edem, lette ꝗ* In⸗ iem vor Un und Gefahr; und por das noch mehr/ War v ei, * Fuld oni ger Huld genie htnur, wan 1ul leie Urch d mein 1 N d N ergestellt; und d T j Hig — schu e mich, wann Sünde r n ste V 7 n Ilt ich des rs Güte +½71 7.. Nit en ste wann 4 V hoch mich l be von —2—222 SIIS Sehr 4 i TNa⸗ NI tur 7 einen 6 N 4 1 kann; dies Herz, ganz entdeckt, so seh ich ihre S ö ö dein, das dankbar spricht, beim wechselnden Geschicke 4 ‚ was du an mir gethan 7 84 har sie nicht nur ö Tag soll würd ⸗ im Glu 8 5 3 —33 ů——— IRBRIIIIIIIIeen.e er mir vergehn, als, Ew'ger Freuden; ich seh' sie mit be⸗ dir zum Preis; ich soll froh⸗ thraͤntem Blick auch in des 13 kend dich erhoͤhn, als Lebens Leiden ingling, und reis ich ohne Thraͤ⸗ In S h heitrer, als die ich E ud„fre u Uf h 19, r Lob in N er estad ISüi ů d Wonne M Fmehr f1 9„ ner 398(Gott ke 10 lebt eir tt, Hand die ö — der ͤ u ersch hat Ock e, am el, der hier Uf der zelt an dem Himme trl wie im Ort e hilft 1Sa chen Son enbl Ich s u jed dunk⸗ len wo au rein tern mir ret; im wann er in uerPracht nir meinen Pfad erleucht Idk, wann Dor nerwolken gluͤhn, und Berg an on und Wald bewegen; seh's ine wann sie vornherft„am er fruchtbar san degen. Lauf un Von Gott, dessen Wesen Du wuͤrdigst alle deiner Sor⸗ he, mäch⸗ gen, sie danken Lust und Le⸗ u singen, ben dir. Es mag auch klein drig seyn: Dir, erreget mein Gemut tig, freudig, dir z dir zu bringen Ehr' und Staͤr⸗ und mi ke. Groß sind deiner Haͤnde& ott! ist nichts zu groß, zu Werke. klein. 3. So oft ich athme und 3. Mit frommem, freudi⸗ den Hauch der Lufte fuͤhle, gem Gemuͤthe, erheb' ich, Gott fuͤhl ich auch, Gott, deine der Gnade, dich; wie theuer große Guͤte. Wind, Wasser, ist doch deine Güte! Wie Feuer, Schnee und Eis sind liebst du uns so vaͤterlich, Wohlthun lauter uns, die wir ohne Furcht und Graun dem Schatten mitthe, taͤglich hier mich dein deiner Flügel traun! zu freuen, und von neuem,. Mit welchem reichen Herr! mein Leben dir zum Ueberflusse erfuͤllst du diese Haus! Du theilst Dienste zu ergeben Welt, dein Herr! dazu, bitt ich, ihn allen zum Genusse so hilf du mir. Zeuch immer vaͤterlich, so reichlich aus. naͤher mich zu dir durch dei⸗ Herr! Unsers Lebens Quelle ne große Guͤte. O heilige fließt aus dir, der du das zu deinem preis mich ganz, Leben bist. daß ich mit allem Fleiß mich 5. Wir sehn, o Herr, in vor dem Undank hüte. Laß deiner Sonne den Schatten mich, was ich bitt, erlan⸗ deiner Huld, dein Licht. gen; dir anhangen hier auf Entzeuch uns deiner Güte Erden, bis mir wird der Wonne, dein gnadenvolles Himmel werden. Antlitz nicht! Herr, deine * 2 Huld erfreue die, die dich Mel—.— den lieben verehren, segne sie! 28 o weit', Herr! 50 S deine Himmel Mel. Herzliebster Jesu! reichen, reicht deine Huld, 376⁰˙ ist die Liebe! die uns erhält. Eh' werden X Gott kann nur Berg und Huͤgel weichen, als begluͤcken! Dies ruft uns al⸗ deine Gnade wankt und faͤllt; les zu, wohin wir blicken. gleich maͤchtigen Gebirgen Sey blau der Himmel, sey er stebt die Guͤte, die dein Volk schwarz und truͤbe: Gott ist erhoͤht. die Liebe! 2. Gott, dir ist kein Ge⸗ 2. Gott ist der Menschen schoͤpf verborgen; nicht Eins Vater, und ich fande, selbst oom Seraph bis zum Thier. wenn ich an dem Saum der 1De deines Preis, und ruhren mein Ge⸗ ——— und Eige Erde staͤnde, selbst, wenn ich in die tiefste Gruft mich gruͤ⸗ be, dich, Gott der Liebe! 3. So sey es denn mein hoͤchstes Ziel auf Erden, dir, Geist der Liebe, aͤhnlich hier zu werden; der heißeste, der erste meiner Triebe sey Men⸗ schenliebe! Mel. Es ist das Heil uns 93 Wie viele Freuden 30 Wd dank ich dir, die du mir, Herr, verliehen; und wie viel Sünden hast du mir aus Gnaden schon ver⸗ ziehen! O Gott voll Lang⸗ muth und Geduld! noch taͤg⸗ lich haͤuf' ich meine Schuld und deine Liebe wäͤhret 2. Bedenk ich, Schoͤpfer, deine Macht, blick in jene Ferne, und uͤberseh des Him⸗ mels Pracht, und Sonne, Mond und Sterne; so bet ich dich voll Ehrfurcht an. Was ist der Mensch, ruf ich alsdann, e daß du dich sein erbarmest! ihn herab: so geht er nicht verloren, nicht fuͤr die Welt, nicht fuͤr das Grab ist er al lein geboren; die Welt ver⸗ geht mit ihrer Lust; der du den Willen Gottes thust, dein Gluͤck soll ewig dauern. „. Wann ich erwache, denk' ich dein, und wann ich schla⸗ fen gehe; denn du, mein Va⸗ ter, kannst verleihn, um was ich kindlich flehe. Drum seufz' ich kindlich stets zu dir: Dein Auge schaut auf 25 Herr, was mir nuͤtzet, schen⸗ ke mir um deiner Gute willen! Mel. Herr, wir singen 39 H0 igt — ohenTrie G ott ihr * Oer Gott des Him mels ist die Liebe! Er ist's in alle keit! O wo kann ich *. * Ner den Ruhm der L ewig seg⸗ sinden, zu verkuͤnden, die e net und erfreut? Wer bin ich, Herr! vor dir? Nur stam⸗ meln kann ich hier: Liebe, Liebe! Kein Mensch ermißt, wie gut du bist; ja selbst der Engel faßt es nic „Wundervoll sind deine Werk sehe Weisheit, Macht u ärke, und mei⸗ ne S 6 sich. Aher deine Liebe thronet da auch, wo Machtund Wei net; ich seh' es un mich. Was ist's, das mich erschreckt? Mein heller Blick entdeckt nichts, als Lieb kleinste Wurm, der D sturm, und Alles, Alles prei⸗ set sie. 3. Huldreich riefst du mich in's Leben, um hohe Kraͤfte mir zu geben, um Freude um mich her zu streun. Jeder Tag erzählts dem andern: die Erde, wo die Menschen wan⸗ dern, soll Vorhof ihres Him⸗ mels seyn. Ich jauchze, daß ich bin, und oͤffne Herz und Siun deiner Liebe. Von dir ge⸗ schützt und unterstützt, 5 Be sheit woh⸗ d erhehe onner⸗ utzt 1 lauf ich froͤhlich meine X u siehst es, d durch Zeit Herz ihnen ihr ———— um deiner R 9 ine Kinder, de! zua G V 0 hn un 0 1 — — 8 — — + — un, ist er be⸗ th 144 + * 2. Ja, Vater! wir erhe⸗ ben dich mit freudigem Ge⸗ muͤthe; du herrschest unver⸗ aͤnderlich mit Weisheit und nit Guͤte. Unendlich groß ist deine Macht, und was ste wirkt, ist wohl bedacht. Wohl uns, daß du regierest! 3. O Jesu Christ, des Hoͤchsten Sohn! dich, seinen Eingebornen, dich sandte Gott vom Himmelsthron zur Rettung der Verlornen. Du Mittler zwischen uns und Gott, hilf uns im Leben und im Tod: erbarm dich unser aller! 4. O heil'ger Geist, du Geist von Gott! erleuchte, beßre, troͤste, die Jesus Christ durch seinen Tod vom Suündendienst erlöste. Auf deinen Beistand boffen wir; ach! leit uns stets, so sind wir hier begluͤckt, dort ewig selig. Mel. Erschienen ist der herrlich 13 Du 110 Anbetung bringen wir, Herr, uuser Gott und Vater, dir. Du bist es, der die ganze Welt erschaffen hat und noch erhält. Halleluja! 2. Dank und Anbetung bringen wir, Sohn Gottes, Herr und Heiland, dir. Du littst fuͤr uns des Todes Pein, uns vom Verderben zu befrein. Halleluja! 3. Gelobet seyst du, Geist des Herrn! Wir waren einst Christo fern. Du hast Von der heiligen Dreieinigkeit durch deines Wortes Ma uns allen Licht und Heil ge⸗ bracht. Halleluja! In eigener Melodie 178Nir glauben an den +eein'gen Gott, Schoͤpfer Himmels und der Erden. Er, aller Vater, unser Gott, hieß uns seine Kinder werden. Er will uns auch stets ernaͤhren, jedes wahre Gut gewaͤhren. Er erwog schon, eh wir waren, unsre Rettung in Gefahren. Er ist's, der fuͤr uns sorgt, und wacht, und alles steht in seiner Macht. „Wir glauben auch an Jesum Christ, Gottes Sohn, den Eingebornen, den Herrn, der Mensch geworden ist, den Erretter der Verlornen. Er achtete sein Leben nicht zu theu'r, fuͤr uns zu geben. Er erstand; herrscht, hoch er⸗ hoͤhet, in dem Reich, das nie vergeber. Er laͤßt uns auch im Grabe nicht, und kommt dereinst zum Weltgericht. 3. Wir glauben an den heil'gen Geist, unsern goͤtt⸗ lichen Regierer, den Jesus Christus uns verheißt, uns zum Beistand und zum Fuͤh⸗ rer, der in Trübsal seine Christen eilt mit Muth und Kraft zu ruͤsten; der uns lehrt Vergebung finden, und der Tugend Werth empfinden. Er floͤßet uns im Todes⸗ schmerz des ew'gen Lebens Trost in's Herz. Mel. av+ die Sonn' in ihrem Zelr? Sie kommt und leuchtet uns von ferne, und läuft den Weg, gleich als ein Held. 3 Vernimms, die Wunderwerke, Natur dir aufgestellt! kundigt Weisheit, Ordnung, Staͤrke dir nicht den Herrn, den Herrn der Welt? Kannst du die unzähl⸗ Heere der Wesen fuhl⸗ Durch und sieh die die Ver⸗ baren los wohl beschau'n? wen ist alles? Gib ihm Ehre! Mir, ruft der Herr, sollst du vertraun. Mein sind die Himmel, mein die Erde; an meinen Werken kennst du mich. Ich werde seyn, der ich seyn wer de, Gott ter ew dein Ich bin dein Schoͤpfer, Wessheit, Guͤte, ein Gott der Ordnung, und dein Heil. Ich bin's! Mich liebe dein Gemüthe, und nehm' an meiner Gnade Theil. M Herr, wir singen deiner 2 Uur ser Gott ist groß und maͤchtig, und benr Schoͤpfung schoͤn und praͤchtig, voll Weis heit und Vollkommenheit O ihr, sei⸗ ner Allmacht Heere, verkuͤn⸗ digt eures Schoͤpfers Ehre und preiset seine Herrlichkeit! Sein Kleid ist reines Licht, er haͤlt im Gleichgewicht gan⸗ ze Welten. Der Wesen Heer, das weite Meer den Engel und den Wurm schafft er. Schoͤpfung. 2. Allmacht sprach zum Nichts: es werde! Da trat auch unsre schoͤne Erde vor ihren Herrn, um aufzublühn. Allmacht dur mt so stuͤrzen Welten, die Berge fliehn vor ihrem Schelten, und sinken vor dem Donner hin Er hat, wie ein Gewand, die Him⸗ mel ausgespannt. Durch ihn gehet, gleich wie ein Held aus seinem Zelt, die Sonne und erfreut die Welt. 3. Er, der auf den Win⸗ den schwebet, er schaut die Erde an, sie bebet! Er ruͤhrt den Berg an, und er raucht/ Boͤgel* er, speist die eerde, v enewur die dere alt „ erfreut, as in r und baucht. Mit milder Freundlichkeit gibt er zu seiner Zeit allen Speise, liebt und erhaͤlt die ganze Welt, und traͤnkt die Thiere auf dem Feld. 4. Krauter schuf er, uns zu heilen; den Mend, das Jahr darnach zu theilen; der Sonne Licht zur Fruchtbar⸗ keit. Gott ist gnaͤdig Gott regieret, wenn er die Flur mit Blumen zieret, und sie mit Saaten uͤberstreut. Der Wallfisch und der Wurm, der Bluͤthenduft und Sturm zeugt vom Schoͤpfer. Der Tag) die Nacht rühmt seine Macht und rühmt, daß er fuͤr alles wacht. 5. Gott voll Weisheit, Gott a ra — R4 —ę = Gott voll Staͤrke! Wie viel und groß sind deine Werke! Wie reich an Guͤtern ist das Land! Schiffe gehn in wei⸗ ten Meeren; da wimmelts von den frohen Heeren der Thiere, zahllos wie der Sand. Mit Mannigfaltigkeit, mit Regelmaͤßigkeit prangt die Erde; wohin entzückt mein Auge blickt, da ist die Welt, mit Reiz geschmuͤckt. 6. Wer vergaͤnglich Gras bekleidet, die Fische naͤh⸗ ret, Laͤmmer weidet, der sorgt als Vater auch fuͤr mich. Seele, wolltest du fuͤr morgen schon heute bang und aͤngstlich Sorgen? Nein, sei getrost, ermanne dich! vertraue Gott! Auf ihn werf alle Sorgen hin Er wird sorgen; er, der uns hoͤrt, und gern gewährt, was un⸗ ser wahres Wohl vermehrt. 7. Dank dem guten Gott zu singen, und stets mein Heil ihm darzubringen, soll meine hoͤchste Freude seyn; laut soll ihm mein Lob er⸗ schallen, mein Opfer wird ihm wohlgefallen; geruͤhrt will ich mich seiner freun. Sein Lob ist Seligkeit! Es macht schon hier bereit fuͤr den Himmel. Dort werd ich stehn, entzuͤckt ihn sehn, und ewig seinen Ruhm erhoͤhn. Mel. Wer nur den lieben . Gott des Himmels 2 und der Erden Werke und Wohlthaten Gottes. SS der du allgegenwaͤrtig bist; von niemand kannst begriffen werden; vor dem kein Ding verborgen ist. Ach ziehe mich doch ganz zu dir, und offen⸗ bar' dich selber mir. 2. Wohin ich Herz und Augen lenke, da find' ich deiner Gottheit Spur. Wenn ich voll Andacht uͤberdenke dein Werk, die praͤchtige Na⸗ tur, so ruft mir alles, alles zu: wie groß ist Gott! Wie klein bist du. 3. Mir zeigen alle Elemente Macht, Guͤt' und Weisheit uͤberall. O wenn das Stum⸗ me reden koͤnnte, wie groß waͤr' stets der Jubelschall: ruͤhmt, Menschen! Gottes Guͤt' und Macht, die euch und uns hervorgebracht. A. Herr Gott! wie groß ist deine Liebe! Die Erd' ist deiner Guͤte voll. O gib mir dankbarfromme Triebe, daß ich dich preise, wie ich soll. Nimm, was ich kann und hab und bin, zu deinem Dienst auf ewig hin. 5. Hilf, daß die Guͤter dieser Erden mich zu dir lok⸗ ken, hoͤchstes Gut! daß sie mir nicht zum Fallstrick wer⸗ den, und ihr Genuß mir Schaden thut. Laß allen Miß⸗ brauch ferne seyn; mein letztes Ziel sei du allein. 6. Hier ist mein Leben eine Reise, ich geh' nach jener hoͤhern Welt. Drum mache du mich fromm und weise, daß das ich hier thu', was dir gefaͤllt. Und end' ich diesen kurzen Lauf, so nimm zu höherm Gluͤck mich auf. Ve rsehung/ oder Erhaltung Regierung der Welt. ott und 7 2* Nun danket alle S Zic ts ist von unge⸗ 2 2* faͤhr! Ein großer Gott regi ieret, ein Gott, der seine Welt mit reichem Se⸗ gen zleret. Auch was uns Zufall heißt, ist, eh es noch geschieht, in seinem Plan be⸗ stimmt, und einer Kette Gl 945. 2. Er sah vor aller Zeit was ku nftig 38*.— sol und nicht 1 8 seyn ollte; wird was sein Rathschluß und alles, was er will, ist weise, recht und gut. O wohl mir, daß mein Gluͤck in Gottes Haͤnden ruht! 5. Wie duͤrft ich mißver⸗ gnuͤgt in meinem Stande le⸗ ben? Kann jemals boͤse seyn, was Gott mir pflegt zu ge⸗ ben? Der Thor nur klagt und murrt, nund laͤstert Got⸗ tes Rath; er hat nicht, was will, und will nicht, was r hat. 4. Wer wahre liebt, der liebt auch den Ge⸗ danken: Mein Heil, mein Fels ist G Welten wanken! Ich was ich bin, nicht etw anbers seyn, Vorsehung Weisheit ott, und wenn auch sollte, as und mein be⸗ sonders Lobs stimmt mit dem Ganze in Unmuth ändert nae „ie Ordnüng aller T Ich quaͤle nur mich selbst, die Haͤnde rit e ich meinem Gott, so lindert sich mein Schmerzz denn, was mich elend macht, ist immer nur mein Herz. zie thoͤrigt wurd ich seyn, wenn ich begehren woll⸗ te, daß alles Ungemach nur mich verschonen sollte! Mein Vater liebt auch mich, und mischt mit Freundlichkeit in seinen Segenskelch des Lei⸗ dens Bitterkeit. 7. Im Leiden lern ich mich ten Gott erkennen, ge. und mein und mich mit edlem Sinn von falschen Freuden tren⸗ nen. Wie kann mir schreck⸗ lich seyn, was mich voll⸗ kommner macht? Mehr ist die Tugend werth, als Sin⸗ nennul, und Pracht. 8. Die Tugend wird bald schwach im Schoose niedrer Freuden, und stark erschei⸗ net sie, umringt von stillen Leiden. Sie strahlt am goͤtt⸗ lichsten aus tiefer Dunkel⸗ heit; da leuchtet sie der Welt, und überlebt die Zeit. 9. Hinweg mit bloͤder Furcht! Der Herr will mich regieren, mich auch auf rau⸗ ber Bahn zu meinem Ziele fuͤhren. Hier bin ich, Herr, mein Gott! O stehe du mir bei, daß selbst in Noth und CE 2 Tod ———. —.— .. S..EI.e —— ** — 2 IIIIIIX . r. 8.—4v DDEEEE *—.— 36 Werke Tod mein Herz dir folgsam sei! erz In eigener Melodie. en allen meinen Tha⸗ 23 ten laß ich den Hoͤchsten rathen, der alles kann und hat. Er muß in allen Dingen, soll's anders wohl gelingen, mein Helfer seyn mit Rath und That 2. Nichts hilft mein ban⸗ ges Sorgen vom Abend bis zum Morgen, nichts meine Ungeduld. Er mags mit nieinen nnach seinem Willen machen; ich traue seiner Vaterhuld. 3. Es kann mir nichts ge⸗ schehen, als was sein Rath ersehen, und mir für heil⸗ sam hält. Mit dem, was Gott beschieden, bin ich, sein Kind, zufrieden: mir geh' es, wie es ihm gefaͤllt. 4. Ich traue seiner Gnade, die mich auf meinem Pfade vor allem Uebel schuͤtzt. Leb ich nach seinen Saͤtzen, so wird mich nichts verletzen, nichts fehlen, was mir ewig aut. Leg' ich zum Schlaf mich nieder, weckt mich der Mor⸗ gen wieder zu meines Lebens Pflicht; irr' ich auf finstern Wegen, geh ich dem Leid entgegen: so sei sein Wort mir Trost und Licht. 6. Was uͤber mich beschlos⸗ sen, dem will ich unverdros⸗ sen, getrost entgegen gehn —— Sachen Sathen und Wohlthaten Gottes. Kein Unfall unter allen je zu hart mir fallen; ich ihn maͤnnlich uͤberstehn. 7. Ihm hab ich mich er⸗ geben, zu sterben und zu leben, wie es sein Wink ge⸗ beut. Sei mir mein End' verborgen, komm es heut oder morgen, er weiß dazu die beste Zeit. 8. So sei nun, Seele, stille, dich leitet dessen Wille, der dich erschaffen hat Es gehe, wie es gehe! Dein Vater in der Hoͤhe, der weiß zu allen Sachen Rath. soll will Mel. Es ist das Heil 50 D Dir, unser niemand gleich im Himmel und auf Erden. Du bist der Hoͤchste und dein Reich kann nie begriffen wer⸗ den. Unendlich ist die Maje⸗ staͤt, die uͤber alle dich er⸗ hoͤht, die Kron und Zepter tragen. uns „ ist Wie weit erstreckt sich dein Gebiet! Wo ist der, der es messe? Wohin auch nur mein Auge sies,„da seh ich deine Groͤße. Weit, uͤber alle Himmel weit eht dei⸗ nes Reiches Herrlichkeit. Du herrschest uber alles. 3. Dnu herrschest weislich, recht und gut, nach heiligen Gesetzen. Du willst auch dei⸗ ner treuen Hut das Kleinste wurdig schaͤtzen. Auf alles geht dein Augenmerk, und immer ist's dein liebstes Wert Vorsehung. Werk, zu segnen, zu beglu⸗ cken. . Wohl uns, daß du das Regiment, Gott! über alles wohl dem, ennt, dazu Ich, dein nterthan, ich 1R5 fuͤhrest! Und der den Zweck erk du uns regierest so schwacher U bäte dich in Demuth an. sieh auf nich mit Gnade! 5. Ich bin verderbt fehlervoll, bin auf dem T gendwege nicht stets so eifrig, wie ichsoll, bin oft zum G ten traͤge. Doch du bist dig, und voll Huld vergibst dem Reuenden die Schuld. Drum hoff' ich auf Verge⸗ —.388 * und U⸗ gna⸗ 6. Ich boffe/ weil h der vertritt, d h g9e 18, We cher fuͤr mich litt, erwarb mir Recht zum Leben. Sein Tod macht mich vom Zweifel frei, ob ich der Gnade faͤhig sey; auch mich hat er ver⸗ soͤhnet. 7. Herr! ewig will ich dei⸗ nen Ruhm mit Lob und Dank erheben. Dir will ich, als dein Eigenthum, mich ganz zum Dienst ergeben. Mit Lust will ich bis in den Tod nach deinem heiligen Gebot, durch deinen Beistand wan⸗ deln. In eigener Melodie. 57 Pommt, kommt, den +„K Herrn zu preisen, der groß von Rath ist, groß den Guͤtigsten der keinen sei⸗ Der Herr von That, den We nes Gleichen hat! sen 7 thut große Werke. Wer beu⸗ get seine Kra str Wer seines Armes Stäͤct die e alles Gute schafft? Er del et, gleich Gezelten, den weiten Himmel aus; er spricht, so Welten aus ihrem Nichts heraus. Er und Sonnen men; ch draͤngt das asser, wenn er spricht, in Wolken sich zusammen, und ihre Schlaͤuche reissen nicht. Er ruft den Unge⸗ wittern, das Meer wird un⸗ gestuͤmm, des Himmels Saͤu⸗ ttern, die Erde bebt Blitze üdte flann⸗ ö Er will, und? zuͤnden, daß St mend stehn. Er winkt und droht den Winden, schnell wird sein Himmel schoͤn 3. Er, er gebeut den Wel⸗ len: bis hierher! Ihm gehorchen sie. Er legt in Felsen Quellen; sie rieseln und versiegen nie Er fullet Wuͤsteneien mit seinen Wun⸗ dern an; heißt Thiere da sich freuen, wokein Mensch woh⸗ nen kann. Wer kann die Sterne führen? Wer kann, als er allein, der regieren, zerstoͤren und er⸗ neu'n? A. Herr! dein ist alle Staͤr⸗ und alle Hülfe, Gott! Das preisen deine die deiner Allmacht sich ke, ist dein. Werke, Dinge Lauf — 2—2———————— Werke sich erfreu'n. Auch wir er⸗ freu'n uns ihrer; ihr Lob sei unsre Pflicht! O Vater, o Regierer, wen haͤlt, wen schutzt sie nicht? Du lebst; du wirkst in allen; wir le⸗ ben nur in dir. Erhalter, 4 wer kann fallen? Dir, dir vertrauen wir. Mel. Von Gott will ich, oder: Zeuch ein zu deinen Thoren Tꝛott, 48 20 C Ent Wé ser er thut! dessen Handen 8 Schichs⸗ A ruht r Prufu Iszeit 4 mir schen mei⸗ mein Gluͤck und Page bestimmt von ner Tage, meine Ewie gkeit 2. Da ich noch tief ver⸗ borgen im Mutterleibe lag, wacht' über mich dem Sor⸗ gen. Ach, Vater! wie ver⸗ nag mein durftiger Ver⸗ stand das Gute zu erheben, das du in meinem Leben mir huldreich zugew andt? — Druckt mich auf nen Wegen gleich man che und Muͤh'„so fuͤhrt a zum Segen, und du ve sest sie. Du bleibest— leids⸗ voll; hilfst liebreich deinen Kindern sie tragen und ver⸗ mindern; befoͤrderst stets ihr Wohl 4. Stets hat in meinem Leben mir dieses Trostes Licht von neuem Kraft gegeben und frohe Zuversicht. Wenr mei⸗ und Wo hlthaten Gottes ich— rt war, so seufzt ich und war stille, und dein stets guter Wille entriß mich der Gefahr. 5. Dein Name sei geprie⸗ sen, der jederzeit an mir so herrlich sich erwiesen! Mein Herz und Mund soll dir, du Retter aus Gefahr! Mein schuldig Opfer bringen, von deiner Guͤte singen jetzund und immerdar. 5. Du hast mir wohl ge⸗ rathen, und lauter Guts ge⸗ than, daß deiner Iset Tha⸗ ten ich nicht aussprechen kann. Hilf, Va ater! daß ich dort verklaͤrt und ganz vollkommen, mit al d⸗ nen Frommen, dir danke fort und fort. Mel. Wer nur den lieben FTuͤrwahr, du bist, o 59 Gott! verborgen, dein Rath bleibt fuͤr uns wunderbar. Umsonst sind alle unsre Sorgen; du f test, eh die Welt noch wa fuͤr unser Wohl schon vaͤ lich. Dies sei genng min Trost fuͤr mich. 2. Dein Weg ist zwar in Finsternissen— untsern Au⸗ gen oft versteckt; doch, wenn wir erst den ang wissen, wird uns die sach' anch entdeckt, warum dein der niemals fehlt/ so dunkeln Weg gewaͤhlt. Nie si 5 die Tiesen ondeiner W — 9 Aus heit, deiner Macht; du kannst viel tausend Wege finden, wo die Vernunft sie nie ge dacht. Aus Finsterniß bringst du das Licht; dir folgen, sei stets unsre Pflicht. 4. Drum will ich mich dir überlassen mit Allem, was ich hab' und bin; und kann ich auch nicht alles fassen, so trau ich dir mit frohem Sinn. Der Ausgang macht mir endlich klar, daß stets dein Rath voll Güte war. 5. Gib, daß dieß mein Vertrauen mehre in Glück ind Unglück, Freud' und Leid; denn alles wirkt zu deiner Ehre und meiner Seele Seligkeit, und einst preis' ich vollkommen die ch, und freue deiner ewi mi Mel. arum sollt ich mich 66 0 Dei zufrieden, mein — Gemuͤthe! Gott st gut; was er thut, ist voll Lied' und Guͤte. Er nur weiß in allen Sachen, groß von Rath, wie von That, alles wohl zu machen. 2. Beides, Erd' und Him⸗ h mel, preisen seine& Nacht; Tag und Nacht müssen sie bewei⸗ sen. Sonn' und Mond, das Heer der Sterne, was sich regt und bewegt, lobt ihn nah und ferne. 3. Schau die Werke seiner Hände, Mensch und Thier melden dir seinen Ruhm ohn' Ende. Was wir noch so klei⸗ Vorsehung. nes nennen, Gras und Laub, selbst der Stauh, gibt ihn erkennen. 4. Was auf Berger und in Gruͤnden, in der Hoͤh', in der See, oder. zu fin⸗ den, ruͤhmt die Weisheit sei⸗ ner Werke; jeder Wurm, Wind und Sturm preisen seine Staͤrke. 5. Sollt' ich denn nicht ihn erheben? Wie so gar wunderbar gab er mir das Leben! Was ich hab', ist sein Geschenke, auch der Geist, der ihn preist, mit dem ich ihn denke. 6. Wie mich sein getreues Sorgen Tag und Nacht nimmt in Acht, das zeigt jeder Morgen. Ja, kein Au⸗ genblick verschwindet, der mich nicht, Gott, mein Licht! dir zum Dank verbindet. 7. Setzten mir des Kreu⸗ zes Plagen heftig zu, so halfst du, o mein Gott! sie tragen. War kaum noch Geduld vor⸗ shaßt. deine Kraft hat ge⸗ schafft, daß ich uͤberstanden. 8. Nun, mein Herz! das hat schon lange Gott gethan; denke dran, wird dir jemals bange, als wollt' er dich ganz verlassen. Es geschicht wahr⸗ lich nicht; er kann dich nicht hassen. 9. Drum ergib dich sei⸗ nem Willen, heiße gut, was er thut, er wird's auch er⸗ fuͤllen. Denn er ist in allen Sachen groß von Rath, wie von — 10 Werke und Wol von That; er, er wird's wohl machen V +* zener Melodie. AMes ist an deinem 61 egen, großer Gott, allein gelegen! du bist unser hoͤchstes Gut. Ueber al les hoch dich schaͤtzen, und auf dich Vertrauen setzen, gibt allein getrosten Muth Du, der mich bisher ernährte, manche Freude mir gewaͤhrte, bist und bleihest ewig mein. Ou, mein Schör ser und Regierer, wirst mein Helser und mein Führer durch mein ganz Leben seyn Utr ich aͤngstlich mich um Sachen, die nur Sorg und Unruh machen, nur um eitles Gluck bemuhn? Nein, ich will nach Guͤtern streben, die mir wahre Ruhe geben, und im Tode nicht entfliehn. A4. Auch die Hoffnung kann erquicken: was mir gut ist, wirst du schicken: du bist Herr der ganzen Welt. Dir will ich mich froh ergeben; Gluͤck und Ungluͤck, Tod und Le⸗ ben, alles sei dir heimgestellt. 5. Ist mein Wunsch nach deinem Willen, o so wirst du ihn erfüllen, und gewiß zu rechter Zeit Dir hab ich nichts vorzuschreiben; wie du willst; so soll es bleiben; was du willst, ist Seligkeit. 6. Soll ich hier noch län⸗ ger leben, o so wollst du Kraft mir geben, daß ich lthaten Gottet Au 9160 oͤmmigkeit bestehet, und sie mich soörgenfrei. macht Loht Gott, ihr sten 60 Gateren nus, 2 O singtihmDank, gern! VNie He⸗ ihr Christen singt ihm Vom Anfang bis zum dergang traägt uns die Huld des Herrn. Vom Menschen bis zum reicht se U im Son⸗ in, so wie im Sturm, kleinsten Wurm 6 U und Mach ist er If Heil bedacht. Nit frohgerührter See— le bringt ein Herz OU V ihm dar. Die Aehre, die vom Segen sinkt, ist sein; Gott kroͤnt das Jahr. 4. Ja, Hoͤchster! wir ver⸗ ehren dich mit kindlich fro— hem Dank; du naͤhrst uns und gibst vaͤterlich auch mehr, als Speis' und Trank 5. Fried und Gesundheit, Kraft, Gedeihn zu unsrer Haͤnde Fleiß, auch das gibst du, und dir allein gebuͤhrt dafuͤr der Preiß. 6. Laß deines Segens Ue⸗ berfluß uns nun auch nuͤtz⸗ lich seyn, und hilf uns, daß wir beim Genuß uns dessen maͤßig freun. 7. Vermehr' in uns die Zuversicht, dir ewig zu ver⸗ trau'n, bis wir dereinst in deinem Licht des Glaubens Aernte schaun. V u 00 b im wech 05 Nan ordentlich be res Zeiten al fruh un spät ergießet sich dein um/ tt, heral Noch öffnest du die mil de Hand, Herr! wie du siets gethaͤn; du segnest und du fuͤllst das Laͤnd mit deinen Guͤtern an Von deinem Himmel Hoͤchster! träuft eihmur Fruchtharkeit; die Saat geht 01 bluht und reift und saͤttigt und erfreut. . Von dir gesegnet giht der Baum, wenn einer Schat ten suͤcht, ihm unt u h laͤchelt je⸗ de Flur fließt, sich im⸗ mer gleich, der Freude Quell und die Natur ist unerschoͤpf⸗ lich reich. 6. Wem stroͤmt sie nicht, von dir erfüllt, Lust und 1170 Ut st so gut, so vaͤter⸗ Erquickung zu? Wer so treu, so mild, lich, wie du? 7 ohne dich ver⸗ und wir ver⸗ dientens auch; und dennoch leben wir in dir, beseelt durch deinen Hauch. 8. Ni icht einem mangelt ——— Huld: wem strahlet nicht dein Licht? Mit wel⸗ cher Langmuth und Geduld verschonst du unsrer nicht! Herr! gingen wir, hatet 1 roagtt oben et un hat bet schon than Wasssillgeen t1 fthun? MN Gott/, + Wein Auge sieht, 94(HGott, nach di, zon deinem Throne helf du mir; meir Heil koͤmmt nur von deiner Macht, die diese lt herve ebratht Getrost, mein Herz! Mein treuer Hirt schafft, daß mein Fuß nicht gleiten wird; der mich behntet, schlummernicht; in Finster⸗ Uebel sei wir fuͤrchterlich; n Gottes Rechte schützet mich Durch seine treue Vaterhand wird, was mir schadet, ab . Sein Schutz gewährt mir Sicherheit, sein Trost fuͤllt mich mit Freudigkeit. Er leitet mich auf ebner Bahn, und nimmt mich einst Heil: D ein mich! Du bist mein ich hoff' auf dich. Segen folg? aus dieser Zeit hinüber mir zur Ewigkeit! Mel. Gott Vater an Erbarmen + 6³ 20 deine weise 565 acht erhaͤlt die ganze leben Dole Melt, und aller Augen freuen sich, und wärten **.——— — 3————————— .L er—— TDĩf‚.Et..‚——————.— Werke und Wohlthaten Gottes warten hoffnungsvoll auf Erde zeugt und naͤhrt, gleicht be dich, + dich, der du sie mir eit und an Werth 0 n alle Ut, und allen ihre on dir der das an At Speis. gib mir gethas werd ich auch U. ODu( est deine Hand + Trank empfab'n 6 so flient berab was jede bem der dich mit u nöthig ist; mit WMohlgefallen übst du u saͤttigtse dein Aufsehn, und sie ohne f aͤt; u leht verfäumt sie nie Nie find 1 nücht zu dir ge; H Ge pfe de CR Hand dir währtest denne mir unwerih oder unbekannt vaß du mich nur genng⸗ luch mi ihst du, sam sey und deiner 4 1 N mein bir und noch erfreun mehr I M t Wmein ih en Weil ey„ o sreund⸗ ( WryS 1 negen der im üdl 10 nH ens* ehe bin, blsahrt Dn mMmid der miih 6 zsal udem 6 mit Kindheit wie preis' uich iute as st sch r Gute won ch warest N * sch bört bett du ein seh' emuͤthe nuir lehrte I Vorsehung 4³ geben seyn? Sollt' ich zagen, wenn mir Leiden widerfahren oder dräun Lein, o Herr! dich laß ich w en, du, du wirst mich uüfrecht balten Sende Wonne, send chmerz, mimim von dir mein Herz öhln mich e bdie besten Lreu ehlt auch andre Kreude min wͤren Viel anch meine FNeinde dennoch bleih ich stets an dir, dennoch will ich niht ver⸗ zagen NII giel von meinen 4 die behre Zukunft Herzen dir en, auf schaun, und von vertraun Nesser noch selhst — —— 34 Werke und W bei aller Muͤh', der groͤßte Weise niemals sie. 2. Du bildetest im Stu⸗ lrben d—— deiner zu er⸗ freuen, durch Ordnung und Dne Hang der lange Reihen; vom Menschen bis zum Thier und Baum ist nirgends leerer Zwischen⸗ raum. 3. Auch Engel, Gei zerblick kein schwaches Licht begrenzet, und denen hohes Him melsgluͤck im rei⸗ chen Maaße glaͤnzet, schufst du, o Gott, Unendlicher; der Wesen Vater und ihr Herr! Fern von dem Hang zur Sinnlichkeit, die uns so oft entehret, vom Blendwerk jedes Wahns befreit, der die Vernunft bethoͤret, voll Kraft zu jeder guten That, betre⸗ ten sie der Tugend Pfad. 5 und voll We esen deren 5. Voll Eifer Thäͤtigkeit sucht jeder deinen Willen, und was dein hoher Wink gebeut, gehorsam zu erfüllen, und preist in lauten Jubeln gern dich, seinen Vater, seinen Herrn! 6 Auch Menschenglück und Menschenheil vermehret ihre Freuden, froh nimmt an ih⸗ nen jeder Theil, er wird sie nie beueiden; wird, wenn der Suünder Reue weint, und Tugend liebt, des Sunders Freund. 7. Gott, laß mich, dei⸗ nen Engeln gleich, mit reinen, * ohlthaten Gottes. — frommen Trieben, wie sie, an Tugendfrüchten reich, dich, und die Brüder lieben, so werd ich einst ganz engel⸗ rein mich deiner, o mein Vater, freun. Mel. Vom Himmel kam 68 j; N* aͤhlt, Unend⸗ licher, die Reih'n der Wesen/ die sich deiner freu'n, hinauf zu dir, als Vater sehn, aus allen Wel⸗ ten zu dir flehn? 2. Unzaͤhlbar ist der See⸗ len Schaar, die einst an ub gefesselt war, nun losgewunden, diese Welt nicht mehr in ihren ken haͤlt. 3. Unzahlbar ist der See⸗ len Schaar, die unbegreif⸗ lich wunderbar du noch zur Erde senden wirst, und durch —45— od zum Leben fuͤhrst Auf diesem Erdball nicht alein sind Wesen, die sich deiner freun, hinauf zu dir als Vater sehn, dir jauch⸗ zen, betend dich erhoͤhn. 5. Ein ungezähltes Gei⸗ sterheer riefst du ins Leben, Gütigster! dein Reich ist unermeßlich groß, ist, Aller⸗ hoͤchster! grenzenlos. 6. Wann einst auf deinen Wink mein Geist sich seinen Fesseln auch entreiht, misch ich in eure selgen Reih'n mich, Mitanbeter Gottes, ein. 7. Entzückt vernimmt mein schaͤrfres Ohr das hoͤh're bied IN Schran⸗ im Geisterchor, und meine Seele strebt und ringt euch nach, wann sie dem Vater singt. 8. Dem Vater, dessen All⸗ machtsruf auch sie mit euch verschwist ert schuf, nur mei⸗ ner Hͤlle hier ein Grab, Un⸗ sterblichkeit dem Geiste gab. Mel. Alle Menschen müssen 69 Manun wir unsern H9. Lauf vollenden, wann wir unsre Seele nun uͤbergeben deinen Handen, bald in deinem Schooße ruhn: eilen wir aus allen Leiden hin zu deiner Engel Freuden/ ewig, Gott, bei dir zu seyn, owig deiner uns 3 u freun Wir, zu( den ange non ͤ 1i, Vater, voll Vertrau'n, auch wie sie, mit allen Frommen dei⸗ ne Herrlichkeit zu schaun. Gleiche Hoheit wird uns schmuͤcken, gleiche Wonn' uns dann entzuͤcken: wir, erhoben in dein Reich, wer⸗ den deinen Engeln gleich. 3. Dieses Heiles der Er⸗ loͤsten, dieser Wonne, dich zu sehn, duͤrfen wir im Tod uns troͤsten, wenn wir deine Wege gehn; wenn wir rin⸗ gen, schon auf Erden deinen Engeln gleich zu werden, standhaft in der Heiligkeit, dir zu dienen stets bereit. 4. Wenn wir vor Begier⸗ de breunen, und, den Engeln gleich, uns freun, immer ihr, Se schon auf Vollkommenheit immer aͤhn⸗ licher zu einst an Seligkeit! nicht in eitlen Traͤumen die⸗ ses lehr uns einst, sehn. Der Mensch. 45 mehr dich zu erkennen, im⸗ mer he wir hülfreich gern mit ihnen Dianen iliger zu seyn; wenn Bruͤdern allen Ei⸗ schwaͤch ern dienen, wenn o hnꝰ gennut wir ihr Beistand sind, chutz. ch ein Heil, Gott, Erden Engeln an aͤhnlich Laß uns werden, Heil versaͤumen; deine Wege gehn dich auch zu große wie sie, Seine Wuͤr⸗ de und Vorzuͤge. nu lieben Gott Nein bin ich, Gott! Dein ist mein Le⸗ ben! Erfreulich ist mein Ur sprung mir! Du' hast das Daseyn mir gegeben; mein ganzes Wesen kommt von dir. Du, Vater, riefst mich aus dem Nichts zum frohen Anschaun deines Lichts. Du gab st mir die ver⸗ nünft'ge Seele, die nur so lang den Leib belebt, bis sie, daß ihr kein Wohlseyn fehle, dein Ruf zum hoͤhern Geist erhebt. Du gabst Verstand und Willen mir, Vernunft und Freiheit dank ich dir. 3. Wenn ich auf meinen Koͤrper sehe, den du so kunst⸗ voll ausgeschmückt: so wird o Vater in der Hoͤhe, mein Herz S des Herz — nur fuͤr Seelen, die Gott, N* · — 3*:* 46 Herz von Freude ganz ent⸗ zuckt. Ein jeder Sinn, ein jedes Glied erweckt zum Prei⸗ se mein Gemuͤth. I. Ich bin nicht werth der großen Guͤte, die du, mein Gott, an mir gethan; voll Ruͤhrung preist dich mein Gemuͤthe, und baͤtet dich in Demuth an. Dir will ich und Leben weihn, und stets ein Freund der Tugend seyn. lieben Mel. Wer nur den 16 Fs werde Gott von 7 dir erhoben, du seines Odems Hauch, mein Geist! Sollt ich nicht meinen Vater loben, den jedes sei⸗ ner Werke preist; ihn, der mich schuf, sein Bild zu seyn und seiner Liebe mich zu freun? 2. Schoͤn ist der sonnen⸗ reiche Himmel, den er zu sei⸗ nem Stuhle waͤhlt; doch ist der sonnenreiche Himmel gedankenlos und unbeseelt: mir nur, dem Throne seiner Hand gab er Gefuͤhl, gab er Ver stand. 3. Anmuthig, praͤchtig zum Entzücken ist seine ganze Koͤr⸗ verwelt. Wer zaͤhlt die Reize, die sie schmuͤcken? Was ich nur seben kann, gefaͤllt; und dennoch kann sie nicht, wie schoͤn, wie wundervoll sie sey, verstehn. 4. Fuͤr Eugel nur, und Werke und Wohlthaten Gottes. zu ihrer Würd' erhob, sind sie so herrlich; sie erzaͤhlen nur Geisern meines Schoͤp⸗ fers Lob. O Seele, jauchze, daß der Ruf der Allmacht dich zum Geiste schuf. 5. Ich, Gott! kann den⸗ ken; ich gewinne, weil ich zu einem Geise ward, durch die Empfindung meiner Sin⸗ zanken tausendfacher Art. Auch strebt ich, alle Gott zu weihn; wie selig koͤnnt ich hier schon seyn! 6. Ich kann sie sammeln, sie verbinden, sie trennen; wie es mir gefaͤllt, die Welt empfinden, mich empfinden, mich unterscheiden von der Welt. Zu tausend Thaten hab ich Kraft; die gibt mir Gott, der alles schafft. 7. Wie feurig duͤrstet mei⸗ ne Seele nach Gluͤck und Lust und Nur, daß ich oft betrogen waͤhle, was ne, G — 14 777 Seligkett mich nach dem Genusse reut. Doch das ist, Vater, meine Schuld: du schaffest, was du schaffst, aus Huld. 8. Begabt mit wundervol⸗ len Sinnen, mit Freyheit, mit Vernunft von dir, sollt' ich nur dich, Gott, liebge⸗ winnen, dich nur, und was gebraͤche mir? Ach moͤchte meine Seele dein, mit allen ihren Kraͤften seyn! 9. Gott, meine Lust sei, dich zu kennen, dich, Urquell der Vollkommenheit; von deiner Liebe ganz zu brennen, das * das sei mir Ruhm, und Se⸗ ligkeit! Nimmst du zum Er⸗ ben, Gott, mich an; hab' ich nur dich, was fehlt mir dann? ö 10. Es werde Gott von dir erhoben, du, seines Odems Hauch, mein Geist! Sollt' ich nicht meinen Vater loben, den jedes seiner preistꝰ Ihn, der mich schuf, sein Bild zu seyn, zu lieben ihn, mich ihm zu weihn. Rerke Werke Mel. Es ist das Heil uns 70 Hir, Gott, sei Preis 7.2 D und Dank ge⸗ bracht! Dich rühme Harf' und Psalteri Ich bin ein Wunder deiner Macht, mein Schoͤpfer und Erhalter! Mein ganze ve erbe von dir, ein Sinn und Nerv an mir beweiset deine Groͤße. 2. Haupt, Aug, und Ohr, Herz, Mund und Hand, die ich zu dir erhebe; die Haut, so kuͤnstlich ausgespannt, der Adern fein Gewebe und alle Glieder sagen mir: ich sei, o Gott, ein Werk von dir, und deiner Weisheit Spiegel. . O hättest du mein Au⸗ ge nicht so künstlich zuberei⸗ tet, was nutzte mir der Son⸗ ne Licht, der Glanz, den sie verbreitet? Dann saͤh ich nicht, mit welcher Pracht du, Herr, durch deine weise Macht die ganze Schöpfung schmücktest. 4. Ich jauchze, daß ich se⸗ jeder Vorsehung. 47 hen kann und hoͤren und empfinden; froh baͤt ich mei⸗ nen Schoͤpfer an; ihn uͤber⸗ all zu finden, in allen Wer⸗ ken, die er schuf, das ist mein seligster Beruf, mein Lobgesang und Opfer. 5. Wer leitet meines Blu⸗ tes Lauf? Wer lenkt des Herzens Schläae? Wer regt die Lung' und schwellt sie auf, damit ich athmen moͤge; Gott ist es, der dieß alles thut. Preis, Schoͤpfer, dir! Dir waͤllt mein Blut, mein Herz schlaͤgt dir, o Schoͤpfer! 6. Ja, dir sei Lob und Dank gebracht! Dich ruh⸗ me Harf' und Psalter! Ich bin ein Wunder deiner Macht, mein Schoͤpfer und Erhal⸗ ter! Gib, daß ich nie mich selbst entweih'ꝰ, auf daß mein Herz ein Tempel sei, in wel⸗ chem dein Geist wohnet. Mein erst Geschäft sei 7 2 X welch ein Gluck, 2 ein Mensch zu seyn! Wer kann genug es preisen? Laß des Berufs, ein Mensch zu seyn, Gott, wuͤrdig mich erweisen! 2. Den Leib, die Sinne dank' ich dir; du gabst mir auch die Seele, Verstand, Vernunft, Gefühl mit ihr, durch die ich denk und waͤhle. 3. Mich allen Wesen vor⸗ zuziehn, die auf der Erde leben, hast du auch Freiheit mir Mel. * —— RSRRRIAIAII..e — G. N. N — SSS —**.N.—* 43 Werke und mir verliehn, Gewissen mir ge 4. 85 Der Mensch nur ist's, ter reden kann, sonst kein Geschoͤpf auf Erden; der Mensch nur ruft dich, Schoͤp⸗ fer, an, kann andrer Lehrer 27⁴ 5. Ihn schufst n zur Ge⸗ in Herz selligkei t, gabst ihn Her Nit gefuͤh voll Triebe z um fur Freud und Leid, zu Freur dschaft und zur Liebe 6. Und dieser Gaben Fuͤl le schafft mir unzäͤhl Freuden; gibt mir zu edlen Thaten Kraft und Ruh' 1 Trost im Leiden. Dich, meinen Gott er⸗ N kenn' ich hier in jedem deiner Werke. Du bist, dieß find' ich selbst an mir, voll Weis⸗ heit, Guͤt' und Staͤrke. 8. Ich hoͤre deinen heil'⸗ gen Ruf; die Tugend ist dein Wille! Du, dessen Gute mich erschuf, gieb, daß ich ihn erfuͤlle! 9. Ich bin ein Mensch und darf vor dich getrost und freudig treten; ich darf, du hoͤrest liebreich mich, dich preisen, zu dir beten. 10. Heil mir! o Heil der Zuversicht, die ich im Staube habe: ich bin unsterblich! Gott, dein Licht erhellt die Nacht a am G rabe! 11. O welch' ein Glüͤck, ein Mensch zu seyn! Ich will es dankhar preisen, und des Berufs, ein Mensch zu Wohlthaten Sottes. seyn, mich wuͤrdig stets er⸗ weiser Bestimmung de Iuyv +-TIARN. zur Gottähnlie es Menschen bkeit. Mel Nun danket alle Gott llmäͤchtig großer Gott, wer kann dich g'nug erheben? Du z gabst der ganzen Welt Bewe⸗ gung, Kraft und Leben. Was Geist und Koͤrper heißt, was Erd und Himmel hegt, hat deine Huld gebaut noch alles traͤgt. Du schufst, ich dank' es dlie jetzt dir, auch mich zu deiner Ehre; und wolltest, Güutig⸗ ster! daß ich de lduiß wäre. Darum hast du den Geist, der in mir lebt und denkt, mir zur Unsterblichkeit aus deiner Huld geschenkt 3. O welch' ein großer Zweck, dazu du Gott, mich schufest! Wie herrlich ist das Theil, dazu du rufest! Dir, Höͤchster, aͤhnlich seyn, vollkommen seyn, wie du! O wohl mir, wenn ich's bin! Hilf du mir selbst dazu. 1. Laß mir dies gröoße Ziel doch stets vor Augen Ichve⸗ ben; mein allerstär kster Wunsch, mein eifrigstes Be⸗ streben in allem meinem Thun sei dieß, o Gott, allein, daß ich auch, so wie du, gesinnet moͤge seyn. 5. Du bist der Freund; laß mich auch Wahr⸗ heit lieben, und mit stets mun⸗ Mahrheit 49 munterm Fleiß in allem Du schufst mich, dein zu seyn, dem mich uben, was mich mein ganzes Leben dir zum zur Weisheit fuͤhrt, zur Weis⸗ Ruhm, und deinem Dienst heit, die dich ehrt, und Al⸗ zu weihn lem Beifall gibt, was du 2. Du gabst mir den ver⸗ 18 ünft'gen Geist, bewundernd gele hrt. deine He mich stets zum Muster men Hilf mir die S flieh'n, des Fleisches Luste 2 aͤhmen, nur das, was recht kündigt ist, thun, des Guten mich er⸗ wie dich, Herr! oͤpfung preist, mit zu erhoͤhn as um mich ist, ver⸗ mir, Gott! deine zu ihrem Preise iligkeit neh⸗ * dick Herrlichkeit; freu'n, und dem, der's uͤben reizt mich hier selbst jede will, auch gern behuͤlflich seyn. Jah re dt 7. Gib, daß ich so, wie nd ich, ich sollte fuͤhl⸗ du, ein 29— der Men⸗ los seyn? O0 ruͤhmte dich, schen werde, dem Wohlthun Herr, nicht? Ein Herold dei⸗ Freude macht/ der Kummer nes Ruhms zu seyn, bleibt und Beschwerde dem Naͤch⸗ meine groͤßte Pfiche. sten gern hellure⸗ sein Leben O mache dieser Pflicht ihm v U 10 treu Herr 3 als ist. ich soll. Mein Herz, mein ich weit ent⸗- Mur nd, mein Wan del sei stets deiner Ehre voll! 6, Wer dich verehrt, haͤlt dein Gebot, ihm ist's nicht Last, nicht Pein. Drum gib fernt, o Gott, von diesem Ziele; du weißt, was mir noch fehlt, und ich, ich sel⸗ ber fuͤhle, wie wenig ich dir noch im Guten aͤhnlich bin. auch mir die Kraft, o Gott! O bilde du mich ganz nach geh orsam dir zu seyn. dir und deinem Sinn Was du gebeutst, ist 9. Begluͤckt ist nur alsdann für uns gut; du willst nur mein Le bensl auf auf Erden, unser Heil. Wohl dem, der wann ich dir immer mehr deinen Willen thut! Du bist schon hier kann aͤhnlich wer⸗ sein Trost und Theil. den. Dann werd' ich ewig 8. Er wandelt hier auf auch mit dir vereinigt seyn, ebner Bahn, und selbst in und mich ohn Unterlaß, Traurigkeit schmeckt er, dir, Gott! deiner Güͤte freun. Höͤchster! zugethan, in dir Zufrie denhei Mo ein Göt 84 5*2 Nel. Mein Gott das Herz ich 9. Nach bier vollbrachter 2 o Gott, Pruͤ fungszeit nimmt ihn der Himmel ein. Herr! laß nach D die⸗ hum. ein Eigent ———— 0 Werke und Wohlthaten Gottes dieser eligkeit mein ganz Bestreben seyn. Schon ist der Tag von 7 Herr: lehre mich, den wahren Werth des Menschen rief empfinden, und allem dem, was mich entehrt, voll Abscheu mich entwinden! Nie komm es mir aus meinem Sinn was ich, als Mensch vermag und bin durch deine weise Güte 2. Ich, ich bin mehr, als Fleisch und Bein. Du h test, Gott, aus Lie mir auch die rege Seeleein, und gabst ihr Kraft und Triebe, mehr als was diese Sinne ruhrt, und nur zu Sennen⸗ freuden fuͤhrt, zu fuͤhlen und 3 fa en. 3 Gott, diesen Vorzug gab du mir vor so viel Millionen, die auch beseelt, genaͤhrt von dir, auf deiner Erde hnen. Was ihnen fehlt, mir hin, Vernunft un Freiheit und den Sinn für Wahrheit, Weisheit, Tugend . Du schufst mich z ur Ge⸗ selligkeit und fuͤr der Freund⸗ schaft Freuden, gabst mei⸗ nem Herzen Füuhlbarkeit fuͤr Andrer Glück und Leiden, und setztest auch mich in den Stand, das, was ich dachte und empfand, in Worten auszudrücken. 5. Ich kann mich selbst und deine Welt und dich er⸗ kennen lernen; ich kann von dem, was dir m ßfaͤllt, mich ohne Zwang entfernen. Und wer, wer zeigt die Grenzen an, wo ich nicht weiter stre⸗ ben kann nach Licht und Herzeusgute? 6. In stiller Andacht kann mein Geist sich bis zn dir erheben, und dir, den Erd' und Himmel preist, auch Preis und Ehre geben. Ich kann mich deiner Liebe freun, dir folgen, dir ergeben seyn und deiner Vorsicht trauen. Nicht blos für diese kur⸗ ze Zeit riefst du mich in dies Leben. Zum Vollgenuß der Seligkeit soll einst die Seele schweben. Und wird auch einst mein Leib zu Staub, er bleibt doch nicht des Gra⸗ bes Raub; du, Herr! wirst ihn verklaͤren Vom Himme t, ge⸗ sandt von dir, dein Sohn zu uns auf Erden; er kam und ward ein Mensch, wie wir, um Heiland uns zu werden. Wie hoch sind wir durch ihn geehrt! wie ernst⸗ lich durch ihn selbst belehrt, der Menschheit Werth zu schäͤtzen! 9. Und ich, ich sollte mich entweihn, und gleich den Thieren handeln, der Flei⸗ scheslust ergeben seyn, und, Herr, vor dir nicht wandeln? Fern sei ein solcher Sinn vou mir mir! Bewahre mich, daß ich mich hier so frevelhaft nicht schaͤnde! 10½ Gib, daß ich jetzt, und allezeit auf mein Gewissen achte, nach Weisheit und Gerechtigkeit mit allem Eifer trachte, dich liebe und mich deiner freu', und so des Vorzugs wuͤrdig sei, den du mir hast verliehen. Mel. Es ist das Heil uns 7+. Mioe wichtig ist doch der Beruf, den uns der Herr gegeben! Gott! als uns deine Liebe schuf, da schuf sie uns zum Leben zum Leben, welches en währt, das u uns ö rist unser Va⸗ in bei dir, dort der Ort, wo das Gluͤck uns aufgehoben, das nie ein trau⸗ rig Ende nimmt. Hier wir nur von dir bestimmt, uns dazu anzuschicken. 3. O laß mir doch dies große Ziel durch nichts ver⸗ ruͤcket werden, was hilfts, wenn ich auch noch so viel vor Gutern dieser Erden, von Ehre, Geld und Lust ge⸗ winn', wenn ich dabei nicht tuͤchtig bin, dein Himmel reich zu erben? 4. Dein Pilgrim bin ich Ja nur hier: laß' mich nie vergessen; nur wenig Ta⸗ terland; alle dies hung ge hast du mir zur Wallfahrt zugemessen. Schnell, wie ein Traum, sind sie vollbracht, und dann wird dieser Erde Pracht uf ewig' mir vergehen. Gheie müch Himmels Herrlichkeit mich stets vor Augen ha ib en. La ß' m ch„Iin meiner Prüfungszeit, um jene beßre Gaben, die mir im Tode nicht entfliehn, am ersten und mit Ernst bemuͤhn, damit ich nicht einst darbe. 6. Ein Herz, das dich, o Vater, liebt, und deines Sohns sich freuet, das in dem Glauben Tugend ubt, und acher vor Sünden scheuet ein ches Herz„— wird ewig deiner Guͤte freun, und einst dein Antlitz schauen. Und solch ein Herz das wollst du mir Gott, aus Er⸗ barmen geben, damit ich moͤge auch schon hier nach den Gesetzen leben, die selbst im Himmel guͤltig sind, bis ich, als dein bewaͤhrtes Kind, zu deiner Freude gehe. Die Erloͤsung von Suͤnden durch Christum Von der Süunde. Mel. Auf meinen lieben Gott 7 8 D;„der kein Boͤses 0 thut, du schufst den Menschen gut; du gabst ihm Licht und Kraäͤfte zum seligen Geschäfte, in Heilig⸗ keit zu wandeln, und recht vor dir zu handeln. * ‚ ι rke und Wohlthaten Gottes 2. Wo ist der den Ei⸗ Ruh m? Ach, wir, dein E genthum, wie tief sind wir gefallen, wo ist jetzt unter allen ein Mensch ganz rein von Sünden vor dir, o Gott, zu finden? 3. Hier ist kein Unterschied. Dein Auge, Hoͤchster, sieht auf alle Menschenkinder, und sieht sie alle Suͤnder. Vor dir, o Herr, ist keiner ganz schuldlos, auch nich 4. Verderbt ist unser die Weisheit ist Diri · inn; dahin, die uns regieren sollte, nur, was dein Wille wollte, mit freudenvollen Trieben zu waͤhlen und zu lieben. 5. Der Sinne Lust und Schmerz ruͤhrt leider! unser Herz mehr, als die hoͤhern Freuden mehr als die groͤßern Leiden, die wir auf Ewigkeiten selbst unserm Geist bereiten. 6. Dir folgen, duͤnkt uns Zwang; des Herzens boͤser Hang reißt uns mit starkem Triebe zu schuoͤder Suͤnden⸗ liebe: und wer vermags zu zaͤhlen, wie oft wir vor dir fehlen? 7. O Herr, gib uns dein Licht, daß wir, was uns ge⸗ bricht, beschaͤmt vor dir be⸗ kennen, und stets von Ernst entbrennen, der Sünde zu entsagen, der Beßrung nach⸗ zujagen. 8. Wohl dem, der sie ge⸗ winnt! Gott, so verderbt v. willst du doch ind neue Kraft urch Christum en von Sun⸗ erden. aß durch Schuld uns deine Va nicht freventlich Erwecke unsre Herzen, dir nicht zu widerstreben, da⸗ mit wir ewig leben wir sind, so unsre Uerh U d verscherzen! M Schon Tag von 6 70 Gein Mensch, o Gott! 9 R ist sündenfrei: wer duͤrfte sich erheben? Was hilft uns Trug und Heuche⸗ lei? Du kennest Herz und Leben. Umsonst, umsonst verbergen wir selbst die ge⸗ heimsten Triebe dir; dein Blick durchschauet Alles. 2. Du weist, wies oft wir evelhaft uns boͤser Thaten enuen, und unsers Geistes le Kraft Sunden⸗ die ste we hen elt und fr fr ed dem Berelzt von Sinnlichkeit, ver⸗ herzen wir oft unsre Zeit, nd unsers Herzens Ruhe. 3. Wir sollten stets auf dein Gebot mit frommer Seele merken: wir koͤnnens auch; denn du, o Gott! willst gern die Schwachen staͤrken. Und dennoch un⸗ terdrücken wir so oft die Ehrfurcht, Herr! vor dir, und folgen unsern Lüsten. 4. Wie leicht enkwoͤhnt sich unser Herz, im Gluͤck auf dich zu schauen! Wie balz vere ssen wir im Schmerz, dir 1 zu vertrauen! Wie tolz und Neid U 1 aͤcht 7 greizer en zur Unzufriedenheit mit deiner freien Guͤte! Du hast mit Menschen uns vereint, die dir, Gott! ehöͤren; wir sollen aller 0 uns oft Bosheit feind, auch ihre Freuden mehren. Doch wer ist immer liebevoll? sorgt Naͤchsten, wie er soll? ie er koͤm fuͤr den r hilft so, w me? 6. Oft wirkt auch unsers Beispiels Macht, daß An⸗ wir fehlen. Sie auf uns; die Lust er⸗ wacht, das Boͤse zu erwaͤh⸗ len. Gleich uns, verschmaͤhn sie de ine Huld, und ihr Ver dre, wie bn sehn ben, ihre S er Gott! hier stehen wir verklagt von un⸗ Sünden Vor dir, iliger! vor dir ist kei⸗ ner rein zu finden. Wie kuͤmmert unsre Seele sich! Wir alle fehlen wider dich! Erbarm dich unser aller! Me e Menschen müssen sterben 306 05 ater! heilig moͤcht' 2 ich leben 7 Recht⸗ 11 W meine Lust; aber Luͤste widerstreben dem Ge⸗ setz in meiner Brust„und der Sündentrieb im Herzen ist noch oft mir Quell von Schmerzen. Mich beschwert der Suͤnden ich Richt will, was ich doch. Joch; thu Erloͤsung 2. Sieh' um Kraft mich Schwachen baͤten; meinem Vorsatz trau ich nicht. Lok⸗ kende Begierden treten zwi⸗ schen mich und meine Pflicht. Selbst den heilgen Andaͤchts⸗ stunden, wo, der niedern Welt entschwunden, ich von dir und Tugend sprach, folg⸗ ten Sundentage nach. 3. O wie oft hab ich ge⸗ weinet, schmerzlich meinen Fall bereut, glaͤubig mich mit dir vereinet, und mich deiner Huld gefreut! Gnaͤ⸗ dig sahst du zu mir nieder, aber bald vergaß ich wieder meine Pflicht und, Vater! dich, und die Welt besiegte 1. Du allein, du kannst mich retten, wo mich Suͤnd' und hn zerstreut; mach' mich ledig von den Ket⸗ ten trügerischer Sinnlichkeit! Tilg“ die Quelle meiner Schmerzen, die Begier aus meinem Herzen! Tief im Staube bitt ich dich: leite selbst zur Tugend mich! 5. Sieh, mich duͤrstet nach dem Guten. Früh' und spaͤt ruf' ich zu dir: Jaß' wein Herz nicht laͤnger bluten! deinen G Hilf die boͤ zeist verleihe mir! se Lust bezwingen, und nach deinem Beifall ringen! Staͤrke mich mit hoher K raft, das zu thun, was Segen scha* afft! Jas du hoͤrst mein kind⸗ Du erquickst lich Flehen! Du mein nein Herz mit 14 Leben werd ich, nicht 1„gehen; 3 meine Staͤrke, E ott; bist du, Ueberwinden, 1 177**— 4 werd' ich durch dich alle Suͤn⸗ den. Meine Überwinden Seele, Endlich werd' ich fromm und gut. —0 + HN 11 Ein 01 liebt, wie leicht faͤllt der in alle! Wer Ein Gesetz entweiht, entheiligt in dem Falle die andern auch zugleich in seinem Herz und schwächt die aft sich, die sonst furs stritt 2. Ein Fehltritt kann den Grund zu hündert andern legen und gibt nicht selter uns das schrecklichste Vermoͤ⸗ gen, dann dreist und ohne Furcht vor des Gewissens Pein, auch jede andre Pflicht itzlich zu entweih'n. Wie oft versucht der Mens.* aus Furck id Schrecken durch eine zweite Schuld die erste zu bedecken! So fuͤhrt zur Lasterbahn ein einz'ger Feh ler hin; und wo die Tugend weicht, muß auch die Ruhe fliehn. 1. So sei es mir denn Pflicht, der kleinsten Schuld zu wehren, und jede Tugend stets mit Eifer zu verehren. Kein Febltr tt sche ne mir un ud klein; 5 dies aus Scham, keil Vergehen koͤnnte leicht der Grund Sünden seyn. 5. Durch Tu + id steigen wir zum goͤttlichen Geschlech⸗ ohne Tugend sind selbst Koͤnige nur Knechte. Sie, sie nur macht uns erst des Lebens Anmuth schoͤn, kann luns erh 6. Im letzten Ue von Lichtge über Zeit und Augenblick, uns gehen, ialt zu rer zen Hell 141** 1 vird durch sie der lick auf 177 RHN aufne Bahn, und treten wir die neue + 1 x Tugend wird in's Reich der ew gen Herrlich⸗ keiten den Geist, der sie ge⸗ liebt, vor Gottes Thron be⸗ gleiten. Und wie? mir Sterblichen waͤr' dieses Gluͤck zu klein, um strenge gegen mich und tugendhaft zu seyn? 30Huünde Rel. Herr ick be mißgehandelt ist nie klein 02— zu schaͤtzen. Nennt doch bringt Schuld. Denn sie wider spricht Gesetzen, die Weisheit und voll Huld uns der Heilige gegeben, um durch sie begluͤckt zu leben. Sein Gesetz ist gut und wie sein Wille selbst Mensch befolg' es, daß du seiner Ewig muß Gott sie klein, weise, es ist. und beweise, 1 7 nicht vergißt! 11 se 97 Gott Suͤnde hassen, ungesträft ne kann nie lassen. 3. Aber gibt es nicht selbst Dinge, die der Sunden Schuld erbohn? O die Schuld ist nicht geringe, wenn wir sein Gesetz ver ehn, es als wuhrhaft gut zwar schaͤtzen, doch aus Leichtsinn oft verletzen. 4. und gen wir berlegung wider des Gewis⸗ sens Spruch; achten nicht des Herzens Regung, nicht des innern Richters Flu so ist das, was wir voll⸗ brachten, schon für groͤßre Schuld zu achten 5. Hat dich Gott hervor⸗ gezogen und mit Wohlthun mit Ue ch uͤberhäuft, und du d der so mehrt Undank deine Sünden, wichtiger wird Gott sie fin⸗ den. 6. Fuͤhlest du in dir schon Kraͤfte, Lieblingssünden zu entfliehn, und eiltest doch zu dem Geschaͤfte, welchem Gott dich wollt' entziehn; wirst, gestaͤrkt durch ihn nicht bes⸗ ser: so wird deine Schuld noch groͤßer. 7. Wenn dich nichts von außen reizet, und nur inn re böse Lust blos nach solchen Dingen geizet, deren Unrecht dir bewußt; o! so ist dann dein Vergehn größer, als sonst, anzusehen. z. Machen ganz besondre Dinge gutes Beispiel dir zur Pflicht, und du schatzest sie aber besserst zeringe, Argerst, nicht: groͤßer wird dann dein Verbrechen, und der Richter wird es rächen. Doch wer kann das Ules zaͤhten, was Trotz, Wahn, Unbesonnen beit olz, Heuchelei sich waͤh⸗ len, das der Thaten Sünd⸗ lichkeit vor dem Richter nur vermehret, weil es sein Ge⸗ setz entehret! 10. Gott! laß mich dies wohl hedenten, und entfernt von Sicherheit, meines Lebens Gang so lenken, daß ich mit Behntsamkeit das nur thu', ühret, der den 11 aß mir niemals eine Suͤnde klein und unbedeu⸗ tend seyn! Vater, floͤße dei⸗ nem Kinde Redlichkeit und Kraͤfte ein, folgsam dem Gesetz zu leben, und nach Tugend nur zu streben. Mel. Alle M en müssen sterben 8 3 Grroß en Lerbab⸗ ne zesen, das, voll segnender Begier, Men⸗ schen sich zum Diens erlesen; ach, was ist der Mensch vor dir? Wenn ich deine Groͤß' erwage, und was ich bin, wie niedrig und ich mir nicht überlege: o, wie klein muß selber seyn? 2. Ach, es berrscht der Trieb zur Suͤnde maͤchtig oft in .=“ —4—*8388— 25 — III.I2 440 — SSFPFPPPTTtttIItee ————— —. ** .— Ree 2 — —— „ und macht Kinde, das ht. Ach, und Schrel Fehler, tausend tausend Flecken, und in der ver derbten Brust regt sich oͤfters boͤse Lust. 3. Was ich Gutes n mir habe, ist von deiner Vater⸗ hand. O! wie manche Gabe, hast du, Herr, mir zugewa ndt! Si In denpfad schonend deine Gnade. mest du zurück, was dein ach; was wuͤrd' mir übri seyn? gute Selber auf dem mich Naͤh—⸗ tragt die Menge deine t nur meinen Un⸗ dank an, weil ich sie oft ganz vergraben, oder damit groß⸗ 9 n; oft voll Leichtsinn si⸗ erschwendet, und zu Suͤ wendet O wie haͤuft sich meine Schuld ur Verachtung deiner Hul 5. Sieh, hier lieg ich in dem Staube tief vor dir, mein Gott, gebuͤckt doch de mein nuthsvoller Glaube, der auf meinen Heiland bli hofft auf deine Vatergüten, und mein tief beschaͤmt Ge⸗ müthe, das den Muth fast ganz verlor, hebt sich noch zu dir empor. 6. Ja, die Wunder dei⸗ ner Liebe ziehen ganz mein zu dir. Ach, erhalt die Triebe treuer Danul⸗ — + WafstRatet(Bnttes W' hithaten Solttes. bärkeit in * U dir mich, dein zu deines 7. Meine Kraͤfte meine 1 Hlieder sind zu deinem Dienst bereit. Herr! ich falle vor dir nieder, voller Ehrerbie⸗ tigkeit. Was du willst, zu thun und leiden, dies gelob ich dir mit Freuden. Gott und Herr der nzen Welt, thu' mit mir, was dir ge⸗ faͤllt! Folgen der Suͤnde. 18 eine Zuversicht W el. 2 wie ist 0 D Berr, ain zoch! o wie leicht dein guter Wille! Oft gedenkt die Seele noch jener Ruhe, jener Stille, die in reinen Herzen wohnt und den Fleiß der T 2. Aber, ack flohn, des Gen Friede; dann Que der Suͤnde Lohn, und ih Dienst Wacht krank und muͤde. Keine wahre Fr eude bluͤht, wo des Herzens Unschuld fliel t. 3. Druͤckend ist des Lasters Joch, schwer der Suͤnden harte Bande; d ihr Sklave aͤhlt sie doch, taumelt an des Abgrunds Rande, dünkt sich gluͤcklich, g und frei +7 werei: . gest de Frust weilet keine Freu lange n der un Erl Unmuth folgt auf Sündenlust; angstvoll bebt fein Herz und bange, sucht vergebens Friedꝰ und Ruh/ und eilt neuen Lastern zu. 3. Unter schuldlos frohen Reih'n wandelt er mit truͤ⸗ bem Blicke; will, und kann lange. nicht froͤhlich seyn, wuͤnscht vergangne Zeit zurücken, wird, das Herz voll Groll und Neid, Stoͤrer ihrer roͤhlichkeit. 6. Gottes schoͤn geschn nuͤckte Welt ist umsonst fuͤr ihn ge⸗ schmuͤcket; Blumenau und Saatenfeld, was den Tu⸗ gendfreund entzuͤcket; dem sein Herz entgegen wallt, laͤßt die stumpfe Seele kalt Herr, dein die die Veraͤchter ihrer Herr, ich will mir e verlassen; un ichung er⸗ und bei sung. * Heiligungsgeschaͤfte. T ter, gib, daß nie mein Geist sich seiner Wuͤrde selbst ent⸗ reißt! 3. Wer Suͤnde t haßt das Licht, das hat entzuͤndet; er kennt die wahre Weisheit nicht, die hm verbindet. O t, mich weise seyn, den Reiz zur Suͤnde ů—38 Suͤnde thut, der Herrn, durch den vir nd Rundle eben; er bleibt von jenem Reiche fern, nach dem die Frommen streben. Wie thoͤrigt und wie un⸗ dankbar! Entreiße, Gott, mich der Gefahr! r Sunde thut, ach! der entzieht sich stolz dem Ruf der Gna Ver rt, . Sertel 1 de. verstockt wird f sein Gemuͤth, und tief sein Serlenschade. O! welch' ein frevelhafter wenn ich dir, Gott, Iu! IN· Sinn, nicht folgsam Mel. Auf, Christenmensch 6. Wer Suͤͤnde thut, ver⸗ 85 W“ Sünde thut, wirft das Wort, das Heil —4 liebt nur und Frieden stiftet; er eilet Wahn, nur Tr„ die auf dem Pfade fort, wo sich ihn truͤgen. Er wandelt auf sein Herz nur in u wo sein des Irrthums Ih und Gewissen einst ihn nagt, und lernt sich selbst belr O! laut ihn, Herr, vor dir ver⸗ hilf mir, Gott, daß ich dir klagt. treu, und fern vom Selbst⸗ 7. Wer Sünde 10 sieht betruge sey! 2. e Sünde thut, unterdruͤckt und schwaͤcht die Seelenkräͤfte, wird frech und blind und eschickt zum ung schreckenvoll die letzte Stunde kommen; die H. offnn ng, die ihn troͤsten soll, ist seinen Geist benommen. Er liebt Gott und Jesu m nicht; uu *“˖“ìr,rtee — —— —.—. —— EL 2— SSIII. 2 58 droh'n ihm Tod und Welt schon auf Erden die Ewigkeit eischeint, ac u wie wird's dann ihm 1 den? Viel Gutes, Herr, ist mir verliehn: o lehre mich 8 auch Sunden flieh'n! iebster Jes 0 9. h 9 86 Ro 1 wohl RN— und Ete 6 der Erde, das von der de nicht geboren werde? wandeln sich nicht stets der Thorheit Freuden in bittre 6 Leiden?—— be„O waͤren wir vom Jüng⸗ 6 lin bis zum Greise dir, Gott, gehorsam, immer gut und weise; was wuͤrden wir mit freud igem Gewissen für Gluͤck genießen V Erhoͤhet wuͤrde jede Lust M auf Erden, und jede Burde Uns erleichtert we den, wenn der Fungden Uunser Uunger berstünde! 6 Herz den Sünde stetseu di Doch, ach, sie herrscht, RN um es zu zerrütten, er⸗ * schüttert Thronen und ver⸗ wuüstet Hütten, trübt jeden br Segensquell, droht unsern Tagen mit harten Plagen 5. Wann koͤnnen Suͤnder froh zum Himmel sch Herr, denken Furcht und Granen? an Te und Grab und an der Zukunft Leben, und nicht er ter allen ohne Werke und Wohlthaten gericht b* V IZIIxRI Sünd n. So täuscht die Suͤnde ihren Freund! So lohnt Ach, wann H selt f d et; sie leiden se rch das, was sie ge⸗ t; sie hahnen sich den durck e Freuden zu Gram und Leiden 7. O du, zu dem wir fromm die Haͤnde falten, gib, Tu siegend wir fest uns an die gend halten, und in Versuchung, uns zum Le⸗ ben in Gott erheben ßgehandelt —— G2 tt! n schreck⸗ lich sind Verbre⸗ chen, weil sie, kaum vollen⸗ sch selhs verfolden 7 Hr 984 ‚ dein Gesetz dich! Ach! dem Laster folgt Verderben Armuth, Schmach und fruͤ hes Sterben! 2. Und wie qult den sein Gewissen, der verworfne Thaten übt mer jenes Trost's genießen, d ur reine nd gibt Kann er, ohne zu erbeben, denten an ein k Leben? Nur ein Fehltritt auf die wir wan⸗ was ver⸗ wie deln sollen, Gott! nichtet der fuͤr Segen, versenkt oft der in Noth! Ach, was mussen wir oft leiden, blos fuͤr Einer Thor⸗ tarfe Slarte, Schwache; KMIAÆV. H PWach eis 1 Gott, verfol⸗ chwache eid · Menschenhaß und Rache, Wollust, Stolz und Ueppigt eit: wie erfullen L mit Plagen deine Welt, mit werchen Klagen! Wie die Arglist Frevel brutet! Wie Gewalt und Ty rannei, gleich der Pest im Mittag wuͤthet! Wie im Fin⸗ stern Heuchelei trachtet, uber alle Zeiten Fluch und Jam⸗ 120 zu verbreiten! Und wir Suͤnder koͤnn⸗ ten wähnen, Gottes heiliges Gericht strafe keines Elends Thränen, acht' auf unsre La⸗ 1 nicht? der Gerechte, der Verbrecher gelt' ihm gleich; es sei kein Raͤcher? 7. Waͤren wir nur gut und weise, deinem Willen unter⸗ N than, gingen Jungli Go 9** 8 troͤmte He Segen eglichem von dir entgegen! Würde nicht, wenn keiner je jede Last de wah⸗ schon auf Erden der Noth entgeht, erleichtert werden; je re Lust erhoͤht, wenn den Lok⸗ kungen der Suͤnde unser z stets widerstunde? 9. Ich erschrecke, Herr, ich be, daß mein Herz so oft vergißt, daß, wenn ich nicht heilig lebe, eitel meine Hoffnung ist: selig dort, und schon auf Erden ruhig und getrost zu werden. 10. Laß des Lasters bittre Fruͤchte stets in Gedan⸗ H erz mi Ni auch den klein⸗ sten Fehltritt scheun! Stärke mich, daß ich die Sunde immer glorreich uͤberwinde! Mel Wie groß ist des Allmächt'gen 38 Awelch ein Kampf 88 A˖ in meiner Seele welch steter Widerspruch in mir! Mein Geist will, daß ich Gu waͤhle, er sehnt sich, Gott„so heiß nach dir; allein das Fleisch verfuͤhrt den Willen, macht ihn den Sinnen unterthan, strebt, ihre Lusternheit zu stillen, und schmiegt sich, ach! den Suͤn⸗ den an. Ein doppeltes Gesetz ret mein Wesen; o wie rätl t! Wenn u der rahl beruͤhret, dann schmeck ich Frieden, fuͤhle Kraft; doch schnell ent zieht ein Dodesschatten mir dieses himmlisch reine Licht, ich muß im halben Lauf er⸗ matten; ich will, doch ich vollbringe nicht. 3. Der gute? ich fa se. er bleibt ein der Phantasie; ich Böse, das ich hasse, und scheue oft der Tugend Muüͤh. Getrieben, wie ein Schi iff vom Winde, dem Mast und Steuerruder brach, reißt sie Str WMahrheit Vorsatz, den Traum thu das mich bin, die Macht der Suͤnde; zu spaͤte Thränen solgen nach. 4. Wer loͤst mich von den * 44 140½ in ö * vir erwa Hottes Licht V1 bel⸗ des Hoͤch⸗ der ward od. 0 unse wungen Uu wir dan⸗ lie ih gesungen wo ist Uns segn begnadigt N, ihn zu schenken. 0 4. Pre hu voll Zuver⸗ Zwe sicht, der die Welt regieret! seine E was er ver⸗ fest am herrlich ausgefuͤhret. Ehret ihn, der erschien, uns Gott zu leiten; ——* V— 2 mir deinen 91 danke, der uns m Glau⸗ Leben gibt, wer und bil⸗ kann dich ganz durchdenken? ne Hand ken Also hat Gott die Welt rken. ich deinen schenke reinem Her⸗ 2. Hoch über die Vernunft zen thue, so fuͤhl ich eine erhoͤht, umringt mit Finster⸗ Kr chmek⸗ nissen, fuͤllst du mein Herz ke mit Majestaͤt und stillest meine und ich zum mein Gewissen. so weiß ich, 3. Ich kann der Wunder nicht, noch ihren daß er 1 gedenkt und Bau eraruͤnden; und doch khut, warum ich baͤte kann ich der Sonne Licht. und 12. Ich weiß, daß mein ihre Waͤrm' empfinden Erloͤser lebt, und mich einst 4. So kann ich auch nicht aus der Erde erweckt, und Gottes Rath von Jesu Tod zu dem Reich erhebt, da ich ergrunde allein das Gött⸗ dich zuen werd — ————— . Ii III ** —* — 02 Werke und Wohlthaten Ge 13. Erfuͤll' mein Her; mit Engeln gleich, mit ihm ewig Dankbarkeit, so ost ich dich nur nenne; und hilf, daß ich dich allezeit treu vor der Welt bekenne. 14. Soll ich dereinst auch wuͤͤrdig seyn, für deinen Ruhm zu leiden; so laß mich keine Schmach und Pein von deiner Liebe scheiden. 165. Hat Gott uns seinen Sohn geschenkt, laß mich noch sterbend denken: wie sollt' uns der, der ihn ge⸗ schenkt, mit ihm nicht alles schenken! Mel. Schwing dich auf, zu 9 Gommt mit Dank N verGottesThron! Preiset Gott auf Erden! Denn er sandte seinen Sohn, unser Heil zu werden. Ehret, preist ihn, der da kam, daß wir selig wuͤrden! Er ward Mensch, und übernahm schwerer Leiden Burden. 2. Treu vollbracht' er seine it. Seines Vaters Ehre ahrheit und Gerechtigkeit var des Heil'gen Lehre; Men schen trosten und er⸗ freun immer sein Bestreben; und um aller Heil zu seyn, ließ er selbst sein Leben 3. Nun als Herr, von Gott erhoͤht, vollbrachtem Werke, herrschet er voll Ma⸗ nach jestͤt, und mit Gnad' und Stärke, sammelt all' uns in sein Reich, die wir darnach reben Tr ime sallen reden. Fromme sollen leben. — Ehrfurcht und Gehor⸗ sam soll ihm der Mensch be⸗ zeigen, aller Knie sich de— muthsvoll vor dem Mittler beugen, freudig jede Nation es mit Dank bekennen: Er sei Gottes Hoͤchster Sohn unser Herr zu nennen 5. Wer ihn ehret, ehrt zugleich Gott, durch den wir leben; denn der Tugend hei lig Reich ist ihm übergeben. Wer zu Jesu; Herr, Herr! spricht, und doch Boͤses ubet, kennt ihn und den Vaker nicht der nur Fromme liebet. 6. Laßt uns, Christen, laßt uns ihn reines Herzens lieben, auch die kleinste Suͤn⸗ de fliehn, jede Tugend uͤben, eifrig tbun, was er gebeut, auf sein Vorbild sehen, und wie er, mit Freu eit auch 7. Koͤnnen wir: Es ist vollbracht! froh, wie er, einst sprechen, o dann schreckt uns nicht die Nacht, wann die Augen brechen. Sicher wird uns seine Hand zu den Seligkeiten seines Reiches, in das Land der Verkläarten, 02 Jluf! freue dich, mein — eist, in mir, und 5 2. Er, den dir Gott zum Heil gesandt, er machte dir den Trost bekannt, wie in⸗ nig seine Vaͤtertreu, wie werth ihm deine Wohlfahrt sei. 3. Durch ihn hat er die sichre Bahn zur Seligkeit dir kund gethan; durch ihn bat er dir Muty und Kraft, auf dieser Bahn zu gehn, ver⸗ sche fft. 1. Vergiß, vergiß zu kei⸗ ner Zeit, die Groͤße seiner und und Gutigkeit; denk' oft stets mit Freuden dran, Gott in Demuth Da 1dein ganze hi, dein Herz, das ihm gapz zugehoͤrt Und selig ist, wenn es ihn ehr 6 Dem, den er dir zum Helfer gab, dem folge red⸗ lich bis ins Grab; folg' ihm und wende dankbar an, was er zu deinem Heil gethan. 7. Erwecke dick dun Fleiß der H ligm das ist der 5 Dankbarkeit dem a bi, der dich so goͤttlich greß gel ebt. Preis, den ächte In diesem Preise obe 2** mein Geist, so bilst er sich erlich dir zu dem Gl + das Gott„Na r ibn der Welt bereitet t in der Höh' sei uns're Dank⸗ gefühle an, die weihen; zeigtest du die Vimm * wir dir, durch Vater, Jesum Bahn der Tugend uns von Neuem. Jasewig, ewig Dank sei dir; belehrt durch Jesum koͤnnen wir uns unsrer Wurde freuen. 2. Sonst sahn mit Furcht m Anugesicht auf Graͤber unsre Bruͤder; doch bald er⸗ schiin ein neues Licht dem bangen Herzen wieder. Des Menschen kein Grab, sinkt hinab; Geist umschließt nur seine Hülle dieß lehrte Je sus glauben. Mit edler Wäͤrme lehr⸗ te er e flicht die Lie⸗ he, und jedes Gyte immer mehr zu thun aus reinem Triel e. Er selbst„er gab sein Leben hin, aus edlem, reinem Tugendsinn, zum Be⸗ sten fur die Bruder Auf, Christen, ehrt ihn Lebenslang durch reine Tu⸗ gendliebe! O daß, ihm Kei⸗ ner diesen Dank, kein Christ ihm schuldig bliebe! Wir sind erloͤset: Dank sei dir, 0 Moͤithten alle frei von der Sunde leben! wir nd Ehr dem 938 uf, Cbristen, laßt uns ur a uns unsern Gott mit frohem Dank erbehen! Er hat nicht Lust an unserm Tod, will, daß wir ewig le⸗ —79—— *9+—P“—————————— ——.— ⁊VZIZIIIIRIeeeEFEFtE. 2—— — . A iir RIee SEE— ———9* 1 2 64 Werke und ben 2 uns zum Heile nothig ist, das Hat er Auns Lhrist erbar⸗ AurA ‚ un vurch Sefum mungsvoll 1 4 V E Werk E nach Irz 3 gen Himmel aufgeschwun⸗ 9 gen 6 3. Wo ist des Todes Herr⸗ in schaft nun ist sein Ue⸗ berwinder; die Furcht davor hinweg zu thun starb er 6 das Heil der Suͤnder. Ge⸗ b brochen ist uns nun die Bahn, die von der Erd' uns Him⸗ E melan zur ew'gen Wonne d leitet. 9 Wie hat uns doch der * Herr so lieb! Wie sucht er un⸗ se ser Bestes! gibt fuͤr uns V Aus freiem aeriee sein Lieb⸗ stes und sein Groͤßtes! Preis ihm, der so viel a nuns thut! H Preis seinem Sohn, der, di uns zu gut, sich bis zum V Tod erniedrigt! er 5. r zu unserm Gluͤck * b0 as ist in seinen Handen; sein ist das R 2 sein ist die Kraft, das Heil li uns zuzuwenden, das er V liebreich uns erwarb, als zu er fsür uns am Kreuze sta ihm tra zuen! 12 uns ilh 18 und seine Stim⸗ Wehl allen, die 6. O laßt anvertraun, W. ohlth aten Ge otte me hoͤr auf seine Mitt⸗ lershuülfe baun, ihn mit Ge⸗ horsam ehren! Das ist der Weg zum ew' der frieden⸗ Erden en, 1* NMIIAHI en Wohl, em man schon auf * It delt. Herr Herr, 4 Pfad leite selbst uns zeuch uns zu daß Glaub' ihn auch mit der That in sern Herzen wohne: so ha⸗ ben wir an seinem Heil, zur Freude fuͤr uns, ewig Theil; so preisen wir dich ewig. Mel. Schon ist der Tag für uns 96 Mun laßt uns alle roͤhlich seyn, daß Gott uns Zesum sandte! Laßt uns des Gottes hoch er⸗ freun, den Jesus Vater nannte; der Alles schuf und liebt und naͤhrt, der alle seine Kinder lehrt, und alle gut erziehet. 2. Zur Reife der Vollkom⸗ menheit, die schon hienieden keimet, erzieht er alle weit und breit; nicht Einer ist ver⸗ saͤumet. O wohl mir, ich bin Gottes Kind! O wohl mir, alle Menschen sind des hoͤchsten Vaters Kinder! 3. Er schaut auf alle mild herab, fuͤhrt auf verschied⸗ en Wegen uns alle uͤber Tod und Grab zu hoͤherm Licht und Segen. Der Gott, den jede S prache nennt, der Gott, den niemand ganz verkennt, hat Jesum uns geg eben. 4. Ver⸗ „der uns nich ht verstöf Ft 1. Ver 0 zu sehn, der mit Vernunft bat uns zum Heil und Leben uns zieret, und kindlich fromm le st seinen Sohn gegeben n Ezu gehn, der uns durg ihn sind wir erloß. zum Ziele fuͤhret, der Men Erloͤst! o welche Liebe Zweck und Werth hat uns der Herr erzeigt; hat Jesus Ct ter lck Vatertriebe sein ristus uns ge lehrt Go tt sei dafür geprie⸗ 8 gene Bon sei⸗ sen! els on kommt, 5. Wie Wahrheit nie dem t vom Verderben uns Trug erliegt, wie Pflicht Sündern zu ern erben, sein und Weisheit handelt; wie bocherhabner Sohn. * siegt, und 3. Er kam zu uns auf Er⸗ Tugend uͤber alles fest Ium Ziele wändelt, auch den in tiefer Niedrigkeit, wenn ihr Hohn und M arter nahm auf sich die Beschwer⸗ droht, verkündigt Jesu Lehr den von unsrer Pilgerzeit, und Tod: Gott sey dafür enthielt sich seiner Macht, gepriesen! verläugnet Himmelsfrenden, 6. Wir zagen nicht, was bis er durch Todesleiden sein kann uns 11 des Baters Liebe großes Werk vollbracht. en? Fur Armutl vollbracht! O bringet teuern Lobgesang! Kr⸗ und Graͤ Erle öste Menschen, singet dem ür den schweren Mittler ewis Dank! 990 Nie⸗ itt ans Grab beut Jesus mand helfen kann, da hilft heilt O ott sey er gern aus Gi aben⸗ ünsrer Seele Schaden. O guter Gott, wir zagen nehmt ihn glaͤubig an! nicht; du wirst zum höhern 5. Du Freund der Men⸗ Leben, wirst zu des Himmels schenkinder, verwirf' uns, reinstem Licht einst unsern ä t! Dein Name, Geist erheben. Wohl uns] Heit der Suͤnder, ist unsre Die Jesu beut uns Zuversie cht! Drum kommen Hoffnung der Unsterblichkeit:: wir zu dir: Hilf jeden Reiz sei hoch dafuͤr gepriefen! zu Sunden uns glu festen Stab: Go ennen dafur gepriesen! — Lehre Klich uͤber⸗ winden; denn dein, o Herr, sind wir. Thoren. Mel. Zeuch ein zu deinen 97 Erhebt den Herrn, 6. Bei dir steht unser Le⸗ V. 105*— 9]ihr Frommen! ben. Zit unserm ew'gen Heil Er haͤlt, was er verspricht. hast du dich hin ben. Gib Der Heiland ist der Voͤlker Trost gekommen, uns am Him I und Licht. uns dir folgsa m seyn! Was wird ...— ——— 66 wird uns, Herr, Dann werden uns sich Gottes ewig frer Ber + NV* 1 der du fur de Sohn + 4 2 tann guug⸗ I Huld erheben ö er Heiligste tritt an d Statt der Suͤnder; der eligs begiebt sich seinet reude fuͤr uns zu leider 3. Er wird das Lamm, das Aller Suünden träget, drauf du die Strafe weislich selbst geleget: daß du die Schuld an den verlornen Schaafen nicht duͤrftest strafen 4. Was ist der Mensch, 2 daß du sein so gedenkest, und deinen Sohn ihm zum Ver soͤhner schenkest Was siu⸗ dest du an wir und an uns allen fuͤr Wohlg 65. Verdient Verach goͤttlicher Gesetze, Verschwendung unsck Schaͤtze, verdient gehaͤ groͤbliche Verschuldi le Duldung 2 6. O welche Tiefe deiner Menschenliebe! Wer faf 70 Gott, die Größe ihrer Trie⸗ be? Du thust weit mehr zu unserm Wohlergehen, als wir verstehen. Wohlthaten Gottes 7. Ach! lehre mich recht deine Huld ertennen, vol Zuver t T meinen Va ter nennen, und zum Ge horsam dir mein ganzes Le⸗ hen 1 gergeben. Was mir dein Sohn, da er für mick geste rben von deiner Huld durch seinen Tod ben, das werde mir nem ew'gen Heile, nun Theile! — E N 4 de wohne kets in meinem Herzen, und trö⸗ 114 R-* E* e mich bet des jens Ichmerzen; dein Geist sei mit mir, deinen guten Wil⸗ treu zu erfuͤllen. neigener Melodie. 99. Heland, den, uns — Wott verhieß', den der Hi imme jauchzend prieß, als du, Sterblichen zum Dienst, huldrei ich auf den Erd' erschien 2 ie N tam t auch dein Ruhm. Jesu, wir, dein Eigenthum, ehren dankvoll und erfreut deine große Guͤ⸗ tigkeit 19 3. Du, des Hand die Him⸗ mel haͤlt, du kamst willig in die Welt, uns von Suͤnden zu befrein, unser Licht und Trost zu seyn. +. Stark in deines Vaters t, hast du Leben uns ver⸗ schafft. Wir, von Rath und Hulf entbloͤst, sind, o Herr, durch dich erloͤst 5. Preis sei dir in Ewig⸗ keit Rraf 1 Erloͤsung. 67 ihr erloͤset gibt, die verscherzten Selig⸗ wiederum uns zu be⸗ keit! Auf, die seid, rühmt den, der 7ITDI 24 Lehr' und That euch vom Tod ů mit keiten reiten. erloͤset hat ser Liebe 1 der⸗ die Bah nes Gei nahmst, dein worbnes Heil sei unser Theil 7. Unsre Seele trau' auf dich, unser Leben preise dich; und du selber, Heil der Verderben Welt, hilf uns thun, was keiten erbe dir gefaͤllt! 5 S Himmelsselig⸗ * n . bestimmtest zum Verderben auch nicht Einen; deine Huld hilft auch Suͤn⸗ dern. Wenn sie sterben, sterben sie aus eigner Schuld. Wer nicht glaubt an deinen ů den trifft seines Fre⸗ sein beharrlich Widerstreben raubt ihm Gna⸗ de, Heil und Leben. 6. Ewig sei mit Dank be⸗ sungen, was dein Rath be⸗ schlossen hat. Mit une prei⸗ sen Engelzungen diesen wei⸗ sen heilgen Rath, den der Glaub' in Demuth ehrt, die Bernunft eraunend hoͤrt, wo der Engel Tiefen findet, die er niemals ganz ergruͤn⸗ det. 7. Vater, hilf mir dar⸗ nach streben, meines Heils gewiß zu seyn. Richte du mein ganzes Leben nur nach deinem Willen ein. Laß des Glaubens Frucht und Kraft die dein Geist nur in uns schafft, mir das sichre Zeug⸗ 2 niß In eigener Melodie. 100 Mm Geute dem Gemüuͤthe schau ich, Gott, voll Dank⸗ begier, in die Tiefen deiner Buͤte, und verliere mich in ihr O wie Hul den schuld willst du uns so gern vergeben; denn du hast nur Lust am Leben. 2. Ich verehre, Gott voll Liebe, deiner Gnade weisen Rath, die, aus eignem freien Triebe, unser sich erbarmet hat. Uns Verlor⸗ nen dachtest du Rettung vom Verderben zu, und dieß Heil uns zu erwerben, sollte dein Geliebter sterben. 3. O ein Rathschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichkeit, der uns, uns verlaßne Armen, Gnad und reichen Trost verleiht! O wie hast du uns geliebt, daß dein Sohn sich fuͤr uns 4 44 19 44 Rn +** NIR —8——T SS XXXXX *7 5 4 164 2 1 4 1 N L* 2 4 6* + i V 4 17* +* 148— 24 ————.— es* Gl seiner Herrlichkeit! Wer kann dich gnug erheben? Du schenkst uns neues Le⸗ ben und Herzensfreudigkeit. deine Der hoͤchst er beu⸗ Jet f h dem 58 H vi dir verhuͤllt sein Ant sch zet, b idert d Wie wir und deiner Hoh Glanz, wagt ers, sie zu er⸗ gründen, wird er zu blen dend finden; nie sie ganz. auch er schaut durch deine 11 hait 2. Hhast Siegs⸗ I 1 81 zurück. Dann der Voͤl⸗ ker Menge vor deinem Rich⸗ terblick. O welche Angst und Pein verfolget dann den Sünder! Und Gottes from⸗ me Kinder, wie wi du sie erfreun! 7. Dich, Heiland, zu ver⸗ ehren, I stets mir theure Oflicht Befol ich deine * en, so seh' ich einst dein ht. Du bist, was keiner im Himmel und auf vas auch nicht En⸗ gel werden; du bleibst es immerdar M K nt K numt, den * 5** Mein Heiland, 1 ..deine Groͤße geht uber alle mel weit. zer ist, der sie ermesse? Du 2 — — — — 8 . 2 R — — 13 e not le ö* worden, war voll Herr⸗ lichkeit Der ud die Erde sind durch dein ft'ges Wort gemacht. Auf 1All mächtig: Werde! entstand die Welt mit ihrer Pracht Du bist auch unser A auch uns schuf deine Hand, so wie das Heer der Geister, das dich noch nie erkannt. Ein Erbe über Alles! Da ist dein ew'ger Ruhm; drum mmert dich des F⸗ jem Eiag du t starl Wort Das Große und Ge⸗ ringe geht blos durch deinen Willen fort. Sohn Gottes du regierest den ganzen Kreis * zelt; weil du das Ru⸗ der der fuͤhrest, geschieht, was dir gefaͤllt. Bei dir steht Tod und Leben; drum wird einst jene Gruft die Todten wie⸗ der geben, wenn deine Stim⸗ me ruft. 4. Gott laßt dir erzeigen. widerfaͤhrt. 2 beugen; denn ist, Herr, dein W bi st das HBeil der Ers Wer auf dein Wort nicht! der kann nicht selig we Vie herruch deil. Name schon t, o Herr, in aller Welt! Dich preirt der Fromme Same, ( zu 1 8 eisen Seraphinen,‚ e ö 7 r Me en 2 en ne hn or deinem Thro Wer x nsich schaͤmen Werth bist du und Ruhm auch, Herr, von uns zu nehmen, uns, deinem — 4 1 . V— hr u.; beschäme un d hetehre x die die dir noch nicht zu⸗ gethan, die deinem Wort nicht glauben, und dir, de fuͤr sie litt, die schuld ge Ehre rauben Theil ihnen Gnade erke„ erkann 3 . trenne · 1 des* V I* 44 P V* ů 18 nicht A nd 2** V V VI n / * 7**. ustes T 5enne slo⸗ hien tach 1 V 1 Lal UN ENA verden m wer sehn, den m Leid den; ge⸗ en, was du uns erwarbst, x uns am Kreuze — Freu⸗ deiner rt eine für uns von Gott schon, die gerne einem Thron ein ied braͤchten. Ih⸗ noch, Jesu, wer⸗ Dr nd Dank reis und Dan 6. Wie groß, wie angeb e⸗ tet ist dein Nam', o Heiland, u Christ! wie herrlich bei den D deinen! führst 25 uns e zu deiner Ruh': vie weit herrlie wirst du den Frommen In! vig muͤsse, dir zur Ehre, er Chöre Lob erschallen/ die Himmel wieder⸗ Dankbares Andenken an die Sendung Jesu. (Adventslieder — . 1071 Magar sern Lort der * Heil ward durch ihn der Weit zu Theil Me reund wie d ch dir; du schenkst dieses veil m Deines— us *** de N z. Ift in 5 Gefahr: so er ie stets auch mir Hülf' von dir! ie Wahrbeit leuchte mir, Herr, bei allem, was ich hier, zur Befoͤrdrung meiner Ruh', denke, wuͤn⸗ Herr, . D H sche, waͤhle, thu' Trift mich Tr Jesu, wal herrlich zum Gericht er⸗ st, 1 mich freudig zu gehn und gerecht vor dir A ehn Mel. Aus meines Herzensgrunde 105 Mit Ernst, o Mer 199 schenkinder, be⸗ * XI 1* reitet euch dem II Er kommt, das der, er kettet sie so gern. Er kommt, den Gott allein aus Gnaden uns zum Leben ochen 1ge u3 zu sljehn, was er ver⸗ bent it willig in sein Reich, V verabscheut und Lerlasset, eye Ur Il uwaäh⸗ das lehren seine Boten, und selig ist, wer hoͤrt! Ack wird, wer gial bt, und w cht gl bt, u— sterb d er⸗ derbe— der hleibt. ‚ 4. Wer wahre Demuth 14 liebet, den will Gott einst ů erhoͤhn; wer aber Hochmuth bet, der wird ihn nimmer n ut und selig werden; nicht dort nur, schon auf Erden erfahren, wie 464 P ic Schwacher, ich Sünder, ohne dich? Mein Heil, mein Se⸗ *9—* 2775 ligmacher, berei lber mich n seufzt mein Herz nach 4 dir seufzet dir entgegen: 4 1 I t 1„ k In 1 1 T 2 158 Ahut egen, und wohne 1 1 mir! E Mel. Mein r Geist 17 3*0 1 06 NLer Heiland er 90 . mmt, lob 1 V de Uüingete m, dem Herr dem I. X 34 all erdz das 119 72* mt, d fuͤ ld, Rath Va⸗ men ewig kommen, er⸗ ter, Kraft und Heil der Welt, heben, und in deinem Reiche wiilkommen hier auf Erden! leben. Du kleidest hin und Blut, wirst Xo ùl will der Welt selbst unser Bruder 2 Ou, 5 soll. 2. Einst streute man dir Palmen; jetzt soll die Dank⸗ begier, mein Hell, in Freu⸗ denpsalmen ergießen sich vor r OVUlch dich will ich er⸗ heben 10 ich OSchwa⸗ cher kann nein Herz will ich dir geben; o nimm es bringen dir d herz 3. Damit du mich bes B 14 t fuͤr be dir zu wé freu⸗ treu, aufrichtig, ohne Heuche⸗ ner le zu denken und zu h vermögend da deln Zu dir flehn wi da hilf- uns Schwachen, daß wir wachen, beten, ringen, und 1. O du, at ich glau⸗ d Fleisches 10 E* 300 1 XI hernieder z3 liche barmer* o J t Utleie voll rmen d schre H V Herzen, me 11 4 erzer 0 l SN, fer 5r2 ser war h — sreund, ruft Sündern der wort zu, ma dern, 1 1 nutzt und ‚inen Hat er nicht stets die Seinen Hat er 290 non hoginnbeschützt eicht ile— Nirve troͤsten Leiden zu ist hlthun von dem 8. Er Bande des Tod's auf wig entreißet uns der Schan⸗ de der Sünd' und macht uns 0 Weisheit, Muth n Leiden und Kraft zu jeder t er die CU „Leftet hat d ott bereitet mmt zum t +2* wichtver⸗ 2 1 1** 189 9e enen e 2—5 * uit einst seiner zeehret m hlecht! Nerr elbst Hermählet uid d ttl In Nan jen Ttur vor aller Kreatur Woblthun dir erwählet: ja in du Gottessohn, herrscht auf dem es zum +„ e Mensch hron.—. Du, du bist der Voͤlker 69— Segen, kamst, von Noth U ceonn? und wir können zu befrei'n; und deinet zen *2 174* 1 Tut V Suͤn völlig rein, ahn⸗ IIII ‚ — — ——————————— —— * 3**88 2 Rer SS —— durch ihn Gott 6 ö ll von dei⸗ V71* Nimmer dir übigen 3 ist mit uns! sreuet bt Gott, ihre * dich erheben, 1 eiust oben wounevoll dich Me Afreund erkennen ewig 1 Ader ch will er euch seine Bruͤder nennen Mel. Fröhlich soll mein 7. Dankt ihm, der eu'r 17144 aßt uns unserm innres Set kann; 1. 2 Gott lobsin jen betet an? reude reut,I de 1 i de 1 uch gern seine stin rüder nennet. Unse e! 8 1 n euch eure Si den · t ken, eilt herzu, suchet verloren, fu nniglick Ruh: er will sie euch schen rist* geboren Er, ke Schaut auf ihn mit der iller teigt Glaubensblicken; zittert nicht; herab bis ins Grab, Sünder denn ht: ich will euch zu erloͤser erquic rkann Gottes Rath⸗ 9. Ihr Erdulder schwerer sin her; wie sollt Meuschen lieben? 4 uns ihr Schwachen; mehr als ihr fen he er dann litt er hier, euch begluckt zu Menschheit an? Er spricht: machen Eure kleine Zeit der und DA“ttffffff‚ff-—Exx *—.——— 2.— ———— ** D +* 2 Se —— —————9ͤ———— WF 2.* S= * gen ew'ge Freu⸗ de 11 err, mst h meine Burde auf daß auch ich frei d wurde Wer kann deine Lieb ergruͤnden? Ewig soll denvoll sie mein den! 5 VII 365 Atirsu 2. D r, mein göttlicher Rofreier ‚ Befreier, folg ich ob⸗ VV. Ku NAHAx z wohl schwach, doch 10 viel treuer. Keine Kreatur, kein Leiden, kein Tod soll von scheiden 13. Du Weltgerichte. ich, Richter, dich schaunn Angesichte; und wenn dann die Frevler beben, so werd ich deiner mich freun und ewig leben. keine Noth und dir mich koͤmmst einst zum Dann 2 2— Mel. + meine Freude 4 1 2 ottes Sohn ist 119 Gtemment Dankt hm, seine Frommen, dankt ihm, daß er kam, daß er hier auf Erden, unser Heil zu werden, seine Wohnung nahm! Mensch, wie wir, erschien er hier, um an uns des Vaters Willen liebreich zu erfüllen 2. Laßt uns Aienn danke en, daß er allen Freund und Bruder ist! Gott, auf seinen Throne, liebt uns in ne, hilft durch Je⸗ lun hrist. Welch ein Heil, hristo Theil, Theil durch dem Sol 16 Wohl that —————————7.. en Gottes seiner Sendung Gaben selb an Gott il reine rLeider von den er tren Dor er Bösen voͤlli erloöse hier steht e ** 1 V8 be Unser mi Wott vereint ann nicht sein der hassen oder hülflot Wann wir einst ermuͤ uührt er uns zum Frie den durch des Grabes Racht Unst todten Glieder gib die Erde wieder ihm, der sie bewacht. Jesus ruft unt Gruft, er, der selbs den Tod einst schmeckte, den das Grab auch deckte. 5. Auf dem Richterthron werden wir im Sohne un⸗ sern Bruder schaun. Heil und ewig Leben wird er allen ge⸗ ben, die ihm hier vertraun Er ward hier versucht, wie wir: ch wir er lohnen, un heit schonen. 6. Eilet, eilk, ihr Suͤn⸗ der! Werdet Gottes Kinder! Werdet seiner werth! Eilet eilt, ihr Fr Seid,; wie er, vollkommen! bet seiner Et Preiset ihn, daß er erschien; daf en durch 5 rur P I schicke dich, recht feierlich —. Uns vereint zur Ze noch seine Feinde warer 1 RN 9 wird uns gl Reich und Mensch zu offenbaren. 4. An ihm nimm Theil! * * Er ist das Heil. Thu taͤg⸗ Buß' und glau nen nick Wr sein B 65 16 Dank will dern dich dich Go bekleiden, speisen, der Frommen gein jelbst besung u den die Welt n nel u N — * —3————. *. Wohl verschafft,, Erleuch⸗ vor Ehrtüret tuz 4— 6— ö 3—9—**— tung, Friede, Beßrungs⸗ an 910 r er kraft, und Freuden, die stets tes, Lied ünendlich Shrei Hilli du au 4 Damit der waͤhren, willst du auch mir„,„ I ö gewaͤhren Gnad' erhält, erniedrign du dewuüuhnmtn Nih Soerr der Mesir dich, Herr der Welt, 1 mst 7. Was soll ich dir, mein selbst an unsrer bhe groößter Freund„iu deine Theil, er n FI Treue geben? Du bistis, der I4 mich mit Gott vereint, du Zion zringst mir Heil und Leben. fom Air! Ich ke brine v 1und Le kommt zu dir! Ich komm, 2. 1* V. 10*— —7*** 0 E steht von mir z; 9² deinen Willen thu ich Dienste hit Gelobt sei, der da ohn' Aufhören it im Herrn! zeist verehren. Herr, der du Mensch 8. Ich sehe dich zwar bier t Immanuel, noch nicht;„doch du wirst auf den die ö‚ mmen: und dann hoffend sahn, dich bet von Angesicht, auch ich, mein Heiland, an. ule deine Frommen. Du, unser Heil und im werd auch ich, Herr tes Gut, verbindest die Christ! dich schaun, so mit Fle d Blut, wirst du bist; dann unse reund und Bruder hier hier, und Gotteskinder wer⸗ den wir 8. Gedanke staͤt! du bist Herz erhoͤht voller Maje⸗ es, der sie erhaͤlt. W Mensch, der ihn 3 der in des Vate; sitzt? 10. Jauchzt, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt; und Erde, die ihn heute sieht, sing ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 11. Dies ist der Tag, den Gott gemacht; sein werd in IUer Welt 9 Ihn preise; was durd Chr ö lKund auf Er den if Mel. Kommt, kommt den Herrn I 140 N om Grab, an dem wir wal⸗ m, soll, Jesu Christ, dein Lobgesang empor zum Him⸗ mel schallen! Dir opfre jede Seele Dank; und jeder der Gebornen erfreu sich, Mensch zu seyn; und jeder der Ver⸗ lornen ruͤhm' es, erloͤst zu seyn! Uns Suͤndern ward gegeben einst Jesus, Gotter Sohn; mit ihm erschien das Leben, mit ihm des Him⸗ mels Lohn. Kommt, derfallen vor ler, Jesus Christ, laßt uns nie unserm Mitt und dan⸗ EE Erloͤsung —— ken, daß er allen Erretter, Freund und Bruder ist. Er, gleich der Morgensonne lit ihrem ersten Strahl, verbrei⸗ tet Licht und Wonne und Le⸗ ben Überall. Durch ihn kommt Heil und Gnade auf unsre Welt herab; er leuchtet un⸗ Dfade, durch s Leben bis ockt, ihr Mitge⸗ I nossen der Schwachheit und der Sterblichkeit! Nichr laͤn⸗ 9er ist verschlossen der Ein⸗ gang zu der Herrlichkeit. Zu unsrer Erd' hernieder kam Gottes ew'ger Sohn: nun hebt er seine Brüder empor zu Gottesthron Er ward das heil der Suͤnder, und der ornen Hort Hier sind w Yotte RKinder, und Got⸗ tes Erben dort. J. O du, dem laut die Menge der Engel und Ver⸗ klärten singt, vernimm die Lobgesange„ die dir dein Volk im Staube bringt! Auch du warst einst auf Er⸗ den, was deine Bruͤder sind, ein Dulder der Beschwerden, ein schwaches Menschenkind. Was du nun bist, das wer⸗ den einst deine Bruͤder seyn, wenn sie entruͤckt der Erden, sich deines Anschauns freun. 5. Bald sind wir zu dem Lohne der Himmelsburger dort erboͤht. Nah sind wir dann dem Throne und schau en deine Majestaͤt. Nicht mehr aus dunkler Ferne 6 dringt —— — dringt dann der Dank zu dir; weit uͤber Sonn' und Sterne erhaben, jauchzen wir Mit aller Himmel Hee⸗ re schallt unser Lobgesang Dem Ewigen sei Ehre, dem Weltversoͤhner Dank! Erscheinung Christi. Mel. Was mein Gott will 10 2. Erne freue 618.* ein Geist, das Gott fuͤr dich er⸗ koren! Der Heilige, der Je sus heißt, ward auch geboren Er was dunkel war, kein Zweifel bliebe Wem leuchtet nicht sein reines Licht hinauf zum Gott der Liebe? 2. Der Mensch für dich soll von der Sinnlichkeit die Freiheit sich erringen, und, von der Suͤnde Macht befreit, zum hohen Leben dringen, gut thaͤtit seyn, wie Gott, freun, und stets zufrieden leben. Dazu verschafft der Herr auch Kraft, den Gott uns hat gegeben 3. Drum sei uns sein Er⸗ scheinungsfest ein Fest der Liebe Gottes. Wohl dem, der sich auf ihn verlaͤßt, trotz aller 15 des Spottes! Der ihn uns gab, herab auf seine frommen Kinder; und vaͤterlich er⸗ barmt er sich der reuerfuͤll⸗ ten Suͤnder. bli Et hold Werke und Wohlthaten Gottes Mit dieser frohen Zu versicht geh ich dem Tod ent ge 1 5 mein L ler Pf Licht, und Leid und Schmerz mir Segen ßi sich mein Lauf, werd ich hinauf zu Jesu mich er⸗ heben und mit der Schaar, die treu ihm war, in seinem Himmel leben Gottlob sein Schritt zur j WDem ganzen Erd⸗ 2 kreie vom Herrn e helles Licht erschie⸗ nen; es leuchtet nah, es htet fern Zahllose Voͤl⸗ ker dienen den todten Goͤt⸗ tern nun nicht mehr! sie ken⸗ nen ihn, den Herrn, und er laͤßt sie im Lichte wandeln 2. Kaum sandte Gott durch seinen Sohn der Erde große Freuden, so sammelt sich selber schon die Erstlinge der eiden Wahrheit Bild ein führt sie zu ihren er Herrn Sie kommen, anzubeten. 3. O waͤr uns nicht dein Licht, o Gott, so hell und rein erschienen; wir wuͤrden der Vernunft zum Spott, noch jetzt den Goͤtzen dienen Nicht sie, nicht eigne Wurdig⸗ keit, nur deine Huld hat uns befreit von jenen Finster⸗ nissen. Drum laß mit froher Dankbarkeit uns nun im Lichte wandeln, uns in der ANen n Aoit srotaã fromm und weise handeln, setzt lag vor seine auf dich, r Blicken das Kind, des n⸗ Pflicht zufrie lé mels Lust; er ne hm es mit zuversicht inr d Entzücken und drückt' es au vertrauen die B 5. Es muͤsse, wer dich, 5. 1 rief: nun r/ Gott, erkennt, erkennen dei⸗ mit F den neig)mein nen Willen, und wer das Haupt zur voll Dan⸗ Thun vom Wisser Wi h scheiden, sobald nun seine Pflicht er d mich ruft Nichts helfen Opfer des Ge Dein Heil ba e⸗ bäts dem, der da glaubet sehen; hier ist der r und doch stets der Sunde Hirt der Israel erhoͤhen, stlavisch dienet. die Welt erleuchten wird und noch bange Dun⸗ So schloß am ilger⸗ kelheit und falsche Schatten stabe der Fromme sei nen Lauf; und, Gott, du thatst am Grabe ihm deinen Hun⸗ mel auf. lieg zen wo Irrthum, Wahn und Sinnlichkeit noch Sterb⸗ liche betrügen, auch da geh im Siegeslauf das schoͤ⸗ 8. Gib/ daß auch ich mit ne Licht Der Wahr der Tugend daß alle 2 Tod nich mit Freuder Jesum erd ich ihn nicht hier, wie Si⸗ 3 doch in des Lichtes nnerwartet er mich IrW zwar w istus der ist mein Hoͤhe schon M 6 II 00 222+.4 heiligen Altar, Nenm großen Va⸗ ter weihte, am jetzt die Ge ine Lie⸗ — Dort toͤnen me mir, nun seh ich Himmel toͤnet vie⸗ der: Heil benedeite den Sohn, deu sie ihn! Der gebar der: Heil dir, nun sieht du Da betete im Tempel ihn! ein Greis zu seinem Gott, und ward uns ein Erempel Me ht von einem sch oͤnen Tod 1410 56 cl z. Gott sah ihn still und 4= er Welt, weise den Weg der Tugend dem, de sich dar⸗ gehn, verhieß dem frommen gestel It, auch. dar⸗ Licht; Greise, den Heiland noch zu zustellen! sehn. drum se * er wird auch **— 99—.9... 4 8 4 4 N 26 A 166 7 ö · r!; 2 ⸗ 2 II 5 x 4 4*5 4 + 94 1 + * ————..—— 84 auch deine Finsterniß durch Johannes, der Vorgaͤnger seinen Glanz erhellen. Fesu. 2. Er macht das Herz von* Sünden rein, um dich zum In eigener Melodie Leben einzuweihn, zum sitt⸗ lich schoͤnen Leben. Er gibt dir Kraft zu jeder Pflicht, und staͤrket deine Zuversicht, zu Gott dich zu erheben⸗ er noch der medern aus dem Staub empor. Es ö bebte, wer ihn reden hoͤrte, Sinnlichkeit, wer noch des hekannte seine Fehler, kehrte Lasters sich'erfreut. ach, der geruͤhrt, mit thränenvollem verscherzt den Segen Rie Blick, zur Tugend und zu wird ihm wahres Glück und Gott zur V Heil, nie wird ihm Seelen⸗ Er schreckte Heuchler, ruh zu Theil auf seinen boͤ⸗ grafte Sunder Er rief: sen Wegen. das Himmelreich ist nab! 3. Wer aber wuͤnscht, Thut Buße, wer det Gottes wie Simeon, das Heil der Kinder; denn der Verheiden Welt, des Hoͤchsten Sohn, ist da! Er kommt und wird zu seinem Heil zu haben z; die 5 tenschheit sichten, par⸗ theilos alle Thaten richten. I Evoll Gnad' und Segen, Johannes, dem Er⸗ loͤser vor. Die Huͤgel bah nt' er ihm zu Wegen, hob Herzen 07 Vs ging ein Mann 7* wer recht thut, sich der Welt elkrönet die erfullte Pflich — ü kroͤn erfnt Rifich entwoͤhnt, nach wahrer Hei⸗ 5 eil kroͤnet die er fuͤllte licht, 2 ᷓ en rreyle üfft sein S 24 ligung sich sehnt, der opfert en vler trifft sein Stras⸗ gerie aͤchte Gaben. Mer I—— 3. Ein himmlisch Licht ist 5. Wer durch das Wort, seine Lehre, und Geist wird arauf er traut, im Glau⸗ seine Taufe seyn. Ihm, ihm ben seinen Heiland schaut, allein gebuͤhrt die Ehre! Er Ann einst m Frieden fahren. kommt, und jedes Herz ist derhrid Lird si sein. Schon wurden ganze in eem ö d sich en ker rege; schon stroͤmte 1sewom Licht Uun VIIAI . Licht ihm herrlich froh es auf den Wegen nach .* dem erhellten Kanaan, und 6. Icheomme, Herr, mich Heiden riefen Jesum an. e mache mich 4. Und wir, die Jesu von Suͤnde rein, und la Stimme hoͤren, wir sollter ; tr ag und sicher ruhn? win ht still weinend uns be kehren? nicht froh des Hoͤch sten Willen thun? Laßt un ent mich he AN N mich, wenn ——3——— Frieden wirst ar deiner Wonn' zu 7 P Erloͤsung. Christenthüms, durch dich kann der Mensch auf Erden Gottes hoͤhern Geistern aͤhn⸗ lich werden. entrinnen dem Verderben, fromm leben, um einst fromm zu sterben Dann werden wir nie muthlos seyn, wenn Trub⸗ sal, Noth und Tod uns o. Tugend, unter Freu; den dieses Lebens bist du draͤun. schoͤn; doch nur unter Leiden In eigener Melodie. kann man deinen Ursprung 0Qmuner sich bestre⸗ sehn; sehn, daß du vom 2 0 J oen, zu erfüllen Himmel stammest; und den seine Pflicht, fromm und gut Heist fuͤrs Goͤttliche entflam⸗ zu leben, bis das Auge sler⸗ mest. bend bricht: dieß nur ist, 7. Du, o hehre Sonne, nach Jesu Lehre, wahre strahlst mit uͤberird' schem Weisheit, Tugend, Chri⸗ Schein, schaffst dem Geiste stenehre. Wonne, weihst zu Gottes 2. Heil dir schon auf Er⸗ Himmel ein; du veredelst Freund der Wahrheit unsre Freuden, du veredelst den, und des Rechts! Denn durch und Lei⸗ uns durch Schmerz Tugend werden Menschen den. goͤttlichen Geschlechts. Unter Unter deinem Strahle aller Leiden Buͤrde t f Graͤbern Blumen Tugend unsre hoͤchste Wuͤ auf; aus dem Todesthale hoͤhrer Klar⸗ ringen wir zum Ziel hinauf, tern Hoͤhen Gottes hel⸗ heit, so umstrahlt mit Got⸗ wo in deinen lie tes Licht, ging den Weg der wir die Wunder Wahrheit ein Johannes, ler sehen wankte nicht, fest entschlossen, 2. Heil' ge mein gib, o Gort, mir Kraft und N zestreben; selbst sein Leben fuͤr die Pflicht zum Opfer hinzuge⸗ Muth, tugendhaft zu leben, ben. christlich weise, christlich gut, J. Und vergebens drohte daß mich weder Schmerz noch Kerker, Marter, Blutgerüst: Freude, noch der Tod vin tren dem Pflichtgebote, das wahrer Tugend scheide. Gebot des Ew'gen ist, stirbt er, stirbt mit edlem Muthe, Lehre, Leben und Thaten zeugt fuͤr Wahrheit selbst mit Jesu. seinem Blute. 5. Tugend, Segensfulle, du, o Ziel des Hoͤchsten 126 zührer zur Voll⸗ Ruhms, du der Gottheit 4 5F kommenheit, Wille, Geist des wahren Lehrer, Muster uns zu wer⸗ don Mel. Liebster Jesu/ wir sind 4 1 I * S 2 4— νννι⁷νιμι ..... .SI zum ew' Wohlthaten Gottes den 0* er, + er S ttlich erz zu Gottes L eb' ent⸗ ke dest du ein Men nmt: dazu erschienst Dir r 1 Gott 10 e 1dt/ 31 u mir 4 der + ett Dies n 0 L cht, lehr 1 x usig her lennen d t Zuver t u feelt vo I + Vater nenne T ehre ver Rgr d Uuns hein er Menschen Seer gibt,* EN 4t zu seyn en eg zu heit Werth d id ihrem und die dre ihr kon 16 n Pfa lehrt, 5 El ꝛ1 Schritt e a wé end ha ihr Licht mit den, und 8 üdigem t hir winden die x. u Dar In auck, wenn das 41. Und der Welt dies brichk Todesschrecken Licht werden, wie wil Uumgeben, blickt, erhellt übernahbmst du nicht auck em Licht unser selbst die größesten Beschwer⸗ n jenes e in de den und drückt 1e oll m ei r C rugst d 1 I 3 17 Ur umlischer E *„ 1 Non V 7 N* 1 P I** 11 n 1 n 1 1 7 1 auch me re ͤ und dich Erli 8 5a, · se du 1—1* 1* ten, die Wahrheit, di on Gott gesandt! O! Himmel stawmt, und, uns würde jeder dein Verehrer, ich dei⸗ und ewig nt! Hilf, daß hrheit treu, „I I Urch sie selig sei eiebster Jesu, wir sind )9 CTheuer sei mir allezeit Herr, mein Heiland, deine Lehre! Folgsam rschrift Gib, daß ich mit keit treulich ihre ehre, dem, was sie verheißet traue, sest mein Hossen rauf baue Nur bei deiner heit Licht lernen wir erkenmenm⸗ ihn mit fro⸗ rsicht unsern Gott ur ater nennen, und nach seine em heil'gen Willen unsre Pflichten tre u erfüllen Wahr⸗ Gott 3. Was die Welt vor dir g deines 0 Er ů virtest du II unsern Seelen, und Leben wähle und der Schaden nes Vaters Reichthum r Gnaden; ben uns a r Sun⸗ N n⸗ Vergebung sin⸗ en gnaͤd 14 je biu 5. Huldreicher du uns zu: kommt zu mir, te Seelen; es sonl en II eurer Ruh nicht bei m 1 Troste sehlen, u tyr an ders rnen, euch von Suͤnden zu entfernen. von mir le Erloͤsung Evangelium tausend zu deines Namens ihre K 6. Herr, dein hat viel tausend Zeu⸗ inkbar antbar niee + 11 InN Rer erfüllest und der I— dig an den Dank, d dir voll Ehr furcht br e! Hoͤre meinen Lobgesan, den ich hocher⸗ freut dir singe! Du befreist Gnader von ht und Scha⸗ guch mich aus der Suͤnde Ma den 8. Koͤstlicher, als Gold, sei mir, was dein goͤttlich Wort mich lehret! Dank, ja ewig Dank sei dir fuͤr den Trost, den es gewaͤhret! dir erho⸗ dich diger Stets, so lang ich hier noch bin, 2 ich dir zur El taͤglich mit nur iach dei handeln so J v Jesu r sind 106 d uf Erden koͤnunen wir Himmele keit empfinden, enn ni' und Eintracht hie uns Herzen fe st ver⸗ binde wenn wirx/ uich nas Jesu Lehren, dich, o Got der L ehren⸗ — Hey, dein NI spiel —.—2—— ——— —**— —— ** 2* D *. * —8 2 ——— — ii 0—49˖ SI 7 44 keit danken wir dir, Gott der Gnade; Jesu Christi Lehre streut Freuden auf des Lebens Pfade, lehrt uns Mͤßigung in Freuden, gibt uns hohen Muth im Leiden. vaͤhrt uns Trost Sie gel und Rath in den allerbang⸗ sten Leiden sie erleuchtet un sern Pf venn wir von der Erd de uns, von Todesnacht um leitet sie bessern n Wj Nr 1* rd N Iu X. verl ire Lieben uans v haͤlt sie u Muth fe lehrt frohe K Geduld une t 1 ke zur Vollbringung guter Y Po 5. Sie lehrt: Menschen zu erfreun, sei des Herzens großter Segen; lehrt uns, Feinden selbst verzeihn, die in Noth sind, troͤsten, pfle⸗ gen, bruͤderlich die Menschen lieben, segnen die, die uns betruͤben. 6. Heil dem Menschen, der sie uͤbt, diese schoͤnen Tugend⸗ Iehren; 915 dem, der die Nuder liel sich bestrebt, „Gott, zu ehren! Ewig wird er leben, stets nach vöhrer Tugend streben. Meks Schmücke dich, o —027. ‚ —20 eiland, deine 1 54 Hen—— enl iebe sar die Quelle jener Trie⸗ gei treues Herz re⸗ Mense gieret, und dich selbst dahin zeführet, daß du, unserm Heil zu d ist in Knechtsge⸗ stalt erschienen. O wer faßt die starken Triebe deiner treuen Menschenliebe! Ueber seine Feinde wei⸗ nen, jedermann mit Huͤlf' en, sich der Blinden, Lahmen, Armen, mehr als väterlich erbarmen, der Be⸗ trubten Klagen hoͤren, sich indrer Dienst verzehren: das sind Proben wahrer Guͤ⸗ te; und soe Herr, war dein 3. O du Zuflucht der Elen⸗ n! Wer hat nicht von dei⸗ nen Händen Segen, Trost und Heil genommen, der ge⸗ beugt zu dir ge ommenꝰ Wie st dir dein Herz gebrochen, wenn dich Kranke angespro⸗ chen! Und wie pflegtest du zu eilen, das Erbetne mit⸗ zutheilen! 1. Die Betruͤbten zu er qnicken, sie dem Kummer zu entruͤcken, die Unwissenden zu lehren, die Verkehrten zu bekehren, Suͤnder, die sich selbst verstocken, langmuths⸗ voll zu dir zu locken: das war taͤglich dein Geschaͤfte, var's mit Aufwand aller Kraͤfte 5. O wie hoch st ieg dein Erbarmen, Heiland„da du fuͤr uns Armen Angst und unerhoͤrte Schmerzen littest mit gelaß'nem Ieg zen, dich von Sündern ließ't verhoͤh⸗ nen, nen, und zur Schmach mit Dornen kronen, ja, uns Le⸗ ben zu erwerben, willig warst, am Kreuz zu sterben 6. Deine Huld hat dich n, Sanftmuth und uͤben, Haß mit f zu vergelten, dei nicht zu schel⸗ Allen freundlich zu be⸗ gegne aͤsterten, zu seanen der Uver- segn zu ver treten sie zu Got n es Hoͤchsten, t du je nach Ruhm ind auf Menschenlob geachtet! Wil⸗ lig littst du, um den Wil⸗ en deines Vaters len, Armutl Mel Q 1 Gein Lehrer ist dir —* Jesu, gleich! An Weisheit und an Liebe reich, bift du sowohl durch Wort als That der schwa⸗ chen Menschen sichrer Rath. eut mein Geist in sich, Herr Jesu Du sahest in der Gott⸗ heit mit aufgeklaͤrtem esicht, was des He weisem die Welt noch zu erwarten hat; du machtest selbst durch dei⸗ nen Mund das Künftige den Menschen kund. under no, was man aus deinem Mund ge⸗ hoͤrt, sel Wahrheit„ die uns Gott gele mir der Glauben an dies Wori von Gott! uns durch hat; man trifft der reinsten T deinem heil'gen Wandel an. · ¶ Gib, Herr, daß ich auf die⸗ ser Bahn, gestarkt der mit steter Treu dir nachzu⸗ Herr, von das die V dem das 2 hnung er jeder Pfiittt, des du machs wie ver Mund Himmlischer, dein — SI ——— —.— * . IIIS A ———— 2 S SSSSSISIIItt‚I‚I‚‚t‚f‚tf‚f.............. *** + 1— den lieben Gott Mie goͤttlich sind doch Jesu Leh⸗ zeugend seine . e was für AcH 1 fanon le + T Wel b war e* 12 8 10 c N ten se te nie Sunder im zesicht auben glauvbig an, ün ind willig unterthan. 6. Erfüll, o ur unsre Herze ier Lehre * R * erzen das N ver⸗ chaffe, daß ihm ů 8 bis in den Tod eyd, daß ihr euch selbst ent⸗ saget, die ihr nur stets nach keit, Ruhm, V Wohllust fraget kommt, L schauet Jesu Vorbild an dieß muß euch beschaͤ Kommt, lernt, geheilt Ihn, hinfort bezaͤ men von eurem ott war sein Alles; nur der hing seine n ze à D EI dier V ihn enehm; dem weiht er seine Triebe u er stets si w fand ar die ganzen Will des Vaters, welcher ihn gesandt, vollkommen zu ers en. Hoch ul Welt ur 1 Gotte +7 vermied er ni ernheit sich, wie er war zu zeige wann er Bosheit sah, war er Holl edler Seh mer wann . ze N 3 aber .. Mel. I Welt verheißt x nicht zu sche Nie zu bei rte sich se Heist, e rein von Nn 1sah er„ In Eifer, nie zum S da„ was 16 war, wer auf das Seine 5. Stets floh er das Ge⸗ 1 2 6 7V 1 nt⸗ Uund geringe,( v 64 V j. Erbe Uer Je seiner Armuth wurd ist der Herr, sein ist dlld Reich, doch trug Buͤrden ( War Gotte Hand auf ihm schon schwer: er jeden ropfen Blut war er ihm aufzuopfern! zeigt er, da 2 auch nur ze ward gehorsam b ia zum Te x Vvon Gott verlassen. blieb sein Herz an ihm, trotz alles Sein Sehnen war, en Schmerz, nichts, Antlitz. Got⸗ tes. Folgt, Menschen, sei⸗ nem Vorbild nach! Er hat fur euch gelitten; er selbst 70 Hilf meinem dir„mein hnlich werde! aͤhm das Fleisch vertilg in mir die Liebe dieser Erde daß ich ßes Beispiel mir all ͤů Augen setze; des ter zillen thun, gleick 8 2 h — Hn „ für Freud' und Leben Be O Gott, du frommer Gott 7 IV 1 a) Erscheine mei⸗ 139 nem Geis erl tes Bild der Ti d, N8ur 1 7* N.* du ster jeder„ des Alters, wie der Jugend! L Jesu, Himmlischer, dein Rei⸗ spiel —77—————————— — IIXIXIIIII —— IISS * * ů “ —— 0 —** Ich irr und seh ich nur fest auf dich! 2. Wie unschuldsvoll, wie rein, wie unentweiht von Sünde floh deine Jugend hin! Wie theuer war dem Kinde, wie lieb dem ling s scho was wählt! Boch ach hab ich, noch jung, +** schon gefehlt los und allem Gla ent rissen hen D * Müt 4 5 d eben 1id dennoch bliebst du nie riß das Elend dich von deinem Bater los. 4. Gehorsam, warst, eit, des Vaters W bis zum Rrezes⸗ nit Freuden zu erfül⸗ trugst mit Geduld und herbste merz; du sahst die Gl lid en und neid los blieb dein Herz 5. Nie hast du deine Pflich die kleins ste nie verletzet; ni ie 2.—— gesehn und nicht mit Trost ergoͤtzet; stets hast du Irrend e gewarnt, belehrt, gerͤͤhrt und sie mit, deshand auf bessern Weg fuͤhrt. 6. Versuchung ohne Zahl, bier Ruhm und Schmeie leien, dort lockender Gewi mitten du igkeit und Ruh 7. Voll stillen Friedens blieb dein Herz bis an das de; ba gabst du deinen in deines Vaters Hän⸗ Vollendet war der Lauf; m Ziele deiner Bahn sahst un d großen Lohn der Ewigkeit v. 1 N 8. Vollendeter, auch ich, ich kann ohne Beben einst den Geist dem Vater uͤbergeben, wenn er dir ähnlich war an Tugend und Geduld; denn du loͤser, tilgst der Schwach⸗ heitssuͤnden Schuld⸗ 9. Schau drum, mein Geist, auf ihn; verschmäh des Laster Freuden! Der Suͤnden Sold ist Tod und ihre Frucht sind Leiden. weihe Gott des ebens kurze Zeit! Dann ehst auch du, wie er, ins Reich der Herrlichkeit. In eigener Melodie. 13(H)Du dir erhebt 134.„O sch mein Ge⸗ müthe, du Freund der Men⸗ schen, Jesu Christ, der du durch deines Herzens Guͤte der Welt ein Vorbild wor⸗ den den bist! Du lebtest Suͤn⸗ dern nur zum Besten; sie zu befreien, sie zu troͤsten, ent⸗ sagtest du der Herrlichkeit Nur wohlzuthun war dein Bestreben: der Zweck von deinem ganzen Leben war deiner Menschen 2. Nucht schrecklich — eligkeit. waren deine Werke: du kamst nicht Suͤndern zum Gericht. Du wardst der blöden. Seelen Staͤrke, und ten Zuversicht in 2 war so, wie dein Gemuͤthe, voll M itleid, Freundlichkeit und Güte, und deine Hand rmen Brod. Du sahst die Thraͤnen der Betruͤbten, ehnsucht derer„die dich Nauf deinen Wink der Te deiner mehr, als Noth empfandst. hmecktest nichts von Freuden, so oft du Menschen leidend fandst Aufopfernd deines Lebens traͤfte, war es dein taͤgli⸗ Freund en 16 ches Geschaͤfte, als Men⸗ schenfreund umher zu ziehn. Eh' noch ein Leidender es dir s ein autrte uickte wagte, und thraͤnend klagte, schon dein Beistand ihn. 4. Errettung, Nachsicht, und Erbarmen fand der sich dir genaht. Mit⸗ leidig schenktest du dem Ar⸗ men die Hülfe, die st erbat. Lahmen jeder, Dem test du die Glieder, dem Stummen ka pr wieder, dir e das Gesicht. Nie du des Wohlthuns muͤde. Reuvolle fühlten Ruh und dem Schritte, de solg⸗ und leid* 5 i in des Reichen id unter de Ver⸗ ach. 1—9 empel, e oͤden O der, die Staͤdte, wie die freien Fel⸗ der, empfanden deine Guͤtig⸗ keit. Wo Ki e warst du zuge en; dein bol⸗ der Zußh d dein Se⸗ rieb des Le 8 t⸗ 6. So gingst du still auf deinem Pfade dem dir be⸗ sti mmten Tode zu Noch var in deinen Blicken Gnade, deiner Seele Himmels⸗ ruh. Auch dann ken und Gef Seiten nahe dich nicht dein Du bleibst ein S ner Freunde, bl barmer deiner liebtest sie bei ihr I D Jesu; mein Leben dem deir waͤr ich, wie du, Mens chenlieb' in n, als Schrek⸗ von allen verließ ahren waren, sanft, so mitleidsvo du! o pflanz in u holden Triebe des Mi * — ———— 2 LEαανινν — — —3332 — *nV. ** *0 8 94 Werke und Wohlth und der Menschenliebe, und *. 9•„ Ennn! gib mir deinen edlen Sinn! So ziert mein Wandel d ne Lehre; so krönt vor dir mich einst die Ehre, daß ich dein Freund und Erbe bin Leiden, Tod und Be⸗ 3vo aͤbniß Jesu af M 1· e st de A . 13 5 Lir r die Feier 5. 724* Leit * o großer Dulder, heilig seyr Sie leh e mich die +* meiden dir m zes Leben weihn, dir, der f so ruhig und entschlossen fuͤr mich die Last des Kreuzes trug, deß Herz, als schon ö sen, fuͤr mich nock heiß von Liebe schlug In der Betrachtung heil Stunden will ich am Leidenshügel stehn, und dich für d Pein ind Wunden mit tiefger tem Dank er⸗ 0 oͤhn U die Lieb' und Bu er n, womit dein Herz die und Uie jefuͤhllos es vergessen, was du für mich erdul * Mir sollen diese Feie eiten der größten Liebe l soll mich staͤr nich leiten, was dir zu scheun. Dein auch mir zum Se⸗ Tod mir seliger Gewinn ir schlage stets mein Herz entgegen, weil dich gerettet bin Bleibt mir in diesen 2 n theuer, Gethsemane und Golgatha! Ihr Oerter, wo die Welt die Feier der allerhoͤchsten Liebe sah! Nach euch will ich voll Andacht schauen, wo mein Erlöf litt un d. +— und hoff⸗ nungsve rn vertrauen, ++ der r die Seligkeit erw— will ler Tu⸗ + 154 Iu Noth und Tod j seyn, die Menschen, so wie du, zu lieben, und Todfeind zu ver⸗ zeihn. Daun wird dein Leiden mir zum Segen, dein Tod mir seligster Gewinn. Dir schlage stets mein Herz entgenen, da ich durch dich gerettet bin! Mel. 5 bster Jesu 2 4 192. Herr, staͤrke mich, I 27 V dein Leiden zu bedenken iich in das Meer versenken, die dich bewog, von aller Schuld des öIn uns ꝛu erlssen! des oͤsen uns zu erloͤsen N der Liebe zu ereint mit Gott, ein Mensch, gleich uns, auf Er⸗ den, und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden; an unsrer Statt gemartert und zerschlagen, die Suͤnde tra⸗ Welch wundervoll hoch⸗ heiliges Geschaͤfte! Sinn ich ihm nach, so zagen meine Kraͤf⸗ d ick 1 der Fluch der Suͤnde tt st geret t, EI V les Böf + Got ist die Lieb'ꝰ, und laͤßt die Welt erloͤsen eß kann nein Ge mit Schre 1 Ur ntzuͤcke im Kreuz er blick Es schlaͤgt de tolz Aund mein n der es st ef und es erhebt mich wieder lehrt mich mein 6 lück, macht mich aus Gottes Feinde zu Ge eunde Herr, mein Heil, an den ich kindlich glanbe, ich hier vor dir gebückt im Sraube, verlie eigt die mensch tken; allein sollt lichen Geda ich darum im Glauben wan ker Ich bin ein Mensch darf der sich unterwinden, Gott rgründen? Hoͤchsten Thun ist Lieb erweisen es zu, sie de zu preisen, zu sehn, wann Gott uns muths voll wie hoch, Gnad' erzeiget, die Gnade ste get. 9So sei denn ewig auch fuͤr das mir er⸗ von mir gepriesen Erbarmen, das du wiesen„ da uU, n land auch fuͤr mich Leben dahin gegeben du mein wil ch wieder lie 1 ets mit Ffreuden deinen Willen üben O gib zu die⸗ ligen Geschafte, Herr, selbst mir Kraͤfte — 0— 127(gesu, meines Le⸗ 1 27 1. bens Leben, deß h meine Seele freut, der f u sich k der ber wollt e M im Verderden ssen, ach, wie d ink,. dank ich dir, mein dafuͤr! 2 Menschenfreund, von +T M Uhs du 'reis 7* 141 4 I n den Gedächtr ner Leiden, Jest ne öchbeglückten ner Dank dafuͤr. 3. Du betratst, fuͤr uns zu sterben, willig deine Lei⸗ dongs 1 r dei bahr n, en zu erwerber n To⸗ desberg hinan, dachtest an deine Schmerzen, uns Menschen nur im Her⸗ zen. Diese Liebe preisen wir; unvergeßlich sei sie mir. 1. Meinetwe trugst du Bande, littest frecher rer Spott, achtetest Schmach und Schande, nicht 4 trugst X . — IIIIIIII * 4 * V. DI 2* —h— 46 — 3 Freuden und Gram und Leiden. O wie dank, wie dank ich dir wuͤr⸗ dig/ Wrepler dafuͤr! trugst willig 8 ne Stirne blr ier Dornen⸗ krone, 5 aller Koͤnige! MN sr zu gut hast du gelitten, mir die Lebenskron' erstrit Preis, Anbetung, Dank sei dir, Ehrfurchtswuͤrdig⸗ ö isendfache Voho Liebe, * 6. Du, der tar Schmerzen, mir zu rtrug, deinem groß⸗ Her 1 I„*im en Herzen war mein 9 e in meinen letzt Stunden stoß für mich aus dei nen Wun⸗ den. Herr/⸗ ich dank, ich danke 1* einst im Tode noch dafuͤr! 7. Ruh' im Leben, Trost im Grabe! unaussprechlicher Gewinn, den ich dir zu dan⸗ ken habe, dr deß ich nun ewig— Jesu dir mein Herz zu geben, deiner Tu⸗ gend nach streben, dir zu traun, zu Mel. O Jesu C rist, mein ens 2 2 n deine Leiden 38 A“ denken wir, Herr Jesu Christ, und dan⸗ fen dir, daß du so willig ihre Last zu unserm Heil getra gen hast. 2. Im Geiste folgen wir dir nach von Schmerz zu Schmerz, von Schmach zu Schmach; wir schaun zu dei⸗ nem Kreuz hinan, und beten dich mit Freuden an 3. Auch uns zu gut, o Herr, betrat dein Fuß de dornenvollen Auck uns stroͤmt Beßr un ge kraft und Ruh' aus deinem bittern Leiden zu. 4. Daß Gott uns als ein Vater liebt, gern Reuenden die Schuld vergiebt; daß ewig unsre Seele lebt, und sich zur bessern Welt e hebt; 5. Daß deine Lehre fest be⸗ steht, und daß dein Reich nie untergeht; den großen Trost von dir, o Gott, be⸗ lebt und staͤrket Jesu Tod. 6. Und wir, wir glaubten an dich nicht? Herr! Ohne sichern Trost und Licht, mit ungewissen Schritten geht des Lebens Pfad, wer dich ver⸗ schmaͤht. 7. Mit Dank und Freude olgen wir dir, unserm Heil und Retter, hier; und du wirst uns, wenn wir dich sehu, zu deines Himmels onn' erhoͤhn Mel. Schwing dich auf, zu 12 9 Mein Erloͤser, N auch fuͤr mich gingst du hin zum Leiden, nd begabst, Erretter, dich aller deiner Freuden. Du sahst Bande, Schmerz und Hohn, sahst den Tod von Ferne; doch ertrugst du, Got— Gottes Sohn, alle Leiden gerne n 2. Du entflobst nicht der Gefahr, die dem Leben drohte; als die Stund' er⸗ schienen war, gingst du froh zum Tode. Willig uͤbergabst du dich in der Feinde Haͤnde und bliebst unveränderlich tren bis an das 3. Lehre mich, wie du, so still und so froh zu leben, und, wenn es dein Rathschl will, selig zu verscheiden. Staͤrke mich, wenn ich ein⸗ mal sterbend zu vir flehe, daß ich durch des Todes Thal ohne Schrecken gehe. 4. Dank, o Jesu, Dank sei dir fuͤr dein willig Lei⸗ den, denn dadurch erwa du mir deines K els Fre den. r weiß ich, daß im Tod ich nicht ewig sterbe: denn ich bin versoͤhnt mit Gott, bin des Himmels Erbe. Mel. Herzliebster Jesu! 1 40. Caß deinen Geist mich stets, mein Heiland, lehren, dein goͤtt⸗ lich Kreuz im Glauben zu verehren, daß ich getreu in dem Beruf der Liebe mich christlich uͤbe. 2. Das Gute thun, das Voͤse fliehn und meiden, Herr, diese Pflicht gehrt mich dein heilig Leiden. Kann ich zugleich das Boͤse mir er⸗ lauben, und an˖ dich glauben? 3. Da du dich selbst fuͤr d gegeben, wie konnt' ich noch nach meinem llen leben? und nicht viel⸗ nehr, weil ich dir angehoͤre, zu deiner Ehre? 4. Ich sollte nicht, wann den dieser Erden, wann Kreuz mich trifft, gelatznen zens werden, da du so viel fuͤr uns, die wir's ver⸗ schuldet, lieb reich erduldet? Fuͤr welche du dein Le⸗ ben selbst gelassen, wie koͤnnt ich ste, sie meine Bruͤder has⸗ sen? und nicht wie du, wenn sie mich untertreten, fuͤr sie noch beten? 6 Ich will nicht Haß mit gleichem Haß vergelten; wenn hilt, nicht raͤchend wieder schelten Heili⸗ ger, du Herr und Haupt der Glieder, schaltst auch nicht wieder Ein reines Herz, gleich deinem edlen Herzen, dieß ist der Dank fuͤr deines Kreu⸗ zes Schmerzen. Und Gott gibt uns die Nraft in deinem Namen, dir nachzuahmen. 8. Unendlich ück! du littest uns zu Gute. Ich bin versoͤhnt in deinem theuren ahin t mich sch *D Du, Blute. Du hast mein Heil, da du für mich gestorben, am Kreuz erworben. 9. So bin ich denn schon selig hier im Glauben! So wird mir nichts, nichts met⸗ ne Krone rauben! So werd ich dort, von Herrlichkeit G um⸗ ——— **—..— — ——— ⁊............ ——.—— H*39—9————— — SSDSSSSSSQQQmIIe —3—————.—————„8. 98 umgeben, einst ewig le⸗ ben! 10. Ja, wenn 1 stets der Tugend? Pfad betrete, im Glauben kaͤr ny o‚ꝰ, Im au ben wach' und bete o ist nein Heil schon so gewiß er⸗ strebet, als Jesus lebet. 11. Lockt boͤse Lust mein Herz mit ihrem Reize: so schrecke mich dein Wort, das Wort vom K reuze! Und werd ich maat⸗ im Laufe guter Wer⸗ ke: so sei mirs Staͤrke! 12. Seh ich dein Kreu den Klugen dieser Erden Aergerniß und eine Thor werden so sei's dock trotz alles frechen Spottes, — 3 Wam Gottes Wenn endlich, Herr, 1 mich meine Suͤnden kraͤnken; so laß dein Kreuz mir wie⸗ der Ruhe schenken; dein Kreuz, dieß sei, wenn ich den Tod einst leide, mir Fried' und Freude! In voriger Melodie 14 41 Oen, Herr, fuͤr deine Liebe! sie drang dich zu dem mitleidsvollen Triebe, fuͤr eine Welt voll Suͤnder, selbst dein Leben dahin geben. 2. Fuͤrwahr, du trugest unsrer Suͤnde Schmerzen. O welch ein Herz gleicht dei⸗ nem edlen Herzen! Du ließest unsre Schuld an dir bestra⸗ fen, uns Heil zu schaffen Dei hoch geprie⸗ zu zerke und W ohlt thate auch mein Erbe w Wé as hab ich s sonst fuͤr sichern Trof st auf Erden? Was gibt hlwahren wann ich Hrund iIr Freude, einst I. Fuͤr mich, o Herr, bist ich gestorben! Was du der Welt durch deinen erworben, das hast du ja, Rroßer Tren geleitet, Auc)* bere eitet. 5. O staͤrke selbst mein rz in diesem Glauben! baͤnger Zweifel müss se mir rauben! Er muͤsse nich zum Fleiß in guten Wer⸗ ken bestaͤndig staͤrken! 6. Sollt ich mich unn noch frevelhaft erkuͤhnen, der Suͤnde, die dich toͤdtete, zu dienen; so waͤr ich ja, o Herr, nicht dein Erloͤster: du nicht mein Troͤster 7. Rein, dir allein, der du Wunden auf ewig Dienst ver⸗ durch deine nich zu deinem bunden, nur dir, mein Hei⸗ land, sei mein ganzes Leben zum Dienst ergeben! 8. Nichts soll mich je von deiner Liebe scheiden. Ich bleibe dein, bis du mich dort wirst weiden, wo deine Liebe mit verklaͤrten Zungen stets wird besungen. Mel. S chwin 3u 3dich auf 1½ WMein Erloͤser, 4.: ottes Sohn, du fuͤr mich littest, und auch auch auf der Himmel Thron jetzt noch fuͤr mich bittest, welche Wohlthat ist fuͤr mich ein versöhnend Leiden! O wie preis' ich würdig dich, Ursprung meiner Freuden? 2. Unermeßne Herrlichkeit war dir, Herr, gegeben; und du konntest jederzeit vol⸗ ler Freuden leben. Aber, o der großen Huld! daß ich selig würde, uͤbernahmst du mit Geduld schwerer Leiden Buͤrde. 3. Nun kann meine Misse⸗ that noch Vergebung finden; denn du 1105 nach Gottes Rath, auch h für meine Suͤn⸗ den. Un nsre Strafe trugest du, uns vom Fluch—. ret⸗ ten, daß wir im G Ruh', mit Gott Fr ten 4. Was uns Lust zur Beß rung schafft; was zur Tu⸗ gend leitet, dazu hast du neue Kraft durch dein Kreuz bereitet Nicht vergebens darf ich nun mich um Kraft bewerben, Gottes Willen noch o zu thun, Suͤnden abzuster⸗ ben. 5. Nun kann ich aufs To desthal noch mit Freuden sehen, und zu jener Welt einmal ohne Schrecken ge⸗ hen. Du, Herr, hast aus aller Noth Rettung mir er⸗ rungen, und durch deinen Kreuzestod meinen Tod be⸗ zwungen. 6. Herr, was bin ich, daß * Erloͤ sung. 99 dich angenom⸗ Frucht von du mein so men? Laß die deiner Pein nun auch auf mich kommen; gib mir Weis⸗ heit, gib mir e u hast sie in Haͤnden, was du mir zum Heil ver schaft„ glaͤubig anzuwenden! 7. Laß das Wort von dei⸗ nem Kreuz N ch u Ut— th beleben, siegreich jeder denreiz hier zu widerstreben, und voll T 5 dir zum Ruhm, alle meine Pflichten, als dein theures Eigenthum treulich zu! errichten 8. Druͤckt mich meine Suͤn⸗ dennoth, straft mich mein Gewissen, o dann laß aus deinem Tod mich den Trost ßen: daß du auch für meine Schuld buͤßend bist ge⸗ storben, und Vergebung, Gnad' und Huld mir bei Bott erworben! 9. Staͤrke mich durch dei⸗ nen Tod in den letzten Stun⸗ den! Wie du deine Todes⸗ noth siegreich überwunden: so hilf dazu auch mir! Laß mic froͤhlich sch 151 n! Herr, so dank ich ewig dir fuͤr dein bittres Leiden. Mel. Freu dich sehr o meine 2 FJesu, deine tiefe II. 5* Wunden, dei⸗ * ne Qual, dein bittrer Tod, geben mir in baugen Stun⸗ den Kraft zur Tn gend⸗ Trost in Noth. Mich sollt' ich durch Suͤnd entweihn? Nein, ich G 2 denk — 447%.. 1440•%½ürüin WWru S. HE * 488 —. ——————— 2... 100 Werke und Wohlthaten Gottes. denk' an deine Pein; sie, sie lehrt mich Suͤnden lassen, und sie als m ein Ungluͤck hassen. 2. Die Erinnrung deiner Leiden staͤrke mich mit Kraft und Muth, alle Zi e Lust zu meiden, zu bekämpfen Fleisch und Blut! Auch wenn meine Seele zagt, Gram an meinem Herzen nagt, laß, im Glauben mich zu staͤrken, mich auf deine Leiden mer⸗ ken! 3. Will die Welt mein Herz verfuͤhren auf der Eitelkeiten Bahn, wo so viele sich ver lieren und sich dem Verder⸗ ben nahn: dann denk ich, o Jesu, nach uͤber deine große Schmach, daß ich dir getreu verbleibe und die boͤse Lust vertreibe. A4. Gib bei allem, was mich kraͤnket, mir aus dei⸗ nem Leiden Ruh! Wenn mein Herz daran gedenket, stroͤme nener Trost mir zu! Wenn mich meine Fehler reun, muße mich dein Tod erfreun; denn du hast, da du gestorben, diesen Trost 1 auch mir erworben! 5. Auf dich setz ich mein Vertreuen, Jesu, meine Zu⸗ versicht. Du verbleibst des Todes Grauen; durch dich schadet er mir nicht. Sicher ist bei dir mein Heil! Hab ich, Herr, an dir nur Theil, o so wirst du ewig's Leber ir auch einst aus Gnaden geben. * 6. Hab ich dann in mei⸗ nem Herzen Hoffnung jener Herrlichkeit; so besieg ich auch die Schmerzen von dem letzten Kampf und Streit. Wenn gleich meine Huͤlle bricht, quaͤlt doch Todesfurcht mich nicht; überwunden, über⸗ wunden hab ich, durch dich uͤberwunden. In eigener Melodie. 14½4 W 4 n en kraͤn⸗ ken, so laß, Herr3 Jesu Christ, mich glaubensvoll bedenken, wie du gestorben bist, und Rettung von der Schulden⸗ last den reuerfuͤllten Sündern am Kreuz erworben hast. 2. O wundervolle Liebe! bedenks, o Seele, recht! Es starb aus freiem Triebe der Herr für seinen Knecht. Selbst seinen eignen Sohn gab Gott für mich verlor⸗ nen Menschen in Marter, Schmach und Tod. 8. Was kann mir denn un schaden der Fluch, der Sü ndern droht? Gott sieht uf mich in Gnaden; durch Jesu Mittlerstod bin ich von diesem Fluch befreit, und darf nicht aͤngstlich fuͤrchten Gericht und Ewigkeit. l. Drum sag ich dir von erden itzt und mein Lebe⸗ ng fuͤr deine Todesschmot Erloͤser, Lob und Dank. daß ich dir fur deine Treu Treu auf ewig ganz erge⸗ ben und thaͤtig dankbar sei! 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen, als ein Ehrist mit allem Ernst zu meiden, was vor dir suͤnd⸗ lich ist! Nie komme mir aus meinem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erloͤset bin! 6. Mein Krenz und meine Plagen, und waͤrs auch Schmach und Spott, hilf mir geduldig tragen. Laß nur, mein Herr und Gott, mich fliehen jede Lust der Welt, und dem Erxrempel folgen, das du mir vorgestellt! 7. Laß mich an Andern uͤben, was du an mir ge⸗ than, und meinen Naͤchsten ieben, gern dienen jeder⸗ mann, ohn' Eigennutz und Heuchelei, und, wie du mirs erwiesen, aus wahrer Lieb' und Treu! 8. In meinen letzten Stun⸗ den erquicke mich dein Tod, daß ich, mit dir ver bunden, besieg auch diese Noth! Du bist es, Herr, auf den ich trau! Staͤrk' meine Seel' im Tode, daß ich dich ewig schau! Mel. Befiehl du deine Wege 14 2 u, der sich einst 9 D voll Liebe. 8 15 Tod und Grab, au mitleidsvollem Triebe, 10 unsrer Rettung gab, ach unter welchen Plagen schloß 101 sich dein Lebenslauf! Mit Zittern und mit Zagen stiegst du zum Oelberg auf. 2. Die schauervollen Stun⸗ den der Martern waren da. Du sahest Hohn und Wun⸗ den, dein Kreuz aͤuf Gol⸗ gatha, den Tod, die Grabes⸗ hoͤhle, und fühltest Angst und Noth; betruͤbt war dei⸗ ne Seele, betruͤbt bis in den Tod. 3. Ach, welche Angstge, fuͤhle ergriffen da dein Herz! Im nagenden Gewühle von Bangigkeit und Schmerz lagst du vor Gott im Stau⸗ be, mit Todesschweiß be⸗ deckt. Wie kaͤmpfte da dein Glaube, von banger Furcht erschreckt! 1. Auf dich der Menschen Bester drang Angst auf Angst herzu, und doch hing nie⸗ mand fester an seinem Gott, als du. Wie sehunlich bat dein Flehen um Schoͤnung, und wie still: es soll nur das geschehen, was Gott, mein Vater, will! 5. So warest du mit Freu⸗ gehorsam und bereit, nach Gottes Rath zu leiden, und gingst mit Willigkeit der fre⸗ chen Schaar entgegen, die blutbegierig kam, dir Bande anzulegen, und dich gefan⸗ gen nahm. 6. Der Menschen Heil zu foͤrdern, gabst du mit sanf⸗ tem Sinn dich willig deinen Moͤrdern und ihren Wha hin. —.—— d...EEI. SSIITL .* 100 Werke und Wohlthaten Gottes. denk' 5— ne Pein; sie, sie lehrt mich Suͤnden laf sen, und sie als mein Ungluͤck hassen. 2. Die Erinnrung deiner Leiden staͤrke mich mit Kraft und Muth, alle schnoͤde Lust zu meiden, zu bekaͤmpfsen Fleisch und Blut! Auch wenn meine Seele zagt, Gram an meinem Herzen nagt, laß, im Glauben mich zu staͤrken, mich auf deine Leiden mer⸗ ken! 3. Will die Welt mein Herz verfuͤhren auf der Eitelkeiten Bahn, wo so viele sic h ver lieren und sich dem Verder⸗ ben nahn: dann denk ich, o Jesu, nach uͤber deine große Schmach, daß ich dir getreu verbleibe und die boͤse Lust vertreibe. Gib bei allem, was mich kraͤnket, mir aus dei⸗ nem Leiden Ruh! Wenn mein Herz daran gedenket, stroͤme neuer Trost mir zu! A.781 CLaoI Wenn mich meine Fehler reun, müße mich dein Tod erfreun; denn du hast, da du gestorben, diesen Trost 1 auch mir erwo 1b0n 5. Auf dich setz ich mein Vertreuen, Jesu, meine Zu⸗ versicht. Du verbleibst des Todes Grauen; durch dich schadet er mir nicht. Sicher ist bei dir mein Heil! Hab ich, Herr, an dir nur Theil, o so wirst du ewig's Leber ir auch einst aus Gnaden geben. * 6. Hab ich dann in mei⸗ nem Herzen Hoffnung jener Herrlichkeit; so besieg ich auch die Schmerzen von dem letzten Kampf und Streit. Wenn gleich meine Huͤlle bricht, guaͤlt doch Todesfurcht mich nicht; uͤberwunden, üͤber⸗ wunden hab ich, durch dich uͤberwunden. In eigener Melodie. „ WMenn mich die I4VEünden krän⸗ ken, so laß, Herr Jesu Christ, mich glaubensvoll bedenken, wie du gestorben bist, und Rettung von der Schulden⸗ last den reuerfuͤllten Sündern am Kreuz erworben hast. 2. O wundervolle Liebe! bedenks, o Seele, recht! Es starb aus freiem Triebe der Herr fuͤr seinen Knecht. Selbst seinen eignen Sohn gab Gott für mich verlor⸗ nen Menschen in Marter, Schmach und Tod. 3. Was kann mir denn nun schaden der Fluch, der Suͤndern droht? Gott sieht auf mich in Gnaden; durch Jesu Mittlerstod bin ich von diesem Fluch befreit, und darf nicht aͤngstlich fuͤrchten Gericht und Ewigkeit. I. Drum sag ich dir von Herzen itzt und mein Lebe⸗ lang für deine Todesschmer⸗ zen, Erloͤser, Lob und Dank. Hilf, daß ich dir fur deine Treu Treu auf ewig ganz erge⸗ ben und thätig dankbar sei! 5. Herr, laß dein bittres Leiden mich reizen, als ein Ehrist mit allem Ernst zu meiden, was vor dir suͤnd⸗ lich ist! Nie komme mir aus meinem Sinn, wie viel es dich gekostet, daß ich erloͤset bi— z. Mein Krenz und meine Plagen, und waͤrs auch Schmach und Spott, mir geduldig tragen. Laß nur, mein Herr und Gott, mich fliehen jede Lust der Welt, und dem Erempel folgen, das du mir vorgestellt! J. Laß mich an Andern den, was du an mir ge⸗ than und meinen Naͤchsten lieben gern dlienet jeder⸗ mann, Eigennutz und Heuchelei, und, wie du mirs erwiesen aus wahrer Lieb' und Treu 8. In me inen letzten Stun⸗ den erquicke mich dein Tod, daß ich, mit dir— besieg auch diese Noth! Du bist es, Herr, auf den ich trau! Staͤrk' meine Seel im Tode, daß ich dich ewig schau! Mel. Befiehl du deine Wege Do der sich einst 49. D voll Liebe selbst bis zum Tod und Grab, aus mitleidsvollem Triebe, zu unsrer Rettung gab, ach unter welchen Plagen schloß hilf 101 sich dein Lebenslauf! Mit Zittern und mit Zagen stiegst du zum Oelberg auf. 2. Die sch auervollen Stun⸗ den der Martern waren da. Du sahest Hohn und Wun⸗ den, dein Kreuz aͤuf Gol⸗ gatha, den Tod, die Grabes⸗ hoͤhle, und fuͤhltest Angst und Noth; betrübt war dei⸗ ne Seele, betruͤbt bis in den Ten 3. Ach, welche Angstge, fuͤhl le ergriffen da dein Herz Im nagenden Gewüͤhle von Bangigkeit und Schmerz lagst du vor Gott im Stau⸗ be, mit Todesschweiß be⸗ deckt. Wie kaͤmpfte da dein Glaube, von banger Furcht erschreckt! 1. Auf dich der Menschen Bester drang Angst auf Angst herzu, und doch hing nie⸗ mand fester an seinem Gott, als du. Wie sehnlich bat dein Flehen um Schoͤnung, und wie still: es soll nur das geschehen, was Gott, mein Vater, will! 5. So warest du mit Freu⸗ den gehorsam und bereit, nach Gottes Rath zu leiden, und gingst mit Willigkeit der fre⸗ chen Schaar entgegen, die blutbegierig kam, dir Bande anzulegen, und dich gefan⸗ gen nahm. 6. Der Menschen Heil zu foͤrdern, gabst du mit sanf⸗ tem Sinn dich willig deinen Moͤrdern und ihren Wun in. * . ** 3 + 3 4 V 2 * 5 7 7 * — — ——— — —·. 102 hin. Um dich war alles be; doch du bliebst ruhe So stark war deine Liebe uns und unserm Wohl! 7. OFreund der Menschen⸗ kinder, den nun kein Leid mehr drückt, wie hoch k du uns Suͤnder durch Huld beglückt! Hg wolle HDu beglus wollen erheben, so viel die 17„+* 7* Schwachheit ka in, und d 4 zur Ehre leben. Nimm un⸗ Mel. Wenn die Sünden 4 Linst als im 190 4 na hete, Herr, d ele rang, und immer heißer flehte; so tief⸗ gebeugt, so bang: da fandst du keinen Trost, kein Licht, da schwebte nichts als Mar⸗ ter vor deinem Angesicht. 2. Auch sie, die so ent⸗ schlossen, so maͤnnlich dich bekannt, sind muthlos, sind verdrossen, vom Schlummer UÜbermannt. Sie schau ner Seele Schmerz und ner deiner Bruͤder spricht Lab⸗ sal in dein Herz. diese schwachen Seelen traͤgt deine Lieb' und Huld, wie sehr sie gleich⸗ wohl fehleu, mit schoönender Geduld Erbarmend sprichst du: Freunde, wacht! o wacht mit mir und betet, nah ist des Feindes Macht! 1. Du Troͤster schwacher Brüder, Herr, nimm dich meiner an! Wie leicht fall kei⸗ VD Doch Wahn oftmals schlumm r los ein, bin ruhig bei Ge⸗ fahren, die meiner Seele draͤun. 5. Herr, rette du mich Schwachen, wenn Stolz und Sicherheit den Geist verdros⸗ sen machen. Gib Kraft und Muth im Streit; floͤß mei⸗ ner Seele Tröstung ein; sprich zu ihr kouͤmpf' und bete! die Krone dein! ist b al d Mel. Herzliebster Jesu! 1227 Bekenner Jesu, * werdet nie vermessen! Der Fall ist na⸗ he, wenn wir je vergessen, Bestaͤndigkeit und Sicherheit vor Süuünden auf Gott zu gründen. 2. Dann gleichen selbst die feurigsten Entschluͤsse den lich⸗ ten Dünsten, die durch Fin⸗ sternisse schnell in die Hoͤhe schimmern und vergehen, wie sie entstehen. 3. Die Juͤnger staͤrkten in der ernsten Stunde durch Wachen und Gebaͤt sich nicht im Bunde mit ihrem Herrn; sie fielen selbst vor Kummer in tiefen Schlummer. 4. Als der Verraͤther kam mit seinen Schaaren, wie bebten sie vor drohenden Ge⸗ fahren! Wo war ihr Muth, fuͤr ihren Herrn mit Freuden den Tod zu leiden? Un⸗ 5. Uneingedenk des Hir ten flehn die Schaafe C ward verlassen, er, de X unsre Strafe so willig dul⸗ dete, daß seine Heerde ge⸗ rettet werde. 6. O welche Liebe! Jesu, welche Treue! Du littest, daß der Mensch sich deiner sfreue; ach laß uns nie mit zweifelnden Gedanken im Glauben wanken! 7. Wer dich bek kennet, fuͤrchte, Herr, auch alles von seiner Schwachheit! Ein⸗ gedenk des Falles der bessern Juͤnger, streb er, sein Ver⸗ trauen auf dich zu bauen! 8. Laß deinen Geist uns, Herr, zur Seite treten! E lehrt uns wacher lehrt uns er Iich rde Wi y3t erlie⸗ gen; wir werden siegen. Mel. O Lamm Gottes, unschuldig 1 8 Echse der im I0. ESta aube einst lag nit Angstschweiß ebe decket, ein tröste sich mein Glaube, enn Tod und Sunde mich allzeit gedul ig sie mit verzeihet üden et Gei st soll uns bel dulden, zu vergeben, wie kläͤglich entstellt, gemartert, verschmachtet Dein Tod be⸗ lehr uns täglich, wie hoch dr ngeachtet! Er schreek uns ab von Suͤnden; er muͤz' uns dir verbinden zu ew'ger Liebe, Herr Jesu! In eigener Melodie. 0(briste, du Sohn Gottes! der du traͤgst die Suͤnde der Welt erbarm dich unser! 2. Christe, du Sohn Got⸗ tes, der du traͤgst die Suͤnde der Welt: erbarm dich unser! 3. Ehrile, du Sohn Got⸗ tes, der du traͤgst die Suͤnde uns deinen 4 V— ulen meinen Thaten. Mel. In 50 WWer kann bie Lei⸗ den fassen, die du, s Herr, gelassen fuͤr mich erduldet hast? Daß ich ge⸗ rettet würde, trugst du die verste Bürde, und üͤber⸗ nahmst auch meine Last 2. Laß deine letzten Stun⸗ den, und was du da em⸗ pfunden, mich trösten und sch 3. Du st bt mit einem Herzen, das auch in Todes⸗ schmerzen fuͤr deine Feinde 4„ 271 GS mick t. Wie du, will ich mich 365 ö Fei uüben, auch meinen Feind IS — 2———————— RRSA...—....———— ISI 104 zu lieben; oft wußt' er auch nicht, was er that. 4. Du troͤstetest den Ar⸗ men, der sich auf dein Er⸗ barmen am Kreuze fest ver⸗ ließ. Auch ich bin, wann ich sterbe, war ich dir treu, dein Erbe, und folge dir ins Paradies. 5. Du sorgtest, voll von aus regem Mitleids⸗ triebe, noch für der Deinen Ruh'. Ach, wenn auch ich muß leiden und von den Meinen scheiden: so sende Trost und Muth mir zu! 6. Du mußiest, matt von Plagen, auch uͤber Durst noch klagen und keiner labte dich. Warum sollt ich denn beben, wann Leiden mich umgeben? Du labst ja und erquickest mich. 7. Du riefst voll Trauer im bangen schauer: verlaͤßt du mich, mein Gott? Nun mag ich einst erblassen, du wirst mich nie verlassen; du fühltest selbst des Todes Noth. tiefer Todes⸗ 8. Du sprachst am Ziel der Leiden mit namenlosen Freuden, mein Werk ist nun vollbracht! Lehr es auch h mich volbringen, und einst zum Ziele dringen durch meines Todes dunkle Nacht! 9. Du gabst am Leidens⸗ d ende in deines Vaters Hände getrost die Seele hin. Wann ich auch meine Seele ihm inst, wie du, befehle: dann Werke und Wohlthaten Gottes. ist auch mir der winn. Mel. Wege 4 5 Der Herrscher al⸗ 1 ler Lande muß sich gebunden sehn, er muß, * dein du deine Befiehl bedeckt mit Schande, vor seinen Knechten stehn, und hier sich richten lassen. Sie suchen ihre Wuth, womit sie laͤngst ihn hassen, zu saͤttigen mit Blut 2. Die Unschuld seiner Leh⸗ ren, wem war sie unbewußt? Wer wars, der ihn mehr eh⸗ ren, wer, der ihn schuͤtzen mußt 2. Wem waren dies sonst Pfli chten, als denen, die ihr Stand, ein recht Ge⸗ richt zu richten, aufs heilig⸗ ste verband? 3. Doch hier wird falscher Zeugen Verläumdung gern gehoͤrt; hier wird durch Laͤ⸗ sterungen der Heiligste ent⸗ ehrt; hier wird das Recht gebeuget, entweiht das Rich⸗ teramt; hier wo die Falsch⸗ heit zeuget, die Unschuld frech am! n It. Entweiht ist Stätte, ntheiligt dieß Ge⸗ richt, in dem man Jesum schmaͤhte, doch seine Unschuld nicht. Er schweigt; es macht sein Schweigen, und selbst der Lũgn er Mund, die wi⸗ verd zwar die der ihn hier zeugen, schon seine Unschuld kund. 5. O würde nie mit Raͤn⸗ ken der Ungerechtigkeit, die Recht Erloͤ Recht und Unschuld kranken, ein Richterstuhl entweiht! entweiht an keinem Orte die Wahrheit und das Recht, daß nie durch Lästerworte die Unschuld leiden moͤcht'! 6. Lehr mich, Herr, wo ich schweigen, und wo ich reden soll! Mein Schweigen und mein Zeugen sei klug und wahrheits voll! Laß mei⸗ nen Mund nie trugen, Zach mich von Fal schheit frei, daß ich ein Feind der Luͤgen, ein Freund der Wahrheit sei! 7. Laß mich nie wieder schelten, wenn mich die Bos⸗ heit schilt, nie Haß mit Haß vergelten! Mein Herz sei sanft und müs Lehr mich die Rache eiden; und muß ich ohne Schuld doch Schmach und Unrecht lei⸗ den, so troͤst deine Huld! mich Mel. So schlummerst du 15 29 88 Durst nach 3.— Blut, o brinde Wuth, die kaum erhöͤrt ist worden! den Erloͤser will sein Volk grausam schaͤndlich mor⸗ den. 2. Da geht er hin, ach seht auf ihn! gefesselt durch die Straßen, muß vom heidni⸗ schen Gericht sich verdammen lassen. 3. Sein Richter sieht, wie alles glüht von Grimm und wilder Rache, und vertheidiget zuerst des Gerechten Sache. su 9„ 105 4. Doch zittert er, wankt hin und her, verlangt des Volkes Stimme; und sie ru⸗ fen: Barrabas! mit erbo⸗ stem Grimme. 5. Da gibt er ihn zur Geißlung hin, die Wache darf ihn hoͤhnen, die mit ei⸗ Dornenkranz ihn zum Koͤnig krönen. 6 Wer hat ein Herz, Ren⸗ uhlt den Schmerz des Hei ligen, des Besten nicht wit Wehmuth? Moöͤchte ihn doch ein Mitleid troͤsten! 7. Seht, welch ein Mensch! seht, welch ein Mensch! spricht selbst Pilgtus, stellet ihn zur Schau dar, eh er noch ihm sein Urtheit fället! nem 8. Ans mit ihm! 2 Kreuz mit ihn 1⁰ schr eit die tolle Menge. Und der feige Richter kommt endlich ins Gedränge. 9. So sterb er dannt! jetzt der der ihn er⸗ retten sollte, aber nie um Recht und Pflicht etwas lei⸗ den wollte. 10. Ach! uns zu gut floß hier dein Blut/ trugst du mit stillem Herzen deiner ed⸗ len Seele Qual, alle deine Sch me erzen. 11. Du hasts gethan. Wi beten an mit dankendem Ge⸗ muͤthe, mit Bewund derung und Preis, deine Treu' und Guͤte. 12. Dir wollen wir, o Herr, dafuͤr uns selbi zum Opfer sprach cann, 45½918•. bSISIREN E —:“ Dpfer bringen. Gib dem guten Willen Kraft, gib ihm das Vollbringen. 7 8 Schon ist der Tag von G 153 s V. ag so schwer auf ihm die L. der Sünden! Wie unaus⸗ 16 duldet er fuͤr euch, schenkinder! So lei⸗ rechlich 2. Der Sohn des Eins mit Gott, ein ein Gerechter, ward v Missethaͤter Spott, sei⸗ nes Volks Geläch ter. Wie ein Verbrecher stand er da, erklagt, verläaͤumdet. Wer n sah, der sah ihn mit V Bera chtun ig. war der Aftig Fre drisch, ihn zu plagen. Sein Leib war ganz bedeckt mit Blut, voll Striemen und zerschlagen. Dornenkron skleidern aus⸗ vor seinen einer kroͤnt, in Koͤni gehöhnt, stand er Feinden. ů 4. Den Heiden, ö Richter war, ergriff menschlich Schrecken; er stellt ihn seinen Bruͤdern dar, ihr Mitleid zu erwecken. Seht ch ein Mensch! Ich kann ihn nicht verda immen; denn 1 die ur ischuld spricht zu maͤch tig fur sein Leben und Wohlthaten Gottes blich, uch! ver⸗ ir die uschlich⸗ dei dite aufge⸗ vilde Schaar sah mach mit Freuden 1 t Tod befriedigt sie allein, sie stuͤrmten auf den Richt ein, und schrie'n: Er sterb am Kreuze! 6. Du denkest ohne Schau⸗ dern nie an diese Wuth der Sülid du sprichst: die och sira 11 O Sesle, h dabei an deine Bist du frei von Schuld am Tode Jesu? 7. Sieh, welch ein Mensch! er wird fuͤr dich derschmaͤhet und zerschlagen! Hoͤr ihn, er spricht: ich selber, ich muß deine Suͤnden tragen. Die Schuld ist dein, durch mei⸗ nen Tod versoͤhn ich, Suͤn⸗ dich mit Gott, und sterb um deinetwillen. „ O bochgelobter Gottes⸗ „du Tilger meiner Suͤn⸗ auf deines Va⸗ ach, laß mich e finden! Laß deines Schmach und Pein igkeit und Heil mir seyn, um deiner Liebs willen! 9. Ich schwoͤre, Welter⸗ dir, und willig will halt so wahr du le⸗ t, soll in mir nie deine 1 den, erhoͤht Lieb erkalten! Dein Leiden und dein Tod soll mich, so lang ich lebe, Herr, an dich erinnern! 10. und deine Lieb Lockt mich lockt leisch und Blu 0 auf den W g der Suͤnde; so ruͤste mich mit Kraft und Muth, daß ich sie üͤberwinde. a— rufe du mir li breich zu enk, welch ein Mensch ich war! und du, du woll⸗ test mich nicht lieben? 2 In voriger Melodie. 2 err, = erschein du auf deinen Leidens! n! Mit her bohen Seelen⸗ ruh t du dem Tod ent⸗ gegen! Voll Zaͤrtlichkeit und Edelmuth warst du bereit, Hnn uns zu gut, des Kreuzes chmach zu tragen 2. Die Mense EI 11 zieh ur stets bei dein Lehenszeit dein ernstliches Be mühen, und selbst im Tode wolltest du für sie Heil, Tr und Seelenruh vo Großmuth noch erwerben. 3. Drum 12 dest du des Kre zes Schmach und Schmerzen, sprichst Trest betrubten Seelen zu, und bitt'st mit edlem Herzen selbst Drum stiegst du auf der Leidensbahn, voll Hel⸗ gen! denmuth, mit Freuden ge⸗ 8. O Jesu! der du fuͤr uns · trost auf Golgatha hina starbst zur Rettung vom Ver⸗ · den Kreuzestod zu le den derben, uns so viel Heil und hier zeigest du dich, Gotte Trost erwarbst durch Leh⸗ r Sohn, bei Schmerzen, Mar⸗ ren, Leiden, Sterben, steh⸗ 5 tern, Spott und Hohn in uns mit deiner Huͤlfe bei, deiner wahren Groͤße. daß wir, stets unsrer Pflicht er m Mit hober Würde dul⸗ getreu, nach deiner Lehre E 4 It envol⸗ uden; flieh 9 n⸗⸗ 6 gf. 7*7 3 5, der ihm mißf such 35 s zu vermeid was dich zur Suͤnde un; gey standh aft Tugend leben! Suͤndenschuld und bei dem Druck der Leiden wollst du 107 der letzten Todesnoth fuͤr eine Moͤrder noch zu Ge du stirbst als Menschenret⸗ ter. 5. Ach, sieh ihn hier, er⸗ loͤster Christ, schuldlos zm Kreuze bringen! sieh, wie sein Blut zur Erde fließt; seb. ihn zum Tode ringen Sieh seine Wunden, seinen Schmerz! Denk an sein lie⸗ bevolles He ach, sieh thn 4 duldend sterben! 79* 6. Hier denk an jenen Zweck zurück, der ihn hie her getrieben! Nun sag bei st de diesem Trauerblick: will noch Sünden liehen? Nei . bier, o Chriß, entschließe dich bei seinem Tode feserlich, be H V Entf d Huͤnden und sünd riänNMN. bahn der besse rn Welt entge⸗ —2—————78 9. Doch auch bei unsrer SS. uns n wirst verworfen Un verhoͤl mit einem Dornenkranz Schmach gekroͤnet, gegeiselt und, von entkraͤftet, tet. Schmerzen seh ans Kreuz gel — ist die Ursach al⸗ er Plagen? Ach, unsce Sünden hahen dich geschlagen! Zu ihrer Tilgung hast du, Herr, erduldet, was oir verschuldet. 4. O große Lieb'! be, kaum zu fassen! mir zum Heil hast du martern lassen. murch lerne—— x den, x 5. groß zu allen kann ich gni Lie⸗ Tle⸗ Auch dich ich 111 ttler Zeuen, wie sam deine Treu' ausbreiten? Wer hat dich je für deiner Liebe Proben * genug erhoben? 6. Doch dir gefällts, wenn ich mich selbst bekaͤmpfe, 1 dir folge, und des Fleischer Jiei 108 uns Trost, Muth und. Ge⸗ duld durch deinen Tod be⸗ reiten; und naht einst unser Tod S so laß uns die⸗ als Glaubige Werke und Wohlthaten Gottes. denn Luͤste daͤmpfe; f tein ganzes auch forthin me Leben nur 7. Gib heiligen Gese chen deines Kraͤfte, 4 Pfad der? mich regiere! guten Geistesr er mich auf den Tug⸗ end fuͤhre, und 8. Dann werd ich dank⸗ voll deine Huld betrachten, dich lieben und die Lust der Welt verachten, mit allem Eifer suchen, deinen Willen treu zu erfuͤllen. 9. Zu deiner Ehre will ich alles wagen, kein Drohen achten, keine Schmach, noch Plagen; mich sollen auch des baͤngsten Todes Leiden nicht von dir scheiden. 10. Empfang ich einst vor unsers Gottes Throne, wie du empfingst, die Seligkeit zum Lohne, dann will ich dein Lob besingen, und Dank dir brit gen. Mel. Auf meinen lieben Gott Meir 1 Jesu, fuͤr 1. 568 Mdein Her erz z welch ein so berb er Schme den + weit mehr empfun den, als Striemen, Schlaͤg und du Wunden! Die kleine Zahl von Freunden kraͤnkt dich, gleich deinen Feinden. 2. Kaum naht sich die Ge⸗ fahr: so bebt der Juͤnger Schaar. Die erst sich hoch vermessen, eh' sie der Treu' vergessen, den Tod selbst vor⸗ zu⸗ Erloͤsung. zuzieben, verlassen dich und 4. Wenn deines Namens fliehen! Spötter dich schmaͤhten; 3. Der kühn sein Schwert wenn ihr Spott dich hol nte, gezuckt, dein Petrus selbst Welterretter! dich, ihren erschrickt; er flieht, eh; Ban⸗ H und Gott; dann de drohen; schaͤmt sich, daß sc wieg ich furchtsam, schaͤm⸗ er geflohen: kehrt um und te mich, ein Christ zu seyn, eilt verwegen dem tiefern und scheute mehr ihren S pott, Fall entgegen. als dich. 4. Wie ist der Mensch so du, der du dein Le⸗ schw ach! Se o viel sein Muth ben, du Herr der Ewigkeit, versprach; dort liegt er, tief so willig ogeben fuͤr mei⸗ im Stau be; e wie undankbar, Glaube, sein war ich, daß ich gedaͤmpfet. 2 Chri den Spott der Sunder mehr wacht und kaͤmpfet! fuͤrchtete, als dich! ** 6. Ach Vater, ich em⸗ Mel. Wenn mich die Sünden On die Groͤße meiner A7/ V'eudtcht dahin= Schuld. Vergieb auch diese 9— gerissen, ver⸗ Sunde nach deiner großen ne Sei Wie sc wach laͤugnet Petrus dich. Bald Huld! Erbarmend sahst du straft ihn sein Gewissen, da Petrum g 3laß eine gleiche weint er bitter Tief drin⸗Gnade mich, o mein Heil, get ihm dein Blick ins H ri, empfahn! er fleht dir um Gnade, 7. Laß mich bei meiner und dn stillst seinen Schmer z. Reue den Bund mit dir er⸗ 2. Wie wuchs nun deinem neun/ Standhaftigkeit und Zeugen Beständigleit und Treue, dir mein Versoͤhner, Muth! Furcht konnt' ihn weihn! D Dich zu verlaͤug uchte nicht mebr beugen; 3 fuͤr dich Herr, mein Gott, das fuͤrcht floß selbst sein B lut. Dich, meine Seele weit mehr, ls seinen Herrn und seinen selbst den Tod. Gott, verherrlichte sein Le⸗ 8. 0 will dich frei beken⸗ ben, verherrlichte sein Tod. nen. Wann Go t Gericht einst 3. Bewegt ist meine See⸗ haͤlt, wirst du nich guch be⸗ le, erfullt mit Ren' und kennen demRichter aller Welt. Schmerz„was bilfts, daß Dein Kreuz ist meine Zuver⸗ ichs verhehle? Du schaust sicht, pieh Kreuz ist meine mir ja ins Herz! Beken⸗ Ehrez d laß ih enig nichr. nen will ich's, Jesu, dir: 9. Beschirmt von deiner auch ich hab d⸗ 0 derlang gnet; Gnade, fuͤrcht ich selbst nicht vergib, vergib es mir den Tod. Wer ist es, der 4.. — * ... 2 E erte 1Haupt a ) drohte mir von allen die schreclichsie Gef ihr. Mel. Wie wohl ist mir, o Freund V* D=* IAS„o 58 8 Len groößten 453. Sterbenden zu sehen, schwing dich, mein Beif auf Golga tha, wo man des Mittlers K ů hoͤhen, den Weltbegluͤck bluten sah! Erwäg an di sem heil'gen Orte des sterben⸗ den Erloͤsers Worte und rufe Gott um Glauben an; sie koͤnnen dir den Trost im Le⸗ ben und einst den Trost im Tode geben, wenn hier dich nichts mehr troͤsten kann. 2. Geduldig bei den groͤß⸗ ten Schmerzen nimmt er sich seiner Feinde an und ruft mit sanftmuthsvollem Herzen: sie wissen nicht, was sie gethan! Der goͤttliche, der groͤßte Beter fleht liebreich noch fuͤr Missethaͤter, Werkzeuge seiner Pein und Schmach. Mensch, wenn dich Rach und— verfuͤhren, laß dich durch die ses Beispiel ruͤhren, und be⸗ te deinem Heiland nach 3. Welch Beispiel kindlich⸗ frommer Triebe, als, unter Leiden ohne Zahl, der Herr dem Jünger seiner Liebe die Mutter sterbend noch em⸗ pfahl! Ach; wird mein Aug anst um die Meinen in mei⸗ und Wohlthaten Gottes n letzten Stunden weinen Glaubens wegen, mit mir m Paradiese seyn! O Herr, laß an des Todes Pforte einst diese trost esvollen Wor⸗ te mich auch im letzten Kamp f erfreun! 5. Wer kann die hohen Lei⸗ den fassen, als Christus an dem Kreuze rief: mein Gott, wie hast du mich ve en! Wie beuget ihn Last so tief, die ft che Sünder auf ihn brachten Angst und Mein muß 3e Pein müßt er versch na achten, war Gott nicht seine Zuver⸗ sicht Herr, der für mich zum Tod gegangen, fuͤr mich verlassen da gehangen, o Herr, mein Trost, verlaß mich nicht! 6. Der Her Erde rr des Himmels e, von allem Labse jt, wuͤnscht, daß se st gestillet werde. O der dich so theu'r de r Heil land rufet dich Armen den an erloͤf noch hente im Durst u augel dr O elig, wer den Ruf erft let! Denn wer des Armen Mangel stillet„der hat den t erquickt. enden sich schweren Lo eiden; der r Heiland spricht: es ist v ollbracht! Wort des Sieges, A zort der Freuden! du nimmst den Tode seine Macht. Heil uns! wer darf es nun wohl wa⸗ gen, uns, die Erloͤsten, zu verklagen? Der Friede ist mit Gott gemacht. Gio, daß am Ende meiner Tage auch ich, o Herr, mit Freu⸗ den sage: es ist vollbracht! es ist vollbracht! 3. Das letzte Wort aus deinem Munde, se Heilan id selb I Nun auch das 1 af in meiner Todesstunde mir Muth und Zuversicht ver⸗ leihn! Du rufest: Vater, ich befehle in deine Haͤnde meine Seele: du, der du Allen Heil erwarbst. Nun war das groͤßte Werk vol⸗ lendet, wozu der Vater dich gesendet, du neigtest dein Haupt und starbst. 2 Mensch! kannst du ohne fromme Zähren den Liebling Gottes sterben sehn? Mu bt du ihn nicht mit Freuden eh⸗ ren, und willig seinen Ruhm erhoͤhn? O weine fromm bei seinen Plagen, und froͤhlich 775 ihn nach drei Tagen seinem Grabe auferst Lahtte er v, an du ön. Us den Verklaͤrter ,„ zur Rech⸗ ten seines Vaters sel hn! Mel. O Jesu Christ, mein's und Pest ibn en Trost ins Herz. 2. Du siehst die Mutter r, siehst den Freund, und f sprichst zu ihr, die trostlos weint: sieh, Mutter, dieser Sohn ist dein; was ich dir wa ar, wird er dir 91— — ig bis + So innig bis zum Tod, so treu f. Zärt ich keit; ich if willig„An⸗ + I* 111 1„* lzüstehn, und ihnen zu erflehn! enn euch, die hier mein Herz geliebt, ihr Freun⸗ de, einst mein Tod betrübt: dann uͤbergeb ich euch dem Herrn, er hoͤrt, er hilft, er segnet gern. 5. Froh geh ich, wenn es ihm gefaͤllt, den Weg zu je⸗ er bessern Welt, euch sag ich, die ihr um mich weint: getrof bald werden verchnr! 6. Den wir Trost, 0 Jesu, mk ich dir; du br rachtest hn vom Him mel mir. Du hast verheißen: ihr seid mein .. wo ich bin, sollt ihr ewig eun Mel. wenn ihn Spotter hier 4.— Viu * —— ldu deine Wege 8 u, dessen A — flossen, so Zion sahn, zur Frevelt at entschlossen, sich seinem Falle nahn; wo ist das Thal, die Hoͤhle, die, Jesu, dich ver⸗ birgt? Verfolger seiner Seele, habt ihr ihn schon erwürgt? 2. Welch jamm aodl 8 Aler ia der Menm der v Wer ist der 1 Pla⸗ gen, der langsan* Ist Jesus das, ͤ‚ den je die Erde sah? Er fuͤhlt der Qualen groͤßte? Tode nah? 3. Ach, wie er tief im Staube, bedeckt mit Angst⸗ schweiß, Güt mit dem Ge⸗ fuͤhl sein Glaube im Kampfe dennoch siegt! Schon kommt der Moͤrder Rotte, die kein Erbarmen ruͤhrt, die ihn zu Hohn und Spotte, ihn, ach! zum Kreuze fuͤhrt. 4. Sein Volk im bit Grimme erweicht sein blick nicht, nicht fremden Er ist dem tern * An⸗ Mitleids Stimme, die von dem Richtstuhl spricht: Er ist ihr Hohngelaͤchter; sie drohn mit wildemt Ton; Auf uns, auf Soͤhn' und Toͤchter, M komm seines Blutes 5. Zur fernen Schedelstäͤt⸗ te traͤgt er sein K renz hinan Sie kreuz'gen ihn! O b mein Geist, mit Wehmuth hoͤhnt in frechen Volk des Dul⸗ Er ruft: Lohn! ELe, an. Noch Mienen das 1 ders Schmerz. Werke und Wohlthaten Gottes. vergib es ihnen! Vergebend bricht sein Herz. 6. Es bricht, und schwer von Kummer sinkt auf die Brust zur Ruh sein Haupt; nun schließt der Schlummer sein muͤdes Auge zu. Am Kreuze ruht die Hulle, der Geist schwebt sanft entruckt zu Gott, wo ihn die Fuͤlle des hohen L ohns erquickt. Freund der Men⸗ „ wir danken dir ihrt! Dein Leiden hat uns Sunder zu großem Gluͤck gefuͤhrt! Dich ehre unser Glaube, Anbetung sei dein Dank; hoͤr ihn, vernimm vom Staube den schwachen Lobgesang! Mel. Werde munter, mein Gem. 1 6 12 De am Kreuz ist meine Liebe! Meine Lieb' ist Jesus Christ! Weich von mir, des Eitlen Liebe, alles, was nicht ewig ist! was du gibst, ist nicht von Gott; und, womit di lohnst, ist Tod! Der am Kreuz ist meine Liebe, dem ich treu zu seyn n ich uͤbe. 2. Der am Kreuz ist meine Liebe! Frevler, was befrem⸗ dets dich, daß ich Jesum Christum liebe? Jesus gab sich selbst fuͤr mich; sollt' ich nicht sein eigen seyn, mich ganz seinem Dienste weihn? der am Kreuz ist meine Lie⸗ dem ich treu zu seyn mich uͤbe. be, 3. Der . Erloͤst Der am Kreuz ist meine Sünde, du bist mir verhaßt! Weh mir, wenn ich den betruͤbe, der fuͤr mich am Kreuz erblaßt! Undank fuͤr so herben Schmerz, nie beflecke er mein Herz! Der am Kreuz ist ꝛc. 4. Der am amrn ist meine iebe! W t mir no h fuͤrch⸗ terlich? ub, Gewissen! +. Er, die Lie be, J starb ia auch fuͤr mich Wer ver⸗ dammt nun? G hott ist hier; 60 ott verzeiht durch Christum mir. Der am Krenz ist ꝛc. 5. Der am Kreuz ist mein Vertrauen! Nichts, wie furchtbar es auch ist, keines, nes Todes Sranen reißt von dir mi ich, rist! N ht Gen Bold nicht Engel nicht, kein Fuͤrstenthum! Dir, dir will ich le bend trauen; ster⸗ bend dir! werd ich schauen! 6. Der am Liebe! Komm, bist mein Freund! wie ein Staub, verstiebe; wird mein Geist mit Gott vereint. Da, da schau ich Gottes Sohn, aͤrnte seiner Leiden Lohn. Der am Kreuz ist meine Liebe, dem ich treu zu seyn mich uͤbe. D ich Kreuz ist meine o Tod! Du Wenn ich, Mel. In allen meinen „ Meoel e 162 D Welt, sieh hier — dein Leben am Stamm des Kreuzes schwe⸗ ing. 113 ben! Dein Heil sinkt in den Tod Der große Herr der Ehren laͤßt willig sich beschwe⸗ ren mit Banden, Schlaͤgen, Hohn und Spott. Komm, sch Schmerzen! Erw im Herzen der Unschuldvolle fuͤhlt, was er am Leibe lei⸗ det, wie, bis er endlich schei⸗ det, die Qual in seinen Adern wuͤhlt! . 1 ists, der dich ge⸗ schlager mein Heil, und diese Plagen dir aufgebürdet hat ꝰ Du warst ja nicht ein Sünder, wie andre Men⸗ schenkinder, und rein von aller Missethat. gingest meinetwe⸗ entge⸗ aue seine ge, was 1 Du dem Tode skampf nmit wahrem Heldenmuth; du Erren mir vom Verder⸗ ben Errettung zu erwerben, und littes alles mir zu gut. 5. Wie bin ich dir ver⸗ bunden, durch den ich Heil gefunden, zur tiefsten Dank⸗ barkeit! Dir sei mein ganzes Leben zum Opfer hingegeben, dir, Jesu, Leib und Seel' geweiht! 6. Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und Seele scheiden, mir stets vor Au⸗ gen seyn, von meinen Chri⸗ stenpflichten mich tuͤglich un⸗ terrichten, und mir zur Tu⸗ gend nd Kr st verleihn! Dein Beispiel soll mich lebren, den Rath des Hoͤch⸗ sten ehren, ihm gern gehor⸗ H sam W. — ——.— —— 114 Werke und Wohlthaten Gottes. sam seyn; auch meine Bruͤ⸗ der lieben, und, wenn sie mich betruͤben, mit edlem Wohlthun sie erfreun. 8. Als Christ will ich mich uͤben, die Feinde selbst zu lieben, wie du, der fuͤr sie bat. Ich will des Lebens Plagen getrost und willig tragen, und thun, wie mein Erloͤser that. 9. Nie will ich wieder schel⸗ ten, nie Spott mit Spott vergelten, nie, wenn ich leide, draͤun. Selbst Un⸗ recht will ich dulden, dem Naͤchsten seine Schulden, wie du, von Herzen gern verzeihn. 10. Gerüuhrt von deinen Plagen will ich mit Ernst entsagen dem, was dir nicht gefaͤllt; was deine Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, gefiel es auch der ganzen Welt. 11. Und soll ich endlich sterben, so laß dein Reich mich erben, mich so getrost, wie du, in deine Vaterhaͤnde den Geist an meinem Ende empfehlen zu der ew'gen Ruh. Mel. Befiehl du deine Wege 2 er du voll Blut 1 63 D und Wunden fuͤr uns am Kreuze starbst, und unsern letzten Stunden den hoͤchsten Trost erwarbst; der du dein theures Leben, noch eh ich war, auch mir zur Rettung hingegeben: mein Heil, wie dank ich dir! 2. Wie viel hast du erdul⸗ det, erhabner Menschensohn, als du, der nichts verschul⸗ det, empfingst der Suͤnder Lohn! Da folgte Schmerz auf Schmerzen! da traf dich Schmach auf Schmach; da lag auf deinem Herzen Angst, die das Herz dir brach. 3. Entbloßt von allem Reize, der Menschen wohl⸗ gefuͤllt, hingst du an deinem Kreuze, ein Fluch vor aller Welt. Dich flohen deine Freunde; du warst der Leut Spott; dich hoͤhnten deine Feinde: wo ist denn nun dein Gott? 4. Wer kann dir nachem⸗ pfinden den Schmerz, die Todesangst, mit welcher du, von Sünden uns zu erretten, rangst? Die Last gehaͤufter Plagen fiel da so schwer auf dich, daß sie dich drang zu klagen: Gott, wie ver⸗ laͤßt du mich! 5. Ach, diese Last und Muͤ⸗ he hab ich auch dir gemacht! O mein Erloͤser, siehe vom Throne deiner Macht in Gna⸗ den auf mich Armen, der sich verschuldet hat, und hilf mir aus Erbarmen von meiner Missethat! 6. Ich will auf dich stets sehen mit aller Zuversicht; wohin soll ich sonst gehen? Verwirf nur du mich nicht! Wo soll ich Ruhe finden, wenn du E rloͤf du mich, Herr, nicht liebst? wo Reinigung von Taele wenn du sie mir nicht giebs 7. Du hast mir durch den Leiden zur Tug end Muth und Kraft, in Truͤbsal Trost und Freuden, die ewig sind, verschafft. O gib an dieser Gnade auch meinem Glau⸗ ben Theil und auf des Le⸗ bens Pfade mir Muth, Wrft Tro und Heil! Soll ich, o Herr/ einst sbeidenad so verlaß mich nicht; sei du in Todesleiden mein Trost, mein Heil, mein Licht zenn mir am aller⸗ bangsten wird in dem Her⸗ zen seyn, so reiß mich aus den Aengsten Rraft deiner Angst und Pein! 9. Laß du mein ganzes Hoffen dar Erfüllung gehn, und mich im Geiste offen, Herr, deinen Him⸗ mel sehn! Mit heiligem Ent⸗ zuͤcken will ich dann glau⸗ bensvoll nach dir, mein Hei⸗ land blicken. Wer so stirbt, der stirbt wohl! , eigener Melodie. ch, sieh ihn dul⸗ 164 I. N Xden, bluten, sterben! O meine Seele, sag ihm frommen Dank! Sieh Gottes einz'gen Sohn dort sterben, weil Menschenliebe ihn so heftig drang! Wo ist ein Freund, der je, was er, gethan, der so, wie er, fuͤr Suͤnder sterben kann? sung. 115 2. Ja, mir; zum Trost und 43 zur Ehre gerei icht sein zanzer Kampf, sein Kreuzes⸗ 100 bestaͤttigt ist nun seine Lehre: ich baue fest darauf in jeder Noth. Unschuldig litt er zwar; doch Preis und Ruhm sste uch im Kampf der üinschund Kiger hum. 3. Mich soll das Beispiel Jesu lehren, der frommen Unschuld Lohn sei Seligkeit. Auch ich lilt Gott durch Tu⸗ gend ehren, und willig thun, was sein Gesetz gebent. Die Pflicht des Danks dringt in⸗ nig mich dazu, und Tugend gruͤndet wahre Seelenruh I. Nie will ich mich am Feinde raͤchen: auch dies lehrt Jesu hohes Beispiel mich; in bange Klagen nie ausbrechen, verloͤhr auch gleich mein Pfad im Dunkel sich. Durch Leiden 9118 zum Ziele Jesus hin; ich folge ihm, weil ich sein Schuͤler bin. 5. Was fuͤrcht' ich noch des Todes Schrecken? Im Grabe schlief auch einst der Men⸗ schenfreund. Mag Erde mei⸗ ne Asche decken, wenn einst des Todes dunkle Nacht er⸗ scheint! Der Gott, der ihm das Leben wieder gab, ruft einst auch mich aus meinem dunklen Grab. 6. Nimm hin den Dank fuͤr deine Liebe, mein Ret⸗ ter, den mein ganzes Herz dir bringt! Dort dank ich dir mit reinem Triebe, wenn 9 2 dich 0 1 * ů * * * — 222.— XVIAI= * 8 —.. —— 116 Werke und Wohlt dich mein Geist unsterblich e besingt. Dann stim men alle Sel'gen froͤblich ein; dann soll der ganze himmel Zeuge seyn! lieben Gott Er sta arb, der groͤß⸗ te Frennd der er staͤrb, von seinem derk int, das nicht 91 Freund der Ju⸗ gend, des Mannes und des Greifes fand; in ihm, der nie auf Rang und Pracht, nur Anspruch auf das Herz gemacht 2. Wie aber werden wir erkennen, daß wir den groͤß⸗ ten Menschenfreund nicht auch, wie einst sein Volk, verkennen, daß unser Herz es besser meint mit Jesu, dessen Tod uns ruhrt, dem ünser ganzer Dank gebuͤhrt? Wenn seinem liebevol⸗ len Herzen auch unser Herz an Liebe gleicht; wenn unter Leiden, unter Schmerzen, r es nie von seinen Pflichten weicht; wenn wir dem Feinde selbst verzeihn, und ihn mit Rath und Trost erfreun; 4. Wenn wir stets reines Herzens leben; wie Jesus, uns der Tugend weihn: und unser eifrigstes Bestreben nur das ist: Gott ergeben seyn; und wenn wir jede boͤse That vermeiden, wie es Jesus that 69— Dann koͤnnen wir den Trost uns geben, daß unser * d haten Gottes. Herz ihn ehrt und liebt, und hoffen, daß nach diesem Le⸗ ben Gott jene Seligkeit uns gibt, mit der er in der Ewig⸗ keit den, der die Tugend ehrt, erfreut. Weys odie. 6 62 u 1. aller Menschenkin⸗ der, wie martert dich, voll blinder Wuth, der Frevel ausgelaßner nder! Aus allen Adern stroͤmt dein Blut, und tiefer, nie gefuͤhlter Schmerz durchdringet Glie⸗ der, Siun und Herz. 2. Doch Sanftmuth ist in deinen Mienen, in deiner Seele Zuversicht; du flehst: vergieb, o Vater, ihnen; was sie jetzt thun, verstehn sie nicht! Und ruhig, bis dein Herz dir brach, trugst du des Kreuzes Qual und Schmach. 3. Dein hohes Beispiel soll mich lehren, das Un⸗ recht dulden un 5 verzeihn. Will Rachsucht meinen Geist empoͤren, Gekreuzigter, dann denk ich dein, wie du, ge⸗ martert und geschmaͤht, fur ine Peiniger gefleht. 4. Wie sollt ich nun nicht alle lieben, fuͤr welche du gestorben bist? Wie koͤnnt' ich Einen noch betruben, fuͤr den Christ wie freudig Gutes In voriger du littest, Jesu nun nicht thun, und still in Gottes Willen ruhn 5. Schrickt Schrecki mich der Lohn der Uebertreter, und quaͤlt die Schuld der Suͤnder mich; dann denk ich, goͤttlicher Zuver⸗ n r/ auch t Be gna⸗ digu ing und He eil e erfleht. Mel. Herzlich lieb hab ich dich um Gnade fuͤr 167 10 2. Udie Sünderwelt rufst du, mein Heil, am Kreuz gequält von frecher Sünd otten. Dir blu⸗ gte Herz, wann dich bei deinem berben Schmerz die Boͤsewichter spotten. Du siehst mit e gensvollem Blick von ihnen weg auf den z ruͤck, d en die dir el daß Erd U mmel hoͤrt: Vergib, o Gott, und führe nicht sie ins Gericht; denn was sie thun, verstehn sie nicht. 2. Erstaunend seh ich diese ld. Wie mitleidsvoll ist die Geduld, die Moͤrder so ertraͤget! Ihr, die ihr euren Heiland ehrt, fuͤhlt seiner Großmuth hohen Werth, und danket ihin beweget! Er hat durch segnendes Gebaͤt auch uns ein ewig Heil erfleht. Er sagt auch uns zu unsrer Ruh, Erbarmen und Verge⸗ bung zu. Herr Jesu Christ! gelobt seyst du fuͤr deinen Erloͤs Tod! Gott ist durch dich noch ur iser Gott! 3. Daß Gott mit Lang⸗ muth und Geduld, auch selbst bei sehr gehaͤufter Schuld, der Suͤnder dennoch sch onet; daß er so liebreich ihrer den kt, und ihnen Frist—* 2 schenkt, eh nach er lohnet; daß ich noch f lich sagen kann: auch mich, mich Suͤnder, nimmt Gott an; hast du durch deines Fuͤrspruchs Kraft, mein treu⸗ er Heiland, mir verschafft. O Jesu Christ, mein Herr und Gott! mein Herr und Gott! vertritt du mich bis an den Tod! 4. Wird je mein Herz von Trost weil meiner Suͤn⸗ den furchtbar Heer aufs neue mich erschrecket: o dann ver⸗ sichre michs aufs neu, du ste⸗ hest mir als Mittler bei, der meine Schuld bedecket! Mein Geist blickt glaubensvoll auf dich. Sei du mir nur nicht fuͤrchterlich! Und schließt sich meine Pilgrimschaft, so staͤrke mich mit neuer Kraft, Herr Jesu Christ! der letzte Kampf wird mir versuͤßt, wenn du mein Trost im Tode bist. 5. Den sanuften liebevol⸗ len Sinn, daß ich ein Freund der Feinde bin, floͤß, Herr, in meine Seele; gib, daß bei der Verfolgung Schmerz ich dir des Feindes en Herz und meine Sach pfehle. Besaͤnftige mein K6⸗ —— ν III — vν.. bINDSSRS —esese I. rr 2 ⸗ 2 A⸗ 4 er 8 —— —. *. * Werke und N Woe 118 ges Blut; und flammt des Zornes wilde Glut mein Herz zur Rachhegierde e an; o so er⸗ innre mich daran, Herr Jesu Christ, wie du am Kreuz durch dein Gebaͤt selbf st deinen Moͤrdern Gnad' er⸗ fleht! 6. Mich troͤste dein Ver⸗ söhnungstod; es bilde mich dein Geist/ mein Gott, daß ich dir aͤhnlich werde! O zeuch muich, du erhoͤhter Held, vom Dienst zum Himmel von Du bist der Dei t Schutzpanier. Zeuch dir uns nach, so laufen wir, so wollen wir uns deiner Pein und I Fuͤrbittꝰ ewig freun. Herr Jesu Christ! d wie selig ist, wie selig ist der Mensch, dem du ein bist! zu dir hinauf der Heiland Mel. Wer nur den lieben 68 O Holgatha, zu einen Hoͤhen erheb ich andachts voll mein Herz. Ich will den Heil'gen Gottes sehen in seines Opfer⸗ todes Schmerz; ich will fuͤr seine Todespein mein zes Leben ihm nur weihn. 2. Wie ruͤhrend scheidet der Gerechte, im Tod als Gottes Sohn bewährt! Zwar leidet er den Tod der Knechte, A von Freylern uoch am Kreuz entehrt; doch seines Muths Erhabenheit zeugt laut von seiner Goͤttlichkeit. gan⸗ ohlthaten Gottes *+ 3. Er fleht fuͤr die, die ihn verkannten, mit himmlischer Gelassenheit; bemerkt die traurigen Verwandten, und sorgt fuͤr sie voll Zaͤrtlichkeit; spricht hohen Trost und Fried' und Ruh den kummervollen Seelen zu. I. Stets eifrig, seines Va⸗ ters Willen, auch wann er Leiden vor sich sah, durch Lehr' und Thaten zu erfuͤllen, fuͤhlt er sich nun dem Ziele nah, und, Demuth auf dem Angesicht, freut er sich der vollbrachten Pflicht. 5. Jetzt naͤhert sich die ernste Stunde, wo Mancher schon nicht Fassung hielt; doch seht, wie er, mit Gott im Bunde, getrost ihm sei⸗ nen Geist empfiehlt, und unsrer Seelen hohen Werth durch dieses letzte Wort er⸗ klaͤrt! 6. So stirbt denn Jesus, seine Lehren von Tugend und Unsterblichkeit der Welt als goͤttlich zu bewähren, und macht die Seinigen bereit, Berkündiger des Worts zu seyn, und weder Schmerz noch Tod zu scheun. „Er stirbt, der Wohl⸗ thun ausgebrei tet, oft Naͤchte im Gebaͤt durchwacht, der Irrende zu Gott geleitet, und Leidende gesund gemacht! So freudenvoll stirbt auch der Christ, dem Jesus Licht und Beispiel ist. 8. Schon 8. Schon viele tausend Fromme schieden, dir, Jesu, nach mit Freudigkeit, em⸗ pfanden jenen Seelenfrieden, den nur die Tugend uns ver⸗ leiht. Ihr will ich denn mein Leben weihn; so wird mein Tod, wie deiner, seyn. In voriger Melodie. 3 69.S5, Christen, 4IN9sehet Jesum scheiden, wie er im Tode standhaft ist, wie nach dem baͤngsten Erdenleiden sein Auge sich so ruhig schließt; und wißt, daß, wer die Tu⸗ gendbahn stets wandelt, ru⸗ hig sterben kann! 2. Die Welt mit ihrer Lust verachten, des Reichthums eitlen Gla erf FTugend Tugend verschmaͤhn, und uͤber alles achten, in jedem Tugendkampf be⸗ stehn, das machte, daß auf Golgatha man Jesum ruhig sterben sah. 3. Des ewig guten Vaters Willen durch seine ganze Le⸗ benszeit treu und gewissen⸗ haft erfuͤllen, war Jesu groͤß⸗ te Seligkeit. Ihn schreckte Grab und Zukunft nicht; denn Gott war seine Zuver⸗ sicht. 4. Er liebte herzlich seine Bruͤder, selbst noch im letzten Augenblick; schalt nie, ward er gescholten, wieder; be⸗ foͤrderte des Feindes Glück. Und diese Menschenfreund⸗ Erloͤsung. lichkeit gab sterbend ihm noch Heiterkeit. 5. Auf! laßt an Jesu To⸗ destage den Vorsatz lebhaft uns erneun: wir wollen unsre Lebenstage, wie Je⸗ sus, nur der Tugend weihn! Dann strahlt auch uns ein helles Licht, wenn sterbend unser Auge bricht. In voriger Melodie. 70 s ist vollbracht! E so ruft am Kreu⸗ ze des sterbenden Erloͤsers Mund. O Wort voll Trost und Leben, reize zur Freu⸗ de meines Herzens Grund! Das große Opfer ist ge⸗ schehn, das Gott auch mir zum Heil ersehn 2. Mein Jesus stirbt, die Felsen beben, der Sonne Schein verlieret sich, in Todte dringt ein naues Le⸗ ben, der Heil' gen Graͤber oͤffnen sich, der Vorhang reißt, die Erde kracht, der Welt Versoͤhnung ist voll⸗ bracht. 3. Wie viel, mein Heil, hast du vollendet, als dir das Herz im Tode brach! Du hast den Fluch hinweggewen⸗ det, der auf der Welt voll Suͤnder lag, und uns die Bahn durchs Todes Nacht zur frohen Ewigkeit gemacht. A. Dankvolle Thraͤnen, netzt die Wangen! Mein Glaube sieht nun offenbar die Schuld⸗ schrift an dem Kreuze han⸗ gen, . 6 — XXIIXIXIXI ————5— 120 Werke und Wohlthaten Gottes. gen, die wider meine Seele war. Er, den mir Gott zum Trost gemacht, rief auch fuͤr mich: Es ist vollbracht! 5. O hilfmir, Herr, nun auch vollbringen, was wahre Dankbarkeit begehrt! Laß nach der Heiligung mich rin⸗ gen, dazu dein Tod mir Kraf ährt! O stärke mich dazr cht, bis meine Beß'⸗ rung ist vollbracht! 6. Du littst so viel zu mei⸗ nem Leben. e sollt' ich nicht voll Eifer seyn, mich deinem Dienste zu ergeben? Sollt' ich dabei vor Schmach mich scheun mein Heiland, sei mein Ruhm; denn ich bin ganz dein Eigenthum. 7. Soll ich, bei dir ergeb⸗ nem Herzen, auch hier durch manche Truͤbsal gehn, und hat mein Gott gehaͤufte Schmerzen zu meiner Pruͤ⸗ fung ausersehn; so laß die Hoffnung mich erfreun: auch das wird einst geendigt seyn! 8. Ja, fuͤhlt mein Herz des Todes Schrecken, so staͤr⸗ ke mich in solcher Last; laß mich den Trost auch sterbend schmecken, daß du ihn uͤber⸗ wunden hast! So tret auch ich ins Todes Nacht mit dem Triumph: Es ist vollbracht! 5 — Dein Di Oei Dienst neigener Melodie. 7 Do schlummerst „„ 1 5 V. du in stiller Ruh, der du fuͤr uns gestor⸗ ben, uns am Kreuz in schwerer Muͤh ew'ges Heil erwoͤrben! 2. Du bist erblaßt, o Herr, und hast doch in dir selbst das Leben. Gleich als Sterb⸗ liche haͤlt dich nun das Grab umgeben. 3. Doch Heil sei mir! He du willst hier nicht die Ve wesung sehen; sondern bald aus eigner Kraft aus dem Grabe gehen. Ich weiß, du wirst, mein Lebensfürst, wie dich, uch mich erwecken. un mein glaͤubig r Gruft erschrecken err, Nor x de de 5. Hier werd ich einst, bis du erscheinst, in sanftem Frieden liegen, denn durch deinen Tod kann ich Tod und Grab besiegen. 6. Ihr, die die Welt ge⸗ fesselt haͤlt, zagt nur vor der Verwesung! Ich, ich hoff in Christo einst meines Leibs Erloͤsung. 7. Nein, nichts verdirbt! Selbst das, was stirbt, der Leib wird auferstehen, und zu Himmelsglanz verklärt aus dem Grabe gehen. 8. So sink ins Grab, mein Leib, hinab; ich will mich drum nicht kraͤnken; Jesu, an dein Grab will ich mir zum Trost geden⸗ ken. In In voriger Melodie. n Kreuz erblaßt, der Martern Laͤst und Todesqualen muͤde, fin⸗ det mein Erloͤser erst in dem Grabe Friede. 2. Ein heil'ger Schmerz durchdringt mein Herz, und Herr, was kann ich sagen? Nur an meine Brust kann ich tiefgeruͤhret schlagen. 3. Du schuͤtzest mich, und uͤber dich gehn aller Trüͤbsal Wetter; sterben wolltest du für mich, einziger Erretter! 4. Du hasts gethan: dich bet ich an, du Koͤnig der Erloͤsten! Dein will ich in Tode mich glaubensvoll ge⸗ troͤsten. Es ist vollbracht! riefst du miit Mack daß du in ottlich frei ha⸗ il'ge That! des Höchsten Rath will ich in Demuth ehren;; der Erwer⸗ ber meines deils wird mirs einst erklären. Allmaͤchtig rief er, der entschlief, den Todten; sie erstanden; leicht entschwingt der Lebensfuͤrst sich des To des Banden. 8. Das finstre Thal will ich einmal durchwandeln oh⸗ ne Grauen; denn durch dich, Erloͤser, ists mir der Pfad zum Schauen. 9. Ich preise dich: erfor⸗ d sche mich, und siehe, wie e ichs meine; ja du stehst es, wenn ich still meinen Dank dir weine. 10. Vergeß ich dein, so werde mein in Ewigkeit ver⸗ gessen! Herr, ich will, so lang ich bin, deine Lieb er⸗ meisen. Mel. Nun laßt uns den Leib 41770 Alch ndlich I., 3.9 der, fir ein stilles Gr Ruh, das 1 die dich gedruͤckt, mit sanf⸗ tem Schlummer dich erquickt! E. Wohl dir, daß du 3²⁷ funden hast, wo, nach des heißen Tages Last, 3—— Har rt di ilegtest, einm . O daß, wenn einst mein ew' der Erdenhülle sich treiß auch ich von edlen Thaten ruh! auch Ruh verdiine, Herr, wie du! Auferstehung Jesu⸗ (Osterlieder.) Nel. Wer nur den lieben L 7 1592 ihm, dem To desuͤberwin⸗ der! Aus seiner Gruft geht r hervor. Als Netter der ver⸗ X 22. 30 1 łSII 232 nn S.....** ———— 122 verlohrnen Sünder empfaͤngt ihn nun der Engel Chor, und aller Himmel elton preist ihn, des großen Got⸗ tes Sohn. 2. Er hat d Ruh empfunden; boch“ kurzer Schlummer war sein Tod. hat gekaͤmpft und uͤber⸗ nden; dahin ist alle seine Ihm,— das sengrab durchdrang, erse nun ein Triumphgese hallt haut ing. . Das segenreichst e seiner Werke, die Ra einer Menschenwelt, 1 Mendet ists mit Gottes Staͤrke, die Nacht des — P Sein Irrthums ist erhellt. goͤttlich Evan jeuum ht fest zu seines Namens N uyhm. Auf Felsen ruht des Christen Glaube, da sein Erloͤser ewig lebt/ und einst mit Macht aus seinem Stau⸗ be ihn zur Unsterblichkeit er⸗ heht. Run wird der Tod an Jesu Hand ih in ein beßres Land. in Hingang 5. Ja, Christ ter. singt; er ist erstat nden! ihm Triumph un Prei Entfef sselt von der Bande N„, sei nun Geh ‚ euer Dank! Nicht mehr d Welt und Ettelkeit, nein, ihm weiht eure Lebenszeit! 6. Ein Tag erscheint, er⸗ loͤste Bruͤder! Freut euch, es ist ein Wonnetag! Dann kommt der Herr von neuem wieder, und Engelheere fol⸗ Werke und Wohlthaten Gotte gen nach. Dann dringet auch in euer Grab des Todtenwek⸗ kers Ruf hinah Dann werdet ihr zum hoͤhern Leben, zum Lohn der auferstehn, und, mit des Himmels Glanz um— geben, getrost zum Richter gehn, dann wird eue Frommen de ndne Held ein Fuͤhrer in der bessern Welt. M Jesus, meine Zuversicht 177 Resus lebt, mit P. 14 ihm auch ich. d, wo sind nun deine hrecken? Er, er lebt, und wird auch mich von den Tod⸗ ten auferwecken. Er verklaͤrt mich in sein Licht; dies ist meine Zuverfsicht. 2. Jesus lebt; ihm ist das teich uͤber alle Welt gegeben; mit ihm werd auch ich zu⸗ gleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erf verspricht; Zuversicht. Jesus lebt; wer nun verzagt; laͤstert ihn und Got⸗ tes Ehre. Gnade hat er zu⸗ gesagt, daß der Sünder sich bekeh Gott verstoͤßt in uͤllt, was er dies ist meine * hre. isto nicht; dies ist meine ersid ht. „Jesus lebt; sein Heil ist mein! sein sei auch mein ganzes Leben! Reines Her⸗ zens will ich seyn, und den üsten widerstreben. Er ver⸗ den Schwachen nicht, dies ist meine Zuxersicht. Je⸗ läßt 9. nichts soll u ich von scheiden, keine Macht keine Herr⸗ Er wiß, Jesu der Finste rniß, lichkeit, kein gibt Kraft zu dies ist meine 6. Je sus lel dieser Pflicht; Zus 35 t. le geben zu ihm syr Mel. Vom Himmel kam der 1 76 j;— ich bet ich an, er⸗ 4%99 standner Held, Erretter einer Sündenwelt; „ unsre Zuflucht fuͤr und fur/ froh huldigt meine S le dir! 9 steht, g Thron, der izt Wahrheit, Iund Majestaͤt Ich nahe mich voll Zuversicht zu dirz; enn du verwirfst mich nicht. z. Herr, meine Seele prei⸗ set dich! Erlöͤst, erloͤset hast du mich, so wahr du selbst vom Himmel kamst, dein Leben gabst und wieder nahmst 4. Wer ists, der mich ver⸗ dammen kann? Ich glaub an dich und sage dann: der Gott, durch den die Him⸗ mel sind, der ist mein Va⸗ ter, ich sein Kind. 5. Nun ist dies erste Leben mir ein segenreicher Weg n/ H Herr, mein u Heil, ich an deinem Frieden Theil. 6. Holdselig sprachst du; Erde, sei der Schauplatz meiner Huld und Treu'! Wir sehen deine Huld und Treu auf deiner Erde taͤglich neu. 7. Zwar trifft noch man⸗ cher Schmerz uns hier; noch, o Erbarmer, sterben wir! Doch du regierst, und wir sind dein, und, Herr, wir werdens ewig seyn! 8. Ich weiß, daß mein Erloͤser lebt! Du Trost, der meinen Geist erhebt, ich seh, durch dich gestaͤrkt, aufs Grab mit unerschrocknem Aug' hinab Welch neue Welt voll Seligkeit erwartet mich nach dieser Zeit! Dort findet der verklärte Christ das Heil, das unaussprechlich ist. 10. Der du fuͤr unsre Seelen wachst, sie zu dir ziehst, und selig machst, laß mich mit freudigem Vertraun im Tod auf dich, Vollen⸗ der, schaun! Mel. Wer nur den lieben Gott 17 77 Nuf, meine Seele, auf zur Freude! denn dein Erretter, Jesus, lebt, der dich nach überwund⸗ nem Leide einst zur Unsterb⸗ lichkeit erhebt. Halt im Ge⸗ VN Delcht * 82 — ——————— SꝗFII** —9—. ** ——— .... — SSS 11—— —— S duͤchtuiß Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist! Denk lebend ihn, wenn mit der Ver 2 Neunf Rol D im hen des n B dich druͤck r 4 t trägt, N rD Gebachtniß Jesum der von dem Tod Ere ist ö st du die Schmer⸗ zen barter Wamn Leben ist er von I tniß Jesun Christ, der von dem To erstanden ist 5. Dich schrecket Tod und Grabes hoͤhle? Denk ihn den Sieger/ der erstand, im stärke deine Seele mit Hinbli E in das beßre Land. Halt im Gedaͤchtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist! 6. Du weinst beim Grabe deiner Lie ben„wie Jesu Schuͤler ihn beweint; doch, It Er lehrte en( D de, t. 2 2(V thaäten Go wie sie nicht verlaͤssen blie ben, wird auch mit dir dein Freund vereint Halt im SAr + Gedaͤchtniß M rist der von dem Tod erstande n ist. Ja, ewig werth sei dir das Leben des Ueberwinders esu Ehrist! Folg ihm, so wird er dir auch geben die Staͤrkung, die dir noͤthig ist. Halt im Gedaͤchtniß Je⸗ sum von Tod erf M‚ Todes anden 172 Hrringt Preis und 0Re del⸗ 2* el⸗ land dar! Frohlockt ihm alle Frommen! Er, der fuͤr uns getoͤdtet war, der ist dem Grab entnommen. Sei ge⸗ lobt t, 0 Jesu Chr ist, daß du fuͤr uns gestorben t, und parei 1o stiegreich auferst Dein Leben in der Ma⸗ jestät befesti unsern Glau⸗ ben Wer kann nun, da dich Gott erhoͤht„den gro⸗ N,.— 15 ott selbst, der dich dem Gr kt, hat dem, was elehret, der Wahr⸗ heit el aufgedrückt und dich Zohn geehret. Dei⸗ nes Todes h Werth hat 2 mein ele Ruh' im Frieden mit Gott finden! Pflanze 85 ö ni deinen un in mir, d ich, Gott * „Hsher*3e Oer 1* geben, hie eluja! . noch bin, mich treu im G ben wandeln; und je nach deinem Aune ich, wann ich bebe! H 8. Da, wo du bist,‚ s IIIA eluja auch dein F lichkeit umge 5tu Erloͤster wandle! Hal⸗ inß einst au inn rechtschaf⸗ fen seyn und handeln, de aufersteh, und dich, der Menschen Richter seh, vor dir nicht angstvoll und, mit Herr ben, mit al⸗ X 1. * 14 + 2 7 62 v —— —— —.— ** 1 bie sih 1 ebl steigt zu Ubmempor Iu bes Hands II trahlt des e Kroue mim bervor Nocht hler doch mehr nach ihr Us nach len Atlen Dingen dieser Erd ringen! 6. O der hohen Freude, wenn im Siegeskleide der Erloͤste prangt! Herr, zu deinen Frommen und zu dir zu kommen, ist, was mich verlangt! Hilf du mir,‚ d ich bei dir einst in steter Wonne lebe, und dich froh erhebe! Mel. Vom Himmel kam der 1 9 Eer dich, mein 0 Geist, erfreut des hohen Tags der Herr⸗ lichkeit: halt im Gedaͤchtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstanden ist. 2. Fühl' alle Dankbarkeit fuͤr ihn, als ob er heute dir erschien, als spraͤch er: Frie⸗ de sei mit dir! O, freue dich, mein Geist, in mir! 3. Schau üͤber dich, und bet ihn an: er mißt den Sternen ihre Bahn: er lebt und herrscht mit Gott ver⸗ eint, und ist dein Koͤnig und dein Freund. 4. Macht, Ruhm und Ho⸗ heit immerdar dem, der da ist, und der da war! Sein rhöht, wa rrbe M. lestät I nein Weist Muir er rgt dburch Golte ohn erreicht 0 ein U I seinem Mei unsterbl hel⸗ Engeln gleich, und ewig, ewig selig seyn; Herr, wel che Herrlichkeit ist mein! Mein rzerliegt froh unter ihr Lieb' und Ver⸗ wundri kaͤmpft in mir, und voll von Ehrfurcht, Hank und Pflicht, fall ich, Herr, auf mein Angesicht. 8. Du, der du in dem Himmel thronst, ich soll da wohnen, wo du wohnst?! Und du erfuͤllst einst mein Vertraun im hoͤhern Lichte dich zu schaun? 9. Ich soll, wann du, des Lebens Fürst, in Wolken goͤtt⸗ lich kommen wirst, erweckt aus meinem Grabe gehn, und rein zu deiner Rechten stehn? 10. Mit Engeln und mit Seraphim, mit Thronen und mit Eherubim, mit allen Frommen aller Zeit soll ich mich freun in Ewigkeit? 11. Zu welchem Gluͤck, zu welchem Ruhm erhebt uns nicht das Christenthum! Mit dir gekreuzigt, Gottes Sohn, sind wir auch auferstanden scho * IIII * Gvir* Mitsch N zu beinem NN Usernen! 13. V Ists ber alles Iu uns schaͤfftse e Net ein iit d Nräaft J I GHedächtnißy Jesum I der von dem Tod erst den ist! Me Was Gott thut, das ist Troblockt ihr 0 Ebrilien, Je⸗ sus lebt! Lobsingt dem Ue⸗ berwinder! O betet an; er⸗ hebt, erhebt den Retter al⸗ ler Sünder! Er starb fuͤr er starb fuͤr uns. Heil uns, nun lebt er wieder füur alle seine Bruͤder 2. Er Er lebt! O weiht ihm Dank mit reiner, frommer Seele! Ihn prei⸗ se jeder Festgesang, und je⸗ des Herz erzaͤhle, wie viel er litt, wie gern er 2* um tausend Seligkeiten un Armen zu bereiten! 3. Er starb, geschmuͤckt nit Heiligkeit; er starb von Frevlerhanden! waltet hier Gerechtigkeit? 7 wie konnt' er hier schon enden? O sten, jauchzt! Er ist erhoͤht! Er drang durch Todesnaͤch⸗ te 4* seines Vaters Rechte. Besiegt ist seiner Feinde nacht, und er mit Ruhm gekr önet. Er hat sein gro⸗ des Werk vollbracht, und + Wo Chri⸗ versöbnet fünbt, wirt un läshttench hesen Wiant uich eine Leiben rnben! Haut hin zu seiner Herr 1606/ und lernt al Hewen lelt 11 11 velb 1 Keime h Cudbel unverzagt! Geid l nun voll! Nach wenig bangen Stunden ist alles uͤberwun⸗ den. 6 zist der Tod? Ein Slaf i er. O sanfter Schlaf des Muͤden! Bald glaͤnzt ein schoͤnrer Tag da her; dann stehn wir auf im Frieden. O Tag des Danks! 92 5 Gernwol⸗ iwir nun sterben; wir wis⸗ sen, was wir erben. 7. Erstandner, gib nur, daß wir hier auf deinen Pfa⸗ den wandeln, und nkbegier als Kin⸗ Gottes handeln! Un⸗ sterblich r naher 0 wele 5 ein L Yhn stets mit D Da ist der herrlich T 10 2 Er ist eestauden, Jesus Christ der unser Trost und Helfer ist. Als Sieger krat er auf EN V 7* Mel. Erschienen den Staub, hinfort nicht mehr des Todes Raub, Frohlocket ihm! 2. Er hat erfüͤllt, was er ver⸗ ——————— . ‚e‚‚‚‚‚‚‚. ——sDẽ1e — ra vr 22.....—— c 128 verhieß, eh er fuͤr uns sein Leben ließ: Drei Tage sol⸗ len nicht vergehn, so wer⸗ det ihr mich erfuͤllt wieder sehn. Stimme ruft ihr Lieben, aus zur Her virds erfuͤllen, Je⸗ „ der selbst vom nden ist! Er weckt Heil bei ihm mein Ewigteit NI ich fuͤhrt er nach des Grabes Ruh mir meine from⸗ men Freunde zu. Erwachen werden wir zugleich, uns wieder sehn in seinem Reich. Gott, welch ein Tag! 6. Wie sollt' ich, den Tod noch scheun? fromm will ich freun; dich preisen noch an meiner Gruft, wenn lieb⸗ deine Stimme ruft: Entschlafe nun! 7. Gib nur, daß Herr, Nein, seiner 5 mich ich im Glauben treu, und treu in meinem Wandel sei! So komm ich nicht in dein Ge⸗ richt, wenn deine Stimme zu mir spricht: Erwache nun! 8.—— rufe mich, wenn faͤllt, von dieser un⸗ Iohfemmmen d Welt, und fuͤh⸗ re mich an deiner Hand einst in das beßre Vaterland! Preis ewig dir! Werke und Wohlthaten Gottes „den 1 8 2 Cobsuge, meine 09. Seele„dem Welterloͤser, bet ihr sing ihm und erze er aus Huld Er hat fuͤr durch seine Macht Todes Macht bezwungen, und seiner cken Heer,. Du darfst nun nicht m . „was Ry E* uͤr dich gethan! 1 jerungen: gerungen; hat er des ehr be⸗ ben; sein Sieg hat dich be⸗ freit. Dein Leben, dein, Go F roh fuͤl hrie Sonne den festlich hohen her uf. Da stand, mit Wonne, un Schlaf mein Jesus auf danke, der zu Himmels mich erhebt! Tag belohnt kurzem Ge Freuden des Ge⸗ danke, der in Leiden mein der uelle, Herz mit Trost belebt; schoͤnsten Hoffnu die Zerst rung wenn Wo ist dein Sieg, o Hoͤlle? Wo ist dein Stachel, Tod? 3. Der Felsen Grund er⸗ bebet; die Huͤter fliehn; das Grab ist leer. Der todt war, Jesus lebet, und geht vor seinen Fronunden her! Die schwachen Juͤnger wanken; er staͤrkt die Wankenden. Sie sehn ihn, freun sich, danken dem Aufers standenen. sehn empor ihn steigen, und gehn, wie er gebot, mit Freuden hin und zeugen von ihm bis in den Tod. 4. Herr, deine Boten sie— gen, von dir und deinem Geist VOl z die Goͤtzentem⸗ der Erdtrreis wird zu Gott Ich weiß, an wen ich glan be, bin frel⸗ denvoll ein Ehrist Ihn bet ich an im Staube, ihn, der mein Retter ist. Ich werd ihn ewig schauen, wann er auch mich erhebt. Der Herr ist mein Vertrauen; er starb suͤr mich und lebt bet kehrt. Mel. Lobt Gott, ihr Christen Todesthal 64 Mem 04 V hinauf zu Gott erhebt sich mein Gesang; 3 dem Sieger über Grab und Tod erschallet laut mein Dank. 2. Die Sonn' in ihrer Majestaͤt erhellet kaum die als CWei 51 rde bebte, als Rüe Held aus seinem Grabe stieg; hinauf bis zu dem Sternenzelt erschallete sein 4. Fallt—— vor ihm in den Ste der sich dem Grab eutschwar Er ist nicht mehr Todes Raub; 27— singt ihm Dank! 5. Sein 2— Irr. ist nun vo K bracht; errungen ist sein Sieg, wal⸗ er aus sei⸗ ner Todesnacht empor zum Lebon slieg. 6. Heil, Leben und Un sterblichkeit, im Tot de Trost und Ruh, und Hoffnung ho⸗ I 1 84n ng': her mennt ruft uns sein Grabmal 7. Ge der das Herz erhoͤht: erden aufer⸗ das st 12 H 19 1 3 40. 25— +* 14 Hrab gesat, um schoner aus⸗ fnung in zugehn 8. Heil dir, wenn dieser Hoffnung Licht dein Herz fuͤr ihn durchglüht, dich saͤrkt zu jeder Christenpflicht, und ganz zu ihm dich zieht! 9. O Ar aferstehun gsfest, du 8 bist des beßren Lebens Pfand! b6 Dich feire dankbar jeder Christ, der deinen Trost em⸗ pfand. Christi Hingang zum Va⸗ ter, und Verherrlichung. Mel. Freu dich sehr, o meine 14 2 err, du faͤhrst 104½ mit Glanz und Freuden auf zu deiner Herr⸗ lichkeit: doch mich drücken noch die Leiden dieses Lebens, dieser Zeit. Gib mir, Jesu, Muth und Kraft, daß ich meine Pilgersch haft so in dir zurücke lege, daß ich let dein bleiben möge! 2. Laß mir deinen Geist zuruͤck dir mein ganzes Herz zu weihn! Wenn ich nach dem Himmel blicke, laß mich seinen Trost erfrenn! Steigt mein Flehn zu vdir hinauf, helf er meiner — mich vertreten! ‚Rye 704 3. Lehre mich die W 1 „ und was d nach der was ten, X Du, er, Wol⸗ sucht und Gewinn nicht zur Erde ich jenseits uͤberm groͤßre Hoffnung + 46. 42 4. Diese müsse nichts mir rau zdu erwarbst sie theuer mir Jetzo seh ich sie im VI 4N G den; dort find i selbst bei dir. Dort belohns 8* 28 35 du das Vertraun deiner Oiau⸗ bigen durch Schaun, und verwandelst ihre Leiden in unendlich große Frenden. Dort bereit auch mir Stã in des V ause zu! Rufst du frühe oder spaͤte mich Grabes Ruh, zu meine so ja den Tod bezwungen, und den Sieg für uns errun uEnder so sammle n is dem Staub zur t! Heil ge und ver⸗ iß der x blesem Staub und ulich deinem Leibe merde! reie feiern; froh sche über Welt 1 Zeit, unt 5 lübd erneuern: Gott und der LEugend treu zu seyn, tren auch in Trübsal, Schmach und Pein, vollenden! 2. Er kam zu uns, von Gott wie Jesus, zu gesandt, und heiligte die Er⸗ sie der E Acht stil⸗ de, da es Land, ein Sitz der Tugend werde. Nach seinem Beispiel ** un daß wir zum Va⸗ P ter kommen 2 5 3 um Bater 2 Ennen ö kennen ihr um ahnlie zu werden, folgt Jesu; denn in ihm erschien sein Ebenbild auf Erden! Friede, seir Sein Gruß war GI* Vebot nur Lieb und Tugend, bis zum Tob war That auch seine Lehre 4. Wie groß, wie edel sein Herz, wie trer 1 1 hohen TÍrI hHerrlich unter rang er Nun mack Kamyf uns ht, sein Lohn die Zukunf Zerstoͤrend war der M hat Je nun schoͤne Un Wohnu en Erhoͤhter in seines Vaters Hauf herrlich MNA V dem Sie⸗ werk der Zeit! W a nit Freu⸗ noch darnach streben? Wer den hier; einst lohnet Gott is, wie dir. heine tranernden Er⸗ aͤrken w ö troͤsten, gabst du 1, schaut zum Ziel hinauf, m Bimmel deinen Geist. und eilet, zu vollend unsern Lei⸗ ur wir e der Freuden, d der lie t Wort verheißt! was Gott gefe Er zieh uns in dein Reich, Krafte uben. mach unser Herz dir gleich, et 81 I Föolge el⸗ dir zu ri Grab uns die Nati nem Himmel gehn wirr en Hin einen 181 hobst lich wirst du wiederkommen; dann führst du alle deine freu⸗ Frommen mit' dir hinauf denlieder, und alle die er⸗ ins Vaterland. Durch dei⸗ d sind wir ver⸗ mit Gott. Wo du le⸗ 8 18 Gott mit dir, da sol⸗ bebt dich auf den Thron len wir h mit dir leben seiner Ehre! Wir stehn von für und ne ⸗Herrlich bist Gotter 2—.—— AHh Jubel wird es werden, wenn wir dich wieder sehn auf Erden in aller Majestaͤt des rn Das wird seyn kein Tag des Bebens, o nein, ein Tag des hoͤhern Lebens; dann schann wir dich nicht mehr von fern; dann sehn wir, hocherfreut, ganz deine Herrlick keit, Welt. erloͤser; dann fuͤhrest du der Wonn' uns zu, dort in des Himmels ew'ger Ruh. 7 Himmel kam der Mel 18 8 7 al Jesu J3 Uger, freuet euch! Der 226 r auf zu seinem Reich. Er triumphirt! Lob⸗ singet ihm! Lobsinget ihm mit hoher Stimm' 2. Sein Werk auf Erden ist vollbracht; zerstoͤrt hat er des Todes Macht; er hat die Welt mit Gott versoͤhnt, und Gott hat ihn mit Preis gekront. 3. Weit uͤber alle Himmel weit, geht seine Macht und Herrlichkeit; ihm dienen selbst die Seraphim. Lobsin⸗ get ihm mit hoher Stimm' Heiligung des Menschen durch den Geist Welt; er herrscht als sieg⸗ gewohnter Helt; er herrscht, bis unter seinem Fuß der Feinde Heer sich beugen muß seine Ehrt⸗ bis in aupt. Unget ihn 5. Er schutzet stenheit, erhaͤlt sie Ewigkeit Er ist ihr H Lobsinget ihm! L mit hoher Stimm 6. Ja, Heiland, wir erhe⸗ ben dich; und unsre Herzen freu der Herrlichkeit und staͤ, wozu dich Gott, Gott, erhoͤht. 7. Wohl nun auch uns 1 denn, Herr, bei dir sieht Kraft und Macht, und dein sind wir Rimmst du dich unsrer hülfreich an: was ist, das uns gebrechen kann? 8. Dein Eingang in die Herrlichkeit staͤrk uns in uns⸗ rer Pruͤfungszeit, nur dir zu leben, dir zu traun, bis wir dereinst dein Antlitz schaun⸗ 9. Dann werden wir uns ewig dein, du groͤßter Meu⸗ schenfreund erfreun; dann singen wir von deinem Ruhm ein neues Lied im Heilig⸗ thum. V Gottes. gstlied er.) Vom Himmel hoch, da Nnbetung sei dir, ott, gebracht! Du hast uns diesen Tag ge⸗ preise, wer Christ erleuch⸗ geheiligt ist macht. Dich durch Jesum tet und 1 Nacht und Goͤ kam von deinem Angesick Geist, mit ihm ber Boten ließ er gen sichtbar⸗ Ju fremden Sprachen e 18„ Gott, deine iund. 22— Vo n ihm gest tärkt, gehr t sie nun gern und sammeln Zung ger ihrem Herrn. Vom 8 Lulheng bis zum gang wird alles Licht Lo hgesang 3. Umsonst bestürmt sie Nieder⸗ und Primm und Skott; sie sie⸗ gen stark durch ihn, Gott! Ihr Schutz ist Jesus, und ihr Ruhm sein theures Edan⸗ gelium. 6. Und Rult den digt froher Schall erfuͤllt den Erdkreis überall; und selbst die fern ation kennt dich und Jesum, seinen Sohn. Noch dauert dieser Se⸗ gen so noch siegt, o Ewi⸗ ger, dein Wort; und daß wir glauben, danken wir dem Glanze jenes Lichts von dir. 8. Erhalt Wahrheit treu, mach uns von Sünd' und Irrthum frei; dein Geist treib uns zum Guten an, und leit uns auf der Tugend Bahn! 9. Bis wir dereinst im bellern Licht von Angesicht zu Angesicht dich schaun, und in des Himmels Hoͤhn durch dich auch uns verherrlicht sehn uns deiner Heiligung. 133 In eigener Melodie. 16 39 un bitten wir 0 4 den heil gen Geist, welchen Jesus Chri⸗ stus uns verheißt, daß er uns bebüte vor falscher Leh⸗ re, alle, die im Irrthum sind, bekehre. Erbarm dich, Herr! 2. Du Geist der Weisheit und der Kraft, mach uns durch dein Wort auch tu⸗ gendhaft; hilf uns fest ihm glauben, dem treuen Heiland, der uns bringt zum bim⸗ . Va herand! Erbarm ich, Herr 3. Du Geis der Liebꝰ und Einigkeit, mach uns alle⸗ sammt dazu bereit, daß wir uns von Herzen einander lie⸗ ben, gern verzeihen, Nie⸗ mand gern betrüben! Er⸗ barm dich, Herr! A. Du hoͤchster Trost in aller Noth, hilf, daß wir nicht furchten Grab noch Tod; laß, wenn wir einst sterben, uns nicht verzagen, sondern mach uns frei von allen Plagen! Erbarm dich, Herr! Kommt her zu mir, spricht 190 Vechnn et hatte 1990. Gottes Soehn sein großes Werk aus Erden schon; und seine Juͤnger zagten. Doch Gottes Geist gab ihnen Muth, daß sie bald alles, Gut und Blut, fuͤr Jesu Lehre wagten. Mel. —— II 22.————— 6 —2 . * * — 220 +* N iir IAr. WES TT A S —..—....——————— und Wohlthaten Gottes ‚ Ner V.. 0 5t, daf w un ir Richt⸗ te 4 nur( ort 1 die 2 r zu und u t tel du i e Dei eld une aͤftig be nd mach pe vom Irr ei 1e zeig un rubst die rech⸗ M Stege 1 der wal . hrt an, raͤume alles 5 2 WaS Fosn V 69 Jesu, dern kann! Wirke 1.——* tete iach der That, wenn wind Tuß geß luchelt hat! Fuß ge Anchelt hat! II 1 1 V 85 85153 Ih tes dei t engt eue Jun hab der irke un + ˙in 1 V tn„* 1 Uund Trub al findt! E C—2 U ß des Vaters 4. 1 N t einzig unser Bestes 0— 1 die J 5ten hell · Treib uns, daßr heil„daß wir zu vor Gottes An thm treten kindlich und mit Auch ⁰1 8 · luch wir begehn, o Freudigkeit, nur nach sei⸗ G dies Fest, das deine ö V ISs. dom it, dem 6 thum zur Ehre. Wir U* 7 U 18 tt Al 19. au n hei deines Soh⸗ Huͤ„ seufzt das Herz nes Lehre. voll Traurigkeit: ach, mein du Geist des Lebens! Hilf uns Schwachen 14 II* gVen ᷓ** . uf! Wir bemuͤhn 7. O du Geist der Kraft ö Ans der Sieg gelingt. 8. Herr, ͤ———————— uns bei: gib, daß uns, Gottes Erben, jene lichkeit erfreu, die uns unser Gott bestimmt, und die nie Ende nimmt! n ganzer Geist, Golt — 0 8 henigeBei 2 kehr bei uns ind laß uns deine Woh⸗ ing. seyn, du Beistand uns * Seelen Erleucht uns D 1 1 1 0 I. und zeig 1„ was wir feh⸗ ** 2 len! Triebe, Triebe, fromm zu leben, willst du gehen, glaͤubig n Vater treten. 2. Du Qnell, Wüs die ießt, die uns zumn ig ist, o schenk r Fuͤlle uns so viel und Verstand, daß n uns werd er⸗ Hoͤchsten gnaͤ aͤd' her beten, unsren Seelen, nur zu wäh⸗ len und uͤben, was er uns hat chrieben! 3. Steh uns stets bei mit deinem Rath, und fuͤhr uns 2u * vorges vorge 4 vf mit der L *V. I* 2u 1** nah, so sei mit dein da, erheb uns vor Er * No FTerei +. 18 den! Neue Treue gib uns Schwachen; du kannst ma⸗ ** chen, daß wi ir sieget 1d im Kampf nicht unterliegen. e er n, mach uns tuͤchtig, 1d sein Heil uns werth und 6. Hilf, daß in wal iligkeit wir fuͤhren Lebenszeit; du zu stärken. E stets unbewußt die Eitel die nenlust, mit ihren boͤse erken! Vater, Va⸗ ter, laß uns streben, so zu leben hier auf Erder D——..———, —— 2 255. 3 IS Werke und Wo nmels und der 5* 55 Noist G8 Ceil'ger Geist, von 7 .. Gott en gegel komm, erleucht' und heil'ge mich! Weise, fromm und gut zu leben: dies vermag ich nur durch dich Ernst zu bessern in Mache und Treu', mieh mir neu! 2. Ach, ich irr in Finster⸗ nis zeist der Wahrheit, ohne, hingerissen, tät e trunk⸗ ne Seele sich, suchet Ruh' und findet sie in der Erde Guter** Ne 3. Hilf mir nach dem Him⸗ mel streben, der den Lohn mir aufbehält, hilf mir Gott und Jesu leben, nicht den Luͤsten dieser Welt; lehre mich Suͤnden rein, beilig, mein Heiland, seyn du mich auf dem Rite 1. eire Pfade deines Lichts zum Le⸗ ben hin; und mich stärke dei⸗ n nade, wenn ich schwach und nutthlos bin„ daß ich ͤ + näber jeden Tag meinem Zie⸗ le kommen mag! 5. Gib zu jedem guten in A er Not seyn bis; 6 S 1 eistand, ge mei⸗ mein Be rhe; ze wann ich ste nom Geist von fern das mir Utne Erbe in der Herrlichteit des Herrn! So aufbeb ohl thate N Gottes. gestaͤrkt durch. deine Kraft, end ich froh die Pilgerschaft. Mel. Mein Gott, das Herz ich M icht um ein fluͤch⸗ 1.Nag Gu der Zei ö deinen Geist, Herr, den zu meiner Seligkeit dein theures Wort verheißt 2. Die Weisheit, die vom Himmel stammt, o Vater, lehr mich, die Weisheit, e das Herz entflammt zur 2 er * Liebe gegen vick 3 Dich lieben, Gott, ist Seliagkeit Gern thun, was dir gefaͤllt, wirkt reinere Zu⸗ friedenheit, als alles Glück der Welt. J. Vertrauen hab ich dann zu dir; dann schenket selbst dein Geist das freudige Be⸗ wußtseyn mir, daß du mir gnaͤdig seyst Er leite mich zur A heit hin, zur Tu er mich, und zeis Zahr⸗ zend staͤrk wenn ich traurig bin, auch mir als Troͤster sich! 6. Er schaff in mir ein rei⸗ ert 4˙I àes Herz, voll Dank fuͤr deine Huld, und er bewaffne mich im Schmerz mit Muth und mit Geduld! Mel. Freu dich sehr, o meine 140(Hteist vom Vater 1956 190und vom Sob⸗ ne, der du unser Troͤster bist, und von u users G ottes Thro⸗ ne hülfreich auf uns Schwa⸗ che siehst, stehe du mir mäch⸗ 4 tig bei, daß ich Gott ergeben ird mein Herz auf Erden schon ein Tempel Got⸗ tes werden! 2. Laß auf sei: o so 9 in meiner Wege deine Weis heit mit mir seyn 3 wa: unichbane ge Zweifel hege, deine Wahrheit mich erfreun! Lenke kraͤftig mei⸗ nen Sinn auf mein wahres Wohlseyn hin! Lehrst du mich, was recht ist, waͤhlen, werd ich gie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, daß ich über alles treu meinen Gott und Va⸗ ter liebe, daß mir nichts so wichtig sei, als in seiner Huld zu stehn! Seinen Na⸗ men zu erne seinen Wil⸗ len zu vollbeingen, musse mir durch di ch gelingen“ ke mich, so oft r Suͤnde Gemuͤth versu⸗ chet wird, daß sie mich nicht überwinde! Hab ich irgend mich verirrt, o so ruͤhre du mein Herz, daß ich unter Reu' und Schmerz mich vor Gott darüber beuge, und mein Herz zur Beßrung nei⸗ e! Reize mich, mit Flehi und Beten, wenn mir Hülfe noͤthig ist, zu dem Vater hin⸗ zutreten; gib, daß ich auf Jesum Christ, als auf mei⸗ nen Mittler, ihn die Hoffnung ba ů991 um Gnad' auf wrein HVerlan gen von dem Vater zu em⸗ vfangen! Heiligung. ——— und auf 6. Stehe mir in allen Lei⸗ den stets mit deinem Troste bei, daß ich auch alsd mit Freuden Goites§ rung folgsam sei! Gib mir el in ge elaßnes 6 H erà; le 35 Mi ch selbst im Todes schmerz, bis zum frohen Ueberwinde n/ deines Geistes Trost empfin den! Mel. Wer nur den lieben Gott 196 Oeber Ent du reines We⸗ hast nur reine Her⸗ zen dir zu deiner Wohnung auserlesen: ach, schaff ein reines Herz in mir, ein Herz, das un befleckt und srei von allen boͤsen Luͤsten sei! sen, du Laß, guter Vater, mein Gei e der steten Bessern sich weihn; dein Geist ver⸗ iehr des Herzens Güte, se werd ich Jesu Schüler seyn. Dann fuͤhl ich hier schon in der Zeit der Tugend Werth und Seligkeit 3. Dein guter Geist, o Gott, regiere mein ganzes Herz, und sehe mir in mei⸗ ner Schwachheit bei, und fuͤhre mich von der Cirel⸗ leit zu dir! Gib einen 6 Beist, der dir getreu und willig zu gehorchen sei! 4. Entzieh mir Schwa⸗ chen, wann ich fehle, nur deine Vaterliebe nicht, und gi ib, damit ich Gutes Wels mir deines Geist es Rra Vicdet.—* ——— Irr 4——g4.14—4.. —* — SDSDSISIDIRIRIRISIIA *— . 7 r *—*— 174 34 2. 509 er r⸗ je⸗ dii N. v 1* Glaubens, mevon mir und staͤrke durch seine Tri⸗ inen Bei⸗ stand! So leite dur e Pilgerzeit mich aus er N* Seltakeit! der Welt zur Seligkeit! 2 eu dich sehr, o meine 407 Wer du uns als tre st Der 14 10 ter, send ihn h zu mir daß er meinen Geist erneue, und ihn dir zum Tempel weihe! Ohne ihn fehlt meinem Wissen Leben, Kraft und F uchtbarkeit; und mein derz eibt dir entrissen und der Welt gew thi, durch seine Geit Drum so laß ih 1 kraͤfti n mir wirken, daß ich 5 glaubens voll als Mittl e, und auf deine St imme wͤre Trost erfreust Herr, verlangt auch ů an ttes ** wmnun und Mimmel se heilig weise! 5. Fülle mich mit heil' gen N — ö Trieben, daß ich Gott, u NTe E„ HLer* +. hoöochstes Gut, uͤber alles moöge 1 7 tt ae⸗ II—5. 4 1 Rrren nd N* * mich freu, ur rer Kindestreu' stets vor sei⸗ 9 5 V* 11 nen Augen u und recht⸗ schaffen dent dle 6. Geist des Friedens der Lieb deiner und mirs wenn ich je ein F knüpfen kann, nd/ und winn, Sanftmuth übe, rechne zum G nsband enn meine zur Erleichtrung der schwerde: kann dem Nächsten nuͤtzlich werden. 7. Lehre mich, mich selber Tol kennen, die verborgnen Feh⸗ ler sehn, sie vol nuth * tt 1 Im Vergebung V 1. Me kaͤglich Er und Treu', sie zu bessern in mir neu; zu dem Heiligungs sgeschäfte gib mir immer neue Hraäfte. Wenn der Anblick mei⸗ ner Sünden mein Gewissen niederschlaͤgt; wann sich in mir Zweifel finden, die Angst mein derze hegt; we mein A Röthen weint, machst mi Liel 5 Du 1 len Wege r 0 t 6 bi N Y. b 1 1 1 I 110 1 Heh dein 1— d u aibs 6 37 bis sie durch ein selig Ende ßen Fried„erheit t mild herrlich sich an mir vollende! d ben Si em Belastet und 1 en sichern Stab der Hoffnung Das Wort Gottes. hin. In Angst, Gefahr und Todesschmerz ergquickt 1 Mel. Wer nur den lieben Gott heilt dein 2 rost d Herz. 11689eeligion, vonGott 6. Du lel u⸗ ISoegebe bot e be l ver⸗ 1 1 I* eutbehrt! glaube an sichrer t: du, ger hin ins be Du bist es Lebens tt erkennen, m leite du hoͤpfer darf getrost ihn er nen, darf sicher Vins er mich hoͤrt ufst mir aut zu: dein Gott ist gur! Wohl an Gottes Thron sei Dank dem, der seinen Wilsen thut. fuͤr di Religion! 3. Wer reizt mein Herz, sich selbst zu richten? Wer schaͤrfet meines Geistes Blick 106 I ——— zur hellen Einsicht meiner Pflichten, und schreckt Lom für der Biebel Lehre, bio ich BVoͤsen mich zurück? Du staͤr⸗ Arik⸗ I 5 2 * 14⁰ Werke und Wohlthaten Gottes barke guten Werke, der mit dem Glück n laurern Wunsch nach Licht der Christenheit, mein Klei⸗ 1 Froͤmmigkeit, mit Ehr⸗ od Trost und Licht bis in furcht und Gebaͤt der Schrist die Em— it. die Andacht weiht! 2 cht, in 7. So kann kein andret wohnst, kann die 2 Buch die Groͤße Gottes prei⸗ nicht mit Zwrifeln sen, so faßlich ruůͤhrend nich und mit Wahn müßt ich voll Unruh ringen, hätt“ ich dein goͤttlich Wort, den klaren Unter t von dir und dei⸗ nem Sohn und meiner Seele nicht. Wie kraͤftig ist dein Wort! Gott, vielen tausend risten gab deine Biebel Sieg im Kampf mit boͤsen Lüsten. Sie bessert sanft das Herz, fäͤrkt mich zu meiner Schutz ist in Gefahr mein Schutz, in Finsterniß mein Licht. 4Der Fromme wird ge⸗ stärkt, der Sunder tief er⸗ Zweifler wird des Spoͤtters See⸗ e zittert; es trostet Grab der Seinigen der Christ, wenn er vom Wiedersehn im 3 5 Leben liest. lernt der Weiseste eisheit Schaͤtze; faßt di. Blödeste die goͤttlichen Gesetz ze; hier fin⸗ det jeder Stand fuͤr jede Le⸗ benspflicht in allen Fällen Rath und hellen Unterricht. 6. Wer fühlt nicht deinen Geist und seiner Wirkung Stärke! wer nicht des Glau⸗ beus Kraft, und Trieb zum 1* sich am en Weg zur Tugend weisen d Durch keine Rednerkunst win so das Herz erquickt, zu jede gufen That so willig und ge schi ckt 8 Bei diesem Unterrich laß deinen Geist mich rüh ren, und seine Gotteskraf meinem Herzen spuͤren eer deinen Lehren folgt Götil chkeit; f d Trost, it 7 E Freudigk keit. Tode Mel. Wer nur den lieben 200 Dn; Wort, ö dochster, i volkommen es lehrt un unsre ganze Pflicht; es gil dem Sünder wie dem From men zum Leben sichern Unter O selig, wer es acht am 1 bewahrt und m Gehorsam ehrt! 2. Es leuchtet uns au unsren Wegen, zerstreut de Irrthums Finsterniß, ver kundigt Gnade, Heil un Segen, und machet unse Herz gewiß. Es lehrt une Hoͤchster, was du bist, un was dir wohlgefällig ist. 3. Dein Wort erweckt un dich zu lieben, und lehr wie wie viel nin denen gibst, die dein Gebot mit Freuden uͤben, + 2* so vaͤterlich uns lieb Was uns darin dein Mu nd verspricht, bleibt ewig wahr und truget nicht A4. Gott, deine Trostun⸗ gen sind besser, und mehr der Sehnsucht werth, 3 Geldʒ; ein Schatz, weit k licher und groͤßer, als alle Schätze dieser Welt. Wer gern thut, was dein Wort gebeut, dem ist dein Segen siets bereit. 5. So laß mich denn mit Lust betrachten die Waͤhrheit, die dein Wort mich lehrt! Laß mich auf das gehorsam achten, was dein Ei. von mir begehrt; so fließen Trost und Seelenruh auch mir aus deinem Worte zu Mel. Liebster Jesu, wir sind -el. 0 H err, mein Licht! 2 1. 2 erle mi erleuchte mich, daß ich mich und dich erken⸗ ne, daß ich voll„„ dich meinen Gott und Vater nenne! Hoͤchst laß mich d doch auf Erden weise zu dem Himmel werden! 2. Lau ter Wahrheit ist dein Wort. Lehre mich es recht verstehen! Hilf selbst mei⸗ nem Forschen fort, richtig daraus einzusehen, zu meinem mRich thret ‚ 877 und mir, deinem Kin buͤhret! 2 nicht 3. Aber laß mich nicht al⸗ nedeines Wories r⸗ mein Herz auch den e ten v Wissen mus⸗ n Un⸗ t es treu bewahre, daß ich, 8 es * mir verspricht, reichlich an 4 ir sei in meinem Leider Quell von Trost und Freu⸗ den! 5. Hilf, daß sich von Zeit zu Ze it meine Kennt: nisse ver mehren! Find ich manihe Sunkell zel— Dunkelheit bei geheimniß⸗ mir selbst ersat emuth glauben 6. Laß mich, nem Licht immer rul erkennen jener F Gewicht, und wie der zu nennen mit Eifer trach Lust der Welt vere 7. O verleihe mix dies zort gemaͤß deinem deln, ul haft,—.— zu wand I e in jenem che. ein hell⸗ res Licht umge S--„„ r 6 110 40 109 ö I + r 1 r⸗ ö 34* er„* — 142 Werke und Wohlthaten Gottes so versaͤume nicht, das Wort 6. N hit dich ein starket des Herrn zu lesen; beden⸗ Spri o ruf ihn, dir zum ke, die Bort d Heil Glücke, de 8 oft in dein der ganzen Welt, der Rath Herz, im Stillei ft zurücke: 1 der Seligkeit, den Geist aus em def n Geist, und Gott enthlt. Harte d rch ihn, zum cert auf, als ob dir wahre nuth, das Gute Gott, dein Gott, gerufen zu vollzicht hät ez merk 1/ al selbst zu dir vom rebte! So lies, u furcht lies, mit Lu rust 3.0 vor den e3 te, I fur dein 2 rt ewig und laß deinen Rath stand k dit nie ganz dein ö ö Er en ich schwachen Iasse 5 sein 0 19„ +„ Lichts k Lick t ich ILtes 4 wirst sen, he erl 2 der zeit 1 mai lich* a0 1 und n das glaub 5. Lies, frei von ö 1 +. XSG schaft und l dig von Drum laß dich, from⸗ ken, und sammle Christ, durch keinen x Geist mit allen seinen Kräf⸗ Zweise kraͤnken Hier bist eil du K doch dort wird 8 Wei dir schen⸗ 6 R 7 I Wort; es ist dein Glu Erden, Gott ist, dein Glück ir mel werden. an 54— doch Nam ens A Mel. Vom Himmel h/ da und wird,— wah leibt dein Eigenthum sie mit bis in ist ihr ei⸗ Hort, sem soll meine Seele trauen Recht dem— N he cht V 5H Ich wandle bier 5 Er chen Geschl echt! T te, Ich v wandle hier, mein Gott, en, nicht ů . Hn? 14 W** tes Sche wi deine Werke, Kraͤfte schmecken. La Uber all, 6 alle lernen, wer nen Spott, o Herr du seif er reinste, aller⸗ mich von dem hoͤchste Isr. er recten! 3. Durch Jesum Christ, 2 zo haͤtt' ich Lich den du gesandt, werd immer fern mich nicht dein mehr der Welt bekannt, daß die lehrte? du, Gott unser Vater bist, ohne ind und Er der Voͤlker Heilg 15 wie ich dich wurdig e ist. n Wort erkla 4. Lehr uns, Rath verstehnn, seine 15 tet⸗ mein Glau⸗ 4 ⸗ rt 0 ꝗ½ nie, brte I. —— NII 24 4 ů* 1 * —— ———— * — 2 —8— *. —..— 144 Werke und Wé zur Ewigkeit mir sei von dir gegeben. Den ew'gen Rath, die Misserhat der nder zu ver⸗ suhnen, den kenn't ich nicht, waͤr mir dies Licht nicht durch dein Wort ersch enen 6. Nun darf mein Herz in Reu' und Schmerz der Suͤn⸗ den nicht verzagen; nein, du verzeihst, lehrst meinen Geist im Glauben: Vater! sagen. 7. Mich zu erneun, mich dir zu weihn, ist meines Hei Is Geschaͤfte. Durch meine Muͤh vermag ichs nie; dein Wore gibt mir die Kraͤfte 3. Herr, unser Hort, laß Wort mir Licht und geben: Es sei mein x sei mein Heil und Kraft zum ewigen Leben! Mel D— dich sehr, omeine 205 5 G ott, durch den wir sind und leben, deine Guͤte sei ge⸗ preist, daß du uns dein Wort gegeben, das zum Heil uns unterweist, das uns unsre Pflichten lehrt, warnt, er⸗ mahnet, straft, bekehrt, und, wenn uns ein Leiden druͤ⸗ cket, uns mit reichem Trost erquicket. 2. Gib, daß wir es innig lieben; ernstlich, ohne Heu⸗ chelschein das darin Befohl⸗ ne üben, und nicht bloße Hoͤrer seyn; denn, wer dei⸗ nen Willen weiß, und ihn doch nicht thut mit Fleiß, 171* VN. 2 ohlthaten Gortes. der ist aͤrger als die Heiden, und muß doppelt Strafe leiden. 3. Darum praͤge deine Leh⸗ ren tief in unsre Seelen ein; 18682.* 11 1** Iß sie uns mit Nutzen hoͤren, A v 9 Tatoe 4un und e Thäter seyn; treib uns dadurch kraͤftig an, —8 daß wir dich vor jeder mann froh bekennen, kindlich lieben, und mit Süuünden nicht be⸗ trüben. In der Seele Finster⸗ nissen sei dein Wort uns stets ein Licht! Laß uns Trost dar⸗ aus geuießen, tben n es uns 8⁵ an Trost gebricht! Es verfuf uns jede Roth; es erquick uns auch im Tod durch die Hoffuung„ gaäͤnz zu schauen, was wir deiner trauen. Wahrheit Mel. Schwing dich auf zu 206.95 er du selbst die — Wahrhest bisi Gott, zu dem ich singe, Goth den kein Versand ermißt/ Ursprung aller Dinge: alle Weisheit kommt von dir zu den Menschenkindern; sie er⸗ leuchtet uns, wenn wir selbst ihr Licht nicht hindern. 2. Vorurtheil und Fin⸗ sterniß fullen unsre E Seclenz unser Blick ist ungewiß, uns⸗ re Schluͤsse fe blen: aber dein Verstand we ͤ der lautern Wahr heit du deukest, das ist Richtigkeit und Klarheit. 5. Wirf' dich, sterbl sende nicht schon, welche inen Lohn, dir zum Ruh erfahren? Seele, wolltest du nicht Gott zuversichtlich glaul der Soll der Leichtsinn, soll d de vott deinen Trost dir rau⸗ Die die H kat en?S den, der vertraut, heuchlerisch be⸗ 6. Erd' und Himmel wir vergehn; Gott, wird bleiben die es schmaͤhn, nicht vertreiben. Heren vor dir, sie Heeret Du im lachen ihr, wann sie sich mpoͤren. 7 Du bist Wahrhe eit! Ewig soll mich von dir ner„ mich die Arglist voll, koͤnnen. Muß ich hier gl N tichts ren⸗ Moy Dell um dein Wort Schmack vor 2. Mißbrauche mein uns waren, deine — — was Gott den hams gebot! Verehr mirr vertraue dih. So sp der Herr! en Na⸗ dem, der Mit ꝰ men nicht W mir sp nenn den Sch und halre reolich laͤster rud v0 fer nur deiner Schwur. Das will dein Gott ; lig sef mein dein necht auck mir! Da eruf, zu dem dich meine Guͤte schuf. Das will dein Gott 4. Ehr deinen Vater, ehre gebahr, und saͤu⸗ den Eltern liebreich wird 5** nein Segen ruhn dein Gott! . ollst nicht toͤdten; sollst dich un vor Zorn Und Haß; die Rach' ist mein. Wem ich die derlassen soll, der thaa nen Fein⸗ den wohl Das will dein te keusch und rein: auch ö dein Herz soll heilig seyn. Dein Leih R und indern 56 Nenettn Aertud⸗ ——— 2* ä A 146 Werke und Wohlthaten E und Geist sei mir geweiht; dein Ruhm sei Zucht und Maͤßigkeit. Das will dein Dott! 7. Mit Unrecht mehre nicht dein Gut. Der Fluch trift den, der Unrecht thut. Be⸗ truͤge nie, und wuchre ni icht. Den Armen zu erfreun, ist Pflicht. Das will dein Gott! 8. Du sollst kein falscher Zeuge seyn; sollst Luͤgen und Verlaͤumdung scheun. Des Naͤchsten Unschuld rette du, und seine Fehler decke zu Das will dein Gott! 9. Des Naͤchsten Haus be⸗ gehre nie, auch nicht sein Weib, Gesind noch Vieh. Wenn meine Huld auch ihn erfreut, goͤnn ihm sein Gluͤck, und flieh den Neid. Das will dein Gott! Und wiss' es: eifrig ist der Herr; die Uebertretung strafet er, doch lohnt er auch dem treuen Knecht bis in das tausendste Geschlecht. Drum folg ihn treu! 11. Durch Jesum hat be— stätigt 6 zott, was er durch Mosen einst gebot. Von gan⸗ zem Herzen liebe mich, und deinen Nachsten gleich als dich. So sprach der Herr 12. Dies, Christen, laßt Zeit erfuͤllen uns mit kei erfuͤllen treu Tod, was Gott 44 HAebe nur gebot! Er sei ottes. Mel. Gott lob ein Schritt zur 0 20—97 b) H dein Goe⸗ setz und dein Gebot, wornach wir sollen leben, hast du, o liebevol⸗ ler Gott, mir in mein Herz gegeben, daß ich zum Gu⸗ ten willig sei, mit Sorgfalt, fern von Heuchelei, was du befiehlst, vollbringe. 2. Gib, daß ich dir allein vertrau, allein dich ehr und liebe, auf Menschenhülf' al⸗ lein nicht ban, in deiner Furcht mich ube, daß Bei⸗ fall, Lob und Menschengunst, Gewalt, Pracht, Reichthum, Witz und Kunst mir nicht zum Abgott werde. 3. Hilf, daß ich redlich mich bemuüh, dich, Vater, zu erkennen, und laß mich deinen Namen nie ohn Ehr⸗ erbietung nennen. Gott, unvergeßlich sei es mir, was ich in meiner Taufe dir so feierlich versprochen. I. Am Tag der dir geweih⸗ ten Ruh' laß mich, Gott, mit den Deinen in der Ver⸗ sammlung, so wie du be⸗ deum; vor dir erscheinen: dann deiner im Gebaͤt mich fre un, ein Hoͤrer deines Wi rtes seyn und, wie ich soͤll +7 ein Thaͤter. 5. Gib, daß ich Eltern, Obrigleit und Lehrer ehr und liebe, sie nie durch Wider⸗ setlichkeit und boͤses Herz betrübe; vielmehr fuͤr ihre Sorg' und Treu' erkenntlich und und gehorsam sei, nen S—.— erbe 6. Hilf, daß ick bitterm und F indschaft Ube, wenn Sin u, und ich auch beleidigt bin, ve rzeih und Feinde liebe, und jedem goͤnne, was er , und alle segne, mit der gern jedem Menschen „Laß mich, wie du ge⸗ baen hast, unkeusche Werke meiden. Unreinigkeit isi dir erhaßt; auf W oll ust folgen Leiden. Schaff du in mir ein reines Herz, das Ueppig⸗ keit und frechen Scherz sich nimmermehr er rlaube. 8. Gib, Herr, daß ich redlich naͤhr und boͤser ke schaͤme, mein Herz vor Geiz und U Macht und IIAzrS ehn daß ich nie Fleiß und Arbeit * +** scheu, wohlthaͤtig und zufrie⸗ den sei, nicht karg und nicht verschwendrisch. A. Hilf, daß ich meines Naͤchsten Ehr' zu retten mich befleiße, das, was ich kann, zum Besten kehr, doch Bö⸗ ses nicht gut heiße; stets zeige Treu' und Redlichkeit, und Abschen trage sederzeit an Falschheit, Schmaͤhn und Luͤgen 10. Laß mich des Naͤchsten * Haus mit List und Unrecht nicht begehren: das aber, wos mir noͤthig ist, wolf on mir, Gott, gewähren, —*. IrGge Ich d das größte in ruhig Herz und Y 8 No: 3 Muth und deine Gna⸗ 0 ir„mein Gott, nach t Willen, wie dein zu mir gabst, du weißt I ich Schwa⸗ 1 12 d ganz was mir gebricht; cher, ich vermag es nich aus meinen eignen Kraͤften. 12. Drum gib du mir von deinem Thron, Gott a d' und Starke, da 5 ich, 0 Jesu, C ottes Sohn, stets auf dein Vor⸗ bi ild merke! O beil'ger Geist, das ih Gart ae hilf mir, daß ich Gott über V 8 7117* 1 244 Alles, und, wie mich auch, liebe! meinen(Achnen Evangelium. Mel.—* meine Freude 208 Mort aus Got⸗ V tes Munde, Wort vom Friedens hunde, Evangelium! Quelle wahrer Freuden, Trost in allen Vei⸗ den, unser hoͤchster Kraft, die Glauben Frohe Botschaft, uns zum Leben selbst von Gott gegeben. Was sein Woblgefallen vor der Welt uns allen aus⸗ ersehen hat; was erst dunk⸗ le Schatten vorgebildet hat⸗ ten, das vollfuͤhrt sein Rath. KR. Daß Rubhm! 11r —.— —— ... 3————————..——— ————— 148 Daß sein Eid ihn nicht ge⸗ reut, ruͤhmen wir; in Jesu Namen wird er Ja und Amen. 3. Alles ist vollendet; hat den gesendet, der heißen war. Jesus ha Leben für uns darger willig gab ers dar. hat des Hoͤchsten Rath vollbracht zu seiner O erwuͤnschte Lehr re! 4. Da uns Strafen droh⸗ Gott ver⸗ ganz Ehre. ten, riefen seine Boten: Hei⸗ ligt euch und t! Gott will euch verge ewig sollt ihr leben, wenn ihr Jesu 8 laubt Seine Huld tilgt eure Schuld; nur muͤßt ihr die Sünden hassen, Muth zur Tugend fassen! 5. Jesu, voll Vertrauen will ich auf dich bauen, und in dir mich freun, dir nur will ich leben, dir mi ich ganz er ewig treu dir seyn. So werd' ich auch einst durch dich, o mein Heiland, selig sterben, und den Himmel erben! Die heilige christliche Kirche In eigener Melodie. A Zrhalt ins, 209. Esen, verdei nem Wort; den finstern Irr⸗ thum treibe fort; bewahr uns vor Gewissenszwang, so Preist dich unser Lobgesang! Werke und Wohlthaten Gottes 0 Die 2. Die unterthan! scher Lehre? Wahrheit kl walt hilf nicht. 3. Die Herrschsucht, die den fremden Knecht, er glau⸗ be falsch, er glaube rech cht, gewaltsam zieht vor's Rich⸗ teramt, bleib unter unserm Volf verdammt! Nur geistlich sei der Gib den seg si Fleiß! 5. Wir gehn in Dän rung, irren bald! Die Laß lge⸗ heit übet nich t Gewalt Fried' und Duldung mein, nicht mächtig die Ver⸗ folger, seyn! 5. Der E cepter be Bil⸗ ligkeit, verbiete nicht der 4* de— N ĩor 1* 97 unde Wer I sam ist, nicht Laster lehrt, deß Freiheit bleibe unge⸗ stoͤrt. Zerbrich des Zwanges die freie Wahr⸗ heit sieget doch Sie mache uns von Irrthum frei und von der Sunde Sklaverei! hartes Joch: Am Reformationsfeste. Nel. Allein Gott in der Höh' —210 vor dir, Herr, 2 + denken wir erfreut an unsrer Vaͤter Glau⸗ Feind erhob treit, dein zu rauben: ritterlich ften und fie siegten. 2. Dein Wort war ih⸗ nen Schwerd und Schild, Schutz, Heereskraft gen. Lang war's in eingehüllt, der Christenwelt eutzogen; sie brachtens wie⸗ der an das Licht, und ach⸗ teten Gefahren nicht, sie san⸗ gen heldenmüthig: In eigener Melodie. „Ein feste Burg t unser Gott, ein gute Ahr und Waffen; er hilft uns frei ans aller th, die u be alt. ers je me und viel List sein grausam Rüstung ist auf Erd ist nicht sein's Gleichen. 1. Mit Macht ist unsrer 3—9 7 nichts gethan, wir sind gar · bald verlohren! es streit't fuͤr uns der rechte Mann, den 935 selbst hat erkoͤhren. ragst du: wer er ist? Er beißt Jesus Christ, der Herr Zebat oth„ und ist kein Qt ndr er Gott; das Feld muß er be⸗ halten. 5. Und wenn die Teufel waͤr, und wollten uns verschlingen: so fuͤrch⸗ ten wir uns nicht so sehr; Welt voll es soll uns doch gelingen. Der Fuͤrst dieser Welt, wie sau rer sich stellt, thut er uns doch nichts; das macht, er ist gericht: ein Wörtlein kann ihn faͤllen. 6. Das Wort sie sollen las⸗ sen stahn, und kein Dank dazu haben; er ist bei uns wohl auf dem Plan, mit seinem Geist und Gaben Rehmen sie uns den Leib, Gut, Ehr' Kind und Weib, laß fahren dahin, sie haben's keig Gewinn; das Reich muß Uns doch bleiben.“ Mel. O Gott, du frommer 7. So sangen sie: und weit erschollen ihre Lieder: AI x die Voͤlker kehrten froh zum freien E zen wieder. Der erglaube floh, es wich die düstre Nacht, das Evange⸗ lium ward an das Licht ge⸗ bracht. 8. Triumph! heit siegt! ren— treitern! bleibt mit ihr +* reich erweltern die Wahr⸗ Gott war mit ih⸗ Bott ist und er wird ihr Auf! die und dankbar 1 nuf! haltet fest uns ewig e verehr an ihr! Sie sei werth! Lob und E dem§. HDan Volk, o Herr, singt srohen Dank zu deines Na⸗ mens Ehre. Es stimm auch un⸗ ser Lobgesang in alle heil'gen Choͤre * 4 1 4 ů *. 2. 2 8 7 + RaA — —.— 22 * — V. t. Von r, err, 7 Kohen Ftye ists geschehen, daß wi rei 50 des 18 Nacht, das Licht der W ert 16 *** ** be t, dich, wie Wor * Nei Wohlthat, G 1„.4 18 uns ist 2 Noart Or U 8 A* 1 9 hre H— V * +* lnde* 7 eder an das t ge V. N treun D Wir freun uns die⸗ un⸗ Jugend. icherheit Oednu ing herrschen. So koͤn nen wir bei dei⸗ 1I* 0 Ihr selig ** uUun Elich hast d „drines Wé ertes NHhye Dir, Herr, sei ewig 17*2 NVuhr gebrac ht/ dir Ruhm Dir und Es 1 auch unser 9791* 11** 1* Leben kund daß wir dich dankba Vr II vaäntent ðÿ N. „uns deine der M ihre Kraft ge⸗ immer Trost und bei 4. Komm uns mit Kraft eurgeher,„hilf uust er Schwa ind staͤrke das Ver⸗ mogen zum ernsten Tugend⸗ lauf. 5. Hilf uns die Luͤste pfen, hilf uns den Reiz Welt und ihren y Trotz ggewohnter Heilt N. V* 70 2 bleib mit deiner Treue bei uns, Herr, unser Gott Bestaͤndigkeit verleihe, hilf uns aus aller Noth. Mel. Ein feste Burg ist unser 010 geerr, deine Kir⸗ 1chke danket dir: noch wohnt dein Wort im Lande! Von deiner Gnade haben wir noch deinen Geist zum Pfande. Kommt sie in 6 fahr durch der Schaar: dann, o Jesu Christ, ege Macht und List, und herrsch in jedem Lande! 2. Sei, Herr, mit uns! Reibes uns nie, uns, deines Leibes Glieder. Hilf deiner Feind Feinde Lirch, und schuͤtze sie; denn wir sind deine Bruder Sie die dir vert . Ferl h alt sie rein Eden Bund ent⸗ weihn, die heilige dir wieder. 3. Eins ists, ie kt: daß unter ten noch man⸗ nicht gedenkt, zon seinen Luͤsten. iel ib' ist schwach, kalt die Lieb', und, ach, sie bedeuken nicht: es wart⸗ ein schwer Gericht auf traͤge, sichre Christen. Und du, o Jesu, bist so tren! Ach, daß wir froͤm⸗ mer wären! Mach alle Her⸗ zen rein und neu, laß alle sich bekehren. Gib uns Wis⸗ senschaft, Glaube, Liebꝰ und Kraft, gib Entschluß und was dein dein deinen Chri V 14 gung. Muth, zu wagen Ehr' und Blut zum Preiße deiner Leh⸗ ren. 5. Entferne Zwietracht, Krieg und Mord, erhalt uns Ruh' und Frieden. Laß uns, gestaͤrkt durch dein Wort, im Guten nie ermuͤden. Ma⸗ che leicht, was druckt, gib uns, was begluͤckt. Nach der Pruͤfungszeit ruf uns zur Seligkeit, zu deines Him⸗ mels Freuden. 6. Herr, deine Kirche streitet noch: hilf deiner Kir⸗ che siegen! Wie schwer ihr Kampf ist: muͤsse doch kein Kaͤmpfer unterliegen! Hoͤr' ihr kindlich Flehn. Eil', 11. beizustehn, daß sie standhaf ts deiner Wahr heit treu Hilf deiner Kirche sie⸗ Herzliebster Jesu, was ie ** 12 513 Cwig, o It! 41— Ewird dein Worr bestehen, und Erd und Him⸗ mel werden eh' v verg jehen, as eine Macht das Reich, du errichtet, jemals veruich⸗ tet. 2. Immer noch sammelst du dir auf der Erden Men⸗ schen, die willig dir gehor⸗ sam werden und deinen Frie⸗ den hier schon im Gewissen froͤhlich genießen 3. Reizt blendende Ver⸗ suchung sie zu Suͤnden, bist du ihr Beistand und hilfst uͤberwinden. Nichts wird V— * 2 — ii ——— ————————————— —*—9———.— sie jemals deiner Hut entrei⸗ ßen Du hasts verheißen 4. Wohl allen denen, die X sle 14 Aug und die oh⸗ sül ·N kenge dir, unse Haupte, hee Lob⸗ gesange, wenn ist dein is hier dein Geist regieret, dort triumphiret. stder herrlich T H0 KLobsinget: Gott 1. 1* venn seine trieh bes Rü I⸗ e t Uns deckte ge liß; der Herr zus ihr entriß in N 2. Verdunkelt war der Arheit Licht; selbst Chri⸗ lehrer sahn es nicht. Aus uterricht ward Glanbens⸗ na; in harte Sllaverei ersaxt das Vo k des Herrn. 3. e der Verfol⸗ Vie stroͤmte tren⸗ lut! und ihre mteg doch sich liebe noch. O 1 NAuN am und stand der Werke und Wohlthaten jederzeit mit Wahrheitssinn Vertraͤglichkeit. Die— ebe sei der Kirche Zier. Dann sieget f Gott ist ihr: er ist ihr Schutz. Und wenn auch seines gortes Lschtnicht gleich durch mi alle Nebel bricht, und Spotter stolz die Wahrheit sch * — get nicht! Si sie ist von Bo Schaut auf zur Sonne e erhellt nicht gleich den gan⸗ si zen Raum der Welt Laßt, E len, unsers Lichts uns Tre 1d Gott dur⸗ h Tha⸗ dantbar seyn, wie er sie UHeht 5. Lobsingt, lobsingt dem Herrn, und freut voll Hoff⸗ nung euch der Ewigkeit! Doert wird nur Liebe/ dort allein ein Hirt und eine Heer⸗ de seyn. Lobsingt dem Herrn! Mel. Herzliebster ͤ“⸗C4 5 Laß doch, o Jesu, laß dein Reich auf Lrwet vie unterdri 61 stets erweitert werden Gib allen Mens schen derner aen wegen, Licht, Heil and Se⸗ gen! 2. Erleuchte sie, recht erkennen bensvoll dich ihren land nennen! O lehre 7 V. deinen Willen schon Schrift mit 2 2 758 0 frommer Acht! enthuͤlt der wah Weisheit Lehren; und ohne diese sucht man doch verge⸗ bens den Weg des Lebens. 4. Ach, steure,‚ Herr, dem Toben deiner Feinde, und vor dem Irrthum warne deine Freunde! Gib, daß sie pruͤ⸗ fen, und dem Aberglauben die Herrschaft rauben! 5. Sei du ihr Licht in ban⸗ gen Finsternissen, und wecke selbst ihr schlafendes Gewis⸗ sen! Erhebe troͤstend, sch laͤgt sie Kummer nieder, ihr Herz auch wieder! 6. Herr, schutz uns maͤch⸗ tig vor der List der Boͤsen, bis du von ihnen gaß uns wirst erloͤsen, und wir zum Kreise der verklaͤrten From⸗ nen frohlockend kommen. * Vari In orig 0 211 itze die Dei⸗ nen, die nach bir sich nennen, und dich, o Jesu, vor der Welt beken⸗ nen. Laß deinen Haͤnden, wie du selbst verheißen, ichts sie en riten 2. Laß deine Wahrheit ů rein verkund igt werden; mach ibre Siege herrlicher auf Er⸗ den. Gib Muth und Weis⸗ heit denen, die sie lehren, dein Reich zu mehren 3. Du hast noch niemals, Herr, dein Wort gebrochen. Fuͤhre die ene wie du selbst versprochen, fuͤhre sie endlich aus dem K Lampf hi es nieden zum ew'gen Frieden. o Heiland, sei dein Nam' erhoben! Ewig frohlockend muͤsse dich einst loben, o du Beschirmer dei⸗ ner schwachen Heerde, Him⸗ mel und Erde! Mel. Ein' feste Burg ist 217. We 1. Ewig, Chrius 2 seine Kirche schuͤtzt, so mag die Hoͤlle wuͤ⸗ then; er, der zur Rechten Got⸗ tes sitzt, hat Macht, ihr zu gebieten. Er ist mit Hülfe nah! wenn er gebeut, stehts da. Er schuͤtzet seinen Ruhm, und haͤlt das Christenthum. Mag doch die Hoͤlle wuͤthen! 2. Und wenn auch Fuͤrsten auf dem Thron sich wider ihn empoͤren; stets werden ihn, des Hoͤchsten Sohn, hllose Voͤller ehren. Sein Wort ist wahr; nichts ist der Großen Macht und List. Wie lange waͤhrt ihr Spott 2 Auch sie sind Staub vor Gott. Sie moͤgen sich empoͤren. 3. Der Frevler mag die Wahrheit schmaͤhn; uns kann er sie nicht ranben. Der Un⸗ christ mag ihr widerstehn; wir halten fest am Glauben. Gelobt sei Jesus Christ! Wer hier sein Jünger ist, sein Wort von Herzen haͤlt, dem kann die ganze Welt die Seligkeit nicht rauben. 4. Auf, Christen, die ihr ihm vertraut, laßt euch kei Drohn erschrecken! Der Go der von dem Himmel schauk wird wird uns gewiß bede Der Herr, der starke Gott halt über sein Gebot, gibt V uns Geduld in h, und Kraft und Muth im Ti Was kann uns denn er⸗ schrecken? Mel Koͤnig der erloösten Schaar Jede Si st ent he; dennoch du 2 ie dar, Wonne, die Geist er⸗ höht, und nN trohm der Zeit er 18 ⸗ le Sch sind nen die 8 deiner Reichsg si Engeln zugese Edel han⸗ deln, ist Ruhm, deine Huld ihr E Hier i„hier ist Tugend, zroßer Geist regiert, wo das Alter, wo die mit dei⸗ nem Sinne zier t d Sünder preist Auck, eilet er zu 4. Ja, du herrschest nicht mit Strenge; nur von Liebe wallt dein Herz und du lockst der Menschen Menge nur hinweg von Angst und Schmerz. Selig, wer dir seine Zeit, seine Kraft, sein Leben weiht! 5. Mag der Krieg die Welt x zerrutten Friede schwebt um deinen Tbron In Palästen, in den Hütten, groß ist uͤber⸗ 15⁴4 Werke und Wohlthaten Gottes all dein Lohn. Jeder, jeder, der dich ehrt, ist und bleibt dir ewig werth 6 Drohn dir gleich die evier alle, rüstet sich der Svoͤtter Heer; ach, sie na⸗ hen sich dem Falle, und dann toben sie nicht mehr! Ewig vird dein Reich bestehn; Wahrheit kann nicht unter⸗ gehn. Reiche dieser Welt ver⸗ hwanden, Kronen sanken in den& ub aAber seit dein Reich entstan„ ward es nie der Zeiten Raub. Jetzt noch blickt dein 2* erthan hochen tzuͤckt zu dir nan 8. In den fernsten Him⸗ melsstrichen glanzt, o Herr, dein mildes Licht. Thoren nur, die von dir wichen, sehen seine Strahlen nicht; och der Weise bleibt dir treu und du machst ihn groß und frei 9 ehre selbst die Zahl der We Herr, erweitre Gebiet, und laß einst den dich preisen, der noch blind vor Goͤtzen kniet! nr nach der Zeit 8 Herrlichkeit! Heilige Taufe. (Vor der Taufe. 5 Sollt es gleich bisweilen 0 19 HDie/ Gott, der 24— so gern erfreu⸗ et, immer seine Huld erneuet, vei wel⸗ Hoihann 155 YV uigung—— Sel igkeit. Gib, daß es dei⸗ ier Liebe sich immer dankbar 2. Gil fren 1, und durch des Geistes und Gedeihen, laß es stets Triebe dir stets gehorsam sei; das Boͤs be⸗ daß froͤ oͤhlich es dem Lohne der Treu' entgegen geh, und ö vor des Mittlers Throne uftig seinen sich einst verherrlicht seh! weihen durch die Tauf dieses ecwir nd, o Vater! dir. ihm Wachsthum euen, und hn, es zum hm den die Mel. Wen nur den lieben Wott 1; nicht den 00 09o bin getauft 4 auf deinen Na⸗ men, Gott Bater, E und heilger Geist! Ich bin gezaͤhlt niemand zu deinem Saamen, zum da ß es ein Christ, daß Vater bist. Trost, du, Gott, sein stets dich froh bekennen, daß es Sohn 4. Laß es von dir krennen, niemand Volk, das dir geheiligt heißt. auf der Tugend Bahn Heil O welch ein Glück ward und Ruh' ihm rauben kann! dadurch mein! Laß, Herr, Mel. Wer nur den lieben 2056 H err, der du selbst 2 Liuur die 2 2 auf befoh⸗ mich dessen würdig seyn! 2. Du hast mich fuͤr dein Kind erkla aͤret, mein Vater, len, dir⸗ Resten Treu' un⸗ und ein selig Theil hast du, andelher sef anh 55 wande• r, dir sei auch die⸗ Sohn Gottes, mir gewähret ses Kind empfohlen! Wir an dem von dir erworbnen rinas dir flehend Ixr*— bringen es dir flebend dar: Heil! Du willst, mein Leben o segne Herr Jesu Christ, Got t z 7. u weihn, Geist Gottes, der du 5 4H1.— bist! selbst 1 mein Beistand seyn. I Asunir 3. Die Liebe ist nicht zu ermessen, die du, mein Gott, mir zugewandt. O laß mich nie die Pflicht vergessen, da⸗ zu ich selbst mich dir ver⸗ band, als du in deinen Bund mich nahmst, und mir mit Heil entgegen kamst! Herr, wir ste⸗ ——2 4 hen hier vor dir: laß dieß Kind— un⸗ sern Armen dir gefallen, bit⸗ ten wir, und 3ege e dein Er⸗ barmen, laß es hier be⸗ gluͤckt auf E rhen, dort, des bimmels Erbe werden! 4. Du bist getren; auf (Nach der Taufe.) deiner Seite bleibt dieser Mel. Kommt, kommt, Em Bund stets feste stehn. Ja 22 0 Gewei ht zum selbst, wann ich ihn uͤber⸗ Cbristenthu⸗ schreite, laͤßt du dein Vater⸗ me, ist⸗dieses Kind, dir, Gott, geweiht. Erzieh es dir zum Ruhme, zur Tugend und zur herz mich sehn. Du regest mein Gewissen an und leukst mich auf die rechte Bahn. 5. Ich 12 + * +———2 7 U. Ii ütär. *. de. 5 gebe, o mein Gott, eue mich g⁴ inz zu dei⸗ 5. Ich aufs 2 nem Opfer hin. Erwecke mich zu neuer Treue, und bilde 0 61 nich nach deinem Sin sitle Melt— iur eitle Wel OSun weich! Gott he entsag ich euch 6. Befestige dies mein Ver⸗ prechen, mein Vgter, und bewahre mich, da mals moge brechen! Mein Weich, ganzes Leben preise dich! Gott meines H sei ew mein, und laß mich dei auch en seyn Mel. Liebf—* xü 309 R 8 Erlẽ r, 2 du mich dir zum Eigenthum erkaufet; als dein Junger bin auch vormals auf dein Wort ge⸗ taufet. O erwecke mich zum Fleiße, recht zu seyn, das was ich heiße. 2. Laß mich oft mit A samkeit ner Taufe Bund betrachten, und nur das jeder Zeit für mein groͤßtes Wohlseyn 0 40% daß ich, Jesu, deiner illen treulich suche zu erfällen! 3. Dieser Erde Ruhm bleibt im Tode dock zurucke; nur ein wahres stenthum fol t uns nach ew gen Glücke. avon ist auch, nach dem Sterben, Segen zu ererben I 7 Gut und Tode doch Vh/ 4. Laß mi 0 denn, Wie 1 gefällt, deinem Dienst, Herr, ganz erge„ Uund entfernt vom Si Welt, als d Werke und N N Iur•* oher treuer Junger leben, daf einst auch, wann 1 h sterl 8 ne Leben he das verheipne Leben erde Mel. Wer nur den u 1 + 90 b)/ 9 .„ ———. 9 dich, 2 r, deiner — n so zu b nen und zu ehren, vaß He Nund und t dicd p und dann des Gluücke st zu seyn, mich hie „Gelobt, mein Gott, se deine Liebe, die mir, noch el ich dich gekannt, aus freien texlichem Ti hon se viel ndt! Wit 4 dreich mein E dacht, d fuͤr mein wah wacht! Dir geb ich mich, mein Gott, a neue, nun ganz aus Da hin. und Liebe, ͤ Erwe ch zu steter Treue, und bilde nach deinem Sinn. dir mißfaͤllt, sei fern von mir, und hei— lig sei mein Leben 1 ö 5. Damit ich, as uch hiet versor d getren, nie mein Ge⸗ lubd'tsinn breche, h, Ge t deiner Kraf rbei; 1 all ich, so ver⸗ durch r dei⸗ ne Gnade zum steten der Besserung, und leite mich auf siche Pfade des Glau⸗ bens und der Heiligung Gott meines Heils, sei ewig mein, und laß mich stets N V ein eigen seyn Mel. Jesus, meine Zuversicht Fwig, ewig bin ich dein, theuer dir, mein Gott, ertaufet; bin auf dich, um dein zu seyn, Vater, Sohn und Geist, ge⸗ taufet! dessen soll mein Herz sich freun; ewig, ewig bin ich dein! 2. Welch ein ⸗ů0 4 in N Np N göttlicher Ge⸗ winn., daͤß ich durch der Tar Gabe Gottes Kind und Erbe bin, daß ich ihn zum Vater habe! Heilig, rig will ich seyn; ewig, Vater, bin ich dein! 3. Ich gelobt' es, und den⸗ noch brach ich oft den Bund der Taufe, kaͤmpfte schon und wurde doch schwach im Kampf und matt im—5„ Dennoch will noch Jesus mein, Gott will noch mein Vater seyn! 4. Dies, o Gott, ver⸗ sprachst du mir; das hat Je⸗ sus mir verheißen. Und ich sollte, Sünde, dir, dir, o Welt, mich nicht entreißen? Ja, ich wills; ich will nicht 5. Jesum, dem ich bin getauft, bin von ihm so hoch bin ihm durch sein lahen V erhoben, ihm du erkauft, Jesum soll mein Leben loben Ihm will ich, denn ich bin sein, mei⸗ ne ga ele weihn. 6. 2 ill ich, flehn um Kraft aß ich stets auf seinen Wegen, heilig und ge⸗ Wimi und im Glauben wandeln moͤ* Und er wird mir Kraft verleihn; treu bis in den Tod zu seyn. 7. Hoͤre mich, denn ich bin dein, theuer dir, mein Gott erkaufet; bin auf dich, um dein zu seyn, Vater, Sohn und eist, getaufetl Ewig, ewig laß mich dein, ewig laß mich selig seyn! 14 Das heilige Abendmahl. Mel. Befiehl du 00 deine Wege MVersammelt bat⸗ —5— te Jesus die Juͤnger feierlich; es nahte seine Stunde, die Abschieds⸗ stunde sich. Die sich der Hoffenng freuten, mit ihm zum Thron zu gehn, sie soll⸗ ten nun ihn dulden, ach, blu⸗ ten, sterben sehn. 2. Sie sollten nun Beken⸗ ner der heil'gen Wahrheit seyn; fuͤr sie, und fur die Bruͤder, wie er, den Tod nicht scheun. Ach, wie er jetzt so ruͤhbrend beim from⸗ men 0 14u 5740 0 7½6.tl.. NIN1NN. — 4.— — —————— —.—.— ——.—— Hlthaten Gortes Sein Mahl staͤrk un⸗ Glauben, staͤrk ihn in stets vebte iic t belohnt erfüllte Erstem, Preis und Menschheit gekommen ind Noth, mach r Leben, mach mmanuel und feiert hier Da nn schon währt die Tu⸗ Beseligung. geb etet auf rau⸗ und ri zret, dem hohen ihr Mit⸗ thwur? dieser Stun⸗ den Bunde er d uns. Gott, dem erhabenen Frommen, des 1 Er ist zum Iwen III vom Himmel bracht' er Licht. ten treu, und wirst ein glaͤu⸗ Nun Lebenslang in Licht zu big Herz voll Reu, und mei⸗ wandeln, wie er, zu han⸗ nesen chr verachken deln; dies, Christen sei 4. Regiere nur auch kuͤnf⸗ der ihm geweihte Dank! tig mich, daß ich vorsichtig Igewdhte handle, und heilig, voll mmlois** Mel. Ein Lammlein geht und Vertraun auf dich, nach dei⸗ u. ger 00 7 1, Herr, hast ne 1 2 en w Hib, + I.*—*D 2 417 —.2= aus Barmher⸗ daß, aus Dank fur dein 1 5 N + 1 1 1 156* N 11 zigkeit zum Lenk Hulb, in L ebe,( lauben und Gnaden, das Bed I.* vYY* Io eduld ich dir auf Erden le⸗ Christenheit wo de, bis ich dereinst in dei⸗ geladen Du seel'ge kemmt zu mir! Ich komme, Heiland; ja zu dir erheb ich meine Seele. Ent⸗ deine Gnade nicht, Auch mein Trost/ mein Heil, mein Licht. Du siehst, wie oft ich sehle. 2. Ja, meiner Schulden sind weit mehr, als i r me 0 es wohl eide s Verleih zur Uebung dieser Unruh mein eelen hiat mir deines Geistes du bist meine Zuversicht. Kraft und Licht! Verla iß mit deinem Trost d ů nich nicht; du siehest meine mein G ů Erbarmer, nimm sie gnaͤdig an; du bist, der h fen will und kann mein Herz 7** baß sie daß Nch denk 1 ich ich m ch, an die Liebe, womit du un⸗ Erloͤßser, r, hofft me in Glaube. ser Heil bedacht. Wie stark Geber gte willst du nicht ver⸗ sind deine Mitleidstriebe, schmaͤhn, versprichst, den die dich bis an das S ch wacher beizustehn, die cht! O gih von de nach der Bahrung trachten. Tode nerz jetzt ne Stets ble übst du deinen Wor⸗ druck in mein Herz! 160 Werk mich mit Ite che teu, opfernd, starb e und l rust die du, t; durch öden Misbrauch nie entweihen, was du so theuer mir erwarbst! Nie fuhre mich zur Sicherheit der Trost, den mir dein Tod verl 5. J zebe mich auf mein 87 Herr un 6 will vor S u schaͤme n des 1r stes, den man dir erwe mich nie zu einem Schritt! qnemen, den mein Gewisser heißt. O floͤße mir be⸗ 1 den Eifer ein, wie dit, o Herr, gesinnt zu seyn! 7. Laß mich mit Ernst den chsten lieben, und, wenn trauchelnd sich chfeit dein allmächt ger Ruf erhebt, wenn du dich, Hee r Le⸗ bensfürst, den z Voͤlkern sicht⸗ ar zeigen wirst! 9. Gebengt l ich zu dei⸗ Wo buhaten G ottes Go nen Fuͤßen mit Dank und Lob, Gebaͤt und Flehn. Laß aus mi hneue G znade fließenl Mein Heiland, laß es doch geschehn, daß mir zur Staͤr⸗ kung meiner Treu' dein Abendmahl gesegnet sei! in Lämml geht Ich komme, Herr, und suche dich, selig und beladen. Gott, mem Erl wuͤrd ge deiner Mel. E n und mül rmer/ zunders Gnadel Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Got⸗ tes und des Menschen Sohn, zu getroͤsten Ich inden Muh; und sie en der Ennen, bet ich zuve'·rsicht⸗ bist das Heil der den n, und wir sind Got⸗ sinde 4—* lich an: du Sünder, hast ihre + chul abgetha tes Kinder. Ich denk an deines Leidens Nacht, und an dein Wort: es ist voll⸗ brach du hast mein Heil mich var in Du hast fuͤr irgestellt; Gott 1 it die Welt in dir dir, und h mit sich versöhnet 3. So fr ue dich, mein Herz, in mir! Er tilget dei⸗ ne Suͤnden, und laͤßt an sei⸗ ner Tafel hier dich Gnad um nade finden. Du rufst, und er erhoͤrt dich schon, syricht liebrei ch: sei getrost, mein Sohn! die Schuld ist dir vergeben. Du bist in mei⸗ 111hui ii du dich ———————— —— „on Mat lthaten Go der da —— ——— 1 — —. + —.—— — — ie 1 err, H hmeine mꝗ ππP+r eit 1ei hme deiner Demnt Tod ward er, in der Suͤn⸗ die Der dein Tag schon kaͤme, keiner 4 4 u 6, 1— 31 1e, und; taͤglich brü⸗ Herr, vor dir sich schoͤme! derl zu Unde ern, lend, Gro ßes Ab hendma VV. der ¶ rom⸗ „* 3 51N5.* +* 10 kar un, zu mindern. men, Tag des He wann gelobe di„ mit Freu⸗ wirst du kommen? daß wir MVVoRI 2* ben auch das Unrecht still zu mit der E Choͤren, Herr, leid inged verspreche. Morgen ohl schon ge⸗ brochen, was ich heute dir 1 versprochen. 0 9. und stärk ten Werk V mich von er om oder: thun will, Aer 8 2 NPOI Nx ich nur ein rußes den ersten Mel. Besitz ich nur ein ruhiges je⸗ den, den mir uͤberwin⸗ Menschenfrennd, mein die den; laß mich ihre Folgen Heiland sei gepries ——— — 7 S**— heits⸗ NMy zum NLai der; zum Leb 90 bleib ich immer, auch mi X 864 ð64* 911 wo ich bi ir, o Herr. Laß Qual und Leid mein rgeben st der Tod und mirt ken dränn: Herr, die Welt Tod darf ich cht scheun. So ö nah dem Lohn, den Gott . 14.4 C. e 4 versoricht, so nah am im noch N Aam( der Erd' entziehst, auf mich, denn den du getreu befunden, leben boll schonender Erbarmung ner mich siehst! A tiger, in dein ben mir Gewinn! Wohl mir, Gericht gehst du mit mir baß ich erloͤset bin! Erloͤsten nicht. Ulmack 24 3. Der Leib wird schwach,. Zesus meine Zuversicht. die morsche Hütte, in der(err, ich hab aus mein Geist hier 1 ohnt, zer⸗ deiner Treu', fült; ich eile hier mit jedem mir zum Heil, noch Zeit in W 178 Haͤnden. Gib, daß ich stets eifrig sey, sie auch weislich anzuwenden; denn wer weiß, wie bald zur Gruft deiner Vorsicht Wink uns ruft! Schnell und unaufhalt⸗ bar fliehn die mir zugezaͤhlten Stunden. Wie ein Traum sind sie dabin, und auf ewig dann verschwunden. Dieser Augenblick ist mein: wird es auch der kunftge seyn? 3. Laß mich auch der Flüch⸗ tigkeit meiner Tage nie vergessen, wie unschaͤtzbar sei die Zeit, die du, Herr, uns zugemessen; wie, was hier von uns geschieht, ew'ge Folgen nach sich zieht! i. Reize mich dadurch zum Fleiß, eh die Zeit des Heils verlaufen, mir zur Wohl⸗ fahrt, dir zum Preis, jede Stunde auszukaufen, die zu meiner Seligkeit deine Gna⸗ ne mir verleiht! 5. Deine schonende Ge⸗ duld trage hier mich nicht vergebens! Herr, verzeihe mir die Schuld, wenn ich manchen Theil des Lebens nicht zu meiner Seele Wohl so benutzte, wie ich soll! 6. Laß mich meine Besse⸗ rung fur mein Hauptgeschaͤf⸗ te achten, und nach meiner Heiligung mit so treuem Ei⸗ fer trachten, als erwartete noch heut mich Gericht und Ewigkeit! 7. Deine Gnade steh mir bei, daß mein Leben auf der Unsterblichkeit und Vergeltung. Erde reich an Tugendfrüch⸗ ten sei, und ich reif zum Himmel werde! Nahet dann mein Ende sich, o so staͤrk und troͤste mich! M Dein sind wir, Gott, in à2M ein Leben steht in 5Gottes Hand; er thu, was er mir heilsam fand! Er zählte mir, so wie mein Haar, schon eh ich war, auch meine Lebensstunden dar 2. Ich nutze mit Zufrie⸗ denheit die Tage meiner Sterblichkeit. Wie vaͤterlich versußt sie Gott! Doch Muͤh und Noth sind ihr Gesolgs, und dann der Tod. 3. Die Blume pranget und faͤllt ab; so bluͤl t der Mensch und sinkt ins Grab. Nicht Jugend schuͤtzt, nicht Stand noch Geld; nichts in der Welt ist, was ihn davor sicher stellt. Wer ruͤstet mich mit Mi ith und Kraft aufs Ende meiner Pilgerschaft? Und wer beruͤhiget mich hier? Allein von dir, o Herr, kommt Muth und Ruhe mir. 5. Du bringst mich, bin ich nur bereit, zum sichern Glück k der Ew igkeit, wo man des kurzen Grams vergißt, wo mancher Christ schon froh vorangegangen ist. 6. Freh werd auch ich/ wenn dirs gefaͤllt, ein Bür⸗ 2. der vollkommnen Welt. Den Meinen sag ich auf dein Wort: — Wort: Gott, unser Hort, vereint uns bald auf ewig dort. 7. Den Trost, o Jesu, dank ich dir; du brachtest ihn vom Himmel mir. Du hast's verheißen: ihr seyd mein, auch ihr sollt seyn, wo ich bin, und euch ewig freun. AIc0ee +* N Mel. esus, meine Zuversicht 2 2eine Lebenszei verstreicht; stündlich eil ich zu dem Gra⸗ be Und was Isis, das ich r noch zu erwar⸗ Denk, o Mensch, ten habe? an deinen Tod, saͤume nicht: wann du e I + X Ter en, öů6 Otr aben, 1— 7*8 1* +Ta V nichis wird dich im Tod er⸗ X 21. un z dieie Ner sind nicht 5gibt, wird Tod versuͤßen; dieses Herz von Gott erner V Tode 8 in deiner letzten ide hülftos um 1„ d wird Welt und Tod ne Herz erhebe schreckt dich 5. Daß du dieses Herz erwirbst, fuͤrchte Gott, und baͤt und wache. Sorge nicht, wie bald 7— stirbst; deine Zeit ist Gottes Sache. Leen nicht nur, den scheun, lern auch, f erfrenn! nd ihn durch sprich: ich weiß, an ich glaube; weiß, ich schwinge, Gott zu scha mich empor einst aus Staube. Er, AHAHHANN ist vollbracht! 10 Tode seine Macht. 7 Tritt im Geist zum E hin, siehe dein Gebein dersenken; sprich: Herr, daß v ic rde bin, lehre du mich denten hre dit eden A/ daß ich werden mag! Mel. Wer nur don daß jch Mensch, der und finde hier das ew Drum sterbe; 5 1solches zeige mir ich recht In nicht wann eine umen muͤs⸗ binl 1 Drum mich stets bereit Unsterblichkeit 3. Mein Gott, nicht, wie ich sterbe, auch der Tod viel Wege haͤlt. ich weiß weil Dem einen wird das Schei den herbe, sanft geht ein andrer aus der Welt ch wie du willst, gib nur dabey, daß ich wohl zubereitet sey! 4. Mein Gott, ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Sand mich einst be⸗ deckt. Doch wenn ich nur den Trost ererbe, daß mick dein Ruf zum Leben weckt; so nehm ich jede Stelle ein die Erd' ist allenthalben 5. Drum, liebster Gott wann ich nun sterbe, so nium du meinen Geist zu dir! Bin ich durch deinen Sohn dein Erbe, und hab' ich ihn im Glauben hier, so gilt mirs gleich, und geht mirs wohl, wann, wie und wo ich sterben oll. Mel. Mein ganzer Ar— Vie wird 255.Wiamin Ade ann, 0 8 mir sey ,„ wann ich mi ch, ganz des Herrn zu frenn, in ihm entschlafen werde? Von kei⸗ ner Sunde eiht, entladen von der Sterblich⸗ keit, nicht mehr der M von Erde! Freu mehr entw ensch dich innig, meine Seele, und erwaͤhle schon hienieden, was dir dient zum ew'gen Frieden. Besiege denn des Todes Graun, mein Geist; er ist ein Weg zum Schaun, der Weg im finssern Thale. Er sei dir nicht mehr fürchter⸗ lich! Ins Allerheiligste führt dich der Weg im finstern Thale. Gottes h ist un⸗ er nglich, Übersc na⸗ lich Die Erloͤsten wird sie unaus sprechlich troͤsten. 3. Herr, Here, weiß die Stünde nicht, die h/ wenn nun mein Auge bricht, zu deinen Todten sammelt 2* umg N 0 thre Macht, e ich dies Flehen noch v Lob 1 ö 8 Ater, I meine 4 laß mich me den! t sind meiner vi»eicht an dem Bin ich von mieii em weit; die Huͤtte n 5. Wie wird mir dann, 0 1 mir seyn, wann ich, mich ganz des Herrn zu frenn, ihn dort aubeten wer⸗ de? Von keiner Suͤnde mehr entweiht, ein Metgenoß der Ewigkeit, nicht mehr der Mensch von 27 Heilig! beilig beilig! singen wir dir, bringen Preiß und Ehre! Dir, der war und seyn wird Ehre! Mel Der Tod. 181 Mel. Christus, der ist mein Mich troͤstet in der letzten 958 geh einst ohne Noth dein Leiden und dein 2* Beben zu mei⸗ Kreuzestod, dadurch du mich nem Tode hin; denn Chri⸗ erloͤset. stus ist mein Leben, und Ster⸗ 3. Ich bin, o Herr, mit ben mein Gewinn. dir vereint: deß freu ich mich 2. Ich scheue nicht die von Herzen; ich weiß, du en der nahen dunklen bleibest auch mein Freund t; Gott wird mich auf⸗ in Todesnoth und Schmer⸗ erwecken, der mich zum Gra⸗ zen. Und sterb ich, o so be ruft. sterbich dir; die frohe Hoff⸗ 3. Und rief mich, abzu⸗ nung hast du mir durch dei⸗ scheiden, auch heute schon nen Tod erworben. mein Gott; so geh ich hin 4. Weil du vom Tod er⸗ mit Freuden, und sterb auf standen bist, werd ich einst ö sein Gebot auferstehen, ins Reich, das I. Ich hoff ein beßres Le⸗ mir verheißen ist, aus mei⸗ ben, das nimmermehr ver⸗ nem Grabe gehen; denn wo lließt. Ein Leib wird mich' du bist, soll ich auch seyn, ungeben, der ewig herrlich und deiner Herrlichkeit mich st. freun, die dir dein Gott ge⸗ 5. Dann eil ich dir ent⸗ geben gegen, mein triumphirend 5. So wird mein Ster⸗ Haupt, und seh entzuckt den ben mir versüßt; der Tod Segen des Heils, das ich kann mich nicht schrecken: geglauht. er ist ein Schlaf auf wich Frist, und Jesus wird m NMel. Wenn meis Stündlein wecken. Er, mein Erloͤser, 257 Menn meine Zeit Gottes Sohn, wird mich oorhanden ist, mit sich zu Gottes Thron ins pon dieser Weit zu scheiden, ew'ge Leben fuͤhren. sary, so verlaß, Herr Jesu Christ, mich nicht in meinen Mel. Herr, wir singen deiner keiden! An meinem End' em⸗ Telig sind des 258 Se — pfehl ich dir, Herr, meine Himmels Er⸗ Seele, die du hier zum Him⸗ ben, die Todten, die im mnel hast gebildet. Herren sterben, zur Aufer⸗ 2. Wen Angst und Todes⸗ stehung eingeweiht. Nach furcht mich drückt, mich mein den letzten Augenblicken des Gewissen naget: so wird Todes schlummers folgt Ent⸗ nein Herz mit Trost begluͤckt, zuͤcken, folgt Wonne der das sonst voll Unruh zaget. Unsterblichkeit. Im Frieden ruhen —*3——5—— ** 0 ur r⸗ 39 1 er r⸗ ie⸗ die AHnnHKFo! Unsterblichkeit ruhen sie fr ei von der Erde Müuͤh'. Gelobt sey Gott! Vor seinen Thron, zu seinem Sohn begleiten ihre Werke sie. 259 Mas sor änasilie fuͤr dein Leben? Es Gott gel⸗ lassen ubergeben, ist wahre Ruh und deine Pflicht. Du sollst es lieben, weislich nuͤtzen, es dankbar, als ein Glück, besitzen verlieren, als ver⸗ loͤrst du's nicht. 2 Der Rer soll dich nicht traurig schrecken; doch dich zur Weishe it zu erwecken, soll er dir ste Augen seyn. ts vor 2 Er soll den Wunsch zum Le zen mindern, chr dich in deiner Pflicht nicht hindern, vielmehr dir Hraft dazu verleihn. 3. Ermattest du in deinen Pflichten: so laß den Tod D0 unterrichten, wie wenig einer Tage sind! Sprich: soͤlt ich Gutes wohl 7Rein, meine Z kurz, wind. schieben es ausühen, ist sie ve rliegt gesch Denk an den Tod, wanu buͤse Ticbe, wann Lust der Welt und ihre Liebe dich rei⸗ zen, und erßicke sie. Sprich: kann ich nicht noch heute ster⸗ ben? Und könnt' ich auch die Welt erwerben, der Suͤn⸗ de Lockung folg ich nie. 5. Denk an deu Tod, wann und — ————22 und Vergel tung. Ruhm und Ehren, wann dei⸗ ne Schaͤtze sich vermehren, daß du sie nicht zu heftig liebst. Denk an die Eitel⸗ keit der Erden, daß, wann sie dir entrissen werden, du dann dich nicht so sehr be⸗ truͤbst 6. Denk an den Tod bei frohen Tagen. Kann deine Lust sein Bild vertragen: so ist sie gut und unschulds voll. Sprich, dein Vergnugen zu versuͤßen: welch Gluck werd ich erst dort genießen, wo ich unendlich leben soll 7. Denk an den Tod, wann deinem Leben das fehlt, wor⸗ die Reichen streben. Sprich: bin ich hier, um reich zu seyn? Heil mir, wann ich in Christo sterbe! Dann ist ein unbeflecktes Er⸗ be, dann ist des Hünmels Reichthum mein. 8. Denk an den Tod, Leiden kommen. Sprich: alle Trübsal eines Frommen ist zeitlich un im Glauben leicht. Ich leide; doch von allem Boͤsen wird mich der Tod bald, bald erloͤsen; er ists, der mir die Krone reicht. 9. Denk an den Tod, wann freche Rotten des Glau bens und der Tugend spotten, und Laster lolz ihr Haupt erhohn. Sprich selbst: Gott traͤgt die Frechen; doch end⸗ lich kommt er, sie zu raͤchen, und ploͤtzlich werden sie ver⸗ +*** gehn. 8* nach wann bei dir 10. der Tod. 10. Denk an den Tod zur ernste Augenblick bestimmt Zeit der Schrecken, wann mein ewiges Geschick. Pfeile Gottes in dir stecken; 4. Laß zeitig mich mein du rufst, und er antwortet Haus bestellen, daß ich be⸗ nicht. Sprich: nein, mich reit sey fuͤr und fuͤr, und kann der Herr nicht hassen; sagen koͤnn' in allen Fällen: er wird mich sterbend nicht Herr, wie du willst, so schicks verlassen; dann zeigt er mir mit mir! Hilf, daß bei je⸗ sein Angesicht. dem Glockenschlag ich an 11. So suche dir in allen mein Ende denken mag! Faͤllen, den Tod oft lebhaft 5. Erhebe meinen Sinn vorzustellen; so wirst du ihn zum Himmel, verbittre mir nicht zitternd scheun; so wird der Sünden Lust Gib, daß er dir ein Trost in Klagen, in diesem Weltgetümmel mir ein weiser Freund in guten nichts, als Unschuld, sei Tagen, ein Schild in der bewußt; so eilt, wann die⸗ Versuchung seyn. se Huͤtte faͤllt, der Geist in Mel. 2— eine beßre Welt. Nel. Wer nur den lieben Gott 6. Ach, Vater, deck all' 0 60 Mer weiß, wie meine Suͤnde um Jesu Chri⸗ —* 0—. nahe mir sti Willen zu, damit ich hier mein Ende? Die Zeit geht hin, Vergebung finde, und dort es kommt der Tod. Ach, wie bei dir vollkommne Rub'! 1 zwind, ach, wie behende Du warst mein Gott in je⸗ 1015 kommen meine Todes⸗ der Noth; drum sei auch noth! Gott, gebe dann mir Vater mir im Tod! Kraft und Muth, und machs 7. Nichts ist, das mich mit meinem Ende gut! von Jesu scheide, nichts, 2. Es kann vor Nacht leicht es sei Leben oder Tod; er anders werden, als es am bleibt im Leiden meine Freu⸗ fruͤhen Morgen war; so lanz de, mein Schutz, mein Al⸗ ich lebe auf der Erden leb les in der Noth. Er endet se⸗ ich in steter Todsgefahr. Ich, lig meinen Lauf, und nimmt der ich jetzt gesund noch bin, mich dann im Himmel auf. sink, eh ichs denke, kraftlÜbs 8. So komm mein End' hin. heut oder moͤrgen; ich weiß, Herr,—⁷ mich stets daß mirs mit Jesu gluͤckt. ans Ende denke und laß Er isis, der mich in allen mich, eh ich ster erben muß, Sorgen, er ists, der mich das Heil der Seele wohl be⸗ im Tod eranickt. Er färket denkeu, und nicht verschie⸗ mir dann meinen Muth, en meine Buß', denn jen⸗ machts mit meinem Ende gut; Me ** ie⸗ ie er 0 Voch leb ich. — wird mir jeder ben, bens ein Segen + teh* afe t ict lebe ich icht ver zebens, treu ch meilt Zett Da t dir ergebnem Noch od und Grab schaft bereit auf Zukunft hin. oft sch nd ab. So 0 60 QMer sint K Uck und. 1 Ruhme der M„oft eh e die Sti er's de„ in's Grab; ͤ ds schlägt Seele, du mißbr⸗ in meines Ge leicht ein Leben, das so schnell zu meinen Vaͤtern schlafen entfle 2 legt? Wer weiß, ach, wer 3. Entziehe dich dem Welt⸗ bestimmt die Zeit des Ein⸗ 4 mmel, eil, deiner mit Weish eit niederschrieb, ßren Heimath zu! Wie du, der in G u iet undune beß ² + 34— F. 4 Au 14 5* — verflieht der Prüfung Plage mein liebevoller Va⸗ und dann, dann kommt ter bliel Bon dir, der mir Lwigkeit! den Odem gah, haͤngt auch ist dein; der naͤchste vielleicht nicht seyn. 5. O Gott, verleihe mir die Gnade, fuͤhr du mich —— Hunh deine Kraft der J. Vielleicht ist dies der sichre Pfad e, letzte Arme, der kle alich mich . issenhaft und um H fleh enn ich denn Reru* R** A4 ne dem Beruf, mick Rut nicht barme, ielleicht ists morgen zu spät.; und dann, was bringt die Aerntezeit? Die Frucht der 1 igerechtigkeit. Pfund erst mor⸗ eiit Kant rblassen„ wenn fröͤhlich ach, saum' im in nicht! ie zeisheit und 6. Die Kraft von meinen besten Jahren sei Gott, dem Heiligen, geweiht. Die Bu⸗ ße bis ins Alter sparen, ist schreckliche Vermessenheit. Zu paͤt verschwindet oft der Wahn, da man auch schla⸗ fend sterben kann. Wie leicht raub hmer: und Fieberl mir * V* gun nd erstand ich in Todesaͤngsten schwitze, wer macht mich dann mit dir bekannt? Gott, viel cht ein Fall, 3— Schlag bestimmt mir meinen lei Ster⸗ betag. . Laß, Hoͤchster, Geist mich leiten! Er m mich vor Sunden rein! wird der Tod zu alle 1 en che ann n Zeiten mir nur ein Friedensbote seyn. Du kommst, ielleicht zu Mitternacht! O wohl dann ewig dem, der wacht! Mel. Was Gott V thut Angen Angen⸗ 78 ist auch ͤ‚ ein Wunsch erfüllet Zum Sternenchor steig ich empor, vom Sch ittenthal aspeit, Un W Aus schung 2*** . Oin hier, wo oft die Unschuld weint, und oft das Laster sieget, bis der Ver⸗ geltungstag eint, wo dieses unterlieget. Die Kla⸗ * 171 * * de aus denn Tugend ve ollen Lobn wi l1Gott Tod un Geist; er muß ze men als Engel men. In e Melodie. 0 6* esus, meine Zu⸗ 4 versicht, lebt und ich sost mit im leben! V Dieses weiß ichz solte nicht sich — ——— — 222. * 9—— ĩ— + wet ** sich mein Herz zufrieden ge⸗ be mat die lange Tode nacht mir auch fuͤr Cedan⸗ ken macht? 2. Jesus, mein Erloͤser, lebt! Ich erwarte mit Ver⸗ trauen, daß er mich zu sich erhebt; warum sollte mir denn grauen? Laͤsset auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieht? 3. Ich bin durch der Hoff⸗ nung 2 d zu genau mit ibm verbunden. Er, der elbst den Tod empfand, hat fuͤr u h ihn überwunden; al Tode bleib ich sein, wig seiner mich zu freun . Dieser Körper nur ist bz er nur sinkt zurück Staube. Nie wirst du „odes Raub, du, mein O sel'ger Glaube! in Erloͤser lebt, Herhebt. 5. Dann wird mich, statt —* dieser Haut, ein verklaͤrter Leib umgeben, für die neue aut, ein Gebild' hoͤhre ben; und in diesem Leib seh ich, mein Erloͤser, ewig dich! 6. Ob dies Aug' im Tod auch bricht, wirds doch sei⸗ nen Retter⸗ kennen; und wie ht 538— Ur wann er von der Sterbl ch⸗ keit dieser Erde mich befreit! 7. Mas hier leidet, seufzt und fleht, wird und kann nicht untergehen. Irdisch HRHVI. Vergeltung werd ich lisch werd 1 II aus gesaͤt, himm⸗ ich auferstehen. Nimm, Verwesung, nein Gebein; ich, ich werd un⸗ ster bli ch se yn! Seid getrost und hoch⸗ erfreut: Jesus kennt euch, seine Glieder! Christen; wehrt der Traurigkeit; sterbt ihr, Jesuüs weckt euch wie⸗ der, an sein maͤcht'ger ferschallt, der durch alle 11 U rschah hal Ist st dein Triumph, Nimm den Staub 1e Grauen folgen ir werden Gott, wer⸗ Erlöser schaun. der Sieg, ö ewig unser Theil! 0. Darum, Christen, auf; erhebt euren Geist von die⸗ ser Erden; lebet hier dem Heiland, lebt ihm, dem ihr hin wir, den den Inser ist ewig, 1 *V 7 x sollt aͤhnl b werden! Wer sich seiner d ort will freun muß hier rein und heilig seyn! Nel. Wer nur den lieben 083 Ich bin zur Ewig⸗ : keit geboren, fuͤr eine beßre Welt bestimmt; mein Eeben geht d nicht verloren, wann das Grab den Leichnam nimmt zu groß bin ich fuͤr diese Zeit; dann hier mein Loos ist die Unsterb⸗ lichkeit. Was ist die Welt, was Glück und Ehre? auch ihr ganzer Reic wenn kein mel waͤre, fuͤr meine RY Wi sche doch zu klein. Meir Geist findt nicht im Stau 8 Ruh'; er eilt erhabnern Gu⸗ er bliebe, 3. Es schuf mich ja der Gott der Liebe, zum hoͤhren hoͤhrer Lut, und pflanzte selbst dazu die Trie⸗ be so staͤrk, so tief in meine Brust. Er, der mit Sehn⸗ ö sucht mich erfullt, laͤßt war⸗ lich sie nicht ungestillt. I. Der Wunsch, ihn ewig 98 zu lieben, der hoͤhren Wa zahrheit Licht zu seh hier noch unerfuͤllt geblieben nuß einst noch in Erfüllnne gehn. So wahr Gott die sen Trieb mir gab, erstir er nimmer in dem Grab — t X er 13 d Tu⸗ hu gekroͤnt. Er wird, was sie gedrückt, anen; erhöhen die Ler, mag es hier sich dort kann es nim lich seyn. 6. Ists moͤglich, Gott anders handeln? denn kein Recht in seinem Reich 9Die Frommen, die hier vor ihm wandeln, sind die den Uebelthaͤterneg Rein, Tugend siegt! sterbe draf: Gott z mich zur Vergeltung auf 7. Er weckt mich auf aus meinem Staube: dies hofft 90 man hier verhöhnt Das La⸗ * U nehzer 3 winkt in 187 mein Herz dies sagt sein ies Wort, laut tri uphirt mein El tre bt maͤchtig alle fort. Wie froh erhe nun mein Geist, da Ge +I* 5 7 selbst unsterbl 8. Mein Jefs will mich todten mir Un tsterblic muir Muth in un und leitet mich z eit Auch dieser Leib muß aufer⸗ tehn vollkommner e Ist stehn.„ Atom! er nst zum Himmel gehn.* 9. Ihr T äler sinkt! Fallt Berge, nieder! ube fürchtet Mein feßer nitts. Ich dech erwach ich wieder Norgen e ew'gen N 7 mein neues L an, und, Gott, wie selig bin ich dann! In voriger MeMie. 8 7 Ver Lenz erfreuet, —. da Le 843 » bricht des Winters Fesseln os de r Bli umen schoͤner Flor aus der freund⸗ was Schooß, und Hben er mir zu: un⸗ 1 WM eu dich, M ensch, die zarte Schwinge, schmückt mit ——— ** 222222222 — 188 Unsterblichkeit u zu: unsterblich, freu d Me bist du r hat Gott Fo 18 e + 1 0 2 he, die die It nicht stil Heil mir! S en mir R Leben, des Hoͤchst enth freu b du! 9 kurzer Ruh; uns ben, wird dir und sam ein, uns ein, die Folt—7 te geht, elt 6 V ** r—„ ber Frendendt en Tag, du 6 meines( 2 habe, erweckst di den Traͤumenden mir seyn. Mit ich einst zu seinen Der muͤden Pil⸗ sind dann nicht Vergeltung M We nur en lieber 47 orheb 0 6 N mum erl bst * du, meine Seele, bei dem n 2M-· + 7** . N 19 R n sterblichkeit er 4e + Dann, das verste ein Hler butromme der Weisesse ur Dann taͤuscht dich Wahn und Irrtk nicht, und selbs die 5wird dicht an u den,, nen e hier allein Kus yt en, der, H½ e zu begluͤcken, nach Gottes Rath am Kreuz ver⸗ schied. Dann jauchze, daß kein Wahn, ke ich hier getrennt von deinem Gott 5. Wenn nun der Tag des Herrn erscheint, verlaͤßt dein er Ruh. Zum tenmal mit dir vereinet, in Spott, d der Gr wird er unsterblich, so wie d O Seele, zittre langer It Bau 51, deiner Hulle Dau lich abe ihrt d 2 nmer naͤher kommt die stuͤndlich eil ich ihr hier v der Herr auch hutten. lich mehr, mir gebeut, meine Rechnun als wir, hast du Göttlicher, abzuleczen—I wird Al⸗ e Standhaft laß im les, All„wie ich leb⸗ HKo I 7 (zen Stu nde e tief uns ew'ge Wonn' und ew'ge P rntet 5. Gib uns Weisheit, gib uns Kraft, diese Stunde wohl zu nuͤtzen, und beim Schluß der Pilgerschaft wöl * 7. lest du uns unterstützen! Laß auf dich uns freudig sche iun, dein begehren, dir vertraun! 6. Daß wir dein sind, nicht der Welt, daß du uns wirst auferwecken, jese Kraft der beßren 2 uns, wenn wir schmecken!§ ν 100 Unsterblichkei und sich reuvoll nicht bekehrt · dann der Strafe 5. Nur ein weises, from⸗ arf nicht vor dem Christen, rich⸗ den Herrn 0 Er br ngt Licht, wird ein erhellen. Lieber aft 8* hand der heuschaft, fromm auch Verborgnen wandeln, selbf die kleinste Suͤnde scheun, und Verehrer Jesu seyn! „ so schrecke — ernd ott richtet eir I dich! digt, sein bleiblich und Vergeltung. verlangnung, zur Geduld. Of 31 mir sel er sagen: die Welt vergeht mit 6 ommt, es st werd ich Jesu oͤren: der du zu meiner Rechten bist, du warst einen Lehren; nimm hin, was dir berei⸗ tet ist! Komm, erbe meines i selig und Vaters Reich; f den Engeln b 5. Solch eine Wonne war⸗ tet meiner, wenn ich r mit bruͤ⸗ derlichem Siün aͤchsten lieb'ꝰ, und gern mich seiner erbarm, und Jesu aͤhnlich bin. WMie koͤnnt' ich hart und lieblos seyn? Betrübte sehn„ und nicht erfrenn? dort tr den, Dor e men⸗ 0 enleer 8. de richten, gerechter wenn du einst den teru ihrer Pfl Majestaͤt ers V oe So wirst du jede Sün⸗ Richter, Uebertre⸗ chten in deiner nst. Dann wird der Fromme sich er⸗ Alles reun, dem schrecklich seyn. 9. Gib mir, o Muth und Staͤrke„ mein Glaube, dir geuht in jedem guten We t und dir gefaͤllig sei; so werd ich ewig selig seyn, mich ewig deiner, Cott, er⸗ freunn Boͤsen Mel. Aus der Tiefe rufe ich 070 Keerr und Richter —2 2.2 aller Welt, der auch mir mein Urtheil faͤllt, Jesu, nimm dich meiner an, daͤß ich den frei, fest im G getreu: so du Gericht, Seele nicht. 3. Millionen preißen schon deine Hülfe, Gottes Sohn. O bereite auch an mir solche kobgesän ge dir! 4. Die dir folgen, du sicher d Fuhr auch ein: nur der seyn. 5. Folgen will ich deinem? Wort; hilf mir gnaͤdig da⸗ uin fort, bis mein Lauf, He Jesu Christ/ selig hier ve lendet ist. vor fuͤhrest deinem Himmel zu. nich einst dahin Deine will ich 6. Froͤhlich von dir: ter, zu mir: un tel⸗ ner Wonne Theil! Dein ist nun mein 7. Und ich dann„ an mir ganzes„ frohlockend preis' was du, gethan; den Deinen mich deiner Guͤte ewiglich. freue mit bestimmt, da, wer auf Er wandelt, sein Lovs aus Got⸗ tes Haͤnden nimmt, ue dem er hier gehandelt. I 425 utr. 0 des Mer⸗ vigkett, die Schaaren, die selt der ste 9 r Ny ersten Tag der Zeit der Er de Buͤrger waren, nur dem Allwissenden bekannt, un⸗ zaͤhlbar, wie des Meeres Sand; hier stehn sie vor dem Richter. 3. Hier muß der falsche Wahn der Welt der Wahr⸗ heit unterliegen. Hier, wo das Recht die Wa bält, wird keine Suͤnde siegen Hier ist zur Buße nicht mehr ist, hier gilt nicht mehr Betrug und List; kein falscher Zeuge. 4. Der Richter spricht; der Himmel schweigt, und hier gilt —— *** *4 Lebens Wegen mei— tungsvoll und tiefg ö Ientgegen. Konmt, erbt das„Einst kommst du mit 6 Ehren! großer raft Gericht frommen auf Erde daunn söll ich die ihm nicht fol zur Rechenschaft vorgefordert Hinweg von mir Verhrecher! werden. Dein Gericht scho⸗ 2 5. S ifelnd, net nicht; Richter alle 7 5furzt er ten, du, du wirst ins zusa 1, ihr Wel„ Web dar 8 hu Nre fkeit•n b D. fallit wir vergehn, die keit, wenn ic d6 wir 1 t ver MRei meine Kräfte, meine —. Ote T V Otie x Lich ihr T mir, h rwe Nit ere seiiges E eu R ö Hender zucker los endet ö 2. deln Ge. Ey hun sie e zlich dein Ge⸗ 4— dai Got 110 M vor schwe * ⁊ be ⸗ J Ue zu me 4 P N rio 1 2 1 Ie Oe II— 1 Het 9in 6 Viat ge 118 17 1471 2 ommenheit; tein Kum⸗ nigt e aus L. U ů 8 ***1 Fei 12 6 e mer, e Traurigkeit slort letze! k missehaf ihre f ae den ge ent ft WIII laß mich ibleu, ei +„le * aI 190 ‚ F.0 x‚ E 5 inich tag mich mit ysicht 6ich ernstlich mich täglich *. Roift Iur r mich en rante E d auch heute, darauf vor relze nu gewissenhaft vere. igt sich erst die Ewig bar in der Nal E/ deinem Wort zu wan⸗ keit Frommen deines Lick nommen. ner soll dich im hoͤhern Leben daRnn mein Dank „hehber erheben! Mel. Wann mein Stünd 097353(MRroß wird des 9. Sunders Eleud seyn, unendlich sehwer zu tra⸗ gen! Ach, unter des Gewis⸗ sens Pein wird seine Seele agen, wann ihn, den nichts 7 zur Buße weckt, der Tag des MI Horic orsroct 55. Weltgerichts erschreckt, zur KIfr far* Rechenschaft ihn fordert 2. Verschwendet i die Gn t! ner t en 0 Nio 1 4 1 + Vieenn vber Stieitett, I òoV Asn dens ihm entschwunden Tr hat des Keher Se hat des Lebens ver⸗ fehlt; o welche Reu' ergreift und quaͤlt zu spaͤt nun seine Seele! 3. Wo bleibt nun jedes Er⸗ dengut, worauf sein Wunsch sich lenkte? Wo bleibt der Stolz und Uebermuth, wo⸗ nit er andre kraͤnkte? Ge⸗ eugt ist jetzt sein trotzig Herz, und jede Lust wird nun in Schmerz, in Vein und Qual verwandelt. 4 Nun flucht ihm, wer des Lasters Bahn, durch ihn verfuͤhrt, erwaͤhlte. Nun Gluck, ört, tritt furcht⸗ ters ernste Richt hi: Weicht von spricht pricht: Upfand: 6. O Suͤnder, sichre Suͤn⸗ ilt, euch reuvoll zu n Laßt nicht, weil ericht verweilt, euch Mahn *9— bethoören: „uy RN.S„Josf n zur Beßhrt immer 7. Sie kommt, ihr moͤgt, Gott euch droht, be⸗ zweifeln oder glauben. Wie leicht kann euch ein schneller Tod die Zeit zur Beßrung rauben! Jetzt noch will Gott Erbarmer seyn, will Suͤnden noch verzeihn. O suchet seine Gnade! was Das kuͤnftige Leben. In eige Melodie 2 +7 6. lle Menschen muͤssen ster⸗ ben; ihre Herrlichkeit verblüht! Keiner kann den H der Himmel erben, zuvor den Tod nicht sieht. N Staub *3*——“ʃ—— 2** .. 2 —.— Leben, wenn es d u Ratl gefaͤllt, dir, me ter wieder geben, gern verlassen di se X 5 Erdenuleid hoͤl — rist, ich fuͤrchte nicht G Tod und Nichts Trost ei Weltge soll mir den treißen, er soll mir stets heilig seyn Gott er⸗ fuͤllt, was er verheißer ner will ich stets mich freun Mir macht nun der Tod: bange, weil durch J erlange eine frohe Selit wenn ich nütze diese Zeit. . Dort bei ihm ist wah⸗ res Leben; Milli schon, ihren r heben, und erwarter r Lohn; hohe Himmel ringen, mitanbetend ihm zi singen, der des hms so würdig ist, dem Erloͤser, Jesu Christ 5. Vaterland verklärter Frommen! Heil, Unsterblich⸗ keit und Ruh; was kein Sterb⸗ licher vernommen, Heil gewaͤhrest du! Freu⸗ denaͤrnten schenkt Gott denen, welche hier gesaͤt mit Thraͤ⸗ nen; alle Thraͤnen trocknet er; Suͤnd' und Elend sind nicht mehr. Gott 8 wird Mir ist Sterben ein Ge de h geh zum Vater hi elche& 19 — u xy nl Dieser ohen 18 zag ich 1 n 6 ch hler 1 N ¶ ¹ EI sind diese den; st 1. enn ich christl 8 Gott spricht: es 1 ni un m Stünd 8— hirar F-in — 7 N Pugrim bin ich in der Welt — 7 + 2 und kurz sind meine Tage So manche Noth, die mich befällt, reiz hier noch U*— ler, E eit versüßt mir meine rimszeit, und staͤrket mich im Leiden Jetz da die Sünde mich noch druͤckt, seufzt m ne ist Wer merkt, h einst werd ich vollkom⸗ mein wie oft es fehle nicht 1 men rein, ganz heilig und ganz selig seyn; dies troͤstet meine Seele. ö 3. In stiller Nacht wein ich, o Herr, binauf zu dei⸗ ner Hoͤhe. Mein schwaches Herz Ciiosien 191*7 letzt wohl vollbrachter Uebn zeit; dann wird mir hell und mr uösher winker mir näher winket; wie gut hier de lese war Hn„„ e i7* I inke 8 dfe dir seldst H —.* Nit Tns 1 MNIIL rosen Le ELr eanna f * 14 2* 12* di— 987*..— 18 diesen rost, der wũIOIIO Yz lch de EO ist ᷓyy j IFür HBerr hait mich erfreut ver neys in völbracht; eR Herr har Mih' Muh warter mich und wird Theil, wenn ich am ö stehe. von dir. t Preis und Ehr' Jest steht mein( eh Heil bleibt daun orhan⸗ fassen, daß du den. lich li bt, nicht Rllst in der Unruh las⸗ die dieses Leben noch Dise floͤße Kraft * und 37 fuͤr Rden 6 Geist, wenn er sich diest Koͤrpers Banden nach Got⸗ es Willen einst entreißt, und und Muth mir ein, dir auch im Leiden treu zu seyn! 7. Mein Heiland, der du selbst auf Erden der Leiden Joch getragen hast! will ich des Lebens müde 8. 9 und fuhl ich dieser Tage Last: so staͤrte maͤchtig meinen Geist, daß er dem Unmuth sich entreißt. Gib, daß in Hoffnung jener Ruhe, die einst der Frommen Erötheil ist, ich gern des Vaters Willen thue, wie du darin mein Vorbild dieser bist; so lohnt nach Pruͤfungszeit mir einst voll⸗ kommne Seligkeit Mel, Zeuch ein zu deinen Thoren 070 ch hoff ein ewges — J Lebe n und ei ne 2 wid die einst der Herr wird geben dem, der in dieser Zeit gern seinen Willen that, der sich schon hier auf Erden, ner zu werden, bemühet he voutomme mit Ernst II. „Die Tugend lohnt mit Freuden; doch kampft sie hier noch oft mit unverdien⸗ ten Leiden; das lück, das sie gehofft, umwoͤlkt der Haß 3 der Welt: dort sie siegen, dort aͤrntet sie Ver⸗ gnugen, wo sie den Preis erhaͤlt 3. Dem Laster folget Schan⸗ de. Zwar geht es oft um⸗ her in gloͤnzendem Gewande, gekroͤnt mit Ruhm und Ehr'; aber wird Unsterblichkeit und Ver doch wird den 2 t ge wiß ein Tag mit Schrecken Aus sei Laumel we dem Tag eniflieht er Ich hoff ein ew'ges Le⸗ ben! Ka: ieine Seele hier sich schon zu Gott erheben, wünscht sie sich mit Begie des Daseyns stets zu freun S eler* celen Lel so wird auch unsern ihr heißer Wunsch nicht feh len, unsterblich dort zu seyn 5. Dies troͤstet mich Tagen der Widerwaͤrtigkeit Ich darf nicht trostlos kla und kann nun ohne den, Naͤchsten glücklich Gott leitet und regie⸗ wie er in gen, V 1D sehn. ret mein Schicksal; fuͤhret, dient mire s zum Wohl⸗ rgehn. 6. Bei Reizungen zu den gibt diese offua ung und Muth, de die boͤse Lei auch die? und goͤtt⸗ en ist nach dem Loos Rie ruhig kann ich ster⸗ ben! Ich fuͤrchte nicht den Tod. Die Seligkeit zu er ben, eilt dann mein Geist zu Gott. der ihn zum Leben schuf. Dort wird von beß⸗ mein ren Frenden der Tod mich nicht mehr scheiden. Wie groß ist mein Beruf! Laß mich ihm würdig wandeln, o Herr der Ewig⸗ keit! Laß immer recht mick haͤndeln in dieser Pruͤfungs⸗ zeit ü0. ich diesem kurzen 5* ewig sel ges Leben dir gegeven; 4 * nt der Himmel auf! 1eigen Melodie 6380 PMein ganzer X 1685478 82* Heih, Wot anf zum Himmel hin Rath uns leitet deine Uer neuen Wundern Maͤchtig fuͤhl ich mich dich zu lieben, der zum Leben, das dort ist, mich will erheben. 48 sind die 7 5 Frende en diese er Zeit, ze Herrlichkeit, die dort bei dir zu finden? Du stellst uns hier breitet. . etrieben eben, t st Ir E 11 dein d vir sie 2 froh empfinden; doch hier sind wir bei den Freuden noch mit Leiden Kets um. 2 4 Dort nur ist vollkommnes Leber e mens hoher Ruhm von la au⸗ ter frohen Zungen strahlt die Herrli ichkeit Herrn; da unsre tausend deiner gr Neid, kei 2 len die mehr fel · delche E lar dort vereint! Die From⸗ men, die hier beweint, die find' ich droben wieder. sammelt deine Vater⸗ — die deine Liebe hier Herr, al Ewig werd ich Segen, Engeln mir zum dschaft da die reinste Freun pflegen. —— N 977 5 „fnng kurzer uns die Ewi g⸗ dort verwan⸗ Klage in goͤtt⸗ nd ihr teiz, d ihren 31 — .. 2 *2 — * 2 die len⸗ Kinen e Glaubens Fren Früchte ein; da wird, ohne verein n nes Himmels große Fren 7. Mas ist unser Loos ar auf den 2 Doch nach dies 6Le⸗ E N Obs auch un ch so be 18 Le i en werden alle, die kl öst 1100 9 1 nie 9 Jar 15 dir traun, mehr noch, als von 2 ben, orgen, ste! 1, schann. Furcht und Kummer frei. 7 Neue Schnell folgt hier auf Lust 7 Guͤte merden oft Weiner* dort nur wiürd e boöhn. Mit er Zeit einen, wo kein r hse uns beugt, wo r⸗ Glück beständig steigt. 9* e Wohl⸗ Sei Seele, hoch er habne harber jede ante D belohnte ͤn ewig d um ho isterblichkeit, dem gends eünde geben, der was ibm die Pflicht ntit reinem Herzen bis I t jeder 4 Hau 1 mein Lob Herrr Tüien schlum⸗ * Ahen Abene N yy vach eit FA May h, tostlich, Wort» rank tmeh ehst rieden! kannst du Muͤden dir der Schmerzen Labung geben, ihre H lung Heer, kennst keine Noth, neu beleben! kein Leiden; mit neuer Kraft, trag ich meiner mit neuem Sinn eilst du von Buͤrd die du mir, zelt zu Welten hin, trinkst Gott, gegeben hast, froh lich neue Freud zuüur Wallfahrt Ende feiner fühlst d ¶ ir sie sonst schwer, jetzt ist wechselst nimmer im sie leicht; denn meine schoͤn⸗ the; dein Genuß ist ste Hoffnung reicht mir laͤ⸗ Friede. chelnd ihre Haͤnde. Troͤstlich dir im L huld auch mir in vollem teeft zu sei⸗Maaße geben, was mich mit x was me mit Glück, gleich 6 ö Gemüthe verliert voll und Freude sich in deiner errlichkeit, die ich im vol⸗ „rblicto len Glanz erblicke. 5. Da werd ich deinen heil'gen Raih noch mehr,‚ als mu ö du mich den der deiner rdnung. st gehen und O— schreckl wird es die sie verfuͤhrten, sehn wie sie Gott, sonst Erbarmung flel und 2— dein ihrem Be Ifluchen. 7 V +* X e ein* 4 5te voer*„(0 in be t, e k-vor ihm Unwuͤrd'gen fliehet, wie und Frenden, die bier enoß, er nun vergebens zugesellt, re undschaft leben C3 4. Melch Elend, ih so dann fi — 1 4* ide 64 ron iur zu steter Qual jede Tha n jenem hren ren! Leben Der 5 t *— 2 N6 1 . erl n uͤberdies wonnevoll des R 6; 7 r +** 1 u mit n Lasterha ver glaubt, der sonl⸗Gott ten, die in Boßheit sich er fuͤrchtet 6 der Lei⸗ I er * + ott t/ 0 einst der u II ei 3or * 14 V en.* Helsh +** —* i, den qem ö st heilige Gedanken sind * 1 1 II IâROo jtimmt, belohnt zu werden •Iν Fei N. e Wen keine Wohl wen Rorn kn H5 5 in Geiz, n eitles L thoͤret; wer, selbst bei aller Luͤste Reiz, tes ehrte; wer strebte, maͤhig, ner, wel⸗ keusch und rein, nütl Innersten des sanft und mild zu se — 22 1 gefäble vird Bott reich *** V. Famm er eines der Geringnen nerzen N des S sohn des Schmerzens 5 — = 3 Leidend en eranick ehet der G er solches ihm ge⸗ E ů IArfgent incgend⸗ thum nuͤtzen, we in gt, Christen! tugene x 1 das, was dir rein uns wandeln Zugend Schatz, zen; dort wird u t elter seyn und en eben; geb Nenguna Ge mung der Tag von er Jesum kennt,»er⸗ ehrt und liebt, mit Ernst die Sünd wer in der uͤbt, und freuet, nie Zweck ver rd als ein V + Iinortg) U einem 8 Ehrist, von ihr ihn treuli jede Vorse ind unterwirft sich ihm, dem M gen B ihnen 8 ANKton Lebenspstichten. Menschen⸗ nd aTu, kann ihn nicht leiden sehen, eilt 2 2 . 1827 ku — S — 4+ — — — H — — ö ückt, durch seines Wohlth 5. Er bet und er betet zern, we erz dies 1er Gott, der en Herrn, als G⸗ ret, entfernt ele 7 vom aubens frei, 11t Eifer mit Eiser. 4 uhen I In und Leichtsiun laß mich niht den Schein der Tugend liebrr Las, deines Beifalls H zꝛu iß, deines Veifalls mich zu + Tein, *——— 2** — 2 7 ——————— noch v immer noch nicht aufgewacht . Hor dich der Nor + dert E 6.* in der nicht aufgestellt. — unde nu 7 AHo NM nt, Jes 4. Der alle Menschen undenleben Wer den G A hertl UMehet„ a 1 ge⸗ x chen bekennt der mu b6 ke und Anch er! e 3 mild t, zu u de wo 1 11 7 ern verzefht I H4 fr eist, mir d 1 scha Et t und ve 0 rist licht t d 5 121⁷ El verl 3zt 3 2 stets x 7— Der die Verehrer Got⸗ 2— tes und thut, wie si 8 „ 5 7 7—*. 8 · gegeben dem, der treulich W 8 · 3**— 0 4* Tey Ä ale hier fuͤr das kuͤnftge 2. 717 W besro Lot* Und ‚s ir' er sich zu ha⸗ beßre Leben. Laß mich reich⸗(4 sich z SOcho r⸗ ; ö den, haͤlt: lich Saamen streun, und mich den, halt; g⸗ dort der Aernte freun! Der nie, zum Trotze the zu der 1 gebeugt, daß 155644 geschätzt He lkeit unt t ja — — 7 + * schweren So du das Herz iefsten S ich mich so geliebet, gehungen betruͤbet. Kor 6eode ; zum sch Dienst der Suͤnden l t mich oft willig finden. d wie rgen nir achtsam dich gering war jeden uüber mir, o Vater, manchen machtest frei! Was mich b, daß mein ge Geist deiner Vater⸗ h freue, die dein troͤ— zrt verheißt! Was n 7 dein Sohn auch mir erwarb, fuͤr d er Narb, und mich genieße t in meinet mich 4 dir zu weihn; gib, daß mür ð an Kraft nie fehle, solgsam 7. Staͤrke selb Seele den Eutse Auß, dei⸗ im Allgemeinen. deinem Mort zu seyn! Stehe. du mich selbst getren“ Dich ten zu meiner Brüder Wohl, zu lieben, dir zu leben, sey zu nützlichen Geschaͤften? mein ernstlichstes Bestreben! Hab ich fur meinen Leib mit Wetsheit stets gewacht, und Mel O Gott, du fr mmer keine boͤse Lun genährt und 2996. G ott, du ersor⸗ angefacht? schest mich; dir—. Hab ich die, welche du zur Aufsicht mir vertrauet, du siehest jede That, kennst durch eignes Beispiel gern ge⸗ jeden Rath der Seelen. Ich bessert und erbauet? Sorgt' flehe, Herr, zu dirz erhoͤre ich stets für ihr Wohl, und huldvoll mich: entdecke mir Seligkeit, und straft' mein Herz; denn ach, oft ich ihr Vergehn mit Ernst taͤuscht sich. ö und Freundlichkeit? Ich bin ein Christ, o J. Blieb ich der Wahrheit kann ich nichts verhehlen; ihre Gott, getauft auf deinen treu? Mar ich voll Menschen⸗ Namen. Erfüllt' ich jede liebe, und regte sich in mir Pflicht des Ehrigenthums des Mitleids edle Triebe? und kamen die Werke, die ich Brach ich dem Hungrigen that, aus Froͤmmigkeit und mit Freudigk Pflicht? Bin ich ein Hen ler nur: so ehr ich C That Bedraͤngten nicht. Noth? 5. Hab ich dich Gott ge⸗ v. War ich der Unschuld liebt, und durch ein weises Trost, und hab ich sie ver⸗ Leben der Tugend mich ge⸗ theidigt? Hab ich durch Haͤr⸗ weiht, mein Herz dir ganz te nie den Dürftigen belei⸗ ergeben? Hat mich dein Un⸗ digr? Floß ich den Ueber⸗ terricht gebessert und, erfreurꝰ muth, des eitlen Stolzes War ich, was er befiehlt, Reiz? Verschloß ich Aug' auch stets zu thun bereit? und Herz der Mißgunst und 4. Dankt''ich dir fuͤr mein dem Geiz ꝰ Glück, für jede meiner Freu⸗ 0. Hab ich, wie Jesus that, den ꝰ Vertraut' ich landhaft geseauet, die mir fluchtense dir iu dummer, Noth und geliebet, Jesu gleich, die Leiden? War ich beim Reiz mir zu schaden suchten? be⸗ u Welt aufs Ewige be⸗ herrschet stets den Zornꝰ dacht? Und hab ich jeden gezeigt Versobnlichkeit mich (Tag, so wie ich soll, voll⸗ nie am Teind gerächt? ver⸗ hracht? mieden Zank und Streit O 10. it mein Brod? h⸗ Hal h durch Rath und hristum aus der Gebraucht' ich meinen mir stets machtig bei; mache Geist mit allen seinen Kraͤf⸗ ——— ————— mꝗ + — Gesinnung und Ve 10. Allwissender, ver vie oft er fehlet, mer Se gnädig, handle mit mir nach meinen — Bergebung Ist bei ihren Trost anch mich durch ihn m Fleiß der Beß cCyn! In er Melodie 00 Weer Gottes We⸗ —* ge geht, nur der hat Seelenfrieden. Wie herrlich ist sein Lohn, ihm selbst von Gott beschieden! Voll Glaubens widersteht er jeder boͤsen Lust, ist seiner Tugend sich, sich ihres Werths bewußt. 2 Er merkt auf seinen Gang, geht ihn mit festem Muthe; wird in der Schwach⸗ heit stark, liebt immer mehr das Gute. Ihn mochet Got⸗ tes Geist gerec id tugend⸗ haft, und er nimmt immer Finsicht und an Kraft hat er allez und im die nicht Augen vor bekaͤmpft scheut Schmerzen. er fehlt, den und strebt mit ernstem run, Fleiß, der Tugend sich zu weihn. J. Getreu in seinem Stand, genießt er Gottes Gaben wenn andre gleich d Ansehn ba⸗ bei Weni veranuͤat mehr Gluck und ben, als Christ, —. tt rhalten des Christen. gem zufrieden, frei von Neid, von Habsucht und von Geiz, von S tolz und Eilelkeit . Scheukt Gottes Hand ihm viel, so wird er vielen nützen, des Freundes Glück erhoͤhn, verlaßne Tugend schuͤtzen Auch selbst Belei⸗ r wird er in Noth er⸗ freun, und wie sein Gott gesinnt, wird er auch gutig seyn. 6. Er kraͤukt den Vruder nicht, er schuͤtzt sein Gluck, sein Leben. Er ist nach Jesu Sinn, stets willig zum Vergeben. Voll Achtung eh⸗ ret er in ihm des Hoͤchsten Bild, denkt: Gott, der Hei⸗ lige„ist gegen mich ja mild. Im Guten sucht sein die Bruͤder zu bestaͤr⸗ ken; er muntert alle auf zu guten, edlen Werken Mit Christensinn nimmt er an ih⸗ rer Tugend Theil, und denkt: wir haben ja nur Einel Ein Heil! Das Heil der Ewig⸗ keit, das hier der Fromme schmecket, erhaͤlt sein Gluͤck und macht, daß ke ine Noth ihn schrecket, gibt ihm im Leiden Muth und stillet jeden Schmerz. Im Tode frent sich noch sein Gott ergebnes Herz Herz Herrn, In eigener Melodie. a hebt sich auf der 2 9 0 Eandacht Schwin⸗ gen, Unendlicher, mein oa Geist zu dir frommen en Armen, der verlassen trau⸗ empor, den 2 Borsatz dir zu brin ert, seyn, ich will ihm Hül⸗ gen: den Tu ugend dpfad den fe, Trost und Liebe weihn! ich so oft verlohr, will ich, 6. Mit warmen liebevol⸗ o Gott, mit neuer Treue lem Herzen, will ich gehn, und, groß durch sie, immer mit dem Frohen f der Suͤude ver sch naͤhn. der unverdienten Wohin sich nur mein Sch nerzen nicht Auge w dendet, erblick ich dei⸗ Beleidiger verzeil r scheidenheit und Sanftmuth mein Gluͤck? Wer sei mein Ruhm, Gewissens⸗ Freuden Fulle ruh' mein Eigen⸗ aus durch e Natur? Gott, thum! deine L Hebel Liebe weih ich 7. Die Kraͤfte, die du dir mit Frendenthraͤnen, mir gegeben, will ich getreu Ewiger, dafuͤr! zu nuͤtzen mich bemuühn; zu 3. Wenn einst vielleicht sich großen Zwecken war dies bang und leise zu meinem Leben von dir, o Gett, aus Herzen truübe Sorge schleich t, Liebe mir verltiehn. Um herr⸗ ö Gefdhr umeiner Pilgerreise licher dort wieder aufzu⸗ nun Schwerm uh wird, und bluͤhn, sinkt es auf deinen ede Ho afaus weicht; dann ö einst hin. will auf zu d r, mein Versuchun Lat er schaun, und selbstim ein Blick in S hmerz dir kindlich noch verirrt; der n aun. rr kt, oft schwer wird: blick ich dir; du wirst mir Muth + Freuden der Pfad der den Herzen ugend des Rechtthuns zu 4. Nie will ich fragen: ob die ta d und des führte Nie zaghaft ihn zu ve rleihn, kein Opfer, das wandeln meiden, wenn er die Pflicht gebent, zu in Nacht und Dunkel sich sch heun. verliert. Du winkst, o Gott; 9. Ja, treu zu seyn, bis Gehorsam ist mir Pflicht: einst am Ziele auch mir dort mein Glaube gibt mir Muth der Vergeltung Palme weht, und Zuversicht. gelobt mit 99 Ge efuͤhle 5. Dir will ich s⸗ suchen nach⸗ Ar jetzt mein Herz, das kind⸗ hahmen, o Jesus! Menu⸗ lich zu dir fleht; gib Kraft schenfreund, der du so gern dazu, und leit an deiner Hand den Leidenden, die zu dir den muͤden Pilger hin ins kamen, Erretter warst, nie Vaterland! lol mein Herz mehr fern dem —2 Mel. 212 Mel.— chen müssen 298 0 erbebe mein 5 Gemuüthe sehn⸗ adtap, mein Gott, zu dir. Ich verehre deine Gu⸗ te; o wie iheuer ist sie mir! Gott der Liebe und des Le⸗ bens, keiner harrt auf dich vergebens; nur Veraͤchter deiner Huld stürzet ihre eig⸗ ne Schuld. 2. Lehremich, Herr, deine +2* Wege; zeige deinen Willen mir; leite mich die rechten Stege, daß kein Abweg wich verfuühr'! Gott, du siehest mein Vertrauen S icher kann ich auf dich bauen; deine Y tertreue ist ewig, wie du sel⸗ ber bist. 3. Ach gedenke, Herr, der Sünden meiner Jugendjahre nicht! Laß mich Gnade vor dir finden; geh nicht m it mir Alle Suͤn ꝛden, die uns reuen, willst du vä⸗ terlich verzeihen O so hoͤre denn arch mich! Meine See⸗ le hofft auf dich. dad⸗ ins Gericht! Gott, du willst des Sünders Leben; dir ist seine Seele werrh. du ihm vergeben, sich zu dir bekehrt. N auf d dei n Suͤndenwege machst du sein Gewissen rege. Wohl dem, der zu seiner Pflicht umkehrt! Den verwirfst du nicht 5. Allen, die zu dir sich wenden, über ihre Schuld betrubt, willst du Trost und Gnadig willst wen in er Gesinnung und Verhal ten des Christen Rettung senden, wenn ibt Herz sich dir ergibt. Freude schenket deine Güte dem ge⸗ aͤngsteten Gemuͤthe, 277 du seine Sundenlast liebreich ab⸗ genommen hasi. 6 Herr, zu was fuͤr Se⸗ ligkeiten du in jener bessern Welt jeden Sterblichen willst leiten, der dir Treu' und Glauben halt, offenbarst du allen Seelen, die zu ihr em Heil dich waͤhlen. ganzen Gnadenbund machst du deinen idern kund. 7. Dir will ich mich denn ergeben; Gott, mein Gott, verlaß mich nicht! Laß mich heilig vor dir leben, tren seyn meiner ganzen Pflicht! Keine schnoͤde Lust der Sun⸗ den soll mich ferner überwin“ Kir den. Nium du dich nur meiner an, daß ich stand⸗ haft bleiben kann. Mel So einem Got 00 0 Bo»n soll 60 2— 8*.* mich anf Er⸗ den, Gott, für deine Ewige keit; bier in unge wisser Zeit, taͤglich weiser, besser werden; und nach dieser großen Pflicht richtet mich einst dein Gericht 2. Jede Stunde meines Lebens, selbn Minuten, zaͤhl⸗ test du, wogest jede Kraft mir keine gabst du mit verge bens! Wuchern sets mit Kraft und Zeit soll ich fur die Ewigkeit. 5. Und zu, Deinen im Allgemeinen. 3. Und ich lebte nur auf Erden, um den Sinnen wohl zu thun, konnte trag und sicher ruhn; suchen, glucklich nur zu werden durch Gewinn der Citelkeit, den ein Augenblick zerstreut. 4. Gott, wie war mein in Geist verblendet! Wie viel Tage sind mir schon unge⸗ nuͤtzt zum Heil entflohn! wie 215 der Prüfung Land zum gro⸗ ßen Ziele wallen, Vergelter, Richter ist, und fleh voll In⸗ nigkeit: gedenk der Sünden nicht, die tief mein Herz be⸗ reut 2. Wie oft gelobt' ich dir ernster Andacht Stille: mein heiligses Gesetz, o Gott, sei stets dein Wille! Du kennst mein Herz; du weißt, es viel Kraͤfte schon verschwen war der Vorsatz rein, dir det! Doch mich rufet noch treu auf jedem Piad, den die Pflicht, und ich saume du mich kährst, zu seyn. Und dennoch fehlt' ich laͤnger nicht.—— „Zu befrein mich von oft! Wer kennt des Herzens Tiefen 2 Ach, boͤse Luste, dem Hange meiner sündli⸗ chen Begier, wurde taͤglich die so fief verborgen schlie⸗ fen, erwachten, aufgereizt schwerer mir; und ich weiß ja nicht, wie lange mich noch vom Sturm der Leldenschaft; deine Langmuth traͤgt, nicht, betaͤnbt und ube rrascht erlag wann meine Stunde schlaͤgt. bald meine Kraft Drum will ich nicht 1. Nun schau ich pruͤsend laͤnger weilen, wo das Eitle hin auf die durchlebten Tage; mich belügt, mich um ew'⸗ ges Heil betrügt; eilen will ich, Gott, nun eilen, auf der Bahn der Besserung zu dem Ziel der Heiligung. 7. Ich will stets mich selbst bezwingen; eingedenk der Rechenschaft, wuchern noch mit Zeit und Kraft; will mich durch Versuchung rin⸗ gen, um vor dir einst zu be⸗ stehn, und zum Leben einzu⸗ gehn. sie bringt kein Munsch zurück und keine bange Klaae; doch ihre Thaten fuͤhrt mit rich⸗ terlichem Blick mir ernst und warnend oft Erinnerung zu⸗ ruͤck. 5. Der Edle, der sein Herz schon fruͤh der Tugend weih⸗ te, fühlt hohe Seligkeit, sieht er an ihrer Seite auf die durchlaufne Bahn mit stiller Heiterkeit. Er hat ge⸗ saͤt in ihr fuͤr eine Ewigkeit 6. Und diese Seligkeit, des Herzens süßen Frieden, das hoͤchtse Gut, das hier den Sterblichen beschieden, er⸗ warb ich mir noch nicht! Den Mel. O Gott, du frommer 30. Ich blick empor zu 9 0. dir, du Ewi⸗ ger, der allen, die durch AW enr r- Gesin Den bleibenden Gewinn gab ich, von Schein getaͤnscht, fur kurze Lust oft hin 7. Ich unterließ die Pflicht, 214 die Reizungen zu uden, durch Weisheit und durch *„** 1* M Uh ge raͤrkt, zu UÜberwin⸗ en o„* 1 de 5 0 voll u Rin, mit ruhi aun, auf dornenvollem Pf ott emvor Ver Al It zer! R Re V jren st dem S und Hülfe ge 86 Mit neuer 2 will ich deine Wege ge x einst am großen Ziel, o Gott, dein Heill mich sehn! Mel st der Tag geendet 301 Mane, Henn * Gott, Bater bir zum Eigenthume forderts ja dein N** 1 drum sei ir hat es durch der I4 IRN r Welt, durch Lust die, ger 4. efallt, sich bit, ent entt und fleht und Huld, eiligung * Vei erung um Gnad' Kraft zu Heil gung. 4. Verwirf ‚ * 15 rF x hen nicht; Gnade nah! meine Zuversicht ter bist du ja. nung und Ver halten des Christen 5. Dies b von de bürgte ge⸗ sandt, dein Bnn mit seinem Blut; verleih durch deinen Geist nun mir zur Beßrung Kraft und Muth! 6. ich dir, mein Herr im Glauben stets d gegen List, pott im Gu⸗ ei Iim daß ich sei en„durch F Hoffuung und( id; mein Trost, wer es mich verlaͤßt, se t erhuld! „ daß ich gegen jedermann, von Stolz und Neid rei, aufrichtig und söo viel ich kann, dienen willig sei! zu und, mei⸗ ih; selbst nem Feinde gern verze denn du verzeihst auch mir. 10. Dich, Gott, verehren, sei mein ei ut von Heuch damit mein gan⸗ dir wohl⸗ enthum 8Gi 11. 50 nimm es denn zum Tempel ein, mein Herz, hier in der Zeit; und laß es deine Vehn seyn auch in der Ewigkeit! 12. Weg Welt und Sundꝰ Euch dien zicht! Nur Gott, nur Gott allein: dies, dies ist meine Zu⸗ versicht, kann ewig mich er freun. Mel. ich ge; wer retter mi ch aus mei⸗ ner im Allgemeinen. 215 WMel. Wer nur den lieben 6 Zu wem, o VBater/ 38320 Mein Gott, zu soll ich Hiehen 2. 223— findet 50 dem ich wei⸗ meine Seele Ruh' Wer nend flehe, erbarme deines kann sie aus dem Clend zte⸗ Kindes dich! Ach, sieh auch hen, in dem sie seuftet, als ietzt von deiner Hohe mit nur du? Mein ganz Ver⸗ gnadenvollem Blick auf mich! traun setz ich auf dich: du, Vergib mir, Vater; gehe Freund des Lebens, rettest nicht mit mir, dem Suͤnder, mich! ins Gericht! 7 Fuͤr auch fuͤr mei⸗ Wie oft hast du mir ne Sünden, einst des 9982 vergeben, wenn reu⸗ Welterloͤsers Blut O laß oll ich um Gnade bat t; wie durch ihn mich Gna ade fin⸗ oft versprach ich dir ein Le, den, du meiner Seele höch⸗ ben, gereiniget von Mi sse⸗ stes Gut! Noch einmal, that; wie feierlich war dann Vater, sprich zu mir: auch mein Eid des Glaubens und diese Schuld erlaß ich dir. — Froͤmmigkeit! 8. Gott sei mein Zenge, 3. Ach aber bald ergriff da ich schwoͤre: mein Derz mich wieder die Sünd' und soll dir gehelligt seyn 1 Dir, ihre Lust mit ihr, riß mei⸗ deinem Willen deiner Ehre nen frommen Vorsatz nieder, will ich mein ganzes Leben und he, wie zuvor, weihn; der Suͤnde will ich in mir im derstande widerstehn, und standhaft viel zu schwack ich nicht, deine Wege aehn! sondern L. Vergiß nicht wieder, 1. Wie viele envolle meine Seele, wie oft du Tage durchlebt' ater, schoͤn gefallen bist! Vergiß als im Traum, und sam⸗ nicht mehr des Herrn Be⸗ melte mir Schmach und Pla⸗ fehle, nicht mehr, daß er ge, und fühlte dies mein dein Retter ist! Ruf ihn im lend faum Verwundet Glauben ftaͤglich an: erhalt blutete mein Herz: betänbt mich, Herr Nauf ebner empfand Bahn! 5. Ich ging Weer Unterga ge, den dei ge ter Ernq mir droht ist um 2 Freu dich sehr, o meine — chaffet t, schaf⸗ 30 S fet, Menschen⸗ kinder, schaffet eure Seligkeit! Bauet nicht, wie sichre Sun⸗ der, auf die ungewisse Zeit! Unverweill bekehret euch! Rin⸗ erech⸗ Jetzt Trost mir Suͤnder han⸗ Noth? Nein richtendes Gewiss. sen wacht, und Alles um mich her ist Nach t. n —.‚...ĩIme 216 Gesinnung und Verhalten des Ehristen Ringet nach dem Himmel⸗ reich trebet, heilig hier auf Erden, strebet, selig dort in werden! Doch soll dieses recht geschehen, so muͤßt ihr mit festem Muth jeder Suͤnde widerstehen; nur was Gott, das hoͤchste Gut von euch fordert, muß allein eures Lebens Richtschnur seyn; es mag eurem schwachen Herzen Freude bringen oder Schmerzen wer im Glau⸗ ben kaͤmpfet, selig, wer im Kampf besteht, wer des Flei⸗ sches Luͤste daͤmpfet, und den Velig, 5 Reiz der Welt versch maͤht! O, so strebt dem Guten nach, seht dabei auf Cbristi Schmach! Wer den Him⸗ niel will ererben, muß erst seinen Suͤnden sterben. . Werdet ihr nicht stand⸗ hast vingen, sondern traͤg und lässig seyn, eure Nei gung zu bezwingen: wie kann euch der S ieg erfreun? Ohne tapfern Streit im Krieg fol⸗ get nie Triuwph und Sieg Nur den Krieger schm ückt, zum Lohne seines Kampfs, die Himmelskrone. 5. Sich voll Leichtsinn slets zerstreuen, thun, was Fleisch und Welt uns heißt, und den Kampf der Luͤste scheuen, ist der Welr, nicht Chri sti Geist. Ler ihn haben will, der kann auf der Tugend rauhen Bahn nicht im sichern Stolze leben, und den Luͤsten sich ergeben. 6. Bruͤnstig beten, allzeit wachen, die Versuchung weislich fliehn, sich die Pflicht zur Freude machen, und mit Sorgfalt sich be⸗ muͤhn, selbst beim Spott und Hohn der Welt das zu thun was Gott gefaͤllt: dies nur wollen und voll⸗ heißet; nach dem entreißet euch den Luͤsten, die ihr noch ge⸗ fesselt seid, und beweiset euch als Christen muthig und getrost im Streit: Schont der liebsten Neigung nicht; uͤbet auch die schwerste Pflichtl Denket oft an Christi W orte drin zet durch die enge Pforte! Zittern muß ich vor der Sanre, und auf Jesu Vor⸗ bild sehn! Suchen will ich, daß ich unde, was mein Gluͤck einst wi erhoͤhn! o so gehe nicht, zichter, mit mir ins Ge⸗ richt! Gib mir deines Gei⸗ ses Waffen, meine Selig⸗ keit zu schaffen! Gib zum Wollen das Vollbrine en! Gib mir Muth und Kraft zum Streit! Lehre mich mit Ernst bezwingen Alles, was mein Herz ent⸗ weiht! Zeige mir von dei⸗ nem Thron den verheißnen Gnadenlohn, daß ich wache, bete, ringe und empor zum Himmel dringe! Mel. tch, im Allg Mel. Wer nur den lieben Gott 08 Tott, lehre mich 30.G verstehn und fassen, was Buße, wahre Buße sei! Huͤlf mir die Sun⸗ den ernstlich hassen, damit ich ohne Heucheler mein Leben behre, selbst mir treu, und dir, Herr, wohigefaͤllig sei! 2. Dein Wort gebeut und spricht: Thu Buße, veraͤndre, beßre deinen Sinn; fall dei⸗ nem Gott voll Reu' zu Fuße; sei nicht mehr Sunder, wie vorhin; von nun an sei, als Gottes Kind, ihm folgsam, aͤhnlich ihm gesinnt! 3. Bezaͤhme stets in dir die Liebe zu allem dem, was Sunde heißt, und folge je⸗ dem guten Triebe, den Gott erweckt durch seinen Geist; flieh; flieh die Luͤsle dieser Welt, und thue nur, was ihm gefaͤllt! I. Erstatte deinem Naͤch⸗ sten wieder, was du mit Unrecht ihm entwandt, und leite die verführten Bruder zuruͤck zur Tugend; heut die Hand dem Unterdrückten lie⸗ bevoll; tyn jedem, auch dem Feinde, wobl! 5. Flieh Neid, Verldum⸗ dung, Haß und Luͤgen; be⸗ gehr nicht, was des Naͤch⸗ sten ist; zeig durch den Ab⸗ scheu vor Betruͤgen, daß du ein Feind des Lasters bist; sei friedlich, weise, siets bereir, zu sterben, wenn deim Gott gebeut! emeinen. 227 6. Herr, dies befiehlt mir deine Lehre Du weißt am beßten, wie ich bin; hilf, daß ich deine Stimme hoͤre, und aͤndre du sbst meinen Sinn Sieh, Besserung ge⸗ lob ich dir; gib Kräfte zum Bollbringen mir! Mel. Gott Vater, an Erbarmen HH/ o wahr ich lebe! 305S spricht dein Gott, mir ist nicht leb des Suͤnders Tod; ich will, daß er vom Boͤsen sich mit Ernst bekehr und suche mich; vom Elend seiner Sünden frei, geheiligt mir und selig sei. 2. Vernimm, o Mensch, dies Gnadenwort und wand⸗ le nicht zum Tode fort! Gern will dein Cott dir gnaͤdig seyn; gern alle Sunden dir verzeihn. Sei reuvoll; doch verzage nicht, und fasse Muth zu deiner Pflicht. 3. Nur hüte dich vor Si⸗ cherheit! Denk nicht: noch ist zur Beßrung Zeit; erst will ich mit der Welt mich freun, und werd ich ihrer muͤde seyn, dann beßr' ich, dann bekehr ich mich, und Gott erbarmt. noch meiner sich. 4. Wiß, der jetzt liebreich dir verzeibt, uͤbt auch, als Gott, Gerechtigkeit; und Suünder, dir ist unbewußt, ob du nicht morgen sterben mußt Dann wehe dir, sinkst du ins Grab frech von des Lasters Pfad hinab! 5. Heut 2 it lebst Eh du; heut bekehre dich Morgen kommt, kanns aͤndern sich Wer jetzt gesund ist, stirbt vielleicht, eh er den Abend noch erreicht Drum wandle nicht in nafort; du weißt, zu spaͤt ist Buße dort. 6. Hilf denn hilf, daß ich noch heute, heute beßre mich, eh meine Schuld noch mehr sich haͤuft, eh mich ein schneller Tod er greift, damit ich heut und jeerzeit zu meinem Ende sei bereit! Suͤnden o Vater, Mel. Wer nur den lieben Gott N j Ach Gott, wie 9eh. mancher von den Tagen der mir beschied⸗ nen Lebenszeit floh schon da⸗ hin, mich anzuklagen, ins Meer der langen Ewigkeit! Nicht jeden hab ich dir ge⸗ lebt, nicht stets der Tugend nachgestrebt. 2. Gar oft empoͤrte sich im Leiden mein murrend Herz voll Ungeduld: und schenktest du, mein Gott, mir Freuden, o dann vergaß ich deiner Huld; genoß nicht jede, wie ich soll, nicht im⸗ mer reinen Dankes voll. 3. So war mein Herz auch gegen Bruͤder nicht immer sanft und liebevoll. Schlug mich erlittnes Unrecht nieder, so uͤbernahm mich oft der Groll; und ich vergaß der zesinnung und Verhalten des EChristen Plicht und te Jesu Vorbild nicht. Dir Herzenskündiger, ist keine von meinen Sunden Vergib, was ich vor dir beweine, und lei⸗ Sauftmuth fol 8 . 1. unbekannt. te mich an deiner Hand zu besserer Gesinnung hin, bis ich ganz frei von Fehlern bin! Mel O Gott, du frommer 367 J Jillst du die 85 Buße noch, die Gott gebeut, verschieben, so schaͤndest du sein Wort, und mußt dich selbst nicht lie⸗ ben. It deine Besserung nicht deiner Seele Gluck? Und wer verschiebt sein Heil gern einen Augenblick? na wie schwer ists nicht, sein eignes Herz be⸗ kämpfen, Begierden wider⸗ stehn, und seine Lüste daͤm⸗ yfen? Ja, Suͤnder, es ist schwer; allein zu deiner Rah ist dies der einz' ge Weg Und em entsagest du? 3. Ist deine Pflicht von Gott, wie kannst du sie oer⸗ gessen? Nach deinen Krof⸗ ten selbst hat er sie abgemes⸗ sen. Was weitherst du dich noch? Gott ist nicht ein Ty⸗ rann, der mehr von mir ver⸗ langt, als ich ihm leisten kann. 4. Sprich selbst: gewinnet Gott, wenn ich ihm kindlich diene, und seiner werth zu seyn, im Glauben mich er⸗ kuͤh⸗ gern ei Alle kuͤhne? Wenn du die Tugend uͤbst, die Gott, dein Herr, gebeut, wem dienst du? Ringst du nicht nach deiner Seligkeitꝰ 5. Was weigerst du dich noch, das Laster zu verlassen? Weil es dein Unglück ist, be⸗ fiehlt es Gott zu haͤssen. Was weigerst du dich noch, der Tugend Freund zu seyn? Weil sie dich glucklich macht, befiehlt sie Gott allein. 6. Gott beut die Kraft dir an, das Gute zu vollbrin⸗ gen. Soll er durch Allmacht dich, ihm zu gehorchen, zwin⸗ gen? Er gab dir die Ver⸗ nunft: und du verlaͤngnest sie? Er sendet dir sein Wort: und du gehorchst ihm nie? 7. Sprich nicht: Gott kennt mein Herz; ich hab es ihm verhe U dere Ust, mich bald ster Ioszu Werk zu schwer. Schwierigkeit, die hente dich erschreckt ie nicht durch die 8. Je oͤfter du vollbringst, was Fletsch und Blut befoh⸗ len, je starker wird der Hang, die That zu wiederholen. Scherst du dich heute nicht, des Hoͤchsten Feind zu seyn; um wie viel weniger wirst du dich morgen scheun! 9. Ist denn die Buß' ein erk von wenig Augenbli⸗ cken? Kann dich kein schnel⸗ ler Tod der Welt noch hent entruͤcken? zu Gott, ein Wunsch nach Besserung, und Angst der Missethat, die wahre Heili⸗ gung? 19. Ists gnug zur Selig⸗ keit des Gluͤckes der Erloͤ⸗ sten, wenn uns der Tod er⸗ greift, sich sicher zu getroͤsten; ist das Bekenntniß gnug,‚ daß uns die Sunde rent; so ist kein leichter Werk, als deine Seligkeit. U1. Doch fordert Gott von uns die Reinigkeit der See⸗ len; ist keine Seele rein, der Glaub' und Liebe fehlen; ist dieses dein Beruf, Gott die⸗ nen, den du liebst; so zittre vor dir selbst, wenn du dies Werk verschiebst. 12. Der Glaube heiligt Ist dieser dein Ge⸗ schaͤfte? Nein, Mensch! Und verschmaͤhst des Geistes Gottes Kraͤfte? Erschreckt dich nicht sein Wort?ꝰ Gibt in verkehrten Sinn den Suͤn⸗ der, der beharrt, nicht Gott zuletzt dahin? 13. Hat Christus uns er⸗ loͤst, damit wir Suͤnder blei⸗ ben, und, sicher durch sein Blut das Laster hoͤher trei⸗ ben? Gebeut uns Christi Wort nicht Tugend, Recht und Pflicht; so ist es nicht von Gott. Gott widerspricht sich nicht. 14. Noch beute, weil du lebst, und seine Stimme hoͤ⸗ rest, noch heute schicke 1. dick —————.————— im Allgemeinen. ** daß du vom Boͤsen kehrest. willst Begegne de nem Gott, du von deiner Pein dein hier versaͤumtes Gluck nicht ewig noch bereun! 15. Entschließe dich be⸗ herzt, dich selber zu besiegen; der Sieg, so schwer er ist, brin jt 9 ge Was zagst du? Geht er gleich im langsam fort! sei wacker: Gott ist nah, und staͤrkt dich durch sein Wort! Ruf ihn in Demuth an; er tilget deine Sünden. Und laͤßt dich sein Gesetz erst oͤttliches Vergn Anfang ihren Fluch empfinden: so wide streb ihm nicht; denn Gottes Traurigkeit wirkt eine Reu' in dir, die niemals dich gereut. 7. So suß ein Laster est, so gibts doch keinen Frieden. Der Tugend nur allein hat Gott dies Glück beschieden. Ein Mensch, der Gott ge⸗ horcht, erwählt das beste Theil; ein Rensch; der Gott 1eg verlaßt, verlaͤßt sein eig! He. 18. Die Buße fuͤhrt dich nicht in eine Welt voll Lei⸗ den; Wott kennt und liebt dein Gluck; sie fuhrt zu dei⸗ nen Freuden, macht deine Seele rein, füllt dich mit Zuversicht, gibt Weisbeit und Verstand, und Muth uU. deiner Pflicht. 19. Sprich selbst: ist dies kein Gluͤck, mit ruhigem Ge⸗ . Gesinnung und Verhalten des Christen wisseu die Guͤter dieser Welt, des Lebens Glück genießen, und maͤßig und gerecht in dem Genuße seyn, nund sich der Seligkeit schon hier im Glauben freun? Mel⸗ Wer nur den tieben Gett 308 Nie theuer 500. 2 Kott, is deine Guͤte, die alle Misse⸗ that vergibt, sobald voll Reue das Gemüthe die Sün⸗ es sonst geliebt, er⸗ kennt, bereut nund ernstsich haßt, und Zuversicht zum Meittler faßt! . Doch laß mich ja nicht den, die sicher werden, weil du so reich an Gnade bist! Wie kurz ist meine Zeit auf Er⸗ den, die mir zum Heil ge— geben ist! Gib, daß sie mit recht wichtig sei, daß ich sie meiner Beßrung weih'! 3. Zwar deine Gnade zu „ sind Reu und Beßrung viel zu klein: dech auch ein Mensch erkuͤhnen, zu glauben, dir versoͤhnt zu seyn, wenn er noch liebt, was dir mißfaͤllt/ und nicht dein Wort von Herzen haͤlt? 4. Nie kannst du dem die Schuld erlassen, der frevelnd Schuld auf Schulden haͤuft. Der kann kein Herz zu Jesu fassen, der zwar auf sein Verdienst sich steift, doch in der Suͤnde noch beharrt, da⸗ fuͤr er selbst ein Opfer ward. 5. Drum ‚er darf sich 5. Drum fall ich dir, mein Gott, zu Füßen: vergib mir gnaͤdig meine Schuld, und heile mein verwundt Gewis⸗ sen mit Trost aus deiner Vaterhuld Ich will mit Ernst die Sünde scheun, und willig dir gehorsam seyn. 6. Daß mit Gerechtigkeit auch Staͤrke zur Tugend mir verliehen sei, laß mich durch Uebung guter Werke bewei⸗ sen; mache selbst mich treu, Herr, in der Liebe gegen dich! Sie leite und regiere mich! 7. Laß mich zu deiner Eh⸗ kre leben, der du die Misse⸗ that vergiebst, das hassen, was du mir ergeben, das lieben, was du selber liebst! Laß, Vater, mein 0 zsen ssen rein u Wan del seyn! 0 d heilig meinen Am allgemeinen Bußtage. Mel. Herzlich lieb hab ich dich 3 90 Gott, der du uns⸗ —„re Zuflucht bist, Herr, unser Mittler, Jesu Christ, Geist Gottes, Geist der Gnaden! Unendlicher, verwirf uns nicht! Wir kom⸗ men vor dein Angesicht, mit Missetbat beladen. Nimm von uns unsre Sundenschuld, du Gott der Lanamuth und Geduld! Erboͤre gnaͤdig un⸗ ser Flehn, daß wir dein Heil, Erbarmer, sehn! Herr, im Allgemeinen. 22 1 unser Gott verbirg uns nicht dein Angesicht, und geh mit uns nicht ins Gericht! 2. Ward Rech t und Pflicht von uns entweiht, gebrochen unsres Bundes Eld, dein Weg von uns verlassen: o sieh, wir kehren voller Reu“ zuruͤck zu tir; laß, Herr, aufs neu uns deine Ginade fassen! Sie leit uns auf den ebnen Pfad, den uns dein Wort bezeichnet hat, daß Irrthum und Versuchung nie uns auf die Bahn des Lasters zieh! Herr, unser Gott, groß von Geduld, sor neuer Schuld behuͤt uns dei⸗ ne Vaterhuld! 3. Dein Se 5. gen komm auf unser Land; laß es, beschirmt von deiner Hand, des Frie⸗ dens Ruh' genießen! Wend ab von uns der Flammen Wuth, und die Verwüstung wilder Flut, des Krieges Blutvergießen! Sei unser Retter, wenu uns Noth des Mangels und der Seuchen droht! Du, Vater, wollest mit uns seyn, daß wir uns deines Schutzes freun! Herr, unser Gott, verleih uns Muth! In deiner Hut sind wir; und was du thust, ist gut. Gib Frieden, wo sonst Zwietracht war; vereine, was getrennet war; sch enk uns der Eintracht Segen! Uns leite, Gott, dein guter Geist, und was dein theures Wort * Ruden! un in Wandel rein die O neig anf unser Flehn dein Diener zeines Wortes seyn, Ohr, heb unser Herz zu dir und bringe zu der Wahrheit empor und mach uns rein von Gluck, zu dir, die Irrenden Suͤnden! Laß uns dir nun zuruͤck! Herr, unser Gott, geheiligt seyn, im Leben und breit aus dein Wort an je⸗ im Tode dein! Wir sind durch dem Ort; gib Gei st und Kraft Christi Blut erloͤst: o du, zu deinem Wort! der Suͤnder nicht verstoͤßt, 5. Auch die Regenten lenke Herr, unser Gott, erbarme du, daß weise sie in sichrer dich, erbarme dich! Vergib Ruh', der Voͤlker Wohlstand uns, leit uns vaͤterlich! heben! Dem Fuͤrstlen, der uns schuͤtzt und liebt, gib, esiehl du der in ihm so viel uns gibt, O 0(Ist Got rmich, ö ohes, langes Leben!— 1 ꝗ so tret gleich Noch lange sei sein Vater⸗ Alles wider mich! ost blick uns, seinen Kindern, ich zu ihm bäte, verliert Schutz und Gluͤck! O schuͤtt' mein Kummer sich. Hab ich auf ihn und auf sein Haus nur ihn zum Freunde, wie und seine Raͤthe Segnung selig bin ich dann! Was aus, Herr, unser Gott, in acht' ich aller Feinde! deiner Hand ist unser Land; nimmt sich meiner an. begluͤck' es, segne jeden Stand 2. Ja dies ists, was mich ich glaube fest, als daß Gott auch mich ch mir ein Va⸗ er zu allen Zei⸗ e e So Er 6. Vernimm der Leiden⸗ staäͤrke den Gebät! Wer in der Noth um Rettung fleht, d aus seinen Noͤthen! Kranken Linder hernieder bli ckt/ Ruh'; die Stert X hilft streiten, du, er boͤr ihr letztes Baͤten! in, 8 rz erquickt. Sei aller Unterdr aus Schwach⸗ 7 E der Wittwen und de 1d nur aus Vor⸗ Theil; ve reitle so staͤrket meine ger Rath ohe Zuversicht r, der deinen W Bil⸗ er immer kann, * echten Pfad Gott, durch alles Pilge r eit ner Herrlichkeit! fuhr' uns zu dei⸗ sucht redlich zu erfüͤllen ⸗ siehst du mit Gnade an 7. Du thust weit mehr, I. Dein Geist wohnt mir I als wir verstehn, kannst mehr im Herzen und troͤstet mei⸗ nen nen Sinn; stillt alle meine Schmerzen, nimmt jede Sorge hin; zeigt mir, daß Erdenleiden nicht zu verglei⸗ chen ser mit jenen Himmels⸗ freuden, dem Lohn bewaͤhrter Treu'. 5. Auf dies mein Heil und Erbe seh ich voll Zuver⸗ sicht Wenn ich gleich fall und sterbe, faͤllt doch mein Himmel nicht. Geh ich, auch unter Zaͤhren, hier manche rauhe Bahn, nimmt mich doch Gott zu Ehren dereinst auf ewig an. 6. Dies staͤrkt mich, auch im veiden dir, Hoͤchster, tren zu seyn! N chts soll von bir mich scheiden, auch nicht die groͤßte Pein; du lenkst sie mir zum Besten, bist mir mit Trobe nah; und wann die Noth am groͤßten, ist deine Huͤlfe da Kein nzend Loos im Leben, nicht Ansehn, Ruhm und Macht, wornach nur Stolze streben, nicht Reich⸗ tbum, Gluͤck und Pracht, nichts soll mir je den Glau ben an deine Vatertreu' vermindern oder rauben; nichts, was es immer sei“ 8. Was koͤnnte sonst mich scheiden von deiner Lieb, o Gett? Verfolgung? Trub sal? veiden? Schwerd? Hunger? Bloͤse? Tod? Nichts, nichts! Ich uͤber⸗ winde in dem, der mich ge⸗ liebt, und sich für meine im Allgemeinen. Sünde zum Opfer selber gibt 9. Ist Gott für mich, so trete gleich Alles wider mich! So oft ich zu ihm baͤte, ver⸗ liert mein Kummer sich. Deß ist mein Herz voll Won⸗ ne! Was ists, das mir ge⸗ brich 12 Der Herr ist meine Sonne, mein Schutz, mein Heil, mein Licht! M Warum sollt ich mich Rel. — N eines Herjens —— reinste Frend Freude ist nur die, daß ich nie mich von Jesu scheide, daß ich ihn durch Glauben ehre, jeder⸗ zeit hocherfreut seine Stim⸗ me hoͤre Freundlich ruft er alle Muͤden, und erfullt, sanft d mild, ihren Geist mit Frieden; seine Last ist leicht zu tragen; er macht 2 geht voran, troͤstet, wir zagen. 3. Ja, er kennt die Leidensstunden; groͤßern Schmerz hat kein Herz, als ahn, wenn sein Herz, empfunden. Da⸗ rum blickt, wenn seiner Bruͤder einer weint unser Freunnd mitleidsvoll hernie⸗ der. 4. Will das Herr der 9 erliegen, dann hilft Er, unser Herr, kaͤmpfen uns und siegen. Die auf ihn zu allen Zeiten folgsam schaun, ihm vertraun, aͤrnten Se⸗ ligkeiten. doth 5. Fe⸗ 5. Jesu, treuster Freund von Allen, mit dir will, froh und stil, ich durchs Leben wallen! Auch der Tod kann mich nicht schrecken; denn du wirst, Lebensfürst, einst mich auferwecken. Mel. Wann mein Stündlein 3 x Sch wei, an wen — mein Glaub' sich haͤlt; kein Feind soll ihn mir rauben Als Buͤrger einer bessern Welt, leb ich hier nur im Glauben: dort schau ich, was ich hier ge⸗ glaubt. Wer ist, der mir das Erbiheil raubt, das Jesus mir erworben? Mein Leben ist ein kur⸗ zer Streit, und herrlich ist die Krone, die Gött dem Ueberwinder beut, zum ew'. gen Siegeslohne Ob auch des Kampfes Muͤh' mich schreckt: du, der den Tod fuͤr mich geschmeckt, du staͤrkst mich, daß ich siege. 3. O Herr, du b boͤchster Ruhm, mein bester Trost im Leben; einst wirst du mich, dein Eigenthum, zu deinem Reich erheben. Der Freuden Fulle ist bei dir; dort hab ich Alles, was ich hier nur suche und nicht finde 4. Herr, leuke meines Geistes Bsick von dieser Welt Getümmel auf dich, auf mei⸗ ner Seele Gluͤck, auf Emia · keit und Himmel! Kurz ist der Erde Herrlichkeit, vergaͤng⸗ st mein 2324 Gesinnung und Verhalten des Christen lich alles Gluͤck der Zeit: in Himmel sey mein Wandel! 5. Jetzt, da mich dieser Leib beschwert, ist mir noch nicht erschienen, was uns die künft'ge Welt gewährt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wann mein Auge nicht mehr weint, wann mein Vollen⸗ dungstag erscheint, dann werd ichs froh empfinden. 6. Im Dunkten nur, Herr, seh ich hier, wo ich dir glaͤu⸗ big traue, die Seligkeit, die dort bei dir in vollem Licht ich schaue. Hier ist mein Werth mir noch verhüllt! dort wird er sichtbar, wann dein Bild in mir sich ganz verklaͤret. 7Zu diesem Gluͤck bin ich erkauft, o Herr, durch dei— ne Leiden; auf deinen Tod bin ich getauft; wer kann mich von dir scheiden? Nicht Gluͤck und Lust, nicht Leid und Noth, das Leben nicht und nicht der Tod! Mein sind des Himmels Freuden! isim 19— H err: lichkeit! Empfin de sie, v See⸗ le! Vom Tand 5e 0 unentweiht, erhebe Gott, v Seele! Der Erde glonzend Nichts veraeht; nur des We⸗ rechten Glück besteht durch alle Ewigkeiten. 3 4 2 Mein 1 Jesum Aaß ich ni cht! Er hat sch fuͤr mich gegeben; for⸗ S. Wie groß In eigener Melodie. Licht; meiner nicht! Er, in diese Welt ge⸗ sandt, uns zu lehren, uns zu retten, gab sein Leben uns zum Pfand, daß wir Gottes Gnade haͤtten O wie bin ich ihm verpflicht't! Meinen Jesum laß ich nicht! 3. Durch ein Herz voll Dankbarkeit, durch Gehor⸗ sam, den ich uͤbe gegen das, was er gebeut, halt ich fest an seiner Liebe, traue dem, was er verspricht, und ver⸗ laß ihn ewig nicht! (. So ist er mein Theil und Ruhm bis an meines Lebens Ende; ihm geb ich zum Eigenthum ganz mich hin in seine Haͤnd Er meine Zaversicht; meinen Jesum laß ich nicht 5. Wenn mein Auge schon erlischt, Wang' und Lippen sich entfaͤrben, mich kein Lab⸗ sal mehr erfrischt, alle Sin nen mir ersterben,—70 das matte Herz nun bricht: l ich meinen Jesum nichtt 6. Dort auch laß ich Je⸗ sum nie, hange stets an sei⸗ nen i denn nach die⸗ ses Lebens Muͤh will er ewig mich erg ulcken. Ewig strahlt mir dort sein Licht; meinen Jesum laß ich nicht! RNichts auf dieser Erde ists, was des Herzens Wuͤn⸗ dich, mein nicht Dich, mein Jesu, halt ich fest, lasse uihts von dir scheiden Weh euch, die ihr ihn vergeßt; ibt uch ew ger meinen Jef sum laß ich ni Rel. Wie groß ist des ů SVas waͤr ich oh⸗ 2 ne dich gewe⸗ sen, was wurd ich ohne dich, Herr, seyn? Zu Furcht und Aengsten auserle sen staͤnd ich in weiter Welt allein. s wüßt ich sicher, was 5—³ 3ut uft woͤr d er I und;; und venn mein Herz sich tief be⸗ truͤbte, wem that ich meine sam verzehrt von Lieb' und Sehnen mir finster jeder Tag folgte nur mit heißen Thraͤ⸗ nen dem wilder nLauf des Le⸗ zens nach; ich faͤnde Unruh' im Getümmel 2— hoff⸗ nungslosen Gram zi He ius. Wer hielt denn ohne 5. 19 56 im Himmel, wer hie daã aaf Erden aus? 3. Hat Christus sich mir kund gegeben, und bin ich seiner erst gewiß, wi schrell verꝛehrt ein lichtes Leben die P 2* ———— — —* ———————— * 9 i *.‚ ** —e2 326 Gesinnung und Verhalten des Ehristen bodenlofe Finsterniß“ Mit Wesen wohnte drin; I ihm bin ich erst Mensch ge⸗ wards in unserm Geiste he worden: das Schicksal wird le: so ward nur Unruh' d verklaͤrt durch ihn, und Eden Gewinn. Ein eisern Bar muß an allen Orten um den hielt an der Erde den beber Geliebten wieder bluͤhn. den Gefangnen fest; un 4. Das Leben ward zum Furcht, daß er vernicht Freundschaftsbunde; die werde, verschlang der Hof ganze Welt spricht Lieb' und nung Ueberrest Lust. Ein Balsam traͤuft fͤrn 8. Da kam der Heiland jede Wunde, und frei und voll der Befreier, ein Menschen klopft jede Brust. Durch sohn voll Lieb und Macht ihn erhalt ich tausend Ga⸗ und hat ein allbelebend Feuc ben; durch ihn bin ich ja in unserm Innern angefacht Goties Kind; gewiß, ihn Nun sahu wir erst den Him unter uns zu haben, wo zwei mel offen, als unser heil auch nur versammelt sind. ges Vaterland; wir konnter 5. O geht hinaus auf allen glanben nun und hoffen un Wegen, und holt die Irren⸗ fuͤhlten uns mit Gott ver den herein! Reicht jedem wandt. eure Hand entgegen und la⸗ 9. Seildem verschwan det froh zu uns ihn ein! die Macht der Suͤnde, unt Der Himmel ist bei uns auf froͤhlich wurde jeder Schritt Erden; im Glauben schauen Man gab zum schoͤnsten An⸗ wir ihn an. Die Eines gebinde den Kindern diesen Glaubens mit uns werden, Glauben mit. Durch ihn auch denen ist er aufge⸗ geheiligt, zog das Leber than. voruͤber, wie ein sel ger 6. Ein alter schwerer Traum; und ew'ger Lieb Wahn von Sünde war fest und Treu' ergeben, bemerk⸗ an unser Herz gebannt. Wir te man den Abschied kaum⸗ irrten in der Nacht, wie 10. Noch steht im wun⸗ Blinde, von Reu' und Lust dervollen Glanze der heilige zugleich entbrannt. Ein je⸗ Geliebte hier. Gerührt von des Werk schien uns Per⸗ seinem Dornenkranze und brechen, der Mensch ein Got⸗ seiner Treue weinen wir. tesfeind zu seyn. Bang Ein jeder Mensch ist uns hoͤrten das Gesetz wir spre⸗ willkommen, der seine Hand chen; denn ach, es drohte mit uns ergreift, und, in Tod und Pein! sein Herz mit aufgenommen, Das Herz, des Lebens zur Frucht des Paradises reiche Quelle, ein boͤses reift. Mel. ———————m7—— Mel. Kommt her zu mir/ spricht —— Do hoff ich denn 3 E* ** mit festem Muth auf Gottes Gnad' und Christi Blut; ich hoff ein ewig Leben. Gott ist ein Vater, der verzeiht, hat mir das Recht der Seligkeit in seinem Sohn gegeben. 2. Herr, welch ein unaus⸗ sprechlich Heil, an dir, an deiner Gnade Theil, Theil an dem Himmel haben; im Her⸗ zen durch den Glauben rein, dich lieben und versichert seyn von deines Geistes Gaben! 3. Dein Wort, das Wort der Seligkeit, wirkt goͤtt⸗ liche Zufriedenheit, wenn wir es tren bewahren. Es spricht uns Trost im Elend zu, versuͤßet uns des Lebens Ruh, und starlt uns in Ge⸗ fahren. 4. Erhalte mir, o Herr, mein Hort, den Glauben ar dein goͤttlich Wort, um dei⸗ nes Namens willen; laß ihn mein Licht auf Erden seyn, ihn taͤglich mehr mein Herz erneun und mich mit Trost erfuͤllen! Mel. Jesus meines Lebens 0 Scweiget, bange 3 0OEzbweifel, schwei⸗ get! Mein Erloͤser ist getreu, und sein Geist in mir bezeu⸗ get, daß ich Gott versoͤhnet sei. Mag auch selbst mein Herz mich richten, mich ver⸗ dammen, mich vernichten: im Allge meinen. „als mein uh auf ban⸗ Gott ist groͤße Herz und gibt R gen Schmerz 9. Er, der das Verborg⸗ neé kennet, kennt auch mich und weiß allein, wie mein Herz von Eifer brennet, ganz sich seinem Dienst zu weihnz schaut den Kummer meiner Seele, der mich beugt, so oft ich fehle, und sieht nicht, was ich gethan, sondern mehr den Willen an. 3. Wer will ferner den verklagen welchen Gott zum Kind erwählt? Wer darf zu verdammen wagen, den Gott selber losgezaͤhlt? Menschen zwar, und selbst die Engel, sind vor ihm nicht ohne Maͤn⸗ gel; doch das menschliche Geschlecht wird in seinem Sohn gerecht Mir ist anch sein Glauben ist er mein. Ja, ich weiß, ich werde le⸗ ben, und in ihm einst selig seyn. Such ich nur den Hang zu Suͤnden immer treu zu uͤberwinden, mich der Tugend stets zu weihn, so will Gott mir gnaͤdig seyn. 5. Theuer bin ich ihm er⸗ worben! Wohl mir, hier ist Jesus Christ, Er, der auch fuͤr mich gestorben, auch fuͤr mich erstanden ist, nun zur Rechten Gottes sitzet, auf mich sieht, mich maͤchtig schuͤtzet, mich vertritt, mich P 2 nie —.— 20 2....—— 228 Gesinnung und Ver nie verstoͤßt, mich aus aller Noth erloͤst! Nun so mag das Un⸗ gluͤck stürmon! Alles um mich her sei Nacht! Gott, mein Gott wird mick sch irmen, der fuͤr seine Kin⸗ der wacht. Wen auch hülflos bliebe, leitet mich doch deine Liebe durch die Leiden dieser Zeit zur be⸗ Kückten Ewigkeit. Mel. Auf Christenn 5•1 N Der Gottes 317. Wort nicht hält, und spricht: ich kenne Gott! der trüget; in solchem ist die Wahrheit nicht, die durch den Glauben sieget. Wer aber sein Wort glaubt und haltder ist von Gott, nicht von der Welt. 2. Der Glanbe, den sein 74 — 8 Wort erzeugt, muß auch die ebe zeugen. Je hoͤher 90 in Erkennt niß steigt, je mehr wird diese steigen. Der Glaub' erleuchtet nicht al lein; er stärkt das Herz und mach es rein. „ Durch Jesum rein von Misfethat sind wir nun Gottes Wer solche ffü hat, der th der Suͤnder; solgt Christi Beispiel als ein Christ, und reinigt sich, wie er rein ist. 4. chm en bin ich Gott angenehm, wann ich Gehor⸗ sam uͤbe Wer die Gebote hält, in dem ist wahrlick Gottes be. Ein taͤglit thaͤtig Christenthum, dat ist des Glaubens Frucht untd Ruhm. 5 leibt in Gott, und Gort in ihm, wer in der Liebe ibet. Die Lieb ists Cherubim Got zu gehoͤrchen treibet. Gott ist die Lieh', an seinem Hei at ohne Liebe niemand H neine Freude * 2418 Mie getrost und 4 0. heiter, Herr, * mein Licht und Leiter, machs du meinen Geist! Alle, dil dir trauen fuͤhrst du zu der Auen, wo du sie erfreust Niemals ird bei dir, Hirt, Frennd und. unsrer Seelen, mir Erquik. kung—— 2. Deinem Rath ergeben freu ich mich zu leben; wal du llst, ist gut. Nichte Schwacher: di ne Schwacher; du, mein Seligmacher, rüstes mich mit Muth. Ob auck Noth und Elend droht! Ol auch Furcht und Angs mich schrecken: du wirst mich be decken. Ich kann ohne Grauet Graͤber vor mir schauen mein Erloͤser lebt! Ich weiß wem ich glaube, weiß, das aus dem Staube mich sein Arm erhebt Todestag dein Schrecken mag freche Sun⸗ im Sünder Herz erschuͤttern; ich, ich darf nicht zittern! . Auch in mir iste Suͤnde; doch ich uͤberwinde sie, e stärkt durch dich Sink ich oft noch nieder: du erhebst mich +— und begnadigst mich. Deine Huld tilgt alle Schuld, und dem reuerfuͤll⸗ ten Knechte schenkst du Kin⸗ desrechte. 6. Daß ich Go und ihn Vater nenne, dank ich dir allein! Daß ich hier am Grabe Trost und Hoff⸗ nung habe, ewig dein zu seyn; daß dein Geist mich unterweist, und mich fuͤhrt auf deinem Pfade, dank ich deiner Gnade! tt erkenne, 6. Der du Leib und Leben hin für mich 5 in m ic he Ho N gr V* Lie ebe, Rarter,( der · Herr, dich, ich sollte mich deiner Huld nicht dankbar freuen? weihen? 7. Mürdig dir zu leben, dies sei mein 2 niir heil ge Pflich Welt erfreuet und sie oft ge⸗ reuet, da is genügt mir nicht Hab ich dich: wie ich das, worna 60 die& trachten, reich in dir, nicht achten! 8. Mach t ein de, daß ich clich werde in der Ewigkeit? Sind nie ch 51 hohe Wuͤrden, oft nur schwe⸗ dir mein Herz . iht Bestreben, sel gern W 1 Zut der Er⸗ gluͤ Allgemeinen. —....———.———— 229 re Buͤrden, Traum und Ei⸗ telkeit? Du erfreust nur stets den Geist, und du willst, die dich verhren, ewig wieder ehren. 9. Deinen bohen Frieden schmeck ich schon hienieden; und was hoff ich dort? Un⸗ begrenzte Zeiten voller Se⸗ ligkeiten hoff ich auf dein Wort! Sie sind mein, durch dich 1215 Bleib ich dir getreu im Glanben, wer kann sie mir rauben? 10. Voll von deiner Guͤte jauchzet mein Gemuͤth he/ Berr— mein Heiland, dir! Dieser Geist der Frenden staͤrke mich im Leiden, weiche nie von mir! Laß mich so beherzt und froh chs Thal des Todes dringen, dort dein Lol 1 si en In e er Melodie. ie wohl ist mir, o Freund der ich in deiner traure nicht; ch guaͤlen? Mein Ber dir⸗„mein Heil i dir vergeß ich **— wenn 1 denn o wie viele hohe Freuden genies ich vereint mit dir Hier Himmel schon auf nicht · ist mein Erden; wie koͤnnt ich je⸗ mals muthlos werden? Du, du bist uͤberall mit mir! 2. Hab ich, Erloͤser, dich zum Freunde: was fehlt mir dann? Du sorgst fur mich 2* —— 250 Gesinnung und Ve mich. Haͤtt' ich auch eine Welt voll Feinde: ich bin getrost; ich trau auf dich. Auch wenn die Suͤnden mich verklagen, darf ich nicht hoff⸗ nungslos verzagen: ich weiß, was du für mich gethan. Traͤt' Alles wider mich zu⸗ sammen: ich bebe nicht; wer will verdammen? Gott nimmt sich meiner gnaͤdig an. 3. Hier wall ich zwar auf rauben Wegen; doch du bist meine Zuversicht. Auch Leiden werden mir einst Se⸗ gen; aus dunkler Nacht strahlt mir dein Licht. Nur Suͤnder zittern vor dem Grabe, ich, der ich dich zum Freunde habe, kann uͤber Tod und Grab mich freun; denn ich gehoͤre zu den Dei⸗ nen. Bald wird nicht mehr mein Auge weinen, hald werd ich voͤllig ruhig seyn. Gelobt se der Seelen + ˖ +* t du, o Freund In deiner Huld, — wie wohl ist mir! Was kann, da du mich liebst, mir feh⸗ len? Ich finde jedes Heil bei dir In noch so drük⸗ kenden Beschwerden hab ich den Himmel sckon auf Er⸗ den: denn du bist durch den Glauben mein. Ich darf, Ich ich will nicht aͤngstlich kla⸗ gen: wer kann, wo Je⸗ sus ist, verzagen? Mein Freund ist mein, und ich bin sein! rhalten des Christen Mel. 320 Dir ergeb' i mich, Jesu der du dich auch zu meine Heil und Leben in den To hast hingegeben! Ewig wi ich dein, mein Erloͤser, seyn 2. Laß mich dir zum Ruhm als dein Eigenthum, rech und nach Gewissen handeln meinen Weg dann freudi wandeln! Hilf mir, sünden rein hier auf Erden seyn! 3. Nach dir bilde mich Seelenbräutigam Jesu, daß auch ich gegel Feinde Sanftmuth übe, all ohne Ausnahm liebe! Haf und Rachbegier bleibe fen von mir! 1. Neiget sich mein Sim zu dem Ird schen hin; dann warne meine Seele, daß sie nicht ihr Ziel verfeh⸗ le! Denn ein wahrer Chris sucht, was ewig ist. Wioecke mich stets auf, meinen Pilgerlauf nur nach deinem Wort zu enden; lei⸗ te mich mit trenen Haͤnden auf der Tugendbahn: leit mich himmelan! ů̃ 6. Staͤrke mich und gib mir des Geistes Trieb; laß mich wachen und mit Beten kindlich vor den Vater tre⸗ ten; so erlischt das Licht meines Glaubens nicht. 7. Ohne Prüfung ist hier kein wahrer Christ. Willst du mich ins Leiden fuͤhren, laß mich nur dich nicht ver⸗ lieren! In der Trubsal Nacht im Allgemeinen. 251 Nacht nimm mich, Herr Todes Schmerzen Mitleid in Acht! gegen die empfand, die mit 8. Einen Heldenmuth, der Grausamkeit ihm fluchten, auch Gut und Blut gern seine Qual zu mehren such⸗ um deinetwillen lasse, and ten. des Fleisches Luste hasse, gib 4. Den kein Sturm des zu deiner Ehr' mir je mehr Schicksals beugte der ge⸗ und mehr! recht und tadellos sich in 9. Jesu, hilf, daß ich alles Wort und Werken zeigte/ hier, was mich von dir lo⸗ goͤttlich edel, goͤttlich groß, cket, übewinde, und durch willig, freudig Gluͤck und deine Kraft emvfinde, daß Leben für die Menschheit hin⸗ ein wahrer Christ treu und gegeben! standhaft tst! 5. O ich weil' an deinem 10. Wirds von hinnen Bilde gern, erhabner Men⸗ gehn, wollst du bei mir schenfreund, wo mit so viel stehn, mich durchs Todes⸗ sanfter Milde hohe Würde thal begleiten, und zu dei⸗ sich vereint; und zu jedem nem Himmel leiten, daß guten Werke find ich Antrieb ich da mich dein ewig moͤge hier und Stärke. —.— freun! 6. Durch mein Leben dich 4 . 6 zu preisen, sei mir hohe, 1 Mel. Gott im Himmel und auf heil ge Pflicht: dich, den V 1 20 1 JTesum ewig zu ver Liebevollen, Weisen, dich, 92 ehren, ist mir der Menschheit Heil und sanfte, heil'ge Pflicht; sei⸗ Licht! Aehnlich, Jesu, dir ne weisheitsvollen Lehren zu werden, sei mein hoͤchsies geben meinem Geiste Licht, Ziel auf Erden! und zu jedem guten Werke gibt sein Beispiel Kraft und Starke. In eigener Melodie 2. Sollt' ich den nicht 322 Eins ist Noth! dankbar preisen, der das 5:— Und, Herr, Heil der Menschheit ist? dies Eine ist, was alles, Nennt den Edlen, nennt den Heil umfaht. Alles Andre, Weisen, welcher so, wie Je⸗ wie's auch scheine, ist nur sus Christ, reine Tugend, Tand und schwere Last, wor⸗ die er lehrte, durch ein gött⸗ unter das Herz sich oft Ang⸗ ————— —.— lich Leben ehrte; stigt und quäͤlet, und immer 3. Der mit liebevollem der Ruhe, der wahren, ver Herzen hohen, festen Muth fehlet. Es wohnet kein Frie⸗ verband; der selbst bel des de im Neich der Natur; die *3 sinnung und Sinnlichkeit taͤuschet den Vorbilden aͤhle, hast du tren Suchenden nur dein Werk vollbracht. In —. Dich erwaͤhlen, ist das dir ging die Tugend hier Eine. Welches Theil! O sichtbar durchs Leben: wie H N; gib, daß ich ewig mich mit sollt ie nich zu bil⸗ dir vereine, nichte so en! Dir lieb, als dich! Es 1 den, welch die Klugen er Wel Dann bin ich verach ick U dein azu mich dienst, Herr, mit Ehrfurcht betrachten. Wer war ie Zierde de cuschl*. das du? Wer brachte mehr Licht Alles ihr ehr Segen ur dul In dir ist der W t jsegne mit Du nur ꝛeia 0 f 2 nur z Heis weiser auf ꝗ. 7I7* m begluückt, dure Er en digt zehei⸗ V ligt, d Ahnlic U den, nied rdenl ickt. 1 treu zu leiben im 6* 0 50 D Her Gern will ich In, hen Dies, Herr, 8 N****(4 7 die heiligen 1 1 der! Ei dies Eine ist isk mit Andach toth! 31 um sern in den aoy ö Melodi 4 uß de Otiheit zu AeRe ⸗· sehn, und freudig die Wege 3 ich der Tu⸗ der Tugend gehn 9 Hoͤh' er⸗ t Vergebꝛ Su den, 4 I du n dann; U de den finden Welt nicht gebe in aun mir dann fehlen s Scheine dies eine Ziel nur jemals mir schaden; ich bin glaͤmend steht; ach, Gott ja beim Vater, Dem Hoͤch erhore mein Gebät!— nur sten, in Gnaden Fallt, darum bet ich, flehe, weine Welten! Ich schwebe ver 2. Es stieg voran die stei⸗ herrlicht empor; ein Him len Stufen der Menschen⸗ mel ersetzt mir, was hier sohn mit Kraft und Muth Er hoͤrt im Jordan sich ge⸗ rufen, und nimmt den Ruf mit aus der Fluth; und geht daß er zur That sich ruste, im Allgemeinen. 253 die ausser ihm kein Mensch geendet, bis er, nah an die begreift, die nur in seiner Todesnacht, zum lauten Sie⸗ le reift, zum stillen Den⸗ gesruf: Vollbracht! den letz⸗ * I in die Wuͤste. ten Athemzug verwendet. 3. Da steht er an dem— ‚ Scheidewege; vor ihm die In eigener Melodie schauderhafte Wahl! hier 3 O7 Jesu, meine Freu⸗ aller Lelden Donnerschläge de! bester 2 Trost auf seinem Weg zum blut'gen im Leide! Meines Herzens Pfahl. Gott, was nur Me en⸗ Theil! Deine Mittlertreue —— reizt, verlassen? 5 macht/ daß ich mich freue sebe? Muͤh und th deiner, Herr, mein Heil! Angst und Schmach„Hab ich 2— wie reich bin den Tod mit seiner ich! Ohne dich kann ich auf scharfsten Qual umfassen? Erden nie recht glücklich 4. Dort liegt der Erde werden. reicher Segen; dort haͤngt Unter deinem Schirme der Erde s choͤner Kranz; Be⸗ koͤnnen keine Stuͤrme mir Leun n Inusdiet mir ent⸗ erschrecklich sehn. Laß auch zegen; die Ruhe winkt, des Felsen splittern; laß den G˙ des Glanz. Ich sehe von Erdkreis zittern und den Ein⸗ des B rges Sy ge die se choͤn⸗ turz dra n! Was ist's mehr? sol un kroͤnt dich, stuͤrmen, donnern, blitzen! kniend vor dem 56 Er, er wird mich schützen 5. Nein, Gott beut! 5. Wenn der Suͤnde ht, Erdenfr Fort Schrecken Angst in mir er⸗ tan, hebe di mir! wecken, Jesus stillet sie zch tret in die se Nacht der Mag der Tod sich nahen, Leiden, und hange, Vater, mich das Grab umfahen, uur an dir. Selbst in des Jesus laßt mich nie. Mich rarimmten Fluten schreckt nicht das Weltge⸗ umschlingt dein Arm all⸗ richt: freudig, daß ich Je⸗ machtig Latn Ich fuͤhle sum sehe, blick ich auf, zur wenn Hoͤhe. le meine Adern bluten. 1. Wer ist, der den Glau⸗ Entschlossen nun, voll ben meinem Herzen rauben, innern Frieden, wirft er sich ihn erschüttern kann? Bei ins Gedraͤng der Welt; er der Feinde Toben stimm ich, kaͤmpfet, ohne zu ermüden, Gott zu loben, Freudenlie⸗ und überwindet als ein Held; der an. Ich vertrau auf urd hält sein Werk nicht fuͤr Gottes Macht; er wird/ wenn 25⁴4 Gesinnung und Vabalen des ehehen wenn mich Feinde hassen, jeder Men sch nach deinen niemals mich verlassen Bilde so eifrig seine Pflich Lockt nur, Gold und erfuͤllte, die Erde waͤr' ein aͤtze! Ehre sei der G öͤtze Paradies der betrognen Welt! Mich 2 Eutflammt war deine sollt ihr nicht blenden, nicht ganze Seele von reinster Lie⸗ von dem mich wenden, der be gegen Gott, war seinem mich treu erhaͤlt. Elend, heiligen Befehle gehorsam Norh und Schmach und Tod bis zum Kreuzestod Du Umich, ob ich viel muß suchtest nur des Vaters Eh⸗ icht von Jesu schei⸗ re; in Tempel war sie deine Lehre, und was dem Heilig⸗ „Weich, verbotne Liebe! sten gefaͤllt. Den Schoͤpfer t, der Wollust Triebe! aller Hreuture uverkuͤnd igtes Thoren lockt nur ihr. Mich du auf den Fluren als Va⸗ sollt ihr, ihr Sünden, nim ter, der die Welt erhaͤlt mer willig finden; fliehet 3. Wie eifrig warst du, fern von mür! 2—8 keit, seinen Willen, als Buͤrger eiz, mähs cht, Neid, und als Unterthan, als ihr beschweret das Gew ssen; Sohn, als Bruder zu er⸗ euch wil ich nicht wissen. fullen, auf deiner gan, en Swichtt Sorg' und Za⸗ Lebensbahn! Als Freund, gen! Sch. veiget, bange Ka⸗ wie zaͤrtlich gegen Freunde! gen! Jesus ist 1a mein. Je⸗ Ve erfolgt, wie duldend ge⸗ ven, der ihn liebet, muß, gen Feinde! Fuͤr Aller Wobl was erst betrübet, noch 41. schlug deine Brust. Die 2 —— 9 5 4 — letzt erfreun. Hab ich hie Menschen troͤsten und er⸗ selbst Noth und Müh'; Je⸗ guicken, erfreuen, heilen und su, auch im baͤngsten Leidẽ begluͤcken, war dein Geschaͤft, bleibst du meine Frende. war deine Lust. 1. Tief ruͤhrte dich die 7 Wie wohl ist m r, o Freund Noth der Sünder! Wie 3255 Muf dich, Erloͤser, sorgsam gingst du ihnen + stets zu sehen, nach! Wie viele wurden 0 wie du warst, gesiunt zu Gottes Kinder, wenn ruͤh⸗ seyn, der Tugend Weg dir rend dei ne Liehe sprach! Du nach zu gehen, der Bruder kaͤmpftest, Wahrheit zu ver⸗ Gluͤck sich ganz zu weihn, breiteu, und Alle zu dem hast du den Deinen, die dich Heil zu leiten, das nicht mit lieben, als Pfl icht aus Liebe Welt und Zeit vergeht. Ent⸗ vi oegeschriebenz wie dringend zogst du matt dich 5 Ge⸗ sh sie, Herr, wie suͤß! Wenn tuͤmm iel, da war die Einsom⸗ keit keit dein Himmel, dein Geist beim Vater im Gebaͤt. 5. Du warst demuͤthig und bescheiden, ein Freund er⸗ laubter Heiterkeit; bewiesest bei den schwersten Leiden Ge⸗ duld, Muth und Gelassen⸗ heit; vergabst, von Liebe tief durchdrungen, die haͤr⸗ testen Beleidigungen, im Le⸗ ben, und dem Tode nah; und starbst so rührend und erbauend, so frendig, stand⸗ haft, Gott vertranend, o goͤttlich groß auf Golgatha! 6. Wie du, gesinnt zu seyn, zu handeln, ist deiner Schuͤ⸗ ler hochsse Pflicht; der muß nach deinem Vorbild wan⸗ deln, der von. Verehrung Christi spricht. Dann wird zum Fleiß in guten Werken uns goͤttlich der Gedanke staͤrken, daß wir des Vater Willen tbun, urd daß sein heilig Wohlgefallen, sein Geist und Segen auf uns allen hier und im Himmel lohnend ruhn. Mel. Gott, der du die Menschen 2 9 9 Jelterloͤser, dich zu lieben, bis das Aug' im Tode bricht mit des Herzens reinsten Trieben, ist uns theure, heil'⸗ ge Pflicht. Von der Liebe Glut durchdrungen, kamst du, wardst uns Menschen gleich, gruͤndetest ein neues Reich, hast uns Ruh' und Heil errungen. Froher Her⸗ im Allgemeinen. 235 zen Preisgesang sagt nun deiner Liebe Dank. 2. Keine lockende Begierde draͤngte sich zum Eitlen hin; Heiligkeit war deine Zierde, Menschenrettung dein Ge⸗ winn. Willig trugst du dei⸗ ne Buͤrde, tratest sanft nud still hervor, hobst die Welt zu Gott empor, daß sie ewig selig wuͤrde. Niedrigkeit war, Herr, dein Loos, und doch dein Verdienst so groß! 3. Mäachtig selbst im tief⸗ sten Staube, schufest du der Seelen Glück. Zweifelsucht und Aberglauben schwanden in die Nacht zuruͤck. Hin zum Heiligthum der Wahr⸗ heit fuͤhrtest du der Deinen Schagr, und wer dir nur folgsam war, sah sein Heil in voller Klarheit. O wer bebt vor Freuden nicht? Uns, auch uns umglaͤnzt dein Licht. 4. Nun entfliehen Furcht und Schrecken vor dem gro⸗ ßen Weltenherrn. Nichts kann Sorg' in uns erwecken; or ist nimmer von uns fern. Seine Liebe, nichts als Liebe predigt uns die schoͤne Welt, die er taͤglich noch erhaͤlt, daß t, sie uns im Lieben uͤbe. Men⸗ schenfreund, seit du er⸗ schienst, ist die Liebe Gottes⸗ dienst 5. Selbst der Suͤnder darf nicht beben, eilt er nur zu dir zuruͤck. Deine Stimme du sollst leben! heitert sei⸗ nen Thraͤnenblick. Ach du blu⸗ *+— R r-„ —— —2.. — — T 4— — 236 Gesinnung und Verhalten des Christen reger Mitleidstriebe; deinen Feinden wand⸗ zrohmuthig Hulf' uud blutetest am Kreuze, trugest Schmach und Angst un Noth; starbst für hn damit 0 dein Tod ihn zum frommen Wohlthat zu Leben reize! Folgt er dir: o Dein Beispiel lehrt, welche Huld! ausgetilgt ist was schändlich ist, mit weiser seine Schuld Vorsicht fliehen; es lehret 6. Dank sei dir von allen mich, mein OHerz der List Frommen, Preis und Dank und Her entziehen. O sei dir geweiht! Ja, durch wohl mir, wenn mit from⸗ dich ist Heil gekommen in das mem Sinn ich dir, mein Land der Sterblichkeit. Wer 14 heiland aͤhnlich bin dir folgt dur chs Erdenleben, Du gingst als Fuͤhrer athmet hier schon Himmels⸗ einst voran, stehst mir auch lust; Friede wohnt in seiner noch zur Seite; du kaͤmpf⸗ Brust; einst wird Gott die test selbst und brach'st die Kron' ihm geben. Wie ver⸗ Bahn, staͤrkst nun auch mich klärt des Todes Thal, Herr, zum Streite. Wie koͤnnt' ihm deines Lichtes Strahl ich denn so zaghaft seyn, Und mich, dir 1 zufolgen, Mel. Auf, Christensch schei + Wer hier se Glů 3907.Mir nach⸗spricht finden meint, wirds ohne Christus, un⸗ dich verlieren, wers bei dir ser Held, f eren scheint, den wirst folgt meinem Vor⸗ zu verli bild, Christen! 1 d euch, besiegt die Welt mit als seinen Herrn verehrt ihren schnoͤden Lüsten gebt und d folgt, ist d Reizungen nicht Nevlet n fü Mer dich N 2 lelign ein ib n emach So will ich denn dir, V Herrn, getreu und e ichge wil heil' gen Leben! Wem getrost N1 ich auch, wem sonst, nd K fbest dir, zu folgen mich hest r nicht kaͤ ben? Du zeigst den Weg z Rron' des ew'gen wahren Wohl, zeigst mir, Lebens nicht davon. wie ich ihn wändeln soll. 3. Dein Herz voll Gotter⸗ Mel. Es wolle Gott uns gnädig eit, war auch voll 259(Es preise Gott, Dulebe, voll Demuth, ι wer Jesum Zanftmath, Freundlichkeit, Christ als seinen Heiland 5 ken⸗ Impft Pfe, —— AI...f....———.—...————— im Allgemeinen 237 kennet, wer seiner Kirche Mitglied ist, und seinen Herrn ihn nennet! Sein hoͤch⸗ stes Ziel hiernieden sei, daß d er nach seiner Lehre, entfernt von aller Heuchelei, aufrich⸗ tig ihn verehre als aͤchter Chrisiusjunger „Der saͤchte Juͤnger Jesu haͤlt ste ts fest an seinem Glau bei Er laäßt durch allen Hohn der Welt sich nie dies leinod rauben. Denn die⸗ ser Glaube gibt ihm Kraft und Muih zum edlen Stre⸗ ben, vor seinem Schoͤpfer tugendhaft und kindlich feoh zu 1 n, zu dulden und zu 3. Der ächte Ji nger Jesu lernt von Gottes Geis e⸗ trieben on d Sun der zu begluͤcken. Er zaͤhlt dazu sich selber und rühmt es mit Entzuͤcken: hat er geliebet! Der aͤchte Jünger Jesu weiht dem Heiligungsge schaͤfte die Tage soͤiner Kebeus⸗ zeit und alle se ne Kraͤfte Er glaubt und liebt; wie sollt er icht der Luste Reiz ver⸗ schmaͤbhen, und unverrüuckt den Meg der Pflicht, wie Jesus Christus, gehen, um aͤhnlich ihm zu werden? S. Der ächte Juͤnger Je⸗ su liebt die Menschen edel⸗ müthig; er troͤstet, bessert, Auch mich hilft und gibt, ist gegen Fein⸗ liebreich eilt er jede rmann, der sein be⸗ darf, er Er stiftet Gutes, wo und lebt der wie Jesus hn 0. Ve dt trägt es Buͤrde A„die Gott ihm auferlegt, erhöhet seine Wuͤrde Er bleibet selbst im herben Schmerz noch muthvoll und geduldig; des Gottes troͤstet sich sein Herz/ vor dem er hier unsthuldig zur Ehre Jesu mandelt. Der ächte Jünger Je⸗ su siegt auch über Todes⸗ schrecken; denn seinen Geist, der aufwärts fi wird Grabe decken. 6m jauchzt Ich weiß, er im Verf an wen ich glaube Gib, Jesu, daß der Deinen Schaar sich stets auf Erden mehre, und daß auch ich dich immerdar im Glau⸗ ben recht verehre! Nimm nach vollbrachtem Milgerlauf zu jenen Seliagkeiten den Geist, der dich verehret, auf! Ihm Wohnung zu bereiten, bist du vorangegangen. Mel. Auf Christenmensch 32 0Q Pu deines Va⸗ 2ters Ebenbild, ihm 2588 3 rin und Verhalten des Christen ihm gleich an Menschenliebe du warst, o Jesu, ganz er⸗ fuͤllt mit gottgeweihtem Trie⸗ be! Er war dein Ziet, dein boͤchtes Gut; ihm folgtest du mit Heldenmuth 2. Du warst mit ihm Ein Sinn, Ein Herz; sein Wille war dein Wille; 98 ehrtest auch im groͤßten Schmerz ihn mit zufriedner Stille. Selbst auf der allerrauhsten Bahn sahst du ihn noch als Vater an. 3. Du suchtest nichts, als sein Gebot vollkommen zu er fuͤllen, und unterwarfst dich bis zum Tod ganz deines Vaters Willen. Dein Haupt⸗ geschaͤft war das allein, Vol⸗ lender deines Raths zu seyn. 4. Zum Kreuze giengst du ruhig hin, uns Ruhe zu er⸗ werben; bereit, mit goͤtt⸗ lich großem Sinn zum Heil der Welt zu sterben, warst d du zur tiefsten Schmach ge faßt, und trugst der sten Lejden Last. 5. Herr, lehre mich, dein Eigenthum nach deiner Tu⸗ gend streben! Dir gleich ge⸗ sinnt seyn, sei mein Ruhm, und Wonne, so zu leben! O hilf, daß ich so gern, wie du, den Willen deines Va⸗ ters thu! schwer⸗ Mel. Schwing dich auf 20 ollt'ich jetzt noch Neß 330S da mir schon deine Güͤt' erscheinen, dich verlassen, Gottes Sohn, und der Suͤnde dienen? mit den Luͤsten dieser Zeit wieder mich beflecken, und nicht mehr die Freudigkeit deiner Liebe schmecken? 2. Hab ich doch allein bei dir meine Ruh' gefunden; Mittler, heiltest du doch mir liebreich meine Wunden; und ich sollte dein Gebot, wie die Suͤnder, hassen, und mein Recht an deinem Tod wie⸗ der fahren lassen? 3. Nein, ich bin und bleib ein Christ, folge deinen Leh⸗ ren, lasse weder Macht, noch List meinen Glauben stoͤren Fielen tausend ab; nicht ich; mags die Welt verdrießen! Sie wird mein Vertrann auf dich mir doch goͤnnen muͤssen. 4. 3egt sie mir ein Heil, wie du? Bringt sie Kraft den Muͤde 167 den Bedr⸗ äng⸗ ten Trost und Ruh', Suͤn⸗ dern Gottes Frieden? Gibt sie mir die Zuversicht, daß ich, trotz dem Grabe, dei⸗ ner Ewigkeiten Licht zu er⸗ warten habe? 5. Rettet sie mich, wann vor Gott einst die Voͤlker stehen, und das Le⸗ ben und den Tod ihm zur Seite sehen; wann der Sichre nun zu spaͤt aus dem Schlaf erwachet, und der Spoͤtter, der bier schmaͤht, glaubt und nicht mehr lachet? 5. O wie thoͤrigt, wenn ich mich noch verfuͤhren ließe, Jesu, da ich schon durch dich Gottes Huld genieße, da ich weiß, auf. wessen Wort ich die Hoffnung grün⸗ de, daß auch ich unfehlbar dort Gnad' und Leben finde! 7. Nicht das Leben, nicht der Tod, Trübsal nicht, noch Freuden, sollen mich, mein Herr und Gott, jemals von dir scheiden. Welt und Suͤnd' und Eitelkeit und des Fleisches Triebe, alles überwind ich weit, Herr, durch deine Liebe! l. Freu dich sehr, o meine 3 2 331 Gouicher dich zu erheben und 11 frommer Zuversicht, dei⸗ ner Tugend nachzustreben, ist dein Rufund meine Pflicht! Sieh, ein Beispiel laß dir, sprichst du: komm und folge mir! O welch Beispiel synder Gleichen! Streh, o Geist, es zu erreichen! 2 Armuth, Haß, Ver⸗ solgung, Schmerzen trugst du still und mit Geduld; du vergabst mit edlem Herzen deinen Feinden ihre Schuld; hoͤrtest der Verlaßnen Flel n eiltest ihnen beizustehn; kann⸗ test keine hoͤhre Freuden, als die Lindrung ihrer Leiden. 3. Ich auch will in Noth und Schmerzen standhaft und geduldig seyn; will mit liebevollem Herzen meinen Allgemeinen. 239 Feinden gern verzeihn. Nie soll mir des Elends Flehn unerhoͤrt voruͤbergehn; fest und innig will ich streben, deinem Beispiel nachzuleben. . Du, den ich zum Vor⸗ bild waͤhle, hebest meine Seel' empor. Wann ich wanke, wann ich fehle, schwebe mir dein Beispiel vor! Dir geheiligt sei mein Geist! Wann er sich dem Staub entreißt: dann, o dann werd ich im Sterben Freud' und Wonn' auf ewig erben. Mel. Meinen Jesum laß ich nich (Tanft, oehnn, 332— ist Jesu Joch; und was kann bei ihm uns fehlen? O wie selig sind wir doch durch den Retter uns⸗ rer Seelen! Welche Wonn und Herrl. chkeit wartet uns⸗ rer nach der Zeit. 2. Freue deines Glau⸗ bens dich, deines Gottes, seines Sohnes! Deine See⸗ le rühme sich ihrer Hoffnung, seines Lohnes, voller Muth und unverstellt freudig vor der ganzen Welt! 3. Hat gleich sein Bekennt⸗ niß hier seine Leiden und Be⸗ schwerden; dennoch sei ihm treu; denn dir sollen ew'ge Freuden werden. Was ist gegen solch ein Glück dieses Lebens Augenblick? 4. Schaͤme seines Worts dich nie vor den Freylern, vor ————.— IRRR *+ sich und. tern! Was vermag der Laͤst⸗ rer Spott wider Gott? H wider 5esum, Was vermag er, tobt er gleich wider dich und dei⸗ nen Glaub fall, keine Halte d nen nie verläßt. hen Kampf hat err für dein ew' zestritten? V der cürtirer was hat d l 0 en AUu 1 MW 1 selhß Ochmach er selbst litten sie getrost Und der Spoͤtter Witz n koͤnnte je dein Herz deinen Antheil deines fleh um Rettung auch fů i ge in den laubest nicht Tod; denn du bergebe Nach dem Tode führt dich Gott zu der Won⸗ ne jenes Lebens. Und einen kurzen ei dich seine Herrlichkeit. Auf Mel. Auf Christenmensch Q202 Mesch hohes Bei⸗ spiel gabst du mir, mein Heiland, durch dein Leben! Sollt' ich nicht gern und mit Begier, dir hzuahmen- streben? nicht gehn den Weg, den du be— tratst, nicht freud thun, was du, He x thats 2 2. Dein Herz, von Suͤn⸗ de nie entweiht, war rein, wie deine Lehre; d ganzer WS del + 1 + +2* dei 1 184 veck Gottes Ehre; hier Lei⸗ tung zUr V Ukom nenheil ö 2 und ort der Menschen Se⸗ ligkeit. Drum fuͤhrtest du zur 2 an, und, standh ihr e ben, giengst du und selbst den Weg voran, mit Muth uns zu beleben; und littest ohne Schuld Alles mit G 1• 1 umervt zu seyn; zu wehren je rn 1 5* 1* nur eide, nur wohlzuthun, nur war deine Sotg und jede zu erfreun und Freude; ne, jeder S dein 8. FN SIIAI D 0 1 d mit Huld die 5 de: Sd heit deiner Freunde; mit Sundern hattest du Ge⸗ A** f. 7 ine duld und batst fur deir Du warst gehorsam d und ehrtest selbst Thun sprichst mein Joch auf folge mir und meinem Komm, gleich dir, in und Lassen. du, nimm dich, komm, sieh auf mich! 7. Ich komme, Herr! Gib Kraft und Licht, daß ich mein Heil erkenne, dein wahrer Juͤnger sei, und nicht mich nur den Deinen nenne, da⸗ mit ich deinem Vorbild treu sei Andern gutes Beispiel eil! Mel. Wer nur den lieben 23371 Resuͤckt, begluͤckt 93 4 Bid wer auf Er⸗ den mit allen seinen Kraͤf⸗ ten strebt, an edlen Thaten reich zu werden, und nicht fuͤr diese Welt nur lebt, stets vorwaͤrts dringt, und nie vergißt, daß seine Seel' un⸗ sterblich ist. 2. Er forschet nach der Tugend Wegen, was gut und Pflicht schnell zu thun, spricht nicht(so spre⸗ chen nur die Traͤgen): noch will ich schlummern, will noch ruhn. Er saͤet früͤh und nutzt die Zeit zur Aussaat fuͤr. Ewigkeit. 3. Er fullet von der Tu⸗ gend Sorg n denkt er, und denkt mit Lust daran, wie er hier sichtbar, dort ver⸗ borgen, ein gutes Werk vol⸗ lenden kann, und nüzet je⸗ den Augenblick für Tugend und fuͤr Bruͤderglüͤck. 4. Ihn schrecken keine Hin⸗ derniße, durch edle Thaten staͤrkt er sich, und seine hei⸗ ligen Entschluͤsse sind fest und unerschuͤtterlich. Wie ehr er auch zu kaͤmpfen hat, ist, im Allgemeinen. reift jeder Vorsatz doch zur That. 5. Er widersetzt mit festem Muthe dem Unrecht sich ge⸗ staͤrkt durch Gott. Traͤf ihn im Kampfe fuͤr das Gute der Welt Verfolgung oder Spott; so bleibt ihm doch der Preis im Streit. Er kaͤmpft, weil es die Pflicht gebeut. 6. So laßt auch uns als Christen handeln, aus rei⸗ ner Achtung fuͤr die Pflicht; laßt uns die Bahn der Tu⸗ gend wandeln; da strahlet immer helles Licht, und un⸗ ser Loos in Ewigkeit ist rei⸗ ner Tugend Seligkeit! Mel. Auf, Christenmensch 392 Rald oder spaͤt 9 B des Todes Raub, wall ich noch hier auf Erden; doch nur mein Leib wird wieder Staub; ich soll unsterblich werden. Und dann, dann ist mein ew' ges Theil o Gott, Verwerfung oder Heil. 2. Mit Ernst und Eifer soll der Christ nach seinem Heile ringen; gern lassen, was auf Erden ist; hinauf zu Gott sich schwingen; ge⸗ trost den Pfad der Truͤbsal gehn, und standhaft in Ver⸗ suchung stehn. 3. Noch weiß ich, daß ich laufen muß; noch bin ich in den Schranken, noch nicht am Ziele; doch mein Fuß beginnet oft zu wanken Herr, 24² Herr, stärke mich durch dei⸗ ne Kraft, auf dieser kurzen Pilgrimschaft! . So lang ich noch, ein Fremdling hier, in diesem Leibe walle, schaff du ein reines Herz in mir, ein Herz, das dir gefalle, und leite mich auf ebner Bahn durch deinen Geist zu dir dinan! 5. Es sei mein Ruhm, dir werth zu seyn, was du ge⸗ beutst, zu üben; mein hoͤch⸗ stes Gut, mich dein zu freun, von Herzen dich zu lieben, mein Trost, auf deinen Schutz zu baun, und dir, Alllie⸗ bender, zu traun! 6. Nie soll des Zweifels Dunkelheit mir diesen hohen Glauben„ dies Vorgefuhl der Seligkeit, des Himmels Hoffnung ranben. Was lin⸗ dert sonst des Lebens Noth? Und was versußt mir einst den Tor? 7. Du, der mir dieses Heil erwarb, laß, Jesu, michs er werben; du, der für seine Menschen starb, laß, Jesu, dir mich sterben! Gib, daß ich dir im Leben treu, getreu bis in den Tod dir sei! Mel. O Gott, du frommer 9 2 sagst: ich bin HSDu + D ein Christ Wohl dir, wenn Herz und Leben dir dessen, was du sagst, Beweis und Zeugniß geben! Wo ist ein hoͤhrer Gesinnung und Verhalten des Christen Ruhm? Welch Gluͤck kann groͤßer seyn, als Gottes We⸗ ge gehn und seiner Huld sich freun? 2. Du sagst, ich bin ein Christ! Der ists, der Ehri⸗ stum kennet, nicht mit dem Munde nur ihn Herr und Heiland nennet, nein, gern und willig thut, was auch sein Herr gebeut. Thust du das nicht, so ist dein Ruhm nur Eitelkeit 3. Du sagst bin ein Christ! Mit Ernst das Boͤse hassen, den Luͤsten widerstehn, gewohnte Suͤnden lassen, dies ist des Herrn Befehl; dies seiner Lehre Sinn; ken todter Glaube fuͤhrt zur ew⸗ gen Wohlfahrt hin. 1. Du satzst: ich bin ein Christ, getauft zu Gottes Erben, sein Kind und Freund zu seyn und selig einst zu ster⸗ ben! Du bists h Pellfe dich, erfuͤllest du auch gern/ treu deiner Christenpflicht den Bund mit deinem Herrn? 5. Hast du nicht diesen Bund schon laͤngst und oft gehrochen? hast Gottes Kind + ich Du als 5 Gehorsam ihm versprochen; hast du mit Trene denn dem Guten nachgestrebt? Hat nicht die Suͤnde noch sehr oft in dir gelebt? 6. Du sagst: Christ, betrachte, hoͤre, vom Irrthum unver⸗ führt, des Heilands reine N* ich bin ein les' und im Allgemeinen. 27— 2 243 Lehre! Wohl dir! Doch thut und Leben von diesem Ruh⸗ du auch, was Gottes Wort me erst ein sichres Zeugniß di dich lehrt? Nur selig ist, geben. wers thut, nicht, wers blos genug. Ein Christ muß ohne lies't und hoͤrt. Schein, das, was er heißen 7. Du sagst: ich bin ein will, in seinem Wandel seyn. Der Nam' ist nicht Christ! Mit Gott mich zu 1. Ach, Gott, gib mir verbinden, nehm ich oft Je⸗ doch Kraft, mich ernstlich su Mahl; mich reuen meine zu befleißen, ein wahrer Suͤnden. Doch zeiget sich Christ zu seyn, und nicht blos bei dir in dein rken auch so zu heißen! Denn, wer rechtschaffne Besserung die eses M. bls V ebre rauch? 8. Rur dann erst, nach den Namen hat und nicht die Tbat zug eich, betruͤgt wenn sich und gelangt nicht in dein dein Sinn, wenn alle deine Himmelreich. Triebe dem Herrn geheinigt sind in reiner Kindesliebe, Mel. wenn du, wie Christus war, 3—27 ein Freund der Menschen 0 2. Wer nur den lieben ott, dir gefaͤllt kein gottsos bist, gerecht und hr und Wesen; wer bös' ist, bleibet mild: dann sag: ich bin ein nicht vor dir. Drum laß Christ Sunden mich genesen, 9. Wenn Zutes ausz ind schaff ein reines Harz streuen, die! d ur, ein Herz, das sich schutzen, und selbst dem vom 1. un der Welt entfernt Feind, so viel du immer und unbest leckt erhaͤlt! kannst, zu nützen, ohn' Ei⸗ Laß mich auf die be⸗ gennutz und Stolz, dein gang nen Suͤnden mit inui⸗ Herz stets willig ist, auch ger Beschaͤmung sehn; durch wenns Verlaͤngnung gilt; C hristum vor dir Gnade fir 1 dann sag: ich bin ein Cheist! den, und standhaft deine We 10: Denn, wenn noch Lei⸗ ge gehn! Ich will forthin die denschaft dir dein Gemuth S inde scheun, und deinem regieret, wenn Mohnst, Ei Dienst mein Lehen weihn. telkeit und Schmabsucht dich 3. Du kennst und leukest verfuͤhret, wenn Geiz und die Gib meinem Haf und Neid noch uber Vorsatz und will dich gebeut: so kennest du mein schwa ches Herz je wan⸗ noch nicht die wahre Hei⸗ ken; f. hilf der Unentschlos⸗ N. stigkeit ligkeit senheit. Mie viel vermag ich Ii. Sorich nicht: ich bin Gott, mit dir! Nimm dei⸗ Christ! bis daß dir Herz nen Geist nur nicht von mir! ⁰ ** —————.— + ——— öDIEIAAAAAACIIIIID‚IDDDAI‚— * AIIIIIII————— —— I. Gib, daß er mir stets Hülfe leiste, und Muth und Kraͤfte mir verleih, daß ich mit kindlichtreuem Geiste dir bis zum Tod ergeben sei: so sieg ich uͤber Fleisch und Welt, und thue, was dir wohlgefaͤllt. 5. Doch wann ich je aus Schwachheit fehle, mein Vater, dann verwirf mich nicht! Verbirg nicht der be⸗ draͤngten Seele, wann sie dich sucht, dein Angesicht; und mache in Bekümmerniß mich deiner Gnad' und Huld ge⸗ wiß! 6. Erquicke mich mit de nen Freuden; schaff ein ge⸗ trostes Herz in mir; und staͤrke mich in allen Leiden; so halt ich mich, mein Gott, zu dir, bis, nach vollbrachter Prüfungszeit, der Deinen Erbtheil mich erfreut. Mel. Freu dich sehr, o meine 33 8 RNott, ich will mich ernstlich pruͤ⸗ fen, ob ich redlich bin vor dir! Du kennst meines Her⸗ zens Tiefen; ach, entdecke sie auch mir! Laß mich se⸗ hen, ob ich treu dir in mei⸗ nem Wandel sei; ob ich recht zu thun mich uͤbe, weil ich dich von Herzen liebe! 2. Eitelkeit und Eigenlie⸗ be sind die Goͤtzen dieser Welt: aber nie sind sie die Triebe, deren Wirkung dir gefaͤllt. Wer das Gute, das Gesinnung und Verhalten des Christen er uͤbt, nicht mit reiner Seele liebt, Richter, dem gibst du die Krone der Ge⸗ rechten nicht zum Lohne. 3. Die um deiner Liebe willen wandeln, wie dein Wort gebeut, diese, diese nur erfüllen das Gesetz der Froͤmmigkeit. Nicht nur das, was wir gethan, auch die Absicht siehst du an; dei⸗ ne Liebe soll uns dringen; erke zu vollbringen. ö e ein leichter Nebel schwinden meine Tugenden vor dir; denn noch trennen Lieblingsfuͤnden mich, o Hei⸗ ligster, von dir! Deine Liebe trieb mich nicht zur Erful⸗ lung meiner Pflicht; ich ver⸗ gaß, an dich zu denken, ließ von Eigennutz mich lenken. 5. Oft gehorcht ich dei⸗ nem Rechte nur, daß meine Folgsamkeit mir bei Men⸗ schen Ehre braͤchte und den Ruhm der Froͤmmigkeit. Wenn ihr Beifall mich er⸗ hob, o wie suß war mir dies Lob! Nur von ihm ließ ich mich treiben, deinen Rech⸗ ten treu zu bleiben. 6. Ach wie koͤnnt' ich dich vergessen, wie so undank⸗ bar dir seyn, deine Liebe nicht ermessen, deines Bei⸗ falls nicht mich freun! Mei⸗ nen Lohn bab ich dahin; eit⸗ ler Ruhm ward mein Ge⸗ winn; aber ihn sollt' ich ver⸗ achten, nur nach deinem Beifall trachten. J. Getz Im Allgemeinen. 7. Gott, der jedes Herz fehle. Ich sseh der Tugend voll Reue gern mit seinem Gluͤck; ich wuͤnsche gut zu Trost erfrent, sei mir gnaͤdig seyn: und immer hab ich und verzeihe die unlautre doch so viel noch zu bereun. Froͤmmigkeit! Mache reiner 1. Das siehst du, Herr, meinen Sinn; leuk ihn zu mein Gott; o sieh es mit Er⸗ dem Einen hin, dich zu lie⸗ barmen, und reiche deine ben, und vor Allem dir, o Hand voll Vaterhuld mir Hoͤchster, zu gefallen! Armen! Gib meinem Geiste S. Laß, Herr, alle meine Licht: gib meinem Vorsatz Werke Fruchte deiner Liebe Kraft, so kaͤmpf ich gluckli⸗ seyn; gib mir taͤglich ueue cher mit Walt und Leiden⸗ Staͤrke„ganz der Tugend schaft. mich zu weihn! Ich bin, 5. Eroffne den Verstand, Gott, dein Eigenthum: dieß stets heller einzusehen„daß sei mir der hoͤchste Ruhm! Sund' uns elend macht; daß Was ist mir das Lob der Er⸗ wahres Wohlergehen und de, wann ich deine⸗ wuͤrdig innrer Friede nur aus rei⸗ werde! nem Herzen fließt; daß du mit deiner Huld der Freu⸗ Mel. O Gott, du fremmer den Quelle bist. 3 3 9 Herr, hoͤre mein 6, Laß in Versuchung mich Gebaͤt, und laß nicht ighaft unterliegen; es dir gefallen! Es ist mein ermuntr mich zum Muth ganzer Ernst, auf deiner Bahn und hilf dem Schwachen sie⸗ zu wallen. Ergreife, leite, gen. Mein Auge laß allein Herr, den Schwachen, der auf deine Weisheit schaun, dir fleht; verwirf die Bitte mein Herz dir folgsam seyn nicht, die mir von Herzen und dann dir froh vertraunn. geht! 7. Ich bin ein Pilger hier, 2. Du willst, daß ich mich umringt von vielen Sün⸗ treu in jeder Tugend uͤbe. dern; ihr Beispiel könnte Der Glaube, sagt dein Wort, leicht der Tugend Eifer min⸗ soll fruchtbar durch die Liebe dern. Wenn der Verfuh⸗ ui wahrer Heiligkeit, in guten rung Gift, des Leichtsinns Werken seyn; dir soll ich, frecher Spott dem Geist ge⸗ Herr, mein Gott, mein gan⸗ faͤhrlich wird; dann steh mir zes Leben weihn i bei, mein Gott! 3. Dieß will ich; und doch 8. Bewahre inein Gemuͤth, macht die Schwaͤche meiner daß mich, bis an mein En⸗ Seele, und der Versuchung de, die falsche Froͤblichkeit Reiz, daß ich so oft noch der Sünder nie e Der ——— — ..— *—.————— ν ιμι⁰νν Thoren Jauchzen lange Reu' und Pein; laß diesen Wechsel mir doch ja vor Augen seyn! 9. So werd ich, Herr, mein Gott, dir nicht umsonst vertrauen; einst, wenn ich treu dir war, der Freuden Fuͤlle schauen, und, wann du ewig lohnst fur jede gute That, frohlocken, daß mein Herz sich dir geheiligt hat. ba ld Mel. Herr, ich habe meßgehandelt 7 err, wie lange — 0. muß ich ringen, ehe ich auf der steilen Bahn deines Rechts zum Himmel dringen, und vom Kampfe ruhen kann? Werd ich mei⸗ nen Hang zu Sunden endlich völlig überwinden? 2 Ach, wenn mich die Lust der Erde, oder kühner Sün⸗ der Spott reizet, daß ich traͤger werde, wirst du mein vergessen, Gott? Wirst du, mich zu unterstuͤtzen, eilen? wirst du dann mich schuͤtzen? 3. Ach ich zittre, Gott! wie lange soll ich kaͤmpfen? Die⸗ ser Streit meiner Schwach⸗ heit macht mir bange, bei so viel Gefahrlichkeit, daß ich doch noch unterliege und mein Kleinod nicht ersiege. 4. Schaue her zu deinem Kinde; hoͤre 4* und steh mir bek! Herr, bewahre mich vor Sünde; mache mich ge⸗ trost und treu, daß ich stand⸗ Gesinnung und Verhalten des Christen haft deine Wege wandeln, und nicht straucheln moͤge; 5. Daß die Welt mich nicht verfübre, daß ste wich nicht untreu mach und spottend triumphiere, daß ich auch ge⸗ fallen sei; daß sie sich nicht iege rühme, weil ich rliege! 6. Der du Kraft und Muth gewaͤhrest, hilf des Schwa⸗ chen chwachheit auf! Ja, ich hoffe, daß du hoͤrest, und ich freue mich darauf. Ruͤh⸗ d dir sin⸗ du Staͤrke gibst R In 3e n. 3e U ich 8„ gen, daß zum Mel. Herzliebster Jesu 2 14 8 Gott, 941. mir ernstlich vorgenommen, nie auf der Uebertreter Pfad zu kom⸗ men, vor dir zu wandeln, dir mich und mein Leben treu zu ergeben. 2. Erfors ob ichs redl Ich habe, mich, sieh/ meine; gib, daß ich nicht bloß, was ich seyn soll, scheine; mit allen Kraͤften sirebe, deinen Wil⸗ len froh zu erfüllen. 3. Wenn deine Furcht mich uͤberall begleitet, und mei⸗ nen G +* wo mich kein Mensch sieht, leitet; wie sicher wer d ich deine Wege wallen! Wie kann ich fallen? 4. Laß auch im Dunkeln mich dein Auge scheuen, nicht achten auf der Sünde Schmeicheleien, 4—.909 e im Allgemeinen. 247 des Gewissens Stimme hoͤ⸗ Leiden, auch nicht ein Schlaf ren, dich thätig ehren! der Sicherheit von Gottes Gib Eifer, Kraft und Liebe scheiden. Wer Jesu Muth zu meinen Pflichten; glaubt und freudig thut, so mag die Welt, wie ihrs wie Jesus will, hat hohen gefaͤllt, mich richten! Ehrt Muth.im Leben und im Ster⸗ mich dein Beifall, so kann ben. ich mit Freuden Verachtung 4. Was sind die Leiden die⸗ leiden. ser Zeit doch gegen jene Kro⸗ 6. Du achtest nicht das nen, womit Gott in der Ansehn der Personen; ge⸗ Ewigkeit die Frommen will recht wirst du einst richten belohnen? Was ist die eitle und belohnen, mit Herrlich⸗ Lust der Welt, wenn man keit und Ehre deine Kinder, das luͤck dagegen haͤlt, mit Schmach die Suͤnder. das Gott uns dort will schen⸗ . Vollend ich meines Le⸗ ken? bens Prufungsstunden, und 5. So soll denn selbst des werd ich bis zum Tode treu Todes Macht mein Herz von erfunden: wie schoͤn verwan⸗ Gott nicht scheiden! Er fuͤhrt deln sich dann meine Leiden mich durch des Grabes Nacht in ew'ge Freuden! zu jenem Licht der Freuden, wo, frei von allem Erdenleid, in seines Himmels Herrlich⸗ 3½09 c bin ein Christ! keit ich ewig mit ihm lebe. 12.J Gott ist mein Freund! In dieser hohen Mel. Ach sieh ihn dulden Würde steh ich und fürchte 3 6 3 Dir immer ahn⸗ keinen Feind, trag muthig 940 licher zu wer⸗ meine Buͤrde. Heil mir! In den, du hohes Urbild der meines Gottes Kraft beherrsch Vollkommenheit„das sei ich jede Leidenschaft, im Dul⸗ mein Ziel schon hier auf Er⸗ den wie im Handeln. den, das bleibt mein Ziel, 2. Mein Glaube steht und dem in der Ewigkeit mit wanket nicht; stark, fest ist hoͤhrer Kraft mein Geist ent? er gegründet! Er stuͤtzt voll gegen strebt, ob er sich gleich hoher Zuversicht auf Jesum nie ganz zu ihm erhebt sich, und findet bei ihm Kraft, 2. Wenn ich aus reiner Ruhe, Rath und Heil, und Menschenliebe, die selbst den mimmt an jedem Segen Theil, Schein des Eigennutzes flieht, den er uns hat erworben. des Wohlthuns edle Pflich⸗ 3. Mich soll daher nicht ten übe, auch wenn mein Eitelkeit, nicht Bitterkeit der Thun kein—. 30— icht: Mel. Wann mein Stündlein — sieht; dann bin ich aͤhnlich dem, der einst die Welt aus Liebe schuf, aus Liebe noch rrhaͤlt. 3. Wenn ich auf seine Weisheit achte, die nicht dem kleinsten seiner Werke fehlt; wenn ich den edlen Zweck betrachte, zu dem er stets die besten Mittel waͤhlt, und selbst mit Weisheit hand⸗ le, so wie er: dann werd ich meinem Vorbild aͤhnlicher. 4. Wenn ich mit immer re⸗ gem Triebe das Boͤse hasse, das mich elend macht, und als mein Gluck das Gute lie be, wie sinnenreizend auch das Laster lacht, und in Ge⸗ fahr mein Herz sich nie ver⸗ gißt: dann gleich ich dem, der rein und heilig ist. 5. Wenn ich, um Tugend auszubreiten, Verdiensten helfe, lohne Fleiß und Tren'; wenn ich, zur Beßrung ihn zu leiten, den Frevler strafe; selbst das Unrecht scheu': dann gleich ich dem, der mit Ge⸗ rechtigkeit belohnt und straft, so gern sein Herz verzeiht. 6. Wenn ich durch Taͤu⸗ schung nie botruͤge, die Wahrheit ehre, Feind der Falschhett bin, mein Wort nie breche, niemals luͤge, und brächt' es mir auch einer Welt Gewinn: dann gleich ich dem, der es auf⸗ richtig meint, und stets es ist, dem großen Wahrheits⸗ freund. —————.ꝗ U— ìẽLaeiͤt 248 Gesinnung und Verhalten des Christen 7. Wenn ich mich Leiden⸗ der erbarme mit bruderli⸗ chem, liebevollem Sinn; nicht stolz erst frage, ob der Arme es werth sei, daß ich sein Erretter bin: dann gleich ich dem, der ewig gütig ist, und keines Menschen, keines Wurms vergißt. 8. So sei, dir aͤhnlicher zu werden, du hohes Urbild der Vollkommenheit, mein hoͤch⸗ stes Ziel schon hier auf Er⸗ den, mein Ziel, zu welchem einst in Ewigkeit mit hoͤhrer Kraft mein Geist zu dringen strebt, ob er sich gleich nie ganz zu ihm erhebt. Mel. Freu dich sehr, e meine — 377 dommt und laßt 0 14 Kune Christi Leh⸗ ren, laßt uns, was er uns verheißt, Wahrheit Gottes von ihm hoͤren, hoͤren, wen er selig preist! Die im Glau⸗ ben fest bestehn, freudig Got⸗ tes Wege gehn, den Erloͤser frei bekennen, duͤrfen sich die Seinen nennen. 2. Selig, wer in Demuth lebet, seiner Schwachheit nie vergißt nie sich selbst voll Stolz erhebet, wenn er groß und gluͤcklich ist! Gottes Huld wird ihn erfreun, und das Himmelreich ist sein: Gott wird Heil und ew'ges Leben ihm zum Lohn der Tu⸗ gend geben. 3. Selig ist, wer seine Suͤnde wehmuthevoll vor Gott bereut, und damit er Gnade finde, sich vor neuen Sünden scheut. Gott will ihm die Schuld verzeihn, und zum Guten Kraft verleihn; froh im Geist schon hier auf Erden, soll er dort ganz glücklich werden. 4. Selig ist, wer Sanft⸗ muth uͤbet, niemals seinem Feinde flucht; gern Beleidi⸗ gung vergibet, nie sich selbst zu raͤchen sucht; ruhig seine Pflicht vollbringt; und sein eignes Herz bezwingt. Gott wird uͤber ihn stets wachen, und ihn reich an Segen machen. 5. Selig, die mit Ernst verlangen, heilig und gerecht zu seyn: welche fest am Gu⸗ ten hangen, nicht blos an des Guten Schein; deren Herz nicht mehr begehrt, als was ihre Tugend mehrt. Gott wird ihr Verlangen stillen, sie mit hoͤhrer Kraft erfuͤllen. 6. Selig sind, die, voll Erbarmen, keinem ihre Huͤlf entziehn; bei dem Kranken, bei dem Armen nie des Elends Anblick fliehn: gern behülf⸗ lich sind mit Rath, und nach Kraͤften mit der That. Diese werden Huͤlf empfangen, und Barmherzigkeit erlangen. 7. Selig sind, die ihrer Herzen reine Unschuld nie entweihn; zuͤchtig, auch in ihren Scherzen, den Ver⸗ dacht des Leichtsinns scheun. Die dem Reiꝛe boͤser Lust⸗ im Allgemeinen. ĩᷓIJJ74FF+——————— 2— 249 regt er sich in ihrer Brust, den⸗ noch standhaft widerstehen, werden Gottes Antlitz sehen. 8. Selig, wer in Frieden lebet, wer stlets Ruh' und Ei⸗ nigkeit zu erhalten sich bestre⸗ bet, und, wenn Feindschaft, Haß und Streit seiner Bruͤ⸗ der Glück zerstoͤrt, sie die Pflicht der Eintracht lehrt! Die des Friedens sich beflei⸗ ßen, werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig, die des Guten wegen dulden Schmach und Haß und Pein! Ihrer wartet Heil und Segen, wenn sie hier den Kampf nicht scheun. Gott steht ihnen maͤchtig ber, und wird sie fuͤr ihre Treu' einst mit Wonn' und Sieges⸗ kronen in der Ewigkeit be⸗ lohnen. 10. Herr, du wollest selbst mich leiten auf der Tugend sichrer Bahn, wo ich dieser Seligkeiten hier und dort mich freuen kann! Gib, daß ich in Freud und Schmerz tren dir bleibe, daß mein Herz sich durch deines Geistes Staͤrke stets befleiße guter Werke. In eigener Melodie. 3 7 5 Laß mich, o Herr, in allen Dingen auf deinen Willen sehn, und dir mich weihn; gib selbst das Wollen und Vollbringen und laß mein Herz dir ganz aebeiliat senn! VDi —*— Lπ 22———————— I IERECEDREDSEESERETEEEE.ꝗSSE.“::-“-.. —***..— 2 ——— 250 Gesinnung und nen Leib und Geist zum Opfer ergeben, der Sunde chge⸗ hin; dein, Herr, ist Alles, storben sei; latz mich dir sier⸗ was ich hab und bin. ben und dir leben, und mech Gib meinem Glauben in mir, Herr, Alles neu! Muth und Staͤrke, und laß Ach wirk in mir, zu deinem ihn in der Liebe thaͤtig seyn, Ruhm, mein Gott, das daß man an seinen Früchten wahre Christenthun merke, er sei kein eitler Traum Rriß los mein Herz von und falscher Schein. Er dieser Erden, laß mich, der staͤrke mich in meiner Pil⸗ ich unsterblich bin, nach dei⸗ grimschaft, und gebe mir nem Bild ernenert werden, zum Kampf und Siege Kraft! und gib mir meines Heilands Laß mich, so lang ich nn! Ach wirk in mir, zu hier soll leben, in gut und bö deinem„ mein Gott, sen Tagen seyn vergnuͤgt, und das wahre ristenthum! deinem Willen mich er degiere du selbst meine der mir zum Besten Alles Seele, damit ich Christo weißlich fuͤgt; gib Fur 1d fe iach, und stets den Demuth, wann du mich be⸗ schmalen Steg erwaͤhle, ja glückst; Geduld und Trost, Ehre such in Christi Schmach. wann du mir Trubsal schickst! Ach, wirk in mir, zu deinem 4. Ach, hilf mir baͤten, Ruhm, mein Gott, das wachen, ringen; so will ich wahre Christenthum! dir, wann ich den Lauf voll⸗ 5. Gib mir zum Streite bracht, stets Dank und Ruhm Muth und Krafte; hilf, daß und Ehre bringen, dir, der ich dir verbleibe treu, daß du Alles hast so wohl ge⸗ ich an Christi Kreuz mich macht. Dann werd ich heilig, hefte, und mir die Welt ge⸗ rein und unentweiht, dein Lob kreuzigt sei. Ach, wirk in mir, verkuͤndigen in Ewigkeit. zu deinem Ruhm, mein Gott, Wel. 28* das wahre Christenthum! tel. Wer nur den lieben 6. Laß in mir Glauben, 63 Mein Gott, ach, Hoffnung Liebe, beständig 3. lehre mich er⸗ fest und thaͤtig seyn; daß ich kennen den Selbstbetrug und bis an mein Ende uͤbe das Heuchelschein, daß tausend, Christenthum ohn' Heuchel⸗ die sich Christen nennen, mit schein. Ach, wirk in mir, zu nichten Christi Glieder sei'n. deinem Rubm, mein Gott, Ach, wirk in mir, zu deinem das wahre Chricenthum! Ruhm, mein Gott, das 7. So hab ich schon auf wahre Christenthum! dieser Erde, was mich be⸗ 2. Hilf, daß ich dir allein ruhigt und erfreut; wann ich ich mit Gott vereinigt werde, schmeck ich des Himmels Se⸗ ligkeit. Ach, wirk in mir, zu deinem Ruhm, mein Gott, das wahre Christenthum! Mel. O Gott, du frommer 3 7 SMein Schoͤpfer, 2— 4 4 dessen Hauch mich, todten Staub, beseelte; Sinn und Vernunft mir gab, in Christo mich erwaͤhlte, re⸗ giere ferner mich mit deinem guten Geist, daß jede Hand⸗ lung dich, Gott, meinen Schoͤpfer preist. 2. Laß, da du heilig bist, mich alle Luͤste fliehen, und mich nur um den Schatz, der droben ist, bemühen; gib Staͤrke zu dem Streit, Herr, mit der Welt und mir; und Hoffnung zu dem Sieg; er kommt allein von dir. 3. Laß mich, ich bin ein Christ, nach Christi Lehre wandeln; mein ganzer Got⸗ tesdienst sei Glaub' und rüth⸗ tig Handeln! Die Lust an dem Gesetz ist mehr, als Lust der Welt, die nur der Frev⸗ ler liebt, der Thor fuͤr Freude haͤlt. 4. Entzuͤnde du mein Herz mit Froͤmmigkeit und Liebe; gib, daß ich auch, wie mich den rmsten Bruder liebe, und segne meinen Feind! Herr, was ich hab, ist dein. Laß mich im Unglück groß im Gluck bescheiden seyn! 5. Dein Himmel sei mein Glück; das Irdische vergehet: weh jedem, den herz mit im Allgemeinen. 251 ihm im Bunde stehet! Wohl dem, deß erster Wunsch, Gott, dein Erkenntniß ist! Er hat Zufriedenheit, wann er auch alles misser. 6. Nimm alle Laster weg, die der Gesellschaft schaden. Wir sind ja, was wir sind, aus unverdienten GEnaden. Haß, Falschheit, Heuchelei, und Stolz und Bruderneid sind unsrer Tage Pest; und kurz ist unfre Zeit . Herr, meine Burg, mein Fels, mein Schutz in allen Nothen, früͤh such ich dich; des Nachts will ich zu dir auch bäten. Mein Stand sei dir geweiht, bei meines Amtes Pflicht vergesse ja mein Herz des Christen Pflichten nicht! 3. Zuletzt erloͤse mich von mir beschiednem Leiden; laß meinen Geist voll Trost aus seiner Hutte scheiden! Herr, ihn befehl ich dir; mich führe deine Hand durchs oͤde Todes⸗ thal ins rechte Vaterland! Mel. O Gott du frommer 27 M ein Bater und 8. A mein Gott, der du in diesem Leben, zur Leuchte meinem Fuß, dein heil ges Wort gegeben, re⸗ giere doch mein Herz durch deinen guten Geist, daß ich dem folgfam sei, was, Gott, dein Wort mich heißt. 2. Verleih, daß ich zuerst nach deinem Reiche trachte, und kein vergänglich Gut mehr, als es werth ist, ach⸗ te! Wer nach dem Ewigen ————....8— em Eifer ringt, em⸗ pfaͤngt schon hier zum Lohn, hre Ruhe bringt zib daß ich von der Welt miE, unbefleckt erhalte, ünd daß in mir der Trieb zum iten nie erkalte; hilf, daß ich immer wach, im Kampf des Giaubens kreu, und in der Hoffuung stark und fen gegründet sei! daß ich als ein Chr m Shristo äͤhnlich zeige, htsam mein Ge⸗ U ier Lehre neige E Geist regiere mich, und n der Geist der Welt! So wandl' ich, Herr, vor dir den Weg, der dir gefaͤllt Hilf, daß ich dich, mein Gott, von ganzer Seele lie⸗ be, und Lieb' und Guͤtigkeit auch an dem Nächsten übe! Laß fern von Uebermuth mich bei des Glückes Schein, und frei von Ungeduld in trüben Tagen seyn! 6. Nie můsse sich mein Herz des Fleisches Lust ergeben, und nie dem schnöden Geiz! Mein dir geweihtes Leben sei von Betrug und Neid, von Unbarmherzigkeit, von un⸗ gerechtem Gut und stolzem Sinn befreit! 7. Will deine mich hier auf rauhe Wege leiten; so unterstuͤtze mich, wann meine Tritte gleiten! Laß mich ist aller Noth auf deine Hülfe bꝛun, und auch, wann sie verz eht, dir doch getrost vertraun! Hand Gesinnung und Ver halten des Christen 66 Erloͤse endlich mich von und ist allen meinen Leiden; die Stunde da, aus dieser Welt zu scheiden, o Vater, so verlaß, wenn meine Hutte bricht, mich Sterbenden mit Trost und froher Hoffnung nicht! Mei Wer nur den lieben Gott 19 Micht, daß ichs schon ergriffen hätte; die beste Tugend bleibt noch schwack doch, daß ich nene jag ich — K. 3nach. D Tugend ohne Wack 92 keit verliert sich bald in 2. So lang ich bier im Leibe walle, bin ich ein Kind, strauchelnd geht. Der daß er nicht falle, der, wenn sein Naͤchster faͤllt, noch steht. Auch die bekaͤmpfte boͤse Lust stirbt nie⸗ mals ganz in unsrer Brust. 3. Nicht jede 2 g ist st sie nur das Werk der Zeit. Die wilde Hitze roher Ingend wird mit den Jahren Sittsamkeit; und was Natur und Zeit ge⸗ than, sieht unser Stolz fur Tugend an 4. Oft ist die Aendrung deiner Seelen ein Tausch der Triebe der Natur. Du fuͤhlsf wie Stolz und Ruhmsucht maͤlen, und daͤmpfst sie; doch du wechselst nur: dein Herz fuͤhlt einen andern Reiz, dein wird Wollust oder Geiz. Stolz 5. Oft ist es Kunst und das sehe zu, Tugend, oft Eigenliebe, was Andern streu⸗ ge Tugend scheint. Der Trieb des Neids, der Schmaͤhsucht Triebe erweckten dir so mau⸗ chen Feind; du wirst behnt⸗ sam, schraͤntit dich ein, fliehst nicht die Schmähsuͤcht, nur den Schein. 6. Du denkst, weil Dinge dich nicht ruhren, durch die der Andern Tugend fällt; so werde nichts dein Herz ver fuͤhren: doch jedes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht nuhrt, hat oft ein Blick, ein Wort verführt. 7. Oft schlaͤft der Trieb in deinem Herzen. Du scheinst von Rachsucht dir befreit; jetzt sollst du eine Schmach verschmerzen, und si dein Herz wallt 1 dräut und) 70 lieblos und so hart, a es zuerst geschol ten ward. 8. Oft denkt, wenn wir der Stelle pflegen, das Herz im Stillen tugendhaft. Kaum lachet uns die Welt entge⸗ gen: so regt sich unsre Lei⸗ denschaft. Wir werden im Geraͤusche schwach, und ge⸗ ben endlich strafbar nach. 9. Du opferst Gott dle leichtern Triebe durch einen strengen Lebenslauf; doch opferst du, will's seine Liebe, ihm auch die liebste Neigung auf? Dies ist das Auge, dies der Fuß, die sich der Ehrist entreißen muß. im Allgemeinen. 10. Du fliehst, geneigt zu Rub' und Stille, die Wel und liebst Einsamleit Nie Oie 5 doch bist du, fordert's Got⸗ tes Wille, auch dirser zu ent⸗ fliehn berein? Dein Herz haßt Habsucht, Neid und Zank; fliehtss Unmuth auch und Muͤssiggang? Du bist gerecht; bist du bescheiden? bist maie; st dpu aun Weduld? Du dienest ger wenn Andre leiden; vergibst du Fein⸗ den auch die Schuld? Von allen Lastern sollst du rein, zu aller Tugend willig seyn. 12. Sei nicht virmessen! Wach und streite; denk nicht, daß du schon ge gethan. erz hat seine schwache greift der Feind Lohlfahrt an. Die Si⸗ cherheit droht dir den Fall; drum wache stets, wach über⸗ all! Dein H Seite, die In eigener Melodie 3 50 Gott, du froͤm⸗ mer Gott, du Quelle aller Geen, ohn' den nichts ist, was ist, von dem wir alles haben, erhalte mei⸗ nen Leib gesund und gib da⸗ bei, daß auch mein Geist gesund, rein mein Gewissen sei! 2. Gib, daß ich fleißig thu, was mir zu thun ge⸗ buͤhret, wozu mich dein Be⸗ fehl in meinem Stande fuͤh⸗ ret! Gib, daß ich bald es thu, n. 154 Gesinnung und Verhalten des Christen thu, zu der Zeit, da ich soll; und was ich also thu, Herr, das gerathe wohl! Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann bestehen; laß kein unnützes Wort aus m nem Munde gehen Wenn aber Amt und Pflicht zu re⸗ den mir gebeut, dann gib Kraft, doch erkeit! Gerath ich in Gefahr, so laß mich nicht verzagen gib wahren Christenmuth das Kreuz hilf selber tragen! Gib, daß ich meinen Feind mit Sanftmuth uͤberwind' und sende Hülf' und Rath, wenn sie mir noͤthig sind! Laß mich mit Jedermann in Fried und Eintracht le⸗ ben, so weit es christlich ist! Willst d mir etwas geben an Reichthüm, Ehr' und Glück; so gib auch dies dabei, daß ich nicht ungerecht, nicht stolz, noch sicher sei! 6. Soll ich in dieser Welt mein Leben hoͤher bringen, durch manchen sauren Tritt hindurch ins Alter dringen; so gib nur, daß ich stets ein frommes Herz bewahr, auf⸗ daß ich tragen mag mit Eh⸗ ren graues Haur! 7. Laß mich auf Christi od getrost von binnen schei⸗ den; die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden; es ruhe sanft der Leib in sei⸗ ner stillen Gruft, kis ihn et⸗ 6. dein Allmachtswort ins neue Leben ruft! 8. Wenn alle Todten dann auf dein Gebot erwachen, so wirb auch meinen Staub dein Ruf lebendig machen. Dann führe mich verklaͤrt in deinen Himmel ein, und laß mi selig dort mit allen Frommen seyn! Mel. Was mein Gott will ft klagt dein 35 O Herz, wie schwer es sei, den Weg des Herrn zu wandeln, und taͤg⸗ lich seinem Worte treu, zu 118 en und zu handeln. Wahr „die Ti igend kostet Müh', sie ist der St der Luste; doch richte selbst, was waͤre sie, wenn sie nicht kuͤmpfen muͤßte? 2. Die, die sich ihrer La⸗ ster freu die keln Schmerz hienieden? Sie sind die Sklaven eigner Pein/ und haben keinen Frieden. Der— der die Luste daͤmpft, hat oͤft auch seine Leiden; allein der Schmerz, mit dem er kaͤmpft, verwan! delt sich in Freuden. ö 3. Des Lasters Bahn ist Arifangs zwar ein breiter Weg durch Auen; allein sein Fortgang wird Gefahr, sein Ende Racht und Grauen. Der Tugend Pfad ist Anfangs steil, laͤ laßt nichts als Muͤhe blicken; doch weiter ert —5 4 5* Allgemeinen fuͤhrt er zum Heil, und end⸗ Du streitest nicht durch lich zi Entzücken. eigne Kraft; drum muß es 4. Nimein au, Gott haͤtt' dir gelingen. Gott ist es, es uns vergönnt, nach un⸗ welcher berdes schafft, das sers Fleisches Willen, wann Wollen und Vollbringen. Wollust, Neid und Zorn ent⸗ Waun gab ein Vater enen brennt, die Luste frei zu hil⸗ Stein dem Wohn, der Brod len; nimm an, Gott ließ den beg jebrte ꝛ Baͤt 2. Gott Undank zu, den Frevel, dich müßte Gott nicht seyn, wenn zu kraͤnken, den Menschen⸗ er di— nicht erhe örte. vas: Wwil Est Uu 0 haß: was wi derfen— von). Dich staͤrket auf der Tüu⸗ diesem Gotte denken? gend Pfad das Beispiel sel'⸗ 5. Gott will, 1 r sollen ger Geister; ihn zeigte dir glücklich seyn; drum gab er und ihn betrat dein Gott und ON. esetze. Sie sind 2„ He err und Meister. Dich mus⸗ die das Herz erfreun, sie sind se nie des 6 Frechen Spott anf des ebens Schatze. Er red't diesem Pfade hindern! Der in uns durch den Verstand, wahre Rubm ist Nnhm bei und spricht dun das Ge⸗ Gort, und nicht bei Men⸗ wissen, was wir, Geschopfe ö— ö schenkindern seiner Hand Uehn oder ö waͤhle 10 Sei stark, sei mänit⸗ Ihn f n, das ist u allezeit, tritt oft an deine Weisheit1 und Freiheit& vergleiche mit der ists, si len. Ein Thier Twigkeit den Kampf so kim⸗ folgt Fesseln der Natur, ein zer Jahre. Das Kleined, Mensch dem Lit ht der Seelen. das dein Glaube haͤlt, wird Was ist des Geistes Eigen⸗ nenen Muth dir geben; thum? Was sein Beruf auf und Kräfte der zukunfigen Erden? Die Tugend! Was Welt, die werden ihn bele⸗ ihr Lohn, ihr Ruhm? Gott ben. twig aͤhnlich werden! 11. Und endlich, Christ Lern nur Geschmack am sei unverzagt, wenn dirs Wort des Herrn und seiner nicht immer gluͤcket; wenn Gnade finden, und uͤbe dich dich, so viel dein Hert auch getreu und gern, dein Herz wagt, stets neue Schwach⸗ zu überwinden. Wer Kraͤfte heit drücket! Gott sieht nicht hat, wird durch Gebrauch auf die That allein, er sieht von Gott noch mehr bekom⸗ auf deinen Willen Ein men; wer aber nicht hat, göttliches Verdienst ist dein! dem wird auch das, was er Dies muß das Herz dir stil hat, genommen len Mel 2 — *1———— — — I 256 Gesinnung und Verhalten des Christen Mel. Wer nur den lieben — + 352 Wohets mit ri⸗ nem Wohlge⸗ faͤlen der Tugend hohe Schoͤnheit sieht, und, frei von Stolz und Eigennutze, fuͤr alles wahre Gute gluͤht, wer jedem kaster sich entreißt, der f sammelt Schaͤtze für den 2. Er trachtet nach dem hoͤchsten Gute, nach Weis⸗ heit und Gerechtigkeit: denn wenn ihr das besitzt, spricht Jesus, ist Alles Andre euch bereit; ihr habt dann Frie⸗ „ Seelenruh', und alles Andre faͤllt euch zu. Doch hoffe nicht, o Christ, daß Tugend dir stets nich Erdenglück verschafft! Wie Mancher fand seit fruͤ⸗ her Jugend an ihrer Seite Licht und Kraft; wie Man⸗ cher sorgte fuͤr sein Herz, und fühlte dennoch oft auch Schmerz 4. Die Tugend nur, nur Herzensgüte, nur das, was innern Werth verleiht, nicht eitles Gluͤck, nicht Macht und Schimmer beruh auf deiner Thaͤtigkeit. Wer blos nach aͤußerm Glanze strebt, der taͤnscht sich selbst, so lang er lebt. 5. Nie mache dir zum hoͤchsten Zwecke den Vortheil, den die Tugend bringt! Sei fromm! Sei fromm, wenn auch nicht immer die from⸗ me Absicht dir gelingt! Frag nicht: was bringt die That mir ein? Sie selbst, o Mensch, muß Lohn dir seyn. 6. Doch uͤbst du redlich deine Pflichten; so sei ge⸗ trost und zage nie! Dein Gott war Zeuge deiner Tu⸗ gend, und er, dein Gott, belo hnet sie. Ein Herz, von Sünd' und Lastern rein, kann nicht auf immer elend seyn. 7. Ja, leb und stirb fuͤr alles Gute; es solgt gewiß Vergeltung einst, und du gewin: iest noch im Tode, in⸗ dem du zu verlieren scheinst! Auch Jesus gab sein Leben hin, und Herrlichkeit war sein Gewinn. 8. Im Himmel dort ist nicht nur Tugend, dort ist auch hohe Seligkeit. Hier sind oft beide nicht vereinet; nur droben ist Vollkommenheit. Daͤ schwingt der Edle sich empor, der hier im Dunkeln sich verlor. Drum will ich, Gott, stets edel handeln, dem Mu⸗ ster treu, das Jesus gab! Nichts soll den hohen Muth mir rauben, und führt er auch ins oͤde Grab!! Mein hoͤchster Wahlspruch sei al⸗ lein: wer christlich denkt, wird selig seyn. — voriger Melodie. 37—* 3 Soenad ist die Tu⸗ 530 gend, mein Verlangen, und meiner gan⸗ zen Liebe werth. Mit aller Kraft ne Seele nach deinem im Al hat oft begehrt. wurd' heilig Kraft ihr anzi meine Seel' Ach koͤnnt' ichs, wie freun! Wer ist, muß heilig seyn. 2. Gott ist der ten Fulle von Ewigkeit zu Ewigteit; denn sein Ver⸗ stand ist Licht, sein Wille ist Ordnung und Bollkommen⸗ heit. Von Ewigkeit her⸗war er gut, und recht ist immer, was er thut. 3. Wie schnell umhuͤllen Finsternisse mich, wenn ich hangen, Atich ich mich auch erleuchtet bin! Dann fliehn die heiligsten Ent⸗ schlüsse, den Morgentraͤu⸗ men gleich,, dahin. Bald waͤhl ich, was dir, Gott, gefaͤllt, bald deinen Skla⸗ vendienst, o Welt! Ich Arm Darum kommt kein Friede in mei Berlhnachtent Gebe Vie di n ich dieses Wechsels mud Wann werd ich fest im uten seyn? wann nicht mehr straucheln, allezeit nur deinem Dienst, o Gott, ge⸗ ——5 8 Unwandelbar ist deine Habrber, Herr, aller guten Gaben Quell! Sie leuchte mir in oller Klarheit und mache mein Er kenntniß bell, daß nie der Suͤnde e Taͤusche⸗ 2— gefaͤhrlich deinem Kinde Wĩ 6. O bilde, Vater, mei⸗ Willen, bilde sie, daß ich das Gute gemeinen. 257 stets erwaͤhle, das Boͤse im⸗ mer ernsilich flieh! Um die⸗ se Gnade bitt ich dich; ich weiß es, du erhoͤrest mich. Mel. Ein Lämmlein geht und 354W. 8 hi ilft es ein E rist z0 seyn, wenn ich nicht chrͤstlich lebe, wenn ich nicht andeln gerecht und— zu wandeln mich bestrebe 2 7 Wenn ich dem seligen Beruf, zu wel⸗ chem mich mein Gott erschuf, nicht wuͤrdig mich beweise, und den, der mich erloͤset hat, in Worten bloß, nicht durch die That und Werke preise? 2. Was hilft der gute Glaub' an Jesum Christ, den ich im Mund re, wenn nicht mein rz rechtschaffen ist die Frucht verliere? genn mic ch die Eitelkeit der Welt mit ihrer Lußf gefangen haͤlt, ich ihre Fesseln liebe, und, fuͤhlbar fur der Suͤnde Reiz, Zorn, Hoffart, Flei⸗ schesluͤste 2 Geiz und andre Laster übe? 3. Meit strafenswerther bin ich dann, ich, der ich Christum kenne, weiß, was er einst fuͤr mich gethan, ihn Herrn und Meister nenne, in der Finster⸗ niß des Irrthums tappt, noch ungewiß, ob er auch ichtig u andle. nuͤtzet mir der Wahrheit Licht; was hilft nir aller Unterkicht, N wenn 3 Uund 10 als der, der Was DDSSSII‚‚—— 453 Gefinnung und Verhalten 4 c wenn ich nicht darnach hant Noth, wann sich der sch volle Tod mir zeigt mit sei neu Schrecken, und mein Gewissen wachet auf, von meinen ganzen Lebenslauf Pen? die Schuld mir aufzudecke Weh mir! Was hilft es mir einst dort, er aus meinem Grabe, daß ich an Chritum 1d f Wor 1 1 zum Schein geglaubet habe, Gesinnung un auf Erkenntniß Gottes. Mel. Lobsinget Gott! —6—** I ick kennen 599. Gott, ist E mein Vater bist, und da weiser Rashschluß ist, hier mein Heil zu gruͤnden. Leicht kann ich deiner Groͤße pur bei jedem Blick entdecken. Die ganze herr⸗ liche Natur, in allen ihren ren wenn keine fromme te That mein Leben rbe 5 net hat, den Glauben zu be⸗ weisen? Nur Gl ; nuna ‚ werth zu seyn, hilf, daß ich christlich lebe und vr heilig, fromm und rein wandeln mich bestrebe! d Mi elt und Lei⸗ der f‚ n Glauben über⸗ winde, und dann nach woh Hl⸗ durchlebter t, den Lohn in jener gkeit für meine We rte snde! des Christen in Hinsicht Rott HDote. Zwecken, zeigt Ordnung und Zusammenhang; ja aller dei⸗ ner Werke Gang, vom Stau⸗ be bis zur Sont d der Gestirne fer ö r, zeigt cht mir täͤglich „gibt stets mir neue se mehr ich lerue, was je mehr ich deine und was mit mir dein Rathschluß ist, nach⸗ denkend uͤberlege: je mehr t mein froͤher Blick das mir bestimmte ew'ge Gluck, ein künftig beßres Lel Ich weiß, der mir geschenkte Weis, der sich dem Erdenstaub entreißt, wird sich zu dir erheben. * + u euytdeck schen übt, le ich hier nicht Hrf 16 I bel z, was hoͤchster, bist, und 8 47 oe T u achte, e V iklen selbst Laf 3. Hilf, daß lich es betrach⸗ rhert hellen Schein m und Herz stets o Worte glaube, wenn es mich warnt, ermahnt, daß weder Lust ir raube 5 4 1 5 b ich 7 9 7 18 Jeil 1 5 6 — 5 f an — Nar I or a stets lebendig bein dein kenn— da h dir darnack Lieb', Ehrf htu I 1 eih! 7 II* mit allem ei elnen I ft d .V. N treu, und erfren weise thätig sei! von deiner Huld und Freund⸗ 7. Laß dein Erkenntniß lichkeit, zu deinem n mir im Leiden die Quelle und Preise. Zu t wird wahren Trostes seyn! Laß, mir die Finsterniß, die wann sich Leib und Seele verbirgt; mir viß, scheiden, mich deiner noch es seien deine Pfade stet im Glauben freun! Dort Herrlichkeit und Snad seh ich dich im hellen t 5. Und wel ifschluß von Angesicht zu Angesich gibt mir nicht vom Ziele mei⸗ nes Lebens dein Wort, das Mel. Schon ist der Tag von ew'ges Heil verspricht! Nie 927 O Gott, der du merk ich drauf vergebens. 3990. mein Schoͤpfer Ich lerne dich und deinen bist, Herr, dem ich an zehß? Sohn, der Seele Werth, der re, dich richtig zu erkennen, Tugend Lohn, was wahres ist mir ewig Pflicht und Eh⸗ Gluück zu nennen daraus re. Stets heiliger durch dich stets besser keuuen zu seyn, mich deiner immer 6. So werd ich slets er⸗ mehr zu freu'n, dich immer leuchteter, von Vorurtheilen mehr zu lie eben, will ich mich freier, zum immer taͤ Uich be 1 N 7* e⸗ aalta ÜUben. I ler Al 2. Ich k ann 10„Cwiger, tu elrn roͤßres Maaß schoͤn hier d eifriges Be⸗ der gibt dem,— stret en, wie vach ich bin, die W mich boch zu dir mit meinem mehr Trost in semen Leiden en, Geist erhel ii1 auf den ner Offenbarung Licht, m Tode Freuden. nterricht in dei⸗ 7. Gewaͤhrt der Morgen⸗ roͤthe Licht mir hier schor wie in deinen Werken du dich so viel Wonne, wie viel ver⸗ n. Nur laß mich und selbst Ind Ant uns zeigest, meren! schafft mir künftig nicht der 3. Dann wird mir nicht» Tages Sonne! Danun aus eigner Schuld entgehn, naͤher didk was du mich lehrest, wie du, mir offenbaren, dann werd voll Weisbeit, Macht und ich, was wir hier dunke Huld, uns jeden Tag ernäh⸗ nennen, im höhren Licht er rest; wie alles schoͤn geord⸗ kennen r zu erkennen, daß ich, Wal rthum frei, mmier mehr horsam mehr mich And tägl ich r Liebe! sei, * be Gott, in deine In eigener Melodie — 28 0 50023 e 7g* 8 zas ist im Him⸗ 2 mel, Hoͤchster, vas auf Erden, das so, ne du, verdient erkannt zu ö en? Nur du bist groß; du bist der Wesen Fulle, und weise, heilig ist dein Wille. 2. Dich kennen, sei die erste meiner Sorgen! Bist du gleich unerforschlich und ver⸗ 15 doch ; d nen N ; NM it—5 bune I ren deine Werke uns deine Weisheit, deine Huld und ptaͤrke; die Raͤh' exzaͤhlt von dir, von dir die Ferne; die der *. 4. Ruft deine nicht in unsrer das flieh, das Gute waͤhle Ward ucht Un uns zum Lichte zu erheben, dein Sohn zum Fuͤhrer uns gegeben? 5. Und immer mehr willst du dich offenbaren, wenn wir nur deine Lehren treu bewahren, und auch den * RYa*½ Pra t Blumen, der Ster wie Stimme Seele 30 zu: Boͤse 5 — 2 staͤrke meiner Seele Krafte; V V +* 7* gib, daß ich dich in deinem 5 orte hoͤre, aus deinen Werken mich belehre! 7. Gib, daß ich demuths⸗ voll aus meinem Stanbe zu dir hinauf schau; freudig an dich glaube; mit Eifer mich durch Trug und Zwei⸗ fel ringe und immer naͤher dir zu dir dringe! 8. So werd ich immer besser dich erkenner, und immer kindlicher dich: Va⸗ ter! nenuen; dir fest ver⸗ trauen, froͤhlich dich erhe⸗ ben, o großer E mz dir leben ott, und röcht vor Gott⸗ großer Gott, voͤn 320 Mie groß bist du, . o Gott! Wie Herr, dein Reich! Wer ist aͤuf Erden dir, wer dir im Himmel gleich? Die Welt erbebt, das Licht wird Nacht, gehst du einher in deiner Macht; es muß mit tiefemSchweigen sich Alles vor dir beugen. groß ist/ 2. Dit hast durch deine Rraͤft die Himmel ausge⸗ der Erde Grund ge⸗ dem Meer sein Ziel Dein Wort bewegt der streckt, legt gestec. 6. Erhalt in mir ein gut Bewissen, das weder Spott noch Trübsal scheu'ꝰ', und mache von den Hindernissen der wahren Tugend selbst mich frei Nie stoͤre Furcht und Lust der Welt mich, das zu th un, was dir gefaͤllt! 7. In deiner Furcht nur will ich wandeln, und stets, ich sei auch, wo ich sei, nach deinem heil'gen Willen han⸗ deln, entfernt von aller Heu⸗ chelei Nur wer von Herzen dich Aterdi nur der ist dir, 0o ter, werth! In deiner Furcht laß mich auch ferben; so schreckt das dunkle Grab mich nicht: ich werde deinen Himmel er⸗ ben, dich schauen in voll⸗ kommnerm Licht. Wie werd 6m 0 I Ture wi sel Sot wie 1 eyr In vorsger Melodie. a) Millst du der W eishe it Quelle kennen? Es ist die Furcht vor Gott, dem Herrn. Nur der ist weis' und klug zu nennen, der alle seine Pflich⸗ ten gern, weil Gott sie ihm gebeut, vollbringt, wenn auch dazu kein Mensch ihn zwingt. 2. Lern Gottes Groͤße recht empfinden und fuͤhle deine Nichtigkeit; so wirst du nie dich unterwinden, mit thoͤ⸗ Vermessenheit zu ta⸗ 50 *Hler Ehrfurcht vor Gott deln, was sein Rath be⸗ schließt, der wunderbar, doch heilig lst. Wirst du den Höchsten kindlich schenen; so wird dir keine Pflicht zur Last. Nur das wirst du vor ihm be⸗ reuen, daß du sie oft ver⸗ saͤumet haft. Wer Gott als Zengen sich hat, der freut sich jeder guten That 4. Wann Nacht und Dun⸗ kelheit dich decken, die dem Verbrecher Muth verleihn, wird dich die Furcht des Heren erwecken, was un⸗ recht ist, auch dann zu scheun. Denk nur, vor seinem Ange⸗ sicht ist Finsterniß wie Mit⸗ tag slicht. vor Den Hoͤthsten öffent⸗ lich verehren sowohl als in der Einsamkeit, auf des ewissens Stimme hoͤren, und willig thun, was sie ge⸗ beut, auch das lehrt dich die Furcht des Herrn, auch das thut, wer ihn ehret, gern. 6. Laͤßt dich der Thor Ver⸗ achtung merken, wenn du dich fromm von ihm ent⸗ fernst; dir Furcht des Herrn, dio wird dich staͤrken, daß du dich edel schatzen lernst. Wer Gott, dem Hoͤchsten wohlgefaͤllt, ist gluͤcklich, selbst beim Spott der Welt. 7. Sich stets vor dem All⸗ maͤcht'gen scheu u, gibt Hel⸗ denmuth und Freudigkeit, wenn uns der Menschen stol⸗ zes Draͤnen, was unrecht ist * 264 Ehrfurcht zu thun gebent. Ist Gott mein Schutz, mein Heil und Licht, so beb ich vor den Men schen nicht. 8. Laß deine Furcht, Gott, mich regieren, mich stets auf dich, 4* ier en, sehn! zur Weis⸗ e mals irre Wohl dem, der stets dich kindlich scheut! Dich fuͤrchten, Gott, ist Se⸗ ligkeit. hie so Berd ich nie⸗ 1 Mel. O Gott, du fromme b) Mewahre me L. naen Mund, so oft er, Gott, dich nennet, dich, den mit heil ger Furcht der Geister Heer erkennet, daß nie durch Unbedacht ich strafbar ihn entweih; daß nie mir Spiel und Scherz dein großer Name sei! 2. Stets heilig bleib er mir! Und muß mein Ohr es hoͤren, d Herr id de ren; 1 reiße der Frevler mich dahin! Die Schuld ird mein, wenn ich ihr Mitgenosseu bin. 3. Auch Jesus Christus sei zu jeder Zeit und Stun⸗ de, so oft ich sein gedenk, so oft in meinem Munde sein höher Name tönt, mir hei⸗ lig! Ihn entweiht nur der, der ihn—57 kennt, nicht seines He sich freut. 1. Von meit nen Lippen fern sei 150 und freches Schwoͤ⸗ vor Gott. ren! Fern sei schamloser Scherz! Der Mund kann dich nicht ehren, auf dessen Lippen schwebt, was wahre Tugend schmaͤht. Den Beter hoͤrst du nicht, der dich ohn' Ehrfurcht fleht. Mel Es woll' uns Gott JE4u schaust, mein 991— Se hoͤpfer und mein Herr, ins Innerste der Seelen, und Niemand kann, Allwissender dir, was er denkt, verhehlen. Laß dei⸗ ne Macht und Hoheit mich mit Ehrfurcht ganz erfuͤllen, wann ich als Wahrheitszeu⸗ ge dich, nach meiner Obern Willen, anruf und bei dir schwoͤre 2. Arglistiz koͤnnen Men⸗ schen zwar oft Menschen hin⸗ tergehen; doch dir ist alles offenbar; du siehst, was sie nicht sehen. Im Zorn schaust du die Luͤgner an. erheim⸗ lichte Verbrech hen/ die Men⸗ schenmacht nicht strafen kann, wird deine Macht einst raͤchen, die jeden Fre⸗ vel richtet. 3. Und ich, ich könnt aus Geiz, aus Neid, aus falscher Scham, aus Rache verkehren die Gerech tigkeit und meines Rächsten Sache; koͤnnt' ihm durch Meineid/ frech den Ruhm der Redlich⸗ keit entwenden, und so der Unschuld Eigenthum die Wahrheit, frevelnd schaͤn⸗ den en den und mich ins Elend sturzen? 4. Gott! nein, so frech, so freventlich beug ich nicht deine Recht. daß ich den schwersten Fluch auf mich durch solch Verbrechen bräch⸗ te! Ach, ein Berdammter wuͤrd' ich seyn schon hier in diesem Leben, des ne ir sabi Gewissens Pein von mir solbst uͤbergeben; was braͤchte mir die Zukunft? 5. Nein! Lug und Trug will ich, o Gott, aus vollem Herzen hassen, der Wahrheit treu bis in den Tod, von deinem Wort nicht lassen. Kein Glück, so groß es sei, soll mich je reizen und b⸗ thoͤ⸗ ren, daß wage, wis⸗ sentlich deswegen falsch zu schwoͤren, und mir den Him⸗ mel ranbe. ich es Mel. 36 51 ner bist, eit elt unsre Menschl AQott, der du G Herzensken⸗ dem Faschheit stets Der d) ein Graͤuel ist, und Luͤgen ein Verbrechen, kein Wort spricht je ein falscher Mund: Allwissender, dir ist es kund, und einst wirst du es raͤchen. Laß jederzeit mein Ja und Nein aufrichtig und voll Wahrheit seyn! 2. Gott, wenn ich schwoͤ⸗ rend vor dir steh, hinauf zu deinem Himmel seb, und meine Hand erhebe; wenn mit des Geistes Sammlung Heilighaltung des Eides. ich zum Zeugen dich anrufe dich, nn den ich bin und lebe: dann sei von Trug und Heuchelei mein Herz und meine Zunge frei! 3. Wenn Frevler auch noch da dich schmaͤhn, und frech vor dir mit Luͤgen stehn; dann laß mein Herz erschrek⸗ ken. Weh dem, der dich und deine Macht zur Huülle seiner Boshelt macht sie vor der Welt zu decken! Weh ihm! Er stürtzet freventlich in—* Verderben sich. O Seele, wenn du noch dich liebst, bedeuk, was du zum Pfande gibst: dein Oluct dein ew' ges Leben—— nicht mit Verwegenheit dein Theil an& ott und Seli aleit; wer kann dirs wiedergeben Was hilft dir dann die gan⸗ Lichts hat sie, was ch schadlos haͤlt 5,. Gott, wenn du nicht mein Gott mehr bist, dein Sohn nicht mehr mein Hei⸗ land ist, dein Himmel nicht mein Erbe; wenn bei den Leiden dieser Zeit dein Trost nicht mehr mein Herz erfrent, dein Trost nicht, wenn ich sterbe: wer wird mich dann von Qual befreyn? Dann besser, nie gebohren seyn! 6. Wie thoͤrigt, wer noch denkt und spricht: Gott sieht es nicht, Gott achtet's nicht! So lästern Frevelrotten. Zwar seine Langmuth ist be⸗ kannt; er laͤhmt nicht hede juͤl⸗ M Moeltr2 Welt 20 3² — D Heilig Hand; doch laͤßt er cht spotten; ist Richter m falsche sein uns schon Richter in Oru der Ew Elt. H h + m soll nicht e 8 die er ganzen mich bleuden und hten mir anch ut und Geld, und t Macht d verfüh eid ich will Seligkeit muth verlieren Es eeid, kein 3 lůck der es gilt Gott und Gott, heilige di mein Herz, daß ich nicht fre⸗ U— Spott und Scherz mit rt und Eidschwur treibe; ich der Wahrheit treuer Freund, auch, wenn es mir zu schaden scheint, mit fro⸗ bem Muthe bleibe kann ich ohne Furcht und Graunn dem Tode selbst ins Dann Antlitz schaun. N M N Q e) ABer, Gott 7 46 bei deinem Namen schwöret und treulos sein Versprechen bricht, der ist ein Frevler denn er ehret dich, Kott 1 Gott der Wahrheit, nicht froh, traun zu Himmel dir schaun sollen ja nach dei⸗ hinauf Willen, wie der 125 Freunde s e forbert, gern du„ len und uns vor keinen La⸗ sten sd Wer sie verletzt, verwirft sein Heil hm wird des ineids Qual zu Theil Vie Tf der sfen, dich sehen, der hier die 2 rheit frech entehrt, den RNüchsten sucht ge⸗ Uund falsch Namen schwoͤr nem heiligen ein solcher Freol d floͤh er nu dem n Meere: du findest allenthal ihn! Wenn et auch 00 mäc tig waͤre, kann er der Allmacht sich ent⸗ hn? Hier hilft nicht Ehre, zacht und Geld, nicht Bei⸗ fall, Gunst und Schutz der . Drum laß mich eher nichts betheuern, bis ich eu⸗ wogen, was ich thu, und den Gedanken oft erneuern: des Eides Richte zott, bist du! D ͤ AuW ns mein Innerstes will ich *un dich mein 6 ott! geden⸗ ken, ist Pflicht und Trost für mich. Wann Sorg' und Gram mi ich kränke n, so sieht mein Aug' auf dich; dann mindert sich mein Sch meri/ m fliehn die bangen Sor⸗ wie Nebel dem Mor⸗ 0 —„ dar val gen, vVor 1 Morgen mein Prz Denk ich an deine Liebe, wie werd ich hoch erfreut Mit dankbar frohem Triebe fuͤhl ich mich dann nic b„ dir ganz m ein Herz zu weihn, dich frendig erheben, zur Ehre dir zu n, vor Sun⸗ d mick scheun. Mit froͤhlschem Gemu the denk ich an deine Treu' 5 denn, Vater, deine Guͤte ist alle Morgen neu. Seh ich nur stets auf 2*— so gibst du Müth und Stäͤrke mir auch zum schwersten Werke; es wird mir leicht durch dich. 4. Du gabst mir aus Er⸗ barmen den Sohn, der fuͤr und liebevoll r ligkeit e 5 mein T wiüst mirs——5 schenken, willst liebreich an mich der en und stets mein V seyn. zater Wie 9 ists, e Welt * in ibr He erz dein zu mag im⸗ aufs Eitle lenken; wie schlecht ist ihr Gewinn! Ich halte fest an de dieß bringt mir wah⸗ re Freude dieß stärkt mich, wann ich leide, und ist mein Trost im Tod. . 6. Drum will ich an dich lenken, so lang ich denken kann. Mag man ins Grab mich senken; 25 in Geist steigt bimmelan! Vergesse mich die meil 4„ wenn auch auf Er⸗ den Kelner mich im Gedaͤͤcht⸗ niß haͤlt. Mel. Alle Menschen mü Mott der Lebe, 5 wie erhebet NIe Wie Seele sich in mir getroͤstet, wie belebet fuhl ich wich/ o Gott, von dir Je⸗ der Blick auf deine Werke, deine Weisheit, Huld und Staͤrke, wie befreiet er mein Herz von Bekümmerniß und Schmerz! 2. Floß aus deiner Se⸗ gensfülle mir nicht stündlich Gutes zu 2 2———— 1 dels war dein Y daß ich meine noch bin, das schaffst du Daß ich dent ich waͤh⸗ dankt d ter, meine Seele; dankt dir, daß sie dich erkennt, dich durch Je sum Vater nennt. 3. Heil und unvergaͤnglich Leben thast du, Gott, durch ihn mir kund. Um zu dir mich zu erheben„schloß dein Sohn der Liehe Bund, den er, in dem baͤngsten Streite, selbst mit seinem Blute weih⸗ te. Und nun zeigt den Weg zu dir nur der Geist der Liebe mir. Und ich sollte dich nicht lieben, der du mich zuerst geliebt? Nicht aus Liebe Gu⸗ tes uͤben, auch wenn sich mein Leben truͤbt? Koͤnnt' ich ohne sie auf Erden rohig und ——. Liebe zu Gott. und zufrieden werden? 11315 ichs nicht, wie ich soll, en sie nach dieser ö Wil⸗ seyn der Seligk Heil em de, r, werth du ebt ö nur wurdig der noch mit Freuden das wohlgefaͤllig r, thut, was dir o Gott, miß⸗ werd ich deinen Inlen ganz faͤllt; drum laß es mich mil rust vermeiden, gesiel e erkennen und erf uch der ganzen Welt! Die E seyn kleinste Suͤnde selbst zu — schenn, laß, Vater, mich Mel. Wer nur den lieben be n seyn! — 2 B. 1 07 VNu PNater deiner 6. Aus Liebe laß mich 21 304 Menschenkin mir dein der, der dn die Liebe selber n er? hum. D. bist, und d dessen Herz auc ihrs den zu gen Sünder noch gütig und 2 der f seine Last gern voll Mitleid ist, laß f6 ick und wer von ganzem Herzen dein, sein Leiden weislich nuͤtzt, laß michs mit allen Kraͤften wird maͤchtig von dir unten seyn! stützt. 2. Gib, daß ich als ein 7. In deiner Liebe laß with d 10. iebe, da du mich sterben: dann wird selbs 1 Vater liebst, ur d so Sterben mein Gewinn: dann zu seyn mich übe, wie werd ich deinen Himmel er⸗ selbst die Vorschrift ben, wo ich dir, Vater; 7 Was dir gefaͤll zes naͤher bin; dann liebt dich fall auch mir; nichts scheide meine Seele rein, und lie⸗ mich, mein Gott, von dir! bend wird sie selig seyn. 3. Bewahre mich durch ö‚ deine Liebe, vor allem, was In elgener Melodie. das Herz verfuͤhrt, und gib, 33 WMenn zur Ers fül⸗ e 7 daß ich Verlaͤugnung uͤbe, 305— lung wenn Sinnenlust zu sehr mich Pflicht dich Gottes Liebe ni rührt! Wie sollt ich je die beseelet, so ruͤhme dich der atur dir vorziehn, Schoͤp⸗ Tugend nicht, und wisse/ er Natur? daß dir alles fehlet. Eite⸗ 4. Laß mich um deiner Vortheil, Wollust, Eigen⸗ Liebe Willen gern— was sinn und Stolz dir nur das mir dein Wort gebent! Kann Gnute rathen: so thne 10— 0 Liebe zu Gott. große Thaten; du hast vor t den Lohn dahin. 2. Sei durch die Gaben Natur das Wunder und Be der das C 190 auf Erden! gluͤckest du die Menschen nur, um vor der Welt zu werden, erfullt die Liebe nicht e⸗ geel rt dein Herd: so bist du bei den groͤßten Gaben, bei dam Ver⸗ stand „ den Enge Uhaben, vo Gott doch uur ein toͤnend Er rʒ. 3. Erbaue Kirchen; brich dein Brod, das Volk der Armen zu verpflegen, ent⸗ reiß die Wittwen ihrer Noth und sei der Waisen Schutz d und Segen; gib alle deine Habe hin: vor Gott hast du noch nichts gegeben. Wenn Lieb und Pflicht dich nicht beleben, so ist dir alles k Gewinn. 1. Thu Thaten, die d Heldenmuth noch jemals hat verrichten können; vergieß fürs Vaterland dein Blut; laß deinen Leib fuͤr Andre brennen! Beseelet di ch nicht Lieb und Oflic u die Absicht deiner so schuͤtz und rette ganze Staa⸗ ten; Gott achtet deiner Wer⸗ Re enicht. 5. Laͤg ihm an unsern Wer⸗ ken nur; so konnt' er uns, sie zu vollbringen, sehr leicht durch Fesseln der Natur, durch Krafte seiner Allmacht zwingen. Vor ihm, der al⸗ les schafft und gibt, gilt Weisheit nichts, nichts Macht und Staͤrke. Er will die Ab⸗ sicht deiner Werke, ein Herz, das ihn verehrt por liebt. 6. Ein Herz, von Eigen⸗ liebe fern, un von des Stol zes eitlem Triebe, geheili durch die Furcht des Herrn, erneut durch Glauben zu Liebe, dies ist's, was Bott von uns verlangt. Und wenn wir nicht dieß Herz be⸗ : so wird ein Lebem uns 3 nützen, das mit den ößten Thaten prangst. 7. Drum taͤusche dich nicht durch den Schein, nicht durch der Tugend bloßen Namen. Sieh nicht ciuf dei⸗ — Werk allein; sieh auf d en Quell; aus dem sie kamen. Prüf dich vor Gottens Ange⸗ sicht, ob ede ch be⸗ x rz/ÿ dem d Hlaube fehlet, dem 8. Wohnt Liebe gegen Gott in dir: so wird sie dich zum Guten staͤrken. Du wirst die Gegenwart von ihr an Liebe zu dem Naͤchsten mer ken. Die Liehe, die dich schmücken soll, ist guͤtig, ohne Neid und Tuͤcke, ist sittsam, ist nie stolz im Gluͤcke, lang⸗ muͤthig und erbar 9. Sie deckt des Fehler zu; und mals seines Falles chet nicht blos ihre hofft und glaubt ie ists, die dir den rleiht, des Hoͤchsten Ruh 2 sie und duldet alles. Muth ve gern zu erfuͤlen; macht 8. So sei dir denn mein nen Sinn zu deinem A 1, und solgt dir in 0 Ewigteit. 1 16 IR sel u Ruhm Gehorsam gegen Gott. ö 1 Kieben 6. Wel. So flieben un 3 b) Wott, deinen —* Nu, Gott, bis I hbe en Be⸗ 2 uüber Alles fehilen will ich, dein Kud Her k; die ganze We gehorsam seyn, sie u Wer sol Hhir, All„meiner Richtschnur waͤhlen nicht gern gehorsam ͤ dir mein g es Leben zas du gebeutst, ist weil ein Wille ist ge⸗ ö der bringt sich selbst dir nur wohl gefallen, wenn denn nur, was ich, dir folgsam, als deim schaͤdlich ist, ver⸗ Kind, thu, was du willst, u uns, o Gott! aus Lieb und Dank und Du bist, wenn du Ge⸗ nicht aus Sklavenfurcht und etze giibst, nur Vater, nicht Zwang. Tyrar in; und haͤltst uns blos, 3. Dein Sohn gehorchte weil du uns liebst, dir zu dir so gerne + Dah gehor hewai—. Nehm ich auf u dein e, wie sanftels Joch, so setz ich mei⸗ sus dir war! Er nen(guf mit Freuden fort. wars auch unter Schmach Und fall ich noch; so hilfst und Noth, er wars selbst du selbst mir Kreuzestod 6. Mich u dein Wort; deine heiligen Ge⸗ immer gegenwaͤnsig ich sie den All⸗ 72 Mie 0 me höre, so mac daß ich auch bereit Ber tausend Freuden auf läubten Wegen ar mich„ Herr, nicht ten. Was isis, das s geben kann? Im Anfangeust, am Ende Pein, und die wird groß und schrecklich seyn ich mich * und deinen Mil⸗ horsam übe len treulick Gott, in dei hab ich des den Himm der der ewissens Ruh', schon in mehr noch in el hier 2. 1 Zeit, ur Ewigkeit! Mel mein Got 907 1* Bund;( d dein Leb Glaub ruht auf fest ind; drum bleib ihm Wie er d sich durch seine Hul adez sei treu dem Herrn und wandle gern sichre Pfade. 2. Sei Gott getreu! Du mußt, als Kind, ihn auch im Leiden ehren; dein Nater waltet ja gelind und bildet dich zum Hoh'ren. Ein edler Muth macht still und der wird durch Gott dir wer⸗ den, wenn Christ de Führer ist zum Himmel hier auf Erden. der Tugend gaut getreu von Juge uf dich nicht zen Lebensl vi ier be scheiden der 11 2 ist täglich eir kann nien trügen er 1 das. bricht r nicht, dargr dir genugen! I. Sei Gott g in je⸗ dem Stand, in wele Ror Re seine starke der dich verlet auf ihn voll Glaubens l und folge dem Gewissi bir wird, was dir begegne bier zum Bessen dienen mussen. dann schutzt Hand Wer 1 dich se — Ee 5 Sei Gott getr sein t 8 Wort + I. Got dyt winden; denn er(lßt und Freudigkeit den Kaͤmpfer finden iht die kleinste du dich ver er⸗ 5 4 N vel pPhel 5— 15 cacht iaß Nie t¹ 18 1 ES r ja dein — D Siyile wiioe so deinem wirst du daß er de ud nach ve E⸗ der Sterb⸗ ohn dur mit hoͤh⸗ re 1auf ewig wird er⸗ freuer Freude in Gott. Ichwing bich auf H03(Deines Gottes 990.— sreue dich, dank ihm, meine Seele! Sor⸗ get er nicht väterlich, daß kein Gut dir fehle? Schuͤtzt dich seine Vorsicht nicht, wann Gefahren draͤuen 2 Ist's t. Seligkeit und Pfl ‚seiner h zu freuen? 2. Ja, mein Gott, ich dir, was mein Herz et, einen Vater, nir, was mir nützt, der mich durch öttlich Wort hier zum lenket, und mit Him⸗ * melswonne dort meine See⸗ Wenn ich dich, mein Her err und Gott, kindlich ehr und liehe; wenn ich redlich und mit Freu⸗ den ube: o wie ist mir dann ein Gebot so wohl; wie muüͤthe seliger voll, voll von ann de versicht nach blicken; meine den acht ich nicht, wie sie mich auch druͤ⸗ cken. Hoffnung und Zusrie⸗ denheit wo r im Her⸗ zen, troͤsten oͤhn mich weit u ber alle Schmerzen Iuch O Jauchz Du bist mein! S ist, der mir dann: wer Ha Heil ruͤhm mI Gu 1 Dir fal rt werth! mein Leben, wirst auch, was mein Leben naͤhrt und er⸗ freut, mir geben. 6. Jesus 10 nach deinem Rath in die Welt gekommen; alle meine Missethat hat weggenommen. Ihm ver⸗ trau ich, bet ihn an, glaub an seine Leiden, folg ihm treulich, und nun Richts Kan dirm Rü* Dich, du Trost der Sterblichkeit, Heil des beße⸗ ren Lebens, himmlische Vollkommenheit, such ich nicht vergebens. Wenn mein Lauf vollendet ist, und voll⸗ bracht mein Leiden, rust mein Mittler, Jesus Christ, mich zu seinen Freuden. S. Meine Freud' an dir, mein Gott, wird dann ewig waͤhren. Noch so furchtbar sei der Tod: er wird sie nicht stoͤren. Willig werd' ich mein Ge⸗ Gebein der Verwesung ge⸗ ben; Sterben macht mich frei von Pein, führt zum neuen Leben. 9. Gib mir nur, so lang ich bier in der Fremde walle, das Bewußtseyn, daß ich dir; Herr, mein Gott, gefalle! Diese sanfte Freudigkeit, die ich zu dir habe, sei mein Heil in dieser Zeit; und mein Trost am Grabe. 160. Laß die Lust zur Suͤne de nie dieses Heil mir rau⸗ ben! Ruste selbst mich wi⸗ der sie mit Vernonft und Glauben“ Gib mir deinen Geist, der mich und mein Thun regiere, daß ich mein Vertraun auf dich ewig nicht verliere! Wo.I Mel. Jesus, meine Zu sicht 2 Kabe deine Lust 369 16 Bei am Herrn! Bei dem Herrü ist Freud' und Le⸗ ben; und er wird, denn er gibt gern, dir auch, was dir dienet, geben: Seine Liebe beut dir an, was dein Herz nur wunschen kann. 2: Laß der Welt die eitle Lust, die in Weinen sich ver⸗ kehret. Wisse, wer in sei⸗ ner Brust Gottes Liebe fuͤhlt und noͤbret, findet stets auf seiner Bahn, was das Herz nur wünschen kann: 3. Lüst am Herrn erfuͤllt mit Licht, wenn inan ihn durchs Wort erkennet. Lust am Herrn staͤrkt den zur Freude in Gott. 273 Pflicht, der von seiner Liebe brennet, Lust am Herrn beut Alles an, was das Herz nur wünschen kann. Wer die Lust am Hoͤch⸗ sten hat hat auch Lust an seinem Willen; suchet ihn durch Wort und That unver⸗ drossen zu erfuͤllen, und so trifft er Alles an, was das Herz nur wuͤnschen kann. 5. Bleibst du auch nicht ohne Last; trage willig die Beschwerden. Wenn du wohl gelitten hast, wird dir ew'ge Freude werden; und im Himmel hast du dänn;, wäs dein Herz nur wünschen kann· In eigener Melodie. 057 9 0 inein Gott, in dir! Du bist mein Trost, und was kann mir in deiner Liebeé fehlen? Du, Herr, bist mein und ich bin dein! Was mangelt meiner Seele? 2. Du hast mich vor der Welt erwählt und deinen Kindern zugezaͤhlt; nie willst du mein vergessen! Du liebst mein Wohl, bast gnadenvoll mein Glück mir zugemessen. 3. Du trägst mich liebreich mnit Geduld, vergibst in Chri⸗ sto mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Du gibst mir Theil an seinem Heil; dies troͤstet meine Seele S 4. Du 2— ch freue mich, —— 1. Du bist mir der be⸗ währte Freund, der es aufs Beste mit mir meint; wo find ich deines Gleichen? Du stehst mir bei und bleibst mir treu, wann Berg' und Huͤgel weichen. 5. Du bist mein Leben, Trost und Licht, mein Fels und Heil; drum frag ich nicht nach allem Tand der Erde. Herr, ohne dich ist nichts fuͤr mich, das mir erfreulich werde! 6. Du bist mein allerhoͤch⸗ stes Gut, darauf mein wah⸗ res Wohl beruht. In dir leb ich zufrieden. So dort, als hier, Herr, bleiben wir in Liebe ungeschieden. 7. Du segnest mich, wenn mau mir flucht, und wer hier mein Verderben sucht, dem wirds doch nicht gelin⸗ gen. Selbst was mich kraͤnkt, das muß, gelenkt von dir, mir Segen bringen 8. Du luͤstt mirs ewig wohl ergehn. Einst werd ich dich noch naͤher sehn; du Ursprung wahrer Freuden! An dir wird sich dann ewig⸗ lich mein ganzes Herz, Herr, welden. 9. Noch hats fein mensch⸗ lich Ohr gehoͤrt, was uns dein Himmel einst gewaͤhrt; doch seh ichs schon im Glau⸗ bau. Vollkommnes Heil ist da inein Theil, das wird mir niemand rauben. Pflichten gegen Gott. Vertrauen auf Gott. Mel. Was Gott thut, das ist 37 ‚ An Gott, und 97 nicht auf Men⸗ schen Rath, will ich mein Glücke bauen, und dem, der mich erschaffen hat, mit gaͤn⸗ zer Seele trauen. Er, der die Welt allmaͤchtig haͤlt, wird mich in meinen Tagen als Gott und Vater traͤgen. 2. Er sah von aller Ewih⸗ keit, wie viel mir nuͤtzen wuͤr⸗ de, bestimmte meine Lebens⸗ zeit, mein Gluͤck und meine Buͤrde. Was zagt mein Herz? Ist auch ein Schmerz/ der zu des Glaubens Ehre nicht zu besiegen wuͤres 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und haͤtte, was ich bitte, mir gnaͤdig, eh ichs bat, gewährt, wenns seine Weisheit litte. Er sorgt fur mich stets vaͤterlich. Nicht⸗ was ich mir ersehe, sein Wil⸗ le, der gesek ehe! Ist nicht ein ungestoͤr⸗ tes Glück weit schwerer oft zu tragen, als selbst das wi⸗ drige Geschick, bei dessen Last wir klagen? Die groͤßte Noth hebt doch der Tod; und Ehre Glück und Habe verlaͤßt mich doch im Grabe. 5. An dem, was wabr⸗ baft gluͤcklich macht, —— ̃—mmccmeeesee::: ——. Gott es keinem fehlen; Ge⸗ sundbeit, Ehre, Gluͤck und Pracht sind nicht das Glück der Seelen. Wer Gottes Rath 0* Rath vor Augen hat, dem wird ein gut Gewissen die Trübsal auch versüßen. 6. Was ist des Lebens Herrlichkeit? Wie bald ist sie verschwunden! Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ists uͤberwunden! Hofft auf den Herrn! Er hilft uns gern.. Seid froͤhlich, ihr Ge⸗ rechten! Der Herr hilft sei⸗ nen Knechten. Mel. ein Vertrauen. Er soll, wenns ihm an Gluͤck gebricht, o Herr, auf dich nur schauen; und nie bist du den Frommen fern: du kannst ihn nie verschmaͤhen, du segnest id errettest gern und hoͤref 2T seit lehen N x 2. Doch nie darf er voll Zuversicht die stolze Hoffnung wagen, du werdest auch dem Thoren nicht, was er be⸗ gehrt, versagen. Wenn gleich bei aller unsrer Schuld dein Herz noch liebreich denket, so wird doch deine Vater⸗ huld von Weisheit nur ge⸗ lenket. 3. Wie leicht, o Gott, kann deine Macht des Men⸗ schen Wunsch erfuͤllen! Wie leicht, noch eh er es gedacht, des Herzens Klage stillen Doch dem, der Wunderkraft begehrt und Waunder hofft zu sehen, wird nie sein kuͤh⸗ ertrauen auf Wott. 275 ner Wunsch gewaͤhrt: er suͤn⸗ digt durch sein Flehen. 4. Wer deiner Huld ver⸗ sichert ist, darf deinen Segen hoffen. Ihm steht, weil du sein Vater bist, der Himmel immer offen. Doch, wer dich nicht als Vater liebt, und auf der Bahn des Lebens nicht dir sein nzes Herz ergibt, der sucht sein Gluͤck vergebens. 5. Ja, wenn er auch mit Sicherheit sich seiner Andacht freuet, und dabei, fern von Froͤmmigkeit, doch nie die Sünde scheuet, so mag sein heuchlerisches Herz nur im⸗ 9 mer Hoffnung fassen: er fühlt bei des Gewissens Schmerz sich endlich doch verlassen. 5. Wie mancher, der noch wirken kann, bleibt muͤßig oder traͤge, verfolgt mit Blindheit seinen Plan, geht ungerechte Wege! Er hofft umsonst, du werdest ihn den Uebeln doch entziehen. Der Thor! Will er sie selbst nicht fliehn; sie durfen ihn nicht fliehen 7. Du, weiser Gott, ent⸗ fernst uns nicht von drohen⸗ den Gefahren, die ohne Nach⸗ theil unsrer Pflicht leicht zu vermeiden waren. Wir sol⸗ len mit Besonnenheit auch Rathi und Warnung nützenz denn nie wird deine Heilig⸗ keit uns auch beim Leicht⸗ sinn schuͤtzen. S 2 8. Gott 276 Pflichten gegen Gott 3. Gott, laß verwegne Zuversicht doch nie mein Herz verfuhren Sie schafft mir deinen Beifall nicht: sie läßt mich ihn verlieren. Nur kindlich sell ich dir vertraun, nie thoͤrigt, nie vermessen; soll, um getrost auf dich zu schaun, nie meiner Pflicht vergessen In eigener Melodie. 9072 efsiebl du deine Wege und Al⸗ les, was dich kränkt, der treuen Vaterpflege deß, der den Himmel lenkt. Der Ster⸗ nen, Wolken, Winden bezeich⸗ net ihre Bahn, der wird auch Wege finden, die dein Fuß gehen kann. 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, wenn dir's soll wohl ergehn: auf sein Werk mußt du schauen, wenn dein Werk soll bestehn. Er läßt durch Sorg und Grämen und selbstgemachte Pein sich keine Wohlthat nehmen; sie muß erbeten seyn. 3. Dir, Vater oller Gna⸗ de, dir ist allein bekannt, was qut sei oder chade Ge⸗ schovfen deiner Hand: und was du auser sehen zum Be⸗ sten deiner Welt, das wird und muß geschehen, sebald es dir gerzllt. J. An Mitteln undan We⸗ gen fehlt dir's, Allweiser, nicht PDein Thun ist lauter Segen; dein Gang ist lauter Licht. Wenn du, Herr, dei⸗ nen Kindern ein Gluck hast zugedacht, so kann dein Werk nichts hindern: du willst, so ists vollbracht! 3. Und wollten Welt und Teufel dir boßhaft wider⸗ stehn; o naͤhre keinen Zwei⸗ fel; dein Gluck wird doch be⸗ stehn. Was er sich vorgenom⸗ men, was er vollenden will: aufs herrlichste wirds kom⸗ men zu dem bestimmten Ziel. zoff nur, bedrängte Seele, hoff und sei unver⸗ zagt, was dich auch immer quale, ein schöͤnrer Morgen tagt! Gott laͤßt nicht von den Seinen, erwarte nur die Zeit: dir wird die Sonne scheinen mit neuer Heiterkeit. 7. Auf, auf! Gib deinen Schmerzen und Sorgen gute Nacht! Verbann aus deinem Herzen, was dich so trauꝰ rig macht. Du bist ja nicht Regente, der alles führen soll. Gott sitzt im Regi⸗ mente, und er fuͤhrt alles wohl. Ihn, ihn laß thun und walten; er ist ein weiser Fuͤrst und wird sich so verhal⸗ ten daß du ihn preisen wirst, wenn er, wie ihm gebühret, mit wunderbarem Rath das Merk binansgefuhret, das dich bekuͤmmert hat. ö b. Verzög der Trost auch lange, weil dir es beilsan ist, se werde dir nicht bau⸗ ge, daß deiner Gott vergißt. Er Er wird dir Hülfe senden, wenn du's am mind'sten glaubst, und all dein Ungluck wenden, wenn du nur treu verbleihn. 10. Wohl dir und deiner Treue! Sie traͤgt den Sieg davon. Daß dich der Kampf nicht reue, blick hin auf sei⸗ nen Lohn; steh fest im groͤß⸗ ten Leide, das dir begegnen kann; bald bricht der Tag der Freude, des ew'gen Frie⸗ 88 an Mach, Herr, ein froͤh⸗ ih Ende mit aller unsrer Noth; ärk unser Herz end sende uns Trost bis in den Tod! Laß stets uns deiner Pflege und Treu' empfohlen seyn, so gehen unsre Wege gewiß zum Himmel ein. Mel. 277 D er Herr ist mei⸗ /„ ne Zuversicht 3 ht, mein hoͤchster Trost im Leben! Dem fehlt es nie an Trost und Licht, der sich dem Herrn er⸗ geben. Gott ist sein Gott; auf sein Gebot wird's in dem Herzen stille. Ihm gnuͤgt des Vaters Wille. 2. Wer wollte dir, Herr, nicht vertraun? Du bist des Schwachen Stärke. Die Au⸗ gen, welche auf dich schaun, Was Gott thut, das ist sehn deine Wunderwerke. Herr, groß von Rath und stark von That, mit gaaden⸗ vollen Händen wirst du dein Werk vollenden. Vertrauen auf Gott. 3. Noch nie hat sich, wer dich geliebt, verlassen sehen muͤssen; du laͤß'st ihn, wann ihn Noth umgibt, Beruhi⸗ gung genießen. Des From⸗ men Herz wird frei von Schmerz; der Suͤnder eitles Dichten weißt du, Herr, zu zernichten. 4. Drum hoff, o Seele, hoff auf Gott! Der Thoren Trost verschwindet, wenn der Gerechte in der Noth Huͤlf' und Errettung findet. Wenn jener faͤllt, ist er ein Held; er steht, wenn jene zittern, ein Fels in Unge⸗ 218.0 5. Wirf nicht die große Hoffnung hin, die dir dein Glaube reichet! Vergebens wird zu Menschen fliehn, wer von dem Hochssen weichet. Heiland starb, und er auf seines Todes dir deines Glaußhens Dein erwarb, Huͤgel, 29.8 Sei unbewegt ⸗ wann Im dich her sich Ungewitter sammeln! Gott hilft, wenn Chrißen freudenleer zu ihm um Gnade stammeln. Die Zeit der Qual, der Thraͤ⸗ nen Zahl zaͤhlt er, und deine Schmerzen nimmt er dir von dem Herzen. 7. Herr, du bist meine Zuversicht; auf dich hofft meine Seele! Du weißt, was meinem Wohl gebricht, wenn ich mich sorgend quäle. Wer wollte sich nicht 62 5 i * Li i 276 Pflichten gegen Gott. dich, Allmächtiger, verlas⸗ und zum Gluͤck die Truͤbsal sen, und sich im Kummer lenkt. fa ssenꝰ 5. Wenn mein Ange lange S. In deine Hand befehle weint, ich nicht seine Hulfe ich mein Wohlseyn und mein sehe, und sie nicht so fruͤh Leben. Mein hoffend Auge erscheint, als ich sie von ihm blickt auf dich; dir will ich erflehe; weiß ich doch voll mich ergeben. Sei du mein Zuversicht, daß sie mir nicht Gott und einst im Tod mein steis gebricht Fels, auf den ich traue, bis 6. Dann auch, wann, wie ich dein Antlitz schaue! mir es scheint, selbst der Hoffnung Trost verschwindet, Mel. Jesus, meine Zuversicht weiß ich doch: Gott ist mein Zer auf seinen Freund, der auch da noch * idet, wo sich keiner 5—2 37 Gott vertraut, Wege sind ängstigt sich durch keine Sor⸗ mir entdeckt, wo der Zukunft gen; ihm, auf den er sicher Nacht mich schreckt. baut, bleibt sein Kummer 7. Drum sey ihm, dem nicht verborgen. Gott ver⸗ Herrn der Welt, ganz mein läßt die Seinen nicht: dies Schicksal uͤberlassen! Er, der ist meine Zuversicht! auch den Wurm erhaͤlt, kann 2. Er, der Schoͤpfer aller und wird mich nicht verlas⸗ Welt, der Versorger seiner sen. Bleib ich nur der Tu⸗ Kinder, der, was er ver⸗ gend tren; so steht er mir spricht, auch haͤlt, huldreich huldreich bei. selbst noch gegen Suͤnder, er/ der uns hervorgebracht, hat Mel. Sollt ich meinem Gott auch, uns zu helfen, Macht. 3. Ihm, ihm ist es immer 3277 Helig, wer mit leicht, unsre Wuͤnsche zu er⸗ 5%. siillem Herzen fuͤllen; wie uumoͤglich es uns dem Allweisen, der uns liebt, daͤucht, kann er doch den ganz sein Schicksal uͤbergibt, Kummer stillen, helsen stets, und auch in den tiefsten wenn Noth uns quält, wenn Schmerzen seinem Kummer uns Rath und Bey nnithig wehrt, durch Geduld sehlt. den Herrn verehrt 4. Und wer ist ihm gleich, 2. Ach kein Schicksal mei⸗ dem Herrn? wer so reich, nes Lebens, sorgt' ich auch wie er, an Segen? Niemand von Jugend auf, nimmt hilft, wie er, so gern auf drum einen andern Lauf! des Lebens rauben Wegen, Sorge quält, und quält ver⸗ er, der liobreich unfrer denkt, gebens; meine Hraͤfte 1 ie Vertrauen sie ab, stürzt nur früher mich ins Grab. 3. Eh ich noch das Licht erblickte, wog er, der mir Leben gab, meines Lebens Schicksal ab; ehe mich noch Kummer druͤckte, eh noch meine Thraͤne rann, sah mich Gott schon gnaͤdig an. 4. Dankbar nehm ich Gluck und Freuden aus des Hoͤch⸗ sten milder Hand: und ist Kreuz mir zuerkannt; o so faß ich Muth, zn leiden! Gut ist alles, was Gott will; willig duld ich, dulde still. 5. Will mein Anschlag nicht gedeihen, und miß⸗ lingt mir mein Bemuͤhn; denk ich: was mir Glück erst schien, muß ich oft nachher bereuen. Wohlthat ists fuͤr mich gewiß, daß mirs Gott mißlingen ließ. 6. Wenn Gott nicht so reichen Segen, als dem Naͤchsten, mir verlieh; soll doch Andrer Wohlstand nie Neid in meiner Brust erre⸗ gen! Fremden Gluͤcks will ich mich freun; fremdes Glück wird dadurch mein. 7. Wenn mir Frevler Angst zrwecken; wenn ihr Haß mich druckt und kraͤnkt: haͤlt sie Gottes Macht umschraͤnkt. Droht der Tod mit seinen Schrecken; der vom Tode retten kann, nimmt sich mei⸗ ner gnaͤdig an. S. Ich bin unverzagt und heiter; im Vertraun auf auf Gott. 279 Gottes Wort setz ich meint Wallfahrt fort. Der bisher half, hilft mir weiter; er haͤlt fest, was er verspricht! Gott, mein Gott verläßt mich nicht! Mel. Herzlich lieb hab ich dich 277 Hir trauich Gott, 3½/ D Rund wanke nicht, wenn gleich von mei⸗ ner Hoffnung Licht der letzte Schimmer schwindet. Mein Helfer und mein Gott bist du, durch den mein Herz doch endlich Ruh und Freu⸗ de wieder sindet. Von jeher hast du mich gefuͤhrt, und meines Lebens Lauf regiert; mit segensvoller Vaterhand so manche Noth von mir ge⸗ wandt. Unendlicher! ich trau auf dich; du leitest mich. Ich kaͤmpf und siege, Gott, durch dich. 2. Zwar isi der Kampf der Leiden schwer; oft fühl ich kaum noch Staͤrke mehr, zu kaͤmpfen und zu siegen; doch ewig, Vater, waͤhrt er nicht. Wenn mir dein Beistand nicht gebricht, so werd ich nicht erliegen. Bald ist der Thraͤ⸗ nen Maaß gefullt, bald mei⸗ ner Seele Schmerz gestillt; bald hast dau, Gott, mein Flehn erhoͤrt, mich ganz ge⸗ pruͤft und mich bewährt. Du Gott der Huld, erhoͤrt von dir, lobsing ich hier mit dank⸗ erfuͤllter Seele dir. 3. Ach, alle Laiden dieser Zeit 4** ——— Zeit sind doch nicht werth der Herrlichkeit, die du wirst offenbaren. Bald wird auch mir des Dulders Lohn; bald sieh auch ich vor deinem Thron, mit treuer Kaͤmpfer Schaaren, und danke dann dir, Gott, verklaͤrt, der jetzt mich pruͤft, mich dann bewährt, daß ich, von allen Leiden frei, ein Seliger des Himmels sei. Barmherziger! fest, ohne Graun will ich dir tnaun: denn einst werd ich dein Antlitz schaun Mel. Wer nur den lieben Gott 5/0. ne Seele stille! Bei jedem Leiden, das mich kraͤnkt, geschieht doch nur dein weiser Wille, der Alles mir zum Besten lenkt. Du bists, der Alles ändern kann; und, was du thust, ist wohl gethan. 2. Du führst uns selbst auf rauhen Wegen, zu hoͤhe⸗ rer Vollkommenheit. Auch Widerwärtigkeit wird Se⸗ gen fuͤr Jeden, welcher dir sich weiht. Sieht's gleich der bloͤde Geist nicht ein, wird doch der Ausgang herr⸗ lich seyn. 3. Drum laß mich stille seyn und hoffen! Hast du mir Pruͤͤfungen bestimmt; so steht dein Vaterherz dem offen, der seine Zuflucht zu dir nimmt. Wer still in dei⸗ 2792 Hen„mache mei⸗ —— 280 Pflichten gegen Gott. ner Fuͤgung ruht, mit dem machst du es immer gut ( Uns bleibt ost, was uns nützt, verhorgen; genug fuͤr uns; du hasts erkannt! Wie oft sind unsre Wuͤnsch' und Sorgen kurzsichtig und voll Unverstand! Du sichst was schaͤdlich ist, von fern, und deine Guͤte hinderts gern. 5. Nur du erkennst und wahlst das Bene! O Vater, mache selbst mein Herz in diesem hohen Glauben feste; dann uͤberwaͤltigt mich kein Schmerz. Ich duld ihn mit Gelassenheit; was mein Gott will, gescheh allzeit 6. Die Stunde wird doch endlich kommeu, da mich vollkommnes Glüͤck erfreut; denn endlich fuͤhrest du die Frommen zur voͤlligen Zu⸗ friedenbeit: und dann wird Jedem offenbar, daß, Gott, dein Ratb der beste wa J. Dann wird mich von allen Plagen ein ewiger Gewinn erfreun; dann wird mein Herz statt aller Kla⸗ gen, voll Dankes und voll Lobes seyn: der Herr hat für mein Heil gewacht, hat Alles mit mir wohlgemacht! Mel. Aof, schicke dich 7 Es herrscht ein 97 9 Edott der schnt in Noth, und hilft, wenn sie ihm traun, so gern den Sei⸗ nen! Drum sei vergnuͤgt,, wie er es fuͤgt! Bald 10 ir dir Ruh' und Trost nach kur⸗ zem Weinen. 2. O murre nicht, wann dir gebricht, was oͤfters luͤ⸗ stet den bethoͤrten Sinnen! Dir nutzt der Schmerz, dein eitles Herz zu bessern und fuͤrs Ew'ge zu gewinnen. 3. Erkenn die Schuld und uͤb' Geduld, wann du um deine Sunden hier mußt lei⸗ den! Fleh ihn um Gnad', geh seinen Pfad getrost, nichts laß von seiner Lieh' bich scheiden. Dann fuͤhrt er dich stets vaͤterlich die sichern Wege, die dein Heil bezielen. Sey'n sie auch hier oft dunkel dir; entzuͤckt wirst du ihr End' einst sehn und fuͤhlen. 5. Drum gnuͤge mir der Weg allhier, den ich muß gehn in meinem Amt und Stande! Sei er auch rauh! Wenn ich dir trau, komm ich auf ihm zum wahren Vater⸗ lande. Mel. Was Gott thut, das ist 98 ott, dir ver⸗ 9⁰ 0 Gaaaun ist mei⸗ ne Pflicht, ist Seligkeit im Leben! Sie kann dem Herzen Zuversicht und Trost und Freude geben. Des Lebens Muͤh' versüßet sie, und laͤs⸗ set uns hienieden iyn Laufe nicht ermüden. 2. Auf Erden wechseln bis ins Grab Zufriedenheit und Sorgen beständig mit einan⸗ Vertrauen auf Gott der ab, wie Mitternacht und Morgen. Däs Ungluͤck flieht, die Freude hluͤht; und kaum ist sie empfunden, ist wieder sie yverschwunden. 3. Wie würde da voll Aengstlichkeit uns jeder Tag verfließen, und bei des Le⸗ bens Heiterkeit das Herz schon behen muͤssen, wenn Zuversicht zu dir uns nicht dann Sicherheit gewaͤhrte, und ruhig bleiben lehrte? I. Du theilst das alles aus, was hier den Sterblichen be⸗ gegnet. Im Gluͤck und Un⸗ gluͤck werden wir von dir doch stets gesegnet Wenn wir nur auch durch den Gebrauch so weise werden wollten, als wir, o Gott, es sollten! 5. Nicht unser Wille soll geschehn; du waͤhlest stets das Beste. Wenn Erd' und Himmel untergehn, steht diese Wahrheit feste. O daß wir sie durch Leichtsinn nie an unsren Seelen schwäch⸗ ten, sie nie verkennen möͤch⸗ ten! 6. Dann würde diese Ue⸗ bungszeit nicht traurig uns verschwinden, des Lebens Widerwaͤrtigkeit uns nie⸗ mals muthlos finden. Dann saͤhen wir, voll Hoffnung hier, mit Palmen und mit Kronen die Ueberwinder loh⸗ nen. 7. Gott, heilige du selbst mein Herz, damit ich dir vertraue, und mit Gelassen⸗ heit ——.— — **. — E.— DDDRHYEtt“.. ——.——.—— — *— 5—9—9——— — 282 Pflichten g heit im Schmerz hinauf gen Himmel schaue Einst preis auch ich auf ewig dich fuͤr überstandne Leiden im Lande sichrer Freuden. Mel. Besienl du deine Wege . 381 Cteabr kränter IT Artrrauntetr, vertraue nur dem Er, der die Himmel lenket, ist auch von dir nicht fern. Erwach aus deinem Schlum⸗ mer, zu Gott erhebe dich: er siehet deinen Kummer; er liebt dich vuͤterlich! 2. Sei auch in deinen Lei⸗ den ein Christ, voll Muth und Kraft; einst kommen deine Freuden, bleibst du nur tugendhaft. Erwarte nue im Glauben getrost die Ewigkeit; wer kann das Heil dir ranben, das ewig dich erfreut? 3. Sei froh Herrn! „ dein Gott regieret, sein Rath ist wun⸗ derbar. Einst wirst du üͤber⸗ fuͤhret, daß er der beste war Und denkest du verm Der Herr erbarmt sich nicht, der Herr hat mein vergessen; so hoͤre, was er spricht: A. Ist auch der Mutter Ei⸗ ne, die ihres Kinds vergißt? Denk an dieß Wort und wei⸗ ne. Gott Freudenthränen, Christ! Und könnt ihn sie vergessen; will ich doch dei⸗ ner nicht, ich deiner nicht vergessen! Der Herr ists; der es spricht! essen: egen Gott 5. Mit rühigem Gemüthe verlaß auf ihn dich fest, weil seine Vaterguüte dich ewig nicht verlaͤßt. Was ist das groͤßte Leiden, das dir be⸗ gegnen kann, bricht einst der Tag der Freuden, des ew'⸗ gen Friedens an? Mel. Wer nur den lienen 44 5. 8 Pein Hort ist Gott! Ihn laß ich walten; ich hoff auf ihn r kennet h. Ihm ehlts, die Seinen zu erhal⸗ ten, an Mitteln nie, und sein bin ich! Ich gründe meine Zuversicht auf diesen Fels und wanke nicht. 2. Was quaͤl ich mich? Bin ich ein Heide, der ohne Gott und Hoffnung ist? Nein; das ist meines Her⸗ zens Freude, daß du mein Gott und Helfer bist. Hilf m michts vermag ich ohne 3. Der Herr erzieht hier seine Kinder zur Ewigkeit mit weiser Huld. Er schont er zuͤchtigt viel gelinder, als wir verdient, und hat Ge⸗ duld. Er hat nicht Lust an unserm Schmerz; er hat ein väterliches Herz. ö 4. Gott ist die Lieb' wie kann ich zagen? Gab er fuͤr mich nicht Jesum Christꝰ Was koͤnnte mir ein Gott versagen, der so unendlich guͤ⸗ tig ist? Erhabner Trost, der nim⸗ Vertrauen nimmer trugt, und jeden Zweisel uͤberwiegt! 5. Ich harre seiner und bin stille. Wie bald ver⸗ streicht die Prufungszeit! Dann nehm ich dort aus sei⸗ ner Fuͤlle unendliche Zufrie⸗ denheit. Er leitet mich nach seinem Rath, wie er mir zu⸗ gesaget hat! Mel. Kommt her zu mir, 339Erfüne redlich dei⸗ 909eue Pflicht, und hoffe hann mit Zuversicht; Gott sorgt mit Vaterliebe fuͤr deines Lebens wahres Gluͤck! Zu ihm erhebe dei⸗ nen Blick, waͤr auch dein Himmel truͤbe! 2. Die Wolken werden sich verziehn, im nen scheine bluͤhn dir wie neue Freuden. Oft wird zur Wohlthat dir der Schmerz; veredelt werden Geist und Herz durch Pruͤfungen und Leiden. 3.. Oft fuͤhrt die dornen⸗ volle Bahn weit sichrer dich zum Ziel hinan, als sanfte Blumenpfade. Drum dulde fromm, mit festem Muth! milden Son Was Gott, der Menschen Vater, thut, ist Weisheit, Huld und Gnade. 4. Doch deines Gottes dich zu freun, im Sturme, wie im Sonnenschein, Beru⸗ higung zu finden, benutze selbst gewissenhaft Verstand und Zeit und jede Kraft auf Gott. 283 dein wahres Wohl zu gruͤn⸗ den! 5. Daß ich gewissenhaft und treu in meinem Amt und Stande sei und meine Pflicht erfuͤlle; zu dem Ent⸗ schlusse staͤrke mich, und dann vertrau ich, Gott, auf dich! Herr, es gescheh dein Wille! In eigener Melodie. 9Q87 Sa, ich meinem 30—4 Gott nicht trauen, der mich liebt so vaͤ⸗ terlich d der so herzlich sorgt fuͤr mich 2 Sollt' ich auf den Herrn nicht bauen, welcher, unbewegt und fest, seine Kin⸗ der nie verlaͤßt? 2. Er weiß alles, was mich druͤcket, mein Anliegen, mei⸗ ne Noth; er sieht bei mir bis in Tod; er weiß, was mein Herz erquicket. Seine Lieb' und Vatertren' wird mir je⸗ den Morgen neu. 3. Der die Voͤgel alle naͤh⸗ ret, koͤniglich die Blumen schmuͤckt, jedes duͤrre Land erquickt, Speise jedem Wurmu gewahret: sollte der verlas⸗ sen mich? Nein; weit mehr, als sie, bin ich! 4. Wnn nach seinem Reich ich tral te, wenn ich nur in Froͤmmigkeit suche meine Se⸗ ligkeit, und sie uber alles ach⸗ te: seguet Gott mir sruͤy und spat Wort' und Werke, Rath und That. 5. Heiter sei der andre Morgen, oder—9819 was unf⸗ — — .* ————————— —2..2222 9— 28 Pflichten geg kuͤnftig ist, guaͤlt mich nicht; ich bin ein Christ. Ich laß meinen Vater sorgen, froh bei Allem, was sein Rath über mich beschlossen hat Gott sei Lob! Was mich ersrenet, stehet unerschütter⸗ lich; er, der Hoͤchste, sorgt fuͤr mich. Ewig wird ers mir beweisen; Seele, freue seiner dich! Ewig sorget Gott fuͤr mich Mel. Wer nur den lieben 3 35Entschwinge dich, 90 mein Geist, den Racheen in welche dich die Schwermuth hullt! Willst du mit deinem Schoͤpfer rechten, daß er nicht jeden Wuusch erfuͤllt? Jetzt kennst du, was dir gut ist, nicht; einst strah⸗ let dir ein höhres Licht. 2. In Finsternissen wankt hienieden des Menschen un⸗ gewisser Schritt: was Got⸗ tes Vorsicht ihm beschieden, was ihn erfreute, was er litt, klärt sich am Ziel von seinem Lauf für ihn als glei⸗ che Wohlthat auf. 3. Dort findest du von Licht umflossen, auch deiner Erdenthraͤnen Lohn. Schau, ihre Saat ist aufg Hossen; sie blüht der nahen Aernte schon. Im Kummer ward sie ausgestreut; bald reift sie fuͤr die Ewigkeit. Drum heb empor die truͤben Blicke, wann sich in Nacht dein Weg verliert! gen Got Dich leitet Gott. O denk zu⸗ rucke, wie gut er immer dich gefuhrt; wie oft; wann Dun⸗ kel um dich lag, das Licht dir selbst aus Naͤchten brach! 5. Gott! gnaͤdig, wenn du uns erhoͤrest, oft gnaͤd ger, wenn du den Plan, den unsre Thorbeit schus, zersloͤ⸗ rest, dich, Vater, bet ich kindlich an. Ich boff auf dich mit festem Muth; denn was du sendest, ist mir gut. Die Liebe hat den Pfad bestimmet, den ich auf Er⸗ den wandeln soll. Ob er sich auch durch Dornen krummet, ich geh ihn hoher Ahnung voll. Einst werd ich in des Himmels Hoͤhn ganz deiner Führung Weisheit sehn. Mel. Fröhlich soll mein Herze —22 arum willst du 36 5 Wnr Nor⸗ gen, banges Herz, dir zum Schmerz, immer ängstlich Ozu dient dein täglich Gruͤmen? Nur dazu ⸗ dir die Ruh' ohne Noth zu nehmen. 2. Wer, als Gott, gab mir das Leben? We als er/ hat bisher alles mir gegeben, was, mein Leben zu erhalten, noͤthig war, immerdar laß ich, Gott, dich walten. 3. Der das Groͤßre uns gegeben, einen Geist, der ihn preist diesen Leib, dies Leben, wird uns auch das Kleinre schenken. Sein bin ich sorgen? Vertrauen ich; auch an mich wird er liebreich denken. . Was auf meiner Le⸗ bensreise mir noch fehlt, was mich qualt, weiß er, der Allweise. Sollt' er mei⸗ ner je vergessen? Er, mein Heil, hat mein Theil laͤngst mir zugemessen. 5. Naͤhrt den Vogel in den Luͤften nicht der Herr? Wei⸗ det er nicht das Thier auf Triften? Kleidet er des Gra⸗ ses Blume nicht mit Pracht, seiner Macht, seiner Huld zum Ruhme 2 6. Nur auf mich solltꝰ er nicht achten? In der Noth ließ mein Gott hülflos mich verschmachten? Nein, mir soll vor Nichts mehr grauen Vaͤterlich liebt er mich: ihm will ich vertrauen 7 Nuͤtzen will ich Zeit und Kraͤfße; widmen sie 77 und fräh nuͤtl ichem Geschaͤfte; im⸗ mer gehn an if seinen V Begen; wird es mir dann allhier maͤngeln je an Segen? S. Vorder fernen Zukunft zagen will ich nicht; es ge⸗ bricht keinem Tag an Plagen. Heute leb ich; bin ich mor⸗ gen nicht vielleicht schon er⸗ bleicht? Warum will ich songen? 9. Sorge du nur; fehle glaubensvoll, soll, dir, Herr, Seele. Sorge du; ich Hille; seyn: ich be⸗ wie ich Leib und dir halt ich soll dein ewig es gescheh dein Wille! auf Gott. 285 Mel. In allen meinen Thaten —28 7W as soll ich aͤngst⸗ 5 0 lich klagen und in der Notb verzagen? Der Hoͤchste sorgt süur mich. Er sorgt, daß meiner Seele kein wahres Wohlseyn sehle. Ge⸗ nug zum Troͤst, mein Herz, fuͤr dich! Was nuͤtzt es, aͤngst⸗ lich sorgen und jedem neuen Morgen mit Furcht entge⸗ gen gehn? Du, Vater mei⸗ ner Tage, kennst, eh ich ders noch klage, mein Leid und eilst mir beizustehn. 3. Auf deinen Wink zu schauen, dir kindli 1 zu ver⸗ trauen, das Herr, ist mei⸗ ne Pflicht. Ich will sie treu⸗ lich üben und dich, mein Vater, lieben; denn du ver⸗ saͤumst die Deinen nicht. I. Der du die Blumen kleidest, und alle Thiere wei⸗ dest, du Schoͤpfer der Na⸗ tur, siehst Alles, was mir fehlet. Drum Serle, was dich quälet, bestehl dem Herrn und glaube nur! 5. Herr, alle meine Sor⸗ gen, die Noth, die oft ver⸗ borgen an meinem Herzen nagt, werf ich auf dich, den Treuen; du weißt den zu er⸗ freuen, der fromm nach dei⸗ ner Hülfe fragt. . Wenn meine Ausen thraͤnen, und sich uach Hul⸗ fe sehnen, so kigg ich di dem Herrn. Dir, dir befehle ich jeden Mi der II —— —— — V— —.— ———————.— — 4* 286 flichten gegen Gott. der Seele; du hoͤrst, du hilfst, du segnest gern. Der du mir hier im Le⸗ ben schon groͤßres Heil gege⸗ ben, und deinen Sohn ge⸗ schenkt, du wirst mir alles schenken, und stets zum Besten lenken, was mich be⸗ kuͤmmert, quaͤlt und kraͤnkt. 8. Du füͤhrest, Herr, die Deinen nicht so, wie sie es meinen, doch stets nach wei⸗ sem Rath. Ob ich mich auch betrübe, bleibt doch dein Rath voll Liebe; das zeigt der Ausgang mit der That. 9. Wenn ich hier Tie + sehe, und es nicht ganz ver⸗ stehe, was du mit mir ge⸗ than, kann ich doch deß mich trösten: Du nimmst mich, den Erloͤnten, gewiß dereinst zu Ehren an. 10. Dort, bei der From⸗ men Schaaren, dort werd ich es erfahren, wie gut du mich gefuͤhrt. Da bring ich dir mit Freuden, nach uber⸗ standnen Lei den, den Dank, der deiner Huld gebuͤhrt. Mel. Was Gott thut, das ist 2999 Mas zagst du? Gott regiert die Welt: und Gott ist ja Allmachtia. Den Arm, der dieses Weltall haͤlt, was macht dir den verdaͤchtig? Wenn Meeresfluth und Feuersgluth uns schon ereilet haͤtten, so kann er doch noch retten 2. Was zagst du? Gott regiert die Welt; und Gott ist ja allwissend. Selbst was dein Herz verborgen haͤlt, ist dennoch ihm wohl wissend. Sein Auge sieht in dein Ge⸗ muͤth. Die Bitte, die du thatest, vernahm er, eh du batest. 3. Was zagst du? Gott regiert die Welt; und Gott ist der Allweise. Stets dient der Weg, der ihm gefaͤllt, zum Heil dir, ihm zum Prei⸗ se. Er führt gewiß durch Finsterniß, durch jede Nacht der Leiden zum Lichte reinrer Freuden. 4. Was zagst du? Gott regiert die Welt und ist all⸗ gegenwaͤrtig. Der Fromme, der an ihn sich haͤlt, ist seines Heils gewaͤrtig. O glaub es gern! Gott ist nicht fern; ,„ wo auch jeder walle, haͤlt allenthalben alle 5. Was zagst du? Gokt regiert die Welt; und Gott ist ja die Liebe. Nichts ist, was dem, der ihm gefaͤllt, ein Quell des Elends bliebe. Auf, sasse Muth! Selbst Jesu Blut sagt dir bei jedem Leiden: Gott segnet uns mit Freuden 6. Was zagst du? Gott regiert die Welt; und Gott ist auch geduldig. Zwar wenn er vors Gericht uns stellt sind selbst die Frommen schul⸗ dig. Doch sein Gericht trifft Fromme nicht. Drum sei ge⸗ wiß⸗ Vertrauen wiß, er schone auch dein in seinem Sohne. 7. Nun, Gott! da du die Welt regierst; wie duͤrft' ich angstlich zagen? Ein Leid, in welches du mich füuͤhrst, soll nie mich niederschlagen. Ich hoff' auf dich. Du laͤs⸗ sest mich bald deine Huülfe schauen. Dir, dir will ich vertrauen! In eigener Melodie. 89 a) Iwar wird noch 38 Imanche Thraͤ⸗ 0—* ne auf Gottes Welt geweint, doch laß den Muth nicht sin⸗ ken: nein wirke, Menschen⸗ freund, voll Glauben fort auf Erden! Es wird doch besser werden! 2. Nie werden wir hienie⸗ den, von allem Schmerz be⸗ freit, nur über Blumen wan⸗ deln. Vollkommne Seligkeit erwartet nicht auf Erden! Doch besser wird es werden. 3. Wir schaffen selbst uns Leiden durch Unzufrieden⸗ heit, durch Leidenschaft und Thorheit und Ungerechtigkeit. Wenn wir nur weiser wer⸗ den, wirds besser auch auf Erden 4. Wenn wir bescheidner wuͤnschen, und uns zufried⸗ ner freun; wenn Pflicht uns uͤber alles wird then'r und heilig seyn; wenn wir selhit besser werden: wirds besser duch auf Erden. Wenn nun des Irr⸗ auf Gott. 28 thums Binde von unsern Au⸗ gen faͤllt: wenn wir das Un⸗ recht meiden, und daunn zum Wohl der Welt vereinigt wir⸗ ken werden; wirds besser auch auf Erden. 6. Uns selbst hier zu ver⸗ edeln, und daun mit Thaͤtig⸗ keit zum Wohl der Welt zu wirken; dies ists, was Gott gebeut. Gott, laß uns dei⸗ nen Willen zu unserm Heil erfuͤllen! Mel. Was Gott thut, das ist 9090⁰) Ein Gott re⸗ 389 E giert! Was zagen wir? Ein Gott erzieht durch Freuden und 4•„ des Schmerzes Druck un hier! Was ist des Lebens Leiden? Ein ernster Streit um Seligkeit. Es mag uns übel gehen: wir werdens uͤberstehen! 2. Wir werden, was am Herzen nagt, mit Hoffnung uberleben, und über alles, was uns plagt, uns siegend einst erheben. Die Welt ver⸗ geht, der Geist besteht. O laßt den Schoͤpfer walten 1 Er will den Geist erhalten. 3. Der Geist erkenut des Hoͤchsten Spur, des Vaters Macht und Milde im großen Reiche der Natur, in Waͤl⸗ dern, im Geftlde, im klein⸗ sten Wurm, im Wintersturm, im Fruͤblingsschmuck, im Re⸗ gen, und in des Herbstes Segen. 4. Der —— ..... 268 Pflichten gegen Gott. 4. Der Gott, dürch wel⸗ chen Alles ist, der selber im Gewimmel der Thiere keines Würms vergißt, der unter seinem Himmel, was lebet, speist, wird unsern Geist fur Licht und Heil erbalten. O laßt den Hoͤchsten walten! 5. So mag denn, was die Welt uns gab, zerfallen und zerstaͤnben! So drohe Krank⸗ heit, Tod und Grab! Des Schövfers Huld wird blei⸗ ben. Er leitet gut, wir haben Muth; es mag uns uͤbel ge⸗ hen: wir werdens uberstehen! 6. Wir zagen nicht: du, Gott, regierst, und wenn du Menschenberzen durch Leiden fuür das Gute ruͤhrst, sö seg⸗ nen wir die Schmerzen. Wir haben Muth; sind wir nur gut, so mags uns übel ge⸗ hen: wir werden's uͤberste⸗ hen! In eigener Melodie. 20 er nur den lie⸗ 2 0 Wj ben Gott laͤßt walten ünd hoffet auf ihn allezeit, den wird er wun⸗ derbaͤr erhalten in aller Noth und Traurigkeit. Wer Gott, dem Allerhoͤchsten, traut, der hat auf einen Fels gebaut. 3. Was belfen uns die schweren Sorgen 2 Was bilet uns unser Weh und Ach? Was hilft es, daß wir alle Morgen beseufzen unser Ungemach? Wir ma⸗ chen unser Kreun und Leid nüur groͤßer durch die Traurig⸗ keit. 3. Man halte nur ein we⸗ nig stille und sei doch in sich selbst vergnügt, wie unsers Goöttes Gnadenwille, wie sein allweiser Rath es fuͤgt! Gott, der uns ihm hat aus⸗ erwählt, der weiß auch gar wohl, was uns fehlt. Er kennt die rechten Freudenstunden, er weiß, wann Hülfe nuͤtzlich sey⸗ Wenn er uns nur hat treu erfunden, geduldig, ohne Heuchelei; so kommt er, eh wirs uns versehn, und laͤsset uns viel Guts geschehn. 5. Denk nicht in deiner Drangsalshitze, daß du von Gott verlassen seist und der dem Gluͤck im Schooße sitze/ den alle Welt füur glücklich preist! Bie Zukunft ändert oft sehr viel und setzet jeg⸗ lichem sein Ziel 6. Es sind Gott sehr teichte Sachen, und seiner Allmacht gilt es gleich, den Reichen klein und arm zu machen, den Armen aber groß und reich. Er ist der Herr, der Jedermann leicht hoch er⸗ hoͤhn, leicht stuͤrzen kann! 7. Sing, bet' und geh auf Gottes Wegen, verricht das Deine nur getreu und trau des Himmels reichem Segen, so wird er bei dir werden neu⸗ Denn, welcher seine Zuver⸗ sicht auf Gott setzt, den ver⸗ laßt er nicht. Gebät. —— ——— ———— +1 14 nüchtern zum Gebaͤt! Eut 1 TT 7 1 pyA kindlich, Flehn aus reinem Ve x 1 Herzen hat Gott, dein Va⸗ 1 ter, nie verschmäht. Er ist Allen Zib mir den guten Hohen mit Dank le⸗ Geist, d Hlaubens 54Ur 1 nic löch(lück, so hoch ge Hülfe widerfahr ehrt zu werden, und im(Le⸗ mein Gemüth in Anast, bät vör Gott zu sehn! Der erzittr' ich in der Noth; Herr de immels und der o so verlaß mich nicht mit der eines Men⸗ deinem Trost, o Gott! lh Wott, verlaß mich Er will blos wenn er zu nicht„aib Wolken u Ver⸗ 7 Hem 1 N allem meinem nicht L*( dein 2 ss 4* meines p 5 Frue Uscht IN Amts ů IV GCNNer Goicht A„oDtie 1 16 Ler sich der Pflich HFaten 1* 0 4ait 0„ 4.* V. A. Y(V 0 err +schäpne NHauit sia 1 gederhr* erh 6 gederhr ch Gott, verlaß tes nd zu seyn, u mich nicht! das ihm bestimmte Ach 6 4 9⁰ Pflichten gegen Gott Herzens Wünsche dir erklaͤ⸗ deiner Hand. Von dir em⸗ ren, wie staͤrkt das meine Sce⸗ pfing ich den Verstand; er⸗ te nicht! Gebaͤt gibt Muth; halt ihn mir, o Herr, mein 17 Gebaͤt gibt Kraft zur Daͤm⸗ Hort, und staͤrk ihn durch pfung jeder Leidenschaft. dein goͤttlich Wort! 6. Was kann zum Fleiß in 5. Laß, deiner Liebe, mich guten Werken mir kraͤftiger zu freun; sie stets vor mei⸗ den Geist erhoͤhn? Was nen Augen seyn! Laß, mei⸗ mehr in Leidensstunden staͤr⸗ nes Glaubens mich zu freun, ken, als glaubig, Gott, auf ihn stets durch Liebe thaͤtig dich zu sehn? Ich treffe nichts seyn! auf Erden an, was mich so 6. Das ist mein Gluͤck, sehr erquicken kann. was du mich lehrst. Das 7. Gott! laß mich nicht sei mein Gluͤck, daß ich zuerst mein Heil verscherzen, gib nach deinem Reiche tracht', Lust und Kraft mir zum Ge⸗ und treu in allen meinen bät! Und wenn aus rei⸗ Pflichten sei! nem, frommen Herzen mein 7. Ich bin zu schwach aus Mund zu dir um Huͤlfe fleht: eigner Kraft zum Siege mei⸗ so hoͤre mich von deinem ner Leidenschaft; du aber Thron durch Jesum Chri⸗ ziehst mit Kraft mich an, daß stum, deinen Sohn! ich den Sieg erringen kann. 3 8. Gib von den Guͤt ern I ik ldie dieser Welt mir, Herr, so 39032cHch komme vor viel, als dir gefaͤllt 3 bei 99 2 dein Angesicht; Wenigem Zufriedenheit; ur verwirf, o Gott, mein Fle⸗ Arbeit Muth und Heiter⸗ hen nicht; wergib mir alle keit meine Schukd, du Gott der 9. Schenkt deine Hand mir Gnade und der Huld! Ueberfluß: so laß mich mäͤßig Schaff du ein reines im Genuß, so laß mich mild Herz in mir, ein Herz voll und gütig seyn, und duͤrft ge Lieb' und Furcht vor dir, Bruͤder gern erfreun! ‚ ein Herz voll Demuth, Preiß 10. Gib mir Gesundheit 7 2 1 +—:** und Dank, ein ruhig Herz und verleih, daß ich sie nuß mein Lebenlang! und dankbar sey, doch, sie 3. Sei mein Beschützer in zu schonen, zaghaft nie mich Gefahr; ich barre deiner im⸗ einer höhern Pflicht entzieh'! merdar. Ist wohl ein Ue⸗ 11. Erwecke mir stets ei⸗ bel, das mich schreckt, wann nen Freund, der's treu mit deine Rechte mich bedeckt? meiner Wohlfahrt meint; 4. Ich bin ja, Herr, in mit mir in deiner Surch sich 291 übt, mir Rath und Trost und freundlich er, dein Vater, Beispiel gibt.—. 12. Bestimmst du mir ein laͤngres Ziel, und werden meiner Tage viel: so sey, Herr, meine Zuversicht: ver⸗ laß mich auch im Alter nicht! 13. Und wird sich eiust mein Ende nahn: so nimm dich meiner gnaͤdig an, und sei durch CEhristum, deinen Sohn, mein Schirm, mein Schild und großer Lohn! Mel. Wer nur den lieben 39 H omm betend oft Nund mit Ver⸗ gnuͤgen, o Christ, vor Got⸗ tes Angesicht. Nie müsse Traͤgheit dich besiegen in der Erfuͤllung dieser Pflicht! O uͤbe sie zu Gottes Preis und deinem Heil mit treuem Fleiß! 2. Bet oft in Einfalt rei⸗ ner Seel Gott sieht aufs Herz, Gott ist ein Geist. Wie kann es dir an Worten feh⸗ len, wenn nur dein Herz dich beten heißt? Der Glaub an Gott und seinen Sohn rührt ihn, nicht leerer Worte Ton. 3. Wer das, was ihm zum Frieden dienet, durch Beten sucht, der ehret Gott. Wer das zu bitten sich er⸗ kuͤhnet, was er nicht wuͤnscht entehret Gott. Wer schnell vergißt, was er ihm schwur, der spottet seines Schoͤpfers nur 4. Bet oft zu Gott, und chmeck in Freuden, wie 1* en: ist! Bet oft zu Gott, und fuͤhl im Leiden, wie goͤttlich er das Leid versüßt! Gott boͤrts, Gott ists, der Hulfe schafft. Er gibt den Muden Trost und Kraft. 5. Bet oft, und heiter im Gemuͤthe schau dich an sei⸗ nen Wundern satt! Schau auf den Ernst, schau auf die Güte, womit er dich geleitet hat! Oft irrtest du: er trug Geduld; erkenn und preise seine Huld! 6. Bet oft, durchschau mit frohem Muthe das Wunder der Barmherzigkeit deß, der mit seinem theuren Blute uns von der Suͤnde Joch be⸗ freit: und eigne dir, zu dei⸗ ner Ruh' und Heiligung, sein Opfer zu! 7. Bet oft; Gott wohnt an jeder Staͤtte, in keiner minder oder mehr; denk nicht: wenn ich mit Bielen bete, so find ich dh'r bei Gott Gehoͤr Ist, was du wün⸗ schest, recht und gut; so sei gewiß, daß Gott es thut! 8. Doch saͤume nicht, in den Gemeinen auch oͤffent⸗ lich Gott anzuflehn, und sei⸗ nen Namen mit den Seinen, mit deinen Brüdern zu er⸗ hoͤbhn! Füuͤhl der vereinten Andacht Werth, die deine eigne staͤrkt und naͤhrt! 9. Bet oft zu Gott fuͤr deine Bruͤder, fuͤr alle Menschen, X 8¹⁵⁸ + 29 Pflichten gegen Gott als ihr Freund denn wir sind Ein ies Leihes Glieder: es ** 8* N De In — 7 18 t, eh ott, „ Drf bu d˙ se scheun, an Lteb' une Tiser nicht er⸗ kalten, und reich an guten 9 Anr Vo ii Werken seyn. Denn Ruth und Kraft und Seelenruh' sagt Gott dem frommen Baͤ⸗ ter zu. Mel. Was Gott thüt, das is 395 E Mol ch hohes Vor⸗ 2 recht schenkst du mir, o du, dem Sera phinen mit Ehrfurcht und mit Dankbegiet. im hoͤhern Leben dienen! Es darf mein Geist, wie schwach er heißt, sich aus dem Staube schwin⸗ gen, und betend zu dir drin⸗ gen Ich darf mit froher t vor deinem Tht erscheinen, und du, mein Gott, verairsst mich nicht; du zaͤhlst mich zu den Dei nen. Du zeigtest dich mir vaͤterlich, so oft ich zu dir trete, und kindlich vor dir Wi. versich Ertlickt die Sinnlichkeit in mir des Herzens fromme Triebe; so slärkt mich das Gebät zu dir in neuer Tu⸗ gendliebe. Was suͤndlich ist, iann ich, als Christ, durch deine Kraft bezwingen, und so den Sieg erringen 4. Gebricht es mir an sanftem Sinn, an Liebe ge zen Brüder; so flieh ich be⸗ tend zu dir hin, und hasse nun x He zeiht mit Freundlich⸗ keit, und sucht der Feinde elten mit Großmuth zu Betracht ich Gebaͤt, mit Schmerz mein fehlervol⸗ les Leben; so wird und 2Z7 sich nie mein Herz, von Stt gereizt, erheben. zu dir: verzeihe mir! und du willst gern verzeihen, und mich mit Trost erfreuen. 6. Wenn Kummer mich zur Erde zieht, und weün mich Sorgen qualen, wenn uir des Lebens Glück ent⸗ flieht, und edle Freunde feh⸗ len; so wend ich mich jetrost an dich: du l mich mit Entzuͤcken im Elend Heil er⸗ blicken Ich fleh In stillen Stunden denk ich oft; was seid ihr, eitle Freuden? Ach, wie ge⸗ schwind, wie unverhoff fft ver⸗ kehrt ihr euch in Lewen Und denk ich dieß, so fuͤhlt gewiß mein Herz sich ange⸗ trieben, n 1 Herr, stets zu lieber 8. O welc zen Muth gibt das Gebat mir in Berufs⸗ geschaͤften! 3 Du lohnest dem, der zu dir fleh heit und mit Kraͤften. Wer dir dir vertraut und auf dich baut, den krönest du mit F Segen anf allen seinen We⸗ ger 9—t. Du Geist der Kraft und des Gebaͤts, du Geist der reinst Liebe, erweck und du nur stets zur An⸗ meine Tricbe! Ind zun ich nicht mit Zuversicht zu meinem Bater treten; so lehre du mich baͤten! Mel. Wer nur den lieben 38090 6 Rin bester Trost ** in diesem Le⸗ ben ist ein G 4 zu meinem Gott. Dies kann mir Kraft in Schwachheit geben, Ge⸗ und in jeder am, bei meit Ruhe Gewissen mich verklagt be der Menge meiner Suͤn⸗ oeit Herz vor seinem rzagt? Nichts tröstet finden wa v Mi mehr, Gott, fleht. als ein Gebaͤt, das bei dir um Gnade Muß ich, um des Ge⸗ wissens willen, un Spott der Lasterhaften se so bet ich demuthsvoll im Stillen zit meinem Gott. Er hoört mein Schreyn, nimmt vterlich sich neiner an und staͤrkt mich . Tugend Bahn. l. Ich will mich nie zu raͤ⸗ 295 n suchen, wann mich ein Fei nd zu kraͤnken sucht; und dem will ich nicht wieder flu⸗ chen, der mir aus Unver⸗ stande flucht. Nein, meine Rach' sei ein Gebaͤt, das Gnade ihm von Gott erfleht. 5. Und wenn ein Kummer mich verzehret, den ich der Welt nicht klagen kann, dann ruf ich Gott, der mich er hoͤret, um' Trost in diesem Kummer an. Wer ihm sein Leid mit Zuversicht entdecket, den verwirft er nicht. Ruf ich ihn an bei dem Geschaͤfte des Standes, den er mir verliehe so fleh ich nie umsonst um Kraͤfte; der Gott der Staͤrke gibt mir sie. Er gibt, aus vauͤterlicher Huld, mir Segen, Klug⸗ heit und Geduld Wann, boͤser Nuste Macht zu daͤmpfen, mir Schwache n Muth und Kraft uiter dann bitt ich Gott; er hilft mir kaͤmpfen, er gibt mir Muth zu jeder Pflicht; und stark durch meines Got⸗ tes Kraft, besieg ich jede Leidenschaft. 8. Wann sch im letzten Kampf des Lebens bei Nie⸗ mand Hülfe finden kann: so ruf ich Gott doch nicht vergebens um seinen Trost und Beistand an, der, wenn die Sprache mir vergeht, noch Mel. selbst meine Seufzer versteht. — Mel. Ermuntre dich, mein 0Q 97 Wi sanft, mein 99 Vater, ist die Pflicht, als Kind zu dir zu treten, odll Demuth und voll Zuversicht zu dir, o Gott, zu baͤten! Welch Gluͤck, das Alles üͤbersteigt, wird im Gebaͤte mir erzeugt, wenr ich mit Kindestreue mein Herz, o Gott, dir weihe! 2. Allwissender! zwar bat ich nicht, um dich erst zu belehren; nicht mit dem Wan, was mir gebricht, das mussest du gewaͤhren; nicht, Wunder von dir zu er⸗ flehn; nicht, andern Pflich⸗ ten zu entgehn; nicht, traͤ⸗ ge, dich zum Segen durch Bitten zu bewegen; 3. Nein, guter Vater, nur um dich recht innig zu empfinden, zum Dank, zur Ehrfurcht feierlich die Seele zu entzuͤnden, zur Demuth, Liebe, Freundlichkeit, zu kindlicher Ergebenheit, zum Fleiß in guten Werken mein Herz vor dir zu staͤrken. 4. Denn, wann ich in der Einsamkeit mein Herz zu dir erhebe, dir, Vater, voll Zufriedenheit mein Schicksal üÜbergehe; dann schoͤpf ich fuͤr die Tngend Kraft, Muth in dem Kainpf mit Leiden⸗ schaft, Erquickung in dem Leiden und Hoffnung ew'ger Freuden. 5. Mit keiner Welt ver⸗ tausche ich die wonnevollen Stunden, wo baͤtend dich mein Herz, o dich, mein Vater, hat empfunden; wo ich mit Thraͤnen vor dir stand, tief deine Vaterhuld em⸗ pfand, die liebevoll mich fuͤhrte, mit Weisheit mich regierte. 6. Wie wird vor deinem Angesicht der Christen Glau⸗ be wichtig; wie warm mein Herz fur jede Pflicht, zu je⸗ der Tugend tuchtig! Wann boͤse Lust in mir sich regt, eil ich, von deinem Geist be⸗ wegt, mich im Gebaͤt mit Thraͤnen nach Kraft von dir zu sehnen. 7. Dein denk ich, froh von Dank gerührt, wann ich mich niederlege, die Pfade, die du mich geführt, bewun⸗ drungsvoll erwäge. Dich ruͤhm ich, wann nach sauf⸗ ter Nacht zu neuer Lust mein Aug erwacht, das die Na⸗ tur entzuͤcket, zu neuer Lust erquicket. 8. Bin ich am Ziel von meinem Lauf zu schwach, noch laut zu beten; dann blick ich, Gott, zur dir hin⸗ auf, und will im Geiste baͤ⸗ ten. Noch sterbend, Vater, dank ich dir, der du so vie⸗ les Gute mir im Leben hast erwiesen. Sei ewig, Herr, gepriesen! Mel. Wer nur den lieben 9 9 Qu dir, o Gott, 90 das Herz erhe⸗ ben Pflichten gegen Gott. —.— ben, zu dir mit frommer An dacht flehn, um uns zum Guten zu beleben, und unsre Tug end zu erhoͤhn, ist dein Befehl und meine Pflicht, und ffuͤrket meine Zuversicht. 2. Laß diese Pflicht mich nie vergessen; laß mich, be⸗ kannt mit ihrem Werth, es taͤglich und mit Dank ermes⸗ sen, welch Heil von dir mir widerfaͤhrt, von dir, der alle Menschen liebt, und allen gern das Gute gibt. 3. Wenn ich vor dich, mein Vater, trete, dir meinen stillen Wunsch vertrau; wenn ich in meinem Kummer bete, und auf zu dir nach Huͤlfe schau: dann sei mein Geist von Heuchelei und ganz von Eigenduͤnkel frei! 4. Nie müuͤss' ich das von dir begehren, was Weisheit nicht erlaubt; bitten, das mir zu gewaͤh⸗ ren, was Andern ihre Wohl⸗ fahrt raubt! Denn du er⸗ hoͤrest kein Gebat, das zu des Andern Schaden fleht. 5. Wuͤnscͤh ich mir Guͤter dieser Erde; so sey auch dieß mein herzlich Flehn, daß ihr Besitz mir Mittel werde, der Brüder Wohlfahrt zu er⸗ hoͤhn; daß ich, von Geitz und Habsucht fern, mit Weisheit sie gebrauchen lern. 6. Wuͤnsch ich bei kummer⸗ vollen Leiden von ihrer Last mich frei zu sehn, und sehn Gebaͤt. 295 ich mich nach Lebensfreuden; so laß mich doch um das nur flehn, was deine Weisheit, Gott, beschließt, und was mir gut und nuͤtzlich ist! 7. Dann wird dir mein Gebaͤt gefallen, und nie werd ich mich trostlos sehn; du, Herr und Vater von uns al⸗ len, erhorst gewiß mein kind⸗ lich Flehn; gibst mir im Gluͤck Zufriedenheit, in Trübsal Ruh' und Heiterkeit. Mel. Es ist das Heil uns 399 Zzott, deine Guͤte 9 reicht so weit, so weit die Wolken gehen; du kroͤnst uns mit Barmher⸗ zigkeit, und eilst, uns bei⸗ zustehen. Herr, meine Burg, mein Fels, mein Hort, ver⸗ nimm mein Flehn, merk auf mein Wort! denn ich will e vor dir beten! 2. Ich bitte nicht um Ue⸗ herfluß und Schaͤtze dieser Erden. Laß mir, so viel ich haben muß, nach deiner Gnade werden. Gib mir nur Weisheit und Verstand, dich, Gott, und den, den du gesandt, und mich selbst zu erkennen! 3. Ich bitte nicht um Ehr' und Ruhm, so sehr sie Men⸗ schen ruͤhren; des guten Na⸗ mens Eigenthum laß mich nur nicht verlieren! Mein wahrer Ruhm sei meine Pflicht, der Ruhm vor dei⸗ nem — — —— j Nicht um Reich⸗ thum, nicht Gott, mein * im Ehre bitt 2 dich. 3 ware Arm war thraͤnenlose 440 Hleyn ich nur lieben kann! sheit nur, dich zu dich in Frende, chmerz meinen Va Wé ei zu be⸗ tze zu ver⸗ eiberschaft deiner Lie A N V du, was ich bat, verseihn. Uum III* R ta) u deß sich 1. 2 alle Him⸗ „ daß du Go unser Vater bist, in Ewigkeit 2. Weit, uͤber unser De ken weit, geht deines Na⸗ mens Herrlichkeit I e i⸗ lige, von Liel ni/ wer deinet damet 7 I N/Kr erbreite deines ches Ruhm durch Eyvangelium! Mach unser ihm unterthan; so ba dich freudig 5 dofner Mahl du in deiner Wahr wohlzuthun nie dein Wil⸗ le gesch C Auf wie in Hoͤ 9*2 Sei mit uns in des Le⸗ bens Roth und gib uns un⸗ schwachheit mit Geduld; V Uens wollens, Herr Zu hart sei die Ver⸗ suchung nicht; Herr, staͤrk uns, wann uns Kraft ge⸗ * zricht; steh uns zum Siege maͤchtig beiz; mach uns im Guten fest und treu, Erbar⸗ mender! 7 40 Erlos', erloͤs uns, nser Gott sach deinem Rath aus aller im nach vollbrachte ifungs⸗ lauf uns zu dem b u Le ben auf, Alllt 9. In deines Heiligthum, auf deiner Erd erschallt dein Ruhm. Dein ist die Macht, die Herr⸗ lichkeit von Ewigkeit zu Ewigkeit. Hallelujah! V — In eigener Melodie. 401VB u Jesus offenbaret, den der Geist mit hoher Andacht nennt; Vater, den kein Himmel von der Erde, keine Welt von seinen Kindern trennt! 2. Hochgelobet sei großer Name, dein angebaͤtet ine Herrlichkeit! Heil dich der Mensch ü Staube, von der Wiege bis 1 zur Ewigkeit 3. Dein Reich komme! Jenes Reich des Friedens, das durch eisheit und durch Liebe bluͤht; jenes Reich, das Jesus Christus baute, das die Menschen fuͤr den Himmel zieht 4. Es gescheh' dein Wil⸗ le hier auf Erden, wie in jenem hohen Geisterreich; und die Wahrheit und die Tugend mache alle Menschen deinen Engeln gleich! 3. Gib uns; ewigtreuer Menschenvater, gib uns, ꝑN was wir brauchen in der Noth! Ach wir bitten nicht um Gold und Schätze; oih ur Zufriede und 4* 6. Wann wir auf ugend straucheln, so vergib uns Schuld und 8 so wie wir auch nwollen, wann 7 gern verg ein Naͤchster uns gekraͤnket hat 7. Schütze uns in der Ver suchun gsstunde, wo die Tugend mit dem Laster ringt; laß uns auf die Himmelskrone blicken, wann die Erde unser Herz umschlingt! S. So erloͤse uns von al⸗ lem Uebel, das den Geist und unser Herz bedroht! Gram und Reue werden dann * — ——.].].... —— —ꝛꝛ—— * siegen uber Belt und Tod. . err, ist das und Star⸗ dann verschwinden, und wir * Herr⸗ Alle Himmet ruh⸗ „und dein Fürbittefür den Regenten und die Obrigkeit Mel. Lobt Gott, „HOca) Es freu der 4 52 Türst Furst des Landes sich, Gott, deiner allezeit! Sein Auge sehe stets ö sein Herz sei dir ihr Christen Begnadigt, Herr, mit deiner Kraft und deines stes voll, gedenk er stets der Rechenschaft, die er dir ge⸗ ben soll! groß und schwer ist se eine Pflicht, uno er, ein Men ssch wie„ wie seh braucht er vor an dern Lcht und Rath und Kraft von dir! 1. Verleih ihm das! Wenn er beh hrt, dir ähnlich, Gott, zu seyn, so hilf ihm, * dein Bild verklaͤrt, sein Volk, wie du, erfreun! 5. Er fördre willig deinen Ruhm; er denke gern daran: das Land sei, Herr, dein Ei⸗ genthum, und er dein Un⸗ terthan! 6. Der uͤber Christen, Gott, von dir zum Herrn verord⸗ net ist, sei deiner Kirche Schutz und Zier, ein edler Mensch und Christ! 7. Er zeig in seinen Tha⸗ ten sich als deinen treusten Sohn! Den Lastern sei er fürchterlich, der Tugend Se chu 15 und Lohn! 8. Der Unterthanen Liebe sei sein edelster Gewinn, und kein gerechter Seufz er schrei um Rache wider ihn! 9. Um seinen Thron sei immerdar Recht und Ge⸗ rechtigkeit, und dann beschuͤtz ihn in Gefahr, wann ihm und uns sie draͤut! 10. Sein eignes Beispiel wirke mehr, als jede Str afe thut, und es verbreite um ihn her zu jeder Tugend Muth! 11. Verdienste heb' er gern empor; er folge weisem Rath und oͤffne freun ndlich Herz und Ohr, wann ihm ein Armer naht! 12. Auch ihm bestimmtest du das Ziel, das er errei⸗ chen soll; Herr mache seiner age viel und jeden segens⸗ 13. Sein werd' in jedem Flehn zu dir mit Lieb und Dank gedacht! Erhoͤr uns, Gott: dann jauchzen wir und preisen deine Macht Mel. Sei Lob und Ehr' dem „HSO rhalt uns, 402„E Herr, die Obrigkeit! Du gabst sie uns, auf Erden mit Wohlstand und mit Sicherheit durch sie be⸗ beglückt zu werden! Verleih ihr Weisheit, Trieb und Kraft, was wahres Wohl dem Lande schafft, mit Sorg⸗ falt wahrzunehmen! 2. Gib, daß sie, deinem Vorbild gleich, uns vaͤterlich regiere, zu uns den Segen und dein Reich durch Huld Anstalt fuͤhre, der Unsc huld Schirm und Waͤchter sei, Verdienst und Redlichkeit erfreu, dem Unrecht kraͤftig steure! 3. Laß uns, von ihrem Schutz bewacht, des Frie⸗ dens Gluͤck genießen; laß ruhig unter ihrer Macht das Leben uns verfließen! Hilf, daß wir in Gottseligkeit dir dienen, und schoön in der Zeit die Frucht der Tugend aͤrnten! 4. Beschirme sie durch dei⸗ nen Schutz, daß, die ihr Uebels goͤnnen, mit aller List, Gewalt und Trutz ihr niemals schaden können! Nie fehle jeder guten That, die sie sich vorgenommen hat, dein segnendes Gedeihen! 5. Gib denen Eifer, Fleiß und Treu', die du ihr un⸗ tergeben, daß jeder freudig thaͤtig sei, nach seiner Pflicht zu leben! Erleichtre ihres Amtes Muͤh'; mit deinem Segen kroͤne sie, und sei ihr Lohn auf ewig! 6. Laß sie mit uns beflis⸗ sen seyn, in deiner Furcht zu leben, uns deiner Ober⸗ Gebaͤt. 299 herrschaft freun, mit ihr dein Lob erheben; daß so vor deiner Majestaͤt, die uͤber alle Hoheit geht, Regent und Volk sich beuge! Allgemeine Fürbitte. Mel. Wo Gott zum 103 5 Tur alle Menschen —4 bäten wir, o Hoͤchster, fuͤr uns, zu dir. Du, der du aller Va⸗ ter bist, gib jedem, was ihm heilsam ist! „Dir tonet unser Lobge⸗ sang; wir bringen Ehre dir und Dank, daß du sie alle, alle liebst, und liebend allen Gutes gibst. 3. Deß freun wir uns; dies proisen wir, und* herzlicher zu dir fuͤr alle, die dein hoher Ruf, wie uns, o Gott, zu Menschen schuf. 4. Nimm aller vaͤterlich dich an, und leite sie auf ebner Bahn; es sei zu dei⸗ nem Preis und Ruhm ein jedes Volk dein Eigenthum! 5. Verirrte fuͤhre, Herr, zurück zu dir, zu ihrem wah⸗ ren Gluͤck; und wer von dir sich fuͤhren laͤßt, der werd' im Guten tren und fest! 6. Entreiß der Laster Ty⸗ rannei die Sunder! mache, Gott, sie frei, daß sie der Tugend Pfade gehn, und freudig einst dein Antlibsehn! Haus 7. Gib allen Menschen frohen Muth; bewahr ihr Leben und ihr Gut; laß ihrer 300 ih er G3 ind P Wĩ zerk Ri 5N verdienute Achtung sie er freun! „In ihrer Noth verlaß sie nie: und sind sie traurig, troͤste sie! Gil ien hier Zuf iedenheit und dort der Frommen Seligkeit! Wir alle einst den En geln gleich, erheben dich in deinem Reich, und ewig ewig danken wir, dir, un ser aller Vater, dir Dankbarkeit Mel. Lobt Gott, ihr —— und das ich dir. st du stets re ziert ets ward du mi* Zann Angst und Noth sich mir genaht; so börte mein Wutt und ließ naͤd'gen Rath in vergehn Mein in ich in Schmerz heit sank, und rette mich! so balf mir Gott. Dank, mein 6 dich? Betrübte mich des Fein⸗ NY 71 welchem erheb ich 4 Sott!* agt ich Gott Er half mir, ihn vergaß„und gab Ins Herz. ich den richt' gen Pfad verlohr und ver⸗ schuldet sah, rief ich zu dir, *2 6• ⁰ l Geduld 5. Wenn nich 23. mein Gott, empor, und Huͤl⸗ fe war mir nah. 6. Oft, wann nach Trost die Se sich von mir gewandt, rief ich voll Sehnsucht: Herr, wie lang! Und mich hielt seine Hand. 7. Er half; noch hilft er stets, der Herr, denn er ist 18 und gut. Aus der rsuch ung rettet er, und gi bt 3 zur Tugend Muth. 8. Herr, fur die Leiden dank ich dir, dadurch du mich geuͤbt, wie fuͤr die Freu⸗ den, welche mir dein milder Segen gibt! Y. Dir dank ich, Herr, daß die Natur mich nährt und mich erfreut. Ich schmeck jeder Kreatur, Gott, dei⸗ ne Freundlichkeit. 10. Ich danke dir fuͤr dei⸗ nen Sohn, der fur nich Sünder starb und der zi deinem Gnadenthron den Zutrit mir XI. Et Heiligt Erheb ihn, des Herrn! Die Erd' ist voll von seinem Ruhm; er hilst in seinem Volk 1 11 Ruhr und rettet gern. 12. Er hilft und laͤßt die Traurigkeit bald uns vori⸗ bergehn, will uns, nach kur⸗ zer Pruͤfungszeit, zu ew gem Glück erhoͤhn. 13. Vergiß nicht, Seele, deinen Gott; was er an dir gethan Verehr und hal⸗ te sein Gebot und bet ihn ewig an! ö Mel lichten gegen Gott + Dankb Mel. Nun dan all ott urch d 74. 75 535 grofer d urch dich bin ich» den; dlie Himmel und ihr Beer sind durch dein Wor eutstanden Denn, wenn 2 sprichst,„geschiehts 3 wenn du gebeutst, stehts da. Mit Allmacht bist du mir, und auch mit Guͤte nah. 2. Du bist der Gott der Kraft; dich preisen Erd und Meere, und Himmel predi⸗ en die Wunder deiner Ehre. ich bet ich dankend an! Mein Heil kommt von dem Herrn. Du hoͤrst der Men⸗ schen Flehn, und du erret⸗ 0 7 2 — + test gern 3. Und wenn ich deiner Huld, o Gott, gewuͤrdigt werde, was frag ie r dir nach de! Im Himmel donnerst du, und Schrecken sullt das Land: doch fürcht ich nichts; denn du deckst mich mit dei⸗ ner Hand. 4. Wenn ich die Himmel seh, die, du, Herr, ausge⸗ den W der Sonne Majestaͤt, en Mond, den du bereitet; 10 sprech ich: was ist doch der Mensch, daß du sein denkst, daß d und daß du täglich uns unzaͤhlig Gutes schenkst! 5. Voll Guͤte läß'st du uns auf grünen Auen/ wei⸗ den, nährst uns mit Speis' und Trank, und füllst das Herz mit Freuden. Du dach⸗ arkeit. 801 den Ruh': ein Golt, de verzeiht. Wie gnat bist dund n Wem sollt' ich sonst ver⸗ un, als dir; du Gott der Götz er? wen ehren so, wie I mein Schutz und mein V. rretter? Wie Err Wie sanft ist dein Befehl: gib mir dein Herz, mein Sohn, und wandle meinen Weg ich bin dein und Lohn! dein Gebot ist 1 49 n Weg ist Fried ben! Wie koͤnnt' ich em Gott der Liebe wi⸗ dérhnreb 12 Der Laslerhafte mag in stolzem Gluͤcke hlůͤhn; mich soll er nicht in * eine Netze zie 9. Auch wenn kein Mer ssch mich sieht, will ich die Su de fliehen; denn du wi rst Aller Werk vor dein Gericht einst ziehen. Ich will, wenn meinem Flei Boͤses noch geluͤst't, bedenken, daß sch was mein Leib, Gott, dein Tempel ist 10. Sollt' ich nach Ehr und Ruhm und Nein, Herr, S 5 2— nd mit tr achten 2 Unrecht uns sieht, bleibt, wie er ewig war, unendlich groß und gut Lob sei ihm immer⸗ dar! Mel. Lobt Gott, ihr srei höc sten Gut, der gr Wunder uͤberall, auch an uns Menschen, thut 3 Von unsrer zarten Kind⸗ heit an hat I unterstützt er, der allei und gern une ützt 4. Aus se iner Fi neh⸗ men wir noch immer, was uns naͤhrt, und unsern See⸗ len auch schon hier Zufrie⸗ denheit gewaͤhrt. 5. Er strent auf dies bens Pfad viel Freuden um uns her. Die Noth, wo⸗ mit sein weiser Rath uns prüft, erleichtert er. 6. Er fordert uns zur Tu⸗ gend auf, die hin zum Gluͤck uns führt; er ists, d uns ren Lebenslauf mit weiser Hand reniert Er beibt uns treu; sein Wort sieht fest. Wer hier sich zu ihm bhͤlt, kommt, wenn er diese Welt verloͤßt, zum Eln der beßren Welt 8. Singt, Christen, singt Le⸗ thm Preis 10 De fur tigkett INn wird sie euer 1 loch mehr in En tl t/ n 5 1 1 4 7 6 mit den H E 1 en * 14 u, sch sche II 1 K V V 7 I 7 1 ¶ u⸗ ö Schmer⸗ zen, Die rden Segen mir un 10 ei 4 +* 2 selu nicht im Pilgexlände »* 766 Quellen auch im duürrstei Saunte Immer stre die — vil 7 3 err, als du? nicht durch alle Ein mir und Vergnüͤgen zu o Gott, nicht und zum täglichen 72 Owie viele frohe Tage slossen„we mirn chte ge⸗ brach, ruhig hin und frei von frei von jedem 0 e mech! Hatt' auch einer“ Nuͤh und Sorgen; sie entflohn und und jeden Morgen, ydeine Sonne sah, waren schn ich d 1 e Freuden da. An treuer Aeltern Hand 5. Ja, ich hab aus bein entfloh die er F Ulle, was wünschen mag Tugend nr Trank un schwieg, sprach Schutz Mund, und mir der Weis⸗ kund. nmer gegen und, wo mir ein V 3— 74 ein Wie weit waͤr ich viel⸗ oder seicht vom Tugendpfad ent⸗ ö haͤtt' ich durch ihren Rath nicht die Gefahr e lele net, zu der das Laster führt! Leicht werden wir sein Raubz; uns mache Leichtsinn nie fuͤr ihre Lehren taub! Wie Maͤnchem war das C das du mir gabst, Re Mua, I 9 fernet, du/ Herr, mir in jener Ewigkeit 3dort zu werden mich; und schon den seh' ichs, fü nevoll, was ich kuͤn iftig wer⸗ vor den soll hast von schte Froͤmmigkeit, die ni cht n Mienen heuchelt/ die aus dem Herzen quillt, mit falschem Trost nicht schmeichelt, die 8 Ruhrung I Zinn nachahmt und in an mir gethan, sich nahrt, hast du von Ju⸗ V gend gesorgt, mit muͤthe denk ich nach, was du — ——— RA 7* 306 Pflichten gegen Gott gend auf mich, guter Gott, seyn; stets unser Herz voll gelehrt. Dankbarkeit sich deiner Guͤte Vie dank ich wuͤrdig freun! dir? Durch Thaten will ick danken. Und wollte ja mein D* om Tugendwege wan⸗ ken; o dann erinnre du mit deiner Gotteskraft, durch mein Gewissen, mich der schweren Rechenschaft! Lob Gottes. Mel. Mein Gott, das Herz Neon allen Him⸗ 114 nern coͤnt dir, Herr, ein froher Lobgesang. Zu dir, Anubetungswuͤrdͤger, steig“ auch der Menschen Dank! 2. Du brauchst zwar un⸗ sers Preises nicht, wirst durch ihn größer nie; doch bleibet stets dein Lob uns Pflicht: und, Gott, wie schön ist die! 3. Dich preisen, ist uns Seligkeit: dir danken, hohe Lust; schon hier fuͤhlt, wer sich deiner freut, den Him⸗ mel in der Brust. 4. Wir stammeln zwar dein Lob hier nur, so heiß das Herz auch gluüht; denn deinen Ruhm, Herr der Na⸗ tur, erreicht kein sterblich Lied. 5. Doch du verschmaͤhst das Opfer nicht, das dir die Andacht bringt, die sich mit Kindeszuversicht zu dir, Er⸗ habner, schwingt. 6. So soll dein Lob denn allezeit in unserm Munde Das Te Deum. eigener Melodie ö Q(a) CKerr Gott, 2 dich loben wir! Herr Gott, wir dan⸗ ken dir! Der Hoͤchste ist von Ewigkeit! Er schuf die Welt, das Werk der Zeit. Die ganze weite Schoͤpfung preist, Gott Vater, dich! dich Sohnl dich Geist! Die Cherubim, die Seraphim, die Himmel alle singen ihm: Heilig ist unser Gott! Heilig ist un⸗ ser Gott! Heilig ist unser Gott, der allgewalt'ge Gott! Weit, über alle Himmel weit geht deine Macht und Herr⸗ lichkeit! Sie, die den Erd⸗ kreis wunderbar belehrten, deiner Boten Schaar, der Lehre Jesu Maͤrtyrer, sie preisen ewig dich, o Herr! Auch deine ganze Chrislen⸗ heit preist dich auf Erden weit und breit, dich, Vater, auf der Himmel Thron, dich, Jesu Christ, des Vaters Sohn, und dich, o Geist, deß Wunderkraft in Suͤndern neues Leben schafft! Du Hoherpriester! du Pro⸗ phet! du Koͤnig, deß Reich nie vergeht! Du wardst ein Mensch, doch suͤndenrein, um uns von Sünden zu befrein. Dem Tode nahmst du seine Macht, Macht, zum Himmel hast du uns gebracht. Zur Reck Gottes sitzest du; mit Macht und Gute herrschest du. O der für uns geblutet hat, erwürgt fuͤr unsre Missethat, im Grabe laͤßest du uns nicht; du kommst, du kommst und haͤln Gericht. Einst sei im Himmel ew'ges Heil mit allen Frommen un⸗ ser Theil, hilf deinem Vol⸗ ke, Jesu Christ, und segne, was dein Erbtheil ist! Leit' uns durch unsre Pruͤfungs⸗ zeit den Weg zur frohen Ewigkleit Die Erd' ist auch dein Hei⸗ — ligthum, auch sie erfulle stets dein Ruhm! In dieser unsrer Pilgerschaft ist, Herr, de Wort uns Licht und Es ist ein reines, 13 wer n N r sündigt nicht; und wer noch faͤllt und es bereut, der findet da Barm⸗ herzigkeit. Die Erd' er sull', Herr, stets dein Ruhm, so wie des Himmels Hei⸗ ligthum! Amen! In voriger Melodie. 7 Ob) Cerr Got 4 3* V oben wirt * ven 1ir! Herr Gott, wir danken dir! Dein Segen stroͤmt durch deine Welt; du bist es, der uch uns erhaͤlt! Drum steig im hohen Jubelton, auch üunser Lied zu deinem Thron! Unendlicher, wer ist, wie Lob Gottes 2252 0—7 1 du? Uns rufen alle Himmel 3 uns erschuf, is an Macht und Weis⸗ 6, an Huld und Liebe unermeßlich groß! oß war deine Herr⸗ Anbe⸗ * * 2 Doch wolltest hah: zahllose Welten standen da, und jede trat die weite Bahn, auf deinen Wink, mit Freuden an. Nie hob ihr Gleichge⸗ wicht sich auf, noch immer lenkst du ihren Lauf; und froh ist jeder, der es denkt: du bists, der auch die Erde lenkt. Wie weise, groß und herrlich ist, Allherrscher, was dein Rath beschließt! Die Kronen sind in dei⸗ ner Hand; den Weisen gibst du den Verstand, den Helden ihren Hel⸗ denmuth: und Alles, was gut. Durch Volk den thust, ist ich erringt ein Sieg; durch dich entfleucht der wilde Krieg, und Friede fuͤhrt uns Ruh und Glück, die Ordnung und das Recht zuruͤc. Das Feld belohnt durch dein Geheiß des treu⸗ en Landmanns regen Fleiß; es bluͤhet Kunst und Wissen⸗ schaft, und alles, Herr, durch deine Kraft In unserm Staube flehen wir voll froher Zuversicht zu dir, zu dir, der uns im Him⸗ mel hoͤrt, und liebreich unsre Freuden mehrt. Kein We⸗ U 2 sen E. V * E It fur mick 1 deines he eitet; hat 7 mens Uhm er Hgesild für mich jetzt dein He bevoll und mild V. hã bereite e Waͤlder lle Fel⸗ entgegen, reich* Uh feinem Seg Zem bluht de 1 terhebt sich d ö f m toͤnt und f 22 4 te r iu de 1 0 kert 0 ni em lebt der Tl Imen + al seinen Woeil V 2 0 1 de weher 58 seterr werren Gesang, A n Segen, ihm zur 89 18 einen Thron zu Noch strahlt mir unge⸗ hoͤrt der M schwaͤcht sein Licht; nock gern, obgleich gert die Natur sich n e dem Herrn, Welt für mich z cken in höh Pfalmen si 8 Darum hat er mit de Ifür noch ist gendlich 7NI I I X. 41 tzend ten. hat der Herr an mich gedacht! So sorgt fuͤr mich die Huld und Macht, die mich so hoch erhoben! O stroͤmt aus meiner vollen Brust, stroͤmt hin, Empfin⸗ bungen der Lust, den Guͤti⸗ 3 — 0 P fer 5 Val⸗ gen zu loben —————— * ochbeg! A Lobet den H .. den nachtiger Koͤnig der Ehren! Laßt uns beherrsch er in 2 I x** 4 th verehren Tretet E her⸗ 13 stimmet ein Freudenlied an, des Hoͤchsten Lob zu ver⸗ zren! Lobet den Herren, der aufs beste regieret, der uns mit Weisheit und Guͤte b hieher gefuͤhret, der uns nwder gefahrlichen aß man sein Vater 1 e Lie G Gemuͤth troͤstet und kb lwͤͤrts zieht, lich' Trübsal es kränket! 1. Lobet den Herren, der oße Barmherzigkeit u wann wir Menschen t Suͤnden ihn haͤufig be wann zeit mit Geduld Huld en ver⸗ trübet, noch oͤttlicher Guade und Sune ret! V Ve auf e? reg wa der wie er u ö 6 huldre 9 7. Lobet den Herren, der, wenn wir als Christen einst sterben, uns auch im Tode laͤsset vergehn und ver⸗ nach dem Tod als derben, und liebt und ewige Richt segnet Freuden uns Gott, laͤßt erben! 8.. 4 seinen Herren und hochheiligen Namen! Lobt ihn mit allen, die von das Leben bekamen! ahe und fern frohlocket alle bet den n Hert In t* 57 536 14. D *— sten Gut, dem Be Guͤt dHem tt, ider thut, dem Gott, der mein Gemüthe mit seinem 1 Trost erfüllt, dem Gott, der allen Jammer stillt! Gebt unserm Gott die Ehre! Him⸗ onen; und die, die in ft, im Meer und auf der Erde wohnen, die alle reisen deine Macht, die 1 rgebrack »rm Gott die Ehr⸗ auch er früuh und spat mit seiner Gute walten In seinem ganzen Konigreich ist alles recht, ist alles unserm Gott die Ehre! meiner Nott tt, ve nimm eine Da 63** Hi 5„ da lUieß Yott mir Heil und Trost er scheine Orum dank ich, Gott drum dank ich dir 9 4 N I Ach danket, k ket Gott mit mir hebt unserm Gott die Cbre! niemals nicht v Volk geschied seine Zuversicht Heil und Frie H ner Allm Verr —.3 — Feuer und H hebt unserm — * 2 dUrchs teer Gott die Ehre! nicht hel e kann, kein Ret⸗ ter uns sich zeiget, nimmt Gott sich unser maͤchtig an; der Allerbarmer neiget zu un⸗ serm Angstgebaͤt sein Ohr; sein starker Arm haͤlt uns empor. Gebt unserm Gott imen nennt, bi unserm Gott die Ehre zyr, die ihr 8 Moan unt ttes Macht e unt, jeb( 6 1 Chre! τ zu Spott rist Gott! — err kt Gebt + /e ve ommt, or „ NIur sein A icht, ihm Dank und 676 bringen Be⸗ 3 et die gelobte Pflicht un t uns fröhlich nugen: Der Herr ha lles wohl be⸗ * 77 2 vot ꝗ dacht und Alles recht und gut gemacht! Gebt unserm zott die Ehre! eigener Rreis und Anbe⸗ +IViung se Gotte! Denn ö freundlich t uber und lKgehet seine 7 seine nem Preise! Ein Loblied ihm sei unser ganzes Leben! Ihn der Welt Beginn uns geliebt hat! Wer wollte Got nicht von Herzen lieben? . Zwar kann der Mensch ht ihn wuͤrdig preisen; ver⸗ IMmmi nimmt er hoch herab seinem— nel unser fu Danklied, und geu der Freuden viel in unses Seele, wenn wir ihm danken, dem ollen. hier rden und Leben uns aus seiner. Gnade. Doch groͤßre Seligkeit ist dort reitet denen, die ihn lieben, wenn sie dereinst, erneut zu inem Bilde, verklärt und heilig, vom sind Gnader A4. Scho n quillt Freud auf E he be⸗ 5. Laßt unsers Gottes uns ewig freuen! Halleluj Amen! O welche Selige eit IMe ists, sein sich freuen; und einst im Himmel ganz sich heiligen und ihm leben! Denn ew er uns, seine Kinder schaffnen Hee 1— ruhm ich deine Macht, daß du mich zu dei ner Ehre hast ans Licht der Sinne, Leib Re Welt gebracht! und Seel' und Leben hat mir Lob Gottes Tod erwacht pfer der er⸗ Gott, sei!dir und Y von würt 2 ch hast du Ort und für mein Daseyn aus Hat n an Geleg sromm zu werden, je gefehlt? Nie⸗ mals hast du mein ve ergessen/ immer Heil mir zugemessen. Weiser Gott, ich bringe dir ewig Preis und Dauk afuͤrl 4. 1 zaͤhltest mei⸗ ne T ich weinte, Liebreich merk⸗ test du uein Sehnen unter dieses Lebens Muͤh; und an jedem Leidenstage lindertest sahst! hfte du meine Plage. Nimm, o Vater, nimm dafür ewig 1Dank von mir! froben e ich, Heiligster, mit iden mein verfuhr⸗ 6 kt: o dann durmich finden 2— 7 r Buße weckt. kit une hem Erbarmen uͤber⸗ mich Nimm, ziger, fuͤr reinen Herzensdank von mir! romte stroͤmtest du B* Barmher 6. O was bin ich hreiuer von Erde, daß du meiner deine Huld gegeben. Gro ßer so gedenkst, und, dan it ich Schöpfer, nimm dafüur ewig heilig werde, mich so treu⸗ Dank und Lob von mir! lich zu dir lenkst; daß so viele 2. Wunderbar bin und mit Kraͤften wunderbar reitet, geziert: ich be⸗ aus⸗ Tage laben? Dir ward ich deiner Gaben mich an jedem Dir, du ew'ge Liebe, dir opfr' ich heißen Dank daf Für! geleitet, meinem Glucke zu⸗ gefuͤhrt. Fuͤr die treue Va⸗*. Treu im Glauben terpflege, für die Guͤte dei⸗ laß mich enden, Vater 0 3 ner Wege, wunderbarer Fuhr meinen Lebenslauf! Wer das AIl* wil lch kt Dank und Ehre bringen, 10 0 + 5* 1 2* V* Trost und Licht? so lange sich mein Herz l zu Thun Gedeihn? du ꝛm Biste Uein Ich! 3ene u zählen sind sieen und mein Vater, die We de kann eben; nimm 11617 m„ mit Gnade U b h ir nem bessern ben dich wé ger ben kann! Da steigt in sel'ger Geister Ehor mein Lobgesang zu dir empor. In voriger Melodie den, sehn und hoͤren, hat deine Huld hervorgebracht Herr, deiner höhen Weisheit Licht erforscht dor ößte Weise nicht. 2. Du bist's, der die schoͤpfe weid und ihnen Lust und Wohlseyn schenkt; du bist es, der die Erde kleidet und sie mit Thau und Regen traͤnkt; du bi rhabner, dessen Kraft rühling seine Anm schafft: 3. D Muren, Gaͤrten ha verjuͤngen, und Alles neues Leben fuͤhlt; daß alle 2 2 bringen, zaͤume das Feld in tausend Farben spielt. Der Blume Wohlge⸗ ruch und Pracht verkuͤndigt, 8 Wacht *„ Acht. 1 Urquell alles Waͤrme sichtes, und durck h uns erf die Schonheit hellstrahlend in Fallt sant. elt Augen deiner + die 5. Was lehrt das Lich tausend Sternen, der ten Abglanz in der Nacht? Erkennen soll ich, fuͤhlen ler⸗ nen die Groͤße deiner Schoͤ⸗ pferm⸗ acht. Weit, über meine Fassung weit, geht, Schoͤ⸗ pf er deine Herulichkeit. So oft ich sie bewun⸗ dernd sehe, führ' mich ihr Anblick, G ott, auf dich und wo ich steh und wo ich geh erfuͤlle heil'ge Ehrfurcht m lich t von vor der du stets um ch und meines F 16 efe siehst 7. O laß mich stets mit frommen Blicken die Wun⸗ der deiner Werke sehn! mich, mit dankendem Ent⸗ zücken dich, ihren Sch oͤp er, ern erhoͤhn, mich deiner schoͤnen Schöpfung freun, dir meines Herzens Andacht weihn! Selbsterkenntniß und Demuth 19˙8 . Mel. In.— meinen Thaten 10— 19 das ich nur Gu⸗ tes habe, ist Gottes milde Gabe; nichts M ist mein Eigenthum Für d wo⸗ dir, nicht Mit Einsicht und mit Kraͤften zu des Beruss Ge⸗ schuͤ fte 1 beschenkt mi ch eine uld. Durch dich— ein ge⸗ rathen mir meine guͤten Tha⸗ ten; an Fehlern bin ich schuld allein Das Gluͤck, deß ich mich freue, schaffst du nach deiner Treue, du Herr der Welt! Du ordnest Tage, ihr Glück und ihre Plage, wie deiner Weis⸗ heit es gefaͤllt. 1. Sollt ich mich heben, wenn mir i Leben viel Gutes wide ganzen nun er⸗ N. diesem faͤhrt ꝰ W'é as * ** 3814 Pflichter Was hat dich, Herr, bewo gen, daß du mich vorgezo gen? Bin ich auch jemals dessen werth? 5. Weu, ich bin geringe der Hu die besinge, und werd es ewig seyn. Dies will ich nie vergessen, so werd ich nicht vermessen durch Stolz und Hochmuth mich entweihn. 6. Das weislich anzuwen 111* der„ wa Nit hun 1 den mir guͤtig zugewandt: dies sey in diesem Lebe mein eifrigstes Bestreben! Dazu gib Demuth und Ver⸗ stand. In eigener Melodie. 499 Wie leicht ver⸗ 122 kenn ichwei i⸗ Schwaͤche, wenn ich zu viel mir von mir selbst verspreche, und da un—7 Wahn, aus Stolz und( gensinn nicht sehen will, wie klein, wie schwach ich bin! 2. Gib, Gott, daß ich mir keine Nachsicht gönne, daß ich mich selbst und meine Fehler kenne, auch jeden Trieb, der sich in mir empoͤrt, zum Bösen reitzt und meine Ruhe stört! 3. Entdecke mir der Tu⸗ gend wahre Groͤße und je⸗ des Lasters Niedrigkeit und Bloͤße, daß nie sein Reitz mich blendet fN„ daß immer nur der Tugend Werth mich rührt und verfuͤh gegen uns Nie laß, o Herr, mich lbst die kleinsten S itschuldigen und unerhe h finden! Gib, da h sie voll tiefer Scham bereu', und ernstlich auch den kleinsten Feh scheuꝰ . Wenn mein Gemüͤth der Wahrheit Weg verfehlet, gern gut seyn will, und doch das se waͤhlet, leichtsinnig ist * + 8955 V** 2 ytden Irztrhum sieht: so aib t Licht, daß es den TII 7 Verhehl' ich mir bheim 2 Heiligungsgeschäfte aus stol⸗ n Wahn den Maͤngel mei⸗ ner Kraͤfte: so lehre mich ihn redlich mir gestehn, und voll Vertraun zu dir um Hülfe flebn! Wenn ich mich meinles Sinns und Wandels freue, und doch nicht mich wahrer Tugend he: so gib, daß ich, genduͤn⸗ kel fre ie recht zu würdi⸗ gen stets sorgsam sei! Wie manche That ent⸗ springt aus niedrem Triebe, aus Eigennutz, und nicht aus Mer ischenlieben Wie That gewinnt Ruhm der Welt, die doch nicht dir, Allsehender, ge⸗ faͤllt — Du ließest m dop Nilicht der neiner 1 V 1 7 ihrem Wert h * 1* terrichten; e befoͤrdern st smein 315 Selbsterkenntniß und Demuth. Wohl: und doch thu ich genthum? Wer ließ mich un⸗ nicht immer, was ich soll. terrichten? Wer ließ in mei⸗ 10. Olehre mich, wie oft, ne Pflichten mein 6 luͤck wie schnell ich fehle, wie gern mich sehn und meinen Ruhm? ich noch mich vor mir selbst 6. Wer gab mir, dich zu verhehle, n. fuͤhre du, zu lieben, und dein Gebot zu meinem wahren Gluck, mich üben, die Lust Freudig⸗ in mich selbst und in mein k Herz zuruck! Kraͤfte im schaͤfte? Wer e Mel. In allen meinen Thaten und Kraf ft im 093 GSiib, Gott, wenn Du schaffst, daß ich 47+ sich dir diene; dich waͤhle; du rufst mich. daß ich mich nie erkühne, wann ich fehle, auf rechten daruͤber stolz zu seyn! Wer Weg zurück: du ͤ ö ö kann bei seinen Werken, wie ab von Sund oft er fehlet; merken? Wer mich Gnade finden, und ist von Mängeln voͤllig rein? gibst zu meiner Beßrung Such' ich stets deinen Gluͤck. Willen eifrig zu erfuͤllen, 8. Sollt' ich mich deß er⸗ gort gebeut? heben, was du mir, Herr, irde gegeben? Hab ich zum Stolz tꝰ ich auch t u⸗ alles üben, was du mir vor⸗ geschrieben, wer bin ich“? ich mich den Ein 1 unnützer Knecht stets aus re 6 aus wahrer Mel. O Gott, du frmmer Oft sind die„0 Ceer, der du Alles nicht Fruͤchte 1 ½½..) gibst, von dem Früchte ich Alles habe, was ist mein! Stand, mein Glück und je⸗ meiner de gute Gabe? Es ist nicht Jaugend, der Mangel mei⸗ mein, if ein unverdientes ner Tugend, o Herr, ge⸗ Gut, darum bewahre mich denke nicht! Willst it vor Stolz und Uebermuth! deinen K 2. WMenn ich vielleicht der verdienen, rech Welt mehr, als mein Naͤch⸗ sie alle dein Gericht. ster Luno⸗ und wenn ich mehr 5. Doch wenn auch, Verstand, als er besitzt, be⸗ zur Ehre, rein meine stze; bin ich drum mehr als gend waͤre; weß ist die er? O nein! Wer schenkte mir V 7¹ M Ve* 5* —„ ich um zu sehr rSeH recht Mmir du ts. Raff verstehn die mich, so 1 Mer kennen der Weie den K Heil ter, das ich der 1 wäh x˖ 1 ter nicht verlier mit deinem vom false 1 1 Wahrheit o gieb, daß ich ihn 1 1 1u nen, ist Ver⸗ mig M MNi zu n let, mein Ba⸗ +* Fo 117ᷣ I Idecte mir⸗ 9oao Weg er⸗ Erleuchte mich icht, so taͤu⸗ Riir 44 AIn Bin ich no rechten Stege, der mich zum age 1 der ir 2 ich lierk! Git r 175 0 einmal doch er zas ich hier r, d hier gethan. O hs nicht ren, wo Reue n kann! Hier mmel Ang von Wahn und Selbst be⸗ trug! M Vie 2 V V 1 V soll mich selbe laß mich diese Pflicht nad einer Vorschrift üben, und raͤnke selbst den Trieb: frob und begluͤckt zu seyn, den du mir eingepflanz t, in heil'ge Grenzen ein! Grb, daß mein ganzes Herz sich deiner Liebe weihe, und daß in Allem ich dein Auge kindlich scheue! als ein Christ sich liebt, der flieht auch als ein Christ, was wider Gotte sfurcht und Menschenliebe ist Kein sck N oͤder Eig jen⸗ nutz beherrsche meine Seele! Und wenn zu meinem Glück I Wer ch Weg un el laß mich d auf t und Wal haun, ne mMe hun Der Fluc t jedes 6 1 lei⸗ D6 1 8 7 Go +„ e det. Wer Unrecht liebt und thut hat deinen Beifall Nie treffe mich, o Gott schreckliche Gericht! 5. Rie blende mein Ge⸗ muͤth der Eitelkeiten Schim⸗ mer! Der Erde Reiz ent flieht ja doch im Tod auf im⸗ nier Was hilft uns kurze Lust? Was bilft uns eitle Pracht? Nicht ein vergaͤng⸗ 2 —614 8 oDie lich Gut ist, was uns s . 1e XX z, vissen, nur allein des Le⸗ en; das d, und zum 11 erfuf im To aus der Zeit 4 + folgt mir grofen Segen nach bis in die Ewigkeit. O selig, wer darnach mit beil'gem Eifer trachtet, und fuͤr sein groͤßtes Gluͤck, Gott, deinen Beifall achtet. Der liebt allein sich recht; der findet in der Zeit schon wabre Ruh' und einst voll⸗ kommne Seligkeit! S. Dies sei auch mir mein Ziel! O laß es mir gelingen, des Herzens wahres Gluͤck nach Wunsche zu erringen! Laß Ieeee.e SSSI —3————— 318 Pflichten geger der Welt, gib, * 4 5* daß ich so mich Ued, wie S +. Mel. zu mir 40 7a) Herr 6 re .. E— gro ßen Werth, den mir Vernunft und Schrift erklaͤrt, laß mich schrift e mit Ernst be de iken, und auf die Sorge fuͤr ihr Wohl si unermuͤdet, als ich soll, de groͤßten Eifer lenken! 2. Wie huldreich hast du uns bedacht; wie viel hat deine weise Me ach t schon hier an uns gewendet! D schufst uns, Gott, dein Bild zu seyn, und hast, in uns es zu erneun, selbst deinen Sohn gesendet. 3. Zu groß fuͤr diese kurze Zeit, bestimmt zum Gluͤck der Ewigkeit, genieß ich dieses Leben, durch Glauben und durch Frömmigkeit zu hoͤhe⸗ rer Vollkommenheit dereinst mich rheben. 4. t großer Treue willst du mich auf diesem Pfade vaͤ⸗ h zu jenem Ziele fuͤhren. mich nicht durch eigne chuld das Heil, das dei⸗ ne Vaterhuld mir zugedacht, verlie 5 5. Mit dir, Gott, ver⸗ eint zu seyn, wich ewig dei⸗ ner Huld zu freun und dich zum Trost zu wahlen: das + NINI. ns selt +— 1 18 se 11 10 Be⸗ den muhn! 8 den 1 ten „ ‚D dah 2 Leichtsinn vor dir W st, o Gott, das Unreck die kleinste yn ich mi dir du wirst u zeit auch mich gewif Herrlichkeit in deinem 9) Wach meiner Seele ligleit laß ringen! Gnadenzeit in& ich ei iust bringe Wie wür vor stebn? Wer 11 + deich wuͤnscht einzugehn/ mus eines Herzens werden Erst, wann die letzten gun Stunden nahn„erst, war wir sterben sollen, zu di wenden, und die B e meiden wollen; das ist der Weg zum Leben nicht, den uns, o Gott, dein Un⸗ terricht durch Jesum Chri⸗ stum Viger. — rufest uns; Sünde Du zur Hei⸗ ligung; drum soll schon hier auf Erden mir meines Her⸗ zens ö —.ꝛ̃—. Sorge fuͤr zens Besserung die hoͤchste Sorge werden. Gib mir da zu nur Lust und Trieb; sej zu groß mir der ewänn' gA/ Welt mit allem, was den Sinnen und meinen Lusten wohlgefällt, was würd' ich dann gewinnen ꝰWas huͤl⸗ fen lue In Scha itze mir, was Macht und Glanz, wenn ich dafür mein ewig Heil ver⸗ scherzte? 5. Mas fuͤhrt mich zur Zu⸗ friedenheit schon hier in die⸗ und gend es zu 1 auch die — 40 sem Leben? WMas kann mir Trost und Freudigkeit in Noth und Tod NVicht M ũ 1 noch geben? enschengunst; nicht Gottes Gnade und der Blick auf je⸗ nes Lebens Freuden ird lück, 6. Herr, h diese Kleinod mich vor D gen trachten; mich immer, Heiligster, auf dich, auf Recht und Tugend achten! Daß ich auf deinen Wegen geh, und im Gericht vor dir besteh', sei Sorge! meine Mel. Gott Vater, an Erba Hiiee toch unsre .Prefungszeit. men + 2 428 Hier sind wir immerdar im Streit; hier, wo uns Irr⸗ thum leicht berückt, das schwache Herz sich bald ver⸗ strickt, die Sinne jedes die Seele. 319 Blendwerk ruͤhrt, auch boͤ⸗ ses 5 Bey spicl oft verführt O ft nehmen L über⸗ hand und stroͤmen bers ganze Lar Düum hüte dich! Das Weltgericht bringt alle Sünden an das Licht. Christ, sei zun Kampfe stets bereit, und flieh den Schlaf der Sicherheit! „Mein Vorsatz ist: ich will ihn fliehn! Doch, wie gelingt mir mein Bemuͤhn? Gefahr nehm' ich hier bei Gefahr, ein Netze bei dem andern wahr. Wie so viel Feinde drohen mir! Ich Schwacher, wie entrinn' ich hier? A. Die Welt huͤllt in der Tugend Schein oft ihre La⸗ ster kuͤnstlich ein, preist den Genuß des ens an, schilt Froͤmmigkeit rsinstern hr Weg ist lustig, eit und voll. Sie winkt mir, daß ich folgen soll. 5. Du, Jesu, mußt das Beste thun! Mein Hoffen soll auf dir beruhn. Ach, durch dein Blut bin ich ja dein! Du wollest staͤrke mir verleihn, daß ich unüber⸗ windlich treu, o Herr, in jeder Prüfung sei 6. Der Sündendienst scheint zu erfreun, und en⸗ digt sich in Schmach und Pein. Drum sseh dein gu⸗ ter Geist mir bei, daß ich kein Knecht der Suͤnde sei. Gestatte dem Versucher nie, 4—0— . .0 IRII———— gegen uns selbst rch den Glauben m 2 Heh was wahrhafte Fleiß darauf eh mir selbst mit bei fler hn d ö he cht 1 un 1 4 8, wenn + 4*Y C* Aue 1 u en 1 mit fester Zu icht diesem Licht sich anvertra Denn die ft sam darauf seh G mung raufe N d werden Heil und Lebe Weisheit ist es, dar⸗ * ua tra en, St mit l bekannt zu seyn sich uicht men en und .•— I.. 1oft f V + 90 geftehn z stets nach Beßrung streb und doch nie sich er heben. 1. We Erden werden. es, alles meiden, was mit Reu' das vert; fern sich hal⸗ die Sorge fuͤr Wohlfahrt achten; nein, nach bessern Guͤtern rrachten. 6. Weisheit ist es, Gottes Gnade sich zu seinem Ziel ersehn, und auf seiner Wahr⸗ hert Pfade diesem Gluck ent⸗ gegen geyn; gern auch Got⸗ tes Willen thun; froh in seiner Fuͤgung ruhn, und, wann Leiden uns beschwe⸗ ren, hoffend mit Geduld ihn ehren. Weisheit ist es, stets bedenken, daß, was irdisch ist, vergeht; Wunsch und Hoffnung dahin lenken, wo das Ziel des Glaubens steht; seine Blicke unverwandt nach dem ewegen Vaterland rich⸗ ten, und sich hier bestreben, wie man droöben lebt, zu leben. 8. D Weisheit ist au Erden, Hoͤchster, unser be es Theil. Die leitet werden, deren Weg ist Licht und Heil. Solche Weisheik kommt von dir, Gott! verleihe sie dach mir; laß sie mich zu allen Zeiten auf den Weg des Friedens leiten! von dir In eigener Melodie. +2 M ache dich, mein * 0⁵ N Geist, betreit; wache, bet und flehe, daß auch in der bösen Zeit fest dein Glaube stehe. Sicher ist nie der Christ; Gott laͤßt auich die Frommen in Ver⸗ suchung kommen. die Seele. àt 2. Sage nicht; ich habe Zeit; jetzt noch darf ich schla⸗ sen. Deuk an Tod und Ewig⸗ keit, an der Sunde Strasenz sieh', der Tod, der dir droht/ kann dich leicht in Sunden ubereitet findeit. 3. Wache! Dir ist unbe⸗ kannt, ob dich nicht au Er⸗ den Piüfungen von Gottes Hafid noch betreffen werden. Der saͤllt leicht, dem es daͤucht, daß er sicher s.ehe auf der Tugend Hoͤhe. 4. Wache! Denn hier hat der Christ noch von allen Seiten was der Seele schäd⸗ lich ist; müthig zu bestrei⸗ ten. Gott laßt zu daß auch du;, wenn du sorglos wal⸗ lest, in Versuchung fallest. Wache, daß die Macht der Welt nicht dein Herz ver⸗ tehre;“ nicht, wenn sie sich freundlich siellt, dich durch List bethöre. Wach' und sirh, daß dich nie die VBerfuhrer saͤllen die dir Netze stellen⸗ NVlach' und hab' auf dich wohl Acht, daß dich nicht die Sünde, wenn zu ihr die Lußt erwacht, schimpflich uͤber⸗ winde. Sie betrügt und be⸗ siegt leicht den, der sich heu⸗ chelt, fest zu stehn sich schmei⸗ chelt. 7. Bete aber auch dabei kete bei dem Wachen; das wird dich von Tragheit frei und behntsam machen. Gitt verleiht Festigkeit det, dur seiüs SISISISIITITIIIITITIIIITI ———. .——— — SISISQSSISSSSSS —— SSSIIIIIII ————.—— seine Gnade, auf dem rech⸗ Frum so will ich im⸗ „ rei wird zum Lohne geskrone. Mel. 3e ein Thorer 5 + ch selbst * V ich elbst muß ich bezwingen, um dir, Gott, treu zu seyn; das Gute zu vollbrin t zu scheun; muß ich mit ed⸗ lem Muth mich f de Kampfplatz wagen: mir man⸗ chen Wunsch versagen und jedes falsche Gut 2. Ich soll kein Uebel flie⸗ hen, wenn mir die Pflick n, die Sundenluf I. gebeut, mich ihm zu unter⸗ ziehen; soll mit E beit da, wo Gefahren auch Gefahr nicht sch den Sie verleihn Auf jeden meiner Trie⸗ be laß„Herr, mich achtsam seyn, laß mich die Eigen⸗ gegen uns selbst i waͤhrt der Streit, und dann liebe und jeden kel shei Mill Ius** Will oll und 6 mein f 8 Herz beruͤcken fm sie Ucken, en ren Re Re luf h nur will ich ehen; rkt durch dick o Herr Streit mit n bestehen, er sei mir 1 0 schwer. Du unterstut Alle Menschen müssen 2* M4 1 b Inser Wan . I Iin 74 stim Him mel Köstlich Wort, wie stroͤmst du mir, umringt Muth vom Weltgetümmel, und suͤße Hoffnung zu! Je⸗ der Fußtritt, den hue, bringet mich de d der Vi ů ber Ruhe naähen ier naͤher * x eto fest, ihr then⸗ 180 Mtetas 4 Üder, haltet Miht werthe Wort! schlag' eure Hoffnung nieder Wallet immer muthig Muthig blicket hin e; viele schon ergrissene le! Wir, so wahr es Gott verhieß, wir ergreifens auch gewiß. Nur, wie fromme Pil⸗ ger müssen, bleibet wacker, seid nie laß! Stets des ho⸗ hen Zwecks beflissen, wach und — sus selbst ging— unde Glieder, Inser Wandel ist im muntre Kraͤfte, o Gott, wie Aun dstlich die nicht werth! sir ũ augt zu des B n ifte, wenn Kran if, seinen Leib beschwert? Ist 15 de t itrer 4 Sch mich denn mit ist das enn 57 und Gesu ů 5 III n nah Ist r O stehe mir t We daß diese Pflicht m sei! 2. Sollt i mit erletzen, wat mir andertrau bes i *.* — +* — 23** 5—*** —— 34. 8³4 Pflichten gegen uns selbst. bes Pflege zielt; nein, stets in jenen Schranken bleibe, die dein Gesetz mir anbe⸗ siehlt/ Bes Koͤrpers Wohl laß nie allein den Entzweck meiner Sorge seyn! 3. Mein groͤßter Fleis auf dieser Erde sei meiner Seele Wohl geweiht, daß sie zum Himmel weise werde und reife zur Vollkommenheit! Dazu, Herr, segne meinen Fleiß, so leb und sterb ich dir zum Preis. Mel. Wer nür den lieben WMa) Ker Wol⸗ 4 55 D lust Reiz zu widerstreben, laß, Hoͤch⸗ ster, meine Weisheit seyn Sie ist ein Gift fur unser Leben, und ihre Freuden werden Pein. Drum fleh ich demitthsvoll zu dir: o schaff ein rrines Herz in mir! 2 Die Wollust kuͤrzet unsre Tage: sie raubt dem Koͤrper seine Kraft; und Armuth, Seuchen, Schmerz And Pla⸗ ge sind Fruͤchte dieser Leiden⸗ schaft. Der haßt sich selbst, der Wollust liebt, und sich iu ihre Fesseln gibt. . Sie ranubt dem Herzen Muth und Staͤrke; schwaͤcht den Verständ, der Seele Licht; erstickt den Eifer edler Werke, den Ernst, die Lust zu jeder Pflicht: fuͤhrt Reue und Gewissensschmerz in das ihr hingegebue Herz. 4. Der Mensch sinkt unter ihrer Buͤrde noch tiefer, als zum Thier, herab; er schaͤn⸗ det und entehrt die Wuͤrde, die ihm sein weiser Schoͤp⸗ fer gab; vergißt den Zweck, zu dem er lebt, wenn er nach niedren Luͤsten strebt. 5. So schimpflich sind der Wollust Bande! Schon vor der Welt sind sie ein Spott: sie sind vor dem Ge wissen Schande, und noch weit mehr vor dir, o Gott! Wer sich in ihre Knechtschaft gibt, wird nicht von dir, o Gott, geliebt. 6. Den übergibst du dem Verderben schon bier, der seinen Leib enrweiht; und nie wird deinen Himmel er⸗ ben, wer sich unreiner Luͤste freut. Ach laß mich ihre Reizung fliehn, und keusch zu seyn mich stets bemuhn! 7. Gib, daß ich allen boͤ⸗ sen Luͤsten mit Muth und Nachdruck widersteh'ꝰ, und stets; dawider mich zu rüͤ⸗ sten, auf dich, Allgegen⸗ wärt'ger, seh'! Wer dich, o Gott, vor Augen hat, flieht auch verborgne Missethat. In voriger Melodie. Qꝗb) HDei, aller Wol⸗ 433 S lust Reitz zu wehren, o Mensch, ein Freund der Nüchternbeit! Laß Speis' und Trank dich nie beschweren und steure deiner Sinnlichkeit! Sei deiner Schwachheit dir be⸗ wußt, wußt, und meid' oft selbst erlaubte Lust! 2. Um rohe Triebe zu ver⸗ buͤten, sei schamhaft gegen deinen Leib; laß nicht dein Auge dir gebieten; flieh' eit⸗ len Scherz und Zeitrertreib! Des frechen Witzlings freier Scherz erniedrigt und ver⸗ irbt das Herz 3. Entzieh der Wollust ibre Kraͤfte durch Fleiß und edle Thaͤtigkeit“ Der Keuschheit Schutzwehr sind Geschaͤfte; die Traͤgheit naͤhrt die Sinn⸗ lichkeit Bei Spielsucht und bei Müßiggang besiegt uns jeder boͤse Hang. . Willst du den Trieb der Wollust daͤmpfen, eh er die Freiheit dir verwehrt, mußt du ihn ungesaͤumt bekaͤm⸗ pfen, sobald er sich in dir emport! Hast du ihn nicht schon fruͤh erstickt, leicht wird er dann nicht unterdrückt 5. Oft taͤuschen dich des La⸗ sters Triebe, und du erblickst nicht die Gefahr; oft wird zu unerlaubter Liebe, was Anfangs nichts als Freund⸗ schaft war;. ein langer Um⸗ gang macht dich dreist, und du vergißt, was Unschuld heißt. 6. Dein fuͤblend Serz wird sichs verzeihen, daß es des Lasters Triebe naͤhrt; es wird nur ibren Ausbruch cheuen, weil dieser vor der Welt entehrt; wird kleine Sorge fuͤr Leib, Leben und Gesundheit. 325 Fehler uͤbersehn, und so zu groͤͤßern ubergehn. 7. Ists Sunde nur, die That vollbringen? Ist, der's nicht thut, schon tugendhaft? Nein, auch den Trieb soll ich bezwingen, den Hang und Wunsch der Leidenschaft! Nicht unser Wandel nur soll rein, auch unsre Seele soll es seyn. 8. Die Luͤste sind es, die uns schaͤnden, und sie ver⸗ letzen unsre Pflicht, auch oh⸗ ne daß wir sie vollenden. Drum ruͤhme dich der Keusch⸗ heit nicht, so lange nicht dein guter Geist der Lüste Herr⸗ schaft dich entreißt 9. Denk oft den mächtigen Gedanken: die Unschuls ist der Seele Glück, und werfe, faͤngst du an zu wanken, auf Gott und Zukunft deinen Blick! Dir gibt dein ganzer Lebenslauf sie nicht zuruͤck, gibst du sie auf. 10. Drum fliehe vor der Wollyst Pfade, und lockt dich schmeichelnd ibre Bahn, so rufe hruͤnstig Gott um Gnade und Weisbheit in Ver⸗ suchung an. Erzittre vor dem ersten Fall; du faͤllst ges wiß mehr, als Einmal. Mel. Werde munter mein 22 tandhaft sei, 40 2 Oo Gott, mein Wille, zuͤchtig stets und kensch zu seyn; in der Unschuld bei⸗ tern Stille deiner Gnade mich zu strobe Mei nen rei verkürzet, laß mich mit Sorg⸗ falt fliehn; doch auch nicht aͤngstlich zagen, es für die Pflicht zu wagen; auch dazu hast du mirs verliehn. . In deine Va befehl ich, Herr, mein En d und meiner Tage Lauf. Es sei mein ganzes Leben dir hier zum Dien hilf erhaͤnde Ende ergeben; du nur selbst der Schwachheit auf Was nützt ein langes wenn man nicht, Gott ergeben, nach wahrer Torn strebt? Wer Gott Lebe Leb en, und Menschen liebet, und sich im 6 auben übet, nur der hat lang und wohl ge⸗ lebt +. 459 Gabe uns de en, womit Guͤte naͤhrt, die, uns zu staͤrken, und zu laben, so viel des Guten uns gewaͤhrt! Ja alles, was der n genießt, beweißt, wie freund lich, Gott, du bist! 2. Du segnest Auen und Gefilde mit uners Fruchtbarkeit, die terliche Milde und ů Allmacht jedes Jahr ernent damit der Mensch, von Sorgen krei, saͤttige und dank⸗ var sey sey V —* sich f läßest une nic ——*— unser X aäglich Brod; Sorge fuͤr Leib/ Leben und Gesundheit. 827 noch der du gibst uns auch Freuden für einen jeden Sinn, o G Gott! Wie groß, el im Genuß, ist Ueberfluß will ich maͤßie zum Wechs deiner Ga — I. Orum ier Güte seyn, un 5 nichts von meinem Ueberflu sse durch niedre Schwelgerei entweihn. Denn gehe des Dankes Pflicht gebeut mir Maͤßi⸗ gung und Nüchternheit. 5. Mit Speis' und Trank den Leib beschweren, ist schimpflich, ziemet Christen nicht. Gott gibt sie uns, daß sie uns naͤhren, uns staͤrken zu Beruf und Pflicht. Was ist, das mehr den Geist entweiht und schwaͤcht, als rohe Si kett keit laͤhmt alle fte bringt Krankheit, Zank und Streit; macht treulos im Berufsge⸗ schäfte, raubt des Gewissens Sel Keit; setzt zu den Thie⸗ ren uns herab, und stuͤrzet vor der Zeit ins Grab. Ach, mancher starb schon längst und modert runk zu fruͤh ins Grab gestreckt, von Gott zur Rechenschaft gefodert mit Schmach im Grabe noch be⸗ deckt. Gott, laß mich ja dies Laster scheun; enthalt⸗ sam, maͤßig, nuͤchtern . So oft ich Speis' und Trank genieße, so laß es mit Vernunft geschehn, u .— seyn!⸗ 22— r 5²8 Pflichten gegen uns seldst. ich beides mir versuͤße, mit Dank auf dich, den Geber, sehn; auf dich, der du uns zaͤrtlich liebst und Nahrung und Erquickung gibst! Arbeitsamkeit und Be⸗ rufstreue. Mel. O Gott du frommer 4(Wu nhast uns, 4 55. + Herr, die Pflicht zur Arbeit auferleset, und Fleiß in dem Beruf ur erastlich eingepräget. Pir ist, o Heiligster, der Maßig gang verhaßt: fur uns des Unheils Quell, fur andere der Lad. . In deine Ordnung, Herr, laß willig mich beqne men, und Burden des Berufs entschlossen auf mich nehmen Wenn auch mein Angesicht der Arbeit Schweif benetzt: wohlauf Du hast mich selbst in den Beruf gesetzt. 3. Bewahre nur mein Herz vor eitlen Nahrungssorgen! Gib mir mein täglich Brod, und sorge du fuͤr morgen! Ich will an meinem Theil das Meine fleißig thun, und dann mit Zuversicht in dei⸗ ner Fugung rubn! 1. Auch foͤrdre, großer Gott, die Werke meiner Hünde, den Anfang segne du, beglücke du das Ende! Laß mich bei jeder Lat auf jenes Leben sehn, wo wir vad treuem Fleiß zu deiner Ruhe gehn. Mel. In allen meinen Fhaten 37Dum Fleiße ward 4/ O dae veben vom Schoͤpfer uns gegeben, und nicht zu traͤger Ruh'⸗ Wie Fruchtbarkeit dem Regen, so folgt dem Fleiße Segen; er strömt pus Glück und Freuden zu. „Er sitärkt des Leibes Kraͤfte; er foͤrdert die Ge⸗ schaͤfte, gibt uns ein sroh⸗ lich Herz; er schafft uns su⸗ ßern Schlummer, erleichtert Gram und Kummer, und lindert oft den herbsten Schmerz. „Er hilft den Hang be⸗ siegen zu sündlichem Vergnu⸗ gen. WMas mehr, was fiets erfrent: der Unsern Wohl⸗ fahrt schuͤtzen, der Welt und Nachwelt nutzen, das ist das Gluck der Thätigkeit . Drum laß uns, Gott, auf Erden nie traͤg im Guten werden: du ganl der Kraft uns viel Dich, unsern Verrn, zu ehren, und Men⸗ schengluͤck zu mehren, sei immer unser schoͤnstes Ziel! 5. WMenn andre trostlos klagen, dann werden wir nicht zagen, und keinen Tag bereun. Wenn Trage tran⸗ ern muͤssen: dann spricht uns das Gewissen getrosten Muth und Hoffnung ein. 6. Wenn einst viel edle Thaten um uns, gleich reifen Saaten, mit reichen Fruͤchten stehn, wenn Tan⸗ sende Arbeirsamkeit und Berufstreue. sende sich freuen und heißen Dant uns weiben: wie ist kann unser Lohn so schön! Mel. Es ist das Heil uns 23(Krott iss, der 4 50 das Vermoͤgen schafft, das Gute zu voll⸗ bringen 3 er gibt zur Arbeit Muth und Kraft und läßt sie ans gelingen. Was man mit ihm nur unternimmt, wird, wenns mit seinem Willen suimmt, nicht ohne Segen bleiben. Wer sichs zur ersten Sorge macht, vor ihm ge⸗ recht zu werden, und erst nach seinem Reiche tracht't, den gibt er auch auf Erden vom Irdischen mit milder Hand so viel, beim Fleiß in seinem Stand, als ihm wah haftig nützet 3. Gott ist der Frommen Schild und Lohn; er krönet sie mit Gnade, daß ihnen nicht der Feinde Hohn und keine Mißgunst schade. Mit seinem Schutz bedeckt er sie, und segnet bei des Lebens Muh' ihr Herz mit Trost und Hoffnung. I. Drum gib, o Gott, daß ich auf dich bei meiner Arbeit sehe! Mit Licht und Weisheit seane mich, daß ich nie Wege gehe, die mir dein heilig Wert verbeut! Nach deines Reichs Gerech⸗ tigkeit laß wich vor Allem Kachten. 229 Laß Muͤßiggang und Trägbeit mich. mit aller Sorgfalt meiden; thun, was ich soll, gestarkt durch dich, gehorsam und mit Freuden, daß ich in mei⸗ nem Standesteeu, und mei⸗ nen Bruͤdern nutzlich sei, und dir zur Ehre lebe! 6. Sei uberall, mein Gott, mit mir! Die Werke meiner Haͤnde befehl ich, Allerhoͤch⸗ ster, dir; hilf, daß ich sie Lollende zu deines großen Namens Preis, und daß die Frucht von meinem Fleiß in jene Welt mir folge! Mel. Schon ist der Tas von 304) Nur Arbeit, 4 ———) nicht zum Muͤßiggang 0 Herr, anf den; um laß auch mich mein benlang durch Arbeit nutzlich werden! Gih mir Verstand und Vust und Kraft, geschickt, tren und gewissenhaft mein Werk hier zu verrichten! b. Hast du ein Amt, so warte sein; das ist, o Gott, dein Wille O floͤße selbst den Trieb mir ein, daß ich ihn treu erfulle; hilf, daß ich stets an Willigkeit, an Ein⸗ sicht und an Tüchtigkeit zu meinem Amte wachse! 3. Laß auch vor träger Meichlichkeit mich stets mein Herz bewabren! Laß mich, wann es die Nilicht gebeut, nie meine Kraͤfte sraren! Wann F....—?: ———————— 2*⁷ Gut und 3 1 Bru zu setzen, was mer⸗ DUr ö‚ rt, und Dr ewährt? du die* 1u aewahrt? * so f d; afbar würd ich han⸗ x 1* 1 —— Mein erstes Trachten ürdigung und weai⸗ sei allhier nach deines Gei⸗ ser( ruck er irdi⸗ stes Gaben! Wie reich bin 0 1**— I schen Guüter. ich, o Gott, in dir, wenn 874 H4Aanonn ich nur dich kann haben! ** geiz t 961 6G6, dar y die IHes hei„gib mir Kraft, damit mir seyn, die Wurzel es + 1 4 5 Mas. +NIN* 74 71 717 + 10 3 ten e es mir Bösen! Von Unruh und Ge it ——“9.—— 632 Pflichten gegen uns selbst. 7. Lehr du mich weise und Gut; er hats und Sparsamkeit, um das nicht wunscht noch mehr: er darbt zu verschwenden, was du in seinem Gluck, sein Herz mir gabst; nein, in der Zeit—4. freudenleer. es nuͤ glich anzuwenden! Gib 4. OGott, so wehre doch mir die Klugheit, daß ich der Habsucht niedern Trie⸗ hier dadurch dem Naͤchsten, ben, und heilige meine Herz, so wie mir, des Lebens nie das zu sebr zu lieben, 4* Muͤh' erleichtre! was man mit Muͤh gewinnt, +* Es kommt ein Tag der bald schwelgerisch verzehrt, Rechenschaft: das laß mich bald unruhvoll bewacht, und * stets bedenken, und mein bald mit Fluch vermehrt. 7 Gemuth gewissenhaft zur 5. Ein weises frommes . Treu im Ird'schen lenken; Herz, das sei mein Schatz ö daß selbst von Gutern dieser auf Erden! S onst alles, Zeit ich einst noch in der nur nicht dies, kann mir Ewigkeit den reichsten Segen entrissen werden. Dies bleibt aͤrnte! im Tod auch mein; dies folgt duer 5 0 mir aus der Zeit, zum se⸗ Mel. O Gott, du frommer ligsten Gewinn, bis in die * 4 14 eaß mich doch Ewigkeit. ‚ nicht, o Gort, 6 Was sind, wenn dieses den Schaͤtzen dieser Erden fehlt, die herrlichsten Ver⸗ so meine Neigung weihn, gnuͤgen? Nur suͤhe Tränme * sie mein Abgott werden! sinds, die unsern Geist be⸗ 1 Oft fehlt beim Ueberfluß doch truͤgen. Drum lenke Gott, die Zufriedenheit, und was den Wunsch vom irdischen ist obne sie des Lebens Herr⸗ Gewinn, durch deines Gei⸗ 48 lichkeit? stes Kraft, zu ew'gen Gu⸗ Kann ein vergänglich tern hin! Gut auch unsre Wunsche stil⸗ len? Es stebt ja sein Besttz 40 nicht siets in unserm Willen; W. Wer nur den lieben ö nicht stet ts wirds dem zu Tbeil, 4 Ich bin der reich⸗ 4˙3 der aͤngstlich darnach rii igt;* ste Meusch auf 4 und schnell verlierts oft der,———3 ich hab genug; drum 186 dem sein Bewmhn gelingt. hab ich viel! Ein Andrer 3. Ein Gut, das unsern mache sich Beschwerden, wie 10 Geist w ahrhaftig soll beglü⸗ er den Mammon finden will! cken, darf nicht vergänglich Wer mehr nicht sucht, als se W, muß fuͤr den Geist sich Gott beschert, dem ist der schicken. HOer Thor hat Geld groͤßte Schatz 6399 2.* 2. Der Reichthum liegt in den Gemuüͤthern wer sich begnuͤgt, ist nimmer leer. Biel bleiben arm bei großen Guͤtern; denn sie verlangen immer mehr: und wer sich selber nicht besitzt, hat einen Schatz, der Niemand nutzt. Ein Geizhals hat bei seinem Graͤmen nicht Eine Stunde Froͤhlichkeit. Er hats, und darf sich doch nichts nehmen, weil er sichs immer selbst verbeut: mehr als sich selbst, kebt er die Welt, erzehrt sich selbst und spart sein Geld. 4 Wie ungetruͤbt verfließt dagegen mein Leben bei Ge⸗ nugsamkeit! Gibt mir mein Gott nur Einen Segen, bin ich schon voll Zufriedenbeit, und denke: Gott gibt jeden Tag, mehr als ein Kaiser⸗ thum vermag. 5. Ein Geizhals gehet zum Perderben, weil er nach Geld und Gut nur strebt; ich aber kann mit Freuden sterben, weil an der Welt nein Herz nicht kiebt. So faͤhrt die Seele selig bin, wo ich bei Gott der Reichste bin. Mel. Kommt her zu mir + 7 Za) Wer sich mit Ernst der⸗ Tugend weiht, ist auch ein Freund der Sparsamkeit: er scheut sich, zu verschwen⸗ den. Du, Vater, du be⸗ gluͤcktest ihn; nun sorgt er, Weiser Gebrauch der irdischen Guͤter. 35³ was du ihm verliehn, stets weislich an, lwenden. Dies Gut ist nicht sein Eigenthum: er soll es nur zu deinem Ruhm mit Red⸗ lichkeit verwalten. Er weiß es, und voll Dankbarkeit sorgt, sitrebt er, wie dein Wort gebeut, damit wohl hauszuhalten. 3. Er schmelget nie beim Ueberfluß, ist immer maͤßig im Genuß erlaubter Sinnen⸗ Freuden. Er thut, was Wohlstand ihm gebeut; doch trüͤgend Spiel und Ueppig⸗ keit beißt ihn die Klugheit meiden. . Er suchet, was sein Fleiß gewinnt, und was oft leicht und schnell zerrinnt, mit Sorgfalt zu bewahren; er weiß, der Wechsellauf der Zeit bringt Mangel oft und Duͤrftigkeit und mancher⸗ lei Gefahren. 5. Doch nie verletzt er seine Pflicht. Aus Geiz und Habsucht spart er nicht; er spart mit mildem Herzen. Mie ruͤhrt ihn seiner Brüder Noth! Er theilt mit Hung⸗ rigen sein Brod; er lindert Gram und Schmerzen. 6. Er hilft im Stillen, wo er kann; was er durch Spar⸗ samkeit gewann, wird zu der Menschbeit Segen. Ihm stroͤmet Dank und Freude zu, und froh kann er sich einst zur Ruh' des Grabes niederlegen. + 7 —2—— * —— ii, 8 +3 erfreuz N G 356 Pllichten gegen uns selbst. Hier ist der Vorbereitungs⸗ hier, wohnt nur im Himmel, ort: Bestrafung und Beloh⸗ Golt bei dir. nung dort. 7. Wohlmir, wenn ich es 2Z. Du schenktest mir Ver⸗ muthig wage, der großen stand und Willen; die Mahr H offnung werth zu seyn, und heit zu erlennen, Licht, Kraft, diese— ze Uebungstage Gott deine Verschrift zu erfüllen und der Tuge ganz zu und lehrtest selbn mich meine weihn, wenn nie mein Fuß Pflicht. Fur Tugend gabst den Pfad verlert, der n ich du mir Wefuhl, und Frei⸗ zum beßren Leben juhrt! heit, was ich waͤhlen will Wohl unr, wenn ich Du gossel zwar auf den Har g zur Sunde, die dieser Erde viel ed Lust des Fleisches und der Pracht und Scoͤnheit aus Welt, und jede Lockung uͤber⸗ und schmuck durch dein winde, die en einem Herzen moͤcht'ges: Werde! auch Netze stet, wenn ich: o seli⸗ meiner Seele irdisch Haus, ger Gen inn! als Sieger gab mir der Sinne sein dort gekrönet bin! 8 esuhl und auch dadurch der L. O gib mir deines Gei⸗ reuden vei; stes Staͤrke, der du in Schwa⸗ . Doch einst muf ich dies chen machtig bist, mir, der Lebon schließen, weil dies zu diesem großen Werke zu m irdisch Haus zerbricht. schwach und noch so sinnlich Drum soll ich zwar die Welt ist! Das Eitle lehre m ch gen jeßen, do ch Als genoͤß' ich verschmoͤhn, und auf das ihrer nicht. Ich soll der Ewige nur sehn! Sinne Luͤste fliehn, wann sie 10. Laß mich oft in gesu mich zu 3 Erde ziel den Tagen im Geist zu mei⸗ 5. Der Freude soll ich oft nem Grabe gehn, und da bei nicht achten, so sehr sie auch Freuden und ber Plagen auf die Sinne reizt; nach Mol⸗ dich, und jenes Leben sehn; lust, Ehr' und Gold nicht damit ich, meiner Pflicht ge⸗ trachten, wornach der Mensch trer, der hehern Freuden wur⸗ so luͤstern geizt; nie scheuen, dig sei! was die Pflicht gebeut, und wäar' es auch voll Bitterkeit. Mel. Wer nun der lieben 6. Dein Unterricht sei nicht 7** 6CEe eilt der letzte vergebens! Gib, Vater, daß 13 von den Ta⸗ ich ihm getren und beim Ge⸗ gen, die du bier lebest, Wei sch, nusse dieses Lebens einst auch herbei; erkauf die en, und, zu jenem tuͤchtig sey! Voll⸗ statt zu klagen, sie se zu kirz, komame Freude wohnt nicht gebrauch sie treu! Numn mit er⸗ rkenntlichem nuͤth der na⸗ hen Stunde wahr fleht! 2. Getäuschit von eitlen Kle keiten verlierst du Ein ewig Gluck einst zu besitzen, sollst du des kurzen Lebens Zeit, als beme Saat⸗ zeit, weislich nutzen, und thun, was dir der Herr gebeut. Er ruft dir menschenfreundlich zu: sieh, Eins ist Noth! Was saͤumest du? 4. Drum eil' und rette dei⸗ ne Seele und denke nicht; ein anderma Sei wacker, bet' und überzaͤhle der Men⸗ schentage kleine Zahl Sei fromm und wandle vor dem Herrn, w noch so fern! 5. Mit jedem neugeschenk⸗ ten Morgen erwecke di dieser Pflicht! Sprich: dir, o Gott, istnichts ver rborgen: ich bin vor deinem Angesicht, und will, mich deiner Hnld zu freun, mein Leben gern der Tugend weihn. 6. Erleucht' und meine Seele, weil ohne dich ich nichts vermag. Du schenkst, daß ich mein Heil erwaähle, so huldvoll mir noch diesen Tag. Was ist eine Stunde werth, die dei⸗ ne Guͤte mir gewaͤhrt! auch dein Ende Gebrauch der Lebenszeit. 867 Wohl mir, wenn ich aus allen Kraͤften nach Got⸗ tes Reiche hier gestrebt, in Gott gefaͤlligen Geschaͤsten die Pilgertage durchgelebt, und einst im Glauben sagen kann: du ninimst mich, Herr, zu Ehren an! 8. Mein sprachlos Flehn an meinem Ende hoͤrst du dann, Herzenskuͤndiger; in deine trenen Vaterhaͤnde be⸗ fehl ich meinen Geist, o Herr! Er schwingt sich uber Grab und Welt zu dir, wann sei⸗ ne Hütte faͤllt. 7 Wer nur den lieben 447 B Ge eilt ihr hin, ihr Lebens⸗ kumen Zat, edle Zeit, wo fliehst du hin? Wie man⸗ cher Tag ist schon vers⸗ 5un⸗ den, seit ich der Erde Pilger n! Ein großer Theil von meiner Zeit ist schon im Meer der Ewigkeit 2. Ermuntre dich aus dei⸗ nem Schlummer! Auf, auf, mein Geist, ermuntre dich! Dies sei dein Gram, dies sei dein Kummer, daß man⸗ cher Tag umsonst verstrich! Den ungenuͤtzten Augenblick bringt keine Reue dir zu⸗ ruͤck. 3. Der Thor durchlebet seine Jahre, eh' er des Le⸗ bens Werth versteht; er na⸗ het fruͤher sich der Bahre, als er den Weg der Tugend geht. Was ist das Menschen⸗ V leber RN . ——— 2—————————— X—— 2.. ** ²4—.—..—.— Mry. —. GIRIIRIIM ——.—— —— * —— — .;..—.— 358 Pflichten gegen uns selbst. gend dich al⸗ leten werth, das ungenützt keiten, der Tu voruber faͤhrt!; h'n Nur sie fft dir zu aller Zeit das Fang an zu leben und ütz⸗ wahre Glück; Zufriedenheit. lich f Dank ihm, dem Herrn, 8 womit d ich ne d erquickt; doch mk ihm auck fur jedes Lei⸗ streben, ö te doppelt ein; daß, wenn man deinen Leib r dir geschickt. alles, was ü 5. Sei nicht den kleinsten ist ewig gut Zeitpunkt mußig, da du nicht Vergiß nicht, wie er du hast dich beschützte, wenn sich ( den Tag nicht u r genaht; dir du so frech was dir wahrhaft willst. Wiss', ein Verlust, nuützte, oft eh' ihn noch dein d wie er oft hr rt, als je on ihm be⸗ der ewig reut, ist der Ver⸗ Flehen bat z Ni lust der edlen Zeit dir mehr gewaͤ „Gib dir von einem jeden dein Wunf sch v Tage, den dir Hott schenket, gehrt. Rabumft durchdenk ihn,. Denk an die hingefloß⸗ Ahn auf die Waage: voll⸗ nen Stunden, die der All⸗ rachtest du ihn tugendhaft? liebende dir gab. Sind sie Hast du nach Moͤglichkeit ge⸗ in seinem Dienst verschwun⸗ than, was Gott von dir einst den, dann schrecken dich +—* fodern kann? nicht Tod und G dann 7* Herr meines Lehens ist die bie verfl E eit sei doch künftig mein Heil Gewinn dir fuͤr die Ewig⸗ und meines Leb so wandle ich als Mensch ver⸗ Doch blick auch voller nuͤnftig, so leb' als Christ S chäm und Reue auf Fehler ich tugendbaft; so dank ich vor ge Zeit zuruͤck, und lern ihnen beßre Treue uled dir in Ewigkeit fuͤr die mir aus hiex verlieh'ne Zeit. groͤßre Sorge fuͤr dein Gluc so werden Fehler, die dich Mel. Wer nur den lieben reun, selbst Mittel dir zur 47 8 B bin in e Weisheit seyn A10. 1„ 6. Ermanne dich, dies Lanrn mein Gei„ und kurze Leben dem weisesten sammle Weisbeit ein, um, Gebrauch zu weihn z es ward frei vom Dienst der Eitel⸗ vom Schoͤpfer dir gegeben/ hier Saamen auszu⸗ streun, der, reifend fur die Ewigkeit, am Tag der Aernte dich erfreut 7. Dann blickest du am Ziel der Zeiten mit Ruh' in das Vergangue hin, un freuest dich der Seligkeiten des Himmels mit entzücktem die dort hier sich S7 do +7 ne Siun, der Wonne, den umgibt, der treu im Guten üͤbt. Gen ügsamkeit und Zu⸗ friedenheit. Mel. Wie Rroß ist desAllmächt'gen 0 VDu klagst und 5 fuhlest die eschwerden des Stands, dem du duͤrftig lebst; du Krebe her on verde den, und siryst daß du v 8 strebst a, klage 0 t erlaubt die Zaͤhren, doch denk im Kla nuch zuruͤck ist denn das Gl ick, das wir begehren; für uns auch stets ein wahres Gluck? —. * S tand 7 nie schenken(Zuter dem Men⸗ schen die Zufriedenheit; die wahre Rube der Gemüther ist Tugend und Genugsam⸗ keit Genieße, was dir Gott beschi den, 60 tbehre gern„ was du nicht hast. Ein je⸗ er Stand hat seinen Frie⸗ den, ein jeder hat ne Last 2 Gott ist der Herr, und seinen Segen vertheilt er auch sei⸗ OInkriodengei Zufriedenheit 354 stets mit weiser Hand; nicht so, wie wirs zu wunschen pflegen, doch io, wie ers uns heilsam fand. Willst du zu denken dich erkuͤhnen, daß seine dich vergißt? Er gibt uns mehr, ais wir verdienen und niemals, was uns schaͤdlich ist. 4. Verzehre nicht des Le⸗ bens Krafte in traͤger Unzu⸗ friedenheit; besorge deines Stands Geso r E nutze deine Leb 9 3 und Fleiß in ewig G sehn, dies ist Ruh' und Leben. lehre diesen Weg mich Liebe der Weg zu Herr, gehn! —* „ In voriger Melodie. 5 94 tehre nicht, Ay N U Herz/ · oe E ott, der zum Gluͤck erschuf! Des Lebens Muͤhe zu ertragen, und froh zu seyn, ist dein Beruf. E: dulde standhaft die Beschwerden die keine Klugheit hindern kann; schaff nur, daß sie dir heilsam wer⸗ den, und bete Gottes Wil⸗ len an. Gott selbst hat dir dein Loos beschieden; nimm' dankbar aus der Vorsie Hand! Erfülle jede Pflicut zufrieden, die sie mit diesent Loos verband! dir Munterkeit und Krafte, und nahrt ünd starkt sie vaͤterlich. Sie brauchen, das ist dein Y 2 Ge⸗ * e gibi * vr — — —— . 3 . 5 144 13 4 340 Pflichten gegen uns selbst. Geschaͤfte und ihr Gebrauch ist Gluck fur dich. Hat Andern deines Va⸗ ters Segen mehr Futer an⸗ vertraut, als dir: darf wohl deinen Neid erregen? Denk: wer ist Gott? wer sind wir? Weiß er nicht besser, was dir nuͤtzet deinem Naͤchsten als du? Wenn er dich nähr regiert und schuͤtzet: was fehlet dann noch Ruh'? 4. Du prangest nicht in hohen Wuͤrden;: beneide nich der Großen Gluͤck. Sie seuf zen unter schweren B urde n, und oft stuͤrzt sie ein Augen⸗ blick. Dir ward kei n Ueber⸗ fluß gewähret; wunsch' ihn auch nicht aus Selbstbetrug! Wer gern, was er nicht braucht, entbehret, der ist begluͤckt und reich genug. 5. Herr, der du mir zum frohen Leben, was ich be⸗ darf, und mehr verliehn laß eifrig sich mein bestreben, die Unzufrieden⸗ heit zu fliehn! In Demuth laß mein Herz sich üben, Gott, deiner Güte sich zu freun; dich ehren, dir ver⸗ traun, dich lieben, muͤss' ewig meine Wonne seyn. Mel. Wer nur den lieben Ich bin in meinem 4 51. 8. Gott zufrieden, dem was er zu meinem Theil an Gluͤck und Ungluͤck mir beschieden: sein weiser Rath sucht stets mein Heil ner mitsgleich oft widrig scheint, doch weiß ich, daß er's trei Ctitt 2 Eer eiß allein, wo⸗ durch auf Erde er Name fur und fuͤ 2 lich und gepriesen; Erreicht er diesen eck an Ur, se bi 18 r ig und t mit allem, wie ers 3 Freuden⸗ sonne scheinen: so dank ich froͤhlich seiner Huld; muß aber ich in Trübsal weinen, so nehm auch an mit Geduld. denn das, was seine Weishei t thut, ist alles ewig recht und gut— Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 0 cheint mir freu⸗ —5H—— denleer das oo 7 Ceben, freudenleer mein mein Loos; ist mein zunsch, mein Stre⸗ h zu seyn, geehrt und groß: dann verftießen meine Tage mir in Mißmuth, Sorg und Plage. 2. Lernt' ich maßiger be gehren. maͤßiger im Wuͤn⸗ schen seyn, jetzt genic he en, dann entbehren: o wie gluͤck⸗ lich würd' ich seyn! Meine Freuden, meine Schmer zen fließen nur aus meinem Herzen. 3. Hoher Stand und große Guͤ⸗ Guͤter schaffen nicht Zufrie⸗ denheit: wahre Ruhe der Gemuͤther wohnt nur bei Ge⸗ mit Weis⸗ und ihr Gluck auf Tugend gruͤndet. Gott vertheilet seinen Segen stets mit weiser Va⸗ terhand; nicht, wie wir's zu wuͤnschen pflegen: nur wie er es heilsam A mich hat er nicht vergessen; auch mein Theil mir zuge⸗ sen 5. Ringet um der Tugend willen, Bruͤder, nach Zu⸗ friedenheit! Schwere Pflich⸗ ten zu erfüllen, hilft nur Geistesheiterkeit Gram, im Herzen tief verschlossen, macht zu jeder Pflicht ver⸗ drossen. 6. Laß meinem Leben redlich me Pflichten thun ö kindlich dir ergeben, fromm in deiner Fügung ruhn; und ein Blick auf ewige Freuden starke dann mich auch im Leiden! die and. C%0 mich WGt mich, ott, still Streben nach Herzens⸗ und Gewissensruhe. In eigener Melodie. 4„ 53 Nicht auf den A7 Höb'n, nicht in den stillsten Gruͤnden bist/ suͤßer Friede, du zu finden, der Paradiesespalnien trägt! Dein Reich ist nicht der Welt Getuͤmmel; du herrschest Genuͤgsarnkeit und Zufriedenheit. 341 segnend in dem Himmel und in der Brust, die fuͤr ihn schlaͤgt. 2. Du weinst, o Mensch, dich treffen schwere Leiden: du ringestmit dem Druck der Zeiten vergebens, bist du nicht ein Christ? Hier weilen Kampf und Streit und Muͤ⸗ hen; willst du ins Land des Friedens ziehen, so lerne, wo der Himmel ist. 3. Nicht alle, die zu Chri⸗ stus sich bekennen, nicht alle, die ihn Herr, Herr! nennen, sind wuͤrdig, auserwaͤhlt zu seyn. Drum suchen viele falsch hienieden, in Gold und Ehre ihren Frieden, und ge⸗ hen nicht zum Himmel ein. 4. Es ist und bleibt, wie's immer ist gewesen. Wer von Disteln Feigen le⸗ und brinat der Dorn auch suͤßen Wein? Die Welt kann dir mit nichten geben, mag jen; was sie nicht hat. Das rechte Leben huͤllt still in frommer Brust sich ein. 5. In Gottes Gnade suche deinen Frieden. Wirst du das Goͤttliche behuͤten; daun hast du, was dich still er⸗ hält. Laß toben Sch eecken und Gefahren; du kannst nur Himmlisches bewahren! Das Andre aber, das zerfaͤllt. In eigener Melodie. V Ben ich nur ein 4 9 1 rubiges Ge⸗ wissen: 34⁴4 Pflichten geg de, daß der Lauf zum hohen Ziel uns erleichtert werde; und auch ich freue mich; denn du hast mir Leben und Gefuͤhl gegeben. . Doch ich soll des Le⸗ bens Lust menschlich nur ge⸗ nießen, meiner Würde mir bewußt, jeden Tag beschlie⸗ ßen. Deine Hand gab Ver⸗ stand, Triebe zu beschraͤnken, die zum Boͤsen lenken. 5. Nie darf das Vergnuͤ⸗ gen mich meiner Pflicht ent locken; nie mich, Vater, gegen dich und mein Heil verstocken. Wer vergißt, was er ist, und nur thierisch le⸗ bet, steht einst da und bebet. 6. Ack ch, wie mancher haͤngt sein Herz fest an Erdenfreu⸗ den! Und wie tobt in ihm der Schmerz, wenn sie von ihm scheiden! Gott, laß nie mich an sie ganz den Geist gewoͤ hnen, nie den Sinnen froͤhnen 7. Wilde Freude kann gar leicht die Gesundheit schwaͤ⸗ chen. O wie wird sich, wenn sie weicht, das Gewissen raͤchen! Steh mir bei! Gott, verleih, daß wenn ich erkran⸗ ke, doch mein Trost nicht wanke! 8. Nur ein mäßiger Ge⸗ nuß staͤrkt des Lebens Kraͤfte; er verscheucht den Ueberdruß, foͤrdert die Geschaͤfte, und mein Geist, der dich preißt, wird dabei getrieben, ewig dich zu lieben. 9. Gib denn, sey, wenn mir Fre ken! Laß mich nie getreu, in den T ken! Leite mich, daß ich dich Freuden ehre, und der Sinn⸗ herz er⸗ laß im Tod, wenn die Sinne schwin⸗ ͤ * den, mich dies Glück em⸗ pfinden Mel. Gott des Himmels IEHisd ö Mis der Tod ihm — winkt zUum Grabe, danke seinem Gott der Christ, dem die theure Seelengabe, Heiterkeit, ver⸗ liehen ist, der auch nie sie frech entweiht, immer sich in Unschuld freut. 2. Er verzehret seine Kräfte nicht in unzufriednem S in n unter nuͤtzlichem Geschaͤft fliehen se age hin. Heit⸗ rer glaͤnzt sein Augesicht im Gefuͤhl erfuͤllter Pflicht. 3. Leichtsinn, der sich Freude nennet, aber von der Tugend gern sich im wil⸗ den Taumel trennet, bleibet von dem Christen fern, des⸗ sen heitrer, fester Muth auf der Tugend nur beruht. 9. Wenn auch jedes Gluͤck ihm schwaͤnde, und die Erde freudenleer ihm vor seinen Augen stände Hoffuung flieht SSSSESSIieiiii gen uns selbst W + 7 muth⸗ flliehtihn nimmermehr; voll geht an ihrer Hand er iu 8 beßre.. 5. Staͤrk Gott, auch meine Seele, daß sie sich zum Guten neigt; gib, daß ich den Pfad err den mir Jesu Lehre zeig eichts stoͤrt meinen heitern Sinn, wenn ich fromm und weise * Mel. Mein erst 5 VDas unser Gott 8 Duns Leber gab, deß wollen wir uns freuen, und von der Wiege bis ans Grab ihm unsern Dank er⸗ neuen. Beschäft sey 2. Denn auch zur Freude buns Gott auf dieser N das Leben und hat verhei nach dem Tod der mehr zu n 3. Die Fruͤhlingswoͤ haucht sein Mun lung wehn die Wogen Himmel zeigt von Bund der schoͤne gen. . Und Gaͤrten, Berg und Flur verkuͤnden seine Gnade. Wir finden seiner? Guͤte Spur auf je⸗ dem unsrer Pfade. 5. Drum koͤnnen wir frommem Fleiß getrost auf Segen warten. Von heitrer Stirne fließt der Schweiß herab auf Feld und Garten. 6. Doch geben wollen wir auch gern, wie wir von Gott Am seinem Regenbo⸗ Waͤlder, bei iser Genuß der Leben genommen, und aͤhnsich wer⸗ den unserm Tonner zu dem dereinst wir kommen Wir schaun die M rdor seiner Hand aus unsern ie⸗ fen Fernen, und wissen: nn⸗ ser Vaterland ist über jenen Sternen 8. Auf unserm Leben schwimmt, wie Schaum ein wenig Muͤh' und Kum⸗ mer. Das Leben ist ein M dorgentraum, der Tod ein kurzer Schlummer. 9. Wir sinken freudig in den Staub, der unsre Vater decket, und ürmern ihren Raub; weil Gott uns auferwecket. goͤnne U heit im Leiden. Wos mein Gott will 5960˙tt, immer groß an weiser Huld, du Geber meiner Frenden, behuͤte mich vor Ungeduld bei dieses Lebens Leiden! Auch sie verhaͤngst du uͤber mich nach ewigweisen Schluͤssen; sie werden mir, trau ich auf dich, zum Besten dienen müssen. 2. Ich raube mir durch Ungeduld selbst viele meiner Freuden, verkenne deine Va⸗ terhuld, vermehre meine Lei⸗ den, vergeß' oft des Beru⸗ fes Pflicht und quaͤl' mich jeden Morgen, beim Mangel fro⸗ her ————— 44½½ Pflich ten geg mit immer bem trost pfet wunscht zwar, ihn zu ver⸗ mindern: und sucht doch, ehne Fleiß und M 106*, Um⸗ sonst ihn zu rThindern. „ Vater, weirßt was mer bricht; du kennest ne Leiden Lie leicht rwaideln sie sich nicht, l du es wé t in Freu⸗ den Die Last, die du mir auf⸗ t, kann mich nicht nie⸗ derdrücken; wenn sie mein Herz nur willig tragt, wirst du m mi h bald beglücken. 5. Gott, deine Hulfe ist nicht fern, wenn man sich gan; dir weihet; du rettest, tröctest, segnest gern den, der sich ihrer freuet. O laß miein dir ergeb'nes Herz auf d ese Ril e seben: so werd' ich auch im groͤßten Schmerz durch dich, mein Gott, be⸗ —— Jesna meine Zuversscht 4 0 576— Dner isaat, from⸗ mer Dulder, hier im Glau⸗ ben! Noch so dunkel sei dein Pfad: lasse dir den Trost uicht rauben, daß nach die⸗ ser Dunkelheit dich ein helles Licht erfrent! deine Thrä⸗ en uns seibst. Ausgerungen baben im Glauben schon Viele, die litien Sieh', sie stehn vor Gottes Thron; ihre Krone ist erstritten. Du, auch du der zr. seyn, und dich er Krone freun. 2. Weis slich hat des Va⸗ ters Hand manches Kreuz dir auferleget. Ihm ist deine Loth bekannt; +. ist s, der h liebreich traͤget. Vaͤter⸗ lich ist sein Ber nuhn/ dich zum Himmel zu erziehn * 4. Es ist Liebe, wenn er dir Lebensgluck und Freude schenket; es ist Liebe wenn dich hier Angst und Schmerz und Kummer kraͤnket. Gott ist 2 er, mild und gut: Lieb ist alles, was er thut. Ler rne denn Gelassen⸗ heit, Antamerfz und Ver⸗ trauen! Einst am Ziel der Pr ufungszeit wirst du froh bernieder schanen auf den r Weg, der durch die ucht dich ins Land des Lichts ge⸗ von oben her, wird dann Trost ins Herz gege 1„ vor dem v rklärten schwebt des Hi immels ew geõ Glück. 7. Drum sei, Dulder, un⸗ verzagt, barr in deiner Naͤch⸗ te Franen! Wann der große Worgen tagt: wirst du die Gefilde schauen, die dem Sies ger ger offen stehn; dir die Kro⸗ ne winten seh u. ů 8. Dort 1 windet alles Leid, wie der Nebel vor der vor 2 liegt die Ewigkeit und das heil'ge Land der Wonne. In die Heimath gehst du ein, ewig selig da zu seyn. Mel. den 4—28 ohlthaͤ sin 1d 14 1 Mol ig 9 2 der Erbe Lei⸗ den. Dies glaube fest und murre nicht! Am Ende fol⸗ Wer nur lieben gen ihnen Freuden; auf Nacht und Graun folgt Sonnenlicht. Drum dulde mit Gelassenheit und Muth Leiden dieser 2 Durch elden will dich * VAI C + pahren, entwohr Zeit! Gott von V I V U* N 7 251 Weisheit leiten und dich lel ren, mit Ernst zu thun was ihm gefaͤllt: du sollst mit kindlichem Vertraun auf ihn und seine Huͤlfe schaun 3. Wirst du bei lauter * Erdenfreuden und in des .——— Gluͤckes Sonnenschein so leicht der Thorheit Bahn vermoden? so gern der Suͤnde Lockung scheun 2 Wird nicht, wenn nie ein Schmerz dich rührt, dein schwaches Herz gar leicht 2.n 2 Was predigt st die ebre: die Lust in Trubfal aͤrker dir Vergaͤnglich ist der Welt! als wenn maͤnche Zaͤhre Seduld und Gelassenheit im Leiden. 847 herab von deinem Auge faͤllt? as lehrt dich mehr Abhaͤng⸗ igkeit, mehr Demüͤth, Gott⸗ ergebenheit? 5. Wenn alle deine S brechen, auf welche Arm gestützt, wenn heit, ram und( dich schwaͤchen, und Mach und Reichthum dich nicht schuͤtzt: dann lernst du freu⸗ dit Gott vertr und nur auf seine 1'n. 5 6. Ja, der Allweise schickt dir Leiden, damit er dich zur Tugend fuͤhrt; schafft dir durch sie selbst künft Freu⸗ den, indem er dein Gewissen Verehre seine Weis⸗ Christ, die strafend ruͤbrt. heit, +— 4 +* selbst noch Gute ist! Gott vVäter hande Zucht dich und nustraͤflich die Welt und ihre N andeln, Lüste fliehn, dich bilden in Prüfungszeit zum Leben der Unsterblichkeit 8. So nimm in Demuth und Vertrauen den Kelch des Leidens wellig an, walle ohne Furcht und Grauen auch auf der allerrauhsten zahn! Ihr Ende wird dich einst erfrenn, und Wonne, Ruh' und Friede seyn. und Mel. In 462 allen meinen Fhaten (Ich bhab' in guten 8 Stunden des Lebens Glück empfunden und SIT — ***.— Baigreo N 538 Pflichten geg * d 2 4 2 N und Frenden ohne Zahl: so will ich denn gelassen mich auch in Leiden fassen; welch Leben hat nicht seine 2. Ja, Herr, ich bin ein Suͤnder, und stets strafst du gelinder, a Mensch verdient zuld kein zeitlich eh erdulden, das doch zu meinem Besten dient? Dir willi erge⸗ ben: nicht meine Ruh', mein Leben mehr lieben, als den Herrn. Dir, Got„ wil ich vertrauen, und nicht Menschen bauen; und du errettest gern. 4. Laß du mich Gnade finden, mich alle meine S zuͤn⸗ den erkennen und bereun! Jetzt hat mein Geist noch fte: sein Heil laß mein Geschaͤfte, dein Wort mir Trost und Leben seyn 5. Wenn ich in Christo sterbe, bin ich des Erbe Was schreckt mich Gr ab und Tod? Auch auf des Pfade vertrau ich deiner Gnade; du, Herr, bist bei mir in der Noth. 6. Ich will dem Kummer wehren, Gott durch Geduld verehren, im Glauben zu ihm flehn. Ich will den Tod bedenken. Der Herr wird alles lenken; und was mir gut ist, wird geschehn. Himmels des T schwer en uns selbst. Mel. Allgegenwärtiger, u Trübsal, Christ, sey unverzagt! Schwermuth an dein Herz ich wagt, erheitre dein Gemüuͤthe; du weißt, auch dich liebt vaͤterlich der Vater aller Guͤte. 2. Kein Leiden kommt von ohngefaͤhr; dein Gott schickt dir es zu, und er zeigt sich in seinen Wegen so groß von Rath, als groß von That und reich an Gnad und Segen. Der dich in Jesu herz⸗ lich liebt, sucht, wann er dich durch Kreuz betruͤbt; das wahre Heil der Seele, * ich, daß nicht zu dei⸗ ne— 70 icht dir Tried und Eif fehle. 4. Das Kreuz beugt Stolz und Uebermuth; erstickt der Wollust wilde Glut; bricht die Gewalt der Sinne; er⸗ weicht das Herz, daß Andrer Schmerz dein Mitleid leicht gen une 5. Auch uͤbt das Kreuz dich in Geduld; erhoͤht den Werth von Gottes Hulo; staͤrkt maͤchtig dein Vertrau⸗ en; lehrt im Verlust dich nun mit Lust aufs Unsicht⸗ bare schauen. 6. Der Leiden Zucht er⸗ bebt dich stets zu größrer acht des Gebts und Glauben. Wann — kann Verfüh⸗ 1 dir deine Krone rzuben. F. 3 stoͤrt das Kreuz oft deine Ruh'; mit bangen ien saͤest du und unter Beschwerden Christ, hoffe doch! Es wird dir noch Ur reichen Aernte werden Verichmerzt ist bald ein irdisch er z ist der genblickder Zeit; doch ewig, ewig währer dort dein Ge⸗ nuß ohn' Ueberdruß, wie ihn der Geis degehret L. Auch bleibet Hets dein Gott gerren; sieht dir als Vater liebreich bei; sorgt, daß er dich erquicke. Er schafft dir Rast, daß deine Last dich nie ganz nieder⸗ drücke. 10. Verbirgt er auch sein Angesicht, dies raube deinen Muth dir nicht! Gott kann sein Kind nicht hassen. Wer ihn nur lieb sich ihm er gibt, den wird er nicht ver lassen 11. Durch zu aller Zeit die Fr in die Herrlichkeit, Jesu, eingegangen.„Rub: denn! nur du, in traͤger R die Krone zu erlangen* 12. Demuthige dich, gleich als sie; gleich ihnen bet und zage nie; denn Gott erhoͤrt dein Flehen. Bald weicht dein Leid; zu seiner Zeit wird dich dein Gott erhoͤhen! Trübfal Lrubsa Mel. Herzliebster Jesu 6/½% Ein Herz, o Gott, 46⁰ 1— in Leid und ild und Gelassenheit im Lei dit geduldig, das bin ich dir und meinem Heile schul⸗ dig. Laß mich die Pflicht, die wi vergessen, r so oft taͤglich ermessen! * Bin ich U 2 wie alle 7 ein 2 hvor ich zu viel, wenn ich die schweren Tage stan dhaft erte Age 2 3. Wie oft, o Gott, wann wir das Böoͤse dulden, er⸗ dulden wir nur unsrer Thor⸗ heit zulden, und nennen Lohn, den wir verdient be⸗ lommen, Truͤbsal der From⸗ men! 4l. Ist Duͤrftigkeit, in—8 die Traͤgen klagen, sind Haß und Pein, die Stolz und Wollust tragen, des Schwel⸗ gers Schmerz, des Neids ßte Freuden, des Chri⸗ sten Leiden? 5. Ist deren Qual, die deinen Rath verachtet, nach Gottesfürcht und Glauben nie getrachtet, und die nun büßen ihrer Thorheit Freu⸗ den, christliches Leiden? 6. Doch selbst, zo Gott, in Strafen unfrer Sünden laͤßt du den Weg zu Heil uns finden, wenn wir sie uns, die Missethat In hasse n, zuͤchtigen lassen. Streb ich nur nach dem Frieden im Gewissen: wird alles mir zum Besten dienen muüspen. Du, Herr, regierst, und ———————— IA —.— gegen uns selbst. und ewig wirkt dein Wille wirkt Wei Gutes die Fülle. rung; Er 3. Ich bin ein Gast und Aber NI Pilger auf der Erden; nicht rung. Ein starkes Herz steht hien, erst dort, dort soll in der N bih noch feste. Hoffe i N ch glücklich werden: und das Beste! vas sind gegen euch, ihr 77—2 V.. Mel. V nur den 1 ew'gen Freuden, dieser Zeit W r nur den hesen Leiden? 46546 roß i der Herr, 9. Wenn ich nur nicht 10/ die Berge zit⸗ mein Elend seibst v rschulde, tern vor seiner Gottesma⸗ wenn ich als Christ gelassen jestaͤt, wenn er in dunkeln leid' und duide; so kann ich Ungewittern, der Heilige, mich der Hülfe der Erloͤsten voruͤbergeht. Doch Liebe sicher sten stroͤmt aus seiner Hand in bin ein Mensch, vollen Wollen auf das und Leiden muͤßen kraͤnken; Land. doch in der Noth an seinen 2. Vom Raum, wo sich Schöpfer denken, und ihm der Halm entfal et, bis zu vertraunn, dies staͤrket unsre der—⁊ W*7 Sonn' hinaus, Herzen mitten in Schmer⸗ herrscht sein Gesetz; R* a⸗ zen. ter waltet er durch das g 11. Schau äber dich! Wer Weltenhaus. Der Leben 9! ibt trägt der Dim Heere? und Freude schafft, mit Liebe Merk auf Wer spricht: waltet er und Kraft. bis hieher, zu dem Meere? 3. Was dich auch drückt, Ist er nicht auch dein Helfer mein Herz: Er rettet! Ver⸗ und Berather, dein bester traun zu ihm ist dein Vater? Er, der den Wurm im Lager 12. Willst du so viel, als bettet, der Gott verläßt den der Allweise, wissen? Jetzt Menschen nicht. Der so viel weißt du nicht, warum du gibt und mehr verheißt, er⸗ leiden muͤssen; allein du hebe dankend ihn, mein wirst, was seine Wege wa⸗ Geist!— 4 ren, nachmals erfahren. LVermiß dich nicht, mit 13. Er zuchtigt uns, da⸗ ihm zu rechten; mit Demuth mit wir zu ihm nahen, die nahe dich dem Herrn! In Heiligung des Geistes zu tranervollen Mit empfahen, und mit dem ist dir der Ewige nicht fern. Trost der Huͤlfe, die wir Mit deinem Leiden, dei⸗ merken, andre zu staͤrken. nem Harm wirf seiner Huld 14. Das Kreuz des Herrn dich in den Arm! u Geduld und Gelassenheit im Leiden. 351 Ungeduld das heil'ge Dunkel Erhebt euch, bar erzen seiner Huld! Durch immer wechselzdes 3. Gott fehlet nicht! O zieht Gott uns zu ele, thue, was dir gebührt Glück: wir sei fromm und gut! Versa rzagen! dir nicht diese Ruhe; aus zuf so man⸗ ihr erwacht der hohe Mi liebter Men⸗ und manche der, wenn das Ungluck un umstuͤrmt, uns leimet⸗ troͤ Thraͤ herab; doch stet, hebt und schirmt. Eins erhebt uns wieder: 7. Vertraue Go ttes Va⸗ Gott Lob, sie sind im Vater⸗ terhaͤnden, wenn er den land. Was hier froͤmmsten Wunsch versagt; war nur Gewand. was hier beginnt, wird dort len nicht verzagen. vo en, wo dir ein nenes 5. Sie wandeln dort auf Leben tagt. Es ruhn im hoͤhrer Vahn, sie blühn in m der Zeit die ne a A u ocknen 590 245 Ner XI I 507*** nen ab: erhebet euch erzage Wir schauen vorwaͤrte Grab, und weiterh sch merz⸗ zerreißt, veredelt Ziele; und druͤckt uns auch ihle, es stärkt und die 8* aus 1 sern Geist„ groͤßte Noth, aus allen sern. und 141 I Leiden füͤhrt der Tod: wir fuͤhrt empor zum Ziele. Mir wollen nicht verza gen; troknen unsre Thraͤnen ab, 2. Und waͤren wir auch noch und schauen uͤber Tod und O arm, und haͤtten nichts als Grab, und wollen nicht ver⸗ Sorgen, und Mangel, Bloͤ⸗ zagen. he, Frost und Harm, und, ach! kein Brod fuͤr morgen; zur Weisheit führt des Le⸗ 7(Fbrist, aus dei⸗ bens Noth, und Glück ur 40 Enem Herzen ban⸗ ne Mel. Jesu, meine Freude KXII 3 — . Anr. ne Gram und Schme — * e me doch wirds Gott wohl ma⸗ chen 3. Bürden abzunehmen; die ö Groaͤm en, sey dir verhaßt! Un⸗ gednld macht Bürden, die ID dir le icht seyn wüurden, erst end Herz, ueit en Schwa⸗ wohl machen. 1. Du fuͤhrst Christi Na⸗ men;—.R„ ab m men, das Werde nicht er die Erde zittert Him⸗ mel bricht! fest, wer Gott nich Laß rings um dich chen: doch wirds Go machen. 5. Herrlich ist die Krone, die der Christ zum Lohne sei⸗ nes Kampfs empfaͤngt. Nur V 2 1 flichten gegen uns seldst nicht selbst verschuldet, und dann froh erduldet, + „ 951 Sustt V„ dein Gott verhang Steh NI V r! 7 + als Held vor aller Welt! Mag ie deiner Hoffnung lachen; doch wirds Ji ner Melodie HE Hollt' es gleich 100 bFisweilen n, als verließ der Herr einen: ar ich in Sturm glaub ich doch: und Finstern er hilst gewißi 2. Wird die Huͤlfe gleich verschoben, sieht er doch mein Le d von bbe 5 1 doch eg Bäter Astets geben, wornach ihre Kinder streben? Weis' ist Gott, ich harre still; er gibt, wann und wie er will. 4. Kann ich, ist die Noth am groͤßten, mich doch na⸗ her Hülfe trosten: er ist ge⸗ gen mich, sein Kind, mehr als vaͤterlich gesinnt. 5. Laß den Feind mir bange machen: Gott, mein Schutz, wird fuͤr mich wachen! Schwer +. Schwer sei meines Kreuzes Joch: Gott, mein Vater, lebet noch. 6. Fließt so manche stille Thraͤne, wenn ich mich nach Ruhe sehne: jede, die mein Auge weint, zahlt der treue Menschenfreund. 7. Werd' ich gleich versolgt vom Neide; leb' mit Boͤsen ich im Streite; folgt mir Spott und Laͤstrung nach: Gott tilgt alle Noth und Schmach. 8. Will mich auch die Welt vertreiben, muß mir doch der Himmel bleiben. Dort folgt Ruhe nach dem Krieg, und die Palme schmuͤckt den Sieg. J. Ich will gern das Eitle lassen; Fuͤrst und Bettler muß erblassen; Gluͤck rschim mert, und der Tod fuͤhrt den Dulder aus der Not 10. Ach Herr, wenn ich dich nur habe, fehlt mir kei⸗ ne gute Gabe! Aus der Welt durchs dunkle Grab fuͤhrt zum Himmel mich dein Stab! In eigener Melodie. 4 ö 0 Worun sollt' ich mich denn graͤmen? Hab ich doch Chri⸗ stum noch. Wer will mir den nehmen? Wer will mir den Himmel rauben, der mir schon Gottes Sohn bei⸗ gelegt im Glauben? 2. Nichts bracht' ich in dieses Leben, da es mir Geduld und Gela ssenheit im Leiden. 383 einst allhier ward von Gott gegeben: nichts nehm ich mit von der Erde, wann ich sie, nach viel Muͤh', einst ver⸗ lassen werde. 3. Gut und Blut, Leib Seel' und Leben, ist nicht mein: Gott allein hat es mir gegeben. Soll ich es ihm wiedergeben, geb' ichs hin, preise ihn, blick aufs beßre Leben. 4. Schickt er mir ein Kreuz zu tragen, dringt herein Angst und Pein: sollt ich drum verzagen? Der es schickt, der wirds auch wenden; er weiß wohl, wie er soll all mein Ungluͤck enden. 5. Gott hat mich bei gu⸗ ten Tagen oft ergoͤtzt; sollt ich jetzt nicht auch etwas tragen? Liebt er mich drum doch nicht minder! Nie zu schwer zuͤchtigt er seine trenen Kinder! 6. Stolz, Haß, Neid und ihre Rotten koͤnnen mir nichts mehr hier thun, als meiner spotten. Laß' sie spotten, laß' sie lachen! Gott, mein Heil, wird in Eil' sie zu Schanden machen. 7. Unverzagt und ohne Grauen soll ein Christ, wo er ist, seinem Gott vertranen. Was sollt' er zu schmerzlich finden? Selbst den Tod hilft ihm Gott freudig uͤberwin⸗ den. 8. Kann mich doch der Tod nicht toͤdten, nein, er 3 reißt DIIPISPPItt... *— I SSSSPIPIPIPIIIIIII— 354 Pflichten gege eikt meinen Geist aus viel tausend Noͤthen; endet die⸗ ses Lebens Leiden, und gibt mir einst dafür alle Him⸗ melsfreuden 9. O dann wird an hoͤ⸗ hern Schenen Geist und Herz frei vom Schmerz, ewig sich ergoͤtzen eibend t is nicht zu sind n der Welt, sie enthaͤlt Güter, die ver schwinden 10. Sind nicht diese bens Guͤter Unbestand Tand, Lasten der Gemt Dort, dort sind die edlern Gaben; denn mein Hirt Christus, wird dort mi ewig laben. 11. Herr, mein Heil, Quell aller Freuden, du bit mein, ich bin dein! Niemand kann uns scheiden Ich bin dein, weil du dein Leben und dein Blut mir zu gut in den Tod gegeben. 12. Du bist mein, weil ich dich fasse und d nich mein Licht, ans den zen lasse. Laß mich mich hingelangen wo du mich und ich dich vig werd umfangen. In eigener Melodse 705 Ma 0 MNM ret t, aen Noll Wei beit ist sein Hile Ihn bäte ich in Demuth an und haltꝰ ihm kindl* ‚ stille. Er ist mein Gott, der in der n uns selbst. Noth mich wohl weiß zu er⸗ balten, drum laß ich ihn nur Was Gott thut, das Sein Wort ann ja nicht truͤgen: er fuh 17 ret mich auf rechter Bahn zum seligsten 5 rgnuͤgen. Trost und Geduld 31 sei⸗ ne Huld; er wird mein Unglück venden; es steht in dsetuen NO 4. zas Gott thut, das than! Er wird bedenken; wenn n selbt nicht belfen kann ird er mir Huͤlfe schenken. Ja, seine Treu' ist taͤglich ne drum will ich mif ihn bauen und seiner 4. V Gott thut, das ist wohlgethan! Er ist mein Licht und Leben, der nie mein ungla k wollen kann: ihm will ich nuich ergeben in f* i⸗ reulich er es 1 Kelch gleich f der bitt ch meinem hu, „ 7 laß 10 d ni 34 ⸗ ken; weil mi zyletzt mein Gott ergotzt mit süßem Trost Gott ergs Was Gott thut, das ig wohlgethan! Dabei wil ich verbleiben. Es mag mid auf auf die ranhe Bahn Noth, Tod und Elend treiben: so wird Gott mich doch väter⸗ lich in seinem Schutz erhal⸗ ten. Drum laß ihn nur wal⸗ ten In eigener Melodie. 4 7 Mas mein Gott 132„ will, gescheh allzeit! Sein Will ist stets der beste. Zu helfen ist er dem bereit, der an ihn glau⸗ bet feste. Der treue Gott hilft in der Noth und züch⸗ tiget mit Maßen. Wer ihm vertraut, fest auf ihn baut, den wird er nie verlassen. 2. Er ist mir Trost und Zuversicht, Ruh', Hoffnung, Freude, Leben: drum, was er will, dem will ich nicht unmuthig wüerstreben Wort wahr 1r mein Haar auf me m Haupt zähilet! Des Höchf die fuͤr mich Ler Macht, vacht, gibt mir stets, was mir fehlet. Bann es sein Wille mir gebeut, das Leben zu ver⸗ lassen: so will ich voll Erge benheit in seinem Nath mich fassen. Dir, Gott, befehl' ich meine Seel' in meinen letzten Stunden: o Gott, fuͤr Mel. n: dein Sohn, hat Hoͤll und Tod mich auch überwunden. Wer nur den lieben 47 70 Nas ist mein Le * ben auf der Erde in Wechsel ist's von ssenheit im Leiden. Freud und Leid. voft Unruh und mein Wohl und meine Hei⸗ terkeit; hier wohn' ich noch in einer Welt, die kein voll⸗ kommnes Gluͤck enthaͤlt. 2. Weß soll ich m ich, o Herr, denn troͤsten? Nur deiner Huld. Du bist mein Heil, und bleibst, wenn auch die Noth am groͤßten, doch meines Her zens Trost und Theil; und steh st, nach dei⸗ ner Vatertreu mir stets mit Hier stoͤrt Beschwerde Rath und Huͤlfe bei. Du staͤrkst mir unter aller Plage, o—— uf a h, da mein Gebaͤt den Mut ast ich gelassen sse ertrage, und machest endlich Alles gut. Auf Ku mmner foͤlgt zufried⸗ Da lex n en sro⸗ Ner 4. C e nicht bestaͤnd ge „ mein Geist, in Uebungsstand; denn bleibst du frei von allen Lei⸗ den, wie würde deine Tren“ ertuunt? Vollkon mne Ruh?ꝰ it ist nur ein Glück de er Ewigkeit. 5. Was bist du denn, o meine Seele, in deiner Noth so kummervoll? Vertraue Oott! Nur ihn erwaͤhle zu deinem Trost: er schuͤtzt dein Wohl. Einst danksi du ihm nach der Gefahr, daß er dein Gott und Retter war. 6. Er wird es seyn! Ruf in Gefahren ihn glaubig nun als Helfer an! Er 0 Freuden deiuem ———— .— ..... —— W* . N. —— ——— —57—.— . *9+.9— — dich maͤcht und da, wo niema fen kann, fehlt ihm die zu helfen nicht! Dies Tte dein Zuver sicht 7 Besiehl dich terpflege; hoff' ihm allez dem allerrauhsten Wege sieh froöh⸗ lich hin zur Ewigkeit: da wirst du, frei von aller Pein, ganz selig, ganz zufrieden seyn. 8 o laß' mich, Gott, stets dahin schauen und dann mit starkem Muth auf dich auch in der groͤßten Noth vertrauen! Du bist bei mir; dies staͤrke mich! Wer dessen stets versichert ist, der lebt und stirbt getrost als Christ. In eigener Melodie. 9 Herr, mein 47— Gott, durch den ich bin und lebe, gib, daß ich mich in deinen Rath ergebe; laß ewig deinen Wil⸗ len mein, und was mir theuer seyn! 2. Du, du regierst, bist it, Lieb' und Staͤrke. Du, Herr, erbarmst dich aller deiner Werke. Was zag' ich einen Augenblick? Du bist mein Gott, und willst mein Glück. 3. Von Ewigkeit hast du mein Loos entschieder du bestimmst, das dient zu meinem Frieden. Du wogj mein Glück, du wogst mein Weishe e dir, se se Lei sich U. 1 N mir el La⸗ * 1 ꝛ— N e nuͤr de 7 7=i C dein* * +* 8 Huld uns D 1+— E den aus * II du st 1 ein nicht meine Schuid: 14 10 3 ich nicht ODu + eenl T 1 W das Soll ich ein Glück, das du mir gabst, verlieren, und willst du, Gott, mich rauhe Wege fuͤhren: so wirst du, denn du hoͤrst mein Flehn, mir dennoch eine Huͤlf'/ er⸗ sehn. 7. Vielleicht muß ich nach wenig Tagen sterben. Herr, wie du willst! Soll ich den Himmel erben, und dleser ist im G nun kann der od mir schrecklich seyn? Mel. In meinen Thaten — 7 —mich quaͤle? Harr' Seiner, meine Seele harr und sei unverzagt! Du weißt nicht, was dir nuͤtzet; Gott weiß es, und Gott schuͤ⸗ tzet, er schuͤtzet den, der nach ihm fragt. 2. Er zählte meine Tage, mein Gluͤck und meine Plage eh' ich die Welt noch sah Geduld u Eh ich mich selbst noch kannte, nacht Gewitter um mich bli⸗ eh ich 7 Vater nannte, war tzen, so zag' ich nicht, mein er mir sc mit Huͤlfe nah. Vater wacht, er wacht und 3. Di kleinste meiner Sor⸗ wird mich schutzen. Die Guͤ⸗ gen ist tem Gott nich te, die mich werden hieß borgen, der alles sieht und die den Bedrängten nie ver⸗ haͤlt; und was er mir be⸗ ließ, die wird mich nie ver⸗ schieden, das dient zu mei⸗ lassen. nem Frieden, waͤrs auch die 2. Sein Auge schaut auf ßte Last der Melt. meinen Schmerz, und seine I. Ich lebe nicht auf Er⸗ Blicke zaͤhlen die Sorgen, die den, um glüͤcklich hier zu mein armes Herz mit Angst werden; die Lust der Welt und Kummer quaͤlen. Er vergeht. Ich lebe hier, im sandte mir das Leiden zu, Segen den Grund zum Gluͤck daß nicht mein Herz in stol⸗ zu legen, das ewig, wie zer Ruh des Ewigen ver⸗ mein Geist, besteht gesse. 5. Was dieses Gluͤck ver⸗ 3. Gesegnet sind die Lei⸗ mehret, sei mir von dir ge⸗ den mir, die mich der Welt hret! Goct, du gewaͤhrst entziehen; mich lehren, Gort, es gern. Was dieses Gluͤck allein zu dir nach Trost und t, wenn's alle Welt Huͤlfe fliehen Ich weiß, auch se sei, 4„mein einst bringst du meinem Blick Gott, mir ewig der Sonne sanftes Licht zu⸗ 2 6. Sind auch; Dunkel mir ver⸗ heit Plagen, n, d NRNange Me schwer zu tragen, noch schwe⸗ 1. Wie will ich dann vom rer Haß und Spot ö esteit,—„ dei⸗ ich, und bin stille eben; wie freu⸗ denn nicht mein RA st fuͤr das RLeid* W' r ge und Ehre geben! Ou bist ten, die dem Herrn Staͤrke, un ler delner vertran'n, Und ihre Hoff⸗ Werke 175 g dich. nung auf ihn bau'n! Nie! Was kann mir widerfahren, werden sie zu Schanden wenn Gott mich will bewah⸗ ren? Und er, mein Gott, Mel. In allen meinen Thaten bewahret mich! Hillmich, o Gott, an hienieden des Nel. Schon ist der Tag von Lehens Last ermüͤden, so staͤr⸗ 17 5 Meun gleich aus ke meinen Geist! Wann mich 47 tiefer Mitter⸗ die Leiden kraͤnken, so laß mich 0 — 4—.————.— —3— 358 Pflichten gegen den Naͤc mich wohl bedenken: auch das sei gut, was Trübsal hrißt! 2. Nicht ewig soll sie waͤh⸗ ren: oft wperden unsre Zaͤh⸗ ren schnell von dir abge⸗ wischt. Und seufzen wir wie lange ist meiner Se bange! so wird mit Trof das Herz erfrischt. 3. Du wendest solche Buͤr⸗ den, die uns erdrücken wür⸗ den, Gott, gnädig von uns ab. Du siehst bei unsern Plagen auch auf die Kraft zu tragen, die deine Hand uns selber gab. 4. Dein vaͤterlich Bemuͤ deine Kinder ziehen, n, was dir gefaͤllt. willst die Luͤste schꝛwaͤchen, eignen Willen brechen bilden für die beßre Du willst den Eifer mehren/ gehorsam dich zu hren mit G daß, wenn uns Fe de hassen und Freunde verlassen, wir stets vertrauen deiner Huld. 6. Was will uns, Herr, auch scheiden von dir und jenen Freuden, die du für uns ersehn? Wir leben oder sterben, so wird uns, de nen Erben, des Himmels Wonne nicht entgehn. „Zu jenem bessern Leber willst du auch mich der Tod ist. mei gleich Muß — Allgemeine Menschenliebe. 859 4. Und ich fühlte keinen ben! Herr sez uns allezeit, Schmerz bei des Bruders was der Herr uns hi er gebeut Leiden? Kalt und fühllos Wir sind Buͤrger Einer blieb mein Herz bei des Bru⸗ Welt, Kinder Eines Vaters, ders Freuden? Und es solit' die er huldreich : alle Eines Leibes 5. ie sein w eiser All⸗ falle, sich zu lieben, in meiner Brust Stolz und Haß entbrennen? Koönnt ich dann wohl Gott mit Lust mei nen Vater nennen? Brüder, nein, Herz soll nie sick r 3. Eine sterbliche Natur hat er allen uns gegeben, und verschließen; immer auch eine Hoffnung nur: Sorg' und Muh' lie Hoffnung auf ein beßres Le⸗ euch versuͤßen. Alle, alle le⸗ ben, wenn wir hier in dieser ben wir, um uns zu be⸗ Melt redlich thun, was ihm gluͤcken; und ihr seid nur gefaͤllt. thenrer mir, wenn euch Lei⸗ 4. Und wir sollten uns ent⸗ den druücken. zwein? Lieblos uns einander 6. Immer will ich, wie hassen? Uns, zu unsrer eig⸗ ich kann, sie euch helfen tra⸗ nen Pein, Stolz und Neid gen: kann ich's nicht, au beherrschen lassen? Wer kein troͤsten dann, troͤsten, mit Freund des Naͤchsten ist, ist euch k sollt ihr fuͤrwahr kein Mensch, kein an meiner 2 Vram Christ verweinen b e Was wir auch aus Got⸗ neue Lust eu ch Herz wird tes Hand reichlicher, als scheinen. Andre, haben: Ansehn, Reich⸗ O gewiß, dann werdet thum, hoher Stand, Leibes⸗ ihr froh den Vater preisen, kraͤfte, Geistesgaben, alles und auch D mir hülfreich euch erwei iseu; ber Menschenliebe Pflicht. werdet, süßer Trost! auch 6. Nein, der Gaben Un⸗ mich, wann mich Leiden druͤ⸗ terschied knuͤpft das große cken, mitleidsvoll und bruͤ⸗ Band auf Erden, und wohl derlich troͤsten und erquicken. dem, der sich bemuͤht, nuͤtz⸗ lich, wie er kann, zu wer⸗ Mel Jesus, meine Zuversiche“ den; sich der Menschheit 473 Alen Christen und Dienst zu weihn, auch im +./ 82 auch mir bat der Kleinsten treu zu seyn. Herr dies vorgeschrieben: 7. Varum gib uns, Gott, euren Naͤchsten sollet ihr, als ein Herz, voll von wahrer euch selbste, von Herzen lie⸗ Menschenliebe, das an And rer uldern gern mit dies befreit uns nicht von 9—— ————— V.— — ——— ** —. n 990 R flichten geg rer Freud' und Schmerz An theil ne und d uͤbe, was der Liebe licht begehrt Sohn erklaͤrt. 8. Diesem großen Men⸗ enfreund l Dbaß R 5en E N, 19 in 10, deine! * · mich werth, mich nach dit en, wich ich von der +* licht! Liebe du, Jesu! Men⸗ schen u est, folgte zohl⸗ thun deiner Spur; segnend Gutes t in den Hutten, auf an dem Lager kranker Bri * +* 158 695 den Naͤchsten Heil und Trost gefi Hülfe, wie er nirgends fand Br der, ke mmt in mei⸗ ne Arme; wer da leidet, ru⸗ he hier er nicht erbar⸗ mein Gott Liebe tlein nur gleich' ich dem Herrn; sein Verschonen, sein Ver⸗ H. geben, o mein gern! Ob mich auch mein achst kränket Jesus, denk ich, litt wohl mehr. b er Boͤses von mir denket: 6 will ich seyn, als er. Wenn mir emand Gram bereitet irrt vielleicht nur 7* 17 K. 7 sein Verstand, und ich reich tet deu⸗ er, veun m, wenn er g liebreich meine Hand 6. Nimmer soll mein Herz ermuͤde iner Liebe sich zu weihn! O es schafft so wohlzuthun de 1 WMoho 1 6 HDe zur Liebe * 145 3* +„IAInernde ringet, arntet dauernden Gewint — ar R Wahmut war der Wehmuth 1 m Nou X eulsiießer em„ ver elche Saat4 eut went O Gott, du hb mir, o Gott, J 1 8 —480 G Rein Herz, das jeden Menschen liebet, seinem Wohl sich freut, bei seiner Noth betrubet; ein rommer Herz, das Eigennütz und RNeid und Haͤrte flieht; und sich um aͤndrer luck als um sein Gluͤck b 2ꝛ. 2 ich den so laß' bemul Durftigen, nich guͤtig eilen, von dem, WOs du mir gibst, a ihm huͤlfreich mitzutheilen: nicht aus dem eitlen Trieb, groß vor der Welt zu seyn, und mich verehrt zu sehn; nein, Menschen zu erfrenn. 5. Dies sei mein Gottes⸗ dienst! Auch unb merkt von ihnen, müss' andern stets Herz mit Rath und 5 blr, lTrost, mit dem mein Herz Bedraͤng⸗ te segnet; ein Rath, mit dem mein Mund in Kummer staͤrkt: nichts bleibt so klein es ist, von dir, Herr, unbemerkt. 5.( I** 51 Unfrieden anzu andre anodre wo ein boshaft richten, seyn, der zwist zu schlichten. Schmaähsucht kränke nie M Naͤchsten Herz so laß mich sorgsam Bruüder Aus mein Mund des Allgemeine Menschenliebe. Ruh': er dienst: deck' seine Fehler Die Rach ist Gott, du vergelten. stille seyn, wenn f mich schelten! Gibe, aß ich dem verzeih, der mir zu sucht, den liebe, der mich haß segne: de mir fluch 7. Doch laß allein auf zeitlich 908 mit eingeschrar Blick be J sehen! Nor harke⸗ muͤsse mich sein ewig znoch mehr se ein mir ang elegen sey 8. De en, der iim Glauben uktem 9 9 +* 1 1 mieinem Nachsien im Glauben zu be⸗ den d h sicher es Wer⸗ der verkehrten Bahn zuziehn, dazu verleih mir Kraft und segne mein Bemuͤhn! O heilige du selbst, Herr, meiner Seele Triebe durch deine Lieb und Furcht zu wahrer Menschenliebe Wer nicht den Naͤchsten liebt, geht nicht zum Him⸗ mel ein. Laß diese Wahr⸗ heit, Gott, mir Augen seyn! stets vor ——.— lieben laßt G. Wer nur den 2 1 V're nigt 8 uns Wntent O Hand in Har VDi 18 dan t Sa⸗ Banbz men stre Olaßt uns Men⸗ ‚ enfre inde seyn 1 18 10 — Mel Auf, Christenmensch Zines Ba⸗ 30 a o Jemand tere 2— 8* spricht, ich hne liebe Gott! und haßt doch —* 61 II 4* Inter Bruͤder‚„ seine Bruͤder, der treibt mit w der Vührheit Spott, sollen d handelt ganz dawider. einander Gott ist die Lieb', und will, n. daß ich den Naͤchsten liebe, 7 1 5 2 ben Einen Gott rz! und Herrn, sind Eines Lei⸗ leidet irgend bes Glieder: drum diene mer, e 3deinen chsten gern, denn Bruͤder. Gott schuf die Welt nicht blos fuͤr uͤchster ist sein wir sind alle Ein Heil hist unser aller Gut. Ich sollte Brüder haf⸗ sen, die Gott durch seines Sehnes Blut so hoch er⸗ e 1 h 3 *** 72 d ernste S edir Du schenkst mir täͤglich freu so 1 ir ein so vie chuld, du Herr Engel Gott rkün on meinen Tagen! Ich aber digt den Lol r M sellte nicht Geduld mit mei⸗ liehe dir e al nen Bruͤdern tragen, dem wird dir erhellt; du saätest nicht verzeih'n, dem du ver⸗ fur die beß gil ind den nicht lieben, 6 hie n 5 ch den Frommen Renf liel hie han, dem Kleinsten si ine nt Von diesen, das siehst in Erloͤser, an, 111 Art als nicht erfreun? . Ein Gericht wird über deu erge⸗ hen, der nicht barmherzig st, der nicht die rettet, die lehen. Drum tt, durch deinen Geist ein rz, das dich durch. Liebe aid mir, Mitfreude und Mitleid. Nel. Mein erst Geschäft ender, du schufst Herz, bei meines Naͤch⸗ sten Freuden mich mit zu und fuͤhlt er Schmer⸗ öm erz, T ch mit m zu. leiden. M setzen, ur ringsten Wohlseyn e 3. Rie reize mich des gern ihre Wohlfahrt den! 5. Laß mich auch selber meinem Feind des Mitleids Chrus 54 Thraͤne weihen, und ihn, wenn er im Ungluͤck weint, gern erfreuen! en! H18 U ist X zud unre „ Ur Anler 1 N 7. gen 9 I 7 1 74 Le mir 7 froh jener Welt entge *„** 8. Da wirst R ann, Ra E mein zater, X IAck werd' erfreut, dir im Reieh Gerechtigkeit und Billig⸗ 4*»2 N. 8. — 5 eit, en, der sie ent⸗ 1 Fo OF K Am Nächsten Unrecht uͤbet Du bists, der jedem seinen Lohn, ohn' alles An⸗ sehn der Person, nach seinen Werken giebet 2. Gerechter Gott, la einen Geist zu dem, recht und billig heißt, stets Seele komm' es mir doch in de Sinn, aus schnoͤder Hab⸗ lenken! Nie 4 sucht, um Gewinn, des Naͤchsten Recht zu kränken! 3. Pflanz' Redlichkeit in meine Brust, und l mich stets mit wahrer Lust der Lie⸗ be Pflichten ühen Ein Herz, das nur auf Unrecht dentt 1 RNur . 7„ VIIAKtS 504 flichten nur Schaden sucht andre kraͤnkt: wie kann Bru⸗ der lieben 2 1. Nie seufze jemand über mich! Mein ganzes Herz be⸗ strebe sich„de len gern zu geben, er mit verlangen kann, und im!: fort mit Jedermann in Ei⸗ nigkeit zu leben! reize mich Billigkeit und lasse mi zu keiner Zeit der Liebe Pflicht vergessen! ,„ was ich bin; koͤnnt hne Treu' und Glauben gegen en Naͤchsten Andern Gut und Ehre rau 13 wj 1 Haß» ent *. PpEE ich 1„welch' ein schreck⸗ 1 liches 5 ( 7 cht erze en n, kedem eben, Tiasse was er t d 1 N„ s er har un 1 kann Lieber Wil ich Unrecht leiden, als bege⸗ hen, und mit Freuden lieber niedrig 10 und dur ech 1 If»nicht M Seufzer nicht Re 110 Ang, von dir begehren, und er⸗ schweren mein Gericht? Würd ich nicht einst zittern muͤssen? Wuͤrde nicht selbst mein Gewissen mir mit Angst und Schrecken draͤun, und ihr erster Raͤcher seyn? 5. Eines Unterdrückten Thraͤnen, o wie furchtbar sind nicht die! Eh' es Unge⸗ rechte waͤhnen, trifft, wenn u t eilen solltest, wenn ichter, saͤumen wolltest! arrt gewiß dem Boͤsewicht einst ein schrecktiches Ge⸗ 1 t, ich will gerecht lig selbst auch gegen seyn; keinen drücken, . in dem Beleidi⸗ Hab ich Macht: ich will sie nützen, den Be⸗ draͤngten zu beschutzen: ei⸗ len, wo Verlaßne flehn, ihnen liebreich beizustehn. wck Gerechtigkeit und Billigkeit: 3 ich m e Rührung sehen, wie sehr Lant und mit ihr ine Strenge g Alt2 NnO alle deine 14 1 eLr will ich d wie groß ist dulden, als dessen Gram vergibst mir verschulden, fuͤr den meine Schulden; sollt' ich glück spricht denn kein Unrecht dulden, in nicht gelind seyn, mich nicht freun, wie du, Vater, zu chte drin⸗ 4 8. Hilf mir immer richtig rn ů wandeln, und, von allem Unrecht fern, billig, scho⸗ nend, liebreich handeln, hnlich J zesu, meinem Herrn! men, heißt se Du, der Richter aller Wel⸗ Recht entwei ten st mir Alles einst 6. Wenn vergelten, was ich meinen Knechten, 0 Bruͤdern that, wenn dein test Trechten: wer koͤnnte dann großer Tag sich naht. dDoch wi irst du stren 44 —„die tr id allen Uflichten ber„aufs einst Gnade mich, o Gott, mild und barn herzig seyn, mein Recht nicht V ihen, und immer bil⸗ lig ben von aller Streng' und Haͤrte rein! * I 0 18. wag gen, sicht u b tsam richte nu versage tm Vor⸗( onung ist des 8 sat fehlt taub x eh 14 l seinem Flehen, es ohne 2. Siehst du stets + 2—* haͤtigkeit und Barm⸗ herzigkeit. bedenken, was dein Naͤchster W n! Ach, wie würd' SYr. 2 5f kränken, griff I + er e an! Deiner Mel. In aͤllen meinen Thaten *0 der Her +7 6 N 7 r, Il⸗ ͤ 2 7 U 5 drückt Boie se 1 f wir hier Gn 4 Ce E/pott einzig deine und der unser He 1 ndlich du deiner Du l t von uns 11 Si Undank nie 4 Mit uste Het* uns segnend * biet erfreun! Zu ew'gen Se⸗ R uGli ligkeiten uns Sterbliche zu 1 leiten, wird ewig dein Ver⸗ ere ihn Uck Hüte gnügen sey wenn du stehst, 3. WMie groß ist deine Mil⸗ teinen Fall begehst! de! ziger Vater, 1 bilde 4 Mohltnst1 Wohlthaͤ bilde wiein Herz nach deinem Eiun Daß ich der Nothed Armen mich willig moͤg er alle Hoͤ barmen, nimm N von mir hin! 4. Gib daß ich willig gebe; mich, wohlzutl bestrebe, so wie mein He land that, der goͤttliche Er barmer, den kein bedräng ter Armer vergebens je um Hülfe bat. 5. Erhalt' in mir die Trie be der mitleidsvollen Liebe! Wie du mir Gut's gethau, so laß um deinetn Andrer Notl oft ich sie nur stillen kann Zum Fleif gulen Werken laß mich die Hof nung staͤrken: vor d m Herrn de V U d Ge er liebet willig giebet, e dir woblgef a hler R saͤen; denn das, was hier geschehen, folgt uns in jene Zeit. Wer hier den sten liebet und sich im Wohl hun ubet, der aͤrntet dor die Seligkeit. Mel. Herr, ich habe mißgehandelt 1 Ab) Maohlzuthun 485 2 und mit⸗ utheilen, Christen, das ver⸗ gesset nicht! Den Bedraͤng⸗ ten zuzueilen, Armen gehn, ist Pgicht; die Jesus selbst uns Hoi izu⸗ V 1 Pflicht, lehret, * N und die Gott, den 6 ehret! 2 2 set di di Hun⸗ I 1* 9 I* 0 I 7 die e treo +. die kI Scl eilt I 1 D RKu Antert Ale zu deuen die t nur de die euck I7eh 1 0 um ** V 1 Dil fslehn, N eil RN 4 n Usteh* 1 1 Ii 5 1 28 171 EI uden, d Ve t in ihre Leiden ssch, Urch UAns betrübtes He +3 ergnicen schaffet zuͤcken gestaͤrkt, erfreun Ein denheit, Huld bei Mer Gottes N Jel Barmherr it! Was Muͤhe, was wenn sie so den! Laßt uns ilen, I ννννι⁰⁰⁰⁰π⁰π⁰ι—⁰ W„u. à i .— VH 4 Pflichten ge zustreun! Was wir hier saͤe irnten wir dort re ein Seid be herz Ift de men! Ge ird euer sich erbar⸗ men! M · E 31 Er 160 5 hat und 1 ei⸗ den, 1 t den N„ laßt elden⸗ de nicht i der uͤ tritt erste P flicht u del · dich, Gott der Liebe, nicht ver seines Naͤchsten Ehre schmaht d gern fie schmaͤhen hoͤret; sich freut, wenn sich sein Feind ver geht, und nichts zum Besten kehret; nicht dem Verlaͤum⸗ der widerspricht: der liebet seinen Naͤchsten nicht. Wer zwar mit Rath, rost, mit Schutz den tzet, doch den nur aus Stolz, aus Eigen⸗ nutz, aus Weichlichkeit ihm itzet: nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht; auch der t seinen Naͤchsten nicht. 4. Mer harret, bis, ihn anzuflehn, ein Dürft'ger erst erscheinet; nicht eilt, dem KFrommen beizustehn, der im Verborgnen weinet; nicht guͤtig forscht, obs ihm ge⸗ bricht: auch der liebt seinen Pächsten nicht. 5. Wer Andre, wenn er eschirmt, mit Haͤrt' und t, und ohne und stürmt, r fehlet wie bleibt bei f n Unge⸗ stuͤm, Gott, deine Liebe x u j los ihnen( t gibt: der hat sie wenig noch geliebt. 7 i du, mein Herz, vermagste t, stets durch Doch bif die die Kraft dazu, und sorgst dafuͤr: so liebest du. 8. Ermattet dieser Trieh in dir, so such ihn zu bele⸗ ben! Denk oft: Gott ist die Lieb' und mir hat er sein Bild gegeben. Ja, Hoͤchster, was ich hab' sck „Ordca)Sie selig lebt 248 + ein Mensch, kennet, und andern wohlzuthun, aus Menschenliebe b tet; der/ wenn ihn auch kein Eid zum Dienst der Welt verbind't, Beruf und Eid und Amt schon in sich selber find't! Dir, Hoͤchster, ahmt er nach, dir, als dein Bild, zu gleichen; durch Dienstbeflis⸗ sen⸗ senheit sucht er chen. Er haͤlt fuͤr eignes ich kann, de hsten stets 2 ohl sich nich alle dge⸗ zu ser ʒ 0 0 Ust, macht; er haͤlt sich fuͤr die o Got n ch der Liebe 5 * n hat Recht auf mein ö. ind + 5 und V x lic * — 4 3 einer* 7 3 5 te lehre 4. So denkt der Menschen⸗ Gebt, so wird euch auch ge⸗ freund; und das ist sein„ was euch Noth ist, streben, so treu, als er und Leber lebt, zum Wohl der So viel Menschen, so zu leben. Ihm wird des viel Bruͤder; Ein Gott ists RNächsten Heil sein eignes ir sind Himmelreichz er fuͤhlet frem ÜUge⸗ de 3 tr ihn selbst S de V 1* darf, mit sein Ansehn un sein Siand und Wohler 3,„ seid sind Mittel, die er brauck den Duͤrftigen due ODei rilig wohlthaͤtig stets zu seyn, und was ihr gebt, x den Leide gern troͤ⸗ Herr Helft und I erfr Aungesel euern as A Nothdurft beizuste heischt ds reizet seine 1. Huͤlfreich Triebe auch ohne Ruhm ten eilen, ihnen und Lohn, zu wahrer M Retter seyn schenlie eicht Stolz, nicht dern, Wunden heil woh Eigennutz treibt ihn zur Guͤ⸗ thun, troͤsten und erfrer eit; er sieht Gott, der Liebe ihm gebeut. Triebe einen und dies thut das ist wahre Men⸗ 7 So laß mich auch ge⸗ schenliebe! unt, mein Gott, dur ben von werden! Voll rAur ge sei mein Leben hier ben; laß uns nie fuhllos A 119 10 * 4 44 74 4 440 4˙4 xv —— IFIIII.I.II— en wir 2 ʒ hen, wenn wir zu dir u hen *** wir c Hulf 9 + +. 14 V f h, ¶ I 17 chreit 1 trach t 83 a)sKgzott, der du — J00 18 x 4 die 6 du nich se der d uicht N st es Recht, sonder ter lade U est In I 4* aen 0e cht mich 1 leben D¶„ 6 Sat Al dein Nel reich sei, wie du, gesinnt Nor* den Bur err, du wollst den Sinn mir geben, der bei achsi cht zeigt, und mit S. iuftmuth spricht und hweigt. Laß mich meines Naͤch⸗ ien, ihm erleichtern 4 1 1 1 1 U 1 4** hi soll we 2 1 das ist, o Gott, dein Iud 8 7 Fried' ind Eintracht lie du: o so hilf auch mir dazu Gib ein Herz mir das die Stille und den Frieden sucht und liebt, das statt Rache, Sanftmuth üb — ů n besck rnes icht, bst kste nskraft; luürzt den Lauf von unsern macht zum 3 mel rry, er auf N E Wd 1 kt, ach, du we mie 1 daß d Wer mir will ich segnen, er that; hiesvoll begegn ten NRe veinde will und vor dich, wenn du Menschen t, ausgesoͤhnt mit en. Gott des FI ke du mich mit de dazu Heil ist dem be schieden er nach frommer Eintracht strebt! Hoͤchster, gib mir deinen Frieden, der zur Sanftmuth uns erhebt. Er regiere Herz und Sinnen; S wenn er das Herz re⸗ 0 II V NI t in f rlichkeit ew'ger Frie de uns freut Mel Besiehl dund W b)shach frommer 0 Eintracht streben, mit Allen in dei Velt ses moglich, friedlich leben, dies ist's, was Gott gs⸗ 53 fällt. Doch dem nur kann“ gen, der seinen Nach⸗ sten liebt, sich selbst weiß zu ezwingen, Beleidigung ver⸗ lig, des Haders groͤßter Feind, zeigt er sich stet sellig, erhaͤlt sich seinen Freund. Er sucht mit E zu meiden, was seine Bruͤ⸗ der kraͤnkt, weil er bescheiden, von ihnen rühm⸗ lich denkt o eilet er, den Streit lt beizulegen und stiftet Einigkeit. Der Ueber⸗ eilung Suͤnden entrusten nie sein Herz, er laͤßt sie Nach⸗ sicht finden und hemmt des Unmuths Schmerz. 4. Nie spottet er der Bruͤ⸗ der, so viel er Witz besit und zuͤrnet nicht gleich wie⸗ ** 7. nit Kinghe Ttughe der, wenn st hr Zorn er⸗ + r. Frei I nicht, und scheiden, wer U derspricht. 5. So Fried' und Eintracht lieben, und nie durch Haß und Streit des Naͤchsten Ta⸗ ge truͤben, ist Pflicht, die Gott gebeut. Sie, Herr, stets hoch zu schaͤtzen, ihr ganz mein Herz zu weihn, sie nimmer zu verletzen, soll meine Weisheit 6 ich s zu uͤberwin den, gib Eifer, Muth und Kraft; dann werd ich froh empfinden, welch Gluck die Eintracht schaf ler Noth ge Versohnlichkeit Erloͤser, fluchten; test selbst, die dich z suchten; du zeigtest stets bei Fi II + deiner Feinde Toben der Sanftmuth Proben. Ach, glich ich d nD!— „ und d1 I Rache verwer mache 1. Ich muß es wehmuths⸗ voll, ach Herr, dir klagen 7 * stolzes Herz kann noch so wenig tragen; wie schwer weiß ich, andre mich mich recht zu fassen wenn hassen, 5. Vergib mir, Herr, ude mei Zorn und Haß le Reich nicht erben, Tag vergilt Rechte dem harten Knechte. n Ver Nath meine Seele So werd ich mich ver⸗ P. — so erb' ich auch im Lande deiner Stillen, d Seligfeit R-P 6ar Re deiner Stillen, die Sel„ vozu sie jenes Leben einst n üder sick 1 wird erheben mir G en, leh⸗ re mich hr Unrecht uͤber⸗ Herzliebster sehen, und sollten sie mich Eirtt. 1* Herr mein 5 noch so bitter kränken, an * 18 der 1 nur d iken! 1*8 10hn* 1 NFTuten du für mich littest, und 1 ke dann, O Herr, zur Rechten Gottes fuͤr mich in meinem Herzen aufs bittest, erweck' in mir, du neue das Gedachtniß jener Muster wahrer Liebe, der Schmerzen, die du i Sanftmuth Triebe! nen schweren Leidensstunden 2. Wann hast du jemals fuͤr mich empfunden! 6 3 7 +7 2 H386Ss uiich nrit auft⸗ Haß mit Haß vergolten? 9. Laß mich 1 Sauf Ut wieder, als muth laß in Allem mich schon hie uf Erden den! Mel. Christus, d st mein 7— x N will ich + 1 a).SPie ö 1 * 1 wieder fir nmir mein Hasser zu schaden su⸗ sucht Wmill ihm 1 uft be⸗ chen, wer ʒ nie dem en, nicht drohen, er droht, schilt er, so will ich segnen, dieß ist des Herrn Gebot. Mein Jesus, der Ge⸗ rechte, vergalt die Schmach mit Huld; die Wuth ergrimm⸗ ter Knechte ertrug er mit Geduld wenn der der r 71 V I sal dem ers böse meint will die Fehler 7* r von m * 8 II dlie will „die er nicht I Durch Huld will ich hen, an ihm das Gu⸗ und Gutes von Versoͤhnlichkeit und Feindesliebe. 373 hm sprechen: wie koͤnnt er laͤnger schmaͤhn Im Haß ihn zu ermuͤ⸗ den, wil him gern per⸗ zeihn, u als ein Christ zum Frieden, zu Diensten 10. ann„ wich zu un⸗ tertreten, ihn Guͤte mehr erhitzt: so will ich fur ihn beten, und Gott vertraun. Gott schutzt Mel. Auf, Chr istenmensch 4 2— Vi rbittre dir dein Leben 57„o Christ, durch eigne Rache! Vergeben ist des Menschen Pflicht; vergelten Gottes Sache. T Sanft⸗ muth, Wort gebeut tet und er⸗ die sein liebt Feinde, seg r ist's, empfindlich der Schmerz, Unrecht und raͤnkung leiden; und den⸗ noch soll des Christen Herz Zorn, Haß und Rachf sucht neiden; soll nicht sein eig⸗ seyn, vergessen n. 1 ner Richter soll er und verze 3. So schwer auch diese mlicht dir scheint, so mußt —. bist Freu RD schr eben. voͤrt dein Herz dawider ich: so sieh auf ihn, besiege Mer WWer hat woh groͤßern Sündern erduldet, als er, der Herr, „—.... G HH IIRI I Wahrhaftigkeit Aufrichtigkeit und Redlichkeit. 375 wecke mein Gemuͤthe, daß 5. Laß niemals mich ver ich mich vor Luͤgen hüte; sprechen, was ich nicht hal denn du liebst den Wahrheits⸗ ten kann, mich nie Zusagen freund, und bist aller Falsch⸗ brechen, die ich einmal ge⸗ heit Feind. than; nie Leichtsinn mich ver⸗ leiten und nie des Beispiels Macht, als Wahrheit aus de„hbreiten vas— hmähsucht E zubreiten, was Schmahsuch Mel. Besiehl du deine W H4 932 Mohl dem 9 richtig wan⸗ nur er delt, der als ein Wahrhei 6. Doch laf iten freund in Wort und Werken auch deiner W t Licht, handelt, und das ist, was er Herr, u eine Seele leiten eint; nie taͤunschet und nie damit ich meine Pflicht mit sch schmeichelt, nie doppelzuͤngig Klugheit üb' und wisse: wann spricht, nie Redlichkeit blos ich für andrer Wohl, wann heuchelt, nie Treu' und Glau⸗ fuͤr mich reden mi sse, und ben bricht! wann ich schweigen soll! 2. Wohl dem, der Lugen 7. Wann je, um mich zu hasset, der, wie die Pf druͤcken, des Feindes Rath gebeut, stets seine gelingt; wann er mit boͤsen fasset, und Tücken in Kümmer mich n t arke meine See⸗ nie verle nicht unterliegt, Ort es si dir befehle, durch Gott mer ö rt n die Unschuld siegt! 3. Wohl dem, der Gut in Herz voll Treu' und und Lel oht ihm Ge⸗ Gle t, das, Gott, zu dir fahr „bereit und mand h . Gott, wirst aus der Welt einst wit der hn erhoͤhen, wenn einst in c fnung gehen werde dein Kind, ihrem Licht die Luͤgner scham mmen sehen, die reines enthuͤllt durch erne von Mel. Allein Gott in der Höh nich vor 7 9 blickt binauf N rische Schein! +— zur Ewi it, Gewiffen: du empor vom Staube, Brü⸗ Heuchelei, damit ich der! Was unsr stets beflissen der Tren' und erfreut, verg Fo! Wahrheit sei! nicht wieder. 74 81 . 49609 * II . ————..———— * —3————— R y U Ine N. Herr, du gabest uns V a 1 1. die Sprache; was uns deit Huld 1 erleiht, werde d der guten Sache und dem Menschenwohl geweiht! Un⸗ ser Ja und unser Nein moͤge fest und · 2 Wi 7 P 4 1* 1** 11* V ve NIT TI 1 + ving ch auf zu Es winde si Wwine Um jedes Re 1 ͤx 5*4„ und Hand— spricht Hinw 6. Hinauf, hinauf zur uͤben. + 13 IIi* 1 2* N 7 N 7 +* Ewigkeit, o blickt gen Him⸗ 2. Dieser schoͤnen Tugend⸗ PIUIAN Wahrhaftigkeit Aufr ht sei mein Herz ergeben dlich bis mein; lich will ich le un die Welt redlich ohne Zeug was auch dem Tag eht Gott die Nacht verschweigen 3. Finsterniß ist ihm, wie Licht: Mitternacht, wie Mor⸗ gen. Oft bin ich der Welt ch nicht meinem Gott ver borgen. Was ich denk' und thu', erspaͤht er im hellsten Lichte; und kein Lügengeist entgeht seinem Strafgerichte. 4. Meines Namens böch⸗ hm unter meinen Bruͤ⸗ ster Ru der und mein liebstes Ei⸗ gent er zuf des Bie⸗ derr 1 n Sck 3 zen v Sorg und nur bringt * * 4 Boͤsewicht, Rer Zoͤsew Redlick druͤt⸗ * HN** n ken wei r 75 Freymi straft, und nicht schwei zt zu seinen x Eer sie heit We⸗ gen; ihnen wird, das wij⸗ sen sie, dennoch Gottes Se⸗ 6. Menschenvater, Geld und Gut will ich gern ver⸗ schmer en; aber einen frohen Muth, Redlichkeit im Her⸗ zen, Redlichkeit in Wort und That und ein rein Ge⸗ wissen laß mich auf dem Le⸗ benspfad nie, o nie vermis⸗ sen! richtigkeit und Redlichkeit. 377 7. Ich will redlich seyn, bis vollendet habe! Gute N hen segnen mich Al U einst im Gr be. In Herz geschrieben bleibt meine Tugend immer) und wann auch mein Leib zerstaͤubt, stirbt mein Name nimmer. Gutes Beispiel. Mel. Gott Vater/ an Erbarmen Won dir, der neine Frende schuf, ist auch mein heiliger Beruf, im Herzen und im Wandel rein, und nuͤtzlich in der Welt zu seyn. Wer diese große Pflicht nicht ehrt, ift keiner wahren Fr werth. Noenu M t den Men⸗ Ich sollte re hemuͤhn, auch sie zum ten hinzu⸗ ziehn; und leuchtet ihnen ets mein Licht: so fehlt mir deine Liebe nicht. 3. Wie groß ist jedes Bei⸗ piels Macht! O wüͤrd' es 7 stets von uns be dacht, wie viel im Stillen um sich ber es wirkt und täglich mehr und mehr die schwaͤchern Herzen, die es rührt, zum Guten oder Boͤsen fuhrt! 4. O wehe dem, der sorg⸗ los bleibt und kühn des La⸗ sters Werke treibt; den nicht der Blick der Unschuldf schreckt, und aus des Lasters Taumei weckt; oͤs Pflichten gegen den Naͤchsten. . der 7 veckt; de sel lbst d te Sch ve aluͤcklich werden, ist All chen gern beruckt und listig Ruf, ist Aller Loos. Darum in sein Netz verstrickt! ist dieser hier auf Erden ge⸗ 6 Wie trostlos wird er ring und arm, der reich und ernst; Um ihn groß; Hh mehr Kraft, die 2 zerfuͤhrtet ind der hr Ve nd und je⸗ i wenn nun jeder laͤut ihm ner braͤncht, wa rerfand flucht, ihm seine zu I. W hat mich Andern mehren ‚s v dir b vorgezi Wer rx er an⸗ 4 Richter, ertlagt, und dre Menschen mir? Hu, dann sein frech Geist ver⸗ Gott durch freie Huld be⸗ 1 zagt! wogen; denn Gute 11 + O. Fern set ö so schwere kommt von dir. Ick gab Schuld von mir! Ja, Va⸗ dir nichts zuvor, und ich bin 47 ter, ich gelob es dir! Mein alles, was ich bin, durch 144 Beispiel reize jederzeit zur dich. 4 Tu jend nur und Froͤmmig 5. Und ich, ich sollte nicht 8 keit! Gib selbst, o Gott, gib bescheiben und fern von al⸗ 146 mir die Kraft zu dem, was lem Stolze seyn; ich den, . Heil und Segen schafft! der mehr empfing, beneiden, mit ihm mich seines Gluͤcks 3 Bescheidenheit. nicht freun? Waͤr ich wohl, haͤtt' ich mehr als er, auch besser dann und seliger? Jon dir in diese 6. Nein, gerne will ich +ufe Mel. Wer nur den lieben 4 1 aHe N 1 n. dern und r nicht ent lisen un N sie behren 10 k Ohné umt von dir; du sie nicht freu'n. Naͤhm keiner n, du machest meines Gluͤcks sich an: wie h vor dir sind wir arm, wie hülflos waͤr' ich alle gleich dann! 2. Nicht jeder hat, was 7. Wer eitler Ehre gern Andre haben; und das ist entbehret, und Tugend an Guͤte: denn du gib. dem Geringen gern erkennt und diese, jenem andre Gaben„schaͤtzet, der verehret der Nie⸗ weil du, als und der Hohen Herrn! liehst; es sollen alle ů seyn und jeder sich des An⸗ friedenheit lohnt Demuth dern freun. und Bescheidenheit. Beaeh Bes i Ken Jugend gibt der bensn ürdigk 1* S ntfernet * nnselg hr zittert Fromme glaubt: mei t einen Gott zur und eine Hoffnung, raubt. Ich sehe meir leben; ich weiß, „ IH 7* igkeit wahrer Christen. m aller Auge macht. Der Tag macht s nige den Knechten und Be ien Hei⸗ ler den Monarchen gleich; daß ich der Tag gibt Lldel dem Ge⸗ erben kann; weiß, mit rechten, und macht des Ehri⸗ verklaͤrtem Leib umgeben, sten Seele reich. schau ich ihn einst im mel Er genießt ihr eurer Raub! Man rüh heute, haßt euch ihr waret Goͤtter, is sind, We orgen geht mir nie: ich darf Ehrsucht Feinden nicht verzagen; ich weiß, mein Tod entwaffnet nt euch morgen; sie. und seid 6 nes Gluͤck M In allen meinen 2. Wenn meine schweiget und mir dein G bezenget, daß ich be zmadi 1 14 Hl ‚ den bin, wenn mich dein Trost 2 Früh⸗ erq* 4 nir se Ir al ͤ ist m alen Zeite 109— t au H nU De She t leit ben, tre Uund R e selbst 1 reu V ‚iß in Voin Aich serhe erkla⸗ Zum Fleiß in gu el Pein, mich seil x kuung slat in meinem tra⸗ laß mich Oisr— 1—48 V NAE Iichte Herdamml Broß wuͤrde meine ken, daß nichts ver heit seyn. an mir sei! E. . 1 ine 4 0—22 *: doch, wer—8 t Gewissen! — 118 8 3 bat V auch 1gewaͤhrt der licht Wer di. Dore zagen * N nicht Muth, wenn and 2 3 . icht unn im Wohl⸗ müssen. Sein ruhig Herz erhoͤ⸗ erzittert nicht; ihn V ünse G1 ergehen nser 6 205 und kein& benn, als ein geruhig rzz kein Tod und kein A schaff 1, denn mit dir hat er Frie das schaffet der ö Abst in 2. Sich deines Beifalls, selbst in d Gott, bewußt, ru Geist It entgegen Muth und allen seinen dort macht selbst, dein Mund den Werth der Menschen da wird der Fromme sie Wegen. So hilf denn daß So hifdei mir zum Heil C Gewi des Lebens besten beflissen. ausgesoͤhnt heilig Recht weihn: das sei mein ter Eifer! Gib 7 wissens Spruch als Gott wird die sieht der künft Die gibt ihm Frendigkeit Denn Gluͤckseligkeit wahrer Christen. 381 mer dich durch Jesum Christ, Allwissender, zum Troste. Ge + r Welt ge⸗ Un des Er⸗ die Freu⸗ mit de sch fErden, Herr, o Herr wahren X 'gen zu werden. ihren auf unter mir und das Heil vor 1 den entzückten Geist umgeben. 2. O was achten weise Christen jenen R nie hch, dern Luͤsten, uz letzt der eitlen Fre 3 ller⸗ Lel kur n * 1 1 bs mich un e 1de n 1 n 23 1 *r sind de rS N en wẽ der L e eil d U will nen ter deine Rath x I leiner und Glau⸗ Burde f den Kelch in“ Rube Gnade troͤ Du hast selbst der Men⸗ rke meine schen P and, voll x‚ vor( nden Geduld en, tan d⸗ ie aus Vor⸗ fack n, ut U n wer nur schwernen mof gestritten 7 5 5.„Mttet BeR hat im⸗ Oi un ich ermattet! ebe, dalß 18 . N * 14. 19060 149 I* — SFTTRTRTRTRTRFRCERERERE flissen, daß Froͤmmigkeit Heiligkeit dir immerdar ei gut Gewissen und Glaub Cougtch Norlerh 1* zuversicht verleiht Und d mein Gott ore mich D 109 E 0 er — 130⁰0 x Wonne der E 6 fe ses Leber Kampfe troͤsten? V nel TRyr De Ver I 3 ** Naäso 14 abgewandt vom Boͤsen, sich von der Süunde F 6 x als ne Bru⸗ der liebet, nicht lästert, sie nicht kraͤnkt, nicht stolz sich blähet, und keinen schmähet. 5. Wer Sünden hasset, und doch mit den Suͤndern Mitleid fühlet, und an deinen Kindern die Gottes⸗ furcht und 3arf Gaben ehret; haͤlt, w ret; zer nich rBruͤder ie det se re die 2 ohne Wucher auck den Gaben, genuͤtzt zu habenz 7. Wer zuchtig in Ge danken, keusch auch lebet; seines Werthes uͤberhebet, im Gluͤcke muͤßig, guͤtig und bescheiden, getrost im L U 3 die A dieses Leb troͤst 3d sich nie ;eligkeit +1 volt zu hei 1 1 unser Vaterland; und wer will deiner starken Hand, Allmaͤcht'ger, uns entreißen? Wenn wir gleich hier muͤssen streiten, und zu Zeiten schwach uns finden, hilfst du uns doch überwinde 1 u re— C ul⸗ insern Seelen ö d staͤrkest uns + 7 4 Ohn ist unse mupt und Ruhm; wir se erkaufter Eigenthum, und Schaafe seiner Weide. zuthes sind VI den, in Beschwerden, unsre lein, Herr, Was kainn bei ns fel len? v erborgen Doch wann Welt in einst haͤlt, sichtbar wer⸗ widerfaͤhrt, hier auf Erden. der Herr vor Majestat Gericht dann wird er ler den. Als dann sieht man ihn mit Kronen uns belohnen, als νν Gluͤckseligkeit als die Seinen, ewig mit ihm verei ien 5. Wie find wir als hast du an uns getl— laß uns unsre 2 Augen haben jederzeit; so tragen wir mit Willigkeit kurzen 0 Buͤrde. Herr, gib den Trieb in die Seelen, dich zu wäͤhlen, und im Leben uns dir gaͤnzlich zu ergeben! el. hon st der Tag von AgWie heiter fließt mein Leben hin und jeder meiner Tage, wenn ich dir, Gott, ergeben bin, der Sündenlust entsage, von der boͤsen Neigung frei, deiner heil'gen Vor⸗ treu, rechtschaffen und handlel Sanft fuͤhrt dann dei⸗ ne Vatertreu', mich auf des b mit jedem sie neu zu Allmacht mich heschüh hrst mir Alle was mir nuͤtzt, lenkst Boͤses selbst zum Guten. 3. Dich kennt, dich liebt, dir traut mein Herz; wie koͤnn ich je verzagen! Ich dulde standhaft jeden Schmerz; hilfst die Last mir tragen. V Zerlaß ssen kehhnt ust du 7 G mich nicht stets warst du meine Zuversicht; du wirst es ewig bleiben. 4. Wenn deine Gnade mic 1 ** 614 190 wahrer Christen ů Gott, dein ch begl„ und ke ranket wie n ich de in dir! und hl' ich dann r des H els hohe 7 den⸗ ihn der Tugend und der 1 t hin zum ew'ge 11 tt, mein Gott, ht, du wi zu den streben, sie tr nudeln, deine Kraft e wirkt Uund schasst, rOe wachen nicht versagen! 507„ Cirhlich sind der Tugend Pfade; Heil des Himmels ist ihr Ziel. Hier empfind ich Gottes Gnade und der ho⸗ hen Frenden viel. Was hilft es mir, wenn ich auch Welten winne V je⸗ de S ie. 2 p end ent⸗ ie bleiben, wenn Alles auch wanket und Aun PMil let von Sternen ein he Entzuͤcken; ihm pflegen Auen sich schoͤner zu sch muͤ⸗ dischen Gaben Fer Vre Ken. Die h sind Labsal ihm nur; drum bent 3 im Frieden geht er seine hohe Bahn. Keine Last kann ihn ermuͤden taͤuschen il kein eitler 2 hu leitet die Wahrheit durchs Lebens zetuͤn in Sinn und n Eis dem Ihm fo der ifall der Edlen, und Ruh troͤmt ihm von dem Throne des Ewigen zu. 1. O wer wollte diese Freuden, diese Seligkeit ver⸗ schmaͤhn? Wer nicht si im tiefsten Leiden auf der Bahn der Tugend gehn Wenn oft auch die Kräfte ve N 2 ten? D es Ppiiger rmarte 8 . r ende 19 ist nicht fern. U ein Vorbild; o folget Herrn! Mel' Der unsre Menschheit M 15 + Vein Glaub' ist meines Lebens U sUhrt mich deinen Dir 1 V* du, an den mil Ir, diesen Trost der S keit nichts meiner Seele rau he] Tief präg' es meinem Herzen ein, welch Glück es ei, ein Christ zu sey 2. Du hast dem sterblit tau⸗ be kehr zurn r. Staub; mein Geist wird nicht des Raub, du bist für icg 1u 10 se Ra e, 1un U bin des hohen oll ich leide nicht vergebens. 6* t selber mißt mein Theil mir zu; hier kurzen Schmerz dort ew'ge Ruh'. 1. Was seyd ihr Leiden dieser Zeit, mir, der ich je⸗ ner Herrlichke mi Ruh' ruft ewiglich be⸗ er mich, 1hier vertraue; Ud, verschwindet al⸗ Him⸗ mein ler Schmerz, und melsfreuden schmeckt 5. Bin ich gleich schwach, ich doch nicht mehr der Sünden schimpflich Joch if auf Erden. süße ic 7 rei v FVe werde, ist mein Trost: Gott hat Geduld und straft mich nicht ach meiner — +* meinem La Die Tugend und ieden nicht ganz den Tod fuͤr à b mich —— 335 Gluͤckseli mich bezwangst, der du Ghuh, Mittler, aus der Angst, die ich verdient, gerissen! Dir dir verdank ich meine Ruh', du heilest meine Wunden du stillest mein Gen n3 und fall ich noch in iem Lauf: so richt est du mich wie⸗ àu 35 bin ein rist, Gnad' und Wahrheit ist a mir auch nicht vergebens Ich wachs' in meiner Hei⸗ ligung; ich spuͤre taͤglich Bes⸗ serung des Herzens und des Eebens. Ich fühle, daß des Geistes Kraft den un Menschen in mir schafft. 8. Dank sey dir, Jesu, Dank und Ruhm! Mich lehrt dein Evangelium fest glau⸗ ben, hoffen, lieben! Es macht mich ruhig, es er⸗ freut und fuͤhret mich zur Seligkeit, drum will ichs willig uͤben. Hier ruͤhm ich meines Glaubens mich; fuͤr ihn preis' ich dort ewig dich! uUen Mel. Wer rden lieben 0 Den Wandrer 50 4 D gleich, der auf der Reise das festgesetzte Ziel verfehlt, durch Wuͤsten irrt, und sich im Kreise von Furcht eind Hoffnung sor⸗ gend quält, lebt auch der Christ, deß Leitstern nicht ist Jesu Lehre helles Licht. Z. Er irr. umher auf duͤsterm Pfab e See⸗ *π sit wahrer Christen lenruhꝰ, und find't sie nicht; w ünsch t den Besitz von Got⸗ ö„ allein er ohne Licht; greift nach Halm, der ihn verlaͤßt; sein Glaube sleht wan⸗ zillst du as Gluͤck des Chrigen kenne so sammle nur Erfahrun ein Sie wird die Segnungen dir nennen die ihn hienieden schon er⸗ freu'n. Sein Glaube hebet über Zeit und Gräber seine 4. Betracht' ihn im Besit der Guͤter, der Ehr' und Hoheit dieser Welt: das Christenthum ist sein Behn ter, daß er durch sie nicht wankt und faͤllt; kein irdisch Gut ist ihm ein Reitz zur Wollust, Ueppigkeit und Geiz. 5. Geruͤhrt durch Mitleid und Erbarmen beim Anblick seiner Bruͤder Noth, deckt er die Blöße nackter Armen, theilt mit dem Hungrigen sein Brod; er schmecket die Jufr riedenheit, womit das zohlthun uns erfreut. 6 Wirf einen Blick auf ihn, wann Leiden und Trüb⸗ sal ihn zu Boden drückt. Mein Vater, spricht er, hat durch Freuden in guten Ta⸗ gen mich erg zuickt. Ich kenn in Leiden Gottes Huld und trag' die Pruͤfung mit Ge⸗ duld. 7. Sieh ihn im Kreist der Ge⸗ K gkeit wahrer Christen. 38 Ende dem Wirkungskreise ihn entreißt. Mein Gott, spricht er, in deine Häude besehl ich ster⸗ Gluͤckseli Geschaͤfte; wie würdig scheint wann nun das der Cöhrist dir nicht! We⸗ wissenhaft braucht er die Kraͤfte zur Uebung seiner heil'gen Pflicht. ein Fleiß, bend meinen Geist. Du bist dem Merschenwohl geweiht, mein Trost, auch in der er fullet ihn mit Seligkeit. Nacht des Todes. Herr, es . Schau auf ihn hin, ist vollbracht! Dritte Abtheilung. — Lieder uüber die Pflichten des Ehristen in besondern Verbin⸗ dungen, Zeiten und Umstaͤnden. Gesinnung und Verhalten des Christen in besondern geseusc aftl chen VB II Rdu nge N Häusliche Gesellschaft. tern Beispiel rührt und auß Mel.* nur den lieben Deile fuührt! 51 Mobhl dem, der Haugg * Wẽ in dem Ehe⸗ bunde in treuer Lieb' und Eintracht lebt! Ihm wird as ü des L s schnelle* Stunde drossen das, was er soll, eben schnelle Stunde zu leisten Frebt, wenn Ein⸗ webt; hoher. eligkeit durch⸗ tracht und Zufriedenheit das webt; er blickt mit beiterm* des S ii. tz des Segens frohen Sinn auf Pfad und 8 V YR, weint! Biel der Wallfahrt hin. 4. Wohl uns, wenn auch LI 2. Wohl dem, dem from⸗ bai unsern Freuden, sich freut mer Kinder Segen en Ehe⸗ der Nachbar und der Freund z bund noch schoͤner macht; wenn er, an unserm Schmertz wenn sie im Herzen Tugend und Leiden theilnehmend, hegenz in ihren Blicken Un troͤstend„ mit uns weint; schuld lacht; wenn sie der Ael⸗ die Bruderhand uns willig 22 reicht denen, deren enossen die Furcht des Herrn vor Augen schwebt; ö jeder treu und unver⸗ Haus zum Si . 10 II 4 24 5906 Aune 1198 ung 1 nd Hüulf und Bei⸗ stend gern erzeigt Ja denen, die d kindlich ehren, o stroͤmt dein Segen zu wandeln folgsam deine Lehren, und trau'n auf dich und finden Ruh'; sie finden Freude, deren Werth und Dauer keine Zeit 3ze brk vird auch oft der Kelch der Leiden den Deinen dir gesandt; oft Tod und Tren⸗ die Blut und Treue fes verband; o d Grams, de Unfalls Wuth, oft Krankheit ihren heitern Muth! Doch trinken sie den Kelch gelassen, den du, ihr Vater„ eingeschenkt: du wirst, du kannst sie nicht ver⸗ sen, du Gott, der seiner Kinder denkt, und, wenn br Glaube standhaft ringt, durch Leident si 8 im mag Arm uns trennen; deu einst* v Der Wottes Fhron di er vor Gottes Thron die Unsern kennen, mit ihnen dankend vor ihm stehn, da, wo nicht Trennung und nicht Tod den Neuvereinten ferner droht. Mel. In a en Thaten 5 6 sel g/ wer zu⸗ «„frieden mit dem, was Gott beschieden, den Weg durchs Leben geht; von ¶ 7 nit der 7 selfo.„ verbinden, d zu finden, den ewig ern⸗ den ö denschen Hand in Hand, im fest ver⸗ einten Streben, durch's kur⸗ ze Pilgerleben, zum Ziel im bessern Vaterland. Der E EE 28 otk, 6 si der Ehe reuden, du, der du Mann und Weib erschufst, und sie im Gluͤck so wie im Leiden zu großer Pflichten Uebung rufst! Uns diesen Pflichten ganz zu weih'n, laß unsers Bundes Endzweck seyn. Erbalt' uns stets auf deinen Wegen: nimm gnaͤ⸗ dig unsers Thuns dich an! Laß Woblstand uns und je⸗ den Segen mit Dank aus deiner Hand empfah'n, und fors foͤrdre uns, dir zum P Au Herr Herr, ganzes ster · II un d Sch ni seine isrer eit dir d That Haͤnde zum Gluͤck uns rũ‚ I tlle Hocnne besondern Flei einer, im Freud Nch erfrent! verbitt're Theil Tage dem andern O * N deines I nser fe⸗ Glück nD int Eund 10 durch Ungestüͤmm; und trifft den Einen Last und Plage: sreut, Heiterkeit! t uns einander, wo h sanftmuͤthi the'n, und 11 *** Dannen blick mit un in rm Augen rer Tugend unser Glück. 2. 9 2. W ommer umk 2 so mild're sie der andre ihm! Glück deß sich der auch dem schaf f Mein ganzer Ge beilig seyn — Vie gluͤck W Mahn 7 btest im Gluͤck ch selbst ist HVer Ehestand soll Du ihn und lebt ein wenn die n Herz ihm abgewann die Gott ihm ausersehen! Wie glucklich lebt an seiner Hand die Fromme, die ihr Gott verband, ihm hulsreich beizustehen! Heil euck Heil euch, gute Gatten In dem 6 Sche Aten seiner Guͤte jauc bzt mit freudigem züthe. 3. So sflrecket weit sich um Haus ein rebenreicher ein Weinstock aus; so bluͤhn auch Ringsum um⸗ Tisch die Kinder Eh' I11 genossen. •u iihren froͤh lich, munter, frisch, wie jun ge Frühlingssprossen. Sorgt nicht! Sorgt nicht! Wie v del.) Beter zaͤhlt ihr Baͤ⸗ ter, zaͤhlt ihr Mutter! S 0rs 6 Mah ist hier1 tter er ver⸗ tre ihres gib, daß kein le! Laß nie sie ih L+el entw eih'n 7 laßꝰ treu sie, zuͤchtig, friedsam seyn, Ein Herz und Eine Seele! Lenke der Liebe, von Suͤnden, lich Gluͤck empfinden? O leite sie von Ueppig⸗ keit auf Freuden, die man eut, auf Freuden aͤch⸗ Tugend, damit auch einst ihr Alter frei von druͤckenden Beschwerden sei, und heiter, wie die Jugend Segne, segne, o du Vater und Be⸗ rather frommer Ehen, alle sie, die auf dich sehen nie ber fer 1c Mel. * A. IPt— öR . 2 590 Gesinnung und V rauung — Vom Hmm ort, S 2 re er sch Ur Utes ner oͤh', das 2 de N8 1 vor dir schl ep Mmit Nund Gnade sah 2 sie l daß sie usammen Grab vertraͤ lich, freundlich, gleichgesinnt, vor A irchtig sind! Laß ste einand lich stets lieben, doch nie mehr, als dich; von Untrer auch im Herzen rein, ur keusch in Wort und Werken 4. Zusammen laß sie dir vertran'in; zusammen ihre Seel' erbau'n; zusammen de Ruhm erhöh'n und d»gen sich er f h'n 4 NII keit, U Ibr imer zu 1 Wol 2 sem G 6. Empfinden und erfah⸗ ren sie des Erdenlebens Last H 0 trage jeder gern sein Theil zu seines Gat⸗ d Heil! Willst du durch Kinder sie erfreun, so gieb zu ihrer Zucht Gedeihn, daß an den Pfaͤndern ihrer Eh' ihr Herz nir Gram und Jammer seh'! d. Wenn dein Rath ihnen erhalten des Christen Trubsal schickt, laß sie darin ucht 1 guickt; gib heur e1 dem Leid, und es fur die Ewigkeit! Und tr t einst auch sie der Tod, so sei ihr Trost: b unser Gott, die tugend haft sich hier geltet eimnah⸗ we; o weih' auch sie zun hier vor deinem Angesicht entschloßen siehn, den Schwur der Pflicht Ler⸗ Laß sie, Vater, dir ergeben, einig t sich lieben, treu öflicht der Christen uͤben! 2. O du, der du so gern begluckst, so liebreich zu uns niederblickst auf allen unsern Wegen, Herr, las sie fels sich deiner freun; gib anch zu ihrem Thun Gedeib'n, und Beruf sey Segen! Laß sie, V, ir ergeben, gluͤcklich leben, freudig sterben und vereint den Himmel erben! Nach der Trauung⸗ Mel Mein Wott, das Herz H MReht hin! Dei * ö 6.G Gott der Ei⸗ nigkeit hat euern Wunsch er⸗ hoͤrt! Heht bin und macht durch Froͤmmigkeit euch sei⸗ nes Seoens werth! . Ibm heiliget Veruf und Stand! Ihm beiligt cues besondern euer Herz, und folgt der Lei⸗ tung seiner Hand durch Freu⸗ den und durch Schmerz Euch nehme, schließt nach seinem Rath ihr einst den Pilgerlauf, er, der euch hier vereinigt hat, in seinen Himmel auf. de 2 Me en müssen H.7 Menschen weis 5— A** E — d 8 zut erzie⸗ ben, die zum Leben Gott er⸗ schuf: welch' ein wichtiges Bemuͤhen, welch' ein seliger Beruf! Gott zum Ruhm, der Welt zum Segen, ihres eig⸗ nen Hetles wegen, Kinder weis'und aut erzieh n: welch' ein wicht Bemuͤh'n! * Mensch in Buher hne Zucht l niß, ohne Tu dann des Leben wiü dig, mit Vernunfst betreten wuͤrdig dich, o Gott, anb ten? seinem Naͤchsten nuͤt⸗ eyn? deiner Liebe sich erfreun? 3. Jeder, dem du auf Erden Kinder vertraut, sorge, daß sie weise werden, daß er ihre Wohl⸗ fahrt baut; lehre früh sie Tugend lieben, und das Gu⸗ te wi llig uͤben! Diese Pflicht ist ernst und groß; hr Aeltern, spricht euch los. 4. Menschenschoͤpfer! Tu⸗ gend mehrer! Laß, zu foͤrdern lich s hier ꝛadi gan⸗ nichts, Verbindungen. Menschlichkeit, Vater, Muͤt⸗ ter, Pfleger, Lehrer, Fuͤrsten Obrigkeit, mit ver⸗ Sorgfalt wachen, uns'⸗ zu m achen z Beispiel 18id La⸗ 8591 und d 1E ernter re Jug end fromm sie durch Lehr und zieh'n, selber Suͤnd ster flieh'n! 5, Pfle anz 5 in aller Kinder Herzeu w eisen, fr ommen Tu⸗ „ dasß sie nick ht ibr Wohl versche Xze n; Iaß' sie Trägheit, Eigens im tu, Aer⸗ gerniß und Leich tsinn fliehen, und um Uuschuld sich bemuͤ⸗ hen! Fuͤͤhre—— auf ebner Bahn, daß ihr Fuß nicht gleiten kann! 6. Dort vor deinem An⸗ gendsiur V gesichte, werden die Erzie⸗ her seh'n; selig, wenn sie im Gerichte ihre ö r vor dir seh'n, und zen koͤn⸗ derr, verlohr Meinen; und ider flehn fuͤr sie; ott, vergilt nun ihre Muͤh' r Menschen weis' und gut erziehen, die dein Wort zum Leben schuf: welch' ein wichtiges Bemühen! welch' liger Beruf! Laß', o Heil'ger, deinen— alle Aeltern treu erfuͤllen, lohne hier schon ihre Muͤh', lohn', Vergelter, ewig sie! ein s Mel. Wer nur den lieben Gott 2 2 Lerr! welch' ein + 0.. wichtiges Ge⸗ michn Aeltern: Kinder Gib Segen. Weis⸗ F 392 sinnung und V Weisheit dust und Kruͤfte Pflicht; schont weise zu jedem R D 35 des Lieblings nicht. I O wel t er Kind cher S für den sucht der und ** * in L x*+1 solle 3 stromt nen d 0 ¶ eil sick Ee d* e RI de zu rch zu Thei veid U f fu au 9 ze Staäaten, o Rx t I 1 U deit hieren u Redlichkeit vollz i6 2 diese Absicht zu erfull Ordi„ Wohlsta X nach Vermoͤgen treu bemuͤhn ried un 9hnin dann Wohl ihnen hier in dieser Zeit dur h sie auf Erde und einst in jener Ewigkeit** un 0. Sie baun das Wohlseyn auf Er t nicht ihrer Jugend zu deines gro⸗ säumte erzucht! Sie ßen Namens Preis; sie leh⸗ häͤuft den Aeltern selbst ren Weisheit sie und Tugend schwerden, die oft hernach i 4 V. durch eignen und durch And⸗ ihr Herz verflucht. Die . rer Fleiß; und um Gedeihen eit ver fleht ihr G de ihr es st N Aun 1 X 5 jJung 4 tiefste t e N 4 n from zu 7 reu He ter, tt⸗ * Indu! 10 Kinder Bru ort zu freu N 4 UN N el. Wo VBott um Haus Ten 779* Ut d rin 2 0 Wroß ist, ihr Ael X ETI zu senker 124 tern, eure bemuͤb. flicht! Verwal rlost eure trebt dat Kind Kinder nicht! Gew oͤhnet ste von in besondern von fruͤher Zeit mit Gott frommer Thaͤtigkeit Wohl euch, wenn kei⸗ nes je vergißt, was aller Weisheit Anfang ist, daß Liebe gegen Gott und Scheu vor i hm die beste Kl gheit sei! 3. Lehrt sie, wenn ihr Verstand erwacht, Gott ken ine Huld und uet Weach ehrt Lant ei Lehrt sie auf seine V 26 was sie lernen, versteh'n! 4. Besorgt fuͤr ihren Leib mehr fuͤr ihren Geist, schaut stets umher, was ih⸗ und und, rer Unschuld schaden kann, und füuͤhrt sie selbst zur Tu⸗ gend stickt durch gute Lehrꝰ 1u 6 OSnd un Sunden terricht zu Haus durch be Beispiel nicht; der Strafe si 14 schubt vor seiner Hand nie bren 7 hren Trotz mit Unverstand! „daß sie recht und so wie sie euren V I 1— ind V 1*H B ter t3 w 8 X 11 8 H rʒ 11 weick drum hren Ohre ͤ 1* 1 1 4 der Uebertretung enrer Pflicht in eurer en Jugend nicht! 0 M üithun illen nennt nie Knaben de des 10. Lehrt friedlich sie und g nugsam seyn, utbeben und sich dennoch freu'n; tilgt Geitz und Neid +— Brust, macht i hnen Christe sinn zur Lust! 11. Gewoͤhnt sie an der — nd Muͤh', an Ernst und 5„ und lehret sie, daß it keine Sklaverey, daß Gluͤck des Menschen Flei Arh i sie das sey! 12. nehmt euch ihrer Seelen an: Gott richtet einst und fordert dann, wenn ihr nicht, was ihr thnn sollt, thut vo on X eure R de⸗ t. sind sein Geschenk u freu'n, sind alle, Gott un ebe sucht sie aufzuziehen in Li der Zucht; so steh, damit sie sey, mit deiner ibnen bei! allen Kind—5 begier, zum Guten* un Lust cklich Weisheit 3. Gib —..—.8— die freundig eine ; und Büͤrger üst und Mut 1„ 5 V thun was edel ist und h/ 84 3. Erbsre Hoͤchster, dies verleih', was Dann dau wir erfl 3 14* u Ki R * Mel, Freu d o mein 5 Kinder, „befehle IN— 4 1 Ve + Gott ch dir an; du gabst Preis sey dir von ganzer Seele, Preis und Dank„o dafur! verlaß, gne und 9‚DDE‚‚D Fa 7 e 1 *; bl + Sen deine 5 Ver alten des Chri ren warten ihrer Rath bedacht, ihnen das nur, was sie weise und des himm würdig macht! chen sie von dir zuruck: verlohrnes Seelengluͤck ihr waͤ— allen Erdensckaͤtzen nimmer ihnen zu ersetzen. Ge⸗ hoͤr nicht ihre Lebens⸗ tage, guter Gott, ganz freu⸗ de er Werden 1. geprüft dich: o so sey es vaͤter⸗ id dann las es ihren 1 nicht an Trost und kung fehlen! Keins von meinen Kin⸗ e durch das Laster e kein's dem Nächsten zur Beschwerde, oder seiner Feinde Spott! laß' der Welt sie seyn; keine Muͤh' und Arbeit scheu'n; dern we d Gott 5 elend, Nuͤtzlich — scheu'n 3 still ich ihres Flei⸗ ßes naͤhren, und durch ihn dem Mangel Sahren 7. Jener S egstag der Gerechten ih auch mir ein Freudentag! Hilf, daf zu deiner Rechten ihrer kei⸗ nes fehlen mag! Dann froh⸗ lock' ich: Vater sirh bin ich, hier find auch die, die mir deine Huld gellehen, sie zum Himmel zu erziehen! 3⁰ 3e mir pflich t. tt des H mmels Hi inder, die ihr noch im Kreise eurer guten Aeltern weilt, und um Kleidung, Trank und Spetse Os uur zu I** 1 No in ul ö denkt der namenle euch vom Aufblüb'ns ich enres zeit eurer Reife stets bis zur Bei geweiht. lter enlieb' ist ohne Kinder, nie sie, danken aber d koͤnnt ihr, danken euren Ael⸗ dan⸗ ken manche lange Nacht, sorgenvoll fuͤr euch durch⸗ wacht. . Sie aus reinem Herzen ieben, ihnen tren und folg⸗ sam seyn; nie mit Vorsatz sie betrüben, jede Kraͤn jung Nüb Muͤh 8 in besendern Verbindungen. 895 schnell beren'n; ohne Kluͤgeln ihnen trau'n, Winke schau n; 5 Ringen, daß der Treuen Pflege nich 2 an euch verloren sey; daß ihr anf der Tugend Wege eurem hohen Rufe jedem Laster trotzend, bis ihr einst am Ziele und auf ihre 6. Eure Kraft den Aeltern le ihen wenn sie kraftlos sind und schwach; sie mit Trost und Hüuͤlf' erfreu'n bei des Alters Ungemach; dies ist Kindesdank und Pflicht. Kin⸗ der, dies vergesset nicht! Mel. Jesus, meine Zuversicht 520 3 G ott, mein Va⸗ 23.0 ter, Dank sey dir: du hast Gutes, Leib und be dur die Hand der Aeltern mir ohne mein Verdienst gegeben. Mir be⸗ gruckst du ih re** und auch mir er t du sie. 2. Oft ha b ich sie zwar be⸗ truͤbt, sie, die von den ersten Tagen doch so zaͤrtlich mich geliebt, mich mit viel Ge⸗ vuld getragen. Gott, da⸗ urch kraͤnkt ich auch dich; o wie beugt mein Undank mich! 3. Was ich ihnen schuldig bin, hafte otief in meinem Herzen! Laß mich ja durch Eigensinn niemals ihre Gunst verscherzen, gib, daß weine Dankharkeit, mein Geborsam sie erfreut! A. Laß —— mit So ja selbst ihren „ wer ses, sanftes Herz, und la rn und kindlich ehren, daß niemals Kummer, Grat und Schmerz der treuen Ael He N* tern Herzen kraͤnkt, und ihr Liebe vonun k be was reu Me el E hrer Inzen Lebenszeit! Gesegnet 3„ und eins nmel groß 1el 7 nen; weise, nachsichtsvoll und gů⸗ jen tig sind; wenn in ihrem stil⸗ len Kreise stets des Friedens uelle * „Durch da Band des Bluts verbunden, sollen sie durch's Leben geh'n, und den Reiz der schnellen St freundlich mehren ur hoͤh'n; sollen Haß und Neid entfernen, und auck lieben lernen. 3. Mit entschloßnem fro⸗ hen Herzen uͤben sie, was Gott gebot; theilen Freude, ram und Schmerzen; min⸗ dern jedes Tages Noth; war⸗ nen sich, so oft sie fehlen, And're und veredlen ihre Seelen. 4. O wer wollt' in fruͤher Jugend nicht schon sanft und frledlich seyn? Aus den in ll Wer die un ben, wird der Andre redli lieben? 5. Nur das Haus, wo Liebe wohnet, wird gesegnet und erfreut. Aeltern seh'n sich dort belohnet, Hindern ist ihr, Gluck bereit; alle Hause en streben, sich en zu umgeben. ebe Komm herab vom Himmel! Komm in un⸗ ser Herz herab! Leite durch das Weltgetuͤmmel auch die Unsern bis an's Grab! Laß durch deine Macht auf Er⸗ den jedes Haus regieret werden! 72 gen Loos nach deinem weisen Rath; machst oft Ei⸗ nen reich und * wenn aber bist du arofß r And're Maugel hat; 7 HHH weise, gut, ienste weibt; durch Folgsamkeit mi.⸗h ehrt, der ist meiner Liebe werth! 3. Er hat Recht auf Guͤt' und Huld, wenn ihn Redlichkeit beseelt; t N N* N 2 1 er hlt. ucht fehler⸗ rder daß fordern, daß Hochmuth, Stolz und unn ist Verletzung mei⸗ ner Pflicht. Wenn ich gleich begluͤckter bin: dennoch ziemt mir Herrschsucht nicht. Lieb⸗ los, hart und grausam seyn, heißt: der Menschheit Recht entweihn. 5. Herr der Herren, gib mir Kraft, daß ich stets ge⸗ recht und treu, liebreich und gewissenhaft geger jeden Menschen sey! Jeder ist dein Kind, wie ich, und erhaͤlt sein Recht durch dich. Eigen Mel. . „ 2——. WMel. Auf, Christenmen —7—* bin ich, was ich bin, und es ist deine De ch, als„H TI 10 Ge ewinn vor aͤr 1 B mit Redlich eit und Ar ihrer 6 te, was ihre P t gebeut, in ihrem Diensige schaͤfte, so gib daß ich fuͤ ihre Treu auch dankbar und dilf, daß ich jedem sei⸗ ne Pfl cht auf's möglichste versüße; daß, wenn an Hulf' es ihm gebricht, er sie von mir genieße, daß ich ihm Fehler gern verzeih', + wird er krank, sein Pfleger sei! 4. Gib, daß ich auch zu +1. Zeit Erholung ihn edlnte gern seine treue dedlichkeit, gern einen Merth erkenne, und ja aus 514 57 2n 10 nicht gem Vorwand nie ihn den verdienten Lohn eut⸗ zieh! 5. Auch der geringste Die⸗ ner ist bestimmt zu hoͤherm Leben; fur mich und ihn bat Jesus Christ sich in den Tod gegeben. Vor dir, o Gott, hat einst der Knecht mit sei⸗ vem Herrn ein gleiches Recht. 6. O praͤge dieses tief mir ein! Rie müss' ich mich er⸗ kuͤh ven, s gegen die zu seyn, die meinem Hause Gesinnung und Verl — 207Hurch dich, Gott, dienen! Der mir hier dlent, ist Mensch wie ich, ich soll 14 ihn liebe leich als mich. Für 2 nende W I. ren 53Qott, deinen wei— 18 — illen soll —** 1 + II 14 YN * 1 Ars N 1g 5 Ie U „** nue ch eifrig dem Beschafte, mich berufen folg' ich dir, mein Gott. Drum laß der Herr⸗ Willen mich gern nnd Uen; dies ist dein Gebot Rohne bitt're Kla⸗ gen des Lebens Last mich tra⸗ gen, und Weichlichkeit ver⸗ schmaͤh'n; im Reden und im Schweigen mich ehrerbietig zeigen, und gern den Wef r ö ö . RSer s4 7* . De ö ift Wohl zu mehren, und Schaden ab⸗ zuwehren, soll meine Freudt seyn! Ich will sie»herzlich lieben, mit Vorsatz nie be⸗ trüben, verdroß' uen Sinn und Frechheit scheu'n! 5. Ich will sie nie beneiden; will alle Traͤgheit meiden, und alle Zanksucht flieh'n; will recht thun, nicht betruͤ⸗ gen, nicht laͤstern und nicht luͤgen, und allem Leichtfinn mich entzieh'n! 6. In meinem Dlenst auf Erder Ind efondee! in bef gesch Erden er siets zu werden, se reude mir und Pflicht! Wer treu ist hier im Kleinen, den zaͤhlst du zu der Deinen, und er bereut sein Leben nicht. 7. Du bist stets der Ge⸗ rechte, der Herr 2 r Herrn uno Knechte, und beider Trost und Heil. Wer niedrig ist f Erden, kann groß im Himmel werden, hat an ihm, wie der H Hoͤchst de, Theil. S. Dies laß mich stets er⸗ waͤgen; denn dies gibt Trost egen, und reicht die au Ni g dar: einst wirst err der Welten, den Fleiß noch mehr vergelten, womit ich Menschen nuͤtzlich war I* 5201.8 erufen h V. mich me Gott, in And'rer Dien t zu leben; um mir badurchr mein Läglich Brod in dieser Welt zu geb 2 Auch ich soll hier in mei tand nach meinen Kraͤften itzen, und Gott, u Ilq mit mich dabei m 3 EMm C ö inem Dienst diez nie mich aus setzen; un Fampf ur R + tie meine Pfl flicht gen! 45 daß ich, mei n Rufe tren Sen 9 kostet mir's VWMin? Fets mein * er H schaft Willen, damit sie mei⸗ n N Verbindungen 399 nes Dienst's sich freu'ꝰ, mit Eiser me er 5. Hilf, daß ich, wie mein* eignes Gut, das brie + NI .— trachte; auf 2*9———— 6. Nie komme mir es 1 S den Sinn; mit B egier'⸗ gen Haͤnden, 3 schnoͤder Liebe zum G Wenn, ihr et⸗ was zu entwend n! 7. Die Freude, die ihr widerfaͤhrt, ihr Wohlstand, ihre Ehre, das alles sei au ch mir so werth, als ob's das Meine waͤre! 8. Erkennt sie meine Treue nicht: so sei's mein Trost auf Erden, daß sie, Gott nem Angesicht nicht tzogen werd νννν ————— dei⸗ zefallen siehst wirst schon hier en mir bei aller iner Müh', Gott, deinen MWit M 6 auch NUNHY geben. Kommt meines Lebens dann; so nimmst du, er die Muͤden gern auf⸗ immt, mich mit Ehren an, ind s⸗ henkst mir ew gen Frie⸗ Frieden 10. Abend d d n ber Fuͤr Wittwen. + lle ne meinen Thaten 5 uf Gott nur will ich sehen; er boͤrt der Wittwen Flehen, und nimmt sich ihrer an. In allem Schmerz und Leide ist er mir Trost und Freude, 4 4 + Weger Flehen. 5. Ich will ihn glaubig ehren, und meine Tugend mehren in stiller Einsamkeit. Er zt ja, wie ich's meine er t auch, wann ic te, und t mir V N ersr 6 h wer ich noch litte 8 zu ten b will i ihn nur“ iden und führt zu hoͤhern Freuden bewährt erfundne Dulder ein 7. So eilen meine Tage mit jeder Last und Plage, wie 2 ht raͤume, leicht dahin; ge meine Glieder im ode ruhig nieder, und weiß, zuten Vaters stehn; und sie e mich gebohren, war fruͤh fuür mich verlohren, als Kind muß ich ihr Grab schon sehen 2. Unwissend, was mir nütze, so schwach und ohn Stu sen + tath Hultt Bulse v Ort au armer alsen Fleyn 4 Doch wer war's, der we . ühre kenschen Schicksal, führ +* + E.onon und durelk 6 fort durch Leben und durch Lod sen, und Armen Gutes thun illst 1 Segen soll ihnentru Und seit viel nansen Jahxren hast du, die Waisen waren, so väaterlich e die sich auf dich verließen sahn Gott, zu deinen Fu ßen ihr heißes Flehn von dir erhoͤrt. 6. Auch mich licht hassen, du wirst mich nicht verlaͤsse ch will dir zanz vertrau'n. Dein Herz st mir ja offen, fer will ich auf dich hoffen, nur dich in kannst du truͤben Stunden schau'n! 7„‚ du wirst mich er⸗ nahr nur Rath und Hu f' 6 wo ist ein Gott, was mir nem 6 fromm Und 7 J Ihren Verfuͤhr Ang und fahren und Laster um sind: o dann sei, mich treuer 2 ter, inein Führer, Freund, Berather, ach dann verlaß iur nicht dein Kind! Es schlag? von fruher 2 1d fi Botte furcht und Tugend d Unschuld nur mein Herz! Fromm seyr deinen Wegen, sei m Lust, mein Segen, recht thun und Schmerz! 160. Ar beit Treue began ner Reue, ein wahres neine und Un⸗ mein samkeit und Fehler Christen⸗ gegen nd d mir mehr, als Gluͤck und Ruhm! 14. Und die, die mich er— ziehen mit redlichem Bemuͤ⸗ hen, an Eltern Statt mir sind, mich warnen und be⸗ lehren, laß herzlich mich ver⸗ ehren, sie dankbar lieben, wie ihr Kind. Ihr Lohn sei, dein Segen! Auf allen ihren Wegen wollst du ihr Fuͤhrer seyn: und wenn sie dann einst sterben und deinen Himmel erben, laß jenseits mich mit ihnen freu'n! 13. Verklaͤrt werd' ich dann stehen, die Elter sehen, um die ich Gott! or dich hser ba IIoser, ba / Men⸗ ur gegen Wohl den lieben Gott 30 Menn Menschen 953 streben, dir an Güte und Wohlthun, er, gleich zu wenn sie mit willigem Gemüthe durch Ratl d ‚ erfreu'n: mit reich segne dann sie, d belohnen kann! 1 . OIc) w rer Frenden und ihres Gluͤcks II s3oll von Herz voll N ( mer uüber ihr Ce 4032 Gesinnung und Verhalten des Christen wie ich kann, ihr Troͤster seyn; und kann ich lindern ihre Noth! mit Freuden will ichs thu'n, o Gott! z. Und kann ich's nicht, dann, Vater, dringe mein eifrigstes Gebaͤt zu dir; was ihnen gut ist, das gelinge! denn, Herr, sie thaten wohl an mir. Auf jeden komme Freud' herab, der seinen Brüdern Frende gab! 4. Ich will sie lieben und sie ehren; will uͤber mein Bedurfniß sie mit meinen Klagen nicht beschweren, bescheiden stets und laͤstig nie; will, wenn ihr Herz auch andre liebt, nie nei disch seyn und nie betrübt. 5. Erfreue sie mit deiner Güͤte; dein Segen komme über sie; sey stets ihr Helfer und behüte vor Widerwaͤr⸗ tiakeiten sie! Empfinden sie Gefahr und Schmerz: so troͤst' und heile selbst ihr Herz! 6. Nimm sie zu deines Reiches Erben, wann einst sie scheiden, anaͤdig an! Er quicke sie mit Trost im Ster⸗ ben, die mir im Leben wohl⸗ gethan; und dort, o Gott, vor deinem Thron sey herr⸗ lich einst und groß ihr Lohn! Kirchliche Gesellschaft. Lehrer und Zuhoͤrer. Mel. Wo Gott zum Haus 22 D Amt der Leh⸗ 23 rer, Herr, ist dein; dein soll auch Dank und Ehre seyn, daß du der Kirche, die du liebst, noch immer treue Lehrer gibst. 2. Gesegnet sey ihr Amt und Stand! Sie pflanzen, Herr, von dir gesandt, von zeit gZeit dein heil'ge 2 und Licht mit ihm und Tugend fort 3. Wie freut ein guter Lehrer sich, wenn er erlen ch⸗ tet selbst durch dich, den Juͤn⸗ gern Jesu gleich gesinnt, viel Seelen fuͤr dein Reich ge⸗ winnt! 1. Dank dir, da du auch uns so liebst, daß du uns treue Fuͤhrer gibst„die weise sind und tugendhaft, in Lehr' und That voll Geist und Kraft! ö 5. Laß' ihres Unterrichts uns freu'n, gewissenhafte Hoͤrer seyn, und schaͤtzen deiner Wahrheit Werth, die uns ihr Unterricht er⸗ klaͤrt! ö Dein Wort ist, was sie lehren, Herr! Laß uns da⸗ durch stets heiliger und bes⸗ ser werden; nur alsdann geh'n wir einher auf rechter Bahn Ermahnen, warnen, strafen sie; so weig're, wer sie hoͤrt, sich nie, zu hassen, was du uns verbeutst, zu thun, was du durch sie ge⸗ beutst. . Das ist der Lehrer beß⸗ ter Lohn, wenn ihrer Muͤhe Frůch⸗ Fruͤchte 10— sie hier in unsꝰ'⸗ rer Tugend sehn, mit uns den Weg zum Himmel geh'n. A. Fern sey von uns der Frevel Gott, durch Undank sie; durch Haß und Spott zu kraͤnken; daß sie, was sie thun, mi it Freuden, nicht mit Seufzen thun! 11. Ja, Gott, wir wollen sie erfreun, und dankbar fromme Hoͤrer seyn: so fuhrst du einst auch uns zugleich mit ihnen in dein ew ges Reich. Bei Einführung eines Religionslehrers. Mel. Mei Geist, Gott 5 IW d Wohl f. uns, daß Wott uns liebt, mmer treue Lehrer gibt, die uns zum Himmel fuͤhren; die, au geklaͤrt durch Wissenschaft, voll Tugendliebe, Geist und Kraft, der Süunder Herzen ruͤhren! Rühmet, preiset seine ½ Wieder neue ward sie heute. Dank sey unsre heil'ge Freude! 2 Wir reichen segnend ihm die Hand, den Gott zum Leh⸗ rer uns gesandt. Heil ihm zum Lehrgeschaͤfte! Zu bilden —. bier in der Zeit zum Leben in der Ewigkeit, gib/ Herr, ihm Licht und Kräfte. Lehr' ihn, hilf. ihm thun und leiden, dulden, streiten, baͤten, wachen, selig sich und uns zu machen ganz r Uuns 1 in besondern Verbindungen. 4⁰³ 3. Laß deinen Geist stets auf ihm ruh'n; laß ihn sein Amt mit Freuden thun z nichts sey, was ihn betrübe! Gib für die Wahrheit, die er lehrt, ein Herz uns, das sie willig hoͤrt, ein Herz voil reiner Liebe! Ueben hilf uns dann in Leiden, wie in Freu⸗ den, seine Lehre, uns zum Heil und dir zur Ehre! 4. Mann einst dein großer Tag erscheint, laß ihn, laß unsern besten Freund uns dir entgegen fuͤhren! Die Seelen sind ihm zugezaͤhlt; o gib, daß dort ihm keine fehlt! Laß keine sich verlie⸗ ren! Gott, wie werden wir uns freuen, um den Treuen, wenn zum Lohne deine Hand ihm reicht die Krone! RIA Ndach der Haändlung. 5. So sey gesegnet, Knecht des Herrn! Nie sey dein Herz nun von uus fern; du kommst in Gottes Namen. Wir reichen freudig dir die Hand; wir geh'n mit dir in's Vaterland; du fuͤhrst uns. Amen! Amen! Hei⸗ lig bleib uns diese Stunde! Unserm Bunde treu zu leben, sey stets unser freudig Stre⸗ ben! Bei der Konfirmation. Mel. Es ist das Heil uns A33 Di hier vor bei⸗ 959 nem Antlitz steb'n, snd,„Jesu, deine Ceé 2 Glie⸗ ——— in. — 2—8 — 1—.— — 5—.—. 404 Gesinnung und Verhalt Glieder. Blick', wenn ver⸗ eint wir für sie flehn, er barmend auf sie nieder; gib ihnen, Herr, durch deinen Geist, das Gute, das dein Wort verheißt, im Leben und im Sterben! Sie kennen dich, o Got⸗ tes Sohn, und deine heil'ge Lehren. Ist Freude dort vor deinem Theon, wann Sün⸗ der sich bekehren; so laß auchk hente Freude seyn, da diese Kinder dir sich weih'n, und ihren Bund ernene nicht Gericht in Stund' empfahen, wenn sie mit Glaub' und wersicht zu deinem Tische nahen! 4 Es stärke sie dies Lebens⸗ brod, damit sie, Jesu, deinen Tod verkünd'gen durch ihr Leben 4. Lacht ihnen bei dem ed⸗ len Lauf die falsche Welt entgegen, so hilf du ihrer vachheit auf; und wann sich Luste regen: so laß sie glnbig auf dich seh'n, die Welt mit ihrer Lun ver schmah'n, und muthig uͤber⸗ winden! Zeig, Herr, den Lohn der E vi gkei t. von serr den Seelen, die jetzt uf 8 e Lebenszeit sich hier mit dir vermaͤhlen! O trener Heiland, sie sind dein! S hreih heut in'8 B uch des Lobens ein die Namen die⸗ ser Christen! II ee en des Che Mel. Milten u taͤrke, NII 23 365 taͤrke si⸗ le theur' Erloͤsten! Laß sie ihr Vertraun auf dich unaus⸗ sprechl ch troͤsten! Wach'über ihre Seelen! Sie fleh'n und schwoͤren alle dir Herr, dein Eigenthum sind wir! Schoͤpfer, Gott! Mittler Gott! Gott, Lehrer Dreieiniger Gott! Laß sie nie vergessen ihr Ge lübde; treu zu seyn dir, bis an's Ende 2. Ach, wie viele schwu⸗ ren auch, fest an dir zu hal ten; aber treulos! oßen sie ihre Lieb' erkalten; Ver derben ward ihr Ende. st tandig laß dir diese se die dir schwoͤren, dir sich weih'n! Heiliger, Schoͤpfer Gott! Heiliger, Mittler Gott! Heiliger, Gott, Leh⸗ rer und Troͤster! Dreieiniger Gott! Staͤrke sie, die Dei— nen, in des Glaubens Zu⸗ versicht und wahrer Tugend! Locken wird sie nun die Welt, Herr, zu ihren Luͤsten; ach, du wollest sie mit Kraft aus der Hoͤhe ruͤsten! Laß streiten sie und siegen! Die iebe zu verbot'ner Lust ämpfe fruͤh in ihrer Brust! He— liger, Schoͤpfer, Gott! Heiliger, Mittler, Gott, Heiliger, Gott, Lehrer und Troͤster! Dreieiniger Gott! Laß sie alle Feinde ihres ho⸗ bei in besondern SToolenheflf t Seelenheils hinden weit über⸗ zn der Tod esnoth laß sie, deine theur' Erloͤsten, daß ihr Glaube standhaft blieb, nnaussprechlich trosten! Herr, laß sie bei dir leben! Einst sammle sie mit Reich in dein unvergaͤnalich Reich! Hekliger, Schöpfer, gott! Heilig jer, Mittler, Gott! Heiliger, Gott, Leh⸗ r und Troͤster! Dreieiniger Gott! Laß sie nie vergessen chr Gelübde: tren zu seyn dir, bis an's Ende Uns zu⸗ 5237 EDe getreu in dei⸗ — nem Glauben; dessen festen Grund In dem Herze ra ben; halte treulich deine Bund, den dein Herz durt 40˙6 8 Wasrbad fest mit Gott ge⸗ schlossen hat! Denn wie leicht geht der verloren, der ihm treulos hat geschworen! 2. Sey getreu in deiner Liebe gegen Gott, der dich zeliebt, auch die Lieb' am Nachsten uͤbe, wenn er dich gleich oft betruͤbt! Denke, dein wie er fuͤr die Feinde bat! Du Heilan d that, als mußt, ben, aue reich leben. Sey getreu in deinem Leiden, und laß dich kein Ungemach, keine Noth von —3 dir Gott verge⸗ hverzeihn und lieb⸗ Ver bindungen. Jesu scheiden; murre nicht in Weh und Ach! Denn du machest deine Schuld groͤßer durch die Ungeduld. Selig ist, wer willig träget, was der Herr ihm auferleget! Sey getreu in deinem Hoffen, wenn dich Gott nicht bald erhoͤrt, und der Noth, die dich betroffen, nicht so, wie du wünscheft, wehr t. Halt an seiner Treu dich fest glanb', daß er dich nie ver⸗ laͤßt; seine Huͤlf' ist schon wü⸗ handen. Wer so hofft, vird nie zu Schanden. 5. Sey getren bis an das Ende, daß kein Leid und keine Noth je von deinem Gott dich wende; sey ihm tren bis in den Tod! das Leiden dieser Zeit ist nicht werth der Herrlichkeit, die dein Jesus dir will geben dort in seinem Freudenleben! Mel. O eiebe meiner ittler, schau auf sie hernie⸗ —00 6 Au W 9 5. 30 M der, die sich deiner Gnade freu'n, und als deiner Kirche Glieder dir geloben, tren zu seyn; dir, der mit der groͤßten Treue auch fuͤr sie dahin sich gab! egnend schau? bei ih⸗ rer Weihe, segnend schau auf sie herab! 2. Laß die Bluͤthe ihrer Jugend dir, nur dir gehei⸗ ligt seyn, daß sie nie vom Pfad der Tugend in der Irre sich zerstreu'n! Schuͤtze sie vor 406 Gesinnung und Verhalten des Christen vor allen Schlingen, vor den Lockungen der Welt; laß es nimmer ihr gelingen, daß sie ihre Tugend faͤllt 3. Laß' sie treu in deiner Liebe, fest in deiner Lehre seyn, und durch deines Gei⸗ stes Triebe Wunsch und That des Boͤsen scheun! Staͤrke sie durch deine Gnade, wenn zu dir sie kindlich fle'n, daß sie auf der Unschuld Pfade zu dem hoͤhern Leben geh'n! Halte sie mit starken Armen, wenn sie straucheln wollen, fest; laß sie fuhlen dein Erbarmen, das die Schwachen nie verläßt! Und wenn eins sich je verirrte und verließ der Tugend Bahn; ach, dann nimm dich, treuer Hirte, des verirrten Kindes an 5. Keines, keines, ach von allen, die mit dir den Bund erneu'n, laß aus deiner Gnade fallen und von dir geschieden seyn! Herr, ver⸗ siegle ihren Glauben, der sie ewig glucklich macht: Kei⸗ nem laß die Krone rauben, die du allen zugedacht! 6. Sieh hernieder auf die Deinen, die sich jetzt zu dir gewandt; sieh die Thraͤnen, die sie weinen, Zeugen, was ihr Herz empfand. Laß' die seligen Gefühle nie erkalten, nie ver geh'n; bis zu ihrem Lebensziele laß' sie tren im Glauben steh'n! 7. Sammle sie einst alle wieder dort in deines Vaters Reich! Sie sind deines Bun⸗ des Glieder; einst den En⸗ geln Gottes gleich, singen sie dir, Herr, zu Ehren, dann ihr Loblied hocherfreut, in der Auserwählten Choͤren, laut durch alle Ewigkeit. Vor der E insegnung. Mel. Chr stus, der ist mein (Die Gemeinde allein.) 5—39 Sis diese jun⸗ 29 gen Seelen, die, Vater, dir sich nah'n! Sie kommen, deinen Segen von neuem zu empfah'n. 2. Sie fommen, dir, o Vater, sich feierlich zu weihn, und heilig zu geloben, dir ewig treu zu seyn; 3. Versuchungen zur Süuͤnde mit Muth zu wider⸗ stehn; den Weg, den Jesus lehrte und selbst betrat, zu geh'n. 4. O blick auf sie mit Se⸗ gen, Allliebender, herab, daß sie vom Weihaltare treu wandeln bis an's Grab! (Die Kon firmaeaiden allein.) 5. Gott, welche heil'ge Stunde! Laß sie gesegnet seyn! Dir, Heiligster, dir, wollen wir Herz und Leben weih'n. ö 6. Dich immer kindlich lie⸗ ben, gehorchen willig dir, und gern dem Nachsten die⸗ nen, ja, Gott, das wollen wir. ö 7. Wir e 7. Wir wollen jede Suͤnde, das kleinste Unrecht scheu'n und immer besser werden, und uns in Unschuld freun. 8. O blick' auf uns mit Segen von deinem Thron herab/ und laß uns dem Ge⸗ luͤbde getreu seyn bis an's Grab! Nach der Einsegnung. (Die Gemeinde allein.) —15 Wer nur den lieben Bott 5 10 Kinder, dieser —8— Tag des Bun⸗ des sei eurem Herzen ewig werth; denn das Verspre⸗ chen eures Mundes hat der Allwissende gehoͤrt. Ihr jun⸗ gen Christen denket nach, was heute euer Mund versprach! Bedenkt, wozu ihr euch verpflichtet: Gott Tugend treu zu seyn. Von nenem habt ihr euch ver pflichtet, Gott euer Leben ganz zu weih'n. O beilig sei ench diese Pflicht! Vergesset dieses Tages nicht! (Die Konfirmirten allein.) Mel. Werde munter, mein 3. Heilig soll uns diese Stunde, ewig unvergeßlich seyn! Mit dem Herzen, mit dem Munde schwuren wir; Gott treu zu seyn; nicht zu weichen von der Pflicht, bis das Aug' im Tode bricht. Gott, der alles weiß und richtet, weiß, wozu wir uns verpflichtet. d der und in besondern Verbindungen. Ja, wir wollen uns er⸗ geben unserm Gott und nicht der Welt, und in unserm gan⸗ zen Leben willig thun, was ihm gefallt! Wer hier saͤet in der Zeit, aͤrntet einst in Ewigleit. Dort, dort wird der Herr der Welten Jedem nach Verdienst vergelten! (Die Gemeindeallein.) Mel. Wer nur den lieben Gott 5. O wohl euch, wenn ihr Gott wollt leben, wenn euer Herz es redlich meint! Dann wird auch Gott euch Segen geben; dann bleibt Gott ewig euer Freund; dann wird euch großes Gluͤck und Heil hier und in Ewigkeit zu Theil. (Die Gemeinde allein.) Mel. Jesus, meine Zuversicht A Mottes Gnade sei 4 G mit eucth Sie verleih' euch Kraft und Se⸗ gen! Wallet freudig, Engeln gleich, eurem hohen Ziel entgegen! Groß ist einst der Tugend Lohn vor des All⸗ vergelters Thron. Z. Heilig sei euch dieser Tag; beilig, was ihr jetzt versprochen! Ach, was euer Mund versprach, werde nie von euch gebrochen! Bleibt auch in Gefahr und Noth fromm und treu bis in den Tod! 8 Besinnung Die Konfsirmirten allein za, zu treuer Folgsam keit haben wir uns dir ver oflichtet Unser Herz sei dir geweiht; unser Geist auf dich t O wie selig „/rer* den wir in dem Bunde, Gott, mil k uns nur mit dei ner Itz uns vor der er Sunden! Gib, daß wir gewissenhaft boͤse Lüste überwinden! Hilf, daß nser Herz dir treu, stand haft unsre Tugend sey! Alle.) Sieh, o Herr, wir alle flehn, staͤrke liebreich uns're Seelen Laß uns niemals rre gehn, nie die Bahn des Heils verfehlen! Alles schwindet mit der Zeit, nur nicht wahre Froͤmmigkeit. (Zum Schluß der Konfirma⸗ tionshandlung.) Mel. Allein Gott in der Höh' H 0 Kerr Gott! was 7 irdisch ist, ver eben; Herr Gott! was ewig fest bestebt, hast du dem Geist gegeben: es bleibt der Wahrheit helles Licht, es bleibet Tugend, Recht und Pflicht und Jesu heilge Lehre Die Lehre bleib uns bis an's Grab ein Licht auf allen Wegen, der Jugend Schutz, des Alters Staab, des Herzen Trost und Segen! Sie leit in aller Freud und Noth, in jedem Kampf und durch den Tod uns in das beßre Leben! der Tugend; hier schwoͤr Bei Einweihung Kirche Mel dank * WMon heilige Ge * fuͤhl der An dacht tief durchdrungen, sey, Gott dir heut von ur Lob, preis und Dank gesungen! Hier wollen wir vereint uns derner Liebe freu'n drum weihen wir, dies Haus zu deinem Tempel ein Anbetend dir sich nah Diceh rfurck Svoll erh wie ‚ diese Pfl, wie wichtig fuͤr das Leben! Drum wende zum Gebaͤt, zum Dank, zu deinem Ruhm oft unser Herz sich hier in diesem Hei ligthum Hier sollen wir den Sinn von Christi Lehren fas⸗ sen, und zur Befolgung uns, zur Treu' ermuntern lassen hier strahlt dem Geiste Licht hier quillt dem Her s er 7 7 + 0 V Tyoii Gott Gei nd Lrost uns Hier sollen am Altar sich dir, du Gott der Liebe, die Neuverbundnen nah'n, dir heilgen ihre Triebe; vor deinem Angesicht sich schwoͤ⸗ ren Lieb' und Treu', damit ihr Leben dir stets wohlge⸗ faͤllig sey. 5. Hier wird mit Dank gebaͤt das Kind in fruͤber Jugend geweiht dem Kin⸗ derfreund, dem Vorbild je⸗ den hluß der Be ig erne 3 er⸗ innern uns an ihn, der auf der Liebe Bahn, durch Leben nd di od, uns muth⸗ ll ging voran. Laß' dieser Wohlthat uns, Vater, stets vaͤgen, und dieses Hauses recht ernstlich uͤberle⸗ Dann wird der Tag Weih' 2 1 des Se⸗ Weth ein seyn, und seiner wird sich noch die spaͤte Nachwelt sre .* * Mel. Laß mick Herr 5 Eaßt dankbar u die Lehrer sich bemuͤhn, den sugend zu beleh⸗ ren, die stets mit Ernst u Sorgfalt Geist der ren hr Herz von seinen FTar 7 Fehle eh'n! O wel⸗ che Saat rd durch sie aus⸗ gestreut! Sie keimt empor und Ewigkeit. edauerns wuͤrdig sind unbelehrt fuͤr Zeit N die Seelen, die durch dieses Leben gehn Wie koͤnnen sie das Gute waͤhlen, wenn h unter zedenk'st, und zu der heit und der ugend dur trene Fuͤhrer ihre Sch lenkst! zie weise, Gott wie liebreich, Herr, bist d Durch Schulen auch stroͤm'st du uns Segen zu Froh seh'n der Zukunft wir entgegen, wenn unser Blick auf gute Kinder fe Durch sie verbreitet sich dein en einst weit umher deiner Menschenwelt; und naht sich uns der Tod einst auf dein Wort: so setzen f dein Werk auf Erden fort 9 Gott, und re Trie Kinder d zu weih'n! Laß tr 1 Fleiß im Lehrgeschäfte stets ihren Ruhm und ihre Freude seyn! Erfuͤlle sie mit Achtung für ihr Amt, aus dem das Heil so vieler Seelen stammt! 6. Laß' sie durch Ernst dem hitsinn wehren, d eundlichkeit die Herzen an sich zieh'n; auch, wenn sie strafen, noch belehren, und folgsam selbst den S des Unrechts flieh'n! Reli gion und reine Sittlichkeit verbreite sich durch sie zu je⸗ der Zeit! — .. 410 Gesinnung und V⸗ Belche Wurde! Gott, steh' re diesem neuen Lehrer bei! icht're seines Amtes Bur 1 damit er stets getrost und 2 8 muthvoll sei; und gib auch uns ein Herz, das gern ihn ehrt und dankbar ist, und seine Freuden mehrt! 8 Wenn ihn des Ta ꝛes Lassen drüken; wenn ihm der heit're frohe Sinn ent⸗ weicht; dann laß' ihn jenen Lohn erbl licken, den deine Hand einst treuen Lehrern reicht; un dann sich als ein Christ, der muthig wirkt, so lang es Tag noch ist! 9. O Gott, laß jede Sch bluͤhen und reich an 2—— fuͤr Welt und Rachwelt seyn Laß jedes Lehrers Eifer gluͤ⸗ hen, die Dunkelheit der Seelen zu zerstreu'n, und einst erheb' ihn die begluͤckte Schaar, fuͤr die er hier ein weiser Fuͤhrer war! Buͤrgerliche Gesellschaft. Mel. Herr Jesu Christ, dich Mach Gottes 949 weicheits⸗ vollem Rath, der Alles ange⸗ ordnet hat, wird Völkern dauerhaftes Heil durch der Gesellschaft Band zu Theil. 2. Nur durch vereinte Thaͤ⸗ tigkeit, die sich dem Dienst des Staates weiht, durch ge⸗ genseitiges Bemüh'n sieht man der Buͤrger Wohlfahrt bluͤh'n. I.1. 6„. V rhalten des Ehristen 3. Bedürfniß und des Flei⸗ ßes Gang wirkt Ordnung und Zusammenhang; der nutzt durch Kunst bem Va⸗ terland und durch die Aunbeit seiner Hand; Der durch Verstand und zeistestraft, durch Einsicht, ntniß, Wissenschaft; der t mit selnem kuhnen h, und der mit seinen Erdengut. 5. So knuͤpf'st du, Gott, durch jeden Stand der all⸗ gemeinen Wohlfahrt Band; veribelg mit Weisheit und mit Wahl des Fleißes Gang, der Kr afte 3 Zahl. 6. Gluck, Segen, Reich— thum, Ueberfluß, und allersel tiger Genuß, Bequemlich keit und Freud' und Ruh' fließt uns durch diese Ordnung zu. 7, Wer wollte denn nicht thaͤtig seyn, nicht seines Standes sich erfreun: auf der ihm angewießnen Bahn nicht wirken, was er wirken kann? 8. Wer jede ihm verlieh'ne Kraft gebraucht, und durch sle Gutes schafft, der lebet, wie es Gott gefaͤllt; zum Segen sich, und fur die Welt. Vater landsliebe. Mel. Schon ist der Tag von G. „Das Land, das 5 10 D Gott mir vaͤ⸗ terlich zur Wohnung ange⸗ wiesen, laͤßt seines trenen Schutzes mich in Glüͤck und Noth in besondern Noth genießen; es gibt mir Nahrung, Sicherheit; erhaͤlt Recht und Gerechtigkeit und schuͤtzt mein Gut und Leben. 2. Drum will ich stets er⸗ kenntlich sehn, durch nütz⸗ liche Geschaͤfte mich der ge⸗ meinen Wohlfahrt weih'n, will Zeit, Beruf und Kräfte dem Vaterlande, das mich schüͤtzt, und mir und meinen Brudern nützt, mit treuem Eifer widmen. 3. Nie will ich Ruh' und Sicherheit im Staate fre⸗ velnd stoͤren; will meine Lan⸗ desobrigkeit, als Gottes O rd⸗ ehren, und ihren Wil⸗ 7 mit treuer Un⸗ nach Moglich⸗ Auch will ich meiner Brüder Gluͤck durch meii Schald nie hindern; stiets ihr widriges Geschick, so viel ich kann, vermindern; will freundlich dienen jeder⸗ mann, und helfen, wo ich helfen kann, zum allgemei⸗ nen Besten. Auf, Bruͤder, die ihr's reblich meint, nützt eurem Vaterlande, das ench„u gleichem Zweck vereint, in jedem Amt und Stande! Und fordert es des Landes Wohl, so opfert, wie es jeder soll, ihm frendig Gut und Leben! 6. Gött steh uns bei, d alle wir nach un sern ten leben, und daß Pflich⸗ schon, al 2.————— Verbindungen. e 411 gute Bürger, hier nach je⸗ nem Reiche streben, in das nur treue Knechte geh'n, die in dem Dienste hier beste h'n, zu dem du ste berufen! Obrigkeit und Uuterthan. Mel. Vom Himmel kam 2 42 Dott„ der zum 7G Segen fur die Wer uns Fuynlen gibt und sie erhaͤlt, du willst, daß ih⸗ nen jeder treu, gehorsam und ergeben sei. 2. Sie wachen stets mit offnem Blick und forgsam für der Laͤnder Gluckz durch sie fließt Sicherheit und Ruh' den Buͤrgern aller Staͤnde zu. —— Nicht Jeder ist in Wuͤͤrden groß: oft ist ein niedrer Stand sein Loos; doch Jeder, sei er noch so klein, kann achtungswerth als Buͤrger seyn. 4. Er ist's, Fuͤrsten liebt wenn er den und den Ge⸗ setzen, die er gibt, Zeit, Kraͤfte, Sorgfalt, Eifer gern thut, was jedes wenb ihm gebent. 5. Wenn er gewissenhaft stets ist; nie seines Buͤrger⸗ eids vergißt; und das, was er entr—.— soll, gern bei⸗ traͤgt zu des Ganzen Wohl. 6. Er ists, wenn er als Bürger denkt, nie and'rer Bürger Rechte krankt, und fern von schlauer Ranke List, zum Wohl des Landes thaͤ⸗ tig ist. V ich gehorcht, mit ö sich be⸗ daß nicht jeder herr⸗ schen kann, sey ein guter Un⸗ E terthan! thu's V er, Mugt I —83 ——.— — 2...— ———— ohl⸗ 8*— 3* 5 fahrt sey dem Gesetze s 14 ren S 6 getreu 5m gern ge horchen kann, ein freier 4 Schaue stum an: er, der nur Jesum Chri⸗ wie du, ein Unterthan, und doch aller ten Gott, that, was das — — * —7 — — I E em Ehr 99I9797.7.7.....‚‚ 4175 uid Rougi 7 412 und Verhalten des Christen Er weiß: n des e⸗ gebührt! Scho und Zoll Kraft 1 Y 2.. L r und war! es dem, der regsert! Gib, als 1 nock t noch na el st bu Gott, dem J waͤhr em Voll 5as dir auferlegt i nun un Uf 6. Ordnung und de it 511 6 tigkei S itz und ( Tol 1 8„ 18 * rlebt, von Trug und und icherheit, welch' ein nred 5 7⁰ NNNI„ 141„ Hets lgsam Iuck das V an ur hat 1 1 Ge 1I*ir IN*— ind trenu, und durch der Obern Rath und hli, wenn er es„That! er es gern vol That ü u so 0 ban! O srer, a * ihres in . ott, laß mich ge⸗ laß dem Herrn, un Geors 1 7 · raft, I H½sey st, zu 0 9 hten weil 744 u, at ihn; den n Gericht wird digt nicht! ger gerecht Hoher Mel. Vom Himmel kam 5 09Mer hoͤher durch + s. . Geburt schon ist, als seine Bruͤder,‚ keinn als Christ de d Er, sind ihm unterthan, er sey ihr kein Tyrann; so mi 10 uͤhreich als gerecht; er ist wie sie, auch Gottes Knecht! Nicht wahn' er, weil er groß und frei vor den Ge⸗ ringern ist, er sey erhaben uͤber Recht und Pflicht und ö enschaft; das waͤhn' er mehr begluͤckt t Verach⸗ un durch N ihm gibt, d erhebt! Er ber mit andern, 6. Froh neben ihm vergnugt seine thaͤtig soll wa X vl ven, ist im der ver terlandes Wol als andre, fö 0 ——— vergißt, + Ider Felder 6 II Doch, rw drige der Oer der II N sey Pf rei 6 er seyn; D darum nur Zeit rie wen sich ohne Welt zum der wohlzi ithun si strebt. ) der ler, 10 war zugs 3 Gra Tprasse g, we ckt zu er nie allein! MN, T ver M ol⸗ 8 der denn er des Arr (denn er hat me zu hoͤhe e EA V nf U er so freut nen 's nicht der Neid, — V Nie⸗ weil Segen lebt, sich stets be⸗ Und spricht in seinem ode dann: das war großer Mann! Er Tugend Glanz ver seines Glück und werth! Der R Nel Sch 2 30 und That Gerechtigkeit ühen, und wandle stets den rechten Pfad, den ott dir vorgeschrieben der dies je vergißt, und be echlich ist erstoͤrt das Gluck d Erde. 2. O wehe denen, welche nicht ihr ur U neigen, die Verl 1g ihrer Pflicht Gesetz und R te beugen? le saͤen und aͤrnten Fluch durch ihren feilen 215 erspruch; d Gott beschutzt die Wahrl 3. Wenn sie nicht nicht ty 1re Amte sind; G ott kennt der Wahrheit Sack Der Un terdrückten Thraͤne rinnt schreit zu ihm um Rache. foltert von Gewisse erscheinen sie im 2 und am Vergelt En +. rnuse das t * II 1* E Ifal nie durch List beruͤckt, und nie 7* die Inschuld sch maͤhet. Er gibt und nimmt und redet nichts, wodurch die Staͤtte N H IH des Gerichts entheiligt we don kE 17 den rönnte. Er geht, entfernt er fäl er faurt, Urtheil, das seinem Herzen Segen. wohl dem Land, wo jer zeit nur Wahrheit und 6 rechtig allen Standen 71 blühen Laß jeden hier sein 7 414 Gesinnung und Verhalten des Christen getreu, o Gott, vor dir ver⸗ walten, und sein Gewissen vorwurfsfrei bis in den Tod erhalten! In unserm ganzen Vaterland bewahr', o Vater jeden Stand vor Unrecht und vor Frevel 7. Es suche jeder, der dich kennt, im Guten sich zu staͤr⸗ ken, und wer den Namen Jesu nennt, laß ab von boͤ⸗ sen Werken! Gib deine Knechten Kraft dazu! Wer kann es anders, Gott, als din? Du bist der Tugen Quelle. 3. Gerechter Gott, belohne die, die sich vom Unrecht wenden! Erquicke sie nach Kampf und Muͤb', wenn sie den Lauf vollenden! Zu dei⸗ nen Freuden nimm sie auf; denn sie vollendeten den Lauf, der Tausende begluckte. Der Soldat. 8 Erüaut uns, Herr, bei 7 Wiwn ffnete! der , Krieger Stand Eath beschützt das Va⸗ terland und stehet denn Ge⸗ setze bei, damit sein Aus⸗ spruch wirksam sey. 9. Geborsam, Treu und Tayferkeit zeigt drum vor allem jederzeit; vergeßt in Krieg und Frieden nicht den edlen Endzweck euver Pflicht! 3. Welch wicht' ger Ruf, mie ehrenwerth' O daß ihr immer ihn nur hoͤrt! Weh, wer ihn aus den Augen setzt und frevelnd seine Pflicht Ehrt Wahrheit, Recht, und furchtet Gott; nie werde Tugend euer Spott! Die Krieger sind zu keiner Zeit von ihrer Christenpflicht be— 1 + 1 Krieg: so te Andrer; schuͤtzet sie! Gewalt ubt un⸗ geheißen——— ts leitꝰ euch ste Ehrgefühl und Pflicht! — daß nicht einer Fre⸗ vel treib! Daß jeder schone Greis und Weib und Kind und Saͤugling, wie den Mann, der widerstehn nicht mag noch kann! 7. Wer vor euch nieder faͤllt, den hebt mit Bruder⸗ armen auf; wer bebt, den troͤstet, Bruͤder: nie vergießt Blut, wenn der Feind ent⸗ waffnet ist! L. Dann seyd ihr wahr Helden, seyd Vertheidigen der Menschlichkeit, dem Volk wie dem Regenten werth, vol Vaterland und Gott geehkt. 9. Gott sey mit euch in Fried' und Krieg, mit euch in jedem Kan pf und Sieg, mil euch im Leben und im Tod Hier segne, dort begluck euch Gott! Der Landmann. Mel. Erschienen ist de A30 M. ohl mir, 9 29. Schoͤpfer; denn mein Stand ist auch von in besondern von dir; du schufst das Land fur meinen Flei und vaͤ⸗ terlich ückst und segnest du auch mich: gelobt seyst du! „Gelobt sei Gott! herrlicher und schoͤner und gesegneter wird jede Flur und jedes Feld durch meinen Fleiß fuͤr Gottes Welt und auch für mich! 3. Im Schweiße meines Angesicht's arbeine ich: doch wann gebricht's mix, wann ich Ibu, was Gott gebeut, an Segen, an Zufriedenheit? Was b rauch' ich mehr? 4. Wie laͤcheln freudig Au und Flur! In meiner Hutte wohne nur die Unschuld, denn die nie Arges thut: und Gottes Wohlgefallen ruht und wohnt bei mir. dann voraus, mehr Macht Sd Pracht, ein gläͤnzend Haus; doch auch mehr Sorg und Ueberdruß; bei allem seinen u Ueberfluß mehr Furcht und Gram; 6. Nicht rch Gesundheit, Ruh' und Kraft, wohl aber groͤßre Rechensch aft. Und wenn ich fronem und gut bin, werd' ich selig/ wie der Fürst der Erd, wenn er gut ist. 7. Muͤl selig keit ist Aller Loos, der Mensch sey niedrig oder groß; doch kommen wahre Ruh' und Lust gern, doch nur in dess Brust, der Gott gefallt. 5. In seiner Werke Herr⸗ lichkeit seh' ich ihn taͤglich; mich erfreut der Sonne Glanz/ der st Ue Mi ond ʒ; WMald, Thal und Berg und Flur belohnt mir meinen Fleiß Des Weisen Achtung fehlt mir nicht ersull ich redlich meine 2 flich t; ich bin ein Mann furs V Uerlend ich naͤhr' es und durck Hand lebt Volk und Fürst. Wohl mir, wohl m Ich baTue gern den Acker 8 b⸗ tes, meines Herrn, und aͤr ich nicht schon hier den Lohu, ich aͤrnt' ibn einst vor Cottes Thron in Ewigkeit. Der Nach bar. Mel. Was Gott thut, das Qib, Hoͤchster, daß 23— 6 ich fromm und treu auch meine Nachbarn liebe; daß mir ihr Gluck erfreulich sey, ihr Unglück mich betruͤbez daß ich mich nicht entzieh Poicht, mit auf ihr Wohl zu sehen und ihnen beizustehen! 7. Laß mich durch mein Benehmen nie, Gott, ihnen Kummer machen Meis Herz sey willig, auch fuͤr sie zu baͤten und zu wachen! Er⸗ h. t're mich, stets nachbar⸗ lich, das G uF, das si sitzen, nach Moͤg sch uͤtzen! 3. Gib, daß schwiegen sey Frieden ich gern vor⸗ und stets den suche; nie noaͤhr — wird einst, wenn Feinde be⸗ luch We leben. Tücke liebt, und dessen Wort trügen; der seinen Naͤchste mgang.(zu Seite 376.) gern betruͤbt mit Falschl —/. el. hon ist der Tag von G. und mit Lugen! Ur eb 4„ Rreit + * unge, die ei 9 ernehr sche 479„ 6 r er uns be He 8— doch 11 7.„sch e 5ds Tull . + 9 1 U* 4 1„ 7* 1** VI 1 9 ENTul 1 x 199 V 4 in Ur Uck hilft 1 Notl 6 t das rede 168 fluͤcht und sz eht 1 Ider rist; richt/ *** F v und 114 u drohr; kann hetlen und àN rine 10 ** Wor 4 verwur 1. 6 t den der Men AI• d Pp MN 1 O 1 d Qauch 148„ 8 rund, rr, deine MPsilicht — tenlosen Scherz mit f mem Eifer scheuen! Zun Sprechen gabsi du mi die ennt auch d Kraft; doch soll ic al NI on Freund; die auch Rech uschaft von mei⸗ Herzen b n doch vereint nen Worten geben. durch Liebe, durch Gel at „ und wo wir Freundsch— ft. rch E That. ö wir einst Mel. Vom Himmel kam der 2— umt uns 55 5 O V n ein Se auf. Un⸗ en ist ein, endlie e. Se teit, die reund, ber, Gott t, durck dich ewig uns vereint e reut. mit 917 vereint, mit herzli⸗ chem? Vertraun mich liebt, mit In eigener Melodi mir sich freuet und betrübt! 2*** errlich ist /gan 2. Der, fest vere undes Hand mit dir in nem deln, v und Ver⸗ N* l eln! ni 5 6 Mr 5 t —* De ve Un sromm zu seyn, gendhaft. net, w Vom Irren haͤlt er m ch gesicht zuruͤck durch weisen Rath, 4. S durch sanften Blick; und beim S; wenn er mir zu irren scheint: 4. gela 40 warn' ich treulich ihn als Gewühl 3— Freund. fragen icht N.I*— ů„ 7 „Nicht Argwohn Niß⸗ Aver o, du findest ste traun oder Streit t bei unschuld'gen Scher'en Freude und nicht Tranr nur bei der Verläumdnn keit, auch —————— 9—9———— — — * 2 u Hνvo + +. klar und frei alle deine Fehl dabei froͤhlich deine Se nit zeint mit, weint einst machtig schon werde! und aller Welt Be⸗ wohner schuf, bestimmte diese Erde nicht fuͤr den Meuschen nur alle in, auch Thiere schuf er, sich zu frenn auf seiner schoͤnen Erde. 2. Ihm, der für Alles Sorge l dem Vater aller Dinge, ist nichts, was sei Erde traͤgt, zu klein und zu geringe. Er, dessen Huld kein Engel mißt, er, des Menschen Vater ist, ist auch des Wurmes Schovfer. 3. Und er, der alle Wesen liebt, er sollte mir erlauben, dem Thiere, dem er Leben ibt, muthwillig es zu rau⸗ n? Was gaͤbe mir wohl hen Beruf, ein Leben„ das die Al Umacht schuf, gefuͤhl⸗ Los zu zerstoͤren —0 es Christ, sind Bli 41 Ner nsch 7 mich uͤbers TLü N 5 AcE Iuch nufehlen. Sie macht heit Bild er freut, der wird, das ht fehlen, kalt und hllos mit der Zeit Mensch 4. quaͤlen sein trübt, und Haͤrt' und Gr eit verul E mit Verachtung / sind, tgeschöyf Wunder aue dir nah Sariche durch innern Bau und 1 Verbindungen sie zeigen oft des Denkens in seiner Pracht, zeugt 1 Spur, sind alle Kinder der Frucht und Bluthe z Natur, und freu'n sich ihrer Segen pfanzt' ihn V nd, zur Lust und ast dur Geistes⸗ jedem ind, weir uͤberma sie unterwurfig Menschen wohnen. dir 96 nacht;—— ihre 2. Wie koͤnnt' ich denn je Wildhe eit zaͤhmen; darfst, einen Baum aus Frevelmuth was dich Riet, was dich zer/ Ir en! O nein, in jedem schutzt, was dir zu deinem Sch attenraum will ich dich, Leben nützt, von ihrem Le⸗ Sche öpfer, ehren; im Bau⸗ ben nehmen der die Erde schmückt, Doch ihnen dem man füße Fruͤchte giß es nicht! verband der pfluckt, erfreut Gott seine Schoͤpfer dich zur cht; Kinder. er 1„H hat der Thiere Leben, um 3. Wenn mich in seiner milde sie zu seyn, und Blüthenpracht der Baum er⸗ zucht dich ihrer Qual zu fuͤllt mit Wonne wenn er freun, o Mensch, dir un⸗ zur Küblung Schatten gacht 1 tergeben bei heißem Strahl der Son⸗ was deine ne; und wenn er reich die dein Zweige senkt und freun dlich ů ges s. Gaben sche Et zür Nah⸗ U und Erquickung; doch über e od Wenn mich sein der dich nichte rd Holz erwaͤrmt und schützt dich Gott, des Thieres vor Frost, um froh zu Schoͤpfer, richten. leben, weunn es der Haud 6 Zwar sind fur dich, der des Kunstlers nuͤtzt; mir Thiere herr, o Mensch, noch Hausgeraͤch zu geben; Pflichten wichtiger, die wenn Woh nung und Be⸗ Pflichte die Armen: queml chleit, wenn Hain „ wie Gott un Garten mich er⸗ Thiers in sreut: dann will ich freu⸗ h dich mitleidsvoll d dig danken. a ren! 5. Kein guter Mensch, der Wüf 5as oͤse nur kann seine Wurde ů Den uns schänden, nur der kann 3 9Von beer Weis⸗ Gaben der Natur, mit fre⸗ Wuntt Dai velhaften Händen 9—. Scha⸗ denfreudꝰ, aus Haß ent⸗ veihn, kann strafbar ihr D d 2 Zer⸗ uchten, achten. Welt 421 en, mein Schutz zu seyn vor Vater, Sohn und heil'ger 43 jeder Noth; du schütztes ch Gei der es Tag und No ö auch diese Nacht; durch dich laͤßt werden, Mond gestaͤrkt, bin ich erwacht Sonne nen heißt, dessen Wem dank' ich's sonst, starke Hand die Welt., und —722 — als deiner Güte, daß mich, was drinnen ist, erhält; .Gott, kein Unfall traf? 2. Gott, ich danke dir —. Mit innig freudigemß Ge⸗ von Herz muͤthe dank' ich dir Ptär⸗ dieser Nacht vor Gefahr, lung, Ruh' und Spiaf! Angl, Noth und Schmer⸗ Auch heute wirst du mut mir zen hast behutet und bewacht seyn, und Kraft zum Güten und, er Schuld, mix verleihn! mich Vater⸗ 3. Wie viele Tausend mei⸗ huld. ner Bruder sind jetzt nicht 3. Gleich de Nacht laß ehr mit mir erwacht; sie meine S ünden vor der Gna sehen nicht die Sonne wie⸗ de Glanz vergehn, die durch der, nicht deiner Schoͤpfung Christum Alle finden, welche neue Pracht! Ich lebe noch, gläubig auf dich sehn, der und mick eut des neuen für unsre Missethat sich am M ens 6 ů rt ha * ͤ Entzieh zur ö 6 t mir, Herr, nur dei⸗ E +6 hante kann nen cistand nicht E der Baͤhn der U⸗ 9. Froh' werd' ich dann gend leite du mich, Herr den Ta vollenden dir, verlaß mi h nicht und ver⸗ 4 —— ö ge ner leihe min auch heute“ Ith 5 z. nstebt und Kraft zu jeder Pflicht in deinen Händen: drum Dein Geschenck, die Gng⸗ werde nie von mir 28 Ge sinnung und V Ruhm, segne mich, dein Ei⸗ genthum H Ife wollest du mir senden, wenn Gefahr und Noth mir droht; Alles mir zum Besten wenden es sei Leben oder Tod Sterb' ich RKerr, so min mich hin, wo r sterblich bin! ich nicht mel und e u Ge der die Erde schmucket und was er schuf, er⸗ frelit Von dir ist mir gege⸗ Herr, was ich hab und bin U dies mein irdisch Leben yt schnell zum Tode bin A ist sie ganz ver schwunden der Wallfahr u zeit doch huͤn tan ihren Stunden das Heil der Ewigkeit O sußer hoher Glaube, I. Staube 11 cht vergeh'n lch, 4 mich's nie vergessen! gen Hoffnung N beil taͤglich mich erm wa einst ich werden 4. SO 10 schmach ten ———p 5 vom Tod einst aufzusteh'n! Mein Leib nur wird zu wird — halten des Ch Re 1 Schmerz ach Reichthum a lic rach ter die komm es in 1 Herz Hie eden scht V Erder Umeine u ein Tempel Ge den, anz ihm get y 5. Getr ermühe 1 m Pfe i Dich k Gottes N Kr d ver⸗ Erm di und eges)n ist leicht ist des Kampfes Ende da * e odle Mein erst Ge schäft sey Pre d Dank; erbebe Gott, o Seele!'r Herr boͤrt deinen Lobg jang 3 lobsing ihm, meine Seele! 2. Mich selbst zu schuͤtzen ohne Macht, lag ich und schli ief im Frieden Der schaff die Sicherbeit der Nacht und Ruhe fur die Müden Wer wacht von mir nichts weiß Leben zu bewahren? Wer staͤrkt mein Blut in seinem Fleiß, und schuͤtzt mich vor Gefahren? Wer lehrt das Auge Pflicht, sich sicher zu Wer ruft dem Tag die Seele wann ich mein IJ. seine bedecken? und seinem Licht, zu erwecken? 5. Du bist es Herr, Gott der Welt, und dein ist in⸗ unser Leben. Du bist es, reb uns erhaͤlt, und mir's Jeht tel gegeben. „Gele ber seist du, Got Lreue, sanf ten Ta ags daß ichen Nacht mi erfre ue! Im deinen Segen auf ir ru b'n, mich deine Wege wallen; und lehre du mich f selber thun nach deinem Wohlgefallen! 8. Nimm meines Lebens gnädig wahr; auf dich hofft Netne— e meine Seele! Sei mir ein Retter in Gefahr, ein Va⸗ ter, wenn ich fehle! 9. Gib mir ein Herz voll Zuversicht, erfullt mit Lieb' And N Ror ers/ . und V . keit ur d V V bessern Krebe, 9 ellg zuchtig, fromm und gut in Thaten lebe; Sinn und Tugend freue ich das Gluͤck er iner Furcht 8 nen Lauf wa du Q e M tt will ich ni VI mächte Elmaͤchtiger, ich II II ——* 9* hebe mein Aug zu besondern Zeiten empor zu dir. Preis dir, Wurch den ich lebe, und neuer Dank dafuͤr! Herr deine Hu ld ist groß und niemals hat das Lallen des Dankes dir em loh das aus dem Herzen flo 2 Daß nicht in tiesem Schlummer des Lebens Licht verlischt, und daß mich, frei von Kummer, ein sans⸗ ter Schlaf erfrischt: dies dank ich deiner Macht und deiner Vatertreue. Durch sie bin ich auf's neue mit heitrem Muth erwacht. 3. Beschützer uns'rer See⸗ len, ich traue stets auf dich Was soll ich für mich waͤh⸗ len? O waͤhle du fuͤr mich! Gib, was mir heilsam ist! Gott, dem ich alles danke, arf danke arke mich, en zu thu was t; er troͤste mich im Leiden; und will die Lust der jemals nach sich mit dir wahren, helf er mir die Ge⸗ fahren der Suͤnde seh'n und Begluͤcke du die Mei⸗ nen nach deiner Guͤtigkeit! Verlaß der Armen keinen; wend' alles Herzeleid! Du willst zwar gern erfreu'n, eilst Allen beizustehen; doch soll der Liebe Flehen dir auch gefaͤllig seyn unge⸗ höre 5 3. 2 Herrscher Welten, uimmst dich au erwach' auch meiner an; e soll ich d der ich und mein Lobgesang vergelten, was du an mir . ist deine Guͤte mi —„IIA* Sie führe mich auch heute auf deiner Tugend Pfad! „ Rath! 9. Nur eins laß mich er⸗ flehen gib mir ein weises Herz; auf dich laß stets mich seyen in Freude, wie im chmerz! 10. Daß ich am ersten tra nach dem, was dir ge mehr' deinen Beifall te als allen Ruhm der ve 17 11. D ich, dir innig traud Gute standhaft schließer deit o Gott, und lauter im G wissen: so finde mich der Tod! er n uns nicht, u unserm wahren Wohl hricht er kroͤnet uns mit en. 3. Drum leite mich sein er Geist, den Müssiggang meiden, und das, was er heist, geschehe mich wirken stets mit Freuden! Er staͤrke „damit ich treu, gewii⸗ senhaft und redlich sey und gern dem Naͤchsten diene! 4. Ja, segne Gott, auch heute mir die Werke meiner Haͤnde, und lenke meinen Blick zu dir, wenn ich sie froh vollende! Vergänglich ist der Erde Lohn; doch ewig ist vor deinem Thron der + mein O0 Mach auf, Wach auf, I Herz, und singe dem Schoͤpfer aller Dinge, dem Geber aller Guter, des Menschen treu⸗ em Huter! 2. Gott, Vater, mit Erbar⸗ men bedecktest du mich Ar⸗ men du sprachst, schlaf oͤhne Grauen: die„une sollst du schauen Dein Wort, Herr, ist geschehen; ich kann das dicht du m ichst 7 daß meines 12 noch sehen ich aufs Ee mich 4. , Mein nuun meiner Pilg dann wach' ich 4 Geber der Un⸗ ihn entweiht! choͤre und dankt, das Güuͤtigkeit mir heute wieder Ruh' und Zeit zur Seelen⸗ bildung schenket . Dich beten E dꝰ Id Himmel an, o Mer h ich n dir N du bedarfst zwar meiner nicht; doch ewig bleibt es meine Pflicht, dich kindlich zu verehren Drum heilig sei die Stätte mir, wohin, Gott, deine Frommen mit Dank und Lust und Lehrbegier dich anzubaͤten, kommen! Ich liebe sie und walle gern zum ause Gottes, me mit ihnen anz uͤberall . Hier fuͤhl frommen Dank, womit dich entferntsten Zohne, die stau⸗ Chrisen loben, durch ihren nend deine Groͤße sieht, Zu⸗ 358 heiligen Gesang zum Himmel friedenheit und Lieb und mich erhoben! Hier hoͤr ich, Eintracht wohne, die oit den + ů„R Gott, im Geiste schon die Erdkreis flieht! Seligen vor deinem Thron 4. Und so sei du, was du dem Er⸗ lick, dem Kranken ig! singen. ihm stets gewesen, 2 NA N denvolke Gottes B d 8 Lande Frucht, prangen, froh Genesen, dem Armen Ernst und ð Trost und Gluͤck! zu erlangen. Hier stärku du Auch mir, wenn ich in mich durch deine Kraft zur Unmuth——.—— Treu' in meiner Pilgerschaft, weil Gottes B Weg ich nicht zur Liebe und zur Hoffnung. versteh', gieß Heiterkeit in 6. So wird dein Tag, kranke Herz und schicke mi o Vater, mir ein Tag des Kraft, daß ich's versteh! Segens werden! So seh ich 3. Und lehre mich in Freu⸗ ind e nd ich hier den digkeit hienieden mich jeder 5 Erden! Christentugend we vol Son der Pruͤ⸗- Duldsamkeit bereit zum sel' fungszeit ö 1 Frieden d mild, wie Se ke* preisen Am Abend. Beim Anhlick der auf⸗ Mel. In allen meinen Phaten e Sonne. 6 NR. sinkt die In.. Sonne nie 5 79(Sei mir gegrüßt der, die Rle Nacht kommt ů zu meines wieder und mit ihr Schlaf Gottes Ehre, du seiner und Ruh'; sie uns Schoͤpfun oͤnigin! Steig neue Kraͤfte, eschließt des auf und geuß aus dein em Tags Geschaͤfte und drückt nuͤden Augen zu. — 2 + mammenmeere Erstaunen die vor dich hit 2. Noch wach ich und er⸗ 2. Daß alle zaͤhle mit tiefgerührter See⸗ tend niederfalle le, was Gott an mir gethan. schön Mit dankendem Gemuthe der Menschen schuf und vaͤ⸗ lobsing ich deiner Guͤte; er terlich fuͤr Alle mit seiner hoͤrt mein frommes Loblied Allmacht wa an 2. 3. Von . te d lum Still V* zur I ¶ und u d lenkt ib U⸗ Stun am u Wur groß Y„ zst du de 4 ne M Stärke stel derwerke in deiner Schoͤn sung da. Wie kann i * dirs vergelten? Du Gott und Herr der Welten Gesinnung und Verhalten des Ehr IIII zu seyn Ues u emacht vo Macht 7 N Ur ch dein rer 5 die 1 YV* 1 1 em wachest 1* r der Schlaf Uich mich ollsne ne ben nich vol⸗ ö**.* IT auch noch *7 Der Tag ist wie⸗ der hin; un d de Nehens, u ͤ vollbracht? Ent⸗ er mir vergebens? Hab ich mit allem Ernst dem Gu⸗ ten nachgestrebt? Hab ich vielleicht nur mir, nicht mei 1. des 8 und mit ( I 1at von Gott, zu weih'n „ uUun .1 gerecht und Gottes Freund 2 weil ih er rr get 1 Wi · diesen Tag mein eige Herz regieret 5 it mich im Stillen oft e Blick auf Gott geruͤhret? mich des Herrn 4 der unser emertt 7 und hab' Bertrau'n auf ibn mein Herz gestaͤrkt? 5. Dacht' ich, bei dem nuß der Guͤter dieser Erden, nden Allmaͤchti gen, 9513 oir sind werd Erfreut ich V eh'n b ich im 2 Ge⸗ und 3— 2 rt ich ihn im Staub pfand 25 717 Huld? E mit Dank, Unfall mit Geduld 8 — 6. Und e genoß mein Her 3 Umgangs süße 2F ch der 7 100 ich, was el War auch mein sanft, mein Scherz noch un schuldsvoll? Und hab' ich nichts gesagt, was ich be⸗ reuen soll? 7. H dab ich die Meinigen rgfalt mir verpflich⸗ tet, sie durch mein Beispiel still zum Guten unterrichtet? WMar zu des Mitleids Pflicht mein Herz nicht zu bequem? Ein e dre traf, war angenehm? Fehltritt leid, an⸗ gen? in m ei angen? Und venn n dieser Nacht bin ² be gebeut; ich vor ihm zu stehn auch will it 2 er du Alles weißt k unt' ich dir verbehlen? Ich fuhle taͤglich die Sch achheit meiner Vergib durch Cöri⸗ sti Aut mir die verletzte Pflicht; vergib und gehe du nicht mit mir ins Gekicht! 10. Ja, du verzeihest dem, en seine Sünden kraͤnken; du liebst Barmherzigkeit und wirst auch sie schenken. Auch diese Nacht bist du der Waͤch ter uber mir; leb⸗ ich, so lob' ich d ir; sterbꝰ ich, so sterb' ich dir noch Seelen mir Mel. Befiehl du dei Weae * „ rmuͤdet von den en und der die du mir hier auferleget Herr, nach dei⸗ N vraen nem WMillen der Koͤrper jetzt zur Rub', weint dir vorher im Stillen Dank meine Seele zu. gabst Verstand und A lllem„was ich Segen dem Ge⸗ + · schafte, fuͤr das i⸗ ch Segen it; du wandtest allen Scha⸗ den, warst mir Vertrau'n und Licht und uͤbergabst aus Gnaden mich dem Verder⸗ ben nicht. 3. Vergiß es nicht, o See⸗ le, was Gott an dir getban; verehr des Herrn Befehle, bet' I*. ihn in Demuth an, der von seinem Sitze gern auf dein Flehen hörr, und ch der Last und Hitze der Kreuzestage wehr Mit deinem Schilde decke dein 3 Nacht, auf de mich ichts erschr e* 7 0„ W ich erwacht, und durch d Geist Schlaf erquicket, mein befreit von Gram, froh nach der Höhe blicket, von wel cher Ufe kam! Die Meinen, Weib und Kinder und Freund' uꝛ Hab und Gut, auch mei⸗ der, Hut! e nd nicht mi Herr, in deine dein Auge muͤde, nie Huͤter, schlummerst du, gib unserm Lande Friede, gib jedem Glück und Ruh'! 6. Versag auch diese Bit⸗ te mir, mein Erbarmer, nicht: wann diese worsche Hütte des Leil einst ver⸗ nen nimm; Nie wird 5es bricht, so laß o Gott, mein Sterben dem Schlummer aͤhnlich seyn, und nimm mich deinen Erb en, in dei⸗ nen Himmel ein! Mel. In allen meinen Thaten 7g Cerr, der du mir das Leben bis diesen Tag gegeben, dich bet' ich kindlich an! Ich bin viel zu geringe der Treu⸗ die ich singe, und die du heut an mir githan. 2. Mit dankendem 6 e freu ich mi de r Gu⸗ te; ich freue mich in dir —u*Ist 7 und t Gedeih mei⸗ rle unt ein rel 8 mir t der — deine Lor Befchle nhe Lebe bei dir i en, und in dem Him ist mein Theil. Bedeckt mit deinem Se gen, eil ich der Ruh entge gen; dein Name sei st! M ein Leben und n Ende mel ist dein; in Häͤnde be fehl' ich, Vater, meinen Geist eigener Me — y kliehen unst . T u; auch R t mehr dieser ist t Z Nacht, der Müden Troͤsterin, eilt wieder zu uns Herr, du nur wie du bist; du schlaäfst schlummerst nicht; die Fin⸗ sterniß, die uns um schließt, ist deinem Auge Licht Dir uͤbergeb' voll Vertrau'n mich auch in die⸗ ser ich Herr, n? Mich ser Nacht; wov soll e mir denn ge schuͤtzet deine M 1. Hab ich an d de nur stets T mein zot nichts in der Natr ich nicht den Tod 5. Zwar ich erkenne mei⸗ ne Schuld; mit fuͤhl ich sie: doch; mein Erbar⸗ mer, deine Huld, wie trost⸗ voll ist mir die! 6. Ich eil' im Glauben zu dir hin, und weiß, wie sicher ich Im Schutze deiner A 5 macht bin; dein Schirm be⸗ ecket mich. e 11 + Flieht, finsire Sorgen, weit von mir! Herr Jesu, du allein seist mein Gedank'; o weihe dir mein Herz zum Cempel letzte Nacht in meiner Pr fungszeit; dann fuͤhre mich durch deine Macht zum Licht der Ewigkeit! 9. Ich lebe dir, ich sterbe dir, dein bin ich auch im Tod. Du, mein Erretter, bist bei mir und hilfst aus aller Noth Mel. In allen meinen Thaten *— 578 Dinen Abend⸗ — 58—0 dunden, wie +. N 4 chnell sind sie entschwunden, h froher Ruh! Nun enkt die Nacht sich nieder und Druet uns aler wieder mit sanfter Hand die Ana lanfter Hand die Augen zu U besondern Zeiten. 2. O laßt une 1 den unverdienten den uns der Tag Laßt uns von Dank bren⸗ nen, Gnade, auf segenvollem Pfade uns bis hieher ge fuͤhrt. Nicht uns, nur dir sei Ehre! Ein jeder Tag vermehre in ung den Dank, der 5 gebührt! 4. Der Schlaf, den du den Mud en nach Tageslast ieden, auch er sei dir geweih Wir schlummern ohne Sorgen; denn du er⸗ weckst uns morgen hier oder in der Ewigkeit. 9* Mel. So fliehen unsre T er unter dei tiem Schirme ruht, o Gott, von dir be⸗ wacht, der trotzt mit uner⸗ chrocknem Muth dem Grau⸗ seu dunkler Nacht. Umringt von stiller Fin⸗ sterniß sing' ich dir, Herr, ein Lied. Mein Herz frol lockt und ist gewiß, daß mich dein— Kebt. 3. Der Tag ist schnell do⸗ hingerilt und deine Vater⸗ hand hat mir viel Gutes getheilt, viel Boͤses abge⸗ wandt. Auch in de r Noth und wenn ich litt, 0 st du dich meiner an, und o ist nun ein **„* nd Verhalten des Christen t zur En dir in men Jesu 7 m fi 1 L Durch dich ů 2. du ich dir n Se d ue zu 8e e und ß uns doch kein ban⸗ tein d ken er nicht si nühn: Al t ple Id Zuversicht von meiner— er wecken, halt gend an U sest einer t Alf Ich ß' auch jet wenn Krankheit oder 2 dunkler Nacht getr die uns im sichern Schlafe droh * aung gen zu; ich fuͤrchte keine oder laß uns, wenn wir ster ird sche Macht: du sicherst ben, deines Himmels Freu meine Ruh'! ven erben! sehr, o meine o Seele, sei Mel. Werde munter, mein munter! Eink ich einst in i 561 ich eii 1 odesruh, ö E b scl Fich *. et iders zus dieses heit unter ich hin zu ö e5 nul hier 6 ritten. AYiet etzt entschlaf ich, auf⸗ 5 h für Tage die⸗ Gutes ese dank Laß mich fertig stets ö Wene achen, Vater, zu der daß ich Manderer bereit, von way Ni“ li Hren die E se eicht, das oi urden frei, von den La ö sten seh im Abe ö 7 2—.— — — 2 2 E. — Vie o‚schwinde ö„ Ri geschwinde,. Hohn, wird er verbluͤh'n! Wie die Wal und 2 —— 790 de e Au un „ Ssat vater, jo verh te icht für uns, zenthum, der »rud egen der E 1 +enl V* f 0 Irqö x V** 1 Mme *I'6 deiner 1 166 NII V lie Oul V. 8 1 nahren N u 1 18 dein Kuch 11 auch die alle, ů u en re Son —„ vV Rei du mit un 16 Nöonl ei von scheint; sie scheinet wieder! 2. Auch laß Mir sehn sie, welche Wonne! Stimme rühren; sei gan die laung verhuüllte x Empfin o mein f 2. Uns dri bange Den ank, das Lob Sorgen an jedem neuen ihm ren„ er ö* Morgen, so oft sich Wolten kein 6 thuͤrmten und Regenwetter D er ru stuͤrmten n* sahen wir dem derl nahen Bas Thie u st du. ö‚ Menschen naͤhr t„ schien mme f eer ganz durch Fluth verheret. der t und K. Do de Verz varten dein. t* t euch nieder: dor nichts wieder. O Herr der 5 Sonne, du se nest u er Wonne.* mit froͤhlichem Ja, unser ganzes Le ö hohe Him⸗ ewig dir ergeben!)N3 mel dunkelt sic tter 3 Beim Gewitter. der Höh' nen vich; d 55H ien ind G1 4 Slieder 6 stroͤmt immerdar Heil x ö unsre Pflichten; unsre Pfade. Tag und ö r ur e Ewigkeit re aͤndern sich und wir Wer richten Jede veralten, doch d hat le Uns und durch d wir wohl en! Frucht laß erhalten dsaat r den 2. des rer hre un 911 schmu gen; dei rhi 4 + ott, mit allen en§19 en Freuden * de Nes und onne hin aber auch mit verbreitest sauf euh' mit ö schwand d ahr; der Abendsonne. tt lebe Auch des Jahres Lauf, 0 f Erden nech den wir froh vollendet ha⸗(det werden. hen, war erfuͤllt„ OSHerr, 2 so manchem, man⸗ 4 chem& Grabe fuͤhrtest du vor⸗ k uͤber mich. Im Genuß der hohen Gabe der C esun dheit von dir mit des ben. Huͤll' und rod hast ind WMoph 4. 814 i und in Wohlthat preis' ich dich, preise dich Han 4 d,,— IV. Und den für alle Freud preise dich S I 5 ö* e tru⸗ macht Hand nes 40 ines Lebens 4e 9*— tet; daß du über St denn auch sie Land Ruh' und Glück ver ö erschwunden, und breitet; daß gewissenhafter sie n en Wohlthat mir. Fleiß uns durch dich gelun⸗ Auch auf dornenvollen We gen: Gott, dafuͤr sei Dank gen fuͤhrst du mich dem Ziel und Preiß herzlich dir ge⸗ er sungen! 5. Freudig, Vater, tre ten wir in di gahr d Le Wann, o Herr, ver tra l He erge ben Uwé 8 fer terhin, wenn wir dir nur leben, Unterhalt und fr hen Sinn„Muth und Kraͤ Weisheit lehren! eder Tro⸗ te geben. r 2 Pfel meiner zeit, ohne je Elüchtig ist die edle Zeit zurückzul stroͤmt ins Meer +* 3389 18 1 .— Leben und des Lebens die inden zu* Bluͤck, Alles, Herr, ist dei⸗ letzte weißlich un ne Gabe! Dankend heb ich t gibst, uns laͤnger meinen Blick auf zu dir, g erzi ns 2 ö lobe Treue heute dir, o Gott, den, ihre h d 1 aufs neue dem Ziel der rimschaft deinen kommt unsre große Rechen⸗ S t der Liebe f 6 B ugend heil' 7 dann laß uns, ge en laß uns wandeln alle flehn, mit Freud Hand in 5 Fried' und vor dir bestehn! Denn ach, Heil dem Vaterlande! Fried' wer dann vor dir erbebt, hat und Heil in jedem Stande! thoͤrigt, hat umsonst gelebt Mel. O su Ehrist, mein Mel. Vom x der 611 die Tage liehn. Ein Jahr trritt ein Ehristen, Preiset und eilt dar Wie man⸗ Herrn! Er half ches ist bereits entflohn! 2. Dank sei dir, ewiz mancher, der im treuer Gott, für deinen Be ahr froh und voll stand in der Noth, fuͤr tat send Proben deiner Huld für deine Schonung und Ge⸗ dahin, nun deckt des Gra⸗ duld! bes H Imgel Dank dir, wenn jetzt um uẽuns 61 hn. 5— 3. O Schauplatz ö z der Ver⸗ voll Freudigkeit das Herz gaͤnglichkeit! O schnelle Flucht Ne N sich muncher That erfreut! der Lebenszeit! Wie 41 It, ist, wer imme das naͤchste J 4. Ooch bir te ifer vo ll m wirken, was ich kann, und meine Zeit dah sie bringt doch rrulche vinn. D t der naher, keit! Gottlob, 2 Un e hK folgt cht in den Himmel nal ö beug ich mich vor— Bis hieher hast du, Höchster, liebeyoller Vaterhand * 2 ö 7. Sieb ferner, Gott Freundesblick auf mein und meines Naͤchsten Ent⸗ reiß uns jeder n en Noth Brod. 8. Behuͤt uns nenen Jahr vor 2 und vor Kriegsgefahr! Uns Wuth, keine treffe keiner Seuche kein zehrend Feuer, Fluth! 9. Entferne jeden Un⸗ glücksfall! Gib Heil und Wohlfahrt überall; und, bricht ein Kreuz von herein traalich seyn. 10 Ja, segn' uns, Herr, in dieser Zeit und führ uns daun zur Herrlichke t! Da sagen wir dir ewig Dank; da preist dich hoͤhrer Lobge⸗ sang! ö — 2 V5 +g de Iahßt 7 1• br Gott, ihn 3 vor btt, e x 8 4 bisher hat — 2 Eer dern von einen **—* +. 0 ern 5 E 1 der Stunden wird von uns enmpfunden. 1 3. Und vir gehn auf n Wegen der Ewigkeit eutgegen! 10. Doöoch du bist vol barmen, und wirst nuit Va⸗ terarmen in Noͤthen und Ge⸗ fahren uns schutzen wahren. 5. Erhalter unsers! vir orgen* ver dem en, durch den wir uns Lob dir, o Gott, en; Lob deinen Vater⸗ haͤnden, die so viel Noth abwenden. 7. Hoͤr ferner unser Fl hen, und eil', uns beizuste⸗ hen! Gib Maßigungiin Nreu⸗ den, Geduld und im RoN Leiden. Cyoi TIOI nen, nen, zu thun, Herr, Willen, auch Kraft, erfüͤllen. 9. Herr, Kriegen! Ff 2 wehre du laß Men — —— — —.— A—+ 4 IN. . —.—— ing u Jr ihn Mäf er sich freut; gib Demuth auf der Bahn der Ehre; gib Muth ihm, wemn hr ihm dräut! igenunutz, den Rast, die Lust der W selbst bezwing gen seiner Arbeit Last; sein Lebenstag sei nicht zu schwul, und immer vor ihm sei sein Ziel 1. Erscheint sein Abend dann dem Greise, so gib · UV eine 1e UU Herzen, meiner KNuf Brust toben ne der cue Schmerzen, wohnet wahre Ruh' und Lust. Unbeherrsch— te Sinnlichkeit toͤdtet die Zufriedenheit; sie vergiftel ð6* V + N er Sinn und Un⸗ schuld schmuͤcket mehr, als Schoͤnheit; denn sie mehrt jede Lust, die uns entzücket, jedes Gluckes Reiz und Werth. Reinen Herzen fließt der Quell jeder Wonne rein und hell: sie nur koͤnnen voll Vertrauen hoffen, Gott dereinst zu schauen. 4. Drum, o Gott, laß uns gesellig, froh und w llig zu erfreun, liebenswürdig und gefaͤllig, aber nur urch Tugend Tugend seyn; offen ohne Schmeichelei, stets beschei⸗ den und doch frei ohne * Trechhei ets Frechheit, si stets b mer unsers Herzens 5. Laß die der Sitten ni Herz entweihn! L Pale 1 Hutt* TI d Wohnun der wer ein Christ, u insch die Tugend ist,‚ ein Haus und daß die nur durch Tugens schör 61 Wie groß ist des Allm, ͤ 9 Mohl dem, der 6 seines Lebens More zen nur seinem Herrn und d Schoͤpfer weiht! Be⸗ 7 V den edlen S or⸗ er die wilde Lust Reize sliehnz sein H wird nur fuͤr Gott und Tugend, fuͤr Pflicht und Recht und Wahrheit gluͤhn. Von Sorgen frei, voll iter wallt er Erdenbahn mit Schritte immer wei⸗ getrost zu Cott siegt durch fort— durch Fleiß gese rehen, und und Wachsamkeit Verf wenn sie ihn 1 1 1** eine eigne uret ch sind ent schoͤn zu besondern tet ke I kunft P e, ihn reu t die Ver⸗ igenheit saͤt den aamen jeder d/ und eut sich hon der heißet ihm im Al⸗ 5 4 Mel. Warurm Utꝰ ĩ 620. Hbee deine Lust, 5 Jugend, im⸗ ner gern an ben Herrn und dem Reiz der Tugend! Was dein schwaches Herz begeh⸗ ret, dein Verstand nicht er⸗ fand, wird dir dann gewaͤh⸗ ret. 2. Schnell muß nicht vor⸗ uberrauschen diese Lust; dei⸗ ne Brust muß sie nicht ver⸗ n gegen Luͤste diese Erden, die dein Herz, vol⸗ er Schmerz bald vergiften werden cht erst, wann des Alters Sorgen dich zerstreun, Jugend, nein, schon am fruͤhen Morgen, in der Bluͤ⸗ the deines roene dieh' ihm und dem Herrn dienst du nie hergebens. . Gluͤck, Gesu gern, lan⸗ ges Leben wird ö dir dein Erschaffer geben. Weisheit sei nur dein Be⸗ gehren; dann wird er oft schon mehr, wenn dirs nützt, gewaͤhren. 5. Auch in gen laß nicht ab, in sunden das den ge —3—— 1 dil Leben! Gib du mir 3 kommt von dir [hst bir * U E gib mir Weis dami den Er de mei⸗ Nah sind mir Sarg deine Va⸗ ferner noch ich bis an solg', und, n zu dir, das ide! re Tage gabst en frei 2 druckt mie erhörest. Schwa it mehr, ver Sanft⸗ ist dann mein Leben; u G arre fror ei II Herr V 5 N vie ei 1 M 2 — —. — II NI eigener hem H —1 hlie * LAHH. — ———88— .......—— herab; und vaͤterlich wendet n er ab. 5. Die Berge mit Baͤu⸗ men und Reben besetzt, die Auen mit schlar gelnden Buͤ⸗ en, die er umher, chen benetzt, die Gar Flaͤchen der Fe wie tragen sie immer an Fruchten so schwer! Es blühen Gewerbe und Kunste im Land und hrung und Wohlsahrt in lichem Stand. Mild wer⸗ hier Fleißh und Ver⸗ te belöhnt; hier ist es, wo Recht und Gerechtigkeir wohnt. 5. Religion strahlt himmlisch, so mild. 1et de die reni uns so Da, wo uns nicht leuchtet die Sonne, ihr Bild, erhellt sie un Erden vohnern den Pfad und leuch⸗ tung, ind Rath Unscht k wunschet dem Vaterland Gluck! Ein jeder bezeuge mit freudigem Blick; er schät Gute, dem Hoͤch⸗ e * sten zum der* jher Junglin g/ und der Wa 7. Uns bleibe das Chri⸗ stenthum the lur und werth; Gott werde durch 2 gend verehrt it ziere den chen Thron„den Boͤsen Schrecken, den Guten z Lohn! 8. Wohl jedem, ders fuͤh⸗ let, wie glucklich er ist im unter besondern Umstaͤnden. Lande, wo Eintracht und Liebe sich kußt! Ein jeder befoͤrd're, so viel er nur tann, des Vaterlands Be⸗ ste, und freue sich dann! 9. Gott, sei uns stets freundlich, und foͤrdere du das Werk unsrer Hende in Frieden und Nuh'; so leben wir glucklich und wallen von hier, zum Vaterland droben, 0 Vater, zu dir! Noth. meinen lieben Wott Is zuͤchtigt deine Hand„0 Hoͤch⸗ In allgemeiner Mel. Auf 62 26 Ee ster, jetzt das Land. Zu dei⸗ nem Vaterherzen erhebt in Furcht und Schmerzen sich das Geschrei der Arm er⸗ hoͤr' es mit Erbarn Du siehst des Landes sie kam auf dein Ge⸗ Du kannst mit starken nden sie lindern und auch enden. Ein Wort aus dei⸗ nem Munde veraͤndert Zeit und Stunde. 3. O Herr, wir murren nicht. Gerecht ist dein Ge⸗ was wir ; denn groß sind unsre Schulden. Du züchtigst doch noch minder, als wirs ver⸗ dient, wir Sunder. 4. Ja, Vater, deine Huld richt bei allem, dulder 41 ist groͤßer als die Schuld. Gedenke denn der Deinen, die reuig vor dir weinen; laß tiefgebengten Seelen nicht Trost und Hoffnung fehlen! 5. Ver⸗ * bSA +.— ****1— 7* *** —— trübt, uns gedeihen und freuen; es Gnade ein Licht auf dunk⸗ ö lem Pfade 9. So* N Herz, daß h S d 84 an kein Leiden von meiner Liebe scheiden. 10. Am S serm Lauf klaͤ Alles dann Aussi hei 10 ränt kein Aug dann finden un zer Wonne nach den Schmer I preisen wir dich dort bitten, zu, durch den, der Unser Mittl er ist, durch! sers Heiland Jesum( „ Ori F wir,/ II te 12„ bis Ut⸗ ù 1 C * +* N IUer in dantk V mit ITr m rzen d theuern 0 tten uns, o * bist 462 o Herr, bebet unser Herz nicht mehr. Ach, wir alle beten dann deine Macht mit Freude an. Aber jetzt noch seufzen wir, jetzt noch flehn wir angstyoll hier um Er⸗ buͤrmen, Gott, zu dir! Mel. Wann mein St indlein H He ast du denn ganz —— oein Angesick t/ v r, vor uns verbor jen 2 Vernimmst du unsre Seuf zer nicht; entgehn dir unsre Sorgen? Uuns drücket eine Macht; Gott, wenn Vorsicht wacht, wir verderben. Krieg im blutigen verheeret die Geiil⸗ RNoth und Aömuth druͤckt das Land, das sonst dein Segen fuͤllte. Ach, aller Herz ist freudenleer und kei⸗ Ruh' erquickt uns mehr; sie ist von uns gewichen. 3. Gefahr umgibt uns Nacht, schwere nicht deine so müssen 2. Der Gewand de, und hli in und waͤck st mit jedem Tage. Sind wir von kurzem Schlaf erwacht, so wacht auch unsre Plage. Der harten Krieger wilde Wuth droht uns mit Feuer und mit Blut; o wer, wer kann uns sc uützen. der Du kannst es, du, er⸗ habner Gott. Es steht in deinen Haͤnden, uns zu er⸗ etten, unsre Noth zu un⸗ serm Gluͤck zu wenden. Du kannst dem Elend, das uns druckt, das dein Gericht uns *. Gesinnung und Verhalten des Christen zugeschickt, allein allmaͤchtiz steuern. Sben I Es haben Lan und Schwert, mit wel Ich Fein de worem⸗ schon 0 in Sicheln verkehrt, so⸗ bald dein Wink geboten. S machtig bist du immer nochz ach 3⁰ gebeut, so rede doch Was du sprichst, muß ge— schehen. 6. Vergib uns gnaͤdiz unsre Schuld, vertilge unsne Sünden Du bist voll Vaterhuld; so un dich st den! 2 unsrer Feinde M aus R ges wi Glut, eh lie 40 ganz verzehret! zib deiner Gnade then⸗ res Pfand, 1 b uns de Frieden wi ieder! Errette das bedrangte Land, erhall uns unsre uter, damit wit dir, von Angst befreit, di Opfer unsrer Dankbarkeit in sichern 8. Regiere du selbit wir, dir ergeben, des Lasters Bahl mit Abscheu fliehn und nur der Tugend leben! Wir laß sen dich, Erbarmer, nicht/ 1 Lem! unsern aau Sinn, daß bis uns dein buldreich An⸗ gesicht zum Segen wieder strahlet! Zur Friedensfeier. Mel Herr, Gott! dich loben 63 3 13 Du** Unendli⸗ er, zu dir, All⸗ Völkern still zu seyn guͤtiger, der * ——— unter be seyn gebot und Fri zu dir, Got Jubelton en sandte, Unser unsrer hoͤhern Brüder Chor singt unser Herz, entflammt von— den iten hohen sei 50 scl Zott d 1* er ist an D* HOlin 16 1 re h! 5 Vort: Der Himmel gt. Du sprichst ein der rd neigt sich—4* anb vor dir, Dort, e dein Vötter sich G wird Ruh sobald„Herr de ne hte r dräut, und 2 seyn gebent. di schreckend, wie mp boͤrter Gefahr un Noth und Tod drohend; offen Grab, und unsre anken hin, bei das Grab da⸗ und Schmerz der Mut⸗ terherzen brach, und blut'ge Thraͤnen folgten nach. Gott, furchtbar war der Voͤlker Zwist. Dank dir Allgüti⸗ der ger, das Vruͤder s. Schaaren in hin; er ist durch dich, sondern Unstaͤnden. Bruderblut vergoß, ist weg⸗ Erd' und Himmel traͤgt, ge⸗ * 2 515tr schlich und nun beigelegt! —. 5— 1. Oas Schwert 5 gelegt, aus deinen stroͤmt uns U sa 0 Ie . * len di · „ den segne jeden Stand! du uns noch n Pilgerthal, l den treuen Fu ihrer Alle Dann fuhr zur ew'gen Ruh' uns ein! Amen Herrn, den a2Y Vabet anbetend 992 m Gnaͤdigen, nahet! Singt ihm; er ists, der Frieden vom uns lur— Preiset i ihn! hoch; weg ist das haͤrteste Joch, das unser Vaterland druͤckte. 2. Vater, du weißt es, was wir von der Zwietracht erfuhren; grause Verhee⸗ rungen sind noch die trauri⸗ gen Spuren! Aber wie hell rinnt nun der Segnungen Quell durch die verwuͤsteten Fluren! 8 . Hoͤr, o Allguͤtiger, gnaͤ⸗ dig —.— + r —.7⁷ — me dich der Deinen; wir Ar⸗ mien gehn und weinen und schmachten, Herr, nach Brod. 2. Erbarmender, ach wen⸗ V 4„—— ere uns zu orge a rgend mit W ley. auch, se 3allen bei Uunserm Rath e Erbar men, Befühl für Andr Schmer d, zu erfreun d ein mitleir 10* 3 d t sle 1 2 der bre NXI efuͤh Berge len zum Himmel schwellen 3. Sei Alles Sturm und mek den U um it im, Himmel das das 2/ rden 1 wilden Strom spricht er: fleuß mi Stile⸗ so I. d tig ist sein Herr süd e, der Strom g ar Mggen Inken t, die Wogen sinte meder und hen n V ina Geschick beklagte, den grund offen sah und schon jte, frohlocket dann und Unter besonde und 1 Gott ist im Sturmeu ud Wetter! 6. en denn Gefah⸗ ren mich schibeben und Eisg ebirge sie m Strome heben, und furchtbar dro⸗ erschut⸗ zittern. . Zu dir empor will ich am Strome schaͤuen und das thun, was ich oll, und dir vertrauen. Du, Herr, hend jeden Damm tern; ich u 1 At Unicht kannst stets uns retten und bewahren in den Gefahren! Mel. Was mein Gott will 63 3 ir sind in Noth: 29aß uns, o Gott, die Fluth nicht uͤber⸗ schwemmen! Nimm uns in Acht; wehr ihrer Macht! Du kannst die Wogen hem⸗ men. Verbirg jetzt nicht dein gedenk an uns in Gnaden! Gott, wenn une jetzt dein Arm beschuüͤtzt, was kann die Fluth uns schaden! Ach, hilf uns, Herr, Allt nächtie gei, um Jesu Chri— sti willen! Ach du allein kannst uns befrein, kannst Stuym und Wellen stillen. Erbarme dich; hilf Wiurlich beschuͤtz uns Gut und Lel Dann wollen wir dir, Gott, dafuͤr Dank, Preis und Ehre geben. Angest 2 Nach uberstandener Mel. Nun da Ehr und 361 6. 56 Dank sei dir, o Irper Gott, gesungen, daß Noth. nket alle Golt aͤnden. du durch deine Macht die wilde Fluth bezwungen! Verheerend u sie los, gleich dem empoͤrten Meer, die Wellen rauschten schon fast über uns daher 2. Doch mitten in der Fluth bewiesest du Erbar⸗ men und haͤlfst uns väterlich. Du zeigtest an uns Arn ien, daß du, Allvater, nie uns allzusehr betrubst, uns nie verlassen kaunst, uns aüch im Leiden liebst. 3. Dies thatst du, Maͤch⸗ tiger, der jeder Fluth gebie⸗ ten, der Meere zaͤhmen kann, so maͤchtig sie aue wuͤthen! Du schutzest, du erhälst, du hilfst in jeder Noth; du bist der Fluthen Herr, du bist der Meere Gott. I. Wer wollte dir, o Herr, erstreben, Heiligkeit zu Foigt Wink der Strom, ht dir alle Welt: wie sollten wir nicht ⁰⁴ was, Vater, dir gesalltt? 7V7%* 1 durch Gunden wid und nicht in Ehre leben? —8 55 + VSRNY Nach einer Feuersbrun V zann wer in höchsen wie bald! che Haͤr iser und maͤncher zerstoͤrt 1 SSSII........,T*.— 43 5 4 4 N 3 — 14 4 4 Auch gethan N 1 und bei seufzen mer,‚, Ge nicht hul weise, l Alles, u 7. Gib Unterw und la Geduld t TINI 1 Ins N * I be from Vaterhuld mit veri aus d Vaterl CHVY chen, Krie tach A — 50 2 H53 gen ien Derr Zwar ernn Ue seir NI nug und ß uns deiner mer Zu 8 mir en und 7* 0 erz mein xj t wantenz 10 win oir dank dank ö* raen mir, doch ut He! PDi Aist veil ue Lu bi me t, un meine Se Du führst gewi mich rauhen We gen dem* n. nutzlich mit und wenn es deiner Ehre gemaͤß gewe haͤttest lieber sen waͤre; Gliu ¶ igewendet, als V 7 Du sahst vielleicht, ich in Uter Tage mnicht Gott, wenn ich dies im Stillen uͤberlege, so prei ich dich und ehre deine Wege Was huͤlf' es mir, die ganze Melt n d zu vper bltede mein N Nie er 9 unde, d „ sel dir,( ew 1 11 cht e nicht ruh und i haft dir vert Auch kunftig wirst du, was zu meinem Leben mir 1 ist, geben. Herr, segne du die Ar⸗ und leite gnaͤdig beit meiner Hände, unter besondern Umstaͤnden. 467 gnädig mich bis an mein Der reisende Jungling. Ende! Mit allem, was du ö fuͤgst und mir beschieden, Mel. Lobt Gott, ihr Christen N h zufriede bin ich zufrieden. ö 40 M uch außer mei⸗ nem Vaterland Auf der Reise. wirst du, Gott, mit mir seyn. Wo immer nur mich el. Befiehl di eine Wege oin 1 iufuhrt n Mel. Befie u deine Weg deine Hand hinfuͤhrt, da bin 639 2 Megluͤcke meine ich dein. Rei se; Gott, 2. Vergeß ich dieser Wahr⸗ ich vertraue dir! Sei gnaͤ⸗ heit nicht; bin ich von Herze dig und beweise, wie tren gut un uͤb' ich treulich du bin, an mir! Auf allen meine Pflicht, so hab ich meinen Wegen begleite vaͤ⸗ frohen Muth. terlich mit deinem Heil und 3. Doch, Herr, ich fühle Segen, mit deinem Schutze mich noch schwach; drum mich! stärke du mein Herz! O hilf Ich bin in deinen Haͤn⸗ du meinem Streben nach, den: deß darf mein Herz sich und sichre mich vor Schmerz freun; denn du kannst Hülfe. Der Reiz der Suͤnd senden, wo mir Gefahren Eitelkeit entlocke dir draͤnn Bin ich bei dir in ie! Was kurz ve ügt G ufuͤrcht' ich nichts, id lan ut ib, daf o Gott; l vel Schaden, mein ch sieht und der Noth! Freund mich nennt, laß tu⸗ 3. So will ich denn mein gendhaft mich seyn, und dort RN Leben, mein zeitlich Gluͤck auch, w Nensch mich und Gut mit Ruhe uͤber ken das Laster ernstlich ben, Gott, deiner treuen scheunn!. Hut. Erhalte meine Kräfte, 6. Nur wer die Tugend begluͤcke meinen Fleiß und ehrt und liebt, deß Beispie meiner Pflicht Geschaͤfte zu füͤhrt zu o du, der deinem Ruhm und Preis! les hat und gibt, Gott, sol⸗ iß dir auch meine Lie⸗ chen Sreund b mir ben empfohlen seyn, o 7. Dem Freunde wilder Nichts musse sie betruͤbe Froͤhlichkeit, dem Freund kein Unfall, keine Noth! Ge- von List und Spott, votr sund laß sie mich wieder bei Wollust, Spiel und Neppig⸗ froher Rückkehr sehn; dann keit entreiße mich, mein sollen unsre Lieder, Herr, Gott! dankbar dich erhoͤhn! 8. Wer Wahrheit, Pflicht Gg 2 und — 468 Gesinnung und V und Recht verdreht, der floͤ ße Graun mir ein; vor dem Versuchten, der dich schmaͤht, erzittre mein Gebein! Nich lehre stets dein heilig Wort auf guten Wegen gehn, und, wenn ich kann, an jedem Ort im Tempel dich erhoͤhn! Dann bin ich meiner Aeltern Lust, im Alter einst ihr Stab und keines Lasters mir bewußt begleit ich sie ane Grab. Mir folgt ihr Segen durch die Welt, bis einst mein Auge bricht, und mei⸗ nen Geist, der dir gefaͤllt, er⸗ schrecket kein Gericht. 12. Gedanke der Unsterb⸗ lichkeit, erhebe meinen Geist! Wohl mir, es ist die Ewig⸗ keit, wohin der Glaube weis't! Fürbitte für liebe Abwesende. Mel. Der unsre Menschheit 64 x VDu, welchen kei⸗ 4 ne Welt um schließt, der du allgegen waͤrtig bist mit allen deinen Segen, wo meine Lieben sind, auch da bist du voll Huld, bist ihnen nah auf allen ihren Wegen! Dies ists, was meine Thraͤnen stillt, wenn banges Sehnen mich erfuͤllt. Mach ihnen mild das ferne Land, und laß, an deiner Vaterhand, sie dort — 60 Eu WV 6 erh alten des Chrisie n auch Freude finden. Sei, 1 Unfall ihnen droht, ihr Schutz, ihr Retter in der Noth; bewahre sie vor Süänden! Auch dort sei stets der Tugend Ruhm ihr un⸗ verletztes Eigenthum. 3. O, kehren sie mir einst zuruͤck! Des Wiedersehens großes Glück macht froh schon meine Seele. Doch saͤh ich auch ihr Angesicht nun ferner hier auf Erden nicht; was ists, daß ich mich quaͤle? Ich weiß, o Gott, ein Tag erscheiut, der wieder mich und sie vereint. 4. O wie gedenk ich dein so gern, du Tag des Lebens, Tag des Herrn! Wann wird dein Licht erscheinen? O Tag, der die mir wieder gibt, die trauernd meine Seele liebt, die Seligen, die Meinen! Wie wird sich unsre Seele freun! Wie selig wer⸗ den dann wir seyn! ei ansteckenden Krankheiten. Mel. Allgegenwärt'ager, ich bin 6 10 In unserm Kum⸗ mer fallen wir gebeugt und demuths voll vor dir, o Herr des Lebens, nieder Ach, uns bedroht ein schneller Tod; schon wuͤrgt er unsre Bruͤder. 2. Der Seuchen Gift ver⸗ breitet sich, und, Gott, wen haben wir, als dich, der seine Wuth ihm raube? Wo deine —* deine Macht uns nicht be⸗ wacht; so werden wir zu Staube. 3. Ach viele sanken schon ins Grab so unerwartet schnell hinab“ Wie ist um Huͤlf uns bange! O schon noch! Entreiß uns doch dem nahen Untergange! Oft rettet Kunst und Vorsicht nicht. Wir haben keine Zuversicht, als nur zu deiner Guͤte; du bist der Herr! Gib, daß nicht mehr der Tod so schrecklich wuͤthe! 4. Wir glauben an den Sohn und dich; o darum schaue vaͤterlich auf tiefge⸗ beugte Suünder. Denn du allein kannst uns befrein, und wir sind deine Kinder. In deiner treuen Va⸗ terhand ruht Tod und Leben, Volk und Land. Entferne jede Plage! Verzagten Sinn nimm von uns hin! Gib wie⸗ der heitre Tage! 7. Doch willst du uns noch nicht befrein, so lehr uns doch geduldig seyn, und dir uns ganz ergeben: und ster⸗ ben wir, laß uns vor dir in deiner Wonne leben! 8. Zeig allen Sterbenden dein Heil, und gib, daß sie ihr bestes Theil im Himmel nicht verliehren! Laß sie den Tod aus jeder Noth zum bes⸗ sern Leben fuͤhren! 9. Laß unser gläaubiges Gebaͤt, das, Herr, zu dir um Gnade fleht, dir, Va⸗ unter besondern Umstaͤnden. 469 ter, wohlgefallen! Der rein⸗ sie Dank und Lobgesang wird dann bei uns erschallen. Dank fuͤr Goͤttes Hülfe Mel. Ein Laͤmmlein geht und A Wir kommen, 0 10 X Helfer, dir Gesang und Ruhm und Preis zu bringen. Des ganzen Volkes lauter Dank soll, Retter, dir lobsingen. Wir schwebten in Gefahr und Roth; wir sahen uberall den Tod mit seinen Schrecken drohen. Nun wuͤthet seiner Seuchen Heer durch unser Vaterland nicht mehr; sie sind vor dir eutflohen. 2. Wir sahen doͤrt und sahen hier so viele Bruder sterben, und allenthalben waren wir umfangen vom Verderben. Da galt kein Schonen! Stuͤndlich war uns nah und furchtbar die Gefahr und alle Kunst ver⸗ gebens. Den Wuͤrger trieb kein Arzt zuruͤck: auch ihm schien jeder Augenblick der letzte seines Lebens. 5. Allmaͤchtiger, wir alle schrien zu dir mit bangen Herzen. Wir sind erhört! die Seuchen fliehn; du hei⸗ lest unfre Schmerzen. O du Erbarmer voll Geduld, du hast nach unsrer Sünden⸗ schuld auch diesmal nicht gelohnet. Gezuͤchtigt, o wir preisen dich, gezuchtigt hast *+ S.. ÍSISIIIIIIIIIIII. 470 Gesinnung und Verhalten des Christen hast du vaͤterlich und Laͤter⸗ was der ö d lich verschonet. Ubst u na, Ost Dich, der HIu Ge und d Nn fahr befreist, n in se ern I t Alle l en! S 1 Die mir, der ich dir ter,& on ver e, zu meiner 9 U k erhoben Dich, dein göttlie Wort bete jeder E treibt, so oft 5„ „ wer nur danten schaue; die Furcht aus nd ehre deinen Na⸗ ner Seele men, hme Gott ist 4. Auch dieser Krankheit unser ott r hilft uns schweres de du ig in der oth! Erhebt liebreick er mich ihn! Amen! Amen! hier, u n G Freude erkennt 1 U In Krankheiten als Vater k Og Mel. Wie groß ist ich dick finde O — weil ich sleh vollem, tiefgeruͤhrtem Her⸗ zen dich kindlich um Erbar⸗ men an. Wen hab ich sonst in diesen Stunden? Wer kennt so ganz mein Leid, wie d V sendet mir Ere zu 2. du al DN D ler Vaͤter, der gern den Lei⸗ denden erfreut, zu dem so mancher fromme Baͤter, und nie umsonst, um Huͤlfe schreit, auch mich laß nicht vergeblich fiehen! Auch mei⸗ nes Herzens nimm dich an und lehre mich auf Alles se⸗ hen, was Freude mir ge⸗ waͤhren kann 3. Du wirst ja nie de Helfens müde; du weißt es, in Geduld! Vergilt mir dem verirrten Kinde, nicht ganz nach mei⸗ ner Sund Schuld! Verlängre, Herr, mein Erdenleben, wenns deinem weisen Rath gefaͤllt! Und dann sei es nur dir ergeben, nur dir, mein Retter, nicht der Welt och 10 nei⸗ La vollenden dann meinen Geist zu dir, und ist mein Geist in deinen Haͤnden, o guter Gott, was fehlet mir? Mel. Alles ist an deinem Segen 8 5 Hill mir, Gott. der Krankheit Plagen, die mich druͤcken, still ertragen, und mit lind⸗ lichem Vertraun bei der Sehnsucht meines Herzens um Erleicht rung meines Schmer⸗ — Schmerzens nur auf deine Vors sicht schaun! will ich 7 n fassen und mich erlassen der du mein V ater bist. Sanfter Antrieb, ernste re, daß ich in mich sel⸗ 1 5Ryo +„* 9r her kehre, sei, der Schmer die Krankheit mir! Last nicht zu vergroͤßert mir meine Seele bessern; alle Huͤlfe kommt von dir. 1. Vater, Helfer aller Kranken, Quelle troͤsten⸗ der Gedanken, steh mir bei mit deiner Kraft! Sie nur kann erretten, staͤrken, lehre mich auf sie stets merken, die lick z zu lesen; meine Brust! Hoffnune g staͤrke mich, und Freude sei mein Glaube; wenn ich leide, dir zu folgen, meine Lust! u esen h' orfil Ruh erst Mel. Wer nur den 55 Midt lieben Gott mehr—* ckung drauf. Auf meinem Krankenlager hier lobsing ich, o mein Vater, di 0 „dir. 2. Weil mich die Welt zu unter besondern Umstaͤnden. sehr zerstreute, rufst du mich in die Einsamtk 13 5ll ich den Kampf zu aͤ scheu⸗ e, führst du mich Streit, und mitten in den übst durch rorper nein 6 Herz. 3. 2 Oen Kelch der Trüb osal soll ich leeren! A Herr, du weißt, das Fleisch ist schwach! Vergib, wenn eine Fluth von Zaͤhren bervor aus meinen Augen brach! O staͤr⸗ ke, Gott voll Vaterhuld, mein Herz durch Glauben und Geduld! 4. Der Schmerz, der 1 ne Glieder schwächte, berar bet mich der sanften Ruh' ich bring, o Gott, die lan gen Raͤchte auf meinem La⸗ zu; der Men⸗ schen f' ist schwach und klein du, du wirst elfer seyn 5. Dein Wille mag allein entscheiden, wie lang die Pruͤfungs sunde waͤhrt! Und wenn auch ganz im Kam pf der Leiden sich meine Lebens⸗ kraft verzehrt; wenn auch mein Herz im Tode bricht du, Herr, bist meine Zuver⸗ sie h t 3 lieben Gott der du chmerz und nit Weis⸗ sal lenkst, zum Besten was du nur über — ννπι 472 Gesinnung und Ver uns verhaͤnast, dunl nicht cher offnung k ch Lust an seiner Pein; auch so pr ich auch in Schmer⸗ sie soll mir zum Heil gedeihn. zen dich! 2. Auch durch d oth fuͤhrt mich zum der Me Wann mein S dlein Seligkeit, Gott, deine Hand 83(sistt dein e, und deine Troͤstungen, wie. 5 viele hast du mir schon ins Gott, daß ich 1 S er⸗ Herz»gesandt! Wie oft ruft zen d du bist Hel⸗ mir dein Wort nicht zu: Gott ser in der oth und kehrst ist dein Vater; Kind bist rn in Freude. Was du ich bedarf, ist dir bekannt; 3. O du, mein bester Va⸗ mein Leben steht in deiner ter, glaubte nur meine Seele nd; deß soll mein Herz kindlich dir! O daß mir doch sich troͤsten! kein Zweisel raubte den suͤ 2. Voll ung wend ßen Trost: Gott ist bei mir! ich mich zu dir.; ich bleibe Ja, Vater, deine Huld und dir ergehen. Herr, wie du Kraft ist Allem nah, was willst, so schicks mit mir, zum sie erschafft I. Wenn Schmerz und Lei⸗ den mich besturme n: so denk ich dein und deiner Huld. In allem Weh, in allen Stuͤr⸗ men verleih mir Weisheit und Geduld! Beruhige mein Herz, und sprich: sei nur He und hoff auf mich! — litt im allerbaͤng sten eiden so stille duldend Jesus Chr Leid ich ihm nach: ein Meer von Freu⸗ den, das ewig unerschoͤpflich ist, umfließt mich dann vor seinem Thron. Wie— Le den, st mein Lohn! . Dur eide n wird mein durch Glau⸗ ben naht sich i Im mein Geist. Der gille Dulder nür darf hoffen, darf hoffen das, was ott verheißt. Herz ihm offer Sterben oder Leben! Bei dir allein steht meine eit tʒ; nur mache mich der Seligkeit 2½„—5 ie Gnade wuͤrdig! N 2. rhüte, daß der Krank⸗ heit Peir n zu schwer mir Schwachen werde. Laß mir Erg u iged ö‚ leicht hu U, 2 den Tag zu tragen ich, dein Kind, hilf und erbarm dich meiner! 235 Erquicke, Gott, und staͤr⸗ e sie, die liebreich meiner pfleg zen; lohn' ihnen ihr Treu' und Müͤb' mit deinem besten Segen! Gib gegen sie mir Freundlichk it; t. ih⸗ nen, Gott, Gelassenheit, Ge⸗ duld mit meiner Schwiche! 5. Soll toͤdlich meine vermag; Zu sol⸗ Krankheit seyn, und steht mein dern Umstaͤnden. 473 nein ffen: so ö ha ist mein Schicksal laß mich, vo v rgen, das diesen rein, auf deinen g mich treffen soll; doch hoffen! Des letzten bin ohne Gram und Sor⸗ Kampfes Schmerz erleic ytre gen: du, Vater, kennst mein nir und laß mein Herz noch wahres Wohl. Und was slerbend dir vertrauen! dein beschließt und 6. Doch willst du wieder thut, heilig, ist gerecht Kraäfte mir zu loͤngerm Leben und gut schenken: dann laß, so lang 5. Soll ich die Last noch ich lebe hier, mich dankbar länger ich halte dei⸗ dein gedenken, damit ich ner Fugung still. Dein Will' künftig jederzeit, mit aller geschebe, will ich sagen, wie Tren' und Redlichkeit, der du, Herr, willst; nicht, wie Tugend Wege wan lel h will! So, Vater, laß bei Schmerz und Pein ge⸗ Mel. Wer nur den lieben 6 10 er Morgen kommt, und meine Plage wird mit dem Morgen wieder neu. Wie traurig fließen meine Tage wie bang die Raͤcht bei! Der Morgenso Licht erheitert meine Seele nicht. 2. Noch immer bin ich auf der Erde, wo Schmerz und Kummer mich umringt, wo taͤglich groͤßere Beschwerde zu Klagen mich und Thraͤnen zwingt; noch immer fleh' ich uner hoͤrt um Staͤrkung, die mein Herz begehrt. Erbarm dich; eil' mir beizustehn! verlaß mich, o mein Helfer, nicht! Ach zeig mir wieder auf mein Flehen dein vaͤterliches Angesicht! Gib mir Geduld, gib mir im Schmerz ein ruhig dir ergebnes Herz 7 emir vor — duldig mich, wie Jesus, seyn! 6. Einst kommen doch der Ruhe Stunden; einst ruͤckt mein Abend auch herbei; bann, dann ist alles uͤber⸗ —— ich bin v aller Truͤb al frei; dann folgt auf ind Leid dort ewige Zuf riedenheit. 7. Gestaͤrkt durch diesen hohen Glauben, vollend' ich meiner Leiden Pfad. Nichts soll mir meine Hoffnung rau⸗ ben; auch dann nichts, wann der Tod mir naht. Vielleicht noch heut erscheint er mir, und fuͤbrt mich, Gott, hin⸗ Hhon 2 auf zu dir. Mel. Wann mein Stündlein 50 Noh einer schmer⸗ zenvollen Nacht seh ich den Morgen wieder. Dein Auge, Gott, hat mich bewacht; d dich preisen meine Lieder. In großer Angst ver⸗ — SIPIIITIII ner Leiden mir Schwachen f verleihr oher Freu des Him⸗ Leiden, stod e quicke m in meiner Noth! 4 Wohl mir We Ich seh den Himmel offen; ich fuͤhle mei⸗ ne Seligkeit; ich kann von dir nun Alles hoffen, der gnaͤ⸗ dig mir die Schuld verzeiht. Umringt mich auch der Lei— den Heer; mein Herz erbangt davor nicht mehr. d Erscheint der Tod mit * se nen Sch getrost und zage nicht. Wirst du vom Tode mich erwecken: ich bebe nicht vor dem Ge⸗ richt. O mich erfuͤllt dein Leib und Blut so hier wie dort mit frohem Muth! recken: ich bin Mel. Wer nur den lie 6 5 Dane, Vater, dir, der mit Erbar men auf seine schwachen Kin⸗ der blickt! Wie bast du, o mein Gott, mich Armen durch dieses heil'ge Mahl er⸗ quickt! Du bist die Liebe, wandelst Noth in Segen und in Heil den Tod. 2. Nun laß mich sterben oder leben, Herr, wie du willst; ich folge gern; von Schmerz gequaͤlt, mit Augst umgeben, freut meine Seele sich des Herrn. Ich bin er⸗ loͤst; drum schreckt mich nicht des Grabes Nacht, nicht das Her c˙öt Und kommt sie dann, e Stunde, die mich dem Irrdischen Wohl mir! ich steh mit dir im Bunde! ein frohes Ur⸗ theil hofft mein Geist. Dein bin ich, dein, und ew'ges Heil ist deiner Auserwaͤhl⸗ ten Theil 1 Fuͤrbitte für Kranke und Leidende. Mel. Befiehl du deine Wege MNarmherziger, er⸗ —1239 W hoͤre der Liebe heißes Flehn! Laß, den(die) wir innig lieben, bald deine Hulfe sehn! Er liegt und ringt und duldet, gequält von vielem Schmerz; wir sehn ihn an und weinen: wie blutet unser Herz 2. Du pflanzt ja dem Menschen des Mitleids Trie⸗ be ein; wie solltest du nicht Helfer, du nicht Erbarmer seyn? Wir wuͤrden gern ihn retten; doch ach, wir sind zu schwach. Thu, Vater, thu, was keiner von uns fuͤr ihn vermag. 3. Sieh, deine Kinder fle⸗ hen fuͤr diesen Kranken dich. Gieß Balsam in die Wunde und hilf ihm vaͤterlich! O laß des Leidens Stunden bald, bald voruͤber gehn! Doch nicht unter besondern nicht, Herr, unser Wille, dein Wille soll geschehn! 4. Reichst du den Kelch des Todes vielleicht ihm heu⸗ te schon und russt aus unsrer tte du ihn vor deinen ron; dann steh ihm bei und führe ihn selbst durchs dunkle Thal; dann lindre ihm, Erbarmer, des Todes letzte Qual! Mel. Alle Menschen müssen 65 60 Mott der Tage, — Gott der Naͤch⸗ te, unsre Sall harret dein, hofft auf deine starke Rechte/ veiß, du kannst nicht ferne seyn. Auch in stiller Naͤchte Stunden hat dich manches Herz gefur den, wenn es im Gebaͤte sich sehnte, Herr, zu sinden dich. Vater, viele Men⸗ schen weinen, viele schmachten jetzt! ranken Aber du verlaͤßest keinen, der auf dich Vertrauen setzt; trock⸗ nest liebreich Kummerthrä⸗ nen und erfüllst der Deinen Sehnen, die um Ruh' und Lindrung flehn und auf dich voll Hoffnung sehn. 3. Sende, Vater, Muth den Schwachen, Licht in je⸗ des truͤbe Herz! Allen, die bekuͤmmert wachen, mildre freundlich ihren Schmerz! Laß die Wittwen, laß die Waisen deine Huld und Treue preisen! Gib den Kranken 7 PE Umstaͤnden. sanfte Ruh' Sterbenden sprich Tröf ng zu euer Menschen⸗ huͤter! ist, wie der Tag, vor d 4. Herr, all⸗ zer Gebieter, deinen Schutz erflehen wir! Allen allen, die jetzt ber bald den Quell der daß sie, frei von ihre deiner Huld sich freun! 5. Jesus Christus! machti viele Naͤchte hast du fur uns durch⸗ gewacht, und dem mensch⸗ lichen Geschlechte durch dein Wachen Ruh' gebracht. Troͤ⸗ ster, willst du deinen Kin⸗ dern nicht durch Schlaf⸗ den Kummer lindern; o so lenke ihren Sinn hoffnungsvoll zum Himmel hin! ch der E enesung. N danket Ae vott 9 i welchem Dank kann dich, o Gott, mein Lied erhe⸗ ben? RNur deine Vaterbuld erhielt mir noch das Leben. Du standst mit deiner Kraft mir in der Schwachheit bei, und von Gefahr und E chmerz bin ich nun wieder frei 2. Dem Tode war ich nah; schon sah ich für mein Lel ben an meinem Lager, ach, Ver⸗ wandte, Freunde beben; allein ich hebte nicht! mich ge⸗ sah schreckte wicht das Grab: staͤrkt durch deinen Geist ich getrost hinab. ½3 Gesinnung und Verhalten des Christen Allmuͤchtig staͤrktest du die hall e sen Glieder; er Kraft auch 10 1 ne U ne neue Freuder wieder; und, H du mich den 4 2* dank ich, Gott, nur dir, des neuen 1s Glück! 1. He meii bel dir D beweisen, fromm Wändel dich an jedem preisen, u redlich ie Kraft dem Wohl der Men schen weihn, um ewig einst bei dir des Lebens werth zu seyn! Vorl f den Tod und Trost f Sterbende Mel. Mein Wott d Her H 1 Ba. leg ich Sor une und diesen die Erde 11 0 gab: ich Prufn ruh in 6 and +. er n ich geh zum mein Ich I durch des Tode ach Himmel eing ht; die unerforsch⸗ lichweise Nacht führt mich zur— 2. n Ständlein starrt, und selbst es nucht, daß er entschlaͤft, empfindet; wann um mich, den Ent⸗ schlummernden, nun alle meine Lieben stehn, und angstvoll mich beweinen: uin, Bat „den st dir ft ehet, deine Ute pre Tod nie teh die betrübt Thränen klag sich mehr meiner Mein hingef Leib bleibt hier, ihn das Grab verschließ Doch einst wird es verkläret mir ihn wiedergeben muͤssen. Du ommst, Erwecker! Deine Macht; die ihn aus Nichts hervorgebracht, kann neu ihn wieder bauen. 4. Wie koͤnnt' ich trauern, daß im Tod mein Leib zu Staub vermodert 2 N ie * 1 HF 1 11 ode I7 NV* 7* Ruh mein Leib wie groß bist ein Trost im Tode! Todes Schmerzen, Gott, ll ich, wenn er nun kommt, nicht achten, und mit getrostem auf dich nach meinem Ziele trachten, und mich dem Ziele freudig nahn, mein bimmlisch Klei⸗ nod zu empfahn, das Jesus mir erworben Bsick Mel. 660 6 meines Laufs und meiner Leiden Ende. Gott, meines Lebens Herr ich fall in deine Haͤnde. Du bist, o Vater, nie mit deiner Hͤlfe fern; du rufst; bin ich, Herr, dir folgen ern Hier hier will ich 2. Preis dir, der seine Hand stets über mich geb tet, dir Gott, der bis at Grab mich U leitet! Wie 1 Herz sein Heil Pflicht; doch gingst du, Hei⸗ liger, mit mir nicht ins Ge⸗ richt. 3. Vernimm des Lied, das sterbend ich Dankes dir bringe Ich bin Hie zu 8 ring, der ringe und der B keit, die du an Frohlockend bet allen Himmeln ich dich mit an. 4. Du Heil der Welt, erfülle mein Vertr en, und dei ne Herr rlichis feit laß meine Seele schauen. Du bist die Lieb⸗ 5„ o C. und Gnade für und f nein Geist wird selig sey denn ihn eir vdir 5. Mit Allen Heilie en von 6 rrlichkeit m; un rblich, Engeli wer ich dich s n ur * einem kurzen Kampf: so kroͤnt vor deinem Thron, Erbarmender, auch mich der Uebern hn! + 661 J Hemwath zu; ins ewge Paradies der Fre den; dort, dort nur ist die re Ruh' und Qnelle voller Sel 1z dort ntet man der d Lohn, und bei dem Vater hat der Sohn auch eine Staͤtte mir here tet, wohin er gnadenvoll mich leitet. Er ist es, der nun meinen Geist auf ewig entreißt Hier lieg ich wie ge⸗ bunden da; dort werd ich voll von Kraft und Leben, dem goͤttlichen Befreier! frohloöockend weiter v jeder Noth ** eoler t von be + nd von 12 5— Urk der ügend ben Dort seh 7 Foft 18 Heit, und sie dmeine eligkeit. Dann, dann wird mim zu der Chören 5 ich kommen ich verkla ren werde ibr: Will⸗ hoͤren, und wen im Herrn gekannt, Geisßer hier —— LE 50*9.—9——9—9—.*—*9—*—— — 460 Gesinnung und Verhalten des Christen den finde ich im bessern O drum getrost, Geist! O sieh/ in welche goͤtt⸗ lich große Freude des kurzen vandelt wird nach diesem Leiden! Ergib in kindlicher Geduld dich deines Vaters Lieb' und Huld! Dein Je⸗ sus wird mit treuen Haͤnden dich unaussprechlich schoͤn e volle udem, und ehe du dich wirst versehn, wirst du ver klaͤrt dort oben stehn! x 60 e⸗ Vater, —4 deine Haͤnde, und halte sie im Glauben fest; verlaß den nicht an sei nem Ende, der ewig sich auf dich verlaͤßt! Du bist mein ott von Jugend auf; hilf glücklich enden meinen Lauf! Du hast nach deiner V aterguͤte, bestaͤndig wohl an mir gethan, erhoͤr auch meine te Bitte; nin Hott mich dort zu Ehr Ach, Vater, ock Cius ist Noth; ein gutes End', ein sel'ger Tod! Du h tich je und je geliebet, versorgt, gesuͤrkt, 0 egiert, mich oft erquickt, durch Leid geuͤbet, oft wunderbar, stets wohl geführt, wohin ich ging, wohin ich sah, war mir stets deine Güte nah. 4. Auch jetzt, auf mein, ein Sterbebette, sieh meine Noth o Vater, an! Erquicke, 1 dere, errerte! denn du bists der mir helfen kann taͤrk mich im Guten bis ans End, daͤmit ich treu den Lauf vollend'! 5. Mein Heiland, treib die Furcht zurücke, besiege 8 meinen letzten Feind! Lenk auch im Sterben meine Bli— cke auf deinen Tod, o See⸗ lenfreundz 30 ric Trost un 1d Freude zu, mach Ende, bringe mich zur 6. Ihr eitlen Guͤter dieser ũ Erden, ihr machet mir d Tod nicht schwer. Jetzt soll ich ewig selig Werden; drum branch ich ener nun nicht „K* E.. mehr. Du, Gott, V wann das Eitle weicht, der mir des Lelens Krone reicht 7. Ich uͤbergebe dir die Meinen, du Vater der N 4 0„ 71 Barmherzigkeit; laß en et SN nen, und ihr aller sie vor Unge⸗ OSehn mach, und bringe mir sie se⸗ lig nach Mel. Christus, der ist mein sald ist sie nun 1074 vollen idet, die „urze Prüfungszeit; mein Erdenlauf geendet, es naht die Ewigkeit Ich bin bei meinem Ende getrost und hoffnungs⸗ voll; sinkt doch in Gotte Haͤnde Haͤnde meinen Geist, und ist ihm wohl. 3. Und manche gute Tha⸗ ten, Heil mir, sie that! stehn vor mir, schoͤn, wie Saaten, die Gott ge⸗ segnet hat. „Sie reifen nun entge⸗ . dem großen Aerntetag. Welch schoͤner, reicher Se⸗ gen folgt mir im Tode nach! 5. Nun geh, mein Geist, geh wieder zu Gott, von dem du bist! Seht Schwessern, sehet Bruͤder; so selig stirbt ein Christ! Mel. Jesus, meine Zuversicht 66 Selis s sind, die in dem Herrn, die in ihrem Schoͤpfer sterben: denn es spricht der Geist des Herrn, daß sie ew'ge Ruhe erben, daß von nun an alle sie ruhen von des Lebens 23— 2. Goͤttlich Wort, wie la⸗ best du jeden Schwachen, je⸗ den Muͤden! Wie so troͤstend sendest du in mein Herz des Himmels Frieden: ich soll einst auch selig seyn; ewig mich der Ruhe freun! 3. Nun so komme denn, o Tod, wann du willst zu meiner Huͤtte; mich, mich macht das Wort von Gott stark—5 jedem deiner Schrit⸗ te. a der Herr sein Wort nicht wwach, schreckt mich auch dein Drohen nicht. Schrecklich magst du unter besondern Umstaͤnden. 481 Zweiflern seyn; mir, ich an wen ich glaube, Sterben keine Schmerz dein —— Stau weiß, mir macht Pein keinen Wort vom Staube. bin ich und werde Staub, aber nicht des Mo ders Raub. 5. Aus dem neu gebaut, ohne Schwachheit, ohne Maͤngel schwebt mein Leib empor und schaut nichts als Sel'ge, nichts als Engel. Sterblichkeit, die hier ge⸗ bent, reicht nicht in die Ewigleit. 6. Goͤnnet mir mein na⸗ hes Gluͤck, weinet nicht, ihr meine Werthen! Nur noch einen Augenblick; dann, dann wohn ich bei Verklaͤr⸗ ten. Fasset Muth, ich geh voran, ihr, ihr folgt auf dieser Bahn. 7J. Der du mir mit deinem Tod diese Hoffnung hast er⸗ rungen, auch in meiner To⸗ desnoth, Jesu, sei dir Preis gesungen! Bald jauchz ich im Engelchor dir ein hoͤhres Lied empor. — tanbe In eigener Melodie Thristus, der ist 661 5 8 mein Leben, und Sterben mein Gewinn. Ihm hab ich mich ergeben: in Frieden scheid ich hin. 2. Ich freue mich zu ster⸗ ben; denn nach vollbrachtem Lauf soll ich den Himmel eys H b ben —— — * ——— 2 ** —— 0 482 Gesinnung und Berbalten des Ehriten ben: mein Heiland nimmt mich auf. 3. Bald hab ich uͤberwun⸗ den des Lebens Augst und Noth; nach wenig Prufungs⸗ stunden leb ich bei dir, mein Gott. 4. Wann mir die Augen brechen, sei, Jesu, du mein Licht! Und kann ich nicht mehr sprechen, verwirf mein Seufzen nicht! 5. Wann Sinnen und Ge⸗ danken, wie ein verloͤsche Licht, bald hie⸗bald dahin wanken, ach/ dann verlaß mich nicht! 6. Es fliehe Furcht und Kumme 5 die Seele staͤrke sich, und, wie des Muͤden Schlummer, sanft sei mein Tod durch dich! 7. Herr Jesu, ich vollen⸗ de im Glauben meinen Lauf, nimm mich in deine Haͤnde; o Jesu, nimm mich auf! 1d Mel. Wer nur den lieben 66 6. TNDu Herr und 2 Vater meiner Tage, du weißt, daß ich dein schwaches Kind, des Todes Keim in Gliedern tra⸗ ge, die irdisch und zerbrech⸗ lich sind: drum gib, daß ich zu jeder Zeit zu meinem Tode sei bereit! 2. Daß du hier meinem ersten Leben ein mir verborg⸗ nes Ziel bestimmk, und daß die Zeit, die mir gege⸗ 7 en, vielleicht gar bald ein Ende nimmt: das floße mir zeisheit ein, stets auf mein Heil bedacht zu seyn! 3. Hier hab ich lebenslang zu lernen, mein 7 von Sunden abznziehn, mich von der Weltlust zu entfernen und um den Himmel zu bemuhn; o mache mich dazu geschickt, eh' mich der Tod der Well entruͤckt 1. Nicht auf der Erde nein, nur droben bei dir Gott, meiner Seele Theil, ist mir das beste aufgehoben; dort ist fuͤr mich vollkomm⸗ nes Heil. Wo Jesus ist, da sei mein Herz! Herr, lenke selbst es Himmel⸗ waͤrts! 5. Hier allen Suͤnden ab⸗ zusterben, zu leben der Ge⸗ rechtigkeit, um dort des Himmels Gluͤck zu erben: dazu laß meine Sterblichkei mir stets, mein Gott, vor Augen seyn, und deine Huͤl⸗ fe mich erfreun! 6. Willst du mich laͤnger leben lassen, so laß es mit zum Heil geschehn: doch soll ich heute noch erblassen, so hoͤre, Vater, auf mein Flehn; sei, wenn mein Hert im Tode bricht, mein Trost und meine Zuversicht! 7. Dir will ich gaͤnzlich mich ergeben, dir, dessen Eigenthum ich bin: bist du, mein Heiland, nur mein Le⸗ ben, so bleibt selbst Ster— ben unter besondern ben mein Gewinn. Ich lebe dir, ich sterbe dir; sei nur mein Trost, so gnuͤget mir Mel. Herr wir singen 66 Had e 1„Gott erst cheinet. Mein Auge hat bald ausge⸗ weinet, der Himmel oͤffnet sich vor mir. Gottes Engel steigen nieder; bald werd ich nun, verklaͤrte Bruͤder, an Gottes Throne stehn, wie ihr. Mein Leben endet schon; bald ist es ganz entflohn: doch ein beßres, Gott, war⸗ tet mein, unsterblich seyn soll ich, soll ewig dein mich freun. 2. Welt und bezwungen; bald * Suͤnde sind ist der ho⸗ he Lohn errungen, der nach dem Sieg den Str r kroͤnt Matt am schse stabe, sehnt ich mie Ruh' im Grabe, wie sich nach Ruh' der Wandrer sehnt. Heil mir! Hallelujah! Ich bin dem Ziele nah! Von der Huͤlle der Sterblichkeit nun bald befreit, schwing ich nich uͤber Welt und Zeit! 3. Gott, mein Heil und mein Wlanben du fuͤhrst vom Glaube mich zum Schauen; Dant dir! Mir ist der Tod Gewinn. Wer, wer winkt mir dort am Throne? Wer zeiget mir die Sieges⸗ krone? Ich eile zu dem Thro⸗ ne hin. Wie wird mir! Wie eutstellt sinkt unter mir die Ror Nor eges— Umstaͤnden. 49 Welt! Bald, bald seh ich von. Angesicht zu Angesicht, in deinem Licht, Gott, das Licht M U Ern Ur tve d 2 6 ö N. H zott, oͤffne dei inen 5ꝰHimmel mir! Bald nahn die letzten Stun⸗ den; bald steigt mein Geist empor zu dir; hnd hab ich uͤberwunden; bald troͤstet nich nach Schm 5 und Leid des hoͤhern Lebens Herrlich⸗ keit. Ich sterbe hier auf Er⸗ den, um selig dort zu wer den. 2. Herr, meine Seel' em⸗ pfehl ich dir in deine Vater⸗ hände. Sei gnaͤdig, Gott/ mein Vater mir, und mache sanft mein Ende! Du, der mich fuͤr den Himmel schuf, ich hoͤre deiner St e Rufz ha will mit Rul und Freu⸗ den von dieser Erde scheiden! Der sterbende Juͤngling. Mel. Wann mein Stündlein 6 60 N vicht lang ein Pil⸗ ger dieser Zeit, schon reif zum bessern Leben, steh ich am Rand der Ewig⸗ keit, vom Himmelsglanz um⸗ geben; bald geht der freie Geist hervor aus seiner Huͤtte,‚ steigt empor, empor zum Sitz der Wonne. 2. O Heil mir! Heil mir, daß ich nie die edle Zeit der Jugend den eitlen Luͤsten, daß ich sie nur dir geweiht, o Tugend; und eingedenl H h 2 der Nicht jenes Lebens Vor⸗ gefühl koͤunt mich nunmehr erquicken, mit Schaudern saͤh ich nun das Ziel des Le⸗ bens naͤher rücken; vor mir saͤh ich den Richterthron, an dem, zum wohlverdienten Lohn, Verdammung mich durchbebte. 4. Jetzt kann ich freudig zu dem Thron des Welten⸗ richters treten; denn Jesus Christus, Gottes Sohn, wird mich vor ihm vertre⸗ ten. Ihm war mein Daseyn hier geweiht, und er hat mei⸗ ne Seligkeit mir hier und dort erworben. 5. O Trost in meiner letz⸗ ten Roth daß ich an Jesum glaube! Willkommen ist mir nun der Tod; er hebt mich aus dem Staube; fuͤhrt mich zur Ewigkeit empor, wo in der Auser vaͤhlten Chor mir neues Leben bluͤhet. Das sterbende Kind. Mel. 2—— nur den lieben 6 70 Ich sterbe schon, N U iedoch ich ster⸗ be, damit ich ewig leben kann; daß ich nicht in der Welt verderbe, schließt sich mein Lauf, der kaum be⸗ aann. Ich werd in meiner Fruͤhlingszeit als Himmels⸗ yflanze Gott geweiht. Christen 2. An meiner Gruft staͤrkt 1 Glauben, ihr Eltern ie ihr mich geliebt! Der Tod kann mich nicht ganz euch rauben, da Gott mich einst euch wieder gibt. Dank sei dir, Vater! darge bracht, fuͤr deine Sorgfalt Gute Nacht! 3. Nach langem Schmerz und kurzen Freuden, reißt mich der Tod aus viel Ge⸗ fahr; doch ach, was fühlt das Her; fuͤr Leiden, darun⸗ ter ich gebildet war! Dir sei der treuste Dank gebracht. Getreue Mutter; gute Nacht! 4. Beruhigt euch, ihr an⸗ dern Meinen, die ihr mit durch das Blut verwandt: ihr duͤrft um mich nicht trost⸗ los weinen, der Geist ist ja in Gottes Hand; der Leib verwes't zu schoͤnrer Pracht: wir sehn uns wieder; gute Nacht! Gleich Fruͤhlingsbluü⸗ men wird mein Leben beim Aufblühn schon des Todes Raub; dies kann dir, Mensch, die Lehre geben; du seist, wie ich, nur Asch⸗ und Staub. Bei meinem Grabe lenk den Sinn vom Irdischen zum Ew'gen hin! 6. Ich sterbe schon; lernt Alle sterben! Vielleicht ist euer Grab nicht weit. Sind eure Kinder auch bald Erben, wie ich, der Himmelsherr⸗ lichkeit z lichkeit; so denkt: sie gehn uns nur voran, wir treffen sie dort wieder an! Fuͤrbitte fuͤr Sterbende. tel. Freu' dich sehr, o meine 1 Unce 0— bangen Schmer⸗ zen ist er(sie) schon dem To⸗ de nah. Er, so theuer un⸗ serm Herzen, matt und huͤlf⸗ los liegt er da, ist sich seiuer nicht bewußt, roͤchelnd ath⸗ met seine Brust; ohne Kraft, sich auszudrucken, spricht er bloß in starren Blicken. 2. Bald, ach bald ent⸗ flieht sein Leben; hin, hin ist der Jahre Zahl, die du ihm, o Gott, gegeben, hin auch seiner Schmerzen Qual; er wird nun der Welt ent⸗ rückt: jede Last, die ihn ge⸗ druͤckt, seines Jammers bange Stunden sind bald durch den Tod verschwunden. 3. Nimm, da er uns nicht verstehen, und zu dir nicht beten kann, seines Herzens stummes Flehn, seiner Lip⸗ pen Seufzer an; gib ihm Muth und Zuversicht, und, durch deiner Lehren Licht, auf bes Todes dunklem Pfade das Gefuͤhl von deiner Gnade! 4. Daß er vor dem To nicht bebe, frei den Blick hin auf die Gruft, froh den Geist zu dir erhebe, der den Staub ins Leben ruft; daß er sicher deiner Huld, und befreit von Suͤnd' und unter besondern Umslaͤnden. 485 Schuld ruhig und gelassen sterbe und das Gluͤck des Himmels erbe! Mel. Dein sind wir Gott 672 Du wollst erhöͤ⸗ , ren, Gott, sein (ihr) Flehn, nicht ins Ge⸗ richte mit ihm gehn, der jetzo deiner Ewigkeit sich naht, befreit nun bald von dieser Eitelkeit! 2. Des Lebens und des Todes Herr! Nun ist fuͤr ihn die Zeit nicht mehr. Du hast gezaͤhlt des Hauptes Haar, sein Todesjahr bestimmt, als keine Zeit noch war. 3. Erfuͤllt ist seiner Leiden Zahl, er leidet jetzt zum letz⸗ tenmal. Ach sei in seiner Todesnoth sein Freund und Gott; ein Schlummer sei fuͤr ihn der Tod. . Vollende, Vater, sei⸗ nen Lauf; nimm ihn zu dei⸗ nem Frieden auf! Verlaß ihn, wenn sein Herz nun bricht, verlaß ihn nicht, Herr, Herr, mit deinem Gnadenlicht! 5. Erleichtre ihm den letz⸗ ten Schmerz! Von dir er⸗ quicket, ruh sein Herz! Durch Jesu Todesschweiß und Blut, das ihm zu gut er einst ver⸗ goß, staͤrk ihm den Muth! 6. In ihm vermehre deine Ruh', sein armes Herz er⸗ quicke du! Geist Gottes, laß ihn mit Vertraun auf Jesum schaun, — * + ÄF 22 2—— — EN rNhi i ir . SIISIess —..—.— 486 Gesinnung und Verhalten des schaun, und so entgehn des Todes Graun! Mach ihn getrost, Geist des Herrn! Zeig ihm den Gnadenlohn von fern: laß ihn den Himmel 4 sehn, und Jesum stehn, be reit, ihn gnaͤdig zue . Ach Znade, Gnad' er⸗ geh fuͤr Recht! nn von dem menschlichen Geschlecht ist selbst der Heiligste nicht rein! Wer kann wohl dein Sott, ohne deine Huld sich freun? 0 Sei, Richter, ihm nicht fuͤrchterlich! Erbarm seiner Seele dich! Auch aus der Tiefe rufet sie; erhoͤre sie, erloͤse Gott, erloͤse sie! 10. Behuͤte ihn in seinem Tod; ihn segne, segne, seg ne, Gott! Wann nun sein Auge sterbend bricht, leit ihn dein Licht; troͤst ihn vor deinem Angesicht! Mel. Herr, wir 792927—. 6 I.s O& Amem! Amen! Entschlaf in jenem großen Namen, vor dem sich Erd' und Himmel beugt! Deine ausenbn hat ein Ende: dein Vater nimmt in seine Haͤnde die Seele, d die der Erd' ent⸗ fleugt. Heil dir, erloͤster Geist, der bald am Thron ihn dih be Eant: Christus hat dich versoöhnt; von ihm 6 Christen gekroͤnt, empfaͤngst du nun des Glaubens Lohn 2. Welcher Glanz wird Impfangen, ist nun der Tag dir aufgegangen, des Lebens Tag nach Todesnacht! ( Sei gesegnet! Amen! Amen! Ruh sanft in Jesu Christi Namen!, Für dich auch ward sein Werk vollhracht Sie trugen ihn ins Grab vom Golgatha herab, Gottes Opfer! Er uͤberwand; der Herr erstand, und der Er⸗ standne nimmt dich auf. Nimm von uns den letzten Segen Zwar sinkt dein Leib dem Grab entge⸗ gen; doch deine Seele zittre nicht! Irdisch werden wir dich saͤen; doch himmlisch wirst du auferstehen und schauen deines Gottes Licht; Geh ein zu deiner Ruh'! Du gehst dem Vater zu, der dich geliebet. O Todter, du, nach kurzer Ruh wirst du zum Le⸗ Der Tod des Frommen. In allen meinen Thaten 67 Wie sanft sehn wir den From⸗ men, wie frei, wie unbe⸗ klommen, sich seinem Ziele nahn! Wo Erdengluͤck und Leiden von ihm auf immer scheiden, wird ihm der Himmel aufgethan. 2. Er sieht sein Pilgerle⸗ ben gleich einem Traum ver⸗ schweben, steht ohne Reu Am am Ziel. Es blühen seine Saaten; schon lohnt 195 seine Thaten ihm Ruh' und reines Selbstgefuͤhl 3. Von keiner Angst be⸗ troffen, sieht er sein Grab nun offen; er geht und fuͤrch⸗ tet nichts. Ein Strahl der ew'gen Gnade schwebt auf dem dunklen Pfade ihm vor; nah ist das Reich des Lichts. 4. Auf seinem Angesichte ruht schon vom Himmels⸗ lichte ein sanfter Wider⸗ schein. Oft spricht aus sei⸗ nen Blicken ein seliges Ent⸗ zuͤcken, ihn laden Boten Gottes ein. 5. Er segnet froh die Seinen, die um sein Lager weinen, hut und troͤstet sie; und seiner Treue weger erfüllt Gott diesen Seger versaͤumet und verlaͤßt nie. 6. Er faltet noch am Ende zur Gottheit seine Haͤnde, um dankend sich in freun: Preis dir, Herr! Ich befehle dir, Vater, meine Ine Er sprichts und schlumme laͤchelnd ein. 7. O laßt, wie er, uns le ben und nach dem Sinn uns streb erwirbt; Tot nNe damit auch wir als Erben der Seligkeit einst ster ben, wie der be⸗ währte Fromme stirbt! unter besondern Umstaͤnden. 48⁷ 1, der uns dies Gluͤck 2 Beim Tode gnter Elteyn N. Auf, schicke dich 6 zott, we elch ein 7 5 Schmerz trifft z! Wie groß und hart ist dieses unser Leiden! Was sehen wir? Den Vater (die Mutter) hier so frühe schon gaus unsrer Mitte schei⸗ den. 2. Gott, welch Geschick! Ach, einen Blick warf er(sie) noch selbst auf unsern bangen e Kummer: Doch ach, er(sie) neigt das Hanpt, erbleicht und sinkt dahin, dahin in Todesschlummer. 3. O Freunde, habt ihr Thraͤnen; labt damit als Trost die jammervollen Her⸗ unser Herz zen. O weint fur sie, die Waisen, die nun fast vergehn in ihren tiefen Schmerzen. Sorg' M uͤh⸗ war spaͤt und fruͤh fuͤr uns n stets eifrigstes Geschaͤf⸗ uns zu erziehn nach Got⸗ Fran dem weihte er t Wonne Zeit und Kraͤfte. 5. V Wiem anche Nacht ward durchgewacht, zu pflegen uns in Krankheit und in Leiden, die wir doch nicht allezeit nach Pflicht ganz willig ihm dank⸗ bare Herzen weihten! 6. Wer wird uns, Gott, in unsrer Noth erquicken nun und helfen, schuͤtzen, troͤ⸗ sten? Du kannst allein nun Helfer seyn, du bist ja stets Erbarmer der Erloͤsten. J. Du nennest dich selbst vaͤter⸗ X. SRSRSIIIIIIII‚II * ———— —.— SS A1 — ——I... 4386 Gesinnung und Verhalten des Christen vuͤterlich den treuen Gott sah sie, wie den Fruͤhling, verlaßner, armer Waisen: bluͤhn; dir, dir hofft ich sie so mildre doch, Herr, un⸗ zu erziehn, Gott, der sie ser Joch, wie mir gegeben! Mein Alter so gnädig hast verl sollten sie erfreun, un und Trost ODo Sei unser uns zur P une auf allen ur Uns folge Tod XO n. Da, Ew ger/ orachst du: Gib sie mir! Ich selbst, ich selbst erzieh sie dir; ich wenn fromm wir sind will sie hoch erhoͤhen. Sie des beien Vaters Segen! werden nicht dein Alter Wir schauen hin mit freunn, nicht Trost dir noch Kindessinn auf sei ren Tod, im Tode seyn: du sohsst sie auf seines Glaubens Ende! sterben sehen. Dein Wille, Wir folgen nach; doch wir Herr, mein Gott, geschah; sind schwach, o reich uns Ich war es, der sie sterben Gott gnaͤdig deine Vaterhaͤnde! sah 10 Gibh, Herr, daß wir I. Herr, ich verehre dein * im Glauben hier getreu und zebot; nur laß mich m set den Pfad der Tugend ner Kinder Tod, ach laß gehen, damit wir einst, wann mich ihn beweinen! Du, der du erscheinst, im bessern Land du Aller Vater bist/ d die Eltern wieder sehen! weißt, wie schwer mein Herz mir ist! Wie koͤnnt ich froh Beim Tode hoffnungs⸗ erscheinen? Verzeih Gefub⸗ I r Kinder. le der Natur! Nicht mur⸗ Der unsre Menschheit ren, weinen will ich nur 65 8; 7 ir dein en Him A ich meine Thränen mel reiften sie, preisen dich! Sie sind die ach, mei nem N hw nach Zeugen, Gott, daß ich die viel zu früh, doch, Herr, liebte, die du liebest, und nach deinem Willen! Wie nun im Lichte deines Throns, blutet mein verwundet Herz! in der Gemeinschaft deines Wie kaͤmpf ich wi— meinen Sohns, in hoͤhrer Tugend Vas find ich, ihn uͤbest. Herr, meine Seuf⸗ zn still 10— für den Him⸗ zer danken dir; du, du ver⸗ mel eiften sie; doch meinem trautest sie nur mir. Wunsch nach viel zu frůb! 6. Mit Thraͤnen preisꝰ ich 2. Ach, meine Kinder sind dich auch einst, wann du * uicht mehr! Mein armes zum Weltgericht erscheinst; Herz ist hoffnungs zleer und doch dann mit Freudenthraͤ⸗ frendenlos mein Leben! Ich nen! Dann werd ich meine Kinder unter Kinder sehn, mit ihnen dan⸗ kend vor dir stehn, mich nicht nehr trostlos sehnen. Daunn werd ich froh bei ihnen seyn, und ewig mich mit ihnen freun. Moel Mel Der + 67766. ist nicht mehr, „fur mich nicht mehr mein theures Kind! Wie freudenleer ist nun mein Erdenleben! Wie eine Rose sah ichs bluͤhn; und weis' und fromm es zu erziehn, war immer mein Bestreben. Ach meine Hoffnung sank ins Grab, und alle Lust mit ihr hinab. 2. Gott, ist mein findet mich wie verwundet Herz! der M orgen vo l Schr erz; die Nacht in heißen abren Doch wider dich, Herr, klag ich nicht; nein, heilig ist mir stets die Pflicht, dich auch in Schmerz verehren. Auch weinend will ich dankbar seyn; du gabst, du nahmst/ es war ja dein. 3. Wohl ihm! in Un⸗ schuld brach sein Herz; ge⸗ sichert nun vor Noth und Schmerz, genießt es hoͤhre Freuden. Vielleicht war es zu schwach zum Streit mit Suͤnde, Welt und Eitel keit, zu schwach fur schwere Lei⸗ den. Gerettet ists in deiner Hand; ging mir voran ins Vaterland. besondern Umstaͤnden. Beim Tod 489 eines gut en nGhegatten, Mel. zu mir Ar ch, hier nicht 6 A⸗ mehr! ach, zun von mir! Du bist nich mehr auf Erden hier, o theu⸗ nt her re gute Seele! Dich sucht umsonst mein truͤber Blick: nicht mehr zu mir mit dir du kehrst zuruͤck, was auch mir fehle. 2. Der Freundschaft Lab⸗ sal ist dahin; dein Trost, wann ich verlassen bin, dein Mitleid, wann ich leide. Es fehlt mir deine treue Hand auf meinem Pfad zum bessern Land, und mit ihr alle Freude! 3. Doch, auch noch so groß; hest nun in Gottes vor Gott will ich! U sei mein Schmerz du +— S Woof benchen. lebft, geliehte Seele, noch, erloͤßt von deines Lei⸗ dens Joch: geduldig will ich schweigen. 4. Das Irdische nur deckt das Grab Gott nahm dir deine Schmerzen ab und jede Last der Leiden. Emporge⸗ hoben ist der Geist zu Gott, der Aller Vater heißt, zu sei⸗ nes He ilands Freuden. 5. O Trost, o hoher Trost fuͤr mich! mein banges Herz, erheitre dich, und stille dei⸗ ne Klagen! Die Seele, die hier heilig war, vereint sich mit der Engel Schaar. Wie loͤnnt ich heidnisch zagen! 6. Zwar —— 490 Gesinnung 6. Zwar hoͤrt, wenn einst mein Auge bricht, mein Ohr —91 von dir, o Theurer Cheure nicht Gebaͤt und Trost und doch durch raft mein Geist sich inst dem Staub 1D eilst du mir ent⸗ 7. Du Se j wirst vor rstehn; Ee dich vollkomme volle Stund eil dir dann voll Wonne zu, unsterblich ich, unsterblie du, zum neuen Freund⸗ schaftsbunde. Dann schau und bet ich an mit dir; Ein Herz und 0 en wir von wegge⸗ weinten Leiden und von der Tugend hohem Lohn, und reisen Gott und seinen Sohn für unsre hoͤhre Freuden. „ Gedanke der Unsterb⸗ lichkeit! erheitre jede Dun⸗ kelheit, und staͤrk mich, wann ich wanke; veredle jede Lei denschaft, erfuͤlle mich mit th und Kraft, du himm⸗ lischer Gedanke! Beg raͤbnissen Mel. Run laßt uns den Leib 579 Wi gan ans 2 Grab und hoffen doch: dein Geist, Ent⸗ schlafner, lebet noch, von Schmerz und Erdennot“ be⸗ frei t, im Laͤnde der Unsterb⸗ lichk 0 2. Rub sanft! Dein Auge Deir ——35—————38 Verhalten des Christen schloß sich zu, und nun um⸗ gibt dich süße Ruh'. Dein Gott hat wohl an bir gethan; nun rührt dich keine Qual mehr an. Du gingst voran, wir folgen dir! Auch deine Freunde wallen hier auf ih⸗ rer Pilgerbahn hinab zur Abendrüh' ins stille Grab. Du wirst uns unver⸗ geßlich seyn; dein Herz war liebreich fromm und rein, ist und Falschheit un⸗ bekannt: nun ruhts in Got⸗ tes Vaterhand. 5. O Gott, nun blickt bei sanftem Schmerz auch unser Glaube himmelwärts, wo Jesus Christus, unser Hirt, all' unsre Thraͤnen trocknen 6. Du, der einst den ent⸗ schlafnen Freund, wie wir den unfrigen beweint, sei, Jesus, unsre Zuv ersche. wann unser Her Wan! unser bricht! Orrger“ — un brin gen wir 680 NI den Leib zur Ruh' und decken ihn mit Erde zu, den Leib, der nach des Sch oͤpfers Schluß zu Staub unde Erde werden muß. Er bleibt nicht immer Erd und Staub, nicht im⸗ mer der Verwesung Raub; er wird, wann Christus einst erscheint, mit seiner Seele neu vereint. unter besondern 3. Hier, Mensch, hier lerne, was du bist; lern hier, was unser Leben ist! Nach Sorg' und Furcht, nach mancher Noth und Arbeit kommt zuletzt der Tod. 4. Schnell schwindet unsre Lebenszeit; aufs Sterben folgt die Ewigkeit; wie wir die Zeit hier angewandt, so folgt der Lohn aus Gottes Hand So waͤhren Reichthum, Ehr' und Gluͤck, wie wir selbst, einen Augenblick; so waͤhrt auch Leid und Traurig⸗ keit, wie unser Leben, kur⸗ ze Zeit. 6. O sichrer Mensch, be⸗ sinne dich! Tod, Grab und Richter nahen sich; in Allem, was du denkst und thust, be⸗ denke, daß du sterben mußt! 7. Hier, wo wir bei den Graͤbern stehn, soll jeder zu dem Vater flehn: mein Gott, ich bitt durch Christi Blut, machs einst mit meinem En⸗ de gut! 8. Laßt alle Sunden uns bereun; vor unserm Gott uns kindlich scheun! Wir sind hier immer in Gefahr; nimm jeder seine Seele wal r 9. Wenn unser Lauf voll⸗ endet ist, so sei uns nah, Herr Jesu Christ! Mach uns das Sterben zum Gewinn; zeuch unsre Seele zu dir hin! 10. Und wenn du einst, du Lebensfuͤrst, die Graͤber Umstaͤnden. 491 machtig oͤffnen wirst, so laß uns froͤhlich auferstehn und dann dein Antlitz ewig sehn! Mel. Nun laßt uns den Leib 68 Braht den Leib in seine Gruft, bis ihn des Richters Stim⸗ me ruft! Wir saͤen ihn; einst bluͤht er auf und steigt ver⸗ klaͤrt zu Gott hinauf. 2. Aus Staube schuf ihn einst der Herr; er war schon Staub und wirds nunmehr. Er schlaͤft, er ruht, und einst erwacht er wieder aus des Todes Nacht 3. Des Frommen Seele lebt bei Gott, der sie aus aller ihrer Noth, aus aller ihrer Missethat durch seinen Sohn erloͤset hat. 1. Hier hat ihn Truͤbsal oft gedruͤckt; nun wird er dort von Gott erquickt. Hier trug er Jesu sanftes Joch, entschlief im Tod und lebt doch noch. 5. Gott blieb er treu bis an sein Grab, nun wischt Gott seine Thraͤnen ab. Was sind die Leiden dieser Zeit, Gott, gegen deine Herrlich⸗ keit! 6. Nun, du Erloͤster, schlaf in Ruh'! Wir gehen unsern Huͤtten zu, und ma⸗ chen zu der Ewigkeit durch Glaub und Tugend uns be⸗ reit. 7. Ach, Jesu Christ, dein Mittlertod staͤrk uns in uns⸗ rer * ———— x 492 Gesinnung und Verhalten des Christen 29 ö rer letzten Noth! Laß unsre Sterbliche, nur ein! Es ganze Seele dein, und selig bleibt, es bleibt im Grabe 0 unser Ende seyn! nicht; denn Jesus kommt und haͤlt Gericht. Mel. Jesus, mei zuve t.(Ver Des Frommen 94 IV ft den Loich Seese fft dört! des 682(Sentt de t Lelch Seele trifft dort nicht des La⸗ 2 nam, senkt sterhaften Strafgericht. ihn ein: Ehret noch des selig auch im Tode se Geistes Hülle ruh zerfal⸗ emp faͤr gt der Auserwählten d⸗ Lohn. tenackers Stille! Was da t.(Chor.) Gott ist allguͤ⸗ tig und vereint dereinst mit sich den Tugendfreund; ihn * ühret er zu hoͤherm Licht; drum Christen, bebt am 6 Abe Ni ht ers.) Auch Jesus litt 11 hier Angst und Qual, und erfreut den neuen Tag; ging durchs finstre Todes⸗ was du wirktest, fol gt dir thal. Auch du gingst deinem nach Retter nach, auch dir glaͤnzt 3. Die wir hier am Grabe nun der Freudentag! stebn, sinken all' ins Grab 6.(Chor.) Oft hat bei + au st nieder: laßt an unser euch mich Gott erquickt: doch Werk uns gehn, weis' und hat auch Trubsal mich ge⸗ 44. redlich wirken, Bruͤder! druͤckt. Im finstern Thale Ach wer weiß den Todestag? wandelt ich; doch fuͤhrte 1 Was wir thaten, folgt uns Gottes Rechte mich. nach. Vers Vollendeter, Mel. Nun laßt uns den Leib genieße du nun ungestört die X.—.— , Die RN stille Ruh'! Einst gehn auch 2 3 5.—. 7 u ng.) wir, o Herr der Zeit, durch 6 533 E enkt un den Grab und Tod zur Ewigkeit. Gruft + Leib in sene 8.(Chor.) Heil uns, wenn der 10. Ee Gott, euch, die ihr jetzt weint, mit auch ruft! Hier sind mir einst wieder Gott ver⸗ wir Saat; einst bluhn wir eint! D ann werden wir uns — Iuf, 2 nhesser H.olo HBIRhr 7 2— e sern Leben bluhn ewig freun„dann ewig wir auf. ewig felig seyn. en 9.(Vers.) Nach dieser 2. Grabt mein verweßli⸗ kurzen Lebenszeit erwartet bes Gebeit ihr ches Gebein, o ihr, noch uns Unsterbli ichkeit; wenn wir unter besondern Umstaͤn Tugend Ser. verstroͤmt 77 unsre „ruft der Tod: erscheine! wir sind be⸗ Lehens wir uns hier der weihn, kann uns der Tod nicht schrecklich seyn. Muf er dannz Wer des für die Ewigkeit, zit⸗ Et am Grabe. Gahe Gabe Mel. Schwing dich auf 227 eaß dem 684 Lrer seinen Re Wé zarmern ihre Habe! len werden nicht zu Staut ch habe miß ve Mel. Derr, 2 schlummern nicht im Gra HG8 het wohl, ihr 5ei nuch diesen Leichnam 909 Todtenbeine, in in Laßt ihn niederrollen, der stillen Einsamkeit; ruhet, uns ihn segnen und uns bis der Herr erscheine einst freun daß wir leben sollen! am Ende dieser Zeit; euch, Seht, da liegt der Todte die Nacht und Graͤber decken, nun in geweihter Stille! durch der Allmacht Ruf zu Freunde, laßt den Theuren wecken. ruhn! Es ist Gottes Wille. 2. Nur getrost, Weinet nicht, er hat nun det leben! Der das schon, was wir erst erseh⸗ selber ist, wird euch ihr wer⸗ Leben — neues nen. Ihn erweckt kein Kla⸗ Leben geben! Er gelobts, er, geton! trocknet eure Thraͤ⸗ Jesus Christ: die in seinem nen! Namen sterben, sollen nim⸗ 3. Stimmet an das hohe merme rderber Lied von der Auferstehun)wie sollt' im Gra⸗ leiben, der ein Tempel Gottes war? den der Herr ließ einv erleiben seiner aus⸗ erwaͤhlten Schaar, die er selbst durch Blut und Ster⸗ ben hat erkauft zu Himmels Wißt, als Jesus einst ver⸗ be schied, folgte bald Erhoͤ⸗ hung. Fromme ruhn in sei⸗ ner Hand, ruhn in sanftem Frieden. Er, der starb und auferstand, hat ihr Heil entschieden. erben 4. Aerntefeld! Hier rubhen 4. Nein, die kann der Tod sie, Christen, unsre Bruͤder: nicht halten, die des Herrer kaͤmpften, aber kaͤmpfen nie Glieder sind. Laßt den Leib nun auf Erden wieder. Heil im Tod erkalten, laßt, weil dem Guten, der hier fand wir von Erde sind, in der sanfte Ruh' der Muͤden! Grnft ibn immer modern! Fuͤr das beßre Vaterland Gott wird ihn zuruͤcke fodern. schlummre er hienieden! 5. Jesus wird, wie er 5. Saaten der lichkeit! Heilige Unsterb⸗ Gebeine! erstanden, auch vie Seinen einst mit Macht fuͤhren ans des —— — * ————— dN 2*** —33 74 ** — äüi II — Z—— .. * 494 G4 sinnung und Verhalten des Cl des Todes Banden, fuͤhren aus des Grabes Nacht zu dem ew'gen Himmelsfrieden, den er seinem Volk b schiede 6. Ruhet wohl, ihr Tod⸗ tenbeine, ungestoͤrt in eurer Gruft; ruhet, bis der Tag erscheine, da des ichters timm ei ru + des Lebens kurzen Leiden geht ihr ein zu ew'gen Freuden n. Mel. Nun laßt uns den Leib 23WQo gib denn 00 E fromme Chri stenschaar, der Erde das, war z sie beut dem Rnhe hier in ihrem o wie e dir — 9 + 1 . 3. Ru E„ Wunsch des Leidenden, du letzter Trost des Weinenden, wo alle Roth vergessen ist, wo kei⸗ ne Thraͤne weiter fließt! 3. Hier endet sich der Fein⸗ de Trutz; hier findet der Bedraͤngte Schut hier wird in süßem Schlaf eron den manche schwere L e druͤckt A. Hier er ht die oheit mit dem Gluͤck; es bleibt der bloße Mensch zuruͤck Ein enger Sarg, ein Leichen⸗ kleid sind nun d eganze Herr lichkeit. 2 Gienrh 8 * er hort der des Christen auf, vollendet ist der schwere Lauf; der Geist eilt in sein Vaterland zur Wonne, die er hier nicht jan — 7 + 2 E Zeit, o Got Ewigkeit, damit wir ihren Wink verstehn und freudig ihr entgegen gehn el. So schle t du +— + I. 3 Moch stehen wir 60 o Gott, vor dir an dieses Hrabes Rande; noch erhaͤlt uns deine Macht hier im niedern Laͤnde. Wer weiß, wie bald dein Ruf erschallt: Hinweg vom Erdenpfade! Sei uns dann nicht fuͤrchterlich, nimm uns auf mit Gnade! O gib uns Kraft, gewis⸗ senhaft zu leben und zu lei⸗ den! Führ uns alle durch den Tod zu des Himmels Freuden! Mel. In allen meinen Thaten 688 Da Hehen wir, ——— die Deinen, udlicher, und weinen ein bl der Gruft. Wir x n zhom Staube, uns tarkt r Ehristenglaube, daß Gott uns einst zum Le⸗ Ihr 2. Fließt nur, ihr Thraͤ⸗ nen, fließet! Ein Sterblicher beschließt des Lebens kurzen Lauf. Nimm, muͤtterliche Erde, dein 9—— 07 frei von * Beschwerde, in deine milden Arme auf Sei ihm ein Ruhebette, nachtvolle G rabesstätte„und deck ihn kuͤhlend zu! Er schlafe schlafe hier im Frieden den sanften Schlaf der Mud hier find' er die erseufzte Ruh'! 4. So wie in heil'gen Hai⸗ nen naht sich hier den G6 nen nicht Frost, nicht Sonnen⸗ gluth. Ihr Stuͤrme, brauß't gelinde, und wehet sanft, ihr Winde, wo eines Christen Asche ruht! 5. Senkt de ohei⸗ ebei⸗ ann den Leich⸗ nam nieder zum Staube sei⸗ ner Bruͤder, die laͤngst die Erde deckt. Im Grab ist sanfter Schlummer; ihn stoͤrt kein Erdenkummer: Gott ist es, der ihn einst erweckt. Zum Leben ohne Sor⸗ gen weckt ihn der frohe Mor⸗ gen, wo eine Welt erwacht. Heil diesem todten Staube, so singt der Christen auch er erwacht, auch er erwacht! 7. Schaut, schauet auf, Betruͤbte! Dort wandelt der Geliebte im hohen Himmels⸗ licht. Vergoͤnnt ihm seine Freude und wehret eurem Leide, und wischt die Thraͤ⸗ nen vom Gesicht! ·* Gott des Himmel 68 59N1 ist des T des Schlummer und der Schooß der Erde kuͤhl: da stoͤrt unsre Rub' kein Kummer, nicht der Lei⸗ denschaften Sorgen, 2 — — + 17 Sptiel. Unsre groß und klein unter besondern Umstaͤnden. 435 schlummern alle mit uns ein 2. Ueber unsern schw inget die Ber den St und der jucht Stimme dringe ins dunkle, stille( ler, ruͤgt. Unsre Seufzer, unsre Thranen werden er 10 dann gesti llt; unsre Wunsche⸗ un⸗ ser Sehnen, alles, alles wird erfullt: Her zen, die sonst llt, heiß gewa liegen ruhig —— und kalt. Laͤg auch meines, von Lebens un⸗ den Sorg en dies⸗ empoͤrt, in der Erde Schooß verborgen, won s seinen Frieden stoͤrt! Ku 2 Grab o wann immit du der ist mein Leben 690(Vas Grab ist tief ö und stille, und schauderhaft sein Rand; es deckt mit finstrer Huͤlle ein unbelar intes Land. Das Lied der N gallen toͤnt nicht in seinen Schooß. Des Fruhlings Bluͤ⸗ then fallen nur auf des Huͤ⸗ 9— Moos. Verlaßne Theure rin⸗ gen auf ihm die Haͤnde wund; der Waisen Klagen dringen nicht in der Tiefe Grund. 4. Doch sonst an keinem Orte wohnt die ersehnte —. PS..———. .. .——.?υ.„c„üT. + 496 Gesinnung und Verhalten des Christen *1 h': nur durch die dunkle Pforte geht man der Hei⸗ 5. Das arme Herz hienie⸗ den von manchem Sturm bewegt, erlangt den ew'gen Frieden erst, wann es nicht 66 4 Stil erheben wir unsern Blick zu dir Herr, wie koͤnnten wir mit Grauen nur ins Grab hernieder schauen? Hoffuung sendest du uns vom Himmel zu. Du bists, der uns liebt, wenn er nimmt und gibt. Ja, selbst, was wir hier beweinen, wird einst freu⸗ denreich erscheinen, venn auch uns zur Gruft deine Stimme ruft. Gott, wir zagen nicht. Du gibst Trost und Licht, und du willd zum bessern Leben auch durch Leiden uns erhe ben. Bis zum Tode sei unser Herz dir treu! Bei B eerdigung eines Verung iglückten. Mel. Christus, der ist mein 6—92 NMerzeih der tiesen Trau⸗ er, die unser Herz erfüllt! Wir sehn mit bangem Schau⸗ er des Todes Schreckenbild. 2. Was ist des Menschen Leben! Was ist des Men⸗ schen Kraft? Wie schnell von Angst umgeben, wir er dahin gerafft! . Gesund und muthig schreitet er durch die Well einher. Ein Unglück wird bereitet, und ach, er ist nich mehr! 4. Wer zaͤhlet die Gefah⸗ ren, die uns auf Erdel drohn? Willst du uns nicht! bew ahren, so stuͤrzen sie un schon. Auf allen unsern Wegel umhuͤlli uns Dunkelheit um oft ist Noth zugegen, w unser Herz sich freut. 6. Doch alles, was geschie het, erfolgt auf dein Gebot Du willst; der Tod entflie⸗ het. Du willst; so komm der Tod. 7. Ach, dieß nur macht uns stille: wir sind in dei ner Hand, und gnaͤdig il dein Wille, allweise dein Verstand 8 90 t aͤngstlich zagen, erhoͤhst du unser Gluͤck, und lenkst von truͤ— bern Tagen uns wunderbar zurück. 9. Auch wenn des Todes Grauen uus ploͤtzlich nieder— reißt, darf unser Geist dir trauen. Du liebest unsern Geist 10. Er kann und wird nicht sterben, er eilet nut hervor, entreißt sich dem Verderben und schwebt zu dir empor 11. 9 11. O lehr uns wachen, beten, und stets besonnen seyn, daß, wenn wir vor dich treten, wir deines Heils uns freun. 12. Da schwinden dann die Schrecken auf ewig von uns hin. Da seben wir und schmecken, der Tod war nur V. Am Grabe Frühverg st orbener. In eigener Mlodie. 68 33 Dur fruͤhen Gruft wirst du von uns hulaer! So will es Gott, der dir dein Loos be⸗ reitet und nun dich von uns zu sich ruft. 2. Er nahm dich auf zum Kinde seiner Gnade; er fuͤhr⸗ te dich auf seines Sohnes Pfade, und lenkte deines Lebens Lauf 3. O kur ze B ah · kennst du Welt und Freuden, so heißt dich Gott schon wie⸗ der von uns scheiden. Was Gott thut, das ist wohlge⸗ than. 4. Du bist begluͤckt. Ent⸗ ronnen den Gefahren, trifft auu dich nicht, was oft in fruͤhen Jahren dem Christen schon se in Ziel verruͤckt. 5. In steter! Ruh', in unge⸗ stoͤrte m Frieden, wohnt nun dein Geist, und troͤstend sieht bienieden Gort deiner Aeltern Thraͤnen zu 6. Klagt nicht so sehr bei eures Kindes Babret Es ——.——— Mel. Herr, ich habe mißgeh 2.n. unter besondern Umstaͤnden. 497 ging zu Gott im Frühling seiner Jahre, und dieser Gott ist unser Herr. 7. Es war sein Pfand, er hat es euch geliehen O gebts ihm geru! Laßt euren Lieb⸗ ling zieben! Er zicht ja in sein Vaterland. andelt 694 ter unsre L wenn die Sohne, wenn die Toͤchter sinken in die fruͤhe Eruft; ach dann fühlen unsre Herzen unaussprech⸗ lich tiefe Schmerzen. 2. Wenn der Saͤugling, kaum geboren, gleich der Blume, schnell verblüht und die Mutter nun verloren ihre ganz 1 eht; ach, Herz verzagen, Trennung Schmerz zu tragen! 3. Wonn der Tod im edlen Sohne seine Lust dem Va⸗ ter raubt; wenn des Hau⸗ ses Stuͤtz und Krone sink mit des Vaters Haupt; Muͤt⸗ ter von den Kindern schei⸗— den: Gott, was gleichet diefen Leiden! Ach, es muͤßte unter⸗ li egen dieses arme, schwache Herz, hilfst du nicht, Herr, M Venn. ieer 9 ber 6 eschlech⸗ sich ruft; oben z ze He ͤ‚ uns siegen über Tod und Trennungsschmerz. Deine Rechte schlaͤgt uns nieder; deine Rechte hebt uns wieder. 5. Wandeln nicht in hohen Ji Freu⸗ — P F F—— 2.—— . Wä —*—.—*—9—————— PSI I H——I——r 498 Gesinnung und Freuden unsre Lieben dort am Thron? Sollten wir sie nicht beneiden um den fruͤh errungnen Lohn? Du wirst mus im bessern Leben die Verlornen n 6. Vater, Quelle tre 1 2 Ne 2 No t Selbst des Todes ht wird helle durch des nildes Licht. Al weinen * P V* N dort hlück er⸗ nen. 1 X densoͤhne nicht stolz auf Reiz und Schoͤ⸗ ne; trotzet nicht auf eure Kraft! Eures Mundes Hauch verflieget, eures Lebens Quell versieget, und des S Arm erschlafft. 2. Doch, ihr Christen, seyd nicht traurig, wenn so fruͤh, so dumpf, so schaurig euch die er zcke ruft: edler kräftiger verklarter liebe⸗ D ler ert 56er ÜUber⸗ fliegt der Geist wa Grahes Höhle! Seele fuͤrchtet gendbafte hinab zu sel Ueber Grab und Grabestrummer der Geist im Sonner ch mmer himmlischer C N N himmlischer Erkenntnen stebn Nein, uinsons istnichts de + Isuye 6et unver 8 I. in des— Nater 1+H— N3— Schoos Inftin 2. * rhalten des det einst vom Staube herr⸗ licher sich wieder los — Le bessch onheit wird verhluͤhen, Seelenschoͤnheit nie e fliehen sie ij rur die Ewigleit. Reiner Sinn und lohnt mit ewig froher Jugend, lohm mit Himmelsseligkeit 6. Himmelsseligkeit beste⸗ her; nur der Erde Glul vergehet, nur das Eitle bleibt Wie die Gottheit un⸗ vergänglich, wie der Him⸗ mel uberschwenglich, ist des Ehr nwahres Glück Am Grabe eines edlen und verdienten Mannes. 2 e Rermit müssen Ber Lirst und Eiser strebte, seine Brüder zu erfreun; wer der Welt zum Segen lebte, soll uns unvergeßlich seyn! Sein Gedaͤchtniß bleibt aͤchte Tugend Ir sel und daur! Seine Nachwelt klag und traure Wo sein V e dann wer, was gut ist, schaͤtzen kann. Laßt uns alle heute denn es starb ein O wie viele muͤssen sagen: mir auch hat er wohlgethan! Ja, gerecht sind unsre Zoͤhren, die ihn Tode ehren. Ihn Herz ehret unser Leid und Schmer 3. Seines schoͤnen Lebens Thaten bleiben segnend nns und die Frucht der edlen klagen, edler Mann 7 noch im und unser eignes zuruͤck, unter edlen Saaten sei für Nach⸗ welt Heil und Glück! Preis em theuern Na⸗ men! Seine Tugend nachzu⸗ ahmen; edel, wie er war, zu seyn, wolle Gott uns Kraft verleihn! und Ruhm d Am Grabe eines ver⸗ dienstvollen Lehrers M—— Jesu, wir sind 6⁰ 97 Saas, wie er gewandelt hat, endete,— Trost der Sei⸗ nen, dieses Edlen Erdenpfad, und wir schaun ihm nach und weinen. O er hat uns treu belehret und zum Gu⸗ ten hingekehret. 2. Was dein W lieben heißt ⸗ Bat hat er verkündet, starkt durch deine ler Seelen eil ge Uns zu Jesu zu erl war sein eifrigstes Bestreben. 3. Treulich ging er selbst den Pfad hoher Tugend bis das ans Ende, und gab nun nach deinem Rath seinen Geist in deine Haͤnde. Nur die Kraft von seiner Lehre trocknet unsre Wehmuths⸗ zaͤhre. 1. In der Naͤhe seiner Gruft, die nur seine Huͤlle raubet, hoͤren wir, wie Je⸗ sus ruft: Selig ist, wer an mich glaubet! Ja, des Him⸗ mels Heil und Frieden ist den Redlichen be chieden 5. Laß, o Herr, die edle esondern Umstaͤnden. 409 aus gestreut von un⸗ Lehrer, fruchtbar seyn ort und That, und uns Saat serm in A rbige Perehrer wahrer V. roͤmm gkeit Quf E rd„dort den! des Himmele Bi rger we rden! Trost und Gelübde auf Gräbern. Christenmensch zeweihter Ort, wo Saat von Gott gesaͤ't, dem großen Tage der Aerndte reift! Sei mir gegruͤßt, du Ort, wo jede Klage verstummt, wo mancher Ruhe fand, der sie auf Erden nie gekannt! 2. Zwar flossen hier der 8Thraͤnen viel, wenn von des Frenndes Herzen den treusten Freund das Schicksal riß; mi j zefuͤh n= merzen b ich auch selbst, ach, m Freund die Ab⸗ hiedszähre sa geweint! 3. Doch af ist ja des er schaffet en, nimmt ürde b, Uerd Menschen Ruh' den Leidenden die bringt zum 8 Bu ew'gen Frieden Weint, Freunde, nicht; denkt: Wiedersehn! Die Todten werden auferstehn! 4. Belebend sinkt ein Son⸗ nenstrahl einst auf die Grä⸗ ber nieder; und was hier schlaͤft, erwachet dann zum schoͤnern Leben wieder, Im Winter starb die Blume; seht, sie b vom Fruͤh⸗ lingshauch umweht! Ji 2 5. Und 5. Und was man hier der Erde gibt, ist nur des Geistes Huͤlle. Unsterblich ist des Menschen Geist, Vernunft und guter Wille erhebt uns über Welt und Zeit, die Tu⸗ gend fuͤhrt zur Seligkeit! 6. Drum kann mein Blick vom Todtenfeld zum Him⸗ mel sich erheben; und winkt auch mir das kuͤhle Grab! darf ich nicht aͤngstlich beben. Ich pfluͤcke nach vollbrachter Zeit die Blume der Unsterb⸗ lichkeit. 7. Was ihr einst war't, das bin ich jetzt, ein Pilger hier auf Erden, was ihr, entschlafne Bruͤder, seyd, werd ich vielleicht bald wer⸗ den. Nun dann; durchs Todesthal eilst du, mein Geist, dem Vaterlande zu! 8. Doch dem nur wird der Uebergang zu jenem Vater⸗ lande ein Weg zum Heil, der muthig hier des Lasters Sklavenbande zerriß, der in der Prufungszeit sein Herz der Tugend treu geweiht. 9. Auf Gräbern der Ent⸗ schlafnen sel der Tugend Bund aufs nueue versiegelt; hier elobe ich der Tugend ew'ge Treue Ja, heilig sei mir jede Pflicht, bis einst mein sterbend Auge bricht! Mel. Es ist das Heil uns 60 JWein Heiland lebt und hat die Macht des Todes ganz be⸗ 500 Gesinnung und Verhalten des Christen — zwungen, und siegreich aus des Grabes Racht zu Gott sich aufgeschwungen. Er ist mein Haupt, sein Sieg ist mein. Sein soll mein gan— zes Leben seyn; und ihm will ich auch sterben. 2. Nicht ewig wird, wer dein Wort haͤlt, den Tod, o Jesu, schauen. Das ists, was mich zufrieden stellt, selbst bei der Graͤber Grauen. Ich bin getrost und unver⸗ zagt, weil du den Deinen zugesagt: ich leb', und iht sollt leben. ö 3. Wird gleich mein Leib des Todes Raub; er wird doch wieder leben, und eins aus der Verwesung Staub sich neu gebild't erheben. Wann du, o großer Lebens⸗ fuͤrst, nun deinen Todten rufen wirst, zum Leben auf⸗ zuwachen. 4. Wie froh und herr⸗ lich werd ich dann vor dir⸗ mein Heiland, stehen! Dann nimmst du mich mit Ehren an; laͤßt in dein Reich mich gehen. Forthin von keiner Last beschwert, an Leib und Seele ganz verklärt, leb ich bei dir dann ewig. 5. O welch ein sel'ges Theil ist mir in jener Welt bereitet! Der Freuden Fuͤlle ist bei dir. Von dir, o Herr, geleitet, werd ich in deinem Himmelreich, unsterblich/ deinen Engeln gleich, voll⸗ kommne Lust genießen. 6. Denn, 6. Denn, wo du bist, da sollen die, die dir hier fol⸗ gen, leben, und ewig frei von Schmeerz und Muͤh, von Seligen umgeben, genießen deine Herrlichkeit. O was sind Leiden dieser Zeit, Herr, gegen jene Freuden! 7. Laß die zukünft'ge Herrlichkeit mir stets vor Augen schweben; und oft in dieser Pruͤfungszeit mein Herz dahin erheben, wo keine Schwachheit uns mehr drückt, wo wir der Sterb⸗ lichkeit entruͤckt, frohlockend vor dir wandeln. 8. Erwecke mich dadurch zum Fleiß, der Tugend nach⸗ zustreben, und als dein Juͤn⸗ ger; dir zum Preis, nach deinem Wort zu leben! Und fuͤhl ich hier noch Noth und Schmerz; so troͤste selbst da⸗ mit mein Herz: Es kommt ein beßres Leben! In eigener Melodie. 700 O wie selig seid ihr doch, ihr Frommen, die ihr durch den Tod zu Gott gekommen! Ihr seid entgangen allen Leiden, die uns noch her 2. Hier, ach! heer ist auch das beste Leben bumer noch mit Sorg' und Furcht um⸗ geben. Was wir hier ken⸗ nen, ist noch kein vollkomm⸗ nes Gluͤck zu nennen. 3. Ihr hingegen ruht in sicherm Frieden, der euch unter besondern Umstaͤnden. nach dem Kampfe ward be⸗ schieden. Kein Schmerz, kein Leiden stoͤrt euch im Genusse reiner Freuden. 4. Abgetrocknet sind all' eure Thraͤnen; ihr genießt schon, wornach wir uns seh⸗ nen: ihr hoͤrt und sehet, was des Menschen Geist hier nicht verstehet. 5. Ach, wer wollte denn nicht froͤhlich sterben, und statt Erdengluͤcks, den Him⸗ mel erben? Wer wollt in Zeiten sich auf diesen Wechsel nicht bereiten? 6. Hilf uns, Jesu, ernst⸗ haft darnach areben! Komm und fuͤhr? uns zu dem hoͤ⸗ hern Leben, wo deine From⸗ men erst zur vollen Ruh' und Freude kommen! Trost des Wiedersehens. Mel 2* mein Stündlein 16 chwer liegt der 3 70⁰— Trennung Last auf mir; wie lieb ich sie, die Meinen! O laß mein Gott, mein Gott, vor dir mich diese Frage weinen: werd' ich, nach meinem Tode gleich, werd' ich, o Herr, in dei⸗ nem Reich die Meinen wie⸗ der sehen? 2. Wohl mir, o Gott, ich hoͤre sch »n des Geistes Stim⸗ me wehen; t mir zy mit sanftem Lon; du sie wieder sehen! Bist fromm, sind sie — .V. * — 1⁴ * — — 2.— * ——— Miniüi * M. B. 22 dort oben unter Gottes Hut wirst du sie wieder sehen. Do xuyi*—— 5. Des Frommen Seele 2— 74 H 4an N— trennt sich nicht von gleick gestunten + imen Sie werden A 1 Gottes Licht 3 neu z en kommen 7 n du cch keinen Tod ge⸗ trennt; denn Gottes Engel der sie kennt, fuͤhrt alle dort zusa imen Oer Freund sieht seine Freunde dann am Throne · te* r; der Gatte · en an der * seine zruͤder Die steht, umarmt Kind; denn alle gute See⸗ len sind in Gottes Stadt beisammen. 5. Drum laßt uns hier schon Hand in Hand, auf Gottes Wegen gehen, damit wir dort im Vaterland uns einst beisammen sehen. Wie wird uns seyn, wann wir trostest a! Bringet Ehre 7008 Miedersehn! Mit W lauten Schlaͤ⸗ gen klopft dir jede Brust ent⸗ gegen! Nimmer kann das un⸗ en, was ins Herz wir liebend schlossen; und wenn Abschiedsthraͤnen flossen, hoffte Freundschaft Wieder⸗ sehn 2. Wiedersehn! In hol⸗ den Bildern will uns die tur sich schildern; drum x t sie sich so schoͤn * d kor roͤthe Strah len nach der Nacht die Ber⸗ ge m 1: spricht die Son⸗ ne: Wiedersehn! Wiedersehn: Zu deinen wachsen Blumen frisch und kleiden herrlich sich im Fruͤhlingswehn; und rfrohen Nachtigallen kum⸗ merfreie Lieder schallen: hofft getrost ein Wiedersehn. 4. Wiedersehn! Mit Wruß vͤlten sollen meinen Fuß nicht halten: ja, ich werd' euch wieder sehn! Wiedersehn! Dich darf ich hoffen!„ich seh den Himmel offen, winkt der Herr mir, heim zu gehn! heure! Iel II. & Mel. 70 201 Uuunsch raͤnkte 0). Ieiebe! goͤnne bloͤden Augen, die zum Ir⸗ dischen kaum taugen, daß sie in die Strahlen deiner Lang⸗ muth blicken, die den Erdkreis huldreich schmuͤcken, und zu⸗ Wunderbarer König gleich freudenreich, Boͤsen und den Deinen, wie die Sonne scheinen. 2. Wasser, Luft und Erde ja dein ganz Gebiete ist ein Schauplatz deiner Gute. Deiner Langmuth Ehre wird durch neue Proben immer herrlicher erhoben. O wie wie breit streckt sie Tfuge ANo Noras und Aungel über Berg und weit, 1 W as wir davon de ken, was wir sagen können, ist ein Schatten nur zu nen⸗ nen. Tag vor Tag zu scho⸗ nen/ 2* vor Tag zu dul⸗ den, so viel Millionen Schul⸗ den und dazu ohne Ruh'lie⸗ ben, die dice ch hassen wer kann das fassen ꝰ 4. Du vergiebest Suͤnde, hoͤrst der Suͤnder Flehen, wann sie weinend vor dir stehen. Deine Rechte draͤuet, und erharmt sich wieder, legt die Pfeile gerne ni ieder, da man dam,„wenn du kaum we geleget, Zorn erreget. Herr, noc sie einiger) bei Mehreren beliebten, aͤlt en Lieder. 5. Herr, es hat noch kei ner, der zu dir gegangen, statt der Gnade Recht em pfangen: wer zu deinen Fu ßen sich mit Thraͤnen senket, dem wird Straf und Schuld geschenket. Unser Schmerz rührt dein Herz und du willst der Armen gnaͤdig dich erbarmer 6. Hochster! sei gepriesen, daß du so verschonest, und uns nicht nach Werken loh nest. Deiner Hand sei Ehre, die so wohl regieret, und mit Ruhm den Zepter fuͤhret Fahre fort, Zions Hort, Langmuth auszuuͤben, und die Welt zu lieben! der Tag von 704 Jie Erd ist Jesu 1.— D Christ 1 3 sein, wer auf der Erde wohnet: deß musse sich die Erde freun, und wer auf Erden wohnet! Er schuf, er rettete die Welt; er traͤgt, er segnet, er erhaͤlt die Welt, die er beherr schet. 2. Wer auf der Erde, wer gehoͤrt zum Volke der Erloͤs'⸗ ten? Wer darf, des hohen Segens werth, sich seiner Herrschaft troͤsten? Der, der zu dir, o Mittler., sich be⸗ kehrt, und glaubig wird, und ꝛ1dich zu seinem Herrn er⸗ waͤhlet. —.— —.—.—. — — 5½ ....... EEEHE. I * νν . 14 5 2* 4 ———. 504 N 0 ch Und wer, in deinem Blute rein, der Unschuld sich befleißet; waͤgt, sich vom Waͤhne zu befrein, der nur den Luüsten gleißet; wer fromm ist, wandelt, wie er glaubt, sich keine Missethat erlaubt, nie bricht den Bund der Snade. . Wer auch umringt mit Leiden, gern erfüllet sein Ver⸗ langen, der wird den Segen seines Herrn im vollen Maaß empfangen; den macht er seiner Herrschaft werth; der ist sein Erbe, der gehoͤrt zum Volte der Erloͤs'ten. 3. Kommt, Sunder, kom⸗ met in sein Reich! Macht weit der Herzen Thuͤren! Empfangt den Koͤnig: er will euch auch segnen, auch regteren. Wer, fragt ihr, ist der Herr? der Sohn! Der Himmel Himmel ist sein Thron, der Erdkreis seine Fußbank. ö 5. Kommt willig in sein Reich! M der Herzen Thüuren! Em⸗ pfangt den Koͤnig: er will euch auch segnen, auch re⸗ gieren. Wer, fragt ihr, dieser Koͤnig sei? Der= ohn, der seinem Bunde treu, den Himmel gibt den Seinen. V„ willig, weit Mel. Mein ganzer Geist 5 22—* 7.—95 Triumph, Tri⸗ K umph! und Lob und Dankd . i h tra g. Macht bezwang und uns„den Staub erhoͤhte. Der hohe Sie⸗ ger uͤberwand. Nacht war um ihn, und sie verschwand in helle Morgenroͤthe. Bebetl gebet, selze Spoͤtter, un⸗ serm Retter Preis und Ehre, glaubt an ihn und seine Lehn 2. Heil uns! Triumph! das Grab ist leet Fest steht es, wie ein Fels im Meer, das Wort, das er gespro⸗ chen. O selig, wer sich ihm vertraut! Er hat den Ten⸗ Ineu gebaut, den blinde uth gebrochen Hoͤllel falle nun den Sieger, Got⸗ tes Krieger, der erstanden, macht nun deinen Stolz zu Schanden. ö 3. Leer ist die Gruft, die ihn umgab. Sei mir ge⸗ gruͤßt, mein kuͤnftig Grab, du Wohnung ernster Stille Nur wenig Tage werden's seyhn, o so empfaͤngst dl mein Gebein in deine chaͤt⸗ ten Huͤlle. Ewig sel swer⸗ den wieder diese Glieder auferstehen, werden die Ver⸗ klaͤrung sehen. Mel. Es ist das Heil uns 7 06 Miti zutem Schall Wi frohlocken wir: der Herr ist aufgefahren! Wir sind zwer Pilger noch allhier und unter viel Gefah⸗ ren; doch sinkt drum unser Muth nicht hin; durch Je⸗ sum wissen wir, wohin ank dem, der des Todes uns unsre Wahfahrt fubret. 2. Das 2. Das Leben ist ans Licht gebracht, und steht der Him⸗ mel offen. Ihn schloß uns auf mit großer Pracht der Herr, auf den wir hoffen. Wer glaubt, deß Herz ist freudenvoll, nur daß er sich bestreben soll, des Heilands 7 zu wandeln. Wer den nicht geht, wird nimmermehr dort sei⸗ nes Heils genießen. Wer nicht sein Wort haͤlt, dem wird er den Himmel einst verschließen. Wer wuͤnscht zum Himmel einzugehn, der laͤßt in seinen Thaten sehn, sein Wandel sei im Himmel. 4. Uns treibt sein Geist, daß wir der Welt uns im⸗ mermehr entwoͤhnen; stets sorgen, was dem Herrn ge⸗ faͤllt; zu ihm hinauf uns sebnen. Er aber sieht auf uns herab; von uns läßt seine Treu nicht ab, bis wir zusammen kommen. 5. Tag, noch an groͤßern Freuden reich, wann wirst du uns erscheinen? Gott macht uns dort dem Sohne gleich, und stillet Leid und Weinen. Wonne, wann gkeit uns nun das ut erfreut! O Gott, eben. in Swi— höc hste sch nenns dieß danket alle Gott Mzelobt seist du, Goit, 0 furd HDI..‚I.Efff.....c.—.—.—.—.—.—...— RNachtrag. —— 505 Vater, daß ich sie mit An⸗ dacht fleißig hoͤre! O 9 nache doch mein Herz von Vorur⸗ theilen rein, und laß dein Wort mein Licht auf meinen Wegen seyn! 2. Laß mich im Forschen doch die Wahrheit nie ver⸗ fehlen, und nie was schaͤd⸗ lich ist, fuͤr wahres Heil er⸗ waͤhlen! O Hoͤchster, leite selbst den forschenden Ber⸗ stand: so wird, was du mich lehrst, auch recht von mir erkannt. 3. Wie thoͤrigt ist es doch, blos andern Meuschen glau⸗ ben! Das heißt sich selbst den Grund zur ew'gen Ruhe rauben. Wer treulich hier dein Wort zu seiner Richt⸗ schnur macht, dem gibt es Licht und Trost auch in der Todesnacht. 4. Mein Gott, bewahre mich vor aller falschen Lehre; und hilf, daß ich dein Wort mit festem Glauben ehre! Verleih mir deinen Geist, der Lust und Kraͤfte gibt, daß man die Wahrheit sucht, pvruͤft, glaubt, bewaͤhrt und ubt! Mel. Auf, Christenmensch — 0. erv, di i⸗ 706. Hn Du lel I 2 Re 77— IWI 1444 4 4 75 4 * —* ** IIIII — *r...·... ——.— —.—..—————. V 2 500 Juͤnger kommt nicht ins Ge⸗ H— Nach ter a g ů richt! Dieß staͤrket meine Zu⸗—H versicht. 2. Hier geh ich oftmals der du se weinend hin, den Sem herrlichste du bist meine Zuversicht! meine Wurde! Welt, die sie nicht fahßt nennt's faͤlschlich schwere Burde. Einst trifft den Suͤn⸗ der dein Gericht, und dann siegt umine Zuyversicht! 4. Sink immer hin, mein ib, an Stauhk Gort wird dich nen beleben Hier werd ich nur des Todes Raub; dort werd ich ewig leben Wie stark ist dieses Trosts Gewicht! Wie sicher meine *— 7 4 Zuversicht! 5. Herr, diesen Segen dank ich dir. Mich aus der Gruft zu heben, gingst du aus deinem Grab herfuͤr. Du lebsi, und ich soll leben. Ich glaub' es dir und zweif⸗ le nicht: dein Wort ist meine Zuversicht. 6. In diesem Glauben staͤͤrke mich! Laß mich den Trost empfinden, den großen Trost, daß ich durch dich den Tod soll überwinden rab und Verwesung schreckt h nicht: denn du bleibst meine Zuversicht Hier trag ich deine saufte Last. Wie groß ist Jedoch die 00 Er öhter Jesul Gottes S ohnl on laͤngst der Him⸗ en mel Thron als Herrscher auszustreuen: dort wird der Bewinn der Aern⸗ te mich erfreuen. Ich leide, doch verzag ich nicht: denn eingenommen, du wirst der⸗ einst zu rechter Zeit, in gro⸗ ßer Kraft und Herrlichkeit, vom Himmel wiederkommen Gib, daß dann froh um mit Vert raun dich, Herr, auch meine Augen schaun! 2. Wer faßt, o Heiland! jetzt die Pracht, die deinen ein herrlich macht! groß wirst du dieh zei⸗ gen! Wann du auf lichten Wolken einst mit deiner En⸗ gel Heer erscheinst, die sih vor dir, Herr, beugen; dann sieht die Welt die Majestaͤt, zu der dich Gott„ dein Gott, erhöht. 3. Dann toͤnt dein Ruf in jedes Gre b mit allmachts⸗ voller Kr ft hinab, und schafft ein neues Leben. Auf deinen Wink muß Erd' und Neer, das große unzaͤhlbare Heer der Todten wiederge⸗ ben. Sie stehn durch dich, Herr; neu beseelt, nun alle auf und keiner fehlt. 4. Du sammelst sie vor deinem Thron, um jedem den bestimmten Lohn nach seiner That zu geben. Dann trifft den Bösen Schmach und Pein; den Frommen aber füͤ brst du ein in das verheißne Leben. Nun zeiget die Nachtrag⸗ die That, Herr Jesu Christ, daß du der Erde Richter bist. fliehn. Herr, alle 5. O gib, wann nun dein kinder wirst du Tag erscheint, daß ich in dir ziehn. du rꝛ dann noch den Freund und erscheinen vor Heiland wieder finde; daß ich terthron; den Suͤndern und mit Freuden vor dir steb, den Deinen gibst du gerech⸗ und mit dir in den Himmel ten Lohn. geh, befreit von Fluch und 4. Frohlockend sehn die Sünde! Laß mich im Glau⸗ Frommen dein goͤttlich An⸗ ben standhaft seyn; und auch gesicht; schon hier der die kleinste Suͤnde scheun! entronnen, zagt ihre Seele 6. Dein Name sei mir nicht. Nun triumphirt ihr ewig werth und was dein Hoffen; erlös't von aller Wort von mir begehrt, das Muͤh', sehn sie den Himmel aß mich treulich üben! Nie⸗ ossen, und du, Herr, seg⸗ mals ermuͤde hier mein Geist, nest sie. dich, den schon jetzt der Him 5. Wie angstvoll aber be⸗ mel preist, aus aller Kraft ben, die hier dein Wort ver⸗ zu lieben; so hab ich in der hoͤhnt, und durch ein fleisch⸗ Ewigkeit auch Theil an dei⸗ lich Leben das eitle Herz ver⸗ ner Herrlichkeit. woͤhnt! Du gibst der Sunde Knechten ihr Theil in ew'ger Mel. Besiehl du deine Wege Pein; und führest die Ge⸗ 7 Ich denk an dein rechten zu de er Freude ein. L10. Vcrichte, du 6. Laß, Jesu, dein Gerich⸗ Rie Richter aller Welt! der Thor te mir stets vor Augen seyn nennts ein Gedichte, das und drücke sein Gewichte in Schwachen nur gefaͤllt! Mich mein Gewissen ein! Vor dir soll sein Wahn nicht stoͤren, laß mich fromm wandeln⸗ weil mich dein goͤttlich Licht und hier zu aller Zeit, so wie und mein Gewissen lehren, ein Weiser handeln, der sei⸗ du haltest einst Gericht. nen Richter scheut. 2. Ich hoͤre die Nosaunen, 7. Ist dann dein Tag vor⸗ Herr, im Geiste schon; ich handen; wird diese Welt sehe mit Erstaunen dich auf vergehn: so hoff' ich nicht dem Richterthron, um den mir Schanden vor deinem Thron zu stehn. Du stellst mich dann zur Rechten, ven die heilge Menge erhabn Engel steht. Welch her ö raͤnge! Welch hohe Ma⸗ aller Schuld befreit; fuͤhrst jestaͤt mich mit deinen Knechen Tussanß Dol— X Lr Rsonst sucht nun der in deine Herrlichkei Mi — *.—* 4 .... 2— *..— —— run 509 Nachtra g gebracht, zu deinem Zornge Mel. Wer nur den lieben Gott faͤße maͤcht. 6. Sich bessern, ist de x Ger, hilf mir, Weg zum Leben: drum a 5 daß ich Buße mich in der kurzen Frist, di thue, weil mich noch deine du zum Heile mir gegeben, Stimme lockt. Bewabre und die für mich so wih mich vor falscher Ruhe, da⸗ tig ist, nur dafur sorgen, dis bei das Herz sich leicht ver⸗ mein Geist dem Sündenelen stockt, wenn du selbst das sich entreißt. Gewissen rührst, und zum 7. Verleihe mir dazu de Gefuͤhl der Sünden fuͤhrst. Gnade, die uns vom Sun 2. Du willst nach deiner dendienst befreit, ünd leil großen Gute, nicht eines mich selbst auf dem Pfadt einz gen Sunders Tod: drum der christlichen Rechtschaffen weckst du oftmals sein Ge⸗ heit! Wie selig bin ich dam muͤtbe, zu fublen seine Sün⸗ schon bier; wie glucklih dennoth ö der einst, mein Gott, bei dir! deine Stimme hört„ Uund red⸗ lich sich zu dir bekehrt! 3. Den rettest du von In wordger Meddie. dem Verderben, nimmsi seine 7 1 0 Vj ein Herz, el Buße gnaͤdig an: machst ihn** muntre dich zu deinem Kind und Erben, zum Preise des Gottes, de daß er frohlockend ruhmen dein Vater ist! Bedenke, auf kann: wie groß ist Gottes wie viele Weise du ihn! 300 Materhuld; er tilget meine Dank verpflichtet bist. Brim Sundenschuld! ihm, der stets dein Helfet t 3. Sollt' ich die Guͤte denn w ir, mit Freuden Ruhn verachten, die mir noch Kraft und Ehre dar zur Beßrung reicht? Vom 2. Herr, deine Hand ist Trosie leer muß der ver⸗ immer offen, zu geben, waß schmachten, von dem, Gott, mir nützlich ist. Und doch deine Gnade weicht. Sie aber bin ich oft schwach im He weicht von dem zuletzt, der sen auf dich„der du die Lie— srevelhaft gering sie schaͤtzt. be bist. Mein Gott, wie we⸗ 5. So gib, daß deiner nig bin ichs werth, daß mir Gnadenlockung, o Gott, mein noch Hülfe widerfaͤhrt. ‚ Herz stets offen sei; damit 3. Unendlich groß ist dein nich ia nicht die Nerstockung, Erbarmen. Nur wohlzuthun wein ich mein Leben ohne bist du gewohnt. Drum Reh im Sundendienste zu⸗ wird auch mir, mein Gott, mir mir Armen, von dir nicht nach Verdienst gelohnt. Noch immer steht mir deine Treu' mit Segen, Trost und Huͤl⸗ fe bei. ö 4. Du bist es, der in mei⸗ nen Sorgen mit Rettung mir entgegen eilt; und wenn sie, noch fuür mich verborgen, nach meinem Wahn zu lang verweilt, so kommst du, eh ich michs versehn, und hilfst mir une erhoͤrst mein Flehn. 5. Du waͤhlst und wirkest stets das Beste. Und wenn auch meine Noth sich haͤuft, so steht darch dich mein Wohl doch feste. Wenn mich das Elend ganz ergreift, so legt sich dein Erbarmen drein, mich vom Verderben zu be⸗ frein. 6. Du bist mein Mein ganz Gemuthe ist dei⸗ nes Ruhms, mein Retter voll. O koͤnnt' ich deine große Guͤte doch so erheben, wie ich soll! Doch, meine Kraft reicht nicht dahin: du weißt es, Gott, wie schwach ich bin. 7. Und hätt ich auch viel tausend Zungen, so wuͤrde deines Wohlthuns Preis, nie würdig gnug von mir besun⸗ gen, auch bei dem allergroͤß⸗ ten Fleiß. Denn mehr, Herr, als ich ruͤhmen kann, hat deine Huld an mir gethan. 8. Jedoch du siehst mit Wohlgefallen auch auf des Herzens Redlichkeit; und hoͤ⸗ rest selbst das schwache Lal⸗ Heil! Nachtra g ————— 509 len der Deinen mit Zufrie⸗ denheit; du hoͤrst es, wie ein Vater pflegt, der seiner Kinder Schwachheit traͤgt. 9. Drum soll mir deine Huld und Güte bestaͤndig, Gott, vor Augen seyn. Ich will mit redlichem Gemuͤ⸗ the mein Leben deinem Lobe weihn, bis ich vollkommner deinen Ruhm erheb' im hoͤ⸗ hern Heiligthum. Mel. Herzliebster Jesu 7 1 OUch will, mein Gott 33 du Koͤnig, dir lobsingen, und ewig Ehre deinem Namen bringen. Sei taͤglich, ewig sei von mir erho⸗ den! dich will ich loben! 2. Der Herr ist groß; wer kann ihn gnug erheben, wer kann mit seinem eifrigsten Bestrehen, wie groß er ist, begreifen und empfinden z wer Gott ergruͤnden? unsern Vaͤtern enlt 3. Von wurdest du erhoben, dich wer⸗ den unsrer Kinder Kinder lo⸗ ben, und deine Macht be⸗ singen, deiner Starke preis⸗ volle Werke. A. Wie herrlich bist du, Gott, wie schon und praͤchtig, wie groß in deinen Wundern Herr, wie maͤͤchtig! Das preis ich, daß dein Nam' erho⸗ ben werde, der ganzen Erde. 5. Daß deiner Wunder Ruhm umher erschalle, die Welt von deinen Thaten wi⸗ der⸗ herzig, gnaͤdig, und von gro ßer Güuͤte; erbarmt sich seiner Merke, hat an allen sein Noa Hl ef He Neit Merfe I, alle veine Werke sollen dir jauchzend danken, deine Frommen wollen aus all hren Kraͤsten sich be streben, dich zu erheben! A, ewig will ich deinen Nan loben! Von allen Me verde Gtt erho⸗ ben! Was lebet, musse, Herr zu Zeiten dein Lob ver⸗ Gott ein Lob⸗ reudigem Gemuͤ⸗ ind preise, wer Acht. Fet Gott e ta V 1 + II *—668 . 1 X Herr die Meisbeit AFt . NV rfe, d Welt, indem er alle 7**. 18—* N. drum danket Namen 3. Lobt Gott, der uns er⸗ seinen Sohn, uns gestorben, der uns ew'ge Lebenskron' di nen Tod erworben, der den hat mit Gott g u seinen ganzen Rath voll bracht: drum danket seinen men. 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geist den Glauben ngezuͤndet, und seinen Bei⸗ tand uns verheißt, wenn er treu erfindet; der uns tets durch sein Wort regirt, und auf den Weg des Lebens führt: drum danket seinem Namen. 6. Lobt Gott: er hat dies gute Werk selbst in n vollb CS gibt Kraft und Staͤrk einod zu erlangen, am Ziel uns vorgestellt, und das den Himmel in sich haͤlt: drum danket seinem Namen Lobt Gott: ihr starken rayhim, ihr Engel und ihr Thronen! Es loben Gott mit heller Stimm', die hier auf Erden wohnen! Lobt Gott, und preis't ihn fruͤh und spal; ja alles, was nur Odem hat, das danke seinem Namen! Reg i⸗ NXXINNNNNNNNN IIN Seite. Ach bleib mit deiner 150 Ich endlich, Dulder, 1. — 89 Ach Wott, verlaß michen Ach Gott, wie mancher 218 Ach hier nicht mehr, ach Ach könnt ich doch mit 47 Ach sieh ihn dulden, bl. 115 Ach welch ein Kamof in 59 Allein Gett in der Höh 27 Alle Menschen mussen 193 Allen Christen und auch 359 Aller meiner Bruder Aller Welten Herrscher, 27 Alles hast du mir gegeb. 302 Alles ist an deinem Seg. 40 Allgegenwärtiger! ich b Allgütiger, dir will ich 4 Allliebender, du schufst 363 Allmächtiger, ich hebe 423 Allnachtig großer Gott 18 Am Kreuz erblaßt 121 Anbaͤtung sei dir Gott 132 —..———— N Seite. Anbätungswürd'ger G. 6 An deine Leiden denken 96 An eich, mein Gott ge. 266 uch auf meinem 467 Auf, Chresten, bringet Pr. 304 Auf, Christen, laßt uns 63 Auf d Auf Erden Wahrheit 86 Auferstehn, ja auferstehn 188 Auf, freue dich mein Geist 62 Auf Gott nur will ich 399 Auf Gott und nicht auf 274 Auf, Jesu Jünger, fr. 132 Auf, meine Seele, auf 123 Auf, o Seele, sey noch m. 432 Auf, schicke dich, recht f. 78 Aus des Grabes Banden 125 ald ist sie nun vollend. 480 Bald leg ih Sorg und 478 Bald oder spät des T. 54 Barmherziger, erhöre 176 Be⸗ —— S.......—.— , —2* *. 22... Seite Befiehl du deine Wege 276 Beglücke meine Reise 467 Beglückt, beglückt ist, w. 241 Begrabt den Leib in seine n91 HAutenener Jesu, werdet 102 Berufen hast du mich 399 Besitz ich nur ein ruhiges341 Bester, weisester Regier. 42 Bewaffnete, der Krieger 414 Bewahre meinen Mund 264 Bilden soll ich mich auf 212 Bis der Tod ihm winkt 344 Blick hin in die vergang. 338 Bringt Preis und R. 124 Chlid, aus deinem H. 351 Christe, du Sohn Gottes 103 Christ, eile nie mit sich. 162 Christus, der ist mein L. 481 Ehrist, wann dich Trüb. 282 D VDank und Anbetung 38 Dank, Vater dir, der 176 Das Amt der Lehrer, H. 402 Das Grab ist tief und 495 Das Land, das Gott mir 410 Daß ich der Tugend Höh 232 Daß unser Gott uns L345 Da stehen wir, die Dei. 494 Dein bin ich Gott, dein 45 D Gottes freue 272 D ꝛil, o Christ, n. 289 Dein Volk, o Herr, singt 149 Dein Wille ists, o Gett 317 Dein Wort, o 5⁰ hster, 140 Dem ganzen Erdkreis ist 82 Dem großen Vater weih d3 9 Demuthsdoll kemm ich Dem Wandrer gleich, d. 386 Den größten Sterbend. 110 Deram Kreuz ist meine: 112 Der du den Menschen s. 454 Reg i st er Seit Der du selbst die Wahr. 14ʃ Der du stets unsre Zufl Der du uns als Vater 13ʃ Der du uns das Heil er. Der du voll Blut und 1ʃʃ er du von Jugend auf 309 r Ehestand soll heilig 389 er Erde Reize ern. 436 Freuden Quell ist 2 Heiland kommt, l. 7ʃ Herr ist Gott und 4 — er Herr ist meine 27⁷ Lenz erfreuet, was 18 Machtige, der 14 Mond ist aufgeg. 33 Morgen kommt u. 473 II 4„„ 24 5590900000855 r Der Tag ist wieder hin 42 Der weise Schöpfer d. 4ʃ5 Der Wollust Reiz zu 324 Des Leibes warten und 33 Des neuen Jahres er. 446 Dich bet ich an, erstand. 133 Dich kennen, Gott ist 253 Dich seh ich wieder 2⁰ Die auf der Erde wal. 172 Die Erd' ist Jesu 503 Die hier vor deinem 10³ Die Himmel rühmen 32 Die Kinder, deren wir 3 Dies ist der Tag, den 00 Die stillen Abendstund. 131 Die Thiere, deren Herr 415 Die Zunge, die vernehm. 416 Dir dank ich für mein 153 Dir ergeb ich mich Dir, Gott, der so gern 154 ir Gott sei Preis u. r immer ähnlicher zu 2 rtrau sch Gott und 279 Dir, D Dir EN EXI R e Dir, unser Gott, ist 6 Dir zu leben, dir zu 174 Du aller Menschen V. 366 Du Bester aller Mensch. 116 Du bester Trost der A. 464 Du bists, dem Ehr und 300 Du, deines Vaters 237 Du denkest in der tief. 111 Du, der kein Böses thut 51 Du, der sich einst voll 101 Du, der so gern begl. 342 Du, dessen Augen flossen 112 Du, deß sich alle Himmel 296 Du gabst mir, Ew'ger 335 Qu, Gott, bist Über al. 270 Du, Gott, du bist der 447 Du hast es mir gegeben 466 Du hast uns, Herr, die 328 Du, Herr, hast aus 169 Du, Herr und Vater 482 Du, Herr von meinen 458 Du kamst herab zum 68 Du klagst und fühlest 339 Du läßt den Tag mich„ Du liebst, o Gott, G. 3 Durch dich, Gott, bin 398 Durch dich, o großer Du sagst, ich bin ein 242 Du schaust, mein Sch. 264 Du Vater, deiner Men. 268 Du vertheilst der Men. 397 Du weiser Schöpfer 16 Du, welchen keine Welt 168 Du wirst, o Vater, für 176 Du wollst erhören, G. 485 Ehre sei Gott in der H. 74 Ein' feste Burg ist 149 Ein Gott regiert, was 287 Ein Herz, o Gott, in L. 349 Ein milder Regen sinket 444 Ein Pilgrim bin ich in 194 — i st e v. Ein ruhiges Gewissen 380 Einsam bin ich; tiefe 434 Eins ist Noth! Und, H., 231 Einst, als im Angstgeb. 102 Einst, freuet euch, einst 200 Empfinde deinen hohen 206 Entehre nicht mein H. 339 Entfernet euch, unsel ge 379 Entreiße dich, mein G. 83 Entschwinge dich, mein 284 Erdentöchter, Erdens. 498 Erfreue dich des Heils, 82 Erfülle redlich deine P. 283 Erhabner Gott, was r. 8 Erhalt uns Herr, bei 148 Erhalt uns, Herr, die 298 Erhebt den Herrn, ihr 65 Erhöhter Jesu, Gottes 506 Erinnre dich, mein G. 126 Er ist erstanden. Jesus 127 Ee ist gekommen, er, 7⁴ Erlöser, der im Staube 103 Ermüdet von den S. 429 G ie meinem Geist 91 Er starb, der groͤßte Fr. 116 Ertöne, feiernder Ges. 308 Ertönt, ihr Freudenl. 4⁴⁴ Es baut, o Gott, auf 441 Es eilt der letzte von 336 Es freu der Fürst des 298 Es ging ein Mann voll 84 Es hebt sich auf der A. 210 Es herrscht ein Gott, d. 280 Es ist dein Wille, Herr 472 Es ist nicht mehr, für 489 Es ist noch eine Ruh v. 195 Es ist nur einer Herr 5 Es ist vollbracht, so r. 119 Es lebt ein Gott, der 23 Es preise Gott, wer J. 236 Es werde Gott von dir 36 Es zieht, o Gott, ein K. 465 Ed ttlicher, dich ttlic N. mein Va deinen he deine w leme de —————— EE hruu. SesD 118. 5—09— 222— ——. +.. Ich sterbe schon, jedoch 18 Ich trete vor dein Anges. 456 ch weiß, an wen mein 224 t die L. 404 38f. 130 de seinen 49 0 Ich will dem Herrn zu j. 464 zit ehrfurchts. 1 Ich will den Bund mit 165 m Gott 7 Ich will dich noch im 177 Herr, recht 32 Ich will in stiller Eins der Tugend 384 Ich will mein Gott, du 509„ wir sind x Jesu, tiefe Wund d Dank sei 40 Jesu, meine 22 eude 233 d Preis 36 Jesu, u bens L. 965 rrn 36 Jesum e verehren 231 reis und Ehre br. 1 Jesus lebt nit ihm 122 Gott, der den F. 6 Jesus, Zuversicht 185 der den M. 42 Im Frühling meiner J. 400 Immer näher kommt Lobsine Immer sich bestreben Lobsin In allen meinen That 36 Lobsinget 6 That. 80 PLo ott, er schuf& In 6 Namen fang 425 Lobt Gott, ihr Christen In Chr st sei 54 MW In umme Mlache dich mein Geist 31 Ist fuͤr mich, so 222 Mein Auge sieht, o G. H Mein bester Trost in 293 Nein Lehrer jst dir, J. 89 Me ne Kinder, Gott bef. 39 Kein Mensch, o Gott, ist 52 Meine Lebens zeit ver. 1½ Kind die ihr noch im 395 Meinen Jesum laß ich 22 Komm bätend oft und 291 9 uch für 90 Komm, o kon u G. 134 Mein der du 156 Kommt, die ihr nicht 9 Gottes R Kommt, kommt den 57 Mein erst Geschaͤft 4²² Kommt, laßt uns Go Meines Herzens reinste 233 Kommt mit Dank ver dein ganzer Geist, G. 197 Seumt und laßt uns 248 Mein Glaub' ist meines 385 Got t, ach lehre 250⁰ Gott, du wohnest 259 Gott, ich weiß. Gott, zu dem ich 2 Heiland, deine 65 Heiland lebt und 500 19 Mein Herz ermüntre d. 508 94 Mei Herz, Gott, V. 214 Gott 2423 Sott deinen Geist mich, o Herr, Mein Hort ist Gott, Mein Jesu, für dein Mein Leben steht in G. Mein Schi dessen Mein Vater und mein Menschenfreund, na Menschen is' 4 Mich seil Mir nach, spricht Ch. Ernst, o Menschenk. Mit Freuden laßt uns 451 Mit frohlockendem G. 67 Mit lautem Schall fr. 504 Mittler, schau auf sie 405 Mit welchem Dank 47⁷ Mit welcher Langmuth 26 197 473 370 Nach einer Prüfung Nach einer schmerzenv. Nach frommer Eintracht Nach Gottes weisheits. Nach Jesu A Nach meiner Seelen E Nahet anbetend dem 16 Naht dem Altare, Naht mit Andacht im G Nicht auf den Höhn. n. 54 Nicht, daß ichs schon Nicht für der Felder Unst. 198 139 Nicht lang ein Pilger 483 Nicht mehr, als meine 471 Nichts ist von ungefähr 35 Nicht um ein flüchtig 136 Nicht um Reichthum 296 Mie bist du, Höch Nie will ich wieder fl. 373 Nimm unsre Dankgef. 63 Noch immer weck seln 41 Noch läßt der Herr 12⁴ Noch leb ich. Ob ich m. 184 Noch nie hast du dein 18 wir hier mein *1 O, blickt hinauf, zur E. 375 Ob wir sind, wie wir 376 O Durst nach Blut! o 105 Oft klagt dein Herz, w. 25 O Golgatha, zu deinen 118 O Gott, den alle Wesen 312 O Bott, der du mein O Gott des Himmels 34 O Gott, deß starke 23 O Gott/ du bist mein 2 Gott, du frommer 253 großer Gott, du rein. 137 Heiland, dessen hohen 170 O heil'ger C„kehr 135 rr, mein— d. 356 HO Kir O könnt der, dies ich dich, O Menschenreundhn m. 171 O selig, wer zufrieden 388 O stimm auch du mit 76 O welch ein Glück, ein 47 5 bein Segen ist ein 417 ein unschätzb. 380 9 t, sieh hier dein L. 113 O wie selig seyd ihr 501 O wie sanft ist, Herr, 56 O wie unaussprech 199 YVreist, Christ Preis und Anbätung en, SISISI — *e.— 7 *—— —** V mm.———— 2 SII** — 1 4 ö 1* — nde= tlein zu 9⁴ Schüͤtze die A ie— Schweiget 27 Schu liegt der Trenn. 501 nir alle 8 „ heilige 6 u. 504 = t J 11 11 mmel 131 men flehen 461 Sei n die S. 117 Sei ge ei mir 10 Sei ott ischr du hatt. 108 Sei hock prieser der rr d 6⁰ Sei mir gegrüßt zu m. 427 Un tt ist groß und 90 Sei zufrieden ein G. r Wandel ist im 5 Selig Jesu sind die 189 Unsre K Unsre S. 18 iind de Himmels 181 Uns strömt au deiner Selig sind, die in dem 48 Ur rb eit, Unsterbl „ 1 HI„R WSelig u mir st n* r manchen dangen Sentt den Leichnam, Unu brankte Liebe Senkt nun den veib in 492 Unwiederbri schr 4 40 4 7 3 7 4 FN. ů 2* * 4 ů —* —* — ν ————. * ——— .—* —— .......)——— — N Wer M V te X V H8 Wie Wiü HN/ Wie M. 2ole Wie Wie Ma Wie Wie Mie g,* Wer Wie — Nie u mit Lust und Eifer 4 1 N nur den lieben G. nur ein Laster liebt 54 sich mit Ernst der 333 stets mit zen 256 Sunde thut, der unter deinem Sch. 431 weif wie al in 184 X ahe m 18 3 dlicher sehn lauten 2 reu ich mich der W. 201 getrost und heit 228 naͤdig ist des Höch. 446 groß bist du, o Gott groß ist des Allm. 21 groß ist unsre S 383 groß, o Herr, ersch. 107 groß, wie ange et 69 gut, T 145 heirer fließt mein im Herbste f leicht verkenn ich 314 mannigfaltig sind 327 sanft, mein Vater, 294 sanft sehn wir den 486 Wie wohl ist mir, o Fr. 2²⁰ Will mich, Gott n. 30 Willst du der Weisheit 20 3 Willst du die Buße noch 15 Wir alle, Menschenvater 4l I Wir flehn für unsrer Ae Wir gel U 1s Grab und Wir glauben an den ein. 2 numen, Helrer 1 nd in Noth, laß 4 trocknen unsre Thr. * Ir 1 hr V eilt ihr hin, ihr Leb. Wohl dem, der betre 5 Woͤhl dem, der in dem Wohl den der richtig 3 9 Wohl dem, der sein Wohl mir, o Schöpfer 4½ Akbätta 34 0. 1** Wohl uns, wohlu d Wohlzuthun ve V Wo ist we vort aus 3 dir, o Ge* C 1 40 3 3³ Zum Himmel erhebe 1155 5 309 Zur Arbeit, nicht zum 95 zur frühen Gruft 4 Zwar wird noch manche 2 Gsee baͤt e z ur Hausandachet Norgengebaͤt am Sonntage. Geoger und heiliger Gott! du Schöpfer und Herr des Himmels und der Erden! bei dir ist Allmacht, Weis heit und Güte, und du bist würdig, von allem, was auf Erden und im Himmel ist, verehret, gefürchtet und geliebet zu werden! Dich preiset meine Seele für deinen mannigfaltigen Segen, den du über mich und die Meinigen auch in der zurückgelegten Woche ausge⸗ breitet bast, für deinen väterlichen Schutz über uns in der obgewichenen Nacht, und insonderheit für die großen Wohlthaten, die du an diesem heiligen Tage erneuern wirst. Deine Weisheit und Gnade hat uns denselben zu deiner feierlichen Verehrung, zur Beförderung unse⸗ rer Rühe in dir, dem lebendigen Gott, und zu unserer nähern Vorbereitung zu deiner ewigen Gemeinschaft geheiliget. O wie gesegnet wird er auch mir seyn, wenn ich ihn, nach dieser deiner liebreichen Absicht, zur Erquik⸗ kung und Heiligung meiner Seele durch dein seligmat chendes Wort anzuwenden suche! Dein großer Name sei gelobet, daß du mir die öffentliche Feier dieses heiligen und frohen Tages in Gesundheit, Ruhe und Gewissens⸗ freiheit verleihest! Verherrliche dich heute, d Gott in den öffentlichen Versammlungen durch einen allge⸗ meinen Segen! Heilige du selbst die Opfer unsers Get bäts und unserer Lieder, daß wir dich im Geiste und in der Wahrheit anbäten. Allwissender! du keynest inson⸗ derheit meinen und der Meinigen Seelenzustand. Ach laß uns auch heute die göttliche Kraft deines Wortes also an unsern Seelen erfahren, daß wir nach unserer Beschaffenheit dadurch wahrhaftig gebessert, im Glau⸗ ben und allen dir wohlgefälligen Tugenden gestarker, durch deine Tröstungen beruhigt, und in deiner Gnade zum ewigen Leben befestiget werden! Laß uns nicht nur A in— 2—9—0. üt * 1 ... DDDR 2 Morgengebaͤt am Sonntage. in deinem Heiligthume deine wohlthätigen Absichten er füllen, sondern auch in unserm ganzen Verhalten uns befleißigen, daß wir dir geheiliget werden. Die Ruhe, die du uns heute von unsern leiblichen Geschäften ver— stattest, werde doch insonderheit zur wahren Erholung unserer Kräfte, zur Sammlung des Gemüths, und zu dessen Richtung auf unser ewiges Heil angewandt! Be⸗ wahre uns, gütiger Gott, daß wir nicht durch unnöthige Geschafte und unnütze Zerstreuungen den Segen dieses Tages und deines Wortes an uns vereiteln. Unser gan⸗ zer Wandel müsse dich verherrlichen, und es beweisen, daß wir dir dienen. Insonderheit laß uns dieses als⸗ dann beweisen, wann du uns Gelegenheit gibst/, unsere Liebe zu dir, durch eine thätige Liebe gegen unsern Nächsten, an den Tag zu legen. Heilige, o Gott, auch alle unsere Vergnügungen an diesem heiligen Tage. Laß uns nichts vergnügen, als was mit Versicherung deis ner Gnade genossen werden kann. Laß uns dureh dis Freuden, die uns deine Freundlichkeit auch im Leihlichen schenket, immer mehr zu dir, der Quelle aller Freuden/ geführet werden, damit also dein Tag uns in allem eine wahre Vorbereitung zu deiner ewigen Anbätung und zu der ewigen Ruhe und Seligkeit seyn möͤge/ die duů den Deinen verheißen hast. Segnest du, Herr, deinen Tag zum ewigen Heil unserer Seele, so wirst du uns auch im Leiblichen nicht verlassen· Du, mein himmlischer Vater, weißt, was wir bedürt sen. Dir sei unser keben und unsere ganie Wohlfahfrt auch heute, auch auf diese Woche, und auf die ganse Zeit unserer hiesigen Wanderschaft empfol len! Leite du uus nach deinem Rath, und nimm uns endlich zu Ehren an, um Jesu Christi willen! Amen Abendgebaͤt am Sonntage. Iznädiger und liebreicher Gott! dein Ramẽe ist herr den ist, und dein Ruhm höher, denn die Himmel. Dank sei dir für die ernen erten Gelegenheiten, die ich diesen Tag gehabt habe; dich in deinem Hause anzubeten, mich mit andern Chri sien zu deinem Dienste zu vereinigen, die Erklärung 1* ne SS..—— nes Worts zu hören, und ket und auf die We— leitet zu w rden! Gid mir/ die Vortheile ge, und es nicht blos bei dem sondern durch die That beweise, sichten, zu denen sie gegeben sin mich geschickt, daß ich meinem ho be, gemäß der en, gemäß den Verheißu Vergib mir, gütiger Abendgebaͤt am Se n ren d E ott, ie du mir verschafft die mir gen, die ich zu gewarten *8* die heute Lae h aben. ten, die meine Andacht noch h gib die Trägheit und Unthätigkeit id, anwende. — R — ichtet, gestär— zristlichen Tugend ge⸗ daß ich nun auch gel drig nutzen mo⸗ aß ich sie zu den Ab⸗ Mache derufe gemäß le⸗ auferlegt sind, und habe. Invollkommenhei⸗ Ver⸗ einer Em zfnonn gen, die Zerstreuung meiner Gedanke n/ die 277 uf⸗ merksamkeit meiner Se daß ich deine Ruhetage weiser und ernsthafter, sinnter werden möge, als ich hebe mich über die mich nicht den irdischen Di diese Welt blo 8 ꝛZu Rn i tein schoͤner* 1 u mich erkennen, d hier nie n sondern, daß mir eine f vorbehalten werde. Gib it Fremdling ar ger und Ich mache mels lebe. dure ele guf deine Gebote. immer heiliger zubringe, immer atidüchti ½ deine ger und bisher Welt, so lange ich ingen so nack Antheil erwählet, ur O gib/ himmlischge⸗ gewesen bin. Er—-— in dir lebe. Laß ob ich gen, als ige Wohnung hier als n Pi · in Bürger des Him⸗ Kraft, o gütiger Goit, geschickt, alle Schwierigkei 477. eschwernisse, Gefahren und Versuchungen zu überwinden⸗ die mir auf meinem Wege durch einen täglichen immer des glorreick deiner e im Lichte Gelobet sei dein Nan mich bis auf diesen Nag mit thaten an Leib und Seele begn Empfindungen deiner un rühren, und gib, Worte, sond Und nun, deine gnädige Aufsicht! Pescht 0 zum Hin mel aufsioß— und laß o liebreicher Got ad Ee 5e 2 * mich chs an Heiligkeit un Tugend etls wärtet. fähiger werden, das der du so vielen und—7 Wohl⸗ iget haf! O laß die verdienten Güte stets mein Herz daß ich dich nicht 1 ern auch durch mein Leben nur durch meine preisen moͤge. Gott, nimm mich auch diese Nacht unter mich vor allem Uebel und 6.. 44 48..... 4 Morgengebaͤt am Montage. und erquscke mich durch eine sanfte und stärkende Ruhe. Deiner liebreichen Fürsorge empfehle ich alle die Meini⸗ gen. Thue ihnen Gutes, und segne sie mit allen sol⸗ chen geistlichen und leiblichen Gütern, von denen du weißt, daß sie derselben am meisten bedürfen. Stehe den Unglücklichen bei. Breite deine wohlthätige Barm—⸗ herzigkeit über das ganze menschliche Geschlecht aus. Erhöre, gütiger Vater, dies mein unvollkommenes Gebät, und laß dir mein demüthiges Lob und Flehen in Gnaden gefallen! Erhalte mich mein kurzes und unget wisses Leben hindurch in der Liebe zu dir. Tröste und stärke mich in meinen letzten Augenblicken, und nach dem Tode sei du mein Theil und großer Lohn, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn. Dir, mein himmlischer Pater, sei Lob, Preis und Ehre, jetzt und immerdat! Amen. Morgengebaͤt am Montage. O Herr! durch deine große Barmberzigkeit fange ich —..—— mit diesem Morgen meine Wochenarbeit von neuen an. Deine ewige Liebe und Treue, die mit deinem Se gen mich und die Meinitzen bisher überschüttet hat, gehe denn auch heute mir von neuem auf, wie die Morgen roͤthe! Wer bin ich, o Gott, daß du mich bis hieher gei bracht hast? Ich bin ja, leider! noch immer ein Sünden dem es an allem Ruhme mangelt, den er vor dir haben ö sollte. Ich thue, leider! nicht immer, noch völlig/ was ich tlein sollte. Meine Gedanken sind eitel; mein Herz ist bald trotzig, bald verzagt. Ach so siehe denn, mein Gott, mich guch heute ja nicht an, wie ich an mir selbst von Natur und in meinen Sünden bin! Gedenke aber/ lieber Vateri, an deines Sohnes Gehorsam und Gerecht tigkeit, daß ich durch ihn vor dir gerecht, und von di gesegnet sei. Verlaß mich nicht, und thue nicht die Hand von mir ab. Gott, mein Heil! Lehre mich au hente und die ganze Woche thun nach deinem Woblge— follen; dein guter Geist führer mich auf ebener Bahn⸗ Ich weiß nicht, was mir in dieser angefangenen Woche degegnen wird: behüte du mich aber vor allem Uebel; behüte meine Seele, behüte meinen Leib, behüte Ein in. —— 2—————— Morgengebaͤt am Monkage. 15 Eingang und Ausgang. Wehre allem Bösen, welches mir das Ziel meines Christenthums verrücken könnte. Laß mich leben im Glauben deines Sohnes, und da— durch alles, was ich thue, in dir gethan seyn. Gib zu meiner Arbeit dem Leibe Kraft und Gesundheit, dem Gemüthe Ruhe und Freudigkeit, bei einer gewissenhaf⸗ ten Sorgfalt, und erfreue mich mit deinem göttlichen Gedeihen. Erhalte mir den Segen, den du mir bisher hast zufließen lassen. Ernähre mich, versorge mich, beschirme mich. Gib mir Weisheit, meine Zeit wohl anzuwenden. Legest du mir dabei eine Last auf, so hilf mir auch, und laß mich allzeit erfahren, daß du der seist, der uns von allem Uebel erlöset hat, und noch ferner erlösen wird. Segne die Meinigen, und zeige ihnen dein Heil. Und wie alles auf dich, mein Gott, war⸗ tet, so segne auch heute und in dieser Woche alle gute Nahrung und dir wohlgefällige Arbeit, und gib, daß ein jeder dabei sich redlich nähre, und mit allem guten Gewissen vor dir wandele. Ja, thue deine milde Hand allenthalben auf, und erfülle alles, was lebet, mit Wohlgefallen. Denke an uns alle, und segne uns; segne, die dich fürchten, beide, Kleine und Große; segne uns je mehr und mehr, um deines lieben Sohnes Jesu Ehristi, und um seiner kräftigen Fürbitte willen, Amen. Abendgebaͤt am Montage. Liebreicher Gott! ich danke dir! und bäte deine Macht und Güte an, die ich und die Meinigen auch diesen heutigen Tag erfahren haben. Was bin ich, daß du mich bis hieher gebracht, beim Leben erhalten, mir so viel Gutes gethan, und mich so reichlich gesegnet hast? Von deiner Gnade, o mein Gott, bin auch ich, was ich bin, und deine Gnade ist nicht von mir geidichen. Also hast da auch heute meiner armen Seele und meines sterblichen Leibes dich herzlich angenommen, meine Armuth gesegnet, meinen Unterhalt mir verschaffet, alle meine geistliche und leibliche Rothdurft in Gnaden an⸗ gesehen; ja, überhaupt meiner Schwachheit mit deiner Kraft mächtig geholfen. Wer ist, o Herr, wie du, dee du mich so hoch gesetzet hast, und doch auf das Riedeigr so —7.— —— ———.— — so gnädig siehest? Nun ein Bott du nicht nur wohnest in der Höhe r Heiligthum, sondern auch bei denen die zerbrochenes und zerschlagenes eistes sind, auf daß d ickest den C der Gedemüthig ten und das ier müthig: tilg idlichen Sündenflecken durch das 2 5 bet vesu Christi Du bist der Herr* 1 Willen alles gesch ehen, und dem alles dienen soll wie finde ich hingegen meih nen Willen deinem heilige Wellen so sehr zuwider/ S Andenken deiner Gna⸗ 1, schone meiner! ver—⸗ hler! Erfülle zerheißung: Ich will ien. Du bist ja nicht fe ner an mi ie g dich nicht verl assen, noch versän ein—.— der ferne sei, du und Erde, und u st fül llest vielm ehr Himmel von mir: eile auch Beweise auch an mir derer, die auf ihn h esch was du mir verliehen hast, unter für mich, so wir d alles, dem Se atten deine Flügel. Sei du f d nichts wider mich seyn. Ja, Vater, wie du deines ge liebte n Sohnes nicht alle, und auch für 2 — D — — * 2 *—— 4 2 — 2 m ihin gegeben hast, so schenke mir und allen, di hnu nommen haben, heute und allezeit mit demisel ben alles andere, was wir an vet nd Seele bedürfen, Amen, um Jesa willen, Amel iner Waganefre zn meiner Frei du schaffest daß uhe. üiust die Erde Ledech„ une ich selt R0 Vn mir nich dann wachest du, mein Leben zu dewahren; aber du bist es, Herr und Gott *F—UT————— — Morgengebaͤt am Dienstage. 7 Gott der Welt, der an jeglichem Morgen dem Tage und seinem Lichte wieder ruft, die Seele zu erwecken; du machest es, daß ich nach einer sanften Nacht mich wieder eines neuen Tages erfreuen kann. Was ist denn billiger, was ist eines venünftigen Geschöpfes, welches dich zu erkennen fähig ist, würdiger, als dir, dem Gott und Vater meines Lebens, aus dessen Hand ich es auch jetzt wieder, wie neu, empfangen habe, dafür zu dan⸗ ken und deinen Namen zu preisen? Dies sei denn auch jetzt, in dieser frühen Morgenstunde, mein erstes Ge⸗ schäft! Meine Seele lobe dich, den Herrn, und alles, was in mir ist, deinen heiligen Namen! Meine Seele lobe dich, und vergesse des Guten nie, das du, bis die⸗ sen Augenblick an mir gethan hast! Daß ich sicher und ruhig geschle fen habe, daß kein Unfall mich in dieser Nacht betroffen habe, daß ich das Licht dieses Tages eben so gesund wieder erblicke, als ich es gestern verlöschen sah daß ich nicht nur meine Glieder zu den Geschäften dieses Tages wieder brauchen, sondern auch mit er⸗ neuerten Kraͤften brauchen, und was noch mehr ist, daß ich vernünftig denken, und von den sämmtlichen Kräf⸗ ten meiner Seele einen solchen Gebrauch machen kann, der einem vernünftigen Wesen anständig ist: das alles, . Gott, habe ich deiner Güte und Treue zu danken. Verleihe mir nun auch die Gnade, daß ich den Werth der Güter, die deine Hand mir an diesem Morgen aleichsam von neuem geschenket hat, erkennen und schä⸗ zen, und daß ich sie zu der Absicht anwenden möge, zu welcher du sie mir gegeben hast. Gib, daß ich heute in allem, was ich beginne, in meinen Geschäften, in meinen Vergnügungen, in allen Umständen und Ver⸗ bindungen, in welche ich kommen kann, dich vor Angen und im Herzen habe, und an deine Gerechtigkeit, an dein heiliges Gebot, und an meine zukünftige Rechen⸗ schaft vor dir, dem Allwissenden, fleihig denken möge. Dadurch werde ich am sichersten berahret werden, daß ich in keine Sünde willige, noch irgend etwas mit Vor⸗ satz thue, was wider dein Gebot ist. Erhalte mein Herz auch an diesem Tage bei dem Einigen, daß ich deinen Namen fürchte; denn die ich, Herr, fürchten, haben 2. 7 ader teinen Mangel an irgend einem Gute, das Wahehaf/ ig⸗ — R — 2 2 Abendgebaͤt am Dienstage. tig glücklich macht! Erhöre mich um des Mittlers willen, in dessen Namen ich zu dir bäte. 2 Abendgebaͤt am Dienstage. . Cuch freue mich deiner Güte, o Gott, und komme mit Danken vor dein Angesicht; jeder Tag, jede Stun 4 de, seder Augenblick meines Lebens gibt mir neue Baer 4 weise von deiner väterlichen Huld und Gnade, und 14 legt mir neue Verpflichtungen zur Dankbarkeit und zum Gehorsam gegen dich, meinen Vater und Wohlthäter, auf. Auch heute hast du dich an mir Unwürdigen nicht unbezeugt gelossen; auch heute hast du nur in allen Absichten viel Gutes gethan. Wie viel bekannte und unbekannte Gefahren und Uebel hast du durch deine gnal dige Vorlehung von mir abgewandt! Wie viel geistliche und leibliche Wohlthaten habe ich aus deiner freige! bigen Hand empfangen! Wie kann ich dir, dem Herrn, meine Dankbarkeit genugsam beweisen? Nimm meil nen Leib und meine Seele zum Opfer hin. Sie sind dein, und deinem Dienste, deiner Verherrlichung soh len sie auf ewig geheiliget seyn! Möchte nur mein Eises dir zu gefallen, deständiger, möchte der Gehorsam, deh ich dir leiste, reiner und vollkommener seyn! Aber,/ d mein Gott, wie weit bin ich noch von dem Ziele del christlichen Vollkommenheit entfernt! Wie vieler Nache lässigkeit und Trägheit im Guten, wie vieler Vergehun 46. SSe 5 gen und Fehler muß ich mich täglich vor deinem Ange sichte beschuldigen! Wie beschämt bin ich, wenn ich an ö meine Sünde gedenke! Ach Herr! ich bereue sie von gaht zem Herzen. Ich entschließe mich, in deiner Furcht mih ö immer mehr von allen Befleckungen des Fleisches un des Geistes zu reinigen, und meine Heiligung zu vollel⸗ den. Stärke mich selbst, o Gott, in diesem guten Vor! satze. Stehe mir in der Ausführung desselben mächtiß bei. Gib, d⸗s ich alles, was dir zuwider ist, hass und als das größte Uebel meide und fliehe. Gib, daß ich alles, was dein heiliger Wille von mir fodert/ auit richtig und mit Freuden thue. Laß mir den morgenden Tag Reigtger seyn, als den heutigen; laß mich täglich Weishen aud Tugend wachsen, und immer nehr ues 6i⸗ ————————— — I Morgengebaͤt am Mittwochen. 9 deinem Ebenbild erneuert werden. Dein mächtiger Schutz bedecke mich und die Meinigen auch in dieser Nacht, damit uns kein Unglück begegne, und keine Plage sich zu unserer Wohnung nahe. Schenke mir el⸗ nen sanften und erquickenden Schlaf. Laß mich morgen, wenn es dir gefällt, mit neuen Kräften wieder aufwa— chen, und gib, daß ich sie nach deinem Willen und zu deiner Ehre anwende. Tröste, barmherziger Gott, trö— ste alle Elenden, die in dieser Nacht durch Schmerzen und Krankheit, oder andere Trübsale der süßen Ruhe be⸗ raubet sind. Erbarme dich aller Menschen. Dir, Herr, mein Gott, übergebe ich meinen Leib und meine Seele. Leite mich nach deinem weisen Rath, und nimm mich endlich in deine Herrlichkeit auf. Ich bitte dich um dies ses alles in dem Namen und als ein Jünger Jesu Christi, unsers Mittlers und Seligmachers. Amen. Morgengebaͤt am Mittwochen. G'nSchbper und Herr des Himmels und der Er⸗ den, barmherziger Wohlthäter und Vater der Men⸗ schen! dich bäte ich als den Urheber und Erhalter mei⸗ nes Lebens, als den Gott meines Heils, als die ewige und unerschöpfliche Quelle meiner Glückseligkeit demü⸗ thigst an. Ich danke dir mit Freuden für mein Leben, für meine Gesundheit, für meine Kräfte, für alle geist⸗ liche und leibliche Vortheile, die ich besize. Dir danke ich insbesondere dafür, daß du mich in dieser Nacht mit deinem mächtigen Schutze dedecket, daß du alle Ge⸗ fahren, die mir droheten, von mir abgewandt, daß du meinen Leib durch einen sanften Schlaf erqulkket, und mir neue Kraft und neues Lehen eingestößet hast. Wer bin ich, o Gott, wer bin ich, daß du dich meiner sy vä⸗ terlich annimmst? Ich bin ein Sünder, der deine heiligen Gesetze übertretten, der deine Wohlthaten ölters ge⸗ mißbraucht, der sich des schändlichen Undaues gegen dich schuldig gemacht, und als ein solcher nichts gis In:⸗ gnade und Strafe verdienet hat. Aber du handent icht mit uns nach unsern Sünden, und vergistst une dicht nach unsern Missethaten. Noch schonest du meimey, Wie ein Vater seines Sohnes schonet. Noch fahrest din sont, mich — : nn- 43 Wor„AoKs Mii„o Morgengebaät am Nittwochen. mich zu segnen und mir Gutes zut mich durch Güte zur Buße leit o Gott, daß ich dich, meinen Va so oft beleidiget, und dir den schuldigen Gehorsam ver⸗ weigert habe! Ach, strafe mich nicht, wie ich es ver⸗ dienet habe. Sei mir gnädig in Christo, deinem Soh—⸗ ne, und verzeihe mir um seinetwillen alle meine Sünden. Siehe, ich heilige mich dir ganz und gar. Ich verab⸗ scheue das Böse, das ich bisher gethan habe. Ich er neuere hiermit in deiner Gegenwart, o Gott, den auf richtigen Vorsatz, alle unordentlichen Begierden, die in mir aufsteigen, zu unterdrücken, alle böse Gewohnhei⸗ ten, die ich noch an mir habe, zu bestreiten, und mich in meinem ganzen Verhalten ni nach dem Willen meines Fleisches, oder nach dem Beispiel der Lasterhaf⸗ ten, sondern allein nach deinen guten und heiligen Ge— boten zu richten. Ach Herr! stehe mir selber mit deiner Gnade bei, diesen guten Vorsatz mit Treue zu erfül len; denn ohne dich vermag ich nichts. Bewahre mich anch heute vor allen Versuchungen der Sünde, und wenn ich versuchet werde, so laß mich nicht fallen. Laßt mich oft an den Tod, an das Gericht und an die Ewig. keit gedenken, und dadurch weise werden zur ewigen Se⸗ ligkeit. Verleihe mir Gesundheit und Kraft zu meinen Berufsgeschäften, und begleite sie mit deinem Segen. Dir und deiner Gnade, o Gott, empfehle ich alle Men⸗ schen. Segne insonderheit diejenigen, die du durch die Bande des Blutes und der Freundschaft mit mir ver, bunden hast. Gib, die Pflichten unsert Berufs treulich erfüllen, und deine Ehre und das Heil unserer nunsterblichen Seele zum letzten Entzweck aller unterer Bemähung machen. Erhöre mich, Vater der Barmherzigkeit, und sei mir gnädig um Jesu willen. en Amen. IN. ́i Me b—44** Abendgebaͤt am Mittwochen Barmherziger Gott! nach deiner Verordnung bedecket „jet wiederum Finsterniß unser Erdreich? bei dir aber, du Vater des Lichts, muß auch die Finsterniß Acht sehg. Auch diesen Tag lege ich unter deinem gna⸗ digen ——:.::ꝛ Abendgebaͤt digen Schutze zurück, und preise deinen heiligen NRamen, für alle deine gute und vollkommenen G aben, die mir deine Gnade heute geschenket und erhalten hat. Ich danke dir nicht nur, daß du 3919 das Licht memmner leiblichen Augen verliehen und bisher bewahret hast, sondern auch und vornemlich, baß du dein heiliges Wort Uch immerfort meiner Seele leuchten lässest, als ein Licht auf meinen Wegen. Zwar muß ich, o mein Gott, auch heute vor dir bekennen, daß ich nicht stets nach diesem heiligen Lichte gewandelt habe; stelle aber meine heutige mir bewußte Uebertretung nicht im Zorne vor dich, noch meine unerkannten Sünden ins Licht vor deinem Angesichte: sondern wirf sie hinter dich zurück, und sei mir um Christt willen gnädig. Bleibe du nun ferner bei mir, mein Gott, da es jetzt Abend worden ist. Bist du nre in Licht und mein Heil; vor wem sollte ich mich fürchten? Bist du meines Le⸗ bens Kraft, vor wem sollte mir grauen Wann meine Augen geschlossen sind„so laß deine Augen über mir offen stehen. Laß meine Seele und meinen Leih und am Mittwochen. 11 alles, was ich habe, unter deiner liebevollen Fürsorge hi verwahret seyn. S Sorge für mich und die Meini⸗ gen; sorge für alle Menschen! Erbarme dich aller Ar⸗ men, 105 r Kr mund Elenden! Hilf ihnen, und lin⸗ dere ihre b ihn en tröst⸗ und ihren Kummer! G lich e aufrichten und stärken können, und sie delne WMack cht und Liebe empfinden. Soll ich nach deinem gnädigen Willen noch länger hier leben, so laß mich morgen mit einer dankbaren Empfindung von deiner Güte erwachen, und mich den Tag zu der Er füllung deiner gütigen Absichten anwenden. Sollte aber in dieser Nacht die Zeit meiner Vorbereitung zur Ewigkeit aufbören; o so vergib mir, was ich von die— sem großem Entwecke dersäumt habe, um Jesu Christi willen, und erfülle deine theure Verheißung, daß du mich/ um seiner 96 Erlösung willen als völlig benna⸗ bei dir ewig selig wachen wollest. Gott! mein Vater l durch Jesem meymen, IGK Woi v M 9— mein Thriß E 5 Ehristum, Amen. Morgen —— — .IISIIII‚I‚.. — ——* ——— 1 . 4 7191 H 41 1 7641 5 V 5 ** 4 44 RI 14* wm müti SSSDRRRR ** 4 * 1 7 1 44 * ————s —.— e 2 eee Morgengebaͤt am Donnerstage. G'm Quelle meines Lebens und desselben Erhalter! mein Bott! durch dessen Güte ich von nenem einen Tag anfange, sei du mein erster Gedanke! Dankbarkeit und Liebe gegen dich müssen die ersten meiner heutigen Empfindungen seyn! Noch sind Leben und Gesundheit mein; beide hast du mir auch in dieser Nacht- erhalten; deine Güte wachte über mich, daß kein Unglück sich mir nahen durfte. Daß ich heute von neuem thätig in meinen Geschäften, und zu meinem und meines Nächsten Rutzen wirtsam seyn kann, das ist ein Geschenk und kommt nur von dir. Was habe ich, das ich nicht von dir empfangen hätte? Wer ist mein Vater, mein Wohl⸗ thäter: mein Freund, wenn du es nicht bist? Wer ist mehr, als du, meine sicherste Zuflucht? Du Allmäch⸗ tiger, Allweiser, Gütigster, du bist mein Schöpfer, mein Jott, mein Vater! Wie glücklich bin ich! Könnte ich es wohl mehr seyn, als ich es dadurch bin, daß ich von dir, von dir allein abhänge? Dein bin ich, und dein will ich ewig bleiben; dir sei mein Schicksal gänzlich heimgestellt; regiere du es nach deinem Wohlgefallen; dein Wille. ist auf alle Weise der beste, dein Wille get chehe! Führe mich immer nach deinem Rath; dein dath ist Seligkeit für mich; ich kenne kein seliger Glück, als datz, dir zu gehorchen; dein Wille allein sei mein Gesetz! Sei du allein der Herr meines Herzens! Herrsche du üder seine Gesinnungen, über seine Reigungen, über seine Wünsche; verstatte nicht, daß irgend etwas, das dir zuwider ist, sich in dasselbe einzuschleichen suche! Fehle ich, so lehre mich meine Fehler erkennen und ver“ bessern. Dir zu gefallen, ist mein erster Wunsch; so lange ich denken kann, will ich so denken. Ich empfehle mich und die Meinigen auch an diesem Tage deinem mächtigen Schutze. Laß deine Huld mich auch heute begleiten, auch heute über alle meine Schritte wachen: sei mein sei aller Menschen Beschützer! Sollen meinet Tagr zoch mehr werden; so seien sie dir alle geheiliget! Las niich eigen, und auch diesen nicht verleben: ohne da erse. Gott! deine Güte müsse sich mit jedem Tags iiber mich erneuern; aber auch Weage * 0a Abendgebaͤt am Donnerstage. 13 Tage laß mich deiner Liebe und Güte würdiger werden! Erhöre mich, und erfülle meine dir wohlgefaͤlligen Wün⸗ sche, wie du es mir und allen, die nach deinen Willen bitten, durch Christum verheißen hast. Dir sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. Abendgebaͤt am Donnerstage. rtermal ist von der mir bestimmten Lebenszeit ein Tag vorbei. Dir, gütigster Vater, dessen Geschenk er war, dir müssen auch noch seine letzten Augenblicke ge⸗ weihet, dir müssen die letzten meiner heutigen Empfin⸗ dungen heilig seyn! Nur deiner Huld allein, unendlich gütiger Gott! habe ich es zu danken, daß du mir bis hieher geholfen hast; alles, was ich bin, und was ich habe, din und habe ich nur allein von dir. Wie viel Gutes hast du mir heute erwiesen! Wie viel Böses hat dein gnädiger Schutz von mir abgewendet! Du bist doch nur allein mein wahres und auch mein höchstes Gut; du wirst es ewig seyn. Da ich dich habe, was sind mir Himmel und Erde? Deine Huld verwandelt das Miß⸗ vergnügen meines Lebens zur Seligkeit. Diese Welt, so weit entfernt von deinem Himmel, ist doch so voll von deiner Güte! Was wird denn jene seyn, wo der Freuden die Fülle vor deinem Angesichte, und volle Seligkeit zu deiner Rechten ist! Welche Glückseligkeit wartet dann auf mich in dem Stande meiner Vollendung! O, wann wirst du, Vater, mich würdig finden, mich unter deine Hausgenossen aufzunehmen? Könnte doch nur mein Leben dir immer angenehm seyn; und mein Wandel dir immer gefallen! Mit allsehenden Blicken erforschest du mein Herz. O, mögte es doch immer rein, doch immer rechtschaffen vor dir erfunden werden! Herr, ich gelobe es dir, und will es auch halten, daß sch nach den Rech⸗ ten deiner Gerechtigkeit leben will. Hilf du wit ur, bei meiner natürlichen Schwachheit, und eisehe inein Unvermögen durch den kräftigen Einstuß der gutenteriebe deines Geistes. Auf dich verlaß ich mich in gnem was meine wahre Glückseligkeit befördern kann Jetzt überlaß ich mich der Ruhe; laß mir, loß den Meini⸗ gen 234 ——— S— S SSRR * πν —.—...——— H— ——„„ ..N A 14 Morgengebaͤt am Freitage. gen, laß diesem Hause, laß allen Menschen deine mäch tige Beschirmung wiederfahren; verhüte gnädig Unglül und Schaden! Soll ich in dieser Welt wieder erwachen, so sei ferner mein Gott, wie du es bisher gewesen bist so flihre mich an deiner Hand auf dem Wege, den ich noch durch diese Welt zu gehen habez so laß dein Auge mich leiten, daß ich nicht von deinen Geboten abweiche so regiere mich, daß e der Unsterblichkeit mich immer würdig meinem Berufe betrage, und schon auf Erden mein Wandel im Himmel sei! Amen ich als ein Erbe N89 nae 2 Morgengeb 4 A* Heiland der Welt! Treueste 0 7** ⁰r 1 —— fur alle gestorben, auf da so da leben, hin ben, dern dir, der du für ss; anden bist. Dir widme ich henn zeben und Denken von neuem, da ich mich erin nere, daß du an einem Freitage dein theures Leben au L für mich gelassen hast. Ach, laß mich nie ven⸗ gessen, wie viele Mühe und Arbeit dir meine Sünden ge— macht haben, damit ich keine derselben gering achte. In deinem Leiden laß mich die Güte und den Ernst Gottes schauen. Gib, daß ich mich dieser Güte im Glauben freue, und dich, o Gottes Sohn, lebenslang für mei⸗ nen höchsten und besten Frennd halte, indem ja niemand größere Liebe hat, als die, daß er sein Leben lasset für seine Freunde. Und da ich in deinem Leiden, mein Bürt ge, sehe, wie ernstlich Gott die Sünde hasse und strafe, so gib mir Gnade, solche auch ernstlich zu hassen und zu vermeiden. Du riefest an deinem Kreuze: Mein Goltt/ mein Gott! warum hast du mich verlassen? Ach bitte deinen himmlischen Vater für mich, daß er weder heute mein Lebet noch jemals mich verlasse noch versäume. Du trugest dein Kreuz selbst zu deinem Tode, und unterwarfest deinen Willen dem Willen des himmlischen Vaters. Gib, daß auch ich mich diesem heiligen Willen in kind! lichem Gehorsam unterwerfe, mein Kreuz auf mich neh⸗ me, und dir auf allen Wegen deiner Tugenden bestän dig nachfolge. Und wie du mitten in deiner Pein der Deinen nicht vergassest, sondern auch auf deren leiblicht Wohl⸗ — +.—— am Freitaͤge. 15 HHH Morgengebaͤt Wohlfahrt und Erhaltung dachtest, so laß mich auch heute dieser deiner treuen Fürsorge ebensalls genießen. Wende dadurch alles Uebel von mir ab, und alles nöthige Gute mir zu. Bewahre mich und die Meinigen vor Krankheiten und Schmerzen; oder wenn wir ja an un⸗ erm Fleisch leiden sollten, so gib, daß wir uns mit demselbigen Sinne gegen alle Ungeduld waffnen, mit welchem du gelitten hast. O Herr Jesu! du bist am Kreuze ein Fluch für uns geworden, auf daß alle Völker in dir gesegnet würden; laß auch mir deinen reichen Segen an Seele und Leib, und zu allen guten Verrichtun⸗ gen zufließen. Bilde mich nach deinem Sinn, und wie du sogar für deine Feinde, die dich gekreuziget haben, voll Sanftmuth batest, so gib auch mir standhafte Sanftmuth bei allen unangenehmen Vorfällen, die mir etwa heute durch Menschen begegnen möchten. Ja, du Lamm Gottes, das der ganzen Welt Sünden getragen hat, erbarme dich aller, und belehre alle, die dich noch nicht erkennen, dienicht wissen, was sie thun, wann sie dich verwerfen, und durch vorsätzliche Sünden beleidi⸗ gen. Laß das Wort von deinem Kreuze immer mehrere göttliche Kraft und göttliche Weisheit werben. Gedenke an mich und an alle die Meinen, Herr! der du im Reiche deiner Herrlichkeit herrschest, und laß uns dereinst mit dir im Paradiese seyn. In deine Hände befehle ich heute und allezeit meinen und ihren Geist, du hast uns erlöset Herr! du getreuer Gott! Amen. Abendgebaͤt am Freitage. Gott, der du mich auch diesen Tag erhalten hast: ich danke dir für deine fortgesetzte Sorge und Güte gegen mich. Gib, daß ich dir meine Dankbarkeit durch mein aufrichtiges Bestreben bezeige, deinen Willen in allen Dingen zu erfüllen. Ich bitte dich demüthig um Vergebung wegen jedes Vergehens, dessen ich mich schul⸗ dig gemacht habe, und es ist mein ernstlicher Wunsch daß ich mich nie durch den gefährlichen Selbstoetrug verleiten lasse, als werdest du mir meine Sünden vergeden, wenn ich sie auch nicht von nun an zu vermeiden suche. Laß mich fest überzeugt seyn, daß ich nie dir wohlgefallen könne ⸗ —..—j7—— .— — +7 i H — 4228*9—ꝛ— *+— —— RA * —.— — ——3——.——ß—t—— 16 Abendgebaͤt am Freitage. könne, wofern ich nicht ein heiliges und nützliches Leben führe, und daß, wo ich mir irgend eine Art des Ver— brechens erlaube, selbst mein Gebät dir ein Abscheu seyn werde. Gib mir die Gnade, so zu leben, daß ich vor deiner Allgegenwart nie erschrecken darf: und da dir alle meine Gedanken, Worte und Werke bekannt sind, so laß mich niemals weder dem Willen nach, noch in der That, irgend einer Sache schuldig seyn, die dir miß⸗ fallen könnte. Laß mich in der Tugend und Frömmig keit täglich zunehmen, jede üble Gewohnheit abzulegen suchen, und jeder lasterhaften Neigung widerstehen. Erleuchte du mich selbst, daß ich mein Verderben immer lebendiger erkenne, und mit wahrer Ueberzeugung ein. sehen möge, wie nothwendig mir deine Gnade sel, und wie sehr ich der beständigen Führung deines Geistes be dürfe. Laß mich, als ein weiser Christ, vorsichtig auf Erden wandeln, und lehre mich oft an den Tod geden⸗ ken, dawit ich nicht vergesse, wie eitel diese Welt und ihre Herrlichkeit ist, und nicht müde werde, den Weg zu den Frenden des ewigen Lebens, wenn ich auch ost auf rauher Bahn wandeln muß, fortzusetzen. Wache auch in dieser Racht über mich, über die Meinigen, und über alle Meuschen, insonderheit über alle nothleidendt und bekümmerte Menschen, mit deiner guädigen und allmächtigen Fürsorge! Und wenn es dein gnädiger Wille ist, daß ich mit dem morgenden Tage nicht wieder zu diesem Leben erwachen soll, so nimm mich, als dein um Christi willen begnadigtes Kind mit Erbarmung an, und laß mich zu dir und zu ihm geführet rden, nach sei ner liebreichen Verheißunge, daß seine Erlöseten da seyn sollen, wo er ist. Gefällt es aber deiner Weisheit und Güte, daß ich hier noch länger leben soll, so laß mi die noch übrige Zeit dieses flüchtigen Lebens zu deinem Lobe und zum dankbaren Gehorsam gegen die Absich: ten, wozu du deinen Menschen Leben und Kräfte gibst mit redlicher Sorgfalt anwenden. Ich rufe dich hierun an, durch Jesum Christum! deinen ewigen und einge bornen Sohn, um dessen Willen du auch mich zu liebet und zu erhören verheißen hast. Amen. Morgen⸗ Morgengebaͤt am Sonnabend Merr Morgen barmherziger Gott! ick erkenne in die— ser Morgenstunde deine väterliche Gnade und Huld, dadurch du mir, von meiner Geburt an bis auf diese Stunde so viel Gutes an Leib und Seele erwiesen hast. Auch den letzten Tag dieser Woche habe ich durch deine Güte erlebt. Ich preise dich, o Vater! für solche un— zählige Wohlthaten, und bitte dich herzlich, gib, daß ich deiner großen Gnade nimmermehr vergesse, sondern dich mit stetem Danke dafür ehre! Laß mich siets vor dir, o allwissender und gegenwärtiger Gott, wandeln und fromm seyn. Laß mich immer wohl bedenken, daß du mein steter und genauer Aufseher seiest, alle meine Worte hörest, alle meine Werke schauest, alle meine Gedanken bemerkest, und alle meine Wege erforschest. Laß auch heute alles mein Thun gesegnet seyn! In dei— nem Namen fange ich es an. Sei mit mir, und laß es zu deiner Ehre und meinem und anderer Nutzen wohl gerathen. Laß mich, o Herr, auch in dem äußerlichen Berufe, darinn ich nach deiner Regierung mich befinde, treu und fleißig seyn, und dabei nicht blos auf Men⸗ schen, sondern auf dich, den Richter aller meiner Ge⸗ danken und Handlungen, sehen. Verleihe, daß ich mich oft erinnere, wie ich nicht blos Menschen diene, son⸗ dern dein Knecht sei, der du einem jeglichen vergelten wirst, was er Gutes oder Böses gethan hat. Laß mich aus Liebe zu dir auch meine weltliche Geschäfte so verrich— ten, daß ich dir zu gefallen suche, redlich dabei handle, und deinen Willen nicht allein mit Dienst vor Augen⸗ sondern von Herzen und mit gutem Willen thue⸗ Segne meine Arbeit, und was mir deine Hand gegeben hat, daß ich für mich und die Meinigen die tägliche Noth⸗ durft haben möge. Soll ich nach deinem Willen an diesem Tage oder sonst, mit Trübsal und Noth heleget werden: so reiche mir Schwachen deine Hand, daß ich nicht verzage; siarke mich, daß ich Geduld habe, Ind auf dich hoffe. Erbarme dich, nach deiner unendlichen Güte, aller Menschen, die dich suchen und lieben. Laß aller Nothleidenden und Verlassenen Gehat von dir erhöret seyn, und schaffe ne Rath und Trost. Inson⸗ Bů der⸗ f———.2 —* 16 Abendgebaͤt am Freitage. FRe 4%%% könne, wofern ich nicht ein heiliges und nützliches Leben 1 führe, und daß, wo ich mir irgend eine Art des Ver⸗ brechens erlaube, selbst mein Gebät dir ein Abscheu seyn werde. Gib mir die Gnade, so zu leben, daß ich vor deiner Allgegenwart nie erschrecken darf: und da dir alle meine Gedanken, Worte und Werke bekannt sind, so laß mich niemals weder dem Willen nach, noch in der That, irgend einer Sache schuldig seyn, die dir miß fallen könnte. Laß mich in der Tugend und Frömmig⸗ keit täglich zunehmen, jede üble Gewohnheit abzulegen suchen, und jeder lasterhaften Neigung widerstehen. Erleuchte du mich selbst, daß ich mein Verderben immer lebendiger erkenne, und mit wahrer Ueberengung ein sehen möge, wie nothwendig mir deine Gnade sei, und wie sehr ich der beständigen Führung deines Geistes be⸗ dürfe. Laß mich, als ein weiser Christ, vorsichtig auf Erden wandeln, und lehre mich oft an den Tod geden⸗ ken, dawit ich nicht vergesse, wie eitel diese Welt und ihre Herrlichkeit ist, und nicht müde werde, den Weg zu den Frenden des ewigen Lebens, wenn ich auch oft auf rauher Bahn wandeln muß, fortzusetzen. Wache auch in dieser Nacht über mich, über die Meinigen, und über alle Meuschen, insonderheit über alle nothleidende und bekümmerte Menschen, mit deiner guädigen und allmächtigen Fürsorge! Und wenn es dein gnädiger Wille ist, daß ich mit dem morgenden Tage nicht wieder zu diesem Leben erwachen soll, so nimm mich, als dein um Cheisti willen begnadigtes Kind mit Erbarmung an, und laß mich zu dir und zu ihm geführet werden, nach seil ner liebreichen Verheißunge, daß seine Erlöseten da seyn sollen, wo er ist. Gefällt es aber deiner Weisheit und Güte, daß ich hier noch länger leben soll, so laß mi die noch übrige Zeit dieses flüchtigen Lebens zu deinem Lobe und zum dankbaren Gehorsam gegen die Absicht ten, wozu du deinen Menschen Leben und Kräfte gibst, mit redlicher Sorgfalt anwenden. Ich rufe dich hierum an, durch Jesum Christum! deinen ewigen und einge— bornen Sohn, um dessen Willen du auch mich zu lieben und zu erhören verheißen hast. Amen. Morgen⸗ Morgengebaͤt am Sonnabend. Umächtiger, barmherziger Gott! ich erkenne in die⸗ ser Morgenstunde deine väterliche Gnade und Huld, dadurch du mir, von meiner Geburt an bis auf diese Stunde so viel Gutes an Leib und Seele erwiesen hast. Auch den letzten Tag dieser Woche habe ich durch deine Güte erlebt. Ich preise dich, o Vater! für solche un⸗ zählige Wohlthaten, und bitte dich herzlich, gib, daß ich deiner großen Gnade nimmermehr vergesse, sondern dich mit stetem Danke dafür ehre! Laß mich stets vor dir, o allwissender und gegenwärtiger Gott, wandeln und fromm seyn. Laß mich immer wohl bedenken, daß du mein steter und genauer Aufseher seiest, alle meine Worte hörest, alle meine Werke schauest, alle meine Gedanken bemerkest, und alle meine Wege erforschest. Laß auch heute alles mein Thun gesegnet seyn! In dei⸗ nem Namen fange ich es an. Sei mit mir, und laß es zu deiner Ehre und meinem und anderer Nutzen wohl gerathen. Laß mich, o Herr, auch in dem äußerlichen Berufe, darinn ich nach deiner Regierung mich befinde, treu und fleißig seyn, und dabei nicht blos auf Men⸗ schen, sondern auf dich, den Richter aller meiner Ge⸗ danken und Handlungen, sehen. Verleihe, daß ich mich oft erinnere, wie ich nicht blos Menschen diene, son⸗ dern dein Knecht sei, der du einem jeglichen vergelten wirst, was er Gutes oder Böses gethan hat. Laß mich aus Liebe zu dir auch meine weltliche Geschäfte so verrich— ten, daß ich dir zu gefallen suche, redlich dabei handle, und deinen Willen nicht allein mit Dienst vor Augen⸗ sondern von Herzen und mit gutem Willen thue. Segne meine Arbeit, und was mir deine Hand gegeben hat, daß ich für mich und die Meinigen die tägliche Noth⸗ durft haben möge. Soll ich nach deinem Willen an diesem Tage oder sonst, mit Trübsal und Noth beleget werden: so reiche mir Schwachen deine Hand, daß ich nicht verzage; stärke mich, daß ich Geduld habe, und auf dich hoffe. Erbarme dich, nach deiner unendlichen Güte, aller Menschen, die dich suchen und lieben. Laß aller Nothleidenden und Verlassenen Gehat von dir erhöret seyn, und schaffe ihnen Rath und Thost. Inson⸗ B der⸗ i 2————2 Hgonda +.— 2—„„RNon 18 Abendgebaͤt am Sonnabend⸗ derheit gib mir ein Herz, das dich ehret, liebet, und dir vertrauet. Verlaß mich nicht, mein Gott! denn ich hoffe auf dich. Meinen Leib und Seele, und alle die Meinigen, meine Ehre, und alles was ich babe, em pfehle ich jetzt und allezeit in deine mächtige Obhut. Ach Herr! sei mein Schutz und mein Heil, mein Helfer und Erretter, heute und so lang ich hier bin. Erhöre mich, mein Gott, um Jesu Christi willen! Amen. Abendgebaͤt am Sonnabend. Durch deine Güte, o Gott, Schöpfer und Erhalter Dmeines Lebens, habe ich nun von neuem eine Woche verlebt: um einen beträchtlichen Theil din ich nun auf dem Wege dieses Lebens dem ernsten Augenblicke näher gekommen, der alle meine Wochen und Tage endigen wird. Wie schnell sind mir auch diejenigen eutflohen/ welche die vergangene Woche ausmachten! Wie geschwind habe ich das Ende derselben wieder erreicht! Vergun * ...+.—; ISESiiiieele gen und Mißvergnügen, Freude und Kummer, Zufrieg denheit und Unruhe, Empfindungen von verschiedenet RNatur, machen ihren Inhalt aus. Gott. Vater der Zeit und Ewigkeit! wie wenig wichtig, wie gar nichts würde mir mein Leben ohne dich seyn, Urheber meines Daseyns, und meines Daseyns höchstes Gut! Nur deine Süte gibt den Augenblicken meiner Tage einen Werth. Du liesest mich werden, um mich glücklich zu machen du lässest meiner Tage mehr werden, um mein jetziges Glück zu verlängern, und mir Zeit zu geben, für mein künftiges wirksam seyn zu können. Unter der Leitung deiner gnädigen Vorsehung sind alle Theile meine Schicksals Mittel zu meiner Seligkeit, und muß alles/ selbst das, was mir böse scheint, zu meinem wahren Besten dienen. Wie voll von Spuren deiner Huld 1 die zurückgelegte Woche gewesen! In wie vielen Fällen habe ich in derselben den Segen deiner weisen Führung empfunden! Dank sei dir dafür, ewig gütiger und lieb⸗ reichet himmlischer Vater! Wie soll ich deine Wohltha⸗ ten egelten: wie deine Güte würdig genug preisen 7 Ich ell deth kieben, dir vertrauen, dir gehorchen: diese sollen iie die geiligsten meiner Pflichten seyn. Schon—— wi 1 N Abendgebaͤt am Sonnabend. 19 will ich nach m erfüllen; bei dir in de vollkommen er thun kör die meiniger dein Wile dig, na deine yr d die du deinem der ne, wenn ich In Sünden Dein r onadigen die mir a angehören, Beka und Feinde. Laß mich den mo deinem Preise erwachen gehe, wie es dir angenehm und meiner um me d ist. Erhöre mi ie Er l5 sers, Jest Li I willen! Amen. Obbut e In 1 Gott, 2 2 + + — — 228— 2 Gebaͤt um wahre Erkenntniß und Be⸗ reuung der Suͤnden heiliger und gerechter Gott, barmhe ich bekenne und klage dir meine ange heit, daß ich meine Sünden nicht b sehnt mme noch so herzlich bereue, als es wol sender Gott! du stelle st auch nꝛ ins Licht vor d einem An 0 esicht„Ach Abscheulichkeit und Mannigfaltigk Sünden recht zu erkennen, m d stelle sie mir in diesem Leben unrer die Augen auf daß sie wir nicht am ji ngsten —„ Tage unter die Augen gestellet, und ich dadurch vor Engeln und Menschen zu S banden werden möge. Rühre und erweiche mein Wort, daß ich m Eine jede sagest sel erii Gesetzes er hartes Herz durch dein krästiges Sünden recht erusttich bereue. sienet ja den Fluch; den! du „ daß er darnach lhue; und wer auch B 2 nur ist, wer nicht alle Wor ieses * 223 Gebaͤt und wahre Erkenntniß und Bereuung. nur an Einem Gebote sündiget, der ist das ganze Gesetz * ‚ 16 schuldig. Ist der Fluch schon da, wenn nur ein Gebot übertreten wird, ach! so habe ich unzähligen Fluch vern ö* dienet, weil ich unzähligmal gesündiget und deine Ge 1 bote übertreten habe. Dieß laß mich doch, o gerechttt Gott, lebendig erkennen, und zugleich den Reichthum deiner Güte recht bedenken, die du an mir Unwürdigen mit so väterlicher Langmuth bis hieher bewiesen hast, um mich dadurch zur Buße zu leiten; die ich Undarlharer aber oft so gering geschätzet, und wohl gar gemißbrau chet und verachtet habe. O Herr Jesu, der du dein hei liges Blut am Stamme des Kreuzes um meiner Sünden willen vergossen hast, laß mich aus dieser theuern Erlb⸗ sung lebendig erkennen, wie schwer die Schuld meiner Sünden sei, da es dich so viel gekostet hat, sie zu bezah⸗ len, auf daß ich so mühselig und beladen zu dir kommen möge, daß ich deiner Erquickung fähig, und dein heili ges Blut und theures Leiden an mir nicht verlohren seil! O heiliger Geist, der du dein Gnadenwerk in der Seeli mit einer kräftigen Ueberzeugung von der Si inde an fängst, erleuchte auch mein Herz, daß ich das große Elend desselben aufricht tig erkenne, meine Sünden herzlich be⸗ reue, und so zu Jesu, meinem Erlöser, in wahrem Glauben Harn daß er auch mir zur Weisheit, Gerech⸗ tigkeit, Heiligung und Erlösung gemacht werde. Erköre mich, o Gott, derdu nicht willst den Tod des Sünders/ sondern daß er sich bekehre und lebe; erhöre mich! Amen. —.——..—.————.—— Gebaͤt um Vergebung der Suͤnden. H. err! du hast liebreich gesßprochen: Wer zn mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen. Auf solche deine Nerheißung komme ich in dir, und glaube fest, ich werde nicht hinausgestoßen werden. Ich komme aber als ein Müthseliger und 2 deladener. Es drückt und beschweret mich der Sünden Last Ach Vater! vor dir habe ich get sündigt/ und bin n icht werth/ daß ich dein Kind heiße. Wie oft habe ich dich belei digt! Wie unvollkommen die Beobachtung meiner Pflicht bisher gewesen! Wie ost habe ich deinem heiligen und guten Willen entgegen gehan⸗ Gebaͤt um Vergebung gehandelt! wie oft in Gedanken, Worten und Werken, auch noch uuwissentlich gesündigt! und wie wenig geneigt und tüchtig bin ich von datur zu allem geistli; chen Guten! Ich erkenne, daß ich drꝛ ch ch. selbst deiner Gnade und der Vergebung meiner Sunde gaänze lich unwürdig bin. Aber, o Gott, der du auch gegen den Undankbaren baemherzig bist, und ihm ger le seine Uebertretungen verzibst, wenn er mit bu gem und glanbigem Herzen in Christo deine Gnade f siehe auch meine aufrichtige Reue und Betrübnif väterlichem Erbarmen an, und sei auch mir um Jesu Chrisii willen gnädig; ich setze, in völliger Ueberzeugung von meiner Unwürdigkeit und Verwerflichkeit, allein aus deine freie Erbar nung in Christo Jesu, welche den Sün⸗ der ohne sein Verdienst gerecht spricht, mein inniges und ganzes Vertrauen, und habe keine andere Gerechtigkeit, als die durch den Glauben an Jesum Christum kommt. Vergieb mir um seines theuern Leidens, und um deiner erbarmungsvollen Güte willen alle meine Sünden/ und befestige meinen guten Vorsatz, dir künftig mit mehrerer Treue und Sorgfalt gehorsam zu seyn. Erleuchte mei— nen Ve d, deinen Willen zu erkennen, und heilige meinen Willen, nach deinem Wohlgesallen zu thun, da⸗ mit ich in deiner Gnade bleiben, und dadurch endlich zum Genuß der vollkommensten Güter gelangen möge. Erhöre mein demüthiges Gebät, nach deiner großen Barmherzigkeit, um Jesu Christi, meines theuersten Er— lösers, willen! Amen. —1 Gebaͤt vor dem Genuß des heiligen Abendmahls. 2 x‚ dächt Oniß der Wunder deiner Liede gestiftet. Rur wenige Stunden vor deinem Leiden setztest du das heilige Abende mahl zum Troste deiner Verehrer und zur Stärkung ihres Glaubens ein, und du läßest mich noch jetht zu die⸗ ser Glaubenstafel einladen, wo ich deines fur mich ge⸗ opferten Leibes und deines für mich dergossenen Blutes, der Gzöttlicher Erlöser! Herr Jesu! du hast ein G pfänder meines Heils, theilhaftig en soll. Wie glücklich bin ich, o Herr, daß ich „den einigen 1 vollkommenen Mittler zwischen ind den J en, da ich deine“ und mein aß ich dich meinen Herrn und ennen, th deiner seligen Gemeinschaft rühmen, deinen und Freunden zählen darf! O habe meinem Heilande zu danken! Wie unw verderbt, wie trostlos, wie elend würde d d Gnade s Wie unerträglich würde wie fürchterlich die Er— n Strafen, wie schrecklich 3Grabes seyn, wenn du zillen 2 bekannt ge⸗ 1Op ur isere Sün⸗ durch dein nen Tod Gnade ier unverdienten Liebe. Wie th euerf soll m 0 dein Gedächin seyn! Würde ich nicht der Undank barste, der Niederträch tigste unter allen Sterhlichen seyn, wenn ich deiner vergäße, wenn ich mit Kaltsinnigktit und** tigkeit an dich gedächte, 1 D ich mich weir dir die Ehre und den Dank; zu geb 21 die dit gebül et? Nein, göttlicher Erlö öser, ich komme, uitlich ingern und Bereh er zu bel Ich ein mühseliger und e Seele zu suchen/ en die Gnade, die il, das du gestiftet eiden und Sterben Eigenthum aufzu⸗ ͤ‚ merneuern, nicht mehr 98 selber, sondern nur dir zu leben, der du für mich gestorben standen bist. Ich komme, meine Gemernschaft mit den Rer Mufre zu unterhalten, und —4 mich aufs neue zu einer aufrichtigen Lie ebe gegen sie zu verpflichten. O Herr! laß mein Vorhaben gesegnet seyn! Gib nicht zu, daß ich blos mit den Lippen z dir nahe 18 4 7 d aufet ———————.. — ꝓPPFIF.....——9——————..— Gebaͤt nach dem Genuß des heil. Abendma hlo. 25 nahe, aber mit dem Herzen ferne von dir sei. Sende mir dein Licht und deinen Geist, und laß den Gedanken, daß du Herz und Nieren prüfest, alle Falschheit und Verstellung aus meiner Seele vertreiben. Laß mich die Wunden deiner Barmherzigkeit so bedenken, daß Glaube, Liebe und Hoffnung dadurch in mir gestärket, und ich auf das kräftigste bewogen werde, die Verspre⸗ chungen, die ich dir thue, mit unverbrüchlicher Treue zu halten. Erhöre mich, mein Heiland, um deiner ewigen Liebe willen! Amen. Gebaͤt nach dem Genuß des heiligen Abendmahls. Ginan Gott und Vater! ich preise dich, daß du auch mich sündhaften Menschen nicht verworfen, sondern deinen Sohn, Jesum Christum, auch zu mei⸗ nem Mittler und Seligmacher verordnet hast. Wenn ich seinem göttlichen Worte glaube, und darnach lebe: so bin ich gewiß mit dir versöhnet, völlig von dir begna⸗ diget. Dessen tröste ich mich mit freudigem Vertrauen, durch das heilige Abendmahl meines Erlösers, Jesu Chri⸗ sti, durch welches ich jetzodie Versicherung davon empfan⸗ gen habe, da ich mir in meinem Gewissen bewußt bin, daß ich alle Vergehungen und Fehltritte meines bishe⸗ rigen Lebens schmerzlich vor dir bereue, und den aufrich⸗ tigen Vorsatz der Besserung bei mir hege. Ach! wie soll ich dir für deine unverdiente Barmherzigkeit genug⸗ sam danken? Nimm das schwache Lobopfer meines ge⸗ rührten Herzens gnädig an, bis mein künftiges Leben be⸗ weiset, daß ich ganz von deiner Vaterhuld durchdrungen bin. Ich will deine Gnade nicht vergeblich empfahen. Sie soll einen bleibenden Eindruck auf mein Gemüth machen, meine Gesinnungen regieren, und meinen Wandel lei⸗ ten. O Herr! segne den Genuß des heiligen Abend⸗ mahls so an meiner Seele, daß ich dadurch kräftig an⸗ getrieben werde, der Sünde zu widerstehen, und mich aller christlichen Tugenden zu befleißigen. Und da ich jetzt den redlichen Vorsatz, mich deinem Dienste nach Jesn Lehre en 187 e* Jesu Lehre zu widmen, an seiner Gngdentg SSSISeEeeeeeeeeZ.‚ DHHI————— ...Ieeeee ie 24 Gebaͤt nach dem Genuß des heil. Abendmahls. habe; so bitte ich in Demuth: hilf du selbst, der du alles Gute in uns schaffest, mir ihn treulich vollbringen. Laß mich, durch das Andenken des Todes deines Sohnes die Sünden in mir tödten, damit, so lange ich noch in der Welt lebe, ich im Glauben an diesen deinen Sohn lebe, der auch mich geliebet, und sich selbst für mich gegeben hat. Gib mir Kraft, dich auch in den Trüb— salen dieses Lebens mit Geduld und Vertrauen zu ehren, und im Leben, Leiden und Sterben meine künftige Ver— herrlichung bei dir in völliger Gewißheit zu hoffen, bis ich endlich zu deiner vollkommnen Anbätung und zu der himmlischen Gemeinschaft mit dir in der Ewigkeit gelange, wozu mich dein& 1, mein theuerster Heiland, erlöset hat. nich, Gott, mein versöhnter Vaß ter, um deiner Barmherzigkeit willen! Amen. Oder: O mein Heiland! du hast mich abermahl in dem Genuß deines heiligen Abendmahls auf das kräftigste versichert, daß du auch für mich deinen heiligen Leib in den Tod gegeben, und dein theures Blut vergossen hast. Durch dich habe ich Frixrde mit Gott, und einen freien Zuteitt zu seiner- Gnade Durch dich bin ich von der Gewalt der Sünden und des Todes erlöset, und darf mich der Hoffnung der zukünftigen Herrlichkeit rühmen. Wie kann ich dir deine Liebe jemals vergel⸗ ten! Ich will dich ewig lieben; denn du hast mich zuerst, du hast mich bis in den Tod geliebet. Du bist für mich gestorben. Du hast dich selbst für mich geopfert. Ich will ganz der Deinige seyn. Dir will ich leben, din will ich sterben. Dir sei mein Leib und meine Seele dir sei mein ganzes Leben heilig! Dich zu kennen, dich zu lieben, dir zu gehorchen, deinem Beispiel zu folgen, deinen NRamen unter den Menschen zu verkündigen, dein Reich hier auf Erden zu etweitern, und mich zu deiner nähern Gemeinschaft im Himmel geschickt zu machen; dies soll meine Ehre, mein Ruhm, mein vornehmstes und beständiges Geschäft, meine ganze Seligkeit seyn! Stärke mich, o Herr, in diesem heiligen Vorsatze, und erhalte mich in deiner Treue bis an mein& Eude! Amen. Gebat Gebaͤt in Noth und Truͤbsal. roßer und heiliger Gott, der du die ganze Welt mit höchster Weisheit regierest, ich glaube deine allge⸗ meine Vorsehung, ich glaube von Herzen, daß alles was mich und die Umstände meines Lebens betrifft, durch deine weise, heilige und gütige Veransialtung so einge⸗ richtet sei, wie es ist, daß mir ohne deinen Willen nichts begegnen kann, und beides, mein Glück und mein Un⸗ glück, aus deiner Hand kommt. Wie oft, mein Gott, habe ich gesprochen: Dein Wille geschehe! Und nun wird mir dein Wille schwer, und fast unerträglich. Soll ich denn nun widerrusen, was mein Mund so oft wie⸗ derholet hat? Das sei ferne! Viel lieber will ich mich in tiefster Demuth vor dir hinwerfen, und deine hei— lige Regierung verehren. O Herr! du bist gerecht in allen deinen Wegen! ich erkenne vor deinem Angesichte, daß ich alles, was ich leide, und noch weit mehr, verdienet habe. Blos Güte ist es, wenn es nicht gar mit mir aus ist; unverdiente Güte ist es, wenn du mich wegen meiner Sünden, mit zeitlichen Plagen, und nicht mit dem ewigen heimsuchest. Gerechter Richter! ich unterwerfe mich de em Willen. Aber auch in deinem Ernst verehre ich dich, als meinen barmher⸗ zigen, als meinen in Christo Jesu verföhnten Vater. Ich weiß, daß deine heiligen Absichten allein auf meine wahre Glückseligkeit abzielen. Auch meine gegenwärtige Trübsal soll zu meinem Besten dienen. Sie soll mich sie Folgen meiner Vergehungen empfinden lassen; sie sall die Liebe der Welt und ihrer Eitelkeit in meinem Herzen vermindern: sie soll mich antreiben, dich, mei⸗ nen Gott, zu suchen, dich zu lieben, dich zu fürchten, dir zu vertrauen, und mein ganzes Leben zu meiner wahren Seligkeit nur nach deinem Willen einzurichten. O Herr! laß diese gesegneten Entzwecke an uller erreicht werden, und erfreue mich wieder zu rechter Zeit mit deiner gnädigen Hülfe. Du terhörest, du rettest alle. die dich in kindlichem Vertrauen in der Roth an ufen. Du wirst auch mir helfen, wenn meine Stunde kommt. Diese will ich in Demuth und Gelassenheit vos No 4* Verderben .—..—— 2——. —p—p————— —.— πι——— 26 Gebaͤt eines Kranken von deiner Weisheit erwarten. Laß unterdessen deine Kraft in meiner Schwachheit mächtig seyn! Unter dei nem Schutz, mit Hülfe deiner göttlichen Liebe, kann ich alles ertragen. Ich will auch alles gerne ertragen, alles ausstehen und erdulden, was du mir auflegest. Stärke du nur meine Geduld und meine Hoffnung auf deine gnädige Hülfe! Die Tage meiner Trübsal werden ein Ende haben! Ja, endlich wird die Stunde erscheinen, die selige Stunde, da all mein Kummer und Schmerz aüf einmal verschwinden wird, da ich aus diesen Hütten des Elendes in das Land der Freiheit, des Friedens und der Freude hinüber gehen werde! Dann wird meine Trübsal, die zeitlich und leicht ist, eine ewige und über alle Maaße wichtige Herrlichkeit schaffen. Was betrübst du dich denn, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, ewig danken, daß er meines Angesichts Hülfe und mein Gott ist! Amen. Gebaͤt eines Kranken. Herr/ allmächtiger Gat, Schöpfer Himmels und der Erden! der du das Leben, die Gesundheit und je den andern Segen gibst, aber auch wieder nimmst, wann es dir gefällt erkennen, daß alles, was niir begegnet, r Hand kommt, damit ich bei allen Leitungen gnädigen Vorsehung nur auf dich sehen, und st iner, als ihres Urhe⸗ bers, Ehre, zu Nutzen machen möge. Du hast mich jetzt mit einer Krankheit heimgesucht, von der ich nicht weiß⸗ was sie für§ f ich haben kann. Ich nehme indessen meit cht zu dir, und bitte dich um deinen väterlich stand. Erleichtere meine Schmer⸗ zen, befreie mich, wenn es dein heiliger Wille ist, bald wieder davon; verleihe mir aber vornehmlich die Gna— de, daß ich diese Krankheit, wenn sie länger anhalten sollte, nicht nur mit Geduld und Gelassenheit ertragen, sondern ste auch zu meiner Heiligung anwenden möge. Gib, daß ich dadurch gebessert werde, und auf die Ab⸗ cht/ 2 I———— Gebaͤt bey heftiger und anhaltender Krankheit. 27 sicht, die du bei htigung hast, merke, damit sie auch an mir erreicht werde. Ist sie eine Strafe für meine Sünden: so laß mich meine Seele kräftig er⸗ muntern, die Sünden deren ich mich in meinem bis⸗ berigen Verhalten schuldig weiß, zu erkennen, sie auf⸗ richtig zu bereuen, und dir künftig in wahrer Heiligkeit und rechtschaffener Gerechtigkeit zu dienen. Laß mich in keiner andern Absicht mein Leben lieben, als dir zu gefallen, und meine Seele zu erretten. dieser Züc Wenn ich zu diesem Entzwecke leben soll: so schenke mir den Genuß meiner vorigen Gesundheit und Stärke wieder, und die Gnade, sie auch alsdann zu diesem Endzwecke anzuwen⸗ den. Soll aber der Tod das Ende meiner gegenwärti— gen Krankheit seyn: so gib, daß ich diese Welt als ein rechtschaffener Christ verlassen möge! Gib, daß ich sie verlasse mit einer ungeheuchelten Bereuung aller meiner Vergehungen und Sünden, mit einem festen Vertranen auf meinen göttlichen Erlöser, Jesum Christum, mit einer freudigen Erwartung der mir durch ihn erwor⸗ benen ewigen Seligkeit, und mit einer willigen Ergebung neiner Seele in deine Hände, als in die treuen Hände meines Schöpfers und barmherzigen himmlischen Va⸗ ters! Erhöre mich, o Gott, um Christi willen! Amen. Gebaͤt bei heftiger und anhaltender Krankheit. HDie 2„aber auch barmherziger Gott! der du über die Menschen, deine Kinder, bey ihren Leiden, wa⸗ chest, auct ihrer Noth hverheißen hast, die zu erretten, welche dich in er Noth anrufen: ich komme jetzt, da deine Hand schwer auf mir liegt, und deine Pfeile tief in mich gedrungen sind/ mit meinem Gebät vor dich, und bitte dich demüthig, ö mir in dieser heftigen und anhaltenden Krankt eine Hülfe und deinen Beistand nicht. Sei mir o Gott! denn ich bin schwach: heile mich: denn + 18** 7* meine Gebeine sind hrocken ir um deiner Güte Si einen Ja ind loß dir mein Cle Herzen gehen! Von dir allein kann mein Hülfe kom/ ——— —— 4.— II 23 Gebuͤt nach der Genesung von einer Krankheit. kommen; wenn du willst, kannst du mir wohl helfen, meine Schmerjen lindern, und mich wieder gesund ma⸗ chen. Ich erkenne zwar, daß ich noch weniger leide, als ich verdient habe, wenn es noch nicht gar aus mit mit ist. Ich weigre mich auch deiner Züchtigun bin nicht ungeduldig über deine Strafe; denn ich weiß, daß du meine Besserung und Heiligung dabei zur Abe sicht hast. Indessen wage ich es dennoch, deine Barm— herzigkeit anzuflehen, daß du nicht nach meinen Ueber tretungen und Sünden, sondern nach deiner großen Güte mit mir handeln, und mich nicht in deinem Zorn, sondern mit Maaße, züchtigen wollest. wenn es deiner Weisheit gemäß ist, bald w allen meinen Schmerzen, die ich jetzo so empfindlich leide. Segne diejenigen 9 he ick Absicht gebrauche. In allem aber, wos du auch uber mich beschlossen hast, gib, daß ich mich deinem heiliget g nicht, und 1 n und weisen Willen, mit einer gänzlichen Ergebung in denselben, und mit einem völligen Vertra daß du/ Herr, alles mit mir 1 werdest, terwerfe. Erhalte mir den 6 ie a zierende Vorn sehung, und laß auch diese; e Krankheit da— zu dienen, mich in demselben zu stärken! Gib, daß ich auch in dieser Anfechtung dewährt von dir möge erfun den werden, damit ich die Krone des Lebet mpfahe, die du verheißen hast denen, die dich lieb haben! Ge währe mi meine demüthige Bitte: ich flehe darum mer um Jesu Christi, meines Heilandes, willen! Amen. Gehaͤt nach der Genesung von einer Krankeit. Tzott, von unendlicher Erbarmung, der du anädig — bist allen, die auf dich trauen! auch ich weiß es jetzt aus eigener Erfahrung, daß du mit deiner Hülfe nahe bist denen, die dich mit Ernst darum anrufen; denn da ich in meiner Noth zu dir rief, da er hörtest du mich, und halfest mir wieder von meiner K 9855 ½ da ———— Gebaͤt nach der Genesung von der Krankheit. 29 daß ich dich jetzt mit fröhlichem Herzen dafür preisen kann. Lobe denn, meine Se„ den Herrn, und ver⸗ giß nicht, was er dir Gutes gethan hat, d ein Le⸗ ben vom Tod erreitet, und mich krönet mit e und Barmherzigkeit! O, daß mein Herz durch diese neue Wohlthat so gerührt würde, daß ich es nie wieder eine so außerordentliche Güte zu miß brau chen, bimunt jeden Tag, den du, Gott, zu meinem ½• hinzuthust, zu einer treuen Beobachtung deir Ge⸗ setze, und zu deiner Verherrlichung anwendete! Ich bin nun wieder genesen. Möchte ich mich doch auch von nun an fleißig hüten, daß ich nicht wider dich 2 00 ge, damit mir nicht noch etwas Aergeres widerfahre! Laß dic öftere Erinnerung der Umstände, in welchen ich m mich befun⸗ den habe, einen so starken Eindruck auf mein Gemüth machen, daß ich alles dasjenige sorgfältig vermeide; was mich von neuem auf das Krankenbette werfen, und in Gefahr des Todes bringen könnte. Gib, daß ich in Erfüllung aller meiner Pflichten emsig und ireu sei, und mit allem Erust für meine Seele sorge. Du schenkest mir nun Zeit zur BV esserung; gib mir denn auch ein Herz, das sich zu bessern bemühet sey. Lehre mich bedenken, daß ich n icht nur sterben muß, sond ern auch plötzlich sterben kann, und**„wenn es nicht diese Krankheit gewesen, es vielleicht andere seyn wird, die meinem Leben hier auf Erden ein Ende macht, da⸗ mit ich bei Zeit das thue, was ich sterbend wünsche gethan zu haben. Laß keine Sünde über mich herrschen, keine Versuchung mich über winden, oder mich auf die theuren Pflichten, die ich dir und meinem Erlöser schuldig bin, unachtsam machen. Wirke in mir nicht nur das Wollen, sondern auch das Vollbringen des Guten nach deinem Wohlgefallen. Mache 2* hmit je⸗ dem Tage zu deinem ewigen himmlischen Reiche ge⸗ schickter; und wann du mich endlich von dem Leibe die⸗ ses Todes erlösen wirst, so führe meine Seele in das bessere Leben ein, wo kein Schmerz und kein Tod mehr seyn wird! Amen. wollte, . Gebaͤt eines Sterbenden Anädiger und barmherziger Gott! da es dir, als dem Herrn über Leben und Tod, gefällig zu seyn scheint, mich aus dieser Welt abzufordern; so danke ich dir in der tiefsten Demuth meines Herzens für deine un⸗ zähligen geistlichen und leiblichen Wohlthaten, die du mir in meinem ganzen Leben so väterlich erzeiget hast, und bitte dich inbrünstig, du wollest mich auch bei meinem Uebergange in die Ewigkeit nicht verlassen noch versäu⸗ men. Wende dich, o Vater, mit deiner Barmherzig⸗ keit zu mir! Siehe an meinen Jammer und meine Noth⸗ und vergib mir alle meine Sünden!. Eeleichtere mit 2 mein Leiden, und verkürze mir die Schmerzen des Lo⸗ des! Erhalte mich bey dem wahren beständigen Ver⸗ trauen auf das blutige Verdienst deines lieben Sohnes, meines göttlichen Mittlers, Jesu Christi! Lat deinen freudigen Geist, den rechten Tröster, in meinem Herzen bleiben, daß er alle Furcht, Bekümmerniß, Ungeduld, Seelenangst und Anfechtung von mir treibe, und mit das Zeugniß gebe, daß ich um Christi willen in deiner Gnade stehe, und vor nichts erschrecken dürfe! Laß mich mein Leben selig beschließen! In deine Hände befehle ich meinen Geist; du hast ihn erlöset. Herr, du treuer Gott! Ach, Herr Jesu! auf dich gründet sich mein ganzes Vertrauen. Du wirst mich auch in meiner Todes stunde nicht vergessen. In dir allein habe ich die Ge⸗ rechtigkeit gefunden, die vor Gott gilt. Durch dein Blut bin ich rein von allen Sünden, und völlig gewiß, daß auch der Tod mich nicht von dir scheiden wird. Hilf mir durch deine Gnade, wann meine schwache Natur davor erzittern will, und gib mir Lust abzuscheiden, und bey dir in der Seligkeit zu seyn, die du mir so theuer erworben hast. Ach, Gott, heiliger Geist! verlaß mich nicht in dieser letzten Noth! Hilf meiner Schwach— heit auf, und vertritt mich mir unaussprechlichem Seuf⸗ zen. Verkläre meinen Heiland in meiner Seele, und bringe mich vom Glauben zum Schauen. Dreieiniger Gott! dir befehle ich mich mit Leib und Seele, die du erschaffen, die du erlöset, die du geheiliget hast, und die —..— ———— Gebaͤt der Umslehenden fuͤr einen Sterbenden. 31 ———— die also dir allein zugehören, demüthig und glaubig. Herr, laß mich, deinen Diener(deine Dienerin) im Frieden fahren; nimm meinen Geist in deine Hände, und erwecke und verkläre dereinst auch meinen Leib zum ewi⸗ gen Leben, wie du verheißen hast. Erhöre mich um Christi willen! Amen. — — AAII Gebaͤt der Umstehenden fuͤr einen Sterbenden. 2 armherziger Gott und Vater, der du den Tod und das Leden in deinen Händen hast! du willst, daß wir dich in der Noth anrufen, und verheihest uns Erhörung und Gnade. Darum treten wir auch jetzt in tiefster De⸗ muth vor dein heiliges Angesicht, und bitten dich für diese kranke Person/ die in ihrer änßerster Schwachheit und Noth, außer dir, ihrem mächtigen Schöpfer, nie⸗ mand hat, der ihr helfen kann; wir bitten dich in dem Namen Jesu Christi, im wahrem Glauben auf seine theure Verheißung: Sei ihr um Christi willen gnädig und barmherzig! Vergib ihr alle begangene Sünden! Heilige und stärke sie mit der Kraft deines heiligen Geistes! Laß sie nicht über ihr Vermögen versucht wer⸗ den; sondern laß auch diese ihre letzten Leiden ein gnädi⸗ x ges Ende gewinnen! Sei durch deine Kraft in ihrer Schwachheit mächtig! Lindere und verkürze ihre Angst und Schmerzen! Tröste se, du kräftiger Tröster! Hiif ihr, du starker Nothhelfer! Beruhige ihre Seele, und erquicke sie mit der gewissen Hoffnung der ewigen Se. ligkeit! Göttlicher Erlöser, Herr Jesu! wir bitten dich um deiner ewigen Liebe und um deines bittern Leidens und Sterbens willen! erbarme dich auch jetzt über diese sterbende Person! Wie du sie in ihrem Leben durch die kräftige Wirkung deines Geistes zu dir gezogen und ihr Herz nach dir und deinem Heil gelenket hast; so ziehe nun auch ihre Seele aus der einfallenden Hütte ihres Leibes zu dir, daß sie bald mit Freuden von der Erde in den Himmel, von der Sünde zur Gerechtigkeit, aus der Unruhe zur Ruhe, aus der Finsterniß in das Licht, 53 Gebaͤt der Umstehenden fuͤr einen Sterbenden. Licht, aus allem Jammer in die Herrlichkeit, ja aus de Tod in das Leben konme. Wenn ihre Augen finst worden sind; so erhalte in ihrem Herz das Licht de seligmachenden Glaubens, damit ihre Seele dich at schauen, und in dir sich erfreuen möge. Wenn ihr Ohren verschlossen sind, daß sie nichts mehr hören so erquicke und tröste sie durch das innerliche Zuspreche des heiligen Geistes. Wenn ihr Mund nicht mehr rede kann, so sei, Herr Jesu! ihr Für sprecher bei deinen und ihrem Vater, und laß auch deinen Geist in iht mit unaus sprechlichen Seufzern für sie bitten. Nimm. treuer Heiland, nimm ihren Geist, wenn er sich nun vom Leibe scheidet, zu dir auf, und laß ihn bei dil einer ewigen und vollkommenen Ruhe genießen. Erhöte uns, o Herr, und erfülle unsere demüthige Bitte, um deiner aller höchsten Liebe willen! Amen. Kate ch D. M. Luthers. Aαν,ꝑʒi1i VWINANNUNN lnreretu Bist du ein Christ? Ja, Herr. ‚ Woher weißt du das? 3 Daher, daß ich getauft bin auf den Namen unsers Herrn Jesu Christi, und die christliche Lehre weiß und glaube. Welches ist denn die chrstlihe Lehre? Die in den Schriften Mosis, der Propheten und Apo⸗ stel verfasset und begriffen ist. ö Wie viel Hauptsticke hat die christliche Lehre? Fuͤnf. Das erste? Die zehen Gebote Gottes. Das andere? Die Artikel des christlichen Glaubens. Das dritte? ö Das Gebaͤt des Herrn. ö das vierte? Das Sakrament der heiligen Taufe. Das fünfte? Das Abendmahl des Herrn, oder das Sakrament des Leibes und Blutes unsers Herrn Jesu Christi. Wozu dienen uns diese allesamt insgemein? Daß wir erkennen: erstlich, wer wir seien, und wie wir mit unserm Herr Gott stehen. Darnach, wer unser Herr Gott sei, und wie wir mit ihm moͤgen versoͤhnt und vereiniget werden. ——— ——————— Das erste Hauptstuͤck. Von den zehn Geboten Gottes. NM 4. Wie lautet daß en e G Ich bin der Herr, dein Datt. Du sollst keine andere baben eben mir! 2 — *„ʃ— *. e Hauptstuck — MN 4. 1—— M soHen 8 1her 7** Wir sollen Gott Uber E Dinge ürchten, lieben un 34 ihm allein vertrauen Das a Bebot? Du sollst den Nan Gottes deines Herrn, n nuͤtzlich fuͤhren! M 7. W' furchten und lie„ aß wir bei sei— nem nuchen schworen aubern, lügen oder 141 selbige gallen Nothen anrufen, 14 baͤte dank 4 a ot 2 Ou sollst den 3 0 V ** ir solle t füre ul en, daß wir die Pre⸗ digt sein n: sonde dassel bige hei— lig halten, gern he lernen x I Ve *. V V 8 Du sollst de U Vater und deine Mut ehren, auf daß Dirs wol H U du lan ebest auf rden 3 H +. solle ott lieben, daß wir unsere 1 und Herrn ten, noch erzürnen: son⸗ 7 u Erren l ihnen dienen horchen, sie + liek 1 wé 5 * ů. ler te fürchten und be daß wir unserm Nachsten an se ch Leid thun: 3 4 R N d jort Ae eibesnöthen. e Gebot! 2 4 rei Vir soben Gott ten 1 daf ieglicher Wir sollen Gott fuͤrchten und Nuͤchsten nicht faͤlschlich beluͤgen, ö oder boͤsen Leumuth machen: sondern gen, Gutes von ihm reden, und alles zum Besten kehren Das neunte Webot“ Du sollst nicht begehren deines Naͤchsten Häus! x‚ Was ist das? Wir sollen Gott fuͤrchten und lieben, daß wir unsern 1 Naͤchsten nicht mit List nach sei ben Erbe oder Hause siehe n, 1— u zein des Rechtens an uns bringen: son dern ihm, dasselbe zu behalten, foͤrderlich und dienstlich seyn. Das zehnte Gebot? 4 deines Naͤchsten Weib Knecht · Ma bder alles x 8 sei ů Wir sollen Gott yten und lie daß wir 371 Naͤchsten sein Weil He oder Vieh, nicht dbenselh oder ahwend ꝛac 1 abdringen, oder abwendig machen: sor anhalten, daß sie bleiben und thun, Ma„ Was sagt nun Gott zon diesen Er sagt also: Ich: der Herr in hin ein eifriger Gott, der uͤber die, so mich h sseni die Sunde der Vaͤter heimsuchet an den. Kindern bis ins dritte und vierte Glied; aber denen, so mich liebun emeine Ge⸗ bote halten, thue ich wohl bis ins tause rdste Glied. Was ist das? (Hr 17 4* + 49 Gott drohet zu strafen alle, die diese Gebote üb darum sollen wir uns fuͤrchten vor seinem wider soich ebote thun Er verheißet a aller bener die solche ote Ute lei Ar ihn auch lieben und M Ttrar * inen Geboten as erste 5 auf tsi l ick. Wozt 1 G6 nut Zu zweierlei: en sie d uͤnde an, und 5 offenbaren Gottes d Sünde, dadurch wir verursacht werden, Vergebung der Sünden und Trost * wider Gottes Zorn und den ewigen! Tod, bei unserm 6 Herrn und Heiland Jesu Christo zu sucher Zum andern lehren sie, welches die guten Werke sei' en, so die Glaubigen und Neugebornen zu thin schuldig 14 sind, ihren Gehorsam und Dankbarkeit gegen den gnͤ 19 digen Vater im Himmel damit zu beweisen 49 Können wir denn auch mit unsern ten Werken Gotte ö 1 Gebot und Gesetz erfüllen? 19 Ach nein! denn unsere guten Werke sind nicht voll⸗ kommen gut, dieweil wir arme Sunder sind, und wenn 14 ir(schon wollen Gutes thun, so liegt uns doch das 3 Boͤse an. Roͤmer am Wer hat denn das Gesetz und die zehen Gebote Gottées erfüllet? Christus Jesus, Gottes und Marien Sohn, der ist ganz RI. heilig und gerecht, der hat fuͤr uns dem Gesetz genug ge⸗ than, anders nicht, als ob wir selbst das Gesetz gehalten haͤtten. Und um desselbigen willen gefallen Gott auch un⸗ sere gute Werke, die wir durch Gottes Gnade im Glauben thun, ihm zu seinem dob und Ehren, und unserm Naͤch ⸗ sten zum Dienst, ob schon Mangel an denselbigen ist ö Das andere Hauptstuck. zon den Ar tikeln des christlichen Glaubens Welches sind die Artikel des christlichen Glaubens 2 3 Dies sind sie: Der erste, von der Schoͤpfung; de * 0 von der Erlösung, der dritte, von der Heiligung 4 Wie lautet der erste Artikel? b Von der Schoͤpfung. 44 an Gott, den Vater, allmaͤchtigen Schoͤpfe ö Erde. 4 Was ist das; 4 daß mich Gott erschaffen hat, samt alle und Seele, Augen, Ohren, und all und alle Sinne gegeben hat, und noc⸗ — der und Schuh, Essen und Trinken Haus Das andere Hauptstuͤck. 5 und Hof, Weib und Kind, Aocker, Vieh und alle Buͤter, mit aller Nothdur d Nahrung des Leibes und Lebens reichlich und taͤgl versorget, wider alle Ge fahrlichkeit beschützet und beschirmet, und vor auen Uebel behütet und bewahret, und das alles aus lauter väterlicher, goͤtt⸗ licher Güte und Barmherzigkeit, ohn all mein Verdienst 1 und Wuͤrdigkeit, das alles ich ihm zu da ken, und zu lo⸗ ben, 1 und dafur zu dienen, und gehorsam zu seyn, schul⸗ dig bin. Das ist gewißlich wahr Wie lautet der andere Artikel? Von der Erloͤsung. Ich glaube an Jesum Christum, seinen eingebornen Sohn, unsern Herrn, der empf gen ist vom heiligen Geist; geboren von Maria der Jungfrau; gelitten unter Pontio Pilato; gekreuziget, gestorben und d begraben, nie⸗ dergefahren zur Hoͤllen; am dritten Tage wieder auferstan⸗ den don den Todten; aufgefahren gen Himmel; sitzend zur echten Gottes, des allmaͤchtigen Vaters, von dannen er Lom nen wird, zu richten die Lebend igen und die Todten. Was ist das“ 1 8 Cosr FRurii**„MAFrti Bot t 9 glaube, daß Jesus Christus, wahrhaftiger Ge vom Vater Reit ren, und auch wahrhaftiger Meni sch 4 von der Jungs en, sei mein Herr, der⸗4 mich armen verlorne dammten Menschen erlöset hat, erworben und gewonnen von allen Suͤnden, vom Tod, und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold + oder Silber, sondern mit seinem heiligen theuern Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben, auf daß ich sein eigen sei, und in seinem Reich unter ihm le d ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und keit; gleichwie er ist auferstanden von dem Tode lebe und regieret in Ewigkeit. Das ist gewißlich wahr. ie lautet der dritte Artikel! 24 Von der Heiligung sch glaube an den heiligen Geist; eine heilige christliche Gemeinschaft der Heiligen; Vertebung des Auserstehung und ein ewiges Lebeß Amen.* Was st das? 4 4 Uaube, daß ich nicht aus eigener Vernunst noch Kraft au Jesum Christum, meinen Herrn, glandem ode —— —*— kommen kann, s das Evange Um ott, der Vater, S„ und heil Geist, drei ö I Persot„Iin einenn einigen ewigen Uu⸗ zertre Wese S S deyn 1 101 — 8 N ofu oy. Ne Es ist nur e iniger Gott, schiedlichen Perso en geoffenbaret Wa V zokt 7 ö Daß er uns will Unlere Sünde vergeben, und mitthe ö +* 9 25 len das ewige selige Leben die E licht W 62 7 Daß wir darai 6 Glai rrommen Ddiir don 9 1 Aund durch den Glaube eiliq ö Welche unter M Die andere Person emlich per ewige Sohn Gottes st Christ er Erlöser in seln Y Eyr ist wahrhaftiger Gott, vom Vater in Ewigkeit gebo⸗ 3 ShUE W 5*„* 1 und waährhaft: Mensch von der Zungfrau Heboren, mein Herr. 1— X Er ist mabhrbaßtsger Gott und Arten Auf daß ich sein eigen sei id in'seinem Reich unte ihm lebe, und ihm diene in ewiger tigteit, Un⸗ sehuld und S keit Ja MN. ein Herr über alles und allen en G „ Mu + Aul * nych fe aud urch kein aut 7. ligsten Gehorsam m und durch sein allerbitter halt' ich mit festem Glauben und darauf stehet all Herzens Vertrauen und Zuversicht. Gott und der Gl zube an ö M Amm V W r tommt die 1 leben aber ande lehret, der Nenn Got hindert, so une Reich nicht Unser taͤglich X Gott gibt Bitten, allen Sebüy, daß er Dankfagung em t heiligen Gei —. kbat, aber * uns geschehe. pflahen unser Was zur Le Saon Lssen, Drinken HOrt imen Gottes Iter. ohn' unser Geh. x 3.7 er Gebät, vor in diesem Gebaͤt, daß ne Gnade auch auf Er ht wohl ohn' diesem Gebat en, u zen, bis guter Wille. wohl ohn' unsere bitten in diesem Isse und wir Urft gehöret, v8 lecker 8, Hof, Recker da 5er auch richt, und d sein dog aoreol des Teufeis, staͤrket und .. 2*.* Hauptstuͤck. 9 mm Gemahl, fromme Kinder, Oberherrn, gut Re⸗ Ehre, Vieh, Geld, Gut, fr fromm Gesinde, fromme und getrene rrn 5 d DRhoi. giment, gut Wetter, Frlede/ Gesundheit hte, 4 Mackharn 1317 desgleichen. gute Freunde, getreue Nachbarn, und desgleichen Die fünfte Bitte 7 Und vergieb uns unsere Schuld, als auch wir vergeben unsern Schuldigern! Was ist das 2 Wir bitten in diesem Gebät, daß der Vater im Himmel nicht ansehen wolle unsere Suͤnde, um derselben willen selche Bitte nicht versagen, denn wir sind der keines werth, das wir bitten, habens auch nicht verdienet; son dern er wolle uns alles aus Gnade geben, denn wir taͤglich viel suͤndigen, und wohl eitel Strafe verdienen. So wollen wir zwar wiederum auch herzlich vergeben⸗ und gerne wohl thun denen, die sich an uns versuͤndigen. x Die fechste Bitte? Und fuͤhre uns nicht in Versuchung! Was ist das? ‚ Wir* RNie; Gott versucht zwar niemand, aber wir bitten in die ö sem Gebaͤt, daß uns Gott wolle behuͤten und erhalten, ö auf daß uns der Teufel, die Welt, und unser eigen Fleisch nicht betrüge och verfüͤhre in Mißglanben ö rof chand' und Laster, u 10 Verzweiflung und andere gel ob⸗ Wir damit angefochten würden, daf wir doch end⸗ lich gewinnen und den Sieg behalten Die siebente Bitte? Sondern erloͤse uns don dem Uebel⸗ as ist das2 Gebaͤt, als in einer Summa Himmel von allerlei Uebel Wé itten in diesem Vater im * r Seele, Gutes und Ehre er 7 ade bescher 8 und zule * wenn unser Stuͤndlein kommt, ein seltges E und mit Gnaden von diesem Jammerthal zu sich nehme in den Himmel. Amen Was heißt Amen? Daß ich soll gewiß seyn, solche Bitten seien dem Va ter im Himmel un und erhoͤret, denn er selbst bat uns gel lso zu baͤten, und verheißen daßt n 9 wolle erhören. Amen, Amen, das heißt: Ba⸗ Ja, es chehen IꝗSꝗDSAADSSSDSDSSS omaht 5 se, und das ——==== Das fuͤnfte Hauptstuͤck. 15 zur Vergebung der Suͤnden.“ Welche Worte sind neben dem leiblichen Essen und Triuten aus das tück im Sakrament, und wer denselbigen or„der hat, was sie sagen, und wie sie lauten neml Ver⸗ gebung der Suͤnden. Wer empfängt denn solch rament wi 32 Fasten und leiblich sich bereiten, ist wo leine frine außerliche Zucht: Aber der ist recht wur dig und wohl se Worte:„Fuͤr euch geschickt, der den Glauben hat an gegeben und vergossen, zur Ver ng der S den.“ Wer aber diesen Worten nicht ibet, oder zweifelt, der ist unwuͤrdig und ungeschickt, denn das Wort „Für euch,“ erfordert wahrhaftig glaubige Herzen. des Herrn nutz? Wozu ist nun das Abendmah Wir werden damit versichert, daß, ob wir gleich un⸗ sern Vater im Himmel erzuͤrnet haben, will er uns doch solches verzeihen, und unser gnaͤdiger Vater seyn und bleiben. Und ist also die Taufe eine gewisse Versiche⸗ rung, daß uns Gott zu Kindern angenommen hat; das Abendmahl aber, daß er uns unsers Ungehorsams nicht will entgelten lassen Was empfängst du im hei dr Den wahren Leib und Blut ti, unter dem Brod und Wein. igen unsers Herrn Jesu Chri⸗ Warum gehst du zum Tisch des Herrn? Daß ich meinen Glauben an den Herrn Christum, zurch die Nießung seines Leibes und Blutes staͤrke, und neine arme Seele troͤste. Glaubest du und bekennest dieses alles von Herzen, was»da von rchristlichen Lehre jetzund gesagt hast 2 Ja, Herr Willst du dich denn auch in den Gehorsam der christlichen Kirch ergeben, und nach dem du glaubest und bekennest, hinfort thun und leben, und was du allhier verheißest st, thun 5 und getreulich hal en! * Ja, Herr, durch die Gnade und Jesu Christi Usggest/ —* 5 le 2— 174 2 7* 4 +* * N .——.. M du emand V du Schaden beken Sut hand gur meine Ich will Beistand d Leid geth Hhso geohle fömmer werde gethan habest wahrloset, ma ancher rtretung deiner heiligen Gebote ich mie schuldig gemacht habe. Du siehest aber auch meine herz— iche Beschaͤmung und daruͤber, daß ich d t dei⸗ iche 2 himmlischen Wo nem, meines Athaͤters und Vaters⸗ guten Willen ider gehandelt und m'r an meiner wal ren und ewigen Wohl so sehr geschadet habe. Vergib Barmherzigkeit, die du in Jesu Christo, mir nach der deinem Sohn geoffenbaret hast, alle meine hilf mir zur Au fuhrur ng des' gefaßten erns besser zu» n und als ein gewissenh Christ zu leben! Amen! kur ze Bei —— bekenne Go Ein e Herz ö ich will mich be sern, und mit der Huͤlfe Gottes froͤmmer werden. 5 Oder: Mit herzlicher Reue und Betrul beke ch d 0 Gott! meine Suͤnde ch h ligen Gebote „Ardig ge⸗ vielfaͤltig uͤbertrete nd 1 be unwur macht. Vergib mir, o Vater nicht ins Gericht mi deinem Urasiichen Kinde! Ich;e ernstliche Besse⸗ leite mich an deiner rung; staͤrke mich, wann ich wa Hand', damit ich der Tu gend tren bleibe bis in den Tod! Amen! SDSDSSDSDSIIIIeeteeeetteeeeeeeee.eee 2—3* 44——————————————— Die el VDie Afel. E ecgse—*8— Den Bischoͤffen, Pfarrherrn und Predigern ——— 2——.—.———. ——τ— Bh SSI — 1645 3 — * * 4 + 7 R 4 —36 —— * —. E was Gottes ist! Matth. 22, 21. — 16 Die Haustafel. wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe, mit alls Ehrbarkeit, nicht ein Neuling, der ob dem Worte halte das gewiß ist, und lehren kann, auf daß er maͤchtig s zu ermahnen, durch die heilsame Lehre, und zu strafen die Widersprecher. Tim. 3, 2 Tit. 1, 6. Was die Zuhoͤrer ihren Lehrern und Seelsorgen zu thun schuldig sind. Esset und trinket, was sie haben, denn ein Arbeiter seines Lohnes werth. Luk. 10, 17. Der Herr hat befohlen, daß die, so das Evangeliun verkündigen, sollen sich vom Evangelio naͤhren. I. Kor, 9 14. Der unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes dem, der ihn unterrichtet: Irret euch nicht, Gott laͤsset sich nicht spotten. Gal. 6, 6. 7 Die Aeltesten, die wohl vorstehen, die halte min zweifacher Ehren werth, sonderlich die da arbeiten in Wort und in der Liebe. 1 Tim. 5, 17. Wir bitten euch, lieben Bruͤder! daß ihr erkennet, die an euch arbeiten, und euch vorstehen in dem Herrn, und euch ermahnen. Habt sie desto lieber um ihres Werks willen, und seid friedsam mit ihnen. 1 Tiss. 5, 12. 13. Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen, denn sie miichen uͤber eure Seelen, als die da Rechenschaft dafur geben sollen, daß sie es mit Freuden thun, und nicht mit Seufzen, denn das ist euch nicht gut. Hebr. 13, 17. Von der weltlichen Obrigkeit. Jedermann sei unterthan der Obrigkeit, die Gewalt über ihn hat. Denn es ist keine Obrigkeit ohne von Gott. Wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott geordnet. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzet, der widerstrebet Gottes Ordnung; die aber widerstreben, werden über sich ein Urtheil empfahen. Denn sie traͤgt das Schwerd nicht umsonst, sie ist Gottes Dienerin, eine Raͤcherin zur Strafe über den, der Boͤses thut. Roͤm. 13, . 2. 3. Von den Unterthanen. Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, 2¹ Von den Unterthanen. So seyd nun aus Noth unterthan, nicht allein um der Strafe willen, sondern auch um des Gewissens willen Derohalben müuͤsset ihr a Schoß geben, denn sie sind 5 Diener, die sol S bilen handhaben. Se gebet nun je Dabret u ihr schuldig seid: Schoß, dem der Schoß gebuͤhret; Zoll, dem der Zoll gebuͤhret, Furcht, Ehre, dem die Ehre gebn ihret. dem die Furcht g ebühre Röm. 13 7 RNom. 1 So ermahne ich nun, daß man vor allen Dingen zu⸗ erst thue Bitte, Gebaͤt, Fuͤrbitte und Dantsag ung, fuͤr alle M enschen, fuͤr die Koͤnige, und fuͤr alle Obrigkeit; auf daß wir ein Rernbiges und stilles Leben fuͤhren moͤ⸗ gen, in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit. Denn solches ist gut, dazu auch angenehm vor Gott, unserm Heiland. 1 Tim. 2, 1. 2. 3. Erinnere sie, daß sie den Fürsten und der Obrigkeit unterthan und gehorsam sind. Tit. 3, 1. Seid unterthan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei dem Koͤnige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als den Gesandten von ihm, zur Rache uͤber die U ebelthäter, und zum Lobe den Frommen. Petr. 5, 13. 14 Den El emänn ern. Ihr Maͤnner, wohnet bel euren Weibern mit Vernnnft, und gebet dem Weibe, als dem schwaͤcheren Werkzeuge, seine Ehre, als Miterbe der Gnade des Lebens, auf daß euer Gebaͤt nicht verhindert werde. 1 Petr. 3, 7. Und seid nicht bitter gegen sie. Kolosser 3, 18. ö Den Ehefrauen Die Weiber seien unterthan ihren Maͤnnern, als dem Herrn, wie Sarah Abraham gehorsam war, und hieß ihn Herr, welcher Toͤchter ihr worden seid, so ihr wohl thut, und nicht so schuͤchtern seid. 1. Petr. 3, 6. — Den Aeltern. reizet eure Kinder nicht zum Zorn, daß ie nicht scheu werden, sondern ziehet sie auf in der Zucht und Vermahnung zum Herrn. Ephes. 6, 4. Den Kindern. seid gehorsam euren Aeltern in dem Herrn; denn Ihr V Vaͤter, denn das ist billig. Ehre Vater und Mutter, das ist dih erste Gebot, das Verhei ssung hat; auf daß dirs wohl geh und du lange lebest auf Erden. Epl hes. 7, I. 2. 3. Den Knechten, Maͤgden, Taͤgloͤhnern und Arbeitern. Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und Zittern, in Ei.—4—7— eures Herzen als Christo: nicht mit Dienst allein vor Augen, alsd Menschen zu gefallen; sondern als die Knechte Christ i b0 ihr solchen Willen Gottes 1171 von Herzen, mit l Willen. Laͤsset euch dunken, daß ihr dem Herrn dienei; und nicht den Menschen: und wisset, was ein jeglicher Gu tes thun wird, das wird er von dem Herrn em fahen, sei Knecht oder ein Freier. Ephes. 6, 5 6..7. 8. Den Hausherren und Hausfrauen. Ihr Herren, thut auch dasselbige gegen sie, und asset das Draͤuen, und wisset, daß auch euer—.—— im Himm ist, und ist bei ihm kein Ansehn der Person. Ephes. O, Den Alten. Du aber rede, wie es sich geziemet, nach der heilsamen Lehre. Den Alten, daß sie nü ücht ern seien, ehrbar, zuchtig/ gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld Den alten Weibern desselbigen gleichen: baß sie sich stellen, wie den Heiligen geziemet, nicht Lasteri inen seien nicht Weins sauferinnen, gute Lehrerinnen, sie die jun⸗ Weiber lehren, zuͤchtig seien, ihre lieben/ inder lieben, sittig seien: keusch, haͤuslich, guͤtig, ihren Maͤnnern unterthan, auf daß nicht das Wort Gottes ver⸗ laͤstert werde. Tit. 2, 1⸗5. Der gemeinen Jugend ö zeiset Ihr Jungen, seid den Alten unterthan, und bewe. darinnen die Demuth: denn Gott widerstehet den Hoffär⸗ tigen, aber den Demüthigen gibt er Gnade. So demu⸗ thiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhoͤhe zu seiner Zeit. 1 Petr. 5, 5. 6. Den Jungfr auen. Eine fromme christliche Jungfrau soll nicht sorgen se den Leuten, sondern wie sie Gott gefalle,(wie Ma — —.— * —. * 2* IItt. ————————— 20 Historie vom Leiden Christi sie furchten sich vor dem Volke Sie sprachen aber: Y nicht auf das Fest, auf daß Volk. nicht ein Aufruhr werde in Bethanien im Hause Simo⸗ ihm ein Weib, das hatte ein ardenwasser; und 6 es auf sein Haupt, da i unger sahen, wurden sie m soll doch dieser Unrath! M denn um dreihundert Gro⸗ und dasselbige den Armen geben; und sie murr x Da de is Jesus merkte, sprach er zu ihne rieden, was bekuͤmmert ihr de Weib, sie hat ein gutes Werk an mir gethan. Ihr hahl allezeit Arme bei euch, und, wenn ihr wollet, koͤnnet* ihnen Gutes thun; mich aber habt ihr nicht allezeit; f hat gethan, was sie konute. Denn daß sie dies Wast ssen, damit ist sie zuvor kommen neinen Leic neinem Begraͤbniß. Wair lich, ich sage euch, wo dieß Evangelium gepredigt wird in aller Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedaͤcht was sie jetzt gethan ha Es war aber der Satan gefahren in den Judas, genannt scharioth, der da war aus der Zahl der Zwoͤlfen, und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mi den Hauptleuten, daß er ihn verrieth, und sprach: Was wollt ihr mir geber will ihn euch verrathen. Da si das hoͤreten, wur oh, und boten ihm dreißig Silé berlinge, und er sprach sich. Und von dem an suchte ei Gelegenheit, daß er ihn uͤberantwortete ohne Rumor. I 3. st age der suͤßen Brode, auf welchen man opfern das erlamm, traten die Juͤnger zu Jesu⸗ sprachen zu il wo willst du, daß wir hingehen „ 58— Fudte bereiten das Osterlamm zu essen? Und er saudte im und Johannem, und sprach: Gehet hin in die sehet, wenn ihr hinein kommt, wird euch ein begegnen, der traͤgt einen Mafferkru 3, folget ihm das Haus, da er hinein geht, und saget zu dem Hauswirth: Der Meister laͤßt dir sagen: Meine Zel! i NMN„sten Aber am ersten 3..——.— Historie vom Leiden Christi. 21 herbei kommen, ich will bei dir die ist das Gaf thaus, darinn ich das Ost meinen Jungern? Und er wirt Keinen großen gepfla⸗ le Saal zeigen, daselbst bere und fanden, wie er ihnen gesagtel Osterlamm. Und am Abend kam den* Aposteln. Ur herzlich verlanget, das denn ich leide. Denn ich sage euch, daß es. Sic ugen hin, Ooy Hrad* d er sprach z mehr davon essen werde, bis daß erfüllet werde im Reie 6 jottes. Und er nahm den Kelch, dankete prach: Rehmet den⸗ selben, und theilet ihn unter euch: Denn ich sage euch: ich werde nicht trinken von dem Gewaͤchs des Weinstocks, bis das Reich Gottes komme, bis an den dd ichs neu trinken werde mit euch in meiner 44* in der da er verrathen Nacht, aßen, Und,—— sie er Herr ward, na Jesus das Brod, dankete, und ch und gabs den Jüngern, und sprach: Nehmet, esset, das ist mein Leib, ches thut zu meinem Gedaͤchtni Desselbigen gleichen nahm er den Kelch, nach dem Abendmahl, dankete, und gab ihnen den, und sprach: Trinket alle daraus: dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, das fuͤr euch und fuͤr viele vergossen wird, zur Vergebung der Suͤnden. Solches thut, so oft ihrs trinket, zu meinem Gedaͤchtniß. Und sie tranken alle daraus. der fuͤr euch gegeben wird: sol⸗ + 2 8 Vor dem Feste aber der Ost gen Abend, da Jesus erkennete, daß seine Zeit kommen war, daß er aus dieser Welt ging zum Vater; wie er hatte geliebet die Seinen, die in der Welt waren, so iebte er sie bis ans Ende. Und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte Ischarioth ins Herz gegeben, daß er ihn eth; wu ßte Jesus, daß ihm der Vater hatte lles in Haͤnde gegeben, und daß er von Gott kommen war, ern, das ist, auf denselbi⸗ IHhet D. *— nimn 4 Vuße wasch ortete und sprach zu ihm: zas ich thue, das wei nich du wirsts ab hernach erfahr ch Pet ihm: Nimmermehr solls du mi hen. Jesus antwortete ihm: Werde ich die so ha keinen Theil an mir. 12N 2„. 1 4. 1 1 154 0 ; de das HK S t jewa da denn die sondern er rein; id ihr seid rein, 2 er nen Verraͤt b dar er r seid a er nun F 9 hatte, nahm er sen Niid r nieder, 1 1 f 4 Nr N 1 Nen* Y und Herr r 1 1** ö sollt ihr ei 1 50 I H + 5 roßer denn n Herr, noch der A eR andt hat 0 Hr 1˙1 wW sel 1 zrs thut * 74* t sag ich von aller We wesche ich erm ö sondern daß die hrift t werde Brod isset, der tritt mich mit jetzt sage ehe denn es geschieht, auf daß, wenn es ihr glaubet, daß ichs bin Wahrlich, wahr 167 58 uner Ach Wer aufnimmt, so ich jemand se nimmt mich auf. Wer aber mich aufnimmt, it den auf, der mich gesandt hat — Vc Historie vom Leiden Christi. 23 Da Jesus solches gesagt hatte vard er betruͤbt im Geiste, und zeugete, und sprach: hrlich, wahelich, ich sage euch, einer unter euch, der mit mir isset, der meines Ver⸗ wird mich verrathen. Sie raͤthers ist mit mir uͤber Tische. Und die Juͤnger wurden sehr traurig, sahen sich untereinander an, und ward ihnen bange, von welchem er redete. Und sie fingen an zu fragen unter sich selbst, welcher es doch waͤre unter ,„ der das thun wuͤrd und sagten zu ihm einer nweandern: Herr, bin ichs? und der andere, 32 Er antwortete und sprach: einer aus den 9 en, der mit mir in die Schüͤssel tauchet, der wird mich verrathen. Des Menschen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm beschlossen und beschrieben ist; doch wehe dem Menschen, durek Menschen Sohn ver⸗ e geboren waͤre. D Judas, der ihn ver⸗ vie und sprach: bin ichs, Rabbi? er sprach zu ihm: du sagf war aber einer unter seinen Juͤngern, der zu Tische saß, an der Brust Jesu, welchen Jesus lieb hatte, dem winkte S trus, d rschen sollte, wer es waͤre, von d e lag an der Brust Jesu, und sprach zu ihm: Herr, wer ists? Jesus ant⸗ wortete: Der ists, dem ich den Bissen eintauche, und gebe. Und er tauchte den Bissen ein, und gab ihn Juda Simonis Ischariot. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was du thust, das thue bald. Dasselbige abed wußte niemand über Tische, wozu ers ihm sagte Etliche meineten, dieweil Judas den N 15HNE* 3 Beutel haͤtte spraͤche zu ihm: Kaufe, was uns noth ist aufs Fest: oder daß er den Armen etwas gäbe. Da uer nun den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus; und es ward Nacht. 8 da aber Judas hinausgegangen war, erhob sich ein zank unter ihnen, welcher unter ihnen sollte für den Groͤßesten gehalten werden. Er aber sprach zu ihnen: Die weltlichen Koͤnige herrschen, und die Gewaltiger heis⸗ Denn welcher oder der da dier Ich bin aber mitte seids V 1 UI ——.—— auch je Mangel gehabt sprach er zu ihnen: Aber 1 nehme ih er u, dessel aber nicht hat Schwert. Fet Wwer 2 EUAAIEE— ging, und sprach: Abba! mein Baͤker! Es ist dir alll moͤglich, Überhebe mich dieses Kelchs! doch nicht ich will, sondern was du willst Und er kam zu seinen Jungern, und fand sie schlafend und sprach zu Petro: est du? Vermoͤchtil du nicht, eine Stunde mit mir zu wachen? Wachet i baͤtet, daß ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist willig, aber das Fleisch ist schwach. Zum andernmal ging er aber hin, baͤtete und sprath nicht moͤglich, daß dieser Kelch von u denn: so geschehe dein Wille. Und schlafend, litbteinsg vußten nie mon, sch 2 14 Mayte I 1 Wort di h von W le Es erschien ihm aber ein Engel vom H „ R 7 Eiu 4* 7 kete ihn. Und es k m daß er mit dem 2 . N.— 5* Its er baͤtete heftiger. Es war aber sein Schweiß wie Blutt tropfen, die fielen auf die Erde. 11 Und er stand auf von dem Gebät, und kam zu seinen Jungern, und fand sie schlafend vor Traurigkeit, und sprach zu ihnen: Ach! wollt ihr nun schlafen und ruhen Wẽ t ihr? Es t 4— d Stunde is und der hen E hn u; Iutworle in Suͤnder Haͤ Stehet auf, und laßt uns gehen siehe, der mich verraͤth, ist nahe. Baͤtet aber, auf daß in Anfechtung fa ů ꝗ 181* Hofte** ½ d alsbald da er noch redete, siehe, da kam Judas, Zwoͤlfen einer. Da er nun zu sich hatte genommen die S und die Diener der Hohenpriester und Pharisaͤer, der Aeltesten und Schriftgelehrten, ging er zuvor der Schaar, und kommt dahin mit Fackeln, Lampen, und Schwertern und mit Stangen. — her aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben, VBelchen ich kuͤssen werde, der ists, den grei— et ihn gewiß. ů 8 unn Jesus wußte alles, was ihm begegnen ⁵7. ging er hinaus, und sprach, zu ihnen: Wen suchet ihr Sie —.— „ie vom Leiden ihm: Jesum von Nazareth. Jesus sprach der ihn ve zu ihnen Widor zu Boden sum Sie aber sprachen: Jesum 2 — 1 5 —. 2 2 — SISIEIEeeeee Suchet ihr denn mich, so lasset diese geh Auf daß das rt erfullet wuͤrde, welches er sagte: Ich habe der kei⸗ rloren, die du mir gegeben hast. 13. Und Judas nahete sich zu Jesu, ihn zu küͤssen: Und V bald trat er zu ihm, und sene ch: Gegrüsset seist du, und kuͤssete ihn. Jesus aber sprach zu ihm: Meir iud, warum bist du ko anens Ii Ada, verraͤthst du de Me ischer 8 n mi 5 Nef des Menschen Sohn* einem§ Da traten sie hinzu, legten die Haͤnde an Jesum und griffen ihn. a aber sa Hen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem rt drein schlagen? Da hatte Simon Petrus ein ö t, und zog es aus und nach des Hohen⸗ rs Knecht, und hieb ihm sein recht Ohr 6 Und der Knecht hieß Malch rantwortete und h: Lasset sie doch ö U sprach zu v: Stecke dein Se Scheide; denn wer Schwert nimmt: der soll men. 1 1 meinest u aß ich 15 ift rfuͤlete 2 Es ben ö ö e.**—1 uso chehen. Und er ruͤhrete sein Ohr a und heilte i0 n. 14. 3 er St/ 9.****. „Iu der Stunde sprach Jesus zu den Hohenpriestern und enten des Tempels, und den Aeltesten, die uber 3 waren: Ihr seid, als zu einem Moͤrder, mit 83* rd 3 28 Historie vom Leiden Christi Und es war ein Juͤngling, der folgte ihm nach, der war mit Leinwand bekleidet auf der bloßen Haut, und die Junglinge griffen ihn; er aber ließ den Leinwand fahren, und flohe bloß von ihnen. ö 15. Die Schaar aber und der Oberhauptmann, und die Diener der Juden, nahmen Jesum, und banden ihn, und fuͤhreten ihn aufs erste zu Hannas, der war Kaiphas Schwaher, welcher des Jahres Hoherpriester war. Es war aber Kaiphas, der den Juden rieth: Es waͤre gut, daß ein Mensch würde umgebracht fuͤr das Volk. Und sie fuhrten ihn zu dem Hohenpriester Kaiphas, das ist, zu dem Fuͤrsten der Priester, dahin alle Hohenpriester und Schriftgelehrten und Aeltesten sich versammlet hatten. Simon Petrus aber folgte Jesus von ferne, und eln an⸗ derer Jünger, bis an den Palast des Hohenpriesters. Derselbige Jünger war dem Hohenpriester bekannt, und ging mit Jesu hinein in des Hohenpriesters Palast; Pe⸗ trus aber stand draussen vor der Thuͤr. Da ging der andere Juͤnger, der dem Hyohenpriester. bekannt war, hinaus, und redete mit der Thürhuͤterin, und fuͤhrete Petrum hinein. Es standen aber die Knechte und Diener, und hatten ein Kohlfeuer gemacht, danieden mitten im Palast; denn es war kalt: und waͤrmten sich. Petrus aber stand bei ihnen, und warmte sich, auf daß er saͤhe, wo es hinaus wollte. Die Magd aber des Hohenpriesters, die Thuͤrhuͤ⸗ terin, sah Petrum bei dem Lichte, da er sich waͤrmte, und sahe eben auf ihn, und sprach: Und du warest auch mi Jesu von Galiläa; bist du nicht auch dieses Menschen Juͤnger einer? Er laͤugnete aber vor allen, und sprach: Weib, ich bins nicht: ich kenne sein nicht: ich weiß auch * du sanei ucht, was du sagest. 16. Aber der Hohepriester fragte Jesum um seine Juͤnger und um seine Lehre. Jesus antwortete: Ich habe frei öffentlich geredet vor der Welt, ich habe allezeit ge⸗ lehret in der Schule, und in dem Tempel, da alle Ju⸗ den zusammenkommen, und habe nichts im Winkel ge⸗ redt. Was fragest du mich darum? Frage die darum/ die gehoͤret haben, was ich zu ihnen geredet habe. 2* —. —..— ui Historie vom Leiden& Christi. 29 dieselbigen wissen, was ich gesagt habe. Als er aber sol⸗ ches redete, gab der Diener einer, die dabei standen, Jesu einen Backenstreich, und—— h: st du Hohenpriester 7 antw orter n? Jesus et ö ich uͤbel geredet, so beweise es, daß es unrecht sei: Habe ich aber recht gered—6 was schlaͤgest du mich? Und Hannas hatte ihn gebunden gesandt zu dem Hohenprief ster Kaiphas. 17. Simon Petrus aber stand und waͤrmete sich. Und uͤber eine kleine Weile, nach dem ersten Verlaͤugnen, als er hinaus ging nach dem Vorhof, kraͤhete der Hahn, und eine andere Magd sah ihn, und hob——0 an zu sa⸗ gen denen, die dabei standen: Dieser war auch mit Je⸗ su von Nazareth. Da sprachen sie zu ihm: Bist du nicht srinen Juͤnger einer? Und ein anderer sprach: Du bist auch der einer. Und er längnete abermal, und schwur dazu, und sprach, Men sch, ich bins nicht, und kenne auch des Menschen nicht. Und uͤber eine kleine Weile, bei einer Stunde, bekräf⸗ tigte es ein anderer, 2 mit denen, die da standen, und sprach: Wahrlich, du bist auch deren einer, denn du bist ein Galilaͤer; deine Sprache verraͤth dich Spricht des Hohenpriesters Knecht, ein Gefreundter deß, dem Petrus das Ohr ab ‚t hauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm? Da sing er an, sich zu verflu⸗ chen, und zu schwoͤren; Ich keunne des Menschen nicht, von dem ihr saget. Und alsbald, da er noch redete, kraͤhete der Hahn zum andernmal. Und der Herr wandte sich, und sahe Petrum an. Da gedachte Petrus an die Worte Jesu, als er zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal kraͤhet, wirst du mich dreimal verlaͤugnen, und ging hinaus, und weinte bitterlich. 18. Die Hohenpriester aber, und die Aeltesten, und der ganze Rath suchten falsche Zeugnisse wider Jesum, auf daß sie ihm zum Tode huülfen, und fanden keines, wie⸗ wohl viele salsche Zeugen herzutraten, denn ihre Zeugnisse mMil. nicht uͤberein. Zuletzt standen auf und traten herzu zwei falsche Zeugen, und gaben falsches Zengniß wider ihn, 30 ihn, und sprachen: haben gehoͤrt, daß er sagte: Ich kann und will abbrechen den Tem: pel Gottes, der mit Haͤnden gemacht ist, und in dreien Tagen will ich einen ande rn bauei „der nicht mit Haͤnden. gemad t ist. Und ihr Zeugniß stir noch nicht uͤbere Un 1 der Ho hepriester stand guf unter ihr ind fragte Jesum, 1 sprach: Antwortest du nichts zu d—, de diese wider dich zeugen? Jesus aber schwieg st„ und antwortete nichts. Da fragte ihn der Hohepriester abermal, und zu ih Bist Christus, ben Sobn des Hoch Ich beschwoͤre dich bei dem lebendigen Gott, daß du sagest, ob du seist Chr stus, der Sohn Gottes? Jesus sprach: Du sagst, ich bins. Doch ich sage euch: Von n an werdet ihr sehen des Menschen So In sitzen zur nechten Hand der Kraft, und kommen in den Wolken des Him⸗ mels. Da zerriß der Hohopriester seine Kleider, und sprach: Er hat Gott gelaͤstert! Was durfen win weiter Zeugniß? Siehe, jetzt haben wir seine Got laͤsterung gehoͤrt: Was dünket euch? Sie aber verd ammten ihn alle, und sprachen: Er ist des Todes schuldig. 19. Die Maͤnner aber, die Jesum hielt ten. verspotteten ihn, und schlugen ihn mit Faͤnsten Etliche aber verdeckten ihn und schlugen ihn ins Angesicht, besonders die Knechte⸗ und sbrachen; Weissage uns, Christus, wer ists, der dich schlug? und viel andere Laͤsterungen sagten sie w ider ihn. Des Morgen s aber versammelten sich alle Hohenvriester, Schriftgelehrten, und die Aeltesten des Volks, und der ganze Rath, und hielten Rath über Jesum, daß sie ihm zum Tode huͤlfen, und fuͤhreten ihn hinauf vor ihren Rath, und sprachen: Bist du Christus? sags uns. Er aber sprach zu ihnen: Sage ichs euch, so glaubet ihr nicht Frage ich aber, so autwortet ihr nicht, und lasset mich dennoch nicht los. Darum, von nun an wird des Men⸗ schen Sohn sitzen zur rechten Hand der Kraft Gottes. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu.—— Ihr sagts; denn ich bins. Sie aber sprachen: Was dürfen wir weiter Zeugniß? Wir habens selbst ge⸗ dͤret aus seinem Munde. ———— Historie vom Leiden Christi⸗ 20 Und der ganze Haufe stand auf, und banden Jesum fuͤhrten ihn von Kaiphas vor das Richt haus, und uͤb antworteten ihn dem Landpfleger, Pontio Pilato, und es war noch fruͤhe. Da das Judas sah, der ihn verrathen hatte, daß er verdammt war zum Tode, gerenete es ihn, und brachte wieder her die dreißig Silberlinge den Hohenpriestern und Aeltesten, und sprach: Ich habe uͤbel gethan, daß ich un⸗ schuldig Blut verrathen habe. Sie sprachen: Was gehet uns das an? da siehe du zu. Und er warf die Silberlin⸗ ge in den Tempel, hob sich davon, und erhaͤngte sich selbst, und ist mitten entzwei geborsten, und sein Eingeweide ausgeschuͤttet. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge, und sprachen: Es taugt nicht, daß wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld. Sie hielten aber einen Rath, und kauften um die berlinge, um den Lohn der Ungerechtigkeit, eines To Acker zum Begraͤbniß der Pilger. Und es ist kund gewo allen, d u Jerusalem wohneten, also, daß derselbige Acker genannt wird aufihre Sprache Hakeld zma, das heißt, ein Blutacker, bis auf den heutigen 2 Das ist erfuller, das gesagt ist, durch den P 4— spricht: Sie haben genommen dreif ig Silberlinge, damit bezahlet ward der Verkaufte: welchen sie kauften von den Kindern Israel, und haben sie gegeben um eines Toͤpfers Acker, als wie der Herr befohlen hat. 21. Die Juden aber gingen nicht in das Richthaus, auf daß sie nicht unrein wuͤrden, sondern die Ostern essen moͤch⸗ ten. Da ging Pilatus zu ihnen hinaus und sprach: Was bringet ihr für eine Klage wider diesen Menschen? Sie antworteten aber und sprachen zu ihm: Waͤre dieser nicht ein Uebelthaͤter, wir haͤtten dir ihn nicht uͤberantwortet. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin, und richtet ihn nach eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir duͤrfen niemand toͤdten. Auf daß erfuͤllet wuͤr⸗ de das Wort Jesu, welches er sagte, da er dentete, wel⸗ ches Todes er sterben wurde. Jevemias —.. — 22. 24 an die Hoheupriester und Aeltesten, ihn klagen, und und v. Diesen fingen wir, Bolk abwendet, und verbeut, den Schoß dem , und sericht: er sei Christus, ein Koͤnig. Pilatus wiederum hinein in das Richthaus, und rief Jesum, 2 fragte ihn, und sprach: Bist du art zu Le daß er das Kaiser zu der en Koͤnig? 2 id vor ihm, und antworte⸗ te: est du das vr n dir selbst, oder habens dir andere von mir gesagt? Pilatus an twor ctete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester haben dich mir über⸗ antwortet: Was hast du gethan? Jesus antwortete; Mein Reich ist nicht von dieser Welt; waͤre mein Reich von er Welt, meine Diener würden drob kampfen, daß ich Hen IJnden nicht üuberantr et wuͤrde Da *2 sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein Koͤnig Jes 9618 amwot tete Du sa asts. Ich ein K oͤnig; Nich bin 0 und in die Welt gekommen, daß ich zeugen soll. Wer aus der Wahrheit is der Höret t meine Stinime. Spricht Pilatus zu ihm: Wis ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging er wieder ber aus zu den Juden, und sorcht u ihnen: Ich finde keine Schuld an ihm. Und da er verkläget ward von den Hoher priestern und aber fragte ihn aberm al/ und sprach: Antwortest du 110 32 Siehe; Aeltesten antwortete er ni schts. Pilatus Ans wie hart sie dich verklagen: boͤrest du nicht? Und a antwortete ihm nicht auf ein Wort meh also, daß sich auch der Landpfleger sehr verwunderte. Sie aber hielten an, und Wrachen: Er hat das Vol erreget, damit, daß er gelehret hat hin und her im gan⸗ zen juͤdischen Lande, und hat in Galilaͤa angefangen bis hiel her. Da aber Pilatus Galilaͤa hoͤrte, fragte er, ob er⸗aus Galilaͤm waͤre? Und als er vernahm, daß er untet Herodes Obrigkeit war, uͤbersandte er ihn zu Herodes welcher in denselbigen Tagen auch zu Jerusalem war. 23. Da aber Herodes Jesum sahe, ward er sehr Hars — V denn er haͤtte ihn laͤn s gerne gesehen, denn er brit Historie vom Leiden Christi. 33 viel von ihm gehoͤret, und hoffte, er wuͤrde ein Zeichen von ihm sehen. Und er fraͤgte ihn mancherlei; er ant⸗ wortete ihm aber nichts. Die Hohenpriester aber und Schriftgelehrten standen und verklagren ihn hart. Aber Herodes mit seinem Hofgesinde verlachte und verspottete ihn, legte ihm ein weißes Hleid an, und sandte ihn wie⸗ der zu Pilatus. Auf den Tag wurden Pilatus und He⸗ rodes Freunde mit einander; denn zuvor waren sie ein⸗ ander feind. 54 24. Pilatus aber rief die Hohenpriester, und die Obersten, und das Volk zusammen, und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebrache, als der das Volk abwende: und sehet: ich habe ihn vor euch verhoͤret, und finde an dem Menschen der Sache keine, der ihr ihn beschuldiget, Herodes auch nicht; denn ich habe euch zu ihm gesandt, und sehet, man hat nichts auf ihn ge⸗ bracht, das des Todes werth sei; darum will ich ihn zuͤchtigen und los geben. Auf das Fest aber mußte der Landpfleger nach Gewohn⸗ heit dem Volke einen Gefangenen losgeben, welchen sie begehrten. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, der war übel berüchtigt, nemlich einen Uebelthaͤter und Moͤrder, der hieß Barrabas, der mit den Aufrühreri⸗ schen war ins Gefaͤngniß geworsen, welcher im Aufruhr, der in der Stadt geschah, einen Mord begangen hatte. Und das Volk ging hinauf, und bat, daß er thäte, wie er pflegte. Und da sie versammlet waren, antwortete ihnen Pilatus: Ihr habt eine Gewohnheit, daß ich euch einen los gebe auf Ostern: Welchen wollt ihr, daß ich euch los gebe? Barrabam oder Jesum, den Koͤnig der Juden, den man nennet Christum? Denn er wußte, daß ihn die Hohenpriester aus Neid uͤberantwortet hatten. 25. Und da er auf dem Richtstuͤhl saß, schickte sein Weib zu ihm, und ließ ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten, denn ich habe heute viel erlitten im Traum von seinetwegen. Aber die Hohenpriester und die Aeltesten uͤberredeten und reizten das Volk, daß sie um Barrabam bitten C soll⸗ 34 Historie vom Leiden Christi⸗ sollten, und Jesum umbraͤchten. Da antwortete nun der Landpfleger, und sprach zu ihnen: Welchen wollt ihr unter diesen zweien, den ich soll los geben? Da schrie der ganze Haufe, und sprach: hinweg mit diesem, und gib uns Barrabam los. Da rief Pilatus abermal zu ihnen, und wollte Jesum los lassen, und sprach: Was soll ich denn machen mit Jesu, den man Christum nennet? Sie schrieen abermal! Kreuzige, kreuzige ihn! Er aber sprach zum drittenmal zu ihnen: Was hat er denn Uebels gethan? Ich finde keine Ursache des Todes an ihm; darum will ich ihn zuͤchtigen und loslassen. Aber sie schrieen noch vielmehr, und sprachen: Kreuzige ihn! Und sie lagen ihm an mit großem Geschrei, und forder⸗ ten, daß er gekreuziget wuͤrde; und ihr und der Hohen⸗ priester Geschrei nahm uͤberhand. 26. * Da nahm Pilatus Jesum und geisselte ihn. Die Kriegs⸗ knechte aber des Landpflegers führten ihn hinein in das Richthaus, und riefen zusammen die ganze Rotte, und zogen ihn aus, und legten ihm einen Purpurmantel an, und flochten eine Krone von Dornen, und setzten sie auf sein Haupt, und gaben ihm ein Rohr in seine rechte Hand, und beugten die Knie vor ihm, und spotteten ihn, und singen an ihn zu grüßen, und sprachen: Gott gruͤße dich/ lieber Koͤnig der Juden. Und schlugen ihn ins Gesicht/ und speieten ihn an, und nahmen das Rohr, und schlu— gen damit sein Haupt, und fielen auf die Kniee, und baͤ⸗ teten ihn an. 27. Da ging Pilatus wieder heraus, und sprach zu ihnen sehet, ich fuͤhre ihn heraus zu euch, daß ihr erkennet⸗ daß ich keine Schuld an ihm finde. Also ging Jesus heraus, und trug eine Dornenkrone und sein Purpurkleid. und er sprach zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch: Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahn, schrieen sse, und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn; Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin, und kreuziget ihn; denn ich finde keine Schuld an ihm. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz soll er terben: denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemach. * vom Leiden Christi Da Pilatus das Wort hörte, fuͤrchtete er sich noch mehr, und ging wieder hinein in das Richthaus, und spricht zu Jesu: Von wannen bist du? Aber Jesus 0 ihm keine Antwort. Da sprach Pilatus zu ihm: Red du nicht mit mir? Weißt du nicht, daß ich Macht! dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich los zu Jesus antwortete: Du haͤttest keine Macht üuͤber mich, wenn sie dir nicht waͤre von oben herab gegeben; darum, der mich dir uͤberant vortet, der hat groͤßere Suͤnde. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn losließe. Die Inden aber schrieen, und sprachen: Lässest du diesen los, so bist du des Kaisers Freund nicht; denn wer sich zum Koͤnige macht, der ist wider den Kaiser. 28. Da Pilatus das Wort hoͤrte, fuͤhrte er Jesum heraus, und setzte sich auf den Richtstuhl, an der Staͤtte, die da heißet Hochpflaster, auf hebraͤisch aber Gabbatha. Es war aber der Rüsttag in den Os ern, um die sechste Stunde, und er sprach zu den Juden: Sehet, d euer König. Sie schrieen aber: Weg/ kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu ihnen: Soll ich euren Koͤnig kreuzigen? Die Hohenpriester antu orteten: Wir haben keinen Koͤnig, denn den Kaiser Da aber Pilatus sah, daß er nichts sch ffte, sondern daß ein viel groͤßeres Getümmel ward, gedachte er dem Volk genug zu thun, und urtheilte, daß ihre Bitte geschaͤhe, nahm Wasser, und wusch die Haͤnde vor dem Volke, und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blute dieses Gerechten; sehet ihr zu. Da antwortete das ganze Volk, und sprach: Sein Blut komme uͤber uns und un⸗ sere Kinder. Da gab er ihnen Barrabam los, der um Aufruhr und Mordes willen war ins G üngniß geworsen, um welchen sie baten; Jesum aber gegeisselt und verspottet, übergab er ihrem Willen, daß er gekrenziget wuͤrde. das ist weg, mit dem! 29. Da nahmen die triegsknechte Jesum, zogen ihm den Mantel aus, und zogen ihm seine Kleider an, und fuhr⸗ ten ihn hin, daß sie ihn kreuzigten. Und er trug sein Und indem sie hinaus gingen, fanden sie ei Rreuz 2 — — — + 7 —4 + — 36 Historie vom Leiden Christi Menschen, der voruͤber ging, von Cyrene, mit Nauen Simon, der vom Felde kam, der ein Vater von Alexan⸗ der und Rufus war, den zwangen sie, daß er ihm sein Kreuz truge; und legten das Krenz auf ihn, daß ers Jesu nachtruͤge. Es folgten ihm aber nach ein großer Hause Volks, un Weiber, die klagten und beweinten ihn. Jesus abet N wandte sich um zu ihnen, und sprach: Ihr Toͤchter von Jerusalem, weinet nicht über mich, sondern weinet übel euch selbst, und über eure Kinder. Denn sehet, es wiid die Zeit kommen,‚ in welcher man sagen wird: Selig sind die Un fruchtbaren, und die Leiber, die nicht geboren h0˙ ben, und die Bruste, die nicht gesaͤuget haben! Dam werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallet uͤbit uns! Denn so man das thut am gruͤnen Holze, was wil am dürren werden? Es wurden aber auch hingefuͤhret zween andere Uebel⸗ thaͤter, daß sie mit ihm hingethan wurden. 30. Und sie brachten ihn an die Stötte, die da heisset un bebraͤisch Golgatha, das ist verdolmetschet, Schädelsätt und sie gaben ihm Essig und Wein, mit Myrrhen ind Galle vermischt, zu trinken, und da ers schmeckte, wollle ers nicht trinken. ö Und sie krenzigten ihn an der Stätte Golgatha, und zween Uebelthaͤter mit ihm, einen zur rechten, den andesn zur linken Hand, Jesum aber mitten inne. Und die Schrit ist erfüllet, die da saget: Er ist unter die Uebeltlaͤter ge⸗ rechnet. Und es war die dritte Stunde, da sie ihn kreul⸗ zigten. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; deun sie wissen nicht, was sie thun! 81. Pilatus aber schrieb eine Ueberschrift, enthaltend, wah man ihm Schuld gab, die Ursache seines Todes, und seenh sie auf sein Kreuz oben an seinem Haupte. Cs war abel darauf geschrieben: Jesus von Nazare th, der Juden Konig Diese Ueberschrift lasen viele Juden; denn die Staͤtte, A Jesus gekreyziget ist, war nahe bei der Stadt. Und war geschrieben in hebraͤischer, grieck ischer und laten scher Sprache. Da sprachen die Hohenpriester der Inde Historie vom Leiden Christi zu Pilato: Schreibe nicht: Der—• Koͤnig; sondern, daß er gesagt habe: Ich bin der Jnd den Koͤnig. Pilatus ant⸗ wortete: Was ich geschrieben h abe, as habe ich geschrieben. Die Kriegsknechte, da sie Jesum getreuziget hatten, nah⸗ men seine Kleider, und machten vier Theile, einem jegli⸗ chen Kriegskuecht ein Theil, darzu auch den Rock. Der Rock aber war ungenaͤhet, von oben an gewirket, durch und durch. Da sprachen sie untereinander, lasset uns den nicht theilen, sondern dar um loosen, weß er seyn soll. Auf daß erfüllet wuͤrde die Schrift, die da saget: Sie haben meine Kleider unter sich getheilet, und haben über Intd nr Rock das Loos geworfen. Und sie sassen allda, d hüteten sein. Solches thaten die Kriegsknechte, und 5 Volt stand, und sah zu. 82. Es standen aber bei dem Krenz Jesu seine Mutter, und seiner Mutter Schwester, Maria⸗ Kleophas Weib, und Maria Magdalena. Da nun Jesus seine Mutter sah, und den Juͤnger dabei stehen, den er lieb hatte, sprach er zu seiner Mutter: Weib, siehe, das ist dein Sohn. Darnach spricht er zu dem Juͤnger: Siehe, das ist deine Mutter. Und von der Stund' an nahm sie der Junger zu 29— Die aber voruͤber g ngen, laͤsterten ihn, und schuͤttel⸗ teß die Koͤpfe, und spr⸗ achen: Pfui dich, wie fein zer⸗ brichst du den Tempel, und banuest ihn in dreien Tagen: hilf dir selber. Bist du Gottes Sohn, so steig herab vom Kreuze. Desgleichen auch die Hohenpriester ver⸗ spotteten ihn untereinander, mit den Schriftgelehrten ind Aeltesten, sammt dem Volke, und sprachen: er hat andern geh Isen/ und kann sich selber nicht helfen. Ist er Christus der nig von Israel, der Anserwaͤhlte Gottes; so belfe er sich selber, und steige nun vom Kreuz, auf daß wirs sehen, und glauben ihm. Er hat Gott ver⸗ traut, der erloͤse ihn nun, geluͤstet es ihm, denn er hat ge⸗ sagt: ich bin Gottes Sohn. Dasselbige rückten ihm auch auf die Moͤrder, die mit ihm gekreuzi 941 waren und schmaͤ⸗ heten ihn. Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm, und brachten ihm Essig, und sprachen: Bist du der Juden Koͤnig, so hilf dir selber. 55. * 0 I 2 3 Nei u ERR—— 4*0 Aber der Uebelthäter einer, die kreuzigt waren laͤsterte ihn, und sprach: Bill du Christus, so hilf d selh 1 Anrtete der Noro Ito In selbst und uns. vortete der andere, strafte iht und sprach: und ichtest dich auch nicht vor Gott⸗ der du doch in glei zerdamm und zwar wi zillig drinnen 1 wir„ was unsen werth sind: r aber 6 Unrechtes ge than. Und sprach zu Jesu: Herr henke an mich wenn du in dein Reich kommest. Ur—..— sprath zu 1 ihm: Wahrlich: ich sage dir: He te wi Paradies seyn. Und da es um die sechssle Stunde kam, ward ein insterniß über das ganze Land, bis um die neunst Stun nd die Sonne verlor——0 Schein. Und un die Eeunte Stunde rief t, nud sprach, Eli. E ma asabthani! tetschet: Mein Goit ein Gott! warum hast du mich Lerlal sen? 22.* aber, die da standen, da sie das hoͤrten, sprachen sie, er rust — 5 S als Jesus wußte, daß schon alles vollbracht Schrift erfullet 1 wuͤrde, sprach er: Mich stand ein Gefaͤß mit Essig, und bald lief mter ihnen hin, nahm einel hwamm, und fuͤllie Essig und pe und 1auf ein Rohn, elts ihm d r um Mund id traͤnkte ihn, und sprach mit den andern: Halt, laßt sehen, ob Elias komme, Essig genommen hatte, sprach el sprach! Und Al inen nen er rriß in zwel dje Erde er zber thaten und standen auf vie igen, die 58 schl ehe, und gingen aus nach seinen Auferstehung, und kamen in die hetlige Stadt, und er nen vielen. d die Felse Aber ———.. Historie vom Leiden Christi, Aber der Haupt nann, der dabei stand gegen ihm uͤber, und die bei ihm waren, und bewahrten Jesum, da sie sahen, daß er mit solchem Geschrei verschied, und sahen das Erdbeben, und was da geschah, erschraken sie sehr, und preiseten Gott, und sprachen: Wahrlich, dieser ist ein frommer Mensch gewesen, und Gottes Sohn. Und alles Volk, das dabei war, und zusah, da sie sahn, was geschah, schlugen sie an ihre Brust, und wandten wider um. Es standen aber alle seine Verwandten von ferne, und viel Weiber, die ihm aus Galilaͤa waren nachgefolget, und sahen das alles, unter welchen Maria Magdalena, und Maria, Jakobs des jungern und Moses Mutter, und Salome, die Mutter der Kinder Zebedaͤi, welche ihm nachgesolget waren, da er in Galilaͤa war, und ge⸗ dienet hatten, und viele andere, die mit ihn hinauf gen Jerusalem gegangen waren. 85. Die Juden aber, dieweil es der Ruͤsttag war, daß nicht die Leichname am Kreuze blieben am Sabbath, (denn desselben Sabbathstag war groß) baten sie Pila⸗ tum, daß ihre Beine gebrochen, und abgenommen wüur⸗ den. Da kamen die Kriegsknechte, und brachen dem ersten die Beine, und dem andern, der mit ihm gekreuzi⸗ get war; als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, daß er schon gestorben war, brachen sie ihm die Beine nicht, sondern der Kriegsknechte einer oͤffnete seine Seite mit einem Speer, und alsbald ging Blut und Wasser heraus. Und der das gesehen hat, der hat es bezeuget, und sein Zeugniß ist wahr, und derselbige weiß, daß er die Wahr⸗ heit saget, auf daß auch ihr glaubet. Denn solches ist geschehen, daß die Schrift erfüllet wuͤrde: Ihr sollt ihm kein Bein zerbrechen. Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen sie gestochen haben. „Darnach am Abend, dieweil es der Rüsttag war, wel⸗ Yes ist der Vorsabbath, kam Jesus von Arimathia, der dt Juden, ein reicher Mann, Rathsherr, ein en guter frommer Mann, der hatte nicht gewilliget in ihren R und Handel, welcher auf das Reich Gottes wartete, denn er war ein Jüunger Jesu doch heim⸗ lich, 4—.—.—.— — 8——*.8. Lr. .. — 4⁰ Historie vom Leiden Christi. lich, aus Furcht vor den Juden; der wagts und ging hinein zu Pilato, und bat, daß er moͤchte abnehmen den Leichnam Jesu. Pilatus aber verwunderte sich, daß er schon todt war, und rief den Hauptmann, und fragte ihn, ob er laͤngst gestorben waͤre? Und als er es erkundiget von dem Haunptm krar gab er Joseph den Leichnam Jesu, und sollte ihn ihm geben. Und Joseph kaufte kam aber auch Nicodemus, der vor⸗ befahl, nwal bei der zu Jesu kommen war,— ⁊* brachte rhen und en unter einander, bei hundert Pfunden. nahmen sie den Leichnam Jesu, der abgenommen und wickelten ihn in reine Leinwand und banden leinene Tucher, mit Spezereien, wie die Juden zu begraben Es war aber an der Stätte, da er gekrenziget war, ein Garten, und im Garten ein neues Grab, das war Jo⸗ sephs, welches er hatte lassen hauen in einen Felsen, i welches niemand je geleget war; daselbst hin legten sie Jesum, um des Nuͤsttags willen der Juden, weil der Sabbath anbrach, und das Grab nahe war; und waͤlh⸗ ten einen Stein vor die Thür des Grabes, und gingen davon. Es war aber allda Maria Magdalena, und Ma⸗ ria Joses, die setzten sich gegen das Grab, auch andere Weiber, die da Jesu auch waren nachgefolget nac h Galilaͤa, und beschauten, wohin, und wie sein Leib geleget war— Sie kehrten aber um, und bereiteten die Spezereien und Salben; und den Sabbath uͤber waren sie stille nach dem Gesetze. Des andern Tages, der da folget nach dem Ruͤsttage, kamen die Hoher Sreher und Pharisaͤer saͤmtlich zu Pilato, und sprachen; Herr, wir haben gedacht, daß dieser Ver⸗ fuͤhrer syrach, da er noch lebte: Ich will nach dreien Ta⸗ gen wieder auferstehen. Darum bestehl, daß man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf daß nicht seine Juͤnger kommen und stehlen ihn, und sagen zum Volke: Er ist auferstanden von den Todten und werde der letzte Betrug aͤrger, denn der erste Pilatus sprach zu ihnen; Da habt ihr die Huͤter, gehet hin, und ver⸗ wahrets, wie ihr wisset. Sie gingen hin, und verwahr⸗ ten das Grab mit Huͤtern, und versiegelten den Stein ————— Geschichte von der Zerstoͤrung der Stadt Jerusalem. NNNNNNNXNNV Jerusalem war die Hauptstadt des juͤdischen Reichs, und eine der groͤßten und schoͤnsten Staͤdte im Morgenlande. Hier war der prächtige Tempel, den der Roönig S Salomo zur Verehrung des wahren Gottes hatte erbauen Kas sen, und der nach seiner ersten Zersoͤrung durchaus wied der hergestellt worden war. es Tempelgebaͤude war an Schoͤnheit, Majestät t und Groͤße eins der herrlichsten und bewundertsten Denkmaͤler der Welt. In der großen Stadt wohnten die angesehensten von der juͤdischen Nation; da⸗ her waren auch sehr viele praͤchtige Pallaͤste und Meister⸗ stuͤcke der Ba in derselben. Reichthum und Ueber⸗ fluß stroͤmten aus allen⸗Gegenden an diesem Ort zusa ä ihner Jerusalems, deren Auzahl sich über mehr als hunderttausend beltefß hatten auch meistens mehr Bildung, als die uͤbrigef Bewohner des juͤdischen Landes, und wegen der Nähe Pes großen Tempels, desto mehr Aufforderung zur wahren Verehyung Gottes, und zu einem gottgefaͤlligen Wandel. Allein, alle diese goͤttlichen Wohlthaten, alle diese Auf⸗ munterungen zum Danke und Gehorsam gegen Gott, wur⸗ den von den Ei nwohnern nicht geachtet: vielmehr waren sie von der waren Religios ihrer frommen Vorfahren ab⸗ gewichen, und waren so gottlos und lasterhast geworden, daß auch ein damals lebender gelehrter Iude, Josephus, schreibt: Die Juden waͤren so ruchlos worden, daß sie an Lastern die Heiden übertroffenshätten“ Alle Ungerech⸗ tigkeit nahm uͤberhand. Die Maͤchtigen unterdruckten die Schwaͤchern; die Niedrigen waren untreu gegen die Gro⸗ ßen; Liebe und Eintracht hoͤrten auf; Verfolgung, Haß der Partheien, und Feindseligkeit brachen in Aufruhr und Empoͤrung aus. Nun nahete sich die Zeit, wo das in Ersüllung geken muß⸗ mmen. Derst mußte, was Jesus einst mit Thraͤnen des Mitleides uͤbe 7* G6.. die 2 Bew ohner Jerusalems gesproc hen hatte:„Es wird die Zeit kommen, daß deine Feinde werden um dich und deine Kinder mit dir eine uW burg schlagen, und wer⸗ den dich belagern und an allen Orten aͤngstigen; und wer⸗ den dich schleifen, und keinen Stein auf dem andern las⸗ sen; darum, daß du die Zeit der angebotenen Gnade nicht erkennen wolltest.“ ck uͤb Das Unglück uͤber die Juden nahm seinen Anfang im Jahre 66 nach Christi Geburt, da sie an verschiedenen Or⸗ ten die Waffen w e Roͤmer ergriffen, um sich von der Oberherrschaft derselben zu befreien. Hierzu reizte das Volk die Tyrannei und Bedruͤckung des roͤmischen Statthalters Gessius Florus, und es fehlte nicht an Ver⸗ führern des Volks, welche sich zum Theil, wie Jesus vor⸗ her gesagt hatte, fuͤr den Messias, oder fuͤr Propheten ausgaben. Der Koͤnig Agrippa der juͤngere gab sich zwar alle Mühe, das Volk zu besaͤnftigen, und ein Theil des⸗ selben wollte auch zur Treue gegen den röͤmischen Kaiser zuruͤckkehren; aber die uͤbrigen wurden noch mehr erbit⸗ tert, da si ch Raͤuber und Moͤrder mit ihnen verbanden Sie griffen die roͤmische Besatzung zu Jerusalem an und toͤdteten sie. Run breitete sich d der Geist des Aufruhrs uͤber das ganze Königreich aus. Man sah nichts als Rauben, Mor und alle Arten von Grausamkeit. Die Juden toͤdteten die Roͤmer, und die Roͤmer die Juden bei Tan⸗ senden. Unterdessen ruͤckte der roͤmische Statthalter in Syrien, Cestius Gallus, mit einem Kriegsheere in Judag ein, brannte Staͤdte und Dörfer ab, machte viele Men⸗ schen nieder und zog endlich vor Jerusalem. Er bemaͤch⸗ tigte sich wirklich des groͤßten Theils der Stalt; konnte aber die Gegend um den Tempel nicht erobern, sondern mußte sich mit großem Verluste 13 0 ziehen. Oleh erbob den Muth der Juden so sehr, daß sie uͤber Galilaͤa, Je⸗ rusalem und Idumaͤa besondere Besehlsl aber setzten, um den Krieg gegen die Roͤmer desto nachdruͤcklicher fortzu⸗ setzen. der vi +* Jetzt sahen die Chrislen in Jerusalem die Merkmale, die Jesus ihnen gegeben hatte; der Graͤuel der Verwu⸗ stung nahete in den r roͤmischen Kriegsheeren, und sie suchten sich durch die Flucht aus Jerusalem und Judaͤa zu ret⸗ ken oͤrung Jerusalems. 4³ ten. Die mehrsten begaben sich in das Staͤdchen Pella, jenseits des Jordans, wo sie vor den Gefahren des Krie⸗ ges sicher waren Im Jahre 67 nach Christi Geburt ruͤckte nun der roͤmi⸗ sche Feldherr, Vespasian, auf Befehl des Kaisers Nero, in Galilaͤa sein und verbrannte Staͤdte und Doͤrfer, wo⸗ bei viele tausend Juden erschlagen wurden. Bei der Be lagerung der Festung ‚ Jotapata wehrten sich die Juden so verzweifelt, daß vierzigtausend dabei umkamen. Vespa⸗ sian ließ auf einmal sechstausend junge Manner als Skla⸗ ven nach Achaja wegfuͤhren, um an der Landenge von Korinth zu graben; dreißigtausend ließ er zu Skla⸗ ven verkaufen; fuͤnftausend stürzten sich selbst aus Ver⸗ zweiflung von hohen Felsen herab. Unter solchen Ver⸗ wuͤstungen ruͤckte Vespasian mit seinem Heere der Stadt Jerusalem immer naͤher. Waͤhrend dieser Zeit rieben sich die Juden durch Parteisucht und innere Unruhen selbst duf. Es gab falsche Propheten und Zeloten, oder Eife⸗ rer, welche vorgaben, daß sie aus Eifer fuͤr die Religion tritten und dem Volke einbildeten, Gott werde in der Noth den Messias senden und sie retten. Diese Menschen bekamen großen Anhang, und da sie in Parteien getbeilt waren, richteten sie sich selbst in Grunde. Sie riefen so⸗ gar die Idumaͤer oder Edomiter zu Hülfe, drangen mit ihnen in die Stadt Jerusalem ein, und mordeten zwei Ho⸗ hepriester und zwoͤlftausend vornehme Juden mit unmensch licher Grausamkeit. Im Jahre 69 nach Christi Geburt ward Vespasian zum Kaiser von Rom ausgerufen; und er uͤbergab nun die Zortsetzung des jüdischen Krieges seinem Sohne Titus. Dieser fing die Belagerung Jerusalems an im 5 nach Christi Geburt, eben um das Osterfest, da eine groy 3 Juden aus allen Gegenden, um des Feste + sich Jerusalem befand, so, daß mehrere hun⸗ Tausende von dem roͤmischen Heere eingeschlossen Dieß war ein Ungluͤck, denn so viele Menschen auch viele Lebensmittel, wöran es bald zu man⸗ 42 anftug Denn die Aufruͤhrer hatten einander die ———*+ rathshaͤnser selost zerstoͤrt und g und so auch ein großen Theil des Volkse hrungsmittel *. be⸗ e 5 ——————— ——————.—.— ———— 4⁴ Geschichte der Zerstoͤrung Jerusalems. bekaubt. So ward die schrecklichtte Hungersnoth vorbe⸗ reitet, die uun bald nebst der Pest ausbrach. Titus ruckte der Stadt immer naͤher: er eroberte die untere Stadt und ließ einen Theil der Mauer einreißen; schloß die Stadt durch einen hohen Erdwall ein, und ließ keine Lebensmittel mehr hinein. Dadurch stieg die Hungecsnoth aufs hoͤchste. Obgleich Titus den Einwoh⸗ nern mehr als einmal Gnade und Friede anbieten ließ, wenn sie sich ergeben wollten; so wieß ihr Stolz und ihre Hartnaͤckigreit doch jed ü Friedensvorschlaͤge zu⸗ daher noch strengere * den, wele che aus um sich Nahrungsmiktel zu suchen, auf e nahe bei der Stadt zum Schre cken der ubrigen. In einer Nacht wurden 5 0⁰ eingebracht, und der Gekreuzigten waren so viele, daß es zuletzt an Holz zu Krenzen fehlte. +— der S tadt selbst waren die Lebensmittel dergestalt aufgeze—* daß manche Reiche alle ihre Habseligkeiten fuͤr ein Maaß Korn, oder Gerste hingaben. Vor Hunger aßen die, welche noch etwas Getreide erkaufen konnten, die Koͤrner ungemahlen. Die Stärkern, besonders die Re⸗ bellen, liefe u in den Haͤusern wuͤtend umher, und raub⸗ ten alle Speisen, die sie wach fanden. Da ward kein Al⸗ ter und keine Ingend verschont. Man nahm Greisen und Kindern das Essen vor dem Munde weg: sogar Frauen rissen ihren Maͤnnern, Soͤhne ihren Aeltern, Müͤtter ih⸗ ren Kindern die Speise aus dem Munde. Zulsetzt wurde die Noth so groß, daß man vor Hunge lederne Guͤrtel, Schuhe und das Leder an den Schilden zernagte, altes abgeganzenes Heu zur Speise nahm, und eine Hand voll davon mit 16 Grose hen bezahlte; ja man suchte sogar seine Nahrung an unflaͤtigen Orten, und verzehrte vor Hunger Kuhmist und dergleichen unreine und Eiihr.El Dinge. Dadurch entanden Pest und das schrecklichste Elend. Die Dacher sagen voll Frauen und kleiner Kinder, die verh gert waren, und die Straßen waren mit erblafften Grei⸗ sen angefuüllt. Juͤnglinge und enahen, wenn sie schon zu lchr 8 anfingen, schli chen als S Aur Erde umher, und ielen auf öffentlicher Straße todt zur Erde. Die An⸗ zabl derer, die von Pest und Hunger 0 n merasft Warver 7 Iu⸗ ——— Geschichte der Zerstoͤrung Jerusalems. 45 ist unglaublich groß. Nur zu ein Thore wurden in Zeit von 6 Wochen hundert und fünszes und achtzig Todte hinausgetrage welche von ihren Verwandten begreben wi ganze Zahl der Verstorbenen, welche zu den Tl ausgetragen wurden, schaͤtzt man auf Sechsmal Hundert Tausend. Da nun in der Stadt keine Speise und Sicherheit mehr war, so flohen viele daraus in das Lager der Roͤmer. Gab man ihnen hier Speise, so fielen die Ausgehungerten zu gierig darüͤber her und starben. Dann aber wurden eine Menge solcher Ueberlaͤufer von den roͤmischen Solda⸗ ten lebendig aufgeschnitten. Denn es war unter diesen bekannt geworden, daß manche Juden Goldstuͤcke ver⸗ schluckt gehabt, weil sie ed sonst nicht aus der Stadt zu bringen sich getrauet hatten. Die roͤmischen Soldaten glaubten unn bei allen Juden Gold zu finden, und schnit⸗ ten deshalb in einer Nacht uͤber 2/0 solcher Ueberlaͤufer auf. Titus verbot aber die Ueberläͤufer aus der Stadt zu toͤdten; und so wurden sie sehr wohlfeil als Sllaven verkauft. gerechnet die, Indessen eroberten die Roͤmer einen Theil der Stadt nach dem andern. Titus hatte aber den Befehl gegeben, die Soldaten sollten des Tempels schonen und ihn nicht in Brand steckhen. Da aber die vomischen Soldaten viele Muͤhe hatten, diesen hoͤchsten festen Platz zu erobern; so gerierhen sie in große Wuth. Sie mördeten alles, was ihnen vorkam, Kinder und Greise, Laien und Priester; alles lag voller Leichname. Der ganze Hugel schwamm vom Biute der Getödteten. Das-furchtbarste Jammer⸗ geschrei erscholl in dem Tempel. Die Flammen hatten schon viele Theile des Fempels ergriffen; doch suchte Titus das Allerheiligste zu rekten; al er es war vergebens. Ein romischer Soldat steckte den innern Theil des Tempels auch in Brand, und das Feuer nahm so schnell überhand, daß es nicht zu loͤschen war. Unterdessen metzelten die roͤmi⸗ schen Kriegsleute ohne Barmberzigkeit bis in die Noactit darnieder, was ihnen vor die Haͤnde kam, so, daß das Feuer an manchen Orten durch das daher stroͤmende Blut geloͤscht ward. So ward der praͤchtige Tempel vollig ver⸗ brannt und zerstoͤrt, der seit der Ruͤckkehr der Juden aus der +. —.9—— 4——— et. 46 Geschichte der Zerstoͤrung Jerusalems der Babylouischen Gefangenschaft, vor 600 Jahren, wie⸗ der hergestellt worden war. Titus haͤtte gern der Stadt und des Tempels geschont und suchte die Juden durch gelinde Vorstellungen zu be⸗ wegen; aber sie waren verblendet und ließen es aufs Aeußerste kommen. Er hatte auch, als ein gelinder Herr, befohlen, der Wehrlosen, der Alten und Schw zu Won en; aber die Soldaten uͤbertraten feinen Befehl und erm ürgten alles, was ihnen vorkam. Di die Zahl derer, welche waͤhrend der Belagerung ums Leben kamen, beläuft sich auf eilf mahl hundert Tausend, und die ganze Anzahl, die in diesem letzten juͤdischen Kriege ihr Leben verlor, soll sich an anderthalb Millionen belau⸗ fen. Die, welche bei der Zerstoͤrung Jerusalems am Leben blieben, wurden zu Gefane genen gemacht. Titus uͤbertrug dem Fronto, seinem Frennde, das Schicksal der Juden zu entscheiden. Dieser ließ alle, als Aufrührer oder Stra⸗ henraͤuber Angeklagte, hinrichten; auserlesene, wohl etal tete Juͤnglinge bestimmte er zum Triumphe. Von den übri⸗ gen ließ er die, welche uͤber Jahre alt waren, in Fesseln schlagen, und Titus schickte sie nach Aegypten, um daselbst in den Bergwerken zu arbeiten. Die meisten verscherlr der roͤmische Feldherr in die Provinzen des roͤmischen R eichs, zu Fecht⸗ und Kampfspielen mit wilden Thieren. 17 Jahr waren, wurden als Sklaven verkaust. Die unter! Und indem Fronto so ihr Schicksal entschied, verhungerten noch an zwoͤlf Tausend, weil ihnen die Wache aus Haß nicht Speise gab, und viele auch sich weigerten von Hei⸗ den, als Unreinen, sie anzunehmen. Die ganze Anzahl der Gefangenen, waͤhrend des gan⸗ zen Krieges, betrug an 97 Tausend. Die, welche davon ubrig blieben, wurden von nun an in alle Gegenden der Erde zerstreuet, und wurden nie wieder ein eignes Volk, sondern sind abhaͤngig und dienstbar. Hier traf das ein, was Moses im 5. Buch im 28. Kapitel sagt:„Der Herr wird dich, o Volk, zerstreuen unter alle Voͤlker von einem Ende der Welt bis zum andern. Du— unter diesen Voͤlkern kein bleibend Wesen haben. Der Herr wird di, daselbst geben ein bebendes Herz und eine kraftlose Seele.“ So wandeln denn noch die Nachkommen jener verderb⸗ ten Vorfahren, zum warnenden Erempel fuͤr alle V Diter⸗ übe —— 43 Geschichte der Zerstoͤrung Jerusalems. überall auf der Erde umher, wollen noch immer nicht das Licht der Wahrheit achten und durch den Glauben an Jesum Christum den Weg zu ihrem Heil nicht einschlagen, an ihn, der schon einst ihre Vorfahren in Jerusalem ver⸗ sammeln wollte, wie eine Henne ihre Kuchlein unter ihre Fluͤgel. So wie aber jener Ausspruch im Buche Mosis an de Volke in Erfüllung ging; so auch der Ausspruch Jesu: Matth. 23, 33. Siehe, euer Haus soll euch wuͤste gelas⸗ sen werden; und Luk. 19, 24. Deine Feinde werden dich 94 schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen. Denn der Feldherr Titus gab den Befehl, Mauren und Gebaͤude zu schleifen; und es ward alles so dem Erdboden gleich gemacht, daß es in der Folge kaum glaublich war, daß ehedem hier eine so große, praͤchtige und volkreiche Stadt gestanden habe. Und so ist denn auch das Wort Jesu erfuͤllet worden, das wir Luk. 21, 24. lesen: Sie werden fallen durch des Schwertes Schaͤrfe, und gefangen gefüh⸗ ret werden unter alle Voͤlker; und Jerusalem wird zer⸗ treten werden von den Heiden, bis daß der Heiden Zeit erfuͤllet wird.“ Also fuͤgte es der Heilige und Allweise, daß der juͤdische Staat sammt Jerusalem zu Grunde gehen mußte: weil die Juden gegen alle Erweisungen der Huld Gottes un⸗ dankbar waren, die Propheten toͤdteten und selbst Jesum Christum kreuzigten; damit die Ehre Jesu als Gesandten Gottes des Vaters gerettet, und seine begluͤckende Religion ausgebreitet werde! So ging das schwere Gericht Gottes uͤber ein Volk, das ganz ausgeartet und lasterhaft gewor⸗ den war, und sich auch nicht lehren und bessern lassen wollte; sondern alle Belehrung und Vermahnung von sich stieß O, moͤchten doch dieß alle christlichen Voͤlker zu Herzen nehmen! Moͤchten sie die Gnade Gottes in Christo Jesß daukbar erkennen, im Glauben an ihn sich vom Irrthum zur Wahrheit, vom Laster zur Tugend, vom Wege des Verderbens auf den Weg des Lebens leiten lassen! Moͤch⸗ ten sie ihre Tempel und das Wort Gottes immer heilig ö halten; und nicht durch Verachtung des Evangelii, nicht 6 durch Ueppigkeit und Sicherheit und Zwietracht, Got⸗ tes, IEE— — 43 Geschichte der Zerstoͤrung Jerusalems tes, des Allmaͤchtigen Mißfallen und Strafen sich zu⸗ ziehen! Die Zerstoͤrung Jerusalems und der Untergang des juͤdischen Staats, bestaͤtiget auch die Wahrhaftigkeit der Ausspruͤche Jesu; denn er hat diese schrecklichen Schicksale 38 Jahre vorher verkündiget, und zwar mit einer Be⸗ stimmtheit, ganz wie es ergangen ist. Dieß bestaͤrke unsern Glauben an ihn, an feine Lehren, Verheißungen und Drohungen, und mache unsere Herzen geneigt, ihm in allem zu folgen! Dann werden wir, unter dem Schutze Gottes, des allmaͤchtigen Vaters, unter der Leitung Jesu Christi, unsers Herrn, geheiliget durch den Geist der Wahrheit und der Liebe, ein Gott gefalliges und friedenvolles Leben fuͤhren, in Noͤthen und Gefahren Trost und Rettung finden, und endlich durch den Tod in das bessere Vaterland hinüber gehen, wo wir die Se⸗ ligkeit genießen sollen, die uns der himmlische Vater durch Christum verheißen und bereitet hat. Das helfe uns Gott, durch Christum unsern Heiland! Amen. E y i st e ln und E van sSe l i e n auf alle Sonntage und hohe Feste. Am I. Sonntage des Advents. Epistel, Roͤm. 15, v. 11⸗14. 2 ieben Brüder, weil wir solches wissen, nemlich die Zeit, daß die Stunde da ist, aufzustehen vom Schlaf, (sintemal unser Heil jetzt näher ist, denn da wirs glaub— ten,) die Racht ist vergangen, der Tag aber herbei kom⸗ men: So lasset uns ablegen die Werke der Finsterniß, und anlegen die Werke des Lichts. Lasset uns ehrbar⸗ lich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid? Sondern ziehet an den Herrn Jesum Christ, und war⸗ tet des Leibes, doch also, daß er nicht geil werde. Evangelium, Matth. 21, v. 1⸗9. a sie nun nahe bei Jerusalem kamen, gen Bethphage an den Oelberg, sandte Jesus seiner Jünger zween, und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden, und ein Füllen bei ihr; löset sie auf, und führet sie zu mir. Und so euch jemand erwas wird sagen, so sprecht: Der Herr bedarf ihr; sobald wird er sie euch laffen. Das geschah aber alles, auf daß erfüllet würde, das ge⸗ sast ist durch den Propheten, der da spricht: Sage der Tochter Zion, siehe, dein König kommt zul dir fanßmü⸗ thig, und reitet auf einem Esel, und auf inem Füllen der lastbaren Eselin. Die Jünger gingen hin, und tha⸗ ten, wie ihnen Jesus befohlen hatte. Und hrachten die Eselin und das Fuͤlen, und legten ihre Kleider darauf, und (a) setzten XI 2——— ———.. SISSSRI ——„— ————...—————— ————— —.. Furcht und Warten der Dinge, die da kommen 11 4 D 4 Episteln setzten ihn darauf, Aber viel Volks breitete die Kleidet auf den Weg, die andern hieben die Zweige von den Bäumen, und streueten sie auf den Weg. Das Volk aber, das vorging und nachfolgete, schrie und sprach: Hosianng dem Sohn David! Gelobet sey, der da kommt in dens Namen des Herrn! Hosianna in der Höhe! ö Am II. Sonntage des Advents. Epistel, Roͤm. 15/ v. 415. Lun Brüder, was aber zuvor geschrieben ist, das il uns zur Lehre geschrieben, auf daß wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben. Gott aber del Geduld und des Trostes gebe euch, daß ihr einerlei ge⸗ sinnet seid unter einander nach Jesu Christo, auf das ist einmüthiglich mit einem Munde lobet Gott, und den Vater unsers Herrn Jesu Christi. Darum nehmet euh unter einander auf, gleich wie euch Christus hat aufhe nommen zu Gottes Lobe, ich sage aber, daß Jest Christus sei ein Diener gewesen der Beschneidung um der Wahrheit willen Gottes, zu bestätigen die Verhelßung, den Nätern geschehen. Daß die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden, und deit nem Namen singen. Und abermal spricht er: Freuet euch/ iht Heiden mit seinem Volk. Und abermal: lobet den Herrn alle Heiden, und preiset ihn, alle Völker. Und abermal spricht Jesaias: es wird seyn die Wurzel Jesse, und del auferstehen wird zu herrschen über die Heiden, auf den werden die Heiden hoffen. Gott aber der Hoffnung erfüll euch mit aller Frende und Friede im Glauben, daß ihl völlige Hoffnung habt durch die Kraft des heiligen Geisteb. Evangelium, Luca 21/ v. 2556. Fesus Prach zu seinen Jüngern: Es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond und Sternen, und auf Erden wird den Leuten bange seyn, und wer den zagen, und das Meer und die Wasserwogen werden brausen, und die Menschen werden verschmachten vor und Evangelien. Erden, denn auch der Himmel Kräf'e sich bewegen wer— den. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohu kommen in den Wolken mit großer Kraft und Herrlich⸗ keit. Wenn ader dieses anfähet zu geschehen, so sehet auf, und hebet eure Hänpter auf, darum, daß sich eure Erlö⸗ sung nabet. Und er sagte ihnen ein Gleichniß; Sehet an den Feigenbaum und alle Bäume. Wenn sie aus⸗ schlagen, so seh er ihr an ihnen und merket, daß jetzt der Sommer nahe ist. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, daß das Reich Gottes nahe ist. War⸗ lich, ich sage euch: dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis daß es alles geschehe. Himmel und Erde werden verge⸗ hen; aber meine Worte vergehen nicht. Aber hütet euch, das eure Herzen nicht beschweret werden mit Fressen und Saufen, und mit Sorgen der Rahrung, und komme die⸗ ser Tag schnell über euch; denn wie ein Fallstrick wird er kommen über alle, die auf Erden wohnen. So seid nun wacker allezeit, und betet, daß ihr würdig werden möget zu entfliehen diesem allen, das geschehen soll und zu stehen dor des Menschen Sohn. ———— — Am III. Sonntage des Advents. Epistel, 1 Kor. 4, v. 15. VDaffür halte uns jedermann, nemlich für Christi Die⸗ ner, und Haushalter über Göttes Geheimnisse. Nun suchet man nicht mehr an den Haushaltern, denn daß sie treu erfunden werden. Mir aber ists ein Geringes, daß ich von euch gerichtet werde, oder von einem menschlichen Tage: auch richte ich mich selbst nicht. Ich bin mir wohl nichts bewußt: aber darinnen bin ich nicht gerechtfertiget. Der Herr ists aber, der mich richtet. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr kömmt, welcher auch wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rath der Herzen offenbarer alsdann wird einem jegli⸗ chen von Gott Lob widerfahren. Evangelium/ Matth. 11, v. 410. Da aber Johannes im Gefängniß die Werke Christi bhörete, sandte er seiner Jünger zween, und ließ ihm sagen; Bist du, der da kommen soll„ oder sollen wir ei⸗ (⁰⁰ nes *—.—— 4 Episteln nes andern warten? Jesus antwortete und sprach zuih⸗ nen: Gehet hin und saget Johanni wieder, was ihr sehet und höret. Die Blinden sehen, die Lahmen gehen, die Aussätzigen werden rein, die Tauben' hören, die Tod ten stehen auf, und den Armen wird das Evangelium geprediget. Und selig ist, der sich nicht an mir ärgert. Da sie hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von Johanne: Was seyd ihr hinausgegangen in die Wüsle zu sehen? Wollet ihr ein Rohr sehen, das der Wind hil und her wehet? Oder, was seyd ihr hinausgegangen u sehen? Wollet ihr einen Menschen in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in der Könige Häuser. Oder, was seyd ihr hinausgegangen zu ö sehen? Wollet ihr einen Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist, denn ein Prophet. Denn dieser isth von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll. — 8² Am IV. Sonntage des Advents. Epistel Phil. 4, v. 4⸗3. 8 Lid Brüder! Freuet euch in dem Herrn allewege und abermal sage ich: Freuet euch. Eure Lindig ö keit lasset kund seyn allen Menschen. Der Herr ist nahe. * Sorget nichts; sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Gebaͤt und Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden. Und der Friede Gottes, welcher höher ist, denn alle Vernunft, bewahre eure Herzen und Sinne in Christo Jesu. D. Evangelium, Joh. 1, v. 19⸗28. .— — —.— — Ud dies ist das Zeugniß Johannis, da die Inden sand⸗ N ten von Jerusalem Priester und Leviten, daß sie ihn in fragten: Wer bist du? Und er bekannte, und läugnete 25 nicht. Und er bekannte: Ich bin nicht Christus. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elias? Er sprach: Ich bins nicht. Bist du ein Prophet? Und er antwortete: RNein. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? da WAntwort geben denen, die uns gesandt haben. Was sa est du von dir selbst? Er sprach: Ich bin eine Aaege eine und Evangelien. eines Predigers in der Wüsten; richtet den Weg des Herrn, wie der Prophet Jesaias gesagt hat. Und die gesandt waren, die waren von den Pharisäern, und fragten ihn, und sprachen zu ihm: Warum taufest du denn, so du nicht Christus bist, noch Elias, noch ein Pro⸗ phet? Johannes antwortete ihnen, und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet. Der ists, der nach mir kommen wird,⸗ welcher vor mir gewesen ist, deß ich nicht werth bin, daß ich seine Schuhriemen auflöse. Dies geschah zu Betha⸗ bara, jenseits des Jordans, dua Johannes taufete. Am heiligen Christtage. Epistel) Tit. 2, v. 11⸗14. Esschen unden die heilsame Gnade Gottes allen Men⸗ schen, und züchtiget uns, daß wir sollen verläugnen das ungöttliche Wesen, und die weltliche Lüste, und züch⸗ tig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt, und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes, und unsers Heilandes Jesu Christi, der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlösete von aller Ungerechtigkeit, und reinigte ihm selbst ein Volk zum Eigenthum, das fleißig wäre zu guten Werken. Evangelium, Lucaͤ 2/ v. 1⸗14. Es begab sich aber zu der Zeit, daß ein Gebot vom Kai⸗ ser Augusto ausging, daß alle Welt geschätzet würde. Und diese Schatzung war die allererste, und geschah zur Zeit, da Cyrenius Landpfleger in Syrien war. Und jeder⸗ mann ging, daß er sich schätzen ließ, ein jeglicher in seine Stadt. Da machte sich auch auf Joseph aus Galiläa, aus der Stadt Razareth, in das jüdische Land, zur Stadt David, die da heißet Betlehem, darum, daß er von dem Hause und Geschlechte David war, auf daß er sich schätzen ließe mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die war schwanger. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, daß sie gebären sollte. Und sie gebar ihren ersten Sohn, und wickelte ihn in Windeln, und legte ihn in eine Krippe, denn sie hatten sonst kein Raum in der Herherge. 6 5 ——.——.—— —.2 — 939— IIE —* r —....— ———— 22.e 6 Episteln es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Pelde bei den Hürden, die hüteten des Nachts ihre Heerde. Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen und die Klar' heit des Herrn lenchtete um sie und sie furchten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht. Gie he, ich verkündige euch große Freude, die allem Volke widerfahren wird. Denn euch i heute der Heitan! gelo⸗ ren, welcher ist Christus, der Herr, in der Stod! David. Und das babt zum Zeichen: Ihbr werdet finden das Kind in Windeln gewickelt, und in einer Krippe liegen. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen Heer schaaren, die lobeten Gott, und sprat chen: Ehre sei Golt in der Höbe, und Friede aus Erden, und den Menschen ein Wohlgefallen. Am Tage St. Stephani, des ersten Maͤrtyrers neuen Testaments. Epistel, Ap. Gesch. 6. und 7. Kapitel tephanus aber voll Glaubens und Kräfte, that Wun der und große Zeichen unter dem Volk. Da standen etliche auf von der Schule, die da heißet der Libertiner/ und der Cyrener und der Alexanderer, und derer, die aus Cilicia und Asia waren, und befragten sich mit Ste⸗ phano. Und sie vermochten nicht zu widerstehen der Weis heit und dem Geiste, der da redete. Da richteten sie zu etliche Männer, die sprachen: Wir haben ihn gehöretde⸗ ster worte reden wider Mosen und wider Bott. Und bewegten das Volk und die Aeltesten, und die Schriftgelehrten, und traten herzu, und rissen ihn hin, und führeten ihn vor den Rath, und stelleten falschezeugen dar, die sprachen: Die— ser Mensch höret nicht auf zu reden Lästerworte wider diese heilige Stätte und das Gesetz. Denn wir haben ihn bö⸗ ren sagen: Jesus von Nazareth wird diese Stätte zerstoͤ⸗ ren, und ändern die Sitten, die Moses gegeben hat. Und sie sahen auf ihn alle, die im Rath sassen, und sahen sein Angesicht, wie eines Engels Angesicht. Als er aber voll heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel, und sah die Herrlichkeit Gottes, und Jesum stehen zur Rechten Gottesund sprach: Siehe ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes stehen. Sie schrieen und Evangelien. schrieen aber laut, und hielten die Obren zu, und stürme⸗ ten einmüthiglich zu ihm ein und stießen ihn zur Stadt hinaus, und steinigten ihn. Und die Zeugen legien ab ihre Kleider zu den Füßen eines Jünglings, der hieß Saulus. Und steinigten Stephanum, der ausrief und sprach, Herr Jesu, nimm meinen Geist auf! Er kutete aber nieder, und schrie laut; Herr, behalte ihnen diese Sünde nicht! und als er das gesagt, entschlief er. Evangelium, Matth. 25, v. 54⸗39 VDer Herr sprach zu den Pharisäern und Schriftgelehr⸗ ten und Obersten der Juden; siehe, ich sende zu euch Propheten und Weisen und Schriftgelehrten, und der⸗ selbigen werdet ihr etliche tödten und kreuzigen, und et⸗ liche werdet ihr geißeln in euren Schulen, und werdet sie verfolgen von einer Stadt zu der andern; auf daß über euch komme alles das gerechte Blut, das vergossen ist auf Erden, von dem Blut an des gerechten Abels bis auf das Blut Zacharias, Barachiä Sohn, welchen ihr getödtet habt zwischen dem Tempel und Altar. Warlich, ich sage euch, daß solches Alles wird über dies Geschlecht kommen. Jerusalem, Jerusalem, die du tödtest die Propheten, und steinigest die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne versammelt ihre Küchlein unter die Flügel, und ihr habt nicht ge⸗ wollt! Siehe, euer Haus soll euch wüste gelassen werden. Denn ich sage euch; Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr sprecht: Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! An dem Tage St. Johannis des Apostels und Evangelisten. Epistel, Sirach. 15/ v. 1. 8. Soeuches thut niemand, denn der den Herrn fürchtet; und wer sich an Gottes Wort halt, der findet sie. And sie wird ihm begegnen, wie eine Mutter, und wird ihn empfahen wie eine junge Braut. Sie wird ihn speisen mit Brod des Verstandes, und wird ihn tranken mit Wasser der Weis heit. Dadurch wird er stark werden, daß er fest stehen kann, und wird sich an sie halten, daß er Shan zu an⸗ 2 Episteln Schanden wird. Sie wird ihn erhöhen über seinen Rächsten, und wird ihm seinen Mund aufthun in der Gemeine. Sie wird ihn könen mit Freude und Won⸗ ne, und mit ewigem Namen begaben. Aber die Nar⸗ ren finden sie nicht, und die Gottlosen künnen sie nicht ersehen. Denn sie ist ferne von den Hoffärtigen, und die Heuchler wissen nichts von ihr. Evangelium, Joh. v. 15⸗24. FDa sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zuu Simon Petro: Simon Johanna, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu ihm: Ja Herr, du weißest, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Lämmer. Spricht er zum andernmal zu ihm! Simon Johanna, hast du mich lieb? Er spricht zu ihm: Ja Herr, du weißest, daß ich dich lieb habe. Spricht er zu ihm: Weide meine Schaafe. Spricht er zum drittenmal zu ibm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Petrus ward traurig, daß er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weißest alle Dinge: du weißest, daß ich dich lieb habe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schaafe. Warlich, warlich, ich sage dir: da du jünger warest, gürtetest du dich selbst, und wandeltest, wohin du wolltest; wenn du aber alt wirst, wirst du deine Hände ausstrecken, und ein anderer wird dich gürten, und führen, wo du nicht hin willst. Das sagte er aber zu deuten, mit welchem Tode er Gott preisen würde. Da er aber das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach. Petrus aber wandte sich um, und sahe den Jünger folgen, welchen Jesus lieb hatte, der auch an seiner Brust am Abendessen gelegen war, und gesagt hatte: Herr, wer ists, der dich verräth? Da Petrus die⸗ jen sah, spricht er zu Jesu: Herr, was soll aber dieser? Jesus spricht zu ihm: so ich will, daß er bleibe, bis ich komme, Has geht es dich an? Folge du mir nach. Da ging eine Redr aus unter den Brüdern: Dieser Jünger stirbt nicht. Und Jesus sprach zu ihm: er stirbt nicht sondern: so ich will, datz er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an? Dies ist der Jünger, der von diesen Din⸗ gen und Evangelien. gen zeuget, und hat dies geschrieben. Und wir wissen, daß sein Zeugniß wahrhaftig ist. Am Sonntage nach dem Christtage. Epistel, Gal. 4/ v. 177. Ich sage aber, so lange der Erbe ein Kind ist, so ist un⸗ ter ihm und einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Güter; sondern er ist unter den Vormündern und Pflegern bis auf die bestimmte Zeit vom Vater. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den äußerlichen Satzungen Da aber die Zeit erfüllet ward, sandte Gott seinen Sohn, gebo⸗ ren von einem Weibe, und unter das Gesetz gethan, auf daß er die, so unter ngen.. waren, erloͤsete, daß wir die Kindschaft empfingen. Weil ihr denn Kinder seyd, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater! Also ist nun hie kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind aber Kinder, so sinds auch Erben Gottes durch Christum. Evangelium, Lucà 2½ v. 3540. 1 nd sein Vater und Mutter wunderten sich deß, das von ihm geredet ward. Und Simeon segnete sie, und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel, und zu einem Zeichen, dem widersprochen wird. Und es wird ein Schwerdt durch deine Seele dringen, auf daß vie⸗ ler Herzen Gedanken offenbar werden. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuel, vom Geschlechte Asser, die war wohl betaget, und hatte gelebet sieben Jahre mit ihrem Manne, nach ihrer Jungfrauschaft, und war nun eine Wittwe bei vier und achtzig Jahren. Die kam nimmer vom Tempel, dienete Gott mit Fasten und Bäten Tag und Nacht. Dieselbe trat auch hinzu zu dersel⸗ bigen Stunde, und preisete den Herrn, und redete von ihm zu allen, die auf die Erlösung zu Jerusalem wart eten. Und da sie alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, kehreten sie wieder in Galilaͤam zu ihrer Ra⸗ at 10 Episteln Nazareth. Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit, und Gottes Gnade war bei ihm. . Am Neuen Jahrstage. Epistel, Gal. 3, v. 3 29. Fhe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret, und ver schlossen auf den Glauben, der da sollte offeubaret werden. Also ist das Gesetz un ser Zuchtmeister gewesen auf Christum, daß wir durch den Glauben gerecht würden. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem Zuch tmeister. Denn ihr seid alle Gottes Kinder, durch den Glauben an Chri— stum Jesum. Denn wie viel euer getauft sind, die haben Christum angezogen. Hie ist kein Jude noch Grieche, hie ist kein Kuecht noch Freier, hie ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu. Seid ihr aber Ehristi, so seid ihr ja Abrahams Sa⸗ men, und nach der Verheißung Erben. Evangelium/ Lucaͤ2/ v. 21. 4 da acht Tage um waren, daß das Kindlein be: schnitten würde, da ward sein Name genennet Jesus, welcher genennet war von dem Engel, ehe denn er im Nutterleibe empfangen ward. Am Sonntage nach dem neuen Jahre. Epistel, Tit. 6/ v. 47. WNa aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes. Nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir gethan haben, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, auf daß wir durch desselbigen Gnade gerecht, und Erben seien des ewi⸗ gen Lebens nach der Hoffnung; das ist gewißlich wahr · Evan und Evangelien. Eyangelium, Matth. 2, v. 15⸗15. Ta die Weisen aus Morgenland hinweg gezogen wa⸗ ren, siehe, da erschien derEngel des Herrn dem Joseph im Traum, und sprach: Stehe auf, und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir, und fleuch in Egypten⸗ land, und bleib allda, bis ich dir sage; denn es ist vor⸗ handen, daß Herodes das Kindlein suche, dasselbe umzu⸗ bringen. Und er stund auf, und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei der Nacht, und entwich in Egyptenland, und blieb allda bis nach dem Tode He⸗ rodis, auf daß ersüllet würde, das der Herr durch den Propbeten gesagt hat, der da spricht: Aus Egypten habe ich meinen Sohn gerufen. Am Feste Epiphaniaͤ, oder der Erscheinung Christi. Epistel, Jesaias 60, v. 1⸗ 6. Mache dich auf, werde Licht; denn dein Licht kommt, M und die Herrlichkeit des Herrn gehet auf über dir. Denn siehe, Finsternitz bedecket das Erdreich, und Dunkel die Völker. Aber über dir gehet auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheinet über dir. Und die Heiden werden in deinem Licht wandeln, und die Könige im Glanz, der über dir aufgehet. Hebe deine Augen auf und siehe um⸗ her; diese alle versammelt kommen zu dir. Deine Söhne werden von ferne kommen, und deine Töchter zur Seiten erzogen werden. Dann wirst du deine dust sehen und aus⸗ brechen und dein Herz wird sich wundern und ausbrei⸗ ten, wann sich die Menge am Meer zu dir bekehret, und die Macht der Heiden zu dir kommt. Denn die Menge der Kameele wird dich bedecken, und die Läufer aus Midian und Epha. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen, und des Herrn Lob verkündigen. Evangelium, Maith. 2/ v. 1 12. Da Jesus gebohren war zu Bethlehem im züdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenlande gen pra 12 Episteln sprachen: wo ist der neugeborne König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenlande, und sind kommen, ihn anzubeten. Da das der König Herodes hörete, erschrack er, und mit ihm das ganze Jerusalem, und ließ versammeln alle Hohepriester und Scheiftgelehrten unter dem Volk, und erforschte von ihnen, wo Christus sollte geboren werden. Und sie sagten ihm:zu Bethlehem im jüdischendande. Denn also stehet geschrieben durch den Propheten: Und du Beth—⸗ lehem im jüdischen Lande bist mit nichten die kleinste unter den Fürsten Juda; denn aus dir soll mir kommen der Her⸗ zog/ der über mein Volk Israel ein Herr sey⸗ Da berief Herodes die Weisen heimlich, und erlernte mit Fleiß von ihnen, wann der Stern erschienen wäre. Und weisete sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin, und forschet fleißig nach dem Kindlein, und wenn ihrs findet, so sagt mirs wieder, daß ich auch komme und es anbäte. Als sie nun den Konig gehöret hatten, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, den sie imMorgenlande gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis daß er kam und stund oben über, da das Kindlein war⸗ Da sie den Stern sahen, wurden sie hoch erfreuet und gin⸗ gen in das Haus, und funden das Kindlein mit Maria, seiner Mutter, und fielen nieder, und bäteten es an, und thaten ihre Schätze auf, und schenkten ihm Gold, Weih— rauch und Myrrhen. Und Gott befahl ihnen im Traum, daß sie sich nicht sollten wieder zu Herodes lenken. Und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land. —..—.———˖'⸗'˖':⸗:⸗::n‚-˖⸗⸗e‚‚.‚e‚e‚ec.‚c‚c.‚‚‚——————————————————— Am I. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel, Roͤm. 12, v. 1⸗ 6. Ich ermahne euch, lieben Brüder, durch die Barmher⸗ zigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sey, wel⸗ ches sey euer vernünftiger Gottesdienst. Und siellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verändert euch durch Ver— neuerung eures Sinnes, auf daß ihr prüfen möget, wel⸗ ches da sey der gute, der wohlgefällige und der vollkom⸗ mene Gottes Wille. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter euch, daß niemand wei⸗ und Evangelien. weiter von ihm halte, denn sie gebühret zu halten, son⸗ dern daß er von ihm mäßiglich halte, ein jeglicher nach⸗ dem Gott ausgetheilet hat das Maas des Glaubens. Denn gleicher Weise, als wir in einem Leibe viele Glieder haben/ aber alle Glieder nicht einerlei Geschäfte habenꝛalso sind wir viel ein Leib in Christo, aber untereinander ist einer des andern Glied. Und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Evangelium, Luca 2, v. 4252. Da Jesus zwölfJahre alt war, gingen seine Eltern hinauf⸗ gen Jerusalem, nach Gewohnheit des Festes. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder zu Hause gin⸗ gen, blieb das Kind Jesus zu Jerusalem, und seine Eltern wußten's nicht. Sie meineten aber, er wäre unter den Gefährten, und kamen eine Tagereise, und suchten ihn unter den Gefreundten und Bekannten. Und da sie ihn nicht fanden, gingen sie wiederum gen Jerusalem, und such⸗ ten ihn. Und es begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen mitten unter den Lehrern daß er ihnen zuhörete und sie fragte. Und alle, die ihm zuhöreten, wunderten sich seines Verstandes und seiner Antwort. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das ge⸗ than? Siehe, dein Vater und ich haben dich mit Schmer⸗ zen gesucht. Und er sprach zu ihnen: Was ists, daß ihr mich gesucht habt? Wisset ihr nicht, daß ich seyn muß in dem, das meines Vaters ist? Und sie verstunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete. Und er ging mit ihnen hinab, und kam gen Nazareth, und war ihnen unterthan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den Menschen. Am II. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel, Roͤm. 12, v. 7 16. at jemand Weissagung, so sey sie dem Glanden aͤhn⸗ lich. Hat jemand ein Amt, so warte⸗ 3* Amt Sstt...t..t..—— —.— * — V 1 1 4 9 41 0 4 14 Episteln Amts. Lehret jemand, so warte er der Lehre. Er mohnet jemanud, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er einfälttg. Regieret jemand, so sei er sorgfällig; übet jemand Barmherzigkeit, so thue ers mit Lust. Die Liebe sei nicht falsch⸗ Hasset das Arge, hanget dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter einan der sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrer— bietung zuvor. Seid nicht träge, was ihr thun sollt. Seid brünstig im Geist. Schicket euch in die Zeit. Seid froͤhlich in Hofft ung, geduldig in Trübsal. Haltet an am Gebät. Nehmet euch der heiligen Norhdurft an. Her⸗ berget gerne. Segnet, die euch verfolgen, segnet und flu⸗ cher nicht. Frenet euch mit den Fröhlichen, und weinet mit den Weinenden. Habt einerlet Sinn unter einander Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen. Evangelium/ Joh. 2, v. 111 N 1 nd am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Kana in Galiläa, und die Mutter Jesu war da⸗ Jesus aber und seine Jünger wurden auch auf die Hoch zeit geladen. Und da es am Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben nicht Wein. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dit zu schassen! Meine Stunde ist noch nicht kommet Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saͤget, das thut. Es waren aber alda sechs steinerne Wasserkrüge gesetzt, nach der Weise der jüdischen Reinigung, und gingen je in einen zwei oder drei Maas. Jesus spricht zu ihnen: Füllet die Wasser⸗ krüge mit Wa sser. Und sie füllten sie bis oben an. Und er spricht zu ihnen: Schöpfet nun, und bringts dem Speisemeister, und sie brachtens. Als aber der Speise meister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, und wußte nicht, von wannen er kam, die Diener aber wußtens, die das Wasser geschöpfet hatten, rufet der Speisemeister dem Bräutigam, und spricht zu ihm: Jedermann gibt zum ersten guten Wein, und wenn sie trunken worden sind, alsdann den geringern, du hast den guten Wein bisher behalten. Das ist das erste Zeichen, das Jesus * und Evangeli en. 15 that geschehen zu Kana in Galliläa, und offenbarete sei— ne Herrlichkeit, und seine Jünger glaubten an ihn. Am 1II. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel Roͤm. 12, v. 17:21. Valt t euch nicht selbst für klug. Vergeltet niemand Böses mit Böͤsem; fleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. Istis möglich, so viel an euch ist, so habt mit allen Menschen Friede. Raͤchet euch seiber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Roum dem Zorn(Gottes.) Denn es stehet geschrieben: die Rache ist mein, ich will vergelten, spricht der Herr. So nun deinen Feind hun⸗ gert, so speise ibn, dürstet ihn, so tränke ihn; wenn du das ihust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln. Laß dich nicht das Böse überwinden, son⸗ dern überwinde das Bose mit Gutem. Evangelium, Matih. 8, v. 1.15. Da Jesus vom Berge herab ging, folgete ihm viel Volks nach. Und siehe, ein Aussätziger kam, und bätete ihn an und sprack err, so du willst, kannst du mich wohl reinigen. Und Jesus streckte seine Hand aus, rührete ihn an, und sprach: Ich wills thun, sei gereiniget. Und als bald ward er von seinem Aussatz rein. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, sags niemand, son— dern gehe hin, und zeige dich dem Priester und opfre die Gabe, die Moses befohlen hat zu einem Zeugniß über sie. Da aber Jesus einging zu Capernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat ihn und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause, und ist gichtbrüchig, und hat große Qual. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen, und ihn gesund machen Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht werth, daß du unter mein Dach gehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund. Denn ich bin ein Mensch, dazu der Obrigkeit unrerthan, und habe unter mir Kriegsknechte, noch wenn ich sage zu einem: Gehe hin, so gehet er, und zum andern:; Komm her, so kommt er. Und zu meinem Knechte: Thue 15 ů 0 *2————.——.. 16 Episteln so thut ers. Da Jesus das hörte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm nachfolgten: Warlich, ich sage euch, solchen Glanben habe ich in Israel nicht funden. Aber ich sage euch: Viel werden kommen von Morgen und vom Abend, und mit Abraham und Isaac und Jacob im Himmelreich sitzen. Aber die Kinder des Reichs werden ausgestoßen in die äußersteFinsterniß hinaus; da wird seyn Heulen und Zähnklappen. Und Jesus sprach zu dem Haupti mann: Gehe hin, dir geschehe, wie du geglaubet hast. Und sein Knecht ward gesund zu derselbigen Stunde. Am W. Sonntage nach der Erscheinung Christi Epistel, Roͤm. 15, v. 8⸗10. Serd niemand nichts schuldig, denn daß ihr euch unter einander liebet. Denn wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfüllet. Denn das da gesagt ist: Du sollsi nicht ehebrechen: Du sollst nicht tödten: Du sollst nicht stehlen: Du sollst nicht falsch Zeugniß geben: Dich soll nichts gelü⸗ sten; und so ein ander Gebot mehr ist, das wird in diesem Wort verfasset: Du sollst deinen Nächsten lieben, als dich selbst. Die Liebe thut dem Nächsten nichts Böses. So ist nun die Liebe des Gesetzes Erfüllung Evangelium, Matth. 8, v. 2527. Wesus trat in das Schiff, und seine Jünger folgeten . ihm. Und stehe, da erhub sich ein groß Ungestüm im Meer, also, daß auch das Schifflein mit Wellen bedecket ward, und er schlief. Und die Jünger traten zu ihm, und weckten ihn auf, und sprachen: Herr, hilf uns, wir verderben. Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleingläubigen, warum seid ihr so furchtsam? Und stund auf, und bedrohete den Wind und das Meer; da ward es ganz stille. Die Menschen aber verwunderten sich, und sprachen, was ist das für ein Manu, daß ihm Wind und Meer gehorsam ist? 4 R und Evangelien. Am V. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel, Kolloss. 3, v. 12⸗17. o ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Hei⸗ ligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freund⸗ lichkeit, Demuth, Sanftmuth, Geduld; und vertrage einer den andern, und vergebet euch unter einander, so jemand Klage dat wider den andern: gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr. Ueber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu wel⸗ chem ihr auch berufen seid in Einem Leibe, und seid dank⸗ bar. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen, in aller Weisheit; lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesängen und geistlichen lieblichen Lie⸗ dern, und singet dem Herrn in eurem Herzen. Und alles, was ihr thut mit Worten oder mit Werken, das thut alles in dem Namen des Herrn Jesu, und danket Gott und dem Vater durch ihn. Evangelium, Matth. 13, v. 24⸗60. Jesus legte ihnen ein anderes Gleichniß vor, und sprach? Das Himmelteich ist gleich einem Menschen, der gu⸗ ten Samen auf seinen Acker saete. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säete Unkraut zwischen den Waizen, und ging davon. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das Unkraut. Da traten die Knechte zu dem Hausvater, und sprachen: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesäet? Woher hat er denn das Unkraut? Er sprach zu ihnen: das hat der Feind gethan. Da sprachen die Knechte; Wilist du denn, daß wir hingehen, und es ausgäten? Er sprach: Rein! auf daß ihr nicht zugleich den Waizen mit ausraufet, so ihr das Unkraut ausgätet. Lasset beides mit einander wachsen bis zu der Erndte, und um der Erndte Zeit well ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut, und bindet es in Bündlein, daß man es verbrenne; aber den Waizen sammelt mir in meine Scheuern. Anr —— d')!pdm— 18 Edisteln Am VI. Sonntage nach der Erscheinung Christi. Epistel, 2 Petri 1, v. 16,21. Wir haben nicht den klugen Fabeln gesolget, da wir euch kund gethan haben die Kraft und Zukunft un⸗/ sers Herrn Jesu Christi; sondern haben seine Herr— lichkeit selbst gesehen, da er empfing von Gott dem Va⸗ ter Ehre und Preis, durch eine Stimme, die zu ihmge/ schah von der großen Herrlichkeit dermaßen: Dies ist mein lieber Sehn, an dem ich Wol gefallen habe. Und diese Stimme haben wir gehöret vom Himmel gebracht, da wir mit ihm waren auf dem heiligen Berge. Wir ha⸗ ben ein festes prophetisches Wort, und ihr thut wohl, daß ihr darauf achtet, als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der Morgenstern aufgehe in euern Herzen. Und dat sollt ihr für das erste wissen, daß keine Weissagung in der Schrift geschieht aus eigner Auslegung. Benn es ist noch * nie eine Weissagung aus menschlichem Willen hervorge⸗ bracht; sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, getrieben von dem heiligen Geist. I. 0 Evangelium, Matth. 17, v. 19. U nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrum und Jacobum und Johannem, seinen Bruder, und füh⸗ rete sie beiseits auf einen hohen Berg, und ward verkla ret vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete, wie die Sonne und seine Kleider wurden weiß, als ein Licht. Und siehe, da erschien ihnen Moses und Elias, die redeten mit ihm.“ Petrus aber antwortete, und sprach zu Jesu: Herr: hier ist gut seyn: willst du, so wollen wir hier drei Hütten machen, dir eine, Mosi eine, und Elia eine. Da er noch 5 also redete, siehe, da überschattete sie eine lichte Wolke. * Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies * ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hören. Da das die Jünger höreten, sielen sie — auf ihr Angesicht, und erschracken fehr. Jesus aber trat 20 zu ihnen, rührete sie an und sprach: Stehet auf, und fürchtet euch nicht. Da sie aber ihre Augen aufhoben, sahen sie niemand, denn Jesum allein. Und* vom Verge und Evangelien. Berge herab gingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr sollt dies Gesicht niemand sagen, bis des Menschen Sohn von den Todten auferstanden ist. Am Sonntage Septuagesimaͤ. Epistel, 1 Kor. 9, v. 24 bis Kap. 10. v. 5. Wihe ihr nicht, daß die, so in den Schranken laufen, die laufen alle, aber Einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, daß ihr es ergreifet. Ein jeglicher aber, der da kämpfet, enthält sich alles Dinges; jene also, daß sie eine vergängliche Krone empfangen: wir aber eine un⸗ vergängliche. Ich laufe aber also, nicht als aufs Unge⸗ wisse; ich fechte also, nicht als der in die Luft streichet: sondern ich betäube meinen Leib, und zähme ihn, daß ich nicht den andern predige, und selbst verwerflich werde. Ich will euch aber, lieben Brüder, nicht verhalten„daß unsere Väter sind alle unter der Wolke gewesen, und sind alle durch das Meer gegangen, und sind alle unter Mose getauft mit der Wolke und mit dem Meer, und haben alle ei⸗ nerlei geistliche Speise gegessen, und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tranken aber von dem geistlichen Fels, der mit folgte, welcher war Christus. Aber an ihrer vielen hatte Gott keinen Wohlgefallen; denn sie sind niedergeschlagen in der Wüste. Evangelium, Matth. 320, v. 1.16. Jesus sprach zu seinen Jüngern: Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, Arbeiter zu miethen in seinen Weinberg. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taglohn, sandte er sie in seinen Weinberg. Und ging aus um die dritte Stunde, und sah andere an dem Markt müßig stehen, und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch geben, was recht ist. Und sie gin⸗ gen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neun:e Stunde, und rhat gieich also. Um die eilfte Stunde aber geng er aus, und fand andere müßig stehen) und sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag müßig? Sie sprachen zn ihm: Es hat uns niemand gedenget. Er b 2 sprach —— — .‚ .— .—.. *+.-— Episteln sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht seyn wird, soll euch werden. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter, und gib ihnen den Lohn/ und hebe an an dem Letzten bis zu dem Ersten. Da ka⸗ men, die um die eilfte Stunde gedinget waren, und eu pfing ein jeglicher seinen Groschen. Da aber die Erssen kamen, meineten sie, sie würden mehr empfangen/ und sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen. Und de sie den empfingen, murreten sie wider den Haushaltel, und sprachen: Diese Letzten haben nur eine Stunde geat. beitet, und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Ta ges Last und Hitze getragen haben. Er antwortete aber/ und fagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich thue dit nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins geworden um einen Groschen? Nimm was dein ist, und gehe hin. Ich will aber diesem Letzten geben, gleich wie dir. Oder habe sch nicht Macht zu thun, was ich will, mit dem Meinen? Sien hest du darum scheel, daß ich so gütig bin? Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten seyn. Deunn viele sind berufen, aber wenige sind auser wählel. — Am Sonntage Sexagesimaͤ Epistel, 2 Kor. 11, v. 19. bis Kap. 12, b. 9. 9.— Brüder! Ihr vertraget gern die Narren, diewen ihr klug seid. Ihr vertraget, so euch jemand zu Knechi ten macht, so euch jemand schindet, so euch jemand nimmi, so euch jemand trotzt, so euch jemand in das Angesicht streichet. Das sage ich nach der Unehre, als wären wir schwach geworden. Worauf nun jemand kühn ist, e rede in Thorheit) darauf bin ich auch kühn. Sie sind Hebräer, ich auch; sie sind Israeliten, ich auch; sie sind Abrahams Samen, ich auch. Sie sind Diener Christi; ich rede thöricht) ich bin wohl mehr. Ich habe meht gearbeitet, ich habe mehr Schläge erlitten, ich bin öfter gekangen, oft in Todesnöther gewesen. Von de uJuden ha⸗ de ich fünfmal empfangen vierzig Streiche weniger ins. Ich bin dreimal gestäupet, einmal gesteinigt, dreimal hal de ich Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe 61 ra und Evangelien. bracht in der Tiefe des Meeres. Ich bin oft gereiset; ich bin in Gefahr gewesen zu Wasser, in Gefahr un⸗ ter den Mördern, in Gefahr unter den Juden, in Gefahr unter den Helden, in Gefahr in den Städten, in Gefahr in der Wüste, in Gesahr auf dem Meer, in Gefahr unter den falschen Brüdern, in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel Fasten, in Frost und Blöße; ohne was sich soust zuträgt, nemlich, daß ich täglich werde angelaufen und trage Sorge für alle Gemeinen. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird geärgert, und ich brenne nicht? So ich mich je rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rühmen. Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, welcher sei gelobet in Ewigkeit, weiß, daß ich nicht lüge. Zu Damascus der Landpfleger des Königs Aretä verwahrte die Stadt der Damascer, und wollte mich greifen; und ich ward in einem Koͤrbe zum Fenster aus durch die Mauer niedergelassen, und entrann aus seinen Händen. Es ist mir ja das Rühmen nichis nütze, doch will ich kommen auf die Gesichte, und Offenbarungen des Herrn. Ich kenne einen Menschen in Christo, vor vierzehn Jahrenlist er in demeibe gewesen, so weiß ich es nicht; oder ist er außer dem Leibe gewesen, so weiß ich es auch nicht; Bott weiß es;) derselbige ward entzückt bis in den dritten Himmel. Und ich kenne denselbigen Menschen.(Ob er in dem Leibe oder auß er dem Leibe gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es.) Er ward entzückt in das Paradies, und hörte unaussprechliche Worte, welche kein Mensch sagen kann. Davon will ich mich rühmen; von mir selbst aber will ich mich nichts rühmen, ohne meiner Schwachheit. Und so ich mich rühmen wollte, thäte ich darum nicht thöricht; denn ich wollte die Wahrhelt sagen. Ich enthalte mich aber deß, auf daß nicht jemand mich höher achte, denn er an mir siehet, oder von mir höret. Und auf daß ich mich nicht der hohen Offenbarung über⸗ hebe, ist mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nemlich des Satans Engel, der mich mit Fäusten schlage, auf daß ich mich nicht überhebe. Dafür ich dreimal dem Herrn gestehet habe, daß er von mir wiche. Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Guade genügen;. 0 raft 2 *e537 1 22 Episteln Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, auf daß die Kraft Christi bei mir wohne. Evangelium, Lucaͤg, v. 415. VNa hnun viel Volks bei einander war, und aus den Städten zu Jesu eilten, sprach er durch ein Gleichniß. Es ging ein Saemann aus zu saͤen seinen Samen, und indem er säete, siel etliches an den Weg/ und ward vertreten, und die Vögel unter dem Himmel fraßen es auf. Und etliches siel auf den Fels, und da es aufging, verdorrete es, darum, daß es nicht Saft hatte. Und etliches fiel mitten unter die Dornen, und die Dor⸗ nen gingen mit auf und erstickten es. Und etliches siel auf ein gutes Land, und es ging auf und trug hundert fältige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hören, der höre! Es fragten ihn aber seine Jün⸗ ger, und sprachen, was dieses Gleichniß ware? Er aber sprach: Euch ist es gegeben, zu wissen das Geheimniß des Reichs Gottes; den andern aber in Gleichnissen, daß sie es nicht sehen, ob sie es schen lehen, und nicht verstehen, ob ste es schon hören. Das ist aber das Gleichniß: Der Same ist das Wort Gottes. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hören; darnech kommt der Teufel, und nimmt das Wort von ihrenr Her⸗ zen, auf daß sie nicht glauben und selig werden. Die aber auf dem Fels, sind die, wenn sie es hören, nah⸗ men sie das Wort mit Freuden an; und die haben nicht Wurzel: eine Zeitlang glauben sie, und zur Zeit der An⸗ fechtung fallen sie ab. Das aber unter die Dornen siel, sind die, so es hören, und gehen hin unter den Sorgen, Reichthum und Wollust dieses Lebens, und ersticken, und bringen keine Frucht. Das aber auf dem guten Lande, sind die, die das Wort hören und behalten in einem feinen guten Herzen, und bringen Frücht in Geduld. Am Sonntage vor der Fasten, Estomihi⸗ Epistel, 1 Kor. 1, v. 1.15. Kieden Brüder! wenn ich mit Menschen und mit Engel, zungen redete, nund hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönen⸗ tönendes Erz, oder eine klingende Schelle. Und wenn ich weissagen könute, und wüßte alle Geheimnisse, und alle Erkenntniß, und hätte allen Glauben, also, daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe, und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir es nichts nütze. Die Llebe ist langmüthig und freundlich„ die Liebe eifert nicht, die Liebe treibet nicht Muthwillen, sie blähet sich nicht, sie stellet sich nicht un⸗ gebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbitten, sie trachtet nicht nach Schaden, sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freuet sich aͤber der Wahrheit, sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hof⸗ fet alles, sie duldet alles. Die Liebe höret nimmer auf, doch die Weissagungen aufhören werden, und die Sprachen aufhören werden, und das Erkenniniß aufhö— ren wird. Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören; da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind, und war klug wie ein Kind, und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward/ that ich ab, was kindisch war. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesscht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich es stück⸗ weise: dann aber werde ich es kennen, gleichwie ich erkannt bin. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größeste unter ihnen. Evangelium, Luca 18, v. 31⸗45. I. nahm zu sich die Zwölfe, und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, das geschrieben ist durch die Propheten von des Menschen Sohn. Denn er wird über⸗ antwortet werden den Heiden, und er wird verspottet, und geschmähet, und verspeiet werden; und sie werden ihn geißeln und tödten, und am dritten Tage wird er wieder auferstehen. Sie aber vermahnen der keins, und die Rede war ihnen verborgen, und wußten nicht, was das gesagt war. Es geschah aber, da er naht zu Jericho kam, saß ein Blinder am Wege, Da Episteln Da er aber herete das Volk, das durchhin ging, for— schete er, was das wäre. Da verkündigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge vorüber. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Die aber vorne an gingen, bedrohten ihn, er sollte schweigen, er aber schrie vielmehr: Du Sohn Davids, erbarme dich meiner! Jesus aber stand still, und hieß ihn zu sich führen. Da sie ihn aber nahe bei ihn brach⸗ ten, fragte er ihn, und sprach: Was willst du, daß ich dir thun soll? Er sprach! Herr, daß ich sehen möge. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend; dein Glaube hat dir geholfen. Und alsbald ward er fehend, und folgte ihm nach, und pries Gott. Und alles Volk, das sol⸗ ches sah, lobte Gott. Am I. Sonntage in der Fasten, Invocavit. Epistel, 2 Kor. 6, v. 1⸗10. ieben Brüder! wir ermahnen euch als Mithelfer, daß ihhr nicht vergeblich die Gnade Gottes empfanget Denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhöret, und habe dir am Tage des Heils geholfen. Se⸗ het, jetzt ist die angenshme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils. Lasset uns aber niemand irgend ein Aergerniß geben, auf daß unser Amt nicht verlästert werde; son⸗ dern in allen Dingen lasset uns beweisen als die Die⸗ ner Gottes, in großer Geduld, in Trübsal, in Nöthen, in Aengsten, in Schlägen, in Gefängnissen, in Auf⸗ ruhren, in Arbeit, in Wachen, in Fasten, in Keusch! heit, in Erkenntniß, in Langmuth, in Freundlichkeit, in dem heiligen Geist, in ungefärbter Liebe, in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waf⸗ fen der Gerechtigkeit, zur Rechten und zur Linken; durch Ehre und Schande, durch böse Gerüchte und gute Ge— rüchte; als die Berführer, und doch wahrhaftig; als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterben⸗ den, und siehe, wir leben: als die Gezüchtigten, und dpch nicht ertödtet: als die Traurigen, aber allezeit fröh⸗ lich; als die Armen, aber die doch viele reich machen; als die nichts inne haben, und doch alles haben. Evan⸗ ——m..——.—— und Evangelien. 25 Evangelium, Matth. 4, v. 1⸗II. VDa ward Jesus vom Geist in die Wüste geführet, auf daß er vom Teufel versucht würde. Und da er vierzig Tage und vierzig Rächte gefastet hatte, hun⸗ 1* gerte ihn. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: + Bist du Gottes Sohn, so sprich, daß diese Steine Brod werden. Und er antwortete und sprach: Es ste het ge⸗ 4 schrieben: der Mensch lebet nicht vom Brod allein, soͤndern von einem jeglichen Wort, das durch den Mund Gottes gehet. Da führete ihn der Deufel mit sich in die 40 heilige Stadt, und stellete ihn auf die Zinne des Dem! pels, und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so laß dich hinab; denn es stehet geschrieben: Er wird seinen Engel über dir Befehl thun, und sie werden dich auf den Händen tragen, auf daß du deinen Fuß nicht an einen Stein sloßest. Da sprach Jesus zu ihm? Wiederum stehet auch geschrieben: Du sollst Gott, dei⸗ „ nen Herrn nicht versuchen. Wiederum führete ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg, und zeigete ö ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit, und V sprach zu ihm: Dies alles will ich dir geben, so du nie⸗ derfällst und mich anbätest. Da sprach Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan; denn es stehet geschrie⸗ ben: Du sollst anbäten Gott deinen Herru, und ihm allein dienen. Da verließ ihn der Teusel, und siehe, da traten die Engel zu ihm und dieneten ihm. Am II. Sonntage in der Fasten, Remi⸗ niscere. Epistel, 1 Thess. 4, v. 1.7. Woier⸗ lieben Brüder, bitten wir euch, und ermah⸗ —nen euch in dem Herrn Jesu, nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr follt wandeln und Gott gefallen, daß ihr immer völliger werdet. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben, durch den 1771 Herrn Jesum. Denn das ist der Wille Gottes, eure V 6 Heiligung, daß ihr meidet die Hurerei, und ein jegli⸗ cher unter euch wisse sein Faß zu behalten in Heiligung und Ehren, nicht in der Lusiseuche, wie die Heiden, die von —.— Episteln von Gott nichts wissen; und das niemand zu weit greife, noch vervortheile seinen Bruder im Handel; denn der Herr ist der Rächer über daß alles, wie wir euch zuvor gesaget und bezeuget haben. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung. Evangelium, Matth. 15, v. 2128. nd Jesus aing aus von dannen, und entwich in die „ Gegend Tyrus und Sidon. Und siehe, ein Kana⸗ näisches Weib ging aus derselbigen Gränze, und schrie ihm nach, und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich meiner; meine Tochter wird vom Teufel übel geplaget. Und er antworte ihr kein Wort. Da tra⸗ ten zu ihm seine Jünger, baten ihn, und sprachen Laß sie doch von dir; denn sie schreiet uns nach. Er aut⸗ wortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den verlornen Schaafen von dem Hause Israei. Sie aber kam, und fiel vor ihm nieder, und sprach: Herr, hilf mir. Aber er antwortete und sprach; Es ist nicht fein, daß man den Kindern ihr Brod nehme, und werfe es vor die Hunde. Sie sprach: Ja, Herr: aber doch essen die Hündlein von den Brosamen, die von ihrer Herren Tische fallen. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Weib, dein Glaube ist groß! dir geschehe, wie du willst. Und ihre Tochter ward gefund zu derselbigen Stunde. — Am III. Sonntage in der Fasten, Oculi. Epistel, Ephes. 5, v. 1⸗9. Do seid nun Gottes Nachfolger, als die lieben Kin⸗ der, und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebet, und sich selbst dargegeben für uns zur Gabe und Opfer, Gott zu einem süthen Geruch. Hut rerey aber und alle Unreinigkeit, oder Geiz, lasset nicht von ench gefagt werden, wie den Heiligen zustehet. Ruch schandbare Worte und Narrentheidinge, oder Scherz, welche euch nicht ziemen, sondern vielmehr Dankfagung. Denn das sollt ihr wissen, daß kein Hu- rer, oder Unreiner, oder Geiziger, welcher ist 26 3 en⸗ V und Evangelien. tendiener) Erbe hat an den Reich Christi und Got⸗ tes. Lasset euch niemand verführen mit vergeblichen Worten; denn um dieser willen kommt der Zorn Got⸗ tes über die Kinder des Unglaubens. arum seid nicht ihre Mitgenossen. Denn ihr waret weiland Finsterniß; nun aber seid ihr ein Licht in dem Herrn. Wandelt wie die Kinder des Lichts. Die Frucht des Geistes ist allerlei Gütigkeit, und Gerech tigkeit, und Wahrheit. —— Evangelium Luca 11/ v. 14 28. Tesus trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt die Teufel aus durch Beelzebub, der Obersten der Teufel. Die andern aber versuchten ihn, und begehrten ein Zeichen von ihm von Himmel. Er aber vernahm ihre Gedanken, und sprach zu ihnen: Ein jegliches Reich, so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wüste, und ein Haus fällt über das andere. Ist denn der Satanas auch mit ihm selbst un⸗ eins, wie will sein Reich bestehen? Dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub. So aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen trei⸗ ben sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Rich⸗ ter seyn. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt je das Reich Gottes zu euch. Wenn ein starker Gewapneter seinen Pallast bewahret, so blei— bet das Seine mit Frieden. Wenn aber ein Stärkerer über ihn kommt, und überwindet ihn, so nimmt er ihm seinen Harnisch, darauf er sich verließ, und theilet den Raub aus. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich⸗ und wer nicht mit mir sammelt, der zerstreuet. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfähret, so durchwandelt er dürre Stätte, suchet Rühe, und findet ihrer nicht; so spricht er! Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet ers mit Besen gekehret und geschmü⸗ cket. Dann gehet er hin, und nimmt sieben Geister zu sich, die aͤrger siud, denn er selbst. Und wenn sie hinein kommen, wohnen sie da, und wird hernach Witztaen gen —— 2.— 28 Episteln bigen Menschen ärger, denn vorhin. Und es begab sich, da er solches redete, erhob ein Weib im Volk die Stimme, und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und die Brüste, die du gesogen hast. Er aber sprach: Ja, selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Am IV. Sonntage in der Fasten, Laͤtare Epistel, Gal. 4, b. 21 ⸗81. Sa mir, die ihr unter dem Gesetze seyn wollt, habt thr das Gesetz nicht gehöret? Benn es stehet ge⸗ schrieben, daß Abraham zween Söhne hakte, einen von der Magd, den andern von der Freien. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren; der aber von der Freien, ist durch die Verheißung geboren. Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind die zwei Testa⸗ mente, eins von dem Berge Sina, das zur Knechtschaft * gebieret, welches ist die Agar. Denn Agar heißt in Ara- dia der Berg Sina, und langet bis gen Jernsalem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern. 1. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie, 73 die ist unser aller Murter. Denn es stehet geschrieben: Sei fröhlich, du Unfeuchthare, die du nicht gebierest, und brich hervor, und rufe, die du nicht schwanger bist; denn —4 die Elnsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann 5 hat. Wir aber, lieben Brüder, sind Isaaks nach der Verheißung Kinder. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, verfolgte den, der nach 4 dem Geist geboren war, also gehet es jetzt auch. Aber ELei was spricht die Schrift? Stoß⸗ die Magd hinaus mit D ihrem Sohne; denn der Magd Sohn soll nicht erben 4 mit dem Sohn der Freien. So sind wir nun, lieben Brüder, nicht der Magd Kinder, sondern der Freien. Evangelium, Joh. 6. b. 1.⸗15. Desach fuhr Jesus weg über das Meer an der Stadt Tiberias in Galiläa. Und es zog ihm viel Bolks nach, darum, daß sie die Zeichen sahen, die er an den Kranzen that. Jesus aber ging hinauf• 2 Berg und Evangelien. Berg, und setzte sich daselbst mit seinen Jüngern. Es war aber nahe die Ostern, der Inden Fest Da bob Jesus seine Augen auf ⸗und siehet, daß viel Volks zu ihm kommi, und spricht zu Philivpvo: Wo kaufen wir Brod, daß diese essen?(Das saͤgte er aber, ihn zu ver uchen; denn er wußte wohl⸗ was er thun wollte.) Philipyus nt⸗ wortete ihm: Zweihundert Pfenrigen werth Brods ist nicht geuug unter sie, daß ein jeglicher unter ihnen ein we⸗ nig nehme. Spricht zu ihm einer seiner Jünger, An⸗ dreas, der Bruder Simonis Petri: Es 5 in Knabe hier, der hat fünf Gerstenbrode und zween Fische; aber was ist das unter so viele?— 6 aber sprach: Schaf⸗ fet, daß sich das Volk lagere. Es war aber viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fünf tansend Mann. Jesu s aber nahm die Brode, dankete und gab sie den Jüngern, die Jünger aber denen, die sich gelagert hatten; desselbi gen gleichen auch von den Fischen, wie viel er wollte. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jün⸗ gern: Sammelt die übrigen Brocken, daß nichts um⸗ komme. Da sammelten sie, und fülleten zwölf Körbe mit Brocken, von den fünf Gerstenbroden, die über blie⸗ ben denen, die gespeiset worden. Da nuͤn die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus that, sprachen sie: Das ist wabrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll. Da Jesus nun merkte, daß sie kommen würden, und ihn haschen, daß sie ihn zum König machten, entwich er abermal auf den Berg,„selbst allein. Am V. Sonntage in der Fasten, Judica Epistel, Hebraͤer v. 1I.15. Cbusmenerintekommen, da daß er sei ein Hoherpriester der zukünftigen Guter, durch eine größere und voll⸗ kommnere Hütte, die nicht mit der Hand gemacht ist, das ist, die nicht also gebaut ist; auch nicht durch der Böcke oder Kälder Blut, sondern er ist durch sein eignes Blut einmal in das Heilige eingegangen, und hat eine zwige Felösung erfunden. Denn so der Ochsen und der Böcke Blut, und die Asche von der Kuh gesprenget⸗ heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit; wie vlelt Epꝛsteln vielmehr wird das Blut Cbristi, der sich selbst ohne allen Wandel durch den Leiligen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von den todten Werken, zu dtenen dem lebendigen Gott! Und darum ist er auch ein Mittler des neuen Testaments, auf daß durch den Tod, so geschehen ist zin Erlösung von den Uebertretungen, die unter dem er sten Testament waren, die, so berufen sind, das verheißene ewige Erbe empfangen. Evangelium, Joh. 8, v. 46:59. FTesus sprach zu den Juden: Welcher unter euch kann 525 mich einer Sünde zeihen? So ich euch aber die Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht? Wer von Gott ist, der höret Gottes Wort. Darum höret ihr nicht, denn ihr seid nicht von Gott. Da antwor⸗ teten die Juden, nicht recht, daß du ein Sam Teufel? Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, So jemand mein Wort wird halten, der wird den Tod nicht sehen ewiglich. Da sprachen die Juden zu ihm: Run erkennen wir, das du den Teufel hast. Abraham ist gestorben und die Piopheten, und du sprichst: So jemand mein Wort halt, der wird den Tod nicht schme⸗ cken ewiglich. Bist du mehr, denn unser Vater Abra⸗ tete: So ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre nichts. Es ist aber mein Vater, der mich ehret, welchen ihr sprechet, er sei ener Gott, und kennet ihn nicht. Ich aber kenne ihn. Und so ich würde sagen: Ich kenne ihm nicht; so würde ich ein Lügner, gleichwie ihr seid. Aber ich kenne ihn, und halte sein Wort. Abraham, euer Vater, ward froh, daß er meinen Tag sehen sollte; und er sah ihn, und freuete sich. Da sprachen die Ju⸗ den zu ihm: Du bist noch nicht fünfzig Jahre alt, und hast Abraham gesehen? Jesus sprach zu ihnen: Wahr⸗ lich, wahrlich, ich sage euch: Ehe, denn Abraham ward, bin und Evangelien. din ich. Da hoben sie Steine auf, daß sie auf ihn wür⸗ fen. Aber Jesus verbarg sich, und ging zum Tempel binaus, mitten durch sie hinstreichend. * Am VI. Sonntage in der Fasten, I Palmarum. Epistel, Philippi, 2/ v. 511. 5 Ei jeglicher sei gesinnet, wie Jesus Christus auch war. Welcher, ob er wohl in göttlicher Gestalt 6 war, hielt er es nicht für einen Raub, Gott gleich seyn; 1 sondern äußerte sich selbst, und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich wie ein anderer Mensch, und an Gebar⸗ den als ein Mensch ersunden. Er erniedrigte sich selbst, und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am Kreuz. Darum hat ihn auch Gott erhöhet, und hat ihm einen Namen gegeben, der über alle Namen ist: daß in dem Namen Jesu sich beugen sollen aller derer Kniee, die im Himmel und auf Erden, und unter der Erde sind; und alle Zungen bekennen sollen, daß Jesus Christus der Herr sei, zur Ehre Gottes des Vaters. Evangelium, Matth. 21, v. 1⸗9. Siehe das Evangelium am ersten Sonn⸗ tage des Advents. Seite 1. Am heiligen Ostertage. Epistel, 1 Kor. 5, v. 6⸗6. Eua Ruhm ist nicht fein. Wisset ihr nicht, daß ein wenig Sauerteig den ganzen Teig vershuert? Dar⸗ um feget den alten Sauerteig aus, auf daß ihr ein neuer Teig seid, gleichwie ihr ungesäuert seid. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist Christus, für uns geopfert. Darum lasset uns Ostern halten, nicht im alten Sauerteig, auch nicht im Sauerteig der Boßheit und Schalkheit, sondern im Süßteig der Lauterkeit und der Wahrheit. Evangelium, Mark. 16, v. 18. nd da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena, und Maria Jacobi und Salome Spe⸗ zerei ———————228— 32 Episteln zerei, auf daß sie kämen und Jesum salbeten. Und sie amen zum Grabe an einem Sabbath sehr frühe, da die Sonne aufging. Und sie sprachen unter einander: Wer wälzt uns den Stein von des Grabes Thür? Und sie hen dahin, und wurden gewahr, daß der Stein abge— wälzt war; denn er war sehr groß. Und sie gingen inein in das Grab, und sahen einen Jüngling zur rech hand sitzen, der hatte ein langes weißes Kleid an; und itsetzten sich. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht. Ihr suchet Jesum von Nazareth, den Ge— kreuzigten; er ist auferstanden, und ist nicht hier. Siehe da die Stätte, da sie ihn hinlegten. Gehet aber hin, und sagetes seinen Jüngern und Peiro, daß er vor euch hingehen wird in Galiläa: da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.⸗Und sie gin geu schnell heraus, und flohen von dem Grabe; denn es war sie Zittern und Ent⸗ setzen angekommen: und sagten niemand nichts; denn sie fürchteten sich. ———*...— Am Ostermontage. Epistel, Ap. Gesch. 10, v. 34⸗41. Retrus aber that seinen Mund auf, und sprach! Nun Verfahre ich mit der Wahrheit, daß Gott die Per— son nicht ansiehet; sondern in allerlei Volk, wer ihn fürchtet und recht thut, der ist ihm angenehm. Ihr wiss set wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel gesandt hat, und verkündigen lassen den Frieden durch Jesum Christum,(welcher ist ein Herr über alles/) die durch dan ganze jüdische Land geschehen ist, und ange— gangen in Galiläa, nach der Taufe, die Johannes pre⸗ digte: wie Gott denselbigen Jesum von Razareth gesal⸗ bet hat mit dem heiligen Geist und Kraft, der umher gezogen ist, und hat wohl gethan und gesund gemacht alle, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm. Und wir sind Zeugen alles deß, das er gethan hat im jüdischen Lande, und zu Jerusalem. Den baben sie getödtet, und an ein Holz gehänget. Den selbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage, und thn lassen offenbar werden, nicht allen Volk, E un und Evangelien. uns, den vorerwählten Zeigen von Gott, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er aufer⸗ stan den ist von den Todten. Evangelium/ Lucaͤ 24, v. 15⸗35 U siehe, zween aus den Jüngern des Herrn gin⸗ gen an demselbigen Tage in einen Flecken, der war von Jerusalem sechzig Feldwegs weit, des Name heißt Emmahus. Und sie redeten mit einander von allen diesen Geschichten. Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich mit ihnen. Aber ihre. Augen wurden gehal⸗ ten, daß sie ihn nicht kannten. Er sprach aber zu ihnent Was sind das für Reden, die ihr zwischen euch han⸗ delt unterwegs, und seid traurig? Da antwortete einer, mit Namen Kleophas, und sprach zu ihm: Bist du. was unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in dies en Tagen darinnen geschehen ist? Und er lorach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von Jesu von Nazareth, welcher war ein Pro⸗ phet, mächtic von Tha unt ten vor Gott und allem Volk; wie ihn unsere Hoh enpriesier und Obersten überantwortet haben zur Verdammniß des Todes, und gekreuziget. Wir aber hofften, er sollte Ifrael erlösen. Und über das alles ist heute der dritte Tag, baß sol⸗ ches geschehen ist. Auch haben uus erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind frühe bei dem Grabe gewe⸗ sen, haben seinen Leib nicht gefunden, kommen und sagen, sie haben ein Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe. Und etliche unter uus gingen hin zum Grabe, und fanden es also, wie die Weiber sagten, aber ihn fan⸗ den sie nicht. Und er sprach zu ihnen: O ihr Thoren und träges Herzens, zu glauben allem dem, das die Pro⸗ pheten geredet hahen! Mußte nicht Christus solches an den, und zu seiner Herrlichkeit eingehen? Und fing von Mose und allen Propheten, und legte ihnen ale Schriften aus, die von ihm gesagt waren. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingin und er stellte sich 84 sich, als wollte er weiter gehen. Und sie nöthign ihn, und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend werden, und der Tas hat sich geneiget Ind er ging hinein, bei ihnen zu bleiben. Und es geschah, da er mih ihnen zu Tische saß, nahm er das Brod, dankete, bracht und gab es ihnen. Da wurden ihre Augen geöffnet, un erkannten ihn. Und er verschwand vor ihnen. Und se sprachen unter einander: Brannte nicht unser Herz in un da er mit uns redete auf dem Wege, als er uns d Schrift öffnete? Und sie standen auf zu derselbigg Stunde, kehrten wieder gen Jerusalem, und fanden dis Eilfe versammelt, und die bei ihnen waren, weldh sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden un Simoni erschienen. Und sie erzählten ihnen, was a dem Wege geschehen war, und wie er von ihnen erkann wäre an dem, daß er das Brod brach. Am Osterdienstage. Epistel, Ap. Gesch. 15, v. 26⸗38. Ihr Männer, lieben Brüder, ihr Kinder des Geschlecht Abrahams, und die unter euch Gott fürchtenenn ist das Wort dieses Heils gesandt. Denn die zu Jerust lem wohnen„ und ihre Obersten, dieweil sie diesen nichs kannten, noch die Srimme der Propheten, welht auf alle Sabbather gelesen werden, haben sie dieselbih mit ihren Urtheilen erfüllet. Und wiewohl sie keine M sache des Todes an ihm fanden, baten sie doch Pilatun ihn zu tödten. Und als sie alles vollendet hatten, wu von ihm geschrieben ist, nahmen sie ihn von dem Hoi und legten ihn in ein Grab. Aber Gott hat ihn au erwecket von den Todten. Und er ist erschienen viele Lah denen, die mit ihm hinauf von Galiläa gen Jerusalas gegangen waren, welche sind seine Zeugen an das Voll Und wir auch verkündigen euch die Verheißung, die unsern Vätern geschehen ist, daß dieselbige Gott un ihren Kindern, erfüllet hat, in dem, daß er Jesum an erwecket hat. Eoan⸗ —— V.—;—— und Evangelien. Evangelium/ Lucaͤ 24/ v. 36⸗47 Va sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mit⸗ I. ten unter sse, und sprach zu ihnen! Friede sei mit euch! Sie erschracken aber, und fürchteten sich; meinten, 9 sie sähen einen Geist. Und er sprach zu ihnen; Was seid** ihr so erschrocken? Und warum kommen solche Gedanken in eure Herzen? Sehet meine Hände und meine Füße: ich ö bin es selber; fühlet mich und sehet: denn ein Gein hatnicht ö Fleisch und Bein, wie ihr sehet, daß ich habe. Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hände und Feße. Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden, und sich verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen? Und sie legten ihm vor ein Sruck von gebratenem Fische und Fonig⸗ seim. Und er nahm es und aß vor ihnen. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zui ench soagte, da ich noch bei euch war: denn es muß alles erfüllet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mosts, in den Pro⸗ pheten und in den Pialmen. Da öffnete er ihnen das Verständniß, daß sie die Schrift verstanden. Und er sprach zu ihnen: Also ist es geschrieben, und also mußte Christus leiden, und auferstehen von den Todten am drit⸗ ten Tage, und predigen lassen in seinem NRamen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern, und anhe⸗ ben zu Jerusalem ———* Am I. Sonntage nach Ostern, Quasimodpgeniti Epistel) 1 Joh. 5, v. 410. Ae, was von Gott geboren ist, überwindet die Welt; und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat. Wer ist aber„der die Welt überwin⸗ det, ohne der da glaubet, daß Jesus Gottes Sohn ist Dieser ist es, der da kommt mit Wasser und Blut Jesus Christus, nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ist es, der ba zeuget, daß Geist Wahrbeit ist. Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: Der Vater, das Wort und der heilige Geist; und diese drei sind Eins. Und drei sind, die da zeugen auf Erden. Der Geist, das Wasser und ö a das e·· Episteln das Blut und die drei sind beisammen. So wir der Menschen Zeugniß annehmen, so ist Gottes Zeugniß größer; denn Gottes Zeugnif ist das, das er gezeu⸗ get hat von seinem Sohne. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat solches Zeugniß bei ihm. Evangeli um, Joh. 20,/ v. 19⸗23. Ar Abend aber desselbigen Sabbaths, da die Jünger versammelt, und die Thüren verschlossen waren, aut Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten ein, und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch! Und als er das sagte, zeigte er ihnen die Hände und seine Seite. Da wurden die Jünger froh, daß sie den Herrn sahen. Da sprach Jesus ahermal zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich der Vater gesandt hat, also sende ich euch. Und da er das sagte, blies er sie an, und spricht zu ihnen: Nehmet hin den heiligen Geist; welchen iht die Sünden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten. — Am II. Sonntage nach Ostern, Misericordias Domini. Epistel, 1 Petri 2/v. 21⸗25. (Denn dazu seid ihr berufen. Sintemal auch Christus ge⸗ Vntten hat sür uns, und uns ein Vorbild gelassen, daß ihr sollt nachfolgen seinen Fußtapfen; welcher keine Sünden gethan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde erfunden; welcher nicht wieder schalt, da er gescholten ward, nicht drohete, da er litte: er stellte es aber dem heim, der da recht richtet; welcher unsere Sünden selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem Holz, au daß wir, der Sünde abgesorben, der Gerechtigkeit leben⸗ durch welches Wunder ihr seid heil geworden. Denn ihr waret, wie die itrende Schaafez aber ihr seid nun bekehret zu dem Hirten und Biset of eurer Seele. Evangelium, Joh. 10, v. 12⸗16. ch bin ein guter Hirte. Ein guter Hirte laßt sein Leben für die Schaafe. Ein Miethling aber, der nicht Hirte ist, deß die Schaafe nicht eigen sind, siehet den Wolf und Evangelien. 57 Wolf kommen, und verläßt die Schaafe, und fliehet; und der Wolf erhaschet und zerstreuet die Schaafe. Der Miethling aber fliehet: denn er ist ein Miethling, und achtet der Schaafe nicht. Ich bin ein guter Hirte, und erkenne die Meinen, und bin bekannt den Meinen; wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Und ich lasse mein Leben für die Schaafe. Und ich habe noch andere Schaafe, die sind nicht aus diesem Stalle. Und dieselbigen muß ich herführen, und sie werden meine Stimme hören, und wird Eine Heerde und Ein Hirte werden. Am III. Sonntage nach Ostern, Jubilate. Epistel, 1 Petri 2, v. 11⸗20. Lund Brüder, ich ermahne euch, als die Fremdlinge und Pilgrimme: enthaltet euch von fleischlichen Lüsten, welche wider die Seele streiten, und führet einen gu⸗ ten Wandel unter den Heiden, auf daß die, so von euch asterreden, als von Uebelthätern, eure gute Werke sehen, und Gott preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird. Seid untrthan aller menschlichen Ordnung, um des Herrn willen, es sei dem Könige, als dem Obersten, oder den Hauptleuten, als den Gesandten von ihm zur Rache über die Uebelthäter, und zum Lobe den Frommen. Denn das ist der Wille Gottes, daß ihr mit Wohlthun verstopfet die Unwissenheit der thörichten Meuschen, als die Freien, und nicht als hättet ihr die Freiheit zum Deckel der Bosheit; sondern als die Knechte Gottes. Thul Ehre jedermann. Habt die Brüder lieb. Fürchtet Gott. Ehret den König. Ihr Knechte, seid unterthan mit aller Furcht den Herren, nicht allein den gütigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen. Denn das ist Gnade, so jemand um des Gewissens willen zu Gott das Uebel verträgt, und leidet das Unrecht. Denn was ist das kür ein Ruhm, so ihr um Missethat willen Streiche lei⸗ det? Aber wenn ihr um Wohlthat willen leidet und— V erduldet, das ist Gnade bei Goit.— Evan⸗/ ———— — — —„.——.——— Evangelium, Joh. 16, v. 16.25. teber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen: und aber über ein kleines, sowerdet ihr mich sehen; denn ich gehe zum Vater 3 sprachen etliche unter seinen Jin unter einander: Was ist das, das er saget zu uns über ein kleines, so werder ihr mich nicht sehen, und ablt über ein kleines, so werdet ihr mich sehen, und daß ih zum Vater gehe? Da sprachen sie: Was ist das, das saget, über ein kleines? Wir wissen nicht, was er redet Da merkte Jesus, daß sie ihn fragen wollten; und sproch zu ihnen: Davon fraget ihr unter einander, daß ich ge sagt habe in kleines, so werdet ihr mich nicht sehen und aber über ein kleines, so werdat ihr mich sehen Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ihr werdet weinen und heulen, aber die Welt wird sich freuen: ihr aben werdet traurig seyn, doch eure Tranrigkeit soll in Freudt verkehret werden. Ein Weib, wenn sie gebieret, so hat s Traurigkeit; denn t Stun ide ist gekommen Wenn se aber das ind geboren hat, denkt sie nicht mehr ande Angst, um der Frende willen, daß der Mensch zur Mil geboren ist. Und ihr habt auch nun Traurigkeit: ab ich will euch wieder sehen, und euer eed In und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Ind an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen⸗ —2 HMer 17 4*„ Am IV. Sonntage nach Ostern, Cantate Epistel, Jatobi. 1, v. 16=21 Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem Vater des Lichts, bet welchen ist keine Veränderung, noch Wechsel des Lichts und der Fil sterniß. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen, dur das Wort der Wahrheit, auf daß wir wären Erstlingt seiner Kreaturen. Darnm⸗ lieben Brüder, ein jeglicht Me ensch sei scthnell zu hören, langsam aber zu reden, uon langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn thut ni was vor Gott recht ist. Darum so leget ab alle Unsan derkeit und alle Bosheit, und nehmet das Wort au mit Sanftmuth, das in euch gepflanzet ist, welches kab eure Seele selig machen. Evan Illle gute Rüece und Evangelien. Evangelium, Joh. 16, v. 5⸗15 Mun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; hund niemand unter euch fraget mich: Wo gehest du hin? Sondern, dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist ener Herz voll Traurens geworden. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, daß ich hingehe. Denn so ich nicht hingehe, so kommt der Tröster nicht zu euch So ich aber hingehe, will ich ihn zu euch senden. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen, um die Sün⸗ de, und um die Gerechtigkeit, und um das Gericht. Um die Sünde, daß sie nicht glauben an mich. Um die Ge⸗ rechtigkeit aber, daß ich zum Vater gehe, und ihr mich hinfort nicht sehet. Um das Gericht, daß der Fürst die ser Welt gerichtet ist. Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnet es jetzt nicht trag en. Wenn aber jeuer/ der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm selbst re⸗ den; sondern was er hören wird, das wird er reden, und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen. Der⸗ selbige wird mich verklären; denn von dem Meinen wird er es nehmen, und euch verkündigen. Alles, was der Vater hat, das ist mein. Darum habe ich gesagt: Er wird es von dem Meinen nehmen, und euch verkündigen. ——8—89——————————.—— Am V. Sonntage nach Ostern, Rogate. Epistel, Jacobi ½ v. 22⸗27. eid aber Thäter des Worts, und nicht Hörer allein, — damit ihr euch selbst betrüget. Denn so jemand ist ein Hörer des Worts, und nicht ein Thäter, der ist gleich einem Manne, der sein leibliches Angesicht im Spie⸗ gel beschauet. Denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er von Stund an davon, und vergißt, wie er gestaltet war. Wer aber durchschaut in das vollkommene Gesetz der Frei⸗ heit und darinnen beharret, und ist nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Thäter, derselbige wird selig seyn in seiner That. So aber sich jemand unter euch laßt dün⸗ ken, er diene Gott, und hält seine Zunge nicht im Zaum, sondern verführet sein Herz, deß Gollesdienst ist eitel⸗Ein rei —..FI....————— Episteln reiner und Unbefleckter Gottesdienst vor Gott, dem Va— ter, ist der: die Waisen und Wittwen in ihrer Trübsal besuchen, und sich von der Welt unbefleckt behalten. +7 Evangelium, Joh 16, v. 25/ 30 Woenn wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinem Namen, so wird er es euch geben. Bisher habt ihr nichts gebeten in mein nem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, daß eure Freude vollkommen sei. Solches habe ich zu euch durch Sprüchwort geredet. Es kommt aber die Zeit, daß ich nicht mehr durch Sprüchwort mit euch reden werde, son⸗ dern euch frei heraus verkündigen von meinem Vater. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage euch nicht, daß ich den Vater für euch bit⸗ ten will: denn er selbst, der Vater hat euch lieb, darum daß ihr mich liebet, und glaubet, daß ich von Goti ausgegangen bin. Ich bin vom Vater ausgegangen und gekommen in die Welt; wiederum verlasse ich die Welt und gehe zum Vater. Sprechen zu ihm seine Jünger: Siehe, nun redest du frei heraus, und sagst kein Sprüch⸗ wort. Nun wissen wir, daß du alle Dinge weißt, und bedarfst nicht, daß dich jemand frage. Darum glauben wir, daß du von Gott ausgegangen bist. Am Tage der Himmelfahrt Christi. Epistel, Abp. Gesch. 1, v. 1⸗I1. (Die erste Rede habe ich zwar gethan, lirber Theophile, von allem dem, das Jesus anfing, beides zu thun, und zu lehren, bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln, welche er hatte erwählet, durch den heiligen Geist Befehl gethan hatte. Welchen er sich nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte, durch mancherlei Er⸗ weisungen, und ließ sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang, und redete mit ihnen vom Reich Gottes. Und als er sie vebsammelt hatte, befahl er ihnen, daß sie nicht von Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheißung des Vaters, welche ihr habt gehöret(sprach er) von mir. Denn Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber reu em und Evangelien. dem heiligen Geist getauft werden, nicht lange nach diesen Tagen. Die aber, so zusammen gekommen waren, krag— ten ihn, und sprachen: Herr, wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebühret euch nicht zu wissen Zeit oder Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat; sondern ihr werdet die Kraft des heiligen Geistes empfangen, wel cher auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen seyn zu Jerusalem, und in ganz Judäa und Samaria und bis an das Ende der Erde. Und da er solches ge⸗ sagt, ward er aufgehoben zusehens, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahrend, siehe, da standen bei ihnen zween Männer in weißen Kleidern, welche auch sagten: Ihr Männer von Galiläa, was stehet ihr und seht gen Himmel? dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren. Evangelium, Mark. 16, v. 1420 Quletzt, da die Eilfe zu Tische saßen, offenbarte sich 2 der Herr, und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Härtigkeit, daß sie nicht geglaubt hatten de— nen, die ihn gesehen hatten anferstanden. Und er sprach zu ihnen, gehet hin in alle Welt, und prediget das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubet und ge⸗ tauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glau⸗ bet, der wird verdammt werden. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden, Schlangen vertreiben, und so sie etwas Lödtliches trinken, wird es ihnen nicht schaden Auf die Kranken werden sie die Hände legen, so wird es besser mit ihnen werden. Und der Herr, nachdem et mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben gen Him' mel, und sitet zur rechten Hand Gottes. Sie aber gingen aus, und predigten an allen Orten, und der Herr wirkte mit ihnen, und bekräfligte das Wort durch miifolg gende Zeichen. Ani 4 — 2 — — 2 * — H —— — — —*. 2 2— — — — * NI ern, Exaudi (So seid nun mäßig un H allen Dingen aber Liebe; denn die Liebe decket auch der Sünt Seid gastfrei unter einander o einander, ein jeglicher mit hat, als die guten Haushalter der mancherle tes. So jemand redet, daß er es rede als Gottes Wẽĩ So jemand ein Amt hat daß er es thue als aus dem Ver⸗ mögen, das Gott darreichet, auf daß in allen Dingen Bott gepriesen werde durch Jesum Christ, welchem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. pfan 82 2 vangelium, Joh. 15, v. 26 bis Kap. 16, b. 4 W'nn aber der Troster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von mir. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mir gewesen. Solches habe ich zu euch geredet, daß ihr euch nicht ärgert. Sie werden ench in den Bann thun: Es kommtaber die Zett, daß, wer euch tödtet, wird mei— nen, er thue Gott einen Dienst daran. Und solches wer⸗ den sie euch darum thun, daß sie weder meinen Vater, noch mich erkennen. Aber sosches habe ich 31 jeredet, auf daß, wenn die Zeit kommen wird, daß ihr daran ge⸗ denket, daß ich es euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch von Anfang nicht gesagt: denn ich war bei euch ———————————— Am heiligen Pfingsttage. Epistel, Ap. Gesch. 2, v. 1⸗13 ud als der Tag der Pfingsten erfüllet war, waren sie alle einmüthig bei einander. Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel, als eines gewaltigen Windes, und erfüllte das ganze Haus, da sie saßen. Und man sah an ihnen die Zungen zertheilet, als wären sie feurig Und er setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen; und alle voll des heiligen Geistes, und singen an zu pre⸗ digen und Evangelien. digen mit andern Zungen, nachdem der Geist ihnen gab aus zusprechen. Es waren aber Juden zu Jerusalem woh⸗ nend, die waren gottesfürchtige Männer, aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen, und wurden ver⸗ stürzt; denn es hörete ein jeglicher, daß sie mit seiner Sprache redeten. Sie entsetzten sich aber alle, verwun⸗ ö derten sich, und sprachen unter einander: Siehe, sind nicht diese allé, die da reden, aus Galiläa? Wie hören ö wir denn ein jeglicher seine Sprache, darinnen wir ge⸗ ö boren sins? Parther und Meder und Elamiter, und die ů wir wohnen in Mesopotamia, und in Judäa und Kap⸗ 0 padocia, Ponto und Asia, Phrygia und Pamphilla, Egyp⸗ ten, und an den Enden der Lybien bei Kyrene, und Ansländer von Rom, Juden und Judengenossen, Kre⸗ ter und Araber: wir hören sie mit unsern Zungen die grofen Thaten Gottes reden. Sie eutsetzten sich aber alle und wurden irre, und sprachen einer zu dem andern: Was will das werden? Die andern aber hotten ihren Spott, und sprachen: Sie sind voll süßen Weins. Evangelium, Joh. 14, v. 23.31. Wer mich liebet, der wird mein Wort halten, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zz ihm kommen und Wohnung bei ihm machen. Wer aber mich nicht liebet, der hält meine Worte nicht. Und das Wort, das ihr höret, ist nicht mein, sondern des Vaters⸗ der mich gesandt hat. Solches habe ich zu euch geredet, weil ich hei euch gewesen bin. Aber der Tröster, der heilige Geist welchen mein Vater seuden wird in meinem Namen, der⸗ selb ige wird es euch alles lehren, und euch erinnern alles deß, das ich euch gesagt habe. Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht, und fürchte sich nicht. Ihr habt gehört, daß ich euch gesagt habe: Ich gehe hin, und komme wieder zu euch. Hättet ihr mich lieb, so würdet ihr euch freuen, daß ich gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater istgrößer, denn ich. Und nun habe ich es euch gesagt, ehe denn es geschieht, auf daß⸗ wenn es nun geschehen wird, daß ihr glaubet. Ich werde hinfort mehr nicht viel mit euch reden: denn es kommt der Fürst dieser Welt, und hat nichts an mir. Aber auf daß die Welt erketine, daß ich den Vater liebe, und ich also thue, wie mir der Vater geboten hat, stehet auf, und lasset uns von hinnen gehen. Am Pfingstmontage. Epistel, Ap. Gesch. 10, v. 42 ⸗48. FDer Herr hat uns g boten zu predigen dem Volk/ und * zu zeugen, daß er ist verordnet von Gott ein Rich ter de er Ledendigen und der Todten. Von diesem zeugen alle Propheten, daß dur ren Ramen alle, die an ihn glauben, Verge bun. gder Sünden empfangen sollen. Da Petrus noch diese Worte ted dete„fiel der heilige Geist auf alle, die dem Wort zuhöreten. Und die Gläubigen aus der Beschneiduns, die mit Petro gekommen waren, ent⸗ setzten sich, daß auch auf die Heiden die Gabe des heili— gen Geistes a sgego ssen ward. Denn sie höreten, daß sie mit Zungen redeten, und Gott hoch priesen. Da antwortete Petrus: Mag auch jemand das Wasser weh ren, daß diese nicht getauft werden, die den heiligen Geist empfangen haben, gleichwie auch wir? Und befahl sie zu taufen in dem Namen des Herrn Evangelium, Joh. 35, v. 1621 Jesus sprach zu Nicodemo: Also hat Gott die Welt geliebet, daß er seinen eingebornen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, son⸗ dern das ewige Leben h 1 Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die V daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn 3 sclig werde. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet, wer aber n zicht Hlan übet, der ist schon gerichtet; denn er glaubet nicht an den Namen des nen Sohns Gottes. Das aber das Gericht, zekommen ist: und die Menschen „ denn das 23*— Denn ihre e. 2 rges thut, der hasset das Licht, ucht an das XI cht/ auf daß Ieine Werke hestraft werden. Wer aber die Wahrheit thut, der kommt und e kommt an das Licht, daß seine Werke offenbar werden; denn sie sind in Gott gethan Am Pfingstdienstage. Epistel, Ap. Gesch. 8, v. 14⸗17 (TDa aber die Apost Uhörten zu Jerusalem, daß Parir. ria das Wort Gottes angenommen hatte, sandter sie zu ihnen Petrum! 85 d Joh annem. Welche, da sie hir 0 kamen, bäteten sie über die, daß sie den heiligen Geist empfingen. Deunn er war noch ouf keinen gefallen, sondern waren allein getauft in dem Namen Christi Jesu. Da legten sie die Hände auf sie, und sie empfin⸗ gen den heiligen Geist. Evangelium, Joh. 10, v. I.II. Jesus sprach zu den Inden: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer richt zur Thür hinein gehet in den Schaafstall, sondern 15 gt anderswo hi inein, der ist ein Rr und ein Mörder. Der aber zur Ti ür hinein gehet, rist ein Hirt der Schaafe. Demselbigen üthut der Thür⸗ püter auf, und die Schaafe hören seine Stimme, und er ruft seine Schaafe mit Mamen und führet sie aus. Und wenn er seine Schaafe ausgela sen hat, gehe t er vor ihnen hin, und die Schaafe folger mihm nach; denn sie kennen seine Stimme. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen von ihm; denn sie kennen der fremden Stimme nicht. Diesen Spruch sagte Jesus zu ihnen; sie vernahmen aber nicht/ was es war, das er zu ihnen sagte. Da sprach Jesus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage Luch: Ich bin die Thür zu den Schaafen. Alle, die vor mir gekommen sind, die sind Diebe und Mörder gewesen; aber die Schaafe haben ihnen nicht gehorchet. Ich bin die Thür: so jemand 2 nich eingehet, der wird selig werden, uni wird eir undaus⸗ gehen, und Weide finden. Ein Died tommt nicht, denn daß er stehle, würge und umbringe. Ich bin gekom⸗ men., daß sie das Leben und volle Gen üge haben geiien: Am ——————— Eoisteln 46 Am Sonntage Trinitatis. Epistel, Roͤm. 11, v. 3536. O welch eine Tiefe des Reichthums beides der Weisheit und Erkenntniß Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte, und unerforschlich seine Wege! Denn wer hat des Herrn Sinn erkaunnt? Oder, wer ist sein Rathgeber gewesen? Oder, wer hat ihm etwas zuvor ge— geben, das ihm werde wieder vergolten? Denn von ihm, und durch ihn, und in ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen! Evangelium, Joh. 3, v. 115. Fs war aber ein Mensch unter den Pharisäern, mit Naͤ⸗ men Nicodemus, ein Oberster unter den Juden; der kam zu Jesu bei der Nacht, und sprach zu ihm: Mei— ster, wir wissen, daß du bist ein ehrer von Gort gekom⸗ men: denn niemand kann die Zeichen thun, die du thust, es sei denn Gott mit ihm. Jesus antwortete und spra zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes nicht sehen. Nicodemus spricht zu ihmz»Wu kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen, und geboren werden? Jesus antwortete; Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, daß jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das Reich Gottes kommen. Was vom Fleisch geboren wird, das Fleisch, und was vom Geist geboren wird, das ist Geist. Laß dichs nicht wundern, daß ich dir gesagt habe: Ihr müsset von neuem geboren werden. Der Wind bläset, wo er will, und du börest sein Sausen wobl; aber du weißt nicht, von wannen er kommt, und wohin er fähret. Also ist ein jeglicher, der aus dem Geist geboren ist. Nito— demus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen? Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israrl, und weißt das nicht? Wahrlich/ wahrlich, ich sage dir: Wir reden, das wir w.ss n, und zeugen, das wir geseben haben; und ihr nehmett nser Zeng⸗ niß nicht an. Glaubet ibr nicht, wenn ich euch von irdit schen Dingen sage wie würdet ihr glanben, wenn ich euch von — und Evangelien. von himmlischen Dingen sagen würde? Und niemand führer gen Himmel, denn der vom Himmel hernieder gekom⸗ men ist, nemlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist. Und wie Moses in der Wüste eine Schlange erhöhet hat, also muß des Menschen Sohn erhöbet werden, auf daß alle, die an ihn hlauben, nicht verlohren wer⸗ den, sondern das ewige Leben haben. Am J. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 1 Joh. 47 v. 1621. Meott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibet, der Dbleibet in Gott, und Gott in ihm. Daran ist die Liebe völlig bei uns, auf daß wir eine Freudigkeit ha⸗ ben am Tage des Gerichts; denn gleich wie er ist, so sind auch wir in dieser Welt. Furcht iß nicht in der Liebe, sondern die völlige Liebe treibet die Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber fürchtet, der ist nicht völlig in der Liebe. Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns erst geliebet. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist ein Lügner. Denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann er Gott lieben, den er nicht siehet? Und dies Gebot haben wir von ihm, daß wer Gott liebet, daß er auch seinen Bruder liebe. Evangelium/ Lucà 16, v. 19⸗8L. s war ein reicher Mann, der kleidete sich mit Pur⸗ vur und köstlicher Leinwand, und lebte alle Tage herrlich und in Freuden. Es war aber ein Armer, mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Thür voller Schwä⸗ ren, und begehrte sich zu sättigen von den Brosamen, die von des Reichen Tische fielen. Da kamen die Hunde, und leckten ihm seine Schwären. Es begab sich aber, daß der Arme starb, und ward getragen von den Engeln in Abrahams Schoos. Der Reiche aber starb auch und ward begraben. Als er nun in der Hölle und in der Qual war, hob er seine Augen auf, und sah Abra⸗ ham von ferne, und Lazarum in seinem Schoos, rief und sprach:Vater Abraham, erbarme dich—— und endt Episteln sende Lazarum, daß er das Aeußerste seines Fingers ins Wasser tauge, und kühle meine Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme. Abraham aber sprach: Geden⸗ te, Sohn, daß du dein Gutes empfangen hast in dei— nem Leben, und Lazarus dagegen hat Böses empfangen: nun aber wird er getröstet und du wirst gepeiniget. Und über das alles ist zwischen uns und euch eine große Kluft befestiget, daß, die da wollten von hinnen hinab fahren zu euch, können nicht, und auch nicht von dannen zu uns herüber fahren. Da sprach er: So bitte ich dich, Nater, daß du ihn sendest in meines Vaters Haus. Denn ich habe noch fünf Brüder, daß er ihnen bezeuge, auf daß sie nicht auch kommen an diesen Ort der Qual. Abraham sprach zu ihm, sie haben Mosen und die Propheten; laß sie dieselbigen hören. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham; sondern wenn einer von den Todten zu ihnen ginge, so würden sie Buße thun. Er sprach zu ihm: Hören sie Mosen und die Propheten nicht, so werden sie auch nicht glauben, ob jemand von den Todten auferstünde. ũ 9 Am U. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 1 Joh. 3/ v. 1318. Nerwundert euch nicht, meine Brüder, ob euch die Welt hasset. Wir wissen, daß wir aus dem Tode in das Leben gekommen sind; denn wir lieben die Brüder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Todischläger: und ihr wisset, daß ein Todtschläger nicht hat das ewige Leben bei ihm bleibend. Daran haben wir erkannt die Liebe, daß er sein deben für uns gelassen hat; und wir sollen auch das Leben für die Brüder lassen. Wenn aber je⸗ mand dieser Welt Güter hat, und siehet seinen Bruder darben, und schließt sein Herz vor ihm zu, wie bleibt die Liebe Gottes bei. ihm? Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten, noch mit der Zunge, sondern mit der That und mit der Wahrheit. Evan⸗ und Evangelien. Evangelium/ Luca 14/ v. 16 24. s war ein Mensch, der machte ein groß es Abendmahl und lud viele dazu. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den Geladenen: Kommt: denn es ist alles bereit. Und sie fingen an alle nach einander sich zu entschuldigen. Der erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft, und muß hinaus ge⸗ hen und ihn besehen; ich bitte dich/ entschuldige mich. Und der andere sprach: Ich habe fünf Joch Ochsen ge— kauft, und ich gehe jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich/ entschuldige mich. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen; darum kann ich nicht kommen. Und der Knecht kam, und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der Hausherr zornig, und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die Straßen und Gassen der Stadt und führe die Aumen und Krüppel und Lahmen und Blinden herein. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; es ist aber noch Raum da. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraßen und an die Zäune, und nöthigte sie her⸗ ein zu kommen, auf daß mein Haus voll werde. Ich sage euch aber, daß der Männer keiner, die geladen sind, mein Abendmahl schmecken wird. — 2—* ů Am IUI. Sonntage nach Trinitatis. Epistel) 1 Petri 5, v. 6⸗11. Do demüthiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, daß er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werfer auf ihn; denn er sorget für euch. Seid nischtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, gehet umher, wie ein brüllender Löwe, und suchet, welchen er verschlinge. Dem widerstehet fest im Glanden, und wissetdaß eben dieselbige Leiden über euere Brüder in der Welt gehen. Der Gott aber aller Guade, der uns berufen hat zu seiner ewigen Herrlichkeit in Christo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine Zeit leidet, vorbe⸗ bexeiten, stärken, kräftigen, gründen. Demselbigen ses Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. d — — — Evan⸗ — 23 —*—— 2— EEe —. ö=IFFTFTFcFFC— 3⁰ Episteln Evangelium, Lucaͤ. 15, v. 119. Vs naheten aber zu Jesu allerlei Zöllner und Sünder daß sie ihn höreten. Und die Pharisäer und Schrift gelehrten murreten und sprachen: Dieser nimmt di Sünder an, und isset mit ihnen Er sag te aber zu ihner dies Gleichniß, und sprach: Welcher Mensch ist unter euch der hundert Schaafe hat, und so er der Eins verliert, de nicht lasse die neun und neunzig in der Wüste, und hin gehe nach dem Verlornen, bis daß er es finde? Und wem er es gefunden hat, so legt er es auf seine Achseln miit Freuden. Und wenn er heim kommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn, und spricht zu ihnen: Freuet euch mi mir; denn ich habe mein Schaaf gefunden, das verlorel war. Ich sage euch: also wird auch Freude seyn in Himmel über Einen Sünder, der Buße thut, vor neun un neunzig Gerechten, die der Buße nicht bedürfen. Oder welches Wetb ist, die zehn Groschen hat, so sie den Einet verlieret, die nicht ein Licht anzünde, und kehre das Haus und suche mit Fleitz, bis daß sie ihn sinde? Und wennf ihn gefunden hat, ruft sie ihre Freundinnen und Nach barinnen, und spricht: Freuet euch mit mir: denn 16 habe meinen Groschen gefunden, den ich verloren hah Aiso auch, sage ich euch, wird Freude seyn vor den En geln Gottes, über einen Sünder, der Buße thut. — Am IV. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Roöm/ 8/ v. 18 25. Denn ich halte es dafür, daß dieser Zeit Leiden d6 Herrlichkeir nicht werth sei, die an uns soll geoffet baret werden. Denn das ängstliche Harren der Kreatt wartet auf die Offenbarung der Kinder Gottes. Sint mal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit, ohne ihre Willen, sondern um deß Willen, der sie unterworfen ha auf Hoffnung. Denn auch die Kreatur frei werden wit von dem Dienst des vergänglichen Wesens, zu der her lichen Freiheit der Kinder Gottes. Denn wir wissen, de alle Kreatur sehner sich mit uns, und ängstigt sich noch ir Merdar. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbf dit I K und Evangelien. die wir haben des Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kundschaft, und warten auf unsers Leibes Erlösung. Evangelium, Lutà 6, v. 36⸗42. VDarum seid barmherzig, wie auch euer Vater barm⸗ herzig ist. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so werdet ihr auch nicht ver⸗ dammet. Vergebet, so wird euch vergeben. Gebet, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrückt, gerüttelt und überflüssig Maaß wird man in euren Schovs geben; denn eben mit dem Maaß, da ihr mit messet, wird man euch wieder messen. Und er sagte ihnen ein Gleichniß: Mag auch ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Wert den sie nicht alle beide in die Grube fallen? Der Jünger ist nicht über seinen Meisier; wenn der Jünger ist wie sein Meister, so ist er vollkommen. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des Balkens in dei⸗ nem Auge wirst du nicht gewahr? Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder! Ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und du siehest selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, ziehe juvor den Balken aus deinem Auge, und besiehe dann, daß du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest. Am V. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 1 Petri 3, v. 8⸗15. Erdlich aber seid allesammt gleich gesinnet, mitleidig, brüderlich, barmherzig, sreundlich. Vergeltet nicht Böses mit Bösem, oder Scheltwort mit Scheltwort; son⸗ dern dagegen segnet, und wisset, daß ihr dazu berufen setd, daß ihr den Segen beerbet. Denn wer leben will und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, daß sie nicht Böses rede, und seine Lippen, daß sie nicht trügen. Er wende sich vom Bösen, und thue Gutes; er suche Frie⸗ den, und jage ihm nach. Denn die Augen des Herrg sehen auf die Gerechten, und seine Ohren auf ihr Geh das Angesicht aber des Herrn siehet auf die, so * 3 52 Episteln thun. Und wer ist, der euch schaden könnte, so ihr dem Guten nachkommet? Und ob ihr auch leidet um der Ge⸗ rechtigkeit willen, so seid ihr doch selig. Fürchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht, und erschrecket nicht. Hei— liget aber Gott den Herrn in euren Herzen. Evangelium, Lucaͤ 5, v. 1⸗11. Fs begab sich aber, da sich das Volk zu Jesu drang, zu hören das Wort Gottes; und er stand am See Genezareth, und sah zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten, und wuschen ihre Netze trat er in der Schiffe eines, welches Simonis war, und bat ihn, daß er es ein wenig vom Land führete. Und er setzte sich, und lehrete das Volk aus dem Schiffe. Und als er hatte aufgehöret zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die Höhe, und werfet euer Netz aus, daß ihr einen Zug thuet. Und Simon antwortete, und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze Nacht gearbeitet, und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz auswerfen. Und da sie das thaten, beschlossen sie eine große Menge Fische, und ihr Netz zerriß. Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiffe waren, daß sle⸗kä⸗ men und hülfen ihnen ziehen. Und sie kamen und fülleten beide Schiffe voll, also, daß sie sanken. Da das Simon Petrus sah, fiel er Jesus zu den Knieen, und sprach: Herr, gehe von mir hinaus, ich bin ein sündiger Mensch. Denn es war ihn ein Schrecken angekommen, und alle, die mit ihm waren, über diesen Fischzug, den sie mit einander gethan hatten; desselbigen gleichen auch Jakobum und Johannem, die Söhne Zebedäi, Simonis Gesellen. Und Jesus sprach zu Gimon: Fürchte dich nicht; denn von unn an wirst du Menschen fangen. Und sie führeten die Schiffe zu Lande, und verließen alles, und folgten ihm nach · Am VI. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Roͤm. 6, v. 3.11. WMisset ihr nicht, daß alle, die wir in Jesum Chrlst getaͤuft sind, die sind in seinen Tod gerauft? Se sindꝰ und Evangelien. sind wir je mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf daß, gleichwie Christus ist auferwecket von den Tod⸗ ten, durch die Herrlichkeit des Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln. So wir aber samt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir auch der Auferstehung gleich seyn: dieweil wir wissen, daß unser alter Mensch samt ihm gekreuziget ist, auf daß der sündliche Leib aufhöre, daß wir hinfort der Sünde nicht dienen. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Sünde. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glanben wir, daß wir auch mit ihm leben werden, und wissen, daß Christus von den Todten erweckt, hinfort nicht stirbt; der Tod wird hinfort über ihn nicht herr⸗ ö schen. Denn daß er gestorben ist, das ist er der Sünde gestorben zu einem mal: daß er aber lebet, das lebet er Gott. Also auch ihr, haltet euch dafür, daß ihr der Sünde gestorben seid, und lebet Gott in Christo Jesu, unserm Herrn. Evangelium, Matth. 5, v. 20 ⸗26. Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit bes⸗ ser, denn der Schriftgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töd⸗ ten; wer aber tödtet, der soll des Gerichts schuldig seyn. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zürnet, der iist des Gerichts schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha, der ist des Raths schuldig; wer aber sagt: Du Tarr, der ist des höllischen Feuers schuldig. Darum wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst, und wirst allda eindenken, daß dein Bruder etwas wider dich habe; laß allda vor dem Altar deine Gabe, und gehe zuvor hin, und versöhne dich mit deinem Bruder; und alsdann komm, und opfere deine Gabe. Sei willfertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf dem Wege bist, auf daß dich der Widersacher nicht dermaleins üder⸗ antworte dem Richter, und der Richter überantworte ö dich dem Diener, und werdest in den Kerker He Ich sage dir: Wahrlich, du wirst nicht von dannz 4 aus kommen, bis dn auch den letzten Heller b6 Im — Am 'eecesse.. 2———— —.— Episteln Am VII. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Roͤm. 6, v. 19⸗23. ENch muß menschlich davon reden, unt der Schwachheit willen eures Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zum Dienst der Unreinigkeit, und von ein ner Ungerechtigkeit zu der andern: also begebet nun auch eure Glieder zum Dienst der Gekechtigkeit, daß sie heilih werden. Denn da ihr der Sünde Knechte waret, da wao ret ihr frei von der Gerechtigkeit. Was hattet ihr nun zu der Zeit für Frucht? Welcher ihr euch jetzt schämet; denn das Ende derselbigen ist der Tod. Nun ihr aber seid von der Sünde frei, und Gottes Knechte geworden, habt ihr eure Frucht, daß ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben. Denn der Tod ist der Sünden Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige Leben, in Chriso Jesu, unserm Herrn. Evangelium, Mark. 8, v. 1•9. On der Zeit, da viel Volks da war, und hatten nichts zu essen, rief Jesus seine Jünger zu sich, und sprach zu ihnen: Mich jammert des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir verhartet, und haben nichts zu essen, und wenn ich sie ungegessen von mir heim ließe gehen; wür den sie auf dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von ferne gekommen. Seine Jünger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brod hier in der Wüste, daß wir sie saͤttigen? Und er fragte sie: Wie viel habt ihr Brode? Sie sprachen: Sieben. Und er gebot dem Volk, daß sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm die sieben Brode, und dankte, und brach sie, und gab sie seinen Jüngern. daß sie dieselbigen vorlegten. Und sie legten dem Volk vor. Und hatten ein wenig Fischlein: und er dankte, und hieß dieselbigen auch vortragen. Sie aßen aber und wur den satt, und hoben die übrigen Brocken auf, sieben Körbe. Und ihrer waren bei vier tausend, die da gegessen hat⸗ ten. Und er ließ sie von sich. Am DqDqsi‚ieeeeeeeeeeeeeeeeetss. CZ. und Evangelien. Am VIII. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Roͤm. 8, v. 1217 Sẽ Iund wir nun, lieben Brüder, Schuldner nicht dem Fleisch, daß wir nach dem Fleisch lehen. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben müs⸗ sen; wo ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschäfte tödtet, so werdet ihr leben. Denn welche der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, daß ihr euch abermal fürchten müßtet; sondern ihr habt einen kind⸗ lichen Geist empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater. Derselbige Geist giebt Zeugniß unserm Geist, daß wir Gottes Kinder sind. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nemlich Gottes Erben, und Miterben Christt; so wir anders mit leiden, auf daß wir auch mit zur Herrlichkeit erhoben werden. Evangelium, Matth. 7½ v. 1525. Sebet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schaafskleidern zu euch kommen; inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen von den Dor⸗ nen, oder Feigen von den Disteln? Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Früchte: aber ein fauler Baum bringet arge Früchte. Ein guter Baum kann nicht arge Früchte bringen und ein fauler Baum kann nicht gute Brüchie bringen. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Früchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer gewor⸗ fen. Darum an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr! Herr! in das Himmelreich kommen; sondern die den Willen thun meines Vaters im Himmel. Es werden viele zu mir sa⸗ gen an jenem Tage: Herr, Herr haben wir nicht in deinem RNamen geweissaget? Haben wir nicht in deinem Namen Teufel ausgetrieben? Haben wir nicht in deinem Namen viele Thaten gethan? Dann werde ich ihnen be⸗ keunen: Ich habe euch noch nie erkannt: weichet alle von mir, ihr Uebelthäter! Am Episteln Am IX. Sonntage nach Trinitatis. Ep istel/ 1 Kor. 10, v. 6⸗15. Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, daß wir uns nicht gelüsten lassen des Bösen, gleichwie jene gelü⸗ stet hat. Werdet auch nicht Abgöttische, gleichwie jener etliche wurden, als geschrieben stehet: Das Volk setzte sich nieder zu essen und zu trinken, und stand auf zu spielen. Ach lasset uns nicht Hurerei treiben, wie etliche unter jenen Hurerei trieben, und fielen auf Einen Tag drei und zwanzig tausend. Lasset uns aber auch Christum nicht verfuchen, wie etliche von jenen ihn versuchten und wurden von den Schlangen umgebracht. Murret auch nicht, gleichwie jener etliche murreten, und wurden umgebracht von dem Verder— ber. Solches alles widerfuhr ihnen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt gekommen ist. Darum, wer sich läßt dünken, er stebe, mag wohl zusehen, daß er nicht falle. Es hat euch noch keine, denn menschliche, Versuchung betreten: aber Gott ist getreu, der euch nicht läßt versuchen über euer Vermögen, sondern macht, daß die Versuchung so ein Ende gewinne, daß ihr es könnet ertragen. Evangelium, Lucà 16, v. 17g. Fs war ein reicher Mann, der hatte einen Haushalter: der ward vor ihm berüchtiget, als hätte er ihm seine Güter umgebracht. Und er forderte ihn, und sprach zu ihm: Wie höͤre ich das von dir? Thue Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht mehr Haushal— ter seyn. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich thun? Mein Herr nimmt das Amt von mir. Gra⸗ ben mag ich nicht, so schame ich mich zu betteln. Ich weiß wohl, was ich thun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt werde, daß sie mich in ihre Häuser nehmen. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn, und sprach zu dem ersten: Wie viel bist du meinem Herrn schuldig? Er sprach: Hundert Tonnen Hel. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, setze dich/ und schreib flugs fünfzig. Darnach sprach er zu dem andern: Du aber, wie 2 bist . ö und Evangelie du schuldig? Er sprach: Hundert Malter Waizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief, und schreibe acht⸗ zig. Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, daß er klüglich gethan hätte. Denn die Kinder dieser Welt sind klüger, denn die Kinder des Lichts in ihrem Geschlechte. Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, auf daß, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewige Hütten. Am X. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 1 Kor. 12, v. 1⸗11. V den geistlichen Gaben aber will ich euch, lieben Brüder, nicht verhalten. Ihr wisset, daß ihr Heiden seid gewesen, und hingegangen zu den stummen Götzen, wie ihr geführet wurdet. Darum thue ich euch kund, daß niemand Jesum verfluchet, der durch den Geist Gottes redet; und niemand kann Jesum einen Herrn heien, ohne durch den heiligen Geist. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist Ein Geist. Und es sind mancherlei Aemter, aber es ist Ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte, aber es ist ein Gott, der da wirket alles in allem. In einem jeglichen zeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben durch den Geist zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben zu reden von der Erkenntniß, nach demselbigen Geist; einem andern der Glanbe, in demselbigen Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in demselbigen Geist; einem andern, Wunder zu thun; einem andern Weissagung; einem andern Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen: einem andern die Sprachen aus⸗ zulegen. Dies alles aber wirkt derselbige einige Geist⸗ und theilt einem jeglichen seines zu, nachdem er will. Evangelium, Lucaͤ 19, v. 41⸗48. 1 nd als er, der Herr Jesus, nahe hinzu kam, sah er die Stadt an, und weinete über sie. Und sprach: Wenn du es wüßtest, so würdest du auch bedenken zu die; ser deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ist es vor deinen Augen verborgen. Denn es wird die Zeit über dich kommen, daß deine Feinde werden über dich und dei⸗ ** 38 Epist eln deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, di belagern und an allen Orten ängstigen; und werde dich schleifen, und keinen Stein auf dem andern lasset darum, dasß du nicht erkannt hast die Zeit, darinne du heimgesucht bist. Und er ging in den Tempel, un fing an aus zutreiben, die darinnen verkauften und kau ten. Und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Mei Haus ist ein Bethaus; ihr habt es gemacht zur Möt dergruübe. Und er lehrte taͤglich im Tempel. Aber di Hohenpriester und Schriftgelehrten und die Vo nehmsiih im Volk trachteten ihm nach, daß sie ihn umbrächtel und fanden nicht, was sie ihm thun sollten; denn allel Volk hing ihm an und hörete ihn. —— Am XI. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 1 Kor. 15, v. 1⸗10. Ich erinure euch aber, lieben Brüder, des Ehangelii, das ich euch verkündiget habe, welches ihr auch an genommen habt, in welchem ihr auch stiehet, durch wel ches ihr auch selig werdet, welchergestalt ich es ench vs⸗ kündiget habe, so ihr es behalten habt, es wäre denn, daß ihr es umsonst geglaubt hättet. Denn ich habe euch zuvörderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, daß Christus gestorben sey für unsere Sünden, nach dei Schrift; und daß er hegraben sey, und daß er auferstan⸗ den sey am dritten Tage nach der Schrift; und daß er gesehen worden ist von Keohas, darnach von den Zwöl; sen; darnach ist er gesehen worden von mehr denn füns hundert Brüdern auf einmal, derer noch viele leben, et⸗ liche aber sind entschlafen. Darnach ist er gesehen wort den von Jakobo, darnach von allen Aposteln; am letzten nach allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen Ge⸗ burt, gesehen worden. Denn ich bin der geringste unter den Aposteln, als der ich nicht werth bin, daß ich ein Apostel heiße, darum, daß ich die Gemeine Gottes ver⸗ folget habe. Ader von Gottes Gnade bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen, son, dern ich habe viel mehr gearbeitet, denn sie alle; nicht er ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist. Evan⸗ und Evangelien. Evangelium, Lue 187 v. 9 14. Der Herr sagte zu etlichen, die sich selbst vermaßen, daß sie fromm wären, und verachteten die andern. Mein solches Gleichniß: Es gingen zween Menschen hinauf in den Tempel, zu bäten; einer ein Pharisäer, der andere ein Zöllner. Der Pharisäer stand, und bätete bei sich selbst Walso? Ich danke dir, Gott, daß ich nicht bin wie andere ö Leute, Räuber, Ungerechte, Ehebrecher, oder auch mie die ser Zöllner. Ich faste zweimal in der Woche, und gebe Hben Zehnten von allem, das ich habe. Und der Zöllner stand von ferne, wollte auch seine Augen nicht aufheben gen Himmel; sondern schlug an seine Brust und sprach Gott, sei mir Sünder gnädig. Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertigt in sein Haus vor jenem. Denn wer sich selbst erhöhet, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedriget, der wird erhöhet werden. Am XII. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 2 Kor. 35, v. 4⸗11. Eia solches Vertrauen aber haͤben wir durch Christum zu Gott. Nicht, daß wir tüchtig sind von uns selber, etwas zu denken, als von uns selber; sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott: welcher auch uns tüchtig gemacht hat, das Amt zu führen des neuen Testaments; nicht des Buchstabens, sundern des Geistes. Denn der Buchstabe todtet, aber der Geist macht lebendig. So aber das Amt, das durch die Buchstaben toͤdtet und in die Steine ist gebil. det, Klahrheit hatte; also, daß die Kinder Israel nicht konnten ansehen das Angesicht Mosis, um der Klarheit wil⸗ len seines Angesichts, die doch aufhöret, wie sollte nicht vielmehr das Amt, das den Geist giebt, Klarheit haben? Denn so das Amt, das die Verdammniß prediget, Klarheit hat; vielmehr hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget. überschwengliche Klarheit. Denn auch jenes Theil, das ver⸗ kläret war, ist nicht für Klarheit zu achten gegen dieser über⸗ schwenglichen Klarheit. Denn so das Klarheit hatte, das da aufhöret; vielmehr wird das Klarheit haben, das da bleibet. ö Evangelium, Mark. 7, v. 31⸗57. A ö Urd da der Herr Jesus wieder ausging don den Gren zen Tyrus und Sidon, kam er an das Galilaische: eeer 42 V. . ———— Episteln Meer, mitten unter die Grenze der zehn Stadte. Unk sis brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war, und sie baten ihn, das er di⸗ Hand. auf ihn legte. Und er nahm ihn von dem Volk besonders, und legte ihm die Finger in die Ohren, spützete, und rührete seine Zunge. Und sah auf gen Himmel, seufzete und sprach zu ihm: Hephata, das ist, thue dich auf. Und alsobald thaten sich seine Ohren auf, und des Band seiner Zunge ward los, und er reoete recht. Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen Je mehr er aber verbot, je mehr sie es ausbreiteten Und verwunderten sich über die Maaße, und sprachen: Er hat alles wohl g macht; die Tauben macht er hörend, und die Sprachlosen redend. Am XII. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Gal. 3, v. 1522. Licben Brüder, ich will nach menschlicher Weise reden: verachtet man doch eines Menschen Testament nicht, wenn es bestätigt ist, und thut auch nichts dazu. Nun ist je die Verheißung Abraham und seinem Samen zugẽ sagt. Er spricht nicht, durch die Samen, als durch viele, sondern als durch Einen, durch deinen Samen, welcher ist Christus. Ich sage aber davon: Das Testa⸗ ment, das von Gott zuvor bestätiget ist auf Christum, wird nicht aufgehoben, daß die Verheißung sollte durch das Gesetz aufhören, welches gegeben ist über vier hundert dreißig Jahre hernach. Denn so das Ende dunch das Gesetz erworden würde, so würde es nicht durch Ver— heißung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Ver— heißung frei geschenkt. Was soll denn das Gesetz? Es ist dazu gekommen um der Sünde willen, bis der Same kä⸗ me, dem die Verheihung geschehen ist, und ist gestellet von den Eugeln durch die Hand des Mittlers. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler, Gott aber ist einig. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheißungen? Das sei ferne! Wenn aber ein Gesetz gegeben wäre, das da könnte lebendig machen; so käme die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetz. Aber die Schrift hat es alles beschloffen unter die Sünde/ auf daß die—.— Ur und Evangelien. durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da glauben. Evangelium, Lucaͤ. 10, v. 28⸗57. Fesus wandte sich zu seinen Jüngern, und sprach in⸗ sonderheit: Selig sind die Augen, die da sehen, das ihr sehet. Denn ich sage euch: Niele Propheten und Kö⸗ nige wollten sehen, das ihr sehet, und haben es nicht ge⸗ seden; und hören, das ihr höret, und haben es nicht ge⸗ höret. Und siehe, da stand ein Schriftgelehrter auf, ver⸗ suchte ihn, und sprach: Meister, was muß ich thun, daß ich das ewige Leben ererbe? Er aber sprach zu ihm: Wie siehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest du? Er antwortete und sprach: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von gan⸗ zem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften, und von ganzem Gemüth; und deinen Rächsten als dich selbst. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwor⸗ tet; thue das, so wirst du leben. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen, und sprach zu Jesu: Wer ist denn mein Nächster? Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging nach Jerusalem hinab gen Je— richo, und fiel unter die Mörder; die zogen ihn aus, und schlugen ihn, und gingen davon, und ließen ihn halb todt liegen. Es begab sich aber ohngefähr, daß ein Prie⸗ 7 ster dieselbige Straße hinab zog; und da er ihn sah, ging ö er vorüber. Desselbigen gleichen auch ein L vit, da er kom bei die Stätte, und sah ihn, ging er vorüber. Ein Sa⸗ mariter aber reisete, und kam dahin; un) da er ihn lah, jammerte ihn sein, ging zu ihm, verband ihm seine Wun⸗ den, und goß drein Oel und Wein, und hob ihn auf sein Thier, und führte ihn in die Herberge, und pflegte sein. Des andern Tag's reisete er, und zog heraus zween Groschen, und gab sie dem Wirth, und prach zu ihm: Pflege sein, und so du mehr wirst darthun, will ich dirs bezahlen, wenn ich wieder komme Welcher dunkt dich, der unter diesen Dreien der Näachste sei gewesen dem, der unter die Mörder gefallen war? Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm that. Da sprach Jesus zu ihm:; Oo gehe hin und thue desgleichen. Am WWW.ꝗWE— 2 ꝗꝗꝗꝗꝗSSSmeeeeeeeee 52 Episteln Am XIV. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Gal. 5, v. 16-24. Lieben Brüder, wandelt im Geist, so werdet ihr die Lüsle des Fleisches nicht vollbringen. Denn das Fleisch gelüstet wider den Geist, und den Geist wider das Fleisch. Dieselbige sind wider einander, daß ihr nicht thut, waß ihr wollt. Regieret euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetz. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind Ehebruch, Hurerei, Unreinigkeit, Um zucht, Abgötterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, Zwietracht, Rotten, Haß, Mord, Fressen, Saufen, und dergleichen: von welchen ich euch hade zu! vor gesagt, und sage noch zuvor, daß, die solches thun, werden das Reich Gottes nicht ererben. Die Frucht aber des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, Freundt lichkeit, Gütigkeit, Glaube, Sanftmuth, Keuschheit Wider solche ist das Gesetz nicht. Welche aber Christo an⸗ gehören, die kreuzigen ihr Fleisch sammt den Lüsten und Begierden. Evangelium, Luca 17/ v. 1119. Ud es begab sich, da Jesus reisete gen Jerusalem, zog er mitten durch Samariam und Galiläam. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn aus— saͤtzige Männer, die standen von ferne, und erhuben ihre Stimme, und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme dich unser! Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin, und zeuget euch den Priestern. Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein Einer aber unter ihnen, da er fah, daß er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme, und fiel auf sein Angesicht zu seinen Füßen, und dankte ihm. Und das war ein Samariter. Jesus aber antwortete, und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein geworden? Wo sind aber die neun? Hat sich sonst keiner gefunden, der wieder um⸗ kehrte, und gäbe Goit die Ehre, denn dieser Fremdling? Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin, dein Glaube hat dir geholfen Am auf sein Fleisch säet, der wird von dem Fleische das Ver⸗ und Evangelien. + Am XV. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Gal. 5, v. 25 bis Kap. 6. v. 10. Do wir im Geis leben, so lasset uns auch im Geist S wandeln. Lasset uns nicht eitler Ehre geizig seyn, unter einander zu entrüsten und zu hassen. Lieben Brüder, so ein Mensch etwa von einem Fehler übereilet würde, so helfet ihm wieder zürecht mit sanftmüthigem Geist, die ihr getstlich seid. Und siehe ouf dich selbst, daß du nicht auch versucht werdest. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfutlen So aber sich je⸗ mand läßt dünken, er sei etwas, so er aber doch nichts ist, der betrügt sich selbst. Ein jeglicher aber prüfe selbst sein Werk, und alsdann wird er an ihm selber Ruhm haben, und nicht an einem andern. Denn ein jeglicher wird seine Last tragen, der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der theile mit allerlei Gutes, dem, der ihn unter⸗ richtet. Irret euch nicht, Gott läßt sich nicht spotten. Denn was der Mensch säet, das wird er ernten. Wer derben ernten. Wer aber auf den Geist säet, der wird von dem Geist das ewige Leben ernten. Lasset uns aber Gutes thun, und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten ohne Aufhören. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes thun an jedermann, V. allermeist aber an des Glaubens Genossen. Evangelium, Matth. 6, v. 24 54. Nismand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird N einen hassen, und den andern lieben; oder er wird einem anhängen, und den andern verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Darum sage ich euch: Sorget nicht für ener Leben, was ihr essen und trinken werdet; auch nicht für euern Leib, was ihr an ie⸗ hen werdet. Ist nicht das Leben mehr, denn die Speise? und der Leib mehr, denn die Kletdung? Sehet die Voͤgel unter dem Himmel an: sie schen nicht, sie ernten nicht; sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer ater nähret sie doch. Seid ihr denn nicht viel mehr, denn sie? Wer ist unter euch, der seiner Lange eine Elle . eeeee⸗ x/:/.. — 64 Episteln zusetzen möge, ob er gleich darum sorget? Und warum sorget ihr für die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen: sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch, daß auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht bekleidet gewesen ist, als der selben eins. é So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute stehet, und mor gen in den Ofen geworfen wird, sollte er das nicht vielmehr euch thun? O ihr Kleint gläubigen? Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen; was werden wir trinken? Womit werden wir uns kleiden? Nach solchem allen trachten die Heiden. Deun euer himmlischer Vater weiß, daß ihr deß alles bedürfet. Trachtet am ersten nach dem Reiche Got⸗ tes und nach seiner Gerechtigkeit: so wird euch solches al⸗ les zafallen. Darum sorget nicht für den andern Morgenz; denn der morgende Tag wird fürdas Seine sorgen. Es ist genug, daß ein jeder Tag seine eigne Plage habe D——4—. Am XVI. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Ephes. 3, v. 13 21. Kieben Brüder! darum bitte ich, daß ihr nicht müde Lwerdet um meiner Trübsalen willen, die ich für euch leide, welche euch eine Ehre sind. Derhalben beuge ich meine Kniee gegen den Vater unsers Herrn Jesu Christi, der der rechte Vater ist über alles, was da Kinder heißt im Himmel und auf Erden, daß er euch Kraft gebe nach dem Reichthum seiner Herrlichkeit, stark zu werden durch sei⸗ nen Geist an dem inwendigen Menschen, und Christum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch die Liebe eingewurzelt und gegründet zu werden; auf daß ö ihr begreifen möget mit allen Heiligen, welches da sei die Breite, und die Laͤnge, und die Tiefe, und die Höhe zauch erkennen, daß Christum lieb haben, viel besser ist, deun als les Wissen, auf daß ihr erfüllet werdet mit allerlei Gottes⸗ fuülle. Dem aber„ der überschwenglich thun kann über alles was wir bitten oder verssehen, nach der Kraft, die da in uns wirket, dem sei Ehre in der Gemeine, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, von Ewigkeit zu Ewigkeit Gam van⸗ und Evangelien. Evangelium, Lucaͤ 7, v. 1117. U es begab sich darnach, daß Jesus in eine Stadt mit Namen Nain ging; und seiner Jünger gingen viele mit ihm, und viel Volks. Als er aber nahe an das Stadtthor kam, siehe, da teng man einen Todten heraus, der ein einziger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Wittwe; und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen, nd sprach zu ihr: Weine nicht! Und trat hinzu, und rüh⸗ te den Sarg an; und die Träger standen Und er sprach! Jüngling, ich sage dir, stehe auf. Und der Todte richtete sich auf, und fing an zu reden. Und er gab ihn seiner Muct er. Und es kam sie alle eine Furcht an, und prie⸗ sen Gott, und sprachen: Es ist ein großer Prophet un⸗ ter uns auferstanden, und Gott hat sein Volk heimge⸗ sucht. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jüdische Land, und in alle umliegende Länder. 7 Am XVII. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Ephes. 4, v. 1⸗6C. Do erme ich Gefangener in dem Herrn, C daß wandelt, wie sich gebühret eurem Beruf, darinnien ihr berufen seid, mit aller Demuth und Sanft⸗ muth, mit Geduld, und vertraget einer der andern in der Liebe, und seid fleißig zu halten die Einigkeit im Geist, durch das Band des Friedens. Ein Leib und Ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf eine rlei Hoffnung eures Be erufs. Ein Herr, Ein Glanbe, Eine Taufe, Ein Gott und Vater(unser) aller, der da ist üÜber euch alle, ud durch euch alle, und in euch allen. Evangelium, Lucaͤ 14, v. I⸗1I. U ꝛd es begab sich, daß er kam in ein Haus eines Obersten er Pharisäer, auf ein en Sabbarh, das Brod zu essen; und sie hielren auf ihn. Und siehe, da war ein Mensch vor ihm, der war wassersüchtig. Und Jesus antwortete, und lagte zu den Schriftgelehrten und Pharisäern, und sprach: Ist es auch recht, auf den Sabbath heilen? Sie aber schwie⸗ gen still. Und er griff ihn an, und heilete hu, und ließ i Episteln ihn gehen. Und antwortete, und sprach zu ihr I. her ist unter euch, dem sein Ochse oder Esel in den 1 1* hat spreche zu dir: Freund, rücke hinauf. Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu 2 sche sitzen. Denn wex sich selbst erhöhet, der soll erniedriget w rden; und wer sich selbst erniedriget, dei soll erhöhet werden. —————————— Am XVIII Soantage nach Trinitatis Ep istel, 1 Kor. I, v. 4⸗9. Ich danke meinem Gott allezeit eurethalben für⸗di⸗ ö znade Gottes, die euch gegeben ist in Christo Jesu, ihr seid durch ihn an allen Stücken reich gemacht an aller Lehre, nud in aller Erkenntniß. Wie denn die Pre— digt von Christo in euch kräftig geworden ist, alf aß ihr keinen Mangel habt an irger Gabe, und wartet nur auf die Offenb use Jesu Christi, welcher auch wird euch fest behalten bis ans Ende, daß ihr un⸗ straͤflich seid auf den Tag unsers Herrn I Jesu Christi. „durch welchen ihr beruͤfen seid zur schaft seines Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn. Denn Gott ist tr RETrei Gemeit Evangeliu m, Matth. 22, v. 354 46. Va aber die Pharisäer höreten, daß Jesus den Saddu⸗ cäern das Maul gestopfet hatte, versam melten sie sich. Und einer unter ihnen, ein Schriftgele hrter, versuchte ihn, und sprach: Meister, welches ist das vor iehmste Gebot im Gesetz? Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von ganzem Herzen, von ganzer Seele, und von ganzem Gemüthe. Dies ist das vornehmste und groͤßte und Evangelien. größte Gebot. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nachsten lieben als dich selbst. In diesen zweien Geboten hänget das ganze Gesetz und die Propheten. Da nun die Pharisäer bei einander waren, fragte sie Jesns, zund sprach; Wie dünkt euch um Christo? Weß Soͤhn ist er? Sie sprachen: Davids. Er spraich zu ihnen: Wie nen⸗ net ihn denn David im Geist einen Herrn, da er sagt: Der Herr hat gesagt zu meinemHerrn: Setze dich zu meiner Rech⸗ ten, bis daß ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Füße? So nun David ihn einen Herrn nenuet, wie ist er denn sein Sohn? Und niemand konnte ihm ein Wort autworten, und durfte auch niemand von dem Tage an hinfort ihn fragen. Am XIX. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Ephes. 4/ v. 22 ⸗ 28. Se leget nun von euch ab, nach dem vorigen Wandel, den alten Menschen, der durch Lüste in Irrthum sich verderbet. Erneuert euch aber im Geist eures Gemüths, und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaf⸗ fen ist in rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit. Darum leget die Lügen ab, und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit seinem Nächsten, sintemal wir unter einan⸗ der Glieder sind. Zürn ind sündiget nicht; lasset die Sonne nicht über euerm Zorn untergehen. Gebet auch nicht Raum dem Lästerer. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite, und schaffe mit den Händen et⸗ was Gutes, auf daß er habe zu geben dem Dürftigen. Evangelium, Matth. 9/ v. 1 f. Do trat er, der Herr Jesus, in das Schiff, und fuhr wieder herüber, und kam in seine Stadt. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrüchigen, der lag auf einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrüchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Sünden sind dir vergeben. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: Dieser lästert Gott. Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr so Arges in euren Herzen? Wel⸗ ches ist leichter, zu sagen: Dir sind deine Sünden verge⸗ hen; oder iu sagen: Stehe auf und wandle? Auf daß e2 9* ——::— 2— Episteln ihr aber wisset, daß des Menschen Sohn Macht hab auf Erden, die Sünden zu vergeben, sprach er zi Gichtbrüchigen: Stehe auf, hebe dein Bette auf gehe heim. Und er stand auf, und ging heim. Da das Volk das sab, d t Volt das sah, verwunderte es sich, und pries Gott, der solche Macht den Menscher n gegeben har Sonnt age nach Trinitatis Epistel, Ephes. 5, v. 1521 Sẽ sehet— zu r vor sichti iglich—0 delt, nicht als die Unweisen, sondern als die Weisen. Und schicket euch in die Zeit; denn es ist böse Zeit. Darum werdet nicht unverständig, sondern verständia, was da se des Herken Wille. Und saufet euch nicht voll Weins, dar⸗ aus ein unordenliches Wesen folgt; sondern werdet voll Geistes, und redet unter einander von Palmen und Lob— gesängen und ge istlichen Liedern, singet und spielet dem Herrn in eurem Herzen; und saget Dank allezeit für alles, Gott und dem Vater„in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi: und seid unter einander Unterthan in der Furcht Gottes. Evangelium Matth. 22, v. 1 Tg. Un J sus antwortete, und redete abermal durch Gleich⸗ nisse zu ihnen, und sprach: Das Himmelreich ist gleich einem KLön: ge, der seinem Sohne Hochzeit machte; und sandte seine Knechte aus, daß sie die Gäste zur Hochzeit rie fen: und sie wollten nicht kon umen. Ahermal sandte er andere Knechte aus, und sprach: Saget den Gästen: Siehe, meine Me ahlzei t habe ich bereitet meine Ochsen und mein Mastvie ist geschlachtet, und alles bereit; kommt zur Hochzeit Aber sie verachteten das, und gingen hin, einer auf sei— nen Acker, der andere zu seiner Handthierung! Etliche aber griffen seine Knechte, höhneten und tödteten sie Da das der König hörte, ward er zornig, und schickte seine Heere aus, undebrachte diese Mörder um, und zün⸗ dete ihge Stadt an. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Höchzeit ist zwar bereitet, aber die Gäste waren es nicht werth. Darumn gehet hin auf die Straßen, und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet. Und die Knechte, singen aus auf die Straßen, und brachten zusammen, wen Am XXN Ebangelien wen sie fanden e und Gute. Und die Tische wurden alle voll. Da ging der König hinein, die Gäste zu bese⸗ hen, und sah allda einen Menschen, der hatte kein hoch zeitliches Kl; und sprach zu ihm: Freund, wie bist und hast doch kein hochzeitliches Kleid du herein gekommen an? Er aber verstummete. Da sprach der König zu dan seinen Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, und werfet ihn in die äußerste Finsterniß hinaus; da wird seyn Heulen und Zähnklappen. Denn viele sind berusen, aber wenige sind auserwählet. Am XXI. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Ephes. 6, v. 1017. Duletzt, meine Brüder, seyd stark in dem Herrn, und ) in der Macht seiner Stärke. Ziehet an den Har— nisch Gottes, daß ihr bestehen könnet gegen die listigen Anläufe des Teufels. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Fürsten und Gewaltit gen, nemlich mit den Herren der Welt, die in der Fin⸗ sterniß dieser Welt herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel. Um deswillen so ergreifet den Harnisch Gottes, auf daß ihr an dem bösen Nage Wider⸗ stand thun, und alles wohl auskichten und das Feld be⸗ halten möget. So stehet nun, umgürtet eure Lenden mit Wahrheit, und angezogen mit dem Krebs der Ge⸗ rechtigkeit, und an Beinen gestiefelt, als fertig zu trei— ben das Evangelium des Friedens, damit ihr bereitet seyd. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem ihr auslöschen könnet alle feuri⸗ ge Pfeile des Bösewichts. Und nehmet den Helm des Heils, und das Schwerdt des Geistes, welches isi das Wort Gottes. Evangelium, Joh. 4/ v. 47 54. U es war ein Königischer, deß Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieser hörete, daß Jesus kam aus Indäalin Galiläam, und ging hin zu ihm, und bat ihn, daß er hinab käme, und hülfe seinem Sohne; denn er war todtkrank. Und Jesus sprach 1 ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so glaubet ihr nicht. Der Kö⸗ nign H.l& +.—— 2.N— —*+. 70 Episteln nigische sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind stirbt. Jesus a ihm: Gehe hin, dein Sohn lebt. Der Meen ch gla dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin. Und indem er hinab ging, begegne⸗ ten ihm seine Knechte, verkündigten ihm, und sprach Dein Kind lebt. Da forschete er von ihnen die ude, in welcher es besser mit ihm geworden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde verließ 106 das Fieber. Da merkte der Vater, daß es um die Stunde wäre, in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt. Und er glaubte mit seinem ganzen Hausf ist nun das andere Zeichen, das Jesus that, da er aus Judäa in Galiläam kam. —.——..——..—..———.——.— ̃SqNeĩWm S Nn* unttic Am XXII. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, Philipp. 1, v. 811 Ich danke meinem Gott, so oft ich eurer gedanke,(wel⸗ ches ich allezeit thue in allem meinem Gebät für euch alle, und thue das 1150 mit Freuden) über eurer Ge⸗ meinschaft am Evangelio, vom ersten Tage an bis hieher. Und bin desselbigen in guter Zuversicht, daß, der in euch angefang zen hat das gute Werk, der wird es auch vollfüh⸗ ren, bis an den Tag Jesu Christi. Wie es denn mir billig ist, daß ich dermaaßen von euch allen halte; darum, daß ich euch in meinem Herzen habe, in diesem meinem Gefäng⸗ niß, darinnen ich das Evangelinm verantworte und be— n.— als die ihr alle mit mir der Gnade theilhaftig seid. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen ve rla imget von Herzensgrund in Jesu Christo. Und darum bäte ich, daß eure Liebe je mehr und mehr reich werde in allerlei Erkenutniß und Erfahrung, daß ihr prüfen möget, was das Bes ᷣste sei; auf daß ihr seid lauter und unanstößig bis auf den 1 Tag Christi, erfüllet mit Früchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum geschehen(in ench) zur Ehre und Lobe Gottes. ů V Evangelium, Matth. 18. v. 26 ⸗ 35. HDas Himmelreich ist gleich einem Könige, der mit sei— nen Knechten rechnen wollte. Und als er anfing zu zu und Evangelien. àu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm zehn tausend P Da er es nun nicht hatte zu bezahlen, hieß * ind schuldig der Herr verkaufen ihn, und sein Wei und seir eKinder, und—— was er hatte, und bezahlen. Da fiel der Ln 1 1 6 „und bätete ihn an, und sypr rack Hlen dmtt mir, ich willd xall s bezah len Daj Herrn desselbigen Kne derseldige Knecht Schuld erließ er ihm hinaus nechte, der war ihm hundert he und er griff ihn an, und würgete ihn und sprach; Beza ble mir, was du mir D iel sein Miik ir nieder, und bat Habe Geduld mit mir, ich will dir alles en. Er wollte aber nicht; sondenn ging hin, und huů ins Gef fängniß, bis daß er bezahlete, was er Da ab er seine Mitknechte solches sahen, t und kamen, und brachten vor ih⸗ alles, was sich begeben hatt Da foderte ihn sein Herr vor sich, und sprach zu ihm: Du Schalks ch 8 alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mi test. Solltest di denn dich nicht au ch erbarmen über à Deit nen Mi itknecht, wie ich mich über dich erbarmet habe? Und sein Herr ward zornig, und üherantwortete ihn d s rach: warf schuldig war. wurden sie sehr l ren Herrn den Peinigern, bis daß er bezahlete lles, was er ihm schuldig war. Also wird euch mein himmlischer Vater auch thun, so ihr nicht vergebet von euren Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehler. —2——ßꝛñjß7ißißißißi— Am XXĨII. Sonntage nach Trinitatis. Epistel Philipp. 5, v. I. Tolget mir, lieben Brüder/ und sehet ar if die wandeln, wie ihr uns habt zum Vor bilde. uu diele wande in, von welchen ich euch oft gesagt bez nun aber sage ich auch mit Weinen, die Fein des Hreuzes Christi: welcher Ende ist die Verdammmits, welchen der Nrer ihr Gott ist, und ihre Ehre zu Schanden wird. derer, die irdisch gesinnet sind. Unser Wandel aber ist n himmel, von dannen wir auch warten des Heilandes die also Krigi 854 14—** Jesu Christi, des Herrn, welcher nusern nichligen Letd Le ve erklären wů d, ten Leibe, nach der Wirkung, damit er kaun auch alle Evangelium, Matth. 22, v. 1572 — HDa gingen die Pharisäer hin und bielten einen Ratl V—* 1* wie sie Jesum fingen in seiner Rede. Und fandten zu ihm ihre Jün jer, samt Herodis Dienern, und spra⸗ chen: Meister, wir wissen, stig bist, un lehrest den Weg Gottes recht, niemand; denn du achtest nicht das Ansc n. Darum sage uns, was dünkt dich?„ es recht daff man dem Ka ser Zins gebe, oder nicht? Da nun Jesus merkte Tle ihre Schalkheit„ sprach er: Ihr Heuchler, was versu⸗ chet ihr mich? Weiset mir die Zinsmünze Und sie reich⸗ ten ihm einen Groschen dar Und er sprach zu ihnen: Weß ist das Bild und die Ueberschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet daisers ist, und Gott, was Gottes ist. Da sie das höreten, verwunderten sie sich, und ließen ihn, und gingen davon. Am XXIV. Sonntage nach Trinitatis E v1 st e 1 K loss I Dv. I, (Nerhalben auch wir, von dem Tage an, da wir es ge⸗ ** höret haben, hören wir nicht au', für 2ack zu bäten⸗ und zu bitten, daß ihr üllet werdet mit Erkenntnib Willens, in allerlei 9 istlicher Weisheit und Ver⸗ 5; daß ihr wandelt würdiglich dem Herrn zu allem Gefallen, und fruchtbar seid in allen guten Werken, und wachset in der Erkenntniß Gottes, und gestärket werdet mit aller Kraft, nach seiner herrlichen Macht, in aller Geduld und Langmüthigkeit mit Freuden; 2*7 danksaget dem Vater, der uns tüchtig gemacht hat z 0 eilig gen im Licht; w elcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsterniß, und hat uns ver⸗ setzet in das Reich seines Areben Sohnes; an weschem we'r haben die Erlösung durch sein Blut, nälnlich die Vergebung der Sünden. 1* 1 V * E van- und Evangel Evangelium, Matth. 9/ v. 18⸗26. HDa Jesus solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer, und siel vor ihm nieder, und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; ader komm, und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig. Und Jesus stand auf, und ihm nach, und seine Jünger. Und siehe, ein W das zwölf Jahre den Blutgang ge⸗ habt, trat von hinten iu ihm, und rührte sein Kleides Saum an. Denn sie sprach bei ihr selbst: Mocht ie e ich nur sein Kleid anrühren, so würde ich 9 sund. Da wandte sich Jesus um, und sah sie und sprach: Sei getrost, meine Tochter, dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu derselbigen Stunde. Und als er in des Obersten Haus kam, und sah die Pfeifer und das Getümmel des Volks, sprach er zu ihnen: Weichet, denn das Mägdlein ist nicht todt, son⸗ dern es schläft. Und sie verlachten ihn. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein, und ergriff sie der Hand; da stand das Mägdlein auf. Und dies Gericht erscholl in dasselbige ganze Land. Am XXV. Sonntage nach Trinitatis. pistel, 14 Thess. 4/ v. 13⸗18. Mir wollen euch aber, lieben Brüder, nicht verhal⸗ E als ein Wort des Heren, daß wir, die wir leben und überbleiben in der Zukunft des Herrn, werden denen nicht vorkommen, die da schlafen. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und Stimm' des Eezengels, und mit der Posaune Gottes hernieder kom⸗ men vom Himmel, und die Todten in Christo werden aufer⸗ stehen zuerst. Darnach wir, die wir leben und überblei⸗ ben, werden zugleich mit denselbigen hingerücht werden in den Wolken, dem Herrn entgegen in der Luft, und werden also bei dem Herrn seyn allezeit. So troöstes euch nun mit diesen Worten unter einander⸗ Evan Ebangelium, Matth. 24, v. 15⸗28. Venn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwü— stung, davon gesagt istd durch den Propheten Daniel, daß er stehe an der heil 39—— ätte;(wer das liest, der merke darauf!) alsdan 1 he auf die Berge, wer im jüdi⸗ schen Lande ist. Und wer auf dem Dache ist, der steige seinem Hause zu holen. Und hre nicht u m, sei ne* ider zu wangern und Säugern zu der re Flucht nicht geschehe im Win— Denn es wird alsdann eine große 'sen ist, von Anfang der Welt bisher, und als auch nicht werden wird. Und wo diese Ta— 9 bt würden verkürzet, so würde kein Mensch selig; um der Anserwählten willen werden die Tage ver— 1 kürzet. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus oder da; so sollt ihr es nicht glauben. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufste— hen, und große Zeichen und Wunde rthun, daß verfüh⸗ ret werden in den Irrthum(wo es möglich wäre) auch die Auserwählten. Siehe, ich babe es euch zuvor zesgagt. Da— wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wüste; so gehet ni cht hinaus: Siehe, Tů1 6 in der Kam⸗ mer; übet es nicht. Denn gleich wie der Blitz ausge⸗ het vom Aufgang, und scheinet bis zum Nieder 3 also wird auch seyn die Zukunft des Menschen Sohns. Wo aber ein Aas ist, da sammien sich die Adler. 91535 Am XXVI. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 2 Thess. 1, v. 3⸗10. Gott danken allezeit um euch, lieben Brü⸗ g ist. Denn euer Glaube wächset sehr und die Liebe eines jeglichen unter 3 allen nimmt gen einander; also, daß wir uns eurer rühmen iter den Gemeinen Gottes, von eurer Gednl d und Glauben, in allen euren Verfolgungen und Trübsa— len, die ihr duldet; welches anzeigt, daß Gott recht rich⸗ und Evangelien. richten wird, und ihr würdig werdet zum Reich Gottes, über welchom ihr auch leidet: chdem es vecht ist bei Gott, zu vergelten Trübsal deuen, die euch Trübsal an⸗ legen. Euch aber, die ihr Trühsal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der Herr Jesus wird geof nbaret werden vom Himmel, sammt den Engeln seiner Kraft, und mit mmien, Rache zu geben über die, so Gott nicht er⸗ ꝛen d über die, so g nicht gehorsam sind dem Evan⸗ gelio unsers Herrn Jesu Christi; welche werden Pein leiden, das ewige Verderben vor dem Angesicht des Herrn, nd vor seiner herrliche à Macht wenn er kommen wird, bas er herrlich erscheine mit seinen Heiligen, und wunder⸗ bar mit allen Gläaubigen n. Denn unser Zeugniß an euch von demselbigen Tage habt ihr geglaubet. — Evangelium, Matth. 25/ v. 3146. —. M enn aber des Menschen Sohn kommen wird in sei⸗ ner Herrli chkeit, und alle heilige Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit; und werden vor ihm alle Völker versammelt werden. Und er wird sie von einander scheiden, gleich als ein Hirte die Schaafe von den Böcken scheidet, und wird die Schaafe u seiner Res en stellen, und die Böcke zur Linken. Da wird dan 1 r König sagen zu denen zu seiner Rechten: it h Kommt her, ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Neich, das euch bereitet ist von Anbeginn der Welt. Denn ich bin Inia gene ewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin durstig sen, und ihr habt mich getränket. J bin ein Gaß gew veser n/, und ihr habt mich beberberget. Ich — nac kend gewesen, und ihr habt mich bekleidet. dh bin kran uewefen, und ihr habt mich besuchet. Ich d in Hefangen gewesen, und ihr seid zu mir gekommen. Dann werden ihm die Ge rochten antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen, und haben dich gespeiset? Oder durstig und haben dich getränket? Wann haben wir dich einen Gast gesehen, und beherberger? Oder nackend, und haben dich bekleidet? Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen, und sind zu dir gekommen? —.— der König wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr gethan habt einem unter —.— — 2— 2 46 e N EDnt diesen meinen geringsten Brüdern, dos habt ihr! than. Dann wird er anch sagen zu denen zur Linken: Ge⸗ her hin von mir, ihr luchten, in das ewige Feue das bereitet ist dem Teufel und seinen Engeln Ich bin hüngrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin durstig gewesen, ihr habt mich nicht getränket. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beher⸗ berget. Ich bin nackend gewesen, ünd ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besur Da werden sie ihm auch ant⸗ worten und sagen: Herr, unn haben wir dich gesehen hungrig, oder dur inen Gast, oder nackend, oder kronk, oder gef ind haben dir nicht aedienet? Dann wird er ihnen antworten sagen: Wahrlich/ ich sage euch: Was ihr nicht gethan habt einem unter die— sen Gerit 10stet n/„das habt ihr mir auch nick han. Und sie wert die ewige Pein gehen; aber die Gerechten in das ewige Leben. Am XXVII. Sonntage nach Trinitatis. Epistel, 2 Petri 3, v. 3⸗14. Qis ben Brüder! wisset das aufs erste/ daß in den letz⸗ * ten Tagen kommen werden Spötter, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln, und sagen: Wo ist die rheißung seiner Zukunft? Denn nachdem die Bäter entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewe⸗ sen ist. Aber Muthwillens wollen sie nicht wissen, das der Himmel vor Zeiten auch war, dazu die Erde aus Wasser, und im Wasser bestanden durch Gottes Wort: dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sündt fl· ith verderbet. Also auch der Himmel jetzund und die Erde werden durch sein Wort gesparet, daß sie zum Feuer behal⸗ ten werden am Tage des Gerichts und Verdammniß der gottlosen Menschen. Eins aber set euch anverhalten, ihr —— daß Ein Tag vor dem Herrn ist wie taͤnsend Jahre, und tausend Jahre wie Ein Tag. Der Herr v erziehet nicht die Verheißung, wie es etliche für einen Verzug achten: sondern er hat Geduld mit uns, und will nicht, daß jemand verloren werde, sondern daß sich jedermann zur Buße 81 Evangelien. — und kehre. Es wird aber des Herrn Dieb in der Nacht; in welchem die Himmel zergehen wer⸗ den mit agroßem Krachen, die Elemente aber werden vor Hitze zerschmelzeu, und die Erde und die Werkr, die dariunen sind, werde verb wrennen. So nun das alles b6 Tog kommen als ein soll zergehen, wie sollt ihr denn geschikt seyn mit heiligem Wandel und gottseligem Wesen, daß ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn, in welchem die r zergehen und die Elemente ver Hitze Wir warten aber einen neuen Him⸗ Er nach seiner Verheißung, Darym, meine dLieben, so thut Fleiß, daß ihr vor funden werdet. Himmel vom Feut zerschmelzen werden mels, und einer neuen in welchen e chtigkert wohnet. dieweil ihr darauf warten sollet; ihm unbefleckt und unsträflich im Frier ener 3g, v. 23 Evangelium, Matth. 8 v. 2 Siehe das CEEhn; linm am vierten Sonntage nach der Erscheinung Christi. Seite 16. 27. ——————.— 222 SSSSSS“ Episteln und Evangelien auf die Aposteltage und einiger anderen SRIINOR kirchlichen Feste Am St. Andreastage. Epistel, Roͤm. 10, v. 8⸗18. Dies ist das Wort vom Glauben, das wir vredigen. denn so du mit deinem Munde bekennest Jesum, daß er der Herr sei, und glaubest in deinem Herzen, 16. ihn Gott von den Todten auferwecket hat; so wirst du selt Denn so man von Herzen glaubt, so wird man gerecht! und so man mit 4— 6 Wunde bekennet, so wird man selig⸗ zin Schanden werden. t. Wer an ihn glaubt, wird nicht Es 5 ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen; es* aller zumal Ein Herr, reich über alle, die ihn anrufe Denn wer den Namen des Herrn wird anrufen, 10l selig werden. Wie sollen sie aber anrufen, an den si Denn die Schrift sprich e nicht glauben? Wie sollen sie sie aber glauben,! m sie ni Wie solle 7 ader hören ohne N di ste aber pr edi gen, wo sie nicht ges Wie denn geschrieben r, die— en Frieden sind nicht I sy icht Herr, — mint der& Glaude aus aber durch das Wort Gottes. Ich sage aber: Haben sie es nicht gehöret? Zwar es ist je in alle Lande ausgegangen ihr Schall, und in alle Welt ihre Worte. gen, die das nE alle dem C Evangelium, Matth. 4, v. 18⸗22. A nun Jesus an dem G zwween Brüder, S liläischen Meere ging, sah er me da heißt Petrus, und Andream, seinen Bruder fen ihre Netze in das Meer: denn sit waren Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach; ich will euch zu Menschenfischern machen. Bald verließer hre Retze, und folgten ihm nach. Und da er von dannen fürbaß ging, sah er zween andere Brü⸗ der, Jakobum, den Sohn Zäbedäi, und Jobha unem, sein Bruder, im Sihiff, mit ihrem Vater Zäbedäs, daß sie ihre Retze flickten; und er rief sie. Bald üuach sie das Schiff und ihren Vater, und folgten ihm n ——.——————————9—3—.—————————— Am St. Thomastage. Epistel, Ephes. 17 v. 5•6. Geeer sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu —Ehristi, der uns gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gütern, durch Christum. Wie er uns denn erwählet hat durch denselbigen, ehe der Welt Grund geleget war, daß wir sollten seyn heilig und un⸗ sträflich vor ihm in der Liebe; und hat uns verordnet zur Kindschaft gegen ihn selbst, durch Jesum Christum, nach dem Wohlgefallen seines Willens, zu Lobe seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm gemacht in dem Geliebten. Evan⸗ und Evangelien. Tho nas aber, der Zwölfen einer, der da heißt Zwil⸗ ling, war nicht bei ihnen, da Jesus kam. Da sagten die andern Jünger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehe Er aber sprach zu ihnen: Es sei denn, daß ich in seinen Händen sehe die Rägelmale, und lege meinen Finger in die Nägelmale, und lege meine Hand in seine Seite, will ich es 1 nicht glauben. Und—5 acht Tage waren abermal seine Jünger darinnen, un Thomas huen. Kommt Jest 16 da die Thürer verschlossen waren ein, und spricht: Friede sei euch! er zu Thoma: Reiche deinen Finger her 8f Hände; und reich„und lege sie in meine * d Seite; und sei nicht u idern gläubig. Tho⸗ mas antwortete und spre uch zu ihm: Mein Herr, und mein Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thoma, so glaubest du. Selig sind, die nicht sehen, und doch glauben. Auch viele andere Zeichen that Jesus vor seinen Jüngern, die nicht geschrieben sind in diesem Buch. Diese aber sind geschrieben, daß ihr glaubet, Jesus sei Christ, der Sohn Gottes; und daß ihr durch den Glauben das Le ben! habt in seinem Ramen. Am Tage St. Pauli Bekehrung Epistel, Ap. Gesch. 2— v. 122. (Taulus aber schnaubte noch mit Drohen und Morden wider die Jünger des Herrn⸗ und ging zum Ho⸗ Wendriester, und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf daß, so er erliche dieses Weges fände Männer und Weiber, er sie gebunden führete gen Jeru⸗ salem Ind da er auf dem Wege war, und nahe bei Damastus kam, umleuchtete ihn plötzlich ein Licht vom Himmel. Und er siel auf die Erde, und hörete eine Stimme, die sprach zu ihm: Saul, Saul, was 75.— st du mich? Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr lorach: Ich bin Jesus, den du verfolgest. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel lecken. Und er spraih mit Zittern und Zagen: Herr, was willst du, daß ich thin sol? Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf, und gehe die —— — * Ep Isteln da wird man dir sagen, was du thun sollst Ränner aber, die seine Gefährten waren, stan nerstarret: denn sie hörten eine Stimm niemand. Saulr 5aber richtete sich auf von der E, undals er seine Augen aufthat sah er niemand Sie nahmen ihn aber bei der Hand, und führten ihn gen Danuiaskus. Und er war drei Tage nicht s aß nicht, und trank 1 mastus, mit Namen! Der Herr Gasse, diede Juda nach mit Ramen von Tarsen; denn siehe, er bätet, und hat gesehen im Gesicht einen Mann, mit Namen Anauias, zu ihm hinein kommet und die Hand auf ihn legen, daß er wieder sehend werde Ananias aber antwortete: Herr ich habe von vielen gehöret von diesem Manne, wie viel Uebeis er deinen Heiligen gethan hat zu Jer usale em; und er hat allhier Macht von den Ho⸗ henpristern, zu binden alle, die deinen Namen anrufen. De r Herr Prach zu ihm: Gehe hin; denn! ieser ist mir ein auserwähltes Rüstzeug, daß er meinen Ramen trage vor den Heid en, und vor den Köni gen, und vor den Hin dern von Isra el. 3 ½9 will ihm zeugen, wie viel er keiden muß um meines Namens willen. Und Ananias ging hin, und kam in das Haus, und legte die Hä ihn, und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr he sesandt, (der dir erschienen ist auf dem ege, da du herkamest) daß du wirder sehend und mit dem heiligen Geist erfhl⸗ let werdest. Und alsobald fiel es von seinen Angen wie Schupven, und er ward wieder sehend; und stand auf ließ sich iaufen, und nahm Speise 3 sick nd st Saulus aber war etliche D de mastus. Und alsobald predigte er Christun len, daß derselbige Gottes Sohn sei. Sie entsetzten sich aber alle, die es hörten, und sprachen: Ist nicht, der zu Jerusalem verstörte alle, die diesen Namen anruf u/ und darum bergekommen, daß er sie gebunden führe zu den Hohenpristern? Saulus aber word je mehr kräftiger, und trieb die Juden ein, die zu v skus wöhneten und bewährte es, daß dieser ist d hrist und Evangelien. Evangelium, Matth. 19/ v. 2860. Tesus ader sprach zu seinen Jüngern: Wahrlich, ich sage euch: Ein Reicher wird schwerlich ins Himmel⸗ reich kommen. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, daß ein Kameel durch ein Nadelöhr gehe, denn daß ein Reicher ins Reich Gottes komme. Da das seine Jünger hörten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: Je, wer kann denn selig werden? Jesus aber sah sie an, und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist es unmöglich, aber bei Gott sind alle Dinge möglich. Da antwortete Petrus, und syrach zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir nachgefolget; was wird uns dafür? Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, daß ihr, die ihr mir seid nachgefolget, in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, wer— det ihr auch sitzen auf zwölf Stöhlen, und richten die zwölf Geschlechter Israels. Und wer verläßt Häuser, oder Bruder, oder Schwester, oder Vater, oder Mutter, oder Weib, oder Kinder, oder Acker, um meines Namens willen, der wird es hundertfältig nehmen, und das ewige Leben ererben. Aber viele, die da sind die Ersten, werden die Letzten, und die Letzten werden die Ersten seyn. Am Tage Mariaͤ Reinigung. Ep istel, Malachid 5, v. 1⸗4. Siebe, ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kochmen zu seinem Tempel der Herr, den ihr suchet, und der Engel des Bundes, deß ihr begehret. Siehe, er kommt, spricht der Herr Zebaoth. Wer wird aber den Tag seiner Zu⸗ kunft erleiden mögen? Und wer wird bestehen, wenn er wird erscheinen? Denn er ist wie das Feuer eines Gold⸗ schmiedes, und wie die Seife der Wascher. Er wird sitzen und schmelzen, und das Silber reinigen; er wird die Kin⸗ der Levi reinigen und läutern, wie Gold und Silber dann werden sie dem Herrn Speisopfer bringen in Gerechtigkeit. Und wird dem Herrn wohlgefallen das Speisopfer Juda und Jerusalem, wie vorhin und vor langen Jahren. Evangelium, Lurcaͤ 2, v. 2232. Ur da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz Moss kamen, brachten sie das 9 Jesum gen Jerusalem, auf ——————————— Episteln auf daß sie ihn darstelleten dem Herrn;(wie denn ge— schrieben sret in dem Gesetz des Herrn: Allerlel Männ—⸗ lein, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem Herrn ge⸗ heiliget he i6 en) und daß sie gäben das Opfer, nachdem ge⸗ saat ist im Gesetz des Herrn: ein Paar Turteltauben zoder zwei junge Tauben Und siehe, ein Mensch war zu Jern⸗ salem mit Namen Simeon: und derselb. Mensch war fromm und gottesfürchtig, und wartete auf den Trost srael, und der heilige Geist war in ihm. Und ihm wa eine Antwort geworden von dem he ligen Geist: er sollte den Tod nicht sehen, er hätte denn zuvor st des Herrn gesehen. Und kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da Ur Rie Eltern das Kind Jesum in den Tenpel brachten, das sie für ihn ihäten, wie man pfleget nach dem Gesetz; da nahm er ihn aufseine Ar me, unbd lobete tt, und sprach: Herr, nun lässest du deinen Diener im Frieden fahren, wie du ge⸗ sagt hast; denn meine Augen baben deinen 1 8 gesehen, welchen du bereitet hast vor allen Völkern, ein Licht zu er⸗ leuchten die Heiden, und zum Preis deines 3 Bolf 8 Nrael. Am Tage Matthiaͤ Epistel, Ap. 130 1, v. 15=86. 4— den Tagen trat auf Pretrus unter die Jünger, und prach:(es war aber die Schaar der Namen zu—78 bei hundert 1— 7 wanzig) 16 Meaclear und Brüder, e mu zte e fterfüllet werd welche zuvor g sagt hat der heilige Geist durch den Mund David, von Juda, der ein Vorgänger war derer, die Jesum fingen. Denn er war mit uns g zählet, und— dus Amt mit uns über⸗ Dieser haterworben den Acker um den ungerech⸗ nommen ten Lohn, und sich erhängt, un 0 is mitten entzwei gebor⸗ sten, und alle sein Eingeweide ausgeschüttet. Und es ist kund geworden allen die zu Jerusalem wohnen also, daß derselbige Acker genennet wird auf ihre Sprache: Hakel⸗ dama, das ist, ein Blutacker. Denn es stehet geschrieben im Psalmbuch: Ihre Behansung müsse wüste werden, und sey niemand, der darinnen wohne, und sein Bißthum empfahe ein anderer So muß nun einer unter diesen Männern, die bei uns gewesen sind die ganze Jeit über, welche der Herr Jesus unter uns ist aus und eingegan⸗ gen, von der Taufe Johannes an, bis auf den Tag/ da er von von uns genommen ist, ein Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden. Und sie stelleten zween, Joseph, genannt Bar⸗ sabas, mit dem Zunamen Jnst, und? en und sprachen: Herr, aller Herzen Kundig ige an, welchen du gewählet hast unter diesen zw einer empfahe diesen Dienst und Apostelamt, davon Judas abgewichen ist, daß er hinginge an seinen Ort. Und sie warfen das Loos über sie, und das Loos fiel auf Mat⸗ 9 thiam, und er ward zugeordnet zu den eilf Aposteln. Evangelium, Matth. 11, v. 25⸗60. Du derselbigen Zeit antwortete Jesus, und sprach: Ich preise dich, Vater und Herr des 5 Himmels und der Er⸗ den, daß du solches den Weisen und Klugen verborgen hast, und hast es den Unmündigen offenbaret. Ja, Vater; denn es ist also wohlgefällig gewesen vor dir. Alle Din⸗ ge sind mir übergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den Sohn, denn nur der Vater. Und niemand ken⸗ net den Vater, denn nur de r Sohn, und wem es der Sohn will offenbaren. Kommt her zu mir alle, die ihr mühse⸗ lig und beladen seyd; ich will euch erquicken. Nehmet auf euch mein Joch, und lernet von mir; denn ich bin sauftmüthig und von Herzen demüthig: so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht. Am Tage der Verkuͤndigung Mariaͤ Epistel, Jesaias 7, v. 10⸗16. U der Herr redete abermal zu Ahas, und sprach: Fodere dir ein Zeichen vom Herrn, deinem Gott; es sey unten in der Hölle, oder droben in der Höhe. Aber Ahas sprach: Ich will nichts fodern, daß ich den Herrn nicht versuche. Da sprach er: Wohlan, so höret ihr vom Hause David; ists euch zu wenig, daß 10 die Leute belei⸗ diget, ihr müsset auch meinen Gott beleidigen? Darum so wird euch der Herr selbst ein Sunnn geben; Siehe, ei⸗ ne Jungfrau ist schwanger, und wird einen Sohn gebö⸗ ren, den wir d sie heißen.. Vutter und Honig N wird er essen, daß er wisse Böses zu verwerfen, und Gutes zu erwählen. Denn he der Knabe lernet Bös f2 ver 384 Episteln verwerfen, und Gutes erwählen, wird das kand, davor dir grauet, verlassen seyn von seinen zween Königen. Evangelium, Lucaͤrr, v. 26„38. 1 nd im sechsten Mond ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine Stadt in Galiläa, die heißet Naza⸗ eth, zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Man⸗ ne, mit Ramen Joseph, vom Hause David: und die Jungfrau hieß Maria. Und der Engel kam zu ihr hin⸗ ein, und sprach: Gegrüßet seyst du Holdselige, der Herr ist mit dir, du Gebenedeite unter den Weibern. Da sie aber ihn sah, erschrack sie über seine Rede, und gedachte, welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria, du hast Gnade bei Gott ge⸗ funden. Siehe, du wirst schwanger werden im Leibe, und einen Sohn gebähren, deß Ramen sollst du Jesus heißen Der wird groß, und ein Sohn des Höchsten genennet wer⸗ den: und Gott, der Herr, wird ihm den Stuhl seines Va⸗ ters Davids geben; und er wird ein König seyn über das Haus Jakob ewiglich, und seines Königreichs wird kein Ende seyn. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen? Sintemal ich von keinem Manne weiß. Der En⸗ gel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum auch das Heilige, das von dir ge⸗ boren wird, wird Gottes Sohn genennet werden. Und fiehe, Elisabeth, deine Freundin, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und gehet jetzt im sechsten Mond, die im Geschrei ist, daß sie unfruchtbar sey. Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr. Am Tage Philippi und Jacobi. Epistel, Ephes. 2, v. 19 22 leben Brüder! so seyd ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge, sondern Brüder mit den Heiligen, und Hottes Hausgenossen, erbauet auf den Grund Dage e — * *1 stel und Propheten, da Jesus Chrisius der Eckstein ist, auf welchem der ganze Bau in einander gefäget wüch⸗ set zu einem heiligen Tempel in dem Herrn: auf wel⸗ chem auch ihr mit erbauet werdet, zu einer Behausung Gottes im Geist. Evangelium, Joh. 14, v. 114. (Tesus sprach zu seinen Jüngern: Euer Herz erschrecke Vnicht. Glaubet ihr an Gott, so glanbet ihr auch an mich. In meines Vaters Hause sind viele Wohnun⸗ gen. Wenns nicht so wäre, so wollte ich zu euch sagen Ich gehe hin, euch die Stätte zu bereiten. Und vod ich hinginge, euch die Stätte zu bereiten, will ich doch wieder kommen, und euch zu mir nehmen, auf daß ihr seyd, wo ich bin. Und wo ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehest; und wie können wir den Weg wissen? Jesus spricht zu ihm! Ich bin der Weg/ und die Wahrheit, und das Leben. Niemand kommt zum Vater, denn durch mich. Wenn ihr mich keunetet, so kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun an keunet ihr ihn, und habt ihn gesehen. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genüget uns. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch/ und du kennest mich nicht? Philippe, wer mich siehet, der Re⸗ het den Vater. Wie sprichst du denn: Zeige uns den Vater? Glaubest du nicht, daß ich im Vater, und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede⸗ die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater aber, der in mir wohnet, derselbige thut die Werke. Glaubet mir, daß ich im Vater, und der Vater in mir ist: wo nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der wird die Werke auch thun, die ich thue, und wird größere denn diese thun, denn ich gehe zum Vater. Und was ihr bitten werdet in meinem Ramen, das will ich WH auf daß der Vater geehret werde in dem Sobn. ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich thuz V — — O W HEKA 2 Fors Im Tage Johannis d aͤufers. röstet mein Volk: spricht euer Gott. Redet alem freundlich, und pr di get ihr, daß ihre ein Ende hat denn that ist verge⸗ u von der Hand Sti mme ͤ den 65„ macht auf dem Gefilde eine ebr ꝛne Bahn inserm t Osle CFf jöott. Alle T 4 — sollen erhöhet werden, und alle Berge und Hügel sollen erniedriget werden, h ist, soll F:rist, Dj un 1 N so TV Ul vird f eh en, daß des Herrn Evangelium, Luca 1, v. 57⸗80. unde höreten, d ge han k hatte, und freueten sich mit ihr. Und e 82 239— begab achten Ta ge, kamen sie zu beschneiden das Kind⸗ ein, und h Hihn nach seinem Vater Zacharias. Aber eine e Mutt er antwortete ud sprach: Mit nichten, son 2223 ——2 228*.— — kam eine 2 —— 4 s heiligen Geistes voll weissaget be der Herr, der Gott II A soi Nise 7 H An Lelöset sein Volk. Und hat ch:— hat be tet ein Horn 2 V. 3 2 icl * und Evangelien des Heils, in dem Hause seines Dieners Darids. Als er vor Zeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten, daß er uns errettete von unsern Feinden, und von der Hand aller, die uns hassen; und die Barm⸗ herzigkeit erzeigte unsern Vätern1 nd gedächte an seinen heiligen Bund: und an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu geben, daß wir, erlöset aus der Hand unserer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht unser Leben lang, in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihn gefällig ist. Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Höchsten heißen; du wirst vor dem Herrn hergehen, daß du seinen Weg bereitest, und Erkenntniß des Heils gebesi seinem Volk, die da ist in Vergebung ihret Sünden; durch die hertliche Barmherzigkeit unsers Gottes, durch ö der Höhe; auf daß er erscheine denen, die da sitzen in Finsterniß nund 8 5 d Schatten des Todes, und richte unsere Füße auf den Weg des Friedens. Und das Kindlein wuchs; und ward stark im Geist, und war in der Wüste, bis daß er sollte hervortreten vor das Volk Israel. Am Tage Petri und Pauli. Epistel Ap. Gesch. 12, v. 1 II. U* dieselbige Zeit legte der König Herodes die Hände Xan etliche der Gemeine, zu peinigen. Er tödtet ober Jakobum, Johannes Bruder, mit dem Schwerdt. Und da er sah, daß es den Juden geftel, fuhr er fokt, und fing Petrum auch. Es waren aber eben die Tage der füßen Brode. Da er ihn nun griff, legte er ihn ins Ge⸗ fängniß, und überantwortete ihn vier Viertheilen ga⸗ knechten, ihn zu bewahren, und gedachte ihn nach de Ostern dem Volk vorzustellen. Und Petrus ward zwar in Gefängniß gehalten, aber die Gemeine bätete ohne Auss hören für ihn zu Gott. Und da ihn Herodes wollte vor stellen, in derselbigen Nacht schlief Petrus zwischen zwe⸗ Kriegsknechten, gebunden mit zwo Ketten, und die Hür vor der Thüre hüteten des Gefänguisses. Und siehe, Ferf Engel des Herrn kam da her, und ein Licht schien Re à oll auc Dingern, daß ge niemand sagen sollten daß. er Jesus, ————.—.— Episteln Gemach, und schlug Petrum an die Seite, und weckte ihn auf, und sprach: Stehe behend auf. Und die Ketten fislen ihm von seinen Händen. Und der Engel sprach zu ihm: Gürte dich, und thue deine Schuhe an Und er that also. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel uͤm dich, und folge mir nach. Und er ging hinaus, und folgte ihm, und wußte nicht, daß ihm wahrhaftig solches geschehe durch den Eagel; sondern Edäuchte ihn er sähe ein Gesicht. Sie gingen aber durch die erste und andere Hut, und kamen zu der eisernen Thüre, welche zur Stadt führet; die that sich ihnen von ihr selber auf. Und traten hinaus, und gingen hin eine Gasse lang; und alsbald schied der Engel von ihm. Und da Petrus zu ihm selber kam, sprach er: Nun weiß ich wahrhaft ig, daß der Herr seinen Engel ge sandt hat, und mich errettet aus der Hand Herodis, und von allem Warten des jüdischen Volks. Evangelium/ Matth. 16, v. 13420. Dai kam Jesus in die Gegend der Stadt Cäsarea Phi— lippi/ und stagte seine Jünger, und sprach: Wer, sagen die Lente, daß des Menschen Sohn sey? Sie sprachen: Etliche sagen, du seyest Johannes, der Täufer: die andern, du seyest Elias; etliche, du seyest Jeremias, oder der Propheten einer. Er sprach zu ihnen: Wer saget den ihr, daß ich sey? Da antwortete, Simon Petru und sorach Du bist Christus, des leben⸗ digen Gottes Sohn. Und Jesus antwortete, und sprach zu ihm: Selig. bist du, Simon, Jonas Sohn;— Fleisch und Blut h at dir das nicht offenbaret, sondern mein Vater im Himme Und ich sage dir auch: Du bist Pe⸗ trus, und e auf diesem Felsen will ich banen meine Gemeine, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Und ich will dir des Himmels Schlüssel geben. Alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden fehn; und alles, was du auf Erden lösen wirst, im Himmel los seyn. Da verbot er seinen den Christ, wäre. Am und Evanglien. 8. Am Tage Mariaͤ Heimsuchung. Epistel, Roͤm. 127 v. 9⸗15. Die Liebe sey nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an. Die brüderliche Liebe unter einan⸗ der sey herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrer⸗ bietung zuvor. Seyd nicht träͤge, was ihr thun sollt. Seyd brünsiig im Geist. Schicket euch in die Zeit. Seyd fröh⸗ lich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, haltet an am Ge bät. Nehmer euch der heiligen Nothdurft an. Herberget gern. Segnet, die euch verfolgen: segnet, und fluchet nicht. Freuet euch mit den Fröhlichen, und weinet mit den Weinenden. Habt einerlei Sinn unter einander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch berunter zu den Riedrigen. Haltet euch nicht selbst für ling. Vergeltet nicht Böses mit Bösem. Befleißiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann. Ist es möglich, so vlel an euch ist, so habt mit allen Menschen Friede. Evangelium, Luca 1, v. 39⸗656⸗ Moe aber stand auf in den Tagen, und ging auf das Gebirge endlich zu der Stadt Judäa. Und kam in das Haus Zacharias, und grüßete Elisabeth. Und es begab sich, als Elisabeth den Gruß Mariä hörete, hüpfte das Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des heiligen Geisses voll, und rief laut, und sprach: Gebenedeiet bist du unter den Weibern, und gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes. Und woher kommt mir das, daß die Mutter meines Herrn zu mir kommt? Siehe, da ich die Stimme deines Grußes hörete, hüpfte mit Freuden das Kind in meinem Leibe. Und, o selig bist da, die du geglaubet hast; denn es wird vollendet werden ⸗. was dir gesagt ist von dem Herrn. Und Maria sprach: Meine Seele erhebet den Herrn, und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes. Denn er hat die NRie⸗ drigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an werden mich selig preisen alle Kindeskinder. Denn Ex, hat große Dinge an mir gethan, der da mächtig ist, und deß Name heilig ist. Und seine Barmherzigkeit währet immer für und für, bei denen, die ihn lürchtent Üble Er 10 * — 1447 übet Gewalt mit seinem Arm, und zerstreuet 2 0 et die Gen ltigen 2 Die Hungrigen — deichen le Er m ner Israel 1 Hfaraha ind 1„ Abra und 6 Hei 0 dei iyr dei 91* im Tage Ot Aobr Vir wissen aber, daß dener Hinge zum Besten dienen, er auch verordnet, daß sie bilde seines Sohnes, auf sey unter vielen Brüdern. die hat er auch berufen: u hat er auch gerecht gema macht, die hat er auch herrlie nacht. W wir denn hiezusagen? Ist tt für uns, wer m 35 wider uns seyn? Welcher auch seines eigenen„daken nicht hat verschöonet, sondern hat wie sollte er uns! die Auserwählten Gotte da gerecht macht. Wet der gestorben ist: ja vi elcher Ist N will uns scheiden von Angst, oddr Verfolgun Fährlichkeit einetwillen werden wir 54 1 nd geachtet wie Schla nden wir weit um —— —— *** und Evangelien 11 Matth. 2 Evangelium-/ Matth. 20 v. 20256. (Nairat zu Jesu die Mutter der Kinder Zebedäi, mit Deihren Söhnen, siel vor ihm nieder, ur hat etwas von ihm. Und er sprach zu ihr Was willst du? Sie sprach zu ihm: Laß diese meine zween Söhne sitzen in deit nem Reich, einen zu dein en„ und den andern zu deiner Linken. Ader Jesus antwortete und spra zhr Könnet ihr den Kelch trin⸗ wisset nicht, was ihr bitte ken, den ich trinken werde, und euck ossen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie sprachen zu ihm: Ja wohl. Und er ssprach zu ihnen: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken, und mit der Taufe, da ich mit getauft as Sitzen zu mei— het mir nicht zu, taufe werd„sollt ihr getauft werden; aber d ner Rechten und Linken zu geben, ste n sondern denen es bereitet ist von mer inem Vater. Am Tage Bartholomaͤi. nicht von nas. M äben allenthalben Trübsal, ad rwir ängstenuns nicht Uns ist bange, aber wir verza Heni nicht. M 1N8e Ier Wi: leiden Vor lgung, aber wir werden ui cht verlassen. egedrückt 50 kommen nicht um. ben des Herrn Jesu an Wir werden zeit das Sterb unserm Leibe, auf daß auch das Le ben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbar we e Lucaͤ 2r/ v. LA⸗ 30. E· erhob sich auch 1 Jüngern, we lcher Aunter i0 sollte für den Größeste gehalten werden? + 1 sprach zi n ie weltli ichen Könige he errschen, nan gnädige Heryn. Größeste unter euch 4 er 2 3oe ste wie i Der Tisch * — Irr Episteln aber seyds, die ihr beharret habt bei mir in meinen An⸗ fechtungen. Und ich will euch das Reich bescheiden, wie mirs mein Vater beschieden hat, daß ihr essen und trinken sollt über meinem Tisch in meinem Reich, und sitzen auf Stühlen, und richten die zwölf Geschlechter Ifrael. Am Tage St. Matthaͤi. Epistel, 1 Kor. 12, v. 411 4 Es sind mancherlei Gaben, aber es ist Ein Geist. Und es sind mancherlei Aemter, aber es ist Ein Herr. Und es sind mancherlei Kräfte, aber es ist Ein Gott, der da wirket alles in allem. In einem jeglichen erzei⸗ gen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen Nutzen. Einem wird gegeben, durch den Geist zu reden von der Weisheit; dem andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntniß, nach demselbigen Geist. Einem andern der Glaube in demselbigen Geist; einem andern die Gabe gesund zu machen, in demselbigen Geist; einem andern Wunder zu thun, einem andern Weissagung, einem an⸗ dern Geister zu unterscheiden, einem andern mancherlei Sprachen, einem andern die Sprachen auszulegen. Dies 1 aber alles wirket derselbige einige Geist, und theilet einem jeglichen Seines zu, nachdem er will. Evangeliuu, Matth. g, v. 9⸗15. U. da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der hieß Matthäus, und sprach zu ihm; Folge mir. Und er stand auf und folgte ihm. And es begab sich, da er zu Tische safß im Hause, siehe, da kamen viele Zöllner und Sünder, und saßen zu Tische mit Jesu und seinen Jüngern. Da das die Pharisäer sa⸗ ben, sprachen sie zu seinen Jüngern: Warum isset euer RVeister mit den Zöllnern und Sündern? Da das Nebes wrete, sprach er zu ihnen: Die Starken bedürfen de rztes nicht, sondern die Kranken. Gehet aber hin, und Fuet, was das sey: Ich habe Wohlgefallen an bers * her: und Evangrlien. herzigkeit, und nicht am Opfer. Ich bin gekommien, die Sünder zur Buße zu rusen⸗ und nicht die Frommen. 2——ñj.———— Am Tage St. Michaelis. —.—t.—7 Epistel, Offenb Joh. 12 v. 712: Ur es erhob sich ein Streit im Himmel. Michael und seine Engel stritten mit dem Drachen, und der Drache siritt und seine Engel; und siegten nicht, auch ward ihre Stätte nicht mehr gefunden im Hinimel. Und es ward ausgeworfen der große Drache, die alte Schlange die da heißet der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verführet: und ward geworfen auf die Erde, und seine Engel wurden auch dahin geworfen. Und ich hörte eine große Stimme, die da sprach im Himmel⸗ Nun ist das Heil, und die Kraft, und das Reich, und die Macht un⸗ sers Gottes seines Christus geworden, weil der Verkläger unserer Brüder verworfen ist, der sie verklaget Tag und gacht vor Gott. Und sie haben ihn überwunden durch des Lammes Blut, und durch das Wort ihrer Zeugniß⸗ und haben ihr Leben nicht geliebet, bis an den Tod. Da⸗ rum freuet euch, ihr Himmel, und die darinnen wohnen. Evangelium/ Matth. 167 v. 414. Hu derselbigen Stunde traten die Jünger zu Jesu, und I sprachen: Wer ist der größeste im Himmelreich? Jesus rief ein Kind zu sich, und stellete es mitten unter sie, und sprach: Wahrlich, ich sage euch? es sey denn/ daß ihr euch umkehret, und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen. Wer sich nun selbst erniedriget, wie dies Kind, der ist der Größeste im Him⸗ melreich. Und wer ein solches Kind aufnipimt in meinem Namen, der nimmt mich au Geringsten einen, diedan mich daß ein Mühlstein an seinen er ersäuft würde im Meer, der Welt der Aergerniß ha—* kommen: doch wehe dem M gerniß kommt! So aber 3g 4 uaucherlei Anfechtu u auße + nen und viel köstlick erf n u vesgangliche Gold 81 ret wird 33 obe, Preis Ehyren tvir re Shis Cöristn elchen ihr t gesehe nd doch V. leb habet u an ih bet wiew Hihr iht Richt sehet: so wer veunch f aussprech 2—.— da kamen viele 6 Ler sinte, un eure ani utt Jesu und seinen Jünge! Seligkeit 45 hen, sprachen sie zu seinen Meister mit den Zöllnern un“ 19, 9. 17⸗21. * Yrete, sprach er zu ihnen: ö . ö is gebiere ich uch, Ich rztes nicht, sondern die Kre ö 42 Welt — E euch die Wé En t, was das sey Ich hal Iieber o euch die 28e has⸗ Inches — 1 Centimetres Blue Vellow Magenta Wite 3/Color die Mutter Jesu, en Jungfrauen eine rechte Krone gewesen ist auf daß sie heilig sei, bei⸗ des, am Leib und eiste Kor Und so sie Aeltern oder hat, soll sie sich ohne der⸗ selben Rath und 2 veraͤndern, oder verheira⸗ then. 2 B. 2,½. Den Wittwen. Welche eine rechte Wittwe und einsam ist, die stellet ih⸗ re Hoffnung auf Gott, und bleibet am Gebaͤt Tag und Nacht. W in Wolluͤsten lebt, die ist lebendig todt. 1. er Gemeine. Liebe deinen Naͤchsten als dich selbst; in dem sind alle Ge 13, 3. Und mit Baͤten für alle Menschen. 1 Tim Am. 2,. Roöm Ein jeder lern sein — vektion, So wird es wohl Hause siohn! unsers Herrn, nach den vier Evangelisten. XNNNNNN s war aber nahe das Fest de Ostern heißet, und Jesus iß nach zween Ta u wird überantwe Da elten sich die lehrten ie Aelke im t dem Pasan des Ho⸗ heny riesters, der da ielt. Iuenn Rath„ wie sie Jesum mik Li tödteten 5. ——— ———— —8 *