeit, so soll Israel sagen, wär Erntedankfest. 105 Gott nicht mit uns diese Zeit, nen Ruhm und hält das Chriwir müßten gar verzagen, die so stentum. Mag doch die Hölle ein armes Häuflein sind, veracht wüten! von so viel Menschenkind, die an uns segen alle. 2. Auf uns so zornig ist ihr Sinn; wo Gott hätt das zugeben, verschlungen hätten sie uns hin mit ganzem Leib und Leben; wir wärn als die ein Flut ersäuft und über die groß Wasser läuft und mit Gewalt verschwemmet. sich empören! 3. Gott Lob und Dank, der nicht zugab, daß ihr Schlund uns möcht fangen! Wie ein Vogel des Stricks kommt ab, ist unsre Seel entgangen. Strick ist entzwei und wir sind frei; des Herren Name steht uns bei, Gotts Himmels und der Erden. Amen. Martin Luther. † 1546. d 2. Gott sieht die Fürsten auf dem Thron sich wider ihn empören, denn den Gefalbten, seinen Sohn, den wollen sie nicht ehren. Sie schämen sich des Worts des Heilands, unsers Horts, sein Kreuz ist selbst ihr Spott; doch ihrer lachet Gott. Sie mögen 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmähn, uns kann er sie nicht rauben. Der Unchrist mag ihr widerstehn, wir halten fest am Glauben. Gelobt sei Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen hält, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. bhd 179. Mel. 38: Ein feste Burg ist unser zc. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut, laßt euch kein Drohn erschrecken! Der Gott, der von dem Himmel schaut, wird uns gewiß bedecken. Der Herr Herr schützt, so mag die Hölle wüten; Zebaoth hält über sein Gebot, er, der zur Rechten Gottes sitzt, giebt uns Geduld in Not, und hat- Macht, ihr zu gebieten. Er Kraft und Mut im Tod; was ist mit Hilfe nah; wenn er ge- will uns denn erschrecken? beut, stehts da. Er schüßet seiWenn enn Christus seine Kirche Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. 180. Mel. 138: D Durchbrecher aller Bande zc. Herr, die Erde ist gesegnet von dem Wohlthun deiner Hand, Güt 5. Erntedankfest. und Milde hat geregnet, dein Geschenk bedeckt das Land. Auf dem Felde, in dem Garten ist dein Segen ausgestreut und gekrönt ist unser Warten, unsre Herzen sind erfreut. 106 Erntedankfest. recht wie ein Vater drinnen aus. Dein Segen macht uns alle reich; ach lieber Gott, wer ist dir gleich? 2. Aller Augen sind erhoben, Haus, du aber teilest deine Gaben Herr, auf dich zu jeder Stund, daß du Speise giebst von oben und versorgest jeden Mund, und du öffnest deine Hände, dein Vermögen wird nicht matt, deine Hilfe, Gab und Spende machet alle froh und satt. 2. Wer kann die Menschen alle zählen, die heut bei dir zu Tische gehn? Doch darf die Notdurft se feinem fehlen; denn du weißt allem vorzustehn und schaffest, daß ein jedes Land sein Brot bekommt aus deiner Hand. siddir enir 3. Du machst, daß man auf Hoffnung säet und endlich auch die Frucht genießt. Der Wind, der durch die Felder wehet, die Wolke, so das Land begießt, des Himmels Tau, der Sonnen Strahl sind deine Diener allzumal. 4. Und also wächst des Menschen Speise, der Acker selbst wird ihm zu Brot, es mehret sich vielfältger Weise, was anfangs schien, als wär es tot, bis in der Ernte jung und alt erlanget seinen Unterhalt. 5. Nun, Herr, wer fanns genug bedenken? Der Wunder sind hier gar zu viel. So viel, als du, kann niemand schenken, und dein Erbarmen hat kein Ziel; denn immer wird uns mehr beschert, als wir zusammen alle wert. 6. Wir wollens auch niemals vergessen, was uns dein Segen träget ein. Ein jeder Bissen, den wir essen, soll deines Namens Denkmal sein; und Herz und Mund soll lebenslang für unsre Nahrung sagen Dank. Kaspar Neumann. † 1715. 3. Gnädig hast du ausgegoffen deines Überflusses Horn, ließest Gras und Kräuter sprossen, ließeft wachsen Frucht und Korn; mächtig hast du abgewehret Schaden, Unfall und Gefahr, und das Gut steht unverſehret, und gesegnet ist das Jahr. 4. Herr, wir haben solche Güte nicht verdient, die du gethan; unser Wissen und Gemüte klagt uns vieler Sünden an. Ach gieb, daß auch das Gefilde für dich rühre unser Herz, daß der Reichtum deiner Milde uns bewege himmelwärts. lastapte 5. Hilf, daß wir dies Gut der Erden treu verwalten immerfort. Alles soll geheiligt werden durch Gebet und Gottes Wort. Was wir wirken und vollenden, sei ein Same für dein Reich. Wenn du wirst die Sichel senden, sei die Ernte groß und reich! Heinrich Puchta. † 1858. 181. Mel. 136: D daß ich tausend Bungen 2c. D Gott, von dem wir alles haben, die Welt ist ein sehr großes Litanei. 183. Mel. 105. Herr, Herr, Christe, Bußtag. lied un 182. Mel. 173: Was Gott thut, das ist 2c. Was as Gott thut, das ist wohlgethan! So denken Gottes Kinder. Wenn man nicht reichlich ernten fann, liebt er uns doch nicht minder. Er zieht das Herz nur himmelwärts, ob wir gleich hier auf Erden bei Mangel traurig werden. note and 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Im Nehmen und im Geben sind wir bei ihm stets 6. Was Gott thut, das ist wohl daran und können ruhig leben. Er nimmt und giebt, weil er uns liebt, und seine Hände müssen wir stets in Demut küssen. 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Er zeigt uns oft den Segen, und eh er noch gedeihen kann, muß sich die Hoffnung legen. Weil er allein der Schat will sein, so nimmt er andre Güter und bessert die Gemüter. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Laß ihm nur seinen Willen; läßt es sich gleich zum Erbarme dich! Erbarme dich! Hunger an, er weiß ihn doch zu stillen. Wer als ein Christ genügsam ist, wird bei geringen Brocken doch danken und frohLocken. 107 e 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Das Feld mag traurig stehen, wir gehn getrost auf Zions Bahn und wollen Gott erhöhen. Sein Wort ist Brot, so hats nicht Not, es nennt uns Gottes Erben, wie können wir verderben? wohlgethan! So wollen wir stets schließen; und ist bei uns kein Kanaan, wo Milch und Honig fließen, doch ists genug zur Sättigung, wenn Gott die Notdurft fegnet, obs auch nicht Vorrat regnet. 7. Was Gott thut, das ist wohlgethan! Wie er es nun gefüget, so nehmen wir es billig an und sind dabei vergnüget. Er, unser Gott, weiß, was uns not. Laßt in Geduld uns faffen! Er wird uns nicht verlassen. 126 Nach Benjamin Schmold. † 1737. 6. Bußtag. Herr, Herr, Christe, Erbarme dich! Herr, Gott Vater im Himmel, Herr, Gott Sohn, der Welt Heiland, Erbarme dich! Bußtag. Und deine heilige christliche Kirche regieren und führen, itoli alle Hirten und Diener deiner Kirche im heilsamen Wort und in heiligem Leben bebinabato 28 gomHilf uns, Herr, Herr, allen Rotten und Ärgerniffen Sei uns gnädig, h halten, unser Gott! an wehren, o alle Irrende und Verführte wiederof bringen, and more on den Satan unter unsere Füße i treten, 108 Herr, Gott heiliger Geist, Erbarm dich über uns! Sei uns gnädig, dort d Verschon uns, Herr, Herr, unser Gott! Toats Vor allen Sünden, vor allem Irrsal, vor allem Übel vit Behüt uns, Herr, Herr, unser Gott! Sed treue Arbeiter in deine Ernte Vor des Teufels Trug und List, vor Pestilenz und teurer Zeit, vor Krieg und Blutvergießen, vor Aufruhr und Zwietracht, vor Hagel und Ungewitter, vor Feuer- und Wassersnot, vor bösem schnellen Tod, vor dem ewigen Tod un Behüt uns, Herr, Herr, pillid unser Gott! Durch deine heilige Geburt, durch deinen Todeskampf und blutgen Schweiß, durch dein Kreuz und deinen Tod Hilf uns, Herr, Herr, unser Gott! Durch dein Auferstehn und deine Himmelfahrt, in unsrer letzten Not, am jüngsten Gericht Hilf uns, Herr, Herr, unser Gott! Wir armen Sünder bitten, Du wollest uns erhören, Herr, Herr, unser Gott! senden, so dai nodomi deinen Geist und Kraft zum Worte Tout geben, allen Betrübten und Blöden helfen n und sie trösten. offüm Erhör uns, Herr, Herr, any unfer Gott! Holdeur Wollest allen Fürsten und Völkern Fried und Eintracht geben, unsern König leiten und schützen sud und glückliche Regierung ihm verleihen, über unserm deutschen Volke gnädig walten, dem deutschen Kaiser Kraft und Segen schenken, unsers Königs Räte und Diener mit Weisheit und mit Treue rüsten, unsern Rat, Schule und Gemeinde segnen und behüten. Erhör uns, Herr, Herr, unser Gott! Wollest allen, so in Gefahr und Not, mit Hilf erscheinen, Bußtag. allen Müttern und Säuglingen Christe, di o ist d Gedeihen, Kraft und Leben Erhöre uns! Erbarme dich! schenken, find ann ad Herr, Herr, monist aller Kinder und Kranken pflegen mund warten, d. 02 d alle unschuldig Gefangene los und ledig lassen, hus somm alle Unterdrückte retten und befreien, illo alle Witwen und Waisen verteidigen und versorgen, aller Menschen dich erbarmen. Erhör uns, Herr, Herr, unser Gott! 500 Wollest unsern Feinden, Verfolgern und Lästerern vergeben und sie bekehren, die Früchte auf dem Lande geben und bewahren, unsrer Hände Werke bei uns fördern und unser Flehen gnädiglich erhören. Erhör uns, Herr, Herr, unser Gott! 3 19 O Jesu Christe, Gottes Sohn, Erhör uns, Herr, Herr, unser Gott! 016 D du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt, Christe, ud Erbarm dich über uns! O du Gottes Lamm, das der Welt Verleih uns steten Frieden! voist 109 2. Mein Sünd ist schwer und übergroß und reuet mich von Herzen; derselben mach mich frei und los durch deinen Tod und Schmerzen; und zeig mich deinem Vater an, daß du hast gnug für mich gethan, so werd ich los der Sünden Last. Herr, halt mir fest, wes du dich mir versprochen hast. 3. Gieb mir nach deinr Barmherzigkeit den wahren Christenglauben, auf daß ich deine SüßigSünde trägt, ende feit mög inniglich anschauen, vor Erbarm dich über uns! O du Gottes Lamm, das der Welt Sünde trägt, allen Dingen lieben dich und meinen Nächsten gleich als mich. Am letten End dein Hilf mir send, damit behend des Teufels List sich von mir wend. in Erbarmedich! Herr, Herr, erbarme dich! Amen. 184. Eigene Melodie. 8. Allein zu dir, Herr Jesu Christ, mein Hoffnung steht auf Erden. Ich weiß, daß du mein Tröster bist, kein Trost mag mir sonst werden. Von Anbeginn ist nichts erkorn, auf Erden ist kein Mensch geborn, der mir aus Nöten helfen kann; ich ruf dich an, zu dem ich mein Vertrauen hab. Bußtag. gen. So thu Jsrael rechter Art, der aus dem Geist erzeuget ward und seines Gotts erharre. 4. Ehr sei Gott in dem höch- Macht verzweifeln nicht, noch forsten Thron, dem Vater aller Güte, und Christo seinem liebsten Sohn, der uns allzeit behüte, und Gott, dem werten heilgen Geist, der uns allzeit sein Hilfe leist, damit wir ihm gefällig sein hier in der Zeit und folgends in der Ewigkeit. Johann Schneefing. † 1567. 110 185. Eigene Melodie. 20. Psalm 130. Sm Aus tiefer Not schrei ich zu 186. dir, Herr Gott, erhör mein Nufen! Dein gnädig Ohren kehr zu Mel. 155: Sieh, hier bin ich zc. mir und meiner Bitt sie öffne. Gott der Gnaden, schwerbeladen neigt sich unser Haupt vor dir. Unsre Herzen sind voll Schmerzen, Staub und Asch ist unsre Zier. Hab Erbarmen mit uns Armen! Aus der Tiefe rufen wir. 2. Wir verzagen, denn wir tragen auf uns aller Sünden Last, aller Qualen volle Schalen, die du ausgegossen hast. Hab Erbarmen mit uns Armen! Angst und Not hat uns erfaßt. 3. Wenn du richtest, wenn du sichtest, geht das Zittern vor dir her. Wenn uns decken deine Schrecken, dann ist keine Rettung mehr.. Hab Erbarmen mit uns Armen! Deine Hand ist uns zu schwer.com Denn so du willst das sehen an, was Sünd und Unrecht ist gethan, wer kann, Herr, vor dir bleiben? 2. Bei dir gilt nichts, denn Gnad und Gunst, die Sünde zu vergeben. Es ist doch unser Thun umsonst auch in dem besten Leben. Vor dir niemand sich rühmen kann; des muß dich fürchten jedermann und deiner Gnade leben. 3. Darum auf Gott will hoffen ich, auf mein Verdienst nicht bauen. Auf ihn mein Herz soll lassen sich und seiner Güte trauen, die mir zusagt sein wertes Wort; das ist mein Trost und treuer Hort, des will ich allzeit harren. 5. Ob bei uns ist der Sünden viel, bei Gott ist viel mehr Gnade; sein Hand zu helfen hat kein Ziel, wie groß auch sei der Schade. Er ist allein der gute Hirt, der Israel erlösen wird aus seinen Sünden allen. 4. Und ob es währt bis in die Nacht und wieder an den Morgen, doch soll mein Herz an Gottes Martin Luther. † 1546. ONDHE 4. Herbe Strafe trifft die Schafe, deren Ohr nicht Folge gab. Vor dem Schwerte bebt die Bußtag. Herde, die nicht folgt dem Hirtenstab. Hab Erbarmen mit uns Armen! Führ uns nicht zum Tod hinab. thirsite 5. Wir bekennen, Herr, wir nennen laut vor dir die Missethat; es ist keiner hier ein Rei11. Wenn du Frieden uns beschieden, fürchten wir die Strafe nicht. Dein Versöhnen wird uns krönen mit Gerechtigkeit und Licht. ner, jeder erntet böse Saat. Hab Dein Erbarmen hilft den Armen! Erbarmen mit uns Armen! Sieh Du bist unsre Zuversicht. auf ihn, der für uns bat. top Heinrich Buchta. † 1858. 6. Hör uns rufen an den Stu- mi sion fen deines hohen Gnadenthrons. Tilg in Hulden unsre Schuldenrod nis in dem Blut des Menschensohns. Hab Erbarmen mit uns Armen! Sprich uns los des Sündenlohns. 7. Herr, verzeihe! Jesu, leihe uns dein priesterlich Gebet! Gott, verschone, wenn vom Sohne das Erbarmen zu dir fleht! Hab Erbarmen mit uns Armen, wenn der Mittler vor dir steht. 8. Jesu rette, brich die Kette unfrer Finsternis entzwei, daß der Glaube tief im Staube unser Trost und Zuflucht sei. Hab Erbarmen mit uns Armen! Jesu, mach uns wieder frei. 9. Sei uns gnädig, mach uns ledig, führ uns aus dem finstern Thal! Du kannst lindern und vermindern alle Not und Herzensqual. Hab Erbarmen mit uns Armen! Jesu, hilf noch dieses Mal. 111 sind schwach, dein ist die Kraft. Hab Erbarmen mit uns Armen! Denk an deine Pilgrimschaft.d 10. Du mußt siegen, wir erliegen; du bist frei, wir sind in Haft; du alleine bist der Reine, wir 187. Mel. 13: An Wasserflüssen Babylon 2c. König, dessen Majestät weit über alles steiget, dem Erd und Meer zu Dienste steht, vor dem die Welt sich neiget; der Himmel ist dein helles Kleid, du bist voll Macht und Herrlichkeit, sehr groß und wunderthätig; ich armer Mensch vermag nichts mehr, als daß ich ruf zu deiner Ehr: Gott sei mir Sünder gnädig! 2. Hier steh ich, wie der Zöllner that, beschämet und von ferne; ich suche deine Hilf und Gnad, o Herr, von Herzen gerne. Doch weil ich voller Sünden bin und, wo ich mich nur wende hin, von allem Guten ledig, so schlag ich nieder mein Gesicht vor dir, du reines Himmelslicht. Gott sei mir Sünder gnädig! 3. Die Schulden, der ich mir bewußt, durchängsten mein Gewissen; drum schlag ich reuig an die Brust und will von Herzen 112 Bustag. büßen. Ich bin, o Vater, ja nichts 188. sid 301500 wert, daß ich noch wandle auf m der Erd; doch weil du winkst, so bet ich, mit ganz zerknirschtem, bangem Geist, der gleichwohl dich noch Abba heißt: Gott sei mir Sünder gnädig!( 6919 4. Mein Abba, schaue Jesum an, den Gnadenthron der Sünder, der für die Welt genug gethan, durch den wir Gottes Kinder im gläubigen Vertrauen sind: der ists, bei dem ich Ruhe find, sein Herz ist ja gutthätig. Ich fasse ihn und laß ihn nicht, bis Gottes Herz mitleidig bricht. Gott sei mir Sünder gnädig! visite 5. Regiere doch mein Herz und Sinn in diesem ganzen Leben; du bist mein Gott und was ich bin, bleibt ewig dir ergeben. Ach heilige mich ganz und gar, laß meinen Glauben immerdar sein durch die Liebe thätig; und will es nicht fort, wie es soll, so ruf ich, wie mein Herz ist voll: Gott sei mir Sünder gnädig! 110 Mel. 160: Straf mich nicht in deinem 2c. Sichrer Mensch, noch ist es Zeit, aufzustehn vom Schlafe; nah ist dir die Ewigkeit, nahe Lohn und Strafe. Hör, Gott spricht! Säume nicht, seinen Ruf zu hören und dich zu bekehren. 2. Noch tönt nicht zum Weltgericht der Posaune Stimme, noch sinkt dieser Erdball nicht vor des Richters Stimme. Aber bald, bald erschallt Gottes Ruf: zu Erden sollst du wieder werden! 3. Kommt nun, eh du es gedacht, in der Sünde Freuden deines Lebens letzte Nacht, was wirst du dann leiden, wann dein Herz, von dem Schmerz deiner Schuld zerrissen, wird verzagen müssen! 4. Wann vor deinem Antlitz sich jede Sünd enthüllet, wann dann jede, jede dich ganz mit Graun erfüllet, nichts dich dann stärken kann, keine deiner Freuden, was wirst du dann leiden! 6. Mein Leben und mein Sterben ruht allein auf deiner Gnade; 5. Nah dem Untergang wirst mir geh es gleich bös oder gut, du an des Grabes Stufen, bang gieb nur, daß es nicht schade. um Troft und Seelenruh, dann Kommt dann das letzte Stündlein vergebens rufen: Rette, Gott, mich an, so sei mir auf der Todesbahn, vom Tod! Rette noch im Sterben mein Jesu, selbst beirätig; und mich von dem Verderben! wenn ich nicht mehr sprechen kann, so nimm den letzten Seufzer an: Gott sei mir Sünder gnädig. Ernst Balentin Löscher.+ 1749 6. Noch, noch wandelst du, o Christ, auf des Lebens Pfade; nahe zur Errettung ist dir noch Jesu Gnade. Eil ihr zu! du wirst Bußtag. Ruh für dein Herz empfinden und doch sagen hat er nicht gewollt, Vergebung finden. sol og Christoph Christian Sturm.+ 1786. daß du bis morgen leben sollst. Daß du mußt sterben, ist dir fund; verborgen ist die Todesstund. 6. Heut lebst du, heut bekehre dich! Eh morgen kommt, kanns ändern sich. Wer heut ist frisch, gesund und rot, ist morgen krank, ja wohl gar tot. Schläfst du in deinen Sünden ein, fährst du dahin zur ewgen Pein.d 7. Hilf, o Herr Jesu, hilf du mir, daß ich noch heute komm zu dir und Buße thu den Augenblick, niseh mich der schnelle Tod hinrück, auf daß ich heut und jederzeit zu meiner Heimfahrt sei bereit. Johann Heermann. † 1647. 113 189. di nolu Mel. 165: Bater unser im Himmelreich 2c. Hefet. 33, 11. So o wahr ich lebe, spricht dein Gott, mir ist nicht lieb des Sünders Tod; vielmehr ist dies mein Wunsch und Will, daß er von Sünden halte still, von seiner Bosheit kehre sich und lebe mit mir ewiglich. 2. Dies Wort bedenk, o Menschenkind, verzweifle nicht in deiner Sünd. Hier findest du Trost, Heil und Gnad, die Gott dir zugesaget hat, und zwar mit einem teuren Eid. O selig, dem die Sünd ist leid! 190. Mel. 180: Wer nur den lieben Gott 2c. 3. Doch hüte dich vor Sicher- Wir liegen hier zu deinen Füßen, heit; denk nicht: zur Buß ist noch wohl Zeit, ich will mich erst des Lebens freun, und werd ich dessen müde sein, alsdann will ich bekehren mich, Gott wird wohl mein erbarmen sich. 4. Wahr ists, Gott ist wohl stets bereit dem Sünder mit Barmherzigkeit; doch wer auf Gnade fündigt hin, fährt fort in seinem bösen Sinn und seiner Seelen selbst nicht schont, der wird mit Ungnad abgelohnt. 5. Gnad hat dir zugesaget Gott durch Jesu Christi Blut und Tod; ach Herr von großer Güt und Treu, und fühlen leider im Gewissen, wie reif zur Strafe jeder sei. Das Maß der Sünden ist erfüllt. Ach weh uns, wenn du strafen willst! 2. Du bist gerecht, wir lauter Sünder; wie wollen wir vor dir bestehn? Wir sind die ungeratnen Kinder, die des Verderbens Wege gehn. Verbirgst du deinen Gnadenschein, wir müßten ganz verloren sein. 3. Doch, Vater, denk an deinen Namen, gedenk an deinen lieben 8 114 Bußtag. Sohn! Dein Wort heißt immer Ja und Amen, dein Eidschwur zeuget selbst davon. Du willst der Sünder Tod ja nicht. Ach geh mit uns nicht ins Gericht. Schoß und mach uns aller Plagen los. 6. Gieb Fried im Land und im Gewissen, gesunde Luft, wohlfeile Zeit; laß Lieb und Treu sich stetig küssen und fördre die Gerechtigfeit. Krön unser Feld mit deinem Gut; nimm Kirch und Haus in deine Hut. 4. Das teure Blut von deinem Sohne schreit für uns um Barmherzigkeit. Schau doch von deinem Gnadenthrone und denke noch der alten Zeit, da du auch Gnade hast erzeigt, dein Herz dem Sünder zugeneigt. 5. Ach laß die wohlverdiente Strafe nicht über unsre Häupter gehn, daß wir nicht als verlorne Schafe von deiner Huld verlassen sein! stehn. Ach sammle uns in deinem 7. So wollen wir dir Opfer bringen, dein eigen sein mit Leib und Seel. Es soll dein Lob gen Himmel dringen, und dein erlöstes Israel stimm in die Lieder Zions ein: Der Herr soll mein Gott ewig Benjamin Schmold. † 1737. 15 II. Die christliche Kirche und die ihr anvertrauten Gnadenmittel. modul Die christliche Kirche. stind isdilar 4790 zu, auf dieser Erd ist keine Ruh; viel Sekten und groß Schwärmerei auf einen Haufen kommt herbei. 6. Den stolzen Geistern wehre doch, die sich mit Gwalt erheben hoch und bringen stets was Neues her, zu fälschen deine rechte Lehr. 191. Mel. 68: Herr Jesu Christ, dich 2c. Lut. 24, 29. Ach bleib bei uns, Herr Jesu Christ, weil es nun Abend wor= den ist; dein göttlich Wort, das helle Licht, laß ja bei uns auslöschen nicht. 2. In dieser letztn, betrübten Zeit verleih uns, Herr, Beständigkeit, daß wir dein Wort und Sakrament rein bhalten bis an unser End. 3. Herr Jesu, hilf, dein Kirch erhalt; wir sind gar sicher, träg und kalt; gieb Glück und Heil zu deinem Wort, damit es schall an jedem Ort. 4. Erhalt uns nur bei deinem Wort und wehr des Teufels Trug und Mord; gieb deiner Kirche Gnad und Huld, Fried, Einigkeit, Mut und Geduld. 5. Ach Gott, es geht gar übel 7. Die Sach und Ehr, Herr Jesu Christ, nicht unser, sondern dein ja ist; darum so steh du denen bei, die sich auf dich verlassen frei. 8. Dein Wort ist unsers Herzens Truß und deiner Kirche wahrer Schutz; dabei erhalt uns, lieber Herr, daß wir nichts anders suchen mehr. 9. Gieb, daß wir Iebn in deinem Wort und darauf endlich fahren fort von hinnen aus dem Jammerthal zu dir in deinen Himmelssaal. Nürnberger Gesangbuch von 1611. vers 3-9 von Nitolaus Selneder. † 1592. 8* 116 Die christliche Kirche. 192. Mel. 26: Chriftus, der ist mein Leben. Ach bleib mit deiner Gnade bei uns, Herr Jesu Christ, daß uns hinfort nicht schade des bösen Feindes List. 2. Ach bleib mit deinem Worte bei uns, Erlöser wert, daß uns beid hier und dorte sei Güt und Heil beschert. 3. Ach bleib mit deinem Glanze bei uns, du wertes Licht; dein Wahrheit uns umschanze, damit wir irren nicht.de 4. Ach bleib mit deinem Segen bei uns, du reicher Herr; dein Gnad und alls Vermögen in uns reichlich vermehr. 010 5. Ach bleib mit deinem Schuße bei uns, du starker Held, daß uns der Feind nicht truke, noch fäll die böse Welt. 6. Ach bleib mit deiner Treue bei uns, mein Herr und Gott, Beständigkeit verleihe, hilf uns aus aller Not. XL 1190 Jofua Stegmann. † 1632. $ 15 wahr, der Glaub ist auch verloschen gar bei allen Menschenkindern. 2. Sie lehren eitel falsche List, was eigner Witz erfindet; ihr Herz nicht Eines Sinnes ist, in Gottes Wort gegründet. Der wählet dies, der andre das, fie trennen uns ohn alle Maß, und gleißen schön von außen. 3. Gott woll ausrotten alle gar, die falschen Schein uns lehren; dazu ihr Zung stolz offenbar spricht: Trotz! wer wills uns wehren? Wir haben Recht und Macht allein; was wir sehen, das gilt gemein. Wer ist, der uns soll meistern? 4. Darum spricht Gott: Ich muß auf sein, die Armen sind verstöret; ihr Seufzen dringt zu mir herein, ich hab ihr Klag erhöret. Mein heilsam Wort soll auf den Plan, getrost und frisch sie greifen an und sein die Kraft der Armen. 5. Das Silber, durchs Feur siebenmal bewährt, wird lauter funden; an Gottes Wort man warten soll desgleichen alle Stunden. Es will durchs Kreuz bewähret sein; da wird sein Kraft erkannt und Schein, und leucht 193. Eigene Melodie. 2.10.0 Pfalm 12. en Ach Gott, vom Himmel sieh stark in die Lande. darein und laß dich des erbarmen! Wie wenig sind der Heilgen dein, verlassen sind wir Armen. Dein Wort man läßt nicht haben fohlen sein, daß sichs in uns 6. Das wollst du, Gott, bewahren rein vor diesem argen Gschlechte; und laß uns dir be Die christliche Kirche. 117 nicht flechte. Der gottlos Hauf Wir werden durch das Wort der sich umher findt, wo diese losen Leute sind in deinem Volk erhaben. Gnaden auch zur Gemeinschaft jener Schar, die um das Lamm beständig war*), gelockt und kräftig eingeladen.*) Off. Joh. 7, 9. Martin Luther. † 1546. 2. Nur Menschen, die von Gott geboren, die unter Einem Haupte stehn, die hat der Herr sich auserkoren, die läßt er Wunderliebe sehn. Gemeinschaft mit dem Vater haben und mit dem Sohn im heilgen Geist, das ist, was ihre Seele speist, nur das kann sie vollkommen laben. 194. Mel. 108: Lobet den Herren, alle 2c. Christe, du Beistand deiner Kreuzgemeine, eile! mit Hilf und Rettung uns erscheine! Steure den Feinden, ihre Blutgedichte mache zu nichte! 2. Streite doch selber für dein arme Kinder, wehre dem Teufel, feine Macht verhinder; alles, was kämpfet wider deine Glieder, stürze darnieder! 3. Frieden in Kirch und Schulen uns beschere; Frieden zugleich der Obrigkeit gewähre; Frieden dem Herzen, Frieden dem Gewissen gieb zu genießen. 4. Also wird zeitlich deine Güt erhoben, also wird ewig und ohn Ende loben dich, o du Wächter deiner armen Herde, Himmel und Erde. Matthäus Apelles von Löwenstern. † 1648. 195. Mel. 116: Mein Jesu, dem die 2c. ein Wort, o Herr, bringt uns zusammen, da wir in der Gemeinschaft stehn, es läßt an uns die heilgen Flammen des Glaubens und der Liebe sehn. 3. Der Glaubensgrund, auf dem wir stehen, ist Christus und sein teures Blut; das einge Ziel, darauf wir sehen, ist Christus, unser höchstes Gut; sein Wort die Regel, die wir kennen, nicht dieser oder jener Ort. Dies ist, was wir nach seinem Wort die heilige Gemeine nennen. 4. Was ist das für ein himmlisch Leben, mit Vater, Sohn und heilgem Geist in seliger Gemeinschaft schweben, genießen das, was Gott geneußt! Wie flammen da die süßen Triebe! Gott schüttet in sein geistlich Haus die ganze Gnadenfülle aus; hier wohnet Gott, die ewge Liebe. 5. Der Vater liebt und herzt die Kinder und schenkt den Geist, der Abba schreit, des Sohnes Treue schmückt die Sünder mit ewiger Gerechtigkeit, der heilge Geist tritt mit dem Öle des Frie 118 Die christliche Kirche. dens und der Freude zu; dann schenkindern; drum konnt auch schmeckt das Herz die Gottes- Ruh, die Kraft durchdringet Leib und Seele. keine Macht der Welt, Herr, seinen Fortgang hindern. Dein Erbe bleibt dir immerdar und wird selbst von der Feinde Schar zu deinem Ruhm sich mehren. 3. Du wollest deine Herrschaft noch auf Erden weit verbreiten, und unter deinem sanften Joch zum Heil die Völker leiten. Vom Aufgang bis zum Niedergang bring alle Welt dir Preis und Dank und glaub an deinen Namen! 6. Die Eines Herren Leib gegessen, die stehen auch für Einen Mann. Macht sich der Feind an Eins vermessen, sobald greift er sie alle an. Sie fallen betend Gott zu Füßen und siegen in des Herren Kraft, sie wollen von der Brüderschaft der Heilgen nicht das Kleinste miſsen. 7. Sie wallen mit verbundnen Herzen durchs Thränenthal 4. Auch deine Feinde, die dich ins Vaterland, versüßen sich die schmähn, die frevelnd sich empören, bittern Schmerzen, eins reicht laß deiner Gnade Wunder sehn, dem andern seine Hand, und daß sie sich noch bekehren. Lehr wollen sich mit Freuden dienen, sie mit uns gen Himmel schaun mit Herz und Auge, Hand und und unerschüttert im Vertraun Fuß, bis zu dem völligen Ge- auf deine Zukunft warten. nuß des großen Guts: Ich, ich in ihnen. Fome Johann Ludwig Konrad Allendorf. † 1773. 5. Uns, deine Gläubgen, wolleft du fest in der Wahrheit gründen, daß wir für unsre Seelen Ruh in deiner Gnade finden. Mach unfers Glaubens uns gewiß; vor Irrtum und vor Finsternis bewahr uns bis ans Ende. 196. Mel. 45: Es ist das Heil uns 2c. 6. Dein Geist führ uns auf Die Feinde deines Kreuzes ebner Bahn und heilge unsern drohn, dein Reich, Herr, zu zer Willen, so wird dein Volk, dir stören. Du aber, Mittler, Gottes unterthan, gern dein Gesetz erfülSohn, kannst ihrem Troße weh- len, bis du erscheineft zum Gericht ren. Dein Thron bestehet ewig- und dann vor deinem Angesicht lich; vergeblich wird sich wider die Menschenkinder sammelst. dich die Macht der Hölle rüsten. 2. Dein Reich ist nicht von dieser Welt, kein Werk von Men7. Voll Zuversicht erwarten dich, Herr, alle deine Frommen, und freun des großen Tages sich, Die christliche Kirche. 198. da du wirst wieder kommen. Dann werden wir, o Gottessohn, den uns verheißnen Gnadenlohn, Mel. 73: Herzliebster Jesu 2c. dein Himmelreich, ererben. Herr, unser Gott, laß nicht zu Balthafar Münter. † 1793. schanden werden die, so in ihren Nöten und Beschwerden bei Tag und Nacht auf deine Güte hoffen und zu dir rufen. 2. Mache zu schanden alle, die dich hassen, die sich allein auf ihre Macht verlassen. Ach kehre dich mit Gnaden zu uns Armen, laß dichs erbarmen! 3. Und schaff uns Beistand wider unsre Feinde; wenn du ein Wort sprichst, werden sie bald Freunde; sie müssen Wehr und Waffen niederlegen, kein Glied mehr regen. 4. Wir haben niemand, dem wir uns vertrauen, vergebens ists, auf Menschenhilfe bauen; mit dir wir wollen Thaten thun und kämpfen, die Feinde dämpfen. 5. Du bist der Held, der sie kann untertreten und das bedrängte kleine Häuflein retten. Wir suchen dich, wir schrein in Jesu Namen: Hilf, Helfer, Amen. Johann Heermann. † 1647. 197. Eigene Melodie. 43. Psalm 67. Es wolle Gott uns gnädig sein und seinen Segen geben; sein Antlik uns mit hellem Schein erleucht zum ewgen Leben, daß wir erkennen seine Werk, was ihm geliebt auf Erden, und Jesu Christi Heil und Stärk bekannt den Heiden werden und sie zu Gott bekehren. 119 2. So danken, Gott, und loben dich die Heiden überalle; und alle Welt die freue sich und sing mit großem Schalle, daß du auf Erden Richter bist und läßt die Sünd nicht walten; dein Wort die Hut und Weide ist, die alles Volk erhalten, in rechter Bahn zu wallen. 3. Es danke, Gott, und lobe dich das Volk in guten Thaten; das Land bringt Frucht und bessert sich, dein Wort ist wohlgeraten. Uns fegne Vater und der Sohn, uns segne Gott, der 199. Mel. 137: D du Liebe meiner Liebe 2c heilge Geist, dem alle Welt die Herz und Herz vereint zusamEhre thu, vor ihm sich fürchte allermeist. Nun sprecht von Herzen Amen! Martin Luther. † 1546. men sucht in Gottes Herzen Ruh, lasset eure Liebesflammen lodern auf den Heiland zu! Er das 120 Die christliche Kirche. Haupt, wir seine Glieder, er das Licht, und wir der Schein, er der Meister, wir die Brüder, er ist unser, wir sind sein. in 2. Kommt, ach kommt, ihr Gotteskinder, und erneuert euren Bund! Schwöret unserm Überwinder Lieb und Treu von Her zensgrund; und wenn eurer Liebeskette Festigkeit und Stärke fehlt, o so flehet um die Wette, bis sie Jesus wieder stählt. welchen du sein Herz enthüllet, auch in seine Liebe zieh, und daß, wie du eins mit ihnen, also sie auch eines sein, sich in wahrer Liebe dienen und einander gern erfreun. 7. Friedefürst, laß deinen Frieden steis in unsrer Mitte ruhn, unser Tagewerk hienieden all in Einem Geist uns thun; denn, wie kann die Last auf Erden und des Glaubens Ritterschaft besser uns verfüßet werden, als durch deiner Liebe Kraft? 3. Legt es unter euch, ihr Glieder, auf so treues Lieben an, daß ein jeder für die Brüder 8. Liebe, hast du es geboten, auch das Leben lassen kann. So daß man Liebe üben soll, o so hat uns der Freund geliebet, so mache doch die toten, trägen vergoß er dort sein Blut; denkt Geister lebensvoll; zünde an die doch, wie es ihn betrübet, wenn ihr selbst euch Eintrag thut. 4. Halleluja! welche Höhen, welche Tiefen reicher Gnad, daß wir dem ins Herze sehen, der 9. Laß uns so vereinigt weruns so geliebet hat, daß der den, wie du mit dem Vater bist, Vater aller Geister, der der bis schon hier auf dieser Erden Wunder Abgrund ist, daß du, fein getrenntes Glied mehr ist, unsichtbarer Meister, uns so fühl- und allein von deinem Brennen bar nahe bist! on nehme unser Licht den Schein: also wird die Welt erkennen, daß wir deine Jünger sein. Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann: wir, als die von Einem Stamme, stehen auch für Einen Mann. 5. Ach du holder Freund, vereine deine dir geweihte Schar, daß sie sich so herzlich meine, wies dein letzter Wille war. Ja verbinde in der Wahrheit, die du selbst im Wesen bist, alles, was von deiner Klarheit in der That erleuchtet ist. 200. byt Mel. 10: Alles ist an Gottes 2c. Jesu, der du bist alleine Haupt 6. So wird dein Gebet er= füllet, daß der Vater alle die, und König der Gemeine, segne Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf. † 1760. 309 Die christliche Kirche. 121 du kennst sie wohl. mich, dein armes Glied! Wollst jedem solchen Segen, wie es not, mir neuen Einfluß geben deines Geistes, dir zu leben; stärke mich durch deine Güt! fax 2. Ach, dein Lebensgeist durch bringe, Gnade, Kraft und Segen bringe deinen Gliedern allzumal, wo sie hier zerstreuet wohnen unter allen Nationen, die du kenneft überall.and 3. O wie lieb ich, Herr, die Deinen, die dich suchen, die dich meinen, o wie köstlich sind sie mir! Du weißt, wie michs oft erquicket, wenn ich Seelen hab erblicket, die sich ganz ergeben dir. 4. Ich umfasse, die dir dienen, ich vereinge mich mit ihnen, und vor deinem Angesicht wünsch ich Zion tausend Segen; stärke sie in deinen Wegen, führe sie in deinem Licht! i ni tof 8. Ach besuch zu dieser Stunde ihre Herzen und im Grunde sie erfreu in dir allein; zieh mit deinen Liebeszügen ihre Lust und ganz Vergnügen wesentlich in dich hinein. 9. Teuer hast du uns erworben, da du bist am Kreuz gestorben; denke, Jesu, wir sind dein. Halt uns fest, so lang wir leben und in dieser Wüste schweben, laß uns nimmermehr allein; 7. Sonderlich gedenke deren, die es, Herr, von mir begehren, daß ich für sie beten soll. Auf dein Herz will ich sie legen, gieb du 10. Bis wir einst mit allen Frommen dort bei dir zusammenkommen und, von allen Flecken rein, da vor deinem Throne stehen, uns in dir, dich in uns sehen, ewig eins in dir zu sein. Gerhard Tersteegent. † 1769. 5. Die in Kreuz und Leiden leben, stärke, daß sie ganz ergeben 201,116 nor ihre Seel in deine Hand; laß fie Jesu Christe, wahres Licht, Mel. 143: O Jesu Christ, meins 2c. dadurch werden kleiner und von allen Schlacken reiner, völlig zu dir hingewandt. erleuchte, die dich kennen nicht, und bringe sie zu deiner Herd, daß ihre Seel auch selig werd. 6. Laß die Deinen noch auf Erden ganz nach deinem Herzen werden, mache deine Kinder schön, abgeschieden, klein und stille, sanft, einfältig, wie dein Wille, und wie du sie gern willst sehn. 2. Erfüll mit deinem Gnadenschein, die in Irrtum verführet sein; auch die, so heimlich noch ficht an in ihrem Sinn ein falscher Wahn. 3. Und was sich sonst verlaufen hat von dir, das suche du mit Gnad und ihr verwundt Gewissen heil, laß sie am Himmel haben teil. 122 Die christliche Kirche. 104. Den Tauben öffne das Ge- für in Einem Geiste diene dir, in hör, die Stummen richtig reden deiner Liebe lebe. lehr, die nicht bekennen wollen frei, was ihres Herzens Glaube fei. dn5. Erleuchte, die da sind ver- gißt, im Unverstande brennet, blendt, bring her, die sich von wie alles in Verwirrung geht, uns getrennt. Versammle, die da eins das andre nicht versteht, zerstreuet gehn, mach feste, die im sich ohne Not entzweiet. Zweifel stehn. 6. So werden sie mit uns zugleich auf Erden und im Himmelreich, hier zeitlich und dort ewiglich, für solche Gnade preisen dich. 5. Ach Herr, hilf solchem Übel ab, versammle deine Herde, daß unter deines Wortes Stab sie wieder einig werde, daß dein Band der Vollkommenheit, die Liebe, uns aus allem Streit in deinem Geiste bringe. Johann Heermann. † 1647. 6. Wie schön und lieblich sieht es aus, wenn Brüder sind beisammen einträchtiglich in Einem Haus und stehn in Liebesflammen, wenn sie im Geist zusammenstehn, zu Gott in Einem Sinne gehn und halten an mit Beten. 7. Dann fließet Gottes Geist und Gnad von Christo zu uns nieder auf die, so er erwählet hat, und alle seine Glieder. Das ist die Frucht der Einigkeit: Heil, Segen, Leben allezeit und alle Himmelsgüter. Heinrich Georg Neuß. † 1716. 202. Mel. 45: Es ist das Heil uns 2c. Vater der Barmherzigkeit, der du dir deine Herden gesammelt zur Apostelzeit und herrlich lassen werden, du hast durch deines Geistes Kraft die große Schar der Heidenschaft zu deinem Reich berufen.d 1944 4. Ach, schaue, wie des Satans List sie jämmerlich zertrennet, wie man der Lieb im Streit ver2. Aus ihrer Mannigfaltigkeit des Streits und vieler Sprachen, dadurch sie in der Welt zerstreut sich von einander brachen, hat sie dein guter Geist geführt und sie mit Herrlichkeit geziert in Einigfeit des Glaubens. 203. Mel. 40: Erhalt uns, Herr, bei 2c. 3. Ach sei doch auch zu dieser Zeit uns, Vater, wieder gnädig, und mach uns von der Zungen Rett, o Herr Jesu, rett dein Streit hinwieder frei und ledig; Ehr, das Seufzen deiner Kirche gieb, daß dein Häuflein für und hör, der Feind Anschläg und Die christliche Kirche. 123 Macht zerstör, die jetzt verfolgen er wohl weiß, dir helfen schon, deine Lehr. dich und sein Wort erhalten. 3. So wahr Gott Gott ist und sein Wort, muß Teufel, Welt und Höllenpfort und was dem thut anhangen, endlich werden zu Schand und Spott. Gott ist mit uns, und wir mit Gott, den Sieg wolln wir erlangen. 2. Groß ist ihr List, ihr Truk und Macht, sie fahren hoch daher mit Pracht. All unsre Hoffnung wird verlacht, wir sind bei ihnen nichts geacht. 3. Vergieb uns unsre Missethat, vertilg uns nicht, erzeige Gnad. Beweis den Feinden in der That, es gelte wider dich kein Nat. 4. Steh deinem kleinen Häuf lein bei, aus Gnaden Fried und Ruh verleih; laß jedermann erkennen frei, daß hier die rechte Kirche sei. 5. Laß sehn, daß du seist unser Gott, der unsre Feinde setzt zu Spott und macht, daß kommt auf sein Gebot den Seinen Hilfe aus der Not. Johann Heermann. † 1647. 4. Amen! das hilf, Herr Jesu Christ; dieweil du unser Schutzherr bist, hilf uns durch deinen Namen; so wollen wir, deine Gemein, dich loben und dir dankbar sein und fröhlich singen Amen! Gustav Adolfs Feldlied von Johann Michael Altenburg. † 1640. 204. Mel. 101: Kommt her zu mir, spricht 2c. Verzage nicht, du Häuflein klein, obschon die Feinde willens sein, dich gänzlich zu verstören, und suchen deinen Untergang, davon dir wird recht angst und bang; es wird nicht lange währen. 2. Tröste dich nur, daß deine Sach ist Gottes, dem befiehl die Nach und laß es ihn nur walten. Er wird durch seinen Gideon, den P 205. Mel. 35: Dir, dir Jehova will 2c. Wach auf, du Geiſt der ersten Zeugen, die auf der Mauer treu als Wächter stehn, die Tag und Nächte nimmer schweigen, und die getrost dem Feind entgegengehn; ja, deren Schall die ganze Welt durchdringt und aller Völker Scharen zu dir bringt. 2. O daß doch bald dein Feuer brennte! O möcht es doch in alle Lande gehn! Ach Herr, gieb doch in deine Ernte viel Knechte, die in treuer Arbeit stehn! O Herr der Ernte, siehe doch darein: die Ernt ist groß, die Zahl der Knechte klein. 3. Dein Sohn hat ja mit klaren Die christliche Kirche. Gottes sei. Worten uns diese Bitte in den daß Kirch und Schul ein Garten Mund gelegt. O siehe, wie an allen Orten sich deiner Kinder Herz und Sinn bewegt, dich herzinbrünstig hierum hierum anzuflehn. Drum hör, o Herr, und sprich: Es soll geschehn. 8. Laß jede hoh und niedre Schule die Werkstatt deines guten Geistes sein; ja site du nur auf dem Stuhle und präge dich der Jugend selber ein, daß treue Lehrer überall erstehn, die, Herr, zu dir für deine Kirche flehn. 4. Ja gieb dein Wort mit großen Scharen, die in der Kraft Evangelisten sein; laß eilend Hilf uns widerfahren und brich in Satans Reich mit Macht hinein. O breite, Herr, auf weitem Erdenkreis dein Reich bald aus zu deines Namens Preis. 9. Herr, zürne nicht, daß ich so bitte, da ich vor dir nur Staub und Asche bin. Du als der Brunnquell aller Güte giebst selber mir etwas von deinem Sinn, daß mich der Menschen Elend jammern kann. Drum bitt ich, Herr, o nimm mein Bitten an! Karl Heinrich von Bogakky. † 1774. 124 5. Ach daß die Hilf aus Zion käme, o daß dein Geist so, wie dein Wort verspricht, dein Volk aus dem Gefängnis nähme! O würd es doch nur bald vor Abend licht! Ach reiß, o Herr, den Him206. Mel. 169: Wachet auf, ruft uns 2c. mel bald entzwei und komm herab Wachet auf, erhebt die Blicke! zur Hilf und mach uns frei. Laut mahnen uns die Weltgeschicke, es dränget hart der Brüder Not. Seht, gekommen ist die Stunde, die uns vereint zu schönem Bunde, zu thun, was uns der Herr gebot! Laßt nicht die Hände ruhn, auf, laßt uns Gutes thun allen Menschen im rechten Geist, doch wie es heißt: An Glaubensbrüdern allermeist. 6. Ach laß dein Wort recht schnelle laufen; es sei kein Ort ohn dessen Glanz und Schein! Ach führe bald dadurch mit Haufen der Heiden Füll in alle Thore ein! Ja wecke doch auch Israel bald auf und also segne deines Wortes Lauf! 7. O beffre Zions wüste Stege; und was dein Wort im Laufe hindern kann, das räum, 2. Wachet auf, schaut an das ach räum aus jedem Wege! Gute, das ihr der Väter Mut Vertilg, o Herr, den falschen und Blute und ihrer GlaubensGlaubenswahn und mach uns treu verdankt. Auf und tilgt die bald von jedem Mietling frei, alten Schulden, wie lange soll Missionslieder. sich noch gedulden das Schifflein, Sonnenglanz, der Erntekranz das im Sturme schwankt? Eilt ihm zur Hilf herbei, es rudert froh und frei, wenn ihm Liebe die Segel schwellt, hindurch die Welt, Gott ist es, der das Steuer hält. 125 wiegt auf die Mühe voll und ganz. 3. Wachet auf! In allen Landen erheben sich, vom Tod erstanden, die Zeugen frischer Glaubensmacht; werdet müde nicht im Werke, der Gott des Rechts ist unsre Stärke, und seinem Lichte weicht die Nacht. Drum wirkt, so lang es Tag, so heiß er glühen ist unsre Zuversicht! mag; reift doch die Frucht im er Karl Rudolf Hagenbach. † 1874. 2. Missionslieder. 2. Jm Himmel und auf Erden ist alle Macht nur dein, bis alle Völker werden zu deinen Füßen sein, bis die von Süd und Norden, bis die von Ost und West sind deine Gäste worden bei deinem Hochzeitfest. 4. Wachet auf! die Zeit zum Wachen soll alle Glieder munter machen, und feines trete scheu hintan. Leidet Eins, so leiden alle, drum wachet, daß nicht Eines falle, und stehet freudig Mann für Mann. So streitet wacker fort und haltet fest am Wort! Hoch vom Himmel strahlt uns das Licht, es trüget nicht; der Herr 3. Noch werden sie geladen, noch gehn die Boten aus, um mit 207. dem Ruf der Gnaden zu füllen dir dein Haus. Es ist kein Preis zu teuer, es ist kein Weg zu Mel. 79: Ich dank dir, lieber 2c. Der du in Todesnächten er- schwer, zu streun dein Lebensfeuer ins weite Völkermeer. kämpft das Heil der Welt und dich als den Gerechten zum Bürgen dargestellt, der du den Feind bezwungen, den Himmel aufgethan: dir stimmen unsre Zungen ein Halleluja an. 4. So ziehen deine Flammen wie Sonnen um die Welt, Getrenntes fließt zusammen, das Dunkle wird erhellt; und wo dein Name schallet, du König Jesu Christ, ein selig Häuflein wallet dahin, wo Friede ist. 5. D sammle deine Herden dir aus der Völker Zahl, daß viele selig werden und ziehn zum Abendmahl! Schleuß auf die hohen Pforten, es strömt dein Volk heran; wos noch nicht Tag geworden, da zünd ein Feuer an! Christian Gottlob Barth. † 1862. 126 Missionslieder. grasa 208. Mel. 79: Ich dank dir, lieber 2c. Der du zum Heil erschienen der allerärmsten Welt und von den Cherubinen zu Sündern dich gefellt, den sie mit frechem Stolze verhöhnt für seine Huld, als du am Marterholze versöhntest ihre Schuld! 2. Damit wir Kinder würden, gingst du vom Vater aus, mahmst auf dich unsre Bürden und bautest uns ein Haus. Von Westen und von Süden, von Morgen ohne Zahl find Gäste nun beschieden zu deinem Abendmahl. 6. Und siehe, tausend Fürsten, mit Völkern ohne Licht, stehn in der Nacht und dürften nach deinem Angesicht! Auch sie hast du gegraben in deinen Priesterschild, am Brunnquell sie zu laben, der dir vom Herzen quillt. dich gemüht und selbst den öden Norden, den ewges Eis bedrückt, zu deines Himmels Pforten erbarmend hingerückt. 5. Drum kann nicht Ruhe werden, bis deine Liebe siegt, bis dieser Kreis der Erden zu deinen Füßen liegt, bis du im neuen Leben die ausgeföhnte Welt dem, der sie dir gegeben, vors Angesicht geſtellt. 7. So sprich dein göttlich Werde! laß deinen Odem wehn, daß auf der finstern Erde die Toten auferstehn, daß, wo man Götzen fröhnet und vor den Teufeln kniet, ein willig Volk versöhnet zu deinem Tempel zieht. 8. Wir rufen, du willst hören; wir fassen, was du sprichst; dein Wort muß sich bewähren, womit du Fesseln brichst. Wie viele sind zerbrochen! wie viele sinds noch nicht! O du, ders uns versprochen, werd aller Heiden Licht! Albert Knapp. † 1864. 3. Im schönen Hochzeitkleide, von allen Flecken rein, führst du zu deiner Freude die Völkerscharen ein; und welchen nichts verkündigt, kein Heil verheißen war, die bringen nun entsündigt dir Preis und Ehre dar. 209. 4. Du hast dem ärmsten Sklaven, wo heiß die Sonne wie Mel. 95: Jefus, meine Zuversicht 2c. deinen andern Schafen zuliebe Eine Herde und Ein Hirt! Wie wird dann dir sein, o Erde, wenn sein Tag erscheinen wird! Freue dich, du kleine Herde, mach dich auf und werde licht! Jesus hält, was er verspricht. 2. Hüter, ist der Tag noch fern? Schon ergrünt es auf den Weiden, und die Herrlichkeit des Herrn nahet dämmernd sich den Heiden, blinde Pilger flehn um Licht; Jesus hält, was er verspricht. Missionslieder. 3. Komm, o komm, getreuer Hirt, daß die Nacht zum Tage werde; ach wie manches Schäflein irst fern von dir und deiner Herde! Kleine Herde, zage nicht! Jesus hält, was er verspricht. 4. Sieh, das Heer der Nebel flieht vor des Morgenrotes Helle, und der Sohn der Wüste kniet dürstend an der Lebensquelle, ihn umleuchtet Morgenlicht; Jesus hält, was er verspricht. 5. Gräber harren aufgethan; rauscht, verdorrete Gebeine, macht dem Bundesengel Bahn, großer Tag des Herrn, erscheine! Jesus ruft: Es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. 6. O des Tags der Herrlichkeit! Jesus Christus, du die Sonne, und auf Erden weit und breit Licht und Wahrheit, Fried und Wonne! Mach dich auf, es werde Licht! Jesus hält, was er verspricht. Friedrich Abolf Krummacher.+ 1845. 127 Verbirg uns nicht das Gnadenlicht von deinem heilgen Angesicht. 2. Nicht wir haben dich erwählet, du selbst hast unsre Zahl gezählet nach deinem ewgen Gnadenrat. Unsre Kraft ist schwach und nichtig, und keiner ist zum Werke tüchtig, der nicht von dir die Stärke hat. Drum brich den eignen Sinn, denn Armut ist Gewinn für den Himmel. Wer in sich schwach, folgt, Herr, dir nach und trägt mit Ehren deine Schmach. 3. D Herr Jesu, Ehrenkönig! die Ernt ist groß, der Schnitter wenig, drum sende treue Zeugen aus; send auch uns hinaus in Gnaden, viel frohe Gäste einzuladen zum Mahl in deines Vaters Haus. Wohl dem, den deine Wahl beruft zum Abendmahl im Reich Gottes! Da ruht der Streit, da währt die Freud heut, gestern und in Ewigkeit. 4. Schau auf deine Millionen, die noch im Todesschatten wohnen, von deinem Himmelreiche fern. Seit Jahrtausenden ist ihnen kein Evangelium erschienen, kein gnaMel. 169: Wachet auf, ruft uns 2c. denreicher Morgenstern. Glanz 210. Einer ists, an dem wir hangen, der Gerechtigkeit, geh auf, denn es der für uns in den Tod gegangen ist Zeit! Komm, Herr Jesu! Zieh und uns erkauft mit seinem Blut. uns voran und mach uns Bahn; Unfre Leiber, unsre Herzen gehö- gieb deine Thüren aufgethan. ren dir, o Mann der Schmerzen, 5. Heiland, deine größten Dinge in deiner Liebe ruht sichs gut. beginnest du still und geringe; was Nimm uns zum Eigentum, be- sind wir Armen, Herr, vor dir? reite dir zum Ruhm deine Kinder. Aber du wirst für uns streiten 128 und uns mit deinen Augen leiten, 3. Heile die zerbrochnen Herzen, auf deine Kraft vertrauen wir. baue dir Jerusalem und verbinde Dein Senfkorn, arm und klein, ihre Schmerzen; laß, was vor dir wächst endlich ohne Schein doch angenehm, durch der Bundeszum Baume, weil du, Herr Christ, schriften Zucht noch erblühn zur sein Hüter bist, dem es von Gott ewgen Frucht. vertrauet ist.wrist das bin 14. Wo du sprichst, da muß zer4102 240 Albert Knapp. † 1864. 4. gehen, was der starre Frost geMissionslieder. apie mod dire baut, denn in deines Geistes Wehen wird es linde, schmilzt und taut. Herr, thu auf des Wortes Mel. 169: Wachet auf, ruft uns 2c. König Jesu, streite, siege, daß Thür, ruf die Seelen all zu dir. 5. Es sei keine Sprach noch alles bald dir unterliege, was lebt und webt in dieser Welt. Blick Rede, da man nicht die Stimme auf deine Friedensboten, laß öde, wo nicht dein Gesetzbuch auf deine Friedensboten, laß hört, und kein Land so fern und wehen deinen Lebensodem durchs lehrt; laß den hellen Freudenganze weite Totenfeld. Erhöre schall siegreich ausgehn überall. unser Flehn und laß es bald geschehn! Amen! Amen! So rühmen wir und jauchzen dir ein Halleluja für und für. Kammer, laufe deinen Heldenpfad, 6. Geh, du Bräutgam, aus der strahle Tröstung in den Jammer, der die Welt verdunkelt hat. D erleuchte, ewges Wort, Ost und West und Süd und Nord. ubi Unbekannter Dichter. Um 1850. di masing Jus 212. ise 211, nonci Diste 7. Komm, erquick auch unsre Mel. 100: Komm, o tomm, bu Geift ze. Seelen, mach die Augen hell und Licht, das in die Welt gekommen, klar, daß wir dich zum Lohn erSonne voller Glanz und Pracht, wählen, vor den Stolzen uns beMorgenstern aus Gott entglom- wahr. Ja, laß deinen Himmelsmen, treib hinweg die alte Nacht, schein unsres Fußes Leuchte sein! zieh in deinen Wunderschein bald die ganze Welt hinein. Rudolf Stier. † 1862. ist fod 2. Gieb dem Wort, das von dir 213. zeuget, einen allgewaltgen Lauf, daß noch manches Knie sich beuget, sich noch manches Herz thut auf, eh die Zeit erfüllet ist, wo du richtest, Jesu Christ. 30 MIT Mel. 34: Die Tugend wird durchs 2. daß doch bald dein Feuer brennte, du unaussprechlich Liebender, und bald die ganze Welt Missionslieder. erkennte, daß du bist König, Gott und Herr! Erwecke, läutre und vereine des ganzen Christenvolkes Schar, und mach in deinem Gnadenscheine dein Heil noch jedem offenbar. 4. Kräftig Wort von Gottes Geist, der den Weg zum Himmel weist und durch seine heilge Kraft Wollen und Vollbringen schafft; 2. 3war brennt es schon mit heller Flamme jetzt hier und dort rein, alle Völker harren dein; walte fort, bis aus der Nacht alle Welt zum Tag erwacht. im Ost und West, dir, dem am 5. Wort des Lebens, stark und Kreuz erwürgten Lamme, ein herrlich Pfingst- und Freudenfeft; und noch entzünden Himmelsfunken so manches falte, tote Herz und machen Durstge freudetrunken und heilen Sünd und Höllenschmerz. 6. Auf, zur Ernt in alle Welt! weithin wogt das weiße Feld! klein ist noch der Schnitter Zahl, viel der Arbeit überall. 129 3. Wort von des Erlöfers Huld, der der Erde schwere Schuld durch des heilgen Todes That ewig weggenommen hat; 3. Schmelz alles, was sich trennt, zusammen und baue dei nen Tempel aus; laß leuchten deine heilgen Flammen durch deines Vaters ganzes Haus. Beleb, erleucht, erwärm, entflamme doch bald die ganze, weite Welt, und zeig dich jedem Völkerstamme 215.90 als Heiland, Friedefürst und Held. Mas rührt so mächtig Sinn und Mel. 183: Wie schön leuchtet ber xc. Johann Ludwig Frider. † 1766. .8 2. Wort vom Vater, der die Welt schuf und in den Armen hält, und aus seinem Schoß herab seinen Sohn zum Heil ihr gab. 214. no Mel. 128: Nun komm ber Heiben 2c. Land, Walte, walte nah und fern, allgewaltig Wort des Herrn, wo nur seiner Allmacht Ruf Menschen für den Himmel schuf. 7. Herr der Ernte, groß und gut, wirk zum Werke Lust und Mut, laß die Völker allzumal schauen deines Lichtes Strahl. Jonathan Friedrich Bahnmaier. † 1841. Herz, was hebt die Blicke himmelwärts, wem schallen die Gefänge? Zu dir drängt sich aus fernem vereinigt durch des Glaubens Band, der Völker frohe Menge. Heiland, Retter! deine Wahrheit füllt mit Klarheit unsre Erde, daß der Sünder selig werde. 2. Ein himmlisch Feuer ist entflammt durch dich, der aus dem Himmel stammt und uns zum Himmel leitet. Es glüht gewaltig 9 Missionslieder. fort und fort, wo sich dein selig- dulden Hohn und Schmerzen. machend Wort in Lauterkeit ver- Hilf uns, Heiland, und vermehre breitet. Glaube, Liebe füllt die dir zur Ehre deine Herde, daß Seelen, die dich wählen, läutert, dein Reich vollendet werde! reinigt, bis in dir sich alles einigt. B3. Herr, du giebst Sieg, dich preisen wir. Schon glüht der kalteg Pol von dir, o Licht, das allen scheinet; des Negers Sklavenkette Jonathan Friedrich Bahnmaier. † 1841. 216. Mel. 183: Wie schön leuchtet der zc. bricht, der Inseln Menge jauchzt Wes ist das Fest, zu wem empor dem Licht, das alle Völker einet. schallt der Gemeine heilger Chor Falscher Götter Tempelhallen sind mit frohen Feierliedern? Es gilt zerfallen; auf den Trümmern siehet des großen Königs Ruhm, dem man das Kreuz nun schimmern. Priester in dem Heiligtum, dem Haupt von vielen Gliedern. Droben loben ihn, den Meister, reine Geister, aber Sünder preisen ihn als Gottes Kinder. 4. Des blutgen Halbmonds Licht erbleicht, des Ostens falscher Schimmer weicht vor deiner Wahrheit Sonne! Schon blickt mit reuiger Begier ein Häuflein Jakobs, Herr, nach dir, ahnt der Vergebung Wonne. Ist die Fülle aller Heiden einst mit Freuden eingegangen, wird auch Jakob Heil erlangen. 130 2. ,, Wenn ich dereinst erhöhet bin, will ich sie alle zu mir ziehn": so hat sein Mund gesprochen. D süßes Licht, o selges Wort, das geht durch Erd und Himmel fort, der Tag ist angebrochen! Zeuget, beuget euch, ihr Höhen, Inseln, Seeen, Länder, Meere, Kinder Gottes, bringt ihm Ehre! 5. Dein Geist erfüll die Boten all, laß ihres Wortes Freudenschall durch alle Länder dringen; mit Kraft von oben angethan laß sie bekämpfen Sünd und Wahn, und Heil den Völkern bringen. Eins nur wolle, dich nur wähle ihre Seele, dir nur traue, wer da hilft am großen Baue! 3. Fest steht in Ewigkeit dein Thron! So singen wir, o Gottes Sohn, am Tage deiner Ehren. Weit streckst du von des Vaters Haus das Scepter deines Reiches aus und niemand wird dirs weh6. Vertilge alle Eigensucht, ren. Machtvoll, prachtvoll, unGemächlichkeit und Leidensflucht abwendlich wird doch endlich, und heilge dir die Herzen. Ver- Herr, den Deinen ganz dein hoher leih zu jedem Opfer Mut, für Rat erscheinen. dich zu wagen Gut und Blut, zu 4. Nicht Macht und Weisheit Kirchweih und bei Einweihung einer Kirche. 131 zeugest du. O komm und weck aus toter Ruh, die noch dein Heil nicht kennen, daß alle gläubig auferstehn, dem Bräutigam entgegengehn, daß alle Lampen brennen. Faß uns! Laß uns treue Hände bis zum Ende vor dir heben, bis du kommst, den Lohn zu geben. Albert Knapp. † 1864. dieser Welt, nicht was dem klugen Fleisch gefällt, das hast du nicht erforen. Dein Lebenswort, dein Geist und Blut, das ists, was alle Wunder thut, was dir uns neu geboren. Helle Quelle ewger Wahrheit, gieße Klarheit, Kraft und Milde in des Todes Nachtgefilde. 5. Ich komme bald!" so 40 3. Kirchweih und bei Einweihung einer Kirche. 217. an dies Haus, nach dir genennet, daß es kein Feind zerstören kann, wie hoch sein Eifer brennet. Stoß Mel. 45: Es ist das Heil uns 2c. Dreieinger, heilger, großer Gott! aus, was uns hier stören will, laß uns in dieses Hauses Still dich ohne Ende loben. Curren sich von des Himmels Höhen, wie hier vor dir, Herr Zebaoth, die Deinen dankend stehen; merk auf das Seufzen und Gebet, das jetzt zu deinem Throne geht von dieser heilgen Stätte. me ole 2. Wir haben dieses Gotteshaus gebauet deinem Namen; mit dir ist es gezieret aus, daß wir samt unserm Samen dein heilig teuer, wertes Wort an diesem dir ge= weihten Ort zum Seelenheil anhören. 5. Lob, Ehr und Dank und Herrlichkeit sei dir, o Herr, gesungen, daß bei der jetzt betrübten Zeit es uns so weit gelungen. Gieb, daß, was wir jetzt fangen an, nicht eher Ende nehmen kann, bis Erd und Himmel brechen. Hans von Assig. † 1694. bubrys 218. Kommt her, ihr Christen, voller 3. Der Grund ist selber Jesus Mel. 183: Wie schön leuchtet der zc. Christ, Apostel und Propheten; ihr Wort der Pfeiler Grundfest ist, darauf in allen Nöten, wie hoch die List der Feinde geht, die Gottesstadt doch lustig steht mit ihrem Zionsbrunnen. 4. Herr, hebe nun zu segnen Freud, erzählet Gottes Freundlichkeit, kommt her und laßt erflingen die Stimm des Dankens unserm Gott; laßt uns dem Herren Zebaoth mit frohem Munde singen! Singet, bringet 9* 132 Kirchweih und bei Einweihung einer Kirche. schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier genoffen haben. bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier genossen haben. 6. Und nun, o Höchster, bitten wir, laß uns auch künftig für und für allhier zusammen kommen; bewahr die Kirch und die Gemein und die darinnen Lehrer sein, so werden dir die Frommen singen, bringen schöne Weisen und dich preisen für die Gaben, die sie zu genießen haben. Johann Christoph Arnschwanger. † 1696. 2. Wir gehn in diesem Gotteshaus ein Jahr nun wieder ein und aus und hören da verkünden den edlen Schat, das Gnadenwort, das uns erschließt des Lebens Pfort, Vergebung unsrer Sünden. Singet, bringet schöne Weisen, laßt uns preisen Gottes Gaben, die wir hier genossen haben. 3. Da sehen wir mit Freuden an die Dienste, die man leisten kann dem Herrn in seinem Tempel; da hört man mit Verwundrung zu, was Gott für große Thaten thu und Wunder ohn Erempel. Singet, bringet schöne Weisen, von Ewigkeit gezeuget, blick auf laßt uns preisen Gottes Gaben, der Deinen Flehn und Dankesdie wir hier genossen haben. lieder huldreich hernieder! 4. Da wird Gerechtigkeit ge2. Dies Haus, o Herr, ist lehrt, da wird Gottseligkeit ge- deinem Dienst geweihet; hier mehrt, da wird der Glaub ent- schmecken deine Gläubgen hocherzündet. Geduld, Lieb, Hoffnung, freuet das Blut, den Leib, den du feusche Zucht, und was noch mehr zu unserm Leben dahingegeben. des Geistes Frucht, wird alles 3. Hier wird in deinem heilda gegründet. Singet, bringet gen Wasserbade die Schuld geschöne Weisen, laßt uns preisen tilgt, geheilt der Seelenschade, Gottes Gaben, die wir hier ge- hier reihen wir, o Todesübernossen haben. winder, dir unsre Kinder. 5. O große Wohlthat, die Gott 4. Hier finden Kranke Heithut! o heilig, gnadenreiches Gut! lung, Kraft die Müden, die Blinkommt her, kommt liebe Christen! den Licht, die Sünder SeelenDa wohnt der Herr der Herrlich- frieden, hier atmen freier bei des feit; wohl denen, die sich allezeit Lebens Schmerzen die wunden zu seinem Dienste rüsten! Singet, Herzen. 219. Mel. 108: Lobet den Herren, alle 2c. Herr, vor dem sich Erd und Himmel beuget, du Gottes Sohn, Kirchweih und bei Einweihung einer Kirche. 5. Des Ewgen Vorhof ist an dem Berater, singt dem Sohne, diesem Orte, das Heiligtum des fingt dem Geist in einem Throne! Herrn, des Himmels Pforte, stets offen allen, die dem ewgen Leben was nie die entgegenstreben. 6. Mag bei der Stürme Wüten alles zittern, die Kirche steht, ein Fels in Ungewittern, und bleibet bei der Hölle wildstem Truhe in Christi Schutze. 2. D wie so lieblich steht dies Haus, wo seine Hand uns ein und aus mit Vaterhänden leitet, wo sein Wort uns zum Himmel weist, sein Abendmahl die Seele speist, sein Geist uns vollbereitet! Freut euch, weiht euch ihm, dem Treuen; laßterneuen eure Seelen! euch will er zum Tempel wählen. 7. Drum freun wir uns der heilgen Tempelweihe und bitten: Herr, Allgütiger, verleihe, daß uns geleite dein mildreicher Segen auf allen Wegen! und 8. Nichts raube uns des Herzens fromme Freude, oft kehre dieser Tag zurück, oft weide dein Volk, o Herr, sich an den Himmelsgaben, die hier uns laben! 9. Lob und Anbetung töne dir, o Vater! dir, Gottes Sohn! dir, Tröster und Berater! Lehr uns, dein Volk, durch alle Ewigkeiten dein Lob ausbreiten! Aus dem Lateinischen des britten Jahr hunderts, oder noch früherer Zeit. Stron 133 and of mind 220. 3. Ja, du in uns, und wir in dir! du höchstes Gut, dich suchen wir, komm unser Herz zu stillen! Von dir laß ausgeschlossen keins, in dir mach unsre Herzen eins, um deines Blutes willen! Alle, alle, den, der lehret, den, der höret, Eltern, Kinder, zeuch zu dir, du Heil der Sünder! 4. Einst sammelst du die Garben ein, einst wird ein Tag der letzte sein, daran wir hier erscheinen. O Jesu, dann verlaß uns nicht, dann wollst du dort im Himmelslicht uns rein um dich vereinen! Dir, dir weihn wir Herz und Sinne, keins entrinne deinen Händen, Herr, beginn und hilf vollenden. Albert Knapp. † 1864 77906 0340 lim Mel. 183: Wie schön leuchtet der 2c. Steig auf, du Lied im höhern Chor! ihr Herzen wallet mit empor in süßen Dankesweisen! Kommt, ihn, der seines Volks gedenkt, ihn, der uns einen Tempel Glockenweihe. od vie Del. 45: Es ist das Heil uns 2c. schenkt, zu lieben und zu preisen! Dreieinger, großer Gott und Heilig, heilig! singt dem Vater, Herr, heut sind zuerst erklungen 20 221.0 D 134 Wort Gottes und Katechismus. zu deines Namens Preis und Jesus Christus streckt auch dir Ehr die neuen ehrnen Zungen. die Arm entgegen. Du hast sie uns zum Heil geschenkt, hast allen Unfall abgelenkt, wir danken dir von Herzen. 2. Laß sie uns früh und abends spat aufrufen zum Gebete, daß jedermann in deinem Rat und Wort sein Werk antrete, daß wir uns, wenn die Nacht einbricht, in deinem lieben Gnadenlicht getroft zur Ruhe legen. 5. Und wallet zu dem Hochaltar zum Bunde heilger Ehe still betend ein verlobtes Paar, so mahn es aus der Höhe: Nehmt mich in euren Bund hinein! ich segne und ich kann allein den rechten Einklang geben. 6. Gehn wir dann einst den letzten Gang hinaus zur engen Kammer, so töne aus der Glocken 3. Laß ihren Klang an deinem Klang, zum Trost in ihren JamTag durch alle Herzen dringen, mer, den Trauernden das Freudaß sie dein Volk mit hellem denwort: Stillt euren Schmerz! Schlag zu deinem Hause bringen, ich hab ihn dort zu Gnaden anauch alle, die in Sündennacht genommen. verirret, dein nicht mehr gedacht, zu dir, Herr, wieder rufen. 4. Das Kind, das nach dem Vater weint, lad ein zum Kindschaftsbade, den Sünder, der sich selber feind, lad ein zum Mahl der Gnade: Komm, komm! der Tisch ist dir gedeckt, dein Heiland Her Go! bffalsm 30.71X0 S 4. Wort Gottes und Katechismus. ont ont 1390, 0 222.om umir 7. Dreieinger, großer Gott und Herr, laß es dir wohlgefallen, daß diese Glocken nimmermehr zu Krieg und Aufruhr schallen. Nur deines hohen Namens Ruhm laß sie im Haus und Heiligtum zu aller Zeit vermehren! Friedrich Ahlfelb, geb. 1810 2. Dein Wort, das Schwert, das Seel und Geist, auch Mark und Bein zertrennet, der Hammer, der den Fels zerschmeißt, das Tau für trostbedürftge Seelen. Feuer, welches brennet, o laß Laß keinem Pflänzchen deiner dies Wort noch fort und fort der Au den Himmelsbalsam fehlen. Sünde Macht zerscheitern und Erquickt durch ihn laß jedes blühn alle Herzen läutern! und in der Zukunft Tagen dir Frucht und Samen tragen. 3. Dein Wort ist uns der Wunderstern für unsre Pilger10 Mel. 173: Was Gott thut, das zc. Dein Wort, o Herr, ist milder Wort Gottes und Katechismus. reife, es führt auch Thoren hin zum Herrn und macht die Einfalt weise. Dein Himmelslicht verlösch uns nicht und leucht in jede Seele, daß keine dich verfehle. 4. Ich suchte Trost und fand ihn nicht, da ward das Wort der Gnade mein Labsal, meine Zuversicht, die Fackel meiner Pfade. Sie zeigte mir den Weg zu dir und leuchtet meinen Schritten bis zu den ewgen Hütten. 5. Nun halt ich mich mit festem Sinn zu dir, dem sichern Horte; wo wendet ich mich anders hin? Herr, du hast Lebensworte. Noch hör ich dein: Komm, du bist mein! Das rief mir nicht vergebens ein Wort des ewgen Lebens. 135 223. pour Mel. 45: Es ist das Heil uns kommen 2c. Psalm 23. Der Herr ist mein getreuer Hirt, dem ich mich ganz vertraue; zur Weid er mich, sein Schäflein, führt auf schöner grüner Que; zum frischen Wasser leit er mich, labt meine Seele kräftiglich durchs selge Wort der Gnade. 2. Er führet mich auf rechter Bahn von seines Namens wegen; obgleich viel Trübsal geht heran aufs Todes finstern Stegen, so grauet mir doch nicht dafür; mein treuer Hirt ist stets bei mir, sein Steckn und Stab mich trösten. 3. Er hat mir einen Tisch bereit, sollts auch die Feind verdrießen, schenkt mir voll ein, läßt 6. Auf immer gilt dein Segens- Öl der Freud über mein Haupt bund, dein Wort ist Ja und herfließen. Drum Gutes und Amen. Nie weich es uns aus Barmherzigkeit werden mir folHerz und Mund und nie von gen allezeit; in seinem Haus ich unserm Samen. Laß immer bleibe. fort dein helles Wort in allen Lebenszeiten uns trösten, warnen, on leiten! Cornelius Beder. † 1604. od Karl Bernhard Garve. 1841. 2245m Eigene Melobie. 33. 7. D sende bald von Ort zu Ort den Durst nach deinen Lehren. Send Hunger, Herr, dein Lebenswort und deinen Geist zu hören; Dies sind die heilgen zehn Geoder leichter fingbar mit Weglaffung bes Kyrieleis: Komm, Gott Schöpfer 2c. 97. 2. Mof. 20, 1-17. j und send ein Heer von Meer zu Meer, der Herzen Durst zu stillen und dir dein Reich zu füllen! mist app desi bot, die uns gab unser Herre Gott, durch Mosen, seinen Diener treu, hoch auf dem Berge Sinai. ( Kyrieleis.) pill abi 37 2. Ich bin allein dein Gott, Wort Gottes und Katechismus. der Herr, kein Götter sollst du retten du und seine Schande haben mehr; du sollst mir ganz decken zu.( Kyrieleis.) vertrauen dich, von Herzensgrunde lieben mich.( Kyrieleis.) 136 3. Du sollst nicht führen zu Unehrn den Namen Gottes, deines Herrn; du sollst nicht preisen recht und gut, ohn was Gott selber redt und thut.( Kyrieleis.) 4. Du sollst heilgen den siebent Tag, daß du und dein Haus ruhen mag; du sollst von deinm Thun lassen ab, daß Gott sein Werk selbst in dir hab.( Kyrieleis.) 5. Du sollst ehrn und gehorsam sein dem Vater und der Mutter dein, und wo dein Hand ihn dienen kann, so wirst du langes Leben han.( Kyrieleis.) 10. Du sollst deins Nächsten Weib und Haus begehren nicht noch etwas draus, du sollst ihm wünschen alles Gut, wie dirs dein Herze selber thut.( Kyrieleis.) 11. All die Gebot uns geben sind, daß du dein Sünd, o Menschenkind, erkennen sollst und lernen wohl, wie man vor Gott recht leben soll.( Kyrieleis.) 12. Das helf uns der Herr Jesus Christ, der unser Mittler worden ist, es ist mit unserm Thun verlorn, hilft er uns nicht von Gottes Zorn.( Kyrieleis.) Martin Luther. † 1546. and 225. 6. Du sollst nicht töten zorniglich, nicht hassen noch selbst rächen dich, geduldig sein und sanften Mel. 1: Ach Gott und Herr, wie zc Muts und auch dem Feinde thun Bott ist mein Hort und auf nur Guts.( Kyrieleis.) sein Wort soll meine Seele trauen. Ich wandle hier, mein Gott, vor dir im Glauben, nicht im Schauen. andre mein, und halten keusch das 2. Dein Wort ist wahr; laß Leben dein mit Zucht und Mäßigkeit gar fein.( Kyrieleis:) 7. Die Eh sollst du bewahren rein, daß auch dein Herz kein immerdar mich seine Kräfte schmecken. Laß keinen Spott, o Herr mein Gott, mich von dem Glauben schrecken. 8. Du sollst nicht stehlen Geld noch Gut, nicht wuchern jemands Schweiß noch Blut; du sollst aufthun dein milde Hand den Armen, die in deinem Land. ( Kyrieleis.) 3. Wo hätt ich Licht, wofern mich nicht dein Wort die Wahrheit lehrte? Gott, ohne sie verstünd ich nie, wie ich dich würdig ehrte. Anu Shellif 4. Dein Wort erklärt der Seele Wert, Unsterblichkeit und 9. Du sollst kein falscher Zeuge sein, nicht lügen auf den Nächsten dein, sein Unschuld sollst auch Wort Gottes und Katechismus. 137 Leben; zur Ewigkeit ist diese Zeit fest bei deinem Worte stehn. Laß von dir mir übergeben.diszc mich eifrig sein beflissen, dir zu dienen früh und spat, und mich stets zu deinen Füßen siten, wie Maria that. 5. Dein ewgen Rat, die Missethat der Sünder zu verfühnen, den kennt ich nicht, wär mir dies Licht nicht durch dein Wort erschienen. 6. Nun darf mein Herz in Reu und Schmerz der Sünden nicht verzagen; nein, du verzeihst, Lehrst meinen Geist ein gläubig Abba sagen. 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn, ist meines Heils Geschäfte; durch meine Müh vermag ichs nie, dein Wort giebt mir die Kräfte. 8. Herr, unser Hort, laß uns dies Wort, denn du hasts uns gegeben. Es sei mein Teil, es sei mir Heil und Kraft zum ewgen Leben. Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf. † 1760. 227. Mel. 50: Freu dich sehr, o meine 2c. Nede, liebster Jeſu, rede, denn dein Kind giebt acht darauf. Stärke mich, denn ich bin blöde, daß ich meinen Lebenslauf dir zu Ehren setze fort. Ach, so laß dein heilig Wort in mein Herze sein verschlossen, dir zu folgen unverdrossen. 2. Ach, wer wollte dich nicht hören, dich, du liebster Menschenfreund! sind doch deine Wort und Lehren alle herzlich wohlgemeint. Sie vertreiben alles Leid; auch des Honigs Süßigkeit*) muß vor deinen Worten weichen, nichts ist ihnen zu vergleichen. *) Psalm 19, 11. 226. Mel. 138: D Durchbrecher aller Bande. Herr, dein Wort, die edle Gabe, diesen Schatz erhalte mir; denn ich zieh es aller Habe und dem größten Reichtum für. Wenn dein Wort nicht mehr soll gelten, worauf soll der Glaube ruhn? Mir ists nicht um tausend Welten, aber um dein Wort zu thun. 2. Halleluja! Ja und Amen! Herr, du wolleft auf mich sehn, daß ich mög in deinem Namen 3. Jesu, dein Wort soll mich laben, deine trosterfüllte Lehr will ich in mein Herz vergraben. Ach nimm sie ja nimmermehr hier von mir in dieser Zeit, bis ich in der Ewigkeit werde kommen zu den Ehren, dich, o Jesu, selbst zu hören. 4. Unterdes vernimm mein Flehen, liebster Jesu, höre mich. Laß bei dir mich feste stehen, so SE PARTY 138 Wort Gottes und Katechismus. will ich dich ewiglich preisen mit wacker und, was hier dein FinHerz, Sinn und Mund; ich will dir zu jeder Stund Ehr und Dank in Demut bringen und dein hohes Lob befingen. di Anna Sophia, Landgräfin von Heffen Darmstadt. † 1633. 228. Mel. 58: Gott des Himmels 2c. Teures Wort aus Gottes Munde, das mir lauter Segen trägt, dich allein hab ich zum Grunde meiner Seligkeit gelegt. In dir treff ich alles an, was zu Gott mich führen fann. 7. Hilf, daß alle meine Wege nur nach dieser Richtschnur gehn. Was ich hier zum Grunde lege, müsse wie ein Felsen stehn, daß mein Geist auch Rat und That in den größten Nöten hat. 8. Laß dein Wort mir einen Spiegel in der Folge Jesu sein. Drücke drauf dein Gnadensiegel, schließ den Schatz im Herzen ein, 2. Will ich einen Vorschmack haben, welcher nach dem Himmel schmeckt, so kannst du mich herrlich daß ich fest im Glauben steh, bis laben, weil bei dir ein Tisch gedeckt, ich dort zum Schauen geh. ist der mir lauter Manna schenkt und mit Lebenswasser tränkt. Benjamin Schmold. † 1737. 3. Geist der Gnaden, der im Worte mich an Gottes Herze legt, öffne mir des Himmels Pforte, daß mein Geist hier recht erwägt, was für Schäße Gottes Hand durch sein Wort mir zugesandt. dal ger schreibt, präge meinem Herzen ein, laß den Zweifel ferne sein. 6. Was ich lese, laß mich merfen; was du sagest, laß mich thun. Wird dein Wort den Glauben stärken, laß es nicht dabei beruhn, sondern gieb, daß auch dabei ihm das Leben ähnlich sei. d 4. Laß in dieses Leibes Schranken mich ohn eitle Sorgen sein. Schließe mich mit den Gedanken in ein stilles Wesen ein, daß die Welt mich gar nicht stört, wenn mein Herz dich reden hört. 15. Gieb dem Samen einen Acker, der die Frucht nicht schuldig bleibt. Mache mir die Augen 229. Mel. 71: Herr, wie du willst, so 2c. Matth. 13, 1-23. Wir Menschen sind zu dem, o Gott, was geistlich ist, untüchtig; dein Wesen, Wille und Gebot ist viel zu hoch und wichtig. Wir wissens und verstehens nicht, wo uns dein göttlich Wort und Licht den Weg zu dir nicht weiset. 2. Drum sind vor Zeiten ausgesandt Propheten, deine Knechte, daß durch sie würde wohlbekannt dein Will und deine Rechte. Zum Wort Gottes und Katechismus. 139 letzten ist dein lieber Sohn, o viel Früchte bringen in Geduld, Vater, von des Himmels Thron selbst kommen, uns zu lehren. bewahren deine Lehr und Huld id in feinem, gutem Herzen. 20 3. Für solches Heil sei, Herr, gepreist! laß uns dabei verbleiben, und gieb uns deinen guten Geist, daß wir dem Worte gläuben, dasselb annehmen jeder zeit mit Sanftmut, Ehre, Lieb und Freud, als Gottes, nicht der Menschen. 8. Laß uns, dieweil wir leben hier, den Weg der Sünder meiden, gieb, daß wir halten fest an dir in Anfechtung und Leiden. Rott aus die Dornen allzumal, hilf uns die Weltsorg überall und böse Lüste dämpfen. 9. Dein Wort, o Herr, laß allweg sein die Leuchte unsern Füßen, erhalt es bei uns klar und rein; hilf, daß wir draus genießen Kraft, Rat und Trost in aller Not, daß wir im Leben und im Tod beständig darauf trauen. 11:04 4. Hilf, daß der losen Spötter Hauf uns nicht vom Wort abwende; denn ihr Gespött samt ihnen drauf mit Schrecken nimmt ein Ende. Gieb du selbst deinem Worte Kraft, daß deine Lehre in uns haft, auch reichlich bei uns wohne. 5. Öffn uns die Ohren und das Herz, daß wir das Wort recht fassen, in Lieb und Leid, in Freud und Schmerz es aus der Acht nicht lassen; daß wir nicht Hörer nur allein des Wortes, sondern Thäter sein, Frucht hundertfältig bringen. 38919 SM 6. Am Weg der Same wird sofort vom Teufel weggenommen; auf Fels und Steinen kann das Wort die Wurzel nicht bekommen; 230m PA Mel. 79: Ich dank bir, lieber Herre. der Same, so auf Dornen fällt, Wohl dem, der Jeſum liebet von Sorg und Wollust dieser Welt verdirbet und ersticket. und dessen Himmelswort! Der m wird niemals betrübet von Satans List und Mord. Wo Jesus sich befindet, da stehet alles wohl; wer sich auf Jesum gründet, der lebet lebensvoll. 7. Ach hilf, Herr, daß wir werden gleich allhie dem guten Lande, und sein an guten Werken reich in unserm Amt und Stande, 10. Gott Vater, laß zu deiner Ehr dein Wort sich weit ausbreiten. Hilf, Jesu, daß uns deine Lehr erleuchten mög und leiten. Oheilger Geist, dein göttlich Wort laß in uns wirken fort und fort Glaub, Lieb, Geduld und Hoffnung. David Denicke.+ 1680. 140 Wort Gottes und Katechismus. 2. Bist du vielleicht verirret 231, vom rechten Lebensport, hat dich die Welt verwirret, komm, hier Mel. 138: D Durchbrecher aller Bande. ist Gottes Wort; das wird dir Wort des Lebens, lautre Quelle, klärlich weisen die rechte Tugend- die vom Himmel sich ergießt! bahn, darauf du müssest reisen, Lebenskräfte giebst du jedem, der wenn du willst himmelan. dir Geist und Herz erschließt, der sich wie die welke Blume, die der Sonnenbrand gebleicht, dürstend von dem dürren Lande zu der Quelle niederneigt. 3. Bist du vielleicht betrübet, ja wirst du fort und fort in Kreuz und Not geübet, komm, hier ist Gottes Wort; das wird dich schon erquicken, daß, wenn gleich Höll und Welt dich wollen unterdrücken, du doch behältst das Feld. 4. Hast du dich laffen blenden, so daß bald hier, bald dort du tappest an den Wärden, komm, hier ist Gottes Wort; das machet, daß die Blinden sich zu dem rechten Steg hinwieder können finden von ihrem Irreweg. 5. Und wirst du gleich geführet auch durch den finstern Ort, da sonst der Tod regieret, komm, hier ist Gottes Wort; dies ist der Stab und Stecken, mit diesem fannst du dich auch vor dem letzten Schrecken beschüßen mächtiglich. 6. Hilf, Jesu, daß ich liebe dein ſeligmachend Wort, daß ich mich stets drin übe; hilf, liebster Seelenhort, daß ich in meinem Herzen bewahr durch deine Huld, damit in Kreuzes Schmerzen es Frucht trag in Geduld. Anna Sophia, Landgräfin von HessenDarmstadt. 1683. 2. Ohne dich, was ist die Erde? Ein beschränktes finstres Thal.Ohne dich, was ist der Himmel? Ein verschlossner Freudensaal.- Ohne dich, was ist das Leben? Ein erneuter finstrer Tod! Ohne dich, was ist das Sterben? Nachtgraun ohne Morgenrot. 900616 3. Wort des Lebens, du erleuchtest, doch erwärmst du auch zugleich; eine Hölle offenbarst du, aber auch ein Himmelreich. Furchtbar schreckest du die Sünder aus der dumpfen trägen Ruh; doch mit Liebe deckst du wieder jedes Büßers Fehle zu. 4. Einen Richter lehrst du fürchten, der mit rechter Wage wägt; doch auch einen Vater lieben, der mit Langmut alle trägt; einen Gott, der den geliebten eingen Sohn zum Opfer giebt, der an Ihm die Sünde richtet, und in Ihm die Sünder liebt. 5. Wort des Lebens, wer dich höret, dem versprichst du ewges Heilige Taufe. 141 Gottes Wort! Hilf mir hier auf Erden streiten und die Kron erwerben dort. Karl Johann Philipp Spitta. † 1859. Heil; doch nur dem, der dich bewahret, wird das Kleinod einst zu teil. Nun, so will ich dich bewahren, Schwert des Geistes, 5. Heilige Taufe. enfald i 232. gegeben, so gieb mir, Jesu, deine Gnad, auch dem Versprechen nachMel. 84: Ich will dich lieben, meine 2c. zuleben, das selbst dein Geist ver= Du unerforschlich Meer der fiegelt hat. Des Satans Werk Gnaden, wie selig ist dein Wasserbad! Es heilet an mir allen Schaden, den Adams Fall gestiftet hat. Die Sündflut gehet über hin, wenn ich in dieser Arche bin. 2. Wie groß sind, Jesu, deine Gaben! Du kommst mit Wasser und mit Blut; und wenn wir diese Schätze haben, so erben wir das höchste Gut. Wenn ich damit gezeichnet bin, so ist der Himmel mein Gewinn. und Wesen sei kein Hindernis an meiner Treu. Cu inanist 6. Erhalte mich durch deine Taufe im Bunde der Lebendigen, und führe mich in meinem Laufe vom Irdischen zum Himmlischen, daß ich durch diesen Jordan geh und dort im Lebenslande steh. Benjamin Schmolc. † 1737. 291 233. Mel. 181: Wer nur ben lieben 2c. 3. Was frag ich nach der eitlen Ehre? Ich bin des Allerhöchsten Ich bin getauft, ich steh im Bunde Kind, weil ich in deren Zahl gehöre, die aus Gott selbst geboren sind. Kein Ehrenstand ist diesem gleich, das ist mein Recht zum Himmelreich. durch meine Tauf mit meinem Gott! So sprech ich stets mit frohem Munde in Kreuz, in Trübsal, Angst und Not. Ich bin getauft, des- freu ich mich; die Freude bleibet ewiglich. Umbe 2. Jch bin getauft, ich hab empfangen das allerschönste Ehrenkleid, darin ich ewiglich kann prangen hier und dort in der Herrlichkeit. Ich bin mit Jesu IME id Blut erkauft, ich bin in seinen 4. Du schreibest mich ins Buch des Lebens, du, meines Lebens Leben, ein; ach lasse mich doch nicht vergebens auf deinen Tod getaufet sein. Ja schreibe mich so kräftig an, daß mich kein Fluch vertilgen kann. 5. Hab ich dir Herz und Hand Tod getauft. Heilige Taufe. 3. Ich bin getauft, mir ist ge- nie geschieden, mein Liebestrieb geben zu gleicher Zeit der heilge Geist; der heiliget mein Herz und Leben, dafür sei ewig Gott gepreist! O welche Zier und große Pracht, die mich gerecht und selig macht. wird stündlich neu. Wie es mein Vater schickt und fügt, bin ich in allem wohl vergnügt. 9. Ich bin getauft; ob ich gleich sterbe, was schadet mir das kühle Grab? Ich weiß mein Vaterland und Erbe, das ich bei Gott im Himmel hab; nach meinem Tod ist mir bereit des Himmels Freud und Seligkeit. Johann Friedrich Stard. † 1756. 142 4. Ich bin getauft, ich bin geschrieben auch in das Buch des Lebens ein. Nun wird mein Vater mich ja lieben und seinem Kinde gnädig sein. Es ist mein Name Gott bekannt und eingeprägt in seine Hand. The scho 234. Mel. 93: Jesu, meines Lebens Leben. Lasset mich voll Freuden sprechen: Ich bin ein getaufter Christ, der bei menschlichen Gebrechen dennoch ein Kind Gottes ist. Was sind alle Schätze nüße, da ich einen Schatz besike, der mir alles Heil gebracht und mich ewig selig macht! din 5. Ich bin getauft, was kann d mir schaden? Ich bin und bleibe Gottes Kind. Ich weiß, ich bin bei Gott in Gnaden, bei dem ich allzeit Hilfe find. Denn wenn ich weine bitterlich, so spricht mein Vater: Hier bin ich! 6. Ich bin getauft, was kann mir fehlen, weil ja mein Vater an mich denkt? Wer kann die Wohlthat all erzählen, die er mir 2. Keine Sünde macht mir gnädig hat geschenkt? Mein Vater ist ein reicher Herr, der giebt mir immer mehr und mehr. der bange, ich bin ein getaufter Christ! Denn ich weiß gewiß, so lange dieser Trost im Herzen ist, kann ich mich von Angst der Sünden, Jesu, durch dein Blut entbinden, weil das teure Wasserbad mich damit besprenget hat. 3. Satan, laß dir dieses sagen: Ich bin ein getaufter Christ! Und damit kann ich dich schlagen, ob 8. Ich bin getauft und bin zu- du noch so mächtig bist. Da ich frieden mit meines Vaters Lieb bin zur Taufe kommen, ist dir und Treu. Ich werde von ihm alle Macht genommen, und von 7. Ich bin getauft, ihr Feinde weichet! Ich stehe unter Gottes Schuß, der seinem Kind die Hände reichet, was acht ich eure Macht und Truk? Greift ihr ein Gottesfind nur an, so glaubt, daß Gott es schützen kann. 13N Heilige Taufe. deiner Tyrannei machet Gottes Bund mich frei. 4. Freudig sag ich, wenn ich Se: Jch bin ein getaufter Christ! Denn das bringet mich zum Erbe, das im Himmel droben ist. Lieg ich gleich im Todesstaube, so versichert mich der Glaube, daß mir doch der Taufe Kraft Leib und Leben wieder schafft. Ich bin ein getaufter Christ, der nun ewig selig ist! 5. Nun, wir legen an dein Herz, 5. Nun, so soll ein solcher Segen was vom Herzen ist gegangen, mir ein Trost des Lebens sein. führ die Seufzer himmelwärts Muß ich mich zu Grabe legen, und erfülle das Verlangen; ja, schlaf ich auch auf solchen ein. den Namen, den wir geben, schreib Ob mir Herz und Augen brechen, ins Lebensbuch zum Leben. soll die Seele dennoch sprechen: Benjamin Schmold. † 1737. Erdmann Ncumeister. † 1756. DIUN herfür und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel möge werden. 4. Hirte, nimm dein Schäflein an, Haupt, mach es zu deinem Gliede, Himmelsweg, zeig ihm die Bahn, Friedefürst, sei du sein Friede, Weinstock, hilf, daß dieser Rebe auch im Glauben dich umgebe. 235. 298( bott 143 od 510 2. Ja, es schallet allermeist dieses Wort in unsern Ohren: wer durch Wasser und durch Geist nicht zuvor ist neu geboren, wird von dir nicht aufgenommen und in Gottes Reich nicht kommen. Mel. 104: Liebster Jesu, wir sind hier. Nun Gottlob! es ist vollbracht, und der Bund mit Gott geschlossen; Mel. 104: Liebster Jesu, wir sind hier. was uns rein und selig macht, ist RO PODE SA Liebster Jesu, wir sind hier, deinem Worte nachzuleben. Dieses Kindlein kommt zu dir, weil du den Befehl gegeben, daß man sie zu Christo führe, denn das Himmelreich ist ihre. auf dieses Kind geflossen; Jesus hat es eingesegnet und mit Himmelstau beregnet. 2. O du dreimal selig Kind, vom Dreieinigen geliebet, dem der Vater sich verbindt, dem der Sohn das Leben giebet, dem der Geist ist ausgegossen und der Himmel aufgeschlossen! 0111 par bi 236. 3. Werde fromm und wachse groß, werde deiner Eltern Freude, und dein selig Christenlos tröste 3. Darum eilen wir zu dir, dich in allem Leide; deine Taufe sei nimm dies Pfand von unsern die Thüre, welche dich zum Himmel Armen; tritt mit deinem Glanz führe! Benjamin Schmold. † 1737 144 Jismod midi 6. Konfirmation. noch jun- sid drift o 237. nodoper sot Konfirmation. Son id Sterben fertig, der sich lebend zu dir hält. 5. Bleib mir nah auf dieser Erden, bleib auch, wenn mein Tag sich neigt. Wenn es nun will Abend werden und die Nacht herniedersteigt, lege segnend dann die Hände mir aufs müde, schwache Haupt, sprechend: Kind, hier gehts zu Ende, aber dort lebt, wer hier glaubt. him 9 Mel. 137: D du Liebe meiner Liebe. Bei dir, Jesu, will ich bleiben, stets in deinem Dienste stehn, nichts soll mich von dir vertreiben, will auf deinen Wegen gehn. Du bist meines Lebens Leben, meiner Seele Trieb und Kraft, wie der Weinstock seinen Reben zuströmt Kraft und Lebenssaft. et arisd 2. Könnt ichs irgend besser 6. Bleibe mir zur Seite stehen, haben, als bei dir, der allezeit wenn mir grauet vor dem Tod, so viel tausend Gnadengaben für als dem kalten scharfen Wehen vor mich Armen hat bereit? Könnt dem Himmelsmorgenrot. Wird ich je getroster werden, als bei dir, Herr Jesu Christ, dem im Himmel und auf Erden alle Macht gegeben ist? mein Auge dunkler, trüber, dann erleuchte meinen Geist, daß ich fröhlich zieh hinüber, wie man nach der Heimat reist. Karl Johann Philipp Spitta. † 1859. 3. Wo ist solch ein Herr zu finden, der, was Jesus that, mir thut, mich erkauft von Tod und Sünden mit dem eignen teuren Blut? Sollt ich dem nicht angehören, der sein Leben für mich gab, sollt ich ihm nicht Treue schwören, Treue bis in Tod und Grab? 238. Lorb Mel. 181: Wer nur den Iteben 2c. Ich bin getauft auf deinen Namen, Gott, Vater, Sohn und heilger Geist; ich bin gezählt zu deinem Samen, zum Volk, das dir geheiligt heißt. Ich bin in Christum eingesenkt; ich bin mit 4. Ja, Herr Jesu, bei dir bleib ich, so in Freude, wie seinem Geist beschenkt. in Leid, bei dir bleib ich, dir 2. Du hast zu deinem Kind verschreib ich mich für Zeit und und Erben, mein lieber Vater, Ewigkeit. Deines Winks bin mich erklärt. Du hast die Frucht ich gewärtig, auch des Rufs aus von deinem Sterben, mein treuer dieser Welt; denn der ist zum Heiland, mir gewährt. Du willst Konfirmation. in aller Not und Bein, o guter 239. Geist, mein Tröster sein. 3. Doch hab ich dir auch Furcht Sei getreu bis an das Ende, Mel. 50: Freu dich sehr, o meine 2c. und Liebe, Treu und Gehorsam zugesagt. Ich habe mich aus reinem Triebe dein Eigentum zu sein gewagt; hingegen sagt ich bis ins Grab des Satans schnöden Werken ab. daure redlich aus den Streit, leidest du gleich harte Stände, endlich ist der Sieg bereit. Ach das Leiden dieser Zeit ist nicht wert der Herrlichkeit, so dein Jesus dir will geben dort in jenem Freudenleben. 4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite bleibt dieser Bund wohl feste stehn; wenn aber ich ihn überschreite, so laß mich nicht verloren gehn. Nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an, wenn ich hab einen Fall gethan. 5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs neue Leib, Seel und Herz zum Opfer hin; erwecke mich zu neuer Treue und nimm Besig von meinem Sinn. Es sei in mir kein Tropfen Blut, der nicht, Herr, deinen Willen thut. 6. Weich, weich, du Fürst der Finsterniffe, ich bleibe mit dir unvermengt. Hier ist zwar ein befleckt Gewissen, jedoch mit Jesu Blut besprengt. Weich, eitle Welt! du, Sünde, weich! Gott hört es; ich entfage euch. 145 7. Laß diesen Vorsatz nimmer wanken, Gott, Vater, Sohn und heilger Geist! Halt mich in deines Bundes Schranken, bis mich dein Wille sterben heißt. So leb ich dir, so sterb ich dir; so lob ich dich dort für und für. Johann Jakob Rambach. † 1735. 2. Sei getreu in deinem Glauben! Laß dir seinen festen Grund ja nicht aus dem Herzen rauben; halte treulich deinen Bund, den dein Gott durchs Wasserbad fest mit dir geschlossen hat. Die da weichen, sind verloren, nur, die treu, sind auserkoren. 3. Sei getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich geliebt! An dem Nächsten Gutes übe; und ob er dich hat betrübt, denke, wie dein Heiland that, als er für die Feinde bat, so mußt du verzeihen eben, soll Gott anders dir vergeben. 4. Sei getreu in deinem Leiden! Lasse dich kein Ungemach von der Liebe Jesu scheiden; murre nicht in Weh und Ach. Hilft denn was die Ungeduld? Ach sie häufet nur die Schuld. Der trägt leichter, wer das träget mit Geduld, was Gott aufleget. 5. Sei getreu in deinem Hoffen! Hilft Gott nicht, wie du gewillt, Mittel hat er bald 10 146 Konfirmation. lauf von seiner Liebe scheiden. Sein alte Treu wird täglich neu, sein Wort steht nicht auf Schrauben; was er verspricht, das bricht er nicht, das sollst du kühnlich glauben. 3. Sei Gott getreu, fein liebes Wort standhaftig zu bekennen; steh fest darauf an allem Ort, laß dich davon nicht trennen. Was diese Welt am höchsten hält, muß alles noch vergehen; sein liebes Wort bleibt immerfort ohn alles Wanken stehen. 7. Drum getreu, getreu aus halten mußt du deinem lieben 4. Sei Gott getreu, der immer Gott; ihn mußt du es lassen sich läßt treu und gnädig finden; walten, wenn du nicht willst haben streit unter ihm nur ritterlich, Spott. Rufe nur! Er ist schon laß über dich den Sünden ja hier; sein Herz bricht ihm gegen wider Pflicht den Zügel nicht; dir. Rufe nur! Gott ist vor- und wär ein Fall geschehen, so handen; Hoffnung macht ja nicht sei bereit, durch Buß beizeit nur zu schanden. asm wieder aufzustehen. Benjamin Prätorius. nach 1668. 240. 5. Sei Gott getreu bis in den Tod und laß dich nichts abwenden; er kann und wird in aller Not dir treuen Beistand senden. Und käm auch gleich der Hölle Mel. 142: D Herre Gott, dein 2c. Reich mit aller Macht gedrungen, wollt auf dich zu, so glaube du, du bleibest unbezwungen. Sei Gott getreu, halt seinen Bund, o Mensch, in deinem Leben! Leg diesen Stein zum ersten Grund, bleib ihm allein ergeben. Denk an den Kauf in deiner Tauf, da er sich dir verschrieben bei seinem Eid, in Ewigkeit als Vater dich zu lieben. 6. Wirst du Gott also bleiben treu, wird er sich dir erweisen, daß er dein lieber Vater sei, wie er dir hat verheißen, und eine Kron zum Gnadenlohn im Himmel 2. Sei Gott getreu von Jugend dir aufsetzen, da wirst du dich auf; laß dich nicht Lust noch dann ewiglich an seiner Treu Leiden in deinem ganzen Lebens- ergötzen. Michoel Frand. † 1667. getroffen, daß dein Wünschen werd erfüllt. Denke, wie er manche Zeit, dir zu helfen, war bereit; aber dein Ohr war verstopfet, als er bei dir angeklopfet. 6. Seigetreu in Todeskämpfen, fechte fühn den letzten Streit; will die Flut der Angst dich dämpfen, schau, das Ufer ist nicht weit. Wer alsdann mit Jesu ringt und das Sündenfleisch bezwingt, dem setzt er zum Gnadenlohne auf das Haupt die Lebenskrone. Das heilige Abendmahl. 147 241. wahr sie vor der Sünde und vor der ewgen Pein; ach präg Mel. 131: Nun lob, mein Seel 2c.es jedem Kinde heut tief ins Herz So schreib ins Buch des Le- hinein, daß es zum ewgen Leben bens, o Herr, auch ihre Namen ein, und laß sie nicht vergebens dir, Jesu, zugezählet sein. Bedurch dich erkaufet ist; denn du willst allen geben dein Heil, Herr Jesu Christ. Unbekannter Dichter. 7. Das heilige 242. Mel. 117: Mein Jesu, der du mich 2c. Auf Seele, schicke dich, dein Heiland nahet sich; geh ihm entgegen. Nimm Abschied von der Lust und laß jetzt deine Brust nichts Eitles hegen. 2. Der wird dein Gast, o Geist, den das, was Himmel heißt, nicht kann umschließen. dem die Welt zu klein, giebt sich in Brot und Wein dir zu genießen. 7. Laß dein gesegnet Blut, das lauter Wunder thut, mein Herz durchdringen; laß diesen Der, edlen Saft Heil, Trost und Lebenskraft mir Armen bringen. 3. D Liebe, die sich hier in ihrer schönsten Zier vollkommen zeiget! Huld, der kein Ziel bekannt, die über den Verstand der Engel steiget! Abendmahl. press digt mich, bei diesem halt ich dich; du wirst mich laben. 4. Ach wie komm ich dazu, daß so ein Herr wie du mein Haus beschreitet? Daß mir das höchste Gut von seinem Leib und Blut ein Mahl bereitet? 5. Doch da dirs so gefällt, hab ich mich eingestellt, du willst es haben. Dein Wort entschul6. Nur Glauben schenke mir, der mich, mein Arzt, mit dir genau verbinde, damit mein franker Geist, wenn er dein Mahl geneußt, Gesundheit finde. 8. Der Leib, der für die Welt zum Opfer dargestellt, sei meine Speise, durch deren Kraft mein Geist, der sich der Welt entreißt, zum Himmel reise. 9. Dies Pfand von deiner Huld, die dich für meine Schuld in Tod getrieben, verbinde meinen Sinn, so lang ich leb und bin, dich treu zu lieben. 10. Wie du, o höchstes Gut, dich mir mit Leib und Blut hast übergeben, so wirke du in mir, daß ich hinwieder dir mag einig leben. 11. Gieb, daß ich als ein 10* Das heilige Abendmahl. 148 Zweig, an Saft und Leben reich, nun an dir bleibe und als in dich versetzt, stets frisch und unverletzt, viel Früchte treibe. 12. Mein Leben sei in dir, dein Leben sei in mir: nimm mich zu eigen. Ich will auf dich nun sehn und nur die Wege gehn, die du wirst zeigen.. 13. Du haft an mir gethan, ein Werk, das niemand kann nach Würden preisen. Gieb, daß ich willig sei, dem Nächsten Lieb und Treu auch zu erweisen. 14. Zuletzt gewähre mir, daß ich mich dort mit dir zu Tische sebe und mich in deinem Reich mit Abraham zugleich an dir ergötze. Johann Jakob Rambach. † 1735. Christ, kann dich ein Sünder haben, der nach dem Himmel hungrig ist und sich mit dir will laben: so bitt ich dich demütiglich, du wollest recht bereiten mich, daß ich recht würdig werde. 3. Zwar bin ich deiner Gunst nicht wert, als der ich jetzt erscheine mit Sünden allzuviel beschwert, die schmerzlich ich beweine. In solcher Trübsal tröstet mich, Herr Jesu, daß du gnädiglich der Sünder dich erbarmeſt. 4. Du Lebensbrot, Herr Jesu Christ, komm selbst, dich mir zu schenken! Dein Blut, das mir vergossen ist, woll auch mich Schwachen tränken. Ich bleib in dir, du bleibst in mir, drum wirst du, güldne Himmelsthür, auch mich einst dort aufnehmen. Johann Rist. † 1667. 243. men, da ich Jesu werd vertraut, da ich, aller Schuld entnommen. werd in Gottes Huld geschaut. Eigene Melodie. 36. Du Lebensbrot, Herr Jesu Gott sei Lob, daß mir bereit iſt des Lammes Hochzeit heut, da mir Gott zum ewgen Leben will den ganzen Jesum geben. 2. Gott, ich komm bei frühem Morgen zu dir als dein liebes Kind, leg in deine Vatersorgen mich mit Leib und Seel geschwind. Abba, Vater, sorg für mich, daß ich ja heut würdiglich als dein Gast bei dir erscheine und mit Jesu mich vereine. 2. Auf grüner Aue wollest du mich diesen Tag, Herr, leiten, den frischen Waffern führen zu, den Tisch für mich bereiten. Ich bin zwar fündlich, matt und krank, doch laß mich deinen Gnadentrank aus deinem Becher schmecken. 244. Mel. 50: Freu dich sehr, o meine Gott sei Lob! der Tag ist kom3. Christe, du PLamm Gottes, höre, trag auch heute meine Sünd; Das heilige Bräutigam, dich zu mir kehre, guter Hirt, dein Schäflein find. Deiner Güte ich vertrau; führe mich auf grüner Au, speise mich, mir stets zu gute, heut mit deinem Leib und Blute. 4. Heilger Geist, den ich um faffe, bleibe heut und stets bei mir; mich mit Beistand nicht verlasse, sondern hilf, daß selig hier mir zum Nuke, Gott zum Preis, ich genieß die Himmelsspeis, daß ich darnach christlich lebe, freudig meinen Geist aufgebe. Amilia Juliane, Gräfin von SchwarzburgRudolstadt. † 1706. Lamm am martervollen Kreuzes= stamm zur Tilgung meiner Sündenlast dich auch für mich geopfert hast, 2. Hier feir ich deinen bittern Tod, hier nährst du mich mit Himmelsbrot, hier ist das un schäßbare Gut, das du mir giebst, dein Leib und Blut. Abendmahl. empfahe nicht des Lebens Speise zum Gericht! 5. Hilf, daß mühselig und beschwert mein gläubges Herz darnach begehrt, der Wohlthat ganze Größ ermißt, auch deiner Liebe nicht vergißt. 3. Hier labet mich als deinen Gast der Leib, den du geopfert hast, dein Blut, das, o Herr Jesu Christ, am Kreuzesstamm vergoffen ist. 4. D Heiland, hilf mir, daß ich ja mit tiefer Ehrfurcht dir mich nah! O Herr, mein Mund 149 6. Hier deinen liebevollen Tod verkündigen ist dein Gebot; hilf, daß ich ihn als vor mir seh, auch sein Geheimnis recht versteh: 245. Mel. 177: Wenn wir in höchsten 2c. Herr, der du als ein stilles uns gnädig nehmen an. 7. Den Fluch, den hier mein Bürge trug, die Wunden, die auch ich dir schlug, den Segen, den du, als du starbst, durch deinen Tod auch mir erwarbst. 8. Mein Herr und Gott, ich glaub an dich und weiß gewiß, du segnest mich; wenn wir im Glauben dir uns nahn, willst du 9. Ich Erd und Asche bins nicht wert, daß so viel Heil mir widerfährt; du willst, mein Heiland, nicht verschmähn, zu meinem Herzen einzugehn. 10. Mein Herz steht offen, richte du dirs selbst zu deiner Wohnung zu; wirf alle Laster ganz hinaus, schmück es mit jeder Tugend aus. 11. Du kommst; gesegnet seist du mir! Du bleibst in mir, ich bleib in dir; ich end in dir einst meinen Lauf, du weckest mich vom Tode auf. 12. O wie so großen Segen giebt dein Bundesmahl dem, der 150 Das heilige Abendmahl. dich liebt! Ihm ists ein Pfand der Seligkeit, ein Siegel der Gerechtigkeit.mnd US 13. Ach wie so reich ergießet sich hier meines Gottes Lieb in mich! Hier schau ich seine Lieblichkeit, hier schmeck ich seine Freundlichkeit. 14. Auch stärkt mich dieses Mahles Kraft auf meiner ganzen Pilgerschaft, den Feinden stark zu widerstehn, die mir nach meiner Seele stehn. 15. Und wenn du mich, o Lebensfürst, zur Seligkeit vollen den wirst, ergößt mit Freuden ohne Zahl mich dort dein ewges Abendmahl. ele Johann Adolph Schlegel. † 1793. 246. Mel. 179: Werde munter, mein 2c. Herr, du haft für alle Sünder einen reichen Tisch gedeckt, wo das Brot der armen Kinder nach des Vaters Liebe schmeckt. Hier erschein ich als ein Gast, welchen du geladen hast. Laß mich nicht mit falschem Herzen deine große Huld verscherzen. Sed: 57 Erden mir des Himmels VorWed 7: 0 schmack werden. grein 3. Gnadenvoll willst du mir schenken deinen Leib, dein teures Blut. Drum so laß mich wohl bedenken, was hier deine Liebe thut, und verleihe, daß ich nicht eß und trinke zum Gericht, was du doch zum Heil und Leben mir im Abendmahl willst geben. 4. Wirke heilige Gedanken in der Seele, die dich ehrt. Halte meinen Sinn in Schranken, wenn mich Furcht und Zweifel stört. Fühl ich immer Sündennot, so erquicke mich dies Brot, dieser Kelch mit deinem Blute; denn es floß auch mir zu gute. 5. Ohne dich ist ja kein Leben; gieb mir neue Lebenskraft! Ich bin mit Gefahr umgeben, du bists, der mir Hilfe schafft. Arm am Geist komm ich zu dir; laß dein Abendmahl auch mir bei so mancher Last auf Erden, Herr, zu großer Stärkung werden. 6. Laß mich deine Liebe schmecken und die Güter jener Welt; oder, wenn je Furcht und Schrecken mich dabei noch überfällt, so verleihe mir dein Blut einen rechten Freudenmut, daß ich meinen Trost im Glauben mir durch niemand laffe rauben. 2. Höre mich, o Herr der Güte! Mache mich vom Eitlen frei, daß voll Andacht mein Gemüte und mein Herz dir heilig sei. Nur zu dir steht mein Vertraun; lehr mich gläubig auf dich ist; keinen meiner Brüder hassen, schaun, und laß deinen Tisch auf der mit mir Ein Brot genießt. 7. Tief will ichs zu Herzen fassen, daß dein Tod mein Leben Das heilige Deiner will ich mich erfreun, bis ich werde bei dir sein und die Fülle deiner Gaben, meinen Gott und alles, haben. Kaspar Neumann. † 1715. Abendmahl. 151 Heiligtum, du bist als ein Fluch ans Kreuz gehangen. Also bist du durch den Tod eingegangen, Sohn, zu Gott. 4. Hoherpriester, ja du bist auch für diese eingegangen. Sprich sie los, Gott, Jesu Christ, wenn sie nun dein Mahl empfangen; laß fie fühlen: ins Gericht kommen, 247. Chor. MeL 169: Wachet auf, ruft uns die 2c. die da glauben, nicht. Herr, du wollst sie vollbereiten zu deines Mahles Seligkeiten; sei mitten unter ihnen, Gott! Heil und Leben zu empfahen, laß sie, o Sohn, sich würdig nahen, und sprich sie los von Sünd und Gemeinde. Mel. 95: Jefus, meine Zuversicht. 1. Die ihr seine Laufbahn lauft, teure miterlöste Brüder, all auf Christi Tod getauft, alle feines Leibes Glieder, kommt, Versöhnte, fommt, erneut euren Bund der Seligkeit. sil der 2. Nehmet hin und eßt sein Brot; Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt das Leben; hingegeben in den Tod ward er, in der Sünder Tod. Tod. Denn durch den Glauben 6. Ausgeschüttet warest du, rein, sind sie, o Mittler, dein, sind unsterblich. Ach, die hier stehn, und zu dir flehn, laß sie am Ziel die Krone sehn! 5. Nehmet hin und eßt sein Brot; Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr trinkt das Leben; hingegeben in den Tod ward er, in der Sünder Tod. 3. Hoherpriester Jesu Christ, du bist einmal eingegangen in das warst wie Wasser hingegossen, suchtest, fandest keine Ruh. Deines Todes Wunden flossen, strömten über, ach vom Blut, deines großen Opfers Blut. 7. Deiner Zunge Durst war heiß, heißer noch der Durst der Seele. Müd in deines Todes Schweiß hing dein Leib, und deine Seele lechzte schmachtender zum Herrn, doch schien seine Hilfe fern. 8. Dwie warst du fürchterlich, Tod der Sünder! Sterben, sterben sollte der Versöhner, dich, dich zu retten vom Verderben. Ewig fassen dein Gericht endliche Gedanken nicht. 9. Jesus rief: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen! starb darauf den Kreuzestod. Wer kann diese Liebe fassen? Das heilige Abendmahl. 152 Fluch und Tod sind nun nicht mehr; gebt, ach gebt dem Mittler Ehr! 10. Nehmet hin und eßt sein Brot. Jesus Christus ward gegeben für die Sünder in den Tod. Nehmt und trinkt, ihr Im Brot und Wein dein Leib trinkt das Leben. Hingegeben in den Tod ward er, in der Sünder Tod. Friedrich Gottlieb Klopstod.+ 1803. 248. Mel. 71: Herr, wie du willst, so 2c. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du Brunnquell aller Gnaden, wir kommen, deinen Leib und Blut, wie du uns hast geladen, zu deiner Liebe Herrlichkeit und unsrer Seelen Seligkeit zu essen und zu trinken. 2. D Jesu, mach uns selbst bereit zu diesem hohen Werke; schenk uns dein schönes Ehrenkleid durch deines Geistes Stärke. Hilf, daß wir würdge Gäste sein und werden dir gepflanzet ein zu ewgem Himmelswesen. 3. Bleib du in uns, daß wir in dir auch bis ans Ende bleiben; laß Sünd und Not uns für und für nicht wieder von dir treiben, bis wir durch deines Nachtmahls Kraft in deines Himmels Bürgerschaft einst ewig selig werden. 249. Mel 183: Wie schön leuchtet der 2c. Herr Jesu, dir sei Preis und Um 1724. Dank für diese Seelen- Speis und Trank, damit du uns begabet. und Blut wahrhaftig kommt uns sehr zu gut und unsre Herzen labet. Daß wir in dir uns erfreuen, wohl gedeihen, ewig leben, solches wollest du uns geben. 2. Du kehrest, o Immanuel, ja selber ein in unfre Seel und willst da Wohnung machen; drum uns ein solches Herz verleih, o Gott, das frei und ledig sei von allen eitlen Sachen. Bleibe, treibe unfre Sinnen und Beginnen, daß wir trachten, alle Weltlust zu verachten. 3. Ach Herr, laß uns doch nehmen nicht dein wertes Nachtmahl zum Gericht; ein jeder recht bedenke, daß er mit diesem Lebensbrot im Glauben stille seine Not. Der Fels des Heils uns tränke, züchtig, tüchtig dich dort oben stets zu loben, bis wir werden. zu dir kommen von der Erden. 4. O daß wir solche Seligkeit erwarten möchten allezeit in Hoffnung und Vertrauen; und nachmals aus dem Jammerthal eingehen in den Himmelsfaal, dein Antlitz, Herr, zu schauen; da sich fröhlich alle Gäste auf das beste werden laben und ganz volle Gnüge haben. Das heilige Abendmahl. 5. Das gieb du uns von deinem Thron, o Jesu Christe, Gottes Sohn, giebs durch dein bittres Leiden. Dasselbe, weil wir leben hier, laß uns betrachten für und für, und alles Bösemeiden. Amen! Amen! hilf uns kämpfen, hilf uns dämpfen alle Sünden, hilf uns fröhlich überwinden. Bernhard von Derschow. † 1639. 2. Dich bet ich zuversichtlich an, du bist das Heil der Sünder. Du hast die Handschrift abgethan, und wir sind Gottes Kinder. Ich denk an deines Leidens Macht, und an dein Wort: Es ist vollbracht! Du haft mein Heil verdienet, du hast für mich dich dargestellt; Gott war in dir und hat die Welt in dir mit sich verfühnet. 153 4. Ich schenke dir die Seligkeit, bewahre sie im Glauben und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh, ich vereine mich mit dir; ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Früchte bringen. Ich helfe dir, 250. Mel. 13: An Wasserflüssen Babylon. Ich komme, Herr, und suche dich ich stärke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg gelingen. mühselig und beladen. Gott, mein Erbarmer, würdge mich des Wunders deiner Gnaden. Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn, mich deiner zu getrösten; ich fühle meiner Sünden Müh, ich suche Ruh und finde sie im Glauben der Erlösten. 5. Ja Herr, mein Glück ist dein Gebot; ich will es treu erfüllen, und bitte dich durch deinen Tod um Kraft zu meinem Willen. Laß mich fortan nun eifrig sein, mein ganzes Herz dir, Herr, zu weihn und deinen Tod zu preisen. Laß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besserung mir und der Welt beweisen. Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. 3. So freue dich, mein Herz, in mir; er tilget deine Sünden, und läßt an seiner Tafel hier dich Gnad um Gnade finden. Du rufft, und er erhört dich schon, spricht liebreich: Sei getroft, mein Sohn; die Schuld ist dir vergeben. Du bist in meinen Tod getauft, und wirst nun dem, der dich erkauft, von ganzem Herzen Leben. 251. Mel. 152: Schmücke bich, o liebe Seele. Komm, mein Herz, in Jesu Leiden dich zu laben und zu weiden; stille hier dein sehnlich Dürsten an dem Mahl des Lebensfürsten. Daß ich einen Heiland habe, und in seinem Heil mich labe, und in 154 Das heilige Abendmahl sein Verdienst mich kleide, das ist meines Herzens Freude. 2. Zwar hab ich ihn alle Tage, wenn ich Sehnsucht nach ihm trage; er ist auf der Himmelsreise täglich meine Seelenspeise. Daß ich einen Heiland habe, bleibt mein Alles bis zum Grabe, und ich mag nichts andres wissen, als sein teures Heil genießen. e 3. Aber ich will mit Verlangen auch sein Abendmahl empfangen. Hier darf Seel und Leib ihn essen, und so kann ich nicht vergessen, daß ich einen Heiland habe, der am Kreuz und in dem Grabe, wie sein Wort mir sagt und schreibet, mein Erlöser war und bleibet. 4. Ach wie werd ich oft so müde, wie entweicht der süße Friede! Sünd und Welt kann mich verwunden, wenn mir dieses Licht entschwunden, daß ich einen Heiland habe, der mit seinem Hirtenstabe, sanft und mild und voll Vergeben, mir nichts ist, als Heil und Leben. 5. D ich Armer, ich Verlorner, ich in Sünden schon Geborner! was wollt ich vom Troste wissen, wäre dies mir weggerissen, daß ich einen Heiland habe, dessen Blut mich Sünder labe! Beffer wär es, nie geboren, als dies teure Wort verloren. 6. Sei gesegnet, ewge Liebe, daß du mir aus treuem Triebe, da das Mißtraun mich vergiftet, solch ein Denkmal selbst geſtiftet, daß ich einen Heiland habe, der gekreuzigt sank zu Grabe, daß er meinen Tod bezwänge und in seinen Sieg verschlänge. 1014 7. Heilges Brot, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, dessen heilge Todeswunden die Erlösung mir erfunden. Daß ich einen Heiland habe, der erblaßt und tot im Grabe auch für meine Schuld gelegen, will ich schmecken und erwägen. 8. Heilger Wein, sei mir gesegnet, weil mir der mit dir begegnet, dessen Blut mich lässet finden die Vergebung aller Sünden. Daß ich einen Heiland habe, der die arme Seele labe, muß nicht dies mein Dürften stillen und mein Herz mit Wonne füllen? 9. Er befiehlts, mich satt zu effen, meines Jammers zu vergeffen; er gebeuts, mich satt zu trinken, und in Freude zu versinken, daß ich einen Heiland habe, der sich selbst zur Opfergabe, ja zur Nahrung und zum Leben mir aus erger Huld gegeben. 10. Will hinfort mich etwas quälen, oder wird mir etwas fehlen, oder wird die Kraft zerrinnen, so will ich mich nur besinnen, daß ich einen Heiland habe, der vom Kripplein bis zum Grabe, bis zum Thron, wo man ihn ehret, mir, dem Sünder, zugehöret. Ernst Gottlieb Woltersdorf.+ 1761. Das heilige Abendmahl. 155 252, 2 Mel. 19: Aus meines Herzens Grunde. Kommt her, ihr seid geladen! der Heiland rufet euch; der süße Herr der Gnaden, an Huld und Liebe reich, der Erd und Himmel 7. Drum jauchze, meine Seele, lenkt, will Gastmahl mit euch halten und wunderbar gestalten, was er in Liebe schenkt. hell aus der Sünden Nacht; verkünde und erzähle die tiefe Wundermacht, die unermeßlich süß, ein Born der Liebe, quillet, und jeden Jammer stillet, der fast verzweifeln ließ. 2. Kommt her, verzagte Sünder, und werft die Ängsten weg! kommt her, versöhnte Kinder, hier das höchste Gut! ist der Liebesweg! Empfangt die Himmelsluft, die heilge Gottesspeise, die auf verborgne Weise erquicket jede Bruſt! 3. Kommt her, betrübte Seelen, die Not und Jammer drückt, mit Gott euch zu vermählen, der wunderbar beglückt! Kommt, legt auf ewig ab der Sünde bange Säumnis, empfanget das Geheimnis, das Gott vom Himmel gab! 4. O wunderbare Treue! so lockst du mich zu dir? O wunderbare Weihe! so nahst du selig mir? Ich soll der Sünden Tod in deinem Blute trinken, vergehen und versinken in deiner Liebe, Gott. drum jauchze deinem Herrn, verkünde und erzähle die Gnade nah und fern, den Wunderborn im Blut, die selge Himmelsspeise, die auf verborgne Weise dir giebt 5. O Wonne kranker Herzen, die mir von oben kam, verwunden sind die Schmerzen, getröstet ist der Gram. Was von dem Himmel fleußt, hat lieblich sich ergossen; mein Herz ist gar durchflossen vom süßen Liebesgeist. 6. Drum jauchze, meine Seele, Ernst Moriz Arndt. † 1860. 253. Mel. 114: Meinen Jesum laß ich nicht. Meinen Jesum laß ich nicht, meine Seel ist nun genesen; selig ist das heutge Licht, da ich Jesu Gast gewesen. Drum ruft jetzt mein Herz und spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. 2. Meinen Jesum laß ich nicht, weil er mich so brünstig liebet und sich in mein Herze flicht, ja, sich mir zu eigen giebet und sich emig mir verspricht. Meinen Jesum laß ich nicht. 3. Herr, dein Leib und teures Blut, Jesu, das ich jetzt genossen, stärkt mich und macht alles gut, daß ich hinfort nicht verstoßen bin von Gottes Angesicht. Meinen Jesum laß ich nicht. 4. Wohl mir, daß mich nichts mehr drückt; ach wie wohl ist mir Das heilige Abendmahl. geschehen! Meine Seel ist ganz frischen Proben schließen, wie entzückt, weil ich, Jesu, dich gesehen. Jesu, meine Zuversicht, dich, mein Jesu, laß ich nicht. brünstig deine Liebe sei. Dein Blut, dein Tod und deine Schmerzen verneuern sich in unsern Herzen. 3. Es wird dem zitternden Gewissen ein neues Siegel aufgedrückt, daß unser Schuldbrief sei zerrissen, daß unsre Handschrift sei zerstückt, daß wir Vergebung unsrer Sünden in deinen blutgen Wunden finden. 4. Das Band wird fester zugezogen, das dich und uns zusammenfügt. Die Freundschaft, die wir sonst gepflogen, fühlt, wie sie neue Stüßen kriegt. Wir werden mehr in solchen Stunden mit dir zu einem Geist verbunden. 5. Dies Brot kann wahre Nahrung geben, und dieser Kelch erquickt den Geist. Es mehrt sich unser innres Leben, wenn unser Glaube dich geneußt. Wir fühlen neue Kraft und Stärke in unserm Kampf und Glaubenswerke. 254. 6. Wir treten in genaure Mel. 42: Erquicke mich, du Heil 2c. Bande mit deines Leibes Gliedern Mein Jesu, der du vor dem Scheiden in deiner letten Trauernacht uns hast die Früchte deiner Leiden in einem Testament vermacht, es preisen gläubige Gemüter dich, Stifter dieser hohen Güter. ein, daß wir und sie in solchem Stande Ein Herz und Eine Seele sein. Der Geist muß mehr zusammenfließen, da wir Ein Fleisch und Blut genießen. 7. Dein Fleisch muß uns zum Pfande dienen, daß unser Fleisch, 2. So oft wir dieses Mahl der Schwachheit voll, einst herrlich genießen, wird dein Gedächtnis aus dem Staube grünen und unbei uns neu. Man kann aus verweslich werden soll, ja daß 156 5. Meinen Jesum laß ich nicht, er ist ja mein Bruder worden. Froh, daß Welt und Satan spricht, ich sei noch in ihrem Orden. Nein, mein Jesus ist mein Licht; dich, mein Bruder, laß ich nicht. 6. Laß mich auch, mein Jesu, nicht, wenn es mit mir kommt zum Ende, wenn mir Sinn und Herze bricht. Jesu, nimm in deine Hände meinen Geist, mein Lebenslicht. Ach, mein Jesu, laß mich nicht! 7. Und des bin ich auch gewiß, weil mein Jesus mir verheißen, aus des Todes Finsternis mich mit starker Hand zu reißen. Drum mein Herze gläubig spricht: Amen, Jesum laß ich nicht. mis Johann Friedrich Mayer.+ 1712. 10 Das heilige Abendmahl. du uns ein ewig Leben nach diesem furzen werdest geben. 8. D teures Lamm, so edle Gaben hast du in dieses Mahl gelegt. Da wir dich selbst zur Speise haben, wie wohl ist unser Geist verpflegt! Dies Mahl ist unter allen Leiden ein wahrer Vorschmack jener Freuden. 9. Dir sei Lob, Ehr und Preis gesungen! ein solcher hoher Liebesschein verdient, daß aller Engel Zungen zu deffen Ruhm geschäftig sein. Wird unser Geist zu dir erhoben, so wird er dich vollkommen loben. Johann Jakob Rambach. † 1735. 157 4. Er ist voller Lindigkeit und voll Güte, ganz der Demut ist geweiht sein Gemüte, ist zu lauter Treu bereit und zum Friede. Trauet seiner Güte. 5. Seelenruh bedürfet ihr, Troft und Leben; Seelenruhe wird euch hier dargegeben, Seelenruhe quillt euch hier, Trost und Leben; eilt, darnach zu streben. 6. O sein Joch ist sanft und soll nie beschweren; sein Geset ist liebevoll, zu gewähren allen Friede, Ruh und Wohl, die es hören. Folget seinen Lehren. 7. O Erlöser, bleibe doch unfre Freude und gewöhne an dein Joch deine Leute; tröste, stärk, Smerfreu uns hoch, Seelenweide, Jesu, unsre Freude! Valentin Ernst Löscher. † 1749. 255. Mel. 92: Jesu, meines Herzens Freud. Nehmet Jesu Ladung an, teure Seelen, der für euch auf rauher Bahn sich ließ quälen. Kommt, ach kommt zu ihm heran, Heil zu wählen, kommt, erlöste Seelen. 2. Ängstiget euch das Gefühl ner Seelen Sonne, du Freundböfer Thaten, seid ihr mannig- lichster auf Erden, laß mich dir falt und viel durch den Schaden, der von Adam auf euch fiel, jetzt beladen, kommt zum Quell der Gnaden. dankbar werden. 2. Wie kann ich gnugsam schätzen dies himmlische Ergötzen und diese teure Gaben, die uns gestärket haben? 3. Wie soll ich dir es danken, o Herr, daß du mich Kranken gespeiset und getränket, ja selbst dich 256. Mel. 130: Nun laßt uns Gott 2c. Jesu, meine Wonne, du mei3. Nehmet seine Last auf euch, o ihr Schwachen. Er kann stark, zufrieden, reich, selig machen. Lernet nur von ihm zugleich Gottes Sachen. Hier ist Kraft mir geschenket? der Schwachen. 4. Ich lobe dich von Herzen 158 Das heilige Abendmahl. für alle deine Schmerzen, für und freudig auferstehen, o Jesu' deine Schläg und Wunden, die dich zu sehen. Johann Riſt. † 1667. du für mich empfunden. 5. Dir dank ich für dein Leiden, den Ursprung meiner Freu257. den; dir dank ich für dein Sehnen Schmücke dich, o liebe Seele, laß Eigene Melodie. 152. und heiß vergoßne Thränen. 6. Dir dank ich für dein die dunkle Sündenhöhle, komm Lieben, das standhaft ist ge- ans helle Licht gegangen, fange blieben; dir dank ich für dein herrlich an zu prangen! Denn Sterben, das mich dein Reich der Herr voll Heil und Gnaden läßt erben. will dich jetzt zu Gaste laden; der den Himmel kann verwalten, will jetzt Herberg in dir halten. 2. Eil, wie Gottverlobte pflegen, deinem Bräutigam entgegen, der mit süßen Gnadenworten klopft an deines Herzens Pforten. Säume nicht, ihm aufzuschließen, wirf dich hin zu seinen Füßen, sprich: o Herr, laß dich umfassen, von dir will ich nicht mehr lassen. 3. Mag ein köstlich Gut auf Erden sonst um Geld erkaufet werden, du, o Herr, für deine Gaben willst nicht Erdenschätze haben, und in allen Bergesgründen könnt ich ja kein Kleinod finden, daß ich bei dem heilgen Mahle, Herr, dein Manna dir bezahle. 7. Jetzt schmecket mein Gemüte dein übergroße Güte; dies teure Pfand der Gnaden tilgt allen meinen Schaden. 8. Herr, laß mich nicht vergessen, daß du mir zugemessen die kräftig Himmelsspeise, wofür ich jetzt dich preise. 9. Du wollest ja die Sünde, die ich noch in mir finde, aus meinem Fleische treiben und kräftig in mir bleiben. 10. Nun bin ich los gezählet von Sünden und vermählet mit dir, mein liebstes Leben; was kannst du Wertres geben? 11. Ach laß, Herr, meine Seele in dieser Leibeshöhle doch allzeit mit Verlangen an deiner Liebe hangen. 12. Laß mich die Sünde meiden, laß mich geduldig leiden, laß mich mit Andacht beten und von der Welt abtreten. 13. Nun kann ich nicht verderben; drauf will ich selig sterben 4. Ach, wie hungert mein Gemüte, Menschenfreund, nach deiner Güte! Ach, wie pfleg ich oft mit Thränen mich nach dieser Kost zu sehnen! Ach, wie pfleget mich zu dürften nach dem Trank des Lebensfürsten: daß in diesem Brot Das heilige Abendmahl. und Weine Christus sich mit mir vereine! 5. Bangen, fühl ich jetzt mein Herz umfangen. Das Geheimnis dieser Speise und die unerforschte Weise macht, daß ich voll Staunen merke, Herr, die Größe deiner Werke. Ist auch wohl ein Mensch zu finden, der dein Allmacht kann ergründen? # 6. Jesu, meines Lebens Sonne, Jesu, meine Freud und Wonne, Jesu, du mein ganz Beginnen, Lebensquell und Licht der Sinnen! Hier fall ich zu deinen Füßen: laß mich würdiglich genießen dieser deiner Himmelsspeise mir zum Heil und dir zum Preise. 7. Herr, es hat dein treues Lieben dich vom Himmel her getrieben, daß du willig hast dein Leben in den Tod für uns gegeben, und dazu ganz unverdrossen, Herr, dein Blut für uns vergossen, das uns jetzt kann träftig tränken, deiner Liebe zu gedenken. 8. Jesu, wahres Brot des Lebens, hilf, daß ich doch nicht vergebens, oder mir vielleicht zum Schaden, sei zu deinem Tisch geladen! Laß mich durch dies Seeleneffen deine Liebe recht ermessen, daß ich auch, wie jetzt auf Erden, mög dein Gast im Himmel werden. Nach Joh. Frand. † 1677. 159 258. 100 Mel. 160: Straf mich nicht in deinem 2c. Tretet her zum Tisch des Herrn, Gott hat euch geladen; eure Herzen sein nicht fern von dem Mahl der Gnaden. Mit Bedacht nehmt in acht, was euch Gott wird geben zu dem ewgen Leben. 2. Geht heran, schön angethan mit dem Glaubenskleide; solche Gäste stehn Gott an, sie sind seine Freude. Nehmt die Speis, gleicherweis trinkt sein Blut vergossen, o ihr Tischgenossen. Johann Georg Müller. † 1745. 259. Mel. 79: Ich dant dir, lieber Herre. Wen hast du dir geladen, mein Heiland mild und gut, zu deinem Tisch der Gnaden? Nicht die voll Kraft und Mut, die Reichen nicht und Satten sind dir willkommen dran; die Kranken und die Matten rufst du voll Huld heran. 2. Da dürfen wir es wagen und treten mit heran; wir müßten wohl verzagen, gings nur die Starken an. Zu dir, dem guten Hirten, stelln wir voll Mut uns ein; du willst ja den Verirrten von Herzen gnädig sein. 3. Es sei dir, unserm Fürsten, fortan das Herz geweiht, mit Hungern und mit Dürsten nach Das heilige Abendmahl. 160 der Gerechtigkeit. Ach laß uns doch genießen das wahre Himmelsbrot und Lebensbäche fließen von uns bis in den Tod. 4. Laß uns darniedersinken an deinem Sühnaltar und reiche uns zu trinken den Kelch des Lebens dar. Wenn auf der Pilgerreise das Herz so matt und frank, ist das die rechte Speise, ist das der rechte Trank. 3. Wie heilig ist doch dieser Trank, der mein Verlangen stillet, der mein Gemüt mit Lob und Dank und heilger Freud erfüllet. D Lebenstrank, o heilges Blut, das einst geflossen mir zu gut, dich will ich jetzt empfangen. 5. Wer glaubensvoll genoffen den Leib, dazu das Blut, für unsre Schuld vergossen, der hat es ewig gut; der ist vom Fluch entbunden, der jedem Sünder droht, hat Trost in schweren Stunden und in der letzten Not. Friebrich August Gottgetreu Tholud.+ 1877 und Christian Friedrich Ziek 1836. 4. Welch unaussprechlich Glück ist mein, welch Heil hab ich gefunden! Mein Jesus kehret bei mir ein, mit ihm werd ich verbunden. Wie ist mein Herz so freudenvoll, daß ich in Jesu leben soll und er in mir will leben! 5. O wär doch auch mein Herz geweiht zu einer heilgen Stätte, damit der Herr der Herrlichkeit an mir Gefallen hätte! O wäre doch mein Herz der Ort, an welchem Jesus fort und fort aus Gnaden Wohnung machte! 260. Mel. 71: Herr, wie du willst, so zc. Wie heilig ist die Stätte hier, wo ich voll Andacht stehe! Sie ift des Himmels Pforte mir, die ich nun offen sehe. O Lebens- erfüllt; Herr, laß dein heilig thor, o Tisch des Herrn! Vom Ebenbild beständig aus mir Himmel bin ich nicht mehr fern leuchten! und fühle Gottes Nähe. 6. Mein Jesu, komm und heile mich; was sündlich ist, vertreibe, damit ich nun und ewiglich dein Tempel sei und bleibe. Von dir sei ganz mein Herz 2. Wie heilig ist dies Lebensbrot, dies teure Gnadenzeichen, vor dem des Herzens Angst und Not und alle Qualen weichen! D Brot, das meine Seele nährt, o Manna, das mir Gott beschert, dich will ich jetzt genießen! 7. Nun, du hast himmlisch mich erquickt, du hast dich mir gegeben; in dir, der mich so hoch beglückt, will ich nun stündlich leben! Laß mich, mein Heiland, allezeit von nun an bis in Ewigfeit mit dir vereinigt bleiben! Valentin Ernst Löscher. † 1749. Das heilige Abendmahl. 261. Mel. 164; Balet will ich dir geben. Wie könnt ich sein vergessen, der mein noch nie vergaß? wie seine Lieb ermessen, dadurch mein Herz genas? Ich lag in bittern Schmerzen, er kommt, und macht mich frei, und stets quillt aus dem Herzen ihm neue Lieb und Treu. 2. Wie sollt ich ihn nicht lieben, der mir so hold sich zeigt? wie jemals ihn betrüben, der so zu mir sich neigt? Er, der ans Kreuz erhoben, getragen meine Schmach, ruft er mir nicht von oben: Komm, folge du mir nach! 3. Ihn will ich ewig lieben, der mir aus Todesnacht, von meinem Schmerz getrieben, Unsterb161 lichkeit gebracht; der noch zur letten Stunde mir reicht die treue Hand, daß mich kein Feind vermunde im Lauf zum Heimatland. 4. Er giebt zum heilgen Pfande mir seinen Leib, sein Blut, hebt mich aus Nacht und Schande, füllt mich mit Himmelsmut, will selber in mir thronen mit süßem Gnadenschein; sollt ich bei ihm nicht wohnen, in ihm nicht selig sein? 5. Bei Freude und bei Schmerzen durchleuchte mich dein Bild, wie du, o Herz der Herzen, geblutet hast so mild! Mein Lieben und mein Hoffen, mein Dulden weih ich dir; laß mir die Heimat offen, und dein Herz für und für! Christian Gottlob Kern. † 1835. 11 III. Der christliche Glaube. 1. Der Glaube im allgemeinen. 262. 3. Wir glauben an den heilgen Geist, Gott mit Vater und dem Sohne, der aller Blöden Eigene Melodie. 187. Wir glauben all an Einen Gott, Tröster heißt und mit Gaben Schöpfer Himmels und der Er- zieret schöne; die ganze Christenden, der sich zum Vater geben heit auf Erden hält in einem hat, daß wir seine Kinder werden. Sinn gar eben; hier all Sünd Er will uns allzeit ernähren, vergeben werden, das Fleisch soll Leib und Seel auch wohl be- auch wieder leben; nach diesem wahren; allem Unfall will er Elend ist bereit uns ein Leben wehren, kein Leid soll uns wider- in Ewigkeit. Amen. fahren. Er forget für uns, hüt Martin Luther. † 1546. und wacht; es steht alles in seiner Macht. 263. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, seinen Sohn und unsern Eigene Melodie. 188. Herren, der ewig bei dem Bater Wir glauben all an Einen Gott, ist, gleicher Gott von Macht und Ehren; von Maria, der Jungfrauen, ist ein wahrer Mensch geboren durch den heilgen Geist im Glauben; für uns, die wir warn verloren, am Kreuz gestorben und vom Tod wieder auferstanden durch Gott. Vater, Sohn und heilgen Geist, an den Herren Zebaoth, den die Schar der Engel preist, der durch seine große Kraft alles wirket, thut und schafft. 2. Wir glauben auch an Jesum Christ, Gottes und Marien Sohn, der vom Himmel kommen ist, und Der Glaube im allgemeinen. 163 uns führt ins Himmels Thron, seines Geistes Kraft und Licht der uns durch sein Blut und Tod hat erlöst aus aller Not. uns bringet ins Gemüte, ein unbeweglich fester Grund, auf Gottes Wort und ewgen Bund in seinem Sohn gestiftet. 2. Er ist ein göttlicher Beweis, den Gottes Zeugnis giebet, daß er uns selbst zu seinem Preis in seinem Sohne liebet; der macht das Herz so ganz gewiß, daß es ohn alle Hindernis zu Gott in Christo eilet. 3. Der Glaube höret, schmeckt und schaut die unsichtbaren Dinge, darauf mein Herze traut und baut, macht, daß ich fröhlich finge: Gott ist mein Gott, sein Sohn mein Heil, der heilge Geist hat mir mein Teil im Himmel schon versiegelt. 3. Wir glauben an den heilgen Geist, der von beiden gehet aus, der uns Troft und Beistand leift wider alle Furcht und Graus. Heilige Dreifaltigkeit, sei gepreist zu aller Zeit! Tobias Clausniger. † 1684. 264. Eigene Melodie. 12. An Einen Gott nur glauben wir, Bater, Sohn und heilgen Geist, den froh die Schar der Christen hier, dort der Chor der Engel preist; der durch seine Huld und Kraft alles wirket, thut und schafft. 2. An Jefum Christum glauben wir, Gottes eingebornen Sohn, der für uns Mensch geworden hier, dort herrscht auf des Vaters Thron, der, indem er litt und starb, Heil und Leben uns erwarb. 3. Wir glauben an den heil gen Geist, dessen gnadenvolle Kraft an unsern Herzen sich erweist, Wollen und Vollbringen schafft. Heilige Dreieinigkeit, segne deine Christenheit! Dresdner Gesangbuch. 4. Ist oft mein Glaube schwach und klein, wenn Trübsal sich erhebet, so muß es doch ein Glaube sein, weil er nach Hilfe strebet. So lange sich die Hoffnung regt, die mich nach Gott in Christo trägt, so ist ein Glaub im Herzen. 5. Drückt meiner Fehler Menge mich und schlägt das Herz darnieder, erhebt der alte Drache sich, stellt Gott selbst sich zuwider, so kämpft und ringt des Glaubens Licht, bis es hindurch durch alles bricht und Gottes Liebe findet. 265. Mel. 45: 63 ist das Heil uns kommen her. Hebr. 11. 6. Ich weiß, an wen ich glauben kann, das soll mir niemand Der Glaub ist eine Zuversicht nehmen; Gott ist mein Freund, zu Gottes Gnad und Güte, die den lauf ich an, so kann mich 11* 164 Der Glaube im allgemeinen. nichts beschämen. Er läßt die ich ihm hier vertraue. Bald, bald nicht, die auf ihn sehn, und wenn verschwindet mir mein Schmerz, auch alles soll zergehn, so glaub und Himmelsfreuden schmeckt mein ich seinem Worte. Herz. 7. Auf diesen Glauben will ich nun getroft und freudig bauen; in Gottes Liebe will ich ruhn, aus der Angst, in der ich lag, gerissen. Nur dir verdank ich meine Ruh, denn meine Wunden heiltest du und stilltest mein Ge wissen; und fall ich noch in meinem Lauf, so richtest du mich wieder auf. auf Jesu Tod vertrauen, sein Geist soll Pfand und Zeugnis sein. Und so will ich in Gott allein durch meinen Glauben leben. Johann Hermann Schrader. † 1737. 4. Der du den Tod für mich bezwangst, du hast mich, Mittler, 266. 5. Gelobt sei Gott! ich bin ein Christ, und seine Gnad und Mel. 139: D Ewigkeit, du 2c.jud Wahrheit ist an mir auch nicht Mein Glaub ist meines Lebens vergebens. Sein Wort hilft mir Brund zur Heiligung, die Gnade wirkt Erneuerung des Herzens und des Lebens. Ich fühle, daß des Geistes Kraft den neuen Menschen in mir schafft. Ruh und führt mich deinem Himmel zu, o du, an den ich glaube! Ach gieb mir, Herr, Beständigkeit, daß diesen Trost der Sterblichkeit nichts meiner Seele raube. Tief präg es meinem Herzen ein, welch Heil es ist, ein Christ zu sein. 2. Jch bin erlöst, ich bin ein Christ! mein Herz ist ruhig und vergißt die Schmerzen dieses Lebens. Ich dulde, was ich dulden soll, ich bin des hohen Trostes voll: ich leide nicht vergebens. Gott selber mißt mein Teil mir zu, hier kurzen Schmerz, dort ewge Ruh. 267. 3. Was seid ihr Leiden dieser Zeit mir, der ich meiner Ewigkeit mit Ruh entgegenschaue? Bald Mel. 45: Es ist das Heil uns kommen 2c. ruft mich Gott, und ewiglich be- Der Herr ist Gott und keiner lohnel und erquickt er mich, weil mehr, frohlockt ihm, alle From6. Dank sei dir, Vater, Dank und Ruhm, daß mich dein Evangelium lehrt glauben, hoffen, lieben. Was mir schon jetzt in dieser Zeit den Vorschmack giebt der Seligkeit, wie sollt ich das nicht üben? Erhalte nur mein Herz dabei, so preif ich ewig deine Treu. Balthasar Münter. † 1793. Der Glaube im allgemeinen. 165 men! Wer ist ihm gleich, wer Falle? Allgegenwärtig breitet sich ist wie er, so herrlich, so vollkommen? Der Herr ist groß, sein Nam ist groß; er ist unendlich grenzenlos in seinem ganzen Wesen. dein Fittich über alle; du bist voll Freundlichkeit, voll Huld, barmherzig, gnädig, voll Geduld, ein Vater, ein Verschoner. 2. Er ist und bleibet wie er ist. Wer strebet nicht vergebens, ihn auszusprechen, wer ermißt die, Dauer seines Lebens? Wir Menschen sind von gestern her; eh noch die Erde ward, war er, mar, eh die Himmel waren. 7. Untadelhaft bist du und gut und reiner, als die Sonne. Wohl dem, der deinen Willen thut, denn du vergiltst mit Wonne; du hast Unsterblichkeit allein, bist selig, wirst es ewig sein, haft Freuden, Gott, die Fülle. 8. Dir nur gebühret Lob und 3. Des Ewgen Thron um- Dank, Anbetung, Preis und Ehre; giebt ein Licht, das ihn vor uns kommt, werdet Gottes Lobgefang, verhüllet; ihn fassen alle Him- ihr alle seine Heere. Der Herr mel nicht, die seine Größ er ist Gott und keiner mehr; wer füllet. Er bleibet emig, wie er ist ihm gleich? wer ist wie er, war, verborgen und doch offenbar so herrlich, so vollkommen? in seiner Werke Wundern. Johann Andreas Cramer. † 1788. 4. Wo wären wir, wenn seine Kraft uns nicht gebildet hätte? Er kennt uns, fennet, was er schafft, der Wesen ganze Kette. Bei ihm ist Weisheit und Verstand, und er umspannt mit seiner Hand die Erde samt dem Himmel. 5. Ist er nicht nah, ist er nicht fern? weiß er nicht aller Wege? Wo ist die Nacht, da sich dem Herrn ein Mensch verbergen möge? Umsonst hüllt ihr in Finsternis, was ihr beginnt, er siehts gewiß, er sieht es schon von ferne. 6. Wer schüßt den Weltbau ohne dich, o Herr, vor seinem 268. Eigene Melobie. 32. Die Himmel rühmen des Ewigen Ehre, ihr Schall pflanzt feinen Namen fort. Ihn rühmt der Erdkreis, ihn preisen die Meere; vernimm, o Mensch, ihr göttlich Wort! 2. Wer trägt der Himmel unzählbare Sterne? wer führt die Sonn aus ihrem Zelt? Sie kommt und leuchtet und lacht uns von ferne, und läuft den Weg gleich als ein Held. 3. Vernimms und siehe die Wunder der Werke, die die Na 166 Der Glaube im allgemeinen. tur dir aufgestellt! Verkündigt heilig singen ihm zur Ehre aller Weisheit und Ordnung und Stärke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? Engel hohe Chöre. Herr, vernimm unsre Stimm, da auch wir Geringen unsre Opfer bringen. 4. Kannst du der Wesen un- 3. Wir entsagen willig allen zählbare Heere, den kleinsten Eitelkeiten, die mit deinem Dienste Staub fühllos beschaun? Durch streiten. Da liegt unser Wille, wen ist alles? O gieb ihm die Seele, Leib und Leben, dir zum Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst Eigentum ergeben. Du allein sollst es sein, unser Gott und Herre; dir gebührt die Ehre. du vertraun. 4. Majestätisch Wesen, möcht ich recht dich preisen und im Geist dir Dienst erweisen! Möcht ich wie die Engel immer vor dir stehen und dich gegenwärtig sehen! Laß mich dir für und für trachten zu gefallen, liebster Gott, in allem. 5. Mein ist die Kraft, mein ist Himmel und Erde; an meinen Werken kennst du mich. Ich bins, und werde sein, der ich sein werde, dein Gott und Vater ewiglich. 6. Ich bin dein Schöpfer, bin Weisheit und Güte, ein Gott der Ordnung und dein Heil. Ich bins; mich liebe von ganzem Gemüte, und nimm an meiner Gnade teil. Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. 5. Du durchdringest alles, wollst mit deinem Lichte, Herr, berühren mein Gesichte! Wie die zarten Blumen willig sich entfalten und der Sonne stille halten, laß mich so, still und froh, deine Strahlen fassen und dich wirken laffen. 269. Mel. 191: Wunderbarer König. Gott ist gegenwärtig! Laſſet 6. Mache mich voll Einfalt, uns anbeten und in Ehrfurcht innig abgeschieden, fanft und still vor ihn treten! Gott ist in der in deinem Frieden; mach mich Mitten! Alles in uns schweige reines Herzens, daß ich deine und sich innigst vor ihm beuge. Klarheit schauen mag in Geist Wer ihn kennt, wer ihn nennt, und Wahrheit. Laß mein Herz schlagt die Augen nieder! Kommt, himmelwärts, wie ein Adler schweergebt euch wieder! ben und in dir nur leben. 2. Gott ist gegenwärtig, dem 7. Komm, in mir zu wohnen, die Cherubinen Tag und Nacht laß mein Herz auf Erden dir ein gebücket dienen. Heilig, heilig, Heiligtum noch werden! Komm, Der Glaube im du nahes Wefen! dich in mir verkläre, daß ich stets dich lieb und ehre! Wo ich geh, wo ich steh, laß mich dein gedenken, mich in dich versenken. Gerhard Tersteegen. † 1769. 270. Eigene Melodie. 60. Gott ist mein Lied. Er ist der Gott der Stärke; hehr ist sein Nam, und groß sind seine Werke, und alle Himmel sein Gebiet. 2. Er will und sprichts, so sind und leben Welten; und er gebeut, so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste; er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist Wahrheit und Gerechtigkeit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn Anfang Gott, und Gott in ewgen Zeiten! Herr aller Welt, wer ist dir gleich? 5. Was ist und war, in Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, und seiner Werke Heere find ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder geheft; ob du ans Meer, ob du gen Himmel flöhest, so ist er allenthalben da. allgemeinen. 167 8. Er kennt mein Flehn und allen Rat der Seele; er weiß, wie oft ich Gutes thu und fehle, und eilt, mir gnädig beizustehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht angehöre. Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein Lob in meinem Munde sein. 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fassen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkündigt seines Schöpfers Macht. 12. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spiegel; die Luft, das Meer, die Auen, Thal und Hügel, sie sind dein Loblied und dein Psalm. 13. Du tränfft das Land, führst uns auf grüne Weiden; und Nacht und Tag, und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Rein Sperling fällt, Herr, ohne deinen Willen; sollt ich mein Herz nicht mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Leben hält? 15. Jst Gott mein Schuß, will Gott mein Retter werden, so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden, und biete selbst der Hölle Truß. Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. Der Glaube im allgemeinen. 271. 6. Gott ist und bleibt getreu; laß alle Wetter krachen, Gott wird Mel. 140: D Gott, du frommer Gott. der Trübsal doch ein solches Ende Gott ist und bleibt getreu; sein Herze bricht von Lieben, pflegt er gleich oft und schwer die Seinen zu betrüben; er prüfet durch getreu. Unbekannter Dichter. Um 1695. machen, daß alles Kreuz und Not dir ewig nütze sei. So liebt der Höchste dich; Gott ist und bleibt das Kreuz, wie rein der Glaube sei, wie standhaft die Geduld. Gott ist und bleibt getreu. 2. Gott ist und bleibt getreu; er hilft ja selber tragen, was er uns auferlegt, die Last der schweren Plagen; er braucht die Ruten oft und bleibet doch dabei ein Vater, der uns liebt. Gott ist und bleibt getreu. 168 272. Mel. 180: Wer nur den lieben 2c. Mein Gott, wie bist du so verborgen, wie ist dein Rat so wunderbar! Was helfen alle meine Sorgen? Du hast geforget, eh ich war. Mein Gott und Vater, führe mich nur selig, obgleich wunderlich. 3. Gott ist und bleibt getreu; er weiß, was wir vermögen, er pfleget nie zu viel den Schwachen aufzulegen; er macht sein Erb und Volk von Last und Banden frei, wenn große Not entsteht. Gott ist und bleibt getreu. 2. Herr, wer kann deinen Sinn verstehen? Wir schaun nur deinen Wegen nach; was du bestimmt, das muß geschehen bei unserm Glück und Ungemach. Mein Gott und Vater, führe mich nur selig, obgleich wunderlich. 4. Gott ist und bleibt getreu; 3. Herr, wer kann deinen Rat er tröstet nach dem Weinen, er läßt nach trüber Nacht die Freudensonne scheinen; der Sturm, des Kreuzes Sturm geht augenblicks vorbei; sei, Seele, nur getroft: Gott ist und bleibt getreu. ergründen? Dir bleibt allein der Weisheit Preis. Du kannst viel tausend Wege finden, wo die Vernunft nicht Einen weiß. Mein Gott und Vater, führe mich nur selig, obgleich wunderlich. 5. Gott ist und bleibt getreu; er stillet dein Begehren, er will dein Glaubensgold in Trübfals glut bewähren. Nimm an von 4. Dein allerheiligsten Gedanken sind himmelweit von Menschenwahn; drum leite mich in deinen Schranken und führe Gottes Hand den Kreuzkelch ohne mich auf rechter Bahn. Mein Scheu, der Lebensbecher folgt. Gott ist und bleibt getreu. Gott und Vater, führe mich nur felig, obgleich wunderlich. Der Glaube im allgemeinen. 169 5. Dir will ich mich ganz über- sättigt er allzumal; er schaffet laffen mit allem, was ich hab früh- und spaten Regen, füllet und bin. Ich werfe, was ich nicht uns alle mit seinem Segen.:: fann faffen, auf deine Macht und Weisheit hin. Mein Gott und Vater, führe mich nur selig, obgleich wunderlich. 5. Drum preis und ehre seine Barmherzigkeit, sein Lob vermehre, werteste Christenheit! Uns foll hinfort kein Unfall schaden; freue dich, Israel, seiner Gnaden!:: dandring. 6. Hilf, daß ich nie mich von dir kehre in Glück und Unglück, Freud und Leid. Schick alles, Herr, zu deiner Ehre und meiner Seelen Seligkeit. Mein Gott und Vater, führe mich nur selig, obgleich wunderlich. Salomo Franc. † 1725. 274. Mel. 191: Wunderbarer König. 273. Unumschränkte Liebe, gönne blöden Augen, die sonst kaum auf Erden taugen, daß sie in die Strahlen deiner Langmut Eigene Melodie. 132. Nun preiset alle Gottes Barm- blicken, die den Erdkreis wärmend schmücken, und zugleich freudenreich Bösen und den Deinen mit der Sonne scheinen. herzigkeit; lob ihn mit Schalle, werteste Christenheit! Er läßt dich freundlich zu sich laden; freue dich, Israel, seiner Gnaden!:: 2. Der Herr regieret über die ganze Welt; was sich nur rühret, ihm auch zu Füßen fällt. Viel tausend Engel um ihn schweben; Psalter und Harfen ihm Ehre geben.:: 3. Wohlauf, ihr Heiden, lasset das Trauern sein, zu grünen Weiden stellet euch willig ein! Da läßt er uns sein Wort verkünden, machet uns ledig von allen Sünden.:: Matthäus Apelles von Löwenstern. † 1648. 4. Er giebet Speise reichlich und überall, nach Vaters Weise 401818 2. Wasser, Luft und Erde, ja, dein ganz Gebiete ist ein Schauplats deiner Güte. Deiner Langmut Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. D wie weit, o wie breit, über Berg und Hügel, streckt sie ihre Flügel. 3. Was wir davon denken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nennen. Tag für Tag zu leiden, Tag für Tag zu dulden so viel Millionen Schulden, und dazu ohne Ruh lieben für das Hassen, Herr, wer kann das fassen? 170 Der Glaube im allgemeinen. 4. Du vergiebest Sünde, hörst gebrochen, bis er alles hat vollder Sünder Flehen, wenn sie bracht. Er, die Wahrheit, trüget weinend vor dir stehen; deine nicht; es geschieht, was er verRechte dräuet und erbarmt sich spricht. wieder, legt die Pfeile gerne nie- 3. Seine Gnade soll nicht weider; da man doch, wenn du noch chen, wenn gleich alles bricht und kaum sie weggeleget, dich zum Zorn fällt, sie wird ihren Zweck ererreget. streichen, weil sie ewig Glauben 5. Herr, es hat noch keiner, hält. Gott ist fromm und gut der zu dir gegangen, statt der und treu, sei die Welt voll HeuGnade Recht empfangen. Wer chelei. zu deinen Füßen sich mit Thrä- 4. Will die Welt den Frieden nen senket, dem wird Straf und brechen, hat sie lauter Krieg im Schuld geschenket. Unser Schmerz Sinn, Gott hält immer sein Verrührt dein Herz, und du willst sprechen. So fällt aller Zweifel der Armen gnädig dich erbarmen. hin, als wär er nicht immerdar, was er ist und was er war. 5. Laßt sein Antlitz sich verstellen, ist sein Herz doch treu gesinnt und bezeugt in allen Fällen, daß ich sein geliebtes Kind, dem er beide Hände reicht, wenn auch Grund und Boden weicht. 6. Er will Frieden mit, mir halten, wenn sich auch die Welt empört; ihre Liebe mag erkalten, ich bin seinem Herzen wert. Ob auch Sturm und Donner brüllt, bleibt er mir doch Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer, so hat er sich selbst genannt. Das ist Trost, so werd ich Armer immer als sein Kind erkannt. Sein Erbarmen läßt nicht zu, daß er mir was Leides thu. 8. Nun so soll mein ganz Vertrauen anterfest auf ihm be6. König, sei gepriesen, daß du so verschonest und uns nicht nach Werken lohnest. Deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret und mit Ruhm das Scepter führet. Fahre fort, Zions Hort, Langmut auszuüben und die Welt zu lieben. Johann Jakob Rambach. † 1735. Stores 275. Mel. 58: Gott des Himmels und 2c. Jej. 54, 10. Weicht, ihr Berge, fallt, ihr Hügel, brechet, alle Felsen, ein; Gottes Gnade hat das Siegel, sie will unverändert sein. Laßt die Welt zu Trümmern gehn, Gottes Gnade wird bestehn. 2. Gott hat mir ein Wort versprochen, Gott hat einen Bund gemacht; der wird nimmermehr Der Glaube im allgemeinen. ruhn; auf ihn will ich Felsen bauen, was er sagt, das wird er thun. Erd und Himmel kann vergehn, doch sein Bund bleibt ewig stehn. Benjamin Schmold.+ 1737. 171 wirst, wie er ist! Du hast ein Recht zu diesen Freuden, durch Gottes Güte sind sie dein. Sieh, darum mußte Christus leiden, damit du könntest selig sein. 276. Mel.34: Die Tugend wird durchs Kreuz 2c. Wie ie groß ist des Allmächtgen Güte! Ist der ein Mensch, den sie nicht rührt? der mit verhärtetem Gemüte den Dank erstickt, der ihm gebührt? Nein, seine Liebe zu ermessen, sei ewig meine größte Pflicht. Der Herr hat mein noch nie vergessen; vergiß, mein Herz, auch seiner nicht. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren, und seine Güte nicht verstehn? er sollte rufen, ich nicht hören? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will ist mir ins Herz geschrieben, sein Wort bestärkt ihn ewiglich. Gott soll ich über alles lieben und meinen Nächsten gleich als mich. 2. Wer hat mich wunderbar bereitet? Der Gott, der meiner 5. Dies ist mein Dank, dies ist sein Wille, ich soll vollkommen sein, wie er. Je mehr ich dies Gebot erfülle, stell ich sein Bildnis in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht; und ob ich schon nicht bedarf. Wer hat mit Lang- aus Schwachheit fehle, herrscht mut mich geleitet? Er, dessen Rat ich oft verwarf. Wer stärkt den Frieden im Gewissen? wer giebt dem Geiste neue Kraft? wer läßt mich so viel Guts genießen? Ists nicht sein Arm, der alles schafft? doch in mir die Sünde nicht. 3. Schau, o mein Geist, in jenes Leben, zu welchem du er schaffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn 6. O Gott, laß deine Güt und Liebe mir immerdar vor Augen sein! Sie stärk in mir die guten Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie tröste mich zur Zeit der Schmerzen, sie leite mich zur Zeit des Glücks, und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augenblicks. Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. 172 Der erste Artikel: Gott der Vater. 2. Der erste Artikel: Gott der Dater. 10k onucks od A. Schöpfung und Erhaltung. 277. 6. Soll ich hier noch länger leben, will ich ihm nicht widerEigene Melodie. 10. Alles ist an Gottes Segen und streben; ich verlasse mich auf ihn. an feiner Gnad gelegen, über Ist doch nichts, das lang bealles Geld und Gut. Wer auf stehet; alles Jrdische vergehet und Gott sein Hoffnung setzet, der fährt wie ein Strom dahin. behält ganz unverletet einen freien Heldenmut. Um 1676. 2. Der mich hat bisher ernähret und mir manches Glück bescheret, ist und bleibet ewig mein. Der mich runderlich geführet und noch leitet und regieret, wird hinfort mein Helfer sein. 3. Viele mühen sich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen und ganz unbeständig sind; ich begehr nach dem zu ringen, was kann volle Gnüge bringen, und man hier gar selten findt. wie Gott will, so muß es bleiben; wann Gott will, bin ich bereit. 4. Hoffnung kann das Herz erquicken; was ich wünsche, wird sich schicken, so es anders Gott gefällt. Meine Seele, Leib und Leben hab ich seiner Gnad ergeben, und ihm alles heimgestellt. 278. Mel. 109: Lobt Gott, ihr Christen 2c. Ich finge dir mit Herz und Mund, Herr, meines Lebens Luft; ich fing und mach auf Erden kund, was mir von dir bewußt. 2. Ich weiß, daß du der Brunn der Gnad und ewge Quelle feist, daraus uns allen früh und spat viel Heil und Gutes fleußt. 3. Was sind wir doch, was haben wir auf dieser ganzen Erd, das uns, o Vater, nicht von dir allein gegeben werd? 4. Wer hat das schöne Himmelszelt hoch über uns gesetzt? wer ist es, der uns unser Feld mit Tau und Regen nett? 5. Wer wärmet uns in Kält und Frost? wer schützt uns vor dem Wind? wer macht es, daß man Öl und Most zu seinen 5. Er weiß schon nach seinem Willen mein Verlangen zu erfüllen; es hat alles seine Zeit. Ich hab ihm nichts vorzuschreiben; Zeiten findt? Schöpfung und Erhaltung. 173 6. Wer giebt uns Leben und Erb und Teil, dein Glanz und Geblüt? wer hält mit seiner Hand Freudenlicht, dein Schirm und den güldnen, edlen, werten Fried Schild, dein Hilf und Heil, schafft in unserm Vaterland? Rat und läßt dich nicht. 7. Ach Herr, mein Gott, das kommt von dir, und du mußt alles thun; du hältst die Wach an unsrer Thür und läßt uns ficher ruhn. 15. Was fränkst du dich in deinem Sinn und grämst dich Tag und Nacht? Nimm deine Sorg und wirf sie hin auf den, der dich gemacht. 16. Hat er dich nicht von Jugend auf versorget und ernährt? Wie manchen schweren Unglückslauf hat er zurückgekehrt! 8. Du nährest uns von Jahr zu Jahr, bleibst immer fromm und treu und stehst uns, wenn wir in Gefahr geraten, herzlich bei. 9. Du strafft uns Sünder mit Geduld und schlägst nicht allzusehr; ja endlich nimmst du unsre Schuld und wirfft sie in das Meer. 17. Er hat noch niemals was versehn in seinem Regiment; nein, was er thut und läßt geschehn, das nimmt ein gutes End. 10. Wenn unser Herze seufzt 18. Ei nun, so laß ihn ferner und schreit, wirst du gar leicht thun und red ihm nicht darein, erweicht und giebst uns, was so wirst du hier in Frieden ruhn uns hoch erfreut und dir zu und ewig fröhlich sein. Ehren reicht. Paul Gerhardt. † 1676. 11. Du zählst, wie oft ein Chrifte wein, und was sein Kummer sei; kein Zähr- und Thränlein ist so klein, du hebst und legst es bei. 12. Du füllst des Lebens Mangel aus mit dem, was ewig steht, und führst uns in des Him mels Haus, wenn uns die Erd entgeht. 13. Wohlauf, mein Herze, fing und spring, und habe guten sam war! Mut! Dein Gott, der Ursprung aller Ding, ist selbst und bleibt dein Gut. 14. Er ist dein Schat, dein 279. Mel. 138: D Durchbrecher aller Bande. du schönes Weltgebäude, das der Herr mit Glanz und Pracht, uns zum Segen und zur Freude, wunderherrlich hat gemacht! D wie wird in allen Stücken da die Liebe offenbar, die, den Menschen zu beglücken, so erfindrisch sorg2. Ja, man kann in allen Werken, klein und großen, nah und fern, die verborgne Weisheit merken des Allgütgen, unsers Der erste Artikel: Gott der Vater. Herrn! Allen ist das Königs- dich erheben soll, mein Gott, mein siegel ihres Schöpfers aufgedrückt; Herr und Vater! 3. In der Nähe, in der Ferne man viel tausend Zeugen trifft; wie die Blumen, so die Sterne find ja eine heilge Schrift, die, dem Kindessinn verständlich, wonnevolle Kunde giebt von dem Gott, der uns unendlich segnet, labet, tröstet, liebt. Erd und Himmel sind ein Spie- 2. Mein Auge sieht, wohin gel, drin man seine Huld erblickt. es blickt, die Wunder deiner Werke. Der Himmel, prächtig ausgeschmückt, preift dich, du Gott der Stärke. Wer hat die Sonn an ihm erhöht? wer kleidet sie mit Majestät? wer ruft dem Heer der Sterne? 4. O wie ist es schön zu lesen in dem aufgeschlagnen Buch der Natur von jenem Wesen, das man niemals hoch genug kann erheben, preifen, loben, das uns liebevoll umschlingt, dem der Chor der Engel droben laut das Dreimalheilig singt. 3. Wer mißt dem Winde seinen Lauf? wer heißt den Himmel regnen? wer schließt den Schoß der Erde auf, mit Vorrat uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlichkeit, Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken reichen! 4. Dich predigt Sonnenschein und Sturm, dich preist der Sand am Meere. Bringt, ruft auch der geringste Wurm, bringt meinem Schöpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott gemacht, bringt unserm Schöpfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereitet; der Mensch, ein Geist, den sein Verstand, dich zu erkennen, leitet; der Mensch, der Schöpfung Ruhm und Preis, ist sich ein täglicher Beweis von deiner Güt und Größe. 280. Mel. 45: G3 ist das Heil uns 2c. Wenn ich, o Schöpfer, deine 6. Erheb ihn ewig, o mein Macht, die Weisheit deiner Wege, Geist, erhebe seinen Namen! Gott, die Liebe, die für alle macht, an- unser Vater, sei gepreist, und alle betend überlege; so weiß ich, von Welt sag Amen! und alle Welt Bewundrung voll, nicht, wie ich fürcht ihren Herrn, und hoff auf 174 5. Ja, dich kenn ich, Offen barung meines Herrn in der Natur, seit aus eigener Erfahrung ich nicht bloß der Liebe Spur angedeutet, aufgeschrieben in den Werken seiner Hand, nein, ihn felbst und all sein Lieben wesentlich in Christo fand. Karl Johann Philipp Spitta. † 1859. Ratschluß der Erlösung. 175 5. Er hat den Bund bei sich geschworen, den er dir als ein Vater hält. Deshalben bist du unverloren, wenn Teufel, Sünde, Tod und Welt dich gleich verfolget B. Ratschluß der Erlösung. und betrübt. Also hat Gott die Welt geliebt. 281. Bo6. Du stehst in seiner Hand geMel. 181: Wer nur ben lieben 2c. schrieben, da kann der Satan nicht Joh. 3, 16. hinein. Nur an dem Glauben Ermuntre dich, mein Herz, im fest geblieben, so ist und bleibet Jesus dein, wenn dich die letzte Not betrübt! Also hat Gott die Welt geliebt. Frisse Glauben bei dieses Lebens Not und Qual! Was kann die Seligfeit dir rauben? Bedenke deine Gnadenwahl, was sie für Trost und Freude giebt! Also hat Gott die Welt geliebt! ihn und dien ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. 2. Dein schnöder Fall ist ja geschehen, doch will Gott dein Verderben nicht. Er hat dein Elend angesehen, daß ihm sein Vaterherze bricht; es schmerzt ihn auch, was dich betrübt. Also hat Gott die Welt geliebt. 139( bish and 7. Das ist der Grund, der hat das Siegel, daß Gott sein Volk in Jefu kennt. Wir fliehen unter seine Flügel, wann Himmel, Luft und Erde brennt, und rühmen, wann dies Rund zerstiebt: Also hat Gott die Welt geliebt! Johann Jakob Rambach. † 1735. 282. 3. Eh er dich will verderben lassen, giebt er dir seinen eignen Mel. 80: Ich dank dir schon durch 2c. Sohn; der muß die Not zusammen Gedanke, der uns Leben giebt, faffen, der träget deinen Sündenlohn, der wird bis in den Tod betrübt. Also hat Gott die Welt geliebt. wer kann dich ganz ausdenken? Also hat Gott die Welt geliebt, uns seinen Sohn zu schenken. 2. Hoch über die Vernunft erhöht, umringt von Finsternissen, füllst du mein Herz mit Majestät und stillest mein Gewissen. 4. Er hat dir seinen Geist gegeben, der dich in hoher Kraft regiert, der dich im Glauben und im Leben stets auf dem rechten Wege führt, und deinem Geiste Zeugnis giebt. Also hat Gott die Welt geliebt. 3. Ich kann der Sonne Wunder nicht, noch ihren Bau ergründen; und doch kann ich der Sonne Licht und ihre Wärm empfinden. bin Der erste Artikel: Gott der Vater. werde. afd 4. So kann ich auch nicht Gottes Reich erhebst, wo ich dich schauen Rat von Jesu Tod ergründen; allein das Göttliche der That, das kann mein Herz empfinden. 5. Nimm mir den Trost, daß Jesus Christ nicht meine Schuld getragen, nicht Gott und mein Erlöser ist, so werd ich angstvoll 13. Kann unsre Lieb im Glauben hier für dich jemals erkalten? Dies ist die Lieb, o Herr, zu dir, dein Wort von Herzen halten. 176 14. Erfüll mein Herz mit Dankbarkeit, so oft ich dich nur nenne, und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. zagen. 6. Jst Christi Wort nicht Gottes Sinn, so werd ich irren müssen und, wer Gott ist, und was ich bin und werden soll, nicht wissen. 15. Soll ich dereinst noch würdig sein, um dich hier Schmach zu leiden, so laß mich keine Schmach und Bein von deiner Liebe scheiden. 7. Nein, diesen Trost der Christenheit soll mir kein Spötter rauben; ich fühle seine Göttlich- 16. Und sollt ich auch nicht keit und halte fest am Glauben. für und für des Glaubens Freud 8. Sohn Gottes, ganz dein empfinden, so wirk er nur sein Eigentum, durch dich des Him- Werk in mir und reinge mich mels Erbe, dies bin ich, und das ist mein Ruhm, auf den ich leb und sterbe. von Sünden. 17. Hat Gott uns seinen Sohn geschenkt, laß mich noch sterbend denken, wie sollt uns der, der ihn geschenkt, mit ihm nicht alles schenken! Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. 9. Du giebst mir deinen Geist, das Pfand, im Glauben mich zu stärken, und bildest mich durch seine Hand zu allen guten Werken. 10. So lang ich deinen Willen gern mit veinem Herzen thue, so fühl ich eine Kraft des Herrn und schmecke Fried und Ruhe. 283. Mel. 84: Ich will dich lieben, meine 2c. 11. Und wenn mich meine Geht hin, ihr gläubigen GeSünde fränkt, und ich zu dir, Herr, trete, weiß ich, daß dein Herz mein gedenkt und thut, warum- ich bete. danken, ins weite Feld der Ewigkeit; erhebt euch über alle Schranken der alten und der neuen Zeit; erwägt, daß Gott die Liebe sei, die ewig alt und ewig neu. 12. Ich weiß, daß du, mein Heiland, lebst und mich einst aus der Erde erweckst und zu dem 2. Der Grund der Welt war nicht geleget, der Himmel war Göttliche Regierung und Fürsorge. 177 noch nicht gemacht, so hat Gott 8. Jm sichern Schatten deiner schon den Trieb geheget, der mir das Beste zugedacht. Da ich noch nicht geschaffen war, da reicht er mir schon Gnade dar. Flügel find ich die ungestörte Ruh. Der feste Grund hat dieses Siegel: wer dein ist, Herr, den kennest du. Laß Erd und Himmel untergehn; dies Wort der Wahrheit bleibet stehn. 9. Wenn in dem Kampfe schwerer Leiden der Seele Mut und Kraft gebricht, so salbest du mein Haupt mit Freuden, so tröstet mich dein Angesicht; da spür ich deines Geistes Kraft, die in der Schwachheit alles schafft. 10. Ach könnt ich dich nur besser ehren, welch edles Loblied stimmt ich an! es sollten Erd und Himmel hören, was du, mein Gott, an mir gethan. Nichts ist so köstlich, nichts so schön, als, höchster Vater, dich erhöhn. 11. Doch nur Geduld! Es kommt die Stunde, da mein durch dich erlöster Geist im höhern Chor mit frohem Munde dich, schönste Liebe, schöner preist; drum eilt mein Herz aus dieser Zeit und sehnt sich nach der Ewigkeit. Johann Gottfried Herrmann. † 1791. 3. Sein Ratschluß war, ich sollte leben durch seinen eingebornen Sohn; den wollt er mir zum Mittler geben, den macht er mir zum Gnadenthron; in dessen Blute follt ich rein, geheiliget und selig ſein. 4. O Wunderliebe, die mich wählte vor allem Anbeginn der Welt und mich zu ihren Kindern zählte, für welche sie das Reich bestellt! O Vaterhand, o Gnadentrieb, der mich ins Buch des Lebens schrieb! 5. Wie wohl ist mir, wenn mein Gemüte hinauf zu dieser Quelle steigt, von welcher sich ein Strom der Güte zu mir durch alle Zeiten neigt, daß jeder Tag sein Zeugnis giebt: Gott hat mich je und je geliebt. 16. Wer bin ich unter Millionen der Kreaturen seiner Macht, die in der Höh und Tiefe wohnen, daß er mich bis hieher gebracht! Ich bin ja nur ein dürres Blatt, C. Göttliche Regierung und ein Staub, der keine Stätte hat. 7. Ja freilich bin ich zu geringe der herzlichen Barmherzigkeit, womit, o Schöpfer aller Dinge, mich Blinds Mel. 173: Was Gott thut, das ist 2c. deine Liebe stets erfreut; ich bin, Auf Gott und nicht auf meinen o Vater, selbst nicht mein, dein bin ich, Herr, und bleibe dein. fürsorge. 284. Rat will ich mein Glücke bauen, und dem, der mich erschaffen hat, 12 178 Der erste Artikel: Gott der Vater. mit ganzer Seele trauen. Er, der er hilft uns gern; seid fröhlich, die Welt allmächtig hält, wird ihr Gerechten! der Herr hilft mich in meinen Tagen als Gott seinen Knechten. und Vater tragen. 2. Er sah von aller Ewigkeit, wie viel mir nützen würde, be- bi stimmte meine Lebenszeit, mein Glück und meine Bürde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein 285, Mel. 130: Nun laßt uns Gott, dem zc. Pfalm 23. an solatiu? Schmerz, der zu des Glaubens Der Herr, der aller Enden Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. md or$ 116 regiert mit seinen Händen, der Brunn der ewgen Güter, der ist mein Hirt und Hüter. 2. So lang ich diesen habe, fehlts mir an keiner Gabe; der Reichtum seiner Fülle giebt mir die Füll und Hülle. allad 83. Er lässet mich mit Freuden auf grüner Aue weiden, führt mich zu frischen Quellen, schafft Rat in schweren Fällen. Ehre nicht zu besiegen wäre? 3. Gott fennet, was mein Herz begehrt, und hätte, was ich bitte, mir gnädig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt für mich stets väterlich. Nicht, was ich mir ersehe, sein Wille der geschehe. Jos 4. Ist nicht ein ungestörtes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das widrige Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die größte Not hebt doch der Tod; und Ehre, Glück und habe verläßt mich doch im Grabe. se zu rücken. 5. An dem, was wahrhaft 5. Er lehrt mich thun und glücklich macht, läßt Gott es lassen, führt mich auf rechter feinem fehlen; Gesundheit, Reich- Straßen, läßt Furcht und Angst tum, Ehr und Pracht sind nicht sich stillen, um seines Namens das Glück der Seelen. Wer willen. sodsid aid him so d Gottes Rat vor Augen hat, dem 6. Und ob ich gleich vor anwird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. dernim finstern That muß wandern, fürcht ich doch keine Tücke, bin frei vom Mißgeschicke.e 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden 7. Denn du stehst mir zur dieser Zeit? wie bald ists überwunden! Hofft auf den Herrn! Seiten, schüßst mich vor bösen Leuten; dein Stab, Herr, und 4. Wenn meine Seele zaget und sich mit Sorgen plaget, weiß er sie zu erquicken, aus aller Not Göttliche Regierung und Fürsorge. 179 dein Stecken benimmt mir all werke. Herr, groß von Rat und mein Schrecken. stark von That! mit gnadenvollen Händen wirst du dein Werk vollenden. 18. Du setzest mich zu Tische, machst, daß ich mich erfrische, wenn mir mein Feind viel Schmer- 3. Noch nie hat sich, wer dich zen erweckt in meinem Herzen. 9. Du salbst mein Haupt mit Öle und füllst mir Herz und Seele, die leer und durstig saßen, mit vollgeschenkten Maßen. geliebt, verlassen sehen müssen; du läßt ihn, wenn ihn Not umgiebt, doch deinen Trost genießen. Des Frommen Herz wird frei von Schmerz; der Sünder eitles Dichten wird einst dein Rat vernichten. 10. Barmherzigkeit und Gutes wird mein Herz gutes Mutes, voll Lust, voll Freud und Lachen, so lang ich lebe, machen. on 11. Ich will dein Diener blei ben und dein Lob herrlich treiben im Hause, da du wohnest und Frommsein wohl belohnest.si 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott! Des Thoren Trost verschwindet, wenn der Gerechte selbst im Tod Ruh und Erquickung findet. Wenn jener fällt, ist er ein Held; er steht, wenn Frevler zittern, ein Fels in Ungewittern... 12. Ich will dich hier auf Erden und dort, da wir dich werden selbst schaun im Himmel droben, hoch preisen, fingen, loben. Paul Gerharbt.+ 1676. 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichet! Weh denen, die zu Menschen fliehn; weh dem, der von ihm weichet! Dein Heiland starb und er erwarb auf seinem Todeshügel dir deines Glaubens Siegel. 6. Sei unbewegt, wenn um Mel. 173: Was Gott thut, das ist 2c. Der Herr ist meine Zuversicht, dich her sich Ungewitter sammeln! mein bester Trost im Leben. Dem fehlt es nie an Heil und Licht, der sich dem Herrn ergeben. Gott ist mein Gott! auf sein Gebot wird meine Seele stille; mir gnügt des Vaters Wille. Gott hilft, wenn Christen freudenleer zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, der Thränen Zahl zählt er; er wägt die Schmerzen, und wälzt sie von dem Herzen. 37. Herr, du bist meine Zuversicht, auf dich hofft meine Seele. Du weißt, was meinem Glück gebricht, wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich nicht ganz 12* 286, hid and Tumb 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun? Du bist des Schwachen Stärke. Die Augen, welche zu dir schaun, sehn deine Wunder Der erste Artikel: Gott der Vater. auf dich, Allmächtiger, verlassen und sich im Kummer fassen? 5. Ich will stets mit Vertrauen auf dich, den Vater, schauen, der 8. In deine Hand befehl ich gerne Gutes thut. Wenn Seel mich, mein Wohlsein und mein und Leib sich trennen, so will ich Leben. Mein hoffend Auge blickt doch bekennen: dein Weg ist allauf dich, dir will ich mich ergeben. zeit recht und gut. Sei du mein Gott und einst imm Tod der Fels, auf den ich traue, bis ich dein Antlitz schaue. a Christoph Christian Sturm.+ 1786. 180 287. Mel. 148: D Welt, ich muß dich laffen. Dir ir sei mein ganzes Leben, mein Vater, übergeben, dir sei mein Herz geweiht. Du sollst zu allen Zeiten mein Gott sein und mich leiten; du leitest stets mit Gütigkeit. 2. Das heut vorherzusehen, was morgen wird geschehen, das ist zu hoch für mich. Dein Weg bleibt mir verborgen; drum werf ich alle Sorgen auf meinen besten Freund, auf dich. 288. Mel. 41: Ermuntre dich, mein zc. Du bist ein Mensch, das weißt du wohl; was strebst du denn nach Dingen, die Gott, der Höchst, alleine soll und kann zuwege bringen? Du fährst mit deinem Witz und Sinn durch so viel tausend Sorgen hin, und denkst: wie wills auf Erden doch endlich mit mir werden? 2. Es ist umsonst, du wirst fürwahr mit allem deinen Dichten auch nicht ein einzges kleines Haar in aller Welt ausrichten. Es dient dein Gram sonst nirgends zu, als daß du dich aus deiner Ruh in id log Angst und Schmerzen stürzest und selbst dein Leben kürzest. 3. Hilf, daß ich nicht in Sünden mein Glück je such zu finden: 3. Willst du was thun, was Kein Sünder bleibt vor dir. Mit Gott gefällt und dir zum Heil ruhigem Gewissen dein Wohlthun gedeihet, so wirf dein Sorgen zu genießen, dies Glück, o Gott, auf den Held, den Erd und verleihe mir.so Himmel scheuet, und gieb dein Leben, Thun und Stand nur fröhlich hin in Gottes Hand, so wird er deinen Sachen ein fröhlich Ende machen. 4. Herr, präge dir zur Ehre und mir zum Trost die Lehre tief in mein Herz hinein: Wer Gott von Herzen liebet, ihm dient, sich ihm ergiebet und auf ihn hofft, muß selig sein. 4. O siehe doch, wie viel und oft ist schändlich umgeschlagen, Göttliche Regierung und Fürsorge. 181 was du gewiß und fest gehofft ihn regieret, in seinem Rat gemit Händen zu erjagen. Hin- führet. gegen, wie so manches Mal ist 9. Drum, liebes Herz, sei wohldoch geschehn, was überall kein gemut und laß von Sorg und Mensch, kein Rat, kein Sinnen Grämen! Gott hat ein Herz, sich hat erdenken können. das nimmer ruht, dein Bestes wahrzunehmen; er kanns nicht lassen, glaube mir, sein Herz ist ganz gekehrt zu dir und uns hier allzusammen in heilger Liebe Flammen. 10. Thu als ein Kind und lege dich in deines Vaters Arme, bitt ihn und flehe, bis er sich dein, wie er pflegt, erbarme; so wird er dich durch seinen Geist auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, nach wohlgehaltnem Ringen aus allen Sorgen bringen. 5. Wie oft bist du in große Not durch eigne Schuld gekommen, da dein bethörter Sinn den Tod fürs Leben angenommen; und hätte Gott dein Werk und That ergehen lassen nach dem Rat, in dem dus angefangen, du wärst zu Grund gegangen. 6. Der aber, der uns ewig liebt, macht gut, was wir verwirren; erfreut, wo wir uns selbst betrübt, und führt uns, wo wir irren; und dazu treibt ihn sein Gemüt und die so reine Vatergüt, in der uns arme Sünder er trägt als seine Kinder.f 7. Ach wie so oftmals schweigt er still, und thut doch, was uns nüßet; da unterdessen unser Will und Herz in Ängsten fizet; sucht hier und da, und findet nichts; will sehn, und mangelt doch des Lichts; will aus der Angst sich winden, und kann den Weg nicht finden. Paul Gerhardt. † 1676. 289. Mel. 79: Ich dank dir, lieber Herre. Psalm 146. Du meine Seele, singe, wohlauf und singe schön dem, welchem alle Dinge zu Dienst und Willen stehn! Ich will den Herren droben hier preisen auf der Erd, ich will ihn herzlich loben, so lang ich leben werd. 8. Gott aber geht gerade fort auf seinen weisen Wegen; er geht und bringt uns an den Port, da 2. Wohl dem, der einzig Sturm und Wind sich legen. schauet nach Jakobs Gott und Hernachmals, wenn das Werk Heil. Wer sich dem anvertrauet, geschehn, so kann der Mensch der hat das beste Teil, das höchste alsdann erst sehn, was der, so Gut erlesen, den schönsten Schat Der erste Artikel: Gott der Vater. 182 geliebt; sein Herz und ganzes Wesen bleibt ewig unbetrübt. 3. Bei ihm ist alle Stärke und 290.90 ad or errech sa Mel. 114: Meinen Jesum laß ich nicht. Psalm 37, 4. digen die Werke, die seine Hand Habe deine Lust am Herrn, der gemacht, der Himmel und die Erde mit ihrem ganzen Heer, der Fisch unzählge Herde im wilden, weiten Meer.ion en 4. Hier sind die treuen Sinnen, die niemand Unrecht thun und denen Gutes gönnen, die in der Treu beruhn. Gott hält sein Wort mit Freuden und, was er spricht, geschicht, und wer Gewalt muß leiden, den schützt er im Gericht. sid dir schenket Lust und Leben, so wird dir dein Gnadenstern tausend holde Strahlen geben; denn er beut dir treulich an, was dein Herz nur wünschen kann. 2. Laß der Welt die eitle Lust, die in Weinen sich verkehret; wer das Herz in seiner Brust Gott allein zur Luft gewähret, dieser trifft in allem an, was das Herz nur wünschen kann. 3. Lust an Gott steigt über sich, wenn man Gott im Wort erkennet, Lust an Gott ist inniglich, wenn man in der Liebe brennet; folche Luft geht eine Bahn, die das Herz nur wünschen kann. 5. Er weiß viel tausend Weisen, zu retten aus dem Tod, er nährt und giebet Speisen zur Zeit der Hungersnot, macht schöne rote Wangen oft bei geringem Mahl, und die da sind gefangen, die reißt er aus der Qual. 4. Wer die Lust am Herren 6. Er ist der Fremden Hütte, hat, hat auch Lust an seinem der Waisen Gut und Hab, er- Willen und bemüht sich früh und füllt der Witwen Bitte, wird spat, diesen Willen zu erfüllen; selbst ihr Trost und Stab. Die und dann wird ihm auch geaber, die ihn haffen, von seinem than, was das Herz nur wünschen Geiste nicht sich ziehn und strafen kann. lassen, die trifft sein Strafgericht. 5. Ist die Luft nicht ohne 7. Ach, ich bin viel zu wenig, Last, trage willig die Beschwerzu rühmen seinen Ruhm; der Herr den; wenn du wohl gelitten hast, allein ist König, ich eine welke wirst du erst recht fröhlich werBlum. Jedoch, weil ich gehöre den und triffst dort im Himmel gen Zion in sein Zelt, ists billig, an, was dein Herz nur wünschen daß ich mehre sein Lob vor fann. DED aller Welt. Paul Gerharbt. † 1676. Benjamin Schmold. † 1737. Göttliche Regierung und Fürsorge. SE 291. 2003 Mel. 174: Was mein Gott will ic. Ich hab in Gottes Herz und Sinn mein Herz und Sinn ergeben. Was böse scheint, ist mir Gewinn, der Tod selbst ist mein Leben. Ich bin ein Sohn des, 6. Wills Gott, so kanns nicht der den Thron des Himmels aufgezogen; ob er gleich schlägt und Kreuz auflegt, bleibt doch sein Herz gewogen. 2. Das kann mir fehlen nimmermehr, mein Vater muß mich lieben. Wenn er gleich auch mich wirft ins Meer, so will er mich nur üben und mein Gemüt in seiner Güt gewöhnen festzustehen; halt ich dann Stand, weiß seine Hand mich wieder zu erhöhen. 183 hat und ihm zur Ehr erbauet, der hat schon längst in seinem Rat ersehen und beschauet aus wahrer Treu, was dienlich sei dir und den Deinen allen; laß ihm doch zu, daß er nur thu nach seinem Wohlgefallen... 4. Du denkest zwar, wenn du nicht hast, was Fleisch und Blut begehret, es sei mit einer großen Last dein Glück und Heil beschweret, hast spät und früh viel Sorg und Müh, an deinen Wunsch zu kommen und denkest nicht, daß was geschicht, gescheh zu deinem Frommen. 5. Fürwahr, der dich geschaffen anders sein, es wird zuletzt dich freuen; was du jetzt nennest Kreuz und Pein, wird dir zum Trost gedeihen. Wart in Geduld, die Gnad und Huld wird sich doch endlich finden. All Angst und Qual wird auf einmal gleich wie ein Dampf verschwinden. 3. Zudem ist Weisheit und Verstand bei ihm ohn alle Maßen. Zeit, Ort und Stund ist ihm bekannt, zu thun und auch zu lassen. 7. Es kann bei lauter Sonnenlicht das Feld nicht Früchte tragen; so reift auch Menschenwohlfahrt nicht bei lauter guten Tagen. Wie bitter sei die Arzenei, weckt sie doch neues Leben; so wird ins Herz durch Angst und Schmerz Dir Gottes Heil gegeben. Er weiß, wann Freud, er weiß, 8. Ei nun, mein Gott, so fall wann Leid uns, seinen Kindern, ich dir getrost in deine Hände. diene; und was er thut, ist alles Nimm mich, und mach es du mit gut, obs noch so traurig schiene. mir bis an mein letztes Ende, wie du wohl weißt, daß meinem Geist ein Segen draus erstehe, und deine Ehr je mehr und mehr sich an mir selbst erhöhe. TER 9. Willst du mir geben Sonnenschein, so nehm ichs an mit Freuden; solls aber Kreuz und Unglück sein, will ichs geduldig leiden. Soll mir allhier des Lebens Thür noch ferner offen stehen, Der erste Artikel: Gott der Vater. wie du mich führst und führen Pflege; ich weiß, die Wege, die wirst, so will ich gern mitgehen. er geht, sind lauter Wunderwege. Was böse scheint, ist gut gemeint, er ist doch nimmermehr mein Feind, und giebt nur Liebesschläge. 10. Soll ich denn auch des Todes Weg und finstre Straße reisen, wohlan, so geh ich Bahn und Steg, den mir dein Augen weisen. Du bist mein Hirt, der alles wird zu solchem Ende kehren, daß ich einmal in deinem Saal dich ewig möge ehren. 5. Und meines Glaubens Unterpfand ist, was er selbst verheißen, daß nichts mich seiner starken Hand soll je und je entreißen. Was er verspricht, das Paul Gerhardt. † 1676. bricht er nicht; er bleibet meine Zuversicht, ich will ihn ewig preisen. Karl Johann Philipp Spitta. † 1859. 184 292. Mel. 36: Du Lebensbrot, Herr 2c. 293. Ich steh in meines Herren Hand und will drin stehen bleiben; nicht Erdennot, nicht Erdentand soll mich daraus vertreiben; und wenn Eigene Melodie. 33. Jer. 10, 23. Apostelgesch. 5, 38. 39. zerfällt die ganze Welt, wer sich Ich weiß, mein Gott, daß all an ihn und wen er hält, wird wohlbehalten bleiben. mein Thun und Werk auf deinem Willen ruhn; von dir kommt Glück und Segen; was du regierst, das geht und steht auf rechten guten Wegen.com 2. Er ist ein Fels, ein sichrer Hort, und Wunder sollen schauen, die sich auf sein wahrhaftig Wort verlassen und ihm trauen. Er hats gesagt, und darauf wagt mein Herz es froh und unverzagt und läßt sich gar nicht grauen. 3. Und was er mit mir machen will, ist alles mir gelegen; ich halte ihm im Glauben still und hoff auf seinen Segen. Denn was er thut, ist immer gut, und wer von ihm behütet ruht, ist sicher allerwegen. 4. Ja, wenns am schlimmsten mit mir steht, freu ich mich seiner 2. Gieb mir Verstand aus deiner Höh, auf daß ich ja nicht ruh und steh auf meinem eignen Willen. Sei du mein Freund und treuer Rat, was recht ist, zu erfüllen. 3. Prüf alles wohl, und, was mir gut, das gieb mir ein; was Fleisch und Blut erwählet, das verwehre. Der höchste Zweck, das beste Teil sei deine Lieb und Ehre. 4. Was dir gefällt, das laß Göttliche Regierung und Fürsorge. 185 auch mir, o meiner Seelen Sonn deinen Geist, wo Freud und und Zier, gefallen und belieben; was dir zuwider, laß mich nicht in Werk und That verüben. 5. Jsts Werk von dir, so hilf zu Glück; ists Menschenthun, so treibs zurück und ändre meine Sinnen. Was du nicht wirkst, pflegt von sich selbst in kurzem zu zerrinnen. d 6. Sollt aber dein und unser Feind an dem, was dein Herz gut gemeint, beginnen sich zu rächen, ist das mein Trost, daß seinen Born du leichtlich könnest brechen. 7. Tritt du zu mir und mache leicht, was mir sonst fast unmöglich däucht, und bring zum guten Ende, was du selbst angefangen hast durch Weisheit deiner Hände. S 8. Ist gleich der Anfang etwas schwer, und muß ich auch ins tiefe Meer der bittern Sorgen treten, so treib mich nur, ohn Unterlaß zu seufzen und zu beten. 9. Wer fleißig betet und dir fraut, wird alles, davor sonst ihm graut, mit tapfrem Mut bezwingen; sein Sorgenstein wird in der Eil in tausend Stücke springen. 10. Der Weg zum Guten ist gar wild, mit Dorn und Hecken ausgefüllt; doch wer ihn freudig gehet, kommt endlich, Herr, durch Wonne stehet. 11. Du bist mein Vater, ich dein Kind; was ich bei mir nicht hab und find, hast du zu aller Gnüge. So hilf nun, daß ich meinen Stand wohl halt und herrlich siege. 12. Dein soll sein aller Ruhm und Ehr. Ich will dein Thun je mehr und mehr aus hocherfreuter Seelen vor deinem Volk und aller Welt, so lang ich leb, erzählen. Paul Gerhardt. † 1676. 294. Mel. 19: Aus meines Herzens Grunde. Psalm 111. Ich will mit Danken kommen in den gemeinen Rat der rechten, wahren Frommen, die Gottes Rat und That mit süßem Lob erhöhn; zu denen will ich treten, da soll mein Dank und Beten von ganzem Herzen gehn. 2. Groß ist der Herr und mächtig, groß ist auch, was er macht. Wer aufmerkt und andächtig nimmt seine Werk in acht, hat eitel Lust daran. Was seine Weisheit setzet und ordnet, das ergötzet und ist sehr wohl gethan. 3. Sein Heil und große Güte steht fest und unbewegt. Damit auch dem Gemüte, so lang das Herze schlägt, dieselbe nicht ent Der erste Artikel: Gott der Vater. weich, hat er zum Glaubenszunder mit seinem Mund. O wie klug ist ein Denkmal seiner Wunder gestift in seinem Reich. der Sinn, der diesen Weg verstehet und fleißig darauf gehet! Des Lob fällt nimmer hin. i ofid Paul Gerhardt. † 1676. afdtrains offrirt ni aniom ordne 295, blurg adivit this na code inio 186 4. Gott ist voll Gnad und Gaben, giebt Speiß aus milder Hand, die Seinen wohl zu laben, die ihm allein bekannt; denkt stets an seinen Bund, giebt denen, die er weiden will mit des Geistes Freuden, all seine Thaten kund.nadam du and on 5. Das Wirken seiner Hände und was er uns gebeut, das hat ein gutes Ende, bringt rechten Trost und Freud und Wahrheit, die nicht treugt. Gott leitet seine Knechte in dem rechtschaffnen Rechte, das sie zum Leben neigt. Mel. 173: Was Gott thut, das ist 2c. Mein Gott, du bist und bleibst mein Gott; das macht mir tausend Freuden. Es kann mich weder Not noch Tod von deiner Liebe scheiden; denn hab ich dich, so werden mich die Flammen nicht ergreifen, die Fluten nicht erfäufen. bord 2. Du bist mein Gott von Jugend auf in Freud und Leid gewesen. Es war mein ganzer Lebenslauf zum Segen auserlesen. Wie manche Not, die mir ge droht, hat deine Hand gewendet und Hilfe mir gesendet! 3. Du bist mein Gott, und bis hieher willst du noch immer walten. Da meiner längst vergessen wär, hast du mich doch erhalten, gespeist, getränkt und sonst be schenkt mit vielen Gnadengaben, die Leib und Seele laben. Just 4. Du bist mein Gott auch noch jekund; kein Augenblick verschwindet, der nicht zugleich mir Herz und Mund zu neuem Dank verbindet. Und seh ich an, was du 8. Die Furcht des Herren giebet gethan auf allen meinen Wegen, den ersten, besten Grund zur Weis- so ist es lauter Segen. Inspaim heit, die Gott liebet und rühmt 5. Du bist mein Gott auch künf114 10/20 6. Sein Herz läßt ihm nicht reuen, was uns sein Mund verspricht; giebt redlich und mit Treuen, was unfer Unglück bricht; macht freudig, unverzagt, will endlich uns erlösen vom Kreuz und allem Bösen, das seine Kinder plagt. 7. Sein Wort ist wohl gegründet, sein Mund ist rein und klar. Wozu er sich verbindet, das macht er fest und wahr, und wird ihm gar nicht schwer. Sein Name, den er führet, ist heilig und gezieret mit großem Lob und Ehr. Göttliche Regierung und Fürsorge. 187 tighin, darauf vertrau ich feste; 296.- 16 du änderst nie den treuen Sinn, und sorgst für mich aufs beste. toge? oi!! Mel. 74: Herzlich thut mich verlangen. Pfalm 127. In Lieb und Leid bist du bereit, Nimmt Gott, dem wir vermir Rat und That zu geben, so lang ich werde leben. ono trauen, nicht unsers Werks sich an, will er das Haus nicht bauen, vergebens baun wir dann. Will er die Stadt nicht schützen, er groß durch Rat und Macht, was wird der Wächter nützen? Umsonst ists, daß er wacht. 2. Was hilfts, daß ihr vom Morgen bis in die Nacht euch quält? Laßt euren Vater sorgen, er weiß es, was euch fehlt; er, der uns selbst im Leiden so treu und zärtlich liebt und uns so viele Freuden auch unerwartet giebt. Johann Andreas Cramer. † 1788. 6. Du bist mein Gott; kein Kreuze kann mir diesen Trost benehmen, und geh ich gleich auf rauher Bahn, will ich mich doch nicht grämen. Der Weg zu dir ist dornicht hier, und führt mich doch zum Ziele, wenn ich auch Schmerzen fühle. 7. Du bist mein Gott, auch wenn der Tod mir alles andre raubet. Stirbt gleich der Leib, es hat nicht Not; wer nur an Jesum glaubet, der findet dort des Lebens Port, wo uns ein bessres Leben von Christo wird gegeben. 297.3 Mel. 184: Wie wohl ist mir, o 2c. Vater du, mein Licht und Leben, du aller guten Gaben Quell, dir bin ich einmal übergeben, dir, dir gehöret Leib und Seel. Ich will mich nicht mehr 9. So bist und bleibest du mein selber führen, der Vater soll das Gott; dran hab ich keinen Zweifel. Kind regieren: So geh nun mit Ich sag es aller Welt zum Spott, mir aus und ein und leite mich ach und auch zum Trotz dem Teufel: bei allen Tritten; ich geh Mein Gott ist mein, und ich bin hör, o Herr, mein Bitten! sein! Nichts soll mir diesen für mich nicht einen Schritt allein. Glauben aus meinem Herzen rauben. 8. Du bist mein Gott, drum freu ich mich; ich werde zu dir kommen, so bald aus Todesbanden ich bin aller Angst entnommen; es ist mir schon vor deinem Thron das Erbteil zugewendet, das nie verblüht noch endet. Benjamin Schmold. † 1737. F 1 2. Was kann dein schwaches Kind vollbringen? ich weiß mir gar in keinem Rat. Drum sei 188 Der erste Artikel: Gott der Bater. in groß und kleinen Dingen mir immer selber Rat und That. Du willst dich meiner gar nichtschämen; werd ich zu dir die Zuflucht nehmen, willst du mir selber alles sein. So sollst du denn in allen Sachen den Anfang und das Ende machen; dann stellt sich lauter Segen ein. 3. Du führest mich, ich kann nicht gleiten, dein Wort muß ewig feste stehn. Du sprichst, dein Auge soll mich leiten, dein Angesicht soll vor mir gehn; ja, deine Güte und Erbarmen soll mich umfangen und umarmen. O daß ich nur recht kindlich sei, bei allem gläubig zu dir flehe und stets auf deinen Wink nur sehe, so spür ich täglich neue Treu. 4. Gieb, daß ich auch im Kleinsten merke auf deine Weisheit, Güt und Treu, damit ich mich im Glauben stärke, dich lieb und Lob und ruhig sei und deine Weisheit lasse walten, stets Ordnung, Maß und Ziel zu halten, denn lauf ich vor, so lauf ich an. Drum mach in allem mich gelassen, nichts ohne dich mir anzumaßen: was du mir thust, ist wohlgethan. 5. Du weißt allein die rechten Wege, weißt auch, was meinen Frieden stört; drum laß mich meiden alle Stege, wo Welt und Sünde mich versehrt. Ach, daß ich nimmer von dir irrte, noch durch Zerstreuung mich verwirrte, auch nicht beim allerbesten Schein! O halte meine Seele feste, hab auf mich acht aufs allerbeste und lehre selbst mich wachsam sein! 6. D mache mich recht treu und stille, daß ich dir immer folgen kann. Nicht mein, nur dein vollkommner Wille sei für mich Schranke, Lauf und Bahn. Nichts soll mich ohne dich vergnügen, laß mir nichts mehr am Herzen liegen, als deines großen Namens Nuhm. Der sei allein mein Ziel auf Erden; ach, laß mirs nie verrücket werden, denn ich bin ja dein Eigentum. 7. Ich sehne mich, nur dir zu leben, der du mein Gott und Vater bist. Was dir sich will nicht ganz ergeben, und was nicht deines Willens ist, das strafe bald in dem Gewissen; laß deine Gnade auf mich fließen und tilge, was nicht lauter heißt. Laß nur dein Lob zur Lust mir werden und dann das Heil der armen Herden mit einer reinen Lieb im Geist. 8. So lob und lieb ich in der Stille und ruh als Kind in deinem Schoß. Ich schöpf aus deiner Gnadenfülle und bin nun aller Sorgen los. Ich sorge nur vor allen Dingen, wie ich zum Himmel möge dringen und halt im Glauben mich bereit. Ach zieh mich, zieh mich weit von hinnen; was du nicht bist, laß ganz zerrinnen, o reiner Glanz der Ewigkeit! Karl Heinrich von Bogatty. † 1774. Göttliche Regierung und Fürsorge. tonton dun 298. madad and onion NO Mel. 155: Sieh, hier bin ich zc. Schweigt vom Glücke und Geschicke, die ihr Gottes Thun nicht wißt! Mir genüget, was Gott füget, welcher Erd und Himmel mißt, der lebendig, der beständig, der der rechte Vater ist. 2. Alle Schritte, alle Tritte sind dem Vater wohlbekannt; wenn ich falle, da ich walle, fall ich doch in seine Hand. Gehn die Gänge durchs Gedränge, gehn sie doch zum Vaterland. 3. Das ist feste: auf das beste führt mich Gott auf seiner Bahn; und ich fühle an dem Ziele, was er thut, sei wohlgethan. Ihm gehöre Dank und Ehre, weil er selig führen kann. Philipp Friedrich Hiller.+ 1769. 189 auf Gesetze bauen, wie sie Vernunft und Menschenmeinung ſtellt; du kannst den Knoten mit dem Schwert zerhauen und sanft auflösen, wie es dir gefällt. Du reißest wohl das stärkste Band entzwei; was sich entgegensetzt, muß sinken hin, ein Wort von dir bricht oft den härtsten Sinn; dann geht dein Fuß auch durch Unwege frei. 3. Was unsre Klugheit will zusammenfügen, teilt dein Verstand in Ost und Westen aus. Was mancher unter Joch und Last will biegen, setzt deine Hand frei an der Sterne Haus. Die Welt zerreißt, und du verknüpfft in Kraft; sie bricht, du baust; sie baut, du reißest ein; ihr Glanz muß dir ein dunkler Schatten sein; dein Geist bei Toten Kraft und Leben schafft. TIG 299. Eigene Melodie. 157. So o 4. Wen die Vernunft oft fromm und selig preiset, den hast du längst aus deinem Buch gethan. führst du doch recht selig, Doch wem die Welt dies Zeugnis Herr, die Deinen, ja selig und nicht erweiset, den führst du in doch meistens wunderlich! wie der Stille himmelan. Den Tisch fönntest du es böse mit uns mei- der Pharisäer läßt du stehn und nen, da deine Treu nicht kann speisest mit den Sündern, sprichst verleugnen sich? Die Wege sind sie frei. Wer weiß, was manchoft krumm und doch gerad, wor- mal deine Absicht sei? wer kann auf du läßt die Kinder zu dir der tiefsten Weisheit Abgrund gehn. Da pflegt es wunderseltsam auszusehn; doch triumphiert zuletzt dein hoher Rat. 2. Du willst dein Werk nicht sehn? 5. Was alles ist, gilt nichts in deinen Augen; was nichts ist, hast du, großer Gott, recht lieb. Der 190 Der erste Artikel: Gott der Vater. Worte Pracht und Ruhm kann dir nicht taugen, du giebst die Kraft durch deines Geistes Trieb. Die besten Werke bringen dir kein Lob, sie sind versteckt, der Blinde geht vorbei; wer Augen hat, sieht fie, doch nie so frei; die Sachen sind zu fein, der Sinn zu grob. 6. D Herrscher, sei von uns gebenedeiet, der du uns tötest und lebendig machst. Wenn uns dein Geist der Weisheit Schatz verleihet, so sehn wir erst, wie wohl du für uns wachst. Die Weisheit spielt bei uns, wir spielen mit; bei uns zu wohnen, ist dir lauter Luft, die reget sich in deiner Vater brust und gängelt uns im zarten Kinderschritt. 7. Bald scheinst du etwas hart uns anzugreifen, bald fährest du mit uns ganz säuberlich. Geschiehts, daß unser Sinn sucht auszuschweifen, so weist die Zucht uns wieder hin auf dich. Da gehn wir denn mit blöden Augen hin; du küssest uns, wir sagen Bessrung zu: drauf schenkt dein Geist dem Herzen wieder Ruh und hält im Zaum den ausgeschweiften Sinn. 8. Du kennst, o Vater, wohl das schwache Wesen, die Ohnmacht und der Sinne Unverstand; man kann es fast an unsrer Stirne lesen, wie es mit schwachen Kindern sei bewandt. Drum greifft du zu und hältst und trägest sie, brauchst Vaterrecht und zeigest Muttertreu. Wo niemand meinet, daß es deine sei, da hegest du dein Schäflein, läsfests nie. 9. So gehest du nicht die gemeinen Wege, dein Fuß wird selten öffentlich geſehn, damit du sehst, was sich im Herzen rege, wenn du in Dunkelheit mit uns willst gehn. Das Widerſpiel legt sich vor Augen dar von dem, was du in deinem Sinne haft; wer meint, er hab die Absicht recht erfaßt, der wird am End ein andres oft gewahr. 10. O Auge, das nicht Trug noch Heucheln leidet, gieb mir des scharfen Blickes Sicherheit, der die Natur von Gnade unterscheidet, das eigne Licht von deiner Herrlichkeit. Laß doch mein thöricht Herz dich meistern nicht, brich ganz den Willen, der sich selber liebt; erweck die Lust, die sich nur dir ergiebt und tadelt nie dein heimliches Gericht! 11. Will etwa die Vernunft dir widersprechen und schüttelt ihren Kopf zu deinem Weg, so wollst du ihre Festung niederbrechen, daß ihre Höhe sich bei Zeiten leg. Kein fremdes Feuer sich in mir entzünd, das ich vor dich in Thorheit bringen möcht, womit ich gar dir zu gefallen dächt! Ach selig, wer dein Licht ergreift und findt. 12. So zieh mich gänzlich denn nach deinem Willen und trag und Göttliche Regierung und Fürsorge. 191 heb und führ dein armes Kind! auch hin und wieder mich des Dein innres Zeugnis soll den Höchsten Arm gedeckt; mich geZweifel stillen; dein Geist die schüßt mit Vatertreue, seit er mir Furcht und Lüste überwind. Du mein Wesen gab und das Leben, bist mein Alles, denn dein Sohn das ich hab und deß ich mich ist mein, dein Geist regt sich ganz jetzt noch freue. Alles Ding kräftiglich in mir. Ich brenne währt seine Zeit, Gottes Lieb in nur nach dir in Heilsbegier; wie Ewigkeitsd oft erquickt mich deiner Wahrheit Scheins 3. Sein Sohn ist ihm nicht used ch zu teuer, nein, er giebt ihn für 13. Drum muß die Kreatur mich hin, daß er mich vom ewgen mir immer dienen, kein Engel Feuer durch sein teures Blut schämt nun der Gemeinschaft sich; gewinn. O du unergründter die Geister, die vor dir vollendet Brunnen, wie will doch mein grünen, sind meine Brüder und schwacher Geist, ob er sich gleich erwarten mich. Wie oft erquicket hoch befleißt, deine Tief ergründen meinen Geist ein Herz, das dich können! Alles Ding währt seine und mich und alle Christen liebt! Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Ifts möglich, daß mich etwas noch betrübt? Komm, Freuden quell! weich ewig, aller Schmerz! Gottfried Arnolb. † 1714. 4. Seinen Geist, den edlen Führer giebt er mir in seinem Wort, daß er werde mein Regierer durch die Welt zur Himmelspfort, daß er mir mein Herz erfülle mit dem hellen Glaubenslicht, das des Todes Reich zerbricht und die Hölle selbst macht stille. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. Carol 300. Eigene Melodie. 159. Sollt ich meinem Gott nicht singen? sollt ich ihm nicht fröhlich sein? Denn ich seh in allen Dingen, 5. Meiner Seelen Wohlwie so gut ers mit mir mein.) Ist doch nichts als lauter Lieben, ergehen hat er ja recht wohl bedas sein treues Herze regt, das dacht; will dem Leibe Not entohn Ende hebt und trägt, die in stehen, nimmt ers gleichfalls wohl seinem Dienst sich üben. Alles in acht. Wenn mein können, Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. di ble 2. Wie ein Adler sein Gefieder über seine Jungen streckt, also hat mein Vermögen nichts vermag, nichts helfen kann, kommt mein Gott und hebt mir an sein Vermögen beizulegen. Alles Ding Der erste Artikel: Gott der Vater. währt seine Zeit, Gottes Lieb gefangen hält, durch das Kreuze in Ewigkeit. zu ihm lenke. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 10. Das weiß ich fürwahr und lasse mirs nicht aus dem Sinne. gehn, Christenkreuz hat seine Maße und muß endlich stille stehn. Wenn der Winter ausgeschneiet, tritt der schöne Sommer ein; also wird auch nach der Pein, wers erwarten kann, erfreuet. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. 192 6. Himmel, Erd und ihre Heere hat er mir zum Dienst bestellt. Wo ich nur mein Aug hinkehre, find ich, was mich nährt und hält, Tier und Kräuter und Getreide in den Gründen, in der Höh, in den Büschen, in der See, überall ist meine Weide. Alles Ding währt seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. board in 7. Wenn ich schlafe, wacht sein 11. Weil denn weder Ziel noch Sorgen und ermuntert mein Ge- Ende sich in Gottes Liebe findt, müt, daß ich alle liebe Morgen ei, so heb ich meine Hände zu dir, schaue neue Lieb und Güt. Wäre Vater, als dein Kind; bitte, mein Gott nicht gewesen, hätte wollst mir Gnade geben, dich mich sein Angesicht nicht geleitet, aus aller meiner Macht zu umwär ich nicht aus so mancher fangen Tag und Nacht hier in Angst genesen. Alles Ding währt meinem ganzen Leben, bis ich seine Zeit, Gottes Lieb in Ewigkeit. dich nach dieser Zeit lob und lieb in Ewigkeit. 8. Wie ein Vater seinem Kinde fein Herz niemals ganz entzeucht, ob es gleich bisweilen Sünde thut und aus der Bahne weicht, also hält auch mein Verbrechen mir mein frommer Gott zu gut, will Mel. 10: Alles ist an Gottes Segen. mein Fehlen mit der Rut und Wunderanfang, herrlich Ende, nicht mit dem Schwerte rächen. Alles Ding währt seine Zeit, wo die wunderweisen Hände Gottes führen ein und aus! Gottes Lieb in Ewigkeit. Wunderweislich ist sein Raten, wunderherrlich seine Thaten, und du sprichst: Wo wills hinaus? 9. Seine Strafen, seine Schläge, ob es mir auch bitter scheint, dennoch, wenn ichs recht 2. Denke doch: es muß so erwäge, sind es Zeichen, daß gehen, was Gott weislich heißt mein Freund, der mich liebet, geschehen, ihm und dir zur Herrmein gedenke und mich von der lichkeit. Ob der Anfang seltsam schnöden Welt, die mich hart scheinet, ist das End doch gut Paul Gerhardt. † 1676. 008 301. Der zweite Artikel: Gott der Sohn. gemeinet, Friede folget nach dem Streit. 3. Gottes Weg ist in den Flüssen und in großen Wassergüssen, und du spürst nicht seinen Fuß. So auch in dem Meer der Sorgen hält Gott seinen Pfad verborgen, daß man nach ihm suchen muß. 4. Weil der Herr im Dunkeln wohnet und sein Reich im Trauen thronet, da man glaubt, ob man nicht sieht: bleibet unnüß unser Sorgen; wer nicht trauen will auf morgen, dem auch keine Hilfe blüht. 35. Gott muß man in allen Sachen, weil er alles wohl kann 193 machen, End und Anfang geben frei. Er wird, was er angefangen, lassen so ein End erlangen, daß es wunderherrlich sei. 302. Mel. 41: Ermuntre dich, mein 2c. Joh. 3, 16. Also hat Gott die Welt geliebt, das merke, wer es höret! Die Welt, die Gott so hoch betrübt, hat Gott so hoch geehret, daß er den eingebornen Sohn, den eingen Schat, die einge Kron, das einge Herz und Leben, mit Willen hingegeben. 6. O laß dir doch nimmer grauen, lerne deinem Gott vertrauen, sei getroft und guten Muts. Er fürwahr, er wird es führen, daß du wirst am Ende spüren, wie er dir thut lauter Guts.is Hutopatol 3. Der zweite Artikel: Gott der Sohn. A. Die Erlösung. 2. Warum doch das? Daß du, o Welt, frei wieder möchtest stehen und durch ein teures Lösegeld 7. Du wirst seinen Ruhm erzählen und nicht vor der Welt verhehlen, was die blinde Welt nicht kennt. Er wird dir dein Kreuz versüßen, daß du wirst bekennen müssen: Wunderanfang, herrlich End! Heinrich Arnold Stockfleth. † 1708. dres aus deinem Kerker gehen. Du warst in Fluch und Tod versenkt, sollst nun durch den, den Gott geschenkt, Erlösung, Trost und Gaben des ewgen Lebens haben. 3. Ich freue mich, so oft und viel ich dieses Sohns gedenke; dies ist mein Lied und Saitenspiel, wenn ich mich heimlich kränke; wenn meine Sünd und Missethat will größer sein, als Gottes Gnad, und wenn mir meinen Glauben mein eigen Herz will rauben. 4. Ei, sprech ich, war mir Gott geneigt, da wir noch Feinde waren, so wird er ja, der kein Recht beugt, 13 Der zweite Artikel: Gott der Sohn. 194 nicht feindlich mit mir fahren jetzt, da ich bin mit ihm versühnt, da, was ich Böses je verdient, sein Sohn, der nichts verschuldet, so wohl für mich erduldet. ein teuer wertes Wort, daß Jesus ist der Sünder Hort. 3. Mein Jesus ist ein treuer Hirt, er suchet, was verloren, er holt zurücke, was verführt, er ist zum Heil erkoren. Das ist ein. teuer wertes Wort, daß Jesus ist der Sünder Hort. 5. Fehlts hier und da? Ei unverzagt! laß Sorg und Kummer schwinden! Der mir das Größte nicht versagt, wird Rat zum 4. Lob sei dir, Jesu, Gottes Kleinen finden. Hat Gott mir Sohn, du hast die Schuld getraseinen Sohn geschenkt und für gen, du Osterlamm, du Gnadenmich in den Tod gesenkt, wie thron, du Zuflucht, wenn wir sollt er, laßt uns denken, mit ihm zagen. Das ist ein teuer wertes nicht alles schenken? Wort, daß Jesus ist der Sünder Hort. ein 6. Ich bins gewiß und sterbe drauf nach meines Gottes Willen: 5. Ach gieb mir, daß ich diese mein Kreuz und ganzer Lebens- Gnad und meine Sünd erkenne, lauf wird sich noch fröhlich stillen. daß ich, dein Schäflein, früh und Hier hab ich Gott und Gottes spat nach dir vor Liebe brenne, Sohn; und dort bei Gottes Stuhl und denk an dieses werte Wort, und Thron, da wird fürwahr mein Leben in ewgen Freuden schweben. Paul Gerhardt. † 1676. daß Jesus ist der Sünder Hort. Heinrich Georg Neuß. † 1716. 304. 303. Mel. 93: Jesu, meines Lebens Leben. Mel. 110: Machs mit mirt, Gott 2c. Großer Mittler, der zur Rech1. Tim. 1, 15. ten seines großen Vaters sitzt, Das ist ein teuer wertes Wort, und die Schar von seinen Knechein Wort sehr lieb zu hören, daß ten in dem Reich der Gnaden Jesus ist der Sünder Hort und schützt, dem auf dem erhabnen will die Armen lehren. Das ist Throne, in der königlichen Krone, ein teuer wertes Wort, daß Jesus bringet aller Engel Heer stets ist der Sünder Hort. in Demut Preis und Ehr. 2. Dein Erlösungswerk auf Erden und dein Opfer ist vollbracht; was vollendet sollte wer2. Mein Jesus nimmt die Kranken an, er heilet allen Schaden, er ist ein Gast bei jedermann, der ihn zu sich geladen. Das ist den, hast du alles wohl gemacht. dos Die Erlösung. 195 305,*** Da du bist für uns gestorben, ist uns Gnad und Heil erworben, und dein siegreich Auferstehn He Mel. 152: Schmüce dich, o liebe Seele. läßt uns in die Freiheit gehn. Heiland, deine Menschenliebe 3. Nunmehr ist es dein Ge- war die Quelle deiner Triebe, schäfte in dem obern Heiligtum, die dein treues Herz bewogen, die erworbnen Segenskräfte durch dich in unser Fleisch gezogen, dich dein Evangelium allen denen mit- mit Schwachheit überdecket, dich zuteilen, die zum Thron der vom Kreuz ins Grab gestrecket. Gnaden eilen; nun wird uns O der wunderbaren Triebe deidurch deine Hand Heil und ner treuen Menschenliebe! Segen zugewandt. 4. Alle Namen deiner Frommen trägst du stets auf deiner Brust, und die gläubig zu dir kommen, sind und bleiben deine Luft. Du vertrittst, die an dich glauben, daß sie nichts dir möge rauben, wirkest in des Vaters Haus ihnen eine Wohnung aus. 5. Doch vergißt du auch der Armen, die der Welt noch dienen, nicht, weil dein Herz dir vor Erbarmen über ihrem Elend bricht. Daß dein Vater ihrer schone, daß er nicht nach Werken lohne, daß er ändre ihren Sinn, ach, da zielt dein Bitten hin. 6. Großer Mittler, sei gepriesen, daß du in dem Heiligtum so viel Treu an uns bewiesen; 2. Über seine Feinde weinen, jedermann mit Hilf erscheinen, sich der Blinden, Lahmen, Armen mehr als väterlich erbarmen, der Betrübten Klagen hören, sich in andrer Dienst verzehren, sich für Sünder töten lassen, wer kann solche Liebe faffen? 3. D du Zuflucht der Elenden, wer hat nicht von deinen Händen Segen, Hilf und Heil genommen, der gebeugt zu dir gekommen? O wie ist dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angesprochen! O wie pflegtest du zu eilen, das Gebetne mitzuteilen. 4. Die Betrübten zu erquicken, zu den Kleinen sich zu bücken, die Unwissenden zu lehren, die Verführten zu bekehren, Sünder, die sich selbst verstocken, liebreich dir sei Ehre, Dank und Ruhm. zu dir hinzulocken mit VerzehLaß uns dein Verdienst vertreten, wenn wir zu dem Vater beten; sprich für uns in letzter Not, wenn den Mund verschließt der Tod. rung deiner Kräfte, war dein tägliches Geschäfte. 5. O wie hoch stieg dein Erbarmen, da du für die ärmsten Armen dein unschätzbar teures 13* Johann Jakob Rambach. † 1735. 196 Der zweite Artikel: Gott der Sohn. Leben in den ärgsten Tod ge- Schuld, für deinen Ruf an alle geben! Da du in der Sünder Händen, alles Leid von uns zu wenden, uns den Segen zu erwerben, als ein Fluch haft wollen fterben. Bösen und für das Wort von deiner Huld, ja, für die Kraft in deinem Wort dankt dir mein Herze hier und dort. 16 3. Für deinen heilgen Geist 6. Deine Lieb hat dich getrie- der Liebe, der Glauben wirkt in ben, Sanftmut und Geduld zu unserm Geist, für dieses Glauüben, ohne Schelten, Drohen, bens Kraft und Triebe, wodurch Klagen andrer Schmach und Last zu tragen, allen freundlich zu begegnen, für die Lästerung zu fegnen, für der Feinde Schar zu beten und die Mörder zu versich deine Macht erweist, für die Befestigung darin dankt dir mein neugeschaffner Sinn. nag 4. Für dein so tröstliches Versprechen, daß deine Gnade ewig justic in adam fei! Wenn Berge stürzen, Hügel treten. 7. Herr, laß deine Liebe brechen, so bleibt dein Bund und decken meiner Sünden Meng deine Treu; wenn Erd und Himund Flecken. Du hast das Ge- mel weicht und fällt, so lebt doch setz erfüllet, des Gesetzes Fluch Gott, der Glaub hält. dg gestillet. Laß mich wider dessen Stürmen deiner Liebe Schild beschirmen. Heilge meines Her zens Triebe, falbe sie mit deiner Liebe.$ 700 4100 in Johann Jakob Nambach. † 1735. and tolle 306. Herr Mel. 180: Wer nur den lieben Gott. err von unendlichem Erbarmen, du unergründlich Liebesmeer! ich danke dir mit andern Armen, mit einem ganzen Sünderheer, für deine Huld in Jesu Christ, die vor der Welt gewesen ist. 2. Für dein so allgemein Erlösen, für die Verfühnung aller 5. Für deine teuren Saframente, die Siegel deiner wahren Schrift, wo Gott, damit ich glauben könnte, ein Denkmal seiner Wunder stift, für diese Gnaden in der Zeit dankt dir mein Herz in Ewigkeit. 6. Ja, Mund und Herze foll dir danken; doch bittet auch mein Herz und Mund: Laß weder Mund noch Herze wanken und gründe mich auf diesen Grund; erhalte nur durch deine Treu auch bis ans Ende mich dabei. 7. Laß mich in Liebe heilig leben, unsträflich dir zum Lobe sein, versichere mein Herz daneben, es reiße keine Lust noch Pein mich von der Liebe Gottes Jesuslieder. hin, weil ich in Christo Jesu bin. 8. Tod, Leben, Trübsal, Angst und Leiden, was Welt und Hölle in sich schließt, nichts soll mich von der Liebe scheiden, die da in Christo Jesu ist. Ja, Amen, Vater aller Treu, zähl mich den Auserwählten bei. Philipp Friedrich Hiller.+ 1769. and 109: 1307. Mel. 181: Wer nur den lieben Gott. Mirist Erbarmung widerfahren, Erbarmung, deren ich nicht wert, das zähl ich zu dem Wunderbaren, mein stolzes Herz hats nie begehrt. Nun weiß ich das und bin erfreut und rühme die Barmherzigkeit. 2. Ich hatte nichts als Zorn verdienet, und soll bei Gott in Gnaden sein; Gott hat mich mit sich selbst verfühnet und macht durchs Blut des Sohns mich rein. Wo kam dies her? warum geschiehts? Erbarmung ists und weiter nichts. 197 Rühmen sein, auf dies Erbarmen will ich glauben, auf dieses bet ich auch allein, auf dieses duld ich in der Not, auf dieses hoff ich noch im Tod. 5. Gott, der du reich bist an Erbarmen, nimm dein Erbarmen nicht von mir und führe einst im Tod mich Armen durch meines Heilands Tod zu dir; da bin ich ewig hocherfreut und rühme die Barmherzigkeit. Philipp Friedrich Hiller.+ 1769. 30 B. Jesuslieder. 308. Mel. 143: D Jesu Christ, meins 2c. Ach Gott, wie manches Herzeleid begegnet mir zu dieser Zeit. Der schmale Weg ist trübsalvoll, den ich zum Himmel wandeln soll. 2. Wie schwerlich läßt doch Fleisch und Blut sich zwingen zu dem ewgen Gut! Wo soll ich mich denn wenden hin? Zu dir, Herr Jesu, steht mein Sinn. 3. Das muß ich dir, mein Gott, bekennen, das rühm ich, wenn ein Mensch mich fragt; ich kann es nur Erbarmung nennen, 3. Bei dir mein Herz Trost, Hilf und Rat allzeit gewiß gefunden hat. Niemand jemals verlassen ist, der fest vertraut auf Jesum Christ. 4. Es kann kein Trauern sein so ist mein ganzes Herz gesagt. so schwer, dein süßer Nam erfreut Ich beuge mich und bin erfreut viel mehr; kein Elend mag so und rühme die Barmherzigkeit. bitter sein, dein süßer Trost der 4. Dies laß ich kein Geschöpf linderts fein. mir rauben, dies soll mein einzig 5. Ob mir gleich Leib und 198 Der zweite Artikel: Gott der Sohn. Seel verschmacht, so weißt du mein Begehr: o, wenn ich doch Herr, daß ichs nicht acht; wenn schon bei dir wär! ich dich hab, so hab ich wohl, was ewig mich erfreuen soll. Martin Moller. † 1606. 309. 6. Dein bin ich ja mit Leib und Seel, was kann mir thun Sünd, Tod und Höll? Kein bessere us irdischem Getümmel, wo Mel. 164: Balet will ich dir geben. Joh. 14, 6. Treu auf Erden ist, denn nur bei dir, Herr Jesu Christ. 7. Ich weiß, daß du mich nicht verläßt, dein Wahrheit bleibt mir ewig fest; du bist mein rechter treuer Hirt, der ewig mich behüten wird. nichts das Herz erquickt, wer zeigt den Weg zum Himmel, wohin die Hoffnung blickt? Wer spornet unser Streben, wenn es das Ziel vergißt? Wer führt durch Tod zum Leben? Der Weg ist Jesus Christ. 8. So oft ich nur gedenk an dich, all mein Gemüt erfreuet fich. Wenn ich mein Hoffnung stell zu dir, so fühl ich Fried und Trost in mir. 9. Wenn ich in Nöten bet und sing, so wird mein Herz recht guter Ding; dein Geist bezeugt, daß schon dabei des ewgen Lebens Vorschmack sei. 10. Drum will ich, weil ich lebe noch, nachtragen dir des Kreuzes Joch. Mein Gott, mach mich dazu bereit; es dient zum Besten allezeit. 11. Hilf mir mein Sach recht greifen an, daß ich den Lauf vollenden kann. Hilf mir bezwingen Fleisch und Blut, vor Sünd und Schand nimm mich in Hut. 2. Wenn Irrtum uns befangen, kein Strahl die Nacht durchbricht, wie können wir gelangen zum wahren Lebenslicht? Getrost! es strömt die Klarheit von Gottes ewgem Thron, denn Christus ist die Wahrheit, der eingeborne Sohn. 3. Wer schenkt in Not und Leiden, wenn bang das Herz verzagt, die Hoffnung ewger Freuden, daß einst der Morgen tagt? Wer stillt der Seele Beben? Wer giebt im Tode Ruh? Heil! Christus ist das Leben, führt uns dem Vater zu. Christoph Karl Julius Asschenfeldt. † 1856. 310. 12. Erhalt mein Herz im GlauMel. 136: D daß ich tausend Zungen 2c. ben rein, so leb und sterb ich dir Der beste Freund ist in dem allein. Jesu, mein Trost, hör Himmel, auf Erden sind die Jesuslieder. 20140 199 Freunde rar; denn bei dem fal- mir nicht ein Haar. Hier immer schen Weltgetümmel ist Redlichkeit Freund und nimmer Feind: Mein oft in Gefahr. Drum hab ichs Jesus ist der beste Freund. immer so gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund. Benjamin Schmold. † 1737. 311. 2. Die Menschen sind wie eine Wiege, mein Jesus stehet felsenfest; daß, wenn ich gleich darMel. 173: Was Gott thut, das ist 2c. niederliege, mich seine Freundschaft Dich, Jesu, laß ich ewig nicht, doch nicht läßt. In Freud und Leid ers redlich meint: Mein Jesus ist der beste Freund. dir bleibt mein Herz ergeben. Du kennst dies Herz, das redlich spricht: nur Einem will ich leben. Du, du allein, du sollst es sein, du sollst mein Trost auf Erden, mein Glück im Himmel werden. 3. Die Welt verkaufet ihre Liebe dem, der am meisten nüßen kann; und scheinet dann das Glück uns trübe, so steht die Freundschaft hintenan. Doch hier ist es nicht so gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund. 4. Er läßt sich selber für mich töten, vergießt für mich sein eigen Blut, er steht mir bei in allen Nöten, er sagt für meine Schulden gut. Er hat mir Gutes nie verneint: Mein Jesus ist der beste Freund. 5. Mein Freund, der mir sein Herze giebet, mein Freund, der mein, und ich bin sein, mein Freund, der mich beständig liebet, mein Freund bis in das Grab hinein. Ach hab ichs nun nicht recht gemeint: Mein Jesus ist der beste Freund! 2. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht, ich halte dich im Glauben. Nichts kann mir meine Zuversicht und deine Gnade rauben. Der Glaubensbund hat festen Grund; die deiner sich nicht schämen, die kann dir niemand nehmen. 3. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht; aus göttlichem Erbarmen gingst du für Sünder ins Gericht und büßtest für mich Armen. Aus Dankbarkeit will ich erfreut um deines Leidens willen die Pflicht der Treu erfüllen. 4. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht, du stärkest mich von oben. Auf dich steht meine Zuversicht, wenn meine Feinde toben. Ich flich zu dir, du eilft zu mir; wenn mich die Feinde hassen, wirst du mich nicht verlassen. 6. Behalte, Welt, dir deine Freunde, sie sind doch gar zu wandelbar. Und hätt ich hundert- 5. Dich, Jesu, laß ich ewig tausend Feinde, so frümmen sie nicht, dich, Gottes größte Gabe. 200 Der zweite Artikel: Gott der Sohn. Ich weiß, daß mir kein Gut ge- Ewig muß unsere Seele genesen bricht, Herr, wenn ich dich nur in dem holdseligsten, lieblichen habe. Ich mag der Welt für Gut Wesen. und Geld, wornach die Eitlen laufen, dich, Heiland, nicht verkaufen. 6. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht, das Kreuz soll uns nicht scheiden. Es bleibet jedes Gliedes Pflicht, mit seinem Haupt zu leiden. Doch all mein Leid währt kurze Zeit, bald ist es überstanden und Ruh ist dann vorhanden. 3. Halte, o Seele, im Leiden fein stille, schlage die Rute des Vaters nicht aus; bitte und nimm aus der göttlichen Fülle Kräfte, zu siegen im Kampfe und Strauß. Fluten der Trübsal verrauschen, vergehen, Jesus, der Treue, bleibt ewig dir stehen. 7. Dich, Jesu, laß ich ewig nicht, nie will ich von dir wanken. Wenn meine morsche Hütte bricht, sterb ich mit dem Gedanken: mein Freund ist mein und ich bin sein; er ist mein Schatz und Tröster, und ich bin sein Erlöster. 4. Laufet nicht hin und her, eilet zur Quelle; Jesus, der bittet: Kommt alle zu mir. Sehet, wie lieblich, wie lauter und helle fließen die Ströme des Lebens allhier! Trinket, ihr Lieben, und werdet erquicket; hier ist Erlösung für alles, was drücket. Hort drings 5. Streitet nur unverzagt, seht Ehrenfried Riebich. † 1780. auf die Krone, die euch der König des Himmels anbeut! Jesus wird selber den Siegern zum Lohne; wahrlich, dies Kleinod belohnet Streitet nur unver312. Mel. 88: Jesu, hilf siegen, bu Fürste 2c. den Streit. zagt, seht auf die Krone, selber Jehovah wird Siegern zum Lohne. Einer ist König, Immanuel sieget, bebet ihr Feinde und gebet die Flucht! Zion hingegen, sei innig vergnüget, labe dein Herze mit himmlischer Frucht! Ewiges Leben, unendlichen Frieden, Freude die Fülle hat er uns beschieden. 6. Droben in Salem, da wird man einst sehen eine gewaltige, siegende Schar deine unendliche Hoheit erhöhen, dir wird man bringen Halleluja dar. Seht, wie fie preisend aufs Angesicht fallen, höret, wie donnernde Stimmen erschallen! 2. Stärket die Hände, ermuntert die Herzen, trauet mit Freuden dem ewigen Gott! Jesus, die Liebe, 7. Reichtum, Kraft, Weisheit, verfüßet die Schmerzen, reißet aus Ängsten, aus Jammer und Not. Preis, Stärke, Lob, Ehre Gott und dem Lamm und dem heiligen aposvd Sesuslieder. Geist! Wenn ich da stände, o wenn ich da wäre! Springet, ihr Bande, ihr Fesseln zerreißt! Amen, die Liebe wird wahrlich erhören. Alles, was Odem hat, lobe den Herren! Johann Ludwig Konrad Allendorf.+ 1773. 313. dre Eigene Melodie. 39. Luk. 10, 42. du odsi Fins ist not! Ach Herr, dies 90 3. Wie Maria war beflissen auf des Einigen Genieß, da sie sich zu Jesu Füßen voller Andacht niederließ: ihr Herze entbrannte, dies einzig zu hören, was Jesus, ihr Heiland, sie wollte 201 belehren, ihr Alles war gänzlich in Jesum versenkt und wurde ihr alles in Einem geschenkt: 2. Seele, willst du dieses finden, suchs bei keiner Kreatur; Preis. laß, was irdisch ist, dahinten, schwing dich über die Natur. Wo Gott und die Menschheit in Einem vereinet, wo alle vollkommene Fülle erscheinet, da, da ist das beste, notwendigste Teil, mein Ein und mein Alles, mein seligstes Heil. 4. Also ist auch mein Verlangen, liebster Jesu, nur nach dir. Laß mich treulich an dir hangen, schenke dich zu eigen mir. Ob viel auch umkehren zum gröBesten Haufen, so will ich dir dennoch in Liebe nachlaufen; denn dein Wort, o Jesu, ist Leben und Geist; was ist wohl, das man nicht in Jeſu geneußt? Eine lehre mich erkennen doch! 5. Aller Weisheit*) höchste Alles andre, wies auch scheine, Fülle in dir ja verborgen liegt. ist ja nur ein schweres Joch, Gieb nur, daß sich auch mein darunter das Herze sich naget Wille fein in solche Schranken und plaget und dennoch kein fügt, darinnen die Demut und wahres Vergnügen erjaget. Er- Einfalt regieret und mich zu der lang ich dies Eine, das alles er- Weisheit, die himmlisch ist, fühsetzt, so werd ich mit Einem in ret. Ach wenn ich nur Jesum allem ergötzt. och recht kenne und weiß, so hab ich der Weisheit vollkommenen *) 1. Kor. 1, 30. 6. Nichts kann ich vor Gott ja bringen, als nur dich, mein höchstes Gut. Jesu, es muß mir gelingen durch dein teures Mittlerblut. Die höchste Gerechtigkeit ist mir erworben, da du bist am Stamme des Kreuzes gestorben; die Kleider des Heils ich da habe erlangt, worinnen mein Glaube in Ewigkeit prangt. 7. Nun, so gieb, daß meine Seele auch nach deinem Bild erwacht; du bist ja, den ich erwähle, mir zur Heiligung ge 202 Der zweite Artikel: Gott der Sohn. macht. Was dienet zum gött- O lichen Wandel und Leben, ist in 20 dir, mein Heiland, mir alles geMel. 71: Herr, wie du willst, so 2c. 2. Timoth. 2, 8. geben; entreiße mich aller ver- Halt im Gedächtnis Jesum gänglichen Lust, dein Leben sei, Jesu, mir einzig bewußt. Christ, o Mensch, der auf die 8. Ja, was soll ich mehr ver- Erden vom Thron des Himmels langen? Auf mich strömt die kommen ist, dein Bruder da zu Gnadenflut. Du bist einmal ein- werden. Vergiß nicht, daß er dir gegangen in das Heilge durch zu gut hat angenommen Fleisch dein Blut; da hast du die ewge und Blut. Dank ihm für dieſe Erlösung erfunden, daß ich Liebe. nun der höllischen Herrschaft 2. Halt im Gedächtnis Jesum entbunden; dein Eingang die Christ, der für dich hat gelitten, völlige Freiheit mir bringt, im ja gar am Kreuz gestorben ist kindlichen Geiste das Abba nun klingt.. und dadurch hat bestritten Welt, Sünde, Teufel, Höll und Tod und dich erlöst aus aller Not. Dank ihm für diese Liebe.or 3. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der auch am dritten Tage siegreich vom Tod erstanden ist, befreit von Not und Plage. Bedenk, daß Frieden er gemacht und Heil und Leben wieder bracht. Dank ihm für diese Liebe. 4. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der nach den Leidenszeiten gen Himmel aufgefahren ist, die Stätt dir zu bereiten, da du sollst bleiben allezeit und sehen seine Herrlichkeit. Dank ihm für dieſe Liebe. 9. Volles Gnügen, Fried und Freude jego meine Seel ergötzt, weil auf eine frische Weide mein Hirt Jesus mich gesetzt. Nichts Süßers kann also mein Herze erlaben, als wenn ich nur, Jesu, dich immer soll haben; nichts, nichts ist, das also mich innig erquickt, als wenn ich dich, Jesu, im Glauben erblickt. 314 me T 10. Drum auch, Jesu, du alleine sollst mein Ein und Alles fein; prüf, erfahre, wie ichs meine, tilge allen Heuchelschein; sieh, ob ich auf bösem, betrüglichem Stege und leite mich, Höchster, auf ewigem Wege. Laß alles mich achten für Schaden, mein Gott, und Jesum gewinnen, dies Eine iſt not. Johann Heinrich Schröder. † 1699. 5. Halt im Gedächtnis Jesum Christ, der einst wird wieder kommen und sich, was tot und lebend ist, zu richten vorgenommen. O denke, daß du da be 203 med Jesuslieder. stehst und mit ihm in sein Reich tans Mord und Lügen wehr, in eingehst, ihm ewiglich zu danken. 6. Gieb, Jesu, gieb, daß ich dich kann mit wahrem Glauben fassen, und nie, was du an mir gethan, mög aus dem Herzen lassen; daß dessen ich in aller Not mich trösten mög und durch den Tod zu dir ins Leben dringen. allem Kreuz erhalte mich, auf daß ichs trag geduldiglich. Herr Jesu Christ, mein Herr und Gott, mein Herr und Gott, tröst mir mein Seel in Todesnot. Cyriacus Günther. † 1704. 3. Ach Herr, laß dein lieb Engelein am letzten End die Seele mein in Abrahams Schoß tragen; den Leib in seinem Kämmerlein gar sanft ohn einge Qual und Pein ruhn bis zum jüngsten Tage. Alsdann vom Tod erwecke mich, daß meine Augen sehen dich in aller o Gottes 315. Eigene Melobie. 72. Psalm 18, 2. Herzlich lieb hab ich dich, o mein Heiland und mein Gnadenthron. Herr Jesu Christ, erhöre mich, erhöre mich, ich will dich preisen ewiglich. Martin Schalling. † 1608. Herr; ich bitt, wollst sein von mir nicht fern mit deiner Hilf und Gnaden. Die ganze Welt erfreut mich nicht, nach Himml und Erde frag ich nicht, wenn ich dich nur kann haben. Und wenn mir gleich mein Herz zerbricht, so bist du doch mein Zu316. Mel. 164: Valet will ich dir geben. 2. Timoth. 1, 12. versicht, mein Teil und meines Ich weiß, an wen ich glaube, Herzens Trost, der mich durch sein Blut hat erlöst. Herr Jesu Christ, mein Gott und Herr, mein Gott und Herr, in Schanden laß mich nimmermehr. ich weiß, was fest besteht, wenn alles hier im Staube wie Staub und Rauch verweht; ich weiß, was ewig bleibet, wo alles wankt und fällt, wo Wahn die Weisen treibet und Trug die Klugen hält. 2. Ich weiß, was ewig dauert, ich weiß, was nie verläßt; auf ewgen Grund gemauert steht dieſe Schußwehr fest. Es sind des Heilands Worte, die Worte fest 2. Es ist ja, Herr, dein Gschenk und Gab mein Leib und Seel und was ich hab in diesem armen Leben. Damit ichs brauch zum Lobe dein, zum Nutz und Dienst des Nächsten mein, wollst mir dein Gnade geben. Behüt mich, und klar; an diesem Felsenhorte Herr, vor falscher Lehr, des Sa- halt ich unwandelbar. Der zweite Artikel: Gott der Sohn. 3. Auch kenn ich wohl den Gotteslamm, als meinen SeelenMeister, der mir die Feste baut: bräutigam. es ist der Herr der Geister, auf 3. Ach, daß ich dich so spät den der Himmel schaut, vor dem erkennet, du hochgelobte Schönheit die Seraphinen anbetend nieder- du, und dich nicht eher mein geknien, um den die Heilgen dienen, nennet, du höchstes Gut und ich weiß und kenne ihn. wahre Ruh! Es ist mir leid, 4. Das ist das Licht der Höhe, ich bin betrübt, daß ich dich hab das ist mein Jesus Christ, der so spät geliebt. Fels, auf dem ich stehe, der diamanten ist, der nimmermehr kann wanken, mein Heiland und mein Hort,-die Leuchte der Gedanken, die leuchtet hier und dort. 4. Jch lief verirrt und war verblendet, ich suchte dich und fand dich nicht, ich hatte mich von dir gewendet und liebte das geschaffne Licht; nun aber ists durch dich geschehn, daß ich dich endlich hab ersehn. 5. Drum weiß ich, was ich glaube, ich weiß, was fest besteht und in dem Erdenstaube nicht mit als Staub verweht. Es bleibet mir im Grauen des Todes ungeraubt; es schmückt auf Himmelsauen mit Kronen einst mein Haupt. 5. Ich danke dir, du wahre Sonne, daß mir dein Glanz hat Licht gebracht; ich danke dir, du Himmelswonne, daß du mich froh und frei gemacht; ich danke dir, du güldner Mund, daß du mir machst das Herz gesund. G. M. Arndt. † 1860. 204 - 317. 119.01 Eigene Melodie. 34. 6. Erhalte mich auf deinen Stegen und laß mich nicht mehr irre gehn; lağ meinen Fuß auf Ich will dich lieben, meine deinen Wegen nicht straucheln oder Stärke, ich will dich lieben, meine Zier; ich will dich lieben mit dem Werke und immerwährender Begier; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herz im Tode bricht. stille stehn. Erleucht mir Leib und Seele ganz, du starker, reiner Himmelsglanz. 7. Ich will dich lieben, meine Krone; ich will dich lieben, meinen Gott, ich will dich lieben sonder Lohne, auch in der allergrößten Not; ich will dich lieben, schönstes Licht, bis mir das Herz im Tode bricht. Nach Johann Scheffler. † 1677. 2. Ich will dich lieben, o mein Leben, als meinen allerbesten Freund; ich will dich lieben und erheben, so lange mich dein Glanz bescheint; ich will dich lieben, 12 205 di cortis 318, Mel. 93: Jeju, meines Lebens Leben. Jesu, frommer Menschenherden guter und getreuer Hirt, laß mich wenn sich naht des Wolfes Grimm. Laß mein Schreien dir gefallen, deinen Trost herniederschallen; wenn ich bete: Höre mich! Jeſu, sprich: Ich höre dich! til sid auch dein Schäflein werden, das 6. Höre, Jesu, und erhöre, dein Stab und Stimme führt. Ach, du hast aus Lieb dein Leben für die Schafe hingegeben, und du gabst es auch für mich; laß mich wieder lieben dich. wenn ich ruf, anklopf und schrei; Jesu, dich nicht von mir kehre, steh mir bald in Gnaden bei! Ja, du hörst, in deinem Namen ist ja alles Ja und Amen. Nun ich glaub und fühle schon deinen Trost, o Gottes Sohn. med Sigismund von Birken. † 1681. i wrist. d 319. nood Jesuslieder. 2. Herden ihre Hirten lieben, und ein Hirt liebt seine Herd; laß uns auch so Liebe üben, du im Himmel, ich auf Erd. Schallet deine Lieb hernieder, soll dir meine schallen wieder; wenn du rufft: Ich liebe dich! ruft mein Herz: Dich liebe ich! is 3. Schafe ihren Hirten kennen, dem sie auch sind wohlbekannt; laß mich dir in Liebe brennen, wie dein Herz zu mir gebrannt. Als der Wolf mit öffnem Rachen mich zur Beute wollte machen, riefest du: Ich kenne dich! ich auch rief: Dich kenne ich! 4. Herden ihre Hirten hören, folgen ihrer Stimm allein; Hirten fich zur Herde kehren, wenn sie schreien groß und klein. Wenn du rufest, laß mich eilen, wenn du dräuest, nicht verweilen. Laß mich hören stets auf dich; Jesu, höre du auch mich. 5. Höre, Jesu, und erhöre meine, deines Schäfleins, Stimm; mich auch zu dir schreien lehre, WITHIN Eigene Melodie. 91. Jesu, meine Freude, meines Herzens Weide, Jesu, meine Zier! ach wie lang, ach lange ist dem Herzen bange und verlangt nach dir! Gottes Lamm, mein Bräutigam, außer dir soll mir auf Erden nichts sonst Liebres werden. 2. Unter deinem Schirmen bin ich vor den Stürmen aller Feinde frei. Mag die Hölle wüten, ich kann Trotz ihr bieten, mir steht Jesus bei. Ob es jetzt gleich kracht und blitzt, ob gleich Sünd und Hölle schrecken, Jesus will mich decken. 3. Weg mit allen Schätzen! Du bist mein Ergößen, Jesu, meine Lust. Weg, ihr eitlen Ehren, will von euch nicht hören, bleibt mir unbewußt. Elend, 206 Der zweite Artikel: Gott der Sohn. Not, Kreuz, Schmach und Tod bist mein; ich will keines andern soll mich, ob ich viel muß leiden, sein. nicht von Jesu scheiden. 4. Gute Nacht, o Wesen, das die Welt erlesen; mir gefällst du nicht. Gute Nacht, ihr Sünden, bleibet weit dahinten, kommt nicht mehr ans Licht. Gute Nacht, du Stolz und Pracht; dir sei ganz, o Lasterleben, gute Nacht gegeben. 5. Weicht, ihr Trauergeister, 4. Ach, wie oft in meiner Judenn mein Freudenmeister, Jesus gend hat mich deine Hand getritt herein. Denen, die Gott faßt, wenn die Frömmigkeit und lieben, muß auch ihr Betrüben Tugend meinem Sinne war verLauter Wonne sein. Duld ich haßt! Ohne dich wär ich verschon hier Spott und Hohn, den- dorben und in Sünden längst noch bleibst du auch im Leide, gestorben. Ich bin dein, und du Jesu, meine Freude. bist mein; ich will keines andern sein. Johann Franc. † 1677. 320. $ 190. 3. Auf der Kindheit wilden Wegen folgte mir stets deine Güt. Deines Geistes Trieb und Regen regte mir oft mein Gemüt, daß ich nach dem Übertreten zu dir wiederkam mit Beten. Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein. don 2. Deine Güt hat mich um fangen, eh mich noch die Welt umfing, dir bin ich schon angehangen, als an Mutterbrust ich hing. Dein Schoß hat mich aufgenommen, da ich bin zur Taufe kommen. Ich bin dein, und du 5. Jrr ich, sucht mich deine Liebe; fall ich, richtet sie mich auf, tröstet, wenn ich mich betrübe, stärket mich in meinem Lauf. Bin ich arm, giebt sie mir Güter; droht Gefahr, ist sie mein Hüter. Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein. Mel. 87: Jefu, der du meine Seele. Jesu, meiner Seele Leben, meines Herzens höchste Freud, dir will ich mich ganz ergeben jetzt und bis in Ewigkeit. Meinen Gott will ich dich nennen, und 6. Dein Geist zeiget mir mein vor aller Welt bekennen: Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein. 14 Erbe, das mir droben beigelegt. Ich weiß, wenn ich heute sterbe, wo man meine Seel hinträgt: zu dir, Jesu, in die Freude, daß von dir mich nichts mehr scheide. Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein. 7. Drum, ich sterbe oder lebe, bleib ich doch dein Eigentum; dir allein ich mich ergebe, du bist dood Jesuslieder. isang so 207 meiner Seele Ruhm, meine Zu- Ehren sitzt er unter lichten Chören versicht und Freude, und mein süßer Trost im Leide. Ich bin dein, und du bist mein; ich will teines andern sein. über allen Cherubim. In der Welt und Himmel Enden hat er alles in den Händen; denn der Vater gab es ihm. 5. Nur in ihm, o Wundergaben! können wir Erlösung haben, die Erlösung durch sein Blut. Hörts: das Leben ist erschienen, und ein ewiges Verfühnen kommt in Jesu uns zu gut. 6. Gebt, ihr Sünder, ihm die Herzen; klagt, ihr Kranken, ihm die Schmerzen; sagt, ihr Armen, ihm die Not! Er kann alle Wunden heilen, Reichtum weiß er auszuteilen, Leben schenkt er nach dem Tod. 321. Eigene Melodie. 94. Jesus Christus herrscht als Kö- 7. Zwar auch Kreuz drückt nig, alles wird ihm unterthänig, Christi Glieder hier auf kurze Zeit alles legt ihm Gott zu Fuß. darnieder, und das Leiden geht zuAlle Zunge soll bekennen, Jesus vor. Nur Geduld, es folgen Freusei der Herr zu nennen, dem man den; nichts kann sie von Jesu scheiEhre geben muß. o poden, und ihr Haupt zieht sie empor. 2. Fürstentümer und Gewal- 8. Jauchz ihm, Menge heilten, Mächte, die die Thronwacht ger Knechte; rühmt, vollendete halten, geben ihm die Herrlichkeit. Gerechte, und du Schar, die PalAlle Herrschaft dort im Himmel, men trägt! Märtyrer, ihr mit hier im irdischen Getümmel ist der Krone, und du Chor vor seizu seinem Dienst bereit. nem Throne, der die GottesHarfen schlägt! 8. Höre, Jesu, noch ein Flehen, eine Bitte nimm noch an: Wenn das Auge nicht mehr sehen und ich nicht mehr sprechen kann, laß mich deinen Geist vertreten und mich noch im Seufzen beten: Ich bin dein, und du bist mein; ich will keines andern sein. Christian Scriver. † 1693. 3. Gott ist Herr; der Herr ist Einer, und demselben gleichet keiner; nur der Sohn, der ist ihm gleich. Dessen Stuhl ist unumstößlich, dessen Leben unauflöslich, dessen Reich ein ewig Reich. 4. Gleicher Macht und gleicher 9. Ich auch auf der tiefsten Stufen, ich will glauben, reden, rufen, ob ich schon noch Pilgrim bin: Jesus Christus herrscht als König, alles sei ihm unterthänig; ehret, liebet, lobet ihn! dinsdo si Philipp Friedrich Hiller. † 1769. 208 Der zweite Artikel: Gott der Sohn. 322.d Call Mel 152: Schmücke dich, o liebe Seele. König, dem kein König gleichet, dessen Ruhm kein Mund erreichet, dem als Gott das Reich gebühret, der als Mensch das Scepter fühdir ist niemand zu vergleichen, an dem Überfluß der Schätze, an der Ordnung der Gesetze, an Vortreff lichkeit der Gaben, welche deine Bürger haben. Du beschüßest deine Freunde, du bezwingest deine Feinde. namin aties snig ret, dem das Recht gehört zum 6. Herrsche auch in meinem Throne als des Vaters eingem Sohne, den so viel Vollkommenheiten frönen, zieren und begleiten! d Herzen über Zorn, Furcht, Lust und Schmerzen; laß mich deinen Schutz genießen, gläubig dich ins Herze schließen, ehren, fürchten, loben, lieben, und mich im Gehorsam üben, hier mit ringen, dulden, streiten, dort mit herr2. Himmel, Wasser, Luft und Erde, nebst der ungezählten Herde der Geschöpfe in den Feldern, in den Seeen, in den Wäldern, sind, schen dir zur Seiten. Herr über Tod und Leben, dir zum Eigentum gegeben. Tiere, Menschen, Geister scheuen, Men- of- al schensohn, dein mächtig Dräuen. Johann Jakob Rambach. † 1735. 4. In dem Reiche deiner Ehren kann man stets dich loben hören von dem himmlischen Geschlechte, von der Menge deiner Knechte, die dort ohne Furcht und Grauen dein verklärtes Antlik schauen, die dich unermüdet preisen und dir Ehr und Dienst erweisen. 5.0 Monarch in dreien Reichen, 323 TUTT 3. In des GrenEigene Melodie. 103. callo zen sieht man dich am schönsten Laßt mich gehn, laßt mich gehn, glänzen, wo viel tausend treue daß ich Jesum möge sehn! Meine Seelen dich zu ihrem Haupt er- Seel ist voll Verlangen, ihn auf wählen, die durchs Scepter deines ewig zu umfangen und vor seinem Mundes, nach dem Recht des Thron zu stehn. ikonile jest Gnadenbundes, sich von dir re- 2. Süßes Licht, süßes Licht, gieren lassen und, wie du, das Sonne, die durch Wolken bricht, o Unrecht haffen. du dwann werd ich dahin kommen, daß ich dort mit allen Frommen schau dein holdes Angesicht? PLAU THUT 3. Ach, wie schön, ach, wie schön ist der Engel Lobgetön! Hätt ich Flügel, hätt ich Flügel, flög ich über Thal und Hügel heute noch nach Zions Höhn! 4. Wie wirds sein, wie wirds sein, wenn ich zieh in Salem ein, ndod Jesuslieder. 209 in die Stadt der goldnen Gassen? Glieder an. Halt uns als Einen Herr, mein Gott, ich kanns nicht fassen, was das wird für Wonne ſein! Leib zusammen, daß keine Macht uns trennen kann. Wenn ich nur bin wie du gesinnet, dein Bild in mir Gestalt gewinnet, und dein Gebot mir heilig ist, so werd ich Freund und Feinde lieben, so wird ihr Kummer mich betrüben, wie du mir vorgegangen bist. 2 5. Paradies, Paradies, wie ist deine Frucht so süß! Unter deinen Lebensbäumen wird uns sein, als ob wir träumen. Bring uns, Herr, ins Paradies! i sid dardis Gustav Knat.+1878. di324. disid ug mis om hi ds 44. Soll ich in Not und Kummer stehen, so laß mich nie verzaget sein. Die Liebe muß mit Thränen Mel. 184. Wie wohl ist mir, o Freund 2c. säen, eh goldne Halmen sie erLebst du in mir, o wahres Leben, freun. Du gehst voran mit treuem so sterbe nur, was du nicht bist; Winken; und wenn die müden denn seit ich dir mein Herz er- Kniee sinken, so richte du sie wiegeben, so weiß ich erst, was Leben der auf. Laß mich im Kampf ist. D Jesu, du sollst mein ver- nicht mutlos werden; der kurze bleiben, nichts soll mich von der Leidensgang auf Erden führt mich Liebe treiben, wie du mir zuge- zur ewgen Freud hinauf. faget hast. D Strom der Freude, der mich tränket, wenn sich mein Herz in dich versenket, und dich, o Seelenfreund, umfaßt! 2. Herz, das in Liebesglut gestorben, ach laß mein Herz in Flammen stehn; entzünd es mir, du hasts erworben, laß alles andre untergehn. An dir soll ewig mir genügen; laß mich in deiner Liebe fiegen, ja, siege du nur selbst in mir, so werd ich ewig triumphieren, 5. Gieb mir des Glaubens Licht und Kräfte, daß er die wahren Früchte treibt; mach mich zur Rebe voller Säfte, die fest an ihrem Weinstock bleibt. Du bist der Fels, auf den ich baue, du bist mein Heiland, dem ich traue, du bist des Glaubens fester Grund. Wenn sich die Zweifelsstunden finden, so laß dein Licht mir nicht verschwinden, und mach den kranken Geist gesund. so wird dein Todes- Sieg mich 6. Hilf, daß die Hoffnung nicht zieren, so leb und leid und sterb ich dir. erlieget, und daß dein Kreuz ihr Anker ist; gieb, daß sie alle Angst besieget durch dich, der du mein Alles bist! Die Welt mag auf 14 3. Zünd auch in mir der Liebe Flammen zum Dienste deiner • 210 Der zweite Artikel: Gott der Sohn. ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 4. Liebe, die du Kraft und Leben, Licht und Wahrheit, Geist und Wort; Liebe, die sich dargegeben mir zum Heil und Seelenhort: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. das Eitle bauen, ich aber will und Seligkeit: Liebe, dir ergeb auf dich nur schauen, o Jesu, meiner Hoffnung Licht! Ich will dich stets in Bieb umfassen, dich, der du mich nicht wirst verlassen, denn deine Liebe wanket nicht! 967. Zur Demut führe mich dein Leiden, die Niedrigkeit sei meine Zier. Wer dich sucht, muß das Hohe meiden, der Stolz hat keinen Teil an dir. Weh dem, der nur nach Ehren rennet! Dagegen wer sein Nichts erkennet, den hebst du aus dem Staub empor. O drück dein Bild mir in die Seele, daß ich das Kleinod Demut wähle, so dring ich durch das enge Thor. Philipp Balthasar Sinold, von Schüß. † 1742. gett endis guts 5. Liebe, die mich hat gebunden an ihr Joch mit Leib und Sinn; Liebe, die mich überwunden und mein Herze hat dahin: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 6. Liebe, die mich ewig liebet, die für meine Seele bitt; Liebe, die das Lösgeld giebet und mich kräftiglich vertritt: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. ewiglich. bil 7. Liebe, die mich wird erwecken aus dem Grab der Sterblichkeit; Liebe, die mein Haupt wird decken mit dem Kranz der Herrlichkeit: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. Johann Scheffler. † 1677. 325. 325. tibi2 ansdumlind Mel. 100: Komm, o komm, du Geist 2c. Liebe, die du mich zum Bilde deiner Gottheit hast gemacht; Liebe, die du mich so milde nach dem Fall hast wiederbracht: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. 326. 2. Liebe, die du mich erkoren, eh ich noch erschaffen war; Liebe, Eigene Melodie. 114. die du Mensch geboren und mir Meinen Jesum laß ich nicht; gleich wardst ganz und gar: Liebe, dir ergeb ich mich, dein zu bleiben ewiglich. il weil er sich für mich gegeben, so erfordert meine Pflicht, nur allein für ihn zu leben. Er ist meines Lebens Licht: meinen Jesum laß ich nicht. 3. Liebe, die für mich gelitten und gestorben in der Zeit; Liebe, die mir hat erstritten ewge Luft 2. Jesum laß ich nimmer INNYO Sesuslieder. va 211 Herzen dich behalten. nicht, weil ich soll auf Erden leben; und allezeit in Lieb und Leid im ihm hab ich voll Zuversicht, was ich bin und hab, ergeben. Alles ist auf ihn gericht: meinen Jesum laß ich nicht. 2. Dein Lieben über alles geht, kein Ding auf Erd so fest beſteht, das muß man frei bekennen; drum soll nicht Tod, nicht Angst und Not von deiner Lieb mich trennen. 3. Laß vergehen das Gesicht, Hören, Schmecken, Fühlen weichen, laß das letzte Tageslicht mich auf dieser Welt erreichen; wenn des Leibes Hütte bricht: meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich werd ihn auch lassen nicht, wenn ich nun dahin gelanget, wo vor seinem Angesicht meiner Väter Glaube pranget. Mich erfreut sein Angesicht: meinen Jesum laß ich nicht. 5. Nicht nach Welt, nach Himmel nicht meine Seele wünscht und sehnet; Jesum wünscht sie und sein Licht, der mich hat mit Gott versöhnet, der mich frei macht vom Gericht; meinen Jesum laß ich nicht. 6. Jesum laß ich nicht von mir, geh ihm ewig an der Seiten; Christus läßt mich für und für zu dem Lebensbächlein leiten. Selig, wer mit mir so spricht: meinen Jesum laß ich nicht! Christian Keymann. † 1662. 327.90 Mel. 83: Ich weiß, mein Gott, 2c. Mein schönste Zier und Kleinod bist auf Erden du, Herr Jesu Christ; dich will ich lassen walten 3. Dein Wort ist wahr und trüget nicht und hält gewiß, was es verspricht, im Tod und auch im Leben. Du bist nun mein, und ich bin dein, dir hab ich mich ergeben. 4. Der Tag nimmt ab. D schönste Zier, Herr Jesu Christ, bleib du bei mir, es will nun Abend werden; laß doch dein Licht auslöschen nicht bei uns allhier auf Erden. ansions) Unbekannter Dichter. Um 1597. 328, Mel. 183: Wie schön leuchtet der zc. Jesu, Jesu, Gottessohn, mein Bruder und mein Gnadenthron, mein Schat, mein Freud und Wonne! Du weißt es, daß ich rede wahr, vor dir ist alles sonnenklar und klarer als die Sonne. Herzlich lieb ich mit Gefallen dich vor allen; nichts auf Erden kann und mag mir lieber werden. 1908 n saurer 2. Dies ist mein Schmerz, dies kränket mich, daß ich nicht gnug kann lieben dich, wie ich dich lieben wollte. Ich werd von Tag 14* 212 Der zweite Artikel: Gott der Sohn. zu Tag entzündt, je mehr ich lieb, je mehr ich find, daß ich dich lieben follte. Von dir laß mir deine Güte ins Gemüte lieblich fließen, so wird sich die Lieb ergießen. mir dein klares Wort vermeldt, aus Liebe mich stets übe, bis ich endlich werd abscheiden und mit Freuden zu dir kommen, aller Trübsal ganz entnommen. 3. Durch deine Kraft treff ich 7. Da werd ich deine Gütigkeit, das Ziel, daß ich, so viel ich soll die hier schon waltet weit und und will, dich allzeit lieben möge. breit, in reiner Liebe schmecken Nichts auf der ganzen weiten und sehn dein lieblich Angesicht Welt, Pracht, Wollust, Ehre, mit unverwandtem Augenlicht, Freud und Geld, wenn ich es ohn alle Furcht und Schrecken. recht erwäge, kann mich ohn dich Reichlich werd ich sein erquicket gnugsam laben. Nur die Gaben und geschmücket vor dem Throne deiner Liebe trösten, wenn ich mit der schönen Himmelskrone. mich betrübe. Johann Heermann. † 1647. #ar 4. Denn wer dich liebt, den st liebest du, schaffst seinem Herzen Fried und Ruh, erfreuest sein Gewissen. Es geh ihm, wie es woll, auf Erd, wenn ihn gleich ganz das Kreuz verzehrt, soll er doch dein genießen. Ewig selig nach dem Leide große Freude wird er finden, alles Trauern muß verschwinden. 329. Eigene Melodie. 147. Ursprung des Lebens, o ewiges Licht, da niemand vergebens fucht, was ihm gebricht! Lebendige Quelle, die lauter und helle sich aus seinem heiligen Tempel ergießt und in die begierigen Seelen einfließt; 2. Du sprichst: Wer begehret zu trinken von mir, was ewiglich nähret, der komme, allhier sind himmlische Gaben, die füßiglich laben; er trete im Glauben zur Quelle heran, hier ist, was ihn ewig beseligen kann. 5. Kein Ohr hat dies jemals gehört, kein Mensch gesehen, noch gelehrt, es fanns niemand beschreiben, was denen dort für Herrlichkeit bei dir und von dir ist bereit, die in der Liebe bleiben. Gründlich läßt sich nicht erreichen, noch vergleichen den Weltschätzen dies, was uns dort wird ergötzen. 3. Hier komm ich, mein Hirte, 6. Drum laß ich billig dies mich dürstet nach dir; o Liebster, allein, o Jesu, meine Sorge sein, bewirte dein Schäflein allhier! daß ich dich herzlich liebe, daß Du kannst dein Versprechen mir ich in dem, was dir gefällt und Armen nicht brechen, du siehest, Jesuslieder. 213 wie elend und dürftig ich bin; ergöße, hier hab ich einen Platz auch giebst du die Gaben aus Gnaden nur hin. in meinem treuen Herzen dir, HeiLand, zugeteilt, weil du mit deinen Schmerzen mir meinen Schmerz geheilt. 4. Du süße Flut labest Geist, Seele und Mut und, wen du begabest, findt ewiges Gut. Wenn man dich genießet, wird alles versüßet, es jauchzet, es singet, es springet das Herz, es weichet zurücke der traurige Schmerz. 2. Ach Freude aller Freuden, du wahres Himmelsbrot, damit ich mich kann weiden, das meine Seelennot ganz kräftiglich kann stillen und auch in Leidenszeit mich reichlich kann erfüllen mit Trost und Süßigkeit: 5. Drum gieb mir zu trinken, wies dein Wort verheißt, laß gänzlich versinken den sehnenden Geist im Meer deiner Liebe; laß heilige Triebe mich immerfort treiben zum Himmlischen hin, es werde mein Herze ganz trunken darin. 6. Wenn du auch von Leiden was schenkest mir ein, so gieb, dir mit Freuden gehorsam zu sein. Denn alle die, welche mit trinken vom Kelche, den du hast getrunken im Leiden allhier, die werden dort ewig sich freuen mit dir. 3. Laß mich im Geist erblicken dein freundlich Angesicht; mein Herze zu erquicken, komm, komm, mein Freudenlicht! Denn ohne dich zu leben ist lauter Herzeleid, vor deinen Augen schweben ist wahre Seligkeit. 4. Drum bleibt mein Herz ergeben dir immer für und für, zu sterben und zu leben. Ich will getroft mit dir die Schmach des Kreuzes leiden, und soll mich keine Bein von deiner Liebe scheiden, noch mir beschwerlich sein. 5. D Herrlichkeit der Erden, dich mag und will ich nicht; mein Geist will himmlisch werden und ist dahin gericht, wo Jesus wird geschauet; da sehn ich mich hinein, wo Jesus Hütten bauet, denn dort ist gut zu sein. 330. 6. Nun Jesu, mein Verlangen, komm, hole mich zu dir, daß ich Mel. 164; Balet will ich dir geben. ich mög umfangen; komm, meiner Schatz über alle Schätze, o Jesu, Seelen Zier, und setze mich aus liebster Schatz, an dem ich mich Gnaden in deine Freudenstadt 7. Drum laß mich auch werden, mein Jesu, erquickt, da wo deine Herden kein Leiden mehr drückt, wo Freude die Fülle, wo liebliche Stille, wo Wonne, wo Jauchzen, wo Herrlichkeit wohnt, wo heiliges Leben wird ewig belohnt. Christian Jakob Koitsch. † 1735. 214 Der zweite Artikel: Gott der Sohn. 6. Nahe dich dem lautern Strom, der vom Thron des Lammes fließet und auf die, so keusch und fromm, sich im reichen Maß ergießet. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 7. Laß dir seine Majestät immerdar vor Augen schweben; laß mit brünstigem Gebet sich dein Herz zu ihm erheben. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. tisd seier 18. Sei im übrigen ganz still, du wirst schon zum Ziel gelangen; glaube, daß sein Liebeswill stillen werde dein Verlangen. Suche Je2. Sammle den zerstreuten Sinn, laß ihn sich zu Gott aufschwingen; richt ihn stets zum Himmel hin, laß ihn in die Gnad sum und sein Licht, alles andre eindringen. Suche Jesum und hilft dir nicht. fein Licht, alles andre hilft dir nicht. bip of Jakob Gabriel Wolf. † 1754. so kann mir niemand schaden, so bin ich reich und satt. mint ni isted time Salomo Liscow. † 1689. listop 331. rod Alle 901259 Mel. 95: Jesus, meine Zuversicht. Seele, was ermüdst du dich in den Dingen dieser Erden, die doch bald verzehren sich und zu Staub und Asche werden? Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. mi 332. 3. Du verlangst oft süße Ruh, dein betrübtes Herz zu laben; eil zum Lebensquell hinzu, da kannst flou Eigene Melodie. 154. du sie reichlich haben. Suche Jesum Seelenbräutigam, Jeſu, Gottes Lamm, habe Dank für deine Liebe, die mich zieht aus reinem Triebe von der Sünden Schlamm: Jesu, Gottes Lamm. und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. in hen 4. Geh einfältig stets einher, laß dir nichts das Ziel verrücken; Gott wird aus dem Liebesmeer dich, den Kranken, wohl erquicken. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 5. Schwinge dich fein oft im Geist über alle Himmelshöhen; laß, was dich zur Erde reißt, weit von dir entfernet stehen. Suche Jesum und sein Licht, alles andre hilft dir nicht. 2. Deine Liebesglut stärket Mut und Blut: wenn du freundlich mich anblickest und an deine Brust mich drückest, macht mich wohlgemut deine Liebesglut. 3. Wahrer Mensch und Gott, Trost in Not und Tod, du bist darum Mensch geboren, zu ersehen, was verloren, durch dein Blut so rot, wahrer Mensch und Gott. Jesuslieder. des sgne 333. 4. Meines Glaubens Licht laß verlöschen nicht, falbe mich mit Freudenöle, daß hinfort in meiner Eigene Melodie. 155. Seele ja verlösche nicht meines Sieh, hier bin ich, Ehrenkönig, Glaubens Licht. h lege mich vor deinen Thron; schwache Thränen, kindlich Sehnen bring ich dir, du Menschensohn. Laß dich finden, laß dich finden von mir, der ich Asch und Thon. Emmi HoR lin 5. So werd ich in dir bleiben für und für; deine Liebe will ich ehren und in dir dein Leb vermehren, weil ich für und für bleiben werd in dir. 6. Held aus Davids Stamm, deine Liebesflamm mich ernähre, und verwehre, daß die Welt mich nicht versehre, ob sie mir gleich gram, Held aus Davids 215 Stamm. 7. Deinen Frieden gieb aus so großer Lieb uns den Deinen, die dich kennen und nach dir sich Christen nennen; denen du bist lieb, deinen Frieden gieb. 8. Hier durch Spott und Hohn, dort die Ehrenkron; hier im Hoffen und im Glauben, dort im Haben und im Schauen: denn die Ehrenkron folgt auf Spott und Hohn. 2. Sieh doch auf mich, Herr, ich bitt dich, lenke mich nach deinem Sinn. Dich alleine ich nur meine; dein erkaufter Erb ich bin. Laß dich finden, laß dich finden, gieb dich mir und nimm mich hin. 3. Herr, erhöre! Ich begehre nichts, als deine freie Gnad, die du giebest, weil du liebest den, der dich liebt in der That. Laß dich finden, laß dich finden, der hat alles, der dich hat. 4. Hör, wie kläglich, wie beweglich dir die treue Seele singt, inowie demütig und wehmütig deines 9. Jesu hilf, daß ich allhier Kindes Stimme klingt. Laß dich ritterlich alles durch dich über- finden, laß dich finden; denn mein winde, und in deinem Sieg em- Herze zu dir dringt. pfinde, wie so ritterlich du ge- 5. Dieser Zeiten Eitelkeiten, kämpft für mich. 10. Du mein Preis und Ruhm, werte Himmelsblum, in mir soll nun nichts erschallen, als was dir nur fann gefallen, werte Himmelsblum, du mein Preis und Ruhm. Reichtum, Wollust, Ehr und Freud, sind nur Schmerzen meinem Herzen, welches sucht die Ewigkeit. Laß dich finden, laß dich finden, großer Gott, ich bin bereit. Adam Drese. 1697. trist Joachim Neander. † 1680. Der zweite Artikel: Gott der Sohn. 334, Mel. 71: Herr, wie du willst, so 2c. Angesicht, laß mich im Kreuz nicht zagen; weich nicht von mir, mein höchste Zier, hilf mir mein Leiden tragen. Hilf mir zur Freud nach diesem Leid, hilf, daß ich Herz allein bedacht soll sein, auf mag nach dieser Klag dir ewig Christum sich zu gründen. Sein dort Lob sagen. Such, wer da will, ein ander Ziel, die Seligkeit zu finden; mein Georg Weissel. † 1635. Wort ist wahr, sein Werk ist flar; sein heilger Mund hat Kraft und Grund, all Feind zu überwinden. 216 335. 2. Such, wer da will, NotEigene Melodie. 175. helfer viel, die uns doch nichts Wenn ich ihn nur habe, wenn erworben; hier ist der Mann, der er mein nur ist, wenn mein Herz helfen kann, bei dem nie was bis hin zum Grabe seine Treue verdorben. Uns wird das Heil nie vergißt: weiß ich nichts vom durch ihn zu Teil, uns macht ge- Leide, fühle nichts als Andacht, recht der treue Knecht, der für Lieb und Freude. uns ist gestorben. 3. Ach sucht doch den, laßt alles stehn, die ihr das Heil begehret; er ist der Herr und keiner mehr, der euch das Heil gewähret. Sucht ihn all Stund von Herzensgrund, sucht ihn allein, denn wohl wird sein dem, der ihn herzlich ehret. 4. Meins Herzens Kron, mein Freudensonn sollst du, Herr Jesu, bleiben; laß mich doch nicht von deinem Licht durch Eitelkeit vertreiben. Bleib du mein Preis, dein Wort mich speis; bleib du mein Ehr, dein Wort mich lehr an dich stets fest zu gläuben. 5. Wend von mir nicht dein 2. Wenn ich ihn nur habe, laß ich alles gern, folg an meinem Wanderstabe treugesinnt nur meinem Herrn, lasse still die Andern breite, lichte, volle Straßen wandern. 3. Wenn ich ihn nur habe, schlaf ich fröhlich ein: ewig wird zu süßer Labe seines Herzens Flut mir sein, die mit sanftem Zwingen alles wird erweichen und durchdringen. 4. Wo ich ihn nur habe, ist mein Vaterland, und es fällt mir jede Gabe wie ein Erbteil in die Hand. Längst vermißte Brüder find ich nun in seinen Jüngern wieder. Friedrich Ludwig v. Hardenberg. † 1801. Jesuslieder. 336. pd.al PETUO TIME Mel. 154: Seelenbräutigam Wer ist wohl, wie du, Jesu, füße Ruh? Unter vielen aus erforen, Leben derer, die verLoren, und ihr Licht dazu, Jesu, süße Ruh. HE der ju 8. Steure meinem Sinn, zur Welt will hin, daß ich nicht mög von dir wanken, sondern bleiben in den Schranken; sei du mein Gewinn, gieb mir deinen Sinn. 2. Leben, das den Tod, mich aus aller Not zu erlösen, hat geschmecket, meine Schulden zugedecket und mich aus der Not hat geführt zu Gott. 3. Glanz der Herrlichkeit, du bist vor der Zeit zum Erlöser uns geschenket, und in unser Fleisch versenket in der Füll der Zeit, Glanz der Herrlichkeit. 9. Wecke mich recht auf, daß e ich meinen Lauf unverrückt zu dir fortsete, und mich nicht in seinem Netze Satan halte auf; fördre meinen Lauf. 10. Deines Geistes Trieb in die Seele gieb, daß ich wachen mög und beten, freudig vor dein Antlitz treten; ungefärbte Lieb in die Seele gieb. 4. Großer Siegesheld, Tod, Sünd, Höll und Welt hast du herrlich überwunden und mir ewig Heil erfunden durch das Lösegeld deines Bluts, o Held.ind 5. Höchste Majestät, König und Prophet, deinen Scepter will ich küssen, ich will sitzen dir zu Füßen, wie Maria thät, höchste Majestät. 217 6. Laß mich deinen Ruhm als dein Eigentum durch des Geistes Licht erkennen, stets in deiner Liebe brennen als dein Eigentum, allerschönster Ruhm. oric 11. Wenn der Wellen Macht in der trüben Nacht will des Herzens Schifflein decken, wollst du deine Hand ausstrecken; habe auf mich acht, Hüter in der Nacht. 12. Einen Heldenmut, der da Gut und Blut gern um deinetwillen lasse und des Fleisches Lüste hasse, gieb mir, höchstes Gut, durch dein teures Blut. 13. Solls zum Sterben gehn, wollst du bei mir stehn, mich durchs Todesthal begleiten und zur Herrlichkeit bereiten, daß ich einst mag sehn mich zur Rechten stehn. Johann Anaftafius Freylinghausen. † 1739. 337. 7. Deiner Sanftmut Schild, deiner Demut Bild mir anlege, in mich präge, daß kein Zorn und sdraum Eigene Melodie. 133. Stolz sich rege; vor dir ſonst nichts Wie schön leuchtet der Morgengilt, als dein eigen Bild. stern, voll Gnad und Wahrheit Der zweite Artikel: Gott der Sohn. von dem Herrn, aus Juda auf- Welt in deinem Sohn geliebet; gegangen! Du Davids Sohn aus dein Sohn hat sich mit mir verJakobs Stamm, mein König und traut, mein Herz auf ihn mit mein Bräutigam, du hast mein Freuden schaut; was ists, das Herz umfangen, lieblich, freund- mich betrübet? Preis dir, Heil lich, schön und prächtig, groß und mir! Himmlisch Leben wird er mächtig, reich an Gaben, über alles geben mir dort oben; ewig soll hoch erhaben. Fin2 monto the mein Herz ihn loben. disquis 218 2. O meine Perle, werte Kron, Sohn Gottes und Marien Sohn, du hochgeborner König, mein Herz ist voll von deinem Ruhm, dein süßes Evangelium ist lauter Milch und Honig. Herr, dich preis ich, Hosianna! himmlisch Manna, das wir essen, deiner kann ich nicht vergessen. 6. Spielt unfrem Gott mit Saitenklang und laßt den süßesten Gesang ganz freudenreich erschallen! Ich will mit meinem Jesus Christ, der mir mein Ein und Alles ist, in steter Liebe wallen. Singet, klinget, jubilieret, triumphieret, dankt dem Herren, ihm dem König aller Ehren. 3. Geuß sehr tief in mein Herz hinein, du Gottesglanz und Himmelsschein, die Flamme deiner Liebe, und stärk mich, daß ich ewig bleib, o Herr, ein Glied an deinem 7. Wie freu ich mich, Herr Jesu Christ, daß du der erst und letzte bist, der Anfang und das Ende! Du wirst mich einst zu deinem Preis aufnehmen in Leib in frischem Lebenstriebe. das Paradeis; froh falt ich Nach dir wallt mir mein Gemüte, ewge Güte, bis es findet dich, des Liebe mich entzündet. 4. Von Gott kommt mir ein Freudenlicht, wenn mich dein holdes Angesicht mit Freundlichkeit anblicket. Herr Jesu, du mein and 338. trautes Gut, dein Wort, dein Geist, meine Hände. Amen, Amen! komm, du schöne Freudenkrone, bleib nicht lange, weil ich sehnlich dein verlange. Nach Philipp Nicolai.+ 1608. nonton bin dein Leib und Blut mich innerEigene Melodie( achtzeilig). 185. lich erquicket. Nun, ich bitt dich, Wie wohl ist mir, o Freund blick mich Armen voll Erbarmen an mit Gnaden; auf dein Wort komm ich, geladen. 5. Gott Vater, o du starker Held, du hast mich ewig vor der der Seelen, wenn ich in deiner Liebe ruh! Ich traure nicht; was kann mich quälen? Mein Licht, mein Trost, mein Heil bist du. Bei dir vergeß ich meine Leiden: J Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. denn o wie viele hohe Freuden einst zum Segen, auf dunkle genieß ich nicht, vereint mit dir! Du bist mein Himmel auch schon hier. Nächte folgt das Licht. Ich zittre nicht mehr vor dem Grabe; so lang ich dich zum Freunde habe, kann ich des Grabes selbst mich freun. Bald werd ich ewig bei dir sein. 2. Hab ich, Erlöser, dich zum Freunde; was brauch ich dann? du forgst für mich. Hätt ich auch eine Welt voll Feinde: ich bin getrost, ich trau auf dich. Tritt alles wider mich zusammen; ich bebe nicht. Wer will verdammen? Du haft für mich genug gethan, Gott nimmt sich meiner gnädig an. 3. Hier wall ich zwar auf rauhen Wegen; doch du bist meine Zuversicht. Auch Leiden werden 4. Der dritte Artikel: A. Sünde, Buße, Beichte. 339. Eigene Melodie. 1. Ach Gott und Herr, wie groß und schwer sind mein begangne Sünden. Da ist niemand, der helfen kann, in dieser Welt zu finden. Rid 2. Lief ich gleich weit zu dieser Zeit bis an der Welt ihr Ende, und wollt los sein des Kreuzes mein, würd ich doch solchs nicht wenden. 219 TELE SHTUD 4. Gelobt seist du, o Freund der Seelen! In deiner Huld, wie wohl ist mir! Was kann, da du uns liebst, mir fehlen? Sch finde jedes Heil bei dir. In noch so drückenden Beschwerden hab ich den Himmel schon auf Erden: denn du bist durch den Glauben mein. Mein Freund ist mein, und ich bin sein. Dresdner Gesangbuch. Gott der heilige Geist. geh nicht ins Gricht, dein Sohn hat mich verfühnet. 3. Zu dir flieh ich, verstoß mich nicht, wie ichs wohl hab verdienet. Ach Gott, zürn nicht, 4. Solls ja so sein, daß Straf und Pein auf Sünde folgen müssen, so fahr hier fort und schone dort und laß mich hier wohl büßen. 5. Gieb Herr Geduld, vergieb die Schuld, verleih ein ghorsam Herze. Laß mich nur nicht, wies oft geschicht, mein Heil murrend verscherzen. 6. Handle mit mir, wies dünket dir, durch dein Gnad will ichs leiden; laß mich nur nicht dort ewiglich von dir sein abgeschieden. Martin Rutilius. † 1618. Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. 220 linud ju 340. 340, suli, of Eigene Melodie. 5. Ach, was soll ich Sünder machen? verleiben meine Seele deinem Licht; meinen Jesum laß ich nicht. Johann Flittner. † 1678. ach, was soll ich fangen an? mein Gewissen klagt mich an, es beginnet i 341, aufzuwachen. Dies ist meine Zuversicht: meinen Jesum laß ich nicht. 4. Ich weiß wohl, daß unser Leben nichts als nur ein Nebel ist; denn wir hier zu jeder Frist mit dem Tode sind umgeben. Doch, wenn auch mein Herze bricht, meinen Jesum laß ich nicht. AC Eigene Melodie. 11. Psalm 51, 6. An dir allein, an dir hab ich 2. 3war es haben meine Sün- gesündigt und übel oft vor dir den meinen Jesum oft betrübt, doch weiß ich, daß er mich liebt, denn er läßt sich gnädig finden. Drum, ob mich mein Sünd anficht, meinen Jesum laß ich nicht. gethan. Du siehst die Schuld, die mir den Fluch verkündigt; sieh, Gott, auch meinen Jammer an. 2. Dir ist mein Flehn, mein Seufzen nicht verborgen, und meine Thränen sind vor dir. 3. Ob gleich schweres Kreuz und Leiden, so bei Christen oft Ach Gott, mein Gott, wie lange entsteht, mir sehr hart entgegen- soll ich sorgen? wie lang entgeht, soll michs doch von ihm fernst du dich von mir! nicht scheiden. Zu ihm ist mein Herz gericht; meinen Jesum laß ich nicht. 3. Herr, handle nicht mit mir nach meinen Sünden, vergilt mir nicht nach meiner Schuld. Ich suche dich, laß mich dein Antlitz finden, du Gott der Langmut und Geduld. 4. Früh wollst du mich mit deiner Gnade füllen, Gott, Vater der Barmherzigkeit. Erfreue mich um deines Namens willen; du bist ein Gott, der gern erfreut. 5. Laß deinen Weg mich wieder freudig wallen, und lehre mich dein heilig Recht, mich täglich thun nach deinem Wohlgefallen; du bist mein Gott, ich bin dein Knecht. 5. Durch ihn will ich wieder leben, denn er wird zur rechten Zeit wecken mich zur Seligkeit, und sie mir aus Gnaden geben; muß ich schon erst vors Gericht, meinen Jesum laß ich nicht. 6. Drum, o Jesu, sollst mein bleiben, bis ich komme an den Ort, welcher ist des Himmels 6. Herr, eile du, mein Schuß, Pfort, wo du dann wirst ein- mir beizustehen, und leite mich Fis spa Sünde, Buße, Beichte. auf ebner Bahn. Er hört mein und ob sie nicht zu zählen sein, Schrein, der Herr erhört mein Flehen und nimmt sich meiner Seele an. sons mi- hid bie Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. dennoch dir keine fehlet. So oft vor dir sie regen sich, so oft bewegen sie auch dich, daß du dich mein erbarmen mußt. Dir ist bewußt mein Kreuz: drum hilfst du mir mit Luſt. 221 342. 5. Wer jezund säet Thränen Mel. 8: Allein zu dir, Herr Jesu 2c. aus, hält in Geduld Gott stille, Du weinest vor Jerusalem, wird fröhlich sein in deinem Herr Jesu, heiße Zähren, be- Haus, da Freude ist die Fülle; zeugst, es sei dir angenehm, wenn ja solche Freude, die kein Mann Sünder sich bekehren. Wenn ich mit seiner Zung aussprechen vor dir mit Buß erschein und kann, und die da bleibt in Ewigüber meine Sünden wein, so keit; mein Kreuz und Leid wird wäschst du ab aus lauter Gnad werden dort zu lauter Freud. die Missethat, so mich bisher gequälet hat. en in and in 2. Wenn deines Vaters Zorn entbrennt von wegen meiner Sünde, zu deinen Thränen ich mich wend, da ich Erquickung finde. Vor Gott sind sie so hoch geschätzt; wer damit seine Sünde netzt, den blickt Gott an mit deine Thränen für und für. Gütigkeit zu jeder Zeit und sein betrübtes Herz erfreut. 6. Für diese Thränen dank ich dir, daß du die Freudenkrone, Herr Christ, dadurch erworben mir bei dir im Himmelsthrone. Wenn du mich holen wirst hinauf zu deiner Auserwählten Hauf, dann will ich recht lobsingen dir, o höchste Zier, für Johann Heermann. † 1647. sit 343. 345. 4. Du zählest alle Thränen mein; ich weiß, sie sind gezählet, Col on 3. Hier muß ich noch im d Thränenhaus vor großer Angst oft weinen, der Welt aushalten Eigene Melodie. 67. d manchen Strauß; sie martert stets Herr, ich habe mißgehandelt, die Deinen. Auf allen Seiten, ja mich drückt der Sünden Last; wo sie kann, fängt sie mit mir ich bin nicht den Weg gewandelt, zu hadern an. Doch tröstet mich den du mir gezeiget hast, und zu aller Frist: Herr Jesu Christ, jetzt möchte ich voll Schrecken in Not du auch gewesen bist. mich vor deinem Zorn verstecken. 2. Doch, wie könnt ich dir entfliehen? Du wirst allenthal 222 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. ben sein. Wollt ich übers Meer den, sieh doch, wie ich in meinem gleich ziehen, stieg ich in die Gruft hinein, hätt ich Flügel gleich den Winden, dennoch würdest du Mut mit Schmerzen bin beladen und in mir hab der Pfeile viel, die im Gewissen ohne Ziel mich finden. und mich armen Sünder quälen. 2. Erbarm dich mein in solcher Last, nimm sie aus meinem Herzen, dieweil du sie gebüßet hast am Holz mit Todesschmerzen, auf daß ich nicht vor großem Zorn Weh in meinen Sünden unterbaj geh, noch ewiglich verzage. 3. Fürwahr, wenn mir kommt alles ein, was ich mein Tag begangen, so fällt mir auf das Herz ein Stein, und bin mit 4. O daß meine Augen wären Thränenquellen Tag für Tag, o daß ich mit heißen Zähren möcht betrauern meine Schmach! Laß mein Weinen, laß mein Flehen Furcht umfangen; ja, ich weiß steigen, Herr, zu deinen Höhen. weder aus noch ein und müßt ewig verloren sein, wenn ich dein Wort nicht hätte. 5. Doch, mein Heiland, deine Schmerzen, dein für mich vergossnes Blut, tilgen aus die Qual im Herzen, löschen meiner Sünden Glut. Drum will ich, die Angst zu stillen, mich in dein Erbarmen hüllen. 19 4. Allein dein heilsam Wort, das macht mit seinem süßen Klingen, daß mir das Herz vor Freuden lacht, dein Lob beginnt zu singen, dieweil es alle Gnad verheißt dem, der sich mit zerknirschtem Geist zu dir, Herr Jesu, nahet. See; tilge meiner Seele Schaden, 5. So komm ich denn zu dir mache mich so weiß wie Schnee. Lasse deinen Geist mich treiben, ewig, Herr, bei dir zu bleiben. Johann Frand. † 1677. allhie in meiner Not geschritten, und will dich mit gebeugtem Knie von ganzem Herzen bitten: Vergieb es mir doch gnädiglich, was ich mein Lebtag wider dich auf Erden hab begangen. 6. Vergieb mirs doch, ach Herr, mein Gott, um deines Namens willen. Du wollst in mir die große Not der Übertretung stillen, daß 3. Drum ich muß es nur bekennen: Übel, Herr, hab ich gethan; darf mich nicht dein Kind mehr nennen, ach nimm mich zu Gnaden an; laß die Menge meiner Sünden deinen nicht ganz entzünden. snied 6. Dir will ich die Last aufladen, wirf sie in die tiefste 344. Eigene Melodie. 69. Herr Jesu Christ, du höchstes Gut, du Brunnquell aller Gna hiss Sünde, Buße, Beichte.pd C sich mein Herz zufrieden geb und dir hinfort zu Ehren leb in kindlichem Gehorsam.n 7. Stärk mich mit deinem Freudengeist, heil mich mit deinen Wunden, durch deinen Tod mir Beistand leist in meiner letzten Stunden, und nimm mich einst, wenn dirs gefällt, in wahrem Glauben von der Welt zu deinen Auserwählten. 19 Bartholomäus Ringwald. † 1598. you wid 345. 223 gläubig treibe, in deiner Wahrheit bleibe und wachse fort und fort. 5. Auch zünde deine Liebe in meinem Herzen an, daß ich aus innerm Triebe dich ewig lieben kann und dir zum Wohlgefallen beständig möge wallen auf rechter Lebensbahn.c 91 9tdim 6. Nun, Herr, verleih mir Stärke, verleih mir Kraft und Mut; denn das sind Gnadenwerke, die dein Geist schafft und thut; dagegen all mein Sinnen, mein Lassen und Beginnen ist nimmer recht und gut.bil 7. Darum, du Gott der Gnaden, du Vater aller Treu, wend allen Seelenschaden und mach mich täglich neu; gieb, daß ich deinen Willen stets suche zu erfüllen, und steh mir kräftig bei. Ludwig Andreas Gotter. † 1735. and sid usdad Mel. 64: Herr Christ, der einig 2c. Herr Jesu, Gnadensonne, wahrhaftes Lebenslicht, laß Leben, Licht und Wonne mein blödes Angesicht nach deiner Gnad erfreuen und meinen Geist erneuen; mein Gott, versag mirs nicht. 2. Vergieb mir meine Sünden und wirf sie hinter dich, laß allen Zorn verschwinden und hilf mir gnädiglich; laß deine Friedens519 Mel. 50: Freu dich sehr, o meine zc. gaben mein armes Herze laben; Höchster, denk ich an die Güte, ach Herr, erhöre mich.) die du mir bisher erzeigt, o so 3. Ertöt in meiner Seele den alten Adamssinn, daß ich nur dich erwähle, nur deinem Dienst fort hin von Herzen mich ergebe, nur dir zu Ehren lebe, durch den erlöst ich bin. Du di 346. pilis( 21 ( 77 wird mein ganz Gemüte zu der tiefsten Scham gebeugt, daß ich dich gering geschätzt, dein Gebot hintangesetzt und dich, der du mich geliebet, mit Vergehungen be trübet. do okisid vür 39 od 4. Befördre dein Erkenntnis 2. Alle meine Seelenkräfte, in mir, mein Seelenhort, und meine Glieder sind ja dein, und bring mir zum Verständnis dein sie sollten zum Geschäfte deines heilges Lebenswort, damit ichs Dienstes fertig sein. O wie hab 224 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. ich sie entweiht; ach, zur Unge- weihn. Gieb, daß keine Kraft mir rechtigkeit und zum schnöden fehle, folgsam deinem Wort zu Dienst der Sünden ließ ich mich sein. Stehe mir stets mächtig oft willig finden. bei, daß mein Herz dir heilig fei; dich zu lieben, dir zu leben, sei mein heiligstes Bestreben. Johann Samuel Diterich. † 1797. manis 3. Deine Huld war jeden Morgen über mir, o Vater, neu. Von wie manchen schweren Sorgen machte sie das Herz mir frei. Was mir nützte, gabst du mir, aber ach, wie dankt ich dir? O wie hab ich so vermessen deines Wohlthuns Zweck vergessen. 347. 102$ 1505 200 Mel. 180: Wer nur den lieben 2c. Ich armer Mensch, ich armer 4. Bei dem hellen Licht der Sünder steh hier vor Gottes AnGnaden sollt ich ja die Sünde gesicht: ach Gott, ach Gott, verfliehn, und von meinem Seelen- fahr gelinder und geh nicht mit schaden frei zu werden mich be- mir ins Gericht Erbarme dich, mühn. Deine Güte lockte mich erbarme dich, Gott, mein Eroft zur Buße; aber ich floh vor barmer, über mich! ihrem sanften Locken, suchte selbst mich zu verstocken.com Extind 5. Ach, an dir hab ich gefündigt, Gott mein Vater, ohne Scheu; dir hab ich oft aufgekündigt meine schuldge Kindestreu. Ach vergieb, was ich gethan; nimm 3. Nicht, wie ich hab verschulmich doch erbarmend an, führe det, lohne und handle nicht nach mich vom Sündenpfade schnell meiner Sünd. O treuer Vater, zurück durch deine Gnade.dsid schone, schone; erkenn mich wie6. Dir ergeb ich mich aufs der für dein Kind. Erbarme neue; gieb, daß mein gebeugter dich zc. Geist deiner Vaterhuld sich freue, 4. Hör, ach erhör mein seufdie dein tröstend Wort verheißt. zend Schreien, du allerliebstes Was dein Sohn auch mir erwarb, da er für die Sünder starb, Fried und Freude im Gewissen, ach, das laß auch mich genießen. Vaterherz: wollst alle Sünden mir verzeihen und lindern meines Herzens Schmerz. Erbarme dich 2c. 7. Stärke selbst in meiner Seele den Entschluß, mich dir zu 5. Sprich nur ein Wort, so werd ich leben; sag, daß der arme Sünder hör: Geh hin, die Sünd 2.1 Wie ist mir doch so herzlich bange, wie kränkt mich meine große Sünd; hilf, daß ich wieder Gnad erlange, ich armes und verlornes Kind. Érbarme dich 2c. Sünde, Buße, Beichte. ist dir vergeben; nur fündige hin- umsonst; es mag niemand er fort nicht mehr! Erbarme dich, erbarme dich, Gott, mein Erbarmer, über mich! Christoph Tiete. † 1703. erben, noch erwerben durch Werke deine Gunst, die uns errett vom Sterben. 348. Eigene Melodie. 82. Ich ruf zu dir, Herr Jesu Christ, ich bitt, erhör mein Klagen; verleih mir Gnad zu dieser Frist, laß mich doch nicht verzagen. Den rechten Glauben, Herr, ich mein, den wollest du mir geben, dir zu leben, dem Nächsten nütz zu sein, dein Wort zu halten eben. 2. Jch bitt noch mehr, o Herre Gott, du kannst es mir wohl geben: daß ich nicht wieder werd zu Spott, die Hoffnung gieb daneben; voraus, wann ich muß hie davon, daß ich dir mög vertrauen und nicht bauen auf eignes Werk und Thun, sonst wirds mich ewig reuen. 3: Verleih, daß ich aus Herzensgrund den Feinden mög vergeben; verzeih mir auch zu dieser Stund, schaff mir ein neues Leben. Dein Wort mein Speis laß allweg sein, die Seel damit zu nähren, mich zu wehren, wenn Unglück geht herein, das mich bald möcht verkehren. 4. Laß mich kein Lust noch Furcht von dir in dieser Welt abwenden, allzeit beständig sein gieb mir; du hasts allein in Händen, und wem dus giebst, der hats 225 5. Ich lieg im Streit und widerstreb; hilf, o Herr Christ, mir Schwachen! In deiner Gnad allein ich leb; du kannst mich stärker machen. Kommt nun Anfechtung und Gefahr, wollst du mich bestermaßen fest umfassen; behüt mich immerdar! Ich weiß, du wirsts nicht lassen. Johann Agricola. † 1566. 349. Mel. 71: Herr, wie du willst. Ich will von meiner Miſsethat zum Herren mich bekehren: Du wollest selbst mir Hilf und Rat hierzu, o Gott, bescheren, und deines guten Geistes Kraft, der neue Herzen in uns schafft, aus Gnaden mir gewähren. 2. Der Mensch kann von Natur doch nicht sein Elend recht empfinden, bleibt ohne deines Geistes Licht blind, taub und tot in Sünden; verkehrt ist Herz, Verstand und Thun; des großen Jammers komm mich nun, o Vater, zu entbinden. 3. Herr, klopf in Gnaden bei mir an und führ mir wohl zu Sinnen, was Böses ich vor dir gethan; du kannst mein Herz gewinnen, daß ich aus Kummer 15 226 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. und Beschwer laß über meine unser aller Sünden Müh dir, o Wangen her viel heiße Thränen 2015 du Gotteslamm, ward hie zu tragen aufgebunden. rinnen. 9. Wollst mich durch deines Todes Pein und durch dein heilig Leiden, von allen meinen Sünden rein, in deine Unschuld kleiden. Von wegen deines Kreuzes Last erquick, was du zermalmet haſt, mit deines Trostes Freuden. 4. Wie hast du doch an mich gewandt den Reichtum deiner Gnaden! Mein Leben dank ich deiner Hand; die hat mich überInden mit Ruh, Gesundheit, Ehr und Brot; du machst, daß mir noch keine Not bis hieher können schaden. 5. Haft auch in Christo mich erwählt tief aus der Höllen Fluten, daß niemals mir es hat gefehlt an irgend einem Guten: und daß ich ja dein eigen sei, hast du mich auch aus großer Treu gestäupt mit Vaterruten. 10. So angethan will ich mich hin vor deinen Vater machen. Ich weiß, er lenket seinen Sinn und schaffet Rat mir Schwachen. Er weiß, was Fleischesluft und Welt und Satan uns für Netze stellt, die uns zu stürzen machen. 11. Wie werd ich mich mein Leben lang vor solcher Plage scheuen, durch deines guten Geistes Drang, den du mir wollst verleihen, daß er von aller Sünden List und dem, was dir zuwider ist, helf ewig mich befreien. Louise Henriette, Kurfürstin von Brandenburg t 1667. 6. Bisher hab ich in Sicherheit fein unbesorgt geschlafen, gesagt: es hat noch lange Zeit, Gott pflegt nicht bald zu strafen; er fähret nicht mit unsrer Schuld so strenge fort, es hat Geduld der Hirte mit den Schafen. 7. Dies alles jetzt zugleich erwacht, mein Herz will mir zerspringen, ich sehe deines Donners Macht und Feuer auf 350. Eigene Melodie. 96. mich dringen. Es regt sich wider mich zugleich des Satans und der Hölle Reich, die wollen mich verschlingen. Kehre wieder, kehre wieder, der du dich verloren hast! Sinke reuig bittend nieder vor dem Herrn mit deiner Last! Wie du bist, so 8. Herr Jesu, nimm mich bei darfst du kommen und wirst gnädig dir ein, ich flieh zu deinen Wunden, aufgenommen. Sieh, der Herr die du, o Heiland, wegen mein kommt dir entgegen, und sein am Kreuze haft empfunden, als heilig Wort verspricht dir Ver Sünde, Buße, Beichte. 227 gebung, Heil und Segen. Kehre in das Leben, aus der Welt ins wieder, zaudre nicht! 3000 2. Kehre aus der Welt Zerstreuung in die Einsamkeit zuHimmelreich! Doch was Gott dir heut will geben, nimm auch heute, fehre gleich! bis rück, wo in geistiger Erneuung Rarl Johann Philipp Spitta.+ 1859. deiner harrt ein neues Glück, wo spanis sich bald die Stürme legen, die Mel. 90: Jefu Leiden, Pein und Tod 2c. das Herz so wild bewegen, wo d des heilgen Geistes Mahnen du mit stillem Beben hörst und von Liebster Bater, ich, dein Kind, neuem zu den Fahnen Jesu komm zu dir geeilet, weil ich sonChristi heilig schwörst. biften niemand find, der mich Armen 13. Kehre wieder, irre Seele; heilet. Meine Wunden sind sehr deines Gottes treues Herz beut groß, groß sind meine Sünden. Vergebung deinem Fehle, Balsam Mach mich von denselben los, für den Sündenschmerz. Sieh auf laß mich Gnade finden. den, der voll Erbarmen dir mit ausgestreckten Armen winket von dem Kreuzesstamme. Kehre wieder, fürchte nicht, daß der Gnädge dich verdamme, dem sein Herz vor Liebe bricht. 4. Kehre wieder, neues Leben trink in seiner Liebeshuld! Bei dem Herrn ist viel Vergeben, große Langmut und Geduld. Faß ein Herz zu seinem Herzen! Er hat Trost für alle Schmerzen, er kann alle Wunden heilen, macht von allem Aussat rein. Darum fehre ohne Weilen zu ihm um und bei ihm ein! 351. da dod lipur Jun 2. Nahmst du mich in dein Geschlecht, hast du Vatersitten, ei so hab ich Kindesrecht und darf kühnlich bitten; denn den Kindern steht es frei, Väter anzuflehen: Vater, deine Vatertreu laß mich Armen sehen. 3. Liebster Vater, willst du dich Vater lassen nennen, ei so mußt du lassen mich Vaterfinn erkennen. Meine Sünden bringen Schmerz, die ich hab begangen, ach, du liebstes Vaterherz, laß mich Gnad erlangen. S 4. Hast du doch in deinem Wort Gnade mir versprochen; laß mich an die Gnadenpfort nicht vergeblich pochen. Laß mein Flehn durch deinen Sohn zu dem Himmel dringen und von deinem Gnadenthron mir die Gnade bringen. 1905. Kehre wieder, endlich kehre in der Liebe Heimat ein, in die Fülle aus der Leere, in das Wesen aus dem Schein; aus der Lüge in die Wahrheit, aus dem Dunkel in die Klarheit, aus dem Tode 5. Ich laß doch nicht eher 15* 228 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. ab, bis du mir gewähret Gnade, leihn; gieb die Triebe reiner Liebe die ich von dir hab inniglich be- voller in mein Herz herein. Welch gehret. Segne mich, ich lasse dich ein Segen ist zugegen, wenn es eher nicht; ich hange unverrückt heißt: du mein, ich dein! an dir, bis ich Gnad von dir erlange. pr 5. Lehre, leite, vollbereite mich, wie du mich haben willst; gieb mir Klarheit, Geist und Wahrheit, daß ich gleich sei deinem Bild, daß 6. Du bist Gott und heißest gut, weil du Gutthat übest und, gleich wie ein Vater thut, deine man merke, meine Stärke sei in Kinder liebest. Dieser Gutthat dir, und du mein Schild! laß mich auch, treuer Gott, ge- 6. Bis im Lichte dein Gesichte nießen, laß auf mich nach deinem mir sich droben völlig zeigt, wenn Brauch deine Gnade fließen. die Deinen nicht mehr weinen und die Klagestimme schweigt. Drum so zeige mir die Steige, da man auf zum Himmel steigt! Magdalena Sibylla Rieger. † 1786. Christoph Tiete. † 1703. nao 352.ring 94 Mel. 155: Sieh, hier bin ich. Meine Seele, voller Fehle, suchet in dem Dunkeln Licht. Jesu, neige dich und zeige mir dein tröstlich Angesicht; auf mein Flehen laß dich sehen, und verbirg dich länger nicht! 2. Ich empfinde, meine Sünde sei an allem Kummer schuld; ich gestehe dies und flehe um Vergebung und Geduld. Du, mein Leben, fannst mir geben neue Hilfe, neue Huld. 3. Ach von Herzen und mit Schmerzen such ich dich, mein Trost und Heil. Wie so lange ist es bange meiner Seele, komm in Eil; laß dich nieder, komme wieder, meines Herzens bestes Teil! 4. Richtig wandeln, weise handeln wollst du künftig mir ver353. Mel. 40: Erhalt uns, Herr, bei ze. frommer und getreuer Gott, ich hab gebrochen dein Gebot und sehr gesündigt wider dich, das ist mir leid und reuet mich. 2. Weil aber du, o gnädger Gott, nicht hast Gefalln an meinem Tod und ist dein herzliches Begehr, daß ich thu Buß und mich bekehr: 3. Auf dies Wort, lieber Vater fromm, ich armer Sünder zu dir komm, und bitt dich durch den bittern Tod und heilige fünf Wunden rot 4. Deins lieben Sohnes Jesu Christ, der mir zu gut Mensch worden ist: laß dein Gnad und Sünde, Buße, Beichte. 1d os@ 229 Barmherzigkeit mehr gelten denn stehet; eröffne mir die GnadenGerechtigkeit. odstou thür, eh mein Geist gar vergehet. 5. Verschon, o Herr, laß deine 4. Ach sei mir gnädig, weil dein Huld zudecken alle meine Schuld; Sohn auch meine Schuld getragen; so werd ich arm verlornes Kind hilf mir durch diesen Gnadenthron, ledig und los all meiner Sünd. du wirst mirs nicht versagen. Sein teures Blut, mein höchstes Gut, macht mich ja rein von Sünden. Erhöre mich, hilf gnädiglich; ach laß mich Gnade finden. 6. Ich will, o Herr, nach deinem Wort mich bessern, leben fromm hinfort, damit ich mög nach dieser Zeit gelangen zu der Seligkeit. wisdoulfe 15. Gottlob, mein Herz emUnbekannter Dichter. Um 1640. pfindet schon aus deinem Wort paylasdesu jum tbin( br das Leben; ich seh, daß mir des 354. 25d sin und Himmels Thron mein Jesus hat NI sandalin gegeben. Mein Gott, regier all Mel. 37: Durch Abams Fall 2016 mein Begier, den rechten Weg Gott voll Gnad und Gütig- mir weise; gieb Frömmigkeit, keit, mein Gott, erhör mein Flehen; Beständigkeit, daß ich dich ewig gedenk an dein Barmherzigkeit, preise.is Johann Olearius. † 1684. laß dirs zu Herzen gehen. Ich steck in Not; Sünd, Höll und Tod will meine Seel verschlingen; eröffne mir die Gnadenthür, laß mein Gebet durchdringen. 2. Ich muß gestehn, ich bins nicht wert, mein Augen aufzuheben; ich muß mich schämen und die Erd ansehn mit Furcht und Beben, weil ich vielmal, ja ohne Zahl, in meinem ganzen Leben nicht recht gethan, der breiten Bahn der Sünden mich ergeben. 3. Ach Gott, mein Gott, du höchstes Gut, du Brunnquell aller Gnaden, ich flich zu dir; Herz, Sinn und Mut, mühselig und beladen, sucht deine Gnad, die früh und spat noch allen offen 355. Mel. 177: Wenn wir in höchsten 2c. liebster Herr, ich armes Kind, das nirgends Trost und Ruhe findt, will mich, so elend als ich bin, vor deine Augen legen hin. 2. Du weißt es, wie ich bin verirrt, beschwert, verfinstert und verwirrt; dir ist mein ganzer Jammerstand viel besser, als mir selbst, bekannt. 3. Ich mag mich kehren, wie ich will, mein Herz wird ohne dich nicht still; ach schau mich mit Erbarmen an, da ich mir selbst nicht helfen kann! 4. Ich lieg ganz hilf- und rat 230 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. los hier und schrei aus Herzens- all meine Werk anfange und grund zu dir: O Gottessohn, er- vollende. barm dich mein und mach mein Herze still und rein! 5. Du Menschenfreund, ich weiß es wohl, daß ich dein eigen werden soll. So komm denn meinem Herzen nah, bereit es selbst und wohne da! Did 3. D Jesu Christe, der du hast am Kreuze für mich Armen getragen aller Sünden Laft, wollst meiner dich erbarmen! O Gottes und des Menschen Sohn, erbarm dich mein, und mein verschon, hör an mein kläglich Rufen! 6. Nichts heiligt mich, nicht 4. Laß deiner Wunden teures Menschengunst, nicht Menschen Blut, dein Todespein und Sterben wort, noch Kraft, noch Kunst; mir kommen kräftiglich zugut, daß komm du ins Herz und schleuß ich nicht muß verderben; bitt du es zu, so find in dir ich Gnad den Vater, daß er mir im Zorn und Ruh. modopsp nicht lohne nach Gebühr, wie ich es hab verschuldet. 7. Wenn du in mir wirst offenbar, bald wird mein Herz befriedigt gar; es weicht die Finsternis und Sünd, ich werd ein selges Gotteskind. 5. O heilger Geist, du wahres Licht, Regierer der Gedanken, wenn mich die Sündenlust ansicht, laß mich von dir nicht wanken; verleih, daß nun noch nimmermehr Begier nach Reichtum oder Ehr in meinem Herzen herrsche! 6. Und wenn mein Stündlein kommen ist, so hilf mir treulich Vater der Barmherzigkeit, kämpfen, daß ich des Satans ich falle dir zu Fuße. Verstoß Troß und List durch Christi Sieg den nicht, der zu dir schreit und mög dämpfen; auf daß mir Krankthut noch endlich Buße; was ich heit, Angst und Not und dann begangen wider dich, verzeih mir der letzte Feind, der Tod, nur alles gnädiglich durch deine große sei die Thür zum Leben.bin Güte. David Denicke † 1680. Gerhard Tersteegen. † 1769. 356. drift atrin un Mel. 20: Aus tiefer Not schrei 2c. tarp 2. Durch deiner Allmacht Meisterthat nimm von mir, was mich quälet; durch deine Weisheit schaffe Rat, worinnen mirs 357. Mel. 90: Jesu Leiden, Bein und Tod zc. noch fehlet; gieb Willen, Mittel, Schlage, Jesu, an mein Herz, Kraft und Stärk, daß ich mit dir rühre mein Gewissen, damit aus Sünde, Buße, Beichte. 100 231 3. Zeig mir deine Vaterhuld, stärk mit Trost mich Schwachen; ach Herr, hab mit mir Geduld, wollst gesund mich machen; Heil die Seel mit dem Öl deiner großen Gnaden, wend ab allen Schaden. hint idem 4. Weicht ihr Feinde, weicht von mir! Gott erhört mein Beten. Nunmehr darf ich mit Begier vor sein Antlitz treten. Teufel, weich! Hölle, fleuch! Was mich sonst gekränket, hat mir Gott geschenket.g 5. Vater, dir sei ewig Preis, hier und auch dort oben; wie auch Christo gleicherweis, der allzeit zu loben; heilger Geist, sei gepreist, hoch gerühmt, geehret, daß du mich erhöret. Johann Georg Albinus. † 1679. nodrodysso 359. der Sünden Schmerz heiße Thränen fließen. Blicke mich wie Petrum an, daß ich in mich schlage, daß ich mag gedenken dran und doch nicht verzage. bi strane di 2. Weck mich durch der Glocken Ton aus dem Schlaf der Sünden; laß, o Herr, vor deinem Thron mich Erbarmung finden, und nimm mich zu Gnaden auf; meinen Glauben stärke, daß mein ganzer Lebenslauf seivoll Tugendwerte. 3. Dein Bhut, das mir Rettung schafft, sei mein Trost in Leiden, meiner Seele Heil und Kraft, so sterb ich mit Freuden. In der Stunde letzter Not wollst du mein gedenken und ein selig End im Tod mir, o Jesu, schenken. Veit Ludwig Megander. † 1709. 358. Eigene Melodie. 160. Mto Mel. 18: Auf meinen lieben Gott. So soll ich fliehen hin, weil Pfalm 6. Straf mich nicht in deinem ich beschweret bin mit viel und Zorn, großer Gott, verschone! großen Sünden? Wo kann ich Ach, laß mich nicht sein verlorn, Rettung finden? Wenn alle Welt nach Verdienst nicht lohne! Hat die her käme, mein Angst sie nicht Sünd dich entzündt, laß um Christi wegnähme. willen deinen Zorn sich stillen. 2. 2. O Jesu voller Gnad, auf dein Gebot und Rat kommt mein betrübt Gemüte zu deiner großen Güte. Laß du auf mein Gewissen ein Gnadentröpflein fließen. 2. Herr, wer denkt im Tode dein? wer dankt in der Hölle? Rette mich aus jener Pein, rette meine Seele; daß ich dir für und für dort an jenem Tage, höchster Gott, Lob sage. 3. Jch, dein betrübtes Kind, werf alle meine Sünd, so viel 232 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. ihr in mir stecken und mich so heftig drücket meiner Sünden Last, sie schrecken, in deine tiefen Wunden, läßt mir keine Ruh noch Rast. da ich stets Heil gefunden. Wird sie mir nicht benommen, so müßt darunter ich vergehn, ich könnte nicht vor Gott bestehn, vor dem die Himmel selbst nicht rein, ich müßt ein Kind des Todes sein. Herr Jesu Christ, mein Trost und Licht, mein Trost und Licht, erquicke mich und laß mich nicht. 4. Durch dein unschuldig Blut, vergossen mir zu gut, wasch ab all meine Sünde, mit Trost mein Herz verbinde, und ihr nicht mehr gedenke, ins Meer sie tief versenke. 5. Du bist der, der mich tröst, weil du mich haft erlöst; was ich gefündigt habe, hast du verscharrt im Grabe; da hast du es bedecket, daß es mich nicht mehr schrecket. 6. Jst meine Sünde groß, werd ich doch ihrer los, wenn ich dein Kreuz umfasse und mich darauf verlasse; wer sich zu dir nur findet, all Angst ihm bald verschwindet. 7. Darum allein auf dich, Herr Christ, verlaß ich mich. Nun kann ich nicht verderben, dein Reich muß ich ererben; denn du hast mirs erworben, da du für mich gestorben. 8. Führ auch mein Herz und Sinn durch deinen Geist dahin, daß ich mög alles meiden, was mich und dich kann scheiden, und ich an deinem Leibe ein Glied maß ewig bleibe. Johann Heermann. † 1647. 360. Mel. 72: Herzlich lieb hab ich dich 20. u dir, Herr Jesu, komme ich, nachdem du mich so mildiglich zu dir hast heißen kommen. Mich 2. Zu dir steht meine Zuversicht, ich weiß von keinem Helfer nicht, ohn dich, du Arzt der Sünder! All andre Helfer sind zu schlecht, du bist allein vor Gott gerecht, des Todes Überwinder, die Freistatt und der sichre Ort, das feste Schloß, der Schild und Hort, der Mittler und der Gnadenthron, des Vaters Herz und liebster Sohn. Herr Jesu Christ, das glaube ich, das glaube ich, ach stärk in solchem Glauben mich! 3. Hinfort will ich nun jederreit dein Joch, die sanfte Bürde. mich nehmen sein beDarunter find ich Fried und Ruh, ich wachs und nehm im Guten zu, und ob ich dabei würde aus Schwachheit, die dir ist bekannt, ermüden, wird doch deine Hand mir immer wieder helfen auf, um zu vollenden meinen Lauf. Herr Jesu Christ, durch dich allein, durch dich allein kann ich hier und dort selig sein. Johann Anastasius Freylinghausen. † 1739 Gnade, Glaube, Rechtfertigung. B. Gnade, Glaube, Recht sbrda fertigung. 233 Herz! Er ists allein, der um dich so treulich wirbet und für dich aus Liebe stirbet; drum bist du sein. 361.6 Eigene Melodie. 17. 6. Auf, hinauf! was droben, Auf, hinauf zu deiner Freude, suche; trachte doch allein dahin, meine Seele, Herz und Sinn! Weg, hinweg mit deinem Leide; hin, zu deinem Jesu, hin! Er ist dein Schatz, Jesus ist dein einzig Leben; will die Welt nicht Raum dir geben, bei ihm ist Plaz. wo dein Jesus; sonst verfluche allen schnöden Sündensinn. Zum Himmel zu! Welt und Erde muß verschwinden; nur bei Jesu ist zu finden die wahre Ruh. Johann Kaspar Schade. † 1638. 362. 2. Fort, nur fort, steig immer weiter in die Höh zu Jesu auf! An, hinan die Glaubensleiter flettre mit geschwindem Lauf. Gott ist dein Schutz; Jesus bleibet Aus Gnaden soll ich selig werdein Beschirmer wider alle Seel- den! Herz glaubst dus oder glaubſt bestürmer, und bietet Trut.bin dus nicht? Was willst du dich Mel. 34: Ich will dich lieben, meine Stärke. of Ephef. 2, 8. 9. 3. Fest, nur fest dich angehalten so blöd gebärden? Ists Wahran die starke Jesustreu! Laß du, heit, was die Schrift verspricht, laß du Gott nur walten, seine so muß auch dieses Wahrheit sein: Güt ist täglich neu; er meint es aus Gnaden ist der Himmel dein. gut. Wenn die Feinde dich an- 2. Aus Gnaden! Hier gilt kein fallen, müssen sie zurücke prallen; Verdienen, die eignen Werke fallen hab guten Mut.hin. Der Mittler, der im Fleisch 4. Ein, hinein in Gottes erschienen, hat diese Ehre zum Kammer, die dir Jesus aufgethan! Gewinn, daß uns sein Tod das Klag und sag ihm deinen Jammer, Heil gebracht und uns aus Gnaden rufe ihn um Hilfe an! Er steht selig macht. dir bei; wenn dich alle Menschen hassen, kann und will er dich nicht lassen; das glaube frei. 5. Hoch, so hoch du dich vom Staube kannst erheben himmelwärts, schwing zu Jesu sich dein Glaube, gieb ihm hin dein ganzes 3. Aus Gnaden! Merk dies Wort: aus Gnaden! So hart dich deine Sünde plagt, so schwer du immer bist beladen, so schwer dein Herz dich auch verklagt: was die Vernunft nicht fassen kann, das beut dir Gott aus Gnaden an. Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. 4. Aus Gnaden kam sein Sohn meine Glaubensfahn und geh ges auf Erden und übernahm die trost trok allem Zweifel durchs Sündenlast. Was nötigt ihn, dein rote Meer nach Kanaan; ich glaub, Freund zu werden? Sprich, wes was Jesu Wort verspricht, ich du dich zu rühmen hast? Gab fühl es oder fühl es nicht. er sich nicht zum Opfer dar und nahm dein Heil in Gnaden wahr? Christian Ludwig Scheibt. † 1761. 5. Aus Gnaden! Dieser Grund wird bleiben, so lange Gott wahr363. Mel. 143: D Jefu Chrift, meins zc. haftig heißt. Was alle Knechte Christi Blut und Gerechtigkeit, Jefu schreiben, was Gott in seinem Worte preist, worauf all unser Glaube ruht, ist Gnade durch des Sohnes Blut. das ist mein Schmuck und Ehrenkleid, damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn. 2. Und wenn ich durch des Herrn Verdienst noch so treu würd in seinem Dienst, gewänn den Sieg dem Bösen ab und fündigte nicht bis ans Grab; 3. So will ich, wenn ich zu ihm komm, nicht denken mehr an gut und fromm; nur dies: hier kommt ein Sünder her, der gern fürs Lösgeld selig wär. 4. Ja, sei gelobet Jesus Christ, daß du ein Mensch geboren bist und haft für mich und alle Welt bezahlt ein ewig Lösegeld. 234 6. Aus Gnaden! Doch, du sichrer Sünder, denk nicht: wohlan, ich greife zu! Wahr ists: Gott ruft verlorne Kinder aus Gnaden zur verheißnen Ruh; doch nimmt er nicht zu Gnaden an, wer noch auf Gnade sündgen kann.old 7. Aus Gnaden! Wer dies Wort gehöret, tret ab von aller Heuchelei. Nur wenn der Sünder sich bekehret, dann lernt er erst, was Gnade sei; beim Sünde thun scheint sie gering, dem Glauben ists ein Wunderding. 8. Aus Gnaden bleibt dem blöden Herzen das Herz des Vaters aufgethan, wenns unter Angst und heißen Schmerzen nichts sieht und nichts mehr hoffen kann. Wo nähm ich oftmals Stärkung her, wenn Gnade nicht mein Anker wär? in hero tisk 9. Aus Gnaden! Dies hör dem wir hier wallen und sehn Sünd und Teufel! Ich schwinge sein kommen gern. Nikolaus Ludwig, Graf von Zinzendorf. † 1760. 364. Mel. 26: Christus, der ist mein Leben. Die Gnade sei mit allen, die Gnade unsers Herrn, des Herrn, is Gnade, Glaube, Rechtfertigung. 2. Auf dem so schmalen Pfade gelingt uns gar kein Tritt, es gehe seine Gnade denn bis zum Ende mit. runts30 mi Glaub sieht Jesum Christum an; der hat genug für uns gethan, er ist der Mittler worden. 2. Was Gott uns im Gesetz 3. Auf Gnade darf man trauen, gebot, das konnte niemand halman traut ihr ohne Reu; und ten. Darob erhob sich große Not wenn uns je will grauen, so vor Gott so mannigfalten; vom bleibt der Herr doch treu.is Fleisch wollt nicht heraus der Geist, drauf das Gesetz dringt allermeist; es war mit uns verloren. 4. Wird stets der Jammer größer, so glaubt und ruft man noch: Du mächtiger Erlöser, du kommst; so komme doch! bod 5. Damit wir nicht erliegen, muß Gnade mit uns sein; denn fie flößt zu dem Siegen Geduld und Glauben ein. 6. So scheint uns nichts ein Schade, was man um Jesum mißt; der Herr hat eine Gnade, die über alles ist. 7. Bald ist es überwunden nun durch des Lammes Blut, das in den schwersten Stunden die größten Thaten thut. 8. Herr, laß es dir gefallen! Noch immer rufen wir: Die Gnade sei mit allen! die Gnade jei mit mir! Philipp Friedrich Hiller. † 1769. 235 3. Es war der falsche Wahn dabei, Gott hab sein Gfet gegeben, als ob wir könnten selber frei nach seinem Willen leben; ist es doch nur ein Spiegel zart, der uns zeigt an die sündge Art, in unserm Fleisch verborgen. 365. Eigene Melodie. 45. Röm. 3, 28. Es ist das Heil uns kommen 4. Nicht möglich war es, diese Art aus eigner Kraft zu lassen; wie wohl es oft versuchet ward, doch mehrt sich Sünd ohn Maßen; denn sie nahm Ursach am Gebot, das dräute mir den ewgen Tod, weil ich den Sünden diente. 5. Doch mußts Gesetz erfüllet sein, sonst waren wir verloren, drum schickt Gott seinen Sohn herein, der selber Mensch ist worden. Das ganz Gesetz hat er erfüllt, dadurch des Vaters Zorn gestillt, der über uns ging alle. 6. Und weil es nun erfüllet ist durch den, ders konnte halten, so lerne jetzt ein frommer Chrift her von Gnad und lauter Güte; des Glaubens Art und Walten.. die Werke helfen nimmermehr, Sprich nichts, als: Lieber Herre fie mögen nicht behüten. Der mein, dein Tod wird mir das Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. Leben sein; du haft für mich be- vertaget. Er weiß wohl, wanns zahlet! m us todd am besten ist, und braucht an 7. Daran ich keinen Zweifel uns kein arge List; des solln wir trag; dein Wort kann nicht be- ihm vertrauen. trügen. Nun sagst du, daß kein 12. Und schien es auch, als Mensch verzag, das wirst du wollt er nicht, so laß dich das nimmer lügen: Wer glaubt an nicht schrecken; es wacht ob dir mich und wird getauft, dem ist sein Angesicht, kannst dus auch der Himmel schon erkauft, daß nicht entdecken. Sein Wort laß er nicht wird verloren. il dir gewisser sein, und spräch dein 8. Gerecht vor Gott sind die Fleisch gleich lauter Nein, so laß allein, die dieses Glaubens leben; dir doch nicht grauen. oof doch wird des Glaubens heller 13. Sei Lob und Ehr mit Schein durch Werke kund sich hohem Preis um dieser Güte geben; der Glaub ist wohl mit willen Gott, Vater, Sohn und Gott daran, und aus der Nächsten heilgem Geist; der woll mit Gnad lieb sieht man, daß du aus Gott erfüllen, was er in uns begonnen geboren. d hat zu Ehren seiner Macht und Gnad; geheiligt werd sein Name! 9. Die Sünde, durchs Gesetz erkannt, schlägt das Gewissen nieder; das Evangelium kommt zu Hand und stärkt den Sünder wieder; es spricht: Komm mur zum Kreuz herzu, du findest doch nicht Rast und Ruh in des Gesetzes Werken! on 14. Sein Reich zukomm, sein Will auf Erd gscheh wie im Himmelsthrone, das täglich Brot uns heute werd; Gott unsrer Schuld verschone, wie wir auch unsern Schuldnern thun; laß uns nicht in Versuchung stehn, lös uns vom Übel. Amen. Paul Speratus. † 1554. 10. Die Werke kommen sicher her aus einem rechten Glauben; denn das kein rechter Glaube wär, dem man die Werk wollt rauben. Doch macht gerecht der Glaub allein; die Werke sollen 366. Mel. 68: Herr Jesu Christ, bich 2c. Früchte sein, dran wir den Glau- Gelobet seist du, Jesu Chriſt, ben merken. 236 Frod 11. Die Hoffnung harrt der rechten Zeit; was Gottes Wort zusaget, das wird geschehen uns zur Freud, wenn Gott es auch daß du der Sünder Heiland bist, und daß dein unschätzbares Blut an unsern Seelen Wunder thut. 2. Gelobet sei des Vaters Rat, der dich der Welt geschenket hat, Gnade, Glaube, Rechtfertigung. und weil er viel Erbarmen hegt, 367. dir alle Schulden aufgelegt. pi 3. Gelobet sei der heilge Geist, Mel. 64: Herr Christ, der einig 2c. Luk. 17, 5. der uns zu dir, o Jeſu, weiſt, Herr, stärke mir den Glauben! zu dir, du Arzt, der jedermann durch seine Wunder heilen kann. 4. er ist ein Werk von dir; so kann kein Feind mir rauben, was du selbst schaffst in mir. Bis an die Todespforte halt ich dir deine: Worte, die teuren Worte für. Gottlob! daß ich nun weiß, wohin, ich, der ich krank und unrein bin, den Furcht und Scham und Zweifel quält, dem alle Kraft zum Guten fehlt. 237 5. Der Kranke wird nicht erst gesund, er macht dem Arzt die Seuche kund. So komm ich, Gottes Lamm, zu dir; ich weiß, du thust dein Werk an mir. 2. Wenn ich bei meinen Feh len mich fast zu glauben scheu, mach mir in meiner Seelen die Glaubensgründe neu: des Geistes Gnadentriebe, des Sohnes Blut und Liebe, des Vaters ewge Treu. 6. Vergebung heilt mein gan- 3. Jm Beten lehr mich trauen, zes Herz, sie tilgt die Furcht, sie daß du mir gnädig bist; im stillt den Schmerz; sie macht mich Wandel laß mir grauen vor dem, ruhig, leicht und licht, und voll was eitel ist. Und stell mich dar von süßer Zuversicht. him Kämpfen, des Satans Pfeil zu dämpfen, mit Glauben ausgerüst. 7. Die Seele wird von Banden frei, sie lobt und singt und spürt dabei, daß eines neuen Geistes Kraft sie neu belebt und Früchte schafft. 4. Wenn ich auch oft nichts fühle von froher Zuversicht, entzieh nur bis zum Ziele mir deine Gnade nicht! Gieb mir nur ein Verlangen, an dem doch stets zu hangen, was mir dein Wort verspricht. 8. So macht der Glaub an Christi Blut in armen Sündern alles gut; und was noch Böses übrig bleibt, ist Not, die uns zum Helfer treibt. dat 5. Gieb, daß auch in dem Sterben mein Glauben Kräfte hat; alsdann mach mich zum Erben in deiner Gottesstadt. Hier müssen wir noch dürsten; bei dir, dem Lebensfürsten, wird man im Schauen satt. dol 9. Gelobet feist du, Jesu Christ, daß du der Sünder Heiland bist, und daß du, hocherhabner Fürst, der Sünder Heifand bleiben wirst. 3 Ernst Gottlieb Woltersdorf. † 1761. Philipp Friedrich Hiller. † 1769. 238 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. 368. Mel. 164: Balet will ich dir geben. Röm. 8, 31-39. Ich bin bei Gott in Gnaden durch Christi Blut und Tod; was kann mir endlich schaden? was acht ich alle Not? Ist er auf meiner Seiten, gleichwie er wahrlich ist, laß immer mich bestreiten auch alle Höllenlist. 2. Was wird mich können scheiden von Gottes Lieb und Treu? Verfolgung, Armut, Leiden und Trübsal mancherlei? Laß Schwert und Blöße walten; man mag in tausend Pein mich für ein Schlachtschaf halten, der Sieg bleibt dennoch mein. ud nd und Sterben. Ihn fleh ich gläubig an, der mich, sein Kind und Erben, nicht lassen will noch kann. Simon Dach. † 1659. 369. Mel. 136: daß ich tausend Zungen 2c. Ich bin gewiß in meinem Glauben, der mich in Christum einverleibt. Wer kann mir dieses Kleinod rauben, das mir sein Blut und Tod verschreibt? Sein teures Wort bekräftigt dies, drum sagt mein Glaub: Ich bin gewiß. 2. Ich bin gewiß in meiner Liebe, die nur für Jesum lebt und webt, daß, wenn ich mich im Glauben übe, mein Jesus in dem Herzen lebt. Sein Lieben ist mein Paradies. Er liebet mich: Ich bin gewiß. og 50 m 3. Ich kann um dessen willen, der mich geliebet hat, gnug meinen Unmut stillen und fassen Trost und Rat. Denn das ist mein Vertrauen, der Hoffnung bin ich voll, die weder Drang noch Grauen mir ewig rauben soll: 3. Ich bin gewiß in meinem Leben, daß Jesu Gnade bei mir ist, die hilft mir allen Jammer heben; wenn sich mein Herz an 4. Daß weder Tod noch Le- seines schließt, so achte ich kein ben, noch eines Engels Macht, Hindernis; Gott sorgt für mich: wie hoch sie möchte schweben, Ich bin gewiß. iade injedo kein Fürstentum, kein Pracht, 4. Ich bin gewiß in meinem nichts dessen, was zugegen, nichts, Leiden; kein Engel und kein was die Zukunft trägt, nichts, Fürstentum mag mich von meiwas da hoch gelegen, nichts, was nem Jesu scheiden, er ist mein die Tiefe hegt, od od Heil, mein Teil, mein Ruhm. M 5. Noch sonst, was je ge- So schadet mir kein Schlangenschaffen, von Gottes Liebe mich biß, Geduld sagt doch: Ich bin soll scheiden oder raffen. Denn diese gründet sich auf Jesu Blut gewiß. 5. Ich bin gewiß in meinem 239 d. 3. Was schreckt mich des Gesetzes Wetter? Ich seh ins Lebensbuch hinein, wo Christi heilges Blut die Blätter gezeichnet mit der Gnade Schein; hier les ich, was mir Tröstung giebt: Dich hab ich je und je geliebt. 4. Obgleich im schwarzen Buch der Sünden viel Schulden aufgeschrieben stehn, läßt Jesus mich doch Gnade finden und mich ins Buch des Lebens sehn; da schau ich meine Gnadenwahl und steh in seiner Kinderzahl. 5. Auf Jesum will ich fröhlich sterben, ich will des Glaubens Hochzeitkleid nur in des Lammes Blute färben, so geh ich ein zur Seligkeit und zu dem großen Abendmahl; o freudenvolle Gnadenwahl. Gnade, Glaube, Rechtfertigung. T Hoffen; was gegenwärtig ist, vergeht; was fünftig ist, steht mir noch offen, dahin sich auch mein Geist erhöht. Die Hoffnung macht das Leiden süß, roeil sie stets fingt: Ich bin gewiß. 9 6. Ich bin gewiß in meinem Sterben, daß mich der Tod nicht töten kann; er macht mich nur zu einem Erben von dem beglückten Kanaan. Ein ander Leben folgt auf dies; mein Jesus lebt: Ich bin gewiß. 7. Ich bin gewiß, so soll es heißen, bis aus dem Glauben Schauen wird; es soll mich nichts von Jesu reißen, ich bin sein Schaf, er ist mein Hirt. In Ewigkeit folgt hier kein Riß, die Losung bleibt: Ich bin gewiß. Benjamin Schmold. † 1737. 16. Kein Teufel soll den Trost mir rauben, daß ich erwählt von Anbeginn, daß ich aus Gnaden 370. Mel. 84: Ich will dich lieben, meine 2c. durch den Glauben an Christi Ich bin im Himmel angeschrieBlut erlöset bin! So leb ich denn ben, ich bin ein Kind der Seligkeit; und sterbe drauf, auf Christum was kann die Sünde mich be- schließ ich meinen Lauf. trüben und alles Leiden dieser Zeit? Ich weiß, daß ich von Anbeginn in Christo auserwählet bin. 2. Das Lamm hat mich mit seinem Blute gezeichnet in das Lebensbuch und mir erlanget alles Gute, Erlösung von dem Tod und Fluch. Was ists doch, was mein Herze quält? Ich bin zum Himmel auserwählt. Salomon Frand. † 1725. 371. Mel. 181: Wer nur den lieben Gott 2c. Ich habe nun den Grund gefunden, der meinen Anter ewig hält. Wo anders, als in Jesu Wunden? Da lag er vor der Zeit der Welt, der Grund, der 240 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. unbeweglich steht, wenn Erd und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Erbarmen, das alles Denken übersteigt; es sind die offnen Liebesarme des, der sich zu dem Sünder neigt, dem allemal das Herze bricht, wir kommen oder kommen nicht. 3. Wir sollen nicht verloren werden, Gott will, uns soll geholfen sein; deswegen kam sein Sohn auf Erden und nahm hernach den Himmel ein; deswegen flopft er für und für so stark an unsers Herzens Thür. 4. O Abgrund, welcher alle Sünden durch Christi Tod verschlungen hat! Das heißt die Wunde recht verbinden; da findet herzigkeit. kein Verdammen statt; weil 10. Bei diesem Grunde will Christi Blut beständig schreit: ich bleiben, so lange mich die Erde Barmherzigkeit, Barmherzigkeit! trägt. Das will ich denken, thun und treiben, so lange sich ein Glied bewegt. So sing ich einst auch nach der Zeit: O Abgrund 5. Darein will ich mich gläubig senken, dem will ich mich getrost vertraun, und wenn mich meine Sünden kränken, nur bald der Barmherzigkeit! nach Gottes Herzen schaun; da findet sich zu aller Zeit unendliche Barmherzigkeit. 6. Wird alles andre weggerissen, was Seel und Leib erquicken kann; darf ich von keinem Troste wissen und schein ich völlig ausgethan, ist die Errettung noch so weit, mir bleibet doch Barmherzigkeit. und Verdruß, daß ich mich noch in vielen Stücken mit eitlen Dingen mühen muß; werd ich dadurch oft sehr zerstreut, so hoff ich doch Barmherzigkeit. 8. Muß ich an meinen besten Werken, darinnen ich gewandelt bin, viel Unvollkommenheit bemerken, so fällt wohl alles Rühmen hin; doch ist auch dieser Trost bereit: ich hoffe auf Barmherzigkeit. 9. Es gehe mir nach dessen Willen, bei dem so viel Erbarmen ist. Er wolle selbst mein Herze stillen, damit es dies nur nicht vergißt; so stehet es in Lieb und Leid in, durch und auf Barm7. Beginnt das Irdische zu drücken, ja häuft sich Kummer Johann Andreas Rothe. † 1758. 372. Mel. 182: Wer weiß, wie nahe mir 2c. Ich weiß von keinem andern Grunde, als den der Glaub in Christo hat; ich weiß von keinem andern Bunde, von keinem andern Weg und Rat, als daß man elend, arm und bloß sich legt in seines Vaters Schoß. Gnade, Glaube, Rechtfertigung. 241 2. Ich bin zu meinem Heiland kommen und eil ihm immer besser zu; ich bin auch von ihm aufgenommen und finde bei ihm wahre Ruh; er ist mein Kleinod und mein Teil, und außer ihm weiß ich kein Heill du pilis gemeinen Bunde, in allgemeiner Liebe stehn, und hang an Christo ganz allein; dies soll mein Grund auf ewig sein. E 3. Jch bleibe Christo nun verbunden und bin in ihm gerecht und rein; werd ich in ihm nur treu erfunden, so kann ich immer sicher 8. O Jefu, laß mich in dir bleiben; o Jesu, bleibe du in mir. Laß deinen guten Geist mich treiben, daß ich im Glauben folge dir. Laß mich stets fromm und wachsam sein, so reißet nichts den Grund mir ein. vid do sein; Gott sieht auch mich in Rail Heinrich von Bogatty. † 1774. 190 Christo an, wer ists, der mich verdammen kann? 4. Ich fühle noch in mir die Sünde; doch schaden kann sie mir nicht mehr, weil ich in Christo mich befinde; wohl aber beuget sie mich sehr. Ich halte nichts gering und klein, sonst dringt ein sichres Wesen ein.u de 373. Mel. 95: Jesus, meine Zuversicht. Jul. 15, 1-7. Jesus nimmt die Sünder an! Saget doch dies Trostwort allen, welche von der rechten Bahn auf verkehrten Weg verfallen. Hier ist, was sie retten kann: Jesus nimmt die Sünder an. 5. Vor Christo such ich stets zu stehen und seh in allem ihn nur an, nach seinem Wink einherzugehen, daß nichts mein Ziel verrücken kann. Ich seufze stets: Herr, steh mir bei, daß ich dein rechter Jünger sei. and 2. Keiner Gnade sind wir wert; doch hat er in seinem Worte eidlich sich dazu erklärt. Sehet nur, die Gnadenpforte ist hier völlig aufgethan: Jesus nimmt die Sünder an. 3Mer 3. Wenn ein Schaf verloren ist, suchet es ein treuer Hirte; Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das verirrte, daß es nicht verderben kann: Jesus nimmt die im Sünder an.bd and quale mi am 7. Jch bleib im tiefsten De- 4. Rommet alle, kommet her, mutsgrunde und will von Christo kommet, ihr betrübten Sünder; nimmer gehn; ich bleib im all- Jesus rufet euch, und er macht 6. Und da ich so in Christo bleibe, stets vor ihm wandelnd auf ihn seh, das Wort des Friedens fröhlich treibe und unablässig zu ihm fleh, so bleib ich stets im Grunde stehn; da kann mein Wachstum vor sich gehn. 16 242 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. 5. Jch Betrübter komme hier und bekenne meine Sünden; laß, mein Heiland, mich bei dir Gnade und Vergebung finden, daß dies Wort mich trösten kann: Jesus aus Sündern Gottes Kinder. die der verhaßten Sünden Nacht Glaubt es doch und denkt daran: mit ihrem Schatten trüb geJesus nimmt die Sünder an. macht, dein helles Licht zu schauen taugen? donde nos d 2. Doch gönne meinen Glaubensblicken den Eingang in dein Heiligtum, und laß mich deine Gnad erquicken zu meinem Heil nimmt die Sünder an. und deinem Ruhm; reich deine 196. Ich bin ganz getrosten Muts; ob die Sünden blutrot wären, müssen sie kraft deines Bluts dennoch sich in schneeweiß kehren, da ich gläubig sprechen kann: Jesus nimmt die Sünder an. Gnade meiner Seele, die sich in Demut vor dir neigt, dir Lieb und Dankbarkeit bezeigt; sprich: Ja, du bists, die ich erwähle. 3. Seignädig, Jesu, voller Güte, dem Herzen, das nach Gnade lechzt! Hör, wie mein sehnendes Gemüte: Gott sei mir Armen gnädig! ächzt. Ich weiß, du kannst mich nicht verstoßen. Wie könntest du un gnädig sein mir, den dein Blut von Schuld und Bein erlöst, da es so reich geflossen? 4. Ich fall in deine Gnadenhände, und flehe glaubensvoll zu dir: Gerechter König, wende, wende mit deiner Gnade dich zu mir! Ich bin gerecht durch deine Wunden; es ist nichts sträflich mehr an mir; bin aber ich verföhnt mit dir, so bleib ich auch mit dir verbunden.d domi 374, du ip450 200 150 300 Eigene Melodie. 116. bibit 5. Ach laß mich deine Weisheit leiten und nimm ihr Licht nicht Mein Jesu, dem die Seraphinen von mir weg; stell deine Gnade im Glanz der höchsten Majestät mir zur Seiten, daß ich auf dir ſelbst mit bedecktem Antlik dienen, beliebtem Steg beständig bis ans wenn dein Befehl an sie ergeht; Ende wandle, damit ich hier in wie sollten blöde Fleischesaugen, dieser Zeit in Lieb und Herzens7. Mein Gewissen quält mich nicht, Moses darf mich nicht verklagen; der mich frei und ledig spricht, hat die Sünden abgetragen, daß mich nichts verdammen kann: Jesus nimmt die Sünder an. 8. Jesus nimmt die Sünder an! Mich hat er auch angenommen und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm kommen und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Sünder an.nadtoplon gillde Erdmann Neumeistert 1756. volivu inbestion Gnade, Glaube, freudigkeit nach deinem Wort und Willen handle. 6. Reich mir die Waffen aus der Höhe und stärke mich durch deine Macht, daß ich im Glauben sieg und stehe, wenn Stärk und List der Feinde wacht. So wird dein Gnadenreich auf Erden, das uns zu deiner Ehre führt und endlich gar mit Kronen ziert, auch in mir ausgebreitet werden. Rechtfertigung in ein mit Lust und Liebe singen, was Gott an uns gewendet hat, und seine süße Wunderthat; gar teur hat ers erworben. 243 7. Ja ja, mein Herz will dich umfassen; erwähl es, Herr, zu deinem Thron! Hast du aus Lieb ehmals verlassen des Himmels Pracht und deine Kron, so würdge auch mein Herz, o Leben, und laß es deinen Himmel sein, bis du, wann dieser Bau fällt ein, mich wirst in deinen Himmel heben. 8. Ich steig hinauf zu dir im Glauben, steig du in Lieb herab zu mir; laß mir nichts diese Freude rauben, erfülle mich nur ganz mit dir! Ich will dich fürchten, lieben, ehren, so lang in mir das Herz sich regt; und wenn dasselb auch nicht mehr schlägt, so soll doch noch die Liebe währen. Er Wolfgang Christoph Deßler. t 1722. bir in 2. Dem Teufel ich gefangen lag, im Tod war ich verloren; mein Sünd mich quälte Nacht und Tag, darin ich war geboren; ich fiel auch immer tiefer drein, es war kein Guts am Leben mein; die Sünd hat mich besessen. Je 3. Mein gute Werk, die galten nicht, mit ihnen wars verdorben; der freie Will haßt Gotts Gericht, zum Guten ganz erstorben; die Angst mich zu verzweifeln trieb, da nichts denn Sterben bei mir blieb; zur Höllen mußt ich sinken. 4. Da jammert Gott in Ewigkeit mein Elend übermaßen; er dacht an sein Barmherzigkeit, er wollt mir helfen lassen; er wandt zu mir sein Vaterherz; es war bei ihm fürwahr kein Scherz, er ließs sein Bestes koſten. 5. Er sprach zu seinem lieben erbarSohn:' s ist Zeit, mich zu men, fahr hin, meins Herzens werte Kron, und sei das Heil dem Armen, und hilf ihm aus der Sünden Not, erwürg für ihn den bittern Tod und laß ihn mit dir leben. od 375. Thit ad Eigene Weiſe. 127. 9 Ephef. 1, 3-7. 6. Der Sohn dem Vater ghorsam ward; er kam zu mir auf Erden, von einer Jungfrau Nun freut euch, lieben Christen rein und zart, er sollt mein Bruder gmein, und laßt uns fröhlich werden. Gar heimlich führt er springen, daß wir getrost und all sein Gewalt, er ging in meiner 16* 244 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. er fangen. Den Teufel wollt allen, welche zu ihm flehen, ist armen Gstalt, se em no modreu 17. Er sprach zu mir: Halt dich an mich, es soll dir jetzt gelingen. Ich geb mich selber ganz für dich, da will ich für dich ringen; denn ich bin dein und du bist mein, und wo ich bleib, da sollst du sein, uns soll der Feind nicht scheiden. 8. Vergießen wird er mir mein Blut, dazu mein Leben rauben; das leid ich alles dir zu gut, das halt mit festem Glauben; den Tod verschlingt das Leben mein, mein Unschuld trägt die Sünde dein, da 3. Bring uns völlig in die bist du selig worden. Schranken, die dein Liebesrat gesetzt; weder Worte noch Gedanken werden sonst für gut geschätzt. Herr, nur wer auf deiner Spur geht als neue Kreatur, kann dich lieben und erhöhen und in deine Freud eingehen. 9. Gen Himmel zu dem Vater mein fahr ich von diesem Leben; da will ich sein der Meister dein, den Geist will ich dir geben, der dich in Trübnis trösten soll und lehren mich erkennen wohl und in der Wahrheit leiten. 10. Was ich gethan hab und gelehrt, das sollst du thun und lehren, damit das Reich Gotts werd gemehrt zu Lob und seinen Ehren. Und hüt dich vor der Menschen Sak, davon verdirbt der edle Schatz. Das laß ich dir zur Lezze. gewisses Heil bereit. Siehet man im Herzen an, was er für die Welt gethan, und man glaubt daran mit Beugen, so bekommt man es zu eigen. do gosp dep 093 2. Wenn doch alle Seelen wüßten, wie es dem so wohl ergeht, welcher in der Zahl der Christen, wahrer Glieder Jesu steht. Da geht man in seinem Glück immer fort und nie zurück; man ist auf dem Lebenspfade und nimmt immer Gnad um Gnade. Johann Andreas Rothe. † 1758. chose lie of Rid 377. medle Eigene Melodie. 172. Warum sollt ich mich denn grämen? Hab ich doch Christum noch; wer will mir den nehmen? s10 Wer will mir den Himmel rauben, den mir schon Gottes Sohn beigelegt im Glauben? Martin Luther. † 1546. 376. 150 Mel. 179: Werbe munter, mein Gemlite. Unverwar nverwandt auf Christum sehen, bleibt der Weg zur Seligkeit; 2. Nackend lag ich auf dem Boden, da ich kam, da ich nahm meinen ersten Odem; nackend werd ich auch hinziehen, wenn ich werd von der Erd als ein Schatten fliehen. Gnade, Glaube, Rechtfertigung. 245 3. Gut und Blut, Leib, Seel recht Gut zu finden; was die Welt und Leben ist nicht mein; Gott in sich hält, muß im Nu verallein ist es, ders gegeben. Will schwinden. ers wieder zu sich kehren, nehm da 10. Was sind dieses Lebens ers hin; ich will ihn dennoch fröh- Güter? Eine Hand voller Sand, lich ehren. Kummer der Gemüter. Dort, dort sind die edlen Gaben, da mein Hirt, Christus, wird mich ohn Ende laben. big sd11. Herr, mein Hirt, Brunn aller Freuden, du bist mein, ich bin dein, niemand kann uns scheiden. Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. i 12. Du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, 6. Satan, Welt und ihre laß mich hingelangen, da du mich Rotten können mir nichts mehr und ich dich ewig werd umfangen. hier thun, als meiner spotten. Paul Gerhardt. † 1676. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein, sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wird es wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Unglück enden. 5. Gott hat mich bei guten Tagen oft ergötzt, sollt ich jetzt auch nicht etwas tragen? Fromm ist Gott und schärft mit Maßen sein Gericht, kann mich nicht ganz und gar verlassen. Laß sie spotten, laß sie lachen; Gott, mein Heil, wird in Eil sie mm bis autoin attoto 378,0 904910 UDI zu Schanden machen.lum ber 7. Unverzagt und ohne Grauen Mel. 141: D Gott, du frommer Gott. soll ein Christ, wo er ist, stets sich Was kann ich doch für Dank, o Herr, dir dafür sagen, daß du mich mit Geduld so lange Zeit getragen, da ich in mancher Sünd und Übertretung lag und dich, o frommer Gott, erzürnte alle Tag? 2. Sehr große Lieb und Gnad erwiesest du mir Armen: ich fuhr in Bosheit fort, du aber in Erlassen schauen. Wollt ihn auch der Tod aufreiben, soll der Mut dennoch gut und fein stille bleiben. 8. Kann uns doch kein Tod nicht töten, sondern reißt unsern Geist aus viel tausend Nöten; schließt das Thor der bittern Leiden und macht Bahn, da man kann gehn zur Himmelsfreuden. barmen; ich widerstrebte dir und 9. Allda will in süßen Schätzen schob die Buße auf, du schobest ich mein Herz auf den Schmerz auf die Straf, daß die nicht ewiglich ergößen. Hier ist kein folgte drauf. Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. 3. Daß ich nun bin bekehrt, haft sehen! Omerter heilger Geist, du allein verrichtet; du haft des regier mich allezeit, daß ich dir Satans Reich und Werk in mir diene hier und dort in Ewigkeit! zernichtet. Herr, deine Güt und Treu, die an die Wolken reicht, hat auch mein steinern Herz zerbrochen und erweicht. sad Justus Gesenius. † 1673.0 246 379 4. Selbst konnt ich allzuviel Mel. 124: Nun bitten wir den 2c. beleidgen dich mit Sünden; ich Was uns mit Frieden und Troft konnte aber nicht selbst Gnade wieder finden. Selbst fallen konnte ich und ins Verderben gehn; ich konnte selber nicht von meinem Fall aufstehn. asd2 erfüllt, was unsre Seelen alleine stillt, was wir immer müssen im Herzen finden, ist die Versöhnung für unsre Sünden durch Jesu Blut.bitllet 18ps 5. Du hast mich aufgericht und mir den Weg gewiesen, den ich nun wandeln soll; dafür sei, Herr, gepriesen! Gott sei gelobt, daß ich die alte Sünd nun haß und willig ohne Furcht die toten Werke Laß. dor) bored. 6. Damit ich aber nicht aufs neue wieder falle, so gieb mir deinen Geist, dieweil ich hier noch walle, der meine Schwachheit stärk und darin mächtig sei, und mein Gemüte stets zu deinem Dienst 2. Wer auf das Opfer des Lammes vertraut, der hat gewiß nicht auf Sand gebaut, sondern auf den Felsen, der ewig stehet; denn wenn die Welt auch zu Grunde gehet, so bleibet er.in on 3. Verachtet man Gottes eingen Sohn, so ist es ja der verdiente Lohn, daß man unterm Zorne muß liegen bleiben; denn denen nur, die an Jesum gläuben, ist Heil bereit. brus No? Nikolaus Ludwig, Graf von Zinzendorf. † 1760. erneu. 7. Ach leit und führe mich, soal lang ich leb auf Erden; laß mich nicht ohne dich durch mich geführet werden. Führ ich mich ohne dich, so werd ich bald verführt; wenn du mich führest selbst, thu ich, was mir gebührt. edice the 8. D Gott, du großer Gott, o Vater, hör mein Flehen! O Jesu, Gottes Sohn! laß deine Kraft mich C. Friede und Freude in dem heiligen Geiste. 380. Eigene Melodie. 4. Ach mein Herr Jeſu, dein Nahesein bringt großen Frieden ins Herz hinein; und dein Gnadenanblick macht uns so selig, daß Friede und Freude in dem heiligen Geiste. 247 P Leib und Seele darüber fröhlich und dankbar wird. 381. haft 2. Wir sehn dein freundliches Ach sagt mir nichts von Gold Mel. 136: O daß ich tausend Zungen 2c. Gnade Angesicht voll Huld und wohl leiblich nicht; aber unsre Seele fanns schon gewahren, du kannst dich fühlbar gnug offenbaren, auch ungeſehn. hö und Schätzen, von Pracht und Schönheit dieser Welt; es kann mich ja kein Ding ergötzen, was mir die Welt vor Augen stellt. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. 3. D wer nur immer bei Tag und Nacht dein zu genießen recht wär bedacht! Der hätt ohn Ende von Glück zu sagen, und Leib und Seele müßt immer fragen: Wer ist wie du? a promid 2. Er ist alleine meine Freude, mein Gold, mein Schak, mein schönstes Bild, an dem ich meine Augen weide und finde, was mein Herze stillt. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. d 4. Barmherzig, gnädig, geduldig sein, uns täglich reichlich die Schuld verzeihn, heilen, stillen, trösten, erfreun und segnen, und unfrer Seele als Freund begegnen, ist deine Luft. 5. Ach gieb an deinem kostbaren Heil uns alle Tage vollkommnen Teil, und laß unsre Seele sich immer schicken, aus Not und Liebe nach dir zu blicken ohn Unterlaß. 6. So werden wir bis in Himmel hinein mit dir vergnügt wie die Kindlein sein. Muß man gleich die Wangen noch manchmalneßen, wenn sich das Herz nur an dir stets letzen und stillen kann! 7. Du reichst uns deine durchgrabne Hand, die so viel Treue uns gewandt, daß wir beim Drandenken beschämt dastehen, und unser Auge muß übergehen vor Lob und Dank. Christian Gregor. † 1801. 3. Die Welt vergeht mit ihren Lüsten, des Fleisches Schönheit dauert nicht; die Zeit kann alles das verwüsten, was Menschenhände zugericht. Drum lieb ein jeder, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. 4. Er ist allein mein Licht und Leben, die Wahrheit selbst, das ewge Wort; er ist mein Stamm, ich bin sein Reben, er ist der Seelen Fels und Hort. Ein jeder liebe, was er will; ich bleib bei Jesu, meinem Ziel. 5. Er ist der König aller Ehren, er ist der Herr der Herrlichkeit; er kann mir ewges Heil gewähren und rettet mich aus allem Streit. Ein jeder liebe, was er will; nur Jesus ist und bleibt mein Ziel. 310 9901 6. Sein Schloß kann keine 248 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. Macht zerstören, sein Reich ver- 2. Wem du dich gegeben, kann geht nicht mit der Zeit, sein Thron bleibt stets in gleichen Ehren von nun an bis in Ewigkeit. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. 07. Sein Reichtum ist nicht zu ergründen; fein hoch und heilig Angesicht, und was von Schmuck um ihn zu finden, verbleichet und veraltet nicht. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. anch im Frieden leben, er hat, was er will; wer im Herzensgrunde lebt mit dir im Bunde, liebet und ist still. Bist du da und innig nah, muß das Schönste bald erbleichen und das Beste weichen. 3. Höchstes Gut der Güter, Ruhe der Gemüter, Trost in aller Pein, was Geschöpfe haben, kann den Geist nicht laben, du vergnügst allein. Was ich mehr als dich begehr, kann mein Seligsein nur hindern und den Frieden mindern. pignon 8. Er will mich über alles heben und seiner Klarheit machen gleich; er wird mir so viel Schätze 4. Was genannt mag werden geben, daß ich werd unerschöpflich reich. Ein jeder liebe, was er will; ich liebe Jesum, der mein Ziel. droben und auf Erden, alles reicht nicht zu; Einer nur kann geben Freuden, Ruh und Leben; Eins ist not, nur du. Hab ich dich nur wesentlich, so mag Leib und Seel verschmachten, ich wills doch nicht achten. 9. Muß ich gleich hier sehr viel entbehren, so lang ich wandre in der Zeit, so wird er mirs doch wohl gewähren im Reiche seiner Herrlichkeit. Drum lieb ich billig in der Still nur Jesum, meines Herzens Ziel. podrand Johann Scheffler. † 1677. 5. Komm, du selges Wesen, das ich mir erlesen, werd mir offenbar; meinen Hunger stille, meinen Grund erfülle mit dir selber gar. Bleib nur du mein Gut und Ruh, bis du wirst in jenem Leben dich rattun mir völlig geben.d Gerhard Tersteegen. † 1769. 382. Mel. 51: Jesu, meine Freude. Algenugsam Wesen, das ich hab erlesen mir zum höchsten Gut, du vergnügst alleine, völlig, innig, reine Seele, Geist und Mut. Wer dich hat, ist still und satt; Eigene Melodie. 41. Roloff. 3, 3. 4. wer dir kann im Geiſt anhangen, Es glänzet der Christen indarf nichts mehr verlangen. wendiges Leben, obgleich sie von si 902 383. Friede und Freude in dem heiligen Geiste. 249 5. Sie wandeln auf Erden und leben im Himmel, sie bleiben ohnmächtig und schützen die Welt; sie schmecken den Frieden bei allem Getümmel, sie kriegen, die Ärmsten, was ihnen gefällt; sie stehen in Leiden, sie bleiben in Freuden; un sie scheinen ertötet den äußeren Sinnen, und führen das Leben des Glaubens von innen. 6. Wann Christus, ihr Leben, wird offenbar werden, wann er sich einst dar in der Herrlichkeit stellt, dann werden sie mit ihm als Herren der Erden auch herrlich erscheinen zum Wunder der Welt; sie werden regieren, mit ihm triumphieren, den Himmel als prächtige Lichter auszieren; da wird man die Freude gar offenbar spüren. außen die Sonne verbrannt. Was ihnen der König des Himmels gegeben, ist keinem, als ihnen nur selber, bekannt. Was niemand verspüret, was niemand berühret, hat ihre erleuchteten Sinne gezieret und sie zu der göttlichen Würde geführet. 2. Sie scheinen von außen oft arm und geringe, ein Schauspiel der Engel, ein Ekel der Welt; doch innerlich sind sie voll herrlicher Dinge, der Zierat, die Krone, die Jesu gefällt; das Wunder der Zeiten, die hier sich bereiten, den König, der über die Himmel gegangen, mit brennenden Lampen dereinst zu empfangen. 3. Sonst sind sie noch Adams natürliche Kinder und tragen das Bildnis des Irdischen auch; sie leiden am Fleische wie andere Sünder, sie essen und trinken nach nötigem Brauch. In leiblichen Sachen, im Schlafen und Wachen sieht man sie vor andern nichts Sonderlichs machen, nur daß sie die Thorheit der Weltlust verlachen. 7. Frohlocke, du Erde, und jauchzet, ihr Hügel, dieweil du den göttlichen Samen geneußt! Denn das ist des Ewigen göttliches Siegel, zum Zeugnis, daß er dir noch Segen verheißt. Du sollst noch mit ihnen aufs prächtigste grünen, wann einst ihr verborgenes Leben erscheinet, wonach sich dein Seufzen mit ihnen vereinet. 8. D Jesu, verborgenes Leben der Seelen, du heimliche Zierde 4. Doch innerlich sind sie aus göttlichem Stamme, geboren aus Gott durch sein mächtiges Wort; es lodert in ihnen die himmlische Flamme, entzündet von oben, genähret von dort. Die Engel sind der inneren Welt, laß deinen Brüder, die ihre Loblieder mit verborgenen Weg uns erwählen, ihnen gar fröhlich und wonniglich fingen; das muß dann ganz herrlich, ganz prächtig erklingen. wenn gleich das verachtete Kreuz uns entstellt! Hier wenig gekennet und übel genennet, hier 250 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. heimlich mit Christo im Vater gelebet, dort öffentlich mit ihm im Himmel geschwebet! gericht; hab ich nur dich, so frag ich nicht nach Himmel und nach Erden. Denn wär der Himmel ohne dich, so könnte keine Lust für mich in tausend Himmeln werden. Wärst du nicht schon auf Erden mein, möcht ich auch nicht auf Erden sein; denn auch die ganze weite Welt hat nichts, das mir, wie du, gefällt. Herr Jesu Christ, wo du nicht bist, wo du nicht bist, ist nichts, das mir erfreulich ist. Christian Friedrich Richter. † 1711. Hits sid nennt simmüds 384nd nun of hodno? MI 001340 saison Mel. 72: Herzlich lieb hab ich dich 2c. onnie 20 Pfalm 73, 23-26. Herr Jesu Christ, mein höchstes Gut, mein Seelenschatz, mein Herzensmut und aller Sinnen Freude! ich bleibe dennoch stets an dir; so ist auch nichts, das 4. Und sollte mir durch Kreuz dich von mir und unsre Liebe und Not, durch Marter, durch scheide. Du machst mir deinen Gewalt und Tod auch Seel und Weg bekannt, hältst mich bei Leib verschmachten; dies alles meiner rechten Hand, regierst wird, wenns auch noch mehr, ja und führst den Lebenslauf und gar wie eine Hölle wär, mein hilft auch meiner Schwachheit Glaube doch nicht achten. Du auf. Herr Jesu Christ, du bist bist und bleibest stets mein Heil mein Licht, du bist mein Licht, und meines Herzens Trost und ich folge dir, so irr ich nicht. Teil; so wird und muß durch dich allein auch Leib und Seele selig sein. Herr Jesu Christ, ich hoffe fest, ich hoffe feft, daß deine Kraft mich nicht verläßt. 2. Du leitest mich nach deinem Rat, der anders nichts beschlossen hat, als was mir Segen bringet. Gehts gleich zu Zeiten wunderlich, so weiß ich dennoch, 5. Wer von dir weicht und daß durch dich der Ausgang wohl liebt die Welt, wer nicht bestängelinget. Nach hartem Tritt auf dig Glauben hält, muß freilich rauher Bahn nimmst du mich wohl verderben, und kann, weil dort mit Ehren an, wo mich vor er die Lust und Pracht des Fleideinem Thron erfreut die Krone sches hier zum Himmel macht, der Gerechtigkeit. Herr Jesu Christ, ach voll Begier, ach voll Begier sehnt sich mein Herz, zu sein bei dir. den Himmel dort nicht erben. Wer Satan folgt und ärgerlich in Sünden lebet wider dich, und denkt an wahre Buße nicht, den bringst du um durch dein Gericht. 3. Mein Alles ist auf dich Friede und Freude in dem heiligen Geiste. 251 Herr Jesu Christ, und bist da- 3. Der Grund, da ich mich bei, und bist dabei dem, der dir treu ist, ewig treu. mi- au 6. Drum halt ich mich getrost zu dir; du aber hältst dich auch zu mir, und das ist meine Freude. Ich sehe meine Zuvergründe, ist Christus und sein Blut; das machet, daß ich finde das ewge wahre Gut. An mir und meinem Leben ist nichts auf dieser Erd; was Christus mir gegeben, das ist der Liebe wert. sicht auf dich, mein Fels, der 4. Mein Jesus ist mein Ehre, nicht zerbricht, in Freud und auch im Leide. Dein Thun soll alles und allein in meinem Herz und Munde sein, bis ich dich kann mit Augen sehn. Ach möchte folches bald geschehn! Herr Jesu Christ, ich warte drauf, ich warte drauf, komm, fomm, mein Schatz, und nimm mich auf! d Erdmann Neumeister.+ 1756. mein Glanz und helles Licht. Wenn der nicht in mir wäre, könnt ich bestehen nicht. In ihm kann ich mich freuen, hab einen Heldenmut, darf kein Gericht mehr scheuen, wie sonst ein Sünder thut. di sist 15. Nichts, nichts kann mich verdammen, nichts nimmt mir meinen Mut; die Höll und ihre Flammen löscht meines Heilands rossall 385. Blut. Kein Urteil mich ertoprof Mel. 164: Valet will ich bir geben. ur schrecket, fein Unheil mich betrübt: weil mich mit Flügeln decket mein Heiland, der mich Röm. 8, 31-39. Ist Gott für mich, so trete liebt. lloj sizing rotors and 6. Sein Geist wohnt mir im Herzen, regieret meinen Sinn, vertreibt mir Sorg und Schmerzen, nimmt allen Kummer hin, giebt Segen und Gedeihen dem, was er in mir schafft, hilft mir das Abba schreien aus aller meitus) dam ner Kraft un gleich alles wider mich. So oft ich ruf und bete, weicht alles hinter sich. Hab ich das Haupt zum Freunde und bin geliebt bei Gott, was kann mir thun der Feinde und Widersacher Rott? 2. Nun weiß und glaub ich feste, ich rühms auch ohne Scheu, 7. Und wenn an meinem daß Gott der Höchst und Beste, mein Freund und Vater sei; und Orte sich Furcht und Schwachdaß in allen Fällen er mir zur heit findt, so seufzt und spricht Rechten steh und dämpfe Sturm er Worte, die unaussprechlich und Wellen und was mir brin- sind zwar mir und meinem Munde, Gott aber wohl bewußt, get Weh. Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. der an des Herzens Grunde er ist mein Herr Jesus Christ; das siehet seine Lust. thing was mich singen machet, iſt, 98. Sein Geist spricht meinem was im Himmel istianost Geiste manch süßes Trostwortor Paul Gerhardt. † 1676. zu, wie Gott dem Hilfe leiste, um bid find adm der bei ihm suchet Ruh; und wie er hab erbauet ein edle 386. 252 ist moniam T neue Stadt, da Aug und 68 do Mel. 95: Jesus, meine Zuversicht. ſchauet, was es geglaubet hat. Meine Seele senket sich hin 9. Da ist mein Teil und Erbe in Gottes Herz und Hände, und mir prächtig zugericht, wenn ich erwartet ruhiglich seiner Wege gleich fall und sterbe, fällt doch Ziel und Ende, legt sich still und mein Himmel nicht. Muß ich sorgenlos in des liebsten Vaters auch gleich hier feuchten mit Schoß. Indbjop dlod Thränen meine Zeit, mein Jesus 2. Meine Seele murret nicht, und sein Leuchten durchfüßet ist mit allem wohlzufrieden; was alles Leid. nbin m oder eigne Wille spricht, ist zum 910. Die Welt, die mag zer- Tode schon beschieden; was die brechen, du stehst mir ewiglich; Ungeduld erregt, ist in Christi kein Brennen, Hauen, Stechen Grab gelegt. soll trennen mich und dich; kein Hungern und kein Dürsten, kein Unmut, keine Bein, kein Zorn des großen Fürsten soll mir ein Hindrung sein. 3. Meine Seele forget nicht, will vielmehr an nichts gedenken, was gleich spitzen Dornen sticht und den Frieden nur kann fränken. Sorgen kommt dem Schöpfer zu; meine Seele sucht nur Ruh. 11. Kein Engel, keine Freu: den, kein Thron, kein Herrlich keit, kein Lieben und kein Leiden, kein Angst, kein Herzeleid; was man nur kann erdenken, es sei Leiden. Kummer, der das Herze klein oder groß, der keines soll mich lenken aus deinem Arm und Schoß. 12. Mein Herze geht in Sprüngen und kann nicht traurig sein, ist voller Freud und Singen, sieht lauter Sonnen4. Meine Seele grämt sich nicht, liebt hingegen Gott im bricht, trifft und ängstet nur die Heiden; wer Gott in dem Schoße liegt, bleibt in aller Not vergnügt. 5. Meine Seele klaget nicht, denn sie weiß von keinen Nöten, hangt an Gottes Angesicht, auch schein; die Sonne, die mir lachet, noch dann, wenn er will töten. Friede und Freude in dem heiligen Geiste. 253 Wo sich Fleisch und Blut be- Not verschlingt und unsern Geist flagt, wird der Freudengeist ver- zur sanften Ruhe bringt. jagt. Stidssibisid ni top 96. Meine Seel ist still zu Gott, und die Zunge bleibt gebunden. Also hab ich allen Spott, alle Marter überwunden, bin gleich wie ein stilles Meer, voll von Gottes Preis und Ehr. ten Johann Joseph Windler, t 1722. aslip robist doi uit the 4. Wenn sich in mir des Herren Klarheit spiegelt und seines Angesichtes milder Schein, dann wird das neue Leben recht gedeihn; der Weisheit Tiefen werden mir entsiegelt; es wird mein Herz in Gottes Bild verklärt, und alle Kraft der Sünde abgewehrt. oping 387 hidroks did to nolabim Mel. 118: Mein Salomo, bein 2. Mein Friedefürst, dein freundliches Regieren stillt alles Weh, das meinen Geist beschwert. Wenn sich zu dir mein blödes Herze kehrt, so läßt sich bald dein Friedensgeist verspüren; dein Gnadenblick zerschmelzet meinen Sinn und nimmt die Furcht und Unruh von mir hin. 2. Gewiß, mein Freund giebt solche edle Gaben, die alle Welt mir nicht gewähren kann. Schau an die Welt, schau ihren Reichtum an; er kann ja nicht die müden Seelen laben. Mein Jesus kanns, er thuts im Überfluß, wenn alle Welt zurücke stehen muß. m sho 5. So ruh ich nun, mein Heil, in deinen Armen, du selbſt follst mir mein ewger Friede sein. Ich hülle mich in deine Gnade ein, mein Element ist einzig dein Erbarmen; und weil du selbst mir Eins und Alles bist, so ists genug, wenn dich mein Herz genießt. Christian Friedrich Nichter. † 1711. 388. Tallin Eigene Melodie( zehnzeilig). 184. Wie wohl ist mir, o Freund der Seelen, wenn ich in deiner Liebe ruh. Ich steige aus der Schwermut Höhlen und eile deinen Armen zu. Da muß die Nacht des Trauerns scheiden, wenn mit so angenehmen Freuden die Liebe strahlt aus deiner lg Brust. Hier ist mein Himmel schon auf Erden; wer wollte nicht vergnüget werden, der in dir suchet Ruh und Lust? 2. Die Welt mag schmähen oder preisen, es sei also, ich trau ihr nicht, wenn sie mir gleich will 3. D Seelenfreund, wie wohl ist dem Gemüte, das im Gesetz sich so ermüdet hat, und nun zu dir, der Lebensquelle, naht und schmeckt in dir die wundersüße Güte, die alle Angst und alle 254 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. Lieb erweisen bei einem freund- Weges End erzittern, wenn aus lichen Gesicht. In dir vergnügt fich meine Seele; du bist mein Freund, den ich erwähle, du bleibst mein Freund, wenn Freundschaft weicht. Der Welt Haß kann mich doch nicht fällen, weil in den stärksten Unglückswellen mir deine Treu den Anker reicht. ni Gefahr und Ungewittern er eingeht in die Sicherheit? Mein Licht, so will ich auch mit Freuden aus dieser finstern Wildnis scheiden zu deiner Ruh der Ewigkeit.d fife all toge 6. Wie ist mir dann, o Freund der Seelen, so wohl, wenn ich 3. Will mich der Sünde Last mich lehn auf dich! Mich kann erdrücken, blitzt auf mich des Ge- Welt, Not und Tod nicht quälen, setzes Weh, droht Straf und Hölle weil du, mein Gott, vergnügest meinem Rücken, so steig ich gläubig mich. Laß solche Ruh in dem in die Höh und flieh in deine Gemüte nach deiner unumschränkheilgen Wunden; da hab ich schon ten Güte des Himmels süßen den Ort gefunden, wo mich kein Vorschmack sein. Weg, Welt, Fluchstrahl treffen kann. Tritt mit allen Schmeicheleien! Nichts alles wider mich zusammen, du kann, als Jesus, mich erfreuen. bist mein Heil; wer will ver- D reicher Trost: Mein Freund dammen? Die Liebe nimmt sich ist mein! meiner an. migd Wolfgang Christoph Deßler. t 1722. 4. Führst du durch Wüsten sig meine Reise, ich folg und lehne mich auf dich. Du giebst mir aus den Wolken Speise und labestund gottseliger Wandel. aus dem Felsen mich. Ich traue mt god sich in Lieb und Segen; genug wenn ich dich bei mir hab. Ich zou alum D. Heiligung 389. deinen Wunderwegen; sie enden ble monde Mel. 101: Kommt her zu mir, spricht 20. weiß, wen du willst herrlich zieren und über Sonn und Sterne führen, den führest du zuvor hinab. iller sur mon noch 5. Der Tod mag andern düster scheinen, mir nicht, weil Seele, 2. Hilf, daß wir auch nach Herz und Mut in dir, der du verläsfest feinen, o allerliebstes Leben, ruht. Wen macht des Ach Gott, gieb du uns deine Gnad, daß wir all Sünd und Missethat bußfertiglich erkennen, und glauben fest an Jesum Christ. zu helfen er ein Meister iſt, wie er sich selbst läßt nennen. deinem Wort gottselig leben immerfort, zu Ehren deinem Namen, daß uns dein guter Geist regier, Heiligung und gottseliger Wandel. 255 auf ebner Bahn zum Himmel 5. Ach Gott, verlaß mich nicht, führ, durch Jesum Christum. ich bleibe dir ergeben. Hilf mir, Amen. blo großer Gott, recht glauben, christlich leben und selig scheiden #dalsmelist ab, zu sehn dein Angesicht. Hilf onill addig and mir in Not und Tod; ach Gott, 390. verlaß mich nicht! imi bile 10 Thin Samuel Zehner. † 1635. de Salomo Franc. † 1725. mods2 ind Mel. 140: D Gott, du frommer Gottnd Pfalm 38, 22. Ach Gott, verlaß mich nicht, gieb mir die Gnadenhände; ach führe mich, dein Kind, daß ich den Lauf vollende zu meiner Seligkeit. Sei du mein Lebenslicht, mein Stab, mein Hort, mein Schuz; ach Gott, verlaß mich nicht! 391, Mel. 85: In dich hab ich gehoffet, Herr. Ach komm, füll unfre Seelen ganz, du gnadenreicher Liebesglanz, du väterlich Erbarmen; von deiner Glut laß Herz und Mut recht inniglich erwarmen. 2. Du willst den Tod des Sünders nicht, du gehst mit uns nicht ins Gericht; wie dürften wir denn richten? Laß immer mild des Bruders Bild durch unser Wort. femmand fich lichten.bi 2. Ach Gott, verlaß mich nicht, regiere du mein Wallen; ach laß mich nimmermehr in Sünd und Schande fallen. Gieb mir den guten Geist, gieb Glaubenszuversicht, sei meine Stärk und Kraft; ach Gott, verlaß mich nicht!& 3. Ach Gott, verlaß mich nicht, ich ruf aus Herzensgrunde; ach Höchster, stärke mich in jeder bösen Stunde. Wenn mich Versuchung plagt und meine Seel anficht, 3. Das ist der Liebe freundlich Amt, daß sie zurecht bringt, nicht verdammt. Ach wer steht unbescholten, und was sind wir, Herr Gott, vor dir, daß wir verdammen sollten? so weiche nicht von mir; ach Gott, 4. Herr, leucht in uns mit deiner verlaß mich nicht! daig hist 4. Ach Gott, verlaß mich nicht, ach laß dich doch bewegen, ach Vater, kröne doch mit reichem Himmelssegen die Werke meines Amts, die Werke meiner Pflicht, zu thun was dir gefällt; ach Gott, verlaß mich nicht! Gnad, wenn uns des Nächsten Wort und That bringt Kränkung, Leid und Schmerzen; laß ganz und rein uns ihm verzeihn in Wahrheit und von Herzen. 5. Du reicher Geber aller Hab, all unser Gut ist deine Gab, o hilf das Herz erschließen; laß sie 256 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. gemein durch Liebe sein und reich der Armut fließen. aid edild 6. Ach komm, füll unsre Herzen ganz, du gnadenreicher Liebesglanz, du väterlich Erbarmen; von deiner Glut laß Herz und Mut recht inniglich erwarmen. Biktor von Strauß, geb. 1803. 392, Mel. 163: Unter Lilien jener Freuden. Auf! was willst du hier verweilen? Du mußt eilen, wenn du willst gekrönet sein. Du mußt mutiger eindringen; denn ohn Ringen geht man nicht zur Freude ein. Du, o Jesu, du bleibst meine, ich der Deine, der du mir hast Heil verschafft. 6. Herr, so will ich nicht verweilen, sondern eilen, bis in mir das Abba klingt. Du wirst selbst mir Kräfte geben zu dem Leben, das ins Himmelreich eindringt. Unbekannter Dichter. bir absent le ho dne 393, si sint LON Mel. 68: Herr Jefu Chrift, dich zu 2c. Ein reines Herz, Herr, schaff in mir, schleuß zu der Sünde Thor und Thür, vertreibe sie und laß nicht zu, daß sie in meinem Herzen ruh.s bl 2. Auf! du mußt nicht lässig 2. Dir öffn ich, Jesu, meine werden; denn auf Erden findest du gewiß nicht Ruh. Richt dein Herze vom Getümmel zu dem Himmel unverrückt und einzig zu. Thür, ach komm und wohne du bei mir, treib all Unreinigkeit hinaus aus deinem Tempel, dei nem Haus. mis jo 3. Wenn du wirst anhaltend flehen, wirst du sehen, wie der Helfer zu dir eilt, wie er dein Herz wird umfassen und nicht 3. Laß deines guten Geistes Licht und dein hellglänzend Angesicht erleuchten mein Herz und Gemüt, o Brunnquell unerschöpf lassen, ob er anfangs gleich ver- ter Güt!& im skomu weilt. usd illiur R # Snotlloj nomind. 4. Und mache dann mein Herz 14. Roftet es gleich langes zugleich an Himmelsgut und SeSehnen und viel Thränen, werde gen reich, gieb Weisheit, Stärke, nur darob nicht matt. Ringe bis Rat, Verstand aus deiner milden aufs Blut und Leben, Gott wird Gnadenhand. bod hid ani po geben, was sein Sohn erwor- 5. So will ich deines Namens ben hat. og du fisdado?! Ruhm ausbreiten als dein Eigen5. Und wenn dann die Ketten tum, und dieses achten für Gespringen, wirst du singen Preis, winn, wenn ich nur dir ergeben bin. Lob, Ehr, Dank, Macht und Kraft. Heinrich Georg Neußt 1716.90 Heiligung und gottseliger Wandel. 394. kostets Müh, auf seiner Hut zu stehn, daß nicht das Gift kann in die Seele bringen. Wenn mans Mel. 189: Wo Gott zum Haus 2c. Erneure mich, o ewges Licht, versucht, so spürt man mit der und laß von deinem Angesicht mein Herz und Seel mit deinem Schein durchleuchtet und erfüllet fein. 2. Ertöt in mir die schnöde Lust, feg aus den alten Sünden wust! Ach rüst mich aus mit Kraft und Mut, zu streiten wider Fleisch und Blut. 3. Schaff in mir, Herr, den neuen Geist, der dir mit Lust Gehorsam leist und nichts sonst, als was du willst, will. Ach Herr, mit ihm mein Herz erfüll. 4. Auf dich laß meine Sinne gehn, laß sie nach dem, was broben, stehn, bis ich dich schau, o ewges Licht, von Angesicht zu Angesicht. Johann Friedrich Ruopp. † 1708. 257 395. Eigene Melodie. 47. Zeit die Wichtigkeit. 3. Doch ist es wohl der Mühe wert, wenn man mit Ernst die Herrlichkeit erwäget, die ewiglich ein solcher Mensch erfährt, der sich hier stets aufs Himmlische geleget. Es hat wohl Müh; die Gnade aber macht, daß mans nicht acht. 4. Du sollst ein Kind des Höchsten sein, ein reiner Glanz, ein Licht im großen Lichte; wie wirst du da so stark, so hell und rein, so herrlich sein, verklärt im Angesichte; dieweil da Gottes wesentliche Pracht so schön dich macht. 5. Da wird das Kind den Vater fehn, im Schauen wird es ihn mit Luft empfinden; ein lautrer Strom wird von dem Throne gehn und es mit Gott zu Einem Geist verbinden. Wer weiß, was da im Geiste wird geschehn? Wer mags verstehn? & s fostet viel, ein Christ zu sein und nach dem Sinn des reinen Geistes leben; denn der Natur geht es gar fauer ein, sich immer dar in Christi Tod zu geben; und ist hier gleich ein Kampf wohl ausgericht, das machts noch nicht. 6. Was Gott genießt, wird uns erfreun, was Gott bereitet, wird uns da gegeben; des Himmels Schäße werden unser sein, wie lieblich werden wir mit Jesu leben! Nichts höher wird an 2. Man muß hier stets auf Kraft und Würde sein, als Gott Schlangen gehn, die leicht ihr allein. Gift in unsre Fersen bringen; da nid 7. Auf, auf, mein Geist, er17 258 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. müde nicht, der Macht der Finster- wecke nur zum Glauben deinen nis dich zu entreißen! Was sor- Sinn, wenn Furcht und Weh dein gest du, daß dirs an Kraft ge- schwaches Herze naget; sprich: bricht? Bedenke, was für Kraft Vater, schau mein Elend gnädig uns Gott verheißen! Wie gut an! so ists gethan. wird sichs doch nach der Arbeit ruhn; wie wohl wirds thun! Christian Friedrich Nichter. † 1711. 5. Erhalt dein Herz nur in Geduld, wenn du nicht gleich des Vaters Hilfe merkest. Versiehst dus oft und fehlst aus eigner Schuld, so sieh, daß du dich durch die Gnade stärkest; so wirds gewiß mit seiner Hilf erfreut zu seiner Zeit. Shrest 396. by Mel. 47: Es tostet viel, ein Christ 2c. S 3 ist nicht schwer, ein Christ zu sein und nach dem Sinn des reinen Geistes leben. Zwar der Natur geht es gar sauer ein, sich immerdar in Christi Tod zu geben; doch führt die Gnade selbst zu aller Zeit den schweren Streit. 2. Du darfst ja nur ein Kind lein sein, du darfst ja nur die leichte Liebe üben. O blöder Geist, schau doch, wie gut ers mein! Das kleinste Kind kann ja die Mutter lieben. Drum fürchte dich nur ferner nicht so sehr; es ist nicht schwer. 6. Laß nur dein Herz im Glauben ruhn, wenn dich will Nacht und Finsternis bedecken. Dein Vater wird nichts Schlimmes mit dir thun, vor keinem Wind und Sturm darfst du erschrecken; ja, siehst du endlich ferner keine Spur, so glaube nur. 7. So wird dein Licht aufs neu erstehn, und wirst dein Heil mit großer Klarheit schauen; was du geglaubt, wirst du dann vor dir sehn, drum darfst du nur dem frommen Vater trauen. D Seele, sich doch, wie ein wahrer Christ so selig ist. 3. Dein Vater fordert nur das Herz, daß er es selbst mit seiner Gnade fülle; der fromme Gott 8. Auf, auf, mein Geist! was macht dir gar keinen Schmerz, säumest du, dich deinem Gott ganz die Unlust schafft in dir dein kindlich zu ergeben? Geh ein, eigner Wille; drum übergieb mein Herz, genieß die süße Ruh, ihn willig in den Tod; so hats in Frieden sollst du vor dem nicht not. biods) Vater schweben; die Sorg und 4. Wirf nur getrost den Kum- Last wirf nur getrost und kühn mer hin, der nur dein Herz ver- allein auf ihn. geblich schwächt und plaget; er- Christian Friedrich Nichter. † 1711. Heiligung und gottseliger Wandel. 259 397. bo 5. Nein, Ehre nicht, nicht Gut und Geld, kein Fürstentum und feine Welt soll mich so weit verMel. 139: D Ewigkeit, bu cat Gott, der du Herzenskündger führen! Um alle Leiden dieser bist, Herr, dem die Falschheit Greuel ist, und jede Lüg Verbrechen! Kein Wort spricht je ein falscher Mund, das dir, Allwissender, nicht kund; du Heiliger wirsts rächen! Laß jederzeit mein Ja und Nein, wies Christen ziemt, aufrichtig sein. Zeit will ich doch Gott und Seligkeit mutwillig nicht verlieren. Wie klein mein Glück auch immer sei: nur Gott und reines Herz dabei! 2. Und wenn ich schwörend vor dir steh, dir in dein heilig Antlitz seh, die Hand zum Himmel hebe, wenn ich zum Zeugen feierlich anrufe, Hocherhabner, dich, durch den ich bin und lebe: dann sei von Trug und Heuchelei mein Herz und meine Zunge frei! 398. 3. Wenn Frevler dich auch dam noch schmähn und frech mit Lügen b vor dir stehn, dann laß mein Herz Mel. 150: Ringe recht, wenn Gottes 2c. erschrecken! Weh dem, der Gott Heilge Einfalt! Gnadenwunder, und Gottes Macht zum Siegel seiner Bosheit macht, sie vor der Welt zu decken! Herz, schau den Gott mit Zittern an, der Seel und Leib verderben kann! d tiefste Weisheit, größte Kraft, schönste Zierde, Liebeszunder, Werk, das Gott alleine schafft! 4. Gott! wenn du nicht mein Gott mehr bist, dein Sohn nicht mehr mein Heiland ist, dein Himmel nicht mein Erbe; wenn mich beim Leiden dieser Zeit kein Trost vom Himmel mehr erfreut, kein Trost mehr, wenn ich sterbe; wenn Gott und Jesus nicht mehr mein: dann besser, nie geboren sein! 6. Gott! lehre mich bei jedem Eid aus Furcht vor deiner Heiligkeit die Wahrheit pünktlich sprechen. Beschwör ich heilig Amt und Pflicht, so laß mich auch im Kleinsten nicht die teure Zuſag brechen! Auch dir, Gott, schwur ich treu zu sein: Erhalt mich ewig, ewig dein! ind out Johann Daniel Karl Bidel. † 1809. 2. Alle Freiheit geht in Banden, aller Reichtum ist nur Wind; alle Schönheit wird zu schanden, wenn wir ohne Einfalt sind. 3. Wenn wir in der Einfalt stehen, ist es in der Seele licht; aber wenn wir doppelt sehen, so vergeht uns das Gesicht. 4. Einfalt ist ein Kind der Gnade, die bei uns sich Wohnung baut, und auf schmalem Pilger17* 260 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. pfade nicht nach dem und jenem helle, du lautrer Strom der Heischaut. diligkeit! Aller Glanz der Cheru5. Einfalt denkt nur an das binen und Heiligkeit der SeraEine, in dem alles andre steht, phinen ist gegen dich nur DunkelEinfalt hängt sich ganz alleine an heit. Ein Vorbild bist du mir, den ewigen Magnet. each bilde mich nach dir, du mein 6. Einfalt quillt aus Jesu Alles! O Jesu du, hilf mir Wunden mit dem teuren Opfer- dazu, daß ich mag heilig sein, blut; wer sie da nicht hat gefun- wie du. uddanst den, der ist fern von diesem Gut. 7. Wen sonst nichts als Jesus lehet, wen nichts außer ihm erquickt, wessen Ohr nur er ergößet, wessen Aug auf ihn nur blickt; 8. Wer nur lebt aus Jesu Fülle, wer nur will, was ihm beliebt, wer nur kann, was Jesu Wille, wer nur hat, was Jesus giebt; 9. Wer nur geht auf seinem Pfade, wer nur sieht bei seinem Licht, wer nur stets verlangt nach Gnade und mag alles andre nicht; 10. Wer ihn so mit Inbrunst liebet, daß er seiner selbst vergißt; wer sich nur um ihn betrübet und in ihm nur fröhlich ist; 11. Wer allein auf Jesum trauet, wer in Jesu alles findt: der ist auf den Fels erbauet und ein selig Gnadenkind. August Gottlieb Spangenberg. † 1792. 2. Stiller Jesu, wie dein Wille dem Willen deines Vaters stille und bis zum Tod gehorsam war, also mach auch gleichermaßen mein Herz und Willen dir gelassen, ach stille meinen Willen gar! Mach mich dir gleich gesinnt, wie ein gehorsam Kind, fromm und stille! O Jesu du, hilf mir dazu, daß ich fein stille sei, wie du. 399, 3. Wacher Jesu, ohne Schlummer, in großer Arbeit, Müh und Kummer bist du gewesen Tag und Nacht; mußtest täglich viel ausstehen, des Nachts lagst du vor Gott mit Flehen und hast gebetet und gewacht. Gieb mir auch Wachsamkeit, daß ich zu dir allzeit wach und bete. O Jesu du, hilf mir dazu, daß ich stets wachsam sei, wie du. 4. Gütger Jesu, ach wie gnädig, wie liebreich, freundlich und gutthätig bist du doch gegen Freund und Feind. Dein Sonnenglanz, der scheinet allen, dein Regen muß auf alle fallen, ob sie dir gleich 200 20 Mel. 169: Wachet auf, ruft uns 2c. Heilger Jesu, Heilgungsquelle, nicht dankbar sind. Mein Gott, mehr als Krystall rein, klar und ach lehre mich, damit hierinnen Heiligung und gottseliger Wandel. ich dir nacharte. O Jesu du, hilf al mig 400m od lim mir dazu, daß ich auch gütig sei, wie du. ald 261 6. Hoher Jesu, Ehrenkönig, du suchtest deiner Ehre wenig und wurdest niedrig und gering, du wandeltest ganz arm auf Erden in Demut und in Knechtsgeberden, erhobst dich selbst in keinem Ding. Herr, solche Demut lehr mich auch je mehr und mehr stetig üben! O Jesu du, hilf mir dazu, daß ich demütig sei, wie du. Mel. 133: Nun fich der Tag geendet hat. bist, in Knechtsgestalt zu gehn, des Herr, der du einst gekommen Weise nie gewesen ist, sich selber 5. Sanfter Jesu, warst un schuldig, erlittest alle Schmach ge= duldig, vergabst und übtst nicht Rache aus. Niemand kann deine zu erhöhn; Sanftmut messen, bei der kein Eifer dich gefressen, als der um deines Vaters Haus. Mein Heiland, ach verleih mir Sanftmut und dabei guten Eifer. O Jesu 3. Der du noch in der letzten du, hilf mir dazu, daß ich sanftmütig sei, wie du.. Nacht, eh du für uns erblaßt, den Deinen von der Liebe Macht so treu gezeuget haft; 1963 4: 4. Erinnre deine kleine Schar, die sich so oft entzweit, daß deine letzte Sorge war der Glieder Einigkeit. 2. Komm, führe unsre stolze Art in deine Demut ein; nur wo sich Demut offenbart, kann Gottes Gnade sein. 13 14 5. Du opfertest die Jünger noch dem Vater im Gebet; o würden unsre Herzen doch oft im Gebet erhöht! mbon Jins 6. Der du um unsre Seligkeit mit blutgem Schweiße rangst und thränenvoll im bangen Streit des Todes Macht bezwangst; 7. Liebster Jesu, liebstes Leben, mach mich in allem dir ergeben Sinn, der nichts von Demut weiß und führ ihn in die Liebe hin zu deiner Liebe Preis. und deinem heilgen Vorbild gleich. 7. Bezwing doch unsern stolzen Dein Geist und Kraft mich ganz durchdringe, daß ich viel Glaubensfrüchte bringe und tüchtig werd zu deinem Reich. Ach zieh mich ganz zu dir, behalt mich für und für, treuer Heiland. O Jesu du, laß mich, wie du und wo du bist, einst finden Ruh. 9. Drum leit auf deiner LeidensBartholomäus Crasselius(?)+ 1724. bahn uns selber an der Hand, Grom 8. Gekreuzigter, den seine Lieb in Not und Tod geführt, ach würd auch unsrer Liebe Trieb treu bis zum Tod verspürt! 262 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. weil dort nur mit regieren kann, 7. Indessen will ich treulich wer hier mit überwand. Nikolaus Lubwig Graf von Zinzendorf. † 1760. kämpfen und stets die falsche Regung dämpfen, bis du dir deine Zeit ersiehst und mich aus folchen Neben ziehst. 401. Mel. 192: Zeuch meinen Geist, triff 2c. Hier legt mein Sinn sich vor dir nieder, mein Geist sucht seinen Ursprung wieder; laß dein erfreuend Angesicht zu meiner Armut sein gericht. 2. Schau her, ich fühle mein Verderben; laß mich in deinem Tode sterben. O möchte doch in deiner Pein mein alter Mensch ertötet sein! ich big 3. Ich fühle wohl, daß ich dich liebe und mich in deinen Wegen übe; und doch ist von Unlauterfeit die Liebe noch nicht ganz befreit. 4. Ich muß noch mehr auf dieser Erden durch deinen Geist geheiligt werden; der Sinn muß tiefer in dich gehn, der Fuß muß unbeweglich stehn. 8. In Hoffnung kann ich fröhlich sagen: Gott hat der Hölle Macht geschlagen, Gott führt mich aus dem Kampf und Streit in seine Ruh und Sicherheit. 9. Drum will die Sorgemeiner Seelen ich dir, mein Vater, ganz befehlen. Ach drücke tief in meinen Sinn, daß ich in dir schon selig bin. 10. Wenn ich mit Ernst hieran gedenke und mich in dein Erbarmen senke, so werd ich von dir angeblickt, und mein Herz wird von dir erquickt. 11. So wächst der Eifer mir im Streite, so schmeck ich schon die süße Beute und fühle, wie es Wahrheit ist, daß du, mein Gott, die Liebe bist. 1901 Christian Friedrich Richter.+ 1711. 402. 5. Ich weiß mir zwar nicht Mel. 37: Durch Abams Fall ist 2c. selbst zu raten, hier gelten nicht Hilf mir, mein Gott, hilf, daß der Menschen Thaten; wer macht fein Herz wohl selber rein? Es muß durch dich gewirket sein. 6. Doch kenn ich wohl dein treues Lieben; du bist noch immer treu geblieben. Ich weiß gewiß, du stehst mir bei und machst mich von mir selber frei. nach dir von Herzen mich verlange, und ich dich suche mit Begier, wenn mir wird angst und bange. Verleih, daß ich mit Freuden dich in meiner Angst bald finde; gieb mir den Sinn, daß ich forthin meid alle Schand und Sünde. 2. Hilf, daß ich stets mit Reu Heiligung und gottseliger Wandel. wollst du von mir vertreiben. und Schmerz mich deiner Gnad stockten Sinn und Diebsgewinn ergebe, hab immer ein zerknirschtes Herz, in wahrer Buße lebe, vor dir erschein, herzlich bewein all meine Missethaten. Mein Trost und Licht, ach laß mich nicht in ewgen Tod geraten. 7. Hilf, daß ich folge treuem Rat, von falscher Meinung trete, den Armen helfe mit der That, für Freund und Feind stets bete, dien jedermann, so viel ich kann, das Böse haß und meide nach deinem Wort, an allem Ort, bis ich von hinnen scheide. Johann Heermann. † 1647. bi 3. Die Luft des Fleisches dämpf. in mir, daß sie nicht überwinde; rechtschaffne Lieb und Lust zu dir im Herzen mir entzünde, daß ich in Not bis in den Tod dich und and dein Wort bekenne, und mich kein Truß noch Eigennut von deiner Wahrheit trenne. Gordum 4. Behüte mich vor Zorn und Grimm, mein Herz mit Sanftmut ziere, auch alle Hoffart von mir nimm und mich zur Demut führe. Was sich noch findt von alter Sünd, laß mich hinfort ablegen; laß allezeit Trost, Fried und Freud in mir durch dich sich regen. 5. Den Glauben stärk, die Lieb erhalt, die Hoffnung mache feste, daß ich von dir nicht wanke bald; Beständigkeit ists beſte. Den Mund bewahr, daß nicht Gefahr durch ihn mir werd erwecket. Gieb Brot dem Leib, doch daß er bleib von Wollust unbeflecket. 6. Gieb, daß ich treu und fleißig sei in dem, was mir gebühret, daß ich auch nicht von Heuchelei und Ehrgeiz werd verführet. Leichtfertigkeit, Haß, Zank und Neid laß von mir ferne bleiben; ver263 403. Mel. 95: Jefus, meine Zuversicht. Himmelan geht unsre Bahn, wir sind Gäste nur auf Erden, bis wir dort nach Kanaan durch die Wüste kommen werden. Hier ist unser Pilgrimsstand, droben unser Vaterland. 2. Himmelan schwing dich, mein Geist, denn du bist ein himmlisch Wesen und kannst das, was irdisch heißt, nicht zu deinem Zweck erlesen. Ein von Gott erleucht'ter Sinn kehrt in seinen Ursprung hin. 3. Himmelan! ruft er mir zu, wenn ich ihn im Worte höre; das weist mir den Ort der Ruh, wo ich einmal hingehöre. Hab ich dieses Wort bewahrt, halt ich eine Himmelfahrt. 4. Himmelan! mein Glaube zeigt mir das schöne Los von ferne, daß mein Herz schon aufwärts steigt über Sonne, Mond und Sterne; denn ihr Licht ist 264 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. viel zu klein gegen jenen Glanz da 5. Wie kann ich des Lichtes und Schein. in mod flour Werke ohne Stärke in der Finster15. Himmelan wird mich der nis vollziehn? Wie kann ich die Tod in die rechte Heimat führen, Liebe üben, Demut lieben und da ich über alle Not ewig werde der Nacht Geschäfte fliehn? isia triumphieren; Jesus geht mir selbst i 6. Ach daß länger meine Seele voran, daß ich freudig folgen kann. sich nicht quäle, zünd dein Feuer in mir an! Laß mich finstres Kind der Erden helle werden, daß ich Gutes wirken kann.or 6. Himmelan! ach himmelan! das soll meine Losung bleiben. Ich will allen eitlen Wahn durch die Himmelslust vertreiben. Himmelan steht nur mein Sinn, bis ich in dem Himmel bin. Benjamin Schmold. † 1737. Wapen 404. TG Mel. 163: Unter Lilien jener Freuden Hüter, wird die Nacht der Sün7. Das Vernunftlicht kann das Leben mir nicht geben; Jesus und sein heller Schein, Jesus muß das Herz anblicken und erquicken, Jesus muß die Sonne sein. da 8. Nur die Decke vor den Augen kann nicht taugen, seine Klarheit kann nicht ein; wenn sein reines Licht den Seinen soll erscheinen, muß das Auge reine sein. den nicht verschwinden? Hüter, ist die Nacht schier hin? Wird die Finsternis der Sinnen bald zerrinnen, davon ich umhüllet bin? 2. Möcht ich, wie das Rund der Erden, lichte werden. Seelensonne, gehe auf! Ich bin finster, falt und trübe; Jesu Liebe, komm, beschleunige den Lauf! liburton 3. Wir sind ja im neuen Bunde, da die Stunde der Erscheinung Mel. 154: Seelenbräutigam. kommen ist; und ich muß mich Jesu, geh voran auf der Lebensstets im Schatten so ermatten, weil du mir so ferne bist. bahn, und wir wollen nicht verweilen, dir getreulich nachzueilen; führ uns an der Hand bis ins Vaterland. 9. Jesu, gieb gefunde Augen, die was taugen, rühre meine Augen an; denn das ist die größte Plage, wenn am Tage man das Licht nicht sehen kann. Christian Friedrich Richter. † 1711. 405. 4. Wir sind ja der Nacht entnommen, da du kommen, aber ich bin lauter Nacht; darum wollst du 2. Solls uns hart ergehn, laß mir, dem Deinen, auch erscheinen, uns feste stehn, und auch in den der nach Licht und Rechte tracht. schwersten Tagen niemals über Heiligung und gottseliger Wandel. Lasten klagen; denn durch Trübsal die Last der Begierden empfinde, hier geht der Weg zu dir., und sich mein tiefes Verderben darlegt; so hilf, daß ich vor mir selbst mag erröten und durch dein Leiden mein fündlich Fleisch töten. 3. Rühret eigner Schmerz irgend unser Herz, kümmert uns ein fremdes Leiden, o so gieb Geduld zu beiden; richte unsern 4. Jesu hilf siegen und lege Sinn auf das Ende hin. 4. Ordne unsern Gang, Jesu, lebenslang; führst du uns durch rauhe Wege, gieb uns auch die nötge Pflege; thu uns nach dem Lauf deine Thüre auf. 92 gefangen in mir die Lüste des Fleisches und gieb, daß bei mir lebe des Geistes Verlangen, aufwärts sich schwingend durch heiligen Trieb. Laß mich eindringen ins himmlische Wesen, so wird mein Geist, Leib und Seele genesen. In drum dot tid sian 25. Jesu hilf siegen, damit auch id mein Wille dir, Herr, sei gänzlich st zu eigen geschenkt, und ich mich ſtets in dein Wollen verhülle, wo 406. Eigene Melodie. 88. id eat Jesu hilf siegen, du Fürste des sich die Seele zur Ruhe hin lenkt. Laß mich mir sterben und alle dem Meinen, daß ich mich zählen kann unter die Deinerig.no Lebens! sieh, wie die Finsternis dringet herein, wie sie ihr höllisches Heer nicht vergebens mächtig aufführet, mir schädlich zu sein! Wütet die Sünde von außen und innen, laß mir, Herr, niemals die Hilfe zerrinnen. our 6. Jesu hilf siegen und laß mich nicht sinken! Wenn sich die Kräfte der Lügen aufblähn und mit dem Scheine der Wahrheit sich schminken, laß doch viel heller dann deine Kraft sehn. Steh mir zur Rechten, o König und Meister; lehre mich kämpfen und prüfen die Geister! Nikolaus Ludwig Graf von Bingendorf und aid † 1760. točk 90 5007 310 190 2. Jesu hilf siegen! Ach wer muß nicht sagen: Herr, mein Gebrechen ist immer vor mir! Hilf, wenn die Sünden der Jugend mich nagen, die mein Gewissen mir täglich hält für. Ach laß mich schmecken dein kräftig Verfühnen, und dies zu meiner Demütigung dienen. 265 3. Jesu hilf siegen! Wenn in mir die Sünde, Eigenlieb, Hoffart und Mißgunst sich regt, wenn ich 7. Jesu hilf siegen im Wachen und Beten! Hüter, duschläfst ja und schlummerst nicht ein. Laß dein Gebet mich unendlich vertreten, der du beim Vater Fürsprecher willst sein. Wenn mich die Nacht mit Ermüdung will decken, wollst 266 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. du mich, Jesu, ermuntern und 2. Nehmt in Geduld auf euch wecken. mein Joch, seht nur auf mich und lernet doch, wie ihr euch sollt erzeigen. Seid fein sanftmütig wie ich bin, liebt Demut, laßt nicht euren Sinn zur Hoffart sich versteigen. id) MAK 3. So werdet ihr zu jeder Zeit für eure Seel in Freud und Leid Trost und Erquickung finden. Mein Joch ist sanft, leicht ist die Last; wer sie geduldig auf sich faßt, dem helf ich überwinden. 4. Ich komm zu dir, Herr Jesu Christ, der du mein heilig Vorbild bist, das laß mich stets betrachten, daß ich mich selbst, und was die Welt an eitler Lust mir vorgestellt, mög gegen dich verachten. 5. Gieb, daß ich wahre Demut üb, den Nächsten stets mit Sanftmut lieb, dein Joch trag bis ans Ende, für meine Seel hier Ruh erlang und dort die Ehrenkron empfang, wann ichs durch dich vollende. Davib Denide. † 1680. ( beau 8. Jefu hilf fiegen! Wenn alles verschwindet und ich mein Nichts und Verderben nur seh, wenn kein Vermögen zu beten sich findet, wenn ich bin wie ein verschüchtertes Reh; ach Herr, so wollst du im Grunde der Seelen dich mit dem innersten Seufzen vermählen. 9. Jesu hilf siegen und laß mirs gelingen, daß ich das Zeichen des Sieges erlang; so will ich ewig dir Lob und Dank singen, Jesu, mein Heiland, mit frohem Gesang. Wie wird dein Name da werden gepriesen, wo du, o Held, dich so mächtig erwiesen! 10. Jesu hilf siegen, wenn ich einst soll scheiden von dieser jammer- und leidvollen Welt; wenn du Thich rufest, gieb, daß ich mit Freuden 311 dir mög fahren ins himmlische Zelt. Laß auch zuletzt mich im Kampf nicht erliegen, reiche die Hand mir, o Jesu, hilf siegen. Johann Heinrich Schröber. † 1699. mm 408. 407. Mel. 101: Kommt her zu mir, spricht 2c. Matth. 11, 28-30. Kommt alle zu mir, kommt zu mir, und fürchtet euch doch nicht, die ihr mit Sünden seid beladen; kommt her, ich bin der gute Hirt, der euer Herz erquicken wird, kein übel soll euch schaden. Mel. 168: Von Gott will ich nicht lassen. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Abend kommt herbei, es ist gefährlich stehen in dieser Wüstenei. Kommt, stärket euren Mut, zur Ewigkeit zu wandern, von einer Kraft zur andern; es ist das Ende gut. Heiligung und gottseliger Wandel. 267 2. Es soll uns nicht gereuen der währen, harr noch ein wenig aus, schmale Pilgerpfad, wir kennen es wird nicht lang mehr währen, ja den Treuen, der uns gerufen so kommen wir nach Haus. Da hat. Kommt, folgt und trauet wird man ewig ruhn. Wenn wir dem; ein jeder sein Gesichte mit mit allen Frommen daheim zum ganzer Wendung richte fest nach Vater kommen, wie wohl, wie Jerusalem.ou wohl wirds thun! Gerhard Tersteegen. † 1769. 3. Kommt, Kinder, laßt uns gehen, der Vater gehet mit; er felbst will bei uns stehen in jedem allow fli sauren Tritt, er will uns machen Mut, mit süßen Sonnenblicken uns locken und erquicken; ach ja, wir habens gut. 109 29 SAIR 4. Ein jeder munter eile, wir sind vom Ziel noch fern, schaut auf die Feuersäule, die Gegenwart des Herrn. Wir gehen Hand in Hand, kommt, laßt uns munter wandern, eins freuet sich am andern in diesem fremden Land. 409. do Mel. 160: Straf mich nicht in 2c.. Mart. 14, 38. Mache dich, mein Geist, bereit, wache, fleh und bete, daß dich nicht die böse Zeit unvermerkt betrete; denn es ist Satans List über viele Frommen zur Versuchung kommen. 5. Sollt wo ein Schwacher fallen, so greif der Stärkre zu, 2. Aber wache erst recht auf von dem Sündenschlafe; denn es folget sonst darauf eine lange Strafe, und die Not samt dem man trag, man helfe allen, man Tod möchte dich in Sünden unpflanze Fried und Ruh. Kommt, vermutet finden. schließt euch fester an; ein jeder sei der Kleinste, und auch zu gleich der Reinste auf unsrer Pilgerbahn.be 2.5 6. Kommt, laßt uns munter wandern, der Weg kürzt immer ab; es folgt ein Tag dem andern, bald fällt das Fleisch ins Grab. Nur noch ein wenig Mut, nur noch ein wenig treuer, vor allen Dingen freier gewandt zum ewgen Gut! G 7. Es wird nicht lang mehr 3. Wache auf, sonst kann dich nicht unser Herr erleuchten! Wache, sonsten wird dein Licht dir noch ferne deuchten. Denn Gott will für die Füll seiner Gnadengaben offne Augen haben. i 4. Wache, daß dich Satans List nicht im Schlaf umstricke, weil er sonst behende ist, daß er dich berücke; und Gott giebt, die er liebt, eft in feine Strafen, wenn sie sicher schlafen. Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. mo 5. Wache, daß dich nicht die od 410.0 Welt durch Gewalt bezwinge romu ir mumsplile oder, wenn sie sich verstellt, wie Mel. 133: Nun fich der Tag geendet hat. der an sich bringe; wach und sieh, Sprüche 23, 26. daß dich nie falsche Brüder fällen, die dir Netze stellen.no a 268 6. Wache dazu auch für dich, für dein Fleisch und Herze, damit es nicht freventlich Gottes Gnad verscherze; denn es ist voller List und kann sich bald heucheln und in Hoffart schmeicheln. 7. Bete aber auch dabei mitten in dem Wachen; denn der Herr nur kann dich frei von dem allen machen, was dich drückt und bestrickt, daß du schläfrig bleibest und sein Werk nicht treibest. 1910 8. Ja, er will gebeten sein, wenn er was soll geben; er verlanget unser Schrein, wenn wir wollen leben und durch ihn unsern Sinn, Feind, Welt, Fleisch und Sünden kräftig überwinden. 9. Doch getrost! es muß uns schon alles glücklich gehen, wenn wir ihn durch seinen Sohn im Gebet anflehen; denn er will uns mit Füll seiner Gunst beschütten, wenn wir gläubig bitten. Mein Gott, das Herz ich bringe dir zur Gabe und Geschenk; du forderst dieses ja von mir, des bin ich eingedenk. 2. Gieb mir, mein Sohn, dein Herz! sprichst du, das ist mir lieb und wert; du findest anders auch nicht Ruh im Himmel und auf Erd. 3. Nun du, mein Vater, nimm ich gebs, so gut ichs geben kann, es an, mein Herz, veracht es nicht, kehr zu mir dein Gesicht. 4. Zwar ist es voller Sündenwuſst und voller Eitelkeit, des Guten aber unbewußt und wahrer Frömmigkeit. 5. Doch aber steht es nun in Reu, kennt seinen Sündenstand und trägt vor allem nunmehr Scheu, daran es Lust sonst fand. 6. Gott heilger Geist, nimm du auch mich in die Gemeinschaft ein, ergieß um Jesu willen dich tief in mein Herz hinein. 7. Dein göttlich Licht gieß in mich aus und Glut der reinen Lieb, lösch Finsternis, Haß, Falschheit aus, schenk mir stets deinen Trieb. ad blis 10. Drum so laßt uns immerdar machen, flehen, beten, weil die Angst, Not und Gefahr immer näher treten; denn die Zeit ist nicht weit, da uns Gott wird richten und die Welt vernichten. Johann Burkhard Freystein.+ 1720. Spott. 8 Hilf, daß ich sei von Herzen treu im Glauben meinem Gott, daß mich im Guten nicht mach scheu der Welt List, Macht und Heiligung und gottseliger Wandel. 180 269 9. Hilf, daß ich sei von Herzen 3. Kein Reifen ist ohn Ungefest im Hoffen und Geduld, daß, mach, der Lebensweg hat auch wenn du mich nur nicht verläßt, sein Ach. Man wandelt nicht auf mich tröste deine Huld. weichen Rosen; der Steg ist eng, der Feinde viel, die mich ableiten von dem Ziel. Ich muß mich oft an Dornen stoßen, ich muß durch dürre Wüsten gehn und kann selbst keinen Ausweg sehn. 4. Der Sonne Glanz mir oft gebricht, der Sonne, die mit Gnadenlicht in unverfälschte Herzen strahlet; Wind, Regen stürmen auf mich zu, mein matter Geist hat nirgend Ruh. Doch alle Müh ist reich bezahlet, wenn ich mir schon die Himmelsthür im festen Glauben stelle für. 10. Hilf, daß ich sei von Herzen fromm, ohn alle Heuchelei, damit mein ganzes Christentum dir wohlgefällig sei. 3961, 1993 sd 11. Nimm ganz, o Gott, zum Tempel ein mein Herz hier in der Zeit und laß es deine Wohnung sein auch in der Ewigkeit. 12. Dir geb ichs ganz zu eigen hin, brauchs, wie es dir gefällt. Ich weiß, daß ich der Deine bin, der Deine, nicht der Welt. Johann Kaspar Schade.+ 1698. 411. Mel. 78: Ich bin ja, Herr, in 2c. Mein Leben ist ein Pilgrim stand, ich reise nach dem Vaterland, nach dem Jerusalem, das droben Gott selbst als eine feste Stadt auf Bundesblut gegründet hat; da werd ich Jakobs Hirten loben. Mein Leben ist ein Pilgrimstand, ich reise nach dem Vaterland. 2. So schnell ich Land und Sand verlaß, so schnell läuft auch mein Stundenglas, und was vorbei ist, kommt nicht wieder. Ich eile zu der Ewigkeit; Herr Jesu, mach mich nur bereit und öffne meine Augenlider, daß ich, was zeitlich ist, veracht und nur nach dem, was ewig, tracht. 5. Jsraels Hüter, Jesu Christ, der du ein Pilgrim worden bist, da du mein Fleisch hast angenommen, zeig mir im Worte deine Tritt; laß mich bei einem jeden Schritt zu deinem Heil stets näher kommen. Mein Leben flieht, ach eile du, mein Herr, zu deinem Knecht herzu. 6. Durch deinen heilgen Geist mich leit, gieb in Geduld Beständigkeit, vor Straucheln meinen Fuß beschütze. Ich falle stündlich, hilf mir auf; zieh mich, damit ich dir nachlauf; sei mir ein Schirm in Trübfsalshike, laß deinen süßen Gnadenschein in Finsternis nicht ferne sein. om sigr 7. Wenn mir mein Herz, o Gnadenfüll, vor Durst nach dir 270 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. verschmachten will, so laß mich feit, voll Liebe meine Seele. Mein dich zum Labsal finden; und schließ ich meine Augen zu, so bring mich zu der wahren Ruh, da Streit und alle Müh verschwinden. Laß mich da sein in Abrams Schoß dein Liebling und dein Hausgenoß. 8. Bin ich in diesem Pilgerland der blinden Welt schon unbekannt; dort sind die Freunde, die mich kennen, dort werd ich mit der Himmelsschar dir jauchzend dienen immerdar und in der reinsten Liebe brennen. Mein Bräutigam, komm, bleib nicht lang; hier in der Wüste wird mir bang. Friedrich Adolf Lampe. † 1729. 412. Mel. 110: Machs mit mir, Gott 2c. Matth. 16, 24. 25. Mir nach! spricht Christus, unser Held, mir nach, ihr Christen alle; verleugnet euch, verlaßt die Welt, folgt meinem Ruf und Schalle, nehmt euer Kreuz und Ungemach auf euch, folgt meinem Wandel nach. Mund, der fließt zu jeder Zeit von süßem Sanftmutsöle, mein Geist, Gemüte, Kraft und Sinn ist Gott ergeben, schaut auf ihn. 4. Jch zeig euch das, was schädlich ist, zu fliehen und zu meiden und euer Herz von arger List zu reingen und zu scheiden; ich bin der Seelen Fels und Hort und führ euch zu der Himmelspfort. 5. Fällts euch zu schwer, ich geh voran, ich steh euch an der Seite; ich kämpfe selbst, ich brech die Bahn, bin alles in dem Streite. Ein böser Knecht, der still darf stehn, wenner den Feldherrn sieht angehn. 6. Wer seine Seel zu finden meint, wird sie ohn mich verlieren; wer sie hier zu verlieren scheint, wird sie in Gott einführen. Wer nicht sein Kreuz nimmt und folgt mir, ist mein nicht wert und meiner Fier. 7. So laßt uns denn dem lieben Herrn mit Leib und Seel nachgehen und wohlgemut, getroft und gern bei ihm im Leiden stehen. Wer nicht gekämpft, trägt auch die Kron des ewgen Lebens nicht davon. eman 2. Jch bin das Licht, ich leucht( Johann Scheffler. † 1677. euch für mit heilgem Tugendleben. Wer zu mir kommt und folget mir, darf nicht im Finstern schweben. Ich bin der Weg, ich weise wohl, wie man wahrhaftig wandeln soll. E* 400 413. Mel. 164: Balet will ich dir geben. Nicht Opfer und nicht Gaben, auch Ruhm und Ehre nicht, noch, was sonst Sünder haben, befreit 3. Mein Herz ist voll Demütig- uns vom Gericht. Nur Jesu Heiligung und gottseliger Wandel. Liebe bleibet, sie ist von Ewigkeit; dem Schaden, Spott und Schande was außer ihr uns treibet, verschwindet mit der Zeit. lauter Lust und Himmel ist; übe ferner dein Gerichte wider unsern Adamssinn, bis uns, Herr, dein Angesichte führet aus dem Kerfer hin. 2. Sie giebt uns Kraft und Leben, reißt jeden Bann entzwei, lehrt helfen, trösten, geben, macht von der Lüge frei; sie muß gerecht uns machen und los von Sündenlust, zum Beten und zum Wachen bewegen unsre Brust. 3. Sie ist die höchste Zierde, des Christentumes Kern, sie gilt als schönste Würde und Krone vor dem Herrn. Was hilfts, mit Engelzungen hoch reden ohne Herz? Wen Liebe nicht durchdrungen, der ist ein totes Erz. 4. Geheimnisvolle Lehren und starker Glaubenssinn stehn nicht bei Gott in Ehren, wenn Liebe nicht darin. Der treibt nur arm Geschwätze, wer kalt und liebeleer der größten Weisheit Schäße darleget um sich her. 5. Der Vater ist die Liebe, der Sohn ist Lieb allein, des heilgen Geistes Triebe sind Liebe heiß und rein. Das ist die Lebensquelle vom Vater und vom Sohn! Mach unsre Seelen helle, du Strom von Gottes Thron! Johannes Rothen, geb. 1797. 271 414. Eigene Melodie. 137. Micha 2, 13. 2. Ists doch deines Vaters Wille, daß du endest dieses Werk; hierzu wohnt in die die Fülle aller Weisheit, Lieb und Stärk, daß du nichts von dem verlierest, was er dir geschenket hat, und es aus der Unruh führest zu der süßen Ruhestatt. 3. Ach, so mußt du uns vollenden, willst und kannst ja anders nicht; denn wir sind in deinen Händen, dein Herz ist auf uns gericht, wie die Welt uns auch verachte hier in dieser Pilgerzeit und mit Hochmut uns betrachte ob des Kreuzes Niedrigkeit. 1017 4. Schaue denn auf unsre Ketten, da wir mit der Kreatur seufzen, um Erlösung beten von der fündigen Natur, von dem Dienst der Eitelkeiten, der uns noch so hart bedrückt, ob auch unser Geist zu Zeiten sich auf etwas Beffres schickt. 5. Ach erheb die matten Kräfte, reiß die Bande doch entzwei, daß auch unterm Weltgeschäfte unser Sinn stets himmlisch sei. Weg mit Menschenfurcht und Zagen, Zweifel und Bedenklichkeit, fort Durchbrecher aller Bande, der du immer bei uns bist, bei mit Scheu vor Schmach und 272 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. Plagen, weg des Fleisches Zärt- ererben; führ ins Paradies uns lichkeit. ein. Doch, wohlan! du wirst nicht 19mmica 6. Herr, zermalme, brich, ver- säumen, werden wir nicht lässig nichte alle Macht der Finsternis; sein; wirst uns wecken wie aus ach, entnimm uns dem Gerichte, Träumen, wenn die Freiheit mach des Sieges uns gewiß. Heb bricht herein. uns aus dem Staub der Sünden, treib die Weltlust von uns aus; de cel laß uns wahre Freiheit finden droben in des Vaters Haus. am ther da 415, Juinsdri 7. Wir verlangen keine Ruhe für das Fleisch in diesem Streit; wie dus nötig findst, so thue noch vor unsrer Abschiedszeit. Aber unser Geist, der bindet dich im Glauben, läßt dich nicht, bis er die Erlösung findet, die dein treuer Mund verspricht. Gottfried Arnold. 195 † 1714. 790 TIDE Mel. 181: Wer nur den lieben Gott 2c. großer Gott, dureines Weſen, der du die reinen Herzen dir zur steten Wohnung auserlesen, ach schaff ein reines Herz in mir, ein Herz, das von der argen Welt sich rein und unbefleckt erhält. 2. Vor allem mache mein Ge8. Herrscher, herrsche! Sieger, müte durch ungefärbte Buße rein, siege! König, brauch dein Regi- und laß es, Herr, durch deine ment, führe deines Reiches Kriege, Güte und Christi Blut gewaschen mach der Sklaverei ein End, denn sein. Dann mache mich zur Reidie Last treibt uns zu rufen, alle flehen wir dich an: Zeig doch nur die ersten Stufen der gebrochnen Freiheitsbahn! nigkeit des Lebens fertig und bereit. 9. Laß, die teuer du erworben, nicht der Menschen Knechte sein. Denn bist du für uns gestorben, mußt du uns auch machen rein, rein und frei und ganz vollkommen, ähnlich deinem heilgen Bild. Der hat Gnad um Gnad genommen, welchen deine Füll erfüllt. 10. Liebe, zieh uns in dein Sterben, laß mit dir gekreuzigt sein, was dein Reich nicht kann deinen Himmel gehn. 3. Regiere mich nach deinem Geiste, der mein getreuer Beistand sei und mir erwünschte Hilfe leiste. Gott, stehe mir in Gnaden bei und gieb mir einen solchen Geist, der neu, gewiß und willig heißt. 4. Doch weil ich meine Schwachheit merke, mein Vater, so verwirf mich nicht und stoß mich wegen meiner Werke ja nicht von deinem Angesicht. Laß mich hier in der Gnade stehn und dort in Heiligung und gottseliger Wandel. 273 wahr; hier in dieser Leibeshöhle schwebst du täglich in Gefahr. 5. Nimm deinen Geist, den Seele, deines Heils mit Zittern Geist der Liebe, ja nun und nimmermehr von mir und leite mich durch seine Triebe, durch feinen Beistand für und für. Ja führe du mich durch die Zeit hin zu der reinen Ewigkeit! 8. Halt ja deine Krone feste; halte männlich, was du haft. Recht beharren ist das beste; Rückfall ist ein böser Gaſt. Johann Olearius. † 1684. 416. Eigene Melodie. 150. 10. Laß dem Fleische nicht den Willen, gieb der Lust den Zügel 2ut. 13, 24. Ringe recht, wenn Gottes Gnade nicht; willst du die Begierden stillen, so verlischt das Gnadenlicht. dich nun ziehet und bekehrt, daß dein Geist sich recht entlade von der Laft, die ihn beschwert. 2. Ringe, denn die Pfort ist enge, und der Lebensweg ist schmal; hier bleibt alles im Gedränge, was nicht zielt zum Himmelssaal. 3. Kämpfe bis aufs Blut und Leben, dring hinein in Gottes Reich; will der Satan widerstreben, werde weder matt noch weich. 4. Ringe, daß dein Eifer glühe, und die erste Liebe dich von der ganzen Welt abziehe; halbe Liebe hält nicht Stich. 5. Ringe mit Gebet und Schreien, halte damit feurig an; laß dich keine Zeit gereuen, wärs auch Tag und Nacht gethan. 9. Laß dein Auge ja nicht gaffen nach der schnöden Eitelkeit; bleibe Tag und Nacht in Waffen, fliehe träge Sicherheit. 6. Hast du dann die Perl errungen, denke ja nicht, daß du nun alles Böse haft bezwungen; denn es ist noch viel zu thun. 7. Nimm mit Furcht ja deiner 11. Wahre Treu führt mit der Sünde bis zum Grab beständig Krieg, gleichet nicht dem Rohr im Winde, sucht in jedem Kampf den Sieg. 12. Wahre Treu kommt dem Getümmel dieser Welt niemals zu nah; ist ihr Schatz doch in dem Himmel, drum ist auch ihr Herz allda. 13. Dies bedenket wohl, ihr Streiter! streitet recht und fürchtet euch; dringet alle Tage weiter, bis ihr kommt ins Himmelreich. 14. Denkt bei jedem Augenblicke, obs vielleicht der letzte sei; bringt die Lampen ins Geschicke, holet neues Öl herbei. 15. Liegt nicht alle Welt im Bösen? steht nicht Sodom in der Glut? Seele, wer soll dich erlösen? Eilen, eilen ist hier gut. 16. Eilet, zählet Tag und 18 274 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. Stunden, bis des Bräutgams Ruf Toten wecken, und Christus wird erklingt, der, wenn ihr nun über wunden, euch zum Schauen Gottes bringt. rise. die Welt erschrecken, so stehen wir mit Freuden auf. Gottlob! wir sind versöhnt. Daß uns die Welt verhöhnt, währt nicht lange; und Gottes Sohn hat längstens schon uns beigelegt die Ehrenkron. 4. Jesu, stärke deine Kinder und mach aus ihnen Überwinder, die du erkauft mit deinem Blut. Schaff in uns ein neues Leben, daß wir uns stets zu dir erheben, wenn uns entfallen will der Mut. 417. Mel. 169: Wachet auf, ruft uns 2c. Rüstet euch, ihr Christenleute! die Feinde suchen euch zur Beute; ja Satan selbst hat eur begehrt. Geuß aus auf uns den Geist, da durch die Liebe fleußt in die Herzen; so halten wir getreu an Wappnet euch mit Gottes Worte dir im Tod und Leben für und kämpfet frisch an jedem Orte, und für. damit ihr bleibet unversehrt. Ist euch der Feind zu schnell? Hier ist Immanuel. Hosianna! Der Starke fällt durch diesen Held, und wir behalten mit das Feld. Wilhelm Erasmus Arends. † 1721. mi polin 418. 17. Eile, gehe ihm entgegen! sprich: Mein Licht, ich bin bereit, meine Hütte abzulegen, mich dürst nach der Ewigkeit. Johann Joseph Windler. † 1722. Mel. 50: Freu dich sehr, o meine Seele. 3130 Philipp. 2, 12. 2. Reinigt euch von euren Lüsten; besieget sie, die ihr seid Schaffet, schaffet MenschenChristen, und stehet in des Herren kinder, schaffet eure Seligkeit! Kraft. Stärket euch in Jesu bauet nicht wie sichre Sünder nur Namen, daß ihr nicht strauchelt auf gegenwärtge Zeit; sondern wie die Lahmen. Wo ist des schauet über euch, ringet nach Glaubens Ritterschaft? Wer hier dem Himmelreich und bemühet ermüden will, der schaue auf das Ziel! Da ist Freude! Wohlan, so seid zum Kampf bereit! so krönet euch die Ewigkeit. euch auf Erden, wie ihr möget selig werden. 2. Daß nun dieses mög geschehen, so bekämpfet Fleisch und Blut, und der Welt zu widerstehen, rüstet euch mit Kraft und Mut. Gottes Wille soll allein eures 3. Streitet recht die wengen Jahre, eh ihr kommt auf die Totenbahre; kurz, kurz ist unser Lebenslauf. Wenn Gott wird die Lebens Richtschnur sein, mag es Heiligung und gottseliger Wandel. 275 eure schwachen Herzen nun er- schlagen; Gott, ists, der des Geistes freuen oder schmerzen. GÖl und, nachdem es ihm beliebt, Wollen und Vollbringen giebt. D so laßt zu ihm uns gehen, ihn um Gnade anzuflehen! bidon 8. Und dann freuzigt eure Glieder, drin die Sündenlust sich regt, kämpft den alten Menschen nieder, bis ihm seine Macht gelegt; was euch ärgert, hauet ab, was euch hindert, senkt ins Grab; denket stets an diese Worte: Gehet durch die enge Pforte! 3. Ihr habt Urfach zu bekennen, daß in euch noch Sünde steckt, daß ihr Fleisch vom Fleisch zu nennen, daß euch lauter Elend deckt, und daß Gottes Gnadenkraft nur allein das Gute schafft; ja, daß außer seiner Gnade in euch nichts, denn Seelenschade. 4. Selig, wer im Glauben kämpfet, selig, wer im Kampf besteht, wer des Fleisches Lüfte dämpfet, selig, wer die Welt verschmäht! Unter Christi Kreuzesschmach jaget man dem Frieden nach. Wer den Himmel will er erben, muß zuvor mit Christo fterben. 5. Werdet ihr nicht treulich ringen, sondern träg und lässig sein, eure Neigung zu bezwingen, so bricht eure Hoffnung ein; ohne tapfern Streit und Krieg folget niemals rechter Sieg; nur den Siegern wird die Krone beigelegt zum Gnadenlohne. 9. 3ittern will ich vor der Sünde und dabei auf Jesum sehn, bis ich seinen Beistand finde, in der Gnade zu bestehn. Ach mein Heiland, geh doch nicht mit mir Armen ins Gericht; gieb mir deines Geistes Waffen, meine Seligkeit zu schaffen. 10. Amen, es geschehe, Amen! Gott versiegle dies in mir, auf daß ich in Jesu Namen meinen Kampf zu Ende führ. Er verleihe Kraft und Stärk und regiere selbst das Werk, daß ich wache, bete, ringe, und also zum Himmel dringe. Ludwig Andreas Gotter. † 1735. 6. Mit der Welt nach Lust zu jagen, hat bei Christen keine Statt; an dem Fleisch Gefallen tragen, macht des Geistes Kräfte matt; unter Christi Kreuzesfahn geht es wahrlich niemals an, daß man noch mit frechem Herzen sicher wollte thun und scherzen.. 419. Mel. 169: Wachet auf, ruft uns 2c. Matth. 5, 8. 7. Furcht muß man im Herzen Selig sind die reinen Herzen, tragen, denn Gott kann mit Leib und Seel uns zur Hölle niederhad die ihre Krone nicht verscherzen; sie werden Gottes Antlig sehn. 18* 276 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. Alle Keuschen, Unbefleckten, vom 7. Bind zusammen Herz und Herz, laß uns trennen feinen Schmerz, knüpfe selbst durch deine Hand fest das heilge Bruderband. Herrn zum guten Kampf Erweckten, die in der Reinigkeit bestehn, sie sehen einst im Licht sein strahlend Angesicht voller Gnaden. Herr, wir sind dein, behalt uns rein und lehre uns dir ähnlich sein! Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf. † 1760. 420. Mel. 39: Jefu, tomm doch selbst zu mir. Psalm 133. Sich, wie lieblich und wie fein ists, wenn Brüder im Verein friedlich mit einander gehn und in Herzenseintracht stehn. 8. So, wie du, Herr Jesu Christ, Eins mit deinem Vater bist, sei vereinigt treu und wahr deine ganze Jüngerschar. 9. Kraft, Lob, Ehr und Herrlichkeit sei dir jetzt und allezeit, o Herr Jesu; laß uns dein, ewig in dir Eines sein. 3. Aber ach, wie ist die Lieb so erloschen, daß ein Trieb, der das Herz für andre rührt, nur so selten wird geſpürt. 4. Ach so viele gehen hin in der Welt nach ihrem Sinn, denken an die andern nicht; wo bleibt da die Liebespflicht? Michael Müller, † 1704, und Johann Christian Nehring. † 1736. 421. 106 1130 Mel. 110: Machs mit mir, Gott zc. 1. Joh. 4, 20. 21. Diesen ja verheißt der Herr reichen Segen nach Begehr, hier So jemand spricht: ich liebe das Leben in der Zeit und auch dort in Ewigkeit. Gott, und haßt doch seine Brüder, der treibt mit Gottes Wahrheit Spott und reißt sie ganz darnieder. Gott ist die Lieb und will, daß ich den Nächsten liebe gleich als mich. 2. Wir haben Einen Gott und Herrn, sind Eines Leibes Glieder; drum diene deinem Nächsten gern, denn wir sind alle Brüder. Gott schuf die Welt nicht bloß für mich, mein Nächster ist sein Kind, wie ich. 5. D Herr Jesu, Gottes Sohn, schaue doch von deinem Thron, schaue die Zertrennung an, die ein Mensch nicht bessern kann. 3. Ein Heil ist unser aller 6. Sammle, großer Menschen- Gut. Ich sollte Brüder hassen, hirt, alles, was sich hat verirrt; die Gott durch seines Sohnes laß in deinem Gnadenschein alles Blut so hoch erkaufen lassen? ganz vereinigt sein. Daß Gott mich schuf und mich Heiligung und gottseliger Wandel. verfühnt, hab ich dies mehr als fie verdient? 4. Du schenkst mir täglich so viel Schuld, du Herr von meinen Tagen; ich aber sollte nicht Geduld mit meinen Brüdern tragen? dem nicht verzeihn, dem du vergiebst, und den nicht lieben, den du liebst? mi turb 5. Was ich den Frommen hier gethan, dem Kleinsten auch von diesen, das sieht er, mein Erlöser, an, als hätt ichs ihm erwiesen. Und ich, ich sollt ein Christ noch sein und Gott in Brüdern nicht erfreun? 6. Ein unbarmherziges Gericht wird über den ergehen, der nicht barmherzig ist, der nicht die rettet, die ihn flehen. Drum gieb mir, Gott, durch deinen Geist ein Herz, das dich durch Liebe preist. Christian Fürchtegott Gellert.+ 1769. Board B Sper split Rayt about 277 Scheiden und mach auf die Ewigkeiten mich durch deine Gnade klug. 422. Mel. 10: Alles ist an Gottes Segen. But. 12, 19. 20. Wenn ich mir auf viele Jahre einen großen Vorrat spare, wes wird sein mein Überfluß, wenn ich einst gesammelt werde in ein Räumlein kühler Erde, oder heute sterben muß? 2. Herr, bewahr mich vor den Stricken, wenn der Geiz mich will berücken; das, was da ist, sei genug! Gieb mir Vorsicht auf mein 3. Lehr mich bei den irdschen Gaben Mangel oder Fülle haben, hungern oder satt zu sein. Jesus ist für uns gestorben; was am Kreuz er uns erworben, bleibt im Sterben uns allein. 4. Könnt er auch die Welt gewinnen, führ er dennoch arm von hinnen, wer nicht teil am Himmel hat. Wer an Jesum Christum glaubet, dem wird nichts im Tod geraubet; reich in Gott sein, das macht satt. 5. Herr, ich glaube, laß im Sterben mich mit deinen Kindern erben; dort ist unser wahrer Schatz. Was wir opfern um dein Lieben, dafür hast du uns verschrieben einen himmlischen Ersatz. Philipp Friedrich Hiller. † 1769. in423. b 10 m20 DA 02 Mel. 174: Was mein Gott will zc. Wer sich auf seine Schwachheit steift, der bleibt in Sünden liegen; und wer den Heiland nicht ergreift, wird sich gewiß betrügen. Den Himmelsweg und schmalen Steg hat er nie angetreten; er weiß auch nicht in Gottes Licht, was kämpfen sei und beten. 2. Was jetzt die Welt nur Schwachheit heißt, ist ihrer Bosheit Stärke; dadurch vermehrt der böse Geist sehr mächtig seine 278 Der dritte Artikel: Gott der heilige Geist. Werke. Auf, Seele, auf! richt das teure Pfand des Geistes uns deinen Lauf zur Allmacht, die gegeben, dadurch wir, frei von dich rettet; des Heilands Hand Heuchelei, im Streit stets fiegzerreißt das Band, womit du an- reich leben. gefettet. 1900 6. Gieb Kraft, wo keine Kraft 3. Der erste Schritt im Christen- mehr ist, gieb Kraft, das Fleisch tum macht von der Sünd uns zu dämpfen. Gieb Kraft, wenn scheiden; bei einem wahren Glau- Satars Macht und List uns bensruhm muß man die Weltlust meiden. Wenn Christi Geist die Seel entreißt von ihren Todesbanden, spürt sie die Kraft, die Jesus schafft, mit dem sie auferstanden. schwächen will im Kämpfen. Wenn uns die Welt viel Neke stellt, gieb Kraft, sie zu vernichten; so wird in Not, ja selbst im Tod uns deine Kraft aufrichten. Bernhard Walther Marperger. † 1746. in usdink ni to dir wist bin NO 4. Mein Heiland, fördre selbst dein Werk, laß mich gekräftigt werden; es ist Gerechtigkeit und Stärk mein bestes Teil auf Erden. Du machst gerecht uns, dein Ge424. Mel. 9: Alle Menschen müssen sterben. schlecht, und willst zugleich uns Wir sind dein, Herr, laß uns stärken, daß wir in dir des Glaubens Zier, die Macht der Gnade merken. immer unter deinen Flügeln ruhn, laß dein Licht und Gnadenschimmer strahlen über unser Thun; schaff in uns, was dir beliebet, tilge, was dein Werk betrübet; mach, was alt ist von Natur, zur erneuten Kreatur! Valentin Ernst Löscher. † 1749. 5. Brich durch, o starker Gottessohn, damit auch wir durchbrechen, uns freudig nahn dem Gnadenthron, nicht mehr von Schwachheit sprechen, wenn deine Hand spoil nodm mi tdfold 190 937 deblie nod tour Hotod 21529 318 thing djur 11157890 Ardemes tuidad strif mal Insomsorg shis tismention this bi Fotekitabinarbie hed fou thiur is stad asd hote hipel tim dan gun 10 IV. inio mo Gebet-, Sob- und Danklieder. 1. Das Gebet im allgemeinen. dammen; fei getreu bis in den Tod, beten hilft aus aller Not. 5. Beten hilft aus aller Not, ei so bete ohne Zweifel. Bist du arm, Gott schenkt dir Brot; schreckt dich Hölle, Welt und Teufel, bete nur, so wirst du sehn, Gott wird dir zur Seite stehn. 425. Mel. 95: Jesus, meine Zuversicht. Bete nur, betrübtes Herz, wenn dich Angst und Kummer kränken, Hlag und sag Gott deinen Schmerz, er wird endlich an dich denken; Gott wird dein Gebet und Flehn, ist es ernstlich, nicht verschmähn. 2. Gott wird dein Gebet und Flehn dir zur rechten Zeit gewähren; glaube nur, es wird geschehn, was die Frommen hier begehren, denn Gott kennet deinen Schmerz; bete nur, betrübtes Herz!! 3. Bete nur, betrübtes Herz, bete stets in Jefu Namen, wirf 426. die Sorgen hinterwärts; Gott Mel. 160: Straf mich nicht in x. Betgemeinde, heilge dich mit spricht schon das süße Amen, deines Jesu Tod und Blut macht dein Beten recht und gut. dem heilgen Öle, Jesu Geist erangieße sich dir in Herz und Seele. 4. Deines Jesu Tod und Blut Laß den Mund alle Stund von stillt die hell entbrannten Flam- Gebet und Flehen heilig übermen; bete mit beherztem Mut, gehen. Gott kann dich nun nicht ver- 2. Das Gebet der frommen 6. Gott wird dir zur Seite stehn, vor wem sollte dir nun grauen? Mußt du hier auf Dornen gehn, endlich sollst du Rosen schauen, denn Gott fennet deinen Schmerz; bete nur, betrübtes Herz. Johann Gottfried Strause. † 1746. Das Gebet im allgemeinen. Schar, was sie fleht und bittet, ist der Heilgen Kunst: beten, wie das wird auf dem Rauchaltar ers liebet, daß gescheh je und je, vor Gott ausgeschüttet; und da wie ers vorgenommen, auf sein ist Jesus Christ Priester und Ver- endlich kommen. fühner aller seiner Diener. 3. Kann ein einiges Gebet einer gläubgen Seelen, wenns zum Herzen Gottes geht, seines Zwecks nicht fehlen: was wirds thun, wenn fie nun alle vor ihn treten und zusammen beten? mspil 9. Dies Verlangen muß vorher in der Seele glimmen, so macht aus den Bitten er Donner, Blitz und Stimmen; die ergehn und geschehn, daß die Feinde beben und Gott Ehre geben. Christoph Karl Ludwig von Pfeil.+ 1776. 4. Wenn die Heilgen dort und hier, Große mit den Kleinen, Engel, Menschen mit Begier alle sich vereinen, und es geht Ein 427. Eigene Melodie. 35. Gebet aus von ihnen allen, wie Dir, dir, Jehovah, will ich fingen, denn wo ist doch ein solcher Gott wie du? Dir will ich meine Lieder bringen; ach gieb mir deines Geistes Kraft dazu, daß ich es thu im Namen Jesu Christ, so wie es dir durch ihn gefällig ist. 2. Zeuch mich, o Vater, zu dem Sohne, damit dein Sohn mich wieder zieh zu dir; dein Geist in meinem Herzen wohne und meine Sinnen und Verstand regier, daß ich den Frieden Gottes schmeck und fühl und dir darob im Herzen sing und spiel. 280 muß das erschallen! 91905. D der unerkannten Macht von der Heilgen Beten! Ohne das wird nichts vollbracht, so in Freud, als Nöten. Schritt für Schritt wirkt es mit, wie zum Sieg der Freunde, so zum End der Feinde! dildag ndos 96. D so betet alle drauf, betet immer wieder! Heilge Hände hebet auf, heiligt eure Glieder! Heiliget das Gebet, das zu Gott sich schwinget; betet, daß es dringet! 7. Betet, daß die letzte Zeit vollends übergehe, daß man Christi Herrlichkeit offenbaret sehe; stim met ein insgemein mit der Engel Sehnen nach dem Tag, dem schönen! 8. Das Gebethat Christi Gunst, wo mans ernstlich übet; und das # 3. Verleih mir, Höchster, solche Güte, so wird gewiß mein Singen recht gethan, so klingt es schön in meinem Liede, und ich bet dich im Geist und Wahrheit an; so hebt dein Geist mein Herz zu dir empor, daß ich dir Psalmen sing im höhern Chor. Vo Das Gebet im allgemeinen. solche Seligkeit! 4. Denn der kann mich bei dir Ewigkeit, daß du mir schenkest vertreten mit Seufzern, die ganz unaussprechlich sind; der lehret mich recht gläubig beten, giebt Zeugnis meinem Geist, daß ich dein Kind und ein Miterbe Jesu zen schallet durch deines heilgen Geistes Kraft und Trieb, so bricht dein Vaterherz und wallet ganz brünstig gegen mich vor heißer Lieb, daß mirs die Bitte nicht versagen kann, die ich nach deinem Willen hab gethan. 6. Was mich dein Geist selbst bitten lehret, das ist nach deinem Willen eingericht und wird gewiß von dir erhöret, weil deines Sohnes Name für mich spricht, durch welchen ich dein Kind und Erbe bin und nehme von dir Gnad um Gnade hin. 281 Bartholomäus Craffelius.+ 1724. Fran 428. Christi sei, daher ich Abba, lieber mel. 45: Es ist das Heil uns kommten her. Vater! schrei. men 1. Rönige 3, 5-14.1 ord 5. Wenn dies aus meinem Her Gott, deine Güte reicht so weit, so weit die Wolken gehen; du frönst uns mit Barmherzigkeit und eilst uns beizustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, vernimm mein Flehn, merk auf mein Wort, denn ich will vor dir beten. 2. Ich bitte nicht um Überfluß und Schätze dieser Erden; laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gieb mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen. 3. Jch bitte nicht um Ehr und 7. Wohl mir, daß ich dies Zeug- Ruhm, so sehr sie Menschen nis habe! Drum bin ich voller rühren; des guten Namens EigenTrost und Freudigkeit und weiß, tum laß mich nur nicht verlieren. daß alle gute Gabe, die ich von Mein wahrer Ruhm sei meine dir verlange jederzeit, die giebst Pflicht, der Ruhm vor deinem Andu und thust überschwenglich gesicht und frommer Freunde Liebe. mehr, als ich verstehe, bitte und 4. So bitt ich dich, Herr Zebegehr. 100g $ 10 8. Wohl mir, ich bitt in Jesu Namen, der mich zu deiner Rechten selbst vertritt! In ihm ist alles Ja und Amen, was ich von dir im Geist und Glauben bitt. Wohl mir, Lob dir jetzt und in op baoth, auch nicht um langes Leben. Im Glücke Demut, Mut in Not, das wollest du mir geben. In deiner Hand steht meine Zeit; laß du mich nur Barmherzigkeit vor dir im Tode finden. H will not Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. 282 Das Gebet im allgemeinen. 429.d Mel. 40: Erhalt uns, Herr, bei 2c. Herr err Gott, der du mein Vater bist, ich ruf im Namen Jesu Christ zu dir, auf sein Wort, Eid und Tod, hör, Helfer treu, in Angst und Not. 2. Laß uns dein Wort, stärk uns im Geist, hilf, daß wir thun, was es uns heißt; gieb Frieden, Schuß und täglich Brot, behüt das Land, du treuer Gott. 3. Errett von Teufel, Sünd und Tod, aus Leibes und der Seelen Not, ein selig Stündlein uns bescher; dein ist das Reich, Kraft, Preis und Ehr. 4. Auf dein Wort sprech ich Amen, Herr; aus Gnaden meinen Glauben mehr. Du bist allein der Vater mein, laß mich dein Kind und Erbe fein. Johann Mathesius. † 1565. heit spotten, biet allen Widersachern Truk. 3. Gieb du getreue Lehrer und unverdrossne Hörer, die beide Thäter sein. Auf Pflanzen und Begießen laß dein Gedeihen fließen und reichlich Segen ernten ein. 4. Den König hoch beglücke, laß deine Gnadenblicke auf all die Seinen gehn, schüß ihn auf seinem Throne und lasse seine Krone in segensvollem Glanze stehn. isd 5. Laß alle, die regieren, ihr Amt getreulich führen, hilf jedermann zum Recht, daß Fried und Treu sich müssen in unſerm Lande küffen; ja segne gnädig Herrn und Knecht. cottia 6. Ach wende, Herr, in Gnaden Krieg, Feuer, Wasserschaden, treib Sturm und Hagel ab. Bewahr des Landes Früchte und mache nicht zu nichte, was deine milde Hand uns gab. 7. Laß alle giftgen Seuchen von unsern Grenzen weichen, verleih gesunde Luft. Laß Not und teure Zeiten sich nicht bei uns ausbreiten, da man umsonst nach Brote ruft. 430. Pre Mel. 148: D Welt, ich muß dich lassen. err höre! Herr erhöre! breit deines Namens Ehre an allen Orten aus. Behüte alle Stände 8. Die Leidenden erquicke, und durch deiner Allmacht Hände, beschütze Kirche, Thron und Haus. 2. Ach laß dein Wort uns allen noch ferner reichlich schallen zu unsrer Seelen Nutz. Bewahr uns vor den Rotten, die deiner Wahrbringe die zurücke, die in der Frre gehn. Die Witwen und die Waisen wollst du mit Troste speisen, wenn sie zu dir um Hilfe flehn. 9. Ach segne jede Ehe mit Frieden, Herr, und stehe den Das Gebet im allgemeinen. Müttern gnädig bei. Zeuch unsre fahr, ich harre deiner immerdar. zarte Jugend zur Frömmigkeit Ist wohl ein Übel, das mich und Tugend, daß sie der Eltern schreckt, wenn deine Rechte mich Freude sei. bedect? 10. Hilf als ein Arzt den Kranken und, die im Glauben wanken, laß nicht zu Grunde gehn. Die Alten heb und trage, auf daß sie ihre Plage geduldig mögen überstehn.m 11. Bleib der Verfolgten Stütze, die Reisenden beschütze, die Sterbenden begleit mit deinen Engelscharen, daß sie in Frieden fahren zu Zions Freud und Herrlichkeit. ast 391 Ir 5. Laß deines Namens mich zu freun, ihn stets vor meinen Augen sein; laß, meines Glaubens mich zu freun, ihn stets durch Liebe thätig sein. 6. Was du mich lehrst, das ist mein Heil, dir folgen sei mein bestes Teil. Nach deines Reichs Gerechtigkeit laß, Herr, mich trachten allezeit. 7. Ich bin zu schwach, aus eigner Kraft zu fiegen über Leidenschaft; du aber ziehst mit Kraft mich an, daß ich den Sieg erlangen kann. idis hon argen 8. Gieb von den Gütern dieser Welt mir, Herr, so viel als dir D Mel. 143: O Jesu Christ, meins 2c. gefällt; gieb deinem Knecht ein Ich komme vor dein Angesicht; mäßig Teil, zu seinem Fleiße Glück und Heil. verwirf, o Gott, mein Flehen nicht, vergieb mir alle meine 9. Schenkt deine Hand mir Schuld, du Gott der Gnaden und Geduld. Überfluß, so gieb mir Weisheit im Genuß, und laß, die Dürftgen zu erfreun, mich einen frohen Geber sein. 10. Gieb mir Gesundheit und verleih, daß ich sie nütz und dankbar sei, und nie aus Liebe gegen sie mich zaghaft meiner Pflicht entzieh12. Nun Herr, du wirst er füllen, was wir nach deinem Willen in Demut jetzt begehrt. Wir sprechen nun das Amen in unsers Jesu Namen; so ist uns unser Wunsch gewährt. Benjamin Schmold. † 1737. 283 431. yol of the 4. Ich bin ja, Herr, in deiner Hand, von dir empfing ich den Verstand; erhalt ihn mir, o Herr, mein Hort, und stärk ihn durch dein göttlich Wort. 2. Schaff du ein reines Herz in mir, ein Herz voll Lieb und Furcht zu dir, ein Herz voll Demut, Preis und Dank, ein ruhig Herz mein Leben lang. d 3. Sei mein Beschützer in Ge Das Gebet im allgemeinen. 111. Erwecke mir stets einen mein Kraft, sagt mir dein Wort, Freund, ders treu mit meiner Wohlfahrt meint, mit mir in deiner Furcht sich übt, mir Rat und Trost und Beispiel giebt. mein Hilf, mein Heil, mein Leben, mein starker Gott in aller Not: wer mag mir widerstreben? 5. Mir hat die Welt oft zugericht mit argem Lug- und Truggedicht Netz und geheime Stricke. Herr, nimm mein wahr in der Gefahr, schütz mich vor falscher Tücke. 6. Herr, meinen Geist befehl ich dir, mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir, nimm mich in deine Hände; o wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende. 7. Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit sei Vater, Sohn und Geist bereit, Lob seinem heilgen Namen! Die göttlich Kraft mach uns sieghaft durch Jesum Christum. Amen. Horbord Pant Adam Reusner. um 1575. 284 12. Bestimmst du mir ein längres Ziel, und werden meiner Tage viel, so bleibe meine Zuversicht, verlaß mich auch im Alter nichts abrisd 13. Und wird sich einst mein Ende nahn, so nimm dich meiner herzlich an und sei durch Christum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn. Christian Fürchtegott Gellert.+ 1769. list asjad thors 432. mot Eigene Melodie. 85. Psalm 31, 1-6. In dich hab ich gehoffet, Herr, hilf, daß ich nicht zuschanden werd, noch ewiglich zu Spotte. Dies bitt ich dich, erhalte mich dir treu, dem treuen Gotte. 433.00 Mel. 180: Wer nur den lieben 2c. 72. Dein gnädig Ohr neig her zu mir, erhöre mich und tritt herfür, eil bald, mich zu erretten. In Angst und Weh ich lieg und steh, hilf mir in meinen Nöten. 3. Mein Gott und Schirmer, steh mir bei, sei meine Burg, selber haben, das nicht von dir darin ich frei und ritterlich mög streiten, ob noch so sehr der Feinde Heer mich dräng auf beiden Seiten. Mein Gott, ich flopf an deine Pforte mit Seufzen und mit Bitten an, ich halte mich an deine Worte: Klopft an, so wird euch aufgethan. Ach öffne mir die Gnadenthür, in Jesu Namen steh ich hier. 2. Wer kann was von sich den Ursprung hat? Du bist der Geber aller Gaben, bei dir ist immer Rat und That. Du bist 4. Du bist mein Stärk, mein der Brunn, der immer quillt, und Fels, mein Hort, mein Schild, bist das Gut, das immer gilt. Das Gebet im allgemeinen. 285 3. Drum komm ich auch mit schweben und meinen letzten meinem Beten, das voller Herz Sterbetag, damit mein Ausgang und Glauben ist. Der mich heißt aus der Welt den Seligen mich freudig vor dich treten, ist mein zugesellt. Erlöser, Jesus Christ; und der in mir das Abba schreit, ist, Gott, dein Geist der Freudigkeit. Benjamin Schmold. † 1737. 4. Gieb, Vater, gieb nach deinem Willen, wes ich, dein Kind, Mel. 182: Wer weiß, wie nahe mir ic bedürftig bin; du kannſt mir mei- Mein lieber Gott, gedenke meinen Hunger stillen, in dir muß aller Segen blühn. Doch gieb, du Geber, allermeist, was mich dem Sündendienst entreißt. ner im Besten jetzt und allezeit; denn außer dir ist nirgends einer, der mich mit Rat und Trost erfreut. Dein Wort macht mich voll Zuversicht und sagt mir, du vergißt mein nicht. 2. Gedenke meiner, wenn ich höre dein süßes Evangelium, und mache durch die Himmelslehre mein Herz zu deinem Heiligtum; so wird dein Wort in mir ge= deihn und reich an guten Früchten sein. 5. Verleih Beständigkeit im Glauben, laß meine Liebe brünstig sein; will Satan mir das Kleinod rauben, so halt mit der Versuchung ein, damit mein armes Fleisch und Blut dem Feinde nichts zu Willen thut. 6. Das Kreuz, ich darf dich wohl nicht bitten, daß es mich ganz verschonen soll; hat doch mein Jesus selbst gelitten, und also leid ich billig wohl. Doch wird Geduld gar nötig sein, die wollest du mir, Herr, verleihn. 7. Das andre wird sich alles fügen; ich möge arm sein oder reich, an deiner Huld laß ich mir gnügen, die macht mir Glück und Unglück gleich; kommt zeitlich Gut nichtreichlich ein, wirds doch genug zur Notdurft sein. Siste 434. 8. Jch bitte nicht um langes Leben, nur daß ich christlich leben mag; laß mir den Tod vor Augen 3. Gedenke meiner, wenn ich bete, und neig dein Vaterherz zu mir; weil ich in Christo vor dich trete, so dringt mein Flehn gewiß zu dir. Doch gieb mir nichts, als das allein, was mir kann gut und selig sein. 4. Gedenke meiner, wenn ich falle, und wirf mich nicht im Zorne hin. Weil ich, so lang ich hier noch walle, zum Guten To schwach und träge bin, so fördre meinen Gang und Stand durch Kraft und Stärke deiner Hand. 5. Gedenke meiner, wenn ich 286 Das Gebet im allgemeinen. leide. Wen hab ich sonst, als Leib ein unverlette Seel und dich allein, der bei der Menschen rein Gewissen bleib. Haß und Neide mein Freund und Tröster könnte sein? Doch hab ich dich, so lacht mein Mut, wenn auch die Welt mir Böses thut. 6. Gedenke mein auch in dem allen, woran ich nicht gedenken kann, und blicke mich mit Wohlgefallen in meinem ganzen Leben an; denn giebst du mir, was dir gefällt, so ists um mich gar wohl beſtellt. 7. Gedenke meiner, wenn ich sterbe und wenn mich alle Welt vergißt; versetze mich in jenes Erbe, wo du mein Teil und Leben bist; denn bleibst du nicht im Himmel mein, so möcht ich nie geboren ſein. 8. Ich will mich über nichts betrüben. In deine Hände haft du mich zu Heil und Segen angeschrieben, drum sieht die Hoffnung bloß auf dich und weiß, daß, wie du alles lenkst, auch mein im Besten du gedenkst. Erdmann Neumeister. † 1756. 435. Eigene Melodie. 140. Gott, du frommer Gott, du Brunnquell guter Gaben, ohn den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben, gesunden Leib gieb mir, und daß in solchem 2. Gieb, daß ich thu mit Fleiß, was mir zu thun gebühret, wozu mich dein Befehl in meinem Stande führet. Gieb, daß ichs thue bald, zu der Zeit, da ich soll, und wenn ichs thu, so gieb, daß es gerate wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen; laß kein unnützes Wort aus meinem Munde gehen, und wenn in meinem Amt ich reden soll und muß, so gieb den Worten Kraft und Nachdruck ohn Verdruß.uol 4. Findt sich Gefährlichkeit, so laß mich nicht verzagen; gieb einen Heldenmut, das Kreuz hilf selber tragen. Gieb, daß ich meinen Feind mit Sanftmut überwind, und wenn ich Rats bedarf, auch guten Rat erfind. 5. Laß mich mit jedermann in Fried und Freundschaft leben, soweit es christlich ist. Willst du mir etwas geben an Reichtum, Gut und Geld, so gieb auch dies dabei, daß von unrechtem Gut nichts untermenget sei. 6. Soll ich auf dieser Welt mein Leben höher bringen, durch manchen sauern Tritt hindurch ins Alter dringen, so gieb Geduld, vor Sünd und Schanden mich bewahr, auf daß ich tragen mag mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich an meinem End Das Gebet im allgemeinen. 287 auf Christi Tod abscheiden; die 4. Heilige Dreieinigkeit, UrSeele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; dem Leib ein Räumlein gönn bei frommer Christen Grab, auf daß er seine Ruh an ihrer Seite hab. 48. Wenn du die Toten wirsti Johann Hermann Schrader. † 1737. an jenem Tag erwecken, wollst du auch deine Hand zu meinem Grab ausstrecken; laß hören deine Stimm, und meinen Leib weck auf und führ ihn schön verklärt 437. Eigene Melodie. 165. Matth. 6, 9-13. zum auserwählten Hauf. Vater unser im Himmelreich, Johann Heermann. † 1647. 436. Biburute al Mel. 104: Liebster Jefu, wir find hier. Sende, Vater, deinen Geist, da ich vor dein Antlitz trete, daß, wie es dein Wort mich heißt, ich im Geist und Wahrheit bete. Lehre mich, dich recht erkennen und dich Abba, Vater nennen. 2. Liebster Jesu, hilf du mir, daß ich bet in deinem Namen, daß, was Gott verheißt, in dir mir auch werde Ja und Amen. Sprich für mich und laß mich sehen dich zur Rechten Gottes stehen. 3. Heilger Geist, erleuchte mich, und entzünde mein Verlangen, daß ich Gottes Huld durch dich voller Inbrunst mög empfangen. Brich die Trägheit, zeuch die Sinnen aus der Welt zu dir von hinnen. sprung aller guten Gaben, laß mich wahre Freudigkeit und im Herzen Zeugnis haben, daß du stets nach deinem Willen wollest meine Bitt erfüllen. der du uns alle heißest gleich Brüder sein und dich rufen an, willst, daß wir bitten und em= pfahn, gieb, daß nicht bet allein der Mund, hilf, daß es geh von Herzensgrund. bico fisc 2. Geheiligt werd der Name dein; dein Wort bei uns hilf halten rein, daß wir auch leben heiliglich, nach deinem Namen würdiglich. Behüt uns, Herr, vor falscher Lehr, das arm, verführte Volk bekehr. 3. Es komm dein Reich zu dieser Zeit und dort hernach in Ewigkeit. Der heilge Geist uns wohne bei mit seinen Gaben mancherlei. Des Satans Zorn und groß Gewalt zerbrich, vor ihm dein Kirch erhalt. 4. Dein Will gescheh, Herr Gott, zugleich auf Erden, wie im Himmelreich. Gieb uns Geduld in Leidenszeit, gehorsam sein in Lieb und Leid; wehr und steur 288 Das Gebet im allgemeinen. allem Fleisch und Blut, das wider deinen Willen thut. 438. 5. Gieb uns heut Mel. 50: Freu dich sehr, o meine Seele. lich Brot und was bedarf des Wenn dich Unglück hat betreLeibes Not. Behüt uns, Herr, vor Unfried, Streit, vor Seuchen und vor teurer Zeit, daß wir in gutem Frieden stehn und nicht in Geiz und Sorgen gehn. ten, wenn du liegst in Angst und Not, mußt du fleißig zu Gott beten; Beten hilft in Not und Tod, daß du Gottes Angesicht, auch im Kreuz auf dich gericht, kannst aus seinem Wort erblicken und dein Herz mit Trost erquicken. 2. Keiner wird jemals zu6. All unsre Schuld vergieb uns, Herr, daß sie uns nicht betrübe mehr; wie wir auch unsern Schuldigern vergeben Schuld und schanden, der sich seinem Gott Fehle gern. Zu dienen mach vertraut. Kommt dir gleich viel uns all bereit in rechter Lieb Not zuhanden, hast du auf ihn und Einigkeit. Tinder wohl gebaut; obs gleich scheint, als hör er nicht, weiß er doch, was dir gebricht. Deine Not mußt du ihm klagen und in keiner Not verzagen. 3. Rufen, Schreien, Klopfen, Beten ist der Christen beste Kunst, allzeit gläubig vor ihn treten, findet Hilfe, Gnad und Gunst. Wer Gott fest vertrauen kann, ist der allerbeste Mann; der wird allzeit Rettung finden, kein Feind wird ihn überwinden. 7. Führ uns, Herr, in Versuchung nicht; wenn uns der böse Geist anficht zur linken und zur rechten Hand, hilf uns thun starken Widerstand, im Glauben fest und wohlgerüst und durch des heilgen Geistes Trost. is 8. Von allem Übel uns erlös; es sind die Zeit und Tage bös. Erlös uns von dem ewgen Tod und tröst uns in der letzten Not; bescher uns auch ein selig End, nimm unsre Seel in deine Händ. Sin 9. Amen! das ist: es werde wahr! Stärk unsern Glauben immerdar, auf daß wir ja nicht zweifeln dran, dies Beten dring zu dir hinan auf dein Wort, in dem Namen dein; so sprechen wir das Amen fein. Martin Luther.+ 1546. 4. Lerne Gottes Weise merken, and die er bei den Seinen hält; er will ihren Glauben stärken, wenn sie Unglück überfällt. Unser Gott, der lebt ja noch, schweigt er gleich, so hört er doch; schrei getrost, du mußt nicht zagen, dein Gott kann dirs nicht versagen. 5. Laß dich Gottes Wort regieren, merke, was die Wahrheit Das Gebet im allgemeinen. 289 Gutes seinen Kindern giebt, bleibt Vater, wenn er sie betrübt. lehrt; Satan wird dich nicht ver- in des Herzens Tiefen blickt. Der führen, der die ganze Welt verkehrt; Gottes Wahrheit ist dein Licht, dein Schuß, Trost und Zuversicht. Trau nur Gott, der kann nicht lügen; bet, du wirst gewiß obsiegen. 4. Drum bitt ich nicht in meinen Leiden: o Vater, nimm du sie von mir; auch bitt ich nicht in meinen Freuden: erhalte, Vater, diese mir; nur um ein Gott ergebnes Herz bet ich in Freuden und im Schmerz. Freifrau Elise von der Recke. † 1838. 6. Lob sei Gott für seine Gnade! Seine große Güt und Treu macht, daß mir kein Feind nicht schade; sie ist alle Morgen neu. Drunt will ich mein Leben lang immer sagen Lob und Dank, meinem Gott in allen Dingen fröhlich Halleluja singen. Johann Olearius. † 1684. bir, Mel. 35: Dir, Jehovah zc. Wer ist wohl würdig, sich zu nahen zu Gottes hocherhabner Majestät? Wie darf der Mensch sich unterfahen, den Ewgen anzurufen im Gebet? Die Finsternis erbebet vor dem Licht, das Herz will beten und vermag es nicht. 2. Doch Christus hat uns ausgefühnet, als er für uns vergoß sein teures Blut; er hat uns Gottes Huld verdienet und uns gebahnt den Weg zum höchsten Gut. Das Heiligtum ist uns jetzt aufgethan, in Christi Namen dürfen wir uns nahn. 3. Er selbst ist uns vorangegangen, vertritt beim Vater seine Gläubgen nun. Seht, wie er brennet vor Verlangen, was 3. Dann weichen auch die sie in seinem Namen flehn, zu schwersten Sorgen, das bängste thun; in reicher Fülle beut er Leiden, das mich drückt; ich weiß, ewig dar des Heiles Güter, groß sie sind dem nicht verborgen, der und wunderbar. 439. rodilets Mel. 84: Ich will dich lieben, meine 2c. Wenn ich vor meinen Schöpfer trete und hier in heilger Einsam keit zu ihm aus voller Seele bete, was fühl ich da für Seligkeit! Ganz werd ich Geist, und alles flieht, was mich zur Erde niederzieht. dsorter 440, 2. Dann lach ich jenen falschen Freuden, ich lache jener eitlen Pracht, um die sich Menschen oft beneiden, und die sie nur zu Sklaven macht, und fühle: Gott vereinigt sein, das, das sei wahre Freud allein. 19 290 Gebetslieder. 4. Nun kann und darf ich Herz geschrieben; mein Werk sei nimmer zagen, mein Sündenelend nichts, das seine nur sei groß. machet mich nicht scheu; im Glauben will ichs fröhlich wagen, Gott selber steht durch seinen Geist mir bei. Und ruf ich Abba gläubig in dem Herrn, so höret und erhöret Gott mich gern. In Christi Schmuck mußt du mich lieben, ohn ihn steh ich vor dir beschämt und bloß. Bring ich ihn mit, steht offen mir dein Haus, ohn ihn werd ich von dir gestoßen aus. 5. Stets lehre du mich also 7. Nun, Vater, fülle meine beten, wie es, o Gott, dir wohl- Hände, so oft ich sie in Christo gefällig ist; laß mich nie anders hebe auf; aus seiner Fülle mir vor dich treten, als daß ich hab zusende, was mächtig ist, zu förim Herzen Jesum Christ. Ach mache mich nur von mir selber frei, daß Christus alles mir in allem sei. dern meinen Lauf. Hier ist mein Geist dir im Gebete nah, einſt schaut mein Auge dich. Halleluja. 6. Sein Nam fei mir ins 2. Gebetslieder. 0 11900 SC A. Morgenlieder. Am Anfange der Woche. 441. Mel. 181: Wer nur den lieben Gott 2c. Ein neuer Tag, ein neues Leben geht mit der neuen Woche an, Gott will mir heut aufs neue geben, was mir sonst niemand geben kann; denn hätt ich seine Gnade nicht, wer gäbe mir sonst Trost und Licht? Johann Anastasius Freylinghausen. † 1739. 2. Ich grüße diesen lieben Morgen und küsse Gottes Vaterhand, die diese Nacht so manche Sorgen in Gnaden von mir abgewandt. Ach Herr, wer bin ich Armer doch? Du sorgst für mich, ich lebe noch. 3. Nun, das erkenn ich, Herr, und gebe mich freudig dir zum Opfer hin; doch weil ich hier, so lang ich lebe, mit Not und Tod umgeben bin, so weich auch heute nicht von mir, denn meine Hilfe steht bei dir. 4. Mein Glück in dieser neuen Woche soll nur in deinem Namen blühn. Ach, laß mich nicht am Sündenjoche mit meinem Fleisch und Blute ziehn. Gieb deinen Geist, der mich regier und nur nach deinem Willen führ. 5. Soll ich mein Brot mit Kummer essen, so laß es doch Morgenlieder. gesegnet sein; und was du sonsten zugemessen, das richte mir zum besten ein. Ich bitt um keinen Überfluß, nur was ich nötig haben muß. 6. So thue nun, mein Gott, das Deine und laß mich auch das Meine thun; behüte beides, Groß und Kleine, laß sie in deiner Liebe ruhn, damit ein jedes diesen Tag mit dir vergnügt beschließen mag. Benjamin Schmold. † 1737. COM 2. Ohn deinen Segen kann, mein Vater, nichts gedeihen; drum wir, o Segens- Gott, um Segen zu dir schreien. Ach komme selbst zu uns und greif das Werk mit an, weil es durch dich allein Gedeihen haben kann. 291 442. 6. Mein Gott, begleite mich auf allen meinen Wegen, und willst du diese Woch ein Kreuz mir aufMel. 141: D Gott, du frommer Gott. Ich will die neue Woch mit dir, erlegen, so reich mir deine Hand und steh mir kräftig bei und trage selber mit, daß mirs erträglich sei. o Gott, anheben, du wollst mir deinen Geist und deinen Segen geben. Im Anfang steh mir bei und weiche nicht von mir, daß ich am Ende noch vereinigt sei mit dir. 7. Nun, was du Gutes wirst mir diese Woch erweisen, dafür soll dich, mein Gott, mein Mund und Herze preisen. Ach laß mich als dein Kind dir stets empfohlen sein, bis ich durch Jesu Blut geh zu der Freude ein. Johann Friedrich Stard. † 1756. 4. Drum komm, o Gott, zu mir und gieb mir deinen Segen; denselben wollest du in meine Arbeit legen. Ach segne all mein Thun, ach segne meine Tritt und geh als Kraft und Rat durch alle Tage mit. 5. Laß mich in Frömmigkeit die ganze Woch hinbringen, laß bei der Arbeit auch mein Beten zu dir dringen; bewahre mich vor Sünd und aller Missethat, und wenn ich Buße thu, so schenk mir deine Gnad. Bekümmernis an seine Arbeit gehen, wenn du nicht selbst mit gehst und stehest mit dabei, daß Anfang und auch End von dir gesegnet sei. 443. Mel. 164: Valet will ich dir geben. 3. Ach ja, es ist umsonst, am Morgen früh aufstehen und mit Auf, auf, den Herrn zu loben, erwache, mein Gemüt! Dem großen Vater droben erschall ein frommes Lied! Denn wer erhielt mein Leben in der vergangnen Nacht? Der Herr, der mirs 19* 292 ubiera Re Gebetslieder. gegeben, der hat es auch be- wie ich so leben mag, daß ich an wacht. 2. Beschützer aller Welten, wie dank ich würdig dir? Wie soll ich dir vergelten, was du gethan an mir? Mein Opfer ist geringe, ein dir ergebner Sinn ist alles, was ich bringe: Nimm du es gnädig hin. jedem Morgen denk an den letzten Tag; und wird er einst anbrechen, so gieb, daß ich erfreut von Herzen könne sprechen: Komm, Herr, ich bin bereit! 444. 3. Verzeihe mir die Sünde, die ich bisher verübt, weil ich mit Eigene Melodie. 19. Neu empfinde, daß ich dich so Aus meines Herzens Grunde betrübt; verzeihe mir und dämpfe sag ich dir Lob und Dank in die sündliche Begier, mit der dieser Morgenstunde, dazu mein ich täglich kämpfe, ja, hilf du Leben lang, o Gott in deinem felber mir! Thron, dir zu Lob, Preis und Ehren, durch Christum, unsern Herren, dein eingebornen Sohn: 2. Daß du mich haft aus Gnaden in der vergangnen Nacht vor Gfahr und allem Schaden behütet und bewacht. Ich bitt demütiglich, wollst mir mein Sünd vergeben, womit in diesem Leben ich hab erzürnet dich. 3. Du wollest auch behüten mich gnädig diesen Tag vor Teufels List und Wüten, vor Sünden und vor Schmach, vor Feur- und Wassersnot, vor Armut und vor Schanden, vor Ketten und vor Banden, vor bösem, schnellem Tod. 4. Mein Leib, mein Seel, mein Leben, mein Weib, Gut, Ehr und Kind sei dir, Herr, übergeben, dazu mein Hausgesind, als dein Geschenk und Gab, mein 4. Send auch auf meinen Wegen mir deinen Engel zu, und sprich du selbst den Segen zu allem, was ich thu. Verleihe du mir Kräfte aus deines Himmels Höhn, daß des Berufs Geschäfte erwünscht von statten gehn. Nach Johann Franc. † 1677. ( 1.509 5. Gieb mir vor allen Dingen getrosten Mut und Geist, das freudig zu vollbringen, was mein Beruf mich heißt. Laß mich in guten Tagen nicht übermütig sein und nicht kleingläubig zagen, dringt gleich ein Kreuz herein. 6. Hilf, daß in meinem Stande ich thu, was dir gefällt; auch laß mich nicht in Schande geraten vor der Welt. Richt, Herr, mein ganzes Leben nach deinem Willen ein, und laß mein Haus daneben von dir gesegnet sein. 7. Vor allem hilf mir sorgen, Morgenlieder. Eltern und Verwandten, Ge- neues Leben in mir schaff; denn schwister und Bekannten und alles, was ich hab. ald 5. Dein Engel laß auch bleiben und weichen nicht von mir, den Satan zu vertreiben, auf daß der Feind allhier in diesem Jammerthal sein Tück an mir nicht übe, Leib und Seel nicht betrübe und bring mich nicht zu Fall. 6. Gott will ich lassen raten, denn er all Ding vermag; er segne meine Thaten, mein Vornehmen und Sach! Ihm hab ich heimgestellt mein Leib, mein Seel, mein Leben, und was er mir gegeben; er machs, wies ihm gefällt. 7. Darauf so sprech ich Amen! und zweifle nicht daran, Gott nimmt es allzusammen mit Wohlgefallen an. Drauf streck ich aus die Hand, greif an das Werk mit Freuden, das Gott mir ließ bescheiden in meinem Amt und Stand. 1592. THAT TOP 445. Mel. 153: Schwing dich auf zu deinem 2c. Christe, wahres Seelenlicht, deiner Christen Sonne, o du flares Angesicht, der Betrübten Wonne! Deiner Güte Lieblichkeit ist neu alle Morgen; in dir bin ich recht erfreut, lasse dich, Herr, sorgen. 293 hast du gegeben dieser Welt das Sonnenlicht, welches all erfreuet, wirst du mich ja lassen nicht täglich unerneuet.id 3. Kehre zu mir deine Güt, freundlich mich anblicke, daß mein innerstes Gemüt sich in dir erquicke an dem hellen Himmelstau deiner süßen Lehre. Drum, Herr Christe, auf mich schau und dich zu mir kehre. SINTI 39 4. Laß ja ferne von mir sein Hoffart, Augenweide; Fleischeslust und allen Schein, Jesu, mir verleide, damit sich die Welt ergött, ach, nur zum Verderben, denn was sie fürs beste schätzt, macht auf ewig sterben. 5. Nun so bleibe stets mein Licht, Jesu, meine Freude, bis der frohe Tag anbricht, da nach allem Leide ich in deines Reiches Pracht Lob und Preis dir bringe und, daß Gott es wohl gemacht, ohn Aufhören singe. Christoph Prätorius. † 1713. 446. Mel. 79: Ich dank dir, lieber Herre. Dank sei Gott in der Höhe zu dieser Morgenstund, durch den ich jetzt aufstehe vom Schlaf frisch und gesund. Mich hatte fest gebunden mit Finsternis die Nacht, ich hab sie überwunden durch den, der 2. Wecke mich vom Sündenschlaf; der du bist das Leben, mich bewacht. 294 Gebetslieder. dessen Kraft wir leben und bringen Frucht dazu. Hilf, daß wir an dir bleiben und wachsen immer mehr; laß deinen Geist uns treiben zu Werken deiner Ehr. Johann Mühlmann. † 1613. 1916 491dlin 2. Nun komm ich, dich zu bitten, o Schukherr Israel, du wollest auch behüten den Tag mir Leib und Seel. All unsre Obrigkeiten, die Schulen, die Gemein, laß jetzt und alle Zeiten dir, Herr, befohlen sein. 3. Erhalt durch deine Güte uns bei gesunder Lehr, vor Jrr447. tum uns behüte, streit für dein Mel. 189: Wo Gott zum Haus sc. Wort und Ehr, daß wir und Das walt Gott Vater und Gott unser Same immer in einem Geist bekennen: Herr, dein Name sei groß und hoch gepreist! for Sohn, Gott heilger Geist im Himmelsthron! Man dankt dir, eh die Sonn aufgeht; wenns Licht anbricht, man vor dir steht. 4. Dem Leibe gieb daneben Nahrung und guten Fried, gesund und mäßig Leben, dazu ein froh Gemüt, daß wir in allen Ständen Tugend und Ehrbarkeit lieben und Fleiß drauf wenden als echte Christenleut. 5. Gieb deinen milden Segen, daß wir auf dein Geheiß man deln auf guten Wegen, thun unser Amt mit Fleiß, daß jedermann sein Netze auswerf und auf dein Wort sein Trost mit Petro sebe; so geht die Arbeit fort. 2. Drum beug ich diesen Morgen früh in rechter Andacht meine Knie, und ruf zu dir mit heller Stimm; dein Ohren neig, mein Flehn vernimm. 3. Jch rühm von Herzen deine Güt, weil du mich gnädig haft behüt, daß ich nun hab die finstre Nacht in Ruh und Friede zugebracht. 4. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, nimm mich auch diesen Tag in Hut, laß deine lieben Engelein mir Wächter und Gefährten sein. 5. Dein Geist mir Leib und Seel regier und mich mit seinen Gaben zier; er führ mich heut auf rechter Bahn, daß ich was Guts vollbringen kann. 6. Was dir gereicht zu Ehren und der Gemein zu Nutz, das will der Satan wehren mit List und großem Truß. Doch kann ers nicht vollbringen, weil du, Herr Jesu Christ, herrschest in allen Dingen und unser Beistand bist. 6. Gieb, daß ich meine Werk 7. Wir sind die zarten Reben, und Pflicht mit Freuden diesen der Weinstock selbst bist du, aus Tag verricht; behüt mich heut Morgenlieder. und allezeit vor Schaden und vor Herzeleid. 17. Bewahr mein Herz vor Sünd und Schand, daß ich, vom Bösen abgewandt, das Herz mit Sünden nicht beschwer und mein Gewissen nicht versehr. 598 8. Mein Aus- und Eingang heut bewahr, daß mir kein Übel widerfahr; behüte mich vor schnellem Tod und hilf mir, wo mir Hilf ist not. Martin Behm. † 1622. 5. Gieb mir auch heute, was mir nüket, vor allem aber gieb ein ruhig Herz, das sich auf deine Weisheit stüket und dir vertraut auch in dem größten Schmerz. Mel. 35: Dir, bir, Jehovah 2c. Du weißt, was mir zum wahren 448. H Dich, dich, mein Gott, will ich Wohl gebricht, und dies versagſt du meinen Bitten nicht. erheben, du warst mein Schirm in der verfloffnen Nacht, erquick test mich, erhieltst mein Leben und schafftest, daß ich fröhlich bin erwacht. Wer bin ich, daß du meiner so gedenkst und wieder einen Tag zum Heil mir schenkst? 295 Welt. O stärke selbst durch deine Gnade mich, denn was vermag ich Schwacher ohne dich? 4. Laß diesen Tag mich so vollbringen, daß ich ihn ohne Reu beschließen kann. Soll guter Vorsatz mir mißlingen, so nimm als That den Vorsatz gnädig an. Auch dieser Teil von meiner Übungszeit sei mir Gewinn noch für die Ewigkeit. 2. Auch über mir ist deine Güte noch immerfort an jedem Morgen neu. Mit dankbar freudigem Gemüte fühl ich die Größe deiner Vatertreu. Auch diesen Tag will ich mich deiner freun, auch er soll deinem Dienst geheiligt sein. 3. Vor deinen Augen will ich wandeln und redlich thun, was dir, mein Gott, gefällt; gewissen haft in allem handeln und weislich fliehn die schnöde Lust der 6. In diesem kindlichen Vertrauen will ich an des Berufs Geschäfte gehn, auf deinen sichern Beistand bauen und deiner Fügung still entgegensehn. Ich weiß, du führst mich stets auf rechter Bahn und nimmst mich einst gewiß zu Ehren an. Joh. Samuel Diterich. † 1797. 449. 0314 Eigene Melodie. 31. Die güldne Sonne, voll Freud und Wonne, bringt unsern Grenzen mit ihrem Glänzen ein herzerquickendes, liebliches Licht. Mein Haupt und Glieder, die lagen darnieder; aber nun steh ich, bin 296 Gebetslieder. münter und fröhlich, schaue den Himmel mit meinem Gesicht. Geiziges Brennen, unchristliches Rennen nach Gut mit Sünde, 2. Mein Auge schauet, was das tilge geschwinde von meiGott gebauet zu seinen Ehren nem Herzen und wirf es hinaus. und uns zu lehren, wie sein Ver- 7. Menschliches Wesen, was mögen sei mächtig und groß, und ists? Gewesen! In einer Stunde wo die Frommen dann sollen hin- geht es zu Grunde, sobald die kommen, wann sie mit Frieden Lüftlein des Todes drein wehn. von hinnen geschieden aus dieser Alles in allen muß brechen und Erden vergänglichem Schoß. fallen; Himmel und Erden, die müssen das werden, was sie gewesen vor ihrem Entstehn. 3. Laffet uns singen, dem Schöpfer bringen Güter und Gaben; was wir nur haben, alles sei 8. Alles vergehet, Gott aber Gotte zum Opfer gesetzt. Die stehet ohn alles Wanken; seine besten Güter sind unsre Gemüter; Gedanken, sein Wort und Wille dankbare Lieder sind Weihrauch hat ewigen Grund. Sein Heil und Widder, an welchen er sich am meisten ergötzt.dondo und Gnaden, die nehmen nicht Schaden, heilen im Herzen die tötlichen Schmerzen, halten uns 4. Abend und Morgen sind seine Sorgen; segnen und mehren, zeitlich und ewig gesund. Unglück verwehren sind seine# 9. Gott, meine Krone, vergieb Werke und Thaten allein. Wenn und schone! Laß meine Schulwir uns legen, so ist er zugegen; wenn wir aufstehen, so läßt er aufgehen über uns seiner Barmherzigkeit Schein. m den in Gnad und Hulden aus deinen Augen sein abgewandt. Sonsten regiere mich, lenk und führe, wie dirs gefället; ich hab gestellet alles in deine allmächtige Hand. 301 Repo 5. Ich hab erhoben zu dir hoch droben all meine Sinnen; laß mein Beginnen ohn allen Anstoß und glücklich ergehn. Laster und Schande, des Seelenfeinds Bande, Fallen und Tücke treib ferne zurücke; laß mich auf deinen Geboten beſtehn. 10. Willst du mir geben, womit mein Leben ich kann ernähren, so laß mich hören allzeit im Herzen dies heilige Wort: Gott ist das Größte, das Schönste, das Beste, Gott ist das Süßte und Allergewißte, aus allen Schäßen der edelste Hort. 11. Willst du mich kränken, das 6. Laß mich mit Freuden ohn alles Neiden sehen den Segen, den du wirst legen in meines Bruders und Nächsten Haus. mit Galle tränken, und soll von Morgenlieder. 297 Plagen ich auch was tragen, Fleiß gereich zu deinem Lob wohlan! so mach es, wie dir es und Preis. beliebt. Was gut und tüchtig, was schädlich und nichtig meinem you Gebeine, das weißt du alleine, nist 451. haft niemals einen zu schmerzlich betrübt. Mel. 79: Ich dank dir, lieber Herre. 12. Kreuz und Elende, das Es hat uns heißen treten, o Gott, dein lieber Sohn mit herzlichen Gebeten vor deinen hohen Thron, und uns mit teurem Amen Erhörung zugesagt, wenn man in seinem Namen nur bittet, fleht und klagt. bon 2. Darauf komm ich gegangen in dieser Morgenstund; ach laß mich doch erlangen, was ich aus Herzensgrund von dir, mein Gott, begehre im Namen Jesu Christ, und gnädig mir gewähre das, was mir nützlich ist. nimmt ein Ende; nach Meeres Brausen und Windes Saufen leuchtet der Sonne gewünschtes Gesicht. Freude die Fülle und selige Stille soll ich erwarten im himmlischen Garten; dahin sind meine Gedanken gericht. Paul Gerhardt. † 1676. be 3660 duise Nikolaus Hermann. † 1561. 450. 896 Mel. 65: Herr Gott, dich loben alle 2c. Die helle Sonn leucht jetzt herfür, fröhlich vom Schlaf aufstehen wir. Gottlob! der uns in dieser Nacht behütet hat vor Feindes Macht. na 2. Herr Christ, den Tag uns auch behüt vor Sünd und Schand durch deine Güt. Laß deine lieben Engelein unsre Hüter und Wächter sein; 3. Daß unser Herz gehorsam leb und deinem Wort nicht widerstreb, daß wir stets gehn auf deiner Bahn in allem, was wir fangen an. 3. Nicht aber mir zu geben bitt ich aus deiner Hand Geld, Gut und langes Leben, noch Ehr und hohen Stand; denn dieses ist nur nichtig und lauter Eitelkeit, vergänglich, schwach und flüchtig und schwindet mit der Zeit. 4. Jch bitte, mir zu schenken ein frommes, keusches Herz, das nimmermehr mag denken auf Sünd und losen Scherz, das stets mit Liebe flammet zu dir, Gott, himmelan und alle Lust ver4. Laß unser Werk geraten dammet der breiten Sündenbahn. wohl, was jeglicher ausrichten 5. Hernach laß mich gewinsoll, daß unsre Arbeit, Müh und nen nach deiner großen Kraft 298 Gebetslieder. Unbekannter Dichter. Kunst, Weisheit, fluge Sinnen, und wir werden fröhlich sehen, Verstand und Wissenschaft, daß daß er uns nicht läßt allein. all mein Thun und Handeln dir mög gefällig sein; laß vor der Welt mein Wandeln sein ohne falschen Schein. onsd 453. 56. So wird von jenen allen, Eigene Melodie. 58. Stand, Leben, Ehr und Geld, Gott des Himmels und der auf meine Seite fallen, so viel dir, Gott, gefällt. Man muß die Seel erst schmücken, so wirst du allgemach den Leib auch schon beglücken; Glück folgt der Tugend nach. 19t Georg Neumark. † 1681. 452, Mel. 27: Den bie Hirten lobten fehre. Früh am Morgen Jesus gehet und vor allen Thüren stehet, klopfet an, wo man geflehet: Komm, Herr Jesu, unser Gast! 2. Nun, so laffet ihn nicht dorten, thut ihm auf des Herzens Pforten und ruft ihn mit süßen Worten: Kehre, Jesu, bei uns ein! 3. Wollest täglich bei uns bleiben, alle Feinde von uns treiben, uns ins Buch des Lebens schreiben und der gute Hirte sein; 4. Weiden uns auf grüner Auen, daß wir deine Fülle schauen und auf deinen Reichtum bauen, mit dir gehen aus und ein. 5. Amen, ja es soll geschehen! Jesus wird heut mit uns gehen, Erden, Vater, Sohn und heilger Geist, der es Tag und Nacht läßt werden, Sonn und Mond uns scheinen heißt, dessen starke Hand die Welt und was drinnen ist, erhält: ang bin 2. Gott, ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Gefahr, Angst, Not und Schmerzen haft behütet und bewacht, daß des bösen Feindes List mein nicht mächtig worden iſt. 3. Laß die Nacht auch meiner Sünden jetzt mit dieser Nacht vergehn; o Herr Jesu, laß mich finden deine Wunden offen stehn, da alleine Hilf und Rat ist für meine Miſsethat. 4. Hilf, daß ich mit diesem Morgen geistlich auferstehen mag und für meine Seele sorgen, daß, wenn nun dein großer Tag uns erscheint und dein Gericht, ich davor erschrecke nicht. 5. Führe mich, o Herr, und leite meinen Gang nach deinem Wort, sei und bleibe du auch heute mein Beschützer und mein Hort; nirgends, als bei dir allein, kann ich recht bewahret sein. Morgenlieder. 299 GETT Christo werde. 6. Meinen Leib und meine auf der Erde und Ein Geist mit Seele samt den Sinnen und Verstand, großer Gott, ich dir befehle unter deine starke Hand. Herr, mein Schild, mein Ehr und Ruhm, nimm mich auf, dein Eigentum. 7. Deinen Engel zu mir sende, der des bösen Feindes Macht, Lift und Anschlag von mir wende und mich halt in guter Acht, der auch endlich mich zur Ruh trage nach dem Himmel zu. Tour Heinrich Albert. † 1651. TUTUS 454. Mel. 179: Werbe munter, mein Gemüte. Gott, du Zicht, das ewig bleibet, das ohn allen Wechsel ist, das die Finsternis vertreibet, der du bleibest, wie du bist, ich verlasse meine Ruh; rufe: werde Licht! mir zu, daß ich, der ich Nacht und Erde, durch dein Licht verfläret werde. 2. Wecke, da der Leib geschlafen, auch die Seele geistlich auf, gieb ihr deines Lichtes Waffen, richt und leite ihren Lauf; laß mich sein des Lichtes Kind, hilf mir, weil ich geistlich blind, Jesu, daß ich wieder sehe und in deinem Lichte gehe. 3. Schenke mir, Herr, und gewähre, was die arme Seele stillt; ach erneure und verkläre stets in mir dein Ebenbild! Sende mir den Geist der Kraft, der ein neues Leben schafft, daß ich himmlisch 4. Segne meiner Hände Werke, fördre mich in meiner Pflicht, bleibe meiner SchwachheitStärke, meines Lebens Kraft und Licht. Laß mein Lebensziel allein deines Namens Ehre sein; hilf, daß ich stets wahre Liebe gegen meinen Nächsten übe. 5. Führ mich einst zu jenem Lichte deiner höchsten Majestät, wo vor deinem Angesichte die verklärte Seele steht, heller, als der Sonnenschein, schön, unsterblich, engelrein; laß sie sein mit dir vereinet, wenn mein letzter Tag erscheinet. Salomo Frand.+ 1725. is i des 455. Mel. 80: Ich dank dir schon durch 2c. Ich danke dir durch deinen Sohn, o Gott, für deine Güte, daß du mich hast in dieser Nacht so gnädiglich behütet. 2. Jch bitte dich aus Herzensgrund, du wollest mir vergeben all meine Sünd, die dir ward kund an mir im ganzen Leben. 3. Und wollest mich auch diesen Tag in deinem Schutz erhalten, und, daß kein Feind mir schaden mag, mit deiner Gnade walten. 4. Regier mich nach dem Willen dein, laß mich in Sünd nicht fallen, auf daß dir mög das Leben mein und all mein Thun gefallen. 5. Denn ich befehl dir Seel und Ą Gebetslieder. 300 Leib und alls in deine Hände; in meiner Angst, Herr, bei mir bleib, mir deine Hilfe sende, 6. Auf daß der Fürste dieser Welt kein Ursach an mir finde; denn wo nicht deine Hand mich hält, bringt er gar schnell in Sünde. 7. Ich hab es all mein Tag gehört, daß Menschenhilf verloren, drum steh mir bei, o treuer Gott, zum Helfer mir erkoren. 8. Allein Gott in der Höh sei Preis samt seinem eingen Sohne in Einigkeit des heilgen Geists, der herrscht im Himmelsthrone. 9. Er herrschet so gewaltiglich vom Anfang bis zum Ende; Gott Vater, Sohn und heilger Geist, gieb mir ein selig Ende! 1586. 456. Mel. 80: Ich dank dir schon durch 2c. Mein erst Gefühl sei Preis und Dank, erheb ihn, meine Seele! Der Herr hört deinen Lobgesang, lobsing ihm, meine Seele. 2. Mich selbst zu schützen ohne Macht, lag ich und schlief in Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht und Ruhe für die Müden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? Wer stärkt mein Blut in seinem Fleiß und schützt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, die Seele zu erwecken? 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt, und dein ist unser Leben. Du bist es, der es uns erhält und mirs jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seist du, Gott der Macht, gelobt sei deine Treue, daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreue. 7. Laß deinen Segen auf mir ruhn, mich deine Wege wallen, und lehre du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr, auf dich hofft meine Seele; sei mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, erfüllt mit Lieb und Ruhe, ein weises Herz, das seine Pflicht erfenn und willig thue; 10. Daß ich als ein getreuer Knecht nach deinem Reiche strebe, gottselig, züchtig und gerecht durch deine Gnade lebe; 11. Daß ich, dem Nächsten beizustehn, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern an andrer Wohlergehn und ihrer Tugend freue; 12. Daß ich das Glück der Lebenszeit in deiner Furcht genieße und meinen Lauf mit Freudigkeit, wenn du gebeutst, be schließe. Christian Fürchtegott Gellert. † 1769. Morgenlieder. 301 457. 6. Du gabst mir Kraft, jetzt aufzustehen; dein Aufsehnists, was Mel. 182: Wer weiß, wie nahe mir 2c. mich erhält. Ich weiß nicht, wie Mein Gott, nun ist es wieder mirs heut wird gehen; doch schick Morgen, die Nacht vollendet ihren es, Herr, wie dirs gefällt. Schließ Lauf; nun wachen alle meine mich in deine Obhut ein, so bin Sorgen auf einmal wieder mit ich tot und lebend dein. tha) mir auf. Die Ruh ist aus, der Kaspar Neumann. † 1715. frisim drag to Schlaf dahin, ich sehe wieder, wo ich bin. 458. 2. Ich bin noch immer auf der Erde, wo PAY FOR SH Eigene Melodie. 121. Tag sein Elend hat, wo ich zwar immer älter Morgenglanz der Ewigkeit, Licht werde, doch nimmer rein von Missethat. Ich kenn, o Gott, dein heilig Recht, und bin doch kein getreuer Knecht. bis vom unerschöpften Lichte, schick uns diese Morgenzeit deine Strahlen zu Gesichte und vertreib durch deine Macht unsre Nacht. 3. Vergieb mir, Vater, alle Sünden, die ich von Kindheit auf gethan; laß früh vor dir mich Gnade finden und nimm mein reuig Bitten an. Ist deine Gnade nur mein Teil, so fehlt mir nichts zu meinem Heil. 2. Deiner Güte Morgentau fall auf unser matt Gewissen, laß die dürre Lebensau lauter süßen Trost genießen und erquick uns, deine Schar, immerdar. 12 3. Gieb, daß deiner Liebe Glut unsre kalten Werke töte, und er4. Hilf du in allen Sachen weck uns Herz und Mut bei erraten, denn wo wär ich mir standner Morgenröte, daß wir, selbst genug? bewahre mich vor eh wir gar vergehn, recht aufÜbelthaten, vor böser Menschen stehn. 196 List und Trug; laß mich den Tag wohl wenden an und Gutes schaffen, wo ich kann. 5. Bewahre mir Leib, Seel und Leben, Verwandt und Freunde, Hab und Gut. Willst du mir Kreuz zu tragen geben, so gieb dabei auch Trost und Mut; und willst du Freuden mir verleihn, 4. Ach du Aufgang aus der Höh, gieb, daß auch am jüngsten Tage unser Leichnam aufersteh und, entfernt von aller Plage, sich auf jener Freudenbahn freuen kann. 5. Leucht uns selbst in jene Welt, du verklärte Gnadensonne, führ uns durch das Thränenfeld so laß sie mir zum Segen sein. in das Land der süßen Wonne, 302 Gebetslieder. da die Luft, die uns erhöht, nie vergeht. 460. Christian Knorr von Rosenroth. † 1689. Mel. 68: Herr Jesu Christ, dich zu zc. 459. heilige Dreifaltigkeit, o hochgelobte Einigkeit, Gott Vater, Sohn und heilger Geist, heut Mel. 26: Christus, der ist mein 2c. Noch läßt der Herr mich leben! diesen Tag mir Beistand leiſt. 2. Mein Seel, Leib, Ehr und Gut bewahr, daß mir kein Böses widerfahr, und mich der Satan nicht verlet, noch mich in Schand und Schaden setz. 3. Des Vaters Huld mich heut anblick, des Sohnes Weisheit mich erquick, des heilgen Geistes Glanz und Schein erleucht meins finstern Herzens Schrein. 4. Mein Schöpfer, steh mir kräftig bei; o mein Erlöser, hilf mir frei; o Tröster wert, weich nicht von mir, mein Herz mit werten Gaben zier. Mit fröhlichem Gemüt eil ich, ihn zu erheben; er hört mein frühes Lied. 2. Zu ihm entzückt mich wieder der Morgensonne Pracht; ich falle vor ihm nieder, der sie und mich gemacht. e 3. Du Herrscher aller Welten, nimmst dich auch meiner an. Wie soll ich dir vergelten, was du an mir gethan? 4. Wirst du nach Opfern schauen? Sie gelten nichts vor dir; du forderst nur Vertrauen, nur Lieb, o Gott, von mir. 5. So will ich dir lobsingen, 5. Herr, segne und behüte mich, mich deines Namens freun, nach erleuchte mich, Herr, gnädiglich, deiner Gnade ringen, mein ganzes Herr, heb auf mich dein AngeHerz dir weihn. vnd sicht und deinen Frieden auf mich richt. 6.D Tilger meiner Sünden, mein Mittler Jesu Christ, laß mich den Trost empfinden, daß du so gnädig bist. thin 7. Dir hab ich mich ergeben, ich freue mich in dir; erfreuender, als Leben, ist deine Güte mir. 8. Laß mich am ersten trachten nach dem, was dir gefällt, mehr deinen Beifall achten, als allen Ruhm der Welt. Christoph Friedrich Neander.+1802. Martin Behm. † 1622. 461 d Eigene Melodie. 145. Licht, geboren aus dem Lichte, Sonne der Gerechtigkeit: du schickst uns wieder zu Gesichte die angenehme Morgenzeit; drum will fichs gehören, dankbarlich zu ehren solche deine Gunst. Gieb auch Morgenlieder. 303 unsern Sinnen, daß sie sehen sein, weil ich sonst nichts verkönnen deiner Liebe Brunst. 2. Laß deines Geistes Morgenröte in unsern dunkeln Herzen sein, daß sie mit ihren Strahlen töte der eitlen Werke toten Schein. Siehe, Herr, wir wanken; Thun und auch Gedanken gehn auf falscher Bahn: du wollst unserm Leben deine Sonne geben, daß es wandeln kann. 4. Da sei denn auch mein Leib zum Tempel dir ergeben, zur Wohnung und zum Haus. Ach allerliebstes Leben, ach wohn, ach leb in mir, beweg und rege mich; so hat Geist, Seel und Leib mit dir vereinigt sich. 5. Dem Leibe hab ich jetzt die Kleider angeleget; laß meiner Seele sein dein Bildnis eingepräget im güldnen Glaubensschmuck, in der Gerechtigkeit, die tallen Seelen ist das rechte Ehrenkleid. 3. Verknüpfe mit des Friedens Bande der armen Kirche schwache Schar. Halt fern von unserm Vaterlande Verfolgung, Trübsal und Gefahr: laß uns ruhig bleiben, unsern Lauf zu treiben diese kleine Zeit, bis du uns wirst bringen, wo man dir wird singen Lob in Ewigkeit.d Martin Opit v. Boberfeld. 1639. mag. But otla 3. Drum siehe da, mein Gott, da hast du meine Seele; sie sei dein Eigentum, mit ihr dich heut vermähle in deiner Liebeskraft. Da hast du meinen Geist, darinnen wollst du dich verklären allermeist. 462.de THE Mel. 141: D Gott, bu frommer Gott. Jesu, süßes Licht, nun ist die Nacht vergangen, nun hat dein Gnadenglanz aufs neue mich umfangen; mun ist, was an mir ist, vom Schlafe aufgeweckt und hat nun in Begier zu dir sich ausgestreckt. 2. Was soll ich dir denn nun, mein Gott, für Opfer schenken? Ich will mich ganz und gar in deine Gnad einsenken mit Leib, mit Seel, mit Geist, heut diesen ganzen Tag; das soll mein Opfer 4019 40 50 6. Mein Jesu, schmücke mich mit Weisheit und mit Liebe, mit Keuschheit und Geduld durch deines Geistes Triebe; auch mit der Demut mich vor allem kleide an, so bin ich wohlgeschmückt und köstlich angethan. 7. Gieb, daß doch diesen Tag mir stets vor Augen schwebe, daß dein Allgegenwart mich wie die Luft umgebe; auf daß mein ganzes Thun, durch Herz, durch Sinn und Mund, dich lobe inniglich, mein Gott, zu aller Stund. 8. Ach segne, was ich thu, ja Gebetslieder. 304 rede und gedenke; durch deines Geistes Kraft es also führ und lenke, daß alles nur gescheh zu deines Namens Ruhm, und daß ich unverrückt verbleib dein Eigentum.3ds Joachim Lange. 1744. ndie) noniam ad 463. our out fanelle 8. Gott heilger Geist, du höchste Kraft, des Gnade in mir alles Mel. 65: Herr Gott, dich loben alle wir. schafft, ist etwas Guts am Leben Vor deinen Thron tret ich hier mein, so ist es wahrlich alles dein. mit, o Gott, und dich demütig 19. Dein ists, daß ich Gott bitt, wend doch dein gnädig An- recht erkenn, ihn meinen Herrn gesicht von mir, dem armen Sün- und Vater nenn, sein wahres der, nicht! is ind of Wort und Sakrament behalt und 2. Du hast mich, o Gott Vater lieb bis an mein End. mild, gemacht nach deinem Eben- 10. Daß ich fest in Anfechtung bild, durch dich bin, web und steh und nicht in Trübfal unterlebe ich, vergehen müßt ich ohne geh, daß ich im Herzen Trost dich. empfind, zuletzt mit Freuden überwind. allein mir Trost und Freudigkeit verleihn. 1911100 11300 7. Du bist mein Fürsprach allezeit, mein Heil, mein Trost und meine Freud; ich kann durch dein Verdienst allein hier ruhig und dort selig sein. 3. Errettet hast du mich gar oft ganz wunderbar und unver- 11. Drum dank ich dir mit hofft, da nur ein Schritt, ja nur Herz und Mund, o Gott, in dieser ein Haar mir zwischen Tod und Morgenstund für alle deine Treu Leben war. line din isterse time und Gnad, die meine Seel em4. Verstand und Ehr hab ich von dir, des Lebens Notdurft giebst du mir, dazu auch einen treuen Freund, ders treu in Glück und Unglück meint. billa 5. Gott Sohn, du hast auch mir zu gut vergossen dein so teures Blut und für mich das Gesetz erfüllt, dadurch des Vaters Zorn geſtillt. 6. Wenn mein Gewissen mich verklagt und meine bange Seele zagt, so kann dein Mittlertod pfangen hat. 12. Und bitt, daß deine Gnadenhand bleib über mir heut ausgespannt; mein Amt, Gut, Ehr, Freund, Leib und Seel in deinen Schutz ich dir befehl. 13. Hilf, daß ich sei von Herzen fromm, damit mein ganzes Christentum aufrichtig und rechtschaffen sei, nicht Augenschein und Heuchelei. 14. Erlaß mir meine Sündenschuld und hab mit deinem Knecht Morgenlieder. 305 Geduld; zünd in mir Glauben dein Werk an mir und senden, an und Lieb, zu jenem Leben Hoffnung gieb. der mich an diesem Tage auf seinen Händen trage. TICA$ 19 15. Ein selig Ende mir bescher, am jüngsten Tag erweck mich, Herr, daß ich dich schaue ewiglich. Amen, Amen, erhöre mich! Bodo von Hodenberg.+ 1650. 464. Mel. 130: Nun laßt uns Gott, dem 2c. Wach auf, mein Herz, und singe dem Schöpfer aller Dinge, it mu dem Geber aller Güter, dem frommen Menschenhüter. 2. Heut als die dunkeln Schatten mich ganz umgeben hatten, hast du, o Gott, gewehret, daß mich kein Leid versehret. 8. Sprich Ja zu meinen Thaten, hilf selbst das Beste raten, den Anfang, Mitt und Ende, ach Herr, zum Besten wende. 9. Mit Segen mich beschütte, mein Herz sei deine Hütte, dein Wort sei meine Speise, bis ich gen Himmel reise. Paul Gerhardt. † 1676. 3. Du sprachst: Mein Kind, nun liege, trok dem, der dich betrüge! schlaf wohl, laß dir nicht grauen, du sollst die Sonne schauen. 4. Dein Wort, das ist geschehen, ich kann das Licht noch sehen, von Not bin ich befreict, dein Schuh hat mich erneuet. 5. Du willst ein Opfer haben, hier bring ich meine Gaben; mein Weihrauch, Farr und Widder sind mein Gebet und Lieder. 465. BIOS Mel. 179: Werde munter, mein 2c. Wenn ich einst von jenem Schlummer, welcher Tod heißt, aufersteh und, von dieses Lebens Kummer frei, den schönern Morgen seh: o dann wach ich anders auf, schon am Ziel ist dann mein Lauf! Träume sind des Pilgers Sorgen, großer Tag, an deinem Morgen. 2. Hilf, daß keiner meiner Tage, Geber der Unsterblichkeit, mich dereinst vor dir verklage, daß er ganz von mir entweiht. Auch noch heute wacht ich auf. Dank dir, Herr! Zu dir hinauf führ mich jeder meiner Tage, jede Freude, jede Plage; 6. Die wirst du nicht verschmähen, du kannst ins Herze sehen und weißt wohl, daß zur Gabe ich ja nichts Beffres habe. 3. Daß ich gern sie vor mir sehe, wenn ihr letter nun erscheint, wenn zum dunklen Thal ich gehe, und mein Freund nun 7. So wollst du nun vollenden um mich weint. Lindre dann 20 Gebetslieder. 306 des Todes Pein und laß mich den Stärksten sein, mich, der ihn gen Himmel weise und dich, Herr des Todes, preise. Friedrich Gottlieb Klopstock.+ 1803. and on sdn B. Tischlieder. a) Vor Tische. di 466. ROD Mel. 143: O Jesu Christ, meins 2c. Gesegn uns, Herr, die Gaben dein, die Speis laß uns zur Nahrung sein; hilf, daß dadurch erquicket werd der dürftge Leib auf dieser Erd. 2. Doch dieses zeitlich Brot allein kann uns nicht gnug zum Leben sein; dein göttlich Wort die Seele speist, hilft uns zum Leben allermeist. 3. Drum gieb uns beides, lieber Gott! hilf endlich auch aus aller Not; so preisen deine Gütigkeit wir hier und dort in Ewigkeit. Hand, behüte uns vor Sünd und Schand, gieb Frieden uns und Einigkeit, bewahr uns auch vor teurer Zeit. 3. Laß uns hier leben seliglich, dein Reich besitzen ewiglich. Das sei heut und zu aller Frist Amen im Namen Jesu Christ. Kaspar Huberinus. Um 1540. 468. med todd Mel. 152: Schmücke dich, o liebe Seele. Speise, Vater, deine Kinder, tröste die betrübten Sünder, sprich den Segen zu den Gaben, die wir jeho vor uns haben, daß sie uns zu diesem Leben Stärke, Kraft und Nahrung geben, bis wir endlich zu den Frommen an die Himmelstafel kommen. Johann Heermann. † 1647. T b) Nach Tische. and 469. 2 bon tbiz, and not Um 1560. 90 Tid You Thin Nun laßt uns Gott dem Herren danksagen und ihn ehren für alle seine Gaben, die wir empfangen on or ton 467, con bu Mel. 189: Wo Gott zum Haus nicht zc. haben. Herr, Gott Vater im Himmelreich, wir, deine Kinder allzu gleich, bitten dich jetzt aus Herzensgrund, speis uns alle zu dieser Stund. 2. Thu auf, Herr, deine milde sundh Eigene Melodie. 130. 2. Den Leib, die Seel, das Leben hat er allein gegeben; dieselben zu bewahren, will er nie etwas sparen. Hist 3. Nahrung giebt er dem Leibe; daß auch die Seele bleibe, hat er Tischlieder. der Sünde Wunden durch seine Gnad verbunden. C. Abendlieder. mism tipi Am Sonntage. 4. Ein Arzt ist uns gegeben, der ſelber iſt das Leben: Chriſtus, für bewi 471, bir mil uns gestorben, hat uns das Heili erworben. 5. Sein Wort, sein Tauf, sein Nachtmahl dient wider allen Unfall; der heilge Geist im Glauben lehrt uns darauf vertrauen. 7. Wir bitten deine Güte, daß sie hinfort behüte die Großen mit den Kleinen; du kannsts nicht böſe meinen.id rottid Abendlieder. 307 6. Durch ihn ist uns vergeben die Sünd, geschenkt das Leben; 102 10 im Himmel solln wir haben, o 2. Gott ruht durchs Wort im Gott, wie große Gaben! is Herzen, drum leg ich ohne Schmerzen auch meinen Leib zur deckt Jesus nun in Gnaden mit Ruh. Denn allen Sündenschaden seinem Purpurmantel zu. 291d979 Ludwig Helmbold.+ 1598. 293191 mind uue modrourist Mel. 148: O Welt, ich muß dich lassen. Der Sabbath ist vergangen, ich habe mein Verlangen nach Herzenswunsch erfüllt. Gott hat mich unterweiset, mit Lebensbrot geſpeiſet und meiner Seele Durst geſtillt. 8. Erhalt uns in der Wahrheit, 3. O du dreieinig Wesen! gieb ewigliche Freiheit, zu preisen mein Geist ist schon genesen, weil deinen Namen, durch Jesum Chri- ich dein Tempel bin. Ich habe stum. Amen! Licht vom Lichte, dein leuchtend Angesichte treibt alle Finsternisse hin. be 2. Er woll uns speisn mit seinem Wort, daß wir satt werden hier und dort; ach, lieber Gott, du wollst uns gebn nach dieser Zeit das emge Lebn. 1589. Our and tul 4. Du wirst schon bei mir 470. ale machen und eine Sonne machen Mel. 65: Herr Gott, dich loben alle wir auch mitten in der Nacht, bis Wir danken Gott für seine Gabn, die wir von ihm empfangen habn, und bitten unsern lieben Herrn, er woll hinfort uns mehr beschern. bei den Cherubinen ein Sonntag ist erschienen, der alle Nacht zuschanden macht. od 5. Ich schlafe ganz vergnüget, denn wo mein Herze lieget, da ist der Engel Heer. Mich stört kein Weltgetümmel, es träumt mir nur vom Himmel. Ach, wer doch nur bald droben wär! Benjamin Schmold. † 1737. 20* 308 des Gebetslieder. 472. Mel. 133: Nun sich der Tag geendet hat. Inic 473. Nun bricht die finstre Nacht herein, des Tages Glanz ist tot; jedoch mein Herz, schlaf noch nicht ein, geh, sprich zuvor mit Gott. 2. D Gott, du großer Herr der Welt, den niemand sehen kann, du siehst ja mich in deinem Zelt, hör auch mein Seufzen an. Eigene Melodie. 21. Christ, der du bist der helle Tag, vor dir die Nacht nicht bleiben mag. Du leuchtest uns vom Vater her und bist des Lichtes Prediger. 3. Der Tag, den ich nunmehr vollbracht, der war besonders 2. Obschon die Augen schlafen dein, drum hätt er auch bis in ein, so laß das Herz doch wacker die Nacht dir sollen heilig sein. sein, halt über uns dein rechte 4. Vielleicht ist dieses nicht Hand, daß wir nicht falln in geschehn; denn ich bin Fleisch Sünd und Schand. und Blut und pfleg es öfters zu versehn, ist gleich der Wille gut. 3. Wir bitten dich, Herr Jesu Christ, behüt uns vor des Teufels List, der stets nach unsern Seelen tracht, daß er an uns hab keine Macht. 5. Nun such ich deinen Gnaden thron, sieh meine Schuld nicht an und denke, daß dein lieber Sohn für mich genug gethan. ein; da wird in deiner Herrlichfeit mein Sabbath ewig sein. Kaspar Neumann. † 1715. 6. Schreib alles, was man heut gelehrt, in unsre Herzen ein und lasse die, so es gehört, dir auch gehorsam sein. 7. Erhalte ferner noch dein Wort und thu uns immer wohl, damit man stets an diesem Ort dir diene, wie man soll. 4. Sind wir doch dein ererbtes Gut, erworben durch dein teures Blut; das war des ewgen Vaters Rat, als er uns dir geschenket hat. 5. Befiehl dein'm Engel, daß er komm und uns bewach, dein Eigentum, gieb uns die lieben Wächter zu, auf daß wir haben Fried und Ruh. Hour Erasmus Alberus. † 1553. 8. Indessen such ich meine Ruh; o Vater, steh mir bei und gieb mir deinen Engel zu, daß mein Wächter sei. 474. er Eigene Melodie. 28. 9. Und endlich führe, wenn Der lieben Sonne Licht und es Zeit, mich in den Himmel Pracht hat nun den Lauf voll Abendlieder. führet, die Welt hat sich zur Ruh 475. en gemacht, thu, Seel, was dir gebühret: tritt an die Himmelsthür Mel. 143: D Welt, ich muß dich lassen. und bring ein Lied herfür, laß Der Mond ist aufgegangen, die deine Augen, Herz und Sinn auf Jesum sein gerichtet hin. duail goldnen Sternlein prangen am Himmel hell und klar. Der Wald steht schwarz und schweiget, und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar. 2. Jhr hellen Sterne leuchtet wohl und glänzt mit euren Strahlen, ihr macht die Nacht des Lichtes voll, doch noch zu tausendmalen scheint heller in mein Herz die ewge Himmelskerz, mein Jesus, meiner Seele Ruhm, mein Schuß, mein Schat, mein Eigentum. 3. Verschmähe nicht dies arme Lied, das ich dir, Jesu, singe; in meinem Herzen ist kein Fried, bis ich es zu dir bringe. Ich bringe, was ich kann, ach nimm es gnädig an; es ist doch herzlich gut gemeint, o Jesu, meiner Seelen Freund. 4. Wir stolzen Menschenkinder 4. Mit dir will ich zur Ruhe sind eitel arme Sünder und wisgehn, dir will ich mich befehlen, sen gar nicht viel. Wir spinnen du wirst, mein Hüter, auf mich Luftgespinnste und suchen viele sehn zum Besten meiner Seelen. Künste und kommen weiter von Ich fürchte keine Not, auch selber dem Ziel. nicht den Tod, denn wer mit Jesu schlafen geht, mit Freuden wieder aufersteht. 5. Nun, matter Leib, gieb dich zur Ruh und schlaf fein sanft und stille; ihr müden Augen, schließt euch zu, denn das ist Gottes Wille; schließt aber dies mit ein: Herr Jesu, ich bin dein! so ist der Schluß recht wohl gemacht. Nun, liebster Jesu, gute Nacht. Christian Scriver. 1693 309 T 2. Wie ist die Welt so stille und in der Dämmrung Hülle so traulich und so hold, als eine stille Kammer, wo ihr des Tages Jammer verschlafen und vergessen sollt. 3. Seht ihr den Mond dort stehen? Er ist nur halb zu sehen und ist doch rund und schön. So sind wohl manche Sachen, die wir getroft belachen, weil unsre Augen sie nicht sehn. 5. Gott, laß dein Heil uns schauen, auf nichts Vergänglichs bauen, nicht Eitelkeit uns freun. Laß uns voll Einfalt werden und vor dir hier auf Erden wie Kinder fromm und fröhlich sein. 6. Wollst endlich sonder Grämen aus dieser Welt uns nehmen durch einen sanften Tod. Laß, wenn du uns genommen, uns in den Himmel kommen, du, unser Herr und unser Gott! 310 Gebetslieder. 7. So legt euch denn, ihr Brü- Wann der Tag anbrechen wird, der, in Gottes Namen nieder; dem kein Tag zu gleichen.sp kalt ist der Abendhauch. Verschon uns, Gott, mit Strafen und laß uns ruhig schlafen und unsern franken Nachbar auch. Im G15 Matthias Claubius.+ 1815. 8. Wann diese Welt in Trümmer fällt und du heimführst die Deinen, sollen heller siebenmal Mond und Sterne scheinen. 119. Alsdann wird nicht der Sonne Licht Jerusalem verlieren; NG 476. is denn das Lamm ist selbst das Licht, das die Stadt wird zieren. 84 Mel. 146: D Traurigkeit, o Herzeleid. Der Tag ist hin. Mein Geist und Sinn sehnt sich nach jenem Tage, der uns völlig machen wird frei von aller Plage. 10. Halleluja! ei wär ich da, wo alles lieblich klinget, da man ohne Unterlaß Heilig, heilig! singet.is 11. O Jesu du, mein Hilf und Ruh, laß mich dahin gelangen, daß ich mög in deinem Glanz vor dir ewig prangen. so thi aus meinem Herzen.nld Hostop som Johann Anastasius Freylinghausen. † 1739. S viac i 3. Der Sonne Licht uns jetzt gebricht. O unerschaffne Sonne, brich mit deinem Licht hervor mir zur Freud und Wonne. 2. Die Nacht ist da. Sei du mir nah, Jesu, mit hellen Kerzen, treib der Sünden Dunkelheit weg the 4770 4. Was sich geregt, was sich Eigene Melodie. 29. i ud bewegt, ruht jetzt von seinen Der Tag ist hin; mein Jeſu, Werken. Laß mich, Herr, in bei mir bleibe. D Seelenlicht, stiller Ruh dein Werk in mir der Sünden Nacht vertreibe; geh merken. juo manib auf in mir, Glanz der Gerechtig5. Ein jeder will bei solcher keit, erleuchte mich, ach Herr, denn Still der süßen Ruhe pflegen. es ist Zeit. Laß die Unruh dieser Zeit, Jesu, a 2. Lob, Preis und Dank sei bald sich legen. dit ont und dir, mein Gott, gesungen! Dir 6. Halt du die Wach, damit sei die Ehr, daß alles wohlkein Ach und Schmerz den Geist gelungen nach deinem Rat, ob berühre; sende deiner Engel Schar, ichs gleich nicht versteh; du bist die mein Bettlein ziere. gerecht, es gehe, wie es geh. 7. Wann aber soll der Wechsel wohl der Tag und Nächte weichen? 3. Nur Eines ist, das mich empfindlich quälet: Beständigkeit Abendlieder. 311 im Guten mir noch fehlet. Das 3. Laß uns einschlafen mit weißt du wohl, du Herzenskün- guten Gedanken, fröhlich aufdiger, ich strauchle noch wie ein machen und von dir nicht wanUnmündiger.in aufen; laß uns in Züchten unser 40 4. Vergieb es, Herr! Mir sagt es mein Gewissen, der Sünde Thun und Dichten zu dein'm Preis richten. si Lust hat mich von dir gerissen. 4. Pfleg auch der Kranken als Es ist mir leid, ich stell mich wieder ein; da ist die Hand: du mein, und ich bin dein. deiner Geliebten, hilf den Gefangnen, tröste die Betrübten; pfleg auch der Kinder, sei selbst ihr Vormünder, des Feinds Neid hinder. 5. Jsraels Schuk, mein Hüter und mein Hirte, zu meinem Trost dein sieghaft Schwert umgürte. Bewahre mich durch deine große Macht, wenn mir der Feind nach meiner Seele tracht. 55. Vater, dein'm Namen sei Lob in der Höhe, dein Reich zukomme, dein Will, der geschehe, gieb Brot, vergieb, und die Ver6. Du schlummerst nicht, wenn suchung wende, erlös am Ende. matte Glieder schlafen, ach laß Petrus Herbert. † 1571. ldii die Seel im Schlaf auch Gutes sonid te schaffen. D Lebensfonn, erquicke meinen Sinn. Dich laß ich nicht, mein Fels; der Tag ist hin. 479. Mel. 148: D Welt, ich muß dich lassen Joachim Neander.+ 1680. Es ist die Nacht gekommen, in Dunkel ist verglommen der Sonne lichter Schein. Herr, Gut und Leib und Seele ich deiner Hut befehle; denn was ich hab, ist alles dein. CHE 478. Mel. 108: Lobet den Herren alle, die sc. Die Nacht ist kommen, drin wir ruhen sollen. Gott walts zu Frommen nach seinem Gefallen, daß wir uns legen, unter seinem Segen der Ruh zu pflegen. d schlummern alle Hüter, so wahre 2. Wenn sich die Augen schließen, so laß mich dein genießen im Herzen unverwehrt. Wenn du die Güter, die deine Gnade mir beschert.bil 2. Treib, Herr, von uns fern die unreinen Geister, halt die Nachtwache, sei selbst unser Schutzherr; schirm beid, Leib und Seel, unter deine Flügel, send uns dein Engel! 3. Sei du mein Stab und Stecken, so kann mich nicht erschrecken des Todes finstres Thal; ja in der Nächte längsten kann 312 Gebetslieder. ich mich nimmer ängsten, ich steh im Lichte allzumal. 4. Du hast ja, die da saßen in Todesschatten, lassen, o Herr, dein Licht erschaun; wie könnten gehn verloren, die du zum Licht erforen und führst auf deinen Friedensaun! 5. Hast du mit hellem Sterne das Morgenland, das ferne, nach Bethlehem geführt, so gieb, wenn mir es dunkelt, daß mir der Stern dann funkelt, der mit der Gnade Strahl mich rührt. 6. Nun Herr, dir seis befohlen, was, meinem Aug verhohlen, die dunkle Nacht deckt zu. Herr, es will Abend werden; so gieb der bangen Erden im Schatten deiner Flügel Ruh! Adolph Harleß. † 1879. 480. Mel. 83: Ich weiß, mein Gott, daß sc. Für alle Güte sei gepreist, Gott Vater, Sohn und heilger Geist! Ihr bin ich zu geringe. Vernimm den Dank, den Lobgesang, den ich dir kindlich bringe. was ich vermag bis diesen Tag, ist alles deine Güte. TOGALE 4. Sei auch nach deiner Lieb und macht mein Schutz und Schirm in dieser Nacht, vergieb mir meine Sünden; und kommt mein Tod, Herr Zebaoth, so laß mich Gnade finden. Christian Fürchtegott Gellert.+ 1769. 481. 01. ats Mal. 148: D Welt, ich muß dich lassen. Herr, der du mir das Leben bis diesen Tag gegeben, dich bet ich findlich an. Ich bin viel zu geringe der Treue, die ich singe, und die du heut an mir gethan. 2. Mit dankendem Gemüte freu ich mich deiner Güte, ich freue mich in dir. Du giebst mir Kraft und Stärke, Gedeihn zu meinem Werke, und schaffst ein reines Herz in mir. 3. Gott, welche Ruh der Seelen: nach deines Worts Befehlen einher im Leben gehn, auf deine Güte hoffen, im Geist den Himmel offen und dort den Preis des Glaubens sehn! 4 Ich weiß, an wen ich glaube, und nahe mich im Staube zu dir, o Gott, mein Heil. Ich bin der Schuld entladen, ich bin bei dir in Gnaden, und in dem Himmel ist mein Teil. 2. Du nahmst dich meiner herzlich an, hast Großes heut an mir gethan, mir mein Gebet gewähret; hast väterlich mein Haus und mich beschützet und genähret. 3. Herr, was ich bin, ist dein Geschenk; der Geist, mit dem ich 5. Bedeckt mit deinem Segen dein gedenk, ein ruhiges Gemüte, eil ich der Ruh entgegen, dein Abendlieder. 313 im Unglück dürfe weinen. Name sei gepreist; mein Leben morgen mit den Meinen nicht und mein Ende ist dein, in deine Hände befehl ich, Vater, meinen Geist! ad du Christian Fürchtegott Gellert.+ 1769. 5. Steure den gottlosen Leuten, die im Finstern Böses thun. Sollte man etwas bereiten, uns zu schaden, wenn wir ruhn, so zerstöre du den Rat und verhindere die That; wend auch allen andern Schrecken, den die Bosheit kann erwecken. 6. Herr, dein Auge geht nicht unter, wenn es bei uns Abend wird; denn du bleibest ewig munter und bist wie ein guter Hirt, der auch in der finstern Nacht über seine Herde wacht. Darum hilf uns, deinen Schafen, daß wir alle sicher schlafen. 7. Laß mich denn gefund erwachen, wenn es rechte Zeit wird sein, daß ich ferner meine Sachen richte dir zu Ehren ein; oder hast du, lieber Gott, heut beſtimmet meinen Tod, so befehl ich dir am Ende Leib und Seel in deine Hände. Kaspar Neumann. † 1715. 482. Mel. 179: Werde munter, mein 2c. Herr, es ist von meinem Leben wiederum ein Tag dahin. Lehre mich nun Achtung geben, ob ich fromm gewesen bin; zeige mir auch selber an, so ich was nicht recht gethan, und hilf jetzt in allen Sachen guten Feierabend machen. 2. Freilich wirst du manches finden, was dir nicht gefallen hat; denn ich bin noch voller Sünden, in Gedanken, Wort und That, und zu jeder Tagesstund pfleget Herz und Hand und Mund ach, so schnell und oft zu fehlen, daß ichs selber nicht kann zählen. 3. Aber, o du Gott der Gnaden, habe noch einmal Geduld; ich bin freilich schwer beladen, doch vergieb mir alle Schuld! Deine große Vatertreu werde diesen Abend neu; so will ich auch dei483. Mel. 40: Erhalt uns, Herr, bei 2c. nen Willen künftig mehr als Hinunter ist der Sonne Schein, heut erfüllen. die finstre Nacht bricht stark herein: leucht uns, Herr Christ, du wahres Licht, laß uns im Finstern wandeln nicht. 4. Heilige mir das Gemüte, daß der Schlaf nicht sündlich sei; decke mich mit deiner Güte, und dein Engel steh mir bei. Lösche 2. Dir sei Dank, daß du uns Feur und Lichter aus und be- den Tag vor Not, Gefahr und wahre sonst das Haus, daß ich mancher Plag durch deine Engel 314 haft behüt aus Gnad und väter licher Güt.io stika bolnil mi 3. Womit wir habn erzürnet Gebetslieder. dich, dasselb verzeih uns gnädig- und Riegel, unter deine Flügel lich und rechn es unsrer Seel nimm dein Küchlein ein. Deck nicht zu, laß schlafen uns in uns zu mit Schutz und Ruh, so Fried und Ruh. in mo, ad wird uns kein Grauen wecken, noch der Feind erschrecken. 4. Durch dein Engel die Wacht bestell, daß uns der böse Feind nicht fäll; vor Schrecken, Angst und Feuersnot behüt uns heut, i 5. Wie? wenn ich mein Bette heut zum Grabe hätte? wie bald rot, bald tot! Drum, hast du o lieber Gott! as beschlossen, daß mein Ziel verflossen, kommt die Todesnot, so will ich nicht wider dich; hab ich Heil in dir gefunden, sterb ich alle Stunden. Nikolaus Hermann.+ 1561. rising wis sia o uso km 484. that t 4. Komm, verschließ die Kammer und laß allen Jammer ferne von uns sein. Sei du Schloß d di Mel. 91: Jesu, meine Freude. 6. Nun wohlan, ich thue in Hirte deiner Schafe, der von vergnügter Ruhe meine Augen keinem Schlafe etwas wissen mag, deine Wundergüte war mein Schild und Hütte den vergangnen Tag. Sei die Nacht auch auf der Wacht und laß mich von deinen Scharen um und um bewahren. zu. Seele, Leib und Leben hab ich dir ergeben, o du Hüter du. Gute Nacht, nimm mich in acht! und erlebe ich den Morgen, wirst du weiter sorgen. de Benjamin Schmold.+ 1737. 2. Decke mich von oben vor der Feinde Toben mit der Vaterhuld; ein versöhnt Gewissen sei mein Ruhekissen, drum vergieb die 485. bod Mel. 85: In dich hab ich gehoffet 2c. Schuld. Denn dein Sohn hat mich Mit meinem Gott geh ich zur davon durch die tief geschlagnen Wunden gnädiglich entbunden. Ruh und thu in Fried die Augen zu; denn Gott im Himmelsthrone mich wohl bewacht bei Tag und Nacht, auf daß ich sicher wohne. 3. Laß auch meine Lieben keine Not betrüben, sie sind mein und dein. Schließ uns mit Erbarmen in den Vaterarmen ohne Sorgen ein. Du bei mir, und ich bei dir, also sind wir ungeschieden, und ich schlaf im Frieden. 2. Jch ruf zu dir, Herr Jesu Christ, der du allein mein Helfer bist: laß kein Leid widerfahren, durch deinen Schutz vors Teufels Truß dein Engel mich bewahren. dam id chi Abendlieder. 315 3. Befiehl du deinen Engelein, Himmel, halte Wacht, gieb uns daß sie stets um und bei uns eine gute Nacht. d sein; all Übel von uns wende. Gott heilger Geist, dein Hilf uns leist an unserm letzten Ende. 54. Herr, meinen Geist befehl ich dir; mein Gott, mein Gott, weich non nd Louise Henſel. † 1876. mis dudu nicht von mir, nimm mich in deine Hände. O wahrer Gott, aus aller Not hilf mir am letzten Ende. 5. Lob, Preis und Ehr und Herrlichkeit sei Vater, Sohn und Geist bereit, Lob seinem heilgen Namen! die göttlich Kraft mach uns sieghaft durch Jesum Christum. Amen. 190 nationsd 487. Tule mitte sundali nomini Mel. 148: O Welt, ich muß dich laffen. nun ruhen alle Wälder, Vieh, Menschen, Städt und Felder, es schläft die ganze Welt. Ihr aber, meine Sinnen, auf, auf! ihr sollt beginnen, was eurem Schöpfer wohlgefällt. dus noor 2. Wo bist du, Sonne, blieben? Die Nacht hat dich vertrieben, die Me Nacht, des Tages Feind. Fahr hin, ein andre Sonne, mein Jesus, meine Wonne, gar hell in meinem Herzen scheint. this stud fol 486.in 3. Der Tag ist nun vergangen, die güldnen Sternlein prangen am blauen Himmelssaal. Also werd ich auch stehen, wenn mich Mel. 89: Jesu komm doch selbst zu zc. Müde bin ich, geh zur Ruh, wird heißen gehen mein Gott aus schließe meine Augen zu. Vater, laß die Augen dein über meinem Bette sein. dieſem Jammerthal. 4. Der Leib, der eilt zur Ruhe, legt ab nun Kleid und Schuhe, das Bild der Sterblichkeit. Die zieh ich aus, dagegen wird Christus mir anlegen den Rock der Ehr und Herrlichkeit. Aus dem 17. Jahrhundert. V. 1 von Cornelius Becker,+1604. B. 2 u. 3 von unbekanntem Verfasser. B. 4 u. 5 von Adam Reusner, um 1575. Aire IsqmsI wonis 2. Hab ich unrecht heut gethan, sich es, lieber Gott, nicht an. Deine Gnad und Jesu Blut macht ja allen Schaden gut. 3. Alle, die mir sind verwandt, Gott, laß ruhn in deiner Hand; alle Menschen groß und klein sollen dir befohlen sein. 4. Kranken Herzen sende Ruh, nasse Augen schließe zu; Gott im 5. Das Haupt, die Füß und Hände sind froh, daß nun zu Ende die Arbeit kommen sei. Herz, freu dich, du sollst werden vom Elend dieser Erden und von der Sünden Arbeit frei. 6. Nun geht, ihr matten Glie Gebetslieder. 316 der, geht hin und legt euch nieder, an mich in dieser schwarzen Nacht, der Betten ihr begehrt. Es kom- und schenke du mir gnädiglich men Stund und Zeiten, da man die Obhut deiner Wacht. euch wird bereiten zur Ruh ein Bettlein in der Erd. 4. Zwar fühl ich wohl der Sünde Schuld, die mich bei dir 7. Mein Augen stehn ver- klagt an; doch hat ja deines drossen, im Nu sind sie ge- Sohnes Huld genug für mich schlossen, wo bleibt dann Leib und Seel? Nimm sie zu deinen Gnaden, sei gut für allen Schaden, gethan. 5. Den seh ich dir zum Bürgen ein, wenn ich muß vor Gericht; du Aug und Wächter Israel. ich kann ja nicht verloren sein in 8. Breit aus die Flügel beide, o Jesu meine Freude, und nimm dein Küchlein ein! Will Satan mich verschlingen, so laß die Englein fingen: Dies Kind soll unverletet ſein. 9. Auch euch, ihr meine Lieben, soll heute nicht betrüben ein Unfall noch Gefahr. Gott laß euch ruhig schlafen, stell euch die güldnen Waffen ums Bett und seiner Helden Schar! Paul Gerhardt. † 1676. solcher Zuversicht. 6. Drauf thu ich meine Augen zu und schlafe fröhlich ein. Mein Gott wacht jetzt in meiner Ruh, wer wollte traurig sein? 7. Weicht, nichtige Gedanken, hin und endet euren Lauf! Ich baue jetzt in meinem Sinn Gott einen Tempel auf. 8. Soll diese Nacht die letzte sein in diesem Jammerthal, so führ mich, Herr, zum Himmel ein zu der Erwählten Zahl. 9. Und also leb und sterb ich dir, du starker Zebaoth; im Tod und Leben hilfst du mir aus aller Angst und Not. Johann Friedrich Herzog. † 1699. 488. Eigene Melodie. 133. Nun sich der Tag geendet hat und keine Sonn mehr scheint, schläft alles, was sich abgematt und was zuvor geweint. 489. Mel. 148: D Welt, ich muß dich lassen. 2. Nur du, mein wachst allezeit, du schläfft noch schlum- Nun sich der Tag geendet, mein merst nicht; vor dir ist keine Dunkelheit, weil du selbst bist das Licht. Herz zu dir sich wendet und danket inniglich. Dein holdes Angesichte zum Segen auf mich richte, er3. Gedenke, Herr, doch auch leuchte und entzünde mich. vor Abendlieder. 2. Ich schließe mich aufs neue in deine Vatertreue und Schutz und Herze ein. Die sündlichen Geschäfte und alle finstern Kräfte vertreibe durch dein Nahesein. 3. Daß du mich herzlich liebest, daß du mich stets umgiebest und rufft zu dir hinein, daß du vergnügst alleine so wesentlich und reine, laß allezeit mir heilig 5. Treuer Jesu, nimm zu dir fein. dy 4. Treuer Jesu, sorge du, menn es einmal kommt zum Sterben. Bring mich dann zu meiner Ruh, mache mich zum Himmelserben; schließ mir selbst die Augen zu, treuer Jesu, sorge du! endlich mich und all die Meinen! Wenn dein Tag nun bricht herfür, da du selber wirst erscheinen, führ uns durch des Himmels Thür, treuer Jesu, ein zu dir! Um 1690. 4. Ein Tag, der sagts dem andern, mein Leben sei ein Wandern zur großen Ewigkeit. O Ewigkeit, du schöne, mein Herz an dich gewöhne! mein Heim ist nicht in dieser Zeit. Gerhard Tersteegen. † 1769. 100 you 490. Mel. 95: Jesus, meine Zuversicht. Treuer reuer Jesu, wache du! denn jetzt geh ich einzuschlafen; gieb mir und den Meinen Ruh. Bleib, o Hirt, bei deinen Schafen, schließ die Thüren selber zu; treuer Jesu, wache du! 2. Treuer Jesu, weiche nicht! sonst wird Grauen, Furcht und Schrecken, das oft samt der Nacht einbricht, uns mit Ach und Weh erwecken; bleib bei uns mit deinem Licht, treuer Jesu, weiche nicht! 317 der Feind uns ihn nicht raube. Deine Hilfe mach uns frei, treuer Jesu, steh uns bei! 3. Treuer Jesu, steh uns bei, daß in uns der Geist und Glaube, wenn wir schlafen, wacker sei, und 491. Mel. 165: Bater unser im Himmelreich. Vollendet hat der Tag die Bahn, sein Licht der Abend ausgethan, und überall die dunkle Nacht die Zeit der Ruhe hergebracht; o reicher Gott, nun segne du uns diese Nacht zu guter Ruh. 2. Was du uns Gutes hast beschert, wie du uns heut versorgt, ernährt, in aller Fährlichkeit beschützt, uns zugewendet, was uns nützt, wir danken dafür inniglich, und Herz und Lippen preisen dich. 3. Was aber Übels wir gethan, das rechn aus Gnaden uns nicht an; wir klagen dirs mit Reu und Schmerz und zeichnen unser Haus und Herz mit deines lieben 318 Gebetslieder. Sohnes Blut zu Glaubenstrost keit, daß mir ist mein Werk geund Glaubensmut. lungen, daß du mich vor allem 4. Nun gieb uns Ruhe, die Leid und vor Sünden mancher erquickt, nach der das müde Auge Art so getreulich haft bewahrt, blickt. Des Wächters Hut und auch den Feind hinweggetrieben, Wachsamkeit, der Thor und Riegel daß ich unbeschädigt blieben. Festigkeit, das Lager weich und warm und dicht, das alles giebt die Ruhe nicht. 3. Herr, verzeihe mir aus Gnaden alle Sünd und Missethat, die mein armes Herz beladen und sogar vergiftet hat. Des Versuchers List und Tück treib durch deine Macht zurück; du allein kannst mich erretten, strafe nicht mein Übertreten! 5. Hältst du nicht selbst im Herzen auf der Sorgen und Gedanken Lauf, so fährt es aufgeregt einher wie ein vom Sturm bewegtes Meer, und manche Stunde stiller Nacht wird Ruhe suchend hingebracht. 6. Drum bring du unser Herz zur Ruh und schließ uns bald die Augen zu. Mit deiner Güte decke uns, zur rechten Zeit er wecke uns. Dann sei dir unser Dank gebracht für dein Geschenk, die gute Nacht. 3rd lotadi dau Karl Johann Philipp Spitta. † 1859. 4. Bin ich gleich von dir gewichen, stell ich mich doch wieder ein; hat uns doch dein Sohn verglichen durch sein Angst und Todespein. Ich verleugne nicht die Schuld; aber deine Gnad und Huld ist viel größer als die Sünde, die ich allzeit in mir finde. 5. D du Licht der frommen Seelen, o du Glanz der Ewigund supst mun oc) keit, dir will ich mich ganz be492, rotup ng fehlen diese Nacht und alle Zeit. Bleibe doch, mein Gott, bei mir, ad weil es nunmehr dunkel hier; daß kein Unfall mich betrübe, decke mich mit deiner Liebe. ding dosen 5,20 Eigene Melodie. 179. Werde munter, mein Gemüte, und ihr Sinnen, geht herfür, daß ihr preiset Gottes Güte, die er hat gethan an mir, da er mich den ganzen Tag vor so mancher schweren Plag hat behütet und in Gnaden abgewendet allen Schaden. 2. Lob und Dank sei dir gefungen, Vater der Barmherzig6. Laß mich diese Nacht empfinden eine sanfte, süße Ruh; alles Übel laß verschwinden, decke mich mit Segen zu. Leib und Seele, Mut und Blut, Weib und Kinder, Hab und Gut, Freunde, Feinde, Hausgenossen sein in deinen Schutz beschlossen. Abendlieder. 319 7. O du großer Gott, erhöre, gehäufte Missethat! Weil deine was dein Kind gebeten hat! Jesu, des ich stets begehre, bleibe ja mein Schutz und Rat! Und mein Hort, du werter Geist, der du Freund und Tröster heißt, höre doch mein sehnlich Flehen! Amen, ja es soll geschehen! Johann Rist. t 1667. Smare bie Um Schlusse der Woche. Vaterstimme mich selbst gerufen hat, so schrei ich: Herr, erbarme, erbarm dich über mich! ich fall dir in die Arme, ach schone gnädiglich! Die Zeit kann schwinden, nur Gottes Güte nicht; sie läßt sich täglich finden und giebt mir Trost und Licht. 5. Mein Glaube heißt mich hoffen, es sei durch Christi Blut ein neuer Bund getroffen und alles wieder gut. Drum will ich dir geloben, auf ewig treu zu sein; dein guter Geist von oben wird mir die Kraft verleihn. sid Jibu 493. 6. Ich bin dein Kind aufs Mel. 79: Ich dank dir, lieber Herre 2c. neue; drum gieb, daß diese Nacht Die Woche geht zu Ende, nicht mich auch dein Schuß erfreue, aber Gottes Treu, denn wo mich hinwende, da ist sie immer neu. der alles sicher macht. Ich werde gleichsam sterben, der Schlaf ist wie ein Tod; doch kann ich nicht verderben, du lebst in mir, mein lang 7. Du wirst auch die ver2. Die ganze Woche zeuget sorgen, die mein sind und auch von deiner Gütigkeit, die du zu dein; so werden wir uns morgen mir geneiget; ja meine Lebens- in deiner Kraft erfreun. Wir zeit vom Anfang meiner Pfade werden Opfer bringen, mit Herbis diesen Augenblick rühmt deine zen, Mund und Hand und dir Wundergnade im Unglück wie ein Loblied singen, wie du uns bist bekannt. im Glück. SUD bringt du 1992 3. Allein mein Herze bebet, 8. Soll das in meinem Leben wenn es zurücke denkt, wie übel die letzte Woche sein, will ich ich gelebet und dich, mein Gott, nicht widerstreben und mich im gefränkt. Je mehr du mich ge- Geiste freun auf einen Feierabend, liebet und meiner hast verschont, den Christi Tod gemacht, und je mehr ich dich betrübet, mit diese Hoffnung habend sprech ich Undank dir gelohnt. nun: Gute Nacht! 4 Ach strafe nicht im Grimme Benjamin Schmold. † 1737 320 Gebetslieder. D. Lieder sjunden auf die vier Jahreszeiten. 1. frühling. ode 3. Herr, laß die Sonne blicken ins finstre Herze mein, damit sichs möge schicken, fröhlich im Geist zu sein, die größte Lust zu haben allein an deinem Wort, das mich im Kreuz kann laben und weist des Himmels Pfort. 4. Mein Arbeit hilf verbringen 2. Sommer. T 2 hand 495. bit bit Bed HEROIS ET Mel. 101: Kommt her zu mir 2c. sid aid Geh aus, mein Herz, und ſuche 494. Freud in dieser lieben SommerMel. 164: Balet will ich dir geben 2c. zeit an deines Gottes Gaben; Wie Sie lieblich ist der Maien aus schau an der schönen Gärten Zier lauter Gottes Güt, daß sich die und siehe, wie sie mir und dir Menschen freuen, weil alles grünt sich ausgeschmücket haben. und blüht. Die Tier sieht man jetzt springen mit Lust auf grüner Weid, die Vöglein hört man fingen, die loben Gott mit Freud. 99 2. Herr, dir sei Lob und Ehre für solche Gaben dein, die Blüt zur Frucht vermehre, laß sie er sprießlich sein. Es steht in deinen Händen, dein Macht und Güt ist groß; drum wollst du Segen spenden uns aus der Erde Schoß. 2. Die Bäume stehen voller Laub, das Erdreich decket seinen Staub mit einem grünen Kleide. Narzissus und die Tulipan, die ziehen sich viel schöner an, als Salomonis Seide. 3. Die Lerche schwingt sich in die Luft, das Täublein fleucht in die Wälder, die hochbegabte aus seiner Kluft und macht sich Nachtigall ergötzt und füllt mit ihrem Schall Berg, Hügel, Thal und Felder. SHIDA 4. Die Glucke führt ihr Völklein aus, der Storch baut und lein speist die Jungen, der schnelle bewohnt sein Haus, das SchwälbHirsch, das leichte Reh ist froh und kommt aus seiner Höh ins tiefe Gras gesprungen. 5. Die Bächlein rauschen in zum Lob dem Namen dein, und laß mir wohl gelingen, im Geist dem Sand und malen sich und fruchtbar zu sein. Die Blümlein ihren Rand mit schattenreichen laß aufgehen von Tugend mancherlei, damit ich mög bestehen und nicht verwerflich sei. Martin Behm. † 1622. Myrthen, die Wiesen liegen hart dabei und klingen ganz von Luftgeschrei der Schafund ihrer Hirten. 6. Die unverdroßne Bienen Lieder auf die vier Jahreszeiten. 321 fchar zeucht hin und her, sucht weil ich noch hier trage dieses hier und dar die edle Honigspeise, des süßen Weinstocks starker Saft friegt täglich neue Stärk und Kraft in seinem schwachen Reise. Leibes Joch, auch nicht gar stille schweigen; mein Herze soll sich fort und fort an diesem und an allem Ort zu deinem Lobe neigen. 13. Hilf nur und segne meinen Geist mit Segen, der vom Himmel fleußt, daß ich dir stetig blühe. Gieb, daß der Sommer deiner Gnad in meiner Seelen früh und spat viel Glaubensfrucht erziehe. 8. Ich selber kann und mag nicht ruhn, des großen Gottes großes Thun erweckt mir alle Sinnen; ich finge mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen. 14. Mach in mir deinem Geiste Raum, daß ich dir werd ein guter Baum, und laß mich Wurzel treiben. Verleihe, daß zu deinem Ruhm ich deines Gartens schöne Blum und Pflanze möge bleiben. vid 9. Ach, denk ich, bist du hie so schön, und läßt dus uns so lieb- 15. Erwähle mich zum Paralich gehn auf dieser armen Erden, deis und laß mich bis zur letzten was will doch wohl nach dieser Reif' an Leib und Seele grünen; Welt dort in dem reichen Him- so will ich dir und deiner Ehr melszelt und güldnen Schlosse allein, und sonsten keinem mehr, werden? snipe him rodas hier und dort ewig dienen. Paul Gerhardt. † 1676. 3. Herbst. 10. Welch hohe Lust, welch heller Schein wird wohl in Christi Garten sein? wie muß es da wohl klingen, da so viel tausend Seraphim mit eingestimmtem Mund und Stimm ihr Halleluja singen? Hur pas 496. Mel. 101: Kommt her zu mir, spricht 2c. 11. O wär ich da! o stünd ich Des Jahres schöner Schmuck schon, liebreicher Gott, vor deinem Thron und trüge meine Palmen! entweicht, die Flur wird kahl, der Wald erbleicht, der Vöglein Lieder So wollt ich nach der Engel Weis' schweigen. Ihr Gotteskinder, erhöhen deines Namens Preis schweiget nicht und laßt hinauf zum ewgen Licht des Herzens mit tausend schönen Psalmen. 12. Doch will ich gleichwohl, Opfer steigen! 7. Der Weizen wächset mit Gewalt, darüber jauchzet jung und alt, und rühmt die große Güte des, der so überflüssig labt und mit so manchem Gut begabt das menschliche Gemüte. he 21 Stig Gebetslieder. oda12 genommen! 2. Gott ließ der Erde Frucht ter in die Erd, davon du bist gedeihn, wir greifen zu, wir holen ein, wir sammeln seinen Segen. Herr Jesu, laß uns gleichen Fleiß an deiner Liebe Ruhm und Preis mit Herzensfreude legen! 322 8. Doch wie der Landmann seine Saat ausstreuet, eh der Winter naht, um fünftig Frucht zu sehen, so, treuer Vater, deckest du auch unsern Leib mit Erde zu, daß er soll auferstehen. 9. Indes, wie über Land und Meer der Störche Zug, der Schwalben Heer der Sonn entgegenstreben, so laß zu dir die Seelen fliehn, zu deinem Paradiese ziehn, an deiner Sonne leben! ll Bittor von Strauß. Geb. 1809. 3. Der Weinstock giebt die süße Kost, aus voller Kelter fließt der Most, die Herzen zu erfreuen. Du rechter Weinstock, höchstes Gut, laß deine Reben durch dein Blut sich freudiglich erneuen! 4. Was Gottes Hand für uns gemacht, das ist nun alles heimgebracht, hat Dach und Raum gefunden. So fammle dir zur Gnadenzeit, o Seele, was bein Herr dir beut für deine Kreuzesstunden! bi 4. Winter. 497. 5. Denn wie die Felder öde stehn, die Nebel kalt darüberMel. 89: Jesu, komm doch selbst zc. wehn, und Reif entfärbt die In der stillen Einsamkeit findest Matten; so endet alle Lust der Welt, des Lebens Glanz und Kraft zerfällt, schnell wachsen seine Schatten. du dein Lob bereit; großer Gott, erhöre mich, meine Seele suchet dich! 7bis 22-01 2. Der du alle Sterne führst und der Jahre Lauf regierst, unveränderlich bist du, nimmer still und doch in Ruh. 6. Es braust der Sturm, der Wald erkracht, der Wandrer eilt, um noch vor Nacht zu flüchten aus den Wettern. O Jesu, sei 3. Diese kalte Winterluft kräfuns Dach und Turm, wenn nun des Lebens rauher Sturm uns will zu Boden schmettern! tig in die Herzen ruft: Seht, wo ist der Sommer hin? nur der Herr erwecket ihn! 4. Reif, wie Asche, nah und fern streuet aus die Hand des Herrn; wer kann bleiben vor dem Frost, wenn es weht von Nord 7. Es fällt der höchsten Bäume Laub und mischt sich wieder mit dem Staub, von dannen es gekommen. Ach Mensch, sei noch so hoch und wert, du mußt hinun- und Ost? Witterungslieder. 5. Gleich wie Wolle fällt der zu deines Namens Ehr allein, Schnee und bedecket Land und Herr, unser Gott und Tröster! See; wehet aber Gottes Wind, 3. Gedenke, Herr, an deinen so zerfließet er geschwind. 6. D Beherrscher der Natur, allen zeigst du Zeit und Spur; Frühling, Sommer, Herbst und Eis nahn und fliehn auf dein Geheiß. spied Chur 107 7. Folgte deines Worts Befehl auch so willig meine Seel! O daß, Jesu, deine Lieb in mir lenkte jeden Trieb! 68. Friert da draußen alles ein, soll mein Herz doch brennend sein; leuchte, o mein Heil, in mir, o so glüht und lebt es dir! Joachim Neander. † 1680. 323 Bund um deines Namens willen; wir bitten dich von Herzensgrund, doch unsre Not zu stillen. O kehre doch mit Regen ein; denn du bist ja der Herr allein, bei dir steht unsre Hilfe.id 4. Verschmäh doch unser Flehen nicht, laß deine Gnade walten; das Weltall hast du zugericht, und als Herrscher drin zu schalten. Allmächtig ist der Name dein; nichts, nichts kann dir unmöglich sein, Herr unser Gott und Tröster! 1592. 2. Herr, unsre Sünd bekennen wir, du wollst sie uns verzeihen; all unsre Hoffnung steht zu dir, wollst Hilf und Trost verleihen. Gieb Regen und den Segen dein 499. DRE E. Witterungslieder. Mel. 45: 3 ist das Heil uns kommen. a) Bei dürrer Zeit und nach Gelobet seist du, treuer Gott, So er geschenktem Regen. von Herzen und Gemüte, daß du gewendet unsre Not und zeigst dibed buguns deine Güte. Wir sehen, daß Mel. 2: Ach Gott, vom Himmel ac. du uns erhört, weil du uns giebst, 498. 9: Ach Herr, Herr, du gerechter was wir begehrt, den längst erwünschten Regen. Gott, wir habens wohl verdienet mit unsrer Sünd und Missethat, daß unser Feld nicht grünet und Mensch und Vieh in Trauer gehn; läßt du nicht deine Hilfe sehn, so müssen wir verschmachten. 2. Ach Vater, das bleibt dennoch wahr: wenn Christen zu dir schreien, so hilfst du frei und offenbar, daß sie sich wieder freuen. Wir riefen dich um Regen an, und sieh, er tröstet jedermann, er kömmt mit reichem Segen. 3. Du tränkest nun mit reichem Naß die Gärten, Wiesen, Felder, erfrischest alles Laub und Gras 21* 1324 Gebetslieder. meinet unsre Schuld, so muß der Himmel weinen. und die versengten Wälder, läßt verachtet deine Huld und nicht beregnen, daß die matte Saat, ja alles, was das Leben hat, frisch, grün und fruchtbar werde. on 4. Drum fingen wir auch hocherfreut: Gottlob! wir sind er höret, die Hilfe kam zur rechten Zeit, Gott selbst zu uns sich kehret; gottlob! die Wolken geben Naß, gottlob! nun trinket Laub und Gras, Gott sei Lob, Preis und Ehre!#s Michael Schernac. † 1675. 190. b) Bei Nässe und nach Abhilfe folcher Not. 4. Doch denke, Herr, an deine Treu, laß deinen Zorn sich legen, wohn uns in Gnaden wieder bei, sei unser Trost und Segen. Wie hält so hart sich dieser Zeit dein Herz und deine Freundlichkeit! Du bist ja unser Vater. 5. Gieb uns von deinem Himmelssaal dein klares Licht und Sonne, und laß uns wieder überall empfinden Freud und Wonne, daß alle Welt erkenne frei, daß außer dir kein Segen sei im Himmel und auf Erden. Michael Schirmer. † 1673. 500. Mel. 20: Aus tiefer Not schrei ich 2c. Gott, der du das Firmament mit Wolken kannst bedecken, ingleichen wiederum behend das Sonnenlicht erwecken, ach halt doch mit dem Regen ein und gieb uns wieder Sonnenschein, daß unser Land sich freue. 501. 3090 Mel. 18: Auf meinen lieben Gott. Nun ist der Regen hin; wohlauf, mein Herz und Sinn, sing nach betrübten Leiden Gott, deinem Herrn, mit Freuden! Gott hat sein Herz gekehret und unfre Bitt erhöret. 2. Die Felder trauern weit und breit, die Früchte leiden Schaden, weil sie von vieler Feuchtigkeit und Nässe sind beladen. Dein Segen, Herr, den du gezeigt uns Armen, sich zur Erde neigt und will fast gar verschwinden. 3. Das machet unsre Missethat und ganz verkehrtes Leben, so deinen Zorn entzündet hat, daß wir in Nöten schweben; weil wir Wolken stecken, und für das helle SELEC 2. Sein Zorn war sehr entbrannt auf uns und unser Land. Er sprach: Ihr Menschenkinder, ihr seid und bleibet Sünder, wollt von der Bosheit Straßen euch gar nicht wenden lassen. 3. Drum soll mein Himmelslicht sein klares Angesicht in schwarze, trübe Decken und dunkle Witterungslieder. 325 Scheinen der Himmel auf euch samt zumessen, wir werdens weinen. sehn und essen und mit dem Gut der Erden zur Gnüg ersättigt werden.bitsige abithi 11. Nun, Gott ist fromm und treu, sein Huld ist immer neu und läßt sich leicht verfühnen, giebt, was wir nicht verdienen, läßt gnädig sich erfinden, straft nicht nach unsern Sünden. MOMENUT 12. Darum, so richte nun, o Mensch, auch du dein Thun zu Gottes Lob und Liebe, daß dein Herz nicht betrübe mit mehrerm Zorn und Schmerze das allerfrömmste Herze. ANG Paul Gerhardt. † 1676. chilzsing bilzstia Tah 4. Bald aber fiel sein Grimm durch unsers Seufzens Stimm; sein väterlich Gemüte dacht an sein ewge Güte und ließ auf unser Schreien ihn seinen Zorn gereuen. 5. Die Wolken flohen weg; der feuchten Winde Steg, daher die Wasser flossen, nahm ab und ward verschlossen, des hohen Himmels Tiefen, die hörten auf zu triefen. 6. Steh auf, du mattes Feld, aus deinem Trauerzelt! steh auf und laß uns wieder die süßen Sommerlieder zu deines Schöpfers Ehren mit Lust und Freuden hören. 10 reddc) Beim Gewitter und Danklied nach demselben. fost con 502. 7. Sieh her: der Sonnen Zier geht wieder schön herfür, bringt uns nach langem Regen den lieben warmen Segen auf Höhen und im Thale mit wunderreichem Ach lieber Herr, du großer Gott, Mel. 71: Herr, wie du willst, so 2c. INT den alle Welt muß ehren, auf dessen mächtiges Gebot der Donner sich läßt hören; es zucket feurig Blitz auf Blitz herab von deinem Wolkensit, der Regen fällt in Strömen. Strahle. 8. Die Erde wird erquickt, und was durch Näß erstickt, das wird nun wieder leben und reife Früchte geben, die Äcker gut Getreide, die Wiesen Gras und Weide. 9. Die Bäume werden schön in ihrer Fülle stehn, die Berge werden fließen und Wein und Öl ergießen, das Bienlein wird eintragen bei stillen, warmen Tagen. 10. Davon wird unsern Teil das ewge Gut und Heil uns allen2. Wir hören deines Himmels Zelt dumpfdonnernd widerhallen; der Sturmwind brauset durch das Feld, die Wasserwogen wallen; die Felsen bücken sich vor dir, die hohen Berge zittern schier vor deines Zornes Schelten.ilit 3. D Herr, vor dem der Him 326 Gebetslieder. mel bebt, wenn du zur Erde blickest, wenn unter dir der Cherub schwebt, und du dein Feuer schickest; wohin mit unserm schwachen Sinn, o Herr, wo fliehn wir Armen hin, wenn du willst mit uns zürnen? 4. Willst du nach unsrer Missethat die Straf ergehen lassen, so können wir nicht Trost und Rat vor großer Trübsal fassen; denn alles Fleisch ist fündenvoll, und feiner, wie er werden soll. Wie können wir bestehen? 2. Haus, Hof, Gut, Leib und Leben hat deine Gnadenhand behütet und darneben beschütet unser Land. Dein gnädig Angesicht läßt du uns wieder schauen, die wir uns dir vertrauen mit starker Zuversicht. 3. Dankopfer wir dir bringen für das, was du gethan; von deiner Macht wir singen, nimms, Vater, gnädig an durch Christum, deinen Sohn, um seins Verdienstes willen, der deinen Zorn kann stillen, der wahre Gnadenthron. 6. Bewahre Menschen, Vieh und Kraut, die Bäum und Frucht 4. Ach Herr, am jüngsten Tage, der Felder, und was zur Wohnung ist erbaut, dazu auch Gras und Wälder. Hilf uns, daß nicht mit einem Mal von oben her ein Feuerstrahl uns jämmerlich verderbe. wenn der herein nun fällt, daß er mit Donnerschlage anzündet diese Welt, so streck aus deine Hand und zeuch uns, die wir gläuben an dich und treu verbleiben, hinauf ins Vaterland. Johann Heermann. † 1647 5. Doch, großer Gott, erbarme dich, gedenk an deine Gnade! Wend ab das Wetter väterlich, daß uns der Blitz nicht schade. Du Vater voller Huld und Treu, ach steh uns armen Sündern bei, deck uns mit deinen Händen! 503. Mel. 168: Von Gott will ich nicht zc. Das Wetter ist vertrieben durch deine Gnad und Kraft, du bist stets bei uns blieben, hast Sicherheit verschafft; wie dein Sohn Jesus Christ das wilde Meer bedräuet, die Jünger bald erfreuet, der Helfer du stets bist. 7. Laß deinen Donner, Sturm und Blitz, o Herr, ins weite ziehen, daß wir vor deinem Gnadensiß mit froher Seele knieen und dich im hellen Sonnenlicht Lobpreisen, dessen Angesicht uns mild in Christo segnet. Nach Johann Rift. † 1667. F. Beim Beginn d und während der Ernte. 504 Juinsmis Mel. 71: Herr, wie du willst, fo 2c. Herr Gott, der du deiner Schar haft zugesagt auf Erden, Bergwerkslieder. 327 wird deinen Namen preisen. daß sie von dir soll immerdar man durch deinen Segen froh im Kreuz getröstet werden, und daß du unser täglich Brot, samt Rettung aus der Angst und Not, uns freundlich willst bescheren! Bartholomäus Ringwald. † 1598. 2. Giebreine Luft und Sonnen- 42 schein, fruchtbaren Tau und Regen, damit die Früchte wohl gedeihn durch deinen milden Segen, die hier zu Lande früh und spat der Ackermann geworfen hat auf dein Wort in die Erde. 4 3. Umsonst ist alle unsre Müh im Pflanzen und Begießen, wenn du nicht läsfest spat und früh des Regens Ströme fließen. Nur du regierst des Wetters Lauf, durch dich wächst jede Pflanze auf, durch dich nur bringt sie Früchte. G. Bergwerkslieder. Vor der Einfahrt. 505. Mel. 109: Lobt Gott, ihr Chriſten 2c. Mit dir, Allmächtger, fahr ich an und voll Vertraun auf dich; nicht schreckend ist die dunkle Bahn, wenn du begleitest mich. 2. Ein jeder Schritt auf steiler Fahrt erinnert an den Tod; ich wandle sie, von dir bewahrt, getrost und froh, mein Gott. 3. Dein Wille war, daß meine Hand oft schmerz- und wundenvoll und nahe an des Grabes Rand das Brot verdienen soll. 4. Herr, straf uns nicht in deinem Zorn, gedenk an deine Güte; den Weinstock und das liebe Korn uns gnädiglich behüte 4. So folg ich denn und fürchte vor hartem Frost und Hagelschlag, nicht Gefahr und was mir droht; vor Dürre und was sonst noch mag du, Herr, bist meine Zuversicht; den Früchten Schaden bringen.ich thue dein Gebot. 5. Gieb gnädig, was uns deine bu 5. Der Welt zum Nußen opfre Hand so reichlich jetzo weifet, auf ich mein Leben, meinen Schweiß daß damit im ganzen Land werd und dabei trau ich fest auf dich, Arm und Reich gespeiset. So du segnest meinen Fleiß. wird dich loben groß und klein, die Alten und die Kinderlein und was auf Erden lebet. 6. Dir, dir will ich mein Leben weihn mit christlich frommem Sinn. Dein Beifall sei, o Gott, allein mein Ruhm und mein Gewinn. 6. Wir trauen dir, o großer Gott, laß deine Gnade walten! Du weißt gar wohl, was uns ist Not, hast lange Haus gehalten und wirst regieren ferner so, daß 7. Bis jetzt verließ dein Schutz mich nicht bei drohender Gefahr; gesund vollbracht ich meine Schicht, so schwer sie oft auch war. 328 Gebetslieder. 8. So sei auch ferner noch bei mir auf meinem Arbeitspfad, mit deiner Hilfe, die von dir sich oft mein Herz erbat. 9. Fahr ich zur Grube froh heraus, dann dank ich dir, daß du mich zu den Meinen führst nach Haus und giebst uns Brot und Ruh. Kluft! Wetter, Bruch und Wände drohten mir das Ende in der finstern Gruft. Doch du haft bei aller Last deinen Schuß an mir erneuet und mich nun befreiet. 3. Herr, auf meinen Wegen hab ich deiren Segen überall gespürt. Du hast meine Tritte und all meine Schritte gnädiglich regiert. Nun kann ich mit Freuden dich, meinen Hort und Helfer, preisen und dir Dank erweisen. 10. Doch sollt ein widriges Geschick mir in der Teufe drohn, so bist du, Herr, der Meinen Glück, ihr Trost, ihr Schild, ihr Lohn. Sammen 11. Jch lege fie in deine Hand, du wirst ihr Vater sein; dir ist kein Unfall unbekannt, der plötzlich bricht herein. os mour 4. Ja, ich will dich loben hier und einst dort oben und mich deiner freun. Stets soll mein Gemüte für die große Güte fromm und dankbar sein. Doch, mein Licht, verlaß mich nicht! Schütze 12. So komme denn die letzte ferner Leib und Seele, die ich Schicht auf meiner Pilgerbahn. dir befehle! Glück auf! Glück auf! ich zage nicht, du nimmst dich meiner an. al 507. Moroton Mel. 19: Aus meines Herzens Grunde 2c. Nach der Ausfahrt. Gott 506. ott dem Erzschöpfer droben sei Ehr und Preis gesagt. Wir Bergleut billig loben sein große Gottesmacht, daß er, der höchste Mel. 91: Jefu meine Freude zc. Gnädigster Erbarmer, zu dir Hort, so mancherlei Metallen nach seinem Wohlgefallen geschaffen durch sein Wort. Bid komm ich Armer nach vollbrachter Fahrt. Du hast heut aus Gnaden mich vor allem Schaden als dein Kind bewahrt. Keine Not, kein Leid, kein Tod hat, o Vater, mich berühret, weil du mich geführet. bit 2. Gold, Silber, Kupfer, Eisen, auch Wismut, Zinn und Blei ist alles hoch zu preifen als Gottes Gaben frei, die er noch allezeit läßt wachsen aus der Erden, daß wir erhalten werden durch sein 2. O, wie war mein Leben von Gefahr umgeben in der tiefen Allmächtigkeit. Reiselieder. 3. D Gott, zu dir wir schreien; du treues Vaterherz wollst uns Bergleut erfreuen. Heiß wachsen reiches Erz, thu Gäng und Flötze auf und gieb uns deinen Segen, daß wir gewinnen mögen gut Erz ein ganzen Hauf. is 4. Halt uns bei reiner Lehre durch deine große Güt! Reich Ausbeut auch beschere, vor Schaden uns behüt, damit wir sicher sein! So laß der Engel Scharen ein und aus mit uns fahren, daß fie uns schützen fein! dat de 508. noch immerdar, sie hat noch lange Zeit und Jahr gefristet unser Leben. Lieblich, fröhlich zc. 4. Wenn wir ausfahren oder ein, sendt er uns seine Engelein, die himmlischen Heerscharen und thut denselbigen Befehl, sie sollen unser Leib und Seel vor allem Leid bewahren. Lieblich, fröhlich 2c. 329 3. Glück, Heil und Segen mannigfalt, Nahrung dazu für jung und alt hat er nach Notdurft geben. Sein Gnade währt 215) 5. Herr Jesu Christ, du edler Hort, erhalt uns nur dein reines Wort, drum wir dich herzlich bitten; thu auf dein reiche milde Hand und segne unser ganzes Land, all Bergwerk und Schmelzhütten! Hilf Herr, bescher Glück auf Erden, bis wir werden zu dir kommen in den Himmel aufgenommen. Mel. 183: Wie schön leuchtet der zc. Mit Freuden will ich heben an und einen Bergreihn klingen lan dem höchsten Gott zu Ehren. Auf, auf, ihr christlichen Bergleut, rühmt Gottes groß Allmächtigkeit, helft mir sein Lob vermehren! Lieblich, fröhlich ju- id 509. bilieret, triumphieret, finget alle di und lobt Gott mit großem Schalle! Mel. 43: Erschienen ist der herrlich zc. 2. Zuvörderst laſset uns mit Fleiß dem Höchsten sagen Dank In Gottes Namen fahren wir, sein heilger Engel geh uns für, und Preis, daß er uns hat ge- wie dem Volk in Ägyptenland, schenket sein reines Wort, das das entging Pharaonis Hand. Kyrieleis.499 höchste Gut, das Leib und Seel erquicken thut, so oft man sein ge- 2. Herr, du wollst unser Gleitsdenket. Lieblich, fröhlich zc. STEST S Matthäus Wieser, um 1658. H. Reiselieder.drau mann sein und mit uns gehen aus und ein und zeigen alle Steig und Steg; wehre dem Unfall auf den Weg! Kyrieleis. 3. So wird kein Berg noch 330 Gebetslieder. tiefes Thal, kein Wassr uns irren überall; fröhlich kommn wir an unsern Ort, wenn du uns gnädig hilfest fort! Kyrieleis. 4. Herr Christ, du bist der rechte Weg zum Himmel und der einge Steg; hilf uns Pilgrimn ins Vaterland, weil du dein Blut an uns gewandt! Kyrieleis. Nikolaus Hermann. † 1561. 510, Mel. 21: Chrift, der du bist der 2c. In Jesu Namen zieh ich aus, der selbst aus seines Vaters Haus, als aus dem höchsten Freudensaal, ist kommen in dies Jammerthal. 2. Was man in Jesu Namen thut, das macht uns freudig Herz und Mut, es muß in ihm geraten wohl und seines Segens gd werden voll. 4. Befiehl den Engeln, daß sie mich auf allen Wegen sicherlich begleiten, und durch ihre Wach abwenden alles Ungemach. an, wenn ich nicht weiter reisen kann. Zu solchen Leuten führe mich, die recht von Herzen lieben dich. 5. Treib meine Sachen glücklich fort und bringe mich selbst an den Ort, dahin zu kommen ich gedenk; den Sinn der Men schen zu mir lenk. 6. Laß sie mich willig nehmen 7. In deine Hand ergeb ich dir Leib, Seel und was ich hab bei mir, an allen Orten, nah und weit, bei jedermann, zu jeder Zeit. 8. Behüt in Gnaden Weib und Kind, Verwandte, Freunde, Haus, Gesind und was ich mehr verlassen hab; davon wend alles Unglück ab. 9. Und wenn ich glücklich dann vollbracht, was zu vollbringen ich gedacht, so führe mich selbst in mein Haus, wie du mich hast geführet aus. 10. Und laß mich finden unversehrt, was du aus Gnaden mir beschert. Für solchen Schutz und stark Geleit, o Gott, dank ich in Ewigkeit.us juis 3. Du, Jesu, richtest meinen Fuß, daß nichts von dir mich wenden muß. Du führst mich Mel. 169: Wachet auf, ruft uns die 2c. aus und wieder ein, durch dich Zieht in Frieden eure Pfade; wird alles heilsam sein. mit euch des großen Gottes Gnade und seiner heilgen Engel Wacht! Wenn euch Jesu Hände schirmen, gehts unter Sonnenschein und Stürmen getroft und froh bei Tag und Nacht. Lebt wohl, lebt wohl im Herrn! er sei euch nimmer fern spät und frühe. Vergeßt uns nicht in seinem Licht, und wenn ihr sucht sein Angesicht. Gustav Knat. † 1873. Nach Johann Heermann. † 1647. Hans Hord 511. Krieg und Friede. I. Krieg und Friede. HD200.35000 aunch diatric orsult estion 512. Mel. 176: Wenn mein Stündlein 2c. Pfalm 85. Herr, der du vormals haft dein Land mit Gnaden angeblicket und Israel aus Feindes Hand erlöset und erquicket, der du die Sünd und Missethat, die dein Volk sonst begangen hat, hast väterlich verziehen; 2. Herr, der du deines Eifers Glut zuvor oft abgewendet und nach dem Zorn das süße Gut nach dem Zorn das süße Gut der Lieb und Huld gesendet: ach frommes Herz, ach unser Heil, nimm weg und hebe auf in Eil, was uns so schwer jetzt nicht möchten ganz verzagen! Doch ist ja Gottes Hilfe nah, und seine Gnade stehet da all denen, die ihn fürchten. 6. Wenn wir nur fromm sind, wird sich Gott schon wieder zu uns wenden, den Krieg und alle andre Not nach Wunsch und also enden, daß seine Ehr in unserm Land und überall recht werd erkannt, ja stetig bei uns wohne. fränket. 3. Willst du, o Vater, uns denn nicht nun einmal wieder laben? und sollen wir an deinem Licht nicht wieder Freude haben? Ach geuß aus deines Himmels Haus, Herr, deine Güt und Segen aus auf uns und unsre Häuser. 4. Ach daß ich hören sollt das Wort erschallen bald auf Erden, daß Friede sollt an allem Ort, wo Christen wohnen, werden! Ach daß uns Gott doch sagte zu des Krieges Schluß, der Waffen Ruh und alles Unglücks Ende! 331 7. Die Güt und Treue werden schön einander grüßen müssen, Gerechtigkeit einher wird gehn und Friede wird sie küssen. Die Treue wird mit Lust und Freud auf Erden blühn, Gerechtigkeit wird von dem Himmel schauen. 5. Ach daß doch diese böse Zeit jest wiche guten Tagen, damit wir in dem großen Leid 8. Der Herr wird uns viel Gutes thun, das Land wird Früchte geben, und die in seinem Schoße ruhn, die werden davon leben; Gerechtigkeit wird dennoch stehn und stets in vollem Schwange gehn zur Ehre seines Namens. alvasdofor Sale aff Paul Gerhardt. † 1676. 200 wi 513. bi Gigene Melodie. 166. Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unsern Zeiten! es ist ja doch kein andrer nicht, der für uns könnte streiten, denn du, unser Gott, alleine. Martin Luther. † 1546. 332 sd Gebetslieder. 100 514 Mel. 131: Nun lob mein Seel den 2c. Gottlob, nun ist erschollen das edle Fried- und Freudenwort, daß nunmehr ruhen sollen die Spieß und Schwerter und ihr Mord. Wohlauf und nimm nun wieder dein Saitenspiel hervor, o DeutschLand, singe Lieder im hohen vollen Chor. Erhebe dein Gemüte und danke Gott und sprich: Herr, deine Gnad und Güte bleibt dennoch ewiglich. ab 2. Wir haben nichts verdienet, als schwere Straf und großen Zorn, weil stets bei uns noch grünet der freche, schnöde Sündendorn. Wir sind fürwahr geschlagen mit harter, scharfer Rut, und dennoch muß man fragen: Wer ist, der Buße thut? Wir sind und bleiben böse, Gott ist und bleibet treu, hilft, daß sich bei uns löse der Krieg und sein Geschrei. 3. Sei tausendmal willkommen, du teure, werte Friedensgab! Jetzt sehn wir, was für Frommen dein Beiunswohnen in sich hab. In dich hat Gott versenket all unser Glück und Heil; wer dich betrübt und kränket, der drückt sich selbst den Pfeil des Leides in das Herze und löscht aus Unverstand die güldne Freudenferze mit seiner eignen Hand. 515, Mel. 21: Chrift, der du bist der helle 2c. 4. Das drückt uns niemand Ach hilf, o Helfer Jesu Christ, besser in unsre Seel und Herz weil Hilfe hoch vonnöten ist, behinein, als ihr zerstörten Schlösser und Städte voller Schutt und Stein; ihr vormals schönen Auen, mit frischer Saat beſtreut, jetzt traurig anzuschauen, gleich einer wüsten Heid, ihr Gräder voller Leichen und tapfrer Helden Blut, die treu und sonder Weichen gekämpft um edles Gut. 5. Hier trübe deine Sinnen, o Mensch und laß den Thränenbach aus beiden Augen rinnen! geh in dein Herz und denke nach! Was Gott bisher gesendet, das haft du nicht geacht; nun hat er sich gewendet und väterlich bedacht, vom Grimm und scharfen Dringen zu deinem Heil zu ruhn, ob er dich möchte zwingen mit Lieb und Gutesthun. 6. Ach laß dich doch erwecken! wach auf! wach auf! du harte Welt, bevor der letzte Schrecken dich schnell und plötzlich überfällt. Wer aber Christum liebet, sei unerschrocknen Muts; der Friede, den er giebet, bedeutet alles Guts. Er will die Lehre geben: das Ende naht herzu, da sollt ihr bei Gott leben in Fried und ewger Ruh. Paul Gerhardt. † 1676. K. Jn Seuchen und Krankheiten. In Seuchen und Krankheiten. 333 wahr uns, Herr; ach Herr, be- aus; und wenn wir im Berufe mahr bei soviel Krankheit und Gefahr. 2. Schon viele sind hinweggerafft inmitten ihrer Pilgerschaft, und viele liegen auf den Tod in bittrer jammervoller Not. 3. Du fährst, Herr, auch an diesem Ort mit deiner scharfen Strafe fort und mahnest, daß wir deine Huld verscherzt durch schwere Sündenschuld. 4. Ach ja, wir selbst gestehn es frei, daß gar nichts Gutes an uns sei, und daß wir alle, jung und alt, dich, Herr, erzürnt so mannigfalt. 5. Dochreuets uns von Herzensgrund, wir bitten dich zu dieser Stund: Laß Gnade walten doch für Recht ob diesem fündigen Geschlecht. 6. D Gottes Sohn, Herr Jesu Christ, dieweil du unser Mittler bist und hast genug für uns gethan, nimm unser dich beim Vater an. 7. Vertritt du aus Barmherzigkeit uns all in dieser bösen Zeit; die Seuche nimm von unserm Ort und fahre nicht mit Strafen fort. 8. Noch hast du viele, Herr, beschirmt, daß sie die Krankheit nicht bestürmt; sei doch auch ferner Schild und Wehr, daß keinen mehr ihr Gift versehr. 9. Laß keine Plag in unser Haus einbrechen, wenn wir gehen stehn, so laß den Tod vorübergehn. 10. Gieb, daß die Seuche, die da schleicht im Finstern, wieder von uns weicht; laß deiner Engel starken Schuß uns all umstehn zu Hilf und Truß. 11. Dann wollen wir dir allzumal Lobopfer bringen ohne Zahl, wenn deine Lieb und große Treu wird alle Morgen wieder neu. 12. Wir wollen auch in Heiligkeit vollbringen unsre Lebenszeit, bis auf dein Wort des Todes Hand uns heimführt in das Vaterland. Hom Nach einem älteren Liede bearbeitet von Albert Knapp. † 1864. 516. Eigene Melodie. 57. Gott, den ich als Liebe kenne, der du Krankheit auf mich legst und des Leidens Glut erregst, daß ich davon glüh und brenne: o verbrenne doch in mir, was den Geist bisher gehindert und der Liebe Regung mindert, die mich ziehen will zu dir. 2. In der Schwachheit sei du kräftig, in den Schmerzen sei mir füß; schaffe, daß ich dich genieß, wenn die Krankheit streng und heftig. Denn was jetzt den Leib erregt, was mein Fleisch und Mark verzehret, was den Körper jetzt beschweret, hat die Liebe auferlegt. 334 # Gebetslieder, d 3. Leiden ist jetzt mein Ge- nicht mehr kann verderben; denn schäfte; andres kann ich jetzt nicht die Liebe reinigt mich. thun, als nur in dem Leiden ruhn. Christian Friedrich Richter. † 1711. Leiden müssen meine Kräfte, leiden ist jetzt mein Gewinnst; das ist 517. 119854930-310* jetzt des Vaters Wille, den verehr ich sanft und stille; leiden ist mein Gottesdienst. Mel. 148: D Welt, ich muß dich lassen. Ich hab in guten Stunden des Lebens Glück empfunden und Freuden ohne Zahl. So will ich denn gelassen mich auch in Leiden fassen; welch Leben hat nicht seine Qual? 2. Ja, Herr, ich bin ein Sünder, und stets strafst du gelinder, als es der Mensch verdient. Will ich, beschwert mit Schulden, kein zeitlich Weh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? 3. Dir will ich mich ergeben, nicht meine Ruh, mein Leben mehr lieben, als den Herrn. Dir, Gott, will ich vertrauen und nicht auf d Menschen bauen; du hilfft und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine Sünden erkennen und bereun. Jetzt hat mein Geist noch Kräfte; sein Heil laß mein Geschäfte, dein Wort mir Trost und Leben sein. 4. Gott, ich nehms aus deinen Händen als ein Liebeszeichen an; denn in solcher Leidensbahn willst du meinen Geist vollenden. Auch die Labung, die man mir zu des Leibes Notdurft giebet, kommt von dir, der mich geliebet; alles kommt, mein Gott, von dir. 5. Laß nur nicht den Geist er müden bei des Leibes Mattigkeit, daß er sich zu aller Zeit in dich senk in Lieb und Frieden. Laß des Leibes Angst und Schmerz nicht der Seelen Auffahrt hindern und die Ruhe in mir mindern; unterstüße du das Herz. 6. Hilf mir, daß ich ganz bescheiden, ganz in Ruh mit Freundlichkeit, stille mit Gelassenheit mög auf meinem Bette leiden. Denn wer hier am Fleische leidt, wird errettet von den Sünden, so den Körper oft entzünden, und an seinem Geist erneut. 7. Dir empfehl ich nun mein Leben und dem Kreuze meinen Leib; gieb, daß ich mit Freuden bleib an dich völlig übergeben. Denn so weiß ich festiglich, ich mag leben oder sterben, daß ich 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Himmels Erbe; was schreckt mich Grab und Tod? Auch auf des Todes Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Not. 6. Jch will dem Kummer wehren, In allerlei gemeiner Not. 335 Gott durch Geduld verehren, im 519s ein Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der Herr Mel. 156: Singen wir aus Herzensgrund. wird alles lenken; und, was mir Treuer Wächter Israel, des fich gut ist, wird geschehn. Christian Fürchtegott Gellert.+ 1769. freuet meine Seel, der du kennest alles Leid deiner armen Christenheit; o du Wächter, der du nicht schläfst noch schlummerst, zu uns richt dein hilfreiches Angesicht. L. In allerlei gemeiner Not. 518. Mel. 165: Bater unser im Himmelreich. Nimm von uns Herr, du treuer Gott, die schwere Straf und große Not, die wir mit Sünden ohne Bahlverdienet haben allzumal. Behüt vor Krieg und teurer Zeit, vor Seuchen, Feur und großem Leid. 3. Hoherpriester Jesu Christ, 2. Schau, wie große Not und Qual trifft dein Volk jetzt überall; täglich wird der Trübsal mehr. Hilf, ach hilf, schütz deine Lehr. Wir verderben, wir vergehn; nichts wir sonst vor Augen sehn, wo du nicht bei uns wirst stehn. 2. Erbarm dich deiner bösen Knecht; wir bitten Gnad und nicht das Recht; denn so du, Herr, den rechten Lohn uns geben wolltst nach unserm Thun, so müßt die ganze Welt vergehn, und könnt kein Mensch vor dir bestchn. der du eingegangen bist in das Heiligtum zu Gott durch dein Kreuz und bittern Tod, uns versöhnt mit deinem Blut, ausgelöscht der Höllen Glut, wiederbracht das höchste Gut, 3. Ach Herr Gott, durch die Treue dein mit Trost und Rettung 4. Sitest nun in Vaters Reich ihm an Macht und Ehren gleich, unser einger Gnadenthron, seine uns erschein; beweis uns deine höchste Freud und Kron, den er große Gnad, straf nicht nach unsrer Missethat; wohn uns mit deiner Güte bei und sprich von unsrer Schuld uns frei. 4. Gedenk an deines Sohnes Tod, an seine bittre Kreuzesnot; die sind ja für die ganze Welt die Zahlung und das Lösegeld. Des trösten wir uns allezeit und hoffen auf Barmherzigkeit. Martin Moller. † 1606. in dem Herzen trägt, wie sich selbst zu lieben pflegt, dem er keine Bitt abschlägt: d amst 5. Kläglich schreien wir zu dir, klopfen an die Gnadenthür; wir, die du mit höchstem Ruhm dir erkauft zum Eigentum: Herr, dich gnädig zu uns wend, mach des Vaters Zorn ein End, der wie lauter Feuer brennt. 6. Jesu, der du Jesus heißt, 336 30 Gebetslieder.# als ein Jesus Hilfe leist! Hilf mit Tod, Frieden wiederbracht bei deiner starken Hand; Menschenhilf Gott: gieb uns Frieden gnädighat sich gewandt. Eine Mauer lich, so wird dein Volk freuen um uns bau, daß dem Feinde sich, dafür ewig preisen dich. davor grau, der mit Zittern sie anschau. 13 Johann Heermann. † 1647. em no bolin COTI vorund disk 201 17. Liebster Hort, Immanuel, 520. I du Beschüber meiner Seel, Gott mit uns in aller Not, neben uns Eigene Melodie. 177. und in uns Gott, Gott für uns Wenn wir in höchsten Nören zu aller Zeit! Truß dem, der uns thu ein Leid! Gottes Straf ist ihm bereit. sein und wissen nicht, wo aus noch ein, und finden weder Hilf noch Rat, ob wir gleich sorgen früh und spat: 716 8. Deines Vaters starker Arm, komm und unser dich erbarm! Laß jetzt sehen deine Macht, drauf wir hoffen Tag und Nacht; aller Feinde Bündnis trenn, daß dich alle Welt erkenn, aller Herren Herren nenn. 9. Andre traun auf ihre Kraft, auf ihr Glück und Ritterschaft; deine Christen traun auf dich, auf dich traun sie festiglich. Laß sie werden nicht zuschand, bleib ihr Helfer und Beistand, sind sie dir doch wohlbekannt. 10. Du bist ja der Held und Mann, der den Kriegen steuern kann, der da Spieß und Schwert zerbricht, der die Bogen macht zunicht, der die Wagen gar verbrennt und der Menschen Herzen wendt, daß der Krieg gewinnt ein End.se Brit 11. Friedensfürst voll Macht und That, der der Schlange Kopf zertrat an dem Kreuz durch seinen 2. So ist dies unser Trost allein, daß wir zusammen ins gemein dich rufen an, o treuer Gott, um Rettung aus der Angst und Not; Herz zu dir in wahrer Reu und 3. Und heben unser Aug und Schmerz und flehen um Begnadigung und aller Strafen Linde300 bis 1793 rung, 4. Die du verheißest gnädiglich allen, die darum bitten dich im Namen deins Sohns Jefu Christ, der unser Heil und Fürsprach ist. 5. Drum kommen wir, o Herre Gott, und klagen dir all unfre Not; weil wir jetzt stehn verlaffen gar in großer Trübsal und Gefahr. 6. Steh uns in unserm Elend bei, mach uns von allen Plagen frei; sieh nicht an unsre Sünde Lob und Danklieder. 337 groß, sprich uns davon in Gna- dir, gehorsam sein nach deinem den los, Wort, dich allzeit preisen hier und dort. 7. Auf daß von Herzen können wir nachmals mit Freuden danken Paul Eber. † 1569. par 3. Lob- und Danklieder. 521. Eigene Melodie. 66. Te deum laudamus. Herr Gott, dich loben wir, Herr Gott, wir danken dir. Dich, Vater in Ewigkeit, ehrt die Welt weit und breit. All Engel und Him melsheer, und was dienet deiner Ehr, auch Cherubim und Seraphim singen immer mit hoher Stimm: Heilig ist unser Gott! heilig ist unser Gott! heilig ist unser Gott, der Herre Zebaoth! Jungfrau Schoß, zu machen uns von Sünden los. Du hast dem Tod zerstört sein Macht und all Christen zum Himmel bracht. Du sitzst zur Rechten Gottes gleich mit aller Ehr ins Vaters Reich. Ein Richter du zukünftig bist alles, was tot und lebend iſt. 4. Nun hilf uns, Herr, den Dienern dein, die durch dein Blut erlöset sein. Laß uns im Himmel haben Teil mit den Heilgen am ewgen Heil. Hilf deinem Volk, Herr Jesu Christ, und segne, was dein Erbteil ist. Wart und pfleg ihr zu aller Zeit und heb sie hoch in Ewigkeit. 2. Dein göttlich Macht und Herrlichkeit geht über Himml und Erden weit. Der heiligen zwölf Boten Zahl und die lieben 5. Täglich, Herr Gott, wir Propheten all, die teuren Märtrer allzumal loben dich, Herr, mit loben dich und ehrn dein Namen großem Schall. Die ganze werte Christenheit rühmt dich auf Erden allezeit. Dich, Gott Vater im höchsten Thron, deinen rechten und eingen Sohn, den heilgen Geist und Tröster wert mit rechtem Dienst sie lobt und ehrt. stetiglich. Behüt uns heut, o treuer Gott, vor aller Sünd und Missethat. Sei uns gnädig, o Herre Gott, sei uns gnädig in aller Not. Zeig uns deine Barmherzigfeit, wie unsre Hoffnung zu dir steht. Auf dich hoffen wir, lieber 3. Du König der Ehren, Jesu Herr, in Schanden laß uns nimmermehr. Amen. Christ, Gott Vaters ewger Sohn du bist, haft nicht verschmäht der Martin Luther. † 1546. ( Nach dem Ambrosianischen Lobgesange.) 22 338 montied that 522. toidustista Lob- und Danklieder. men ein, das Herz soll nicht entfra fernet sein. 190577599 3. Er ist es, ja er ist es wert, der König Himmels und der Erd, daß nicht ein Tag vorübergeh, da man nicht dankbar vor ihm steh. 4. Dies ist der Engel edles Amt, die Gottes Feuer angeflammt, und wollen wir einst Engel sein, so schicken wir uns bald darein. Mel 45: Es ist das Heil uns 2c. Bis is hieher hat mich Gott gebracht durch seine große Güte, bis hieher hat er Tag und Nacht bewahrt Herz und Gemüte, bis hieher hat er mich geleit, bis hieher hat er mich erfreut, bis hieher mir geholfen. 2. Hab Lob und Ehre, Preis und Dank für alle deine Treue, die du, o Gott, mir lebenslang bewiesen stets aufs neue; in mein Gedächtnis schreib ich an: Der Herr hat Großes mir gethan, bis hieher mir geholfen. 3. Hilf fernerhin, mein treuer Hort, hilf mir zu allen Stunden, hilf mir an all und jedem Ort, hilf mir durch Jesu Wunden; damit ich rühme bis zum Tod: Durch Christi Blut hilft mir mein Gott, er hilft, wie er geholfen. Amilia Juliana Gräfin von Schwarzburg- Rudolstadt. † 1706. 523. Mel. 65: Herr Gott, dich loben alle 2c. Kommt, Menschenkinder, rühmt und preist Gott, Vater, Sohn und heilgen Geist, die allerhöchste Majestät, vor welcher Augen ihr jetzt steht. 2. Jhr Lippen, hebet freudig an, die Zunge folge, was sie kann, Verstand und Wille stim 5. Die Welt, die gar im argen liegt und uns mit ihrem Schein betrügt, hält zwar von Gottes Lob nicht viel, weil Eigenlob ihr eitles Ziel. 6. Wir selbst, die wir im Fleische sind, wenn uns nicht treibt des Herren Wind, vergessen Gottes Ruhm gar sehr, die Klagelieder hört man mehr. 7. Denn unser unvergnügtes Herz macht ohne Not sich manchen Schmerz und denkt indes gar wenig dran, was Gott ihm hat zugut gethan. 8. Doch Herr, es soll nun besser gehn, weil Mund und Augen offen stehn; im Schmuck des Glaubens bringen wir die Opfer unsrer Lippen dir. 9. Nimm an den schwachen Preis und Ruhm von deinem Volk und Eigentum, hör unserm Lied in Gnaden zu, du treuer Gott und Vater du! 10. Wann kommt die Zeit, wann kommt der Tag, da man, Lob- und Danklieder. befreit von aller Plag, bir tausend and Halleluja bringt und Heilig, heilig, heilig! singt? Ti ni Valentin Ernst Löscher. † 1749. og med 1524. TO Eigene Melodie. 106. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren, meine geliebete Seele, das ist mein Begehren. Kommet zu Hauf, Psalter und Harfe, wacht auf, lasset den Lobgesang hören! 2. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret, der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet, der dich erhält, wie es dir selber gefällt. Hast du nicht dieses verspüret? 3. Lobe den Herren, der künstlich and fein dich bereitet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet. In wie viel Not hat nicht der gnädige Gott über dir Flügel gebreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar gesegnet, der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet. Denke daran, was der Allmächtige kann, der dir mit Liebe begegnet! 5. Lobe den Herren; was in mir ist, Lobe den Namen! Alles, was Odem hat, lobe mit Abrahams Samen! Er ist dein Licht, Seele, vergiß es ja nicht! Lobende, schließe mit Amen! Joachim Neander. † 1680. 525. sie in lande 339 Eigene Melodie. 107. Psalm 146. Lobe den Herren, o meine Seele! Ich will ihn loben bis in Tod. Weil ich noch Stunden auf Erden zähle, will ich lobsingen meinem Gott. Der Leib und Seel ge= geben hat, werde gepriesen früh und spat. Halleluja, Halleluja! 2. Fürsten sind Menschen, vom Weib geboren, und kehren um zu ihrem Staub; ihre Anschläge sind auch verloren, wenn nun das denn kein Mensch uns helfen kann, Grab nimmt seinen Raub. Weil rufe man Gott um Hilfe an. Halleluja, Halleluja! 3. Selig, ja selig ist der zu nennen, des Hilfe der Gott Jakobs ist; welcher vom Glauben sich nicht läßt trennen und hofft getroft auf Jesum Christ. Wer diesen Herrn zum Beistand hat, findet am besten Rat und That. Halleluja, Halleluja! 4. Dieser hat Himmel und Meer und Erden, und was darinnen ist, gemacht; alles muß pünktlich erfüllet werden, was er uns einmal zugedacht. Er ists, der Herrscher aller Welt, welcher uns ewig Glauben hält. Halleluja, Halleluja! 5. Zeigen sich welche, die Unrecht leiden, er ists, der ihnen Recht verschafft. Hungrigen will 22* Lob und Danklieder. 340 er zur Speis bescheiden, was Lob ist schön und lieblich anzuihnen dient zur Lebenskraft. Die hören. Lobet den Herren! hart Gebundenen macht er frei, seine Genad ist mancherlei. Halleluja, Halleluja! 6. Sehende Augen giebt er den Blinden, erhebt, die tiefgebeuget gehn; wo er kann einige Fromme finden, die läßt er seine Liebe sehn. Sein Aufsicht ist der Fremden Trutz, Witwen und ( c) Waisen hält er Schuß. Halle luja, Halleluja! 7. Aber der Gottvergessenen Tritte kehrt er mit starker Hand zurück, daß sie nur machen verkehrte Schritte und fallen selbst in ihren Strick. Der Herr ist König ewiglich; Zion, dein Gott forgt stets für dich. Halleluja, Halleluja! 8. Rühmet, ihr Menschen, den hohen Namen des, der so große Wunder thut. Alles, was Odem hat, rufe Amen! und bringe Lob mit frohem Mut. Ihr Kinder Gottes, lobt und preist Vater und Sohn und heilgen Geist. Halleluja, Halleluja! Johann Daniel Herrnschmidt. † 1723. 2. Singt um einander dem Herren mit Danken, lobt ihn mit Harfen, unsern Gott, den werten; denn er ist mächtig und von großen Kräften. Lobet den Herren! 3. Er kann den Himmel mit Wolken bedecken, und giebet Regen, wann er will, auf Erden; er läßt Gras wachsen hoch auf dürren Bergen. Lobet den Herren! 4. Der allem Fleische giebet seine Speise, dem Vieh sein Futter väterlicher Weise, den jungen Raben, wenn sie ihn anrufen. Lobet den Herren! ig epis 5. Danket dem Herren, Schöpfer aller Dinge; der Brunn des Lebens thut aus ihm entspringen gar hoch vom Himmel her aus seinem Herzen. Lobet den Herren! 6. O Jesu Christe, Sohn des Allerhöchsten! gieb du die Gnade allen frommen Christen, daß sie dein Namen ewig preisen, Amen. Lobet den Herren! Nikolaus Selnecker(?). † 1592. 527. 526. Mel. 131: Nun lob mein Seel den Herren. Psalm 65, 2-5. Thr Mel. 108: Bobet den Herren, alle 2c. Pfalm 147. Man lobt dich in der Stille, du hocherhabner Zions- Gott; des Lobet den Herren, denn er ist Rühmens ist die Fülle vor dir, sehr freundlich; es ist sehr föst- du starker Zebaoth. Du bist doch, lich, unsern Gott zu loben, sein Herr, auf Erden der Frommen Lob- und Danklieder, Zuversicht; in Trübsal und Be- Macht mich an das Tageslicht schwerden läßt du die Deinen gebracht, mit Leib und Seele schön nicht: drum soll dich stündlich geziert, und in die Christenheit ehren mein Mund vor jedermann geführt. und deinen Ruhm vermehren, so lang er lallen kann. SA 3. Die böse Luft, die in mir haft, hat zur Verdammnis keine Kraft, weil du mich wieder in der Tauf zu deinem Kind genommen auf. 2. Es müssen, Herr, sich freuen von ganzer Seel und jauchzen schnell, die unaufhörlich schreien: Gelobt sei der Gott Jsrael! Sein Name sei gepriesen, der große Wunder thut und der auch mir erwiesen das, was mir nük und gut: Nun, das ist meine Freude, zu hängen fest an dir, daß nichts mich von dir scheide, so lang ich lebe hier. 3. Herr, du hast deinen Namen sehr herrlich in der Welt gemacht; denn als die Schwachen kamen, hast du gar bald an sie gedacht. Du hast mir Gnad erzeiget, nun, wie vergelt ichs dir? ach, bleibe mir geneiget, so will ich für und für den Kelch des Heils erheben und preisen weit und breit dich, Herr mein Gott, im Leben und keit! dort in Ewigkeit. une olan Johann Rist. † 1667. 341 Kuf 4. Wiewohl sich leider Schwachheitsünd an mir noch immer häufig find, so hast du doch durch deinen Sohn dieselbe mir vergeben schon. 5. Viel tausend Gnade hast du mir auch sonst erwiesen für und für. Ich spür es stets und überall, drum sag ich billig noch einmal: 528, a notted teama d Mel. 139: Wo Gott zum Haus 2c. Mein Gott, ich danke herzlich dir für alle Güte, die du mir von Kindheit bis auf diese Stund so überflüssig hast gegönnt. 2. Du hast durch deine große 7 odis 6. Mein Gott, ich danke herzlich dir für alle Güte, die du mir von Kindheit bis auf diese Stund so überflüssig haft gegönnt. 7. Ehr sei dem Vater und dem Sohn, dem heilgen Geist in einem Thron, welch ihm auch also sei bereit von nun an bis in EwigUnbekannter Dichter. 529.S das dujon diy( bio) m Eigene Melodie. 125. Sirach 50, 24-26. Nun danket alle Gott mit Herzen, Mund und Händen, der große Dinge thut an uns und allen ( Enden, der uns von Mutterleib und Kindesbeinen an unzählig viel zu gut und noch jekund gethan. 342 Lob- und Danklieder. 2. Der ewig reiche Gott woll und werf all Angst, Furcht, Sorg uns bei unserm Leben ein immer und Schmerz ins Meeres Tiefe fröhlich Herz und edlen Frieden hin. geben und uns in seiner Gnad erhalten fort und fort und uns aus aller Not erlösen hier und dort. 3. Lob, Ehr und Preis sei Gott, dem Vater und dem Sohne und dem, der beiden gleich im höchsten Himmelsthrone, dem dreieinigen Gott, wie es im Anfang war und ist und bleiben wird jezund und immerdar. Martin Rinkart. † 1649. 6. Er laffe seinen Frieden ruhn auf unserm Vaterland, er gebe Glück zu unserm Thun und Heil zu allem Stand. 7. Er lasse seine Lieb und Güt um, bei und mit uns gehn, was aber ängstet und bemüht, gar ferne von uns stehn. 8. So lange dieses Leben währt, sei er stets unser Heil und bleib auch, wenn wir von der Erd abscheiden, unser Teil. 9. Er drücke, wenn das Herze bricht, uns unsre Augen zu und zeig uns drauf sein Angesicht dort in der ewgen Ruh. Paul Gerhardt. † 1676. 530, Mel. 109: Zobt Gott, ihr Christen ze Sirach 50, 24-26. Nun danket all und bringet Ehr, ihr Menschen in der Welt, dem, dessen Lob der Engel Heer im Himmel stets vermeldt. 531. Mel. 65: Herr Gott, bich loben alle wir 2c. Psalm 100. 2. Ermuntert euch und singt mit Schall Gott, unserm höchsten Nun jauchzt dem Herren alle Gut, der seine Wunder überall und große Dinge thut. Welt! kommt her, zu seinem Dienst euch stellt, kommt mit Frohlocken, säumet nicht, kommt vor sein heilig Angesicht. 3. Der uns von Mutterleibe an frisch und gesund erhält und, wo kein Mensch uns helfen kann, sich selbst zum Helfer stellt. 4. Der, ob wir ihn gleich hochbetrübt, doch bleibet gutes Muts, die Straf erläßt, die Schuld vergiebt und thut uns alles Guts. 2. Erkennt, daß Gott ist unser Herr, der uns erschaffen ihm zur Ehr und nicht wir selbst; durch Gottes Gnad ein jeder Mensch sein Leben hat. 3. Er hat uns ferner wohl be5. Er gebe uns ein fröhlich dacht und uns zu seinem Volk Herz, erfrische Geist und Sinn gemacht, zu Schafen, die er ist Lob- und Danklieder. 343 Adler gleich. Der Herr schafft Recht, behütet die Leidenden im Reich. 2. Er hat uns wissen lassen sein herrlich Recht und sein Gericht, dazu sein Güt ohn Maßen; es mangelt an Erbarmung nicht. Sein Zorn läßt er bald fahren, straft nicht nach unsrer Schuld, die Gnad thut er nicht sparen, den Blöden ist er hold. Sein Güt ist hoch erhaben ob dem, der fürchtet ihn; so fern der Ost vom 6. Er ist voll Güt und Freund- Abend, ist unsre Sünd dahin. lichkeit, voll Treu und Lieb zu 3. Wie Väter sich erbarmen ob jeder Zeit, sein Gnade währet dort und hier, und seine Wahrheit für und für. ihrer jungen Kindelein, so thut der Herr uns Armen, wenn wir ihn findlich fürchten rein. Er kennt das arm Geschlechte und weiß, wir sind nur Staub, dem Grase gleich Gemächte, ein Blum und fallend Laub. Der Wind nur drüber wehet, so ist es nimmer da; also der Mensch vergehet, sein End, das ist ihm nah. bereit zu führen stets auf grüner Weid. 4. Jhr, die ihr bei ihm wollet sein, kommt, geht zu seinen Thoren ein mit Loben durch der Psalmen Klang, zu seinem Vorhof mit Gefang. 5. Dankt unserm Gott, lobfinget ihm, lobsinget ihm mit lauter Stimm, lobsingt und danket allesamt; Gott loben, das ist unser Amt. 7. Gott Vater in dem höchsten Thron und Jesus Christ, sein einger Sohn, samt Gott, dem werten heilgen Geist, sei nun und immerdar gepreist! David Denice(?). † 1680. 532. Eigene Melodie. 131. 4. Die Gottesgnad alleine steht fest und bleibt in Ewigkeit bei seiner liebn Gemeine, die steht Psalm 103Nun lob, mein Seel, den Herren, in seiner Furcht bereit; die seinen was in mir ist, den Namen sein. Sein Wohlthat thut er mehren, vergiß es nicht, o Herze mein! Hat dir dein Sünd vergeben und heilt dein Schwachheit groß, erreit dein armes Leben, nimmt dich in seinen Schoß, mit reichem Troft beschüttet, verjüngt dem Bund behalten. Er herrscht im Himmelreich. Ihr starken Engel waltet seins Lobs und dient zugleich dem großen Herrn zu Ehren und treibt sein heilges Wort. Mein Seel soll auch vermehren sein Lob an allem Ort. Johann Gramann. † 1541. 344 Lob und Danklieder. 533. Eigene Melodie. 136. daß ich tausend Zungen hätte und einen tausendfachen Mund! so stimmt ich damit um die Wette vom allertiefsten Herzensgrund ein Loblied nach dem andern an von dem, was Gott an mir gethan. Vater, für Seel und Leib, für Hab und Gut; Lob sei dir, mildester Berater, für alles, was dein Lieben thut, das alles in der ganzen Welt zu meinem Nußen hat bestellt. 2. O daß doch meine Stimme schallte bis dahin, wo die Sonne steht! O daß mein Blut mit Jauchzen wallte, so lang es noch im Laufe geht! Ach wär ein jeder Puls ein Dank und jeder Odem 7. Mein treuster Jesu, sei gepriesen, daß dein erbarmungsvolles Herz sich mir so hilfreich hat erwiesen, daß es durch Blut und Todesschmerz mich von des Satans Joch befreit und dir zum, Eigentum geweiht. 8. Auch dir sei ewig Ruhnt und Ehre, o heilger werter Gottesein Gesang! in 200 pod geiſt, für deines Trostes süße 3. Was schweigt ihr denn, ihr meine Kräfte? Auf, auf! braucht allen euern Fleiß und stehet munter im Geschäfte zu Gottes, meines Herren, Preis! Mein Leib und Seele, schicke dich und lobe Gott herzinniglich. www.dig Lehre, die mich ein Kind des Lebens heißt; denn wo was Guts von mir geschicht, das wirket nur dein göttlich Licht. 9. Wer überströmet mich mit Segen? Bist du es nicht, o reicher Gott? Wer schützet mich auf 4. Jhr grünen Blätter in den meinen Wegen? Du, du, o Herr Wäldern, bewegt und regt euch Gott Zebaoth. Du trägst mit doch mit mir! Ihr schwanken meiner Sündenschuld unsäglich Gräschen in den Feldern, ihr Blumen, laßt doch eure Zier zu Gottes Ruhm belebet sein und stimmet lieblich mit mir ein! gnädige Geduld. 5. Ach alles, alles, was ein Leben und einen Odem in sich hat, soll sich mir zum Gehilfen geben, denn mein Vermögen ist zu matt, die großen Wunder zu erhöhn, die allenthalben um mich stehn. 6. Lob sei dir, allerliebster 10. Ich hab es ja mein Lebetage schon so manch liebes Mal geſpürt, daß du mich unter vieler Plage zwar wunderbar, doch wohl geführt; denn in der größesten Gefahr ward ich dein Trostlicht stets gewahr. 11. Wie sollt ich nun nicht voller Freuden in deinem steten Lobe stehn? Wie wollt ich auch im tiefsten Leiden nicht triumphierend Lob- und Danklieder. einher gehn? Und fiele auch der Himmel ein, so will ich doch nicht traurig sein. 12. Ich will von deiner Güte singen, so lange sich die Zunge regt; ich will dir Freudenopfer bringen, so lange sich mein Herz bewegt; ja, wenn der Mund wird kraftlos sein, so stimm ich noch mit Seufzen ein. ning ter 13. Ach nimm das arme Lob auf Erden, mein Gott, in allen Gnaden hin; im Himmel soll es besser werden, wenn ich wie Engel Gottes*) bin; da sing ich dir im höhern Chor viel tausend Halleluja vor. *) Matth. 22, 30. Johann Menter. † 1734 500 158 345 darüber will er früh und spat mit seiner Gnade walten. In seinem ganzen Königreich ist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Ich rief dem Herrn in meiner Not: Ach Gott, vernimm mein Schreien! Da half mein Helfer mir vom Tod und ließ mir Trost gedeihen. Drum dank, ach Gott, drum dank ich dir; ach danket, danket Gott mit mir, gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist noch und nimmer nicht von seinem Volk geschieden; er bleibet ihre Zuversicht, ihr Segen, Heil und Frieden. Mit Mutterhänden leitet er die Seinen stetig hin und her. Gebt unserm Gott die Ehre! 534. 6. Wenn Trost und Hilf ermangeln muß, die alle Welt erMel. 45: Es ist das Heil uns 2c. 20 Sei Lob und Ehr dem höchsten zeiget, so kommt, so hilft der Gut, dem Vater aller Güte, dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Gemüte mit seinem reichen Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt. Gebt unserm Gott die Ehre! Überfluß, der Schöpfer selbst und neiget die Vateraugen denen zu, die sonsten nirgends finden Ruh. Gebt unserm Gott die Ehre! 2. Es danken dir die Himmelsheer, o Herrscher aller Thronen, und die auf Erden, Luft und Meer in deinem Schatten wohnen, die preisen deine Schöpfermacht, die alles also wohl bedacht. Gebt unserm Gott die Ehre! otal 3. Was unser Gott geschaffen hat, das will er auch erhalten, 7. Ich will dich all mein Leben lang, o Gott, von nun an ehren; man soll, o Gott, den Lobgefang an allen Orten hören. Mein ganzes Herz ermuntre sich, mein Geist und Leib erfreue dich! Gebt unserm Gott die Chre! 8. Jhr, die ihr Christi Namen nennt, gebt unserm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht bekennt, gebt unserm Gott die Ehre! Lob- und Danklieder. 346 Die falschen Göten macht zu send-, tausendmal sei dir, großer Spott, der Herr ist Gott, der König, Dank dafür! Herr ist Gott! Gebt unserm Gott die Ehre! 4. Bald mit Lieben, bald mit Leiden kamst du, Herr, mein Gott, 9. So kommet vor sein An- zu mir, um mein Herze zu begesicht mit jauchzenvollem Sprin- reiten, ganz sich zu ergeben dir, gen, bezahlet die gelobte Pflicht daß mein gänzliches Verlangen und laßt uns fröhlich singen: möcht an deinem Willen hangen. Gott hat es alles wohl bedacht, Tausend-, tausendmal sei dir, und alles, alles recht gemacht! großer König, Dank dafür! for Gebt unserm Gott die Ehre! Johann Jakob Schük. † 1690. 5. Wie ein Vater nimmt und giebet, wies den Kindern nützlich ist, so hast du mich auch geliebet, Herr, mein Gott, zu jeder Frist und dich meiner angenommen, wenns aufs höchste war gekommen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 6. Du hast mich auf Adlerflügeln oft getragen väterlich, in den Thälern, auf den Hügeln wunderbar errettet mich; schiens, daß alles auch zerrinne, ward ich deiner Hilfe inne. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 7. Fielen tausend mir zur Seiten und zehntausend um mich her, ließest du mich doch begleiten durch der Engel starkes Heer, daß den Nöten, die mich drangen, ich durch deinen Schuß entgangen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 8. Vater, du hast mir erzeiget lauter Gnad und Gütigkeit; du auch haft zu mir geneiget, Jesu, deine Freundlichkeit, und durch 535. Mel. 170: Walle stets, o Christ 2c. Womit soll ich dich wohl loben, mächtiger Herr Zebaoth? Sende mir dazu von oben deines Geistes Kraft, mein Gott; denn ich kann mit nichts erreichen deine Gnad und Liebeszeichen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 2. Herr, entzünde mein Gemüte, daß ich deine Wundermacht, deine Gnade, Treu und Güte stets erhebe Tag und Nacht, da von deinen Gnadengüssen Leib und Seele zeugen müssen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 3. Wahrlich, wenn ich überlege, wie mit Lieb und Gütigkeit du durch so viel Wunderwege mich geführt die Lebenszeit, so weiß ich kein Ziel zu finden, weiß den Grund nicht zu ergründen. Tau Lob- und Danklieder. dich, o Geist der Gnaden, werd ich stets noch eingeladen. Tausend-, tausendmal sei dir, großer König, Dank dafür! 9. Tausendmal sei dir gesungen, Herr, mein Gott, Preis, Lob und Dank, daß es mir bisher gelungen. Ach laß meines Lebens Gang ferner noch durch Jesu Leiten gehen in die Ewigkeiten. Da will, Herr, ich für und für ewig, ewig danken dir. Ludwig Andreas Gotter. † 1735. 19000 347 2. Himmel, lobe prächtig deines Schöpfers Thaten mehr, als aller Menschen Staaten! Großes Licht der Sonne, sende deine Strahlen, die das große Rund bemalen! Lobet gern! Mond und Stern, ſeid bereit zu ehren einen ſolchen Herren. 3. D du meine Seele, singe fröhlich, singe, finge deine Glaubenslieder! Was den Odem holet, jauchze, preise, klinge, wirf dich in den Staub darnieder! Er ist Gott Zebaoth, er ist nur zu loben hier und ewig droben. 536. Eigene Melodie. 191. Wunderbarer König, Herrscher von uns allen, laß dir unser Lob gefallen! Deine Gnadenströme haft du lassen fließen, ob wir schon dich oft verließen. Hilf uns noch, stärk uns doch, laß die Zunge fingen, laß die Stimm erklingen! 4. Halleluja bringe, wer den Herren kennet, wer den Herren sich Jesum liebet! Halleluja finge, welcher Christum nennet, von Herzen ihm ergiebet. D wohl dir! glaube mir, endlich wirst du droben ohne Sünd ihn Loben. Joachim Neanber. † 1680. soniad gothing sdal Jouand 3. Say Instands dandopogand V. 490 piane din dem de Briga and rich und m motriednothian todel 201 Standes- und Berufslieder. and C+ and then s prai Vaterland und Obrigkeit. 1. 537. Eigene Melodie. 56. druži do 2 Sieb unserm Fürsten und aller Obrigkeit Fried und gut Regiment, daß wir unter ihnen ein geruhiges und stilles Leben führen mögen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Amen. 1566. 538. Mel. 148: Welt, ich muß dich laffen. and ImC Bism 10 3. Gott woll uns hoch beglücken, fein festes Siegel drücken auf jede Königsthat, daß Freud aus ihr die Fülle und Heil und Segen quille zum Wohl, das keinen Wandel hat. 4. Gott woll uns hoch beglücken, mit Lieb und Treue schmücken den Fürsten und das Land, auf daß der Zwietracht Sünde fern sei, und uns umwinde des goldnen Friedens Himmelsband. Sott ott woll uns hoch beglücken, mit steten Gnadenblicken auf unsern König sehn, ihn schützen auf dem Throne, auf seinem 53.9. Mel. 50: Freu dich sehr, o meine 2c. Segen lassen stehn. Haupt die Krone lang uns zum Vater, kröne du mit Segen unsern König und sein Haus, 2. Gott woll uns hoch be- führ durch ihn auf deinen Weglücken, mit seinen Gaben gen herrlich deinen Ratschluß schmücken das ganze Königshaus, aus! Deiner Kirche sei er Schuß, darüber mächtig walten, den deinen Feinden biet er Truß. teuren Stamm erhalten bis in Sei du dem Gesalbten gnädig, die fernste Zeit binaus segne, segne unsern König! Alaus Harms. † 1855. Vaterland und Obrigkeit. Kirche und Schule. 349 162. Rüst ihn mit des Glaubens Schilde, reich ihm deines Geistes Schwert; daß Gerechtigkeit und Milde ihm des Friedens Heil gewährt! Mach ihm leicht die schwere Last, die du auferlegt ihm haft. Sei in Jesu du ihm gnädig, schüße, segne unsern König! ehret! das, o Herr, ist dein Gebot, und du hast es selbst bewähret, warst gehorsam bis zum Tod. Wer dich liebt, der folget dir; drum so beten alle wir: Vor Empörung schirm uns gnädig, segne, segne unsern König! 3. Sammle um den Thron die Treuen, die mit Rat und from06. Gieb uns Mut in den Gefahren, wenn der Feind uns ernst bedroht, daß wir Treue mem Flehn fest in deiner Strei- dann bewahren, gehen freudig ter Reihenfürdes Landes Wohlfahrt stehn. Baue um den Königsthron eine Burg, o Gottes Sohn; sei du ihm auf ewig gnädig, leite, segne unsern König! in den Tod. Du bist unser Siegspanier! Gott mit uns! so singen wir. Deine Treuen krönst du gnädig; segne, segne unsern König! 4. Nähre du die heilge Flamme, die das Herz des Volks erneut, daß es unserm Königsstamme Treue bis zum Tode weiht. In der Zeiten langer Nacht hast du über ihm gemacht und ihn uns erhalten gnädig; segne, segne unsern König! 7. Breite, Herr, dein Reich auf Erden, auch in unserm Lande aus, daß wir deine Bürger werden, ziehen in dein Vaterhaus. Frieden und Gerechtigkeit gieb uns, Gott, zu aller Zeit. Sei du deinem Volke gnädig, segne, segne unsern König! Wilhelm Hülsemann. † 1865.. 5. Fürchtet Gott, den König Offer#trbimisht 2. Kirche und Schule. A. Bei Einführung eines Predigers oder Lehrers. mo Herde zugeführt. Heil uns, daß du so treu die Deinen liebst und fromme Hirten deiner Herde giebſt. 540. Mel. 35: Dir, dir, Jehovah, will ich 2c. 2. Sei auch mit diesem deinem Dich, Jesu, preisen unsre Lie- Knechte, mach offenbar durch ihn der, dich, Herr, der seine Kirche dein teures Wort, dein Licht stets regiert; du gabst uns einen und deine heilgen Rechte, und Hirten wieder, du hast ihn dieser wie du hilfft den Deinen hier 350 slud der Kirche und Schule. dnnista@ und dort, so wird die Herde, die Himmel führen, und die voll er weiden soll, durch seinen Dienst des wahren Glaubens voll. Eifer, Geist und Kraft von göttlich tiefer Wissenschaft das Herz der Sünder rühren. Treue Hirten laß den Seelen niemals fehlen und die Herden mit den Hirten selig werden. 3. Verleih ihm Mut und Geistesstärke, erhalt in ihm den frommen Hirtensinn, daß er in seinem Amt und Werke seh unverwandt, Herr, auf dein Vor- 3. Wir nehmen hier von deibild hin. Ihn rühre weder Men- ner Hand den Lehrer, den du schengunst noch Dräun, sein uns gesandt. Herr, segne sein Hoffen gehe stets auf dich allein. Geschäfte! Die Seelen, die sich 54. Verleih, daß tief ins Herz ihm vertraun, durch Lehr und uns dringen des Lebens Worte, Leben zu erbaun, gieb Weisheit die sein Mund uns lehrt, so ihm und Kräfte. Lehr ihn, hilf werden wir viel Früchte brin- ihm thun und leiden, dulden, gen, so wird durch ihn dein göttlich Reich gemehrt. Sei hier, o Herr, sein Schild und großer Lohn, dort preis er dich, samt uns, vor deinem Thron. Samuel Christian Gottlieb Küster. † 1838. 2. Wohl deinem Volk, daß du es liebst, nach deinem Sinn ihm Hirten giebst, die es zum streiten, beten, wachen, selig sich und uns zu machen.wik 4. Herr, deinen Geist laß auf ihm ruhn, laß ihn sein Amt mit Freuden thun; nichts sei, das ihn betrübe! Wenn er uns deine Wahrheit lehrt, gieb uns ein Herz, das folgsam hört, ein Herz voll treuer Liebe. Lehrer, Hörer Laß in Freundschaft und Gemeinschaft feste stehen und den Weg zum Himmel gehen. 541. Mel. 183: Wie schön leuchtet der zc. Jesu, Herr der Herrlichkeit, du König deiner Christenheit, du Hirte deiner Herden! Du siehst auf die erlöste Welt, regierst sie, wie es dir gefällt, sorgst, daß sie selig werden. Von dir sind seine Hand die Seelen als ein wir auch erwählet, zugezählet den Erlösten, die du segnen willst und trösten. 5. Wenn einst dein großer Tag erscheint, laß unsern Lehrer, unsern Freund, uns dir entgegenführen. Du giebst ihm unter Unterpfand; laß keine ihn verlieren. Jesu, hilf du, beut die Hände, daß am Ende Hirt und Herde treu vor dir erfunden werde. 6. Sei uns gesegnet, Knecht Kinder und Schullieder. 351 Willen ruhn, lehr uns nach deinem Vorbild thun. des Herrn! Du kommst im Na- Kreatur: Hilf uns in deinem men unsers Herrn, in Jesu Chrifti Namen. Hirte, nimm uns bei der Hand; führ uns zum ergen Vaterland! Gott mit dir! Amen, Amen! Mit dir gehn wir durch die Leiden dieser Zeiten zu dem Leben, das uns unser Gott will geben. 3. Gieb deinen Geist in unsre Brust, hilf lernen uns mit Kindeslust, damit wir legen rechten Grund und ewig stehn in deinem Bund. Böhmische Brüder. 1531. Johann Daniel Karl Bickel.+ 1809. B. Kinder- und Schullieder. har 542, Mel. 68: Herr Jesu Christ, bich zu uns 2c. Ach lieber Gott, behüte mich und meine Eltern gnädiglich; auch mein Geschwister vor Gefahr mit deinem starken Arm bewahr. 2. Und alle, die uns sind verwandt, beschüß durch deine rechte Hand. Behüte mich vor aller Sünd, hilf, daß ich werd ein frommes Kind. Amen. Johann Heermann. † 1647. 544. Mel. 138: D Durchbrecher aller Vande. du Vater über alles, was auf Erden Kinder heißt, den auch frohen Muts und Schalles unsrer Herzen Danklied preift, laß uns immerdar recht kindlich deiner Lieb und Güt uns freun, laß uns aber auch empfindlich jede Sünde schnell bereun. 2. Laß uns dir zum Preise werden Pflanzen der Gerechtigkeit, die wohl wachsen hier auf Erden, aber für die Ewigkeit. Laß uns unter deiner Pflege, Herr, in deinem Weinberg stehn, unsre guten Triebe hege, unsre argen laß vergehn. 543. Mel. 143: D Jefu Chrift, meins tc. Nun hilf uns, o Herr Jesu Christ, der du einst hier gewesen 3. Fülle du uns früh mit Gnade, zeige allen früh dein Heil, früh uns freundlich zu dir lade, hüt uns unser gutes Teil. Ach bist ein freundliches und frommes für Leben und für Sterben Kind, ohn alle Schuld, ohn alle Sünd! uns dir befohlen sein; führe uns nur einst als Erben in das ewge Leben ein. 010 2. Wir Kinder bitten Eines nur, versags nicht, Herr der Karl Johann Philipp Spitta. † 1859. 352 med at 545. od den 20 Hausstand.sdgift tuns ( Schulweihe.) der Kleinen, und laß, weil du ein Helfer bist, die Gnadensonne scheinen auf das dir werte Arbeitsfeld und segne, die du haft beon Mel. 45: Es ist das Heil uns 2c. Wir haben dieses Haus gebaut, stellt zu Hirten deiner Herde. 3. D heilger Geist, du höchstes Licht, leucht uns mit deiner Klarheit; laß allezeit uns sein gericht auf dich und deine Wahrheit. Erfüll mit deines Lichtes Glanz die Herzen und die Häuser ganz, und gieb uns deinen Frieden. Christian August Bähr.+ 1846. o Herr, durch deine Güte. Dir, Höchster, sei es anvertraut, du selber wach und hüte! Wend allen Schaden gnädig ab und sei der Stecken und der Stab für alle, die drin wohnen. og 2. Ach zeuch mit ein, Herr Jesu Christ, du holder Freund 3. Hausstand. A. Brautstand. 4. Hast du unsern Bund gestift, ei so wollest du ihn zieren, daß man nichts an uns antrifft, Mel. 114: Meinen Jefum laß ich nicht. was kann deine Huld verlieren; 546. bringt die Eh auch Weh mit sich, führ uns du nur seliglich. Jesu, Seelenbräutigam, der uns je und je geliebet und in reiner Himmelsflamm uns sein Herz zu eigen giebet, ach laß uns in dir allein treu und fest verbunden sein. 5. Nun fo gehn wir zum Altar, es geschieht in deinem Namen, stelle dich zum Segen dar, sprich zu unserm Ja dein Amen. Unser Ehstand grüne hier, bis er dorten blüh vor dir. Nach Benjamin Schmold.+ 1737. 2. Laß dir wohlgefällig sein das Gebet vor deinem Throne, daß dein heller Gnadenschein unter uns in Segen wohne, denn der Ehstand muß allein durchs Gebet geheiligt sein. B. Trauung und Ehestand. 547. 3. Der du selbst die Liebe bist, liebster Heiland, lehr uns lieben, daß dein Bild zu aller Mel. 178: Werde licht, du Stabt 2c. Frist sei in unser Herz geschrieben, Ein getreues Herze wissen hat und auch nicht ein Wink geschieht, des höchsten Schatzes Preis. Der der nicht stets auf Liebe sieht. ist selig zu begrüßen, der ein Brautstand. Trauung und Ehestand. treues Herze weiß. Mir ist wohl und Ins548. un aid Ins548, om ontomog bei höchstem Schmerze, denn Topplous bit Hot Mel. 189: Wo Gott zum Haus nicht zc. ich weiß ein treues Herze. 2. Läuft das Glücke gleich zu Gott, Schöpfer, Stifter heilger Zeiten anders, als man will und meint, ein getreues Herz hilft streiten wider alles, was ist feind. Mir ist wohl bei höchstem Schmerze, denn ich weiß ein 2. Mit Gnade schau auf sie treues Herze. later, Mon Om Eh, schau auf dies Paar aus deiner Höh, das vor dir steht, den Ehebund zu schließen jetzt mit Hand und Mund. mi bin herab, daß sie zusammen bis ins Grab, geduldig, liebreich, fromm gesinnt, in Christo dir gefällig sind. 3. Sein Vergnügen steht alleine in des andern Redlichkeit, hält des andern Not für seine, weicht auch nicht bei böser Zeit. Mir ist wohl bei höchstem Schmerze, denn ich weiß ein treues Herze. 3. Laß sie einander inniglich sich lieben, doch nie mehr, als dich; von Untreu fern, im Herzen rein, auch recht in Wort und Wandelsein. 4. Gunst, die kehrt sich nach dem Glücke, Geld und Reichtum, das zerstäubt, Schönheit läßt uns bald zurücke, ein getreues Herze bleibt. Mir ist wohl bei höchstem Schmerze, denn ich weiß ein 5. Laß uns zusammen dir vertreues Herze. 4. Und wenn ein Kreuz sie niederdrückt, laß sie dabei nicht unerquickt; gieb heitre Tage nach dem Leid und segn es für die Ewigkeit. Johann Adolf Schlegel. † 1793. traun, zusammen unsre Seel er5. Eins ist: da sein und baun, zusammen deine Hilf erflehn, geschieden, ein getreues Herze zusammen auch dein Lob erhöhn. hält, giebt sich allezeit zufrieden, stehet wieder auf, wenns fällt. Mir ist wohl bei höchstem Schmerze, denn ich weiß ein treues Herze. 353 549. Mel. 183: Wie schön leuchtet der 2c. Josua 24, 15. 6. Nichts ist süßer als zwei Treue, welche Eins find sonder Ich und mein Haus, wir find Schein. Dies ists, des ich mich erfreue, Jesus giebt sein Ja auch drein. Mir ist wohl bei höchstem Schmerze, denn ich weiß ein treues Herze. bereit, dir, Herr, die ganze Lebenszeit mit Seel und Leib zu dienen. Du sollst der Herr im Hause sein, gieb deinen Segen nur darein, daß wir dir willig dienen. Eine kleine, fromme, reine HausPaul Flemming. † 1646. 23 ndausstand. gemeine mach aus allen! dir nur 6. Und endlich flehn wir allersoll sie wohlgefallen. 2. Es wirke durch dein kräftig Wort dein guter Geist stets fort und fort an unser aller Seelen; es leucht uns wie das Sonnenlicht, damits am rechten Lichte nicht im Hause möge fehlen. Reiche gleiche Seelenspeise auch zur Reise durch dies Leben uns, daß wir uns dir ergeben. de meist, daß in dem Haus kein andrer Geist, als nur dein Geist regiere. Der ists, der alles wohl bestellt, der gute Zucht und Ordnung hält, der alles lieblich ziere. Sende, spende ihn uns allen, bis wir wallen heim, und droben dich in deinem Hause loben. Karl Johann Philipp Spitta. † 1859. 550. 3. Gieß deinen Frieden auf das Haus und alle, die drin wohnen, aus, im Glauben uns i Cores 130 090 Mel. 104: Liebster Jesu, wir sind hier. verbinde; laß uns in Liebe alle Jesu, bester Menschenfreund, zeit zum Dulden, Tragen sein schönster Bräutigam der Seelen, bereit, voll Demut, sanft und der es treu mit allen meint, die linde. is Liebe übe jede Seele; den rechten Weg erwählen; reich keinem fehle, dran man kennet uns deine Gnadenhände und bring den, der sich den Deinen nennet. alles wohl zu Ende.xu ind 4. Laß unser Haus gegründet 2. Ohne dich gerät es nicht, sein auf deine Gnade ganz allein drum erteile du den Segen. Laß und deine große Güte. Auch laß dein holdes Angesicht mit uns uns in der Nächte Graun auf sein auf unsern Wegen; laß den deine treue Hilfe schaun mit kind- Himmel offen stehen, wenn die lichem Gemüte; selig, fröhlich, Seufzer aufwärts gehen.m selbst mit Schmerzen in dem Her- 3. Sende deiner Liebe Pfand, zen dir uns lassen und dann in deinen Geist in die Gemüter; Geduld uns faffen. mach uns täglich mehr bekannt mit den Schätzen deiner Güter. Deinen Tau laß uns befeuchten und dein Antlitz uns erleuchten. 4. Du sollst Kranz und Krone sein. Deine Wahrheit, Kraft und Leben soll mit hellem Gnadenschein über unserm Haupte schweben; deine Wahrheit soll uns führen, deine Treu soll uns regieren. 354 5. Giebst du uns irdsches Glück ins Haus, so schließ den Stolz, die Weltlust aus, des Reichtums böse Gäste; denn wenn das Herz an Demut leer und voll von eitler Weltlust wär, so fehlte uns das Beste: jene schöne, tiefe, stille Gnadenfülle, die mit Schätzen einer Welt nicht zu ersetzen. Trauung und Ehestand. 355 5. Nimm die Herzen, nimm sie liebe hegt und pflegt; wo sie zu hin, die sich dir zum Opfer bringen. In dir ruhet Mut und Sinn, hilf und laß es wohl gelingen. Herr, wir trauen deinem Namen, sprich zu unserm Ja dein Amen! deinen Füßen gern sich sammeln und horchen deiner süßen Rede zu, und lernen früh dein Lob mit Freuden stammeln, sich deiner freun, du lieber Heiland, du! Johann Gottfried Herrmann. † 1791. selig Haus, wo man dich aufgenommen, du wahrer Seelenfreund, Herr Jesu Christ; wo unter allen Gästen, die da kommen, du der gefeiertste und liebste bist; wo aller Herzen dir entgegenschlagen, und aller Augen 5. O selig Haus, wo du die freudig auf dich sehn; wo aller Lippen dein Gebot erfragen, und alle deines Winks gewärtig stehn. mid 4. D selig Haus, wo Knecht und Magd dich kennen, und wissend, wessen Augen auf sie sehn, bei allem Werk in einem Eifer brennen, daß es nach deinem Willen mag geschehn; als deine Diener, deine Hausgenossen, in Demut willig und in Liebe frei, das Ihre schaffen froh und unverdrossen, in kleinen Dingen zeigen große Treu.mp Freude teilest, wo man bei keiner Freude dein vergißt! O selig Haus, wo du die Wunden heilest und aller Arzt und aller Tröster bist, bis jeder einst sein Tagewerk vollendet, und bis sie endlich alle ziehen aus dahin, woher der Vater dich gesendet, ins große, 551. 10 Mel. 157: So führst du doch recht 2c. 2. O selig Haus, wo Mann und Weib in einer, in deiner Liebe eines Geistes sind, als beide eines Heils gewürdigt, keiner im Glaubensgrunde anders ist gesinnt; wo freie, schöne Vaterhaus. beide unzertrennbar an dir han- Karl Johann Philipp Spitta. † 1859. gen, in Lieb und Leid, Gemach und Ungemach, und nur bei dir zu bleiben stets verlangen an jedem guten, wie am bösen Tag. 3. O felig Haus, wo man die lieben Kleinen mit Händen des Gebets ans Herz dir legt, du Freund der Kinder, der sie als die Seinen mit mehr als Mutter552. Esfolido Mel. 183: Wie schön leuchtet der 2c. Wie schön ists doch, Herr Jeſu Christ, im Stande, da dein Segen ist, im Stande heilger Ehe! Wie steigt und neigt sich deine Gab und alles Gut so mild herab aus deiner heilgen Höhe, wenn sich 23* 356 Go Hausstandor an dich fleißig halten Jung und alle beide, bis wir bei dir, deinen Alte, die im Orden Eines Lebens Willen zu erfüllen, deinen Namen einig worden. ad ewig loben werden. Amen! Paul Gerhardt. † 1676. 2. Wenn Mann und Weib sich wohl verstehn und unverrückt beisammen stehn im Bande reiner Treue, da geht das Glück im vollen Lauf, da sieht man, wie Mel. 143: O Jesu Christ, meins zc. der Engel Hauf im Himmel selbst Wohl einem Haus, wo Jesus Christ allein das All in allem ist! Ja wenn er nicht darinnen wär, wie finster wärs, wie arm und leer.d pius 3. Sei gutes Muts; wir sind au 2. Wohl, wenn der Mann, das es nicht, die diesen Orden auf Weib und Kind im rechten Glaugericht, es ist ein höhrer Vater. ben einig sind, zu dienen ihrem Der hat uns je und je geliebt Herrn und Gott nach seinem und bleibt, wenn unsre Sorg uns Willen und Gebot. trübt, der beste Freund und Rater; Anfang, Ausgang ailer Sachen, die zu machen wir gedenken, wird er wohl und weislich lenken. sich freue. Kein Sturm, kein Wurm kann zerschlagen, kann zernagen, was Gott giebet dem Paar, das in ihm sich liebet. 553. Jeg 3. Wohl, wenn ein solches Haus der Welt ein Vorbild vor die Augen stellt, daß ohne Gottesdienst im Geist das äußre Werk nichts ist und heißt. 4. Zwar bleibts nicht aus, es kommt ja wohl ein Stündlein, da 4. Wohl, wenn das Räuchwerk man Leides voll die Thränen lässet im Gebet beständig in die Höhe fließen. Jedennoch, wer sich in geht, und man nichts treibet fort Geduld ergiebt, des Leid wird und fort als Gottes Werk und Gottes Huld in großen Freuden Gottes Wort. schließen. Meide, leide nur ein t 5. Wohl, wenn im äußerlichen wenig; unser König wird be- Stand mit fleißiger, getreuer hende machen, daß die Angst sich Hand ein jegliches nach seiner wende. Art den Geist der Eintracht offenbart! 5. Wohl her, mein König, nah herzu! gieb Rat im Kreuz, in Nöten Ruh, in Ängsten Trost und Freude! Des sollst du haben Ruhm und Preis; wir wollen fingen besterweis und danken ihrer keins zurück. 6. Wohl, wenn die Eltern gläubig sind, und wenn sie Kind und Kindeskind versäumen nicht am ewgen Glück! Dann bleibet Geburtstag. 357 7. Wohl solchem Haus! denn 4. Du hast bis hierher mich es gedeiht; die Eltern werden hocherfreut, und ihren Kindern sieht mans an, wie Gott die Seinen fegnen kann. geführet, bald über Berg, bald durch ein Thal; du hast mit Weisheit mich regieret und warst mein Leitstern überall; selbst wenn mich Angst und Not gedrückt, hat deine Treue mich erquickt. En 8. So mach ich denn zu dieser Stund samt meinem Hause diesen Bund: Wich alles Volk auch von ihm fern, ich und mein Haus stehn bei dem Herrn. Christoph Karl Ludwig von Pfeil. † 1776. 5. Ich bin zu schwach, dir Dank zu sagen; o mache mich von Banden frei, die ich zu lange schon getragen; hilf, daß ich wie du heilig sei! Verschmäh, o Herr, nicht das Gebet, das um Erneurung zu dir fleht.e C. Geburtstag. 554. 6. Laß deine Treue für mich sorgen, die Treue, die für alle Mel. 84: Ich will dich lieben, meine zc. wacht, und schaffe freudenreiche Dies ist der Tag, dies sind die Morgen aus jeder kummervollen Nacht! Schließ, Herr, mich in dein Sorgen ein, dann werd ich wohl versorget sein. Stunden, die mich ans Licht der Welt gebracht. Wie vieles Gute hab ich funden, was hat mir Gott zum Ziel gemacht! Sch geh mit gottergebnem Sinn zu diesem Ziel allmählich hin. 2. Gott, du allein bist Herr der Zeiten, mein Schöpfer, dem ich schuldig bin ein freudig Opfer zu bereiten mit einem frommen lichkeit. Kindessinn. Nimm, Herr, mit Gnadenaugen an, was Dankbarkeit dir bringen kann. 7. Du wollest mir die Gnade geben, daß ich fromm ende meinen Lauf, und mich nach diesem Prüfungsleben zu deinem Himmel nehmen auf; dort will ich ewig sein bereit, zu preisen deine HerrJoachim Weidmann. † 1736. 555. Mel. 141: D, Gott, du frommer Gott. 3. Durch deine Macht bin ich geboren, bin Mensch, ich, der ein Nichts sonst war; durch deine Mein Gott, was hab ich doch Huld ward ich erforen zu der er lösten Christenschar. Ich war in deiner Liebeshand, eh ich noch, Vater, dich gekannt. in den verfloßnen Jahren bis diesen Tag von dir für Lieb und Treu erfahren! Ich stelle nun mich heut auch dankbar bei dir Hausstand. 358 ein; o laß mein ganzes Herz von Dank durchdrungen sein. o 2. Es müss aus Herz und Mund nur stets dein Lob erschallen; doch müss ich auch mit Reu, dir, Herr, zu Fuße fallen. Was nun vergangen ist, vergieb und decke zu; und was noch künftig folgt, regier und führe du. 3. D laß mich auf dich traun und keine Schuld mehr haben; laß sie in Jesu Tod und Grabe sein vergraben. Auch fülle mich mit Kraft der Glaube an sein Blut und zieh mich heut aufs neu in deine Huld und Hut. Gott, wie du mir sollst begegnen, wie du mich führen sollst und Leid und Freuden segnen. Du weißt es, was mir nützt, auch was mir schaden kann, und nimmst dich meiner Seel am allerbesten an. 8. Du wirst, o treuer Gott, mich noch recht selig führen und nicht aus deinem Aug und von der Hand verlieren. Drum geb ich mich aufs neu auch diesen Tag dir hin und sag aufs neu dir zu, daß ich der Deine bin. 9. Zu diesem Vorsatz wollst du selbst mir Kräfte geben, im neuen Lebensjahr dir, Gott, nur dir 4. Du hast von Jugend auf zu leben. Dann fehlt mir weiter mich schon zu dir gezogen; nur nichts zu meinem wahren Heil; daß ich deinen Zug so oft nicht dann bist und bleibest du mein recht erwogen. Drum hast du Herzenstrost und Teil. meinen Weg mit Dornen überdeckt und mich durch Not, mein Heil zu suchen, oft erweckt. 5. Ja, kräftig hast du mich, mein Gott, hierdurch erwecket, auch, wenn ich rückwärts wich, die Hand nach mir gestrecket, mich Wankenden aufs neu als Vater angefaßt und mich gestärkt, erquickt bei aufgelegter Last. 10. O mache mich nur dir recht kindlich, treu und stille; mein Ziel, mein Augenmerk, sei nur, o Gott, dein Wille; dein Auge leite mich hier immer aus und ein; hilf mir bis in den Tod beständig treu zu sein. Karl Heinrich von Bogatty. † 1774. D. Eltern und Kinder. 556. 6. Es hat zwar manche Not mir allzuschwer geschienen; doch hat mir alles noch zum Besten Mel. 71: Herr, wie du willst, so 2c. müſsen dienen. Mir prägte jede Ach Gott, laß dir befohlen sein Not dein Bild nur tiefer ein und machte mich stets mehr von allem Weltsinn rein. zu diesen bösen Zeiten den teuren Schat, die Kinderlein; wollst sie zum Guten leiten. Gar bald die Jugend wird verführt, wohl auch 7. Du weißt es schon, mein Eltern und Kinder. ein Alter sich verirrt; drum stehe du zur Seiten. 359 3. Gieb ja, daß ihnen mangle nicht heilsame Lehr und Unterricht, damit aus deinem Wort und Mund ihr Glaub erhalte festen Grund. 2. Dein Vatertreu sie mir behüt, dein Gnad sie mir regiere; dein guter Geist leit ihr Gemüt, daß niemand sie verführe. Halt, Jesu, ihre Herzen rein, laß deine Engel um sie sein, daß sie kein Unfall rühre. all that 3. Und weil man dir, Herr, beginn. s dienen soll allhier in allen Stän- 5. Behüte sie vor Ärgernis, den, so mach sie deiner Weisheit mach sie des rechten Wegs gewiß, voll und laß sie Wege finden, zu wenn ihnen ein Verführer naht dienen dir in der Gemein; du, mit giftgem Reiz zur Miſsethat. Herr, am besten weißt allein ihr Thun zu Nuß zu wenden. 6. Durch deine Weisheit, Macht und Güt vor allem Unfall sie behüt; führ du sie selbst auf rechter Bahn, damit ihr Fuß nicht gleiten kann. A 4. Dir, meinem Gott, erzieh ich sie in deiner Furcht und Treue; schaff, daß nicht Arbeit, Sorg und Müh in Zukunft mich gereue, daß ich vielmehr in Ewigkeit mich meiner Kinder Seligkeit vor deinem Throne freue. 7. Hilf Gott, daß sie dich überall vor Augen haben allzumal und sich befleißen jederzeit der Tugend, Zucht und Ehrbarkeit. Jofua Wegelin. † 1640. thid magad chid 557.9 019 8. Und wo sie gehen aus und ein, da laß du sie gesegnet sein, auf daß sie ihre Lebensjahr zu4. Erleuchte sie mit deinem Schein, laß sie zum Lernen willig sein; gieb Gottesfurcht in ihren Sinn, die aller Weisheit Antrail agua bid bringen christlich immerdar. Mel. 189: Wo Gott zum Haus 2c. 9. Vollende sie in dieser Zeit Hilf Gott, daß unsre Kinder- zum Erbteil in der Ewigkeit; den Kindern, Heiland, sprichst ja du so liebevoll den Himmel zu. zucht geschehe stets mit Nutz und Frucht, daß aus dem Mund der Kinder dir ein Lob ertöne für und für. bi 2. Laß sie den Eltern insgemein, den Obern auch gehorsam sein und meiden all ihr lebenlang Lug, Eigensinn und Müßiggang. 10. Und schließt sich dann ihr Erdenlauf, so nimm sie, Herr, zu dir hinauf; gieb, daß mit ihnen wir zugleich dich preisen dort in deinem Reich. 11. Gott Vater, Sohn und heilger Geist, von dem ein Meer 360 Hausstand. der Gnade fleußt, wir loben dich, wir danken dir mit unsern Kindern für und für. David Denice.+ 1680. 558. Mel. 68: Herr Jesu Chrift, dich z 2c. Höret, ihr Eltern, Chriſtus spricht, den Kindern sollt ihr wehren nicht, sondern sie lassen zu ihm nahn, er nimmt sie voller Liebe an. 917 dosto 2. Er nimmt sie auf ins Himmelreich und was ist dem auf Erden gleich? Mit aller Weltlust, Gut und Ehr hats bald ein End und ist nicht mehr. 3. Das Himmelreich kein Ende nimmt, darein uns Jesus Christus bringt durch seine Lehr, dazu er will, daß man die Kinder halten soll. 4. Gehorchet ihm und bringt sie her, daß man von Jugend auf sie lehr in Kirchen und in Schulen wohl, wie man Gott gläubig ehren soll. 5. Wers gut mit seinen Kindern meint, gewiß sie zum Herrn Christo sendt. Wer anders thut, der ist ihr Feind, wie groß auch seine Liebe scheint. 6. Was hilft den Kindern nur groß Geld, viel Ehr und Lust der eitlen Welt? Wer sie von Gott recht lehren läßt, der thut für sie das Allerbest. Nach Ludwig Helmbold. † 1598. 559. 559. and Mel. 133: Nun sich der Tag geendet 2c. Nun schlaf, mein liebes Kinde lein, thu deine Äuglein zu, denn Gott, der will dein Vater sein, drum schlaf in guter Ruh. 2. Dein Vater ist der liebe Gott und wills auch ewig sein, der Leib und Seel gegeben hat dir durch die Eltern dein. 3. Er schenkt dir seinen lieben Sohn, den giebt er in den Tod, der kam zur Erd vom Himmelsthron, half dir aus aller Not. 4. Er schickt auch seine Engelein zu Hütern Tag und Nacht, daß sie bei deiner Wiege sein und halten gute Wacht. 5. Dem Vater und der Mutter dein befiehlt er dich mit Fleiß, daß sie dir treue Pfleger sein, ziehn dich zu Gottes Preis. 6. Der heilge Geist, der segne dich, bewahr dich allezeit, sein heilger Nam behüte dich, schük dich vor allem Leid. Nach Johann Mathesius.+ 1565. 560. Mel. 83: Ich weiß, mein Gott, daß ic. frommer Gott, ich danke dir, daß du so liebe Eltern mir aus Gnaden haft gegeben und noch zur Zeit sie mir zur Freud erhalten bei dem Leben. 2. Verzeihe mir die Missethat, Eltern und Kinder. die dich und sie beleidigt hat, laß 2. Sie sind dir von Kindesmich es nicht entgelten, daß ich, mein Gott, auf dein Gebot geachtet hab so selten. beinen und von ihrer ersten Stund übergeben als die Deinen; und durch deinen Gnadenbund hast du sie in ihrer Tauf väterlich genommen auf, daß sie, wenn sie sollten sterben, wären deines Reiches Erben. 3. Gieb mir ein Herz, das dankbar sei und meiner Eltern Eifer scheu, nichts thu, was sie verletet, auch nimmermehr sich ihrer Lehr aus Bosheit widerfegzet. Ano 29 X57 4. Laß oft mir kommen in den Sinn, wie sauer ich der Mutter bin vom Anfang her geworden, und wie für mich der Vater sich bemühet aller Orten. 5. Gieb meinen Eltern Fried und Ruh, es decke sie dein Segen zu, ihr Kreuz hilf ihnen tragen, behüte sie doch spat und früh vor Trübfal, Angst und Plagen. 6. Und wenn dahin ist ihre Zeit, so führ sie aus der Sterblichkeit hinauf zum Reich der Ehren, ich bringe dir viel Lob dafür, wenn du mich wirst erhören. Unbekannter Dichter. 361 T 9815 3. Du haft sie bisher ernähret und so manchem Unglücksfall mehr als väterlich gewehret, der sie hier und überall hätt in Angst und Not gestürzt, ja das Leben abgekürzt; aber deine Vatertreue spendest täglich du aufs neue. Güte immer dir verpflichtet sein 4. Sollt ich nicht für solche und mit dankbarem Gemüte solchen Glücks- und Segensschein rühmen und vor jedermann deine Wohlthat zeigen an, ach so müßt ich ganz vermessen Gottes, meines Heils, vergessen. 5. Sammeln andre große Schätze, daß ihr Haus in solchem Heil sich an Geld und Gut ergöße, so bist du mein einzig Teil. Bleib auch meiner Kinder Gott, 561, Lipo Mel. 179: Werbe munter, mein 2c. Laffe sie in keiner Not und in keinem Kreuz verderben, bis sie endlich selig sterben. Sorge doch für meine Kinder, Vater, nimm dich ihrer an; ob sie gleich vor dir sind Sünder, sind sie dir doch zugethan und durch deines Sohnes Blut gleich wohl dein erworbnes Gut; darum wirst du sie aus Gnaden wohl beschützen und beraten. 6. Schütze sie vor bösen Leuten und vor der Verführer Schar, daß ihr Fuß nicht möge gleiten; laß sie ihre Lebensjahr in der Tugend bringen zu, bis du sie wie mich zur Ruh wirst ins kühle 362 ald Hausstand. Grab versenken und die Seligkeit 2. All mein Beginnen, Thun uns schenken. und und Werk erfordert Gottes Kraft und Stärk; mein Herz sucht Gottes Angesicht, drum auch mein Mund mit Freuden spricht: das walte Gott! dar 7. Können sie in diesem Leben hier und wo es dir gefällt, was zu deinen Ehren geben, so laß in der ganzen Welt ihnen, wo sie immer gehn, deine Furcht vor Augen stehn, daß sie dich im Thun und Lassen stets in ihre Herzen fassen. 3. So Gott nicht hilft, so kann ich nichts; wo Gott nicht giebet, da gebrichts; Gott giebt und thut mir alles Guts, drum sprech ich nun auch gutes Muts: das walte Gott! 4. Will Gott mir etwas geben hier, so will ich dankbar sein dafür; auf sein Wort werf ich aus mein Netz und sag in meiner Arbeit stets: das walte Gott! 8. Endlich, wenn die Zeit verflossen, daß sie diese Lebenszeit haben christlich hier genossen und sie in die Ewigkeit sollen ihren Eintritt thun, so laß alle Schmerzen ruhn und laß sie in ihrem Sterben glaubensvoll den Himmel erben. 9. Gönne mir die große Freude, daß am lieben jüngsten Tag, nach so vielem Kreuz und Leide, ich mit Jauchzen sagen mag: Liebster Vater, ich bin hier und die Kinder, die du mir hast in jener Welt bescheret. Ewig sei dein Nam geehret! Ludwig Heinrich Schloffer.+ 1723. Jis penis nisin and E. Treue im Beruf. stip Hid: 10562. id: Mel. 43: Erschienen ist der herrlich 2c. Das walte Gott, der helfen kann! Mit Gott fang ich mein Arbeit an, mit Gott nur geht es glücklich fort, drum ist auch dies mein erstes Wort: das walte Gott! 20 5. Anfang und Mitte samt dem End stell ich allein in Gottes Händ; er gebe, was mir nützlich ist, drum sprech ich auch zu jeder Frist: das walte Gott! 6. Legt Gott mir seinen Segen bei nach seiner großen Güt und Treu, so gnüget mir zu jeder Stund; drum sprech ich auch von Herzensgrund: das walte Gott! 7. Trifft mich ein Unglück: unverzagt! Ist doch mein Werk mit Gott gewagt; er wird mir gnädig stehen bei, drum dies auch meine Losung sei: das walte Gott! 8. Er kann mich segnen früh und spat, bis all mein Thun ein Ende hat; er giebt und nimmt, machts, wie er will; drum sprech ich fein auch in der Still: das si walte Gott! Treue im Beruf. 363 9. Gott steht mir bei in aller und bei Nacht woll er stehn zur Not und giebt mir auch mein Seiten, wenn des Satans List täglich Brot; nach seinem alten und macht dich sucht zu beVaterbrauch thut er mir Guts, streiten. drum sprech ich auch: das walte Gott! 3. Wenn dein Jesus mit dir ist, laß die Feinde wüten; er wird dich vor ihrer List schützen und behüten; setz nur das Vertrauen dein ganz in seine Hände, und glaub sicher, daß allein er dein Unglück wende. 10. Ohn ihn ist all mein Thun umsonst, nichts hilft Verstand, Wit oder Kunst; mit Gott gehts fort, gerät auch wohl, daß ich fann sagen glaubensvoll: das walte Gott! 11. Leilt Gott was mit aus Gütigkeit, so acht ich keiner Feinde Neid; mag hassen, wers nicht lassen kann, ich stimme doch mit Freuden an: das walte Gott! 4. Wenn denn deine Sach mit Gott also angefangen, ei so hat es keine Not, wirst den Zweck erlangen; es wird folgen Glück und Heil hier in diesem Leben, endlich wird dir Gott dein Teil 12. Thu ich denn was mit Gottes Rat, der mir beistehet auch im Himmel geben. früh und spat, dann alles wohl geraten muß; drum sprech ich nochmals zum Beschluß: das walte Gott! Johann Betichius. † 1722. 5. Nun, Herr Jesu, all mein Sach sei dir übergeben, es nach deinem Willen mach auch im Tod und Leben. All mein Werk greif ich jetzt an, Herr, in deinem Namen, laß es doch sein wohlgethan! Darauf sprech ich Amen! Um 1700. 563. Mel. 90: Jesu Leiden, Pein und Tod. Fang dein Werk mit Jeſu an, 564, Jesus hats in Händen; Jesum ruf d zum Beistand an, Jesus wirds vollenden. Steh mit Jesu morMel. 168: Bon Gott will ich nicht zc. gens auf, geh mit Jeſu schlafen, Gewagt in Jesu Namen! so ist führ mit Jesu deinen Lauf, lasse Jesum schaffen. n. es wohl gewagt, denn das heißt Ja und Amen, was er uns zugesagt. Der Held in Israel, der kann uns nicht belügen, sein Wort fann nimmer trügen, ihm traut 2. Morgens soll der Anfang sein, Jesum anzubeten, daß er woll dein Helfer sein stets in allen Nöten. Morgens, abends von ganzer Seel. Hausstand. 364 565. 2. Von ihm kommt aller Segen aus seiner treuen Hand; gehn wir auf unsern Wegen nach Pflicht, Mel. 36: Du Lebensbrot, Herr Jefu zc. Beruf und Stand, so fällt sein In Gottes Namen fang ich an, Gnadentau auf unsre Weg und Werke, so giebt er Kraft und Stärke zum Grund und weitern Bau. was mir zu thun gebühret; mit Gott wird alles wohlgethan und glücklich ausgeführet. Was man in Gottes Namen thut, ist allenthalben recht und gut und muß uns auch gedeihen. 3. Oft will es sauer werden; doch, weil es Gott gefällt, daß wir hier baun auf Erden mit Arbeit unser Feld, so lassen wir den Schweiß vom Angesichte fließen, weil wir den Trost schon wissen: 2. Gott ists, der das Vermögen schafft, das Gute zu vollbringen. Er giebt uns Segen, Mut und Kraft und läßt das Werk geGott fegnet Müh und Fleiß. lingen, daß uns ein reicher Zug entsteht und dergestalt zur Nahrung geht, daß wir die Fülle haben. 4. Zwar drückt der Fluch die Erde, die Dorn und Disteln trägt; doch hat man die Beschwerde an Gottes Herz gelegt, kann seine Gnadenhand den Fluch in Segen kehren und Rosen da gewähren, wo Dorn und Distel stand. 5. Drum gehen wir mit Frieden an unser Amt und Pflicht, wie Gott es uns beschieden; ein Träger erntet nicht. Mit Arbeit und Gebet sei es frisch ange= fangen; der wird den Schatz erlangen, der wachet, kämpft und fleht. 6. D selig ist zu schätzen, wer mit Gott alles thut! Kein Neid mag ihn verletzen, weil Segen auf ihm ruht, dem niemand wehren kann. Wohlan! Gott wird ihn geben, denn unsre Hände heben in Gottes Namen an. Benjamin Schmold. † 1737. 3. Wer erst nach Gottes Reiche tracht und bleibt auf seinen Wegen, der wird auch leiblich reich gemacht durch Gottes milden Segen. Da wird der Fromme täglich fatt, daß er von seiner Arbeit hat, auch Armen Brot zu geben. Ved 4. Gott ist der Frommen Schild und Lohn, er frönet sie mit Gnaden, der bösen Welt Haß, Neid und Hohn kann ihnen gar nicht schaden. Gott decket fie mit seiner Hand, er segnet ihre Stadt und Land und füllet fie mit Freuden. 5. Drum komm, Herr Jesu, stärke mich, hilf mir in meinen Werken. Laß du mit deiner Gnade Treue im Beruf. dich bei meiner Arbeit merken. Gieb dein Gedeihen selbst dazu, daß ich in allem, was ich thu, ererbe deinen Segen. 6. Regiere mich durch deinen Geist, den Müßiggang zu meiden, daß das, was du mich schaffen mein Thun erfüllt! heißt, gescheh mit lauter Freu- 115 den. Ach daß ich dir mit aller Treu auf dein Gebot gehorsam sei und meinen Nächsten liebe! 365 3. Wo meine Füße gehn, was meine Händ arbeiten, da will ich auf dich sehn, als stündst du mir zur Seiten. Dein Geist regiere mich, bis alles, was du willt, in meinem Herzen ist und durch 100000 gieb, Herr, mir Lieb und Stärke, daß ich nur wachsam geh an jedes meiner Werke! Arbeitsam sein ist süß; nur hilf auch du dabei, daß Martha dieser Leib, der Geist Maria sei. Benigna Maria, Gräfin von Reuß- Ebersdorf.+ 1751. SHEASTETOD 100 so mein 7. Nun Jesu, komm und bleib bei mir! Die Werke meiner Hände befehl ich, liebster Heiland, dir; hilf, daß ich sie vollende zu stark ich immer kann, deines Namens Herrlichkeit, und Amt, Beruf und Wesen, dazu hilf, daß ich zur Abendzeit er- mich Gott erlesen; der wird wünschten Lohn empfange. mir seinen Segen auch wissen beizulegen. Salomo Li3cow. † 1689. 2. Laß alles freundlich sein, voll Demut, was ich sage, es sei groß oder klein, und daß ich lieber trage, als meinem Nächsten werd aus eigner Schuld zur Last, auf daß du Ruhm dabei von deinem Kinde haft. 567.*** Mel. 13: Auf meinen lieben Gott. Stret ich demnach an, 566. 2. Dir, Vater, sag ich Dank, daß du mein lebenlang so reichlich mich ernähret und manche Gnad bescheret; laß deine Güt Mel. 140: O Gott, du frommer Gott. Komm, Segen aus der Höh, und Gaben mich heut und ferner laben. 3. Ach mein Herr Jesu Christ, der du mein Helfer bist, gesegne meine Werke und mich vom Himmel stärke, damit ich deinen Willen in allem mög erfüllen. 4. Behüte Seel und Leib, und alles von mir treib, was meine Nahrung hindert und deinen Segen mindert. Ja laß in Fried und Freuden mich einst von hinnen scheiden. Johann Heinrich von Hippen. Um 1676. 366 Hausstand. F. Witwer, Witwen und Daifen. Hair WITZ STROKETT 568. Mel. 176: Wenn mein Stündlein 2c. Ach Gott, ich muß in Traurigfeit mein Leben nun beschließen, dieweil der Tod von dieweil der Tod von meiner Seit so eilends hat gerissen mein treues Herz, der Tugend Schein; des muß ich jetzt beraubet sein, wer kann mein Elend wenden? 2. Wann ich an ihre Freundlichkeit gedenk in meinem Herzen, die sie mir hat zu jeder Zeit in Freud und auch in Schmerzen erwiesen ganz beständiglich, mein Kreuz und Weinen mehret sich, vor Angst möcht ich vergehen. 3. Bei wem soll ich auf dieser Welt rechtschaffne Liebe finden? Der meiste Teil nicht Glauben hält, die Treu will gar verschwinden. Ich glaub und red es ohne Scheu, die best ist die getraute Treu, der muß ich jetzt entraten. 4. Fürwahr, mir geht ein scharfes Schwert jekund durch meine Seele, die abzuscheiden oft begehrt aus ihres Leibes Höhle. Wo du nicht, o Herr Jesu Christ, in solchem Kreuz mein Tröster bist, muß ich in Leid verzagen. 5. D treugeliebtes, selges Herz, zu dir will ich mich wenden in diesem meinem großen Schmerz, ob sich mein Angst möcht wenden; ich will betrachten deinen Stand, wie Gott dir alles Kreuz gewandt in höchste Freud und Wonne. 6. Kein Angst und Trübsal, Weh und Not kann dich hinfort verletzen; im Himmel thut der fromme Gott mit Liebe dich ergötzen; die Seele schaut mit Lust und Freud die heilige Dreifaltigfeit mit allen Auserwählten. 7. Dein Gott hat dich in seinem Schoß und wischt ab alle Thränen, erfüllet dich mit Freuden groß, darnach wir uns noch sehnen; du sitzest bei der Engel Schar, lobsingest Gott, frei von Gefahr, mit süßem Ton und Schalle. 8. Du kommst nicht wieder her zu mir in dies betrübte Leben, ich aber komm hinauf zu dir, da werd ich mit dir schweben in höchster Freude, Wonn und Lust, die deine Seele täglich kost, drauf ich mich herzlich freue. 9. O wie mit großer Freudigfeit wolln wir einander kennen! Da wird uns dann zu keiner Zeit der bittre Tod mehr trennen. Ach welche Freude wird dann sein, wenn ich dich, die ich jetzt bewein, mit Freuden werd umfangen. 10. Dies will ich stets in meinem Leid mir zu Gemüte führen, erwarten in Geduld der Zeit, wie Christen will gebühren. Gott alles Trostes, steh bei mir und mich durch deinen Geist regier zu deines Namens Ehre! Joh. Heermann. † 1647. Witwer, Witwen und Waisen. Alter. AS me miell 569. gosol Mel. 50: Freu dich sehr, o meine 2c. LISTS Nichts Betrübtres ist auf Erden, nichts kann so zu Herzen gehn, als wenn arme Witwen werden, wenn verlassen Waisen stehn, ohne Vater, ohne Mut, ohne Freunde, ohne Gut. Witwen sind verlaffne Frauen; wer wird auf die Waisen schauen? old 2. Witwen sind in Gottes Armen, Waisen sind in Gottes Schoß; ihrer will er sich erbarmen, wär die Not auch noch so groß. Ein solch ungerechter Mann tastet Gottes Augen an, der die armen Waisen drücket und der Witwen Herz bestricket. 367 väterlich getragen von meiner Jugend auf; ich sah auf meinen Wegen des Höchsten Hand und Segen, er lenkte meines Lebens Lauf. 2. Sein Weg war oft verborgen; doch, wie der helle Morgen aus dunklen Nächten bricht, so hab ich stets geſpüret: der Weg, den Gott mich führet, bringt mich durchs finstre Thal zum Licht. 3. War Menschenhilf vergebens, so kam der Herr des Lebens und half und machte Bahn. Wußt ich mir nicht zu raten, so that Gott große Thaten und nahm sich meiner mächtig an. 192110, 100 4. Bis zu des Alters Tagen dein Erretter sein! Dies hat mir will ich dich heben, tragen und Gott versprochen, der nie sein Wort gebrochen; ich werde sein mich ewig freun. 5. Er wird mir schwachem Alten, was er verheißen, halten, denn er ist fromm und treu; bin ich gleich matt und müde, er giebt mir Trost und Friede und steht. mit Mut und Kraft mir bei. 3. Wenn sie bleiben in den Schranken, darein Gott sie hat gestellt, und von seiner Treu nicht wanken, weil er sich zu ihnen hält, sollen sie im Himmelsschloß werden alles Kummers los; da foll nicht mehr wie auf Erden Witwennot gehöret werden. Michael Hunolb. † 1672. G. Alter. 570. 7. Ich harre froh und stille, bis Mel. 148: D Welt, ich muß dich lassen. meines Gottes Wille mich nach Gott hat in meinen Tagen mich dem Kampfe krönt. An meiner Laufbahn Ende sink ich in Jesu Hände, der mich dem Vater hat versöhnt. Jakob Friedrich Feddersen. † 1788. 6. Noch wenig bange Stunden, dann hab ich überwunden, ich bin vom Ziel nicht weit; o welche große Freuden sind nach dem letzten. Leiden vor Gottes Thron für mich bereit! 368 10 to 1571. nopvolle slloded Stor bodo Mel. 26: Christus, der ist mein Leben. Verwirf mich nicht im Alter, gnädig sein! verlaß mich nicht, mein Gott! bist du nur mein Erhalter, so werd ich nie zu Spott. je an2. Wie oft hab ich erfahren, der Vater sei getreu; ach mach in alten Jahren mir dieses täglich neu. 3. Wenn ich Berufsgeschäfte von außen schwächlich thu, leg deines Geistes Kräfte dem innern Menschen zu. 2011 in Hausstand. 4. Wenn dem Verstand, den Augen die Schärfe nun gebricht, daß sie nicht viel mehr taugen, sei Jesus noch mein Licht. UA surti 5. Will mein Gehör verfallen, so laß dies Wort allein mir in dem Herzen schallen: Ich will dir ( 2)-- d of joint Sion6. Wenn mich die Glieder schmerzen, so bleibe du mein Teil und mache mich im Herzen durch Christi Wunden heil. mando S 7. Sind Stimm und Zunge blöde, so schaffe du, daß ich im Glauben stärker rede: Mein Heiland spricht für mich! smale 8. Wenn Händ und Füße beben, als zu dem Grabe reif, so gieb, daß ich das Leben, das ewig ist, ergreif.#SOUL: Philipp Friedrich Hiller. † 1769. 1194 19 RUN MED $ 90 -2016 100 100 bin sin of morriod tim molti ani! quid sig VI. Kreuz- und Trostlieder. 572. Mel. 20: Aus tiefer Not schrei ich 2c. dira Safi Ach treuer Gott, barmherzig Herz, des Güte sich nicht endet, ich weiß, daß mir dies Kreuz und Schmerz dein Hand hat zugewendet; ja Herr, ich weiß, daß diese Last du mir aus Lieb erteilet hast und gar aus keinem Haffe. 2. Denn das ist allzeit dein Gebrauch; wer Kind ist, muß was leiden, und wen du liebst, den stäupst du auch, schickst Trauern vor den Freuden; führst uns zur Höllen, thust uns weh und führst uns wieder in die Höh, und so geht eins ums andre. 3. Du führst ja wohl recht wunderlich die, so dein Herz ergötzen. Was leben soll, muß vorher sich ins Todesdunkel sezen; was steigen soll zur Ehr empor, liegt auf der Erd und muß zuvor sich in dem Staube wälzen. 4. Das hat, Herr, dein geliebter Sohn selbst wohl erfahrn auf Erden; denn eh er kam zum Ehrenthron, mußt er gekreuzigt werden. Er ging durch Trübsal, Angst und Not, ja durch den herben, bittern Tod drang er zur Himmelsfreude. 5. Hat nun dein Sohn, der fromm und recht, so willig sich ergeben, was will ich armer Sündenknecht dir viel zuwider streben? Er ist der Spiegel der Geduld und wer sich sehnt nach deiner Huld, der muß ihm ähnlich werden. 200 6. Ach liebster Vater, wie so schwer ists der Vernunft zu gläuben, daß du demselben, den du sehr betrübst, sollst günstig bleiben! Wie macht doch Kreuz so lange Zeit; wie schwerlich will sich Lieb und Leid zusammen lassen reimen! 7. Was ich nicht kann, das gieb du mir, o höchstes Gut der Frommen! Gieb, daß mir nicht des Glaubens Zier durch Trübsal werd entnommen. Erhalte mich, o starker Hort, befestge mich in 24 370 Kreuz- und Trostlieder. deinem Wort, behüte mich vor ein Hütte, da ich sicher sig im Murren. Sturm und Ungewitter. 13. Ach laß mich schauen, wie so schön und lieblich sei das Leben, das denen, die durch Trübsal gehn, du dermaleinst wirst geben; ein Leben, gegen welches hier die ganze Welt mit ihrer Zier durchaus nicht zu vergleichen. 8. Bin ich ja schwach, laß deine Treu mir an die Seite treten; hilf, daß ich unverdrossen sei zum Rufen, Seufzen, Beten. So lang ein Herze hofft und gläubt und im Gebet beständig bleibt, so lang ists unbezwungenita 9. Greif mich auch nicht zu heftig an, damit ich nicht vergehe; du weißt wohl, was ich tragen kann, wies um mein Leben stehe. Ich bin ja weder Stahl noch Stein; wie bald doch geht ein Wind herein, so fall ich hin und sterbe. 10. Ach Jesu, der du worden bist mein Heil mit deinem Blute, du weißt gar wohl, was Kreuze ist und wie dem sei zu Mute, den Kreuz und großes Unglück plagt; drum wirst du, was mein Herze klagt, gar gern zu Herzen faffen. 14. Daselbst wirst du in ewger Lust gar freundlich mit mir handeln, mein Kreuz, das dir und mir bewußt, in Freud und Ehr verwandeln. Da wird mein Weinen lauter Wein, mein Ächzen lauter Jauchzen sein. Das glaub ich; hilf mir! Amen. Paul Gerhardt. † 1676. 573. Mel. 156: Singen mir aus Herzensgrund. Auf den Nebel folgt die Sonn, auf das Trauern Freud und Wonn, auf die schwere, bittre 11. Ich weiß, du wirst in dei- Pein stellt sich Trost und Labfal nem Sinn mit mir Mitleiden ein. Meine Seele, die zuvor sank haben und mich, wie ichs bedürftig bis zu dem Höllenthor, steigt nun bin, mit Gnad und Hilfe laben. bis zum Himmelschor. Ach stärke meine schwache Hand; ach heil und bring in bessern Stand das Straucheln meiner Füße. 12. Sprich meiner Seele hezlich zu und tröste mich aufs beste; denn du bist ja der Müden Ruh, der Schwachen Burg und Feste, ein Schatten vor der Sonnenhit, 2. Der, vor dem die Welt erschrickt, hat mir meinen Geist erquickt, seine hohe, starke Hand reißt mich aus der Höllen Band; alle seine Lieb und Güt überströmt mir mein Gemüt und erfrischt mir mein Geblüt. 3. Hab ich vormals Angst gefühlt, hat der Gram mein Herz Kreuz- und Trostlieder. zerwühlt, hat der Kummer mich beschwert, hat der Satan mich bethört: ei so bin ich nunmehr frei, Heil und Rettung, Schuß und Treu steht mir wieder treulich bei. 9371 Nacht mich mit Wachen krank gemacht, als mir aller Mut entfiel, tratst du, mein Gott, selbst ins Spiel, gabst dem Unfall Maß und Ziel. Emsde 4. Gott läßt feinen traurig stehn, noch mit Schimpf zurücke gehn, der sich ihm zu eigen schenkt und ihn in sein Herze senkt; wer auf Gott sein Hoffnung setzt, findet endlich und zuletzt, was ihm Leib und Seel ergött. na 9. Nun, so lang ich in der Welt haben werde Haus und Zelt, soll mir dieser Wunderschein stets vor meinen Augen sein; ich will all mein Leben lang meinem Gott mit Lobgesang dafür bringen Preis und Dank.com 10. Allen Jammer, allen Schmerz, den des ewgen Vaters Herz mir schon jetzo zugezählt oder künftig auserwählt, will ich hier, in diesem Lauf meines Lebens, allzuhauf frisch und freudig nehchi did sod 5. Kommts nicht heute, wie man will, sei man nur ein wenig still; ist doch morgen auch ein Tag, da die Wohlfahrt kommen mag. Gottes Zeit hält ihren Schritt; wann die kommt, kommt men auf. unsre Bitt und die Freude reich- 11. Ich will gehn in Angst lich mit. 6. Ach wie oft schon dacht ich doch, da mir noch der Trübsal Joch auf dem Haupt und Nacken und Not, ich will gehn bis in den Tod und will gehn ins Grab hinein und doch allzeit fröhlich sein; wem der Stärkste bei will lag und mir fast das Herz zer- stehn, wen der Höchste will erbrach: Nun ist keine Hoffnung mehr, auch kein Ruhen, bis ich kehr in das schwarze Totenmeer. höhn, kann nicht ganz zu Grunde gehn. Paul Gerhardt. † 1676. 7. Aber mein Gott wandt es bald, heilt und hielt mich dergestalt, daß ich, was sein Arm 574. Eigene Melodie. 18. Auf meinen lieben Gott trau ich in Angst und Not. Der kann mich allzeit retten aus Trübsal, Angst und Nöten; mein Unglück 8. Als ich furchtsam und ver- kann er wenden, steht alls in zagt mich selbst und mein Herz seinen Händen. sed to geplagt, als ich manche liebe 2. Ob mich mein Sünd angethan, nie genugsam preisen kann. Da ich weder hier noch da eingen Weg zur Hilfe sah, hatt ich seine Hilfe nah. 201510 24* 372 Kreuz- und Trostlieder. ficht, will ich verzagen nicht; auf Christum will ich bauen und ihm allein vertrauen, ihm hab ich mich ergeben im Tod und auch im Leben. Winden giebt Wege, Lauf und Bahn, der wird auch Wege finden, da dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herren mußt du trauen, wenn dirs soll wohlergehn; 3. Ob mich der Tod nimmt auf sein Werk mußt du schauen, hin, ist Sterben mein Gewinn, wenn dein Werk soll bestehn. Mit und Christus ist mein Leben; dem Sorgen und mit Grämen und hab ich mich ergeben. Ich sterb mit selbsteigner Pein läßt Gott heut oder morgen, mein Seel sich gar nichts nehmen, es muß wird er versorgen.de eerbeten sein. 4. D mein Herr Jesu Christ, 3. Dein ewge Treu und Gnade, der du geduldig bist für mich o Vater, weiß und sieht, was gut am Kreuz gestorben, hast mir das Heil erworben, das Himmelreich uns allen, die wir auf Erden wallen. sei oder schade dem sterblichen Geblüt; und was du dann erlesen, das treibst du, starker Held, und bringst zu Stand und Wesen, was deinem Rat gefällt. 4. Weg hast du allerwegen, an Mitteln fehlt dirs nicht; dein Thun ist lauter Segen, dein Gang ist lauter Licht; dein Werk kann niemand hindern, dein Arbeit darf nicht ruhn, wenn du, was deinen Kindern ersprießlich ist, willst thun. 5. Und ob gleich alle Teufel hier wollten widerstehn, so wird doch ohne Zweifel Gott nicht zurückegehn. Was er sich vorgenommen und was er haben will, das muß doch endlich kommen zu 5. Erhöre gnädig mich, mein Trost, das bitt ich dich; hilf mir am letzten Ende, nimm mich in deine Hände, daß selig ich abscheide zur ewgen Himmelsfreude. 6. Amen zu aller Stund sprech ich aus Herzensgrund; du wollest selbst uns leiten, Herr Christ, zu allen Zeiten, damit wir deinen Namen auf ewig preisen. Amen. Sigismund Weingärtner. Um 1600. 575. Mel. 74: Herzlich thut mich verlangen. seinem Zweck und Ziel. Pfalm 37, 5. 6. Hoff, o du arme Seele, Befiehl du deine Wege, und hoff und sei unverzagt! Gott was dein Herze kränkt, der allertreusten Pflege des, der den Himmel lenkt. Der Wolken, Luft und wird dich aus der Höhle, da dich der Kummer plagt, mit großen Gnaden rücken, erwarte nur die *** Kreuz- und Trostlieder. 373 Zeit, so wirst du schon erblicken die Sonn der schönsten Freud. 7. Auf, auf! gieb deinem Schmerze und Sorgen gute Nacht! laß fahren, was das Herze betrübt und traurig macht! Bist du doch nicht Regente, der alles zum Himmel ein.id führen soll, Gott sitt im RegiPaul Gerhardt. † 1676. mente und führet alles wohl. 12. Mach End, o Herr, mach Ende mit aller unsrer Not, stärk unsre Füß und Hände und laß bis in den Tod uns allzeit deiner Pflege und Treu empfohlen sein, so gehen unsre Wege gewiß 8. Jhn, ihn laß thun und thun und walten, er ist ein weiser Fürst, 576.** 350 me Ban und wird sich so verhalten, daß Mel. 88: Jesu hilf fiegen, du Fürste zc. du dich er, erwarten in allerlei Christen wundern wirst, wenn wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rat das Werk hinausgeführet, das dich bekümmert hat. 9. Er wird zwar eine Weile mit seinem Trost verziehn und thun an seinem Teile, als hätt in seinem Sinn er deiner sich begeben, und solltst du für und für in Angst und Nöten schweben, als fragt er nichts nach dir. Fällen Jesum mit seiner allmächtigen Hand; mitten in Stürmen und tobenden Wellen sind sie gebauet auf felsiges Land. Wenn sie die Nächte der Trübsal bedecken, kann doch ihr Grauen sie wenig erschrecken. In uns! 10. Wirds aber sich befinden, daß du ihm treu verbleibst, so wird er dich entbinden, da dus am mindsten gläubst. Er wird dein Herze lösen von der so schweren Last, die du zu keinem Bösen bisher getragen hast. 2. Jauchzen die Feinde zur Rechten und Linken, drohet und hauet ihr blinkendes Schwert, lassen doch Christen die Häupter nicht sinken, denen sich Jesus im Herzen verklärt. Wüten die Feinde mit Schnauben und Toben, schauen sie dennoch voll Trostes nach oben. Spor 3. Geben die Felder den Sa= 11. Wohl dir, du Kind der men nicht wieder, bringen die Treue! du haft und trägst davon Gärten und Auen nichts ein, mit Ruhm und Dankgeschreie den schlagen uns Schloßen die Früchte Sieg, die Ehrenkron. Gott giebt darnieder, brennen die Berge dir selbst die Palmen in deine vom hitzigen Schein; kann doch rechte Hand, und du singst Freu- ihr Herze den Frieden erhalten, denpsalmen dem, der dein Leid weil es den Schöpfer in allem gewandt. nd läßt walten. 374 Kreuz- und Trostlieder. 4. Viele verzehren in ängstlichen Engeln und Menschen zu teil, Sorgen Kräfte, Gesundheit und wenn Christus prächtig am Ende Kürze der Zeit, da doch im Rate wird kommen, um sich zu samdes Höchsten verborgen, wann meln die Herde der Frommen. und wo jedem sein Ende bereit; sind es nicht alles vergebliche Schmerzen, die ihr euch machet, o thörichte Herzen? 9. Seine allmächtige Stärke beweiset in den Ohnmächtigen mächtige Kraft; dann wird alleine sein Name gepreiset, wenn er den Zagenden Freudigkeit schafft. Darum, o Jefu, gieb, daß ich dir traue, wenn ich die Hilfe nicht sichtbarlich schaue. Christian Lubwig Edeling. † 1742. 5. Zweifel und Sorgen verderben die Frommen; glauben und hoffen bringt Ehre bei Gott. Seele, verlangst du, zur Ruhe zu kommen, hoffe der Angst und dem Zweifel zum Spott. Ob auch die göttliche Hilfe verborgen, traue dem Höchsten und meide die Sorgen. dun tundur? 577. oli her ab Mel. 95: Jesus, meine Zuversicht. Psalm 73, 23. 6. Gutes und alle erbetenen Gaben folgen dir, bis man dich Dennoch bleib ich stets an dir, leget ins Grab; ja du wirst sel ber den Himmel noch haben; ei warum sagst du den Sorgen nicht ab? Werde doch in dir recht ruhig und stille, das ist des Vaters, des ewigen, Wille. RATIALE mein Erlöser, mein Vergnügen! Mich verlanget, dort und hier nur an deiner Brust zu liegen. Meines Lebens schönste Zier, dennoch bleib ich stets an dir. na 2. Suchet die verderbte Welt 7. Freue dich, wenn du statt mich aus deinem Arm zu reißen, freundlichen Blicken mancherlei will fie Ehre, Lust und Geld mir Jammer erduldest und Not; wisse, nach ihrer Art verheißen; o so was Gott will erhöhn und er sprech ich bald zu ihr: Dennoch quicken, muß erst mit Jesu durch bleib ich stets an dir. Leiden und Tod. Willst du mit leben, so mußt du mitsterben, anders kann keiner den Himmel ererben. 48 8. Völlige Wonne, verklärete Freude, himmlische Güter, undenkliches Heil werden dir dort auf der ewigen Weide unter den 3. Bricht des Kreuzes Sturm herein, überfällt mich Angst und Leiden, so vermag doch keine Pein mich von meinem Haupt zu scheiden, und ich schreib in mein Panier: Dennoch bleib ich stets an dir. 4. Selbst im finstern Todesthal bleibt die Freundschaft un Kreuz- und Trostlieder. 375 getrennet. Ich empfinde keine schrecken, wenn unbereit die EwigQual, wenn der Lebensfürst mich keit und der Posaunen Schallen fennet. Sterbend ruf ich mit uns würde überfallen. Begier: Dennoch bleib ich stets5. Ein Christ kann ohne Kreuz an dir. a més nicht sein. Es lehrt die Sünde hassen und unsern lieben Gott allein mit rechter Lieb umfassen. Die Welt vergeht, und Gott besteht. Bedenks und laß dich üben, das ewge Gut zu lieben. di A Johann Jakob Nambach. † 1735. 578. Mel, 173: Was Gott thut, das ist zc. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Drum laß dichs nicht betrüben, wenn Gott versucht mit Kreuz und Pein die Kinder, die ihn lieben. Je lieber Kind, je ernster sind des frommen Vaters Schläge. Schau, das sind Gottes Wege. 2. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein, Gott wills nicht anders haben, auch dieses Lebens Not 579. und Bein sind deines VaEigene Melodie. 55. ters Gaben. Solls denn so sein, Gieb dich zufrieden und sei so geh es ein, es kommt von Liebeshänden; Gott wird nichts Böses senden.mg up then stille in dem Gotte deines Lebens. In ihm ruht aller Freuden Fülle, ohn ihn mühst du dich vergebens. Er ist dein Quell und deine Sonne, scheint täglich hell zu deiner Wonne. Gieb dich zufrieden.uf 3. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das Kreuz lehrt fleißig beten, zieht ab vom eitlen Trug und Schein und lehrt zu Jesu treten. Drum wirfs nicht hin mit sprödem Sinn, wenns nun zu dir gekommen; es soll der Seele frommen. 2. Er ist voll Lichtes, Trost und Gnaden, ungefärbten treuen Herzens. Wo er steht, thut dir keinen Schaden auch die Pein des größten Schmerzens. Kreuz, Angst und Not fann er bald wenden, ja auch den Tod hat er in Hän= den 4. Ein Christ kann ohne Kreuz nicht sein. Das muß uns immer wecken; wir schliefen sonst in den. Gieb dich zufrieden. Sünden ein. Wie müßten wir er- 3. Wie dirs und andern oft er= 6. Auch ich will ohne Kreuz nicht sein; was Gott schickt, will ich tragen. Schickts doch der liebste Vater mein, sinds doch nur kurze Plagen und wohlgemeint! Wer gläubig weint, lebt dort in steten Freuden. Ich will mit Christo leiden. David Nerreter. † 1726. GIUL 91 201 376 Kreuz- und Trostlieder. gehe, ist ihm wahrlich nicht ver- und Land sich muß von laben. borgen; er sieht und kennet aus Gieb dich zufrieden. der Höhe der betrübten Herzen Sorgen. Er zählt den Lauf der heißen Thränen und faßt zu Hauf all unser Sehnen. Gieb dich zu frieden. 4. Wenn gar kein Einger mehr auf Erden, dessen Treue du darfst trauen, alsdann will er dein Treuster werden und zu deinem Besten schauen. Er weiß dein Leid und heimlich Grämen, auch weiß er Zeit, dirs zu benehmen. Gieb dich zufrieden. 8. Sprich nicht: ich sehe keine Mittel, wo ich such, kann nichts mich trösten; denn das ist Gottes Ehrentitel, helfen, wenn die Not am größten. Wenn ich und du ihn nicht mehr spüren, da greift er zu, uns wohl zu führen. Gieb dich zufrieden. 9. Bleibt gleich die Hilf in etwas lange, wird sie dennoch endlich kommen. Macht dir das Harren angst und bange, glaube mir, es ist dein Frommen. Was langsam schleicht, faßt man gewisser, und was verzeucht, ist desto 5. Er hört die Seufzer deiner Seelen und des Herzens stilles Klagen, und was du keinem darfst süßer. Gieb dich zufrieden. erzählen, magst du Gott gar anders werden, alle Menschen 10. Es kann und mag nicht kühnlich sagen. Er ist nicht fern, steht in der Mitten, hört bald müssen leiden. Was webt und steht in der Mitten, hört bald lebet auf der Erden, kann das und gern der Armen Bitten. Unglück nicht vermeiden. Des Gieb dich zufrieden. Kreuzes Not wird sich nicht enden bis in den Tod; da wird sichs wenden. Gieb dich zufrieden. 6. Laß dich dein Elend nicht bezwingen, halt an Gott, so wirst du siegen; ob alle Fluten dich um 11. Es ist ein Ruhetag vorringen, so wirst du doch nicht unterliegen; denn wenn du wirst zu hoch beschweret, hat Gott, dein Fürst, dich schon erhöret. Gieb dich zufrieden. handen, da uns unser Gott wird lösen; er wird uns reißen aus den Banden dieses Leibs und allem Bösen. Es wird einmal der Tod herdringen und aus der Qual uns alle bringen. Gieb dich zufrieden. 7. Was sorgst du für dein armes Leben, wie dus halten wollst und nähren? Der dir das Leben hat gegeben, wird auch Unterhalt bescheren. Er hat die Hand voll aller Gaben, da See 12. Er wird uns bringen zu den Scharen der Erwählten und Getreuen, die hier mit Frieden heimgefahren, sich auch nun im Kreuz- und Trostlieder. 377 Frieden freuen, da sie den Grund, die Angst geschwinde, wie der der nicht kann brechen, den ewgen Rauch im Winde. Mund selbst hören sprechen: Gieb 5. Gott, der wirds wohl machen; dich zufrieden.ddsl mächtig in den Schwachen ist er allezeit. Wem hats je gefehlet, der sich Gott erwählet in dem Herzeleid? Drum mein Herz, vergiß den Schmerz; alles steht in seinen Händen, Gott kann alles wenden. Iha) is lige mas Paul Gerhardt. † 1676. 580. Mel. 91: Jesu, meine Freude. id Psalm 37, 5. Gott, der wirds wohl machen, 6. Gott, der wirds wohl machen, wenn des Todes Rachen gleich ist aufgethan; wenn die Lebensjahre enden an der Bahre, führt er himmelan. Sei bereit zu Freud und Leid; Gott befiehl nur deine Sachen, Gott, der wirds wohl machen. Ernst Stockmann. † 1712. dem ich meine Sachen allzeit heimgestellt. Er hat mich erforen, eh ich noch geboren bin auf dieser Welt; hat mir auch nach seinem Brauch, was vonnöten, stets gegeben hier in diesem Leben. 2. Gott, der wirds wohl machen, der mir manches Lachen, Freud und Lust geschenkt; der mich nie vergessen, der mit Kleid und Essen täglich mich bedenkt. Oft, wenn fast die Kreuzeslast seine Kinder 581. Eigene Melodie. 61. niederdrücket, hat er mich erquicket. Gott lebet noch! Seele, was 3. Gott, der wirds wohlmachen. Laß das Wetter krachen und die Stürme gehn; wenn mit großem Grausen alle Wellen brausen, will er bei dir stehn. Nur Geduld, trau seiner Huld! schlägt dich Unglück gleich darnieder, Gott erhebt dich wieder. s 4. Gott, der wirds mohl machen; er wird selber machen über deiner Not. Wenn du willst verzagen unter deinen Plagen, ist der fromme Gott auf dem Plan und nimmt dich an; dann verstäubt verzagst du doch? Gott ist gut, der aus Erbarmen alle Hilf auf Erden thut, der mit Kraft und starken Armen machet alles wohl und gut; Gott kann besser, als wir denken, alle Not zum Besten lenken. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 2. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Sollt er schlummern oder schlafen, der das Aug hat zugericht? Der die Ohren hat erschaffen, sollte er denn hören nicht? Gott ist Gott, der hört 378 Kreuz- und Trostlieder. und siehet, wo den Frommen Weh dir sein. Gott ists, der es herzgeschiehet. Seele, so bedenke doch: lich meinet, wo die Not am lebt doch unser Herr Gott noch. größten scheinet. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 3. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Der den Erdenkreis verhüllet mit den Wolken weit und breit, der die ganze Welt erfüllet, ist von uns nicht fern und weit. Wer Gott liebt, dem will er senden Hilf und Trost an allen Enden. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. 7. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Mußt du schon geängstet wallen auf der harten Dornenbahn, es ist Gottes Wohlgefallen, dich zu führen himmelan; Gott wird nach dem Jammerleben Friede, Freud und Wonne geben. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch! is Johann Friedrich Zihn. † 1719. 4. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Bist du schwer mit Kreuz beladen, nimm zu Gott nur deinen Lauf; Gott ist groß und reich von Gnaden, hilft den Schwachen gnädig auf. Gottes 582. Eigene Melodie. 63. Gnade währet immer, feine Treu Gott sorgt für dich, was willst vergehet nimmer. Seele, so bedenke doch: lebt doch unser Herr Gott noch. du dich viel plagen mit deiner Sorg, o Mensch, und gar verzagen? Du bist sein Kind, er wird dich nicht verlaffen; trau nur auf ihn, se wirst du Sorgen haffen. 2. Kein Vöglein sorgt für feines Lebens Speise, es steht früh auf und singt nach seiner Weise ein Morgenlied; dann fleugt es in die Wälder, bald anderwärts durchsucht es alle Felder. 3. Es weiß noch nicht, wo ihm hab hingeleget ein Körnlein Speis der Gott, der alles träget durch seine Macht; doch findt es alle Morgen sein Speis und Trank, läßt Gott noch ferner sorgen. 5. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Wenn dich deine Sünden fränken, dein Verbrechen quält dich sehr, komm zu Gott, er wird versenken deine Sünden in das Meer; mitten in der Angst der Höllen kann er dich zufriedenstellen. Seele, so be denke doch: lebt doch unser Herr Gott noch.dapat men 96. Gott lebet noch! Seele, was verzagst du doch? Will dich alle Welt verlassen, weißt du weder aus noch ein, Gott wird dennoch dich umfassen und im Beiden bei Kreuz- und Trostlieder. 379 584dog nish 4. So, Menschenkind, mach es in deinen Sachen, laß Gott für dich nur immer sorgen, wachen. Arbeit und bet! Er PETERSON Mel. 150: Ringe recht, wenn Gottes 2c. Matth. 8, 23-27. alles geben, was nötig ist zu Gott wills machen, daß die deinem ganzen Leben.list Sachen gehen, wie es heilsam ift. Laß die Wellen immer schwellen, wenn du nur bei Jesu bist. 2. Wer sich kränket, weil er denket, Jesus liege in dem Schlaf, wird mit Klagen nur sich plagen, daß der Unglaub leide Straf. 5. Vertraue Gott und ehre seinen Willen, so wird er dich mit Gnad und Gut erfüllen; er forget schon, wie er dich mög erhalten, laß du nur Gott noch ferner für dich walten. im dua Simon Bornmeister. † 1688. 583. Mel. 95: Jesus, meine Zuversicht. Gott verläßt die Seinen nicht. Nach dem Seufzen, nach dem Weinen, lasset er das schöne Licht seiner Gnadensonne scheinen, und wir werden aufgericht! Gott verläßt die Seinen nicht! 2. Gott verläßt die Seinen nicht. Sollt es gleich auf dieser Erden, wann die Trübsal uns anficht, bis zum Tod uns bange werden, ein getrostes Herze spricht: Gott verläßt die Seinen nicht! 3. Gott verläßt die Seinen nicht. Ja, er läßts in allen Dingen, wie er selber sich verpflicht, uns zur Seligkeit gelingen. Glaube, Hoffnung, Liebe spricht: Gott verläßt die Seinen nicht! Unbekannter Dichter. 3. Du Verächter! Gott, dein Wächter, schläfet ja noch schlummert nicht. Zu den Höhen aufzusehen, wäre deine Glaubenspflicht. 4. Jm Verweilen und im Eilen bleibt er stets ein Vaterherz; laß dein Weinen bitter scheinen, dein Schmerz ist ihm auch ein Schmerz5. Glaub nur feste, daß das Beste über dich beschlossen sei. Wenn dein Wille nur ist stille, wirst du von dem Kummer frei. 6. Willst du wanken in Ge danken, faß dich in Gelassenheit. Laß den sorgen, der auch morgen Herr ist über Leid und Freud. 7. Gottes Hände sind ohn Ende, sein Vermögen hat kein Ziel. Jsts beschwerlich, scheints gefährlich? Deinem Gott ist nichts zu viel. 8. Wenn die Stunden sich ge= funden, bricht die Hilf mit Macht herein; und dein Grämen zu be= schämen, wird es unversehens sein. 9. Nun so trage deine Plage 380 Kreuz- und Trostlieder. fein getroft und mit Geduld. Wer de 586. das Leiden will vermeiden, häufet 07 11000) Not modine rese Ri seiner Sünden Schuld. Mel. 47: Es tostet viel, ein Christ zc. 10. Aber denen, die mit Thränen küssen ihres Jesu Joch, wird die Krone vor dem Throne ihres Heilands werden noch. Herr, meine Seele seufzt zu dir, ach komm und hilf um deiner Güte willen und neig in Gnaden dich herab zu mir, mein Herz mit deinem Troste zu erfüllen; du und Treu sind ewig neu. bist mein Gott und deine Güt 11. Amen, Amen! In dem Namen meines Jesu halt ich still; es geschehe und ergehe, wie und wenn und was er will. dond Johann Daniel Herrnschmidt. † 1723. the notice 585. bin na 300 Mel. 95: Jesus, meine Zuversicht. Ja Herr, ich lasse nicht von dir, betend will ich mit dir ringen, wie einst Jakob rang mit dir; endlich muß mirs doch gelingen, endlich muß mein heißes Flehn, Vater, dir zu Herzen gehn. 2. Ob du dich auch von mir kehrst, mir dein Angesicht verhüllest, mich mit neuem Leid beschwerst, mich mit neuer Angst er fülleft; dennoch ruf ich, Herr, zu dir, endlich, endlich hilfst du mir. 2. Du hast mit deiner starken Hand mir tiefe Wunden in das Herz geschlagen; ach laß in meiner Schmerzen Feuerbrand mich nur an deiner Liebe nicht verzagen und mich aufs Kreuz mit festem Blicke schaun und dir vertraun. 3. Am Kreuze starb nach deiner Wahl dein eingeborner Sohn für meine Sünde, damit ich ledig aller Angst und Qual auf deine Gnade meinen Glauben gründe und dir getrost, vom Eigenwillen frei ergeben sei.$ 19 4. So laß mich deine Wege gehn, bis ich einst rufen darf, der Welt entnommen: Kein Ohr vernahms, kein Auge hats gefehn, und ist in keines Menschen Herz gekommen, was Gott dem Volke, das ihn treu geliebt, im Himmel giebt. Julius Sturm. Geb. 1316. ND TH 3. Wann und wie? was kümmerts mich! weiß ich doch, es wird geschehen. Läßt du mich, nicht laß ich dich, endlich hörst du doch mein Flehen, machst mich frei von aller Not, wärs auch 587. Eigene Melodie. 71. endlich durch den Tod. Herr, wie du willst, so schicks Julius Sturm. Geb. 1816. mit mir im Leben und im Ster130m Kreuz- und Trostlieder. 381 ben; allein zu dir steht mein Be- auf dem Feuerherd, ein Christ in gier, laß mich, Herr, nicht ver- mancher Not bewährt. derben. Erhalt mich nur in dei- 13. Je größer Kreuz, je stärkrer ner Huld, sonst wie du willst; Glaube! Die Palme wächset bei gieb mir Geduld, denn dein Will der Last, die Süßigkeit fließt aus ist der beste.bsrdysi nion der Traube, wenn du sie wohl gefeltert hast. Im Kreuze wächset uns der Mut, wie Perlen in gefalzner Flut. 2. Zucht, Ehr und Treu verleih mir, Herr, und Lieb zu deinem Worte; behüt mich, Herr, vor falscher Lehr und gieb mir hier und dorte, was dient zu meiner Seligkeit; wend ab all Ungerechtigfeit in meinem ganzen Leben. 4. Je größer Kreuz, je größre Liebe! Der Sturm bläst nur die Flamme auf, und scheinet gleich der Himmel trübe, so lachet doch die Sonne drauf. Und wie das Öl die Flamme nährt, wird Liebesglut durchs Kreuz vermehrt. 5. Je größer Kreuz, je mehr Gebete! Geriebne Kräuter duften wohl; wenn um das Schiff kein Sturmwind wehte, so fragte man nicht nach dem Pol. Wo kämen Davids Psalmen her, wenn er nicht auch versuchet wär? 588. 156 6. Je größer Kreuz, je mehr 303 Mel. 182: Wer weiß, wie nahe mir 2c. Verlangen! Im Thale steiget Tots Sat. 1, 12, man bergan; wer durch die Wüsten Je größer Kreuz, je näher Him- oft gegangen, der sehnet sich nach Kanaan. Das Täublein, findets hier nicht Ruh, so fliegt es nach der Arche zu. mel! Wer ohne Kreuz, ist ohne Gott; bei Sündenlust und Weltgetümmel vergißt man Hölle, Fluch und Tod. O felig ist der Mann geschätzt, den Gott in Kreuz und Trübsal setzt.: 01 7. Je größer Kreuz, je lieber Sterben! Man freut sich recht auf seinen Tod; denn man entgehet dem Verderben, es stirbt auf einmal alle Not. Das Kreuz, das Christengräber ziert, bezeugt, sie haben triumphiert. 8. Je größer Kreuz, je schönre 3. Soll ich einmal nach deinem Rat von dieser Welt abscheiden, verleih mir, Herr, nur deine Gnad, daß es gescheh mit Freuden. Mein Leib und Seel befehl ich dir; o Herr, ein selig End gieb mir durch Jesum Christum. Amen. Kaspar Bienemann. † 1591. 2. Je größer Kreuz, je bessre Christen! Gott streicht uns an den Probestein; wie mancher Garten lieget wüste, fällt nicht ein Thränenregen drein. Das Gold wird Kreuz- und Trostlieder. 382 Krone, die Gott den Seinen bei gelegt, und die einmal vor seinem Throne der Überwinder Scheitel trägt. Ach, dieses teure Kleinod macht, daß man das größte Kreuz nicht acht. verlegen, nichts fehlen, was mir ewig nützt., bin bir ful 5. Er wolle meiner Sünden in Gnaden mich entbinden, durchstreichen meine Schuld; er wird Habar dan auf mein Verbrechen nicht stracks das Urteil sprechen und mit mir haben noch Geduld. sine dist 19. Gekreuzigter, laß mir dein Kreuze je länger und je lieber sein! Daß mich die Ungeduld 6. Leg ich mich späte nieder, nicht reize, so pflanz ein solches Herz mir ein, das Glaube, Liebe, Hoffnung hegt, bis dort mein Kreuz die Krone trägt. 306 Benjamin Schmold.+ 1737. erwach ich frühe wieder, lieg oder zieh ich fort, in Schwachheit und in Banden, und was mir stößt zu Handen, so tröstet mich sein teures Wort. 000 1600 589. hond tulpad 7. Hat er es denn beschlossen, so will ich unverdrossen an mein 30- Verhängnis gehn. Kein Unfall 0972 Mal Mel. 148: D Welt, ich muß dich lassen. unter allen wird je zu hart mir In allen meinen Thaten laß ich fallen, mit Gott will ich ihn den Höchsten raten, der alles überstehn. kann und hat; er muß zu allen Dingen, solls anders wohl gelingen, selbst geben Segen, Rat und That. og 8. Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gebeut; es sei heut oder morgen, dafür laß ich ihn sorgen, er weiß allein die rechte Zeit. 2. Nichts ist es spät und frühe um alle meine Mühe, mein Sorgen ist umsonst; er mags mit meinen Sachen nach seinem Willen machen, ich stells in seine Vatergunst. 3. Es kann mir nichts geschehen, der weiß zu allen Sachen Rat. INT als was er hat versehen und was mir selig ist; ich nehm es, wie ers giebet, was ihm von mir geliebet, dasselbe hab ich auch erkiest. 4. Jch traue seiner Gnaden, die mich vor allem Schaden, vor allem Übel schützt; leb ich nach seinen Sätzen, so wird mich nichts Welt. 9. So sei nun, Seele, deine und traue dem alleine, der dich geschaffen hat; es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Höhe, ni Auf der Reise. THOSE 10. Ich zieh in ferne Lande, zu nützen einem Stande, zu dem er mich bestellt; sein Segen wird mich lassen, was gut und recht ist, fassen, zu dienen treulich seiner mening Kreuz- und Trostlieder. 11. Bin ich in wilder Wüsten, doch kein Leid. Gott will die so bin ich doch bei Christen und Christus ist bei mir; der Helfer in Gefahren, der kann mich doch bewahren, wie dorten, ebenso auch hier. Seinen schützen, zuletzt erheben hoch und geben, was da nüßet hier zeitlich und auch dort. 2. Allein ichs Gott befehle; er machs, wies ihm gefällt, zu nut für meine Seele! In dieser argen Welt ist doch nur Not and Leiden und muß auch also sein; denn eitle Erdenfreuden bringen uns ewge Pein. in d is 3. Treulich will ich Gott bitten und nehmen zum Beistand in allen meinen Nöten, ihm bessr als mir bekannt. Wie könnt er mich dann lassen der treue Bater mein! wenn meine Not am größten, so will er bei mir sein. 12. Er wird zu diesen Reisen gewünschten Fortganz weisen, wohl helfen hin und her; Gesundheit, Heil und Leben, Zeit, Wind und Wetter geben und alles, was ich noch begehr. 13. Sein Engel, der getreue, macht meine Feinde scheue, tritt zwischen mich und sie; durch seinen Schuß, den frommen, sind wir foweit nun kommen und wissen selber fast nicht wie. 14. Gefällt es seiner Güte und sagt mir mein Gemüte nicht was Vergeblichs zu, so werd ich Gott noch preisen mit manchen schönen Weisen daheim in meiner stillen Ruh. 383 4. Mein Unglück und mein Glücke das kommt ja nur von Gott; ich weiche nicht zurücke, wank nicht in meiner Not. Geduld will ich erbitten in allen Nöten mein; er wird mich wohl behüten und mein Nothelfer sein. 15. Indes wird er den Meinen mit Segen auch erscheinen, ihr 5. Auf Reichtum und auf Schuß wie meiner sein; wird bei derseits gewähren, was unser Wunsch und Zähren ihn bitten können überein. Schäße, was sonst der Welt gefällt, ich meinen Sinn nicht setze; das bleibt doch in der Welt, ein Schatz hab ich im Himmel, der Jesus Christus heißt, ist über alle Schätze, schenkt uns den heilPaul Flemming. † 1640. Bop Sais 590.gen Geiſt. uda od 6. Ihn hab ich eingeschlossen Mel. 74: Herzlich thut mich verlangen 2c. in meines Herzens Schrein; sein Keinen hat Gott verlassen, der Blut hat er vergossen für mich ihm vertraut allzeit; ob mich arm Würmelein, damit ich los brum viele hassen, so bringt mirs soll werden von ewger Angst und 384 Kreuz- und Trostlieder. Pein; wie könnt auf ganzer Erdens doch größre Liebe sein! 7. Nun will ich mich erzeigen Meine Hoffnung steht auf Gott; dankbar für seine Gnad; ich geb mich Gott zu eigen mit allem, was ich hab! Wie ers will weiter machen, hab ich ihm heimgestellt; er lenke meine Sachen, wie es ihm wohlgefällt. Gott, mein Heiland, mein Erretter, Stiller aller Trübfalswetter, steh bei mir bis in den Tod; meine Hoffnung steht auf Gott.:: 2. Meine Hoffnung steht auf Gott, der mir Leib und Seel ge= geben und mich durch mein ganzes Leben hat erhalten in der Not. Meine Hoffnung steht auf Gott.:: 8. Amen, nun will ich schließen dies arme Liedelein! Herr, durch dein Blutvergießen laß mich dein Erben sein! So hab ich alls auf Erden, was mich erfreuet 6pm. schon; im Himmel soll mir werden 3. Meine Hoffnung steht auf die ewge Gnadenkron. Gott; Gott, mein Heiland, hilft mir Armen, kann und will sich DE o mein erbarmen, steht bei mir bis in den Tod; meine Hoffnung steht auf Gott.:: Um 1610. THIN 592, E moting rod hod, mit mid of Eigene Melodie. 112. 591. Mel. 26: Christus, der ist mein Leben. Laß fahren deine Sorgen, du änderst nicht dein Los; das Heut ist dein, das Morgen trägt Gott in seinem Schoß. ad 2. Und wie ers wird gestalten, ergründen kannst dus nicht; doch glaubst du an sein Walten, so gehst du auch im Licht. 593. 3. Und was er dir mag senden, du trägst es und kommt gern; Mel. 91: Jefu, meine Freude. es doch aus den Händen des beften Meine Seel ist stille zu Gott, aller Herrn. jis sp 4. Nie kann dein Morgen trübe, dein Abend dunkel sein; denn deines Gottes Liebe giebt ihnen hellen Schein. issus men Julius Sturm. Geb. 1816. 4. Meine Hoffnung steht auf Gott; Hoffnung läßt mich nicht verderben, Hoffnung läßt mich selig sterben, giebt mich nicht dem ewgen Tod; meine Hoffnung steht auf Gott.:) Aus dem Dresdner Gesangbuch von 1731. dessen Wille mir zu helfen steht. Mein Herz ist vergnüget mit dem, wies Gott füget, nimmts an, wie es geht. Geht die Bahn nur himmelan, und bleibt Jesus ungeschieden, so bin ich zufrieden. Kreuz- und Trostlieder. 2. Meine Seele hanget an dir 594. und verlanget, Gott, bei dir zu sein aller Ort und Zeiten, und Mel. 193: Zion flagt mit Angst zc. mag keinen leiden, der ihr redet Meine Sorgen, Angst und Plaein; von der Welt, Ehr, Luft und Geld, wonach viele sind befliffen, mag sie nichts mehr wissen. 3. Nein, ach nein! nur Einer, sagt sie, und sonst keiner wird von mir geliebt. Jesus, der Getreue, in dem ich mich freue, sich mir ganz ergiebt. Er allein, er soll es sein, dem ich wieder mich ergebe, dem ich einzig lebe. 4. Gottes Güt erwäge und dich gläubig lege sanft in seinen Schoß. Lerne ihm vertrauen, so wirst du bald schauen, wie die Ruh so groß, die da fleußt aus stillem Geist. Wer sich weiß in Gott zu schicken, den kann er erquicken. 5. Meine Seele schweiget, har ret aus und neiget sich an Jesu Brust. Sie wird stark durch Hoffen; was sie je betroffen, sie erträgts mit Lust; faffet sich ganz männiglich durch Geduld und Glauben feste: am End kommt das beste. 800 6. Amen! es geschiehet. Wer zu Jesu fliehet, merket Gottes Art, wie er seinen Kindern pflegt das Kreuz zu mindern und das Glück aufspart bis zu End; alsdann sich wendt das zuerst so bittre Leiden, und angehn die Freuden. 385 Johann Kaspar Schade. † 1698. gen laufen mit der Zeit zu End; alles Seufzen, alles Klagen, das der Herr allein nur kennt, wird, gottlob! nicht ewig sein; nach dem Regen wird ein Schein von viel tausend Sonnenblicken meinen matten Geist erquicken. 2. Meine Saat, die ich gefäet, wird zur Freude wachsen aus; wenn die Dornen abgemähet, träget man die Frucht nach Haus. Wenn ein Wetter ist vorbei, wird der Himmel wieder frei; nach dem Kämpfen, nach dem Streiten kommen die Erquickungszeiten. 3. Wenn man sich will Rosen brechen, muß man leiden in der Still, daß uns auch die Dornen stechen; alles geht, wie Gott es will. Er hat uns ein Ziel gezeigt, das man nur im Kampf erreicht; will man hier das Kleinod finden, so muß man erst überwinden. 4. Unser Weg geht nach den Sternen, der mit Kreuzen ist besetzt; hier muß man sich nicht entfernen, ist er gleich mit Blut beneßt. Zu dem Schloß der Ewigkeit kommt kein Mensch hin sonder Streit; die in Salems Mauern wohnen, zeigen ihre Dornenkronen. 5. Es sind wahrlich alle Frommen, die des Himmels Klarheit 25 386 Kreuz- und Trostlieder. wie er will, so teilt er aus. sehn, aus viel Trübsal herge- Gott ist Herr in seinem Haus, kommen; und nun siehet man sie stehn vor des Lammes Stuhl und Thron, prangend in der Ehrenkron und mit Palmen schön gezieret, weil sie glücklich triumphieret. 6. Gottes Ordnung stehet feste und bleibt ewig unverrückt; seine Freund und Hochzeitsgäste werden nach dem Streit beglückt. Jsrael erhält den Sieg nach geführtem Kampf und Krieg, Kanaan wird nicht gefunden, wo man nicht hat überwunden. 3. Bist du doch nicht darum hier, daß du Erde haben sollst. Schau den Himmel über dir, da, da ist dein edles Gold; da ist Ehre, da ist Freud, Freud ohn End, Ehr ohne Neid. 4. Der ist thöricht, der sich kränkt um ein Handvoll Eitelkeit, wenn ihm Gott dagegen schenkt Schätze der Beständigkeit. Bleibt der Centner dein Gewinn, fahr der Heller immer hin. 7. Darum trage deine Ketten, meine Seel, und dulde dich, Gott wird dich gewiß erretten, das Gewitter leget sich; nach dem Blitz und Donnerschlag folgt ein angenehmer Tag, auf den Abend folgt der Morgen und die Freude nach den Sorgen. Aus Freylinghausens Gesangbuch v. 1708. 5. Schaue alle Güter an, die dein Herz für Güter hält; feines mit dir gehen kann, wenn du gehest aus der Welt; alles bleibet hinter dir, trittst du in des Grabes Thür. 6. Aber was die Seele nährt, Gottes Huld und Christi Blut, wird von keiner Zeit verzehrt, ist und bleibet allzeit gut. Erdengut zerfällt und bricht, Seelengut, das schwindet nicht. 595. 7. Wüßte der im Himmel lebt, daß dir wäre nüß und gut, Eigene Melodie. 123. Nicht so traurig, nicht so sehr, wonach so begierig strebt dein meine Seele, sei betrübt, daß dir Gott Glück, Gut und Ehr nicht so viel wie andern giebt. Nimm vorlieb mit deinem Gott: hast du Gott, so hats nicht not. verblendet Fleisch und Blut, würde seine Frömmigkeit dich nicht lassen unerfreut. 2. Du, noch sonst ein Menschenfind, haft ein Recht in dieser Welt; alle, die geschaffen sind, sind nur Gäst im fremden Zelt. ists dein Schade, spricht er nein. 8. Gott ist deiner Liebe voll und von ganzem Herzen treu. Wenn du wünschest, prüft er wohl, wie dein Wunsch beschaffen sei; ist dirs gut, so geht ers ein, Kreuz- und Trostlieder. 387 9. Unterdessen trägt sein Geist Eh sein Volk sollte sinken, muß dir in deines Herzens Haus selbst das Meer auf dieses Helden Manna, das die Engel speist, ziert Winken zur Mauer sein. Er und schmückt es herrlich aus. Ja, herrscht im Flutenfeld, der er wählet, dir zum Heil, dich zu Himmelsheld.since seinem Gut und Teil. 10. Ei so richte dich empor, du betrübtes Angesicht! laß das Seufzen, nimm hervor deines Glaubens Freudenlicht! Das behalt, wenn dich die Nacht deines Kummers traurig macht. 11. Setge als ein Himmelssohn deinem Willen Maß und Ziel; rühre stets vor Gottes Thron deines Dankens Saitenspiel, weil dir schon gegeben ist mehr, als du nur würdig biſt. 12. Führe deinen Lebenslauf allzeit Gottes eingedenk. Wie es kommt, nimm alles auf, als ein wohlbedacht Geschenk; geht dirs widrig, laß es gehn: Gott und Himmel bleibt dir stehn. Paul Gerhardt. † 1676. 3. Die Centnernot zerbricht der kalte Tod. Hindurch, hindurch! und folge deinem Führer! Dein Jesus ist der Erd- und Meerregierer; der winket nur, da weicht auf sein Gebot die Centnernot. 4. Er ist dein Hirt, der dich nicht lassen wird, er wird sein Schaf auf seinen Achseln tragen; es wartet schon auf dich der Engel Wagen zum sichern Schutz! und ob du dich verirrt, er ist dein Hirt. 5. Auf, schwacher Sinn, wirf allen Kummer hin und schicke dich, die Tiefe zu durchschreiten. Kommt schon ein Sturm, dein Jesus wird dich leiten und helfen aus, der Tod ist dein Gewinn. Auf, schwacher Sinn! 6. Herr Jesu Christ, wenn du nur bei mir bist, so will ich auch mit dir mein Leiden enden; zu dir, mein Gott, will ich mich Eigene Melobie. 135.( gänzlich wenden und tragen, was Nur frisch hinein! es wird so mir auferleget ist, Herr Jesu 596. panadho tief nicht sein; das rote Meer Christ. Michael Kongeht. † 1710. wird dir schon Plak vergönnen. Was wimmerst du? Sollt der nicht helfen können, der nach dem Blig giebt heitern Sonnenschein? Nur frisch hinein! 597. 2. Der Himmelsheld hat einen Weg bestellt, den niemand weiß. on Mel. 179: Werde munter, mein Gemüte. mein Herz, gieb dich zufrieden, o verzage nicht so bald! Was dein Gott dir hat beschieden, 25* Kreuz- und Trostlieder. 388 nimmt dir keiner Welt Gewalt. 598. Keiner hindert, was er will; harre nur, vertraue still, geh des Mel. 177: Wenn wir in höchsten Nöten zc. gut. 7, 11-17. Weges, den er sendet; er begann, und er vollendet. 2. Hüllt er dich in Dunkel- zur armen Witwe: Weine heiten, so lobsing ihm aus der Nacht; sieh, er wird dir Licht bereiten, wo du's nimmermehr gedacht. Häuft sich Not und Sorg umher, wird die Last dir allzu schwer, faßt er plötzlich deine Hände und führt selber dich ans Ende. auch Trauer, Angst und Leid seines Segens dunkles Kleid, dank ihm; er schickt seinen Segen auf geheimnisvollen Wegen. süßes Wort, das Jeſus spricht nicht! Es komme nie aus meinem Sinn, zumal wenn ich betrübet bin. 3. Wär die ganze Welt dir feindlich, rottete sich wider dich, dank ihm; o der Herr ist freundlich, seine Huld währt ewiglich. Sind in Tod und Leben kräftiglich. 3. Er redets aber zu der Zeit, da Tod und Leben war im Streit; drum soll es auch erquicken mich 4. Endlich wird dein Morgen grauen; kennst du nicht sein Morgenrot? Darfst du zagend rückwärts schauen, wenn dich Glut und Sturm bedroht? Denn auch Feuerflamm und Wind Boten feines Willens sind; und kanns nur ein Wunder wenden, auch ein Wunder kann er senden. 5. O so laß denn alles Bangen! wirke frisch, halt mutig aus! Was mit ihm du angefangen, führet er mit dir hinaus; und ob alles widersteht, im Vertraun und im Gebet bleib am Werke deiner Hände, so führt ers zum schönsten Ende. Viktor von Strauß. Geb. 1809. 2. Es wird geredt nicht leis ins Ohr, vielmehr ganz laut am freien Thor, so daß es höret jedermann und sich darüber freuen kann. 4. Wenn Not und Armut mich anficht, spricht doch mein Jesus: Weine nicht! Gott ist dein Vater, trau nur ihm, erhört er doch der Raben Stimm. 5. Bin ich sehr kraftlos, frank und schwach, und ist nichts da denn Weh und Ach, so tröstet Jesus mich und spricht: Ich bin dein Arzt, drum weine nicht! 6. Raubt mir der Feind mein Gut und Hab, daß ich muß fort mit meinem Stab, sagt Jesus wieder: Weine nicht! denk, was dem Hiob dort geschicht. 7. Vertreibt mich des Verfolgers Hand, gönnt er mir keinen Sitz im Land, ruft Jesus in mein Herz und spricht: Dein ist der Himmel, weine nicht! 8. Wenn um mich Band und Kreuz- und Trostlieder. 389 Ketten schon, wenn Feind und 3. Christi Unschuld ist mein falsche Freunde drohn, spricht Jesus: Weine nicht und glaub! dir kann nicht schaden Asch und Staub. Ruhm, sein Recht meine Krone, sein Verdienst mein Eigentum, darin frei ich wohne, als in einem festen Schloß, das kein Feind kann fällen, brächt er gleich davor Geschoß und Gewalt der Höllen. 9. Reißt mir der Tod das Liebste hin, sagt Jesus: Weine nicht! ich bin, ders wieder giebt; gedenke dran, was ich zu Nain hab gethan. 4. Stürme, Teufel, Welt und Tod! was könnt ihr mir schaden? Deckt mich doch in meiner Not Gott mit seiner Gnaden; der Gott, der mir seinen Sohn selbst geschenkt aus Liebe, daß der ewge Spott und Hohn mich nicht dort betrübe. 5. Was ist in dem Himmelszelt, was im tiefsten Meere, was ist Gutes in der Welt, das mir gut nicht wäre? Für wen brennt das Sternenlicht? wozu ist gegeben Luft und Wasser? Dient es nicht mir und meinem Leben? 6. Meine Seele lebt in mir 599. Eigene Melodie. 153. Schwing dich auf zu deinem durch die süßen Lehren, so die Gott, du betrübte Seele! Warum Christen mit Begier alle Tage liegst du, Gott zum Spott, in der hören. Gott eröffnet früh und Schwermutshöhle? Merkst du spat meinen Geist und Sinne, nicht des Satans List? Er will durch sein Kämpfen deinen Trost, den Jesus Christ dir erworben, dämpfen. daß sie seines Geistes Gnad freudig werden inne. 2. Hab ich was nicht recht gethan, ist mirs leid von Herzen; dahingegen nehm ich an Christi Blut und Schmerzen. Denn das ist das Lösegeld meiner Missethaten; damit ist der ganzen Welt und auch mir geraten. 10. Muß ich selbst ringen mit dem Tod, ist Jesus da, ruft in der Not: Ich bin das Leben, weine nicht! wer an mich glaubt, wird nicht gericht. 11. O füßes Wort, das Jesus spricht in allen Nöten: Weine nicht! Ach klinge stets in meinem Sinn, so fähret alles Trauern hin! Johann Höfel. † 1683. 7. Ich bin Gottes, Gott ist mein; wer ist, der uns scheide? Dringt das liebe Kreuz herein mit dem bittern Leide, laß es dringen, kommt es doch von geliebten Händen; schnell zerbricht des Kreuzes Joch, wenn es Gott will enden.d que dist 8. Kinder, die der Vater soll Kreuz- und Trostlieder. ziehn zu allem Guten, die ge- frischen Mut. Ist die Not dein deihen selten wohl ohne Zucht und täglich Brot, mußt du weinen Ruten. Bin ich denn nun Gottes mehr, wie lachen, Gott wirds Kind, warum will ich fliehen, doch wohl machen. wenn er mich von meiner Sünd will aufs Gute ziehen? 390 2. Scheint der Himmel trübe, stirbt der Menschen Liebe dir 9. Es ist herzlich gut gemeint auch ganz dahin; kommt das mit der Christen Plagen. Wer Mißgeschicke fast all Augenblicke hier zeitlich wohl geweint, darf und quält deinen Sinn: nur nicht ewig klagen; sondern hat Geduld! Des Himmels Huld sieht vollkommnes Heil dort in Christi auf alle deine Sachen, Gott Garten, wo ist aufbewahrt sein wirds doch wohl machen. Teil, endlich zu gewarten. 3. Ungeduld und Grämen kann nichts von uns nehmen, 10. Gottes Kinder säen zwar traurig und mit Thränen, aber macht nur größern Schmerz. Wer endlich bringt das Jahr, wonach sich widersetzet, wird nur mehr sie sich sehnen. Denn es kommt verletzet; drum Geduld, mein die Erntezeit, da sie Garben Herz! Wirf, mein Sinn, die bringen; da wird all ihr Gram Sorgen hin! Drücket gleich die und Leid lauter Freud und Last die Schwachen, Gott wirds doch wohl machen. Singen. 11. Ei so faß, o Christenherz, 4. Auf die Wasserwogen folgt ein Regenbogen, und die Sonne alle deine Schmerzen; wirf sie blickt; so muß auf das Weinen fröhlich hinterwärts, laß des Trostes Kerzen dich entzünden mehr und mehr; gieb dem großen Namen deines Gottes Preis und Ehr. Er wird helfen! Amen. lauter Freude scheinen, die das Herz erquickt. Laß es sein, wenn Angst und Bein mit dir schlafen, mit dir wachen, Gott wirds doch wohl machen. 19 Paul Gerhardt. † 1676. 600. 5. Kronen sollen tragen, die des Kreuzes Plagen in Geduld besiegt. Fröhlich ausgehalten und Gott lassen walten, das macht recht vergnügt. Drum nimm Mel. 91: Jesu, meine Freube. Seele, sei zufrieden, was dir dir, o Seele, für, alles Unglück Gott beschieden, das ist alles gut. zu verlachen, Gott wirds doch Treib aus deinem Herzen Un- wohl machen.spill not geduld und Schmerzen, fasse 6. Dabei soll es bleiben, ich Kreuz- und Trostlieder. will mich verschreiben, Gott getreu zu sein. Beides, Tod und Leben, bleibet ihm ergeben; ich bin sein, er mein. Denn mein Ziel ist: wie Gott will! Drum sag ich in allen Sachen: Gott wirds doch wohl machen. treiben, muß mir doch der Himmel bleiben; ist der Himmel mein Gewinn, geb ich gern das andre hin. 8. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, acht ich keiner andern Gabe; legt man mich gleich in das Grab, gnug, Herr, wenn ich dich Benjamin Schmold.+ 1737. nur hab! Christoph Ziege. † 1703. 391 601,0 602. Eigene Melodie. 158 Mel. 5: Ach was soll ich Sünder 2c. Sollt es gleich bisweilen schei- Sollt ich meinem Gott nicht nen, als verließe Gott die Seinen, o so glaub und weiß ich dies: Gott hilft endlich doch gewiß. trauen, der mich liebt so väterlich, der so herzlich sorgt für mich? Sollt ich auf den Fels nicht bauen, der mir ewig bleibet fest, der die Seinen nicht verläßt? 2. Hilfe, die er aufgeschoben, hat er brum nicht aufgehoben; hilft er nicht zu jeder Frist, hilft er doch, wenns nötig ist. 3. Gleich wie Väter nicht bald geben, wonach ihre Kinder streben, so hält Gott auch Maß und Ziel; er giebt, wem und wann er will. 2. Er weiß alles, was mich drücket, mein Anliegen, meine Not, steht mir bei bis in den Tod. Er weiß, was mein Herz erquicket; seine Lieb und Vatertreu bleibt mir jetzt und ewig neu. 4. Seiner kann ich mich getrösten, wenn die Not am allergrößten; er ist gegen mich, sein Kind, mehr als väterlich gesinnt. 3. Der die Vögel all ernähret, der die Blumen, Laub und Gras kleidet schön ohn Unterlaß, der uns alles Guts bescheret, sollte 5. Will mir Satan bange der verlassen mich? Nein, ich machen, ich kann seine Macht trau ihm sicherlich. verlachen. Trotz dem schweren Kreuzesjoch! Gott, mein Vater, lebet noch.lour mafin! 6. Laß die Welt nur immer neiden; will sie mich nicht länger leiden, ei so frag ich nichts darnach, Gott ist Richter meiner Sach. 7. Will sie gleich mich von sich 4. Wenn nach seinem Reich ich trachte und des Reichs Gerechtigkeit, find ich meine Seligfeit. Wenn des Mammons ich nicht achte, segnet mein Gott früh und spat Wort und Werke, Rat und That. 5. Ei, so sorg ich nicht für Kreuz- und Trostlieder.. morgen; das, was noch zukünftig 4. Es kann ihm nichts ge ist, irrt mich nicht; ich bin ein fallen, denn was mir nützlich ist; Christ, ich laß meinen Gott ver- er meints gut mit uns allen, sorgen alles, weil doch aller Zeit schenkt uns den Herren Christ, ihre Sorg ist schon bereit. den eingebornen Sohn; durch ihn er uns bescheret, was Leib und Seel ernähret; lobt ihn im Himmelsthron! 6. Gott sei Lob, der mich erfreuet, daß ich glaube festiglich: Gott, mein Vater, sorgt für mich. Gottlob, der den Trost erneuet, daß ich weiß: Gott liebet mich, Gott versorgt mich ewiglich. Johann Olearius. † 1684. 5. Lobt ihn mit Herz und Munde, die er uns beide schenkt! Das ist ein selge Stunde, darinman sein gedenkt; sonst ist all unsre Zeit verdorben hier auf Erden; wir sollen selig werden hier und in Ewigkeit. 392 603. Eigene Melodie. 168. 6. Denn wenn die Welt ver= Von Gott will ich nicht lassen, gehet mit ihrer stolzen Pracht, denn er läßt nicht von mir, führt mich auf rechter Straßen, da ich sonst irrte sehr. Er reicht mir seine Hand; den Abend wie den Morgen thut er mich wohl versorgen, sei, wo ich woll im Land. nicht Ehr noch Gut bestehet, das vor war groß geacht; ja wenn wir nach dem Tod, tief in die Erd begraben, fein sanft geschlafen haben, will uns erwecken Gott. 2. Wenn sich der Menschen Hulde und Wohlthat all verkehrt, so findet sich gar balde sein Macht und Gnad bewährt; er hilft aus aller Not, erlöst von Sünd und Schanden, von Ketten und von Banden, und wenns auch wär der Tod. 3. Auf ihn will ich vertrauen in meiner schweren Zeit. Es kann mich nicht gereuen, er wendet alles Leid. Ihm sei es heimgestellt; mein Leib, mein Seel, mein Leben sei Gott dem Herrn ergeben. Er schaffs, wies ihm gefällt. 7. Die Seel bleibt unverloren, geführt in Abrams Schoß, der Leib wird neu geboren, von allen Sünden los, wird heilig, rein und zart, ein Kind und Erb des Herren. Daran muß uns nicht irren des Teufels listge Art. 8. Darum, ob ich schon dulde, hie Widerwärtigkeit, wie ich auch wohl verschulde, kommt doch die Ewigkeit, die, aller Freuden voll und ohne Maß und Ende, durch Christi treue Hände mir widerfahren soll. 9. Das ist des. Vaters Wille, Kreuz und Trostlieder. tum gleich. der uns geschaffen hat; sein Sohn reich, so gilt mir andrer Reichhat Guts die Fülle erworben uns aus Gnad; auch Gott der heilge Geist im Glauben uns regieret, zum Reich der Himmel führet. Ihm sei Lob, Ehr und Preis! Ludwig Helmboldt.+ 1598. 604. Eigene Melodie. 171. Warum betrübst du dich, mein Herz, bekümmerst dich und trägest Schmerz nur um das zeitlich Gut? Vertrau du deinem Herrn und Gott, der alle Ding er schaffen hat. 2. Er kann und will dich lassen nicht; er weiß gar wohl, was bir gebricht, Himmel und Erd ist sein. Mein Vater und mein Herre Gott, der mir beisteht in aller Not: 393 5. Ach Gott, so reich bist du noch heut, als du es warst von Ewigkeit, mein Trauen steht zu dir; mach mich an meiner Seele 6. Zeitlicher Ehr will ich entbehrn, willst du das Ewge mir gewährn, das du erworben haft durch deinen herben, bittern Tod: das bitt ich dich, mein Herr und Gott. 7. Alles, was ist auf dieser Welt, es sei Gold, Silber oder Geld, Reichtum und zeitlich Gut, das währt nur eine kleine Zeit, und hilft doch nicht zur Seligkeit. 8. Ich dank dir, Christe, Gottes Sohn, daß du mich dies hier läsfest schon erkennen durch dein Wort; verleih mir auch Beständigkeit zu meiner Seelen Seligkeit. 9. Lob, Ehr und Preis sei dir gebracht, daß du es immer wohlgemacht, und bitt demütiglich, du wollst von deinem Angesicht mich nicht verstoßen ewiglich. Um 1565.( Hans Sachs. † 1576.)? 3. Weil du mein Gott und Vater bist, dein Kind wirst du verlassen nicht, du väterliches Herz! Ich Erd und Asche habe hier doch keinen Trost, als nur in dir. -4. Der Reiche baut auf irdisch Gut, 605. Mel. 172: Warum sollt ich mich zc. Matth. 6, 25-34. ich aber will dir traun, mein Gott; ob ich gleich werd Warum willst du doch für veracht, so weiß ich und glaub festiglich: Wer dir vertraut, dem mangelts nicht! morgen, armes Herz, immerwärts als ein Heide sorgen? Wozu dient dein täglich Grämen, weil Gott will in der Still sich der Not annehmen? 2. Gott hat dir geschenkt das Leben, Seel und Leib; darum 394 Kreuz- und Trostlieder. bleib ihm allein ergeben. Er wird ferner alles schenken; traue fest, er verläßt nicht, die an ihn denken. 3. Sage nicht, was soll ich effen? Gott hat dir schon allhier soviel zugemessen, daß der Leib sich kann ernähren; übriges wird indes Gottes Hand bescheren. 4. Sorgst du, wie du dich sollst kleiden? Jesus spricht: Sorge nicht, solches thun die Heiden. Schau die Blumen auf den Feldern, wie so schön diese stehn und die Bäum in Wäldern. Freude, meine Sonn, meine Wonn, meiner Seelen Weide, sorge nur für meine Seelen, so wird mir auch allhier für den Leib nichts fehlen. 10. Alles sei dir unverhohlen was mir fehlt, was mich quält, großer Gott, befohlen. Sorge du, so will ich schweigen und vor dir nach Gebühr meine Kniee beugen. 11. Ich will dir mit Freuden danken, fort und fort, hier und dort, und will nimmer wanken. Lob und Preis sei deinem Na5. Sorgt ein Vogel auf den 3weigen, wenn er singt, hüpft men! Sei mein Teil, Hilf und und springt, wer ihm werde zei- Heil, liebster Jesu! Amen. m gen, was er effen soll und trinken? Nein, ach nein, ganz allein folgt er Gottes Winken. Laurentius Laurenti. † 1722. 606. 6. Ach, der Glaube fehlt auf Erden; wär er da, uns Mel. 43: Erschienen ist der herrlich zc. was uns not ist, werden. Wer Was Gott gefällt, mein fromGott kann im Glauben fassen, der wird nicht, wenns gebricht, von ihm sein verlassen. mes Kind, nimm fröhlich an; stürmt gleich der Wind und braust, daß alles fracht und bricht, so sei getrost, denn dir geschicht, was Gott gefällt. uded 7. Wer Gerechtigkeit nach trachtet und zugleich Gottes Reich über alles achtet, der wird wahrlich nach Verlangen Speis und Trank lebenslang wie im Schlaf erlangen. 2. Der beste Will ist Gottes Will, auf diesem ruht man sanft und still; da gieb dich allzeit frisch hinein, begehre nichts, als nur allein, was Gott gefällt. 8. Laß die Welt denn sich bemühen immerhin; ach, mein Sinn 3. Der flügste Sinn ist Gottes foll zu Jesu fliehen. Er wird Sinn; was Menschen sinnen, das geben, was mir fehlet, ob ers oft fällt hin, wird plößlich kraftlos, unverhofft eine Weil verhehlet. müd und laß, thut oft, was bös, 9. Nun Herr Jesu, meine und felten das, was Gott gefällt. Kreuz und Trostlieder. 395 und sei geduldig, wenn du hast, was Gott gefällt. 12. Lebst du in Sorg und großem Leid, hast lauter Gram und keine Freud, o sei zufrieden! trägst du doch in diesem sauren Lebensjoch, was Gott gefällt. 13. Mußt du viel leiden hier und dort, so halte fest an deinem Hort; denn alle Welt und Kreatur ist unter Gott, kann nichts, als nur, was Gott gefällt. 4. Derfrömmste Mut ist Gottes Mut, der niemand Arges gönnt noch thut; er segnet, wenn uns schilt und flucht die böse Welt, die nimmer sucht, was Gott gefällt. 5. Das treuste Herz ist Gottes Herz, treibt alles Unglück hinter wärts, beschirmt und schützet Tag und Nacht den, der stets hoch und herrlich acht, was Gott gefällt. 6. Ach könnt ich singen, wie ich wohl im Herzen wünsch und billig soll, so wollt ich öffnen meinen Mund und singen jetzo diese Stund, was Gott gefällt. 7. Ich wollt erzählen seinen Rat und übergroße Wunderthat, das süße Heil, die ewge Kraft, die allenthalben wirkt und schafft, was Gott gefällt. 8. Er ist der Herrscher in der Höh, auf ihm steht unser Wohl und Weh; er trägt die Welt in seiner Hand, hinwieder trägt uns See und Land, was Gott gefällt. 607. APE 9. Sein ist die Weisheit und Verstand, ihm ist bewußt und wohlbekannt sowohl wer Böses denkt und übt, als auch wer Gutes Eigene Melodie. 173. 5. Mos. 32, 4. thut und liebt, was Gott gefällt. Was Gott thut, das ist wohl10. Sein Häuflein ist ihm lieb und wert; sobald es sich zur Sünde kehrt, so winkt er mit der Vaterrut und locket, bis man wieder thut, was Gott gefällt. ſein gethan; es bleibt gerecht Wille. Wie er fängt meine Sachen an, will ich ihm halten stille. Er ist mein Gott, der in der Not mich wohl weiß zu erhalten; drum laß ich ihn nur walten. 11. Laß andre sich mit stolzem Mut erfreuen über großes Gut, 2. Was Gott thut, das ist du aber nimm die Kreuzeslast wohlgethan; er wird mich nicht 14. Der Glaub ergreift des Höchsten Huld, die Hoffnung bringt und schafft Geduld; schleuß beid in deines Herzens Schrein, so wird dein ewges Erbe sein, was Gott gefällt. 15. Dein Erb ist in dem Himmelsthron, hier ist dein Scepter, Reich und Kron, hier wirst du schmecken, hören, sehn, hier wird ohn Ende dir geschehn, was Gott Paul Gerhardt. † 1676. gefällt 396 Kreuz- und Trostlieder. betrügen. Er führet mich auf rechter Bahn, so laß ich mich begnügen an seiner Huld und hab Geduld; er wird mein Unglück wenden, es steht in seinen Händen. b 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er wird mich wohl bedenken. Er, als ein Arzt und Wundermann, wird mir nicht Gift einschenken für Arzenei. Gott ist getreu, drum will ich auf ihn bauen und seiner Güte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan; er ist mein Licht und Leben, der mir nichts Böses gönnen kann; ich will mich ihm ergeben in Freud und Leid. Es kommt die Zeit, da öffentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan. Muß ich den Kelch gleich schmecken, der bitter ist nach meinem Wahn, laß ich mich doch nicht schrecken; weil doch zuletzt ich werd ergötzt mit süßem Trost im Herzen; da weichen alle Schmerzen.hint ord 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan; dabei will ich verbleiben. Es mag mich auf die rauhe Bahn Not, Tod und Elend treiben, so wird Gott mich ganz väterlich in seinen Armen halten. Drum laß ich ihn nur walten. Samuel Rodigast. † 1708. 608, Cnorren Mel. 148: D Welt, ich muß dich laffen. Was ists, daß ich mich quäle? Harr auf den Herrn, o Seele, harr und sei unverzagt! Du weißt nicht, was dir nüßet; Gott weiß es und Gott schützet, er schüket den, der nach ihm fragt. 2. Er zählte meine Tage, mein Glück und meine Plage, eh ich die Welt noch sah. Eh ich mich felbst noch kannte, eh ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit Hilfe nah. 3. Die kleinste meiner Sorgen ist dem ja nicht verborgen, der alles sieht und hält; und was er mir beschieden, das dient zu meinem Frieden, wärs auch die größte Last der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, um glücklich hier zu werden; die Lust der Welt vergeht. Ich lebe hier, im Segen den Grund zum Glück zu legen, das ewig, wie mein Geist, besteht.musta 5. Was dieses Glück vermehret, sei mir von dir gewähret; Gott, du gewährst es gern. Was dieses Glück verletzet, wenns alle Welt auch schätet, das sei, mein Gott, mir ewig fern. ps 6. Sind auch der Krankheit Plagen, ist Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott; so harr ich und bin stille zu Gott, denn nicht mein Wille, Kreuz- und Trostlieder. dein Wille nur gescheh, o Gott! 7. Du bist der Müden Stärke, und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir widerfahren, wenn Gott mich will bewahren? Und du, mein Gott, bewahrest mich. Christian Fürchtegott Gellert.+ 1769. 397 und Tod hast du mir überwunden. 4. Noch eins, Herr, will ich bitten dich, du wirst mirs nicht versagen: Wenn mich der böse Feind ansicht, laß mich, Herr, nicht verzagen! Hilf, steur und wehr, ach Gott, mein Herr, zu Ehren deinem Namen! Wer das begehrt, dem wirds gewährt; drauf sprech ich fröhlich: Amen! Markgraf Albrecht von Brandenburg. † 1557. 609. Eigene Melodie. 174. Was mein Gott will, gescheh 610. allzeit, sein Will, der ist der beste; zu helfen dem ist er bereit, der Mel. 160: Straf mich nicht in 2c. an ihn glaubet feste. Er hilft Weine nicht, Gott lebet noch, aus Not, der fromme Gott, und züchtiget mit Maßen. Wer Gott vertraut, fest auf ihn baut, den will er nicht verlassen. 2. Gott ist mein Trost, mein Zuversicht, mein Hoffnung und mein Leben. Was mein Gott will, daß mir geschicht, will ich nicht widerstreben. Sein Wort ist wahr, denn all mein Haar er selber hat gezählet; er hüt und wacht, stets für uns tracht, auf daß uns gar nichts fehlet. 3. Und muß ich Sünder von der Welt hinfahrn nach Gottes Willen zu meinem Gott; wenns ihm gefällt, will ich ihm halten stille. Mein arme Seel ich Gott befehl in meiner letzten Stunden. 3. Weine nicht, Gott siehet dich, scheint er gleich verstecket; wenn du nur geduldiglich seinen Kelch geschmecket, setzt er dir Labsal für und läßt nach dem Weinen seine Sonne scheinen. 4. Weine nicht, Gott höret dich, wenn du dich verirret. Hast O frommer Gott! Sünd, Höll du dich gleich wunderlich in die du betrübte Seele; drückt dich gleich ein hartes Joch in der Trauerhöhle, nur Geduld, Gottes Huld sendet nach den Leiden wieder Trost und Freuden. 2. Weine nicht, Gott denkt an dich, wenn dein ganz vergessen. Es hat seine Treue sich dir so hoch vermessen, daß die Welt eh zerfällt, eh er dich wird hassen oder gar verlassen. 398 Kreuz- und Trostlieder. Not verwirret, ruf ihn an, denn Christ, der sie all schlägt darer kann deinen Unglückswellen nieder; und wenn ich dich nur hab ihre Grenzen stellen. um mich mit deinem Geist und Gnaden, so kann fürwahr mir ganz und gar nicht Tod noch Teufel schaden. 5. Weine nicht, Gott liebet dich, wenn der Feind dich sichtet und so manchen Schlangenstich auf dein Herze richtet. Wen Gott liebt, nichts betrübt; will gleich alles krachen, er kann doch nur lachen. 6. Weine nicht, Gott sorgt für dich. Ei, was kann dir fehlen, was willst du dich stetiglich mit den Sorgen quälen? Wirf auf ihn alles hin, er wird deine Sachen gut und besser machen. 3. Dein tröst ich mich ganz sicherlich; denn du kannst mir wohl geben, was mir ist not, du treuer Gott, hier und in jenem Leben. Gieb wahre Reu, mein Herz erneu, errette Leib und Seele! Ach höre, Herr, dies mein Begehr, und laß mein Bitt nicht fehlen. V. 1 von Joachim Magdeburg. † 1583. V. 2 und 3 später. 7. Weine nicht, Gott tröstet dich nach den Thränengüssen. Endlich wird der Kummer sich in das Grab verschließen. Durch den Tod stirbt die Not, und wenn der erscheinet, hast du ausgeweinet. Benjamin Schmold.+ 1737. 612. Eigene Melodie. 180. Psalm 55, 23. Sirach 11, 11-24. Wer Ser nur den lieben Gott läßt 611. walten und hoffet auf ihn alle= zeit, den wird er wunderbar erhalten in aller Not und TrauMel. 174: Was mein Gott will 2c. rigkeit. Wer Gott, dem AllerWer Gott vertraut, hat wohl höchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut. gebaut im Himmel und auf Erden; wer sich verläßt auf Jesum Christ, dem muß der Himmel werden. Darum auf dich all Hoffnung ich ganz fest und frei will setzen. Herr Jesu Christ, mein Trost du bist in Todesnot und Schmerzen. Mod 2 Und wenns gleich wär dem Teufel sehr und aller Welt zuwider, dennoch so bist du, Jesu 2. Was helfen uns die schweren Sorgen? was hilft uns unser Weh und Ach? was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir machen unser Kreuz und Leid nur größer durch die Traurigkeit. 3. Man halte nur ein wenig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Gottes Gna Kreuz- und Trostlieder. denwille und sein Allwissenheit geschieht, was er mir ausersehn, es fügt. Gott, der uns ihm hat auserwählt, der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. wird mirs an keinem fehlen. Wie er mich führt, so geh ich mit und folge willig Schritt für Schritt in kindlichem Vertrauen. ( 31) 2. Wie Gott mich führt, so bin ich still und folge seinem Leiten, obgleich im Fleisch der Eigenwill will öfters widerstreiten. Wie Gott mich führt, bin ich bereit, in Zeit und auch in Ewigkeit stets seinen Schluß zu ehren. 3. Wie Gott mich führt, bin ich vergnügt, ich ruh in seinen Händen. Wie er es schickt und mit mir fügt, wie ers will kehrn und wenden, sei ihm hiermit ganz heimgestellt; er mach es, wie es ihm gefällt, zum Leben oder Sterben. 4. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß wohl, wann es nüßlich sei; wenn er uns nur hat treu befunden und merket feine Heuchelei, so kommt Gott, eh wirs uns versehn, und lässet uns viel Guts geschehn. 399 5. Denk nicht in deiner Drangfalshize, daß du von Gott verlassen seist, und daß der Gott im Schoße size, der sich mit stetem Glücke speist; die Folgezeit verändert viel und setzet jeglichem ſein Ziel. 6. Es sind ja Gott sehr leichte Sachen und ist dem Höchsten alles gleich, den Reichen arm und klein zu machen, den Armen aber groß und reich. Gott ist der rechte Wundermann, der bald erhöhn bald stürzen kann. 7. Sing, bet und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu; denn welcher seine Zuversicht auf Gott sett, den verläßt er nicht. Georg Neumark.+ 1681. 4. Wie Gott mich führt, so geb ich mich in seinen Vaterwillen. Scheints der Vernunft gleich wunderlich, sein Rat wird doch erfüllen, was er in Liebe hat bedacht, eh er mich an das Licht gebracht; ich bin ja nicht mein eigen. 5. Wie Gott mich führt, so bleib ich treu im Glauben, Hoffen, Leiden. Steht er mit seiner Kraft mir bei, was will mich von ihm scheiden? Ich fasse in Geduld mich fest; was Gott mir widerfahren läßt, muß mir zum Besten dienen. 613. Mel. 71: Herr, wie du willst, so 2c. 6. Wie Gott mich führt, so Wie Gott mich führt, so will ich gehn ohn alles Eigenwählen; will ich gehn, es geh durch Dorn und Hecken. Kann ichs auch an 400 Kreuz- und Trostlieder. 615. fangs nicht verstehn, einst wird er mirs aufdecken, wie er nach seinem Vaterrat mich treu und GT$ 5 Mel. 179: Werde munter, mein 2c. Psalm 46. wohl geführet hat. Dies ſei mein Zion, gieb dich nur zufrieden, Glaubensanker. Lampertus Gedice. † 1735. Gott ist noch bei dir darin; du bist nicht von ihm geschieden, er hat einen Vatersinn. Wenn er straft, so liebt er auch; das ist fein beliebter Brauch. Zion, lerne dies bedenken, warum willst du dich so kränken? 614. Mel. 174: Was mein Gott will ic. Wies Gott gefällt, gefällts auch mir, und laß mich gar nicht irren. Will mich der Feind verschlingen 2. Treiben dich die Meeresschier, und mögen sich verwirren wellen in der wilden tiefen See, all Sachen gar, ich glaub für- wollen sie dich gar zerschellen, wahr, Gott wird doch Gnad be- mußt du rufen Ach und Weh, scheren! Ja, fest ich weiß: solls schweigt dein Heiland still dazu, fein, so seis! wer ist, der Gott gleich als schlief er sanft in kann wehren? Ruh: Zion, laß dich nicht bewegen, diese Flut wird bald sich legen. 2. Wies Gott gefällt, laß ichs ergehn, gar still ich mich drein schicke; wer seinem Rat will widerstehn, fällt in des Satans Stride. Die Hoffnung mein se ich nur drein, auf diesen Grund zu bauen, weil fest ich weiß: folls sein, so seis! dem Herrn ist gut vertrauen. 3. Wies Gott gefällt, so nehm ichs an, will um Geduld nur 3. Berg und Felfen mögen weichen, ob sie noch so feste stehn; ja, die ganze Welt desgleichen möchte gar auch untergehn. Dennoch hat es keine Not in dem Leben und im Tod. Zion, du kannst doch nicht wanken aus des Gottesbundes Schranken. bitten. Er ist allein, der helfen kann, und wenn ich schon wär Thränen oft dein Trank und 4. Müssen schon allhier die mitten in Angst und Not, läg Speise sein, mischt das Seufzen und sich in deine gar im Tod, kann er mich wohl Lieder ein, muß dein Purpur erretten. Ja, fest ich weiß: solls sein das Blut und der Mangel sein, so seis! ich gwinns, wer Hab und Gut: Zion, laß dir nur will wetten. doch nicht grauen, du kannst deinem Gottvertrauen. Nach Kurfürst Johann Friedrich I. von Sachsen(?) † 1554. Kreuz- und Trostlieder. 5. Droht man dir mit Schmach und Banden, mit dem Tod und Herzeleid, dennoch wirst du nicht zuschanden, denk nur an die Ewigkeit, sei nur fröhlich, mohl gemut, denn der Herr ists, der es thut. Zion, Gott wird dich schon stärken, auf den Herren mußt du merken. 6. Freue dich, es kommt das Ende und der Abend schon herbei; gieb dich nur in Gottes Hände, der dich nun will machen frei. Für die Trübsal, Spott und Hohn giebt er dir die Freudenkron. Zion, du wirst Zion, du wirst wieder lachen, drum so laß die Welt nur machen. 401 8. Dihr Engel, Himmelserben, freuet euch mit Zion hier. Denn die jetzt hat wollen sterben, soll nun leben für und für und sich freuen ohne Zahl in dem schönen Himmelsfaal. Zion, wer will dich nun scheiden von dem Lamm und ewgen Freuden? Joachim Pauli. Um 1670. and 616. spordi den erdi so Eigene Melodie. 193. gef. 49, 14-16. Zion klagt mit Angst und Schmerzen, Zion, Gottes werte Stadt, die er trägt in seinem Herzen, die er sich erwählet hat. Ach, spricht sie, wie hat mein Gott mich verlassen in der Not, und so hart läßt er mich pressen! meiner hat er ganz vergessen. 2. Der Gott, der mir hat versprochen seinen Beistand jederzeit, der läßt sich vergebens suchen jetzt in meiner Traurigkeit. Ach, will er denn für und für so gar grausam zürnen mir? kann und will er sich der Armen jetzt nicht, wie vorhin, erbarmen? 7. Halleluja! Deine Wonne, liebes Zion, wird nun groß; 3. Zion, o du Vielgeliebte, Christus, deine Gnadensonne, sprach zu ihr des Herren Mund, nimmt dich auf in seinen Schoß, zwar du bist jetzt die Betrübte, giebt dir einen Freudengruß Seel und Geist ist dir verwundt; und den rechten Friedenskuß. doch stell alles Trauern ein! wo Zion, wo ist nun dein Klagen? mag eine Mutter sein, die ihr Jetzt kannst du von Freuden eigen Kind kann haffen und aus sagen. ihrer Sorge laffen? 4. Ja, wenn du gleich möchtest finden einen solchen Mutterfinn, da die Liebe kann verschwinden, so bleib ich doch, der ich bin. Meine Treue bleibet dir, Zion, o du meine Zier; du hast mir mein Herz besessen, deiner kann ich nicht vergessen. 5. Laß dich nicht den Satan blenden, der sonst nichts als 26 Kreuz- und Trostlieder. schrecken kann; siehe hier in mei- nem Schoß, wie ein Kind in nen Händen hab ich dich ge- Mutterarmen; meine Treu zu schrieben an. Wie mag es denn dir ist groß. Dich und mich anders sein? Ich muß ja ge- kann keine Zeit, keine Not, Gedenken dein; deine Mauern muß fahr noch Streit, ja die Hölle ich bauen und dich fort und fort selbst nicht scheiden. Bleib geanschauen. treu in allen Leiden! Johann Heermann. 1647. 402 6. Stets sieht auf dich mein Erbarmen, du liegst mir in meiUTS norg dind more and edi up Sommaryd zid fi der 1100 1910 Joniq] She id und Tong rot sto si Thints 912 SCA2 met die wat Ion 1966PT d. end VII. both di Otr Sterbe- und Begräbnislieder. 617. Eigene Melodie. 6. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Leben. Wie ein Nebel bald entstehet und auch wieder bald vergehet, so ist unser Leben, sehet! 2. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Tage! Wie ein Strom beginnt zu rinnen und mit Laufen nicht hält innen, so fährt unsre Zeit von hinnen. Mis91 000 Chird dan 3. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Freude! Wie sich wechseln Stund und Zeiten, Licht und Dunkel, Fried und Streiten, so sind unsre Fröhlichkeiten. 6. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Schätze! Es fann Glut und Flut entstehen, dadurch, eh wir uns versehen, alles muß zu Trümmern gehen. 7. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig sind der Menschen Sachen. Alles, alles, was wir sehen, das muß fallen und vergehen; wer Gott fürcht, bleibt ewig stehen. Michael Frant. † 1667. Bold 618. Mel. 74: Herzlich thut mich verlangen. Ade, ich muß nun scheiden, ihr Freunde, gute Nacht! In Freuden und in Leiden gar schwer ist mirs gemacht, in Kummer und in Thränen, in Arbeit und in Not; drum ruft mein heißes Sehnen: D komm, mein Herr und Gott. 4. Ach wie flüchtig, ach wie nichtig ist der Menschen Schöne! Wie ein Blümlein bald vergehet, wenn ein rauhes Lüftchen wehet, so ist unfre Schöne, sehet! 2. D komm und schließ dem Matten die müden Augen zu, 5. Ach wie flüchtig, ach wie bett ihm im kühlen Schatten die nichtig ist der Menschen Prangen! stille, sanfte Ruh, bett ihm im Der in Purpur hoch vermessen kühlen Grabe den letzten weichen ist als wie ein Gott gesessen, Pfühl, die einzge letzte Gabe vom dessen wird im Tod vergessen. ganzen Weltgewühl. 26* Sterbe- und Begräbnislieder. 3. Ade, ihr sollt nicht weinen, winn, er hat mir das Heil erihr Freunde lieb und fromm; das worben, drum fahr ich mit Freud Licht wird bald mir scheinen, das dahin, hier aus diesem Weltruft dem Schläfer: Komm! Das getümmel in den schönen Gottesflingt in seine Kammer: Steh himmel, da ich werde allezeit nur vom Schlummer auf, steh schauen die Dreifaltigkeit. auf aus Erbenjammer, der Hims 4. Da wird ſein das Freuden thut sich auf. leben, da viel Seelen schon sind mit Himmelsglanz umgeben, dienen Gott vor seinem Thron, da die Seraphinen prangen und das hohe Lied anfangen: Heilig, heilig, heilig heißt Gott, der Vater, Sohn und Geist! 20 5. Da die Patriarchen wohnen, die Propheten allzumal, wo auf ihren Ehrenthronen fikzet der zwölf Boten Zahl, wo in so viel tauGigene Melodie. 9. 10 send Jahren alle Frommen hingefahren, da wir unserm Gott zu Ehrn ewig Halleluja hörn. HO 404 4. Ade, ihr sollt nicht klagen, daß ich von hinnen muß; die Nacht wird wieder tagen mit Freudenüberfluß. Der große Held der Frommen wird mit der Krone stehn, und Engel werden kommen und mich zu Gott erhöhn. 10000 Ernst Moritz Arndt. † 1860. 909 Tod ad pr viuc Cour salle ase 619. Que Alle Menschen müssen sterben, alles Fleisch vergeht wie Heu; was da lebet, muß verderben, soll es anders werden neu. Dieser Leib, der muß verwesen, wenn er anders soll genesen zu der großen Herrlichkeit, die den Frommen ist bereit. 6. D Jerusalem, du schöne, ach wie helle glänzest du! ach wie lieblich Lobgetöne hört man da in sanfter Ruh! O der großen Freud und Wonne! Jezund gehet auf die Sonne, jekund gehet an der Tag, der kein Ende nehmen mag. 2. Drum so will ich dieses Leben, wann es meinem Gott 7. Ach ich habe schon erblicket beliebt, auch ganz willig von mir alle diese Herrlichkeit! Jezund geben, bin darüber nicht betrübt. werd ich schön geschmücket mit Denn in meines Jesu Wunden dem weißen Himmelskleid; mit hab ich schon Erlösung funden, der güldnen Ehrenfrone steh ich und mein Trost in Todesnot ist da vor Gottes Throne, schaue des Herren Jesu Tod. solche Freude an, die kein Ende nehmen kann. itio Johann Georg Albinus. † 1679. 3. Jesus ist für mich gestorben, und sein Tod ist mein Ge Sterbe- und Begräbnislieder. ad thin d Waters 620. Mel. 128: Nun komm, der Heiden 2c. 3. Nicht seine Hand, nicht seine Aller Gläubgen Sammelplatz ist Kraft hat es gethan, die Rechte da, wo ihr Herz und Schatz, wo ihr Heiland Jesus Christ und ihr Herze hier schon ist. des Herrn hat ihm den Sieg verschafft, die Krone seinem Knechte. Die legt er ihm zu Füßen hin, singt: Jesu, das ist dein Gewinn; ich bin ein arm Gemächte. CHUL 4. Er wusch in dem Versöhnungsblut die Kleider rein und helle. In ihm, in Gottes Frieden ruht sein Leib an dieser Stelle, bis daß ihn der getreue Hirt einst wieder auferwecken wird, der Herr, des Lebens Quelle, indst mis 10 2. Eins geht da, das andre dort in die ewge Heimat fort, ungefragt, ob die und der uns nicht hier noch nützlich wär. 3. Aber wenns nun schon geschehn, und Gott kann nie was versehn, hat man nichts dabei zu thun, als zu schweigen und zu ruhn. 405 Silind 74. Manches Herz, das nicht 5. Weg ist nun alles Leid und mehr da, geht uns freilich gar Schmerz, die Thränen abgewischet, sehr nah; aber, Herr, du bist uns getröstet ewiglich sein Herz, gemehr, als das eigne Leben wär. stärket und erfrischet. Nun wohnet Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf.d er in einem Licht bei Christo dort, nimmer nicht das nimmer nicht in Ewigkeit † 1760. rahut the fundas H00 sedmium 621.00 nicht, daß der Gottesknecht nun überwunden, wüßten. ist and is plans d verlischet. 6. Der Geist, zur Ewigkeit gereift, ist heim zum Herrn gegangen, Mel. 127: Nun freut euch, lieben zc. hat nur die Hülle abgestreift, die Am Grab des Christen singet ihn allhier umfangen; und hat man vom Sieg mit lauter Freu- aus Jesu Christi Hand ein ander den. Er hat vollendet seine Bahn, neu und hell Gewand vor seinem geendet seine Leiden, gekämpfet Thron empfangen. einen guten Streit, sich durchgedrängt durch manches Leid; die Kron ist ihm beschieden. 2. Drum singen wir Viktoria! beim Tode dieses Christen, dem wir ein Ehrengrabmal da zu seiner Ruhe rüsten. Dann weinten wir um ihn mit Recht, wenn wir 7. Drum singen wir Viktoria! Denn ihm ist wohl geschehen. Wie gegenwärtig und wie nah kann er den Herrn nun sehen! Wir sehn ihm nach, er sieht herab auf uns, die wir bei seinem Grab ihm nachzukommen flehen. Christoph Karl Ludwig von Pfeil. † 1776. 406 Sterbe- und Begräbnislieder. stuhl, laß mich auch nicht verachten der Hölle Feuerpfuhl. 6. Hilf Gott, daß ich in Zeiten auf meinen letzten Tag Bedenke, Mensch, das Ende, mit Buße mich bereiten und tägbedenke deinen Tod. Der Tod lich sterben mag! Im Tod und kommt oft behende; wer heute vor Gerichte steh mir, o Jesu, frisch und rot, kann morgen und bei, daß ich im Himmelslichte zu geschwinder hinweg gestorben sein. wohnen würdig sei.si 1:00 Drum bilde dir, o Sünder, ein täglich Sterben ein. en Salomo Discow. † 1689. min ton 622.00 30 Mel. 74: Herzlich thut mich verlangen. Pfalm 90, 12. 623. 2. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke das Gericht; es müssen alle Stände vor Jesu Angesicht. Kein Mensch ist Eigene Melobie. 26. Philipp. 1, 21. ein jeder muß heran und wird Chriftus, der ist mein Leben, den Lohn bekommen, nachdem er hat gethan. Sterben ist mein Gewinn; dent hab ich mich ergeben, mit Fried fahr ich dahin. 3. Bedenke, Mensch, das Ende, der Höllen Angst und Leid, daß dich nicht Satan blende mit seiner Eitelkeit. Hier ist ein kurzes Freuen, dort aber ewiglich ein kläglich Schmerzensschreien. Ach Sünder, hüte dich. 2. Mit Freud fahr ich von dannen zu Christ, dem Bruder mein, auf daß ich zu ihm komme und ewig bei ihm sei. 5. Herr, lehre mich bedenken der Zeiten letzte Zeit, daß, sich nach dir zu lenken, mein Herze sei bereit. Laß mich den Tod betrachten und deinen Richter3. Ich hab nun überwunden Kreuz, Leiden, Angst und Not; durch seine heilgen Wunden bin ich versöhnt mit Gott. 4. Bedenke, Mensch, das Ende, bedenke doch die Zeit, daß ja dich nichts abwende von jener 4. Wenn meine Kräfte brechen, Herrlichkeit, damit vor Gottes mein Atem geht schwer aus, Throne die Seele wird gepflegt. und kann kein Wort mehr spreDort ist die Lebenskrone den chen, Herr, nimm mein Seufzen Frommen beigelegt. auf! 5. Wenn mein Herz und Gedanken zergehn als wie ein Licht, das hin und her thut wanken, wenn ihm das Öl gebricht: 6. Alsdann fein fanft und stille, Sterbe- und Begräbnislieder. Herr, laß mich schlafen ein nach deinem Rat und Willen, wenn kommt mein Stündelein. 7. An dir laß gleich den Reben mich bleiben allezeit und ewig bei dir leben in Himmelswonn und Freud. ed Um 1608. 624. Mel. 28: Der lieben Sonne Licht zc. Die ie Christen gehn von Ort zu Ort durch mannigfaltgen Jammer und kommen in den Friedensport und ruhn in ihrer Kammer. Gott nimmt sie nach dem Lauf in seine Arme auf; das Weizenkorn wird in sein Beet auf Hoffnung schöner Frucht gesät. 625. EX Nikolaus Ludwig Graf von Zinzendorf. † 1760. 407 Mel. 9: Alle Menschen müssen sterben Eitle Welt, ich bin dein müde, meine Seele sehnet sich nach des Himmels Ruh und Friede; ach mein Gott, wann rufst du mich? Rufe mich, mit allen Freuden will ich aus der Trübsal scheiden, denn ich weiß, durch Christi Blut machest du mein Ende gut. 2. Mir macht gar der Tod nicht bange, denn ich bin des Lebens satt; wer das Jammerthal so lange, als wie ich, gemeſsen hat, wird wohl alle Stunden zählen, bis die Freiheit seiner Seelen und der Abschied aus der Welt sich erwünscht hat eingeſtellt. 3. Zwar ich bin nicht ungeduldig, daß mich Kreuz und Elend drückt, ich bin mehr zu leiden schuldig, als mir Gott hat zugeschickt; weiß ich doch, daß mich fein Leiden kann von seiner Liebe scheiden, sondern daß das Kreuz ein Kuß seiner Gnade heißen muß. 2. Wie seid ihr doch so wohl gereist; gelobt sein eure Schritte, du friebevoll befreiter Geist, du jetzt verlaffne Hütte! Du Seele, bist beim Herrn, dir glänzt der Morgenstern; euch Glieder deckt mit sanfter Ruh der Liebe stiller Schatten zu. 3. Wir freun uns in Gelaffenheit der großen Offenbarung; indessen bleibt das Pilgerkleid in noch geschehn! O wie selig sind 4. Aber darum will ich sterben, daß ich Jesum möge sehn und sein ewig Heil ererben; möcht es heute heiliger Verwahrung. Wie ist das Glück so groß in Jesu Arm und Schoß! Die Liebe führ uns gleiche Bahn, so tief hinab, so hoch die Stunden, da ich, aller Angst entbunden, auf der müden Lebensbahn meinen Lauf vollenden kann. hinan! 5. So ist mir der Tod ein Segen und das Sterben ein Gewinn; kommt, ihr Engel, kommt entgegen, traget meine Seele hin! 408 Sterbe- und Begräbnislieder. Ach mir wird von jenem Leben meinen Zähren. Ach Herr, wie jetzt der Vorschmack schon gegeben; darum wünsch ich dies allein, auch im Schauen da zu sein. shi lange soll es währen! Es ist genug!:: ison amuntet 6. Alle, die mich hier geliebet, alle, denen ich bekannt, die mein Abschied nun betrübet, die befehl ich Gottes Hand; Gott versorget, Gott beschüßet, Gott bescheret, was euch nüket. Also ist mein Haus bestellt; gute Nacht, du eitle Welt. home 4. Es ist genug, wenn nur mein Jesus will. Er kennet ja mein Herz; ich harre sein und halt indessen still, bis er mir allen Schmerz, der in der siechen Brust mir naget, zurücke legt und zu mir saget: Es ist genug!:: 69Erdmann Neumeister. † 1756. 5. Es ist genug. Herr, wenn es dir gefällt, so spanne mich doch aus. Mein Jesus kommt; nun gute Nacht, o Welt! Ich fahr ins of Himmels Haus; ich fahre sicher 626. difotod hin in Frieden; mein großer Eigene Melodie. 46. moldog Jammer bleibt danieden. Es ist 1. Könige 19, 4. muslos genug!:: Franz Joachin Burmeister, um 1670. free toin? Es ist genug; so nimm, Herr, meinen Geist zu Zions Geistern hin, lös auf das Band, das allgemach schon reißt, befreie diesen Sinn, der sich nach seinem Gotte ſehnet, der täglich flagt und nächtlich thränet. Es ist genug!:: 2. Es ist genug des Jammers, der mich drückt; von Adams Falle bleibt der Sünde Gift, das mich fast gar erstickt, mir jetzt noch einverleibt. Was mich von meinem Gott abdränget und stets mit Angst und Furcht beenget, es ist genug!:: 1000r of bo 627. Eigene Melodie. 50. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich Christus nun, dein Herre, ruft aus diesem Jammerthal. Aus der Trübsal, Angst und Leid sollst du fahren in die Freud, die kein Ohr jemals gehöret, die in Ewigfeit auch währet. 3. Es ist genug des Kreuzes, das mir fast den Rücken wund gemacht. Wie schwer, o Gott, wie hart ist diese Last! Ich schwemme manche Nacht die Lagerstatt mit Bahn, so hab ich gewünschet 2. Tag und Nacht hab ich gedud rufen zu dem Herren, meinem Gott, weil mich stets viel Kreuz betroffen, daß er mir hülf aus der Not. Wie sich sehnt ein Wandersmann nach dem Ende seiner Sterbe- und Begräbnislieder. eben, daß sich enden mög mein schwindt, meine Zung nicht mehr Leben. this ad fann sprechen, der Verstand sich 3. Denn gleich wie die Rosen stehen unter Dornenspitzen gar, also auch die Christen gehen durch viel Not, Angst und Gefahr. Wie die Meereswellen sind und der ungestüme Wind, also ist allhier auf Erden unsre Wallfahrt voll Beschwerden. bin triste 4. Welt, Tod, Teufel, Sünd und Hölle, unser eigen Fleisch und Blut plagen stets hier unsre Seele, lassen uns bei keinem Mut. Wir sind voller Angst und Plag, lauter Kreuz sind unsre Tag; wenn wir nur geboren werden, findt sich Jammer gnug auf Erden. 5. Wenn die Morgenröte leuchtet, und der von uns wendt, Sorg und Kummer daher schleichet, Müh sich findt an allem End. Unsre Thränen sind das Brot, so wir essen früh und spat; wenn die Sonn auf hört zu scheinen, ist nur lauter Klag und Weinen. im loa 409 nicht besinnt, bist du doch mein Licht und Hort, Leben, Weg und Himmelspfort, wirst in Gnaden mich regieren, auf der rechten Bahn heimführen. lied 8. Freu dich sehr, o meine Seele, und vergiß all Not und Qual, weil dich nun Christus, dein Herre, führt aus diesem Jammerthal. Seine Freud und Herrlichkeit sollst du sehn in Ewigkeit, mit den Engeln jubilieren und auf ewig triumphieren. asdine Unt 1615. R 628. Mel. 67: Herr, ich habe mißgehandelt. od Sef. 26, 20. Gehe hin in deine Kammer, Gottes Volf, geh in das Grab; geh mit Freuden, deinen Jammer legst du dann auf einmal ab. Sei getroft, auf allen Seiten wollen Engel dich begleiten. 2. Geh, wenn deine Zeit verfloffen, denn die Thüre wird nach dir fest und eilend zugeschlossen; Engel halten Wach dafür, und die Zeit wird bald vergehen bis zum frohen Auferstehen. 6. Drum, Herr Christ, du Morgensterne, der du ewiglich aufgehst, sei von mir jetzund nicht ferne, weil mich dein Blut hat erlöst. Hilf, daß ich mit Fried und Freud mög von hinnen fahren heut; ach sei du mein Licht und Straße, mich mit Beistand nicht verlasse. Anals Subin d Christian August Freyberg. † 1742. 629. Mel. 95: Jesus, meine Suversicht. nun hin und grabt mein brechen und mir das Gehör ver- Grab, denn ich bin des Wanderns 7. Ob mir schon die Augen Geht 410 Sterbe- und Begräbnislieder. müde! Von der Erde scheid ich Schemen, aus dem Eitlen, aus ab, denn mir ruft des Himmels dem Nichts, hin ins Land des Friede, denn mir ruft die süße ewgen Lichts! Ruh von den Engeln droben zu. 2. Geht nun hin und grabt mein Grab! Meinen Lauf hab ich vollendet, lege nun den Wanderstab hin, wo alles Irdsche endet; lege selbst mich nun hinein in das Bette sonder Pein. 8. Weinet nicht! Mein süßes Heil, meinen Heiland hab ich funden, und ich habe auch mein Teil in den warmen Herzenswunden, woraus einst sein heilig Blut floß der ganzen Welt zu gut. 9. Weint nicht! Mein Erlöser lebt. Hoch vom finstern Erdenstaube hell empor die Hoffnung schwebt, und der Himmelsheld, der Glaube; und die ewge Liebe spricht: Kind des Vaters, zittre nicht! Ernst Moriz Arndt. † 1860. 3. Was soll ich hienieden noch in dem dunklen Thale machen? Denn wie mächtig, stolz und hoch wir auch stellen unsre Sachen, muß es doch wie Sand zergehn, wenn die Winde drüber wehn. 4. Darum, Erde, fahre wohl, laß mich nun in Frieden scheiden! Deine Hoffnung, ach! ist hohl, deine Freuden selber Leiden, deine Schönheit Unbestand, eitel Wahn Herr Jesu Christ, wahr Mensch 630. sidomint Mel. 165: Vater unser im Himmelreich. und Trug und Tand.se 15: 5. Darum letzte gute Nacht, Sonn und Mond und liebe Sterne! Fahret wohl mit eurer Pracht, denn ich reis in weite Ferne, reise hin zu jenem Glanz, worin ihr verschwindet ganz. dipol 2. Wenn ich nun fomm in 6. Die ihr nun in Trauer geht, Sterbensnot und ringen werde mit fahret wohl, ihr lieben Freunde! dem Tod, wenn mir vergeht all Was von oben niederweht, tröstet mein Gesicht, und meine Ohren ja des Herrn Gemeinde. Weint nicht ob dem eitlen Schein; droben mur kann ewig sein. 7. Weinet nicht, daß nun ich will von der Welt den Abschied nehmen, daß ich aus dem Irrtum will, aus den Schatten, aus den und Gott, der du littst Marter, Angst und Spott, für mich am Kreuz auch endlich starbst und mir deins Vaters Huld erwarbst! Ich bitt durchs bittre Leiden dein, du wollst mir Sünder gnädig sein. hören nicht, wenn meine Zunge nichts mehr spricht, und mir vor Angst mein Herz zerbricht; 3. Wenn mein Verstand sich nichts besinnt, und mir all menschlich Hilf zerrinnt; so komm, Herr Christe, mir behend zur Hilf an Sterbe- und Begräbnislieder. 411 631. meinem letzten End und führ mich aus dem Jammerthal, verkürz mir auch des Todes Qual. Eigene Melodie. 74. 4. Die bösen Geister von mir Herzlich thut mich verlangen treib, mit deinem Geist stets bei mir bleib, bis sich die Seel vom Leibe trennt; so nimm sie, Herr, in deine Händ, der Leib hab in der Erd sein Ruh, bis naht der jüngste Tag herzu. C 5. Ein fröhlich Auferstehn verleih, am jüngsten Tag mein Fürsprech sei und meiner Sünd nicht mehr gedenk, aus Gnaden mir das Leben schenk. Wie du hast zugesaget mir in deinem Wort, das trau ich dir! bdn NOU 2013 HE nach einem selgen End, weil ich hier bin umfangen mit Trübfal und Elend. Ich hab Luſt, abzuscheiden von dieser argen Welt, sehn mich nach ewgen Freuden; o Jesu, komm nur bald! 2. Du hast mich ja erlöset von Sünd, Tod, Teufel, Höll, es hat dein Blut gekostet, drauf ich mein Hoffnung stell. Warum sollt mir denn grauen vor Teufel, Tod und Sünd? Weil ich auf dich darf bauen, bin ich ein selig Kind. 6. Fürwahr, fürwahr, euch fage ich, wer mein Wort hält und glaubt an mich, der wird nicht kommen ins Gericht und den Tod ewig schmecken nicht; und ob er gleich hie zeitlich stirbt, mit nichten er drum gar verdirbt. 3. Wenn gleich süß ist das Leben, der Tod sehr bitter mir, will ich mich doch ergeben, willig zu sterben dir. Ich weiß ein besser Leben, da meine Seel fährt hin, des freu ich mich gar eben, Sterben ist mein Gewinn. 7. Sondern ich will mit starker 4. Der Leib zwar in der Erden Hand ihn reißen aus des Todes von Würmern wird verzehrt, doch Band und zu mir nehmen in auferwecket werden durch Christum mein Reich; da soll er dann schön verklärt, wird leuchten als mit mir zugleich in Freuden die Sonne und leben ohne Not leben ewiglich! Dazu hilf uns in Himmelsfreud und Wonne; ja gnädiglich! Io no was schadet mir der Tod? 8. Ach Herr, vergieb all unfre Schuld, hilf, daß wir warten mit Geduld, bis unser Stündlein kommt herbei; auch unser Glaub stets wacker sei, dein'm Wort zu trauen festiglich, bis wir einschlafen seliglich. 5. Ob mich die Welt auch reizet, länger zu leben hier, und mir auch immer zeiget Ehr, Gut und alle Zier; doch ich das gar nicht achte, es währt nur kurze Zeit, das Himmlisch' ich betrachte, das bleibt in Ewigkeit. Paul Eber. † 1569. Sterbe- und Begräbnislieder. 6. Wenn ich auch gleich nun zu aller Frist. Hilf ritterlich mir scheide von meinen Freunden gut, ringen, dein Hand mich halt mit ihnen und mir zu Leide; doch Macht, daß ich mag fröhlich singen: tröstets meinen Mut, daß ich in Gottlob, es ist vollbracht! größern Freuden dereinst mit ihnen is at Christoph Knoll. † 1621. wohn, wo uns nichts mehr kann mor scheiden vor Gottes Gnadenthron. 7. Ob ich auch hinterlasse betrübte Waiselein, deren mich über Maßen jammert im Herzen mein, will ich doch gerne sterben und trauen meinem Gott; er läßt sie nicht verderben, reißt sie aus aller Not. Mo 412 632. 12 Mel. 95: Jesus, meine Zuversicht. Heute mir und morgen dir! so hört man die Glocken klingen, wenn wir die Verstorbnen hier auf den Gottesacker bringen. Aus den Gräbern rufts herfür: Heute mir und morgen dir! and 2. Heute rot und morgen tot! Unser Leben eilt auf Flügeln, und wir haben täglich Not, daß wir uns an andern spiegeln. Bald ergeht des Herrn Gebot; heute rot und morgen tot! 8. Was wollt ihr so sehr zagen, ihr armen Waiselein? Sollt euch Gott Hilf verfagen, der speist die Raben klein? Frommer Witwen und Waisen ist er der Vater treu, trok dem der sie beleidigt, das glaubt ohn alle Scheu. 9. Gesegn euch Gott der Herre, ihr Vielgeliebten mein! Trauert nicht allzu sehre über den Abschied mein! Beständig bleibt im Glauben! es währt nur kurze Zeit, bis wir uns wieder schauen dort in der Ewigkeit. rls ob 4. Ach, wer weiß, wie nah mein 10 10. Nun will ich mich ganz Tod! Ich will sterben, eh ich wenden zu dir, Herr Christ allein, sterbe, so wird mir die letzte Not, gieb mir ein selig Ende, send mir wenn sie kommt, doch nicht zu dein Engelein; führ mich ins ewge herbe. Rüste mich dazu, mein Leben, das du erworben hast, da Gott. Ach, wer weiß, wie nah du dich hingegeben für meine mein Tod! dinco) the Sündenlast. SU 3. Mensch, es ist der alte Bund! und der Tod zählt keine Jahre; bist du heute noch gesund, denk an deine Totenbahre. Morgen fällt, der heute stund; Mensch, es ist der alte Bund! 5. Selig, wer in Christo stirbt! 11. Hilf, daß ich ja nicht wanke Christi Tod wird ihm zum Leben. von dir, Herr Jesu Christ, den Wer in ihm sich Gnad erwirbt, schwachen Glauben stärke in mir kann den Geist getroft aufgeben, Sterbe- und Begräbnislieder. 413 weil er also nicht verdirbt. Selig, und Not gewesen? So lang ich wer in Christo stirbt! Benjamin Schmold.+ 1737. Tebine datin denken kann, hab ich so manchen Morgen, so manche liebe Nacht mit Kummer und mit Sorgen des Herzens zugebracht. risd 3. Mich hat auf meinen Wegen manch harter Sturm erschreckt; manch Wetter kam entgegen und hat mir Angst erweckt; Verfolgung, Haß und Neiden, ob ichs gleich nicht verschuldt, hab ich doch müssen leiden und tragen mit Geduld. 633, b 615 Joe In Sterbensnot. Mel. 177: Wenn wir in höchsten 2c. Hilf Helfer, hilf in Angst und Not; erbarm dich mein, du treuer Gott! Ich bin ja doch dein liebes Kind, trotz Teufel, Welt und aller Sünd. 99/ 2. Ich trau auf dich, o Gott, 4. 4. So gings den lieben Alten, mein Herr; wenn ich dich hab, an deren Fuß und Pfad wir uns was will ich mehr? Ich hab ja dich, Herr Jesu Christ; du mein Gott und Erlöser bist. noch täglich halten, wenns fehlt an gutem Rat. Wie mußten sie sich plagen, in was für Weh und Schmerz, in was für Furcht und Sagen fank oft ihr armes Herz! 5. Die frommen heilgen Seelen, sie gingen fort und fort und änderten mit Quälen den erstbewohnten Ort; sie zogen hin und wieder, ihr Kreuz war immer groß, bis daß der Tod sie nieder legt in des Grabes Schoß. 3. Des freu ich mich von Herzen fein, bin gutes Muts und harre dein, verlaß mich gänzlich auf dein Namen; hilf Helfer, hilf! Drauf sprech ich Amen. la it in Nitolaus Selneder. t 1592. 634. Mel. 74: Herzlich thut mich verlangen. Ebr. 11, 13-16. 6. Ich habe mich ergeben in gleiches Glück und Leid, was will Ich bin ein Gast auf Erden ich besser leben in dieſer letzten und hab hier keinen Stand, der Himmel soll mir werden, da ist mein Vaterland. Hier reis ich zu dem Grabe, dort in der ewgen Ruh ist Gottes Gnadengabe, die schleußt all Arbeit zu. Zeit? Es muß ja durchgedrungen, es muß gelitten sein; wer nicht hat wohlgerungen, geht nicht zur Freude ein. 7. So will ich zwar nun treiben. mein Leben durch die Welt, doch denk ich nicht zu bleiben in diesem fremden Zelt. Ich wandre meine 2. Was ist mein ganzes Wesen von meiner Jugend an, als Müh 414 Sterbe- und Begräbnislieder. Straßen, die zu der Heimat führt, da mich ohn alle Maßen mein Vater trösten wird. 8. Mein Heimat ist dort droben, da aller Engel Schar den großen Herrscher loben, der alles ganz und gar in seinen Händen träget und für und für erhält, auch alles hebt und leget, wie es ihm wohlgefällt. 9. Zu dem steht mein Verlangen, da wollt ich gerne hin; die Welt bin ich durchgangen, daß ichs fast müde bin. Je länger ich hier walle, je wenger find ich Freud, die meinem Geist gefalle; das meist ist Herzeleid. 13. Da will ich immer wohnen und nicht nur als ein Gast bei denen, die mit Kronen du ausgeschmücket hast. Da will ich herrlich singen von deinem großen Thun und frei von allen Dingen in meinem Erbteil ruhn. Paul Gerhardt. † 1676. 12. Du aber, meine Freude, du meines Lebens Licht, du zeuchst mich, wenn ich scheide, hin vor dein Angesicht, ins Haus der ewgen Wonne, da ich stets freudenvoll gleich als die helle Sonne mit andern leuchten soll. 635. Gigene Melodie. 78. Ich bin ja, Herr, in deiner Macht, du hast mich an das Licht gebracht, du unterhältst mir auch das Leben; du kennest meiner Monden Zahl, weißt, wann ich diesem Jammerthal auch wieder gute Nacht muß geben; wo, wie und wann ich sterben soll, das weißt du, Vater, alles wohl.is 10. Die Herberg ist zu böse, der Trübsal ist zu viel. Ach komm, mein Gott, und löse mein Herz, wann dein Herz will; komm, mach ein selig Ende in meiner Wander- 2. Wen hab ich nun, als dich schaft, und was mich kränkt, das wende durch deines Armes Kraft. 11. Was ich bisher besessen, ist nicht mein rechtes Haus. Wenn mein Ziel ausgemessen, so tret ich dann hinaus; und was ich hier gebrauchet, das leg ich alles ab, und wenn ich ausgehauchet, so scharrt man mich ins Grab. allein, der mir in meiner letzten Pein mit Trost und Rat weiß beizufpringen? Wer nimmt sich meiner Seelen an, wenn nun mein Leben nichts mehr kann und ich muß mit dem Tode ringen, wenn allen Sinnen Kraft gebricht? Thust du es Gott, mein Heiland, nicht? 3. Mich dünft, ich liege schon dahier in großer Hit, ohn Kraft, ohn Zier mit höchster Herzensangst befallen, die Augen finster wie das Grab, Gehör und Rede nehmen ab; doch kränkt die Sünde mich vor allen, des Satans An Sterbe- und Begräbnislieder. klag hat nicht Ruh, setzt mir auch mit Versuchung zu. 4. Herr Jesu Christ, dein eignes Blut zeugt, daß ich bin dein teures Gut, daß ich der Sünde nicht gehöre; darum kann mich der Bösewicht nicht schrecken mit dem Zorngericht. Komm, rette deines Leidens Ehre! du giebst mich nicht in fremde Hand, da du so viel an mich gewandt! 5. Nein, nein, ich weiß gewiß, mein Heil, du läsfest mich mein wahres Teil in deinen offnen Wunden finden. Ich siege über Angst und Not! Laß kommen Hölle, Fluch und Tod, sie sollen mich nicht überwinden. Dieweil ich lebte, war ich dein, jetzt kann ich keines andern sein. Simon Dach. † 1659. 415 der Höllen Glut gelöscht mit seinem teuren Blut.od dupart sim thi 4. Dem leb und sterb ich allezeit, der Tod von ihm mich nimmer scheidt; leb oder sterb ich, bin ich sein, er ist allein der einge Trost und Helfer mein. 5. Das ist mein Trost zu aller Zeit, in allem Kreuz und Traurigkeit: ich weiß, daß ich am jüngsten Tag ohn alle Klag werd auferstehn aus meinem Grab. 6. Mein lieben Gott von Angesicht werd ich anschaun, dran zweifl ich nicht. In ewger Freud und Seligkeit, die mir bereit: ihm sei Lob, Preis in Ewigkeit. 7. D Jesu Christe! Gottes Sohn, der du für uns haft gnug gethan, ach schleuß mich in die Wunden dein, du bist allein der einge Trost und Helfer mein. 636. Eigene Melodie. 81. 8. Amen, mein lieber frommer Gott, bescher uns alln ein selgen Ich hab mein Sach Gott heim- Tod: hilf, daß wir mögen allzugestellt, er machs mit mir, wies ihm gefällt: ob ich allhier noch länger leb, nicht widerstreb, sein'm Willen ich mich ganz ergeb. gleich bald in dein Reich kommen und bleiben ewiglich. Joh. Pappus. † 1610. 637. 2. Und ob mich schon mein Sünd ansicht, dennoch will ich verzagen nicht: ich weiß, daß mein Mel. 74: Herzlich thut mich verlangen. getreuer Gott für mich in Tod Ich hab mich Gott ergeben, dem liebsten Sohn gegeben hat. 3. Derselbe mein Herr Jesus Christ für all mein Sünd gestorben liebsten Vater mein; hier ist kein Immer- Leben, es muß geschieden sein. Der Tod kann mir nicht ist: hat, auferstanden mir zu gut, schaden, er ist nur mein Gewinn; dr Sterbe- und Begräbnislieder. in Gottes Fried und Gnaden fahr schön. Könnt ich an diesen hellen ich mit Freud dahin! Thronen doch schon von heute an ewig wohnen!:: nost 2. Mein Weg geht jetzt vorüber; o Welt, was acht ich dein? Der Himmel ist mir lieber; da trachte ich hinein, darf mich nicht sehr beladen, weil ich wegfertig bin. In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud dahin! 3. Nur bin ich fündig, der Erde noch geneigt; das hat mir bündig dein heilger Geist gezeigt. Ich bin noch nicht genug gereinigt, noch nicht ganz innig mit dir vereinigt.:: Snsdip 3. Ach felge Freud und Wonne 4. Doch bin ich fröhlich, daß hält mir der Herr bereit, da mich kein Bann erschreckt; ich bin Christus ist die Sonne, Leben schon selig, seitdem ich das entund Seligkeit! Was kann mir deckt. Ich will mich noch im Leidoch nun schaden, weil ich bei Christo bin? In Gottes Fried und Gnaden fahr ich mit Freud den üben und dich zeitlebens inbrünstig lieben. brünstig lieben.:: :: dahin! 5. Ich bin zufrieden, daß ich die Stadt gesehn; und ohn Ermüden will ich ihr näher gehn, und ihre hellen, goldnen Gaffen lebenslang nicht aus den Augen lassen.:: 4. Gesegn euch Gott ihr Meinen, ihr Liebsten allzumal! Um mich sollt ihr nicht weinen, ich weiß von keiner Qual. Den rechten Port noch heute nehmt ja mit Fleiß in acht! In Gottes Fried und Freude fahrt mir bald alle nach! Johann Siegfried. † 1637.. Johann Timotheus Hermes. † 1821. 416 638. gloru Mel. 132: Nun preiset alle Gottes 2c. Ich hab von ferne, Herr, deinen Thren erblickt und hätte gerne mein Herz vorausgeschickt, und hätte gern mein müdes Leben, Schöpfer der Geister, dir hingegeben.:: 2. Das war so prächtig, was ich im Geist gesehn! Du bist allmächtig, drum ist dein Licht so NAME 639. Mel. 180: Wer nur den lieben 2c. Ich sterbe täglich, und mein Leben eilt immerfort zum Grabe hin. Wer kann mir einen Bürgen geben, ob ich noch morgen lebend bin? Die Zeit geht hin, der Tod kommt her; ach wer nur immer fertig wär! 2. Es schickt der Tod nicht immer Boten, er kommet oft unangemeldt und fordert uns ins Land der Toten. Wohl dem, der Haus und Herz bestellt! Denn Sterbe- und Begräbnislieder. 417 ewig Unglück oder Glück hängt zum Herzen, so schließe mir den nur an einem Augenblick. 3. Herr aller Herren, Tod und Leben hast du allein in deiner Hand; wie lange du mir Frist gegeben, das ist und bleibt mir unbekannt. Hilf, daß ich jeden Glockenschlag an meinen Abschied denken mag! Himmel auf; verkürze mir des Todes Schmerzen und hole mich zu dir hinauf: so wird mein Abschied keine Pein, zwar eilig, dennoch selig sein. Benjamin Schmold. † 1737. 4. Es kann vor Abend anders werden, als es am Morgen mit mir war. Den einen Fuß hab ich auf Erden, den andern auf der Totenbahr; ein kleiner Schritt ist nur dahin, wo ich der Würmer Speise bin. 640. Mel. 143: O Jesu Christ, meins 2c. In Christi Wunden schlaf ich ein, die machen mich von Sünden rein; Christi Blut und Gerechtigkeit, das ist mein Schmuck und Ehrenkleid. 5. Ein einzger Schlag kann alles wenden, und Fall und Tod beisammen sein. Doch schlage nur mit Vaterhänden und schleuß in Christi Tod mich ein, daß, wenn der Leib zu Boden fällt, die Seel an Jesu Kreuz sich hält. 3. Dank hab, o Tod, du för6. Vielleicht kann ich kein Wort derst mich, ins ewge Leben wandre mehr sagen, wenn Auge, Mund ich, mit Christi Blut gereinigt und Ohr sich schleußt; drum bet fein. Herr Jesu, stärk den Glauich bei gefunden Tagen: Herr, ich befehl dir meinen Geist! Verschließen meine Lippen sich, so schreie Jesu Blut für mich. ben mein! Paul Eber. † 1569. 7. Kann ich die Meinen nicht mehr segnen, so segne du sie mehr, als ich. Wenn lauter Thränen um mich regnen, o Tröster, so erbarme dich und lasse der Verlaßnen Schrein durch deinen Troft erhörlich sein. 8. Dringt mir der letzte Stoß 2. Damit will ich vor Gott bestehn, wenn ich zum Himmel werd eingehn; mit Fried und find ich allzeit bin. Freud fahr ich dahin, ein Gottes641. Mel. 164: Valet will ich dir geben. In Gottes Rat ergeben, verlaß ich gern die Welt; ich geh zum bessern Leben, so bald es ihm gefällt. Was wärs, das mich betrübte? Dort schau ich ewig den, den meine Seele liebte, noch eh ich ihn gesehn. 27 Sterbe- und Begräbnislieder. 2. Er ruft zur Zeit der alle Qual und Not überwunden Schmerzen uns voll Erbarmen und bei Gott mit den Auszu: Kommt, ihr beladnen Herzen, erwählten schwebe voller Freud, zu mir und findet Ruh! Dies und ewig lebe? Wort aus deinem Munde laß, Herr, auch mich erfreun und in der letzten Stunde mir Geist und Leben sein. 2. In des Herren Jesu Wunden hab ich mich geschlossen ein, da ich alles reichlich funden, wodurch ich kann selig sein. Er ist die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt jederzeit. Wer dieselb ergreift im Glauben, dem kann nichts den Himmel rauben. 3. Mit dir muß mir es glücken, den Kampf zu überstehn. In gläubigem Entzücken laß meine Seele sehn, wie du, o Heil der Sünder, einst mit dem Tode rangst, und wie du, Überwinder, allmächtig ihn bezwangst. 3. Niemand sag, ich sei umkommen, ob ich gleich gestorben bin; mein Gott hat mich hin4. Der frohe Siegsgedanke: genommen, Sterben ist jetzt mein wo ist dein Stachel, Tod? stärk Gewinn. Vor dem Unglück hat mich, daß ich nicht wanke in mei- er mich hingerafft so väterlich. ner Todesnot; so ist, ob ich gleich Jetzt kann mich kein Trübfal sterbe, doch Sterben mein Gewinn. pressen, aller Angst ist nun verIch bin des Himmels Erbe; dein gessen. Wort sagt, daß ichs bin. 5. Du schriebst ins Buch des Lebens auch meinen Namen ein; dein Blut kann nicht vergebens für mich vergossen sein. Dir trauet meine Seele, dich lobt, was in mir ist, Erlöser meiner Seele, der du die Liebe bist. 4. Mein Leib schläft in seiner Kammer ohne Sorgen sanft und wohl, und entgeht dem großen Jammer, dessen jetzt die Welt ist voll. Meine Seele schauet an den, der nichts als lieben kann, ihn, der mich zu Ehren setzet und mit höchster Freud ergötzet. Christoph Friedrich Neander. † 1802. 5. Euch wird, meine liebsten Freunde, die ihr weinet in der Welt, schüßen wider alle Feinde Gottes Sohn, der starke Held. 642. Mel. 50: Freu dich sehr, o meine Seele. Seid und bleibt ihm nur getreu, Laffet ab, ihr meine Lieben, seine Gnad ist täglich neu; wer lasset ab von Traurigkeit! Was Betrübte will betrüben, der muß wollt ihr euch mehr betrüben, weil ihr des versichert seid, daß ich wie die Spreu zerstieben. 418 6. Nun, ich will euch dem be Sterbe- und Begräbnislieder. 419 fehlen, der sich euren Vater nennt, nicht: wenn sich mein Seel will der die Thränen pflegt zu zählen, scheiden, so nimm sie, Herr, in dem sein Herz vor Liebe brennt; deine Händ! Ist alles gut, wenn der wird euch in eurem Leid gut das End. trösten und zu seiner Zeit zu dem 2. Gern will ich folgen, lieber Ort, da ich bin, führen und mit Herr, du wirst mir nicht verhöchster Klarheit zieren.blderben; denn du bist ja von mir 7. Da wird uns der Tod nicht nicht fern, ob ich gleich hier muß scheiden, der uns jetzt geschieden sterben und lassen meine lieben hat; Gott selbst wird uns als Freund, dies mit mir herzlich gut dann weiden und erfreun in seiner gemeint. Stadt. Ewig, ewig werden wir in dem Paradies allhier mit einander jubilieren und ein selig Leben führen. 3. Ruht doch der Leib sanft in der Erd, die Seel zu dir sich schwinget, in deiner Hand sie unversehrt durch Tod ins Leben dringet. Hier ist doch nur ein Thränenthal, Angst, Not und Trübsal überall. Johann Heermann.+ 1647. # 643. 4. Tod, Teufel, Höll, die Welt Mel. 34: Die Tugend wird durchs 2c. und Sünd mir können nichts mehr Laß mir, wenn meine Augen brechen, Herr, deinen Frieden fühlbar sein; komm, deinen Trost mir zuzusprechen, und segne du mein matt Gebein. Gieb Ruhe mir in deinen Armen, darin ich Gnad und Frieden fand, und trag mich vollends mit Erbarmen sanft zu dir heim ins Vaterland. Christian Renatus Graf von Zinzendorf. schaden; an dir, o Herr, ich Rettung find, ich tröst mich deiner Gnaden. Dein eigner Sohn aus Lieb und Huld für mich bezahlt hat alle Schuld. † 1752. 5. Warum sollt ich denn traurig sein, weil ich so wohl beſtehe, bekleidt mit Christi Unschuld rein, wie eine Braut hergehe? Gehab dich wohl, du schnöde Welt; bei Gott zu leben mir gefällt. Johann Hermann Schein. † 1630. 644. Home645, Eigene Melodie. 110. 40 Mel. 95: Jefus meine Zuversicht 20. Machs mit mir, Gott, nach deiner Güt, hilf mir in meinem Leiden! Meine Lebenszeit verstreicht, Ruf ich dich an, versag mirs stündlich eil ich zu dem Grabe, 27* 420 Sterbe- und Begräbnislieder. und wie wenig ists vielleicht, das ich noch zu leben habe! Denk, o Mensch, an deinen Tod; säume nicht, denn Eins ist not. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, 2. Lebe, wie du, wenn du ſtirbst, wünschen wirst, gelebt zu haben. Güter, die du hier erwirbst, Wür den, die dir Menschen gaben, nichts wird dich im Tod erfreun; diese Güter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, nur ein ruhiges Gewissen, das vor Gott dir Zeugnis giebt, wird dir deinen Tod versüßen; dieses Herz, von Gott erneut, giebt im Tode Freudigkeit. 4. Daß du dieses Herz erwirbst, fürchte Gott und bet und wache. Sorge nicht, wie früh du stirbst; deine Zeit ist Gottes Sache. Lern nicht nur den Tod nicht scheun, lern auch seiner dich erfreun. 5. Überwind ihn durch Vertraun; sprich: Ich weiß, an wen ich glaube, und ich weiß, ich werd ihn schaun; denn er weckt mich aus dem Staube. Er, der rief: Es ist vollbracht! nahm dem Tode seine Macht. 6. Tritt im Geist zum Grab oft hin, siehe dein Gebein versenken; sprich: Herr, daß ich Erde bin, lehre du mich selbst bedenken; lehre du michs jeden Tag, daß ich weiser werden mag. Christian Fürchtegott Gellert.+ 1769. 646. Mel. 182: Wer weiß, wie nahe mir 2c. Mein Gott, ich weiß wohl, daß ich sterbe; ich bin ein Mensch, der bald vergeht, und finde hier kein solches Erbe, das ewig in der Welt solches Erbe, das ewig in der Welt besteht. Drum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht selig sterben kann. 2. Mein Gott, ich weiß nicht, wann ich sterbe; kein Augenblick geht sicher hin, wie bald zerbricht doch eine Scherbe, die Blume kann gar leicht verblühn. Drum mache mich nur stets bereit hier in der Zeit zur Ewigkeit. 3. Mein Gott, ich weiß nicht, wie ich sterbe, dieweil der Tod viel Wege hält; dem einen wird das Scheiden herbe, sanft geht ein andrer aus der Welt. Doch wie du willst; nur gieb dabei, daß, Herr, in dir mein Ende sei. 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Sand mein Grab verdeckt; doch wenn ich dieses nur erwerbe, daß deine Hand mich auferweckt, so nehm ich gern ein Räumlein ein; die Welt ist allenthalben dein. 5. Nun lieber Gott, wenn ich denn sterbe, so nimm du meinen Geist zu dir, auf daß ich dort mit Christo erbe; und hab ich Jesum nur bei mir, so gilt mirs gleich und geht mir wohl: wann, wie und wo ich sterben soll.o Benjamin Schmold.+ 1737. Sterbe- und Begräbnislieder. 647. Mel. 73: Herzliebster Jesu, was 2c. Mein Jesus kommt; mein Ster ben ist vorhanden, ich werde frei von dieses Leibes Banden. Wie soll ich aber wohl und selig sterben, dein Reich ererben? 2. Wie du, mein Jesus, bist am Kreuz gestorben und hast dadurch das Leben uns erworben; so laß auf deinen Tod mich auch abscheiden zu deinen Freuden. 421 8. Drauf wendet sich mein Herz von dieser Erden; dein Paradies, das soll mir eigen werden. Ins Paradies, das schöne, laß mich heute eingehn zur Freude. 7. Ich übergebe sie zu deinen Handen; behüte sie vor Sünden, Schmach und Schanden. Du wirst, o Vater, diesen meinen Willen an mir erfüllen. 9. Ach Jesu, zeige mir jetzt deine Güte; gieb mir ein himmeldringendes Gemüte, daß ich ergreife dort zum Gnadenlohne die schöne Krone. 10. Zwar Höll und Teufel fangen an zu quälen und streben mir nach meiner armen Seelen, weil ich dein Wort in dieser Sündenhütten hab überschritten. 3. Und was du noch zuletzt haft ausgesprochen und deines Vaters Herz damit gebrochen, das will ich dir, indem die Augen brechen, getrost nachsprechen. 4. Vergieb, o Vater, denen, die mich hassen, die wider mich Neid, Eifer ausgelaffen; vergieb doch, weil die Feinde nicht verstehen, was sie begehen. 5. Vergieb auch mir, o Vater, alle Sünde und was ich jetzt noch Böses an mir finde; ich bin von Fleisch und Blut oft übereilet, von dir geeilet. 13. Ach laß mich nicht in 6. Ich habe, Jesu, Seele, meiner Not versinken, laß mich Leib und Leben in meinem Testa- die Kraft aus deinen Wunden ment dir übergeben, du wirst trinken. Ich dürfte, wie ein die Meinen auch heut oder mor- Hirsch; laß dich erblicken, mich gen hier wohl versorgen. zu erquicken. 11. Jch aber will die Seufzer tiefer fassen: Mein Gott! mein Gott! du wirst mich nicht verlassen, dieweil du selbst von Gott verlassen hingest und mich umfingest. 12. Mein Herze dürftet nach dir, und ich ächze, ich seufze nach dem Himmel, ach! ich lechze nach dir, nach dir, mit großem Durst, ich Armer, du mein Erbarmer! 14. Jetzt kommt der Trost; mein Herz hat sich gelabet, Jesu, mit deinem Blut bin ich begabet. Es ist vollbracht, was übrig ist gewesen; ich bin genesen. Sterbe- und Begräbnislieder. 15. Nun ist vollbracht mein Israel Preis, Ehre, Freud und Leiden, Kreuz und Jammer; Wonne. mein schwacher Leib schläft sanft in seiner Kammer und wartet nur, bis Jesus diese Glieder mir giebet wieder. 422 649. 16. Ich gebe dir den Geist Eigene Melobie. 120. in deine Hände; o Jesu, komm Mitten wir im Leben sind mit und mach ein selig Ende! Ich bleibe dir, ich sterbe deinem Namen; Jesu sprich Amen! Michael Hunold. † 1672. dem Tod umfangen. Wen suchen wir, der Hilfe thu, daß wir Gnad erlangen? Das bist du, Herr, alleine. Uns reuet unsre Missethat, die dich, Herr, erzürnet hat. Heiliger Herre Gott! heiliger starker Gott! heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott! laß uns nicht versinken in des Mit Fried und Freud ich fahr bittern Todes Not. Kyrie eleison! 648. Eigene Melodie. 119. Lut. 2, 23-32. Martin Luther. † 1546. dahin in Gottes Wille; getrost ist mir mein Herz und Sinn, sanft und stille. Wie Gott mir verheißen hat, der Tod ist mein Schlaf worden. 2. Das macht Christus, wahr Gottes Sohn, der treue Heiland, den du mich, Herr, hast lassen sehn, und machst bekannt, daß er sei das Leben und Heil in Not und Sterben. 2. Mitten in dem Tod ansicht uns der Höllen Rachen. Wer will uns aus solcher Not frei und ledig machen? Das thust du, Herr, alleine. Es jammert dein Barmherzigkeit unsre Sünd und großes Leid. Heiliger Herre Gott! heiliger, starker Gott! heiliger, barmherziger Heiland, du ewiger Gott! laß uns nicht verzagen vor der tiefen Höllenglut. Kyrie eleison! 3. Mitten in der Höllen Angst unsre Sünd uns treiben. Wo solln wir denn fliehen hin, da wir mögen bleiben? Zu dir, Herr Christ, alleine. Vergoffen 4. Er ist das Heil und selig ist dein teures Blut, das gnug Licht für die Heiden, zu erleuchten, für die Sünde thut. Heiliger die dich kennen nicht, und zu Herre Gott! heiliger, starker Gott! weiden. Er ist deins Volks heiliger, barmherziger Heiland, 3. Den hast du allen vorgestellt mit großen Gnaden, zu seinem Reich die ganze Welt heißen laden durch dein teuer heilsam Wort, an allem Drt erschollen. Sterbe- und Begräbnislieder. du ewiger Gott, laß uns nicht entfallen von desrechten Glaubens Trost. Kyrie eleiſon! Martin Luther. † 1546. Der Chor.1. Begrabet mich nur immer hin, da ich so lang verwahret bin, bis Gott, mein treuer Seelenhirt, mich wieder auferwecken wird. 650. Eigene Melodie. 129. Die Gemeinde. Die Gemeinde. 4. Sein Arbeit, Trübfal und Nun laßt uns den Leib begraben Elend ist kommen zu ein'm guten und daran kein Zweifel haben, er werd am jüngsten Tag aufstehn und unverweßlich hervorgehn. End; er hat getragen Christi Joch, ist gestorben und lebet noch. Die Gemeinde. 2. Erd ist er und von der Erden, wird auch zu Erd wieder werden und von der Erd wieder aufstehn, wenn Gotts Posaune wird angehn. Der Chor. 2: Ja freilich werd ich durch den Tod zu Asche, Erde, Staub und Kot; doch wird das schwache Fleisch und Bein von meinem Gott verwahret sein. 423 Die Gemeinde. 94 3. Sein Seele lebt ewig in Gott, der sie allhier aus seiner Gnad von aller Sünd und Missethat durch seinen Sohn erlöset hat. Der Chor. 3. Mein Leib wird hier der Würmer Spott; die Seele lebt bei meinem Gott, der durch seins Todes Bitterfeit fie hat erlöst zur Seligkeit. Der Chor. 4. Was hie für Trübsal hat verletzt, wird nun mit Himmelsluft ersetzt; die Welt ist doch ein Jammerthal, dort ist der rechte Freudensaal. Die Gemeinde. 5. Die Seele lebt ohn alle Klag, der Leib schläft bis zum jüngsten Tag, an welchem Gott ihn verklären und ewger Freud wird gewähren. Der Chor. 5. Wenn alle Welt in Trümmer bricht, und Gott wird halten sein Gericht, so wird mein Leib verkläret stehn und in das Himmelreich eingehn. Die Gemeinde. 6. Hier ist er in Angst gewesen, dort aber wird er genesen, in ewiger Freud und Wonne leuchten wie die helle Sonne. 424 Sterbe- und Begräbnislieder. Der Chor. 6. Wie manche Widerwärtig keit betraf mich in der Lebenszeit! Nun aber ist mir nichts bewußt, denn ewigliche Himmelslust. Die Gemeinde. 7. Nun lassen wir ihn hier schlafen und gehn all heim unsre Straßen, schicken uns auch mit allem Fleiß, denn der Tod kommt uns gleicherweis. Der Chor. 7. So laßt mich nun in meiner Ruh und geht nach euren Häusern zu; ein jeder denke Nacht und Tag, wie er auch selig werden mag. SIN Die Gemeinde. 8. Das helf uns Christus, unser Trost, der uns durch sein Blut hat erlöst vons Teufels Gwalt und ewger Pein; ihm sei Lob, Preis und Ehr allein! Michael Weiße, † 1540, Chor: Georg Neumark.+ 1681. 651. Eigene Melodie. 143. Jesu Christ, meins Lebens Licht, mein Hort, mein Trost, mein Zuversicht, auf Erden bin ich nur ein Gast und drückt mich sehr der Sünden Last. 2. Ich hab vor mir ein schwere Reis' zu dir ins Himmels Paradeis; da ist mein rechtes Vaterland, daran du haft dein Blut gewandt. 3. Zur Reis' ist mir mein Herz sehr matt, der Leib gar wenig Kräfte hat, doch meine Seele seufzt in mir: Herr, hol mich heim; nimm mich zu dir! 4. Drum stärk mich durch das Leiden dein in meiner letzten Todespein; dein Durst und Gallentrant mich lab, wenn ich sonst keine Stärkung hab. 5. Wenn mein Mund nicht kann reden frei, dein Geist in meinem Herzen schrei. Hilf, daß mein Seel den Himmel find, wenn meine Augen werden blind. 6. Dein letztes Wort laß sein mein Licht, wenn mir im Tod sein mein Wanderstab, mein Ruh das Herze bricht, dein Kreuz laß und Rast dein heilig Grab. ich trau, darauf ich meine Heim7. Auf deinen Abschied, Herr, fahrt bau; thu mir die Thür des Himmels auf, wenn ich beschließe meinen Lauf. 8. Am jüngsten Tag erweck den Leib; hilf, daß ich dir zur Rechten bleib; daß mich nicht treffe dein Gericht, das aller Welt ihr Urteil spricht. 9. Alsdann den Leib erneure ganz, daß er leucht wie der Sonne Glanz und ähnlich sei dein'm klaren Leib, auch gleich den lieben Engeln bleib. 10. Wie werd ich dann so Sterbe- und Begräbnislieder. 425 fröhlich sein, werd singen mit den Leben in meines Gottes gnädge Engeln dein, und mit der aus erwählten Schar dein Antlitz ewig schauen klar! Martin Behm. † 1622. Hand. 2. Mein Lauf ist nun vollendet, der Tod das Leben endet; Sterben ist mein Gewinn. Kein Bleiben ist auf Erden, das Erge muß mir werden, mit Fried und Freud fahr ich dahin. 3. Ob mich gleich hat betrogen die Welt, von Gott gezogen durch Sünden mancherlei, will ich doch nicht verzagen, vielmehr mit Glauben sagen, daß mir mein Sünd vergeben sei. 4. Auf Gott steht mein Vertrauen, sein Antlitz will ich schauen wahrlich durch Jesum Christ, der auch für mich gestorben, des Vaters Huld erworben, mir auch der Mittler worden ist. 652. Mel. 74: Herzlich thut mich verlangen. Mensch, gedenk ans Ende, willst du nicht Übels thun; der Tod bringt oft behende das allerletzte Nun. An einem Augen blicke hängt ewig Wohl und Weh; drum denke wohl zurücke, wohin dein Leben geh. 2. D Mensch, gedenk ans Ende. Wer weiß, ob nicht noch heut der Tod sich zu dir wende; drum mache dich bereit, wenn du sollst Rechnung geben von dem, was du gethan, damit dein eignes Leben dich nicht verklagen kann. Tur 5. Die Sünd mag mir nicht schaden, erlöst bin ich aus Gnaden, 3. O Mensch, gedenk ans Ende, umsonst durch Jesu Blut. Kein Werk kommt mir zu Frommen, stirb stets den Sünden ab, gieb dich in Gottes Hände und fürchte ſo will ich zu ihm kommen; allein der Glaub es thut. nicht das Grab. Sei fertig alle der wahre Glaub es thut. 6. Drauf will ich fröhlich Stunden, halt dich an Christi sterben, das Himmelreich ererben, Blut; stirb du in Jesu Wunden, wie er mirs hält bereit. Hier so ist dein Ende gut. Benjamin Schmolck. † 1737. mag ich nicht mehr bleiben, der Tod mag mich vertreiben, mein Seele sich vom Leibe scheidt. 7. Damit fahr ich von hinnen; o Welt, wollst dich besinnen, denn du mußt auch mir nach. Auf! dich zu Gott befehre und von ihn Gnad begehre; o werde nicht im Glauben schwach. 653. Eigene Melodie. 143. Welt, ich muß dich lassen; ich fahr dahin mein Straßen ins ewge Vaterland. Mein Geist will ich aufgeben und legen Leib und Sterbe- und Begräbnislieder. 8. Die Zeit ist schon vor- gerne sterben und den Himmel handen; hör auf von Sünd und für die Welt ererben? Wer wollt Schanden und richt dich auf die hier bleiben, sich den Jammer Bahn mit Beten und mit Wachen; länger lassen treiben? sonst alle irdschen Sachen laß fahrn und gieb sie willig dran. 9. Das schenk ich dir am Ende: Ade! zu Gott dich wende, zu ihm steht mein Begehr. Hüt dich vor Pein und Schmerzen, nimm mein Abschied zu Herzen; meins Bleibens ist jetzt hie nicht mehr. i Johann Heß. † 1547. 426 43 654. Eigene Melodie. 149. wie selig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Jhr seid entgangen aller Not, die uns noch hält gefangen. 2. Muß man hier doch wie im Kerker leben, da nur Sorge, Furcht und Schrecken schweben. Was wir hier kennen, ist nur Müh und Herzeleid zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in eurer Kammer, sicher und befreit von allem Jammer; kein Kreuz und Leiden ist euch hinderlich in euren Freuden. 4. Christus wischet ab euch alle Thränen, ihr habt schon, wonach wir uns erst sehnen; euch wird gesungen, was durch feines Ohr allhier gedrungen. 5. Ach wer wollte denn nicht 980007 6. Komm, o Christe, komm, uns auszuspannen, lös uns auf und führ uns bald von dannen! Bei dir, o Sonne, ist der frommen Seelen Freud und Wonne. Simon Dach. † 1659. 1850 655. Mel. 67: Herr, ich habe mißgehandelt. Selig, selig sind die Toten, die am Ende wohl bestehn, und mit welchen Gottes Boten, Engel selbst zu Grabe gehn; die von Christo, wenn sie sterben, Wohnung, Heil und Leben erben. 2. Ihre Seligkeit und Freude hat den Anfang, wenn der Geist von dem Leibe, von dem Leide zu den reinen Geistern reist, wenn er auf Elias Wagen wird in Abrams Schoß getragen. 3. Arbeit, Elend, Angst und Klage, Jammer, Wehmut, große Not, alle Morgen neue Plage, Kreuz, das schwerer als der Tod, droht uns täglich noch hinieden; doch die Toten sind im Frieden. 4. Nur die Leiber ruhn in Höhlen, denn Gott schafft den Seelen Lust; Gott entdeckt den frommen Seelen, was kein Aug und Ohr gewußt, und belohnt Sterbe- und Begräbnislieder. ihr Kämpfen, Ringen, das er 6. O wie bald kannst du es selber half vollbringen. 5. Selig, selig sind die Toten, die am Ende wohl bestehn, und mit welchen Gottes Boten, Engel felbst zu Grabe gehn; die von Christo, wenn sie sterben, Wohnung, Heil und Leben erben. Christian August Freyberg. † 1742. 656. Eigene Melodie. 163. Unter Lilien jener Freuden sollst du weiden, Seele, schwinge dich empor! Als ein Adler fleug behende, Jesu Hände öffnen schon das Perlenthor. 427 machen, daß mit Lachen unser Mund erfüllet sei. Du kannst durch des Todes Thüren träumend führen und machst uns auf einmal frei. 7. Du hast Sünd und Straf getragen; Furcht und Zagen muß nun ferne von mir gehn. Tod, dein Stachel liegt darnieder; meine Glieder werden fröhlich auferstehn. 8. Gottes Lamm, dich will ich loben hier und droben mit der herzlichsten Begier. Du hast dich zum ewgen Leben mir gegeben; hole, Heiland, mich zu dir! Johann Ludwig Konrad Allendorf. † 1773. off 657. 2. Laßt mich gehen, laßt mich laufen zu den Haufen derer, die des Lammes Thron nebst dem Chor der Seraphinen schon beEigene Melodie. 164. dienen mit dem reinsten Jubelton. Valet will ich dir geben, du 3. Löse, erstgeborner Bruder, arge, falsche Welt; dein sündlich doch die Ruder meines Schiffleins; böses Leben durchaus mir nicht laß mich ein in den sichern gefällt. Im Himmel ist gut Friedenshafen zu den Schafen, wohnen, hinauf steht mein Begier; die der Furcht entrücket sein. da wird Gott herrlich lohnen dem, der ihm dient allhier. 4. Nichts soll mir am Herzen fleben, füßes Leben, was die Erde in sich hält. Sollt ich mich in diesen Wüsten länger fristen? Nein, ich eil ins Himmelszelt. 2. Rat mir nach deinem Herzen, o Jesu, Gottes Sohn! Soll ich ja dulden Schmerzen, hilf mir, Herr Christ, davon; verkürz mir alles Leiden, stärk meinen blöden Mut; laß selig mich abscheiden, setz mich in dein Erbgut! 5. Herzensheiland, schenke Glauben, festen Glauben, der durch alles siegreich dringt. Nach dir sehnt sich meine Seele in der Höhle, bis sie sich von hinnen schwingt. 3. In meines Herzens Grunde dein Nam und Kreuz allein funkelt Sterbe- und Begräbnislieder. all Zeit und Stunde; drauf kann letzte Pein und Not; die werden ich fröhlich sein. Erschein mir mich erhalten. in dem Bilde zu Trost in meiner Not, wie du dich, Herr, so milde geblutet haft zu Tod! 4. Verbirg mein Seel aus Gnaden bei dir vor allem Leid; rück sie aus allem Schaden zu deiner Herrlichkeit. Der ist wohl hier gewesen, wer kommt ins Himmels Schloß; und ewig ist genesen, wer bleibt in deinem Schoß. 428 5. Schreib meinen Nam aufs beste ins Buch des Lebens ein, bind meine Seele feste ins Lebensbündelein der, die im Himmel hin mit Freuden. grünen und vor dir leben frei; so will ich ewig rühmen, daß treu dein Herze sei. Valerius Herberger. † 1627. 3. Ich bin ein Glied an deinem Leib, des tröst ich mich von Herzen! Von dir ich ungeschieden bleib in Todesnot und Schmerzen. Wenn ich gleich sterb, so sterb ich dir; ein ewges Leben hast du mir durch deinen Tod erworben. 4. Weil du vom Tod erstanden bist, werd ich im Grab nicht bleiben; mein höchster Trost dein Auffahrt ist, Todsfurcht kann sie vertreiben. Denn wo du bist, da komm ich hin, daß ich stets bei dir leb und bin; drum fahr ich 658. Eigene Melodie. 176. Wenn mein Stündlein vorhanNikolaus Hermann. † 1561. 659. Eigene Melodie. 182. Wer weiß, wie nahe mir mein Ende! Hin geht die Zeit, her kommt der Tod; ach wie geschwinde und behende kann kommen meine den ist, zu fahren meine Straße, Todesnot! Mein Gott, ich bitt so leit du mich, Herr Jesu Christ, mit Hilf mich nicht verlasse! Mein Seel an meinem letzten End befehl ich dir in deine Händ; du wollst sie mir bewahren. durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 2. Mein Sünde wird mich kränken sehr, mein Gwissen wird mich nagen, denn ihr ist viel wie Sand am Meer; doch will ich nicht verzagen, will denken 3. Herr, lehr mich stets mein Herr, an deinen Tod, an deine End bedenken und, wenn ich 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am frühen Morgen war; denn weil ich leb auf dieser Erden, leb ich in steter Todsgefahr. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! Sterbe- und Begräbnislieder. mit meinem Ende gut. einstens sterben muß, die Seel durch Christi Blut, machs nur in Jesu Wunden senken und ja nicht sparen meine Buß. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 4. Laß mich bei Zeit mein Haus bestellen, daß ich bereit sei für und für und sage frisch in allen Fällen: Herr, wie du willst, so schicks mit mir! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 9. Ich habe Jesu Fleisch gegessen, ich hab sein Blut getrunken hier; nun kannst du meiner nicht vergessen, ich bleib in ihm und er in mir. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 5. Mach immer süßer mir den Himmel und immer bittrer diese Welt; gieb, daß mir in dem Weltgetümmel die Ewigkeit sei vorgestellt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 6. Ach Vater, deck all meine Sünde mit dem Verdienste Christi zu, worauf ich meine Hoffnung gründe; das giebt mir recht erwünschte Ruh. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, nichts, es sei Leben oder Tod. Ich leg die Hand in seine Seite und sage: Mein Herr und mein Gott! Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 8. Ich habe Jesum angezogen schon längst in meiner heilgen Tauf, und darum bist du mir gewogen, nahmst mich zu deinem Kinde auf. Mein Gott, ich bitt 429 10. So komm mein End heut oder morgen, ich weiß, daß mirs mit Jesu glückt; ich bin und bleib in deinen Sorgen, weil sein hochzeitlich Kleid mich schmückt. Mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs nur mit meinem Ende gut! 11. Jch leb indes in Gott vergnüget und sterb ohn alle Kümmernis. Mir gnüget, wie mein Gott es füget; ich glaub und bin es ganz gewiß: durch deine Gnad und Christi Blut machst dus mit meinem Ende gut. Amilia Juliana Gräfin von Schwarzburg- Rudolstadt.+ 1706. 915 660. Mel. 81: Jch hab mein Sach Gott 2Wie flieht dahin der Menschen Zeit, wie eilet man zur Ewigkeit! Wie wenig denken an die Stund von Herzensgrund, wie schweigt hievon der träge Mund! 2. Das Leben ist gleich wie ein Traum, ein nichtger, leerer Wasserschaum; im Augenblick es Sterbe- und Begräbnislieder. bald vergeht und nicht besteht, 3. Sprich nicht: ich denk in gleich wie ihr dieses täglich seht. Glück und Not im Herzen oft an meinen Tod. Der, den der Tod nicht weiser macht, hat nie mit Ernst an ihn gedacht. 3. Nur du, Jehova, bleibest mir das, was du bist; ich traue dir. Laß Berg und Hügel fallen hin; mir ist Gewinn, wenn ich allein bei Jesu bin. 4. Wir leben für die Ewigkeit, zu thun, was uns der Herr gebeut; und unsers Lebens kleinster Teil ist eine Frist zu unserm Heil. 5. Der Tod rückt Seelen vor Gericht; da bringt Gott alles an das Licht und macht, was hier verborgen war, den Rat der Herzen offenbar. 6. Drum da der Tod dir täglich dräut, so sei stets wacker und bereit; prüf deinen Glauben als ein Christ, ob er durch Liebe thätig ist. 7. Ein Seufzer in der letzten Not, ein Wunsch, durch des ErLösers Tod vor Gottes Thron gerecht zu sein, dies macht dich nicht von Sünden rein. 430 4. Was hilft die Welt in letzter Not? Lust, Ehr und Reichtum in dem Tod? O Mensch, du läufst dem Schatten zu; bedenb es nu, du kommst sonst nicht zu wahrer Ruh! 5. Weg Eitelkeit, der Thoren Lust! Mir ist das höchste Gut bewußt; das such ich nur, das bleibet mir. O mein Begier, Herr Jesu, zieh mein Herz nach dir! 6. Was wird das sein, wenn ich dich seh und bald vor deinem Throne steh! Du unterdessen lehre mich, daß stetig ich mit klugem Herzen suche dich. Joachim Neander. † 1680. 661. 8. Ein Herz, das Gottes Stimme hört, ihr folgt und sich vom Bösen kehrt; ein gläubig Mel. 177: Wenn wir in höchsten- 2c. Wie sicher lebt der Mensch, Herz, von Lieb erfüllt, dies ist es, was in Chrifto gilt. der Staub! Sein Leben ist ein fallend Laub; und dennoch schmeichelt er sich gern, der Tag des Todes sei noch fern. 2. Der Jüngling hofft des Greises Ziel, der Mann noch seiner Jahre viel, der Greis zu vielen noch ein Jahr, und keiner nimmt den Irrtum wahr. 9. Die Heiligung erfordert Müh, du wirkst sie nicht, Gott wirket sie; du aber ringe stets nach ihr, als wäre sie ein Werk von dir. 10. Wie oft vergaß ich diese Pflicht, Herr, geh mit mir nicht ins Gericht; drück selbft des To Sterbe- und Begräbnislieder. 431 des Bild in mich, daß ich dir lebe gethan, daß, wie in Einem alle würdiglich; sterben, also in Einem sie wie11. Daß ich mein Herz mit der leben.d jedem Tag vor dir, o Gott, erforschen mag, ob Liebe, Demut, Fried und Treu die Frucht des Geistes in mir sei; 663. Mel. 183: Wie schön leuchtet der 2c. 12. Daß ich zu dir um Gnade fleh, stets meiner Schwachheit Wie wird mir dann, o dann widersteh und endlich in des Glaubens Macht mit Freuden ruf: Es ist vollbracht! bol Christian Fürchtegott Gellert.+ 1769. mir sein, wenn ich, mich ganz des Herrn zu freun, in ihm entschlafen werde; von keiner Sünde mehr entweiht, entladen von der Sterblichkeit, nicht mehr der Mensch von Erde. Freu dich, Seele; stärke, tröste dich, erlöste, mit dem Leben, das dir dann dein Gott wird geben. 2. Ich freue mich und bebe doch; so drückt mich meines Elends Joch, der Fluch der Sünde, nieder. Der Herr erleichtert mir mein Joch, es stärkt durch ihn mein Herz sich doch, glaubt und erhebt sich wieder. Jesus Christus, laß mich sterben, dir zu leben, dir zu sterben, deines Vaters Reich zu erben.atis 662. Eigene Melodie. Siehe Anhang Nr. 20. Wie Die sie so sanft ruhn, alle die Seligen, von ihrer Arbeit, die sie in Gott gethan, und ihre Werke folgen ihnen nach in des ewigen Friedens Hütten. 2. Von ihren Augen wischt er die Thränen ab, sie kommen freudig, bringn ihre Garben ein, die weinend gingen, edlen Samen trugen in Hoffnung, in Lieb und Glauben. S. D. Roller. † 1850. 3. Verachte denn des Todes 3. Wenn einst die Stimme Graun, mein Geist; er ist ein wieder sie auferweckt des Men- Weg zum Schaun, der Weg im schensohnes, die durch die Gräber finstern Thale. Er sei dir nicht dringt, dann wird, was irdisch und verweslich, himmlisch und jugendlich auferstehen. mehrfürchterlich; ins Allerheiligste führt dich der Weg im finstern Thale. Gottes Ruh ist unvergänglich, überschwänglich, die Erlösten wird sie unaussprechlich 4. Preis, Ruhm und Ehre sei dir, o Gott, gebracht für deine Werke, die du an uns trösten. Sterbe- und Begräbnislieder. 4. Herr, Herr, ich weiß die führet aus! Wohlan, hinaus! Stunde nicht, die mich, wenn nun kein Bleiben ist im Erdenhaus. mein Auge bricht, zu deinen Toten sammelt. Vielleicht umgiebt mich ihre Nacht, eh ich dies Flehen noch vollbracht, mein Lob dir ausgestammelt. Vater, Vater, ich befehle meine Seele deinen Händen, deinen treuen Vaterhänden. 432 5. Vielleicht sind meiner Tage viel; ich bin vielleicht noch fern vom Ziel, an dem die Krone schimmert. Bin ich von meinem Ziel noch weit, die Hütte meiner Sterblichkeit, wird sie erst spät zertrümmert, laß mich, Vater, gute Thaten, gute Thaten mich begleiten vor den Thron der Ewigfeiten. 6. Wie wird mir dann, ach dann mir sein, wenn ich, mich ganz des Herrn zu freun, ihn dort anbeten werde; von keiner Sünde mehr entweiht, ein Mitgenoß der Ewigkeit, nicht mehr der Mensch von Erde! Heilig, heilig, heilig! singen wir dir, bringen Preis und Ehre, dir, der war und sein wird, Ehre. Friedrich Gottlieb Klopstod. † 1803. 664. A. Mel. 31: Ich hab mein Sach Gott 2c. Wohlauf, wohlan zum letzten Gang! kurz ist der Weg, die Ruh ist lang; Gott führet ein, Gott 2. Du Herberg in der Wanderzeit, gehab dich wohl und laß dein Leid. Schließ nur getroft die Pforte zu! Was trauerst du? dein Gast geht hin zur ewgen Ruh! 3. Tragt ihn fein sanft ins Schlafgemach; ihr Lieben, folgt ihm segnend nach. Hab gute Nacht; der Tag war schwül im Erdgewühl. Hab gute Nacht; die Nacht ist kühl. 4. Ein Festschmuck ist der Särge Tuch, ein Siegeszug der Leichenzug. Triumph! der Herr macht gute Bahn! Sein Kreuz voran, das winkt und deutet himmelan. 5. Jhr Glocken, tönt hochfestlich drein und läutet hell den Sabbath ein, der nach des Werktags kurzer Frist durch Jesum Christ für Gottes Volk vorhanden ist. B. 6. O selig, wer das Heil erwirbt und in dem Herrn, dem Mittler, stirbt! O selig, wer, vom Laufe matt, die Gottesstadt, die droben ist, gefunden hat! 7. Was suchst du, Mensch, bis in den Tod? Du suchst so viel, und Eins ist not! Die Welt beut ihre Güter feil; dent an dein Heil und wähl in Gott das beste Teil. Sterbe- und Begräbnislieder. 8. Was sorgst du bis zum letzten Tritt? Nichts brachtest du, nichts nimmst du mit. Die Welt vergeht mit Lust und Schmerz; schau himmelwärts! Da, wo dein Schak, da sei dein Herz. 9. Mit Gott bestell dein Haus beizeit, eh dich der Tod an Tote reiht. Sie rufen: Gestern wars an mir, heut ists an dir; hier ist kein Stand, kein Bleiben hier. 10. Vom Freudenmahl zum Wanderstab, aus Wieg und Bett in und wie und wo, ist Gott bewußt; schlag an die Brust, du mußt von dan nen, Mensch, du mußt! 11. Da ist kein Sik zu reich, zu arm, kein Haupt zu hoch, kein Herz zu warm, da blüht zu schön kein Wangenrot; im Finstern droht der Tod und überall der Tod. 433 Kleinod in der Fern und kämpfet gern und harrt der Zukunft seines Herrn. st C. 14. Wohl dem, der, Herr, mit dir vertraut, schon hier sich ewge Hütten baut! Er sieht das 15. Nun Thor des Friedens, die Wallfahrt sich. Ihr Schlumöffne dich! Hinein! hier schließt mernden im Friedensreich, gönnt allzugleich dem Staub ein Räumlein neben euch! 16. Viel Gräber hier im Ruhemel dort! bereitet ist die Stätte port, viel Wohnungen im Himschon am Gnadenthron, bereitet uns durch Gottes Sohn. 17. Sein ist das Reich mit Allgewalt; er zeugt und spricht: Ich komme bald! Ja komm, Herr Jesu, führ uns ein! wir harren dein; Amen, dein laß uns ewig sein! Christian Friedrich Heinrich Sachſe. † 1860. 3300 von Kindern. 12. Ach banges Herz im Leichen- Beim Tode und Begräbnisse thal, wo ist dein Licht, dein Lebensstrahl? Du bists, Herr, der mit Gottesmacht aus Grabesnacht das Leben hat ans Licht gebracht. e 1000732 13. Dein Trostwort klingt so Mel. 148: D Welt, ich muß dich zc. hoch und hehr: Wer an mich Gottlob, die Stund iſt kommen, 665. glaubt, stirbt nimmermehr! Dein da ich werd aufgenommen ins Kreuz, dein Grab, dein Aufer- schöne Paradeis! Ihr Eltern ftehn, dein Himmelgehn läßt uns dürft nicht klagen; mit Freuden den Himmel offen sehn. follt ihr sagen: Dem Höchsten sei Lob, Ehr und Preis. 2. Kurz war mein irdisch Leben; ein beffres wird mir geben 28 434 Sterbe- und Begräbnislieder. Gott in der Ewigkeit. Da werd erfüllen und ihm sich in Geduld ich nicht mehr sterben, in keiner ergiebt! Not verderben; mein Leben wird 9. Ade, nun seid gesegnet! Was sein lauter Freud. 3. Er eilet mit den Seinen, läßt sie nicht lange weinen in diesem Thränenthal. Ein schnell und selig Sterben ist schnell und glücklich erben des schönen Himmels Ehrensaal. jegund euch begegnet, ist andern auch geschehn; viel müffens noch erfahren. Nun, Gott woll euch bewahren! Dort wollen wir uns wiedersehn.d 4. Die Welt mag Netze stellen; mich wird sie nun nicht fällen, sie wird mir thun kein Leid. Denn wer kann den verlegen, den Christus will versehen ins Schloß vollkommner Sicherheit? 5. Zuvor bracht ich euch Freude; jetzt, da ich von euch scheide, betrübt sich euer Herz. Doch, wenn ihrs recht betrachtet und, was Gott thut, hoch achtet, wird sich bald lindern aller Schmerz. Johann Heermenn. † 1647. 666. Mel. 140: D Gott, du frommer Gott. Ihr Eltern, gute Nacht! Nun geht es an ein Scheiden; ich fahr zu Jesu hin in seine Himmelsfreuden, zu Jesu, dessen Huld in Ewigkeit mir lacht. Ach weinet, weinet nicht, ihr Eltern! gute Nacht! 2. Ihr Eltern, gute Nacht! Hört auf, um mich zu klagen, da jetzt mein zarter Leib wird in das Grab getragen; wißt, daß die Seele ist zur Himmelsruh gebracht. Ach weinet, weinet nicht, ihr Eltern! gute Nacht! 6. Gott zählet alle Stunden, er schlägt und heilet Wunden, er kennet jedermann. Nichts ist jemals geschehen, was er nicht vorgesehen; und was er thut, ist wohl gethan. 7. Wenn ihr mich werdet finden vor Gott, frei aller Sünden, 3. Ihr Eltern, gute Nacht! Sehr herrlich ists, zu wohnen im schönen Himmelsschloß, da man in weißer Seide stehn und tra- erblicket Kronen, die Gott den gen Siegespalmen in Händen und mit Psalmen des Herren Lob und Ruhm erhöhn: Frommen hat aus Gnaden zugedacht. Ach weinet, weinet nicht, ihr Eltern! gute Nacht! 8. Da werdet ihr euch freuen, es wird euch herzlich reuen, daß ihr euch so betrübt. Wohl dem, der Gottes Willen gedenket zu 4. Jhr Eltern, gute Nacht! Muß ich euch schon verlassen, so werdet ihr mich doch mit Herzenslust umfassen, wenn Gott mit euch Sterbe- und Begräbnislieder. 435 und mit der Welt ein Ende dir nach und preisen deinen Tod; macht. Ach weinet, weinet nicht, ihr Eltern! gute Nacht! wer überwindt, dem wird dort tausendfach versüßt die Erdennot. Dein zarter Geist, er blüh und lebe, an Christi Weinstock eine 5. Ihr Eltern, gute Nacht! Die Angst- und Marterstunden, die sind in dieser Welt nun völlig Rebe! O selig Kind!:|: überwunden; mein Leib schläft sanft, bis daß er wiederum erwacht. Ach weinet, weinet nicht, ihr Eltern! gute Nacht! Jopf Gotthard Schuster. † 1761. Benjamin Schmold. † 1737. aa 668. ISTI 667. D Mel. 148: D Welt, ich muß dich lassen. Senn kleine Himmelserben in ihrer Unschuld sterben, so büßt man sie nicht ein; sie werden nur Mel. 46: Es ist genug, so nimm 2c. dort oben vom Vater aufgehoben, selig Kind, so führt dich nun damit sie unverloren sein. der Tod zu deinem Jesus hin! 2. Sie sind ja in der Taufe Dein Schmerz entflieht, dein zu ihrem Christenlaufe für Schlaf wird Morgenrot, dein Christum eingeweiht und noch Sterben ein Gewinn. Dein Jesus bei Gott in Gnaden; was sollt ruft dir zu: Ich lebe, ich bin es ihnen schaden, daß Jesus sie der Weinstock, du die Rebe"; o zu sich entbeut? felig Kind!:: 3. D wohl auch diesem Kinde! es stirbt nicht zu geschwinde. Zeuch hin, du liebes Kind! Du gehest ja nur schlafen und bleibest bei den Schafen, die ewig unsers Jesu find. Johann Andreas Rothe. † 1758. 2. O selig Kind! die Taufe pflanzte dich in diesen Weinstock ein; jetzt zieht er dich liebend hinauf zu sich in Zions Sonnenschein. Dort pflegt er ewig dich als Rebe, daß eines in dem andern lebe; o selig Kind!:: 669. Mel. 46: 63 ist genug, so nimm zc. 3. D selig Kind! Gott rufe dieses Wort auch deinen Eltern zu: ,, wie selig ist nun euer Kindlein dort in stiller Himmelsruh! Zeuch hin, mein Kind; denn & Iernet Gott das Seine geben! Kein Weinstock lässet seine Neben. O felig Rind!":: Gott selbst fordert dich aus dieser argen Welt. Ich leide zwar, dein Tod betrübet mich, doch weil es Gott gefällt, so unterlaß ich alles 4. O selig Kind! so sehen wir 28* 436 Sterbe- und Begräbnislieder. Klagen und will mit stillem Geiste sagen: Zeuch hin, mein Kind!:: 2. Zeuch hin, mein Kind! Der Schöpfer hat dich mir nur in der Welt geliehn. Die Zeit ist aus, darum befiehlt er dir jetzt wieder fortzuziehn. Zeuch hin! Gott hat es so versehen; was dieser will, das muß geschehen. Zeuch hin, mein Kind!:: 3. 3euch hin, mein Kind! Im Himmel findest du, was dir die Welt versagt; denn nur bei Gott ist wahrer Trost und Ruh, kein Schmerz mehr, der uns plagt. Hier müssen wir in Ängsten schweben; dort kannst du ewig fröhlich leben. Beuch hin, mein Kind!:: 4. Zeuch hin, mein Kind! Wir folgen alle nach, so bald es Gott gefällt. Du eilest fort, eh dir das Ungemach verbittert diese Welt. Wer lange lebt, steht lang im Leide; wer frühe stirbt, kommt bald zur Freude. Zeuch hin, mein Kind!:: 5. Zeuch hin, mein Kind! Die Engel warten schon auf deinen frommen Geist. Du siehest auch, wie Gottes lieber Sohn dir schon die Krone weist. Nun wohl; die Seele ist entbunden, du hast im Herren überwunden. Zeuch hin, mein Kind!:: Gottfried Hoffmann. † 1712. 10.0 1912 syjslag med door& n.8 ( Andoidbing hist lo da ga b Falla Four med no adsinise i modro daik GES 1. Wiederkunft des Herrn. # 30 ph VIII. i modre Wiederkunft des Herrn, Auferstehung, jüngstes Gericht und ewiges Leben. i do 103.003 3. Jhr flugen Jungfraun alle, hebt nun das Haupt empor mit Jauchzen und mit Schalle zum frohen Engelchor. Die Thür ist aufgeschlossen, die Hochzeit ist bereit; auf, auf! ihr Reichsgenossen, der Bräutgam ist nicht weit. .8 670. 4. Wer wollte denn nun schlafen? Wer klug ist, der ist wach. Gott kommt, die Welt zu strafen, zu üben Grimm und Rach an Mel. 164: Balet will ich dir geben. Matth. 25, 1-13. Ermuntert euch, ihr Frommen, allen, die nicht wachen und die, zeigt eurer Lampen Schein; der von Wahn umhüllt, den fliehen Abend ist gekommen, die finstre und verlachen, der doch ist Sonn Nacht bricht ein. Es hat sich und Schild. aufgemachet der Bräutigam mit 5. Begegnet ihm auf Erden, Pracht; auf! betet, kämpft und ihr, die ihr Zion liebt, mit freuwachet; bald ist es Mitternacht. 02. Macht eure Lampen fertig und füllet sie mit Öl und seid des Heils gewärtig, bereitet Leib und Seel. Die Wächter Zions schreien: Der Bräutigam ist nah, begegnet ihm im Reihen und singt Halleluja! digen Gebärden und seid nicht mehr betrübt; es sind die Freudenstunden gekommen, und der Braut wird, weil sie überwunden, die Krone nun vertraut. 6. Die ihr Geduld getragen und mit gestorben seid, sollt nun nach Kreuz und Klagen in Freuden sonder Leid mit leben und regieren und vor des Lammes Thron mit Jauchzen triumphieren in eurer Siegeskron. 7. Hier sind die Siegespalmen, hier ist das weiße Kleid; hier stehn die Weizenhalmen im 438 Frieden nach dem Streit und nach den Wintertagen; hier grünen die Gebein, die dort der Tod erschlagen; hier schenkt man Freudenwein. Wiederkunft des Herrn. 3. Ein Buch wird dann gelesen bald, darinnen steht geschrieben, was alle Menschen, jung und alt, auf Erden je getrieben; da dann gewiß ein jedermann wird hören, was er hat gethan in seinem ganzen Leben. 8. Hier ist die Stadt der Freuden, Jerusalem, der Ort, wo die Erlösten meiden; hier ist der 4. O weh dem Menschen, welfichre Port, hier sind die güldnen cher hat des Herren Wort verGassen, hier ist das Hochzeits- achtet und nur auf Erden früh mahl; hier soll sich niederlassen und spat nach großem Gut gedie Braut im Freudensaal. trachtet! Der wird fürwahr gar schlecht bestehn und mit dem Satan müssen gehn von Christo in die Hölle. 9. O Jesu, meine Wonne, komm bald und mach dich auf. Geh auf, ersehnte Sonne, und fördre deinen Lauf. O Jesu, mach ein Ende und führ uns aus dem Streit; wir heben Haupt und Hände nach der Erlösungszeit. 2736 5. D Jefu, hilf zur selben Zeit durch deine heilgen Wunden, daß ich im Buch der Seligkeit werd eingezeichnet funden; daran ich denn auch zweifle nicht, denn du hast ja den Feind gericht und meine Schuld bezahlet. 6. Derhalben mein Fürsprecher sei, wenn du nun wirft erscheinen, toari o Mel. 127: Nun freut euch, lieben 2c. Es ist gewißlich an der Zeit, und lies mich aus dem Buche daß Gottes Sohn wird kommen in seiner großen Herrlichkeit, zu richten Bös' und Fromme. Dann wird das Lachen werden teur, wenn alles wird vergehn im Feur, wie Betrus davon schreibet. frei, darinnen stehn die Deinen; auf daß ich samt den Brüdern mein mit dir geh in den Himmel ein, den du uns haft erworben. 2. Posaunen wird man hören gehn an aller Welten Ende; dann werden alsbald auferstehn die Toten gar behende. Die aber noch am Leben find, die wird des Herren Wort geschwind verwandeln und erneuen. 7. D Jesu Christ, du machst es lang mit deinem jüngsten Tage; den Menschen wird auf Erden bang von vieler Not und Plage. Komm doch, komm doch, du Richter groß, und mach uns bald in Gnaden los von allem Übel! Amen. Laurentius Laurenti. † 1722. 100 671, OTHES 43 Bartholomäus Ringwaldt. † 1598. Auferstehung und jüngstes Gericht. 439 Wa vom Himmel prächtig, von Gnaden stark, von Wahrheit mächtig; ihr Licht wird hell, ihr Stern geht auf. Nun komm, du werte Kron, Herr Jesu, Gottes Sohn! Hofianna! Wir folgen all zum Freudensaal und halten mit das Abendmahl. Sachet auf! ruft uns die Stimme der Wächter sehr hoch auf der Zinne, wach auf, du Stadt Jerufalem! Mitternacht heißt diese Stunde! Sie rufen uns mit hel- 3. Gloria sei dir gesungen mit lem Munde: Wo seid ihr klugen Jungfrauen? Wohlauf, der Bräutgam kömmt; steht auf, die Lampen nehmt! Halleluja! Macht euch bereit zu der Hochzeit; ihr müffet ihm entgegen gehn. Menschen und mit Engelzungen, mit Harfen und mit Cymbeln schön. Von zwölf Perlen sind die Thore an deiner Stadt, wir stehn im Chore der Engel hoch um deinen Thron. Kein Aug hat je gefehn, kein Ohr hat je gehört solche Freude. Des jauchzen wir und singen dir das Halleluja für und für! philipp Nicolai. † 1608. usb Sisime duer mit I 1672. Red vie Eigene Melodie. 169. ed Matth. 25, 1-13. 2. Zion hört die Wächter singen; das Herz will ihr vor Freuden springen, sie wachet und steht eilend auf. Ihr Freund kommt na 010 ad uso 2. Auferstehung und jüngstes Gericht. SER 673. 4. Wie den Träumenden wirds dann uns sein; mit Jesu gehn wir ein zu seinen Freuden. Der Eigene Melodie. 16. Auferstehn, ja auferstehn wirst müden Pilger Leiden sind dann du, mein Staub, nach kurzer Ruh. Unsterblich Leben wird, nicht mehr. 5. Ach, ins Allerheiligste führt der dich schuf, dir geben. Halleluja! mich mein Mittler dann, lebt 2. Wieder aufzublühn, werd ich im Heiligtume zu seines ich gesät; der Herr der Ernte Namens Ruhme. Halleluja! geht und sammelt Garben uns ein, uns, die wir starben. Halleluja! Friebrich Gottlieb Klopstod.+ 1803. 674. 3. Tag des Danks, der Freudenthränen Tag, du meines Gottes Tag! wenn ich im Grabe Mel. 101: Kommt her zu mir, spricht 2c. genug geschlummert habe, erweckft Du siehest, Mensch, wie fort du mich. und fort der eine hier, der andre 440 Auferstehung und jüngstes Gericht. dort uns gute Nacht muß geben; der Tod hält keinen andern Lauf, er sagt zuletzt die Wohnung auf uns allen, die wir leben. tig halte und nicht, verstrickt in böser Lust, des ewgen Lebens unbewußt, zum ewgen Tod erkalte. Simon Dach. † 1659. 2. Bedenk es weislich in der Zeit und flieh den Schlaf der Sicherheit, sei augenblicklich wacker; denn wiss, es bleibet dabei nicht, 675. Mel. 45: Es ist das Heil uns 2c. daß man dich hin aus diesem Licht trägt auf den Gottesacker. Ich weiß, daß mein Erlöser lebt, das soll mir niemand neh3. Wir werden aus den Grä- men. Er lebt, und was ihm bern gehn und alle vor Gerichte widerstrebt, das muß sich endlich stehn, das Christus selbst wird schämen. Er lebt fürwahr, der hegen, wann auf der Engel Feld- starke Held; sein Arm, der alle geschrei die Glut das große Welt- Feinde fällt, hat auch den Tod gebäu wird in die Asche legen. bezwungen. 4. Alsdann wird erstlich aller 2. Mein Heiland lebt; ob ich Welt Vergeltung werden zuge- nun werd in Todes Staub mich stellt; die Sünder sollen büßen strecken, so wird er mich doch und ohne Trug und ohne Schein aus der Erd hernachmals aufsich selber Kläger, Richter sein, erwecken; er wird mich reißen verdammt durch ihr Gewissen. aus dem Grab und aus dem Lager, da ich hab ein kleines ausgeschlafen. 5. Ach Gott, kommt mir dies Urteil vor, so steigen mir die Haar empor, mein Herz fühlt Angst und Schrecken. Ihr hohen Hügel, heb ich an, ihr Berg und was sich stürzen kann, fallt her, mich zu bedecken. 3. Ich werde dann in seinem Licht ihn sehn und mich erquicken, mein Auge wird sein Angesicht mit großer Lust erblicken; ich werd ihn sehen mir zur Freud und werd ihm dienen ohne Zeit, ich selber und kein Fremder. 4. Trok sei nun allem, was mir will mein Herze zittern machen. Wärs noch so mächtig, 7. Gieb, daß ich mich bei groß und viel, kann ich doch gutem Sinn, und weil ich noch fröhlich lachen; und drohen Tod bei Kräften bin, zu sterben fer- und Hölle noch, Triumph! 6. Herr Jesu, meine Zuversicht, ach laß dein strenges Zorngericht, ach laß es mir nicht schaden! Zeig an dem Vater den Vertrag, damit ich freudig hören mag den süßen Spruch der Gnaden. Auferstehung und jüngstes Gericht. thi Triumph! es bleibet doch Gott, dieser Welt hast du so lange mein Erlöser, leben. Bein bestellt. Ach nimm dies wohl zu Herzen und merke drauf, no Menschenkind: kurz ist die Zeit, & r der Tod geschwind. Paul Gerhardt.+1676. This 676. Chui asimite Eigene Melodie. 139. Ewigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich 5. Wach auf, wach auf vom Schlaf der Sünd, ermuntre dich, verlornes Kind und beffre bald dein Leben! Wach auf, es ist doch hohe Zeit, es kommt heran die Ewigkeit, dir deinen Lohn weiß vor großer Traurigkeit zu geben. Vielleicht ist heut der nicht, wo ich mich hinwende. Mein ganz erschrocknes Herz erbebt, daß mir die 3ung am Gaumen klebt. letzte Tag; wer weiß, wie man noch sterben mag. 6. D Ewigkeit, du Donnerwort, o Schwert, das durch die Seele bohrt, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Zeit ohne Zeit, ich weiß vor großer Traurigkeit nicht, wo ich mich hinwende. Nimm du mich, wann es dir gefällt, Herr Jesu, in dein Freudenzelt. lustigde 2. Kein Unglück ist in aller Welt, das endlich mit der Zeit nicht fällt und ganz wird auf gehoben; die Ewigkeit nur hat kein Ziel, sie treibet fort und fort ihr Spiel, läßt nimmer ab zu toben. Ja, wie mein Heiland selber spricht, ihr Wurm und Feuer sterben nicht. 441 Johann Rist. † 1667. 677. 3. D Ewigkeit, du machst mir bang! O ewig, ewig ist zu lang, hier gilt fürwahr kein Scherzen! Drum, wenn ich diese lange Eigene Melodie. 161. Röm. 2, 5. Nacht und ihre große Pein be- Tag des Zorns, o Tag voll tracht, erschreck ich recht von Grauen, da die Welt den Herrn Herzen. Nichts ist zu finden soll schauen, nach dem Wort, weit und breit so schrecklich als dem wir vertrauen! die Ewigkeit. 4. Ach Gott, wie bist du so gerecht, wie strafest du die bösen Knecht im heißen Pfuhl der Schmerzen! Auf kurze Sünden 2. Zittern in der Erde Gründen wird des Richters Nahn verkünden, der die Herzen will ergründen. 3. Wunderbar PosaunenhalAQU OL Auferstehung und jüngstes Gericht. len wird durch jedes Grab er- 12. Gleich Verworfnen fühl schallen, auf zum Throne! rufend ich Bangen, Schuld macht glühen allen.com is nog domeine Wangen, mein Gebet laß 4. Erd und Tod wird sehn Gnad erlangen. 442 mit Beben das Geschöpf der Gruft entschweben, Antwort seinem Herrn zu geben. 5. Und ein Buch wird sich entfalten, drin die Schuld der Welt enthalten, über dir Gericht zu halten. 6. Wenn er nun sitzt auf dem Throne, kommt alsbald vor Gottes Sohne alles zum verdienten Lohne. 13. Du, der lossprach einst Marien und dem Schächer haft verziehen, haft auch Hoffnung mir verliehen. 11. Richter der gerechten Rache, deiner Huld mich teilhaft mache, eh der Tag des Zorns erwache. 14. Gar unwürdig ist mein Flehen, laß du Heiland Gnad mich sehen, nicht ins ewge Feuer gehen. 15. Wollst mich von den Böcken trennen und den Schafen zuerkennen, Plak zu deiner Rechten gönnen. 7. Was soll dann ich Armer sagen? wer mich zu vertreten wagen, wo selbst die Gerechten zagen? 8. Furchtbar hoch erhabner König, Quell der Liebe, Heiland gnädig, mache mich der Sünde ledig! 9. Jesu, deiner Lieb gedenke, daß du für mich kamst, bedenke, darum einst mir Gnade schenke. 18. Tag der Thränen, wo 10. Bist voll Schmerz mich mit Grauen Gott die Kreatur suchen gangen, haft am Kreuz soll schauen, aus dem Grabe für mich gehangen, nicht umsonst zitternd steigen, wollst dann allen sei Tod und Bangen. Huld erzeigen. Frommer Jesu, Heiland du, schenke alln die erge Ruh. Amen! Nach Thomas von Celano, t um 1250, von Christian Karl Josias von Bunsen. 16. Ruf, wenn in die ewgen Flammen sinken, die du willst verdammen, mit den Deinen mich zusammen. 17. Sieh, nach dir streck ich die Hände, zum Zerknirschten, Herr, dich wende, o gieb mir ein selig Ende. sunt Ewiges Leben. di 3. Ewiges Leben. imot sol der süßen Ewigkeit kann mehr Erquickung geben, als dieser eitlen Zeit gesamte Wohlgenüsse; und wer nach jener strebt, tritt unter seine Füße, was hier die Welt erhebt. 2. Wer von dir möchte sehen nur einen Blick, o Gott, wie wohl würd ihm geschehen! Die Welt wär ihm ein Spott mit allem ihrem Wesen; so herrlich und so rein, so lieblich, so erlesen ist deiner Augen Schein. 3. Du reichlichste Belohnung der auserwählten Zahl, wie lieblich ist die Wohnung, da deiner Gottheit Strahl sich offenbarlich zeiget! O herrlich edler Tag, dem diese Sonne steiget und ihn erleuchten mag. Ste 443 h 678. Fröhlichkeit. Gott selbst ist solche E OTOT blived du Wonne, ist solcher Liebe Preis, Mel. 164: Balet will ich dir geben. ist seiner Blumen Sonne im Ein Tröpflein von den Reben bunten Paradeis. 5. Vollkommne Liebe bringet dort immer neue Freud; aus ewger Lieb entspringet ein ewge Tus Aud 6. Was wünscheft du für Gaben? Du wirst sie finden dort und in dir selber haben den Reichtum fort und fort. Denn Gott, vor welchem Kronen und Perlen Staub und Spott, wird selber in uns wohnen, und wir in unserm Gott. 7. Wann werd ich einmal kommen zu solchem Freudenquell? Wär ich doch aufgenommen und schon bei dir zur Stell! Herr Christe, nimm mein Flehen so lang indessen an, bis ich dich selber sehen und ewig schauen fann Erasmus Fing. † 1694. 679. Mel. 184: Wie wohl ist mir, o Freund zc.. Ebr. 4, 9. 4. D Licht, das ewig brennet, dem keine Nacht bewußt, das Es ist noch eine Ruh vorhanden; feinen Nebel kennet! Gesellschaft, reich an Lust, da Gott und Engel kommen mit Menschen überein, und ewiglich die Frommen gefegnet werden sein. auf, müdes Herz, und werde licht! Du seufzest hier in deinen Banden, und deine Sonne scheinet nicht. Sieh auf das Lamm, das dich mit Freuden dort wird vor seinem Stuhle weiden; wirf hin die Last und eil herzu. Bald ist der schwere Kampf geendet, bald, bald Ewiges Leben. garben bringen; denn unsre Thränensaat ist aus! O welch 2. Die Ruhe hat Gott aus ein Jubel wird erklingen und im Vaterhaus! erforen, die Ruhe, die kein Ende süßer Ton im nimmt; es hat, da noch kein Schmerz, Seufzen, Leid, Tod Mensch geboren, die Liebe sie und dergleichen wird müssen uns schon bestimmt. Das Gottes fliehn und von uns weichen. lamm, es wollte sterben, uns Wir werden den Erlöser sehn; diese Ruhe zu erwerben; es ruft, er wird beim Brunnquell uns es locket weit und breit: Ihr erfrischen, die Thränen aus den müden Seelen und ihr Frommen, Augen wischen; wer weiß, was versäumet nicht, heut einzukommen sonst noch soll geschehn? zu meiner Ruhe Lieblichkeit. 6. Kein Durst noch Hunger wird uns schwächen; denn die Erquickungszeit ist da. Die Sonne wird uns nicht mehr stechen; der Herr ist seinem Volke nah. Gr 3. So kommet denn, ihr matten Seelen, die manche Last und Bürde drückt; eilt, eilt aus euren Kummerhöhlen, geht nicht mehr seufzend und gebückt. Ihr habt will selbst über ihnen wohnen und ihre Treue wohl belohnen des Tages Last getragen; dafür läßt euch der Heiland sagen: Ich mit Licht und Trost, mit Ehr selbst will eure Ruhstatt sein und Preis. Es werden die GeIhr seid mein Volk, gezeugt von beine grünen; der große Saboben; ob Sünde, Welt und bath ist erschienen, da man von keiner Arbeit weiß. Teufel toben, seid nur getrost und gehet ein. 444 der saure Lauf vollendet; so gehst du ein zu deiner Ruh. 7. Da ruhen wir und sind im 4. Was mag wohl einen Kranken Frieden und leben ewig sorgenTaben und einen müden Wanders- los. Ach fasset dieses Wort, ihr mann? Wo jener nur ein Lager Müden, legt euch dem Heiland haben und sanft von Schmerzen in den Schoß! Ach, Flügel ruhen kann; wenn dieser sich darf her! wir müssen eilen und uns niedersetzen, an einem frischen nicht länger hier verweilen; dort Trunk ergößen: wie sind sie beide wartet schon die frohe Schar. so vergnügt! Doch dies sind Fort, fort mein Geist, zum kurze Ruhestunden; es ist noch Jubilieren, begürte dich zumt eine Ruh erfunden, da man auf Triumphieren! Auf, auf! es kommt das Ruhejahr. ewig stille liegt. 5. Da wird man FreudenJohann Sigismund Kunth. † 1779. Ewiges Leben. 680. Eigene Melodie. 86. Offenb. Joh. 21. Jerusalem, du hochgebaute Stadt, wollt Gott, ich wär in dir! Mein sehnend Herz so groß Verlangen hat und ist nicht mehr bei mir. Weit über Berg und Thale, weit über blaches Feld schwingt es sich über alle und eilt aus dieser Welt. 2. O schöner Tag und noch viel schönre Stund, wann wirst du kommen schier? da ich mit Lust und freiem Freudenmund die Seele geb von mir in Gottes treue Hände zum auserwählten Pfand, daß sie mit Heil anlände in jenem Vaterland? 445 zogen schon? Was in der Welt von Auserwählten war, seh ich, die beste Kron, die Jesus mir, der Herre, entgegen hat gesandt, da ich noch war von ferne in meinem Thränenland. 3. Jm Augenblick wird sie erheben sich bis an das Firmament, wenn sie verläßt so sanft, so wunderlich die Stätt der Element; fährt auf Eliä Wagen mit großer Engelschar, die sie in Händen tragen, umgeben ganz und gar. 4. O Ehrenburg, sei nun gegrüßet mir, thu auf der Gnaden Pfort! Wie große Zeit hat mich verlangt nach dir, eh ich bin kommen fort aus jenem bösen Leben, aus jener Nichtigkeit, und mir Gott hat gegeben das Erb der Ewigkeit. 6. Propheten groß und Patriarchen hoch, auch Christen ins gemein, die weiland dort trugen des Kreuzes Joch und der Tyrannen Pein, schau ich in Ehren schweben, mit Freiheit überall, mit Klarheit hell umgeben, mit sonnenlichtem Strahl. 7. Wenn dann zuletzt ich angelanget bin im schönen Paradeis, von höchster Freud erfüllet wird der Sinn, der Mund von Lob und Preis. Das Halleluja reine man singt in Heiligkeit, das Hosianna feine ohn End in Ewigfeit. 8. Mit Jubelklang, mit Instrumenten schön, auf Chören ohne Zahl, daß von dem Schall und von dem süßen Ton sich regt der Freudensaal; mit hundert tausend Zungen, mit Stimmen noch viel mehr, wie von Anfang gesungen die Himmel und ihr Heer. Johann Matthäus Meyfart.+ 1642. 681, no me Eigene Melodie. 122. Nach einer Prüfung kurzer Tage 5. Was für ein Volk, welch erwartet uns die Ewigkeit. Dort, eine edle Schar kommt dort ge- dort verwandelt sich die Klage in 446 Ewiges Leben. göttliche Zufriedenheit. Hier übt die Tugend ihren Fleiß, und jene Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr ists, der Fromme schmeckt auf Erden schon manchen selgen Augenblick; doch alle Freuden, die ihm werden, sind ihm ein unvollkommnes Glück. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stören ihn des Körpers Schmerzen, bald das Geräusche dieser Welt; bald kämpft in seinem eignen Herzen ein Feind, der öfter siegt, als fällt; bald finkt er durch des Nächsten Schuld in Kummer und in Ungeduld. 4. Hier, wo die Tugend öfters leidet, das Laster öfters glücklich ist, wo man den Glücklichen beneidet und des Bekümmerten vergißt, hier kann der Mensch nie frei von Pein, nie frei von eigner Schwachheit sein. 5. Hier such ichs nur, dort werd ichs finden; dort werd ich, heilig und verklärt, der Tugend ganzen Wert empfinden, den unaussprechlich hohen Wert; den Gott der Liebe werd ich sehn, ihn lieben, ewig ihn erhöhn. 7. Da werd ich das im Licht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah; das wunderbar und heilig nennen, was unerforschlich hier geschah; da denkt mein Geist mit Preis und Dank die Schickung im Zusammenhang. 8. Da werd ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, sich offenbart; ein Heilig, heilig, heilig! singen dem Lamme, das erwürget ward; und Cherubim und Seraphim und alle Himmel jauchzen ihm. 6. Da wird des Vaters heilger Wille mein Will und meine Freude sein; und lieblich Wesen, Heil die Fülle am Throne Gottes mich erfreun. Dann läßt Gewinn stets auf Gewinn mich fühlen, daß ich selig bin. 9. Da werd ich in der Engel Scharen mich ihnen gleich und heilig sehn, das nie gestörte Glück erfahren, fromm mit den Frommen umzugehn. Da wird durch jeden Augenblick ihr Heil mein Heil, mein Glück ihr Glück. 10. Da werd ich dem auch Dank bezahlen, der Gottes Weg mich om gehen hieß, und ihn zu millionen Malen noch segnen, daß er mir ihn wies; da find ich in des Höchsten Hand den Freund, den ich auf Erden fand. 11. Da ruft, o möchte Gott es geben! vielleicht auch mir ein Selger zu: Heil sei dir, denn du haft das Leben, die Seele mir gerettet, du! O Gott, wie muß das Glück erfreun, der Retter einer Seele sein! 12. Was seid ihr Leiden dieser Erden doch gegen jene Herrlichkeit, die offenbart an uns soll wer Ewiges Leben. den von Ewigkeit zu Ewigkeit? Wie nichts, wie gar nichts gegen fie ist doch ein Augenblick voll Müh! Christian Fürchtegott Gellert.+ 1769. 682. D Mel. 139: D Ewigkeit, bu Donnerwort. Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! O Ewigfeit, Freud ohne Leid, ich weiß vor Herzensfröhlichkeit gar nichts mehr vom Elende, weil mir versüßt die Ewigkeit, was uns betrübet in der Zeit. 2. Rein Herrlichkeit ist in der Welt, die endlich mit der Zeit nicht fällt und gänzlich muß vergehen; die Ewigkeit nur hat kein Ziel, fie treibet fort und fort ihr Spiel, bleibt unverändert stehen; ja wie der heilge Petrus spricht: ihr Erbe, das verwelket nicht. 447 legt, sodann zur andern Seiten dort jenes Lebens Herrlichkeit, wie wird es überwogen weit! 5. Jm Himmel lebt der Christen Schar bei Gott viel tausend tausend Jahr und werden des nicht müde; sie stimmen mit den Engeln ein, sie sehen stets der Gottheit Schein, sie haben güldnen Frieden, da Christus giebt, wie er verheißt, das Manna, das die Engel speist. 6. Ach wie verlanget doch nach dir mein mattes Herze mit Begier, du überselges Leben! Wann komm ich doch einmal dahin, wohin mein schwacher, blöder Sinn sich allzeit übt zu streben? Ich will der Welt vergessen ganz, mich sehnen nach des Himmels Glanz. 7. Fahr hin, du schnöde Sucht und Pracht, du Augenlust und eitle Tracht, fahr hin, du sündlich Wesen; fahr hin, du falsche Liebesbrunst, du armer Stolz und 3. DEwigkeit, du währest lang! Geldesdunst und was die Welt Wenn mir auf Erden gleich ist erlesen gleich als ihr einig höchbang, weiß ich, daß dies aufhöret. stes Gut! Das Ewge macht mir Drum wenn ich diese lange Zeit bessern Mut. erwäge samt der Seligkeit, die gar nichts mehr zerstöret, so acht ich alles Leiden nicht, das mich nur kurze Zeit ansicht. 8.D Ewigkeit, du Freudenwort, das mich erquicket fort und fort, o Anfang sonder Ende! O Ewigkeit, Freud ohne Leid, ich weiß von keiner Traurigkeit, wenn ich zu dir mich wende. Herr Jesu, 4. Was ist doch aller Christen Qual, die Pein der Märtrer allzumal, so vieles Kreuz und Lei- gieb mir solchen Sinn beharrlich, den? Wenn man es gleich zusam- bis ich komm dahin. menträgt und alles auf die Wage Kaspar Heunisch. † 1690. 448 is med 683. Ewiges Leben. sier sieht ma Mel. 9: Alle Menschen müſsen 2c. wie fröhlich, o wie selig werden wir im Himmel sein; droben ernten wir unzählig unfre Freudengarben ein. Gehen wir hier hin und weinen, dorten wird die Sonne scheinen; dort ist Tag und keine Nacht, dort, wo man nach Thränen lacht. mich recht trösten wirst. Unterdessen laß auf Erden schon mein Herze himmlisch werden, bis mein Los in jener Welt auf das allerschönste fällt. Hal harga Benjamin Schmold. † 1737. 684. Mel. 169: Wachet auf, ruft uns die 2c. Selig find des Himmels Erben, 2. Ach wer wollte sich nicht sehnen, dort in Zion bald zu stehn und aus diesem Thal der Thränen an den Freudenort zu gehn, wo sich unser Kreuz in Palmen, unser Klagelied in Psalmen, unsre Last in Lust verkehrt und das Jauchzen ewig währt. 1920 ed Wit 3. Da wird unser Aug erblicken, was ganz unvergleichlich ist; da 2. Dank, Anbetung, Preis und wird unsern Mund erquicken, was aus Gottes Herzen fließt; da wird unser Ohr nur hören, was die Freude kann vermehren; da empfindet unser Herz lauter Labsal ohne Schmerz. sto bil die Toten, die im Herren sterben, zur Auferstehung eingeweiht! Nach den letzten Augenblicken des Todesschlummers folgt Entzücken, folgt Wonne der Unsterblichkeit. Jm Frieden ruhen sie, los von der Erde Müh. Hosianna! Vor Gottes Thron zu seinem Sohn begleiten ihre Werte sie. 4. Ach wann werd ich dahin kommen, daß ich Gottes Antlitz schau? Werd ich nicht bald aufgenommen in den schönen Himmelsbau, dessen Grund den Perlen gleichet, dessen Glanz die Sonne weichet, dessen wundervolle Pracht Goldesglanz zu nichte macht. Ehre, Macht, Weisheit, ewig, ewig Ehre sei dir, Versöhner, Jesu Christ! Jhr, der Überwinder Chöre, bringt Dank, Anbetung, Preis und Ehre dem Lamme, das geopfert ist! Er sank wie wir ins Grab, wischt unsre Thränen ab, alle Thränen! Er hats vollbracht; nicht Tag, nicht Nacht wird an des Lammes Throne sein! 3. Nicht der Mond, nicht mehr die Sonne scheint uns alsdann; er ist uns Sonne, der Sohn, die Herrlichkeit des Herrn. Heil, nach 5. Nun so stille mein Verlan- dem wir weinend rangen, nun bist gen, o du großer Lebensfürst! Laß du hell uns aufgegangen, nicht mich bald dahin gelangen, wo du mehr im Dunkeln, nicht von fern! Ewiges Leben. Nun meinen wir nicht mehr; das Alte ist nicht mehr! Halleluja! Er sant hinab, wie wir, ins Grab; er ging zu Gott, wir folgen ihm! Friedrich Gottlieb Klopstock. † 1803. der Tag sei nicht mehr weit, damit sich ja nicht lenke mein Herz zur Eitelkeit. 449 verleide mir die Welt; hilf, daß ich das erwähle, was droben mir bestellt; gieb, daß mein Herz sich finde in dir, mein treuer Hort, und zeige deinem Kinde den ewgen Friedensport. 6. So ist wohl aufgehoben mein allerbestes Teil; nicht unten, sondern oben im Himmel ist mein Heil. Gehts dann, o Welt, zu Ende mit deiner Luft und Last, so tragen Jesu Hände mich heim zur süßen Rast. 685. Mel. 164: Valet will ich dir geben. Wann wird doch einst erscheinen die angenehme Zeit? Komm Jesu, führ die Deinen in deine Herrlichkeit! Ach laß auch uns anbrechen den schönsten Sommertag, da man wird freudig sprechen: Weg Tod, weg Not, weg Plag! 2. Es kann nicht lang mehr werden, drum hebt das Haupt empor; ach neigt es nicht zur Erden, denn seht, es bricht hervor der Tag, da ihr sollt sehen, was die Erlösung sei, der Tag, da ihr sollt stehen vor Jesu sündenfrei. 686. 3. Ach Jesu, meine Liebe, mein Teil in jener Welt, ach hilf, daß ich mich übe, so wie es Mel. 100: Komm, o tomm, du Geist 2c. Offenb. Joh. 7, 9-17. dir gefällt; gieb, daß ich stets bedenke, Wer sind die vor Gottes Throne? 7. Nun komm erwünschtes Leben, komm schönste Sommerzeit, komm, Tag, der mir wird geben die süße Ewigkeit. Komm Jesu, Lebenssonne, fomm, führe mich hinein ins Haus der Freud und Wonne, da werd ich selig sein. Johann Job. † 1736. was ist das für eine Schar? Tragen jeder eine Krone, glänzen wie die Sterne klar; Halleluja! fingen all, loben Gott mit frohem Schall. 2. Wer sind die, so Palmen tragen wie ein Sieger in der Hand, welcher seinen Feind geschlagen, hingestrecket in den Sand? Welcher Streit und welcher Krieg 4. Ach lehre mich stets beten und stehn auf meiner Hut, laß mich einst vor dich treten mit unverzagtem Mut; und wenn ich soll erscheinen und kommen vor Gericht, so trenn mich von den Deinen ein strenges Urteil nicht. 5. Du Freude meiner Seele, hat gezexget diesen Sieg? 29 450 Ewiges Leben. 3. Wer sind die in reiner Seide ihr Durst gestillet ist, da sie sind göttlicher Gerechtigkeit, angethan bei Jesu Christ. mit weißem Kleide, das bestäubet keine Zeit und veraltet nimmermehr; wo sind diese kommen her? 4. Es sind die, so wohl gerungen für des großen Gottes Ehr, haben Welt und Tod bezwungen, folgend nicht dem sündgen Heer, die erlanget auf den Krieg durch des Lammes Blut den Sieg. 5. Es sind die, so viel erlitten, Trübsal, Schmerzen, Angst und Not, im Gebet auch oft gestritten mit dem hochgelobten Gott. Nun hat dieser Kampf ein End, Gott hat all ihr Leid gewendt. 6. Es sind Zweige eines Stammes, der uns Huld und Heil gebracht; haben in dem Blut des Lammes ihre Kleider hell gemacht, sind geschmückt mit Heiligkeit, prangen nun im Ehrenkleid. 7. Es sind die, so stets erschienen hier als Priester vor dem Herrn, Tag und Nacht bereit zu dienen, Leib und Seel geopfert gern. Nunmehr stehn sie all herum vor dem Stuhl im Heiligtum. 8. Wie ein Hirsch am Mittag lechzet nach dem Strom, der frisch und hell, so hat ihre Seel geächzet nach dem rechten Lebensquell. Nun 9. Dahin streck auch ich die Hände, o Herr Jesu, zu dir aus; mein Gebet ich zu dir wende, der ich noch in deinem Haus hier auf Erden steh im Streit: Treibe, Herr, die Feinde weit. 10. Hilf mir in dem Kampfe siegen wider Sünde, Höll und Welt; laß mich nicht darnieder liegen, wenn ein Sturm mich überfällt. Führe mich aus aller Not, Herr, mein Fels, mein treuer Gott. 11. Gieb, daß ich, aus dir geboren, an dir als ein grünes Reis wachse und sei auserkoren, durch dein Blut gewaschen weiß, meine Kleider wahre rein, meide allen falschen Schein; 12. Daß mein Teil sei bei den Frommen, welche, Herr, dir ähnlich sind, und auch ich, der Not entnommen, als dein dir getreues Kind dann, genahet zu dem Thron, nehme den verheißnen Lohn. 13. Welches Wort faßt diese Wonne, wenn ich mit der heilgen Schar in dem Strahl der reinen Sonne leucht auch wie die Sterne klar! Amen, Lob sei dir bereit, Dank und Preis in Ewigkeit! seinrich Theobald Schent. † 1727. never pulirpodio!!! fl Verzeichnis der Liederdichter. A. Ämilia Juliana, Gräfin von Schwarzburg- Rudolstadt, geboren 1637,+1706. 244. 522. 659. Agricola, Johann, geb. 1492 in Eisleben,+1566 als Hofprediger in Berlin. 348. Ahlfeld, Friedrich, geb. 1810 in Mehringen( Anhalt), 1851-1881 Pfarrer zu St. Nicolai in Leipzig, lebt daselbst als Pastor emer. und Geh. Kirchenrat. 221. Albert, Heinrich), geb. 1604 zu Lobenstein im Voigtlande,+ 1668 als Organist zu Königsberg in Preußen. 453. Alberus, Erasmus( Alber), geb. um 1500 in der Wetterau, Freund Luthers,+ 1553 als Superintendent zu Neubrandenburg( Mecklenburg). 473. Albinus, Johann Georg, geb. 1624 in Unternessa bei Weißenfels, + 1679 als Pfarrer zu Naumburg. 358, 619. Albrecht, Markgraf von Brandenburg- Kulmbach, geb. 1522,+1557. 609. Allendorf, Johann Ludwig Konrad, geb. 1693 in Johbach bei Marburg, 1773 als Pastor und Scholarch zu Halle. 195. 312.656. Altenburg, Michael, geb. 1584 in Alach bei Erfurt,+1640 als Pastor zu Erfurt. 204. at dup 145 756 Ambrosius, geb. um 340 in Trier, + 397 als Bischof von Mailand. 25. 521. Anna Sophie, Landgräfin von Heffen- Darmstadt, geb. 1638, + 1683 als Abtissin des Stifts Quedlinburg. 227. 230. Arends, Wilhelm Erasmus, † 1721 als Pastor in Halberstadt. 417. Arndt, Ernst Morik, geb. 1769 in Schorik auf Rügen, † 1860 als Professor der Geschichte zu Bonn. 35. 252. 316. 618. 629. Arnold, Gottfried, geb. 1666 in Annaberg, † 1714 als Pfarrer und Inspektor zu Perleberg. 299. 414. Arnschwanger, Johann Christoph, geb. 1625 in Nürnberg,+ daselbst 1696 als Senior und Archidiafonus. 88. 218. Asschenfeldt, Christoph Karl Julius, geb. 1792 in Kiel,+ 1856 als Oberkonsistorialrat und Propst in Flensburg. Flensburg. 309. Assig, Hans von, geb. 1650 in Breslau, † 1694 als Schloßhauptmann zu Schwiebus. 217. B. Bähr, Christian August, geb. 1795 zu Atterwasch bei Guben, 1821 bis 1834 Pfarrer zu Oppach( OberLausit), seit 1834 Pfarrer zu Weigsdorf bei Zittau, wo er 1846 starb. 118. 545. 29* Verzeichnis der Liederdichter. Bahnmayer, Jonathan Friedrich, Böhmische Brüder, aus der Husfitischen Bewegung hervorgegangene Gemeinden, welche bereits um die Mitte des 15. Jahrhunderts im Gegensaße zur herrschenden Kirche die heilige Schrift für die Norm des Glaubens erklärten, später meist der lutherischen Kirche sich anschlossen, und aus denen die herrnhutische Brüderunität entstanden ist. Vgl. Weiße, Michael. 20. 543. Bonaventura, eigentlich Johann Fidenza, geb. 1221 in Italien, Ordensgeneral der Franziskaner, +1274. 74. 110. Bornmeister, Simon, geb. 1652 in Nürnberg, daselbst 1688 als Reftor. 582. 452 geb. 1774 zu Oberstenfeld in Württemberg,+ 1841 als Defan in Kirchheim. 214. 215. Barth, Christian Gottlob, geb. 1799 in Stuttgart, Pfarrer in Möttlingen bei Calw, unermüdlicher Förderer der Heidenmission,+1862 zu Calw( Württemberg). 207. Becker, Cornelius, geb. 1561 in Leipzig, Diatonus in Rochlik, später Professor der Theologie und Pastor zu St. Nicolai in seiner Vaterstadt, wo er 1604 starb. 223. 485. Beda, genannt Venerabilis, d. h. der Ehrwürdige, geb. 674 in England, Mönch im dortigen Kloster Jarrow,+ 735. 138. Behm, Martin, geb. 1557 zu Lauban, † daselbst 1622 als Pastor prim. 70. 447. 460. 494. 651. Benigna Maria, Gräfin von ReußEbersdorf, Schwägerin des Grafen von Zinzendorf; geb. 1695, + 1751. 566. Betichius, Johann, geb. 1650 zu Stöckby( Anhalt), † 1722 als Diakonus in Zerbst. 562. Bidel, Johann Daniel Karl, geb. 1737 zu Altweilnau in Nassau, +1809 als Konsistorialrat in Usingen. 397. 541. Bienemann, Kaspar( Melissander), geb. 1540 in Nürnberg, † 1591 als Generalsuperintendent in Altenburg. 587. Birken, Sigismund von( Betulius), geb. 1626 in Wildenstein bei Eger, Prinzenerzieher, † 1681 als Privatgelehrter in Nürnberg. 84. ADHE Bogatty, Karl Heinrich von, geb. 1690 zu Jankowe in Schlesien, + 1774 als Privatmann im Waisenhause zu Halle. 205. 297. 372. 555. 87. 318. Bruiningf, Heinrich von, geb. 1739 in Riga, † 1772 zu Barby als Bischof der Brüdergemeinde. 77. Bunsen, Christian Karl Josias von, geb. 1791 zu Korbach in Waldeck, Kgl. preußischer Gesandter, verdienstvoller Hymnolog, † 1860 in Bonn. 677. Burmeister, Franz Joachim, um 1670 Prediger in seiner Vaterstadt Lüneburg. 626. C. Claudius, Matthias, geb. 1740 in Reinfeld bei Lübeck, der ,, Wands= becker Bote", † zu Hamburg 1815 als Privatgelehrter und Revisor der schleswig- Holsteinischen Bank in Altona. 475. Clausnitzer, Tobias, geb. 1618 in Thum bei Annaberg,+1684 als Kirchenrat zu Weiden in der Oberpfalz. 12! 81. 263. Cramer, Johann Andreas, geb. 1723 zu Jöhstadt in Sachsen, + 1788 als Professor der Theologie in Kiel. 267. 296. Berzeichnis der Liederdichter. Craffelius, Bartholomäus, geb. 1667 in Wermsdorf bei Glauchau laut Kirchenbuch, † 1724 als Pfarrer in Düsseldorf. 157. 399. 427. 200 D. Dach, Simon, geb. 1605 in Memel, † 1659 als Professor der Dichtkunst zu Königsberg i. Pr. 368. 635. 654. 674. Decius, Nikolaus, latinisierter Name des Nikolaus Hovesch, der, aus Braunschweig stammend, seit 1523 in Stettin als evangelischer Geistlicher wirkte und daselbst 1541 als Prediger an St. Nicolai starb. 1. 92. 93 v. 1. Denide, David, geb. 1603 in Zittau, + 1680 als Ronsistorialrat in Hannover. 229. 356. 407. 531. 557. Derschow, Bernhard von, geb. 1591 in Königsberg, t daselbst 1639 als Konsistorialrat und Professor der Theologie. 249. Deßler, Wolfgang Christoph, geb. 1660 in Nürnberg,+ daselbst 1722 als Konrektor. 374. 388. Diterich, Johann Samuel, geb. 1721 in Berlin,+ daselbst 1797 als Oberkonsistorialrat. 346. 448. Dresc, Adam, geb. 1620 in Thüringen, † 1701 als Kapellmeister zu Arnstadt. 90. 332. Eber, Paul, geb. 1511 zu Kitzingen in Franken, Freund Luthers, + 1569 als Generalsuperintendent und Professor der Theologie in Wittenberg. 66. 520. 630.640. Edeling, Christian Ludwig, geb. 1678 in Löbejün bei Halle, Hof= meister des Grafen von Zinzendorf, 1742 als Oberpfarrer 453 und Inspektor zu Schwanebeck bei Halberstadt. 576. F. Fabricius, Friedrich, geb. 1642 in Stettin,+ daselbst 1703 als Pfarter. 141. Feddersen, Jakob Friedrich, geb. 1736 in Schleswig, † 1788 als Hauptpastor und Propft des Konfiftoriums in Altona. 570. Fing, Erasmus, geb. 1627 in Lübeck, + 1694 als Privatgelehrter in Nürnberg. 678. Fischer( Vischer), Christoph, geb. zu Joachimsthal in Böhmen, † 1600 als Generalsuperintendent und Hosprediger in Celle. 97. Flemming, Paul, geb. 1609 zu Hartenstein in Sachsen, † 1640 als praktischer Arzt in Hamburg. 547. 589. Flittner, Johann, geb. 1618 in Suhl, Diakonus zu Grimmen bei Greifswald, † 1678 auf der Flucht in Stralsund. 340. Förtsch, Basilius, geb. zu Roßla in Thüringen, † 1619 als Pfarrer in Gumperda bei Drlamünde. 122. Frand, Johann, geb. 1618 in Guben, + daselbst 1677 als Bürgermeister. 2. 25. 72. 257. 319. 343. 443. Frand, Michael, geb. 1609 in Schleusingen,+1667 als Lehrer in Koburg. 617. Frand, Salomo, geb. 1659 in Weimar, daselbst 1725 als Oberkonsistorialsekretär. 101. 112. 272. 370, 390, 454. ent France, August Hermann, 1663 bis 1727, Professor der Theologie und Pastor zu Halle; Gründer des Waisenhauses daselbst. 65. Freyberg, Christian August, geb. 1684 zu Stolpen in Sachsen,+1742 454 Verzeichnis der Liederdichter. in Dresden als Rektor der Annenschule. 628. 655. Freylinghausen, Johann Anaftafius, geb. 1670 zu Gandersheim in Braunschweig, August Hermann Franckes Schwiegersohn und Gehülfe, † 1739 zu Halle als Pastor und Direktor der Franckeschen Stiftungen. 45. 336. 360. 440. 476. 594. Freystein, Johann Burchard, † 1720 als Hof- und Justizrat in Dresden. 409. Fricker, Johann Ludwig, † 1766 als Pfarrer zu Dettingen( Württemberg). 213. Füger, Kaspar, Hofprediger der Herzogin Katharina von Sachsen( der Witwe Heinrichs des Frommen) zu Torgau;+ 1592 als Diakonus an der Kreuzfirche zu Dresden. 52. Funk, Gottfried Benedikt, geb. 1734 zu Hartenstein in Sachsen,+ 1814 als Konsistorialrat und Direktor des Domgymnasiums zu Magdeburg. 121. Garbe, Karl Bernhard, geb. 1763 zu Jeinsen bei Hannover,+1841 zu Herrnhut als Prediger der Brüdergemeinde. 222. Gedicke, Lampertus, geb. 1683 in Gardelegen, † 1735 als Feldpropst in Berlin. 613. Gellert, Christian Fürchtegott, geb. 1715 zu Hainichen in Sachsen, + 1769 in Leipzig als Professor der Moral. 33. 36. 57. 82. 125. 179. 225. 250. 268. 270. 276. 280, 282, 284. 341. 421. 428. 431. 456. 480. 481. 517. 608. 645. 661. 681. Gerhardt, Paul, geb. 1607 zu Gräfenhainichen bei Wittenberg, +1676 als Archidiakonus in Lübben. 31. 32. 40. 44. 53. 61. 69. 79. 105. 106. 109, 113. 142. 150. 155. 278. 285. 288. 289. 291. 293. 294. 300. 302. 377. 385. 449. 464. 487. 495. 501. 512. 514. 530. 552. 572. 573. 575. 579. 595. 599. 606. 634. 675. Gersdorf, Henriette Ratharine von, geb. 1648 zu Sulzbach in Bayern, Großmutter des Grafen von Zinzendorf, † 1726 zu Großhennersdorf in Sachsen. 55. Gesenius, Justus, geb. 1601 zu Esbeck in Hannover,+1673 als Oberhofprediger und Generalfuperintendent in Hannover. 96. 128. 378. Gotter, Ludwig Andreas, geb. 1661 in Gotha, daselbst 1735 als Sofrat. 345. 418. 535. Gramann, Johann( Poliander), geb. 1487 zu Neustadt in Bayern, Freund Luthers, Rektor der Thomasschule in Leipzig,+1541 als Pastor zu Königsberg i. Pr. 532. Gregor, Christian, geb. 1723 zu Diersdorf in Schlesien,+ 1801 zu Berthelsdorf als Bischof der Brüdergemeinde. 380. Gryphius, Andreas, 1616-1664, Landschaftssyndikus in Großglogau. 172. Günther, Cyriakus, geb. 1650 zu Goldbach bei Gotha,+1704 als Gymnasiallehrer in Gotha. 314. Hj. Hagenbach, Karl Rudolf, geb. 1801 in Basel,+ daselbst 1874 als Professor der Theologie. 206. Hardenberg, Friedrich Freiherr von ( Novalis), geb. 1772 in Wiederstedt in der Grafschaft Mansfeld, +1801 als Assessor in Weißenfels. 124. 335. Harleß, Gottlieb Christoph Adolf, Verzeichnis der Liederdichter. 455 und Inspektor der dortigen Kirchen und Schulen. 638. geb. 1806 in Nürnberg, Profeffor und Pastor in Leipzig, 1850-52 Oberhofprediger in Herrmann, Johann Gottfried, geb. Dresden, † 1879 als Oberkonsisto- 1707 zu Altjeßnik bei Bitterfeld, rialpräsident in München. 479.+ 1791 als Oberhofprediger in Harms, Klaus, geb. 1778 zu FahrDresden. 283. 550. stadt in Süderdithmarschen,+1855 als Hauptpastor und Propst in Kiel. 538. Herrnschmidt, Johann Daniel, geb. 1675 in Bopfingen( Württem= berg), † 1723 in Halle als Profeffor der Theologie und Mitdirektor der Franckeschen Stiftungen. 525. 584. Herzog, Johann Friedrich, geb. 1647 in Dresden,+ daselbst 1699 als Rechtskonsulent. 488. Seß, Johann, geb. 1490 in Nürnberg, 1547 als Pfarrer in Breslau. 653. Hartmann, Thomas, um 1604 Diafonus in Eisleben. 132. Heermann, Johann, geb. 1585 zu Raudten in Schlesien, Pastor in Köben bei Glogau, bis ihn andauernde Krankheit nötigte, dem Amt zu entsagen,+ 1647 zu Lissa ( Posen). 85. 103. 120. 189. 198. 201. 203. 328. 342. 359. 402. 435. 468. 503. 510. 519. 542. 568. 616. 642. 665. Held, Heinrich, um 1650 Rechtsanwalt zu Guhrau in Schlesien. 21. 148. Helmbold, Ludwig, geb. 1532 zu Mühlhausen in Thüringen,+ dafelbst 1598 als Superintendent. 469. 558. 603. Hensel, Louise, geb. 1798 zu Linum bei Fehrbellin, Tochter eines evangelischen Pfarrers, dichtete, 18 Jahre alt, das Abendlied Müde bin ich 2c.",+ 1876 in Paderborn. 486. Herberger, Valerius, geb. 1562 zu Fraustadt in Posen,+ daselbst 1627 als Pfarrer. 657.0 Herbert, Petrus, † 1571 als Konsenior der Brüder- Unität zu Eiben schütz. 478. Hermann, Nikolaus, geb. am Schluß des 15. Jahrhunderts, Kantor zu Joachimsthal in Böhmen, † 1561 daselbst. 47. 119. 450. 483. 509. 658. Hermes, Johann Timotheus, geb. 1738 in Betnick( Pommern), + 1821 in Breslau als Pastor Seunisch, Kaspar, geb. 1620 in Schweinfurt, daselbst 1690 als Superintendent. 682. Hiller, Philipp Friedrich, geb. 1699 zu Mühlhausen in Württemberg, Pfarrer in Steinheim bei Nördlingen, wo er 1769 starb, nachdem er schon 18 Jahre zuvor wegen andauernder völliger Heiserkeit sein Amt niederzulegen genötigt war. 30. 298. 306. 307. 321, 367. 571. Hippen, Johann Heinrich von, geb. zu Wohlau in Schlesien, war 1676 limburgischer Hofmarschall. 567. Hodenberg, Bodo von, geb. 1604, + 1650 als Landdrost zu Osterode am Harz. 463. Höfel, Johann, geb. 1600 zu Uffenheim,+1683 als Rats- und Stadtkonsulent in Schweinfurt. 598. Soffmann, Gottfried, geb. 1658 zu Löwenberg in Schlesien,+1712 als Rektor des Gymnasiums zu Bittau. 669. Homburg, Ernst Christoph, geb. 1605 in Mühla bei Eisenach, † 1681 als Rechtskonsulent in Naumburg. 86. 135. Verzeichnis der Liederdichter. Hopfensad, Johann Christian Wil- Knapp, Albert, geb. 1798 in Zübingen,+1864 als Stadtpfarrer in Stuttgart. 78. 138. 208. 210. 216. 220. 515. 456 helm August, geb. 1801 zu SchloßVippach in Sachsen- Weimar, Profeffor am Gymnasium zu Cleve, wo er 1874 starb. 104. Horn, Johann,+ 1547 in Jungbunzlau als Vorsteher der böhmischen Brüder- Unität. 20. Huberinus, Kaspar, lebte um 1540 in Augsburg. 467. Hülsemann, Wilhelm, geb. 1781 zu Soest in Westfalen,+1865 als Superintendent in Elsey bei Iserlohn. 539. Hunold, Michael, geb. 1621 zu Leisnig, 1672 als Archidiałonus zu Rochlik in Sachsen. 569. 647. J. Jacoponus, ein Franziskanermönch, +1306. 107. Job, Johann, geb. 1664 in Frank furt a. M., 1736 als Ratsherr und Baumeister in Leipzig. 685. Johann Friedrich I., der Großmütige, geb. 1503 in Torgau, Kurfürst von Sachsen 1532 bis 1547, gefangen gehalten 1547 bis 1552, 1554. 614. 188 + R. Kern, Christian Gottlob, geb. 1792 in Söhnstetten( Württemberg), + 1835 als Pfarrer in DürrmenzMühlacker bei Pforzheim. 261. Keymann, Christian, geb. 1607 zu Pankraz in Böhmen,+1662 als Rektor des Gymnasiums zu Zittau. 22. 326. Klopstod, Friedrich Gottlieb, geb. 1724 in Quedlinburg, der Sänger des ,, Messias",+1803 in Hamburg. 247. 465. 663. 673. 684. Knal, Gustav Friedrich Ludwig, geb. 1806 in Berlin, Pastor dafelbst,+1878 auf einer Reise zu Dünow bei Stolpmünde. 323, 511. Knoll, Christoph, geb. 1563 in Bunzlau,+ 1621 als Diakonus in Sprottau. 631. Knorr von Rosenroth, Christian, geb. 1636 zu Altranden in Schle fien,+ 1689 als Geheimer Rat zu Sulzbach in der Pfalz. 458. Roitsch, Christian Jakob, geb. 1671 in Meißen,+ 1735 als Rektor des Gymnasiums zu Elbing. 329. Kongehl, Michael, geb. 1646 zu Kreuzburg( Ostpreußen),+ 1710 als Bürgermeister zu Königsberg in Pr. 596. Kramer, Morik, geb. 1646 zu Ammerswort in Holstein, † 1702 als Pfarrer zu Marne in SüderKrause, Johann Gottfried, geb. dithmarschen. 143. 1685 zu Greußen in Schwarzburg, † 1746 als Superintendent Kraufe, Jonathan, geb. 1701 in zu Dahma. 425. Hirschberg,+ 1762 als Superintendent in Liegnit. 7. Krummacher, Friedrich Adolf, geb. 1768 zu Tecklenburg in Westfalen,+1845 als Pfarrer in Bremen. 209. Kunth, Johann Sigismund, geb. 1700 in Liegnit,+ 1779 als Oberpfarrer zu Baruth in der Oberlausit. 679. Küster, Samuel Christian Gottlieb, geb. 1762 in Havelberg, Superin tendent in Berlin,+ 1838 zu Neustadt Eberswalde. 540. T. Lampe, Friedrich Adolf, geb. 1683 in Bremen, t daselbst 1729 als Prediger. 411. Verzeichnis der Liederdichter. Bange, Joachim, geb. 1670 in Gardelegen,+1744 als Professor der Theologie in Halle. 462.6 Laurenti, Laurentius( Lorenz Lorenzen), geb. 1660 in Husum, + 1722 als Musikdirektor und Kantor in Bremen. 38. 130. 605. 670. Liebig, Ehrenfried, geb. 1718 in Propsthagen bei Liegnik, † 1780 als Pastor zu Lomnik bei Hirschberg. 144. 311. Biscow, Salomo, geb. 1640 zu Niemitsch in der Niederlausik, +1689 als Diakonus in Wurzen. 330. 565. 622. Löscher, Valentin Ernst, geb. 1673 in Sondershausen, vierzig Jahre lang Superintendent an der KreuzKirche in Dresden, auch Oberkon= sistorialrat,+ daselbst 1749. 13. 187. 255. 260. 424. 523. Löwenstern, Matthäus Appelles von, geb. 1594 in Neustadt bei Oppeln, † 1648 als Staatsrat in Breslau. 194. 273. Louise Henriette, geb. 1627 im Haag, Gemahlin des großen Kur fürsten von Brandenburg,+1667 in Berlin. 126. 349. Luther, Martin, geb. 1483 in Eisleben, daselbst 1546. 41. 50. 51. 115. 146. 149. 171. 173. 178. 185. 193. 197. 224. 262. 375. 437. 513. 521. 648. 649. M. Magdeburg, Joachim, geb. 1525 in Gardelegen, nach 1583 als Prediger in Österreich. 611. Marperger, Bernhard Walter, geb. 1682 in Hamburg, † 1746 als Oberhofprediger in Dresden. 423. Mathesius, Johann, geb. 1504 zu Rochlik in Sachsen,+ 1565 als Pastor zu Joachimsthal in Böhmen. 429. 559.0 457 Mayer, Johann Friedrich, geb. 1650 in Leipzig, kurze Zeit Superintendent in Leisnig und in Grimma, dann Professor in Wittenberg, Pastor in Hamburg, zuletzt Profeffor in Greifswald und Generalsuperintendent von Pommern, +1712 in Stettin. 253.c Megander, Beit Ludwig, aus Schweinik in Sachsen,+ daselbst 1709 als Amtsinspektor. 357. Menter, Johann, geb. 1658 zu Jahma in der Oberlausit, 38 Jahre lang Pfarrer in Kemnit bei Bernstadt, wo er 1734 starb. 99. 177. 533. Meyfart, Johann Matthäus, geb. 1590 zu Walswinkel in Thüringen, +1642 als Professor und Pastor in Erfurt. 680. Moller, Martin, geb. 1547 in Kropstädt bei Wittenberg,+ 1606 als Pastor prim. in Görlik. 308. 518. Mühlmann, Johann, geb. 1573 in Pegau,+1613 als Professor und Archidiatonus in Leipzig. 446. Müller, Johann Georg, geb. 1651 zu Jauer in Schlesien, 47 Jahre lang Pfarrer in Limbach bei Chemnik, wurde, 83 Jahre alt, Propst zu Schkölen bei Naumburg und + 1745 im Pfarrhause zu Limbach bei seinem Sohn. 258. Müller, Michael, geb. 1673 in Blankenburg am Harz,+ 1704 als Kandidat der Theologie zu Schaubeck in Württemberg. 420. Münter, Balthasar, geb. 1735 in Lübec, 1793 als Pastor der deutschen Kirche in Kopenhagen. 196. 266. N. Nachtenhöfer, Kaspar Friedrich, geb. 1624 in Halle, † 1685 als Pfarrer in Roburg. 37. 46. 94. Neander, Christoph Friedrich, geb. Verzeichnis der Liederdichter. 458 1724 in Kurland,+ daselbst 1802 als Propst. 459. 641. Neander, Joachim, geb. 1650 in Bremen, dafelbst 1680 als Prediger. 333. 477. 497. 524.cur p. 536. 660.oretisyon zalist Nehring, Johann Christian, aus Pappus, Johann, geb. 1549 in Gotha,+ 1736 als Pastor zu Morl bei Halle. 420. Nerreter, David, geb. 1649 in Nürnberg, † 1726 zu Stargard in Pommern als Generalsuperintendent. 578. Lindau, † 1610 in Straßburg als Professor und Präsident des Kirchen- Konvents. 636. Pauli, Joachim, geb. um 1636 in Wilsnack, noch 1674 Hauslehrer in Berlin. 615. Neumann, Kaspar, geb. 1648 in Breslau,+ daselbst 1715 als Paftor prim. 6. 139. 169. 181. 246. 457. 472. 482. Neumark, Georg, geb. 1621 zu Mühlhausen in Thüringen, t 1681 als Bibliothekar in Weimar. 451. 612. 650. Pfeil, Christoph Karl Ludwig von, geb. 1712 zu Grünftadt in Bayern, † 1776 als Kgl. Preuß. Minister in Deufstetten bei Anſpach. 426. 553. 621. Prätorius, Benjamin, geb. 1571 in Weißenfels,+1668 als Pastor zu Liffa bei Delitzsch. 129. 239. Prätorius, Christoph, geb. 1631 in Stendal, † daselbst 1713 als Ratstämmerer. 445. Puchta, Christian Heinrich Rudolf, geb. 1808 zu Kadolzburg in Bayern,+ 1858 als Pfarrer in Augsburg. 56. 180. 186. TOK R. Neumeister, Erdmann, geb. 1671 zu üchterik bei Weißenfels,+ 1756 als Hauptpastor in Hamburg. 68. 234. 373. 384. 434. 625. Neunherz, Johann, geb. 1653 zu Waltersdorf in Schlesien,+ 1737 als Oberpfarrer in Hirschberg. 134. 165. Neuß, Heinrich Georg, geb. 1654 in Elbingerode am Harz, † 1716 als Konsistorialrat in Wernigerode. 202. 303. 393. Nicolai, Philipp, geb. 1556 zu Mengeringhausen in Waldeck, t 1608 als Hauptpastor in Hamburg. 337. 672. Olearius, Johann, geb. 1611 in Halle,+1684 als Hofprediger in Weißenfels. 5. 9. 29. 80. 156. 354. 415. 438. 602. Olearius, Johann Gottfried, geb. 1635 in Halle, ein Bruderssohn des vorher Genannten,+1711 als Konsistorialrat in Arnstadt. 24. Opit, Martin( von Boberfeld), geb. 1597 in Bunzlau,+ 1639 in Danzig als Kgl. Poln. Historio: graph. 461. 190 Nambach, Johann Jakob, geb. 1693 in Halle,+ 1735 als Profeffor der Theologie in Gießen. 238. 242, 254. 274. 281. 304. 305. 322. 577. Rede, Elise Freifrau von der, geb. 1754 in Rurland, † 1833 in Dresden. 439. Reimann, Georg, geb. 1570 zu Leobschütz in Schlesien,+ 1615 als Professor der Beredsamkeit zu Königsberg. 167. Reuß, Eleonore Fürstin, geb. Gräfin zu Stolberg Wernigerode, geb. 1835 zu Gedern, lebt zu Jänkendorf in der Oberlausit. 63. Reusner, Adam, geb. 1496 in Verzeichnis der Liederdichter. 459 Mündelheim bei Düsseldorf, Ge- Ruopp, Johann Friedrich, aus heimsekretär des Feldhauptmanns Georg von Frundsberg, tum 1575 in seiner Vaterstadt. 432. 485. Richter, Christian Friedrich, geb. 1676 in Sorau, † 1711 als Arzt am Waisenhaus in Halle. 49. 383. 387. 395. 396. 401. 404. 516. Straßburg,+1708 als Inspektor am Waisenhaus in Halle. 394. Rutilius, Martin, geb. 1550 in Düben bei Bitterfeld,+1618 als Diatonus in Weimar. 339. $. Sacer, Gottfried Wilhelm, geb. 1635in Naumburg,+1699 als Rammeradvokat in Wolfenbüttel. 64. Sachs, Hans, geb. 1494 in Nürns berg, daselbst 1576 als Schuster und Meistersinger. 604? Sachse, Christian Friedrich Hein rich, geb. 1785 zu Eisenberg in Sachsen- Altenburg, † 1860 als Hofprediger und Konsistorialrat in Altenburg. 176. 664. Schade, Johann Kaspar, geb. 1666 in Kühndorf bei Meiningen, t 1698 als Diafonus in Berlin. 361. 410. 593. Rieger, Magdalena Sibylla, geb. 1707 in Maulbronn, Gattin des Stadtvogts von Stuttgart, † daselbst 1786. 352. Ringwaldt, Bartholomäus, geb. 1530 in Frankfurt a. D., † 1598 als Pfarrer zu Langfeld in der Neumart. 344. 504. 671. Rinfart, Martin, geb. 1586 in Eilenburg,+ daselbst 1649 als Archidiakonus. 529. Nist, Johann, geb. 1607 in Dttensen bei Hamburg, † 1667 als Pastor zu Wedel bei Altona. 18. 59. 71. 111. 243. 256. 492. 502. 527. 676. 662. alni Rodigast, Samuel, geb. 1649 in Gröben bei Jena,+ 1708 als Gymnasialdirektor in Berlin. 607. Roller, David Samuel, geb. 1779 in Heynik bei Meißen,+ 1850 als Pfarrer in Lausa bei Dresden. Rothe, Johann Andreas, geb. 1688 in Liffa bei Görlik, Zinzendorfs Patronatspfarrer in Berthelsdorf, +1758 als Pfarrer zu Thommendorf bei Bunzlau. 371. 376. 668. Rothen, Johannes, geb. 1797 zu Neueneck( Kanton Bern), lebt, körperlich schwer heimgesucht, in Basel. 413. Rüdert, Friedrich, geb. 1789 in Schweinfurt, Professor der orientalischen Sprachen zu Berlin, t 1866 als Breuß. Geheimrat auf seinem Landgut Neuseß bei Koburg. 19. Schalling, Martin, geb. 1532 in Straßburg, † 1608 als Pfarrer in Nürnberg. 315. Scheffler, Johann, geb. 1624 in Breslau, Herzoglicher Leibarzt in Öls,+ 1677 als geistlicher Rat des Fürstbischofs von Breslau. 83. 133. 147. 317. 325. 381. 412. Scheidt, Christian Ludwig, geb. 1709 zu Waldenburg in Württem berg, 1761 als Hofrat und Bibliothekar in Hannover. 362. Schein, Johann Hermann, geb. 1586 zu Grünhain in Sachsen, + 1630 als Musikdirektor in Leipzig. 644. Schenk, Hartmann, geb. 1634 in Ruhla bei Eisenach, † 1681 als Pfarrer in Ostheim vor der Röhn. 17. Schent, Heinrich Theobald, aus Seffen,+ 1727 als Stadtpfarrer in Gießen. 686. 460 Verzeichnis der Liederdichter. Schenkendorf, Max von, geb. 1783 in Tilfit, † 1817 als RegierungsLangenheffen bei Zwickau, † 1761 als Archidiakonus in Zwickau. 666. rat in Koblenz. 34. Schütz, Johann Jakob, geb. 1640 Schernad, Michael, geb. 1622 in in Frankfurt a. M.,+ daselbst Treuenbrießen, † 1675 als Pre- 1690 als Rechtsanwalt. 534. diger in Wittenberg. 499. Schwedler, Johann Christoph, geb. Schirmer, Michael, geb. 1606 in 1672 zu Krobsdorf in Schlesien, Leipzig, † 1673 als Konrektor+ 1730 als Pfarrer zu Niederin Berlin. 28. 151. 500. wiesa in der Oberlausit. 98. Schlegel, Johann Adolf, geb. 1721 Scriver, Christian, geb. 1629 in in Meißen, † 1793 als Generalsuperintendent in Hannover. 245. Rendsburg, 1693 als Hofprediger in Quedlinburg. 320. 474. Selueder, Nikolaus, geb. 1530 in Hersbruck bei Nürnberg, Hof= prediger in Dresden, Professor und Superintendent in Leipzig, + daselbst 1592. 10. 191. 526.633. Siegfried, Johann, geb. 1564, 548. Schloffer, Ludwig Heinrich, geb. 1663 in Darmstadt, † 1723 in Frankfurt a. M. 561. Schmidt, Johann Eusebius, geb. 1669 in Hohenfeld bei Erfurt, + 1745 als Pastor in Siebleben bei Gotha. 174. Schmold, Benjamin, geb. 1672 zu Brauchitschdorf in Schlesien, + 1737 als Pastor prim. und Inspektor in Schweidniß. 11. 14. 23. 58. 60. 67. 108. 117. 123. 127. 131. 154. 160. 164. 168. 182. 190. 228. 232. 235, 236. 275. 290. 295. 310. 369. 403. 430. 433. 441. 471. 484. 493. 546. 564. 588. 600. 610. 632. 639. 646. 652. 667. 683.8 Schneegaß, Cyriakus, geb. 1546 in Buffleben bei Gotha,+ 1597 als Pastor zu Friedrichsroda in Thüringen. 54. Schneefing, Johann, aus Frankfurt a. M.,+ 1567 als Pfarrer in Friemar bei Gotha. 184. Schrader, Johann Hermann, geb. 1684 in Hamburg, † 1737 als Konsistorialrat und Propst in Tondern. 265. 436. + 1637 als Superintendent in Schleiz. 637. Sinold, Philipp Balthasar, gen. von Schük, geb. 1657 auf Schloß Königsberg bei Gießen, 1742 als Gräfl. Solmsscher Geheimrat zu Laubach. 324. Spangenberg, August Gottlieb, geb. 1704 zu Klettenberg in Hannover, Bischof der Brüdergemeinde, + in Berthelsdorf 1792. 398. Spangenberg, Johann, geb. 1484 zu Hardegsen in Hannover, † 1550 als Superintendent in Eisleben. 158. Speratus, Paul( von Spretten), geb. 1484 zu Rottweil in Schwa ben, † 1551 in Marienwerder als Bischof von Pomefanien. 365. Spitta, Karl Johann Philipp, geb. 1801 in Hannover,+ 1859 als Superintendent in Burgdorf( Hannover). 152. 159. 231. 237. 279. 292. 350. 491. 544. 549. 551. Stard, Johann Friedrich, geb. 1680 in Hildesheim,+1756 als Ronsistorialrat in Frankfurt a. M. 233. 442. Schröder, Johann Heinrich, geb. 1666 zu Hallerspringe in Hannover, † 1699 als Pfarrer zu Meseberg bei Magdeburg. 313. 406. Schuster, Gotthard, geb. 1673 in Stegmann, Josua, geb. 1588 in Verzeichnis der Liederdichter. 06 Sulzfeld bei Meiningen,+ 1632 als Professor der Theologie und Superintendent in Rinteln. 192. Steuerlein, Johann, geb. 1546 in Schmalkalden, † 1613 als Stadtschultheiß in Meiningen. 62. Stier, Ewald Rudolf, geb. 1800 zu Fraustadt in Posen,+ 1862 als Superintendent und Oberpfarrer in Eisleben. 212. Stockfleth, Heinrich Arnold, geb. 1643 in Alefeld bei Hildesheim, +1708 in Mönchsberg als Bran- penoitollsequ denburg- Bayreuthischer Oberhofprediger und Generalsuperintendent. 301. Stodmann, Ernst, geb. 1634 in Lügen, † 1712 als Oberkonsistorialrat in Eisenach. 580.sa Strauß, Viktor Friedrich von, geb. 1809 in Bückeburg, Schaumburg Lippescher Wirkl. Geheimer Rat, lebt in Dresden. 166. 391. 496. 597. Sturm, Christoph Christian, geb. 1740 in Augsburg, † 1786 als Hauptpastor in Hamburg. 188. 286. Sturm, Julius Karl Reinhold, geb. 1816 in Röstritz( Neuß- Gera), seit 1857 Pfarrer daselbst. 585. 586. 591. T. Tersteegen, Gerhard, geb. 1697 in Mörs,+ 1769 als Bandmacher in Mühlheim an der Ruhr. 3. 42. 140. 200. 269. 355. 382. 408. 489. Thilo, Valentin jun., geb. 1607 zu Königsberg i. Pr.,+ daselbst 1662 als Professor der Beredfamkeit. 27. Tholud, Friedrich August Gottgetreu, geb. 1799 in Breslau, + 1877 in Halle als Profeffor 461 der Theologie und Konsistorialrat. 259. Thomas von Celano, Franziska677. nermönch, t um 1250. Ziek, Christian Friedrich, ein Preuße, gab 1836 geistliche Lieder hers aus. 259. Zieke, Christoph, geb. 1641 in Wilkau bei Breslau,+1703 als Pastor in Hersbruck bei Nürnberg. 347. 351. 601. lai was a 180 Wegelin, Josua, geb. 1604 in Augsburg, 1640 als Pfarrer in Weidmann, Joachim, geb. 1662 Preßburg. 136. 170. 556. in Danzig,+ daselbst 1736 als Pastor. 95. 554. Weingärtner, Sigismund, um 1600 574. Prediger in Heilbronn. Weiße, Michael, aus Neiße in Schlesien,+1540 in Neutomischl als Vorsteher der Böhmischen Brüder, von deren Liedern er viele verfaßt oder doch bearbei tet hat. 91. 650. Weiffel, Georg, geb. 1690 zu Domnau in Preußen,+ 1635 als Pfarrer in Königsberg i. Pr. 26. 334. Werner, Georg, geb. 1589 in Preuß.- Holland, † 1643 als Diakonus zu Königsberg i. Pr. 110. 116. Wieser, Matthäus, um 1658. 508. Wilhelm II., Herzog zu SachsenWeimar, geb. 1598 auf Schloß Altenburg,+1662 in Weimar. 8. Windler, Johann Joseph, geb. 1670 zu Lucka in Sachsen- Altenburg, + 1722 als Konsistorialrat in Altenburg. 386. 416. Wolf, Jakob Gabriel, geb. 1684 in Greifswald,+1754 als Profeffor der Nechte in Halle. 331. 462 Verzeichnis der Liederdichter. Woltersdorf, Ernst Gottlieb, geb. 1725 in Friedrichsfelde bei Berlin,+1761 als Pfarrer in BunzIau. 4. 251. 366. 617 B. Zehner, Samuel, geb. 1594 in Suhl, 1635 als Superintendent in Schleusingen. 389. Ziegler, Kaspar, geb. 1621 in Lieder unbekannter Dichter. 48. 73. Leipzig, 1690 als Professor der Rechte und Appellationsgerichtsrat in Wittenberg. 43. 93 v. 2. 3. 100. 102. 114. 137. 145. 162. 175. 211. 219. 241. 248. 264. 271. 277. 287. 327. 3ihn, Johann Friedrich, geb. 1650 338. 353. 392. 444. 452. 455. in Suhl,+ daselbst 1719 als Archidiakonus. 581. Zinzendorf, Nikolaus Ludwig Graf von, geb. 1700 in Dresden, Stif466. 470. 485 v. 2. 3. 490. 498. 505. 506. 507. 528. 537. 560. 563. 583. 590. 592. 611 v. 2. 3. 623. 627. STG Isoler 201 of th ter der Brüdergemeinde,+1760 in Herrnhut. 199. 226. 363. 379. 400. 405. 419. 620. 624. ty Zinzendorf, Christian Renatus Graf von, Sohn des vorher Genannten, geb. 1727 in Herrnhut, Presbyter der Brüdergemeinde, † 1752 in London. 76. 89. 643. etter den 1 MER TOGT Blog hardong POST BED neb bijout THA Tarted the fol Anhang. I. Die Ordnung des Gottesdienstes. 1. Der Hauptgottesdienst. A. Un fest- und Sonntagen. 1. Ein Eingangslied. 2. Intonation mit Responsorium. ( Siehe für die Feste und Festzeiten des Kirchenjahres Seite 465, für die Sonntage Seite 470, für besondere Feste und Gelegenheiten Seite 471.) 3. Kyrie. Der Geistliche singt: Kyrie( Herr), and Die Gemeinde singt: Eleison ( Erbarme dich), 10 Geistlicher: Christe, Gemeinde: Eleison( Erbarme dich), Geistlicher: Kyrie( Herr), Gemeinde: Eleison( Erbarme dich über uns). Dder: Geistlicher: Kyrie eleison, Gemeinde: Herr, erbarme dich. Geistlicher: Christe eleison, 87 Gemeinde: Christe, erbarme dich. Geistlicher: Kyrie eleison, Gemeinde: Herr, erbarme dich über uns. disa o quid 4. Gloria. mis a) An den Festen des Kirchenjahres. Der Geistliche singt: Ehre sei Gott in der Höhe, Gemeinde: Und Friede auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen. Oder: Den ersten Vers des Liedes: ,, Allein Gott in der Höh sei Ehr" 2c. b) An Sonntagen u. besonderen Festen. Geistlicher: Ehr' sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist, s Gemeinde: Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen. 5. Die Salutation. Geistlicher: Der Herr sei mit euch, Gemeinde: Und mit deinem Geiste. Geistlicher: Laßt uns beten: 6. Die Kollekte von dem Geistlichen gesungen. Die Gemeinde singt: Amen. 7. Vorlesung der Epistel. Der Geistliche spricht: Halleluja. Die Gemeinde singt: Halleluja, Halleluja, Halleluja. In der Passionszeit spricht der Geistliche anstatt des Halleluja: Gelobt sei Gott. Amen. Die Gemeinde singt: Amen. 8. Das Glaubensbekenntnis. PE Die Gemeinde singt das Lied: Wir glauben all an einen Gott" 2c. oder ein anderes Bekenntnislied. FI I. Die Ordnung des Gottesdienstes. 464 9. Vorlesung des Evangeliums. Der Geistliche spricht: Gelobt ſeist bu, Herr Jeſu. Amen. Die Gemeinde singt: Lob sei dir, o Christe. 10. Das Hauptlied. 11. Predigt mit Kanzelvers und Hillem Gebet. 12. Allgemeine Beichte mit der Absolution. 13. Das allgemeine Kirchengebet. 14. Fürbitten, Danksagungen und andere Abkündigungen. 15. Das Vaterunser. 16. Ein oder einige Verse eines Liedes. 17. Die Feier des heiligen Abendmahls. Der Geistliche singt: Friede sei mit euch. alle Himmel samt den vollendes ten Gerechten mit einhelligem Jubel preisen. Mit ihnen singen wir deiner Herrlichkeit einen Lobgefang und rufen ohne Ende: Chor und Gemeinde: Heilig, heilig, heilig ist unser Gott, der Herr Zebaoth. Alle Lande find seiner Ehre voll. Hosianna in der Höhe. Gelobt sei, der ba kommt im Namen des Herrn, Hosianna in der Höhe. Der Geistliche singt das Vaterunser.C Chor und Gemeinde: Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen. Die Worte der Einfekung. Die Gemeinde singt: Amen. Geistlicher: Die Herzen in die Höhe, Während der Ausspendung. Gemeinde: Christe, du Lamm Gru Gemeinde: Erheben wir zum Herrn. Geistlicher: Lasset uns Dank ar sagen dem Herrn, unserm Gott, Gottes, der du trägst die Sünde oder Welt, erbarm dich unser. Christe, du Lamm Gottes, der du trägst die Sünde der Welt, Gemeinde: Das ist würdig underbarm dich unser. Christe, du recht. Geistlicher: Wahrhaft würdig und recht, billig und heilsam sm ists, daß wir dir, heilger Herr, allmächtiger Vater, ewiger Gott, allezeit und allenthalben Dank sagen durch Jesum Christum, unsern Herrn, durch welchen deine 18. Der Segen. Majestät anbeten die Engel und 19. Ein Schlußvers. Die Eingangsintonation mit Responsorium siehe Seite 471. Nach der Predigt folgt: Lamm Gottes, der du trägſt die Sünde der Welt, gieb uns deinen Frieden. Amen. Nach dem Abendmahl. Intonation mit Responsorium und Kollekte( siehe Seite 475). B. Un Bußtagen. Der Hauptgottesdienst an Buß- a) Der Ders eines Bußliedes. tagen wird bis zur Predigt in der unter A. angegebenen Ordnung gehalten. b) Die Litanei, in welcher die im Drucke eingerückten Stellen von dem Chor und der Gemeinde ge fungen werden. c) Der Geistliche spricht: Herr, höre meine Worte, merke II. Intonationen und Responsorien. 465 auf meine Rede, vernimm meine feit, sei uns gnädig und gieb Schreien, mein König und mein uns deinen Frieden. Amen. Gott, denn ich will vor dir beten. Das Vaterunfer.- Herr, Gott Vater im Himmel, erbarme dich über uns; Die Gemeinde singt: Amen. d) Die Absolution. e) Gesang eines oder einiger Liederverse. Herr, Gott Sohn, der Welt Heiland, erbarme dich über uns; f) Intonation, Responsorium und Kollekte. Herr, Gott heiliger Geist, erbarme dich über uns. g) Segen. Ach, du hochgelobte Dreieinig- h) Schlußvers. - 2. Nachmittags- und andere Nebengottesdienste. a) Mit Predigt. 1. Gesang eines Liedes. 2. Die Predigt. 3. Gebet. 4. Vaterunser. 5. Ein oder einige Verse eines Liedes. 6. Intonation mit Responsorium und Kollekte. 7. Der Segen. 8. Ein Schlußvers. b) Ohne Predigt. An denjenigen Fest- und Sonntags- Nachmittagen, an welchen statt des Predigtgottesdienstes Betstunde mit Bibelerklärung stattfindet, tritt diese an der unter a) der Predigt zugewiesenen Stelle ein. Im übrigen wird die unter a) beschriebene Ordnung des Gottesdienstes eingehalten. 68 II. Intonationen und Responsorien. 1. Für die Feste und festzeiten des Kirchenjahres. 1. Advent. 3. Geistlicher: Bereitet dem Herrn den Weg, Halleluja, Gemeinde: Machet seine Steige richtig, Halleluja. 1. Geistlicher: Machet die Thore weit und die Thüren in der Welt hoch, Halleluja, Gemeinde: Daß der König der Ehren einziehe, Halleluja. 2. Geistlicher: Christus wird tommen in seiner Herrlichkeit, Halleluja, Gemeinde: Und alle heiligen Engel mit ihm, Halleluja. 4. Geistlicher: Freue dich sehr, dein König kommt, Halleluja, Gemeinde: Sanftmütig und ein Helfer, Halleluja. 5. Geistlicher: D Herr, hilf, o Herr, laß wohl gelingen, Halleluja, 30 Responsorien. Gemeinde: Gelobt sei, der da 3. Neujahrsfest.* tommt im Namen des Herrn, 15. Geistlicher: Herr, hebe an zu Halleluja. segnen dein Volk, Gemeinde: 6. Geistlicher: Die Nacht ist verJe:( 6 Temm en fegnest, das ist gesegnet ewiglich. 16. Geistlicher: Sein Name soll Jesus heißen, Halleluja, Gemeinde: Denn er wird sein Volk selig machen von ihren Sünden, Halleluja. 17. Geistlicher: Jesus Christus gestern und heute, Halleluja, Gemeinde: Und derselbe auch in Ewigkeit, Halleluja. 18. Geistlicher: Herr Gott, du bist unsre Zuflucht für und für, Gemeinde: Ehe denn die Berge worden und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du, Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit. 19. Geistlicher: Der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und fördere das Werk unserer Hände, Gemeinde: Ja, das Werk unserer Hände wolle er fördern. * Intonationen und Responsorien zum Jahresschluß siehe unter 3. 6, Seite 478. 466 II. Intonationen und gangen, Halleluja, Gemeinde: Der Tag ist herbei gekommen, Halleluja. 7. Geistlicher: Gelobt sei der Herr, der Gott Jsraels, Halleluja, Gemeinde: Denn er hat be fuchet und erlöset sein Volf, Halleluja. 8. Geistlicher: Aus Zion bricht an der schöne Glanz Gottes, Halleluja, 001 Gemeinde: Unser Gott kommt und schweiget nicht, Halleluja. 2. Weihnacht. 9. Geistlicher: Euch ist heute der Heiland geboren, Halleluja, Gemeinde: Welcher ist Christus, der Herr, in der Stadt Davids, Halleluja. 10. Geistlicher: Uns ist ein Kind geboren, Halleluja, Gemeinde: Ein Sohn ist uns gegeben, Halleluja. 11. Geistlicher: Also hat Gott die Welt geliebt, Halleluja, O Gemeinde: Daß er seinen eingebornen Sohn gab, Halleluja. 4. Fest der Erscheinung Christi. 20. Geistlicher: Das Volk, so im Finstern wandelt, siehet ein großes Licht, Halleluja, Gemeinde: Und über die da wohnen im finstern Lande, scheinet es helle, Halleluja. Geistlicher: Die Heiden werden in deinem Lichte wandeln, Halleluja, Gemeinde: Und die Könige im Glanze, der über dir aufgeht, Halleluja. Geistlicher: Lobet den Herrn, alle Heiden, Halleluja, Gemeinde: Preiset ihn alle Völker, Halleluja. Geistlicher: Mache dich auf, werde Licht, Halleluja, 12. Geistlicher: Das Wort ward 21. Fleisch, Halleluja, Gemeinde: Und wohnete untersta uns, Halleluja. 13. Geistlicher: Gott ist die Liebe, Gemeinde: Und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in 22. Gott und Gott in ihm. Denn was du 14. Geistlicher: Gelobet sei unser Herr, Jesus Christus, Gemeinde: Hochgelobet in 23. Ewigkeit. II. Intonationen und Responsorien. 467 i Gemeinde: Denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des mir ein starker Fels und eine Burg, daß du mir helfeft, Herrn gehet auf über dir, Halle- Gemeinde: Denn du bist mein luja. Fels und meine Burg, und um deines Namens willen wollest du mich leiten und führen. 5. Passionszeit. 24. Geistlicher: Gott hat seines 33.( Invocavit) Geistlicher: Er ruft mich an, so will ich ihn erhören, Gemeinde: Ich will ihn herausreißen und zu Ehren machen. Geistlicher: Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit, Gemeinde: Und an deine Güte, die von der Welt her gewesen ist. 35.( Oculi) Geistlicher: Meine Augen sehen stets zu dem Herrn, Gemeinde: Denn er wird meieigenen Sohnes nicht verschonet, Gemeinde: Sondern ihn für uns alle dahingegeben. 25. Geistlicher: Christus ist um unsrer Missethat willen ver- 34.( Reminiscere) wundet, Gemeinde: Und um unsrer Sünde willen zerschlagen. 26. Geistlicher: Fürwahr er trug unsre Krankheit, Gemeinde: Und lud auf sich unsre Schmerzen. 27. Geistlicher: Die Strafe liegtnen Fuß aus dem Netze ziehen. auf ihm, auf daß wir Frieden 36.( Laetare) Geistlicher: Freuet hätten, euch mit Jerusalem und seid fröhlich über sie alle, die ihr sie lieb habet, Gemeinde: Freuet euch mit ihr alle, die ihr über sie traurig gewesen seid.right 37.( Judica) Geistlicher: Richte mich, Gott, und führe meine biu Sache wider das unheilige Volk, 29. Geistlicher: Christus hat ge- Gemeinde: Und errette mich liebet die Gemeinde, i von den falschen bösen Leuten. Gemeinde: Und hat sich selbst 38.( Palmarum) Geistlicher: Hofür sie gegeben. sianna dem Sohne Davids, Gemeinde: Und durch seine Wunden sind wir geheifet. 28. Geistlicher: Christus hat unsre Sünde selbst geopfert an seinem Leibe, Gemeinde: Auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. 30. Geistlicher: Christus hat gesJhgelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, litten für uns und uns ein Vorbild gelassen, Gemeinde: Daß wir sollen danachfolgen seinen Fußstapfen. Gemeinde: Hosianna in der Höhe. 31. Geistlicher: Lasset uns auf- od 6. Gründonnerstag. sehen auf Jesum, Gemeinde: Den Anfänger und Vollender unsers Glaubens. 39. Geistlicher: Christus hat gestiftet ein Gedächtnis seiner Wunder, Halleluja, Gemeinde: Der gnädige und Außerdem können auch folgende, zumeist die Anfänge der alten Introiten bil- barmherzige Herr, Halleluja. dende Intonationen gesungen werden: 40. Geistlicher: So oft ihr von 32.( Estomihi) Geistlicher: Sei diesem Brot effet und von 30* II. Intonationen und Responsorien. diesem Kelch trinket, sollt ihr 48. Geistlicher: Christus ist die des Herrn Tod verkündigen, Auferstehung und das Leben, Gemeinde: Bis daß er kommt. Halleluja, 25 Gemeinde: Wer an ihn glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe, Halleluja. 468 7. Karfreitag. 41. Geistlicher: Siehe, das ist 49. Geistlicher: Der Tod ist verGottes Lamm, Gemeinde: Das der Welt Sünschlungen in den Sieg, Halleluja, de trägt. 42. Geistlicher: Sterben wir mit, so werden wir mit leben, Gemeinde: Dulden wir mit, so werden wir mit herrschen. 43. Geistlicher: Das Lamm, das erwürget ist, ist würdig zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Stärke, Gemeinde: Lob und Ehre und Preis und Gewalt von Ewigteit zu Ewigkeit. * Andere Intonationen und Responforien für den Karfreitag fiehe unter 5, Seite 467. Gemeinde: Gott sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat, durch unsern Herrn Jesum Christum, Halleluja. Ofterzeit. können auch folgende, zumeist den alten InAn den sechs Sonntagen nach Ostern troiten entnommene Intonationen gesungen werden: 50.( Quasimodogeniti) Geistli cher: Gott hat uns wiedergeboren zu einer lebendigen Hoffnung, Halleluja, Gemeinde: Durch die Auf erstehung Jesu Christi von den Toten, Halleluja. 8. Ostern. $ 1707) 44. Geistlicher: Der Herr ist auf: 51.( Misericordias Domini) Geisterstanden, Halleluja, Gemeinde: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden, Halleluja. 45. Geistlicher: Christus ist um 119 unsrer Sünde willen dahin2008 gegeben, Halleluja, Gemeinde: Und um unsrer Gerechtigkeit willen auferwecket, Halleluja. 46. Geistlicher: Christus hat dem get dem Herrn ein neues Lied, Halleluja, Tode die Macht genommen, 53.( Cantate) Geistlicher: SinHalleluja, Gemeinde: Und das Leben und ein unvergängliches Wesen ans Licht gebracht, Halleluja. 47. Geistlicher: Ich weiß, daß an mein Erlöser lebt, Halleluja, Gemeinde: Denn er thut Wundder, Halleluja. 54.( Rogate) Geistlicher: Bittet, so werdet ihr nehmen, Gemeinde: Daß eure Freude vollkommen sei. Gemeinde: Und er wird mich hd nachher aus der Erde auferna wecken, Halleluja. 55.( Exaudi) Geistlicher: Herr, licher: Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich, Halleluja, 198 Gemeinde: Und seine Wahrheit verkünden mit meinem na Munde für und für, Halleluja. 52.( Jubilate) Geistlicher: Jauchzet Gott alle Lande, Halleluja, Gemeinde: Lobsinget zu Ehren seinem Namen, Halleluja. II. Intonationen und Responsorien. 469 höre meine Stimme, wenn ich Gemeinde: Hochgelobet in Ewigkeit. rufe, Gemeinde: Sei mir gnädig 64. Geistlicher: Schaffe in mir, und erhöre mich. Gott, ein reines Herz, Gemeinde: Und gieb mir einen neuen gewissen Geist. D 9. Himmelfahrt. 56. Geistlicher: Christus ist auf 65. Geistlicher: Wir haben einen kindlichen Geist empfangen, Halleluja, Gemeinde: Durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater, Halleluja. gefahren über alle Himmel, Halleluja, Gemeinde: Auf daß er alles erfüllete, Halleluja. 57. Geistlicher: Christus ward aufgehoben gen Himmel, Halleluja, 66. Geistlicher: Thue wohl an Gemeinde: Und sizzet zur rech- Zion nach deiner Gnade, ten Hand Gottes, Halleluja. 58. Geistlicher: Lobsinget, lobsinGemeinde: Und baue die Mauern zu Jerusalem. get Gott, Halleluja, Gemeinde: Lobsinget unserm Könige, Halleluja. bo 59. Geistlicher: Suchet, was droben ist, da Christus ist, Gemeinde: Sitzend zur Rech- Gemeinde: Und preisen ihn ten Gottes. 88 68 von nun an bis in Ewigkeit, alla Halleluja. 68. Geistlicher: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Zebaoth, Halleluja, 11. Trinitatisfest. 67. Geistlicher: Wir loben Gott den Vater, Sohn und heiligen Geist, Halleluja, 10. Pfingsten. 60. Geistlicher: Siehe, spricht der Herr, ich will meinen Geist aus: Higießen über alles Fleisch, Halleluja, astrat mu doigte Gemeinde: Und soll geschehen, wer den Namen des Herrn an- 12. Marientage. rufen wird, soll selig werden, 62. Geistlicher: Der Vater im Himmel wird seinen heiligen Geist geben, Halleluja, Gemeinde: Denen, die ihn bitten, Halleluja. som 63. Geistlicher: Gelobet sei der Geist des Vaters und des bid Sohnes, Gemeinde: Alle Lande sind hd seiner Ehre voll, Halleluja. Halleluja. $ 19 Maria Reinigung, is 61. Geistlicher: Der Herr ist Gott, 69. Geistlicher: Opfere Gott Dank, 151 der uns erleuchtet, Halleluja, Gemeinde: Schmücket das Fest mit Maien bis an die Hörner ons des Altars, Halleluja. Halleluja, Gemeinde: Und bezahle dem Höchsten deine Gelübde, Halleluja. C in Maria Verkündigung. 70. Geistlicher: Siehe, eine Jungin frau wird einen Sohn gebären, Halleluja, Gemeinde: Den wird sie heiBen Immanuel, Halleluja. 470 II. Intonationen und Responsorien. Mariä Heimsuchung. 71. Geistlicher: Meine Seele erhebet den Herrn, Halleluja, Gemeinde: Und mein Geist freuet sich Gottes, meines Hei landes, Halleluja. ( 3) 13. Johannistag. 72. Geistlicher: Gelobet sei der Herr, der Gott Israels, Gemeinde: Denn er hat' besuchet und erlöset sein Volk. 73. Geistlicher: Bereitet dem Herrn den Weg, Halleluja, Gemeinde: Machet seine Steige richtig, Halleluja. 78. Geistlicher: Lobe den Herrn, meine Seele, 2. An Sonn- und 77. Geistlicher: Betet an den Herrn 83. im heiligen Schmuck, HalleLutja, Gemeinde: Es fürchte ihn alle Welt, Halleluja. Gemeinde: Und vergiß nicht, was er dir Gutes gethan hat. 79. Geistlicher: Dies ist der Tag, den der Herr gemacht hat, Gemeinde: Lasset uns freuen und fröhlich darinnen sein. 80. Geistlicher: Es segne uns Gott, unser Gott, 14. Michaelistag. 74. Geistlicher: Lobet den Herrn, ihr seine Engel, die ihr seinen Befehl ausrichtet, Halleluja, Gemeinde: Lobe den Herrn, meine Seele, Halleluja. 75. Geistlicher: Der Herr hat seis nen Engeln befohlen über dir, Gemeinde: Daß sie dich behüten auf allen deinen Wegen. sn Gemeinde: Es segne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn. 81. Geistlicher: Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, Gemeinde: Allen, die ihn mit Ernst anrufen. 15. Schluß des Kirchenjahres. 76. Geistlicher: Der Name des Herrn sei gelobet und gebenedeiet, Gemeinde: Von nun an bis in Ewigkeit. Wochentagen. se Geistlicher: Verwirf mich nicht von deinem Angesicht, Gemeinde: Und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir. 84. Geistlicher: Hilf uns, Gott unsers Heils, um deines Namens willen, Gemeinde: Errette uns und vergieb uns unsre Sünde um is deines Namens willen. 85. Geistlicher: Heiliger Vater, heilige uns in deiner Wahrheit, Gemeinde: Dein Wort ist die Wahrheit. 12 86. Geistlicher: Herr, zeige uns deine Wege, Gemeinde: Lehre uns deine Steige. 87, Geistlicher: Dein Wort ist meines Fußes Leuchte, Gemeinde: Und ein Licht auf meinem Wege. 82. Geistlicher: Herr, handle nicht mit uns nach unsern Sünden, 88. Gemeinde: Und vergilt uns nicht nach unsrer Missethat. Geistlicher: Rufe mich an in der Not, spricht der Herr, Gemeinde: So will ich dich II. Intonationen und Responsorien. 471 erretten, ſo sollst du mich 97. Geistlicher: Herr, lehre mich preisen. thun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott, Gemeinde; Dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. 98. Geistlicher: Wachset in der Gnade und Erkenntnis unsers Herrn und Heilandes Jesu Chrifti, 89. Geistlicher: Herr, wir hoffen darauf, daß du so gnädig bift, Gemeinde: Unser Herz freuet fich, daß du so gerne hilfft. 90. Geistlicher: Siehe, der Herr kommt mit viel tausend Heiligen, Gemeinde: Gericht zu halten über alle. 91. Geistlicher: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, Halleluja, Gemeinde: Und seine Güte währet ewiglich, Halleluja. 92. Geistlicher: Herr, erhalte uns dein Wort, Gemeinde: Denn dasselbe dein Wort ist unsers Herzens Freude und Trost. 93. Geistlicher: Herr, wohin sollen wir gehen? Gemeinde: Du haft Worte des ewigen Lebens. 94. Geistlicher: Schaffet, daß ihr felig werdet, dans Gemeinde: Mit Furcht und Bittern. 95. Geistlicher: Nehmet das Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, Gemeinde: Welches kann eure Seelen selig machen.. 96. Geistlicher: Selig sind, die reines Herzens sind, Gemeinde: Denn sie werden Gott schauen. Gemeinde: Demselben sei Ehre nun und zu ewigen Zeiten. 99. Geistlicher: Selig sind die Gottes Wort hören und be wahren, Gemeinde: Und bringen Frucht in Geduld. 100. Geistlicher: Selig sind die da Leid tragen, bin Gemeinde: Denn sie sollen getröstet werden. 101. Geistlicher: Der Herr gebe uns ein fröhlich Herz, Gemeinde: Und verleihe intmerdar Frieden zu unsern Zeiten. Geistlicher: Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang, Gemeinde: Von nun an bis in Ewigkeit. 103. Geistlicher: Der Herr wird mich erlösen von allem übel, md Gemeinde: Und aushelfen zu seinem himmlischen Reiche. 104. Geistlicher: Siehe, der Herr Herr kommt gewaltiglich, Gemeinde: Siehe, sein Lohn ist bei ihm und seine Vergeltung ist vor ihm. $ 102. 3. für besondere Feste und Gelegenheiten. STIES& 1. Bußtag. Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit. 105. Geistlicher: Herr, wir liegen vor dir mit unserm Gebete, 106. Geistlicher: Aus der Tiefe Gemeinde: Nicht auf unsre rufe ich, Herr, zu dir, 472 II. Intonationen und Responsorien. Gemeinde: Herr, laß deine Ohren merken auf die Stimme meines Flehens. 107. Geistlicher: Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn, Gemeinde: Züchtige mich nicht in deinem Grimm. im Gemeinde: Deine Wahrheit währet für und für, Halleluja. 116. Geistlicher: Herr, erhalte dir im Bau deinen Weinstock, den deine Rechte gepflanzet hat, Gemeinde: Und den du dir festiglich erwählet haſt. Geistlicher: Fürchte dich nicht, du kleine Herde, Gemeinde: Denn es ist eures Vaters Wohlgefallen, euch das Reich zu geben. dist 108. Geistlicher: Gott, sei mir 117. gnädig nach deiner Güte, Gemeinde: Und tilge meine Sünden nach deiner Barmherzigkeit. 109. Geistlicher: Christus hat unsre Sünde selbst geopfert span seinem Leibe, Gemeinde: Auf daß wir, der Sünde abgestorben, der Gerechtigkeit leben. Aid 110. Geistlicher: Bekehre du mich, Herr, so werde ich bekehret, Gemeinde: Hilf du mir, so ist mir geholfen. 111. Geistlicher: Bei dem Herrn ist die Gnade und viel Erlösung, Gemeinde: Und er wird Jsrael erlösen aus allen seinen Sünden. Gemeinde: Der Herr hat Großes an uns gethan, des sind wir fröhlich, Halleluja. 115. Geistlicher: Herr, dein Wort bleibt ewiglich, Halleluja, 3. Erntefest. 118. Geistlicher: Danket dem shi Herrn, denn er ist freundlich, Halleluja, Gemeinde: Und seine Güte. währet ewiglich, Halleluja. 119. Geistlicher: Gott, du krönest das Jahr mit deinem Gut, Halleluja, n Gemeinde: Und deine Fußstapfen triefen von Fett, Halsia leluja. 120. Geistlicher: Opfere Gott Dank, Halleluja, Gemeinde: Und bezahle dem dan Höchsten deine Gelübde, Halleluja. 112. Geistlicher: Barmherzig und gnädig ist der Herr, Gemeinde: Geduldig und von su großer Güte. 113. Geistlicher: Wohl dem, dem die Übertretungen vergeben find, Gemeinde: Dem die Sünde do bedecket ist. 2. Reformationsfest. 114. Geistlicher: Der Herr hat Großes an uns gethan, HalIeluja, 1991, a ofist, 121. Geistlicher: Das Land giebt has sein Gewächs; es fegne uns Gott, unser Gott, Halleluja, Gemeinde: Essegne uns Gott, und alle Welt fürchte ihn, Hal011919 sid leluja. 122. Geistlicher: Die Güte des das Herrn ists, daß wir nicht gar aus sind, and fro Gemeinde: Seine Barmherzigkeit hat noch kein Ende. 4. Kirchweihfest. 123. Geistlicher: Wie lieblich sind mans deine Wohnungen, Herr Ze alod baoth, Halleluja ,. Gemeinde: Meine Seele ver= II. Intonationen und Responsorien. langet und sehnet sich nach 7. In allgemeiner Not und Gefahr. den Vorhöfen des Herrn, Hal- 132. Geistlicher: Siehe an, Herr, leluja. 124. Geistlicher: Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses, Gemeinde: Und den Ort, da deine Ehre wohnet. Gemeinde: Und vergieb uns unsern Jammer und Elend, alle unsre Sünde. 5. Feier zum Gedächtnis der Verstorbenen. 125. Geistlicher: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an, Halleluja, Gemeinde: Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ihrer Arbeit, und ihre Werke folgen ihnen nach, Halleluja. 126. Geistlicher: Herr, lehre uns bedenken, daß wir sterben müssen, Gemeinde: Auf daß wir klug werden. 6. Schluß des bürgerlichen Jahres. 473 129. Geistlicher: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, Halleluja, donge Jam Gemeinde: Und seine Güte on währet ewiglich, Halleluja. 130. Geistlicher: Herr, ich bin zu gering aller Barmherzigkeit nd und aller Treue, Gemeinde: Die du an dei nem Knechte gethan hast. 131. Geistlicher: Der Herr behüte 133. Geistlicher: Das Verlangen der Elenden hörest du, Herr, Gemeinde: Ihr Herz ist gewiß, daß dein Ohr darauf merket. STA TIESUS 134. Geistlicher: Gott ist unfre Zuversicht und Stärke, Gemeinde: Eine Hilfe in den großen Nöten, die uns getroffen haben. 0003 8. Nach abgewandter Not und Gefahr. 127. Geistlicher: Sei getreu bis an den Tod, Gemeinde: So will ich dir 136. Geistlicher: Wir haben einen die Krone des Lebens geben. 128. Geistlicher: Leben wir, so e leben wir dem Herrn, Gemeinde: Sterben wir, ſo alte Hot sterben wir dem Herrn. Gott, der da hilft, Halleluja, Gemeinde: Und den Herrn Herrn, der vom Tode errettet, Halleluja. 135. Geistlicher: Gelobet sei der Herr täglich, Halleluja, Gemeinde: Er legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch, Halleluja. 9. Krieg und Friede. $ 150 151 Krieg. 137. Geistlicher: Gott gieb Fried in deinem Lande, Gemeinde: Glück und Heil zu allem Stande. 138. Geistlicher: Deine Hand, o Herr, schüße das Volk deiner Rechten, MAST he Gemeinde: Und die Leute, die du dir festiglich erwählet hast. 25 330 dn intense stojale Friede.gublen unsern Ausgang und Eingang, 139. Geistlicher: Kommtet her und Gemeinde: Von nun an bis in Ewigkeit. 148 schauet die Werte des Herrn, Halleluja, 474 II. Intonationen und Responsorien. Innere Mission. 146. Geistlicher: Unsere Hilfe steht im Namen des Herrn, Halleluja, Gemeinde: Der den Kriegen steuert in aller Welt, Halleluja. 140. Geistlicher: Der Herr ist meine Stärke und mein Lobgesang und mein Heil, Halleluja, Gemeinde: Der Herr ist der rechte Kriegsmann, Herr ist sein Name, Halleluja. 10. Feste für kirdil. Liebeswerke.* Sibelfelt. Gemeinde: Der Himmel und 147. Geistlicher: Der Herr ist mein Erde gemacht hat, Halleluja. Hirte, Halleluja, Gemeinde: Mir wird nichts mangeln, Halleluja. 148. Geistlicher: Hilf, Herr, die Heiligen haben abgenommen, Gemeinde: Und der Gläubigen ist wenig unter den Menschenkindern. Gustav- Adolf- Fest. 149. Geistlicher: Laßt uns Gutes Gemeinde: Und ihr thut wohl, daß ihr darauf achtet, Halleluja. 142. Geistlicher: Herr, dein Wort thun an jedermann, ist eine rechte Lehre, Halleluja, Gemeinde: Allermeist aber an Gemeinde: Heiligkeit ist die des Glaubens Genossen. Zierde deines Hauses ewig- 150. Geistlicher: Lobe, Zion, deilich, Halleluja. OPTY Missionsfeft. nen Gott, Halleluja, Gemeinde: Der sein Wort giebt mit großen Scharen Evangelisten, Halleluja. 141. Geistlicher: Wir haben ein festes prophetisches Wort, Halleluja, ome 143. Geistlicher: Saget unter den Heiden, daß der Herr König fei, Halleluja, Gemeinde: Und habe sein Reich, so weit die Welt ist, bereitet, Halleluja. 144. Geistlicher: Herr, deine Gnade reicht, so weit der Simmel ist, Halleluja, Gemeinde: Und deine Wahrheit, so weit die Wolken gehen, Halleluja. 12. Synodalgottesdienst. 152. Geistlicher: Herr, thue wohl an zion nach deiner Gnade, Gemeinde: Baue die Mauern Jerusalems. fish 153. Geistlicher: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, Gemeinde: Wir segnen euch, die ihrvom Hause des Herrn seid. * Andere Intonationen für diese Feste 154. Geistlicher: Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem find folgende: 85. 87. 92. 11. 20 bis 28. Namen gieb Ehre, 60. 66. 3. 5. 6. 13. 114 bis 117. Für die Mission unter Israel. 145. Geistlicher: Ach, daß die Hilfe aus Zion käme über Israel, Gemeinde: Und der Herr sein gefangen Volk erlöfete. - - 11. Geburtstag des Königs. 151. Geistlicher: Herr, der König freuet sich in deiner Kraft, Halleluja, Gemeinde: Und wie sehr fröhlich ist er über deiner Hilfe, Halleluja. 1 III. Die sonn- und festtägigen Perikopen 2c. 475 Gemeinde: Um deine Gnade 158. Geistlicher: Schmecket und und Wahrheit. sehet, wie freundlich der Herr ist, Gemeinde: Wohl dem, der auf ihn trauet. IH 159. Geistlicher: Lasset uns ihn lieben, Gemeinde: Denn er hat uns erst geliebt. 160. Geistlicher: Gelobet sei unser Herr Jesus Christus, Gemeinde: Hochgelobet in Ewigkeit. 161. Geistlicher: Herr, nun läffeft du deinen Diener in Frieden fahren, Gemeinde: Denn meine Augen haben deinen Heiland geſehen. Mit 162. Geistlicher: Ehre sei dem Vater und dem Sohne und dem heiligen Geiste, Gemeinde: Wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. 13. Landtagsgottesdienst.* 155. Geistlicher: Herr, hilf dei nem Volk und segne dein Erbe, Gemeinde: Weide sie und erhöhe fie ewiglich. 156. Geistlicher: Gott, gieb Fried in deinem Lande, Gemeinde: Glück und Heil zu allem Stande. * Andere Intonationen und Responforien für den Beginn und den Schluß des Landtags stehe unter 2. Seite 470. Nach dem Abendmahl. 157. Geistlicher: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich, Halleluja, Gemeinde: Und seine Güte währet ewiglich, Halleluja. III. Die sonn- und festtägigen Perikopen nach i den vier Jahrgängen. 1.Sonntag d. Advents.| 3.Sonntag d. Advents.| 1. Weihnachtsfeiertag. I. Joh. 15, 1-16. II. Röm. 13, 11-14. III. Lut. 1, 67-75. IV. a) Jerem.31,31-34. b) Psalm 100. c) Joh. 17, 3. 2.Sonntag d. Advents. I. Matth. 11, 2-10. II. Rol. 1, 12-15. III. 2ut. 3, 15-17. IV. a) Sagg. 2, 7-10. b) 1. Mose 49, 18. c) 1.Timoth.2,4-5. I. Lut. 2, 1-14. II. Tit. 2, 11-14. III. 2ut. 2, 1-14. IV. a) Lut. 2, 1-14. b) Micha 5, 1-3. c) Joh. 3, 16-18. I. Matth. 5, 17-19. II. Ap.- Gefch.3,22-25. III. Matth. 3, 1-10. IV. a) Jef. 40, 1-5. b) Maleachi 4, 1-2. c) 1. Timoth. 1,15. 4.Sonntag d. Advents. I. Joh. 1, 19-27. II. 1. Joh. 1, 1-4. III. Joh. 1, 15-18. IV. a) gef. 12, 2-6. b) 5. Mose18,18-19. c) 1. Joh. 4, 9. 2. Weihnachtsfeiertag I. Lut. 2, 15-20. II. Sebr. 1, 1-6. III. Lut. 2, 15-20.1 IV. a) Lut. 2, 15-20. b) Jef. 9, 6-7. c) 1. Joh. 5, 1. 476 III. Die sonn- und festtägigen Perikopen zc. Sonnt. n. Weihnacht.| 3. Sonnt. n. d. Ersch.| Estomihi. I. Matth. 8, 5-13. II. Röm. 12, 14-21. III. Joh. 1, 35-43. IV. a) 2. Mose 34,4-10. b) Jef. 3, 10-11. c) Hebr. 3, 5-6. 4. Sonnt. n. d. Ersch. I. Matth. 8, 23-27. II. Röm. 13, 8-10. III. Joh. 1, 47-51. IV. a) Josua 1, 7-9. I. Joh. 10, 12-16. II. 2. Ror. 6, 1-10. III. Joh. 5, 5-18. IV. a) 1.Rön. 3,5-15. CHE b) Psalm 12,2-6.b) Psalm 85, 8-14. c) 1.Theff. 5,6-9. c) Röm. 12, 7-8. 5. Sonnt. n. d. Ersch. Reminiscere. I. Matth. 9, 35-38. II. Ephes. 1, 3-6.im III. 2ut. 4, 16-30. IV. a) 1.Sam.2,26-30. b) Jerem. 2, 19. c) Röm. 12, 11-12. I. Matth. 25, 14-30. II. Jaf. 4, 13-15. III. Joh. 1, 9-14. IV. a) Sef. 40, 27-31. b) Psalm 103,8-18. c) Br.Judä V.24-25. Neujahrstag. ads I. 2ut. 12, 5-9. II. Röm. 8, 24-28. III. Joh. 4, 34-36. IV. a) Matth.16,24-26. b) Pf. 102,26-29. c) Hebr. 10, 35-36. Sonntag n.d. Neujahr. I. 2ut. 2, 33-40. II. Tit. 3, 4-7. III. Lut. 12, 16-21. IV. a) 1. Mofe 17, 1-4. b) Jef. 45, 5-7. c) Röm. 14, 7-8. Une in Fest d. Ersch. Christi. I. Matth. 2, 1-12. II. Jes. 60, 1-6. III. Lut. 2, 25-32. IV. a) Joh. 1, 4-5. b) Jes. 55, 3-5. c) Röm. 10, 14-18. 1. Sonnt. n. d. Ersay. I. Lut. 2, 41--52. II. Gal. 3, 23-29. III. Matth. 3, 13-17. IV. a) 1.Mose28,10-17. b) 3₁. 139, 7-12. c) Kol. 2, 18. 2. Sonnt. n. d. Ersch. I. Joh. 2, 1-11. H. Röm. 12, 1-6. III. Matth. 4, 1-12. IV. a) 1.Mose50,15-21. b) Spr. Sal. 3,5-7. c) Jak. 3, 17-18. 6. Sonnt. n. d. Ersch. I. Matth. 17, 1-9. II. 2. Petri 1, 16-18. III. Mart. 6, 20-29. IV.a) 1.Sam.12,20-25. b) Psalm 21, 2-8. c) Röm. 13, 1-2. c) Röm. 13, 1-2. Septuagesima. I. Matth. 20, 1-16. II. 1. Ror. 9, 24-27. III. Joh. 2, 23-25. III. Joh. 2, 23-25. IV.a) 1.Chrn. 18,15-20. b) Jerem. 9, 23-24. c) 1. Petri 5, 6-7. Sexagesima.no I. 2ut. 8, 4-15.- II. 2. Ror. 11, 21-31. III. Joh. 4, 5-15. IV. a) 2. Sam. 12, 1-7. b) Ezech. 18, 20. c) 1. Kor. 6, 19-20. 0 I. Luk. 18, 31-43. II. 1. Kor. 13. III. Joh. 4, 19-30. IV. a) 1. Rön. 2,1-4. b) Pred. Sal. 7,3-5. Cisc) Hebr. 13, 7. Invocavit. I. Matth.15, 21-28. II. Hebr. 12, 1-6. III. Lut. 9, 51-56. IV. a) Ezech. 33, 7-9. and b) Jef. 58, 6-9. c) 2. Petri 1,19-21. Oculi. I. Lut. 20, 9-20. II. 1. Petri 2, 21-25. III. Joh. 11, 1-16. IV. a) Nehem.9, 30-34. b) Psalm 77, 8-14. c) 1.Petri 1,13-16. Lätare. I. Joh. 15, 18-25. II. Röm. 5, 1-6. III. Joh. 11, 32-46. IV. a) Siob 22, 21-30. b) Psalm 23. c) 2. Ror. 5, 19-21. Judica. I. Joh. 16, 16-22. II. Röm. 8, 31-39. III. Joh. 11, 47-57. IV. a) Jef. 53, 4-5. b) Psalm73,23-26. c) 1. Joh. 3, 5-6. III. Die sonn- und festtägigen Perikopen 2c. 477 Misericord. Domini.| 1. Pfingstfeiertag. I. Joh. 21, 15-17. II. Röm. 10, 8-14.1 III. Matth. 18, 1-7.1 IV. a) Matth.18,10-14. b) Spr.Sal.22,17-19. c) Ephef. 6, 1-4. Subilate... 11 Palmarum. I. Matth. 21, 1-9. II. Philipp. 2, 5-11. III. Joh. 12, 1-13. IV. a) Jef. 53, 11-12. b) Pf. 118, 16-22. c) Hebr. 5, 7-9. Gründonnerstag. I. Lut. 22, 14-20. II. 1. Kor. 11, 23-29. III. Mart. 14, 17-26. IV. a) Matth.26,26-28. b) Joh. 13, 1-17. c) 1.Kor. 10,16-17. Karfreitag.281 I. Lut. 23, 44-48. II. 1. Petri 1, 18-21. III. Mart. 15, 27-37. IV. a) Joh. 19, 30. b) 1. Kor. 1, 30. c) 2. Ror. 5, 14-15. 1. Osterfeiertag. I. Mart. 16, 1-8. II. 1. Petri 1, 3-9. III. Matth. 28, 1-10. IV. a) 2uf. 24, 1-9. b) 2. Tim. 1, 9-10. c) Joh. 11, 25-26. 2. Osterfeiertag. I. Lut. 24, 13-35. II. Ap.-G. 10, 34-41. III. Joh. 20, 11-18. IV. a) Lut.24,36-40. b) 1. for. 6, 14. c) Joh. 6, 57-58. Is Quasimodogeniti. I. Joh. 20, 24-29. II. 1. Kor. 15, 50-57. III. Joh. 20, 19-23. IV. a) Joh. 14, 1-6. b) Röm. 1, 4. c) Rol. 3, 1-4. I. Lut. 24, 46-49. II. 1. Petri 2, 11-17. III. Joh. 21, 20--22. IV. a) Joh. 12, 24-26. 0 b) 2. Kor. 4, 7-11. c) 1. Kor. 15, 19. Cantate. I. Joh. 16, 5-15. II. Sat. 1, 13-18. III. Matth. 28, 18-20. IV. a) Joh. 5, 28-29. b) 1.Kor.15,40-44. c) Offb. Joh. 21, 4. Rogate.moer I. Joh. 16, 23-28. II. 2 Kor. 9, 8-11.0 III. 2ut. 11, 1-4. HI IV. a) Matth.7,7-11. b) Jerem. 5, 24. c) Jak. 5, 7-8. Himmelfahrt Christi. I. Mark. 16, 14-20. II. Ap. Gesch. 1, 1-11. HI. Lut. 24, 50-53.1 IV. a) Joh.17,11-14. b) Ephef. 1, 20-23. c) Hebr. 6, 17-20. Exaudi. I. Joh. 15,26-16,4. II. Eph. 2, 4-7. III. Ap. Gesch.1, 15-26. IV. a) Joh.14,12-17. b) 2. Petri 1, 2-4. c) Hebr. 8, 1-2. I. Ap.- Gesch. 2, 1-13. II. Eph. 1, 9-14.1 III. Ap.- Gesch. 2, 1-13. IV. a) Joh. 14, 23-27. b) 1. Kor. 12, 3-7. c) Hebr. 2, 2-4. 2. Pfingstfeiertag.d I. Ap.- Gesch.2,14-18 II. Eph. 1, 15-19. III. Ap.- Gesch.2, 14-18. IV. a) 2uf. 13,18-21. b) Ezech. 36, 26-27. c) 2. Ror. 6, 16. Trinitatisfest. I. Joh. 3, 1-15. II. Röm. 11, 33-36, III. Ap.- Gesch.2,38-39. IV. a) 1. Joh. 4, 12-16. b) 1. Kor. 2, 10-11. c) 2. Kor. 13, 13. 1. Sonnt. n. Trinit. I. Lut. 16, 19-31. II. 1. Joh. 4, 16-21. III. Ap.- Gesch.2,42-47. IV. a) Lut. 17, 20-21. b) Psalm 78, 1-7. c) Hebr. 10, 23-25. 2. Sonnt. n. Trinit. I. 2ut. 14, 16-24. II. Sat. 1, 21-25. III. Ap.- Gesch. 3, 1-10.. IV. a) Joh. 5, 23-24. b) Jerem. 7, 25-28. c) 2. Kor. 13, 8. 3. Sonnt. n. Trinit. I. Lut. 15, 1-10. II. 1. Timoth. 6, 6-10. III. Ap.- Gesch. 4, 8-21. IV. a) Joh. 5, 39-44. b) Matth. 5, 13-16. c) 2.Tim. 3, 15-17. 478 III. Die sonn- und festtägigen Perikopen 2c. 4. Sonnt. n. Trinit. I. Lut. 6, 36-42. II. 2. Kor. 4, 13-18. III. Ap.- Gefch.5, 16-21. IV. a) Joh. 6, 47-51. b) Matth. 7,24-27. c) 1.Tim. 1, 18-19. 5. Sonnt. n. Trinit. I. 2ut. 5, 1-11. II. 1. Petri 3, 8-15. III. Ap.- Gesch.5, 34-42. IV. a) Joh. 8, 31-36. b) Matth. 6, 22-23. c) Hebr. 13, 9. 6. Sonnt. n. Trinit. I. Matth. 5, 1-12. II. Nöm. 6, 3-6. III. Ap.- Gesch. 6, 1-7. IV. a) Joh. 10, 23-30. b) Matth. 5, 44-48. c) 1. Joh. 1, 8-10. 7. Sonnt. n. Trinit. I. Mart. 8, 1-9. II. 1. Petri 2, 5-10. III. Ap.- Gesch.6, 8-15 u. 7, 55-59. IV. a) Matth.16,15-19. b) Matth. 6, 1-8. c) Hebr. 13, 8. 8. Sonnt. n. Trinit. I. Matth. 7, 15-23. II. Röm. 8, 12-17. III. Ap.- Gesch.8, 14-25. IV. a) Matth.9,9-13. b) Matth. 6, 19-21. c) Röm. 8, 8-9. 9. Sonnt. n. Trinit. I. Lut. 16, 1-9. II. 1. Kor. 10, 12-13. III. Ap.- Gesch.8,26-38. IV. a) 2ut.12, 42-48. b) 1.Mose 37,4-11. c) Nöm. 6, 16-18. 10. Sonnt. n. Trinit.| 16. Sonnt. n. Trinit. I. Qut. 19, 41-48. II. Röm. 2, 1-11. III. Ap.- Gesch. 9, 1-8. IV. a) Lut.13, 31-35. b) 1. Sam. 19,1-6. c) 1.Petri 3,15-16. 11. Sonnt. n. Trinit. I. Luk. 7, 11-17. II. Eph. 3, 14-21. III. Ap.- Gsch.14,19-23. IV. a) Joh. 9, 1-5. b) 2.Sam.12,18-23. c) Jak. 4, 7-10. 17. Sonnt. n. Trinit. I. Qut. 14, 1-11. II. Eph. 4, 1-6. III. Ap.- Gesch.15,6-12. IV. a) Luk. 12, 54-57. b) 2.Mose 2, 16-20. c) 1.Theff.4,11-12. 18. Sonnt. n. Trinit. I. 2ut. 18, 9-14. II. Röm. 1, 16-20. III. Ap.- Gefch.9,19-28. IV. a) 2ut. 13,23-25. b) 1.Sam. 24,17-20. c) Röm. 14, 17-19. 12. Sonnt. n. Trinit. I. Matth.13, 24-30. II. 1. Kor. 4, 1-5. III. Ap.- Gsch.10,25-33. IV. a) Luk.15, 11-32. b) 2.Sam.18,31-33. c) Jak. 2, 10.0 13. Sonnt. n. Trinit. I. Lut. 10, 25-37. II. Röm. 7, 18-25. III. Ap.- Gesch.12, 1-11. IV. a) Lut. 9, 57-62. b) 1.Mofe43,26-30. c) 1. Kor. 7, 24. 14. Sonnt. n. Trinit. I. 2ut. 17, 11-19. II. Philipp.3, 12-16. III. p.- Gfch.13,42-49. IV. a) Matth.11,16-19. b) 1.Sam.3, 11-13. c) Sat. 1, 5-6. 15. Sonnt. n. Trinit. I. Matth. 6, 24-34. II. Gal. 5, 26-6, 5. III. Ap.- Gsch.14,11-18. IV. a) Matth.11,25-30. b) Dan. 5, 13-17. c) Lut. 17, 10. I. Matth.22, 34-40. II. Sebr.10,38-11,6. III. Ap.- Gsch.17,16-28. IV. a) Matth.10,16-22. b) 1.Mose18,20-32. c) Matth. 5, 33-37. 19. Sonnt. n. Trinit. I. Qut. 10, 38-42. II. Eph. 4, 22-28. III. Ap.- Gesch.19,1-11. IV. a) Mart.9,38-41. b) 1.Mose 33, 9-11. ( c) Jak. 3, 5-10. 20. Sonnt. n. Trinit. I. Lut. 13, 6-9. II. Rol. 3, 14-17. III. Ap.- Gsch.19,23-40. IV. a) Matth.19, 3-8. b) 1.Mose13,8-9. c) Matth. 5, 27-30. 21. Sonnt. n. Trinit. I. Matth. 25, 1-13. II. 1. Petri 1, 22-25. III. Ap.- Gsch.20,17-38. IV. a) Matth.12,46-50. b) Ruth 1, 15-17. c) Eph. 5, 25. IV. Die allgemeine Beichte mit der Absolution. 479 26. Sonnt. n. Trinit. 24. Sonnt. n. Trinit. I. Matth.25, 31-46. II. Gal. 6, 7-9. III. 2p.- Gsch.24,24-27. IV. a) Matth.20,20-23. I. Joh. 12, 44-50. II. 2. Betri 3,8-13. III. 2p.- Gsch.26,24-32. IV.a) Off.Joh.3,15-17. b) Psalm 16,8-11. c) 1. Kor. 15, 58. 27. Sonnt. n. Trinit. b) Jef. 55, 8-9. c) Philipp.1,20-21. 25. Sonnt. n. Trinit. I. Matth.24, 15-22. II. 2. Ror. 5, 1-10. III. 2p.- Gesch.25,6-15. IV. a) Matth.13,47-50. b) Pred.Sal.8,11-13. c) Sat. 1, 12. 22. Sonnt. n. Trinit. I. Matth.18, 21-35. II. Philipp. 1, 3-11. III. Ap.- Gesch.21,8-14. IV. a) Matth.21,28-31. b) 1. Mose 39, 2-5. c) Matth.23,27-28. 23. Sonnt. n. Trinit. I. Matth.22, 15-22. II. Philipp.3, 17-21. III. Ap.- Gsch.24,10-16. IV. a) Mart.12, 41-44. b) 2. Mose 5,1-4. c) Jak. 4, 2-3. I. Matth. 24, 43-51. II. Offb.Joh.3, 19-22. III. Ap.- Gsch.28,16-31. IV.a) Offb.Joh.21,5-7. b) Pred.Sal.12,13-14. c) 2. Theff. 2, 16-17. IV. Die allgemeine Beichte mit der Absolution. Allmächtiger Gott, barmherziger und mir zu meiner Besserung deines Bater, ich armer, elender, sündhafter Geistes Kraft verleihen. Amen. Mensch bekenne dir alle meine Sünde Auf solches euer Bekenntnis verund Missethat, womit ich dich jemals fündige ich, nach Befehl unsers Herrn erzürnet und deine Strafe zeitlich Jesu Christi, als verordneter Diener und ewiglich verdienet habe. Sie seines Wortes, euch, die ihr eure sind mir aber alle herzlich leid Sünden herzlich bereuet, an Jesum und reuen mich sehr, und ich bitte Christum glaubet und den guten dich durch deine grundlose Barm- ernstlichen Versak habt, durch Beiherzigkeit und durch das unschuldige, stand Gottes, des heiligen Geistes, bittere Leiden und Sterben deines euer sündliches Leben forthin zu lieben Sohnes, Jesu Christi, du bessern, die Gnade Gottes und die wolleft mir armen sündhaften Men- Vergebung eurer Sünden im Namen schen gnädig und barmherzig sein, Gottes, des Vaters und des Sohnes mir alle meine Sünden vergeben und des heiligen Geistes. Amen. V. Gebete. A. Allgemeines Kirchengebet. Herr Gott, himmlischer Bater, wir keit erwiesen hast, und bitten dich loben und preisen dich für alle die unzähligen Wohlthaten, die du uns im Geistlichen und Leiblichen ohne alles unser Verdienst und Würdigim Namen Jesu Christi, deines lieben Sohnes, unsers Mittlers und Fürsprechers um deinen ferneren Segen. Segne deine Kirche. Erhalte sie 480 V. Gebete. bei der reinen Lehre deines Evan- von Chrifto mit aller Treue vergeliums und bei dem Genusse der Ruhe und Freiheit. Thue täglich hinzu, die da selig werden, zu der Gemeinde. Laß dein heiliges Wort nie von unserm Lande weichen und es unter uns und allenthalben auf Erden immer mehr Frucht bringen. Segne alle Regenten und Länder, besonders unsern König. Laß ihn deiner schützenden Fürsorge, Huld und Liebe immerdar befohlen sein. Erfreue ihn durch deine Güte, leite ihn durch deine Weisheit, stärke ihn durch deine Kraft. Breite über ihn Gieb ersprießliche Witterung zum und seine Gemahlin, die Königin, Wachstum der Früchte des Landes über die Prinzen und Prinzessinnen und laß sie uns mit Danksagung des königlichen Hauses die Fülle in Friede und Ruhe genießen. deiner himmlischen Segnungen aus. Bewahre uns vor Krieg und Teurung, vor ansteckenden Krankheiten, vor schädlichem Ungewitter, vor Feuer- und Wassersnot. Sende Hilfe den Elenden und Hilfsbedürftigen, Trost den Traurigen, Geduld und Kraft den Kranken und Schwachen, Gedeihen den Müttern und Säuglingen. Sei du der Witwen und Waisen Vater. Laß uns auch auf dem Wege des Leidens deinen väterlichen Willen erkennen und mit Geduld und Zuversicht verehren, auch selbst im Tode nicht wanken im Vertrauen auf dich und den Versöhnungstod deines Sohnes. Gott, du kannst überschwenglich thun über alles, was wir bitten und verstehen. Und so hoffen wir getroft, du werdest uns nach deiner Weisheit und Güte alles schenken, was einen jeden unter uns hier und dort selig machen kann. Dir, unserm Vater, samt deinem Sohne, unserm Erlöser, und dem heiligen Geiste, unserm Tröster, fei jetzt und immerdar Preis und Ehre. Amen. Auch bitten wir um deinen Segen für unser gesamtes deutsches Vaterland. Segne Kaiser und Reich. Vereinige alle Fürsten und Stämme des deutschen Volkes immer inniger durch das Band des Friedens, erhalte sie in deiner Furcht und Liebe und laß Glauben und Treue, Kraft und Einigkeit unsers Volkes Schmuck und Ehre sein. Schenke allen Räten und Dienern unsers Königs deinen Geist. Segne alle Obrigkeiten, besonders auch die, welche du uns gegeben hast, daß durch ihre Treue und Gewissenhaftigkeit die Gerechtigkeit gehandhabt, der Bosheit gesteuert und dem gemeinen Besten gedient werde. Laß unsre Landeskirche und die fie regieren deiner Gnade befohlen fein. Walte mit deinem Segen über unserm Kirchenpatron und gieb den Vorstehern unsrer Kirchfahrt deinen heiligen Geist, daß sie der Gemeinde Bestes suchen. Den Lehrern in Kirchen und Schulen gieb Licht und Kraft, daß sie das Evangelium kündigen und demselben würdiglich wandeln. Verleihe den Eltern deinen Segen zur Auferziehung ihrer Kinder in der Furcht des Herrn. Erbarme dich des ganzen Landes und aller seiner Bewohner. Sei du Kraft und Schild derer, die zum Schutze des Vaterlandes die Waffen tragen. Gieb zu aller treuen Arbeit in Wissenschaft und Kunst, in Handel und Gewerbe dein gnädiges Gedeihen. Segne den Acker- und Bergbau. V. Gebete. 481 B. Betstundengebet. Barmherziger, ewiger Gott und Werk und mache zu nichte den Rat Vater unsers Herrn Jesu Christi, deiner Feinde! D lieber Herr und ein Herr Himmels und der Erden, Gott, breite aus, mehre und stärke wir arme elende Sünder bekennen dein Reich auch in diesen Landen, vor deinem heiligen Angesicht, daß darin wir wohnen. Erhalte uns wir mit unsern Vätern gesündigt, und unsre Nachkommen bei der reideinen Zorn und allerlei Strafen nen, gesunden Lehre und gieb Friewohl verdienet haben. Solche unsre den deinem Volke. Sei uns gnädig, Sünden aber reuen uns von Herzen, o Herr Gott, sei uns gnädig in aller und da du nicht Gefallen haft an Not! Zeige uns deine Barmherdes Sünders Tod, so fliehen wir zigkeit, wie unsre Hoffnung zu dir zu deiner Barmherzigkeit demütig steht. Erleuchte unsre Herzen, daß bittend, du wollest nicht gedenken wir die Sünde meiden und dein der Sünden unsrer Jugend, noch heiliges Wort stets vor Augen haben. aller andern Übertretung, sondern vielmehr eingedenk sein deiner grundlosen Güte, Gnade und Barmherzigkeit. Verstoße uns nicht von deinem Angesicht. Erbarme dich über uns, wie sich ein Vater erbarmet über seine Kinder. eng Das alles wollest du thun, o treuer, barmherziger Vater, um des teuren Verdienstes deines lieben Sohnes, unsers Herrn willen, welcher mit dir und dem heiligen Geiste lebet und regieret in gleicher Majestät und Ehre, wahrer Gott und Mensch, hochgelobet in Ewigkeit. Mache dich auf, Herr, zu richten und hilf allen Bedrängten! Laß es Amen. gelingen denen, die da treiben dein C. Besondere Gebete. 1. Um die Gnade, recht zu beten. Ich danke dir, mein Herr und beuge und in allen Nöten als ein mein Gott, für die unaussprechliche Wohlthat, daß du uns nicht allein befohlen hast, deinen hilf reichen Namen in allen Nöten anzurufen, sondern auch so gar väterlich und holdselig verheißen, daß du uns gewißlich erhören und immer geben wollest zur rechten Zeit, was uns heilsam und gut ist an Leib und Seele. Jch bitte dich, mein Gott, gieß aus über mich deinen heiligen Geist, den Geist des Gebetes, daß ich allezeit Luft und Liebe zum Gebete habe, täglich ge troft und mit aller Zuversicht im Namen meines Herrn Jesu Christi hinzutrete, meine Kniee vor dir liebes Kind dich anrufe, mein lieber Vater, der du der rechte Vater bist über alles, was Kinder heißt im Himmel und auf Erden. Gieb, daß ich allezeit heilige Hände zu dir aufhebe ohne Zorn und Zweifel und festiglich traue, daß alle meine Gebete, ja alle Seufzer, die aus meinem Herzen kommen, gewiß erhöret werden. Verleihe mir auch, wenn die Hilfe verzieht, daß ich Geduld trage, dir nicht Zeit noch Maß vorschreibe, sondern harre und warte auf deine Stunde; denn du hast Wohlgefallen an denen, die dich fürchten und auf deine Güte hoffen. Endlich, mein Gott, regiere und 31 482 V. Gebete. Bereitschaft halte und um einen seligen Abschied von Herzen dich bitte. erinnere mich durch deinen heiligen Geist, daß ich täglich an mein Ende denke, mich alle Stunden in guter Amen. dusmind 2. Morgengebete. nem Herzen auf, damit ich in deinem Glanze als ein Kind des Lichtes und als am Tage wandeln und dich dermaleinst im ewigen Freudenlichte selig schauen möge. Amen. 4. Um Sonntage. 1. ASA Herr Gott, heiliger Geist, öffne mir die Thür zum Leben durch Erleuchtung meines Gemütes, daß ich die Weide deiner göttlichen Lehre und deines Trostes finde, die Stimme meines Erzhirten Jesu in mir höre, durch den Glauben zu ihm eingehe, durch die Liebe ihm gehorche, folge und zu meinem Nächsten ausgehe und den Glauben beweise, damit ich allhier im Reiche der Gnaden bis ans Ende bleibe und ins ewige Reich der Herrlichkeit aufgenommen werde, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. Un den Wochentagen. 2. 5. Ich danke dir, mein himmlischer Vater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diese Nacht vor allem Schaden und Gefahr behütet hast, und bitte dich, du wollest mich diesen Tag auch behüten vor Sünden und allem übel, daß dir all mein Thun und Leben gefalle; denn ich befehle mich, meinen Leib und meine Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel fei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Allmächtiger Gott, von dem alle gute und alle vollkommene Gabe herabkommt, dir befehle ich heute und allezeit Leib und Seele Gut und Blut, Weib und Kind Vater und Mutter, und alle meine Gedanken und Reden, mein Herz, Sinne und Anschläge. Ich befehle dir nochmals meinen Mund und alle meine Herr Jesu, du Glanz der Herr- Worte. Ich befehle dir alle meine lichkeit deines himmlischen Vaters, Werke, daß sie zu deines Namens ich danke dir von Herzen, daß du Ehre gereichen und zu Nuß meines mich das fröhliche Sonnenlicht wieder nächsten. Mache mich heute zum schauen läsfest. D du helle Sonne Gefäß deiner Barmherzigkeit, zum der Gerechtigkeit, geh auch in mei- Werkzeug deiner Gnade. Segne all 3. D du einiger, wahrer, allmächtiger Gott und Herr der Heerscharen, Vater, Sohn und heiliger Geist! Ach gieb, daß in aller Menschen Herzen aufgehe der rechte Morgenstern und in eines jeden Gewissen leuchtend und scheinend werde das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen zu erleuchten ist in die Welt gekommen, und daß in eines jeden Menschen Gemüt möge sprechen und reden das ewige Wort der unvergänglichen Wahrheit, auf daß sie alle Wohnungen und Tempel Gottes sein und bleiben mögen und in der Liebe, Weisheit und Erkenntnis wachsen und zunehmen in Zeit und Ewigkeit. Amen. V. Gebete. 483 mein Thun und laß meinen Beruf zu dir erhebe ich mein Gemüt mit glücklich fortgehen und wehre allen schuldiger Dankbarkeit. Deine Gedenen, die ihn hindern. Erhöre rechtigkeit will ich nicht verbergen mich um Jesu Christi willen. Amen. in meinem Herzen, von deiner Wahr6. heit und von deinem Heil will ich reden. Denn es ist ein köstlich Ding, deinem Namen, du Höchster, des dem Herrn danken und lobsingen Morgens deine Gnade und des Abends deine Wahrheit verkündigen. Darum preiset dich meine Seele, daß du mich in dieser Nacht durch keit beschützet hast. O Herr, lehre deine überschwengliche Barmherzigmich bedenken, daß ich sterben muß und daß mein Leben ein Ende habe, daß ich täglich geschickt sei, aus erhalte mich in deiner Furcht und dieser Welt abzuscheiden. Darum Erkenntnis. Behüte mich vor den Werken der Ungerechtigkeit, und ſo ich etwa wider dich aus Schwachheit würde sündigen, so bitte ich dich, du wollest deine BarmherzigHilfe mir nicht entziehen. Herr, auf keit nicht von mir wenden und deine dich hoffe ich; leite meinen Fuß auf rechter Straße, daß ich nicht wandle leite meinen Fuß auf im Rat der Gottlosen, noch trete auf den Weg der Sünder, noch size, da die Spötter sigen, sondern daß D du seliger und allein gewal ich all meines Herzens Lust und tiger Gott, du König aller Könige Liebe habe zu deinem Wort und und Herr aller Herren, der du allein deinen Geboten und in denselben Unsterblichkeit hast, du Gott und mich übe Tag und Nacht durch JeVater unsers Herrn Jesu Christi, sum Christum. Amen. 7. Herr Jesus Christus, der du mir armem, verlorenen Sünder durch dein heiliges, unschuldiges Leiden Gnade bei deinem himmlischen Vater erworben und das ewige Leben wie der gebracht hast, ich danke dir aus Herzensgrund für deine Liebe, deine Angst und Not und deinen seligmachenden Tod und bitte dich, erhalte mich ewig in der Liebe und im Lobe deines Leidens und gieb mir Gnade, die ewige Wohlthat der teuren Erlösung mit dankbarem Her zen zu erkennen und zu preisen. Laß mich dadurch im Glauben stärter, in der Hoffnung fröhlicher, in der Liebe heißer, in der Geduld ge= troster, im Gehorsam williger und beständiger werden und meinen Sünden absterben. Hilf auch, daß ich an meinem Ende deines blutigen Todes mich zur ewigen Seligkeit freue und tröste. D Herr Jesus Christus! Amen. post- south 3. Abendgebete. Am Sonntage. 1. Nun danket alle Gott, der uns von Mutterleibe an lebendig erhält und thut uns alles Gute. Er gebe uns ein fröhliches Herz und verleihe immerdar Friede zu unsern Zeiten, auf daß seine Gnade stets bei uns bleibe und uns erlöse, so lange wir leben. D Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi, die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit uns in alle Ewigkeit. Herr, allmächtiger Gott, himmlischer Vater, ich danke dir von Grund meines Herzens für alle deine Güte und Wohlthat, die du mir heute so väterlich erzeigt haft. Insbesondere 31* 484 V. Gebete. danke ich dir dafür, daß du dein bis auf gegenwärtige Stunde vor seligmachendes Wort mir nicht entzogen, sondern es mir hast wieder verkündigen lassen in deiner Gemeinde zu meines Herzens Freude, Troft und Ermunterung. allem Unglück Leibes und der Seele gnädig behütet hast, und bitte dich um Jesu Christi, deines lieben Sohnes, willen, du wollest mir aus Gnaden vergeben alle meine SünIch bitte dich als dein liebes den, so ich heute abermal mit GeKind, du wollest mich bei deinem danken, Worten und Werken wider seligmachenden Worte bis an mein dich gethan habe, und wollest derlettes Seufzen gnädig erhalten und selbigen in Ewigkeit nicht gedenken. mein Herz mit deinem heiligen Geiste Und weil ich mich nun will zur erleuchten, daß ich möge erkennen, Ruhe legen, so wollest du mich diese was gut oder böse ist. Du wollest Nacht vor allem Übel Leibes und auch alle meine Sünde, die ich der Seele auch väterlich behüten, heute wissentlich oder unwissentlich daß ich sicher ruhen und schlafen gethan habe, auch die verborgenen und zu deinem Lobe frisch und geFehler, durch deine Barmherzigkeit sund wieder erwachen möge. In vertilgen und durch die Ruhe der deine göttliche Hand befehl ich mich zukünftigen Nacht mich stärken, daß ganz und gar. Du hast mich erich frisch und gesund zu deinem löset, Herr, du treuer Gott. Amen. Lobe wieder aufstehe. Hilf auch, lieber Vater, daß ich durch deine Gnade ein neues, dir wohlgefälliges Leben anfange, zu meiner Seelen Seligkeit in Jesu Christo, deinem lieben Sohne, unserm einigen Helfer. Amen. pin 4. Herr, du Hüter Israel, der du weder schläfft noch schlummerst, forge auch in dieser finstern Nacht für die schen; dein Auge wache für sie, deine lieben Meinigen und für alle menHand bedecke sie, dein Engel beschirme fie. Erhöre jetzt, mein Gott, aller frommen Christen Abendgebet. Schone nach deiner großen Güte derer, die dich heute beleidigt haben. Erbarme dich auch derer, die dich noch nicht kennen und ohne Andacht und Gebet sich niederlegen. Erquicke nun alle Menschen, so diesen Tag über sind müde gewesen. Stärke die, so aus Not auch in der Nacht noch arbeiten müssen. Laß keinen fallen, der im Finstern wandelt. Hilf den Reisenden zurecht, die vielleicht jetzt noch auf der Straße wandern. Schaffe denen ihr Bleiben, die heute keine Herberge haben. Labe die, die sich hungrig müssen niederBarmherziger Gott und gnädiger legen. Wache selbst bei den KranBater, ich danke dir von ganzem ken, pflege der Kinder und stehe Herzen, daß du mich diesen Tag mit deinem Trost allen Leidenden An den Wochentagen. 2. Ich danke dir, mein himmlischer Bater, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, daß du mich diesen Tag gnädiglich behütet hast, und bitte dich, du wollest mir vergeben alle meine Sünde, wo ich unrecht gethan habe, und mich diese Nacht gnädiglich behüten; denn ich befehle mich, meinen Leib und meine Seele und alles in deine Hände. Dein heiliger Engel sei mit mir, daß der böse Feind keine Macht an mir finde. Amen. Ha spiltömille 190 nog sidst 3. V. Gebete. bei, welche heute eine elende Nacht haben werden. Endlich behüte un fere ganze Gemeinde in dieser Nacht vor Lärmen und Aufruhr, vor Not und Gewalt, vor Mord und Tod schlag, vor Feuers- und Wassersgefahr, vor allem Schaden und Unglück; hilf, daß alle, die für uns wachen, treulich auf ihrer Hut stehen, und erhalte einem jeden das Seine in Ruhe und Frieden, bis wir endlich aus dieser Finsternis werden kommen zu dem ewigen Licht, durch Jesum Christum. Amen. pu 5. dann is Sch sage dir, o treuer Gott, Lob, Ehr und Dank für deine Güte und Wohlthat, die du mir diesen Tag erzeigt hast, wiewohl ich ein armer Sünder und nicht wert bin, dein Kind genannt zu werden. Aber ich weiß, daß deine Barmherzigkeit sehr groß ist und viel größer, denn meine und der ganzen Welt Sünde. Dar um bekenne ich dir alle meine Sünde und Missethat, die ich heute, ja von Jugend auf wider dich begangen habe, und bitte dich, du wollest mir diefelbe vergeben und dich meiner, als deines lieben Kindes, aus Gnaden erbarmen. Gieb mich in den Schuß deiner heiligen Engel, daß sie mich diese Nacht und alle künftige Zeit vor allem Unglück Leibes und der Seele gnädig behüten. Dir ergebe ich mich ganz zu eigen im Tod und Leben. Laß mich ewig bei dir sein und bleiben. Solches verleihe mir, gnädiger Gott und Vater, um Jesu Christi willen. Amen. 6. Dallmächtiger, ewiger, gnädiger und barmherziger Gott, der du gefagt haft: ,, Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten," ich bitte dich, erbarme dich mein und 485 vergieb mir meine Sünde. Gieb mir deinen heiligen Geist, der mein Herz allezeit mit himmlischem Troste erfülle. Ich schlafe oder wache, ich liege oder stehe auf, so hilf mir, wie du weißt, daß mir am besten geholfen wird an Leib und Seele. Du vermagst alles, du bist Gott und Herr über alles, es steht alles in deinen Händen. Gedenke an deine Barmherzigkeit und Verheißung, ja gedente des vollkommenen Gehorsams deines geliebten Sohnes Jesu Christi, durch welchen ich dir gänzlich versöhnt bin. Um deswillen Und wenn es ja sein sollte, daß ich fei mir heute und allezeit gnädig. nach deinem väterlichen Willen mit Gefahr, Kreuz und Unglück oder auch mit dem Tode sollte heimgeſucht werden, so wollest du mich auch heimsuchen mit deinem göttlichen Troste, Segen und Gnade. Dýne deinen Willen, o Herr, kann mir nichts widerfahren. Ob ich schon wandle im finstern Thale, so biſt du doch bei mir; dein Stecken und Stab trösten mich. Auch alle meine Haare auf meinem Haupte hast du gezählt. Wovor sollte mir grauen? Ich lebe oder sterbe, so bin ich dein und darum nicht verloren, sondern ewig selig durch Jesum Christum. Amen. 7. Barmherziger Gott und Vater, ich sage dir von Herzen Lob und Dank, daß du dich meiner die Zeit meines Lebens so väterlich angenommen und mich diesen Tag über und sonderlich die ganze Woche bis auf diese Stunde vor allem Unglück Leibes und der Seele gnädiglich behütet hast. Ich bitte dich ferner, du wollest alle meine Sünden, die ich heute und die ganze Woche wider dich und meinen Nächsten wiffentlich V. Gebete. 486 oder unwissentlich gethan und die ich sicher ruhen und schlafen, frisch mir herzlich leid sind, durch deine Gnade, welche alle bußfertigen Sünder bei dir haben, zudecken und ihrer nimmermehr gedenken. Hilf gnädiglich, daß ich aus der alten Woche in ein neu christlich Leben trete, dir und allen Auserwählten im Himmel gefallen möge, und laß mich diese angehende Nacht in deinen gnädigen Schuß befohlen sein, daß fangen. Amen. und gesund zu deinem ferneren Lobe wieder aufstehen möge, und wenn mein Stündlein vorhanden ist, nimm mich zu dir, Herr Jesu Christ, denn ich bin dein und du bist mein, weil ich dich fasse und dich nicht, o mein Licht, aus dem Herzen lasse. Laß mich, laß mich hingelangen, wo du mich und ich dich ewig werd um= 4. Tischgebete. Vor dem Effen. 1. Aller Augen warten auf dich, Herr, und du giebst ihnen ihre Speise zu seiner Zeit. Du thust deine milde Hand auf und erfüllest alles, was da lebet, mit Wohlgefallen. Herr Gott, himmlischer Vater, keit. Amen. segne uns und diese deine Gaben, die wir von deiner milden Güte zu uns nehmen, durch Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. and of 2. Komm, Herr Jesu, sei unser Gast und segne, was du uns bescheret haft. Amen. freundlich und seine Güte währet ewiglich. Wir danken dir, Herr Gott, himmlischer Vater, durch Jesum Chriftum, deinen lieben Sohn, unsern Herrn, für alle deine Gabe und Wohlthat, der du lebest und regierest in Ewig3. Segne, Bater, diese Speise uns zum Wohl und dir zum Preise. Amen. Nach dem Essen. 1. Danket dem Herrn, denn er ist 5. Beicht- und Dor der Beichte. 1. 2. Wir danken dir, Herr Jesu Christ, daß du unser Gast gewesen bist, und bitten dich, du Lebensbrot, hilf uns gnädig aus aller Not. Amen. 3. Herr Gott, himmlischer Vater, wir deine Gaben und bitten dich, du sagen dir Lob und Dank für alle wollest, wie du unsern Leib gespeiset hast, gleich also unsere Seelen allezeit im wahren Glauben gnädiglich erhalten. Amen. Kommuniongebete. auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht alles wissest. Wo soll ich hingehen vor deinem Geist und wo soll Heiliger und gerechter Gott, du ich hinfliehen vor deinem Angesicht? erforschest mich und kennest mich, ich Spräche ich: Finsternis möge mich site oder stehe auf, ich gehe oder decken, so muß die Nacht auch Licht liege, so weißt du es, du verstehest um mich sein, weil dein Licht auch meine Gedanken von ferne und siehest unsere unerkannten Sünden vor alle meine Wege; es ist kein Wort dein Angesicht stellet. Darum will V. Gebete. ich mich nicht bedecken und nicht entschuldigen, sondern mit dem verlorenen Sohne bekennen: Vater, ich habe gefündiget im Himmel und vor dir. Rein einziges deiner heiligen Gebote habe ich gehalten, wie ich hätte sollen. Alle habe ich wenigstens in Gedanken und Begierden oft über treten. Ich habe andere Götter gehabt neben dir. Ich habe dich nicht geliebt als das höchste Gut aus allen Kräften, mich nicht an dich gehalten als meinen Herrn und Gott. Auch habe ich mein Vertrauen nicht auf dich allein gegründet, sondern oft Fleisch für meinen Arm gehalten. Deinen heiligen Namen habe ich unnük geführt. Im Gebet bin ich viel zu träge und schläfrig gewesen und mit deinem Wort und dessen Predigt gleichgiltig umgegangen. Ich habe dich nicht geehrt durch echtes Bekenntnis in Wort und Wandel. O mein Gott, wie groß ist meine Schuld gegen dich, wie zahllos sind meine Übertretungen und Versäumniffe, wie falt meine Liebe, wie tot mein Glaube; wie schwach und be fleckt ist auch das wenige Gute an mir! Wie habe ich in allem mich, nicht dich und deine Ehre gesucht! Und wie vieler Sünden können meine Nebenmenschen mich anklagen? Gegen Eltern, Lehrer und Vorgesetzte bin ich nicht gehorsam und treu genug, nicht so gewissenhaft gewesen, daß man in all mein Thun und Laffen, in alle meine Worte und Gedanken mir hätte hineinsehen dürfen, ohne mich da oder dort lieblos, nachlässig, träg, untreu und ungehorsam zu finden. Und wie sehr fehlt es mir an der brüderlichen und an der allgemeinen Menschenliebe! Wie oft find 487 Zorn und Rachsucht, Haß und Bitterkeit in mir aufgestiegen! Ich habe nicht vergeben, wo ich sollte, und nicht alles gethan, um den Frieden herzustellen. Anstatt dem Nächsten mit Troft und Rat zu helfen und für sein leibliches und geistliches Wohl zu sorgen, habe ich nur an mich und meinen Vorteil gedacht. Und wie befleckt ist oft mein Wesen durch unreine Lüfte und Begierden gewesen! In Fleischeslust, Augenluft und hoffärtigem Wesen habe ich der Eitelkeit gedient. Auch wie mancher Unredlichkeit und Untreue in Anwendung deiner Gaben muß ich mich schuldig bekennen! Die Kräfte meines Leibes und meiner Seele, die edle Zeit und was du mir von Gütern gegeben hast, habe ich nicht so benutzt, wie es einem treuen Haushalter gebühret; ja selbst des Nächsten Eigentum war mir nicht so heilig, daß ich von aller Untreue mich freisprechen könnte. Auch des Nächsten Name war mir nicht teuer genug. O wie viele Zungensünden zeugen wider mich, wie manche Verleumdung, wie vieles lieblose Richten, wie viele Verkleinerungssucht und Schadenfreude! Ich habe überhaupt tausendfältig mich des Bösen gelüften lassen. Ach, mein Gott, wie groß ist meine Not! Du läsfest mir sagen: Ungnade und Zorn, Trübsal und Angst über alle Seelen der Menschen, die da Böses thun. Ach, Gott, erbarme dich meiner! Verwirf mich nicht von deinem Angesicht. Du hast ja deinen eingebornen Sohn auch für mich dahingegeben. Um Jesu willen sei mir gnädig, sein Verdienst laß mir gelten, seine Fürsprache laß für mich reden, um seinetwillen erfülle deine Verheißung: Ich vertilge deine Missethat, wie eine Wolke, und deine V. Gebete. 488 Sünde, wie den Nebel. Mein Gott, ich hoffe auf dich, laß mich nicht zu schanden werden. Amen. Had 2. O du allwissender, heiliger Gott. du Herzenskündiger, der du Herzen und Nieren prüfest, vor dem mein Inwendiges bloß und entdecket ist, von dir kommt alle gute und vollkommene Gabe, von dir stammt alle wahre Weisheit; auch alle gründliche Selbsterkenntnis kommt von dir. Denn das Herz ist ein trobig und verzagt Ding, du allein kannst es ergründen. O mein Gott, so lehre mich doch mich selbst erkennen, offenbare mir, wie mein Herz zu dir steht, mache es mir klar, ob ich im lebendigen Glauben stehe und also dein Kind bin oder nicht, bewahre mich vor allem groben und feinen Selbstbetrug, daß ich mich nicht für lebendig halte, während ich tot bin. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz, prüfe mich und erfahre, wie ichs meine. Hilf, daß ich mich erkenne, wie ich erfannt bin von dir. Laß alle Finsternis in meinem Innern vor dem Lichte deines Geistes sich zerstreuen. Führt mein Weg zu einem Abgrund hin, o so laß mich ihn sehen und heilsam erschrecken. Ist mein Sinn und Wandel nicht angenehm in deinen Augen, so nimm die Decke hinweg, die mir dies verbirgt, und laß mich nicht eher zur Ruhe kommen, bis meine Wege dir wohlgefallen. Habe ich Lust an der Sünde oder an falscher Lehre, so enthülle mir doch die Jammergestalt meines Innern, damit ich eile und meine Seele errette. Stehe ich in Verleugnung deines Namens, schände ich durch meinen Wandel deine Wahrheit, die ich durch deine Gnade erkannt habe, stelle ich mich der Welt gleich und ziehe ich an einem Joche mit den Ungläubigen, Herr, mein Gott, fo erfasse mich mit deiner rechten Hand und bringe mich, den Verblendeten, zur Besinnung. D entseglicher Zustand des Selbstbetrugs, da man des Himmels sich tröstet und mit jedem Schritt und Tritt weiter in den Abgrund des Verderbens hinabsinkt! Mein Gott, der du Gebet erhöreft, salbe meine Augen mit Augensalbe, daß ich sehen möge, damit ich nicht gehöre zu den unnüßen Knechten, die des Herrn Wil-. len wissen und nicht thun, zu den selbstgerechten Pharisäern, die in ihrer Tugend und in ihren Gaben sich spiegeln, zu jenen Betrogenen, die Herr Herr sagen, aber dereinst das Urteil der Verdammung vernehmen müssen. Ach, wie fürchterlich ist es, vor dir und den Menschen als ein Christ gelten zu wollen und doch keiner zu sein, sondern den Gräbern zu gleichen, die auswendig übertüncht sind, aber inwendig voll Moder und Totengebeine, deine Gnade zum Leben erfahren zu haben und doch wieder erkaltet und er storben zu sein, gleich einem kahlen, unfruchtbaren Baume. Herr, meine Seele erbebt in ihrem Innersten, wenn ich daran gedenke und an mir jenes Feuer der ersten Liebe zu dir, jene Inbrunst des Geistes, jene Andacht des Gebetes, jene Sehnsucht, auch andern Seelen zu ihrem Heile nüklich zu werden, vermisse, wenn ich erwäge, wie wenig ich deinem Geiste in mir Raum gegeben habe, wenn ich mir sage, daß ich ohne ernste Umkehr von dir gänzlich ge schieden werden könnte. Herr, gieb mir den Sieg in diesem innern Kampfe der Gedanken, die sich gegenseitig verklagen und entschuldigen, V. Gebete. 489 geben: daß, ob ich wohl schwach, Frank und verzagt bin, ich dennoch mich solches nicht irren lasse, sondern die Vergebung der Sünden mit starkem Glauben ergreife. Dazu verhelfe mir das teure Verdienst Christi Jesu, meines Erlösers und Seligmachers. Amen. Laß mich deine Stimme hören, damit ich erkenne, ob ich in deiner Gnade stehe oder aus ihr gefallen bin. Siehe, ob ich auf bösem Wege bin und leite mich auf ewigem Wege. Meine Seele ist sehr unruhig, wie ein stürmisch bewegtes Meer, und ich werde von allerlei trüben und beängstigenden Gedanken umherge. Nach der Beichte, vor der feier trieben. Gieb du mir einen festen des heiligen Abendmahls. Halt und laß mich nicht der Wahrheit verfehlen, wenn ich mich prüfe apli 1. nach deinem Worte. Löse mir alles Wohl dem, dem die Übertretungen Zweifel, gieb du mir Antwort auf vergeben sind, dem die Sünde be meine Fragen, mache meine Finster- decket ist, wohl dem Menschen, dem nis licht. Laß das Blut meines der Herr die Sünde nicht zurechnet, Heilandes Jesu Christi nicht ver in des Geist kein Falsch ist. Ich loren an mir sein; laß mich er sprach: Ich will dem Herrn meine kennen, wo es mir fehlt, damit ich übertretung bekennen. Da vergabest aus seiner Fülle Gnade um Gnade du mir die Missethat meiner Sünde. nehme. Herr, erfülle mein Sehnen, Du, o Herr, bist mein Schirm, du stelle mich unter die Zucht deines wolleft auch ferner mich vor aller heiligen Geistes und züchtige mich Angst behüten, daß ich errettet ganz hier zeitlich, damit ich nur nicht fröhlich rühmen könne. Ja, freuet ewig verloren gehe. Amen, in Jesu euch des Herrn und seid fröhlich, Namen. Amen. it ihr Gerechten, und rühmet, alle ihr i Frommen. Der Herr hat Großes an uns gethan, der da mächtig ist und des Name heilig ist, und seine und für bei denen, die ihn fürchten. Barmherzigkeit währet immer für Er will nicht immer hadern und Allmächtiger, ewiger Gott, Vater unsers Herrn Jesu Christi, der du deinem heiligen Worte Kraft giebst, du hast mir mein Herz mit deinem Geset gerühret, daß ich nun meine nicht ewiglich Zorn halten. Er hanSünde erkenne, bereue und nach delt nicht mit uns nach unsern Süngnädiger Vergebung derselben ein den und vergilt uns nicht nach unſrer herzliches Verlangen habe. Darum hast du auch neben dem gepredigten Missethat. So fern der Morgen ist Wort die Beichte verordnet, daß ich vom Abend, läßt er unsere Überarmer, fündhafter Mensch zum Reich- tretung von uns sein. Wie sich ein tum deiner himmlischen Gnade kom- Bater über seine Kinder erbarmet, men soll. So gehe ich nun meine 10 erbarmet sich der Herr über die, Sünde zu bekennen und niederzu- Mund des Herrn Lob sagen und so ihn fürchten. Darum soll mein legen, dagegen Trost und Vergebung seinen heiligen Namen preisen immer zu bitte und ewiglich. Amen. 2. Lieber himmlischer Vater, dir sei Preis und Dank, daß du durch dei wollest in mir eine rechte Andacht, Begierde und Verlangen nach deiner Gnade entzünden und mir einen festen Glauben an deine Verheißung V. Gebete. 490 nen eingeborenen Sohn Jesum Chriftum auch mir armem Sünder die große Hoffnung gegeben hast, daß mir alle meine Sünden vergeben sind aus lauter Gnade, und daß du mich um Jesu willen für fromm und gerecht und für dein liebes Kind willst halten, auch mich zum Erben machen aller deiner himmlischen Güter. Herr, laß mich nimmermehr aus dieser Gnade fallen und entzünde mein Gemüt mit heiliger Liebe zu dir, daß ich dein eigen sei und du samt dem Sohn und heiligen Geist in mir Wohnung machen könnest ewiglich. Dazu segne mir nun auch dein teures Abendmahl, in dem du dich mit mir verbinden wolleft auf ewig. Bereite meine Seele vollends ganz zu, daß sie offen stehe als ein reines Gefäß, in das du den ganzen Reichtum deiner Gnade niederlegen kannst. O komm zu mir, mein Jesu, gieb dich mir und nimm mich hin, daß ich nach Leib, Seele und Geist dein heiliges Eigentum fei und du dich an mir verherrlichen könnest auf ewig. Amen. 3. keit für mich machen. D allmächtiger Gott, laß deine Gnadensonne mir in vollem Glanze aufgehen, ver= treibe alle Nacht meiner sündlichen Natur und allen Nebel irdischer Gedanken und Zerstreuungen. Laß die Himmelslust deiner Liebe und Gnade mich durch und durch erfrischen und neu beleben und mich inne werden, daß ich dein versöhntes Kind und ein Erbe deiner himmlischen Güter sei. Fülle mich an deinem Gnadentische mit den reichen Gütern deines Hauses. Versiegle mir die vollkommene Vergebung aller meiner Sünden, wie du durch das Amt, das die Versöhnung predigt, sie mir zugesprochen. Stärke meinen Glauben, befestige meine Liebe, gieb mir deinen Frieden und durchdringe mich mit himmlischen Lebenskräften, daß ich einen Vorschmack der Herrlichkeit bekomme, die einst an uns soll geoffenbaret werden. Ja, erfülle an uns allen, die wir zu deinem Tisch treten, deine Verheißung: ,, Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibet in mir und ich in ihm, und ich werde ihn auferwecken am jüngsten Tage." Amen. Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele! Dies ist der Tag, den der Herr macht, laßt uns freuen und fröhlich darinnen sein. D Herr, hilf, o Herr, laß wohl gelingen. Hosianna in der Höhe! Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn! Du bist mein Gott, und ich danke dir, mein Gott, ich will dich preisen. Du bist gütig allen, die auf dich hoffen, und richteft auf alle, die Sei mir willkommen, Herr Jesu, niedergeschlagen sind. Darum er mit der edlen Speise deines hei hebet dich meine Seele, und mein ligen Leibes, den du mir jetzt unter Geist freuet sich deiner, meines Hei- dem Brote zu essen giebst, wie du landes. In deinem heiligen Mahle ihn für mich in den Tod gegeben wollest du nun bei mir einkehren hast. Das laß mir gedeihen zum und diesen Tag zu einem Gnaden- ewigen Leben. Herr Jesu, dein und Segenstag auf Zeit und Ewig- heiliger Leib stärke und bewahre Während der Kommunion. Jetzt komme ich betrübter Sünder, Herr Jesu, richte dein liebreiches Auge zu mir, erquicke mich und verstoße den nicht, der zu dir kommt, wie du verheißen haft: ,, Wer zu mir kommt, den will ich nicht hinausstoßen." Amen. - V. Gebete. mich in rechtem Glauben zum ewigen in die Tiefe des Meeres, und ich Leben. Amen.00 bin bild bin gewiß, daß mich nunmehr nichts wird scheiden von der Liebe Gottes, die da ist in Christo Jesu, unserm Herrn. Denn durch diese köstliche Speise und Trank ist Christus mein eigen worden mit allen seinen Wohlthaten, die er mir durch sein Blut und Tod erworben hat: so bin ich ihm auch einverleibet und durch den Glauben mit ihm fest und stark verbunden, daß uns nichts von einander scheiden soll. Gieb Gnade, o lieber Vater, daß ich nimmermehr von dir weiche, sondern mein Ges lübde treulich bezahle. Vollführe das gute Werk, das du in mir angefangen hast, bis auf den Tag. Jesu Christi und laß mich endlich sigen an deinem Tisch in dem Reich) deiner Ehre und Herrlichkeit, daß ich dich mit allen Auserwählten ewiglich mag rühmen und preisen durch Jesum Christum unsern Herrn. Amen. prem duis Sei mir willkommen, Herr Jesu, mit dem edlen Tranke deines teuren Blutes, das du mir jetzt unter dem Weine zu trinken giebst, wie du es am Kreuze für mich vergossen haft zur Vergebung der Sünden. Das laß mir gedeihen zum ewigen Leben. Herr Jesu, dein heiliges Blut stärke und bewahre mich in rechtem Glauben zum ewigen Leben. Amen. - Danksagung nach Empfang des heiligen Abendmahls. 491 net 1. niem mislinbron Wir bitten, o Herr, von Herzen, daß wir auch mit reinem Gemüte annehmen, was wir mit dem Munde empfangen haben, und daß uns diese zeitliche Gabe gedeihe zur ewigen Arzenei, durch Christum, unsern Herrn. Amen. med fight 2. D allmächtiger Gott, himmlischer Vater, dir sei Lob, Ehr und Dank, daß du mich nicht allein zum Abendmahl des Lammes berufen und zur himmlischen Hochzeit eingeladen hast, sondern daß du mich auch jetzt so herrlich gespeiset und bewirtet. Du hast mich mit deinen himmlischen Gütern erfüllet und mit Christi, meines Erlösers, Leib und Blut gespeiset und getränket. Nun ist mein Herz genesen, meine arme Seele ist getröstet, und alles, was an mir ist, das ist durch diese heilsame Gabe erquicket und aufgerichtet worden. Ich war müde und schwach, aber nun bin ich gestärkt; ich war verwundet, aber nun bin ich geheilt; ich war voller Schmerzen und Krank heit, aber nun bin ich getröstet. Alle meine Sünden sind zurückgeworfen 3. Barmherziger Gott und Vater der du überschwenglich thust über unser Bitten und Verstehen, dich preist meine Seele am Schluß des Gnadentages, den deine grundlose Liebe mir heute geschenket hat. So ist es denn wahr und gewiß, daß du mich nicht lassen willst im Tode, sondern hast dich meiner Seele herzlich angenommen, daß sie nicht vers dürbe. O mein Jesu, was hast du mir erworben! So gewiß ich deinen Leib gegessen und dein Blut getrunken habe, so gewiß ist es, daß du mich liebst und mir alle meine Sünden vergeben haft und willst, ich soll ein Kind deines und meines Vaters, ja ein Miterbe deiner Herrlichkeit sein. O mein Jesu, du in mir, ich in dir! Dieses unaussprechliche Gnadenwort verstehe ich noch lange nicht, wie ich auch V. Gebete. 492 den Segen deines Abendmahls erst dengüter. Dein herrliches Königin der Ewigkeit recht einsehen werde. reich rette mich von allen meinen Aber des bin ich gewiß, daß diese Feinden und erhöhe mich in deine innige Vereinigung mit dir mehr Herrlichkeit. In dieser seligen Hoffist, als aller Welt Weisheit, Hoheit, nung will ich fröhlich meine Augen Lust, Ehre, Freude und Herrlichkeit. schließen, einst im Tod, jetzt im D Herr, mein Gott, du in mir, ich Schlaf. Du bist bei mir, dein Stecken in dir! Laß es ewig so bleiben. und Stab trösten mich. Dein Name Behalte mich in dir, sonst bin ich ist ein festes Schloß, der Gerechte bald wieder außer dir. So leicht läuft dahin und wird beschirmet. In nehmen die irdischen Dinge und dieser Burg laß mich und all die Kreaturen mich wieder gefangen, ob Meinen ruhen in dieser Nacht und gleich ich weiß, daß sie mich niemals allezeit. Du bist das Licht, das Jättigen und befriedigen können. Nur alle Finsternis erleuchtet, in deine du giebst Leben und volle Genüge. Hände befehle ich meinen Leib und Darum laffe mir allenthalben bange meine Seele, du wollest über mich werden, wo ich dich nicht finde, und wachen und treulich für mich sorgen bewahre mich, daß ich das hochzeit nach allen meinen Bedürfnissen. Ich liche Kleid deiner Gerechtigkeit nicht werfe alle meine Sorgen auf dich. mit neuen Sünden beflecke. Deine Bei dir ist Freude die Fülle und Liebe werde mir täglich süßer, als liebliches Wesen zu deiner Rechten alle Süßigkeit der Welt. Ach mache ewiglich. Laß auch die Sabbath mich los auch von ihren feinsten freude, die du mir heute geschenkt Banden; hilf mir auch von dem hast, alle Zeit in meinem Herzen flatterhaften und zerstreuten Sinn forttönen und entzünde mich mit und führe mich so in dich ein, daß deiner Liebe, daß ich täglich deines mein ganzes Wesen in dir ruhe und Preises voll sei und ewig rühmen in dir lebe. O Jesu, dein Geist be- könne, wie freundlich du bist. So fike mich nun ewiglich! Deine Gna- bereite mich auf den großen Tag densonne durchleuchte mich ohne deiner Zukunft, da du herrlich erUnterlaß, dein heiliger Leib erhalte scheinen wirst mit deinen Heiligen. mich, dein teures Blut durchdringe Da laß mich freudig stehen in deimich. Dein Leiden heilige mich, dein ner Gegenwart unter den klugen Tod erwecke mich zum ewigen Leben, Jungfrauen, deren Öl in den Lamdeine Gerechtigkeit zeuge für mich per helle brennet und die du auf vor dem Vater. Deine Auferstehung nimmst in deinen herrlichen Hochverkläre meinen nichtigen Leib, daß zeitsaal. D komme bald, Herr Jesu! er ähnlich werde deinem verklärten Wir sehnen uns nach deiner ErscheiLeibe. Deine Himmelfahrt versetze nung in dieser letzten betrübten Zeit. mich in das himmlische Wesen und Der Geist und die Braut sprechen: eröffne mir das Allerheiligste. Dein Komm! Und wer es höret, der ewig gültiges Hohepriestertum ver- spreche: Komm, ja komm, Herr Leihe mir alle deine himmlischen Gna- Jesu. Amen. 6. Um Glück und Segen im Berufe. 1. Lieber Gott, in meinem Berufe ist dein Wort und Befehl. Darauf gehe ich hin und werfe heute mein V. Gebete. 493 Neß aus und lasse dich sorgen, wie Wohlgefallen, denn du bist mein es geraten werde. Ich bitte allein daneben, gieb deinen Segen und das Gedeihen dazu. Amen. Gott, dein guter Geist führe mich auf ebener Bahn. Ich weiß ja, mein Gott, daß ich auch berufen bin in deinen Weinberg und die Arbeit zu gesagt habe. Ich bitte dich, verleihe mir gesunden Leib bis an mein Ende und stärke mich, daß ich die Laft und Hike meines Berufs willig trage und dir, meinem Herrn, allezeit treu und gewärtig sei. de 2. ndodh Mein Herr und mein Gott, ich weiß ja, daß des Menschen Thun nicht steht in seiner Gewalt, und steht in niemandes Macht, wie er wandle und seinen Gang richte. Regiere mich allezeit durch deinen heiligen Geist, daß ich in meinem Be- Weil mir aber die Stunde mei rufe stracks vor mich hinsehe und nes Feierabends verborgen ist, so des Meinen treulich warte. Leite Lehre mich, daß ich alle Stunden und mich allezeit auf rechtem Wege, daß Augenblicke fertig sei, einen seligen ich nicht wanke weder zur Rechten, Abschied machen, die Welt willig noch zur Linken. Mache meinen Gang lassen, mit Fried und Freuden eingewiß nach deinem Wort und laß schlafen und mit dir und allen Auskein Unrecht über mich herrschen. erwählten den ewigen Ruhe- und Regiere mich allezeit nach deinem Feiertag halten möge. Amen. 18 7. Um beständigen Glauben.! Coul Herr Jesu Christe, ich weiß ja, Ich glaube ja, aber hilf du meiner daß der wahre christliche Glaube und Schwachheit allzeit auf! Laß das das herzliche Vertrauen auf deinen zerstoßene Rohr nicht zerbrechen und Namen eine eble, lautre Gabe Got den glimmenden Docht nicht austes ist, die gegeben wird denen, die löschen bis an mein Ende, auf daß deinem Worte gehorchen. Ich danke ich dich mit gläubigem Herzen alle dir, daß du dies heilige Licht auch Augenblicke fest halte, mit herzlicher in meinem Herzen angezündet und Zuversicht auf dich gänzlich traue, mir gegeben hast, daß auch ich, ob- mich an deinen himmlischen Gnadenwohl noch mit großer Schwachheit, schäßen allzeit ergöße, Fried und jedoch mit solchem schwachen Glau- Trost daraus empfinde, und alle ben all meine Zuversicht auf dich meine Lust und Freude täglich an. allein sege. Mein Heiland, erhalte dir haben möge bis an mein Ende. . und mehre in mir meinen Glauben! Amen. sopimad tim ie 19 8. Gebete für Kranke und Sterbende. 1. SG Sch bitte dich von Herzen, erbarme dich meiner und erquicke meine Seele mit deinem Troste. Herr Jesu, dir gebe ich meinen Leib und meine Seele und alles, was ich habe. Du bist mein treuer Heiland, du hast mich durch dein teures Blut erlöset. Dir lebe ich, dir sterbe ich, dein bin ich tot und lebendig. Laß mich mit D Herr Jesu Christe, du mein treuer Heiland, Erlöser und Seligmacher, der du gesprochen haft: ,, Rommet Her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken," auf dieses dein Wort komme ich zu dir, beladen mit großer Schwachheit des Leibes und der Seele. V. Gebete. 494 Geduld deiner Hilfe warten, auf meine vielfältigen Sünden nicht zu, daß ich deinen Namen loben und sondern rechne mir zu die Gerechdich ewig preisen möge. Amen. tigkeit Jesu Chrifti, welche ich mit nhid nor 2.0 thi and it wahrem Glauben ergreife und laß mich durch ihn, der für mich gestorben und auferstanden ist, ewig selig werden. Dir und deiner väterlichen Gnade befehle ich alles, was ich bin und habe, wie denn auch alles dein ist und ich alles von dir empfangen habe. Ich befehle dir meinen schwachen Leib, daß du die Schmerzen desselben linderst und ihm helfest zu seiner Ruhe. Ich befehle dir meine seufzende und kämpfende Seele, daß sie von allem Bösen befreit, von den Engeln getragen werde in Abrahams Schoß. Ich befehle dir auch alle die Meinigen; sei du ihr Gott und führe sie zu seiner Zeit auch in dein seliges Reich. Erhöre mich, mein Gott, um Jesu Christi willen. Amen. Allmächtiger Gott, himmlischer Vater, weil du uns geboten haft und gesprochen: ,, Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen," so rufe ich auch zu dir in meiner großen Not durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, und bitte, du wollest mich armen sündigen Menschen nicht verlassen. So nun diese meine Krank heit nicht ist zum Tode, so hilf mir auf, daß ich genese, um deiner Barmherzigkeit willen, auf daß ich deine Macht und Kraft verkündige und preise. Ist es mir aber nüßlicher, aus diesem Leben zu scheiden, so geschehe, Herr Gott, dein gnädiger guter Wille. Verleihe mir nur Gnade, daß ich mich in deinen Willen, der allezeit der beste ist, gänzlich ergebe. Erhalte mich fest im christlichen Glauben und wahrer Erkenntnis bis an mein Ende. Laß mich von dir nimmermehr abgeschieden werden, sondern nimm meine Seele zu dir in dein Reich, durch deinen lieben Sohn, Jesum Christum, unsern Herrn. Amen. 4. 3. D mein himmlischer Vater, Gott und Vater unsers Herrn Jesu Christi, du Gott alles Trostes, ich danke dir, daß du mir deinen lieben Sohn Jesum Christum geoffenbaret haft, an den ich glaube, den ich bekannt, den ich geliebet und gelobet habe. Ich bitte dich, Herr Jesu Christe, laß dir meine Seele befohlen sein. D mein Gott und Vater, nach D himmlischer Vater, ob ich schon dem meine Seele verlanget, ich danke diesen Leib lassen und aus diesem dir mit demütigem Herzen für alle Leben hinweggeriffen werden muß, deine Wohlthaten, mit welchen du so weiß ich doch gewiß, daß ich bei mich in meinem Leben überschüttet hast, und daß du mich als ein Glied deiner Kirche bei deinem heiligen Wort und Sakramenten so gnädig erhalten, behütet und beschirmt hast, mich auch jetzt durch Krankheit und den Tod allgemach bei der Hand nimmst, um mich in dein himmlisches Haus einzuführen. Sei mir ein gnädiger Gott und rechne mir dir ewig bleibe und aus deinen Händen mich niemand reißen kann. Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist, du hast mich erlöset, Herr, du treuer Gott. Amen. V. Gebete. 9. Sprüche, einem Sterbenden zuzusprechen. Ob ich schon wanderte im finstern seinem himmlischen Reiche; welchem Thale, fürchte ich kein Unglück, denn sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! du bist bei mir, dein Stecken und Amen. 2. Tim. 4, 8. Stab trösten mich. Psalm 23, 4. Christus ist mein Leben und Sterben ist mein Gewinn. Phil. 1, 21. Fürchte dich nicht, ich habe dich erlöset, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein. Jef. 43, 1. Der Herr wird dich erlösen von allem Übel und dir aushelfen zu 495 Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn Herrn, der vom Tode errettet. Psalm 68, 21. Ich bin die Auferstehung und das Leben, wer an mich glaubt, der wird leben, ob er gleich stürbe. Joh. 11, 25. Vater, in deine Hände befehle ich meinen Geist, du hast mich erlöset, du treuer Gott. Psalm 31, 6. hintois snied 10. Gebet der Umstehenden für einen Sterbenden. Herr Gott, himmlischer Vater, Du bist allein die Thür zum wir, deine Kinder, legen diesen Leben, laß sie durch dich eingehen Sterbenden an dein väterliches und selig werden. Sättige sie nun Herz. Tilge alle seine Sünden um mit ewigem Leben und zeige ihr deines Sohnes willen. Laß ihn dein Heil. AHH der kräftigen Fürbitte Jesu genießen in der Stunde seines Todes. Sei du sein Stecken und Stab im finstern Thale des Todes. Erhalte ihn wider die Anklage des Gewissens und stärke ihn wider die Anläufe des Teufels. Öffne ihm die Thür des Himmels und führe ihn aus allem Jammer zur ewigen Freude, durch den Tod ins ewige Leben. fish! D heiliger Geist, breite deine Flügel aus über diesen deinen Erlösten. Bezeuge ihm die Kindschaft in seinem Herzen und versiegle in ihm das Erbe des ewigen Lebens. Heilige ihn durch und durch und bringe ihn ins Allerheiligste, das droben ist. Heiliger dreieiniger Gott, wir arme Sünder bitten, du wollest diesem Sterbenden alle Schmerzen Herr Jesu, du Sohn Gottes, wir verkürzen und ihm nach diesem legen diesen Sterbenden in deinen Elende ein Leben in der Ewigkeit Schoß, an dein treues Hirtenherz, geben. Erhöre uns! Erlöse ihn! führe ihn zur ewigen Freude und Erbarme dich! Nimm ihn zu dir Weide. Die Seele, die du mit in deine Herrlichkeit, daß er bei dir deinem Blute erkauft hast, bringe bleibe und dich preise und rühme zum Erbteil der Heiligen im Licht. in Ewigkeit. Amen. Ju lub on And mush dar me lo stits die and 496 Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers x. onsdate fusibletshish madanie meno VI. Chic ind and d DO Bo Der kleine Katechismus motos Dr. Martin Luthers mit der Haustafel. and be oblige nig dinh Das erste Hauptstück.dursu Thi her nomi TEM HA Die zehn Gebote. this dring DC 18 og sid duir Tommolin Das zweite Gebot.sg Du sollst den Namen deines Gottes nicht unnützlich führen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mißbraucht. 1014 Das erste Gebot. Das vierte Gebot. Ich bin der Herr, dein Gott. Du Du sollst deinen Vater und deine sollst nicht andere Götter haben Mutter ehren, auf daß dir's wohl neben mir.de gehe und du lange lebest auf Erden. O drica si folder Was ist das?] du esed its pel sp the Was ist das? 13 Wir sollen Gott über alle Dinge Wir sollen Gott fürchten und liefürchten, lieben und vertrauen. ben, daß wir unsre Eltern und Herren nicht verachten noch erzürnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, fie lieb und wert haben. han 1901 Das fünfte Gebot. Du sollst nicht töten. BLR sis 07 Was ist das? nodod Wir sollen Gott fürchten und Was ist das? Cuade lieben, daß wir bei seinem Namen Wir sollen Gott fürchten und nicht fluchen, schwören, zau- lieben, daß wir unserm Nächsten an bern, lügen oder trügen, son seinem Leibe keinen Schaden noch dern denselbigen in allen Nöten an- Leid thun, sondern ihm helfen rufen, beten, loben und danken. und fördern in allen Leibesnöten. Tadi Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir die Predigt und fein Wort nicht verachten, sondern dasselbe heilig halten, gerne hören und lernen. Das dritte Gebot. ni tim Das sechste Gebot. Du sollst den Feiertag heiligen. Du sollst nicht ehebrechen. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir keusch und züchtig leben in Worten und Werken, und ein jeglicher sein Gemahl lieben und ehren. Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers 2c. Das zehnte Gebot. Das siebente Gebot. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh oder alles, was sein ist. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht sein Weib, Gesinde oder Vieh abspannen, abdringen oder abwendig machen, sondern dieselbigen an- halten, daß sie bleiben und thun, was sie schuldig sind. Der Beschluß. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsers Nächsten Geld und Gut nicht nehmen, noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten. Das achte Gebot. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unsern Nächsten nicht fälschlich belügen, verraten, afterreden oder bösen Leumund machen, sondern ihn entschuldi gen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren. Das neunfe Gebot. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus. Was ist das? Wir sollen Gott fürchten und lieben, daß wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause stehen und mit einem Schein des Rechten an uns bringen, sondern ihm dasselbige zu behalten förderlich und dienstlich sein. Der erste Artikel. Von der Schöpfung. Ich glaube an Gott den Vater, allmächtigen Schöpfer Himmels und der Erden. 497 Was sagt nun Gott von dieſen Geboten allen? Er sagt also: Ich, der Herr dein Gott, bin ein starker, eifriger Gott, der über die, so mich haffen, die Sünde der Väter heimsucht an den Kindern bis ins dritte und vierte Glied. Aber denen, so mich lieben und meine Gebote halten, thue ich wohl bis ins tausendste Glied. Das zweite Hauptstück. Der Glaube. Was ist das? Gott drohet zu strafen alle, die diese Gebote übertreten; darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht wider solche Ge bote thun. Er verheißt aber Gnade und alles Gute allen, die solche Gebote halten; darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerne thun nach seinen Geboten. Was ist das? Ich glaube, daß mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch er32 498 Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers 2c. hält; dazu Kleider und Schuh, Effen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker, Vieh und alle Güter, mit aller Notdurft und Nahrung des Leibes und Lebens reichlich und täglich versorget, wider alle Fährlichkeit beschirmet und vor allem übel behütet und bewahret; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohne all mein Verdienst und Würdigkeit; das alles ich ihm zu danken und zu loben, dafür zu dienen und gehorsam zu sein schuldig bin. Das ist gewißlich wahr. Tode und von der Gewalt des Teufels, nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuern Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben, auf daß ich sein eigen sei und in seinem Reiche unter ihm lebe, und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit. Das ist gewißlich wahr. Der dritte Artikel. Von der Heiligung. Ich glaube an den heiligen Geist, eine heilige christliche Kirche, die Gemeine der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung des Fleisches und ein ewiges Leben. Der zweite Artikel. Von der Erlösung. Ich glaube an Jesum Christum, seinen einigen Sohn, unsern Amen. Herrn, der empfangen ist von dem heiligen Geist, geboren von der de Jungfrau Maria, gelitten unter Pontio Pilato, gekreuzigt, gestorben und begraben, niedergefahren zur Hölle, am dritten Tage wieder auf erstanden von den Toten, aufgefahren gen Himmel, sikend zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters, von dannen er kommen wird, zu richten die Lebendigen und die Toten. Was ist das? Ich glaube, daß Jesus Chri: stus, wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit geboren, und auch wahrhaftiger Mensch, von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Was ist das? Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesum Christum, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann, sondern der heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten, gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden berufet, sammelt, erleuchtet, heiliget und bei Jesu Christo erhält im rechten einigen Glauben; in welcher Christenheit er mir und allen Gläubigen täglich alle Sünde reichlich vergiebt, und am jüngsten Tage mich und alle Toten auf erwecken wird, und mir samt allen Gläubigen in Christo ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewißlich wahr. Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers 2c. Das dritte Hauptstück. Das Vaterunser. Die Anrede. Vater unser, der du bist im Himmel. Was ist das? Gott will uns damit wir glauben sollen, er sei unser rechter Vater, und wir seine rechten Kinder, auf daß wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen, wie die lieben Kinder ihren lieben Vater. Die erste Bitte. Geheiliget werde dein Name. Was ist das? Gottes Name ist zwar an ihm felbft heilig; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns heilig werde. Wie geschieht das? Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehret wird, und wir auch heilig als die Kinder Gottes darnach leben. Das hilf uns, lieber Vater im Himmel! Wer aber an ders lehret und lebet, denn das Wort Gottes lehret, der entheiliget unter uns den Namen Gottes. Davor behüte uns, lieber himmlischer Vater! Die zweite Bitte. Dein Reich komme. Was ist das? Gottes Reich kommt wohl ohne unser Gebet von ihm selbst; aber wir bitten in diesem Gebet, daß es auch zu uns komme. 499 Wie geschieht das? Wenn der himmlische Vater uns seinen heiligen Geist giebt, daß wir seinem heiligen Worte durch seine Gnade glauben und göttlich leben, hier zeitlich und dort ewiglich). Die dritte Bitte. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, also auch auf Erden. Was ist das? Gottes guter, gnädiger Wille ge= schieht wohl ohne unser Gebet; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er auch bei uns geschehe. 2nd Wie geschieht das? Wenn Gott allen bösen Rat und Willen bricht und hindert, so uns den Namen Gottes nicht heiligen und sein Reich nicht kommen lassen wollen, als da ist des Teufels, der Welt und unsers Fleisches Wille, sondern stärket und behält uns fest in seinem Wort und Glauben bis an unser Ende. Das ist sein gnädiger und guter Wille. Die vierte Bitte. Unser täglich Brot gieb uns heute. Was ist das? Gott giebt täglich Brot auch wohl ohne unsre Bitte allen bösen Menschen; aber wir bitten in diesem Gebet, daß er uns erkennen lasse und mit Danksagung empfangen unser täglich Brot. 32* 500 Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers 2c. Was heißt denn täglich Brot? uns Gott wolle behüten und erhalten, auf daß uns der Teufel, die Welt und unser Fleisch nicht betrüge und verführe in Mißglauben, Verzweiflung und andere große Schande und Laster; und ob damit angefochten würden, daß wir doch endlich gewinnen und den Sieg behalten. Alles, was zur Leibes- Nahrung und Notdurft gehört, als Effen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromm Gemahl, fromme Kinder, fromm Gefinde, fromme und getreue Oberherren, gut Regiment, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen. wir Die fünfte Bitte. Und vergieb uns unsre Schuld, wie wir vergeben unsern Schuldigern. Was ist das? Wir bitten in diesem Gebet, daß der Vater im Himmel nicht ansehen wolle unsere Sünde, und um der felbigen willen solche Bitte nicht versagen. Denn wir sind der keines wert, das wir bitten, haben's auch nicht verdienet, sondern er wolle uns alles aus Gnaden geben; denn wir täglich viel sündigen und wohl eitel Strafe verdienen. So wollen wir zwar wiederum auch herzlich vergeben und gerne wohlthun denen, die sich an uns versündigen. Die sechste Bitte. Und führe uns nicht in Versuchung. Was ist das? Gott versucht zwar niemand, aber wir bitten in diesem Gebet, daß 12 Die siebente Bitte. Sondern erlöse uns von dem Übel. Was ist das? Wir bitten in diesem Gebet, als in der Summa, daß uns der Vater im Himmel von allerlei Übel Leibes und der Seele, Gutes und Ehre erlöse, und zuleßt, wenn unser Stündlein kommt, ein seliges Ende beschere, und mit Gnaden von diesem Jammerthal zu sich nehme in den Himmel. Der Beschluß. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigfeit. Amen. Was heißt Amen? Daß ich soll gewiß sein, solche Bitten sind dem Vater im Himmel angenehm und erhöret; denn er selbst hat uns geboten, also zu beten, und verheißen, daß er uns will erhören. Amen, Amen, das heißt: Ja, ja, es soll also geschehen. PENGET GALLERY Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers x. Das vierte Hauptstück. Das Sakrament der heiligen Taufe. Bum ersten. Was ist die Taufe? Die Taufe ist nicht allein schlecht Wasser, sondern sie ist das Wasser, in Gottes Gebot gefasset und mit Gottes Wort verbunden. Welches ist denn solch Wort 0 Gottes? Da unser Herr Christus spricht Matthäi am letzten: Gehet hin in alle Welt, lehret alle Heiden und taufet sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes. Bum andern. Was giebt oder nüßet die Taufe? Sie wirket Vergebung der Sünden, erlöset vom Tod und Teufel und giebt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißung Gottes lauten. Welches sind denn solche Worte und Verheißung Gottes? Da unser Herr Christus spricht Marci am letzten: Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig; wer aber nicht glaubet, der wird verdammt. 501 Bum dritten. Wie kann Wasser solche große Dinge thun? Glaube, so solchem Wort Gottes im Wasser trauet. Denn ohne Gottes Wort ist das Wasser schlecht Wasser und keine Taufe; aber mit dem Worte Gottes ist es eine Taufe, das ist ein gnadenreich Wasser des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im heiligen Geist, wie St. Paulus sagt zum Tito am dritten Kapitel: Gott macht uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, auf daß wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung; das ist gewißlich wahr. Bum vierten. Was bedeutet denn solch Wassertaufen? Es bedeutet, daß der alte Adam in uns durch tägliche Reue und Buße soll ersäufet werden und sterben mit allen Sünden und bösen Lüsten, und wiederum täglich herauskommen und auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinigkeit vor Gott ewiglich lebe. Wo stehet das geschrieben? St. Paulus zu den Römern am sechsten spricht: Wir sind samt Chrifto durch die Taufe begraben in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist von den Toten auferwecket durch Wasser thut's freilich nicht, son- die Herrlichkeit des Vaters, also dern das Wort Gottes, so mit sollen auch wir in einem neuen und bei dem Wasser ist, und der Leben wandeln. 502 Der kleine Ratechismus Dr. Martin Luthers 2c. Das fünfte Hauptstück. Das Sakrament des Altars. Was ist das Sakrament des Sakrament Vergebung der Sünden, Altars? Leben und Seligkeit durch solche Worte gegeben wird; denn wo Vergebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit. Es ist der wahre Leib und Blut unsers Herrn Jesu Christi, unter dem Brot und Wein uns Christen zu essen und zu trinken, von Christo selbst eingesetzt. Wie kann leiblich Essen und Trinken solche große Dinge thun? Wo stehet das geschrieben? So schreiben die heiligen Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und St. Paulus: Unser Herr Jesus Christus in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankete und brach's und gab's feinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und effet; das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches thut zu meinem Gedächtnis. Desselbigengleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankete und gab ihnen den und Wer empfängt denn solch Sakrament würdiglich. sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus; dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches thut, so oft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis. Was nützt denn solch Essen und Trinken? Essen und Trinken thut's freilich nicht, sondern die Worte, so da stehen: Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden. Welche Worte sind neben dem leiblichen Essen und Trinken als das Hauptstück im Sakrament; und wer denselbigen Wor ten glaubet, der hat, was sie sagen und wie sie lauten, nämlich Vergebung der Sünden. Fasten und leiblich sich bereiten ist wohl eine feine äußerliche Zucht, aber der ist recht würdig und wohl geschickt, wer den Glauben hat an diese Worte: Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden. Wer aber diesen Worten nicht glaubet oder zweifelt, der ist unwürdig und ungeschickt; denn das Wort: Für euch" fordert eitel gläubige Das zeigen uns diese Worte: Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden. Nämlich, daß uns im Herzen. Das Lehrstück von der Beichte. Was ist die Beichte? Absolution oder Vergebung vom Die Beichte begreift zwei Stücke Beichtiger empfahe als von Gott in sich: eines, daß man die Sünde selbst, und ja nicht daran zweifle, bekenne, das andere, daß man die sondern fest glaube, die Sünden Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers 2c. seien dadurch vergeben vor Gott im Himmel. Welche Sünden soll man beichten? Vor Gott soll man sich aller Sünden schuldig geben, auch die wir nicht erkennen, wie wir im Vater unser thun; aber vor dem Beichtiger sollen wir allein die Sünden bekennen, die wir wissen und fühlen im Herzen. Das Lehrstück vom Was ist das Amt der Schlüssel? Das Amt der Schlüffel ist die sonderbare Kirchengewalt, die Christus seiner Kirche auf Erden hat gegeben, den bußfertigen Sündern die Sünde zu vergeben, den unbußfertigen aber die Sünde zu behalten, solange sie nicht Buße thun. 503 Welche sind die? Da siehe deinen Stand an nach den zehn Geboten, ob du Vater, Mutter, Sohn, Tochter, Herr, Frau, Knecht, Magd seist; ob du ungehorsam, untreu, unfleißig, zornig, unzüchtig, hässig gewesen seist; ob du jemand Leid gethan haft mit Worten oder Werken; ob du gestohlen, versäumet, verwahrloset oder Schaden gethan hast. Den Bischöfen, Pfarrherren und Predigern. Ein Bischof soll unsträflich sein, eines Weibes Mann, nüchtern, sittig, Amt der Schlüssel. lasset, denen sind sie erlassen; und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. Was glaubst du bei diesen Worten? Wo stehet das geschrieben? Ich glaube, was die berufenen Diener Christi aus seinem göttlichen Befehl mit uns handeln, sonderlich wenn sie die öffentlichen und unbußfertigen Sünder von der christlichen So schreibt der heilige Evangelist Gemeinde ausschließen und die, so Johannes im zwanzigsten Kapitel: ihre Sünden bereuen und sich bessern Der Herr Jesus blies seine wollen, wiederum entbinden, daß Jünger an und sprach zu ihnen: es also kräftig und gewiß sei, auch Nehmet hin den heiligen Geist! im Himmel, als handelte es unser Welchen ihr die Sünden er lieber Herr Christus mit uns selber. Dr. Martin Luthers Haustafel etlicher Sprüche für allerlei christliche Stände. mäßig, gastfrei, lehrhaftig, nicht ein Weinsäufer, nicht beißig, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gelinde, nicht haderhaftig, nicht geizig, der seinem eigenen Hause 504 Der kleine Katechismus Dr. Martin Luthers 2c. wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe, mit aller Ehrbarkeit, nicht ein Neuling, der ob dem Worte halte, das gewiß ist, und lehren kann, auf daß er mächtig sei zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zu strafen die Widersacher. In der ersten Epistel zu Timoth. am dritten Kapitel. Von weltlicher Oberkeit. Jedermann sei unterthan der Obrigkeit; denn die Obrigkeit, so allenthalben ist, ist von Gott geordnet. Wer aber der Obrigkeit widerstrebet, der widerstrebet Gottes Ordnung; wer aber widerstrebet, wird sein Urteil empfahen. Denn sie trägt das Schwert nicht umsonst, sie ist Gottes Dienerin, eine Rächerin zur Strafe über die, so Böses thun. Zun Römern am dreizehnten Kapitel. Den Ehemännern. Ihr Männer, wohnet bei euren Weibern mit Vernunft und gebet dem weiblichen als dem schwächsten Werkzeuge seine Ehre, als Miterben der Gnade des Lebens; auf daß euer Gebet nicht verhindert werde. In der ersten Epistel Petri am dritten Kapitel. Und seid nicht bitter gegen sie. Bun Kollossern am dritten Kapitel. Den Eltern. nicht zu Zorn, daß sie nicht scheu Ihr Väter, reizet eure Kinder werden, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahniig zu dem Herrn. Zun Ephesern am sechsten Kapitel. Den Kindern. Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem HErrn; denn das ist billig. Ehre Vater und Mutter, das ist das erste Gebot, das Verheißung hat, nämlich, daß dir's wohlgehe und du lange lebeft auf Erden. 3un Ephesern am sechsten Kapitel. Den Knechten, Mägden, Tagelöhnern und Arbeitern. leiblichen Herren, mit Furcht und Ihr Knechte, seid gehorsam euren Zittern, in Einfältigkeit eures Herzens, als Christo selbst, nicht mit Dienst allein vor Augen, als Menschen zu gefallen, sondern als die Knechte Christi, daß ihr solchen Willen Gottes thut von Herzen mit gutem Willen. Laßt euch dünken, daß ihr dem HErrn und nicht den Menschen dienet; und wisset, was ein jeglicher Gutes thut, das wird er empfahen, er sei Knecht oder frei. Den Hausherren und Hausfrauen. Ihr Herren, thut auch dasselbige gegen ihnen und lasset euer Dräuen und wisset, daß ihr auch einen HErrn im Himmel habt und ist bei ihm Die Weiber seien unterthan ihren kein Ansehen der Person. Ephef 6. Den Ehefrauen. Der gemeinen Jugend. Männern, als dem HErrn; wie Sara Abraham gehorsam war und hieß ihn Herr, welcher Töchter ihr worden seid, so ihr wohl thut und nicht so schüchtern seid. In der ersten Epistel Petri am dritten Kapitel. megis Ihr Jungen, seid den Alten unterthan und beweiset darin die Demut; denn Gott widerstehet den Hoffärtigen, aber den Demütigen Die 21 Artikel des Glaubens 2c. 505 giebt er Gnade. So demütiget euch tot. In der ersten Epistel zu Tinun unter die gewaltige Hand motheo am fünften Kapitel. Gottes, daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. In der ersten Epistel Petri am fünften Kapitel. Den Witwen. Welche eine rechte Witwe und einsam ist, die stellet ihre Hoffnung auf Gott und bleibet am Gebet Tag und Nacht. Welche aber in Wollüsten lebet, die ist lebendig Der Gemeine. Liebe deinen Nächsten als dich selbst. In dem Wort sind alle Gebote verfasset; zun Römern am dreizehnten Kapitel. Und haltet an mit. Beten für alle Menschen; in der ersten Epistel zu Timotheo Kap. 2. Ein jeder lern sein Lektion, So wird es wohl im Hause stohn. VII. Die 21 Artikel des Glaubens und der Sehre der Augsburgischen Konfession. Der I. Artikel. Von Gott. find, als Manichaei, die zween Götter gesetzt haben, einen bösen und einen guten. Stem Valentiniani, Erstlich wird einträchtiglich ge- Ariani, Eunomiani, Mahometisten, lehret und gehalten, laut des Be- und alle dergleichen, auch Samosaschlusses Concilii Nicaeni, daß ein teni, alte und neue, so nur Eine einig göttlich Wesen sei, welches Person setzen und von diesen zweien: genannt wird und wahrhaftiglich ist ,, Wort und heiligem Geist", SophiGott, und sind doch drei Personen sterei machen und sagen, daß es in demselbigen einigen göttlichen nicht müssen unterschiedene Personen Wesen, gleich gewaltig, gleich ewig, sein, sondern Wort bedeute leiblich Gott Vater, Gott Sohn, Gott hei Wort oder Stimme und der heilige liger Geist; alle drei Ein göttlich Geist sei erschaffene Regung in KreaWesen, ewig, ohne Stück, ohne End, turen. unermeßlicher Macht, Weisheit und Güte, ein Schöpfer und Erhalter aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. Und wird durch das Wort Persona verstanden nicht ein Stück, nicht eine Eigenschaft in einem andern, sondern das selbst besteht, wie denn die Väter in dieser Sache dies Wort gebraucht haben. Derhalben werden verworfen alle Keßereien, so diesem Artikel zuwider Der II. Artikel. Von der Erbsünde. Weiter wird bei uns gelehrt, daß nach Adams Fall alle Menschen, so natürlich geboren werden, in Sünden empfangen und geboren werden, das ist, daß sie alle von Mutterleib an voller böser Lust und Neigung sind und keine wahre Die 21 Artikel des Glaubens zc. Gottesfurcht, feinen wahren Glau- richten die Lebendigen und die Toben an Gott von Natur haben kön- ten 2c. laut des Symboli Apostonen; daß auch dieselbige angeborne lorum. Seuche und Erbsünde wahrhaftiglich Sünde sei und verdamme alle diejenigen unter ewigen Gottes Zorn, so nicht durch die Taufe und heiligen Geist wiederum neu geboren werden. 506 Hieneben werden verworfen die Pelagianer und andere, so die Erbsünde nicht für Sünde halten, damit sie die Natur fromm machen durch natürliche Kräfte, zu Schmach dem Leiden und Verdienst Chrifti. Der III. Artikel. Von dem Sohne Gottes. Item es wird gelehrt, daß Gott der Sohn sei Mensch worden, geboren aus der reinen Jungfrau Maria, und daß die zwo Naturen, göttliche und menschliche, in Einer Person, also unzertrennlich vereinigt, am 3. und 4. Ein Christus sind, welcher wah- Der V. Artikel. Dom Predigtamt. Solchen Glauben zu erlangen, hat Gott das Predigtamt eingesett, Evangelium und SaEramente gegeben, dadurch er, als durch Mittel, den heiligen Geist giebt, welcher den Glauben, wo und wenn er will, in denen, so das Evangelium hören, wirket, welches da lehret, daß wir durch Christus Verdienst, nicht durch unser Verdienst, einen gnädigen Gott haben, so wir solches glauben. Und werden verdammt die Wiedertäufer und andere, so lehren, daß wir ohne das leibliche Wort des Evangelii den heiligen Geist durch eigene Bereitung, Gedanken und Werke erlangen. rer Gott und Mensch ist, wahrhaftig geboren, gelitten, gefreuziget, gestorben und begraben, daß er ein Opfer wäre nicht allein für die Erbsünde, sondern auch für alle andere Sünde und Gottes Zorn verföhnete. Item, daß derselbige Christus sei abgestiegen zur Hölle, wahrhaftig am dritten Tage von den Toten auferstanden, aufgefahren gen Himmel, sikend zur Rechten Gottes, daß er ewig herrsche über alle Kreaturen und regiere, daß er alle, so an ihn glauben, durch den heiligen Geist heilige, reinige, stärke und tröste, ihnen auch Leben und allerlei Gaben und Güter austeile, und wider den Teufel und wider die Sünde schüße und beschirme. Der IV. Artikel. Von der Rechtfertigung. Weiter wird gelehrt, daß wir Vergebung der Sünden und Gerechtigkeit vor Gott nicht erlangen mögen durch unser Verdienst, Werk und Genugthun, sondern daß wir Vergebung der Sünden bekommen und vor Gott gerecht werden aus Gnaden, um Christus willen, durch den Glauben, so wir glauben, daß Christus für uns gelitten hat und daß uns um seinetwillen die Sünde vergeben, Gerechtigkeit und ewiges Glauben will Gott für GerechtigLeben geschenkt wird. Denn diesen feit vor ihm halten und zurechnen, wie St. Paulus sagt zun Römern Item, daß derselbige Herr Christus endlich wird öffentlich kommen, zu Die 21 Artikel des Glaubens 2c. Der VI. Artikel. Dom neuen Gehorsam. Auch wird gekehrt, daß solcher Glaube gute Früchte und gute Werke bringen soll, und daß man müsse gute Werke thun, allerlei, so Gott geboten hat, um Gottes willen, doch nicht auf solche Werke zu vertrauen, dadurch Gnade vor Gott zu verdienen. Denn wir empfahen Vergebung der Sünde und pfahen Vergebung der Sünde und Gerechtigkeit durch den Glauben an Chriftum, wie Christus selbst spricht: So ihr dies alles gethan habt, solltihr sprechen: Wir sind un= tüchtige Knechte. Also lehren auch die Bäter. Denn Ambrosius spricht: ,, Also ist's beschlossen bei Gott, daß wer an Christum glaubt, selig sei, und nicht durch Werke, sondern allein durch den Glauben, ohne Verdienst, Vergebung der Sünden habe." 507 wie ihr berufen seid zu einerlei Hoffnung eures Berufs, Ein Herr, Ein Glaube, Eine Taufe. And Der VIII. Artikel. Was die Kirche sei? Item, wiewohl die christliche Kirche eigentlich nichts anders ist, denn die Versammlung aller Gläuin diesem Leben viel falscher Christen bigen und Heiligen, jedoch dieweil und Heuchler sind, auch öffentliche Sünder unter den Frommen bleiben, so sind die Sakramente gleichwohl kräftig, obschon die Priester, dadurch sie gereicht werden, nicht fromm sind, wie denn Christus selbst anzeigt: Auf dem Stuhl Mosis siken die Pharisäer zc. Derhalben werden die Donatiften und alle anderen verdammt, so an= ders halten. Der VII. Artikel. Der IX. Artikel. Von der Taufe. Von der Kirche. Von der Taufe wird gelehrt, Es wird auch gelehrt, daß alle Zeit müsse Eine heilige christ- daß sie nötig sei und daß dadurch liche Kirche sein und bleiben, welche ist die Versammlung aller Gläubigen, bei welchen das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut des Evangelii gereicht Gnade angeboten werde; daß man auch die Kinder taufen soll, welche durch solche Taufe Gott überantwortet und gefällig werden. Derhalben werden die Wieders täufer verworfen, welche lehren, daß die Kindertaufe nicht recht sei. werden. Denn dieses ist genug zu wahrer Einigkeit der christlichen Kirche, daß da einträchtiglich nach reinem Verstand das Evangelium gepredigt und die Sakramente dem göttlichen Worte gemäß gereicht werden. Und ist nicht not zu wahrer Einigkeit der christlichen Kirche, daß allent halben gleichförmige Ceremonien, von den Menschen eingesett, gehalten werden, wie Paulus spricht men wird. Ephef. 4.: Ein Leib, Ein Geist, die Gegenlehre verworfen. Der X. Artikel. Dom heiligen Abendmahl. Vom Abendmahl des Herrn wird also gelehrt, daß wahrer Leib und Blut Christi wahrhaftiglich unter der Gestalt des Brots und Weins im Abendmahl gegenwärtig sei und da ausgeteilt und genomDerhalben wird auch 508 Die 21 Artikel des Glaubens 2C. Der XI. Artikel. Von der Beichte. Von der Beichte wird also ge= lehrt, daß man in der Kirche privatam absolutionem erhalten und nicht fallen lassen soll; wiewohl in der Beicht nicht not ist, alle Missethat und Sünden zu erzählen, die weil doch solches nicht möglich ist, Psalm 19: Wer kennet die Misse: that. Der XII. Artikel. Von der Buße. Der XIII. Artikel. Vom Gebrauch der Sakramente. Vom Brauch der Sakramente wird gelehrt, daß die Sakramente eingesett sind, nicht allein darum, daß sie Zeichen seien, dabei man äußerlich die Christen kennen möge, sondern daß es Zeichen und Zeugnisse sind göttlichen Willens gegen uns, unsern Glauben dadurch zu erwecken und zu stärken; derhalben sie auch Glauben fordern und dann recht gebraucht werden, so mans im Glauben empfähet und den Glauben dadurch stärkt. Von der Buße wird gelehrt, daß diejenigen, so nach der Taufe gefündigt haben, zu aller Zeit, so sie zur Buße kommen, mögen Vergebung der Sünde erlangen und ihnen die Absolution von der Kirche nicht soll geweigert werden. Und ist wahre, rechte Buße eigentlich Reu und Leid oder Schrecken haben über die Sünde und doch daneben glauben an das Evangelium und Absolution, daß die Sünde vergeben und durch Christum Gnade erworben sei; welcher Glaube wiederum das Herz tröstet und zufrieden macht. Der XV. Artikel. Von Kirchenordnungen. Von Kirchenordnungen, von Menschen gemacht, lehrt man dieDarnach soll auch Besserung fol- jenigen halten, so ohne Sünde mögen, und daß man von Sünden gen gehalten werden und zu Frielaffe; denn dies sollen die Früchte den, zu guter Ordnung in der der Buße sein, wie Johannes spricht Matth. 3: Wirket rechtschaffene Früchte der Buße. Kirche dienen, als: gewisse Feier, Feste und dergleichen. Doch geschieht Unterricht dabei, daß man die Gewissen nicht damit beschweren soll, als sei solch Ding nötig zur Seligkeit. Hie werden verworfen die, so lehren, daß diejenigen, so einst sind fromm worden, nicht wieder fallen mögen. Dagegen werden auch verdammt die Novatiani, welche die Absolution denen, so nach der Taufe gesündigt hatten, weigerten. Auch werden die verworfen, so nicht lehren, daß man durch Glauben Vergebung der Sünde erlange, sondern durch unser Genugthun. Der XIV. Artikel. Vom Kirchenregiment. Vom Kirchenregiment wird gelehrt, daß niemand in der Kirche öffentlich lehren oder predigen oder Sakramente reichen soll, ohne ordentlichen Beruf. Darüber wird gelehrt, daß alle Sagungen und Tradition, von Menschen dazu gemacht, daß man dadurch Gott versöhne und Gnade verdiene, dem Evangelio und der Lehre vom Glauben an Christum entgegen sind. Derhalben sind Klostergelübde und andere Tradition von Unterschied der Speise, Tag 2c., dadurch man Die 21 Artikel des Glaubens 2c. 509 vermeint, Gnade zu verdienen und so der Obrigkeit Gebot ohn Sünde für Sünde genug zu thun, untüchtig nicht geschehen mag, soll man Gott und wider das Evangelium. mehr gehorsam sein denn den Menschen. Actor. IIII. Der XVI. Artikel. Von dem weltlichen Regiment. Von Polizei und weltlichem Regiment wird gelehrt, daß alle Obrigkeit in der Welt und geordnete Regimente und Geseke, gute Ordnung, von Gott geschaffen und eingesett sind, und daß Christen mögen in Obrigkeit, Fürsten und Richter- Amt ohne Sünde sein, nach kaiserlichen und andern üblichen Rechten Urteil und Recht sprechen, übelthäter mit dem Schwert strafen, rechte Kriege führen, streiten, faufen und verkaufen, auf gelegte Eide thun, Eignes haben, ehelich sein 2c. Sie werden verdammt die Wieder täufer, so lehren, daß der Obangezeigten keines christlich sei. Auch werden diejenigen verdammt, so lehren, daß christliche Vollkommenheit sei, Haus und Hof, Weib und Kind leiblich verlassen und sich der vorberührten Stücke äußern, so doch dies allein rechte Vollkommenheit ist: rechte Furcht Gottes und rechter Glaube an Gott. Denn das Evangelium lehrt nicht ein äußerlich, zeitlich, sondern innerlich, ewig Wesen und Gerechtigkeit des Herzens, und stößt nicht um weltlich Regiment, Polizei und Ehestand, sondern will, daß man solches alles halte, als wahrhaftige Gottesordnung, und in solchen Ständen christliche Liebe und rechte gute Werke, ein jeder nach feinem Beruf, beweise. Derhal Der XVII. Artikel. Von der Wiederkunft Chrifti umr Gericht. Auch wird gelehrt, daß unser Herr Jesus Christus am jüngsten Tage kommen wird, zu richten, und alle Toten auferwecken, den Gläubigen und Auserwählten. ewiges Leben und ewige Freude geben, die gottlosen Menschen aber und die Teufel in die Hölle und ewige Strafe verdammen. Derhalben werden die Wiedertäufer verworfen, so lehren, daß die Teufel und verdammten Menschen nicht ewige Pein und Qual haben werden. Item, hie werden verworfen etliche jüdische Lehren, die sich auch jekund ereignen, daß vor der Auferstehung der Toten eitel Heilige, Fromme ein weltlich Reich haben und alle Gottlosen vertilgen werden. Der XVIII. Artikel. Vom freien Willen. Vom freien Willen wird ge= lehrt, daß der Mensch etlicher Maßen einen freien Willen hat, äußerlich ehrbar zu leben und zu wählen unter denen Dingen, so die Vernunft begreift. Aber ohne Gnad, Hilfe und Wirkung des heiligen Geistes vermag der Mensch nicht, Gott gefällig zu werden, Gott herzlich zu fürchten, oder zu glauben, oder die angeborne böse Lust aus dem Herzen zu werfen, sondern solches geschieht durch den heiligen Geist, welcher durch Gottes Wort ben sind die Christen schuldig, der Obrigkeit unterthan und ihren Geboten gehorsam zu sein, in allem, so ohne Sünde geschehen mag. Denn gegeben wird; denn Paulus spricht 510 Die 21 Artikel des Glaubens zc. 1 Kor. 2: Der natürliche Mensch Joh. 8: Der Teufel redet 2üvernimmt nichts vom Geist gen aus seinem Eigenen. Gottes. Und damit man erkennen möge, daß hierin keine Neuigkeit gelehrt werde, so sind das die klaren Worte Augustini vom freien Willen, wie jekund hiebei geschrieben aus dem 3. Buch Hypognosticon: ,, Wir bekennen, daß in allen Menschen ein freier Wille ist; denn sie haben je alle natürlichen, angebor: nen Verstand und Vernunft, nicht daß sie etwas vermögen mit Gott zu handeln, als: Gott von Herzen zu lieben, zu fürchten; sondern allein in äußerlichen Werken dieses Lebens haben sie Freiheit, Gutes oder Böses zu wählen. Gut mein ich, das die Natur vermag, als: auf dem Acker zu arbeiten oder nicht, zu essen, zu trinken, zu einem Freunde zu gehen oder nicht, ein Kleid an- oder auszuthun, zu bauen, ein Weib zu nehmen, ein Handwerk zu treiben und dergleichen etwas Nützliches und Gutes zu thun, welches alles doch ohne Gott nicht ist, noch bestehet, sondern alles aus ihm und durch ihn ist. Dagegen kann der Mensch auch Böses aus eigner Wahl vornehmen, als vor einem Abgott niederzuknieen, einen Totschlag zu thun 2c." Der XIX. Artikel. Von Ursach der Sünden. Von Ursach der Sünden wird bei uns gelehrt, daß, wiewohl Gott der Allmächtige die ganze Natur geschaffen hat und erhält, so wirket doch der verkehrte Wille die Sünde in allen Bösen und Verächtern Gottes, wie denn des Teufels Wille ist und aller Gottlosen, welcher alsbald, so Gott die Hand abgethan, sich von Gott zum Argen gewandt hat, wie Christus spricht Der XX. Artikel. Dom Glauben und guten Werken. Den Unsern wird mit Unwahrheit aufgelegt, daß sie gute Werke verbieten; denn ihre Schriften von Zehn Geboten und andere beweisen, den und Werken guten nützlichen daß sie von rechten christlichen StänBericht und Ermahnung gethan haben, davon man vor dieser Zeit in allen Predigten auf kindische, unwenig gelehrt hat, sondern allermeist nötige Werke, als Rosenkränze, Heiligendienst, Mönchewerden, Wallfahrten, geſetzte Fasten, Feier, Brüderschaften 2c. getrieben. Solche unnötige Werke rühmt auch unser widerpart nun nicht mehr so hoch, als vor Zeiten; dazu haben sie auch gelernet, nun vom Glauben zu reden, davon sie doch in Vorzeiten gar nichts gepredigt haben; lehren dennoch nun, daß wir nicht allein aus Werken gerecht werden vor Gott, sondern setzen den Glauben an Christum dazu, sprechen: Glauben und Werke machen uns gerecht vor Gott, welche Rede mehr Trostes bringen mag, denn so man allein lehrt, auf Werke zu vertrauen. Dieweil nun die Behre vom Glauben, die das Hauptstück ist im christlichen Wesen, so lange Zeit, wie man bekennen muß, nicht getrieben worden, sondern allein Werklehre an allen Orten gepredigt, ist davon durch die Unsern solcher Unterricht geschehen: Erstlich daß uns unsere Werke nicht mögen mit Gott versöhnen und Gnade erwerben, sondern solches geschieht allein durch den Glauben, so man glaubt, daß uns um Christus' willen die Die 21 Artikel des Glaubens 2. 511 Sünden vergeben werden, Denn etliche hat das Gewissen in welcher allein der Mittler ist, die Klöster gejagt, der Hoffnung, den Vater zu versöhnen. Wer daselbst Gnade zu erwerben durch nun vermeinet, solches durch Werke Klosterleben; etliche haben andere auszurichten. und Gnade zu verdie- Werke erdacht, damit Gnade zu vernen, der verachtet Christum und dienen und für Sünde genug zu suchet einen eignen Weg zu Gott thun. Derselbigen viel haben er wider das Evangelium. fahren, daß man dadurch nicht ist zu Frieden kommen. Darum ist not gewesen, diese Lehre vom Glauben an Christum zu predigen und fleißig zu treiben, daß man wisse, daß man allein durch den Glauben ohne Verdienst Gottes Gnade ergreift. Diese Lehre vom Glauben ist öffentlich und klar im Paulo an vielen Orten gehandelt, sonderlich zu den Ephesern am 2.: Aus Gnaden seid ihr selig worden, durch den Glauben, und das selbige nicht aus euch, sondern es ist Gottes Gabe, nicht aus Werken, damit sich niemand rühme 2c. Und daß hierin kein neuer Verstand eingeführt sei, kann man aus Augustino beweisen, der diese Sache fleißig handelt und auch also lehrt, daß wir durch den Glauben an Christum Gnade erlangen und vor Gott gerecht werden, und nicht durch Werke, wie sein ganzes Buch de Spiritu et Litera ausweist. Es geschieht auch Unterricht, daß man hie nicht von solchem Glauben redet, den auch die Teufel und Gottlosen haben, die auch die Historien glauben, daß Christus gelitten habe und auferstanden sei von den Toten, sondern man redet vom wahren Glauben, der da glaubt, daß wir durch Christum Gnade und Vergebung der Sünde erlangen. Und wer nun weiß, daß er einen gnädigen Gott durch Christum hat, kennt also Gott, ruft ihn an und ist nicht ohne Gott, wie die Heiden. Denn der Teufel und Gottlose glauben diesen Artikel ,, Vergebung der Sünde" nicht; darum sind sie Gott feind, können ihn nicht anrufen, nichts Gutes von ihm hoffen. Und also, wie jetzt angezeigt ist, redet die Schrift vom Glauben und heißet nicht Glauben ein solches Wissen, das Teufel und gottloje Menschen haben. Denn also wird vom Glauben gelehrt zu den Hebräern am 11., daß Glauben sei nicht allein die Historien wissen, sonDiesen Trost hat man vor Zei- dern Zuversicht haben zu Gott, ten nicht getrieben in Predigten, seine Zusage zu empfahen. Und sondern die armen Gewiffen auf Augustinus erinnert uns auch, daß eigne Werke getrieben und sind wir das Wort Glauben in der mancherlei Werke vorgenommen. Schrift verstehen sollen, daß es Wiewohl nun diese Lehre bei unversuchten Leuten sehr verachtet wird, fo befindet sich doch, daß sie den blöden und erschrockenen Gewissen sehr tröstlich und heilsam ist. Denn das Gewissen kann nicht zu Ruhe und Frieden kommen durch Werke, fondern allein durch Glauben, so es bei sich gewißlich schließt, daß es um Christus willen einen gnädigen Gott habe, wie auch Paulus spricht Röm. 5.: So wir durch den Glauben sind gerecht worden, haben wir Ruhe und Friede mit Gott. Die 21 Artikel des Glaubens 2c. 512 heiße Zuversicht zu Gott, daß er hohe und rechte Werke mögen nicht uns gnädig sei, und heiße nicht geschehen ohne die Hilfe Chrifti, allein solche Historien wissen, wie wie Er selbst spricht Joh. 15: Ohne auch die Teufel wissen. mich könnt ihr nichts thun 2c. Ferner wird gelehrt, daß gute Werke sollen und müssen geschehen, nicht daß man darauf vertraue, Gnade damit zu verdienen, sondern um Gottes willen und Gott zu Lob. Der Glaube ergreift allzeit allein Gnade und Vergebung der Sünde. Und dieweil durch den Glauben der heilige Geist gegeben wird, so wird auch das Herz geschickt, gute Werke zu thun; denn zuvor, dieweil es ohne den heiligen Geist, so ist es zu schwach, dazu ist es ins Teu fels Gewalt, der die arme menschliche Natur zu viel Sünden treibt, wie wir sehen in den Philosophen, welche sich unterstanden, ehrlich und unsträflich zu leben, haben aber den noch solches nicht ausgerichtet, sondern sind in viel große, öffentliche Sünde gefallen. Also geht es mit dem Menschen, so er außer dem rechten Glauben ohne den heiligen Geist ist und sich allein durch eigne menschliche Kräfte regiert. Der XXI. Artikel. Vom Dienst der Heiligen. Vom Heiligendienst wird von den Unsern also gelehrt, daß man der Heiligen gedenken soll, auf daß wir unsern Glauben stärken, so wir sehen, wie ihnen Gnade wkderfahren, auch wie ihnen durch Glauben geholfen ist: dazu, daß man Exempel nehme von ihren guten Werken, ein jeder nach seinem Beruf, gleichwie die kaiserliche Majestät seliglich und göttlich dem Exempel Davids folgen mag, Kriege wider den Türken zu führen; denn beide sind sie in königlichem Amt, welches Schuß und Schirm ihrer Unterthanen fordert. Durch Schrift aber mag man nicht beweisen, daß man die Heiligen anrufen oder Hilfe bei ihnen suchen soll; denn es ist allein ein einiger Versöhner und Mittler gesetzt zwischen Gott und den Menschen, Jesus Christus 1. Tim. 2., welcher ist der einige Heiland, der einige oberste Priester, Gnadenstuhl und Fürsprecher vor Gott, Röm. 8. Und der hat allein zugesagt, daß er unser Gebet erhören wolle. Das ist auch der höchste Gottesdienst nach der Schrift, daß man denselbigen Jesum Chriftum in allen Nöten und Anliegen von Herzen suche und anrufe. 1. Joh. 2.: Sojemand sündiget, haben wir einen Fürsprecher bei Gott, der gerecht ist, JeDerhalben ist die Lehre vom Glauben nicht zu schelten, daß sie gute Werke verbiete, sondern vielmehr zu rühmen, daß sie lehre, gute Werke zu thun, und Hilfe anbiete, wie man zu guten Werken kommen möge. Denn außer dem Glauben und außerhalb Christo ist menschliche Natur und Vermögen viel zu schwach, gute Werke zu thun, Gott anzurufen, Geduld zu haben im Leiden, den Nächsten zu lieben, befohlene Ämter fleißig auszurichten, gehorsam zu sein, böse Lust zu meiden. Solche sum zc. An Colles Deven 1883. 38 ches 1 entimetres Blue 2 4 3 T₁ 4 2 Cyan 15 3 14³4 17 ¹6 PHIL Farbkarte# 13 Green Yellow Albert Knauth La 4 Hili 11 10 Red 12 5 13 Magenta 14 CO 6 15 White 16 17 7 3/ Color 18 19 B.I.G. Black 8