2t 1 ейнем Jülir Kiehen 5617 Inhaltsanzeige. Erste Hauptabtheilung. Ueber oͤffentliche und haͤusliche Erbauung⸗ Oeffentliche Erbauung Nr. 1—5 Gesaͤnge vor der Predigt„ 9• 105 Bey dem Ausgange 11. 125 Vor der Katechisatien 883 13. 146 Nach derselben 2—— 11 Erste oͤffentliche Erbauung in einer neuen Kirche, oder bey Einweihung einer Kirche 5 3 4 5 5 164 Haͤnsliche Erbauung 17. Zweyte Hauptabtheilung, nach Anleitung der ehristlichen Glaubenslehren bis. gub Gruͤndung der Kirche Christi auf Erden— Von Gott und seinen hoͤchsten Vollkommenheiken⸗ da seyn Gottes 5 5 187 19. Hoͤchste Vollkommenheit Gottes 5 20— 233 Einheit. 24. 25. Ewig⸗ und Anserärberliattit 26—293 Allmacht 30. 31. Allwissenheit und Aülgegenwatt 32—36. Weisheit 5 5 37239 Guͤte 11 Inhalts⸗„Verzeichniß. Guͤte und Langmuth„„ Heiligkeit und Gerechtigkeit Wahrhaftigkeit und Treue. Von der Vorsehung. Erhaltung und Regierung des Ganzen Erhaltung und Regierung des Menschen Regierung unserer Schicksale durch—4 ziehung und Bildung. Regierung unserer Schicksale durch! na⸗ tuͤrliche Folgen des Guten— Regierung unserer Schicksale durch Leiden Beruhigung bey den unerforschlichen Wegen der Vorsehung. Wuͤrde und Bestimmung des Menschen Von der Suͤnde und 1617 51 Folgen. Snaͤdige Veranstaltung b erions durch Jesum. Vorbereitung auf die Serduns es Adventslieder Geburt Jesu. Weihnachtslieder Erhabene Wuͤrde Jesu Werke Gottes. Von der Schoͤpfung. Das Weltall Hoͤhere Geister Der Mensch 8 Das Thier 40— 45 46—48 49. 50. 51— 54. NM. 56. 57— 63. ba. 65— 68. 69. 70. 7¹. 7²2. 73. 74. 75. 76. 77— 80. 81— S4. 85— 88. 89— 2. ä 93— 100. 101— 114. 115— 120. Jesus W G Ihe I.. Ratht 1 Stangern NR 1 Hden 936 Rude Nsud a In Irt aa J Hub Y. Aubendu R Mftrshg hamsos vum heilh wicku, Y Ulche Ehn 2 hach—2 ö Enuntanz shaff hn 10 Hleen Alemmiße 63. ö— 58, 0 70. „ 2. —7 — — S=— — 2—2——— — N. 1H. 5-8. 0N. 15 0 Nsl Inhalts⸗Verzeichniß. V Jesus kehrer und Wunderthaͤter— 121— 123. Jesus Beyspiel der Tugend 124. 125. Jesus Versoͤhner der Menschen. Heil— same Betrachtung der Leiden und des Todes Jesu 126— 130. Willigkeit Jesu zu leiden 131. Seelenleiden Jesu 132— 135. Verraͤtherey des Judas.. 136. Gefangennehmung Jesu. 137. Verlassung Jesu von seinen Juͤngern 135. 139. Leiden Jesu vor dem suͤdischen Gerichte 140. 141. Leiden Jesu unter Pilatus 142— 145. Jesus am Kreuze 146— 148. Worte Jesu am Kreuze.„ 149— 15½. Tod Jesu 2 2 153— 158,. Grab Jesu. 159. 140. Anwendung der Leiden und des Todes Jesu 161— 159. Auferstehung Jesu—— 17⁰0— 181. Himmelfahrt Jesu 182— 188. Vom heiligen Geiste und seinen Gnaden⸗ wirkungen. Pfingstlieder. 189— 196. Kirche Christi auf Erden. 197— 200. Dritte Hauptabtheilung, nach Anleitung der christlichen Sittenlehre. Ermunterung zur Tugend und Recht— schaffenheit„— 201— 207. Pflichten gegen Gott und Jesum. Andenken an Gott 208. Erkenntniß Gottes und Jesu 209— 211. Glaube VI Inha ts· S— Glaube an Gott und Jesum Ehrfurcht vor Gott und Jesu Ehrerbietiger Gebrauch des goͤttlichen Namens„— Heilighaltung des Eides. riebe zu Gott und Jesu. Freude an Gott und Jesu Gehorsam Demuth Vertrauen auf Gott und Unterwerfung unter seinen Willen in den Leiden * E dieses Lebens Lob⸗ und Danklieder Nachahmung Gottes und 3in Sreue gegen Gott und Jesum„ Pflichten gegen uns selbst, Selbstliebe 0 Sorge fuͤr das Wohl der Seele Veredlung der Verstaͤndeskraͤfte Beherrschung der sinnl 198 Triebe und Begierden Bestreben nach Keuschheit und des Herzens Daeund eines guten Gewissens Bessecung des Lehens, deren fruͤhe—— Renben wendigkeit„ Reuevolles Gefühl begangener Suͤnden und Fehler, Fleiß aͤchter Tugend Wachsthum und Bestaͤndigkeit in der Tugend* 212— 218. 219— 222. 223— 225. 226— 229. 230— 235. 236— 238. 239— 341. 24²2— 244· 245— 274. 289— 292. 293—295. 296. 297. 298. 299. 300— 503. 304— Zog. 310— 313. 314—-31 7. 318— 326. 326— 342. 343— 349. geibes⸗ +..— Hhbaufto Mijts⸗ Ritta Rrugtsn Hhishezs . lush Melsat Gulhha Has E Msscen Cung si Eorge shs thum X. HQhalnahm e Riden x sclgt Vohtthatt 3 Hascheiden sechth Danlbarkez a unng Eufuthe r Hlisl. n anderez, E fir —— 12—218, 10227. 23—225, 20—220. 30 5⁵. 0—238. 9—241. 2— 244· 5—04. 5-. 9 2992. —204. 6. 297˙ 0. 2002 95⁰3, 430⁰9, 4—31⁷½. 8316. 634². 3407 31550 Reibes⸗ Inhalts⸗Verzeichniß. VII Leibespflege. Erhaltung des Lebens, und Maͤßigkeit im Genusse der Lebens-⸗ mittel und erlaubter sinnlicher Ver— gnuͤgungen„ 355— 362, Christliche Schaͤtzung irdischer Guͤter, wi⸗ der Ehrsucht, Geiz und Verschwen⸗ dung. 363—368. Arbeitsamkeit und Berufstreue 369—371. Genuͤgsamkeit und Zufriedenheit„ 37²2— 376. Weiser Gebrauch des Lebens 0 377— 382. Pflichten gegen den Naͤchsten. Menschenliebe. 4 383—387.½ Sorge fuͤr des Naͤchsten Seelenheik 388. 389. Sorge fuͤr des Naͤchsten Leben, Eigen⸗ thum und Ehre. 390— 393. Gerechtigkeit und Billigkeit 394-366. Theilnahme an Anderer Freude und Leiden, Dieustfertigkeit und Leut⸗ seligkeit— 397— 408. Wohlthaͤtigkeit und Barmherzigkeit 403— 406. Bescheidenheit und Demuth 407— 411. Aufrichtigkeit und Wahrheitsliebe 4¹²—414. Dankbarkeit gegen Wohlthaͤter. 415. Werth und Pflichten der Freundschaft 41¹6—419. Sanftmuth, Nachsicht, Friedfertigkeit, Versoͤhnlichkeit und Feindesliebe 4²⁰—429. Christl. Gesinnungen gegen Mitglieder anderer Religionsgesellschaften 430. 431. Sorge fuͤr des Wohl der Nachwelt 43²2. 433. Pflichten VIII Inhalts ⸗Verzeichniß. Pflichten der Christen in Gesellschaften, verschiede— nen Staͤnden, Altern und Lebensverhaͤltnissen. Buͤrgerliche Gesellschaft, Vaterland 434—436. Obrigkeit und Unterthanen 437— 440. Hoͤhere und niedere Staͤnde— 441. 442. Lehrer und Zuhoͤrer 443— 446. Bey Einfuͤhrung eines Predigers 447. 448. Bey Einfuͤhrung eines Schullehrers 449. Fuͤr Eheleute 45⁰0— 452. Vor der Trauung 453. 454. Nach der Trauung 48— 455. Fuͤr christliche Hausleute 456. Fuͤr Aeltern 447— 462. Fuͤr Kinder 8 463— 466. Fuͤr Geschwister 4 4 467. Fuͤr die Jugend 468— 472. In fruͤhem Leiden 473. Hohes Alter und Verhalten dagezen 474— 476. Fuͤr Wittwen und Waisen 477— 480. Fuͤr Herrschaften und Dienstboten 4681— 483. Fuͤr den Landmann 484. Zuͤr Kauf⸗ und Handelsleute 485. Fuͤr Handwerker 486. Fuͤr Tagloͤhner 487. Fuͤr Kuͤnstler 488. Für Kriegsleute 489.*. Fuͤr Reisende. Vor der Reise 490— 492. Nach der Reise 493. Gesin⸗ — Hasrhu Run 3 W achteht V. Hebuttht Met Commtt Hhubs Wintet Zut rit Reil 3 Wablt t. sit Led In Ende Metht Aschlede Nac demsf Mitteruteus Aittt um Dunt für l. AUltte um n dn rag d0 Gevg In Sat aur Aent 3 d0 Reilh a yNichi 3 Ih Mins Ih genz Inhalts⸗Verzeichniß. XX ,xpꝛ chiede⸗ Gesinuungen und Verhalten des Christen in beson⸗ en. deren Zeiten, in verschiedenen Lebensumstaͤnden 8 und bey besonderen Schickungen Gottes. —H0. Jahreswechsel 494— 50½. 442. Geburtstag. 502. 503. 440. Jahrszeiten. Fruͤhling 504. 505. 4a8. Sommer 509. 507. Herbst. 508. 509. —161 Winter 6 516. 511. . K. Tagszeiten. Morgenlieder 512— 515. 5. Fuͤr Leidende 516. 517. 0. Abendlieder. 518— 521. „H2. Pruͤfung am Abend 5²2. 3—606. Für Leidende 523. 524. 7. Am Ende der Woche 525. W—Hn, Am Schlusse des Jahres 516. 527. . Tischlieder. Vor dem Essen 528. 529. 5. Nach dem Essen 530. 531. 7⁰. Witterungslauf. 532. 5188. Bitte um Regen bey großer Duͤrre 533. 154. 53 Dank fuͤr verliehenen Regen 535. 536. 5. Bitte um Sonnenschein 3537. d6. Dank nach erhaltenem Sonnenscheine 538. 57. Bey Gewittern 539— 42. 8. Zur Werumset„ 543. ur Aerntezei 544— 9, ö 20 zeitlichem Wohlstande 5—-—— 40040*˙ In Niedrigkeit und Mangel 535•—6554 1095. Bey Miswachs und Theuerung 555. 1 Nach geendigter Theuerung 556. Gesth Bey * Inhalts ⸗Verzeichniß. Bey Feuersnoth und nach derselben 557—559. Bey Wassersnoth und nach derselben 560— 562. In Kriegszeiten und nach erlangtem Frieden. 573—.568. In Gesundheit.59. In Krankheit 570— 572. Nach wiedererlangker Gesundheit 373. 3574. Bey ansteckenden Krankheiten 575. Nach Abwendung derselben 4 556. In Todesnoͤthen 5957— 579. Fuͤrbitte fuͤr Kranke und Sterbende 580— 582. Vierte Hauptabtheilung. Hilfsmittel der Besserung und Tugend. Wort Gottes 583— 589. Heilige Taufe 5090— 592. Konfirmation 8 1 593— 597. Heiliges Abendmahl.— 598— 611. Gebet** 3 612— 618, Verschiedene Bitten 619— 622, Selbstpruͤfung 6³⁵—637 Fuͤnfte Hauptabtheilung. Gd seligkeit des Christen. Begnadigung und Rechtfertigung 2 6²8—631. Seruhigung in einer jeden kage 632. 633. Aussicht auf eine bessere Zukunft 63½— 636. Gechste — 2 —.— —.— — ———— ——— —— 4 E — MenE Erlg Reizg Hadamm Ehhͤßleiß Inhalts⸗Verzeichniß. XI —0 Sechste Hauptabtheilung. Ueber Tod und Ewigkeit. —508. Sterbe? und Begraͤbniß ⸗Lieder„ 6³ 60. —5n. Dey dem Tode eines Landesherrn. 651. 652. 574. Bey dem Tode eines Lehrers bßs. Bey dem Tode eines Gatten 654—656. Der sterbende Vater 657. 50. Bey dem Tode der Aelkern 658— 660. —582. Bey dem Tode der Hinder 661— 663. Bey dem Tode unserer Lieben C54. 665. Bey dem Tode eines Verungluͤckten 666. Trost des Wiedersehens 667. Bey Begraͤbnissen 668— 670, Unsterblichkeit und Ewigkeit 5 671— 675• —580. Wiederkunft Christi. Auferstehung der —502. Todten 676— 680. 3—07. Allgemeines Weltgericht 681— 687. 3—iu, Erfolg des Wel tzeigts Ewigr Selig⸗ 1—618, teit 688— 692 9—½. Verdammniß 4 4 693. 694. 3—6575 Schlußlied. Preis der Religen 5 695. 5—095 28—631 32. 033. 33—0650, Gechle ä Na che XII Nach weisung die Melodieen betref fend. Weil in dieser Liedersamlung die Melodieen der alten Lieder meistens beybehalten, aber keine von den kiedern, die nicht in der Sammlung enthalten, und nach deren Melodieen die aufgenomenen Lieder gehen, uͤberschrieben sind; so findet man es noͤthig, um die Singenden zu-— recht zu weisen, folgendes Melodieenverzeichniß nach den Nummern der Lieder voranzusetzen, woxinnen ein jeder fogleich die Melodie des nicht uͤberschriebenen alten Lieds nach der Nummer finden, und der Vorsaͤnger sich nach dem alten Choralbuche leicht aushelfen wird. Und da zu einigen Liedern neue Melodieen aufgesetzt worden, so sind dieselben nach den Nummern des neuen Melodieenver⸗ zeichnisses, welches die Vorsaͤnger in Haͤnden haben, bemerkt. Zuerst folgen hier diejenigen alten Lieder, welche mit veraͤndertem Anfange in der Samlung vorkommen, und die nach diesem veraͤnderten Anfange zur Anwei⸗ sung der Melodieen vielfaͤltig uͤberschrieben sind. Neuer veraͤnderter Anfang dieser Lieder nach den Nrn. Nr. Alter Anfang— 10. Der du stets unsreZuflucht. II. Gott sey Preis und Dank gebracht. 98. Erhebt den Herrn, ihr Frommen! 116. Lobt Jesum Christum nah und fern. 130. Gott, was muß dein Sohn. Herr JesuChrist dich zu uns wend. Nun Gott Lob es ist vollbracht. Nun jauchzet all ihr Frommen! Wie schoͤn leucht uns der Mor⸗ genstern! Ach muß dann der Sohn selbst. Neuer 0 W V R. Wu 00 Oti 620 Heben 009. Bahas hust unft x uun hlder ð um neuer x sud, gach? Iech N.. b. Ned e M 9. He; hul; QTR udn l E R nd. der alten Liedern, ich deren schrieben enden zu⸗ nach den Hein 1690 lten kieds sich nach Und da zu en, so sind odieenver⸗ en haben, er, welcht otkommen, zur Aatei⸗ sind. lufang— ich uns wert 6h ist vollbtag, Hiht druvnun t uns det Mo der Soho sibbe Vuult Melodieen ⸗Verzeichniß. XIII Neuer veraͤnderter Anfang Nr. 132.So gehst duJesu! williglich. 146. Unschuldigster! du hattest nichts verbrochen. 280. Lob, Ehr und Preis dem hoͤchsten Gut. 282. Großer Gott, Herr aller Goͤtter! 332. Ich armer Mensch, o Herr! ich Suͤnder. 333 Ach! was bin ich wohl, ich Armer! 349. Gott! wie rein ist deine Lehre! 429. Nur Liebe rein von Heu⸗ cheley. 600. Schicke dich, erloͤste Seele! 620˙ Liebreicher milder Gott! 668. Begkabt den Leib in seine Gruft. Alter Anfang So gehst du dann mein Jesu hin. Herzliebster Jesu! was hast du verbrochen? Sey Lob und Ehr dem hoͤchsten Gut. roßer Gott! Herr aller Herren! Ich armer Mensch, ich armer Suͤnder. Ach! was bin ich, mein Erretter! Ach! wie ist das Wort und Lehre. Die Liebe zeigt ohn Heucheley. Schmuͤcke dich, o liebe Seele! O Gott! du frommer Gott! Nun laßt uns den Leib begra⸗ hen. Nun folgen weiter diejenigen Melodieen, die theils von kiedern des alten Gesangbuchs hergenommen, theils von neuem zu dieser Sammlung verfertiget worden sind, nach den Nummern der Lieder und des Melsdieen⸗ Verzeichnisses. Nr. d. Lied. Nr. d. Me⸗ lodieenderz. 7. neue Melodie— 1. 9. alte bekannte Mel. oder auch neue 2. 10. alte bekannte Mel. oder auch neue I4. alte bekannte Mel, oder auch neue 4. Nr. d. Lied. Nr. d. Me⸗ lodieenverz. 19. alte: Kommt her zu mir, spricht Gottes Sohn. 20 alte: Aus meines Her⸗ zens Grunde. 22. neue—1— 5. 23. neue—— 470 24. alte; Ich dank' dir schon. Nt ** XIV Mekodieen ⸗Verzeichniß. Nr. d. kied. Ner d. Me⸗ Nr. d. Lied. Nr. d. Me⸗ lodieenverz. lodieenverz. 25. alte: Christ unser Herr 135. neue—— 30. zum Jordan gieng. neue 6. 29. wie 22. 32. wie 24. 34. neue mü— 2. 40. wie 24. 41. neue—— 8. 46. neue—— 9. 50. alte: Unser Herrscher, unser Koͤnig. neue— lo. 54. wie 24. 53. alte: Trener Varer! dei⸗ ne Liebe. neue 39. 65. alte: Unser Vater im Himmelreich. 68. neue— 11. 3 R 12. 73. neue 75.Ä alte: Ich weiß, meinGott! daß all mein Thun. neue 13. 85. alte: Auf meinen lieben Gott. 86. wie 50. 101. neue— 17. 110. alte: Ermuntre dich, mein schwacher neue 16. I13. neue— 17. 118. alte: Christus; der uns telig macht. neue 18. 119. alte: Bon Gort will ich nicht lassen. neue— 22. J120. wie 50. 124. wie 42. 229. wie 118. àX31. wie 118. ö 132. neue— 19. 133. neue 20. 134 alte: Begrabt denLeib in seine Gruft. neue— L1. — — —— ö 136. alte: OEwigk. du Doserw. 138. wie 85. 139. wie 135. 140. wie 133. 142. alte: O Traurigkeit! o Herzeleid! 162. alte: In dich hab' ich gehoffet, Herr! 156.,Walte: Ich hab' mein Sach Gott heimgestellt. 159. wie 142. 162. neue 168. wie 118. 175. wie 50. 180., wie 119. 186. alte: Schmücke dich, v liebe Seele! neue— 23— 196. wie 132. 191. neue ö 208. wie 119. 209 wie 7. 215. wie 148, 222 olte: Zeuch mich, zeuch mich mit den Armen. 227. wie 24. 229. wie 136 234. wie 148. 236 wie 152. 237 wie 118. 240. alte: Nun sich der Tag geendet hat. — 49. 241. neut—— 25. 244. neue 26. 256. neu.—— 14· 264. alte: Was mein Gort will, das gescheh'. Leue 273 269. neue— 30. Ne. νιν 5. Hie 7. le I . let h. Mie . . l 5. wie eb 0. L 50 WI RusLen M. à0. We z VV Hl 30½½ W. . 10 V ht W. I. l Eime H . 43. v o. Hule A histg sithe ie Iug r Hernd Hone 0u,L alie on Ahmwit. I. b. vie vie Vile Msin u 0 N Meloͤdieen⸗Verzeichniß. XV Nr. d. Re Nr. d. Lied. Nr. d. Me⸗ Nr. d. Lied. Mr.. Me⸗ ditenderz, lodieenverz. lodieenverz. —V. 276. wie 7. 442. neue—— 35. dudeüerd. 28a. alte Psalm 77. 449. wie 162. 284. neuwus.—— 25. 455. wie 437. 288. neue—— 656.499. wie 19. 289. wie 162. 4634 wie 50. lurigkit! 290. neuwe—— 36. 465, wie 60. 297. 298. 300. wie 19. 467. wie 50. haboich 304. wie 119. 470. wie 34. 305. wie 264. 471. 472. wie 170. »mengah 389.: wie 55. 475. 482. wie 2. 336alte: Jesu meines Le⸗ 484 492 wie 240. bens Leben! neue— 28. 494. 496. wie 34. ö— 43 337. wie 50. 497. neue—— 81. 340. wie 34. 506. neue—— 52. 344. neue— 29. 509. alte: Eindimnleingeh 347. wie 34. und traͤgt bie Schuld. 13 dih o 365. neue—— 30. 5ʃ0. alte: Wie wohl ist mir, o 27 368. wie 19. Freund der Seelenl neue 36. 373 wie 152. 513. wie 119. wie 244. 523., 524. wie 240. K 390. alte: Ach Gott nimm 337. eue—— 38. mich Suͤnder an! 532. wie 24. 577. wie 119. 536 neue— Hat. wie 24. 537. alte: Aus tiefer Nor 305 lte 2 Mensc schrey' ich zu dir. enschen 540.„ muͤssen sterben. Dwie. 346. 5⁴7. 4 406. wie 118. 549. wie 514. ;. 407. alte: Herr Christ der 551. wie 34. 416. mene——— 3. ben hu Wo soll ich flie⸗ un schbatn 418. alte: Lom Himmelhoh 555. wie 119. —— 477 i 19. den chten Hr 6be +% 9. dem hoͤchsten Gut! neue 37. — 10 433. wie 34. 560. alte: Ach Gott und Herr 1 Von une: Lobt Gott ihr 561. wie 552. n Christen allzugleich! 504. neue— 38. acheh— Mo. neu— 34. 569. wie 153. Re. xũx vr Melodieen⸗Verzeichniß. Nr. d. Lied. Vr. d. Me⸗- Nr. d. Lied. Nr. d. Me⸗ lodieenverz. lodieenverz. ö 570. wie 34. 639. alte: Allein Gott in der 576. wie 152. Hoͤh' seh Ehr'. neue— 42 588. wie 50. 643. neuüu.—— M 601. wie 65. 654. alte: Solli' es gleich ö 602. 603. neue— 39. bisweilen scheinen. ö 604. wie 132. 659. neue—— 44. 008. alte: Mein Salomo! dein 661. neue—— 465. freundliches Regieren. 664. neuwue—— 54. H 616. wie 110. 665. wie 19. 622. alte: Ew'ge Liebe, mein 669. neus.—— 55. I I Gemuͤthe. neue— 40. 673. wie 136. Dum 625. wie 34. 685. wie 34. Kus 626. neuwue— 41. 686. wie 136. 632. wie 19. 690. wie 25. 4 634. wie 244. 7 Iu Wenn MI. hau'u, Rav dettraph. 3„ e siual Jue l W. umn It Hße sahe 97 1. Tusnn rn I At 1u 2 sac süln I „Mi ö lalt des& eg Metohef slat d 3 Eee a I Vs Gesangbuch die Berggemeinde 7 * N * 3 Verrschaft Itter 1—— —— Gießen 1811j bey Georg Eriedrich ever, — ìικ Nach hashe Er ste fulth Iuthe, In Auche Haͤflsch Etn Zul nach iuung Las Rundung 3 Vunli X. HDastphits Hoͤchslllmph Einhh. Ewis/ Hunens Allma. All wiseh und Y Weishn I. 4 Dππι⁰⁰⁷⁰n⁰c“erauid Nr. d. Me⸗ lodieenverz. Gott in der neue— 42. .. lu es gleich inen. 44• 45 54 3555 ens und sein Werk ist praͤchtig! 25 2 SISISISISISIIIII S I. Gesaͤnge vor dem Anfahren. 1. Mel. Nun danket alle Gott ee⸗ Auf! Auf! und danket Gott, der durch sein treues Walten uns hat so vaͤterlich bewahret und erhalten! der unsern Bergbau schuͤtzt, und ihn mit Segen kroͤnt, daß froͤhliches Gluͤck auf! um unsre Halden toͤnt. 2. Er will auch fernerhin bey jedem neuen Morgen fuͤr uns mit neuer Huld als guter Vater sorgen, wenn wir nach Treu und Pflicht getrost auf Hoffnung bau'n, nur thun, was ihm gefaͤllt, und kindlich ihm vertrau'n! 3. Lob, Ehr, und Preis sey Gott in herzlichen Ge—⸗ saͤngen! In dunkeln Schachten strahlt, aus Kluͤften strahlt und Gaͤngen, wie Sonnenschein des Tags, wie Sternenlicht der Nacht, die Groͤße seiner Huld, die Groͤße seiner Macht. 2. Mel. Jesu, meine Freude ꝛe. In der Erde Gruͤnden Gottes Spur zu finden, ist des Bergmanns Pflicht, der auf steilen Wegen, Land und Volk zum Segen, Kluft und Gang durchbricht, wo sich Macht und hohe Pracht, die den Erdenschoos erfüllen, unserm Aug' enthuͤllen. z. Nicht allein in kuͤften, auch in oͤden Kluͤften, strahlt des Schoͤpfers Ruhm. In der Erde Teufen, wo Metalle reifen, ist sein Heiligthum. Ueberall toͤnt laut der Schall: Unser Gott ist groß und maͤchtig, 3. Tief in den Gesteinen legt er fuͤr die Seinen reiche Gaͤnge hin; laͤßt uns Schacht und Stollen ihren Reichthum zollen, foͤrdert den Gewinn; giebt Verstand und macht bekannt, was in ungemeßuen DTiefen noch fuͤr Schaͤtze schliefen. 4. Groß ist seine Treue, die er stets aufs Neue an uns offenbart, wenn er vor Gefahren, die uns schreckend waren, gnaͤdig uns bewahrt; wenn er sich so vaͤterlich da, wo unsre Kraft sich neiget, uns als Helfer zeiget. 5. Gebt ihm Preis und Ehre, und sein Ruhm vermehre sich durch unsern Mund! Macht durch Lob⸗ gesaͤnge seiner Thaten Menge, seine Groͤße kund! Gott ist groß, und unser Loos sey, mit Ehrfurcht anzubeten, wenn wir vor ihn treten! 3. Mel. Mach's mit mir Gott ee. Herr deine Allmacht reicht so weit, als deine Groͤße reichet! Nichts ist, was deiner Herrlichkeit und dei⸗ nen Thaten gleichet. Was ist so groß, was ist zu schwer, das dir zu thun nicht moͤglich waͤr'? 2. Du hast dein großes Schoͤpfungswerk allmaͤch⸗ tig ausgefuͤhret. Es bleibet stets dein Augenmerk, und wird durch dich regieret. Noch immerfort besteht die Welt, weil deine Allmacht sie erhaͤlt. 3. Der Abgrund, wie das Strahlenheer der zahlen— losen Sterne, zeigt, daß von deinem Wirken leer Nichis sey nah oder ferne. Durch dich ist alles, was entstand, und alles, Herr, traͤgt deine Hand! 4. Allmaͤchtiger, erstaunt fall ich vor dir aubetend nieder! Mein Geist verliert bewundernd sich, und stammelt Freudenlieder, erreicht nicht dich und deine Kraft, die wunderthaͤtig wirkt und schafft. 5. O schenke mir die Zuversicht, die deiner Macht vertrauet, der Macht, die Huͤlf' und Trost verspricht wenn man auf dich nur bauet, auf dich und deiner Kiebe Macht, die mich auch schuͤtzt im finstern Schacht. Mel. X. 660 N Iud echälk pihend W Wein sl Welf, 6 l„, Ae . Hen H und en; N Van ir in dded suudi D dunt Halh 3. dra Mih⸗ But nanche; fisst bar, fsther teiche Isn loh' Nn U Hettoh schtt guf Huf Relen? Uft, entdel Hishenke. 2. Riegn hh nthect Ium bau , f a Grt zun I. Vann lihn der dr ö Iahn„uh Msct, schr Wohreg. die Seien tollen ihren bt Verstand Defen noh Vaafs Neue en, die uns wenn er sich get, uns als d sein Ruhm cht dürch kob e kund! Gott icht allubeten, Heie Gtoͤße Hisit und des 3„ Was is i waͤ'ꝰ gwerk alhath⸗ lu genmetk, W fört hesteht abeer der zehch m Wickeh 0 it al 91 ne Hande 90 dit aubd swernd sch, t dich und du 100 II Fleiß entdeckt sie doch. Mel. Wie schoͤn leuchtet der Morgenstern ꝛe. Gott, dessen große Macht die Welt erschaffen hat und noch erhaͤlt, wie fuͤhl' ich deine Guͤte! Wohin mein spaͤhend Auge blickt, ergreift sie maͤchtig und entzuͤckt mein staunendes Gemuͤthe. Wenn ich freudig deine Werke, Gott, bemerke, find ich Armer dich, mein Va⸗ ter, mein Erbarmer! 2. Wer sieht, so weit sein Auge reicht, gen Him⸗ mel und entdeckt nicht leicht die Wunder deiner Liebe? Mein Wandel in dem Graun der Nacht, ein Blick um- her im oͤden Schacht, belebet meine Triebe, daß ich freudig Dank dir bringe, und lobsinge deine Treue, deine Huld, der ich mich freue. 3. Frohlockend dankt dir unser Land, daß deine milde Vaterhand den Berg mit Segen fuͤllte, der schon so manche hundert Jahr' ein Quell der Landeswohl— fahrt war, und Harm und Mangel stillte. Gieb, Herr, ferner reiche Gaͤnge, daß Gesaͤnge spaͤter Zeiten froh dein Lob' im Land ausbreiten! 5⁰ Mel. Jesu, meine Freude ec. Geht gekrost zu Werke! Gott giebt Kraft und Staͤrke: fahrt auf Hoffnung an! Er giebt reichen Segen, zeigt hof 470 3 daß Thörcgen kann. Dem, der offt, entdeckt er oft im verborgensten Ge Eishente gensten Gesenke reichliche 2. Liegen Gottes Gaben gleich oft tief vergraben, ö Arbeit und Vertrauen half der wen, uud Host d 936 25—1 uns auch noch. Seyd nur reu, und hofft dabey; bittet S draͤfte von Gott zum Geschäfte. 3. Wenn des Hoͤchsten Segen frey am Tage laͤgen naͤhm' der Traͤge sie, schlummerte im Frieden, ohne zu ermäden, und erwachte nie; daͤchte nicht an seine Pflicht, sich mit Muͤh' und Fleiß zu naͤhren; lebte nur zu zehren. 4 0 4. Aber wenn die Wangen voll vom Schweiße hangen, und vom Eifer gluͤhn; wenn des Koͤrpers Saͤfte immer neue Kraͤfte aus der Acbeit ziehn: da belebt und da erhebt sich der Geist, wird froh und heiter, geht im Forschen weiter. 5. Tausend edle Fruͤchte wuͤrden schnell zu nichte, waͤr' die Arbeit nicht. Viel blieb ungenossen, giengen wir verdrossen zur bestimmten Pflicht. Aber Fleiß und Menschen-Schweiß schafft in Wuͤsten und Einoͤden manch belebtes Eden. 6. Dankt mit frohem Muthe, daß Gott uns zu Gute Muͤh' und Arbeit schuf. Strebt mit muntern Haͤnden euern Bau zu enden, folgt des Schoͤpfers Ruf, der durch euch in seinem Reich Pracht und Schanheit will verbreiten; treibt sein Werk mit Freuden! 6. Mel. Mach's mit mir Gott ꝛe Gott, der allgegenwaͤrtig ist, der alles kennt und sie— het, was Nacht und Abgrund in sich schließt, was unserm Blick entfliehet; Allwissender, vor deinem kicht verbirgt mich Nacht und Teufe nicht. 2. Umhuͤllet mich der Berge Grund, der oͤden Kluͤfte Grauen; dir ist auch da mein Wandel kund; auch da wirst du mich schauen. Mich findet deine starke Hand auch in der tiefsten Felsenwand. 3. Wenn mich des Abgrunds Stille deckt, wo al—⸗ les um mich schweiget; wenn drohend Bruch und Wetter schreckt, mein Fuß sinkt, oder steiget; so siehst du mich und stehst mir bey, und leitest mich mit Vatertreu. ö ö 4. O druͤck', Allgegenwartiger, dies tief in meine Seele,; daß, wo ich bin, nur dich, o Herr, mein Herz zur Zuflucht waͤhle! baß ich dich kindlich moͤge scheun, um deiner Aufsicht mich zu freun! 5. baß uͤberall gewissenhaft nach deinem Wort mich handeln, und staͤrke dann mich auch mit Kraft, vor dir getrost zu wandeln! Du bist um mich! Herr, o verleih, daß dies mir Trost und Freude sey! Mel. + 9— Dt K 2 h eh e H 10 flh XII. 3. M Iu Wend nacte, r 8 US 4 SIIHHH R stu shst si Hafig „ Hl Mpeschn u eten; e Fohsan, Flages se . Hr tr Ruß Echitte, nsit Thun lach nicht! „ M. uuser g Launs, der: Wa, erk Olckuft 9 Wr, dn sißtes, in Schwißz 5 Korpas Riehn: v d froh m A zu nicht, sen, giemn er Flliß w und Eidn Gott uue u mit muhten Schoͤpfecg d, und Echoh Weuden! V 5 keaht Wsst schloft, U vor deiden Und, del Vindeli 1449095 idet deigeml „ llle dedt, H hend Buud l steiget; soh litest u dits tief i0 Hekt, Meit M 1 dlich moͤg shl deinem Wal 9 mit Lase, um mich; 9 lende shi Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Nagh ist uns Gott auf allen Wegen, die wir nach sei⸗ ner Vorschrift gehn! Auch auf den ungebahnten Stegen der Teufen eilt er beyzustehn. Er segnet uns bey unsrer Schicht, und giebt uns Hoffnung, duth und Licht. 2. Durch Gottes guten Wink geleitet, besteigen wir die kuͤhne Fahrt, und wissen, wenn Er uns beglei⸗ tet, so sind wir sicher und bewahrt. Er, der uns zu der Arbeit schuf, giebt uns auvch Segen zum Beruf! 3. Mit Gott beginnen wir im Schachte, und tre⸗ ten unser Tagwerk an; der Compaß, den er fuͤr uns machte, fuͤhrt uns auf die bestimmte Bahn; er leitet uns bis hin zum Ort durch seine Weisung sicher fort. 4. Durch Gottes Kraft sind unsre Haͤnde zum Schlegel stark, zum Bohren fest; und wenn er auch das ferne Ende uns erst nach Jahren finden laͤßt, so schließt sich mit der Zeiten Lauf doch endlich noch die Hoffnung auf. 5. Er ist bey uns, wenn Faͤhrlichkeiten, wenn Mißgeschicke uns bedrohn; weiß uns zu schuͤtzen und zu leiten; giebt uns Zufriedenheit zum Lohn; laͤßt Frohsinn, Segen und Gedeihn, bie Fruͤchte unsers Fleißes seyn. 6. Fuͤrsorgend zaͤhlt er alle Tritte, die unser drei— ster Fuß beginnt, und ordnet schon die kuͤnft'gen Schritte, die uns noch unbemerkbar sind; er foͤrdert unser Thun und spricht: Vertrauet mir! Ich laß euch nicht! 7. Ja, dir, dir wollen wir vertrauen, Gott, der du unser Fuͤhrer bist! Auf dich soll unsre Hoffnung bauen, der du so gut und gnaͤdig bist! Du fuͤhrst das Werk, lenkst seinen Lauf, und kroͤnst mit Segen uns. Gluͤck auf! 8. Mel. Mach's mit mir Gott ꝛe. ö— Herr, der du meine Pfade lenkst, mitt mir zur 2—— faͤhrest, im Schoos der Erde mein gedenkst, mich schuͤtzest, mich 10— 0— mich ernaͤhrest; dich preist mein froher kobgesang hoch⸗ auf aus rauhem Felsenhang. 2. Zur Rechten und zur Linken schwebt die Menge der Gefahren: doch zagt mein Herze nicht, noch bebt: du wirst mich schon bewahren! Du bist mein Gott, und dort und da bist du mir, Herr, mit Huͤlfe nah. 3. Erretter aus Gefahr und Tod, auf allen dei— nen Wegen schenkst du mir Kraͤfte, Schutz in Noth, zur Arbeit Muth und Segen; und einst, vollbring? ich meinen Lauf, nimmst du mich in den Himmel auf! 4. Im tiefen Schacht, im Felsenhang, in grausen Mitternächten, erheb' ihn froh mein Lobgesang! Ihn preisen die Gerechten! Dennter ist Gott, und dort und da mit seiner Macht und Hulfe nah! 9. Mel. Erschienen ist der herrl'che Tag ꝛe— Gllobt sey Gott fuͤr den Beruf, zu dem mich seine Vorsicht schuf! Er stellt mich unter Gottes Hut; er staͤrkt das Herz mit hohem Muth macht fromm und gut. 2. Eroͤdffnet mir das Hetligthum, wo meines Schoͤpfers großer Ruhm hervor aus tiefen Gruͤnden schallt, in Kluft und Gaͤngen wiederhallt und herrlich strahlt. 3. Ein Zeuge seiner Rettermacht, fahr ich hinab in Grabesnacht. Ich biete, stark durch seinen Schutz, den drohenden Gefahren Trutz, der Welt zu Nutz. 4. Ich foͤrdere durch meinen Fleiß ihm, aller Wel— ten Herrn, zum Preis den Segen, den er uns gemacht, die Wunder seiner Huld und Pracht, aus tiefem Schacht. 5. Gelobt sey Gott für den Beruf, zu dem sein weiser Rath mich schuf! Ich will mich seiner dankbar sreun, durch Frevelsinn ihn nie entweihn! Mein Herz sey rein! 6. Ein froher und zufriedner Sinn ist doch der herrlichste Gewinn! Er lohnet mehr, als Ueberfluß;z er schützt des Lebens Vollgenuß vor Ueberdruß. 7. Muͤhseligkeit ist aller Loos, der Mensch sey nie⸗ drig oder groß. Doch wohnt dabey in bessen Brust, der gut zu seyn sich ist bewußt, des Himmels Lust. 8. „ hl Hihnd l Hraug dadl I. WIl Oi bin Sceiß! ust, u Net dox: % finche w fteud 2. A firttnh lld saͤlet N mich yo sch nlisem 3. E aahtt gch slhtt. Mich Hahls bltht. nächiz mich M Wunem Got bus aler N. Lufen schue Haunen Kum 5„ Iint sihz sein N. I In Iuh, h Iiu mof. 6 leh u de ang hoch⸗ ie Menhe loch bebt. an Gott, ͤlfe nah, allen dei⸗ in Noth, bring' ich eH auf! grausen ug! Ihn dort und V nich seite hutz er und güt. uu Manes Orunden ind hetlch ich Ricb en Echuh, dem sehl ner dankht Mein Ha ist doch d aueh bruß. usch sth H essen Mußh 8 Lus. ö 8. Vollbring' ich redlich meine Pflicht; so acht' ich Müuͤh' und Arbeit nicht. Mich staͤrkt in tiefer Schachten Graͤuͤn das herzerhebende Vertraun, Gott da zu schaun. 9g. Wohl mir! Mein Stand ist auch vom Herrn. Deß bin ich froh, und baue gern mit Muͤh' und Schweiß die Felsenkluft, bis Gott zum großen Lohntag ruft, aus oͤder Gruft! 10. Mel. Befiehl du deine Wege Le. Auf allen meinen Wegen ist Gott mein Heil und bicht. Bedeckt von seinem Segen vollbring' ich meine Schicht. Ich fuͤrchte nicht das Grauen der tiefsten Erdennacht; mit freudigem Vertrauen fahr ich hinab den Schacht. 2. Des Abgrunds Nachtgebilde sind mir nicht fuͤrchterlich, mich deckt mit sicherm Schilde mein Gott, und staͤrket mich. Er bleibet bey mir immer; er ists, der mich noch sieht, wenn auch des Tages Schimmer sich meinem Blick entzieht. 3. Es moͤgen Stürme brausen: von keiner Angst beruͤhrt geh ich und ohne Grausen den Weg, den er mich fuͤhrt. Mich schreckt kein unhold Wetter; ich bebe nicht, wenns blitzt. Gott ist mein Schirm, mein Retter, der maͤchtig mich beschuͤtzt. 4. In Mangel, Krankheit, Bloͤße, fleh ich zu meinem Gott, und seines Wohlthuns Groͤße hilft mir aus aller Noth. Der Thiere naͤhrt und kleidet, die Teufen segnend fuͤllt, der hat auch mir bereitet, was meinen Kummer stillt. 5. Bin ich in tiefen Gruͤnden, von Menschenhuͤlfe fern; sein Arm wird da mich finden: er hilft und rettet gern. Im Sinken und im Steigen bewahrt er meinen Fuß, daß jeder Unfall weichen, zum Gluͤck mir die— nen muß. 6. An die geliebten Meinen denkt bang mein Herz zuruͤck; an ihren Schmerz, ihr Weinen, trifft mich das Mißgeschick. Doch nein! Ich will erwaͤgen, daß Gott sie nicht vergißt; daß er im Gluͤck ihr Segen, in Noth ihr Troͤster ist. —* 12— 5. Find' ich nah' oder ferne, hier oder dort mein Grab; ich leg getrost und gerne des Leibes Buͤrden ab. Dann schwingt mein Geist sich freyer empor zu Gottes Thron; dann dient mein Herz ihm treuer, dann aͤrndt' ich ew'gen Lohn! 5. So sey nun Gott ergeben, mein Herz, und wanke nicht! Weih ihm Kraft, Sinn und Leben bey froh erfuͤllter Pflicht! Nimm, was er dir beschieden, thu, was er dir gebeut; dann ist dein Loos hienieden und dort nur Seligkeit. 1I. Mel. Wer nur den lieben Gott laͤßt ꝛe. Mein Gott, es ist dein heil'ger Wille, daß ich stets Gutes wirken soll! Zwar deine Hand giebt Gut's die Fuͤlle: di Eed' ist deines Segens voll; doch soll dein Segen uns gedeihn, so muß er treu erworben seyn. 2. Gebet und Arbeit bringen Segen dem From-⸗ men, der dir fest vertraut, nach dir auf allen seinen Wegen, als seinem Fuͤhrer, hoffend schaut. Mein Gott, mein Auge sieht auf dich: o leite du und segne mich! 3. Gieb mir Gesundheit, Muth und Kraͤfte, und staͤrke mich auch diesen Tag, damit ich freudig mein Ge— schaͤfte beginnen und vollenden mag. Dein Beystand macht mir froh und leicht, was Andern schwer und traurig daͤucht. 4. Laß du, o Gott, voll Huld und Staͤrke, die Arbeit wohl von Statten gehn, und auch durch meines Fleißes Werke, Herr, deinen Willen hier geschehn! Rur dir geheiligt sey mein Fleiß! Dein ist die Kraft, dein ist der Preis! g. Und ringt mit Furcht und Hindernissen mein Fleiß auf rauher Felsenbahn; so buͤrge mir ein gut Gewissen, du werdest dich mir helfend nahn. Der sau⸗ ern Arbeit bange Weh'n hilf mit Geduld mir uͤberstehn! 6. Laß mich genügsam und zufrieden auch meines einen Glückes freun, das du mir segnend hast be⸗ schieden; kein unrecht Gut muͤß' es entweihn! Ein Scherf, auf dem dein Segen ruht, gilt mehr, als aller Fuͤren Gut. „ 5f 6b ih wü, nüde derde lchnt dem au seine, 9. Al Hur nutt Nbeu, L du Hütl 0 Al Hat de gt HWobende,. sch Hatt füs Arallen U. Gl vun N sihend J. H Hohl u.dl Rel Mup. Haun auf d sch ehrend 2. Cil In Id. ld stoh,! 5. Oein IW Vonde Had mir s ⁰ . ahen Scht hhhet meine b. Kon chhp, dn M gechs Hort mein urden ab. U Gottes un aͤrnde etz, vd Eoon A— keben bih eschieden, 2 Hhlenieden m From⸗ ein Gatt 7. Und haͤufen sich Muͤh' und Beschwerden, ist, was ich wuͤnsche, nicht gleich da; so laß mich doch nie müde werden: du, mein Vergelter, bist mir nah; du —.—— dem Treu'n des Tages kast, und giebst dem Muͤ— den seine Rast. 8. Doch hast du Lohn und Rast gegeben, und was mir nuͤtzt und heilsam ist; so laß mich dankbar dich er— heben, der du des Segens Urquell bist. Mich dankbar deiner Guͤte freun, wird deinen Segen mir erneu'n! 9. Bald geht die Pruͤfungsschicht zu Ende: dann naht der große Ruhetag, wo ich mit Preis und Dank vollende, was schwer auf meiner Seele lag. Gelobt sey Gott für Cod und Grab! sie trocknen Schweitz und Thraͤnen ab. 10. Gelo obt sey Gott! In deinem Namen betret' ich nun die steile, Fahrt. Ich bin,— sprich du dein segnend Amen!— von dir gesegnet und bewahrt. Hilf wehl vollenden mir den kauf, und nimm mich dann zu dir! Gluck auf! 12. Mel. Ich singe dir mit Herz und Mund ec. it dir, Almaͤch ger, fahr ich an, und voll Ver— traun auf dich! Nicht schreckend ist die dunkle Bahn, doch ehrenvoll, für mich. 2. Ein jeder Schritt auf steiler Fahrt erinnert an den Tod. Ich wandle sie, von dir bewahrt, getrost und froh, mein Gott! 3. Dein Wille war, daß meine Hand, oft Schmerz⸗ und Wundenvoll, und Baz he an des Grabes Rand mein Brod mir.—7 soll; 4. So folg' ich denn, und füuͤrchte nicht Gefahr und was mir droht: Du, Herr, bist meine Zuver⸗ sicht! Ich thue dein Gebot. 5. Der Welt zum Nutzen opfre ich mein Leben, meinen Schweiß; deß troͤstet mancher Arme sich, und segnet meinen Fleiß. 6. Komm ich zur Grube froh heraus, dann dank⸗ ich dir, daß du n ich zu den Meinen bringst ins Haus, und giebst uns Brod und Ruh. 14—— 5. Doch soll ein widriges Geschick mir in der Teufe drohn: Du, Vater, bist der Meinen Gluͤck; du bist mein Trost, mein Lohn! 8. Die, dir will ich mein Leben weihn mit christ— lich frohem Sinn! Dein Beyfall sey, o Gott, allein mein Ruhm und mein Gewinn! 9. Kommt dann der Prüfung letzte Schicht auf meiner Pilgerbahn: Gluͤck auf! Gluͤck auf! Ich zage nicht! Du nimmst mich segnend an! 1 3· Mel. Was Gott thut, das ist woblgethan ꝛc. Glaͤck auf! Nun ist die Nacht dahin; ich sehꝰ den „Morgen wieder. Dir, Gott, sey Dank, daß ich noch bin! Gestaͤrkt sind meine Glieder. Du bists, der schafft, daß meine Kraft sich durch den Schlaf erneuet, mein Herz sich wieder freuet. 2. Es freuet deines Schutzes sich, freut sich der neuen Kraͤfte. Mit heiterm Geist bereit ich mich zum heutigen Geschoͤfte, erflehe mir, o Gott, von dir auf des Berufes Wegen Muth Beystand, Gluͤck und Segen. 3. Laß, Herr, mit weiser Thaͤtigkeit mich jede Stunde nützen, und Eifer und Entschlossenheit zum Tugendfleiß besitzen. Genäͤrkt durch dich, laß immer mich der kuͤste falsche Freuden, der Suͤnder Umgang meiden! 4. Hilf mir mit Ernst und frommer Treu auch bieses Tages Schichten, so schwer und schreckend manche sey, voll Muth und gern verrichten. Gieb, daß ich nie mich dem entzieh, was meinen Bruͤdern nuͤtzet, und in Gefahr sie schützet. 5. Hilf mir den Hang zur Sinnlichkeit auch heute froh bestegen, und jede Lust, die mich erfreut, sey ein erlaubt Bergnuͤgen. Voll Abscheu flieh ich aber sie, wenn sie mich dir entreißet; so sehr ihr Glimmer gleiset. 6. Gieb, daß ich fern von Zank und Streit in meiner Freunde Kreise die Tugend der Geselligkeit durch Nachsicht auch beweise. Bey munterm Scherz laß stets mein Herz an seine Pflicht gedenken, aus Frevel keinen kraͤnten. V * Endn x en Nad Kintd Fihsern s XI. d nich E Ium mil Hrtttt aun sthhen N Z. Um cz sclie Rwahren, hhe Huld holeg Nach 4. Mit; Ihn Morg Ide: auc Mine redlit „ Coll Hllg seeun Hischcden; H uf U Gedechn b. Dan scler Ruhe Runn, wen der oden mit in Guͤck x mit chiß Gott, an Scicht au fI ih Rhan K. ich seh x „dah ii suß Nu bisth, R chlof erntt, stet sch di ich ich zum N N auf IAudSggn. feit uic sit losseahet un h„ laß iute indet Mh ler Eueh 10 reckend nunt Bieb, V 6 üͤdern nlhl, — 0— 15 7. Am Abend laß mich demuthsvoll von dem ge⸗ fuͤhrten Leben, wie ich als Chrisf es taͤglich soll, Herr, Rechenschaft dir geben, nichts uͤbersehn, dir gern ge⸗ stehn, wo ich aus Leichtsinn fehlte, und nicht das Gute waͤhlte. 8. Dann geh' ich mit getrostem Muth, wohin dein Ruf mich leitet. Mir ist dein Segen, deine Hut auf Weg und Fahrt bereitet. Im tiefen Schacht, in oͤder Nacht wird mich dein Schutz bedecken, und keine Furcht erschrecken. 14. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛe. So ist der Tag denn auch erlebet! Noch bin ich Gott zu loben da! Gefahr hat mich genug umschwebet, doch keine, welche Gott nicht sah. Das Uebel, das im Finstern schlich, that mir kein keid: Gott schützte mich. 2. Ach! sollt' ich die Gefahren wissen, die dro- hend mich des Nachts umziehn; ich wuͤrd' am Abend zittern muͤssen, und fruͤh wuͤrd' ich vom Danke gluͤhn. Errettet aus dem Todesschacht, steig' ich nach jeder sichern Nacht. 3. Umringt von unbemerkten Schaaren des Un— gluͤcks schlief ich sorgenlos; zu schwach, mein Leben zu bewahren, lag matt ich in der Ruhe Schoos. Gott, deine Huld hat mich bewacht im Graun der schrecken— vollen Nacht. 4. Mit Schutz und Huͤlfe, Trost und Guͤte mich jeden Morgen zu erfreun, wirst du, Erbarmer, nimmer mude: auch heute wirst du sie erneun! Werd' ich das Meine redlich thun, so wird dein Segen auf mir ruhn! 5. Soll mich der Arbeit kast ermüden; ich trage willig sie und gern! Du hast mein Loos mir, Herr, beschieden; dein Beystand ist von mir nicht fern. Wo⸗ zu dein Ruf mich wollte weihn, dazu giebst du Krafk und Gedeihn. 6. Dein Schutz, der in der Naͤchte Grauen mit sichrer Ruhe mich bedeckt, belebt und staͤrket mein Ver⸗ trauen, wenn mich Gefahr und Unfall schreckt! Auch in der oͤden Teufen Nacht schuͤtzt und erhaͤlt mich deine Macht! —— II. 16— 0— II. Gesaͤnge bey E und Berg⸗ esten. I. Mel. O Gott, du frommer Gott ee. Vom heiligen Gefuͤhl der Andacht ganz durchdrungen, sey heute dir von uns Lob, Preis und Dank gesungen, da wir durch deine Huld im seligen Verein dir hier, o guter Gott, ein frohes Bergfest weihn. 8. O welch ein Gluͤck ist es, mit Andern fromm verdunden, sich betend dir zu nahn! Ja, das sind sel'ge Stunden! Und hier vereinigt uns des frommen Herzens Drang vor dir, Allgütiger, zum lauten krobgesang. 3. Hier wollen wir den Geist zu deinem kicht erhe— ben; hier wollen wir das Herz mit Kraft zur Pflicht beleben; hier fuͤhlen wir, wie groß, wie gut, wie nah du bist, wie selig wer dich liebt, in deiner Liebe ist. 4. Hier wollen wir vereint das Mahl der kiebe feyern, und unsers Jesu Bild voll Dank in uns er⸗ neuern, des großen Heilands Bild, der auf der kiebe Bahn im Leben und im Tod uns siegend gieng voran. 5. kaß dieses Festes Werth uns dankbar, Gott, erwaͤgen, und seiner Feyer Zweck recht ernstlich uͤberle—⸗ gen! Dann wird uns dieses Fest ein Quell des Segens seyn, und seiner Ruͤckkehr wird sich noch die Nachwelt freun. 2· Mel. Ich singe dir mit Herz und Mund ꝛc. Auf! Preist den Herrn mit Herz und Mund, denn ihm gebuͤhret Preis! Macht seine großen Thaten kund mit dankbar frohem Fleiß! 2. Daß unser Geist ihn suchen soll, schließt er uns auf den Schacht, und füllt mit großen Wundern voll des Abgrunds oͤde Nacht. 3. vaal l NWd XII Hafehn siht Itt „ Ml 1 u e Iut sein N 0. Cl h Sche ocee 4 9. Mi I+Maht. un, Hin I. S ihn kn sch ihr U. S silet Hah t sin 6 u. G stynm unt ut lebe, I. V Im Mhe! Werpatt 15. 0 iatic ug ung UBy hrungen, gesungen, hir hier, iu ftomm „DNd suod 5 ftommen um lauten iht erhes zur Pficht It, wie nah ler Habe ist Hder Kh in und 6 uf der ich eng volas, har, Gotf, sllich Ibetse des Sehelt ie Nachvt N. und, del Thaten + lleßt e Zundern l — o— ö 17 3. Vom Graun der Finsterniß umhuͤllt und rauh ist unser Pfad; Gott ists, der uns mit Muth erfuͤllt, und Kraft uns giebt und Rath. 4. Wie viel Gefahr, wie manche Noth, und welch ein furchtbar Heer der Schrecken, stuͤrzten uns in Tod, wenn Gott nicht mit uns waͤr'. 5. Uns drohen Wetter, Bruch und Fall; oft wankt des Herzens Muth; doch sinkt er nicht: denn überall sind wir in Gottes Hut. 6. Und Gottes Engel sind bereit, uns schuͤtzend beyzustehn; uns sichert rettend ihr Geleit, daß wir nicht irre gehn. 7. Auf steiler Fahrt, am tiefen Ort ist seine Hülf? uns nah; er wehrt dem Ungluͤck hier und dort, das nur sein Auge sah. 8. Er leitet wunderbar und treu uns bey der dun⸗ keln Schicht; bey jeder Auffahrt strahlt uns neu sein holdes Segenslicht. 9. Auf! Betet ihn mit Ehrfurcht an, den Gott der Macht und Huld! Ihm, der so viel an uns ge⸗ than, bringt froh des Dankes Schuld! 10. Seht, fuͤhlt und ruͤhmt, wie hold er sey dem, der ihn kindlich liebt; wie segensvoll er stehe bey dem, der sich ihm ergiebt. 11. So fuͤhrt ein Vater gut von Art sein Kind auf steiler Bahn; er traͤgt's und hebt's, daß schwach und zart sein Fuß nicht gleiten kann. 12. So deckt mit sorgsam treuer Hand die Mutter fromm und gut in ihrem Schoos das theure Pfand der Liebe, wenn es ruht. 13. Wenn einst in oͤder Grabesnacht kein Strahl dem Auge blinkt, und in den grausen Todes schacht der Leib ermattet sinkt: 14. Dann leitet er mit sanfter Hand uns in der Ruhe Haus, und führt uns in der Geister Land zum ew'gen Frieden aus. 15. Hoch preisen unsre Lieder dann, von Himmels— lust entzuͤckt, Ihn, der auch toͤdtend segnen kann; der ewig uns beglüuckt. B Mes 3. Mel. Sey Lob und Ehr dem hoͤchsten Gut, ꝛc— Preis dir, o Schoͤpfer der Natur, dir Geber aller Gaben, dem Berge, Kluͤfte, Thal und Flur, ihr Seyn zu danken haben! Dir, Vater, Preis! Du bist es werth, daß alle Welt dich dankend ehrt, dich Urquell aller Gaben! 2. Der Sterne strahlend Flammenheer verkuͤndet deine Staͤrke, und Feuer, Erde, kuft und Meer, sind deiner Allmacht Werke! So weit nur unser Auge spaͤht, strahlt deiner Groͤße Majestaͤt, Herr, groß an Huld und Staͤrke! 3. Auch in der Teufen finsterm Schoos ist deine Spur zu finden. Uns, Herr, bestimmtest du das Loos, sie forschend zu ergruͤnden. In Kluͤften zeigst du deine Macht; dein Segen quillt im tiefsten Schacht, wo wir dein Lob verkuͤnden. 4. Du leitest weislich unsern Sinn, zu schuͤrfen und zu pruͤfen; du fuͤhrst auf reiche Gaͤnge hin in nie durchbrochnen Tiefen; du staͤrkst das Herz mit hohem Muth, hieltst rettend uns in deiner Hut, wenn wir, Herr, zu dir riefen. 5. Du bist es, Gott, du bist es werth, daß wir dich froͤhlich preisen; dir, dessen Wohlthun ewig waͤhrt, anbetend Dank beweisen! Gott, groß an Weisheit, Macht und Huld, barmherzig, gnaͤdig, voll Geduld, wer sollte dich nicht preisen! 6. Preist ihn in seinem Heiligthum! Preist ihn auf Fahrt und Halde! Erhebt im Schachte seinen Ruhm, und jauchzet Jung' und Alte: Gluͤck auf! Gott, unser Gott, ist da; er ist mit Wohlthun allen nah, so weit sein Ruhm erschallte! 4. Mel. Jesu, meine Zuversicht ꝛc. Du, der Berge Schoͤpfer, Gott! dankend fallen wir jetzt nieder, preisen deinen Schutz in Noth, stimmen unsre frohen Lieder dir zum kobe herzlich an, der du uns so wohl gethan. 2. dein wsh 5 e Eillltnbt WA och var 5„ M Vnz denn usen D Iur du g . 65 Huserr immer hiih I1 Mund 7. En Hend unl nt sehn, u Vingn X hul M, u Aui sl si H und! Itz chye d Rlahgalos; uuf bir, A sch ni Iohhucht, hus, I. ber aler ihr Seyn bist es h Urquel erkuͤndet ꝛer, sind + Auge groß an st deine 8 Loos, du deine wo wir schuͤtfen in in nie it hohen enn wit, daß wie un ewig groß an ͤdig/ vol Preiseihe hte seilen uf! Gott, nah/ 0 fallen it fstimmen „ der d 2 — 0— 19 . Unser Schutz war deine Macht auf der Fahrt in finstre Schaͤchte, sicher deiner Vorsicht Wacht, wenn der oͤden Teufe Naͤchte nur des Grubenlichtes Schein ließen unsre Fuͤhrer seyn! 3. Oftmals drohte Last und Wand niedergehend uns zu decken: furchtsam zitterte die Hand, sich zur Arbeit auszustrecken; doch uns staͤrkte der Beruf, den dein weiser Rath uns schuf. ö 4. Und wie furchtbar nahe war auf den finstern Schreckens⸗Pfaden unserm keben die Gefahr oft in Daͤmpfen, Rauch und Schwaͤden! Aber in der groͤßten Noth warst du unser Schirm, o Gott! 5. Unverletzt entbloͤßten sich deiner Guͤte reiche Se⸗ gen; denn du zeigtest gnaͤdiglich maͤcht'ge Gaͤnge auf unsern Wegen; reich Erz brach zu breitem Blick. Herr, nur du giebst gut Geschick. 6. Gieb uns, die wir dir vertraun, ferner Glück auf unsern Zechen, daß, wenn wir auf Hoffnung baun, immer reiche Floͤtze brechen. Freudenvoll macht Herz und Mund dann voll Dank dein Wohlthun kund. 7. Einst, ja einst wird es geschehn, wo nicht Blend' und Glimmer truͤget, daß in ahrheit wir dort sehn, was in Ewigkeit vergnuͤget. Daun, Vas ter, bringen wir Dank und Jubel ewig dir. 5 Mel. Sollt' ich meinem Gott nicht ꝛc. Blicke huldreich auf uns nieder, Schoͤpfer Retter, Freund! Dir ertoͤnen unsre Letel, unber Dank soll sich vereint auf zu deinem Throne schwingen? Gluͤck und veben danken wir, Herr der Welten, alle dir; ohne dich kann nichts gelingen. Deine Macht ist . und Huld unendlich groß. 2. aterhuld hast du bewiesen; du hal ädi uns bisher. Alles, was wir Gut's genieden Komt von dir, Allgütiger! Gieb uns ferner Kraft und Se— gen: sey mit uns, damit uns nicht, was uns gut ist, je gebricht; sey mit uns, wenn keiden nahn! Was du thust, ist wohl gethan. 2 V. 2 3. 3. Mehr, als Andern unsrer Bruder, droͤhet furchtbar uns der Tod, droh'n Verstuͤmmelung der Glieder, Schwaden, Bruch und Wassersnoth. Vater, daß wir nicht verzagen, daß wir mit Gelassenheit, mit getroster Heiterkeit, uns in finstre Teufen wagen: die— ses Muthes Zuversicht giebt uns unsers Glaubens bicht. 4. Das Vertraun auf deine Guͤte ist des Muthes sichrer Stab, der uns Schwachen matt und muͤde, Trost, Geduld und Hoffuung gab. Wenn Gefahren uns das veben schrecklich zu zerruͤtten droh'n, macht es ruhig, und entflohen sind nun Schrecken, Furcht und Beben. Wenn uns einst das Auge bricht, bricht doch diese Stuͤtze nicht. 5. Nun so soll dann unser Leben, Vater, dir gehei⸗ ligt seyn! Unser Wuͤnschen, Thun und Streben, sey dein Wille, fromm und rein! Laß uns richtig vor dir wandeln, fern von boͤser Frevler Pfad; laß uns recht und weislich handeln; leit' uns stets nach deinem Rath! Und ist unser Lauf vollbracht, g'leit uns durch des Todes Nacht! 6. Mel. Erhalt' uns, Herr, bey deinem Wort ꝛc. ott, der mit Wohlthun gern erfreut, deß Guͤte taͤg⸗ lich sich erneut, von Ost bis West, von Suͤd bis Nord erfuͤllt dein Segen jeden Ort. 2 Die wir des Guten viel empfahn von dir, All— guͤtiger, wir nahn in Demuth, dankend, und mit Flehn, zu dir: Laß deine Huld uns sehn! 3. Du segnest gern, wirkst uͤberall, auf Hoͤh'n, in Tiefen, Berg und Thal, und deiner Macht und Guͤte Spur zeigt allenthalben die Natur. 3. In oͤder Wildniß schafftest du der Vorwelt Ar⸗ beit, Brod und Ruh: sie fand der Berge reich Geschick, und gruͤndete der Nachwelt Gluͤck: K. Auch unser Glück!— Ja, Preis sey dir, o guter Gott! Noch freuen wir uns deiner Segen, die du giebst, dem Lande, das du segnend liebst. 6. kaß unsern Bergbau ferner bluͤhn; vergilt den Treuen ihre Muͤh'n! Durch Bruch, Gefluͤth, und taub Gestein, laß nie getäuscht die Hoffnung seyn! 72 Elebes 9 0 H N W N. — indeR Ih hate 97 l Iud soch! aht dein 2. D snebole Moen Ga „ D0 Ranche Reh hlebt n 4. du Here, s Recg fann 5„ salhn hl f Hlust „drohet lung dur 9. Vatet, iheit, nit igen; diet hens kücht. S Mutheh d muͤde, Gefahrn Macht e6 ircht und kicht doch dir gehei⸗ chen, sey g Vot dir uns recht nem Rathl durch dis rt u. Guͤte t Hbis Mod ou dir,W „ und ast x Hin und Git Vorwelt I. 8 sch dů iner liebs. bergilt d 0, ud u hhl 5. Auch uns gieb Kraͤfte, Muth und Brod, und wende Mangel ab und Noth! Steh' in Gefahr uns schuͤtzend bey; im Ungluͤck Hoffnung uns verleih! 8. Ein frommes Herz, ein froher Sinn, sey unser Streben und Gewinn; und theuerer, als unsre Pflicht, sey uns ein Gluͤck der Erde nicht! 9. Giebst du des Segens Ueberfluß; so mach' uns dankbar im Genuß: doch soll nur wenig uns erfreun; so lehr' uns dann zufrieden seyn! 10. kaß jeden seiner Brüder Wohl mit Freuden foͤrdern, wie er soll! Der Arme diene treu und gern, des Reichen Schutz sey ihm nicht fern! 11. Beglücke leitend jeden Rath, vergilt in Segen jede That, den Guten, die mit Freudigkeit den Bau zu foͤrdern sind bereit. W 12. Erfreue Land und Obrigkeit mit Wohlstand, Fried' und Sicherheit! Befestige des Fuͤrsten Thron, das Gluͤck des Volkes sey sein Lohn! 13. Du bist der Geister einz'ger Herr, und des Gewissens Kuͤndiger: Hilf dann, daß unser Glaube frey, und nur dein Licht sein Leitstern sey! 14. Dann, guter Vater! sendest du im Leben Heil, im Tode Ruh: dann wandeln wir an deiner Hand getrost ins beßre Vaterland. 7. Mel. Das alte Jahr vergangen ist ꝛc. Herr, dessen Macht den Bau der Welt aus Guͤte schuf und noch erhaͤlt, auch selbst der Erdͤe finstrer Grund macht deines Segens Fuͤlle kund! 2. Dir singt frohlockend unser kand, daß deine segensvolle Hand in der Gebirge weitem Schoos der milden Gaben viel verschloß. 3. Du linderst Tausenden, o Gott, dadurch so manche Lebensnoth; und welch ein aͤmsig Menschenheer belebt den Abgrund oͤd' und leer. 4. Du warst der Vaͤter Zuversicht: verlaß auch, Herr, uns ferner nicht! Durch dich, durch deine Huld allein kann unser Bergbau glücklich seyn. 5. Laß ihn im Segen immer bluͤhn! Begluck An-— stalten und Bemuͤhn! Der Reichthum deiner Guͤte sey auf Kluft und Gang uns taͤglich neu! 6. 6. Was fjedem sein Beruf gebeut, gescheh' mit Treu und Redlichkeit! Stärk' alle, die der Arbeit Muͤh' im Schweiße drückt, und schuͤtze sie! 7.. Auf ihren Wegen sende du, Gott, deinen Bey⸗ stand ihnen zu: nimm ihrer mitten in Gefahr mit vaͤ—⸗ terlicher Sorgfalt wahr! 8. Die sich der Berge Segen freun, laß dankbar dir in Demuth seyn; mit Liebe sey ihr Herz erfuͤllt, die gern des Naͤchsien Kummer stillt. 9. Dann toͤnt dein Lob, Herr, uͤberall; dir jauch⸗ zen Fluren, Berg und Thal! Dann wird bey redlichem Bemuͤhn der Bergbau uns im Segen bluͤhn. 8. Mel. O daß ich tausend ꝛc. O Gott, der du die Welt gegründet, und Berg und Huͤgel eingesenkt, deß Huld und Macht der Wurm ver— kündet, deß Weisheit froh der Geist gedenkt, dein Segen fuͤllet jeden Ort; dein Wohlthun dauert immer fort. 2. Du feuchtest Berg und Thal von oben; da wachsen Baͤume, Korn und Gras. Aus Teufen wird das Erz gehoben, ein jegliches nach seinem Maaß; und jede Teufe, jeder Berg, zeigt deiner Groͤße Wunderwerk. 3. In Schaͤchten suchen wir und Gruͤften, was deine weise Guͤte fuͤgt; in edeln Gaͤngen, reichen Kluͤf— ten, in Teufen, wo dein Segen liegt, da fanden wir's, und da erscholl: die Erd' ist deiner Ehre voll! 4. Der Berge Schoͤpfer sey gepriesen, der du des Bergwerks Segen giebst! Wie viel hast du uns Gut's erwiesen, Herr, der du uns als Vater liebst! Dir dankt dein Volk anbetend heut: dein Ruhm erfüllt die Ewigkeit. 5. Du sorgst fuͤr unser Heil und Leben, o Vater der Barmherzigkeit! So wirst du denn auch ferner geben, was Noth uns ist und uns erfreut. Dann schallt der Dank zu dir hinauf: Gott sorgt fuͤr uns! Gluͤck auf! Gluͤck auf! 6. Gieb allen unsern Obrigkeiten und den Gewer— ken Gluͤck und Ruh! Wend' Ungluͤck ab und boͤse Zeiten; schließ nie den Quell des Segens zu! Erhalt' uns dei⸗ ner Wahrheit Wort, dies segnet wahrhaft hier und dort! 7. H1N 1. 20 uf den 10. I Mst nicht unt e u Nel O‚ anb Het chgllet Inet, Da 1. D0 ih diß hoch, der Echreken Hubn?- 1. Du Mic mit glttyfnd Hor nit s ih sah.! 4 0ü lus zu be Rohz vo sehher fte Neu mäch heh' mit r best sen Behn mit vaͤ⸗ dankbat erfͤllt, ir jauch edlichem Berg vnd zurm ber— ein Segen net fott. öben; de ufen wicd aaß; u inderwett. ten, waß ichen Klaß den wir'z ll! der du dit uns Guls Dit dask i Ewigkei. n„ 0 Vathi den Geheh boͤse Riten lb Uns. uund in doch, der mir es neu gegeben. Wie furchtbar war der — 0— 23 „ Gieb Allen, die dem Bergban rathen, Ver⸗ stand, Geduld, Geschicklichkeit! Begluͤcke segnend ihre Thaten, daß Fuͤrst und Land mit uns sich freut. Der Rath, den deine Weisheit bringt, macht, daß ihr Wunsch und Thun gelingt. ö d. Laß uns in des Berufes Werken stets redlich, fromm und fleißig seyn! Mit Sorgfalt laß uns das bemerken, was uns kann sichern und erfreun! Dein Schutz geleit' uns auf der Fahrt, wo nur dein Auf⸗ sehn uns bewahrt: 9. Vom kaster rein sey unser Leben; fern sey von uns Vermessenheit! Dir treu zu seyn sey unser Stre⸗ ben! So sind wir muthig und bereit auf dein Gebot, auf jeden Fall: du hilfst, du segnest uͤberall! 10. Dir, Herr, dir, mächtiger Erretter, soll kind⸗ lich unser Herz vertraun! Uns schrecken Schwaden nicht und Wetter, uns schrecket nicht des Todes Graun. Im Tode giebst du, Herr, uns Schicht; uns leitet durch das Grab dein kicht! 9. Mel. Sey Lob und Ehr dem hoͤchsten Gut, e. Der du durch deiner Allmacht Hand mir Geist und Leib bereitet, und da schon, eh' ich dich gekannt, mit Guͤte mich geleitet, du schuͤtztest mich durch deine Macht! Mein Vater, Dank sey dir gebracht fuͤr deine acht und Guͤte! 2. Dem Tod entronnen leb' ich noch! Wem dank? ich dieß mein Leben? Du, Menschenhuͤter, bist es Schrecken Graun! Wem konnt' ich angstvoll da ver⸗ trau'n? Du, du waͤrst mein Erretter! ö 3. Du, Retter groß von Kraft und Rath, hieltst mich mit starken Armen, und maͤchtig auf dem Un⸗ glückspfad war, Vater, dein Erbarmen. Dein Engel war mir schuͤtzend nah, als nirgends Huͤlf' und Trost ich sah. Wie preis' ich deine Gute! 4. Fuͤrwahr! Wir haben einen Gott, voll Macht, uns zu bewahren; voll Huͤlf' in Angst, voll Trost in Noth; voll Rettung in Gefahren! Wer sollte sich nicht seiner freun? wer ihm nicht Dank und Liebe weihn, dem maͤchtigen Erbarmer? 5. 24—— E. Herr, lehre du mich, wie ich soll für deine Huld dich preisen; wie dankbar, deiner kiebe voll, ich dir mich kann beweisen? Ach! heil'ge dir selbst mei⸗ nen Sinn, und nimm mein Herz und Leben hin zum Opfer heil'ger Liebe! 10. Mel. Wer nur den lieben Gott laͤßt walten, ꝛc. elobt sey Gott fuͤr dein Erbarmen! Des Todes Schrecken sah' ich drohn; du rettetest mit maͤcht'gen Armen; dem Ungluͤckspfad bin ich entflohn! Wie bebt mein Herz voll Furcht und Dank! Daͤnk, Retter, dir mein kebelang! 2. Wer bist du, Gott?— Mich beugt zum Staube das Schrecken deiner Majestaͤt! Wer bin ich?— Mich erhebt mein Glaube: du, Vater, hilfst dem, der dir fleht! Herr, deine Huld ist grenzenlos: Du machst mich durch Erbarmen groß. 3. Dein Schrecken naht, und wir erblassen; wir fuͤhlen zitternd unsre Schuid! Doch du, Herr, willst uns nicht verlassen; du traͤgst den Schwachen mit Ge— duld; du machst bey schreckender Gefahr ihm dein Er— barmen offenbar. 4. Du halfst und schuͤtztest, und wir danken, daß wir bedeckt von deiner Hand in Fluth und Truͤmmern nicht versanken, daß Rettung unser Leben fand; daß zu der Bruͤder Eil und Muͤh dein Beystand Muth und Kraft verlieh! 5. O lehre, Herr, uns deiner Groͤße mit Furcht und Zittern dankbar freun! Erwecke du das Herz, das Boͤse mit frommem Ernste stets zu scheun! Uns warne drohend die Gefahr, wie nahe dein Gericht uns war. 6. Mach' du am Abend und am Morgen uns wach-⸗ sam, amsig und bereit, fuͤr das, was ewig nuͤtzt, zu sorgen; bewahr' uns, Herr, vor Sicherheit, damit, wenn dein Gericht erscheint, nicht trostlos ein Verlorner weint. 7. Bald wird der Tag der Schrecken kommen, wo dieser eitle Bau der Welt, zur Quaal der Boͤsen, und den Frommen zum Drost und Heil in Truͤmmern faͤllt. Dann hilfst du, wie wir dir vertraun, Herr, dort uns ew'ge Huͤtten baͤun! Ou 0 s W W scust de I Dun in Fn % Ae glat riche han Mählbate In Echo haet Gil Rundgüti Hüsten, fichen A, vo h Us becher diche Naht Sehen uwasung, Duhil bolthnmen uher dles, tuh in zu vchlih ge , ind g Wsct hat. Vast, z füt deit boll 16 elöst nai hin uun 1/ Ne. Nes Lodts naͤchkgn Vie heht Retter, de im Enube — Moh u, det dee Du machs ssen; wie err, wills u mit G⸗ dein Ei⸗ nken, daß Truͤmmen and; duß Muth und nit Funht Herz, Ius walhl uns wot. uns wach nuͤtzt/N mit, well ner wellt. men, 100 ösen, I nern full. dott u — 0— 25 Gemeinschaftliche Gebete. A. Gebete, um Segen zum Bergbau. I. O du allmaͤchtiger und wunderbarer Schoͤpfer! dir ist und war weder etwas zu groß noch zu klein. Du schufst den Engel wie den Menschen, das Thier so wie den Wurm. Alles ist dein Werk, und steht von Anbe— ginn seiner Entstehung unter dem Scepter deiner wei— sen Regierung.' Du herrschest in der Hoͤhe und in der Tiefe gleich maͤchtig und wunderbarlich. Deine segens⸗ reiche Hand hat nicht blos die Oberflaͤche der Erde mit unzaͤhlbaren Guͤtern erfuͤllet, sondern sie hat auch in ihren Schooß Schaͤtze gelegt, die uns den Reichthum deiner Guͤte offenbaren. Denn wer anders als du, grundguͤtiger Gott! schmuͤckt das Gebirge mit schoͤnen Kluͤften, und laͤßt reiche Gaoͤnge durch tiefe Thaͤler streichen? Wer anders als du, zeigt uns den rechten Ort, wo wir einschlagen, sinken, auslaͤngen und uͤber uns brechen sollen? Wer anders als du, hat uns diese reiche Nahrungsquelle eroͤffnet und durch Jahrhunderte im Segen erhalten? Wer anders als du, giebt uns Anweisung, den Bergbau von Zeit zu Zeit mit mehrerm Vortheil zu betreiben? O du Geber aller guten und vollkommenen Gaben! du kaͤnnst uͤberschwenglich thun über alles, was wir bitten und verstehen. Erhalte uns auch in Zukunft diesen unterirrdischen Schatz, der so reichlich geschuͤttet, so viele Große und Kleine ernaͤh— ret, und ganze Gegenden bevoͤlkert und in Wohlstand gesetzt hat. Verleihe uns durch deine schoͤpferische Kraft, daß sich die Gaͤnge veredlen, die Anbruͤche be—⸗ staͤndig 26— 0— staͤndig bleiben und die Kluͤfte sich aufthun. Verhuͤte nach deiner unendlichen Guͤte, daß sich das Erz nicht abschneide, noch boͤse Zufaͤlle die Gaͤnge taub machen, zertruͤmmern oder auskeilen; laß sie vielmehr maͤchtig und bestaͤndig werden, damit unser Grubenbau immer mehr und mehr in Steigen und Aufnahme komme, und wir Erz hauen und gewinnen, das unsere Muͤhe beloh— net, alle Aufwaͤnde verguͤtet, und Gewerken, Vorsteher und Arbeiter erfreuet. Gieb und erhalte uns von Zeit zu Zeit weise und verstaͤndige Bergbeamten, die uns gut anweisen, damit wir nicht vergeblich suchen und den Ort verfehlen, wo die reichsten Schaͤtze verborgen liegen. Gieb uns zugleich gute Befoͤrderer, bestaͤndige Gewerken, treue Aufseher, fleisige Arbeiter, gesundes Wetter, reichliche Holzung und Kohlen, zulangliches Wasser und den edlen Frieden, damit wir in ungestoͤr⸗ ter Ruhe unsere Arbeit verrichten koͤnnen. Beschirme uns endlich, lieber himmlischer Vater, bey unserer ge— fährlichen Arbeit durch den Schutz deiner heiligen En— gel, damit uns keine Wand erschlage oder beschaͤdige, keine boͤsen Wetter vergiften oder entkräften, und wir auf Fahrten und Strecken bewahret bleiben. Laß uns aber auch bey der Sorge fuͤr den keib auf keine Weise die Sorge fuͤr das Wohl unserer Seele vernachlaͤßigenz denn was hilfts uns, wenn wir alle Schaͤtze der Erden gewoͤnnen und nehmen Schaden an unserer Seele. Das Heil unserer Seele muß unsere erste und vornehmste Sorge seyn; denn auf ihrer Bildung und Veredlung beruht ewige, himmlische Gluͤckseligkeit, so wie auf deren Vernachlaͤßigung und Verdorbenheit ewige Quaal und Hoͤllenpein. Segne zu dem Ende Kirchen und Schulen, damit ihr Unterricht unsern Verstand erleuchte und unsere Herzen bessere und vervollkommne. Erhalte uns dein Wort rein und unverfälscht, damit wir in steter Gottesfurcht vor dir wandeln, und als vernuͤnf⸗ tige Geschoͤpfe auch vernuͤnftig denken und deinen Wil⸗ len in allem suchen zu vollbringen. Laßt uns hinsehen auf den Anfaͤnger und Vollender unsers Glaubens, und sein erhabenes Beyspiel immer vor Augen haben, da— mit wir uns seine Verheißungen und sein Verdienst, nach hvlhl f N 6chel t MW Rsse m uns ul W WHf N chnen Het m d E shafen v. Duc M. daR zun Wt f nn r sgeus Du e Etifg Sn ud 0 alled i Esen, An nht is, Y Hachsen, so Listthichie uten und Hageh lob sumerbar t Nugenen E Nalh Ort Hrran un Hlfen nd Hufe Rläste, hr Ms dine Nherk! humme, un hläbe, H „Vedhit Eth nht ub mach, ehr moͤchs bau imo⸗ komme, u Nuͤhe hh u, Vorsieh ns von an, die u6 suchen ze verbot „bestay , gesundt zulaͤnglahg in upgesih Beschin unserer d heiligen E. beschaͤsg n, und Y 1. Laßt keine Vl machlaͤßhe ge der Edl Seele. d bvornehn Vexedlah so wit u wige A Rirchen U ud erleuch me. Ethal amit vit Als vernls deinen V Inns hinsch ubens u haben, 1 Dadian 10 nach welchen er uns gerechtfertiget, entsuͤndiget, begna⸗ diget und selig gemacht hat, im Glauben zueignen. So leben wir als christliche Bergleute unserm leiblichen und geistlichen Berufe gemaͤß, und koͤnnen uns unter jeden Umständen der Hülfe des Herrn getroͤsten. Ach Gott! merke auf die Stimme unsers Flehens, und verhilf uns allen zu dieser Gluͤckseligkeit um deines lieben Sohnes, Jesu Christi willen. Amen. 2 2 Herr Gott, du bist unsere Zuflucht fuͤr und fuͤr. Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt ge⸗ schaffen worden, bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit. Durch die Kraft deines allmaͤchtigen Sprechens sind Berge und Thaͤler, Gaͤnge und Kluͤfte geschaffen, uud zum Wachsthume verschiedener Erzarten eingerichtet, so daß man sie als immerwaͤhrende Schatzkammern dei⸗ ner segensreichen Guͤte erkennen und benutzen kann. Du wirkest uͤber und unter der Erde zum Preis deiner Schoͤpfung, und verherrlichest deinen Namen an allen Orten und Enden. O du ewiger, segensreicher Gott! das alles ist dein Werk. Du laͤßt Gold, Silber, Kupfer, Eisen, Zinn, Bley, Quecksilber, und was dergleichen mehr ist, zur Erhaltung und Nothdurft der Menschen wachsen, so wie zu ihrer Bequemlichkeit und mancherley Ergoͤtzlichkeit; und das alles erkennen wir als deine guten und vollkommnen Gaben, und sagen dir von Herzen kob und Dank, und bitten dich: segne jetzt und immerdar unsere Berufsarbeit, und hilf uns die ver⸗ borgenen Schaͤtze der Erde entdecken, damit wir am rechten Orte einschlagen, sinken, auslaͤngen, uͤber uns brechen und Gaͤnge erschroten, die reichhaltiges Erz liefern und sich nicht abschneiden, sondern fortsetzen. Oeffne uns bey Entbloͤßung eines jeden Ganges seine Kluͤfte, verleihe uns schoͤne Anbruͤche, und laß uns diese deine Anweisung standhaft verfolgen, damit das Bergwerk nicht zum Erliegen, sondern zum Steigen komme, und auch fuͤr unsere Nachkommen in Aufnahme“ bleibe. Gieb uns von Zeit zu Zeit edle Geschicke, die. un⸗ 28— 0— unsere Muͤhe und Aufwaͤnde bezahlen und alle Bau⸗ lustige erfreuen. Ueberhaupt foͤrdere und begluͤcke un—⸗ sern Bergbau durch verstaͤndige Beamte, fleisige Auf—⸗ seher und treue Arbeiter, damit jeder seine Obliegen— heiten auf seinem Posten treu und gewissenhaft erfuͤlle. Behuͤte uns ferner beym Ein-⸗ und Ausfahren und bey unserer gefaͤhrlichen Arbeit durch den Schutz deiner hei—⸗ ligen Engel; laß sie uns überall begleiten und zur Seite seyn, damit wir nicht durch Berge verschuttet werden, oder sonst zu Schaden und Ungluͤck kommen. Bewahre unsere Herzen vornehmlich vor Stolz und Uebermuth bey der Fuͤlle deines Segens, und vor Zagen und Mis- muth beym Verzug desselben. Laß uns durch dein Wort bewahret werden zur Seligkeit, und hilf uns, daß wir verlaͤugnen das ungoͤttliche Wesen und die weltlichen Luͤste, und zuͤchtig, gerecht und gottselig wandeln in unserm Beruf, und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi, der sich selbst fuͤr uns gegeben hat, damit er uns erloͤsete von aller Ungerech—⸗ tigkeit. Ach! guter Gott, himmlischer Vater, verleihe uns allen diese wahren nchristlichen Gesinnungen, damit wir in jeder drohenden Lodesgefahr sagen koͤnnen: Ich sterbe dem, dem ich gelebt habe. Christus ist mein Le— ben, und Sterben mein Gewinn. Christus wird unsern nichtigen Leib verklaͤren, daß er aͤhnlich werde seinem verklaͤrten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge ihm unterthäͤnig machen. Ja, ich weiß, daß mein Erloͤser lebt, und er wird mich hernach aus der Erde auferwecken. Gelobt sey demnach Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat, zu einer le— bendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Todten, zu einem unvergaͤnglichen und unbe⸗ fleckten und unverwelklichen Erbe, das behalten wird im Himmel. Nichts soll diesen Glaͤuben erschuͤttern; er ist unser Trost im Leben und im Sterben. Darum befehlen wir dir, Heiland aller Welt! unsern Leib und Seele, bewahre sie zum ewigen Leben. Amen. Wce U it de Uu IS. h Adern aut di u. dered Hlͤzz. 2 SMölt sht dem Icett de H Iu bohl ud ttue! Hsch htenz hielen Etäcke, do duch unst Mlonme u den sc ihpigen V. u jrde Ind ur V Hauhen u ind Rrihr Hahre un Ih siig alle Zih Heglück n e Obliggn Haft erfil den und h deiher 0 zur Eh tet werd Benas⸗ Uebernah n und MS ch dein Wn ns, daß hi e wellln wandeh offnungn Gottes lbst für un ler Ungenth ter, beilh ngen, danh foͤnnen: J ist mein wird unsch erde seilh er kann u ch weiß, N ach aus ott und xN nach seh zu einet. Jesu hst und unh halten erschutthh an. Dallh ern lein heh. — 0— 29 Anmaͤchtiger Gott, Schoͤpfer Himmels und der Erden! sieh mit vaͤterlichem Wohlwollen herab auf deine Kins der, und vernimm ihr Gebet, wenn sie um deinen Se⸗ gen zu ihrer Arbeit, und um Wachsthum in der wah—⸗ ren Froͤmmigkeit zu dir flehen! Laß uns nie vergessen, daß du, Gott, Vater im Himmel, der Geber alles Gu-⸗ ten, der Regierer aller Schicksale, und der Befoͤrderer zeitlicher und ewiger Gluͤckseligkeit bist. Wir treten jetzt vor dir und bitten dich mit Herz und Mund: Segne uns mit Guͤtern, die unsere wahre Wohlfahrt im Leben und Tode befoͤrdern. Erhalte den Bergbau hier und an andern Orten im Steigen und Aufnahme, damit er durch dich gesegnet bleibe an allerley Metall. Oeffne und veredle Gaͤuge und Kluͤfte, auch edle Faͤlle und Floͤtze. Bescheere uns allerley reichhaltige Erze, gute Befoͤrderer, standhafte Gewerken und reiche Ausbeute nebst dem edlen Frieden; und regiere alle hohe und niedere Bergbeamten mit deinem heiligen Geiste, damit sie dem Bergwerk wohl vorstehen, und die Arbeiter recht und wohl anweisen. Verleihe uns aber auch fleisige und treue Arbeiter, die so arbeiten wie sichs gebuͤhret, und beschuͤtze sie beym Ein⸗ und Ausfahren und bey al⸗ len ihren gefaͤhrlichen Verrichtungen vor Schaden und schnellem Tode. Gieb uns allen Gesundheit, Kraft und Stärke, damit wir von Zeit zu Zeit auch unter der Erde durch unserer Haͤnde Arbeit unser taͤglich Brod und Auskommen gewinnen. Bewahre unser aller Herzen vor dem schaͤndlichen Laster des Undanks, und vor jeder üppigen Verschwendung deines Segens; laß uns viel—⸗ mehr jede deiner Gaben mit Danksagung empfangen, und zur Verherrlichung deines Namens christlich ge⸗ brauchen und anwenden, damit dein Name groß bleibe und geruͤhmet werde immer und ewig. Diese Bitte ge⸗ waͤhre uns, Gott, Vater, Sohn und heiliger Geist, nach seiner theuern Verheißung willen! Amen. 4• 4. Aamaͤchtiger, ewiger Gott, himmlischer Vater, der du Berg und Thal, Kluͤfte und Gaͤnge schaffest und sie mit schoͤnen Geschicken veredelst, und laͤssest Silber und Erz wachsen zur Nothdurft der Menschen. Wir bitten deine milde Güte, du wollest dies Bergwerk aus Gna⸗ den segnen, und uns nach deinem Willen gut Erz be— scheeren, und deinen Geist und Gnade uns mittheilen, daß wir es zu deiner Ehre und Erhaltung deines Worts und taͤglichen Nothdurft selig gebrauchen, und unserm Naͤchsten christlich darmit dienen, durch Jesum Chri— stum, unsern Herrn. Amen. 5 Kirchengebet. O allmaͤchtiger Gott, liebreicher Vater! von dem alle gute und vollkommne Gaben herkommen, und bey dem keine Veraͤnderung noch Wechsel des kichts und Finster⸗ niß ist, wir bitten dich herzlich, du wollest das liebe Bergwerk sammt allen desselben zugehoͤrigen Gebaͤuden auf diesem umliegenden Gebirge insgemein und inson— derheit bey dieser unserer Bergstadt dir zu gnaͤdigen Segen und Aufnehmen lassen befohlen seyn; auch die— gefaͤhrlichen Gebaͤude, wie bishero geschehen, welches wir dankbar erkennen, also auch ferner nach deinem vaͤ⸗ terlichen und allein besten Willen vor Schaden und Un— fall bestaͤndig erhalten, Kluͤfte und Gaͤnge eroͤffnen, Silber, Erz, Zwitter, Eisenstein und andere Minera— lien bescheeren, und nach langwierigem Stocken mit deinen Gnadengaben wieder erfreuen; auch durch dei⸗ nen heiligen Geist unsere Herzen also regieren, damit wir sie zu deines Namens Ehre und dem Naͤchsten zu Nutz, auch uns selbsten zu zeitlicher und ewiger Wohl— fahrt dankbarlich anwenden und recht christlich gebrau⸗ chen moͤgen. Darzu gieb auch, o lieber Vater, allezeit gott⸗ a, Md sl D He E Idauf Sauh dil Ii W 1010„ 0 I Wl Ini UHAU O, ß HWagchen, A. Hat dise et Webüge It, Alethan I%N Begbau Ilst heine her woh ierdur chählih u im o Juden 2 Inhnu dei Ilum Etz ich Halg z stredlhe c, htel Ir Hbre Hguten V. N⸗ ehlhmes Bater, ffest und, Silber in Wir bith Tk aus Gn gut Eiz h mittheitz eines Vun und unsen Jesum e on denm a ind bey da und Finsth t das sih Gebaͤude und insth pnaͤdig Nauch!“ n, weltl deinem y an und Y. eroͤfnah e Minach tocken M durch d en, dasit aͤchsten l ger VWohb Hebralh d„ Alg 0olh — 31 gottselige, fleisige, kreue und verstaͤndige Bergleute ho⸗ hen und niedrigen Standes,(auch christliche Herren und Arbeiter auf Hammer- und Huͤttenwerken) segne sie allesammt an Ehr und Gut, an Leib und Seele, und laß sie bey ihrer schweren und gefaͤhrlichen Arbeit, im Ein- und Ausfahren, bey Tag und Nacht, daheim und auf dem kande, uͤberall und alle Wege durch den Schutz deiner heiligen Engel vaͤterlich begleiten und vor allem Uebel und Unfall behuͤten. Und das wollest du thun, o grundguͤtiger Gott, durch Jesum Christum, deinen lieben Sohn, unsern Heiland. Amen. ö 6. Zum Schluß des Quartals. O allmächtiger, barmherziger Gott und Vater! wir sagen deiner goͤttlichen Allmacht Lob, Ehr, Preiß und Dank, daß du, nebst andern deinen vielfaͤltigen Gna⸗ dengaben, auch dieses Großherzogthum, und insonder— heit diese Stadt, mit dem edlen Bergsegen begnadet, die Gebuͤrge mit fuͤndigen Kluͤften und Gaͤngen vered⸗ let, allerhand Metall reichlich bescheeret, und den lie⸗ ben Bergbau noch gnaͤdiglich erhalten hast, also, daß dieses deines Segens ihrer viele der Gewerken lange Zeit her wohl genossen, und der Bergleute große An— zahl hierdurch ihr nothduͤrftiges Auskommen gehabt. Vorzuͤglich aber danken wir deiner goͤttlichen Majestaͤt, daß du im verwichenen Quartal, sowohl allhier, als in andern Bergstaͤdten dieser Lande, zu dem lieben Bergbau deine Gnade mildiglich verliehen, mit reich⸗ haltigem Erze und bestaͤndigen Anbruͤchen uns begabet, auch theils Zechen mit reichen Ausbeuten erfreuet, viel schreckliche Faͤlle und Ungluͤck, sammt gefaͤhrlichen Bruͤ—⸗ chen, vaͤterlich abgewendet, unsere hohe großherzog— liche Obrigkeit und getreue Bergwerkspatronen noch bey gutem Wohlstande erhalten, die Ober- und andern Berg- und Huͤttenbeamten, sammt den Vorstehern, Schichtmeistern, Steigern und Schmelzern, imgleichen von 32——— von sammtlichen Bergleuten ihrer viele, vor allem Schaden und Gefahr maͤchtiglich behuͤtet, und sowohl über als unter der Erde maͤncherley Unfall abgewendet; dafuͤr sey nochmals, o grundgütiger Gott! gepreiset in alle Ewigkeit. Bitten hierauf ferner deine unaus⸗ sprechliche Barmherzigkeit vom Grunde unserer Herzen, du wollest auch im kuͤnftigen Quartal, und hinfuhro allezeit nach deinem goͤttlichen Willen, uͤber alle hiesige und andere Bergstaͤdte des Großherzogthums deine Gnaden- und Segenshand ausstrecken, das edle Klei⸗ nod des lieben Bergwerks erhalten, Klüfte und Gaͤnge veredleu, neue Gaͤnge gluͤcklich erschuͤrfen und ausrich⸗ ten lassen, gute und bestaͤndige Anbruͤche sammt reichen Ausbeuten bescheeren, auch zu rechtem und nuͤtzlichem Gebrauch derselben Gnade verleihen, unsere hohe Obrigkeit mit allem gedeihlichen Wohlergehen beseligen,‚ getreue Bergwerkspatronen geben, die verordnete Ober— und andere Berg- und Huͤttenbeamte zu gutem Regi⸗ mente mit deinem heiligen Geiste begnaden, und in dei— nen Schutz nehmen und dir befohlen seyn lassen, zu allen ihren, dem edlen Bergbau nuͤtzlichen Rath⸗- und Anschlaͤgen Gluͤck und Segen verleihen, treue Vorste⸗ her, baulustige und standhaftige Verleger und Gewer⸗ ken erwecken, alle aufgewendete Kosten ihnen wieder ersetzen, vor gefaͤhrlichen Bruͤchen und andern Uufaͤllen in Gnaden bewahren. Alle diejenigen, so ein- und aus⸗ fahren, saͤmmtliche Bergleute und Schmelzer, bey ihrer schweren und gefaͤhrlichen Arbeit durch den Schutz dei⸗ ner heiligen Engel jederzeit beschuͤtzen, und sonst einem jeden geben, was ihm an Seele und Leib, hier zeitlich und dort ewiglich, nuͤtzlich und gedeihlich seyn mag. Das wollest du thun, o grundgütiger Gott, duuoberster Berg-⸗ und Segensherr! um deines lieben Sohnes, Amen, Erloͤsers und Seligmachers, Jesu Christi willen? men. E. Ha 6 Kudn, I. st H N M en W ate Ulbrnggen, clicht fiedenen IWarkt,! Ing, Myhluz Hl Ne! MN holln Holles herke MEnen de t„ Ind dt sul im hule wit v sees Iln pit de eine shn uns Ase und E In Rͤit Ihn dater shhlchen scen gune schy, de vn S audhrg Schn vabpe paht uld allein g h „bot 0 abgevent kt. geuns heine ung serer H er alle ih Ithums h as edle R. te und Hi und authe sammt nth ind nuͤshe unsere s hen besh ordnett gutem „ und in n lasseh, n Rath/ treue M und Gahh ihnen wich Hern Uasih in⸗ und a er, bey i Schuh N sonst alcg hier zel seyn M „du obelsl en Sohhl Hrist vile —— 33 B. ö Gemeinschaftliche Gebete, beym Einfahren. I. Herr Gott, himmlischer Vater! du hast uns, deine Kinder, alle zu einem thaͤtigen keben bestimmt und be⸗ rufen; hast uns bekannt gemacht, daß wir unser Brod nicht im Muͤssiggange, sondern im Schweiß des Ange⸗ sichts suchen und erwerben sollen. Unsere Pflicht ist es also zu arbeiten und das bestimmte Tagewerk so gut zu vollbringen, als uns nur immer moͤglich ist. Fern von suͤndlicher Neigung zur Traͤgheit, und von jeder unzu⸗ friedenen Klage oder neidischer Misgunst uͤber das Gluͤck Anderer, die im ruhigern Genuß des Lebens ihre Tage zubringen, wollen wir unsern Beruf als weise goͤttliche Anordnung betrachten und der Anweisung pflichtmaͤsig folgen, die uns don unsern Vorgesetzten gegeben wird. Nie wollen wir die Spuren der Weisheit und Guͤte Gottes verkennen, nach welcher er die Tiefen der Erde mit Erzen bereichert, ihr Wachsthum nach Gaͤngen ord—⸗ net, und durch Kluͤfte ihr Auffinden erleichtert. Sein Lob soll immerdar in unserm Munde seyn. Betend wollen wir unsere Arbeit antreten, und zur Verherrli— chung seines großen Namens fortsetzen. Denn so er⸗ fuͤllen wir den guten und gnaͤdigen Willen Gottes, wan⸗ deln in seinem Reiche als gehorsame Unterthanen, und koͤnnen uns seines Wohlgefallens und Segens, seiner Huͤlfe und Errettung bey unserer schweren und gefaͤhr⸗ lichen Arbeit mit Zuversicht getroͤsten. Sieh, lieber him̃⸗ lischer Vater, wir gehen jetzt als Bruͤder mit gemein⸗ schaftlichem Gebete an unsere Berufsarbeit, und wuͤn⸗ schen einander mit Herz und Mund ein gluͤckliches Wie⸗ dersehn. Keiner flehe vergeblich um des andern huͤlf⸗ reichen Beystand. Keiner empfinde Freude uͤber eines andern Schaden und Ungluͤck. In unser aller Herzen wohne wahre christliche Bruderliebe, die uns einzig und allein als wuͤrdige Nachfolger von Jesu bezeichnet, der aus Liebe zu uns sein 2.%a hat, damit wir es 34—— es im noͤthigen Falle zum Wohl unserer Nebenmenschen wieder lassen moͤchten. O Gott der Liebe und Barm⸗ herzigkeit! stehe uns bey, hilf, schuͤtze, segne und er⸗ halte den Bergbau, und beschuͤtze alle, die daran arbei—⸗ ten, auf ihren gefaͤhrlichen Berufswegen. Veredle die Gaͤnge mit reichhaltigem Erz; erwecke unsern Eifer von Zeit zu Zeit burch gute Anbruͤche und erhalte sie im Segen, damit unfere Muͤhe und Arbeit nicht unbeloh⸗ net bleibe. Sey unser aller Schirm und Schild, staͤrke unsere Kraͤfte und belebe unsere Herzen mit Hoffnung, Muth, Trost und Freudigkeit, damit wir bey keiner Gefahr zagen, oder murren uͤber die Wege, die du uns suͤhrest, und daruͤber deine Vaterguͤte verkennen. Er— hoͤre uns alle, wenn wir in Noth und Truͤbsal zu dir rufen, und sey uus um Christi willen gnaͤdig. Amen. 2. Gott! groß sind deine Werke— unaussprechlich deine Macht, Weisheit und Guͤte! Denn du hast durch deine Kraft die Berge gegruͤndet, und Schaͤtze deines Segens in das Innerste der Erde ausgeschuͤttet. Gelobet sey dein herrlicher Name immer und ewiglich! Rie wollen wir vergessen, daß wir Zeugen sind des Reichthums dei— ner unterirrdischen Guͤter. Unser Beruf fuͤhrt uns dazu an, und wir folgen getrost und mit dankerfuͤlltem Her⸗ zen deiner naͤhern Anweisung. Denn du thust uns kund, wie und wo wir einschlagen, sinken und auslaͤngen, oder über uns brechen sollen. Du zeigst uns maͤchtige Gaͤnge und Kluͤfte, bescheerst uns edle Anbruche und reichhaltige Geschicke. Du begluͤckst die Anschlaͤge unse— rer Aufseher und segnest Gewerken und Arbeiter, damit ihre Muͤhe nicht unbelohnet bleibe. O du segensreicher Gott! regiere auch in Zukunft das Werk unserer Haͤnde und segne uns so, wie du uns bisher gesegnet hast! Zu dir erheben wir unsere Augen, begehren deine Huͤlfe und erwarten deinen Beystand. Halte uͤber uns deine Vaterhand, und beschirme uns beym Ein- und Aus⸗ faͤhren und bey jeder gefaͤhrlichen Verrichtung 26 en Sdin Hiöse und? V/ solle ö Müse 1n 0 unhc UHE icde uld HRahußehe Ose Ha Wihch Rachis v 0 Hatt, Eunde, u Hast das U Humuen n haben. lle uns be Eithe, wir hrt bor uns Whans geth du dai Gsten is. sudn erba Hlht. Jet Heiher Hlte Uuh, Hannf 0 Fifti lus nicht un mstre üße Hahan. R. uud egleit benmnasth und Bug egne und⸗ daran ai Vertdle ern Eiftr h rhalte seh licht undi Schild, s nit Hofsh vie bey kir e, die dux rkennen, ruͤbsal y adig. P„ prechlich st durch R eines Gh Gelobet! Nie uul ichthuns! htt und v rfuͤlltem ust uns ll auslaͤnht uns mäͤchl abruͤche schluͤge u heiter, das nserer hl ysegnet 0 deine Hil uns Rh und I ö htung —— 35 den Schutz deiner heiligen Engel. Entferne jede Sorg⸗ losigkeit, jeden Frevel und keichtsinn aus unserm Her⸗ zen. Laß uns vielmehr unsere Scheitte mit Bedacht thun, damit wir nicht durch unsere Schuld gleiten und Schaden nehmen. Ach, Gott! sey uns allen gnaͤdig, troͤste und errette uns zur Zeit der Noth und Truͤbsal. Ja, sollte auch einer von uns nach deinem unerforsch⸗ lichen Rathschluß durch einen unvermutheten Fehltritt in die Tiefe hinabstürzen, oder durch andere Unfaͤlle sein zeitliches Leben beschliesen müssen: o, so laß dir seine Seele empfoͤhlen seyn, nimm sie in deine Vater⸗ haͤnde und erhalte sie zum ewigen beben, welches das verheißene Erbtheil ist der Erloͤsten und Auserwaͤhlten. Diese Gnade wollest du uns nicht versagen, um der der Wahrhaftigkeit deines Sohnes und unsers Selig⸗ machers willen. Amen. 3· Herr Gott, Vater im Himmel, staͤrke uns in dieser Stunde, und hilf uns nach deiner alles bewirkenden Kraft das Werk vollbringen, welches wir mit vollem Vertrauen auf deinen maͤchtigen Beystand unternom⸗ men haben. Jesu Christe! du Trost unserer Seelen, eile uns beyzustehen mit deiner Huͤlfe und Gnade. Siehe, wir haben jetzt eine gefaͤhrliche Tiefe und einen Ort vor uns, in welchen wir keinen Augenblick unsers Lebens gewiß sind: o stehe uns bey und zeige uns, daß du da immer am naͤchsten bist, wo die Gefahr am groͤsten ist. Laß deine Gnade nicht von uns weichen, sondern erbarme dich unser bey jeder drohenden Todes-⸗ gefahr. Jetzt, da wir einfahren, begleite uns mit deiner Guͤte; rathe uns, wo wir Rath beduͤrfen; staͤrke uns, wenn wir durch Arbeit und Muͤhe entkraͤftet sind, und hilf uns, wenn uns Huͤlfe noth ist. Denn wo du uns nicht unterstuͤtzest, so gerathen unsere Wege uͤbel, unsere Fuͤße straucheln und mit unster Macht ist nichts gethan. Ach! so wende dich doch zu deinen Knechten und begleite sie durch deine heiligen Engel. Laß sie nicht er⸗ 36— 0— erschrecken auf Fahrten, Stollen und Strecken, noch ihre Sinne zagen; sondern gieb ihnen Muth und Kraft, jede Gefahr gluͤcklich zu uͤberwinden. Bewahre einen jeden von uns, damit keinen eine Wand schlage, oder ein Durchschlag ertraͤnke, oder ein Schuß verletze, oder ein giftiger Schwaden ersticke; denn du allein bist un⸗ ser Schirm und Schild. Du kannst uͤberschwenglich thun und uns in dem Tiefsten der Erde behuͤten und erhalten. Darum nehmen wir unsere Zuflucht zu dir und bitten dich: sey uns gnaͤdig und erhalte uns zum ewigen Le⸗ ben. Ja, das wollest du thun, um deines unschuldig vergossenen Blutes willen. Amen. 0. Lob⸗ und Dankgebete, nach gethaner Arbeit. Gott! dir gebuͤhrt Preis, Ehre und Anbetung! Denn alles, was wir sind, haben, geniessen und erwerben, sind Geschenke deiner unaussprechlichen Guͤte. O, wie hat doch der Herr die Menschen so lieb! Groß und mancherley sind die Wohlthaten, mit welchen du uns heute üͤberschuͤttet hast! Du hast uns zu unserm Thun und Vornehmen Gesundheit und Kraͤfte verliehen, hast unsere muͤhvolle Arbeit gesegnet und unser Leben vaͤter— lich bewahret. O welches Dankopfer sollen wir dir dafuͤr bringen, daß du uns nicht nur im Einfahren kraͤftig unterstuͤtzet, sondern auch in der Grube vor man⸗ cher drohenden Gefahr behuͤtet und in allerley Anliegen geholfen hast, so daß wir jetzt mit Freuden haben koͤn⸗ nen wieder ausfahren und in unsere Wohnungen zu⸗ ruͤckkehren! Unser Dankgefuͤhl fordert uns auf, deine unendliche Vaterguͤte laut zu ruͤhmen und zu preisen. Und was koͤnnen wir anders als sagen: Gelobet sey der Herr, denn er hat unser Gebet erhoͤret; auf ihn hofften wir, und er hat uns geholfen. O so schuͤtze, leite und fuͤhre uns auch fernerhin mit deinem kraͤfti⸗ gen Arme, und eile uns beyzustehen, Herr, unsere Staͤrke N 0 sttfl I K Hsnung Nle E Slgtat l Ulsen e Whuftf Rich m Ilst Wafel Walh e I he han, nhn, Me llg sd Iun, t s us UU Han Hleit n Pt Mheo Uh Nin nhihg Ial, nochis Krast,h einen ihg e, oder örletze, lein hist n henglich hy ind erhash und hith m ewigenh es unschh ner Ahl etung! 1d erweth üte. 9,1 Gtoßu Ichen du unserm x. xliehen/ Leben R⸗h llen wir! m Eiufth Ibe vor. Aey Mu n haben hnungen 8 auf, N vzh ph Gelobet et; 90 0 einem + ö elt/ A EIi S 8— 37 Staͤrke und Schild, damit wir vor Schaden und Un⸗- gluͤck bewahret bleiben, so oft uns Gefahren bey un— serer Berufsarbeit drohen. Oder, solltest du ja nach deiner weisen Vorsehung es fuͤr gut befinden, uns zu zuͤchtigen und schwere Leiden uͤber uns zu verhaͤngen: o so verhuͤte, daß uns diese Pruͤfungen unsers Glauben 8 nicht unvorbereitet treffen und wir vergessen, daß du alles zum Besten lenkest und hinausfuͤhrest. aer zu dem Ende den Grund unsers Glaubens, welcher ist Christus fuͤr unsere Suͤnde in den Tod dahin gegeben; und belebe unsere aller Herzen mit wahren christ lichen Gesinnungen und mit der troͤstlichen Hoffnung: daß wir als Erloͤste und Begnadigte zur himmlischen Gluͤck— seligkeit bestimmt und berufen sind. Erwecke daher in 1I20 un Herzen eine ungeheuchelte Bruderliebe, und laß uns im Gluͤck weder übermuͤthig, noch im ungluͤck zaghaft seyn, sondern laß uns unsere Berufsarbeit mit moͤglichster Treue und Gewissenhaftigkeit betreiben und dann mit Zuversicht deinen Segen erwarten. So sind wir auf alles vorbereitet, duͤrfen vor nichts erschrecken und uns entsetzen; denn, wer den Willen Gottes thut, der bleibet in Ewigkeit. O! daß wir doch alle stets so lebten, wie wir am Abend unsers Lebens wuͤnschen werden, gelebt zu haben, damit wir uns in der ban-⸗ gen Todesstunde mit der Hoffnung getroͤsten koͤnnten: Selig sind die Todten, die in dem Herrn sterben, von nun an. Ja, der Geist spricht, daß sie ruhen von ih—⸗ rer Arbeit, denn ihre Werke folgen ihnen nach! Darzu helfe uns allen Gott— Vater, Sohn und heiliger Geist! Amen. 2. Gerreuer Gott und Vater! du bist und bleibest unser Begleiter zu allen Zeiten und an allen Orten. Da ist kein Ort weder in der Naͤhe noch Ferne, weder in der Hoͤhe noch Tiefe, weder uͤber noch unter der Erde, der uns deinen allsehenden Augen entziehen, und uns deine nahe Gegenwart verweigern koͤnnte. O wie 1 7 38—— ist dieses Bewustseyn zum Guten! und wie troͤstlich bey allen unverschuldeten Leiden und Widerwaͤrtigkeiten. Darum fuͤrchten wir auch kein Ungluͤck, ob wir schon wandeln im finstern Thal; denn du, o Gott! bist bey uns, du staͤrkest uns, hilfst uns und erhaͤltst uns durch die rechte Hand deiner Gerechtigkeit. Des sind wir jetzt alle Zeugen; denn ohne dich waͤren wir vielleicht alle ein Raub des Todes geworden, da uns viel und man⸗ cherley Gefahr beym Ein- und Ausfahren, so wie auch bey unserer Arbeit umgeben hatte. Nur du allein hast uns erhalten und ohne Schaden aus der Tiefe wieder zuruͤckgebracht. Durch dich leben, weben und sind wir. Ach! daß wir doch alle unsere ganze Abhaͤngigkeit von dir recht lebhaft erkennten und fuͤhlten: wie wenig wir ohne dich vermoͤchten, und wie weit entfernt wir vom Ziel aller unserer Wuͤnsche bleiben wuͤrden; wenn du unsern Bau nicht begüͤnstigtest, und die Augen unserer Aufseher mit Weisheit und Forschungsgeist ausruͤste⸗ test! An deinem Segen und an deiner Gnade ist alles gelegen. Darum erheben wir unsere Haͤnde zu dir em— por und bitten dich: segne auch fernerhin ben edlen Bergbau, und laß uns die Fruͤchte deines Segens in Fried und Ruhe mit Danksagung genießen. Gieb und erhalte uns von Zeit zu Zeit eine Obrigkeit, die uns wohl anweiset, und ihre Ehre in der Liebe und Achtung ih- rer Untergebenen suchet und findet. Laß uns dieselbe jederzeit als wohlthaͤtige Werkzeuge deiner Regierung betrachten, damit wir nie des schuldigen Gehorsams und der ihr gebührenden Ehrfurcht vergessen. Laß uns dir alle unsere Mitarbeiter, und vornehmlich alle un⸗ sere leidenden Bruͤder, in Gnaden empfohlen seyn; staͤrke sie mit dem Troste deines Worts, gieb ihnen Geduld, und erfreue sie durch die hoffnungsvolle Aussicht in ein neues und besseres Leben, damit sie nicht unter dem Drucke der Leiden erliegen und mistrauisch werden ge— gen deine vaͤterliche Vorsehung; oder wohl gar murren über dein Verhaͤngniß. Verleihe uns allen christliche Geduld und Selbstverlaͤugnung, damit wir in keine Suͤnde willigen, noch thun wider dein heiliges Gebot. Denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefaͤllt, wer t His ö Hults ditl Hatt bie „ M. u H f In Rach Ceekn L , Nß IN isen Isen suundhe stm. o chhih n thöh urHott, M pole al eti al ei I Hefah is nur! luhe wate I0 Gchte u ihn ulen, di lut siie Wd gy unt us h lus itt y Iir Echit lhien Hasfe in d 6 nt, fitgtnz ae oͤclichh irtigkeite, wir shn bist Uns dur nd wir s elleicht al und mah so wie aut allein hi Aefe wich d sind ihs igigkeit iy e weniz x nt wir yn 5 wenpu gen unste st austhth ade ist alt e zu dir eh 1 ben thhe Segens Gieh un ie uns b Achtung ins diesch Regierah Gehotsan n. kaß u6 ich alle 10 seynʒ sil jen Ge E ösicht II unter d werden ar mutt chrishhz 'bit in el Uges Ghl U sl esen g 6 uns erretten, daß wir nicht versinken, oder die Diefe wer boͤse ist, bleibet nicht vor dir. Darum so laßt uns Gutes thun und nicht muͤde werden, denn zu sei⸗ ner Zeit werden wir auch aͤrndten ohne Aufhoͤren. Gott befestige diesen Entschluß zum Heil unserer See— len, um Jesu Christi willen. Amen. 3² O du guͤtiger Regierer unserer Schicksale! unsere Herzen sind voll von dankbaren Empfindungen gegen den Reichthum deiner Güte, nach welchem du unsere Seelen beym Leben erhalten und unsere Fuͤße bewahret hast, daß sie nicht gleiteten. Immerdar soll dein Lob in unserm Munde seyn und dein Ruhm erschallen von unsern Lippen, damit es die Elenden hoͤren, wie freundlich du seyst, und die Armen sich deiner Guͤte er—⸗ freuen. Preiset ihr Voͤlker mit uns den Herrn immer und ewiglich, und lasset uns miteinander seinen Na⸗ men erhoͤhen; denn er ist der allmaͤchtige Gott; er ist der Gott, dem Preis, Ehre und Anbetung gebuͤhret. Nie wollen wir der Wohlthaten vergessen, die er uns heute erwiesen hat. Er hat sorgfaͤltiger an uns gehan⸗ delt als ein Vater an seinen Kindern. Wir waren alle mit Gefahren umgeben und konnten mit David sagen: es ist nur ein Schritt zwischen uns und dem Grabe— nahe waren unsere Leiber dem Verderben, und Angst und Schrecken hatte sich unserer Sinne bemeistert. Nur ihm allein haben wir unsere Erhaltung zu ver⸗ danken, durch seinen starken Arm sind wir gerettet und durch seine Guͤte geleitet worden. O Gott, barmher- zig und gnaͤdig und von großer Treue, der du nicht mit uns handelst nach unsern Suͤnden und vergilst uns nicht nach unsern Missethaten; sondern bist unse⸗ rer Schwaͤche und Ohnmacht eingedenk und eilest uns beyzustehen, Gott unsere Zuversicht und Staͤrke, eine Huͤlfe in den großen Noͤthen. Darum fürchten wir uns nicht, wenn auch die Berge uͤber uns zusammen stuͤrzten; denn du Herr bist bey uns, kannst und willst uns uns verschlinge. Ach! daß uns doch diese deine Guͤte zur Buße leiten moͤchte, damit wir deine Geduld und Langmuͤthigkeit nicht mißbrauchten, und sie in Zorn und Ungnade durch unsere lasterhafte Leichtsinnigkeit verwandelten! denn du liebest Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen. O so gieb uns allen deinen guten Geist, daß er uns heilige und im Guten erhalte! da⸗ mit wir uns deines Wohlgefallens und deiner Huͤlfe recht wuͤrdig machen. Diese Bitte wollest du uns ge— waͤhren, damit unser Geist maͤchtig sey, die Begierden des Fleisches zu beherrschen, und wir als Christen im Reiche der Gnaden faͤhig sind, dir zu dienen in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit. Das wollest du thun, um Jesu Christi, unsers Erloͤsers und Selig— machers willen. Amen. ——— — HA Aphlihe W H I 60 Ae N Di Eht und! H l Hatt lht, in Ellnseigen . Eich, sfien wir u Diheg. Iht tht dir Ihigen? WhHeif, lch uhgt, sstohpt — u Gas Aahc, luffn. Dl Wlcchan! ncrintn; serstut sllcher Se eine di Beduld in isie in 30 chtsinninht und hash veinen guß erhalteleh Heiner Hll du ung ie Begierh Christen en in ehiy Das wohs und S eeesesesseseseseeeseseeeeee⸗⸗— Erste Hauptabtheilung. Ueber ö oͤffentliche und haͤusliche Erbauung. Oeffentliche Erbauung. Mel. Ach Gott, nim̃ mich ꝛc. Erweckend. Dammelt euch, o I. S Christen, gern hier an dieser Staͤtte! Singt und danket eurem Herrn! Preist ihn im Ge— bete! Hoͤrt und ehrt, was er lehrt, und erwaͤgt im Stillen seinen Vaterwillen! 2. Sieh, o Gott, hier kom̃en wir mit der Schaar der Deinen. O wer wollte nicht vor dir andachtsvoll erscheinen? Du erfreust jeden Geist, der nach Ho— heit ringet, und zu dir sich schwinget. 3. Groß ist uͤberall dein Ruhm, wo nur Wesen denken. Dieses Tempels Heiligthum kann dich nicht umschraͤnken; doch auch hier stroͤmt von dir won⸗ nereicher Segen deinem Volk entgegen. 4. Von dem Weltge⸗ raͤusch entfernt, das uns oft zerstreuet, fuͤhlt hier unser Geist und lernt, was ihn stets erfreuet. Eitles Gluͤck weicht zuruͤck vor den hoͤhern Gaben, die den Frommen laben. 5. Unser Herz erweitert sich, wenn wir Menschen sehen, die hier still und feyerlich mit uns vor dir stehen. Jeder nennt und bekennt, trotz dem Wahn der Spoͤtter, dich, den Gott der Goͤtter. 6. Jeden zieht ein sanf— tes Band hin zu seinen Bruͤdern. Alle fuͤhlen sich verwandt, Hohe mit den Niedern. Freund und Feind sind vereint, dich, durch den sie leben, fried⸗ lich zu erheben. 7. Hier wird Christen—⸗ sinn geweckt, Licht und Trost verbreitet, mancher Suͤnder aufgeschreckt, und A z Oeffentliche Erbauung. 2 zu dir geleitet, und die Noth, die uns droht, lernen wir im Glauben ihrer Macht berauben. 8. Ja, dein Wort, das hier ertoͤnt, ist das Wort des Lebens. Er, der uns mit dir versoͤhnt, sprach es nicht vergebens. Selig ist jeder Christ, der es achtsam hoͤret, und durch Tugend ehret. g. Gott, wir wollen oft und gern dich im Tem⸗ pel preisen, und hier Je— su, unserm Herrn, dank—⸗ bar uns beweisen. Er al—⸗ lein soll es seyn, den sich unsre Seelen stets zum Fuͤhrer waͤhlen. 10. Heil uns allen, wenn wir hier nie dein Wort verachten, und, den En geln gleich, vor dir zu erscheinen trachten! Schoͤn und groß ist das Loos Aller, die sich uͤben, dich, o Herr, zu lieben. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Ueberzeugend und ermunternd Den Hoͤchsten oͤffent—⸗ lich verehren, und in sein Haus mit Freuden gehn, um andachtsvoll sein Wort zu hoͤren, und ihn lobpreisend zu erhoͤhn, ist eine Pflicht, wozu der Christ, so lang er lebt, berbunden ist. — Verstand! 2. Wenn du nur in der Still' ihn ehrest, zwar Jesum deinen Heiland nennst: doch ihn nicht oͤf⸗ fentlich verehrest, ihn nicht auch vor der Welt bekennst. Bist du dann sein? 2 bist du ein Christ, der seinem Hei—⸗ land dankbar ist? 3. Wer sich der Andacht stets entziehet, an dem dazu bestimmte 97 Tag; aus Traͤgheit die Versamlut g fliehet, und nicht mit an⸗ dern beten mag, entzieht sich einer heil'gen Pflicht, und sorgt fuͤr seine Seele nicht. 4. Auch deinen Naͤchsten zu erbauen, mußt du zum Hause Gottes gehn. Wie Manche sind, die auf dich schauen, die bloß auf An- drer Beyspiel seh'ꝛn! O denke dran, daß du als Christ ein gutes Beyspiel schuldig bist! 5. Und immer mehr von deinen Pflichten, und von der Bahn zur Seligkeit dich fester noch zu unter— richten in dieser kurzen Ue⸗ bungszeit, wie noͤthig ist dieß nicht, o Christ, der du geneigt zu Fehlern bist! 6. Wie schwach sind uns⸗ re eignen Kraͤfte! wie schwach Erkenntniß und der Gottes⸗ ein Geschaͤfte, wozu dienst ist * ů Nani 100g 0 an 050 ni à 10 0aei 0U 10 6 Wt 6 o9ul Ihl Vaet Rm E Ihn“ Fro Ium H Huutun 0 E l shi ause bꝰ aus 0 Lahch WI Mht, dar 0 ge Miken — u nur in hrest, en Helh ihn nicht! rest, ihnn Velt beken sein? H. r seinen, i h der Mh Eet,, ah iten Tagzt Versash nicht mün mag, ahshh l'gen Mt ir seine e inen Müi mußt du s gehn. „ die auf! bloß auf! el sehꝰn! daß du utes Vass mer mehtl ten, und zur Salg joch u eser kuthi wie hoͤthh ochrisi, Fehlern wach sulds eaͤfte! enntniß! der Ell Geschf U Oeffentliche Erbauung. 3 wozu Gott guͤtig uns ver⸗ band; ein Mittel, das uns neue Kraft zum Glauben und zur Dugend schafft. 5. Wie manchen Trost hab' ich empfunden, wenn ich das Wort des Herrn gehoͤrt! Wie lieb' ich euch, ihr frohen Stunden, da man anbetend Gott ver— ehrt, und, um das Ewige bemuͤht, 10 aller Erden⸗ org entzieht. x 8 Komt, fromme Chri—⸗ sten, theure Bruͤder, ver⸗ eint im Geist vor Gott zu stehn! Komt, wir sind Ei⸗ nes Leibes Glieder, komt, unsern Schoͤpfer zu er⸗ hoͤhn! Frohlockend preiset Jesum Christ, der unser Haupt und Mittler ist. 9. Erleuchte, Herr, selbst unsre Seelen, ver— treibꝰ aus uns des Irr⸗ thums Nacht; laß uns die Wahrheit nicht verfehlen, die du uns selber kund ge— macht, damit dein großer Ruhetag uns ewig dort begluͤcken mag. Vorige Melodie. Mit angenehmer Empfindung. Wie lieblich ist, o 3. Herr! die Staͤtte, da deines Namens Ehre wohnt! o gieb, daß ich sie gern betrette, weil ew'ger Segen die belohnt, die deines Wortes sich erfreun, und dir des Herzens An- dacht weihn. 2. Wohl dem, der dich in deinem Tempel, Gott! zu verehren, Ernst beweist, du hoͤrst sein Lob; und sein Exempel erbaut; du staͤrkest seinen Geist, daß er, auf deiner Wahrheit Bahn mit sichern Schrit— ten wandeln kann. 3. Dein Wort, Herr? bleibt nicht ohne Segen, es ruͤhrt und bessert un⸗ ser Herz. Es ist ein Licht auf unsern Wegen, und troͤstet uns im bangsten Schmerz, beym Aufruhr jeder keidenschaft giebt es zum Siege Muth und Kraft. 4. Auch uns wollst du dieß Gluͤck gewaͤhren, weñ wir in deinen Tempel gehn, um uns, durch deiner Weisheit Lehren, gebes⸗ sert und erbaut zu sehn: dir laß den Dienst, den wir dir weihn, ein ange⸗ nehmes Opfer seyn. 5. Ja, dir gefaͤllt der Dienst der Frommen, du bist ihr Segen und ihr Heil, wenn sie im Glau⸗ ben vor dich kommen, wird ihnen neue Huld zu Theil. Du haͤltst das, was dein Wort verheist, A 2 ruͤhrst, 4 Oeffentliche Erbauung. ruͤhrst, staͤrkst und besserst ihren Geist. Vorige Melodie. Mit frohem Gefuͤhle. 4 Noch singꝰ ich hier aus dunkler Fer⸗ ne, Gott meines Lebens, dir mein Lied. Wenn einst weit uͤber alle Sterne dich mein verklaͤrtes Auge sieht; dann schallet dir im Jubelklang der Ueberwin— der mein Gesang. 2. Wohl mir indeß! du schaust hernieder, steigt mein Gebet zu dir hinan; Ou siehst den Daͤnk der schwachen Lieder mit Va—⸗ terhuld und Gnade an. Und meine Besserung und Ruh nimmt durch ein frommes kied oft zu. 3. Froh wall' ich hin mit meinen Bruͤdern zu deines Tempels Heilig-⸗ thum. Da schallt in dir geweihten kiedern des Dankes Stimm zu dei⸗— nem Ruhm: und dann durchdringet meine Brust ein fromm Gefuͤhl der reinsten Lust. 4. Die Kraft von deinen Himmelslehren ergießt sich da durch meinen Geist, wenn er vereint mit heil'⸗ gen Choͤren, Gott! dei⸗ nen großen Namen preist, Anbetung dir und Ehre bringt, und Fuͤlle der Empfindung singt. 5. Zwar hab ich auch in stillen Stunden, wenn ich dir meine Freude sang, der Andacht Seligkeit em— pfunden, die durch die frohe Seele drang. Mein Herz, wenn dir mein Lied erscholl, ward seliger Em—⸗ pfindung voll. 6. Doch ward, dich in— niger zu loben, oft wenn es kalt und traͤge war, die Seele mehr zu dir er—⸗ hoben, bey meiner Mit— erloͤsten Schaar, wenn sie in vollem Lobgesang sich hin zu deinem Throne schwang. 7. Drum will ich mit der Frommen Schaaren auch gern zu deinen Tempeln gehn, wo eiast auch die versammelt waren, die nun vor deinem Throne stehn. Sie schauten auch im dunkeln Wort, von Angesicht schau'n sie dich dort. Mel. Aller Welten Herr—⸗ scher ꝛce Mit Wuͤrde. 5 Gott ist gegenwaͤr⸗ 8 tig! Froh ihn anzubeten, laßt uns vor sein Antlitz treten! Er ist groß auch Wir I— Dint 5. H00 40 A Eele! Wustr. nd! t diribe Lu solst H lndlich s it ult Mat Rurdig d Ressa, i dul uwe glich In obn M si, dei Of, ß le, pu MWen sich . Gich Wymsris f Ie, uns Wrehe Alis — und dh 0 Fͤͤle singt. hab ich 0 unden, Freude f Seligket die dulch drang. M dir meih! seliher! l. hard, dit n, ost traͤge h hr zu R meiet A haar, h n kobgeh inem I ill ich ni. chaaren en Tamh inst auch! waren nem Thl chauten Wort, u'n sie Zelten H 10 urde. h Feoh N t und 2 6 0 Oeffentliche Erbauung. 5 sroß und herrlich! Alles, alles beuge sich vor seinem Thron und schweige an— dachtsvoll, uns zum Wohl auf die sel'gen Lehren seines Worts zu hoͤren. 2. Gott ist gegenwaͤrtig! Ihm, dem Seraphinen mit der tiefsten Ehrfurcht die— nen, Ihm, dem Herrn und Schoͤpfer aller Engel— choͤre, ihm sey ewig Preis und Ehre! Herr, ver— nimm, uns're Stimm, da auch wir geringen Preis und Dank dir bringen. 3. Hoͤchster! wir entsa⸗ gen allen Eitelkeiten, die die Seele von dir leiten. Alle uns're Kraͤfte, Seele, Leib und Leben, wollen wir dir uͤbergeben, du al⸗ lein sollst es seyn, den wir kindlich scheuen, des⸗ sen wir uns freuen. 4. Moͤgten wir doch wuͤrdig deinen Namen preisen, und dir wuͤrdig Dank erweisen! Moͤgten wir gleich Engeln, froh dein Lob erhoͤhen, und, wie sie, dein Antlitz sehen! Hilf, daß wir, dir schon hier, großer Gott, in Allen suchen zu gefallen. 5. Gieb, daß uns're Kenntniß sich von dir ver— mehre, uns zum Heil und dir zur Ehre. Uns're ganze Seele muͤsse schon auf Er⸗ den, großer Gott, dein Tempel werden, wo wir stehn, wo wir gehn, laß uns dir nur leben, und dich stets erheben. Mel. Unschuldigster du hattest nichts ꝛc. Ehrerbietig. 6. ir, Ewiger, sey dieser Tag gewei⸗ het. Ihn feyert gern, wer deiner, Gott, sich freuet. O! laß auch mich mit Freuden vor dich tre— ten, dich anzubeten. 2. Dich preist der Lob— gesang der Himmelsheere! Auch unser Tempel schallt von deiner Ehre! Auch unser Dank und unsers Herzens Flehen soll dich erhoͤhen. ö 3. Wie freu ich mich die Staͤtte zu begruͤßen, wo Duͤrstenden des Lebens Baͤche fließen, und wo dein Ruhm von dir geweihten Zungen froh wird besun⸗ en. 4. Vergebens lockt die Welt zu ihren Freuden, mein Geist soll sich an dei⸗ nen Lehren weiden, dein heil'ges Wort, das deine BVoten lehren, will ich gern hoͤren. 5. Ich will mit Andachk, Vater! vor dich 6—14 10 ich 6 Oeffentliche Erbauung. ich weiß, du liebst, die kindlich zu dir beten, und die, die ihre Suͤnden— schuld bereuen, willst du erfreuen. 6. O! laß auch heute dei— nen Geist mich lehren, vom Weg, der dir mis⸗ faͤllt, mich abzukehren. Regiere mich, daß meine ganze Seele zum Trost dich waͤhle. 7. Dein Tag sey mir ein Denkmal deiner Guͤte, voll Heil fuͤr mich, und lenke mein Gemuͤthe auf jenes Gluͤck, das mir dein Sohn erworben, da er gestorben. 8. Ja, Preis sey dir, du Todesuͤberwinder! an diesem Tag hast du zum Heil der Suͤnder, die fern von Gott in Todes— schatten saßen, dein Grab verlassen. 9. Es feyre dankbar die— sen Tag die Erde, daß je—⸗ des kand voll deines Ruh-⸗ mes werde! kob sey, Er— loͤser, deinem großen Na— men, auf ewig! Amen! Eigene Melodie. Ehrerbietig. Tag des Herrn, 7. O du sollst mir hei⸗ lig, ein Festtag meiner Seele seyn! gleich jenen ersten Christen heilig will ich den Tag der Ruhe weihn. Weit weg von schlechten eiteln Dingen, zum Himmel soll mein Geist sich schwingen. Ich fey're mit der Christenheit den Festtag der Unsterb⸗ lichkeit. 2. Mit allen heiligen Gemeinen, die heut vor dir, o Vater, stehn, soll meine Seele sich vereinen, heut deine Liebe zu er— hoͤhn. Wo Christen sich vereint versammeln, will ich dein Lob mit Ehrfurcht stammeln, dort singꝰ ich in der Engel Chor ein beßres Lied zu dir empor. 3. An diesem Gott ge— weihten Orte erschallt der Gnaden Stimme mir; ich hoͤre, Jesu, deine Worte, und schweigend seufzt mein Herz zu dir. Da wirst du Lehrer mir und Troͤster; da kann ich mich, ich dein Er loͤster, Weltheiland, deiner Liebe freun, da lern ich dir ergebner seyn. 4. Die Schriften Got—⸗ tes still zu lesen, ist heut mein Gluͤck und meine Pflicht; wie thoͤricht waͤr? ich, weises Wesen, ver⸗ wuͤrf ich deinen Unterricht. Nein, nein, mit ehr— furchtsvoller Seele, er⸗ forsch' ich, Vater, die DBe⸗ — = HMle 0Re IN Dahh ud. „ M. N N Hest, N fer dh 9. sht I Mit filltut ulde N i ale In ee Pein du Rechedi , A, RMN El Hocht! lit tifer fideh,ö He W %0 nt the, d Iumhern Snube Rer H N, h ni — sen heil g 9 der A eit Weg teln Dinh Hel soll hwingen. er Christe der Uust allen heh die heut E, stehn, sich vereh Aebe s christel ammeln, mit Ehrsh dort sig gel Chot zu dik enh sem Gott e erschalh mme mi deine V ud seufttu D und d nich, ichl Welthellt reun, da! ler seyn. chriften b sen, ish und N thoͤrichth Wesen,“ en Untentt Mit 0 Seele, Vatel/ Oeffentliche Erbauung. 7 Befehle, die lauter Licht Mel. Lobt Jesum Chri⸗ und Leben sind, mit Dank stum nah ꝛe. und Demuth als dein Kind. 5. Und sammeln sollst du in der Stille, mein Geist, vor deinem Schoͤ—⸗ pfer dich. Da frage dich: was sucht mein Wille? was quaͤlt, und was er⸗ freuet mich? Da, da er⸗ gruͤnde dein Bestreben, waͤg' alle Thaten, pruf' dein keben! da, Seele, wenn du redlich bist, ver⸗ gleiche dich mit Jesu Christ! 6. Da, da vergiß nicht deine Suͤnden, die du vielleicht noch nie bereut, mit tiefer Reue zu em⸗ pfinden, bis Gottes Trost dein Herz erfrent. Erwaͤge da des Vaters Guͤte, dank ihm mit froͤhlichem Ge— müͤthe, dem Vater der Barmherzigkeit. Ja tief im Staube dank ihm heut. . O Tag des Herrn, du Tag der Wonne! du Tag des Segens fuͤr mein Herz! bestrahle mich, o Lebenssonne, so hebt mein Geist sich himmelwaͤrts. Gott segne meine An— dachtsstille, daß ich aus deiner Geistesfuͤlle zur Tu⸗ gend neue Kräfte spuͤr'; o Herr, mein Gott! das schenke mir! Feyerlich froh. 8 Sey uns gesegnet, Tag des Herrn! zu Gottes Preise nah und fern weckst du der Christen Menge. Ihr Lobgesang toͤnt spaͤt und fruͤh; zum Heiligthume wallen sie im festlichen Gedraͤnge. Froh erschallen ihre Lieder, wo die Bruͤder vor dich treten, mitvereint Gott anzubeten. 2. Komm, Geist der An⸗ dacht und der Ruh, beleb auch uns, entferne du, was stoͤrt die heil'ge Stille. Mach unsern Geist von Irrthum frey, in allem Guten fest und treu; das Herz mit Trost erfuͤlle. Fromme Liebe, Bruder⸗ treue, laß aufs neue uns beleben, Jesu Vorbild nachzustreben. Vor der Predigt. Bekannte Melodie. Mit heißer Bitte. 9 Liebster Jesur wir 22 Lsind hier, um dein goͤttlich Wort zu hoͤren. Gieb uns Andacht und Begier nach der Wahrheit sel'gen Lehren, daß die Her⸗ Oeffentliche Erbauung. Herzen von der Erden ganz zu dir gezogen werden. 2. Unser Wissen und Verstand ist mit Finsterniß umgeben. Mache du uns das bekannt, was uns dient zum frommen Keben. Glaubend lehr aufs Wort uns merken, laß es uns zur Tugend staͤrken. 3. Deiner Wahrheit rei— nes Licht leuchte jetzt auch uns'ren Seelen, daß wir ihrem Unterricht folgen, und das Gute waͤhlen. Len⸗ ke du Gebet und Lehre uns zum Heil und dir zur Ehre, Bekannte Melodie. Andachtsvoll. Der du stets uns're 10.—D Zuflucht bist, sey mit den Deinen, Jesu Christ! Send uns den Geist, der uns regier, und uns den Weg zur Wahrheit fuͤhr! ͤ 2. Er staͤrk den wanken-⸗ den Verstand, mach dei— nen Willen uns bekannt, er flamm' zur Heiligkeit uns des uns an, leit ew'gen Lebens Bahn. 3. Gelobt sey Gott! dann singen wir, einst heilig! heilig! heilig! dir, und schauen dich in dei— nem kicht von Angesicht zu Angesicht. Bey dem Ausgange. Ingi Mel. Liebster Jesu wir sind hier. Mit Dankgefühle. II ott sey Preis und Dank ge—⸗ bracht, auch jetzt haben wir vernommen, was uns fromm und weise macht, Gottes Wort, den Trost der Frommen; Lehren, die zu guten Werken unsern schwachen Glauben staͤrken. 2. Unser Gott erhoͤrt Gebet, giebt uns seinen Vatersegen. Wer nur seine Wege geht, findet Heil auf diesen Wegen. kaßt uns denn, ihm zu gefallen, freudig seine Wege wallen. 3. Unsern Ausgang seg⸗ ne Gott, unsern Eingang und Geschaͤfte, er sey bey uns in der Noth; er ver— leih? zum Guten Kraͤfte, daß wir, seines Himmels Erben, ihm nur leben, ihm auch sterben. Mel. Nun danket alle Gott. Mit dankooller Bitte. Dir, Vater, dir sey 12. D Dank fuͤr dei⸗ nes Wortes kehren! den Suͤndern rief es zu, sich ernstlich zu bekehren, Be— truͤb⸗ acche Ruh Id! lng/ W 1095 0 Watt. U. Eist wistel: H hah, hl N rh ih 3. Geb I N Ren e Achn sit sun M b Hsh Igtent sh uů N Wat Nn de. Ve, Wie; I hen II hbhbikerch Müannt nsn eigen t I 00 l thif MWhn? . Hitr RauSRe — W I2 VP (hiek, gefüht, sey ind Dant Rjetzt sen, was; weise mit , den 1; Lehtch! erken u auben ssh Gott wa t uns ssh Wer! geht, fi esen V nn, ihn reudig Ausgasg sern Eish „ er sihl oth; l Iten Kut es Himmn nur h hen. ket alleh⸗ ler V Oeffentliche Erbauung. 9 truͤbten gab es Trost, den Schwachen Kraft und Muth und Lust zur Bes⸗ serung, woraͤuf ihr Heil beruht. z. Ach! segne nun dein Wort, verleih' uns Kraft und Staͤrke, daß wir ge—⸗ wissenhaft vollbringen gu-⸗ te Werke; daß jeder, die, o Gott, bis in den Tod getreu, und immer eifri— ger in wahrer Tugend sey. 3. Gieb, Gott, daß wir dich stets von Herzen ehren moͤgen, in unserm Leben hier auf allen un—- sern Wegen. Gieb Kraft zur Besserung durch dei— nen guten Geist; dein Se⸗ gen sey mit uns, den uns dein Wort verheist. Vor der Katechisation. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit angenehmer Empfindung. u laͤßt, o Herr, 13. D uns unterweisen so vaͤterlich in jeder Pflicht. Wie koͤnnten wir dich bes⸗ ser preisen, als wenn wir deinen Unterricht zu hoͤren uns von Herzen freu'n, uns thaͤtig deiner Lehre weih'n? 2. Hier wird dein Saa⸗ me ausgestreuet, der kuͤnf⸗ tig Fruͤchte tragen soll. Wer sich schon jung der Tugend weihet, legt Grund zu seinem wahren Wohl. Aus jugendlicher Froͤmig⸗ keit quillt Segen fuͤr die kuͤnft'ge Zeit. 3. So gieb denn jetzt zu deinen Lehren auch an uns Allen das Gedeih'n. Laß uns mit kernbegierde hoͤ—⸗ ren, und auch des Wortes Thaͤter seyn. O pflanz, zu deines Namens Ruhm, in uns das wahre Christen— thum. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Kindlich flehend. 14 Dommt, Kinder, anzubeten, laßt uns zum Vater treten, der Aller Vater heist! Er ist's, der uns das keben und seinen Sohn gegeben; er schenk' uns seinen heil'⸗ gen Geist. 2. O! praͤge alle Lehren, die wir vom Lehrer hoͤren, tief in die Herzen ein. Gieb, daß wir sie zum Segen behalten und erwaͤ⸗ gen, laß uns des Wortes Thaͤter seyn.“ 3. Vermehr in uns die Triebe zur Andacht und zur Liebe, zum Fleiß und Folgsamkeit. Ja mache jedes Laster uns taͤglich ö mehr 10 Oeffentliche Erbauung. mehr verhaßter, werth mach' uns, was dein Wort gebeut. 4. Wir sind noch uner— fahren; uns reißt in Jugendjahren der Suͤnde Reitz oft hin. Laß gegen alle Suͤnden uns immer Haß empfinden, sie mit dem groͤßten Abscheu flieh'n. 5. Herr, laß nach dei— nem Willen, uns uns're Pflicht erfuͤllen, uns nur dem Guten weih'n. Laß uns in fruͤher Jugend Verehrer wahrer Tugend, nach Jesu kehr und Bey⸗ spiel, seyn. Nach der Katechisation. Mel. Lob, Ehr und Preis bem ꝛc. Mit Dankgefuhle. I5. Daur sey dir, un⸗ ser Herr und Gott, fuͤr die gehoͤrten Lehren. Zum Leben fuͤhrt uns dein Gebot, wenn wir es folgsam hoͤren. All⸗ guͤtiger! o laß uns nicht vergessen, deinen Unter— richt, nicht deine Macht uud Guͤte. 2. Lebendig, unvergesiich sey, bey lockenden Gefah⸗ ren, uns deine Wahrheit, deine Treu', die taͤglich wir erfahren. Suͤnd und Laster rein laß unser Herz und Leben seyn, wie Jesu Herz und beben. 3. Zum Heil uns Vater, dir zum Ruhm, zur Freu⸗ de uns'rer Lehrer sey'n wir vom Evangelium die freu-⸗ digsten Verehrer. Wie un-⸗ aussprechlich selig ist, wer sich dir, Gott, durch Je— sum Christ, mit ganzer Seele weihet. Erste oͤffentlicheErbauung in einer neuen Kirche, oder bey Einweihung einer Kirche. Mel. Nun danket alle Gott. Ehrfurchtsvoll dankend. on heiligem Ge— 16. VB fuͤhl der An- dacht tief durchdrungen, sey heute dir von uns Lob, Preis und Dank gesungen, da wir das erstemal in diesem Tempel dich, ver-— eint, o guter Gott, an— beten feyerlich. 2. O welch ein Gluͤck ist es, mit andern froh ver⸗ bunden, sich betend dir zu nah'n! ja das sind sel'ge Stunden! Und hier soll unser Herz sich betend dei⸗ ner freu'n, drum weihen wir dieß Haus zum An⸗ Von jeder dachtshause ein. 9. Kshhen M H Had IWhche In Wt icht u his Raaichteh R i l ff 5 ght d Ig Rasteosd, he r Rroße Hud das: egent Eir 0 Hl I MNhl Iù Mas⸗ schauen IWccune Wüben M urch W . Wrh Ihigen, %0 Malgen I4 Ha — aster emn d bebenfs und eil uns dy m, zutfh hrer sehin lium dleß hrer. Vu selig is t, durch mit gy 2 cheEthan uen Huth er ihung che, Iket alle ol danke heiligen! ühl der! urchdrugh von undl Ink gesun erstemd dich,! Gott,“ . ein Hlit en froh! hetend x 5 sind sh Ind hiet betend. Fum II 8 n II Haͤusliche Erbauung. 1 3. Mit lautem Preisge- sang dich ehrfurchtsvoll er—⸗ heben, dieß heilige Ge— schaͤft ist Seligkeit im Le⸗ ben, du, Vater, giebst sie uns; in diesem Tem⸗ pel soll ertoͤnen unser Lied zu dir anbetungsvoll. 4. Wir sollen hier, welch Gluͤck! die aͤchten Christenlehren und ihren hohen Werth selbst fuͤhlen, nicht bloß hoͤren. Auch dazu hast du uns dieß Andachtshaus verlieh'n; drum müuͤsse unser Herz vom heißen Danke gluͤh'n. 5. Hier wird mit Dank⸗ gebet das Kind in fruͤher Jugend geweih't dem Kin— derfreund, dem Vorbild jeder Tugend; ein Wink zur großen Pflicht, daß man das Kind schon fruͤh zur Herzensreinigkeit, nach Jesus Sinn, erzieh. 6. Hier sollen wir vereint das Mahl der Liebe feyern, der Menschenliebe Pflicht anschauend zu erneuernz er⸗ innern uns an den, der auf der Liebe Bahn durch Leben und durch Tod uns muth⸗ voll gieng voran. 7. Laß dieser Wohlthat Werth uns, Vater, stets erwaͤgen, und dieses Hau⸗ ses Zweck recht ernstlich uͤberlegen. Dann wird der heut'ge Tag ein Tag — des Segens seyn, und seiner wird sich noch die spaͤte Nachwelt freun. Haͤusliche Erbauung. Mel. Ew'ge Liebe mein ꝛc. Ermahnend und belehrend. uch zu Haus und 17. A in der Stille, Christ, vergiß die Andacht nicht. Sie schafft Segen dir die Fuͤlle; sie ist eine sel'ge Pflicht. Vor Gott taͤglich mit den Deinen dankbar im Gebet erschei⸗ nen, bringt viel Vortheil, bringet Lust, Trost und Ruhe deiner Brust. 2. Solltest du nicht den erheben, der dir taͤglich Gutes schenkt, der dir fristet Gluͤck und Leben, jede Stunde dein gedenkt? Kannst du Rettung deiner Suͤnden, kannst du neue Gnade finden, wenn du nicht zu Gott hingeh'st, und um Huld und Wohl— that fleh'st? 3. Welch ein segensvoll Geschaͤfte ist ein haͤusli⸗ ches Gebet! Muth zur Ar⸗ beit, Lust und Kraͤfte, giebt Gott dem, der zu ihm fleht. Trost in ihren Lei⸗ densstunden haben From⸗ me stets gefunden, die, zur Andacht dann vereint, stille Thraͤnen ihm geweint. 4. Haͤusliche Erbauung. 4. Sichtbar mehrt sich Glaub und Tugend, Gluͤck und Segen wird vermehrt, wo das Alter und die Ju-— gend Gott mit Mund und That verehrt: aber Unord— nung und Suͤnden wird man in den Haͤusern fin-⸗ den, wo man lebt, wie ohne Gott, weder denkt an Pflicht, noch Tod. 5. Gute, fromme Kin— der haben, froh in seinem Hause seyn, treue Haus— genossen haben, Gott! wie muß dieß Gluͤck er—-⸗ freu'n! Im Gebet ist Reitz zur Tugend fuͤr's Gesinde, fuͤr die Jugend; sich ein—⸗ ander zu erbau'n, wirket Liebe und Verteau'n. 6. Drum, o Christ, ein je⸗ der Morgen, jedes Abends stille Zeit, eine Stunde, frey von Sorgen, sey vor allem Gott geweih't. Bete selbst, bet mit den Deinen; nur nicht, um bloß from zu scheinen: achtsam lies die heil'ge Schrift; sie lehrt, was dein Heil be— trifft. v. Hoͤchster, mache dieß Geschaͤfte uns und allen doch recht werth; gieb da— zu uns Trieb und Kraͤfte, hind're, was es uns er⸗ schwert! kaß, so lang wir hier noch wallen, unser Flehen dir gefallen, bis wir einst am Ziele steh'n, und dich wuͤrdiger erhoͤh'n. Zweyte Hauptabtheilung, nach Anleitung der christlichen Glaubenslehren bis zur Gruͤndung der Kirche Christi auf Erden. Von Gott und seinen höchsten Vollkommenheiten. Daseyn Goltes. Mel. unschuldigster, du hattest nichts ꝛc. Ueberzeugt. I8. I5 weiß, daß Gott mich erschaffen! Was haͤttꝰ ich wider Furcht und Gram fuͤr Waffen, wenn diese Welt kein Werk zu seiner Ehre, wenn Er nicht waͤre! 2. Dann muͤßt ich unter ist; Gott hat mir das Thier beneien! 7 bl. 0 WN e sibs fEden 13 H0 Wir 0 Hise gh d MHl f W Inen, t tuose seh sih sahstet 600fl n geh Ruih scn schet y fste, + Hhe hen . J % Heiß, Heh H sth bet Sudesoh uh Fögt RFsihchch VPI hn Genn abe, b sch Wge h fr't t lhig 2 oChißtg 2 edesj. Reine Eh Vorgen, V geweihl.) nit den Yy um bloß achtsan Ochlulst dein er, macht! ins und erth; gi b und a8 es unl f˖, so lagj vallen, H gefallen, Ziele st diger ethi r ug, nglehten Ethe csten Vas t unde wennN f nicht 0 st ich 10 1 0 WVon Gott u seinen hoͤchsten Vollkommenheiten. 13 Ach, mir versiegte jeder Quell voll Freuden; mir wuͤrde selbst ein Paradies auf Erden zur Wuͤste wer⸗ den. 3. Waͤr? ich nicht elend? waͤr' ich nicht verlohren? ach! besser waͤr's, ich waͤre nie gebohren, als wenn ich, blind durch Zweifelfucht und Luͤste, von Gott nichts wuͤßte. 4. Die Menschen haͤtten Sinnen, haͤtten Seelen, mit tausend bangen Zwei⸗ feln sich zu quaͤlen? um⸗ sonst erst sich ein daurend Gut zu suchen; sich dann zu fluchen? 5. Flieh't, laͤsternde Ge— danken! ihr beflecket von ferne schon die Seele, die ihr schrecket. Flieh't! nur der finstre, blinde Wahn der Thoren hat euch ge⸗ bohren.—— 6. Ich weiß, daß Gott ist; weiß, an wen ich glau⸗ be; weß Hauch mein Geist ist; wer den Leib von Staube so herrlich schmuͤckt; mich traͤgt, mich unter— stuͤtzet, mich taͤglich schuͤtzet! 7. Ich weiß, auf wel⸗ chen Grund mein Gluͤck ich baue; wen ich verehre; wem ich mich vertraue! Ihm zu gefallen, will ich mich nur uͤben; will ihn nur lieben! Bekannte Melodit. Ueberzeugend und beruhigend. ie koͤnnt“ ich 19. zweifeln, daß du bist! o Gott! der ganze Weltbau ist ein Zeuge dei—⸗ nes Lebens. Zu sichtbar ist's, daß Guͤtꝰ und Macht mit Weisheit ihn hervor-— gebracht. Nichts, nichts ist hier vergebens. 2. Wohin auch nur mein Auge blickt, da seh? ich Ordnung, die entzuͤckt, im Großen und im Kleinen; ich seh', und ganz erstaunt seh' ich, wie der Geschoͤpfe Heere sich zu einem Ziel vereinen. ö 3. Eins muß dem an⸗ dern nutzbar seyn, daß die sich ihres Daseyns freu'n, die sich empfinden koͤnnen. Und wie? doch wäre die Natur und ihre weise Ordnung nur des Zufalls Werk zu nennen? 4. Nein, wahrlich, nicht von Ohngefaͤhr entstanden Himmel, Erd' und Meer; so konnte nichts entstehen. Nur du, Gott, schufest die Natur, durch die hat jede Rreatur ihr Gluͤck, ihr Wohlergehen. 5. Du bist's, der die geschaffne Welt in ihrer Ordnung noch erhaͤlt, mit Weisheit sie regieret. Du bist 14 Von Gott und seinen bist es, der nach seinem Rath auch uns auf unsers Lebens Pfad mit weiser Gnade fuͤhret. 6. O wohl mir, Hoͤch⸗ ster, daß du bist, und die⸗ se Welt dein Werk nur ist! Nun ist gewiß mein Leben nicht eines blinden Zufalls Spiel: ich darf nach mei— ner Wuͤnsche Ziel nun nicht vergeblich streben. . Mein Sehnen nach Zufriedenheit, mein Durst nach ew'ger Seligkeit wird sicher nun gestillet, wenn nur zu dir mein Geist sich haͤlt, und nicht die eitle Lust der Welt hier mein Gemuͤth erfuͤllet. 8. Drum soll es stets mir Freude seyn, dir, Gott, mein ganzes Herz zu weih'n, zur Ehre dir zu leben. Du wirst mir dann in jeder Noth hier wahren Trost und einst im Tod des Himmels Freu-⸗ den geben. Hoͤchste Vollkommenheit Gottes. Bekannte Melodie. Munter. Schwingt, heilige 20. S Gedaͤnken, euch von der Erde los, zu Gott, der, frey von Schranken, ist unaussprechlich groß; er ist der hoͤchste Geist. Er will auch schon auf Erden von euch verherrlicht wer— den, wie ihn der Engel preist. 2. Kein Sinn kann ihn erreichen; kein Mensch, kein Engel ist dem Hoͤchsten zu vergleichen, den kein Gedank ermiß't. Macht euch von dem kein Bild, der aller Welten Kreise zu seiner Groͤße Preise mit Herrlichkeit erfuͤllt! 3. kaß Sonn' in hoher Ferne dein Antlitz schoͤner gluͤh'n! Glaͤnzt Sonnen gleich ihr Sterne! Was seyd ihr gegen ihn? Ihr seyd mit eurer Pracht, wo-⸗ mit der Herr euch schmuͤ⸗ cket, womit ihr uns ent— zuͤcket, bloß Schimmer sei— ner Macht. 4. Von dir stroͤmt alles Leben. Du bist der reinste Geist; hast alle Kraft ge⸗ geben dem Engel, der dich preist. Zu deines Namens Ehr ertoͤnen Lobgesaͤnge in seiner Bruͤder Menge, im ganzen Himmelsheer. 5. Im Geiste bet ihn, Seele! bet ihn in Wahr— heit an! Liebst du des Herrn Befehle, wie selig bist du dann! Er hat Un⸗ sterblichkeit und Seligkeit und Leben; und das wird er 1.N furchsth WM ua Dh G De 11 v Hetung e 2, H Ga, N I„ shs sh Hahae f. Rehale Hagtur l gaalg, U W 3. Dut siht pat, Lllgkater sunigfe er lte. sbe, Ach sd Wnucht ah, Ner 4+ Hschicht nahhtg.! Al grog Imnele! Ahen sit v — echlich gf chste Heß! on auf herrlicht ihn der 6 Zinn kanp kein Mn t dem Hah en, del! liß't. N. m kein elten Kea ie Mreist! erfuͤllt! onn' in Mrtlit sch aͤnzt Enn dterne!“ en ihn?! r Prachtt euch sch ihr uns! Schimme stroͤmt z hist der tel lle Krast; igel, daß ines Noll Lobgest der Mah pimmelbh ste bet 6 n in Bi ebst du! e, wie 0% Er hat Eelhl das hoͤchsten Vollkommenheiten. 15 —— er auch geben dem, der sich ganz ihm weiht. Mel. Nun danket alle Gott. 14π Ehrerbietig. (nbetungswuͤrd'ger 2I. A Gott, mit Ehr— furcht stets zu nennen! Du bist unendlich mehr, als wir begreifen koͤnnen. O! floͤße meinem Geist die tiefste Demuth ein, und laß mich stets vor dir voll Ehrer— bietung seyn. 2. Du bist das hoͤchste Gut, du weißt von keinem Leide, hoͤchstselig in dir selbst, schmeckst du voll⸗ kommue Freude. Dein ist die Herrlichkeit. Auch ohne Kreatur best du dir selbst geaug, du Schoͤpfer der Natur. 3. Du riefst dem, das nicht war, um Lust und Seligteiten auf's mannig-⸗ faltigste rings um dich aus⸗ zubreiten. Du bist die kie⸗ be selbst, Verstand und Rath sind dein, und du nen, zu erfreu'n. 4. Du sprichst und es geschieh't. Auf dein all— maͤchtig: Werde! entstand dein großes Werk, der Himmel und die Erde. Mit deinem kraͤft'gen Wort traͤgst du die ganze Welt, und deine Macht vollfuͤhrt, was uns unmoͤglich faͤllt. 5. Du bist der Herren Herr, die Fuͤrsten und die Thronen sind, Hoͤchster! Staub vor dir, wie ihre Nationen; wen du ernie⸗ drigest, Gott! wer kann den erhoͤh'n? wen du er⸗ hoͤhen willst, deß Hoͤheit muß besteh'n. 6. Du bist es, der allein Unsterblichkeit besitzet, der Leben giebt und nimmt, der unsern Odem schuͤtzet; den Geist, der in uns lebt. den haben wir von dir. Willst du, so wird er Nichts, doch du bleibst fuͤr und fuͤr. 7. Wer hat, Unendli⸗ cher! wer hat dich je ge— sehen? Kein endlich Auge reicht bis zu des Lichtes Hoͤhen, von welchen du mit Huld auf deine Schoͤ— pfung blickst, und alles, was da lebt, mit Seligkeit begluͤckst. 8. Wir schau'n dich nur von fern, so schwach, so gebrauchst sie gern zu seg⸗ unvollkommen; doch wird die grobe Huͤll' dereinst hinweggenommen, die, Unbegreiflicher! dich un⸗ serm Blick verschließt, so seh'n wir heller dann, wie herrlich groß du bist. 9. Indeß sey auch schon hier von uns dein Ruhm be⸗ 16 Von Gott und seinen besungen. Verschmaͤhꝰ ein Loblied nicht von schwachen Menschenzungen! Dort soll, wenn wir verklaͤrt in hellerm kicht dich seh'n, ein beß'rer Preisgesang dich, Ewiger! erhoͤh'n. Eigene Melodie. Erhaben. 22 Erbabner Gott! nnichts reicht an deine Groͤße. Denk ich an dich, so fuͤhl' ich meine Bloͤße. Ich fuͤhle, Herr! daß du unendlich bist, und daß umschraͤnkt mein for⸗ schend Denken ist. 3. Du wohn'st im Licht, dazu kein Mensch kann kommen. Was ist's, das wir von deinem Ruhm ver—⸗ nommen? ach! nur ein Theil von jener Majestaͤt, die uͤber alles dich, o Gott! erhoͤh't. 3. Dein ew'ges Seyn, dein ganz vollkommnes ——— Wesen, das, was du wirk'st, und was dein Rath erlesen, ist viel zu hoch fuͤr menschlichen Ver⸗ stand. Von Engeln selbst wird es nie ganz erkannt. 4. Wie soll ich denn, ich Staub, mich unterwin⸗ den, Unendlicher dich voͤl— lig zu ergruͤnden? O ma⸗ che mich von solchem Duͤn⸗ kel frey! daß mir dein Wort des Slaubens Richt⸗ schnur sey. 3. Mein eigner Geist kann sich leicht hinterge— hen. Dein Wort ist wahr; es bleibet ewig stehen. Er—⸗ forsch' ich gleich dein goͤtt— lich?s Wesen nicht, so g'nuͤge mir davon dein Unterricht. 6. Von dir, durch dich, zu dir sind alle Dinge: Gieb, daß ich dir mich selbst zum Opfer bringe. Begreif ich nicht, wie du die Welt regierst; so sey mir's gnug, daß du mich selig fuͤhrst. 7. Einst wirst du dich mir naͤher offenbaren, einst werd ich mehr von deinem Rath erfahren; wen ich nur dem, was mich dein Wort gelehrt, geglaubt, gefolgt und treu dich hier verehrt. 8. Drum hilf, daß ich in Ehrfurcht vor dir wandle, in allem Thun nach deinem Willen handle, zufrieden sey, wie du mich hier re⸗ gierst, bis du mich einst in deinen Himmel fuͤhrst. 9. Dann werd ich dich im hellern Lichte sehen, und, froh in dir, dein ewig Lob erhoͤhen, Herr! du bist groß, und zeig'st es mit der That, unendlich groß an Huld, an Macht und Rath. Eigene sso ld gt Ruch seit Hamel Mos. 3. U d seihe Eesch sn M Mhtheit lll. Ment Nn ool hv Mfn Hatt in Hyr alet glech! 5. Mas Iumel, E IW knnet R Marf u ut . Kist ch ih shuff, Racmals; lsushet Eif Vdaß nü Dlaubent) Tn eigner Hleicht bih Vort isn wig stehn Hleich den sen nich dabon Hir, duth! d alle Z ich di! Offet k nicht, 6 egierst; 5 daß hur Wwirst du! ffenbaker ⸗ hr von dy enz Wen ih mich dein laubt, gi 5 hier an hilf, daßl r dik wa yn nach da He, zufth mich hid du mich! mmel fihj werd ichte sch hir, deii 0 Herrl I stesm hih 990 0 05 43 hoͤchsten Vollkommenheiten. Eigene Melodie. Erhaben. ott ist mein Lied! 23. 6• Er ist der Gott der Staͤrke; Groß ist sein Nam', und groß sind sei— ne Werke, und alle Him- mel sein Gebiet. 2. Er will und sprichts; so sind und leben Welten. Und Er gebeut; so fallen durch sein Schelten die Himmel wieder in ihr Nichts. 3. Licht ist sein Kleid, und seine Wahl das Beste; Er herrscht als Gott, und seines Thrones Feste ist eit. r. uund Gerechtig-⸗ eit. 4. Unendlich reich, ein Meer von Seligkeiten, ohn' Anfang Gott, und Gott in ew'gen Zeiten! Herr— Welt, wer ist dir gleich? F5. Was ist und war im Himmel, Erd und Meere, das kennet Gott, uno sei— ner Werke Heere sind ewig vor ihm offenbar. 6. Er ist um mich, schafft, daß ich sicher ruhe; Er schafft, was ich vor oder nachmals thue, und er erforschet mich und dich. 7. Er ist dir nah, du sitzest oder gehest. Ob du aus Meer, ob du gen 17 Himmel floͤhest; so ist er allenthalben da. 8. Er kennt mein Fleh'n und allen Rath der Seele. Er weiß, wie oft ich Gu⸗ tes thu und fehle, und eilt mir gnaͤdig beyzu- stehn. 9. Er wog mir dar, was er mir geben wollte, schrieb auf sein Buch, wie lang ich leben sollte, da ich noch unbereitet war. 10. Nichts, nichts ist mein, das Gott nicht an—⸗ gehoͤre. Herr, immerdar soll deines Namens Ehre, dein lob in meinem Mun-⸗ de seyn! 11. Wer kann die Pracht von deinen Wundern fas⸗ sen? Ein jeder Staub, den du hast werden lassen, verkuͤndigt seines Schoͤ—⸗ pfers Macht. 14. Der kleinste Halm ist deiner Weisheit Spie⸗ gel. Du, 290 und Meer, 0 Auen, Thal und Huͤ— gel, ihr seyd sein Loblied und sein Psalm! 13. Du traͤnkst das Kand, fuͤhr'st uns auf grüͤne Wei⸗ den; und Nacht und Tag, und Korn und Wein und Freuden empfangen wir aus deiner Hand. 14. Kein Sperling faͤllt, Herr! ohne deinen Willen; sollt ich mein Herz nicht B mit 18 Von Gott und seinen mit dem Troste stillen, daß deine Hand mein Le— ben haͤlt? 15. Ist Gott mein Schutz, will Gott mein Retter werden; so frag ich nichts nach Himmel und nach Erden, und biete selbst der Hoͤlle Trutz. Einheit. Bekannte Melodie. Ueberzeugt. 24. Nur Einer! Einer 8* nur ist Gott im Himmel und auf Erden. Nur sein allmaͤchtiges Ge— bot hieß Erd und Himmel werden. 2. Was er erschuf, das kann allein durch seine Kraft bestehen; will er, die Welt soll nicht mehr seyn: so muß die Welt vergehen. 3. Mit Allgewalt und Majestaͤt ist er nur Welt— regierer; ist uͤber alles hoch erhoͤht, und unsers Lebens Fuͤhrer. 4. Groß ist sein Nam, und mit der That kann er es auch beweisen. Herr, groß an Huld, an Macht und Rath, wer sollte dich nicht preisen? 5. Dir nur gebuͤhret Preis und Ehr. Wo ist je deines Gleichen? Nur du bist Gott, sonst keiner mehr, sollt ich von dir denn weichen? 6. Nein, ewig bleibst du mir allein, der Herr, dem ich anhange; und ewig solls kein Andrer seyn, von dem ich Heil verlange. —. Mein ganzes Leben weih ich dir, du Gott, auf den ich traue, bis ich dich einst noch mehr, als hier, in deiner Groͤße schaue. Eigene Melodie. Mit Wuͤrde. er ist dir gleich, 25. Wẽ du Einziger“ wer thut, Gott, deine Werke? wem jauchzet sonst der Himmel Heer, und nennt ihn Gott der Staͤr⸗ ke? du warst, und deiner Allmacht Ruf befahl der Welt zu werden, bekennt es Boͤlker, die er schuf: im Himmel und auf Er— den, ist keiner seines Gleichen. 2. Wenn ich dieß Ganze: wessen Macht am ersten aller Tage es aus dem Nichts hervorgebracht? durch weises Forschen fra— ge; so nennt es mir, du Erster, dich, du Wesen al—⸗ ler Ws Oomet ut IIM Diug es Mdl 3. Dit Ihbut Woh M M, I 1 Oupolle! öchtt Guttacht! Schöpfucg st En 4 Ein i Hl W fcht Wlndr ch soß, fll Hottf gla her 0 H, i M h bin Himnel it hee une. Vndee Aallei! HMhang stn Nn guh 0 b, n ich un of, I, daß huue, d shthge — Hleichers kt, sonst k ich hyn en? „ewig 4 sein, de! nhange; 3 kein 1 dem ith! 1 ganzes! dir, du traue, H loch mehs deiner 6 Melodi, Wurde. r ist dirh du Eish Gott, Njauchzth IHelr,; zott dere st, und N uf befth. rden, a die er s und au keiner 6 h dieß b ht am es ald vorgiha Fershyus 60 W,0 u Dl, hoͤchsten Vollkommenheiten. 19 ber Wesen! Gott, deinen Ramen nur kann ich auf allen Dingen lesen, und keines Andern Namen. 3. Der Sterne dir nur zaͤhlbar Heer,‚, die deinen Thron umgeben, die Erd, o Gott! die Luft, das Meer, und die in ihnen leben: wie preiset ihre Harmonie dich, o du Geist der Geister! mit welcher Eintracht rufen sie: der Schoͤpfung Herr und Mei— ster ist Einer, ist Jehova! 4. Sinkt in den Staub hin, betet an! Jehova der Hoͤchste! Er ist's al⸗ lein! und keiner kann ihm gleich seyn, ihm der Naͤch—⸗ ste! Gott spricht: Ich bin allein der Herr, ich bin, ich war, ich werde seyn, der ich bin! kein Anderer, im Himmel, auf der Erde, hat meinen Ruhm und Namen. 5. Und ewig bleibst du mir allein der Gott, dem ich anhange, und ewig solls kein Andrer seyn, von dem ich Heil verlange! Mein ganzes Leben weih ich dir, mein Gott! auf den ich traue, und weiß gewiß, einst giebst du mir, daß ich dich naͤher schaue, dich selbst, du Ansichtbarer. Ewig und Unveraͤnder⸗ lichkeit. Mel. Lob, Ehr und Preis. Erstaunensvoll. rhaben uͤber Welt 26. E und Zeit, lebst du, Gott! ohne Schranken, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Wie staunt bey dem Ge⸗ danken mein ganzer Geist! Er sinnt ihm nach, er sinnt und forscht, und ist zu schwach, dein ewo'ges Seyn zu fassen. 2. Noch ward von keiner Sonne Licht durch deine Welt verbreitet, die Him-⸗ mel jauchzten dir noch nicht, durch deine Macht bereitet; nöch war das Trockne nicht, kein Meer stroͤmt' an der Berge Gruͤn-⸗ den her, du aber warst schon ewig. 3. Von Ewigkeit her sahest du die kuͤnft'ge Welt entstehen, du massest ihre Zeit ihr zu, und sah'st sie untergehen, Vom Engel bis zum Wurm herab, wogst jedem du sein Schick—-⸗ sal ab, und nanntest ihn mit Namen. ö 4. Die Zeit ist, Herr! wie nichts vor dir, vom Anfang bis zum Ende. Kaum Augenblicke leben wir, die Werke deiner V 2 Haͤnde. 20 Von Gott und seinen Haͤnde. Nie nehmen dei— ne Jahre zu, in alle Ewigkeit wirst du derselbe seyn und bleiben. 5. Ja, du bist ewig, stirbest nie, bleibst immer meiner Seele der starke Fels, den ich fuͤr sie zur nchern Zuflucht waͤhle; denn deine Gnad' und Wahrheit ist so ewig, als du selber bist. Heil mir, daß ich dir traue! 6. Mein Leib ist sterblich, nicht mein Geist, den will ich dir vertrauenzdein Wort, das Wahrheit ist, verheist: er soll dein Antlitz schauen. Auch ruht mein keib nur kurze Zeit; am Aerntetag der Ewigkeit wirst du ihn auferwecken. 7. O wohl mir, wenn ich nun allhier nach ew'gen Guͤtern strebe, und dir, o Ewiger! nur dir zum Wohlgefallen lebe. Dann hab ich auch an deinem Heil mit allen Frommen ewig Theil, und jauchze dir auf immer. 8. O lehre mich hier in der Zeit, die du mir noch wirst schenken, der seligen Unsterblichkeit mit allem Ernst gedenken. Sie sey mein Trost, mein hoͤchstes Gut, sie staͤrke mich mit Kraft und Muth, gerecht vor dir zu leben. Eigene Melodie. Ehrfurchtsvoll. h' noch die strah⸗ 27. E lenreiche Sount, eh' Himmel, Erde, Luft und Meer entstand, und hohe, nie gefuͤhlte Wonne, der erste Mensch, beym Blick auf dich empfand, warst du schon, Gott! das, was du jetzt auch bist, der hoͤchste Geist, deß Daseyn ewig ist. 2. Wer darf, wer kann dieß je vergessen, und, wie du, Hoͤchster! unab— haͤngig seyn? um deine Dauer auszumessen, ist jedes Maaß und jede Zahl zu klein, Jahrtausende, die Reihe jeder Zeit, ver— schlinget ganz, Gott, deine Ewigkeit. 3. Du konntest nicht, wie wir, entstehen, warst immer Gott, und wirst es immer seyn, auch wenn die Himmel selbst vergehen, wenn Welten einst den schnellsten Einsturz draͤu'n, so bleibst du frey vom Wechsel jeder Zeit, un wandelbar durch alle E— wigkeit. 4. Welch Gluͤck, daß ich dich Vater nenne, und mich, durch Jesum, dei— nen Sohn, auch dein, daß ich ein beß'res Leben kenne, sl, Iso t U0 amith A 1 R bahei 5un di . Du 0r iu h chel fel, Wglh! 0 c inmet Ist, W. In Mt Hub, de Ouict. M. ah 0 M 0 Iu hertlt Wͤdett I. Du W s mein I9, chef Hhebez * Eüi Habyr f, chts Wf Iumal Hid ed es u, Min Aurac ihn Wslg. he Melodt. Aurchteool. noch diez Lehreiche&. del, Edde, entstand, efuͤhlteß Mensch, dich emsf hon, Gothl tzt auch hjß ist, deß Y darf, u ergessen, Hoͤchster!! yn? I Szumess, ß und seh Jahttahst jeder I, inz, Goth. konntest ntstehen, f, und v „, auch! selb st balgl dten ellll instutz W du freh! der Zeil, durch al⸗ Glück, nenne, hoͤchsten Vollkommenheiten. 21. kenne, und weiß, auch ich soll einst unsterblich seyn, wenn ich dir treu, und mit ganz frommem Sinn ein wahrer Christ, ein Freund der Tugend bin. 3. Du wirst auch mein Gott immer bleiben, mich ewig segnen, ewig mich er⸗ freu'n, wenn meine Glie— der gleich zerstaͤuben, so bleib' ich doch auch dann noch immer dein, ich bin getrost, mein Geist erzit— tert nicht vor Tod und Grab, vor Zukunft und Gericht. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier ꝛc. Mit Ehrfurcht. zott, du bist von 28. Ewigkeit! und dein herrlich großes We— sen aͤndert sich zu keiner Zeit. Du bleibst stets, was du gewesen. Laß dieß meinen Geist bele— ben, ehrfurchtsvoll dich zu erheben. 2. Ewig und unwan⸗ delbar ist, o Gott, dein hohes Wissen. Was dir einmal Wahrheit war, wird es ewig bleiben mus⸗ sen. Niemals kann dein Ausspruch fehlen. Laß mich ihn zur Richtschnur waͤhlen. 3. Herr, du bist kein Menschenkind, daß dich et— was reuen sollte: immer bleibst du gleich gesinnt. Was dein Rathschluß vor— mals wollte, willst du noch. O hilf uns allen thun nach deinem Wohlgefallen! 4. Immer bleibst du, Gott! ein Feind derer, die das Unrecht uͤben. Im—⸗ mer bleibst du, Gott! ein Freund derer, die das Gu-⸗ te lieben. Laß uns darum schon auf Erden deinem Bilde aͤhnlich werden. 5. Deine Worte truͤgen nicht. Du bist ewig der Getreue, der das haͤlt, was er verspricht. O daß dieß mich stets erfreue! kaß nur deinen Geist mich treiben, dir, Herr! auch getreu zu bleiben. 6. Stets ist Wohlthun deine Lust; ewig waͤhret deine Liebe. Wohl mir! wenn ich auch mit Lust mich in deinem Willen uͤbe! dann, o Herr! wirds mei⸗ ner Seelen nie an wahrem Wohlseyn fehlen. 7. Erd und Himmel wird vergehn; alle Welt wird mich verlassen. Nur durch dich kann ich bestehn. Dei⸗ ne Hand wird mich um—- fassen, wenn ich nun von. hinnen scheide. Ewig bist du meine Freude. 8. Von Gott und seinen 8. Laß mir doch zu jeder Zeit, Herr des Himmels und der Erden! diese deine Ewigkeit einen starken An-⸗ trieb werden, dich zu lie— ben, dir zu trauen, und mein Gluͤck auf dich zu bauen. Mel. Erhabner Gott, nichts ꝛc. Troͤstlich. Herr Gott, du bist 29. H die Zuflucht al—⸗ ler Zeiten, denn du bist Gott in allen Ewigkeiten. Du warst es schon, eh' Erd und Himmel ward, eh' noch dein Arm sich uns geoffenbart. 2. Was hin ich, Herr! und alle Menschenkinder? Staub sind vor dir, der Heilige, der Suͤnder. Wie schnell entflieht das Leben doch von mir, du Hoͤch— ster, du nur bleibest fuͤr und fuͤr. 3. Du hast vorhin die Erde zubereitet, dein Arm, Gott! hat die Himmel aus— gebreitet. Doch sie ver⸗ gehn, veralten wie ein Kleid; du aber bleibst in alle Ewigkeit. 4. Es werden noch die Himmel sammt der Erden, wie ein Gewand von dir verwandelt werden, du bleibest wie du bist; denn welcheZeit umgraͤnzet wohl, Herr! die Unendlichkeit? 5. Das ist der Trost, die Hoffuung deiner Knechte, du schuͤtzest sie mit deiner starken Rechte, du laͤßt ihr Herz sich ewig deiner freun, und bleibst ihr Gott; denn sie sind ewig dein. 6. Das sey mein Trost in allen truͤben Stunden, vom Tode selbst werd ich nicht uͤberwunden. Kein Tod, kein Grab trennt mich, o Gott! von dir. Mein Fels, mein Heil verbleibst du ewig mir. Allmacht. Mel. Mir nach, Christus. Erstaunungsvoll. err! deine All— 30. H macht reicht so weit, als selbst dein Wol— len reichet. Nichts ist, das deiner Herrlichkeit und dei— nen Thaten gleichet. Was ist zu groß, was ist zu schwer, das dir zu thun nicht moͤglich waͤr? 2. Du sprichst, und auf dein maͤchtig's Wort faͤllt alles dir zu Fuͤßen. Du fuͤhrest deinen Rathschluß fort bey allen Hindernissen. Wenn spricht . etlipfung . Img 1„ ne W Wausget stets N d widd Rt. N schthe x Ulautt se WIIA Aeun geht , xn h ale A. Miur Haäbst Ae. Hun bl Hunh lh e 5. V f het Mach Iu ncht Iah R sacht de Zl , Heng d Euub den Arben wer % Mma Ldel Dshn ssht, dy Auct, de d v nin ö ———. du bist; y graͤnzetyt nendlichiet k der Troß! einer Kuat sie nut dv te, di!! ewig 0 d bleibs sie sindz ey mein ben Stulh elbst wud unden. Grab tu ött! boh! „ mein ewig ss nacht, nach, sil stus. ungebol. deihe! acht deit st dein 4 Hichts ist! keit und leichet. was ½ dir zu xN waͤr? hst, ubi 3 Vokt Fuͤßen. A D Hindemst I hoͤchsten Vollkommenheiten. 25 Wenn du gebeutst, so steht auch da, was noch zuvor kein Ange sah. 3. Du hast dein großes Schoͤpfungswerk allmaͤch⸗ tig ausgefuͤhret. Es blei— bet stets dein Augenmerk, und wird durch dich regie— ret. Noch immerfort be— steht die Welt, weil deine Allmacht sie erhaͤlt. 4. Die Groͤße deiner Thaten zeigt, daß, Schoͤ⸗ pfer, dein Vermoͤgen weit uͤber alle Kraͤfte steigt, die die Natur bewegen. Du bleibst ihr Herr, in deiner Hand bleibt alles, was durch dich entstand. 5. Was fuͤr ein Wunder deiner Macht wird unser Aug nicht sehen, wenn nach der langen Grabes— nacht die Todten auferste— hen, wenn du von unserm Staub den Rest zu neuen Koͤrpern werden laͤßt. 6. Allmaͤchtiger! er— staunt fall ich vor deinem Throne nieder; mein bloͤ— der Geist verlieret sich, und lallt nur schwache Lieder, bewundert dich und deine Kraft, die aus dem Tode Leben schafft. 7. O! schenke mir die Zu— versicht, die deiner Macht vertrauet; der Macht, die Hilf und Trost verspricht, wenn man auf dich nur bauet; auf dich und dei— nes Armes Kraft, die al— les kann und alles schafft. Mel. kob, Ehr und Preis ꝛc. Bewunderungsvoll. Gott! unendlich 31. O groß an Macht, durch den wir sind und le— ben! wer zaͤhlt, was du hervorgebracht, noch giebst, und schon gegeben? wer zaͤhlet der Gestirne Zahl? wer die Geschoͤpf auf Berg und Thal? wer Thiere, Menschen, Welten? 2. Herr; der du Erd und Himmel fuͤllst, dein Allmachtsruf: Es werde! schafft noch, und wirket, was du willst, im Himmel und auf Erde. Zu hoch ist nichts fuͤr deine Kraft; was ist, ist dein, und Al-⸗ les schafft dein unerforsch—⸗ ter Wille. 3. Du willst, und winkst: und da ist schnell dein Werk nach deinem Willen. Du sprichst: die ew'ge Nacht wird hell, und We— senheere fuͤllen den leeren Raum, und Alles lebt, empfindet, freut sich, jauchzt, und strebt mit Kraft nach neuen Kraͤften. 4. Was uͤber mir und um mich ist, ist Wirkung deiner Staͤrke. Bewunde— rung 24 Von Gott und seinen rung und Freude fließt aus jedem deiner Werke. Wie weis ist ihr e die Kette unermeßlich 1. Wer haͤlt der Wesen Kette? 3. Du bist's, Herr! dessen Hand sie haͤlt, du lenkest Erd und Meere, den ungezaͤhlten Ufersand und alle Sonnenheere. O Quell des Lebens und des Lichts, Gott, ohne dich ist Alles nichts! du, du re— 22 cest Alles. Drum bet ich dich mit Ehe furcht an, allmaͤchtiger Beleber! du giebst, was Niemand geben kann, un— endlich reicher Geber. In jeder Ohnmacht, jeder Noth, verlassen ganz in Nacht und Tod, sey du mir maͤchtig nahe. Allwissenheit und Allge— genwart. Bekannte Melodie. Ehrfurchtsvoll. 32 Dir, Gott, ist al— Dles offenbar im Himmel und auf Erden, was jetzt noch ist, was voemals war, und kuͤnftig noch wird werden. 2. Du schaust, quell alles Lichts, alle Frusternisse, durch an jegli⸗ o Ur⸗ chem Geschoͤpf ist nichts, was dein Verstand nicht wisse. 3. Mein bloͤdes Auge sieht allein, so weit dein Licht mir glaͤnzet, nichts sieht es ganz, nichts voͤl—⸗ lig rein. So ist mein Blick umgraͤnzet. 4. Nur dir ist alles auf⸗ ge hellt/ vor dir liegt ohne Huͤlle das Inn're deiner Koͤrperwelt, der Geister Rath und Wille. 5. Gedanten siehst du, ehe sie in unsrer Seel ent— stehen; vor dir verschwin— den sie auch nie, wenn sie fuͤr uns vergehen. 6. Was wir versteh'n, entdecken wir im Schim— mer der Empfindung: doch sonnenhell war Alles dir schon vor der Welten Gruͤndung. 7. Erst nach und nach lernt unser Geist oft muͤh— sam das Geringe, was er erkennt, du aber weißt auf 4.—5 alle Dinge. 8. Zu hoch ist solch Er⸗ enn tniß mir, mir schauert vor der Hoͤhe. Was ist mein Wissen, wenn ich hier, Gott! auf das deine sehe? 9. Du, den ich nicht er⸗ reichen kann! in ehrfurchts⸗ voller Stille, bet ich, All⸗ wissender, dich an, und deiner Kenntniß Fuͤlle. 10. nitt vrb Hh 1e Miihe E dir berel Haf. 0 Hilt . 2 Wnd ei hhk shoftt, Hclͤs, has mͤ Estaunt iegeoß Hie wusd 3. Vo 0 Wr dl N vo Nhl m aathchen Hi haͤchir Aff Hs dd 4Mh ufiche Woneg. —. of Rat Verstash bloͤdes! 5„ so pis. laͤnzet, uo nicht . So ist aͤnzet. ir ist ale dir laez Inn'e: nien sicht! nsrer Sal dir belsch nie, pah egehen wir verl bir im& Ipfindush war Ml der N nach und Geist ot eringe, N Au abet! alle Diih hhe. N „ wennit das deins en ich M inchest „ bet uu dich ul /FN uniß dl, hoͤchsten Vollkommenheiten. 10. Wohl mir, daß du mein Fuͤhrer bist: du kenst und waͤhlst das Beste, dir willig folgen, Hoͤchster! ist nun meiner Pflichten Groͤße. Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Prüfend. 33 err, du erforschest mich, dir bin ich nicht verborgen, du kennst mein ganzes Thun und alle meine Sorgen; was meine Seele denkt, war dir bereits bekannt, eh' der Gedanke noch in meiner Seel entstand. ö 2. Nie spricht mein Mund ein Wort, das du, o Herr! nicht wissest. Du schaffest, was ich thu; du ordnest, du beschließest, was mir begegnen soll. Erstaunt seh ich auf dich; wie groß ist dein Verstand! wie wunderbar fuͤr mich! 3. Wohin, wohin soll ich vor deinem Geiste flie— hen? wo koͤnnt ich jemals wohl mich deinem Aug entziehen? Fuͤhr' ich gen Himmel auf, so bist du, Hoͤchster! da; fuͤhr' ich zur Tief hinab, auch hier bist du mir nah. 4. Naͤhm ich auch, schnell zu flieh'n, die Fittige vom Morgen; selbst an dem 25 fernsten Meer blieb ich dir nicht verborgen; auch da umschloͤsse mich doch deine Allmachtshand; denn du bist uͤberall, und dein ist jedes Land. 5. Spraͤch ich zur Fin⸗ sterniß: sey um mich, mich zu decken! so sucht ich doch umsonst vor dir mich zu verstecken; denn auch die Finsterniß ist vor dir hel— les Licht, die Nacht glaͤnzt wie der Tag vor deinem Angesicht. 6. Du warst schon uͤber mir in meiner Mutter Leibe, du bildetest mein Herz, Gott! deß ich bin und bleibe. Ich danke dir, daß du mich wunderbar gemacht, und meiner, eh ich war, schon vaͤterlich gedacht. 7. Du kanntest mein Ge⸗ bein, eh ich ans Licht ge— kommen, da ich im Dun⸗- keln erst die Bildung an— genommen; dein Auge sah mich schon, eh ich bereitet war, und meiner Tage Lauf war dir schon of—⸗ fenbar. 8. Was fuͤr Erkenntnis⸗ se! fuͤr koͤstliche Gedanken! Unzaͤhlbar sind sie mir; denn ste sind ohne Schran⸗ ken. Mit Ehrfurcht will ich stets auf dich, mein Schoͤpfer! sehn, dir fol⸗ gen, 26 Von Gott und seinen gen, und dein Lob, so gut ich kann, erhoͤhn. 9. Erforsche mich, mein Gott! und pruͤfe, wie ich's meine; ob ich der wirklich bin, der ich zu seyn mir scheine. Sieh, ob mein Fuß vielleicht auf falschem Wege geht, und leite mich den Weg, der mich zu dir erhoͤht. Mel. Wie groß ist des Allmaͤcht'gen ꝛc. Ehrfurchts voll. 3 Wo sind die Wei⸗ 34. sen, die mich lehren, wie unser Gott allwissend ist? Wer kann mir Forschenden erklaͤren, was sein Verstand faßt und ermißt? Wer kennet ihn von Angesichte? wer, wenn er noch so hoch sich schwingt? Bekennt's: Er wohnt in einem kichte, zu dem kein sterblich Auge dringt. 2. Koͤnnt ich die Sterne Gottes zaͤhlen, der Erde Staub, den Sand am Meer, und die Gedanken aller Seelen von ihrem ersten Ursprung her; so waͤr ich weiser, als auf Erden ein Mensch ist, als am Strom des kichts viel— leicht selbst Engel jemals werden; doch wuͤßt ich gegen Gott noch nichts. 3. Nichts gegen ihn, der sich durchschauet, die Tiefe der Unendlichkeit, und jede Welt, die er gebauet, und jeden Punkt der Ewigkeit. O du, der alles weiß und nennet, was ist, was wer— den soll, und war; wie bist du jedem, der dich kennet, unendlich groß und wunderbar. 4. Ja, dich bewundern, dir vertrauen, ist meines Geistes erste Pflicht. Mit Ehrfurcht darf ich nach dir schauen, doch dich begrei— fen kann ich nicht. Gott, nach dem bicht, in dem du wohnest, schau ich mit hei⸗ liger Begier: du sieh'st es gnaͤdig, und belohnest mit Weisheit meinen Blick nach dir. 5. Die Weisheit war— net mich vor Suͤnden, vor Selbstbetrug und Heuche— ley. Ich denke stets: Gott kann mich finden, wie tief verborgen ich auch sey. Vor ihm kann keine Nacht mich decken, kein falscher Schein betruͤget ihn. Mich wuͤrde stets sein Daseyn schrecken, koͤnnt ich gleich aus der Welt entfliehn. 6. Wer kennet seines Herzens Tiefen? wer darf, o Gott! sich selber 12 40, ssade uft nl, 0 clkt d 1 Daget f Nahe 5•8 ich bi, chhe Hi and . Da hpfunde Hirhief lst Ieb R6 sig Eele, d Rnk in!! Icht eith , Vet Hasankei Ru hhehe Rehide em Dile 5 Hn, , d. H seh Dur öha Nht wa — 9 wuͤt och nichtz gegen ihn. uUet, die d keit, udj gebautt/ der Ewih les weiß ist, wash wae 5 6 n, det N lich großh h bewundy , is uch f ich nachg dich bes nicht, t, in deih u ich mit! du siehn eisheit hu Zuͤnden,& und Heu stets: H n, wie Nauch st keine N fein falshh t ihn. M ein Dasch it ich gl antflicht. inet sant 2 wer duf Tber alh kber hoͤchsten Vollkommenheiten. 27 Allwissender! du wollst mich pruͤfen, du wollest ganz mein Herzz durchschaun. Erblickst du mich auf boͤ— sen Wegen, so fuͤhre mich auf deine Bahn, und laß mich einst am Ziel den Se— gen der Froͤmmigkeit von dir empfahn. Mel. Mir nach, spricht ꝛc. Ehrerbietig, 25. u bist, o Uner⸗ 2 meßlicher, und wirkst an allen Enden. Ich bin, wo ich auch bin, 9Herr! in deinen Vater-⸗ haͤnden. Ich leb und athme nur durch dich, du leitest und beschuͤtzest mich, 2. Was je mein Herz empfunden hat, was ich verwerf und waͤhle, der erste Trieb zu jeder That, der stillste Wunsch der Seele, der dunkelste Ge— dank in mir, Gott! alles liegt enthuͤllt vor dir, 3. Wenn ich in stiller Einsamkeit mein Herz zu dir erhebe, und uͤber dei— ne Huld erfreut, nach dei— nem Willen lebe, du siehst es Herr, und stehst mir bey, damit ich immer treuer sey. 4. Du merkst es, wenn des Herzens Rath verkehrte Wege waͤhlet; und bleibt auch eine boͤse That vor aller Welt verhehlet: so weißt du sie, und strafest mich zu meiner Beß'rung vaͤterlich. 53. Du hoͤrst auch mei⸗ nen Seufzern zu; schaffst, daß mir Hilf erscheine, und huldreich, Vater, zaͤh⸗ lest du die Thraͤnen, die ich weine. Du siehst und waͤgest meinen Schmerz, erfuͤllst mit deinem Trost mein Herz. 6. O druͤck, Allgegen⸗ waͤrtiger, dieß tief in mei⸗ ne Seele, daß, wo ich bin, mein Herz, o Herr! nur dich zur Zuflucht waͤh— le; daß ich dein heilig Au⸗ ge scheu, dich zu verehren eifrig sey. 7, Laß mich stets treu und tugendhaft nach dei— ner Vorschrift handeln, und staͤrke mich dann auch mit Kraft, vor dir getrost zu wandeln. Daß du, o Gott! stets um mich seyst, dieß troͤst und beßre mei⸗ nen Geist. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier ꝛe. Ehrfurchts-und Vertrauensvoll. 36. ott! du kennst von Ewigkeit die Bewohner deiner Erde, siehst, ob ich der eit 28 Von Gott und seinen Zeit dir zum Preise nuͤtzen werde; meine Thaten, meine Sorgen sind, o Herr! dir nie verborgen. 2. Deine Gegenwart er— fuͤllt jede Tief und jede Hoͤhez selbst die Finsterniß verhuͤllt nie vor dir, was ich nicht sehe. Keine Gei— ster, keine Seelen koͤnnen dir ihr Thun verhehlen. 3. Alles uͤberschauest du, merkst und siehst, worauf ich sinne, was ich wuͤnsche, was ich thu, was ich thun will und beginne; bin, an allen Enden bin ich, Gott! in deinen Haͤn-⸗ den. Ach, umsonst ver— huͤllt ich dir, mich mit allen Finsternissen! Ge— enwaͤrtig bleibst du mir uͤberall, auch im Gewissen; und vor dieses Zeugen Schrecken kann auch keine Kluft mich decken. Hoͤren will ich deinen Ruf, nicht verkehrte Wege gehen; du, de Ohr und Auge schuf, wuͤrdest mei—⸗ ne Thorheit sehen. Alles fuͤhrst du im Gerichte aus der Finsterniß zum kichte. 6. Ueberall vertrau ich dir. Daß ich, was ich bitt, empfahe, hoff ich; denn wo ich du bist bey mir, bist auch meiner Seele nahe. Du erscheinst, und meine Lei⸗ den fliehen, oder werden Freuden. 7. Ueberall umgiebst du mich, der du maͤchtig mich beschuͤtzest, und, wo Nie— mand hilft, durch dich meine Schwachheit unter— stuͤtzest, daß ich kaͤmpfen kann und ringen, und zu deinem Himmel dringen. Weisheit. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Ehrerbietig. 37. Du weiser Schoͤ— pfer aller Dinge, der alles weiß, erkennt, m 1. Nichts ist so groß, nichts so geringe, das nicht nach deiner Weis- heit geht. Sie ists, die deine große Welt in ihrer Ordnung noch erhaͤlt. 2. Die vielen wunder- vollen Werke, was unsern Augen fern und nah, stehn als Beweise deiner Staͤrke, als Zeugen deiner Weis— heit da. Unendlich, Herr! ist dein Verstand, der ganze Weltbau machts be— kannt. 3. Mit eben der allwei— sen Staͤrke, mit welcher du die Welt gemacht, re— gierst du alle deine Werke, die dein Verstand hervorge— brachtz — ht; 0 ch schel Da Rel ba di wean tl Iomel II Iaftld) ellet: 5„ H Rrihgan Rem Wel N, u Rh,! H M he nd J Wlin Got st, wie Iasand In. a Hist, i Wu, Het te Ael 1. M licke is I. Prn Gun tut beseg st, see Woder pach umgichs! maͤchtig and, wo Y. durch! achheit un ich kaͤnh gen, ush) nel dringg heit, ur den ich . bitig, peiser Et aller du iß, erkenn ichts it! so gelsh deiner M Zie ists, Zelt in ih erhaͤlt. len wushr was uast Id nah/ sch iner Stiil einer V dlich, H stand, N machts der abgh mit wah hemacht + eine 00 rach hoͤchsten Vollkommenheiten. 20 bracht; du, dem es nie an Kraft gebricht, bedarfst der Menschen Beystand nicht. 4. Was du zu thun dir vorgenomen, koͤmmt auch, so bald du willst, zur That, wenn tausend Hindernisse kommen, so sieget doch dein weiser Rath. Den besten Zweck waͤhlt dein Verstand; die Mittel stehn in deiner Hand. 5. Du hast mich durch mein ganzes Leben nach dei⸗ nem weisen Rath gefuͤhrt. Ja, dir muß ich die Ehre geben, daß du aufs beste mich regiert. O! leite mich durch Welt und Zeit hin— uͤber in die Ewigkeit. Bekannte Melodie. Lebhaft. 38 Ich lobe dich und preise dich, o mein Gott, allein! Wer ist, wie du, so weise? Verstand und Rath sind dein. Laß immer meinen Geist, in allen deinen Werken, auf deine Weis— heit merken, die auch der Engel preist. 2. Wohin mein Auge blicket, ist Ordnung, Kunst und Pracht, und jeden Sinn entzuͤcket, Herr! dei⸗ ne weise Macht. Sie schaf— fet, sie erhaͤlt, zum Seg⸗ nen und Ergoͤtzen, nach herrlichen Gesetzen, den Bau der großen Welt. 3. Du schufst das Heer der Sterne, und gabst der Sonne Kraft, daß sie aus großer Ferne uns Licht und Leben schafft. Es unterstuͤtzt sie Nichts, in unermeß'nen Weiten, ihr Wohlthun zu verbreiten, bleibt sie der Quell des Lichts. 4. Wer haͤlt im Gleich⸗ gewichte so vieler Koͤrper Kraft? Wer fuͤllt die Welt mit Lichte? Nur du, der Alles schafft? Du thust, du sorgst, daß sie einander nie erreichen, von ihrer Bahn nie weichen, aus ihren Kreisen nie. 5. Wer rief, uns zu um⸗ geben, der Luft, die Alles traͤßt? durch sie hat Alles Leben, wird Alles stets be⸗ wegt. Da sammeln Duͤn⸗ ste sich, und werden Thau und Regen, und Frucht-— barkeit und Segen, fuͤr Pflanzen, Thier und mich. 6. Wer hat sie so berei⸗ tet, daß sie die Winde macht; daß sie den Schall verbreitet, im Donner furchtbar kracht, den leich⸗ ten Vogel hebt, der Wol⸗ ken Kasten trͤget, unsicht⸗ bar sich beweget, der Kun⸗ ge Kraft belebt? 7 30 Von Gott und seinen 7. Wer gruͤndete die Erde auf unsichtbaren Grund; hob, daß sie fruchtbar wer— de, sie aus der Wasser Schlund; goß Stroͤme aus; wer bricht die Wasser, wenn sie schwellen, spricht zu des Meereswellen: bis hierher, weiter nicht? 8. Wer schafft das Laub der Waͤlder? wer ruft das Gras hervor? befruchtet unsre Felder, thuͤrmt Ber—⸗ ge hoch empor? Wer schmuͤckt sie uberall? wer macht die Feuer schluͤnde? legt in der Tiefe Gruͤnde die Steine, das Metall? 9. Herr! deine Weisheit schmuͤcket, bereitet und er— haͤlt, und segnet und be⸗ gluͤcket die lebenvolle Welt. Sie ruͤhme mein Gesang! Ich singe dir, und preise, dich, Gott! denn du bist weise. O bringt ihm alle Dank! Vorige Melodie. Forschend. o ist die Staͤtte 39. Wẽ des Verstan-⸗ des? Wer leitet mich zur Weisheit hin? Im Dun⸗ kel meines Pruͤfestandes, bedarf ich diese Fuͤhrerinn. Hier, bey so vieler Tho⸗ ren Schaar, ist jeder Irr⸗ thum voll Gefahr. 2. Wer sagt, wer lehrt mich, wo sie wohne? um jedes Kleinod in der Welt will ich sie wechseln! keine Krone gefaͤllt mir, wie sie mir gefaͤllt. Wo ist sie? Meer und Abgrund spricht: In meinen Tiefen ist sie nicht. 3. Haͤtt ich den Reich-⸗ thum jedes Landes? Was huͤlf' er? Keiner Schaͤtze Werth ersetzt 95 Mangel des Verstandes, den wah— rer Weisheit Glanz ver⸗ klaͤrt. Nein! ihr sind keine Schaͤtze gleich! wer Weis— heit findet, der ist reich. 4. Ihr forsch ich nach, weßwegen haͤtte mein Ohr sonst ihr Geruͤcht gehoͤrt? Der Hoͤchste kennt der Weisheit Staͤtte, die al— les, was nur gut ist, lehrt. Ihm will ich fol— gen, denn es hat der Herr allein Verstand und Rath. 5. Als er aus seinem hohen Sitze den Sonnen ihre kaufbahn wies, die Winde wog, und seine Blitze gewisse Wege flie— hen hieß; da ward uns seine Macht, da ward uns seine Weisheit offenbart. 6. Als er der Wasser Lauf begraͤnzte, sein Wort die Wuth der Meere brach, sein Licht die neue b⸗ e⸗ 8 l Hat + 01 Red D Hlle! IX 1 0.6 stbih lhke, d Hanmel Enmne 0 ih Enn u Hond It H Iad al 3. J0 Netholken In Dil sho, u chy an II Rege Ni Rihlnge Rab W und nthnu, Ustch, sftz it . JHf f Jur hde 0 bon H der 0 1 — Lagt, put die wohnel 1d in derd swechselnl It mir, „ Wo ifl bgrundsy Tiefen i ich den Landes?! Keiner Et tzt den M Ides, den it Glas! ihr sindi ch! wer Y er ist ti orsch sch zaͤtte weh! eruͤcht g te kennt! ;taͤtte, N nur gut will ich es hat) Verstand; r aus st den G hn wie 3, und se Wehl da ward da walk eit offetb r der Y te, seih Meeke h. ie Heut hoͤchsten Vollkommenheiten. 31 beglaͤnzte, schuf er den Men⸗ schen auch, und sprach: die Furcht des Herrn giebt Weisheit gnug, wer Boͤ— ses meidet, der ist klug. Guͤte und Langmuth. Bekannte Melodie. Mit Wonnegefuͤhle. s lebt ein Gott, 40. E der Menschen liebt! ich seh's, wohin ich blicke, am Nebel, der den Himmel truͤbt, so wie am Sonnenblicke. 2. Ich seh's an jeder dunkeln Nacht, wo auch kein Stern mir leuchtet; am Mond, wenn er in stil⸗ ler Pracht mir meinen Pfad erleuchtet. 3. Ich seh's, wenn Don-⸗ nerwolken gluͤhn, und Berg und Wald bewegen, ich seh's, wenn sie voruͤber—⸗ flieh'n am fruchtbar sanf⸗ ten Regen. 4. Nicht nur, wenn Fruͤhlings luͤfte wehn durch Laub und junge Bluͤthe, nicht nur, wenn reife Saa⸗ ten stehn, seh ich des Schoͤ⸗ pfers Guͤte. 5. Ich seh sie auch, wenn tiefer Schnee die starre Flur bedecket, und brau-⸗ send von des Himmels Hoͤh der Nord den Wan— drer schrecket. 6. Ja wie sie sich in der Natur allliebend meinem Blicke entdeckt, so seh ich ihre Spur beym wechseln⸗ den Geschicke. 7. Ich sehe sie nicht nur im Gluͤck, bey dieses Le⸗ bens Feeuden; ich seh' sie mit bethraͤntem Blick auch in des Lebens Leiden. 8. Einst seh' ich ohne Thraͤnen sie, noch heitrer als die Sonne, und singe, frey von aller Muͤh, ihr Lob in ew'ger Wonne. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Lobpreisend. 41 o weit nur deine Sonnen glaͤn⸗ zen, reicht deine Huld, die uns erhaͤlt, reicht uͤber unsers Himmels Graͤnzen, o Vater! bis zur fernsten Welt; in alle Ewigkeiten waͤhrt die Guͤte, die dein Volk verehrt. 2. Dir, Gott! ist kein Geschoͤpf verborgen; nicht eins, vom Menschen bis aufs Thier; du wuͤrdigst Alle deiner Sorgen; sie danken Lust und beben dir. Es mag auch noch so nie— drig seyn, so ist dir, Hoͤch⸗ ster! nichts zu klein. 3. Mit frommem, freu-⸗ digen Gemuͤthe erheb ich— Gott! voll Gnade, dich: wie 32 Von Gott und seinen wie herrlich ist nicht deine Guͤte! wie liebst du uns so vaͤterlich! uns, die wir ohne Furcht und Grau'n dem Schutze deiner Vor— sicht trau'n. ů à. Mit welchem reichen Ueberflusse erfuͤllst du diese Welt, dein Haus! du theilst ihn Allen zum Ge⸗ nusse so vaͤterlich, so lieb⸗ reich aus, und jedes Le— bens Quelle fließt aus dir, der du das Leben bist. 3. Wir seh'n, o Herr! in deiner Sonne den Schatten nur von deinem Licht. Entzeuch uns deiner Guͤte Wonne, dein gna⸗ denvolles Antlitz nicht. Herr! deine Huld erfreue die, die dich verehren, segne sie. Eigene Melodie. Mit geruͤhrtem Danke. 4² Wie groß ist des Guͤte! Ist der ein Mensch, den sie nicht ruͤhrt? der mit verhaͤrtetem Gemuͤthe, den Dank erstickt, der ihr gebuͤhrt? Nein, seine Liebe zu ermessen, sey ewig mei⸗ ne groͤßte Pflicht! der Herr hat mein noch nie verges⸗ sen; vergiß, mein Herz, auch seiner nicht. Allmaͤcht'gen 2. Wer hat mich wun— derbar bereitet? der Gott, der meiner nicht bedarf. Wer hat mit Langmuth mich geleitet? er, dessen Rath ich oft verwarf. Wer staͤrtt den Frieden im Ge— wissen? wer giebt dem Geiste neue Kraft? wer laͤßt mich so viel Gut's ge— nießen? ist's nicht sein Arm, der Alles schafft? 3. Schau, o mein Geist, in jenes kLeben, zu welchem du erschaͤffen bist, wo du, mit Herrlichkeit umgeben, Gott ewig sehn wirst, wie er ist. Du hast ein Recht zu diesen Freuden; durch Gottes Guͤte sind sie dein. Sieh, darum mußte Chri— stus leiden, damit du koͤn⸗ test selig seyn. 4. Und diesen Gott sollt ich nicht ehren? und seine Guͤte nicht verstehn? er sollte rufen, ich nicht hoͤ— ren? den Weg, den er mir zeigt, nicht gehn? Sein Will' ist mir ins Herz ge— schrieben; sein Wort be— staͤrkt ihn ewiglich. Gott soll ich uͤber Alles lieben, und meinen Naͤchsten gleich als mich. 5. Dieß ist mein Dank, dieß ist sein Wille: ich soll vollkommen seyn, wie er. Je mehr ich dieß Gebot erfuͤlle, stell ich sein Bild⸗ uiß 61 nicbůt N s in Ae, He I e dih uu j st 0 Slt in Hee Jucht hssch M. Ver MWohest 4 Ilsch, vi Ubitdig h de , den d Hldi is. N dener Ahnite 2. Mil ISRhef v Aashitzt Wa Abase! Augiht n — at mich wy et? de dhn nicht bah iit Kngnh t er, A. berwarf. Y rieden im6 giebt Kraft?) viel Gutd 8 nicht 6 es schaft! o mein „ in welch bist, wo! eit umgeht hn winst, ein Rach den, dult nnd ste dein. mußte Chris. mit du köß) an Gott sah und seh verstehne ich nicht , den er i uhn?&0 in Hetz Volt) glich, el Mles lieb achsten gle mein Ou ille. ich 0 In, W dicß 90 seih S 9 6 hoͤchsten Vollkommenheiten. 33 niß in mir her. Lebt seine Lieb in meiner Seele, so treibt sie mich zu jeder Pflicht. Und ob ich schon aus Schwachheit fehle, herrscht doch in mir die Suͤnde nicht. 6. O Gott! laß deine Guͤt' und Liebe mir im⸗ merdar vor Augen seyn! sie staͤrk in mir die suͤßen Triebe, mein ganzes Leben dir zu weihn. Sie troͤste mich zur Zeit der Schmer⸗ zen; sie leite mich zur Zeit des Gluͤcks; und sie besieg in meinem Herzen die Furcht des letzten Augen- blicks. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit lebhaftem Dankgefuͤhle, 43 O! koͤnnt ich dich, mein Gott! recht preisen, wie du des Prei⸗ ses wuͤrdig bist! koͤnnt ich dir ganz den Dank erwei—⸗ sen, den dieses Herz dir schuldig ist; dieß Herz, das deiner Guͤtigkeit sich taͤglich mit Entzuͤcken freut. 2. Wer uͤberstroͤmet mich mit Segen? wer theilt mir mit, was mir gebricht? Wer schuͤtzet mich auf mei⸗ nen Wegen? Wer schenkt dem Geiste Trost und kicht? Wer giebt zu meinem Thun Gedeihn? Allguͤtiger! du bist's allein. 2 3. Zu zaͤhlen sind sie nicht, mein Vater! die Werke deiner Segenshand. Du warst schon meines Wohls Berather, ehꝰ mein Beduͤrfniß ich empfand. Noch eh' ich war, da mas⸗ sest du mir schon mein Schicksal liebreich zu. 4. Du staͤrkst mir das geschenkte Leben, und laͤs⸗ sest es nie freudenleer; zum hoͤhern Gluͤck mich zu er⸗ heben, schickst du auch manche Truͤbsal her; doch stehst du auch mit Kraft mir bey, daß ich nicht zag' und muthlos sey. 5. So oft hab ich in meinen Tagen mit Freud und Dank es schon ver⸗ spuͤrt, wie du mich unter allen Plagen, zwar dunkel oft, doch gut gefuͤhrt; in wie viel drohender Gefahr halfst du mir treu und wunderbar. 6. Von deiner Guͤte will ich singen, so lange sich die Zunge regt; dir will ich Dank und Ehre bringen, so lange sich mein Herz bewegt; und wird mein Mund einst kraftlos seyn, so stim ich noch mit Seuf⸗ zern ein. ö 7. Nur Dank und Lob kann ich dir geben, nimm C es 34 Von Gott und seinen es, mein Gott! mit Gna⸗ den an, bis ich in einem bessern Leben dich wuͤrdi⸗ ger besingen kann; da steigt in sel'ger Geister Chor mein Lobgesang zu dir empor. Vorige Melodie. Lobpreisend. er⸗ Mein Herz, 44. muntre dich zum Preise des Gottes, der dein Vater ist! Bedenk es, auf wie viele Weise du ihm zum Dank ver⸗ pflichtet bist! Bring ihm, der stets dein Helfer war, mit Freuden Ruhm und Ehre dar. 2. Herr! deine Hand ist immer offen, zu geben, was mir nuͤtzlich ist; und doch bin ich oft schwach im Hoffen auf dich, der du die Liebe bist. Mein Gott, wie wenig bin ichs werth, daß mir noch Hilfe wi— derfaͤhrt. 3. Unendlich groß ist dein Erbarmen, nur wohl zu thun bist du gewohnt. Drum wird auch mir, inein Gott! mir Armen von dir nicht nach Ver— dienst gelohnt. Noch im⸗ mer steht mir deine Treu mit Segen, Trost und Hilfe bey. 4. Du bist es, der in meinen Sorgen mit Ret⸗ tung mir entgegen eilt, und, wenn sie noch vor mir verborgen, nach mei—⸗ nem Wahn zu lang ver-— weilt; so koͤmmst du, eh' ich's mich versehn, und hilfst mir, und erhoͤrst mein Flehn. 5. Du waͤhlst, und wirkest stets das Beste, und wenn auch meine Noth sich haͤuft; so steht durch dich mein Wohl doch feste. Wenn mich das Elend ganz ergreift; so bleibst du doch erbar— mungsvoll, und foͤrderst stets mein wahres Wohl. 6. Du bist mein Heil; mein ganz Gemuͤthe ist deines Ruhms, mein Ret⸗ ter! voll. O koͤnnt ich deine große Guͤte doch so erheben, wie ich soll! doch meine Kraft reicht nicht dahin, du weißt es, Gott! wie schwach ich bin. 7. Auch siehest du mit Wohlgefallen auf wahre Herzensredlichkeit, und Lallen der Deinen mit Zu— friedenheit. Du hoͤrst es, wie ein Vater pflegt, der seiner Kinder Schwachheit traͤgt. S. Drum soll mir deine Huld und Guͤte bestaͤndig, Gott! hoͤrest selbst das schwache .— unt! v 0 Hillt Iuche m l unmmet scheh l hum. Mo t s 6 ꝑn Gch IIch d Rahettl auch al Ni hot „ J 10 Acer, Einde. . Die lht f hlsp obet den oheg,! I it s⸗ luer, u virg Hen sa . N t; behj 15 I h Iunen. Rins Ia, U 5 s, d Sen mit J. Tatgegen d sie noch h , nach u iu lang emmst du,, versehn, und astt waͤhls,. das auch n Huft; so f sein Vohl In mich 9 elgreift; doch erhi und foͤrdg Ahres Woß wein Heil Gemaͤthe 3, mein M O bönnt! Guͤte doch ich soll! x reicht s ißtes, G ich bin. ichest du auf üt schkeit, N das schtn einen mit Du hoͤlst r pflegt, Schwath al mir d 7. 0 Ite Hestäl dut hoͤchsten Vollkommenheiten. 25 Gott! vor Augen seyn. Ich will mit redlichem Ge— muͤthe mein keben deinem Lobe weih'n, bis ich voll⸗ kommner deinen Ruhm erheb im hoͤhern Heilig-⸗ thum. Mel. Gott ist gegenwaͤrtig. V Mit Dankgefuͤhle. 45 Aller Welten Herr⸗ scher! Gott! dein ganz Gebiete ist ein Schau⸗ platz deiner Guͤte. Sie verherrlicht taͤglich sich auch an uns allen, die wir noch auf Erden wal—⸗ len. Ja sie pflegt, nährt und traͤgt nicht nur deine Kinder, selbst die groͤßten Suͤn der. 2. DieserbangmuthGroͤ—⸗ ße laͤßt sich zwar empfin⸗ den; aber, wer kann sie er⸗ gruͤnden? Suͤnder so ver⸗ schonen, Millionen Schul-⸗ den mit so vieler Nachsicht dulden, und dabey doch so treu warnen, die dich has⸗ sen: Herr! wer kann dieß fassen? 3. Doch du strafst nicht Leben liebst nur unser eben; Zeit zur Beß'rung uns zu geben, dringt dich deiner Liebe zaͤrtliches Er— barmen. Darum hast du mit uns Armen, so voll Huld, noch Geduld, daß wir darauf achten, und nach Beß'rung trachten. 4. O daß doch der Reichthum deiner Vater—⸗ liebe uns zur Sinnesaͤn⸗ drung triebe! O daß wir voll Reue uns're Schuld bedaͤchten, und dir willig folgen moͤgten! unser Schmerz ruͤhrt dein Herz, Schulden, die uns kraͤnken, gnaͤdig uns zu schenken. 5. Dank sey dir, o Va⸗ ter! daß du unser schonest, und nicht nach Verdienst uns lohnest. Stets noch ist uns Schwachen noͤthig deine Gnade, selber auf dem Tugendpfade. Keit uns dich uh d noch, bis wir dich einst droben Suͤnde loben.— Heiligkeit und Gerech⸗ tigkeit. Mel. Ewꝰge Liebe mein ꝛc. Voll Ehrfurcht. zott! vor dessen 46. Angesichte 20 ein reiner Wandel gilt, ew'ges Licht, aus dessen kichte stets die reinste Klar⸗ heit quillt! Heilig und gerecht bist du, und uns allen rufst du zu: Ich 100 Meus heilig werde jeder Men on Eidt. sch schon auf der S* 2. Won Gott und seinen 2. Heilig ist dein ganzes Wesen, und kein Boͤses ist an dir! ewig bist du so gewesen, und so bleibst du fuͤr und fuͤr. Was dein Wille waͤhlt und thut, ist untaͤdelhaͤft, ist gut, und mit deines Armes Staͤrke wirkst du stets vollkommne Werke. 3. Heilig sollen deine Kinder, aͤhnlich deinem Bilde seyn. Herr? vor dir besteht kein Suͤnder; denn du bist vollkommen rein. Nur der Fromme darf sich dein, deiner Gnad und Huld erfreun; wer beharrt in seinen Suͤnden, kann vor dir nicht Gnade finden. ů 4. O! so laß uns nicht verscherzen, was du uns hast zugedacht. Schaff in uns stets reine Herzen, toͤdt in uns der Suͤnden Macht! Denn was sind wir, Gott! vor dir? du bist heilig, aber wir sind verderbt, und wer kann zaͤhlen, Gott! wie oft wir Schwache fehlen? 5. Uns von Suͤnden zu erloͤsen, gabst du deinen Sohn dahin. O! so rei⸗ nige vom Boͤsen unsern ganzen Sinn durch ihn. Gieb uns, wie dein Wort verheist, gieb uns deinen — guten Geist, daß er uns Geist regiere, und uns zu dem Himmel fuͤhre. 6. Jede Neigung und Begierde, jede That sey dir geweiht. Unsers Wan⸗ dels groͤßte Zierde sey bie reinste Heiligkeit! Mach uns deinem Bilde gleich; denn zu deinem Himmel⸗ reich wirst du, Herr! nur die erheben, die im Glau⸗ ben heilig leben. Mel. Liebreicher mildeb Gott ꝛc. Mit Gefüͤhle. 47 Was boͤs ist, has⸗ sest du, du fin⸗ dest nur Gefallen an dem, was gut ist, Gott; auch schenkest du uns allen Er⸗ kenntniß deines Rechts, Gefuͤhl und Lust dazu, verabscheu'n sollten wir, was boͤse ist, wie du. 2. Denn du bist heilig, Herr! das lehrt mich das Gewissen. Den Suͤnder schreckt es selbst in seinen Finsternissen. Wenn ihn kein Richter straft, so klagts, so kuͤndigts dann Gericht und Untergang dem Uebertreter an. 3. Auch, wenn's noch Fried ist, bebt sein Herz doch, was er hoͤret, er— schreckt ihn, weil er dich ernJ und dein Gesetz t 1 — 0 sicht Hssechäte Miut 0 hugt, M 3 DR. M Ctumm Halht + 0 10 Hhlt is, 1 5 Rätet! 5. W Ruchd 9ud A 515006 I lstb e steut et hurhet! . H i Nshlcch I K Fsch Hrsche Rahe l h n Mhr INAI lgen, Nl Hg Hüs 0 dän fihlach 7—— und untzn füh. eigungenl de Nat Unsers Y Vierde A Aeit! M Bilde gah Vem Hinn A, Herrhu die im H ben. vicher nh t Ae. Befühle. bös iñth est du, Nf Zallen an „Gottz uns allohe ines Rth Kust dy sollten x „wie du du bist sehrt nich Oen Sih ebst in stl Viln strast, Fundigts x 1 Untethit hoͤchsten Vollkommenheiten. ..* N 37 ö j Er fuͤrchtet uͤberall der Missethaͤter Lohn, und meint, der Raͤcher sey er⸗ wacht, und straf ihn schon. 4. Bedraͤngt von Furcht und Angst, die wie ein Sturm ihn treiben, ar⸗ beitet er umsonst sein Herz zu uͤbertaͤuben. Ach! uͤber⸗ all verfolgt, wo kein Ver⸗ folger ist, ihn selbst sein eignes Herz, weil du sein Richter bist. 5. Wer fromm ist, fuͤhlt durch dich Zufriedenheit und Ruhe, wenn ihm sein Herz bezeugt, daß er, was Recht ist, thue. Mit inn⸗ rer kust belohnt's ihm jede gute That; selbst leidend freut er sich, daß er ge— horchet hat. 6. Wer bauet so das Gluͤck des menschlichen Geschlechtes durch unser eignes Herz, durch sein Gefuͤhl des Rechtes? Wer schreckt des Suͤnders Trotz? wer giebt der Tu-⸗ gend Ruh? auch wenn sie leiden muß? du thust's, Vergelter! du. 7. Preis dir, dem Hei⸗ ligen, Preis dir! denn dir gefallen nur die, die heilig sind. Drum schen— kest du uns allen Erkennt⸗ niß deines Rechts, Ge⸗ fuͤhl und kust dazu; denn hassen sollten wir, was strafbar ist, wie du. 8. Doch wir vergessens oft; denn schon vom ersten Falle durch einen Men- schen kam die Lust zur Suͤnd auf alle. Von ihr gelocket, fuͤhl auch ich in meiner Brust zu ihr mehr Hang und Trieb, als zu der Tugend Lust. 9. Ach ich elender Mensch! Wer kann mich nun befreyen? Wer hei— liges Gefähl in meiner Seel erneuen? Wer, o mein Gott, als du? so mache mich denn rein! Laß Leib und Seele dir, nur dir geheiligt seyn. 10. kaß mich das Boͤse stets verabscheu'n und ver—⸗ achten! Laß auf der Tu⸗ gend Ruf und dein Ge— setz mich achten! Mich mein Gewissen nie ver—⸗ wunden, dir getreu, da⸗ mit ich ruhig hier, und einst dort selig sey. Mel. Allein Gott in der Hoͤh ꝛ8 Ernsthaft. 48. Gett! du bist hei⸗ ö lig und gerecht in allen deinen Wegen. Du kroͤnst das menschliche Geschlecht zwar gern mit deinem Segen; doch dringst du 38 Von Gott und seinen du auch auf Froͤmmigkeit, weil die nur zur Zufrie⸗ denheit und ew'gem Gluͤck uns leitet. 2. Drum willst du auch, daß in der Welt ein jeder die Gesetze, die deine Weisheit festgestellt, in Ehren halt und schaͤtze. Wer davon weicht, der weicht zugleich von seinem Gluͤck; in deinem Reich ist nur der Fromme gluͤcklich. 3. Ja, Herr! dein hei⸗ liges Gericht zeigt sich uns schon auf Erden; du laͤssest, fuͤrchtet man dich nicht, uns hier schon Zeu— gen werden, daß du auf uns're Thaten sieh'st, und ein gerechter Richter bist zur Ahndung alles Boͤsen. 4. Es klagt uns das Gewissen an, wenn wir dir widerstreben; straft uns, daß wir nicht recht ethan, straft unser boͤses eben: da flieh't der Fried aus uns'rer Brust, und auf die schnoͤde Suͤnden— lust folgt eine bittre Reue. 4. Du strafst auch hier den Suͤnder schon fuͤr seine boͤse Thaten, und laͤssest ihn in Schimpf und Hohn, in Angst und Noth gera⸗ then. Hat er die Suͤnde nicht gescheut, hat ihn ihr falscher Reitz erfreut, so fuͤhlt er ihre Leiden. 6. Doch bloß zu ihrer Besserung, strafst du, o Gott! die Suͤnder, und züchtigst auch zur Heili— gung nur deine schwachen Kinder. Wohl dem, der sich noch bessern lernt, sich von dem Suͤndenpfad ent—⸗ fernt, und deiner Zucht gehorchet. 7. Weh aber dem, der in der Zeit nicht deine Warnung hoͤret, dein ernstes Strafgericht nicht scheut, und nicht zu dir sich kehret! Wie schreck—⸗ lich ist dereinst sein Theill wenn du den Frommen volles Heil in jener Welt wirst geben. 8. Herr! dieß bezeugt dein wahres Wort, du kanst umsonst nicht draͤuen. O! hilf uns, daß wir immerfort den Weg der Suͤnde scheuen. Nimm unsrer dich erbarmend an, und leit uns auf der Tu⸗ gend Bahn, daß jeder selig werde. Wahrhaftigkeit u. Treue. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit Ueberzeugung. 49. Noch nie hast du dein Wort ge⸗ brochen, nie deinen Bund, o Gott! verletzt, du haͤltst ge⸗ — WA 0 10 0 + H I Iu, Run* *. U au .W c A du, At. 4 sllo han RRN d Haht, M unth 5. H iit fese Maite de R I senllor Hafde HIrr. 5 zu isit afst du, inder, ur Hah schwagh Il dem, E an lergt, Senpfad e Heiner zu er dem, Inicht dai ret, dah Hericht nit micht zu N Wie schrel sein Chell Frommas Vjener Velt ö Rieß beyeugt Vort, A nicht draͤt „ daß u uWeg M* Pu. Nant Fbarmend auf det& daß l Nit v. Tuul denliebat ugung 2 nie has in Polt t, du gah 590 6 hoͤchsten Vollkommenheiten. 39„ getreu, was du verspro⸗ chen, vollfuͤhrst, was du dir vorgesetzt. Wenn Erd und Himmel auch ver⸗ geh'n, bleibt ewig doch dein Wort besteh'n. 2. Du bist kein Mensch, daß dich gereue, was uns dein Wort verheißen hatz nach deiner Macht, nach deiner Treue, bringst du, was du versprichst, zur That. Scheint die Er⸗ fuͤllung gleich noch weit, so koͤmmt sie doch zu rech⸗ ter Zeit. 3. Und wie du das un⸗ fehlbar giebest, was deine Huld uns zugedacht: so wird, wenn du Vergel⸗ tung uͤbest, die Drohung auch gewiß vollbracht. Wer hier verletzet seine GSteafe entgehet deiner Strafe nicht. 4. O pflanze, Herr! in mein Gemüuͤthe die Ehr— furcht, die dich kindlich scheut, gieb, daß ich mich vor Leichtsinn huͤte, vor aller Ungerechtigkeit. Nie werde das von mir ge— wagt, was dein Befehl mir untersagt. 5. Doch laß mich auch mit festem Glauben dem Worte deiner Gnade traun. Wer kann den Trost uns jemals rauben, den wir auf dein Versprechen baun? Was du verheißest, blei— bet fest; wohl dem, der sich auf dich verlaͤßt! 6. Gieb, Herr! daß ich die Wahrheit liebe, und, meinen heil'gen Pflichten treu, nie jemand durch Beteug betruͤbe, entfernt: von List und Heucheley. Dann bin ich auch des Gottes Kind, dem Treu und Wahrheit heilig sind. Eigene Melodie. Fest vertrauend. eicht, ihr Ber⸗ 50. Wé ge, fallt, ihr Huͤgel! brecht, ihr Felsen, stuͤrzet ein! fester wird, als Berg und Huͤgel, Got— tes Vatertreue seyn, unbe— wegter noch, als sie; seine Wahrheit truͤget nie. 2. Gnade hat er mir versprochen, das ist, Got— tes Bund mit mir. Die⸗ ser Bund wird nie gebro⸗ chen; seine Treue buͤrgt dafuͤr. Erd und Himmel mag vergehn; was er zu⸗ sagt, muß geschehn. 3. Menschen will ich nicht vertrauen; wie be⸗ trüglich ist die Welt! mei⸗ nem Gott will ich ver⸗ trauen, der, was er ge⸗ lobt, auch haͤlt! Er, ein Feind der Hencheley, ist wahrhaftig, ist getreu. 7 40 Von der Schöpfung. 4. Draͤut die Welt mir, mich zu hassen, und ver— folgt mich, will ich mich immer auf den Herrn ver—⸗ lassen; er erbarmt doch meiner sich; denn er blei⸗ bet immerdar, was er ist, und was er war. 5. Scheint auch er mich nicht zu achten, und ver— birgt sein Angesicht; laͤßt mich rufen, laͤßt mich schmachten: so vergißt er mich doch nicht; denn er bleibet immerdar, was er ist, und was er war. 6. Friede will er mit mir halten, wenn sich auch die Welt empoͤrt; ihre kiebe mag erkalten, bleib Werke Das Weltall. Mel. Lobt Jesum Christum nah ꝛc. Lieblich und praͤchtig. rhebe dich, mein 3I. E kobgesang zu deinem Gott, ihm Ruhm und Dank vor seinen Thron zu bringen. Er hoͤrt auch Menschenlieder gern, wen gleich die Eagel ihrem Herrn viel hoͤhre Psalmen fingen. Darum hat er mit den Heeren, die ihn eh— ich meinem Gott nur werth. Er, der meinen Kummer stillt, bleibt mir immer Sonn und Schild. 7. Er, der Herr, ist mein Erbarmer; so hat er sich selbst genennt; das ist Trost genug: ich Armer werde nie von ihm ge— trennt. Er will meine Zuflucht seyn; sollte nicht mein Herz sich freun? 8. Ihm allein will ich vertrauen, will auf diesem Felsen ruhn, will mein Gluͤck auf ihn nur bauen; was er sagt, wird er auch thun! Erd und Him⸗ mel mag vergehn! ewig wird sein Bund bestehn. Gottes. ren, zu den Stufen seines Throns auch dich gerufen. 2. Wie groß ist Gottes Herrlichkeit! Er sprach zu seinen Himmeln: Seyd! und zu dem Erdkreis: Werde! Gleich standen da voll Reitz und Pracht vor ihm, zum Preise seiner Macht, die Himmel und die Erde. Als er's aus⸗ rief, da begonnen tausend Sonnen, und erhellten ein unzaͤhlbar Heer von Welten. 3. 11 0 Kich selte ges. I M Iount 000 1 mfnen 0Rhh El 0 Sh Her sein zu al nußt M 107 V siht fi. heke nict le Flbn f hich firn Fhen MW. 5„ V fl 0 das IMnd s ih de RN bedoͤ A? Wu Thlch g Ml u uhhe, f WeN R hg, Wh ‚ — Goti 5 der mesh , bleibt und Ccl er Hert, mer; so genenntz i9: ich Iu von ihm! will nat sollte t 9 freun! lein will! ill auf dich „will we nur baug „ wird o und Hin jehn! ew d hestehn. tufen sein dich geruft ist Goln Er sprachf In: Sc Erdkeatz standen Pracht l reise seah himmel il 15 men tauseh id erhelth „PHier N Von der Schoͤpfung. 41 13. Wie sie so herrlich sind, so schoͤn! wie sie eintraͤchtig Gott erhoͤh'n, und seine Groͤße preisen! Wie jede Jubel ist und Dank, ein hoher lauter Lobgesang des Guͤtigen und Weisen! O, wie koͤnnt ich fuͤhllos schwei— gen? solcher Zeugen Lob vernehmen, und doch sei— nes Ruhms mich schaͤmen? 4. Ee hat der Sonne hoch Gezelt, die Himmel, über seine Welt fuͤr mich auch ausgebreitet. Wer nutzt die Erde mehr als ich? hat sie mein Vater nicht fuͤr mich gegruͤndet und bereitet? laͤcheln mir nicht alle Waͤlder, alle Felder froh entgegen, reich fuͤr mich von seinem Segen? 53. Wem bluͤht das Thal? fuͤr wen erhebt sich das Gebirg? Wem toͤnt und schwebt der Saͤn⸗ ger in den kuͤften? fuͤr wen bevoͤlkert sich das Meer? Wem lebt der Thiere zahllos Heer auf jaͤhrlich gruͤnen Triften? Quellen rieseln, Winde wehen, Fluͤß und Seen werden Meere, mir zum Segen, ihm zur Ehre. 6. Noch strahlt mir un— geschwaͤcht sein kicht, noch weigert die Natur sich nicht, die Welt fuͤr mich zu schmuͤcken; noch hat sie Freuden gnug fuͤr mich, noch immer schoͤn und ju⸗ gendlich mein Auge zu entzuͤcken. Eher werden auch die Werke seiner Staͤrke nicht veralten, bis er koͤmmt, Gericht zu halten. 7. So hat mein Gott an mich gedacht; so hat er mich durch seine Macht zum Herrn der Erd erho— ben. Er gab mir meinen Leib, und auch die Seele, seines Athems Hauch, gleich Engeln, ihn zu lo⸗ ben. Ruͤhm ihn, Seele! Jauchzend schalle von dem Halle deiner Kieder Gottes Erd und Himmel wieder! 8. Das Kind, der Juͤngling und der Mann, die ganze Schoͤpfung bet ihn an, und seiner Wun⸗ der Menge. Stroͤmt hin aus meiner vollen Brust, stroͤmt hin, Empfin dungen voll kust, in hohe Dank— gesaͤnge! Schoͤpfer! Va⸗ ter! dich erhebe, weil ich lebe, meine Seele, meine hochbegluͤckte Seele! Mel. Nun danket alle Gott. Ehrfurchtovoll lobend. 52. Ver dir, Allmaͤch⸗ tigerhkritt unser Eher 4² Von der Schoͤpfung. Chor zusammen, durch den die Erde ward, und alle Sonenflammen! Wie selig ist's vor dir empfindungs⸗ voll zu stehn, und dich mit seinem Mund lobsin⸗ gend zu erhoͤh'n. z. Erheb ihn doch den Herrn, mein Geist! mit al⸗ len Frommen. Dein stam⸗ melnd Lied wird doch zu seinen Ohren kommen! Er merkt auf deinen Dank, wenn gleich um seinen Thron der ganze Himmel singt, dem Vater und dem Sohn. 3. Allmaͤchtiger! Es sey von aller Menschen Zun⸗ gen, vom Staub hinauf dir Preis und Dank und Lob gesungen. Wer ist, der deine Macht, Unendli⸗ cher! versteht? Wir beten schauernd an vor deiner Majestaͤt. 4. Es haͤngte deine Hand den Erdenball ins Leere, mit seiner Berge Last, mit seinem offnen Meere. Dein Wort der Macht hieß ihn sich um sich selber drehn, und mit der Sterne Heer in stiller Ordnung gehn. 5. Du, Vater! schufst die Luft durchsichtig gleich Keistallen; sie leiht des Lebens Hauch allgegenwaͤr⸗ tig allen, bahnt Strahlen ihren Weg, die schneller, als der Wind, durch dei— ner Schoͤpfung Reich der Sonne Boten sind. 6. Du schufest deinen Blitz, und alle Lande zit— tern. Gehst du bey schwuͤd ler Luft in schweren Unge— fen Thal und auf dem grauen Meer, dann bebt der Erde Grund vor dir, Unendlicher! 7. Doch bringt dein Feuerblitz, dein Donner Heil und Segen. Aus Wetterwolken stroͤmt uns Dur biß die entgegen. Du bist die Liebe stets, die Erde weit und breit, ist voll von deiner Macht, voll deiner Guͤtigkeit. 8. Der Fruͤhling koͤmmt herab mit anmuthsreichen Blicken, streut Blumen um sich her, und gießet sein Entzuͤcken in unsrer Erde Schoos mit holder Pracht herab auf jegliches Ge— schoͤpf, dem Gott Empfin⸗ dung gab. 9. Sey hochgelobt von uns, du Herr der Wel— tenheere! von Chor hinauf in deiner Engel Choͤre schall unser Lobgesang nie ohne Dank⸗ gefuͤhl, dich singe unser Herz und unser Saiten⸗ spiel. Mel. ., he uut Wehh V V ů Rch, Nu. ů ö Wig/ wittern, gehst du im tie⸗ ir ale A Rtong R Oh m Hatt I Dne 1. Man Whn det delet Hiuntl, shnütt, 0 H E N Eol Iht V I Mpes Hr N 3. Her u inen E Hinnel sht den . auf, W schn WMht Il Gott: blchtswei unserm Mulig tet . S0 lasshen in sen Er An, N Wlst Hahen S Uc, kuft ; —— , dulch Ing Nach sind. schufist N alle Hande. b chweren h st du ih! und auß! E, danh! Aund vot; bringt! dein Ooh gen. stromt!! entgeh liebe ste t und brei ner Mach. Itigkeit. ihling köh muthsreit Dlumehl d gießet! unstet E holder jegliche Y— Gott Ens ; sih 1. 0 Von der Schöͤpfung. 43 Mel. Lob, Ehr und Preis. Mit Ehrfurcht nachdenkend. ich, o Schoͤ⸗ 53 Wenn ö pfer! deine Macht, die Weisheit dei⸗ ner Wege, die Liebe, die fuͤr alle wacht, anbetend uͤberlegez so weiß ich, von Bewundrung voll, nicht, wie ich dich erheben soll, mein Gott! mein Herr! mein Vater! 2. Mein Auge sieht, wohin es blickt, die Wun-⸗ der deiner Werke. Der Himmel, praͤchtig ausge— schmuͤckt, preist dich, du Gott der Staͤrke! Wer hat die Sonn an ihm er⸗ hoͤht? Wer kleidet ihn mit Majestaͤt? wer ruft dem Heer der Sterne? 3. Wer mißt dem Win⸗ de seinen Lauf? Wer heißt die Himmel regnen? Wer schließt den Schoos der Erde auf, mit Vorrath uns zu segnen? O Gott der Macht und Herrlich⸗ keit! Gott! deine Guͤte reicht so weit, so weit die Wolken reichen. 4. Dich predigt Son⸗ nenschein und Sturm, dich preisen Eerd und Meere. Bringt, Menschen, ruft der kleinste Wurm, bringt meinem Schoͤpfer Ehre! Mich, ruft der Baum in seiner Pracht, mich, ruft die Saat, hat Gott ge⸗ macht, bringt unserm Schoͤ⸗ pfer Ehre! 5. Der Mensch, ein Leib, den deine Hand so wunderbar bereitet, der Mensch, ein Geist, den sein Verstand, dich zu er— kennen, leitet; der Mensch, der Schoͤpfung Ruhm und Preis, ist sich ein taͤglicher Beweis von deiner Guͤt und Groͤße. 6. Erheb ihn ewig, o mein Geist, erhebe seinen Namen! Gott! unser Vater sey gepreist, und alle Welt sag Amen! und alle Welt fuͤrcht ihren Herrn, und hoff auf ihn, und dien' ihm gern! Wer wollte Gott nicht dienen? Bekannte Melodie. Voll Ehrfurcht. 54 Mit tiefer Ehr⸗ furcht blick ich hin, Herr! zu des Him⸗ mels Hoͤhen, wo Sonn auf Sonnen, Welt auf Welt empor gethuͤrmet stehen.* 2. Auf mich im Staube glaͤnzt herab, aus uner⸗ meßner Ferne, des Mon⸗ des sanfter Silberglanz, das milde Licht der Sterne. 3 44 Von der Schoͤpfung. 3. Vom Staube wag ichs hinzuschau'n, wo dei— ne Sonnen glaͤnzen, und forschend sucht mein Auge dort, Herr! deines Rei— ches Graͤnzen. 4. Umsonst den graͤnzen⸗ losen Raum der fernsten Sonnenheere mißt kein Erschaffner; zahlenlos sind se, wie Sand am Meere. 5. Du zaͤhlst, o Uner⸗ meßlicher! der Sterne Millionen, und herrschest hier und segnest dort, durch aller Himmel Zonen. 6. Auch dort ist deines Reichs Gebiet erfuͤllt mit hoͤhern Wesen, und sie, wie ich, sind, Herr! durch dich zur Ewigkeit erlesen. v. Mit euch, o Bruͤder! werd ich mich von Sonn zu Sonnen schwingen, mit euch dem Weltenschoͤpfer Dank und Preis und Ehre bringen. Hoͤhere Geister. Mel. Mir nach, spricht ꝛc. Mit edlem Ausdrucke. ott! deine Guͤte, 55. deine Macht kan nie ein Mensch ergruͤnden; sie zeigt sich in der Erde Pracht und in den tiefsten Theil, greift, bey aller Muͤh, der groͤßte Weise niemals sie. 2. Du bildetest, im Stufengang uns deiner zu erfreuen, nung und Zusammenhang der Wesen lange Reihen; vom Menschen bis zum Thier und Baum ist nir— gends leerer Zwischenraum. 3. Auch Engel, deren Geistesblick kein schwaches Licht begraͤnzet, und denen hohes Himmelsgluͤck in reichem Maaße glaͤnzet, schufst d., o Gott! Un⸗- endlicher, der Wesen Va— ter und ihr Herr! 4. Fern von dem Hang zur Sinnlichkeit, der uns so oft entehret, vom Blendwerk jedes Wahns befreyt, der die Vernunft bethoͤret, voll Kraft zu jedee guten That, betre— ten sie der Tugend Pfad. 6. Voll Eifer und voll Thaͤtigkeit sucht jeder dei⸗ nen Willen, und, was dein hoher Wink gebeut, gehorsam zu erfuͤllen, und preist in lauten Liedern gern dich, seinen Vater, seinen Herrn. 6. Auch Menschengluͤck und Menschenheil vermeh— ret ihre Freuden, froh nimmt an ihnen Jeder er wird sie nie Schluͤnden, und doch be⸗ beneiden; wird, wenn der Suͤn⸗ durch Ord⸗ Utz sse D lit, Rlud „Gattll in Emh uhen, flon Wst M ch, d h V 1 fhll V. N. M I uh W. 60 V. e Il Vilen un sch, Asa zu Tanmen st se uff. . Eit ei Iren den Rahren il Ahrone Koge hun Sil 2. W Esdder, u ane, n ged uchen ihe Ien Hagug Von der Schoͤpfung. 435 25*— Hler Mh Sünder Reue weint und Ise nienuh Tugend liebt, des Suͤn⸗ bildettet, ders Freund. ue„. Gott! laß mich, dei⸗ u nen Engeln gleich, mit ammh reinen, frommen Trieben, ge ah wie sie, an Tugendfruͤchten schen h reich, dich und die Bruͤder Daum lieben; so werd ich einst, Iwischen ganz engelrein, mich dei— Elgel, ner, o mein Vater! freun. kein schthn Ret, und ů ymelsgut Mel. In allen meinen gaße glih Thaten ꝛc. 0 Gatt Mit angenehmer Empfindung. Ner Wesen! zlt der Herr! er zaͤhlt der En⸗ dem 5 56. Wẽ 911 Heere, die keit, der! du zu deiner Ehre, Herr tehtet, daller Welten! schufst? Sie jedes Val freun sich, deinen Willen die Verb gehorsam zu erfüllen, wie holl Kratt Flammen schnell, wenn That, H du sie rufst. Tugend ˙.2. Sie eilen, vor Ge— Eiftr ns fahren den Frommen zu sucht jed bewahren in seiner Pil— „und,! gerzeit; sie freun an dei⸗ Pink ge nem Throne sich einst auch nerfülle seiner Krone, wie ihrer lauten Eeignen Seligkeit. seinen R 3. Bekehren sich die 1. Suͤnder, und werden dei⸗ Manshen ne Kinder, die dir dein Jenhell Sohn gewinnt; dann Frelde, jauchzen ihre Lieder, daß ihnen ihre neuen Bruͤder dem wich Untergang entrissen sind. hicd, du 4. In solcher Geister Choͤren dich ewig zu ver⸗ ehren, welch eine Selig⸗ keit! wer wird sie einst empfinden? der, der ent— woͤhnt von Suͤnden, sich ihnen gleich zu werden freut. 53. Doch, weh den Gei—⸗ stern allen, die, Herr! von dir gefallen und nun verworfen sind! Uns soll ihr Elend lehren, von dir uns nie zu kehren, weil alles Heil in dir sich findt. 6. Drum laß mich schon auf Erden den Engeln aͤhnlich werden, so weit ich, Schwacher, kann; so bet ich mit den Engeln ganz heilig, rein von Maͤngeln, dich wuͤrdiger im Himmel an. 7. Wenn du zu ihren Liedern, zu meinen hoͤ⸗ hern Bruͤdern vor deinen Trost mich rufst; will ich empor mich schwingen, und Dank und Preis dir singen, daß du fuͤr mich auch Engel schufst. 8. Dann lehren sie mich droben, dich wuͤrdiger zu loben, des Himmels ho⸗ hern Dank. Ich stimm in ihre Choͤre, dann wird zu deiner Ehre der ganze Himmel ein Gesang. Der Von der Schoͤpfung. Der Mensch. Mel. Lob, Ehr und Preis. Mit Dankgefuͤhle. uch mich, o Herr! 37. A hast du gemacht, von dir hab ich mein Le— ben. Du hast durch deine Guͤt und Macht mir, was ich hab, gegeben. Was bin ich, Mensch, ich Staub vor dir? und den⸗ noch thust du, Herr! an ö so uͤberschwenglich 2. Mein Leib, so wun⸗- derschoͤn gebaut, mit allen seinen Kraͤften, mit Ner— ven, Sinnen, Bein und Haut, mit Adern, Herz und Saͤften, dieß alles ist ein Werk von dir. Und dir, mein Gott! gebuͤhrt dafuͤr Anbetung, Dank und Ehre. 3. Du hast mich mit Verstand geziert, und Freyheit mir verliehen, mich hast du in die Welt efuͤhrt, und willst mich ier erziehen. Ich bin sowohl, o Herr! dein Kind, als es die hoͤhern Geister sind, du liebst auch mich als Vater. 4. Dir, Gott! der mich erschaffen hat, der Seele, keib und Leben aus vaͤ⸗ terlicher Huld und Gnad mir vormals hat gegeben, der mich noch stets erhaͤlt und schuͤtzt, mir taͤglich schenket, was mir nuͤtzt, dir will ich ewig danken. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Mit Wonnegefuͤhle. 58 Gett werde stets von dir erho—⸗ ben, du, deines Schoͤpfers Bild, mein Geist! Sollt ich nicht meinen Vater loben, den jedes seiner Werke preist? Er schuf mich ja, ihm mich zu weihn und seiner Liebe mich zu freun. 2. Voll Pracht, voll Anmuth, zum Entzuͤcken ist seine ganze Koͤrperwelt. Wer zaͤhlt die Reitze, die sie schmuͤcken? die Guͤter, die sie in sich haͤlt? Und dennoch kann sie nicht, wie schoͤn, wie wunder—⸗ voll sie sey, verstehn. 3. Fuͤr Geister nur und nur fuͤr Seelen, die Gott zu ihrer Wuͤrd' erhob, sind sie so herrlich? sie erzaͤhlen nur ihnen meines Schoͤ⸗ pfers Lob. Seele, jauchze, daß der Ruf der Allmacht dich zum Geiste schuf 4. Auch ich kann den⸗— ken, ich gewinne, weil ich zu sitj, N. 16 scht A tase H. A 0 Waghte oft. 0 M. munn⸗ E Auld Vhgab Rlen Sin , nit Jsolt Hacheb! Und, H Hl dm, I Gliste „ Gat . fh f Nullt e IlI Vn Von der Schoͤpfung. 47 1H 1 zu einem Geiste ward, e durch die Emyfindung unie meiner Sinne, Gedanken awig donl tausendfacher Art. O strebt ich, alle Gott zu weihn: m wie selig koͤnnt ich hier I schon seyn. t ai. 5. Ich kann sie sam⸗ unegefin meln, sie verbinden, sie ö trennen, wie es mir ge— an an faͤllt, die Welt und auch 1hα mich selbst empfinden, agne mich unterscheiden von der Geist“ Welt. Zu tausend Tha— seinen ten hab ich Kraft, und E die giebt Gott, der alles . schafft. ö Im mihh 6. Wie feurig duͤrstet seiner meine Seele nach Ruhe, Lust und Seligkeit. Nur macht, v daß ich oft betrogen waͤh⸗ u. Estsüh le, was, wenn's errun⸗ Körpe gen ist, mich reut; doch, e Reißt.“ das ist, Vater! meine die E6l Schuld, und bloß ein huͤlt?! Misbrauch deiner Huld. nsse ni 7. Begabt mit wunder— wie wu vollen Sinnen, mit Frey⸗ berstehn. heit, mit Vernunft von ster nur dir, sollt ich nur dich, en, die. Gott! lieb gewinnen, dich d'erhoh, nur; und, was gebraͤche sie eil mir? O moͤgte meine seines E. Seele dein, mit allen ih⸗ 9 Gch ren Kräften seyn! der Ruf) 5. Gott! meine Lust zun Es sey, dich zu kennen, dich, Quelle der Vollkommen⸗- an heit! Von deiner Liebe ine, i ganz zu brennen, mein d Li beig mir eingehauchte eist, Ruhm und meine Selig⸗ keit! Wenn ich nur dein mich freuen kann, mein Herr und Gott! was fehlt mir dann? Eigene Melodie. Mit Dankgefuͤhle. 59 Gett. treuer Gott! * wie dank ich dirk Auch eine Seele gabst du mir, o goͤttliches Geschen⸗ ke! Daß du ganz Gnad und Liebe seyst, der durch den ich leb und denke. 2. Durch diese Seel er⸗ kenn ich dich, und deine große Werk und mich;z durch sie kann ich empfin⸗ den; durch sie will ichz durch ihre Kraft kann ich, was boͤs und tugendhaft, was wahr und falsch ist, finden. 3. Gebraͤche mir der Seele Licht, wie elend waͤr ich! wuͤrd' ich nicht als Thor stets thoͤricht handeln? Ich saͤh' und floͤh nicht die Gefahr; schon elend wuͤrd ich im⸗ merdar den Weg zum Un⸗ gluͤck wandeln. 4. Du gabst ihr zur Vollkommenheit Unsterb— lichkeit;— Unsterblichkeit ward, Seele! dir gegeben. Wenn 48 Von der Schoͤpfung. Wenn einst der große Bau der Welt auf Gortes Ruf: „Vergeh!—zerfaͤllt, wirst du mein Geist noch leben. Mel. Kommst du, kommst du 2c. Belehrend. 60 Treyheit gabst du meinem Willen. Durch dich selbst, allwei— ser Gott! ward ich faͤhig, dein Gebot zu verletzen, zu erfuͤllen. Tod und Leben. Heil und Qual, beydes steht in meiner Wahl. 2. Nur das Thier ist in die Schranken seiner Sin— lichkeit gebannt, ihm ist keine Pflicht bekannt, nie geleitet von Gedanken, immer knechtisch folgt es nur blinden Trieben der Natur. 3. Aber mir ist mehr verliehen; denken kann ich her und hin, kann mit ungebundnem Sinn, Gu⸗ tes thun und Boͤses flie⸗ hen, bin mir uͤber niedre Lust meiner Uebermacht bewußt. 4. Regen sich die schnoͤ⸗ den Triebe, sie verdraͤngen mich doch nicht von dem Pfade meiner Pflicht, wenn ich Gott von Her⸗ zen liebe; kostet's mich gleich Kampf und Muͤh?/ doch besieg ich gluͤcklich sie. 5. Wenn Verfuͤhrer sich erheben, und ich denke redlich nach, o dann find ich mich nicht Nein ich kann noch wi⸗ derstreben, stark durch den, der mich erhaͤlt, trotz ich Frevlern einer Welt. 6. Binden kann man mir die Glieder, aber nie den regen Geist. Thoren pruͤf't ihn! er zerreißt maͤchtig alle Bande wie⸗ der. Hier wird jeder Zwang zu Spott, seine Freyheit ist von Gott. 7. O wie fuͤhl ich mich erhaben! Herr! wie hast du mich geehrt! Meines Geistes hoher Werth ist die schoͤnste deiner Gaben. Folgen kann er deiner Spur, frey vom Drucke der Natur. 8. Alles, was mein Au⸗ ge siehet, selbst das Ster⸗ nenheer der Nacht, noͤthigst du mit weiser Macht, daß es dein Gebot vollziehet. Nur dem Menschen redest du lockend und ermun⸗ ternd zu. 9. Seine Freuden zu erhoͤhen, draͤngst du nicht gewaltsam ihn auf den Weg der Tugend hin; willig soll er selbst ihn gehen: Zwar gesegnet ist sein schwach. — Halh;, chn U. M W lt ma. Hachtt W N, I s W. Hal M. n Hlt, 1, Stil n Ett Oastc fte Iie Keid yuschic glete; Mth ud I. M Imghung suflch Iu, 5 A z helt Ium ettun he Vel cd mein I Hoh,! M D V H Aluthl 0 ehn Mulhel w au Il Mn chilt von e und Ial j — und M lg Berfühnef d ich. o danhf icht schg un och! ark durch. aͤlt, uz Velt. 1 kann der, ahn eist. M er zun Bander wird 6 Spott, 6 von Ga fuͤhl ih err! ls rt! MW r Was deiner dl uer M vom du vas mes lbst das& Lacht, V Macht ot volhhl euschen U6 und ersi Freube ö nost dn In auf, ugend. schs Von der Schoͤpfung. 49 sein Gang; doch sein Ruf ist ohne Zwang. 10. Menschenwuͤrde! Menschenwurde! ja du sollst mir heilig seyn. Leichter wird, gedenk ich dein, mir des niedern Lebens Buͤrde, stiller duld ich Hohn und Schmerz, und den Himmel hofft mein Herz. 11. Staͤrke, Gott! mich in dem Streben, meines Geistes freye Kraft uͤber wilde Leidenschaft immer menschlich zu erheben, mich begleite jederzeit Sanft— muth und Besonnenheit. 12. Wenn ich frey und ungezwungen, und mit christlich frohem Sinn dir, o Vater! folgsam bin; welches Heil wird dann errungen! Mag die ganze Welt vergehn, ewig wird mein Heil bestehn. Mel. Lob, Ehr und Preis. Mit Dankgefuͤhle. 61 ir, Gott sey Spreis und Dank gebracht! Dich soll mein ried erheben. Ich bin ein Wunder deiner Macht, du schufst auch mich zum Le—⸗ ben. Mein ganzer Leib, erbaut von dir, ein jeder Sinn und Nerv an mir, ist Denkmal deiner Groͤße. 2. Haupt, Aug' und Ohr, Herz, Mund und Hend, die ich zu dir er⸗ hebe, die Haut, so kuͤnst⸗ lich ausgespant, der Ner⸗ ven fein Gewebe— und alle Glieder sagen mir: ich sey, o Gott! ein Werk von dir, mit Weisheit ausgebildet. 3. Wie biegsam— wie gelenkvoll kann sich unser keib bewegen! Wie schlie⸗ ßet Glied an Glied sich an, um kraftvoll sich zur regen. Der Leib, deß Theile Erde sind, wie faͤ⸗ hig ist er, wie geschwind, dem Geiste zu gehorchen! 4. O haͤttest du mein Auge nicht so kuͤnstlich zu⸗ bereitet, was nuͤtzte mir der Sonne Licht, ihr Glanz vor mir verbreitet? Dann saͤh ich nicht, mit welcher Pracht du, Herr! durch deine weise Macht, was du erschaffen, schmuͤckest. 5. Ich jauchze, daß ich sehen kann,— und hoͤren — und empfinden. Dich, Gott! bet ich voll Ehr⸗ furcht an, zu schwach, dich zu ergruͤnden. Mein Herz sey voll von deinem Dank, mein Mund von deinem Lobgesang, von deiner Weisheit Groͤße. 6. Wer leitet meines Blutes Lauf? Wer lenkt des 30 Von der Schoͤpfung. des Herzens Schläͤge? Wer regt die kung— aund schwellt sie auf, damit ich leben moͤge? Gott ist es, der dieß Alles thut. Schlag Herz, entflamme mich, o Blut! daß ich den Hoch⸗ sten preise. 7. Ja, dir sey Preis und Dank gebracht! dich soll mein Lied erheben. Ich bin ein Wunder dei— ner Macht; du schufst auch mich zum Leben! Gieb, daß ich ewig dein mich freu, und daß mein Leib ein Tempel sey, wor—⸗ in dein Geist stets wohne. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Gefühlvoll. 62. Allliedender: du gabst dem Her⸗ zen Gefuͤhl fuͤr Feeud und Gluck und Lust du gos⸗ sest auch fuͤr Gram und Schmerzen Empfin dungen in unsre Brust. Von dir koͤmmts, daß sie, froh bewegt, sich schneller hebt und staͤrker schlaͤgt. O Dank dir, daß fuͤr tausend Freuden ge⸗ fuͤhlvoll ich gebildet bin! Und fließen gleich, wenn sie nun scheiden mehr Thraͤnen auf die Wangen hinz so daut ich, Bater, 2 doch dafuͤr, mit Thraͤnen selbst im Auge dir! 3. Nur laß in meinen frohen Tagen das Herz, das leicht bewegt wird, nie fuͤr unerlaubte Freu⸗ den.—0 gen; Gefuͤhl fuͤr niedre kuͤste flieh' mit sei— ner wilden Taumellust auf immer meine reine Brust! 4. In dickbelaͤubten Schattenwaͤldern, auf bunter Au, auf gruͤner Flur, auf segenvollen Erntefeldern, im großen Tempel der Natur, beh deiner Schoͤpfung Jubel— chor, da schlage hoch mein Herz empor. 5. Und seh' ich, Gott! der Tugend Saaten, zum Wohl der Menschheit aus— gestreut; erblick ich edle schoͤue Thaten, vollendet fuͤr die Ewigtait; deigt mir der Menschheit Wuͤr— de sich: so preise meine Seele dich! 6. Wenn ich verwandte Herzen finde, die fuͤr mich schlagen treu und warm, mein Daseyn innig froh empfinde, an ihrer Brust, in ihrem Arm: auch das Gefuͤhl sey dir geweih't, und wuͤrdig der Unsterb— lichkeit. 7. Noch mehr durch— dringe mich Erbarmen bey meiner Bruͤder Gram und ——— Wh 0 R 1 he 0 005 Iadt dio 0 Nie d That. eh t k 0 XI Ichden 7 Mt Iu. 0 I deh I e, Whahst ö Ir Echne asng M, der Watt, st WDuke Ehene stohe 463 Id N. D Hahgn, V Han Ve bog! IN Mai h Auge 10 Rn „ Dun hf, U — mit Tyh ige dir!“ aß in mit n das 5 bewegt rlaubte! 5Gefih flieh' Taumelh e reine dickbehg ldern, „ auf gi uf segeh n, im g r Natlk, öpfuüng Kage hog . eh' ich, Saatel Nenschhehe erblick ah ten, ull wigkelt; enschhel! o pleisel 0 ich betke , die flhl eu und Blldet M Von der Schoͤpfung. 67 und Schmerz. Es breche bey der Noth des Armen mir immer mitleidvoll das Herz; mein Mitleid werde Trost und Rath, und die Empfindung Hilf und That. 8 Laß mich der Regung nie mich schaͤmen, die dei—⸗ ne Lieb in mir erweckt, von der wir Gnad um Gnade nehmen: und wen mich dein Gericht erschreckt, verwandle sich die Furcht in mir in kindliches Ver— trau'n zu dir. 9. Allguͤtiger! du gabst dem Herzen Gefuͤhl fuͤr Freude, Gluͤck und Lust; du gabst auch uns Gefuͤhl fuͤr Schmerzen, den Mit⸗ leidssinn in unsre Brust. Dir, der so guͤtig uns bedacht, sey ewig Preis und Dank gebracht! Eigene Melodie. Mit froher Empfindung. 63 aut und freudig dir lobsingen, und dir Dank zum Opfer bringen, Vater! das ist mein Beruf. Wer ver— mag von dir zu schwei— gen? Meine Worte selbst sind Zeugen, daß auch mich dein Arm erschuf. 2. Du nur gabst mir Keaft, zu sprechen, Wuͤn⸗ sche, Sorgen und Gebre— chen meinen Bruͤdern zu gesteh'n, und, mit geistigen Gedanken aus des Geistes engen Schranken in die Welt hervor zu geh'n. 3. Was ich fuͤhle, weiß und waͤhle, alle Schaͤtze meiner Seele kann ich um mich her verstreu'n, und die Menschen, die mich hoͤren, kann ich warnen und belehren, und durch Trost und Rath erfreu'n. 4. Suͤßer wird mir das Vergnuͤgen, schneller muß der Gram entfliegen, hoͤ— her strahlt der Wahrheit Licht, sanfter flieht des Lebens Stunde, wenn im treuen Freundschaftsbunde jeder redlich denkt und spricht. 5. Nimmer koͤnnt' ich hier auf Erden weise, froh und gluͤcklich werden, muͤßt ich ohne Sprache seyn. Schwerer fuͤhlt' ich jede Buͤrde; unbekannt mit meiner Wuͤrde, saͤnk' ich einst ins Grab hinein. 6. Wohl mir! du hast nicht nur Leben, hast auch Sprache mir gegeben! O, mein Gott! wie freu ich mich! Schon der Kinder frohes Lallen schafft mir suͤßes Wohlgefallen. Va⸗ ter! o wie lieb ich dich! — 2— 7+˙9 52 Won der Schoͤpfung. 7. Kraft, zu schreiben und zu lesen, gabst du, liebevolles Wesen! durch die Kraft, zu sprechen, mir. Welche Kraͤfte! wel—⸗ che Freuden! Nein, von dir soll mich nichts schei⸗ den. von dir. 8. Laͤut und freudig dir lobsingen, und dir Dank zum Opfer bringen, Va⸗ ter! das ist mein Beruf. Wer vermag von dir zu schweigen? Meine Worte selbst sind Zeugen, daß auch mich dein Arm er— schuf. Das Thier. Mel. Lob, Ehr und Preis. Belehrend Der weise Schoͤ—⸗ 64. D pfer, dessen Ruf einst maͤchtig scholl: Es werde! und aller Welt Bewohner schuf, bestimte diese Erde nicht fuͤr die Menschen nur allein; auch Thiere schuf er, groß und klein, des Lebens sich zu freuen. 2. Sein Wille war, daß ihre Zahl sich allenthalben mehre, sie fuͤllten Waͤlder, Berg und Thal und Seen, Flüß' und Meere, beleb⸗ ten hier die hohe Luft, und dort der Erde tiefste Alles, alles koͤmmt Kluft, und freuten si des Lebens. sih 3. Nie kann des kluͤgsten Menschen Sinn der Arten Anzahl wissen; doch saͤnk auch nur die kleinste hin, so waͤr das Band zerrissen, das in der weiten Gottes- welt die Wesen an einan⸗ der haͤlt zu einem großen Ganzen. 4. Das kleinste Thier betritt die Welt mit mir auf gleiche Weise, es fuͤhlt sein Daseyn, und erhaͤlt sich auch mit Trank und Speise, hat eben so, wie ich, ein Herz, hat Sinneskraft, fuͤhlt kust und Schmerz, verlaͤßt, wie ich, das Leben. 5. Dem, der fuͤr alles Sorge traͤgt, dem Schoͤ— pfer aller Dinge, ist nichts, was auf der Welt sich regt, zu klein und zu geringe. Er, dessen Huld kein Engel mißt, er, der des Menschen Vater ist, ist auch des Wurms Er⸗ halter. 6. Und er, der alle Wesen liebt, er sollte mir erlauben, dem Thiere das, was er ihm giebt, gedan⸗ kenlos zu rauben? Was gaͤbe mir wohl den Beruf, ein Leben, das die All⸗ macht schuf, leichtsinnig zu zerstoͤren? „ Wll 0 0 135 mnb shushpt Nerhwaft! Hacht m t Did; nih dic, U Hlh. „ Maen ihae n shlde e Iilg N Heannt Mungench 565 We! le schuny — freuen) des flch nn der 40 nz doch f kleinstz! and ze heiten H sen an h einem g kleinste! Velt m Veise, Daseys, uch mit! „ hat chl in Hah, t, fihh erz, h 18 Lebeh der sil. t, dem Dinge, auf dar u klein N „dessch⸗ mißt, H. hen Vall s Wursi er, et; t, er ole em Thiel giebt, auben! ol v das M f, 7 Von der Vorsehung. 33 7. Nein! kein Geschoͤpf, das mit mir lebt, darf ich aus Frvel quaͤlen! mag auch, was mich zur Menschheit hebt, mag die Vernuaft ihm fehlen! Sie macht mich zu der Gott⸗ heit Bild; doch lehrt sie mich auch, goͤttlich mild Gluͤck üm mich her ver— breiten. 8. Vernunft, erhabne Seelenkraft, Geschenk aus Gottes Haͤnden! Ich moͤsse nie durch Leiden⸗ schaft selbst deine Wuͤrde schaͤnden! Wer den er⸗ habnen Zweck vergißt, wo— zu du ihm gegeben bist, der schaͤndet deine Wuͤrde. Von der Erhaltung und Regierung des Ganzen. Bekannte Melodie. Mit angenehmer Empfindung. 65 zott! deine weise Macht erhaͤlt die ganze lebenvolle Welt — und aller Augen freuen sich, und warten sehnfuchts— voll auf dich, auf dich, der du sie alle liebst, und allen ihre Speise giebst. 2. Du oͤffnest deine Hand, so fließt herab, 9. Vernunft! du sollst mich immer mehr die wah⸗ re Weisheit lehren, in der Geschoͤpfe großem Heer den Schoͤpfer zu verehren. Wer stolz ein Mitgeschoͤpf verschmaͤht, das unter Gottes Aufsicht steht, ent⸗ ehrt auch seinen Schoͤpfer. 10. Wen eines Thieres Qual erfreut, der wird, das kann nicht fehlen, kalt und gefühllos mit der Zeit gewiß auch Menschen quaͤ⸗ len. Wer frech eig Mitge-⸗ schoͤpf betruͤbt, und Haͤrt' und Grausamkeit veruͤbt, der kann auch Gott nicht lieben. Vorsehung. was jedem noͤthig ist, mit Wohlgefallen saͤttigt sie dein Aufsehn, und ver⸗ saͤumt sie nie. Nie sind Geschoͤpfe deiner Hand dir unwerth oder unbekannt. 3. Auch mir gabst du, mein Gott und Heil! noch taͤglich mein bescheiden Theil, gabst mir mit Huld und Freundlichkeit, so lang ich bin, zu rechter Zeit. Kein Vater sorgt so vaͤ—⸗ terlich fuͤr seinen Sohn, als du fuͤr mich. 4. 54 Von der Vorsehung. 4. Ich bin's gewiß, du kannst mich nicht verlas⸗ sen, meine Zuversicht! Ich bin's gewiß, du thust mir wohl, so lang ich hier noch leben soll. Nicht Ueberfluß bitt ich von dir, was ich bedarf, das giebst du mir. 5. Der Vogel bauet nicht das Land, du naͤhrst ihn doch mit milder Hand. Du schmuͤckst die Blume koͤniglich, die nicht zur Ar Ar⸗ beit eilt, wie ich. Ver- giß es meine Seele nie! Weit 1—— bin ich vor Gat ls sie. 6. Mich schufst du nicht fuͤr diese Zeit, mein Ziel ist in der Ewigkeit. Du gabst mir Weisheit und Verstand, und selbst dich mir bekannt. Richts, was die Erde zeugt und naͤhrt, gleicht mir an Hoheit und an Werth. 7. Von dir, an mir gethan, auch Speis und empfah'n. Selbst dem, der dich mit Suͤnden schmaͤh't, giebst du s ohne sein Gebet; und fleh't ich nicht darum zu d, gewaͤhrtest du sie der das werd ich Trank dennoch mir. d. Laß du mich nur ge⸗ nuͤgsam seyn, und deiner machtest Gaben mich erfreun, mehr aber Deiner, der du dich so freundlich zeigest gegen mich, der du des Lebens Quelle bist, aus welcher alle Wohlthat fließt. 9. Bey deiner Gaben Ueberfluß erhalt mich maͤ— ßig im Genuß; bewahr mich in der Duͤrftigkeit vor Schmach und Unzu⸗ feiedenheit. Di mich immer, Preis und Dank bring ich dir, Gott! mein Lebenlang. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mir an zenehmer Empfindung. 66 ir! milder Ge—⸗ ber aller Ga— ben, Herr! dir gebuͤhret Ruhm und Dank. Du hoͤr'ꝰst das Schrei'n der jungen, Raben, so wie der Lerche L Lobgesang. O nel; ge jetzt dein Ohr zu mir! Du forderst Dank, ich danke dir. z. Die kleinste deiner Creaturen macht 99 0 Weisheit offenbar. Man siehet deiner Guͤte Spr⸗ ren und deine Macht von Jahr zu Jahr. Ein jedes Graͤsgen lehret mich: wie groß ist Gott, wie klein 433 ich. Du sorgst nach treuer Vaterweis fuͤr alle Wer⸗ te nahr 7j I1 . 2 Falh „ n 05 aand. Ahetalder cebn 4. Wner G Vachak Wbist 7 Oh Il Hich'! fteudig W s ht. 6. Dd deiem Isunp f hl. A IWf dem WR schuf Mit. I III Whnn W f. V ö 0 he u ma 0 Haß Me, l nn H nd — It u WFuchh I N. VV V 0 n; Run, W —— rfreun, u. der du! zeigest g u des f aus wih it fließt deiner h alt mich uß; bl Dufs h und 3 Dur Preit ich dix, alg. r denithe ler Eubssh milda ber alla dir gell Dank. Schreit en, so r sang.) 1 Oht ih! t Dah, lEinnt macht fenbar. Guͤte d ne A Machl! bk. Gs hlet mich I, wen egst ů für ale Von der Vorsehung. ke deiner Hand; du, Herr! giebst allem Fleische Spei— se, beschirm'st und segnest jedes Land. Du liebest unveraͤnderlich, der Boͤsen selbst erbarmst du dich. 4. Der Erdkreis ist von deiner Guͤte, von Weisheit ist er voll. Herr! unterweise mein Gemuthe⸗ wie ich dich wuͤrdig loben soll. Gieb, daß mein Herz dich freudig liebt, dich, der mir so viel Gutes giebt. Das Saamkorn wird in deinem Namen Hoffnung in das Feld ge— streut. Allguͤtiger! du gabst dem Saamen, da du ihn schufst, die Frucht⸗ barkeit. Zur Aussaat 50 du auch allein dem Landmann Kraft, Zeit und Gedeih'n. 6. Du machst den Schoos der Erde schwan— ger, du machst des Ackers Furche naß, du schmückest Wiese, Flur und Anger mit Blumen, Straͤuchen, Laub und Gras, du traͤu⸗ felst mit dem kuͤhlen Thau die Feuchtbarkeit auf Feld und Au. 7. Was duͤrr ist, feuch-⸗ test du mit Regen, was kalt ist, waͤrmt dein Son⸗ nenschein; du theilst die Zeiten, wie den Segen, auf —— zu unsern: Besten weislich ein. Bey Waͤrme, Hitze, Kaͤlt und Frost gruͤnt, waͤchst und reifet unsreKost. 8. Kommt, preist des Schoͤpfers Huld und Staͤr⸗ ke, bringt dem Erhalter Ehre dar! Groß ist der Herr, und seine Werke sind herrlich, groß und wunderbar. Kommt, laßt uns seine Macht erhoͤh'n! der Herr ist gut! sein Lob ist scho n! Mel. Warum willst du draußen ꝛc. Beruhigend. 67 Unser Gott regiert ö das Ganze, je⸗ der Theil auch ist sein Werk. Menschen, Thiere, Erd und Pflanze bleiben stets sein Augenmerk. Alle Kraͤfte seiner Welt, die mit Allmacht er erhaͤlt, sind von ihm bestimmt, ge— zaͤhlet, und nach Weis—⸗ heit nur erwaͤhlet. 2. Ohne dich kann nichts geschehen, du lenkst aller Krafte Gang; 6n al⸗ les, was wir sehen, stehet im Zusammenhang; Ruchts kann blinder Zufall seyn; keine Wirkung ist so klein, welche nicht von dir gelei⸗ tet, immer weiter sich ver⸗ breitet. 3. 56 Von der Vorsehung. 3. Jedes von den Mil-⸗ lionen, die durch deine Schoͤpfersmacht nah' und fern die Welt bewohnen, wird von deiner Huld ist so gut als Mensch dir werth, du kannst, was faͤhrt, keinem Zufall uͤber⸗ lassen, es im Leiden nicht verlassen. 4. Alles willst du auch gewaͤhren, was uns Men⸗ schen nuͤtzlich ist; wer kan deiner Hilf entbehren, der du aller Bater bist? unser Zweck wird oft virfehit; doch, wenn ihn dein Rath gewaͤhlt, muß es uns durch dich gelingen, ihn auch endlich zu erringen. 5. Was sind unsers Geistes Kraͤfte, Klugheit, Einsicht und Verstand? Fleiß und Eifer im Ge⸗ schaͤfte— und die Werke unsrer Hand?— Man⸗ gelhaft und schwach sind sie. Du, du segnest unsre Muͤh', wenn du, Gott! uns Unterstuͤzest, du uns 2—— und uns Was, was sind o Rust Freunde? was 10r Beystand? ihre Macht? Ehꝰ man's glaubt, sind sie als Felnde schon auf unsern Fal bedacht. Selbst bey Dienstbeflissenheit, Sorg-⸗ ihm aban⸗ sich, wie ich soll, falt und Gefaͤlligkeit, fehlt 5.. eifeigsten Bemuͤhen draft, uns Uebeln zu ent— den⸗ 7. Auf dich kann ich immer bauen, Gott! du Vater deiner Welt! si⸗ cher kan ich dir vertrauen,‚ der mich schuf und mich erhaͤlt; deine Hilfe fehlt mir nie; du welsprichs und giebst mir sie, wenn dich lie⸗ be, und mich in der Tu⸗ gend uͤbe. Nach eigener Melodie. Mit Daͤnkgefuhle u. Vertrauen. 68.. ein erster Wunsch, mein innigstes Bestreben, ist, Herr! mein Gott! dich wuͤrdig zu er— heben. Unendlich groß ist deine Vatertreu; mi it jedem Tag ist deine Guͤte neu. 2. Die Sonn enthuͤllt den Schauplatz deiner Werke, und alles zeugt von deiner Huld und Staͤr⸗ ke 3 sie⸗ die das Ziel von ihrer Laufbahn weiß, eilt rastlos hin, und strahlt zu deinem Preis. 3. Die Erd ist dein, und Henschen das Ganze: vom Menschen an bis auf die kleinste Pflanze sehꝰ ich, wie groß 112 deine Vor⸗ sicht f hat k . Iud x6 sich, 0, e M R. du deh dusth Vit) W 0 Wl V V 06 V „ Her Flihne I auf Aanst do 00 0 sölg 6„ E60 KU Audbchen I An e, sch Ha Htt Sfhe Heg Uscun W alligkt, ff en Ben Uebeln g dich kam n, Gothl er Well! dir verttz zuf und ne Hulfe du vetsy nir sie, soll, di ch in e ner Melhh hle u. Venh rerster du mein inn ist, Halhl wuͤrdiz endlch ga reuz Mis e Guͤte hl Sonn ehh Uplatz d alles! + uld unde e das Z ahn belß und f Preis. ist deih 16 G 1 018 uf anze sch ch delr Von der Vorsehung. 37 sicht eigt, sie reicht so weit, so weit der Himmel reicht. 4. Und sie umfaßt auch mich, du, Hoͤchster! den⸗ kest an mich, den Staub, der du den Himmel lenkest. Du sorgst fuͤr mich, Gott! wie vergelt ich dir? Ein dankvoll Herz, das bring' ich dir dafuͤr. 5. Du weißt, wie lang ich hier noch leben werde. Faͤllt ohne dich kein Sper⸗ ling auf die Erde, so nimmst du, Herr! auch meines Lebens wahr; mit Namen kennst du mich, und zaͤhlst mein Haar. 6. So will ich denn mit kindlichem Vertrauen auf dich allein, so lang ich lebe, schauen: du bist mein Gott! mein Retter in Gefahr, mein Vater und Begluͤcker immerdar. Erhaltung und Regierung des Menschen. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc. Froh mit Nachdenken. 69. Schwinge zu des Himels Hoͤhen froh dich auf, und opfre Dank dem, der dich auch hieß entstehen. Seele, Gott! sey dein Gesang! Selig einst vor ihm zu werden, schuf er dich; und schon auf Erden seh' und fuͤhl ich's wonnevoll, was ich kuͤnftig werden soll. 2. Jeder Tag gebiehrt mir Freude, Freude jeder Augenblick, selbst die Schmerzen, die ich leide, segnen mich, und werden Gluͤck. Rieseln nicht im Pilgerlande, Quellen auch im duͤrr'sten Sande? Im⸗ mer straͤhlt die Sone nichtz aber auch die Nacht hat Licht. 3. Stroͤmen nicht durch alle Sinne kustempfindun⸗ gen mir zu? Jedes Gluͤck, das ich gewinne,, wer ge⸗ waͤhrt es mir, als du? Ist es Gott nicht deine Gabe, daß ich diese Sinne habe, und zum raͤglichen Genuß, mehr als Noth—⸗ durft— Ueberfluß. 4. Gott! wie viele frohe Tage flossen, weil mir nichts gebrach, ruhig hin, und frey von Klage, frey von Noth und Ungemach. Hat auch einer Muͤh' und Sorgen, sie entfloh'n— und jeder Morgen, wenn ich deine Sonne sahꝰ, wa⸗ ren neue Freuden da. 3. Hab? ich nicht aus deiner Fuͤlle, was mein Herz nur wuͤnschen mag, Speis 58 Von der Vorsehung. Speis und Trank— und Dach und Huͤlle, Schutz und Hilfe jeden Tag? Jahre, Monden, Tage, Stunden, hab' ich ja enug empfunden deiner aterguͤte Macht, aber nie genug bedacht. 6. Ach! bey diesem Ue— berflusse fehlt mir, immer froh zu seyn, nur die Weisheit im Genusse, deiner mich, mein Gott! zu freu'ꝰn. Deines Segens Quellen flossen oft vor— uͤber ungenossen; oft ver—⸗ gaß ich meine Pflicht, doch versiegten sie noch nicht. „. Sicherheit in jedem Lande, Ordnung und Ge— setz und Recht, diese star⸗ ken festen Bande fuͤr das menschliche Geschlecht; auch des Umgangs suͤße Freuden, und der Freund— schaft Trost im keiden, Rath und Hilfe hab' ich hier, milder Vater! nur von dir. 8. Dieß gewaͤhrst du meinem keben in der kur— zen Pruͤfungszeit. O was wirst du mir nicht geben, Vater! in der Ewigkeit! Selig einst vor dir zu werden, schufst du mich, und schon auf Erden seh' ich's, fuͤhl' ich's wonne⸗ voll, was ich kuͤnftig wer— den soll. Mel. Nun danket alle Gott. Mit frohem Dankgefuͤhle. as in mir ist, 70. o Gott! mein ganzes Herz erhebet dich, den Allguͤtigen, der ewig herrscht und lebet. Dein freuet sich mein Geist, daß du, der groͤßer ist, als alles in der Welt, auch mein Regierer bist. 2. Du sorgtest schon fuͤr mich, eh' ich zu seyn be— gonnte, bereitetest mir Heil, eh' ich's erflehen konnte; und seit ich leb?' und bin, wie huldreich war'st du nicht stets mei⸗ nes Lebens Kraft, mein Schild, mein Trost, mein Licht. 3. So niedrig ich auch bin, so nimmst du dich doch meiner stets mit Er— barmen an. Wenn auch auf Erden Keiner auf mein Beduͤrfniß sieh't, so sieh'st du es gewiß, und schaffst mir Hilf' und Trost in meiner Kuͤmmerniß. 4. Wer gleicht dir, Guͤ— tigster! wer kann die Gna⸗ de fassen, womit du die umfaͤngst, die dir sich uͤber⸗ lassen? Wer uͤberschaut das Gluͤck, das dein barm-⸗ herz'ger Rath bis in die Ewigkeit fuͤr sie bereitet hat. st den t E V 0 Velt en doch d derh . D Hhj ft Hit obft Hohtl nit lthe, au hün, slsch, Ih nir, Lat bers 9080 , Hil heh, ve Ich isz H h Halkommr sit hul 10 hagt du V lf. —. et alech dankgeftht ö in mip „Gott erhebet N, der a lebet. in Geiß ßer ist, Welt, bist. test sch zu sehh! eitetest ch's erftl seit ich! hie hulhh ht stetẽ Kraft, y Trost, rig ich l imst dul stets mitl Wenn ner aufn h't, soss und scht nd Dof lerliß. icht dib, unn die H omit d! dir sih l bekscht 5 dein dash bis 0 ssie beall Von der Vorsehung. 39 6. Kein Auge hat's ge⸗ seh'n, kein Ohr hat's je vernommen; noch ist es in kein Herz der Sterbli— chen gekommen, zu wel— cher Seligkeit dein Arm einst den erhebt, der dich von Herzen liebt, und dir zur Ehre lebt. 6. Jedoch dein Rath steht fest. Wer kann ihn hintertreiben? Was du be— schlossen hast, dabey wird's ewig bleiben. Wenn auch dawider sich die ganze Welt empoͤrt, so segnest du doch den, der treulich dich verehrt. 7. Deß freuet sich mein Herz; froh uͤber deine Guͤte lobsing' ich dir, mein Gott! mit dankendem Ge— muͤthe, und froͤhlich harr? ich dein, voll sich'rer Zu⸗ versicht, du haͤlt'st gewiß guch mir, was mir dein Wort verspricht. 8. So lang ich hier noch bin, wirst du mir alles geben, was mir nur nütz⸗ lich ist; und schließt sich hier mein Leben: so kroͤnt vollkommnes Gluͤck den hier vollbrachten Lauf, und dann steigt hoͤh'rer Dank zu dir, mein Hel-⸗ fer! guf. Regierung unserer Schick⸗ sale durch Erziehung und Bildung. Mel. Lob, Ehr und Preis. Mit Dankgefuͤhle. 7I. zott! meine Seele singe dir, du hast sie mir gegeben, auch diesen Leib erschuf'st du mir, gab'st ihm Gefuͤhl und Leben! ich, unter meiner Mutterbrust, ward wunderbar, mir unbewußt, gebildet und gebohren. 2. Gesegnet sey mir die⸗ ser Dag— und meines Lebens Morgen, da ich an ihrem Herzen lag, ein kiebling ihrer Sorgen, da so geruͤhrt mein Vater mich auf seinen Arm nahm, daß sie sich selbst ihrer Schmer⸗ zen freu'te! 3. Du reichtest deine Kraft mir dar den Odem, den ich hauchte— den Schlaf, der mir so heilsam war, gab'st alles, was ich brauchte. Ich war so hilflos— war so schwach, und doch, o Va⸗ ter! doch gebrach mir nie— mals Hilf und Pflege. 4. Du zogst des Vaters Herz zu mir durch sanfte milde Triebe, der Mutter Brust empfieng von dir Gefuͤhle zarter Liebe, und ů bey⸗ U —2 6⁰ Von der Vorsehung. beyden ward, mir I⸗ Mel. Nun danket alle Gott. wußt, die Muͤhe der Er— ziehu ig Lu st,‚ mir ihre Mit Dankgefuhle. 3.— Freude. Ich lernte fuͤhlen, hoͤ⸗ an seh'n, versuchte bald 83 stammeln, der Mutter zinke zu versteh' n, Ge⸗ donte einzusammeln, ich lernte Recht, Gesetz und Pflicht durch Beyspiel und duech Unterricht und aus der Fehler Strafen. 65. O wie viel Freuden schenktest du der Kindheit und der Jugend!? du riefst mir, wenn ich irrte, zu, du fuͤhrtest mich zur Tu⸗ gend, du hemmtest meiner Thorheit kauf. Ich fiel, du halfst mir wieder auf duech Lehrer und duech Freunde. 7. Mit Weisheit hast du jederzeit, mein Vater! mich geleitet, durch jede Widerwärtigkeit viel Se- gen mir bereitet. Ich bete dich bewundernd an, ach! daß ich so nicht danken kan, wie ich dir danken sollte. 8. Wie lang ich hier noch leben soll, das hast du mir verborgen. Ich uͤber— 255 hoffnungsvoll dieß, Vater! deinen Sorgen. Ich fuͤrchte nicht die Ewig⸗ teit, wenn ich nur meine Uebungszeit gerecht und heilig lebe. U er du von Ju⸗ 72.— gend auf 2. Huld und Vaterguͤte, fuͤr mich so treu gesorgt, mit dankendem Gemuͤthe denk' ich erstaunend nach, wie viel du mir gethan, wie wenig ich verdient, wie schwach ich danken kann. 2. An treuer Eltern Hand entfloh' die erste Jugend, sie zeigten sorg⸗ sam mir den Weg zur wahren Tugend. Wenn ihre Stime schwieg, sprach guter Lehrer Mund, und machte Weisheit mir und ihre Schaͤtze kund. 3. Wie ů. waͤr'“ ich vielleicht vom Tugendpfad entfernet, haͤtb ich durch ihren Rath nicht die Ge— fahr gelernet, zu der das Laster fuͤhrt, leicht werden wir sein Raub, oft ma⸗ chet Leichsinn uns fuͤr ihre Lehren taub. 4. Wie manchem ward das Gluͤck, das du mir gabst, entzogen! wie man⸗ cher von der Lust der Sin⸗ lichkeit betrogen! weil un— gewarnt, sein Fuß nicht jene Schlange mied, die unter Blumen lauscht, verletzt, eh' man sie sieht. Nalsche Wich, 99 7•4 I Ib0 mt ul t du hich U „ Wie IR Du h Hagke R D.ge ven Iumi d et, bsen ui shnsch MWhun Iuuc In M. Iff M 3 sen cber sisthy. inket alg ntgefihl. du hoh! zend auf— Hatetgüte, gesorgt, Zemuͤtheh ud nach, gethan, berdient, danken Er treuer oh' die! zeigten en Weh! zend. Y chwieg, su eMund/ Sheit mit! kund. weit war Tugend aͤtt ich N nicht di t, zu det! leicht b iüb, ost! uns sil janchem v das dul Won der Vorsehung. 61 3. Was gut und edel ist, was dir gefaͤllt, was nuͤtzet, was auf der Le⸗ bensbahn uns vor dem Fall beschuͤtzet, was Muth im Leiden giebt, vor guten Menschen ehrt, hast du mich, guter Gott! von Kindheit an gelehrt. 6. Die aͤchte Froͤmmig— keit, die nicht in Mienen heuchelt, die aus dem Her⸗ zen quillt, mit falschem Trost nicht schmeichelt, die Jesu Geist und Sinn nach⸗ ahmt und in sich naͤhrt, hast du von Kindheit an mich, guter Gott! gelehrt. 7. Wie dank' ich wuͤrdig dir? Durch Thaten will ich danken. Und wollte ja mein Fuß vom Tugend⸗ wege wanken, o dann er⸗ inn're du mit deiner Got— teskraft, durch mein Ge—- wissen mich der schweren Rechenschaft. Regierung unserer Schick⸗ sale durch natuͤrliche Fol⸗ gen des Guten. Mel. Befiehl du deine ꝛc. Mit seliger Empfindung 73 O welch ein sel'ges ² Leben fuͤhr't, Gott! dein Freund schon hier! sein Gluͤck ist, wie sein Leben, Zufriedenheit mit dir. jedem nuͤtzet, du weißt, was ihm gebricht. Wen deine Huld beschuͤtzet, wie gluͤcklich ist der nicht! 2. Ihm fehlt's an wah⸗ ren Freuden, an inn'rer Ruhe nicht, gelassen und bescheiden hofft er voll Zu⸗ versicht: Du wirst auf sei⸗ nen Wegen sein Schutz und Fuͤhrer seyn, und ihn mit deinem Segen auch kuͤnftig noch erfreu'n. 3. Er trauet deiner Guͤ⸗ te, verzagt im Kummer nie, mit freudigem Gemuͤ⸗ the verlaͤßt er sich auf sie; genießt das viele Gute auf dieser Erdenwelt mit imer frohem Muthe, weil er's von dir erhaͤlt. 4. Dir, der sein Schick⸗ sal lenket, ihn imer weise fuͤhrt, ihm tausend Freu⸗ den schenket, und vaͤter⸗ lich regiert; dir dankt er seine Freuden, dir dankt er jedes Gluͤck, und schaut bey seinen Leiden auf je⸗ ne stets zuruͤck. 5. Wenn ihm sein Wunsch gelinget, sein ei⸗ friges Bemuͤh'n dem Ziel ihn naͤher bringet, das ihm noch ferne schien; wenn er sich nicht verge⸗ bens der nahen Hoffnung freu't, fuͤhlt er das Gluͤck des Lebens ganz mit Zu⸗ 6. Du weißt, wasfriedenheit. 6² Von der Vorsehung. 6. Wenn, seinen Gram zu stillen, nicht, was er wuͤnscht, geschieht; so ehrt er deinen Willen, und al—⸗ ler Unmuth flieht; weiß, was dein Rathschluß len— ket, muß gut und weise seyn, und, wenn es ihn gleich kraͤnket, ihn doch zuletzt erfreu'n. 7. Dir, Vater! will ich leben, und mit Zufrieden— heit mich kindlich dir erge— ben, in Freuden und im Leid, nie will ich muthlos zagen, und nie aus Eitel— keit zu kuͤhne Wuͤnsche wa—⸗ gen, die oft mein Herz bereu't. Mel. Allein Gott in der Hoͤh'“ ꝛe. Nachdenkend und beruhigend. 4 ie sanft fließt 7 mir mein Le⸗ ben hin, und jeder meiner Tage, wenn ich das, was ich seyn soll, bin; der Suͤndenlust entsage, von allen niedern Trieben frey, Christi der Lehre Jesu treu, als Christ rechtschaf⸗ fen handle. 2. Der Tugend Werth fuͤhlt dann mein Herz; mich taͤuschet nicht das Laster, der bitt'ren Nach— reu tiefer Schmerz macht mir es stets verhaßter. Im Kampf mit meiner Leidenschaft staͤrkt Gottes Beystand mich mit Kraft, sie muthvoll zu besiegen. 3. Mich fuͤhret seine Vatertreu auf dieses Le— bens Wegen, sie wird mir jeden Morgen neu, nie fehlet mir ihr Segen. Er, dessen Allmacht mich be— schuͤtzt, er giebt mir alles, was mir nuͤtzt, lenkt Uebel selbst zum Guten. 4. In truͤben Stunden wird mein Herz aus Un— nuth nicht verzagen, und zwingt mich auch der Lei— den Schmerz zu unruhvol— len Klagen; so weiß ich, Gott verlaͤßt mich nicht. Er, er ist meine Zuver— sicht, und soll es immer bleiben. 5. Und wenn mich seine Huld erfreut, wenn mich kein Kummer kraͤnket, er Gluͤck zu meinem Fleiß ver⸗ leih't, mir groͤßern Wohl— stand schenket; so fuͤhl' ich doppelt ihren Werth, mein Herz, das sie so sehr er— faͤhrt, dankt ihm, dem Menschenvater. 6. Wenn sich dieß schwa— che Herz verirrt, und ich aus Schwachheit fehle; wenn meine Tugend wan- kend wird, und ich ein Scheingut waͤhle: so fuͤhrt er mich, o welches Gluͤck! von +7 l Mel Wh l W Welse „ Die d Re E Dhsand Rsonch Hastehel 6af HU Wschh, Iung lasche „Die! Mosten Kggsh ö staͤrkt 0 ch mit R zu beüh. fuͤhret uf diest sie witd jsen neu, r Segen acht mit. jebt mik! zt, lenktz Huten. ben Ethn Herz aus! verzagen, auch du! zu unraß so Weiß! t mich ns meine 3 soll es in enn michs t, wenn T kraͤnkk nem Dacßt roͤßen M ; so fih Verthd 43 ihm, sch irrt, Ad! chheit f06 Tugend iu und ich N ähle.sofs elch Hes„ Von der Vorsehung. 63 von meines Irrthums Wahn zuruͤck, lehrt mich dann weiser handeln. 7. Die Uebung meiner Christenpflicht begluͤckt mein Erdenleben. Der Beystand, den mir Gott verspricht, wirkt heiliges Bestreben, den Pflichten Ernst und Kraft zu weih'n, so wachsam, wie ich soll, zu seyn, um keine zu ver⸗ letzen. 8. Wie freut mich jede gute That, die ich mit Gott vollbringe, durch die ich auf dem Tugendpfad stets weiter vorwaͤrts drin— ge! Der Ernst in meiner Besserung, der Eifer in der Heiligung erhoͤh't den Werth des Lebens. Regierung unserer Schick⸗ sale durch Leiden. Eigene Melodie. Belehrend und troͤstend. Gos fuͤhrt uns Mense schen vaͤ⸗ Lin zwar wunderbar, doch fuͤge dich, wie er dich fuͤhrt, zu gehen. Kein Weiser kann die heil'ge Bahn, und ihren Zweck verstehen. z. Die Wege, die des Hoͤchsten Rath den Seinen ausgezeichnet hat, sind Rh der Menschen Wege. Doch fasse Muth, sein Weg ist gut, sey ihn zu geh'n„nicht traͤge. 3. Wenn dein allweiser Gott dich fuͤhrt, wenn er dein Herz und Thun re⸗ giert, so kann dein Herz sich stillen. Nah't Noth herzu, du findest Ruh in Gottes gutem Willen. 4. Von keinem blinden Ohngefaͤhr, vom besten Vater koͤmmt es her, das Leid, das dir begegnet, es wird dein Herz, bey jedem Schmerz, mit Trost von ihm gesegnet. 5. Ja, Gott ist heilig, gut und treu! Glaubst du, daß Gott die kiebe sey; so hemme deine Kla⸗ gen. Das Leiden druͤckt, doch was Gott schickt, hilft er, als Gott, auch tragen. 6. Er wog, eh' noch die Welt entstand, mit weis⸗ heitsvoller Vaterhand, dir Wohlseyn zu und Leiden; erwarte du in stiller Ruh des bessern Lebens Freu-⸗ 23 Sey fromm und uͤbe deile Pflicht, verzage in den Leiden nicht, wenn dich auch Menschen haͤssen. Herttaue Gott in jeder Noth, er wird dich nicht verlassen. Mel. —* 64 Von der Vorsehung. Mel. Nun danket alle Gott. Mit Dankgefühle. Voll reger Dank— 76.— begier mit freu⸗ digem Gemuͤthe, erheb ich dich, mein Gott! und preise deine Guͤte. Ich überseh' die Bahn, die ich zuruͤckgelegt, und jauchze, daß dein Arm mich noch erhaͤlt und traͤgt. 2. Wie gnaͤdig hast du mich nicht bis hierher geleitet! wie treu fuͤr mich gesorgt! wie liebreich mir bereitet, was mir zum Wohlergehn nur immer noͤthig war! wie maͤchtig mich beschuͤtzt bey drohender Gefahr! 3. Wenn ich oft, un⸗ ruhvoll an ferne Tage dachte, und mir so man⸗ che Nacht durch Sorgen schlaflos machtez zerstoͤrtest du den Wahn, womit ich mich geplagt. Nie hast du mir mein Gluͤck, mein Ungluͤck nur versagt. Du mischtest freylich oft in meines Lebens Freu⸗ den auch manchen herben Schmerz, und pruͤftest mich durch keiden. Jedoch die Bitterkeit des jetz'gen Au⸗ genblicks war oft schon selbst mir Gluͤck, oft Quelle meines Gluͤcks. 5. So ist dein weiser hoben! Rath. Auch auf den rauh'-freut, wird dann sten Wegen fuͤhrst du den, der dir folgt, dem hoͤhern Gluͤck entgegen, dem Gluͤck, vor dir gerecht, mit dir ge—⸗ recht zu seyn, und auf der Tugend Pfad sich deiner Huld zu freu'n. s. Du lehrtest diesen Rath mich durch dein Wort ertennen, und voller Zu⸗ versicht dich, meinen Va⸗ ter nennen, den Vater, der so gern, und bis in Ewigkeit, mit allem, was mir nuͤtzt, mich segnet und erfreut. 7. Auch mir, so wie der Welt, zum Heil, zum Trost und Leben, hast du erbarmungsvoll selbst dei⸗ nen Sohn gegeben. Sein Kreuz ist mir Gewinn, sein ganz Verdienst ist mein, und, durch ihn dir ver—⸗ soͤhnt, bin ich auf ewig dein. ö 8. Was koͤnnte mich auch je von deiner Liebe scheiden? Du staͤrkest mich nit Kraft, der Suͤnder Weg zu meiden, machst mich durch deinen Geist treu in der Tugend Lauf, und nimmst mich endlich dann in deinen Himmel auf. 9. Gott! welch ein Gluͤck ist da mir noch erst aufge⸗ Noch inniger er⸗ mein Herz Iunge ht Hur Nö d d il R. Bousih I WSottes de N. Chinme, usshaktt Hl, vis aahschin, Eulb r l Wnd Wht schg, N use MWsscht, U ale, v Hushit. g h Hunt t hu de labh +— ihrst Huh dem hih .bend t, mithht „Und gush sich d I'u. hrtest ch dein d vollhe meinen den Y und i it allem, ich segnet e ir, so. Heil, ben, hif voll selbt geben, Gewinh/ nst ist x ihn dit! ich auf! loͤnntt deiner. slaͤres der Ein iden, l Von der Vorsehung. 65 Herz dich loben, wenn mein verklaͤrter Geist die Wonne nun genießt, die hier nur noch mein Wunsch — und dort mein Erb— theil ist. Beruhigung bey den un⸗ erforschlichen Wegen der Vorsehung. Mel. Komm, o komm, du Geist ꝛc. Beruhigend. 77 Uerforschlich sey mir immer mei⸗ nes Gottes Weg und Rath, und die Nacht sey ohne Schimmer, die mich hier umschattet hat; doch ist alles, was er thut, wie's auch scheine, weis und gut. 2. Sollt' ich das von Gott nur loben, wo ich Rath und Weisheit seh'? Ist's nicht ein Geschenk von oben, wenn ich seinen Weg versteh'? Frevelt der nicht, welcher klagt, daß ihm Gott mehr Licht versagt? 3. Sollt' ein Vater un⸗ terlassen, was dem Kinde huß Thorheit ist? Kuͤhner Tad—⸗ ler! Engel fassen das, wo jelchent du im Dunkeln bist. Hier ich erstul sollst du dem Herrn ver⸗ innigt trau'n, glauben, noch dash Eu nicht voͤllig schau'n. 4. Sollt' er zu Regiere⸗ rinnen seiner Werke, sei—⸗ ner Welt, meine kuͤste se⸗ tzen? Sinnen, ordnen, thun, was mir gefaͤllt? Wohl uns, wenn er nie gewaͤhrt, was ein thoͤricht Herz begehrt! 5. Hier in meinem Pil-⸗ gerstande sey mein Theil Zufriedenheit! dort, in meinem Vaterlande wohnt die wahre Seligkeit. Fuͤhrt mein Gang zum Himmel ein, mag er immer dun⸗ kel seyn. 6. Wenn du auch auf rauhen Wegen wandelst, ach! so klage nicht. Was hier schmerzet, wird dort Segen, was hier Nacht ist„ wird dort Licht, und ich faß' erst Gottes Sinn, 273 ich ganz vollendet in. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Troͤstlich. 78 du bist, o Gott! verbor⸗ gen, dein Rath bleibt fuͤr uns wunderbar. Umsonst sind alle unsre Sorgen; du sorgtest, eh' die Welt noch war, fuͤr unser Wohl schon vaͤterlich. Dieß sey genug zum Trost fuͤr mich. 2. Dein Weg ist zwar in Finsternissen vor unsern E Au⸗ * —————— 66 Von der Vorsehung. Augen oft versteckt; doch, wenn wir erst den Aus- gang wissen, wird uns die Ursach auch eatdeckt, warum dein Rath, der niemals fehlt, den uns so dunkeln Weg gewaͤhlt. 3. Nie sind die Tiefen zu ergruͤnden von deiner Weisheit, deiner Macht; du kanst viel tausend We— ge finden, wo die Ver— nunft sie nie gedacht. Aus Finsterniß bringst du das Licht; dir folgen, sey stets unsre Pflicht. 4. Drum will ich mich dir uͤberlassen mit Allem, was ich hab' und bin. Und kann ich auch nicht Alles fassen, so trau ich dir mit frohem Sinn; der Aus⸗ gang macht mir endlich klar, daß stets dein Rath voll Guͤte war. 5. Gieb, daß dieß mein Vertrauen mehre im Gluͤck und Ungluͤck, Freud' und Leid; denn alles wirkt zu deiner Ehre und meiner Seele Seligkeit, und einst preis ich vollkommen dich, und freue deiner ewig mich. Mel. Jesu meines Lebens. Ehrerbietig. D'i Weisheit 79. tiefe Schluͤsse bleiben, Gott! uns unbe⸗ kannt; wie viel auch ein Engel wisse, nie entdeckt es sein Verstan d, wie du deine Welt regierest, alles zu der Absicht fuͤhrest, die dein huldreich weiser Rath immer gut gewaͤhlet hat. 2. Und doch kann's der Mensch oft wagen, er, dem deine Einsicht fehlt, sich vermessen zu beklagen; er, dem Zukunft ist ver— hehlt, tabelt, wo er nichts verstehet, wo er leicht sich hintergehet, dennoch, was dein Rath beschließt, weil er ihm itzt dunkel ist. 3. Seine Wuͤnsche, sei— ne Sorgen, was er hofft und was er denkt, Nichts, weiß er, ist dir verbor— gen, dir, der Alles weiß und lenkt; darum waͤhnt er, seinen Willen koͤnn—⸗ test du so leicht erfuͤllen, Nichts sey dir, der Wel— ten Herr, dir, dem Maͤch— tigsten, zu schwer. 4. Statt dich schweigend zu verehren, wenn nicht, was er wuͤnscht, geschicht, kann er sich so sehr bethoͤ⸗ ren, daß der Unterwer— fung Pflicht er verkennt, und nicht bedenket, daß der, der die Welten len— ket, weil er Gott des Gan⸗ zen ist, auch des Ganzen Wohl beschließt. — „ Du, hts st Gläl Is gerg Iagen, Rahh de he W M Wü Iuu, M Iull Il Whe „O, I Hag Fosch a Pundergl Alr, Ko Vdoch o Iu„ dai harche, Whrauch W Nde sh sthan F% 3 MWscht! Mohet Dae Wstchen hl lhspekt Wbhatt! sch de Men W — Von der Vorsehung. 67 ——— 1.+ 5. Du, du kannst uns fand, nichts versagen, wenn es ler. unser Gluͤck bermehrt, stil⸗ egieref,) tfühm lest gern der Menschen wash Klagen, die kein eitler —¹11 Wahn bethoͤrt; aber Wuͤn— sche zu gewaͤhren, durch och kau die wir uns selbst enteh⸗ wageh, ren, oder die man einst Eiasch! bereut, kann Gott nicht, en zu bs der gern erfreut. zukunft 6. Dir, Herr! muß sich t, wo Alles beugen, Alles betet vo er l tief dich an, Alles muß „denloh; bewundernd schweigen, beschlich Voͤlker, Koͤnig, Unterthan. dunkelib; Und doch diese Pflicht ver— dada letzen, deinem Rath sich Vinst widersetzen, welch' ein „was Misbrauch deiner Huld, denth deiner Guͤte und Geduld! it. Die Verblendung laß der A mich scheuen, laß mich darun stets, voll Zuversicht, dei— Vllu, ner Vorsicht mich erfreuenz leict E Dunkelheit wird endlich dir,& Licht. Deinem Rath nicht dir, dels widerstreben, dir mein schwe. Schicksal uͤbergeben, sey dich schl mir immer theure Pflicht; u, wen du, o Gott! verlaͤßt mich nscht, nicht. so scheh ö der lu Mel. Freu dich sehr, o ht er dal meine ꝛc. Lhn Nachdenklich. Balle 00bN6 underbar ist ich des O. Gottes Schi-⸗ Üleft. Keu, unbegreiflich ist sein Doen. Rath; doch ist herrlich sein Erquicken, dieß beweist zu⸗ letzt die That. Wohl dem, der dieß recht bedenkt, ihm sein ganz Vertrauen scheukt! der wird Schicksal, Leib und Leben Gottes Fuͤhrung gern ergeben. 2. So verfaͤhrt Gott mit den Seinen; die, die er als Vater liebt, werden oft mit bitt'reim Weinen und mit keiden oft betruͤbt. Er, der weis? und guͤt'ge Gott, laͤßt sie kommen oft in Noth, um sie auf ihr kindlich Flehen herrlich wieder zu erhoͤhen. 3. Dieß erwaͤge, meine Seele, wenn dich Schmerz und Kummer druͤckt! den⸗ ke nicht, daß Gott dich quaͤle, und im Zorne auf dich blickt. Er geh't mit dir wunderlich, doch stets weis' und vaͤterlich; laß daher dein Herz nicht wan— ken, du wirst ihm gewiß noch danken. 4. Wie viel Ungluͤck und Gefahren hat nicht seine Vaterhand schon seit dei⸗ ner Jugend Jaͤhren lieb—⸗ reich von dir abgewandt! oͤfters, wenn du selbst ge⸗ dacht, daß du in der keidensnacht wuͤrd'st er⸗ liegen und ersterben, ließ dich Goͤtt doch nicht ver⸗ E 2 9. 68 Von der Vorsehüung. 5. Er, der große Herr der Erden, ist stets un⸗ veraͤnderlich: wolltest du itzt muthlos werden? zweifeln, ob er schuͤtze dich? Nein, sein treues Vaterherz bricht ihm noch bey deinem Schmerz, das bey allem, was dich kraͤn⸗ ket, liebevoll an dich ge⸗ denket. 6. Und ihm fehlt's auch nicht am Koͤnnen, ach! er schuf die Welt aus Nichts; wer muß ihn nicht maͤch⸗ tig nennen? Wenn er spricht, sogleich geschichts. Nimmt die Noth gleich uͤberhand, so sind Mittel ihm bekannt, wie er dich von allem Boͤsen unbe—⸗ greiflich kann erloͤsen. 7. Dazu hat er nie ge⸗ brochen, was er dir in seinem Wort so gewiß und fest versprochen; er erfuͤllt's, der Herr, dein Hort. Erd' und Himmel wird vergeh'n, Gottes Wort bleibt ewig steh'n; drum kannst du ihm fest vertrauen, und auf seine Zusag' bauen. 8. Endlich, banges Herz! erwaͤge, Gott ist auch ein weiser Gott. Er nur kennt die besten Wege, er lenkt weise Freud' und Noth. Wunderbar waͤhlt er die Zeit, wo er nach dem Leid erfreut, herrlich weiß stets sein Regieren seinen Plan hinauszufuͤhren. 9. Haͤlt's nun Gott vor dir verborgen, wann, wie, wo er helfen will, o! entschlage dich der Sor— gen, sey du in dem Herrn nur still! Er will sehen, ob auch fest sich dein Herz auf ihn verlaͤßt; will Ge— bet und Tugend mehren, und dich dankbar werden lehren. 10. Maͤchtigster! dich laß ich walten, du, mein Trost und Freud und Lust! kannst und wirst mich stets erhalten; meine Noth ist dir bewußt. Staͤrke meine Zuversicht! Und dann wird dein Angesicht huldreich, Vater! auf mich blicken, und mich wunderbar be— gluͤcken. V n Hlon I, z A luer ᷓ fen hsd Greh I.Slfh Hlech. Du Olgt —— „banges h ttt ist gut; Er nur s Zege, er dꝰ und Y waͤhlt e nach den rlich west en seinen hren. à nun 0 en, wanh, fen will, dich der u in den Er wills st sich delh rlaͤßt; v ugend II dankbat N ichtigstt Iten, ö Frend n wirst m meine M „. Stäkteh Und dansh sscht halt mich e wundabn 69 Wuͤrde und Bestimmung des Menschen Mel. Lob, Ehr und Preis. Erwaͤgend und gefüuhlvoll. 8¹ Laß mich des Men⸗ schen waͤͤhren Werth, mein Gott! zu Herzen nehmen, und des⸗ sen, was mich selbst ent⸗ ehrt, mich allzeit innigst schaͤmen. Nie komm' es mir aus meinem Sinn, was ich vermag, und was ich bin durch deine weise GSuͤte. 2. Du schufst mich nicht bloß Fleisch und Bein zu diesem Erdenleben; du ließest mich ein Wesen seyn, das nach Vernunft soll leben. Ich kann mehr, als die Sinne ruͤhrt, und durch sie Schmerz und Lust gebiehrt, nun fassen und erwaͤgen. 3. Gott! diesen Vorzug gabst du mir vor so viel Millionen, die auch be— lebt, genaͤhrt von dir, auf deiner Erde wohnen. Was jenen fehlt, ver— leih'st du mir. Vernunft und Freyheit, und mit ihr Gefuͤhl fuͤr Recht und Unrecht. 4. Du schufst mich zur Geselligkeit, und fuͤr der Freundschaft Freuden; gabst mir ein Herz voll Fuͤhlbarkeit fuͤr Andrer Gluͤck und Leiden; noch mehr, ein Herz, das faͤ⸗ hig ist, sich dein, der du mein Vater bist, zu freu'n — und dich zu lieben. 5. In stiller Andacht kann mein Geist sich bis zu dir erheben, und dir, den Erdꝰ und Himel preist, auch Preis und Ehre ge— ben. Auch ich kann deinen Willen thun, in deiner weisen Fuͤhrung ruhn, und froͤhlich auf dich hoffen. 6. Und ich sollt' diesen Geist entweih'n, und gleich den Thieren handeln? der Sinnlichkeit ergeben seyn, nicht rein und heilig wan⸗ deln? Fern sey ein solcher Sinn von mir! bewahre mich, mein Gott! dafuͤr, daß ich mich so entehre! 7. Gieb vielmehr, daß ich allezeit auf meine Wuͤr⸗ de achte, nach Weisheit und nach Heiligkeit mit allem Eifer trachte. daß ich mich ganz der Tugend weih', und so des Vor⸗ zugs würdig sey, den du mir, Gott! gegeben. Mel. 70 Wuͤrde und Bestimmung Mel. Allein Gott in der Hoͤh' ꝛe. Mit sanftem Gefuͤhle. ie wichtig ist 8² Wé doch der Be—⸗ ruf, den uns Gott selbst gegeben! Gott! als uns deine Liebe schuf, da schuf sie uns zum Leben. Zum Leben, welches ewig waͤhrt, wo uns kein Lei⸗ den mehr beschwert, willst du uns hier erziehen. Nicht hier ist unser Vaterland, nur, Gott! bey dir, dort oben, da ist der Oet, wo deine Hand das Gluͤck uns auf— gehoben, das nie, das nie— ein Ende nimmt; hier sind wir nur von dir bestimt, uns dessen werth zu machen. 3. O laß mir doch dieß große Ziel durch Nichts verruͤcket werden! was hilft's, wenn ich auch noch so viel von Guͤtern dieser Erden, von Ehre, Geld und Lust gewinn', und doch dabey nicht faͤ⸗ hig bin des reinen Gei⸗ stes Freude? 4. Auf kurze Zeit bin ich nur hier; laß mich dieß nie vergessen! nur wenig Tage hast du mir zur Uebung zugemessen. Schnell, wie ein Traum, sind sie vollbracht, und dieser schoͤnen Erde Pracht wird dann auch mir ver— gehen. 5. O, laß mich jene Herrlichkeit, Gott! stets vor Augen haben, und hier in der Erziehungs— zeit um jene beß're Ga⸗ ben, die mir im Tode nicht entflieh'n, vor allen Dingen mich bemuͤh'n, und so zur Ernte reifen! 6. Ein Herz, das dich, o Bater! liebt, sich seiner Wuͤrde freuet, das, so wie Jesus, Tugend uͤbt, und sich vor Suͤnden scheuet; ein solches Herz, das wird allein sich ewig deiner Guͤte freu'n in je⸗ nem hoͤhern Leben. 7. Zu diesem Sinne wollst du mir, Gott! Muth und Kraͤfte geben, damit ich immer moͤge hier nach den Gesetzen leben, die selbst im Himmel gil— tig sind, bis ich einst, als dein gutes Kind, zu dei— ner Freude gehe. ö Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Froh. 8³3 O Gott! ich preise 5 deine Guͤte, die mich so wunderbar erschuf. Und mit frohlockendem Ge— muͤthe folg' ich, o* ö ei⸗ Iuet far 3. 0 t I ucht Al, 0 ö Hein Gt Hel , um d Acerteh', IHr n 2 In Schte srschen IA W, als scht efatd he nach sah sicht! V PI 6r Ers h Hak, n er ah werde uht, das Efsslih Walt sa scht tied —— bracht Erde uch müle fmich 3 Gott! haben, Erzichun e beßerel ir im vn, vot ih h bemih Ernte ras erz, das! bt, sich s. iet, dah, Tugend! voe Sh solches lein sich h freu'z Leben. diesem mir, 6 Keaͤfte gt mer moͤge! esetzen l Himmal zich einst, Kind, zul gehe. Ir den liehe roh. hottlichh ne Güt, derbar esth Hockndegk V„W M ich, des Menschen. 21 deinem Ruf, ein Zeuge deines Ruhms zu seyn, und deiner Wunder mich zu freu'n. z. Du gabst zum Den⸗ ken und Empfinden, All⸗-⸗ guͤtiger! mir diesen Geist, der zwar zu schwach ist, zu ergruͤnden, wie herrlich du mein Schoͤpfer seyst, jedoch, was du an mir gethan, erkennen und be— wundern kann. 3. Und diesen Geist, der in mir denket, schufst du nicht bloß fuͤr diese Zeit, du hast ihn mir, mein Gott! geschenket zum Leben in der Ewig⸗ keit, um da vollkommner zu versteh'n, was Sterb—⸗ liche nur dunkel seh'n. 4. Zu eng sind dieses Lebens Schranken fuͤr sei⸗ nen forschenden Verstand. Der Keim zu hoͤheren Ge— danken, als je ein Sterb—⸗ licher erfand, entwickelt sich erst nach der Zeit im hellern Licht der Ewigkeit. 6. Ihn saͤttiget kein Gut der Erde, kein zeit⸗ lich Gluͤck, so groß es sey; daß er im Innern ruhig werde, bedarf er mehr, das ihn erfreu'. Er fuͤhl'ts, daß diese gan⸗ ze Welt sein Wuͤnschen nicht zufrieden stellt. 6. Zwar ist er tief her⸗ abgesunken von seines Ur⸗ sprungs Herrlichkeit, sucht oft, von bust der Erde trun⸗ ken, sein Gluͤck in Dingen dieser Zeit; jedoch er sucht — und findet nicht, was ihm der aͤuß're Schein ver⸗ spricht. 7. Du praͤgtest ihm durch sein Gewissen Ge⸗ fuͤhl von Recht und Un⸗ recht ein. Daß Boͤse Boͤ⸗ ses leiden muͤssen, und Tugendhafte gluͤcklich seyn, erkeaat er; doch sieh't er noch nicht den Richter hier schon im Gericht. 8. Dem Tugendhaften ist hienieden oft ein sehr widriges Geschick zum Loos fuͤr diese Zeit beschieden, dem Lasterhaften oft viel Gluͤck. Gewiß! erst eine and're Welt ist zum Ver⸗ geltungsort bestellt. 9. Gott! wenn mein Geist dieß uͤberleget, so hofft er schon Unsterblich⸗ keit. Noch staͤrker fuͤhlt er sich beweget beym Licht, das ihm dein Wort ver⸗ leih't; da sieht er mit Gewißheit ein: auch er wird einst unsterblich seyn. 10. Herr! laß zu jenem bessern Leben mich taͤglich hier die Aussaat streu'n. Laß deinen Geist das Wol⸗ len geben, und das Voll⸗ brin⸗ 72 Wuͤrde und Bestimmung des Menschen. bringen auch verleih'n. O Wonne der Unsterblichkeit, wie wird durch dich mein Geist erfreu't! Mel. Nun danket alle Gott. 47½⁰i hohem Affekte. du lguͤtiger! 84. A schufst auch mich zu deiner Ehre, und wolltest, Heiliger! daß ich dir aͤhnlich waͤre. Darum hast du den Geist, der in mir fuͤhlt— und denkt, mir zur Unsterblichkeit aus Vaterhuld geschenkt. 2. O welch ein großer Zweck, dazu du mich be— rufest! groß ist die Wuͤr— de, Gott! zu der du mich erschufest; dir, Hoͤchster! aͤhnlich seyn, vollkommen seyn, wie du. O wohl mir, wenn ich's bin! hilf du mir selbst dazu. 3. Laß dieses große Ziel mir stets vor Augen schwe— ben. Mein groͤßter Her—⸗ zenswunsch, mein inigstes Bestreben in allem meinen Thun, sey dieß, o Gott! allein, daß ich auch so, wie du, gesinnet moͤge seyn. 4. Du bist der Wahr⸗ heit Freund, laß mich auch Wahrheit lieben, und mit stets munterm Fleiß in allem dem mich heit fuͤhrt, zur Weisheit, die dich ehrt, und allem Beyfall giebt, was du uns hast gelehrt. 5. kaß deine Heilig⸗ keit mich stets zum Muster nehmen. Hilf mir die Suͤnde flieh'n— des Flei— sches Lust bezaͤhmen, nur das, was recht ist, thun, des Guten mich erfreu'n— und dem, der's uͤben will, auch gern behilflich seyn. 6. Gieb, daß ich, so wie du, ein Freund der Men-⸗ schen werde, dem Wohl— thun Freude macht, der Kummer und Beschwerde dem Naͤchsten gern erspart — sein keiden ihm versuͤßt, und, wo er helfen kann, zum Helfen willig ist. 7. Noch bin ich weit entfernt, o Gott! von diesem Ziele. Du weißt, was mir noch fehlt. Ich selbst, o Vater! fuͤhle, wie wenig ich dir noch im Gu— ten aͤhnlich bin. O! bilde du mich ganz nach dir und deinem Sinn! 8. Begluͤckt ist nur als⸗ dann mein Leben auf der Erde, wenn ich dir immer mehr— auch hier schon aͤhnlich werde. Dann bin ich wuͤrdig nur des Gluͤcks, ein Mensch zu seyn, und kann in Ewigkeit mich mei⸗ uͤben, was mich zur Weis⸗ ner Wuͤrde freu'n.— Von — Den Slaant f0 5.6 V Vschtt! Histt In hist,. Rundelg, Ein . WW Auhnt! sihlthoh, Rfila Mr alen Ahtin do W„ oHatt . Hi h, K I ha, ud Esh, d Kine Iht ei Rde Ess, de Msp, die l, gut MM toolt hoshillen Te b u de 8 anecg t st Hg schen Ren ehschez —— Hur Dußh t, und a t, wn lehrt. deine to zum M Hilf mi 'ndeh ezaͤhmen, echt ist, K nich erftel erꝰs ubehs ehilflich f daß ich f And der „ dem V de macht, nd Beschh en gern e en ihm vus helfen! willig il bin ich! 0 Gott! e. Du h och fehlt terl fuhl ir noch ih bin. A ij nach dit m! kt t Htà Leben ashl nich dir s uch hilt s de. Duul ur des Ole zu sehl, gkeit mig ftell 73 Von der Sünde und ihren traurigen Folgen. Bekannte Melodie. Klagend. — ott! der kein Boͤ⸗ 85. G ses thut, du schufst den Menschen gut; du gabst ihm Licht und Kraͤfte zum seligen Ge⸗ schaͤfte, in Heiligkeit zu wandeln, stets recht vor dir zu handeln. 2. Wo ist der Unschuld Ruhm? Ach! wir, dein Eigenthum, wie tief sind wir gefallen! wo ist jetzt unter allen ein Mensch ganz rein von Suͤnden vor dir, o Gott! zu finden? 3. Hier ist kein Unter⸗ schied; dein helles Auge sieht auf alle Menschen—⸗ kinder, und siehet sie als Suͤnder. Da ist vor dir, Herr! keiner unschuldig, auch nicht einer. 4. Verderbt ist unser Sinn; die Weisheit ist dahin, die uns regieren sollte, nur, was dein Wille wollte, mit freu⸗ denvollen Trieben zu waͤh⸗ len und zu uͤben. g3. Der Sinne Lust und Schmerz ruͤhrt, leider! unser Herz mehr, als die hoͤhern Freuden, mehr, als die groͤßten Leiden, die wir auf Ewigkeiten selbst unserm Geist bereiten. 6. Dir folgen, duͤnkt uns Zwang. Des Her— zens boͤser Hang reißt uns mit starkem Triebe zu boͤ⸗ ser Thaten Liebez und wer vermag's zu zaͤhlen, wie oft wir vor dir fehlen? 7. O Herr! was uns gebricht, laß in der Wahr⸗ heit Licht so heilsam uns erkennen, daß wir von Ernst entbrennen, der Suͤnde zu entsagen, der Beß'rung nachzujagen. 8. Wohl dem, der sie gewinnt! Gott! so ver— derbt wir sind, so willst du uns doch heilen, und Kraͤfte uns ertheilen, von Neuem hier auf Erden dir gleichgesinnt zu werden. Mel. Weicht ihr Berge ꝛc. Klagend. 86. ott! nur eines Menschen Suͤn⸗ den, was fuͤr Uebel zeugen sie! und dann aller Men- schen Suͤnden, wie viel Gluͤck zerstoͤren die! Alle, seit dem ersten Falle, jedes Menschen Suͤnden, alle! L. 74 Von der Suͤnde und ihren 2. Nur ein Fehltritt auf den Wegen, die wir wan⸗ deln sollen, Gott! was zernichtet der fuͤr Segen, wie versenkt oft der in Noth! Ach! was muͤssen wir oft leiden bloß fuͤr einer Thorheit Freuden! 3. Starke, Gott! ver⸗ folgen Schwache; Schwa— che Schwaͤch're! Geiz und Neid, Menschenhaß uud Durst nach Rache, Wollust, Stolz und Uep⸗ pigkeit, wie erfuͤllen die mit Plagen deine Welt! mit welchen Klagen!— 4. Wie die ÄArglist Fre⸗ vel bruͤtet! wie Gewalt und Tyranney, gleich der Pest im Mittag, wuͤthet ungesehn die Heucheley, emsig, uͤber alle Zeiten Fluch und Jammer zu verbreiten. 5. Und wir Suͤnder koͤnnten waͤhnen, Gottes heiliges Gericht raͤche kei⸗ nes Elends Thraͤnen, acht' auf unsre Laster nicht? der Gerechte, der Verbrecher gelt? ihm Reich, es sey kein Raͤcher? 6. Ja, sehr schrecklich sind Derbrechen, weil sie, kaum vollendet, sich selbst verfolgen, furchtbar raͤ— chen, Richter! dein Gesetz und dich. Ach dem Laster folgt Verderben, Armuth, Schmach Sterben! 7. Und wie quaͤlt den sein Gewissen, der ver— worfne Thaten uͤbt! Kann er jenes Trosts genießen, den nur reine Tugend giebt? Kann er, ohne zu erbeben, denken an ein kuͤnftig beben? 8. Ich erschrecke, Herr! ich bebe, daß mein On so oft vergißt, daß, wer ich nicht heilig lebe, aleh meine Hoffnung ist, selig dort, und schon auf Er— den ruhig und getrost zu werden. 9. Laß der Suͤnde bittre Fruͤchte mir stets in Ge⸗ danken seyn, mich nie zwei— feln am Gerichte, auch d den kleinsten Fehltritt scheu'n, daß ich glaͤubig jede Suͤn⸗ de, stark durch dich, ganz uͤberwinde. und Mel. Weicht ihr Berge ꝛc. nie Bedenklich. 87 uͤnde ist klein zu schaͤ⸗ tzen. Nennt sie klein! doch bringt sie Schuld: denn sie widerspricht Gesetzen, die mit Weisheit und voll Huld uns der Heilige gege⸗ ben, um durch sie begluͤckt zu leben. 2. fruͤhes 2 l 6 ast v 3 ist; lpch ud Vsahet uaß se Wd ehsin. 1 11 W Meslb't WEhldit m Wie ei ,(8s I shätze rsnn of Ould UI Ichung Ohise EE sdes Hett Aht Ni un 5f I6i Pulhath Ruen 00 die Wopeg, u Arhär WWdem wslicht er luchtt Shn, v flld Rhgs H 11 Wll 0 und fih Wie quͤl en, detk den uͤbtl d osts gen V eine In »nn er, denken n n? schrecke, aß meij ßt, daß, lig lebe, nung i„N schon auf und geteg er Suͤnde! stets „mich niet richte, aut hltritt sch ũubig jldel urch dich, ö Ht iht dah denklich uͤnde il klein ste kle di Schuld. 7 sicht Hesl isl Heit ud ver Heilgeh 0 f6 0 traurigen Folgen. 75 2. Sein Gesetz ist gut. Wenn dich nichts von und weise, wie sein Wille aussen reizet, und nur in'- selbst es ist; Mensch, be— folg' es, und beweise, daß du seiner nicht vergißt! Ewig muß Gott Suͤnde hassen, kann nie ungestraft sie lassen. 3. Aber giebt es nicht selbst Dinge, die der Suͤn⸗ den Schuld erhoͤh'n? O! die Schuld ist nicht geringe, wenn wir sein Gesetz ver—⸗ stehn, es als wahrhaft gut zwar schaͤtzen, doch aus Leichtsinn oft verletzen. 4. Suͤnd'gen wir mit Ueberlegung wider des Gewissens Spruch; achten nicht des Herzens Regung, nicht des innern Richters Fiuch; so ist das, was wir v. lbrachten, schon fuͤr groͤß're Schuld zu achten. 5. Hat dich Gott her— vorgezogen, und mit Wohl— thun uͤberhaͤuft, und du —6—— dem gewogen, was der Pflicht entgegen laͤuft; so Wchet Undank deine Suͤnden, wichtiger wird Gott sie finden. 6. Fuͤhlest du in dir schon Kraͤfte, uieblingssuͤnden zu entflieh'n, und eilst doch zu dem Geschaͤfte, welchem Gott dich wollt' entzieh'n, wirst, gestaͤrkt durch ihn, nicht besser; so wird deine Schuld noch groͤßer. re boͤse Lust bloß nach sol⸗ chen Dingen geizet, deren Unrecht dir bewußt, o! so ist dann dein Vergehen groͤßer, als sonst, anz u⸗ 32.—— 8. Machen ganz beson⸗ d're Dinge gutes Beyspiel dir zur pflicht, und du schaͤtzest sie geringe, aͤr— gerst, aber besserst nicht; groͤßer wird dann dein Verbrechen, und der Rich— ter wied es raͤchen. 9. Doch, wer kann das alles zaͤhlen, was Dahnt Unbesonnenheit, Wahn, Stolz, Heucheley sich waͤhlen, das der Thaten Suͤndlichkeit vor dem Kich-— ter nur vermehret, weil es sein Gesetz entehret! 10. Gott! laß mich dieß wohl bedenken, und ent— fernt von Sicherheit, mei— nes Lebens Gang so len— ken, daß ich mit Behut— samkeit das nur thu', was dem gebuͤhret, der den Christen-Namen fuͤhret! 11. kaß mir niemals ei⸗ ne Suͤnde klein und unbe-⸗ deutend seyn! Vater! floͤße deinem Kinde Redlichkeit 27 Kraͤfte ein, folgsam dem Gesetz zu leben, und nach Tugend nur zu stre— ben! Mel. 76 Von der Suͤnde und ihren traurigen Folgen. Mel. Alle Menschen muͤs⸗ sen ꝛc. Tief gebeugt. 88 Großer Gott! er⸗ hab'nes Wesen, das voll segnender Begier, Menschen sich zum Dienst erlesen! Ach! was ist der Mensch vor dir? wenn ich deine Groͤß' erwaͤge, und, was ich bin, uͤberlege: o! wie duͤrftig und wie klein — muß ich mir nicht sel—⸗ 2 seyn. Fluch und Elend, Tod und Suͤnde drücken⸗ leider! mein Gemuͤth; ma⸗ chen mich zu einem Kin⸗— de, das vor seinem Vater flieh't. Tausend Maͤngel — tausend Flecken schaͤn⸗ den mich zu meinem Schre⸗ cken, und in der verderb— ten Brust regt sich taͤg⸗ lich boͤse Lust. 3. Was ich gutes an mir habe, ist von deiner Vaterhand. O! wie man⸗ che gute Gabe— hast du, Herr! mir zugewandt! Selber auf dem Suͤnden⸗ pfade traͤgt mich schonend deine Gnade. Naͤhmest du zuruͤck das Dein, ach! was wuͤrdꝰ seyn! 4. Doch die Menge dei⸗ ner Gaben klagt nur mei— nen Undank an; weil ich mir uͤbrig sie oft ganz vergraben/ oft damit nur groß ge— than; oft voll Leichtsinn sie verschwendet, und zu Suͤnden angewendet. O! wie haͤuft 980 meine Schuld durch Verachtung deiner Huld. 5. Sieh', hier lieg“ ich in dem Staube, tief vor dir, mein Gott! gebuͤckt; doch mein demuthsvoller Glaube, der auf meinen Heiland blickt, hofft auf deine Vaterguͤte, und mein tief beschaͤmt Gemuͤthe, das den Muth fast ganz verlohr, hebt sich noch zu dir empor. 6. Ja! die Wunder deiner kiebe ziehen ganz mein Herz zu dir. Ach! erhalte selbst die Triebe treuer Dankbarkeit in mir. Vater! laß das schwache Lallen meines Lobes dir gefallen. Bilde mich, dein Eigenthum, ganz zu dei— nes Namens Ruhm. 7. Meine Kraͤfte, mei⸗ ne Glieder, sind zu dei— nem Dienst bereit; Herr! ich falle vor dir nieder, voller Ehrerbietigkeit. Dei— nen Willen thun und lei— den, sey der Gipfel mei— ner Freuden. Gott und Herr der ganzen Welt! thu' mit mir, was dir gefaͤllt. Gnaͤ⸗ 3nd + Wn Hlh l •W 0 fh Wi 1 0 I, b shla, Ihn 86 uben se hashaft,n N Hott f . MIS Iin bor! In, Hott h hb Hactte W W„ dü! R. d nict 0 In in Iot R: Wes ut hat ucheiße sth, R sei filu ge Hillc da 0 00 hache Ulhngt, Ohh. shtkl 0 Iz verngh nur guß voll It hendet, n ngewendes ,ᷣ hiet iih taube, f Gott! demuthh⸗ der auf lickt, haf rguͤte, i aͤnt Ga Muth fii ebt sich g die 4 be ziehn n dit. bst die! nkbarkeit! iß das st zines Labl Bilde m u, gami) ens Ruhh. ne Keaͤstl r, sind st bekeit). bor dit 6 Herbietiglel In thul l der Gihft den. G ganzeh) mit, 7⁷ Gnaͤdige Veranstaltung zur Erloͤsung durch Jesum. Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. Lieblich und erfreulich. 8 Wort aus Gottes⸗ 9. munde! Wort vom Friedensbunde! E⸗ vangelium! bald, da wir gefallen, ließ dich, Gott! erschallen, du bist unser Ruhm! Gottes Kraft, die Glauben schafft! Gute Botschaft, uns zum Leben, von Gott selbst gegeben. 2. Was dein Wohlge— fallen vor der Zeit uns allen, Gott! bestimmet hat; was sonst dunkle Schatten vorgebildet hat— ten, das vollfuͤhrt dein Rath. Daß dein Eid dich nicht gereu't, zeig'st du nun; in Jesu Namen wird er Ja und Amen. 3. Alles ist vollendet, Gott hat den gesendet, der verheißen war; Je— sus, der sein Leben wollte fuͤr uns geben, stellt sich wirklich dar; ja er hat des Hoͤchsten Rath ganz vollbracht, und leb't in Ehre. Ach erwuͤnschte Lehre! 4. Da uns Strafen drohten, thaten Friedens-— boten Heil von Gott uns kund. Was fuͤr holde Leh⸗ ren lassen sie uns hoͤren! welch ein theurer Bund! Gottes Huld tilg't unsre Schuld. Und wer ihn mit Glauben ehret, wird von ihm erhoͤret. 5. Auf und wehrt den Schmerzen! Kommt ihr, deren Herzen das Gesetz zerschlug; kommt zu dessen Gnaden, der fuͤr euch be⸗ laden, alle Schmerzen trug! Jesu Tod versoͤhn't euch Gott; Gott, der euch als Vater liebet, und die Schuld vergiebet. 6. Hierauf will ich bau— en, Christo mich vertrauen, und in ihm mich freu'n. Ihm nur will ich leben, ihm mich ganz ergeben‚, ewig treu ihm seyn. So werd ich auch einst durch dich, o mein Heiland! se⸗ lig sterben, und den Him— mel erben. Bekannte Melodie. Ehrerbietig froh. 90. Ew ge Liebe! mein Gemuͤthe wagt mit kindlichem Vertrau'n, in den Abgrund deiner Guͤte ehrfurchtsvoll* ab⸗ 78 Erloͤsung durch Fesum. abzuschau'n. Allen Kum⸗ men zu zerstreu'n, ihrer Groͤß mich zu freu'n; durch ihr Anschau'n schon auf Erden herrlich und entzuͤckt zu werden. 2. Ich verehre dich, o Liebe! daß du dich erbar— met hast, und aus freyem edlen Triebe den allweisen Rath gefaßt, der ver⸗ dammungswuͤrd'gen Welt durch ein theures Losegeld, durch des eignen Sohnes Sterben Heil und Frey⸗ heit zu erwerben. 3. O ein Rathschluß voll Erbarmen, voller Huld und Freundlichteit! welcher uns hilflosen Ar— men Gnade, Trost und Hilfe beut, Liebe, die den Sohn uns send't, durch ihn unser Ungluͤck wend't, und uns Suͤnder sucht zu retten aus den schweren Suͤnden- Ketten. 4. Doch, du hast, o weise Liebe! eine Ordnung auch bestimmt, daß sich jeder darinn uͤbe, der am Segen Antheil nimmt. Nur, wer an den Mittler glaͤubt, und ihm treu er— geben bleibt, der soll nicht verlohren gehen, sondern Heil und keben sehen. 5. Da du Keinen zum Verderben, Gott der kieb'! bestimmet hast, tragen die, und Leben. nend hoͤrt; die ewig sterben, ihrer eignen Bosheit Last. Wer nicht glaubt an deinen »Sohn, der hat Fluch und Tod zum Lohn; sein muthwillig Widerstreben schließt ihn aus vom Heil 6. Ewig werde, Herr! besungen, was dein Rath beschlossen hat! Mit uns vreisen Engelzungen die— sen weisen sel'gen Rath, den der Glaub' in Demuth ehrt, die Vernunft erstau—⸗ worin Engel Tiefen finden, die sie nie— mals ganz ergruͤnden. 7. Liebe! laß mich da— hin streben, meines Heils gewiß zu seyn. Richte selbst mein ganzes Leben so nach deinem Willen ein, daß des Glaubens Frucht und Kraft, den dein Geist in mir ge— schafft, mir zum Zeugniß dienen moͤge: ich sey auf dem rechten Wege. 8. Dann werd ich dich einst anschauen, ewig einst dein Lob erhoͤh'n, werde hier ganz ohne Grauen meinem Tod entgegen geh'n. Keine Kreatur wird mich, den du lie— best, ewiglich deiner Hand entreißen koͤnnen, noch von deiner nebe trennen. Mel. Mi N 6 0 Hauulde . d Rheg. walh E ihl Rusth, E W I higke 0 Harze 9 66 ft gerech fe Vest ge Ge aberl uag, A. nRe Eh Wndahhe W 3„ H d Eoht W n sthes us het Ran f„, Kre Uhluns; Aach, ie I he M Wctge V. uut Mans Kein& Hül, un V Ollderg e Helgl: — Rheit A ubt an der hat;! um Lohhy; Videß aus von werde, was deiht hat! M Igelzungn sel'gen aub' in I Vernunft. worini sen, die st ergruͤndn laß mit „meines! seyn.) ganzes! heinem Y des Glal d Kraft, in mi zum a e: ich seh. Vege. werd ich uen, ewigs hoͤhen/ N ohne GOth od eslh eine K delnl du delet 0 men, vogi ehhel + 90 sterben, Erloͤsung durch Jesum. 79 Mel. Allein Gott in der Hoͤhꝰ ꝛc. Mit Bewunderung lobpreisend. Liebesglut! wie 91. O solh ich dich zu preisen je vergessen! In welch Erstaunen setz'st du mich! O wer kann es er⸗ messen? Es glaͤnzet deine Herrlichkeit in Liebe, Gott! von Ewigkeit, bleib'st du noch Herz erkaltet? 2. Ist Gott nicht selig? nicht gerecht? und er, das reinste Wesen, hat sich das suͤndige Geschlecht zu lie— ben auserlesen! Hier schweig, Vernunft! gieb Gott die Ehr'! Gott wollt? unendlich lieben, mehr, als du begreifen solltest. 3. O Liebe, die Gott seinen Sohn aus seinem Schoos genommen! Er ist von seines Vaters Thron zu uns herab gekommen. Sein Mangel, Knechts- stand, Kreuz und Grab mahlt uns mit starken Zuͤ⸗ gen ab, wie sehr Gott lie—⸗ ben koͤnne. 4. Was ist die Welt, die arge Welt, was sind doch Adams Kinder, daß sie dein Sohn so theuer haͤlt, und rettet diese Sünder? da du im Zor— ne Belial mit seinen En-⸗ geln allzumal zum finstern Abgrund stießest. 5. O welche Tiefen seh?ꝰ ich hier! nie werd' ich sie ergruͤnden; doch seh? ich g'nug, um, Gott! mich dir aufs staͤrkste zu verbin⸗ den. Herr! dir sey ganz mein Herz gewaͤhrt, ein Herz, das dir allein ge⸗ hoͤrt, als Schoͤpfer und Erbarmer. 6. O, liebster Vater! nim̃ es hin, gieb ihm Kraft, dich zu lieben, geheiligt sey'n mit treuem Sinn dir alle seine Trieben! Nie schlage es in dieser Brust, entzuͤnd't durch ei⸗ ne boͤse Lust! In ihm woh'n deine Liebe! Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Erfreulich. 92². J* habe nun den Grund gefunden, der meine Hoffnung ewig haͤlt, wo anders, als in Jesu Wunden? da lag er vor der Zeit der Welt. Ein Grund, der unbeweg—⸗ lich steht, wenn Erd und Himmel untergeht. 2. Es ist das ewige Er-⸗ barmen, das alles Denken uͤbersteigt. Es sind die off'nen Liebesarmen, deß, der sich zu dem Suͤnder neigt. 80 Erloͤsung durch Jesum. neigt. Er geht nicht mit uns ins Gericht, und will den Tod des Suͤnders nicht. 3. Wir sollen nicht ver⸗ lohren werden, Gott will, uns soll geholfen seyn, deßwegen kam sein Sohn auf Erden, und nahm den Himmel siegreich ein. Nun ruft sein Wort und Geist uns zu: Kommt her zu mir, bey mir ist Ruh! 4. O Abgrund! welcher unsre Suͤnden durch Chri— sti Tod verschlungen hat, das heiß't, die Wunden recht verbinden, da findet kein Verdammen statt, weil Christi Blut bestaͤn— dig schreyt: Barmherzig-— 32— Barmherzigkeit! Darein will ich mich glanbis senken, dem will ich mich getrost vertrauꝰn — und, wenn mich meine Suͤnden kraͤnken, nur bald nach Gottes Herze schau'n — da findet sich zu aller Zeit unendliche Barmher⸗ zigkeit. 6. Wird alles and're mir entrissen, was Leib So sing' und Seel' erquicken kann muß ich des Lebens Freu⸗ den missen, und nimmt kein Freund sich meiner an; scheint die Errettung noch so weit, mir bleibet doch Barmherzigkeit. 7. Ich kann in meinen besten Werken, wenn ich noch so behutsam bin, gar manchen— manchen Feh— ler merken. O wie faͤll't aller Ruhm dann hin! doch bleibt mir auch der Trost bereit, ich hoffe auf Barmherzigkeit. 8. Es gehe nur nach dessen Willen, bey dem so viel Erbarmen ist. Er wird gewiß sein Wort er⸗ fuͤllen, er, der der Sei⸗ nen nicht vergißt. Sie waͤhret ja in Ewigkeit, die goͤttliche Barmherzigkeit. 9. Auf diesen Grund will ich stets bauen, so lang ich hier auf Erden bin, der Gnade Gottes will ich trauen, faͤllt al⸗ les and're gleich dahin. ich einst nach dieser Zeit: O Abgrund der Barmherzigkeit! Vor⸗ 111 Ist, 0 t, I l W An 11 aude, Ia W en holl e Uhig, so Ihn Voh sblic 0 * fh d hatte Hüt, mth Mfuist Hltt, 0 Ollhgte — uicken sj lebens j und nh sich ns die Errch „Mit h rzigket. in in u n, Wesh tsam diß manchen! O wier dang mir auch ich hof eit. he nut! 1„, bey dr ien ist sein Vu der derl ergißt. Ewigial mherzig iesen G 3 ballt 2 auf nade H en, fill. gleich V 5 einst 6 9 Ih zigket! 81 Vorbereitung auf die Sendung Jesu. Ad ventslieder. Mel. Mache dich mein reicht je so leicht auf 7 Handang 2— seines Lobpreisend. Zweckes Segen? as der Menschen—⸗ 93. W vater thut, was sein Rath ersehen, muß, denn es ist immer gut, uns zum Heil geschehen; ihm gebricht Weisheit nicht, ihm, der nie ver⸗ fehlet, was sein Rath— schluß waͤhlet. 2. Jesus wird, zum Heil der Welt, einer uns⸗ rer Bruͤder, er, dem Men-⸗ schenwohl gefaͤllt, kommt zu uns hernieder; bruͤder⸗ lich wollt' er sich und sein theures Leben hin fuͤr Suͤnder geben. 3. Lange noch, eh' er erschien, sollte schon auf Erden Wohlfahrt, Ruh' und Gluͤck durch ihn an-⸗ gekuͤndigt werden; ward er schon fuͤr den Sohn, der uns Heil gewaͤhret, von Gott selbst erklaͤret. 4. Wer sieh't, so wie Gott, Zukunft Zeiten, wer ent— huͤllet, so wie er, ihre Dunkelheiten? wer er⸗ vorher, sieh't der 5. Er, der seine Welt regiert, kann Begebenhei— ten, auf die ihn sein Rath⸗ schluß fuͤhrt, lange vorbe⸗ reiten. Nichts entflieh't, was geschieht zu der Wel—⸗ ten Gluͤcke, seinem hellen Blicke. Bekannte Melodie. Aufmunternd. Mit Ernst, o Menschenkin⸗ der, bereitet euch dem Herrn! Er kommt, das Heil der Suͤnder, Er ret— tet euch so gern! Er kommt, den Gott allein aus Gnaden uns zum Le— ben versprochen hat zu ge— ben; ihr koͤnnt nun ruhig seyn. 2. Kommt, reinigt eure Seelen, seyd heilig, seyd bereit, was ihm gefaͤllt, zu waͤhlen, zu flieh'n, was er verbeut! Eilt willig in sein Reich, verabscheut und verlasset, was euer Koͤnig hasset, vertraut 7 bessert euch! 94. 3. Vorbdereitung 3. Das hat der Herr geboten, sein Sohn hat's selbst gelehrt, das lehren seine Boten, und selig ist, wer hoͤrt! Ach leben wird, wer glaͤubt, und wer nicht glaͤubt, wird sterben. Ein jeder wird verderben, der noch ein Suͤnder bleibt. 4. Wer wahre Demuth liebet, den will Gott einst erhoͤh'n; wer aber Hoch⸗ muth uͤbet, der wird zu Grunde geh'n; wer ihm sein Herz ergiebt, wird gut und selig werden, nicht dort nur, schon auf Erden erfahren, wie Gott liebt. 5. Doch, was vermag ich Schwacher, ich Suͤn⸗ der, ohne dich? mein Heil, mein Seligmacher, bereite selber mich! Schon seufzt mein Herz nach dir, schon jauchz' ich dir entgegen: Komm, komm mit deinem Segen, und wohne stets in mir! Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit frohem Jubel. rkom̃t, er kom̃t! geht ihm entge—⸗ der Heiland aller 95. gen, Welt erscheint! Er bringt euch Leben, Heil und Se— gen! Ehr't ihn den groß⸗ ten Menschenfreund, der unsre Hoffnung hat er— fuͤllt, und unsern großen Jammer stillt. 2. Er kommt vom Va⸗ ter aller Dinge, mit sanft—⸗ muthvoller Majestaͤt! Kein Suͤnder ist ihm zu gerin⸗ ge, der ihn um Gnad' und Hilfe fleht. Gerechtigkeit und Frieden giebt er je— dem, der ihn glaubig liebt. 3. Eroͤffnet und schenkt eure Herzen dem großen Menschenretter gern. Wollt ihr die Gnadenzeit ver⸗ scherzen, seht ihr ihn einst als euren Herrn und Richter, welcher zornig spricht: Weicht, weicht von mir, euch kenn' ich nicht. 4. Mein Heiland! komm! Mein Herz steht offen, zeuch bey mir, Eh⸗ renkoͤnig! ein; was ausser dir die Menschen hoffen, ist Eitelkeit, Betrug und Pein, dein Reich nur schenkt Gerechtigkeit und goͤttliche Zufriedenheit. 5. Laß deine Liebe mich empfinden, mit der du diese Welt geliebt; komm, meine Hoffnung fest zu gruͤnden, die dein Ver— dienst im Glauben giebt. Mein groͤßtes Gluͤck, mein letztes Wort sey: Jesus ist mein Fels und Hort. Mel. D stuh 60.D5 In Ha Whin d V 0 1 ot he W V Hait Wettung IH Desen Wn wit Willt Wiipt un Ma, Kra A Mt! Au Et N N h Nasch D i n dader usi , I EI finderg fnsce an SMllanheif n py S oh hasteg Ichrhar, Du V drr 10„ h, i rhlesn? he N Jad sahg, shn — fteund/ ung hu. unsern gt t. umt von ige, mit Nasestäh. ihm zug um Guh Gekech giebt! glaubih et und s dem 9 ter gern. nadenzeh t iht ihj Herrh velcher Veicht, euch ka in Hld ein Hah beh mi in; waß nschen g „Beulh n Rlich! echtigfal Hriedensch eine kiebe mit d geliebth i ů uung hie deilh lauben Y 9 Hae bewiesen? 83 auf die Sendung Jesu. Mel. Lobt Jesum Chri⸗ stum nah' ꝛc. Froh. 6 Der Heiland kom̃t, 9 lobsinget ihm, dem Herrn, dem alle Se⸗ raphim das Heilig! Hei— lig! singen. Er kommt, der ew'ge Gottes Sohn, er kommt herab vom Him⸗ melsthron der Welt das Heil zu bringen. Heil dir! da wir von den Suͤn⸗ den Rettung finden, Hoͤch⸗ stes Wesen! durch dich werden wir genesen. 2. Willkommen Frie— densfuͤrst und Held, Rath, Vater, Kraft und Heil der Welt! willkommen auf der Erden! du kleidest dich in Fleisch und Blut, wirst Mensch, und willst, der Welt zu gut, selbst unser Bruder werden. Ja du, Jesu! streckst die Ar⸗ men, voll Erbarmen, aus zu Suͤndern und verlor— nen Menschenkindern. 3. Du bringst uns Trost, Zufriedenheit, Heil, Le— ben, ew'ge Seligkeit. Sey hoch dafuͤr gepriesen! O lieber Herr, was bringen wir, die Treue zu vergel—⸗ ten, dir, die du an uns Uns, die wir Groͤßer's Gut kannst du nicht geben. 4. Wir bringen dir ein dankbar Herz, gebeugt durch Buße, Reu und Schmerz, bereit vor dir zu wandeln, und dir und unsem Naͤchsten treu, aufrichtig ohne Heucheley, zu leben und zu handeln. Dieß ist, Herr Christ, dein Begehren. Laß uns hoͤren, und den Schaden, den du draͤu'st, nicht auf uns laden! 5. Laß uns zu unserm ew'gen Heil an dir im wahren Glauben Theil durch deinen Geist erlan⸗ gen, auch, wenn wir lei⸗ den, auf dich seh'n, stets aͤuf dem Weg der Tugend eh'n, nicht an der Erde hanzen, bis wir zu dir mit den Frommen wer⸗ den kommen, dich erhe⸗ ben und in deinem Rei⸗ che leben. Bekannte Melodie. Mit froher Erwartung und Bitte. Commst du, komst 9²7. K du kicht der Hei⸗ den! Ja, du kommst und saͤumest nicht; denn du weißt, was uns gebricht. seht Ys ind Hel hie im Verderben muͤßten O du Quelle wahrer Freu-⸗ sterben, schenk'st du Leben. den! Jesu offen stehet dir 2 auch 84 Vorbereitung auch mein Herz, ach kom̃ zu mir. 2. Ja, du bist bereits zugegen, du Weltheiland, Gottes Sohn! meine See— le spuͤret schon deinen gna⸗ denvollen Segen, deine wundervolle Kraft, die uns wahre Ruhe schafft. 3. Adle mich durch deine Liebe, die dem Eitlen mich entreißt, und gieb Kraͤfte, daß mein Geist sich, dir zu gefallen, uͤbe. Dich recht lieben, o mein Licht! kann aus eigner Kraft ich nicht. 4. Herr! erwecke mein Gemuͤthe, oͤffne selber wei— nen Mund, daß ich jetzt aus Herzensgrund dank⸗ bar preise deine Guͤte, weil du auch, Herr Jesu Christ! mir zu gut gekom— men bist. 5. Schenk' mir deines Geistes Gaben, kiebe, Glauben und Geduld, bis ich einst durch deine Huld, uͤber Suͤnd' und Welt er⸗ haben, mit den Engeln dir alsdann Hosianna singen kann. Bekannte Melodie. Lebhaft. 8 Erhebt den Herrn 9 E ihr Frommen! Er haͤlt, was er verspricht, der Heiland ist gekommen, der Voͤlker Trost und Licht; Gott, der uns nicht ver— stoͤßt, hat uns zum Heil und Leben selbst seinen Sohn gegeben, durch ihn sind wir erloͤst. 2. Erloͤst! o welche Lie— be hat uns der Herr er— zeigt! mit welchem Vater-⸗ triebe sein Herz zu uns ge⸗ neigt! Von seinem Him—- melsthron kommt, Ret— tung vom Verderben uns Suͤndern zu erwerben, sein eingebohrner Sohn. 3. Er kommt zu uns auf Erden in tiefer Nie— drigkeit, nimmt auf sich — die Beschwerden von unfs⸗ rer Pilgerzeit, enthaͤlt sich seiner Macht, verlaͤugnet Himmelsfreuden, bis et durch Todesleiden sein großes Werk vollbracht. 4. Er hat's vollbracht! o bringet Gott euren Lob— gesang! Erloͤste Menschen, singet dem Mittler ewig Dank! Wo Niemand hel— fen kann, da hilft er gern aus Gnaden, heilt unsern Seelenschaden. O nehmt ihn glaubig an. 4. Du Freund der Men⸗ schenkinder! verwirf uns, Jesu! nicht; dein Name, Heil der Suͤnder! ist uns⸗ re Zuversicht. Gieb unsern Seelen Ruh; hilf jeden Reiz zu Suͤnden uns gluͤck⸗ uh ud . Dic! h giet It„ 0 shes vot Isttbt. bij diß In M Rchen Ul m ebl Heanr M sl 9—2 W H Hele nl Heh R, Wt Rehe Und Hchun, M M Halhgt; e 160 Ilnäe st dem Hilg 3. Mlt! xde luht —— ost und gj 8 nicht h 15 zun selbst se U. duchl s. 0 welcht der Ha elchen A erz zun seinen; ommt, HZerderbg erwerbeh Gohh. ymmt 6 in tieft. immt rden a it, enthih t, vellh uden, N eSleiden vollbeht ᷣs bolh ott ellbah öste Mos Mittler! Niemash 0 hilfteh , heilt h en. O. oah., Rund du verwilt ; D.N N under! R. . Gc 03 hil Cusden auf die Sendung Jesu. 85 gluͤcklich uͤberwinden! Gieb Muth und Kraft dazu! 6. Dich wollen wir er— heben hier und in Ewig— keit, wo uns ein beßres Leben vor deinem Thron erfreu'ꝛt. Dann sind wir ewig dein, und nichts wird uns mehr fehlen, dann werden unsre Seelen sich deiner ewig freu'n. Bekannte Melodie. Mit froher Sehnsucht. 99. Warum willst du draußen stehen, du Gesegneter des Herrn? Eile zu mir einzugehen! mein Geliebter! tritt nicht sern! Helfer in der rech-⸗ ten Zeit, der mit ew'gem Trost erfreu't! Hilf, o Je⸗ su! meinem Herzen von den Wunden, die mich schmerzen. 2. Sieh' auf meinen großen Jammer, stille des Gesetzes Draͤu'n! denn dieß Draͤu'n gleicht einem Hammer, und zermalmt mir mein Gebein. Es verkuͤndigt Fluch und Tod. Ach! wie schrecklich wird mir, Gott! Komm, von des Allmaͤcht'gen Pfeilen mein verwundet Herz zu heilen. 3. Aller Trost in diesem seide ruht auf dir, Herr Jesu Christ! du verwan-⸗ delst es in Freude, die anz rein und lauter ist. ch! wie sehnꝰ ich mich nach dir! Eile, Jesu: komm zu mir, daß ich deine Hilfe sehe, eh' ich in der Angst vergehe. 4. Freu dich, Herz! du bist erhoͤret, jetzo zeucht er bey dir ein. Sein Gang ist zu dir gekehret, auf, heiß ihn willkommen seyn! Er verspricht dir Heil und Ruh. Auf! be— reite dich ihm zu, daß er dich zur Wohnung waͤhle, und da klag' ihm, was dich quaͤle. 5. Wohl dir, daß dich Jesus liebet! wo ist, was dir schaden kann? Was du Boͤses hast veruͤbet, das sieht Gott nun nicht mehr an. Auch wird, was sich in der Welt Boͤses dir entgegen stellt, statt dich in, den Staub zu legen, dir nur lauter Gluͤck und Segen. 6. Dir dient selber das zum Heile, was die Suͤn⸗ der schreckt und quaͤlt; denn du hast zum besten Theile deinem Jesum dir erwaͤhlt. Sey ihm, wie er dir ist, treu, und es blei⸗ bet fest dabey, daß du mit den Engeln droben ihn dort ewig werdest loben. Mel. 86 Vorbereitung auf die Sendung Jesu. Mel. Befiehl du deine Wege ꝛc. Mit angenehmer Empfindung. ie soll ich dich 100. Wẽ empfangen, Heil aller Sterblichen? Du Freude, du Verlan⸗ gen der Trostbeduͤrftigen! Gieb selbst mir zu erken— nen, wie deiner Guͤte voll, dich meine Seele nennen, dich wuͤrdig preisen soll. 2. Einst streu'ꝰte man dir Palmen; jetzt soll die Dankbegier, mein Heil! in Freudenpsalmen ergie— ßen sich vor dir. Dich, dich will ich erheben, so gut ich Schwacher kann, mein Herz will ich dir geben; ach nimm es gnaͤ⸗ dig an! 3. Damit du mich be— freytest, gabst du dich selbst fuͤr mich, mich zu er⸗ retten, freutest, du Selig— macher! dich. Du sahest, daß hier Keiner vermoͤgend war dazu, da jammerte dich meiner, da kamst, und halfest du. 4. O du, an den ich glaube, was war's, das dich bewog? Was war's, das dich zum Staube, zu mir hernieder zog? dein goͤttliches Erbarmen. Ja, du, o Jesu) hast mit mit⸗ leidsvollen Armen die gan-⸗ ze Welt umfaßt. 5. Das schreibt in eure Herzen, Betruͤbte! klagt nicht mehr! Zagt nicht in euren Schmerzen, als ob kein Helfer waͤr'. O sehet auf! Ihr habet den besten Helfer nah, der eu⸗ re Seele labet, der treue Freund ist da. 6. Die ihr mit wahrer Reue still eure Schuld be—⸗ weint, wißt, daß Weeuch verzeihe. Er selbst, der Menschenfreund, ruft heil—⸗ begier'gen Suͤndern der Gnade Trostwort zu, macht sie zu Gottes Kindern, schafft ihren Seelen Ruh. 9. Er uͤbersiehet Keinen, und weiß, was jedem nuͤtzt. Hat er nicht stets die Seinen von Anbeginn beschuͤtzt? Nicht sie in ih⸗ rem Keide zu troͤsten stets gewußt? Erfreu'n ist sei— ne Freude, und Wohl⸗ thun seine Lust. 8. Er macht uns von den Banden des Tod's auf ewig los, entreißet uns den Schanden der Suͤnd', und macht uns groß! Giebt Weisheit, Muth im Leiden und Kraft zu jeder That; ver⸗ sichert uns die Freuden, die Gott bereitet hat. 9. —— „ E böl Iuihtr u shhint Hsehichte Ansledfet Ehth 106 O 110 Wl Ml HHH D sahh,dug Whhtt. schg. hlich W, ao Mh sei Hl. O daß ch hor is geleb Iet, u Iihunz det x och i m Hottes U l hfirhheeg. M ihn i sch Myp u Alh —— en 6 aßt. keibt ius⸗ truͤbte! Jagt 3 hmerzer, fet par ihr hahh nah/ A et, gety 0. X mit h re Schl „daß T selbst, und, tus Suͤndern wort su ttes H Seeleh! siehetg was er nicht von M Licht fe⸗ u trosteh rftenv und d macht! bt Poth Heiden! der h die glih reiltt R Geburt Jesu. 87 9. Er kommt zum Welt⸗ gerichte, und bringt, wann er erscheint, Fluch jedem Boͤsewichte und Heil dem Dugendfreund. Wohl ewig Gebur t allen denen, die seine We⸗ ge geh'n, und einst mit Freudenthraͤnen an seiner Rechten steh'n! 3 s. Weihnachtslieder. Eigene Melodie. 11 geyerlich. uf, schicke dich, 10I. A 23— feyerlich des Heilands Fest mit Danken zu begehen! Lieb' ist der Bank, der Lobge— sang, durch den wir ihn, den Gott der Lieb', er⸗ hoͤhen. 2. Sprich dankbar froh: Also, also hat Gott die Welt in seinem Sohn ge— liebet! O wer bin ich, Herr! daß du mich so herrlich hoch in deinem Sohn geliebet? 3. Er, unser Freund, mit uns vereint zur Zeit, da wir noch seine Feinde waren, er wird uns gleich, um Gottes Reich und sei⸗ ne Lieb' als Mensch zu offenbaren. 4. An ihm nimm Theil! Er ist das Heil! thu' taͤg⸗ lich Buß“ und glaub' an seinen Namen. Der ehrt ihn nicht, wer Herr! Herr! spricht, und doch nicht sucht sein Beyspiel nach⸗ zuahmen. 5. Aus Dank will ich in Duͤrft'gen dich, dich Gottessohn, bekleiden, speisen, traͤnken, der From—⸗ men Herz in ihrem Schmerz mit Trost erfreu'n, und dein dabey gedenken. 6. Rath, Kraft und Held, durch den die Welt und Alles ist im Himmel und auf Erden! die Chri⸗ stenheit preist dich erfreut, und Aller Knie soll dir gebeuget werden. 7. Erhebt den Herrn! Er hilft uns gern, und wer ihn ehrt, den wird sein Name troͤsten. Ge— lobt sey Gott! gelobt sey Gott! Freu't euch des Herrn, und jauchz't ihm ihr Erloͤsten! 88 Geburt Jesu. Mel. Lobe den Herrn ꝛc. Lobpreisend. Gott 102. Ebin der Hohe! der Herr ist gebohren, Suͤndern zum Heiland vom Hoͤchsten aus Gna— den erkohren. Lasset uns seyn dankvoll, ihr Chri— sten! uns freu'n! Ist er nicht uns auch gebohren? 2. Dunkel bedeckte den Erdkreis, und aͤngstiglich irrten Voͤlker umher, wie die Heerden, verlassen vom Hirten. Jesus erschien! Naͤchte verschwanden durch ihn, die auch den Weisen verwirrten. 3. Menschen, berufen, sich untereinander zu lie— ben, folgten der Zwietracht und Bitterkeit schaͤndlichen Trieben. Jesus erschien, lehrte den Menschenhaß flieh'n, lehrte den Frieden uns lieben. 4. Wohlthun und Se⸗ gen entsprossen des Goͤttli⸗ chen Schritten, Trost und Erquickung trug er in der Weinenden Hütten! Selbst er, ihr Freund, hatte viel⸗ faͤltig geweint, selber ge— duldet, gelitten. 5. Ehre sey Gott in der Hoͤhe! ein ewiges Le— ben hat er durch ihn, sei⸗ nen Sohn, uns erbarmend gegeben. Bis in das Grab stieg er vom Himmel her— ab, einst uns zum Himmel zu heben. 6. Wohl mir! wenn ich dann ihn meinen Erretter auch sehe, und mit den Schaaren Vollendeter ewig erhoͤhe. Voͤllig begluͤckt sing' ich dann himmlisch entzuͤckt: Ehre sey Gott in der Hoͤhe! Vorige Melodie. Mit Jubel. 103 JI in le mel! frohlocket ihr englische Choͤre! Sin— get dem Herrn, dem Hei— land der Menschen zur Eh⸗ re! Sehet doch da! Gott will so freundlich und nah zu den Verlornen sich kehren. ö 2. Jauchzet ihr Him⸗ mel! frohlocket ihr Ende der Erden! Gott und der Suͤnder, die sollen zu Freunden nun werden; Friede und Freud wird uns verkuͤndiget heut', freuet euch Hirten und Heerden! 3. Sehet dieß Wunder, wie tief sich der Hoͤchste hier beuget! Sehet die Liebe, die warlich als Lie— be sich zeiget! Jesus, ein Kind, naͤget und.80 ie fen I, Finde Reh Iun l 10 f.O. „ Hon OQ Hebe Adel Re It Hein sbinded Wc et Rh et ac. uch 0 ch Uh lhig Hlm l Wuh b H l M Nur! m — in dadg) Himmilh uum Hh nit! wen inen Enn und mit! llendetten Hig d un hin hre sehz + Melodi Choͤrtl! ren, den enschen l doch dal dlich ul Zerlorae et ist! ocket H.! Gott die solh nun wal d Freud; ndigtt ů Sah ö dieß D ch del 0 Gehl waklich H tzt; N get uWN Geburt Jesu. 89 die Suͤnd': Alles erhebt ihn und schweiget. 4. Gott ist im Fleische! wer kann dieß Geheimniß verstehen? Hier ist die Pforte des Lebens nun offen zu sehen. Gehet hinein, macht euch dem Kinde gemein, die ihr zum Vater wollt gehen! 5. Hast du denn, Hoͤch⸗ ster! auch meiner noch wol⸗ len gedenken? Du willst dich selber, dein Herze der Liebe, mir schenken: Soll nicht mein Sinn innigst sich freuen darinn, und sich in Demuth versenken? 6. Koͤnig der Ehren, aus Liebe geworden ein Kinde! dem ich auch wie⸗ der mein Herze in kiebe verbinde; du sollst es seyn, den ich erwaͤhle, allein. Ewig entsag' ich der Suͤnde. 7. Menschenfreund Je— su! dich lieb' ich, dich will ich erheben; laß mich doch einzig nach deinem Gefallen nun leben. Gieb mir auch bald, Jesu, die. Kindergestalt, an dir al⸗ leine zu kleben! Mel. Nur Liebe rein von ꝛc. Lebhaft. ieß ist der Tag, I04. D den Gott ge⸗ —— macht; sein werd' in aller Welt gedacht; ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Er⸗ den ist. 2. Die Voͤlker haben dein geharrt, bis daß die Zeit erfuͤllet ward; da fandte Gott von seinem Thron das Heil der Welt, dich, seinen Sohn. 3: Wenn ich dieß Wun⸗ der fassen will; so steht mein Geist voll Ehrfurcht still; er betet an, und er ermißt, daß Gottes Lieb' unendlich ist. 4. Damit der Suͤnder Gnad' erhaͤlt, erniedrigst du dich, Herr der Welt! nimmst selbst an unsrer Menschheit Theil, er— scheinst im Fleisch, und wirst uns Heil. 5. Dein Koͤnig, Zion! komt zu dir.„Ich komm', im Buche steht von mir; Gott! deinen Willen thu?' ich gern. Gelobt sey, der da kommt im Herrn!“ 65. Herr! der du Mensch gebohren wirst, Imanuel und Friedensfuͤrst, auf den die Vaͤter hoffend sah'n, dich bet' auch ich, mein Heiland! an. 7. Du, unser Heil und hoͤchstes Gut! vereinig'st dich mit Fleisch und Blut, wirst unser Freund und Bru⸗ 9⁰ Geburt Jesu. Bruder hier, und Gottes Kinder werden wir. 8. Gedanke voller Ma⸗ jestät! du bist es, der das Herz erhoͤh't. Gedanke voller Seligkeit! du bist es, der das Herz erfreut. g. Durch Eines Suͤnde fiel die Welt. Ein Mitt-⸗ ler ist's, der sie erhaͤlt. Was zagt der Mensch, wenn der ihn schuͤtzt, der zu des Vaters Rechten sitzt. 10. Jauchz't, Himmel, die ihr ihn erfuhrt, den Tag der heiligsten Geburt; und Erde, die ihn heute sieht, singo ihm, dem Herrn, ein neues Lied! 11. Dieß ist der Tag, den Gott gemacht, sein werd' in aller Welt ge⸗ dacht! Ihn preise, was durch Jesum Christ im Himmel und auf Erden ist! Nel. Sey zufrieden, mein ꝛc. Froh. aßt uns unserm 105. LGott lobsingen! Hoch erfreu't, laͤßt uns heut, ihm Verehrung brin⸗ gen! In des Himmels hohe Choͤre stimmet ein: Gott allein, unserm Gott sey Ehre! 2. Jeder, der sich fuͤhlt verloren, freue sich, in— niglich! Christus ist geboh— ren. Er, der Koͤnig aller Wesen, steig't herab bis ins Grab, Suͤnder zu er⸗ loͤsen. 3. Wer kann Gottes Rathschluß fassen? Aber dieß ist gewiß, Gott kann uns nicht hassen! Kommt der Sohn aus freyen Trie-⸗ ben zu uns her, wie sollt er nicht die Menschen lie— ben? 4. Wenn er uns ver⸗ worfen haͤtte, naͤhmꝰ er dann Menschheit an, daß er uns errette? Deß soll sich der Erdkreis freuen! Zum Gericht, kommt er nicht, sondern zum Ver⸗ zeihen. 5. Eilt im Geist nach Bethlems Huͤtten, seh't, was dort euer Hort schon ruͤr euch gelitten. Er wird niedrig euertwegen: Welch ein Freund! Er erschein't Feinden selbst zum Segen. 6. Er, er will fuͤr eure Schulden Armuth, Noth, Schmach und Tod goͤtt— lich groß erdulden. Lern't den Menschenfreund er— kennen! Gnadenreich, will er euch seine Bruͤder nen⸗ nen. 7. Dankt ihm, der das inn're Sehnen sehen kann! Betet an! Opfert Freu⸗ denthraͤnen! Liebt ihn, der von Liebe brennet. Trau't dem —.— u helel E Nid Vehn ante sit schn Wf i RWlenl WI a E Dl nulhe 3 Eil E 60 W Iuis u 4 Wähl ds 10j 6 Iht, i Rs le 4. RWlen ft f haheg 30 Hsse Hü Ih haß IW f Reine Da Ebi 1leHeu fg. 5 Die 4 Hest suc, 6 uh n Kané Hre. Rige — Koͤpiz Vt hath undet u kann assen?! 5„ Gott ssen! Fr fteyen! her, ü Menschu er un e, hahn hheit as, te? De kreis stn t, lonn rn zun! u Geis uͤtten, er Hot tten. El wegen: Er ersch st um el will füt muth, d Lod ulden. enfreud denreich! Brüͤder! ihm, de N sehegfh Opfett Rebt ho! ennet. denn er spricht: ich will Geburt Jesu. 91 dem Herrn, der euch gern seine Bruͤder nennet. 8. Wenn euch eure Suͤn⸗ den kraͤnken, eilt herzu, suchet Ruh! Er will sie euch schenken. Schaut, auf ihn mit Glaͤubens-⸗ blicken! Zittert nicht; euch erquicken. 9. Druͤckt euch hier so manche Plage; euren Schmerz fuͤhlt sein Herz, kein Erloͤster zage. Brin— get ihm an seinem Feste Preis und Ehr! wisset, er waͤhlt fuͤr euch das Beste. 10. Er verlaͤßt euch nicht, ihr Schwachen! mehr als ihr, litt er hier, euch begluͤckt zu ma— cen. Diese urze Zeit der Leiden und der Muͤh', was ist sie gegen ew'ge Ere 2 Freuden? 11. Jesu! du nahmst meine Buͤrde gern auf dich, daß auch ich frey und selig wuͤrde. Wer kann deine Lieb' ergruͤn⸗ den? Ewig soll freuden-⸗ voll sie mein Herz em⸗ pfinden. 12. Dir, mein goͤttli⸗ cher Befreyer! folg' ich nach, obschon schwach, doch um so viel treuer. Keine Kreatur, kein Lei⸗ Tod soll von dir mich scheiden. 13. Du kommst einst zum Weltgerichte, dann werd ich, Richter! dich schau'n von Angesichte. Wenn alsdann die Suͤn⸗ der beben, so werd ich deiner mich freu'n und ewig leben. Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Freudig⸗ r ist gekomen, 106. ErEr, auf den die Baͤter harrten, und laͤnger duͤrfen wir nun keines Andern warten. Er, der Propheten Wunsch, den Koͤnige so gern seh'n wollten, Er ist da! wir haben ihn zum Herrn. 2. Uns ist der Sohn geschenkt. Er, welcher kommen sollte, der Voͤl⸗ ker Licht zu seyn, der uns erloͤsen wollte; Er ist er⸗ schienen! dankt; bring't Ruhm und Ehre her! Wer ist ein Helfer? Wer Im⸗- manuel, als Er? 3. Gott ist mit uns: wir seh'n den Sohn, den Eingebohrnen, des Vaters Herrlichkeit, den Retter der Verlornen, der Reue- vollen Trost— Ihr Suͤn⸗ den, keine Noth und kein(der, nehm't ihn an! Er ist 92 ist allein der Herr, der selig machen kann. 4. Gott ist mit uns! Nun hoͤrt der Arme seine Lehren, und, was er lehrt, ist Heil. Er isis, die Tau⸗ ben hoͤren, der Blinde sieh't, und schau't voll Dank zu Gott hinauf. Der Lahmem Fuͤße geh'n, die Todten stehen auf. 5. Er ist gekommen, uns dem Vater zu versoͤh⸗ nen, und mit Barmher— zigteit die Glaͤubigen zu kroͤnen. Gott ist mit uns! Er will die Traurigen er— freuen; Er will der Schwa— chen Kraft, der Muͤden Staͤrke seyn. 6. Gott ist mit uns! er ist s, auf den die Vaͤ— ter harrten. Lobsingt, wir duͤrfen nun nicht eines An⸗ dern warten. Er schließt den Himmel auf! Er nimmt die Suͤnder an! Frohlockt, und betet ihn, und seinen Vater an! Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. Mit frohem Dankgefuͤhle. Qesus ist gekom⸗ 107. men! Dankt ihm, seine Fromen! dankt ihm, daß er kam, daß er hier auf Erden, unser Heil zu werden, seine Wohnung nahm! Mensch, Geburt Jesu. wie wir, erschien er hier, seines Vaters gnaͤd'gen Willen an uns zu er⸗- fuͤllen. 2. Laßt uns niederfal⸗ len, danken, daß er allen Freund und Bruder ist! Gott auf seinem Throne liebt uns in dem Sohne, hilft durch Jesum Christ. Welch ein Heil! An Chri—-⸗ sto Theil, Theil an seiner Sendung Gaben, an Gott selbst zu haben. 3. Keine Macht der Lei— den kann uns von ihm scheiden, er bleibt ewig treu. Einst wird er vom Boͤsen gaͤnzlich uns erloͤ⸗ sen, hier steht er uns bey. Unser Freund, mit Gott vereint, kann nicht seine Brüder hassen, noch sie hilflos lassen. 4. Wenn wir einst er—⸗ muͤden, fuͤhrt er uns im Frieden in des Grabes Nacht. Unsre todten Glie— der giebt die Erde wieder ihm, der sie bewacht. Je— sus ruft uns aus der Gruft, Er, der selbst den Tod einst schmeckte, den das Grab auch deckte. 5. Auf dem Richterthro— ne werden wir im Sohne unsern Retter schau'n. Heil und ewig Leben wird er allen geben, die ihm hier vertrau'n; Er ward hier ver⸗ — mut, v hhch 10j Md d heh. „Ulet. Llst i9 I, N hgcgedeh x M Ilh Rul i en WMA Ren ih Mͤhateg Wehdef I r! fcg, m ch V. ssht de f Hes Dott Naen an einem Y dem 6ʃ Jesum 9 eil! Y heil au aben, aut hen. Macht g uns boh bleiht! wird t lich uut, ht er u id, mit nn hicht ssen, n. wir eih hrt er des 0e todtens e Erde x bewach. uns aub der selhi chmeckte, uch decl m Nichthg wir ii E schalh eben Ei de in Er bin Geburt Jesu. 93 versucht, wie wir, uͤber⸗ schwenglich wird er loh— nen, und der Schwachheit schonen. 6. Eilet, eilt ihr Suͤn⸗ der, werdet Gottes Kin— der! Werdet seiner werth! Eilet, eilt ihr Frommen! Seyd, wie er, vollkom— men! bleibet seiner werth! Preiset ihn, daß er er⸗ schien, und sich fuͤr euch hingegeben, durch ein goͤtt— lich Leben. Mel. Lobt Jesum Christum nah' ꝛc. Mit froher Empfindung. ank, Preis 108. und Ehre, Gott! sey dir! wie gna⸗ denvoll bist du auch mir in deinem Sohn erschie-⸗ nen! du sandtest aus Er⸗ barmen ihn, die dem Verderben zu entzieh'n, die Suͤndenluͤsten dienen. Preis dir! daß mir neue Pfade zu der Gnade offen stehen, mich der Suͤnd' entruͤckt zu sehen. 2. Ich bringe dir ein dankbar Herz, bereit in Freuden und in Schmerz, wie dir's gefaͤllt, zu wan⸗ deln. Verleihe du mir selbst die Kraft, nach dei⸗ nem Wort gewissenhaft zu denken und zu handeln. Froͤhlich will ich hier im Leben dich erheben, und einst droben wonnevoll dich ewig loben. Vorige Melodie. Mit frohem Dankgefühle. stimm' auch 109. Odu mit frohem Dank, mein Geist! in je⸗ nen Lobgesang, davon der Himmel toͤnte, als der zur Welt hernieder kam, und unsre Menschheit an sich nahm, der uns mit Gott versoͤhnte! Freu' dich in⸗ nig, er, dein Fuͤhrer und Regierer, kam auf Erden, Licht und Heil auch dir zu werden. 2. Ja Preis und Ehre, Gott! sey dir! wie gna— denvoll bist du auch mir in deinem Sohn erschie⸗ nen! Du sandtest aus Er⸗ barmen ihn, die dem Ver⸗ derben zu entzieh'n, die schnoͤden Luͤsten dienen. Preis dir, daß mir neue Pfade zu der Gnade offen stehen, mich der Suͤnd? entruͤckt zu sehen. 3. O wie vergelt' ich, Heiland! dir die große Treue, die du mir schon, eh' ich war, bewiesen? Du bahntest unter bittrem Leid auch mir den Weg zur Seligkeit. Sey hoch dafuͤr 94 Geburt Jesu. dafuͤr gepriesen! Durch dich, kann ich nun hienie— den Gottes Frieden schon empfangen, und einst vol— les Gluͤck erlangen. 4. O gieb, daß ich an diesem Heil nun auch im wahren Glauben Theil durch deinen Beystand nehme, daß ich hinweg vom Eitlen seh', die We— ge deiner Wahrheit geh', und dein mich nimmer schaͤ⸗ me, bis ich durch dich, wenn ich sterbe, zu dem Erbe deiner Frommen auch dereinst werd' aufgenom-⸗ men. 5. Ich bringe dir ein dankbar Herz, bereit, in Freuden und im Schmerz, wie dir's gefaͤllt, zu wan⸗ deln. Verleihe du mir selbst die Kraft, nach dei⸗ nem Wort gewissenhaft zu denken und zu handeln. Froͤhlich will ich hier im eben dich erheben, und einst droben wonnevoll dich ewig loben. Eigene Melodie. Lobpreisend. elobt sey'st du, IIO. G Herr Jesu Christ, von aller Menschen Zungen! von jedem, der noch sterblich ist, sey froh Ge⸗ dir Lob gesungen! lobet sey'st du von der Schaar, die einst, wie wir, auch sterblich war, und nun der Last entbun-⸗ 500. hat ewig uͤberwun— en. 2 2 In dieser hoͤhern Bruͤder Dank soll unser Loblied schallen. Auch un Id. Inschet schwacher Menschen Lobge⸗ sang laͤßt du dir wohlge— fallen. Noch schauen wir, doch nur von fern, die hohe Seligkeit des Herrn, wozu nach diesem Leben du dort uns wirst erheben. 3. Doch bald, bald sind wir auch, wie sie, zum Le— ben durchgedrungen, bald ist nach kurzer Tage Muͤh das Kleinod uns errun— gen; dann singen wir, Herr Jesu Christ! dir, daß du Mensch gebohren bist, in deiner Engel Choͤ— re Anbetung, Preis und Ehre. 4. Hier soll, so lang noch Sterblichkeit und Lei⸗ den uns beschweren, durch unsre ganze Pilgerzeit dich unser Dank verehren. So Herz als Zunge preise dich und unser Geist bestrebe sich, durch ein dir heilig's Leben dich, Heiland! zu er⸗ heben. 5. Du kamst von deiner Himmel Thron auf uns⸗ re Eyd' hernieder, wardst arm dat ultt di Ruhne js, hig! Gs 30 R I diß Msuh H he! lusch, hun Wrn. I 0 W Sthn Hif, Fied Wied eth Hutts I hef A haden Wn der Isuchlt. tol u sihthein N sihe forh, Heete Rud Eh M, Eh Iiherig H ank d Achnhlhen, h gese unde R e —. du v e einst, sterblhz Last est wig uͤben dieser f nk sol allen. enschenl hu dir M ch schaun von fehh eit des diesen wirst e z vald, d ie sie, uu drungen, jer Tage! d und singen! Christh. nsch geh zer Euhl 3, Maab soll, 6 ichkeit W chwereh, l Pilgetgel verehtel, nge prast Geist d in dir hel Reilandi ist von l on auf joder, 0 Geburt Jesu. 95 arm und schwach, ein Menschensohn, zur Ret⸗ tung deiner Bruͤder. Wer wollte dir nicht ganz sich weih'n? ja, Heiland! wir sind ewig dein, und jeder der Erloͤsten soll deiner sich getroͤsten. 6. Was waren wir, Herr! waͤrst du nicht zu unserm Heil gebohren? Ach! ohne Trost und Zu⸗ versicht, durch unsre Schuld verloren. Doch nun, da du, Herr Jesu Christ! um Heil der Welt er⸗ schienen bist, ist uns zu Gottes Frieden ein neuer Weg beschieden. 7. Schon hier, erhab'⸗ ner Gottes Sohn! sind wir in Hoffnung selig. Die Freuden, die uns dort am Thron erwarten, sind unzaͤhlig. Dir, der sie huldvoll uns erwarb, fuͤr uns ein Mensch ward, fuͤr uns starb, sey mit der Engel Heere auf ewig Dank und Ehre! Mel. Lob, Ehr und Preis. Feyerlich froh. aßt uns mit ehrfurchtsvol⸗ lem Dank den Gott der Lieb' erhoͤhen, mit feyerli— chem kobgesang des Hei— III. lands Fest begehen! Preis 6 sey dem Vater, der ihn gab! Preis sey dem Sohn! Er kam herab, und ward das Heil der Menschen. 2. Ist der ein Christ, der dieses Heil nicht schaͤtzt und liebgewinnet? O nimm an seiner Wohl⸗ that Theil, und werd ihm gleich gesinnet! Wer nicht⸗ wie Er, gesinnet ist, der ehrt ihn nicht, der ist kein Christ. Der Herr erkennt die Seinen. 3. Wie liebt uns Gotk so vaͤterlich! Fuͤr uns, fuͤr uns Verlorne ernie⸗ drigt bis zum Tode sich sein Sohn, der Eingebohr⸗ ne. Ihr Heiligen, sein Eigenthum! besinget sei⸗ nes Namens Ruhm, Preis sey Gott in der Hoͤhe! 4. Doch mehr, als euer Lobgesang preis' ihn ein frommes Leben. Dieß ist sein Wille, dieß der Dank, durch den wir ihn erheben. Wer liebevoll, wie Jesus Christ, ein Hel⸗ fer seiner Bruͤder ist, der bringt ihm wuͤrdig Ehre. 5. In Duͤrft'gen laßt uns ihn erfreu'n, beklei⸗ den, speisen, traͤnken! Ja laßt uns frohe Geber seyn, und sein dabey gedenken. Was ihr den Meinen habt gethan, das, spricht Ee, habk 96 Geburt Jesu. habt ihr mir gethan. Und er, er will s vergelten. 6. Wer ihn mit treuem Herzen ehrt, der barf sich seiner troͤsten. Von ihm begluͤckt, von ihm be⸗ lehrt, lobsingt ihm, ihr Erloͤsten! Es freuẽt sich deine Christenheit, Gott! deiner Menschenfreundlich⸗ keit! dir, dir sey ewig Ehre! Mel. Liebreicher Gott ꝛc. Erfreulich. 112. Ach Jesu, dessen Huld im Him⸗- mel und auf Erden durch keine Zunge kann genug gepriesen werden, ich dan⸗ ke dir, daß du der Suͤn⸗ den schwere Last, als du im Fleisch erschienst, von mir e Heaewunen hast. 2. Wie leicht, wie kraͤf⸗ tig wird mein banges Herz gestillet, wenn mich mit sei nem Trost dein suͤßer Nam erfuͤllet! So wirksam ist kein Trost, als den dein Name giebt, der Name deß, der uns bis in den Tod geliebt. Fin Wil des Gesetzes luch und Tod und Grab much schrecken, so soll dein Rams⸗ Herr! mich schü⸗ milder tzen und dedecken! Er kuͤn⸗ des Leidens viel, digt mir in dir, hab ich den be—⸗ sten Heiland an, der selig machen will. 4. Dir leb' ich, und in dir will ich dereinst auch sterben, wenn alles mich verlaͤßt, will ich in dir ererben das ew'ge Him— melreich, denn 5.65 er⸗ warbst du mir. Dir dan-⸗ ken will ich 11— o Herr! verklaͤrt von dir Eigene Melodie. Mit geruͤhrter Bewunderung. ie sollen wir II3. Wi dir Vater! danken? nein! deine Lieb' ist viel zu groß; ist unaus⸗ sprechlich, ohne Schranken. Du giebst den Sohn aus deinem Schoos dahin, den Sohn, den Eingebohrnen! den sendest du zu unserm Grab, zu uns Verbrechern, uns Verlornen, von dei— nem Thron zum Staub herab. 2. Voll Freude stieg dein Sohn hernieder, ein Mensch, gleich uns, ein Mensch zu seyn. Er nen⸗ net Suͤnder seine Bruͤder, und macht sie von der Suͤnde rein, macht, daß wir wieder Gott gefallen, vergießt fuͤr uns sein theu— res erwirbt Unsterb⸗ lich⸗ i 11 100 1 s D I 6n shet 0 15 U l dus Wae n 0 0 H 1006 h st beh, Wn ohn 40 he 1 0 chel 4 g 6 Aüh Rle, Iid NN Hi Mt I Walt Wahtsch I bucpiht! W Ill 0 Aln amhe Gh 0 H sol Mlshyrich In 0 , Iie 00 meh „ W W scke hee seher — dir, V viel, M ah, b' ich, 9 ) dereinf enn aller ill ich § ewer denn d mir. Di einst,ij u die. Melodi er Bewohh ie soll dir, ein! deil roßʒ AMi ohne Scht den Eaht hoos dahh Eingebg du zu l ins Verbil rnen, H.. n zum e L Ftabe hernieht leich ul, seyn, A. seine x. jste un 1„ Wach, „Gott 9 uns solh rwirht K Geburt Jesu. 9⁷ lichkeit uns allen, und Lie⸗ be nur ist, was er thut. 3. O welch Erbarmen! welche Gnade! Er kam, gesegnet sey der Tag! daß er das Elend auf sich la⸗ de, das auf der Suͤnder Nacken lag. Entfernt von allen Himmelsfreuden, lebt' er ein Leben voller Quaal, erschrecklich waren seine Leiden, und seine Thraͤnen ohne Zahl. 4. O Liebe! Liebe! dei⸗ nes Gleichen ist in der Schoͤpfung Gottes nicht! Kein Lobgesang kann sie erreichen, nicht Sprachen, die der Himmel spricht. Wer thut so viel fuͤr sei⸗ ne Freunde? Und wir, wir hatten Tod verdient! wer hat sich je mit seinem Feinde so schoͤn, so edel ausgesuͤhnt? 5. Ach! tief geruͤhrt sind unsre Seelen und unsre Augen Thraͤnen voll! Wer kann der Gnade Wunder zaͤhlen, wer danken, wie er danken soll? Des Him⸗ mels Herrlichkeit verlassen, um hier verfolgt, er—- wuͤrgt zu seyn! Wer kann die Huld, die Demuth fassen? So lieben kann der Sohn allein. 6. Ach! daß wir ganz in Liebe brennten zu ihm in seiner Knechtsgestalt! Ach! daß wir besser dan⸗ ken koͤnnten! die waͤrm⸗ sten Herzen sind nur kalt. O! moͤgt uns, Gott! dein Geist entzuͤnden! Gieb du uns goͤttliches Gefuͤhl! Sonst werden Menschen nie empfinden die Liebe ohne Maaß und ziel. 7. Nun wissen wir, Gott voll Erbarmen! daß ewig du die Liebe bist. Zu deinen offnen Bater⸗ armen fuͤhrt uns Erloͤste Jesus Christ. Nun fließt von Gott nur Heil und Leben, nur Liebe. O! wer liebt, wie Er? Ein Gott, der seinen Sohn ge- geben, ein solcher Gott versagt nichts mehr. 8. Er, unser Bruder, heißt uns beten, und du erhoͤrest uns durch ihn; durch ihn willst du vom Tod uns retten, durch ihn dem Elend uns entziehn. Weh uns, wenn wir nicht eiferig streben, ihm treu zu seyn mit festem Muth, und, wie er lebte, hier zu leben, ihm nachzukaͤm⸗ pfen bis auf's Blut! 9. Dieß ist der Dank fuͤr deine Liebe, der Seele Tugend, und ihr Heil; wer jetzt, auch jetzt noch Suͤnder bliebe, Gericht und Elend waͤr' sein Theill denn auf den Wolken wirst G du 98 Geburt Jesu. V*— 10 du kommen, Sohn Got— 4. Haͤtt' ich dieß Herz! hn Herz! EI tes und des Menschen doch, ach! ich Schwacher! Sohn! die Suͤnder rich-⸗ was kann ich jemals ohne Wltes ten und die Frommen er⸗ dich? Erleuchte du, mein a hoͤh'n zu dir auf deinen Seligmacher! mit deiner Thron. Wahrheit Lichte mich, und x Mie ö staͤrke mich mit deiner. V 0 Mel. Wer nur den lieben ꝛc.Kraft, die neues Leben MW, Mit innigem Gefuͤhle. 33 Wit schafit. Wung 1 5. Gieb mir dein He un e. uch dir ist Got— 53. 10 ez, N. II4. Ates Enad'er⸗ das ist dein Wille. 3 Hum 5 +.— 7 5 I* 2 V. RHN schienen; erheb' o Seele! geb' es dir zum Opfer 6 Gott, dein Heil, und hin. Du weißt, wie gern AA nimm, bereit ihm treu zu ich das erfuͤlle, was ich an d dienen, im Glauben an dir ewig schuldig bin. Ol Rn dem Frieden Theil, den hilf nur meiner Schwach- A sein erbarmungsvoller Rath durch Christum dir bereitet hat. 2. Doch, wiß es auch, wie groß und wichtig fuͤr uns des Hoͤchsten Friede ist: so bleibt doch dessen Hoffnung nichtig, der sich verlaͤßt auf Jesum Christ, und seiner Gnade Heil er— hebt, doch aber noch in Suͤnden lebt. 3. Willst du mit ihm schon hier auf Erden ver— eint, und angenehm ihm seyn; so mußt du gut und heilig werden, sonst ist dein Gottesdienst nur Schein. Ein Herz von Sündenliebe rein, nur das kann Gott gefaͤllig seyn. heit auf, und staͤrke mich zum Tugendlauf. 6. Die unermeßlich große Liebe, die dich herab von Himmel zog, dich aus er— barmungsvollem Triebe selbst in den Tod zu gehn bewog, die halte mich von Suͤnden ab, daß ich dir treu sey bis ins Grab. ö 7. Dann werd ich einst in jenem Leben, dem Lan— de der Vollkommenheit, dir Lob und Preis und Ehre geben, dir danken, Herr der Herrlichkeit! daß du mir so viel Heil er—⸗ warbst, gebohren mir, fuͤr mich auch starbst. Er⸗ . Auh, Etu HIA WEcht N N Hein e W H Avo di Racht * I Whhndienf Rsie Sck acht AMne Ga dic IAH Ves U per Wiehöhn, it Him Ws von Whießen Asf, Wichglache Ahhegre Wuh. daf RN ich diß l ch S simalt üchte du rI nt ichte nih mt neues fft. mir dein n Wil. ir zum! veißt, füͤlle, huldig H einer E ind staͤh dlauf. ermeßlich dich haß 9/ dich ollem n Tode i6 die halk n ab, N sey de werd ih eben, deh; ollkommah ind Prab; I„ dir erklichteh. viel H ohren mü Karbs. che Gnade! daß wir Suͤn— 99 Erhabene Würde Je su. Mel. Lobt Jesum Christum. Ehrerbietig. Nie groß, wie II5. Wẽé angebetet ist dein Nam', o Heiland! Jesu Christ! wie theuer deinem Volke! welch kicht gieng in der Finsterniß mit dir der Welt auf, wie zerriß, wie floh des Irrthums Wolke! Als du kamest, hoͤrten Taube, und der Glaube half den Kranken, Stumme san— gen, dir zu danken. 2. Nur Schwache wa— ren's, die dein Licht ver— breiteten, die Weisen nicht. Wo sind sie? Wo die Ho— hen? Und wo die Reichen? Wo die Macht, vor der des Goͤtzendienstes Nacht und seine Schatten flo⸗ hen? Macht nicht, List nicht, deine Gaben, Mitt-⸗ ler! haben dich verklaͤret, uns den Weg zu Gott gelehret. 3. Wir werden deinen Ruhm erhoͤhn, wir wer— den deine Himmel sehn, den Preis von deinen kei⸗ den; genießen, was du uns erwarbst, als du fuͤr uns am Kreuze starbst, der Engel hohe Freuden. Wel— der Gottes Kinder wer— den sollen, wenn wir an dich glauben wollen. 4. Du hast dich deiner Herrlichkeit entaͤußert eine kurze Zeit, fuͤr uns von Gott verlassen. Und nun mit Ehr' und Ruhm ge— kroͤnt, nun machst du selig,‚ die versoͤhnt der Suͤnden Greuel hassen. Ihnen willst du Heil und Leben gerne geben, und uns al—⸗ len helfen, daß wir Gott gefallen. 5. Vom Aufgang bis zum Untergang erschallet dir der Lobgesang erret— teter Gerechten. Unzaͤhl⸗ bar sind die Schaaren schon, die gerne dir vor deinem Thron ein wuͤrdig Loblied braͤchten. Ihrer mehr noch, Jesu! werden schon auf Erden dir lob— singen, Preis und Dank und Ruhm dir bringen. 6. Wie groß, wie ange⸗ betet ist dein Name, Hei-⸗ land Jesu Christ! wie herr⸗ lich bey den Deinen! Fuͤhrst du uns einst zu deiner Ruhz o! wie weit herrlicher wirst du den Frommen dann er-⸗ scheinen! Ewig muͤsse, dir zur Ehre, ihrer Choͤre Lob erschallen, durch den Him-⸗ 0 wiederhallen. 2 Be⸗ 100 Erhabene Wuͤrde Jesu. Bekaͤnnte Melodie. Lobpreisend. Lobt Jesum Chri-⸗ I16. stum nah und fern! Ein heller Glanz geht auf vom Herrn, wer sollte sein nicht achten? Glanz Gottes, der die Nacht durchbricht, du bringst in finstre Seelen Licht, die nach der Wahr— heit schmachten. Dein Wort, Jesu! ist voll Klar— heit, fuͤhrt zur Wahrheit und zum Leben. Wer kann dich genug erheben? 2. Du, hier mein Trost! und dort mein Lohn! Sohn Gottes und des Menschen Sohn! des Himmels gro-⸗ ßer Koͤnig! von ganzem Herzen preis' ich dich! hab' ich dein Heil, so ruͤhret mich das Gluͤck der Erde wenig. Zu dir komm' ich, wahrlich Keiner troͤstet dei— ner sich vergebens, wenn er dich sucht, Herr des Lebens! 3. Durch dich nur kann ich selig seyn. O druͤcke tief ins Herz mir ein Empfindung deiner Liebe! Wer waͤr ich, wenn durch Heiligkeit ich nicht der Pruͤfung kurze Zeit dir treu, Erloͤster! bliebe? Dich, dich lieben, hilf mir Schwaͤchen, hilf mir wachen, kaͤmpfen, ringen, stark in dir zu Gott mich schwingen. 4. Von Gott strahlt mir ein Freudenlicht, die Hoff— nung, daß dein Angesicht ich einstens soll erblicken. O suͤßer Blick in jene Ruh! voll wunderbaͤren Heils bist du, voll Won-— ne, voll Entzuͤcken! Troͤste du mich, Seligmacher! daß ich Schwacher auf der Erde Himmelsfreuden inne werde. 5. O du, der schuf und der erhaͤlt! du hast mich ewig vor der Weit in deinem Sohn geliebet. Dein Sohn hat mich mit dir vereint, er ist mein Bruder und mein Freund, hat bis zum Tod geliebet. Preis dir, Vater! ach! ich falle nieder, lalle Dauk im Staube, weiß und fuͤhl', an wen ich glaube. 6. Ihm, welcher Tod und Grab bezwang, ihm müsse froher Lobgesang mit jedem Tag erschallen; dem, der fuͤr uns erwuͤr⸗ get ist, dem Freunde, der uns nie vergißt, zum Ruhm und Wohlgefallen. Toͤnet, toͤnet Jubellieder, schallet nieder, daß die Erde voll von seinem Lo— be werde! 7. — Dh ft M Wien Wsih As Vl, 0 Dl WUnur 0 0 M uuat h. It, h Axach 1 Vahret KD. Viel Isct an IHOK wat Wfilt u Whn kiit WI d H6 H fol f huh. Aba Rssen, i Mr de WAI E Ibi. E algachsen ARnhe I H Nflt Habasf 50 WII Mleh, d chist War — pfen, nj u Gott tt stache icht, def hein Mh soll erhs lick in wundeiz u, voll guͤckenl Seligma chwacht mmelof. I„ der aͤlt! v vor der! Sohn gil hat ut „er ist Nein hi Tod gi Vatet! er, ale „ waß en ich glal welchen ezwang/ er Voghs dag eesht ir uns h⸗ Freunde, ergißt Wohlgesth t Mhell er, daß u seisen Erhabene Wuͤrde Jesu. I0OI 7. Wie freu'? ich dein mich, Jesu Christ! daß du auch mein Erloͤser bist, und daß ich dich erkenne. Stets heilig sey dein Na⸗ me mir, es gluͤh' mein Herz voll Dankbegier, so oft ich ihn nur nenne. Laß stets fester mein Verlan— gen an dir hangen, dir mich trauen, und dereinst dein Antlitz schauen. Mel. Mir nach, spricht ꝛc. Mit Ehrerbietung. u, deines Va⸗ II7. D ters Ebenbild, ihm gleich an Menschen— liebe; du warst, o Jesu! ganz erfuͤllt mit Gott ge— weihtem Triebe. Er war dein Ziel, dein hoͤchstes Gut, ihm folgtest du mit festem Muth. 2. Du warst mit ihm ein Sinn, ein Herz, sein Wille war dein Wille; du ehrtest auch im herbsten Schmerz ihn mit zufried⸗ ner Stille. Selbst auf der allerrauh'sten Bahn sahst du ihn noch als Vater an. 3. Du suchtest nichts, als sein Gebot vollkom- men zu erfuͤllen, und un⸗ terwarfst dich bis zum Tod ganz deines Vaters Willen. Dein Hauptge⸗ schaͤft war das allein, Vollfuͤhrer seines Zwecks zu seyn. 4. Zum Kreuze giengst du ruhig hin, uns Ruhe zu erwerben; bereit, mit goͤttlich großem Sinn zum Heil der Welt zu ster⸗ ben, warst du zur groͤß⸗ ten Schmach gefaßt, und trugst der schwersten Lei— den Last. 5. Herr! lehre mich mit festem Muth nach deiner Tugend streben. Du han⸗ deltest stets recht und gut. Ich soll dir aͤhnlich leben. O hilf, daß ich so gern, wie du, den Willen dei⸗ nes Vaters thu! Eigene Melodie. Ehrerbietig froh. 118. Von des Him⸗ mels ew'gem Thron kam zu uns auf Erden, Jesus Christus, Gottes Sohn, unser Heil zu werden. Er, er ward ein Mensch, wie wir; daß wir selis wuͤrden, uͤber⸗ nahm er willig hier schwe— rer Leiden Buͤrden. 3. Nun herrscht er voll Majestaͤt, nach vollbrach—⸗ ten Leiden, als der Herr, von Gott erhoͤh't, und regiert mit Freuden weis-— heitsvoll das große Reich, das ihm Gott gegeben. Fromme 102 Erhabene Wuͤrde Jesu. From̃e sollen, Engeln gleich, mit ihm ewig leben. 3. Ehrfurcht und Ge— Poee soll ihm der Mensch ezeugen, aller Knie sich demuthsvoll vor dem Mitt-— ler beugen; freudig jede Nation es mit Dank er— kennen: er sey Gottes hoͤchster Sohn, unser Herr zu nennen. 4. Wer den Sohn ehrt, ehrt zugleich Gott, durch den wir leben. Ist von Gott der Tugend Reich ihm nicht uͤbergeben? Wer zu Jesu: Herr! Herr! spricht, und doch Boͤses uͤbet, kennt ihn und den Vater nicht, der nur From— me liebet. 3. Ewig liebe dich mein Herz, goͤttlicher Erbarmer! denn durch deinen Todes— schmerz leb' und sieg' ich Armer. Du, du kennst, o Menschenfreund! unsre Leidensstunden, und wie ein Verlaßner weint, hast du selbst empfunden. 6. Lehre in der Todes-— nacht, wenn die Augen brechen, mich dein Wort: Es ist vollbracht! auch mit Freuden sprechen. Hilf, daß ich mein Vaterland dann im Geist erblicke, daß mich in des Vaters Hand ew'ge Wonn' er⸗ quicke. ——— Bekannte Melodie. Ehrerbietig, 119. Dui kamst zu uns im Staube her— ab von deinem Thron, in dir erblickt mein Glaube des ew'gen Vaters Sohn. Glaͤnz seiner Herrlichkeit! wer kann dich g'nug erhe— ben, du schenkst uns neues Leben und Herzensfreu⸗ digkeit. 2. Wer reicht an deine Groͤße? Im weiten Scho—⸗ pfungsreich fuͤhlt jeder sei— ne Bloͤße, fuͤhlt keiner dir sich gleich. Du warst, eh' Meer und Land, eh' Son- ne, Mond und Erde durch Gottes Ruf: Es werde! hervorgieng und entstand. 3. Der hoͤchste Engel beuget sich demuthsvoll vor dir, verhuͤllt sein Ant— litz, schweiget, bewundert dich, wie wir; wird dei— der Hoheit Glanz, wagt er's sie zu ergruͤnden, doch stets zu blendend fünden, durchschauet sie nie ganz. 4. Du hast durch dei— ne Lehren des Irrthums Nacht zerstreut. wir sie folgsam hoͤren, wird unser Herz erfreut, es lernt mit regem Fleiß nach wahrer Tugend stre— ben, lernt fuͤr die Zukunft leben, Wenn Hernl, 110 Haß. dich, sty mi h f A, st W Iit) hR, Eder I. Wm Hldht i W ‚0 HM Wlt. Ih Kla Hi vot a s N M a gu o gahrwun 3. Hur! I Chlt I f Ei Ii sec o I„, gtt! ss.sus di sch, du mnt' se d — Nelhs bittig, Hamstu m Stauh m Non mein G Jaters&. Herrlth ch gunht Ist une Herzeß icht au. weitehe fuͤhltich ühlt keish Du wan ind, eh'e nd Erden Es ph und entt hoͤchte k demutht uͤllt sen! t, bewus 2; Wicd! Glanz, N ruͤnden,A dend fsh sie Nie go st dulch! Jultoh ut. V sam hll Hez bf regem f Tugeld ⸗ die 3ulh HU Erhabene Wurde Jesu. 103 leben, lernt, was es sonst nicht weiß. 5. Dich, Jesu! zu ver⸗ ehren, sey mir stets theure Pflicht; und folg' ich dei— nen Lehren, so irr? ich si⸗ cher nicht; du bist, was keiner war, im Himmel und auf Erden, was auch nicht Engel werden, und bleibst es immerdar. Mel. Weicht ihr Berge ꝛc. Mit heiterer Empfindung. us der Fuͤlle 120. A deiner Wahr—⸗ heit, diesem unerschoͤpften Meer, Gott! fließt auch in voller Klarheit unsre Senntniß von dir her. Herr! dein Licht, Religion, strahlet uns durch deinen Sohn. 2. Doch Jahrtausende verflossen vor dem An⸗ bruch dieses Lichts; Voͤl⸗ ker ohne Zahl entspros— sen und versanken in ihr Nichts, die auf ihrer lan⸗ gen Bahn doch nur Mor⸗ gendaͤmm'rung sah'n. 3. Daß du Schoͤpfer und Erhalter Himmels und der Erde bist, und daß jedes Menschenalter dir, Herr! unterworfen ist, sah' die Vorwelt schon an sich, dunkel doch nur kannt' sie dich. 4. Dich durch Heiligkeit zu ehren, nicht durch O⸗ pferdienst allein, foder— ten schon Mosis Lehren, und nur dir ergeben seynz doch dein Volk selbst hieng aus Wahn falschem Got— tesdienst oft an. 5. Wenn du, dieß Volk zu entbinden, manches har⸗ te Joch zerbrachst, und ihm Hilf' aus allen Suͤn⸗ den und aus aller Noth versprachst, waͤhnt es dann stolz, ihm allein koͤnnt'st du Vater, Hel⸗ fer seyn. 6. Von der Tugend großem Lohne sprachst du mit der Vorzeit schon; doch den uns vor deinem Throne aufgehobnen ew'⸗ gen Lohn ahndete kaum noch die Welt; den hat Jesus aufgehellt. 7. Konnte sie es fruͤher fassen, ach! gern haͤttest du der Welt volles kicht fruͤh scheinen lassen, alles Dunkel aufgehellt; aber selbst das schwaͤchre Licht faßte jene Zeit oft nicht. 8. Doch auch schon die schwaͤchern Strahlen muß— ten ihr zum Heile seyn, len Herz und auch Ver— stand befrey'n; selbst uns fuͤhrte nach und nach jene und von namenlssen Quga⸗ Daͤmmerung zum Tag. 9. 104 Jesus Lehrer und Wunderthaͤter. 9. Aller Maͤngel frey, Gott! kennen wir dich nun in Jesu Licht; Aller Va⸗ ter dich zu nennen, macht er uns voll Zuversicht. Frey vom Opferdienst nah'n wir uns im Geist und Wahrheit dir. 10. Hilf, daß der voll⸗ komm'nern Lehre wir uns alle herzlich freu'n, und zu deines Sohnes Ehre ihr von Herzen folgsam seyn! Wer durch Laster sie entehrt, ist des hellern Lichts nicht werth. Jesus Lehrer und Wunderthaͤter. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit frohem Gefüuͤhle. Mie goͤttlich sind 121 Wẽs doch Jesu Leh⸗ ren! wie uͤberzeugend seine Macht! Sobald wir von den Thaten hoͤren, die er auf Erden hat vollbracht; so stimmt ihm unser Glau⸗ be bey, daß er der Welt Erloͤser sey. 2. Die Herrlichkeit war voller Gnaden, die man aus seinen Zeichen sah. Er wirkte nie zu Jemands Schaden, wie von Prophe— ten oft geschah, und raffete in ihrem Sinn die Suͤnder nicht im Zorne hin. 3. Er schenkte das Ge— sicht den Blinden, den Tauben gab er das Ge— hoͤr; der Aussatz mußte vor ihm schwinden, der Stumme sang ihm Dank und Ehr. Sein Macht— wort hieß die kahmen gehn, und selbst die Tod— ten auferstehn. 4. Sein Segen speiste ganze Heere da, wo es doch an Brod gebrach, und kaͤum gebot er Wind und Meere, so ließ ihr Sturm gehorsam nach. So sahe man in allem Thun auf ihm der Gott— heit Fuͤlle ruh'n. 3. Wir danken, Hoͤch— ster! deiner Staͤrke, die Jesum vor der Welt ver— klaͤrt, der durch so große Wunderwerke als dein Gesandter sich bewaͤhrt; wir nehmen solchen glaͤu— big an, und sind ihm willig unterthan. 6. Erfuͤll', o Herr! nur unsre Herzen mit seiner keh— re Goͤttlichkeit! damit wir nicht das Heil verscherzen, das uns dein Sohn allein verleiht, und schaffe, daß ihm unsre Treuꝰ bis in den Tod ergeben sey. Vor⸗ ö Nuh mi u häfte Ahrgü Wüst 0 bes. Wan WH Wnshe V. li sus 6 IIM e Iatt, a de rl Wutt f. Hrsi stu. hde Ikaper WM 00616 shaschn Iclglich hlgg N 0 Huld hnhsch Shättt, 1— daß dug Lehre ps ch frepn, Sohhc Herzen fosh er durch f Rist dis l it werth. lerthäth selbst R ehn. Segen Te da, g Brod got gebot eu e, so si thorsam Man i ihm der leuh'n. danken,) V Staͤkkk, der Vehr durch so rie a sich bewiz solchen R ind sind N rthan. „ O Helrlz mit seinttꝭ vit! damh vil Hersche Sohn l schaft/N reu' i h sch. Jesus dehrer und Wunderthaͤter. 105 Vorige Melodie. 4 Angenehm. 122. Auf Erden Wahr⸗ heit auszubrei⸗ ten, die Wahrheit, die vom Himmel stammt, und uns zum ew'gen Gluͤck zu leiten, das Herz zu Got— tes Lieb' entflammt, dazu erschienst du, Jesus! hier, von Gott gesandt zum Heil auch mir. 3. Dieß war das tägli⸗ che Geschaͤfte, darin dein Geist Vergnuͤgen fand, wie emsig hast du Zeit und Kraͤfte, beseelt von Lie⸗ be, angewandt, durch dei— ner Lehren hellen Schein der Menschen Seelenlicht zu seyn. 3. Ihr Licht, den Weg zu Gottes Gnade und ih— rem Heil recht einzusehn; ihr Licht, auf diesem ssel'⸗ gen Pfade mit sicherm Schritt einherzugehn; ihr Licht, mit freudigem Ver— trau'n hin in die Ewigkeit zu schau'n. +. Um deiner Welt dieß Licht zu werden, wie willig uͤbernahmst du nicht auch selbst die groͤßesten Be— schwerden? und druͤckte dich gleich ihr Gewicht; so trugst du doch voll Guͤt? und Huld sie gern mit himmlischer Geduld. 5. Und, Herr! noch im⸗ mer ist das Leben, das du auf Erden hast gefuͤhrt, ein Segen, den uns Gott gegeben, dafuͤr ihm ew'⸗ ger Dank gebuͤhrt; ein Segen, dessen auch mein Geist sich freut, und dich Erloͤser preist. 6. Ja, Preis sey dir, du bester Lehrer! auch mir zum Heil von Gott ge⸗ sandt. O wuͤrde jeder dein Verehrer, der deinen Werth noch nicht erkannt! Gieb, daß ich deiner Wahr— heit treu, und ewig durch sie selig sey. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Belehrend. 123 Das Wort, das 5 Jesus uns ge⸗ geben, ist heilig und un⸗ tadelhaft. Es staͤrkt die Seelen, daß sie leben, und giebt den kranken Herzen Kraft. Sein Wort giebt Weisheit und Ver— stand, macht uns mit uns⸗ rer Pflicht bekannt. 2. Aus seinen richtigen Gesetzen quillt Freude fuͤr die Traurigkeit. Sie hei⸗ ligen das Herz, ergoͤtzen den, der sie uͤbt. Mit Freu⸗ digkeit traͤgt er das sanf⸗ te leichte Joch, gehorchet streng, und freut sich doch. 3. test Menschen 106 Jesus Beysdpiel der Tugend. 3. Das Christenthum erhebt und schmuͤcket ein folgsam Herz und macht es rein; und ewig bleiben die begluͤcket, die Herz und Leben weihn. Was seine Lehre uns ge⸗ beut, ist Wahrheit, Weg zur Seligkeit. Jesu 4. Bewahre mich vor allen Suͤnden, die ein vermeßner Stolz erzeugt, und laß sie den nicht uͤber—⸗ winden, der willig in dein Joch sich beugt, daß ich dir gleich, von Suͤnden frey, mein Lehrer und mein Vorbild! sey. Jesus Beyspiel der Tugend. Mel. Wie groß ist des Allmäͤcht'gen ꝛc. Mit gerührtem Danke. Zedenk ich, Hei⸗ 124. G land! an das Leben, das du auf Erden hast geführt; wie innig fühlt, dich zu erheben, sich dann mein ganzer Geist geruͤhrt! Ich seh', wie deiner Tugend Groͤße durch all dein Thun sich mir verklaͤrt; und, Herr! je mehr ich sie ermesse, empfind' ich deinen hohen Werth. 3. Nur wohl zu thun war deine Freude, Erbar— men deine Seligkeit. Du wehrtest gern dem Men⸗ schenleide, und warst zum Helfen stets bereit; befrey⸗ gern von Sünden, brachst Hungri-⸗ gen so gern das Brod, ver schafftest das Gesichtdoch. den Blinden, und halfst von Krankheit, halfst vom Tod. ö 3. Zum Heil der Welt gabst du in Schmerzen dich hin, und fuͤhltest ihr Gewicht. Zwar klagtest du, doch deinem Herzen entwich Vertrau'n zum Vater nicht. Laß diesen Kelch voruͤber gehen! riefst du in deiner Seelen Pein, jedoch dein Wille soll ge— schehen, der meine nicht, ganz bin ich dein. 4. Und, o! mit welcher sanften Seele trugst du die Schwachen in Geduld, wie großmuthsvoll ver— gabst du Fehle und auch die allerschwerste Schuld. Selbst unter deiner Moͤr—⸗ der Haͤnden riefst du fuͤr sie voll Mitleid noch, von ihnen Elend abzuwenden: Vergieb es ihnen, Vater! +4 3. W „ Mr kl 7. Und l Whlth du bishst 0 uf E 10 un Whged ul Mlaß vie M shgst Ihlhsden 0 fi6 s6 Nah, sch uf dih. d. N re michg Hen, di ö Vötolz cehu Hen nichtth willig inh ugt, oß von Shh ehter y dl sey. gend. 4, und 6 Ait, halff! Heil derL Schmah d fuͤhlhes zwar klch einem 506 Setrau'n Laß d Ir gehen Seelen Wille sol meine n0 dein. mit wih Ee teugs!“ u in Gehl thsbol N Vle und Zerste Sch deiner M. riefst duf 2id och, 6 abzuw en, d Jesus Beyspiel der Tugend. 107 63. Wer kann dieß wis⸗ sen, und nicht fuͤhlen, wie werth du unsrer Ehr— furcht bist? dran denken, und auf Saitenspielen dein Lob nicht singen, Je— su Christ? Doch, Herr! dein tugendvolles Leben soll nicht bloß unser Lob— lied seyn. Du rufst da⸗ durch uns zum Bestreben, der Tugend uns, wie du, zu wetih'n. 6. Verleih mir, selbst dir nachzuahmen, Eeloͤser: Staͤrke, Muth und Treu, damit ich nicht bloß nach dem Namen einm Christ, nein auch durch Thaten sey. Nie laß mich von der Tugend weichen auf dieser rauhen Lebensbahn, hilf mir dein hohes Bild erreichen, so weit es mei⸗ ne Schwachheit kann. Mel. Nun danket alle Gott. Mit angenehmem Affekte. SErscheine meinem 125. E Geist, erhabnes Bild der Tugend, du Muster jeder Pflicht, des Alters, wie der Jugend! Du giengst des Lebens Pfad, dein Vorbild leite mich; wie sicher geht mein Fuß, seh' ich nur fest auf dich. wie von Ju⸗ war 2. Du Heiliger, rein, wie unbefleckt Suͤnde floh' deine gend hin! wie lieb dir als Kinde, wie lieb als Juͤngling schon, was Gottes Weisheit waͤhlt! doch ach! wie oft hab' ich als Juͤngling schon gefehlt! 3. Du warest stets be— reit, des hoͤchsten Vaters Willen, und war's auch Kreuzes Tod, mit Freu⸗ den zu erfuͤllenz du trugst geduldig, still, des Le⸗ bens Muͤh und Schmerz, sahst die Begluͤckteren, und neidlos blieb dein Herz. 4. Dein edles Herz! Wer mag die seltne Groͤ— ße fassen? die goͤttliche Geduld, so schonend, so gelassen, den himmlisch reinen Sinn, vom Eigen- nutz so fern; wer wuͤrdig dich erhoͤh'n, der Gutes that so gern? 5. Hat je dein edles Herz die kleinste Pflicht verletzet? den Leidenden gesehn, ihn nicht in Ruh gesetzet? Nicht liebreich stets gewarnt, wo sich ein Mensch veriret, und ihn mit treuer Hand den bes⸗ sern Weg gefuͤhrt? 108 Leiden und Tod Jesu. 6. Versuchung ohne Zahl, hier Ruhm und Schmeicheleyen, dort lo— ckender Gewinn, hier bitt— rer Feinde Draͤuen, um-⸗ gaben immer dich; doch der Gedank' an Pflicht begleitete dich stets, und er verließ dich nicht. 7. Voll hohen Friedens blieb bis an des Lebens Ende dein schuldlos Herz; der Geist gab in des Va— ters Haͤnde sich ohne Beben hin. Vollendet war die Bahn, mit jedem Schritt sahst du den großen Lohn dir nah'n. 8. Vollendeter! auch ich, auch ich kann ohne Beben Seele uͤbergeben, wenn sie voll Eifer, rein von des Gewissens Schuld, dir aͤhn—⸗ lich wird an Treu, an Tugend und Geduld. 9. Schau auf, mein Geist, auf ihn! verschmaͤh' des Lasters Freuden, der Suͤnde Sold ist Tod, und ihre Frucht sind Leiden, wie Jesus, weihe Gott des Lebens kurze Zeit, dann gehst auch du, wie Er, in's Reich der Herr— lichkeit. Jesus, Versoͤhner der Menschen. Heilsame Betrachtung der Leiden und des Todes Jesu. Mel. Unschuldigster! du hattest nichts ꝛc. Mit gerührter Bewunderung. err! staͤrke mich, 126. dein Leiden zu bedenken, mich in das Meer der Liebe zu versen— ken, die dich bewog, von aller Schuld des Boͤsen uns zu erloͤsen. 2. Vereint mit Gott, ein Mensch, gleich uns auf Erden, und bis zum Tod am Kreuz gehorsam werden; an unsrer Statt gemartert und zerschla— gen, die Suͤnde tragen! 3. Welch wundervoll hochheiliges Geschaͤfte! Sinn' ich ihm nach, so sinken meine Kraͤfte, mein Herz erbebt; ich sehe und empfinde den Fluch der Suͤnde. 4. Gott ist gerecht, ein Raͤcher alles Boͤsen. Gott ist die Lieb', und laͤßt die Welt erloͤsen. Dieß kann mein Geist mit Schrecken und Entzuͤcken am Kreuz erblicken. 0 —5 in meines Vaters Hand die . o seli Wuan Ai hf. E 0 II. 5. hz lhtt macht Heinde W 0 U har! I 0 hetk hier In Stab nt dan ein ei ul chen Wal'' ic n ant usch; Iusden, — WHe u W us ahoo Ish hie Ohrh. Msce st se aHM fit Er i miis ln mihke gehal 0. 0 „1 0 W0 Uideterl Rl un ohnez Baters H0 Igeben, U „ rein hy Schuld, N an Telh d Gedulh Sau auf, Ahn! verst Freude d ist Tuh t sind „ weiht 3 kurze. auch du, Meich der! Zen scheh reuz gesch unstere und gas unde ttapt Ich wunde Geshit Dihm nach — Kraͤfte, ich schen in Fluch! gerecht,/ Böse und laß . Dieß zmit he en am d Leiden und Tod Jesu. 109 5. Es schlaͤgt den Stolz und mein Verdienst dar⸗ nieder. Es stuͤrzt mich tief, und es erhebt mich wieder; lehrt mich mein Gluck, macht mich aus Gottes Feinde zu seinem Freunde. 6. O Herr! mein Heil! an den ich herzlich glaube, ich liege hier vor dir ge— buͤckt im Staube; verliere mich mit dankendem Ge— muͤthe in deiner Guͤte. „. Sie uͤbersteigt die menschlichen Gedanken. Allein sollt' ich darum im Glauben wanken? Ich bin ein Mensch; darf der sich unterwinden, Gott zu er-⸗ gruͤnden? 8. Des Hoͤchsten Thun ist: Guad' und Lieb' er⸗ weisen. Uns kommt es zu, sie demuthsvoll zu preisen, zu sehn, wie hoch, wann Gott uns Gnad' erzeiget, die Gnade steiget. 9. So sey denn ewig auch von mir gepriesen fuͤr das Erbarmen, das du mir erwiesen! da du, mein Heiland! auch fuͤr mich dein Leben dahin ge— geben. 10. Du liebtest mich, ich will dich wieder lie— ben, und stets mit Freu-⸗ den deinen Willen uͤben; O! gieb zu diesem seli⸗ gen Geschaͤfte stets neue Kraͤfte. Mel. Liebster Jesu! wir sind hier ꝛc. Mit Empfindung. 127. Meine Seel' er⸗ muntre dich, Jesu Liebe zu bedenken, deine Andacht muͤsse sich auf sein Leiden jetzt hin⸗ lenken. Lerne hier auch deine Suͤnden, lerne Got— tes Huld empfinden. 3. Sieh! der wahre Got— tessohn ward fuͤr dich an's Kreuz geschlagen; voller Schmerzen, Schmach und Hohn, uͤberhaͤuft mit schweren Plagen, ließ er sich, aus deinen Noͤthen dich zu retten, willig toͤdten. 3. Du, du solltest gro⸗ ße Pein, als den Lohn der Suͤnden, leiden, und von Gott verstoßen seyn, von der Quelle aller Freu⸗ den; aber Jesus, der Ge—⸗ rechte, starb, daß er dir Frieden braͤchte. 4. Durch ihn steht zu Gottes Huld d hnrn freyer Zutritt offen. Til-⸗ gung deiner Suͤndenschuld; Recht, ein ewig Gluͤck zu hoffen; Kraft, der Suͤn⸗ der 110 Leiden und Tod Jesu. der Weg zu meiden, ist der Segen deiner Leiden. 5. O vergiß nun nicht mein Herz, dankbar ihm dich zu beweisen, dessen Angst und Todesschmerz seine Liebe zu dir preisen! Gieb aus dankerfuͤlltem Triebe ihm ein Herz voll Gegenliebe. ö 6. Herr! ich kann dir nimmermehr deine große Treu' vergelten! leider! muß ich nur zu sehr mei— nes Herzens Traͤgheit schel— ten, daß ich dich so schwach geliebet, oft durch Suͤn— den gar betruͤbet. 7. Aber, was gescheh'n, soll nicht fernerhin von mir geschehen. Ich will in der Wahrheit Licht kuͤnftig beßre Wege gehen, dir mein Herz nicht mehr ent— ziehen, jede Suͤnde ernst— lich fliehen. 8. Ja, mein Jesu! du mein Heil! dir will ich mich ganz ergeben, als dein Eigenthum und Theil, dich zu lieben, dir zu le⸗ ben. ich auch lieben, was dich kraͤnkt, soll mich betruͤben. 9. Was du willst, sey auch mein Will', dein Wort meines Herzens Spiegel; pruͤfst du mich, so halt ich still, und dein Was du liebst, will! Geist sey mir ein Siegel, daß ich einstens, wenn ich sterbe, deines Himmels Freuden erbe. 10. Nun, so bleibt es fest dabey: du, mein Hei⸗ land! sollst es bleiben, dem ich lebe, deß ich sey, nichts soll je mich von dir treiben. Du, du wirst mich aͤuch nicht lassen, ewig will ich dich um—-⸗ fassen. 11. Ruh' und Freude sind schon hier, auch wie schwach wir sind, zu fin— den, wenn wir, Jesu! nur mit dir uns im Glauben recht verbinden. Schenkst du denn schon dieß auf Erden: O! was wird im Himmel werden. 12. Welche Wonne nach dem Leid! nach dem E— lend welche Ehre! welche Ruhe nach dem Streit! welche frohe Jubelchoͤre! Ewig werd' ich dort dich loben, bin ich erst zu dir erhoben. ö 13. Schon im voraus freu' ich mich auf dieß freudenvolle Leben. Jesu! dir sey Dank! durch dich wird es mir dereinst ge— geben. Hilf mir, Herr! an den ich glaube, daß mir nichts dieß Kleinod raube. Mel. —— 0 seh I Daht est NV. M heine Whnich N fter H. du, Vchlasset chrben shen Esende At Wekun. Hakein.“ s s Hul Di Wnk ubeta I, wil Wöch, sii Wsuuerb Ihh hir H heine Haß nz 9 Ihn; isi ö sh styit. ae Eho uictEcge Wlur ein S, stend, um ines Hi M, so blah du, manz Les bleihen! deß ich! die mich ty Du, dur gicht L ich dich h' und 5 ohier, aut ir sind, wir, Jest is im inden. E Ichon disß was cs erden. he Wohste nach du e Ehre! 0 denm Et he Jubelt 1' ich dol ich eist l on im doi mich af Leben. J k! dulch Lit dekeiß! If mie„ AN glaube, deß H 6 Leiden und Tod Jesu. 11 Mel. Alle Menschen muͤs⸗ de, Elend nicht, nicht sen ꝛc. Mit Dankgefuͤhle. 128 Jesa meines Le⸗ O bens Leben, deß sich meine Seele freut, der fuͤr mich sich hingege⸗ ben, Stifter meiner Se- ligkeit: Du, der lieber wollt erblassen, als mich im Verderben lassen, ach! wie dank', wie dank' ich dir, mein Erloͤser! g'nug dafuͤr! 2. Menschenfreund, von Gott gesendet, seines Raths Verkuͤndiger! laͤngst hast du dein-Werk vollen-⸗ det, Preis sey dir, Er⸗ habener! Doch in den Gedaͤchtnißtagen deiner Leiden, Jesu! sagen deine Hochbegluͤckten dir billig neuen Dank dafuͤr. 3. Du betratst, fuͤr uns zu sterben, willig deine Lei— densbahn, stiegst, uns Le— ben zu erwerben, gern den Todesberg hinan, dachtest nicht an deine Schmerzen, trugst uns Menschen nur im Herzen; diese Liebe preisen wir, unvergeßlich sey sie mir. 4. Meinetwegen trugst du Bande, littest frecher Laͤstter Spott, achtetest nicht Schmach und Schan-⸗ Kreuz und Tod. Du warst werth der hoͤchsten Freu— den, und trugst willig Gram und Leiden. O wie dank', wie dank' ich dir wuͤrdig, Heiligster! dafuͤr? 5. Frevler kroͤnten dich zum Hohne. Deine Stirne blutete unter einer Dor⸗ nenkrone, Koͤnig aller Koͤ⸗ nige! Mir zu gut hast du's gelitten, mir die ke⸗ benskron' erstritten. Preis, Anbetung, Dank sey dir, Ehrfurchtswuͤrdigster! da— sür. 6. Du, der tausendfache Schmerzen, mir zu Liebe, gern ertrug, deinem groß⸗ muthsvollen Herzen war mein Heil Belohnung g'nug. Trost in meinen letzten Stunden floß fuͤr mich aus deinen Wunden. Herr! ich dank', ich danke dir einst im Tode noch dafuͤr. 7. Ruh' im Leben, Trost am Grabe! unaussprechli⸗ cher Gewinn, den ich dir zu danken habe, du, deß ich nun ewig bin, Jesu? dir mein Herz zu geben, deiner Tugend nachzustre—⸗ ben, dir zu trau'n, zu sterben dir, dieß, dieß sey nein Dank dafuͤr. Mel. 112 Leiden und Tod Jesu. Mel. Von des Himmels ew'gem Thron ꝛc. Ruͤhrend und troͤstlich. Fesu meiner See— 129. len Licht, Ur-⸗ sprung meiner Freuden! wie viel Trost und Zuver— sicht fließt aus deinem Leiden. Nimm den Dank in Gnaden an, den ich dir jetzt singe, deß, was du an mir gethan, bin ich zu geringe. 2. Ich erwaͤg' es hin und her, was dich ange⸗ trieben, eine Suͤnderwelt so sehr, wie du thatst, zu lieben, uns Verlorne zu befrey'n, hast du Angst und Banden, Geißeln, Schmach und Todespein willig ausgestanden. 3. War es unsre Wuͤr⸗ digkeit? nein des Vaters Guͤte, deines Herzens Freundlichkeit, und dein treu Gemuͤthe. Dieß hat dich an's Kreuz gebracht, daß kein Mensch verzagte, wenn der Suͤnden Meng?' und Macht das Gewissen nagte. 4. O du wunderbarer Rath, den man nie er⸗ gruͤndet! O du wunder⸗ bare That, die man nir⸗ gend findet! Suͤnden, deren Gott zum Hohn, Men⸗ schen sich erfrechen, die laͤßt Gottes eigner Sohn an sich strenge raͤchen. 5. Meine große Suͤn— denschuld traf den treuen Buͤrgen, er ließ sich aus großer Huld, mir zu gut, erwuͤrgen. So hat er uns Heil gebracht. Sollt' uns nicht geziemen, seiner kie— be starke Macht ewiglich zu ruͤhmen? 6. Herr, dein Friede sey mit mir! und auf mein Gewissen, wenn es zaget, laß von dir Trost und Freude fließen. Trost ergießt in jedes Herz sich aus deinem Herzen, auch den bangsten Seelenschmerz heilen deine Schmerzen. 7. Laß, sobald mein Herz erschrickt uͤber seine Suͤnden, wenn auf dich mein Glaube blickt, mich, Herr! Gnade finden! Sieh, ich fall' zerknirscht von Reu', mit wahrhafter Buße, und dem Vorsatz beßrer Treu', Jesu! dir zu Fuße. 8. Nun, ich weiß, wor— auf ich bau', wem ich mich verschreibe, wessen Fuͤr⸗ sprach ich vertrau', und bey wem ich bleibe. Jesul du, du bist's allein, wel—⸗ cher mich beschirmet, wenn gleich — — hs H et hr bit s, so W%0 dl R WWfrbe ahme Iabeste 0 ö Ro Hacst v ne O Inun maßuntsg icha me bagehre Shhsot Müp f Mihun oht ssrht Halet tba hiht z h ie Wlchh W un li ssin. M shit herder eunbaß zu iunt fentr og, h —— u, M. rechen, eignet Sh raͤchn Hroße ei den ghn liß ssh! mir uu o hat u „Colbr „ seinn acht eu dein i en, Wah von died fließen, des H Herzen, Seeleastt Schmehs sobalb kt ubet! enn auf! blick, findenle rschtoe ter Bußt heßret N Jußt, Leiden und Tod Jesu. 113 gleich des Gewissens Pein auf die Seele stuͤrmet. 9. Hier bin ich dein Eigenthum, soll dort mit dir erben; drum will ich zu deinem Ruhm leben und auch sterben, daß auch ich einst ruͤhmen mag aus dem Grab erstanden: mei— nes Jesu großer Tag, Heil mir! ist vorhanden. Bekannte Melodie. Mit Bewunderung. zott! was muß 130. dein Sohn er⸗ tragen! welche Marter, welchen Tod! Allem Trost muß er entsagen. Konnt ich denn in meiner Noth, bey dem Schreyen meiner Suͤnden, sonst nicht Trost und Rettung finden? 2. Schoͤpfer! kame denn uns Armen ohne sein Ver— soͤhnungsblut nicht dein vaͤterlich Erbarmen, deine Gnade nicht zu gut? wenn wir gleich die Schuld be— reuen, und um Gnade zu dir schreyen. 3. Und, mußt du ver— soͤhnet werden, um uns Suͤndern zu verzeih'n, konnte keiner denn auf Erden, selbst kein Engel Mittler seyn? der uns, Gott! mit dir versoͤhnte, und mit Heil und Segen kroͤnte. 4. Niemand aus der Engel Orden, niemand aus der Menschenschaar ist dazu ersehen worden, weil doch keiner tuͤchtig war. Nur dein Sohn konnt' dich versoͤhnen, mich mit Heil und Gnade kroͤ⸗ nen. 5. Darum kam er zu uns nieder, ward zugleich ein Mensch, wie wir, und versoͤhnte seine Bruͤder, Herr! durch seinen Tod mit dir. Heilig und der Suͤnden Raͤcher, schonest du doch der Verbrecher. 6. Hilf, daß ich dieß Wunder ehre, dankbar sey in Wort und That. Lehre selbst, Allweiser! lehre mich in diesem wei— sen Rath, auf der Liebe Groͤße merken, mein Ver⸗ trauen daraus staͤrken. 5. Laß mich nicht den Suͤnden leben, sondern dem, der mich befreyt, der fuͤr mich sich hingege⸗ ben, nicht des Kreuzes Schmach gescheut. Laß mich, soll ich einst erblas⸗ sen, seinen Tod im Glau⸗ ben fassen. 5 Wil⸗ 114 Leiden und Tod Jesu. Willigkeit Jesu zu leiden. Mel. Von des Himmels ew'gem Thron ꝛc. Ruͤhrend. zein Erloͤser! I31. M auch fuͤr mich giengst du hin zum Leiden, und begabst dich williglich aller deiner Freuden. Du sahst Bande, Schmerz und Hohn, sahst den Tod von ferne; doch ertrugst du, Gottes Sohn! alle Leiden gerne. 2. Du entlohst nicht der Gefahr, die dem Le— ben drohte; als die Stund? erschienen war, giengst du froh zum Tode. Willig ubergabst du dich in der Feinde Haͤnde, und bliebst unveraͤnderlich treu bis an das Ende. 3. Lehre mich, wie du, so still und so froh zu lei⸗ den, und, wenn es dein Rathschluß will, selig zu verscheiden. Staͤrke mich, wenn ich einmal sterbend zu dir flehe, daß ich durch des Todes Thal ohne Schrecken gehe. 4. Dank, o Jesu! Dank sey dir fuͤr dein willig Leiden; denn dadurch er⸗ warbst du mir deines Him⸗ mels Freuden. Nunmehr weiß ich, daß im Tod ich nicht ewig sterbe; denn ich bin versoͤhnt mit Gott, bin des Himmels Erbe. Seelen⸗Leiden Jesu. Eigene Melodie. Ruͤhrend. o gehst du Je⸗ 132. S su williglich, dein Leiden anzutreten, mit heißen Thraͤnen auch fuͤr mich zu kaͤmpfen und zu beten. Du, der du nichts verbrochen hast, gehst hin, um Aller Suͤndenlast auf dich allein zu laden. Ich nur verdiente Strafen, ich, du aber nimmst sie all' auf dich, damit sie mir nicht schaden. 2. Du Held, der An—⸗ dern Staͤrke giebt, was kann dich so erschuͤttern? Ach! seine Seele wird be—⸗ truͤbt, des Helden Glieder zittern. Ach! hingesunken auf die Knie, arbeitet er in schwerer Muͤh, und kaͤmpfet im Gebete. Er wuͤnscht den bangen Kampf verkuͤrzt. Wer sieht dieß, und wird nicht bestuͤrzt? O schauervolle Staͤtte! 3. Gott! wie bist du so wunderbar in allen deinen Werken! Ein Knecht, ein Engel muß sogar den Wunderthaͤter staͤrken! er ringt, — — b 4 0 10 sulst Ec sht HN. Iu hischu HNe aunl/ 0 Ihntden Uscst, Hlcur i WIIE W he RWR ket Moe dr GWf d uh t ie I Müter dahshy, v Kbuibet dussihr ge Ai. Rßin h schan Wh dei I! Hassssnd 5 heilt slst t sh, V N H hutt di bahnga f u shen. dbe n Huuten M 6 ferbe; hatt mitg Eimels Gh eden Melodie, hrend. gehfv su wilgz Hanzutretu Zaͤnen zut impfen u. E. der dun hast, geht uͤndenhaf— izu ladef te Strafeh umst seh t ste min V eld, de. e giebt,! Eso erschth Seele wih, Helden G HK hinge Lie, arbi Müh, Gebetk. bangenda Ver sicht N Leiden und Tod Jesu. 115 ringt, von seinem Ange—⸗ sicht traͤuft Schweiß— ach! wer entsetzt sich nicht— traͤuft Schweiß, wie Blut, zur Erden. Der du in reinster Unschuld prangst, wie konntest du von sol⸗ cher Angst, o Herr! be⸗ stuͤrmet werden? 4. Du zagst, mein Hei— land! ach nur ich, ich haͤtte zagen sollen; doch selbst durch Leiden hast du mich vom Tode retten wollen. Ach! haͤttest du nicht sein Gericht auf dich genom—⸗ men, waͤr ich nicht in Jammer ganz versunken? Nun laͤßt der Richter, auf dein Flehn, vor mir den Kelch voruͤber gehn; denn du hast ihn getrunken. 3. Heil mir! der Sohn des Hoͤchsten hat fuͤr mich sich richten lassen. Gott! wer kann deinen weisen Rath, wer dein Erbar— men fassen? Nun jaͤuchze, wen die Suͤnde reut, wer Jesu Christi sich erfreut, der wird vor Gott beste—⸗ hen. Du, der du glaubst, wer schaͤdet dir? wer will verdammen? Gott ist hier! du wirst den Tod nicht sehen. 6. Doch denk, um wel— chen theuceen Preis dein Heil dir ist erworbenz fuͤr dich floß Jesu Todes⸗ schweiß, fuͤr dich ist er gestorben! Ach Seele, sorge, daß dich nie die Suͤnd' in ihre Netze zieh, nichts deine Treu' erschuͤtt⸗ re! kockt ihre Stimm', ach hoͤre nicht, schau hin zum Oelberg ins Gericht, das Jesum traf, und zittre! Mel. Befiehl du deine ꝛe. Mitleidsvoll. Vu, der sich ein 133. voll Eiebe selo bis zum Tod und Grab, aus mitleidsvollem Triebe, zu unsrer Rettung gab! Ach! unter welchen Pla⸗ gen schloß sich dein Le⸗ beuslauf! Meit Zittern und mit Zagen stiegst du zum Oelberg auf. 2. Die schauervollen Stunden der Martern wa⸗ ren da. Du sahest Hohn und Wunden, dein Kreuz auf Golgatha, den Tod, die Grabeshoͤhle, und fuͤhl⸗ test Angst unb Noth, be⸗ truͤbt war deine Seele, betruͤbt bis in den Tod. 3. Ach! welche Angstge⸗ fuͤhle ergriffen da dein Herz! im nagenden Ge⸗ wuͤhle von Bangigkeit und Schmerz lagst du vor 9 2 Gott desschweiß bedeckt. du bliebst ruhevoll. 116 Leiden und Tod Jesu. Gott im Staube, mit To⸗ Wie kaͤmpfte da dein Glaube, von banger Furcht er⸗ schreckt! 4. Auf dich, der Men⸗ schen Bester! drang Angst auf Angst herzu, und doch hieng niemand fester an seinem Gott, als du. Wie sehnlich bat dein Flehen um Schonung, und wie still: es soll nur das ge⸗ schehen, was Gott, dein Vater, will! „5. So warest du mit Freuden gehorsam und be⸗ reit, nach Gottes Rath zu leiden, und giengst mit Willigkeit der frechen Schaar entgegen, die blut⸗ begierig kam, dir Bande anzulegen, und dich ge⸗ fangen nahm. 6. Der Menschen Heil zu foͤrdern, gabst du mit sanftem Sinn dich willig deinen Moͤrdern und ih⸗ ren Martern hin. Um dich war alles truͤbe; doch So stark war deine Liebe zu uns und unserm Wohl. 7. O Freund der Men⸗ schenkinder, den nun kein Leid mehr druͤckt, wie hoch hast du uns Sünder durch diese Huld begluͤckt! dich wollen wir etheben, so viel die Schwachheit kann/ und dir zur Ehre leben. Nimm unser Opfer an! Mel. Begrabt den Leib ꝛc. Mit Ruͤhrung. 134. Auch unsre Seel⸗ ermuntre sich in deinen Leiden, Jesu! dich in jener Nacht voll Angst und Grau'n mit stil⸗ ler Ehrfurcht anzuschau'n. 2. Da liegst du in den Staub gestreckt, mit Angst— schweiß wie mit Blut be— deckt, und ringst, und kaͤmpfst und flehst zu Gott, dem Retter in der Todesnoth. 3.„Der du der Keiden bangste Nacht, mein Va⸗ ter! uͤber mich gebracht, weißt, ob sie soll voruͤber—⸗ gehn, nicht mein, dein Wille soll geschehn.“ 4. Bey deinen Freun—⸗ den suchst du Ruh,, doch schlummernd fiel ihr Au— ge zu. Verlassen, ohne Freund, mit Gott, mit Gott allein in deiner Noth. 5. Von deinem Volke ungeseh'n kaͤmpft deine Seele. Nimm sein Flehn, Weltrichter! seine Thraͤnen an, und rett' ihn, du, der retten kann. 6. — 77½ 00 der 41 sisonst r dit st de Rct Uhe““ pRiae Wichann ne d Q un I sieh Wc Htr I M MW mosu des 45 Naie Idduri 9enH St daß/ H s tuch 0 1E I. Mit Leh Bnken Kan Heil 3— wachheit r Ehte lh, Opftr n t den Rh. Rühtunz uch unste ermusth Sleider, 0 ner Nath! Hrau'n m t anzuschi Siegst dun Sreckt, mt ie mit A d ungs, und feh Retter f. 9. düdet icht, Rah mich geh⸗ see soltile it mein, =heschehn „ deincg d du Auh, 1d fil e etlassen, nit Gol, — in deing V deinem& N fampft AI Leiden und Tod Jesu. 117 6. Umsonst! noch hilft der Herr dit nicht, ver⸗ birgt sein Vaterangesicht, noch ist der Leidenkelch nicht leer, der Quaalen warten dein noch mehr. 5. Du aber gehst mit Heldenmuth, gewiß: des Vaters Will' ist gut, auch aus den truͤbsten Naͤchten bricht einst herrlicher der Rettung kicht. 8. Gehst hin, wo, deß du dich erbarmt, treulos Zein Juͤnger dich umarmt, und reichst mit himmlisch bohem Sinn den Peini⸗ gern die Haͤnde hin. g. Anbetend folgen wir dir nach, don Hohn zu Hohn, von Schmach zu Schmach, und schau'n zu deinem Kreuz hinan, und fassens nicht und beten an. 10. Auch uns zu aut, o Herr! betrat dein Fuß den dornenvollen Pfad. Aus deinem Leiden neh⸗ men wir des Segens Ue⸗ berfluß von dir. 11. Daß Gott uns liebt und Vater ist, dem Reui⸗ gen die Schuld vergißt, daß, ob sie vor dem Tod auch bebt, doch ewig uns⸗ re Seele lebt. 12. Mit Freudenthraͤ⸗ nen danken wir dir, un⸗ serm Heil und Retter, hier, und hoffen dich, wenn wir dich sehn, mit allen Sel'gen zu erhoͤhn. Mel. Von Furcht dahin gerissen ꝛc. Wehmuͤthig. Einst als im Angstgebete, Herr! deine Seele rang, und immer heißer flehte, so tiefgebeugt, so bang: da fandst du keinen Trost, kein Licht, da schwebte nichts als Marter vor deinem Angesicht. 2. Auch sie, die so ent⸗ schlossen, so maͤnnlich dich bekant, sind muthlos, sind verdrossen, von Schlum⸗ mer uͤbermañt. Sie schau⸗ en deiner Seele Schmerz, und keiner deiner Bruͤder spricht Labsal in dein Herz. 3. Doch diese schwachen 1356. Seelen traͤgt deine Lieb' und Huld, wie sehr sie gleichwohl fehlen, mit schonender Geduld. Er⸗ barmend sprichst du: „Freunde, wacht! o wacht mit mir und be⸗ tet, nah ist des Feindes Racht!“ 4. Du Troͤster schwa⸗ cher Bruͤder, Herr! nimm dich meiner an. Wie leicht fallꝰ 118 Leiden und Tod Jesu. fall' ich auch nieder, ver⸗ dich groͤßten Missethaͤter? fuhrt durch stolzen Wahn! Ach! oftmals schlummre ich sorglos ein, bin ruhig bey Gefahren, die meiner Seele draͤu'n. 5. Herr, rette du mich Schwachen, wenn Stolz und Sicherheit den Geist verdrossen machen. Gieb Kraft und Muth im Streit. Floͤß meiner Seele Troͤstung ein. Sprich zu ihr:„Kaͤmpf und betel bald ist die Krone dein! Verraͤtherey des Judas. Eigene Melodie. Mit empoͤrender Empfindung. er schleicht dort I36. n der Nacht einher, umringt von ei⸗ nem Moͤrderheer, zu grei⸗ fen den Gerechten? Wer naht sich tuͤhn zu Jesu hin, kuͤßt mit verruchten Lippen ihn, und wintt den Moͤrderknechten, und sieht, wie ste ihn fesseln, zu? O Juda! Juda! das bist du? 5 2. Du, sein Vertrauter, du sein Freund, wirst dei— nes Herrn und Meisters Derpen du wirst selbst sein zerraͤther? und Gottes Blitz vertilgte nicht dich von der Erde Angesicht, dich, Suͤnder, dem es bes⸗ ser war, wenn keine Mut⸗ ter dich gebahr? 3. Der Mensch, den eitler Schimmer reizt, der nach der Eede Guͤtern geizt, wie tief kann der nicht sinken? Er, seines Schoͤpfers Ebenbild, wird Tiegern gleich, kann fuͤhl⸗ los, wild, selbst Men—-⸗ schenthraͤnen trinken, und er verzehrt in wilder Glut sein eigen Mark, sein ei⸗ gen Blut. 4. Winkt ihm das Gold, lockt ihn Gewinn, ach! unaufhaltsam reñt er hin, den Goͤtzen zu ver⸗ ehren. Ihn fesselt keine suͤße Pflicht, ihn ruͤhren Bruderthraͤnen nicht, nicht heiße Wittwenzaͤhren. Dem Goͤtzen treu, verraͤth er gern, wie Judas, seinen eignen Herrn. 5. O Jesu Christe, sanft und mild, erhalte deiner Liebe Bild mir stets in meinem Herzen. Von Haͤrte, Geiz und Hab⸗ sucht frey, laß mich der schoͤnsten Pflicht getreu, stets mildern fremde Schmerzen; und Men⸗ schenfreuden zu erhoͤhn, auch da laß mich stets auf dich sehn. l 0 Aechandma 0 m hte dan ult, ich Alißsen ilbst Hott dich, Ashucht hmehn W, e Vben Mahtte RN V f Hiu eeb bith Ac U Vhumg OMd ckesh u, Uichit. edle h in Mnd Iah Lagh N Mi A Vuß Hel, shenshy 10 0 Hhde h Doch Re barhac, Eish 1 — Mschih e, dem eh uin keint RN Bhrs RNensh, Simmer n E ktlef kamn! 2 Er, si Abenbild, x ich, kaunf 4, selbs In trinken, in wilder Mark, si 1 nkt ihn ihn E haltsam Höen l. In sessl Ft, ihn l Inen nich. henzaͤhreh, A, belkah Judas, Irn. u Chrift, Ferhalte N. mit sth Leiden und Tod Jesu. 119 6. Ich truͤge nicht der Gottheit Spur, ich waͤr' ein Schandmahl der Natur, waͤr' ich dem Geiz ergeben. Ich liebte dann nicht mei⸗ nen Gott, ich fuͤhlte nicht des Naͤchsten Noth, ich haßte selbst mein Leben. Drum, Gott! bewahr, ich bitte dich, vor Geiz und Habsucht ewig mich! Gefangennehmung Jesu. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc. Mit geruͤhrtem Danke. FJesu Christe! des⸗ 137. sen Wunden Heil und Leben uns ge— bracht! Ach! wie hart wirst du gebunden! du Verbrechern gleich geacht! Deiner Feinde ganze Tu⸗ scke kennst du, und weichst nicht zuruͤcke; giebst mit edlem Heldensinn dich in ihre Bande hin. 2. Mehr als zwoͤlf der Legionen, die um deines Vaters Thron, seines Winks zu warten, woh— nen, stehn bereit, o Men⸗ schensohn! Nur ein Wink! du bist befreyet, und der Feinde Heer zerstreuet. Doch, wie viel ihr Grimm verbricht, du winkst dei⸗ nen Engeln nicht. 3. Du bist selber reich an Staͤrke, die auch hier sich nicht verlor; aber, Herr! in diesem Werke geht Geduld der Allmacht vor. Niemand nimmt von dir dein Leben, du willst selbst fuͤr uns es geben, du nicht Schmach noch Marter scheu'n, aus der Hoͤll' uns zu befrey'n. 4. Treuer Buͤrg um un⸗ sertwillen streckst du deine Haͤnde dar; Gottes Rath⸗ schluß zu er fuͤllen, schonest du der frethen Schaar, wehrst dem Schwerte dei⸗ nes Freundes, heilst die Wunde deines Fein des, nimmst die Bande willig an, die dein Arm verwei⸗ gern kann. 5. Dank dir fuͤr so große Guͤte! zeige nun auch deine Treu, und be⸗ freye mein Gemuͤthe von der Suͤnden Sclaverey, daß mein Fleisch mich nie verstricke, Weltverfuͤh⸗ rung nie beruͤcke; des Versuchers Arglist nie in sein Netz mich wieder zieh'. 6. Und soll ich den Ruhm erlangen, daß ich deines Geistes voll, in Bekennerfesseln prangen, deinetwegen leiden soll: dann gieb mir in meinen Banden reichen Trost aus dei⸗ 12² Leiden und Tod Jesu. deinen Banden, daß, gleich dir, ich sie nicht scheu', ich, gleich dir, gelassen sey. Verlassung Jesu von seinen Juͤngern. Mel. Gott, der kein Boͤses thut ꝛc. Wehmuthsvoll. 138 Mein Jesu! fuͤr 307 dein Herz, welch ein so herber Schmerz, den du weit mehr empfun⸗ den, als Bande, Schlaͤg' und Wunden! Dich kraͤn— ken nicht nur Feinde, nein selbst die besten Freunde. 2. Kaum naht sich die Gefahr, so bebt der Juͤn⸗ ger Schaar. Die erst sich hoch vermessen, eh' sie der Treu' vergessen, den Tod auch vorzuziehen, verlas⸗ sen dich, und fliehen. 3. Der kuͤhn sein Schwert gezuͤckt, dein Petrus selbst erschrickt. Er flieht, eh' Bande drohen, schaͤmt sich, daß er geflohen, kehrt um, und eilt verwegen dem tie— fern Fall entgegen. 4. Wie ist der Mensch so schwach! so viel sein Muth versprach, doch liegt er da im Staube, erloschen ist sein Glaube, sein küh⸗ ner Muth gedaͤmpfet, da er nicht wacht und kaͤmpfet. 5. Wo ist nun Petri Treu? der Jesum Vnnels frey fuͤr Gottes Sohn be—-⸗ kannte, fuͤr ihn von Eifer brannte, laͤßt sich durch Furcht bethoͤren, ihm treu—⸗ los abzuschwoͤren. 6. Doch, Herr! dein Liebesblick bringt ploͤtzlich ihn zuruͤck. Er fuͤhlet sein Verbrechen, kann nun vor Schmerz nicht sprechen, und weint nur bittre Thraͤ⸗ nen, die sich nach Gnade sehnen. 7. Er sucht, und findet sie. Verzagt, Gefallne! nie, die ihr den Fall bereuet, und euren Bund erneuet. So groß sind keine Suͤn⸗ den, sie koͤnnen Gnade finden. 8. Haͤtt' der Verraͤthe doch, auch nach dem Fre— vel noch, um Gnad' in Reu' geflehet, nicht Got⸗ tes Huld verschmaͤhet! Vergebung seiner Suͤn⸗ den haͤtt? er noch koͤnnen finden. 9. Trennt mich auch ein Versehn,(moͤgt es doch nie geschehn) o Jesu! von den Deinen, laß mich mit Petro weinen, um Gnad' in Demuth beten, nie Judas Weg betreten! 6 Ei⸗ G ft Waxer M as i Ron RW-RH lhn. AAm E Rabest Hseun Ihg, W Mal Her Impsch shinte — oebämgh tundfüh List nu N. esum vun ttes Sohl ihn vonf wäßt ssh v Woͤen, ihnt Ywoͤren. „ Herll bringt +Er fuhht , kann nu nicht sn nur bittte Sich nach. ichk, Möft t, Gefalht Fall han Bund ahh hind keine! koͤnnen der Vant nach d um G het, nt! berschj dseinct& er noch kl It michi (högt 6 I N , la 0 en, un N Hbel, d geiden und Tod Jesu. 121 Eigene Melodie. Wehmuthsvoll. Von Furcht da⸗ 39. hin gerissen, verlaͤugnet Petrus dich, bald straft ihn sein Ge— wissen, da weint er bit⸗ terlich. Tief dringet ihm dein Blick ins Herz, er fleht zu dir um Gna⸗ de, und du stillst seinen Schmerz. 2. Wie wuchs nun dei— nes Zeugen Bestaͤndigkeit und Muth! Furcht konnt' ihn nicht mehr beugen, für dich, Herr! floß sein Blut. Diech, seinen Herrn und seinen Gott, verherr⸗ lichte sein Leben, verherr⸗ lichte sein Tod. 3. Betruͤbt ist meine Seele, erfuͤllt mit Reu und Schmerz! Was hilft's daß ich's verhehle? schau'st du mir nicht ins Herz? Bekennen will ich's, Jesu! dir: oft hab' ich dich ver⸗ laͤugnet. Vergieb, ver— gieb es mir! 4. Wenn deines Na⸗ mens Spoͤtter dich schmaͤh⸗ ten, wenn ihr Spott dich hoͤhnte, Welterretter! dich, ihren Herrn und Gott; dann schwieg ich zaghaft, schaͤmte mich, ein Christ zu seyn, und scheute mehr ihren Spott, als dich. 3. Du hast, o Herr? dein Leben fuͤr meine Seligkeit so willig hinge— geben, zum Segen so be⸗ reit. Wie undankbar, wie schwach war ich, daß ich den Spott der Suͤn⸗ der mehr fuͤrchtete, als dich! 6. Ich seh' jetzt, ich empfinde die Groͤße die—⸗ ser Schuld vergieb mir diese Suͤsde, nach deiner großen Huld! Eebar⸗ mend sahst du Petrum an, laß eine gleiche Gna⸗ de mich, o mein Heil! empfah'n! v. Laß mich bey meiner Reue den Bund mit dir erneu'ꝰn, Standhaftigkeit und Treue dir, mein Ver— soͤhner! weih'n! Dich zu verlaͤugnen, Herr mein Gott! das fuͤrchte meine Seele weit mehr, als Quaal und Tod! 8. Laß mich nichts von dir trennen, laß mich dich frey und gern vor aller Welt bekennen, dich, mei⸗ nen Gott und Herrn? denn vor dem Vater im Gericht verlaͤugnest du, Richter! mich, wenn ich Lei⸗ treu bin, nicht. wird 122 Leiden und Tod Jesu. Leiden Jesu vor dem jüͤdi⸗ schen Gerichte. Mel. Der du voll Blut und 2c. Beweglich. 140. Der Herrscher aller Lande muß sich gebunden sehn, er muß, bedeckt mit Schan⸗ de, vor seinen Knechten stehn, und hier sich rich-⸗ ten lassen. Sie suchen ih⸗ re Wuth, womit sie laͤngst ihn hassen, zu saͤttigen mit Blut. 2. Die Unschuld seiner Lehren, wem war sie un⸗ bewußt? wer war's, der ihn mehr ehren, wer, der ihn schuͤtzen mußt? wem waren dieß sonst Pflich⸗ ten, als denen, die ihr Stand, ein recht Gericht zu richten, auf's heiligste verband? 3. Doch hier wird fal⸗ scher Zungen Verlaͤum⸗ dung gern gehoͤrt, hier durch kaͤsterungen der Heiligste entehrt; hier wird das Recht gebeuget, entweiht das Richteramt; hier, wo die Falschheit zeuget, die Unschuld frech verdammt. 4. Entweiht ist zwar die Staͤtte, entheiligt dieß Gericht, in dem man Je⸗ sum schmaͤhte, doch sei⸗ ne Unschuld nicht. Er schweigt, es macht sein Schweigen, und selbst der Luͤgner Mund, die wider ihn hier zeugen, schon sei⸗ ne Unschuld kund. 5. O wuͤrde Raͤnken der Ungerechtig⸗ keit, die Recht und Un⸗ schuld kraͤnken, ein Rich-⸗ terstuhl entweiht! entweiht an keinem Orte die Wahr— heit und das Recht, daß nie durch Laͤsterworte die Unschuld leiden moͤgt'! 6. Lehr' mich, Herr! wo ich schweigen, und wo ich reden soll. Mein Schwei⸗ gen und mein Zeugen sey klug und wahrheitsvoll. Laß meinen Mund nie trügen, mach mich von Falschheit frey, daß ich ein Feind der Luͤgen, ein Freunnd der Wahrheit sey. 7. kaß mich nie wieder schelten? wenn mich die Bosheit schilt, nie Haß mit Haß vergelten. Mein Herz sey sanft und mild. Lehr mich die Rache mei— den. Und muß ich, ohne Schuld, doch Schmach und Unrecht leiden; so troͤst' mich deine Huld. nie mit Il N scht Ich se shigt ⸗ M Aiden, Ehd Mo t H i Ahchsir Ehißt ush 5 Isut isuthn Wut Ueut Ossehrs IA, u sh E 15 Fue W Hlcsfhn , der shusn, Wscheckomm. Aoohen S. — dem mar) He, doc nicht. 5 mach sh ö und selhe Ud, die U Jen, schogh kund. irde nit z Ungench lecht uuh gen, ein K. Veihtl enth Hrte die Y 8 Recht, ästerworn den Wögt! Rich, Hen in, und su⸗ Mein Ccy in Zeuge Swahrheltil NMund. ich mich frey, daß ö Fer Lugel (Wahrhelz ich nit x V enn mich!“ s, m leidel, eie Hl M Leiden und Tod Jesu. 123 Mel. O Welt sieh hier dein Leben ꝛc. Ruͤhrend. Gott! welche Schmach und er, mein Hei— land, tragen, der nichts verbrochen hat! Als ei⸗ nen Uebertreter des Glau⸗ bens seiner Vaͤter klagt man ihn an im hohen Rath. 2. Da steht er im Ge⸗ richte! aus seinem Ange⸗ sichte strahlt hoher freyer Muth. Er, groß auch in den Baͤnden, verachtet Schmerz und Schanden, und duldet still der Frev⸗ ler Wuth. 3. Treu bleibt er seiner Lehre, und seiner Unschuld Ehre versuͤßt ihm Schmach und Hohn. Er schweigt bey schnoͤden Fragen; doch hoͤrt man ihn laut sagen: Ich bin des Hochgelobten Sohn. 4. Ihr eures Hauptes Glieder, ihr Cheisten! fal⸗ 141. Plagen muß let nieder, und betet Je⸗ sum an! Er ist trotz al⸗ les Spottes der Sohn des ew'gen Gottes, und Alles ist ihm unterthan. 5. Er, dem Gericht ent— nommen, wird einstens wiederkommen, des Hoch— gelobten Sohn! er sei— ner Feinde Raͤcher! dann stehen die Verbrecher be⸗ stuͤrzt vor seinem Richter⸗ thron. 6. Wie werden sie mit Grauen und Todesangst ihn schauen in seiner Ma⸗ jestaͤt! ihn, wird ihr Herz dann sagen, ihn haben wir geschlagen, verspeyet und ans Kreuz erhoͤht. 7. Jauchzt, ihr Gerech⸗ ten! schauet, der Herr, dem ihr vertrauet, er—⸗ scheint, mit ihm sein Lohn. Wenn dann die Suͤnder zagen, dann koͤnnt ihr froͤhlich sagen? Gelobet seyst du Gottes Sohn! Leiden Jesu unter Pilatus. Eigene Melodie. Sehr ruͤhrend. Durst nach 142. 2 Blut! o blin⸗ de Wuth, die kaum er⸗ hoͤrt ist worden! den Er⸗ loͤser will sein Volk grau⸗ sam schaͤndlich morden. 2. Da geht er hin, (ach seht auf ihn!) ge⸗ fesfelt durch die Straßen, zuß vom heidnischen Ge⸗ richt sich verdammen lassen. 3. Sein Richter sieht, wie alles gluͤht von Grim hund wilder Rache, und ver⸗ 124 Leiden und Tod Jesu. vertheidiget zuerst des Ge— rechten Sache. Doch zittert er, wankt hin und her, verlangt des Volkes Stimme, und sie rufen: Barrabas! mit erbostem Grimme. 5. Da giebt er ihn der Wache Geißlung hin, die darf ihn hoͤhnen, und mit einem Dornenkré 105 ihn zum Koͤnig kroͤnen 6. Wer hat ein Herz und fuͤhlt der Schmerz des Heiligen, des Be— sten nicht mit Wehmuth? Moͤchte ihn doch ein Mit⸗ leid troͤsten? 7. Seht, welch ein ensch! seht, welch ein Mehscht spricht selbst M A. R ⸗ Schan stellet ihn zur Schau dar, ehꝰ er noch ihm sein 238 70 faͤllet. 8.„Ans Kreuz mit ihm! ans Kreuz mit ihm!“ so 13876 die tolle Men⸗ ge. Und der feige Richter kommt endlich ins Ge⸗ draͤnge. 9. So sierb' er dann! 9 ihr jetzt der Mann, er ihn erretten sollte, aber 1 um Recht und Pflicht etwas leiden wollte. 10. Ach! uns zu gut floß hier dein Blut, trugst du mit stillem Herzen dei— ner edlen Seele Quaal, alle deine Schmerzen. kiebe kann! und wir Mel. . Du hast's gethan. Wir beten an mit 9 Dendent Gemuͤthe, mit Be—⸗ wunderung und Preis, deine Treu' und Guͤte. 12. Dir wollen wir, o Herr! dafuͤr uns selbst zum Opfer bringen. Gieb dem guten Willen Kraft, gieb ihm das Vollbringen. Warum willst du draußen ꝛe. Rührend. Ulser Heiland steht gebun⸗ 143. den, voller Striemen, voller Blut, und fuͤhlt so viel neue Wunden, als der Kriegsknecht Streiche thut. Seht, was den⸗ ken kaum daran, daß er wegen unsrer Schulden dieses alles muß erdulden. 2. Da die Welt in Sei⸗ de pranget, steht ihr Koͤ⸗ nig nackt und bloß, da er anders nichts verlanget, als uns in des Vaters Schoos dermaleins zu fuͤh⸗ ren ein, lassen wir von eitlem Schein lieber, als von seinen Schlaͤgen, un⸗ sern schnoͤden Sinn be⸗ wegen. . Lehre mich, 0 Heil der Armen! deiner Strei⸗ che hohen Werthz; was da⸗ 110 fl 0 Bolso der e hn vern If. A d Hflide, W 0 sc du 100 lsche Rurd hidig 0%0 dei Wolicht 0 hlut 10 Ihch„ We Ichts Rie me nhde Isisge d A uu Ech Fiher Resig WMüm RA * Wctt U„ 10 instun Hi o n sn eir M laht, uuhnn t 1h uf hich — und Inl und Gtt (wollen u für uns Woringen. H. Willen dn 8 Vollbrsh dum willt! ußen nr. hrend. nset l steht g6 r Stuin „ und shl Wundenz, necht El ht, wabs und pyn varan, A Wer Sch muß audi Welt iu seht iH d bloß /K Ats verlach des N Galeins 7 Issen i Zin liebe,, Schläheh den Guh mith, A deiner Werthz v 0 hastes gh, an nst Hüthe, m Leiden und Tod Jesu. 125 dadurch fuͤr ein Erbar⸗ men und fuͤr Trost mir widerfaͤhrt, da dein Blut, das von dir fließt, ein be— waͤhrter Balsam ist, von dem Gift der Suͤndenpfei— len mein verwundet Herz zu heilen. 4. Willst du, daß ich mit empfinde, wie dich deine Geißel schmerzt, wen mein Herz durch Schuld und Sände, Jesu! deine Gunst verscherzt: ach, Heer! so verbirg nur nicht dein genaͤdig Angesicht. Laß von deiner Strafe Ruthen nicht zu sehr die Wunden bluten. 5. Herr! du littest nicht vergebens, wenn ich denn, nach Gottes Schluß, an dem Ende meines Lebens mit dem Tode ringen muß: ach! so zeige dich mir bald in der troͤstlichen Gestalt, da vom Scheitel bis zu Fuͤßen deiner Gnade Stroͤ⸗ me fließen. 6. Was mußt du, mein Heiland! leiden! welche Schmach und welche Pein! doch du siehst auf jene Freuden, und erduldest Schmach und Pein. Laß mich auch voll Zuversicht, wenn dereinst das Herz mir bricht, meiner Leiden Ausgang schauen, fest will ich auf dich vertrauen. —— Liebreicher milder Gott ꝛe. Mit Wehmuth. geht, welch ein 44. Seghensch! Ach seht! mit Schand?' ist er bedecket, der Glanz der Herrlichkeit! Schaut Men- schen, und erschrecket! des Hoͤchsten Sohn habt ihr so tief heraͤbgebracht! So viele Noth hat ihm nur eure Schuld gemacht. 2. Seht, welch ein Mensch! Weh euch, wenn noch vor euren Suͤnden nicht euer Herz erschrickt! Sein Zorn wird sich ent— zuͤnden; dann fodert er die Schmach, die er fuͤr euch empfand, so ihr euch nicht bekehrt, mit Recht von eurer Hand. 3. Seht, welch ein Mensch! Die ihr in Hei⸗ ligkeit ihm dienet, schaut, wie er Sunden bußt! schaut, wie er uns ver⸗ suͤhnet! Wohl euch, daß seine Schmach euch schmer⸗ zet und betruͤbt! Erfreuet euch des Heils, das diese Schmach euͤch giebt! 4. Seht, welch ein Mensch! Hier steht, Ver— brechern gleich, gebunden, an dem sein Richter selbst ganz keine Schuld gefun⸗ den. Mel. 126 Leiden und Tod Jesu. den. Dieß Zeugnis ist mir werth; denn waͤr' er nicht ganz rein, wie koͤnnt“ er da fuͤr uns ein giltigs Opfer seyn? 5. Seht, welch ein Meusch! Ach seht: wie ist sein Leib zerrissen! Seht, was fuͤr Stroͤme Bluts aus seinen Wun⸗ den fließen“ Heilsame theure Fluth! aus diesen Wunden quillt, was uns⸗ re Schaͤden heilt, und das Gewissen stillt. 6. Seht, welch ein Mensch! Ach seht! schmerz⸗ hafte Dornen kronen sein majestaͤtisch Hauot! Doch mag die Welt dich hoͤhnen, mein Jesu! mir bleibst du ein Koͤnig auch noch hier, voll Ehrerbietigkeit beug' ich die Knie vor dir. 7. Seht, welch ein Mensch! Ach seht! Er muß, vom Rohr zerschla— gen, noch in der eignen Hand des Frevlers Werk— zeug tragen! Zepter traͤgt! Sorgt Frev⸗ ler, daß sie euch nicht einst im Zorn zerschlaͤgt! 8. Seht, welch ein Mensch! Schaͤut hin! Er— blickt ihr nicht mit Schre⸗ cken, wie Schmach und Speichel ihm sein Antlitz Ach wißt, daß diese Hand ein eisern sten, Eins mit Gott, ein uͤberdecken? Gott! wie viel schnoͤde Schmiach trifft deinen Sohn um mich! mein Dank ergießt vor dir in heißen Thraͤnen sich. 9. Seht. welch ein Mensch! Mein Herz soll seiner stets gedenken. Ob diese keiden mir schon ew'ge Freuden schenken; so laß, Herr! ihrer nie mich ohne Wehmuth freu'n, und laß mich ja fuͤr dich nie Spott und Schande scheu'n! Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Mit tiefem Schuerze. eht, welch ein 145. S Mensch! Wie lag so schwer auf ihm die Last der Suoander! wie un⸗ aussprechlich duldet er fuͤr euch, ihr Menschenkinder! So leiden sah von Aube⸗ ginn die Erde keinen je, als ihn, so wird auch zeiner leiden. 2. Der Sohn des Hoͤch⸗ Helfer, ein Gerechter, ward frecher Missethaͤter Spott, und seines Volks Gelaͤchter. Wie ein Ver⸗ brecher stand er da, ver— klagt, verlaͤumdet. Wer ihn sah, der sah ihn mit 3. Verachtung. Geschäft I Guͤth, plageh. Ih hede Wetteme I Mi Heird dern bor Mhei tar, Rh Sa U— sell RMitl h keht, Je Idam MGhuld Iichir s bli A Uhli alfattef s E * fti ün al ain shr am si u Echshn Duss u 14 A Ade * Vufddagß hi ehup sn — Galtl Schuah n um ag rgießt duh ihtenen st. * welch/ Lein Hetz gedenken.! n mik sth den schush err! ihrn Vehmuthft ch ja funh und S rundhh im Schlei eht/ wilh Relsch! br auf ihn luder! 0 duldet Wenschelths Vah von de kelneh! so Wird A 1. ohn des 90 mit Goll, 1 Gle r Misseh seines Wie elh det ,%½ Jumdet. 1 I+ sah 05 4* Leiden und Tod Jesu. 3. Geschaͤftig war der Frevler Wuth, erfindrisch, ihn zu plagen. Sein beib war ganz bedeckt mit Blut, voll Striemen und zer⸗ schlagen. Mit einer Dor⸗ nenkron“ gekroͤnt, in Koͤ⸗ nigskleidern ausgehoͤhnt, stand er vor seinen Fein-⸗ den. A. Den Heiden, der sein Richter war, ergriff ein menschlich Schrecken; Er stellt ihn seinen Bruͤdern dar, ihr Mitleid zu erwe-⸗ cken. Seht, welch ein Mensch! Ich kann ihn nicht verdammen; denn die Unschuld spricht zu maͤchtig fuͤr sein Leben. 5. Vergeblich, ach! ver⸗ geblich war die Mensch—⸗ lichkeit des Heiden; die aufgebrachte wilde Schaar sah Jesu Schmach mit Freuden. Sein Tod be⸗ friedigt sie allein, sie stuͤrmten auf den Richter ein, und schri'n: Er sterb? am Kreuze. 6. Du denkest ohne Schaudern nie an diese Wuth der Suͤnder, du sprichst: die Rache strafe — noch straft sie ihre inder. O Seele! denkst du auch dabey an deine Suͤnden? bist du frey von Schuld am Tode Jesu? 7. Sieh, welch ein Mensch! Er wird fuͤr dich verschmaͤhet und zer⸗ schlagen! Hoͤr ihn, er spricht: ich selber, ich muß deine Suͤnden tra⸗ gen. Die Schuld ist dein, durch meinen Tod versoͤhn' ich, Suͤnder! dich mit Goͤrt, und sterb' um deinetwillen. 8. O hochgelobter Got— tessohn! du Tilger meiner Sünden, erhoͤht auf dei⸗ nes Vaters Thron, ach? laß mich Gnaͤde finden? Laß deines Todes Schmach und Pein Gerechtigkeit und Heil mir seyn, um deiner Liebe willen! 9 Ich schwoͤre, Welt⸗ erloͤser! dir, und ewig will ich's halten: So wahr du lebest, soll in mir nie deine Lieb? erkal⸗ ten. Dein Leiden und dein Tod soll mich, so lang ich lebe, Herr! an dich und deine Lieb? erinnern. 10. Lockt mich die Welt, lockt Fleisch und Blut mich auf den Weg der Suͤnde; so ruͤste mich mit Kraft und Muth, daß ich sie uͤberwinde. Dann rufe du mir lieb⸗ reich zu: Denk, welch ein Mensch ich war! und du, du wolltest mich nicht lie⸗ 0 ben? Je⸗ — 128 Leiden und Tod Jesu. Jesus am Kreuz. Eigene Melodie. Tief ruhrend. nschuldigster! du 146. babren⸗ nichts verbrochen, doch ward das Todesurtheil dir gespro- chen! Du Heiligster, bist ja in Missethaten 995 gerathen. 2. Und doch wirst du verworfen und verhoͤh— net, mit einem Dornen— kranz zur Schmach gekroͤ— net, gegeißelt, und von Schmerzen schon entkraͤf⸗ tet, ans Kreuz geheftet. 3. Was ist die Ursach aller solcher Plagen? ach! unsre Suͤnden haben dich geschlagen. Zu ihrer Til⸗ gung hast du, Herr! er⸗ duldet, was wir verschul⸗ det. 4. O große Lieb'! o Lie-⸗ be kaum zu fassen! Auch mir zum Heil hast du dich martern lassen. Damit ich lerne Suͤnden ernstlich meiden, willst du/ Herr! leiden- 5. Ach! großer Mittler! groß zu allen Zeiten, wie tann ich g'nugsam deine Treu ausbreiten? Wer hat dich je fuͤr deiner Liebe Proben genug er— hoben? 6. Doch dir gefaͤllt, wenn ich mich selbst be⸗ kaͤmpfe, dir folge, und des Fleisches kuͤste daͤm⸗ pfe; so sey denn auch forthin mein ganzes Leben nur dir ergeben. 7. Gieb selbst zu die⸗ semseligen Geschaͤfte mir Schwachen deines guten Geistes Kraͤfte, daß er mich auf dem Pfad der Tugend fuͤhre, und mich regiere. 8. Dann werd' ich dank⸗ voll deine Huld betrach⸗ ten, dich lieben, und die Lust der Welt verachten; mit allem Eifer suchen deinen Willen treu zu er⸗ fuͤllen. 9. Zu deiner Ehre will ich Alles wagen, kein Dro— hen achten, keine Schmach noch Plagen; mich sollen auch des baͤngsten Todes Leiden nicht von dir schei⸗ den. 10. Empfang' ich einst vor unsers Gottes Thro— ne, wie du empfiengst, die Seligkeit zum kohne, dann will ich wuͤrdiger dein Lob besingen, und Dank dir bringen. Mel. V. — Dhatent Rühten 1 116 min , 0 I 2 —1 hesch Wechlaͤ Iap,. 6 I Err der 4H, b Wag, w b0 sdet, Issdern 1 sos, hn, ul müshlage 90 0 ISü chenk W I N asieng R0 MN T auhsunt w st Ioh hehen ln, II uu g hn n dur⸗ Wagelnden n Duibark ei ge dit tsth Inich sethit ir folge, Ves Luͤste Eeh denn in ganzes! x selbst U Geschaͤt deines aͤfte, di dem Pfah hre, und r Lohnlt ö iger“ eige nd nd * a geschlagen, und diese Plagen dir auf⸗ tru gebuͤrdet hat? Du warst Leiden und Tod Jesu 129 eel. In allen meinen Thaten ꝛc. Ruͤhrend. Welt! sieh I47. O hier dein Le— ben am Stamm des Kreu⸗ zes schweben! dein Heil sinkt in den Tod. Der große Herr der Ehren laͤßt willig sich beschweren mit Banden, Schlaͤgen, Hohn und Spott. 2. Komm, schaue seine Schmerzen! Erwaͤge, was im Herzen der Unschuld— volle fuͤhlt, was er am Leibe leidet, wie, bis er endlich scheidet, die Quaal in seinen Adern wuͤhlt. 3. Wer ist's, der dich mein Heil! ja nicht ein Suͤnder, wie andre Menschenkinder, und rein von aller Missethat. 4. Du giengest meinet— wegen dem Todeskampf WMentgegen mit wahrem Hel— denmuth; du starbst, mir Wnbunden, 0 —14 vom Verderben Errettung zu erwerben, und littest alles mir zu gut. 5. Wie bin ich dir ver—⸗ durch den ich Heil gefunden, zur tief⸗ sten Dankbarkeit! Dir — zum Opfer hingegeben, dir, Jesu! Leib und Seel? geweiht. 6. Es soll dein Tod und Leiden, bis Leib und See— le scheiden, mir stets vor Augen seyn, von meinen Christenpflichten mich taͤg⸗ lich unterrichten, und mir zur Tugend Kraft ver— leihn. Dein Beyspiel soll mich lehren, den Rath des Hoͤchsten ehren, ihm gern gehoͤrsam seyn; auch mei— ne, Bruͤder lieben, und, wenn sie mich betruͤben, mit edlem Wohlthun sie erfreun. 8. Als Christ will ich mich uͤben, die Feinde selbst zu lieben, wie du, der fuͤr sie bat. Ich will des Lebens Plagen getrost und willig tragen, und thun, wie mein Erloͤser that. 9. Nie will ich wieder schelten, nie Spott mit Spott vergelten, nie, wenn ich leide, draͤun. Selbst Unrecht will ich dulden, dem Naͤchsten sei⸗ ne Schulden, wie du, von Herzen gern verzeihn. 10. Geruͤhrt von deinen Plagen will ich mit Erust entsagen dem, was dir nicht gefaͤllt; was deine I Au⸗ 13⁰ Augen hassen, das will ich fliehn und lassen, ge— fiel' es auch der ganzen Welt. 11. Und soll ich endlich sterben, so laß dein Reich mich erben, mich, so ge— trost, wie du, in deine Vaterhaͤnde den Geist an meinem Ende empfehlen zu der ew'gen Ruh. Mel. Befiehl du deine Wege ꝛc. Troͤstlich. ö er du voll I48. D Blut und Wunden fuͤr uns am Kreuze starbst, und un⸗ sern letzten Stunden den hoͤchsten Trost erwarbst; der du dein theures Le⸗ ben, noch eh' ich war, auch mir zur Rettung, hingegeben; mein Heil! wie dank' ich dir! 2. Wie viel hast du er— duldet, erhabner Men⸗ schensohn! als du, der nichts verschuldet, em—⸗ pfiengst der Suͤnde Lohn. Da folgte Schmerz auf Schmerzen, da traf dich Schmach auf Schmach, da lag auf deinem Herzen Angst, die das Herz dir rach. 3. Entbloͤßt von allem Reize, der Menschen wohl⸗ Leiden und Tod Jesu. ———— gefaͤllt, hiengst du an dei— nem Kreuze, ein Fluch vor aller Welt. hoͤhnten deine Feinde: Wo ist dann nun sein Gott? 4. Wer kann dir nach⸗ empfinden den Schmerz, die Todesangst, mit wel-⸗ cher du von Suͤnden uns zu erretten rangst? Die Last gehaͤufter Plagen zel da so schwer auf dich, und drang dich, laut zu kla⸗ gen: Gott! wie verlaͤßt du mich! 5. Ach! diese Last und Muͤhe hab? auch ich dir gemacht. Nun, mein Er— loͤser! siehe vom Throne deiner Macht in Gnaden auf mich Armen, der sich verschuldet hat, und hilf mir aus Erbarmen von meiner Missethat. 6. Du hast mir durch dein keiden Vergebung, Beß'rungskraft, in Truͤb— sal Trost und Freuden, die ewig sind, verschafft. O gieb an dieser Gnade auch meinem Glaͤuben Theil, und auf des Le— benspfade mir Muth, Kraft, Trost und Heil. 7. Ich danke dir von Herzen, o du, mein bester Freund! fuͤr deine Todes⸗ schmer⸗ er 3 Dich flohen deine Freunde, dich, dei⸗ nem Volk ein Spott, dich — Hllhel 1 ve ih W deiher h eilst u Retd 5. Den sheidez, af uch iN Thl ftendint Rt a ale der Ste j nich! N nher 0. Ech Hofel,; zu gchl, Is nich hen H I ße Idann l guch! Hikn. N sitt u EI M. Na Hihndr 19.7 Ral gen Alglafe Al Wert Ilt ud' frSth in Syott,l ie dundre sein Gahl ann dit u den Ehn gst, mit; Guͤnden rangste! ter Pageg auf dich Laut zu wie hal diese A auch i Nun, ma vom Y ht in G rmen, hat, M rbarmen! sethat. ast nit! Veggih raft, iU A ind Haul id, Wissh diestt H em Clh auf e Leiden und Tod Jesu. 131 schmerzen, wie gut hast du's gemeint. Ach gieb, daß ich mich halte zu dir und deiner Treu, und bis ich einst erkalte, ganz, ganz der deine sey. 8. Wenn ich einmal soll scheiden, auch dann ver—⸗ laß mich nicht. Sey du in Todesleiden mein Troͤ— ster und mein Licht. Wenn mir am allerbaͤngsten wird in der Seele seyn, dann laß mich in den Aengsten der nahen Rettung freun. 9. Erhebe dann mein Hoffen, zur bessern Welt zu gehn, und laß im Geist mich offen, Herr! deinen Himmel sehn; da⸗ hin laß mit Entzuͤcken alsdann mich glaͤubens- voll nach dir, Vollender! blicken. Wer so stirbt, der stirbt wohl— Worte Jesu am Kreuze. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Ruͤhrend und belehrend. Fau Bester aller 149. D Menschenkin-⸗ der! wie martert dich von blinder Wuth der Frevel ausgelaß'ner Suͤnder! aus allen Adern stroͤmt dein Blut, und tiefer, nie ge— fuͤhlter Schmerz durchdrin⸗ get Glieder, Sinn und Herz. 2. Doch Sanftmuth ist in deinen Mienen, in deiner Seele Zuversicht; du flehst: vergieb, o Vater! ihnen, was sie jetzt thun, ver— stehn sie nicht! und ruhig, bis dein Herz dir brach, trugst du des Kreuzes Quaal und Schmach. 3. Dein hohes Beyspiel soll mich lehren, das Un⸗ recht dulden und verzeihn. Will Rachsucht meinen Geist empoͤren, Gekreu⸗ zigter! dann denk' ich dein, wie du gemartert und ge⸗ schmaͤht, fuͤr deine Pei-⸗ niger gefleht. 4. Wie sollt“ ich nun nicht alle lieben, fuͤr wel⸗ che du gestorben bist? Wie koͤnnt' ich Einen noch bes truͤben, fuͤr den du littest, Jesu Christ! Wie nun nicht freudig gutes thun, und still in Gottes Willen ruhn? 5. Schreckt mich der Lohn der Uebertreter, und quaͤlt die Schuld der Suͤn⸗ den mich; dann denkꝰ ich, goͤttlicher Vertreter! mit froher Zuversicht an dichz auch mir, auch mir hat dein Gebet Begnaͤdigung und Heil erfleht,. 3 2 Mel, 132 Leiden und Tod Jesu. Mel. B Begrabt den Leib ꝛe 2. Den Trost, o Sen dank ich dir, du drach⸗ Sanft ruͤhrend. Eu denkst,(so 150.. zaͤrtlich Hebt dein Her*5 0 Jesu! auch im Todessch merz an dei⸗ ner Freunde Gram und Pein, und floͤßest ihnen Troͤstun 18 ein. 2. Du siehst die Mut⸗ 11 siehst den Freund; die Thraͤnen, die ihr Au⸗- ge weint, verwunden dein so edles Herz; ganz fuͤhlst du deiner Mutter Schmerz. 3. Du eist, ihr Staͤr⸗ kuͤng zu verleihn.„Sieh, soricht du, dieser Sohn ist dein; was ich dir war, wied er dir seyn, und dich mit Trost und Hilf' er⸗ freun.“ 4. So innig, bis zum Tod, so treu sey meine Zaͤrtlichkeit; ich sey so wil⸗ lig andern beyzustehn, und ihuen Beystand zu erflehn. 5. Wenn euch, die hier mein Herz geliebt, o Freun ide! einst mein Tod betruͤbt; dann uͤbergeb' ich euch dem Herrn, er hoͤrt, er er segnet gern. Froh geh' ich, wenn es ahm gefaͤllt, den Weg zu jener beß'ren Welt; euch sag' ich, die ihr um mich weint: getrost, bald wer⸗ den wir vereint. Une Huͤtte bricht, test ihn vom Himmel mir. Du hast 100 0„ihr seyd mein; wo ich bin, sollt ihr ewig seyn.“ Mel. Warum willst du draußen ꝛc. Tröstlich. MWitten unter eir I 11 e 9 5I. M nen Schmer— zen fuͤhlt mein Heilaͤnd fremdes Leid; fuͤhlts mit liebevollem Herzen, das so gern mit Trost erfreut. Auch am Kreuz auf Gol— gatha, seiner letzten Stun⸗ de nah, freut sein Herz, sich noch auf Erden des Betruͤbten Trost zu wer⸗ den. 2. Nicht vergebens fle— het einer der mit ihm Ge— kreuzigten zu ihm: Herr! gedenke meiner, wenn du nun dein Reich wirst sehn! Voller Huld ruft er ihm zu: wahrlich, heute noch 91 du mit mir, aller Angst entnommen, zu dem Paradiese kommen. 3. Theures Wort aus Jesu Munde! welchen Trost giebst du auch mir auf die finstre Todesstun-— de, folg' ich meinem Gott nur hier, Wenn auch mei— bleibt mir mbct Raclden aht Hehn ich Zecle 0 N j if 0uc fun o, H N Rr 11—0 h I 1 heben. 3. D Her Sal It has, Iebhöh Kb, dult R I W a 3. Ehthf l chhache 0 uh def Lchth kehint D be uüh 0 W i Mei 0 hand —— ——— as„ A „ du 0 Him mel N. ichert: 11 wo ichhj 3 sehn. am wih gen 10, ttlich. kten th nen Eh nein H d; fuͤhl Herzen, D ost lfl euz auf letzten e Ut sen If Erdel Trost zu! vergebent mit ihnl uihm: 0 ner, walh ich wiest s ruft h, heute 0 1 mit, A imen, anma 5 Wolt un un au N. icht, 10 Leiden und Tod Jesu. 133 mir doch die Zuversicht, daß ich dann zur Him⸗ melshoͤhe und zu ihren Freuden gehe. 4. Zagt ich dann wohl, wenn ich sterbe? Meine Seele stirbt doch nie, Un⸗ tergang ist nicht ihr Erbe; auch kein Schlaf betaͤubet sie, wo sie erst aus lan⸗ ger Nacht nach Jahrhun— derten erwacht: nein, sie wird zum neuen Leben durch den Tod sich gleich erheben. 3. Der du sterbend mei⸗ ner Seele diesen Trost ver⸗ 699 hast, daß die duͤstre Grabeshoͤhle sie nicht, wie den Leib,, umfaßt; Jesu! ewig Dank sey dir! IWei⸗ lig sey die Hoffnung mir, die du auf ein beß'res Le⸗ ben deinen Freunden hast gegeben. 6. Sie, sie reize mich zum Fleiße, ganz mich deinem Dienst zu weihn, und dein Freund, so wie ich's heise, in der Wahr— heit auch zu seyn. Unter Sorgen, Gram und Schmerz staͤrke sie mein schwaches Herz, mit Ge— duld die kurzen Plagen dieses Lebens zu ertragen. Dir befehl ich dann ant Ende dieser rauhen Pil-⸗ ardbahn meinen Geist in deine Haͤnde; und du nimmst 7 mein Flehen an; dann genießt er deines e bis der Tag des Weltgerichts auch die Nac Ht des Grabes endet, und sein ewig Gluͤck vol⸗ lendet. Eigene Melodie. Mit tiefer Rüͤhrung. 152. Voll Schmerz und al dem Tode nah, haͤggn du, mein Heil! auf Golgatha. Wer kann dein keiden fas⸗ sen? Kaut seuftest 197 mein Gott! mein Go wie hast du mich Derlpnn 2. Die Zunge klebt am trocknen Gaum, du ath⸗ mest vor Verschmachten kaum. Doch, ach! mit bitterm Spotte lacht del— nes letzten heißen Dursts der 12 ssethaͤter Rotte. 3.. Du, desse n Wort den Muden Kraft, Erquickung Duͤkstenden berschaft, acht du, du willst versch Hmach⸗ ten? Mich duͤrstet! rufst du; Niemand will auf deine Klagen achten. 4. Doch Gott hat dich im Tod erquickt, dich ewig aller Quaal entruͤckt, und dnn Gebet erhoͤret. Durch dich wird in der Todes— angst Erquickung mir ge— waͤhret. Tod 134 Leiden und Tod Jesu. Tod Jesu. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit sanftem Dankgefuͤhle. 153. O Golgatha! zu deinen Hoͤhen erhebet dankend sich mein Herz. Im Geiste will ich Jesum sehen, ihn sehn in seines Todes Schinerz; ich will mich seiner kiebe freun, und will ihm Herz und Leben weihn. 2. Wie ruͤhrend scheidet der Gerechte, deß Unschuld selbst der Tod bewaͤhrt! Zwar leidet er den Tod der Knechte, von Frevlern noch am Kreuz entehrt; doch seines Herzens Rei— nigkeit giebt ihm im Tode Freudigkeit. 3. Er stirbt, die hohen Himmelslehren von Tu⸗ end, Pflicht und Sitt— sichleit auch selbst durch seinen Tod zu ehren; die Hoffnung der Unsterblich⸗ keit gab seinem Geiste neues Licht, und Todes— nacht umschloß ihn nicht. 4. Er stirbt, der Wohl⸗ thun ausgebreitet, oft Naͤchte im Gebet durch⸗ wacht, die Sterblichen zu Gott geleitet, sein Tagewerk vollbracht. Wie freudenvoll stirbt nun und treu ein Christ, der Jesu BeymanQ. spiel nie vergießt! 5. Froh feyert er die große Stunde, da er zu seinem Vater geht, und noch mit schon gebroch-⸗ nem Munde voll Groß⸗ muth fuͤr die Feinde fleht, den sterbend segnet, der ihn schalt, sein Wohlthun ihm mit Haß vergalt. 6. Auf die, die weinend um ihn stehen, gießt er der Freundschaft Segen aus, spricht hoffnungs- vol vom Wiedersehen im Himmel, in des Vaters Haus, stroͤmt neuen Trost und Muth und Ruh den kummervollen Herzen zu. 5. Er sieht auf die vollbrachten Thaten, als Aussaat fuͤr die Ewigkeit, dankt Gott, durch den sein Werk gerathen, und freut sich der Unsterblich— keit, empfiehlt den Geist in Gottes Hand, und geht getrost ins beß're Land. 8. Gieb, Gott! daß ich ihm aͤhnlich werde, so geh' ich durch das Todesthal, rufst du mich einst von dieser Erde, begleitet von der Hoffnung Strahl. Und sterbend werd ich mich noch reun, der Tod wird mir nicht schrecklich seyn. Vor⸗ —. NjI„ K abl) H.s 1. Män Maset Haune& ssch, 0 Heues Lc Gahir of Mhaupen Hacht, der sug it v 3. M 0H hu vol Ns her in Wht de Wihewende O voll — — — — .—. hl die L Gaathe hur de E Iu Hug Wr mein en As gem —— N V/ gießt! fehert e de, da T gehtu Hhon gath voll dun Feinde segnet, drl Vohlthunch galt. e„ die wihr en, gicß schaft H. t hofs ziederschn des M it neuegk und A n Herze sieht au Thateh, die Eh durch zerathel) er Unstih ehlt deh 0 Hand, ů t ins H Gott! MN werde, I 5 Todebhl lich in! eglaeg . E. àStruhl dichnahn dod wid 11 sehh. Leiden und Tod Jesu. Vorige Melodie. Mit Trostgefühle. 154. Es ist vollbracht! so ruft am Kreuze des sterbenden Er— loͤsers Mund. O Wort, voll Trost und Leben, reize zur Freude meines Her⸗ zens Grund. Was Gott auch mir zum Heil er—⸗ sehn, ist,(ihm sey ewig Preis!) geschehn. 2. Mein Jesus stirbt, die Felsen, beben, der Sonne Schein verlieret sich, in Todte dringt ein neues Leben, der Heil gen Graͤber oͤffnuen sich, der Vorhang reißt, die Erde kracht, der Welt Versoͤh— nung ist vollbracht. 3. Wie viel, mein Heill! hast du vollendet, als dir das Herz im Leibe brach! du hast den Fluch hin⸗ weggewendet, der auf der Welt voll Suͤnder lag, und uns die Bahn durchs Todes-Nacht zur frohen Ewigkeit gemacht. 4. Dankvolle Thraͤnen netzt die Wangen! Mein Glaube sieht nun offen— bar die Schuldschrift an dem Kreuze hangen, die wider meine Seele war. Er, den mir Gott zum Trost gemacht, rief auch 135 fuͤr mich: Es ist voll— bracht. 3. O hilf mir, Herr! nun auch vollbringen, was wahre Dankbarkeit begehrt, laß nach der Heiligung mich ringen, dazu dein Tod mir Kraft gewaͤhrt. O staͤrke mich dazu mit Macht, bis meine Beß'rung ist voll⸗ bracht. 6. Du litt'st so viel zu meinem Leben. Wiel sollt' ich nicht voll Eifer seyn, mich deinem Dienste zu ergeben? Sollt' ichtdabey fuͤe Schmach mich scheun? Dein, Jesu? seyn, dein Eigenthum, sey meines Herzens Freud und Ruhm! 7. Soll ich bey dir er— gebnem Herzen, auch hier durch manche Truͤbsal gehn, und hat mein Gott gehaͤufte Schmerzen zu meiner Pruͤfung auser— sehnz so laß die Hoffnung mich erfreun: Auch das wird einst geendigt seyn. 8. Fuͤhl' ich zuletzt des Todes Schmerzen, so staͤr⸗ ke mich in solcher Kkast, und mach es lebhaft mei— nem Herzen, daß du den Tod besieget hast. So geh' ich froh zur Grabes-— nacht mit dem Triumph: Es ist vollbracht. Vor⸗ 136 Leiden und Tod Jesu. Vorige Melodie. Mit troͤstlicher Ergebung. ein Jesus stirbt, 155• Me was soll ich le⸗ ben? mein Haupt erblaßt, wo bleibt sein Glied? Aeh! soll ich ihm den Geist nicht 3un d⸗ da jetzt sein Geist ndannen zieht? Ach! 38 ich sterbe nun mit dir, denn, Jesu! du stirbst fuͤr mich hier. 2. Mein Jesus stirbt, Wo deines Sohnes Seele ruht, da ist's auch mei— ner Seele gut. 5. Mein Jesus neigt sein Haupt zur Erden, Welt, gute Nacht! ich scheide mit; soll Jesus eine Leiche werden, was scheuꝰ ich dann den letzten Tritt? Ich leb' und ster— pe, Jesu! dir, sollt' ich nicht sterben mit Begier? M Jesus stirbt, 6. ein drum soll ich leben, seinJer ist verschieden. Wie Dod befreyt mich von dem sanfte neiget er sein Tod. Nun kann ich erst Haupt! So schlaf' ich mein Hauot aus heben. ein im sußen Frieden, Entweiche Suͤnd'! ich lebeder stirbt nicht, der an Gott. Ach ja, h lebe nun in dir, mein Jesu! leb' auch du in mir. Jesus stirbt, Ach 3. Mein die Augen b echen. nimm den letzten Blick von mir! Sein Mund verschmacht, was soll ich sprechen? mein letztes Wort se), Jesu! hier. Ach Jesu! Jesu! laß mich nicht, wenn mir der Tod das Herze bricht. 4. Mein Jesus stirbt, und seine Seele befiehlt er in des Vaters Haͤnd'. Ach Vater! Ach! auch ich befehle dir meinen Geist an meinem End, Jesum glaubt; drum sterb' ich drauf, und bleib' da—⸗ bey, daß Jesu Tod mein Leben sey. 7. Mein Jesus stirbt, sein eigen Leben ist ihm auch nicht fuͤr mich zu theu'r. Nun hat er alles hingegeben. O unaus-⸗ sprechlich Liebesfeu'r! Mein Heil! was foderst du von mir? Ich geb' mein Alles, Alles dir. Eigene Melodie. Hoͤchst ruͤhrend. un ist es alles 156. V wohl gemacht, mein Jesus ruft: Es ist 0 W H Gan u 3. D Mfgedek 9, 00 Iten! wie ssch r Hol 4. W. tll sch t du, Mi Enbinde Echul. Hu ft ir däne Ion uld ah, Ke Cohhrn sl vi voll⸗ Dinn. Shnes Sl 6 uc d u¹ut. JNsud ff zur dn, Nach soll Ji werden, u inn den lahn leb' und i dir, solbi mit Vah Jesus sih hieden. tʒ drum und bleid esu Hot Jesus fi eben ist! fuͤr ni hat er l O ul Liebeßft was 0⁰ 12. N0 Alles N. Melodi Fuhrend, vhl gehtt ustt E f 0 Leiden und Tod Jesu. 137 vollbracht! Der neigt sein Haupt, o! dieser stirbt, der uns erwirbt das Er— be, welches nie verdirbt. 2. Der, dem an Ho⸗ heit keiner gleicht, der Herr der Herrlichkeit, erbleicht. Was Wunder, daß die Erde kracht, und dicke Nacht verhuͤllt der Sonne Glanz und Pracht? 3. Das Heiligthum steht aufgedeckt; die Felsen ber⸗ sten, alles schreckt, der Todten Graͤber oͤffnen sich; wie sichtbarlich zeigt hier der Gottheit Finger sich. 4. Weil dann die Krea— tur sich regt, so werd auch du, mein Herz! bewegt. Empfinde reuvoll deine Schuld. Aus Gottes Huld starb Jesus auch fuͤr deine Schuld. 3. Sein Tod,(o nimm es wohl in Acht!) hat Trost und Heil auch dir gebracht. Verehre den, der bis zum Grab sich fuͤr dich gab, und stirb dem Suͤndenleben ab. 6. Ja, Vater! unter Pein und Hohn erbleicht am Kreuz dein ein'ger Sohn: nun ist kein Zwei— fel, deine Huld tilgt mei⸗ ne Schuld, und traͤgt fort⸗ hin mit mir Geduld. 7. Hin auf sein Kreutz will ich stets sehn, und dankvoll seine Treu er— hoͤhn; Trost soll er mir im Sterben seyn, mich dann erfreu'n, so schlaf“ ich sanft und selig ein. 8. Und dient ich nun der Suͤnde noch? fern sey von mir ihr schnoͤdes Joch! Auf Seele! daß du dich erhebst, nur Jesu lebst, ihm zu gefallen dich bestrebst. 9. Ertoͤdte selbst in mei—⸗ ner Brust, mein Heiland! jede boͤse Lust. Dein Tod, der mir das Leben schafft, verleih mir Kraft im Kampf mit meiner keiden-⸗ schaft. 10. Gestaͤrkt von dir besieg' ich sie, und scheue dabey keine Muͤh. Ich setze freudig, auf dein Wort, den Kampf hier fort, und volle Ruh er⸗ wart' ich dort. ö 11. Wie dank' ich dir, Herr Jesu Christ! daß du fuͤr mich gestorben bist? dich preiß ich hier schon hoch erfreut, doch nach der Zeit, noch froher in der Ewigkeit. Mel. weiht, 138 Leiden und Tod Jesu. Mel. Jesus meine Zuver⸗ sicht. 26. Tief geruͤhrt. Tesu Christi Ster— 157. 2. betag sey euch, Christen, ewig theuer! was kieb' Dank vermag, ihm zu seines Todes Feyer! eure Seele, still vor Gott, denk' an Jesu Christi Tod. 2. Diese Welt und ihre Muͤh, dieses Lebens kurze Freuden, jede Lust vergesse sie. Tief geruͤhrt von sei— nem Leiden, und von sei— nes Todes Schmach, sey sie still und denke nach! 3. Zwischen Erd' und Himmel schwebt blutend er, der nichts verschuldet, fuͤr der Bruͤder Wohl ge— lebt, Muͤh und Arbeit gern erduldet, Naͤchte im Ge—⸗ bet durchwacht, und auf Menschenwohl gedacht. 4. Hocherhabner! Ewi— ger! vor dir wirft mein Geist sich nieder. Preis dir, Unerforschlicher! daß fuͤr mich und meine Bruͤ⸗ der er, dein Sohn, dein und Liebling starb, und uns Trost und Ruh erwarb. 5. Ja, du gabst ihn fuͤr uns hin, weil du Suͤn—⸗ dern gern vergiebest. Du ver sicherst uns durch ihn, daß du uns als Vater liebest. O! wie ruͤhrend ruft sein Tod: weg mit Furcht und Angst vor Gott! 6. Gott der Liebe! ja du bist Vater Allen, die dich kennen. Heil uns, wenn, wie Jesus Christ, wir auch sterbend sagen koͤn⸗ nen: ich erfuͤllte meine Pflicht! dann schreckt Tod und Grab uns nicht. Bekannte Melodie. Hoͤchst ruͤhrend. Lamm Gottes 158. Ohndin, n Kreuze fuͤr uns erwuͤrget; befunden stets geduldig, da du fuͤr uns dich ver—⸗ buͤrget. Du trugst der Suͤnden Plagen, daß wir nicht duͤrften verzagen. Gieb uns deinen Frieden, Jesu: 0 Ja Grab Ggen 90 Weilegel el 60 Eelß Cellantte 20 Hshirmt sler dr Vaeets ilhe gl . N se ssd sd Rel un bett aner K 4 Ils ftl Iamte Hert bhst Iichisch 0„ Hlißt, gn Hi det sach hie 0 D⁰ Hce filen⸗ — „ und W uh erwyrt. gabst ihys il du Ei kgiebes. V 5 burch h. als D wie rußen d: weg u Angst Aebel en, die R uns, wan Christ, v sagen uͤllte wit schreckt Y icht. Nelodie. ihrend. mm Got schuldig, 8 erwuͤgh geduloh dich gl teugst N u, daß v berzagsh en Friedeh G 139 Ger a b Eigene Melodie. Feyerlich stille. rab meines 159. Herrn! Ich weile gern in deinem heil'⸗ gen Schauer! stroͤme gern in Seufzer aus meine Seelentrauer. 2. Von Himmelsruh' beschirmt, liegst du in stiller Felsenhoͤhle; in des Vaters Haͤnden schwebt; deine große Seele. 3. 34 Menschenfreund! sie sind geweint, geweint sind deine Zaͤhren; nun, nun werden sie den Glanz deiner Krone mehren. 4. Ums Grab herum ist alles stumm: die Winde Gottes schweigen; Engel seh' ich nur, die sich be⸗ tend niederbeugen. 5. O darf ich heut der Einsamkeit mein Todten⸗ lied vertrauen? Mittler! du wirst liebevoll auf mich niederschauen. 6. Du kennest mich, und weißt, daß ich dir trau' mit ganzer Seele. Bald, bald deckt den muͤden keib auch die Schlummerhoͤhle. 7. Dann schlummert ihr Gebeine hier, bedeckt mit stillem Moose; ruhet, wie 3efu. der Saͤugling ruht, in der Mutter Schoose. 8. Bald ists vollbracht! der Erde Nacht wird dann zum ew'gen Tage! Jene Seligkeit entfernt alle Le—⸗ beusplage. Mel. Begrabt den keib 19⁰ in seine ꝛc. Sanft und feyerlich stille. Ach! endlich, 160. A Dulder! fin⸗ dest du ein stilles Grab zu deiner Ruh, das nach der Noth, die dich ge—⸗ druͤckt, mit suͤßem Schlum⸗ mer dich erquickt. 2. Wohl dir, daß du gefunden hast, wohin nach heißer Tageslast dein Haupt du legest, ein⸗ mal nun von langer Ar-⸗ beit auszuruhn! 3. Dein keib, des fin—⸗ stern Grabes Raub, ward doch nicht durch Verwe— sung Staub; aus dunkeln Grabesnaͤchten bricht bald deiner Auferstehung Licht. 4. O daß, wenn einst mein ew'ger Geist des Staubes Huͤlle sich ent— reißt, auch ich nach Muͤh? und Arbeit ruh', auch Ruh verdienen mag, wie dus An⸗ ——— Grab Fesu. Anwendung der Leiden und des Todes Jesu. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit Empfindung. 161. Fr starb, der Tugend, er starb von seinem Volk verkannt, das nicht in ihm den Freund der Jugend, des Mannes und des Greises fand; in ihm, der nie auf Rang und Pracht, nur Anspreuch auf ihr Herz gemacht. der 2. Wie aber werden wir ertkengen, daß wir den großen Tugendfreund nicht auch, wie einst sein Volk, verkennen, daß un⸗ ser Herz es besser meint mit Jesu, dessen Tod uns ruͤhrt, dem unser ganzer Dant gebuͤhrt? 3. Wenn seinem liebe— vollen Herzen auch unser Herz an kiebe gleicht; wenn unter Leiden, unter Schmerzen, es nie von seinen Pflichten weicht; wenn wir dem Feinde selbst verzeihn, und ihn mit Rath und Trost er— freun; 4. Wenn wir stets rei⸗ nes Herzens leben; wie Jesus, uns der Tugend weihn, und unser eifrig— stes Bestreben nur das groͤßte Freund ist: Gott ergeben seyn; und wenn wir jede boͤse That vermeiden, wie es Jesus that: 5. Dann koͤnnen wir den Trost uns geben, daß unser Herz ihn ehrt und liebt, und hoffen, daß nach diesem Leben Gott jene Seligkeit uns giebt, mit der er in der Ewigkeit den, der die Tu-— gend ehrt, erfreut. Eigene Melodie. 10⁴ Gefühlvoll. 162. Ach! sieh'ꝰ ihn dulden, blu⸗ ten, sterben! o meine Seele! sag ihm frommen Dank! sieh! Gottes ein'- gen Sohn dort sterben, weil Menschenliebe ihn so heftig drang! Wo ist ein Freund, der je, was er, gethan, der so, wie er, fuͤr Suͤnder sterben kann? 2. Ja, mir zum Trost und ihm zur Ehre gereicht sein ganzer Kampf, sein Kreuzestod; bestaͤtigt ist nun seine Lehre, ich baue fest darauf in jeder Noth. Unschuldig litt er zwar; doch Preis und Ruhm ist auch im Kampf der Unschuld Eigenthum. 3. Mich soll das Bey-⸗ der from⸗ spiel Jesu lehren, ——— WI Falbe l hrt mich Hbbleche Rachle ul sch. gienz zu 10 V 90 Scllle. , It 8 Lodet Gahe st I Moast hhe ml Un eir WUe A A Hett An wie hsf auch 0 unk Wai fiehne! Hlhyn m 1 100 E siter esh die Mferhli M in fhlch e. Ne Him — cgeben sch, vir sde got den, wir koͤnen uns gah, etz ihn d und hoßh, iesem deligkeit u her er ny „der die Freut. Nelodit. lobll. fsieh' f Aulden, o ym fronma Gottes e det stetha liebe ihnt Wo ist u se, was l 0,„ Wie, Herben kah zum duß hre gelech Impf, l Pestätht 2, ich Ml eder Nh er zuuz nd Mhh ampf N. Grab Jesu. 141 frommen Unschuld Lohn Mel. Lob, Ehr und Preis. y Seligkeit. Auch ic. ö 1 1 Gerd Dude Zugend Mit stiller Groͤße und tiefer ehren, und willig thun, Embindung. was sein Gesetz gebeut. 4 Wie groß, o Die oflicht des Danks 63 W' Herr. er⸗ dringt innig mich dazu, und Tugend gruͤndet wah— re Seelenruh. 4. Nie will ich mich am Fein de raͤchen: auch dieß lehrt Jesu hohes Beyspiel mich; in banze Klagen nie ausbrechen, verloͤr' aͤuch gleich mein Pfad im Dun⸗ kel sich. Durch Leiden gieng zum Ziele Jesus hinz ich folge ihm, weil ich sein Schuͤler bin. 5. Was fuͤrcht' ich noch des Todes Schrecken? im Grabe schlief auch einst der Menschenfreund. Mag Erde meine Asche decken, wenn einst des Todes dunkle Nacht erscheint! Der Gott, der ihm das Leben wieder gab, ruft einst auch mich aus mei⸗ nem dunkeln Grab. 6. Nimm hin den Dank fuͤr deine ebe, mein Ret— ter! den mein ganzes Herz dir bringt; dort dant' ich dir mit reinerm Triebe, wenn dich mein Geist unsterblich einst besingt. Dann stimen alle Sel'gen froͤhlich ein; dann soll der ganze Himmel Zeuge seyn. ———————i——————————.— scheinest du auf deinen Lei⸗ denswegen! mit welcher hohen Seelenruh gehst du dem Tod entgegen! Voll Zaͤrtlichkeit und Edelmuth warst du bereit, nur uns zu gut des Kreuzes Schmach zu traͤgen. 2. Die Menschen fuͤr die Ewigkeit voll Weis- heit zu erziehen, war stets bey deiner Lebenszeit dein ernstliches Bemuͤhen, und selbst im Tode wolltest du fuͤr sie Heil, Trost und Seelenruh— voll Groß— muth, noch erwerben. 3. Drum stiegst du auf der Leidensbahn, voll Heldenmuth, mit Freu⸗ den getrost auf Golgatha hinan, den Kreuzestod zu leiden; hier zeigest du dich, Gottes Sohn! bey Schmerzen, Maurtern, Spott und Hohn in dei— ner wahren Groͤße. 4. Mit hoher Wuͤrde duldest du des Kreuzes Schmach und Schmerzen, sprichst Trost betruͤbten Seelen zu, und bitt'st mit edlem Herzen selbst in der letzten Todesnoth fuͤr dei⸗ ne — —.— —— Grab Jesu. ne Moͤrder noch zu Gott; du stirbst als Menschen— retter. 5. Ach! sieh ihn hier, erloͤster Christ! schuldlos zum Kreuze bringen; ßeh, wie sein Blut zur Erde fließt; sieh ihn im Tode ringen! Sieh seine Wun⸗ den, seinen Schmerz! Denk heran, so laß uus diese an sein liebevolles Herz! ach sieh ihn duldend ster— ben! 6. Hier denk, an jenen Zweck zuruͤck, der ihn hier⸗ her getrieben! Nun sag bey diesem Trauerblick: willst du noch Suͤnden lieben? Nein! hier, o Christ! entschließe dich bey seinem Tode feyerlich, dein Leben ihm zu weihen. 7. Entsag den Suͤnden dieser Welt und suͤnden—⸗ vollen Freuden; flieh Men⸗ schenhaß, der ihm mis⸗ faͤllt; such alles zu ver⸗ meiden, was dich zur Suͤnde reizen kann, geh standhaft auf der Tugend⸗ bahn der bessern Welt ent— gegen. ö 8. O Jesu! der du fuͤr uns starbst zur Rettung vom Verderben, uns so viel Heil und Trost er⸗ warbst, durch Lehren, Lei⸗ den, Sterben; steh uns mit deiner Hilfe bey, daß wir, stets unsrer Pflicht getreu, nach deiner Lehre leben. 9. Doch auch bey unsrer Suͤndenschuld, und bey dem Druck der Leiden wollst du uns Trost, Muth und Geduld durch deinen Tod bereiten. Naht dann auch einst der Tod Pilgerbahn im Glauben sanft beschließen! Bekannte Melodie. Troͤstlich. rg½ Fesu! deine tie— 164. fe Wunden, deine Qugal, dein bittrer Tod geben mir in truͤben Stunden Kraft zur Tu⸗-⸗ gend, Trost in Noth. Sollten Suͤnden mich ent⸗ weihn? Nein! ich denk' an deine Pein; sie, sie lehrt mich Suͤnden lassen, und sie als mein Ungluͤck hassen. 2. Die Erinn'rung dei⸗ ner Leiden staͤrke mich mit Kraft und Muth, alle schnoͤde Lust zu meiden, zu bekaͤmpfen Fleisch und Blut. Auch wenn meine Seele zagt, wenn mich truͤbe Schwermuth plagt, laß, im Glauben mich zu staͤrken, mich auf deine Leiden merken. LE 3. MI. . Hs Sbah Rel sch sch Nd Rah W hach Echna el H stluß 4• 0 b3 ni⸗ dDRen Wen Iasgket Ruastu miihe; mih d Rehn dl Hche, M eiw . M N N Fiie 30 Asht de Hah dit I, s RI R MI u S dem Iud Etre Halde gů — Aunsrer Rsh h deiner ssz — auch beynt, Id, usch kE der A uns Gedulhen bekeitenl einst N laß unt! im G jeßen! te Melog stlich. esu! dein fe Voh U, dein g mir in th Lraft gur! ost in nden mich ein l ich ein; s Zuͤnden la mein l rinn'runh kaͤrke mich ö Muth/ z m n Fleisch wenn i wenn ermuth Auben m N. ch auf Grab Jesu. 143 3. Will die Welt mein Herz verfuͤhren auf der Eitelkeiten Bahn, wo so viele sich verlieren, und sich dem Verderben nahn: dann denk' ich, o Jesu! nach uͤber deine große Schmach, daß ich dir ge— treu verbleibe, und die boͤse kust vertreibe. 4. Gieb bey Allem, was mich kraͤnket, mir aus deinem Leiden Ruh. Wenn mein Herz daran gedenket, stroͤme neuer Trost mir zu. Wenn mich meine Fehler reu'n, muͤsse mich dein Tod erfreu'n; denn du hast, da du ge— storben, diesen Trost auch mir erworben. 5. Auf dich setz“ ich mein Vertrauen, Jesu! meine Zuversicht. Du ver— treibst des Todes Grauen, durch dich schaͤdet er mir nicht, sicher ist bey dir mein Heil! Hab' ich, Herr! an dir nur Theil, o! so wirst du ew'ges Leben mir auch einst aus Gna⸗ den geben. 6. Hab' ich dann in mei—⸗ nem Herzen Hoffnung je⸗ ner Herrlichkeit; so besieg' ich auch die Schmerzen von dem letzten Kampf und Streit. Wenn gleich meine Huͤlle bricht, quaͤlt doch Todesfurcht mich nicht, uͤberwunden, uͤber— wunden hab' ich, durch dich uͤberwunden. Mel. Lob, Ehr und Preis. Mit troͤstlicher Ruͤhrung. Ich preise di 165. o Herr, maan Heil! fuͤr deine Todeslei-⸗ den. Hab' ich an ihren Fruͤchten Theil, was fehlt dann meinen Freuden? Du wardst ein Opfer auch fuͤr mich. O! gieb, daß meine Seele sich deß ewig freuen moͤge. 2. Was kann mei Geist durch deinen Tod nicht noch fuͤr Segen fin⸗ den? Erloͤsung aus der Todesnoth, Vergebung aller Suͤnden, Gewissens-⸗ ruh, zur Beß'rung Kraft, das hast du, Herr! auch mir verschafft, da du am Kreuze starbest. 3. Der Trost, den mir dein Tod verschafft, werd? ewig mir zum Segen. Er staͤrke mich mit neuer Kraft auf allen meinen Wegen, nur das zu thun, was dir gefaͤllt, und alle Furcht und Lust der Welt mit Muth zu uͤberwinben. 4, Die kiebe, die du mir erzeigt, ist gar nicht iu + Grab Jesu. zu ermessen. O mache selbst mein Herz geneigt, sie niemals zu vergessen, daß ich aus aͤchter Ge— gentreuf dir bis zum Tod ergeben sey, und dir zur Ehre lebe. 5. Laß deines Leidens großen Zweck mir vor Augen stehen. Nimm alle Hindernisse weg, die Tugendbahn zu gehen, die mir dein heilig Vorbild weist, und die einst den erloͤsten Geist zu deiner Freude fuͤhret. 6. Zum ew'gen Leben hast du dich fuͤr mich da— hin gegeben. Dein Kreu— zestod erwecke mich, mit Ernst darnach zu streben. Herr! mache mich dazu geschickt, und werd' ich einst von Gott begluͤckt, so ist der Tod mein Leben. Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. Sanft und trostvoll. üuh' und sichre 166. R Freuden giebt mir, Herr! dein Leiden, deine Todespein, wenn mein Geist bedenket, was dein Tod mir schenket, koͤnnt ich' trostlos seyn? Jesu! du bleibst meine Ruh, bey dir find ich Trost und Freude, auch im groͤßhten Leide. stets 2. Meine Angst zu daͤm⸗ pfen, hast du wollen kaͤm⸗ pfen und verlassen seyn. Um mich zu erneuen, und mich Gott zu weihen, litt'ꝰst du Schmach und Pein. Gottes Huld! willst meine Schuld, wenn ich sie bereu', erlassen. Muth kann ich nun fassen. 3. Ja! was waͤr ich Armer, gabst du, mein Erbarmer! dich nicht hin für mich? Bange Furcht und Schrecken wuͤrden mich bedecken, kennt' ich, Herr! nicht dich. Doch dein Blut floß mir zu gut, floß zur Tilgung meiner Suͤnden, Gnade noch zu finden. 4. Kraͤnkt mich meine Suͤnde, eil ich hin, und finde Trost auf Golgatha. Hier hast du dein Leben fuͤr mich hingegeben, hiengst verlassen da; als ein Spott der Welt, da Gott mit sich selbst pdie Welt versoͤhnte, und mit Gnade kroͤnte. 5. Ja! du wolltest ster—⸗ ben, Heil uns zu erwerben unser Trost zu seyn; stiegst ins Grab hernieder, um uns, deine Bruͤder, ewig zu erfreu'n. O moͤgt' ich, mein Jesu! dich doch von Herzen wieder lieben, und stets Gutes uͤben. * — s. hil Uen fl U 0 Halund! hulette? As. O nich we I mid Rir Hl 16 he d K M Ml Mtter Waun i I wit Juf dic (den Juhn, 5. El Alden A ‚0 n N„, 0 sit mi Olund! ih eh o —— Nagst zu dy wolla i erlassen, erneuen, 1 Wsch, öchmach n 5 Huldlag ssen. M fassen. bas wab!“ ost du, N dich nicht Bange zu ken hh u, kengb dich. A floß mit zur A den, u en. mich ml ich hin, V uf Gobgah u dein l hingeged ssen daz er Welt, ch selbi ste, und il wolltet ft i KSe seyn;h nieder/ V wuͤder, Eg moͤgt Ich doch d lebey, 10 Veh. 0 Grab Jesu. 145 6. Hier, wo du dein Leben fuͤr mich hingegeben, schlag' ich an die Brust. Heiland! ich bereue die verletzte Treue, jede boͤse Lust. Dir allein will ich mich weihen; denn du bist fuͤr mich gestorben, hast mir Gnad' erworben. 7. Segne mein Bestre—⸗ ben: dir allein zu leben, gieb mir deinen Sinn. O! was kann mir fehlen, Retter meiner Seelen! wenn ich treu dir bin? Ou wirst mich, ich hoff' auf dich, einst gewiß von allem Boͤsen, dir zum Ruhm, erloͤsen. 8. So wird mir dein Leiden Quelle wahrer Freu— den und zur Tugend Reiz. Ja, so oft ich wanke, staͤrkt mich der Gedanke, Heiland! an dein Kreuz. Folg' ich dir nur treulich hier, o so werd' ich selig sterben, und dein Reich ererben. Mel. O Welt sieh hier ꝛe. Erweckend. er kann die 167. Leiden fassen, die du, o Herr! gelassen fuͤr mich erduldet hast? Daß ich gerettet wuͤrde, trugst du die schwerste Buͤrde, und uͤbernahmst auch meine Last. 2. kaß deine letzten Stunden, da du so viel empfunden, mich troͤsten und erfreu'n. Es lehre mich dein Leiden, den Dienst der Suͤnde meiden, und dir mich jetzt und ewig weih'n. 3. Du starbst mit ei⸗ nem Herzen, das auch in Todesschmerzen fuͤr deine Feinde bat. Wie du, will ich mich uͤben, auch mei⸗ nen Feind zu lieben, oft wußt' auch er nicht, was er that. 4. Du troͤstetest den Ar⸗ men, der sich auf deim Erbarmen am Kreuze fest verließ. Auch ich bin, wenn ich sterbe, war ich dir treu, dein Erbe, und folge dir ins Paradies. 5. Du sorgtest voll von Liebe aus regem Mitleids- triebe noch fuͤr der Deinen Ruh. Ach, wenn auch ich muß leiden, und von den Reinen scheiden, so sende Trost und Muth mir zu. 6. Du mußtest, matt von Plagen, auch uͤber Durst noch klagen, und Keiner labte dich. Warum sollt' ich dann beben, wenn Leiden mich umgeben? Du labst durch deine Freunde mich. K 7. 146 Grab Jesu. 7. Du riefst voll tiefer Trauer im bangen Todes—- schauer Verlaͤßt du mich, mein Gott! Nun mag ich einst erblassen, du wirst mich nie verlassen, du fuͤhltest selbst des To—⸗ des Noth. 8. Du sprachst am Ziel der Leiden mit namenlosen Freuden: Mein Werk ist nun vollbracht! Lehr es auch mich vollbringen, und einst zum Ziele dringen durch meines Todes finstre Nacht. 9. Du gabst am Lei⸗ densende in deines Va— ters Haͤnde getrost die Seele hin. Ach! wenn ich meine Seele ihm auch, wie du, befehle, dann ist der Tod mir nur Ge⸗ winn. 10. Fuͤr Suͤnder, mei⸗ ne Bruͤder, sank, Herr! dein Haupt hernieder, du schliefst im Frieden ein. In meinem letzten Kum⸗ mer soll mir dein Todes-⸗ schlummer noch Labsal und Erquickung seyn. Eigene Melodie. Mit seliger Empfindung. Bein Erloͤser, I68. 9»Gottes Sohn! der du fuͤr mich littest, und, erhoͤht auf Gottes Thron, jetzt noch fuͤr mich bittest, welche Wohlthat ist fuͤr mich dein so bittres Leiden! O! wie preis' ich wuͤrdig dich, Stifter mei⸗ ner Freuden! 2. Dir, dem Herrn der Herrlichkeit, war es ja gegeben, ohne Schmerzen, ohne Leid, ewig froh zu leben. Aber, o der gro— ßen Huld! daß ich selig würde, uͤbernahmst du in Geduld schwerer Leiden Buͤrde. 3. Nun kann meine Missethat noch Vergebung finden; denn du starbst nach Gottes Rath fuͤr der Menschen Suͤnden. Ja fuͤr alle starbest du, alle zu erretten, daß wir Alle Trost und Ruh, daß wir Friede haͤtten. 4. Was uns Lust zur Beß rung scha fft, was zur Tugend leitet, dazu hast du neue Kraft durch dein Kreuz bereitet. Nicht ver— gebens darf ich nun mich um Kraft bewerben, Got— tes Willen gern zu thun, Suͤnden abzusterben. 5. Freudig kann ich auf die Gruft jetzt von ferne se⸗ hen, und, wenn dein Befehl mich ruft, froh zum Tode gehen. Denn du hast aus aller Noth Rettung mir errungen, und durch dei⸗ — Reheg A 2 b . J ih, daß Rebm rucht nt zu Reb u ur Al Handen 00 90 Guden Rein& I5 dur de I R ah I an I Y I0 Hi vorde 5. H WA Muchel In E Whaastr Mleo, W meit Nther Hallch 9. AS0 0 ftl. sust gu den Coat bj h Shalst Rlih —— hoch ff she it lche Vust Dei 0 wie. lsh „Gtst X dem Hahr daß ich ernahms chwerer H fann noch V Fechle enn du l S Rath fi Suͤnden. wbest du, „ daß vl! Ruh, u! ten. uns A schafft, w. itet, dhh raft dulch! itet. M F ich nuhl bewerdenj gern; l 0 zu sterbel. ig kaul h; E ht von feh 0 Henn Udell froh zul enn u Noth Rl In N Grab Jesu. 147 deinen Kreuzestod meinen Mel. Meinen Jesum laß'ꝛc. Tod bezwungen. 6. Herr! was bin ich, daß du mein dich so angenommen? Laß die Frucht von deiner Pein mir zu statten kommen. Gieb mir Weisheit, gieb mir Kraft,(du hast sie in Haͤnden,) was du mir zum Heil verschafft, glaͤu⸗ big anzuwenden. 7. Druͤckt mich meine Suͤndennoth, straft mich mein Gewissen: o dann laß durch deinen Tod mich den Trost genießen, daß du auch fuͤr meine Schuld bist am Kreuz gestorben, und Vergebung, Gnad? und Huld mir bey Gott erworben. 8. Laß das Wort von deinem Kreuz mich mit Muth beleben, ernstlich jedem Suͤndenreiz stets zu widerstreben, und voll Dankes, dir zum Ruhm, asle meine Pflichten, als dein theures Eigenthum, treulich zu verrichten. 9. Lehre mich, wie du, so still, standhaft und mit Freuden, wenn es nun dein Rathschluß will, Schmerz und Truͤbsal lei⸗ den; staͤrke mich, wenn ich einmal sterbend zu dir flehe, daß ich durch des Todes Thal ohne Schrecken gehe. Erweckend. ö tätte, Jesu, 169. S staͤrke Aniah⸗ willig alle Last zu tragen! ach! mein Herz entsetzet sich muthlos vor des Le— bens Plagen; und doch soll ich bey der Pein deinem Beyspiel aͤhnlich 0 2. Wer dir nachzufolgen strebt, muß sich deiner Schmach nicht schaͤmen, und, wenn sich das Fleisch erhebt, sich zu stetem Kampf bequemen. Wer sein Kreuz nicht auf sich nimmt, ist zum Himmel nicht bestimmt. 3. O! wie sanft ist mir die Last, wenn ich's zuver⸗ sichtl n wage, und, wie du gelitten hast, muthig alle Noth ertrage; dann wird, was mir schrecklich deucht, suͤß und angenehm und leicht. 4. Ach viel 4 un⸗ endlich mehr, als ich je von Noth enpfin de, litt'st du, Allerheiligster! fuͤr die Welt, fuͤr meine Suͤn⸗ de. Unzaͤhlbar war deine Noth, unaussprechlich schwer dein Tod. 5. Durch dein Kreuz erwarbst du mir Kraft und Muth in meinen Lei—⸗ den. Nun, o Jesu! kann K 2 von 148 Auferstehung Jesu. von dir keine Pein, kein Tod mich scheiden. Werd“ ich muthlos, dann staͤrkt sich mein erschrocknes Herz durch dich. 6. Endlich wirst du mich der Noth dieses Lebens ganz entruͤcken, endlich wird ein sanfter Tod den zerschlagnen Geist erqui— cken, und in der Verwe— sung Haus ruh' ich von der Arbeit aus. 7. Dort, wohin du nach dem Streit triumphirend dich geschwungen, giebst du mir die Herrlichkeit, die du durch dein Kreuz errungen, und bey dir wird jede Pein mir ein neuer Segen seyn. 8. Nun ich fliehe nicht dein Kreuz; sieh ich nehm's aus deinen Haͤnden. Nie soll mich der Luͤste Reiz nie Versuchung von dir: wenden. Gern trag' ich, wiewohl nur schwach, dir dein Kreuz, o Jesu! nach. Auferstehung Je su. Mel. Wachet auf, so ruft die Stimme ꝛc. Freudig. 170. Ihnm dem To⸗ desuͤberwinder, dem Heiland seiner Men— schenkinder, sey ewig Eh-⸗ re, ewig Dank! Singet ihm mit großem Schalle, ihr, seine Himmel, singt ihm alle! der ganze Erd— kreis sey Gesang! Er hat sein Werk vollbracht, be— siegt des Todes Macht, und lebt wieder. Dank ihm erfreut, o Christenheit! Sein Leben ist dir Se— ligkeit? 2. Was kann dich nun mehr erschuͤttern? der Suͤnde Sklaven moͤgen zittern vor ihm, der ewig glorreich lebt. Wir, des Auferstanduen Bruͤder, wir Christen, seines Lei— bes Glieder, wir freu'n 14 daß er ewig lebe. Fuͤr uns litt er' den Tod; für uns entruͤckte Gott ihn dem Grabe. Spoͤtter bebt! der Sie— ger lebt, er lebt, und stirbt hinfort nicht mehr. 3. Unser Herz darf nun nicht wanken; die bangen zweifelnden Gedanken Ihr besiegt des Glaubens Zu⸗ ver⸗ — Hsth. Vesen N cttek! Wiitet V Icht. Kefilt ‚ Nu Me dau) fiht. l Zuos ul 4. D0 Hden b Hh Haschit he! mine! Goltts Hie/ Ih sch Aesung fin lhe, un j ft Wanee ö V M. V • Ralde! fit, J Hac ih hs ichbht. o en 00 6. seyn. ch flichentt sieh ichnhe Haͤnden. r KLuste, ung von ern trap ur schuhh euz, su. ann dich e ttern? V aven non m, det h . Wir/ N Nuihe „seines wir frat ij el den ruͤckte 0 rabe. der E lebt, AN nicht Mah g datf die balgd Gedanleh ubens 30 Auferstehung Jesu. 149 versicht. Wie ein Fels im weiten Meere, steht uner⸗ schuͤttert Jesu Le IHhre⸗ und breitet um sich Trost und Licht. Der Himmelbau zerfaͤllt, die Herrlichkeit der Welt wird sersehin den; doch Jesu Wort steht immerfort, bleibt Trost und Heil in Ewig— keit. A. Doch auch wir, wir werden bleiben, mag doch der Koͤrper nur zerstaͤuben, verzehre Moder mein Ge— bein! Jesus lebt, und meine Glieder belebt einst Gottes Allmacht wieder; wie Er, werd' ich unsterb— lich seyn. In der Ver— wesung Grab dringt dann sein Ruf hinab; und ich lebe, und werde sein mich ewig freu'n. Gott! welche Wonne ist dann mein! Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Troͤstlich. uf! meine See—⸗ 171. A le, auf, zur Freude! denn dein Erret— ter, Jesus, lebt, der dich nach überwund'nem Lkeide einst zur Unsterblichkeit erhebt. Halt im Gedaͤcht— niß Jesum Christ, der —— dem Tod erstanden ist! 2. Denk lebend ihn, wenn dich die Suͤnde mit der Versuchung uͤberfaͤllt. Er lehrte dich die staͤrksten Gruͤnde, sie zu besiegen und die Welt. Halt im Gedaͤchtniß 2 Jesum Christ, der von dem Tod erstan⸗ den ist! 3. Denk ihn im Leben, wenn die Buͤrde des Standes und Berufs dich druͤckt; denn, wer sie traͤgt, wird einst mit Wuͤrde zum Lohne seines Kampfs ge— schmuͤckt. Halt im Ge⸗ daͤchtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstan— den ist! 4. Fuͤhlst du die Schmer⸗ zen harter Leiden, denk, wie's dem frommen Dul-⸗ der giengn. Sein neues Leben ist voll Freuden, die er von Gott zum Lohn empfieng. Halt im Ge— daͤchtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstan⸗ den ist! 5. Dich schrecket Tod und Grabeshoͤh hle? Denk ihn, den der ent— stand; im Tode staͤrke dei— ne Seele, mit Hinblick in das beß' re Land. Halt im Gedaͤchtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstan- den ist! 6. Du WDan beym Grabe deiner Lieben, wie Jesu 15⁰0 Auferstehung Jesu. Jesu Schuͤler ihn beweint; doch, wie sie nicht verlassen blieben, wird auch mit dir dein Freund vereint. Halt im Gedaͤchtniß Je— sum Christ, der von dem Tod erstanden ist! 5. Ja ewig werth sey dir das Leben des Ueber— winders Jesu Christ; folg ihm, so wird er dir auch geben die Staͤrkung, die dir noͤthig ist. Halt im Gedaͤchtniß Jesum Christ, der von dem Tod erstan— den ist! Vorige Melodie. Frohlockend. 172 eil ihm, dem Todesuͤberwin— der! Aus seiner Gruft geht er hervor. Als Ret— ter der verlornen Suͤnder empfaͤngt ihn nun der En-⸗ gel Chor, und aller Him⸗ mel Jubelton preist ihn, des großen Gottes Sohn. 2. Er hat des Grabes Ruh sempfunden; doch kur— zer Schlummer war sein Tod. Er hat gekaͤmpft und uͤberwunden, dahin ist alle seine Noth. Ihm, der das Felsengrab durch— drang, erschallt nun ein Triumphgesang. tag! Herr von neuem wieder, 3. Das segenreichste seiner Werke, die Rettung einer Menschenwelt, vol⸗ endet ist's mit Gottes Staͤrke; die Nacht des Irrthums ist erhellt. Sein goͤttlich Evangelium steht fest zu seines Namens Ruhm. 4. Auf Felsen ruht des Christen Glaube, da sein Erloͤser ewig lebt, und einst mit Macht aus sei— nem Staube ihn zur Un— sterblichkeit erhebt. Nun wird der Tod an Jesu. Hand ihm Hingang in sein Vaterland. 5. Ja Christen, singt: Er ist erstanden! Singt ihm Triumph und Preis-— gesang! Entfesselt von der Suͤnde Banden, sey nun Gehorsam euer Dankt Nicht mehr der Welt und Eitelkeit, nein, ihm weiht eure Lebenszeit! 6. Ein Tag erscheint, erloͤste Bruͤder! Freut euch, es ist ein Wonne— Dann kommt der und Engelheere folgen nach. Dann dringet auch in euer Grab des Tod— tenweckers Ruf hinab. 7. Dann werdet ohr zum hoͤhern Leben, zum Lohn der Frommen aufer— stehn, hu, d, Rils Glath Rult huut N5. N R Kstand Hihtet du Hett. siuche dd In det sauden, sorden v Cotk stin Ram sod Vusehnt; Nah ent schicheme Nsis ler, hah seht lunpr ich: uhl nach Hus dod EgEttaf ich undef wach ich u ern snm. feha. 3. Muß aer fah ih loch! Richig w Dahteh,„ uhn M — segenteichz die Metth Henwelt, a mit Gotg Naht I Lerhellt. En Rgelium f nes Mh Isen ruht iüube, Ri g lebt, A acht aus e ihn zu! erhebt. Lod an Hingasz und. risten, si nden! 6 oh und N Entfesselt u Banden, am euer S der Vel! in, ihm H zeit! ag elsch Ider!) ein MI u komhat! euem whh heere H. dringckg ab deh Nuf in, werdet Leben, V ommen d 1 Auferstehung Jesu. 151 stehn, und, mit des Him⸗ mels Glanz umgeben, ge— trost zum Richterstuhle gehn; dann wird euch der erstand'ne Held ein Fuͤhrer durch die beß're Welt. Mel. Ew'ge Liebe mein Gemuͤthe ꝛc. Froh. reiset Gott in I73. P allen Landen, jauchze, du erloͤste Schaar! denn der Herr ist aufer—⸗ standen, der fuͤr uns ge— storben war. Seht, wie Gott sein Leiden kroͤnt! Nun sind wir mit ihm versoͤhnt; er heilt, aller Noth entrissen, unser schuͤchternes Gewissen. 2. Jesus ruht den Sab— bath uͤber, nach dem Sab- bath steht er auf. Einst komm' ich zu ihm hinuͤber, ruhe nach vollbrachtem Lauf. Tod! du bist mir keine Straf'; einst erwach' ich von dem Schlaf, dann werd ich mit seinen Theu⸗ ern jenen ew'gen Ruhtag feyern. 3. Muß ich gleich von hinnen fahren, so schreckt mich doch kaum der Tod. Maͤchtig wirst du mich be— wahren, Heiland! in der letzten Noth. Meinen Geist, welch ein Gewinn! bringet er ja zu dir hin. Ruht indeß entseelte Glie— der! Einst belebt euch Je— sus wieder. 4. Laß schon jetzt an mir erscheinen, daß du auferstanden bist. Neige du mich zu dem Einen, der des Lebens Endzweck ist, daß, zu jener sel'gen Ruh einzugehn, ich alles thu', daß ich diese Welt verachte, und nach deinem Himmel trachte. 5. Jesus, mein Erloͤser lebet. Heil mir, daß ich dieses weiß! Nun dann, ihr Erloͤste! gebet seinem Namen Dank und Preis! Kommt zu seiner leeren Gruft, hoͤrt die Stimme, welche ruft: Jesus, euer Haupt lebt wieder, durch ihn leben seine Glieder! Mel. Jesu, meine Freude ꝛe. JL. Freudig. Aus des Todes-— 174. A banden ist der Herr erstanden, er, des Hoͤchsten Sohn, Je⸗ sus hat gesieget, alles, alles lieget unter seinem Thron. Unser Freund hat jeden Feind unsrer Selig-⸗ keit bezwungen Lob sey ihm gesungen! 2. 1652 Auserstehung Jesu. 2. Heil uns zu erwer— ben, wollt' er fuͤr uns sterben, und er hat's ge— than. Und zum Trost uns allen sah' mit Wohlgefal— len Gott sein Opfer an. Er, Er rief ihn, der ent— schlief, wieder bald zu— ruͤck ins Leben, hoch ihn zu erheben. 3. Ja, wie hoch erho— ben, lebt nun Jesus dro— ben in der Herrlichkeit! Seiner Herrschersehre jauchzen Engelchoͤre ihm zum Dienst bereit. Er hat nun, uns wohlzuthun, ud sein Heil uns zuzu— wenden, alle Macht in Haͤnden. 4. Freue deß dich, See— le! bring ihm Preis und waͤhle ihn zum Fuͤhrer dir! Auf die sichern Pfa— de zu des Hoͤchsten Gnade bringt er dich schon hier. Welche Ruh stroͤmt dann dir zu! Und wie wird zum hoͤhern Leben er dich einst erheben! 5. Dessen froh zu wer— den, sollst du, Herr! auf Erden stets mein Fuͤhrer seyn. Jesu! deine kehren will ich folgsam ehren, ganz mein Herz dir weihn. Suͤnde fleuch! in Christi Reich kommen nur der Suͤnden Feinde, nur des Guten Freunde. 6. Eitelkeit der fleuch auch du! ich werde, nie dein Sklav, o Welt! Unter allen Gaben wuͤnsch' ich nur zu haben, was stets Werth behaͤlt. Mich erquickt, wenn Noth mich druͤckt, nach dem kurzen Pilgerleiden Gott mit seinen Freuden. 7. Sterb' ich, meine Seele, die ich Gott be— fehle, steigt zu ihm em-⸗ bor. An des Heilands Throne straͤhlt des Sieges Krone, die ich mir erkohr. Erde, Gruft meinen Leib, und meine Glieder leben herr— lich wieder. 8. O der hohen Freude, wenn im Siegeskleide der Erloͤste prangt! Herr! zu deinen Frommen, und zu dir zu kommen, ist, was mich verlangt. Hilf du mir, daß ich bey dir einst in ew'ger Wonne lebe, und dich froh er— hebe. Mel. Weicht ihr Berge ꝛc. Heiter. JFesus, Jesus ist 175. 53 erstanden! kicht stroͤmt in des Grabes Nacht! er ist frey von Todesbanden, und sein großes Werk vollbracht; ja challe ig U nc auf aufgchel Mot) Gieh ll HI 3.60 Rklathe sih un dehäbz Wig Jesus ruft einst aus der Gesst! Gottts qst de 4 6 Me Nunme Hrun eh b. Moann H nihmef fthlt, i Eͤl Lof o est 6 60 fieslef Issin uf ded nas e — der Eih lich vh, b. N aben wůssh haben, behält, 6 in Mohrg dem iun Gott 5 en. ö ich, Hh ich Goth zu ihm a es Helh lt des Eij ch mir et einst aub n keib, T leben g. hohen grh egesllehe! gt! Het. umen, H ommen, rlangt. ich bih! ger Vhl dich figh tet. , N. standel. 6 deb Ettls st steh „uld 0 ö polbin Auferstehung Jesu. 153 ja der Sieg ist nun er— rungen, und der letzte Feind bezwungen. 2. Laß das Siegeslied erschallen! Uns hat er den Sieg gebracht, uns, die noch auf Graͤbern wallen, aufgehellt des Grabes Nacht; uns hat er den Sieg errungen, und sein Werk ist ihm gelungen. 3. Gott! in welcher Son-⸗ nenklarheit strahlt, was Je— sus uns verheißt, strahlt die heil'ge große Wahrheit: Ewig ist des Menschen Geist! Tugend reicht an Gottes Throne Frommen einst die Siegeskrone! 4. Stimmt nun keine Trauerlieder auf des Frommen Grabe an! Wir betreten sterbend, Bruͤder! eines bessern bebens Bahn. Zu der Wahrheit lichten Hoͤhen muͤssen wir durch Graͤber gehen. 5. Unsern Todestag hie— nieden feyern Selige er— freut, als den Uebergang zum Frieden, als Geburt zur Seligkeit. Weit voll-⸗ komm'ner als auf Erden, edler sollen wir dort wer— den. 6. Soll'n in jener Gei— ster Reihen uns dem him— lischen Beruf, dem Be— ruf der Tugend weihen, wozu Gott auch uns er— schuf: immer freudiger den Willen unsers Gottes zu erfuͤllen. 7. Auf! an Jesu Sie— gesfeste laßt uns das Ge— luͤbd' erneu'n: Hier schon soll's das groͤßte, beste, wichtigste Geschaͤft uns seyn, unsre Pflichten zu vollbringen, nach der Hei⸗ ligung zu ringen! rel. Meinen Jesum laß' ich nicht ꝛc. Troͤstlich. Fesus lebt! mit 1½0. mn ihm auch ich! Tod! wo sind nun deine Schrecken? Jesus lebt, und wird auch mich der— maleinst vom Tob erwe— cken. Dann verklaͤret mich sein licht; dieß ist meine Zuver sicht. 2. Jesus lebt! ihm ist das Reich uͤber alle Welt gegeben; und mit ihm werd' ich zugleich ewig herrschen, ewig leben. Gott erfuͤllt, was er ver— spricht; dieß ist meine Zu⸗ versicht. 3. Jesus lebt! wer nun verzagt, laͤstert ihn und Gottes Ehre. Gnade hat er zugesagt, daß der Suͤn⸗ der sich bekebre. Waͤhre Reu verwirft er nicht; dieß ist meine Zuversicht. 4e 154 Auferstehung Jesu. 4. Jesus lebt! sein Heil ist mein! widmen will ich ihm mein Leben; reines Herzens will ich seyn, und den Luͤsten widerstre— ben. Er verlaͤßt den Schwachen nicht; dieß ist meine Zuversicht. 3. Jesus lebt! ich bin gewiß, nichts soll mich von Jesu scheiden, keine Macht der Finsterniß, kei⸗ ne Herrlichkeit, Fein Lei⸗ den. Er giebt Kraft zu jeder Pf licht; dieß ist mei⸗ 255 Zuversicht. ö 6. Jesus lebt! nun ist der Tod mir der Eingang in das Leben. Welchen Trost in Todesnoth wird es meiner Seele geben, wenn sie glaäubig zu ihm spricht: du bist meine Zu— versicht. Mel. O Jesu! Jesu Got⸗ tes Sohn ꝛc. Frohlockend. rohlockt dem 177. Herrn, bringt Lob und Dank ihm, der des Todes Macht bezwang, und uns, den Staub, er— hoͤhte. Der hohe Sieger uͤberwand; Nacht war um ihn, und sie e in helle Morgenroͤthe. Be— bet! gebet stolze Spoͤtter unserm Retter Preis und Ehre! Glaubt an und seine Lehre! 2. Preis ihm! Heil uns! Sein Grab ist leer. Fest stehet, wie ein Fels im Meer, das Wort, das er gesprochen. O selig, wer sich ihm vertraut! Ee hat den Tempel neu gebaut, den blinde Wuth gebro— chen. Seele! waͤhle ihn zum Fuͤhrer und Regierer ines Lebens. Auf ihn hoffst du nicht vergebens. 3. Zum hoͤhern Leben fuͤhrt er dich, und nimmt gewiß dich einst zu sich, faͤllt deine Huͤtte nieder. Das Grab empfaͤngt zwar dein Gebein, doch nicht auf ewig wird es seyn; verklaͤrt giebt er dir's wieder. Herrlich wird sich dann auf's neue seine Treue offenbaren. Volles Heil wirst du erfahren. ihn Mel. Lob, Ehr und Preis. Erweckend. Frmuntre Christ 178.6 den traͤgen Sinn! die Sonn' ist aufgegangen. Eil zu Bem Auferstandnen hin, ihn freudig zu em—⸗ pfangen; denn aus des Todes finstrem Thor bricht der Gekreuzigte hervor, der ganzen Welt zur Wonne. 2. — „Etth Iu Eündel an Rüel Gs se ö nE be 150 ehn I0n aufe Rü al ich in Heleh 3. M af Edes N Hel Dahh Heistu Hchen. 5 R schge Aumel falt, R hhascht. N Mpgggt dqhe En Ihnme, istihn L Reh dd auh dl. suht wiß Mi be a ihnson 5 ssht: iho has und Hoff hnsl S. 0 s h sund, h bahestn. 77—— ubt an 2e mI Hallg st leek.. ein Fihig Wort, Rd O selig raut! C neu gehah Wuth gh wahhe und Nahe 3. M t vergehl oͤhern! „und nh inst zu Huͤtte npfaͤggehr doch ih Hren. V erfahth, und Nn end. ntte H traͤgen& aufgegal ufersundl udig 50 un aus!“ Thor dah behN I Vohha Auferstehung Jesu. 157 2. Steh von dem Tod der Suͤnden auf! Erwach zum neuen Leben! Voll Eifers sey ein neuer Lauf im Glauben dein Bestre— ben; denn wie Gott Je— sum auferweckt, so sollst du auch dadurch erweckt, im neuen Leben wandeln. 3. Vergiß dann, was auf Erden ist! denn sieh, dein Heil ist droben. So sey dann auch dein Herz, o Christ! zu Jesu stets er— hoben. Forthin sey, statt der schnoͤden Welt, der Himmel nur, was dir ge— faͤllt, wo Jesus lebt und herrschet. 4. In jeder Noth bleib unverzagt! auf ihn wirf deine Sorgen! der still'ste Kummer, der dich nagt, ist ihm doch nicht verbor— gen; der Auferstandne hilft auch dir. Er. der ver⸗ sucht ist, gleich als wir, wird Mitleid mit dir ha— ben. 5. Klag unverhohlen ihm dein Leid, du klagst es nicht vergebens. Durch ihn hast du Gerechtigkeit und Hoffnung ew'gen Le— bens. Der so viel Quaal fuͤr dich empfand, und fuͤr dich statb und aufer-⸗ stand, wird deiner nicht vergessen. —— 6. Dich schrecke nicht die Wuth und List und Menge deiner Feinde. Ihn, der ihr Ueberwinder ist, hast du zum treuen Freunde. Er hilft dir sie⸗ gen; ihm vertrau! denn oͤffentlich trug er sie Schau, in hohem Siegs— gepraͤnge. 7. Schreckt dich der letzte Feind, der Tod, auch den wirst du bezwingen; durch ihn aus aller deiner Noth hindurch ins Leben drin— gen. Er ist verschlungen in den Sieg. Der sieg⸗ reich aus dem Grabe stieg, hat ihm die Macht ge— nommen. Mel. Hosianna Davids Sohn ꝛc. Troͤstlich. Der fuͤr mich ge— 179. D kreuzigt war, mein Erloͤser lebt nun wie— der; lebt auch mir, lebt immerdar, nun schlaͤgt mich kein Kummer nieder. Mich schreckt nicht die To⸗ desnacht, nicht das Grauen der Verwesung. Ganz voll-⸗ bracht ist die Erloͤsung. Christus ist vom Tod' er—⸗ wacht. 2. Er, Er lebt, der sich fuͤr mich in den Tod da⸗ hin quickt uns Christi 156 Auferstehung Jesu. hin gegeben! Wahrlich! leben werd' auch ich, bey ihm leben, n leben. Wahrlich! wahrlich! Er, das Haupt, laͤßt nicht seines Leibes Glieder, liebt die Gl laͤubigen als Bruͤder. Selig ist, wer an ihn glaubt! 3. Nun ist er mit Heil uns nah! Wenn wir die— sen Trost nicht haͤtten; ach! was gaͤb' uns Schwa—⸗ chen da Trost auf unsern Sterbebetten? Nun er— Heil; wenn auch Seel' und Keib verschmachten, Christus hilft, daß wir's nicht achten, bleibt im Tod auch unser Theil. 4. Drum getrost! dort leben wir, Bruͤder, wenn wir hier schon sterben, le— ven herrlicher, als hier— dort, wo wir mit Christo erben. Selbst was sterb— lich an uns ist, stirbt nicht ewig, lebt einst wieder. Solche Hoffnung, freut euch, Bruͤder! bleibt in Christo uns gewiß. 5. Seht nicht auf des Tods Gestalt, die so leicht das Auge schrecket. Ihm fehlt Stachel und Gewalt. Gott hat Ehristum aufer— wecket. Strahlen deiner Herrlichkeit haben, ßer Hirt der Schafe! uns nunmehr zum fanften gro⸗ Schlafe unsre Graͤber ein geweiht. 6. Deine Stimme, Herr! schallt Linst in die Graͤber aller Todten, wenn du zum Gericht erscheinst mit den Engeln, deinen Bo— ten. Mich, auch mich er—⸗ weckst du dann, wie ich auf dein Wort fest glau— be. Dich, Erwecker aus dem Staͤube! schau' ich froh bewundernd an. 7. Ewig werd' ich dann dich schau'n, den ich laͤngst zu seh'n begehret, sicher vor des Todes Grau'n; aͤhnlich dir, wie du, ver— klaͤret; ewig dankbar, ewig dein, der du fuͤr mich Suͤndenvollen dul—⸗ den, bluten, sterben wol— len, mich vom Tode zu befrey'n. 8. Seele, solche Selig— keit gieb nicht hin fuͤr Tand der Erde! Flieh den Schlaf der Sicher— heit, daß nicht Pein, statt Gluͤcks, dir werde! Auf! wofern du weise bist, reiß dich los von allen Ban—⸗ den, und mit Christo auf— erstanden, suche stets, was droben ist. Ei⸗ 0 Frelden d hal E Ien Lide uch di Iuschlbob naht Hott Iam hilc Rstahlt Kiun it, a 7 Wst Raleg, d snch Eh, tnuen Glihae u 90 sit 0 Mht, al I0 6 ů hih' Wdih haben, g T Schifell zum sash ste Hraͤbgh Stimme/ H in die gyh en, we! t erschinst , deinen auch ni dann, h Zort fes! Erwecka. be! schal dernd as, werd „den ichl egehret, odes hu „wie du/ vig dalhe „ der u denbollch , sterhegt vom d solche nicht gi, Erde. fder E. icht Helh, werde! weise dss on alleh; ut Guh suche srhht V Auferstehung Jesu. 157 Eigene Melodie. Freudig. imm, o mein 180. N Herz, mit Freuden am Siege Jesu Theil! Er lebt nun, frey von Leiden, voll Preis, auch dir zum Heil. Wie unschuldsvoll er war, macht Gott jetzt offenbar; denn welch ein neues kicht umstrahlt den Sieger nicht! 2. Mit Hohn und Schmach gekraͤnket, gegei— ßelt und verspeyt, er— wuͤrgt, ins Grab versen-⸗ ket, hat er sich doch be— freyt; das stolze Hohnge— schrey der Moͤrder ist vor⸗ bey. Er starb und uͤber— wand, weil er vom Tod erstand. 3. Wofuͤr darf mir nun grauen, da er, mein Hei— land, lebt, der alle, die ihm trauen, zum ew'gen Gluͤck erhebt? Auch mir, ich bin's gewiß, auch mir erwarb er dieß. So wars des Hoͤchsten Rath, den er vollendet hat. ihn 4. Hab? ich nur zum Freunde, so steht mein Wohlseyn fest; und haͤtt' ich auch der Feinde mehr, als sich zaͤhlen laͤßt, so bin ich gutes Muths; der Fuͤlle seines Guts kann keiner mich entzieh'n: er schuͤtzt, die zu ihm flieh'n. 5. Er macht mich frey von Suͤnden, und laͤßt mich bey ihm Ruh fuͤr meine Seele finden, fuͤhrt mich dem Himmel zu. Er ist's, der mir die Nacht des Grabes heiter macht. Der Tod mag drohen, er hat keinen Stachel mehr. 6. Druͤckt mich auch gleich hienieden noch man— ches Ungemach; hab' ich doch Jesu Frieden, der staͤrkt mich, bin ich schwach. Im Leiden zag' ich nicht, voll guter Zuversicht: die Truͤbsal dieser Zeit dient mir zur Seligkeit. 7. Drum bleib' ich an ihm hangen, wie an dem Haupt ein Glied. Er ist vorangegangen, ich folg? und siege mit; bestege Welt und Noth, bestege Suͤnd' und Tod. Wenn alles mich verlaͤßt, haͤlt ihn mein Glaͤube fest. 8. Er fuͤhrt zu steter Wonne, zu Freuden ohne Zahl; ist selbst der Sei— nen Sonne, und macht sie frey von Quaal. Hier tobe denn, was kann, mein Haupt nimmt sich mein an. Hier schuͤtzt mich Gottes Sohn, dort wird er selbst mein Lohn. 9 Himmelfahrt Jesu. 9. Dort wohnen Fried' und Segen; dort ruft mein Jesus mir von sei⸗ nem Thron entgegen: Komm, Treuer! nun zu mir! Wer mit ihm ward verhoͤhnt, wird dort auch mitgekroͤnt, den Segen erbet der, der heilig stirbt, wie er. Mel. Lob, Ehr und Preis. Ueberzeugt. Ich weiß gewiß, 181. mein Heiland lebt, auch mich wird er erwecken. Mein Leib, den er so hoch erhebt, ver— lacht des Todes Schre— cken, erwacht, wenn seine Stimme ruft, geht herr— licher aus seiner Gruft, dem Leibe Christi aͤhnlich. 2. Mit diesen Augen werd' ich dich dann mein Erloͤser schauen. dann wird deine Hand Dann, fuͤr mich ein Haus des Friedens bauen. Zu mei— ner Freude schau' ich dann dich, den ich hier nicht sehen kann, und doch von Herzen liebe. 3. Dann werd' ich dei—⸗ ner Huld mich freu'n, in deinem Lichte glaͤnzen. Dann wirst du mein Vol— lender seyn, mein Haupt mit Wonn' umkraͤnzen. O Christen! heiligt euch! bedenkt, was Jesu Auf— erstehung schenkt, lobsing ihm meine Seele! Himmelfahrt Jse su. Mel. Lob, Ehr und Preis. Ehrerbietig. ubetungswuͤrd'- I82. A ger Menschen-⸗ freund, o Jesu! Trost der! Frommen! einst von den Deinigen beweint, zu Gott nun aufgenommen! Wo ist nun deines Kreu⸗ zes Schmach? Nach uͤber⸗ wund'nem Angemach ist dein nun Wonn' und Ehre! 2. Als deiner Auffahrt Stunde kam, da standst du auf dem Huͤgel; und eine Wolke Gottes nahm dich auf des Lichtes Fluͤ— gel. Du schwebtest hoch hinauf; dich sah'n die Juͤnger, beteten dich an, und sah'n dir nach mit Freuden. 3. Sie sah'n die einst durchbohrte Hand nicht mehr gebunden beben; den Leib, 2— Wb en Apaunt, Ga hres d rile H rle die Aler M V * I l! II0 so Shehal Ie H We A glen ehf Kae Rl e 16 N Husch U dt u ich usch . 0 schf Icht dah He licht a in di ahl lcht l ud heich u, ie! x Halch! Nabi bauen. „Hau schau E vas Ni schenkt,“ Seele! esl „ ols deiner Y schwebtel ich saft Hand den dehch Himmelfahrt Jesu. 159 Leib, am Kreuz einst aus— gespannt, sah'n sie voll Glanz und Leben. Du fuhrest durch des Him-⸗ nels Hoͤh'n triumphreich, wie die Sonne, schoͤn, du aller Menschen Heiland! 4. Der Engel Heere bo⸗ gen all ihr? Knie vor dir und sangen, daß von der Freude Jubelschall die Himmel wiederklangen. Nun ist, Herr! deiner Leiden Lohn des Vaters hocherhabner Thron und aller Himmel Freude. 5. Wer ist an Majestaͤt dir gleich, Herr! Herr! einst Knecht der Knechte? wer uͤberschaut dein wei— tes Reich? wer deiner Herrschaft Rechte? Die Himmel alle freuen sich, dir unterthan zu seyn, und dich, als ihren Herrn, zu ehren. 6. Von deinem Thron schau'st du herab als Haupt auf deine Glie— der; blickst aus der Herr— lichkeit auf's Grab, das einst dich deckte, nieder; du straͤhlest deines Geistes Licht und Kraft in uns, und weichest nicht von Her— zen, die dir trauen. 7. Anbetung sey, Sohn Sottes! dir, des Vaters JFreud' und Ehre! Aus unserm Staube jauchzen wir hinauf in Engelchoͤre. Du unser Trost! wenn du dereinst als Richter aller Welt erscheinst, bist du uns Freund und Retter. F Vorige Melodie. Froh. 183 Mit lautem Schall frohlocken wir: der Herr ist aufgefahren! wir sind zwar Pilger noch allhier, und unter viel Gefahren; doch sinkt drum unser Muth nicht hin, durch Jesum wissen wir, wohin uns unsre Wall⸗ fahrt fuͤhre. 2. Das Leben ist an's Licht gebracht, uns steht der Himmel offen. Ihn schloß uns auf mit großer Pracht der Herr, auf den wir hoffen. Wer glaubt, deß Herz ist freu⸗ denvoll, nur daß er sich bestreben soll, dem Hei⸗ land nachzufolgen. 3. Wer das nicht thut, wird nimmermehr dort sei— ies Heils genießen. Wer nicht sein Wort haͤlt, dem wird er den Himmel einst verschließen. Das ist des wahren Glaubens Kraft, er macht gerecht und tu- gendhaft, macht himmlisch uns gesinnet. 4. 160 Himmelfahrt Jesu. 4. Dann werden wir uns von der Welt auch immer mehr entwoͤhnen, stets sorgen, was dem Herrn gefaͤllt, zu ihm hinauf uns sehnen. Er aber sieht auf uns herab, von uns laͤßt seine Treu' nicht ab, bis wir zusam⸗ menkommen. 5. Da wird der Tag erst freudenreich, wenn Gott uns zu ihm fuͤhret, wenn uns, dem Bild des Sohnes gleich, des Le— bens Krone zieret. Ach! mach uns, Gott! dazu be— reit, gieb Glauben, gieb uns Heiligkeit, daß wir dieß Gluͤck erlangen. Mel. O Jesu, Jesu Got— tes Sohn ꝛc. Freudig. ie herrlich/ 184. Wis Jesu! starker Held! du Retter einer Suͤnderwelt! hat sich dein Kreuz geendet! Nach wohl vollbrachtem Leidenslauf faͤhrst du verklaͤrt zum Vater auf, der dich zu uns gesendet. Ewig trifft dich nun kein Leiden; vol— ler Freuden, lebst du dro— ben, uͤber alles hoch er⸗ . Dir dienen alle Se— Taohim; und wir vereinen Herz und Stimm', mit ihnen dich zu loben, weil du dein großes Werk voll⸗ bracht, nach uͤberstandner Leidensnacht gen Himmel dich erhoben. Preis dir! daß wir auf der Erden koͤnnen werden Gottes Kinder und des Todes Ueberwinder. 3. Du, du bist unser Haupt, und wir sind dei— ne Glieder; nur von die kommt auf uns Heil und Leben. Was unsern See— len N utzen schafft, Licht, Friede, Freude, Tugend— kraft wird uns von dir gegeben. Seele! waͤhle ihn zum Fuͤhrer und Re⸗ gierer deines Lebens, auf ihn hoffst du nicht ver— gebens. 4. Zieh' unsre Herzen ganz zu dir; hilf, daß vor allen Dingen wir nach deinem Reiche trach— ten. Laß uns im Wan⸗ del heilig, rein, voll Sanftmuth und voll De— muth seyn, und eitle Lust verachten. Jede Suͤnde lehr uns meiden und mit Freuden unser Leben dei— nem Dienste ganz erge— ben. 5. Sey unser Schutz und unser Hort, troͤst sam Wort, uns durch dein heil⸗ uns hier wenn und —.— 1 E Lahse I. sst 5 h Hir geließ 0 1 mdet thi er; 6 1 scho 51 VI Lileh u REf en 1 U m. N m l IU Hb 1* 1 Iug allen u Ohh' I Wie 9 cheh M Ale 0 F. 5 seh, h llo shl, y N Eft läck n u suhep l 10 f simnt Hi Dyn, ——— Sthum, loben, ii des Vaf uͤzekstghn t gen Haih n. Prass. uf der d erden gh h des I du bisth wir sissh nur ah uns Halh 8 unserntz schaft,“ ude, A uns Seele! N hrer ind Lebens/ du nicht! unste yy Dingen! Reiche l 18 in& rein, und vol? und eite Jede G iden undi er Hebel Rn nset Eit Holl, 0 d wenn Himmelfahrt Jesu 161 hier Truͤbsal draͤnget. Nur dort ist Wonne, wo du bist; die Freude, die man hier genießt, ist noch mit Leid vermenget. Von dir kommt hier Trost im Her⸗ zen; laß in Schmerzen uns schon offen deinen Himmel seh'n und hoffen. 6. Du bist uns Sterb—⸗ lichen zu gut, nach hier vergoß'nem theuren Blut, zur Freude eingegangen. Zieh, Jesu! zieh auch uns dir nach, daß wir, nach kurzem Ungemach, zur Freude dort gelan⸗ gen. Dafuͤr soll dir von uns allen Dank erschal— len; ohn' Aufhoͤren wol—⸗ len wir dich, Heiland! ehren. Mel. Alle Menschen muͤs⸗ sen sterben ꝛc. Lobpreisend. 185. H dessen wir uns troͤ— sten, der zur Rechten Got— tes sitzt, und als Mittler der Erloͤsten, sie so gern begluͤckt und schuͤtzt; Je— su! deiner Herrschersehre jauchzen aller Engelchoͤre, und in ihren Lobgesang stimmt auch derner From⸗ men Dank. 2. Du, du kamst, uns zu erloͤsen, und das Opfer ist vollbracht, das von aller Schuld des Boͤsen uns befreyt und selig macht. Seine Frucht uns zuzuwenden, steht nun—- mehr in doinen Haͤnden. Ewig unser Haupt zu seyn, giengst du in den Himmel ein. 3. Durch dich sollen wir empfangen, was zum Heil uns nöthig ist; durch dich Gnadꝰ um Gnad'erlangen, weil du nun im Himmel bist. Da regierst du, da vollendest du dein gro⸗ ßes Werk, und sendest deinen Geist auf die her— ab, die dir Gott zum Erbe gab. 4. Maͤchtig wirket dei— ne Lehre, denn du giebsk ihr Licht und Keaft. Suͤn⸗ der macht sie, dir zur Ehre, glaͤubig und ge⸗ wissenhaft; lehrt ste alle ernstlich Suͤnden fliehen und sie uͤberwinden, staͤrkt sie in dem Tugendlauf, und hilft ihrer Schwa ch⸗ heit auf. 5½ Du vertrittst bey Gott die Deinen,; du ver⸗ saͤumst ihr Bestes nie, zaͤhlst die Thraͤnen, die sie walnen⸗ troͤstest und be— * loh⸗ 16²2 Himmelfahrt Jesu. lohnest sie. Alle, welche treu dir bleiben, und dein Werk mit Eifer treiben, fuͤhrst du aus der Welt hinaus hin in deines Va— ters Haus. 6. Du entziehst dich auch den Armen, die noch un— bekehrt sind, nicht. Weil dein Herz dir aus Erbar— men uͤber ihrem Elend bricht; traͤgst du sie doch mit Verschonen, willst sie nach Verdienst nicht loh— nen, willst noch ihnen Hel— fer seyn, und zur Beß'- rung Zeit verleih'n. „. So, Verherrlichter! regierest du dein Erbe, bis du einst ganz dein großes Werk vollfuͤhrest, wenn du zum Gericht er— scheinst. O! entsaget allen Lüsten, kaͤmpfet, kaͤmpft mit Muth, ihr Christen! bis ihr seinem Thron euch nah't, und des Kaͤmpfes Lohn empfah't. 8. Großer Mittler sey erhoben! weil wir leben wollen wir dich mit Herz und Munde loben, dir nur folgen, leben dir, stets auf deine Stimme hoͤren; hilf, daß wir dich treu verehren, bis der ganz verklaͤrte Geist dich mit allen Himmeln preist. del. Schicke dich, erloͤste Seele ꝛc. Lobpreisend. Fesu! Freund 186. der Menschen— kinder! Retter der ver— lornen Sünder! den nach uͤberstand'nen Leiden, Gott zu seines Himmels Freu— den und auf seinen Thron erhoben, o! wie 0 bist du zu loben! Welcher Herrscher hier 40U Erden kann mit dir verglichen werden? 2. Himmel, und Meere, aller Kreatu— ren Heere muͤssen zu Ge— bot dir 349 was— ö das muß gesche⸗ willst, hen, Fluch und Segen, Tod und Leben, alles ist dir uͤbergeben, und vor deines Mundes Schelten zittern Menschen, Engel, Welten. 3. Wo sind deiner Gna— de Graͤnzen? Herr! wo sehn wir sie nicht glaͤn—⸗ zen? Wer vermag es, die zu zaͤhlen, welche dich zum Haupt erwaͤhlen, dir nur zu gefallen streben, nur nach deinem Willen leben, alles gern fuͤr dich verlassen, und, wie du, das Boͤse hassen? 4. Erde, euft n . Hal Iln Mei eI N deß. A * haßel Gs Kthune 5 Lahe deiher r Mus in Ree schilht enf f ²Ei Hlasch! mü 0 ben sum se fämif' Kamsfe h — dich, Ri e A. isend. u! Rh der Masth⸗ tter dir W er! den 1 Eidei! mmels; seinen Iu wie hit n! M auf ir veh L, Erdo aller die uͤssen u en) Dl muß g und E ben, al, en, ud! des S schen, E d deinerh Hhene nicht g. vermaß 1„ welhen erwahlen) allen stch N• einem 400 gern sül N nd, vr ssen Himmelfahrt Jesu. 162 4. In dem Reiche dei— ner Ehre jaͤuchzen dir der Engel Choͤre; durch froh— lockende Gesaͤnge preist dich der Erloͤsten Menge, die schon frey von Furcht und Graͤuen, dein ver— klaͤrtes Antlitz schauen. Und mit allen diesen Choͤ ren wollen wir dich auch verehren. 5. Herr! was ist in allen Reichen deiner Groͤ— ße zu vergleichen? was dem Reichthum deiner Schaͤtze? was der Weisheit der Gesetze? was der Un— terthanen Menge? Was der Herrschaft Macht und Laͤnge? was dem Segen deiner Freunde? was der Ohnmacht deiner Feinde? 6. Herrsch auch, Herr! in meinem Herzen, herr— sche uͤber Lust und Schmer—⸗ zen! hilf mir jeden Reiz zu Suͤnden durch dich gluͤcklich uͤberwinden; hilf mir, dich von Herzen lie— ben und mich im Gehor— sam uͤben, daß ich muthig kaͤmpf' und streite, und des Kampfes Kron' erbeute— Bekannte Melodie. Frohlockend. osianna! Da⸗ 187. vids Sohn! der in seines Vaters Na—⸗ men sich erhebet auf den Thron uͤber Jacobs Haus und Saaͤmen, welchem Gott ein Reich bestimmt, dem die Reiche dieser Er— den endlich maͤssen dienst⸗ bar werden, und das selbst kein Ende nimmt. 2. Sey gesegnet theu— res Reich! das ein solcher Herr besitzet, dem kein Herr auf Erden gleich, der das Recht mit Nach⸗ druck schuͤtzet. Schwinge dich in stetem Flor, groß durch Frieden, reich an Freuden, unter Juden, unter Heiden mit ver—⸗ mehrtem Glanz empor. 3. Deines Koͤnigs Ma⸗ jestaͤt muͤsse jedes Volk verehren, und, so weit die Sonne geht, muͤsse sich dein Ruhm vermeh— ren. Selbst der kleinen Kinder Mund mache zum Verdruß der Feinde und zur Freude deiner Freun-⸗ de, deinen großen Na—⸗ men kund. ö 4. Schreibe, Herr! mich auch mit an unter deine Unterthaͤnen, ich will dir, so gut ich kann, in mein Herz die Wege bahnen. Ich geselle mich im Geist froh zu jenen großen Rei- hen, die dein Hosianna! schreyen, wo man dich uellommen heißt. L 2 5. 164 Himmelfahrt Jesu. 5. Jauchzt ihr Kraͤfte! freuet euch! seyd ermun⸗ tert meine Sinnen! Je⸗ sus und sein Gnaden— reich wird bey euch auch Raum gewinnen. Kommt und schwoͤrt den Huld'? gungseid, kommt und kuͤßt den Sohn der Liebe! Ach daß Niemand aussenbliebe! Hier, ach!hier ist Seligkeit. Mel. Ew'ge Liebe mein Gemuͤthe ꝛc. Troͤstlich. Lerr! du faͤhrst 188. H mit Glanz und Freuden auf zu deiner Herrlichkeit; doch mich druͤcken nah die Leiden dieses Lebens, dieser Zeit. Gieb mir Jesu Muth und Kraft, daß ich meine Pil⸗ gerschaft hier also zurü⸗ cke lege, daß ich stets dein bleiben moͤge. 2. Laß mir deinen Geist zu ücke, dir mein ganzes Herz zu weihn. Wenn ich nach dem Himmel blicke, laß mich seinen Trost er⸗ freu'n. Steigt mein Fleh'n zu dir hinauf, helf' er meiner Schwachheit auf, und du selber wollst im Beten bey dem Vater mich vertreten. 3. Lehre mich die Welt verachten, und, was in ihr Eitles ist, und nach dem, was dort ist, trach—⸗ ten, wo du, ser! bist. sucht und Gewinn soll mich nicht zur Erde ziehn, da ich jenseit uͤberim Gra⸗ .— mein Erloͤ⸗ Wohllust, Ehr⸗ ‚ be eine groͤß're Hoffnung habe. 4. Diese muͤsse nichts mir rauben, du erwarbst sie theuer mir. Jetzo seh' ich sie im Glauben, dort find' ich sie selbst bey dir. Dort belohnst du das Ver— trau'n deiner Glaͤubigen durch Schau'n, und ver— wandelst ihre Leiden in unendlich große Freuden. 3. Dort bereite mir die Staͤtte in des Vaters Hause zu. Rufst du fruͤ— he oder spaͤte mich zu meines Grabes Ruh, so erleuchte du die Nacht, die des Todes Thal mier macht. Du hast ja den Tod bezwungen, und den Sieg fuͤr uns errungen. 6. Kommst du endlich glorreich wieder an dem Ende dieser Zeit, o! so sammle meine Glieder aus dem Staub zur Herr—⸗ lichkeit. Heil'ge und ver⸗ klaͤr sie ganz, daß der Leib in Himmelsglanz, frey von diesem Staub und Erde, aͤhnlich deinem Leibe werde. Vom —— Wol Helgen Hit uns Zͤstet sulet! Dron, WMiit u des Ms st. G0 l Wit. lust ent Heshent, „öe Lie Hass n uagsse W sil .00 If vahtz siije keh — IIb but! 4 10 Geuin 0 zu Ed N V at übensh öß're hash Ren „ Dur mir. WI Gland M selbst h nst du dg ner Glahh u'n, M hre Lalal rofe g . 25. 0 — — — HEine 6 aub zut N ibge 5, dab immalgn siesen E holich! V . 155 Vom heiligen Geist und seinen Gnadenwirkungen. Pfingstlieder. Mel. Lobe den Herrn ꝛc. Lobpreisend. Fhristen! durch 1589. C Taufe dem heiligen Geiste geweihet, laßt uns ihn loben, den Troͤster, der Herzen er⸗ frenet! Hoch ist sein Thron, er, Gott, wie Vater und Sohn, ist's, der uns Wohlfahrt ver— leihet. Sagt, ihr Prophe— ten, wer hat euch die Zu—⸗ kunft enthuͤllet? Licht euch geschenkt, das den goͤttli— chen Tiefen entquillet? War's nicht der Geist, den unser Lobgesang preist, der euch mit Weisheit er— fuͤllet? 3. Sagt, arme Fischer, zu Jesu Aposteln Er⸗ waͤhlte, wenn euer Mund seine Lehren und Thaten erzaͤhlte, sagt, welche Hand lenkte da euren Verstand, daß eure Schwachheit nicht fehlte? 4. Hat nicht der heilige Geist euch in Wahrheit geleitet? hat er nicht machtvoll die Lehre von Jesu verbreitet? Schwer war die Nacht, furchthar die feindliche Macht, die ihr durch ihn schnell zer— streutet. 5. Wir selbst, wir waͤ⸗ ren, wie unsre Urvaͤter, noch Heiden, wuͤßten noch nichts von der Ewigkeit seligen Freuden, glaͤnzte noch nicht, Geist! unserm Lande dein Licht, uns als Erloͤste, zu weiden. Vater im Himmel! wenn irdische Vaͤter sich freuen, flehenden Kin⸗ dern, was nuͤtzt und er— quickt, zu verleihen, Va⸗ ter! so gieb uns deinen Geist und den Trieb, dir Leib und Seele zu weihen. 7. Heiliger Geist! o so lehre uns Jesum erkesinen, hilf uns, dem Laer ent⸗ fliehen, fuͤr Tugend ent— brennen, folgsam zu seyn, laß unsre Herzen erfreu'n, nicht bloß uns Christen zu nennen. 8. —————————— — schafft, 166 — Vom heiligen Geist 8. Treib uns, was aͤng⸗ stet, dem guͤtigsten Bater zu klagen! Laß uns bey zo⸗ gernder Hilfe nicht muth⸗ los verzagen! Fuͤhr uns im Gluͤck zu dem Erbarmer zuruͤck, freudigen Dank ihm zu sagen! Mel. So gehst du williglich ꝛc. Mit Dankgefuͤhle. ir, Vater! der 190. D du deinen Sohn zum Heil uns hast gegeben, dir dank' ich hier mit Freuden schon, noch mehr im hoͤhern Leben. Ich danke dir, daß du den Geist, der uns der entreißt, zur Finsterniß Erde hast gesendet. Er kam auf Jesu Wort herad, der seinen Boten Staͤrke gab, daß sie dein Werk vollendet. 2. Erfuͤllt von seiner Wunderkraft, gehn sie die Welt zu lehren. Der Geist, der neue Heczen hilft ihnen, sie bekehren. Die Voͤlker hoͤren hocherfreut, die Botschaft ihrer Seligkeit; Vernunft und Wahrheit siegen; die Blindheit und das kaster flieht; wo man den Fiüger Gottes sieht, muß beydes unterliegen. Jesu 3. Umsonst, daß wilder Eifer tobt, Verfolgung zu errregen; dein Name, Jesu: wird gelobt, dein Wort ist Kraft und Se— gen. Die Juͤnger schreckt nicht Pein, nicht Muͤh, dein Geist, o Vaterl staͤrkte sie in Martern und im Tode, sie bleiben ihrem Herrn getreu, bekennen seinen Namen frey, und preisen ihn im Tode. 4. Noch jetzt bist du der Geist der Kraft, noch jetzt der Menschenlehrer. Du machst sie weis und tugendhaft, des Suͤnden⸗ reichs Zerstoͤrer. In Suͤn— dern wirkst du Reu und keid, in frommen Seelen Trost und Freud, und Muth im Kampf der Suͤnden, in bangen Stun— den schenkest du, so wie im Tode, Seelenruh, und lehrst ihn uͤberwinden. 5. Des Vaters und des Sohnes Geist, du Quell des Lichts, der kiebe, den Jesus Betenden verheißt, ach! heil'ge meine Triebe! gieb uͤber meine Suͤnden Schmerz, und Muth zum Glauben in mein Herz, hilf mir mit Andacht be— ten. In bangen Stunden troͤste mich, und deine Hilfe zeige sich mir einst in Todesnoͤthen. —— Hcen 1 sün Iin Jun Ne ihn dt hr 2 Hel 1010 I Keel iud Ein Isic Rum s Uset 5 „ U Natd er shede Htts: eit sete Y RI Gen RN Sch Nihn krchiltt schhe! Halke Ruc ih uf le . U6 deh g fhsint, akene Iud se IWs H00 Ehe 2 Raß —— , HN Irn dein MIM dgllaht, Ez a caft Iud/ Mu Rat schth . Fiths —— ihrem s kennen sh V,/ und de. jetzt ki. er Kkast g Nenscheh sie westg „des Ei Hrer. Na du dchl ommen E Freud, Kamss! hangeh e st duy sln eelentuh berwindez atets und ist, 0 der Uehy! nden herhg in Reineal elle + 1d Nuth mein! I Eu ind N hel. phirende 2 und seinen Gnadenwirkungen. 167 Eigene Melodie. Mit Begeisterung. Hin Tag des Hei 191. 2— Lom Herrn ge— macht! der Jesu Geist und seine Gaben den er⸗ sten Juͤngern hat gebracht, die ihn der Welt verkuͤn⸗ 27 haben; der du ein Tag der Ehre bist fuͤr un⸗ sern Heiland Jesum Christ, sey uns gesegnet! Dank und Freude erfuͤlle Herz und Su un uns heute, und Jesus und sein Christen— thum sey unsre Wonne, unser Ruhm! z. Lobsinget ihm! Er ward erhoht; der trium⸗ Vollbringer, auf Gottes Thron, voll Ma⸗- jestaͤt, und segnet gnaͤdig seine Juͤnger. Er tauft mit Feuer und mit Geist die Schaar der Zeugen, die ihn preist, und bald er schallet seine Lehre,(daß sich die Welt zu ihm be—⸗ kehre,) an allen Enden durch ihr Wort, und geht auf alle Zeiten fort. 3. Ein Sturmwind geht dem Geist voran. Er kommt, den sie erwartet haben nach Jesu Wort, und sie empfah'n durch ihn das reichste Raaß der Gaben. In fremden Sprachen macht ihr Mund die großen Thaten Gottes — kund. Mit Muth und Freudigkeit und Staͤrke erheben sich der Allmacht Werke. Es ruͤhme, was der Herr gethan, auch heut mein Mund mit Freuden an! 4. Der unsern Mund zur Rede schuf, giebt hier Beredsamkeit den Bloͤden, und lehrt(das fodert ihr Beruf,) sie auch in frem⸗ den Sprachen reden; Ver⸗ folgten giebt er Freudig- keit, Verzagten Unerschro— ckenheit. Erstaunend sieht der Kreis der Erden aus Fischern Gotteslehrer wer⸗ den, aus Zoͤllnern, seinem Dienst geweiht⸗ jetzt Leh⸗ rer der Gerechtigkeit. 5. Gesandt von Jesu, gehn sie gern in alle Welt, und sammeln Juͤnger aus aller Voͤlker Zahl dem Herrn: dieß, wahrlich, dieß ist Gottes Finger. Mit Macht bestuͤrmt sie Grimm und Spott; sie fiegen dennoch, stark durch Gott, trotz alles Grimmes, alles Spottes, und wir—⸗ ken große Thaten Gottes voll Eifer fuͤr das Chri-⸗ stenthum, fuͤr Menschen⸗ wohl, fuͤr Jesu Ruhm. 6. Wer that es ihnen jemals gleich? sie sammeln Juden, sammeln Heiden zu tausenden in Jesu Reich, 18⁸ Vom heiligen Geist Reich, und Voͤlker dienen ihm mit Freuden. Ein großer Theil der Welt wird frey vom Joche der Abgoͤtterey, lernt den ver⸗ geß'nen Schoͤpfer kennen, und ihn durch Christum Vater nennen, lernt Ruhe und Zufriedenheit, lernt Tugend und Gerechtigkeit. 7. Und dieser Segen dauert fort. Mit Schaa— ren von Evangelisten gab seiner Welt der Herr sein Wort. Auf! ruͤhme, dan⸗ ke, Volt der Christen! dir sendet, wie der Herr ver— heißt, der Vater seines Sohnes Geist, und dessen theure Gnadengaben sollst du in reicher Fuͤlle haͤben. Sey, Vater! sey, o Sohn und Geist! fuͤr alle diese Huld gepreist. Mel. kobt Jesum Christum nah' ꝛc. Mit Inbrunst des Herzens.. 192 O heil'ger Geist fehr bey uns ein, und laß uns deine Wohnung seyn, du Bey— stand unsrer Seelen! Er— leucht uns durch dein goͤtt⸗ lich Licht, entzieh uns deine Hilfe nicht, und zeig uns, wo wir fehlen! Triebe Triebe fromm 2 — 7 L Ii 11 5 leben, willst du geben, BV wenn wir beten, glaͤubig vor den Vater treten. 2. Du Quell, woraus die Weisheit fließt, die uns zum Heil so noͤthig ist, o! schenk aus deiner Fuͤlle uns so viel Einsicht und Verstand, daß heil— sam von uns werd' er— kannt des Hoͤchsten gnaͤd' ger Wille. Ja, gieb den Trieb unsern Seelen, nur zu waͤhlen und zu uͤben, was er uns hat vorge— schrieben. 3. Steh uns stets bey mit deinem Rath, und fuͤhr uns auf den rechten Pfad des Heils, den wir nicht wissen. Verleih uns Willigkeit, daß wir dir treulich folgen, wenn wir hier auch darum leiden muͤssen. Druͤckt kast uns fast muthlos nieder, laß uns wieder Trost empfin⸗ den, und die Truͤbsal überwinden. 4. Staͤrk uns durch dei— ner Wahrheit Kraft, zum Kampf mit jeder keiden— schaft, daruͤber Herr zu werden. Und sind wir wo dem Falle nah, so sey mit deiner Hilfe da, er— heb uns von der Erden. Neue Treue, gieb uns Schwachen, du kannst ma—⸗ chen, daß wir siegen, und im Kampfnicht unterliegen. 00⁰ H Aaten, Nund, Hauneh, 009 0 ehel, N I. stil W ich Gic tut Heil uusre L Rd dal Ulhenn U Eiel luh mit feh V ug src hich auf Ruund Rn H M5 Lchegh! gen nah ahge hns hin Rlaf IN Hett bubashg . Gie Eulg — elen, Rui der treke, uel, wun stet, K eil so b k aus ht lEi d, das gs ns wax Verleih n daß wül! en, Wens darum l ict Eis nieder, Trost enng Dysh die II Ius durchx rast, M jeder H her Hl N sind wie nah, so ilfe da, der h gieh 1 assf shͤgel, 10 nterth und seinen Gnadenwirkungen. 169 5. Erhalte bey uns im⸗ merfort den Glauben an dein goͤttlich Wort. Nichts muͤß' uns von ihm tren⸗ nen. Gieb, daß wir ihn von Herzensgrund mit Thaten, so wie mit dem Mund, vor aller Welt be-⸗ kennen. Jesum Christum ohn' Aufhoͤren recht zu ehren, mach' uns tuͤchtig, und sein Heil uns werth und wichtig. 6. Gieb, daß in wah⸗ rer Heiligkeit wir fuͤhren unsre Lebenszeit, du kañst uns dazu staͤrken. Es bleibe uns stets unbewußt die Eitelkeit, die Sinnen-⸗ lust, mit ihren boͤsen Wer— ken. Vater! Vater! laß uns streben, so zu leben hier auf Erden, daß wir gut und selig werden. Bekannte Melodie. Innig bittend. 193 omm, o komm 3 du Geist des Lebens! hilf uns Schwa⸗ chen maͤchtig auf! wir be—⸗ muͤh'n uns sonst verge— bens hier in unserm Pil⸗ gerlauf um das Heil, das Gottes Rath fuͤr uns ausersehen hat. 2. Gieb in unser aller Seelen wahrer Weisheit helles Licht, daß wir uns zur Richtschnur waͤhlen Jesu Wort und Unter- richt. Sein Erkenntniß werde groß, und mach' uns vom Irrthum los. 3. Zeig uns selbst die rechten Stege zu der wah— ren Wohlfahrt an, raͤume alles aus dem Wege, was daran uns hindern kann. Wirke Reue nach der That, wenn der Fuß ge⸗ strauchelt hat. 4. kaß uns stets dein Zeugniß haben, daß wir Gottes Kinder sind. Staͤr⸗ ke uns mit deinen Gaben, wenn sich Noth und Truͤb— sal find't. Lehr uns, daß des Vaters Zucht einzig unser Bestes sucht. 5. Treib uns, daß wir zu ihm treten kindlich und mit Freudigkeit, nur nach seinem Willen beten, und vertritt uns allezeit; so wird unser Flehn er—⸗ hoͤrt, und die zuversicht gemehrt. 6. Wird uns auch um Hilfe bange, seufzt das Herz voll Traurigkeit: ach! mein Gott! mein Gott! wie lange! o so wende unser Leid! speich der Seele troͤstend zu, gieb ihr Murh, Geduld und Ruh. 72 Vom heiligen Geist 7. O du Geist der Kraft und Staͤrke! der in uns das Gute schafft, foͤrdre in uns deine Werke, und im Kampfe gieb uns Kraft, wenn Versuchung auf uns dringt, daß uns dann der Sieg gelingt. 8. Ja, bewahr uns un⸗ sern Glauben, daß Ver⸗ folgung, Schmach und Spott niemals ihn uns moͤge rauben. Du bist unser Schutz, o Gott! Spricht das Herz gleich zweifelnd: nein! laß dein Wort gewisser seyn. 9.. Wenn wir endlich sollen sterben, o! so steh' mit Trost uns bey; gieb, daß uns, als Gottes Er- ben, jene Herrlichkeit er— freu', die uns unser Gott bestimmt, und die nie ein Ende nimmt. — Ew'ge Liebe mein Gemuͤthe ꝛc. Bittend und sehnsuchtsvoll. 194. Der du uns als Vater liebest, treuer Gott, und deinen Geist denen, die dich bit— ten, giibest, ja uns um ihn bitten heißt, demuths-— voll fleb' ich zu dir: Va⸗ ter! send ihn auch zu mir, Mel. eͤmn 7 neue, und ihn dir zum Tempel weihe. daß er meinen Geist er— 2. Ohne ihn fehlt mei⸗ nem Wissen Leben, Kraft und Fruchtbarkeit, und mein Herz bleibt, dir ent— rissen, stets dem Dienst der Welt geweiht, wenn er nicht durch seine Kraft die Gesinnung in mir schafft, daß ich dir mich ganz ergebe, und zu dei— ner Ehre lebe. 3. Auch dich kann ich nicht erkennen, Jesu! noch mit aͤchter Treu meinen Gott und Herrn dich nen— nen, stehet mir dein Geist nicht bey. Drum so laß ihn kraͤftiglich in mir wir—⸗ ken, daß ich dich glau— bensvoll als Mittler eh— re, und auf deine Stimme hoͤre. 4. Ew'ge Quelle wah—⸗ rer Guͤter, hochgelobter Gottes Geist! der du menschliche Gemuͤther bes⸗ serst, und mit Trost er— freust, nach dir, Herr! verlangt auch mich. Ich ergebe mich an dich; ma— che mich, zu Gottes Prei— se, heilig und zum Him—- mel weise. 5. Fuͤlle mich mit heil'⸗ gen Trieben, daß ich Gott, mein hoͤchstes Gut, moͤge uͤber — het dlle hahh ssl. Ir V 1b, Ale Znde f Ahen A 0 D 6. 6 1d del ruc hi 10 llb Le, ste Ohllcch E sen, hud. r S chem 0 ber Eent Ahler! muth 6 un Woht Mu, I fel uhhh iher usan schi dhe mye Hht Mehen diht Runn l I R Etärt —— nen Gasty ihn din ihe. bleibt, R 3 den M eweiht, z ech seine h ung in Nich dir „ und u be. dich II len, Ischs Treu nd vetrn dü mir deit e Drum she ich in med ich dich N 8 Mitllt deine Sh ich mich.) an dich Gottes nd zun M nich mi 0 daß 10 0 5 Git, 1 und seinen Gnadenwirkungen. 171 uͤber alles lieben, und dann mit getrostem Muth seiner Vaterhuld mich freu', als sein Kind die Suͤnde scheu', stets vor seinen Augen wandle, hei— lig denke, christlich handle. 6. Geist des Friedens und der Liebe! bilde mich nach deinem Sinn, daß ich kieb' und Sanftmuth uͤbe, freundlich und ver—⸗ soͤhnlich bin. Kann ich je ein Friedensband knuͤ-⸗ pfen, knuͤpf' es meine Hand. Zur Erleicht'rung der Beschwerden hilf mir, jedem nuͤtzlich werden. 7. Lehre mich, mich sel⸗ ber kennen, die verborgnen Fehler sehn, sie voll De— muth Gott bekennen, und ihn um Vergebung flehn. Nache taͤglich Ernst und Treu, sie zu bessern, in mir neu; zu dem Heili⸗ gungsgeschaͤfte gieb mir immer neue Kraͤfte. 8. Wenn der Anblick meiner Suͤnden mein Ge— wissen niederschlaͤgt; wenn sich in mir Zweifel finden, die mein Herz mit Zittern hegt; wenn mein Aug in Noͤthen weint, und Gott nicht zu hoͤren scheint: o! dann laß es meiner See— len nicht an Trost und Staͤrkung fehlen. 9. Was sich Gutes in mir findet, ist dein Gna⸗ denwerk in mir; selbst den Trieb hast du entzuͤndet, daß mein Herz verlangt nach dir. O! so setze durch dein Wort deine Gnaden-⸗ wirkung fort, bis sie durch ein selig's Ende herrlich sich an mir vollende. Vorige Melodie. Bittend. neist vom Vater 195. G und vom Soh— ne! der du unser Troͤster bist, und von unsers Got— tes Throne hilfreich auf uns Schwache siehst, stehe du mir maͤchtig bey, daß ich Gott ergeben sey, daß mein Sinn und Thun auf Erden moͤge Gott gefaͤllig werden. 2. Laß auf jedem mei— ner Wege deine Weisheit mit mir seyn; wenn ich bange Zweifel hege, deine Wahrheit mich erfreu'n. Lenke kraͤftig meinen Sinn auf mein wahres Wohl— seyn hin. Lehr'st du mich, was Recht ist, waͤhlen, werd' ich nie mein Heil verfehlen. 3. Heilige des Herzens Triebe, daß ich uͤber alles treu meinen Gott und Va⸗ ter 17²2 ter liebe, daß mir nichts so wichtig sey, als in sei— ner Huld zu stehn. Sei— nen Namen zu erhoͤhn, seinen Willen zu vollbrin-⸗ gen, muͤsse mir durch dich gelingen. 4. Staͤrke mich, wenn zu der Suͤnde mein Ge— muͤth versuchet wird, daß sie mich nicht uͤberwinde. Hab' ich irgend mich ver— irrt, o! so strafe selbst mein Herz, daß ich unter Reu und Schmerz mich vor Gott daruͤber beuge, und den Sinn zur Beß'⸗ rung neige. 5. Stehe mir in allen Leiden stets mit deinem Troste bey, daß ich auch alsdann mit Freuden Got— tes Fuͤhrung folgsam sey. Gieb mir ein gelaßnes Herz; laß mich selodst im Todesschmerz deines Tro⸗ stes Kraft empfinden, Al-⸗ les gluͤcklich uͤberwinden. Vorige Melodie. Bittend. 196 O du Urguell wahrer Freu⸗ de! du in Finsterniß mein Licht, du mein Troͤster, leide, immer Geist wenn ich x meine Zuversicht, Vom heiligen Geist — des Hoͤchsten! dessen Kraft in uns alles Gute schafft; du, Erhalter aller Dinge! hoͤre, hoͤre, was ich singe. 2. Du bist ja die beste Gabe, die ein Mensch sich wuͤnschen kann; wenn ich Schwacher dich nur ha— be, dich nur, was ge— bricht mir dann? Weihe meine Seele dir selbst zum Tempel; komm zu mir, daß mein Herz sich ganz erneue, und mein Gott sich meiner freue. 3. Wie die Wuͤste gruͤnt durch Regen, also bluͤht der Tugend Saat, waͤchst und reift, so bald dein Segen unser Herz durch— drungen hat. Fleuß dann auch auf mich, o Geist! den mein Heiland mir verheißt, laß mich deine Kraft durchdringen, auch zu bluͤhn und Frucht zu bringen. 4. Du bist weis und voll Verstandes, was ge— heim ist, ist dir kund; du, du zaͤhlst den Staub des Sandes, schaust bis auf des Meeres Grund. Nun so kennst du auch gewiß meiner Seele Finsterniß. Drum gieb Weisheit und vor allen Trieb und Kraft, Gott zu gefallen. — 2. mm Hllt⸗ a H Nb, M Monnen aden 6. Ul . Du Ehaeme Maman d Rat aler, . E s aut mii ic Steo lale k hetůbt. IEI Rn Hut ch 1 h! Iu Haahe ich lin Hus halfhe N fth ö ö Desen guf le shif ler Dith Was ich s%6 st jn de in Nenshih un; emth dich nur ue, wag ann M dir selbi mm zu n herz fchy d mein 6 reue. eWuüste x „ also. Sgat, h so halh Herf M Ileus hn ich, 9.8 Heiland 6mich di Ringen, N id Fach Grund. M auch g Finste gebhit u 0und A sen. und seinen Gnadenwirkungen. 173 5. Du bist heilig, liebst das Gute; willst, daß wir auch heilig seyn. Hilf mir dann, mit edlem Muthe mich vor jeder Suͤnde scheu'ꝛn. Von der kuͤste Tyranney mache mich aus Gnaden frey, daß ich, was du liebst, nur waͤhle, und aus Vorsatz nimmer fehle. 6. Du bist guͤtig, voll Erbarmen; nimmst, wo Niemand helfen kann, dich der Traurigen und Armen, aller, die bedraͤngt sind, an. Selbst auch Feinde hast du lieb. O! verzeih auch mir, und gieb, daß ich Freund' und Feinde liebe; keinen, den du liebst, betruͤbe. 7. O! wie sehr bin ich zufrieden, wenn du mich nur nicht verlaͤßt! bleib' ich von dir ungeschieden, dann, dann steht mein Glaͤube fest; dann will ich dein Eigenthum, deine Hilfe, deinen Ruhm ewig dankbar froh erheben, und dir stets zu Ehren leben. 8. Redlich will ich dem entsagen, was mich hin— dert dein zu seyn; und in meinen Kebenstagen erustlich, was dir mis⸗ faͤllt, scheun. Jeder schnoͤ⸗ den Eitelkeit, die dein Wille mir verbeut, jedem Reiz zum Lkasterleben will ich standhaft widerstreben. 9. Nur, daß du den Vorsatz staͤrkest, steh' mir stets, mein Helfer! bey. Hilf mir maͤchtig, wo du merkest, daß mir Hilfe noͤthig sey. Lockt mich eine Lust von dir, und erwachen, Gott! in mir alte Neigungen zum Boͤ⸗ sen; o! so wollst du mich er loͤsen. 10. Hilf mir nach dem Himmel streben. Wenn ich strauchle, sey mein Stab; wenn ich sterbe, sey mein Leben und mein Trost auf's finstre Grab. Wenn ich wieder aufersteh', o! dann hilf mir, daß ich gehꝰ hin, wo du mit ew'gen Freuden wirst die Auser⸗ waͤhlten weiden. Kirche 17⁴4 Kirche Christi Christus. Mit ehrerbietigem Danke. Vit Preis und 197. M Ruhm ge⸗ kroͤnt, hast du dein gro-⸗ ßes Werk geendet, schaust auf dein Tagewerk mit Ruh, denn alles ist vol—⸗ lendet; vollbracht der Kampf der Sterblichkeit, und wieder dein die Herr-⸗ lichkeit. 2. Du schaust herab, und siehst den Lohn fuͤr spricht deiner Leiden Menge. Schon sammeln zu dem hohen Sohn in froͤhlichem Gedraͤnge sich Schaaren; hoch durch ihn begluͤckt, belehrt, geheiligt und er— quickt. 3. Aus allen Voͤlkern kommen sie muͤhselig und beladen, und suchen Ruh und finden sie, und sind des Jochs entladen, weih'n freudig sich dem hohen Sohn, und werden seiner Arbeit Lohn. 4. Gerettet sind, die sich verirrt, in Finsterniß verloren. Welch eine Schaar von Kindern wird dir durch dein Wort ge— bohren, wie auf der fri⸗ — auf Erden. schen Morgenau, auf Blu⸗ men ungezaͤhlt der Thau. 5. Sie alle selig, und durch dich, zur Wonne deinem Herzen, das nur fuͤr Andre klopfte, sich vergaß bey Quaal und Schmerzen. Gerettet alle, lebend dir, und unter ih⸗ nen, Herr! auch wir. 6. Auch wir! o schau von deinem Thron herab auf deine Kinder, auch wir sind deines Schwei— ßes Lohn, zwar sterblich noch, noch Guͤnder; doch das ist unsre Zuversicht, einst suͤndenfrey, und sterb⸗ lich nicht. 7. O daß, Beseliger! daß wir nie deine Huld verkennen! Dich, o Be⸗ gluͤcker! niemals hier mit kaltem Herzen nennen! Ach, Keiner von uns Al— len sey dir, seinem Ret— ter, ungetreu! 8. Wie wird uns dann seyn, wenn zur Schaar der Heiligen erhoben, auch wir uns draͤngen mit der Schaar dich un— sern Herrn zu loben; das Herz von reinem Danke gluͤht, der Blick dich, freu⸗ deweinend!, sieht? 9. — . M id deh Rck l btach Ser 9e) U6 U M fidel) M. Hit tr 18. Mlit, Hben Cottis Lacht A li Chlisen diset! dei M deß Ei ren N duch de Sestk bist.h andsch Musd wieslo „ 8 Losshn tur q Rabenl. Ne ht nuben Maheh Nm, —. deh. na, auf g, Hlt der A lle selg,g zur An jen, as klopfte, Duaily Gerettttl und unter! auch win wir! 9 6 Thron Rinder, ines Ech zwar siatt Zuͤnder;K e Zupasst rey, undft „ Msclit deiné- Dich, os nals hi a zen gehte von unh! inen N V. V uns d zur Schih erhoba ns draͤhgs gak N loben; V inem Dut ick dich fil scht? scht! Kirche Christi auf Erden. 175 9. Vollenden hilf auch uns den kauf, das Tage— werk vollbringen; und ists vollbracht, zu dir hinauf die Seele freudig drin— gen; dort, wie du, an des Richters Thron auch finden guter Thaten Lohn. Mel. Allein Gott in der Hoͤhꝰ ec. Mit troͤstlicher Zuversicht. 198. O Jesu! Licht und Heil der Welt, der du in diesem Leben dein Wort, das Gottes Rath enthaͤlt, zur Leucht' uns hast gegeben. Du bist der Herr der Christenheit, die du in dieser Pilgerzeit dir aus den Menschen sammelst. 2. Sie willst du, als dein Eigenthum, zur waͤh— ren Weisheit leiten, und durch dein Evangelium zur Seligkeit bereiten. Du bist, Herr! groß von Rath und That, und was dein Mund versprochen hat, wirst du gewiß erfuͤllen. 3. Du bist der Deinen Drost und Heil. So viel nur an dich glauben, die haben an dir alle Theil, die wird kein Feind dir rauben. Von dir fließt Weisheit, Trost und Ruh dem, der dir folgt, un⸗ fehlbar zu. Dein ist des Guten Fuͤlle. 4. Mag doch die Men-⸗ ge immerhin auf deinen Ruf nicht hoͤren, und mancher im verkehrten Sinn sich wider dich em— poͤren: so faͤllt doch dei— ne Kirche nie; du haͤltst und du beschuͤtzest sie durch deines Geistes Gaben. 5. Dein ist das Reich, dein ist die Kraft. Wer sollte dir nicht trauen, und auf dein Wort ge— wissenhaft fest seine Hoff⸗ nung bauen? Dein Heil ist unser hoͤchstes Gut, hilf, daß wir stets mit frohem Muth dich vor der Welt bekennen. 6. Zwar kaͤmpfen wir noch manchen Streit, auch mit uns selbst auf Erden; doch werden zur Vollkom⸗ menheit auch wir erhoben werden. Dann endet sich der Deinen Muͤh; dann kroͤnest und belohnst du sie ohn' End mit Preis und Ehre. 7. Wir sehn dich dann in Majestaͤt, und uns, gleich deinen Engeln, zu nie empfundnem Gluͤck er— hoͤht, befreyt von allen Maͤngeln; frohlocken dir, und preisen dich, daß deine Macht und Gnade sich so hoch an uns verherrlicht. Mel⸗ 176 Kirche Christi auf Erden. Mel. kiebreicher milder[Hoffnung ruh'n; auch Gott ꝛc. Mit Empfindung. rbarm dich, 199. E treuer Hirt, o Jesu! deiner Heerde. Du willst, daß deiner Hand kein Mensch entris⸗ sen werde; du hast die ganze Welt von Suͤnd' und Tod befreyt; dein Wort, das Alle ruft, fuͤhrt uns zur Seligkeit. 2. Es sind viel Tausen⸗ de, die deine Lehre ken⸗ nen, die sich, auf dich getauft, nach deinem Na⸗ men nennen; doch bleibt ein großer Theil von dei— nem Reiche fern, liebt La— ster, Thorheit, Wahn, und mehr, als dich, den Herrn. 3. Der Spoͤtter sucht dein Wort, verstrickt in Eitelkeiten, durch Mis— brauch der Vernunft, durch Bosheit zu bestrei— ten. Das theure Wort vom Kreuz ist ihm ein Aer⸗ gerniß, vorsetzlich macht er selbst sich sein Gericht gewiß. 4. Des Aberglaubens Nacht verblendet andre Seelen, daß sie den Weg zu Gott, den du gezeigt, verfehlen; von wahrem Troste leer auf falscher wohl, auf Tugend stolz, im Irrthum Boͤses thun. 5. Wie viele sehn dein Licht, und wuͤßten, dir zur Ehre, gar wohl zu leben! doch sie glauben deiner kehre, und folgen ihrem Sinn, der Suͤnd? und Lkaster liebt; ihr Glau⸗ be ist Betrug, ist todt. Ach wie betruͤbt! 6. Erhebe dich, o Herrt dein Wort weit auszubrei—⸗ ten, Verirrte auf den Weg der Wahrheit hinzu— leiten. Ach! suche, treuer Hirt! durch deinen guten Geist die, so der Suͤnde Trug noch deiner Hand entreißt. 7. Du bist's, auf den wir uns, o theurer Jesu! gruͤnden, bewahre stets dein Volk vor Irrthum und vor Suͤnden. Erhalte uns dein Wort, fuͤhr uns durch deinen Geist, bis einst vor deinem Thron dich unser Loblied preist. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit angenehmer Empfindung. ohl dem, der 200. Wẽ Jesu ange— hoͤret! Auch er hat Freun— de, denn sein Freund ist Jesus, uno wer Jesum ehret, durch einen Sinn x mit ihn H san vals ud Afd halfen hit unt; 10 Aten ale in Guube 0l Ihel, i Hhlt, Jugir Y „Kein Sh, ed Mehsch ih Spnaz e Eel Lele foH Mit h 0. Oe audtr Thel A, ein Hel I gle e Ee, wuchgttenn ale h nus 6 J ssstI dart Hofhng, II üchen llich 9. ldey Hache M IW Hirgmel! 10 Jsth Hlcden ur schtr j uhnz Weld s, n Doschsh biele schrs hwuͤßten, Jar v ch sie geh e/ und n, der 6 liebtʒ ihth trug, isl truͤbt! e dich/ H weit aug arrte a Vahrhett! 5 suche,t h deinen! so der E deinet! bist's, o theuttt, bewahn vor Y unden. E len Gas, deinem 4 Lob lied h. ur den hil mer Enhij W˙ l sein Fleh no wer ich eng Kirche Christi auf Erden. 177 mit ihm vereint. Nicht einsam wandelt er den Pfad, auf den ihn Gott gerufen hat. 2. Er sey auch unbe— kannt; ihn lieben und achten alle die, die sich im Glauben, in der Tu— gend uͤben, aufrichtig, treu und bruͤderlich, so bald sie sehn, daß er ein Christ, ein wahrer Juͤnger Jesu ist. 3. Kein Eigennutz, kein Stolz, kein Leiden, kein Wechsel ihres Gluͤcks, kein Schmerz entzieht ihm ih⸗ rer Treue Freuden, ihr fest mit ihm verbundnes Herz. Sie haben anein- ander Theil durch Einen Trost, ein Gluͤck, ein Heil. 4. Ja alle Christen auf der Erde, wie weit sie auch getrennet sind, sind alle doch nur eine Heerde, in Liebe Jesu gleich ge— sinnt, durch Glaͤuben, Hoffnung, kiebe gleich, an Fruͤchten guter Werke reich. 5. Und welche Freunde, welche Bruͤder hat nicht im Himmel dort der Christ, wo Jesus seines xeibes Glieder versammelt, wo er sichtbar ist! da soll sein ö Diener nicht allein, mit allen soll er selig seyn. 6. Er sprach ja selbst: sie sollen leben, ich will, daß, wo ich bin, die seyn, die, Vater! mir von dir gegeben, sich meiner hier im Glaͤuben freu'n: einst dort, wie schon im Glau⸗ ben hier, auch in der Herrlichkeit mit mir! 7. O Trost! zu Jesu Auserkohrnen zu kommen, zu der Vaͤter Schaar, zu unsers Gottes Erstgebohr— nen, zu jedem, der hier heilig war', mit deuen dort am Thron zu steh'n, mit ihnen allen Gott er—⸗ hoͤh'n! 8. Mach uns, o Jesu! dazu tuͤchtig, dein wuͤrdig Eigenthum zu seyn. O mach das Christenthum uns wichtig; denn was kann uns so sehr erfreu'n, wie hier in dieser Pilger⸗ zeit, so dort einst in der Ewigkeit? 9. Schenk uns den Geist der Bruderliebe, der Nachsicht und der Einigkeit. Gieb, daß sich jeder eifrig uͤbe in edler Dienstbeflissenheit, daß alles unserm Bund getreu, ein Herz und eine Seele sey. M Dritte 178 Ermunterung zur Tugend Dritte Hauptabtheilung, nach Anleitung der christlichen Sittenlesre. —— 1— Ermunterung zur Tugend und Rechtschaffenheit. Liebreicher milder Gott ꝛc. Belehrend. u sagst: ich 201. D bin ein Christ. Mel. Wohl dir! wenn Werk' und Leben von diesem Ruhme dir ein sichres Zeugniß geben; wenn al— les, was du thust, durch Gottes Kraft und Geist von deinem Christenthum die rechten Proben weist. 2. Du sagst: ich bin ein Christ. Der Christ, der Jesum kennet, der Gott und seinen Herrn nicht bloß vor Menschen nennet, der thut mit Freuden auch, was ihm sein Herr gebeut. Thust du das nicht, so ist dein Ruhm nur Eitelkeit. 3. Du sagst: ich bin ein Christ; denn ich bin ja getaufet auf Christi Tod, der mich mit seinem Blut erkaufet. Ja wohl, doch pruͤfe dich, erfuͤllst du auch den Bund, den du mit Gott erricht in jener Gnadenstund? 4. Hast du nicht diesen Bund schon laͤngst und oft gebrochen? Du hast als Gottes Kind Gehor— sam ihm versprochen. Hast du mit treuem Ernst dem Guten nachgestrebt? Hat nicht die Suͤnde noch sehr oft in dir gelebt? 5. Du sagst: ich bin ein Christ; weil ich 10 Heilands Lehre zu Hau und oͤffentlich mit An⸗ dacht les' und hoͤre. Wohl dir, wenn du auch thust, was Gottes Wort dich lehrt. Nur, wer es hoͤrt und thut, ist seines Bey⸗ falls werth. 5. Du sagst: ich bin ein Christ. Mit Gott mich zu verbinden, nehm? ich oft Jesu Mahl, mich reuen meine Suͤnden. Doch zeiget sich bey dir U uhstuftde Iud Reses ucht „ Di s i Gif, h deß mi n thuß! Js manch Fa b d hiIh hen se Wie Acch Dan, Naschaft u Hegtegier Ehelkeit un dich Rerfih auo Jache ach gehagt. noch nicht d ltch. / Diri Ohnt, Dasnd! sih Juhne! 10 Kun H f suhnt st und n dp He IIgul The 10, Hah! luc Huft, ehg, 0 u D N l R Iain is, NRn 0˙ — lch, Silnnlg gende it. erfuͤllehe „ den oll licht in indꝛ du nicht on lang chen? Yn 8 Kindeg. ersprochen euem Erst chgestrehtl Zuͤnde nut gelebt! sagst: ih „ wall lehre 0 lich m und hoͤre.N du auch tes Von I, wu ist seins . sgast! I schtg chinden, x Mol, ene E schH, und Rechtschaffenheit. 2⁵ in deinen Des⸗ auch rechtschaff'ne esserung, nach dieses Mahls Ge⸗ brauch? ö 7. Du sagst: ich bin ein Christ, und ruͤhmst dich deß mit Freuden; al—⸗ lein thust du auch mehr, als manche kluge Heiden? Hast du des Guten nicht weit mehr, als sie, gethan, so klagen sie dich einst vor deinem Richter an. 8. Denn, wenn die Lei— denschaft noch stets dein Herz regieret, zur Wohllust, Eitelteit und Schmaͤhsucht dich verfuͤhret; wenn Neid und Rachbegier noch uͤber dich gebeut: so kennest du noch nicht die waͤhre Hei— ligteit. 9. Der ist ein wahrer Christ, dem Herz und Werk und Leben von die-⸗ sem Ruhme selbst ein sich:⸗ res Zeugniß geben, der so, wie Jesus Christ, ge⸗ sinnet ist und bleibt, und den der Geist des Herrn zu guten Thaten treibt. 10. Gott! schenke mir doch Kraft, mich ernstlich zu befleißen, ein wahrer Christ zu seyn, und nicht bloß so zu heißen; denn, wer den Namen hat, und nicht die That zugleich, betruͤgt sich, und gelaͤngt nie in dein Himmelreich. wiß, ob Mel. So gehst du Jesu milliglich ꝛc. Gelehrend. 202. Was hilft es mir ein Christ zu seyn, wenn ich nicht christlich lebe, und heilig, fromm, gerecht und rein zu wandeln mich bestrebe? wenn ich dem seligen Beruf, zu welchem mich mein Gott erschuf, mich wuͤrdig nicht beweise, und den, der mich erloͤset hat, in Worten bloß, nicht durch die That und gute Werke preise? 2. Was hilft der Glaub⸗ an Jesum Christ, den ich im Munde fuͤhre, wenn nicht mein Herz rechtschaͤf⸗ fen ist, und ich die Frucht verliere? wenn mich die Eitelkeit der Welt mit ih⸗ rer Kust gefangen haͤlt, ich ihre Fesseln liebe, und fuͤhlbar fuͤr der Suͤnde Reiz, Zorn, Hoffart, Sinnenlust und Geiz in Werk und Thaten uͤbe. 3. Weit strafenswer—⸗ ther bin dann, ich, der ich Christum kenne, weiß, was er hat fuͤr mich ge⸗ than, ihn Herrn und Hei— land nenne, als der, der in der Finsterniß des Irr⸗ thums tappt, noch unge— er auch richtig M 2 wandle 180 Ermunterung zur Tugend wandle. Was nuͤtzt mir seines Wortes Licht, was hilft mir aller Unterricht, wenn ich nicht darnach handle? 4. Und woher nehm' ich Trost und Ruh, wenn Leiden mich umgeben, und meine Suͤnden noch dazu mir dann vor Augen schweben? Was hilft mir in der letzten Noth, wenn sich der schauervolle Tod mir zeigt mit seinen Schre⸗ cken, und mein Gewissen wachet auf, von meinem ganzen Lebenslauf die Schuld mir aufzudecken? 5. Weh mir! was hilft es mir einst dort, erweckt aus meinem Grabe, daß ich an Christum und sein Wort zum Schein geglau— bet habe, wenn keine from-⸗ me gute That mein Leben hier bezeichnet hat, den Glauben zu beweisen? Nur Glaub' durch aͤchte Froͤmmigkeit bewaͤhrt, wirkt meine, Seligkeit, kann wahrer Glaͤube hei— 6. Gott! dieser Hoff⸗ nung werth zu seyn, hilf, daß ich christlich lebe, und vor dir heilig, fromm und rein zu wandeln mich be⸗ strebe. Gieb mir Erkennt⸗ niß, Muth und Kraft, daß ich den Hang zur Lei⸗ denschaft als Christ stets uͤberwinde, und dann, nach wohl durchlebter Zeit, den Lohn in jener Ewigkeit fuͤr meine Werke finde. Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Erheiternd. er Gottes Wil— 203. Wé len thut, ist selig schon auf Erden, und soll in jener Welt noch seliger einst werden. Voll Glaubens widersteht er jeder boͤsen Lust, ist sei⸗ ner Tugend sich, sich ih⸗ res Werths bewußt. 2. Er merkt auf seinen Gang, geht ihn mit fe— stem Muthe, wird in der Schwachheit stark, liebt immer mehr das Gute. Durch Gottes Geist wird er gerecht und tugendhaft, und taͤglich nimmt er zu an Einsicht und an Kraft. 3. Gott hat er allezeit vor Augen und im Her⸗ zen, bekaͤmpft die Sinn⸗ lichkeit, scheut nicht des Kampfes Schmerzen. Er eilet, wenn er fehlt, den Fehler zu bereu'n, und strebt mit ernstem Fleiß, der Tugend sich zu weih'n. 4. Getreu in seinem Stand genießt er Gottes Gaben, vergnuͤgt, 2405 ö * In⸗ 5. Cche I, lhh lct ahch Thnd sh 1 Bild Rth eff We Holt, ütt 6. Er dir licht, Hatt, sii gach I. Difig un Achung eh dehhöhte Hal, der Nch nich I. Ha Ne L sh, er ufN gte lih. Mil himnt ee gend Thil Wir Mben Holt, En M Ist rrült sitth, Aiß shun kit inst the 0 — Hest st und danh t lebter Zet aer Eoih, Verke fis breichte ott N. heiternd. er Gottel len thi auf Erdan ener Wel st werden widerst en Lust,) nd sich, 9 bewoh, merkt auff eht ihn he, wild jelt stack, sehr dah ottes Gaf! und tugenh ch nimmt“ t und a A Khat 1 und iu, mpft de v cheut l Echmenst i er feht bettu, ernstem dschuh rel 0 mießt 0 ugnüt und Rechtschaffenheit. 181 Andre gleich mehr Gluͤck und Ansehn haben; als Christ, bey wenigem zu— frieden, frey von Neid, von Habsucht und von Geiz, von Stolz und Ei⸗ telkeit. 5. Schenkt Gottes Hand ihm viel, so wird er vie— len nuͤtzen, des Freundes Gluͤck erhoͤh'n, verlaß'ne Tugend schuͤtzen. Auch selbst Beleidiger wird er in Noth erfreu'n, er wird, wie Gott, gesinnt, gerecht und guͤtig seyn. 6. Er kraͤnkt den Bru⸗ der nicht, er schuͤtzt sein Gluͤck, sein Leben. Er ist nach Jesus Sinn stets willig zum Vergeben. Voll Achtung ehret er in ihm des Hoͤchsten Bild, denkt: Gott, der Heilige, ist gegen mich auch mild. 7. Im Guten sucht sein Herz die Bruͤder zu be⸗ staͤrken, er muntert alle auf zu guten edlen Wer⸗ ken. Mit Christensinn nimmt er an ihrer Tu⸗ gend Theil, und denkt: wir haben ja nur Einen Gott, Ein Heil. 8. Das Heil der Ewig⸗ keit erfuͤllt ihn mit Ent⸗ zücken, laͤßt seinen Geist schon hier froh in die Zu—⸗ kunft blicken, giebt ihm im Leiden Muth, und stillet jeden Schmerz. Im Tode freut sich noch sein Gott ergeb'nes Herz Mel. Wer nur den lieben ꝛc. 33², Mit Waͤrme. — egluͤckt, be— 204. B gluͤckt ist, wer auf Erden mit allen seinen Kraͤften strebt, an edlen Thaten reich zu wer⸗ den, und nicht fuͤr diese Welt nur lebt, stets vor⸗ waͤrts dringt, und nie vergißt, daß seine Seel' unsterblich ist. 2. Et forschet nach der Tugend Wegen, was Gut und Pflicht ist, schnell zu thun, spricht nicht— so sprechen nur die Traͤgen: — noch will ich schlummern, will noch ruh'n. Ey saͤet fruͤh, und nuͤtzt die Zeit zur Aus saat fuͤr die E⸗ wigkeit. 3. Erfuͤllet von der Tu⸗ gend Sorgen denkt er, und denkt mit Lust daran, wie er bald sichtbar, bald verborgen, ein edles Werk vollenden kann, und nu⸗ tzet jeden Augenblick fuͤr Dugend und fuͤr Bruͤder⸗ gluͤck. 4. Ihn schrecken keine Hindernisse, durch edle Thaten staͤrkt er sich, und seine 182 Ermunterung zur Tugend seine heiligen Entschluͤsse sind fest und unerschuͤtter⸗ lich; wie sehr er auch zu kaͤmpfen hat, reift jeder Vorsatz doch zur That. 6. Er widersetzt mit fe⸗ stem Muthe den Kastern sich, gestaͤrkt durch Gott; traͤf ihn im Kampfe fuͤr das Gute der Welt Ver— folgung oder Spott: so bleibt ihm doch der Preis im Streit. Er kaͤmoft, weil es die Pflicht gebeut. als Christen handeln, aus reiner Achtung fuͤr die Pflicht; laßt uns die Bahn der Tugend wan⸗ deln, da strahlet immer helles Licht, und unser Loos in Ewigkeit ist rei⸗ ner Tugend Seligkeit. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛe. Mit seliger Empfindung. 205. Rommt„ und Mlaßt euch Je⸗ sum lehren! kommt und lernet allzumahl, welche die sind, die gehoͤren zu der wahren Christenzahl! Die im Glauben fest be— steh'n, freudig Gottes We— ge geh'n, den Erloͤser frey bekennen, duͤrfen sich die Seinen nennen. 2. Selig, wer in De—-⸗ muth lebet, seine Schwach—⸗ heit nie vergißt, nie sich selbst voll Stolz erhebet, wenn er groß und gluͤck⸗ lich ist. Gottes Huld wird ihn erfreu'n, und die Se-⸗ ligkeit ist sein, die nur wird Gott einst erheben, welche demuthsvoll hier leben, ö 3. Selig ist, wer seine Suͤnde wehmuths voll vor Gott bereut, und, damit er Gnade finde, 6. So laßt auch uns sich vor neuen Suͤnden scheut. Gott will ihm die Schuld verzeih'n, Kraft zum Gu⸗ ten ihm verleih'n, und er soll schon hier auf Erden, und auch dort getroͤstet werden. ö 4. Selig ist, wer Sanft⸗ muth uͤbet, seinem Feinde niemals flucht, seine Fh— ler ihm vergiebet, nie sich selbst zu raͤchen sucht, ru— hig seine Pflicht vollbringt, und sein eigen Herz be— zwingt. Gott selbst wird ihn unterstuͤtzen, und ihn stets als Vater schuͤtzen. 5. Selig, die mit Ernst verlangen, recht gesinnt und fromm zu seyn; die fest an dem Guten han— gen, und sich ganz der Tugend weih'n, deren Herz nicht mehr begehrt, als was Gottes Ruhm ver— mehrt; — Rohtt; 6⁰ Vrlangen stone Illen. 1. N Re sch dtie Hustlichen Dobguth nihtʒ v aRs 00 Il HH vild geh M n ih Nüh, A tld Whlaftge Rsh Daut u Raslt, e Raht Mt wdert Goft li Milg, enlikt,! Möbeigf sch Wirthe I Ssine Herfltt, se Eikoche Fuchns WIben 6 Haßen, Glz un ld W HHn Stolz bach, hroß und s ttes Hubh u, und dg sein, din einst ethhe muthsyol ist, uuh hmuthsosh aE, und, finde, sie unden ihm dié e Kraft zun! erleih'u, hier auf dort g hist, tel seinem i. Ucht, seiht giebet, 06 ͤchen such flicht voll eigen H Hott selht! luͤten, A Bater schiß „ die mte sn n Guhh sich gah dihn, dugh begehll“ eh Auhh und Rechtschaffenheit. 183 mehrt; Gott wird ihr Verlangen stillen, und den frommen Wunsch er— fuͤllen. 6. Selig, wer der Noth des Armen nie gefuͤhllos sich entzieht, ihm, aus christlichem Erbarmen, wohlzuthun, sich froh be— muͤht; welcher dem mit Trost erscheint, der um Trost und Hilfe weint. Hilfe wird er auch em— pfangen, und Barmher—⸗ zi keit erlangen. 7. Selig sind, die sich demuͤhen, zuͤchtig, keusch und rein zu seyn; die der Wohllust Netze fliehen, und der Heiligkeit sich weih'n. Die nur thun, was Gott gefaͤllt, die der Lockung dieser Welt immer staͤnd— haft widerstehen, werden Gottes Liebe sehen. 8. Selig, wer in Frie⸗ den lebet, wer stets Ruh und Einigkeit zu erhalten sich bestrebet, und, wenn Feindschaft, Haß ö Streit seiner Bruͤder Gluͤck zerstoͤrt, sie die Pflicht der Eintracht lehrt. Die des Friedens sich befleißen, werden Gottes Kinder heißen. 9. Selig, die des Guten wegen leiden und sich des⸗ sen freu'n; ihrer wartet Heil und Segen, wenn und sie hier den Kampf nicht scheu'n. Gott steht ihnen maͤchtig bey, und will sie fuͤr ihre Treu' einst mit Wonn? und Siegeskronen in der Ewigkeit belohnen. 10. Gott! du wollest selbst mich leiten auf der Tugend sichern Bahn, daß ich wahrer Seligkeiten hier und dort mich freuen kann. Gieb, daß ich voll Demuth sey, ernstlich mei⸗ ne Schuld bereu', die Ge⸗ rechtigkeit stets liebe, auch an Feinden Sanftmuth uͤbe. 11. Arme will ich nie verhoͤhnen, oͤffnen ihrer Noth mein Herz, Feinde will ich gern versoͤhnen, dir vertrau'n in Freud? und Schmerz. kaß mich treu seyn, guter Gott! deinem Sohn bis in den Tod, und durch deines Geistes Staͤrke mich beflei⸗ ßen guter Werke. Mel. Mein Bundes Gott! ach unterweise ꝛc. Ueberzeugt. Ich weiß es 206. J wohl, ich selbst verdient es nicht, daß du, o Herr! mich vom Verderben rissest, ja, wenn du mir nach meinen Werken missest, so ist der Tod 184 Ermunterung zur Tugend u. Rechtschaffenheit. Tod mein Urtheil vor Ge— richt. 2. Die Gnade nur in Christo macht mich frey; doch soll ich dich in gu-⸗ ten Werken preisen, und durch den Fleiß der Hei— ligung beweisen, wie sehr ich dir, mein Gott! ver⸗ bunden sey. 3. Dein Sohn hat mich mit seinem Blut erkauft, nicht, daß ich nur der Hoͤlle moͤgt entgehen: dein Ebenbild soll in mir neu entstehen; drum bin auch mit deinem Geist ge— tauft. 4. Mein Leib und Seel— soll, als dein Eigenthum, von dir, o Gott! und dei⸗ ner Gnade zeugen. Nicht nur der Mund soll nie— mals hiervon schweigen; der Thaten Sprach' erhoͤ— he deinen Ruhm. 5. Des Glaubens Kraft kann ich ja anders nicht zu meinem Trost, als aus den Fruͤchten, merken, den Naͤchsten reiz' ich auch zu guten Werken nicht an⸗ ders, als durch meiner Werke Licht. 6. Ach! nimm mich auf in deines Sohnes Reich, o Jott! laß mich nicht nur: Herr! Herr? ihm sagen. Sein sanftes Joch ich und seine Last zu tragen, mach mich bereit und sei—⸗ nem Vorbild gleich. 7. Nimm weg von mir, was dir, mein Gott! mis— faͤllt, und was mich kann aus deinem Himmel schlie— ßen, um auch durch dich der Guͤter zu genießen, die der genießt, der an dein Wort sich haͤlt. Mel. Nun danket alle Gott. Dankvoll bittend. och danke dir, 207. Inn iein Gott! der du mir hast gegeben fuͤrs Gute reinen Sinn und Kraft, auch fromm zu leben. Regiere nun mein Herz, daß es dem immer treu, was es, als gut erkennt, in allen Din— gen sey. 2. Bey allem, was ich thu', laß mich auf dich nur sehen; denn dich, Allwissender! kann man nicht hintergehen. Die Wahrheit komme mir ja nie aus meinem Sinn: Gott steht's, Gott hoͤrt's, Gott straft's, ihm kannst du nicht entflieh'n. 3. Lehr mich bedenlken wohl in allen meinen Sa⸗ chen: ist's dann auch recht, wenn ich's der Welt gleich wollte- —— volte Ma⸗ Iim schn gaah de? siht! 3 6utt sizem A V Co. Gotta schen,l RIS R % Hl hestg IMe M.aui 0l WL X0 f fif uih. Loha E behur u A ast 0D Uh, Wis tththn Ien Lricb duh ber Ud H Ashifeht — Ras e ahn bereit gh ld gliic n weg vntz nein Gott was michh Himmalsh auch dutch zu genieße, t, der a! haͤlt. danketalle Hell bittend, Ich dahkt 0 mein 6 ir hast ereinen „ auch s Regittt „daß c 1, Wos ch. t, in alen! ‚ allem, u. mich auf ) denn N I! kalhl l rgehel. lomme m ueinem 6, Gatth 16, I fl ö tflieh'l lich bodc Reinehs ann allg U Aeh Pflichten gegen Gott und Jesum. 185 wollte machen? Ist's dann schon recht, wenn's gleich die Menschen sehen nicht? Ist's Recht vor Gott? Ist's Recht vor seinem Angesicht? 4. So soll ich, guter Gott! auf dich allein nur sehen, und nicht, wie mir's gefaͤllt, durch die— ses keben gehen; denn Leichtsinn stuͤrzet oft in Pflichten gegen Andenken an Gott. Mel. Du kamst zu uns im 361 Staube ꝛc. „ 55 Mit Trostgefühle. Din dich, mein 208. A Gott! zu den⸗ ken, ist Pflicht und Trost fuͤr mich. Wenn Gram und Angst mich kraͤnken, so blick“ ich hin auf dich. Dann mindert sich der Schmerz, dann flieh'n die bangen Sorgen, wie Ne⸗ bel vor dem Morgen, und Ruh erfuͤllt mein Herz. 2. Denk' ich an deine Liebe, wie werd' ich dann erfreut! mit dankbar fro⸗ hem Triebe fuͤhl' ich mich dann bereit, dir mein Herz zu weih'n, dich ganz es wird mir Ungluͤck und in Tod, am sichersten wallt man an deiner Hand, o Gott! 5. Drum waͤhl“ ich, Vater! dich zum Fuͤhrer meines Lebens; laß deine Treue doch an mir nie seyn vergebens, so, daß ich immerdar vor dir recht tugendhaft und heilig wandle hier; dazu verleih mir Kraft! Gott und Jesum. indlich zu erheben, zur hre dir zu leben, vor Ch Suͤnden mich zu scheu'n. + 3. Du gabst mir aus Erbarmen den Sohn, der mich starb, und liebe⸗ oll mir Armen die Se⸗ ligkeit erwarb. O welch ein Gluͤck ist mein! Gott'e wenn ich dieß erwaͤge, dann wird der Vorsatz rege, dir ewig treu zu seyn. 4. Mit freudigem Ge⸗ muͤthe denk ich an deine Treu, und harr⸗ deiner Gäte; sie wird mir taͤg⸗ lich neu. Du unterstuͤ⸗ tzest mich; auch zu dem schwersten Werke giebst du mir Muth und Staͤrke; lei* 99. eicht durch 5. 186 Pflichten gegen Gott und Jesum. 5. Wie gut ist's, dein zu denken! Die Welt mag immerhin, ihr Herz auf's Eitle lenken, wie schlecht ist ihe Gewinn! Ich halte mich an dich; dieß bringt mir wahre Freude, dieß staͤrkt mich, wenn ich lei— de, dieß labt im Tode mich. 6. An dich, Herr! will ich denken, so lang ich denken kann. Mag man ins Grab mich senken, mein Geist steigt himmel— an. Vergesse mich die Welt! Du, Herr! ge— denkst doch meiner, wenn auch auf Erden keiner mich im Gedaͤchtniß haͤlt. Erkeuntniß Gottes und Jesu. Mel. O Tag des Herrn, du sollst mir ꝛc. Mit Empfindung. Vaet! D 5* du Gott! er di 209. mein Schoͤ— pfer bist, Herr! dem ich angehore, dich richtig zu erkennen, ist mir ewig Pflicht und Ehre. Stets beiliger durch dich zu seyn, mich deiner immer mehr zu freu'n, dich immer mehr zu lieben, will ich mich taͤglich uͤben. 2. Ich kann ja, Ewi— ger! schon hier durch ei— friges Bestreben, wie schwach ich bin, mich doch zu dir mit meinem Geist erheben. Nur laß mich auf den Uyterricht, in deiner Offenbarung Licht, und, wie in deinen Wer⸗ ken du dich uns zeigest, merken. 3. Dann wird mir nicht aus eigner Schuld ent— gehn, was dnu mich leh—⸗ rest, wie du, voll Weis— heit, Macht und Huld, uns jeden Tag ernaͤhrest; wie alles schoͤn geordnet, sich vereinigt, wie so vaͤ⸗ terlich du uns auf tau⸗ send Wegen entgegen komsst mit Segen. 4. Ich sehe dann, und seh' erfreut die taͤglichen Beweise von deiner Huld und Freundlichkeit, zu dei⸗ nem Ruhm und Preise. Zum kicht wird mir die Finsterniß, die dich ver⸗ birgt; mir wird's gewiß, es seyen deine Pfade stets Herrlichkeit und Gnade. 5. Und welchen Auf— schluß giebt mir nicht vom Ziele meines Lebens dein Wort, das ew'ges Heil verspricht! nie merk' ich drauf vergebens. Ich ler— ne El N ih undd W V. 5 Ihu, Hact u e I.s besit 5. C0. abuchttt lellen fte inher v 0e U N ß M Wgeht Act Luf! cih Rasthe El 0 fl Welhaschf Ms Cael O vaI M hfchun, sch Hu hi un, V Vpl Sah nie ltbihag, und xynne er sith6 Lel, Loß! I Jechu Re Ncht 0 K I„ 6 lich, gun. W un in, Ey hier duch estreben, bin, michhe meinem d Nur daß Uotetricht, Aubatung in deinen Y ch uns gy wird mu Schulh à du mit 3u, voll cht und Tag erliß schoͤn gehh gt, We st uns auft mentgege ehe dan, t die tigs on deinst Hlichketh f. u und. wird MI die dich! Wwied's Rf vine Hfahz und Gunh Erkenntniß Gottes und Jesu. 2 ne dich und deinen Sohn, der Seele Werth, der Tu-⸗ gend Lohn, was wahres Gluͤck zu nennen, daraus stets besser kennen. 6. So werd' ich stets erleuchteter, von Vorur— theilen freyer, zum Guten immer williger, standhaf— ter und getreuer. Ein groͤßers Maͤaß der Weis—⸗ heit giebt dem, der die Wahrheit sucht und liebt, mehr Trost in seinen Lei⸗ den, und selbst im Tode Freuden. 7. Gewaͤhrt der Mor— genroͤthe Licht mir hier schon so viel Wonne, wie viel verschafft mir kuͤnftig nicht des vollen Tages Sonne! Dann, Vater! wust du naͤher dich mir offenbaren, dann werd? ich, was wir hier Dunkel nennen, im hoͤhern kicht erkennen. 8. O! laß von heiliger Begier mich immer mehr entbrennen, dich, Gott! und deinen Sohn schon hier stets besser zu erken— nen, daß ich, von Wahn und Irrthum frey, dir im⸗ mer mehr gehorsam sey, und taͤglich mehr mich uͤbe, o Gott! in deiner Liebe. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Bittend WMein Gott! du 210. wohne zwar im Kichte, dahin kein sterb⸗ lich Auge dringt; doch giebst du uns zum Unter⸗ richte dein Wort, das uns Erkenntniß bringt, was du, o Allerhoͤchster! bist, und was mit uns dein Endzweck ist. 2. So gieb dann, daß ich darguf achte, als auf ein Licht im dunkeln Ort, und, wenn ich ernstlich es betrachte, so hilf selbst meinem Forschen fort. Laß fuͤr der Wahrheit hellen Schein mein Aug“ und Herz stets offen seyn. 3. Dein Wort sey mir ein kicht im Glauben, das mich zur wahren Welsheit fuͤhrt. kaß mir doch kei—⸗ nen Irrthum xauben, was mir ein ewig Heil gebiehrt. Kein Spoͤttergeist verfuͤhre mich, kein Zweifel sey mir hinderlich. 3. Dich kennen ist das ew'ge, Leben. Drum hilf mir, Vater! daß ich dich und den, den du fuͤr uns gegeben, hier so erkenne, wie du mich in deinem Wort es selbst gelehrt, bis einst sich meine Ein⸗ sicht mehrt. 5. 188 Pflichten gegen Gott und Jesum. 5. Vor allem laß bey mir lebendig, o Hoͤchster! dein Erkenntniß seyn, laß mich hernach dir auch be— taͤndig vollkommne Lieb? und Ehrfurcht weih'n. Gieb, daß ich thu?' mit allem Fleiß, was ich von deinem Willen weiß. 5. Was hilft das rich⸗ kigste Erkenntuiß, wenn's nicht zu deiner Liebetreibt? was nuͤtzt ein aufgeklaͤrt Verstaͤndniß, wenn doch das Herz noch boͤse bleibt? Drum hilf, daß ich der Wahrheit treu, und daß mein Glaube thaͤtig sey. 7. baß dein Erkenntniß mir im keiden ein Brunn⸗ quell wahres Trostes seyn. Laß, wenn sich Leib und Seele scheiden, mich deiner noch im Glauben freu'n. Dort seh' ich dich in dei—⸗ nem kicht von Angesicht zu Angesicht. Vorige Melodie. Ehrerbietig forschend. o findꝰ ich 2II. Wẽé Gott, den meine Seele weit uͤber alles schaͤtzt und liebt? Gott, den ich mir zum Freunde waͤhle, und der allein mir Feeude giebt? Wann kommt die Zeit, -˙:. da Gott, mein Freund, sich voͤlliger mit mir ver—⸗ eint? z. Wie wollt' ich mei— nen Gott nicht preisen, wenn ich ihn saͤhe, wie er ist! Zwar deine Werke, Herr! beweisen, wie un-⸗ aussprechlich groß du bist. Wie glaͤnzen sie! doch zeigt ihr Glanz mir deine Herr— lichkeit nicht ganz. 3. Ich sehe dich hier nur im Spiegel, und bete dich in Schwachheit an, ach! haͤtte meine Seele Fluͤgel, sich dir, mein Schoͤpfer! mehr zu nahn'; wie wurde sie sich deiner freu'n! wie selig wuͤrde sie dann seyn! 4. Duͤrft' ich am Fuße deines Thrones mit dei⸗ nen Engeln dich erhoͤh'n; koͤnnt' ich im Antlitz dei⸗ nes Sohnes, wie deine Seligen, dich sehn! Ich, der ich jetzt schwach loben kann, welch hohes Lob— lied stimmt' ich an! . Mir macht zwar je⸗ des deiner Werke mehr, als ich ruͤhmen kann, be— kannt; es zeigt mir deiner Allmacht Staͤrke, und dei⸗ nen weisesten Verstand und Gnade, die das groͤß⸗ te kob zu schwach, nie wuͤrdig g'nug erhob. * schldet Nukett d sht. Du Hen huleh Rucch hl 11N G Hsodel i6 al' h. Iuet El W. J shish Hiche, W schuh. af MM Hch Watte MN et Hune de Mthe Hit scon, Is dah ktfuhh. M dahn Hch! Eser Dih, r Ubn i Huut Haupht 0 hin h. — mein Faah, mit mie/ dollt' ichth nicht gi, n sahe, xg deine M. isen, Ren groß dug siel Wch nir deiteß ganz. ehe dich. iegel, uh hwachhel meine ch dib, mehr zus sie sich! e selij x 3u! ich a ones dich hh nacht un Wekke I nen Hall, igt mit N. tarke, u en Molh die dos R shorh, 1j uhob. Glaube an Gott und Jesum. 189 6. Noch heller scheint von allen Seiten in dei⸗ nem Worte, Gott! dein Licht; doch Blendwerk schnoͤder Eitelkeiten ver— dunkelt da oft mein Ge— sicht. Drum gieb mir dei— nen guten Geist, der mich dadurch recht unterweist. 7. Zwar, wenn in mei⸗ nen Finsternissen er auch mein bloͤdes Aug' erhellt, was lern' ich, Gott! von dir? mein Wissen bleibt immer Stuͤckwerk in der Welt. Ich suche dich, und forsche nach, und bleibe, dich zu sehn, zu schwach. 8. Doch hoͤrt' ich nur auf deine Stimme in dei— nem Worte, hoͤrt' ich nur, wie du verdienest, auf die Stimme der dir lobsingen⸗ den Natur: hier schon, mich deiner erfreu'n. 9. Wie feurig wuͤrd' ich dann dich lieben! mit wel—⸗ chem Eifer würd? ich mich, dir, Vater! zu gefallen, uͤben! wie selig wuͤrd' ich bloß durch dich! Nun aber kaͤuscht oft meinen Geist, gleich Kindern, Tand, wenn er nur gleißt. 10. Gieb, daß dein Geist durch deine Wahr— heit mein Leben leite, bis so lernt' ich Gott! allein Herrlichkeit 212. ich dort dich naͤher seh?, und mit mehr Klarheit, als hier an diesem Pruͤ⸗ fungsort. Ich, der ich hier nur stammeln kann, erhebe wuͤrdiger dich dann. Glaube an Gott und Jesum. Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Pruͤfend und belehrend. Versucht und pruͤft es selbst, ob ihr im Glau⸗ ben stehet; ob, weil ihr glaubt, ihr auch auf Chri⸗ sti Wegen gehet, ob ihr demuͤthig, mild, voll sanf⸗ ter Freundlichkeit, und eurem Naͤchsten stets zu dienen willig seyd? 2. Der Glaube ist kein Licht im Herzen nur ver-⸗ borgen; sein Glanz bricht aus, und strahlt der Sonne gleich am Morgen. Durch unsre Besserung beweist er seine Kraft, macht Christo gleich ge—⸗ sinnt, den Wandel tu⸗ gendhaft. 3. Wer also glaubt, der schoͤpft aus Christo Heil und Leben. Wie ihm sein Gott vergiebt, so will auch er vergeben; liebt nicht mit Worten bioß, 190 Pflichten gegen Gott und Jesum. bloß, er liebt auch in der That, bestaͤndig, wie sein Gott auch ihn gelie— bet hat. 4. Wenn er gescholten wird, schilt er nicht feind⸗ lich wieder, spricht zu den Armen nicht: geht, waͤrmt, erquickt euch, Bruͤder! und laͤßt doch ungeruͤhrt die Beuͤder in der Nothz er fuͤhlt sie, geht und bricht dem Hungrigen sein Brod. ö 5. Er liebt die Heilig-— keit, und lebt nach Christi Lehre, und, was er thut, thut er zu seines Vaters Ehre, ist in Gedanken rein, und heilig in der That, zufrieden, wenn er nur den Beyfall Gottes hat. 6. Er jagt der Tugend nach, er meidet jedes La— ster, und taͤglich wird's ihm mehr zum Abscheu, stets verhaßter. Er ist geraden Sinns, ein Feind der Heucheley; von Stolz, von Eitelkeit, von Neid und Geize frey. 7. Pruͤft, laͤutert ihn sein Gott, giebt Gott ein Kreuz zu tragen; so traͤgt er's mit Geduld, und oh— ne zu verzagen, ist wach⸗ sam in Gefahr, und nuͤch⸗ tern zum Gebet, haͤit in der Pruͤfung aus, kaͤmpft muthig, und besteht. 8. Er strebt, daß er sich rein und unbefleckt bewahre, hat nicht das Eitle lieb, und sucht das Unsichtbare. Er nuͤtzet je⸗ den Tag, und heiliget ihn Gott. Er wuͤnscht da— heim zu seyn, und fuͤrch⸗ tet nicht den Tod. 9. Ob solch ein Glaub', o Christ! in deinem Her— zen lebe, das pruͤf', und sieh, ob er dir Lust zur Tugend gebe? Er macht nicht nur gerecht, er macht auch tugendhaft, und giebt zur Heiligung Trieb, Wil— ligkeit und Kraft. 10. So soll ich, Gott! an dich und Jesum Chri— stum glauben. Gieb die— sen Glauben mir, und laß mir nichts ihn rau—⸗ ben. Die Werke folgen dann, und folgen aus der Zeit mir noch im Tode nach in jene Ewigkeit. Vorige Melodie. Sehnlich bittend. 213. 9937„ allerhoͤch— ster Gott! von dem wir alle Gaben, und, was uns nuͤtzlich ist, in reichem Maaße haben, o! sieh erbarmend mich in meiner Schwachheit an, weil — I i0 Rl, N h. 0163 N/ doc n Gla Ie wef Fofwung Ractt du 016 du/ H RNElchft V Ml IIi u Ichde Shatheit ich nät NI o Iun ih, nh sht ihf u e Vitetun , hessaht u sih ache, Dir shs uslin, Shab n sech unt WI stif. in R, H/daß ngn husz u sa W, 0 Hit un n d auf y V Jluun. ü— g aus, A ind beseh. Istrebt, und uch hat nch „und suhh, 2. Er nihß „und I Er wunt yn, usd s Hen Tod. lolch ein he in deine das proßh der dir A ·lebe? Ert Herecht, En dhaft, uuh lung Tich! Krast. soll ich,K ind Jesush6 Iben. Gh. Iben mit,! nichts ihn e Verke st „ folgen al Noch in& ne Ewigt be Meodie asch dinnad, Wster Guhh lle Gabhe mluͤtlich Y aaße habeh mend 10 cwaghes, Glaube an Gott und Jesum. 191 weil ich nicht, wie ich will, dir recht vertrauen kann. 2. Ich glaube zwar an dich, doch nur mit schwa⸗ chem Glauben, oft will die Zweifelsucht mir alle Hoffnung rauben. Wer macht das Herz gewiß, als du, o Herr! allein? laß deine Hilfe doch von mir nicht ferne seyn! 3. O reiche du mir selbst aus Gnaden deine Haͤnde! hilf meiner Schwachheit auf, daß mich nichts von dir wen⸗ de! Ist schon, dem Senf⸗ korn gleich, mein Glaube noch sehr klein, so laß ihn doch bey mir in stetem Wachsthum seyn. 4. Gieb, daß die Zu- versicht in meinem Geist sich mehre, daß du mein Vater seyst, und ich dir angehoͤre, daß alle meine Schuld von dir vergeben sey, damit mein Herz sich dein, als seines Gottes, freuꝰ. in mir, o Gott! so kraͤf⸗ tig, daß ich mein Leben-⸗ lang in deinem Dienst ge—⸗ schaͤftig und stets beflis⸗ sen sey, zu thun, was dir gefaͤllt, so hab? ich schon in dir den Himmel auf der Welt. 5. Mach diese Zuversicht lich glaube. 6. Mein Heiland! der du einst fuͤr deine Juͤnger batest, und, wenn sßie wanketen, beym Vater sie vertratest, ach! unter⸗ stuͤtz auch jetzt mein sehn⸗ liches Gebet, und schenke Glaubenskraft dem, der dich darum fleht. 7. In deiner Mittlers-⸗ hand ist Heil und aller Segen. Herr! unterstuͤtze mich auf allen meinen Wegen; so geh' ich freu⸗ dig fort in dieser Pilger⸗ zeit zu meines Glaubens 1211. der Seelen Selig-⸗ eit. Mel. Lob, Ehr und Preis. Glaͤubig bittend. Gottes Sohn, 21 4. O Herr Behn Christ! dein ist es, mir zu geben, was mir zum Glauben nuͤtze ist, was ihm giebt Kraft und Lke— ben; drum hilf du mir von oben her, daß ich gestaͤrktt, je mehr und mehr, recht und beharr— 2. Durch deine Wahr⸗ heit lehre mich, Gott! meinen Vater kennen, mit freudenvoller Ehrfurcht dich, den Sohn des Hoͤch⸗ sten nennen; gieb, daß ich deinen guten Geist, NSon 9— 192 Pflichten gegen Gott und Jesum. der uns den Wes zum Himmel weist, von gan⸗ zem Herzen folge. 3. kaß mich dein gro⸗ ßes Gnadenheil im rech— ten Licht erblicken, und mich dazu an meinem Theil mit allem Eifer schicken. In dir nur find? ich Trost und Ruh und ew'ges Heil, der Weg bist du, die Wahrheit und das Leben. 4. Oft ist mein Glaube schwach und klein, noch oͤfter leer an Werken. Wer hilfet mir? Nur du allein, du kannst mich maͤchtig staͤrken. Das schwache Rohr zerbrichst du nicht, verloͤschest kein noch glimmend Licht. Er⸗ barm dich dann auch mei⸗ ner! 5. Hilf, daß ich wach und eifrig sey, den Glau⸗ ben zu bewahren, ein gut Gewissen gieb dabey, und Hoffnung in Gefahren. Mein Leben sey nur dir geweiht, erfuͤllet mit Ge⸗ rechtigkeit und allen ihren Fruchten. 6. baß durch die Uebung sich in mir des Glaubens Kraft verstaͤeken, daß er sey thaͤtig fuͤr und fuͤr zu jeder Tugend Werken, ja, daß er sich vor allem uͤb? in allgemeiner Menschen⸗ lieb', nach deinem Wort und Willen. 28 7. Gieb mir besonder Muth und Kraft, daß ich an meinem Ende, des Glaubens voll, die Pil— grimschaft mit Freudigkeit vollende. Herr! mache mich dazu bereit, daß ich der Seelen Seligkeit, des Glaubens End' erlange. 8. Du hast, o Jesu! selbst in mir den Glauben angezuͤndet: erhalt ihn. Ich vertraue dir, du hast mein Heil gegruͤndet. Hier lehr' und troͤste mich dein Wort, und einst, mein Heiland! folge dort das Schauen auf den Glau⸗ ben. Der du voll Blut und ꝛc. Mit fester Zubersicht. * 4 II. NsGott fuͤr wich, 215. so trete gleich Alles wider mich, so oft ich zu ihm bete, verliert mein Kummer sich. Hab' Mel. ich nur ihn zum Freunde, wie wohl bin ich daran! Auch wider meine Feinde nimmt er sich meiner an. 2. Goft kob! ich glaub' es feste, ich bin's gewiß, als Christ, daß Gott, der Hoͤchst'ꝰ und Beste, Umein guter Vater ist; er reicht UU 5il. Du in lell/ 0 Hescht. 3. DaL 0 Nue/ i se Ld, dalh Hul Hase l, Malfl R e r Uhe he 5 K un Un, isth hi witd Gach, d Et i Rn dalk, H steg; i sein Kiit, nuthhs shr . J Erele Versch, u Echhahn vust x nio W ind sht: au, Mj, 0 Cangg Ich fteng: „ Ein Raen Ge 0 Laoshe 11118 ihn si mi besnh Alast, H Hem Ende, A voll, die mit teulhs Herr! un bereit, R! Seligieh! Endꝰ ethh hast, 9) den Gah erhalt le dir„A egruͤndet roͤste nih d einst, folge dl uf dest du bl! 1d L Zuletst Gott für so klele 1 mich, bete, N uer sch. zum Sah bin r des Schmerzens, ich sein meine HM h meer obl ich 0 bins l daß 0 x n 0 WMn is Glaube an Gott und Jesum. 192 reicht zu allen Zeiten mir seine Hilfe dar, giebt Muth und Kraft zu strei⸗ ten, und Beystand in Gefahr. 3. Der Grund, worauf ich baue, ist Christus und sein Tod, und, weil ich ihm vertraue, schreckt mich nun keine Noth. Ihm weih' ich gern mein Le—⸗ ben, wenn er's von mir begehrt, was er giebt, und will geben, das ist der Liebe werth. 4. Er ist's, der mich zum Leben, das ewig waͤhrt, erhoͤht, von ihm wird mir gegeben das Gluͤck, das nie vergeht. Er ist mein Heil, mein Troͤster, bereit, mich zu erfreu'n; wie koͤnnt' ich, sein Erloͤster, verzagt und muthlos seyn? ö 5. Durch ihn hat meine Seele zu Gott die Zu⸗ versicht, auch, wenn ich Schwacher fehle, ver⸗ wirft er mich doch nicht. Den Kummer meines Her⸗ zens sieht er erbarmend an, daß, auch zur Zeit mich freuen kann. 6. Sein Geist spricht meinem Geiste manch suͤ⸗ ßes Trostwort zu, wie Gott dem Hilfe leiste, der bey ihm suchet Ruh; und wie ein kurzes Leiden nicht zu vergleichen sey mit je⸗ nen ew'gen Freuden, dem Lohn bewaͤhrter Treu'. 7. Auf dieß mein Theil und Erbe seh' ich voll Zu⸗ versicht. Wenn ich gleich fall'ꝰ und sterbe, fehlt doch der Trost mir nicht. Geh? ich, auch unter Zaͤhren, hier manche rauhe Bahn, nimmt mich doch Gott zu Ehren dereinst auf ewig an. 8. Dieß staͤrkt mich, auch im Leiden dem Hoͤch—⸗ sten treu zu seyn. Nichts soll mich von ihm schei— den, auch nicht die groͤßte Pein. Er lenkt sie mir zum Besten, ist mir mit Troste nah, und, wenn die Noth am groͤßten, ist seine Hilfe da. 9. Nichts, was wir hier erheben, kein glaͤn⸗ zend Eigenthum, nichts, wornach Eitle streben, nicht Anseh'n, Macht und Ruhm, nichts soll mir meinen Glauben an seine Vatertreu' vermindern oder rauben. Er steht mir da⸗ zu bey. ä 10. Mein Herz ist nun voll Freuden, und kann nicht traurig seyn, auch selbst die Zeit der Leiden hat fuͤr mich Sonnenschein. Den Trost, den ich nun habe, verdank' ich Jesu N Christ/ 194 Pflichten gegen Gott und Jesum. Christ, der selbst bey mei⸗ nem Grabe mein Freund und Troͤster ist. Eigene Melodie. Getrost chwing dich 216. S auf zu dei⸗ nem Gott meine bange Seele! wache, daß in dei— ner Noth dich kein Kum— mer quaͤle, der doch nicht gegruͤndet ist. Laß dir deinen Glauben, daß du Gott noch theuer bist, kei— ne Trübsal rauben. 2. Gott gab seinen Sohn fuͤr mich; Jesus starb fuͤr Suͤnder. Liebt er mich nicht vaͤterlich? Aus der Zahl der Kin⸗ der sollt' ich ausgeschlossen seyn? mich sollt' er ver⸗ lassen? Toͤdtender Gedan⸗ ke! nein! Gott kann mich nicht hassen. 3. Zwar ich habe oft und schwer, ich bekenn's voll Reue, mich versuͤn⸗ digt, aber er haͤlt doch Bund und Treue. Und er weiß es, wie ich nun jedes Unrecht fliehe, wie ich, meine Pflicht zu thun, ernstlich mich bemuͤhe. 4. Sollte nun nicht auch fuͤr mich Jesu Opfer gel⸗ ten? Ja gewiß erbarmst du dich, Richter aller Wel⸗ ten! und vergiebst mir meine Schuld. Staͤrke meinen Glauben. Laß den Trost von deiner Huld ewig mir nichts rauben. 5. Ich bin dein, und du bist mein, niemand kann uns scheiden. Dringt Verfolgung auf mich ein, Armuth, Krankheit, Lei⸗ — Ihhh ile In Heine R. War tralti Maden, Uungt ds ghach langeh den, wie du willst, es kommt mir doch von ge⸗ liebten Haͤnden. Du, All⸗ maͤchtiger! lebst noch, es von mir zu wenden. 6. Wie viel Gutes hab' ich dir, Gott! und deiner Guͤte zu verdanken! Gabst du mir nicht auch ein Ge⸗ muͤthe, das erfreut em— pfinden kann, wie so sehr du liebest? Wie? und ich, ich klagte dann, wenn du mich betruͤbest? 7. Vatertreue fodert doch oͤfters Zuͤchtigungen. Wann ist die Erziehung noch ohne sie gelungen? Bin ich, Gott! dein Kind, warum wollt' ich dir ent⸗ fliehen, wenn du mich zu deinem Ruhm weislich willst erziehen? 8. Ob auch jetzt mein Auge weint, ach! mit dei— nen Plagen ist es vaͤter⸗ lich gemeint; ich will nicht verzagen. Du, der meine Wunde schlug, heilst mich, und die beiden, die ich kind⸗ It Hy Et Garen Hd Cohe, Hle hh ss 10.Duf di hnih hei, Rh id Gae Richaschnane uf R ige is Mh, Rt W Mgnlck gen sie de Ml. h bot A. W sh ws l Rl U 0 hlhchgg st Ast h uht he nein, nig Glaube an Gott und Jesum. 19.3 kindlich still ertrug, meh⸗ ren meine Freuden. 9. Deine Kinder saͤen zwar traͤurig und mit Thraͤnen, aber endlich bringt das Jahr Frucht Helden 2% nach langem Sehnen. Dan it ihre Erndtezeit, da sie Garben binden, dann muß Hann Sorge, Furcht und Leid 15 3l ewiglich verschwinden. 55. 10. Auf dich traut mein banges Herz, Gott, voll An kieb und Gnade! Traͤfe „wean mich auch mancher Schmerz vih Euch auf dem Pilgerpfade, dort ait en it RAuhe, dart, nicht hie. rdanka Was sind meine Leiden und ct n ein Augenblick voll Muͤhẽ as alig gegen jene Freuden? nn, wif Wit Mel. Liebreicher milder danh, W zott ꝛc. lbest? ů.—— terttele Mit Festigkeit. 5 Zuchthg Mag doch der die Eth 217. M Spotter Heer se glah sich deines Namens schaͤ⸗ zoltt dal men! Ich freue mich, olt' ih Adein Heil, Herr Jesu! enn du anzunehmen. Dein Kreuz Auhm hih ist Thorheit nur dem, hen? der es nicht versteht. Und such ssht einer ach MV Gottes ichblisten Sohn! im Leben und du, dim Sterben, h hillebeit, Kraft „ Mind Gnade zu erwerben. 0/ Oie 6 66 spottet sein, der Wege geht. 2. Du kamst, des Hoͤch⸗ uns Weis⸗ und——— Herr! gelobt in N 2 Du warst der Welt ein Licht, und, folgꝰ ich sei⸗ nem Schein, wie weise bin ich dann, wie selig werd' ich seyn. 3. Ich kann hier freylich nicht das große Wunder fassen: Gesandt vom E⸗ wigen, der Himmel Thron verlassen, die Thaten Got— tes thun als eingebohr— ner Sohn, und dann am Kreuz empfah'n der Mis⸗ sethaͤter Kohn. 4. Doch kann mein Herz gar wohl der Wahrheit Kraft empfinden, die mei⸗ nen Geist belebt, mich reiniget von Suͤnden. Auch hab? ich, Herr! durch dich Gerechtigkeit und Heil, und an der Seligkeit der Gottversoͤhnten Theil. 5. Dieß muͤsse meine Lust an dir, o Herr! er⸗ wecken. Zu schwach, den ganzen Rath der Gottheit zu entdecken, nehm' ich dein großes Heil mit Dank und Frenden an,/ und folge dir getreu auf ebner Dugendbahn. 6. Herr! deine Ewig⸗ keit wird mir mehr Licht gewaͤhren, und deine gro⸗ ße Lieb? durch Schauen mir erklaͤren. ist mein Heil. O Glaube, der erfreut! Gelobet sey der Be⸗ 196 Pflichten gegen Gtt und Jesum. Bekannte Melodie. Sehnlich bittend. ieh, hier bin 218. S ich, Ehren-⸗ koͤnig! blick auf mich von deinem Thron gnaͤdig nie—⸗ der. Meine Lieder preisen dich, du Menschensohn! Laß dich finden, laß dich finden! meine Wuͤnsche kennst du schon. 2. Gieb mir Armen, voll Erbarmen, Heiland! jenen edlen Sinn, dir vor allen zu gefallen, dir, deß ich nun ewig bin. Laß dich finden, laß dich finden! nimm mich ganz zum Opfer hin. 3. Sieh mein Sehnen, meine Thraͤnen. Ach! sie suchen, Jesu! dich. Dei⸗ ner troͤsten die Erloͤsten hier im Pilgerleben sich. Laß dich finden, laß dich finden! hab' ich dich, wie reich bin ich! 4. Rein voll Wonue, wie die Sonne, war, o Menschenfreund! dein Herz, ich nur finde nach der Suͤnde toͤdtend Gift in mir mit Schmerz. Laß dich finden, laß dich fin⸗ den! schaff in mir ein reines Herz. 5. Tief in Noͤthen laß mich beten, kindlich beten, Herr! vor dir. Ach er⸗ scheine, wenn ich weine, bald mit deiner Hilfe mir! Laß dich finden, laß dich finden? denn mein Herz verlangt nach dir. 6. Dieser Zeiten Eitel- K keiten geben nicht Zufrie⸗ denheit. Dich nur waͤhle meine Seele, dich, mein Theil in Ewigkeit! Laß dich finden, laß dich fin⸗ den! mach zum Himmel mich bereit. Ehrfurcht vor Gott und Jesu. Mel. Jesu, meines bebens Leben ꝛc6. Ehrerbietig. ott! wie bist 219. G du zu vereh—⸗ ren! deines Daseyns mich zu freu'n, muß ich deine Stimme hoͤren, und, wie du, das Boͤse scheu'n, deine Weisheit, Macht und Guͤte, mit bewun⸗ derndem Gemuͤthe, ganz von deiner Groͤße voll, stets empfinden, wie ich soll. 2. Durch dein maͤchtig schaffend: Werde, segnetest du deine Welt, ward der Himmel, ward die Erde, ward das saatenreicheFeld. Alles hat von dir sein ke— ben, alles hast du uns ge⸗ ge, H. Wif O. hefth Heee sri in di H de iN Heg NN u uEE He hahsc fe Sch hrif Wui an Hhn anhst ul herfhoken, mußy! angt un stilh, m W und ahef denteEn droß. Hit deinchl, desstch hs Noe Helhud: uns fie und Wan bochgt gn schneh, z ktreift,! l deine uij din sum, —— eun ich h Anet Hiseh. aden, nn mah ach die, er Jeihn f N nicht W Dich n Ae, bih n Ewigfall , laß un . vor Hr Isu. „ Meinch ben l. rirblelt du l 6 Daschh „muß h en, 0 Bost 4 isheit, „ ni Geniih, Gtoß den, dein Verde/ s Gelt, ward aatentif von dih 6 I Ehrfurcht vor Gott und Jesu. 197 geben, Alle freuen deiner sich, sind das, sind, durch dich. 3. Dir gehorchen Sturm und Meere⸗ Feuer, Ha⸗ gel, Reif und Schnee. Du befihlst, der Fische Heere steigen schwimmend in die Hoͤh'. Du, vor dem in Ungewittern Huͤgel, Berg' und Erde zittern, schreckst durch deinen Rich— terblick frecher Suͤnder Stolz zuruͤck. 4. Du kannst segnen und belohnen, uns be— gluͤcken, uns erfreu'n, kannst uns strafen und verschonen, aus Erbar⸗ mung uns verzeih'n. Du kannst unsern Kummer stillen, unsern frommen Wunsch erfuͤllen, rufest und entfernst den Tod, den der Seuchen Gift uns droht. 5. Gut und heilig ist dein Wille, weise, wenn's dein Rath beschließt, daß aus deines Segens Fuͤlle Heil und W auf uns fließt. Weise, wenn uns banges Leiden die vorhin genoß'nen Freuden schnell, auf deinen Wink, entreißt, weise, wenn du sie erneu 251. 6. Huld find' ich in deinen Lehren, Huld ist, was dein Wort gebeut, ö gend gehen, sie mit(Ernst und folgsam was sie ehren, schenket uns Zu- Dens Knt Bey des Le⸗ bens Kuͤmmernissen, darf der keinen Trost vermissen, der sich gern des Guten freut, dich, als Vater, kindlich scheut. „. Auch ich will dich stets verehren, dir des Herzens Triebe weih'n, dir gehorchen, deinen Leh—⸗ ren immer gerne folgsam seyn, auch, wenn Men—⸗ schen mich nicht sehen, doch den Weg der Tu⸗ und auch dann noch eifervoll han⸗ deln, denken, wie ich soll. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Voll Ehrfurchtsgefüͤhl. 220. Dich, Hoͤchster? ehrerbietig scheuen, ist unser Gluͤck und unsre Pflicht. Kein Mensch kann deiner Huld sich freuen, scheut er dein heilig Auge nicht. Drom floͤße, um mich dein zu freu'n, mein Gott! mir Ehrfurcht vor dir ein. 2. Sie leite mich auf meinen Wegen, sie sey mir Weisheit und Ver⸗ stand, und treibe mich, das abzulegen„was ich als unrecht hab' erkannt. Denn, wer noch Lust zur Suͤnde 198 Pflichten gegen Gott und Jesum. Suͤnde hat, liebt wahr— lich dich nicht in der That 3. Gieb, daß ich stets zu Herzen nehme, daß du allgegenwaͤrtig bist, und das vor dir zu thun mich schaͤme, was dir, mein Gott! zuwider ist. Der Beyfall einer ganzen Welt, was hilft er dem, der dir miskfallt? 4. Nie laß mich dein Gericht vergessen, mich nie mit Suͤmdern suͤndlich freu'n, nie muthlos, doch auch nie vermessen und stolz in deinem Dienste seyn. Nie fuͤhre mich zur Sicherheit der Reichthum deiner Buͤtigkeit. 5. Mit Ehrfuͤrcht laß mich vor dir wandeln, und stets, ich sey auch, wo ich sey, nach deiner Vorschrift redlich haͤndeln, entfernt von aller Heuche-⸗ ley. Wer dich von Her—- zen liebt und ehrt, nur der ist dir, o Vater werth. 6. In deiner Furcht laß mich auch sterben, so schreckt mich weder Tod noch Grab; so werd' ich senes Leben erben, dazu dein Sohn sich für mich gab. Da werd' ich dein mich sewig freu'n, und voͤllig in dir selig seyn. Vorige Melodie, Liebreich belehrend. 22I. Quelle kennen? Es ist die Furcht vor Gott dem Herrn. Nur der ist weis und klug zu nennen, der alle seine Pflichten gern, weil Gott sie ihm gebeut, vollbringt, wenn gleich dazu kein Mensch ihn zwingt. 2. Lern' Gottes Groͤße recht empfinden, und fuͤh— le deine Nichtigkeit; so wirst du nie dich unter—⸗ winden, mit thoͤrichter Verwegenheit zu tadeln, was sein Rath beschließt, 12 wunderbar, doch heilig ist. 3. Wirst du den Hoͤch⸗ sten kindlich scheuen, so wird dir keine Pflicht zur Last; nur das wirst du vor ihm bereuen, daß du sie oft versaͤumet hast. Wer Gott als Zeugen vor sich hat, der freu't sich jeder guten That. A. Wenn Nacht und Dunkelheit dich decken, die dem Verbrecher Muth verleih'n, wird dich die Furcht des Herrn erwe— cken, auch dann, was un⸗ kecht ist, zu scheu'n, Denk ö nur: Willf du der Weisheit H. sur: Wl Fastni igich 5„ Deh Nundicheh Meischh shl unn Ohlte hun ghat. Mein Ehih, Ind Hatze E Maschn ai AI nich uf Re h, schy! Mf H 6 sum. —— Mch elchreh, ils v 0 Wh en? l vor Gahin Ir der isiz u nenng Oaichten! ihm g Wenn Mehsth Gottes 6 Iden, M. Nechtigth se dich! mit Hat eit zu h Lath het bar, doch du deh schtt ine Ish das H9 bereuen, ersaumt als der ftall ann wu zu der Weis ö Ehrfurcht vor Gott und Jesu. 199 nur: vor seinem Angesicht ist Finsterniß, wie Mit⸗ tagslicht. 5. Den Hoͤchsten vor der Welt verehren sowohl, als in der Einsamkeit, auf des Gewissens Stim⸗ ne hoͤren, und willig toun, was er gebeut; auch das lehrt dich die Fuecht des Heren, auch das thut, wer ihn ehret, gern. 6. kaͤßt dich Verachtung du dich fromm von ihr eutfernst; die Furcht des Herrn wird dich schon staͤrken, daß du die Welt verachten lernst. Wer Gott, dem Hoͤchsten, wohl gefaͤllt, kann ruhig seyn beym Spott der Welt. Sich stets vor dem Allmaͤcht'gen scheuen, giebt Kraft und Muth und Freudigkeit, wenn uns der Measchen stolzes Draͤuen, was Gott misfaͤllt, zu thun gebeut. Ist Gott Welt die * mein Schutz, mein Heil und kicht; so beb' ich vor den Menschen nicht. 8. Laß deine Furcht, 4½ Gott! mich regieren, mich stets auf dich, den Hoͤch⸗ sten, sehn! laß sie mich ů Zeisheit fuͤhren, so werd' ich niemnis irde gehn. Wohl dem, der dich stets kindlich scheu't! dich fuͤrchten, Gott! ist Seligkeit. Bekannte Melodie. Mit angenehmempflichtgefuͤhle. 56 6 f 5 Jesum ewig zu 222. verehren, ist mir sanft und heil'ge Pflicht, seine weisheits⸗ vollen Lehren geben mei⸗ merken, wenn nem Geiste kicht, und zu jedem guten Werke giebt sein Beyspiel Kraft und Staͤrke. 2. Sollt' ich ihn nicht dankbar preisen, der das Heil der Menschen ist? nennt den Edlen, nennt den Weisen, der, wie er, wie Jesus Christ, reine Tugend, die er lehrte, durch ein goͤttlich Leben ehrte; 3. Der mit liebevollem Herzen hohen, festen Muth verband, der selbst bey des Todes Schmer⸗ zen Mitleid gegen die em⸗ pfand, die mit Grausam-⸗ keit ihm fluchten, seine Quaal zu mehren suchten; 4. Der auf Erden hat gewandelt, wie die Gott— heit, taͤdellos, immer edel hat gehandelt, goͤtt— lich edel, goͤttlich groß, willig, 200 Pflichten gegen Gott und Jesum. willig, freudig Gluͤck und Leben fuͤr die Menschheit hat gegeben. 5. Gern weil' ich an deinem Bilde, o erhabner Menschenfreund! wo mit so viel sanfter Milde Tugendwuͤrde sich vereint, und zu jedem guten Wer⸗ ke schoͤpfe ich hier Muth und Stacke. 6. Durch mein Leben dich zu preisen, ist mir sanft und heil'ge Pflicht, dich, den lie evollen Weisen, dich, der Mensch—⸗ heit Heil und kicht. Aehn⸗ lich, Jesu! dir zu wer⸗ den, ist mein hoͤchstes Ziel auf Erden, Ehrerbietiger Gehrauch des goͤttlichen Namens. Mel. Allein Gott in der Hoͤh' ꝛc. Mit Ehrforcht. aß doch in mei— 223. L nes Herzens Grund, Gott! deine Furcht stets wohnen; so werd? ich auch mit meinem Mund, Herr! deines Na⸗ mens schonen, und nicht durch Fluchen ihn ent⸗ ehr'n, nicht aus gewohn⸗ tem Leichtsinn schwoͤr'n, nie deinen Namen laͤstern. 2. Groß, majestaͤtisch ist der Herr! Im Himmel und auf Erden soll seines großen Namens Ehr' tief angebetet werden. Wer seines Namens Heiligleit durch kaͤst'erung, Fiuch und Schwur entweiht, den treffen seine Strafen. 3. O wehe dem ver⸗ wegnen Mund, der gerne flucht und schwoͤret! Der macht den groͤßten Leicht sinn kund, der so den Herrn entehret. Wer oft so schwoͤret, suͤndigt oft, und wird nicht sel en un-⸗ verhofft zur Strafe hinge— raffet. 4. Herr! laß voll Ehr⸗ erbietigkeit uns deiner stets gedenken. Wer dei—⸗ nen Namen kindlich scheut, wird seine Zunge lenken, daß sie sich nicht zum Fluch und Schwur, zu deiner Ehr', nur, nach deinem Willen lenke, Mel. Liebreicher milder Gott ꝛ1c. Ehrerbietig, ewahre meinen 224d. B.Nund, so ost er, Gott! dich nennet, dich, den mit heil'ger Furcht der Geister Heer er⸗ zum Guten ir; un Iec harth U Gott l Vuulherg. Etkom h hahin, ch mlin, hlose b Nu J jede ade, so Mub, so r I sen 0, ir hhaht nur Anst. Whreit. sth d shhlxSch dch ni schküppe Iihe Tu Waete Aluch mit N de Hsum, ——— t M hich rden sol sh, Imens Ehpz werden, wens Halh rung, Fuht eutweht, ie Stigse, wehe dun Rund, daz schwoͤlth! groͤßtin l „ der s ehret. N et, sürdyt nicht r Stiaft laß unb nken. M findlch Zunge sch Hich d Schwlt 1, j deien örtichtt zott l⸗ rethieh Avaht Mulshj 1 dich 0 m K. Ehrerbietiger Gebrauch des goͤttlichen Namens 201 erkenner, daß, Hocherha- Heiligkeit, der achtet s nicht, bener! nie Leichtsinn ihn entweih“, mir nie ein Spiel und Spott dein großer Name sey. 2. Stets heilig bleib' er mir; und muß mein Ohr es hoͤren, daß Andre ihren Gott und sein Ge— bot entehren; so reiße nie der Strom der Spoͤtter mich dahin, die Schuld wird mein, wenn ich ihr Mitgenosse bin. 3. Auch Jesus Christus sey zu jeder Zeit und Stunde, so oft ich sein gedenk', so oft in meinem Munde sein hoher Name toͤnt, mir heilig! Ihn entweiht nur der, der ihn verkennt. Er zeigt Un⸗ dankbaͤrkeit. à. Von meinen kippen fern sey Fluch und fre— ches Schwoͤren! fern sey unedler Scherz! Der Mund kann dich nicht ehren, auf dessen Lippen schwebt, was strenge Tugend schmaͤht, den Beter hoͤrst du nicht, der dich mit Leichtsin fleht. Mel. Der du stets unsre Zuflucht ꝛc. Mit Nachdruck warnend. 225. Wer Gottes Na— ö men frech ent⸗ weiht, der laͤstert Gottes daß Gott es hoͤrt, so oft er fluchet oder schwoͤrt. 2. Ihm fehlt's an Ehr— furcht vor dem Herrn, er ist von wahrer Tugend fern, und, ach! aus Leichtsinn denkt er nicht an Tod und Grab und Weltgericht. 3. O du, der immer schwoͤrt und flucht, und Gott so frevelhaft ver— sucht, du haͤufest selbst dir Angst und Noth; denn zum Gott erfuͤllet, droht. 4. Oft sprichst du: Gott verdamme mich! Ja, Frevler, einst verdammt er dich, wenn du nicht ei— lend wiederkehrst, und ihn und seine Vorschrift ehrst. 5. Oft schwoͤrst du bos⸗ heitsvoll bey Gott, und treibest doch mit ihm nur Spott. Du nennst den Namen deines Herrn, und bleibst doch vom Ge—⸗ horsam fern. 6. Einst zieht der Herr dich vor Gericht; drum sey bedachtsam! schwoͤre nicht! Nie setze Seligkeit im Pfand; sie ist ja nicht in deiner Hand. 7. Betheure nicht bey deinem Tod, uud wüuͤnsche keint was er 202 n—ìzwvö Pflichten gegen Gott und Jesum. keine schwere Noth! Be⸗ denk, daß Donner, Blitz und Wind die Boten dei⸗ nes Schoͤpfers sind. 8. Auch bey dem Sa⸗ tan schwoͤre nicht; denn er verkannte seine Pflicht. Wer bey ihm schwoͤrt, der dient ihm nur, und Gott, als Richter, straft den Schwur. 9. Dein Wort, o Christ! sey: ja und nein: was druͤber ist, das sollst du scheu'n. Wer redlich ist, schweigt lieber still, wenn man ihm so nicht glauben will. 10. Durch Schwuͤre zeigst du doch nur an, daß man dir gar nicht glauben kann, weil du so pflichtvergessen bist, und thust, was Gott zuwider ist. 11. O Gott! durch dei— ner Kinder Mund werd“ immer deine Groͤße kund! Auch mir verleihe Trieb und Kraft zu reden, was mir Segen schafft. 12. Dein Lob sey auf den Lippen mir, mein Dank erhebe sich zu dir! doch deinen Namen zu entweihen, das muͤsse stets verhaßt mir seyn! Heilighaltung des Eides. Mel. Jesus meine Zuber— sicht ꝛc. Eindringlich. 596 eilig, heilig 24 H sey der Eid euch, ihr Christen! wenn ihr schwoͤret. Furchtbar ist die Heiligkeit eures Richters, der euch hoͤret; furchtbar, aller Luͤger Feind, hier, und wenn er einst erscheint. 2. Wenn ihr eure Hand erhebt, dann ergreif' euch heilig Schrecken. Denkt: Gott ist euch nah, er lebt. Er wird alles doch entde— cken, was Bekrug und Eist verstellt, er, der Rich—⸗ ter aller Welt, 3. Gott erforschet es gewiß, wo wir freveln oder fehlen, Gott, dem keine Finsterniß mag des Suͤnders Herz verhehlen, Gott, der tausend Wege hat, zu enthuͤllen jede That. 4. Wenn ihr freveln wolltet, aͤch! eures eignen Herzens Klage folgte je— dem Tritt euch nach, quaͤlt? euch naͤchtlich und am Ta— ge. Selbstgericht, was ist ihm gleich? jede Ruhe raubt es euch. 3 — b Re Ra 165 f E ftele 0 1 Verzw. utt ü6 AA unde! „ Sagt I Gehi f die! . Nß ged hle, daß Ihhng nit Ahdbictet Iunn hpor und hldig! Whr all F um. — 0 D. G meigeg ht e. Ringlich sey dard hristen! y t. Furhgh eiligkeit der euch hir aller 1, undeh heint. ihr eure in ergre ecken. Su h nah, e es doch th Bekeuh! „er/ dN elt, erforscht wir f „Oott,“ mniß mag! terz hetheh ausend A Inthlllen ihr tl eukes ch fhl V nach ynd alhd nicht, w e Faheld Heilighaltung des Eides. 203 5. Fluch und Elend wuͤrde dann alles um euch her auf Erden; Alles, was erfreuen kann, wuͤrde Pein und Rache werden; und Verzweiflung, wie erreicht sie die Frevler schnell und leicht. 6. Sagt: fuͤr aller Welt Gewinn geb' ich nicht des Herzens Ruhe, nicht die Ueberzeugung hin, daß gerecht ist, was ich thue, daß selbst meine Neigung nicht, was mir Gott gebietet, bricht. 7. Dann darf ich zu Gott empor voll Ver⸗ trau'n und Hoffnung se⸗ hen, gnaͤdig neigt er dann sein Ohr allezeit zu mei— nem Flehen. Er, der Herr, der Luͤgner Feind, ist mein Vater, ist mein Freund. Bekannte Melodie. Bedaͤchtig. 27 VDu, Herr und Ln Richter aller Welt! deß Auge alles sie— het, dem nur der Redli— che gefaͤllt, der Trug und Luͤgen fliehet. ä 2. kaß mir den Eid stets heilig seyn, auch da—⸗ durch dich zu ehren; mich nie aus Leichtsinn ihn ent⸗ weih'n, nie aus Gewohn— heit schwoͤren. 3. Ehrwuͤrdig sey dein Name mir! So oft ich ihn nur nenne, so sey's mit Ehrfurcht auch vor dir, deß Hoheit ich er— kenne. 4. Erfodern es Gesetz und Pflicht, bey dir es zu bezengen, was Waͤhr⸗ heit sey: so laß mich nicht um Alles sie ver⸗ schweigen. 5. Die deines Namens Heiligkeit durch falschen Schwur entweihen, die trifft in ihrer Sicherheit mit Schrecken einst dein Draͤuen. 6. Drum sey stets mei⸗ nes Herzeus Grund voll Ernst, dich, Gott! zu ehren, und fern sey stets von meinem Mund ent— heiligendes Schwoͤren. 7. Er sey bestaͤndig luͤ—⸗ genrein, nur Waͤhrheit heiß ihn sprechen! Sein Ja sey ja, sein Rein sey nein! denn Luͤgen wirst du raͤchen. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Warnend. ö er, Gott! bey 228. Wé deinem Na⸗ men schwoͤret, und, was er zugesagt har, bricht, deß 204 Nflichten gegen Gott und Jesum. der ist ein Frevler; denn er ehret dich, der die Wahrheit selbst ist, nicht, Er kann nicht froh, nicht mit Vertrau'n zu dir, o Gott! gen Himel schau'n. 2. Wir follen ja nach deinem Willen, wie du, der Wahrheit Freunde seyn, u d, was sie fodert, gern erfuͤllen, und dabey keine Lasten scheu'n. Wer sie verletzt, verwirft sein Heilz ihm wird des Mein⸗ eids Quaal zu Theil. 3. Wie darf der hoͤffen, dich zu sehen, der, Gott! die Wahrheit frech ent— ehrt, den Naͤchsten sucht zu hintergehen, und falsch bey deinem Namen schwoͤrt. Vor deinem hei— ligen Gericht besteht ein solcher Frevler nicht. 4. Und floͤh' er zu dem fernsten Meere, du findest allenthalben ihn. Wenn er auch noch so maͤchtig waͤre, wer kann sich dei⸗ ner Macht entziehn? Hier hilft nicht Ehre, Macht und Geld, nicht Beyfall, Gunst und Schutz der Welt. ö 5. Drum laß mich eher Nichts betheuern, bis ich bedenke, was ich thu', und den Gedanken oft er—⸗ neuern: des Eides Rich⸗ ter, Gott! bist du, schau'st meines Herzens Inner-⸗ stes, bringst es an's Licht und richtest es. 5. Ja, hilf mir, daß ich stets mit Treue nur, was ich denke, schwoͤr? und halt', und dich mit heil'ger Ehrfurcht scheue no deine richtende Ge— walt. Wer faͤlschlich schwoͤrt, kommt in's Ge— richt, der Redliche, der Fromme nicht. Bekannte Melsdie. Nachdruͤcklich warnend. 229. ott! der du Herzens Ken-⸗ ner bist, Herr! dem die Falschheit Greuel ist, und jeder bug Verbrechen. Kein Wort spricht je ein falscher Mund, Allwissen⸗ ber! dir ist es kund, du, Heiliger! wirst's raͤchen. Laß jederzeit mein Ja und Nein, wie's Christen ziemt, aufrichtig seyn! 2. Und, wenn ich schwoͤ⸗ rend vor dir steh', dir feyerlich in's Antlitz seh', die Hand zum Himmel hebez wenn ich dich, Gott! zum Zeugen ruf', zum Raͤ⸗ cher dich, der mich erschuf, durch den ich bin und lebe: dann sey von Trug und Heucheley mein Herz und meine Zunge frey. „ Vonn uch Hott! WAlg n sth/d erscht l/ det Nacht I Beh her M. I scha Atten 9 Seel be 0 See h voch l da da Ihf, dein h Eben: II. Verwe M E Ilt. B Ichn gebe Ebang sur ist VU Hott! u Hott! hlnicht! Mis, dei Mbrbezt andiese I ofer Iez ist ——2—.——ñ— d lsm —— Zens IMn es aus O ed. hilf nir, tAeue w lenke, shh und dich z rfurcht shyn richtende Ler falsch mmt int! Redliche cht, te Melodi klich warnig zott! d Herzeit, Hert; del Greuel i Vaha spricht l und, A es lunh, wirstẽs 0 it mein J Cristes sehnl wenn ichst dir steh, Mil zum ruf/zul, Her ichegs ich bh, sch vunt lch mal zun fi0 Heilighaltung des Eides. 205 3. Wenn Frevler da auch Gott noch schmaͤhn, mit kuͤgen frech noch vor ihm stehn, dann laß mein Herz erschrecken! Weh dem, der Gott und Got— tes Macht zum Siegel seiner Bosheit macht, sie vor der Welt zu decken! Herz! schau den Gott mit Zittern an, der Leib und Seel verderben kann. 4. O Seele! wenn du dich noch liebst, denk', was du da zum Pfande giebst, dein Gluͤck, dein ewig Leben! Verlier nicht mit Verwegenheit dein Theil an Gott und Se— ligkeit. Wer kann dir's wieder geben? Gott und sein Evangelium, wie kostbar ist dieß Eigen-⸗ thum! 5. Gott! wenn du nicht mein Gott mehr bist, dein Sohn nicht mehr mein Hei⸗ land ist, dein Himmel nicht mein Erbe; wenn mich beym Leiden dieser Zeit kein Trost vom Himmel mehr erfreut, kein Trost mehr, wenn ich sterbe; ist Gott und Je— sus nicht mehr mein, dann besser, nie gebohren seyn! 6. Frech ist die Zunge, die noch spricht: Gott siehet's nicht, Gott ach⸗ tet's nicht. So laͤstern Spoͤtter ⸗Rotten. Ja! Gottes Laͤngmuth ist be— kannt,‚ er laͤhmt nicht je⸗ des Frevlers Hand, doch Gott laͤßt sich nicht spot⸗ ten. Zum Strafen hat er lang noch Zeit, zum Strafen noch die Ewig-⸗ keit. 7. Nein! Ehre nicht, nicht Gut und Geld, kein Fuͤrstenthum und keine Welt soll mich so weit verfuͤhren. Um alle Leiden dieser Zeit will ich doch Gott und Selig⸗ keit muthwillig nicht ver-⸗ lieren. Wie klein mein Gluͤck auch immer sey, nur reines Herz und Gott dabey. §. Gott! lehr' du mich bey jedem Eid, aus Furcht vor deiner Heiligkeit, die Wahrheit puͤnktlich spre— chen. Beschwoͤr' ich heilig Amt und Pflicht, so laß mich auch im kleinsten nicht die theure Zusag? brechen. Auch dir, Gott! schwur ich treu zu seyn: Erhalt mich ewig, ewig dein! 9. Der du mein Trost im Tod noch bist, Gott! dessen Wort wahrhaftig ist, du hast auch mir ge⸗ schworen. So wahr du Gott bist, sagst du's zu, ich hoͤr's mit voller See⸗ lenruh': Ich soll nicht seyn 206 Pflichten gegen Gott und Jesum. seyn verloren. O Seele!thut, was aen o Gott! halt Gott deinen Eid! misfaͤllt; drum laß es dann freu dich seiner Guͤ⸗mich mit Erusßt vermeiden, * ligkeit. Liebe zu Gott und Mel. Wer nur den lieb Gefuͤhlvoll bittend. ö u, Vater al⸗ 23⁰0. D ler deiner Kinder, der du der Liebe Quelle bist, und dessen Wohlthun gegen Suͤnder groß und bewundrungs-⸗ wuͤrdig ist, laß mich von ann Herzen dein, mich dankbar dein Verehrer seyn. 2. Gieb, daß 4 als ein Kind 791 liebe, da du mich als ein Vater liebst, und so gesinnt zu seyn mich uͤbe, wie du dazu die Vorschrift giebst. Nur dein Gebot ge⸗ falle mir, und dann gefall ich, Gott! auch dir. 3. Bewahre mich durch deine Liebe vor allem, was das Herz verfuͤhr t, und gieb, daß ich Ver⸗ laͤugnung übe, wenn Sin⸗ nenlust zu sehr mich ruͤhrt. Ich darf, als Mensch, mich sinnlich freu'n, doch soll die Lust vernuͤnftig seyn. 4. Der liebt dich nicht, der noch mit Freuden das — gefiel' es auch der ganzen Welt. de selbst zu scheu' Vater! mich sam seyn. 5* 10 laß stets wach—⸗ 5. Aus kiebe laß mich alles leiden, was mir dein weiser Rath bestimt. Du führg⸗ durch Truͤbsal auch zu uig b.„und, wer sie willig uͤbernimmt, geduldig traͤgt, und weise nuͤtzt, wird machtig von dir unterstuͤtzt. 6. Auch sterbend noch will ich dich lieben, und diesen meinen Kindes sinn werd⸗ ich dereinst noch rei⸗ ner uͤben, wenn ich im bessern Leben bin. Vort giebt die frohe Seligkeit der Liebe die Vollkommen⸗ heit. Mel. Jesu meines Lebens Leben ꝛc. Mit Herzlichkeit. uelle der Voll⸗ 23I. kommenheiten, Gott! mein Gott! wie lieb' ich dich, und mit welchen Seligkeiten saͤt—⸗ tigt deine kiebe mich! Sie gewaͤhrt mir Trost im eiden, und erhoͤhet mei⸗ ne Freuden. Deine kiebe soll Die kleinste Suͤn⸗ 300 Waal M d schh 3. Oah I 0 eil ö FR“ A lch tfa Hl! voH auf Weihe l, wie M Hez g Ih IId E f aus aistle nir butes l dih wa Wich noc ft tu. Vh icher Mtetlen Ait dit, hhgt, und I nennt. ö Du 0 then mi Aechw, o Vokechter Wben k okt n Hast d lUben, f K Hlebt; ö enl W lieber gelie 10(s h Jesun. 6 3 dir, II deum l erast vernt lch der gh ie kleinte! u scheiln, lich stets; Liebe hs en, wilt Rath g durch Y Freuden, lig uͤbens raͤgt, nd rd machth: ützt. sterbesd! ch lieben,! nen Kigdch Hekeinst oh wenn i Hen bil. frohe S (ie Volltov meines l6 hen A. ö Herllihlt uelle det fommess + Gottl! dich/ und! gkeith Rlebe miclt gir Taht) git Aei alht Dase N 7 ö ö Liebe zu Gott und Jesu. 207 soll allein Antrieb mir zur Tugend seyn. 2. Denk' ich deiner, wie erhebet meine Seele sich in mir! Wie getroͤstet, wie belebet fuͤhl' ich mich, o Gott! von dir! Jeder Blick auf deine Werke, deine Weisheit, Huld und Staͤrke, wie entledigt er mein Herz von Bekuͤm⸗ merniß und Schmerz! 3. Floß aus deiner Se⸗ gensfuͤlle mir nicht stuͤnd—⸗ lich Gutes zu? daß ich ward, das war dein Wille, daß ich noch bin, das schaffst du. Daß ich den— ke, daß ich waͤhle, dankt dir, Vater! meine Seele; dankt dir, daß sie dich erkeunt, und dich ihren Vater nennt. 4. Du erloͤstest vom Verderben mich durch dei— nen Sohn, o Gott! ließest den Gerechten sterben, mir zum Leben war sein Tod. Ewig dort mit ihm zu le⸗ ben, hast du mir durch ihn gegeben, ewig deiner mich zu freu'n, und von dir geliebt zu seyn. 5. Sollt' ich dich nicht wieder lieben, der du mich zuerst geliebt? und mit mehr, als Vatertrieben, so unendlich mich geliebt? Koͤnnt' ich ruhig hier auf es empfinde, Erden ohne deine Liebe werden? Ohne sie nach dieser Zeit wuͤrdig seyn der Seligkeit? 6. Heil mir, daß ich daß dir selbst die kiebe bist, und aus Liebe jede Suͤnde eenstlich meide, als ein Christ?, Wenn auf dein Gebot ich achte, und es zu erkuͤllen trachte, dann, o PVater! fehlt mir nicht Seelenruh' und Zuversicht. 7. Noch lieb' ich dich unvollkommen, meine Seel' erkennt es wohl. Dort im Vaterland der From-⸗ men lieb' ich dich, Herr! wie ich soll. Ganz werd⸗ ich dort deinen Willen kennen, ehren und er fuͤl⸗ len, und empfah'n an deinem Thron der voll— kommnen kiebe Lohn. Mel. Wer nur den lieben ꝛ6. Sehnsuchtsvoll. err! wenn ich 232². nur dich ha⸗ ben werde, so hab' ich Rnug in Ewigkeit. Im Himmel und auf dieser Erde ist nichts, das mich, wie du, erfreut. Du bist mein allerbestes Theil, im leben und im Tod mein Heil. ö 2. 2. Das unzaͤhlbare Heer der Sterne, von dir begabt mit Glanz und Pracht, erhellt aus seiner weiten Feene mir zwar die Dun⸗ kelheit der Nacht. Doch aller Sterne Glanz und Licht reicht, Gott! an dei⸗ ne Liebe nicht. 3. Voll ist die Erde deiner Guͤter. Ihr Reiz nimmt tausend Herzen ein, und blendet irdische Gemuͤther, nur ihres Er— bes sich zu freu'n. Doch mehr als Guͤter dieser Erd' ist deine Liebe, Gott! mir werth. Wie mancher sucht in Ruhm und Ehre bey Menschenkindern nur sein Gluͤck, und sorgt, daß sich sein Ansehn mehre, mit jedem Tag und Au⸗ enblick. Jedoch, was hilft mir Ruhm der Welt, wenn dir mein Thun, o Gott! misfaͤllt. 5. Nur du kannst mich mit dem begluͤcken, was recht, und ewig mich er— freut, auch du nur kannst mich dem entruͤcken, was mir Gefahr und Elend draͤu't. Kein Trost, kein Heil ist ausser dir, bist du mir hold, so g'nuͤget mir. 6. Kann auch ein fest⸗ res Band auf Erden, als Pflichten gegen Gott und Jesum. zwischen Leib und Seele seyn? doch muß es auf— geloͤst einst werden, und wer wird dann mein Her; erfreu'n? Wer sonst als du, du Herr der Zeit, des Todes und der Ewig— keit? 7. Drum hilf du mir, mein ganzes Leben vor allem deiner Liebe weih'n, nach deinem Beyfall ein—⸗ zig streben, und deinem Wink gehorsam seyn. Mir ist's der groͤßeste Gewinn, wenn ich bey dir in Gnaͤden bin. Vorige Melodie. Mit Herzensgefuhle. ie sollt' ich 233. meinen Gott nicht lieben, der seinen eignen Sohn mir giebt? Sollt' ich nicht innig mich betruͤben, daß ihn mein Herz nicht staͤrker liebt? Was bringt mehr Wonn', als diese Pflicht? Wie groß ist Gottes Guͤte nicht! 2. Er hat von Ewigkeit beschlossen, mein Vater und mein Heil zu seyn, und noch ist mir kein Tag verflossen, der mir's nicht sagte: Gott ist dein; barmherzig gegen dich ge⸗ sinnt; gieb ihm dein Herz, und sey sein Kind! * . Rur n und Nh du bl. Er len Se 0 9*4 Ne Fülle g Tk sein Iso gnal hlich an. hatt! wi. u delchem Hah. IUu, in, Ihfnde Huld, ierrett M mich Sohne Wok deine ttawl, A nich n A rieff Hlcht ent 0 sah'test Ilheiner Eege Uhterlsch n d hut, w Att H VNI d gen: M shin Neum. — Liebe zu Gott und Jesu. 209 eib uH. 3. Gieb ihm dein Herz. Ich will im Gluͤck und ch muf d Wer kann's begluͤcken? auch in Schmerzen mich weide Wer selig machen? Er einzig deiner Kiebe freu'n. dann nih allein. Nur Er kann's Und, daß ich's koͤnne, Der sun heiligen und schmuͤcken, schenke du mir Schwachen Herr on und ewig durch sich selbst selbst die Kraft dazu. und dah erfreu'n. Er kann's weit 8. Gieb, daß ich mich uͤber allen Schmerz erhe— ben, gieb, gieb ihm dein 4. Bey ihm ist Selig—-— keit die Fuͤlle, und die, die er nur geben kann, beut dir sein vaͤterlicher Wille so gnadenvoll, so freundlich an. O welch ein Gott! wie vaͤterlich, mit welchem Eifer liebt wer dich! * Wün 5. Ja, ja, ich seh' es, Herienegeüt ich empfinde die Groͤße ie sil deiner Huld, o Gott! im hilf d nzes Lahn ier Nebey em Bopfl n, und orsam sehs groͤßeste Y ch bey h hin. meine denn du errettest von der len, de Suͤnde mich selbst durch ohn mit deines Sohnes Tod. Ich war vor deinem Angesicht ah ihntein Graͤu'l, und du ver⸗ Ificht' dir nicht entgegen, du Zattes Git aber nah'test dich zu mir . on Enit deiner Huld, mit dat I beinem Segen, und zogst Hell zmich vaͤterlich zu dir. Wer hleicht an Liebe dir? wer 4. Rtist so gut, wie du, mein der ui Pater! bist? aeg M. 7. Ja! dich will ich 9 30 eon ganzem Herzen, mein Bater! lieben, dich allein, ihm 10 in m im Guten uͤbe, und hei— lig sey, weil du es bist! Gieb, daß ich ausser dir nichts liebe, als was auch dir gefaͤllig ist! Verhaßt sey jede Suͤnde mir, denn sie ist stets ein Graͤuꝰl vor dir. 9. Bewahre mich auf deinem Wege! Gieb, daß ich bruͤderlich gesinnt, stets alle Menschen lieben moͤ—⸗ ge; denn jeder ist, wie ich, dein Kind. Mein Herz verschließe sich doch nie vor ihnen, denn du liebst auch sie. ö 10. Nie muͤsse irgend mich ein Leiden, und waͤr? es auch der baͤngste Tod, von dir und deiner Lkiebe scheiden, nie einer Freube Reiz, o Gott! Ich will dich lieben, und nur dein im Leben und im Tode seyn. Mel. Der du voll Blut ꝛc. Mit Waͤrme und Festigkeit. u, den ich in⸗ 234 D nig schaͤtze, mein Heiland! wenn ich 29 mich 1 +* 210 Pflichten gegen Gott und Jesum. mich an deiner Lieb' ergoͤ— tze, o wie begluͤckt bin ich! Dann schwinden alle Leiden der kurzen Pilger— zeit vor den vollkommnen Freuden der nahen Ewig— keit. 2. Nichts, nichts sey meinem Herzen so werth, als du, schon hier. Denn mit wie großen Schmer— zen erkauftest du es dir? dir muͤß' es angehoͤren mit allem, was es ist, dich uͤber alles ehren, weil du sein Retter bist. 3. Wer kann mein Herz begluͤcken, als deine Huld allein? wer selbst im Tod erquicken? wer da mein Troͤster seyn? Dir bleib' ich stets ergeben, bey dir ist Sicherheit vor jeder Noth, ist Leben, ist Trost und Seligkeit. 4. Was sollt' ich trost⸗ los klagen? hab' ich auch, Jesu! hier noch manche Last zu tragen, ich hange doch an dir. Ich will geduldig leiden. Von dir, mein Herr und Gott! von dir soll mich nichts schei— den, kein Gluͤck, kein Schmerz, kein Spott. 3. O Herrlichkeit der Erde! vergebens lockst du mich, wenn ich nur selig werde, wie gern entbehr' ich dich! Wo Jesus Huͤt— ten bauet, da, da ist's gut zu seyn. Wenn Ihn mein Aug' einst schauet, wie will ich dann mich freu'n. 5. Sey dann in jedem ,. WA lichet Hghbig N Gemt , dib ml Assch. Etehst di nir bey mit f Leide, im Tode sey mit mir! und fuͤhr, o meine Freude! mich naͤher dann zu dir, wo mich kein Leid mehr ruͤhren, kein Tod mehr toͤdten kann, wie werd' ich triumphiren! wie selig bin ich dann! Mel. Lobt Jesum Christum nah' ꝛc. Voll inniger Liebe. — Jesu! Jesu! 235. O Gottes Sohn, der du, noch eh' ich war, mich schon geliebt aus reinem Triebe, vor dir ist alles sonnenklar, mein Herz ist dir auch offenbar, du weißt, daß ich dich liebe. Herzlich such' ich, dir vor allen zu gefallen, nichts auf Erden kann MH 4 Rlhig dir 4% vas boblgf, Einne Mftiedig . Ohle Aucts vo Wchühen, Ha Kur! Achicken , der Wacst aue ssf u für nd Lr Hu. O Nuth aver dos in s Mse. E a dem Ifr ih sei Hihmn. und soll mir theurer wer⸗ h den. Weeschn. 2. Dieß eine nur be⸗ sr kuͤmmert mich, daß ich mit solcher Inbrunst dich hichr nicht liebe, wie ich wollte. t Ich selbst empfind' es nur dit zu sehr, daß ich dich mit at, der That noch mehr, 6 Whn, N. Hei— Num, —— Freude an Gott und Jesu. 21I „½ As Heiland! lieben sollte. Laß let, d, Vmich glaͤubig deine Guͤ— ehn. Ny te ins Gemuͤthe staͤrker ug' eihs fassen, dir mich ganz zu Ül ich dus uͤberlassen. 3. Stehst du mit deiner ey dammul Kraft mir bey, so werd? im Tadefich stets mit fest'rer Treu, ud fuͤht, und einzig dir anhangen. mich nyn Nichts, was sonst Men⸗ wo mich schen wohlgefaͤllt, nicht uͤhren, Eust der Sinne, Ehr und doͤdten kn Geld befriedigt mein Ver— ich tüm langen. Ohn dich kann bill mich nichts von Schaͤtzen recht ergoͤtzen, und begluͤ— Hnn ken. Du nur kannst mein obt hünt Herz erquicken. nahe u. 4. Den, der dich liebt, Uinnge V den liebst auch du, dem schaffst du fuͤr die Seele V Ruh, und Trost fuͤr sein 14 ö 0 Gewissen. Ob ihn auch 0 3 20 manche Noth hier druͤckt, 421 so wird er doch durch dich E in sonngast mernissen. st dir auc sich, erquickt Endlich wird Umir thaß es je gesehn, es kann's auch hier kein Mensch dieß eilt ver steh'n[, und wuͤrdig dt uic, Ug'nug beschreiben, was scher Puul denen dort fuͤr Herrlich— sbe, Weil keit bey dir und von dir st cunft ist bereit, die dir ergeben „daß ihnbleiben. Was hier von 1 sochs seinen Kuͤm⸗ dir wird gegehen, unser keben zu ergoͤtzen, ist da⸗ gegen nichts zu schaͤtzen. 6. Drum laß ich billig dieß allein, o Jesu! mei⸗ ne Freude seyn, daß ich dich herzlich liebe, und mich in dem, was dir gefaͤllt, je mehr und mehr in dieser Welt nach dei—⸗ nem Worte uͤbe, bis sich fuͤr mich jenes Leben wird anheben, wo die From⸗ men aller Truͤbsal sind entnommen. 7. Da werd' ich deine Guͤtigkeit, die mich schon hier so sehr erfreut, im vollen Umfang schmecken; da seh ich in dem hellsten Licht dein gnaͤdenvolles Angesicht, auf immer frey von Schrecken. Wohl mir! Preis dir! der mir droben aufgehoben ew'ge Freuden, nichts, Herr! soll mich von dir scheiden. Freude an Gott und Jesu. Bekannte Melodie. Voll freudigen Glaubens. 236. Ich freue mich, mein Gott! in dir. Du bist mein Trost, und was kann mir in deiner Liebe fehlen? Du, Herr! bist mein und ich bin dein. Was mangelt meiner Seelen? 2 2. 212 Pflichten gegen Gott und Jesum. — 2. Du hast mich von der Welt erwaͤhlt, und deinen Kindern zugezaͤhlt. Mag mich die Welt doch hassen. Du liebst mein Wohl, wirst gnadenvoll mich nimmermehr ver⸗ lassen. 3. Du traͤgst mich lieb— reich mit Geduld, ver— giebst in Christo mir die Schuld, wenn ich aus Schwachheit fehle. Du giebst mir Theil an sei— nem Heil. meine Seele. 4. Du bist mir der be— waͤhrte Freund, der es aufs beste mit mir meint; wo find' ich deines Glei— chen? du stehst mir bey, und bleibst mir treu, wenn Berg' und Huͤgel weichen. 5. Du bist mein Leben, Trost und Licht, mein Fels und Heil; drum' frag ich nicht nach Himmel und nach Erde. Herr! ohne dich ist nichts fuͤr mich, das mir erfreulich werde. 6. Du bist mein aller— hoͤchstes Gut, darauf mein wahres Wohl beruht. In dir leb' ich zufrieden. So dort, als hier, Herr bleiben wir in Liebe un— geschieden. 7. Du segnest mich, wenn man mir flucht, und —* Dieß troͤstet sucht, dem wird's doch nicht gelingen. Mit dei— ner Treuꝰ stehst du mie bey, daß ich kann froͤh⸗ lich singen. 8. Du laͤßt mir's e wohl ergeh'n. Einst werd ich dich noch naͤher seh! 1. du Ursprung wahr den: An dir wird sch dann 135. 9 mein gan⸗ zes Herz, Herr! weiden. 9— Roch hat's kein menschlich Ohr gehoͤrt, was uns dein Himmel einst gewaͤhrt, doch seh' ich's schon im Glauben. Vollkommnes Heil ist da mein Theil, das wird mir Niemand rauben. I Freu Bekannte Melodie. Mit freudiger Emofindung. Gottes Wu WMIüne WlPoh ir eines 237. freue dich, dank' ihm meine Seele! sorget er nicht vaͤterlich, daß dir Gluͤck nicht fehle? Schuͤtzt dich seine Vorsicht nicht, wenn Gefahren draͤuen? Ist's nicht Se⸗ ligkeit und Pflicht, seiner sich zu freuen? 2. Ja, mein Gott! ich hab' an dir, was mein Herz begehret, einen Va— ter, welcher mir, was m ir nuͤtzt, gewaͤhret, der mich wer hier mein Verderben ödurch sein goͤtilich Wort hier — n 0 10 H: We e 3 Wld 6 6 h Rin 1 Hldey d ö 5 Hem 0 sg U White! Imn Walt nae ushes ush n N R u M Mum. —— hier Nor 4087½3 dem wird's Freude an Gott und Jesu— 213 zum Guten lenket, lingen. M und mit Himmelswonne eu' stehte Ur dort meine Seele traͤnket. aß ich lm. 3. Wenn ich dich, mein zen. Herr und Gott! kindlich u laßt mie ehr' und liebe; wenn ich geh. Et redlich dein Gebot, und hoch hült mit Freuden uͤbe: o wie kung wih ist mir dann so wohll wie In die hist mein Gemuͤthe seliger wglic m Empfindung voll, voll von , Hekehr deiner Guͤte! Noch hun 4. Dann darf ich mit ich Oy Zuversicht nach dem Him⸗ ins delh mel blicken, meine Leiden wähtt, acht' ich nicht, wie ste Hon in e mich auch drucken. Hoff⸗ Imues Halnung und Zuft iedenheit Heil, dos wohnen mir im He rden, ö troͤsten und erhoͤh'n mich N raubag. 335 weit uͤber alle Schmerzen. ite Un jauchz' mh der hm melk nicht t Glack n 1 dich seilts hont 90 17³ und Pffh 200 „mei dil 4 gehret, cher Ml, 6 mihh 0 hanlth Du bist imein. so ich dann. Wer ist, mir schade? Heil mir, daß ich' s ruͤhmen kann: ½% mein ist deine Gnade! ist meine Wohlfahrt werth! dir Der du mir das beben se chenktest, wirst auch, was mich naͤhrt und erfreut, mir geben. 6. Jesus ist nach dei— nem Rath in die Welt gekommen; alle meine Missethat hat er wegge⸗ nommen. Ihm vertrau' ich, bet' ihn an, glaub' an seine Leiden, folg' ihm treulich, und so kan nichts von dir mich scheiden. 7. Dich, du Trost der Sterblichkeit, Heil des bessern kLebens, himmlische Vollkommenheit! such' ich nicht 4 Wenn mein Lauf vollendet ist, und vollbracht mein Lei— den, ruft mein Mittler Jesus Christ mich zu sei— nen Freuden. 8. Meine Lust an dir, mein Gott! wird dann ewig waͤhren. Noch so furchtbar sey der Tod, er wird sie nicht stoͤren, wil—⸗ lig werd ich mein Gebein der Verwesung geben; denn sie macht mich frey von Pein, fuͤhrt zum neu⸗ en Leben. 9. Gieb mir nur, so lang ich hier in der Fremde walle, das Be— wußtseyn, daß ich dir, Herr, mein Gott! gefalle. Diese saufte Freudigk eit, die ich zu dir habe, sey mein Heil in dieser Zeit, und mein Trost am Grabe. 10. Laß die Lust zur Suͤnde nie dieses Heil mir rauben! Ruͤste selbst mich wider sie, staͤrke meinen Glauben! Gieb mir deinen Geist, der mich und mein Thun re— giere, daß ich mein Ver— trau'n auf dich ewig nicht verliere. Be⸗ 214 Pflichten gegen Gott und Jesum. Bekannte Melodie. Voll muthigen Trostes. meine esu! 238. J Freude! be— ster Trost im Leide! mei— nes Herzens Theil! deine Mittlertreue macht, daß ich mich freue deiner, Herr, mein Heil! Hab' ich dich, wie reich bin ich! auf Erden nie recht gluͤck⸗ lich werden. 2. Unter deinem Schir— me koͤnnen keine Stuͤrme mir erschrecklich seyn. Laßt auch Felsen splittern! laßt den Erdkreis zittern, und den Einsturz draͤu'n! Was ist's mehr? rings um mich her mag es donnern, kra⸗— chen, blitzen, Jesus will mich schuͤtzen. 3. Donnert auch im Grimme des Gesetzes Stimme; Jesus stillet sie. Mag der Dod sich nahen, mich das Grab umfahen; Jesus laͤßt mich nie. Mich schreckt nicht das Weltge— richt. Freudig, daß ich Jesum sehe, blick ich auf zur Hoͤhe. 4. Wer ist, der den Glauben meinem Herzen rauben, ihn erschuͤttern tann? bey der Feinde To—⸗ Ohne dich kann ich ben stimm' ich, Gott zu loben, Freudenlieder an. Ich vertrau' auf Gottes Macht, er wird, wenn mich Feinde hassen, nie— mals mich verlassen. 5. Lockt nur, Gold und Schaͤtze! Ehre sey der Goͤtze der betrognen Weltz mich sollt ihr nicht blen⸗ den, nicht von dem mich wenden, der mich treu erhaͤlt. Elend, Noth und Schmach und Tod soll mich, ob ͤch viel muß leiden, nicht von Jesu scheiden. 6. Weich des Eitlen Liebe! weicht des Flei— sches Triebe! Thoͤren taͤu— schet ihr. Mich sollt ihr, ihr Suͤnden! nie mehr willig finden, fliehet fern von mir! Ueppigkeit, Stolz, Schmaͤhsucht, Neid, ihr beschweret das Gewissen, euch will ich nicht wissen. ö 7. Weichet Sorg' und Zagen! schweiget bange Klagen! Jesus ist ja mein. Jeden, der Ihn liebet, muß, was erst betruͤbet, noch zuletzt erfreuen. Hab? ich hie viel Angst und Muͤh'; Jesu! auch im baͤngsten Leide bleibst du meine Freude. Ge⸗ Gehot . H l Hott Ghl 0 . 6⁰ hillich sim sehn. RNichts hich gat Wgend w. Is gerec RHen, d thutl bhotsan Wilen, d sihig f dir! enni ein Wu wills unk, ut Isurcht Dun Se Itge); sih im I so ge Iyss Er w echmach Nrs se Ahetod. Sob Ue höt Agochk Wgse Whn, . . Heh llieder g auf Hcht ird, in asen s lass „Gohhh re seh Hye ognen A Richt Ay N deh ut mich a V. Matnn 5el* dWf bitl Vöh des 90 Tholth — „fichte Lest chnähsh schbnt Ic UII Gehorsam. 215 Gehorsam. Mel. Wer nur den Gott ꝛc. Gefuͤhlvoll. deinen Rott! 239. G heiligen Be— fehlen will ich, dein Kind, gehorsam seyn, sie nur zu meiner Richtschnur waͤh— len, mich ganz dir und der Tugend weih'n. Dein Wille ist gerecht und gut, wohl dem, der ihn mit Freuden thut! 2. Gehorsam foderst du von allen, die dich zu kennen faͤhig sind. ich kann dir nur wohlge— fallen, wenn ich, dir folg— sam, als ein Kind, thu', was du willst, aus kieb und Dank, und nicht aus Sklavenfurcht und Zwang. 3. Dein Sohn gehorchte dir so gerne; ach! hilf mir, daß ich immerdar dir, Vater! so gehorchen lerne, wie Jesus dir gehorsam war. Er war's auch un—- ter Schmach und Noth, er wares selbst bis zum Kreuzestod. 4. Sobald ich deine Stimme hoͤre, so mache du mich auch bereit, daß ich mit Folgsamkeit sie ehre, und thue, was sie mir lieben Auch gebeut. Ich soll nicht Hoͤrer nur allein, ich soll und will auch Thaͤter seyn. 3. Beut mir bie Welt auch tausend Freuden auf ihren Lasterwegen an; so laß mich fliehen und sie meiden. Was ist's, das sie mir geben kann? Im Anfang Lust, am Ende Schmerz und Reue dem entweihten Herz. 6. Doch, wenn ich mich im Guten uͤbe, mit Eifer deinen Willen thu', dann schenkst d, Gott, mir deine Liebe, mit ihr zu⸗ gleich Gewissensruh, dann hab' ich hier schon Selig-— keit, dort groͤß'res Heil in Ewigkeit. Bekannte Melodie. Mit lebhafter Empfindung. u, Gott! bist 240. D uͤber Alles Herr! die ganze Welt ist dein. Wer. sollte dir, Allguͤtiger! nicht gerne folgsam seyn? 2. Was du gebeutst, ist recht und gut, ist fuͤr uns Seligkeit. Wohl dem, der deinen Willen thut, und gut zu seyn sich freut! 3. Wer aber seine Pflicht vergißt, der bringt sich 216 Pflichten gegen Gott und Fesum. sich selbst in Noth; denn nur, was boͤs und schaͤd—⸗ lich ist, verbeutst du uns, o Gott! 4. Du bist, wenn du Gesetze giebst, nur Vater, nicht Tyrann, und treibst uns bloß, weil du uns liebst, dir zu gehorchen, an. 5. Nehm' ich auf mich dein sanftes Joch, so setz? ich meinen Lauf mit Freu— den fort, und fall' ich noch, so hilfst du selbst mir auf. 6. Dein Wort warnt, drohet und verheißt, legt Heil und Tod mier vor. Und ich verschloͤße deinem Geist undankbar Herz und Ohr? 7. Wie koͤnnte der, der dich nicht hoͤrt, dein Kind, o Vater! seyn? Nur die sind dieser Wuͤrde werth, die deinem Dienst sich weih'n. 8. So sey die dann mein Herz geweiht! ich bin dein Eigenthum, Gieb diesem Willen Festigkeit, dir folgen sey mein Ruhm! Mel, Sollt' ich meinem Gott ꝛc. Ehrerbietig. Heilig, heilig ist 24I. H dein Wille! Heilig bist du, unser Gott! du gebeutst, in tie— fer Stille hoͤrt die Schoͤ— pfung dein Gebot. Die im Himmel dir lobsingen, stehn um deinen Thron bereit, freuen sich der Se— ligkeit, deinen Willen zu vollbringen. Nur der Mensch erkennt's oft nicht fuͤr sein Heil und seine Pflicht. 2. Dir gehorcht mit sanfter Wene aller deiner Welten Heer, deine Feste, deine Sonne, Sturm und Donner, Erd' und Meer. Alles dienet deinem Wil— len. Alles, Schoͤpfer! was du schufst, eilt und draͤngt sich, wenn du ruf„dein Gebot, Herr! zu erfuͤllen, Nur der Mensch erkennt's oft nicht fuͤr sein Heil und seine Pflicht. 3. Stolz empoͤrt sich seine Seele, großer Schoͤ— pfer! wider dich. Deine goͤttlichen Befehle wirft er thoͤricht hinter sich. Du sollst ihn nicht mehr re— gieren, kluͤglicher nach sei— nem Wahn, waͤhlt er eine beßre Bahn; diese soll zum Heil ihn fuͤhren? und die Bahn ist suͤndenvoll, die zum Heil ihn fuͤhren soll. 4. Herrscher! laß ihn fruͤh empfinden, daß er selber —— . sch Ile l R R W bi WW Bah fihen E M I EE hine V ö Met gl Myy Rard m I, m M. —— du, Ihn eutst, I0 t die E Hehot. dir lohinh, einen Mu scch Mche int's as il s gehoral e allerh „ dihel „ Stulog dꝰ und Iy deineh Schoͤpfth ilt und 3u kuf ensch ca uͤr seh; flicht. empath großete dich.) efehle x, ter sih, icht M. licher M waͤhlt l u; deß, 3 fühteh t undiga il ihn fl. her! 10 den, 0 0 ‚ Demuth. 217 selber sich verfuͤhrt, daß die eitle Lust der Suͤnden ihm zuletzt den Tod ge— biehrt. Mach ihm deinen Willen wichtig, lehr ihn deine Bahn, laß ihn ei⸗ lend seinen Irrweg fliehn, denn dein Weg allein ist richtig. Mach ihn seinen Pflichten treu, daß sein Wandel heilig sey. 5. So wird auch bey uns auf Erden, wie im Himmel, dein Gebot freu— dig ausgerichtet werden, heiliger und großer Gott! Alle Werke deiner Haͤnde werden dir gehorsam seyn, dir zur Ehre ganz sich weihn, bis an deiner Schoͤpfung Ende, bis zum Wechsel dieser Zeit mit der kuͤnft'gen Ewigkeit. Demuth. In allen meinen Thaten ꝛe. Mel. Mit demuͤthiger Empfindung. as ich nur 242. Gutes habe, ist deine milde Gabe, du Vater alles Lichts! mein Daseyn und mein Leben ward mir von dir gege— ben, und ohne dich ver— mag ich nichts. 2. Mit Einsicht, Lust und Kraͤften zu nuͤtzlichen Geschaͤften begabt mich deine Huld. Dein ist's, wenn gute Thaten nach Wunsch und wohl ge—⸗ rathen, ich bin allein an Fehlern Schuld. 3. Das Gluck, deß ich mich freue, schaffst du nach Vatertreue, du Herr der ganzen Welt! Du ordnest unsre Tage, ihr Gluͤck und ihre Plage, wie's deiner Weisheit wohlgefaͤllt. 4. Sollt ich mich dann erheben, wenn mir in die⸗ sem Leben viel Gutes wi⸗ derfaͤhrt? Was hat dich, Herr! bewogen, daß du mich vorgezogen? war ich auch jemals dessen werth? 5. Ich bin, Herr aller Dinge! der Huld viel zu geringe, die du mir stets erzeigt. O! laß mich's nie vergessen, wenn sich mein Herz vermessen zum Stolz und Eigenduͤnkel neigt. 6. Das nuͤtzlich anzu⸗ wenden, was du mit Va⸗ terhaͤnden mir guͤtig zu⸗ gewandt, gehorsam dir zu werden, das sey mein Fleiß auf Erden, dazu gieb Demuth und Ver⸗ stand. BVo⸗ 218 Pflichten gegen Gott und Jesum. Vorige Melodie. Demuthsvoll, zieb Gott, wenn 243: ich, dir diene, daß ich mich nie erkuͤhne, daruͤber stolz zu seyn! Wer kann bey seinen Werken, wie oft er feh— let, merken? Wer ist von Maͤngeln voͤllig rein? 2. Such' ich stets dei⸗ nen Willen so eifrig zu erfuͤllen, als es dein Wort ö gebeut? Trag' ich der Tu⸗ gend Buͤrde, aus Kennt— niß ihrer Wuͤrde, auch * immer mit Zufriedenheit? M 3. Entzieh' ich mich den stets aus in Suͤnden auch 10 rechten Gruͤnden? aus wahrer Froͤmmigkeit? Oft sind die guten Triebe nicht Fruͤchte deiner Liebe, nur Fruͤchte der Natur und Zeit. 4. Der Suͤnden meiner Jugend, der Maͤngel mei— ner Tugend, o Herr! ge— denke nicht! Willst du mit deinen Knechten, wie sie's verdienen, rechten, so trifft sie alle dein Ge—⸗ richt. 5. Doch, wenn auch dir zur Ehre, rein meine Du— gend waͤre, weß ist dieß Eigenthum? Wer ließ mich unterrichten? wer ließ in meinen Pflichten mein Gluͤck mich seh'n und meinen Ruhm? 6. Wer gab mir, dich zu lieben, und dein Ge—- bot zu uͤben, die kust und Freudigkeit? wer staͤrkte meine Kraͤfte im Heili— gungsgeschaͤfte? wer gab mir Muth und Sieg im Streit? 7. Du schaffst, daß ich dich waͤhle, du rufst mir, wenn ich fehle, auf rech— ten Weg zuruͤck; du ziehst mich ab von Suͤnden, und laͤßt mich Gnade fin—⸗ den, und giebst zu meiner Beß'rung Gluͤck. 8. Sollt' ich mich deß erheben, was du mir, Herr! gegeben? Hab' ich zum Lohn ein Recht? Koͤnnt' ich auch alles uͤben, was du mir vor geschrie— ben, wer bin ich? ein unnuͤtzer Knecht. Eigene Melodie. Mit demuͤthiger Empfigdung. 244 Da sich der arme Mensch erheben, vor dir, All⸗ maͤchtiger! der Staub? vor dir, der alles ihm gegeben, worauf er pocht, als einen Raub? 2* . Ind Wihdl Hahißt/ ehub sie shen u fi 3. Du as'nen up se sthef ugen de rundert Das umen He I Vit 5 Ul sysschen d beyn l eoͤht. . Auc I Gea 9 des Uicht, e Hainer Anunf sicht. . E gge Eale Was ic Abe, M V V —5.— m. — wer lift hten mch oh mit,. d deit die Lufth wer füßh im s d Cigs ͤsst, Haf u rufsu 30 auf. cky Sih Gnadef st zu min ch mich K d 2 H in N allel vor h n ich!! ht. Relodit Enpf Demuth. ** 219 3. Und kannst du ihm nicht wieder nehmen, was du ihm gabst, und er vergißt, damit der stolze Staub sich schaͤmen und fuͤhlen muͤsse, ist? 3. Du ziehst dem auf⸗ geblas'nen Reichen den Purpur seiner Hoheit aus, und setzest ihn zu einem Zeichen, ihn und sein uͤber⸗ muͤthig Haus. 4. Du hauchest rosen⸗ volle Wangen am fruͤhen Morgen zuͤrnend an, und noch vor Abend ist ver— gangen der Reiz, den wir bewundernd sah'n. 6. Das Leben steht in deinen Haͤnden, nach dei— nem Winke wuͤrgt der Tod; und wuͤrgt auch zwischen Marmorwaͤnden, und beym Altar, noch eh' er droht. 6. Auch mich ruft einst des Grabes Hoͤhle; doch bis des Leibes Huͤtte bricht, entzeuch, ich flehe, meiner Seele nur die Vernunft und Freyheit nicht. 7. Erhalte mir, was du gegeben! denn diese Seele mit Verstand, und was ich habe, Leib und Leben, hab' ich aus dei— ner Vaterhand. was er —— 8. So dank' ich dir an jedem Morgen, so dank' ich, wenn die schwarze Nacht vor meinem Aug' die Welt verborgen, und nur das Heer der Sterne lacht. Vertrauen auf Gott und Unterwerfung unter seinen Willen in den Leiden dieses Lebens. Mel. Jesus, meine Zuver— sicht ꝛc. Beruhigend. 24 er auf seinen 25. W Gott ver— traut, aͤngstigt sich durch keine Sorgen, ihm, auf den er sicher baut, bleibt sein Kummer nicht ver— borgen, Gott verlaͤßt die Seinen nicht, dieß staͤrkt seine Zuversicht. 2. Er, der Schoͤpfer aller Welt, der Versorger seiner Kinder, der, was er verspricht, auch haͤlt, huldreich selbst auch gegen Suͤnder, er, der uns her— vorgebracht, hat auch uns zu helfen Macht. ö 3. Ihm, ihm ist es im⸗ mer leicht, unsre Wuͤnsche zu erfuͤllen, und, wenn's deucht, kaunn uns unmoͤglich 220 Pflichten gegen Gott und. sum. kann doch er ben Kum⸗ mer stillen, der 38 Herz des Christen quaͤht, wenn ihm Rath und Beystand fehlt. 4. Und wer gleichet ihm, dem Herrn? ist so reich an Hel und Segen? Niemand hilft, wie er, so gern, auf des kebens rauhen Wegen; er, der seinen Sohn uns schenkt, und stets huldreich an uns denkt. 5, Wenn lange weint, seine Hilfe sehe, nicht so fruͤh als ich sie mein Auge ich und sie erscheint, von ihm er⸗ flehe; weiß ich doch voll Zuversicht, daß sie mir nicht stets gebricht. 6. Auch dann, wie mir es scheint, lan, der Hoffnung Trost ver Fo r weiß ich doch: Gott ist mein Freund, der da tausend Wege sindet, wo sie Niemand sonst ent— wo der Zukunft Nacht mich schreckt. 7. Ihm sey dann, dem Herrn der Welt, ganz mein Schicksal uͤberlassen, wenn, er, der auch den Wurm ere kann und wird mich nicht ie bleib' ich nur der Tugend treu, so steht er mir huldreich bey. nicht Bekannte Melodie. 4155 Trost voll 246. deine und alles, was dich ankt, der treuen Vaterpflege des, der den Weltkreis lenkt. Den Sternen, Wolken, Winden bezeichnet er die Bahn; sollt er nicht Wege finden, wo dein Fuß ge— hen kann? 2. Dem Herrn mußt du vertrauen, wenn dir's soll wohl ergeh'n, auf ihrn nur mußt du schauen, wenn Werk laͤßt durch Sorg Graͤmen und selbst ge— pein sich keine Wohfthat nehmen, drum hoff' auf ihn allein! 3. O Vater aller Gna⸗ de! dir ist allein bekannt, was gut sey, oder schade Geschoͤpfen deiner Hand, dein Er soll besteh'n. und 3nr machte und, was du denn erlesen zum Besten deiner Welt, das kommt zum Stand und Wesen, so bald es dir gefäallt. 4. An wunderbaren We— gen fehlt's dir, Allweiser! nicht. Dein Thun ist lau⸗ ter Segen, dein Gang ist lauter Licht. Dein Werk kann Niemand hindern, wenn du entschlossen bist zu 2. I walte Hlecge 0 cuft Hldernd h%e gut e vund 5 Beck u lange Wlam ist Iht bane ut vei ah tkü hatr W, den W, Mit n. „Voh Treue dar Kar in 5 na he, de Iym, bri- Rstir N Hach un I5 in I un IId Deet hen Wf un Melodse, l sehl du dz Vege, I ch Ka N pflege R tkreis haf. „ Volly, ichnet erR nicht Ay ein Fuß x ren mußt y enn die auf ihem oder schh einer Hai denn erlhh einer M zum Sn so balhe erbaren A ,. Alas Thun it N ein Ganf Dein W. ud hihdeh, closeh R. Hlosei Vertrauen auf Gott ꝛc. zu thun, was deinen Kin-— dern wahehaftig nuͤtzlich ast. 53. Drum, Seele! laß ihn walten, er will dein Wohlergeh'u. Er wird dich aufrecht halten, be— wundernd wirst du seh'n, wie gut er dich»regieret, wie wunderbar sein Rath das Werk hinausgefuͤhret, das dich bekuͤmmert hat. 5. Verzieht der Trost auch lange, weil's so dir heilsam ist; so werde dir nicht bange, daß deiner Gott vergißt. Er wird nach truͤben Stunden, (nur harr' o Seele sein!) dich, den er treu erfun— den, mit seiner Hilf' er—⸗ freu'n. 7. Wohl dir! wohl dei— ner Treue! sie traͤgt den Sieg davon. Daß dich dein Kampf nicht reue, blick hin auf seinen Lohn! Auch nach dem groͤßten Leide, das dir begegnen kann, bricht einst der Tag der Freude und ew'gen Ruhe an. 8. So mach' denn, Herr! ein Ende mit aller unsrer Noth, staͤrk' unser Herz, und sende uns Trost bis in den Tod. Stets laß uns deiner Pflege und Treu' empfohlen seyn; so gehen unsre Wege ge— wiß zum Himmel ein. Mel. Was Gott thut, das ꝛc. —. Vertrauens voll. und 247 Auf Gott, nicht auf mei⸗ nen Rath will ich mein Gluͤck stets bauen, und dem, der mich erschaffen hat, mit ganzer Seele trauen. Er, der die Welt allmaͤchtig haͤlt, wird mich zu allen Zeiten als Gott und Vater leiten. 2. Er sah' von aller Ewigkeit, wie viel mir nuͤtzen wuͤrde, bestimmte meine Lebenszeit, mein Gluͤck und meine Buͤrde. Was zagt mein Herz? ist auch ein Schmerz, der zu des Glaͤubens Ehre nicht zu besiegen waͤre? 3. Gott kennet, was mein Herz begehrt, und haͤtte, was ich bitte, mir gnaͤdig, eh' ich's bat, ge— waͤhrt, wenn's seine Weis⸗ heit litte. Er sorgt fuͤr mich stets vaͤterlich. Nicht, was ich mir ersehe, sein Wille nur geschehe! A. Ist nicht ein unge⸗ stoͤrtes Gluͤck weit schwe— rer zu ertraͤgen, als selbst das widrigste Geschick, bey dessen kast wir kla⸗ gen? Die groͤßte Noth hebt doch der Tod, und Ehre, Gluͤck und Habe ver⸗ im Leben. Pflichten gegen Gott und Jesum. verlaͤßt doch im Grabe. 5. An dem, was wahr— haft gluͤcklich macht, laͤßt Gott es keinem fehlen; Gesundheit, Ehre, Gluͤck und Pracht sind nicht das Gluck der Seelen. Wer Gottes Rath vor Augen mich hat, dem wird ein gut Gewissen die Truͤbsal auch versuͤßen. 5. Was ist des Lebens Herrlichkeit? wie He ist sie verschwunden? Was ist das Leiden dieser Zeit? Wie bald ist's uͤberwun— den! Hofft auf den Herrn! Er hilft uns gern, seyd froͤhlich, ihr Getreuen! einst wird euch Gott er— freuen. Vorige Melodie. Zuversichtlich beruhigend. 248 ott, dir ver⸗ 7 trau'n ist mei⸗ ne Pflicht, ist Seligkeit Sie kann dem Herzen, Zuversicht und 9—— und Freuden geben. Des Lebens Muͤh versuͤ— ßet sie, und laͤsset uns hienieden im Laufe nicht ermuͤden. . Auf Erden wechseln bis ins Grab Zufrieden— heit und Sorgen bestaͤn— dig miteinander ab, wie Wirternachr und Morgen. Das Ungluͤck fliecht, die Freude bluͤht, und kaum ist sie empfunden, so ist auch sie verschwunden. 3. Wie wuͤrde da voll Aengstlichkeit uns jeder Tag verfließen und bey des Lebens Heiterkeit das Herz schon beben muͤssen, wenn Zuversicht zu dir uns nicht dann Sicher— heit gewaͤhrte, und ruhig bleiben lehrte? ö 4. Du theilst das Rles aus, was hier den Sterb— lichen begegnet. Im Gluͤck und Ungluͤck werden wir von dir doch stets geseg— net. Wenn wir nur auch durch den Gebrauch so weise werden wollten, als wir, o Gott! es sollten. 5. Nicht unser Wille soll gescheh'n, du waͤhlest stets das Beste. Wenn Erd und Himmel unter—- geh'en, steht diese Wahrheit feste. O daß wir sie durch Leichtsinn nie an unsern Seelen schwaͤchten, sie nie verkennen moͤgten! 6. Dann wuͤrde diese Uebungszeit nicht traurig uns verschwinden, des Lebens Widerwaͤrtigkeit uns niemals muthlos fin⸗ Dann saͤhen wir, mit Pal⸗ den. voll Hoffnung hier, . F. algen Lhet „6ott. Hah Her 91 Itale/ sheit im Himm auc für u in Lan 0 .. H. Be „ 0 W V 0 de 0 Wist au . Erw lumme Ae dich: InKumn NÜ. lklich. . Cey en ei Wuch und I deiner Ufetst Uatte gi sth . W. —.— nd Morhw, flicht, R „und kauz nden, so E Wunden. urde da 96 uns sh n, undeh Keiterkeit d eben müsth icht uuK ann Sthn „und rhh 0 lst das Iden Eth et. In hu werden H stets Rn wir nut du Gebrauch wollten, Res sollh unser M du wahll Wihh Wall 2.. este. immel uut iise Bahch wir sie 0 e an usch ichten, sei agten! wuͤrde nicht tralth inden, M derwärthft wuthlos f6 saͤhe u hier, H ul Palmen und mit Kronen die Ueberwinder lohnen. Vertrauen auf Gott ꝛc. 223 beste war. Du denkst wohl unterdessen: der . Gott! heilige du selbst mein Herz, damit ich dir vertraue, und mit Gelas⸗ senheit im Schmerz hinauf gen Himmel schaue! Einst preis' auch ich guf ewig dich fuͤr uͤberstand'ne Lei— den im Lande sich'rer Freu— den. Mel. Befiehl du deine 7/ Wege ꝛc. Troͤstlich. 2⁴49 Christa wenn dich Truͤbsal kraͤnket, vertraue nur dem Herrn. Er, der die Himmel len— ket, ist auch von dir nicht fern. Erwach' aus deinem Schlummer, zu Gott er— hebe dich! Er siehet dei— nen Kummer, er liebt dich vaͤterlich. 2. Sey auch in deinen Leiden ein Christ, voll Muth und Kraft, es waͤr— ten deiner Freuden, bleibst du stets tugendhaft. Er— warte nur im Glauben die frohe Ewigkeit. Wer kann das Heil dir rau⸗- ben, das ewig dich er— freut? 3. Sey froh! dein Gott regieret; sein Rath ist wunderbar. Einst wirst du uͤberfuͤhret, daß er der Herr erbarmt sich nicht, der Herr hat mein ver— gessen; doch hoͤre, was er spricht: 4. Ist auch der Muͤtter eine, die ihres Sohns vergißt? Denk' an dieß Wort, und weine die Freudenthraͤn', o Christ! Und koͤnnt ihn sie verges⸗ sen; will ich doch deiner nicht, ich deiner nicht ver⸗ gessen— der Herr ists, der es spricht. ö 5. Mit ruhigem Gemuͤ— the verlaß auf ihn dich fest, weil seine Vaterguͤte dich ewig nicht verlaͤßt. Selbst nach dem groͤßten Leiden, das dir begegnen kann, bricht einst der Tag der Freuden, der Tag der Ruhe an. Mel. In allen meinen Thaten ꝛe. Ruhig. as soll ich 250. anahih kler gen, und in der Noth ver— zagen? der Hoͤchste sorgt fuͤr mich; er sorgt, daß meiner Seele kein wahres Wohlseyn fehle, genug zum Trost, mein Herz, fuͤr dich! 2„ 224 Pflichten gegen Gott und Jesum. 2. Was nuͤtzt es, aͤngst⸗ lich sorgen, und jeden neuen Morgen mit neuem Kummer sehn? Du, Va⸗ ter meiner Tage! kennst, eh' ich dir's noch sage, mein keid und auch mein Wohiergehn. 3. Auf deine Huld zu schauen, dir kindlich zu vertrauen, das, Herr! ist meine Pflicht; ich will sie treulich uͤben, und dich, mein Vater! lieben, denn du verlaͤßt die Deinen nicht. g. Der du die Blumen kleidest, und alle d weidest, du Schoͤpfer der Natur! weißt alles, was mir fehlet. Drum, Seele! was dich quaͤlet, empfiehl dem Herrn, und glaube nur. 5. Herr! alle meine Sorgen, die Noth, die oft verborgen an meinem Herzen nagt, werf ich auf dich, den Treuen, du weißt den zu erfreuen, der fromm nach deiner Hilfe fragt. 6. Wenn meine Augen thraͤnen, und sich nach Hilfe sehnen; so klag' ich's dir, dem Herrn. Dir, Vater! dir empfehle ich jeden Wunsch der Seele, du hoͤrst, du hiifst, du segnest gern. 7. Der du mir hier im Leben schon groͤß'res Heil gegeben, und deinen Sohn geschenkt, du wirst mir alles schenken, wirst mir zum besten lenken, was mich hier traͤurig macht und kraͤnkt. 8. Du fuͤhrest, Herr! die Deinen nie so, wie sie es meinen, nein, nur nach deinem Rath. Wenn ich mich auch betruͤbe, bleibt doch dein Rath voll kiebe, das zeigt der Ausgang mit der That. * Tie⸗ ö Wenn ich hier fen sehe, und es nicht ganz verstehe, was du an mir gethan; kann ich doch deß mich troͤsten, du nimmst mich, mich Erlo— sten, gewiß dereinst zu Ehren an. 20. Dort, bey der Frommen Schaaren, dort werd' ich es erfahren, wie gut du mich gefuͤhrt; da bring' ich dir mit Freuden, nach uͤberstand'- nem keiden, den Dank, der deiner Huld gebuͤhrt. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Trostlich und vertrauens voll. 251 as ist mein 34 Leben hier auf Erden? Ein Wechsel ist's von Lust und keid. Hier * 1 slen i hich R lc l aut. x‚ EI de Hür 16 hll, u 5 130 5 IIl Zof sht kel, n Wund h. . U1U1 Wlage, Mthet gelaf ndem Ales n folg Wuf K Wing. Awart Ir dre Au den Demn 1 Mhirde lt! And G ACläc sum. —— mir hiet roßres hi danen Sh du Wikst g n, wirstg lenken, raurig nus hrest, Hen nie so, g n, nein, Rath. V uch beinh dein Y das git! t der N ich her A und es ih he, un an; kalt 0 koten „ mich Ul dekeülst t, beh K chgaren, W 8 rfaha mich gefihz ich dit R ch Ubelstad, „den Doh uld gebast den lichent vetttauanl 38 is Rll 0 ö VKebes H En Vohl 76010 I I, . 0 0 N Vertrauen auf Gott ꝛc. 22.5 Hier stoͤren Sorgen und Beschwerden nicht selten die Zufriedenheit. Hier wohn' ich noch in einer Welt, die kein vollkomm-⸗ nes Gluͤck enthaͤlt. 2. Weß soll ich mich, o Herr! denn troͤsten? nur deiner Huld. Du bist mein Heil, und bleibst, wenn auch die Noth am groͤßten, doch meines Herzens Trost und Theil, und stehst nach deiner Vatertreu', mir stets mit Rath und Hilfe bey. 3. Du staͤrkst mir unter aller Plage, o Gott! durch mein Gebet den Muth, daß ich gelassen sie ertra— ge, und machst zuletzt doch Alles gut. Auf Kummer folgt zufried'ner Dank, auf Klagen froher Lobgesang. 4. Erwarte nicht be— staͤnd'ge Freuden, mein Geist! in deinem Uebungs-⸗ stand. Denn bliebst du frey von allen Leiden, wie wuͤrde deine Treu? erkannt? Vollkommne Ruh und Sicherheit ist nur ein Gluͤck der Ewigkeit. 5. Was bist du denn, o meine Seele! in dei— ner Noth so kummervoll! Vertraue Gott. Nur ihn erwaͤhle zu deinem Trost. Er schuͤtzt dein Wohl. Einst dankst du ihm nach der Gefahr, daß er dein Gott und Retter war. 6. Er wird es seyn. Ruf in Gefahren ihn, als den besten Helfer, an. Er weiß dich maͤchtig zu be—⸗ wahren, und da, wo Nie— mand helfen kann, fehlt ihm die Kraft zu helfen nicht. Dieß staͤrke deine Zuversicht! 7. Empfiehl ihm alle deine Wege; hoff? und vertrau' ihm allezeit. Auch auf dem allerrauh'sten Wege denk' froh an jene Ewigkeit. Daͤ wirst du frey von aller Pein, ganz selig, ganz zufrieden seyn. 8. So laß mich, Gott! stets dahin schauen, und dann mit starkem Muth auf dich auch in der groͤß⸗ ten Noth vertrauen. Du bist bey mir, das staͤrke mich! Wer dessen stets versichert ist, der lebt und stirbt getrost als Christ. Mel. Jesu, meines Lebens C( Leben ꝛc. Dank⸗ und Bertrauensvoll. ester, weisester 252. B Regierer! al⸗ ler Welten Preis sey dir! Dir, du meines Lebens Fuͤhrer! sey auch ewig Preis von mir! unter al⸗ len 226 Pflichten gegen Gott und Jesum. len Millionen, die dein weites Reich bewohnen, siehst du huldreich auch auf mich, sorgest fuͤr mich vaͤterlich. 2. Nie kann ich dich g'nug erheben. Du, der alles werden heißt, gabst mir mit des Leibes Leben auch die Seele, die dich preist. Ich, ein Wunder deiner Guͤte, seh mit stau⸗ nendem Gemuͤthe, das sich selbst nicht fassen kann, als ein Bild von dir mich n. 3. Auf der Menschheit hohe Stufe stellte, Herr! mich deine Hand, wo den Schall von deinem Rufe fruͤh ich hoͤrte, fruͤh ver⸗ stand. Aus unendlichem Erbarmen zogst du mich mit Vaterarmen in der Kindheit schon zu dir. O wie preis' ich dich dafuͤr! 4. Taͤglich warest du mir nahe, deine Weisheit lehrte mich, was ich hoͤrte, was ich sahe, zeigte mir, mein Vater! dich. Du, du kamst mit neuem Se⸗ gen jeden Morgen mir entgegen, was nur je mir heilsam war, reichte deine Hand mir dar. 5. Wie so viele frohe Tage schenkte deine Guͤte mir! schicktest du auch ei⸗ ne Plage, o! so kam auch Trost mit ihr. Und, wer zaͤhlt die Freuden alle, die mir, seit ich hier schon walle, deine Vaterhand verlieh'? Herr! zu zaͤhlen sind sie nie. 6. Sollt? ich dir denn nicht mit Freuden dank—-⸗ bar und ergeben seyn? Sollt' ich zagen, wenn mir Leiden widerfahren, oder draͤu'n? Nein, ich lasse, Gott! dich walten, du, du wirst mich auf— recht halten. Sende Freu— de, sende Schmerz; dank⸗ voll nimmt's von dir mein Herz. . Floͤh'n mich auch die besten Freunde, fehlt' auch andre Freude mir, waͤren viel auch meiner Feinde, dennoch bleib? ich stets an dir, dennoch will ich nicht verzagen, will, am Ziel von meinen Tagen, in die hoͤh're Zukunf' schau'n und mit Freuden dir ver—⸗ trau'n. ö 8. Besser noch, als selbst das Leben, ist, o Vater! deine Huld, was mir nuͤtzt, wird sie mir geben, und mich tragen mit Geduld. Laß mich nur, du Allerbester! im-⸗ mer inniger und fester hier mit dir vereinigt seyn, deiner Gnade mich zu freu'n. 9. 00 Dl I/ Mie V Dein hufobung hlich Insh ir Wein nerf hfteu sg seh Wl Du Rsientet hu Gott Alnnte, mannt Aen mit V l um. — — Mös Hebdig l, ich hin s ie Ma M ich Ku reudn lu rgebe sl hagen, v widassh zirst nihe . Gesdeh ochmetzz 5 vol Hn mich al de, fihtis de Mir, x neinet. eibvich willh will, n TMhh Zukunft 0 reuden N ser rog Leben, ne Hub⸗ wird st! d mich l. d. MW Ilerbestth) dir hast r Guu Vertrauen auf Gott ꝛc. 227 9. O der seligen Verbin-⸗ dung, Allerguͤtigster! mit dir! Deiner Vaterhuld Empfindung gieb, o Va— ter! taͤglich mir. Mache du mich immer reiner, daß mein Herz dereinst auch deiner sich in deinem Reich erfreu'ꝰ, und in dir ganz selig sey. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Ruhig. 559J% Mas ist's, daß 253. Wé ich mich quaͤ⸗ le? hoff' nur auf Gott, o Seele! hoff' und sey un⸗ verzagt! Du weißt nicht, was dir nuͤtzet, Gott weiß es, und Gott schuͤtzet, er schuͤtzet den, der nach ihm fragt. ö 2. Er zaͤhlte meine Tage, mein Gluͤck und meine Pla⸗ ge, eh' ich die Welt noch sah'. Eh' ich mich selbst noch kannte, eh' ich ihn Vater nannte, war er mir schon mit Hilfe nah'. 3. Die kleinste meiner Sorges ist dem Gott nicht verborgen, der alles sieht und haͤlt, und, was er mir gegeben, begluͤcket stets mein Leben, waͤr's auch die groͤßte kast der Welt. 4. Ich lebe nicht auf Erden, um gluͤcklich hier zu werden, die Lust der Welt vergeht. Ich lebe, hier im Segen den Grund zum Gluͤck zu legen, das ewig, wie mein Geist, be—⸗ steht. 5. Was dieses Gluͤck vermehret, sey mir von dir gewaͤhret! Gott! du gewaͤhrst es gern. Was dieses Gluͤck verletzet, wenn's alle Welt auch schaͤtzet, sey, Herr, mein Gott! mir ewig fern. 6. Sind auch der Krank⸗ heit Plagen, ist Mangel schwer zu tragen, noch schwerer Haß und Spott; so hoffꝰ ich, und bin stille zu Gott; denn nicht mein Wille, dein Wille nur ge⸗ scheh', o Gott! 7. Du bist der Muͤden Staͤrke, und aller deiner Werke erbarmst du ewig dich. Was kann mir wi⸗ derfahren, wenn Gott mich will bewahren? und du, mein Gott! bewah⸗ rest mich. Mel. Kommst du, kommst du ꝛc. Ruhig. ohl dem, der 254. Wohn stillem Herzen Gott, der uns, als Vater, liebt, ganz sein Schicksal uͤbergiebt; P 2 und 228 Pflichten gegen Gott und Jesum. und auch in der Leiden Schmerzen seinem Kum⸗ mer weise wehrt, nicht durch Gram ihn noch ver⸗ mehrt. 2. Menschl kein Schick— sal deines Lebeus, sorg⸗ test du von Jugend auf, nimmt drum einen andern Lauf. Sorge quaͤlt, und quaͤlt vergebens, deine Kraͤfte zehrt sie ab, stuͤrzt dich zeitiger ins Grab. 3. Laͤngst, eh' du die Welt betratest, wog, der dir dein Leben gab, was dir nun begegnet, ab, gab dir Gluͤck, eh du noch batest; eh' noch Un⸗ gluͤck naht heran, nahm er sich schon deiner an. 4. Dankbar nimm des Lebens Freuden aus des Hoͤchsten milder Hand, mit der Christen Trost bekannt, fasse frohen Muth im Leiden. Gut ist alles, was Gott will, dulde willig, dulde still. 5. Will dein Anschlag nicht gedeihen, mislingt alles dein Bemuͤh'n, o! was Gluͤck dem Menschen schien, muß er oft her— nach bereuen. Wohlthat ists fuͤr dich gewiß, daß es Gott mislingen ließ. 6. Wenn er nicht so reichen Segen, als dem Naͤchsten, dir verlieh', müsse doch sein Wohlstand nie Neid in deiner Brust erregen. Lerne fremden Gluͤcks dich freu'n; frem— des Gluͤck wird dadurch dein. 7. Drum sey unbesorgt und heiter. Im Vertrauen auf sein Wort wandle deinen Weg nur fort, der bisher half, hilft dir wei⸗ ter. Gott haͤlt fest, was er verspricht, er, dein Gott, verlaͤßt dich nicht. Bekannte Melodie. Sanft und ruhig. 1 as Gott thut, 255.• Wé das ist wohl—⸗ gethan, gut ist und bleibt sein Wille. Er nimmt sich stets der Seinen an, drum trau' ich ihm, bin stille. Er ist mein Gott, der in der Noth mich wohl weiß zu erhalten; drum laß ich ihn nur walten. 2. Was Gott thut, das ist wohlgethan, sein Wort kann ja nicht truͤgen, er fuͤhret mich auf rechter Bahn zum seligsten Ver⸗ gnuͤgen. Trost und Ge⸗ duld giebt seine Huld, er wird mein Ungluͤck wen⸗ den, es steht in seinen Haͤnden. 3. . bil h, Ind 1 266 hhochgeth Rit Mei I, alles Aplich d u In die: ssch erse ch et 6 Ailahgeth Rhnmer hh, das N sn Uheg, we Wchget lt n. on. —— dir velh, n Vohish deiner Yß Lerne fteng fre'nʒ ss wird dahh seh Mish Im Vumh Vort vus g nur sith y f, hilst xr/ haͤlt fes, cht, et, aßt dich n te Melchh und tuhh e G O das ifth it ist ud e. Er ili der Seintl ich ibo ist mein E der Mah i iß zu asih 6 ich 0 Gott fh; than, sel nicht trihl, ich auf u schgin t selle 0 ugli; siht N Vertrauen auf Gott ꝛc. 229 3. Was Gott thut, das ist wohlgethan, nur er weiß, was uns nuͤtzet. Wie ungewiß irrt jeder— mann, der sich auf ihn nicht stuͤtzet! Ja seine Treu' ist taͤglich neu; drum will ich auf ihn bauen, und seiner⸗Guͤte trauen. 4. Was Gott thut, das ist wohlgethan, nur er begluͤckt mein Leben, der alles, alles lenken kann, ihm will ich mich ergeben in Freud und Leid, es korumt die Zeit, da oͤf⸗ fentlich erscheinet, wie treulich er es meinet. 5. Was Gott thut, das ist wohlgethan, er kann den Kummer lindern, kein Leiden, das mich treffen kann soll mein Vertrauen mindern, weil Gott zuletzt mich doch ergoͤtzt mit suͤ— ßem Trost im Herzen, da weichen alle Schmerzen. 6. Was Gott thut, das ist wohlgethan, den Trost soll mir nichts rauben, auch auf der allerrauh'sten Bahn will ich an Gott fest glauben. Stets hat Gott mich recht vaͤterlich und liebevoll erhalten; drum laß ich ihn nur“ walten. —— Bekannte Melodie. Ruhig und getrost. er nur den 256. lieben Gott laͤfit walten, und glau⸗ bensvoll sich seiner freut, nur der kann Seelenruh behalten in jeder Wider- waͤrtigkeit. Wer Gott, dem Allerhoͤchsten, traut, der hat auf festen Grund gebaut. 2. Was hilft's, wenn unter Gram und Sorgen, dein banges Herz zwar Trost begehrt, und doch vom Abend bis zum Mor⸗ gen die unzufried'ne Kla⸗ ge waͤhrt? Vermehrest du nicht selbst dein keid durch Ungeduld und Traurig⸗ keit? 3. Erwarte mit Geduld und Stille das Ende dei⸗ ner Noth, o Christ! er— waͤge doch, daß Gottes Wille aubetungswerth und weise ist. Er ist ja Va⸗ ter, der dich liebt, dir alles, was dir nuͤtzet, giebt. 4. Der weise Vater kennt die Stunden, wann Truͤbsal oder Frende nuͤtzt; bat er dich nur getreu ge— funden, so glaube fest, daß er dich schuͤtzt. Er trocknet dir, eh' du es meinst 230 Pflichten gegen Gott und Jesum. meinst, die Thraͤnen ab, indem du weinst. 5. Er sieht auf uns von seinem Sitze. Drum denke, wenn du traurig bist, nicht, daß er den nur lieb' und schuͤtze, der reich und groß und maͤch⸗ tig ist. Die Zukunft se— tzet, wie er will, dem Gluͤck und Ungluͤck Maaß und Ziel. 6. Wie leicht ist's nicht dem Herrn, die Großen, wenn sie nicht seine Wege geh'n, von ihrer Hoͤh' herabzustoßen, und die Geringen zu erhoͤh'n? ein Wort von ihm; so ist sogleich, wer reich war, arm, der Arme reich. 5. Drum bet, und geh auf Gottes Wegen, und bleibe deiner Pflicht ge— treu, vertraue Gott! er hilft, sein Segen und sei—⸗ ne Huld ist taͤglich neu. Denn, wer nur seine Zu— versicht auf Gott setzt, den verlaͤßt er nicht. Bekannte Melodie. Mit ruhiger Ergebung⸗ In allen meinen 257. Thaten laßt ich dich, Hoͤchster! rathen, der alles kann und hat. Du mußt in allen Dingen, 0 ö soll etwas mir gelingen, mein Helfer seyn mit Rath und That. 2. Nichts hilft mein banges Sorgen vom Abend bis zum Morgen, nichts meine Ungeduld. Du magst's mit meinen Sa⸗ chen nach deinem Willen machen, ich traue deiner Vaterhuld. 3. Es kann mir nichts geschehen, du hast's vor— hergesehen, du hast es selbst bestimmt. Nie will ich mehr begehren, will gern auch das entbehren, was deine Vaterhuld mir nimmt. 4. Wohl mir, daß dei— ne Gnade auf dieses ke— bens Pfade mich leitet und beschuͤtzt! Hab' ich mich dir ergeben, wie froh kann ich dann leben! nichts fehlt mir, das mir ewig nuͤtzt. 5. Leg' ich zum Schlaf mich nieder, weckt mich der Morgen wieder zu meines Lebens Pflicht; irr' ich auf finstern Wegen, geh' ich dem keid entge— gen, so sey dein Wort mir Trost und kicht. 6. Ja dem, was du beschlossen, dem will ich unverdrossen getrost ent— Kein Uebel unter gegen geh'n. — Il Iln fllg, ahol l „ D ha , ., Mle Ilz es I9ll, de Asitgen, hNe best eo sth , dich sVet d s 0 „ din peiß! IN Rath Mechtuft Muh . W Mhott i u, gein, . Er w sasf, geb Hsholch shla, )0 bi chen . gdte AWhlat I ich W Welt ch„ al ah. — it gelgh, sehn ß hat. hilst n en dom orgen, th seduld. A. meien e einem M. traue din un mit ith du hasty du hast int. Mu vegehren, das enthrhs Vaterhh mit, H auf hast mich Ai Hab' 10 wie frohhl leben! M das n 0 fn r, nelt + witde s N stenn M m Hh eh dal und Eah delh/ b0 dem u Rah 1. M. 6 6 v Vertrauen auf Gott ꝛe. 231 unter allen soll je zu hart mir fallen, ich will es muthvoll uͤbersteh'n. 7. Dir hab' ich mich er⸗ geben, zu sterben und zu leben, wie es dein Wink gebeut; es sey heut oder morgen, dafuͤr laß ich dich sorgen, du weißt ge— wiß die beste Zeit. 8. So sey nun, Seele! stille, dich leitet dessen Wille, der dich erschaffen hat. Es gehe, wie es gehe, dein Vater in der Hoͤhe weiß doch zu allen Sachen Rath. Mel. Sey zufrieden, mein ꝛc. Beruhigend. arum sollt ich 258. W trostlos kla⸗ gen? Gott ist doch Vater noch, nein, ich will nie zagen. Er wird mir, was gut ist, geben; ihm will ich kindlich mich allezeit ergeben. 2. Ich bin unter Angst und Noͤthen, schwach und bloß, guͤterlos, in die Welt getreten. O wie bald kann ich erblassen! dann wird Welt, Ruhm und Geld, alles mich ver— lassen. 3. Gut und Ehr und zeitlich Leben kann nicht mein ewig seyn. Gott hat es gegeben, will er's wieder von mir nehmen, geb ich's gern ihm, dem Herrn, ohne banges Graͤ⸗ men. 4. Zu dem Lande reiner Freuden wandeln wir oft— mals hier durch den Weg der Leiden. Auch die aller⸗ groͤßten Plagen hilft er doch immer noch vaͤterlich uns tragen. 5. Gott hat mich bey guten Tagen oft ergoͤtzt, sollt' ich jetzt nicht auch etwas tragen? Gott ist guͤtig, maͤchtig, weise! Was es thut, ist mir gut auf der Lebensreise. Mel. Jesu, meine Freude ꝛc. Vertrauensvoll. uf dich, Gott 259. A voll Guͤte! hoffet mein Gemuͤthe, ich bin gutes Muths. Ohne Furcht und Grauen will ich dir vertrauen, Gott! mein starker Schutz! gruͤn—⸗ de mich, mein Fels! auf dich, halt mich fest, daß kein Gedanke zweifelnd vor dir wanke. 2. Groß sind deine Wer⸗ ke, Niemand ist an Staͤr⸗ ke dir, du Hoͤchster! gleich. Du bist nah' und ferne, lenkest Sonn' und Sterne, machest arm und reich 232 Pflichten gegen Gott und Jesum. reich. Du bist groß, Herr! goͤttlich groß, groß an Weisheit, groß an Gna— de. Wer ist, der mir schade? 3. Quelle aller Freuden! in so manchen Leiden, wenn mich Noth geschreckt, hast du voll Erbarmen mich mit Liebesarmen vaͤ— terlich bedeckt. Deine Treu ist taͤglich neu, taͤglich will ich dich erheben, und dir dankbar leben. 4. Gott! dein Weg ist heilig, doch du sorgest treulich fuͤr mein wahres Heil. Auch auf rauhen Wegen wird so mancher Segen mir von dir zu Theil. Was du thust, ist meine LKust, dir, dir halt' ich kindlich stille, dein Will' ist mein Wille. 5. Du, du liebst die Treuen, die sich kindlich sfreuen, daß du gnaͤdig pist. Der lebt dir zur Ehre, trau't auf deine Lehre, wer nicht zaghaft ist. Wer sich fest auf dich verlaͤßt, wird doch, sollt' ihn alles hassen, nie von dir verlassen. 6. Gott! dir sey mein Leben und mein Herz er— geben, du bist fromm und gut. Gieb, wenn ich hier leide, durch den Geist der Freude mir des Christen Muth. Sey mein Schild, laß Jesu Bild, wenn mein Auge bricht, mich sehen, froh einst vor dir stehen. Mel. kob, Ehr und Preis ꝛc. Troͤstend. 2 u bist ein 260. 2 Mensch, und Gott hat dir, was kuͤnftig ist, verborgen, dein Herr und Schoͤpfer sorgt dafuͤr, was nuͤtzen deine Sorgen? Doch irrest du mit bangem Sinn durch tausend eitle Sorgen hin, und denkst: wie will's auf Erden noch endlich mit mir werden? 2. Du sorgst umsonst, verloren ist dein kummer— volles Denken, du kannst doch nicht, so klug du bist, den Laͤuf der Dinge lenken. Dein Kummer dient allein dazu, daß du dich selbst aus deiner Ruh in Angst und Schmerzen stuͤrzest, und dir das Le⸗ ben kuͤrzest. 3. Wirf deine Sorgen doch auf ihn, der schon so lang regieret, und vielmals, was unmoͤglich schien, mit Weisheit aus— gefuͤhret. O gieb dein Le⸗ ben, deinen Stand und all dein Thun in Gottes Hand, licht ö ie h che ah, Ien b heiner Ninde! r Itt, llatttꝰ . Eth Wscht Iur obe Hult 6 sistt A N hat Ilhan, hRalle shhicht ucht, • U ¹ Hatt u 0 sch um. — ) Wein S0 Bild, IVn hit, t einst urhr hr undyng astend. Nu bii! Nit ir, was l gen, det! fer sotgt! deine E du mit han 9 tausen n, une auf Edn mit wWi sorgst k t dein ken, d o Lauf dae⸗ Dein M 1 dazu,N 18 deine ind Ed nd dit xN deint d hn, du regietet,“ was Mls Vathat. O gich hal⸗ Gald Vertrauen auf Gott ꝛc. 233 Hand, er wird noch fer⸗ j heit ein, die Menschen ner wachen, und alles doch nicht fassen. Wenn sehr wohl machen. 4. Eh' deine Mutter dich gebahr, als noch in ihr verborgen, dein schwa— ches Leben schlummernd war, wo waren deine Sorgen? Wer hat schon da dein Wohl bedacht? Wer hat dich an das Licht gebracht, und Seele, Leib und Leben aus Gnaden dir gegeben? 5. Wer hat gesorgt, daß nichts gebrach, als du die Welt betratest, noch ehe deine Zunge sprach, und du durch Thaͤnen batest? Wer hat in deiner Mutter Brust gesunde Nahrung, stille eust dir schon voraus be— reitet, und dich bisher geleitet? 6. Erheb einmal dein Angesicht! hier unten und dort oben, wo siehst du Gottes Guͤte nicht, nicht seiner Weisheit Proben? Oft hat er auch an dir gethan, was du dich selbst, bey allem Wahn, zu hof⸗ fen nicht erkuͤhntest, stets mehr, als du verdientest. 7. Doch willst du nie— mals ruhig seyn, und Gott nicht walten lassen, als saͤhst du seine Weis⸗ du nicht siehst, wie er re⸗ giert, wenn er nicht dei— nen Weg dich fuͤhrt; so faͤngst du an zu zagen, zu murren und zu klagen. 8. Bedenke doch, wie manchesmal du nicht zum Ziel gekommen, wenn ohne Gott, auf eigne Wahl, du etwas unter⸗ nommen. Was aber dir dein Gott erseh'n, das mußte seyn, und ist ge⸗ scheh'n, und Niemand konnt'es hindern von allen Menschenkindern. 9. Gott sorgt fuͤr unser wahes Gluͤck, macht gut, was wir verwirren, und lenket unsern Gang zu⸗ ruͤck zum Guten, wenn wir irren; giebt immer das nur, was uns nuͤtzt, errettet uns und hilft und schuͤtzt, eh' wie Gefahren sehen, eh' wir um Hilfe flehen. 10. Und diesem Vater wolltest du dein Heil nicht anvertrauen? nicht deines Lebens ganze Ruh auf seine Treue bauen? Glaub es, den Menschen wohl⸗ zuthun, ist seine Lust, er kann nicht ruh'n zu helfen, zu erquicken, zu retten, zu begluͤcken.—3—— 110 234 Pflichten gegen Gott und Jesum. 11. Wirf als ein Kind voll Glaubens dich in deines Gottes Arme, fleh? ihn, daß er sich vaͤterlich dein, wie er pflegt, er⸗ barme; so wird er, wie sein Wort verheißt, auf Wegen, die du jetzt nicht weißt, einst wirst bewun—⸗ dern muͤssen, dich zu er⸗ retten wissen. Mel. Waͤrum willst du draußen ꝛc. Vertrauensvoll. Ja! durch Glau⸗ 261. ben und Ver⸗ trauen bin ich meines Gluͤcks gewiß; wandle froh und ohne Grauen, auch in Nacht und Fin—⸗— sterniß. Du, der mein Vertrauen heischt, Gott! bist Fuͤhrer, der nicht taͤuscht, und auf allen deinen Wegen wartet meiner Heil und Segen. 2. Immer hast du, dir zum Preise, noch dein gnaͤ⸗ dig Wort erfuͤllt. Du bist mächtig, du bist weise, wie ein Vater, gut und mild. Alles, was dein Wort gebeut, dient zu meiner Seligkeit, und ich weiß, daß deine Guͤte nur, was schaden kann, verbiete. 3. Kann ich's auch nicht uͤberschauen, wie du mich begluͤcken wirst, will ich dennoch dir vertrauen, der du nimmermehr dich irrst. Sprichst du: folgei ich will geh'n, und auf deinen Pfad nur seh'n, ruhig und in heit'rer Stil— le, weiß ich nur, es ist dein Wille. 4. Willst du Opfer, Kinder muͤssen folgen, und ich will auch gern zur Verlaͤugnung mich entschließen, voll Ver—-— trau'n zu dir, dem Herrn. Schmerzlich sey es, oder schwer, was dein Wille fodert, er fodert doch, (dieß muß mich troͤsten) alles nur zu meinem Be⸗ sten. 5. Nacht verhuͤlle dich; doch bleibet mir dein Wort ein troͤstend kicht, weil mein Herz es kind— lich glaͤubet, du verlaͤßt die Deinen nicht. Auch für mich bringst du gewiß Licht hervor aus Finster⸗ niß, und verwandelst mei— ne Leiden endlich in voll— kommne Freuden. 6. Ja! du bist es, der die Frommen aus der Angst zu reißen weiß. Deine Rettung ist voll— ihres Glau⸗ herrlich kommen;, — Slubee Half ull M W ichent nic Ilet ler shtlschs Hein slenz henn uut, . Willi R, f sch tau , daß st. De l Se bu st Ih Heil Va I Vo Ri, r W al w. — 9 auchn Wie du mit irst, ilg vertnun mermeht R. Hst dur sich VI„, und vur schz heitret Ei h nur, 6 du Alsh sssen fosh, II auch in Ignung ah „boll M „ dem ium sey es, x 8 dein M fodett d mich tasch, meinem verhulle t mir N roͤstend h Hert 0 0 „ du balh nicht. A dgst du geß aus Fash wandels o olch n Uden. Vertrauen auf Gott ꝛc. 235 Glaubens Preis. Darum uͤberlaß' ich mich ganz dir, Gott! und hoff' auf dich. Du, du fuͤhrst auf sichern Wegen mich dem besten Gluͤck entgegen. Mel. Jesus meine Zuver⸗ sicht ꝛc. Vertrauensvoll. Immer muͤsse, 262. Gott! dein Rath mich und meinen Willen lenken. Du, der mich erschaffen hat, kannst ja dein Geschoͤpf nicht kraͤnken; wenn du nimmst und wenn du giebst, thust du's nur, weil du mich liebst. 2. Willig folge dir mein Geist, fuͤhrst du mich gleich rauhe Wege; hilf mir, daß er stets dich preist. Treffen mich gleich deine Schlaͤge, dennoch hast du stets gethan, was mein Heil befoͤrdern kann. 3. Wahr und heilig ist dein Wort, was du zu⸗ sagst, wirst du halten. Dich allein, den treuen Hort, laß' ich uͤber alles walten. Wer sich deiner Hilfe freut, schmeckt auch deine Freundlichkeit. A4. Herr! du weißt, was mir gebricht, dich im Him-⸗ mel laß' ich sorgen. O dein Trost ist Sonnenlicht bey dem allertruͤbsten Morgen. Harre mit Ge— lassenheit, endlich kommt dir rechte Zeit. 5. Faͤllt ohn' dich kein Haar vom Haupt, solltest du mein Gluͤck nicht waͤh⸗ len Wer in Demuth dir vertraut, der wird nie sein Ziel verfehlen. Dir vertrau'n, ist suͤße Pflicht, du vergißt die Deinen nicht. ö 6. Wein? ich oft verge⸗ bens hier, Hunet oft 19518 irdisch Hoffen, einstens steht gewiß auch mir je⸗ nes Buch der Vor sicht offen. Dort seh' ich, wie wunderbar deine weise Ae e 7. Alle Leiden dieser Zeit, alle Thraͤnen 5 Beschwerden sind nicht werth der Herrlichkeit, die dort offenbart soll werden. Herr! du hast, ruͤhm' ich alsdann, Großes stets an mir gethan. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Gefuͤhlvoll und berühigend. 263. 9b04 klagst in chweren Lei den, klagst, daß der Geist 53—W der Freuden von dir ge⸗ wichen ist, du seufzest: ö Herr! 236 Pflichten gegen Gott und Jesum. Herr! wie lange verzeuchst du? dir wird bange, daß du von Gott verlassen bist. 2. Hat Gott, sprichst du, vergeben, mir Suͤn⸗ der Heil und Leben in seinem Sohn verlieh'n; wo sind des Geistes Teiebe? warum fuͤhl' ich nicht Liebe, nicht freudi⸗ ges Vertrau'n auf ihn? 3. Muͤhselig und bela— den hoͤr' ich das Wort der Gnaͤden, allein mich troͤstet's nicht. Ich kann in meinen Noͤthen nicht zuversichtlich beten, ich denke Gott, doch ohne Licht. 4. Sonst eilt' ich, sei⸗ nen Willen mit Freuden zu erfuͤllen, sein Wort war mir gewiß. Jetzt kann's mein Herz nicht fassen, mein Muth hat mich verlassen, und mei⸗ nen Geist deckt Finster⸗ niß. 5. Oft, wenn mich Zweifel quaͤlen, klag' ich voll Angst der Seelen, und meine Hilf ist fern. Ich suche Ruh, und finde in mir nur immer Suͤn⸗ de, nur Anmuth, keine Lust am Herrn. 6. Zag nicht, denn dei⸗ ne Schmerzen sind Zeugen deinem Herzen, daß es viel besser ist, wenn du dich jetzt betruͤbest, daß du den Herrn nicht lie-⸗ best, so liebest du ihn fa als Christ! 7. Kein Mensch kann Gott erkennen, noch Je— sum Heiland nennen, als durch den heil'gen Geist. Den Geist hast du em-⸗ pfangen, der dich nach Gott verlangen, und sein Erbarmen suchen heißt. 8. Trau' Gott! er wohnt bey denen, die sich so nach ihm sehnen, er kennt und will dein Gluͤckz ist er bey deinen Sorgen auch gleich vor dir ver—-— borgen auf einen kleinen Augenblick. 9. Gott ließ so man⸗ chen Frommen in diese Truͤbsal kommen, und stund ihm maͤchtig bey— Du sollst dein Nichts em⸗ pfinden, auf Gott allein dich gruͤnden, und seh'n, was seine Gnade sey. 10. Du bist ihm werth und theuer. Er macht, wie Gold im Feuer, dich rein, und diese Kast soll allem keichtsinn wehren, sie soll dich wachen lehren, damit du haltest, was du hast. 11. Wie Vaͤter ihrer Kinder, erbarmt sich Gott der Suͤnder, die seinen Namen 1 Chri Rschn. 5 B. 0 N bange st Un shache, füt. m I, n ssch erei stehhh, Eize V 04 sse! Ksum. ———..8 ist, wann ettuͤbet, eten nichts best du gish Mensch nen, not) Id nenney, heil'gen 9. hast Ht der dich u ngen, ui suchen haß u' Gott!! denen, M ym sehun, vill dein Hl deinen E vor dit v einen in ließ so men in N ommen,“ moͤchth! ein Nichthr n, und s Anade sh bist ihm m Er nu II Feulct,N diese Bff sinn wohth wachen Sn altesh vu Vatet 0 Irmt sch , ie' I — Vertrauen auf Gott ꝛc. 237 Namen scheu'n. Auch dir will er die Suͤnden, die sich noch taͤglich finden, um Christi willen gern verzeih'n. 12. Zwar ist um Trost dir baͤnge, denn Zuͤchti— gung, so lange sie da ist, scheint uns hart. Doch nachmals wird sie geben Gerechtigkeit und keben dem, der durch sie geuͤbet ward. 13. Fahr fort, Christ! bet' und wache, Gott traͤgt und staͤrkt uns Schwache, ist Guͤte fuͤr und fuͤr. Sein Wort kann nimmer truͤgen. Laß, spricht er, laß dir g'nuͤ⸗ gen an meiner Gnad', ich helfe dir. 14. Faß dich in deinen Noͤthen! Sprich: wollte Gott mich toͤdten, so harr' ich dennoch sein! Und will er mich Erloͤsten, sein Kind, nicht eher troͤsten, wird er mich doch im Tod erfreu'n. Eigene Melodie. Vertrauensvoll. Rott, immer 264. G groß an weiser Huld, du Geber meiner Freuden! behuͤte mich fuͤr ungeduld bey dieses Lebens Leiden, auch sie verhaͤngst du uͤber mich nach deiner Weisheit Schluͤssen. Sie werden mir, trau' ich auf dich, zum Besten dienen muͤssen. 2. Ich raube mir durch Ungeduld selbst viele mei⸗ ner Freuden, verkenne dei⸗ ne Vaterhuld, vermehre meine Leiden, vergeß' oft des Berufes Pflicht, und quaͤl' mich jeden Morgen, beym Mangel froher Zu⸗ versicht, mit immer neuen Sorgen. 3. Mein banges un⸗ ruhvolles Herz, unfaͤhig sich zu fassen, wird sich dem Gram, dem kleinsten Schmerz ganz trostlos uͤ⸗ berlassen; bekaͤmpfet sei— nen Kummer nie; wuͤnscht zwar ihn zu vermindern, und sucht doch, ohne Fleiß und Muͤh, umsonst ihn zu verhindern. 4. Du, Vater! weißt, was mir gebricht, du ken- nest meine Leiden. Wie leicht verwandeln sie sich nicht, wenn du es willst, in Freuden! Die Last, die du mir auferlegt, kann mich nicht nieder⸗ druͤcken, wenn sie mein Herz nur willig traͤgt, wirst du mich bald be— gluͤcken. 5. Gott! deine Hilfe ist nicht fern, wenn man sich ganz 238 Pflichten gegen Gott und Jesum. ganz dir weihet, du ret⸗ test, troͤstest, segnest gern den, der sich ihrer freuet. O! laß mein dir ergeb'nes Herz auf diese Hilfe se— hen; so werd' ich auch im groͤßten Schmerz durch dich, mein Gott! bestehen. Mel. Kommst du, kommst du bicht ꝛc. Mit Empfindung. ch, wie ist der 265. A Menschen Lie—⸗ be so veraͤnderlich, so kalt! wie erstirbt sie nicht so bald! Setze nie auf diese Liebe, die oft taͤuscht, wenn sie verspricht, Seele, deine Zuversicht! 2. Aber deiner Liebe trauen, Hoͤchster! das ge⸗ reuet nie; denn ein star⸗ ker Fels ist sie. Die auf diesen Felsen bauen, woh⸗ nen unverletzt, und seh'n ruhig selbst die Welt ver⸗ geh'n. 3. Taͤglich sag“ ich's meiner Seele: Gott liebt ewig! Seine Treuꝰ wird mit jedem Morgen neu! Ihn, den Ewigen, er— waͤhle dir zum Freund, und jauchze dann, daß kein Feind dir schaden 4. Und ich will auch dich erwaͤhlen, Vater! ich kann! ö —— will dir allein, ganz dir mein Vertrauen weih'n! Aber ach! die Kraͤfte feh⸗ len meinem Vorsatz, bald vergißt Fleisch und Blut, wie treu du bist. 5. Ploͤtzlich uͤberfaͤllt mich wieder Sorge der Vergaͤnglichkeit, irdisch Hoffen, irdisch Leid; und dann sink' ich muthlos nieder, suche nur bey Menschen Ruh, und mein Helfer waͤrst doch du! 6. Ach! vergieb mir, der im Staube dieses Leibes dich noch nicht, Gott! er—⸗ kennt von Angesicht! ach vergieb mir, daß mein Glaͤube hier noch wankt, und sich nicht fest, als er sollt', auf dich verlaͤßt! 7. Taͤglich laß es mich empfinden, wenn mein Herz auf sie sich stuͤtzt, daß nicht Menschenhilfe nuͤtzt! allen Trost laß mir verschwinden, bis ich wieder flieh zu dir, und dann, Vater! hilf du mir! 8. Der du deiner Kin⸗ der Flehen, Gott! mein Gott! so gern erhoͤrst, und sie selbst auch flehen lehrst, laß mich fest im Glauben stehen, und er— fahren, wie so treu deine Vaterliebe sey! Mel. — Hasr Melt 6E 1 Whott b. s gu Wn He WEchme IhR Mutt Winge ehhn stet WWl Got Mhache hucken uf d Inde dei hktz w sabn d Fuuben, slit. He fürct er birdꝰ hh, J she, on llbe, schaist; Aen Las lage den h Nat das Rhr zuri ich nicht hnl. Oot uhl nach Dard sstuh su,Hst! Ksum. — eih, Hanh auen wah e Kräste Vursat ssch und A bist. lich übafl r Soige keit, ih isch Hidn ich mushg che nur Auh, und n. st doch d ergieb mi dieses H icht, Goltlh Angeschthe „ daß g ht fest, f dich bah laß es uh wenn l ie sich sh Menschelhh 1 Trost 6 uden, Hi zu dit, I r hilf H deinet A Gott! mal ern erhok, auch flhe mich fis 0 en, und a 0 tren delt 4 MI Vertrauen auf Gott ꝛc. 239 2+ Mel. Jesu meine Freude ꝛc. Vertrauensvoll. 266 Seele sey zu⸗ frieden! was dir Gott beschieden, das ist alles gut. Treib' aus deinem Herzen Ungeduld und Schmerzen; sschoͤpfe neuen Muth. Wann dich Noth ringsum bedroht, Sorgen stets mit dir er— wachen: Gott wird's doch wohl machen. 2. Zuͤcken Christi Fein-⸗ de auf der Wahrheit Freunde der Verfolgung Schwert; will man deinen Glauben dir vom Her— zen rauben, fleh' zu Gott! er hoͤrt. Haͤucht auf dich schon fuͤrchterlich toͤdtend Gift der Hoͤlle Rachen: Gott wird's doch wohl machen. 3. Ist der Himmel truͤbe, wankt der Freun-⸗ de Liebe, stehst du als verwaist; schreckt mit jedem Tage eine neue Plage den bestuͤrzten Geist; weicht das Gluͤck stets mehr zuruͤck, scheint's dich nicht mehr anzula— chen: Gott wird's doch wohl machen. 4. Buͤrden abzulegen, hilft nicht aͤngstlich Quaͤ— len, hilft nicht Ungeduld. Angst macht, daß man zittert, Ungeduld erbittert, beydes haͤuft die Schuld. Drum, mein Herz! wehr? deinem Schmerz. Druͤcket gleich die kast mich Schwa— chen; Gott wird's doch wohl machen. 5. Du fuͤhrst Christi Namen, Christum nachzu⸗ ahmen, das ist deine Pflicht. Werde nicht er⸗ schuͤttert, wenn die Erde zittert, und der Himmel bricht. Der steht fest, den Gott nicht laͤßt. Laß rings um dich Wetter kra⸗ chen; Gott wird's doch wohl machen. 6. Kronen soll der tra⸗ gen, der des Kreuzes Plagen in Geduld besiegt. Froͤhlich ausgehalten und Gott lassen walten, das, das macht vergnuͤgt. In Geduld trau Gottes Huld. Mag dich auch die Welt verlachen; Gott wird's doch wohl machen. 7. Nun, so soll es blei⸗ ben, ich will nie mich straͤuben Gott stets folgsam seyn. Stets im Tod und Leben bleib' ich ihm erge— ben, er ist mein, ich sein. Was er will, sey stets mein Ziel. Wie er will, so mag er's machen, wohl wird er's doch machen. Mel. 240 Pflichten gegen Gott und Jesum. Mel. Befiehl du deine ꝛc. Froͤhlich in Hoffnung. Hoffnung! 267. O Lebenswon— ne! der Menschen Troͤste— rinn, gleich Gottes schoͤner Sonne erfreust du Geist und Sinn, du stroͤmest reine Freuden in jedes Menschen Herz, versuͤßest seine Leiden, und linderst seinen Schmerz. 2. Schon oft hast du die Muͤden mit neuer Kraft erfuͤllt, geschenkt dem Herzen Frieden, schon manche Noth gestillt, oft schon die Lebenskraͤfte der Sterblichen erneut, sie zum Berufsgeschaͤfte ge— staͤrkt mit Heiterkeit. 3. Aus Wind und sanf⸗ tem Regen, aus Sonnen⸗- schein und Thau, verkuͤn— digst du den Segen der jnngen gruͤnen Au. Und frohe kieder toͤnen, durch dich hervorgebracht, von frommen Erdensoͤhnen dem Gott der Huld und Macht. 4. Du bist es, die den Kranken die Angst des Todes stillt, mit himmli— schen Gedanken von Zu- kunft ihn erfuͤllt. In sei⸗ nen letzten Stunden zeigst du ihm Seligkeit, die von der Huͤll' entbunden, dort seinen Geist erfreut. 5. O Gott! mit Herz und Leben will ich dir dankbar seyn, will ewig dich erheben, mich ewig deiner freu'n. Schon oft hab' ich erblicket der Hoff— nung sanften Strahl, er hat mein Herz begluͤcket mit Freuden ohne Zahl. Mel. Jesus meine Zu—⸗ versicht ꝛc. Troͤstlich. 268. aͤe deine Thraͤ⸗ nensaat, from⸗ mer Dulder! hier im Glauben, auch der aller-⸗ rauh'ste Pfad muͤsse dir den Trost nicht rauben, daß einst nach der Dun⸗ kelheit dich ein Licht erfreut. 2. Ausgerungen haben schon viele, die im Glau⸗ ben litten, beten an vor Gottes Thron, ihre Kro— ne ist erstritten. Du, auch du wirst Sieger seyn, wirst dich bald der Krone freu'n. 3. Denk', daß Gottes Vaterhand weise dir das Kreuz aufleget, und dich hier im Thraͤnenland im-⸗ mer mit Erbarmen traͤget. Vaͤterlich ist sein Bemuͤh'n dich zum Himmel zu er⸗ zieh'n. 4.• 7+ 4 Ht. Huchfand, helles uh Mril uu 0/ droh en. usthtes WI deier Aage Iashuth' IU Tage hend bis Mhat ist: Isen, Mnuh'ste Ussche get Usse, Rlls dir e Ushihlte, I Etbar Ahr seine Dake, Mh fleßt Ithe dieb 2 UAbe, Wlz di Ihn traͤt 0 hich b änt W mid Uffenals! i ssaheit, erra f v uf u aun auf ud m. —— 1 mit 0 will ich N. „ will U „wich e 1. Schon icket der gyj Strahl, Herz begläch ohne h 8 meihe 3 cht n. stlich. e deine I nensaat. sus er! hitt i uuch det dh ad muͤse nicht Rl ach der u 9 ein hl rungen hl die in Ho beten au on, hre ter. D„ Sieger su ald der K doß baht weise ‚il jet, 100 anenland u urmen 10 sein Senh amel Vertrauen auf Gott ꝛc. 241 4. Hier ist dein Erzie⸗ hungsstand, hier sollst du durch Pruͤfung lernen, dort ist das vollkomm'ne Land, Sternen. Dort ist un⸗ vermischtes Gluͤck, dahin wende deinen Blick. 5. Trage mit Geduld und Muth deine kast in truͤben Tagen, kaͤmpfe glaubend bis auf's Blut! Wohlthat istes, das Kreuz zu tragen, das einst auf dem rauh'sten Pfad Je⸗ sus selbst getragen hat. 6. Wisse, daß dein Er— denloos dir ein guter Va⸗ ter waͤhlte, daß Gott, durch Erbarmen groß, nimmer seine Kinder quaͤl—⸗ te. Denke, wenn die Thraͤne fließt, daß Gott selbst die Kiebe ist. 7. kiebe, wenn sein Vaterherz dich mit suͤßen Freuden traͤnket, Liebe, wenn dich Angst und Schmerz jetzt in deinem Leiden kraͤnket. Gott ist Vater, mild und gut, der dir niemals Uebels thut. 8. Lern' im Kreuz Ge⸗ lassenheit, Unterwerfung und Vertrauen. Bey dem Schluß der Pruͤfungszeit wirst du froh zuruͤcke schauen auf den Weg, der dürch die Nacht dich droben uͤber allen in's Land des Lichts ge—⸗ bracht. 9. O! dann fließet ihr nicht mehr, Thraͤnen, die dem Aug' entflossen. Wie ein Strom von oben her wird da Trost in's Herz gegossen; Trost vom Quell der Seligkeit, uͤberwie— gend alles Leid. 10. Harre, Dulder! unverzagt, harre in der Naͤchte Grauen. Wenn der große Morgen tagt, wirst du die Gesflde schau⸗ en, die dem Sieger offen steh'ꝰn, wirst den Herrn der Sieger seh'n. 11. O! dann schwindet alles Leid, wie der Nebel vor der Sonne, vor dir liegt die Ewigkeit, dieses heitre Land der Wonne. Ohne Thraͤnen gehst du ein, ewig selig da zu seyn. Eigene Melodie. Aufrichtend. 269. Cbrist; sey im Leiden unver⸗ zagt! wenn Schwermuth dir am Herzen nagt, er⸗ heitee dein Gemuͤthe! du weißt, auch dich liebt vaͤ⸗ terlich der Vater, voll von Guͤte. Q 2. 242 Pflichten gegen Gott und Jesum⸗ 2. Kein Leiden kommt von ohngefaͤhr, dein Gott schickt dir es zu, und er zeigt sich in seinen Wegen gleich groß von Rath, als groß von That, und reich an Gnad' und Segen. 3. Der dich durch Je— sum herzlich liebt, sucht, wenn er dich durch Leiden uͤbt, das wahre Heil der Seele; weckt dich, daß nicht zu deiner Pflicht dir Lust und Eifer fehle. 4. Das Leid beugt Stolz und Uebermuth, erstickt der Wohllust wilde Glut, bricht die Gewalt der Sinne, erweicht das Herz, daß fremder Schmerz dein Mitleid leicht gewinne. 5. Auch uͤbt das Leid dich zur Geduld, erhoͤh't den Werth von Gottes Huld, staͤrkt maͤchtig dein Vertrauen, lehrt im Ver— lust dich nun mit kust auf's Unstichtbare schauen. 6. Des Leidens Schmerz erhebt dich stets zu groͤß'— rer Inbrunst des Gebets, und laͤutert deinen Glau⸗ ben. Weit minder kann Verfuͤhrung dann dir dei— ne Wuͤrde rauben. 7. Zwar stoͤrt das Lei⸗ den deine Ruh, nait ban⸗ gen Thraͤnen saͤest du und unter viel Beschwerden. Christ! hoffe doch! es wird dir noch zur reichen Aernte werden. 8. Verschmerzt ist leicht ein irdisch Leid, kurz ist der Augenblick der Zeit, doch ewig, ewig waͤhret dort ein Genuß, ohn' Ueberdruß, wie ihn der Geist begehret. 9. Auch bleibet stets dein Gott getreu, steht dir, als Vater, liebreich bey, sorgt, daß er dich erquicke. Er schafft dir Rast, daß deine Last dich nie ganz niederdruͤcke. 10. Gewaͤhrt dir auch sein Weg nicht Licht, dieß raube deinen Muth dir nicht! Gott kann sein Kind nicht hassen. Wer ihn nur liebt, ihm sich ergiebt, den wird er nicht verlassen. 11. Durch Keiden sind zu aller Zeit selbst From-⸗ me in die Herrlichkeit, gleich Jesu, eingegangen. Denkst denn nur du, in traͤger Ruh die Krone zu erlangen? 12. Ergieb auch du dich Gott, wie sie! gleich ih⸗ nen bet, und zage nie, denn er erhoͤrt dein Fle— hen. Bald weicht dein Leid, zu seiner Zeit wird dich dein Gott erhoͤhen. Mel⸗ —— H 60 Hlchtend 20. Ii uns 60 eb 9• It, und Wtt. V Wem Ra bttau hiden Veis Vie o H, sel kagen Att das Iuten ohll Ih Bal bof U1 hier! Iauf! sh, un Ig ih h. 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Hier lernen wir den Blick auf unsern Zustand lenken, und ohne Selbst— betrug ihn ernstlich uͤber⸗ denken. Wir werden nicht, wie sonst, durch frohen Sinn zerstreut, und fuͤh—⸗ len inniger den Werth versaͤumter Zeit. 4. Nun schweigt in uns⸗ rer Brust der Sturm der Leidenschaften, verbot'ner Luͤste Reiz wird nicht mehr in uns haften, und frey von Vorürtheil seh'n wir rem Dienst sich weih'n. 5. Wie Gluͤck und Schmeicheley die Selbst— erkenntniß hindert, zu Pflichten traͤge maͤcht, selbst gute Triebe min⸗ dert: so kehrt der Lei⸗ dende nun auf sich selbst den Blick, und sieht ge⸗ wissenhaft aͤuf seinen Lauf zurück. 6. Zeigt sein Bewußt⸗ seyn ihm Versaͤümniß vie⸗ ler Pflichten; wie sehnlich wünscht er dann, das künftig auszurichten, was Gott ihm hier empfahl, wuͤnscht gut und treu zu seyn, und will er es mit Ernst, so wird's ihm auch gedeih'n. ö 7. Wie unbedeutend sind nicht dieser Erde Guͤter, Macht Ehre, Reichthum, Gluͤck, fuͤr leidende Gemuͤther! O mancher lernte jetzt erst ihren Zweck versteh'n, und nicht allein auf sie, als auf das Haüuptwerk, seh'n. 8. Durch Truͤbsal kief gebeugt, lernt er dein Stolz entsagen, der sich so leicht erhebt bey immer guten Tagen, und der sich nun so klein, so schwach und kraftlos fuͤhlt, wenn 2 Gram, 244 Pflichten gegen Gott und Jesum. Gram, wenn Furcht und Schmerz sein Innerstes durchwuͤhlt. 9. Durch Leiden lernen wir Geduld, und duldend handeln, wir lernen un⸗ sern Zorn in Sanftmuth gar verwandeln, theilneh⸗ mend sehn wir dann auf unsrer Bruͤder Noth, und uͤben gern die Pflicht, barmherzig seyn, wie zott. 10. Selbst die Erinne— rung der uͤberstand'nen Leiden ist dem, der recht sie braucht, noch Quelle reiner Freuden. Er lernte manches Gluͤcks sich maͤ⸗ ßiger erfreu'n, und sieht den Unterschied des Wah⸗ ren von dem Schein. 11. So weißt du, gu⸗ ter Gott! auch selbse durch herbe Leiden uns Men⸗ schen zu erzieh'n, zum Himmel zu bereiten. O schickst du, Vater! sie, so laß uns weise seyn, und der Geduld das Herz, uns dir ergebend, weih'n. Mel. Mir nach, spricht ꝛc. Beruhigend. 271 Dey unverzagt, ————und murre nicht, wenn Gott dich pruft durch Leiden; denn schwer. wisse, Christ! sie wandeln sich nach kurzer Zeit in Freuden. Wenn du hier kaͤmpfest als ein Held, lohnt dort dich eine beß're Welt. 2. Die beiden, Christ! sind Arzeney'n, die dir zu guten Werken, zu edlen Thaten Kraft verleih'n, und in Geduld dich staͤrken. Sie lehren dich ein schwer Ge— bot: Trau nicht der Welt, vertraue Gott! 3. Sie praͤgen dir tief ein die Pflicht der edlen Menschenliebe, und we— cken wieder bey dir auf des Mitleids sanfte Trie-⸗ be. Kennt der auch Lei⸗ dender Gefahr, der nie in ihrer Schule war? 4. Sie sind es, die von Sinnlichkeit das Herz des Eiteln lenken, dich lehren, an die Ewigkeit, Tod und Gericht zu denkenz sie; sind o Christ! oft nur allein der Dugend sich'rer Pruͤ— fungsstein. 5. Sie sind es, die dein kuͤnftig Gluͤck einst mehr erhoͤhen werden, wenn du dein Loos vergleichen wirst mit jenem dieser Erden. Suͤß ist die Ruhe, war vorher der Tag uns schwuͤl, die Last uns b. — 6. Oun Achit Ede Uil 0 hem nl gel Whyn, Ian, 0 MOer n 66 V W Hhoft f Mabsa ssit Anon HNV Emstrat Fht V. die; — 00 aufg I et elsscht, D do Ihse Erde Icten,! Finmer yn Mund. MHuhste! iheh, e In Rze . Die! ule übe siflicher 1h wit de sin batt l M unt M. e Wandl Rier Zeit i Semn du le ein Heh ch elne bigh en, Chrishht ie dir ugith edlen Tunt h'n, und 6 staͤrken. El ein schwerh/ icht det M 115 raͤgen dirf icht der dh he, und u. bey dit& sanstt 0 der auchl ihr, der nls e war! d es, N das HehiN „ dich lhl, keit, A enkenz sez so ft nut alt schrer N des, Re einst Mf Hen, welh A Laar dieser Coh Ruhe,. Da 0 0 Vertrauen auf Gott ꝛc. 245 6. Drum murre nicht, o Christ! wenn dich der Erde Leiden kraͤnken! Gott ist die Liebe! Sollt? er sie zu deinem Heil nicht len⸗ ken? gebrauche sie, wie Arzeney'n, und lern' im Leiden, Christ zu seyn. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Gelassen. zir wallen hier 272. Wẽé im Pruͤfungs⸗ thale, oft folgt der Freu— de Truͤbsal nach; oft schwaͤrzt nach heiterm Sonnenstrahle die baͤng—⸗ ste Nacht den schoͤnsten Tag, die Blume welkt, aum aufgebluͤh't, und manch' erwuͤnschtes Gluͤck entflieh't. 2. O daß die Leiden dieser Erden uns kluͤger machten, daß durch sie wir immer besser moͤgten werden! Das ist ihr Zweck und Kraͤnkung nie; um unsre Tugend zu be— waͤhr'n, entlockt Gott un⸗ serm Auge Zaͤhr'n. 3. Die Truͤbsal soll die Seele uͤben in standhaft christlicher Geduld, da ler— nen wir den Vater lieben, der sie uns schickt aus lauter Huld, da fuͤgen wir uns seinem Rath, fuͤhr? er uns auch den rauh'sten Pfad. 4. Der eig' ne Schmerz soll uns auch treiben zu Werken der Barmherzig— keit, wir werden dann nicht fuͤhllos bleiben, er⸗ fahren wir des Bruders Leid, dann eilen wir mit Rath und That dem bey⸗ zusteh'n, der Truͤbsal hat. 5. Wenn taumelnd von der Sinne Freuden, wir oft vom Rausch zum Rau⸗ sche flieh'n; dann sollen dieses kebens Leiden uns in uns selbst zuruͤcke zieh'n, zu einer weisen Maͤßigung uns fuͤhren, und zur Bes⸗ serung. 6. Die große Kunst, das zu entbehren, wor— nach oft sehnlich strebt das Herz, uns diese gro⸗ ße Kunst zu lehren, schickt Gott uns Krankheit oder Schmerz. Ja darum nimmt des Vaters Hand uns oft den liebsten Ge—⸗ genstand. 7. Er pruͤft durch Lei⸗ den uns hienieden aus Vaterlieb' und Vatertreu, damit für seines Himmels Frieden einst unsre Seele faͤhig sey, wenn ausge⸗ pruüft und g'nug bewaͤhrt, sie ihrer Tugend Lohn verklaͤrt. ů 8. 246 Pflichten gegen Gott und Jesum. 8. So trag' ich willig denn die Leiden, die uͤber mich mein Gott verhaͤngtz einst werden diese Schmer⸗ zen Freuden, die keines Renschen Seele denkt; und jede Thraͤne, die hier floß, wird Seligkeit, un⸗ nennbar groß. Vorige Melodie. Belehrend. ohlthaͤtig sind 273. Wé 0 Erde Lei⸗ den, dieß glaube, Christ! und murre nicht am En⸗ de folgen ihnen Freuden, auf Nacht und Grauen Sonnenlicht. O dulde mit Gelassenheit und Muth die keiden dieser Zeit! 2. Durch Leiden will dich Gott bewaͤhren, ent— woͤhnen von der Lust der Welt, zur Weisheit lei⸗ ten, und dich lehren, mit Ernst zu thun, was ihm gefaͤllt, du sollst in kind— lichem Vertraumn auf ihn und seine Hilfe schau'n. 3. Wirst du bey lauter Er denfreuden und in des Gluͤckes Sonnenschein so leicht die breite Bahn ver⸗ meiden? so gern die Suͤn⸗ de flieh'n und scheu' n7 wird nicht, wenn nie ein Schmerz dich ruͤhrt, dein schwaches Herz gar leicht verfuͤhrt? 4. Was predigt mehr dir diese Lehre: Vergaͤng⸗ lich ist die Lust der Welt! als wenn in Truͤbsal man⸗ che Zaͤhre herab von dei⸗ nem Auge faͤllt? Was lehrt dich mehr Abhaͤngig— keit, mehr Demuth, Gott— ergebenheit? 5. Wenn alle deine Stuͤtzen brechen, auf wel—⸗ che sich dein Arm gestuͤtzt; wenn Krankheit, Gram und Schmerz dich schwaͤ—⸗ chen, und Macht und Reichthum dich nicht schuͤtzt: dann lernst du freudig Gott vertrau'n, und nur auf seine Hilfe bau'n. ½ Ja! der Allweise schickt die Leiden, damit er dich zur Tugend fuͤhrt, schafft dir durch sie selbst kuͤnft'ge Freuden, indem er dein Gewissen ruͤhrt. Verehre seine Weisheit, Christ! die strafend selbs noch Guͤte ist. 7. Gott will, wie gute Vaͤter handeln durch weise Zucht dich aufer⸗ zieh'n, gut sollst du und unstraͤflich wandeln, die Welt und ihre kuͤste flieh'n, dich bilden in der Pruͤ⸗ fungszeit zum Leben der Unsterblichkeit. 92 — 5. 6⁰ 0 5 10 8 00 06 Lale Lb'f V vird 0„ und Rde f. A H Beru —+. Got Werbot 0fis Rih W Hhlich it zu ich. ngf UWlhen, Iacl w⸗ Wfte W durc A nein sse mit Mir Meiden sle werd wahm t auf Humer! Lulrs d 9—.9 Hutt Rum, +— heri gar Ath „ 7 Predigt e hret Mi I Lust der I. Truͤbsan herab gyß faͤllt nehr Mhh Demuth 7 nn alle! echen, uu u Arm gi nkheit, erz dich f d Moch! dich K ann laf zott hahah auf seit der i Leiden, Tugendsz durch steu hreudel episn eint V straffd 0„ will, M. udeln, ht, dih g sollst x. wandelh, ö hre Lüsfh in deh leit, Vertrauen auf Gott ꝛc. 247 8. So nimm in De⸗ muth und Vertrauen den Kelch des Leidens willig an, und walle ohne Fuscht und Grauen auch auf der allerrauh'sten Bahn! ihr Ende wird dich einst er— freu'n, und Wonne, Ruh und Friede seyn. Mel. In allen meinen Thaten ꝛe. Beruhtgend. as soll ich 274. Wé trostlos sor⸗ gen? Gott scheint mir zwar verborgen, doch sei⸗ ne Hilf' ist nah', schafft, daß ich Wege gehe, ob ich's gleich nicht verstehe, die er zu meinem Heil er sah'. 2. kaͤngst wog er die Gefahren, eh' Erd“ und Himmel waren, nach mei⸗ nen Kraͤften ab. Er lin⸗ derte durch Freuden die Tage meiner Leiden, eh' er sie mir zu tragen gab. 3. Mir konnt' ein Gluͤck der Erden zum Strick und Falle werden, die Weis⸗ heit nahm es mir. Mich konnt' auf Seligkeiten ein Kummer vorbereiten, und Gortes Gnade schenkt ihn mir. 4. Vielleicht, wenn Pracht und Ehre mein Theil auf Erden waͤre, wuͤrd' ich mich suͤndlich freu'n, und Unterdrückte wuͤrden dann unter ih⸗ ren Buͤrden umsonst zu mir nach Hilfe schrey'n. 5. Mich koͤnnten Schaͤ⸗ tze reizen, mehr Schaͤtze zu ergeizen, und stolz mich aufzubläh'n, dann wuͤrd' ich Arme hassen, und men⸗ schenfeindlich lassen vor meiner Thuͤre hungrig steh'n. 6. Bald koͤnnt' in guten Tagen mein Herz verwe⸗ gen fragen: ist uͤber mir ein Gott? dann wuͤrd' in Schwelgereyen das Kaster mich entweihen, und Tu⸗ gend waͤre mir ein Spott. 7. Gott nahm mir Ruhm und Schaͤtze, er zog mich aus dem Netze, das oft den Klugen faͤllt, daß ich treu in der Liebe, sein Auserwaͤhlter bliebe, entfernt er die Gefahr der Welt. 8. Oft will in boͤsen Tagen mein Herz zwar furchtsam klagen: wo ist der Herr, mein kicht? wa⸗ rum verzeucht mein Ret⸗ ter? Es lachen mein die Spoͤtter, ich ruf', und er erhoͤrt mich nicht! 9. Doch Gott, an dem ich hange, nimmt, ist um Trost mir bange, sich mei⸗ ner — ::— —— 7 — 248 Pflichten ———ñ— ————— ner herzlich an, und fuͤhrt, den Gram zu stillen, um seines Namens willen, den Irrenden auf eb'ner Bahn. 10. Preis sey dem Herrn gesungen! auch in den Zuͤchtigungen liebt er mich vaͤterlich. Mein Gluͤck ist Gottes Wille, sein harr' ich, und bin stille, und ruͤhme meiner Truͤbsal mich. Lob⸗ und Danklieder. „„Bekannte Melodie. Lobpreisend. 275. Allein Gott in der Hoͤh' sey Ehr', und Dank sey seiner Gnade. Er sorget, daß uns nimmermehr Gefahr und Unfall schade. Uns wohlzuthun ist er bereit, sein Rath ist unsre Se⸗ ligkeit. Erhebet ihn mit Freuden! 2. Ja, Vater! wir er—⸗ heben dich mit freudigem Gemuͤthe. unveraͤnderlich mit Weis— heit und mit Guͤte. Un⸗ endlich groß ist deine Macht, und stets ge⸗ schieh't, was du bedacht. Wohl uns, daß du re⸗ gierest! gegen Gott und Jesum. Du herrschest —— 3. O Jesu Christ! des Hoͤchsten Sohn! dich, sei⸗ nen Eingebohrnen, dich sandte Gott vom Him⸗ melsthron zur Rettung der Verlornen. Du Mittler zwischen uns und Gott, hilf uns im Leben und im Tod! Erbarm' dich unsrer aller! 4. O heil'ger Geist! du Geist von Gott, erleuchte, beß're, troͤste, die Jesu Christi Lehr' und Tod be—⸗ gluͤckte und erloͤste. Auf deinen Beystand hoffen wir, verlaß uns nicht, so sind wir hier und auch einst ewig selig. Mel. Wie groß ist des Allmaͤcht'gen ꝛc. Erhaben. illig, See⸗ 276. Sr ig, See⸗ Gott zu loben! solch Lob ist heil— sam, lieblich schoͤn. Gott wird von der Natur er— hoben, wie solltest du ihn nicht erhoͤh'n? auch dich erwaͤhlte seine Liebe zu seinem Preis und Eigen-⸗ thum. Ol dien' ihm stets mit frohem Triebe, und preise seiner Groͤße Rüͤhm. 2. Er rief den Sternen einst, sie kamen und wan-⸗ delten die neue Bahn. Er kennt — st, Im. Ers 10 H ihn ssst Roße Or sehet IN Berf niyn St Ussenden IPoll fl uust herni c dei I Cein Mede wi En V . Er W hilden Wigs Geff 0 hecer mgen, u Arge Er schel sside Hal ö ö Hesch Ns 6 Raber Wihr Gesc t Starke gefallen, MWarUnges Usne W W ihm ve ln ihn. • K shri Aipfungh Iuf sin Vo Eduf Mur sahchat slsniht si t vom 9 ar Rettungh Du Mh 1 und Hah m Lahen n Erbaum AH ger Gatl Hott, erlah ste, die R. und Ah ekloͤste. H ystand gaft uß uns sit hier und selig. groß ij N Ht gen i habeh. ey willh es lel Gathf Lob it N shr E der Matll aucW ine Heht und E diem ihn st Triebe, Großt An den Etäh Lob⸗ und Danklieder. 249 kennt sie, nennet sie mit scheine, Namen. Erstaun'“ erstaunꝰ und bet' ihn an. Erhebe seine große Werke, Werke seiner Schoͤpfers⸗ hand. Wer fasset des A-⸗ maͤcht'gen Staͤrke, und des Allwissen den Verstand? 3. Voll Huld sieht er auf uns hernieder, zu ihm schall' auch dein Dank hin—- auf. Sein Arm erneu't die Erde wieder, und tebt den Wolken ihren auf. Er ist es, der durch milden Regen ein durstiges Gefild' erquickt, die Äecker ganz erfuͤllt mit Segen, mit Gras die hohen Berge schmuͤckt. 4. Er schenkt der Erde selbst die Gaben, dadurch sie die Geschoͤpfe naͤhrt, hoͤrt das Geschrey der jungen Raben, und giebt, was ihr Geschrey begehrt. Nicht Starke sind's, die ihm gefallen, noch stolzer Helden Ungestuͤm, nur die, die seine Wege wallen, und ihm vertrau'n, ge— fallen ihm. 5. Er spricht, die ganze Schoͤpfung hoͤret demuͤthig auf sein Wort und gern. Er darf nur wollen, und gleich ehret die Schoͤpfung folgsam ihren Herrn. Da⸗ mit uns seine Groͤß' er⸗ die schmilzt streu't er herab aus seiner Hoͤh' die Schloßen weit umher, wie Steine, wie Asche Reif, wie Wolle Schnee. 6. Er rufet nur den lauen Winden, schnell das Eis, der Winter flieht. Er haucht, und Berg' und Thal em⸗ pfinden den Feuͤhling, der auf ihnen bluͤh't. Doch lieblicher, als den Ge—⸗ schoͤpfen der Fruͤhling ist, ist uns sein Wort, hier kann das Herz Erquickung schoͤpfen, und Wonn' auf Wonne giebt es dort. 7. Noch wandeln viel in Finsternissen, von sei⸗ nes Heils Erkenntniß fern. Sein Heil ließ er dich aber wissen, drum dank', o Seele! dank' dem Herrn! O! toͤnte doch zu jeder Stunde vom Aufgang bis zum Niedergang, Allguͤ⸗ tiger! aus einem Munde dir aller Menschen Lob— gefang! Mel. Alle Menschen muͤs⸗ sen sterben ꝛc. Mit frohem Danke. ie soll ich dich 277. W wuͤrdig lo⸗ ben, maͤchtiger Herr Ze⸗ baoth? Sende mir dazu von 250 Pflichten gegen Gott und Jesum. von oben deines Geistes Kraft, mein Gott! Groß sind deiner Liebe Zeichen, wer kann ihre Groͤß' er⸗ reichen? tausend— tau⸗ sendmal sey dir, großer Koͤnig! Dank dafuͤr! 2. Herr! entzuͤnde mein Gemuͤthe, daß ich deine Wundermacht, deine Gna— de, Treu' und Guͤte froh erhebe Tag und Nacht; denn, was ich nur bin und habe, kommt von dir, ist deine Gabe. Tausend— tausendmal sey dir, gro-⸗ ßer Koͤnig! Dank dafuͤr! 3. Herr! mit Schaam muß ich gestehen, taͤglich haͤuft' ich Schuld auf Schuld; doch statt in's Gericht zu gehen, traͤgst du mich noch mit Geduld, willst in Christo mir ver— geben. Wie kann ich dich g'nug erheben? tausend— tausendmal sey dir, gro⸗ ßer König! Dank dafuͤr! 4. Sinn' ich nach, und uͤberlege, wie du gnaͤdig mich regiert, mich viel wunderbare Wege, und doch immer wohl gefuͤhrt: Gott! bestuͤrzt wird mein Gemuͤthe bey dem Anblick solcher Guͤte! Tausend— tausendmal sey dir, gro— ßer Koͤnig! Dank dafuͤr! bist, 5. Herr! du bist mir nachgeeilet, hast zur Bu— ße mich erweckt, ob ich lange schon verwelet, doch die Hand mir dargestreckt, und sobald ich nur ge— kommen, vaͤterlich mich aufgenommen, Tausend— kausendmal sey dir, gro— ßer Koͤnig! Danuk dafuͤrl 6. O wie hast du mei— ne Seele ets gesucht zu dir zu zieh'n! dein ist's, wenn ich Gutes waͤhle, du auch nur hilfst es voll—⸗ zieh n, hilfst, daß ich mein Fleisch bestreite, und erhaͤltst mich, wenn ich gleite. Tausend— tau— sendmal sey dir, großer Koͤnig! Dank dafuͤr! 7. Volle Majestaͤt nnd Klarheit strahlt von dei— nem Angesicht, all dein Thun ist Gnad' und Wahr— heit, recht und heilig dein Gericht. Wer muß nicht aus deinen Werken deine Macht und Weisheit mer- ken? tausend— tausendmal sey dir, großer Koͤnig! Dank dafuͤr! ö ö 8. Wie ein Vater nim̃t und giebet, so wie's Kin-⸗ dern nuͤtzlich ist, so hast du mich auch geliebet, Gott! der du mein Vater mich erfreu't mit mil⸗ Wlgungen Fruct, lag mson M ich lelt I„ Bel RN Hut b %-Hufent st goͤnig 0 Lrugst Rh Arme Ind vaͤ Rucht o. n aus sh nich: chi, hilf i du m shag. Ta shyal sey Auh Dan . Datett set laut Ulsit, u Wgheiget Ihldlichke Aut 06 icl slile sschͤden. Husumalf Ing du B. Hreit h ie Hest Absher „haf 1 rwckt, a berwelet z mir datgesth d ich hur vaͤtetlch nen, Zuusim. sey dit/ y Dahk dmt ie hast Un ets gesutl 5'n! dedh. Gutes vih ur hilff Alfst, dy 9 bestretz uch, wesst ausend— ey dir, gg aulk dafll e Masesit: trahlt P sicht, al ad'und M und hellgh Wer muß u Verken Weidheit v DD—tasealh großer H r! Lob ⸗ und Danklieder. 251 mildem Segen, mich ge— pruͤft mit Vaterschlaͤgen. Tausend— tausendmal sey dir, großer Koͤnig! Dank dafuͤr! 9. Bitter sind zwar Zuͤchtigungen, aber suͤß ist ihre Frucht, und durch sie ist dir gelungen, was oft Huld umsonst versucht. Denn ich lernte dich ver⸗ langen, Weltlust flieh'n, an dir nur hangen. Tau⸗ send— taufendmal sey dir, großer Koͤnig! Dank da— fü 1043 10. Trugst du nicht in deinen Armen mich oft treu und vaͤterlich? riß mich nicht oft dein Er⸗ barmen aus Gefahr, und schuͤtzte mich? mußt' ich einfam, hilflos weinen, ließest du mir Trost er— scheinen. Tausend— tau⸗ sendmal sey dir, großer Koͤnig! Dank dafuͤr! 11. Vater! du hast mir erzeiget lauter Gnad' und Guͤtigkeit, und du hast zu mir geneiget, Jesu! deine Freundlichkeit, und, dein Wort, o Geist der Gna⸗ den! heilet meinen See— lenschaden. Tausend— tausenmal sey dir, großer Koͤnig! Dank dafur! 12. Preis und Dank sey dir gefungen, daß es mir bisher, mein Gott! dein zu seyn, durch dich gelungen. Ach! laß mich bis in den Tod fest in deiner Gnade stehen, und dereinst dein Antlitz sehen! So werd' ich, dein Eigen— thum, ewig preisen dei— nen Ruhm. Vorige Melodie. Mit frohem Danke. 278. Wie soll ich dich wuͤrdig lo⸗ ben? Schoͤpfer! Vater! Herr und Gott! Gieb du mir selbst Kraft von oben, dir zu danken, o mein Gott! Alles, was ich bin und habe, alles, Herr! ist deine Gabe. Taͤglich thust du wohl an mir, taͤglich dank' ich dir da⸗ fuͤr. 2. Dieser Geist, der in mir denket, uͤberlegt, ver⸗ wirft und waͤhlt, meinen Leib nach Willkuͤhr lenket, jedes Glied zugleich be⸗ seelt, nur durch dich ist er entstanden, bleibt durch dich nur stets vorhanden. Taͤglich thust du wohl an mir, taͤglich dank' ich bir dafuͤr. 3. Dieser keib, dieß Kunstgebaͤude, wer hat ihn erhaut, als du? durch ihn stroͤmt dein Geiste Freude aus der ganzen I* I IN RAMM M I ö 4 +V 25² Pflcchten gegen Gott und Jesum. Schoͤpfung zu. Auch wird jeder meiner Sinne taͤg⸗ lich deine Guͤte inne. Taͤg⸗ lich thust du wohl an mir, taͤglich dank' ich dir da⸗ fuͤr. 4. Fuͤr mich schallt durch heitre Luͤfte muntrer Voͤ⸗ gel Lobgesang, und der Blumen suͤße Duͤfte fo⸗ dern von mir frommen Dank. Mir auch gruͤnen junge kauben, mir auch reift der Most in Trau⸗ ben. Daͤglich thust du wohl an mir, taͤglich dank' ich dir dafuͤr. 5. Du willst, daß mir alles zolle, giebst den Saaten ihr Gedeih'n, giebst den Heerden ihre Wolle, Holz und Gras und Wild dem Hain. Al⸗ les, alles muß mir nuͤ⸗ tzen, mich ernaͤhren, klei⸗ den, schuͤtzen. Taͤglich thust du wohl an mir, taͤglich dank' ich dir da— fuͤr. 6. Wer kann jemals ganz empfinden, wie du reich an Guͤte bist? wer, was grundlos ist, ergruͤn⸗ den? zaͤhlen, was un⸗ zaͤhlbar ist? Allenthalben stroͤmen Segen mir aus deiner Fuͤll' entgegen. Taͤglich thust du wohl an mir, taͤglich dank' ich dir dafuͤr. 7. Taͤglich greif' ich un⸗ verdrossen mit dir mein Berufswerk an, da, was ich mit dir beschlossen, ich mit dir vollfuͤhren tann. Wuͤrd' ich's ohne dich vermoͤgen? Doch mir gluͤckt's durch deinen Se— gen. Taͤglich thust du wohl an mir, taͤglich dank⸗ ich dir dafuͤr. 8. Noch der letzte mei— ner Tage mache deine Groͤße kund, und von deiner Guͤte sage lallend noch der starre Mund! Dankend noch im Tod, er— ringe sich mein Geist den Sieg, uud schwinge dann in deiner Engel Chor dan⸗ kend sich zu dir empor. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Lobpreisend. Dir, Gott! dir 279. D will ich froͤh⸗ lich singen, dir, dessen Freude Wohlthun ist, dir will ich Dank und Ehre bringen, dir, der du gut und huldreich bist. Ja, Gott! du bist ganz Lieb' und Treu', gieb, daß mein Herz ganz Freude sey. 2. Dich preisen alle En⸗ gelheere, dir singen die Verklaͤrten Dank. Dir, Herrscher! brausen Wind und Meere, ihr Brausen ist —2 0 V 100 Schopft 1 6 is It vie du r, erg t. K. e Mbeme f, du! hn. Ih, V WPR Gen uti Vohlt Isle O. gie Iu Hiner fro Rusl. Loß 0 Rush nir ist Ms uß du g e schuf Mhhst Kraͤt Dillen I1 Per Al Geschä A W. Ver s r Gefah In mir ne VDer ft Htged N Whöget sie Whr thu cle sage; u blihg r sch, o Iin wß rch dengtz glich th ir, taͤgich ur. der lehhr mache v6 nd, m te sage l starte J yoch iml mein Gif. schwinge ngel Chet u dir ehß uur den iin preiserd G0 will i „ dit, N ohlthun V. Jank und! ur, dee N ich bise hist gast! gieb, d! Freude shs preisch At dir silgch Dank. hrausth A. „ihr din du Lob⸗ und Danklieder. 253 ist dein Lobgesang. Die ganze Schoͤpfung ruft mir zu: es ist kein solcher Gott, wie du! 3. Dir, Hoͤchster! ist nichts zu vergleichen, denn deine Guͤte reicht so weit, als uͤber uns die Wolken reichen, von Ewigkeit zu Ewigkeit. Kein Wurm kriecht unbemerkt dahin, du siehst, du naͤhrst, du schuͤtzest ihn. 4. Auch, Vater! hast du mein Gemuͤthe durch manche Wohlthat schon erfreut. O! gieb mir auch nach deiner Guͤte den Triel frohen Dank— barkeit! Laß alles, Herr! was in mir ist, froh ruͤh⸗ men, daß du guͤtig bist. 5. Wer schuf den Geist und seine Kraͤfte, Gedaͤcht⸗ Lur 0— niß, Willen und Ver⸗ stand? Wer segnet des Berufs Geschaͤfte? Wer staͤrkt zur Arbeit meine Hand? Wer schuͤtzte mich vor der Gefahr, die un⸗ sichtbar mir nahe war? 6. Wer fristet meine Lebenstage? Wer schmuͤckt und kroͤnet sie mit Heil? du, Vater! thust's. Drum, Seele! sage: Gott! Ewi⸗ ger! du bleibst mein Theil! mit ew'ger Treue liebst mich, von ganzem Herzen preis' ich dich. 7. Dir will ich ferner⸗ hin vertrauen, denn du hast mir stets wohl ge— than. Ich will mit Hoff⸗ nung auf dich schauen, schau' mich mit Vaterbli⸗ cken an; so geh? ich durch die Uebungszeit mit Freu⸗ den hin zur Ewigkeit. Bekannte Melodie. Lobvoll und munter. O3 Lob, Ehr und 280. L Preis dem hoͤchsten Gut, dem Vater aller Guͤte, dem Gott, der alle Wunder thut, dem Gott, der mein Gemuͤthe mit seinem reichen Trost erfuͤllt, dem Gott, der allen Jammer stillt! Gebt un⸗ serm Gott die Ehre! 2. Der Himmel Heere danken dir, Beherrscher aller Thronen! auch wir, o Vater, die. wir hier auf deiner Erde wohnen, wir preisen Alle deine Macht; die uns erschuf, die uns bewacht. Gebt un serm Gott die Ehre! 3. Was unser Gott er⸗ schaffen hat, das will er auch erhalten, daruͤber will er fruͤh und spat mit seiner Guͤte walten. In seinem ganzen Koͤnigreich ist alles recht, ist alles gleich. Gebt unserm Gott die Ehre! N 25⁴4 Pflichten gegen Gott und Jesum. 4. Ich rief zum Herrn in meiner Noth: Ach Gott! erhoͤr mein Wei— nen! Da half mein Hel— fer mir vom Tod, und ließ mir Trost erscheinen. Drum dank' ich, Gott! ich danke dir. O danket, danket Gott mit mir, gebt unserm Gott die Ehre! 5. Der Herr ist nah, und ewig nicht von sei— nem Volk geschieden, er bleibet unsre Zuversicht, giebt Segen, Heil und Frieden. Mit Vaterhaͤn—⸗ den leitet er die Seinen sicher, nah ist er. Gebt unserm Gott die Ehre! 6. Wenn Menschen-⸗ macht nicht helfen kann, und sich kein Retter zei⸗ get; so nimmt sich Gott der Seinen an, er selbst, der Schoͤpfer, neiget sein huldreich Angesicht uns zu, er schaͤfft uns Hilfe, schafft uns Ruh. Gebt unseem Gott die Ehre! 7. Ich will dich all mein Lebenlang, Gott! mein Erretter! ehren. Einst sollen meinen Lobge— sang auch deine Himmel hoͤren. Mein ganzes Herz erhebe dich! mein Geist und Leib erfreue sich! Gebt unserm Gott die Ehre! die Ehre! 8. Ihr, die ihr Christi Namen nennt, gebt un⸗ serm Gott die Ehre! Ihr, die ihr Gottes Macht er— kennt, gebt unserm Gott Wer Goͤtzen dienet, wird zu Spott, der Herr ist Gott, der Herr ist Gott. Gebt un— serm Gott die Ehre! 9. So kommet vor sein Angesicht, ihm Preis und Dank zu bringen, bezahlt ihm die gelobte Pflicht, und laßt uns froͤhlich sin— gen: Der Herr hat alles wohl bedacht, und alles, alles recht gemacht. Gebt unserm Gott die Ehre! Bekannte Melodie. Lobvoll. obe den Herren 281. L den maͤchtigen Koͤnig der Ehre! Stimme frohlockend mit ein in die himmlischen Choͤre! Seele! dein Dank schalle mit fro⸗ hem Gesaͤng, deinem Er—-⸗ halter zur Ehre! 2. Lobe den Herren, der alles auf's beste regieret, der dich bis hieher mit Weisheit und Guͤte gefuͤh⸗ ret, der dir gewaͤhrt, was dich erfreuet und naͤhrt. Dank es ihm, innigst ge⸗ ruhret! 5. —— V b „ uhel, Iu Uht der; Wd Eü bte den W Etand Sttoͤl A allf Ahug get Uin, w. Rh kant Ihlhteich! hhe den reistw Ih ihn Nm ihm W-AEN! W Eeele! Rh, lob; Iwen! Ihene L Fhrfurt Gr G Istel Scht Mertetter Uhtühmt er Hlsum. —— ne iht G unt, gehty die Chtel I, Ites Mutl ht unserm Sn „ Ver Gch wird zu Eih ist Oat, Dott. Gdkt die Chrel. Lommet hern ihm Mßhn Pringen, A gelobte N Auns froͤhla Hert hatth acht, und a gemacht. hott die En ate Melhh. Lobpol. Hobe de heh „ den ac Ehre! Ein mit ein n ChörerE cchalle nih iug, eihey v Ehre! den Henn beste 10 His hihtt! Ind Gile 0 r geähthu net ind M ch, Isigs Lob- und Danklieder. 255 3. Lobe den Herren, der deinen Leib kuͤnstlich berei⸗ tet, der dir Gesundheit verliehen, dich freundlich geleitet! In wie viel Noth hat nicht der gnaͤdige Gott über dich Guͤte verbreitet! 4. Lobe den Herren, der deinen Stand sichtbar ge⸗ segnet. Stroͤme des Gu⸗ ten hat auf dich sein Wohlthun geregnet. Den⸗ ke daran, was der All-⸗ maͤchtige kann, wie er dir huldreich begegnet! 5. Lobe den Herren und seinen preiswuͤrdigen Na— men! Lob ihn mit allen, die von ihm das Leben bekamen! Er ist dein Licht, Seele! vergiß sein ja nicht, lob ihn in Ewig—⸗ keit! Awen! Eigene Melodie. Ehrfurchtsvoll. roßer Gott! 282. G Herr aller Goͤtter! Schoͤpfer, Vater und Erretter! Alles ru⸗ fet: ruͤhmt erfreut, ruͤhmt den Herrn der Herrlich⸗ keit! Engel preisen deine Werke. Wenn ich achtsam auf sie merke, schwingt sich in der Engel Chor mein erstaunter Geist em⸗ por. 2. Stets schau' ich mit neuer Freude, ich, der ich vom Weltgebaͤude wenig uͤberschauen kann, deiner Allmacht Thaten an. Stets bewundert mein Gemuͤthe deine Weisheit, deine Guͤ⸗ te, Wahrheit und Barm⸗ herzigkeit, zu des Sunders Heil bereit. 3. Von Begierde, dich zu kennen, laß mein gan⸗ zes Herz entbrennen; rech⸗ ten Glaͤuben, Lust an dir, schaffe selbst dein Geist in mir. Giebst du Augen dich zu sehen, lehrst du mich dein Heil verstehen; so bin ich gelehrt genug, und zum Reich der Him⸗ mel klug. 4. Kenn' ich dich, werdꝰ ich dich lieben, stets in deinem Lob mich uͤben, mit der Zunge nicht allein, mit der That auch dank⸗ bar seyn. Du selbst mußt mich unterweisen, dich an Seel' und Leib zu preisen, dann bin ich des Ruhmes voll, und mein Lob ge⸗ faͤllt dir wohl. 5. Voll von deinem gro⸗ ßen Namen, eilt mein Geist, dich nachzuahmen, daß, wie du, Herr! hei⸗ lig bist, auch mein Wan⸗ del heilig ist. Jeden soll mein Lob erwecken, deine Freund⸗ 256 Pflichten gegen Gott und Jesum. Freundlichkeit zu schme— cken, deiner sich mit mir zu freu'n, sey allgemein! 6. Wie die heil'gen Se⸗ raphinen dir mit ganzem Eifer dienen: so sey, Herr! auch jederzeit dir durch mich ein Lob bereit, bis von mir und von uns allen droben wird dein Lob erschallen: Heilig, heilig, heilig ist, der stets bleibet, wie er ist! Mel. Lob, Ehr und Preis. Lobpreisend. timmt unserm ö 283. S Gott ein Lob⸗ lied an mit freudigem Ge⸗ muͤthe, es ruͤhm' und prei⸗ se, wer da kann, den Ge⸗ ber voller Guͤte. Er macht uns frey von aller Noth, drum lobet ihn, drum lobet Gott, und danket seinem Namen. 2. Lobt Gott, und ruͤh⸗ met allezeit die großen Wunderwerke, die Maje- daß dein Lob' erfindet, staͤt und Herrlichkeit, die Weisheit, Kraft und Staͤrke, die er beweist in aller Welt, indem er alle Ding' erhaͤlt. Drum danket seinem Namen! 3. Lobt Gott, der uns erschaffen hat, der Seele, Leib und Leben, aus vaͤ⸗ terlicher Huld und Gnad', uns allen hat gegeben; der uns durch seinen Engel schuͤtzt, der taͤglich schen—⸗ ket, was uns nuͤtzt. Drum danket seinem Namen! A. Lobt Gott! Er giebt uns seinen Sohn, der selbst fuͤr uns gestorben, der uns die ew'ge Lebens⸗ kron' durch seinen Tod er—⸗ worben; der Frieden hat mit Gott gemacht, und seinen ganzen Rath voll— bracht. Drum danket sei— nem Namen! 5. Lobt Gott, der in uns durch den Geist den Glauben angezuͤndet, und seinen Beystand uns ver— heißt, wenn er uns treu der uns stets durch sein Wort regiert, und auf den Lebens führt. Drum dan⸗ ket seinem Namen! 6. Lobt Gott! Er hat dieß gute Werk selbst in uns angefangen, bringt es auch, giebt Kraft und Staͤrk', das eleinod zu erlangen, das er am Ziel uns vorgestellt, und das den Himmel in sich haͤlt. Drum danket seinem Namen! 7. Lobt Gott, ihr star-⸗ ken Seraphim! ihr Engel und ihr Thronen! Es loben Gott mit heller Stimm', Ehnmn, di Muvohhen. ist W at, Name Milt“ l I 42 Fherlic N Iigend Ithutbar Uhc in al Wlaß fus. O! l, als Nerher Ialu mit Weg des voll⸗ i, Penn Al ibe. ilsfe Zei H Erig e ein hahhn tte Ahn deckt s nich g Echutzh sut, Er,! 0 pachte h s Hnst Vn „ H ich u 0 hahte. Le N U mi, MWondanb „ diren ih Wigrg um. Ild und Hnh, t ggtbeny seinen O tiglch fn s nuͤgt. em Nangn Gott! Er u Sohu, uns gesoch, e ewege kah seinen In her Friedn gemacht/ zen Rath il rum danke en! Gott, R den Gess Rgezuͤndeh stand und un er usl der unt i Wort tigl den Vig rt. Drun Namen Gottl E Werk sehbt fangen,. auch, 0 Staͤrk/ erlangeh; uns otheh n Himnd Drum I᷑ ien Vott, 0 Iim Arohen b OEn N Lob⸗ und Danklieder. 257 Stimm', die hier auf Er⸗ den wohnen! kobt Gott! und preist ihn fruͤh und spat, ja alles, was nur Odem hat, das danke seinem Namen. Mel. Heilig, heilig ist dein Wille ꝛc. Feyerlich froh. sollt' ich mei⸗ 284. S nem Gott nicht singen? sollt' ich ihm nicht dankbar seyn? hab? ich doch in allen Dingen so viel Anlaß, mich zu freu' n. es ist ja nichts, als Liebe, die sein Vaterherz bewegt, die mich mit Erbarmen traͤgt, wenn ich seinen Willen uͤbe. Alles waͤh⸗ ret seine Zeit, Gottes Lieb' in Ewigkeit. 2. Wie ein Adler bey Gefahren treulich seine Jungen deckt: so haͤlt Gott, mich zu bewahren, seine Schutzhand ausge— streckt. Er, der uͤber mir schon wachte, als ich kaum zu seyn begann, sah' mit Vaterhuld mich an, eh' ich war, und eh? ich dachte. Leib und Seele gabst du mir. Gott! o! wie verdank' ich's dir! 3. Fuͤr mich Armen, mich Verlornen, mich, der ich gefallen bin, gabst du deinen Eingebohrnen, un⸗ sern Jesum Christum hin. Mir zum Heil kam er auf Erden, lehrte, litt, ver⸗ goß sein Blut, starb am Kreuze mir zu gut, daß ich moͤgte selig werden. O! wie groß ist deine Huld, groͤßer noch, als unsre Schuld! 4. Du, mein Vater! mein Regierer! hilfst mir selbst im Guten fort, und giebst mir zum sich'ren Fuͤhrer deinen Geist in deinem Wort, daß er meine Seele fuͤlle mit des Glaubens hellem Licht, das des Todes Schatten bricht, und das bange Herz macht stille. Er ist's, der durch seine Kraft gern, was gut ist, in mir schafft. 5. Meinem bessern Theil, der Seele, giebst du Trost und Staͤrk' und Ruh. Wenn ich, was du willst, erwaͤhle, stroͤmet mir dein Segen zu. Was, so lang ich hier noch walle, ich bedarf in dieser Welt, was den Leib ernaͤhrt und haͤlt, daß er nicht in Staub zerfalle, auch das wird von deiner Hand vaͤterlich mir zugewandt. 6. Himmel, Erd' und ihre Heere sind auch mir R zum 2658 Pflichten gegen Gott und Jesum. zum Nutzen da. Wohin ich mein Auge kehre, ist mir, Gott! dein Segen nah'. Thier“ und Kraͤu⸗ ter und Getraide in den Gruͤnden, auf der Hoͤh', in den Büschen, in der See sind mir Nahrung, sind mir Freude. Dei⸗ ne Welt ist, mir zum Wohl, unzaͤhlbarer Guͤter voll. 7„ Wenn Betruͤbniß menne Seele, Schwach⸗ heit meinen Leib umgiebt, dann, dann bet' ich, und verhehle nichts vor dir, der mich doch liebt. Waͤrst du nicht, mein Gott! ge⸗ wesen, haͤtte mich dein troͤstend Licht nicht er— quickt; so waͤr ich nicht aus so mancher Noth ge— nesen. Nur allein von dir bewacht, gieng ich durch die dunkle Nacht. S. Wie ein Vater sei⸗ nem Kinde niemals ganz sein Herz entzeucht, ob es gleich, verfuͤhrt zur Suͤnde, von dem rechten Wege weicht: also siehst du meine Schwaͤchen, Hoͤchster! mit Erbarmen an, zuͤchtigst mich, daß ich's gethan, ohn' es doch im Zorn zu raͤchen, weil, als ich's verirrt begieng, ich's mit Vorsatz nicht begieng. 9. Schwer, so lang ich leb' am Grabe, oder eich⸗ ter sey mein Theil, Gott, dem ich geglaubet habe, Gott giebt einst mir ew'— ges Heil; die, so hier mit Thraͤnen saͤen, aͤrn⸗ ten dort mit Freuden ein, nach des kurzen Lebens Pein werd' ich mein Ge— schick verstehen, jauchzen, daß mich Gottes Rath diesen Weg geleitet hat. 10. Weil denn weder Ziel noch Ende, Gott! in deiner kiebe ist; so er—⸗ heb' ich meine Haͤnde zu dir, der du Vater bist. Vater! du wollst Gnade geben, daß ich dich stets ehre treu, und mit Ernst beflissen sey, tugendhaft und fromm zu leben. Hei⸗ lig! heilig! heilig ist Gott, der seyn wird, war, und ist. Mel. Kommst du, kommst du ꝛc. 70% Mit Dankgefühle. 285. Alles hast du mir gegeben, al— les, Gott! bin ich durch dich, du, nur du begluͤck⸗ test mich, Kraͤfte, Triebe, Freyheit, Leben, Glieder, Sinnen und Verstand gabst du mir aus deiner Hand. 2. ö — „ Eh' 1 Hahnt M fl. 0 M Hifaht ind u du se i Dar . W R Phes a E Rihs du n , Rbst ilft Lug A mein Wlxsihr ht Iewe sin hab M un dir. Whshtt gie sin Muth As und u Wf Huld n Fisthuldl Auzlch wi Asen li und , se 9 H Reiy sun. —— , so nziß abe, Wussh Theis 0s eglaubash, einst mch, die⸗ e ren säen,h, it Frudnj, kurzen H3 ich nihl⸗ ehen, suh Gotll) Keleintt eil deug Ende, H ebe istyl neine hah du Mh u wolls Ee aß ich Rhi „und nitih sey, uhl zu lebe lig! Hah er sehn x sst. umst V iu du N. Dankorfiße lls 0 egehel, l 0 nur du dh 1— Lob⸗und Danklieder. 259 2. Eh' ich dich noch Vater nannte, noch nicht reif zum Daseyn war, noch nicht Schmerzen, nicht Gefahr, noch nicht Gluͤck und Freude kannte, sorgtest du schon vaͤterlich fuͤr mein Daseyn und fuͤr mich. ö 1— ö 3. In den Jahren meiner Jugend, wo ich schwach an Einsicht war, warntest du mich vor Ge⸗ fahr, gabst du mir Ge—⸗ fuͤhl fuͤr Tugend, segne⸗ test du mein Bemuͤh'n, mich Verfuͤhrern zu ent— ziehn... 4. Alle meine Lebens⸗ freuden hab' ich, Vater! ganz von dir. Gluͤck und Wohlfahrt giebst du mir, frohen Muth in meinen Leiden, und wie oft traͤgt deine Huld meine Fehler mit Geduld! 5. Taͤglich kann ich es erfahren, wie du deine Menschen liebst, ihnen Schutz und Beystand giebst, sie vor Uebeln zu bewahren, sie versorgest und ernährst, ihnen man⸗ chen Wunsch gewaͤhrst. 6. Wie du mich stets weisé fuͤhrest, vaͤterlich an mich gedenkst, Uebel auch zum Guten lenkst, wie du mein Geschick re⸗ gierest, meine Wohlfahrt — zu erhoͤh'n, lern' ich im⸗ mer mehr versteh'n. . Mit dem freudigsten Gemuͤthe fuͤhl' ich jeder Wohlthat Werth, die mir taͤglich wiederfaͤhrt, preise deine weise Guͤte, ünd er⸗ fleh' auch kuͤnftig mir Se⸗ 51 Trost und Heil von ir. Mel. Wie soll ich dich wouͤrdig loben ꝛc. Mit geruͤhrtem Dankgefuͤhle. Halte dich nicht 286. H laͤnger, fließe stille Zaͤhre meines Danks! meiné volle Seel' ergieße sich in Stroͤme des Ge⸗ sangs! gut und selig einst zu werden, schuf mich Gott, und schon auf Erden seh' und fuͤhl' ich wonnevoll, was ich kuͤnftig werden soll. 2. Jeder Dag gebiehrt mir Freude, Freude jeder Augenblick; selbst die Schmerzen, die ich leide, segnuen mich, und werden Gluͤck. Rieseln nicht im Pilgerlande Quellen auch im duͤrren Sande? immer strahlt die Sonne nicht, aber auch die Nacht hat Licht⸗ ö 3. Stroͤmen nicht durch alle Sinne neue Freuden stets mir zu? jedes Gluͤck, R 2 das 2 260 Pflichten gegen Gott und Jesum. das ich gewinne, wer ge⸗ waͤhrt es mir, als du? Ist es, Gott! nicht deine Gabe, daß ich diese Sin⸗ ne habe, und zum taͤgli⸗ chen Genuß, Nothdueft, selbst wohl Ueberfluß? 4. Gott! wie viele fro⸗ he Tage flossen, weil mir nichts gebrach, ruhig hin, und frey von Plage, frey von Noth und Ungemach! Hatt' auch einer Muͤh und Sorgen, sie enrfloh'n, und jeden Morgen, wenn ich deine Sonne sah', wa⸗ ren neue Freuden da. 5. Hab' ich nicht aus deiner Fuͤlle, was mein Herz nur wuͤnschen mag, Speis und Trank, und Dach und Huͤlle, Schut und Hilfe jeden Tag? immer kam und kommt dein Segen unerwartet mir entgegen, und, wo mir ein Uebel droht, Ret⸗ tung, oder Trost in Noth. 6. Aus den Tiefen, von den Hoͤhen, in den Thaͤ⸗ lern, vom Gefild', aus den Fluͤssen, aus den Seen, segnest du mich, Herr! so mild. Jahre, Monden, Tage, Stunden haben wir genug empfunden deiner Vaterguͤte Macht, aber nie genug bedacht. 7. Oft, bey reichem Ueberflusse, quaͤlt uns Un⸗ zufriedenheit, fehlt uns Weisheit im Genusse, und ein Herz voll Freundlich-⸗ keit. Deines Segens Baͤ— che flossen oft voruͤber un-⸗ genossen. Oft vergaß ich meiner Pflicht; doch ver— siegten sie mir nicht. 8. Sicherheit in jedem Lande, Ordnung und Ge⸗ setz unb Recht, diese star—⸗ ken, festen Bande fuͤr das menschliche Geschlecht, auch des Umgangs suͤße Freu— den, und der Freundschaft Trost im Leiden, Rath und Hilfe haben wir, mil—⸗ der Vater! nur von dir. 9. Dieß gewaͤhrst du diesem Leben in der kurzen Uebungszeit; was wirst du uns einst nicht geben, Vater! in der Ewigkeit, wenn wir unsern Lauf vollenden, und aus dei⸗ nen Vaterhaͤnden, Wand—- rer auf der Tugendbahn, unsers Sieges Preis em-⸗ pfah'n! 10. Fließet staͤrker und ergießet in die Jubel des Gesangs euch in vollern Stroͤmen! fließet Freudenzaͤhren meines Danks! gut und selig einst zu werden, schuf Gott mich, und schon auf Erden seh' ich's, fuͤhl ich's wonnevoll, was ich kuͤnftig werden soll. Mel N. N. QMund! Whuße Ol alnd alte Won Mu Krdhe WMlugenb hust gethan. M Dun der ebit Iuus, , im Hd et A nd u ssth ethal b, nd ut Miedsenh h, Eh schhhtt, den RMehne Wchin Geif imet WKuf uns Nse eviz chuut un 0 imn Eihene: Axigugen 0 W. lheh pit, danken Söpfun uh U Nuun. —* t sihh m Genustsgh oll Freuhl es Segelh oft vordhoh Oft venhsch flicht; Wih mir nich gerheit iu rdaung u Recht, dihtz u Bande fij he Geschichn angs sißt der Fran Keiden,! e haben dy 2l nut vn eß gewösfn ben in dh zeit; wu kinst nitt x in der E ir usat) A, und al rhaͤnden, I. der Sul Vlges Mu in die N sangs th Vremenl ihren gut n werden, c0, U Wschit! R.ool, P adih ol Lob⸗ und Danklieder. 261 Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Mit Dankgefuhle. 287. 9 un danket alle Gott mit Her⸗ zen, Mund und Worten, der große Dinge thut an uns und allen Orten, der uns von Mutterleib und erster Kindheit an bis diesen Augenblick unzaͤhlig Gut's gethan. 2. Der ewig reiche Gott woll' uns, so lang wir leben, ein immer froͤhlich Herz und edlen Frieden geben, und uns mit Va⸗ terhuld erhalten fort und fort, und uns aus aller Roth erloͤsen hier und dort. 3. Lob, Ehr' und Preis sey Gott, dem Vater und dem Sohne und seinem heil'gen Geist! Er, der vom Himmelsthrone voll Liebe auf uns sieht, bleibt, wie er ewig war, unend⸗ lich groß und gut. Lob sey ihm immerdar! Eigene Melodie. Im prachtigen Tone, langsam. err! großer 288. H'Sott! dich loben wir, bekennen dich, und danken dir, die gan⸗ ze Schoͤpfung preiset dich! durch Himmel, Erd? und Meere. Zu deinem Thro⸗ ne beugen sich der Engel sel'ge Choͤre, Erzengel, Kraͤfte, Seraphim, und Thronen, Fuͤrsten, Che⸗ rubim. Herr! großer Gott! dich loben wir, bekennen dich, und danken dir. 2. Laut toͤnen alle Him⸗ mel weit vom Lobe dei⸗ ner Herrlichkeit. Prophe⸗ ten, Juͤnger, Martyrer, mit Scligkeit umgeben, besingen ewig deine Ehr', und Sonnen, die dort schweben, der Weltbau und der Blumenflor, die stellen deine Allmacht vor. Herr! großer Gott! dich loben wir, bekennen dich, und danken dir. 3. Die Kirche durch die ganze Welt bekennet Gott, der sie erhaͤlt, in uner⸗ meß'ner Herrlichkeit, den Vater, der uns liebet, den Sohn von gleicher Wesenheit, der uns den Troͤster giebet, den Geist, der unsre Kirche lehrt, und uns ein ewig Heil gewaͤhrt. Herr! großer Gott! dich loben wir, be— 915. dich, und danken ir. 4. Es steigt des ew'gen Vaters Sohn zu uns her⸗ ab von seinem Thron, der Jungfrau Leib ver⸗ schmaͤht er nicht, den Dod zu 26² Pflichten gegen Gott und Jesum. zu uͤberwinden, damit wir einst im Gnadenlicht ein ewig's Leben finden. Der zu des Vaters Rech— ten sitzt, ist, der als Rich⸗ ter schrecklich blitzt, Herr! grofter Gott! dich loben wir, bekennen dich, und danken dir. 21965 5. Hoͤr? deiner Knechte Fleh'n, o Gott! fuͤr die dein Sohn durch Kreuz und Tod Verzeihung und die Huld gewann! gieh deinem Volk den Segen, o nimm's zum Himmels⸗ erben an! leit' es auf Tugendwegen, fern von der Suͤnd', zur Seligkeit, dann sey dir Lob und Dank geweiht. Herr! gro⸗ ßer Gott! dich loben wir, bekennen dich, und danken dir.— 6. Verbind', o Gott! durch Lieb' und Recht der Menschen bruͤberlich Geschlecht. Das Schwert, das dort der Wuͤrger braucht, hat sich mit Schand“ gerochen, und weil's vom Menschenblute raucht, hat's deine Hand zerbrochen. Wer auf dich hofft, Allmaͤchtiger! der wird zu Schanden nim⸗ mermehr. Herr; großer Gott! dich loben wir, be⸗ kennen dich, und danken dir. I . Der Herr hat allen wohlgethan, sieht immer uns in Gnaden an, voll Lieb' und voller Mildig⸗ keit, erbarmt er sich der Suͤnder, vom Throne sei— ner Herrlichkeit floß Huld auf seine Kinder. Vom Ungluͤck hat er uns be— frey't, der Vater der Barmherzigkeit. Herr! großer Gott! dich loben wir, bekennen dich, und danken dir. 8. Gieb deinem Zufriedenheit und Tu⸗ gend und Gerechtigkeit, und wenn du uns durch Truͤbsal beugst, und schi⸗ ckest Kreuz und Leiden, wenn du zu unsern Wuͤn⸗ schen schweigst; so schickst du wieder Freuden. Dann, lieber Vater! stroͤmest du uns wahres Glück und Segen zu. Herr! großer Gott! dich loben wir, be⸗ kennen dich, und danien dir. dich; un 9 Wer ist, wie Gott? wer ist dir gleich, du Vater in dem Himmel— reich? du theilst das Wet⸗ ter weislich aus, mit Waͤrme, Wind und Re⸗ gen, du sorgst fuͤr uns, fuͤ·r jedes Haus, du giebst den Feldern Segen. Nun beten wir die Vorsicht an. Du hast in allem wohl ge— Volk 9 al. 2 0l dch Wlunn dic . 16 Het: lbben u 0 Uld de Echop curch 5 chate. Ae Heug SHuenke W Eaterl f Ht da Wind. IMxlch lo Hah ch, I MWifhung MüII dend Cupoes WD 0 hoh Mllommen l ͤ Ul, dast I in d AN selig! äher: ie sch alcht! 10 Damn I Sceih Hum. — Hetr hat Gz , seht inm Kaden au, A. bollet Mih Timt et sch vom Throhe/ hkkit foß. Kinder. Y vat er Us! her Vat gkeit. hu ott! dich l nnen dich, . 0 deinen N heit und Gexechlhh du ulh M. eugst, uosh I3 und 0, Zu unsen v. Feigst;* Freuden. ter! strogg es Oaact Herr Floben v 9, u N Nachahmung Gottes und Jesu. 263 gethan. Herr! großer Gott! dich loben wir, bekennen dich, und danken dir. 10. Herr! großer Gott! dich loben wir, bekennen dich, und danken dir. Die ganze Schoͤpfung preiset dich, durch Himmel, Erd?' und Meere. Zu deinem Throne beugen sich stets aller Engel Choͤre. Von deiner vaͤterlichen Hand fließt her das Heil dem Vaterland. Herr! großer Gott! dich loben wir, be⸗ kennen dich, und danken dir. Nachahmung Sottes und Jesu. Mel. Ach! sieh ihn dul⸗ dend ꝛc. Emporstrebend. 289 Dir immer aͤhn⸗ licher zu wer⸗ den, du hohes Urdild der Vollkommenheit! das ist mein Ziel schon hier auf Er den, das bleibt mein Ziel noch in der Ewigkeit. Wie selig ist, wer stets ihm naͤher strebt, obgleich er nie sich ganz zu ihm erhebt! 2. Wenn ich aus reiner Menschenliebe, die selbst den Schein des Eigennu⸗ tzes flieht, mich immer mehr im Wohlthun uͤbe, und nie mein Herz von Haß und Rachgier gluͤht: dann bin ich aͤhnlich dem, der einst die Welt aus Liebe schuf, und liebevoll erhält. ů 3. Wenn ich auf seine Weisheit achte, die nicht dem kleinsten seiner Werke fehlt; wenn ich den edlen Zweck betrachte, zu dem er stets die besten Mittel waͤhlt, und selbst mit Weisheit handle, so, wie er: dann werd? ich mei— nem Vorbild aͤhnlicher. 4. Wenn ich mit immer regem Triebe das Boͤse hasse, das mich elend macht, und als mein Gluͤck das Gute liebe, wie finnenreizend auch das kaster lacht; dann gleich' ich dem, der heilig, heilig ist, nur Gutes liebt, und Feind des Boͤfen ist. 5. Wenn ich, um Tu⸗ gend auszubreiten, der Tugend Müuͤh“ belohne, wo ich kann; wenn ich, zur Beß rung ihn zu leiten, den Frevler strafe, der auf Bosheit sann: dann gleich' ich dem, der mit Gerechtigkeit den Suͤnder straft, so gern sein Herz verzeiht. 6 * I II — 264 Pflichten gegen Gott und Jesum. 6. Wenn ich den Naͤch—⸗ sten nie betruͤge, der Wahrheit treu, ein Feind der Falschheit bin, mein Wort nie breche, niemals luͤge, braͤcht' es mir auch der ganzen Welt Gewinn: dann bin ich fest mit mei— nem Gott vereint, denn er ist stets der hoͤchste * Wahrheitsfreund. ö 7. Wenn ich mich Lei⸗ dender erbarme, mit bruͤ—⸗ derlichem liebevollen Sin; nicht stolz erst frage, ob der Arme es werth sey, daß ich sein Erretter bin: dann gleich' ich ihm, der ewig guͤtig ist, und keines Menschen, keines Wurms vergißt. 8. So sey, dir aͤhnli— cher zu werden, du hohes Urbild der Vollkommen— heit! zu unserm Gluͤck unser Ziel, nach dem in Ewigkeit mit hoͤh'rer Kraft der Geist zu dringen strebt, und doch nie ganz zu ihm empor sich hebt. 29 Eigene Melodie. 430 Mit angenehmer Empsindung. uf dich, mein 290. AOnd⸗ stets zu sehen, so, wie du warst, gesinnt zu seyn, der Tugend Weg dir naͤch⸗ schon hier auf Erden dieß zugehen, der Bruͤder Gluͤck sich ganz zu weih'n, hast du den Deinen, die dich lieben, als Pflicht, auch mir es vorgeschrieben, wie dringend ist sie, Herr! wie suͤß! Wenn jeder Christ nach deinem Bilde so eifrig seine Pflicht er— fuͤllte; die Erde waͤr' ein Paradies. 2. Entbrannt war deine ganze Seele von reinster kiebe gegen Gott, und seinem heiligen Befehle gehorsam bis zum Kreu⸗ zestod. Den Schoͤpfer seiner Kreaturen verkuͤn— digtest du auf den Fluren als Vater, der die Welt erhaͤlt, und lehrtest uns die Sorgen stillen, da oh⸗ ne unsers Vaters Willen kein Sperling auf die Erde faͤllt. 3. Wie unschuldvoll, wie Gott ergeben, ein Vorbild aͤchter Froͤmmig⸗ keit, warsi du in deinem ganzen Leben, im Tempel, in der Einsamkeit! Als Freund so zaͤrtlich gegen Freunde, verfolgt so dul— dend gegen Feinde, bey fremdem Weh und Wohl geruͤhrt, vermehrtest Wahr— heit, Tugend, Freuden, vermindertest der Menschen keiden. Durch dich ward Gottes Rath volffuͤhrt. 9. —— Oule hun bol, I M sl, 10 ö Fhmn, spe Aahauhen, F bar dir lderh, s be der Lu Hurel, H6 R Cün RH Nr W. Jut zt Wugiene Rhettfen: Wnd Lie Iuuth: isEtafen Hstr ar Mhahmen ilg, au Ind gef shnehl Ms. Die V 90 and stun, he 10 Alten, t Weͤtricht 1 Bepsp 4 Schn Id ls Le In iuni⸗ Rauf d Hfun. — — 2 Truͤderin Weih, 0 dinen, die t 8Msialt, d Hoorgeschich, ud ist st R Vam ss 9 beinen H. sseine fich. Erde bir ö rannt hurh ele von, R en Gott, eiligen Ii Hbis zun du Den Cf caturen hat auf den i , der dit A Ind lehtteß zen stillen, N. Vatets M. Ferling als E ie unschohhn t ergebel, aäͤchter Feouh I du il Nl ben, im A insamkeit!) o zaͤttlch RN versoht sh en Reinde,! Weh ull Eermehttf gend, n tes der Aun Dusch N 0 Hath was Nachahmung Gottes und Jesu. 265⁵ 4. Durch jede Hand⸗ lung Gott zu preisen, als Arzt im Volk umherzu⸗ zieh'n, zu heilen, lehren, segnen, speisen, war dein Vergnuͤgen, dein Bemuͤ'hn Es war dir Freude, Noth zu lindern, mit Freund— lichkeit den kleinsten Kin⸗ dern der Tugend Saamen einzustreu'n, die Welt den Weg zu Gott zu lehren, verirrte Suͤnder zu bekeh⸗ ren, der Wittwen Schild und Trost zu seyn. g. Du giengest den verlor⸗ nen Schafen voll Sorgsam-⸗ keit und Liebe nach, voll Sanftmuth und voll Ernst im Strafen, wenn Got⸗ tes Eifer aus dir sprach. Theilnehmend, herzlich und gefaͤllig, aufrichtig, zaͤrt⸗ lich und gesellig fuͤr Men— schenwohl schlug deine Brust. Die Bruͤder troͤ⸗ sten und erquicken, er⸗ freuen, heilen und be— gluͤcken, war dein Ge— schaͤft, war deine Lust. 6. Wie eifrig lehrtest du die Pflichten: Seyd euren Obern unterthan, eilt, Schoß dem Kaiser zu entrichten, und giengst als Beyspiel selbst voran. Als Sohn, als Schuͤler, und als Lehrer, des Hoͤch— sten innigster Verehrer, warst du gehorsam, wil— lig, treu. Bey dem Ge⸗ fuͤhl der hoͤchsten Wuͤrde, entfernt von eitler Ruhm-⸗ begierde, von Habsucht, Neid und Heucheley. 7. Du kroͤntest jede, je⸗ de Stunde mit Werken der Barmherzigkeit. Nie war Betrug in deinem Munde, von Suͤnden nie bein Herz entweiht. Oft flohest du der Weltge⸗ tuͤmmel, und blicktest an⸗ dachtsvoll gen Himmel, und weih'test Naͤchte dem Gebet, und dich zum Tod voll Bangigkeiten, zum Tod als Mittler zu berei⸗ ten, wie eifrig hast du nicht gefleht! 8. Mild, liebreich, maͤ⸗ ßig und bescheiden, ein Freund erlaubter Heiter— keit, bewiesest du im schwersten Leiden Muth, Stille und Gelassenheit, vergabst, von Liebe tief durchdrungen, die schmaͤh⸗ lichsten Beleidigungen, im Leben und dem Tode nah'; und starbst so ruͤh—⸗ rend und erbauend, so freudig, standhaft, Gott vertrauend, so goͤttlich groß auf Golgatha! 9. Wie du, gesinnt zu seyn, zu handeln, ist dei— ner Juͤnger hoͤchste Pflicht. Der muß nach deinem Vorbild wandeln, der von 266 Plfllichten gegen Gott und Jesum. von Verehrung Christi spricht. Dann wird zum Fleiß in guten Werken uns goͤttlich der Gedanke staͤrken, daß wir des Va⸗ ters Willen thun, und seine Huld, sein Wohl— gefallen, sein Geist und Segen auf uns allen hier und im Himmel lohnend ruh'n. Mel. Mir nach, Christus ꝛc. Ermunternd. 291. R olch hohes Bey⸗ spiel gabst du mir, mein Heiland! durch dein Lehen! Sollt' ich nicht gern und mit Begier dir nachzuahmen strebene nicht geh'n den Weg, den du betratst, nicht willig thun, was du gern thatst? 2. Dein, Herz, von Suͤnden nie entweih't, ar rein, wie deine Leh⸗ re, dein ganzer Wandel Heiligkeit, dein Streben Gottes Ehre, auch, da du littest ohne Schuld, erteugst du's willig mit Geduld. 3. Der Kummervollen Trost zu seyn, zu wehren jedem Leide, stets wohlzu— thun und zu erfreu'n, war dir die groͤßte Freu⸗ de; und einer jeden Men⸗ spricht schen Schmerz durchdrang dein liebevolles Herz. 4. Du trugst mit Sanftmuth und mit Huld die Schwachheit deiner Freunde, mit Suͤndern hattest du Geduld, und bat'st fuͤr deine Feinde, du warst gehorsam bis zum Tod, und ehrtest selbst im Tode Gott. 5. Dieß große Beyspiel hast du mir zum Vorbild hinterlassen, daß ich ge⸗ sinnet sey gleich dir in meinem Thun und kassen. Sey standhaft, sprichst du, so wie ich, komm, folge mir, und thu, wie ich. 6. Ich komme, Herr! gieb Kraft und Licht, daß ich mein Heil erkenne, dein wahrer Schuͤler sey, und nicht mich nur zum Schein so nenne, damit ich dei— nem Vorbild treu, und Andern selbst ein Bey-⸗ spiel sey! 96 Bekannte Melodie. Aufrufend. 292. 9 ir nach, spricht Christus, un-⸗ ser Held, folgt meinem Vorbild, Cheisten! ver⸗ laͤugnet euch, besiegt die Welt mit ihren schnoͤden ULüsten, gebt ihren Rei⸗ zun⸗ 0 — ngen nil Wleher! ., Shlacht gen e chluch We fol IR d hahte 0 Drin AWhhlhei II Mensch Muh,, Fhngichke Mꝛsstrie s Finden Saiaithig Wchat gt Den Eshädl e Wo. toshet mi Destr hahiheh. Hahn ich sih und ihstc hin 4 Du 0 iteinst v⸗ huh goch fämpft Hacht di suß auch le. Vie Nh h ih, N. sg dsun. l Les Hah u tkugs und mit ichheit hr mit Suh Gedulh, ine Fuhn rsam hen hetest sehn große Il r zum MW „ daß ihn gleich Hv un und H haft, sie e ich, iu und thy; fomme,. und uh ril erkenst;v huͤler seh/x sur jum en damit 0 ild treu,) lbst eih te Melch. rufend. sir nach 0 Christuß folgt Cheisteh ch, besth ahret shh 61 Treue gegen Gott und Jesum. 267 zungen nicht nach, erdul— det lieber Ungemach. 2. Ja, Herr! dein Vor⸗ bild leuchtet mir zu einem heil'gen Leben. Wem soll ich auch wohl sonst, als dir, zu folgen mich bestre⸗ ben? du zeigst den Weg zum wahren Wohl, und wie ich richtig wandeln soll. 3. Dein Herz war voll Ergebenheit, war auch voll Menschenliebe, voll Demuth, Sanftmuth, Freundlichkeit, und voller Mitleidstriebe, selbst dei— nen Feinden wandtest du großmuͤthig Hilf' und Wohlthat zu. 4. Dein Beyspiel lehrt, was schaͤdlich ist, mit weiser Vorsicht fliehen, es lehret mich, mein Herz der List und Heucheley entziehen. O wohl mir, wenn ich deinem Sinn stets und in Wahrheit aͤhnlich bin! 5. Du giengst als Fuͤh— rer einst voran, stehst mir auch noch zur Seite, du kaͤmpftest selbst, und brachst die Bahn, staͤrkst nun auch mich im Strei⸗ te. Wie koͤnnt' ich denn noch zaghaft seyn, und mich, dir nachzufolgen, scheu'n? 6. Wer hier sein Gluͤck zu finden meint, wird's ohne dich verlieren, wer's bey dir zu verlieren scheint, den wirst du dazu fuͤh⸗ ren. Wer dich als seinen Herrn verehrt, und dir nicht folgt, ist dein nicht werth. 7. So will ich denn dir, meinem Herrn, froh und getreu nachwandeln, und in dem Kampf der Tugend gern so stand⸗ haft, wie du, handeln; denn wer nicht kaͤmpft, traͤgt auch die Kron? des ew'gen Lebens nicht da⸗ von. Treue gegen Gott und Jesum. Mel. Ew'ge Liebe mein Gemuͤthe ꝛe. Mit standhafter Ergebung. Dey getreu bis 293. S an das Ende, daß kein Leid und keine Noth je von deinem Gott dich wende, sey ihm treu bis in den Tod. O! das Leiden dieser Zeit ist nicht werth der Herrlichkeit, die uns Gott dafür will geben, dort in seinem Freudenleben. 2. 263 —* Pflichten gegen Gott und Jesum. 2. Sey getreu in dei⸗ nem Gi˙ üben laß dir deinen festen Grund ja nicht aus dem Herzen rauben, sage den Gewis⸗ sensbund, den du schlos⸗ sest in der Tauf', deinem Gott nicht wieder auf. Denn wie leicht geht der verloren, der ihm treulos hat geschworen. 3. Sey getreu in dei— ner Liebe gegen Gott, der dich geliebt, treu in wah⸗ rer Menschenliebe dem auch, der dich oft betruͤbt. Denke, wie 109 30 land that, als er fuͤr die Fein⸗ de bat, du muße, soll dir Gott vergeben, auch verzeih'n und liebreich le— en. 4. Sey geteeu in dei⸗ nem Leiden, ud laß dich kein Ungemach, keine Noth von Jesu scheiden, murre nicht in Weh und Ach! denn du machest deine Schuld groͤßer durch die Ungeduld. Selig ist, der willig traͤget, was sein Gott ihm auferleget. 5. Sey getreu in dei⸗ nem Hoffen, wenn Gott dich nicht bald erhoͤrt, und der Noth, die dich be⸗ troffen, nicht so, wie du wuͤnschest, wehrt. Halt' an seine Treu dich fest, glaub', daß er dich nicht verlaͤßt, seine Hilf“ ist schon vorhan iden, wer so hofft, wird nie zu Schan— den. 6. Treu auch in den letzten Stunden halt dich glaubensvoll an Gott, suche 9 in Jesu Wun⸗ den, Leben in des Mitt⸗ lers 2d. Wer auch ster⸗ bend glaͤubig rit— und als Christ den Tod be— zwingt, der bekommt die Siegeskrone dort fuͤr sei⸗ ne Treu' zum Lohne. 7. Nun wohlan! ich bleib' im Leiden, Glau- ben, Lieben, Hoffen fest. Ich bin treu bis an das Scheiden. Jesus, der mich nicht verlaͤßt, ist's, den meine Seele liebt, und dem sie sich ganz er⸗ giebt, ihm befehl' ich meine Sachen, er weiß Alles wohl zu machen. Mel. Jesus, meine 0 sicht ꝛc. Mit Herzlichkeit. einen Jesum 294. 2 laß ich hacht. Cr hat sich fuͤr mich ge⸗ geben, sollt' ich nicht aus Dank und Pflicht, ihm anhangen, ihm nur le⸗ ben? Er ist meines Le⸗ bens Licht, meinen Jesum laß ich nicht. 2. —— 1,, 3R gesa I„ Un sislehes W Wir ten. ö berp ahm Haf Aourt 1 10 ss, U 6, ö f IWt tlall Ushacht, M.. ulc 490 uhn kiben Woh n 1 hich A, Ei thlt, sch nic Ven Vheklis⸗ In th sch Hbsal Hchne Wo daden ult; Ium gie . Dox Wn Hi seihen sch 10 Ml er g. an t fil V W V sah, —— he Hilß g den, wee f uie zu Echn auch in den halt H I an Gah u Jisa Vu in des N Ler auch sn g ringt, u den Tod bekomat dort fil s n kohat. wohlan“ Leiden, O „Hossen st 1 bis u M Jesus, erlaͤßt, iiz Seele Hh sich gusßt befehb en, e U ju nachn meine zule t u enlliolil. n laß ich nl füt nich ich nigt Pficht, R ihm mut ö st melhes eigen Y Treue gegen Gott und Jesum. 269 2. Er, den Menschen einst gesandt, uns zu leh⸗ ren, uns zu retten, gab sein keben uns zum Pfand, daß wir Gottes Gnade haͤtten. O! wie bin ich ihm verpflicht! meinen Jesum laß ich nicht. 3. Durch ein Herz voll Dankbarkeit, durch Ge— horsam, den ich ube, ge— gen das, was er gebeut, halt' ich fest an seiner Liebe, traue dem, was er verspricht, und so laß ich Jesum nicht. 4. So ist er mein Theil und Ruhm bis an mei⸗ nes Lebens Ende; ihm geb' ich zum Eigenthum ganz mich hin in seine Haͤnde. Er ist meine Zu⸗ versicht, meinen Jesum laß ich nicht. 5. Wenn mein Auge schon verlischt, Wang' und Lippen sich entfaͤrben, mich kein Labsal mehr erfrischt, alle Sinnen mir ersterben, und das matte Herz nun bricht; laß ich meinen Jesum nicht. 6. Dort auch laß ich Jesum nie, hange stets an seinen Blicken; denn nach dieses bLebens Muͤh? will er ewig mich erqui⸗ cken. Ewig strahlt mir dort sein Licht, meinen Jesum laß ich nicht. 7. Nichts auf dieser Erde ists, was des Her⸗ zens Wuͤnsche stillet. Du, o Jesu! du nur bist's, du nur, der sie ganz er⸗ fuͤllet. Dich, mein Reich⸗ thum, Ruhm eand Licht! dich, mein Jesu! laß ich nicht. 8. Dich, mein Jesu! halt' ich fest, lasse nichts von dir mich scheiden. Weh euch, die ihr ihn vergeßt! ihr beraubt euch ew'ger Freuden. Selig, wer in Wahrheit spricht: Meinen Jesum laß ich nicht. Mel. Komm, o komm du Geist ꝛc. Mit Festigkeit. 295 Liebe, die du mich zum Bil⸗ de deiner Gottheit hast ge⸗ macht, Liebe, die du mich so milde nach dem Fall mit Heil bedacht, Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu dleiben ewiglich! 2. Liebe, die du mich erkohren, eh' als ich ge⸗ schaffen war, Liebe, die du Mensch gebohren, und mir gleich wardst ganz und gar, Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich! 270 Pflichten gegen uns selbst. 3. Liebe, die fuͤr mich gelitten, und gestorben in der Zeit, Liebe, die mir hat erstritten eine frohe Ewigkeit, Liebe, dir er⸗ geb' ich mich, dein zu blei⸗ ben ewiglich! 4. Liebe, die du Kraft zum Leben mir geschenkt mit deinem Wort, Liebe, die sich hingegeben, mich zu segnen hier und dort, kiebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich! 5. Liebe, die mich hoch verbunden, der ich alles schuldig bin, Liebe, die mich uͤberwunden/ nimm mein ganzes Herz nun hin. Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich! 6. Liebe, die mich ewig liebet, wie sie liebend fuͤr mich litt', Liebe, die das Loͤsgeld giebet, und mich betend noch vertritt, Lie— be, dir ergeb? ich mich, dein zu bleiben ewiglich! 7. Liebe, die mich wird erwecken aus dem Grab der Sterblichkeit, Liebe, die des Todes Schrecken hebt durch kuͤnft'ge Herr— lichkeit, Liebe, dir ergeb' ich mich, dein zu bleiben ewiglich! Pflichten gegen uns selbst. Selbstliebe⸗ Liebreicher Gott 262 Gefühlvoll bittend. ein Wille ist 296. D'es, Gottl ich soll mich selbst auch lie⸗ ben. O! laß mich diese Pflicht nach deiner Vor⸗ schrift uͤben, und schraͤnke selbst den Trieb: froh Mel. milder und begluͤckt zu seyn, den du mir eingepflanzt, in heil'ge Graͤnzen ein. 2. Gieb, daß mein gan⸗ zes Herz sich deiner Nebe weihe, das Gute immer thu', das Boͤse ernstlich scheue. Wer als ein Christ sich liebt, der flieht auch als ein Christ, was sei⸗ nes Naͤchsten Wohl und dir entgegen ist. 3. Nicht Neid, nicht Eigennutz beherrsche meine Seele! laß mich bey dem, was ich zu meinem Gluͤ⸗ cke waͤhle, auf Waͤhrheit, Billigkeit, und Recht und Treue schau'n, und nie mein —— Dal V. Ite E Dir + f vo cht, un Ihchut It Heme nhlebt 0 f uich, hh RMe Ghich d Gguntt. Wufste Mufin seus in I Mih be sth N u l 6 n sc, de lus alein vrs Hu fe sht uns Usshenkt WNauch V „ scl AUtheibga Wfir fei t dein U Der lht, der shon ein ühn die michg sie liebg iebe, M bet, unn verttit, jeb' ich. ben ewist die mic y 18 den chkeit /N des Satt kuͤnftye ebe, dir x ein zu M elhs. daß moy ch deinet! 5 Gute in Boͤse eaf als ein der flichts ist, ul Vohle herrsche mich bahsh meinem x6 uf Bal Selbstliebe. 27¹ mein Wohlergeh'n auf And'rer Elend bau'n. 3. Dir misfaͤllt jedes Gluͤck, wobey die Tugend leidet, und wenn man Eigennutz und Unrecht nicht vermeidet. Wer Un⸗ recht liebt und thut, hat deinen Beyfall nicht. Nie treffe mich, o Gott! dieß schreckliche Gericht. 5. Nie blende mein Gemuͤth der Eitelkeiten Schimmer. Der Erde Reiz entflieht ja doch im Tod auf immer. Was hilft uns kurze kust? Was hilft uns eitle Praͤcht? Nicht ein vergaͤnglich Gut ist's, was uns selig macht. 6. Ein Gott ergeb'nes Herz, ein unverletzt Ge—⸗ wissen, das kann uns nur allein des Lebens euͤh' versuͤßen, das rau⸗ bet uns kein Tod, das folgt uns aus der Zeit, und schenkt uns Ruh' und Trost auch in der Ewig-— keit. 7. O selig, wer darnach mit heil'gem Eifer trachtet, und fuͤr sein groͤßtes Gluͤck, Gott! deinen Beyfall ach— tet! Der liebt allein sich recht, der findet in der Zeit schon wahre Ruh', und einst vollkomm'ne Seligkeit. 8. Das sey mein Zweck, mein Fleiß. O segne mein Bemuͤhen! so wird das wahre Wohl nie meinem Wunsch entfliehen. Dann, Vater! lieb' ich mich so, wie es dir gefaͤllt, und uͤber alles dich, mein Gott! und nicht die Welt. Eigene Melodie. Nach denkend. 5606 Qu foͤrderst gern 297. D mein wahres Wohl; drum hilf mir, Gott! auch, wie ich soll, mit Weisheit darnach stre⸗ ben. Von dir selbst kommt die starke Lust, der rege Trieb in meiner Brust, begluͤckt und froh zu leben. 2. Stets heilig sey mir dieser Trieb; doch auch dein Wille mir so lieb, daß ich mein Wohlerge— hen nur such' auf jenem sichern Pfad, den mir dazu dein weiser Rath von Ewigkeit ersehen. 3. Untruͤglich ist bloß dein Verstand, nur dir ist ganz genau bekannt, was Noth, was Heil ge— biehret. Mich aber taͤuscht oft falscher Wahn, ich seh' noch oft als nuͤtzlich an, was mich zum Eiend fuͤhret. 4· gebricht, 27²2 Pflichten gegen uns sabs. 4. Drum laß mich nie dem Anschein trau'n, und niemals, um mein Gluͤck 30 bau'n, nur, was mir gut daͤucht, waͤhlen. Auch hier sey stets dein Wort mein lLicht; folg ich nür dem, so werd' ich nicht mein wahres Wohl ver— fehlen. 5. Hilf mir, den hoͤchst verschiednen Guͤter, die der Mensch begehrt, recht einseh'n und bedenken, und meine groͤßte Emsigkeit auf das, was ewig mich erfreut, mit weiser Sorgfalt len-⸗ ken. 6. Hilfst du zu dieser Weisheit mir, so werd? ich auch vorzuͤglich hier nach deinem Beyfall stre— ben, mich um ein reines Herz bemuͤh'n, die schnoͤ⸗ de Lust der Suͤnde flieh'n und nur der Tugend le⸗ ben. 7. Dann wird mich wahres Gluͤck erfreu'n. Froh, ruhig wird mein Geist dann seyn in mei⸗ nen Pilgertagen, und, was sonst meinem Wohl das wird mir deine Liebe nicht, Allguͤti⸗ 5•2 versagen. 8. Ich gehe dann den eb'nen Pfad, auf welchem Werth der —.— mich dein weiser Rath zum hoͤhern Leben fuͤhret; wo mich Gluͤck erfreut, und wo mich nun in Ewigkeit kein Unfall mehr berüuͤhret. Sorge fuͤr das Wohl der Seele. Eigene Melodie. Mit froher Empfindung. meiner 298. Seele gro— ßen Werth, den mir Ver— nunft und Schrift erklaͤrt, laß mich mit Ernst beden— ken, und auf die Sorge für ihr Wohl so unermuͤ⸗ det, als ich soll, den groͤßten Eifer lenken. 2. Wie hoch ist sie vor dir geacht! welch Gluͤck hast du ihr zugedacht! wie viel an sie gewendet! Du schufst sie, Gott! dein Bild zu seyn, und hast, in ihr es zu erneu'n, selbst deinen Sohn ge— sendet. 3. Zu groß fuͤr diese kürze Zeit, bestimmt zur frohen Ewigkeit, genießt sie dieses Leben, durch Glauben und durch Froͤm⸗ migkeit zu groͤßerer Voll⸗ kommenheit dereinst sich zu erheben. ö 4· vollkommnes ö Gol — M hu se 04 I 8 fu I aele ö VI II hicht Vechuld, da N Vater 1 ht, Hekllere Nh dir het si, Nüt Gute Rhm Glück M sch! M hichter i Uhu d Muus Le Ushn W seli⸗ R ahst se suid nsch fflg, n„ Hlteg, Ul el lhancht usc wͤth Hnl in schchn 0 I Mo 1 serb Ethisu! M Ei . he ö uhl Ales shemne, säwalih“ Ien dig K 0 H. . * weiser N. Leben fün vollkort ut, uy Ewigloh beruͤhr das M ele. Melcde r Empfuh Werr 5 Sal „den ni Schlift lit Erastl auf d ohl so i ich sol ifer Lalel hoch istf welch L ihr zuhe 0 sie, Hol. yn, IR * en Sah roß fith bestihnch igkeit, 0 hen, Dduuchhn östt ö diesem Ziele fuͤhren. Sorge fuͤr das Wohl der Seele. 273 4. Mit großer Treue willst du sie seibst durch des kebens kurze Muͤh' zu — laß mich nicht, durch eig⸗ ne Schuld, das Heil, das deine Vaterhuld ihr zuge— dacht, verlieren. 5. Nach dir, o Gott! gebildet seyn, mich ewig deiner Guͤte freu'n, zu meinem Gluͤck dich waͤh— len, das sey mein Fleiß und hochster Zweck! laß mich dazu den rechten Weg aus Leichtsinn nie verfehlen! 6. Wie selig werd' ich dann einst seyn, schon hier wird sich mein Geist erfreu'n, in Hoffnung ru⸗ hig leben, und du wirst nach vollbrachter Zeit auch mich gewiß zur Herrlich-⸗ keit, Gott! in dein Reich erheben. Mel. Alle Menschen muͤs⸗ sen sterben ꝛc. Sehnsushtsvoll, ins ist Noth! 299. ach Herr! dieß Eine lehre meine Seele doch! Alles andre, wie's auch scheine, ist nur ein beschwerlich Joch, unter dem das Herz sich quaͤlet, und der Ruhe doch ver⸗ fehlet. Nur dieß Einzige gieb mir, wahren Frieden dort und hier. 2. Seele! willst du die—⸗ ses finden, such's bey kei⸗ ner Kreatur, laß nichts Irdisches dich binden, Erdenguter taͤuschen nur. Rur bey dem auf Gottes Throne hocherhoͤh'ten Men-⸗ schensohne findest du dein wahres Heil und das allerbeste Theil. 3. Dir ist auch das Gluͤck beschieden, was Maͤria sich erlas, als sie, ohne zu ermuͤden, fromm zu Jesu Fuͤßen saß. O! wie brannt' ihr Herz, die Lehren aus der Weisheit Mund zu hoͤren! sie ver⸗ gaß die Welt und sich, hoͤrte, sah nur, Jesu! dich. 4. Also richt' auch mein Verlangen, mein Erloͤ⸗ ser! nur nach dir, deiner Wahrheit anzuhangen, schenke Trieb' und Kraͤfte mir! Wenn auch Andre sie nicht achten, will ich sie mit Lust betrachten, und, mich deines Heils zu freu'n, ihren Lehren folgsam seyn. 5. In dir ist der Weis⸗ heit Fuͤlle. Was die See⸗ le ganz begluͤckt, zeigst du mir, und wenn mein S Wille 27⁴ Pflichten gegen uns selbst. Wille sich in deine Ord⸗ nung schickt; dann werdꝰ ich wahrhaftig weise, mir zum Heil und dir zum Preise, lerne Gottes Rath versteh'n, und den Weg des bebens geh'n. 6. Mit Vergebung al-⸗ ler Suͤnden, Herr! be⸗ gnadigst du mich dann, laͤßt mich wahre Ruhe finden, daß ich froͤhlich ruͤhmen kann: ich bin auch bey Gott in Gnaden! Und was koͤnnte mir denn schaden? Meines Mitt⸗ lers Guͤtigkeit dank' ich diese Sicherheit. 7. Aber du bist meiner Seele auch zur Heiligung gemacht, daß sie nicht mit Vorsatz fehle, fliehe vor der Suͤnde Macht. Muth und Kraft zum heil'gen Leben kannst du, willst du Allen geben, die mit Ernst sich nur be⸗ muͤh'n, schnoͤde Suͤnden-⸗ lust zu flieh'n. S8. Darum sollst du mir das Eine, Jesu! mein Begluͤcker seyn. Pruͤf? und forsche, wie ich's meine, tilge allen Heu⸗ chelschein. Daß ich hier schon auf der Erde durch dich gut und selig werde, und dir treu sey bis zum Tod, nur dieß Eine ist mir Noth. Veredlung der Verstands⸗ kraͤste. Eigene Melodie. Nachdenkend. ö as in mir 300. forscht, was in mir denkt, hast du, mein Schoͤpfer! mir ge⸗ schenkt, gieb, daß ich dir es weihe. Von dir kommt Wissen und Ver—⸗ stand, gieb, daß der Ga⸗ ben deiner Hand ich mich mit Demuth freue. 2. Ich ward durch dei⸗ ner Allmacht Ruf das, was ich bin. Nicht ich erschuf mir meiner Seele Kraͤfte. Sie auszubilden, wer verleiht, als du, mir die Gelegenheit, und Se⸗ gen zum Geschaͤfte? 3. Wenn schnell und leicht und ohne Muͤh mein Geist die Wahrheit faßt, laß nie mich Gluͤck⸗ lichen vergessen: Gott schuf den Geist, Gott gab die Kraft, am Tage jener Rechenschaft wird er darnach mich messen. 4. Wer viel empfieng, soll reiche Saat, soll Tu⸗ gend auf dem Lebenspfad, so viel er kann, ausstreuen. Wer sicher schlummert, kaͤrglich saͤt, der wird, er⸗ — wachte et 0 faher A Gott ij Schuld Hiht, Ihl Augend , den wi Kleinen l ethoͤhn feh si Imntl brin Nl od in Heihn Rüßheit mic ah Etolz en. Lat Mht scheu' II, ach! 2 e im. Htzen. Wurdig helen. ů U V 0 oͤpferl n⸗ ieb, Rti ward Hacht M. bin. M. ir Meint Sie aubdle üiht, A henhei, u Geschaft! enn schh nd ohl“ st die B. nie mig ergessen: Geist, Traft, a cheuschss, mich ui viel eas Saat, u. em Lobllh nm, ubs r sällll Et, du Veredlung der Verstandskraͤfte. 275 erwachte er auch spaͤt, sich keiner Aernte freuen. 5. Gott ist gerecht! wer ohne Schuld nur langsam waͤchst, und in Geduld der Tugend Fruͤchte brin—-⸗ get, den wird— er war im Kleinen treu— sein Gott erhoͤh'n, wenn einst ganz frey sein Geist zum Himmel dringet. 6. Viel oder wenig sey mein Theil; nur laß durch Traͤgheit mich mein Heil, durch Stolz es nie ver- scherzen. Laß mich nicht Arbeit scheu'n und Muͤh', und, ach! Vermessenheit sey nie im leicht bethoͤr⸗ ten Herzen. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Angenehm. iel hast du 301. uns, Alllie⸗ bender! des Guten hier gegeben, durch viele Ga— ben, Guͤtiger! beseligt unser keben. Doch, Herr! zum wuͤrdigen Gebrauch der vielen Guͤter gabst du auch uns die Ver⸗ nunft, uns Menschen. 2. Sie ist's, die uns zu dir erhebt, du Vater aller Wesen! die unser Auge schaͤrft, belebt, in der Natur zu lesen, und Ordnung, Zweck und wei⸗ sen Plan, und deiner Gottheit hohe Bahn zu seh'n in deinen Werten. 3. Faͤhrt sie uns auf des Lebens Bahn, dann wird es um uns helle; vor ihr zerrinnt des Jer⸗ thums Wahn, wir schoͤ⸗ pfen aus der Quelle, seh'n dann der Wahrheit helles Licht, dann stoͤren bange Zweifel nicht des Herzens Ueberzeugung. 4. Ihr heiliges Gesetz gebeut nach Tugend uns zu streben, und uns da⸗ durch zur Aehnlichkeit mit dir, Gott! zu erheben. Zum Glaͤuben an Unsterb⸗ lichkeit, zur Hoffnung froher Seligkeit erhebt sie unsre Seele. 5. Sie ist es, die nicht muthlos bebt, wenn's furchtbar um sie blitzet, im Kampfe muthvoll sich erhebt, das Recht der Menschheit schuͤtzet, sich niemals furchtsam taͤu⸗ schen laͤßt, und unerschuͤt⸗ terlich und fest fuͤr Pflicht und Wahrheit kaͤmpfet. 6. Sie ist die weise Lehrerinn der Demuth, macht beschetiden; sie giebt uns wahren Christensinn und hohen Muth im Lei⸗ den; sie zeiget uns der S Men⸗ auch 276 Pflichten gegen uns selbst. Menschheit Werth, und sie belohnt den, der ihn ehrt, mit freudigem Ge⸗ wissen. ö 7. Durch Jesum chri⸗ stum selbst erschien Ver⸗ nunft in Himmelsklarheit. Wir freuen uns, belehrt durch ihn, der schoͤnsten reinsten Wahrheit. Wer haßte blinden Glauben mehr? und wer empfahl so stark, als er, die Pruͤ⸗ fung seiner Lohre? 8. Lehr', Vater! uns dieß hohe Gut, das du uns gabst, erhalten! Gieb uns, es zu beschuͤtzen, Muth, wenn sich in Licht⸗ gestalten uns einzuschlaͤ⸗ fern, Froͤmmeley und Aberglaub' und Schwaͤr⸗ merey uns hinterlistig na⸗ en. 9. Viel hast du uns, Allliebender! des Guten hier gegeben, durch viele Gaben, Gutiger! beseligt unser keben. O Gott! zum wuͤrdigen Gebrauch der Gaben all erhalt uns Vernunft bis an das Ende. Vorige Melodie. Mit Hochgefuͤhle. Plaͤrt sich der 302. K truͤbe Him⸗ mel auf, dann fuͤhlet ho⸗ fer. he Wonne des Menschen Herz; der neue Lauf, der hellre Strahl der Sonne erhebt zum Danke das Gemuͤth, laut toͤnt dir, Gott! der Freude kied bey deinem Sonnenlichte. 2. Was sonst das Au⸗ ge dunkel sah, sieht es jetzt klar und helle. O ewig Guter! fern und nah' stroͤmt deines Se⸗ gens Quelle; doch unser Auge sah sie nicht, da Wolken noch dein Son—-⸗ nenlicht am dunkeln Him⸗ mel truͤbten. 3. So seh'n auch wir die Wahrheit nicht, wie koͤnnten wir sie lieben? wenn unsern Geist, der Menschheit Licht, des Irrthums Wolken truͤben. Husge sie, dann ist er aufgeklaͤrt, dann fuͤhlt er seiner Menschheit Werth, und fuͤhlt, Gott! deine Groͤße. 4. Ein aufgeklaͤrter Geist erkennt der Mensch-⸗ heit hohe Pflichten. Er ist es, der vom Eifer brennt, sie edel zu ver⸗ richten; er sieht in sich dein hohes Bild, o Gott! und diese Wuͤrd' erfuͤllt ihn ganz mit Tugendei⸗ 9. 4 . 5„ Dr al Vfrund shh, ie sile d ythchet 3i Lugen uschen 0 Wer kan Mensch, IBürger. 10 oht V Iahthaten Rilit u n Iin Gei 10 Unbthate „lach d shanie sch Ftden, sl dr dir ————— — —.— isch 1 II ufgekl R Hatt Rine Mensche Daß bs hier lättt we sht ur A shon y den, 110 hel W 0 W N Ne A neue dus ahl duh u Du laut, r Frah u Sonsa sonst sah, und he ter! su mt deils le; du 5 sie ss noch del m dunlah en. sehꝰn rheit nit wir stt. sern O zit Lich 18 Wollez Rie, dall t, dang enschhel: ut, Gosh Ein auh —* Veredlung der Verstandskraͤfte. 277 5. Der aufgeklaͤrte Tu⸗ gendfreund ehrt Men⸗ schen, seine Bruüder; wo einer stille Thraͤnen weint, da trocknet er sie wieder. Fuͤr Tugend und fuͤr Menschenwohl thut er, so viel er kann und soll, als Mensch, als Christ, als Buͤrger. 6. Ihn treibet nicht der Tugend Lohn zu schoͤnen Tugendthaten, doch lehrt ihn die Religion, daß rei⸗ ner Tugend Saaten zu Fruͤchten bluͤh'n in Ewig⸗ keit, sein Geist bedarf Un, sterblichkeit zu schoͤnen Tugendthaten. „. Nach deinem Willen sollen wir schon weise seyn auf Erden, wir alle, alle sollen dir durch Tugend ähnlich werden. Daß dich ein aufgeklaͤrter Geist, dich, Gott des Lichts! nur wuͤrdig preist, lehr' alle Menschen fuͤhlen. d. O laß doch, Vater! taͤglich hier uns aufge⸗ klaͤrter werden. Dann steigt zur Aehnlichkeit mit dir schon unser Geist auf Erden. Und einst seh'n wir in hellerem Licht, was Wahrheit ist und Recht und Pflicht, und lieben nur die Tugend. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛ2. Bedaͤchtig. 303. Lehre mich, Herr! recht bedenken, was die wahre Weisheit sey, meinen Fleiß darauf zu lenken, stehe mir aus Gnaden bey. Denn die Klugheit, die die Welt ohne Grund fuͤr Weisheit haͤlt, foͤrdert nicht mein Wohlergehen, und kann nicht vor dir bestehen. 2. Weisheit ist's, wenn unsre Seelen sich, Herr! deines Wortes kicht nur allein zum Fuͤhrer waͤh⸗— len, und mit fester Zu⸗ versicht diesem Licht sich anvertrau'n; denn die folgsam darauf schau'n, ihre Hoffnung darauf gruͤnden, werden Heil und Leben sinden. 3. Weisheit ist es, dar⸗ nach trachten, recht mit sich bekannt zu seyn, sich nicht schon, vollkommen achten, und den Eigen⸗ duͤnkel schen'n, gern auf seine Fehler seh'n, reue⸗ voll sie Gott gesteh'n, eif⸗ rig stets nach Beß'rung streben, und sich deß doch nie erheben. 4. Weisheit ist es, Chri⸗ stum ehren, seiner Leitung zu 278 Pflichten gegen uns selbst. zu vertrau'n, so auf seine Stimme hören, und auf seinen Wandel schan'n, daß man Suͤnden ernstlich Lemüht und mit Eifer sich emuͤht, seinem Bilde hier auf Erden immer aͤhnli⸗ cher zu werden. 3. Weisheit ist es, al⸗ les meiden, was mit Re eur das Herz beschwert, un d sich huͤten vor den Freu⸗ den, die der Suͤndendienst gewaͤhrt, nicht die Ehre dieser Welt, nicht Ge⸗ maͤchlichkeit und Geld fuͤr das wahre Wé ohlseyn ach⸗ ten, nein, nach bessern Guͤtern teachten. 6. Weisheit ist es, Got⸗ tes Gnade sich zu seinem Ziel erseh'n, und auf sei⸗ ner Wahrheit Pfade die⸗ sem Gluͤck entgegen geh'n, gern nach iu Willen thun, froh in seiner Fuͤ⸗ gung ruh'n, aud wenn keiden uns beschweren, hoffend mit Geduld ihn ehren. 7. Weisheit ist es, stets bedenken, nur Pilger sind, Wunsch und Hoffnung dahin len-⸗ ken, wo die Seele Ruhe find't, seine Augen un⸗ verwandt nach dem wah⸗ ren Vaterlaud richten, und sich hier bestreben, baß wir hier wie man droben lebt, zu leben. 8. Diese Weisheit ist auf Erden, Hoͤchster! un⸗ ser bestes Theil. Die von ihr geleitet werden, deren Weg ist Licht und Heil. Solche Weisheit kommt von dir. Gott! verleihe sie auch mir! Laß sie mich 0 allen Zeiten auf den Weg des Friedens leiten. Beherrschung der sinnli⸗ chen Triebe und Be⸗ gierden. Mel. Du kamst zu uns im Staube ꝛc. Mit gesetztem Muthe. Mich selbst muß 304. M ich bezwin⸗ gen, um dir, Gott! treu zu seyn; das Gute zu Lellbringen die Suͤnden⸗ lust zu scheu'n, muß ich mit edlem Muth mich auf den Kampfplatz wagen, mir manchen Wunsch ver⸗ sagen, and jedes falsche Gut. 2. Ich soll kein Uebel fliehen, wenn mir's die Pflicht gebeut, mich ihm zu unterziehen; soll mit Eutschloffenheit auch, wo Gefahren sind, selbst die Gefahr nicht scheuen, um mich . 703 109610 Zuub' t. Mie s⸗ 46 fede h nir! Ueine ai I Rht! katt IIn de Wind 4 iur den 11 man, 0 n 4 u lei Hsshe Ri I Mfan Wsals ss Refärk Zon Ube l Rchan sey n lie 0 Wn, 3 Uh 77 in; so uin, 0 . uf di Wn; aß eut nt slffchet sihe nih. Loben loh, 6 Weisheg hoͤchstth y heil, Dieh werden, gat icht und sisheit lut Hotti ha aß su Veiten auf x Friedens läg Tug det sih be und Y. erden, amst iu zube u, ahten Muh. Hich schin Hich Ha hit, H das GI „die Sich bu, Muft Muth mias Ifplatz hs Bunshh jedes fll Beherrschung der sinnlichen Triebe ꝛc. 279 mich des Lohns zu freuen, den Treu' im Kampf ge⸗ winnt. 3. Wie schwer ist dieß Geschaͤfte der Selbstbeherr—⸗ schung mir! wie schwach sind meine Kraͤfte! wer unterstuͤtzt mich hier? Du, Vater! kannst allein zum eifrigen Bestreben mir Muth und Kraͤfte geben, und mir den Sieg ver—⸗ leih'n. 4. Laß mich die Lust verachten, die zu dem ka⸗ ster fuͤhrt, und nicht nach Guͤtern schmachten, die man so leicht verliert. Hilf jede Leidenschaft in ihrem Anfang daͤmpfen, und sie als Christ bekaͤm⸗ pfen, gestaͤrkt durch deine Kraft. . Beym staͤrksten mei⸗ ner Triebe laß mich stets wachsam seyn, und mich vor Eigenliebe und ihrem Lobspruch scheu'n. Will Wohllust, Zorn und Geiz mein schwaches Herz be⸗ ruͤcken; so hilf sie unter⸗ druͤcken, besiegen ihren Reiz. 6. Auf dich will ich stets sehen; laß nur in diesem Streit mich selbst nicht hintergehen; gieb mir Ent⸗ schlossenheit, und unter⸗ stuͤtze mich, daß ich mein Herz bekaͤmpfe, die Macht der Luͤste daͤmpfe; so sieg ich, Gott! durch dich. Eigene Melodie. Beweglich und überzeugend. ft klagt dein 305. O Herz, wie schwer es sey, den Weg des Herrn zu wandeln, und taͤglich seinem Willen treu zu denken und zu han⸗ deln. Wahr ist's, die Tugend kostet Muͤh'; sie ist der Sieg der kuͤste; doch richte selbst, was waͤre sie, wenn sie nicht kaͤmpfen muͤßte? 2. Die, die sich ihrer Laster freu'n, trifft die kein Schmerz hienieden? sie sind die Sklaven eig⸗ ner Pein, und haben kei⸗ nen Frieden. Der From⸗ me, der die Luͤste daͤmpft, hat oft auch seine Leiden, allein der Schmerz, mit dem er kaͤmpft, verwan⸗ delt sich in Freuden. 3. Des LKasters Bahn ist Anfangs zwar ein brei⸗ ter Weg durch Auen; al⸗ lein sein Fortgang wird Gefahr, sein Ende Nacht und Grauen. Der Tu⸗ gend Weg ist Anfangs steil, laͤßt nichts als Muͤ⸗ he blicken; doch weiter fort 280 Pflichten gegen uns selbst. fort fuͤhrt er zum Heil, und endlich zum Entzuͤ⸗ cken. 4. Gesetzt, Gott haͤtt' es uns vergoͤnnt, unsers Fleisches Willen, wenn Wohlnust, Neid und Zorn entbrennt, die kuͤste frey zu stillen; gesetzt, Gott ließ den Undank zu, den Frevel, dich zu kraͤn— ken, den Menschenhaß: was wuͤrdest du von die— sem Gotte denken? 5. Gott will, wir sol— len gluͤcklich seyn; drum gab er uns Gesetze. Sie sind es, die das Herz erfren'n, sie sind des Le⸗ bens Schaͤtze. Er spricht in uns durch den Ver— stand, und spricht durch das Gewissen, was wir, Geschoͤpfe seiner Hand, flieh'n, oder waͤhlen muͤs⸗ sen. 6. Ihn fuͤrchten, das ist Weisheit nur, und Freyheit ist's, sie waͤhlen. Ein Thier folgt Trieben der Natur, ein Mensch dem kicht der Seelen. Was ist des Geistes Ei—⸗ genthum? was sein Be—⸗ ruf auf Erden? die Tu- Was ihr kohn, Ruhm? Gott ewig aͤhnlich werden. 7. kern'nur, Geschmack am Vort des Herrn und nach seiner Gnade finden, und uͤbe dich getreu und gern, dein Herz zu uͤberwinden. Wer Kraͤfte hat, wird durch Gebrauch von Gott noch mehr bekommen; wer aber traͤg ist, dem wird auch das, genommen. 8. Du streitest nicht durch eigne Kraft, drum muß es dir gelingen. Gott ist es, welcher bey⸗ des schafft, das Wollen und Vollbringen. Wann gab ein Vater einen Stein dem Sohn, der Brod be— gehrte? Bet oft; Gott muͤßte Gott nicht seyn, wenn er dich nicht er—⸗ hoͤrte. 9. Betritt der reinen Tugend Pfad als treuer Pflichtverehrer, so wie ihn Jesus selbst betrat, als heil'ger Tugendlehrer. Dich muͤsse nie des Fre⸗ chen Spott auf diesem Pfade hindern; der wah⸗ re Ruhm ist Ruhm bey Gott, und nicht bey Men⸗ schenkindern. 10. Sey stark, sey maͤnnlich allezeit, tritt oft an deine Bahre; ver⸗ gleiche mit der Ewigkeit den Kampf so kurzer Jah⸗ re. Das Kleinod, das dein Glaube haͤlt, wird neuen Muth dir geben, und was er hat, + .. u Kaft zuel, Iln. 0 Den Zguhe Hte W Esend! H Heth Wiht al W is Aei fumm 12080 äge Hta 0 rechte Ehnlchkei Uoolzieh bist Rei u 3. Golt. H srehen 10 f 7 Noefude, Etken Ind g 0 u übewih; at hat, V Mauch m bekom Ameh 70 ist, den bas t „ das M dringen. nter einenen „ der Dahl Bet ost; E tt nicht i. dich nich Zitt dit is fad als le rer, so. 1 hettat, Tugendh nie deb Et auf Mi Kern; der ist 105 ö nicht be . salk, Wle Beherrschung der sinnlichen Triebe ꝛc. 281 und Kraͤfte der zukuͤnft'⸗ gen Welt, die werden ihn beleben. II. Denk endlich zur Beruhigung, Gott foͤrdert alles Gute. Er staͤrket dich zur Heiligung mit Eifer und mit Muthe. Er liebet Herzensredlichkeit, und sieht auf dein Bestre—⸗ hen; er ist es, der dir Lust verleiht und Kraft zum frommen Leben. Mel. Der du voll Blut und ꝛc. Demuͤthig bittend. Mie schwach ist 306. meine Tu⸗ gend! Wie leicht verirr' ich mich! seit meiner fruͤ⸗ hen Jugend, wie oftmals strauchelt' ich! zum Guten oft zu traͤge, leichtsinnig bis ins Grab, fuͤhrt' mich vom rechten Wege die Sinnlichkeit oft ab. 2. Oft fehltꝰ es mir am Muthe zu thun nach mei⸗ ner Pflicht, ich kenne wohl das Gute, und doch thu' ich es nicht; leicht laß ich mich verleiten, das Boͤse zu vollzieh'n, scheu? mich, es zu bestreiten, will sei⸗ nen Reiz nicht flieh'n. 3. Gott! laß mich eif⸗ rig streben, der Tugend treu zu seyn, nur meiner Pflicht zu leben, des Gu⸗ ten mich zu freu'n, laß mich es nie vergessen, daß auch der Fromme faͤllt, der sich, stolz und vermessen, zu stark im Guten haͤlt. 4. Um auch die klein⸗ sten Suͤnden und ihren Reiz zu flieh'n, laß leb⸗ haft mich empfinden, sie zu groͤßern ziehn; uͤber meine Triebe immer wachsam seyn, mich jede Sundenltebe und ihre Folgen scheu'n. 5. kaß mich bey den Gefahren der Welt und Eitelkeit mein schwaches Herz bewahren, daß es sich nicht entweiht; mich nie Verfuͤhrer hoͤren, die in ihr Netz mich zieh'n, und, wenn sie mich be—⸗ thoͤren, als falsche Freun⸗ de flieh'n. 6. Mein Herz kann bald verzagen, bald wieder tro⸗ tzig seyn, hier, was es nicht soll, wagen, dort, was es nicht darf, scheu'n; kann leicht mich hihrerge⸗ hen durch seiner kuͤste Spiel; will, was es taͤuscht, nicht sehen, und trauet sich zu viel. auch daß laß in ich 7. Gieb, Gott! hier mir Schwachen Muth und Entschlossenheit, und laß mich immer wachen, daß 282 Pflichten gegen uns selbst. daß mich kein Schritt ge—⸗ reu't; gieb, daß ich bald bemerke, wenn sich mein Herz verirrt, und, stolz auf seine Staͤrke, selbst sein Verraͤther wird. 8. Dann werd' ich nicht erliegen. Durch ernste Wachsamkeit werd“ ich doch endlich siegen; auch in dem schwersten Streit nie von dem Kampfplatz weichen, so sehr Gefah— ren droh'n; des Glau⸗ bens Ziel erreichen, mit ihm des Kampfes kohn. Mel. Ew'ge Liebe, mein Gemuͤthe ꝛc. Mit Eifer. Ichaͤffet, schaf⸗ 307. S fet, Men⸗ schenkinder! schaffet eure Seligleit! bauet nicht, wie sichre Suͤnder, auf die ungewisse Zeit. Unver⸗ weilt bekehret euch, rin⸗ get nach dem Himmel⸗- reich, und bemuͤh't euch, hier auf Erden heilig, selig dort zu werden. 2. Werdet ihr nicht hier recht ringen, son⸗ dern traͤg' und laͤssig seyn, eure Triebe zu bezwingen; wie kann euch der Sieg erfreu'n? Was Gott fo⸗ dert, muß allein eures Lebens Richtschnur seyn, mag's auch eurem schwa⸗ chen Herzen Freude brin— gen, oder Schmerzen. 3. Bruͤnstig beten, all⸗ zeit wachen, die Versu— chung weislich flieh'n, sich die Pflicht zur Freude machen, unablaͤssig sich bemuͤh'n, selbst bey Spott und Hohn der Welt, das zu thun, was Gott ge—⸗ faͤllt: dieses Wollen und Vollbringen heißet nach dem Himmel ringen. 4. Drum entreißet euch den kuͤsten, die ihr noch gefesselt seyd, und be— weiset euch als Christen, muthig, standhaft in dem Streit. Schont der lieb⸗ sten Neigung nicht, waͤr? es auch die schwerste Pflicht, und denkt oft an Christi Worte: Dringet durch die enge Pforte. 5. Zittern will ich vor der Suͤnde, und dabey auf Jesum seh'n, daß ich seinen Beystand finde, in der Tugend zu besteh'n. Laß mich, Gott! verges⸗ sen nicht, unser warte ein Gericht, wo das soll ver⸗ golten werden, was wir thaten hier auf Erden. 6. Gieb zum Wollen das Vollbringen, Muth und Kraͤfte zu dem Streit, lehre Vohl —— se Nh/ K Wger, unt sidgket. b einen sllalfnen ssih wach „ IId als Hapel dris Mit ue Orist Ernun . Wegst Wh. W. Iind kan Ilhage jet REn Er Al, dert NMAd ihn iage Ol Artau slst ibeew — Wshr Eelhs un der asch Su 0 Ii sif, igt, Wkugend; 68 i Wa andern Hann, d uhh, des! hhlchte der Mpaste shsiehy . — htschnn j Reurem sth Freude l Schmeng stig betyy 1, di lich ficht t zur f unablish. elbst behd der Nbl was Oh es Volgs n heistt nel ungn Wenkkeißtz „die ist! eyd, W 9 als HM andhast x chont d ing ch, die sty 1d denkk zotte: A enge Hh rn wil l E, und sehu, N. tand fil Id zu M Gott! H unset Ruhl o das sis den, Rhs auf Ei zun I ringell, Y 3 6 Beherrschung der sinnlichen Triebe ꝛc. 283 lehre mich, mich selbst be⸗ zwingen, und verleih' Be⸗ staͤndigkeit. Zeig mir den durch deinen Sohn uns verheiß'nen Gnadenlohn, daß ich wache, bete, rin⸗ ge, und als Christ zum Himmel dringe. Mel. Mir nach, spricht Christus ꝛc. Ermunternd. 308. O Christ! die Reize dieser Welt besiegst du nicht ver⸗ gebens. Wer standhaft ringt und kaͤmpft, erhaͤlt die Krone senes Lebens, die dein Erloͤser jedem giebt, der treu bis in den Tod ihn liebt. „Verzage nicht! Wer Gott vertraut, kann sich selbst uͤberwinden, wem vor der Selbstverlaͤugnung graut, der liebt noch heimlich Suͤnden. Wer schweren Pflichten sich ent⸗ zieht, zeigt, daß er vor der Tugend flieht. 3. Es ist um einen Kampf zu thun, so sind die andern leichte. Die Kronen, die am Ziele ruh'n, des Ringens Preis erreichte der Sieger nicht, vermeinte er, der Kampf sey fuͤr ihn viel zu schwer. 4. Ja, waͤre Tugend ohne Streit, so waͤrꝰ ihr Werth geringe; so waͤren Großmuth, Maͤßigkeit und Wohlthun kleine Din⸗ ge, und so erraͤnge Tu⸗ gendfleiß nicht jenes e⸗ bens hohen Preis. 5. Drum folge deinem Heiland nach, und sey sein aͤchter Juͤnger! die Freude, die dir hier ge— brach, ist wahrlich weit geringer, als dort, an seinem praͤcht'gen Thron, die Seligkeit der From⸗ men Lohn. Mel. Weicht ihr Berge ꝛe. Ueberlegend. 309. Rubig soll die Seele bleiben, die sich selbst erkennt und ehrt. Wenn mich Keiden-⸗ schaften treiben, so ver— lier? ich meinen Werth, und mein ungestuͤmmer Sinn reißet mich zur Thorheit hin. ö 2. Herr! du gabst mir Kraft zu denken, Kraft mein keben dir zu weih'n. Wahrheitsliebe soll mich lenken, Tugend meine Freude seyn. O! wo bleibt die edle Kraft, solg' ich bloß der Leiden⸗ schaft? 3. 284 Pflichten gegen uns selbst, 3. Wer kann ernstlich uͤberlegen, und den Glanz der Wahrheit sehn? wer kann seine Pflicht erwaͤ⸗ gen, und auf deinen Pfa⸗ den gehn? wer, o Gott! ist Mensch und Christ, wenn sein Herz in Auf⸗ ruhr ist? 4. Von Verblendung fortgerissen, tobt er dann oft, wie das Meer, uͤber⸗ taͤubet sein Gewissen, brei⸗ tet Schrecken um sich her, laͤstert, wo die Unschuld weint, und verflucht den treu'sten Freund. 5. Wenn ihn Stolz und Neid beseelen, wenn sich Argwohn in ihm haͤuft, wenn ihn Geiz und Murr⸗ sinn quaͤlen, und die Rachsucht ihn ergreift; ach! dann flieht vor sei⸗ nem Blick Menschenrecht und Menschengluͤck. 6. Aber ist die That vollzogen, die sein wildes Herz erfreu't; o! wie hat er sich betrogen! o! wie wird sie nun bereu't! Hingeschwunden ist sein Wahn, und nun klagt er selbst sich an. 7. Nein! ich bin ein Mensch, und fuͤhle, daß mich keidenschaft entehrt, daß sie meinen Lauf zum Ziele und mein Wohl auf Erden stoͤrt, meine Bruͤder mir entruͤckt, und des Lebens Kraft erstickt. 8. Kaͤmpfen will ich, bis ich siege. Vater! Va⸗ ter! steh mie bey! hilf mir, daß ich nicht eeliege, 7* 173 hilf mir, daß ich stand⸗ haft sey! mehr, als Hel— denruhm, ereingt, wer die keidenschaft bezwingt. Bestreben nach Keuschheit und Reinheit des Herzens. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Nachdenklich bittend. ieb, Gott! daß 3.—— G jeder meiner Triebe auf's Gute nur gerichtet sey, und daß ich durch unkeusche kiebe die Menschenwuͤrde nie ent⸗ roeih'. Sie alle hab' ich, Gott! von dir, zu mei⸗ nem Gluͤck gaͤbst du sie mir. 2. Nie laß mich ihren Zweck vergessen, nie das, was mir ihr Misbrauch dräu't, wenn ich, leicht⸗ sinnig und vermessen, nicht steure meiner Sinnlichkeit, und nicht, mistrauisch ge⸗ gen sie, die erste kleinste Regung flieh'. 3. —7575 3 Eost atElt 0 Ad Heie Mlen, hr Vo Iuht Blic ITHhthe RM auf ashn, 0 4n 5 usachr 9 gebi slt Flu hieb, ½ Her schchate 9hn, nit schlebolen daghgene Iuge leh, ien sins seh Manu Iund un A. 2 lofben, 0 Denn I Hit 0„ Und Iahen 0 Wniherol E —— sͤt, resttüß 6 Keaft Nofen yl, e. Vuth mir hehñ ich nucht 3 daß ich j mehe, Rerkingt, schaft dß nach HKat Reinhen Hhetzens, nur denhh enklich hite Rieb, Gus Aederl uf's 0 seh, und M. eusche wuͤrde g⸗ aie alle x on dir, ick gabt! laß min gessen, 1 iht Nüht venn ich. oetmeshf iner Siach N „ Mistans die eist slieh⸗ Bestreben nach Keuschheit ꝛc. 285 3. Sollt' ich mir einen Schritt erlaͤuben, der sich vom Tugendweg verliert, und, meine Unschuld mir zu rauben, mich zum Ge⸗ nuß der Wohllust fuͤhrt? Nein! Kenschheit scheuche meinen Blick, wenn ihm Gefahr droht, schnell zu⸗ ruͤck. 4. Des Umgangs Freu⸗ den laß mich fliehen, wenn er verbot'ne Luͤste naͤhrt; mich ihm auf immer ganz entziehen, so schwer ihn auch mein Herz entbehrt, unkeuscher Triebe bittre Frucht gebiete mir die schnellhte Flucht. 5. Gieb, daß ich auch bey meinen Scherzen, schamhafter Sittsamkeit getreu, mit einem un⸗- schuldsvollen Herzen Zwei— deutigkeiten ernstlich scheu'. Laß mieine Triebe immer rein, nie meine Reden schamlos seyn. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Bittend und belehrend. er Wohllust 31I.* Reiz zu wi⸗ derstreben, laß, Hoͤchster! mein Bemuͤhen seyn! sie ist ein Gift fuͤr unser Le—⸗ ben, und ihre Freuden werden Pein. Ich flehe demuthsvoll zu dir: O schaff ein reines Herz in mir! 2. Die Wohllust kuͤrzet unsre Tage; sie raubt dem Koͤrper seine Kraft; und Armuth, Seuchen, Schmerz und Plage sind Folgen dieser Leidenschaft. Der haßt sich selbst, der Wohl⸗ lust übt, und sich in ihre Fesseln giebt. 3. Sie raubt dem Her⸗ zen Muth und Staͤrke, schwaͤcht den Verstand, der Seele Licht; sie raubt den Eifer edler Werke, und Ernst und Lust zu jeder Pflicht. Sie fuͤhrt Reu' und Gewissens⸗ schmerz in das ihr hin-⸗ gegeb'ne Herz. 4. Der Mensch sinkt unter ihrer Buͤrde noch tiefer, als das Thier, her—⸗ ab; er schaͤndet und ent⸗ ehrt die Wuͤrde, die ihm sein weiser Schoͤpfer gab; vergißt den Zweck, dazu er lebt, weil er nach nie— dern Küͤsten strebt. 5. So schimpflich sind der Wohllust Bande! schon vor der Welt sind sie ein Spott. Ste sind vor dem Gewissen Schande, und noch weit mehr vor dir, o Gott! Wer sich in ihre Knechtschaft giebt, wird nicht von dir, o Gott! geliebt. . 286 Pflichten gegen uns selbst. 6. Den uͤbergiebst du dem Verderben schon hier, der seinen Leib entweiht; und nie wird deinen Him⸗ mel erben, wer sich un⸗ reiner Luͤste freut. Ach! laß mich ihre Reizung flieh'n, und keusch zu seyn mich stets bemuͤh'n. 7. Gieb, daß ich allen boͤsen Luͤsten mit Muth und Nachdruck widersteh', und gegen sie mich stark zu ruͤsten, auf dich, o Heiliger! stets seh'. Wer dich, o Gott! vor Augen hat, flieht auch geheime Missethat. Vorige Melodie. Lehrreich. Dey, aller Wohl⸗ 312. S lust Reiz zu wehren, o Mensch! ein Freund der Nuͤchternheit. Laß Speis' und Trank dich nie beschweren, und steure deiner Sinnlichkeit. Sey deiner Schwachheit dir bewußt, und meid oft selbst erlaubte kust. 2. Sey, um die Wohl⸗ lust zu verhuͤten, stets schamhaft gegen deinen Leib; laß nicht dein Auge dir gebieten, flieh eitlen Scherz und Zeitvertreib— Des frechen Witzlings ———. freyer Scherz erniedrigt und verdirbt dein Herz. 3. Entzieh der Wohllust ihre Kraͤfte im Schweiße deines Angesichts. Der Unschuld Schutzwehr sind Geschaͤfte, Nichts thun das Netz des Boͤsewichts. Bey Traͤgheit und bey Muͤßiggang besiegt uns jeder boͤse Hang. 4. Willst du der Wohl—⸗ lust Trieb bekaͤmpfen, eh' er die Freyheit dir ver— wehrt: so such ihn fruͤh' in dir zu daͤmpfen; hat ihn dein Herz zuvor ge⸗ naͤhrt, und hast du ihn nicht gleich erstickt: so wird er schwerlich unter— druͤckt. 5. Oft taͤuschen dich des Lasters Triebe, und du erblickst nicht die Gefahr; oft wird das unerlaubte kiebe, was Anfangs nichts als Freundschaft war, ein langer Umgang macht dich dreist, und du vergißt, was Unschuld heißt. 6. Dein fuͤhlend Herz wird sich's verzeihen, daß es des Lasters Trieb er— naͤhrt; es wird nur sei— nen Ausbruch scheuen, weil dieser vor der Welt entehrt. die kleinen Feh⸗ ler uͤberseh'n, und so zu großen uͤbergeh'n. 0 dein. V, so e Seele Dher Whs schat Weh u U ohne Muden. WII Kev h denn, Wöest de stit dich e k edan schhss der uh hile, aue, R Fal A xf laffs E Nseuf, — Haaß eng, obt den 00 Seh dit Da e in S Hgeschts. Schuhwih 1NMat Ides Boseht gheit m! Iig besat! Hang. Est du det A. bekaͤmpfth eyheit M. such ihs daͤmpfeh; Herz zuboz und haß w ch erstict. Schwerlic dl Faͤuschen dl Triebe, M icht dir Gh bas uhet Anfangße oschaft huh gang Ra D ö Huld haßt. fühlend 1 vertshn Ners H un ll Pruch shen obor de 7 flei / I 6 7 1956 Bestreben nach Keuschheit ꝛc. 287 7. Ist's Suͤnde, nur die That vollbringen; ist, der's nicht thut, schon tu⸗ gendhaft: sollst du nicht auch den Trieb bezwingen, nicht auch den Wunsch der Leidenschaft? Soll bloß dein aͤuß'rer Wan⸗ del rein, soll's nicht auch deine Seele seyn? 8. Begierden sind es, die uns schaͤnden, und die verletzen unsre Pflicht, auch ohne daß wir sie vollenden. Drum ruͤhme dich der Keuschheit nicht, es sey denn, daß du durch den Geist der Luͤste Herr⸗ schaft dich entreißt. 9. Denk oft den maͤch—⸗ tigen Gedanken: die Un⸗ schuld ist der Seele Gluͤck; und halte, faͤngst du an zu wanken, dich noch von deinem Fall zuruͤck. Dir giebt dein ganzer Lebens— lauf sie nicht zuruͤck, giebst du sie auf. 10. Drum fliehe vor der Wohllust Pfade, und lockt dich schmeichelnd ihre Bahn, so rufe bruͤnstig Gott um Gnade und Weisheit in Versuchung an. Erzittre vor dem er⸗ sten Fall! du faͤllst gewiß mehr als einmal. Mel. Ew'ge Kiebe, mein Gemuͤthe ꝛc. Mit sittlichem Gefuͤhle. ITtandhaft se 313. S 0 ft sey/ ott! mein Wille, zuͤchtig stets und keusch zu seyn, in der Un⸗ schuld heitern Stille dei— ner Gaben mich zu freu'n. Keine Freude dieser Welt, wenn sie noch so sehr ge⸗ faͤllt, laß mich wider mein Gewissen wuͤnschen, su⸗ chen und genießen. 2. Weiß. ich doch, daß deine Guͤte, die so mild und freundlich ist, nie— mals etwas uns verbiete, was das Leben uns ver—⸗ suͤßt. Uns zum Besten nur gebeut dein Gesetz Ent— haltsamkeit, Zucht und Ordnung im Genusse, Maͤßigung im Aeberflusse. 3. Unsre Kindheit, uns⸗ re Jugend, unser Alter darf sich freu'ꝰn. Auch die Freude, Gott! ist Zugend, aber heilig muß sie seyn, nicht ein Taumel, der be⸗ thoͤrt, der Gefuͤhl und Kraft zerstoͤrt, wilde Luͤste soll ich scheuen, und die Seele nicht entweihen. 4. Nur in einem rei— nen Herzen, nur in einer euschen Brust toben nicht der Pflichten gegen uns selbst. 288 der Reue Schmerzen, wohnen wahre Ruh' und Lust. Unbeherrschte Sinn⸗ lichkeit toͤdtet die Zufrie⸗ denheit; sie vergiftet alle Freuden, und verwaͤndelt sie in Leiden. 5. Sittsamkeit und Un⸗ schuld schmuͤcket mehr als Schoͤnheit, sie vermehrt jede Lust, die uns erqui⸗ cket, jedes Gluͤckes Reiz und Werth. Reinen Her⸗ zen fließt der Quell jeder Wonne rein und hell; denn sie hoffen, voll Ver—⸗ trauen, einst dein Ant⸗ litz, Gott! zu schauen. 6. Drum so hilf mir darnach streben, reines Herzens stets zu seyn. Keusch und zuͤchtig laß mich leben, jede schnoͤde Wohllust scheu'n. Schuͤtze vor Verfuͤhrung mich, und mein Herz ergebe sich kei—⸗ ner schaͤndlichen Begierde. Heiligkeit sey meine Zierde! Bewahrung eines guten Gewissens. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Trostvoll. um Trost in 314. 3 unsern Kuͤm⸗ mernissen, zum Licht auf zusrer Pilgerbahn gab than, der 0abane uns der Schoͤpfer das Gewissen„ das zeigt uns jeden Irrweg an, mahnt Sünder noch zur rechten Zeit, und schenkt den Frommen Seligkeit. 3. Haͤtt'st du ein Para⸗ dies auf Erden, und waͤ⸗ rest Unrecht dir bewußt, es mürde dir zur Hoͤlle werden; denn Hoͤlle waͤr' in deiner Brust; ein Koͤ⸗ ni greich vertauschtest du bey ihren Quaalen gern um Ruh'. 3. Ob du auch uͤber Meer' entfloͤhest, und ei— nen menschenleeren Ort zu deiner Wohnung aus⸗ ersaͤhest; dich straft ein boͤs Gewissen dort; kein Jubel wird es uͤber—⸗ schrey-n, kein Bild der Wohllust schlaͤfert's ein. 4. Wohl dem, der in sich selber findet, was ihm die Welt nicht geben kann, sein Gluͤck in dem Bewußtseyn gruͤndet, daß er nach seiner Pflicht ge⸗ als den Ruhm der Welt, ein freudiges Gewissen haͤlt. 5. In jedem Alter, je⸗ der Lage wird's ihm mit Muth zur Seite steh'n, die kleinste Freude seiner Tage durch Gottes Bey—⸗ fall weit erhoͤh'n, und, wo Versuchungen ihm draͤu n, M —7 l/ U 10 tek 0„ Cei. ZoM lj/ ue, 0 ein O Rit u 1 Mor l 08 0 U l n 4 60N nd! Helffchr A l ubbos Wath in IWöt lefe I WH d sch WII t Mut Iag! leit Osthhchte Uustuld sn indune e Ibe mehy i Hesfö 0 ei Holhhh 6 Rie Hh hoh Rhn chin sch d Hldi fihn . — Vöchöhfet g * das Nigt Leg an, nch 0 Rchelft! S du V Vrden, Id It dir W dit zur d nn Holle Brust; anf tauschtet! Auaalen g Cdu auch ohest, Ichenleeten Vohnung u Dich steist g sen duth 1do eh kein ih Wlafett b00 dein, A fiudet, 0 6 uugt M Gluck Ra ner Hoͤher, 469 Vell, eisen 6 vem Mlh) Bewahrung eines guten Gewissens. 289 draͤu'n, sein Fuͤhrer und sein Retter seyn. 6. Sein Trost im Schmerz, sein Freund in Sorgen, o Unschuld, welch ein Schatz bist du! erwachst mit ihm am fruͤhen Morgen, druͤckst Abends ihmi die Augen zu, erquickst durch sanf⸗ ten Schlummer ihn, und Gram und Sorgen muͤs⸗ sen flieh'n 7. Du lehrest, wenn ich schuldlos leide, Ge—⸗ duld mich in der groͤßten Pein; das kleinste Gluͤck, die kleinste Freude muß mir bey dir Entzuͤcken seyn; die Huͤtte wird mir zum Pallast, wenn sie mit mir auch dich umfaßt. 8. Wenn mich die treue⸗ sten Begleiter verlassen in Gefaͤhrlichkeit; erhaͤlt mich Unschuld stark und heiter, im Drange vollEntschlossen— heit. Ich beb' auf Wegen meiner Pflicht vor toͤdtli— cher Verfolgung nicht. 9. Und einst, wenn ich vollendet habe, mein let⸗ ter Schweiß die Stirne deckt; wohl meinem Her- zen dann am Grabe, wenn mich kein inn'rer Richter schreckt! Dann, Trost der Unschuld! fuͤhre du mit Freuden mich dem Him⸗ mel zu. ö Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. roͤstlich. in ruhiges Ge⸗ 315. wissen laß, Herr! mich stets genießenz denn hab' ich dieses nurz so ist foͤr mich in Tagen, wo Andre aͤngstlich zagen, nichts Schreckliches in der Natur. 2. Wenn meine Schuld mich beuget, und dann dein Geist bezeuget, daß ich begnadigt bin; wenn mich dein Trost erquicket, so oft mich Truͤbsal druͤ⸗ cket: wie unschaͤtzbar ist mein Gewinn! Sollt? ich solch æuhig keben fuͤr Lust der Sinne geben, und dann die inn'- re Pein, mich selber an⸗ zuklagen, in meinem Bu⸗ sen tragen? Gott! laß dieß ferne von mir seyn! 4. Sein eignes Herz bekaͤmpfen, und seine Nei⸗ gung daͤmpfen, ist frey⸗ lich schwere Pflicht; doch, wenn wir uns besiegen, welch himmlisches Ver⸗ gnuͤgen gewaͤhrt die Ue⸗ berwindung nicht! 5. Nichts kann im Wohlergehen so unser Gluͤck erhoͤhen, als ein iu⸗ + 29⁰0 Pflichten gegen uns selbst. zufried'nes Herz. Das schafft uns inn're Freu⸗ den, und mildert auch in Leiden durch seinen Trost den groͤßten Schmerz. 6. Die Guͤter zu ver⸗ achten, wornach so viele schmachten, was giebt uns dazu Muth“ Was troͤstet Gottes Kinder beym Spotte frecher Suͤn⸗ der? Ein ruhig Herz, das beste Gut. 7. Zu dir gen Himmel schauen, o Gott! und mit Vertrauen sich ruͤhmen: ich bin dein; im Glau⸗ ben der Erloͤsten sich dei⸗ ner Huld zu troͤsten, welch Gluͤck, o Gott! kann groͤ— ßer seyn! 8. Laß du mich im Ge⸗ wissen einst diesen Trost genießen, wenn alles von mir weicht; kann ich dann voll Vertrauen auf dich noch, Vater! schauen: so wird mir selbst das Sterben leicht. 9. O! laß zu allen Zei⸗ ten mich deine Weisheit leiten, und mache selbst mich treu! Zum Fleiß in guten Werken laß mich die Hoffnung staͤrken, daß groß der Lohn im Him⸗ mel sey! ich Muth, Mel. Lob, Ehr und Preis. Ruhig. welch ein un-⸗ 316.O schaͤtzbares Gut ist doch ein gut Gewissen! hab' ich nur das, so hab' wenn Andre zagen muͤssen. Dann zih tert meine Seele nicht; mich schreckt kein Tod und kein Gericht. Ich ha⸗ be Gott zum Freunde. 2. Bin ich mir deiner Huld bewußt, und, Gott! bey dir in Gnaden; so wohnet Ruh' in meiner Brust, und wer will mir dann schaden? Ich seh' auf dich in aller Noth, womit die Zukunft mich bedroht, mich troͤstet dei⸗ ne Liebe. 3. Trifft mich auch hier zuweilen vnoch das Gift der kaͤsterungen; wird meines Herzens Ruhe doch dadurch nicht ganz verdeungen. Weiß ich nur mein Gewissen rein, und flieh' ich auch den boͤsen Schein; so muß die Wahrheit siegen. 4. Ich sehe mit Zufrie⸗ denheit der kuͤnft'gen Welt entgegen, Muth und Dort sie giebt mir Freudigkeit auf allen meinen Wegen. V —— Out V ben Veth hokk! segen. „So h Mt zul tutht Hen abethe g sey l WH Hl soh den IU eht Rößte j wi Ihstn sp MWeinme Is flom uf se c, Eri Runele W uß Mter! sehhbol . M d last mich Hu Seel Eshn i Ius Ha Hee st sis, in lalbahrer Wssts Dey ——..—— V. Oieundih Lahiz belch a; schoͤßhuh i gut Gg WTur das, P. „ wenn u sen. Dmm. ²e Sel nl eckt kahe Gericht. aum Freuh, 2ich nie Tußt, uud in Guchg Ruh' i Ind wer vůl den? Y in alle die Zukust! mich aß Eft michen boch Ull alungeh; Hethent Urch ssch en. d Gewist * ich dul, heinʒ so siegel, sehe 6 Bewahrung eines guten Gewissens. 291 Dort macht, Wahrhafti— ger! dein Muͤnd den wah⸗ ren Werth der Menschen kund, dort wird der From⸗ me siegen. 5. So hilf denn, daß ich mir zum Heil ein un⸗ verletzt Gewissen, des Le⸗ bens allerbestes Theil, zu haben sey beflissen! Gott! deiner Huld gewiß zu seyn, dein heilig Recht nie zu entweih'n, sey meine groͤßte Sorge. 6. Laß mich, was mein Gewissen spricht, als dei— ne Stimme ehren, und ohne frommen nicht auf seine Warnung hoͤren. Erinnert's mich an meine Pflicht, so laß mich, Vater! saͤumen nicht, sie muthvoll zu erfuͤllen. 7. Mit deinem Beyfall troͤste mich, und staͤrke meine Seele, daß sie vor Suͤnden huͤte sich, und nie aus Vorsatz fehle; denn wer stets reines Her— zens ist, kann immer als ein wahrer Christ, sich deines Beyfalls freuen. Mel. Wer nur den lieben Gott ꝛc. Getrost. enn ich ein rein Gewis⸗ 317. Vorsatz sen habe, wie 98 0 ist meine Seligkeit! i des Himmels beste Gabe, das hoͤchste Gluͤck schon in der Zeit. In Freud?' und Leiden giebt es hier die wahre Ruh' der Seele mir. 2. Getrost bin ich, vor Gott zu treten, und als ein Kind voll Freudigkeit ihn, meinen Vater, an-⸗ zubeten, der Schwachheit gnaͤdig mir verzeiht, und taͤglich neue Klaͤfte giebt dem, der sein Wort von Herzen liebt. 3. Mit Muth trag' ich des Lebens Leiden, und von den Suͤndern Schmach und Hohn. Denn des Gewissens reine Freuden sind mehr werth, ais der Welt ihr Lohn. Und was kann Christen mehr er—⸗ freu'n, als dessen sich be— wußt zu seyn? 4. Darum, mein Geist! sey stets beflissen, daß unverstellte Froͤmmigkeit dir immerdar ein gut Ge⸗ wissen und Zuversicht zu Gott verleiht. Und du, mein Gott! regiere mich; denn o! was koͤnnt' ich ohne dich? DT 2 flieh'n, 29² Pflichten gegen uns selbst. Besserung des Lebens. Deren fruͤhe Noth⸗ wendigkeit. Befiehl du deine Wege ꝛe. Mit Nachdenken bittend. 318. Un als ein Christ zu le⸗ ben, muß ich die Suͤnde scheu'n, und mich mit Ernst bestreben, von Her— zen fromm zu seyn; muß Gottes Wege wandeln, selbst auch beym Haß der Welt nach seiner Vor— schrift handeln, und thun, was Gott gefaͤllt. 3. Zeitlebens muß ich ringen, muß stets gewis⸗ senhaft die Welt und mich bezwingen, und jede Lei⸗ den schaft; muß, daß ich uͤberwinde, auf Gottes Hilfe seh'n, und jeden Reiz zur Suͤnde mit ihrer Lust verschmaͤh'n. 3. Der Sinne Taͤusche⸗ reyen muß ich behutsam und mich den Schmeicheleyen der Ei⸗ genlieb' entzieh'n; muß standhaft in Gefahren, die uͤberall mir draͤu'n, den Glauben treu be— wahren, und unanstoͤßig seyn. Mel. 4. Wie schwer ist dieß Gescheste der wahren Bes⸗ serung! wie schwach sind meine Kraͤfte zu meiner Heiligung! Doch sollt' ich darum zagen? Nein, Va⸗ ter! nein, mit dir will ich den Kampf doch wa— gen; sey du nur stets mit mir! ö 5. Verleih' zu diesem Werke mir nur, durch einen Geist, die Weis-— heit und die Staͤrke, die mir dein Wort verheißt. Gieb durch ihn meiner Seele die Einsicht und die Kraft, daß ich kein Scheingut waͤhle, das nur Verderben schafft. 6. Werd' ich zum Gu⸗ ten traͤge, so staͤrke mich zum Lauf; faͤll' ich auf meinem Wege, so hilf mir wieder auf, und ma⸗ che jedes Laster, deß sich der Suͤnder freu't, mir immer mehr verhaßter in seiner Schaͤndlichkeit. 7. So kann ich alle I mich selbst, die Zelt, den Tod und Al⸗ les uͤberwinden, was mir Verderben droht. Ich werde nicht erliegen; ich dring' in's Reich des Lichts; ich bin gewiß zu siegen. Dein Wort, mein Gott! verspricht's. Mel. Rhr Ves Ru Seel MWcherlier': ch Augen Vahr sch, sein Mopfen, Hhoscho, selinpfen hie Pf Vtn R ee 9f n ft I, uh Hung ihichlen Raqhate: Huct Wshen Fisder Wie ihl der 1. Vel. Wtung n veni⸗ N Kaff f Iu — Eshwer i Narr wihne At schuaß. afte zu uz doch sch, gen Mahl +. mit RI. Rampf dd vDu nut stah leih' uu H Mir nur, Beist, N die Stäch! BVort u rch ihn v je Einseh! t, daß gl t wahll, Derben schf Eed' ich lu „„ so siuhl 27 feb. 1 Vege, 6 er auf, I GToh* Laster, N. Sder fleht dehr Herhh haͤndliglte kann. mich schh en Tod Hinden, U0 droßt. i Mi Ich bin g ein Vun,. Besserung des Lebens ꝛe. 293 Liebreicher milder Gott ꝛc. Ueberlegeud. Mel. Magt' ich es 319.— laͤnger noch, die Beß'rung aufzuschie—⸗ ben, zu der mein Gott mich ruft; so wuͤrd' ich mich nicht lieben. Ist wahre Besserung nicht meiner Seele Gluͤck? war⸗ um verlier' ich denn noch einen Augenblick? 2. Wahr ist es, es ist schwer, sein eigen Herz bekaͤmpfen, der Suͤnde widersteh'n, und boͤse Luͤ⸗ ste daͤmpfen; doch bleibt es meine Pflicht, und je⸗ de Schwierigkeit, die heu— te mich erschreckt, wird groͤßer durch die Zeit. 3. Je oͤfter ich das thu', was Sinnlichkeit be⸗ fohlen, je staͤrker wird mein Hang, die That zu wiederholen. Scheu' ich mich heute nicht, der Luͤste Knecht zu seyn; so werd?' ich morgen schon das Boͤ⸗ se minder scheu'n. 4. Wie schnell kann nicht der Tod mich die— ser Welt entruͤcken! und Beß'rung ist kein Werk' von wenig Augenblicken; ein Seufzer hin zu Gott, ein Wunsch nach Besse⸗ rung und Angst vor Stra⸗ fen reicht nicht hin zur Heiligung. 5. Gewinnet Gott dabey, wenn ich ihn kindlich lie— be, und seiner werth zu seyn, mich in der Tugend uͤbe? Wenn ich das Gute thu', das sein Gesetz ge⸗ beut; so bringt es mir allein Ruh' und Zufrie— denheit. 6. So suͤß ein Laster ist, gewaͤhrt's doch keinen Frieden; der Tugend nur allein hat Gott dieß Gluͤck beschieden. Nur der, der ihr gehorcht, erwaͤhlt das beste Theil, wer von der Tugend weicht, ver— laͤßt sein eigen Heil. 5. Was haͤlt mich denn zuruͤck, das kaster zu ver⸗ laͤssen? weil es mich ganz entehrt, befiehlt es Gott zu hassen. Was haͤlt mich denn zuruͤck, der Tugend Freund zu seyn? weil sie Gott aͤhnlich macht, be—⸗ fiehlt er sie allein. 8. Die Beß'rung fuͤhrt mich nicht zu lauter Angst und Leiden; sie fuͤhret mich vielmehr zu Gott, zu wahren Freuden, macht meine Seele rein, staͤrkt mich mit Zuversicht, giebt Weisheit und Verstand und Muth zu jeder Pflicht. 9. —: 294 Pflichten gegen uns selbst. 9. Herr! du verleihst uns selbst die Kraft uns zu besiegen. Der Sieg, so schwer er ist, schafft goͤtt⸗ liches Vergnuͤgen. Was zag' ich? geht er gleich im Anfang langsam fort, du, Gott! bist mir ja nah', und staͤrkst mich durch dein Wort. 10. O! gieb denn, weil ich jetzt, Herr! deinen Ruf noch hoͤre, daß ich mich ungesaͤumt von al⸗ lem Boͤsen kehrez so darf ich nicht zu spaͤt, zu mei⸗ ner groͤßten Pein, mein hier versaͤumtes Gluͤck als meine Schuld bereu'n. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛe. Mit Wärme des Herzens. ach Tugend 320. N und nach Heiligkeit laß, Gott! mich eifrig ringen, und mich in dieser Uebungszeit, was du befiehlst, vollbrin⸗ gen! Wie wuͤrd' ich sonst vor dir besteh'n? Wer in dein Reich wuͤnscht ein⸗ zugeh'n, muß hier nach Tugend streben. 2. Erst, wenn die letz⸗ ten Stunden nah'n, erst, wenn wir sterben sollen, der edlen Tugend hohe Bahn erst dann beireten wollen; das ist der Weg zum Leben nicht, das ist Verletzung unsrer Pfiicht, Entehrung unsrer Wuͤrde. 3. Du rufst uns hier zur Heillgung; so laß denn auch auf Erden des Herzens wahre Besserung mein Hauptgeschaͤfte wer⸗ den! dazu glieb Weisheit, Lust und Trieb! kein Er⸗ denglück sey mir so lieb, als Wachsthum in der Tugend. 4. Gewaͤnn“ ich auch die ganze Welt mit Allem, was den Sinnen und mer nen Trieben wohlgefaͤllt, was wuͤrd' ich, Goꝛt! gewinnen? was haͤlfe jes der Reichthum mir? was aller Ruhm, wenn ich nicht hier die Tugend lieb gewaͤnne? 5. Was leitet zur Zu⸗ friedenheit? verschoͤnert dieses Leben? Was kann mir Trost und Freudigkeit auch selbst im Tode geben? Nicht Menschengunst, kein irdisch Gluͤck, die Tugend nur, ein froher Blick in jenes beß're Leben. versicht ꝛc. Bedachtig. err! ich hab' 321. aus deiner Treu' mir zum Heil, noch Zeit Mel. Jesus meine Zu⸗ —— I1 0 1 f Hablie I Hel th Rust d h mich VHausst Nasthr ö chhn Ste Rh sd ö Mig mi de , d Wuchscht fan Vhf bey %uich, u Re be Ishihur Rel het v sushe, k Nötshieht Rasec sch Auhe a, oe V Hleh de Masta, d Ehet d sleht. dene. Wage Ihens! IN Reine shüchen ich zu Al niht c sl au ug fi Vnicht,. unstet 0 unster N rufst un. Dhuag; auf Ethos ahn M 6 Eptgeschihth gte 20W Trieb! sey Mik i Ihsthum waͤnn' 6 Welt uhl Sinnen u ben wahh Ird' ich, 2 wat thum nih 250 W ie Y 2 6 leiteth rit? c ben? 0 N und run st im I enschengh Gluͤch N. froher“ vre Lln zesus h Hersicht Bedächli nir un M f. Seligkeit Besserung des Lebens ꝛc. 295 Zeit in Haͤnden. Gieb, Haus ich beflissen sey, sie auch weis lich anzuwenden; denn wer weiß, wie bald zur Gruft deiner Vorsicht Wink mich ruft. 2. Unaussprechlich schnell entflieh'n die mir zuge⸗ zaͤhlten Stunden, wie ein Traum sind sie dahin, und Vauf ewig mir verschwun—⸗ den; nur der Augenblick ist mein, deß ich mich noch jetzt kann freu'n. 3. kaß bey ihrer Flüͤch; tigkeit mich, mein Gott! doch nie vergessen, wie unschaͤtzbar sey die Zeit, die du hier uns zugemes⸗ sen„wie, was Hrer von uns geschieht, ew'ge Fol gen nach sich zieht. 4. Reize mich dadurch zum Fleiß, eh' die Zeit des Heils verlaufen, mir zur Wohlfahrt, dir zum Preis, jede Stunde aus⸗ zukaufen, die zu meiner deine Gnade mir verleiht. 5. Deine schonende Ge⸗ duld trage mich hier nicht vergebens! Ach! vergieb mir meine Schuld, daß so manchen Theil des Le⸗ bens ich zu meiner Seele Wohl nicht gebraucht so, wie ich soll. 90 6. Laß mich meine Bes⸗ serung fuͤr mein Haupt⸗ geschaͤfte achten, und nach meiner Heiligung mit so treuem Eifer trachten, als erwartete noch heut mich Gericht und Swigkeit. 7. Deine Gnade steh' mir bey, 4 mein Leben auf der Erde reich an Tugendfruͤchten sey, und ich reif zum Himmel wer⸗ de. Nahet dann mein Ende sich, o! so staͤrk' und troͤste mich. eel. Wer nur den lieben ꝛc. Eindringend. ntschließe dich, 322 E und thue Bu⸗- ße, da noch des Hirten⸗ stimme lockt! Ach! faͤlle Gott noch hent zu Fuße! bliebst du noch fuͤhllos und verstockt; wie wuͤrde deine Straf' und Pein so fuͤrchterlich, so schwer einst Eyn. 2. Zur Buße ruft Gott alle Seelen, hoͤr' du nur auch, und beß re dich! noch kannst du Fluch und Segen waͤhlen. Gott felbst bezeugt ja vaͤter lich: Ibn jamm're deine große Noth, er wolle nicht des Suͤnders Tod. 3. Bedenk, was kannst du noch begehren, das Gott nicht schon an dir gethan? Er will, du sollst Zum 296 Pflichten gegen uns selbst. zum Himmel kehren, beut dir dir Hand, zeigt dir die Bahn, bezeugt: Er sey dir treu und hold, er wolle, daß du leben sollt. 4. Jetzt will dir Gott noch Gnade schenken; du aber wolltest sie verschmaͤh'n und eher nicht an Beß'⸗ rung denken, nicht Kust und Kraft dazu erfleh'n, als bis der Tag des Heils entfloh'n, bis Todesschre— cken dich bedroh'n? 5. Verlaß nicht auf die letzten Stunden, nicht auf des Schaͤchers Beyspiel dich, der Gnade noch am Kreuz gefunden, der an⸗ dre neben ihm erblich, und gieng mit unbekehrtem Sinn zum ewigen Ver— derben hin. ö 6. Du sprichst: ich will mich schon bekehren, will mich entfernen von der Welt, und ernstlich mei⸗ ner Suͤnde wehren, die mich bis jetzt gefangen haͤlt. Nein, nein! von Oben kommt die Kraft, die neue Herzen in uns schafft. V. Und diese Kraft uns zuzusenden, ist Gott zwar ummerdar bereit; allein sie heilsam anzuwenden, ver⸗ lierst du Kraft und Lust und Zeit, je laͤnger du die Suͤnde liebst, und dei⸗ ne Besserung verschiebst. 8. Der Kampf wird schwerer, du wirst traͤger zum Wachen, Steeiten, zum Entflieh'n; die Suͤn⸗ de maͤchtiger, du schwaͤ⸗ cher, dich ihrer Herrschaft zu entzieh'n. du denn, wie viele Zeit dir Gott zum Heile noch verleih't? 9. Jetzt zeigt er dir noch seine Gnade, wend' sie zu deiner Rettung an! kehr' ungesaͤumt vom Suͤn⸗ denpfade, und werde Chri— sto unterthan, und sieh', welch Heil er dem ge⸗ waͤhrt, der sich rechtschaf⸗ fen zu ihm kehrt! ö Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Erweckend und belehrend. as weigerst du 323. Wẽ dich, Mensch! das Laster zu verlassen? weil es dein Ungluͤck ist, will Gott, du sollst es hassen. Was weigerst du dich doch, der Tugend Freund zu seyn? weil sie dich gluͤcklich macht, be— fiehlt sie Gott allein. 2. Nur auf der Tugend Bahn kannst du dein Gluͤck erringen. Soll Gott durch feine n Und weißt .— sne Mt vndell/ h H saht mein Ashm h dekel I laste Iit shhal do Ult, di ssc, U Rhh die; nd A dan Hhen, a Rsiht do shn C , Ne süst es ct W Wsten, Rug, d Wf reu lhter! Selgke N6 N un d8 Se Ha i s. ——— lebg u Ing bekshe 1 Kawy du wilsth Then, 6 niehn; H. bzer, u ihrer Iu n. M wie gil um hi — * 1900 iner Ralh bsintin und pyh Tthan, 19 eil dt er sich th m ichtl jebeicht! Gott Y. nd und h a8. dich V er z dein Iun t, di „ W n dul. 100 klich 0 Wt 10 — Tugend nicht. Besserung des Lebens ꝛc. 297 seine Macht dich, sie zu und Liebe fehlen. Dieß, wandeln, zwingen Er Christ! ist dein Beruf: gab dir die Vernunft Got dienen, den du liebst. und seines Wortes Licht; folgst du nicht dessen Schein, er zwingt zur 3. Sprich nicht: Gott kennt mein Herz. Ich hab?' es ihm verheißen, mich noch dereinst, mich bald vom Laster loszureißen; jetzt ist dieß Werk zu schwer! doch diese Schwie— rigkeit, die 943 dich er—⸗ schreckt, waͤchst noch mehr durch die Zeit. 4. Und sind wir wohl erloͤst, damit wir Suͤnder bleiben, auf Christi Blut gestuͤtzt das Laster hoͤher treiben? Gebeut uns Christi Wort nicht Tu- gend, Recht und Pflicht; so ist es nicht von Gott! Gott widerspricht sich nicht. 5. Des Gluͤcks der Ewigkeit, des Gluͤckes der Erloͤsten am Ziele sei⸗ nes Laufs sich sicher zu getroͤsten, ist's lauge nicht genug, daß uns die Suͤnd' bloß reu't, sonst waͤr' kein leichter Werk, Seligkeit. 6. Nein! Gott verlangt von uns die Reinigkeit der Seelen, und keine Seel' ist rein, der Glaub' als unsre Erzittere daher, wenn du dieß Werk verschiebst. 7. Noch heute, weil du lebst, und Gottes Stim⸗ me hoͤrest, noch heute schi—⸗ cke dich, daß du vom Boͤsen kehrest, heut kehr? noch um zu Gott, willst du, zu deiner Pein, den Aufschub deiner Buß' nicht ewig dort bereu'n Mel. Ew'ge Liebe, mein Gemuͤthe ꝛc. Warnend. enket doch, ihr 324. D Menschenkin-⸗ der, an den letzten Le⸗ benstag! denket doch, ihr frechen Suͤnder, an den letz⸗ ten Stundenschlag! heute sind wir frisch und stark, morgen fuͤllen wir den Sarg, und die Wuͤrde, die wir haben, wird mit uns zugleich begraben. 2. Doch wir arme Men⸗ schen sehen nur, was in die Augen faͤllt, was nach diesem soll geschehen, bleibt an seinem Ort ge⸗ stellt. An der Erde kle⸗ ben wir, leider! uͤber die Gebuͤhrz aber 1 dem an⸗ dern Leben will der Geist sich nicht erheben. * 298 +7* ** Pflichten gegen uns selbst. 3. Wenn ihr euch nicht selber hasset, ach! so legt die Thorheit ab; was ihr thut, und was ihr lasset, so gedenkt an euer Grab! Ewig's Weh und ewig's Gluͤck hangt an einem Au⸗ genblick. Und wer kann uns Buͤrgen geben, daß wir noch bis morgen le— ben? 4. Was hilft doch ein langes Leben, ohne Buß' und Besserung! wer nicht will nach Tugend streben, stuͤrbe besser feü) und sung. Die Verderbtheit nimmt nicht ab, sondern mehrt sich bis in's Grab. Sie verlaͤßt den Suͤnder nimmer, macht vielmehr ihn taͤglich schlimmer. 5. Langes Leben, viele Suͤnden, viele Suͤnden, was fuͤr Noth! wenn des Koͤrpers Kraͤfte schwin⸗- den, wenn nun Tod und Hoͤlle droht! Selig, wer bey guter Zeit auf den Lod schon ist bereit, und, weil ihn die Langu noth traͤget, seines Lebens Ziel Voncze 5. Glaͤubig sprecht: In dehne Hände, Herr! be⸗ fehl⸗ ich meinen Geist! baß euch nicht ein schnelles Ende unverhofft von hin⸗ nen reißt. Selig, wer sich wachend Halt! Selig, ö wer sein Haus bestellt! Denn des Menschen Sohn erscheinet auch zur Zeit, da man's nicht meinet. 7. Das Gewissen schlaͤft im Leben, doch im Tode wacht es auf. Da sieht man vor Augen schweben seinen ganzen ebenslauf. Alle seine Kostbarkeit gaͤ⸗ be man zur selben Zeit, wenn man nur Sachen ungeschehen koͤnn⸗ te machen. 8. Darum brauchet eure Gaben dergestalt in die— ser Zeit, wie ihr wuͤnscht, gethan zu haben, wenn sich keib und Seele scheidt. Wer am letzten Lebensziel in dem Herrn entschlafen will, der muß ernstlich sich bestreben, auch vor— he 0 dem Herrn zu leben. Diese Welt geringe schätzen, allen Lastern wi⸗ derstehꝰ n, an der Tugend sich ergoͤtzen, willig Got⸗ tes Wege geh'n; wahre kebensbesserung, stete Fleischeszuͤchtigung, sich inn und mit Freu⸗ den Schmach um Christi willen leiden; 10. Das sind Regeln fuͤr Gesunde, da man Zeit und Kraͤfte hat. In der letzten Lebensstunde ist es insgemein zu spat. Noch ruft euch——— treue Gott: Tr ei⸗ * gescheh'ne Ral — (bet de 0 0 l Hlche hegthü . Sah lhken Chaß, 0 Hechen el Ian taub. I in Ih st h, nicht 1 Rhtt l, uf nan e 1 Eue 0 ume Munch sch 0 100 Hade I 31 hlf sl e A lhn N. hfh ert + Duns hu hh Henschen Ei x uch; ut icht t neng seisen Idoch im f. Du uugen schag an ehe Röhah Rostogrket selhen. nur geschchn eschehen ln I bautte gestalt in e iht wnh haben, h 9 Se le 0 Sten Eebanh zn el ü muß ernt R, auch d6 ren zu dhe 101—0 Aulg, Hgung Ind mit) 0 h in 0 5 9 74 shd da iul Reuevolles Gefühl begangener Süͤnden ꝛc. 299 Treibet damit denn nicht Spott! denn die Stunde wird verfließen, und die Gnadenthuͤr' sich schließen. 11. Sammlet euch durch wahren Glaͤuben einen Schatz, der ewig waͤhrt, welchen euch kein Dieb kann rauben, und den auch kein Rost verzehrt! Richts ist Ehre, nichts ist Geld, nichts ist Wohllust, nichts ift Welt. Alles Trachten, alles Dichten muß man auf die Seele richten. 12. Euer Wandel sey im Himmel! da ist euer Bürgerrecht. Lebt in die⸗ sem? Weltgetuͤmmel fromm und mäßig und gerecht! flieht der Suͤnde Sklave-⸗ rey! machet eure Seelen frey! daß ihr euch zu Gott erhebet, und mit ihm dann ewig lebet. Eigene Melodie. Warnend. 325. hofft, erwaͤg, erwaͤge doch, wie oft der Suͤnder ploͤtz⸗ lich vor's Gericht gerufen wird, und frevle nicht. 2. Ich, sprach er, will er st froͤhlich seyn, ich will mich meines Fruͤhlings Ac6 wer Bude spaͤte Buße freu'n! Bekehr“ ich nur im Alter mich, erbarmet Gott doch meiner sich. 3. Noch da er's sprach im frechen Muth, da sto⸗ cket ihm ein Tropfen Blut, und, wie ein Sturm, reißt ihn in's Grab ein schreckenvoller Tod hinab, 4. Und ins Gericht. Ich zittre, Gott! vor einem boͤsen schnellen Tod be⸗ wahre mich, vor Sicher⸗ heit, und vor dem Mis⸗ brauch meiner Zeit, 5. Damit ich wach', und ins Gericht nicht un⸗ bereitet komm', und nicht verworfen werde, daß ich treu bis in den Tod einst selig sey! Reuevolles Gefuͤhl be⸗ gangener Sünden und Fehler. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc. Mit aee Empfindung. 326. Du⸗ der alles sieht und ken⸗ net, Ewiger! du kennst auch mich. Ach! ich bin von dir getrennet, Vater! ach! erbarme dich! Hoͤre mein Gebet, mein Seh⸗ mein siehꝰ die Jubrunst zeiner Thraͤnen, scheni' mir Schuld. 30⁰ Pflichten gegen uns selbst. mir ferner deine Huld, und vergieb mir meine 2. Forsche selbst in meinem Herzen, sieh', es fehlt und wanket noch, und mit unruhvollen Schmerzen fuͤhlt es oft der Suͤnde Joch. Strau⸗ chelnd, ungewiß und traͤge geht mein Fuß der Tu⸗ gend Wege; nur zu oft noch sieht mein Blick auf des Lasters Bahn zuruͤck. 3. Ach als einst vor meinen Blicken der Ver— blendung Rebel schwand, und mein Auge voll Ent⸗ zücken deine Huld, Gott! wieder fand; wie war da der Reiz der Suͤnden mir so leicht zu uͤberwinden! Ihre Schrecken sah ich nur, aber keine Freuden⸗ spur. 4. Welche Ruhe, wel—- cher Friede wohnte da in meiner Brust! Eitelkeit! ich war dein muͤde, fern von unerlaubter Lust. Meinen Wandel zu er⸗ neuen, und mich deiner Huld zu freuen, darnach strebte nur mein Sinn, —— mit frommem Ernste in. 5. Aber ach! ihr sel'gen Stunden voller voll Gewinn, ach! wohin seyd ihr verschwunden? Glut der Andacht! ach! wohin? Oft noch wagt es mein Bestreben, sich zu dir, Gott! zu erheben; doch der Welt Geraͤusch zerstreut meiner Andacht Innigkeit. 6. Olber du mit Kraft von Oben uns zu allem Guten staͤrkst, der du, hoch von mir erhoben, auch auf meine Schwachheit merkst, hilf die Suͤnde mir be—⸗ zwingen, gluͤcklich meinen Ruhe, kauf vollbringen. Vater! bis an's Ende sey dir mein ganzes Leben treu. Mel. Per nur den lieben ie. 306 Klagend. 3..7. A- Gott! wie mancher von den Tagen der mir be— schied'nen Lebenszeit floh rastlos hin, mich anzu⸗ klagen, in's Meer der langen Ewigkeit. Nicht jeden hab' ich dir gelebt, nicht stets der Tugend nachgestrebt. ö 2. Gar oft empoͤrte sich im Leiden mein murrend Herz voll Ungeduld; und schenktest du, mein Gott! mir Freuden, o! dann ver⸗ gaß ich deiner Huld; ge⸗ noß nicht jede, wie ich soll, nicht immer reinen Dankes voll. 2 Mh 3 0 duh geh inther N l. Sch Hore Hlckeilte udich de h Ift N Dol Die, histie Een u W, was dhe, un Whir Ha Osgung W fey j. M lih sd M heund f les ud, Eshe r naj ey u 0 Rich Cuhhey h bnhe fr AE Raf Schn Wschn shbich: Gran 1 Sünt Wusheh ng 0 — Indacht. st nog streben g eh elt Hah einer mit df u allen du, hu n, a dachheitz Ande luͤcklichn Ur denheh lagend. ch Gohl! manthu. der l Lebenchel st empit mein in ugedub, 2 meil x , 0 ‚0 ner Huh jede, immetr M. Reuevolles Gefuͤhl begangener Sunden ꝛc. 301 3. So war mein Herz auch gegen Bruͤder nicht immer sanft und liebe— voll. Schlug mich erlitt'- nes Unrecht nieder; so uͤbereilte mich oft Groll, und ich vergaß der Sanft⸗ muth Pflicht, und folgte Jesu Vorbild nicht. 4. Dir, Herzens kuͤndi⸗ ger! ist keine von meinen Suͤnden unbekannt. Ver⸗ gieb, was ich vor dir be— weine, und leite mich an deiner Hand zu besserer Gesinnung hin, bis ich Lun frey von Fehlern in. Mel. Liebster Jesu! wir sind hier ꝛc. Mit Reuegefuͤhl. 328 Nater, der so 207 gern verzeiht, gern uns seine Liebe schen— ket, und, wenn uns die Suͤnde reu't, mit Erbar— men an uns denket! laß auch mich im Schmerz der Suͤnden bey dir Trost und Gnade finden. 2. Tiefgebeugt und vol-⸗ ler Schaam, beym Be⸗ wußtseyn meiner Bloͤß fuͤhl' ich Wehmuth, Ang und Gram, fuͤhl' ich me ner Suͤnden Groͤße; seh im schrecklichsten Gedraͤnge ihre ungezaͤhlte Menge. 2— — —.— 3. Oft versaͤumt' ich meine Pflicht; oft fieng ich sie an zu lieben, und ermannte mich doch nicht, sie mit Eifer auszuuben; war verdrossen, schwach und traͤge, und gieng dann verkehrte Wege. 4. Oft der Leidenschaf⸗ ten Spiel, that ich das, was ich nicht wollte, wankte, strauchelte und fiel, liebte, was ich has⸗ sen sollte, und befleckte mein Gewissen, von Ver— blendung hingerissen. 5. Allzuoft nur ward mein Herz der Verfuͤh⸗ rung sich're Beute, fuͤhlte zwar der Nachreu'Schmerz, doch, nach schwachem Ge— genstreite, ließ es sich zu neuen Suͤnden gar zu leicht nur uͤberwinden. 6. So, so fiel ich immer mehr, gieng einher ver— kehrte Pfade, liebte eitle Lust zu sehr, suchte, Gott! nicht deine Gnaͤde; scheute jegliches Bemuͤhen, mich der Sunde zu entziehen. 7. Du, du siehst mich den Entschluß einer wah⸗ ren Beß'rung fassen; 14 ich will nun, wie ich muß, jede Suͤnde flieh'n und hassen, will mein ganzes Herz dir geben, und nach deiner Vorschrift leben. 8 909 302 Pflichten gegen uns selbst. gieb mir Kraft, meinen Vorsatz auszufuͤhren; laß im Kampf der keidenschaft mich den Sieg doch nicht verlieren; laß mich nur das Gute lieben; staͤrke mich, es auszuuͤben. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Flehend. ö err Jesu Christ! 329.. d hoͤchstes Gnt, du Zuflucht der Er— loͤsten! ich komme mit ge⸗ beugtem Muth zu dir, mich dein zu troͤsten; durch „dich zum Vater mich zu nah'n, von ihm Verge— bung zu empfah'n, und Kraft zum neuen Leben. 2. Wie druͤckt mich mei— ner Suͤnden Last! nimm du sie mir vom Herzen, der du auch mich erloͤset hast, erloͤst mit Todes—- schmerzen, daß nicht mein Her; vor Angst und Weh bey der Empfindung ganz vergeh', wie sehr ich mich verschuldet. 3. Fuͤrwahr! denk' ich mit Ernst zuruͤck an mein gefuͤhrtes Leben, an das vou mir verscherzte Gluͤck, was soll denn Trost mir geben? Ich finde ihn bey dir allein, und wuͤrde 8. Gieb mir Weisheit,[ganz verloren seyn, wenn ich dein Wort nicht haͤtte. 4. Dieß ewig theure Wort verspricht Heil al— len, die dich ehren, die reuevoll zu ih ser Pflicht und dir zuruͤcke kehren, und nun, vom Suͤnden⸗ joch befreyt, aus wahrer Lieb und Dankbarkeit treu deine Wege wandeln. 5. Du rufst den Suͤn⸗ dern liebreich zu: ihr Reu⸗ erfuͤllten alle, kommt her zu mir! ich schaff' euch Ruh', und richt' euch auf vom Falle; mein Joch ist sanft, leicht meine Last, nehmt willig sie auf euch, und faßt die Hoffnung, Ruh' zu finden. 6. Herr! dieser Zuruf troͤst' auch mich bey des Gewissens Schrecken; du siehst es, ich vertrau' auf dich, laß seine Kraft mich schmecken! Vergieb, o du, der gern vergiebt, das Unrecht, welches ich verübt, tilg' es durch dei— ne Gnade! 7. Wie groß ist diese Seligkeit, sein Herz vor dir zu stillen! mie edel die Entschlossenheit, zu thun, Herr! deinen Wil— len. O! leite mich auf dieser Bahn, auf der du selbst einst giengst voran, die Staͤtt uns zu 2, Much Etat i Read Rlhen 0 fl ulaßt, do hunden, W. Wann sem G Lelt, zu. Wadtd R Vernt M R 508 Al M, Rahhn Ihnsch g t A Ihng e haldneir Ianuch h VDie Icht v schy der Ushn, Ise Net Diel UU usin Whl un Untet Hatz vr Han E t. —— den sehn, yy Lort nichtsh edig se pricht al Hich ehlen,! Iiher R Zuruücke kig vom Cüch t, aus auh Mankbarkehth He wandch. ruftt din El dich zur Hr Alle, konm Dich schaf'“ icht' ug Mein Jt cht Reine ig se a die Hoftz zinden. dieset x mich ba Schrehn ich berttal⸗ Meine Krast NVagh (ern Hagl üht, ve 396 H 7 * groß Il sein Hl Ien! W. lossenhel; I deinch leite na — u, au glengßtl f Hal Reuevolles Gefuͤhl begangener Suͤnden ꝛe. 8. Staͤrk auch mit dei⸗ nem Freudengeist mich in den letzten Stunden, wenn sich mein Geist der Erd? entreißt, von Suͤnden ganz entbunden, und nimm mich so, wann dir's gefaͤllt, in wahrem Glauben aus der Welt, zu deinen Auser⸗ waͤhlten! Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit Reuegefuͤhle. rbarmer deiner E 330. E Menschenkin-⸗ der! du, der allein be— gnad'gen kann. O sieh' auch mich gebeugten Suͤn— der mit Augen der Er⸗ barmung an! ich fuͤhle reuend meine Schuld, den Misbrauch deiner Vater— huld. 2. Wie oft hab' ich dir nicht versprochen, zu flieh'n der Uebertretung Schmach! und doch hab' ich so oft gebrochen, was ich dir feyerlich versprach. Anstatt der Suͤnde Reiz zu flieh'n, ließ ich doch in ihr Netz mich zieh'n. 3. Wie beugt dieß mich! wie ist mir bange um Trost in dieser meiner Roth! Wer rettet mich vom Untergange, den dein Gesetz den Suͤndern droht? mein ganz Vertrau'n setz' ich auf dich, du, Herr des Lebens! rette mich! 4. Es floß ja auch fuͤr meine Sünden des Welt⸗ erloͤsers theures Blut. O! laß mich durch ihn Gna⸗ de finden, und mache mich gerecht und gut. Sprich, mein Erbarmer! sprich zu mir: die ganze Schuld er⸗ laß ich dir. 5. Ich schwoͤr' es dir, mein Gott! auf's neue: mein Herz soll dir gewid—⸗ met seyn, dir will ich nun mit Ernst und Treue hinfort mein ganzes Le⸗ ben weih'n; der Suͤnbe will ich widersteh'n und standhaft deine Wege geh'n. 6. Doch ich bin schwach; wer wird mich staͤrken? wer Helfer in Versuchung seyn? wer mir zum Fleiß in guten Werken Kraft und Bestaͤndigkeit ver⸗ leih'n? Du kannst es, meine Zuversicht! o staͤrke mich, so wank' ich nicht. Vorige Melodie. Mit Begierde nach Besserung. 331. Mein Gott! ach 2 lehre mich wohl fassen, was wahre rechte Buße sey. Hilf mir die Suͤnden ernstlich hassen, und laß mich oh⸗ ne 30⁴ Pflichten gegen uns selbst. ne Heucheley mein Leben bessern; dieß allein kanu ein Beweis der Buße 2. Dein Wort gebeut und spricht: thu' Buße! derand re⸗ beß're deinen Sinn, fall deinem Gott gebeugt zu Fuße, und bleibe nicht mehr, wie vorhin, e ein Mensch, der seine alte Suͤnd noch im⸗ mer naͤhrt und reizend findt. 3. Bezaͤhme nun in dir die Liebe zu allem dem, was Suͤnde heißt, und folge so dem guten Trie-⸗ be, den Gott erweckt durch seinen Geist. Sey gegen Gott nun als ein Kind recht folgsam und recht treu gesinnt. 4. Dein Frommseyn sey kein Heuchelwes en, dein Beten nicht Sche in⸗ heiligkeit. Laß aus den aͤußern Werken lesen, daß du dein acHerz Gott ganz geweiht. Vollbringe nun, was Gott gefaͤllt, und flieh' die kuͤste dieser Welt. seyn. Naͤchsten wieder, was ihm Betrug und List entwandt; fuͤhr' die von dir verfuͤhr⸗ ten Bruͤder zu Gott zu⸗ ruͤck; reich deine Hand dem Unterdruͤckten liebe⸗ voll; 5. Erstatte auch dem thu jedem, au dem Feinde, wohl. 5 6. Flieh Neid, Ver⸗ läumdung⸗ Haß und luͤ⸗ gen. Begehr nicht, was des Nächsten ist. Zeig' durch den Abscheu vor Betrüͤgen, daß du ein Freund der Tugend bist. Sey billig, friedlich und gerecht, aufrichtig, wahr— haft, schlecht und recht. 7. Herr! dieß befiehlt mir deine Lehre. Du weißt am besten, wie ich bin, gieb, daß ich deine Stimme hoͤre, und aͤndre selber meinen Sinn. Ich will, und lasse wieder nach, hilf du mir auf, ich bin zu schwach. 8. Laß mich mit gan-⸗ zem Ernst bereuen, daß ich mit Suͤnden dich be—⸗ truͤbt, und dich durch Folgsamkeit erfreuen, der mir so viele Gnade giebt. Laß mich das Boͤse stets bereu'n, ein guter Mensch zeitlebens seyn. Vorige Melodie. Reuevoll flehend. 332.J Icharmer 1** o Herr Suͤnder, 553 hier vor be⸗ nem Angesicht. Erbarmer aller Me uschenkinder, Gottt geh' nicht mit mir 60 Ralelle —— + lin 10 u 5 3„ Un rn + hahge! sstt Mist zuf mi. ashe 80 Galhentfernet 0 nich als D ult tgihet! 3J Eul ich hldgagen Os das Ich A, de atrag tuih nune Hu/ bitt. h 0 und Rchluht dei Hel s vuscht halhheunden 0. W 30 nich , N h ric Rtlg sel ö A. Nsu mei N V 0 Tbiit woth N bh c sol Wchen, du N „ NM Go * N. Reuevolles Gefuhl begangener Suͤnden ꝛc. 303 jeden, Gericht! bin ich es gleich wafl, vor dir nicht werth, daß Nad, mir noch Gnaͤde wider— Ha in faͤhrt. hr giht, 9 L2. Um Trost ist meiner hen is. N Seele bange! die kast ge⸗ Pbicchel haͤufter Missethat liegt u schwer auf mir, die mich Tuhn so lange von dir, mein I„ ftiehthn Gott! entfernet hat. Weß Ifrichtig, ocht undu diger! als Deiner ddeß Barmherziger! . keh. 3. Soll ich an deiner besen, W Huld verzagen? ich, dein „ daß ihn Geschoͤpf? das willst du voͤre, ül nicht. Du, der du mich nel Cül bis jetzt ertragen, bleibst Lassen ewig meine Zuversicht. zir auf, HDiu', Gott! durch den . ich leb? und bin, giebst mich niu mich nicht dem Verder— . bereuth, ben hin. ünden. 4. Du siehst die Folgen ud dich meiner Suͤnden, und denk' nit etfta ich: wer vertilget die? so le Gunihlaͤsest du mich Ruhe fin⸗ das Bs den, und sprichst: ich, ich gutet Npertilge sie! du scheukest usehn. mir an Jesu Heil, zu Stillung meiner Unruh', e Melod Theil. ö fchedd Auch mir hat er das sal feh Gluͤck erworben, getrost harmerN zu dir empor zu seh'nz 0 Hlalt auch ich soll, da er ist eh'hier gestorben, durch ihn Be⸗ zicht. Eih gnabigung erfleh'n bey Shenkidt dir, dem Gott, der gern nit ni nur, troͤst' ich mich, ich Schul⸗ vergiebt, und lieber seg⸗ net, als betruͤbt. 6. Sprich dann zu mir: Oir ist vergeben! und stille des Gewissens Schmerz, und will mein zaghaft Herz noch beben; so sprich du kraͤft ger, als mein Herz. Dein Gna⸗ denwort mach' Alles gut, und schenke selbst durch Beß'rung Muth! 7. Ich zweifle nicht, ich bin erhoͤret, mein Glau⸗ be sagt's mir, daß ich's bin. Der Trost, der sich im Herzen mehret, der neue dir geweihte Sinn, mein kindliches Vertrau'n auf dich, bezeugen'ꝰs; du begnadigst mich. Bekannte Melodie. Demüthig flehend. ch! was bin ich 333. A wohl, ich Ar⸗ mer! mein Erbarmer, Herr! vor deinem reinen kicht? sieh, ich wandle boͤse We⸗ ge, und die Stege deines Wortes geh' ich nicht. 2. Ach! was bin ich, mein Erloͤserl taͤglich groͤ⸗ ßer fuͤhl' ich meiner Suͤn⸗ den Last. Schenke Kraft den traͤgen Trieben, Guts zu uͤben, wie du es ver⸗ heißen hast. 3. 300 Pllichten gegen uns selbsi. 3. Laß mich, Herr! fuͤr meine Suͤnden Gnade fin⸗ den, und vergieb mir alle Schuld! Wende dich doch in Erbarmen zu mir Ar⸗ men, Heiland! schenk mir deine Huld! 4. Jesu! ja du wirst vergeben; denn dein Le⸗ ben gabst du willig fuͤr mich hin. Leite mich nach deinen Lehren! sie vereh⸗ ren ist der seligste Ge⸗ winn. ů 6. Jesu, Trost belad'ner Herzen! heil' die Schmer⸗ en, treuer Helfer! heile du! laß mich, frey von meinen Suͤnden, Ruhe finden, du bist meiner Seele Ruh'! 6. Herr! du rettest mich vom Fluchez sieh! ich suche dich von nun an de⸗ muthsvoll. Sprich zu mir, daß ich im Sterben nicht verderben, sondern ewig leben soll. Bekannte Melodie. Flehend. ö 3 Ach Gott! nimm 3 4. mich Suͤnder an, ich fall' dir zu Fuße, dieweil ich noch beten kann, thu' ich herzlich Buße. Ach! mein Herz ist voll Schmerz, den ich muß empfinden wegen meiner Suͤnden. 2. Ach! ich kehre um zu dir von dem Suͤnden⸗ wege. Weicht ihr Suͤn⸗ der! weicht von mir, ich will eure Stege nicht mehr seh'n, nicht mehr geh'n, ihr habt mich ge⸗ blendet und von Gott gewendet. 3. Ach Gott! mir ist's herzlich leid, daß ich dich betruͤbet, und daß ich so lange Zeit Boͤses hab' ver⸗ uͤbet ohne Scheu, ohne Reu. Ach! waͤr's nicht geschehen, wollt' ich's nicht begehen. 4. Ich beweine meine That, großer Gott! ver—⸗ schone! Ach! ich bitte um Genad, nicht nach Wer— ken lohne! Hoͤre mich gnaͤdiglich! des Armen dich, mein Gott! erbarmen. 5. Ja! du willst durch Jesum Christ, durch sein blutig's Sterben, das der Suͤnder Zuflucht ist, retten vom Verderben; mir zu gut, ist sein Blut auch vom Kreuz geflossen, und fuͤr mich vergossen. 6. Dieses floͤßet Trost mir ein, wenn die Suͤnd mich schrecket, ich fuͤrcht keine Hoͤllenpein, da mich Ĩ⸗ du willst ja Hcoh — As btt Ichh mm penm ih nul shl H iu . Dissts ihet sey d Ruhen, wo Imdinzeit, Shmn, so halh mich Herßen se ausn WMs u scht Tioll Alus V S Satt h di Dor Was, d Whitr 50 Gishapegen iu st„ Wat mn, Ysus biht. Her N. hath; Ishen Vo ekla une subet, x I simmt 0 Vanmme hm is, f Hütt 5 ie Her alc vi Wigen/ Wich fih Von dem Eil Heicht ihr cht von n Elge h'n, nchtg he haht ch und n . Gottl M lleid, daßth U, und dash At Boͤses ge Schil, Ich! wäkk; , bolbe jehen. 9 bebeil! koßet l ucich lc nicht lh. nel Hahe ichl U. nen dich, harmen pu Wfl nich dan cses fißh penn 0 Reuevolles Gefuͤhl begangener Suͤnden ꝛc. 307 Jesus decket. In's Ge⸗ richt komm' ich nicht, wenn ich nun auf Erden suche rein zu werden. 7. Dieses Lebens Rei— nigkeit sey drum mein Be⸗ streben, womit ich die Gnadenzeit, Jesu! bleib ergeben, so darf ich si⸗ cherlich mich des Heils getroͤsten seiner theu'r Erloͤsten. Mel. Jesus meine Zuver—⸗ sicht ꝛc. Troͤstlich. Fesus nimmt die 335. Suͤnder an! Sagt doch dieses Trost⸗ wort Allen, die noch auf verkehrter Bahn und auf Suͤndenwegen wallen. Hier ist, was sie retten kann. Jesus nimmt die Suͤnder an. . Keiner Gnade sind wir werth; doch hat er in seinem Worte liebevoll sich uns erklaͤrt, und des ew'gen Lebens Pforte dem, der glaubet, get Jesus nimmt die Suͤnder an. aufgethan. 3. Wenn ein Schaf ver⸗ loren ist, suchet es ein treuer Hirte. Jesus, der uns nie vergißt, suchet treulich das Verirrte, zei⸗ get ihm die rechte Bahn. Jesus nimmt die Suͤnder an. 4. Kommet alle, kom⸗ met her, kommet ihr be⸗ truͤbten Suͤnder! Jesus rufet euch, und er macht aus Sündern Gottes Kin⸗ der. Auf und laßt uns zu ihm nah'n! Jesus nimmt die Suͤnder In. 5. Ich Betruͤbter komme hier, und bekenne meine Suͤnden. Laß, mein Hei⸗ land! mich bey dir Gna⸗ de und Vergebung finden, daß dieß Wort mich troͤsten kann: Jesus nimmt die Suͤnder an. 6. Nun so faß' ich neuen Muth, auch bey meinen groͤßten Suͤnden. Dein am Kreuz vergoß⸗ nes Blut macht, daß ich Vergebung finden und voll Trostes jauchzen kann: Jesus nimmt die Suͤnder an! 7. Mein Gewissen schreckt mich nicht. Wer will mich bey Gott verklagen? Er, der einst das Urtheil spricht, hat sich fuͤr mich lassen schlagen, daß mich nichts verdammen kann⸗ Jesus nimmt die Suͤnder an. 8. Jesus nimmt die Suͤnder an! mich hat er u 2 auch 30⁸ Pflichten gegen uns selbst. auch angenommen, und den Himmel aufgethan, daß ich selig zu ihm kom⸗ men und auf den Trost sterben kann: Jesus nimmt die Suͤnder an! Mel. Jesu meines Lebens Leben ꝛc. Gefühlvol klagend. 336 Asch: wann werd? ich von der Suͤnde, Gott! mein Va⸗ ter! voͤllig frey, daß ich ganz sie uͤberwinde, ganz dir wohlgefaͤllig sey!? Noch nicht, ich gesteh's mit Thraͤnen, kann ich mich von ihr entwoͤhnen; noch, zu oft noch regt sie sich, und versucht zum Boͤsen mich. ö 2. In der Andacht sel'—⸗ gen Stunden, wo mein Geist die Wahrheit hoͤrt, hab' ich g'nug das Gluͤck empfunden, das die Froͤm⸗ migkeit gewaͤhrt, habe nichts so sehr hienieden mir gewuͤnscht, als innern Frieden, als ein Herz dir ganz geweiht, als der Tugend Seligkeit. 3. Voll von heiligen Ent⸗ schluͤssen, schwur ich dann, dir treu zu seyn, und mit wachendem Gewissen rei⸗ ner Tugend mich zu freu'n. Willig wollt' ich da mein Leben dir, mein Gott! zum Dienst ergeben, aller Sünde widersteh'n, stand— haft deine Wege geh'n. 4. Aber, ach! zu schnell empoͤret sich der Leiden— schaften Macht, sie ver— dunkelt, schwaͤcht, zerstoͤ⸗ ret, was ich sonst so gut bedacht. suchungszeiten, Beyspiel, Reiz der Eitelkeiten, ach! zu leicht verfuͤhren sie mich zur Suͤnde, die ich flieh'. 5. O ich Armer! dem zur Treue feste Seelen— staͤrke fehlt, den so oft die tiefste Reue, und so oft doch fruchtlos, quaͤlt! ach! wer wird mich ganz vom Boͤsen, ganz von Maͤngeln Ich Elender! wer befreyt mich vom Joch der Sinn⸗ lichkeit? 6. Du verzeihst, Gott! die Gebrechen meiner menschlichen Natur. Nicht die Schwachheit wirst da raͤchen, boͤsen Vorsatz strafst du nur. Haͤtt' ich nicht den Trost, ich wuͤr⸗ de unter meiner Fehler Buͤrde ganz erliegen, un mich dein, hoͤchstes Gut! nie koͤnnen freu'n. 5. Stellet mir denn hier auf Erden lebenslang die Suͤnde nach; kann ich nicht Ploͤtzliche Ver⸗ mich erloͤsen? Keuebolt i siht Vllom I u Hle Hrah ol hhtben, Iul, zu lel von He n Bobheit Venm i Ihs merkel sib, fest lle, sich, ei schte shgthn. 0 fen Beg shre,( bast, bis Ehet drin, umpaheit. Aldii ödich W sagzt; dei lechilöseuch Hit. Kte Lhghiter 8 ag fung ehhtn, Dat nich d „Ianpit hasehend ha nah: lich schbighin ll, dee 4 Reuevolles Gefuͤhl begangener Suͤnden ꝛc. ꝛ09 RA ö Eichen. nicht vollkommen werden; 3. Herr! ich fliehꝰ in Sdeschyiz bin und bleib ich immer deine Haͤnde; ausser dir schwach: o! so segne mein ist keine Ruh. Dein Er⸗ Bestreben, so gerecht ich Le. Vahe g ö barmen hat kein Ende S„achl uh kann, zu leben, daß ich wer ist gnaͤdiger, als zn 0 0— nad u doch von Heucheley und Du bist Gott, und fa Ränth von Bosheit ferne sey. vergeben, ach vergieb, und 15 1 Wichs. 8. Wenn ich wanke, laß laß mich leben! Wl mich's merken, laß mich 4. Groß sind meine Pzeitn Im kreben, fest zu steh'n; Suͤndenschulden, ihre al Eitlhin eile, mich, dein Kind, zu ist mir zu schwer. Ja! „ u Kaͤrken, lehre selbst mich wenn laͤnger mich zu dul⸗ Gan,u Lh rer ehn in nich, den, deine Langmuth muͤ⸗ sey mein Begleiter! taͤg⸗ de waͤr'; muͤßt' ich, wuͤr⸗ ich Mut lich fuͤhre, Gatt! mich dest du nur winken, in Zue fest. weiter, bis ich in der des Todes Nacht versin⸗ Ish in Ewigkeit dringe zur Voll⸗ ken. ie Neul, E kommenheit. 3. Mich fuͤr straflos zu fuuchloßn. erklaͤren, reichet nicht Be⸗ udn Mel. Weicht ihr Berge ꝛc. daurung zu. Und zerfloß' sen, Bedochti mein Herz in Zaͤhren ich K. 6 faͤnd ich darum doch nicht 11 5 aat an dir Ruh', Koͤnnen eines Suͤn⸗ h 337. hab' ich ge⸗ ders Thraͤnen dich, o 29 suͤndigt; dein gerechter Heiliger! versoͤhnen? ö behehb Urtheilsspruch, Allerhei— 6. Herr! mein Heiland! Heh“ ligster! verkündigt jedem dein Erbarmen, dein fuͤr an Nun Uebelthaͤtet Fluch. Und mich vergoß'nes Blut acht was kann vor deinen und dein Tod erloͤst mich Duuchhal Schrecken, Richter aller Armen, heilet mich und ö. b Welt! mich decken? giebt mir Muth; dein 3 uf 2. Kann ich deinem Arm detken, wenn 117 mich meiht“ entfliehen? du bist allent⸗ Gicherte 1 m dein 1 hlh halben nah! Floͤh' ich, Ber ö 9 chre et. 3 sihll dir mich zu entziehen, 7. Rette mich von mei— stn. himmelan, so bist du da; Rnen Suͤnden, schaff ein Iccntt E8, stiirzt' ich in die Liefe nie, reines Hert in mir, laß + shetbo Ler, deine Rechte faßt' bey dir mich Arhe fin⸗ uach; e mich wieder. den, zieh' mich immer mehr 30 Pflichten gegen uns selbst. mehr zu dir. Dankbar will ich mich bestreben, mein Erloͤser! dir zu le⸗ ben. Mel. Warum willst du ö draußen ꝛc. Mit bewegtem Gemüuthe. 338 H ö denk' ich an die Guͤ⸗ te, die du mir bisher er⸗ zeigt, o! so wird mein ganz Gemuͤthe zu der tief⸗ sten Schaam gebeugt, daß ich dich gering geschaͤtzt, haͤufig dein Gebot ver— letzt, und dich, der mich so geliebet, doch so oft und schwer betruͤbet. 2. Alle meine Seelen⸗ kraͤfte, meine Glieder sind ja dein, und sie sollten zum Geschaͤfte deines Dienstes fertig seyn; doch hab“ ich der Eitelkeit un⸗ bedachtsam sie geweiht; ja zum schnoͤden Dienst der Suͤnden ließ ich mich oft willig finden. 3. Deine Huld war je⸗ den Morgen uͤber mir, o Vater! neu; von wie vie— len schweren Sorgen mach— test du mein Herze frey! was mir nützte, gabst du mir; aber ach, wie dan kte ich dir? Ol wie hab' ich so vermessen deines Wohl⸗ thuns Zweck vergessen. 4. Aller Dank ist ja vergebens, wenn ich nicht die Suͤnde flieh'ꝰ, und um Besserung des Lebens mich mit aller Kraft bemuͤh'. Ach! Herr! diese Dank⸗ barkeit ist so wenig dir geweiht, ach! ich kann, Gott! deinen Willen nicht so, wie ich sollt', erfuͤllen. 5. Ich erkenne meine Suͤnden, beuge mich, mein Gott! vor dir. Laß mich bey dir Gnade fin—⸗ den, neige, Herr! dein Ohr zu mir! Ach! ver⸗ gieb, was ich gethan! nimm mich noch erbar— mend an! fuͤhre mich vom Suͤndenpfade auf den sel⸗ gen Weg der Gnade! 6. Dir ergeb' ich mich auf's neue. Gieb, daß mein gebeugter Geist dei—⸗ ner Vaterhuld sich freue, die dein troͤstend Wort verheißt! Was dein Sohn auch mir erwarb, als er fuͤr die Suͤnder starb, Fried' und Freude im Ge⸗ wissen laß mich Reuigen genießen. 221 7. Staͤrke selbst in mei— ner Seele den Entschluß, mich dir zu weih'n; gieb, daß mir's an Kraft nicht fehle, folgsam deinem Wort zu seyn. Steh' mir Schwachen maͤchtig bey, und R — ab na r Hl, O cben Ialh de U/ M 1 Hlehe chhl, ihet W. Y be Heh d viet RiellHott dei 4 a K wuf sh xrge Drcht dei inn eig Iche m RNVi, Walhpte l Rl Enhe, Lbntz nich Hotti Ru Zuthul si f HHhuer ktteehe it en sherhis. A Ehden mei rigtl Gunde lat ut nit Einde , Wilhs ustheg; ol d mch, sus . 2—— er Danssh „ bent e fich/ y Wh Kaft 0 kr! diefe hz t o Wah ach! 0 inen Vuntz ch sollo gs 5 etkenne „ beupe tt! 0L N dir Ghh g9e, Hhl mir! WI. vas ich 6 lih foth fuͤhte l6 Radenff der I ö ergeh H . 00 Hi 1ir H 110 sh troͤstcd Was dalh ö auut Suͤndet Wi 6 wich N irk Helbt den Alle reuen, willst du vaͤterlich verzeihen; o! so hoͤre denn folhsan Iu Whl 5 ah seyl., nih Reuevolles Gefühl begangener Sünden ꝛc. 31r und mach' mich auf im⸗ mer treu. Dich zu lieben, dir zu leben, sey mein herzliches Bestreben. Mel. Jesu, meines kebens Leben ꝛc. Flehend. 339 Ich erhebe mein — Gemuͤthe sehn⸗ suchtsvoll, mein Gott! zu dir. Ich verehre deine Guͤte, o wie theuer ist sie mir! Gott der Liebe und des Lebens! Keiner harr't auf dich vergebens, nur Veraͤchter deiner Huld stürzet ihre eigne Schuld. 2. Lehre mich, Herr! deine Wege, zeige deinen Willen mir! leite mich die rechten Stege, daß kein Abweg mich verfuͤhr', Gott! du siehest mein Vertrauen! sicher kann ich auf dich bauen, deine Va⸗ tertreue ist ewig, wie du selber bist. 3. Ach! gedenke an die Suͤnden meiner Jugend— jahre nicht! Laß mich vor dir Gnade finden, geh? nicht mit mir ins Gericht. Suͤnden, die uns auch mich, meine Seele hofft auf dich. 4. Gott! du willst des Sünders keben, seine Seele ist dir werth, gnaͤ⸗ dig willst du ihm verge⸗ ben, wenn er sich zu dir bekehrt. Mitten auf dem Suͤndenwege machst du sein Gewissen rege. Wohl dem, der zu seiner Pflicht umkehrt, den verwirfst du nicht. 5. Du erauickest die Elenden, deren Herz sich dir ergiebt, die sich fle⸗ hend zu dir wenden, uͤber ihre Schuld betruͤbt. Freu⸗ de schenket deine Guͤte dem geaͤngsteten Gemuͤthe, welchem du die Suͤnden— last liebreich abgenommen hast. 6. Herr! zu was fuͤr Seligkeiten du in jener bessern Welt jeden From⸗ men noch willst leiten, der dir Treu' und Glau⸗ ben haͤlt, offenbarst du allen Seelen, die zu ih⸗ rem Theil dich waͤhlen. Deinen ganzen Gnaden⸗ bund machst du deinen Kindern kund. 5. Dir will ich mich dann ergeben. Gott! mein Gott! verlaß mich nicht! Laß mich heilig vor dir leben, treu seyn meiner ganzen Pflicht. Keine schnoͤde Lust der Suͤnden soll 312 Pflichten gegen uns selbst. lichkeit entdeckt soll mich ferner uͤberwin⸗ den, nimm du dich nur meiner an, daß ich stand⸗ haft bleiben kann. Mel. Wie groß ist des Allmaͤcht'gen ꝛc. Tiefgebeugt flehend. 340. Nun endlich wa⸗ chet mein Ge⸗ wissen aus seinem langen Schlummer auf, und pruͤft, von spaͤter Reu' zerrissen, aufeichtig mei⸗ nes Lebenslauf. Nichts, nichts als Thorheit und Verbrechen, und' Sinn⸗ es mir, und rufet drohend: Gott wird's raͤchen, o Suͤnder! wehe, wehe dir! 2. Was hab' ich nun seit so viel Jahren von meinen Suͤnden fuͤr Ge—⸗ nuß? Ach! lauter Schre-⸗ cken und Gefahren, Pein, Seelenunruh' und Ver— druß! O Laster! Quellen meiner Schmerzen! wie zuͤgellos lief ich euch nach! nun lohnet ihr mit Angst im Herzen, mit Unzufrie⸗ denheit und Schmach. 3. Wo sind die Freu⸗ den nun der Suͤnde, die sie mir so gewiß ver⸗ sprach? Ach! wie ver—⸗ rauschten sie geschwinde, Mitleid und ließen Gram und Unmuth nach! Zugleich mit euch, ihr eitein Freu⸗ den! entfloh' mir meines Lebens Ruh'; nun stuͤr⸗ men taͤglich neue Leiden von allen Seiten auf mich zu. 4. Ach! alles ist fuͤr mich verloren: Gesund—⸗ heit, Guͤter, gut Geruͤcht! verspottet werd' ich von den Thoren, und Weiser find' ich nicht! nicht leben mag ich, und nicht sterben! gleich fuͤrch⸗ terlich schreckt beydes mich! ein unabsehliches Verder— ben, wie nahe graͤnzt es, Suͤnd'! an dich! 5. Ich fuͤhl' es: awig werd' ich leben, und ewig ist der Suͤnder Pein! was ich verdient, wird Gott mir geben, und schrecklich wird mein Urtheil seyn! Verachtet hab' ich seine Liebe, und nicht geachtet sein Gericht, gerecht, wenn ungestraft ich bliebe, waͤr er, der Weltenrichter, nicht. 6. Darf ich, o Hoͤchster! vor dich treten, der du den Tod den Suͤndern schwoͤrst? noch vor dir weinen, zu dir beten und hoffen, daß du mich erhoͤrst? Du bist gerecht! Herz erbebet 117 el mein Matcho Liht Heit Hf d hebet u Mtrau'n „ Vent Ie Suͤnd seh' und Y,„, nun en: Wille Haslch eh xuhh ich di ish Sohne Whattl Ge des Is betgie GAud. Vhoͤt fll. Erde, Ihn gwi I, Vegi c A Jer Gum di Hao Sce mi⸗ Hs Hit! W u 6 Mber Euldet — Gran Hach! W iht eitigs Noh mir gy uh'; Hn ich nelt h Seiten u loren: 66 Het, gut werd' ken, und! find' ij iu Mag i0 ben! gleh reckt ehht sehlich! nahe gi an dich! fuͤhl G. leben, I zunder A ient, M, und st ein Mchl t hab'6 ind nicht cht, Relch ft ich du Jeltentigtt kf ich. treten,I 5 dell E 2 loch K. zu d I/ N O H Olh, Reuevolles Gefuͤhl begangener Suͤnden ꝛc. 313 deiner Heiligkeit in mir! Du bist die Liebe! dieß erhebet mein sinkendes Vertrau'n zu dir! 7. Wenn ich nun noch der Suͤnd' entsage, sie flieh' und hasse, wie den Tod, nun noch nach dei⸗ nem Willen frage, und ernstlich ehre dein Gebot; wenn ich dich noch in dei⸗ nem Sohne anrufet hab', o Gott! Geduld! um sei⸗ nes Todes Willen schone! o so vergiebst du meine Schuld. ö 8. Hoͤrt es, ihr Him⸗ mel! Erde, hoͤre! Seyd Zeugen zwischen Gott und nir, vergieb mir, Ewi— ger! ich schwoͤre, beym Tode Jesu Christi dir! Erbarm' dich meiner, und befreye vom Elend meiner Suͤnde mich! mit kindli⸗ cher, mit steter Treue, so wahr du lebest, fuͤrcht' ich dich. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Tiefgebeugt. Nsch! abermal bin 341. ich gefallen mit Ueberlegung und mit Wahl! tief, o wie tief bin ich gefallen! vielleicht noch nicht zum letztenmal! Elender Suͤnder, der ich bin, in welchen Abgrund eil' ich hin! 2. O die verhaßte Lieb⸗ lingssuͤnde! O die Ge⸗ wohnheit ihrer Lust! der Hang, den ich zu ihr empfinde, wie wuͤthen sie in meiner Brust! wie un⸗ umschraͤnkt, wie fuͤrchter⸗ lich ist ihre Herrschaft uͤber mich! 3. Laͤngst warnte schon mich mein Gewissen: Mensch, du empoͤrst dich wider Gott! Von boͤser Lust dahingerissen, Ba⸗ trogner! eilst du in den Tod! Die kurze Freude dieser Zeit raubt dir des Himmels Seligkeit. 4. Wie oft hab' ich mir vorgenommen: nun will ich meine Sunden flieh'n! rein und unstraͤflich und vollkommen zu wandeln, will ich mich bemuͤh'n! wie oft, o Gott! hat mein Gebet um Kraft da⸗ zu dich angefleh't! 5. Bald reizt auf's neue mich die Suͤnde, wie schwach waͤr gleich mein Widerstand! Ach! sie ge— fiel mir, und geschwinde ergriff sie mich, und uͤber⸗ wand. Die Lust ver⸗ schwand mir im Genuß: nun folgten Eckel und Verdruß. 6. Lieb' 31⁴ ö Pfichten gegen uns selbst. 6. Auch dießmal bin ich uͤberwunden, auch dieß⸗ mal, und ich siel so tief! Mein Vorsatz war noch nicht verschwunden, mein Herz schlug, mein Ge—⸗ wissen rief: Gott! Rich⸗ ter! ich gedacht' an dich! und dennoch, dennoch suͤn⸗ digt' ich! 7. O unbegränzte Suͤn⸗ denliebe! wie werd' ich endlich frey von dir! wie uͤberwind' ich deine Trie— be, und daͤmpfe dich und sie in mir! Gott! mein Erbarmer! hoͤr' mein Fleh'n, und lehre mich ihr widersteh'n! 8. Liebt' ich dich nur, so wie ich sollte, so floͤh' die Lust der Suͤnde mich! Wenn sie mich auch ver— suchen wollte, gelaͤng' es ihr nicht wider dich! Wo du die Seele fuͤllst, da weicht die Sünd', und ihre kockung schweigt. 9. O! pflanze du in meine Seele rechtschaff'ne und kust zu dir! Gott! was ich denke, was ich waͤhle, das zeuge durch die That von ihr! dich lieben als dein Eigen⸗ thum, das sey mein Werk, mein Heil, mein Ruhm! 10. Dann werd' ich endlich uͤberwinden, und Herrscher meiner kuͤste seyn, dann wirst du alle meine Suͤnden, wie viel, wie groß sie sind, ver⸗ zeih'n. Wer treulich kaͤmpft, traͤgt nur die Kron? am Ziel, nur der trͤgt sie davon. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Reuevoll. ein Gott! zu 342. M dem ich wei⸗ nend flehe, erbarme dich! erbarme dich! Ach! sieh' auch jetzt von deiner Hoͤ⸗ he mit gnadenvollem Blick auf mich! Erbarme dich! und gehe nicht mit mir, o Heil'ger! in's Gericht. 2. Der du so oft mir schon vergeben, wenn ich zu dir um Gnade bat, wie oft versprach ich, dir zu leben, zu meiden jede Missethat! wie feyerlich war dann mein Eid des Glaubens und der Froͤm—⸗ migkeit! 3. Ach! aber bald er⸗ griff mich wieder die Suͤnd', und ihre kust mit ihr, riß meinen ganzen Vorsatz nieder, und herrschte, wie vorher, in mir! zum Widerstande viel zu schwach, entfloh' ich nicht und gab ihr nach. 4· —. . Die hole Nhe Nae! als d gaͤft H uf. ite dieß Ium! bert I Hett, sudich ke Vom Ee 46 hugerif oaf Heine se Iub füt d srisen, Allch war iß mir Wli der FHschulk Hgiß I Geel Ier fal Jiht m meiner d wikst dut Sen, tie R Iste sd, u Wer kunlh raͤgt nur iel, aur hon. dt den lihen Iepol. n Hal dem ih ethatme hi HI on deiltet A Wenbollen A. Erbarnt dicht mit. in's G so isth hen, dam Gnade H Aptach ih 3 mebn, wie f0 mein E N nd de ber hbY Picde. ihit Ef einen ge lieder, it uhh, Whash pach, A V* 9 1 10 Fleiß aͤchter Tugend. 315 4. Wie viele suͤnden⸗ volle Tage durchlebt' ich, Vater! als im Traum, und haͤufte selbst mir Plag, auf Plage, und fuͤhlte dieß mein Elend kaum! verwundet blutete mein Herz, betaͤubt em⸗ pfand ich keinen Schmerz. 5. Vom Leichtsinn maͤch⸗ tig hingerissen, nur stolz auf meine schwache Kraft, taub fuͤr das warnende Gewissen, das mich so treulich warnt und straft, entriß mir oft ein Au⸗ genblick der Tugend und der Unschuld Gluͤck. 6. Vergiß nicht wieder, meine Seele! wie oft du schon gefallen bist! Ver⸗ giß nicht mehr des Heren Befehle, nicht mehr, daß er dein Retter ist. Ruf ihn im Glauben taͤglich an, erhalt mich, Herr! auf eb'ner Bahn. Fleiß aͤchter Tugend. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Gele yrend. icht, daß ich's 343. N schon ergriffen haͤtte, die beste Tugend bleibt noch schwach; doch, daß ich meine Seele rette, jag' ich dem Kleinod eifrig nach; denn Tugend ohne Wachsamkeit verliert sich oft in Sicherheit. 2. So lang ich hier im Leibe walle, bin ich ein Kind, das strauchelnd geht. Der sehe zu, daß er nicht falle, der, wenn sein Naͤchster faͤllt, noch steht. Auch die bekaͤmpfte boͤse Kust stirbt niemals ganz in unsrer Brust. 3. Nicht jede Besserung ist Tugend; oft ist sie nur das Werk der Zeit. Die wilde Hitze roher Jugend wird mit den Jahren Sittsamkeit, und was Natur und Zeit gethan, sieht unser Stolz fuͤr Tu⸗ gend an. 4. Oft ist die Aend'rung deiner Seelen ein Tausch der Triebe der Natur. Du fuͤhlst, wie Stolz und Ruhmsucht quaͤlen, und daͤmpfst sie; doch du wech—⸗ selst nur. Dein Herz fuͤhlt einen andern Reiz; dein Stolz wird Wohllust oder Geiz. 5. Oft ist es Kunst und Eigenliebe, was Andern strenge Tugend scheint. Der Trieb des Neids, der Schmaͤhsucht Triebe erweckten dir so manchen Feind, du wirst behut— sam, schraͤnkst dich ein, fliehst nicht die Schmaͤh— sucht, nur den Schein . regt Neigung auf? I M 316 Pflichten gegen uns selbst. 6. Du denkst, weil Dinge dich nicht ruͤhren, durch die der Andern Tu⸗- gend faͤllt, so werde nichts dern Herz verfuͤhren, doch ledes Herz hat seine Welt. Den, welchen Stand und Gold nicht ruͤhrt, hat oft fuͤhrt. 7. Oft schlaͤft der Trieb in deinem Herzen. Du scheinst von Rachsucht dir befreyt; doch, du sollst eine Schmach verschmer— zen, und steh', dein Herz wallt guf, und draͤut, und schilt so lieblos und so hart, als es zuerst ge⸗ scholten ward. 8. Oft denkt, wenn wir der Stille pflegen, das Herz im Stillen tugend— haft. Kaum lachet uns die Welt entgegen; so sich unsre Leiden—- schaft. Wir werden im Geraͤusche schwach, und geben endlich strafbar nach. 9. Du opferst Gott die leichtern Triebe durch ei— nen strengen Lebenslauf; doch opferst du wohl seiner Liebe auch gern die liebste Dieß ist das Auge, dieß der Fuß, die sich der Christ ent⸗ reißen muß. du Feinden 10. Du fliehst, geneigt zur Ruh' und Stille, die Welt, und suchst die Ein⸗ samkeit; doch bist du, fo⸗ derts Gottes Wille, auch dieser zu entflieh'n, be— reit? Dein Herz haßt ů ührt, Habsucht, Neid und Zank, ein Blick, ein Wort ver⸗ fliehts Unmuth auch und Muͤssigang? 11. Du bist gerecht, bist du bescheiden? bist maͤßig, uͤbst du auch Geduld? Du dienest gern, wenn Andre leiden, vergiebst auch die Schuld? Von allen ka⸗ stern sollst du rein, zu jeder Tugend willig seyn. 12. Sey nicht vermes⸗ sen! wach' und streite; denk nicht, daß du schon g'nug gethan. Dein Herz hat seine schwache Seite, die greift der Feind der Wohlfahrt an. Die Si⸗ cherheit droht dir den Fall; drum wache stets, wach' überall. Eigene Melodie. Mit Waͤrme. Nenn zur Voll⸗ fuͤhrung dei⸗ 344. ner Pflicht dich Gottes Liebe nicht beseeletz so ruͤh⸗ me dich der Tugend nicht, und wisse, daß dir alles feh⸗ ———‚.— — shl E Polla, Sn, Ah o Hate Ilt den! 2. Seh In der N Ir und! Gden; Nnschen I Resta Il, vor Ihend 2 Hau Whiche der 0 Iucheit Iuuse Kh I0, Wo h Hatt Aend bschn, Hspb N 0 00 nalt hy Neh, Run anh du Hens e ehfeh, Aich Pf llichs, H and Sish ö sucht W ch bist w 8 Wille, Autfliehy, n Herg Neid undzy Tuth auhr 1 Vist gerech; en? bist uiz auch Gah ei gern, en, besh en auch on alleh! Idu keii, Ind willze hicht he ;Rund sh 2 daß du aan. Deit 2 chwache Ider Feib ak. Dat roht N. In wache N6 Zall. Melodi⸗ Wirme. enn 100 füht 1 dic besetlthsh Tug fehlet. Fleiß aͤchter Tugend. 3—7 Wenn Vortheil, Wohllust, Eigensinn und Stolz dir nur das Gute rathen; so thue noch so gute Thaten, du hast vor Gott den Lohn dahin. 2. Sey durch die Ga⸗ ben der Natur das Wun⸗ der und das Gluͤck der Erden; begluͤckest du die Menschen nur, um von der Welt geehrt zu wer⸗ den, erfuͤllt die Liebe nicht dein Herz: so bist du bey den groͤßten Gaben, bey dem Verstand, den Engel haben, vor Gott doch nur ein toͤnend Erz. 3. Bau Haͤuser auf, und brich dein Brod, das Volk der Armen zu ver— pflegen, entreiß die Witt⸗ wen ihrer Noth, und sey der Waisen Schutz und Se— gen, gieb alle deine Habe hin, noch hast du nichts vor Gott gegeben. Wenn Lieb' und Pflicht dich nicht beleben, so ist dir alles kein Gewinn. 4. Thu“ Thaten, die der Heldenmuth noch je— mals hat verrichten koͤn⸗ nen, vergieß fuͤr s Vater⸗ land dein Biut, laß dei⸗ nen Leib fuͤr Andre Ab⸗ rennen, beseelet dich nicht Lieb' und Pflicht, bist du die Absicht deiner Thaten; so schuͤtz' und rette ganze Staaten, Gott achtet dei⸗ ner Werke nicht. 5. Laͤg ihm an unsern Werken nur, so koͤnnt' et uns, sie zu vollbringen, sehr leicht durch Fesseln der Natur, durch Kraͤfte seiner Allmacht zwingen. Vor ihm, der alles schafft und giebt, gilt Weisheit nichts, nichts Macht und Staͤrke. Er will die Ab⸗ sicht deiner Werke, ein Herz, das ihn verehrt und liebt. 6. Ein Herz von Ei⸗ genliebe fern, fern von des Stolzes eitlem Trie-⸗ be, geheiligt durch die Furcht des Herrn, er— neu'ꝰt durch Glauben zu der Liebe, das ist's, was Gott von uns verlangt; und wenn wir nicht dieß Herz besitzen; so wird ein keben uns nichts nuͤtzen, das mit den groͤßten Tha⸗ ten prangt. 7. Drum taͤusche dich nicht durch den Schein, nicht durch der Tugend bloßen Namen. Sieh? nicht auf deine Werk' al⸗ lein, sieh' auf die Quell', aus der sie kamen; pruͤf? dich vor Gottes Angesicht, ob seine Liebe dich beseelet? Ein Herz, dem nicht der Glaube fehlet, dem fehlet auch die Liebe nicht. d. 318 Pflichten gegen uns selbst. 8. Wohnt Liebe gegen Gott in dir, so wird sie dich zum Guten staͤrken. Du wirst die Gegenwart von ihr an Liebe zu dem Raͤchsten merken. Die Liebe, die dich schmuͤcken soll, ist guͤtig, ohne List und Tuͤcke, beneidet nicht des Naͤchsten Gluͤcke, sie blaͤht sich nicht, ist lang⸗ muthsvoll. 9. Sie deckt des Naͤch⸗ sten Fehler zu, und freut sich niemals seines Falles, sie suchet nichtuͤbloß ihre Ruh', sie hofft und glaubt und duldet alles. Sie ist's, die dir den Muth verleiht, des Hoͤchsten Wort gern zu erfuͤllen, macht seinen Sinn zu dei⸗ nem Willen, und folgt dir in die Ewigkeit. Mel. Wie groß ist des All maͤcht'gen ꝛc. Bedaͤchtig. 345 Herrt dessen Au⸗ gen alles pruͤ⸗ fen, des Heuchlers List betruͤgt dich nie, du schau⸗ est in der Herzen Tiefen, und kennst und offenba⸗ rest sie. Wer darf vor dir mit Freuden wohnen? in deiner Liebe sicher seyn? Wen wirst du, unser Gott! belohnen? Wer darf sich deines Segens freu'n? 2. Nur der, o Herr! darf zu dir kommen, und macht sich deiner Freund⸗ schaft werth, der nach dem Namen eines From⸗ men, nie einen groͤßern Ruhm begehrt. Die Tu⸗ genden sind sein Vergnuͤ— gen, er ist der Wahrheit edler Freund, und unver-⸗ soͤhnlich gegen Luͤgen, der Bosheit und der Tuͤcke feind. 3. Ein Abscheu ist's ihm, neidisch trauern, ungern den Naͤchsten gluͤck⸗ lich seh'n.n, um ihm zu schaden, auf ihn lauern, und seine Thaten tuͤckisch schmaͤh'n. Er hasset die Beleidigungen, wird groß durch seine Redlichkeit, durch unverschaͤmte Laͤste⸗ rungen wird nie von ihm ein Nam' entweiht. 4. Er ehrt,, o Herr! die, die dich scheuen, ver⸗ achtet den, der dich nicht liebt, und frech es wagt, sich noch zu freuen, wenn er durch Laster dich be— truͤbt. Er haͤlt, was er dem Naͤchsten schwoͤret, wenn der Betrug die Treue bricht; ein unge⸗ rechter Wucher mehret ge— recht erworb'ne Guͤter nicht. 7. 1. Frebe — Keilt Eim nt sier neh, der ihm Helt er RNmoget, ul des L h eh n ö Ge, he Ruhlicht ge. Der g l echt fMSaber HN)e I hiicht Mibahl 6 pist R Mrst Hhestey IM Ich, uf sshe sh Iu che schtocle W l Sokt hachleh fchf, 0 . — Vunts Ey der, 0 0 konmey y Ideiner Fun Ruh, N g nn eines giz Teinen gaht Ihrt. die sein Mah der Vuhth d, und mn gen Lägrr amd ger 0 Abschi f disch tuh Nachsengt % um wihn) Auf ihn bun Thaten tit Er 10 zen, Wt9 7 Roblih eschantt W D nie dau Fleiß aͤchter Tugend. 319 5. Er eilt, erweicht durch das Erbarmen, wenn er der Menschen Elend sieht, mit seiner Hilfe nach dem Armen, der voll Vertrau⸗ en zu ihm flieht. Gern theilt er mit ihm sein Vermoͤgen, das nicht das Gut des Waisen ist, und haͤlt es nicht fuͤr einen Segen, wenn es der Ar⸗ me nicht genießt. 6. Der Fromme nimmt, das Recht zu beugen, nicht Gaben von Verbre⸗ chern an; er kann zu kei⸗ nem Frevel schweigen, und weicht nicht von der Tugendbahn. Du, unser Gott! wirst ihn belohnen, du wirst sein frommes Herz erfreu'n. Er wird in deinen Huͤtten woh⸗ nen, auf deinem Berge sicher seyn. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Bittend. 2 err! dein Ge⸗ 346. setz und dein Gebot, wornach wir sol— len leben, hast du, o liebevoller Gott! mir in mein Herz gegeben, daß ich zum Guten willig sey, mit Sorgfalt, fern von Heucheley, was du be⸗ fiehlst, vollbringe. 2. Gieb, daß ich dir allein vertrau', allein dich ehr' und liebe, auf Men⸗ schenhilf' allein nicht bau', in deiner Furcht mich übe, daß Beyfall, Lob und Menschengunst, Gewalt, Pracht, Reichthum, Witz und Kunst mir nicht zum Abgott werde. 3. Hilf, daß ich veblich mich bemuͤh', dich, Vater! zu erkennen, und laß mich deinen Namen nie ohn' Ehrerbietung nennen. Gott! unvergeßlich sey es mir, was ich in meiner Taufe dir so feyerlich ver⸗ sprochen. 4. Am Tag der dir ge⸗ weihten Ruh' laß mich, Gott! mit den Deinen in der Versammlung, so wie du befiehlst, vor dir er⸗ scheinen, dann deiner im Gebet mich freu'n, ein Hoͤrer deines Wortes seyn, und, wie ich soll, ein Thaͤter. 5. Gieb, daß ich El— tern, Obrigkeit und Leh⸗ rer ehr? und liebe, sie nie durch Widersetzlichkeit und boͤses Herz betruͤbe, vielmehr fuͤr ihre Sorge und Treu erkenntlich und gehorsam sey, und deinen Segen erbe. ö 0. 32 Pflichten gegen uns selbst. 6. Hilf, daß ich nie mit bitterm Sinn, Herr! Rach' und Feindschaft uͤbe, und, wenn ich auch belei⸗ digt bin, verzeih? und Feinde liebe, und jedem goͤnne, was er hat, und alle segne, mit der That gern jedem diene. ö 7. Laß mich, wie du geboten hast, unkeusche Werke meiden. Unreinig⸗ keit ist dir verhaßt; auf Wohllust folgen keiden. Schaff du in mir ein rei⸗ nes Herz, das Ueppigkeit und frechen Scherz sich nimmermehr erlaube. 8. Gieb, Herr! daß ich mich redlich naͤhr?, und boͤser Raͤnke schaͤme, mein Herz vom Geiz und Un⸗ recht kehr?, durch Macht und List nichts nehme, daß ich nie Fleiß und Arbeit scheu', wohlthaͤtig und zufrieden sey, nicht uͤppig, nicht verschwen⸗ drisch.— 9. Hilf, daß ich meines Naͤchsten Ehr? zu retten mich befleiße, das, was ich kann, zum Besten kehr', doch Boͤses nicht gut hei— ße, stets zeige Treu und Redlichkeit, und Abscheu trage jederzeit an Falsch⸗ heit, Schmaͤh'n und Luͤ⸗ gen. Menschen das aber, 10. kaß mich des Naͤch⸗ sten Haus mit List und Unrecht nicht begehren; 8 was mir noͤ— thig ist, wollst du mir, Gott! gewaͤhren. Doch, laß mich auch das groͤßte Gut, ein ruhig Herz und frohen Muth und deine Gnaͤde haben. 11. Wie gern moͤgt' ich, o Herr! mein Gott! nach deinem heil'gen Wil—⸗ len, wie gern moͤgt' ich ganz dein Gebot, das du mir gabst, erfuͤllenz allein du weißt, was mir ge⸗ bricht, ich Schwacher! ich vermag es nicht aus mei⸗ nen eisznen Kraͤften. 12. Drum gieb du mir von deinem Thron, Gott Vater! Gnad' und Staͤr⸗ ke, daß ich, o Jesu! Gottes Sohn! stets auf dein Vorbild merke! O heil'ger Geist, hilf mir, daß ich Gott uͤber alles, und, wie mich, auch mei⸗ nen Naͤchsten liebe! Vorige Melodie. Bedaͤchtig. err! dein Ge— setz, das du 347. der Welt, voll Weisheit hast gegeben, ist uns zur Regel vorgestellt, wornach Mach' un⸗ wir sollen leben. usten Her und lhte Neriand selba fase 2. Du, nah/ alsd lit, noch uß ich aus or Ar kei suoch raube. onl Mesch seh ktt E fenshrebler e Riht, neth ken L Heinchrund Gachriß, Sophl boch Rchancc keh. HAN Wisyhast ir Iel usts Rraf Heghh lieh Haslung e ösehn, der ustfig. Das uh, Gott Hist, de Hurc Ged ind Hit, Hishlegp V. — Tuc N uit Hy t begchz bas mit olst E Uhren. a Ich dus güs ihig Haru Eth und n. grn mein heibgen Hern nöht ebot, Nl erfülle d Was my Schwachtl. nicht aub v 1 Klaͤfteg, (I gieb d Hroh, ad' uEl üch, 9 hn! ssthh Id matth it, V tt ber lich, auc N llee Mladi⸗ KEel Rth setz/ N 0l W is II Asell, h al. N Fleiß aͤchter Tugend. 321 unsern Herzen es bekannt, und lehre uns recht mit Verstand den Sinn des— selben fassen. 2 2. Du, Gott! willst mehr, als daß ich mir nicht List, noch Trug erlaube, daß ich aus Sklavenfurcht vor dir kein Moͤrder sey, noch raube. Was hilft's, daß weder Hand noch Fuß, noch Auge suͤndigt? Gott! ich muß mit jeder Kraft gehorchen. ö 3. Es laͤstre, Gott! dein Mensch dich nicht, sey keiner Ehe Schaͤnder, kein Frevler, welcher Ei— de bricht, kein Schlem- mer, kein Verschwender, kein Freund von uͤppigem Geschwaͤtz, das willst du, Gott! doch dein Gesetz gebeut noch hoͤh're Pflich-⸗ ten. 4. Wir sollen uns ge⸗ wissenhaft in allem Guten uͤben, und dich mit aller unsrer Kraft von ganzem Herzen lieben, nicht jede Handlung nur soll rein, selbst jede Neigung soll es seyn, der stillste Wunsch unstraͤflich. 3. Das foderst dü, doch, Gott! wer hat die Kraͤfte, deinen Willen, so durch Gedanken, Wort und That, so heilig zu erfüͤllen? wie kraftlos un⸗ ser Wille sey, wie groß der Suͤnden Tiranney, das ist dir nicht verbor— gen. ö 6. Wie koͤnnen wir dem Fluch entgeh'n? Ach Gott! wer kann auf Erden mit seinem Thun vor dir be— steh'n, durch Werke selig werden? Du foderst viel, und wir sind schwach, das Herz giebt leicht der Taͤuschung nach, und du, o Gott! wirst richten. 7. Drum eil' ich, Herr! vor deinen Thron, in Reu und Schaaͤm verhuͤllet, zu deinem Sohne, Herr! dein Sohn hat dein Ge— setz erfuͤllet. Er that's, und haͤt's fuͤr mich ge⸗ than, nimm deines Sohns Gehörsam an, laß mich sein Blut verfoͤhnen. 8. Laß deines guten Geistes Trieb mein Herz zum Guten treiben, dir gern gehorchen, ünd ver⸗ gieb die Maͤngel, die noch bleiben! Ich will, und das gewaͤhre mir, allein durch deinen Sohn vor dir gerecht und selig werden. Bekannte Melodie. Belehrend und bittend. 348 Mein Bundes⸗ 348. Gott! ach unterweise mich, daß ich 4 iu 32² Pflichten gegen uns selbft. in Furcht, Vertrauen, Demuth, Liebe, dich ehr', und fiets Geduld und Hoffnung uͤbe, und lieber alles fahren laß als dich. 3. Gieb, daß ich, o du hoͤch'vollkommner Geist! auch dir im Geist und in seyn, treu deinem Ruf, der Wahrheit diene, und keinen Dienst zu leisten mich erkuͤhne, worauf mich nicht dein heil ges Wort verweißt. 3. Vergeblich nenn' aus Leichtsinn nie mein Mund,‚, Herr! deinen Namen, falsch und unnuͤtz schwoͤ⸗ ren, sey fern von mir, voll Demuth dich zu eh— ren, so gut ich kann, er⸗ heischt von mir dein Bund. 4. Die ganze Zeit ist dein, voraus der Tag, von dir bestimmt, in Ruhe dich zu loben. Laß mich so leben hier, daß ich dort oben in suͤßer Ruh dich ewig loben mag. 5. Der Unterschied des Standes ist von dir, die Menschen soll er manche Tugend lehren, laß mich in meinem Stand die Obern ehren, und segne mich, o Hoͤchster! dort und hier. 6. Liebreicher Gott! laß mich stets liebreich seyn, ein Menschenfreund, ein Helfer, ein Eebarmer, des Feindes Feeund. Wie koͤnnte sonst ich Armer, der dich erzuͤrnt, mich deiner Huld erfreu'n? 7. Laß mich, mein Gott! der Zucht ergeben der Wohllust falsche Freu⸗ den sammt ihrem Reiz mit aller Sorgfalt mei— den, und meinen keib zu deinem Tempel weih'n. 8. Fuͤr ungerechtem Gut behuͤte mich, daß ohne Geiz ich meinen Wandel fuͤhre, auch jedem geb' und laß, was ihm ge⸗ buͤhre, mein Werk ver⸗ richt' vergnuͤgt und em— siglich. 9. O treuer Gott! re— giere Herz und Mund, daß ich, wie du, Betrug und Luͤgen hasse, zur kaͤ⸗ stersucht durch nichts mich reizen lasse, der Wahr— heit stets getreu von Her— zensgrund. 10. Verleih', daß ich auch die geringste Lust, die dir entgegen ist, von Herzen meide, was dir gefaͤllt, das sey auch meine Freude, mit kust zu dir erfuͤlle meine Brust. Be⸗ gh Dehahht int 39.6 tel henn dor dir k O drilt in Ne Ee shafts Er 5. Vos In Ver Man, als Zuhd Ech hahitk d 1 filen Hg chf P st Iunst Dic ke tie e hefthk. Renfftben,! De 0 da fensshit Wses mulasen, s/ ich sol Muniheiß iahiben I,unber 0 Fleiß. Kont Wum Vil In Sin Imoch ei 100 f ef W solla, shasen Henfftund,, 2 Ccban Faund! ich In ktzůt„ 5 elfteahl 7 mich, Zucht h denen Hust fassch Tit ihren DCocgfatt: meinen Sempel wiht ungerechte Ach, daß! meinen V. auch jeden I„ was il Tein Mal Rügt ul treuer Gah 3 und 2 wie du/ n hasse Zdurch nicht sser Hr erleih geringft gegen Is Igegel F, Heide 90 das schf eude, afile l — Wachsthum u. Bestaͤndigkeit in der Tugend. 323 Bekannte Melodie. Eindringlich. Rnott! wie rein 349. ist deine Leh—⸗ re! wenn ich hoͤre, wie vor dir wir sollen seyn. O so dringen die Befehle in die Seele, wie ein scharfes Schwert tief ein. 2. Was ist an den aͤu⸗ ßern Werken mehr zu merken, als nur bloß der Tugend Schein, doch, o Hoͤchster! deinen Willen, zu erfuͤllen, muß das Herz geschaͤftig seyn. 3. Ich soll selbst sein inn'res Dichten also rich— ten, wie es dein Gesetz befiehlt. Deine helle Au- gen finden, da schon Suͤn⸗ den, wo das Herz in Luͤ⸗ sten spielt. 4. Boͤses soll ich nicht nur lassen, sondern has— sen, ich soll, Herr! auf dein Geheiß, allem Guten nachzuleben, mich bestre— ben, unverruͤckt, mit Lust und Fleiß. 5. Koͤnnen wir denn deinen Willen ganz erfuͤl⸗ len? Suͤnde schleicht sich dennoch ein, wenn wir noch so eifrig wollen, wie wir sollen, dir, o Gott! gehorsam seyn. 6. Dein Gesetz ist, uns⸗ re Flecken zu entdecken, uns zum Spiegel vorge⸗ stellt. Ach! ich sehe sie, und eile, ohne Weile, zu dir, Jesu! Heil der Welt. 7. Doch begnadigt sol—⸗ len Suͤnder nun als Kin⸗ der, Wege, die Gott has⸗ set, flieh'n, Wege, die Gott wohlgefallen, freu⸗ dig wallen, stets um Tu⸗ gend sich bemuͤh'n. 8. Dazu wollest du mich Schwachen, tuͤchtig ma⸗ chen. Gieb mir deinen guten Geist, durch ihn will ich kluͤglich handeln, so stets wandeln, wie dein Wort mich wandeln heißt. Wachsthum und Bestaͤn⸗ digkeit in der Tugend. Nel. Wer nur den lieben ꝛc. Bittend. Damit ich moͤge 350. D hier auf Er⸗ den im Guten immer eif⸗ riger, stets weiser und stets besser werden; so leite du mich selbst, o Herr! und laß zu wan⸗ deln deine Bahn, mich immer groͤßre Kraft em-⸗ pfah'n. * 2 2. Pflichten gegen uns selbst. lich 2. Daß ich mich nie von dir entferne, gieb mir dein Licht, und gieb, daß ich mich taͤglich besser kennen lerne, und taͤusch ich mich, so warne mich, daß nicht mein Herz durch Heucheley und Stolz selbst sein Verfuͤhrer sey. 3. So oft ich zu dir erustlich flehte, empfieng ich neue Kraft von dir. Gieb denn zum Eifer im Gebete stets deines Gei— stes Antrieb mir; so werd? ich auch durch dich, o Herr! zum Guten immer tuͤchtiger. 4. Verbot'ner Luͤste Schmeicheleyen verblen— den und verfuͤhren leicht. Doch, wer kann deiner Huld sich freuen, wenn er sie hier nicht haßt und fleucht? Herr! keiner Luͤste Reiz und Wahn entferne mich von deiner Bahn. 3. Um mich zu sichern vor Gefahren, so laß vor der Zerureuung mich mein leicht verfuͤhrtes Herz be— wahren, auf Nichts mehr achten, als auf dich, auf deine Stimm', auf dein Gebot, auf dein Gericht, auf meinen Tod. 6. Auch laß mich taͤg⸗ mein Gewissen vor dir erforschen; laß es rein, vor selbst gesuchten Fin⸗ sternissen gesichert, immer wachsam seyn. Es zeige immer schneller mir, was recht und gut ist, Gott! vor dir. 7. Wenn ich mich des Entschlusses freue, nur dir zu folgen: o so gieb, daß ich den Vorsatz oft erneue: Gott sey mir uͤ⸗ ber alles lieb! und dieser Vorsatz reift zur That, wenn ich befolge deinen Rath. 8. Zum Ziele schneller hin zu eilen, laß nie mich meine Uebungszeit mit dir und mit der Suͤnde theilen, und keine Stunde werd' entweiht! und keine, die ich nuͤtzen kann, klag' einst vor dir, o Gott! mich an. 9. Hilf mir, zum nuͤtz⸗ lichen Geschaͤfte fuͤr mei— nen Naͤchsten und fuͤr mich, gebraͤuchen alle mei⸗ ne Krafte stets aus Ge⸗ horsam gegen dich; so werd ich stets vollkomm⸗ ner hier, dir, Gott! zum Preis, zum Segen mir. Mel. Nun danket alle Gott. Mit festem Entschluß bittend. 35 ernimm, o Gottl mein Fleh'n! Ich Pilger dieser Erden, ich moͤgte jeden Tag gern wei schon, enso Nun Gesth, un größt p er sei sut, der ugit. NMde d ih r tohut S ocaluof Ssdgn Hähbost k erDr Wsß, das Scmmre AD Repset ne sancet van fr Prnral Hx Ger seh hein sat Rruen shafßg ohh Uurt wie Ubenerkt 00 KinN uch, U . 7*————— Hsichet, s0 Iyhn. Eüh Hller wit, Hut ist, A ich mih 18 freuk, den: 9 fl ten Vorst HZott schn Viebln teift hut! befolhe Ziele sh Wilen, H ne Uchh und Seilen, M. Wwerd' ast „ die ihl 0 eilstu Mich ah, mir, sl eschaͤt chsten Rauchen V stets gehen N sets v dit/ H Im Shl bnke ö Eush Vunt mein el dest ‚ e, Wachsthum u. Bestaͤndigkeit in der Tugend. 325 weiser, besser werden! ich moͤgte deinen Weg, den oft mein Fuß verliert, mit sichrem Schritte geh'n, weil er zum Ziele fuͤhrt. 2. Oft duͤnkt der Weg mich schoͤn! in dir geweih— ten Stunden hat mein ge⸗ ruͤhrtes Herz es innig schon empfunden, daß dein Gesetz, mein Gott! dein groͤßter Segen ist, daß der sein Gluͤck ver— kennt, der dein Gebot vergißt. 3. Und dennoch wank' ich noch! die Macht be— trogner Sinnen zerstoͤrt noch allzuoft mein eifrig—⸗ stes Beginnen. Gewohn—⸗ heit boͤser Lust kaͤmpft mit der Beß'rung noch, ich weiß, was besser ist, das Schlimm're waͤhl ich doch! 4. O gieb, daß neu gestaͤrkt mein Herz nicht laͤnger wanke. Dein gro— ßer Beyfall sey mein hei— ligster Gedanke. Gelehrig sey mein Ohr der Weis⸗ heit treuem Rath! Recht— schaffen ohne Falsch, mein Wort wie meine That. 5. Fest stehe mein Ent— schluß, wie Gottes Fel— sen stehen, nicht einen Schritt von dir, selbst unbemerkt zu gehen; auch, wo kein Mensch mich sieht, auch, wo kein Ohr mich hoͤrt, sey Tugend heilig mir, sey meine Pflicht mir werth. 6. Laß mich, irrt ja mein Fuß, die Bahn bald wieder finden. Naht sich Verfuͤhrung mir, hilf du sie uͤberwinden. Wer stand—⸗ haft ringt und kaͤmpft, dem wird vor Gottes Thron im heiligsten Ge— richt der Treue Preis und Lohn. Mel. Wer nur den lieben ꝛc Sehnsuchtsvoll. Ochoͤn ist die 352. end. mein Verlangen, und meiner ganzen kiebe werth, ihr fest und standhaft anzu⸗ hangen, hat meine Seel' auch oft begehrt. Ach! koͤnnt' ich's! wie wuͤrd? ich mich freu'n! wer hei— lig ist, muß selig seyn. 2. Doch oft umhuͤllen Finsternisse mich, wenn ich auch erleuchtet bin. Dann flieh'n die heilig— sten Entschluͤsse, gleich Morgentraͤumen, schnell dahin. Bald waͤhl' ich, was dir, Gott! gefaͤllt, bald deinen Sklavendienst, o Welt! 3. Wie bin ich dieses Wechsels muͤde! wann werd' ich fest im Guten seyn? 326 Pflichten gegen uns selbst. seyn? wann wird mich lohnen inn'rer Friede? wann keine That mich mehr gereu'n? wann wird nicht mehr die Sinnlich-⸗ keit mich hindern an der Heiligkeit. 4. Du bist der Selig—-— keiten Quelle, die taͤglich wohlthut und erquickt, aus dir stroͤmt ewig suͤß und helle die Freude, die die Welt begluͤckt. O gieb, statt bittern Wan—⸗ kelmuths, mir Vorschmack meines hoͤchsten Guts! 5. O bilde, Vater? meine Seele nach deinem Willen, und verleih', daß ich nur immer Gutes waͤhle, ewig treu. Laß taͤglich fuͤr die Ewigkeit mich rei⸗ fen zur Vollkommenheit. Mel. Allein Gott in der Hoͤhꝰ ꝛc. Unbeweglich. 353. J bin ein Christ! Gott ist mein Freund! in dieser hohen Wuͤrde steh' ich, und fuͤrchte keinen Feind, und lache jeder Buͤrde. Der Rang erfuͤllt mit Muth und Kraft mein Herz in dieser Pilgerschaft des be— bens und der Leiden. erhalte mich dir 2. Mein Glaube steht und wanket nicht, er ist zu fest gegruͤndet. Er stuͤ⸗ tzet sich voll Zuversicht auf Jesum Christ, und findet bey ihm allzeit Trost, Heil und Ruh! er eignet sein Verdienst sich zu, und trotzet Welt und Hoͤlle. 3. Sollt' ich um Hof⸗ fahrt, Eitelkeit und Guͤter dieser Erden aus Wohl— lust oder Sicherheit der Dugend untreu werden? nein, auf die Suͤnde folgt der Tod, allein die Tu—- gend segnet Gott mit ke—⸗ ben und mit Friede. 4. Was sind die Leiden dieser Zeit mir gegen jene Kronen, womit Gott in der Herrlichkeit die From-⸗ men will belohnen? Was dieses Lebens kurze Frist, Gott! gegen das, was ewig ist? Sollt; ich nicht muthig kaͤmpfen? 5. Ich fuͤrchte nicht des Todes Macht mit allen seinen Schrecken; Gott will mich aus des Gra⸗ bes Nacht zum großen Tag erwecken. Ich fuͤrchte nicht der Hoͤlle Glut, er⸗ kauft durch des Erloͤsers Blut zum Eigenthum und Erbe. Mel. Aand der innkt naͤ wie hoch e Hult hehr Br fest, Rß Ficts sche Huth nid Resuuthi hlickt hin biee shot viehl ir Ost chi feu auch lur, Hhe m vasft, ser N hohen: hacht un Mtclaß. N euren N toben Mel, duhn, ist d 4 W Ushmn, Allitet . — uͤndet. Zubersth ö Glathe . nicht, Sist, unde, Hallzeit! Ruhl en Nenst st at M 2 ich M Ilkeit udz Dan aub Gicherhi Itreu p Die Sül allein Y. Gott t lit Frih. 2 sind ll Smit gehh vomit hl hkeit dz Pelohnent Ons kllse jen bab, Sollt'i wfeu! Eurchte it icht M rcken; Naus d + zull Hͤlle öl 0 des iheuthu en. Leibespflege ꝛc. 327 Mel. Alle Menschen muͤs⸗ sen sterben ꝛc. Muthyoll. + nser Wandel ist 354. U im Himmel! koͤstlich Wort, wie stroͤ— mest du mir, umringt vom Weltgetuͤmel, Muth und suͤße Hoffuung zu! Jeder Fußteitt, thue, bringet mich Land der Ruhe naͤher, immer naͤher zu. Wort, wie hoch erfreuest du! 2. Haltet's fest, ihr theuren Bruͤder, haltet's fest, dieß theure Wort! nichts schlag' eure Hoff⸗ nung nieder, wallet im⸗ mer muthig fort! muthig blicket hin zum Ziele, viele schon ergriffen's, viele! wir, so wahr es Gott verhieß, wir ergrei— fen's auch gewiß. 3. Nur, wie fromme Pilger muͤssen, bleibet wacker, seyd nie laß stets des hohen Zwecks beflissen, wacht und kaͤmpft ohn? Unterlaß. Feinde steh'n an euren Wegen, Stuͤr⸗ me toben euch entgegen, ebel, Kluͤfte, Felsen droh'n, faßt nur Muth, groß ist der Lohn. 4. Was kein Auge je gesehen, was kein Ohr gehoͤret hat, den ich dem was kein Herz hier zu erflehen je sich unterwunden hat, das, das hat Goͤtt dem berei— tet, der hier tapfer kaͤmpft und streitet, drum ver⸗ laͤßt nicht eure Bahn, Jesus selbst gieng euch voran. 5. Unser Wandel ist im Himmel! Koͤstlich Wort, wie stroͤmest du mir, um-⸗ eingt vom Weltgetuͤmmel, Muth und suͤße Hoffnung zu! auf, mein Geist, er⸗ muͤde nimmer; schon seh' ich des Zieles Schimmer; wenig, wenig Schritte noch, und getragen ist mein Joch. Leibespflege. Erhaltung desLebens, und Maͤßigkeit im Genuß derLebensmittel und erlaubter sinnlicher Vergnuͤgungen. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit Ueberlegung. 355 Des Leibes war⸗ ten und ihn naͤhren, das ist, o Schoͤ⸗ pfer! meine Pflicht. Muth⸗ willig seinen Bau zerstoͤ⸗ ren, verbietet mir dein Unterricht. O stehe mir mit Weisheit bey, daß diese Pflicht mir heilig sey. . 328 Pflichten gegen uns selbst. 2. Sollt' ich mit Vor⸗ satz das verletzen, was du, o Gott! mir anver— traut? sollt' ich gering ein Kunstwerk schaͤtzen, das du, o Schoͤpfer! selbst gebaut? weß ist mein Leib? Gott! er ist dein. Wie duͤrft ich sein Zerstoͤrer seyn? 3. Ihn zu erhalten, zu beschuͤtzen giebst du mit milder! Vaterhand die Mittel, die uns dazu nuͤ— tzen, und zum Gebrauch giebst du Verstand. Dir ist die Sorge nicht zu klein, wie? sollte sie denn mir es seyn? 4. Gesunde Glieder, muntre Kraͤfte, o Gott! wie viel sind die nicht werth! wer kaugt zu des Berufs Geschaͤfte, wenn Krankheit seinen Leib be— schwert? ist nicht der Erde groͤßtes Gut Ge— sundheit und ein heitrer Muth. 3. Drum gieb, daß ich mit Sorgfalt meide, was meines Koͤrpers Wohlseyn stoͤrt, daß nicht, wenn ich je Krankheit leide, mein Geist den innern Vorwurf hoͤrt: Du selbst bist Stoͤrer deiner Ruh', du zogst dir selbst dein Uebel zu. 6. Laß jeden Sinn und alle Glieder mich zu be— wahren achtsam seyn: Druͤckt mich die Last der Krankheit nieder, so floͤße selbst Geduld mir ein. Gieb heitern Muth, und dann verleih, daß auch des Arztes Rath gedeih'. 7. Doch gieb, daß ich nicht uͤbertreibe, was auf des Leibes Pflege zielt, nein, stets in jenen Schranken bleibe, die dein Gesetz mir anbefiehlt. Des Hoͤrpers Wohl laß nie allein den Endzweck meiner Sorge seyn. 8. Nein, meinem edlern Theil, der Seele, sey stets der groͤßte Fleiß geweiht, daß sie des Himmels nicht verfehle, und nuͤtze diese Pruͤfungszeit! Dazu, Herr! segne meinen Fleiß, so leb' ich hier zu deinem Preis. Mel, Jesu, meines Lebens Leben ꝛc. Dankhar erwaͤgend. 356 Viele freuden⸗ 39ae volle Tage leben wir, o Gott! durch dich. Unbekannt mit Schmerz und Klage, die vor uns voruͤberwich, schmecken wir des kebens Freu⸗ — Flauden, ut u hettrn St uns deine . Fris⸗ Hsschästt het gach met unsea ten der G u. Kraf e Gliede Mügen soch hat! sisu Sc Hlaht. Pund uui gihte des du g dune washt, ur dersalls f sahe, de un doht wasrn, wufderhar der Hefch 4HDt, Ifiht 9 Leblpf zuschtn k, der hebt, 1 nicht aht Nath el Helfeh a Hand, d . Mf ur pat Hle Veden S Eimn Eer nich x Hachtsam dich die Aß fieder, suß duld mir; Urn Rul eih, daß 15 Nac h I gieb, 0 Etreibe, 0 Pflag. lets Ibläibe, mit arhez pers Mu 1 den Chh Jorge seh Li, meinop Ceele, shi Fleiß ge 2 Himmet 1 uld H azeit! meih Helf ) hier il! Meints r cben A * ar rwigth Niele fl 0 holl 0 G0l Tin 0 I R I Leibespflege ꝛc. 329 Freuden, fuͤhlen selten nur das Leiden, das die heitern Stunden truͤbt, die uns deine Liebe giebt. 2. Frisch und thaͤtig zu Geschaͤften, stark zur Ar⸗ beit nach der Ruh, stroͤ⸗ met unsers Leibes Kraͤf— ten der Gesundheit Fuͤlle zu. Kraftvoll regen sich die Glieder jeden jungen Morgen wieder, immer noch hat uns die Nacht suͤssen Schlummer zuge— 3.— Wunderbar erhaͤltst, Ind naͤhrest du den Leib, den du gebaut. Wenn du unser Schutz nicht waͤrest, wenn dein Blick, der alles schaut, nicht sie saͤhe, die Gefahren, die uns droh'n, du nicht be— wahren, retten wolltest wunderbar, wir erlaͤgen der Gefahr. 4. Oft, wenn wir der Pflicht vergessen, diesen Leib, so fein gewebt, treu zu schuͤtzenz wenn vermessen er, der Staub, sich uͤber— hebt, sorglos die Gefahr nicht achtet, treuen weisen Rath verachtet, ist zum Helfen ausgestreckt, deine Hand, die uns bedeckt. 5. Laß uns dafuͤr dank⸗ bar werden! Zwar ist uns— re Huͤlle Staub, nur ge⸗ baut fuͤr uns auf Erden, bald des Grabes sichrer Raub. Mag sie einst in Truͤmmer fallen, doch so lange wir hier wallen, sey sie theuer uns und werth, auch durch sie sey du geehrt. 6. Was sie vor der Zeit zerstoͤret, was uns schwach und elend macht, was Vermessenheit uns lehret, was wir ruhig uͤberdacht, bitter, doch zu spaͤt, be— reuen, laß uns, Vater! ernstlich scheuen, laß es ferne von uns seyn, denn auch unser Leib ist dein. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Erwegend. as ist mein 357: deitlich 5 das du mir, Gott! gege—⸗ ben? ein unschaͤtz tzbares Gut. Du gabst mir's hier auf Erden, zum Him-⸗ mel reif zu werden, wor— auf mein wahres Gluͤck 9— 5 Hier wird die Saat Hehrehet, dort, wenn sie wohl gedeihet, wird reich die Aernte seyn. Je laͤn⸗ ger ich hier lebe, und gut zu handeln strebe, je groͤ⸗ ßer wird mein Gluͤck dort seyn. Pflichten gegen uns selbst. 22 3. Sollt' ich dieß Gluͤck mir rauben? o Herr! laß mir, im Glauben der kuͤnft'gen Aernte Zeit, mein Leben hier auf Erden so werth und wichtig wer— den, als es mir selbst dein Wort gebeut. 4. Mir selbst es zu ver⸗ kuͤrzen, mich in den Tod zu stuͤrzen, ist wider mei—⸗ ne Pflicht. Ein redliches Gemuͤthe lohnt nie mit Undank Guͤte, entweicht auch dem Berufe nicht. 5. Was leicht in Krank⸗ heit stuͤrzet, das Leben leicht verkuͤrzet, laß mich mit Sorgfalt flieh'n, doch auch nicht aͤngstlich zagen, fuͤr meine Pflicht zu wa⸗ gen das Leben, das du mir verlieh'n. 6. In deine Vaterhaͤn⸗ de empfehl ich, Herr! mein Ende, und meiner Tage Lauf. Es sey mein ganzes Leben, dir, Va⸗ ter! ganz ergeben, hilf du nur selbst der Schwach— heit auf. 7. Was nuͤtzt ein lan⸗ ges Leben, wenn man nicht, Gott ergeben, nach wahrer Tugend strebt. Wer Gott und Menschen liebet, und sich im Glau- ben übet, nur der hat lang und wohl gelebt. den Geist —— Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Angenehm und belehrend. 358 Wie mannigfal⸗ tig sind die Gaben, womit uns, Herr! die Erde naͤhrt, und die, und Leib zu laben, uns taͤglich deine Hand beschert! Ja, alles, was der Mensch genießt, beweißt, wie freundlich, Gott! du bist. 2. Du segnest Auen und Gefilde mit unerschoͤpfter Fruchtbarkeit, die deine vaͤterliche Milde und All⸗ macht jedes Jahr erneu't, damit der Mensch, von Sorgen frey, gesaͤttigt werd', und dankbar sey. 3. Du giebst, daß wir nicht Mangel leiden, was noͤthig ist, auch mehr als Brod, giebst zum Beduͤrf⸗ niß auch noch Freuden fuͤr einen jeden Sinn, o Gott! wie ist zum Wechsel im Genuß so groß der Ga⸗ ben Ueberfluß! 4. Doch laß uns maͤ⸗ ßig im Genusse der Ga⸗ ben deiner Guͤte seyn, und nichts von deinem Ueberflusse, o Gott! durch Schwelgerey entweih'n, denn Maͤßigung und Nuͤchternheit, das ist die beste Dankbarkeit. — —— „ Mi Trant sein ten, seht Chrsten d sug/ ba Iud nach him kann. 0DDN Gei On schit. b60 V schwitht di hüsthun zusnd ruq uun te, l Sahpit. zun M stͤhtt tor Grh. II schh g duch Iin Hech Ret zur Nchen Weis Neu ethsct. in siß authylhan kern schn! 8 du Cyaß u en, so Hunst ge i 0 auf W8 0 MS Sar Rmn Rics. . —— Eurdenghcg und hachg 6 hash tig sshl „mit uns,z Oaͤhrt, un und H 8 taͤhlhh Ihert! Pl ensch gun wie stahhh bis. Cegest Mat Zit usecshih Stit,—6 Milde u 18 Nht l Masch. stey/ 5dankone Hiebst, N Xgel Heden auch n os. zun V6 Woch rell. Si el Iim Vatst groß it uß! Leibespflege ꝛc. 331 5. Mit Speiß und Trank sein Herz beschwe— ren, steht keinem wahren Christen an, ihm ist ge⸗ nug, was ihn ernaͤhren, und nach der Arbeit la⸗ ben kann. Nichts ist, das so den Geist zerstreut, als Misbrauch unsrer Sinn— lichkeit. 6. Das Schwelgen schwaͤcht die Seelenkraͤfte, bringt Krankheit, Armuth, Zank und Streit, macht traͤge zum Berufsgeschaͤf⸗ te, und ungeschickt zur Seligkeit. Erniedrigt bis zum Thier herab, und stuͤrzet vor der Zeit ins Grab. 7. Ach! mancher starb schon laͤngst, und modert, durch Trunk zu fruͤh ins Grab gestreckt, von Gott zur Rechenschaft gefodert, weil Reue nimmer ihn erweckt. Gott! laß mich ja dieß Laster scheu'n, enthaltsam, maͤßig, nuͤch⸗ tern seyn! ö 8. Drum, wenn wir Speiß und Trank genie⸗ ßen, so laß es mit Ver— nunft gescheh'n, und, den Genuß uns zu versuͤßen, uns auf des Gebers Guͤte seh'n, auf dich, der du uns zaͤrtlich liebst und Nahrung und Erquickung giebst. Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Eindringlich. 359 Wie mannigfal⸗ tig sind, o Vater! deine Gaben! was ist wohl in der Welt, das wir nicht von dir haben? Du reichst, Allguͤtiger! uns nebst der Speise Trank, der uns erquicken soll; auch dafuͤr sey dir Dank! 2. Doch nur zur Staͤr⸗ kung sey der Trank, den wir genießen, nur dann wird er auch Kraft in unsern Koͤrper gießen. Des Christen erste Pflicht ist hier die Nuͤchternheit; ein Trank, der uns er— Dt. erfodert Maͤßig—⸗ eit. 3. Denn in der Trun- kenheit da toben alle Triebe, der Leidenschaften Sturm braußt maͤchtig, reine Liebe wird Wohllust, und der Zorn wird Rase— rey und Wuth. Ach! der Betrunkne schont nicht sei⸗ nes Bruders Blut. 4. Zum Moͤrder wird er selbst an seinem eignen Leben, verliert dieß theu⸗ re Pfand, das Gott ihm hat gegeben; das hoͤchste Erdengut, Gesundheit schaͤtzt er nicht, und, ach! ent⸗ sein kohn 332 Pflichten gegen uns selbst. entstellt oft sehr das schoͤn⸗ ste Angesicht. 5. Sieh nur den Saͤu⸗ fer an, so schwach, so kraftlos beben! Ach! kaum vermag er noch nur thie— risch hinzuleben! wie zit— tert seine Hand, wie wankt sein schlaffer Fuß! o schrecklich raͤchet sich un⸗ maͤßiger Genuß! 6. Verachtung ist sein Loos, ja, Schande trifft den Sünder, der sich ver— nunftlos trinkt, er ist ein Spott der Kinder, er raubt sich Lust und Kraft zu aller Thaͤtigkeit, sich und die Seinigen stuͤrzt er in Duͤrftigkeit. 7. Und weh ihm, wenn ein Rausch sein Leben wuͤrde enden! wie will er Gnade dort bey jenem Richter finden? auf's Fleisch nur saͤtte er in seiner Lebenszeit, Verder— ben aͤrntet er nun in der Ewigkeit! 8. Drum laßt uns maͤ— ßig seyn auch im Genuß der Gaben, die als Ge— traͤnke wir vom lieben Vater haben. Dem Maͤ— ßigen laͤßt Gott zur Staͤr⸗ kung sie gedeih'n, und hoͤh're Staͤrkung wird im Himmel seyn. Mel. Nun danket alle Gott. Angenehm schildernd und bittend. u, der so gern 360. begluͤckt, 920 Freuden uns bereitet! wie selig, wer von dir, an Vaterhand geleitet, nur dann sich gluͤcklich fuͤhlt, wenn er zu dir sich haͤlt, und kein Vergnuͤgen sucht, das dir, Gott! nicht ge— faͤllt. 2. Wie selig, wenn sein Geist zu dir, durch den er lebet, durch den er denkt und waͤhlt, sich oft und gern erhebet, wenn er die Freude kennt, sich einsam dir zu weih'n, er— staunt sich deiner Macht und deiner Huld zu freu'n! 3. Wie selig, wenn er selbst der Erde klein're Freuden mit Maaß und Weisheit waͤhlt! Ihr Uebermaaß bringt Leiden. Nach arbeitsvoller Muͤh erquicket ihr Genuß, wer nur der Freude lebt, fuͤhlt endlich Ueberdruß. 4. O gieb, Allguͤtiger! gieb, daß auch meine Seele, wenn sie nach Freude strebt, nie jene Freuden wahle, die end⸗ lich doch gereu'n; es schla⸗ ge — 9 unmse fer mie eht die lie! „ Hh nich ducc nidt töͤdte Asend m. Echerz en Rubollbra uf ich“ felh, do Rullik de Ruahn 6% Derht Hah sh e uder Ns mi ilc b nith u A. etsch zuft stosft Ein eysstopme R lihit sy beklheh, Disf de Hlas ur llenn er! l schid ir N — anfket aleh öshilden ittend, „ det son begläch, ns bexeiteh bvon gi gellittt, gluͤcklich f Du dit schj Fergudgen Gotti nch sclig, win dir, duch durch A wahlt, 0 erhedet/ Ade kent, zu waht deiner . selh, F Erde il Shit Ma wählt!“ 815 bangt A eithoola.) Ihr Genuf Vreude lebt; ö Herdruß⸗ , A 0 aug. wenn st! Ietbt, Zͤhle/ re H/ Leibespflege ꝛc. 333 ge meine Brust, durch ba— ster nie entweiht, nur fuͤr die reine Lust. 5. kaß meine Tage mich durch eitles Spiel nicht toͤdten, nie vor der Tugend mich bey meinem Scherz erroͤthen. Nach treuvollbrachter Pflicht darf ich der Ruh mich freu'n, doch keinen Au⸗ genblick des kasters Freu— den weih'n. 6. Vernunft und Tu⸗ gend sey Gefaͤhrtin mei— ner Freuden, dem Schwel— ger laß mich nie sein kur— zes Gluͤck beneiden. Was mir an Reichthum fehlt, ersetz Zufriedenheit; der frohste Sinn wohnt stets bey frommer Haͤuslichkeit. 7. Der Tag der Froͤh⸗ lichkeit sey niemals ganz verloren. Ich war zum Dienst der Welt, nicht bloß zur Kust gebohren. Erholung sey er mir, er staͤrke meinen Muth, des Guten mehr zu thun, so oft ich ausgeruht. 8. Nie laß durch meine Lust den aͤrmern Bruder leiden. Der Tag, der mich begluͤckt, sey ihm auch Tag der Freuden. Ist er verlebt, wohl mir, wenn er mich nie gereut, nie scheid' er ohne Dank fuͤr den, der mich erfreut! Mel. Mache dich mein Geist ꝛc. Mit lebhaftem Gefuͤhle. iele Freuden 361. streust du hin, auf den Weg des kebens. Schoͤpfer! diesen Vatersinn zeigst du nicht vergebens. Du erfreust unsern Geist, um ihn an⸗ zutreiben, stets dir treu zu bleiben. 2. O wie schoͤn ist dei⸗ ne Welt! und wie reich an Segen! nur ein Thor, dem nichts gefaͤllt, stuͤrzt dem Gram entgegen. Was ist Noth, was der Tod gegen so viel Gaben, die den Weisen laben? 3. Uns, o Gott! gabst du Gefuͤhl fuͤr den Reiz der Erde, daß der Lauf zum hohen Ziel uns er⸗ leichtert werde, und auch ich freue mich, denn du hast mir Leben und Ge— fuͤhl gegeben. 4. Doch ich soll des Le—⸗ bens kust menschlich nur genießen, meiner Wuͤrde mir bewußt, jeden Tag beschließen. Deine Hand gab Verstand, Triebe zu beschraͤnken, die zum Boͤ⸗ sen lenken. 5. Nie darf das Ver⸗ gnuͤgen mich meiner Pflicht entlocken, nie mich, Va⸗ ter! 334 Pflichten gegen uns selbst. ter! gegen dich und mein Heil verstocken. Wer ver— gißt, was er ist, und nur thierisch lebet, steht einst da, und bebet. 6. Ach! wie mancher haͤngt sein Herz fest an Erdenfreuden! tobt in ihm der Schmerz, wenn sie von ihm schei— den! Gott! laß nie mich an sie ganz den Geist ge⸗ woͤhnen, nie den Sinnen froͤhnen. 7. Wilde Freude kann gar leicht die Gesundheit schwaͤchen! O wie wird sich, wenn sie weicht, das Gewissen raͤchen! steh mir bey! Gott! verleih', daß, wenn ich erkranke, doch mein Trost nicht wanke. 8. Nur ein maͤßiger Genuß staͤrkt des Lebens Kraͤfte, er verscheucht den Ueberdruß, foͤrdert die Geschaͤfte, und mein Geist, der dich preißt, wird da— bey getrieben, ewig dich zu lieben. 9. Gieb denn, daß ich weise sey, wenn mir Freu⸗ den winken! laß mich nie, dir ungetreu, in den Tau⸗ mel sinken! Leite mich, daß ich dich auch in Freu⸗ den ehre, und mein Heil nicht stoͤre. und wie 10. Alle Lust der Sinn⸗ lichkeit wird voruͤberflie— ßen, nur was Geist und Herz erfreut, werd' ich stets genießen. Guter Gott! laß im Tod, wenn die Sinne schwinden, 0„ dieß Gluͤck empfin— en. Mel. Wer nur den lieben ꝛr. Eindringlich. Fhrist, beym Ge— 362. C nusse deiner Freuden entheilige die Tu— gend nicht! die Freuden wuͤrden dir zu Leiden, verletztest du nur eine Pflicht. Stets muͤssen unsre Freuden rein, und eines Christen wuͤrdig seyn. 2. Das ist die Spielsucht nicht! Wer schildert wohl treu genug die Schaͤnd—⸗ lichkeit von diesem LKaster? es verwildert den Men— schen ganz, der sich ihm weiht; wird ihm das Spiel zur Leidenschaft, wie bald ist er auch la— sterhaft! 3. Der Spieltisch mahlt uns deine Menschen, o Gott! nicht als dein Ebenbild. Welch graußer Anblick! dort verwünschen ihr Daseyn wild, Ungluͤckliche „— ilb Ne se hath Iudis Ne lach. Adke Wublals Wsht si Bchl del sile Wuth scht ug Ind Med, Ind Vbe 5 N 0 Gust ve des sust Dustl H wutht sib und iumrer ihm en bepyßt, m wind, nich X Dih ge Syissacht 3a nich sid ihte Chiltih bacht,f RNusd Ge Hlanfen f 7. Der st uch, in d tuch; er nanch it n ͤ daght, . — Llas de 1d borhg was Gaf ut, pad ehen. 6 — im Lod y Se schwich Gluck auz Dur denlite Idringlh hrist, S 7 Hse antheiligel die gtc Mir zu M ül t „Stets ni den reh risten hü (s die Sh r schilbath diesem Rdert da „ddl sh vird h eedasst ist er l Cpichtichs Manschn Leibespflege ꝛc. 335 wild, Verzweiflung deckt sie schwarz, wie Nacht, indeß die Schadenfreude lacht. 4. Betruͤger lauren vol— ler Tuͤcke dort auf des Nachbars Geld und Gut; da zeigt sich fast in jedem Blicke der Leidenschaften stille Wuth; dort herr— schet Inngrimm, Haß und Neid, hier Arglist und Verwegenheit. 5. Ist das dein Bild, Gott? wie zerruͤttet ist jeder sanfte, große Zug! Der tolle Spieler ach! er wuͤthet selbst gegen sich, und innrer Trug macht ihm den Abgrund nicht bewußt, mahlt ihm Ge— winn, nicht den Verlust! 6. Und der ist groß! Wie viel Spielsuͤchtige an Zeit, nicht dem Beruf sind ihre Herzen, dem Spieltisch nur sind sie geweiht, sie suchen Freu— de und Genuß, und, ach! erkaufen sich Verdruß! 7. Der Spieler kennt sie nicht, die Freuden, die uns die Tugenduͤbung reicht; er stuͤrzt sich selbst in manche Lkeiden, weil er von seinen Pflichten weicht, er ringt nach verscherzen ihrer oft Reichthum in der Welt der Thor! und raubt sich selbst sein Geld. 8. Ja, oft sind's Sor⸗ gen, Elend, Kummer und Armuth, was er sich er— spielt: nun raubt die Reue ihm den Schlum- mer, die, ach! zu spaͤt! sein Herz noch fuͤhlt; Ge— wissensbisse quaͤlen ihn, das ist sein Lohn, das sein Gewinn. 9. Doch zieht er auch aus seinem Spiele Ge— winn: O schrecklicher Ge— winn! mit welch unmensch⸗ lichem Gefuͤhle nimmt er das Gut des Bruders hin, stuͤzt ihn in Jammer und in Noth, raubt oft Fa⸗ milien das Brod! 10. Wo bleibt beym Spieler Menschenliebe? verschlossen ist vor ihr sein Herz, er fuͤhlt nicht jene sanften Triebe des Mitleids bey der Bruͤder Schmerz; sein Geld wirft er dem Spieltisch hin, und Gottes kLohn fliegt mit daͤhin. 11. Verderben nur diesem Laster, waͤhrlich! Gottes nicht: ein Spieler wird ein verhaßter und schlechter Mensch, ein Boͤ⸗ sewicht, folgt und Segen 336 Pflichten gegen uns selbst. sewicht, vergreift sich oft an fremdem Gut, ja, schont nicht seines Bru— ders Blut. 12. O Gott! bewahre jeden Christen vor Spiel— sucht, die so tief entehrt; ein Freund von solchen niedern kuͤsten ist nicht der hoͤhern Freuden werth, die du, der du gerecht regierst, dem Tugendhaf— ten schenken wirst! Christliche Schaͤtzung ir⸗ discher Guͤter wider Ehr⸗ sucht, Geiz und Ver⸗ schwendung. Mel. Komm, o komm du Geist ꝛe. Belehrend. ott! die Guͤter dieser Erde sind Geschenke deiner Hand, daß uns jedes nuͤtzlich werde, hast du sie uns zugewandt, ihr Besitz soll uns erfreu'n, und zum Guten Antrieb seyn. 2. Reichthum giebt uns 363. keine Wuͤrde, wenn uns Tugendgroͤße fehlt. Ohne Oe wird er uns Buͤrde, and, der uns mit Sor⸗ gen quaͤlt, und kein wah⸗ res Gluͤck gewaͤhrt, Haab⸗ sucht, Geiz und Stolz er⸗ naͤhrt. 3. Durch ihn dem Ver—⸗ laßnen nuͤtzen, fuͤr den sich kein Freund bemuͤht, durch ihn Jeden unterstuͤ⸗ tzen, den die frohe Hoff— nung flieht, wird, bis auf die spaͤt'ste Zeit, Quel⸗ le der Zufriedenheit. 4. Laßt uns And'rer Sorgen mindern, und eh' sie'ss von uns erfleh'n, ihres Herzens Kummer lindern, um sie, wie uns, froh zu seh'n; so wird uns der Reichthum Gluͤck, Lohn ihr dankerfuͤllter Blick. 5. Welche Freude, wenn wir eilen, unsrer Guͤter Ueberfluß mit dem Hun— g'rigen zu theilen, der sonst immer darben muß, maͤnches, was er braucht, entbehrt, sich durch herben Gram verzehrt. 6. Welches Heil und welcher Segen wird der spaten Nachwelt bluͤh'n, wenn wir, auf der Tu—⸗ gend Wegen, Waise fuͤh⸗ ren, sie erzieh'n, und, uns ihres Gluͤcks zu freu'n, nicht der Sorgen Muͤhe scheuꝰn. Mel. 90 hast mein huwelten: Hisseit, Amthwohl uf Nf5 ich el, durch sisthsey R dehgiten. 2. WHn lomns nue st N n W abss ni ched dund 6Mun! 0 Hil R Wie ih sll Woshrist! 3. CS is schhegthe Gi Die R Ed ih e daduth de Ne rüß al hinn geij In Gitelt Imn Hl 4 Mas id hnähs i Mit beige elige N. 2 viht, und SI üihn deh! en, filh! Treund ha Heden mn Die frohe Ht, witd, bste det, Tiedenhet, us 0 Indern, A. uns d en dn Im ssti, ir An Michthum dankafe e Freldnz unsctt! mit den; thellh, darbehk as er ich duchh ahlt. Christliche Schaͤtzung irdischer Guͤter ꝛe. 337 Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Bittend. Jerr! laß mich 364. doch gewissen— haft mein zeitlich Gut verwalten! gieb du mir Weisheit, gieb mir Kraft, damit wohl hauszuhalten; auf daß ich, im Geringen treu, durch deine Guͤte faͤhig sey, zu groͤßern Gna⸗ denguͤtern. ö 2. Mein Haab und Gut kommt nur von dir; es ist dein milder Segen. Richt zum Verderben gabst du mir mein zeitli— ches Vermoͤgen, du gabst es mir zum wahren Wohl; so hilf denn, daß ich's, wie ich soll, nach deiner Vorschrift brauche. 3. Es ist das mir ge⸗ schenkte Gut vergaͤnglich, wie die Erde. Gieb, daß zum Uebermüth ich nie dadurch verleitet werde. Nie reiß ein irdischer Ge— winn mein Herz so weit zum Eiteln hin, daß ich mein Heil vergesse. 4. Was nuͤtzte mir die ganze Welt mit allen ih⸗ V ren Schaͤtzen, verblendete Vah mich Gut und Geld, mich dir zu widersetzen. schmaͤht' ich, was dein Wort begehrt, was mir ein ewig Gluͤck gewaͤhrt, Ver⸗ wie elend wuͤrd' ich wer⸗ den. ö 5. O schenke, Vater! schenke mir nur deines Geistes Gaben; so werd' ich, reich genug in dir, die besten Guͤter haben; so bin ich sicher deiner Huld, voll Freude, Frie⸗ de und Geduld. Nichts fehlt dann meiner Seele. 6. Den Geiz laß serne von mir seyn, die Wur⸗ zel alles Boͤsen. Von Un⸗ ruh ünd Gewissenspein kann Reichthum nicht er— loͤsen. Er nuͤtzet mir im Tode Nichts, und kann am Taͤge des Gerichts nicht meine Seele retten. 7. Lehr? dü mich weise Sparsamkeit, um das nicht zu verschwenden, was du mir gabst; nein, in der Zeit es nuͤtzlich an⸗ zuwenden. Laß mich da⸗ mit aͤus Dankbegier, auch meinem Naͤchsten, nicht bloß mir, des Lebens euͤh' erleichtern. 8. Es kommt ein Tag der Rechenschaft: gieb, daß ich dieß bedenke, und dahin stets gewissenhaft des Geistes Sorgfalt len— ke, so alle Guͤter dieser Zeit zu nuͤtzen, daß ich einst erfreut, weit beß're Guͤter erbe. ö 9 338 Pflichten gegen uns selbst. Eigene Melodie. Bescheiden. 6 Laß, Herr! nach 3 5. eiteln Ehren mich niemals geizig seyn, und Jesu Beyspiel lehren, der Ehre mich zu freu'n, die ewig nur vor dir be— steht, einst mit mir von der Erde zum Himmel uͤbergeht. 2. Nie blende mich der Schimmer des Anseh'ns vor der Welt: denn der ist doch nicht immer ein Mensch, der dir gefaͤllt, der Rang und äaͤuß're Wuͤrden hat, und wer sich damit bruͤstet, bleibt fern vom Tugendpfad. 3. Nicht im Besitz von Schaͤtzen und Guͤtern die⸗ ser Zeit laß meinen Ruhm mich setzen; sie sind doch Eitelkeit. Sie sind so oft des Thoren Gluͤck, ver— lassen uns im Tode, und bleiben hier zuruͤck. 4. Nicht hoher Stand und Wuͤrde verblende mei⸗ nen Sinn. Wie oft zieht ihre Buͤrde den Geist zur Erde hin! Verdienst und Tugend sey allein der Ruhm, nach dem ich rin— ge, nur der bleibt ewig mein. 5. Dich kennen, meine Pflichten mit Fleiß und Redlichkeit gewissenhaft verrichten, wie dein Ge— setz gebeut, und uͤberall mein Christenthum nach Jesu Vorbild uͤben, das sey mir wahrer Ruhm! 6. Dein Beyfall ist dir groͤßte, nach dem ich stre⸗ ben kann, wenn ich mich dessen troͤste, wie gluͤch lich bin ich dann; ob mir auch hier auf dieser Welt der Menschen Lob und Ehre bey guten Thaten fehlt. 7. Einst, wenn der Eh⸗ re Buͤrde, wie leeichter Dunst verfliegt, einst, wenn Verdienst und Wuͤr⸗ de auf deiner Waage liegt, dann muͤsse mei⸗ nem ew'gen Geist das Gluͤck des Himmels wer— den, das mir dein Won verheißt. Mel. Mir nach, spricht Christus ꝛc. Lehrreich. ö 366 Wobl dem, der beß're Schaͤ⸗ tze liebt, als Schaͤtze die⸗ ser Erden! Wohl dem, der sich mit Eifer uͤbt, an Tugend reich zu wer⸗ den, und in dem Glau⸗ ben, deß er lebt, sich uͤber diese Welt erhebt. l die Eeel Kesl nach nihlet! ch4 kach Macher Hst hur Di Ustr 5 WI f en babrüng beuund Lafstu 600 Dn an sch. ei Hu guct d Hlen Dalt, Get huch sc vinn di 8—— t gepisy „ Wie dah Lut, undei Hristenthun cblld ubg, Awahler ut Bapfal Nach dem ith , wenn ich hoͤste, ne Vich dang auf Msn ischen Ea de ist, wenn x e, wie l Aberfliegt,“ erdienstul dener) ann gen Ga Is Himngl 5 mir dad Nir uch/ Hristss l Eehrrih. — U behne Scld Ils Sai 2. W nit Ch 2. mah f in duh fer lc 4 D Christliche Schaͤtzung irdischer Guͤter c. 339 2. Wahr ist es, Gott verwehrt uns nicht, hier Guͤter zu besitzen. Er gab sie uns, doch auch die Pflicht, zum Guten sie zu nuͤtzen. Sie duͤrfen unser Herz erfreu'n, und unsers Fleißes Antrieb seyn. 3. Doch nach den Guͤ— tern dieser Zeit mit gan⸗ zer Seele schmachten, nicht erst nach wahrer Froͤm—⸗ migkeit und Gottes Rei— che trachten, ist dieß des Menschen hoher Ruf, den Gott zur Ewigkeit erschuf? 4. Der Geiz erniedrigt unser Herz, erstickt die edlern Triebe. Die Liebe fuͤr ein schimmernd Erz verdraͤngt der Tugend Lie— be, und machet, der Ver⸗ nunft zum Spott, ein elend Gold zu seinem Gott. 5. Der Geiz, so viel er an sich reißt, laͤßt dich kein Gut genießen; er quaͤlt durch Haabsucht deinen Geist, und toͤdtet dein Gewissen, und reißt durch schmeichelnden Ge— winn dich blind zu jedem Frevel hin. ö 6. Um wenig Vortheil wird er schon aus dir mit Meineid sprechen, dich zwingen, der Arbeiter Lohn unmenschlich abzubrechen, er wird in dir der Witt— wen Fleh'n, der Waisen Thraͤnen widersteh'n. 7. Dein durch den Geiz verhaͤrtet Herz schmeckt nie des Wohlthuns Freuden, denn dich ruͤhrt keines Andern Schmerz, und kei⸗ nes Armen eiden, und wo ist eines Standes Pflicht, die nicht der Geiz entehrt und bricht? 8. Du bist ein Vater, und aus Geiz entziehst du dich den Kindern, und lassest dich des Goldes Reiz, ihr Herz zu bil-⸗ den, hindern, und glaubst, du habst sie wohl bedacht, wenn du sie reich, wie dich, gemacht. 9. Du hast ein richter⸗ liches Amt, und du wirst dich erfrechen, die Sache, die das Recht verdammt, aus Haabsucht Recht zu sprechen, und selbst der Tugend groͤßter Feind, er⸗ kauft an dir sich einen Freund. 10. Gewinnsucht raubt dir Muth und Geist, die Wahrheit frey zu lehren,‚ du schweigst, wenn sie dich reden heißt, ehrst, wo du nicht sollst ehren, und wirst um ein veraͤchtlich Geld ein Schmeichler, und die Pest der Welt. ö NVN 2 41. 340 Pflichten gegen uns selbst. 11. Erhalte mich, o Gott! dabey, daß ich mir gnuͤgen lasse, und ernst⸗ lich, als Abgoͤtterey, den Geiz verdamm' und hasse. Ein weises Herz und gu⸗ ter Muth sey meines Le— bens groͤßtes Gut. Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Mit Empfindung bittend. 367 Laß mich doch 5 2 nicht, o Gott! den Schaͤtzen dieser Erden so meine Neigung weih'n, daß sie mein Abgott wer⸗ den! Oft fehlt beym Ue⸗ berfluß doch die Zufrie— denheit, und was ist oh— ne sie des Lebens Herr— lichkeit? 2. Kann ein vergaͤng⸗ lich Gut auch unsre Wuͤn⸗ sche stillen? es steht ja sein Besitz nicht bloß in unserm Willen. Nicht stets wird's dem zu Theil, der aͤngstlich darnach ringt, und schnell verliert's oft der, dem sein Bemuͤh'n gelingt. 3. Ein Gut, das un⸗ sern Geist wahrhaftig soll begluͤcken, muß nicht ver⸗ gaͤnglich seyn, muß fuͤr den Geist sich schicken. Der Thor hat Geld und Gut, er hat's, und wuͤnscht noch mehr, noch immer bleibt sein Herz von wahrer Ruhe leer. 4. O Gott! so wehre doch der Haabsucht nie— dern Trieben, und heilige mein Herz nie sklavisch das zu lieben, was man mit Muͤh' gewinnt, bald schwelgerisch verzehrt, bald ruhelos bewacht, und bald mit Fluch vermehrt. 5. Ein weises, from⸗ mes Herz, das sey mein Schatz auf Erden! Sonst alles, nur nicht dieß, kann mir entrissen wer⸗ den; es bleibt im Tod auch mein, und folgt mir aus ber Zeit, zum selig⸗ sten Gewinn nach in die Ewigkeit. 6. Wo dieses fehlt, da sind Pracht, Schaͤtze und Vergnuͤgen den suͤssen Traͤumen gleich, die un⸗ sern Geist betruͤgen. Drum lenke, Gott! den Wunsch, vom irdischen Gewinn, durch deines Geistes Kraft, zu ew'gen Guͤtern hin. Eigene Melodie. Belehrend er sich mit 368. Wẽ Ernst der Tugend weiht, ist auch ein Freund der Sparsamteie un n —— 0 I ven Wels Holtl k liehn, 0 haͤnden, 9. Di et Uchte rer fromh wab du ühw, er Pie etest Hlaf, u tchelten u 3%N6 desh Uehe feth niß der Iilen r shrck ssch len, det Schl liebe M Micthun er dch e Sbil, schbasben veiß d Htliet, o Nu gebi⸗ W 5. N hut, e Lachlu , den sie fehl Wd, wa MWsü ch whr bt siih g Rühe dh ott! so u Haabsuct! en, ud 3 nie stis ben, wit: gewinst, ch verhehtt wacht, M vermehn. weises, „ das sch Erdenl ur bicht! entrissn! leibt ih u, und fub Zeit, I inn nach! ö dieses fü icht, Schif In del gleich betrügele ott! den& schen GH. nes Geistb * Güͤtern Ine Melod Belehrend k st W 0 viht, ih 0. , + — Sou Christliche Schaͤtzung irdischer Guͤter ꝛc. 341 und scheut sich zu ver⸗ schwenden, bey seiner Thaͤ⸗ tigkeit Bemuͤh'n, nahm er, Gott! was du ihm ver— lieh'n, aus deinen Vater⸗ haͤnden. 2. Dieß weiß er, und er sucht erfreut, aus wah⸗ rer frommer Dankbarkeit, was du ihm giebst, zu nuͤtzen, er will es nur so, wie er soll, zu seinem Gluͤck, zu And'rer Wohl, erhalten und besitzen. 3. Als Feind von je⸗ dem Ueberfluß bleibt er stets maͤßig im Genuß der vielen Sinnenfreuden, er schraͤnket, wo er soll, sich ein, wird jede Last der Schulden scheu'n, und lieber Mangel leiden. 4. Besitzt er gleich durch Reichthum viel, so wird er doch auf's Gluͤck im Spiel, nichts zu ver⸗ schwenden wagen. Er weiß, daß das, was er verliert, oft schaamerfuͤllte Reu gebiehrt, durch sie des Unmuths Klagen. 5. In allem, was er thut, ein Christ, dem Prachtlust nie Beduͤrfniß ist, dem G'nuͤgsamkeit nie fehlet, entbehrt er gern, was Eitelkeit, was Modesucht und Ueppig⸗ keit zum Gluͤck des Le⸗ bens zaͤhlet. 6. Bey Guͤtern, die vergaͤnglich sind, sucht er das, was sein Fleiß ge⸗ winnt, mit Sorgfalt zu bewahren, er weiß, es droh'n in kuͤnft'ger Zeit, leicht Mangel ihm und Duͤrftigkeit, und Krank— heit und Gefahren. 7. Voll Eifer gegen je— de Pflicht, spart er aus Geiz und Kargheit nicht, reicht seine milde Gaben den Bruͤdern, die ihr Kummer druͤckt, damit sie, wenn er sie erquickt, 1 Lebensfreuden ha⸗ en. 8. So oft es ihm sein Herz gebeut, ist er, ohn? Eigennutz, bereit, den Freund zu unterstuͤtzen, und sucht, damit er's sich'rer kann, was er durch Sparsamkeit ge— wann, zu dessen Wohl zu nützen. 9. Sollt' ich, als Christ, nicht sparsam seyn, ich nicht auch die Verschwen— dung scheu'n, den Mis⸗ brauch deiner Gaben? Gott! gieb mir Kraft zu dieser Pflicht, so kann ich froh're Zuversicht zu dir im Mangel haben. 34² Arbeitsamkeit und Be⸗ rufstreue. Mel. kob, Ehr und Preis ꝛc. Mit Nachdruck bittend. Pflichten gegen uns selbst. 369 ur Arbeit, nicht a) zum Muͤßig⸗ gang sind wir, o Gott! auf Erden, drum will ich auch mein Lebenlang kein Knecht der Traͤgheit wer— gen; gieb mir Verstand und Lust, und Kraft, ge—⸗ schickt, treu und gewissen— haft zu thun, was mir gebuͤhret. 2. Hast du ein Amt, so warte sein, das ist, o Gott! dein Wille. O floͤße selbst den Trieb mir ein, daß ich ihn treu erfuͤlle, hilf mir, daß ich von Zeit zu Zeit an Einsicht und an Tuͤchtigkeit in dem Berufe wachse. 3. Hilf, daß vor traͤ⸗ ger Weichlichkeit, ich standhaft mich bewahre, und, wo die Pflicht mir Muͤh' gebeut, nie meine Kraͤfte spare. Wenn sie erschoͤpft sind, dann will ich durch reine stille Freu⸗ den mich zu neuer Arbeit staͤrken. 4. Gieb Weisheit, Herr! und laß mich nicht in Ei⸗ telkeit und Traͤumen, die Zeit zur Uebung meiner Pflicht verschwenden und versaͤumen. Das muͤsse mein Vergnuͤgen seyn, mich den Geschaͤften ganz zu weih'n, die du mir auferleget. 5. Ein heil'ger Trieb belebe mich, o Hoͤchster! meine Pflichten in deiner Furcht, gestaͤrkt durch dich, mit Freuden zu verrichten. Ein Herz, das sich des Guten freut, giebt zu der Arbeit Munterkeit, vew suͤßt uns ihre Lasten. 6. Laß mich vor dir, Herr! unverruͤckt mit ei— nem Herzen wandeln, das Geiz und Ehrsucht nicht bestrickt, gewissenlos zu handeln. Mein keben dei⸗ nem Dienst zu weih'n, so nuͤtzlich, als ich kann, zu seyn, das sey mir Ehr und Reichthum. 7. Dir zu gefallen, sey mein Ziel bey allem, was ich thue, so hat, es gehe, wie es will, stets mein Gewissen Ruhe. Denn, wer dir, Heiligster! mis⸗ faͤllt, was nuͤtzet dem die ganze Welt mit allen ih⸗ ren Schaͤtzen? 8. Statt meinen irdi— schen Beruf je traͤg* ö an⸗ ö —.— Ahlschel her zu sir Gotte hen 0 Hshift Raͤhung hoͤhern N Mal W . Hief fehfy sehs, sl nen Hist el Hch und peish 2M Kraͤst u Geshimn gsläste chentbe vir m bor um nangin 3. Da sum he fie Mpe lih ö so Ructhar Rög Ir Hul. 3. Dul Rn M — Arbeitsamkeit und Berufstreue. 343 Wrahmen, n anzusetzen, lehr' mich, du,zu erfuͤllen, Muth und wundnn der zu ihm mich schuf, Entschlossenheit, und bey 41 fur Gottesdienst ihn schaͤxder Arbeitsliebe vermehr? Tnühen s 66 So werd' ich durch in mir die Triebe gewis⸗— leschif in zeschaͤftigkeit in treuersenhafter Thaͤtigkeit. die du 1 Ruͤtzung meiner Zeit, zu hoͤhern Pflichten tuͤchtig. Veibge Y , 0 Hahin Oten in Nüh „In allen meinen . Tbaten 0. irkt dug Bittend und angenehm. * I zu veriche err! nicht zum ö sch H 370. Muͤßiggehen elt h“ hieß mich dein Rath ent⸗ trlet, Ystehen, ich soll hier thaͤtig hre lasn. seyn, soll mich mit mei⸗ nen Kraͤften nur nuͤtzli⸗ mich duV chen Geschaͤften, der Welt Artükt nü und mir zum Besten, wandel E weih'n hsh“ 2. Die Arbeit staͤrkt die hinn Kraͤfte, und Fleiß in dem dein 5 Geschaͤfte giebt ein ver⸗ h gnuͤgtes Herz; vor man⸗ 9 0. chen truͤben Sorgen, sind 2 sch M wir beym Fleiß geborgen, hün. vor mancher Krankheit, Iu geftls, manchem Schmerz. V 110 3. Der Fleiß kann un⸗ u serm Leben Werth auch „s fuͤr Andre geben, doch nie n Indie traͤge Rast. Dem Flei⸗ Hnllihftt' ße nur solgt Segen, wie t un Fruchtbarkeit dem Regen: ala der Traͤge wird sich selbst Iur Last. 4. Drum gieb mir, dei⸗ t i nen Willen mit Freuden 5. Laß meines Standes Pflichten mit Treue mich verrichten, und keine Muͤ⸗ he scheu'n; Gemaͤchlichkeit nicht lieben, aus Traͤg⸗ heit nichts verschieben, worin ich jetzt soll wirk⸗ sam seyn. 6. Such' ich, erschoͤpft an Kraͤften, Erhohlung von Geschaͤften; so laß mich Boͤses scheu'ꝰn. Was ich von Freuden waͤhle, laß Staͤrkung fuͤr die Seele, und deines Bey⸗ falls wuͤrdig seyn. Aus unschuldsvollen Srenden entspringt fuͤr den kein Leiden, der maͤ⸗ ßig sie genießt; mit ru⸗ higem Gewissen, darf sie sein Herz genießen ob du dabey gleich Zeuge bist. 8. O mach' auch mich so weise! so werd' ich, dir zum Preise, im Gu⸗- ten fleißig seyn, die Ar⸗ beit mir versuͤßen, und einst das Gluͤck genießen, mich hoͤh'rer Thaͤtigkeit zu freu'n. Mel. 344 Pflichten gegen uns selbst. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Getrost und bittend. 371 Mit dir geh' ich an mein Ge—⸗ schaͤfte, o Gott! du giebst durch deinen Geist mir auch gewiß zur Arbeit Kraͤfte, so lange du mich leben heißt. Laß dieser Hoffnung mich zu freu'n, mich, wie ich soll, ge⸗ schaftig seyn z. Der ehrt dich nicht, der seine Tage in traͤgem euͤßiggang verlebt, und sich und Andern nur zur Plage, das ihm verlieh'⸗ ne Pfund vergraͤbt. Du bist's, der uns den Fleiß gebot, und wer ihn uͤbet, ehrt darh⸗ Gott! 3. Du gabst mit so viel andern Trieben uns auch den Trieb zur Thaͤtigkeit, und, ihn auf 3 nuͤtzlichste zu uͤben, giebst du uns auch Gelegenheit. Du ken⸗ nest unsrer Arbeit Muͤh', und deine Kraft erleich⸗ tert sie. 4. Laß mich auf diese Ordnung sehen, ihr fol⸗ gen, und mich ihrer freu'n. Wie sollt' ich da⸗ bey irre gehen, und nicht vielmehr gesegnet seyn, von dir, der du der Arbeit Last auch 0 Lohn be— schieden hast 5. So wart' ich denn auf deinen Segen, und sorge nicht, wie's werden soll, ich geh' ihm doch gewiß entgegen, und bin des hohen Trostes voll, daß dir, o Gott! mein Fleiß gefaͤllt, Belohnung einst von dir erhaͤlt. 6. Ich troͤste mich deß nicht vergebens, bleibt er gleich unvergolten hier, du reichst am Abend mei— nes Lebens auch mir der Treue Lohn dafuͤr. Dann freu ich mich in Ewigkeit des nuͤtzlichen Gebrauchs der Zeit. Genuͤgsamkeit und Zu⸗ friedenheit. Bekannte Melodie. Vertrauensvoll. Ich weiß, daß 372. Halles, was ich thu', auf deinem Willen, Gott! beruh', von dit kommt Gluͤck und Segen! Was du regierst und foͤr⸗ dern willst, geht seinem Ziel entgegen. 3. Ich weiß nicht, was mir nuͤtzlich ist, du weißt's, der du mein Vater bist, und willst mein Wohler— gehen, Drum laß mich nie mit Eigensinn auf mei⸗ nem Wunsch bestehen. 2 deine shaun, hanhn. sorgi m uusch gu 0. ⁰ ein RMy fans der scheht, schutehe Ubessho Wir verst 0 Du in Rne kumcslch al Hit un hschech nich in huit hen . N dehe K bii. wart' Hyn n Segh t, wietyg geh' sig tgegen, N Trossh, 0 OG allt, d dir eri tloͤste gebens, nvergolh t am M ns auch! ohn dafth mich i lichen He amkeit A riedenheh unte Mih trauental N * allch f deie bru', Rück Id rgeng Iu„ gegen, i 0 1 ö en 0 1 ein; 10 Drum 0 s ssch shb Genuͤgsamkeit und Zufriedenheit. 345 3. Wenn unser bloͤdes »Auge waͤhlt, dann wird sehr leicht das Ziel ver— fehlt, nach dem wir rin⸗ gen wollten. Wir suchen oft nach unserm Wahn das, was wir fliehen soll⸗ ten. 4. Du willst, wir sol⸗ len voll Vertrau'n auf deiner Vorsicht Wege schau'n, und dir uns ů⸗ bergeben, denn du, du sorgst mit Vaterhuld fuͤr unser ganzes Leben. 6. Wo ist auch wohl ein beß'rer Freund? Wer kann den, der verlassen scheint, mit Segen uͤber— schuͤtten? Du, Gott! thust uͤberschwaͤnglich mehr, als wir versteh'n und bitten. 6. Du hast die Welt in deiner Hand, dein un—- ermeßlicher Verstand weiß alles wohl zu machen. Wie sollte deine Vorsicht nicht fuͤr meine Wohlfahrt wachen? 7. Wenn deine Macht fuͤr mich gebeut, wie koͤnnte meine Sterblich-⸗ keit und Ohnmacht mich erschrecken? Du wirst mich in Gefahr und Noth mit deiner Huld bedecken. §8. Ach leite mich durch deine Kraft auf meiner kurzen Pilgrimschaft, daß ich von dir nicht weiche, den Weg der Tugend freudig geh, und einst das Ziel erreiche. 9. Ich will auf deine Gnade schau'n, 0 3 nicht auf Menschenhilfe bau'n, die uns so leicht betruͤget. Gieb nur, daß sich mein schwaͤches Herz, mit dei⸗ ner Huld begnuͤget. 10. Gabst du mir dei⸗ nen Sohn zum Heil, so wirst du mir gewiß aͤuch Theil an deinem Himmel schenken. Ich kann nun an die Ewigkeit im Glau— hen freudig denken. Melodie. Troͤstlich. u klagst und 373. fuͤhlest die Besd hwerden des Stands, in dem du duͤrftig bist, du sirebest gluͤcklicher zu werden, und siehst, daß du vergehens strebst. 2. Laß ab, und stille deine Zaͤhren, erheitre deinen truͤben Blick. Ist denn das Gluͤck, das wir begehren, fuͤr uns auch stets ein wahres Gluͤck? 3. RNie schenkt der Stand, nie schenken Gu⸗ ter Eigene 346 Pflichten gegen uns selbst. ter dem Menschen die Zu⸗ friedenheit. Die wahre Ruhe der Gemüuͤther ist 5. und Genuͤgsam—⸗ eit. 4. Genieße, was dir Gott beschieden, entbehre gern, was dn nicht hast. Ein jeder Stand hat sei⸗ nen Frieden, ein jeder Stand hat seine Last. 5. Gott ist der Herr, und seinen Segen ver— theilt er stets mit weiser Hand, nicht so, wie wir's zu wuͤnschen pflegen, doch so, wie ers uns heilsam fand. 6. Willst du zu denken dich erkuͤhnen, daß seine Liebe dich vergißt? stets giebt er mehr als wir verdienen, und niemals was uns schaͤdlich ist. 7. Verzehre nicht des Lebens Kraͤfte in traͤger Unzufriedenheit. Besorge deines Stands Geschaͤfte, und nuͤtze deine Lebens— zeit. 1 8. Bey Pflicht und Fleiß sich Gott ergeben, ein ewig Gluͤck in Hoff⸗ nung seh'n, dieß ist der Weg zu Ruh und keben. Herr! lehre diesen Weg mich geh'n! Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Ruhig. Jo bin mit Got—⸗ tes Huld zu⸗ frieden, mit dem, was er zu meinem Theil an Gluͤck und Ungluͤck mir beschieden, sein weiser Rath sucht stets mein Heil, ob er gleich wun— derbar oft scheint, doch weiß ich, daß er's treu— lich meint. 2. Er weiß allein, wo— durch auf Erden mein Gluͤck vnd Wohlfahrt fuͤr und fuͤr muß fester und vollkommner werden, dieß zeiget seine Weisheit mir. Drum bin ich ruhig und vergnuͤgt mit allem, wie er's mit mir fuͤgt. 3. Wird mir die Freu⸗ densonne scheinen, so dank ich's froͤhlich seiner Huld, muß aber ich in Truͤbsal weinen, so nehm' ich's auch an mit Geduld. Denn das, was seine Weisheit thut, ist alles ewig recht und gut. 4. Die Gabe, 374. die er mir verliehen, bleibt stets in seiner Baterhand, will er sie wieder mir entzie⸗ hen, weibs seine Weisheit besser fand; so nehm' er sie, um ich. Rlin Geij Hidt, H in I.r i Leiden m dieset Hul Reilh Rrul zuftshen MI. H d 5⁴ Geth. K das Rli Wes nt Kutshehg Mir ft du, Hr. 2.WM Verbsgn augssh Mein Y Habstinr hen, u geben, ben uptt . duhe errihn N unß usten E naght ih t hisz urdenlhhn Ruhig ich bin nsog tes schh nit dew, ge nem Miy h luslttie „selt ke ht sich n er glagh t scheit daß veiß geh f Eidei! 5Wohlsch muß fis ner werdiz e Mil Wich rh mit allg mir fis mit scheinen,s lich seht; ich il A Genuͤgsamkeit und Zufriedenheit. 347 sie, ich halte still, gewiß, daß er mein Bestes will. 5. Mein Ruhepunkt, in dem ich lebe, auf den mein Geist mit Trost hin-⸗ blickt, ist Gottes Huld, an der ich klebe, die allen Leiden mich entruͤckt, und diese Huld bleibt ewig mein, drum kann ich stets zufrieden seyn. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Beruhigend. 375. A beie Weis⸗ bauen, Gott! deiner Guͤte trauen, das wirkt Zufriedenheit. Wer kann mein Wohl entscheiden? Wer schenkt mir beß're Freuden, als du, Herr aller Seligkeit! 2. Vor dir ist nichts verborgen, wie sollt' ich aͤngstlich sorgen, da du mein Vater bist? Du gabst mir, Gott! das Le— ben, du wirst auch alles geben, was mir zum Le— ben noͤthig ist. 3. Wir streben oft nach Dingen, die, wenn wir sie erringen, des Ungluͤcks Quellen sind. Ein Schein,- der uns bethöret, und unsern Stolz vermehret, macht uns fuͤr wahre Guͤ⸗ ler blind. 4. Der Hang zu Eitel—⸗ keiten stoͤrt auch zu allen Zeiten die wahre Seelen— ruh. Rur, wenn wir unser Leben, dir, Vater! uͤbergeben, dann fließt dem Herzen Friede zu. 5. Dein Will' sey drum mein Wille! ich will in heil'ger Stille mich deiner Vorsicht freu'n. So wird, o Herr! mir Armen dein Beystand, dein Erbarmen Zufriedenheit und Trost verleih'n. 6. Ja! nichts soll mich betruͤben! denn Menschen, die dich lieben, muß alles Segen seyn. Ich bin ja dein Erloͤster, sonst habꝰ ich keinen Troͤster, sonst keinen Schutz, als dich allein. Bekannte Melodie. Beruhigend. 376. Sey zufrieden, mein Gemuͤ⸗ the! Gott ist gut, was er thut, ist voll Kieb und Guͤte. Schaue seine große Thaten, was die Welt in sich haͤlt, ist ihm wohl gerathen. ö 2. Beydes, Erd“ und Himmel preisen, seine Macht, Tag und Nacht muͤssen sie beweisen. Sonn' und Mond, das Heer der Sterne, 348 Pflichten gegen uns selbst. Sterne, was sich regt, und bewegt, lobt ihn nah und ferne. 3. Schau' die Werke seiner Haͤnde! Mensch und Thier zeigen dir sei⸗ nen Ruhm ohn' Ende. Was wir noch so kleines nennen, Gras und Laub, selbst der Staub, giebt ihn zu erkennen. 4. Was auf Bergen und in Gruͤnden, in der Hoͤh', in der See, oder sonst zu finden, ruͤhmt die Weisheit seiner Wer— ke, jeder Wurm, Blitz und Sturm, preisen seine Staͤrke. 5. Sollt' ich denn nicht ihn erheben? wie so gar wunderbar gab er mir mein Leben! Was ich hab', ist sein Geschenke, auch der Geist, der ihn preißt, und durch den ich denke. 6. Wie mich sein ge⸗ treues Sorgen Tag und Nacht nimmt in acht, das zeigt jeder Morgen. Ja kein Augenblick verschwin⸗ det, der mich nicht, Gott mein Licht, dir zum Dank verbindet. 7. Nun, mein Herz, das hat schon lange Gott gethan, denke dran, wird dir jemals bange, als wollt' er dich ganz ver— lassen, vaͤterlich liebt Gott dich, und kann dich nicht hassen. 8. Ihm ergieb dich voll Vertrauen, was er thut, ist stets gut. Einst wirst du es schauen. Denn er giebt zu allen Sachen weisen Rath, Kraft zur That, er, er wird's wohl machen. Weiser Gebrauch des Lebens. Mel. Komm, o komm du Geist ꝛc. In sich selbst versenkt. 37 Ja zur Stille will ich flie— hen, will in Ruh und Einsamkeit dem Geraͤu⸗ sche mich entziehen, das mich stoͤret und zerstreut. Ruhig will ich und allein, Gott! mit dir beschaͤftigt seyn. 2. Nicht aus Wahn und Aberglauben, oder nur aus Eigensinn, nicht der Welt den Fleiß zu rauben, den ich Bruͤdern schuldig bin; nicht aus finst'rer Menschenscheu, nicht aus Stolz und Heu—⸗ cheley. ö Oalln zu Hethe heisit v mehẽ, An Iigen Nunn ett nähth K frehk shr Heshsseh, 0 i fl neij hu dema an. 5%/ M deint d Gerfist fer R Nnehh.Rx lächtkt, dein ge Wuhhen 0. W dennih wan seh alle eh Gewst, Krafl, nir her Huteh N V hlihtg Haschte 0 fehe Al f Milg, . Weiser Gebrauch des Lebens. 3⁴9 bt?ẽ—el„ìvęÿ8wg.«⸗:, bng, 3. Nur zu pruͤfen mehr[Herz, froh deiner Huld, lih am im Stillen, wie entschlos⸗hat in Truͤbsal mehr Ge— ketsch lüh sen, wie getreu, deinen sduld. „hann dot Willen zu erfuͤllen, mei⸗ 8. So kehr' ich zur ö nes Herzens Vorsatz sey, Arbeit wieder muthvoll engieh üh weiser noch zu werden und gestaͤrkt zuruͤck, und Iu, bmel mehr, und im Guten eif⸗mit Eifer leb ich wieder Hut. Entriger. nun fuͤr meiner Bruͤder Dauen. In 4. Jeder Taͤuschung Gluͤck, andern nuͤtzlicher allel dann entrissen, seh' ich zu seyn, mich mit andern Hath, Kül näher, Gott! mein Ziel, zu erfreu'n. er hitten freyer spricht auch mein Gewissen, wo lich siegte, Mel. Wer nur den lieben ꝛc. en 5 6375 Wntil Nachdenklich. „ Gchlulh 3 Tutgen Ich 11144 dem Kampf der Tugend 378 hau hin in Lbe. an.—⁵ die vergang⸗ 35. Mehr empfind' ich ne Zeiten, o Christ! und mn, Ihn deine Liebe, wo mich kein sammle Weisheit ein, Geist A. Geraͤusch zerstreut, st aͤr⸗ fern von dem Dienst der ushtuns ker deines Geistes Triebe, Eitelkeiten der Tugend mehr der Zukunft Herr⸗ Jni dein Herz zu weih'n. Vult dahren, Ieler ee, ich 1ur Zct bs m Ded öen al⸗ „In dein Gericht, mehr die Zei as wahre Gluͤck, I il Wuͤrde meiner Pflicht. Zufriedenheit. geit dün& 2. Dank' ihm, dem 6 scht 005 glau Figensih, Gae 0 euthehh, ret und Rel i und sit di deg 6. Wohl mir, Gott! denn ich gewinne, um zu wandeln tugendhaft, uͤber alle meine Sinne mehr Gewalt, mehr Licht und Kraft, deines Beyfalls mir bewußt, Guten Muth und Lust. 7. Wenn in dir ge⸗ weihter Stille meine kei— denschaften ruh'n, werd?' ich fester, Wille froher, strebt mein was du willst, zu thun, und mein mehr zum Herrn, fuͤr alle Feeuden, womit er dich so oft er⸗ quickt, doch dank' ihm auch fuͤr jedes Leiden, das er dir liebreich zuge—⸗ schickt. In allem, was er an dir thut, bleibt stets sein Rath doch weis und gut. 3. Vergiß nicht, wie er dich beschuͤtzte, wenn sich Gefahr zu dir genah't, dir gab, was deiner Seele nützte, so oft dein Herz ihn 35⁰ Pflichten gegen uns selbst. ihn darum bat, und wie er dir noch mehr gewaͤhrt, als je von ihm dein Herz begehrt. 4. Erinn're dich der Gnadenstunden, die der Allliebende dir gab. Sind ste in seinem Dienst ver⸗ schwunden, so fuͤrchte nicht das nahe Grab, dir bleibt von der verschwundnen Zeit dann noch Gewinn in Ewigkeit. 3. Doch sieh' auch voller Schaam und Reue auf Fehler vor'ger Zeit zuruͤck, und lerne daraus beß're Treue, und groͤß're Sor— ge fuͤr dein Gluͤck, so werden Fehler, die dich reu'n, dir selber auch zum Heil gedeih'n. 6. Ermanne dich, dieß kurze Leben dem weisesten Gebrauch zu weih'n, vom Schoͤpfer ward es dir ge— geben, hier guten Saa— men auszustreu'n, der fuͤr die Ewigkeiten reift, und dir der Freuden Aernte haͤuft. 7. Dann siehst du einst am Ziel der Zeiten voll Trost in das Vergang'ne hin, und schwingst dich zu den Ewigkeiten wo nicht, wie hier, die Freu— den flieh'n, wo stete Won-⸗ ne den umgiebt, der hier sich treu im Guten uͤbt. Vorige Melodie. Bedenklich. o eilt ihr hin 379. Wshr keban, stunden? Zeit, edle Zeit! wo fliegst du hin? wie mancher Tag ist schon verschwunden, seit den ich auf der Erde bin! ein großer Theil von meiner Zeit ist schon im Meer der Ewigkeit. 2. Ermuntre dich aus deluem Schlummer! auf, Seele, auf, ermuntee dich, dieß sey dein Gram, dieß sey dein Kummer, daß mancher Tag umsonst verstrich! Der ungenuͤtzte Augenblick ist strafbar und kommt nie zuruͤck. 3. Der Sinnliche durch—⸗ lebt die Jahre, eh' er des Lebens Werth versteht; er nahet fruͤher zu der Bah⸗ re, als er den Weg zur Tugend geht. Was ist ein Menschenleben werth, das ungenuͤtzt voruͤberfaͤhrt? 4. Mensch, sey ein Mensch! fang an zu le⸗ ben, und nuͤtzlich fuͤr die Welt zu seyn! fan an dem Guten nachzustreben, bring' das Versaͤumte dop⸗ pelt ein, daß, wenn man deinen Leib begraͤbt, dein Werk und dein Gedaͤcht⸗ niß lebt! 5 hatl ht AII . seh Ht Kust Mit all 1 Enht geshn Ml M 3% hab Häsen lissse Tahn hess,g bellr! f h, ie Mih dxnh, ö W. ait i91 1 Zeit, st b huf ‚Dag il Junden, s der Erde du Theil tun schon in! igkeit, munttt H Schlunmn D auf, an eß sey dͤ den dun cher Ag a D lick is slaft Anle zurit. 4 Siunlice Iahrey x Verth bt vüher u M deh N geht. Tulebe It börübersh Nenh/ + fang schul se tel nachoh⸗ 1 Dasil ö daß, HaN 2 fil 0 0 beh 6 0 I Weiser Gebrauch des Lebens. 351 5. Sey nicht den klein⸗ sten Zeitpunkt muͤßig, da du nicht deine Pflicht er— fuͤllst, du hast den Tag nicht uͤberfluͤssig, den du so frech verschwenden willst. Dieß ist der wich-⸗ tigste Verlust, wenn du die Zeit bedauern mußt. 6. Gieb dir von einem jeden Tage, den dir Gott schenket, Rechenschaft, durchdenk' ihn, leg' ihn auf die Waage: Voll⸗ brachtest du ihn tugend—⸗ haft? hast du nach Moͤg— lichkeit gethan, was Gott von dir einst fodern kann? 7. Herr meiner Tage! sey doch kuͤnftig mein Heil und meines Lebens Kraft; so leb ich als ein ensch vernuͤnftig, und, als ein Christ gewissen— haft; so dank ich dir in Ewigkeit noch fuͤr die mir geschenkte Zeit. Mel. Jesus meine Zu— ver sicht ꝛc. Nachdenklich und erweckend. 380 err! von dei⸗ ner Vatertreu hab' ich jetzt noch Zeit in Haͤnden. Gieb, daß ich beflissen sey, sie auch wei— se anzuwenden, denn, wer weiß, wie bald zur Gruft deiner Vorsicht Wink mir uft? 2. Unaus sprechlich schnell entflieh'n die mir zuge— zaͤhlten Stunden! wie ein Traum sind sie dahin, und auf ewig mir verschwun— den; nur der Augenblick ist mein, deß ich mich noch jetzt kann freu'n. 3. Laß bey ihrer Fluͤch⸗ tigkeit mich, mein Gott! doch nie vergessen, wie unschaͤtzbar sey die Zeit, die du hier uns zugemes⸗ sen, wie, was hier von uns geschieht, ew'ge Fol— gen nach sich zieht. 4. Reize mich dadurch zum Fleiß, eh' die Zeit des Heils verlaͤufen, mir zur Wohlfahrt, dir zum Preis, jede Stunde aus— zukaufen, die zu meiner Seligkeit deine Gnade mir verleiht. 5. Laß mich meine Bes⸗ serung fuͤr mein Haͤupt-⸗ geschaͤfte achten, und nach meiner Heiligung mit so treuem Eifer trachten, als erwartete noch heut mich Gericht und Ewigkeit. 6. Deine Guͤte steh mir bey, daß mein Leben auf der Erde, reich an Du⸗ gendfruͤchten sey, und ich reif zum Himmel werde. Nahet dann mein Ende sich, o so staͤrk' und troͤste mich! Mel. 35² bens Pflichten gegen uns selbst. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit Ueberlegung. daß von mei⸗ 38 I. O nen Lebensta⸗ gen doch keiner ganz ver⸗ loren sey! Verlorne Stunden, ach! sie nagen zu spaͤt das Herz mit Gram und Reu, und den entfloh'nen Augenblick bringt kein Gebet, kein Fleh'n zuruͤck. 2. Laß jeden meiner Augenblicke, o Gott! mir innig theuer seyn; laß mich die Zeit zu meinem Gluͤcke nie durch der Suͤn⸗ de Dienst entweih'n, nie durch die Lust der Eitel⸗ keit, die uns verblendet, und zerstreut. 3. Noch ist es Tag; jetzt laß mich Werke der Tugend wirken, eh“ die Nacht, wo Niemand wirkt, erscheint, jetzt staͤrke mich deine Lieb' und deine Macht. Wie viel ist noch fuͤr mich zu thun! und ich, ich sollte jetzt schon ruh'n? ö 4. Auf, auf mein Geist! laß keine Stunde des Le⸗ ungenuͤtzt vorbey. Auf, schwoͤr' es jetzt mit Herz und Munde, und sey dem ernsten Schwur getreu, dir, Herr der Zeit und Ewigkeit, sey jeder Augenblick geweiht. 4. Dann seh' ich an der Laͤufbahn Ende getrost auf meine Tage hin, und sage: Herr! durch deine Haͤnde empfieng ich, was ich hab' und bin. Hier ist mein Tagewerk! nicht mein, dein ist der Ruhm, die Ehre dein! Vorige Melodie. Eindringlich. 50 5s eilt der letzte 38²2. C von den 20. gen, die du hier lebst, o Mensch! herbey; erkauf die Zeit, und, statt zu klagen, sie sey zu kurz, gebrauch' sie treu! nimm mit erkenntlichem Gemuͤth der nahen Stunde wahr, sie flieht! 2. Getaͤuscht von eiteln Kleinigkeiten verlierst du deines Lebens Zweck, ver— schiebst dein Heil auf fer— ne Zeiten, und wirfst so sicher Jahre weg. Bist du, verwegner Sterbli—⸗ cher, des naͤchsten Augen⸗ blickes Herr? 3. Ein ewig Gluͤck einst zu besitzen, sollst du des kurzen vebens Zeit, als dei⸗ ne Saatzeit, weise nuͤtzen, und thun, was dir der Herr Hal Eith R du 3. Dr Nn Ee icht en wachsam, aͤhe v llit Ind e Hel, Eh +9 schlitn ce sphh nigt ist sf WII Hi Lell wehj e E hut Aschin N. —2— keit, seh z getheih, R. seh' it ihn Ede Tage gi T! dulch pfiengeil Ind bii, Lagewertl; ist de h Hein! Molad Ne Melch dringlih, 58 eilth „ vof N du hiet H Fherbey; und, st Ve sch R sie tell Itlichen ge Stunde! Tuscht W ten Harlt ens bah In Heil en „d u Ire Peh, Hegner& maͤchsth kr! Zeit, 0 V Menschenliebe. Herr gebeut. Dein guter Vater ruft dir zu: Eins, Eins ist noth! was saͤu⸗ mest du? 4. Drum eil' und rette deine Seele, und denke nicht: ein andermal! Sey wachsam, bet', und uͤber⸗ zaͤhle der Menschentage kleine Zahl. Sey fromm und wandle vor dem Herrn, waͤr' auch dein Ende noch so fern. 5. Mit jedem neuge—⸗ schenkten Morgen erwe— cke dich zu dieser Pflicht, sprich: dir, o Gott! ist nichts verborgen, vor dir ist Finsterniß selbst Licht. Ich will, mich deiner Huld zu freu'n, mein Leben gern der Tugend weih'n. 6. Erleuchte, staͤrke mei⸗ ne Seele, weil ohne dich Pflichten gegen 24½ Menschenliebe. Mel. Jesus, meine Zuver⸗ sicht ꝛc. Lehrreich. Allen Menschen, 383. und auch mir hat der Herr dieß vor⸗ geschrieben: Euren Naͤch⸗ eines Leibes 3 353 sie nichts vermag. Du schenkst, daß ich mein Heil erwaͤhle, so huld— voll mir noch diesen Tag. Was ist nicht eine Stun⸗ de werth, die deine Guͤte mir gewaͤhrt! . Wohl mir, wenn ich aus allen Kraͤften nach wahrer Weisheit bier ge— strebt, in Gott gefaͤlligen Geschaͤften die Erdentage durchgelebt, und dann mit Feeuden sagen kann: Du, Richter! nimmst be⸗ waͤhrt mich an. ö §. Mein sprachlos Fleh'n bey meinem Ende ver⸗ nimmst du, Herzenskuͤn⸗ diger! Ich geb' in deine Vaterhaͤnde einst ruhig meinen Geist, o Herr! Er schwingt sich uͤber Grab und Zeit zu dir, und lebt in Ewigkeit. den Naͤchsten. sten sollet ihr, als eu selbst, von Herzen lieben⸗ Christen, was Gott bier gebeut, sey uns heilig allezeit! 2. Wir sind Burger ei⸗ ner Welt, Kinder eines Vaters, Brüͤder, die er huldreich all' erhaͤlt, alle Glieder, denn lich, Pflichten gegen 354 den Naͤchsten. denn wir sind ein Leib, Gott schuf uns zu einer⸗ ley Beruf. 3. Eine sterbliche Na— tur hat er allen uns ge— geben, und auch eine Hoffnung nur, Hoffnung auf ein beß'res Leben, wenn wir nur in dieser Welt redlich thun, was ihm gefaͤllt. 4. Und wir sollten uns entzwey'n? lieblos uns einander hassen? uns zu unsrer eignen Pein, Stolz und Neid beherrschen las⸗ sen? Wer kein Freund des Naͤchsten ist, ist kein Mensch, kein wahrer Christ. 5. Ehre, Reichthum, Wuͤrde, Stand, Leibes-⸗ kraͤfte, Geistesgaben, und was wir aus Gotteshand sonst fuͤr einen Vorzug haben, alles dieß befreyt uns nicht von der Men— schenliebe Pflicht. 6. Selbst der Gaben Unterschied dient zum all— gemeinen Besten, wenn nur jeder sich bemuͤht, von dem Kleinsten bis zum Groͤßten, Andern, und nicht sich allein, nuͤtz— wo er tann, zu seyn. 7. Nach dem mir ver— trauten Pfand messen sich auch meine Pflichten. Gab Gott viel in meine Hand, so hab' ich viel zu entrich— ten. Wer nur thut, so viel er kann, den sieht Gott in Gnaden an. 8. Mein Erloͤser sagt es mir: Wer hier der Ge—⸗ ringsten einen pflegt, der thut es selber mir, denn ihr alle seyd die Meinen. Mancher, den die Welt verschmaͤht, ist in Gottes Aug' erhoͤht. 9. O so gieb mir, Gott! ein Herz voll von wahrer Menschenliebe, das an Andrer Freud und Schmerz Antheil nehm', und gern das uͤbe, was der kiebe Pflicht begehrt, wie sie uns dein Sohn erklaͤrt. 10. Diesem großen Menschenfreund laß uns alle aͤhnlich werden, daß wir hier, mit ihm vereint, nach vollbrachtem Lauf auf Erden, einst auch ewig bey ihm seyn, sei— ner Liebe uns zu freu'n. Mel. Mir nach, sprichtele. Mit Empfindung. jemand 384. Sepicht ich liebe Gott, und haßt doch seine Bruͤder, der, kennt noch nicht den wahren Gott, und handelt ihm zuwider. Gott ist die 9010 un und ill Rählenl Mich 1. W. Gott und nes ibes diere de gers/ den Hruder. Well nicht Rein Nät Kind, wie 3. Juch! Höser Tyal! Bruder haf Serlentuh Msch il Meis, n hulch sh sein Lde leihꝰ da t lich Yiel Herrf uhn sch ahetso dulb nit n kragesh de sahy dem Ind den nii du hichs? 5. V men hier Hleinsten g lab sehet u, dls he lacleseg, l ehn, Iud ö Nin sscht Hin meig h h r hur thů, Zann, din! naden n in Erlsa! Wer hir vy Dinen pfah, Zelber mit, Wehd die M b, den e 0t, ist i. e ht. gich ni ooll von liebe, M ureud undeth Rehm/ M „„ was II hegehtt, A Sohn a Diesen 0 Vfreund s iich witdeh, Mit ihng Lbracn! — ell, bf Vihin schl, un fl ach/ sut Cupfndul Menschenliebe. 355 und will, daß ich den Naͤchsten liebe, gleich als mich. 2. Wir haben einen Gott und Herrn, sind ei— nes beibes Glieder. Drum diene deinem Naͤchsten gern, denn wir sind alle Bruͤder. Gott schuf die Welt nicht bloß fuͤr mich, mein Naͤchster ist sein Kind, wie ich. 3. Auch er hat am Er⸗ loͤser Theil! und ich sollt' Bruͤder hassen, fuͤr deren Seelenruh' und Heil sich Jesus toͤdten lassen 2 Nein, laßt uns Jesu aͤhnlich seyn, dann wird sein Tod uns Trost ver⸗ leih'n. 4. Du schenkst mir taͤg⸗ lich so viel Schuld, du, Herr! von meinen Tagen! ich aber sollte nicht Ge— duld mit meinen Bruͤdern tragen? dem nicht ver— zeih'n, dem du vergiebst, und den nicht lieben, den du liebst? 5. Was ich den From-⸗ men hier gethan, den Kleinsten auch von diesen, das siehet mein Erloͤser an, als haͤtt? ich's ihm erwiesen. Und ich, ich sollt ein Mensch noch seyn, und dich in Bruͤ— dern nicht erfreu'n. 6. Ein unbarmherziges Gericht wird uͤber den er—⸗ gehen, der nicht barmher— zig ist, der nicht eilt Bruͤ⸗ dern beyzustehen. Drum gieb mir, Gott! durch dei—⸗ nen Geist, ein Herz, das dich durch Liebe preißt. Vorige Melodie. Belehrend. 385 Wer dieser Erden Guͤter hat, und sieht den Naͤchsten leiden, und macht den Hungrigen nicht satt, laͤßt Nackende nicht kleiden, der uͤbertritt die erste Pflicht, und liebt dich, Gott der Liebe, nicht. 2. Wer seines Naͤchsten Ehre schmaͤht, und gern sie schmaͤhen hoͤret; sich freut, wenn sich sein Feind vergeht, es nicht zum Besten kehret, nicht dem Verlaͤumder widerspricht, der liebet seinen Naͤchsten nicht. 3. Wer zwar mit Rath, mit Trost und Schutz den Naͤchsten unterstuͤtzet; doch nur aus Stolz und Ei⸗ gennutz, aus Weichlich⸗ keit ihm nuͤtzet, nicht aus Gehorsam, nicht aus Pflicht, auch der liebt seinen Naͤchsten nicht. 3 2 4. 356 Pflichten gegen den Naͤchsten. 4. Wer harret, bis ihn anzufleh'n, ein Duͤrft'ger erst erscheinet, nichk eilt, dem Armen beyzusteh'n, der im Verborgnen wei⸗ net, nicht liebreich forscht, was ihm gebricht, auch der liebt seinen Naͤchsten nicht. 5. Wer Nied're, wenn er sie beschirmt, mit Haͤrt' und Vorwurf quaͤlet, und ohne Nachsicht straft und stuͤrmt, so bald sein Naͤch⸗ ster fehlet, wie bleibt ber seinem Ungestuͤmm, Gott! deine Liebe wohl in ihm. 6. Wer fuüͤr der Armen Heil und Zucht mit Rath und That nicht wachet, dem Uebel nicht zu weh⸗ ren sucht, das oft sie duͤrftig machet, nur sorg⸗ los ihnen Gaben giebt, der hat sie wenig noch geliebt. 7. Zwar du, mein Herz, vermagst es nicht, stets durch die That zu lieben, doch bist du nur geneigt, die Pflicht mit Eifer aus⸗ zuuͤben, und wuͤnschest dir die Kraft dazu, und sorgst dafuͤr, so liebest du. S. Ermattet dieser Trieb in dir, so such' ihn zu beleben, denk' oft: Gott ist die Lieb', und mir hat er sein Bild gegeben. Ja, Hoͤchster! was ich hab', ist dein, sollt ich, wie du⸗ nicht liebreich seyn? Eigene Melsdie. Empfindungs voll. eilig, heilig ist 386. H vas Band, das die Menschen bindet, ist geknuͤpft von dessen Hand, der mein Wohl— seyn gruͤndet. Ach, er will, daß besser mir seine Welt gefalle. Einen Schoͤ⸗ pfer haben wir, Einen Vater alle! ö 2. Der im Gluͤck und in der Noth uns als Va⸗ ter liebet, der uns taͤglich unser Brod, und Gesund⸗ heit giebet, der nicht nur mit Guͤtigkeit sieht auf Fuͤrstenthronen, der auch⸗ segnet, und erfreut, die in Huͤtten wohnen. 3. Wohl mir! auch auf' mich, sein Kind, siehet er hernieder. Menschen, wer und wo sie sind, alle sind sie Bruͤder! ach, wie koͤnnt⸗ ich ihn mit kust meinen Vater nennen, fuͤhlt“ ich nicht in meiner Brust Bruderliebe brennen. 4. Blutete mir nicht das Herz bey des Bru⸗ ders keiden, blieb ich kalt bey seinem Schmerz, kalt bey seinen Freuden, ru⸗ hig koͤnnt' ich dann nicht seyn, — Eehj, ans sen, wür Maschen uch selbe 6. Biů Herg sol euch sich lich will. euren Lag ale Keben 11 bglil d auch pamn euch Gern ich kann, tichen, u nigt, o, Wftort solt iht a elen Oee bi d S duhinghe + 9 dsthiheef. puds, ö dehh mit mid bex sßßt d Rehatihr Rreral mdnich Mo. Nu . ich, viez 0 schnl Melsi bungiodl. diig, Resh das enschen Hz it von f Weih M Ibet. P, Fesser ni De. Eingt 3 wit, e Eim Glit: uns a, „der u I„und G „ der ch Aleit sht! en, N R erftelt. wohhel, Kmiah Kind, sch Mehschenliebe. 357 seyn, einsam und verlas⸗ sen, wuͤrd' ich erst die Menschen scheu'n, dann mich selber hassen. 3. Bruͤder! nein, dieß Herz soll nie, nie vor euch sich schließen. Freund⸗ mich eilen, von dem, was lich will ich spaͤt und fruͤh euren Tag versuͤßen. Alle, alle leben wir, um uns zu begluͤcken, ach! nun seyd auch theuer mir, wenn euch Leiden druͤcken. 6. Gerne will ich, wenn ich kann, sie euch helfen tragen, und kann ich es nicht, o, dann euch ein Drostwort sagen. Dann sollt ihr au meiner Brust eueern Gram verweinen, bis die Sonne neue Lust euch ins Herz wird scheinen. 7. O gewiß! dann wer— det ihr froh den Vater preisen, und an Leiden- den mit mir gern euch mild beweisen, und, o suͤßer Trost! auch mich werdet ihr erquicken, wenn die Freude mir entwich, und mich Sorgen druͤcken. Mel. Nun danket alle Gott. Empfindsam bittend. 387. zieb mir, o Gott! ein Herz, das alle Menschen liebet, das sich mit ihnen freut, mit ihnen sich be⸗ truͤbet, ein Herz, das Ei⸗ gennutz und Neid, und Haͤrte flieht, und sich um And'rer Gluͤck, wie um sein Gluͤck bemuͤht. z. Seh' ich den Duͤrf⸗ ktigen, so laß aus Pflicht du mir giebst, ihm hilf⸗ reich mitzutheilen; nicht aus dem eiteln Trieb, groß vor der Welt zu seyn, und mich verehrt zu sehn; nein, Menschen zu erfreu'n. 3. Dieß sey mir heil'ge Pflicht! auch unbemerkt von ihnen, muß Andern stets mein Heoz mit Rath und Hilfe dienen. Mich treibe nicht erst Dank zur milden Wohlthat an; nein, was ich Bruͤdern thu, das sey aus Pflicht gethan! 4. Ein Trunk, mit dem mein Dienst dem Dursti—⸗ gen begegnet; ein Blick voll Trost, mit dem mein Aug' Bedraͤngte segnet; ein Rath, mit dem mein Mund im Kummer Andre staͤrkt; nichts bleibt, so klein es ist, von dir, Herr! unbemerkt. 5. Sucht je ein boshaft Herz Unfrieden anzurich⸗ ten, so laß mich sorgsam seyn, der Bruͤder Zwist zu schlichten. Aus Schmaͤh—⸗ sucht 358 Pflichten gegen den Naͤchsten. sucht stoͤre nie mein Mund des Naͤchsten Ruh, er ruͤh— me sein Verdienst, deck' seine Fehler zu. 6. Du, Gott! wirst Rich— ter seyn, du sprichst: ich will vergelten. Drum laß mich stille seyn, wenn Men⸗ schen auf mich schelten. Gieb, daß ich dem verzeih', der mir zu schaden sucht, den liebe, der mich haßt, den segne, der mir flucht. 7. Doch laß mich nicht allein auf zeitlich Wohl-⸗ ergehen mit eingeschraͤnk— tem Blick bey meinem Naͤchsten sehen. Noch staͤr—⸗ ker muͤsse mich sein ewig Gluͤck erfreu'n; noch mehr sein Seelenheil mir ange⸗ legen seyn. 8. Den, der im Guten wankt, zu leiten und zu staͤrken; den, der noch sicher ist bey seinen boͤsen Werken, von der verkehr— ten Bahn des Kasters ab— zuzieh'n: dazu verleih' mir Kraft, und segne mein Bemuͤh'n. 9. O heilige du selbst, Herr! meiner Seele Trie⸗ be, durch deine Lieb' und Furcht, zu wahrer Men⸗- schenliebe. Wer nicht den Naͤchsten liebt, geht nicht zum Himmel ein. Laß diese Wahrheit, Gott! mir stets vor Augen seyn. Sorge fuͤr des Raͤchsten Seelenheil. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Bittend. 388. ott! meines Naͤchsten be— stes Theil laß mich stets theuer achten, und auch nach seiner Seele Heil mit Lieb' und Sorgfalt trachten. Du schufst sie zur Unsterblichkeit, und hast sie selbst zur Selig⸗ keit durch deinen Sohn berufen. 2. Den Naͤchsten zur Verschlimmerung, zu Thor— heit, Eitelkeiten, zum Irr⸗ thum, zur Versündigung durch List und Zwang ver⸗ leiten; durch That und boͤses Beyspiel ihn in ka— ster und Verderben zieh'n; o Gott! welch ein Ver— brechen! 3. Laß mich nach seiner Besserung im Glauben und im Leben durch Rath und durch Erinnerung, durch lehrreich Beyspiel streben, ihm Achtung fuͤr Religion und Liebe gegen deinen Sohn fest suchen einzupraͤgen. 3. Je mehr du mir Ge— legenheit und Faͤhigkeiten giebest; je mehr laß mich mit ttn auch H nicht Kxhet sche b0 Aufüh 5, Gieb der„ Hell. gleht da sel, UU es Hebot Ndipsen. nie I und Hledkeieß m AN7 von u oett. AII sch Bac Meisigen laß se doe Gutsdte A elbest Hl se, hek! Sün un fieh nd wandh. Htt Gellefe ge lendck, d oder Boch Hott ag Itgendwo Schulh it ich dene W ich 5. Etb begech Sid h. — ded Mas Henhel. htundht ittend. 31 W5 Main laß nic! Ven, ud: Ir Seel“ und Eus Du sahis rblichket, lbst ure deineg Machin nerunghl eiten, In. Vesahdh Aund Jumw Irch M piel ihn cerderben welch el nich nf Iben duch⸗ Exinte Reich V Mith nd licht ohl fe Sorge für des Naͤchsten Seelenheil. 359 mit Redlichkeit die See⸗ len, die du liebest, zu retten auch beflissen seyn, und nicht Verdruß, nicht Arbeit scheu'n, dir, Gott! sie zuzufuͤhren. 5. Giebst du mir Kin⸗ der, Herr! mein Gott: giebst du mir Hausgenos⸗ sen, laß mich dein heili⸗ ges Gebot sie lehren un⸗ verdrossen. Du gabst sie mir, und deine Hand ird dieß mir anvertraute Pfand von mie einst wie⸗ der fodern. 6. Kann ich kein zeit⸗ lich Gluͤck und Gut den Meinigen erwerben, so laß sie doch das groͤßte Gut, die Tugend von mir erben. Hilf, daß ich dir sie, Gott! erzieh', selbst Suͤnd' und Laster eifrig flieh', und stets behutsam wandle. 7. Gott! hab' ich eine Seele je geaͤrgert und ver⸗ blendet, durch Keichtsinn oder Bosheit sie von dir, Gott! abgewendet, ward irgendwo durch meine Schuld ein Mensch verlu— stig deiner Huld; so gieb, daß ich ihn beß're. 8. Erbarmer! Vater! ja verzeih' mir diese gro— ze Suͤnden. Laß mich, 0 laß ihn auf wahre Reu? Vergebung vor dir finden. Fuͤhr' ihn zuruͤck zur Hei⸗ ligung, laß mich durch eig ie Besserung ihn staͤr⸗ ken und erbauen. Mel. Alle Menschen muͤs⸗ sen sterben ꝛc. Mit Empfindung. 389 Laß o Jesu! mich empfin⸗ den, welche Seligkeit es ist, daß du mich von Wahn und Sünden zu befrey'n erschienen bist, daß ich Gottes Wege walle, daß du liebreich, eh' ich falle, die Gefahr mir offenbarst, mich er⸗ greifsft, und mich be— wahrst. 2. Doch, wie koͤnnt' ich dieß empfinden, und doch fuͤhllos Menschen seh'n, in der Sklaverey von Suͤnden, Wege des Ver⸗ derbens geh'n, und nicht rufen, daß sie's hoͤren: eilet, Freunde! umzukeh⸗ ren, wenn ihr selig wer— den wollt, wie ihr's wer⸗ den koͤnnt und sollt. 3. Auch suͤr meiner Brüder Seelen, und nicht fue mein Heil allein soll ich sorgen, wenn sie feh⸗ len, wo ich Wan uüh⸗ 360 Pflichten gegen den Naͤchsten. Fuͤhrer seyn. Wenn sie e und sterben, und ich rief nicht vom Verder⸗ ben, wo ich konnte, sie zu dir, foderst du ihr Blut von mir. 4. Laß ich selbst von dir mich fuͤhren, dann, Erloͤser! werd' auch ich je— den warnen, locken, ruͤh⸗ ren, der von deinem Pfade wich, werd' ihm zeigen, was ihn blende, was der Tugend ihn ent— wende, werd' ihn reizen, dir allein, nicht der Welt, sein Herz zu weih'n. 5. Hilf mir selbst sein Herz erweichen, und wenn meine Bitten nicht bis zu seinem Herzen reichen, siy mein Beyspiel ihm ein Licht, daß er an mir sehen moͤge, wie so heil— sam Gottes Wege jedem, der sie liebgewinnt, und mit Treue wandelt, sind. 6. Laß ihn seh'n an meinen Freuden wie be— gluͤckt der Feomme sey, wie so heiter auch im Leiden, wie so groß und sorgenfrey! ja laß ihn durch mich auf Erden weise, fromm und ruhig werden. Selig, selag ist ein Christ, yun er Men⸗ schenretter ist! Sorge fuͤr des Naͤchsten Leben. Eigenthum und Ehre. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Mit Ueberlegung und Ent⸗ schlossenheit“ ott! dein ist 390. unser Leben, du hast es uns gegeben, es soll uns theuer seyn. Drum soll ich's keinem kuͤrzen, es in Gefahr nicht stuͤrzen, und aus Gefahren es befrey'n. 2. Begluͤckt durch dei— nen Segen, soll ich der Kranken pflegen; das so— dert dein Gebot, das de— nen, die in Noͤthen, nicht helfen, oder toͤdten, der Zukunft strengste Strafen droht. 3. Sind wir nicht alle Bruͤder, nicht alle Christi Glieder, nicht alle, Vater! dein? wie kann ich sie verachten, wenn sie im Clend schmachten? wie kann 05 22—6 und grau⸗ —0 seyn 4. Ich soll den Naͤch⸗ sten lieben. Wie? hassen und betruͤben, und quaͤ— len koͤnnt' ich ihn? besorgt fuͤr meine Freuden, RIc i Erbarmer Mae seht chell unte Gehr fl Rng ich, stahh W fresn, se Schhit guh 8 fet b ft gehen, h I Mi. In Mô 0 guts M thuh, Naͤchten Haahe! alles, u dein Na beschehr 2. Hil fty ton hn hsut Sthelb, es A stebn f —— D dez M schm, Aim ud Ey allen alen K. Llegurg gy losenheib Vött! v unser i uns g Ins theur i. IR ichs es in Sl Zen, Ud es befteht Plüct duc Sh, soliih! osegen; N Gebot, M Nothh der 1o5. Vrengie el it ut. uicht AleN Richt glle/ I fng i ym mohten huut ud Sorge fuͤr des Naͤchsten Leben ꝛc. 361 ich vor seinem Leiden, um nur nicht mitzuleiden, flieh'n? 5. Nein, Gott! ich will die Armen erquicken, voll Erbarmen des Blinden Auge seyn. Den Schwa⸗ chen unterstuͤtzen, die in Gefahr sind, schuͤtzen, und, kann ich, sie daraus be⸗ frey'n. 6. Ich will, sie zu er⸗ freuen, selbst Muͤhꝰ und Schmerz nicht scheuen, auch das ist dein Gebot. Hat doch dein Sohn sein Leben fuͤr mich dahin ge⸗ geben, fuͤr meine Rettung in den Tod. Mel. Komm, o komm du Geist ꝛc. Mit Pflichtgefühle. heuer, wie mein 391. D eignes Leben, guter Nam' und Eigen— thum, sey mir meines Naͤchsten Leben, seine Haabe und sein Ruhm, alles, was ihm, Gott! dein Rath gab, und noch beschieden hat. 2. 2. Hilf mir, daß ich frey vom Neide und vom Eigennutze rein, seines Segens, seiner Freude, seines Ruhms mich moͤge sreu'n, froh, daß du ihn, Gott! auch liebst, ihm so mild und reichlich giebst. 3. Hilf mir alle Men⸗ schen lieben, jedermann gern gluͤcklich seh'n, kei⸗ nen kraͤnken und betruͤ⸗ ben, keinen druͤcken, kei⸗ nen schmh'n; fliehen, wie's dein Wort gebeut, selbst den allerkleinsten Streit. 4. Sollt' ich irgend Ei⸗ nen hassen, der mir Un⸗ recht je gethan? irgend Einen hilflos lassen, dem ich nuͤtzlich werden kann? Gott! so waͤr' ich nicht dein Kind, nicht, wie Jesus war, gesinnt. 5. Hilf mir willig je⸗ dem dienen, wie ich's kann, mit Rath und That, den Verlaßnen beysteh'n, ihnen auf des Lebens rau⸗ hem Pfad Troͤster, Fuͤh⸗ rer, Helfer seyn, und ihr leidend Herz erfreu'n. 6. Laß mich halten Treu und Glauben, flieh'n, was Andern schaͤdlich ist, kei— nem je das Seine rau⸗ ben, weder mit Gewalt noch List, von Betrug und Arglist rein, lieber arm als treulos seyn. 7. Wenn ich, Gett: aus reinem Triebe so den Naͤchsten gern und treu, wie 362 Pflichten gegen den Naͤchsten. wie du es befohlen, liebe, ohne Trug und Heucheley. Welche Seligkeit wird dann hier und ewig mich umfah'n! Mel. Freu dich sehr, o meine ee. Bittend. 392 Laß mich dank⸗ — ö bar und zu⸗ frieden im Genuß der Guͤter seyn, die du mir, mein Gott! beschieden, laß auch And'rer Gluͤck mich freu'n, daß ich nie mit scheelem Blick. seh' auf meiner Bruͤder Gluͤck, nie, was du mir gabst, verachte, und nach frem⸗ dem Gute trachte. 2. Gieb, daß ich, so lang ich lebe, redlich ge⸗ gen jedermann, willig ei⸗ ö ihm durch Rath und That nem jeden gebe, was mit Recht er fodern kann, daß ich, ohne Trug und eist, gebe, was der O⸗ bern ist, und mir moͤg' ein gut Gewissen stets auch diese Pflicht ver⸗ suͤssen. 3. Dem, der mir durch Ar⸗ beit nuͤtzte, mich erfreuete, der mir Gutes rieth, mich unterstuͤtzte, dem sey Dant und kohn dafuͤr. Halten, was mein Mund ver⸗ spricht, sey mir immer theure Pflicht. Trug und Ausflucht will ich fliehen, keinem Lohn und Sold entziehen. a4. Wenn ich je von Andern borge, sey ich zum Ersatz bereit, Redlichkeit sey meine Sorge, mein Bemuͤh'n, Gerechtigkeit. Vorschuß, den ein Freund mir thut, iß nicht mein, ist fremdes Gut. Dask— bar will ich meinen Bruͤ— dern Beystand, Hilf und Rath erwiedern. 3. Eigenthum, das ich entwaͤnde, wuͤrde mir zum Fluche seyn, darum seyen Herz und Haͤnde vom Betrug und Raube rein. Freude sey mir es und Ruhm, meines Naͤch— sten Eigenthum zu ver⸗ mehren, zu beschuͤtzen, zu nuͤtzen. 6. Haͤtt' ich fremdes Gut und Schaͤtze burch Betrug an mich gebracht, laͤß mich, daß ich s bald ersetze, ernstlich seyn, o Gott! bedacht, lieber arm und duͤrftig seyn, als mich eines Unrechts freunn, und nach bald durchträͤumten Freuden, des Gewissens Folter lei— den. —————— 6⁰ — 0 6 Fonneh tchtst Haaft, und 10, sets wie da; Ihne Reu mein Ende wenn ich feine Echl lich micht. 0 II WMe Ind Atung len, ssuit Ind gien do dets ht e aa Eit gunst sheg sie Eht o bliht um“ 2 Ni bohn goß Hesed ef an fihch hadeße lsth wenn i un Eyot u dengen lddiests! 3. Me, N in i, en. mir i0 t. Augt Zichf i und ich s e, seh i D, Rot Sorge, Ghnechtch Den ein 6 aist nicht y + Gut. meiney! And, Hfe dern. thun, + wurde sehyn, V — und g und Die seh einch thum l zu besth Rath ude ic soh Sorge fur des Naͤchsten Leben ꝛc. 363 7. Heil'ger Gott, ein frommes Keben liebest und belohnest du, gieb mir Kraft, und laß mich stre— ben, stets gerecht zu seyn, wie du; daß mein Leben ohne Reu, ohne Quaal mein Ende sey, daß mich, wenn ich einst erwache, keine Schuld verdamm-⸗ lich mache. Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Belehrend. 3 3 uchst du des 93: Naͤchsten Ehr? und Achtung nur zu schmaͤ⸗ lern, sprichst du so oft und gern von deines Bru— ders Fehlern, verkleinerst du aus Stolz, aus Miß— gunst seinen Ruhm, deckst seine Schwachheit auf; wo bleibt dein Christen⸗ thum? 2. Wenn du aus Arg- wohn bloß von ihm nur Boͤses denkest, und durch ein falsch Geruͤcht ihm schadest, und ihn kraͤn—⸗ ¹ukest; wenn ihn dein Neid, dein Stolz, dein Haß, dein Spott entehrt: bist du denn noch ein Christ, und dieses Namens werth? 3. Wer, wenn er Laͤst⸗ rer hoͤrt, und unter Spoͤt⸗ tern sitzet, aus scheuer Nenschenfurcht nicht And'- rer Unschuld schuͤtzet, wer aus Gefaͤlligkeit selbst ein Verlaͤumder ist, und nichts zum Besten kehrt, bleibt der auch noch ein Christ? 4. Wer jeden Schein ergreift, den Naͤchsten hart zu richtenz verletzt ein sol⸗ cher nicht die erste aller Pflichten? Ist es nicht eitler Stolz? ist's nicht Vermessenheit? vergißt er nicht dabey der eig'nen Fehlbarkeit? 5. O Mensch! bedenke doch: Gott hoͤrt an jedem Orte, wo du nur immer bist, ein jedes deiner Worte. Und er, der alles sieht, er sollte dich nicht seh'n, wenn du dich frech erkuͤhn'st, die Unschuld selbst zu schmaͤh'n? 6. Wenn du die From⸗ men hoͤhn'st, wenn du die Tugend schaͤndest, dem Wuͤrdigen das Lob, das er verdient„ entwendest. Verlaͤumder! Gott be— merkt's, wie zuͤgellos dann du ihn in den Sei—- nen schmaͤhst! Dein Rich⸗ ter hoͤrt dir zu. ). Die Thraͤnen zaͤhlt der Herr, die von ge⸗ traͤnkten Frommen, die du geschmahet hast, weh— la⸗ 3064 Pllichten gegen den Naͤchsien 012 klagend vor ihn kommen. Raͤnken der Es kommt, es kommt ein Rechte tränten. setz Hbe Tag, wo Gott einst vor mir auch gebricht. sir Ln ö Gericht, im Angesicht der 2. Ich soll sein Gluͤck 9. Dis Welt, auch dir dein Ur⸗ vermehren, weil ich sein utbehren, theil spricht. Bruder bin, nicht seine ht haet W 8. Hast du durch Laͤste⸗ Wohlfahrt stoͤren, durch l Fei rung je Schuld auf dich schaͤndlichen Gewinn; das, penn s Hl geladen; so widerrufe was er mir gelieh'n, ge⸗ Dbr bich bald, und tilge jeden lieh'n zu treuen Haͤnden pidd Ahren Schaden. Des Naͤchsten darf ich ihm nicht ent? sen dn ö Ehre sey dir stets ein wenden, und listig an nünn Heiligthum. Nicht lieb⸗ mich zieh'n. dahil, los richten, nein, sie schuͤ⸗ 3. Gewinn, der ihm He, tzen sey dein Ruhm. gebuͤhret, wird durch Be⸗ Aschtn 9. Wir muͤssen Rechen- trug nur mein, was er Sachn schaft von unsern Worten dadurch verlierer, kann nhl ui ö geben, darum, gerechter nie mir Segen seyn, sein hh, u Gott! laß uns stets da- Recht gehoͤrt mir nicht, fteus,u hin streben, daß unsrenie darf ich es verletzen, 1 bl, N Zunge nicht der Schmaͤh⸗ ich muß es heilig schaͤtzen, Brüse. IIR sucht uns ion sey, und das ist Gewissenspflicht. Msach ut mach' uns selbst von Haß, 3. Er soll durch mich nichhan. Neid, Stolt und Leicht⸗ nicht leiden, und raubb sinn frey. ich ihm sein Gut; raub' 1— % ich ihm seine Freuden, Huhsit . Gerechtigkeit und Billig⸗ aus Geiz und Uebermuth; u N keit. so wird sein tiefer Schmerz, 08. WM. der Gram, der ihn ver⸗ D sch Mel. Du kamst zu uns im zehret, das Gluͤck, das lt N Staube ꝛc. er entbehret, 2 Vor⸗ uün MuR%0 ö wurf fuͤr mein Herz. N ö P ͤberkegend. Ich muß mir das in Eun R 394. Geltt segne mein verbieten, was Andern i Bestreben, den Schaden bringt, und ö Rl. Ns R ö Eigennutz zu scheumn, frey Schaden auch verguͤten, 00 vom Betrug zu leben, ge⸗ wo kein Gesetz mich N recht und treu zu seyn, zwingt. Was ich erstatten aus Haabsucht laß mich soll, das darf ich nicht V. nicht mit schlanerdachten verschieben, Gerechtia, 6 stets —+ IMe d6 N. roͤnken, Vbrch soll sehni in, v Weil Ay bin, nich Irt siöten, Hen Gew Dnir gelih treuen s ihm uth und h n. winn, * pn 1 t mein, — berlett, Sehe n ehoͤt Rl ich e8 0 8 hellg 160n. sui soll M den 0 sein 6 fstine 6 U0 und I Rein tifth Gerechtigkeit und Billigkeit. 365 stets lieben, ist Pflicht fuͤr And'rer Wohl. 6. Das Gut, das sie entbehren, durch Haab— sucht ober List, kann nie ihr Fleiß vermehren wenn's nicht erstattet ist, der üren Gewinn wird ihrem Wunsch ent— rissen, wenn sie dieß Gut vermissen, und ist oft gan —3— Wer, dieß Gut zu ersetzen„ aus falscher Schaam sich scheut, weiß nicht das Gluͤck zu schaͤ⸗ tzen, das dauerhaft er⸗ freut, raubt sich sein ew'⸗ ges Heil, hat, weil er Bruͤder kraͤnket, an seine Pflicht nicht denket, auch nicht am Himmel Theil. 8. Gott! laß mich dieß ermessen, den Reiz der Haabsucht scheu'n, die Folgen nie vergessen, die Tod und Zukunft draͤu'n. Die Liebe zum Gewinn, wie leicht, wie leicht be⸗ thoͤret sie mich, und dann zerstoͤret sie meinen fro⸗ hen Sinn. Mel. Jesu, meines Lebens auuh 4 dächilich. 305. ller meiner Bruͤ— der Rechte laß mir, Gott! stets heilig seyn! wenn ich sie zu kraͤnken daͤchte, ihres Kummers mich zu freu'n, uͤber sie mich zu erheben, oder uͤppiger zu leben, dann verletzt' ich meine Pflicht, ehrte deinen Wil⸗ len nicht. 2. Koͤnnt? ich, taub bey ihren Klagen, ihnen das aus Eigensinn, oder Neid und Geiz versagen, was ich ihnen schuldig bin; koͤnnt' ich ohne Treu und Glauben Andern Gut und Ehre rauben; welchen Haß verdient' ich nicht! welch ein schreckliches Ge⸗ richt! 3. Nein, ich will das Unrecht hassen, Recht er⸗ zeigen jedermann, jedem geben, jedem lassen, was er hat, und fodern kann. Lieber will ich Unrecht lei⸗ den, als begehen, und mit Freuden lieber arm und niedrig seyn, als durch Unrecht mich entweih'n. 4. Wuͤrden der Be⸗ draͤngten wuͤr⸗ den ihre Seufz nicht Rettung, Gott! dohn dir begehren, und erschweren mein Gericht? wuͤrd' ich nicht stets zittern muͤssen? wuͤrde nicht selbst mein Gewissen mir mit Angst und Schrecken draͤu'n, und ihr erster Raͤcher seyn? 366 Pflichten gegen den Naͤchsten. 6. Eines Unterdruͤckten Thraͤnen; o, wie furcht⸗ bar sind nicht die? Eh' es Ungerechte waͤhnen, trifft, Herr! deine Strafe sie. Und wenn du nicht eilen solltest, wenn du, Richter! saͤumen wolltest, harrt denn mein am Gra⸗ be nicht ein noch schreckli⸗ cher Gericht? 6. Nein, ich will ge⸗ recht und billig selbst auch gegen Feinde seyn, keinen drucken, lieber willig je⸗ dem, der mich kraͤnkt, verzeih'n. Hab' ich Macht, laß sie mich nuͤtzen, die Bedraͤngten zu beschuͤtzen, eilen, wo Verlaßne fleh'n, ihnen liebreich beyzusteh'n— 5. Sichern darf ich meine Rechte; aber sanft und mit Geduld. Wir sind alle deine Knechte, und wie groß ist deine Huld! Du vergiebst mir meine Schulden, sollt' ich denn kein Unrecht dulden: nicht gelind seyn? mich nicht freu'n, wie du, Va⸗ ter! zu verzeih'n? 8. Hilf mir immer rich⸗ tig wandeln, und von allem Unrecht fern, billig, schoͤnend, liebreich han-⸗ deln, aͤhnlich Jesu, mei—⸗ nem Herrn. Er, der Rich⸗ ter aller Welten, wird auch schonen und vergel⸗ ten, wenn er mich vollen⸗ det hat, was ich an den Bruͤdern that. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Belehrend. 396. Nach Jesu heil—⸗ gen Lehren, darf ich nicht stets begeh—⸗ ren, was vor dem Rich-⸗ ter gilt, nicht immer dar— auf dringen, den durch Gewalt zu zwingen, der meine Fod'rung nicht er—⸗ fuͤllt. 2. Der Mangel seiner Kraͤfte, sein Stillstand der Geschaͤfte, befiehlt mir Billigkeit. Bey allem guten Willen, kann er oft nicht erfuͤllen, was ihm Gesetz und Pflicht gebeut. 3. Und ich, Herr! sollt' es wagen, ihm Nachsicht zu versagen, und uner—⸗ bittlich seyn? ich sollte ihn nicht hoͤren? sein E— lend zu vermehren, ihm noch mit groͤßerm Elend draͤu'n? à. Nein! ich muß lie⸗ ber leiden, sein Ungluͤck zu vermeiden, wenn alles fuͤr ihn spricht, auch bey erwießnen Klagen ihm Mitleid nicht versagen, dieß ist sein Wunsch, dieß meine Pflicht. — Dh W Nh Wusel selen wi is v x k, wird hleleicht llih seyn 6 Reht zu Is zu Hah ten shhnz d sch E Wa E, Budu) „. El Rdemm, Shnng! A Ne beh Me OIshen Hhh MW Sohn fugt — hur sr f Hit bsen. — n er mch ssz was s that. In allex haten u. delchregd N 0 ga, nicht suh⸗ 8 dot dh hicht iunte⸗ Igen, dag zu winge vod'rung 1 Mangtl sein Eh chaͤtte, Ligkel. Vy. Iillen, Eunt lllen, u. 30 Pfiteh ich Hel / ihn M en, In ehne 00 bötend h. bernchth, raͤßeeh urcht,. U Klgeh, — dt u Muth scht, Theilnahme an Anderer Freude ꝛc. 367 5. Bey'm Recht, das mir gebühret, wird das, was er verlieret, sehr selten wieder sein; ich kann's vielleicht vermissen, er, wird es ihm entrissen, vielleicht nie wieder gluͤck— lich seyn. 6. Streng auf sein Recht zu dringen, und, um es zu erzwingen, den haͤrt'sten Schritt nicht scheu'n; das heißt nicht, sich des Armen in seiner Noth erbarmen, nicht Christ, nicht Freund des Bruders seyn. d. Sein Elend zu ver— mindern, und seinen Schmerz zu lindern, laß, Gott! mir Freude seyn, mein Recht nie uͤvertrei— ben, mich immer billig bleiben, und jede Art der Haͤrte scheu'n. Theilnahme an Anderer Freude und Leiden, Dienst⸗ fertigkeit, und Leutse⸗ ligkeit. Bekannte Melodie. Mit Empfindung. 307. Wer Menschen, ö seine Bruͤ⸗ der, liebt, der freut sich ihrer Freuden, und wenn ein Unfall sie betruͤbt, so theilt er ihre beiden. 2. Er eilt mit froher Heiterkeit Verlaßnen gern eutgegen, und fuͤhlt das Gluͤck, das sie erfreut, so sehr, als eignen Segen. 3. Sein edles, liebevol⸗ les Herz ist fern von allem Neide, fuͤhlt bey verdien⸗ tem fremden Schmerz, nie schadenfrohe Freude. 4. Er wird, sucht ihn auch gleich ein Feind durch Haß und Spott zu kraͤn⸗ ken, dem Feind, wenn er im Ungluͤck weint, des Mitleids Thraͤne schenken. 5. Zu helfen, wo er helfen kann, bereit, stets zu begluͤcken, straͤhlt seine Menschenfreundlichkeit oft schon aus seinen Blicken. 6. Besorgt fuͤr des Be⸗ draͤngten Wohl, vernimmt er seine Klagen, und wird ihn nie verachtungsvoll von sich zu weisen wagen. 7. Barmherzig, wie sein Heiland war, wird er das Elend lindern, sucht, sieht er Bruͤder in Gefahr, schnell die Gefahr zu hin— dern. 8. Verfolgten Wittwen giebt er Rath, sorgt fuͤr verlaͤßne Waisen, gelingt's ihm, was er fuͤr sie that, wird er sich gluͤcklich prei⸗ . sen. 9. 368 Pliichten gegen den Naͤchsten. 9. Was And're insge⸗ heim betruͤbt, bleibt ihm oft nicht verborgen, er forschet, weil sein Herz sie liebt, nach unentdeck⸗ ten Sorgen. 10. Und wenn, durch seines Forschens Muͤh', er ihren Wunsch erfaͤhret; so uͤberrascht sein Bey⸗ stand sie, der ihren Wunsch gewaͤhret. 11. Gott! laß mich, deiner werth zu seyn, so meine Bruͤder lieben, so sie in ihrem Schmerz er⸗ freu'n, so mich im Wohl⸗ thun uͤben. 12. Damit ich, deinen Lehren treu, auch And'rer Ungluͤck wehre, mich uͤber ihre Wohlfahrt freuꝰ, und immer sie vermehre. 13. Dann wirst du, o Erbarmer! mir das Gluͤck der Zukunft geben, dann werd' ich einst, belohnt von dir, in deinem Him⸗ mel leben. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. Er wegend. 398. ollt' ich den beneiden koͤn⸗ nen, den Gott mehr als mich, begluͤckt. Sollt' ich ihm das Leiden goͤnnen, das ihn kraͤnkt und nie⸗ derdruͤckt? solltꝰ ich je so grausam seyn, seines Un⸗ glücks mich zu freu'n, haͤmisch seine Noth ver—⸗ mehren, und sein Gluͤck aus Misgunst stoͤren? 2. Nein, so waͤr' ich ein Empoͤrer in dem Rei⸗ che meines Herrn; blieb, als frecher Ruhestoͤrer, auch von eigner Ruhe fern, waͤre nicht des Gluͤ⸗ ckes werth; das der Herr auch mir gewaͤhrt, ja, ich wuͤrde selbst mich hassen, und den Weg des Herrn verlassen. ö 3. Darum will ich stets erwaͤgen, daß wir alle Bruͤder sind. Auch mein Naͤchster fleht um Segen, und auch er ist Gottes Kind. Der wird durch sich selbst entehrt, wer, vom niedern Neid em⸗ poͤrt, seines Naͤchsten Werth verkennet, und sein Wohlseyn ihm mis⸗ goͤnnet. 4. Gott vertheilet seine Gaben, wann und wie es ihm gefällt. Alles, alles, was wir haben, kommt von ihm, dem Herrn der Welt. Geb' er wenig oder viel, unser Wohl ist nur sein Ziel. Thorheit waͤr“ es, darauf denken, seine Liebe zu be⸗ schraͤnken. —— 1 solle 0 Hehn, seha ich zu sih deine Nuchi Hund sein d Wunst siärnf , so ui Wrer in d Herrz a A Mahst eighet 2 nicht Ga 07 das d Agewihti,s bst wich hnt d * ö m willih 2 daß nR Id. duin Seht um er ist er ditd M enteht,X rn M nes M erleuntt,“ Zeeht 0 H — Hethelkt Dunn uh der Liebe! jedermann, daß ich stets Naus reichem Triebe, frem— den Gluͤcks mich freuen kann! Hilf mir, daß ich Theilnahme an Anderer Freude ꝛc. 369 5. Keiner hat ein Recht u fragen: Herr der Welt, as machest du? muͤrrisch seyn und neidisch klagen, zieht uns seine Strafe zu. Weislich und mit Vatersinn geht er fest und still dahin. Wer kann seine Wege tadeln, ohne sich selbst zu entadeln. 6. Gut in meines Naͤch⸗ sten Haͤnden dienet oft zu groͤßerm Heil. Um es ed⸗ ler zu verwenden, ward's nur ihm, nicht mir, zu Theil. Aber, wenn er sorglos ist, und des Men⸗ schen Wohls vergißt, o dann wird sein Gluͤck auf Erden ihm ein Quell des Schreckens werden. 7. Einst entflieh'n der Erde Freuden, auch der Reiche stirbt dahin. Ach! wie koͤnnt' ich ihn benei— den, wenn ich fromm und heiter bin? Nein, ich will mich treu bemuͤh'n, Neid und Misgunst stets zu flieh'n, will mit Froͤh⸗ lichen mich freuen, Trau— rigen mein Mitleid wei—⸗ hen. 8. Schenke mir, o Gott Liebe gegen mitleidsvoll fremde Lei— den, wie ich soll, sorg—⸗ sam mir zu Herzen ziehe, und zu lindern mich be⸗ muͤhe! Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Mit angenehmer Empfindung. 399 Wie selig lebt ein Mensch, der Dienstbegierde kennet, und diese Pflicht zu thun, aus Menschenliebe bren— net! der, wenn auch ihn kein Eid zum Dienst der Welt verbind't, Beruf und Eid, und Amt schon in sich selber find't. 2. Dir, Hoͤchder! ahmt er nach, dir, als dein Bild, zu gleichen, durch Dienstbeflissenheit sucht er dieß zu erreichen, er haͤlt fuͤr eignes Wohl sich nicht allein gemacht, er haͤlt sich fuͤr die Welt von dir hervorgebracht. 3. Die Welt, denkt er, hat Recht auf meinen Dienst und Kraͤfte, ihr nuͤtzen, ist fuͤr mich ein seliges Geschaͤfte. Als Glieder schuf uns Gott, als Buͤrger einer Welt, in der des einen Hand die Hand des Andern haͤlt. A a 4. —————————— — 370 Pflichten gegen den Naͤchsten. SꝗSSISISISISISISS. — 2———— E ————————— 4. So denkt der Men⸗ schenfreund, und das ist sein Bestreben, er sucht, so lang er lebt, zum Wohl der Welt zu leben. Ihm wird des Naͤchsten Gluͤck sein eigener Ge— winn, er fuͤhlet fremde Noth, als traͤfe sie selbst ihn. 5. Er eilt, dem, der's bedarf, mit Hilfe beyzu⸗ stehen, sein Anseh'n und sein Freund, sein Stand und Wohlergehen sind Mittel, die er braucht, behilflich gern zu seyn, und einen Leidenden mit Troste zu erfreu'n. 6. Gefuͤhl fuͤr And'rer Noth weckt seine Mit— leidstriebe, auch ohne Ruhm und Lohn, zur wahren Menschenliebe. Nicht Stolz, nicht Ei— gennutz reizt ihn zur Guͤ— tigkeit. Er uͤbt sie, weil der Gott der Liebe sie ge⸗ beut. 7. So laß mich auch ge⸗ sinnt, mein Gott! durch Christum werden! Voll Dienstbegierde sey mein Leben hier auf Erden; so nuͤtzlich, als ich kann, dem Naͤchsten stets zu seyn, dann geh' ich einst, o Gott! ins Reich der Liebe ein. n‚—vKvp Mel. Komm, o komm du Geist ꝛc. Mit Pflichtgefuͤhle. 400. will ich frey vom Neide, und vom Eigennu— tze fern, ich will, Bruͤ⸗ der! eurer Freude, eurem Gluͤcke dienen gern; herz— lich jedem Unrecht feind, leben, wie ein Menschen⸗ freund! 2. Diesem rathen, je⸗ nem geben, diesem helfen, jenem leih'n, hier den Unterdruͤckten heben, dort Beleidigern verzeih'n, weislich achten Zeit und Ort, lehren hier, und waͤr⸗ nen dort. 3. Knuͤpfen hier das Band der Freunde, heben dort, was Herzen trennt; da versoͤhnen bitt're Fein⸗ de, loͤschen, wenn die Streitsucht brennt; Un⸗ schuld schuͤtzen in der Noth, troͤsten, dem die Truͤbsal droht. 4. Arme suchen, die verborgen, in der Noth zum Hoͤchsten fleh'n, Witt⸗ wen, Waisen gern versor— gen, hilfreich nach dem Kranken seh'n, theilen des Verfolgten Schmerz, ein betruͤbtes 5. troͤsten Herz. 2 — 5 Herde Dle Ahend geh) Uter Sesttung sir der X lcht für Besand, Vo rland. 6. Dieß schhrliebe, Ind Gchef Renh ich re e, so hitd Namihtt Ind/ Mum Ahe solgt Rich. M N I Rsiht U 00.0 bloß fir m auch Messc schr, auch U 110 dus st hest N8 nfiizer . W mi Alhgennicht fahen: w. n dafüͤr: Hahschnnle 0 Hohysue Rhn ver . Menn uulstue, Iscg. &— u, hunn eist Hnchrih WI V fleh h d von H Wich wil, Freude, zenen gitz 2 Unrecht s e e N 0 Esem rathn, dieser N Ern R Jachten 6 Iu hiet uy 5 Heen uen bittee Leen, hn It heahs Hüten il osten, d Yroht. Theilnahme an Anderer Freude ꝛc. 371 5. Foͤrdern Anstalt fuͤr die Tugend, fuͤr der Ju⸗ gend Unterricht, fuͤr die Besserung der Jugend, fuͤr der Wahrheit neues Licht, fuͤr der Sicherheit Bestand, thaͤtig fuͤr das Vaterland. 6. Dieß sey unsre Men⸗ schenliebe, die Vernunft und Schrift uns lehrt; wenn ich redlich sie aus⸗ uͤbe, so wird Christi Reich vermehrt. Gott liebt uns, drum liebet euch; Liebe folgt in's ew'ge Reich. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Gefuͤhlvoll bittend. 401 err! segne mein e Bestreben, nicht bloß fuͤr mich zu leben, auch Menschenfreund zu seyn, auch Andern gern zu nuͤtzen, des Gluͤcks, das sie besitzen, mich, wie des meinigen, zu freu'n. 2. Laß mich bey And'rer Klagen nicht, eh' ich helfe, fragen: was wird mir denn dafuͤr? Nein, reine Menschenliebe, frey von der Lohnsucht Triebe, All⸗ guͤtiger! verleihe mir! 3. Wenn ich die Saat gusstreue, mein Vater! o so freue, deß meine Seele sich, und preise, daß wir Gaben fuͤr And'rer Wohlfahrt haben, du Geber alles Guten, diah! 4. Erzeig' ich Andern Gute, so bleibe mein Ge⸗ muͤthe von Stolz und Prahlerey, von Lust, die zu beschaͤmen, die Gutes von mir nehmen, von Eigennutz und Kohnsucht frey! 5. Wenn ich des Dan⸗ kes Zaͤhre fuͤr Wohlthun auch entbehre; so laß doch nie mein Herz des Wohl—⸗ thuns muͤde werden, ja selbst auch mit Beschwer⸗ den vermindern gern des Naͤchsten Schmerz. 6. Es liebe nicht nur Freunde; es sorge selbst fuͤr Feinde, voll Groß⸗ muth und Geduld! Du hilfst ja in Gefahren, o Gott! auch Undankbaren, selbst Boͤse segnet deine Huld. 7. Die hier gern hel— fen, werden erfahren schon auf Erden, wie werth sie, Gott! dir sind, noch groͤß're Seligkeiten, wirst denen du bereiten, die dir durch Liebe aͤhnlich sind. A a 2 Mel. 60 095 NII *. 1 I ½ A 0 5 I IN 0 HAl 10 I f WMMN 0* 0 N. 0 . ö *0 MAN 1 * I HN 372 Pflichten gegen den Naͤchsien. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Schildernd. icht muͤrrisch, 402. N finster, unge⸗ sellig, ist, wer ein Christ zu seyn, sich freut; ist ohne Schmeicheley gefaͤl⸗ lig, vereinigt Ernst und Freundlichkeit, ist traurig mit den Traurigen, und froͤhlich mit den Froͤhli— chen. 2. Sein Auge, heiter wie der Morgen, wird truͤb, und seine Freud' entflieht, wenn er Be— kuͤmmerniß und Sorgen in seines Bruders Auge sieht, und strahlt in neuer Heiterkeit, wenn ein Ge— troͤsteter sich freut. 3. Bescheiden, sittsam, ehrerbietig ist, wer ein Juͤnger Jesu ist, nie skla⸗ visch, auch nicht uͤber⸗ muͤthig, wenn er vor An⸗ dern gluͤcklich ist. Sein Blick, kein Blick der Heu⸗ cheley, ist liebreich, offen, gut und frey. 4. Durch liebliche Ge— spraͤch erheitert er auch der Bloͤden Angesicht, und jedes Herz fuͤhlt sich er— weitert, und freudenvol-⸗ ler, wenn er spricht, denn was er sagt und was er thut, ist anmuthsvoll, ist wahr und gut. 5. Gefallen wird er, er gebiete, er warne, strafe; er gebeut, er warnt, er straft voll sanfter Guͤte, mit Ernst und doch mit Freundlichkeit, und wen er troͤstet, der vergißt, wie schmerzhaft ihm sein Kummer ist. 6. Nicht rauh, noch hart, noch meuschenfeind— lich, nein, eifrig jeden zu erfreu'n, und sanft und anmuthsvoll und freund— lich soll jeder Juͤnger Ie—⸗ su seyn. Ach waͤren wir's! ach! glichen wir, o Vor⸗ bild aller Liebe! dir! 7. In allen Worten und Gebaͤrden, in allen Thaten laß, o Herr! uns aller Menschen Freunde werden, dir, Heiland! immer aͤhnlicher. So wer—⸗ den wir uns ewig freu'n, und Gottes wahre Kin—⸗ der seyn. Wohlthaͤtigkeit und Barmherzigkeit. Mel. Weicht ihr Berge ꝛ Ermahnend. 403. theilen, Christen! das ver⸗ gesset nicht! Mitleidsvoll und willig eilen, Armen beyzusteh'n, ist Pflicht; Pflicht, Wohlzuthun und mitzu⸗ 50 Iliht, die Ins schtet, Der hoͤche . She hunget lei sid eilt, die lleiden; kr Kummer kl 0 sucht zu INterdruͤcte . Maht N tuch lib mm hlfe fet Manchenhul Illt Men be zuch, die in un, siht z Freasen. 11 snd die Fal füͤhltht jene dentti ihr Etell. Vi liderd Heh darn hisch tir Aumen, 5 fbe Burde) ki Hläctet ht 40, Mhhn henn duh sich lis. Aahm für hue Brül fenl .n AIlhsten re AIthhg 10 Usch. — Nlen wird: warpe, sy öů. hie, z „ der u Vrzhaft I Tis. ht aaub, 9 mim WW ½ ustig Iin und 1 Wboll Andf Djeder h c wärng Lin Wir, 9 Uebe! M. W allen W Darden, it agn b schen I7 dir, M Aliche, H Iuns ehig fl tes 0 ö ift Dihah Wohlthaͤtigkeit und Barmherzigkeit. 373 Pflicht, die Jesus selbst uns lehret, und die Gott, den Hoͤchsten, ehret. 2. Speiset die, die Hunger leiden, und die durstig sind, die traͤnkt; eilt, die Nackenden ju kleiden; troͤstet die, Kummer kraͤnkt; Schwa⸗ ch sucht zu unterstuͤtzen; Unterdruͤckte zu beschuͤtzen. 3. Nicht nur denen, die euch lieben, oder euch um Hilfe fleh'n, nein, von Menschenhuld getrieben, eilet Allen beyzusteh'n; die auch, die im Stillen lei— den, fuͤhrt zu unverhoften Freuden. 4. Denkt,(wie moͤglich sind die Faͤllel) denkt, ihr fuͤhltet 00 wö Schmerzz denkt, ihr waͤr't an ihrer Stelle. Wie dann euer leidend Herz sich von An⸗ dern wuͤnscht Erbarmen, so thut ihr auch andern Armen. 5. Liebe sey dir keine Buͤrde, keine Last, be— die gluͤckter Christ! Hoheit ist es, Ruhm und Wuͤrde, wenn du mild und hilf⸗ reich bist. Welch ein Ruhm fuͤr dich, Er loͤsten, arme Bruͤder Jesu troͤ— sten! 6. O, wie lohnt's mit sanften Freuden, der Ver⸗ laßnen Helfer seyn! seh'n, wie sie in ihrem keiden sich, durch uns gestaͤr kt, erfreu'n! ein betruͤbtes Herz erquicken, bringet himmlisches En itzuͤcken. 7. Heil und Gluͤck auf unsern Wegen, innige Zufriedenheit, Huld bey Menschen, Gottes Segen folget auf Barmherzigkeitz was ist Muͤhe, was Be⸗ schwerden, wenn sie so belohnet werden? 8. kaßt uns eilen, uns⸗ re Gaben, weil es Zeit ist, ausz zustreu' n! was wir hier gesaͤet haben, aͤruten wir einst reichlich ein. Seyd barmherzig, liebt die Armen. Gott will eurer sich erbarmen. Vorige Melodie. Liebreich ermaͤhnend. 404. Seyd barmher— zig, Men⸗ schen: hoͤret, hoͤrt das heiligste Gebot, das uns Jesus Christus lehret: Seyd barmherzig, seyd's, wie Gott! Gebt, so wird auch euch gegeben, w was euch noth ist, Heil und Leben. 2. So viel Menschen, so viel Brüͤder! ein Gott ist's, der uns erschuf. Wir sind alle Christi Glieder, allgemein ist Gottes Ruf. Auch 37⁴ Pflichten gegen den Naͤchsien. Auch den Boͤsen, wie den Seinen, laͤßt der Herr die Sonne scheinen. 3. Gleicht dem Vater im Erbarmen, seyd barm— herzig, seyd's, wie er! gebt dem Duͤrftigen und Armen; was ihr gebt, empfaͤngt der Herrz helft und eilt, auch ungesehen, —— Bruͤdern beyzuste— hen. ö 4. Hilfreich zu Be— dräͤngten eilen, sie be— schuͤtzen und erfreu'n, Kummer lindern, Wun⸗ den heilen, wohlthun, troͤsten und verzeih'n, und dieß ohne Stolz verrich—⸗ ten, das sind unsre Chri-⸗ stenpflichten. 3. Mert von dem Deinen, wir geben, laß uns nie fuͤhllss seyn, wo Bruͤder weinen. Unser Mitleid troͤste sie, daß, wenn wir zu dir uns nahen, wir auch Trost und Hilf' em⸗ pfahen, wir geben Eigene Melodie. Erweckend. rockne gern die 405. D Hummerthraͤ— nen, die dein armer Bru⸗ der weint! lange muß er oft sich sehnen, eh' ein Helfer ihm erscheint, Auf, was o Christ! was zoͤgerst du? eile dem Bedraͤngten zu! oͤffne freundlich Hand und Herz, und versuͤße seinen Schmerz! 2. Gott ist's, der des Mitleids Triebe dir in deine Seele schuf. Ach! sie rufen dich zur Liebe, und ihr Ruf ist Gottes Ruf. Menschlich, mensch—⸗ lich follst du seyn, und des Menschenwohls dich freu'n, Du bedenkst nicht, wer du bist, wenn dein Herz nicht liebreich ist, 3. Fuͤhle selbst, wie viel dir fehle, wenn die Trauerstunde schlaͤgt, und kein Mensch in deine See— le Trost und Muth, und Hoffnung traͤgt! O wie kannst du Elend seh'n, und doch kalt voruͤber geh'n? wenn's dich heute nicht erweicht, morgen trifft's auch dich viel⸗ leicht. 4. Alle sind wir fest vereinet, wir durchlaufen eine Bahn. Auch den Armen, der da weinet, sieht dein Vater huldreich an. Fuͤr den Himmel sucht er ihn, auch durch beiden zu erzieh'n, aber dir ist Quaal bereit, wenn das Gluͤck dein Herz ent⸗ weiht. 5. J, 5 uf vre I Ronen fiagt lst Ptga dun Stuub hegt. Wer 16 Bild!“ 5/ salft: wie steudig dum dich st Iin gt. 4. Tritt a tirs Geitelt sir de Be shuͤße, at stets, was inmer sey shricht Hert gebtasche Saat umber ge Kinder z „ Hinst b de Khe, tis Mihe ofen im ser 6 hungst d dich enp angt der Ind dan l schafft hiren M. Von hem Eind 405.N tääsigg was gen edraͤngtg hdlch hulh peksüßt sh 2 iss, Diebe x kle schuf. X dich zur Ruf is aschlich, nih l sehh, g schenwohlt bedenki Oist, wenn t liebrach le sehee ehle, äl de schlah ch in duste und Muthrs Itraͤht. 9 Elend 6 AHllt N eicht, M ch d cd u „ dutchle it hut f. Juch Vatet Ruh * n Hl U 10 nichl/ 11 RWih A Wohlthaͤtigkeit und Barmherzigkeit. 375 t:‚'t 5. Ja, du hoͤrst einst auf zu prangen, selbst der Kronen Glaͤnz ver— fliegt. Aller Stolz ist einst zergangen, wenn dein Staub im Staube liegt. Aber sey nur Got— tes Bild! sey barmher— zig, sanft und mild! o wie freudig schwingest du dann dich schoͤnern Kro⸗ nen zu. 6. Tritt an deines Va⸗ ters Seite! wirke mit ihm suͤr die Welt! hilf und schuͤtze, rathe, leite! uͤbe stets, was ihm gefaͤllt! immer sey bereit, und sprich: Herr, mein Gott! gebrauche mich, deine Saat umherzustreu'n, dei— ne Kinder zu erfreu'n! 7. Einst verstummet je⸗ de Klage, wenn du Got— tes Wege giengst, und am großen Aerntetage ihm der Garben viele bringst. O dann fuͤhrt er dich empor, dich em⸗ pfaͤngt der Engel Chor, und dein liebevoller Sinn schafft dir ewigen Gewinn. Mel. Von des Himmels ew'gem Thron ꝛc. Eindringlich. des Lebens 406. Wer des keben 0. Wé Guͤter hat, weñ sein Naͤchster schmach⸗ tet, und nicht hilft mit Rath und That, seines Grams nicht achtet, un⸗ empfindlich bey der Noth der verlaßnen Armen, der erwarte nicht von Gott Nachsicht und Erbarmen. 2. Von dem Himmel schaut der Herr auf der Armen Plagen, ihre Thraͤ— nen zaͤhlet er, hoͤret ihre Klagen, sieht auch, wenn das harte Herz kummer— freyer Reichen keine Thraͤ— nen und kein Schmerz mildern und erweichen. 3. Ach, das Urtheil ist gefaͤllt: Jammer und Ver⸗ derben sollen sie in jener Welt, nicht den Himmel, erben, sollen nicht bey Jesu seyn, nicht bey den Erloͤsten, wenn sie Arme nicht erfreu'n, Traurige nicht troͤsten. 4. Reiche, hoͤrt's! er⸗ barmet euch, fleht zu euch der Arme, daß sein Gott auch uͤber euch sich der— einst erbarme, weil ihr, da er zu euch schrie, auf sein Schreyen hoͤrtet, und durch Stolz und Haͤrte nie seinen Kummer mehr—⸗ ket. 5. Rathen, helfen und erfreu'n, und bey frem⸗ den Leiden mitleidsvoll und guͤtig seyn, giebt die reinsten Freuden. O wen ruͤhrt 0 n . 0 7 H . 1 RINVI . 9 14 1 x. 3 NNV * . Nt N 0 IN WN I M 0 1 n Mi t N 11½ NI ö 376 Pflichten gegen den Naͤchsten. ruͤhrt die Wonne nicht? Reiche, welch Entzuͤcken, in des Armen Angesicht frohen Dank erblicken! 6. Aber wer den Ar— men giebt, geb' aus frey⸗ er Liebe, sey nicht muͤr— risch, wenn er giebt, daß er nicht betruͤbe! eh' sie seufzen, eil' er gern ihnen schon entgegen! lieblich sey vor Gott dem Herrn, wie der Thau, sein Segen! 7. Christen, wenn ihr in der Zeit mild, wie Gott, gesinnet, Schaͤtze fuͤr die Ewigkeit sammelt und gewinnet, o wie groß wird euer Lohn, euer Heil auf Erden, und wie groß vor Gottes Thron die Vergeltung werden! 8. Jesus sagt dann einst zu euch: Kommt, ge— treue Knechte! erbet mei— nes Vaters Reich! freuet euch, Gerechte! was ihr meinen Bruͤdern gab't, in dem ersten Leben, seht, dieß alles, alles habt ihr auch mir gegeben. Bescheidenheit und De⸗ muth. Bekannte Melodie. Gesetzt. in ich mit fe⸗ 407. B stem Muthe Gott und der Tugend treu, und fuͤhlbar fuͤr das Gute von Suͤndenliebe frey von des Unmuths Klagen; so darf und kann ich's wagen, mich meines Werths zu freu'n. 2. Doch nie darf ich vermessen, voll Stolz auf Andre seh'n, nie darf ich es vergessen, es dankbar zu gesteh'n, daß Gott, der mir mein Leben aus freyer Huld gegeben, auch Tugendkraft verleiht. 3. Ich darf den Werth empfinden, der meinen Geist erhebt, wenn jedem Reiz zur Suͤnden mein Herz schnell widerstrebt, doch immer mich erheben, nie Andern Vorzug geben, ist wider meine Pflicht. 4. Wenn ich rechtschafs⸗ fen handle, aus wahrer Froͤmmigkeit den Weg der Tugend wandle, mein Herz das Boͤse scheut; so werd' ich doch entdecken, daß meiner Tugend Fle⸗ cken nicht fremdem Blick entflieh'n. 5. Wie sollt' ich's denn noch wagen, dem Werth, der Andre schmuͤckt, den Vorzug zu versagen, den man in ihm erblickt? wie sollt' ich nicht, bescheiden, es immer gerne leiden, daß Ruhm auch Andre kroͤnt? 6. frey, —7 9. N6 a Thaten „ filt teln Nl nacht sis nessen d vurzesen gund gee Ml. Ver h th rifeh,st Nesche Wd uf W vsn M. nicht a 9ulh, wol. . Mi Ashr Gh d dist, beß, e alle sich len gl Eiht frei'n, 3½9 Hluͤcki Jufsi darom, Eidch dit ge te Jiah. —— fir dah —denliebe f det Umn darf uw Iin, mich u6 fteh. Eh hie dh V boll Eth M„ nie Ben, eh dl Vu, daß mein dhn lld gegchgz Paft varlah durf dend Ei, dor l eht, vemns Sünda nell wdete Iier mich eh en Vorshyx meine M En ich lat lle, 00 0 +it d! End pande/ SDise shl 0% doch eilh er Zunh t flanden ö 2 solb ihh eh, deh shnih e hn rabch fc,H nicht, MM. + gerhe V 100 /ne Bescheidenheit und Demuth. — 6. O Gott! laß mich bescheiden in Wort und Thaten seyn, mich nie den falschen Freuden der eiteln Ruhmsucht weih'n, nicht stolz und nicht ver⸗ messen den innern Werth vergessen, den stille Tu⸗ gend giebt. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit ruhiger Ueberlegung. Ton dir in die— 408. V se Welt ge— rufen, steh'n, Vater! alle Menschen hier auf hoͤhern und auf niedern Stufen, und was sie haben, kom̃t von dir, sie gleichen sich nicht an Gestalt, an Nei— gung, Kraͤfte und Ge— walt. 2. Nicht jeder hat, was Andre haben, und das ist Guͤte; denn du giebst, dem diese, jenem andre Ga— ben, weil du uns, Vater! alle liebst, denn Alle sol— len gluͤcklich seyn, und Einer sich des Andern freu'n. 3. Begluͤcken, und auch gluͤcklich werden, ist Aller Ruf, ist Aller Loos. Nur darum, Gott! ist er auf Erden gering und arm, der reich und groß. Der hat mehr Kraft, der mehr Verstand, und jener braucht, was der erfand. 4. Wer hat mich An⸗ dern vorgezogen? wer wieder andre Menschen mir? du thust's, durch freye Huld bewogen; denn alles Gute kommt von dir. Ich gab dir nichts zuvor, und ich bin alles, was ich bin, durch dich. 5. Und ich, ich sollte nicht bescheiden, und fern von allem Stolze seyn? den gar nicht achten, den beneiden? mich, weil er mehr empfieng, nicht freu'n? als waͤr' ich, haͤttꝰ ich mehr, als er, auch besser dann, auch seliger? 6. Laß, Gott! in mei⸗ nem ganzen Leben mich meines Gluͤcks und Vor⸗ zugs nicht zu And'rer Kraͤnkung uͤberheben, ver—⸗ kennen nie der Demuth Pflicht, nicht bloß auf meinen Vorzug seh'n, nicht And'rer Gaben stolz verschmaͤh'n. 7. Nein, ich will gern auch Andre ehren, wie arm, wie niedrig sie auch seyn. Sie koͤnnen meiner nicht entbehren, ich kann mich ohne sie nicht freu'n. Nähm' keiner meines Gluͤcks sich an, wie arm, wie hilflos waͤr' ich dann! * 378 Pflichten gegen den Nächsten. 8. Wer eitler Ehre gern entbehret, und Tugend an Geringen gern erkennt, und schaͤtzet, der verehret der Niedrigkeit und Ho-— heit Herrn. Wohl, wohl ihm! denn Beschei denheit giebt Allen kiebenswuͤr⸗ digkeit. 9. Sie schmuͤckt das Alter, giebt der Jugend den Iren Reiz, der Gaben W erth, giebt wah⸗ re Hoheit jeder Tugend, die eiteln Schimmer gern entbehrt, bewahrt vor Misgunst und vor Neid, ist des Verdienstes schoͤn⸗ stes Kleid. 10. Gieb, Herr! zu allen deinen Gaben auch diese: Laß, vom Stolze rein, uns alles brauchen, was wir haben, um uns einander zu erfreu'n; dann nimmt die Lieb und Freundschaft zu, und Frie⸗ de wohnt bey dir, und Ruh. Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Mit Ueberlegung. err! der du 409. alles giebst, von dem ich alles habe, was ist mein Stande, mein Gluͤck und jede gute Gabe? es ist nicht mein, ———— es ist ein unverdientes Gut, darum bewahre mich vor Stolz und Uebermuth. 2. Wenn ich vielleicht der Welt mehr, als mein Laͤchster, nuͤtze, und wenn ich mehr Verstand, als er besitzt, besitze, bin ich drum mehr, als er? o beydes kommt von dir, Verstand und Tuͤchtigkeit, und du erhaͤltst es mir. 3. Wenn mir ein groͤ⸗ ßer Gluͤck nach deinem Rath begegnet, und dei— ne Guͤtigkeit mich mehr, als Andre segnet, giebt diese deine Huld mir wohl zum Stolz ein Recht? bin ich darum nicht auch, was Andre sind, dein Knecht? 4. Wenn ich geehrt und groß in hohen Wuͤrden stehe, und Andre unter mir in kleinerm Gluͤcke sehe, wer machte sie ge⸗ ring, und wer erhoͤh'te mich? ist nicht mein Naͤch⸗ 0 viel wuͤrdiger, als i 55 Wie koͤnnt' ich mich, o Gott! des Guten üuͤber—⸗ heben? was ich besitz', ist dein, von dir hab' ich mein Leben, und was ich Gutes thu, dazu giebst du Gedeih'n, drum Laß mich ewig fern von Stee; und Hochmuth seyn. Mei⸗ — l. Nit Mil 10 De J0.8 mit beh, ich her U Nsu hl 0„ vulch ihn g und schh. 2. Ver ie sch tn muß 10 guch, wuth 0 ö Heinen he hleiht au Mich esff ö 1 shs sch Ahic 10 1 — 0 . Dum Rulh uit, f 0 6 Wunt fte c. — Iuberdieng bebahrent 0 Ubem ich gielig leht,n ge, und vn zerstand, hesize, Rt „ als al mt boy R 1d Taͤhiph ltst ez mj hir ein gh hach dann net, nd N it Mich sehnet, H btolz endch Im nicht ah sid, dich geihtth Phen ih Andte M merm l chachte ft er cchi Iht neh N urdige, zu kommen Bescheidenheit und Demuth. 379 Mel, Mir nach, spricht Christus ꝛc. Bedachtig. Gott, mein 410. O Letet steh mir bey, daß ich, weil ich hier walle, dem Sinne Jesu aͤhnlich sey, damit ich dir gefalle; laß mich durch ihn gerecht und rein, und so, wie er, demuͤthig seyn. 2. Wer in sein Reich sucht, muß sich vom Stolz entfernen, muß unter deines Geistes Zucht, auch wahre De— muth lernen. Wer sie von seinem Herrn nicht lernt, bleibt auch von seinem Reich entfernt. 3. Wer sich voll Hof⸗ fart selbst erhoͤht, wird sich erniedrigt sehen, doch wer einher in Demuth geht, den wirst du, Gott! erhoͤhen. Dir, dessen Hand die Welt umfaßt, ist jedes stolze Herz ver⸗ haßt. 4. Was ich auch bin, bin ich durch dich, und deine freye Gnade. Durch diese Gnade leite mich der Demuth stille Pfade. Verleihe sie zum Schmu⸗ cke mir, denn nur durch sie gefall' ich dir. g. Nur du bist groß, was ist an mir? Wie hald bin ich nicht Erde! Gieb, daß ich allezeit vor dir gerecht erfunden wer⸗ de, und zeig' im Glanze deines Lichts mir deine Hoheit und mein Nichts. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Belehrend. 41 I. Wer wahre Her— zensdemuth liebt, den Naͤchsten nicht verachtet, und gern, was recht und gut ist, uͤbt, ist hoch bey Gott geach— tet. Gott ehrt ihn wie⸗ der, sein Gebet wird nim⸗ mermehr von dem ver—⸗ schmaͤht, der auch auf's niedre schauet. 2. Den Stolz verfolgen Schmach und Spott, auch oft schon auf der Erde. Ihm widersteht gewiß lich Gott, daß er erniedrigt werde. Wer, wenn ihn Gott zu Ehren setzt, sich⸗ seiner Gaben unwerth schaͤtzt, an dem hat er Gefallen. 3. Hat Gottes milde Vaterhand zehn Zentner dir gegeben, kannst du durch Anseh'n und Ver⸗ stand des Naͤchsten Gluͤck erheben, was bist du? im⸗ 380 Pflichten gegen den Naͤchsten. immer Gottes Knecht. Dein Vorzug giebt dir nie ein Recht, den Klein⸗ sten zu verachten. ö 0 licher Gewalt ist auf der 100 Welt erschienen, arm, nie⸗ in Knechtsge— stalt, warum? um uns zu dienen. Er wehrte dem, der ihn erhob, und waͤhlte fuͤr der Menschen Lob selbst Schmach, um sie zu retten. 5. Ich bin dein Juͤn⸗ ger, Jesu! ich bekenne * deinen Namen, sey du mein Vorbild, staͤrke mich, . dein Beyspiel nachzuah— 151 men. Du ruf'st ja allen Menschen zu: Lernt De—⸗ muth, und ihr werdet W Ruh' fuͤr eure Seele fin⸗ den! drig und Aufrichtigkeit und Wahr⸗ heitsliebe. WN Mel. Befiehl du deine Wege ꝛc. Bittend und belehrend. ott! laß mich i 412. G niemals heu⸗ AI cheln, aufrichtig laß mich 0 seyn, auch selbst dem Freund nicht schmeicheln, die Wahrheit nie ent— 0 weih'n; mit eifrigem Be⸗ 4. Der Herr voll goͤtt⸗ muͤhen laß mich stet Falschheit, List und 6 Verstellung fliehen, dir misfaͤllig ist. 2. In Worten und in Mienen gefaͤllig, freund— lich seyn, doch soll man Andern dienen, die klein⸗ ste Muͤhe scheu'n, sch Freund des Andern nen⸗ nen, und insgeheim aus Neid ihm doch sein Gluͤck nicht goͤnnen, ist nicht Aufrichtigkeit. 3. Ich darf es ruͤhm—⸗ lich finden, als Menschen-⸗ freund und Christ, wenn er aus edlen Gruͤnden im Guten thaͤtig ist. Doch immerhin erheben, und weil ihm Lob gefaͤllt, bey Fehlern Beyfall geben, ist Schmeicheley der Welt. 4. Mein urtheil darf ich wagen, wenn Wahr—⸗ heitslieb' es faͤllt, und ihm die Fehler sagen, die er fuͤr klein nur haͤlt. Doch darf ich sie erzaͤhlen, Verlaͤumder zu erfreu'n? Nein, sie der Welt ver— hehlen, heißt Freund des Naͤchsten seyn. 5. Drum muß ich mit verbieten, was ihm Ver— druß erweckt, und alles gern verhuͤten, was sei— nen Ruhm befleckt. Ihn hinterlistig kraͤnken, in i⸗ die —./.tθt—t— wider mel sallo öl meine Zunt 5. Dal mein db Ruh' hah ket eigel wie froh re Anbrer nie birla fürchte ke flscher Mii⸗ 2 delk, det heit reu Verken h ist, vas Recht un und bon Welt, Fuscheit hefeck er . Voh Hemüthe, Vohthet eine Gul Dsir gelich Aalhst erh. Ve Mat shant dn shrt ht e —— 5nith f0 st u „sichn,) lig is. Worten wp faliz, i doch sal Ren, die H scheuey, K Mdeth 6 Pinsgcheu Ddoch seag s dien, it u keit. F darf 6 fl 3. als M Nchrif, en Gtünde tig if. A etheben, ob Efal yfall ¹U veh der V rthel 2. Wenn W. ri der Bal! It Rht Aufrichtigkeit und Wahrheitsliebe. 381 wider meine Pflicht, ich soll so redlich denken, als meine Zunge spricht. 6. Dann fließet mir mein Leben in sanfter Ruh' dahin, der Redlich-⸗ keit ergeben, fuͤhl' ich, wie froh ich bin, vermeh— re And'rer Freuden, kann nie verlassen seyn, und fuͤrchte keine Leiden, die falschen Freunden draͤu'n. Vorige Melodie. Bintend. ohl dem, der 413. Wẽ richtig wan— delt, der, als der Wahr— heit Freund in Wort und Werken handelt, und das ist, was er scheint, der Recht und Treue liebet, und von dem Sinn der Welt, die Trug und Falschheit uͤbet, sich un⸗ befleckt erhaͤlt. 2. Wohl ihm, daß sein Gemuͤthe, Goͤtt! so die Wahrheit uͤbt! ihn leitet deine Guͤte, er wird von dir geliebt. Du wirst ihn einst erhoͤhen, wenn in der Wahrheit Licht be— schaͤmt die Falschen stehen, geschreckt durch dein Ge— richt. 3. O Herr! laß alles Luͤgen doch ferne von mir seyn. Nie laß die Lippe truͤgen, nie sey die Tu⸗ gend Schein. Erinn're mein Gewissen, dir mis⸗ faͤllt Heucheley, damit ich stets beflissen der Treu und Wahrheit sey, 4. Laß mich niemals versprechen, was ich nicht halten kann, Zusagen nie mich brechen, die einmal ich gethan, nie mich den Stolz verleiten, und nie des Beyspiels Macht, als Wahrheit zu verbrei— ten, was Falschheit aus-⸗ gedacht. 5. Doch laß zu allen Zeiten auch deiner Weis— heit Licht, Herr! meine Seele leiten, damit ich meine Pflicht mit Klug⸗ heit uͤb'ꝰ, und wisse, wann ich fuͤr And'rer Wohl und fuͤr mich reden muͤsse, und wann ich schweigen soll. 6. Wenn jemals, mich zu druͤcken, des Feindes Rath gelingt, wenn er mit boͤsen Tuͤcken in Kuͤm⸗ merniß mich bringt; so staͤrke meine Seele, daß sie nicht unterlieg', und alles dir empfehle. Du giebst der Unschuld Sieg. 7. Ein Herz voll Treu und Glauben, das, Gott'? zu dir sich haͤlt, das soll mir Niemand rauben, so scheidꝰ 38 t Pflichten gegen den Naͤchsten. scheidꝰ ich aus der Welt mit freudigem Vertrauen, dort werd“ ich, als dein Kind, dich mit den Treuen schauen, die reines Her— zens sind. Mel. Alle Menschen muͤs— sen sterben ꝛc. Bittend. aß mich, Hoͤch⸗ 414. L ster! darnach streben, stets ein Wahr— heitsfreund zu seyn. Zu des Himmels frohem Le⸗ ben geh'n nie freche Luͤg⸗ ner ein, und vor deinem Angesichte werden sie be— schaͤmt zu nichte, denn vor dir sind immerdar Aller Herzen offenbar. 2. Andern zu gefallen luͤgen, leeren Schwaͤtzern gleich zu seyn, heuchelnd Bruͤder zu betruͤgen, Herr! das falle mir nicht ein! Wahrheit leit“ an allen Orten mich in Werken und in Worten, redlich sey des Herzens Grund, redlich sprech' auch stets der Mund. 3. Schmaͤht mich, ohne mein Verschulden, der Verlaͤumder Laͤstermund, o so laß mich still erdul⸗ den, einst wird doch die Wahrheit kund. Darf ich ja nicht laͤnger schweigen,! meine Unschuld zu begei— gen, so verleihe, daß da— bey Herz und Mund voll Sanftmuth sey. 4. Daß du, Herr! an jedem Orte Zeuge meines Wandels bist, daß kein einz'ges meiner Worte dir, o Gott! verborgen ist, dieß erwecke mein Gemuͤthe, daß ich mich vor kuͤgen huͤte, denn du liebst den Wahrheits⸗ freund, und bist aller Falschheit feind. Dankbarkeit gegen Wohl⸗ thaͤter. Mel. Wer nur den lieben ze. Mit Dankgefuͤhle. enn Menschen 4156. Wẽ streben, dir an Guͤte und Wohlthun, Vater! gleich zu seyn, und mich mit willigem Gemuͤthe durch ihren Rath und Trost erfreu'n, mit reichem Segen segne dann, die ich nicht wieder segnen kann. 2. Es zeuge meiner Freude Zaͤhre von meines Herzens Dankbarkeit, mit was fuͤr Eifer ich begeh⸗ re, was sie begluͤcket und erfreut, mit welchem Ern⸗ ste mein Gebet fuͤr sie zu dir, mein Vater! fleht. 0 —.—.——..——..——— —2——.——PFtct.ectc.676...88 Walt 3. hnt Hrel Hlacs vo holl Kun Heiden, und Tis wenn ich 0 Cott! in de A 0 will se el mein Bet neintur schwiten, Iudrngli ihe herz nie můr bettuͤbt. 5„ Kat schahet, dern, k begehtt, sie hrͤͤc was se beschwett Vatch! wenn ich Boysnd . Und Galt! hifriges gieh De Wse — nschuld sp berleihe, dj und Nush ich sh f du, Hal rte dugt bist, di meiner A Gott! vig erwach „daß ic en huͤte,K den Vaheh und bss t feind. Ritgegnd thaͤlit Tnurdenlch IDankgesihe . Menn M siuhgz Ind Dat kllich u 1 Mit I0 Purch 9rd kefttlh, Iel sehl vicdersth Werth und Pflichten der Freundschaft. 383 3. Ich will mich aller ihrer Freuden und ihres Gluͤcks von Herzen freu'n, voll Kummer uͤber ihre Leiden, gern ihnen Freund und Troͤster seyn, und wenn ich kann, gleich dir, o Gott! sie unterstuͤtzen in der Noth. 4. Ich will sie lieben, will sie ehren, will uͤber mein Beduͤrfniß sie mit meinen Klagen nie be—⸗ schweren, bescheiden seyn, zudringlich nie, und wenn ihr Herz auch Andre liebt, nie murrisch, neidisch und betruͤbt. 5. Kann ich, was ihnen schadet, hindern, befoͤr⸗ dern, was ihr Wunsch begehrt, erleichtern, was sie druͤckt, und lindern, was sie bekuͤmmert und beschwert, dir danken, Vater! will ich dann, wenn ich's durch deinen Beystand kann. 6. Und kann ich's nicht, o Gott! so dringe mein eifriges Gebet zu dir, gieb, daß ihr frommes Werk gelinge! denn, Herr! sie thaten wohl an mir. Auf jeden komme Freud' herab, der Freude giebt, und Freude gab. 7. Erfreue sie mit dei⸗ ner Guͤte, und deine Huld verlaß sie nie. Sey stets * ihr Helfer, und behuͤte vor Widerwaͤrtigkeiten sie, und trifft sie doch Ge⸗ fahr und Schmerz, so troͤstꝰ und staͤrke selbst ihr Herz. ö 8. Nimm, Vater! sie einst mit Erbarmen, wenn sie hinuͤberschlummern, an, sie haben, weil sie lebten, Armen mit deinen Gaben wohlgethan. Belohne sie in Ewigkeit mit einer frohen Seligkeit. Werth und Pflichten der Freundschaft. Bekannte Melodie. Herzlich. 416. Das Gluͤck ist groß, das Gott mir schentt in einem wahren Freund, der, als ein Christ, stets redlich denkt, und treu es mit mir meint. 2. Der Wahrheit und der Tugend hold, besitzet er mein Herz, er ist mir mehr, als alles Gold, theilt mit mir Freud' und Schmerz. 3. Wie sehr waͤchst mei⸗ ne Heiterkeit, und meiner Tugend Kraft, wenn mich das hohe Gluͤck erfreut, das so ein Freund mir schafft. 4. 384 Pflichten gegen den Naͤchsten. 4. Umwoͤlkt der Kum-⸗ mer mein Gemuͤth, ich klag' ihn meinem Freund, und fuͤhl' oft, daß der Kummer flieht, wenn je⸗ ner mit mir weint. 5. Oft lindert mir sein guter Rath der Leiden bittern Schmerz, oft hilft er mir auch mit der That, und froh dankt ihm mein erz. Freymuͤthig, ohne Bitterkeit, straft mich sein Freundschaftsblick, bey meiner Unvollkommenheit wird mir sein Beystand Gluͤck. 7. Manch Wort zu Got— tes hohem Ruhm hoͤrt er von mir vertraut, ich werd' in meinem Christen-⸗ thum durch sein Gespraͤch erbaut. 8. Ich freue mich mit ihm der Zeit, da uns in jener Welt, erhoͤht zur Himmelsherrlichkeit, kein Gluͤck der Menschheit fehlt. 9. Ich werde dann mit ihm vereint, von allen Maͤngeln rein, ihn seh'n, den hoͤchsten besten Freund; mit ihm mich seiner freu'n. 10. O Vater! ich ver⸗ danke dir den Freund, der so mich schaͤtzt, erhalte, ach erhalte mir dieß Gluͤck stets unverletzt. 11. Laß Andre auch so gluͤcklich seyn in ihrer Freunde Wahl, und daß sie ihrer Wahl sich freu'n, vermehr? der Freunde Zahl. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Bittend. zieb mir, Gott! 417. G einen from⸗ men Freund,(nur du kannst mir ihn geben), der es mit mir stets red— lich meint, der mir auch durch sein Leben ein Mu⸗ ster wahrer Tugend sey, und mir im Angluͤck so getreu, als wie im Gluͤck, verbleibe. 2. Der meine Unvoll— kommenheit mit sanfter Schonung trage, mir Feh—⸗ ler ohne Bitterkeit, nur mich zu bessern, sage, der mich vor Suͤnden immer— dar, vor Irrthum, Scha⸗ den und Gefahr an Leib und Seele warne. 3. Doch laß mein Herz vorsichtig seyn, mit wem es Freundschaft machet. Wer uͤber die, die dich, Gott! scheu'n, wer uͤber Tugend lachet; ein Wol⸗ lüstling, ein stolzes Herz, wer fuͤhllos ist bey And'⸗ rer Schmerz, sey niemals mein Vertrauter. 4· Vat —— 4. Eil kaßet alt Hach auc aß nicht ö Ihe Ves, n best sant der, dich, Go Messchen sich sehn l 6„ Doch Ien Freuh Ale gefilt ß Die R. lie slite ib Ihich Verstlun Schhläche nutz sits 0. Da keines E den und Juch mei gewihsb! Feurhen Herz I ins, seh reshl baft ö 0 06 1 0 10 Maund, uchntt Runlh Würe aih seyn in Ehrindhh Biltend. Vieb nir kinen h Aund,(uug zit ihn gah lit mit sik lt, del MiA Leben eh ret Tugeidi in- Apt Ils ie Mö iile W eit mit sah tag Bitterket, sesetr,shh Eundan sun Werth und Pflichten der Freundschaft. 385 4. Ein Mensch, vom Laster angesteckt, wird leicht auch mich anstecken, laß mich ihn flieh'n, als eine Pest, mich nicht durch ihn beflecken. Und wie kann der, der ohne Scheu dich, Gott! verlaͤugnet, Menschen treu, und red—⸗ lich seyn und bleiben? 5. Doch, hab' ich ei⸗ nen Freund von dir, der dir gefaͤllt, erhalten; so laß die Freundschaft auch in mir treu bleiben, nie erkalten. Gieb, daß ich redlich, dankbar sey, Verstellung, keichtsinn, Schmeicheley und Eigen⸗ nutz stets fliehe. 6. Der wahren Liebe reinen Sinn gieb Freun⸗ den und auch Feinden. Auch meine Feinde, Herr! gewinn' und mache sie zu Freunden. Bild' unser Herz zur Einigkeit, lehr? uns, auch jene Seligkeit sey reine bieb' und Freund—⸗ schaft. Eigene Melodie. Mit theilnehmender Empfin⸗ dung. 4¹8⁸ O welch ein Se⸗ en ist ein Freund, der, Gott! durch dich mit mir vereint, mich herzlich und vertraulich liebt, mit mir sich freuet und betruͤbt! 2. Der fest vereinigt erst mit dir in einem Gei⸗ ste, dann mit mir nur fuͤr die edle Tugend lebt, mit mir nach einem Ziele strebt. 3. Wir theilen bruͤder—⸗ lich dein Licht, ermuntern uns zu jeder Pflicht, wir bitten dich vereint: gieb Kraft uns, fromm zu seyn und tugendhaft. 4. Vom Irren haͤlt er mich zuruͤck durch weisen Rath, durch sanften Blick, und wenn er mir zu irren scheint; so warn' ich ihn, den Freund als Freund. 5. Kein Streit, kein Mistrau'n, kein Verdacht, nichts, was uns froh und traurig macht, auch nicht des Schicksals Unbestand trennt unsrer Freundschaft festes Band. 6. Wir theilen Alles, Lust und keid, in innig⸗ ster Vertraulichkeit, und unsre Freundlichkeit ver— suͤßt einander, was uns schmerzlich ist. 7. Und trennte Gott auch Freund von Freund, die Herzen bleiben doch vereint durch kiebe, durch Gebet und Rath, und, wo wir koͤnnen, durch die That. B b ö 8. erzaͤhlen, 386 Pflichten gegen den Naͤchsten. 8. Vollenden wir einst unsern Lauf, so nimmt uns dann ein Himmel auf. Unendlich ist die Seligkeit, die ewig uns zugleich erfreut. 9. Da hab' ich ewig jeden Freund, der sich mit mir durch dich vereint, mir Herz um Herz,/ o Vater! giebt, mich zaͤrt⸗ lich, treu und ewig liebt. Mel. Mir nach, spricht ꝛe. Belehrend. Vorsichtige Ver⸗ 419.— schwiegenheit ist eine Pflicht der Freun⸗ de, und wer des Schwaͤ⸗ tzers Leichtsinn scheut, der macht sich selten Feinde, er schadet Andern, wenn er spricht, aus Unverstand und Vorsatz nicht. 2. Was er von seinem Freund erfaͤhrt, das weiß er zu verhehlen, bleibt immer seines Zutraͤu'ns werth, und wird das nie was der ihm als Geheimniß sagt, so sehr man's zu erforschen wagt. 3. Wenn hoͤh've Pflicht es nicht verbeut, es treu⸗ lich zu bewaͤhren; so wird es nie von ihm entweiht, spricht er wird es kein Mensch er⸗ fahren, und braͤcht's ihm auch Gewinn und Ruhm, es bleibt ihm doch ein Heiligthum. 4. Find't er den Freund gleich ungetreu, und bricht er sein Versprechen; wird er doch durch Verraͤtherey nie seine Treue brechen, der Freundschaft Rechte nicht entweih'n, und dann auch noch verschwiegen seyn. 5. Ihm kann man stets mit Sicherheit geheime Sorgen sagen, er wird sie voll Bedachtsamkeit nicht zu entdecken wagen, auch dann, wann er es nicht verspricht, kennt er doch immer seine Pflicht. 6. Was man nicht fo— dert, thut er doch aus redlich gutem Willen, er wird auch ungeheißen noch des Freundes Wunsch er— fuͤllen, der oft den besten Zweck verfehlt, wenn man ihn nicht der Welt ver—⸗ hehlt. 7. Verborg'ne Fehler wird er nie, merkt er sie gleich, entdecken, noch aus Geschwaͤtzigkeit durch sie des Naͤchsten Ruhm beflecken, auch wenn man Boͤses von ihm spricht, von Andern Boͤses nicht. Gacst 3. Hß! sen, He! I i ud sicht 1 Verr Hetttawn hergen l Fleif, alleit nt 9. Gieh durch wa öein Hatt fein Echt Haͤtht se nie rtih aus Nuch Grol schnahn Sasftu Hrichfen lihkiit sel'R„ s Hrmüth Rasthl l ag „igpe hsch, ⁵⁴ und huͤcht; dinn usth t ihn um. dt erMin Igetteu, h Verspacheng durch Wiin TVeue hy Andschast weiht, Nn och besthn m kann til icherheit sagen, 4 I Daah entdecknz nn, um Tspricht,x ner sine as man hut er d utem Wl Hungehchz Rindes W. Her oft x Arfehlt F It der Y rbotgn“ nie, M entedh Swatzlh) 7 on ihn. V Noͤchten — RN m auch un Sanftmuth, Nachsicht, Friedfertigkeit ꝛ2c. 387 ———— 8. Laß mich des Naͤch⸗ sten, wie ich muß, Gott! auch in Reden schonen, und nicht durch Kummer und Verdruß ihm sein Vertrau'n belohnen; ver— bergen laß mich das mit Fleiß, was er und ich allein nur weiß. 9. Gieb, daß ich stets durch wahre Treu mir sein Vertrau'n verdiene, kein Schwaͤtzer, kein Ver⸗ raͤther sey, daß ich mich nie erkuͤhne, aus Haß, aus Rachsucht, und aus Groll zu reden, wann ich schweigen soll. Sanftmuth, Nachsicht, Friedfertigkeit, Versoͤhn— lichkeit und Feindes/ liebe. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Belehrend und bittend. 42⁰ Laß mich, Gott! Bruͤder zu er⸗ freu'n, in Mienen und in Blicken, nicht stolz und uͤbermuͤthig seyn, nicht Menschlichkeit ersticken, stets laß mich Zorn und Rache flieh'n, und mich durch Freundlichkeit be— muͤh'ꝰn, auch Nied're zu gewinnen. ———— 2. Voll Sanftmuth, Nachsicht und Geduld, laß mich des Schwachen schonen, gefaͤllig und voll Menschenhuld der Dienst— begierde lohnen, die mei— ne Wuͤnsche gern erfuͤllt, und meines Herzens Kum- mer stillt, mich troͤstet, warnt und bessert. 3. Der stille Dulder, der sich scheut, die Sor-⸗ gen, die ihn nagen, aus Ehrgefuͤhl und Schuͤch— teruheit vertraulich mir zu klagen, der seh' in meinem Blick ein Herz, das Mitgefuͤhl bey sei—⸗ nem Schmerz und milden Sinn verkuͤndet. 4. Gott! laß mich nie mit Bitterkeit mir Spott und Scherz erlauben, und nie durch Unbescheidenheit des Naͤchsten Gunst mir rauben! nie schrecke der Verachtung Blick den Hilfsbeduͤrftigen zuruͤck, mir seinen Wunsch zu aͤußern. 5. Ich weiß, Herr! immer daͤrf ich nicht zu fremden Fehlern schwei— gen, oft ist es meines Standes Pflicht, ihr Un⸗ recht auch zu zeigen. Doch gieb, wenn Andre sich vergehen, daß sie bey je⸗ dem Vorwurf seh'n, wie liebreich ich sie tadle. B b 2 * Pflichten gegen den Naͤchsten. 388 6. Ich soll, wo man gehorchen muß, auch auf Gehorsam dringen, doch laß, Gott! nie mich mit Verdruß, mit Murrsinn ihn erzwingen! Laß mich auch warnend freundlich seyn, auch strafend jede Haͤrte scheu'n, und Un⸗ muth unterdrucken. Mel. Komm, o komm du Geist ꝛc. Ermahnend. 421 Riche nicht mit Hohn und Strenge, wenn du Andre fehlen siehst! groß ist auch der Fehler Menge, die du felber noch nicht fliehst. Sey bedachtsam! richte nicht! Schonung ist des Christen Pflicht. 2. Siehst du stets die tiefsten Gruͤnde von des Naͤchsten Handlung ein? ist auch, was du tadelst, Suͤnde? oder truͤget dich der Schein? urtheilst du gewissenhaft? oder reizt dich Leidenschaft? 3. Hast du auch in seiner Jugend stets den Blick ähm zugewandt? und die Feinde seiner Tugend, sind sie alle dir bekannt? ach! was rech-⸗ nest du ihm zu, Mensch ist, so wie daß er du? ihn zuruͤck! 4. Oft vollbringt er nur im Stillen, was vor Gott ihm ruͤhmlich bleibt, sehlt auch oft mit Widerwillen, oft nur, weil ihn Irrthum treibt, liebt oft Klugheit bey der Pflicht; aber Bos⸗ heit liebt er nicht. 5. Christ! vergiß nicht, zu bebenken, was dein Naͤchster fodern kann! ach wie wuͤrd' es dich nicht lraͤnken, griff er deine Ehte an? nein, auch dei⸗ ner schont dein Herr, sey dann nachsichts voll, wie erl 6. Selbst bey wirkli⸗ chem Vergehen meide mit Bescheidenheit alles unbe— fugte Schmaͤhen, Haͤtte, Spott und Bitterkeit! menschenfreundlich decke du deines Naͤchsten Feh⸗ ler zu! 7. Mit dem reinsten Herzen biete ihm die Hand zu seinem Gluͤck! bringe, wenn du kannst, voll Guͤte aus der Irr huͤte selbst dich, wenn du stehst, daß du keinen Fall begehst. 8. Klage nicht des Naͤchsten Leiden gleich als Strafen Gottes an! göͤn⸗ ne dem erlaubte Freuden, der sie noch genießen kann: nie gieb seinen frohen Sinn scheinbar frommer Schmaͤhsucht hin! Guftt f hseeln, Nopohn! Mdmn wit Mahte Schmerz: zur iht: 10. 4 allr Ve Guahtig Lilst b. lelt in d Halaß Hicte dr niht! Mel. Eh 43 beh, u Zhsf,f auh b Hestlig! 4N Relsggn. fahst lil zu begn urg N säl, roͤster sch stet shs 9½ 0 Harneid Nat Vhah. —— ulbragte , Was wur Rlich blebt, mit Vicemn. weil ihn miebt ot Tflicht, dal er nicht, „grif 2in, A it dein H Ichsichtsbahn elbst bey ergehen n Tenheit ald chmaͤheh, Und Dh AMifteuldl es Mas Wit Ren Trethaubt Hoch gelle, ele I Heinbar l. huct s Sanftmuth, Nachsicht, Friedfertigkeit ꝛc. 389 9. Laß die Liebe dich beseelen, die nur ungern Argwohn: hegt, und, wenn Andre wirklich fehlen, ih— re Fehler sanft vertraͤgt. Mehre niemals ihren Schmerz! ruͤhre, beß're nur ihr Herz! 10. Nur der Richter aller Welten richtet mit Gerechtigkeit. Jedem wird er einst vergelten, wie er lebt in dieser Zeit. Ue— berlaß ihm das Gericht! richte du den Naͤchsten nicht! Mel. Christus, der ist mein Leben ꝛc. Belehrend. 42² Nach Friedꝰ und Eintracht stre⸗ ben, und fern von allem Zwist, fuͤr And'rer Ruh' auch leben, wie's Gott gefaͤllig ist. 2. Dieß kann nur dem gelingen, der ihre Wohl— fahrt liebt, sich selbst weiß zu bezwingen, Beleidi⸗ gung vergiebt. 3. Nachgebend und ge⸗ faͤllig, der Streitsucht groͤßter Feind, zeigt er sich stets gesellig, erhält er sich den Freund. 4. Er sucht das zu vermeiden, was And'rer Rechte kraͤnkt, von sich bescheiden, von ihnen edel denkt. 5. So oft sie Zwist er— regen, so sucht er jeden Streit mit Klugheit bey— zulegen, ist voll Gelassen⸗ heit. 6. Der Uebereilung Suͤnden entruͤsten nie sein Herz, er laͤßt sie Nach⸗ sicht finden, besiegt des Unmuths Schmerz. . Nie spottet er der Bruͤder, so viel er Witz besitzt, und zuͤrnet nicht gleich wieder, wenn sie ihr Zorn erhitzt. 8. Er widerspricht be⸗ scheiden, trotzt und er⸗ bittert nicht, und weiß es auch zu leiden, wenn man ihm widerspricht. g. Um sich stets gleich zu bleiben, wird er, aus Billigkeit sein Recht nie uͤbertreiben, weil's ihm sein Herz gebeut. 10. So weit sich zu ver⸗ gessen, erlaubt sich nicht der Christ, weil er nicht stolz, vermessen, nein, voll von Sanftmuth ist. 11. So Fried' und Ein⸗ teacht lieben, so scheuen jeden henrdden so Bruͤder nicht betruͤben, ist Pflicht, die Gott gebeut. 12 ö 12. Sie, Herr! stets hoch zu schaͤtzen, ihr ganz weil ermein Herz zu weih'n, und nit 300 Pflichten gegen den Naͤchsten. nie sie zu verletzen, laß meine Weisheit seyn. 13. Mich selbst zu uͤber⸗ winden, gieb Eifer, Muth und Kraft, dann werd?' ich froh empfinden, welch Gluͤck die Eintracht schafft. Mel. Kommst du, kommst du Licht ꝛc. Erweckend. ollten Men⸗ 42³. schen, meine Bruͤder, mir, o Gott! nicht theuer seyn? Sollt' ich sie nicht gern erfreu'n? sie sind alle Christi Glie⸗ der, Christi, der fuͤr Alle starb, Allen Gottes Huld erwarb. 2. Gottes Kinder wollt' ich hassen? lieblos un⸗- barmherzig seyn? meinem Feinde nicht verzeih'n? seine Schuld ihm nicht erlassen? und der Herr erlaͤßt mir doch meine Schuld, und traͤgt mich noch. 3. Der du fuͤr die Uebelthaͤter um Geduld bat'st, und die Last unsrer Schuld getragen hast, großer Mittler und Ver— treter, es versoͤhnte Gott durch dich eine Suͤnder—⸗ Herz welt mit sich. 4. Wenn mein vom Hang zur Suͤnde hingerissen, dich verkennt, und zu Haß und Rach entbrennt; uͤberwind', o Ueberwinder, meinen Haß, laß mich dich seh'n in den Tod fuͤr Feinde geh'n! 5. Deine Thraͤnen, wie sie flossen, als dein Aug' um sie geweint, laß mich seh'n, o Menschenfreund, seh'n dein Blut fuͤr sie vergossen. Wie du in der Todesangst im Gebet fuͤr Moͤrder rangst. 6. Dringe dann zu mei— nen Ohren, Wort des Herrn. Ich liebte dich, wer den Bruder liebt, liebt mich, wer nicht liebt, der ist verloren. Gott ist Liebe, Gottes Kind ist dem Vater gleich gesinnt. 7. Laß mich's hoͤren, daß ich's uͤbe, was dein Wille mir gebeut, Nach— sicht, Sanftmuth, Guͤtig⸗ keit, daß ich, wie du liebtest, liebe, auch bey And'rer Untreu, treu, sanft und leicht versoͤhn— lich sey. 8. Ja, ihr meines Hauptes Glieder, Christi, der fuͤr Alle starb, Allen Gnad und Huld erwarb. Lieben will ich euch, o Bruͤder! fuͤr euch beten, euch erfreu'n, wohlthun, dulden, und bh. del. sinder sehen, K nicht na den 2 hot Stinm' hergjebs 2. Die schale m. gant Ete Hih, ve Erhiiys! wast. Sesth, Fach vi ceslt. 3. 00 der Sell zu Ibed berhib, Jeiht, heite Eil he Seh guahite, 4/ Au r hat ꝛ llel Sir etauft a ur Lode ucc unt Auf des lche sch 9 si dog lehe iht neiun H. Nund Ha Haß und uberwid ar, meien z Dich schyfh Mieinde gehy Thn Vals dun heint, Hßr Nenschefen 7 Bhut sth Wie dushl im Gchl ugs. ge dan x CI„, Mut sch liebte (Brodet Wer nicht loren. Oeh 0 l gleich g — uts l Huübe, 0 I h Sstnuth, Ls ich, H 4 iebe, bu utreu, M — lacht Hlsh / in 0 Sanftmuth, Nachsicht, Friedfertigkeit ꝛc. 391 Mel. Mir nach, spricht ꝛc. Mit Tie Fönn 0 ie koͤnnt' i 424. Wẽé hoffen, Trost im Tod, Huld im Gericht zu finden? wie zu dir flehen, richte, Gott! mich nicht nach meinen Suͤn⸗ den? hoͤrt' ich nicht deine Stimm' in mir: wie du vergiebst, vergiebt Gott dir! 2. Die Stimme Gottes schalle mir durch meine ganze Seele: wie du ver- giebst, vergiebt Gott dir. Erwaͤg's mein Herz! und waͤhle. Der waͤhlt den 4510 der vergiebt; den Fluch— der, der Ra⸗ che uͤbt. 3. Sey, Seele! werth der Seligkeit, dich selbst zu uͤberwinden, duld' und vergieb; denn Gott ver⸗ Eeibt, und straft nicht deine Suͤnden. Nicht Ra⸗ che, Segen rufe du, Be— gnaͤdigte, dem Feinde zu. 4. Auch mein Beleidi- ger hat Theil am Heiland aller Suͤnder! mit Blut erkauft auch ihn zum Heil der Todesuͤberwinder. An mich und ihn ergeht der Ruf des Gottes, der uns 6 schuf. O moͤgte Jesu Bey⸗ spiel doch mich Feindes— liebe lehren! o koͤnnt' ich meinen Hasser noch zur Seligkeit bekehren! wie herzlich wuͤrd' es mich er— freu'n, der Retter meines Feind's zu seyn! 6. Wie wuͤrd“ er mich am Weltgericht dann Freund und Bruder nen⸗ nen, mir danken, und sich ewig nicht von meiner Seite trennen, und Gott erhoͤhen, dessen Hand uns fuͤr die Ewigkeit verband! 7. Wie gern will ich, Gott! auf dein Wort, Haß und Verfolgung lei⸗ den; wie gern verzeih'n, da du mir's dort vergiltst mit ew'gen Freuden! O Wonne, wenn sich dort mein Feind mit mir zu deinem Lob vereint! Mel. Befiehl du deine ꝛc. Sanft. e soll ich wie— 425. N der fluchen, wenn mir mein Hasser flucht, nie dem zu schaden suchen, der mir zu schaden sucht. Ich soll ihm sanft begegnen, nicht drohen, wenn er droht, schilt er, so soll ich segnen, dieß ist des Herrn Gebot. z. Mein Jesus, der Ge⸗ rechte, vergalt die Schmach mit Huld, die Wuth er⸗ r ut Kanechte ertrug mit Geduld. Sollt' ich Lenn wieder schelten, da er 392 Pflichten gegen den Nachsten. er nicht wieder schalt? mit Liebe nicht vergelten, wie er dem Feind vergalt? 3. Verlaͤumdung dulden muͤssen, ist schwer, doch diese Pflicht wird leicht, wenn das Gewissen fuͤr meine Unschuld spricht. Dieß will ich treu be— wahren; so bessert mich mein Feind, und lehrt mich klug verfahren, in⸗ dem er's boͤse meint. 4. Ich will die Fehler scheuen, die er von mir ersann, auch die will ich bereuen, die ich nicht wis— sen kann. Durch Huld will ich mich raͤchen, an ihm das Gute seh'n, und Gutes von ihm sprechen, wie koͤnnt' er laͤnger schmaͤh'n? 5. Nie, nie will ich er⸗ muͤden, ihm herzlich zu verzeih'n, und als ein Christ zum Frieden, zu Diensten willig seyn. Wie wird es mich erquicken, wenn zur Versoͤhnlichkeit, mit reuerfuͤllten Blicken, er seine Haͤnd' mir beut. Mel. Mir nach, spricht ꝛc. Belehrend. erbittre dir 426. V dein Leben nicht, o Christ! durch eigne Rache, vergeben ist des Menschen Pflicht, vergelten Gottes Sache. Die Sanftmuth, die sein Wort gebeut, liebt Fein-⸗ de, segnet und verzeiht. 2. Wahr ist's, empfind⸗ lich ist der Schmerz, von Menschen Unrecht leiden, Uund dennoch soll des Chri— sten Herz, Zorn, Haß und Rachgier meiden, soll nicht sein eigner Richter seyn, soll alles Unrecht gern verzeih'n. 3. So schwer auch die— se Pflicht dir scheint, so mußt du sie doch uͤben, sonst bist du nicht des Heilands Freund, der sie dir vorgeschrieben. Em— poͤrt dein Herz dawider sich; so sieh auf ihn, besiege dich. g. Wer hat wohl groͤ⸗ ßern Widerspruch von Suͤndern hier erduldet, als er, der Herr, der Schmach und Fluch von Andern nie verschuldet? und dennoch will er lang⸗ muthsvoll, daß keiner ewig sterben soll. 5. Ihm folgen ist dein wahrer Ruhm. Beleidi— gern verzeihen, ist Ehre fuͤr dein Christenthum. Sich ihres Falls nicht freuen, den, der dich schmaͤht, nicht wieder schmaͤh'n, gereicht dir selbst zum Wohlergeh'n. Eaf .. MN mand at Gott ge gahe s Schmac fen wol witd u wenn! elwach 7. 0 Guecht bch aue d hit, tan& ditt deß Nun drb W 10, Hunt! d8) 0 Whttts Ei“ nuth, d⸗ ut, licht und dettg Aiste, ez Schheh Unrecht ech solldl , In. er mehg, eiguer N Ralles hu Hihꝰ'n. schwer uut 2ischel sie doch l ach Treund,x chrieben. Hef sih' auf iu. hit iiderhuc hier a h und Fut t daht — UL, dah Hen l, slgege hm. gahen, I. 1 Ch Sanftmuth, Nachsicht, Friedfertigkeit ꝛc. 393 6. Im Zorn denkt nie— mand ernstlich nach, was Gott gefallen sollte. Die Rache selbst vermehrt die Schmach, die man bestra— fen wollte. Kein Schimpf wird ungescheh'n gemacht, wenn deine Rachgier wild erwaͤcht. 7. Die Rachgier reißt Gerechtigkeit, reißt Glau—⸗ ben aus dem Herzen, stoͤrt des Gemuͤths Zufrieden⸗ heit, und straft mit bit⸗ tern Schmerzen. Sie hin⸗ dert Dank, Gebet und Pflicht, und raubt uns alle Zuversicht. 8. Was dir von Men⸗- schen widerfaͤhrt, quillt oft aus deinen Suͤnden, du handelst thoͤricht und verkehrt, wie kannst du Achtung finden? reiz nicht der Feinde Uebermuth, sey biegsam, weise, sanft und gut. 9. Durch Sanftmuth, uͤbe nur die Pflicht, wirst du den Feind besiegen. O raube deiner Seele nicht dieß goͤttliche Vergnuͤgen! Dann wird der Herr auch dir verzeih'n, dir Vater und Vergelter seyn. 10, Laß mich aus kiebe, Gott! zu dir, nicht selbst das Unrecht raͤchen. Ver-⸗ zeih' ich gern, so darf ich mir auch deine Huld ver⸗ sprechen. Dein Wort empfiehlt der Sanftmuth Sinn, gieb, o mein Va— ter, gieb mir ihn! Eigene Melodie. Bittend und üͤberlegend. ich meiner Tu⸗ 427. M gend zu er⸗ freu'n, in Thaten auch ein Christ zu seyn, und dir, o Gott: zu leben, laß mich dem Feinde, der mich kraͤnkt, und mich zu unterdruͤcken denkt, voll Sanftmuth gern verge— ben. 2. So sehr mich auch sein Haß betruͤbt, wenn ich ihn sonst als Freund geliebt, und immer lieben wollte, so wenig, Gott! erlaubst du mir, daß ich, voll Zorn und Rachbe—- gier, ihn wieder kraͤnken sollte. 3. Er, der auch deine Huld erfaͤhrt, er bleibt, als Mensch, mir immer werth, ich darf ihn nicht betruͤben, sein Haß be⸗ rechtiget mich nicht zur Ue—⸗ bertretung meiner Pflicht; den Feind auch soll ich lieben. 4. Du, Gott! verzeihest gern die Schuld, erzeigst uns allen gleiche Huld in Son⸗ 394 Pflichten gegen den Naͤchsten. Sonnenschein und Regen, giebst sie den Frommen nicht allein, auch Boͤse suchst du zu erfreu'n, auch sie begluͤckt dein Segen. g3. Und ich, ich sollte nicht wie du, voll Huld, zu meiner eignen Ruh' auch meinen Feind noch segnen? nicht dem Belei⸗ diger verzeih'en? aus Rach⸗ sucht unversoͤhnlich seyn? ihm nicht als Christ be⸗ gegnen? 6. Unwürdig waͤr' ich deiner Huld, unwuͤrdig, Vater! der Geduld, nach der du mich verschonest. Unwuͤrdig, daß du mir verzeihst, mit so viel Se— gen mich erfreust, und einst noch mehr belohnest. 7. O laß mich jede Rachgier scheu'n, durch Wohlthun auch den Feind erfreu'n, und zu gewin⸗ nen suchen, aus rauher Unversoͤhnlichkeit, die mehr erbittert, nichts verzeiht, nie meinem Hasser flu⸗ en. 8. Und wenn er sein Vergeh'n bereut, mir sei— ne Hand zum Frieden beut, sich mit mir zu ver⸗ gleichen; so laß mich dann mit Brudertreu, von List und von Verstellung frey, auch meine Hand ihm rei⸗ chen. 9. So fuͤrcht' ich nicht Gott! dein Gericht, 15 kann mit froher Zuver— sicht mich deiner Liebe freuen, und uͤb' ich hier Versoͤhnlichkeit, so darf ich meine Uebungszeit einst sterbend nicht be— reuen. Vorige Melodie. Bittend. 5 rhoͤre, Vater! 428. E mein Gebet! erfuͤlle, was mein Herz erfleht, begluͤcke, die mir fluchen! Es schmerzt mich, wenn ein Mensch mich haßt, doch laß mich stets auch diese Last als Christ zu tragen suchen! 2. Du rettest gern aus aller Roth. Errett' auch meinen Feind, o Gott! vergieb ihm sein Verbre— chen, und wenn mit heuch— lerischer List er mir zu schaden sich vermißt, so wollest du's nicht raͤchen! 3. Auch Jesus trug ja meine Schuld mit uͤber⸗ schwenglicher Geduld, er schalt nicht, da er litte. Im Todeskampf, am Kreuzesstamm, blieb er gelassen, wie ein Lamm. Vergieb! war seine Bitte, 4. Sein heilig Beyspiel lehre mich, stets nachsichts⸗ voln G ——— voll und Feinden waben beg 305 ten Haß guf uhn 4. Di cke Rur: den und wi d se san. Me behshoh Hismel Gat He Geiser R Hesto master Hasune Wi. dit istud beshißt Vonfe + 40 beys gebhhre bonser thust, ö she 006 slin Näc Dae 0 uch& n — n. +——— v BGelcht, stohtt Zu⸗ deer H d Wich keit, so u Wnd nicht Melcdi. Ittend, rhoͤte, *mtin is nait glücke, N schmert Nensch u laß nich 1 Ha al 0 suchth! ö rettest gent F. Enah Rind, 100 V seil 0l wenn t E Hit 1 huntkt, 56 nicht fit ah ut N Gebllb Sanftmuth, Nachsicht, Friedfertigkeit ꝛc. 395 voll und bruͤderlich mit Feinden umzugehen! Er— wachen Stolz und Rach— begier, gereizt durch ih— ren Haß, in mir, so laͤß auf ihn mich sehen! 5. Die Unschuld schmuͤ— cke nur mein Herz, und je— den unverdienten Schmerz wird sie mir leicht versuͤs⸗ sen. Mein Trost sey stets bey Hohn und Spott im Himmel du, mein guter Gott! in mir ein gut Gewissen. 6. Vertilg, o Gott! des Hasses kust auch bald in meiner Feinde Brust, und laß uns friedlich leben! Wer dir an Liebe aͤhnlich ist, und alles Haders gern vergißt, dem wirst du Wonne geben. Bekannte Melodie. Belehrend. 429. Nur Liebe, rein von Heuche- ley, zeigt, ob man neu gebohren sey, sie zeigt vom waͤhren Christen— thum, sie ist der Men-⸗ schen hoͤchster Ruhm. 2. Gott ist die Liebe, du sein Kind, wenn dich der Naͤchste liebreich find't. Wer ohne kieb' ist, kennt nicht Gott, ist noch in seinen Suͤnden kodt. 3. Kannst du des Naͤch⸗ sten Elend seh'n, und un- geruͤhrt voruͤbergeh'n, so steht's um deinen Glau⸗ ben schlecht, so ist dein Christenthum nicht aͤcht. 4. O sprich nur nicht, er ist mein Feind, wie kann man seyn des Fein— des Freund. Der Feind bleibt ja dein Fleisch und Blut, thu', was der Sa⸗ mariter thut. 5. Hat dich denn Gott nicht stets geliebt, Gott, welchen du so oft betruͤbt? und doch vergißt er Zorn und Rach: o folge diesem Beyspiel nach. 6. Den liebt ein Heide, der ihn liebt, dem giebt er wieder, der ihm giebt, so schraͤnket sich der Christ nicht ein, auch Feinden wird er guͤtig sehn. 7. Dein Herz sey voll von Lieb und Huld, von Demuth, Sanftmuth und Geduld, so wirst du vie— ler Feinde los, und dein zukuͤnft'ger Lohn ist groß. 8. Nun Gott, der du die Liebe bist, gieb, daß ich als ein wahrer Christ, nach deinem Beyspiel lieb— reich sey, aufrichtig, oh— ne Heucheley. 9. Dann nimm mich, nach vollbrachtem Lauf, an jenen Ort des Freie— dens 396 Pflichten gegen den Naͤchsten. dens auf, wo mich und jeden Menschenfreund die Liebe ganz mit dir ver—⸗ eint. Christliche Gesinnungen gegen Mitglieder anderer Religions Gesell⸗ schaften. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit Waͤrme. moͤgten, Gott! 430 Odech deinr Kin⸗ der sich deiner, des Allva⸗ ters, freu'n! o moͤgte Menschen, deine Kinder, nicht Wahn und Meinung mehr entzwey'n! O Va⸗ ter! Aller Vater! gieb, zu preisen dich, uns Ei⸗ nen Trieb. 2. Wer sich bestrebt, in seinen Pflichten stets dei⸗ nem Willen treu zu seyn, wie koͤnntest du den stren⸗ ge richten, dem du mehr Licht versagtest? Nein! ein jeder Mensch, der dich verehrt, ist auch dein Kind, wie Jesus lehrt. 3. Und wir, wir sollten sirenge richten? wir lieb⸗ los seyn, wo du ver⸗ schonst? die Einfalt und die Tugend richten, die du vielleicht mit Ehre lohnst? Den richten, der Licht, dich anders ehrt, als uns der Vaͤter Glauben lehrt? 4. Wer dich, Gott! sei⸗ nen Vater nennet, voll Ehrfurcht dich zu ehren meint, so gut dich ehrt, als er dich kennet, sey Bruder uns, mit uns vereint! O wehe dem, der sie verdammt, die An⸗ dacht, die zum Vater flammt. 5. O moͤgten alle Zun⸗ gen preisen, und alle Her⸗ zen fuͤhlen dich! auf tau⸗ sendmal zehn tausend weiz sen freu'n alle Seelen dei⸗ ner sich, dein, o du aller Seelen Freund, der alle Seelen einst vereint. 6. Erwecke Fuͤrsten, bil⸗ de Lehrer voll weiser Men— schenfreundlichkeit! Ent— waffne schonend den Zer— stoͤrer, der lieblos from— mer kiebe draͤut. Gieb jedem Menschen beß'res dem es an Duld⸗ samkeit gebricht. 7. Wer dich, o Vater! liebt, der bitte, daß Haß aus Menschenherzen weich; Verfolgung flieh' aus ih⸗ rer Mitte, es wachse stets der kiebe Reich, und je⸗ der Christus Ehrer sey voll Duldsamkeit, vom Wahne frey. Mel. Eolg RRN st Sd 2 6..6 nacht des und die uthelle s⸗ eutttet in serh, der nct neht ein Band Uehe, K Ghlistus! lel,, die nehnen w b. N daf dem nehm, d dil Vah wandelt. Gott dure dek hat Heößten 3 ochnfti besj übet deh, Hott uus alle, gegd ihm 3. Nur uld auf der aller Ut eint. stauet. Ihendsn hhst sein uct, Wi shlt. 0. Neht, G auben l Dich, Both! henhet, bich zu t gut dich kennet, 8„5 Mt wehe dehh! Imt, ein, N eund, N vnt e Fürst Holl wesse Sorge fuͤr das Wohl der Nachwelt. 397 Mel. O Jesu, Jesu Gottes Sohn ꝛe. Lieblich. chon weicht die 431. Seeastre Mitter⸗ nacht des Aberglaubens, und die Macht der Vor⸗ urtheile schwindet, schon leuchtet uns der Morgen⸗ stern, der helle Tag ist nicht mehr fern, da uns ein Band verbindet. Uebe Liebe, Christ, und hoͤre Christus Lehre, lieben sol— len, die nach ihm sich nennen wollen. 2. In allem Volk ist der dem Herrn nur ange-⸗ nehm, der immer gern die Bahn der Tugend wandelt. Wer recht thut, Gott durch Tugend ehrt, der hat vor Gott den groͤßten Werth, wedl er vernuͤnftig handelt. Lkie— bet, uͤbet, Tugend, Bruͤ⸗ der, Gott sieht nieder auf uns alle, wer durch Tu- gend ihm gefalle. 3. Nur auf Gesinnung und auf That sieht er, der aller Herzen Rath mit einem Blick durch—⸗ schauet. Wem reiner Tugendfinn gebricht, dem hilft sein rechter Glaube nicht, wie sehr er darauf bauet. Glaube, raube nie die Staͤrke guter Wer⸗ ke deinem Herzen, willst du nicht dein Heil ver— scherzen. Sorge fuͤr das Wohl der Nachwelt. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit Pflichtgefühle. ie Menschen 432. D aller Welt und Zeiten umfaßte des Erloͤsers Herz, und ihnen Segen zu bereiten, war ihm zu schwer nicht Muͤhꝰ noch Schmerz. Sein Wohlthun, es versiegte nie, er lehrte, wirkte, starb fuͤr sie. 2. O Bruͤder! laßt uns schon auf Erden, ihm, der dem Vater wohlgeftel, durch reine Liebe aͤhnlich wer— den, ihm aͤhnlich seyn, ist unser Ziel. Den Bruͤdern auch der kuͤnft'gen Zeit weih't liebevolle Thaͤtig⸗ keit. 3. Sprich, Bruder! nicht, was einst geschehe, wenn ich nicht mehr am Leben bin, wie dann nach meinem Tod es gehe, was kuͤmmert's mich? ein sol-⸗ cher Sinn macht dich nicht aͤhnlich unserm Herrn, wer so denkt, ist von Christo fern. 398 Pflichten gegen den Naͤchsten. 4. Sieh' um dich her, 1 wie vielen Segen verdan⸗ kest du der Vorzeit nicht? und du, du wolltest dich nur pflegen? du fuͤhltest nicht die heil'ge Pflicht, des Segens Saamen aus-— zustreu n, deß einst sich deine Eukel freu'n? 5. Zwar haben die, die mit dir leben; an deiner Hilfe naͤh'res Recht; mehr kannst du fuͤr sie thun und geben, als fur ein künf— tiges Geschlecht, um einst den Enkel zu erfreu'n, sollst du nicht hart dem Bruder seyn. 6. Doch fehlt es nie dem guten Willen an Mitteln und Gelegeuheit, die Pflicht der Uiebe zu erfuͤllen, auch fur die Menschen kuͤnft'ger Zeit. Mit wenig Muͤhe oft ge— lingt, was laͤnge Jahre Segen bringt. 7. Wie leicht ist nicht am muͤß'gen Abend ein Baum gepflanzet und ge⸗ pflegt, der noch, den spaͤ⸗ ten Enkel labend, die schoͤnste Fruͤchte reichlich traͤgt, wie manches, was der Nachwelt nuͤtzt, wird leicht besorgt, gethan, geschuͤtzt. 8. Doch macht dein Wirken dir auch Muͤhe, was waͤr' der Liebe wohl zu schwer? Sie sorgt ja gerne spaͤt und fruͤhe, und nimmer ist sie Thaten leer. Sie sinnt stets auf Gele— genheit zu thun was seg—⸗ net und erfreut. 9. So denke, gab dir Gott die Kraͤfte und das Vermoͤgen, gern daran: daß freudiger einst sein Geschaͤfte der Jugendleh— rer treiben kann; erspare durch Genuͤgsamkeit, auch fuͤr die Armen kuͤuft'ger Zeit. 10. Doch Christ, der beste, hoͤchste Segen, den du der Nachwelt uͤber-⸗ giebst, ist der, den Keim der Tugend pflegen, in Kindern, die du weise liebst, wenn du durch Rath und Beyspiel lehrst, und so die Zahl der Guten mehrst. 11. So streu'st du reich⸗ lich guten Saamen, der sel'ge Frucht der Erde schenkt, die Nachwelt noch ehrt deinen Namen, und wenn sie dein auch nicht gedenkt. Dein denkt, dir lohnt die Ewigkeit, der Gott, dem du dich hier geweiht.——— Mel. ö Euge 4.— — H We Umacht Ilt Mfic 6 D. Weihen ie sl Hensc ah halt Aahtt UIshet , po ich h leide, für Mer When Bruͤ , und! Wühnen lh schl AHin Grabe, st nich g guhe, Mefie mich Wpkacht. N M ich ern Wh dler X us ihe Mh brackt shust nir n See grü IIs Echt shme Ndda „ und IMnsguelle b J uichet Whn Wit In Fiod, Ich, Hif lch — haht N der Hebe Ge sah und fluhy sie Mnf Istets guf thun wall keut. Henke, gah Vraͤfte n t gern Re riger els! iber Jpagh ahnz se igsankett. men kiaft Uhlis, (te Sehel, Nachwelt her, de 18 pfeht, die u Sun. hu M efh E 006 Sustu Saahel,, ait der Rachbh WMmeh, Sorge fuͤr das Wohl der Nachwelt. 399 Wie groß ist des Allmaͤcht'gen ꝛc. Mit Pflichtgefuͤhle. HDie Quell' von 433: D meines Got— tes Segen fließt mir durch Mel. seiner Menschen Hand, mich haͤlt auf meiner Wallfahrt Wegen der Menschheit segen volles Band, wo ich mich freue, wo ich leide, bey regem Fleiß fuͤr Menschen Heil, da stehen Bruͤder mir zur Seite, und wirken mit und nehmen Theil. 2. Auch schlafen friede— voll im Grabe, so manche, die füͤr mich gewacht, die eigne Ruhe, Blut und „Haabe für mich zum Opfer dargebracht. Noch eh' zum Leben ich erwachte, da wirkte edler Vaͤter Sinn, und Has ihr Fleiß zum Daseyn brachte, ward un⸗ verdankt mir zum Gewinn. 3. Sie gruͤndeten des Hauses Schwelle, wo fromme Andacht sich er— gießt, und wo der Kehre Segensquelle dem Alter und der Jugend fließt. Noch reichet ihre heil'ge Gabe der Wittwe und den Waisen Brod, Verlaßnen Zuflucht, Hilf und Habe, wo Mangel oder Krank—- heit droht. 4. Getragen auf der Nenschheit Armen, ge— pflegt auf treuer Aeltern Schoos, ward mir so froh und frey vom Harme des jugendlichen Alters Loos. Ich ruhe in der Vorwelt Schaͤtten, ich aͤrnte ihres Fleißes Saat vom Glau- ben, den die Vaͤter hatten, beseligt auf der Tugend Pfad. 5. Und ich, ein Glied im großen Bunde, den Gottes Vaterliebe schließt, aus dem fuͤr jede Lebens- stunde, mir so viel Wohl und Freude sprießt. Ich sollte nehmen, und nicht geben? nicht Gott und Menschen dankbar seyn? ja auch fuͤr Andre will ich leben, und noch der Nachwelt Segen streu'n. 6. Dein Vorbild, Jesul! soll mich leiten, Erloͤser! der für alle starb, und Trost und Heil fuͤr Ewig⸗ keiten, nach Gottes Rath auch mir erwarb. Lein Dank, mein Wunsch ist, daß hienieden ich dir in Liebe aͤhnlich sey, und daß die Nachwelt noch im Frieden sich meines Tage⸗ werls erfreu. Pflichten 40 Pflichten der Christen in Gesellschaften, verschiedenen Staͤnden, Altern und Lebensverhäͤltnissen. Buͤrgerliche Gesellschaft; Vaterland. Mel. Nur Liebe, rein von ꝛc. Belehrend. 4 ach Gottes 434. N weisheits-⸗ vollem Rath, der alles angeordnet hat, wird Voͤlkern dauerhaftes Heil durch der Gesellschaft Band zu Theil. 2. Durch gegenseitiges Bemuͤh'n sieht man der Buͤrger Wohlfahrt bluͤh'n und durch vereinte Thaͤ⸗ tigkeit, die sich dem Dienst des Staates weiht. 3. Ein Buͤrger ist des andern Freund, sie, die ein gleicher Zweck vereint, sehin durch des eignen Vortheils Werth das all— gemeine Gluͤck vermehrt. 4. Beduͤrfniß und des Fleißes Gang wirkt Ord— nung und Zusammenhang, der eine nuͤtzt durch Gei— stes Kraft, durch Einsicht und durch Wissenschaft. 5. Der durch die Arbeit seiner Hand, durch Kunst— Mel. 2 W AIUan M Donk) br 17 Nues uhal dereini Wse ban Il stohe L gewinn dem Vaterland, aslsiner und der, den Noth und anchr un Mangel druͤckt, wird durch Wdvenm des Reichen Hand erquickt. Ihnd. 6. So knuͤpfst du, Gott! N N durch jeden 2 der un ie allgemeinen Wohlfahrt hs Band, vertheilst Lurh w deiner Weisheit Wahl, Geß des Fleißes Gang, der uf Kraͤfte Zahl. un — 7 In nur 7. Gluͤck, Segen, Reich- seinen thum, Ueberfluß und im- en§ mer wechselnder Genuß, uhg Bequemlichkeit, Vergnu- gen, Ruh' fließt uns e ö durch deine Guͤte zu. den, 8. Wer wollte denn Um u nicht thaͤtig seyn? sich nben deiner Thaͤtigkeit nicht hn Mi freu'n, auf der ihm an- n emp gewies'nen Bahn nicht hnd wirken, was er wirken Nater kann? 465 9. Wer jede ihm ver⸗ nid lieh'ne Kraft gebraucht, ungen und durch sie Gutes schafft, Iin der handelt, wie es Gott wzaghte gefaͤllt, und lebt fuͤr sich un und fuͤr die Welt. ee ihn sshih „Alkeih — eh. durch de d, durch K em Mih den Muhh kuͤckdg Handast muͤpft du den Etuh en Mah ettheiht& Geisheit. M ßes Gulh, hl. , Sehit, M berftuß ind selgder H schkeit„M uh' flest ne Gile. er bolke ig schll! Thätigket einem gepflegt in seinem Schutze auf. Erwacht er aus dem Jugend-Traume zu einem Bürgerliche Gesellschaft ꝛc. 401 Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit Dankgefühle. hr, Buͤrger ei⸗ 43⁵7 J nes Staates, Bruͤder! vereinigt euch zum Lobgesang, bringt unserm Vater frohe Lieder, sagt ihm fuͤr seine Gnade Dank, ihm, welcher uns mit wei⸗ ser Hand vereinigt hat im Vaterland. 2. Der Mensch kann nicht allein sich bilden, nur Menschenumgang bil— det ihn, er wandelt ein⸗ sam auf Gefilden, die ihm umsonst entgegen bluͤh'n; nur Menschen lindern seinen Schmerz, und gießen Freuden in sein Herz. 3. Hilflos beginnt er dieses Leben, sich seiner selbst noch unbewußt, noch kennt er selbst nicht sein Bestreben, und doch ist er schon And'rer Lust, und schon empfaͤngt mit treuer Hand den Lallen- den das Vaterland. 4. Er waͤchst, gleich jungen Baume, thaͤt'gen Lebenslauf. Hier ist, was ihm zum Guten Kraft, im Kampf der Suͤnde Staͤrke schafft. 5. Ja, ihm kommt dann auf seinen Wegen die goͤttliche Religion mit ihrem Heile fruͤh entge— gen, zeigt ihm des Glau- bens Werth und Lohn, des hohen Gluͤck's, ein Christ zu seyn, kann er mit Tausenden sich freu'n. 6. Und tritt er nun zu dem Geschaͤfte, wozu die Vorsicht ihn erkohr, ver— einigt wirken seine Kraͤfte zum allgemeinen Wohl empor; und Ordnung und Zusammenhang vermehrt und staͤrkt der Thaten Drang. 7. Vereint zu einem gleichen Ziele wirkt jeder dann des Andern Gluͤck, und jeder sieht mit Froh⸗ gefuͤhle auf das gemeine Wohl zuruͤck, und was Ein Mensch nicht wirken kann, das fangen sie ver— einigt an. 8. Nicht alle haben gleiche Kraͤfte, Der nuͤtzt durch Einsicht und Ver—⸗ stand, ein Anderer durch sein Geschaͤfte, durch sei— ne Kunst dem Vaterland, und doch vereinigt nuͤtzen sie, einander all' durch ihre Muͤh. Ce 9. 9. Und stroͤmet von des Fuͤrsten Throne nicht Schutz und Sicherheit uns zu? wer macht, daß jeder sicher wohne? wer schenket uns des Friedens Ruh? Ja, durch sein vaͤ⸗ terlich Bemuͤh'n seh'n wir des Landes Wohlfahrt bluͤh'n. 10. O danket Gott, der uns verbunden durch der Gesellschaft enges Band! wir haben Gluͤck und Ruh gefunden in unserm theu⸗ ren Vaterland. Hier, wo als Buͤrger und als Christ, ein jeder Freund des An-⸗ dern ist. 11. Nur lasset uns ein⸗ ander nuͤtzen auf der uns angewies'nen Bahn, das allgemeine Wohl beschuͤ⸗ tzeu, so viel ein jeder immer kann. Nur, wer ein Freund des Landes ist, der ist ein Menschen⸗ freund und Christ. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Mit angenehmer Empfindung. 6. Beym holden 43 Namen: Va⸗ terland, erwachen holde Triebe. Ich fuͤhle mich mit ihm verwandt, ich fuͤhle, daß ich's liebe. In diesem Lande lebt' ich auf. O Wonne! hier be⸗ 402 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. gann mein Lauf zum ho⸗ hen Ziel des Lebens. 2. In heit'rer Unschuld lernt' ich hier die ersten Worte stammeln, und mir Begriffe, Gott! von dir und deinen Werken sam— meln. Ich sah mit Ael⸗ tern mich vereint, und sie und mancher Jugend—⸗ freund versüßten meine Tage. mich her, mich Schwachen zu verpflegen! wie viele fuͤhrten immermehr der Wahrheit mich entgegen, hier war mein Buͤrger— recht bereit, hier fand ich Ruh' und Sicherheit im Schutze der Gesetze. 4. So will ich denn auch dankbar seyn, und Andern wieder nuͤtzen, will rathen, helfen und erfreu'n, und Gutes un-⸗ terstuͤtzen. Was Ordnung, Recht und Eintracht naͤhrt, und was des Landes Wohlfahrt mehrt, soll stets mir theuer bleiben. 5. Ich will durch Fleiß und Redlichkeit dem Va⸗ terlande dienen, und, was mir das Gesetz ver⸗ beut, mich nie zu thun erkuͤhnen, will Jedem ge— ben, ohne Zwang, und ohne 830 Groll was ich soll, und Rlhegier Ihn 1 0 del He hl Steu ufden. nd lie r Gef Rhn, un hähken 3. Wie viele strebten um Wurand wi Uhehen, Wost Un Isu nd zt Manst un Wund fert, In Ceele Ih Masche ochl shr Heist schhins reg dehhch, V mshnit eh dy nie Hes siht, schlhr Ifli Gehnehl h xchu Hlesein RNDH d sch, und tt. Il 0 Mi n„die in, Ind ih Wm —— in Ruf un deb Hblh, Hübre M hier de ammeln, iu „Gattltn nen Valn I sih ul ch Rkaͤt manchtt Yy bersußtey e biele sth „ Mich Eth flgen! Wl. Immernch! it mich ah Ir mein Hit, hit n ud Sthae der Hesch 0 wil ih! Mkbar sh wiedet M then, alh „, 1H V. Wos V Eihtah 03 deh hrt aht, thelkt H HAi dachkeit Y ö diendh I Hs nich l „ Wil Hl, 45 ich 0 gahh/ 0 Obrigkeit und Unterthanen. 403 Groll ehren. 6. Um uͤberall aus Dankbegier des Landes Ruhm zu gruͤnden, soll auch der Fremde stets in mir den Freund der Men-⸗ schen finden. Ich will ge— recht und liebreich seyn, ihm in Gefahren Schutz verleih'n, und Freuden ihm gewaͤhren. 7. Aus Liebe fuͤr mein Vaterland will ich mich nie vergehen, ein fremdes Volk mit Unverstand zu hassen und zu schmaͤhen. Verdienst und Tugend, nah und fern, soll immer meine Seele gern an je— dem Menschen schaͤtzen. 8. O wohl dem kande, wo der Geist des Chri— stenthums regieret, wo je— der dich, o Vater! preißt, und sich mit Weisheit zie— ret, wo nie die Buͤrger-⸗ treue flieht, und keiner sich der Pflicht entzieht, Gemeinwohl zu befoͤrdern. 9. Wer hier sich stets im Wohlthun uͤbt, und edlen Sinn verbreitet, der wird von dir, o Gott! geliebt, und einst empor geleitet. Ihm lohnt das beß're Vaterland mit Wonne, die er hier nicht fand, und die dort ewig waͤhret. die Vorgesetzten Obrigkeit und Untertha⸗ nen. Bekannte Melodie. Schildernd und bittend. 437 Es freu der Fuͤrst — des Landes sich, Gott! deiner allezeit! Sein Auge sehe stets auf dich! sein Herz sey dir geweiht. 2. Begnadigt, Herr! mit deiner Kraft Und dei— nes Geistes voll, gedenk' er stets der Rechenschaft, die er dir geben soll! 3. Sehr groß und schwer ist seine Pflicht, und er, ein Mensch, wie wir, wie sehr braucht er vor Andern Licht und Rath und Kraft von dir! 4. Verleih' ihm das, wenn er begehrt, dir aͤhnlich, Gott! zu seyn, und laß ihn, in dein Bild verklaͤrt, sein Volk, wie du, erfreu'n! 5. Er foͤrdre willig dei— nen Ruhm, er denke gern daran, sein Reich sey auch dein Eigenthum, und er dein Unterthan! 6. Er hasse den Gewis⸗ senszwang als eine Ti—- ranney, und fodre nicht durch Straf und Drang der Buͤrger Heucheley. Cc 2 7. 404 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. 7. Er zeig' in seinen Thaten sich als deinen treusten Sohn, den La⸗ stern sey er fuͤrchterlich, der Tugend Schutz und Lohn. 8. Begluͤckter Voͤlker Liebe sey sein edelster Ge— winn, und kein gerechter Seufzer schrey um Rache wider ihn! 9. Um seinen Stuhl sey immerdar Recht und Ge— rechtigkeit, und dann be⸗ schuͤtz ihn in Gefahr, wenn ihm und uns sie draͤut! 10. Auch ihm hast du bestimmt das Ziel, das er erreichen soll, laß seiner Tage werden viel, und jeden segensvoll. 11. Sein werd' in je⸗ dem Fleh'n zu dir mit Lieb' und Dank gedacht. Erhoͤr? uns, Gott! so jauchzen wir, und preisen deine Macht. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Bittend. 438 Erbalt uns, 5 Herr: die Obrigkeit, die du uns gabst auf Erden, mit Wohlsiaͤnd und mit Si⸗ cherheit, durch sie begluͤckt zu werden! Verleih' ihr Weisheit, Trieb und Kraft, was wahres Wohl dem Lande schafft, mit Sorgfalt wahrzunehmen. 2. Gieb, daß sie, dei⸗ nem Vorbild gleich, uns vaͤterlich regiere, und dei— nen Segen in das Reich, durch gute Anstalt fuͤhre, laß sie der Unschuld Zu— flucht seyn, den Redlichen im Land erfreu'n, dem Unrecht kraͤftig steuren. 3. Laß uns, von ihrem Schutz bewacht, des Frie— dens Gluͤck genießen, und ruhig unter ihrer Macht das Leben uns verfließen. Hilf uns, daß wir in Froͤmmigkeit dich ehren, und schon in der Zeit die Frucht davon empfinden. 4. Beschirme sie durch deinen Schutz, daß, die ihr Uebels goͤnnen, mit ihrer List und ihrem Trutz ihr niemals schaden koͤn— nen. Nie fehle je der guten That, die sie sich vorgenommen hat, dein segnendes Gedeihen. 3. Gieb denen Eifer, Fleiß und Treu, die ihr sind untergeben, daß je⸗ dermann beflissen sey, nach seiner Pflicht zu le⸗ ben. Erleicht're ihr 40 ö e⸗ V 2 la Muh, l lroͤne . aahn. Half 0 sie sses seyn, 111 sch Washuft frel hobeche Ninet M Iille 50 und Auth! an Wuichtig, Ilsack und! Oin der ah de A iei 0 her vo W ihr S Fhlen draͤ r von shher lebet Achriderste oslals s ich l Heit, Ren cht, Aus vitht 1. 0 wahgunche Y, daß shl Hild gläth, regitte/m n in dis M e Milabh Per Uuschch „ den MM erfrelbh,! braftig stul kin wacht, Mf I Itet ihtet uön „ daß keit j N Cabon eupfs schitme + e 6 anneh Il shabh e schle hr, 0 ö men düh odhe oohoh dehl U ö * 0 2 Ael/N Obrigkeit und Unterthanen. 405 Lebens Muͤh, mit deinem Segen kroͤne sie, und sey ihr Lohn auf ewig. 6. Laß sie mit uns be⸗ flissen seyn, gewissenhaft zu leben, sich deiner Ober⸗ herrschaft freu'n, mit ihr dein Lob erheben, daß so vor deiner Majestaͤt, die uͤber alle Hoheit geht, Regent und Volk sich beuge. Mel. Erhebt den Herrn ꝛc. Belehrend und bittend. 439. Iund Herr und Koͤnig der Koͤnige und Herrn! dir ist man unterthaͤnig, du herrschest nah' und fern, du, Gott! Herr Zebaoth! an Ehren groß und praͤchtig, zum Schu⸗ tze stark und maͤchtig, ein Helfes in der Noth! Nach deines Wortes 98510 ist keine Obrigkeit, die Herr von dir nicht waͤre, ihr Schwert, das Frevlern draͤut, empfieng sie nur von dir, wer ihr zuwider lebet, der wagt's, und widerstrebet dir selbst sowohl als ihr. 3. Ach großer Herrscher! lehre mich doch durch dei—⸗ nen Geist, daß ich die Obern ehre, wie es dein Wort verheißt. Sie tra⸗ gen ja dein Bild. Und wenn wir ihren Willen in Furcht und kieb erfuͤl⸗ len, wird dein Will auch erfuͤllt. 4. Kaß deines Geistes Gaben auf ihnen reichlich ruh'n. Laß sie, obschon erhaben, gern deinen Wil⸗ len thun. Du herrschest selbst im Land. Das Herz der Obrigkeiten, kannst du, wie Baͤche leiten, es steht in deiner Hand. 5. O Gott! von großer Guͤte! gieb ihrem Geiste kicht. Gerechtigkeit behuͤte sie allzeit im Gericht. Laß stets, durch ihr Bemuͤh'n, die Frommen sicher woh⸗ nen, nie laß sie Frevler schonen, selbst stets das Unrecht flieh'n. 6. Gieb, daß durch ihr Regieren wir mit Zufrie— denheit ein ruhig's Leben fuͤhren, in wahrer Froͤm⸗ migkeit. Herr Gott! du segnest gern. Wir bitten ohn? Ermuͤden: Gieb Se⸗ gen, Heil und Frieden, durch Jesum, unsern Herrn! Eigene Melodie. Ermahnend. er gehorcht, 440. Wẽ der thu's mit Lust, jeder, der sich wohl⸗ 406 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. wohlbewußt, daß er nicht regieren kann, sey ein gu⸗ ter Unterthan. 2. Bist du niedrig, bist du groß, sey vergnuͤgt mit deinem Loos, schaͤm' dich deines Standes nicht, nuͤtzlich ist doch jedes Pflicht. 3. Zur gemeinen Wohl— fahrt sey dem Gesetze stets getreu, Gott will das von sedermann, Gott! der dirs vergelten kann. 4. Schaue Jesum Chri—⸗ stum an, er war auch ein Unterthan. Thu', wie er, ohn' Zwang und Noth, deiner Obrigkeit Gebot. 3. Gieb dem Ehr', dem Ehr“ gebuͤhrt, Schoß und Zoll dem, der regiert. Gieb, als gaͤbst du's Gott! dem Herrn, was du schuldig bist, stets gern. 6. Ordnung und Ge— rechtigkeit, Schutz und Fried'ꝰ, und Sicherheit, ist ein Gluͤck, das man nur hat, durch der Obern Rath und That. „. Leben wir gewissen— haft, eingedenk der Re— chenschaft; so wird Gott, der hoͤchste Herr, uns dieß geben mehr und mehr. 8. Obrigkeit und Un-⸗ terthan, betet drum den Hoͤchsten an. Fuͤrchtet ihn, denn sein Gericht wird gerecht seyn, suͤn— digt nicht. und niedere Staͤnde. Bekannte Melodie. Belehrend. Wer hoͤher durch 441. Wé Geburt schon Hoͤhere ist, als seine Bruͤder, kenn', als Christ, des bessern Adels Werth und Pflicht, den fuͤhl' er, den entehr' er nicht! 2. Er, sind ihm Bruͤder unterthan; er sey ihr Va— ter, kein Tirann, so mild und liebreich als gerecht, er ist, wie sie, auch Got—⸗ tes Knecht! 3. Nicht glaub' er, weil er groß und frey vor den Geringern ist, er sey er— haben uͤber Recht und Pflicht und Rechenschaft, das glaub' er nicht. 4. Er sehe, mehr be— gluͤckt von Gott, nicht mit Verachtung oder Spott auf den, von dessen Schweiß er lebt, der ihm erwirbt, was ihn erhebt! 00 —.— 7 „E hase an ur 5 4H Na ö 1,(de AWhacht u. In Thaten Wut meh Uuk und t siine Idachtli Iun, ist ir det eü Uh tterla lchch, als Reh l. W, Iagist, Mhpessh WN der Aallt, 2 Ind Rlde dai schhet, l gro %„Lurch or glcs Ilshistynz — Hteit mdh etet dun Lau. gitt öselg Gt ht sen, und hahh lande te Muh. schtend. O OhetR Gibh— Iseine! u els Veuh AI fh I UU ct! 4 sih, u laub'tlk t 0 0 — ist,( +* V est + nich , Ul Heth Hah del + 9oh N llt, 10 Segen Hoͤhere und niedere Staͤnde. 4⁰² 5. Er hasse Grausam⸗ keit und Zwang, verprasse nicht durch Muͤßiggang, was Gott ihm giebt, be⸗ gluͤckt zu seyn, mit An⸗ dern, aber nie allein! 6. Froh neben ihm, mit ihm vergnuͤgt sey, wer ihm seine Felder pfluͤgt! Wohlthaͤtig soll er seyn, denn er war darum nur des Armen Herr! 7. Er,(denn er hat mehr Macht und Zeit zu hoͤhern Thaten), sey be— reit auch mehr zu thun fuͤr Volk und Staat, von dem er seinen Vorzug hat! 8. Veraͤchtlicher, als Sklaven, ist im Tod einst Heder, l er des Vaterlandes Wohl der vergißt, daß auch mehr, als Andre foͤr—⸗ hern soll. erꝰs 9. Doch, wenn nicht vergißt, so freut der „Niedrige sich ohne Neid, weil der der Welt zum lebt, den Gott mehr segnet, mehr er— hebt. 10. Und spricht in sei— nem Tode dann: das war ein edler großer Mann. er, durch der Tugend Glanz verklaͤrt, war sei— nes Gluͤcks und Vorzugs werth! Eigene Melodie. Beruhigend. 44²2 Dcine Stand, Gott! ist mein koos, ich soll nicht maͤch— tig, reich und groß, soll andern Men schen dienst⸗ bar seyn, mich ernstlich scheu'n, dem Muͤßiggange mich zu weih'n. 3. Wer stets mit Thaͤ— tigkeit und Fleiß, so viel er immer kann und weiß, geschaͤftig ist, und Andern nuͤtzt, nicht muͤßig sitzt, wird auch beym Mangel unterstuͤtzt. 3. Wer fern von Falsch⸗ heit, fern von List, und treu auch in dem Klein-⸗ sten ist, sich keinem schwe⸗ ren Dienst entzieht, die Zanksucht flieht, weiß, daß dein Aug auf ihn auch sieht. 4. Selbst in der tiefsten Niedrigkeit fehlts ihm nicht an Zufriedenheit, that er mit Eifer seine Pflicht, voll Zuversicht, vertraut er dir, und mur—⸗ 59—5 nicht. 5. Wird ihm denn ewig sich'res Heil in deinem Himmel einst zu Theil, wie froh sieht er sich nicht begluͤckt, wie sehr erquickt, nach jener Last, die hier ihn druͤckt. 408 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. 6. Gott! dieses Gluͤcks mich zu erfreu'n, laß mei⸗ ne große Sorge seyn; so geh' ich, wenn's dein Wink gebeut, nach dieser Zeit, auch hin zur frohen Ewigkeit. Lehrer und Zuhoͤrer. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Bittend. Gott! was 443. sonst so tief versteckt, daß es kein Weiser findet, hast du dem Glauben aufgedeckt, der auf dein Wort sich gruͤndet. Du legst dein Wort in unsern Mund, und machst durch uns auch Andern kund den Weg zu deinem Leben. 2. Send' uns den Geist von deinem Thron, uns stets zu unterweisen, daß wir dich, Gott! und dei⸗ nen Sohn durch Lehr' und Leben vreisen. Laß un⸗ sern Glauben stark und rein, und das Gewissen lauter seyn, dich freudig zu bekennen. 3. Lehr' uns mit heil'⸗ ger Nuͤchternheit stets un— ser Herz bewachen, daß wir durch unsre Wach—⸗ samkeit die Feinde scham⸗ roth machen. Wenn wir selbst deinen Weg nicht geh'n, so werden's deine Feinde seh'n, und deinen Namen laͤstern. 4. Gieb uns den Muth, dir treu zu seyn, der Weltlust abzusagen, und der Gerechtigkeit allein mit Eifer nachzujagen. Gieb uns die Freudigkeit im Herrn, und laß uns unverzagt und gern den Kampf des Glaubens kaͤmpfen. 5. Dein Wort, das du uns anvertraut, laß uns stets lauter lehren. Die Hoͤhen, die der Mensch sich baut, wird bald dein Blick zerstoͤren. Hoͤlle sich zum Streit mit dem Gesalbten. 6. Erloͤser! lehr' uns die Geduld, getrost mit dir zu leiden, Gott! lei⸗ den wir nur ohne Schuld, so leiden wir mit Freu⸗ Whlel fund WurEd Iuen demn — Wnnel Wort +* ö wnt de 0 uns zu u. uh, 5 glaͤdi Ius hie i, unde Iei Let I Ver Hit, horen N Reinen Wir leh⸗ ren, Gott! und Heiland, dich, umsonst empoͤrt die eh, tkeu Raen au Vel, ur Uste ye Re den. Ein treuer Knecht wird einst dich sehn, und ewig wirst du ihn erhoͤh'n, zu seines Herren Freuden⸗ Vorige Melodie. Bittend. ie liebst du doch, o treu⸗ 444. er Gott! die Menschen auf cg s dien h, eb. ssiht M luu, Hußen sss i W, Wer Iaas tt gha inen Nu 10 widert. chu, h lacten 0 us d schy absusagg, kechtigktt fer nachh 18 die grch In, und i Ne und g des 6 . n Dor, vettraut.l zuter lehn, (die de t, witd erstoͤrn. I ottl msonst chtl Uch zum end Esalbtet. Trlöstr! A, duld, gun eiden, 00 tur chtte Wt i Ein ttud ch i Wikt; 3 Lehrer und Zuhoͤrer. 409 auf der Erden. Du laͤssest ihnen dein Gebot und Willen kundbar werden, du pflanzest dein so theu⸗ res Wort durch's Pre- digtamt bestaͤndig fort, das uns zum Guten lo⸗ cket. 2. Nun, Herr! du wollst uns gnaͤdig seyn, und immer Lehrer geben, die heilig, unverfaͤlscht und rein im Lehren und im Leben. Verleih uns dei— nen Geist, daß wir sie willig hoͤren, und allhier auf deinen Wegen wan⸗ deln. 3. Laß ihrem Worte uns mit Treu gehorsam seyn, sie lieben, uns ih⸗ nen ohne Heucheley zu folgen, treulich uͤben. Sie wachen auf des Herrn Befehl, und muͤssen we—⸗ gen unsrer Seel einst schwere Rechnung geben. 4. Regier? uns auch, daß wir sie nun versor⸗ gen, lieben, ehren, daß sie ihr Amt mit Freuden thun, und nicht mit Seufzen lehren, denn solches ist uns ja nicht gut, wenn jemand ihnen Uebels thut, dafuͤr behuͤt uns gnaͤdig. Vorige Melodie. Bittend. 445⁵ ein ist das ö Licht, das uns erhellt. dein, Gott! das Amt der Lehrer. Welch ein Geschenk fuͤr deine Welt, fuͤr deines Worts Verehrer! Dieß lehr' uns deiner Boten Mund, so wird dein Reich uns allen kund, uns kund der Weg zum Leben. 2. O welch ein Amt, Betrug und Wahn, und Laster zu bestreiten, und Seelen auf der Wahrheit Bahn, zu dir, o Gott! zu leiten! wie edel! aber auch wie schwer! Laß je— den Lehrer taͤglich mehr, — hohen Ruf empfin⸗ en. 3. Gieb ihnen deiner Weisheit Licht, mehr? ih⸗ nen alle Gaben, die sie zu unserm Unterricht von dir empfangen haben. Laß ihre Lehren wahr und rein, fest ihren eignen Glauben seyn, ihr Leben fromm und heilig! 4. Gieb, daß mit sanf⸗ ter Nachsicht sie der Schwachen Einfalt tra— gen, und, keimt nicht gleich 410 Pflichten der Christen in Gesellschaften iꝛ:c. gleich der Saame, nie an seiner Frucht verzagen. Ja, gieb, daß sie ohn? Unterlaß und ohne Bitter-⸗ keit und Haß des Lasters Schand entbloͤßen. 5. Gieb, daß mit Ruͤh— rung und mit Lust, wenn sie uns unterweisen, sie, ihres Segens sich bewußt, der Tugend Werth uns preisen, daß nicht allein ihr Unterricht, daß uns selbst ihres Beyspiels Licht auf deine Wege leite! 6. Laß sie den Irrenden zuruͤck zu deinem Lkichte fuͤhren, ihn eifrig fuͤr sein wahres Gluͤck beschaͤmen, warnen, ruͤhren! laß sie geduldig seyn, gelind, nicht stolz, noch hart, nein, so gesinnt, wie es dein Sohn sie lehrte. 7. Traͤf' je Verfolgung oder Spott sie um der Wahrheit willen, so muͤsse sie dein Geist, o Gott! mit weisem Muth erfuͤllen. Du sendest sie, sie ehren dich. Umsonst empoͤrt das Laster sich, die Wahrheit zu vertilgen. 8. Belohne sie, und auch schon hier, dein Se— gen sey mit ihnen! Unei⸗ gennuͤtzig laß sie dir und ihren Bruͤdern dienen. Laß sie mit Vorsatz nie betruͤbt, von allen Red⸗ lichen geliebt, geehrt von Allen werden. ö 9. Und wenn sie, dei— nem Ruf getreu, durch deines Geistes Gaben viel Seelen von der Tiranney der Suͤnd' befreyet haben; so laß am Tage des Ge— richts im Glanze deines Angesichts sie deines Lohns sich freuen! Mel. Nur kiebe, rein von ꝛc. Mit inniger Empfindung. 446. Das Amt der Lehrer, Herr! ist dein, dein soll auch Dank und Ehre seyn, daß du der Kirche, die da liebst, noch immer treue Lehrer giebst. 2. Gesegnet sey ihr Amt und Stand, sie pflanzen, Herr! von dir gesandt, von Zeit auf Zeit dein heilig Wort, und Licht mit ihm und Tugend fort. 3. Wie freut ein guter Lehrer sich, wenn er, er— leuchtet selbst durch dich, den Schuͤlern Jesu gleich gesinnt, viel Seelen fuͤr dein Reich gewinnt! 4. + Pohl 6 a uns, s kleue? 6 16 Wohafk, 1 ihn. „ das t arklar nd i Latt, Aus wei Mhser we Iu, I Ihr guten Ahn sie: Wan Thr. Moll d Isch lliten agel lrrcht, uch stte ahttet we bann Ehvachheit N, sie erft h e N —„gechtt 6 4 Lenn se, Fetteu, w Gebe Ader Dranm afreyet hah Hage des lanze dit deines i be/ tein by Enpfrdag 8 Imt Lehtet, he ein sol Ahre seyy che, RM immier Zi. Vetsey hex E/ se pfogt dit Resh uf dat N It, M 6 O Tugendft eut ein gl benn l, 0 st duch 0 in Jst sl el Sle 0 Awnt. Bey Einführung eines Predigers- a11 4. Wohl uns, wenn[Bey Einführung eines du auch uns so liebst, daß Predigers. du uns treue Fuͤhrer giebst, die weise sind, und tu⸗Mel. Wer nur den lieben ꝛc. gendhaft, in Lehr' und That voll Geist und Kraft. Bittend. ieb ihm, o g. Laß ihres Unterrichts uns freu'n, gewissenhafte Hoͤrer seyn, selbst for— schen, ob dein Wort auch lehrt, was uns ihr Un⸗ terricht erklaͤrt! 6. Und ist ihr Wort dein Wort, o Herr! so laß uns weiser, heiliger und besser werden, nimm uns an, und leit' uns auf der guten Bahn. 7. Das ist der Lehrer Lohn schon hier, dann jauchzen sie: Gott ist mit mir! am Throne werd' ich schauen, wonnevoll die die ich leiten soll. 8. Laß darum ihren Unterricht, weil sie und wir auch straucheln, nicht verachtet werden, nimm dich dann auch ihrer Schwachheit gnaͤdig an. 9. Ja, Gott! wir wol—⸗ len sie erfreu'n, dank— bare fromme Hoͤrer seyn. So fuͤhrst du auch einst uns zugleich mit ihnen in dein ew'ges Reich. 447. Vater! Gluͤck und Kraͤfte zu seinem se⸗ gensreichen Stand, ihm, dem zum heiligsten Ge⸗ schaͤfte du uns voll Gna⸗ de zugesandt! Hilf du ihm selbst, daß seine Treu, o Gott! an uns gesegnet sey. 2. Lafi dir auf allen seinen Wegen, den du uns gabst, empfohlen seyn. Begluͤcke, was er thut, mit Segen, und se⸗ de Aussaat mit Gedeih'n. Fuͤr unser Wohl schlagꝰ ihm das Herz, Schmerz, den er fuͤhlt, sey unser Schmerz. 3. Gieb, daß von die⸗ ser ganzen Heerde, die du ihm jetzt hast anver⸗ traut, kein einziger ver⸗ loren werde, und daß sein Wandel uns erbaut, daß uns sein Vortrag uͤberzeugt, und auch die groͤßten Sünder beugt. 4. Knuͤpf zwischen ihm und uns die Bande der kiebe und Vertraͤglichkeit, was 412 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. was ihm gebuͤhrt in sei— nem Stande, sey jeder ihm zu thun bereit. Wer Gott und sein Wort liebt und ehrt, der haͤlt auch seine Diener werth. 5. Einst laß uns dank⸗ voll ihm begegnen, der Gottes Weg uns gehen hieß, ihn mit entzuͤckter Ruͤhrung segnen, daß er ihn uns so treulich wieß. Einst find't er in des Hoͤchsten Hand uns wie— der, wie er hier uns fand. 6. Ja, laß, o Hoͤchster! unsern Lehrer dereinst zu deiner Rechten steh'n, und laß uns alle seine Hoͤrer mit ihm zum Himmelreich eingeh'n. Da werden wir uns ewig freu'n, und ewig mit ihm gluͤcklich seyn. Mel. O Jesu, Jesu Gottes Sohn ꝛc. Mit Wuͤrde und Gefuͤhl. 8 O Jesu! Herr 24¹ der Herrlich— keit! Du Koͤnig deiner Christenheit! Du Hirte deiner Heerde! Du siehst auf die erloͤste Welt, re⸗ gierst sie, wie es dir ge⸗ faͤllt, sorgst, daß sie selig werde. Von dir sind wir auch erwaͤhlet, zugezaͤhlet den Erloͤsten, die du seg⸗ nen willst, und troͤsten. 2. Durch dich und dei—⸗ nes Geistes Kraft wird unsern Seelen Heil ge— schafft, wird Segen uns gegeben. ö treuer kehrer Mund thust du den Weg des Heils uns kund, fuͤhrst uns zum ew'gen Leben, wenn sie uns hie Wahrheit lehren, Trost gewaͤhren, wo wir leiden, uns zum Himmel zu bereiten. 3. Wohl, wohl dem Volke, das du liebst, nach deinem Sinn ihm Hirten giebst, die es zum Himmel fuͤhren! die auf des Lebens rechter Bahn nach deinem Vorbild geh'n voran, und deine Lehre zieren! sorgꝰ doch stets noch, daß die Heerde gluͤcklich werde, daß den Seelen gute Fuͤhrer nie—⸗ mals fehlen. 4. Wir nehmen hier von deiner Hand den Lehrer, den du uns gesandt. Herr! segne sein Geschaͤf— te! die Seelen, die sich ihm vertrau'n, durch Lehr“ und Leben zu erbau'n, gieb Weisheit ihm und Kraͤfte. Lehr' ihn, hilf ihm thun und leiden, dulden, streiten, beten, wa⸗ Durch guter, I f ihn sn Rn Mf in Wöemeins. und d I gehe enme Ihtt an Ihe i Ahlf IN, da And he hhfaden Eehen Hl es sh nii Du An. Wm M fähe Hodterle Mpen Wc Ihn die iu hen, batt w Ler Rundth Heg des d fuͤhrstnz hen, vmn ahrheit lihren, wr zum de N. Chl, pohl HDas do gem Ghh bst, dis chh wühren! R 8 kechtit m Vobiby and deile l soth' d a6 dis verde, M. ute Hihn en. Rey Einfuͤhrung eines Schullehrers. 413 wachen, selig sich und uns zu machen. ö 5. Herr! deinen Geist laß auf ihm ruh'n, laß ihn sein Amt mit Freu- den thun, nichts sey, das ihn betruͤbe! wenn er uns deine Wahrheit lehrt, gieb uns ein Herz, das folgsam hoͤrt, ein Herz voll treuer Liebe. Lehrer, Hoͤrer laß in Freundschaft und Gemeinschaft auf dich sehen, und den Weg zum Himmel gehen. 6. Wenn einst dein gro⸗ ßer Tag erscheint, laß unsern Lehrer., unsern Freund, uns dir entgegen fuͤhren! Die Seelen sind ihm zugezaͤhlt: ach! ach! daß dort nur keine fehlt! laß keine ihn verlieren. Jesu! hilf du, beut die Haͤnde, daß am Ende Hirt und Heerde treu vor dir erfunden werde. 7. Sey uns gesegnet, Knecht des Herrn! dein Herz sey nimmer von uns fern. Du kamst in Jesu Namen. Freund! Va⸗ ter! nimm uns bey der Hand, fuͤhr uns zum ew' gen Vaterland! Gott mit dir! Amen, amen! mit dir geh'n wir durch die Leiden dieser Zeiten zu dem Leben, das uns un⸗ ser Gott will geben. Bey Einfuͤhrung eines Schullehrers. Mel. Ach! sieh ihn dulden, bluten ꝛc. Innig bittend. 449. Vergilt, o Va⸗ ter! allen Lehrern, die stets mit Ernst und Sorgfalt sich bemuͤh'n, der Kinder Herz von seinen Fehlern, und ihren Geist von Thorheit wegzuzieh'n! o welche Saat wird hier durch sie gestreut! sie keimt empor fuͤr Zeit und Ewigkeit. 2. Bedauernswuͤrdig sind die Seelen, die un⸗ belehrt durch dieses Leben geh'n. Wie koͤnnten sie das Gute waͤhlen, wenn sie nicht auch das Licht der Wahrheit seh'n? wo bleibt ihr Werth? wo bleibet ihre Kraft, mit Edelsinn zu thun, was Nutzen schafft? 3. O Preis dir, der du schon der Ingend, auch unter uns, mit Vater⸗ huld gedenkst, und sie zur Weisheit und zur Tugend, hier immer noch durch treue Fuͤhrer lenkst! Wie gern, o Gott! wie hoch erfreuest du! selbst aus den Schulen stroͤmt uns Freude zu. 4• und schoͤn, 4˙4 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛ. —— 4. Wir seh'n der Zu⸗ kunft froͤh entgegen, wenn unser Blick auf gute Kin⸗ der faͤllt. Durch sie ver⸗ breitet sich, dein Segen einst weit umher in dei⸗ ner Menschenwelt, und nah't gleich uns der Tod sich auf dein Wort, sie setzen doch dein Werk auf Er den fort. 5. Drum gieb auch stets den Lehrern Kraͤfte, und regen Trieb, die Kinder dir zu weih'n. Laß treuen Fleiß im Lehrgeschaͤfte ihr wahrer Ruhm und ihre Wonne seyn! Erfuͤlle sie mit Achtung fuͤr ihr Amt, aus dem das Heil so vie⸗ ler Seelen stammt. 6. Gieb, daß sie immer heller sehen, was wahr was ehrbar ist, und gut, und immer auf dem Pfade gehen, auf dem dein Blick mit Wohlg⸗fallen ruht! ihr Beyspiel sey, so wie ihr Unterricht, fuͤr jedes Kind ein unbewoͤlktes Licht! 7. Laß sie durch Ernst dem Leichtsinn wehren, durch Freundlichkeit die Herzen an sich zieh'n, und auch durch Strafe noch belehren, und sorgsam selbst den Schein des an⸗ rechts flieh'n. Religion, und reine Sittlichkeit ver— breite sich durch sie zu je⸗ der Zeit! 8. O welche Pflichten! welche Wuͤrde! Allguͤtiger! steh' jedem Lehrer bey! erleicht're seines Amtes Buͤrde, damit er stets getrost und heiter sey, und gieb auch uns ein Herz, das gern ihn ehrt, das dankbar ist, und seine Freuden mehrt! 9. Wenn ihn des Ta⸗ ges Lasten druͤcken, wenn Unmuth schon in seine Seele schleicht, dann muͤss⸗é er jenen Lohn erblicken, den deine Hand einst gu⸗ ten Lehrern reicht, und immer zeig' er dann sich als ein Christ, der mu- thig wirkt, so lang es Tag noch ist. 10. O Gott! laß jede Schule bluͤhen, und reich an Frucht fuͤr Welt und Nachwelt seyn! laß jedes Lehrers Eifer gluͤhen, die Dunkelheit der Seelen zu zerstreu'n, und einst er⸗ heb' ihn die begluͤckte Schaar, fuͤr die er hier ein weiser Fuͤhrer war! Wün. N selbe Wum( Noch hesem Mild 7 r Isommwer Psig tte Iun, die 6 hg wi. sier H. „ de G , ihm Mhin! Alauch, Wi den Pbiite j Im Gem slit I Ha r Vei Ihn aud tscha ch die K Ihler, fr R —— . MI tttlichtet; ö durc si Zelche Rith irdel Mach im ehre seined damit d auch ul gern ihn l Par ist, hh pmehtt! em ihr H 9 druͤcen, schn Mf kicht dul ohn eihsh Hund al Ven kich,! Dig' A Dah IThrist, N. t, so is. Gatt Hi. Aahea, für Mat! n . hnl Aer Hh de Eih 10 ld 0 die Hal +* für de„ , Juhee 0 i Für Eheleute. 415 Fuͤr Eheleute. Mel. Lobt Jesum Christum nah' ꝛc. Mit angenehmer Emyfindung. (Fer Eh'stand 450. soll uns hei⸗ lig seyn. Du Schoͤpfer, setztest selbst ihn ein, der Welt zum Gluͤck und Se— gen. Noch immer fließt in diesem Stand aus deiner milden Vaterhand den Frommen Heil ent— gegen. Stifter! Vater! dich erhoͤhen, die in Ehen dein sich freuen, durch dich bluͤhen und gedeihen. 2. Wie gluͤcklich lebt ein frommer Mann, wenn die sein treues Herz ge⸗ wann, die Gott ihm aus— ersehen! wie gluͤcklich lebt an seiner Hand die From-— me, die Gott ihm ver— band, ihm hilfreich bey— zustehen! Wohl euch, wohl euch, fromme Gat— ten! in dem Schatten sei— ner Guͤte jauchzt mit froͤh⸗ lichem Gemuͤthe. 3. Oft strecket sich weit um ein Haus ein reben⸗ reicher Weinstock aus, so bluͤh'n auch Eh'genossen. Sie sehen rings um ihren Tisch die Kinder froͤhlich, munter, frisch, wie junge Fruͤhlingssprossen. Sorgt nicht aͤngstlich! wie viel Beter zaͤhlt ihr Vaͤter, zaͤhlt ihr Muͤtter! Sorgs und Muͤh' ist hier nicht bitter. 4. Gott! der du uns verbunden hast, erleicht're uns des Lebens Last, gieb, daß kein Segen fehle. Laß nie uns unsern Bund ent⸗ weih'n, keusch laß uns, friedsam, zaͤrtlich seyn, ein Herz und eine Seele. Lenke, lenke, Geist der Liebe! unsre Triebe weg von Suͤnden, daß wir haͤuslich Gluͤck empfin⸗ den. 5. Lenk' ab das Herz von Ueppigkeit auf Freu⸗ den, die man nie bereut, auf Freuden aͤchter Tu⸗ gend. Selbst unser hohes Alter sey von druͤckenden Beschwerden frey, noch munter, gleich der Ju⸗ gend. Segne, segne, unser Vater! Raͤhrer, Rather, Schutz der Ehen! uns, die wir auf dich nur sehen. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Bittend. 451. Von dir, Gott! sind der Ehe Freuden. Du, der du Mann und Weib erschufst, und durch Ungestuͤmm. 4˙6 Pflichten der Christen in Gesellschaften nr. und sie im Gluͤck, so wie im Leiden, zu großer Pflichten Uebung rufst, gieb, daß sie beyde dir sich weih'n, und dein sich uͤber alles freu'n. 2. Erhalte sie auf dei⸗ nen Wegen, nimm ihres ganzen Thuns dich an, und laß sie jedes Gluͤckes Segen mit Dank aus dei⸗ ner Hand empfah'n, wenn ihr vereinigtes Gebet zu dir um Gnad und Hilfe fleht. 3. Der reinen Tugend edlem Triebe sey heilig stets ihr Geist und Leib! gieb, daß mit unge⸗ schwaͤchter Liebe sich stets ihr Herz ergeben bleib, mit Liebe, die voll Zaͤrt⸗ lichkeit einander sich zu dienen freut. 4. Kein Theil verbittre seine Tage dem Andern je Und trifft den Einen Last und Plage, so mildre sie der Andre ihm. Das Gluͤck, des sich der Eine freut, schaff auch dem Andern Seligkeit. 5. Laß sie einander, wo sie fehlen, sanftmuͤthig nachseh'n und verzeih'n, und sich, das Gute nur zu waͤhlen, Ermunterung und Beyspiel seyn. Wie waͤchst dann jeden Augen⸗ blick mit ihrer Tugend auch ihr Gluͤck. 6. Und goͤnnst du ih— nen, Gott! die Freude, an Kindern ihre Lust zu sehn; so laß sie froͤhlich dann auch beyde, Allguͤ⸗ tiger! dein Lob erhoͤh'n, und eifervoll sich stets be⸗ muͤh'n, sie fromm und weise zu erzieh'n. 7. Wenn sie so deine Wege wallen, vereinigt durch der kiebe Band, o Gott! zu deinem Wohl— gefallen, wie hoch be— gluͤckt ist dann ihr Stand! Belebt sie deiner kiebe Sinn, ihr Gewinn. 8. Drum leite sie auf deinem Pfade, bis an das Ziel von ihrer Bahn, nach deinem Rath, und deine Gnade nehm' ein— stens sie zu Ehren an. Dann kroͤnt sie auch vor deinem Thron der from— men Liebe hoͤh'rer kohn. Mel. Die kiebe, rein von ꝛc. Gefuͤhlvoll bittend. 4652. ir schlossen unsrer Ehe Bund vor dir, o Herr! mit Herz und Mund, und sagten uns, das weisest du, auf immer kieb' und Treue zu. 2. o so wird alles Schai Ishmen Helet 10067Q U sin sey Wuf u usth stts stlatht a I fekn, ssch at Rsduten amm Wna'n, WR dein h, zusa c hoͤ ljed Mshat, Iit Hei p uns Haasum K heis. Erfähet Istens shlach der esschr tr An sah fern Vlllst! Iud erst Venn Whm Rgt astg —— Ahr un W Was duf e Fah ihn Af Vaß sse sh Abeyde, I. Hb ahihz l sch sichl fronm u jehꝰn. sie s Hen, yrhs Plebe Buhn Ideinen M vie hach Inn ihr Ei deiner so wird . litte ste ade, h on deb ft öͤhter A 5 be teinth ih 1 fh uste 1V. 0 V — bil 70 d Musd 0 e *+ Fur Eheleute. 41²7 2. Schau gnadenvoll auf uns herab, daß wir zusammen bis ins Grab, uns deiner Hilfe zu er— dir freu'n, dich ehren, gehorsam seyn! 3. Laß uns einander inniglich stets lieben, doch nicht mehr als dich, von Untreu fern, im Herzen rein, keusch auch im Wort und Thaten seyn. 4. Zusammen laß uns dir vertrau'n, zusammen unsre Seel erbau'n, zu⸗ sammen deine Hilf“ er— fleh'n, zusammen auch dein Lob erhoͤh'n. 5. Was jedem sein Be— ruf gebeut, gescheh' von uns mit Heiterkeit, und so geling' uns unser Fleiß zu unserm Wohl, zu dei⸗ nem Preis. 6. Erfaͤhrt ein Theil des Lebens Muͤh, so mur— re doch der Andre nie. Ein jeder trage vielmehr gern des Andern Last von Unmuth fern. 7. Willst du durch Kin-⸗ der uns erfreu'n, so gieb durch deren Zucht Gedeih'n hilf, daß wir ernstlich uns bemuͤh'n, sie gut und christlich zu erzieh'n. 8. Wenn Noth nach deinem Rath uns drückt, so laß uns dann nicht unerquickt„ gieb heit're Tage nach dem Leid, und segn' es fuͤr die Ewigkeit. 9. Und trennt der To) einst unser Band, so sey's uns Trost, daß deine Hand, die, welche sich hier treu geliebt, einan— der ewig wieder giebt. Vor der Trauung. Mel. O Jesu, Jesu, Got⸗ tes Sohn ꝛc. Innig bittend. ö on dir, du 453. V Gott der Einigkeit! ward einst der Ehebund geweiht. O! weih' auch sie zum Se— gen, die hier vor deinem Augesicht bereit steh'n dir den Schwur der Pflicht und Eintracht abzulegen. Laß sie, Vater! dir erge⸗ ben, einig leben, treu sich lieben, treu die Pflicht der Christen uͤben. z. Du Gott! du knuͤpf⸗ test selbst das Band, laß sie durch Eintracht Hand in Hand, ihr Erdengluͤck vermehren; laß ihre kiebe lauter seyn, und Antreu nie den Bund entweih'n, den sie dir heute schwoͤren. D d Im⸗ 4183 Pfichten der Christen in Geselschaften ꝛ. Immer laß sie dir erge— ben, einig leben, einig handeln, fromm und hei⸗ lig vor dir wandeln. 3. O segne sie, der gern begluͤckt, und Segen uns von Oben schickt, auf allen ihren Wegen. Laß ihr Geschlecht sich deiner freu'n, gieb selbst zu ih⸗ rem Fleiß Gedeih'n und ihr Beruf sey Segen. Laß sie, Vater! dir ergeben, gluͤcklich leben, freudig sterben, denn sie sind des Himmels Erben. Mel. Befiehl du deine Wege ꝛe. Flehend. Der Stand, in 54. den ich trete, wie viel hat er auf sich. Mein Gott, zu dem ich bete, sieh gnadenvoll auf mich. Hilf mir aus dei— ner Hoͤhe, daß mir dein Wunsch gedeih', und gieb, daß meine Ehe begluͤckt und friedlich sey. 2. Leit“ mich nach dei⸗ ner Gnade durch deinen guten Geist bestaͤndig auf dem Pfade, den dein Gesetz mir weißt. Laß mich nach deinen Lehren bey allem, was ich thu', dich und die Tugend eh—⸗ ren, zu meiner Seelen⸗ ruh. 3. Hilf, daß ich mei⸗ nem Gatten treu bis an's Ende sey, und nie durch Lasterthaten den heil'gen Bund entweih'. Gewaͤhr' uns edlen Frieden, der reinen Liebe Frucht, und alles sey vermieden, was ihn zu stoͤren sucht. 4. Zur Arbeit gieb uns Kraͤfte, Gesundheit, Lust, Verstand, zu jeglichem Geschaͤfte Gedeih'n von deiner Hand. Uns redlich zu ernaͤhren, ist unsre Sorg', o Gott! gieb, banger Noth zu wehren, uns unser taͤglich Brod. 5. Eilt dann dein mil⸗ der Segen uns jeden Tag auf's neu', zu unserm Trost entgegen; so laß uns froh dabey, das Herz zu dir erheben, und dei— ner Huld und Macht, Dank, Ruhm und Ehre geben, so bald der Tag erwacht. 6. Doch sendest du auch Plagen im Ehestand uns zu, so schenk auch sie zu tragen, der Seele Trost und Ruh. In drohenden Gefahren sey deine starke Hand, uns mächtig zu bewahren, nie von uns abgewandt. 7. ehöt ahe dic Rlt Uls, 0 V Wcit, di Hc, uns 0 lin EI — — — 8 etl ge It dult IM ch d Wh. In snd St tler 0 Sshnt yeiher Ehl „ N ithz treu bisz udfeh Ten den gh weih', Ge d¹ Früeder, Ybe Fuchi oermichnz, Hren such. Arbeit gt Hesundhet, „ zu f Gtdahp! and. Aut Heen, istu 70 Galt Noth Iu 4 tiglch L t dahn dahl n ins fül eu', iu Itgegen) dabey, dul heben, 0 ild N. uhm u 20 buld N. 5 H sehdeth in Chs Helk auc u Ellle Fuͤr christliche Hausleute. 41¹9 5. Gewaͤhrst du uns die Freude, die Kender⸗ segen schenkt, so schaffe, daß uns beyde dein Geist zur Sorge lenkt, sie fromm dir zu erziehen, der Tu⸗ gend sie zu weih'n, und laß dann dieß Bemuͤhen durch dich gesegnet seyn. 8. Herr! der du ohne Ende die hoͤchste Kiebe bist! erbarm' dich unser, wen— de von uns, was schaͤd⸗ lich ist. Wir trauen dei— ner Guͤte, die keine Gren—⸗ 1 hat, uns segne, uns ehuͤte dein ewig weiser Rath. Nach der Trauung. Bekannte Melodie. Ermunternd. uf euch wird 456• A Gottes Segen ruh'n! er hat ihn euch . gewaͤhrt! geht hin, und macht durch frommes Thun euch dieses Segens werth. 2. Der Herr erfuͤllt, was er versprach, sein Heil sollt ihr empfah'n. Kommt ihr nur dem Ge— luͤbde nach, das ihr dem % Herrn gethan. 3. Ihm heiligt nun Be— ruf und Stand, ihm hei— ligt euer Herz, und folgt der Leitung seiner Hand durch Freuden und durch Schmerz. 4. Bis ihr den Lauf der Pilgerzeit nach Got— tes Willen schließt, und ihn in seiner Herrlichkeit einst schauet, wie er ist. Fuͤr christliche Hausleute. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Gefuͤhlvoll. 4656 Im Stillen wol⸗ len wir dich ehren, dich, Gott! der frommen Wandel liebt, und Frommen das, was sie begehren, was ihnen nuͤtzt, und wohl thut, giebt, schon oft hat uns auch unbemerkt Gebet zum Tugendfleiß gefeaͤrkt. 2. Uns alle, die wir fleh'n, verbindet des Blu⸗ tes und der Freundschaft Band, und unser Dank, o Gott! empfindet die mil⸗ de Leitung deiner Hand, und preißt dich, ew'ger Menschenfreund, der uns durch dieses Band ver⸗ eint. 3. Wohl dem, der in dem Ehebunde, in fester Lieb' und Eintracht lebt! ihm wird so manche Le— bensstunde mit Seligkeit D d 2 und 420 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. und Lust durchwebt, er blickt mit Ruh und hei— term Sinn auf Pfad und Ziel der Wahrheit hin. A. Wohl dem, dem frommer Kinder Segen den Ehebund noch schoͤner macht, wenn sie im Her— zen Tugend hegen, wenn in den Blicken Unschuld lacht, wenn sie der Ael—-⸗ tern Beyspiel ruͤhrt, und auf den Weg zum Heile fuͤhrt. 5. Wohl denen, deren Hausgenossen die Furcht des Herrn vor Augen schwebt, wenn jeder treu und unverdrossen nach seiner Pflicht Erfuͤllung strebt, wenn Eintracht und Zufriedenheit ein Haus zum Sitz des Se— gens weiht! 6. Wohl uns, wenn auch bey unsern Freuden sich freut der Nachbar und der Freund, wenn er beym Aublick unsrer Leiden des Nitleids stille Thraͤnen weint, die Bruderhand uns willig reicht, und Hilf und Beystand gern erzeigt. 7. Ja, denen, die dich kindlich ehren, o Vater! stroͤmt dein Segen zu, sie wandeln folgsam deinen Lehren, und trau'n auf dich, und finden Ruh, und finden Freude, deren Werth und Dauer keine Zeit zerstoͤrt. §. Zwar wird auch oft der Kelch der Leiden den Deinen, Herr! von dir gesandt. Oft muß die Tod und Trennung schei— den, die Blut und Treue fest verband. Oft staͤrkt des Grams, des Unfalls Wuth, oft Krankheit ihren heitern Muth. 9. Doch trinken sie den Kelch gelassen, den du, ihr Vater, eingeschenkt, du wirst, du kaͤnnst sie nicht verlassen, du, Gott! der seiner Kinder denkt, der, wenn ihr Glaube standhaft ringt, durch Lei— den sie zur Wonne bringt. 10. Mag doch des To⸗ des Arm uns trennen, wir werden einst uns wie—⸗ der seh'n, in jener Welt die Unsern kennen, vor Gott mit ihnen dankend steh'n, da, wo kein Tod mehr trennen kann, steh'n wir vereint und beten an. 11. Und preisen ewig Gottes Guͤte, die unaus⸗ sprechlich uns geliebt, und dem ihm heiligen Gemuͤthe schon hier des Himmels Vorschmack giebt, durch Freundschaft uns zur E⸗ wigkeit, zur Wonne der Vertlaͤrten weiht. Fuͤr hir N 0 Hänen Ermahl elk 4.96 Aachiber he Rüh ist dtüä , wolle Wbnühn, V⸗tziehn. Doch, 0 Kal, ii NH errei ahsel hoe usen Nalt ihe Auhn, A shlstͤhe Absenbe Ruuf ist all sgtautes und 00 aheige V Ast hit „Dilkuh Ahasucht I, auc W U bel h auch Keaft . ullern, Hild e elchse — 0 — Oft m. Trennun Blut ui and. R ms, dab! ft Kranthh Nuth. ich klinkey lassen, d eingeschi Au kaunsi 1‚ d ser Kinde enn iht! t ringt, A Hur Wonh ag doch n uhs Wen einsev , in f Trn kens it ihnen! da, uo nnen kah eint und nd prast. Huͤte, R 0 uns 9 Heiligelz I+ des. yck gich, sem Bild eure Fuͤr Aeltern. 421 Fuͤr Aeltern. Mel. Meinen Jesum laß' ꝛc. Ermahnend. H 1 ist der 4⁵⁷. Aeltern Loos, und erhaben ihre Wuͤrde; aber ihre Muͤh auch groß, und oft druͤckend ihre Buͤrde, wollen sie sich treu bemuͤh'n, gute Kin-— der zu erzieh'n. 2. Doch, wenn endlich sie ihr Ziel, ihr so schoͤ— nes Ziel erreichen, dann mag ihrem Frohgefuͤhl nicht der Aernte Wonne gleichen, die im reichen Saatenfeld hoch des Land— manns Busen schwellt. 3. Wollt ihr diesem Ziel euch nah'n, Aeliern! o so fuͤhret fruͤhe sie der Tu-⸗ gend Rosenbahn; denn umsonst ist alle Muͤhe an ein ungebautes Land sor— genlos und spaͤt ver— wandt. 4. Zweige koͤnnt ihr ohne Last hin und her, nach Willkuͤhr, neigen, doch versucht's den star-⸗ ken Ast, auch zuvor ein Zweig, zu beugen. Muͤh't ihr euch auch noch so sehr, keine Kraft vermag es 5. Aeltern, seht in die⸗ Pflicht, mehr! und werdet weise. Wenn ihr treulich sie erfuͤllt: o, so lohnet eurem Fleiße, o, so lohnet eurer Zucht einst der Aussaat schoͤnste Frucht. 6. Aussicht in das Pa⸗ radies ist das Anschau'n frommer Kinder, und, wie Himmels Vorschmack, suͤéß: sie, wenn in des Lebens Winter euch schon Gra⸗ bes Luͤfte weh'n, in der Tugend Flor zu seh'n. 7. Saͤtt auf Hoffnung! mag auch kaum euch die Aernte mehr erquicken; pflanzt ihr doch so man—- chen Baum, und duͤrft seine Frucht nicht pfluͤ⸗ 13 Lan⸗. ist, wer agen kann: Meine Pflicht hab' ich gethan. 9—3 8. Pflichtvergeßnen Ael-⸗ tern flucht noch das Kind dereinst im Grabe, waͤh⸗ rend es fuͤr gute Zucht, seines Erbes reichste Haa⸗ be, Redlichen noch in die Gruft Gottes Segen nie— derruft. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier ꝛc. Eindrücklich. 458 Aeltern! Aeltern!? + saͤumet nicht, eurer Kinder Wohl zu gruͤnden! o wie groß ist eure 422 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. eure Pflicht, sie von allem loszuwinden, was nur Wahn und Suͤnde naͤhret, und des Lebens Gluͤck zer—⸗ stoͤret! 2. Fern sey blinde Zaͤrt⸗ lichkeit, liebet sie mit wei⸗ ser Treue! strebet, daß zu jeder Zeit eurer sich ihr Herz noch freue! Heil euch, wenn sie durch ihr Leben euren Ruhm vor Gott erheben! 3. Staͤrket ihres Koͤr⸗ pers Kraft, daß ihr Geist sich auch verstaͤrke, und was reine Freuden schafft, mit Empfindung stets be⸗ merke! lehrt sie Weichlich-⸗ keit verachten, und durch Fleiß nach Ruhe trachten! 4. Bringt der Wahr⸗ heit helles Licht in das Dunkel ihrer Seele! sorgt, daß weiser Unterricht ih— nen Recht und Pflicht em pfehle, und nicht blinder Aberglaube sie des Edel—⸗ sinns beraube! 5. Leitet in ihr zartes Herz Frohgefuͤhl fuͤr wah— re Tugend! Gottesfurcht im Gluͤck und Schmerz heilige schon ihre Jugend, und die reinste Menschen⸗ liebe adle jeden ihrer Triebe! 6. Wandelt selbst auf ebner Bahn, daß sie eure Schritte sehen! locket, fuͤhret, reizt sie an, gern mit euch zum Ziel zu gehen! seyd, was sie noch werden muͤssen, um ihr Leben zu versuͤssen! 7. Vaͤter! freuet euch! hoher Lohn wird euch verliehen, sucht ihr stets fuͤr Gottes Reich eure Kinder zu erziehen! ja, ihr Dank und Gottes Segen stroͤmt euch uͤberall entgegen. 8. Seht! sie thun, was Gott gefaͤllt, und ver— streuen Sie erhalten in der Welt euren unbefleckten Namen, und, seyd ihr schon laͤngst verschieden, foͤrdern si noch euren Frieden. 9. Welche Himmels— Seligkeit wird durch eure Seele dringen, wenn auch sie einst hoͤch erfreut sich mit euch zum Throne schwingen! O dann jauchzt ihr eure kieder, Herr! wir bringen dir sie wie— der. 10. Gieb, daß alle Ael⸗ tern hier immer ernstlich sich bestreben, dir, o Men⸗ schenvater! dir ihre Kinz der zu ergeben. Alle sind zum Heil erkoren, keiner sehe sie verloren! Ei⸗ Muͤtter! hrne! Beeh 0. O. 6 Hale h Veis WHaft, IWntben. Yr er Rhin, I0 Hh ze ises , Und edlen Saamen.., Rr Wnn sch techt Wh. Ducch HM undt Ian se, d sehlt etwit Ihuen. sch dan end Let Ichankeit Rrauf 05 bal derma nit je Mnzu er Ilurch de Un Haget Mttrn. Dr W Besehshiz se sehen reizt se ich zun seyd, erden mih en zu Vaͤtet!“ veuch! h auch verlh 8 fuͤr Hah inder gus Dani in stroͤmt d n. eht!ösuihe gefaͤlt, 1 edlen 6 halten in ubeflecktn yd ihr sh 2 den 0 aren Frich⸗ Welch. Vit wicd V. Vringen, M hoch as un Pen! Oda eEledit ingen M Fuͤr Aeltern. 423 Eigene Melodie. Belehrend. Gott unterstuͤtzet 469. das Bemuͤh'n, die Kinder weise zu er— zieh'n, die seine Huld ge— geben. Er schenkt, der jedes Gute schafft, Er— ziehern Weisheit, Muth und Kraft, und segnet ihr Bestreben. 2. Ihr erstes Sorgen geh' dahin, daß Kinder noch von zartem Sinn nichts Boͤses seh'n und hoͤren, und boͤsen Ein— druck, der durch List und Leichtsinn schon bereitet ist, zu rechter Zeit zu wehren. 3. Durch Ernst und weise Freundlichkeit, und, leiden sie, durch Sorg— samkeit erwirbt man ihr Vertrauen. Wie leicht laͤßt sich dann Folgsam⸗ keit und Lernbegier und G'nuͤgsamkeit, kurz, Tu⸗ gend darauf bauen! 4. So bald es ihr Ver—⸗ stand vermag, versuche man mit jedem Tag ihr Denken zu erweitern, doch auch durch Mannigfaltig-— keit des Unterrichts und Leichtigkeit die Seele auf⸗ zuheitern. 5. Der Erde und des Himmels Pracht, werd' ihnen fruͤh bekannt ge— macht, als Werk der ew'— gen Guͤte, die unaufhoͤr— lich wirksam ist, daß sie, was lebet, und genießt, begluͤcke und behuͤte. 6. Belehrt sie oft: Gott ist uns nah', der, eh wir waren, auch schon da, als Vater an uns dachte, Vernunft und Freyheit uns mit ihr verlieh', uns besser, als das Thier, und sich selbst aͤhnlich machte. 7. Lehrt: was er macht, sey groß und schoͤn! es sey nicht schwer, das zu versteh'n, was er von uns begehret, und daß er nie— mand herrisch zwingt, nur das, was wahren Scha— den bringt, als Vater uns verwehret. 8. Lehrt: Wer nach Gottes Willen gut und weise ist, und emsig thut, was mit der Pflicht beste⸗ het, nur der sey seiner eiebe werth, und daß, wer so den Vater ehrt, den Weg zum Heile ge— het. 9. Lehrt: Der den Geist so edel schuf, gab ihm auch Kraft, Trieb und Beruf zum ewig frohen Leben. Dieß habe er uns zugedacht, und dem, der sich deß wuͤrdig macht, werd' ————————————2—, 424 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. werd? er es einstens ge⸗ ben. 10. Gott! der du diese Hoffnung schenkst, des Denkens Trieb zur Wahr— heit lenkst, und unser Herz zur Tugend, du, guͤt'ger Vater Ro verleih', daß unsre Muͤhe fruchtbar sey zur Bildung unsrer Jugend! II. Laß sie, was ewig nuͤtzt, versteh'n, auf Ein-⸗ sicht mehr und Tugend seh'n, als Tand und Ei—⸗ telkeiten, die, wenn man ihnen sich ergiebt, und Sinnenlust unmaͤßig liebt, zu spaͤte Reu bereiten. 12. Erhalt ihr Herz in Reinigkeit, daß sie mit Ernst zu rechter Zeit die boͤse Lust bekriege! mach“ sie stets ihrer Pflicht ge— treu, und steh' ihr in Versuchung bey, daß sie nicht unterliege. Mel. Der du stets unsre Zuflucht ꝛc. Eindringlich belehrend. zroß ist, ihr 460. Aeltern! eure Pflicht! verzaͤrtelt eure Kinder nicht; gewoͤhnt sie schon in fruͤher Zeit zu nuͤtzlicher Geschaͤftigkeit. 2. Wohl euch, wenn keines je vergißt, was aller Weisheit Anfang ist! daß Liebe gegen Gott, und Scheu vor ihm nur wahre Weisheit sey. 3. Lehrt sie, wann ihr Verstand erwacht, Gott kennen, Macht; lehrt⸗sie auf seine Werke seh'n, und, was sie lernen, auch versteh'n! 4. Sorgt zwar fuͤr ih⸗ ren Leib, doch mehr fuͤr ihren Geist, und schaut umher, was ihrer Un- schuld schaden kann, und fuͤhrt sie fruͤh zur Tugend an. 5. Erstickt durch Bey— spiel und durch Zucht der ersten Suͤnden Keim und Frucht, weckt ihr Gewis— sen und enthuͤllt in ihnen fruͤh des Schoͤpfers Bild. 6. Zerstoͤrt des Lehrers Unterricht zu Haus durch eigne Laster nicht, schützt fuͤr der Strafe seiner Hand nie ihren Trotz durch Unverstaͤnd. 7. Gern ahmt das Kind dem Vater nach, spricht ohn' Bedenken, was er sprach, verehrt Gott auch, wenn er ihn ehrt, und flucht, wenn es ihn flu⸗ chen hoͤrt. seine Lieb' und. ö—— . Hti 63 Walt, Hett Alain 0 Aste r lasc Lr suret 5 Wig, we Iltha, 0 Ihtt, 0 Iel füh , Vißt, in gel 11* Wsld di Ulhtgiert , Penn 1 . Jhr sshwach Iun ruͤhm Wa euch ssg eurer fühen I. Hrei Mben fa 0 eeine m I pahgt schon han. I. Den Munt Wibe IW oshe Ich bela hnndth sclagth — ohl H e vergiß, iSheit Mu be Run heu vor sin Geisheit i. hrt sie, W d erwath seine H lehtt se ehn, Mh auch hers orgt zun b, doch d Geist, N as h Ichaden inn re früͤh uu rsiict du ind durchl unden N. — weckt I. 1 enthultl à Shs rort d cht u aster nial; Straß nie i nberstah un ahntin aler rab edenfen — berehtt 60 r ihn wenn 6 kt. Fuͤr Aeltern. 4²5 8. Oft raubt ein fre⸗ ches Wort, ein Blick dem jungen Herzen Ruh und Gluͤck, facht eine Glut von Luͤsten an, die keine Thraͤne loͤschen kann. 9. Vor Kindern seyd auf eurer Hut! Sie seh'n begierig, was man thut, und thun, vom Sinnlichen geruͤhrt, wozu sie And'rer Beyspiel fuͤhrt. 10. Wißt, daß sie recht und irre geh'n, nachdem sie euren Wandel seh'n. Sie sind durch Beyspiel leicht regiert, weh', weh' euch, wenn ihr sie ver— fuͤhet. 11. Ihr junges Herz ist schwach und weich, drum ruͤhmt vor ihren Ohren euch der Uebertre— tung eurer Pflicht in eu⸗ rer fruͤhen Jugend nicht. 12. Preißt nicht des Knaben falsches Herz, nicht seine Tuͤck als klu— gen Scherz, der wird einst kein wahrhafter Mann, wer schon als Knabe luͤ⸗ gen kann. 13. Denkt nicht, es sey nur Munterkeit, wenn er sich uͤber Schaden freut. Die Bosheit wächst; wird fruh belacht, zu jeder Schandthat kühn gemacht. 14. Erweckt des Guten schnell Gefuͤhl in ihren Herzen; euer Ziel sey nicht bloß Anstand vor der Welt, sey Liebe deß, was Gott gefällt. 15. Bewahrt ihr Herz vor Eitelkeit, gewoͤhnt sie nicht zur Sinnlichkeit, lehrt eure Kinder g'nuͤg⸗ sam seyn, entbehren, und sich dennoch freu'n. 16. Gehorsam pflanzt in ihre Brust, macht ih— nen Folgsamkeit zur Lust, und sichert sie vor Geiz und Neid, zeigt ihnen selbst Vertraͤglichkeit. 17. Straft selten, und zeigt stets dabey, daß es aus Pflicht und Liebe sey, die Lieb' erweicht ste; Ungestuͤmm erzeugt in ih⸗ nen Rach und Grimm. 18. Gewoͤhnt sie an der Tugend Muͤh, an Ernst, an Fleiß und lehret sie, daß Arbeit keine Sklave— rey, daß sie das Gluͤck des Menschen sey. 19. So nehmt euch ih— rer herzlich an. Einst richtet Gott, und fodert dann,(euch war die Ael— ternpflicht bekannt) der Kinder Wohl von eurer Hand. 20. wuͤrdig machen: 426 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. 20. O hoͤrt, wie schlechte Kinderzucht schon mancher hier zu spaͤt verflucht, wenn er die üblen Fol— gen fuͤhlt, und Jammer ihm das Herz durchwuͤhlt. 21. Doch da, wo from⸗ me Jugend bluͤht, die man fuͤr Tugend nur er⸗ zieht, nach Jesu Lehre, Jesu Sinn, o Gott! wie groß ist der Gewinn! 22. Fleiß, Ordnung, Wohlstand, Fried' und Ruh, nimmt dann in allen Staͤnden zu, auf ewig ist dann Gluͤck und Heil der Aeltern und der Kinder Theil. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc. Mit zarter Empfindung. inder gut und 461J. K fromm erzie— hen, zeigt von wahrer Menschlichkeit, ist das wichtigste Bemuͤhen; tu⸗ gendhaft sie in der Zeit, nuͤtzlich fuͤr die Welt zu machen, sie des Himmels diese Pflicht ist theu'r und groß, nichts spricht Ael⸗ tern von ihr los. 2. Waͤchst der Mensch in seiner Jugend unge— dildet, roh heran, ohn' Erkenntniß, ohne Tugend, kann er dann des Lebens Bahn wuͤrdig, mit Ver— nunft betreten? wuͤrdig seinen Gott anbeten? sei— nem Naͤchsten brauchbar seyn? einst den Himmel erben? nein. ö 3. O ihr, denen Gott auf Erden Himmelspfaͤn⸗ der anvertraut; sorgt, daß sie stets besser wer— den, dann habt ihr ihr Gluͤck erbaut! lehrt sie fruͤh den Schoͤpfer lieben, jede Tugend auszuuͤben! dieß ist wahre Zaͤrtlichkeit, Lieb' auf Zeit und Ewig— keit. 4. Euch hat Gott dazu ersehen, dieses große Werk zu thun. Thut ihr's, so wird Wohlergehen auf euch und auf ihnen ruh'n. Gott! der strafet und be— lohnet, keines Pflichtver⸗ geßnen schonet, fodert einst von eurer Hand, eure Kinder, als sein Pfand. 5. Menschenschoͤpfer, Tugendmehrer! laß, zu foͤrdern Menschlichkeit, Vaͤter, Muͤtter, Pfleger, Lehrer, Fuͤrsten und die Obrigkeit mit vereinter Sorgfalt wachen, unsre Jugend fromm zu ma⸗ chen, sie durch gutes Bey⸗ spiel zieh'n, und selbst Suͤnd' und Laster Reh 0. Man Nr h, NU hrist II ht EIA , Meg U„ 2 fieher ssihr Be uf der e Hu . „aß ů h da Aeu. nd b ht und du hde. E cem scgn st zu „Vele Isgkite Mpit d Rinen Aleh, d , sag ht ic unm Kit I. Oot lrn . I Hesi I. Rul G0 dann du h Hurdig, nth Letteten Zott aubeths ichstn ug inst her ein. ihr, dun n Himneh wektraut; stets bist un habt H rbaut! H Schoͤpft! zend ausgd Vahte Ziu „PZeit uup h hat Gh. Pieses gaoßt Thut itl ohletgehn! auf ihnent strafet W eiles Ht Ischonct,] euret. —det, ashan hrer! A, Nensti Aͤtter, N. Juͤrsten 0 — mit vll f Fuͤr Aeltern. 42⁷ 6. Pflanz' in aller Kin⸗ der Herzen weisen, from⸗ men Christen sinn, daß sie nicht ihr Heil verscherzen, laß sie Traͤgheit, Eigen⸗ sinn, Aergernisse, Leicht⸗ sinn fliehen. Unschuld nur sey ihr Bemuͤhen. Fuͤhr' sie auf der Tugend Bahn, daß ihr Fuß nicht gleiten kann. 7. Laß sie ihre Aeltern lieben, dankbar seyn fuͤr ihre Treu. Nie sie kraͤn⸗ ken und betruͤben, Ehr— furcht und Gehorsam sey ihnen Lust und wahre Freude. Schuͤtze sie vor schwerem Leide, laß sie hier gesegnet seyn, fuͤhr' sie einst zum Himmel ein. 8. Welche Freud' und Seligkeiten werden, Va— ter! wir dort seh'n, wenn in deinen Herrlichkeiten, Aeltern, die dann vor dir steh'n, sagen: Vater, von den Meinen, die du gabst, keinen, und fleh'n fuͤr vergilt der vorlor ich dann Kinder sie: Gott! Aeltern Muͤh! Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. Gefüͤhlvoll bittend. Zorge du fuͤr 462². S meine Kin— der! Gott! du selber gabst! sie mir. Zwar, ich weiß es, sie sind Suͤnder, aber auch versoͤhnt mit dir, fuͤr die Zeit und Ewig⸗ keit durch die Taufe dir geweiht, dein zu seyn, und dir zu leben, dir, o Vater! uͤbergeben. 2. Liebreich hast du sie genahret, sie in Schwach⸗ heit unterstuͤtzt, ihnen kicht und Kraft gewaͤhret, in Gefahren sie beschuͤtzt. Sollt' ich dir nicht dank⸗ bar seyn? sollt' ich ihrer mich nicht freu'n? nein! ich preise deine Guͤte mit frohlockendem Gemuͤthe. 3. Du, mein Schoͤpfer und Erhalter, warst mein Gott von Kindheit auf. Sey mein Gott auch einst im Alter! lenk' auch mei⸗ ner Kinder Lauf! Ach verlaß die Meinen nie! segne sie, behuͤte sie, daß sie dir zum Wohlgefallen fruͤh schon deine Wege wallen! 4. Vater! ach! wie viel Gefahren warten ihrer in der Welt, du allein kannst sie bewahren, daß von ihnen keines faͤllt. Unbe⸗ zwinglich laß sie seyn al⸗ len Luͤsten, fromm und rein nur nach deinem Beyfall trachten, und des rasters Ruf verachten. 428 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. 3. Nicht, daß du mit allen Leiden hier auf Er— den sie verschonst, nicht, daß du durch stete Freu⸗ den ihrer Tugend hier schon lohnst, jeden ihrer Wuͤnsche stillst, jede Hoff⸗ nung gleich erfuͤllst, nicht um Schaͤtze, die vergehen, darf und will ich fuͤr sie flehen. 65. Gieb auf dieses Le— bens Reise, wie es laͤngst dein Rath bedacht, das nur, was sie fromm und weise, und zum Himmel reifer macht. Wenn der Seelen Heil zerfaͤllt; so kann doch die ganze Welt nie mit allen ihren Schaͤ— tzen dieses Heils Verlust ersetzen. 7. Doch die Bitte, die ich wage, finde gnaͤdiges Gehoͤr! kann es seyn, laß ihre Tage doch nicht ganz an Freuden leer. Werden sie gepruͤft durch dich, o so sey es vaͤterlich, und dann laß es ihren Seelen nicht an Trost und Staͤr⸗ ke fehlen. 8. Keins von meinen Kindern werde durch das Laster elend, Gott! keins den Freunden zur Be—⸗ schwerde, oder seiner Fein⸗ de Spott! nuͤtzlich laß der Welt fie seyn, keine Nuͤh und Arbeit scheu'n, sich des Mangels zu er—⸗ wehren, stets sich ihres Fleißes naͤhren! 9. Der Triumphtag der Gerechten, sey auch mir ein Freudentag! hilf, daß mir zu deiner Rechten keins der Kinder fehlen mag! dann frohlock ich: Richter! sieh, hier bin ich, hier sind auch Die, die dein Vater mir gelie— hen, sie zum Himmel zu erziehen. Fuͤr Kinder. Mel. Komm, o komm du Geist ꝛc. Eindruͤcklich vorstellend. 463 Kinder, die ihr noch im Kreise eurer guten Aeltern weilt, und um Kleid und Trank und Speise sorglos nur zu ihnen eilt, und durch sie in jeder Pflicht Lehr' empfangt und Unterricht. 2. Kinder! o bedenket fruͤhe, was sie thun fuͤr euer Gluͤck, denkt, die namenlose Muͤhe, euch vom ersten Augenblick eu⸗ res Auf bluͤh'ns bis zur Zeit eurer Reife, stets geweiht! 3. Aelternlieb' ist ohne Schranken. Kinder, nie belohnt ihr sie; danken aber 1 Rolt Mitt Rih, dr g N fr eue Sie a sieben 0 focgsa Wrsaß Unked , hne Haun, Mfe schal YPnen Allkechen, Aberste s ihres Rensch Wse eh ft, in d ssult. Aünge Iund Pf derlor auf der V utem W, bis N seht, send, g „Eure sh ihen, Isdeu Lost Khen, h. upnach. 0 Dank lader It Tlshtstg ———— Ruhes f Tets 6 Rihten!“ CTriumostt seh auch utag! Hih Ideiner Nh Kindet sil n flohlokt sieh, hitt! sind auch! Vater wit ium Hinng, 1 Kides m, o bond eist a Jich vustbol P noch imd in Mlle leid und& Sse sulls Deil, K I er Oflch und Utnt erl o Wl 6 sie hu , dul, Mihe, 2h Iie 4 1H 5 xlieb st . Kunde 1 st/ Fuͤr Kinder. 4²29 aber koͤnnt ihr, danken euren Aeltern Lieb' und Muͤh, danken manche lange Nacht, schlummer— los fuͤr euch durchwacht. 4. Sie aus reinen Her⸗ zen lieben, ihnen treu und fol gsam seyn, nie mit Vorsatz ste betruͤben, jedes Unrecht schnell be⸗ reu'n, ohne Kluͤgeln ih— nen trau'n, und auf ihre Winke schau'n; 5. Ihnen dreist nie wi— dersprechen, ihre Launen selbst versteh'n, still, ge— lassen ihre Schwaͤchen, sie sind Menschen! uͤberseh'n, und sie ehren, bis die Gruft, in des Todes Arm sie ruft. 6. Ringen, daß der Tugend Pflege nicht an euch verloren sey, daß ihr auf der Tugend We—⸗ ge, eurem hohen Rufe treu, bis ihr an dem Ziele steht, jedem kaster trotzend, geht; 7. Eure Kraft den Ael-⸗ tern leihen, wenn sie kraft— los sind und schwach, sie mit Trost und Hilf er— freuen, bey des Alters Ungemach. Dieß ist Kin-⸗ des Dank und Pflicht; Kinder!? dieß vergesset nicht! ö Mel. Weicht ihr Berge ꝛc. Mit innigem Gefuͤhle. 464. Vater! du gabst mir mein Le⸗ ben, o wie preis ich dich dafuͤr! Dank dir, denn du hast gegeben Bute, liebe Aeltern mir. Jeden, jeden Augenblick suchen sie mein wahres Gluͤck. 2. O wie sehr sind ihre Sorgen auf mein waͤhres Wohl bedacht! fruͤhe schon an jedem Morgen, und auch mitten in der Nacht, hab' ich das, was mir gebricht, fehlet mir ihr Beystand nicht. 3. Sie vergessen bloß aus Liebe, ihre eigne Si— cherheit, widmen mir aus edlem Triebe ihre Kraͤfte, ihre Zeit, und mich weise zu erzieh'n, ist ihr eifrig⸗ stes Bemuͤh'n. 4. Moͤgt? ich sie doch wieder lieben, ihnen im⸗ mer dankbar seyn, um ihr Herz nie zu betruͤben, jeden Ungehorsam scheumn, das, was mir nicht boͤse schien, weil sie es verbie⸗ ten, flieh'n. 5. Laß mich, Gott! nach deinem Willen gegen Ael-⸗ tern meine Pflicht willig und mit Lust erfuͤllen, kraͤn⸗ 430 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. kraͤnken sie aus Leichtsinn nicht. Nie reiß Hang zum Eigensinn mich zum Un⸗ gehorsam hin. 6. Wenn sie mir Ver⸗ weise geben, weil ich un⸗ gehorsam bin, o so lenke mein Bestreben, Gott! zu meiner Beß'rung hin. Laß mich; was ich that, bereu'n, nie mehr unge— hoͤrsam seyn. 7. Sorge fuͤr ihr Wohl⸗ ergehen, laß sie der Er—⸗ ziehung Muͤh' nicht durch mich vereitelt sehen, Va⸗ ter! ach! belehne sie hier und einst nach dieser Zeit mit der frohen Seligkeit. Eigene Melodie. Mit zartem Gefuͤhle. 465 Keine Liebe gleicht N der Liebe, die in Aeltern Herzen wallt; jede kiebe sonst wird kalt, aber, o die Flammentriebe guter Aeltern fuͤr ihr Kind bleiben ewig, was sie sin d. z. O! wie sorglich in der Pflege sind nicht Ael⸗ tern fuͤr ihr Kind! und die rauh'sten Wege sind ihnen immer Blumenwe⸗ ge, die ein jedes fruͤh und spät fuͤr das Wohl der Kinder geht! 3. Ihrer Kinder wegen naͤhren sich oft Aeltern kuͤmmerlich, und versagen Freuden sich, welche keine Pflichten wehren; da, der Kinder Wohl geweiht, sie kein Opfer je gereut. 4. Welcher Vater, um aus Fluten seine Kinder zu befrey'n, stuͤrzte sich nicht selbst hinein? Bluten wird die Mutter, bluten, risse Blut ihr Kind aus Noth, Mutterliebe trotzt dem Tod. 5. Muttertreue, Va⸗ terliebe, uͤberschwenglich groß seyd ihr! o, wie elend waͤren wir ohne diese Himmelstriebe, die, an Huld unendlich groß, Gott in Aeltern Herzen goß. 6. Aelternliebe! Haab und Gaben, Herzenstu⸗ gend, Kunst, Geschick, Geistesbildung, unser Gluͤck, alles, was wir immer haben, alles Gute stroͤmt aus dir. Gott der Liebe, Dank dafuͤr! 7. Kinder, eurer Ael⸗ tern pflegen, sey, bis einst ihr Auge bricht, im-⸗ mer eure liebste Pflicht. Heil dem Kind und Got— tes Segen, das der Ael⸗ tern Weg erfreut, bis ans Grab mit Blumen streut. Mel. — Mdern Hesihle 00 ueben ater, zumn Vleten u 1 Mit Wuen Mlebe d . Hieh 00% Seget MNihr Wüne. III Uhi. adenlo e ele fhte Le Resses Waß unt lichten, Aaptr, Eug d An a Whug: uf FWach Mfuam Hathre X In, m schn aler 6 schtet shich. Hushnig; — r Kadet vy sich ast U. ich, Müuuh sich, wiche. wehrenz x Bohl gepch er je grih Ichet Run Ten seine i. n, sihhgg st hineint Mutter,L It iht Hn Nutterlihe Utterttele, uͤberschaz dihrn9 aͤren hir! Amelshith, 1 unendlih Aelterg ernliebel; Den, Ha Dunst, — auftel 6 erfreul, 7 Bluheg Gehorsam Fuͤr Kinder. 431 Mel. Wer nur den lieben ꝛce. Gefuͤhlvoll bittend. ir fleh'n fuͤr 466. Wẽ unsrer Ael⸗ tern beben dich, aller Vaͤ⸗ ter Vater, an. Du hast sie uns zum Heil gegeben, sie leiten uns auf deiner Bahn. Mit warmem Her— zen danken wir fuͤr deine Vaterliebe dir. 2. Gieb ihnen deinen besten Segen, und Alles, was ihr Herz erfreut. Beschirme sie auf ihren Wegen in ihrer ganzen Lebenszeit. Gesegnet sey ihr Erdenloos, und einst ihr Lohn im Himmel groß. 3. Verleih' uns stets fuͤr ihre Lehren, ein off—⸗ nes, weises, sanftes Herz, und laß uns gern sie kind— lich ehren, daß niemals Kummer, Gram und Schmerz die liebevollen Seelen kraͤnkt, und ihre Liebe von uns lenkt. 4. Auf ihren holden Ruf zu achten, sie durch zu erfreu'n; nie ihre Warnung zu ver—⸗ h achten, nie trotzig gegen sie zu seyn, dieß, Gott! ist aller Kinder Pflicht, dieß lehret uns dein Un⸗ terricht. 5. Ach, wenn sie uns mit Ernst und Liebe zu⸗ ruͤck vom Laster⸗Pfade zieh'n, und wenn sie sich dem boͤsen Triebe zu wi⸗ dersetzen sich bemuͤh'n; dann staͤrk' uns in der Folgsamkeit, die uns dein theures Wort gebeut. 6. Und wenn wir doch aus Leichtsinn fehlen, dann laß uns voll von Reue seyn, und nichts verklei⸗ nern, nichts verhehlen, und sie nur bitten zu ver⸗ zeih'n; dann fuͤhle die ge⸗ ruͤhrte Brust zum Tugend⸗ eifer neue kust. 7. Ja, lehr' uns deine Pfade wallen, und jeder Thorheit widersteh'n, und dir, o Vater! zu gefallen, auch unsrer Aeltern Gluͤck erhoͤh'n. Gieb uns ein Herz, das stets dich liebt, und auch die Aeltern nie betruͤbt. 8. Noch eine Bitte laß uns schuͤtten, Allguͤtiger! in deinen Schoos! es ist die waͤrmste unsrer Bit⸗ ten, du hoͤrst sie, du, an Gnade groß! noch lange laß, wenn's dir gefaͤllt, die Aeltern bey uns in der Welt! 9. Doch, wenn sie einst von hinnen scheiden, und wir 432 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. wir an ihrem Lager steh'n, und dann die Hoffnung ew'ger Freuden in ihren letzten Blicken seh'n; dann segn uns, Herr! ihr letz⸗ tes Wort, und zeig' uns beinen Himmel dort. Fuͤr Geschwister. Bekannte Melodie. Mit zartem Gefuͤhle. 6 Wenn Geschwi⸗ 4 7. ster fromm und weise, nachsichtsvoll und guͤtig sind, wenn in ihrem stillen Kreise stets des Friedens Quelle rinnt. O! dann ruht auf ihnen allen Gottes Blick mit Wohlgefallen. 2. Durch das Band des Bluts verbunden, sollen sie durch's Leben geh'n, und den Reiz der frohen Stunden freundlich meh— ren und erhoͤh'n, sollen Haß und Neid entfernen, und auch Andre lieben lernen. 3. Mit entschloßnem frohen Herzen uͤben sie, was Gott gebot, theilen Freude, Gram und Schmer— zen, mindern jedes Tages Noth, warnen sich, so oft sie fehlen, und veredlen ihre Seelen. 4. O wer wollt' denn diese Bande mit Geschwi— stern gern entweih'n? wer wollt' zu der Menschheit Schande wild mit ihnen sich entzwey'n? Wer Ge— schwister kann betruͤben, wird weit wen'ger Frem-⸗ de lieben. 53. Wo nicht Bruderlie-⸗ be wohnet, wohnt kein Segen, wohnt kein Gluͤck! wer nicht Bruderrechte schonet, von dem weichet Gott zuruͤck! Drum sey, Bruͤder, euer Streben, ganz der Treu und Lieb?' zu leben. 6. Komm dann, Liebe! von dem Himmel, Men— schenfreundin! komm her— ab, leite durch das Welt⸗ getuͤmmel Bruͤder, Schwe—⸗ stern bis ans Grab! laß durch deine Macht auf Erden jedes Herz regieret werden. Fuͤr die Jugend. Mel. Warum willst du draußen ꝛc. Ueberlegend und bittend. 468 Unsre Kindheit, unsre Jugend, I1 jedes Alter darf sich freu'n. Auch die Froͤhlichkeit ist Tugend; aber heilig 206. ie — sh,nh U hethoͤ W Kra il Tout 50 Holtes Hste. Nut l Rur in V drs tob Wechhcge uh'! . 8 de Zuft t alle Mapandelt 7½ I Aehahett, MWl, jedes Vertf fießt! Lonne Whnn sie! Wg, Ge u sc Asstes He zer wolh, de mit entwei der Mi wild mien 2y'n?& kann he wer'hn Tnicht In It, bohl ohnt kenl Yt Broh don dm ickl Dun eutt Eit (Treu uh m dahl, Himme, Sdin! bont Purch W Mͤdty d jans Gi ne Mach es Han Die In um dl ußen Wund hi unste) darf sh Froͤhlaht der Fuͤr die Jugend. 433 sie seyn, nicht ein Tau⸗ mel, der bethoͤrt, der Ge— fuͤhl und Kraft zerstoͤrt, im Taumel wilder Luͤste, Gottes Erde macht zur Wuͤste. 2. Nur in einem reinen Herzen, nur in einer keu⸗ schen Brust toben nie der Reue Schmerzen, wohnet wahre Ruh' und Kust. Unbeherrschte Sinnlichkeit toͤdtet die Zufriedenheit; sie vergiftet alle Freuden, und verwaͤndelt sie in Lei⸗ den. 3. Reiner Sinn und Unschuld schmuͤcket mehr als Schoͤnheit, denn sie mehrt jede Kust, die uns entzuͤcket, jedes Gluͤckes Reiz und Werth. Reinen Herzen fließt der Quell seder Wonne rein und hell; denn sie hoffen voll Vertrauen, Gott im rei— nern Licht zu schauen. 4. Drum, o Gott! laß uns gesellig, froh und willig zu erfreu'n, lie⸗ benswuͤrdig und gefaͤllig, aber nur durch Tugend seyn. Offen, ohne Schmei⸗ cheley, stets bescheiden, und doch frey, ohne Frech— heit, stets bedaͤchtig/ im⸗ mer unsers Herzens⸗maͤch⸗ * Aber V 5. Laß die Frechheit wil—⸗ der Sitten niemals unser Herz entweih'n. Laß, o Gott! Pallaͤst' und Huͤt⸗ ten jeder Tugend Woh⸗ nung sehn. Jeder strebe, wer ein Christ, wessen Wunsch die Tugend ist, daß sein Haus, und daß die Erde nur durch Tu⸗ gend schoͤner werde. Mel. Mir nach, spricht Christus ꝛc. 425 Empfindungs voll. 469 Stets weiser, besser stets zu seyn, strebt meine gan⸗ ze Seele. Der Trieb, die Kraft ist, Vater! dein, dem ich mich neu befehle, du, ohne den ich nichts vermag o segne mich mit jedem Tag. 2. Wie dank' ich dir, daß du mir Muth, und Lust, und Kraͤfte schenk⸗ test; zu dem, was edel ist, und gut, mein Herz so fruͤh schon lenktest! Ich folge dir voll Zuversicht, an deiner Hand, Herr! gleit' ich nicht. 3. Wie kostbar und wie schoͤn sind sie, der Jugend süße Stunden! vielleicht fuͤhl' ich im Alter nie, was ich bisher empfun— Ee den, 434 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛe. den, durch kleine Freuden mich begluͤckt, das Herz von keinem Gram ge⸗ drückt. 4. Dieß Herz sey dir, der mir es gab, mein Leben dir geweihet. Stets naͤher fuͤhrt mich an das Grab, wo man nicht Saaͤt mehr streuet, ein jeder Tag und Augen⸗ blick; und keiner kommt jemals zuruͤck. 5. Kein Wunsch, kein banges Sehnen bringt mir eine Stunde wieder, die ungenuͤtzt sich mir ent⸗ schwingt. Auf schnellerem Gefieder flieht jede; nur mit Heiterkeit erscheint die, so ich dir geweiht. 6. O daß ich stets, wie jetzt, so heiß, nach wah— rer Weisheit strebte! O daß ein immer reger Fleiß in meinem Herzen lebte! Mit Wonne saͤh' ich dann, als Mann, einst meiner Jugend Tage an. Mel. Wie groß ist des Allmächt'gen ꝛc. Ermunternd. ö Mohl dem, der 470. Weeines Lebens Morgen nur seinem Herrn und Schoͤpfer weiht, be— schaͤftigt mit den großen Sorgen der Aussaat fuͤr die Ewigkeit! Er wird die wilde Lust der Jugend und jeden Reiz des La⸗ sters flieh'n; sein Herz wird nur fuͤr Gott und Tugend, für Pflicht und Recht, und Wahrheit gluͤh'n. 2. Er wallt gestaͤrkt und immer heiter auf seiner rosenvollen Bahn, geht in Erkenntniß immer wei—⸗ ter, und blickt getrost zu Gott hinan, besiegt durch fortgesetztes Streben, durch Fleiß, Wachsamkeit, die ihn oft umgeben, und seine eigne Sinnlichkeit. 3. Wie freudenreich sind seine Tage! wie sanft ent⸗ fließt ihm seine Zeit! ihn zwinget nichts zur spaten Klage, ihn reut nicht die Vergangenheit. Er saͤtt den Saamen jeder Tu⸗ gend, und freut sich sei⸗ ner Aernte schon; denn schon die Bluͤte seiner Jugend, verheißet ihm des Alters Lohn. 4. Er ist der Aeltern Trost und Wonne, er sammelt ihren Segen ein, gensonne, kann er sich seis nes Schoͤpfers freu'n. Er geht mit Muth und Kraft durch's und Ernst und Verfuͤhrer, und heiter, wie die Mor⸗ — Ruht lehe Uideheit I N. Zeit h, ö Vhet! „des 0 I eln e Weunboll. Hacgang Feuden, a auft AMhilich nd eht sht, die Wn Ir Wauend ei Ihene Y „ Wbnend ul Ast mei is Rein Aucht un um Tu Igb'ich Ip, guter 13 daß Wege Welg moͤ „Mein 3 00,P Wer in F. EUer fül suc die W r gu Mut mich In doh Fuͤr die Jugend. 435 —— 5 In Uint durch's Leben, seeht mit mich in der Ferne schon, Hlitl E. Zufriedenheit zuruͤck, und,[daß sie mich nicht errei⸗ uld v iu N I — wenn die Zeitverschwender beben, so fuͤhlet er der chen, die Klugheit, aus- zuweichen. c‚tz in Weis heit Gluͤck. 3. Mein Herz, vom 1 für Hil 5. Des Frlommen Tod Lasterdienst noch rein, ist fir Ach: ist nur ein Scheiden aus jung und unerfahren. und Ah dieser unvollkomnen Welt,[Wie leicht, geblendet durch ö ein Hingang zu den hoͤh' den Schein, stuͤrzt es sich palt gh ren Freuden, die ihm der in Gefahren, ach! mache heiter auf l Himmel auf behaͤlt, ja, mich mir selbst bekannt, llen Bu. unvergaͤnglich ist die Kro⸗[und gieb mir Weisheit Aniiß um. ne, und ewig rein die und Verstand, stets auf dͤlich uh. Seligkeit, die der gerechte dein Wort zu schauen, Inan, Hh!. Gott am Throne der frü⸗und nie mir selbst zu bttb Etn hen Tugend einst verleiht.trauen! und in .— ö 4. Du pflanztest, Herr! nfeh, 0 S in meine Brust, die Trie⸗ n Innig bittend und uͤberlegend. be zum THang 36. hilf inmir den Hang zu jeder hi stuhn 4 7J. I Angesicht, du Lust, die du verbeutst, gene Schoͤpfer meiner Jugend, besiegen! Dein unaus⸗ hm sien, gerwirf mein kindlich Fle⸗ bleibliches Gericht vergesse nihé hen nicht um Weisheit meine Seele nicht, und ihn un und um Tugend! mein lehr' mich fromme Freu⸗ Authet, Leben hab' ich ja von dir, den von eiteln unterschei—⸗ ame1 drum, guter Vater! hilf den. und ann du mir, daß ich der Tu⸗ 5. Von dir, o Gott! untt 10 gend Wege stets muthig werd' ich bewacht, bin die 11. wandeln moͤge. ganz mit dir umgeben, „ bel 2. Mein Weg ist schluͤ⸗vor dir bedeckt nicht Mit— 10t boh pfrig, wer erhaͤlt mich, ternacht, noch Einsamkeit it daß mein Fuß nicht glei⸗Umein Leben. Die Suͤnde, Id Wil te? Wer fuͤhrt mich sicher Sdie im Finstern schleicht, hen EU, durch die Welt, und gehtverbirgt vor Menschen sich ur, MVY. mir treu zur Seite? wervielleicht, vor deinem An⸗ 0 Im warnt mich, wenn Ge-gesichte steht sie im hellen Uyfethfü fahren droh'n, und lehrtLichte. Ee 3 6. 336 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛe. 6. Den Leichtsinn, der mich oft verfuͤhrt, das Boͤse zu erwaͤhlen, den Ehrgeiz, der den Stolz gebiehrt, das Merkmal schwacher Seelen, die Traͤgheit, die den Geist verzehrt, und jeden Trieb zum Laster naͤhrt, laß nie zu ihren Suͤnden, o Gott! mich willig finden. 7. Wenn sich auf mei⸗ ner Jugendbahn, mich in ihr Netz zu ziehen, Ver— führer meiner Unschuld nah'n, so laß mich klüg— lich fliehen; ihr Beyspiel, Herr! eutferne nicht mein Herz von dir und deiner Pflicht. Ihr Spotten und ihr Lachen laß nie mich wankend machen. 8. Der Tugend heilige mich ganz, mein Schoͤpfer und Erhalter, sie werde meiner Jugend Glanz, und einst mein Trost im Alter. Erhalte mein Ge— wissen rein, laß keinen meiner Tage seyn, der nicht zu deiner Ehre ge— schmuͤckt mit Tugend waͤre. 9. Ach! lehre mich den Werth der Zeit, daß ich sie nie verschwende, daß ich mit kluger Thaͤtigkeit zum Guten sie verwende. Gott! meiner Jugend Fleiß und Muͤh laß nicht umsonst seyn, segne sie, laß auch durch mich auf Erden dein Werk gefoͤr— dert werden. Eigene Melodie. Innig bittend und er waͤgend. AIch will in stiller 472. X Einsamkeit, zu dir, mein Herz erheben, o moͤgtest du mir Freu⸗ digkeit, dich anzurufen, geben, laß meine Seele keusch und rein, und treu in deiner kiebe seyn, und suchen, dir vor allen, o Vater! zu gefallen. 2. Vor Stolz und Selbstgefaͤlligkeit bewahre meine Jugend! mein Vor— zug sey Bescheidenheit, und meine Schoͤnheit Tu⸗ gend! gieb mir den sanf⸗ ten stillen Geist, der dich durch seine Demuth preißt, den Naͤchsten nie verach⸗ tet, sich selbst zu bessern trachtet! 3. Laß Eitelkeit und Pachtlust nicht mein jun—⸗ ges Herz entzuͤnden; sie macht mich untreu meiner Pflicht, und bahnt den Weg zu Suͤnden. Ge⸗ suchte Zier und Pracht der Welt ist nicht der Schmuck, der dir Bs u — ebn,, it Hal Il Hleb, Hlichket lbe stet sn thätig trag Wuene de 0 ud laß , sEe nl 1 Ichahr Is nie v ch und! Waß sie An enteht V, der W, laß , wie de Male 0 N Wůltlu WWmpfn Ve sun Whiner E % daßen WA Meil W gudlen Shicks Freund , U sch ein ein Vhn h den. ane Mih tend und g Ach bih 0 in Hag hu 5. bich G h, laß ngfe ind 0 er Hahe H dir vre gesthe Vor E fällgbet jugend'mih D- 0 ine Cchihhe gieb mit 1 n Gast ine Duh achien te sihs R chn ncht hiß ln 0 uu 6 Fruͤhes Leiden. 437 du willst, ich soll be— scheiden, mit Zucht und Schaam mich kleiden. 4. Gieb, daß in stiller Haͤuslichkeit ich eitle Zeit— vertreibe stets gern ent— behr', und allezeit im Guten thaͤtig bleibe! gieb, daß zu traͤger Taͤndeley mir meine Zeit zu kostbar sey, und laß es mir ge⸗ lingen, sie nuͤtzlich zuzu⸗ bringen. 5. Bewahr mein Auge, daß es nie unreine Glut ernaͤhre; und meine Rede, Gott! daß sie kein frecher Scherz entehre. Den Um— gang, der Verfuͤhrung droht, laß mehr mich fliehen, wie den Tod, und willig alle Freuden der rohen Weltlust meiden. 6. Laß fromme Freun⸗ dinnen in mir ein Herz, wie ihres, finden. Ver⸗ knuͤpf durch Unschuld uns, daß wir der Senuntehal⸗ Gluͤck empfinden. Laß uns⸗ re Liebe sanft und rein, wie deiner Engel Umgang seyn, daß nimmer unsre Seelen Neid oder Arg⸗- wohn quaͤlen. 7. Schickst du einst ei⸗ nen Freund fuͤr mich, so gieb, daß ich ihn waͤhle! er sey ein Christ, und fuͤrchte dich, und lieb auch meine Seele. Laß seines Hauses edle Zier mich werden, Gott! laß ihn in mir, die beste deiner Ga—⸗ ben fuͤr dieß sein Leben haben! 8. Die Unschuld sey mein hoͤchster; Ruhm, den niemand laͤstern koͤnne ein guter Ruf das Eigen⸗ thum, das jeder gern mir goͤnne. Durch Sanftmuth nur und Haͤuslichkeit, durch Frohsinn, 8. 2 und Sparsamkeit, laß, Vater! mich auf Erden beliebt und glüulich werden. In fruͤhem Leiden. Mel. Nur kiebe, rein von ꝛc. Traurend. Se fruͤh bringt, Gott! mich deine Hand in einen kum⸗ mervollen Stand, und, ach! auf einer dunkeln Bahn tret' ich den Lauf des Lebens an. 2. Ich fasse deinen Rathschluß nicht, doch sey es, Vater! meine Pflicht, im Dunkeln auch auf dich zu seh'n, und willig dei⸗ nen Pfad zu geh'n. 3. Wie treulich du mit mir es meinst, dieß, mein 438 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. mein Gott! erfahr' ich einst, vielleicht noch in der Pruͤfungszeit, gewiß in deiner Ewigkeit. 4. Gieb Staͤrke, daß ich dir getreu in meinem fruͤhen Leiden sey! Laß nur der Tugend Weg mich geh'n, und stets auf deine Hilfe seh'n! Hohes Alter und Verhal⸗ ten dagegen. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Mit ruhiger Empfindung. 474. u, Herr von meinen Ta⸗ gen! hast mich voll Huld getragen von meiner Ju-⸗ gend auf, auf allen mei⸗ nen Wegen, umgab mich, Gott! dein Segen; auch selbst im schwersten Lei⸗ dens lauf. 2. Oft hatt' ich große Sorgen, doch wie ein heit'rer Morgen durch dunkle Naͤchte bricht; so hab' ich's auch erfahren, du weißt uns zu bewah—- ren, und fuͤhrst durch Finsterniß zum kicht. 3. War Menschenrath vergebens, so warst du, Herr des Lebens! mein Licht auf dunkler Bahn. Dich ließ ich thun und rathen, denn du thust große Thaten, und nimst dich unsrer huldreich an. 4. Bis zu des Alters Tagen will ich dich heben, tragen, und dein Erretter seyn. Dieß hast du mir versprochen, und nicht dein Wort gebrochen. Deß will ich mich auch immer freu'n. 5. Du wirst im hohen Alter mein Stab seyn, mein Erhalter nach deiner Vatertreu. Bin ich gleich schwach und muͤde, bey dir ist Trost und Friede, du stehst mir Schwachen maͤchtig bey. 6. Nach wenig bangen Stunden hab' ich ganz uͤberwunden, ich bin dem Ziele nah, dem Ziele al⸗ ler Leiden. O welche hohe zreuden erwarten meine Seele da! 7. Ich harre froh und stille, bis, Herr! mein Gott! dein Wille mich nach dem Kampfe kroͤnt! An meiner Laufbahn En— de sink' ich in Jesu Haͤn⸗ de, denn er hat mich mit dir versoͤhnt. J0 fü Wclchet Mafahre Wade Wsud m 10⁰ Helob Ultteu, e brach 0 Unden Whit! Mh Ische Wuit, d Isn Eude! Whhfalig % Aes v Bewa Aur mich Meot Sü en finde „ Wltzlich uch fůt d hakn, me rer hulbng id zu dW f vill ich dehh, und dah dit Dieß haf hye Hen, W Wort gan ill ich th fteulj. WiksHi mein Sth rhaltet tle el. Bur und Nlh, Trost M st mit ehl bah, da! Hohes Alter und Verhalten dagegen. 439 Bekannte Melodie. Mit zufried'ner Empfindung. 475. tets warst du meine Zuver⸗ sicht, und bist es noch im Alter, verlaß auch nun mich Schwachen nicht, mein Schoͤpfer, mein Er⸗ halter! 2. Ich fühle die Be—⸗ schwerlichkeit der hoͤhern Lebensjahre, und steh' am Rande meiner Zeit. Nah' sind mir Sarg und Bahre. 3. Gelobt sey deine Vatertreu, die mich bis hierher brachte, mir wohl that, und mein Herz da⸗ bey mit dir zufrieden machte. 4. O sey auch fernerhin mit mir, daß ich bis an mein Ende dir folg', und wohlgefaͤllig dir des Le— bens Rest vollende! 5. Bewahre auch im Alter mich vor Thorheit und vor Suͤnden, und laß mich, o! das bitt' ich dich, stets Kraft zun Guten finden. 6. Daß auch mein Al⸗ ter nuͤtzlich sey, und lehr— reich fuͤr die Jugend, ich dir die schwachen Kraͤfte weih', dir, und dem Dienst der Tugend. 7. Erhalt' in mir Zu⸗ friedenheit auch bey des Lebens Plagen, und laß mich mit Gelassenheit die Last der Jahre tragen. 8. Viel heit're Tage gabst du mir, befreyt von Sorg' und Graͤmen, wie sollt“ ich, Vater! denn von dir nicht auch die truͤben nehmen? 9g9. Es dauert ja nur kurze Zeit, was ich noch etwa leide, und dann gewaͤhrt die Ewigkeit mir ungestoͤrte Freude. 10. Da druͤckt mich keine Schwachheit mehr, verjuͤngt werd' ich da le⸗ ben, und wonnevoll dir Preis und Ehr fuͤr deine Treue geben. 11. Hilf, daß ich taͤg⸗ lich meinen Blick auf die⸗ sen Wechsel lenke, und taͤglich dieß mir nahe Glück zu meinem Trost bedenke. 12. So leb' ich in Zu⸗ friedenheit auch bey des Alters Schwaͤche, und harre, bis dein Wink gebeut, daß meine Huͤtte breche. Mel. 44⁰ Plichten der„hrsten in Gesellschaften a. Mel. Thaten ꝛc. Mit Pflichtgefuͤhle. 4*— uch noch im spaͤ⸗ 476. A 5 Alter zahit erfahren, sich, o Welterhalter! der Pi begluͤckt durch aun Der fromme Greis m Stabe, bald reif zur Ruh' im Graͤhe, freut noch des Erdenlebens sich. 2. Er rufet nicht ver— Deoens im Herbste seines Lebens dich, Ewigguter! an. Du troͤstest ihn Im 11 laͤßt oft noch Ju⸗ endfreuden ihm bluͤhen auf der oͤden Bahn. 3. Des frommen Alters Buͤrde erhoͤhet ihre Wuͤr— de, ist Eie 5 Achtung werth. ie haben viel Sactamüit oft mit Gefahren, und man⸗ ches Gluͤck der Welt ge⸗ waͤhrt. à. Jetzt ruft sie vom Geschaͤfte der Mangel ih⸗ rer Kraͤfte und noͤthigt sie zu ruh'n. Ich soll in jungen Jahren nie Fleiß und Ei ser sparen, fur sie, so viel ich kann, zu thun. 1. Ja, ich, will mich bestreben, die nah' am Ziele leben, wie du, Gott! zu er freu'n. Ich will die In allen meinen Alten ehren, will ihre Ruh' nicht stoͤren, mwill ihnen Beystand, Troster seyn. 6. O! Fuͤhrer meiner Jugend! von dir kommt Kraft zur Tugend. Laß mich doch jederzeit auch diese Pflicht erfuͤllen, dann ehr' ich deinen Willen, und fuͤhle hier schon E ligkeit. Fuͤr Wittwen und Wai⸗ sen. Vorige Melodie. Troͤstend. uf Gott nur 477. will ich% er hoͤrt der Wittwen Fle— hen, und nimmt sich ihrer an. In allem Schmerz und Leide ist er mir Trost und Freude, der Fels, auf den ich bauen kann. 2. Mich leitet seine Gnade auf meines bebens 450 —2 Pfade bis an das stille Grab. Er wird mich nie verlassen! dieß Trostwort will ich fassen, es ist mein —4 20 Wanderstab. 3. Wo seit viel tausend Jahren betruͤbte Wittwen waren, da sah' Gott gnaͤ⸗ dig hin. Er pflegte der Betruͤbten, wenn sie— ren sarken, ,psti Elite sst sei ů 00 U 5 uen 2 10 il % Md 0 in it. Er UW jne, uuh we ase . luch, litte, Scht blgsan Mnicher d f er Wubdere 10 35 slrauen, mein Mich da dcnker Hta. — — hren, xl Hcht sien, Vur Luhh, Uch jodegghhe Rlicht eefoͤlh, ) deineg A le hier stntz 7 Mittwen uch sen tige Maal Trösenj „Ruus 6 N 0 (der Pihn d ninnis Wallen ei de ist Ell eude, 4 ich Hunt Mich lülh auf Mug lis an W. ridn deß Fsasseh,hi Wudersch Fuͤr Wittwen und Waisen. 441 treu ihn liebten, und wandelten nach seinem Sinn. 4. Auch mich wird er bemerken, mich troͤsten, segnen, staͤrken, und mir zur Seite stehn! Wie groß ist seine Guͤte! mit ruhigem Gemuͤthe will ich auf seinen Wegen geh'n. 5. Ich will ihn glaubig ehren, und meine Tugend mehren, in stiller Ein⸗ samkeit. Er sieht ja, wie ich's meine, er sieht auch, wann ich weine, und giebt mir, was mein Herz er⸗ freut. 6. Auch, wenn ich noch mehr litte, bis zu dem letzten Schritte will ich ihm folgsam seyn. Er pruͤft mich nur durch Lei⸗ den, und fuͤhrt zu hoͤhern Freuden bewaͤhrt erfund'— ne Dulder ein, ). So eilen meine Tage mit jeder Last und Plage, wie Traͤume, leicht dahin, ich lege meine Glieder im Tode ruhig nieder, und weiß, daß ich erloͤset bin. 8. Einst geh' ich, den zu schauen, der ewig mein Vertrauen, mein Gott ist und mein Freund, Wie will ich dann ihn ehren! ihm daͤnken fuͤr die Zaͤh⸗ ren, die ich als Wittwe hier geweint. 9. Dann find' ich, die ich liebte, und deren Tod mich truͤbte, in meines Gottes Hand, dann trennt kein Tod uns wieder, dann schallen unsre Lieder durch's thraͤnenfreye Va⸗ terland. Mel. Nur Liebe, rein von ꝛc. Traurig. 478. De besten * Freund, den Gott mir gab, um⸗ schließet, ach! zu fruͤh das Grab. Verlassen, einsam geh' ich hin, und weine, seit ich Wittwe bin. 2. Er war mein Trost, und meine Brust empfand an seinem Umgang Lust, wie redlich war sein off—⸗ nes Herz, und wie geruͤhrt hey meinem Schmerz! 3. In seiner Liebe fand ich schon der Tugend schoͤ—⸗ nen, großen Lohn. Ein Vorschmack jener Selig-⸗ keit war hier schon unsre Lebenszeit. ö 4. Doch nun ist aller Trost dahin, ach, seit ich Wittwe worden bin, ist nichts, das mich erqui⸗ cken kann, als nur sein Bild; der theure Mann! * 442 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. 5. Wer wird mich jetzt im Schmerz erfreu'n, im Alter weine Stuͤtze seyn? Wer sorgt so treu, so liebevoll fuͤr mich und meiner Waisen Wohl? 6. Vergeh'n muͤßt' ich in meiner Noth, haͤtt' ich nicht deinen Trost, o Gott! daß du mein Freund und Helfer seyst, dieß heilet den zerschlag'nen Geist. „. Mein thraͤnend Auge sieht auf dich. Erhaite meinen Kindern mich! Sey uns, was unser Freund uns war, ver— sorg'ꝰ uns, schuͤtz uns in Gefahr. 8. Einst, nach der stillen Grabesruh', fuͤhrst du den Mann mir wieder zu, um den ich Jahre lang ge⸗ weint, dann bleiben ewig wir vereint. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Troͤstlich und flehend. 479 FIm Fruͤhling 25 meiner Jah⸗ re, Gott! sah' ich schon die Bahre des besten Va⸗ ters steh'n, und sie, die mich gebohren, war fruͤh fuͤr mich verloren, ich mußt ihr Grab als Kind schon seh'n. 2. Doch du willst auch an Waisen dich liebevoll beweisen, und ihnen Gu⸗ tes thun, Verlaßne willst du naͤhren, die Vaterlo-⸗ sen hoͤren, und Segen soll auf ihnen ruh'n. 3. Auch mich kannst du nicht hassen, auch mich nicht ganz verlassen, drum will ich dir vertrau'n; dein Herz ist mir noch offen, drum will ich auf dich hoffen, und stets mein Heil auf dich nur bau'n. 4. Du wirst auch mich ernaͤhren, und Freuden mir gewaͤhren, wo ist ein Gott, wie du? O guter Vater! schenke mir frohen Muth, und lenke der Menschenfreunde Herz mir zu. 5. Und wenn in fruͤhern Jahren Verfuͤhrung und Gefahren mich rings um-⸗ her bedroh'n, dann stehe mir zu Seite, damit mein Fuß nicht gleite, dann zeige mir der Tugend Lohn. 6. Ja, schon in meiner Jugend gieb kust und Trieb zur Tugend, o Va⸗ ter! mir ins Herz! denn nur auf deinen Wegen ist Freude, Ruh und Segen, und Suͤnde bringt nut Quaal und Schmerz. 7. üe — „ Die Vauhen, ihichen hul se! cht Whast Hfehe: Venn Asheide, 1 Ansch hel 0 u di Ien n sieße fs Iurie Hle . 8 Vittw MWse dich I laß Wschit Ech st Mfind R Wbelche dir s ssster', II, uutad Hron Ahsch , sey At für sist, vol Mfung, huld ul Ean uc h und U „, May len, de du en, u 0 Rihnen uuhh, ch nich imn sen, ub nij verlasthh dik dalhh lez ist ni drum wil 6 sffen, Toeil auf R. * àwits atht , und sr haͤhren, w wie dus. schenke nt aund enfreul wenn it Vetfühuun ren mich dih xoh'N, W Sete, Ros dich n nit der A I. , schh II N lit ins chl f deinen W Fuͤr Herrschaften und Diensiboten. 443 5. Die nun sich treu bemuͤhen, mich christlich zu erziehen, verlaß, o Gott! sie nie, ich kann sie nicht belohnen, doch du hast Himmelskronen. Ich flehe: Herr! belohne sie! 8. Wenn einst auch ich verscheide, dann schwebe Heil und Freude auf ewig um mich her, dann laß mich vor dir stehen, die Aeltern wieder sehen, dann fließe keine Thraͤne mehr! Mel. Nur Liebe, rein von ꝛc. Flehend. 480 Gott! erbar— me vaͤterlich der Wittwen und der Waisen dich! sey ihr Ver⸗ sorger! laß sie nie verza⸗ gen, schuͤtz und segne sie. 2. Sey selbst ihr Vater, Trost und Rath! die Witt— we, welche Kinder hat, soll, dir sie zu erzieh'n, sich freu'n, keusch, sittsam, still, untadlich seyn. 3. Fromm, lehrreich, nur geschwaͤtzig nicht, sey jede, sey ein scheinend Licht fuͤr ihr Geschlecht, sanft, voll Geduld, und Hoffnung, Herr! auf dei— ne Huld! 4. Es nehme, wer sie segnen kann, sich ihrer mild und liebreich an! wohl dem, der sie be— gluͤckt und ehrt, denn er ist dir und Menschen werth. 5. Hilf ihnen! Sey der Waisen Gott! fruͤh lehre diese dein Gebot, Fleiß, Demuth, Dienstbeflissen⸗ heit, zur Tugend Lust und Willigkeit. 6. Bewahre sie fuͤr Aer⸗ gerniß, und mach' auch ihren Gang gewiß auf deinen Wegen! leite sie, verlaß sie in Versuchung nie! 7. Daß, wer sie sieht, sich ihrer freu, und gern ihr Rath und Beystand sey, daß sie hier gluͤcklich, sich auch dein, o Gott! in deinem Himmel freu'n! Fuͤr Herrschaften und Dienstboten. Mel. Mir nach, spricht ꝛc. Erwaͤgend und bittend. urch dich, Gott! 481. Damnich Hwas ich bin, und ist's nicht dei⸗ ne Gabe, daß ich, als Herr, mir zum Gewinn, die mich bedienen, habe? Ersparung mancher eig— nen 444 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. nen Muͤh schafft deine Vorsicht mir durch sie. 3. Gieb, daß ich ihnen jederzeit mit Freundlich⸗ keit begegne, nie hart sey, ihre Thaͤtigkeit mit meinem Beyfall segne, und unter schalem Vor—- wand nie ihr den ver⸗ dienten Kohn entzieh'. 3. Erfuͤllen sie mit Red⸗ lichkeit, mit Aufwand ih⸗ re Kraͤfte, was ihnen ihre Pflicht gebeut in meinem Hausgeschaͤfte; so gieb, daß ich fuͤr ihre Treu nicht fuͤhllos, nein! erkenntlich sey! 4. Hilf, daß ich jedem seine Pflicht auf's moͤg⸗ lichste versuͤße, daß er, wenn Hilfe ihm gebricht, sie auch von mir genieße, daß ich ihm, fehlt er, gern verzeih', und, wird er krank, sein Pfleger sey. ö 3. Auch der geringste Diener ist bestimmt zum hoͤhern Leben, fuͤr ihn und mich hat Jesus Christ sich in den Tod gegeben. Vor dir, o Richter, hat mein Knecht mit mir der⸗ einst ein gleiches Recht. 6. O praͤg' auf's tiefste dies mir ein! nie muͤß' ich mich erkuͤhnen, tirannisch gegen die zu seyn, die — meinem Hause dienen! auch wer mir dient, ist Mensch, wie ich. Hilf, daß ich ihn so lieb, als mich! Bekannte Meloͤdie. 52 Nachdruͤcklich. ö erufen hast du 48². B mich, ür Gott! in And'rer Dienst zu leben, um hier dadurch mir taͤglich Brod und Un-⸗ terhalt zu geben. 2. Ich soll der Welt in diesem Stand mit mei—⸗ nen Kraͤften nuͤtzen, und du, du willst mit Vater⸗ hand dabey mich leiten, schuͤtzen. 3. O laß in meinem Dienst mich nie dieß aus den Augen setzen, und, kostet mir's auch Kampf und Muͤh, nie meine Pflicht verletzen. 4. Laß immer deinem Rufe treu, mich meiner Herrschaft Willen, daß sie sich meines Dienstes freu, mit Eifer, Herr! erfuͤllen! ö 5. Hilf, daß ich als mein eignes Gut, das Ihrige betrachte, auf al— les, was sie meiner Hut vertraut, mit Sorgfalt achte! 6. Hir 5 *— — „M kom Siun/ shrgen, de Wrm Hang Ias iht Eith agen. „Die Frell Di Lugend Heschwaͤ Ihhn Sauftn „ Ekkennt „Wch nicht Rost au sse, Gott Rn nicht derden. Mit Wi Au se, er im L IH bey all , Hott! Aheben, 1. Kommt! Pbend bu In nit fimmel mie en ashtien — ous M u Rßz pi ih. f hn slch Dente Mich, ichdtücl, Rerufen j 2 mich, Mdern N um hitr ag ich Brod uhl Eu geher. h Wul N Stohd ntt Tften fühg willt mit& beh mih * laß iu f ich nit W. en schej auc x üh, l Werlethe Fuͤr Herrschaften e—————— und Dienstboten. 445 6. Nie komme mir es in den Sinn, mit raub⸗ begier'gen Haͤnden aus niederm Hange zum Ge— winn ihr etwas zu ent⸗ wenden. 7. Die Freude, die ihr widerfaͤhrt, ihr Wohl— stand, ihre Ehre, das al— les sey auch mir so werth, als ob's das Meine waͤre. 8. Die Tugend der Ver— schwiegenheit soll sie stets an mir sehen, nie will ich durch Geschwaͤtzigkeit sie treulos hintergehen. ö 9. Und waͤre sie auch wunderlich, so will ich sie doch lieben. Bey harter Herrschaft kann ich mich ja in der Sanftmuth uͤben. 10. Erkennt sie meine Treu auch nicht; so sey's mein Trost auf Erden, daß sie, Gott! deinem Angesicht nicht kann ent— zogen werden. 11. Mit Wohlgefallen siehst du sie, und wirst schon hier im Leben, mir auch bey aller meiner Muͤh, Gott! deinen Se— gen geben. 12. Kommt meines Le— bens Abend dann, so nimmst du auch mich Muͤden mit Ehren in dem Himmel an, und ber. mir ew'gen Frie⸗ en. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Bittend. zott! deinen 483. G weisen Wil⸗ len soll jeder hier erfuͤllen. Laß ihn mir heilig seyn, und alle meine Kraͤfte von Herzen dem Geschaͤf⸗ te, zu dem du mich be⸗ riefest, weih'n. 2. Zwar muß ich Au⸗ dern dienen, doch dien' ich redlich ihnen, so folgꝰ ich dir, mein Gott! Drum hilf mir ihren Willen so gern und treu erfuͤllen, als deinen Willen, dein Gebot. 3. Lehr' ohne bitt're Klagen des Lebens Last mich tragen, und Weich⸗ lichkeit verschmaͤh'n; im Reden und im Schweigen mich ehrerbietig zeigen, und gern den Weg der Demuth geh'n. 4. Der Herrschaft Wohl zu mehren, und Schaden abzuüwehren, soll meine Freude seyn. Ich will sie herzlich lieben, mit Vor-⸗ satz nicht beteuͤben, und Murrsinn, List und Frech⸗ heit scheu'n. 5. Ich will sie nie be⸗ neiden, will alle Traͤgheit meiden, und alle Jank⸗ sucht flieh'n, will recht thun, 446 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. thun, nicht betruͤgen, nicht laͤstern, und nicht luͤgen, und allem Leichtsinn mich entzieh'n. 6. In meinem Dienst auf Erden stets tuͤchtiger zu werden, sey Freude mir und Pflicht. Wer treu ist hier im Kleinen, den zählst du zu den Dei⸗ nen, und er darf keinen Tag bereu'n. 5. Du bist stets der Gerechte, der Herr der Herrn und Knechte, und beyder Trost und Heil. Der Niedrigste auf Erden kann groß im Himmel werden, hat, wie der Reiche, an dir Theil. 8. Dieß laß mich stets erwaͤgen! denn dieß giebt Trost und Segen, und reicht die Hoffnung dar. Einst wirst du, Hert der Welten! den Fleiß noch mehr vergelten, wo⸗ mit ich Menschen nuͤtzlich barf ich ruhig seyn, danu War. Fuͤr den Landmann. Bekannte Melodie. Heiter. 484 Ven dir, o Gott! 5 0 ist auch mein Stand, du gabst mir Flur und Feld, zum An⸗ Land Luf 05 mir dieh and auf deiner schoͤtl Welt. Hdag 2. Zwar trieft oft Schweiß vom Augescht bey Fleiß und Thaͤtigkeit, was ist's? fehlt doch dem Herzen nicht die wahre Heiterkeit. ö 3. Denn Unschuld wohnt in meiner Brust, genuͤg⸗ sam bin ich auch, was brauch ich mehr? o andre Lust vergeht als wie der Rauch! 4. Hat auch der Reiche Ueberfluß, besitzt er mehr als ich, so üͤbertrifft er an Verdruß und Gram auch oͤfters mich. 5. Muͤhseligkeit ist Aller Loos, in diesem Pilger⸗ thal, der Mensch sey nie⸗ drig oder groß, das sehꝰ ich tausendmal. 6. Thu' ich nur stets, was Gott gebeut, dann lohnet mich Zufriedenheit, und niemand darf ich scheu'n. 7. Ist auch nicht kostbat mein Gewand, nicht le⸗ ckerhaft mein Tisch, doch freuet mich mein nied'rer Stand, denn Geist und veib sind frisch. Hlr Fd blik al Vet, ö Aaltbkeit. 0 Hlein Gem ziebt u Dann eil das kand, ht mein A auch fl ben lit 6. U Ja, U Hert u 0 ktet sei W einst den Tod Mrand. . Drrt aͤrn 0Müh und MWith hier at Wchaligkeit Unnießt l . 9 Gott sssht mein ind ver Ased inme R, wenn Aletrͤgt! I. Jur Tug G Alltdenheit, Eitle ei uch d slshna Iwar t bon M un fihlt l nicht N d. in Unsahen druß ud ers mich Ihsehgtt ö ditseg) Mash I goß, ndmal Fuͤr Kauf⸗ und Handelsleute. 447 8. Und blicken frey in Gottes Welt, seh'n seine Herrlichkeit, dieß ist's, was mein Gemuͤth erhellt, dieß giebt mir Heiter—⸗ keit. 9. Dann eile ich, und bau das Land, und pflan⸗ ze mir mein Brod, und preise auch fuͤr meinen Stand den lieben guten Gott. 10. Ja, gut ist er, mein Herr und Gott, mich leitet seine Hand, an ihr einst wall' ich durch den Tod in's beßre Vaterland. 11. Dort aͤrnt' ich dann nach Muͤh und Schweiß, was ich hier ausgestreut, und Thaͤtigkeit und treuer Fleiß genießt dort Selig— keit. 12. O Gott! wie froh ist jetzt mein Herz, wie selig und vergnuͤgt! o lenk' es immer Himmel—-⸗ waͤrts, wenn mich das Eitle truͤgt! 13. Zur Tugend lenk es, dort ist Gluͤck, Zufriedenheit, weicht al— les Eitle einst zuruͤck, He doch Rechtschaffen⸗ elt. dort ist Fuͤr Kauf⸗und Handels⸗ leute. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Mit angenehmer Empfindung. 485 Es stroͤmt aus deiner Segens⸗ hand uns taͤglich Heil entgegen. Durch dich er⸗ hebt sich Meer und Land zur Fruchtbarkeit, zum Segen. Wie weise, Gott! vertheilst du nicht, was dieser hat, was dem ge⸗ bricht, um Alle zu be⸗ gluͤcken. 2. Als milder Geber zeigst du dich den Voͤl⸗ kern aller Lande, und du verknuͤpfst sie unter sich durch deines Segens Ban⸗ de. Auch ferner Laͤnder Reichthum ist fuͤr uns Gewinn, fuͤr sie auch fließt bey uns des Se⸗ gens Quelle. 3. Du giebst den Schif⸗— fen ihren Lauf auf Stroͤ—⸗ men und auf Meeren, und hilfst dem Flor der Handlung auf, viel Tau⸗ sende zu naͤhren, zeigst uͤberall und allezeit zur Nothdurft und Bequem- lichkeit dem Fleiße sichre Wege. 4. Du giebst auch Weis-⸗ heit und Verstand, daß, wer 4⁴⁸ Pflichten der Christen in Geselschaften ꝛc. wer nur will, sie finde, daß Aller Arbeit, Land mit Land und Volk mit Volk verbinde, hier durch des Landmanns Muͤh und Schweiß, dort durch der weisen Kuͤnstler Fleiß, durch Umtausch, durch Gewerbe. 5. Wer so durch sie ge⸗ winnen kann, der segne sei⸗ ne Bruͤder, wenn er durch ihren Fleiß gewann, durch Fleiß und Wohlthun wie— der! er sey zu seinem Nutzen klug, doch fern von Arglist und Betrug mit Ehrlichkeit und Treue. 6. Herr, unser Gott! wir preisen dich mit dank— barem Gemuͤthe. Du herr—⸗ schest unveraͤnderlich mit Weisheit und mit Guͤte. Geuß deinen Segen fer— ner aus, auf unsern Ort, auf jedes Haus, um Alle zu begluͤcken. 5. Hilf, daß ein jeder redlich sey in seinem Thun und Handel, gerecht und billig, sanft und treu, in seinem ganzen Wandel. Wie gern, o Vater! wen— dest du dem Lande deinen Segen zu, wo solche Renschen wöͤhnen. ner geh'n? Fuͤr Handwerker. Mel. Nur Liebe, rein von ꝛc. Belehrend. 486 Die ihr mit we⸗ nig Wissen⸗ schaft, mit wenig Kunst, gewissenhaft des Fleißes eurer Haͤnd' euch naͤhrt, auch iht seyd Gott und Menschen werth. 2. Auf keine Hoͤhen hin— gestellt, nuͤtzt ihr doch eurer Bruͤderwelt. Ihr schaft durch rege Thaͤtig⸗ keit uns Nothdurft und Bequemlichkeit. 3. Wie ist ein Land so segensvoll, wo jeder wir—⸗ ket, was er soll, wo uͤ⸗ berall der Fleiß regiert, und Redlichkeit sich nie verliert! 4. Wer koͤnnte sich des Lebens freu'n, wenn kei— o bleibt es doch! wer euch nicht ehrt, verdient nicht, was ihr ihm ge— waͤhrt. 5. Ein Mensch, von Stolz und Undank fern, ermuntert euch, und ehrt euch gern. Was wollt ihr denn auf Thoren seh'n, die kalt vor euch vor uͤb er 6. wollte thaͤtig seyn? —— „i 06 Wann ßts bete, nicht h. 0 Dach, Mall folgt: „ Hobt ö 0„ sehd ö d naht As ud en ur cuch d Aiht sch satt, wi hngt di Muacht Pra Iis, die 1 Aaaht. Wi s hat da 16 geheimen a Eeb dankt Isuen Stan Astben sein As für eu ihut, in h sschet Kagt ö Aicht meht Istle partet M. Ver k uslg seyn alles uns . O stebe shaft und urch G. Muben Idd zu he ant gh W I & I Wnig Rft deb nd' euch: sehd 66 werth. Aeine Hih nutzt. Odetweh, ch kegt! Nothur chkeil. ist eit& w V er sol! Fleß gu'n, Ite thäth s doh Fahtt,! 38 iht K Masst d undald — uch/ 0 Was Thoen r euch lichkeit K fonnte Fuͤr Tagloͤhner. 44 6. In euren Herzen habt ihr schon des treuen Fleißes besten Lohn. Euch fehlt nicht Huͤlle, Brod und Dach, und Gottes Beyfall folgt euch nach. 7. Habt Weib und Kind, seyd zwar nicht reich, und naͤhrt mit Gott doch sie und euch. Was hat vor euch der Reiche mehr? ihr schlaft, und werdet satt, wie er. 8. Umringt die Großen auch mehr Pracht, nicht sie ist's, die uns gluͤck— lich macht. Wie mancher Große hat dafuͤr auch mehr geheimen Gram, als ihr! 9. So dankt denn Gott fuͤr euren Stand, genießt die Gaben seiner Hand, die er fuͤr euren Fleiß euch beut, in heiliger Zu— friedenheit! 10. Klagt nie, daß Gott nicht mehr euch gab, auf alle wartet Tod und Grab. Wer koͤnnte hier ganz selig seyn? nur dort wird alles uns erfreu'n. 11. O strebet nur, ge— wissenhaft und fromm zu seyn, durch Gottes Kraft im Glauben willig, bis zum Tod zu halten, was euch Gott gebot! 12. Wer viel empfan— gen hat, von dem wird viel gefodert, angenehm ist, wer im Kleinen treu auch ist, dir, der du aller Vater bist. Fuͤr Tagloͤhner. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Vergnuͤgt. 487⁷ Dich will ich jetzt, mein Vater! loben, du, aller Menschen Gott und Herr! Zwar hast du mich nicht hoch erhoben, doch bin ich auch nicht weniger dein Kind, als Reiche dieser Welt, was ist's, das meinem Gluͤcke fehlt? 2. Wenn mich auch harte Arbeit druͤcket in dem mir nun bestimmten Stand; so werd' ich wie⸗ derum erquicket durch deine gute Vaterhand. Du reichst mir ja zur Arbeit Kraft, die mir mein taͤglich Brod ver— schafft. ö 3. Was konntest du mir bessers geben? du knuͤpfst mein Gluͤck an meinen Fleiß, die Arbeit lohnt mit laͤngem Leben, Ge— sundheit ist der Muͤhe Preis, der Hunger kennt F f des 450 Pflichten der Christen in Gesellschaften u. des Essens kust, dieß ist oft Reichen unbewußt. 4. Der Schlaf erquicket nur die Muͤden, drum bitt' ich dich um Reich⸗ thum nicht, hast du auch Arbeit mir beschieden, gieb nur zur Uebung mei⸗ ner Pflicht dem Koͤrper Kraft, dem Geiste Muth, dann hab' ich mehr als Geld und Gut. 5. Dein sind ja alle Erdenguͤter, wie du sie theilst, wer kann's ver⸗ steh'n? merkt dieß, ihr neidischen Gemuͤther! und statt nach And'rer Gluͤck zu seh'n, genießet in Zu⸗ friedenheit, womit euch Gottes Huld erfreut! 6. Mein Tagwerk will ich treu verwalten, denn dir gefaͤllt nur Redlich⸗ keit, fuͤr wahren Dieb— stahl will ich halten, die haer versaͤumte Lebenszeit. O den verlornen Augen— blick weint keine Thraͤne mehr zuruͤck! 7. Mein Lohn ist klein, bald aufgezehret, doch soll mir nicht vor Hunger grau'n. Der Sperling lebt, von dir genaͤhret, und ich, ich sollte dir nicht trau'n? dir nicht, der doch bey Tag und Nacht fuͤr unser Wohl als Vater wacht. 8. Nein, vielmehr sey mein ganzes Leben, dir guter Vater! stets ge— weiht, zu dir soll sich mein Blick erheben, druͤckt mich ein Leiden dieser Zeit, denn der Gedanke giebt mir Kraft: Gott ist's, der wieder Hilfe schafft! 9. Und blicke ich auf jene Freuden, wie heiter wird alsdann mein Herzl Dort wird die Tugend nimmer leiden, dort druͤckt sie ewiglich kein Schmerz, dort lohnst du dann mit Seligkeit des Erdenlebens Thaͤtigkeit. Fuͤr Kuͤnstler. Mel. Nur Liebe, rein von ꝛc. Ermahnend. 488 Die ihr geuͤbt ů in Kuͤnsten seyd, die Nochdurft und Bequemlichkeit und SWih uns geben. Gott t euch! seyd gluͤcklich, und, wenn Gott will, reich! 2. Seyd nie dem kaster feil, nie sinnt auf Werke, die nur schaͤdlich sind, und wendet eure Kunst nie an zu dem, was euch einst reuen kann. 3. Was wilde Wollust nur begehrt, das ist nicht eu⸗ Hlißes Pil eute tel 1 N di Hynd nicht Bulge t auch füt Wallein Ve Vitten sehn Gebt nie nie aus Echoͤnhe Miz! nu Fleißes uch de he nehtt. Eo duͤrft euch fte Stgens, und heili 0 Gericht AHaler Ver Krieg Mhur kiebe Wanclg 0 Wint. hacht, bisch Iind, und she bey, Apuch wi „ Gehorß Wüah Ihn gern , Rehnh shes H alet! fih zu M ick erheh u kebg. xuh der Hg + Keat; er hiehn! V d blickei den, Ri dann mib! hird de d Eileiden, End lich kein ett st du du des E Dit. Kunsti, Akiebe, Ean Ermahnehl —Oie iht. 0 * Rocho ichleit nog 2 ö glähch, tt Hl, R. fie M sunt aufVN üblch fü, e Kust — vas I Fur Kriegsleute. 451 eures Fleißes werth, ent— weihet eure Phantasie durch sittenlose Bilder nie. 4. Ist Foͤrderung der Tugend nicht fuͤr einen jeden Buͤrger Pflicht? nicht auch fuͤr euch? duͤrft ihr allein Verderber gu— ter Sitten seyn? 5. Gebt nie aus Lob— sucht, nie aus Geiz dem Laster Schoͤnheit, Schmuck und Reiz! nur das ist eures Fleißes Werth, was auch der Tugend Freude mehrt. 6. So duͤrft ihr eurer Kunst euch freu'n, und ihres Segens, fromm und rein und heilig, schaͤmt ihr im Gericht vor Gott euch eurer Werke nicht. Fuͤr Kriegsleute. Mel. Nur Liebe, rein von ꝛc. 5Hsachdrücklich ermahnend. 489 Bewaffnete der ö Krieger Stand bewacht, beschuͤtzt das Va— terland, und stehet dem Gesetze bey, damit sein Ausspruch wirksam sey. 2. Gehorsam, Muth und Tapferkeit seyd stets zu zeigen gern bereit, ver⸗ geßt im Krieg und Frie⸗ den nicht den edlen End⸗ zweck eurer Pflicht. 3. Drum uͤbet stets Be⸗ scheidenheit, wenn man euch Ehr' und Achtung beut. Die ihr der Frech⸗ heit Grenzen setzt, o nie werd' Ruh von euch ver— letzt! 4. Ehrt Wahrheit, Recht und fuͤrchtet Gott; nie werde Tugend euer Spott! wie duͤrften Krieger nur allein nicht Tugend ehren, Suͤnden scheu'n? 5. Zieht ihr in Krieg, so stoͤret nie die Rechte And'rer, schuͤtzet sie! Ge— walt uͤbt ungeheißen nicht, stets leit' euch Lieb' und Christenpflicht. 6. Zeigt euch, als Men⸗ schen, Christen! seyd nie grausam in der Schlacht, verzeiht! raubt niemals And'rer Gut und Gold, vergnügt mit Unterhalt und Sold! 7. Daß ja nicht einer Frevel treib'ꝰ, und jeder schone Greis und Weib, und Kind und Saͤugling, wie den Mann, der wi⸗ dersteh'n nicht mag, noch kann. 8. Wer vor euch nie—⸗ derfaͤllt, den hebt mit Ff Bruͤ⸗ 45⁴ Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. Bruͤderarmen auf, wer bebt, den troͤstet, Bruͤder, nie vergießt Blut, wann der Feind entwaffnet ist. 9. Dann seyd ihr wah⸗ re Helden, seyd Verthei⸗ diger der Menschlichkeit. dem Volke, wie dem Fuͤr⸗ sten werth, vom Vater— land und Gott geehrt. 10. Gott sey mit euch in Fried' und Krieg, mit euch in Niederlag und Sieg, mit euch im Leben und im Tod! Hier segne, dort begluͤck' euch Gott! Fuͤr Reisende. Vor der Reise. Mel. Allein Gott in der Hoͤh' ꝛc. Bittend. ö In deinem Na⸗ 490. men, Herr, mein Gott! schick ich mich jetzt zur Reise. Beschirm' mich vor Gefahr und Noth, damit ich froh dich preise. Herr! Leib und Seel befehl ich dir, Gut, Ehr' und alles, was du mir auf dieser Welt ge— geben. 2. Hilf mir nach deiner großen Treu, daß ich sets christlich wandle, behut⸗ sam, kluͤglich, und dabey gewissenhaftig handle. Regier' und leite meinen Pfad, verleih' mir Se— gen, Rath und That zu meinem Thun und Lassen. 3. Bring' mich gesund zur rechten Zeit zu den geliebten Meinen. Er— halte, schutze sie vor Leid, und wird der Tag erschei- nen, da wir uns froͤhlich wieder seh'n, wie wollen wir dich froh erhoͤh'n und deiner Guͤte danken. 4. Laß mich mein Pil— gerleben hier in Ehrfurcht vor dir fuͤhren. Wo Hilfe noth ist, hilf du mir, dein Geist muͤß' mich re⸗ gieren. Und end' ich mei⸗ ne Pilgerbahn, so nimm mich dort zu Ehren an, bring mich zu deiner Ruhe. ö Mel. Beftehl du deine 635 Wege ꝛc. 35 Bittend. Regluͤcke meine 491. B Reise, Gott! ich vertraue dir. der Herr! beweise, wie treu du bist an mir. Auf allen meinen Wegen be⸗ gleite vaͤterlich mit deinem Heil und Segen, mit dei⸗ nem Schutze mich. 5 iede Du bist. 30 b. den, de Ha Im Hilt HGefahr I ich beh so fücch Hott! durk Haden, Melt WMih. C‚ wil lehen, Vein Gu huhergeben In Hut. E afte, be leiß, stt Geschä uhm un Hß dir 4 . In gur Hut ö sichts m Itl, dein L scn. Seh 0 Dohlerg 0 luste! uhm Flamntt Wi N R Whi 100 W5 afti ind setg Kleih I th und hun md y uh UU en Zat sh Melh ütze seeu der Lait wir usiz ch'n, R froh erhshh ͤte dah b mich al hier in Eit fuͤhten. M „hilf hi st muͤbn Und end'e xbahn, I Et I 0 mich YV 5efehl W Bitten, Whi Ns 47 dir—0 RIU bewaish, a Ml In W 010 Gll/ N U 1 Fuͤt Reisende. 45³ 2. Ich bin in deinen 2. Vergeß ich dieser deß soll mein[Wahrheit nicht, so hab? Herz 6ic erz sich freu'n; denn du kannst Hilfe senden, wo mir Gefahren draͤu'n. Bin ich bey dir in Gna⸗ den, so fuͤrcht ich nichts, o Gott! du wehrest allen Schaden, mein Helfer in der Noth. 3. So will ich denn mein Leben, o Vater! und mein Gut dir freu- dig uͤbergeben und deiner treuen Hut. Erhalte mei— ne Kraͤfte, begluͤcke mei— nen Fleiß, und meiner Pflicht Geschaͤfte zu dei— nem Ruhm und Preis. Laß dir auch meine Lieben zur Hut empfohlen seyn, nichts muͤsse sie be—⸗ truͤben, dein Trost sie stets erfreu'nu. Seh'n wir uns froͤhlich wieder in Gluͤck und Wohlergeh'n, wie ollen unsre Lieder dann: —23 901 ehrt und liebt, deß Bey— deinen Ruhm erhoͤh'n. Bekannte Melodie. Hiit Pflichtgefuͤhle bittend. 492. Auch ueh mei⸗ nem Vater— land wirst du, Gott! mit mir seyn. Du leitest mich an deiner Hand, denn immer bin ich dein. ich frohen Muth, ich uͤbe treulich meine Pflicht, und auch mein Herz ist gut. 3. Doch, Herr! ich fuͤhle mich noch schwach, drum staͤrke du mein Herz! o gehe meiner Seele nach, und sichre sie vor Schmerz! 4. Der Reiz der Suͤndꝰ und Eitelkeit entlocke dir mich nie! was kurz ver⸗ gnuͤgt, und lang gereut, gieb, daß ich's redlich flieh“! 5. Wo man mich sieht und Freund mich nennt, laß tugenoͤhaft mich seyn, und dort auch, wo kein Mensch mich kennt, das Laster ernstlich scheu'n! 6. Nur wer die Tugend spiel fuͤhrt zu dir; o du, der alles hat und giebt, Gott! solchen Freund gieb mir! 7. Dem Freunde wil⸗ der Froͤhlichkeit, dem Freund von List und Spott, von Wohllust, Spiel und Ueppigkeit, eztreisse mich, o Gott! 8. ner Aeltern Lust, 454 Pflichten der Christen in Gesellschaften ꝛc. 8. Wer Pflicht und Wahrheit, Recht ver— dreht, der floͤße Gram mir ein, und vor dem Thoren, der dich schmaͤht, erzittre mein Gebein!— 9. Mich lehre stets dein heilig Wort auf guten Wegen geh'n, und wenn ich kann, an jedem Ort im Tempel dich erhoͤh'n! 10. Dann bin ich mei— im Al⸗ ter noch ihr Stab, und keines Lasters mir be— wußt, begleit' ich sie an's Grab. 11. Mir folgt ihr Se⸗ gen durch die Welt, bis einst mein Auge bricht, und meinen Geist, der dir gefaͤllt, erschrecket kein Gericht. 12. Erhebe denn zu je— der Zeit, erhebe dich, mein Geist! es ist die frohe E⸗ wigkeit, wohin der Juͤng— ling reist. — Nach der Reise. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Mit Dankgefuhle. Dank sey dir, 493. D Vater 118 nes Lebens! du hast mich froh zuruckgebracht. Ich flehte nicht zu dir verge— bens, du hast mich vaͤ— terlich bewacht. Durch deine Gnade bin ich hier, dein Schutz und Schirm war uͤber mir. 2. Nun kann ich wieder mit den Meinen mich dei—⸗ ner reichen Guͤte freu'n, mit ihnen mein Gedet vereinen, und dir des Dankes Opfer weih'n. Mein Thun gelang, o Gott! durch dich, du schuͤtz— tei, du begluͤcktest mich. 3. Sey ewig, Gott! sey hochgepriesen! denn wie viel Gutes hast du mir auf meiner Reise nicht erwiesen! mein schwaches Lob gefalle die. Dir will ich kuͤnftig au sh vertrau'n, und stets auf deine Hilfe schau'n. 77.— Geshgl sun intb hen be Vüttst I Vie g Ahächt Ihskchen Dr ö hemuͤt r it 0l ung deit nich, % Mit „ die vi n Sei fhr o Vllschallen ju dei 1 Veit sit det Ei Rheeudiz ich von vo, brin in m. kein Yr aah, un Kaben + 1 Sw V 0 det M nur dasch Dunkyrih ickgebeath ht zu RN u hastt Eewacht. A ade bit hutz mit. kann fh Meinsg hen Gih nen nah „ und! Dplt! Thun 96 urch dich behlich eh eh, chgepristh I Gulg meintth M alle Li. ftig af 16 auf MN 455 Gesinnungen und Verhaͤlten des Chri⸗ sten in besondern Zeiten, in verschie⸗ denen Lebensumstaͤnden, und bey besonderen Schickungen Gottes. Jahreswechsel. Mel. Wie groß ist des Allmaͤcht'gen ꝛc. Mit frohem Dankgefuͤhle. es Jahr ent— 494 flieht. Mein ganz Gemuͤthe, Herr! Herr! ist Lob und Preis und Dank! und die Er⸗ inn'rung deiner Guͤte er— fuͤllet mich, und wird Ge— sang. Mit tausend Ju⸗ beln, die von allen ge—⸗ ruͤhrten Seelen zu dir floh'n, fuͤr alle Wohltha—⸗ ten erschallen Danklieder, Herr! zu deinem Thron. 2. Weit uͤber alles Gluͤck der Erde hebt mich die Freudigkeit empor, daß ich von dir bemerket werde, bringt Dank und Preis in mir hervor! ja, was kein Preisgesang ver— kuͤnden, und keine Zunge sprechen kann, des Dan—- kes innigstes Empfinden siehst du, und siehst es gnadig an. 3. Nicht dir, du kennest meine Triebe, und weißt, wie auf dich hingelenkt, mit welchem Dank, mit welcher Liebe mein Herz an deine Guͤte denkt! koͤnnt' ichs nur meinen Bruͤdern sagen, daß all ihr Preis mit mir erwacht, wie gut in den entwich'- nen Tagen, wie herrlich du's mit mir gemacht! 4. Du hast den Trost gepruͤfter Freunde gesandt in meine Einsamkeit, du hast, wenn bang mein Auge weinte, mit ihrer kiebe mich erfreut! Fuͤr tausend mannigfache Freu⸗ den, die du auf meinen Weg gestreut, und fuͤr die Wohlthat mauncher Leiden, sey dir mein heißer Dank geweiht! 5. Wie oft, auf eigne Kraft vermessen, wie oft vergaß ich, Vater! dein! doch du hast meiner nie vergessen, und lehrt'st mich wieder, dein zu seyn. Du⸗ schon⸗ 456 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛe. schontest, ließest mich em⸗ pfinden, wie gar nichts ohne dich ich sey, ver— gabst mir alle meine Suͤn— den und machtest von Ge— fahr mich frey. 6. Noch leb' ich, Va⸗ ter! noch hienieden erhal-⸗ ten und begluͤckt von dir! noch immer fuͤhl' ich in⸗ nern Frieden, und See- lenruhe wohnt in mir. Noch kann ich gute Saa⸗ ten saͤen in Hoffnung auf die Aerntezeit, und glau-— big dir entgegen gehen, 1146.8 einer Ewig⸗ eit. 7. Sollt' ich fuͤr ferne Zukunft sorgen? Du hast es alles wohl gemacht! mich aͤngstigt nicht der kuͤnftige Morgen, und nicht der ganzen Zukunft Nacht. Dir leb' ich, Va⸗ ter! will dir leben, mit freudigem Vertrau'n auf dich, dir all mein Schick— sal uͤbergeben, du denkst an mich, du sorgst fuͤr mich! 8. Wenn sonst ein Wunsch hervor sich draͤn— get, o Herr! nach irgend einem Gluͤck, und unter mein Gebet sich menget, ihn sieht und richtet ja dein Blick, mir Schwa⸗ chen wollst du dann ver— geben, den Wunsch, wenn er dir nicht gefaͤllt, und mir nach deiner Weisheit geben, was sie mir gut und nuͤtzlich haͤlt. 9. Was du mir, Wei— sester! beschieden, muß mir zu meinem Gluͤck ge— deih'n. Erhalte mir nur deinen Frieden, und laß mich deines Schutzes freu'in, laß in Versu⸗ chung mich nicht faͤllen, zu meiner Bruͤder Nutzen stehin, zu deinem Preis und Wohlgefaͤllen die We⸗ ge waͤhrer Tugend geh'n. Mel. Ich weiß es wohl, ich selbst ꝛc. Ueberlegend und bittend. So ist von mei⸗ 495. ner kurzen Pilgerschaft ein ganzes Jahr schon wieder hinge— flossen! Herr! wie viel Gut's hab' ich darinn ge— nossen! ich bin fuͤr mehr als tausend Pfund ver⸗ haft. 2. O Bundesgott! wie hat nicht deine Treu mir unverdienten Segen zuge— wendet! auch Plagen hast du mir zwar zugesendet, doch Truͤbsal ist der See⸗ len Arzeney. 3. — E0 e Ualen Bu Ilt, nut Hostgebroch Ian, und ssrtochen I, es is . „ 0 r ich s AlLag'. gekomt helust h Wummen, Wlt noct „Wie ei Rsiht! of öͤnnt uden, d Rchell d. dieder W ste V Weih'n. „ur, w ahich H A es de h dergeb Uhn das Vbens, Run Preis 4 Hab'. viel Auich, u NHold a eigm 0 legen, M uf , . 7+9 dn Vunsch r t gfi, elller Mit sn h halt. du mü, chieden, inem Gsth Thalte ut den, Ab nes Eah 0 hicht sth Bruͤdtt I einem efallen N Tugend weiß eiN elbst! I und bec it ein. picdtt R Hett! Wl! ich auht hin fit d 4 d Dsach Cudegyth Tane Aa I3 ShN ih Hlahl r I ifN SI Jahreswechsel. 4⁵⁷ 3. So hast du nie den theuren Bundeseid ge— kraͤnkt, nur ich hab' ihn so oft gebrochen, fast Nichts gethan, und doch so viel versprochen. Vergieb es mir, es ist mir herzlich leid! 4. Ach! wie viel naͤher muͤßt' ich schon zu dir in so viel Tag' und Jahren seyn gekommen! doch, Suͤndenlust hat wenig ab— genommen, und Tugend— eifer lebt noch nicht in mir. 5. Wie eilt die Zeit! sie fliegt! oft faͤllt mir ein: Koͤnnt ich so viele Stunden, die verlaufen und schnell derflogen sind, doch wieder kaufen! ich wollte sie ganz deiner Ehre weih'n. 6. Nur, wenn ich mein betruͤglich Herz betracht', so waͤr' es doch ohn' deine Gnad vergebens. Ach len— ke denn das Restgen mei— nes Lebens, daß es zu deinem Preis werd' zuge— bracht. 7. Hab' ich in Trag⸗ heit so viel Zeit verspielt, laß mich, was uͤbrig ist, wie Gold abwaͤgen! Ja keine Neigung soll in mir sich regen, die nicht, o Gott! auf deine Ehre zielt. 8. Dein Gluͤck, o Welt! macht nicht die Seele satt. Was kann doch wohl auf dieser ganzen Erden beym laͤngsten Leben angetroffen werden, das nicht vom Fluch betruͤbte Spuren hat? 9. Ihr eitle Tage flieht nur immer fort, ich halt?ꝰ euch nicht, verdoppelt eu— er Eilen, mich luͤstet nicht hienieden zu verweilen, nur bald von hier, und dann geschwinder dort. 10. Dort, wo der Ha⸗ fen der Gluͤckseligkeit, dort, wo das Kleinod meiner Laufbahn glaͤnzet; dort, wo ein muͤder Streiter wird begraͤnzet, und sei⸗ nes Siegs sich ewiglich erfreut. 11. Wenn ich indeß hier laͤnger leben soll; so gieb, mein Gott! daß ich stets wachend bleibe. Gieb du mir Muth und Kraft Sicherhein, vertreibe die Sicherheit, und mach mi Eifers voll.— · 12. Laß mich als dein erkauftes Eigenthum, Geist, Seel und Leib von Flecken rein bewahren, und wirst du neue Schuld von mir erfahren, la mich nicht sinken, staͤrkꝰ mich wiederum. 1J. 458 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. 13. Je langer ich auf deinen Wegen geh'; je klaͤrer gieb dein Licht mir zu erkennen; se heller laß mein Licht im Wandel brennen, bis ich verklaͤrt vor deinem Throne steh'. 14. Es ist doch um ein kleines nur zu thun, so heiß ich dich, mein Seelen— freund, willkommen, dann werd' ich, aller Muͤh und Quaal entnommen, ver- gnuͤgt und froh in deinem Schoose ruh'n. Mel. Wie groß ist des Allmaͤcht'gen ꝛc. Geruͤhrt. gich wiederum 496. A ein Jahr ver—⸗ schwunden, ein Jahr, und kommt nicht mehr zuruͤck! Mehr noch als achtmal tausend Stunden sind weg, weg, wie ein Au⸗ genblick. Weg meine Tu⸗ genden und Suͤnden! doch nein! der Richter aller Welt laͤßt jegliche mich wieder sinden, wenn er vor seinen Thron mich stellt. z. Gedanken, Worte, Thatenheere hat nichts von euch das Licht zu scheu'n? wenn ich dieß Jahr gestorben waͤre, wie koͤnnt' wuͤrde meiner Seele seyn? ich verklaͤrt mit Gottes Kindern mich mei— nes Erdenlebens freu'n? Ach! oder muͤßt' ich mit den Suͤndern verlorne Jahre schwer bereu'n? 3. Den Gott, der liebt, wie Vaͤter lieben, hat ihn mein Undank nie betruͤbt? Der Gott, der mir so treu geblieben, hab' ich ihn auch so treu geliebt? lebt' ich fuͤr ihn nach sei— nem Willen stets, als vor seinem Angesicht? fromm oͤffentlich und fromm im Stillen, treu dem Ge— wissen und der Pflicht? 4. O Vater! du kennst neine Suͤnden; wie viel sind ihrer nur dieß Jahr, laß mich mit tiefer Schaam empfinden, wie oft mein Herz dir untreu war. Ja Bater, es ist Gnade, Gnade, wenn du der Jahre mehr mir schenkst, und von der Laster krum⸗ men Pfade, die Seele ganz zur Tugend lenkst. 5. Verzeih' den Undank, schenk' Erbarmen, geden⸗ ke meiner Suͤnden nicht, gieb du dem Renenden und Armen, der Gnade sucht, des Trostes kicht. Wie freudig will ich dann mein Fald Lehel Ruem Die Wistig! steben, huft tin el 5. J d Gnaden Ihr der eile du! v, den soe schcheugt. I Meusc aller Br seist, auf' Ild empfe Valbarnh Eigene Mi sanste 7 ⁰ . Wshwand Ias hin Wfinen E ³ Rhr: sh, hin Iher au is, gebi . Vor Wychem 6 Mhoröber huß der VHesund , vrei Wuden, 1 Kiden. 0 lieben, L Ink nie he , der l Feben, gil o tteu g dür ihn u Eu steth,K Rgestbth und ftont Itreu da dit dft Oatet! N den/ M ahll M Vit tieftte „ bie x eh Veth' du hormel, Cu deln N. Een, d 73 Aost dih I Jahreswechsel. 459 mein Leben von nun an Lebens dank' ich dir, denn, deinem Dienste weih'n, auch sie sind nun ver⸗ wie eifrig will ich mich schwunden, und sie wur⸗ bestreben, durch deine Kraft ein Christ zu seyn. 6. Ich danke dir fuͤr alle Gnaden, die du dieß Jahr der Welt erzeigt. Ach eile du den zu entla⸗ den, den noch das Elend niederbeugt. Ja, ich will aller Menschen Seelen, ich, aller Bruder, ich ein Christ, auf's neue deiner Huld empfehlen, dir, der du allbarmherzig bist. Eigene Melodie. Mit sanftem Gefüuͤhle. ott! mit allen 49 2 seinen Freu⸗ den schwand ein Jahr des Lebens hin; aber auch mit seinen Leiden schwand dieß Jahr! Und, Gott! ich bin, bin noch Mensch, soll hier auf Erden noch geuͤbt, gebildet werden. 2. Vor so manchem Grabe fuͤhrtest du voruͤber mich. Im Genuß der hohen Gabe der Gesundheit preis ich dich, preise dich fuͤr alle Freuden, preise dich fuͤr alle Leiden. 3. Ja, auch fuͤr die truͤben Stunden meines manchem, den Wohlthat mir. Auch auf rauhen Dornenwegen fuͤhrst du uns dem Ziel entgegen. 4. Uebung ist das Er—- denleben, Bildung fuͤr die beß're Welt. Fuͤr mein eifrigstes Bestreben, ist das Ziel mir aufgestellt, ringen soll ich hier auf Erden, weiser, besser stets zu werden. 5. Laß die Zeit mich Weisheit lehren! ach! der Dropfen meiner Zeit, ohne je zuruͤckzukehren, stroͤmt ins Meer der Ewigkeit. Nichts kann Zeitverlust ersetzen, laß die Zeit mich weise schaͤtzen. 6. Fließ auch dieses Jahr des kebens mir fuͤr wahre Besserung, fließe mir es nicht vergebens fuͤr des Geistes Heili— gung! laß mich, Gott! nach deinem Willen, mei⸗ ne Pflichten gern erfuͤllen! 7. Alles, Alles, was ich habe, Leben und des Lebens Gluͤck, Alles ist, Herr! deine Gabe. Dan-⸗ kend richte ich den Blick auf zu dir, gelobe Treue, dankend dir“, o Gott! auf's neue! 8. 460 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛe. 8. Sey in diesem neuen Jahre, sey in Freude, wie im Schmerz, ja, bis auf die Todenbahre dank— bar dir geweiht mein Herz! und was ich bedarf zum Leben, wirst du, Gott! mir ferner geben. 9. Gieb uns allen dei⸗ nen Segen! heilige der Liebe Band! laß uns geh'n anf deinen Wegen fest vereinigt Hand in Hand! Fried' und Heil und Heil in jedem Stande: Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Ermunternd. 498 Des neuen Jah⸗ res erster Mor⸗ gen bricht, meine Seele! fuͤr dich an; ermuntre dich zu edlen Sorgen, und Bahn. Bleibst du treu, folgst du ihr nach, so weckt dich einst ein schoͤn'rer Tag. 2. Was ist es anders denn, als Gnade, daß Gott dir dieses Jahr noch schenkt, und dich so auf dem Tugendpfade mit treuen Vaterhaͤnden lenkt? was ist es anders, als Geduld, als Denkmal sei⸗ ner Vaterhuld. 3. So nuͤtz' auch dieses Jahres Tage, als Tage deiner Uebungszeit, daß dein Gewissen dir einst sage, du lebtest fuͤr die Ewigkeit. Gott fodert, dem dent' immer nach! einst Rechenschaft von je— dem Tag. 4. Ermuntre dich zu deinen Pflichten, sey zu dem Vaterlande, Fried' denn wandle auf der 58. 106 hin. Sie reichet dir nach hr den schwersten auch ge—⸗ faßt, sie gern und willig such' dir den Muth, besieg' die Last. Schnell fliehen deine Tage hin, ach! unbenutzt laß sie nicht flieh'n! 5. Gebrauch', o Christ! dieß Erhenleben, wozu dir's Gott, dein Gott verlieh'n, zur Tugend hat er's dir gegeben, so gieb's auch der Tugend kurzer Zeit das schoͤnste Loos der Ewigkeit. 6. Weih' jede Stunde dem Bestreben fuͤr dein und deiner Bruͤder Gluͤck, so siehst du einst auf die⸗ ses Leben mit ruhig hei⸗ term Blick zuruͤck, du kannst, o Gluͤck! noch sagen dann: ich habe meine Pflicht gethan. Mel. ———— I1 uehr Bitte 9. E sle hin + und Et sild, sel auch sch Runden! ll mmt zutu Arner Mgge hulch nicht tt! d At laß m Hal bem as kiebe in dem L fandig d, der I u weih' phr zu Aringt AHsaht in Wchn, ist us le Aal mit h Wlanoch s wfich un W Lage! Mlrästen D hilf Met sche Mhlase f u kein % und Wssen, d htraͤum bs H h N rig aut. Dahe, 0 bulgöt, Dissn M Alebtes h Gott 0 immg Jenschast y 1 nuntee R flichten, Rerfen at. gern und chten, sih! Ith, beshs D uell fichgeh „ach W acht fiehh. Drauch, o enleben, tt, dh ur Such Igebeh, s h der M 2 t at daß st AErigke chen fu Daded Iu. h hn 6 stes ew'ges Wohl 461 Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Bittend Schnell fliehen 499. Jahr' auf Jahre hin, noch schneller Tag' und Stunden. Wie viele sind, seitdem ich bin, nicht auch schon mir ver— schwunden! Und keine, kei⸗ ne kommt zuruͤck, selbst ein verlorner Augenblick laͤßt sich durch nichts erkaufen. 2. Gott! diese schnelle Flucht laß mich zu mei— nem Heil bemerken, und mich aus kiebe gegen dich heut' in dem Vorsatz staͤr— ken, bestaͤndig folgsam dir zu seyn, der Tugend eifrig mich zu weih'n, und auch dieß Jahr zu nutzen. 3. Umringt mit taͤgli⸗ cher Gefahr in diesem Er— denleben, ist dieß viel— leicht das letzte Jahr, das du mir hast gegeben, und dennoch sollt ich mei—⸗ ner Pflicht und dir, Herr meiner Tage! nicht aus allen Kraͤften leben? 4. O hilf mir diese Thorheit scheu'n, hilf mir Entschluͤsse fassen, die mich zu keiner Zeit ge⸗ reu'n, 4%% sinn hassen, der seine edle und jenen Leicht-⸗ Zeit vertraͤumt, des Gei— saͤumt, fuͤr diese Welt nur lebet. ö 5. Laß mich mir strenge Rechenschaft von jedem Tage geben, verleih' mir Einsicht, Muth und Kraft zum waͤͤhren Christenle⸗ ben, gieb, daß ich meinen Pflichten treu, und treu in dem Berufe sey, zu dem du mich bestimmtest. 6. Laß mir dieß Jahr gesegnet seyn an aͤchten Dugendfruͤchten, und, gu⸗ ter Thaten mich zu freu'n, mich gern auch sie verrich⸗ ten, voll Eifer fuͤr des Naͤchsten Gluͤck, laß mich mit liebevollem Blick froh seinen Kummer lindern. 7. Mein Schicksal uͤber⸗ geb' ich dir, du wirst es weise lenken, und, was mir gut ist, huldreich mir aus Vaterliebe schenken. Im Leiden selbst verzag? ich nicht, ich weiß mit froher Zuversicht, es muß mir Wohlthat werden. §8. Soll ich, eh' dieses Jahr verfließt, nach dei— nem Willen sterben, so laß mich, Herr, durch Je⸗ sum Christ des Himmels Freuden erben. Sind diese nur auf ewig mein, so werd' ich weit begluͤckter seyn, als hier im Erden—⸗ Mel. ver⸗ leben. 462 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛe. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛe. Bittend. uter Vater! 500. schenke Se— gen zu dem angefang'nen Jahr, gieb mir Muth auf meinen Wegen, sey mir Retter in Gefahr. Laß mich dir ergeben seyn, und mich deiner Liebe weih'n. Tugendhaft und fromm zu leben, laß uns, Vater! alle streben. 2. Laß dieß seyn ein Jahr der Gnaden, hilf durch deines Wortes Kraft mir von Suͤnd und allem Schaden, den sie meinem Leben schafft, und durch deine Gnad verleih', daß ich herzlich sie bereu', laß mich, Herr! bey Beß⸗ rung finden die Vergebung meiner Suͤnden. 3. Laß mich weise seyn bey Freuden, bleiben dei⸗ nen Lehren treu. Schenke mir Geduld im Leiden, daß ich Jesu aͤhnlich sey. Wenn ich mein Geschaͤfte thu', wenn ich nach der Arbeit ruh', laß, o Gott! mich in dem allen leben dir zum Wohlgefallen. 4. Herr! dieß alles wollst du geben. Laß dieß Jahr mir heilig seyn, laß mich immer christlich le— ben, ohne Trug und Heu⸗ chelschein, daß ich Freund und Feinde lieb', nie mit Wort und That betruͤb', daß ich moͤge hier auf Erden froͤmmer stets, dort selig werden. 3. Vater! soll ich's denn auch eaden, dieses angefang'ne Jahr, o so hilf es froh vollenden, schuͤtze du mich in Gefahr, steh' mir bey in aller Noth, sterb' ich, laß mir nichts im Tod den von dir geschenkten Glauben an ein ew'ges Leben rau⸗ ben. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Froh. Du, Gott! du 50l. V bist der Herr der Zeit und auch der E⸗ wigkeiten. Laß mich auch jetzt mit Freudigkeit dein hohes Lob verbreiten. Ein Jahr ist abermal dahin. Wem dank' ich's, Gott! daß ich noch bin? nur deiner Gnad' und Guͤte. 2. Dich, Ewiger! dich bet' ich an, dir will ich mich ergeben, dir, den kein Wechsel treffen kann, vertrau' ich froh mein Leben, wir bluͤhen und ver⸗ — Wah huch IRhverol usf und dif s. Here se Tleu, begeghel, Halgen vild Lohithun u 10 Feane el , ö0 Hid Heues H. Isen baͤte. Du has Hofnen Ja ich geleitt I Hetzeb „ Mir Hil Wet. Von. Mas' ich d , Gott! de ng. Uugieb Schult Wsiun L Ach deine Wrsso fer Husch in de , Ind le Ruich thu Wehlgefe Gicb Hel Koft, x ‚a . nich ur und. 0 Dein nd My Han h —. Ner gishe eAn , daß 6 de lieh,g 23 Hlt moͤze hy Woͤmmer seh den. ster! sil ch eidey, ne Mhy, froh hh mich i it beh d! cerh ih, n Tod M. Phenkten ga Iiw ges A chrudhe Itoh IINN , 00 II hist x nd u 2l. Hu Frebdgkh; Geburtstag. — 463 vergeh'n durch dich, nur du bist unveraͤnderlich, du warst, und bist, und blei—⸗ best. 3. Herr! ewig waͤhret deine Treu, uns gnaͤdig zu begegnen, mit jedem Morgen wird sie neu, mit Wohlthun uns zu segnen. Ich kenne keinen Augen- blick, da nicht von ihr stets neues Gluͤck mir zu⸗ geflossen waͤre. 4. Du hast auch im verfloßnen Jahr mich vaͤ⸗ terlich geleitet, und wenn mein Herz voll Sorgen war, mir Hilf und Trost bereitet. Von ganzer See— le preis' ich dich. Auf's neue, Gott! ergeb? ich mich ganz deiner weisen Fuͤhrung. 5. Vergieb mir die ge— haͤufte Schuld von den verfloßnen Tagen, und laß mich deine Vaterhuld in Christo ferner tragen. Laß mich in deiner Gnade ruh'n, und lehre lebens-— lang mich thun nach dei— nem Wohlgefallen. 6. Gieb neue Lust und neue Kraft, vor dir ge— recht zu wandeln; laß taͤglich mich gewissenhaft mit mir und andern han— deln. Dein Geist belebe Herz und Muth, dich, o du allerhoͤchstes Gut! und nicht die Welt zu lieben. 7. Die Welt vergeht, dieß reize mich, die Lust der Welt zu fliehen, um beßre Freuden muͤsse sich schon hier mein Geist be⸗ muͤhen. Den Eugeln bin ich ja verwandt, im Him⸗ mel ist mein Vaterland, dahin, Herr! lehr' mich trachten. 8. O lehre selbst mich, meine Zeit recht weislich auszukaufen, laß mich die Bahn zur Ewigkeit mit heil'ger Vorsicht laͤufen. Der Tage kast erleicht're mir, bis meine Ruhe einst bey dir kein weit'rer Wechsel stoͤret. Geburtstag. Mel. Ew'ge Liebe, mein Gemuͤthe ꝛce. Mit Dankgefuͤhle. 5. Froher Tag! se 502. Klich dich wi der? Sey mir festlicher gegruͤßt, du, der wuͤrdig meiner Lieder, meiner Tage erster bist. Heit'rer lacht mir heut' ded Mor-⸗ gen, schoͤner scheint die Sonne mir, ich bin froh und ohne Sorgen; bist du, lieber Tag, doch hier! 464 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛe. 2. Dem ich meine Lie—⸗ der singe, dem mein hei— ßer Dank gebuͤhrt, Herr! und Schöpfer aller Dinge! ast du mich nicht treu gefuͤhrt? floß nicht seit dem ersten Tage, der mir einst mein Daseyn gab, deine Huld mehr als ich's sage, segensvoll auf mich herab? 3. Da ich ungewiß noch wankte, jeder Schritt noch strauchelnd war, da kein Lallen dir noch dankte, da schon nahmst du mei⸗ ner wahr; sorgtest schon im schwaͤchsten Alter mehr als vaͤterlich fuͤr mich, welcher Dank, o mein Erhalter! ist wohl groß genug fuͤr dich? 4. Sicher hast du mich geleitet, hieltest mich mit starker Hand; hattest mir mein Gluͤck bereitet, eh' mein Herz dich noch ge⸗ kannt, ließest noch mit treuen Sorgen fuͤr mich niemals, niemals ab; sor⸗ gest heute, sorgest mor⸗ gen, und versorgst mich bis in'ꝰs Grab. 5. Giebst du mir ein langes Leben, oder einen fruͤhen Tod; willst du mir viel Freude geben, oder iebst du Schmerz und oth? wie du willst! von — deinen Haͤnden nehm' ich alles dankend an, endlich wirst du alles wenden, besser als ich's wuͤnschen kann. 6. Nimm denn, Vater! mein Versprechen eines neuen Wandels an; mei⸗ ne Treue nie zu brechen, lob' ich heut' auf's neue an: dir mein ganzes Herz zu geben, dir zu dienen bis an's Grab; Vater! dir getreu zu leben, der mir heut' das Leben gab. del. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Mit Dankgefuͤhle. Mit Dank sey 503. M dir der Tag geweiht, an dem du mir mein Leben, die Hoffnung zur Unsterblichkeit, Unend⸗ licher! gegeben. Mit fro⸗ hem, fuͤhlenden Gemuͤth sing' ich dir jetzt mein frommes Lied, preis ich dich, Gott der Liebe! 3. Bis hierher hat mich Gott gebracht! lobsing' ihm, mein Gemuͤthel lob⸗ sing ihm, deinem Gott, voll Macht, dem Gott voll Vaterguͤte! vergiß es nicht, geruͤhrter Geist, wie viel Gott Gutes dir erweist, ruͤhm' ihn, ent⸗ zückte Seele! 3. 60 D.i kebt Hach det uch oft Ifit das llit den ben legel Pgottlch t das He iht, sül oer au Wi fin Whheit wil Auein keh bis in W Leitun huttl m Usscht! ber hin Ater n ct den E aß Lugen hit meir Mizen, nie Iu Ewigt Iscn selbst sshließt es Plot, so Hsbge Te Wosch fht ahteze Hehlin Ifthl wu I sohen Cr Er siht vor I, Id sa I iten. 46 4.— Jahrszeiten. 46s kum 3. Des Lebens Zweck, weben durch die beschnei?⸗ aahttn den Werth der Zeit, Herr! ste Flur. Empor aus sei⸗ 33 K laß mich oft erwaͤgen, ner Huͤlle draͤngt sich der i h und fuͤr das Gluͤck der[junge Halm, der Waͤlder Ewigkeit den Grund im um den,. Glauben legen; des Le— esprchn bens goͤttliches Gewicht Wandesh belebt das Herz zu jeder nie uys Pflicht, staͤrkt es zum heut' afll Kampf der Tugend. Tnein 4. Mit kindlicher Zu⸗ / Nt u friedenheit will ich dir Olah jetzt mein Leben, mein He Gluͤck, bis in die Ewig⸗ ns könß keit zur Leitung uͤberge— ben. Gott! meine starke „Ehtuhy Zuversicht! verlaß mich auch im Alter nicht, ver— Dulüb lasse nicht den Schwachen. Me I, 5. Laß Tugend und Zu⸗ Nl friedenheit mein Erdenle— on dunnben wuͤrzen, nie mich das „, dt ht Ziel zur Ewigkeit durch blichlith NLeichtsinn selbst verkuͤrzen! gbe, Wund schließt es sich auf Aender edein Gebot, so laß mich dir sch Veinen sel'gen Tod, o Va⸗ e, Aalter! endlich finden. t der g hitht En Jahrszeiten. Tygtl 6 Fruͤhling. llh.* 2— ahen KMel. Befiehl du deine ꝛc. Mit froͤhem Gefuͤhle. IN hlte! d wach Frwacht zum 504. E neuen Le— ar cben, steht vor mir die Natur, und sanfte Luͤfte ht, do oͤde Stille belebt der Voͤ⸗ gel Psalm. 2. O Vater! deine Mil⸗ de fuͤllt Berg und Thal und Au. Es gruͤnen die Gefilde, beperlt vom Mor⸗ genthau. Der Blumen—⸗ weid' entgegen eilt schon die Heerd' im Thal; und in dem Staube regen sich Wuͤrmer ohne Zahl. 3. Glaͤnzt von der blauen Feste die Sonn? auf unsre Flur; so weiht zum Schoͤpfungsfeste sich jede Kreatur, und alle Bluͤten dringen aus ih—⸗ rem Keim hervor, und alle Voͤgel schwingen sich aus dem Schlaf empor. 4. Die Flur im Blu⸗ menkleide ist, Schoͤpfer! dein Altar; und Opfer reiner Freude weiht dir das junge Jahr. Es bringt die ersten Duͤfte der Fruͤhlingsblumen dir, und schwebend durch die Luͤfte, lobsingt die Lerche dir. 5. Ich schau' ihr nach, und schwinge voll Dank mich auf zu dir. O Schoͤ⸗ pfer aller Dinge, verehrt sey'st du von mir! weit G g ö uber 18* 10½ über sie erhoben, kann ich der Fluren Pracht empfin⸗ den und dich loben, dich, der den Fruͤhling macht. 6. Lobsing' ihm meine Seele, dem Gott, der Freuden schafft, lob sing' ihm, und erzaͤhle die Wer— ke seiner Kraft! Hier von dem Bluͤtenhuͤgel, bis zu der Sterne Bahn, steig? auf der Andacht Fluͤgel dein Loblied Himmel an. Mel. Komm, o komm du Geist ꝛc. Mit Wonnegefuͤhle. wie groß ist 505. O beine Guͤte, deine Macht und Weis⸗- heit, Gott! jedem fuͤhlen⸗ den Gemuͤthe ruft der Fruͤhling: Gott ist Gott! ist ein Quell, dem Freud' entquillt, der mit Segen alles fuͤllt. 2, Millionen Blumen duften, alle Felder wer—⸗ den gruͤn, wie, wenn tausend Stimmen ruften, hoͤr' ich: fuͤhlt und prei— set ihn! ihn, der Erd? und Himmel traͤgt, allꝰ ihr Heer schuf, und bewegt. 3. Alles draͤngt sich auf⸗ zuleben in verschoͤnerter Gestalt, frohe Voͤgelschaa—⸗ ren schweben, jauchzen im 466 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛe. belaubten Wald, und In⸗ sekten ohne Zahl regen sich an Berg und Thal. 4. Alles athmet nur Vergnuͤgen, dir zum Ruhm, Voͤgel, die die Luft durchfliegen, Schmetterling' auf jeder Blum', Bienen, Feinde traͤger Ruh, Gott ist! ruft mir alles zu. 53. Seh' die Wasser⸗ quellen fließen, Baͤum' an Baͤchen, Huͤtten dran; Menschen, die der Milch genießen, die aus Kraͤu⸗ tern werden kann; seh' ich auf den Weiden Vieh; deine Huld, wie fuͤhl' ich sie! 6. O du Vater! o du Treuer! Quell', dem Se⸗ gen nur entfließt! aller Lebenden Erfreuer, wer spricht aus, wie gut du bist? wer preist wuͤrdig deine Kraft, die aus Winter Fruͤhling schafft. Sommer. Eigene Melodie. 10⁰9 Froh. llguͤtiger! dich 506. A wil ich singen auf jeder schoͤnen segens⸗ reichen Flur, dir will ich frohe Lieder bringen im un⸗ alles redet — Walelkten Hall, Von „ Du bist Ir Frelde, Ren, Vat dir, du Menbeicher Mhalter Her. yn dir Arrd auch llte froh! und leb Wsnner Sot Ahulm, in Ist, sie Inhalern L Vslbst d Rr Eu hen mi ekahl, Ind glur Ihl f unst VSEegen, Hhtt iden ün sten Re Nei Ieu. D 16 bem f Allt, er Wundee Vsthn her Ml h — Wal, u ne Iul! eg und N i8 athnt N„, allt Nuhm, uft durhh ellng' ah, Belen, auh, hr alles z. th' die fließen, gen, Hihnt u,, dik d! „ die M rden zm den Be Ald, Eie du M QuelbA eutfifß Efftt nus, H Her peastz Kaft, Irühlägst ne Mol geob. 1 A. Auf unsre Jahrszeiten. 467 unbegrenzten Reiche Natur. Vom Sonnenauf— gang bis zum Niedergang erschalle dir mein froher Lobgesang! 2. Du bist der Geber aller Freude, und aller Segen, Vater! kommt von dir, du naͤhrst auf blumenreicher Weide als Welterhalter auch das frohe Thier. Ja, alles, was von dir das Keben hat, wird auch durch dei— ne Guͤte froh und satt. 3. Und Leben stroͤmt mit deiner Sonne in je⸗ den Halm, in jede Men-⸗ schenbrust, sie giebt den Bluͤtenthaͤlern Wonne, be— gluͤcket selbst das Thier mit neuer Lust, belebt durch ihren milden sanf— ten Strahl, erschallen Hain und Flur und Berg und Thal. Saaten traͤufelt Segen, o Gott! herab mit jedem Morgen-⸗ thau. Erfrischt durch dei— nen sanften Regen⸗ lacht voller Reiz die schoͤne Blumenau. Dein Bach, der aus dem steilen Ber—⸗ 5. Da steh'n die Zeu— 0 ö 27 ühn hullgen deiner Milde hier in der j der großen Schoͤpfun Heiligthum, durch Heiser Aehren Korngefilde toͤnt laut, o Gott! dein hoher Schoͤpferruhm, und die Geschoͤpfe, so beglüͤckt durch dich, freu'n innig deiner Vaterguͤte sich. 6. Auf! fuͤhl auch du, o mein Gemuͤthe, und ruͤhme deines Schoͤpfers große Macht! auf! preise seine große Guͤte, die al—⸗ les, alles dieß hervorge— bracht. Vom Sonnenauf⸗ gang bis zum Nieder— gang erschalle, Vater! dir mein Lobgesang! Mel. Befiehl du deine Wege ꝛc. Lobpreisend. ir, Gott der 507. D Huld und Staͤrke, erschalle Preis und Dank! dich loben deine Werke, dich lobe mein Gesang. Auch das sind deine Thaten, daß Zeiten uns erfreu'ꝰn, und wir den Wuchs der Saa⸗ ten mit Freuden seh'n ge⸗ deih'n. 2. Wie prangt das Gold der Fruͤchte, des Sommers Feyerkleid! wir seh'n im schoͤnsten kichte, Herr! deine Herrlichkeit. Gg 2 Dich 468 Chrisil. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. Dich baten wir um Leben; wer giebt so gern als du? du hast es uns gegeben, und Ueberfluß dazu. 3. Die glaͤnzenden Ge⸗ sfilde, so weit das Auge blickt, sind Zeugen deiner Milde, entzuͤckt. Schon winkt den Schnittern der segensvolle Halm, von Kindern, Vaͤtern, Muͤt⸗ tern toͤnt dir ein Freuden⸗ psalm. 4. Die Pracht der rei⸗ chen Auen stroͤmt Wonn' in unsre Brust; doch mischt auch Furcht und Grauen sich oft zur Sommerlust. Du rufst vom Wolkensitze den Boten deiner Macht, dem Wettersturm, dem Blitze; der Mittaͤg wird zur Nacht. 5. Der Donner rollt, es bebet die schwache Kreatur! indeß, o Gott! belebet dein Odem die Naͤtur. Es waͤlzt sich mil⸗ der Regen vom Sturm⸗ gewoͤlke los, und Frucht⸗ barkeit und Segen trieft auf der Erde Schoos. 6. Blume stand in Trauer, nun haucht sie staͤrkern Duft, der Him⸗ mel saͤrbt sich blauer, und reiner wird die Luft. Thal, Huͤgel, Feld und Wiese Die die jedes Herz lacht und verklaren deinen Ruhm, du schufst zum Paradiese verwelkte Fluren um. 7. Der du das Land erquickest, daß Trift und Anger gruͤnt, den Sterb— Der Hsth scht fekge 0 Gott dat und hlaitet 5. Den lichen begluͤckest, auch wenn ers nicht verdient, bas lot dich muͤsse jeder loben! ll ff dir schalle froher Dank! I 4 dich preist der Engel dro— antlch ben, dich preis' auch mein W le Gesang!% Vie und Herbst. V l Ngl Mel. Nur Liebe, rein von ꝛc. ö Iu unt Angenehm. 10 0 Mpreis. eif ist nun⸗ 508. R mehr der uch, Felder Saat, vom Herrn sgt der Zeit gerufen, naht nde der Herbst mit seiner Fuͤl⸗ ssch, er, le sich, und oͤffnet sie uns In mildiglich. fir u 2. Der fruͤchtevolle Gar—. ten prangt mit seinen hroh Gaben, und verlangt, von den seiner Last befreyt zu seyn, um Gottes Menschen zu erfreu'n. 3. Auf traubenvollen Huͤgeln schallt des Win⸗ zers Lob, und wiederhallt von Berg auf Berg; denn Most und Wein giebt uns der Herr, uns zu erfreu'n. A4. segne hab Rt, di lhsast ni c t und HSaam 0 oͤne IW Steunt Merum Nuhn Varndiß um. dad duft ih den Eh est, 96 txNh der ahl het fl Eugth II R. teitgs. Ichm. 140 sth I f it sehlth öfit 6 chteb Walg mit Herlandl sen. 0 Maschl 0 tralbe U 14 ö D Wie 0 Dlhz NM , ö ‚ Jahrszeiten. 469 4. Der Saͤnger in den Luͤften schweigt, der hin in ferne kaͤnder fleugt, wo Gott schon eine neue Saat und Frucht fuͤr ihn bereitet hat. 5. Denn Gott erhaͤlt, was lebt und webt, daß alles froͤhlich sey, was lebt, er sorgt nach seiner Freunblichkeit fuͤr alles und zu aller Zeit. 6. Wie liebevoll, wie mild und gut ist Gott, der so viel Wunder thut! Der Juͤngling, wie Mann und Greis, sey froͤhlich, Gott zum Ruhm und Preis. 7. Auch, wenn ich alt bin, sorgt fuͤr mich mein Herr und Gott recht vaͤ— terlich, er, der, wenn sich mein Abend naht, auch dann fuͤr mich noch Freu—⸗ den hat. 8. Froh kann ich ster— ben, wenn ich nur, wie seine segnende Natur, ge— segnet hab'; und er die Frucht, die er verlangt, 425 nicht sucht. Auch die Natur ver— bluͤt und stirbt, nur daß ihr Saame nicht verdirbt, und schoͤner auflebt, wenn ihr Freund, der Fruͤhling wiederum erscheint. der 10. So bluͤh⸗ und reif ich in der Zeit zu rer Vollkommenheit, nur daß ich guter Saame sey, Gott auch bis in den Tod getreu. Mel. Der du stets unsre Zuflucht ꝛc. Beruhigt. Truͤh' mit um⸗ 509. F woͤlktem An⸗ gesicht geht schon die Sonne nieder, und spaͤt erscheint ihr schwaͤcher Licht am truͤben Himmel wieder. Die schoͤnste Zeit ist nun entfloh'n, die rau⸗ hen Stuͤrme rauschen schon durch die entfaͤrbten Fel⸗ der. Die letzte Blume neigt ihr Haupt, des Herbstes kalter Hauch entlaubt die schattenrei⸗ chen Waͤlder. 2. Verlassen steht die oͤde Flur, entbloͤßt von ihrem Segen, entkraͤftet fiehet die Natur der Win-⸗ terruh' entgegen! In Schaaren abgetheilt, ent— flieh'n die Voͤgel vor der Kaͤlt', und zieh'n weit uͤber Land und Meere. Gott nimmt der Wan⸗ dernden sich an, bezeich⸗ net ihten ihre Bahn, und saͤttigt ihre Heere. 3. 47e Chrisil. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. 3. Uns, seine Menschen, will er hier im Winter selbst versorgen, ja, sei⸗ ner Huld vertrauen wir, neu wird sie jeden Mor-— gen. Er schafft, daß wir in Sicherheit des Herb—⸗ stes rauhe Jahreszeit be— ginnen und vollenden. Ruht gleich die Erde; doch gewaͤhrt er uns, was unser Leben naͤhrt, mit vaͤterlichen Haͤnden. 4. Wie sind schon unsre Kammern voll von seiner Guͤte Gaben, vom Se— gen, der uns naͤhren soll, vom Vorrath, uns zu laben, vorsehend ließ uns unser Gott das Land schon fuͤr den Winter Brod, dem Vieh sein Futter ge— ben, und Wein, der un⸗ ser Herz erfreut, und un— sers kebens Kraft erneut trieft aus der Frucht der Reben. 3. Auch unser Leben einst verbluͤht; wie jetzt das Feld, im Alter; ge⸗ trost! Gott ist, ob es verbluͤht, ein maͤchtiger Erhalter, Er, der die Schwachen gern beschuͤtzt, die Muͤden maͤchtig unter⸗ stuͤtzt, die nah' am Grabe wanken. Gebeugt vom Alter, werden wir von gaͤnzem Herzen, Gott! doch dir, wie in der Ju⸗ gend danken. 6. Wohl Allen, die sich fruͤh' der Pflicht von gan⸗ zem Herzen weihen, die werden ihre Jugend nicht im Alter einst bereuen. Wohl dem, der redlich sich bemuͤht, weil seiner Jahre Kraft noch bluͤht, der Tugend Frucht zu tragen. Ihm wird das Alter Jugend seyn, und ihrer wird er sich noch freu'n in seinen letzten Tagen. Winter. Eigene Melodie. Mit Dankgefuͤhle. 510 Gett winkt, so stuͤrzen Re⸗ genguͤsse sich taͤglich auf die Felder hin, der Sturm, die ausgetret'nen Fluͤsse, die truͤben Nebel preisen ihn, die Sonn' in ihrer weit'sten Ferne am kurzen Tage, Mond und Sterne in langer heller Mitternacht, die wilden ungestuͤmmen Meere ver⸗ kuͤndigen des Schoͤpfers Ehre, lobfingen seiner Guͤt' und Macht. 2. Er rief der Sonne: kehre wieder auf deiner wei⸗ — Nun Vh h/ sant sber, ent Mihten L W sene! Wallsam! Fluten! öchnee;. nuht iht E Wuhel, M. Ol d heht MKamp, . Don i AEN Ert sbattes ù i ht Kl. „ bis f wieder! cht Ht in s Mmen Wn ihr Shnn, de Wt guch AI Hht e Is Rben Wast wi Mtich ar schr hͤhn 80 werd sss kkmüüden scht,er ruh Rrieden, lmmerr. Aulser& perde, Isut in A sihet re Mond K el 0 Hie Holl Mekt N. Schöt en sel . Sol f eing Jahrszeiten. 471 weiten Bahn zuruͤck, sie gieng, sank taͤglich fruͤher nieder, entzog fast ganz uns ihren Blick. Er rief, und seine Winde fuhren gewaltsam her. Bedeck' die Fluren! rief er dem Schnee; er deckte sie. Ge— rinnt ihr Stroͤme! sie ge—⸗ ronnen. Ihr Meere wuͤ—⸗ thet! da begonnen sie ih— ren Kampf, da brausten sie. 3. Von ihrer Arbeit ruht die Erde, sie ruht von Gottes Hand bedeckt, daß ihre Kraft erneuert werde, bis sie der Fruͤh— ling wieder weckt. Ver— traut hat in des Schoͤ⸗ pfers Namen der Land⸗ mann ihr den spaͤten Saamen, der Schoͤpfer wacht auch uͤber ihn. Todt liegt er da, ihm soll das Leben der Sonne Rückkunft wieder geben, und reich an Hoffnung soll er bluͤh'n. 4. So werden wir auch einst ermuͤden, den Leib deckt dann des Grabes Nacht, er ruhet sicher und im Frieden, von dem, der nimmer ruht, bewacht. Daß unser Staub geldu— tert werde, sintt er zur Aussaat in die Erde. Gott fodert ihn ihr wie⸗ der ab! Sein ew'ger Fruͤhlingstag wird kom— men, und dann verlassen seine Frommen, voll neu⸗ er Lebenskraft, das Grab. 5. O Tag des Lebens, Tag der Wonne! wie seh— net sich mein Geist nach dir! O du, der Auferste⸗ hung Sonne, wann wirst du aufgeh'n uͤber mir! erst muß ich die Verwe— sung sehen, erst das Ver— gaͤngliche vergehen; die Saat muß sterben, und dann bluͤh'n. Kann ich, ein Christ, den Tod noch scheuen? Nein, ich will seiner mich erfreuen, du Tag des Kkebens folgst auf ihn. Mel. Mir nach, spricht ꝛc. Mit Empfindung. 5II. es Jahres Schoͤnheit ist nun fort, wie traurig steh'n die Triften es stuͤrnmt ein ungestuͤmmer Nord aus schwer belad⸗ nen Luͤften, die Erde starrt vom Froste nun, und ihre Nahrungssaͤfte ruh'n. 2. Wohl mir bey diefer rauhen Zeit! ich darf vor Frost nicht beben, mich schüͤtzt mein Dach, mich ö waͤrmt 4 — 472 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛe. waͤrmt mein Kleid, und Brod erhaͤlt mein Leben. Auf weichen Betten schlaf' ich ein, und kann mich sanfter Ruhe freu'n. 3. So hat's der arme Bruder nicht, dem Brod und Kleidung fehlet, den, wenn es sehr daran ge⸗ bricht, Frost oder Hunger quaͤlet. Und dreyfach fuͤhlt er seine Pein, wenn Krankheit plagt, und Kinder schrey'n. 4. O zaudre, zaudre nicht, mein Herz, ihm liebreich zuzueilen! fuͤhl' seinen Jammer, seinen Schmerz, dein Brod mit ihm zu theilen, wer sei⸗ ner Bruͤder Noth vergißt, verdient nicht, daß er gluͤcklich ist. 5. Vor Tausenden bist du begluckt, die in der Stille klagen, da Waͤrm' und Nahrung dich er⸗ quickt, in diesen rauhen Tagen. O! jauchze frohes Herz in mir, und bringe Gott den Dank dafuͤr. 6. Sieh' nicht auf das, was dir noch fehlt und mancher mehr besitzet, nein, auf die Noth, die Andre quaͤlt, auf Gott, der dich beschuͤtzet. Ach! Vater! lindre jeden Schmerz, und gieb mir ein zufried'nes Qerz. ——— Tagszeiten. Morgenlieder. Bekannte Melodie. Mit lebhaftem Gefühle. 512 ein erst Gefuͤhl sey Preis und Dank, erheb' ihn meine Seele! der Herr hoͤrt dei⸗ nen Lobgesang, lobsing' ihm meine Seele! 2. Mich selbst zu schuͤ— tzen ohne Macht lag ich, und schlief im Frieden. Wer schafft die Sicherheit der Nacht, und Ruhe fuͤr die Muͤden? 3. Wer wacht, wenn ich von mir nichts weiß, mein Leben zu bewahren? wer staͤrkt mein Blut in seinem Fleiß, und schuͤtzt mich vor Gefahren? 4. Wer lehrt das Auge seine Pflicht, sich sicher zu bedecken? Wer ruft dem Tag und seinem Licht, uns wieder aufzuwecken? 5. Du bist es, Gott und Herr der Welt! und dein ist unser Leben. Du bist es, der es uns erz haͤlt, und mir's jetzt neu gegeben. 6. Gelobet seyst du, Gott der Macht, gelobt sey deine Treue! daß ich nach einer sanften Nacht mich dieses Tags erfreus. 7. Wödig wah hofft mai mur ein Met Ii Vattl, 0 Hieb! l zubeksich und A shetz, 0 Hlel' und 10. Daß Hhtsan' Ralen streb W ftomt Ie Gnade U. Daß I behzußt ad Mbeit han bey A. Ihn, und kebens huht gen Hauf n Idugeb N. Du! St LUchreise .2 sldr, E AMHer Tagszeiten. 473 7. Laß deinen Segen auf mir ruh'n, mich deine Wege wallen! und lehre du mich selber thun nach deinem Wohlgefallen. 8. Nimm meines Lebens gnaͤdig wahr, auf dich hofft meine Seele. Sey mir ein Retter in Gefahr, ein Vater, wenn ich fehle. 9. Gieb mir ein Herz voll Zuversicht, erfuͤllt mit Lieb' und Ruhe; ein wei⸗ ses Herz, das seine Pflicht erkenn? und willig thue; 10. Daß ich als dein gehorsam' Kind, dir zu gefallen steebe, treu, dir er⸗ geben, fromm gesinnt durch deine Gnade lebez 11. Daß ich, dem Naͤch⸗ sten beyzusteh'n, nie Fleiß und Arbeit scheue, mich gern bey And'rer Wohler— geh'n, und ihrer Tugend freue; 12. Daß ich das Gluͤck der Lebenszeit in deiner Furcht genieße, und mei⸗ nen Lauf mit Freudigkeit, wen du gebeutst, beschließe. Mel. Du kamst zu uns im Staͤube ꝛc. Lobpreisend und bittend. (Jes Morgens er— 513. ite Stunde soll dir, Gott! heilig seyn. Mein Herz stimmt mit dem Munde in Lobgesaͤnge ein. Ob ich dein Lob hier schon mit schwachen Lippen lalle; so weiß ich, es gefalle dir doch durch deinen Sohn. 2. Auch mich hat deine Gnade in dieser Nacht be— deckt, mich hat kein Schmerz,. noch Schade verletzet und erschreckt. Der Schlaf hat nich erquickt, ich bin mit frischen Kraͤften zu des Berufs Geschaͤften durch deine Huld begluͤckt. 3. Gieb Gnaͤde mir auch heute, daß ich gewissen-— haft dem Boͤsen wider⸗ streite, gestaͤrkt durch deine Keaft. Den ganzen Tag laͤß mich vor deinen Augen wandeln, fromm denken und fromm handeln, aus Liebe gegen dich. 4. Fromm laß mich, doch gesellig, klug, doch von Falschheit rein, frey⸗ muͤthig, doch gefaͤllig, und start zur Tugend seyn, daß nichts den Muth be— stuͤrzt, den Zorn die Liebe hindert, den Ernst die Sanftmuth lindert, den Scherz die Weisheit wuͤrzt. 5. Was dein Gebot ver⸗ letzet, laß nie mit Lust mich schau'n. Wenn's gleich die Welt ergoͤtzet, erweck' es mir doch Grau'n. Schnell wirkt des Lasters Gift, drum sey mir nichts ver⸗ 474 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. verhaßter, doch, daß mein Haß das baster, nicht mei⸗ nen Naͤchsten trifft. 6. Des Naͤchsten Ehre schmaͤlern, entehrt mein Christenthum. Ein Ruhm aus fremden Fehlern, Gott! welch ein schnoͤder Ruhm! o laß ihn stets mich flieh'n; nie schlimm, was gut ist, deuten, und seh' ich And're gleiten, es jedem Aug' entzieh'n. 7. Bey Fleiß und Ar⸗ beit schleiche kein Geiz sich in mein Herz, leicht ruͤhre, leicht erweiche mich meines Naͤchsten Schmerz. Kein Gluͤck, das Andern bluͤht, empoͤre mich zum Neide, und kein Genuß der Freude verzaͤrtle mein Gemüth. 8. Hilf, daß an diesem Tage sich mir kein Unfall nah't, und trifft mich ei⸗ ne Plage nach deinem wei— sen Rath; so hilf, daß ich alsdann mein Leiden nicht verschulde, nicht murre, christlich dulde, froh dir vertrauen kann. 9. Wie bald ist's uͤber⸗ wunden das Leiden dieser Zeit! auf wenig bange Stunden folgt Gluͤck in Ewigkeit. Dieß staͤrke mich in Noth, daß ich nicht aͤngstlich zage, am letzten meiner Tage sey das mein Trost im Tod. Bekannte Melodie. Betend. gott des Him- 5IA. G mels und der Erden, Vater, Sohn und heil'ger Geist, welcher Tag und Nacht laͤßt werden, Sonn' und Mond uns scheinen heißt, dessen starke Hand die Welt, und was drinnen ist, erhaͤlt! 2. Gott! ich danke dir von Herzen, daß du mich in dieser Nacht vor Ge— fahr, Angst, Noth und Schmerzen hast behütet und bewacht, und bey al— ler meiner Schuld mich noch traͤgst mit Vaterhuld. 3. Laß doch alle Lutt zu Suͤnden gleich der Nacht in mir vergehen, und mich Muth und Kraͤfte finden,‚ auf der Tugend Pfad zu steh'n! dir gefallen, dir mich weih'n, muͤsse mein Bestreben seyn! 4. Mich erinn're jeder Morgen, Gott! an deinen großen Tag, und die erste meiner Sorgen sey, wie ich bestehen mag, wenn dein furchtbares Gericht jedem dann sein Urtheil spricht. 5. Fuͤhre mich, o Herr! meinen Gang sey leite ö deinem Wort; und nach und bleibe du auch heute neih Beschüßet uter de Gott und hle di, Aen Sind meine Oee und we l, mein 0 und A 9,Fdein Eig „Ech bey Hen. A I.der mir! N mir zun ben oder: so brin nes Him hoͤre,( Hchee, d o eten hei h und Da st, Sohn Mn Du Re Woülchn,e Hhoͤhn. Ver nur Mi Dat Nol x Achen erhe M, zu G. lich auch Wnit mir 05 r sd släkkt,bin V 169 00 Hot; Tagszeiten. 475 mein Beschuͤtzer und mrin Hort, unter deinem Schutz allein kann ich froh und sicher seyn. 6. Gott und Vater! ich empfehle dir, mit kindlich frohem Sinn, meinen keib und meine Seele, was ich hab' und was ich bin. Herr, mein Heil, mein Schild und Ruhm! segne mich, dein Eigenthum. 7. Sey bey mir auf al⸗ len Wegen. Auch der Un⸗- fall, der mir droht, alles werde mir zum Segen, es sey beben oder Tod. Sterb? ich, o so bringe du mich zu deines Himmels Ruh'! 8. Hoͤre, Gott! was ich begehre, der du selbst mich beten heißt. Dir sey Preis und Dank und Ehre, Vater, Sohn und heilger Geist! Du erhoͤrst Gebet und Fleh'n, ewig will ich dich erhoͤh'n. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit Dankgesühle. 515. Vol Dank an diesem neuen Morgen erhebe dich, mein Geist, zu Gott! Er wird fuͤr mich auch heute sorgen, und mit mir seyn in jeder Noth; er schuͤtzte mich in dieser Nacht, durch ihn gestaͤrkt, bin ich erwacht. 2. Wem dank ich's sonst, als deiner Guͤte, daß mich, o Gott! kein Unfall traf? mit innig freudigem Gemuͤthe dank' ich fuͤr Staͤrkung, Ruh' und Schlaͤf, auch heute wirst du mit mir seyn, und mir zur Tugend Kraft verleih'n. 3. Wie viele tausend meiner Bruͤder sind jetzt nicht mehr mit mir er— wacht, und sehen nicht die Sonne wieder, nicht dieser neuen Schoͤpfung Pracht!? Ich lebe noch, und mich erfreut des neuen Tages Heiterkeit. 4. Wie viele riß in ih—⸗ ren Suͤnden, in Wollust, Zorn und Trunkenheit, der Tod hinweg! wie viele finden zur Beß'rung fer⸗ ner keine Zeit Voll Schaam und Reue sieht ihr Blick auf die verlorne Zeit zurück. 5. Erhalter! dir soll je⸗ de Stunde von diesem Tag geheiligt seyn. Ich schwoͤre dir mit Herz und Munde, der Laster Pfad mit Ernst zu scheu'n; nur zur Erfül—⸗ lung dieser Pflicht entzieh' mir deinen Beystand nicht! 5. Bewahre mich, o Gort der Liebe! auch heute, wie du sonst gethan. Du kennst mein Herz und seine Trie⸗ be, nimm meiner dich er⸗ bar⸗ 476 Christl. und mein zu schwaches Herz besiegt. 7. So will ich froh den Tag vollenden, vertraut mit dir und meiner Pflicht. Haͤnden; ich, dein Erloͤster, zittre nicht, und schrießt sich heut mein Lebens lauf, so eilt mein Geist zu dir hinauf. Fuͤr Leidende. Vorige Melodie. Klagend und troͤstend. er Morgen komt, und 516. meine Plage wird jetzt mit ö diesem Morgen neu. Wie . traurig eilen meine Tage der bangen Wanderschaft vorbey! der Sonne neu⸗ geschenktes kicht erheitert meine Seele nicht. 2. Noch immer bin ich auf der Erde, wo mich Gefahr und Noth um⸗ ringt, und taͤglich groͤßere Beschwerde zu Klagen und zu Thraͤnen zwingt. Ich hoffe Lind'rung meiner Pein, und noch trifft nicht mein Hoffen ein. I 3. Herr! eile doch mir beyzustehen, verlaß den muͤden Wand'rer nicht! RN mein Vater! neige auf Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. barmend an, so oft der Suͤnden Reiz mich truͤgt, Mein Leben steht in deinen wahres Wohl, mein Flehen zu mir dein freundlich Angesicht. Gieb mir Geduld, und bey dem Schmerz ein hoffend und zufried'nes Herz. 4. Noch ist das Schick— sal mir verborgen, das die sen Tag mich treffen soll; doch, laß ich dich, mein Vater! sorgen, du kennst und liebst mein und was dein Rath beschließt und thut, ist heilig, ist gerecht und gut. 5. Soll ich die Last noch laͤnger tragen, ich halte deiner Fügung still, und will hier, wie mein Hei⸗ land, sagen: wie du, Gottl willst, nicht wie ich will. Ja, Vater! laß mich in der Pein geduldig, so wie Jesus, seyn. 5. Hab' ich des Lebens Last empfunden, so ruͤckt mein Ende einst herbey: dann hab' ich ewig uͤber— wunden, und bin von al⸗ ler Truͤbsal frey, und du giebst mir, o Gottes Sohn, den theu'r erworb'nen Gnadenlohn. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Troͤstlich. ach einer schmer⸗ 5 17. N zenvollen Nacht seh' ich den Morgen wieder. Dein — heklieh⸗ t Aost alle W, Rein Wlactäcke. Co trag huchet Sa i Meltker abe sch her wah Keiden I und Iunml bist , auf der Jc wei h licht ve ber To halt m sun hoch fe gum mich Ngtrost, Ic llebt, Au, tief Iumen Th WJuch si lnt nicht, hetzen, g e uberf Ruihee Se Fempfeh Arl sey d Mitiger! ahl versor Doch, Mvielne Wurdin, x nvon me Ode der N Nieh x ——— 1 & mir Ny dgescht. G „dbeh dy ufeh Hehz Is das II kbor Tgen, s mich hz laß ich N, sorgeh,x liebst h ohl, MWoih beschlließte ilig, istt ich die Aith en, 610 ung stibh wie mal Wie dhy t wie ichl ö laß n gedulhh; seyn. ich des nden, so ö dinst hes Dich eih und bin d Uftey, 6 Gottebet + unl n. nd heh. slih. icheltescht, Walbollen) Du l gand auch der Tagszeiten. 4²7²⁷ Dein Auge, Gott! mich bewacht, meine Lieder, Angst verlieh'st du mir nicht Trost allein, ich dan⸗ ke dir, mein Gott! auch Serlefärke. 2. So trag' ich gern der Krankheit Schmerz und jedes meiner Leiden; zu dir erhebe sich mein Herz, du Geber wahrer Freuden! durch Leiden zogst du mich zu dir, und nun, mein Vater! bist du mir ein Fels, auf den ich baue. 3. Ich weiß, daß Gott mich nicht Danleeie wenn Tod erscheinet, ihn haͤlt mein Glaube dann noch fest, wenn al⸗ les um mich weinet. Ich bin getrost, wenn, wer mich liebt, mein Sterbe— lager, tief betruͤbt, mit frommen Thraͤnen netzet. 4. Auch sie verl laͤßt mein Vater nicht, er staͤrket ih⸗ re Her rzen, giebt Trost und frohe Zuversicht, und lin⸗ dert ihre Sehmarden. ja, dir empfehl ich sie, o Herr! sey du ihr Schutz, Allguͤtiger! so sind sie wohl versorget. 5. Doch, sollten meiner Tage viel auf dieser Erde werden, waͤr? ich 3— fern von meinem Ziel, dem Ende der Beschwerden; so hat dich preisen in großer ³⁰ gieb mir, Schoͤpfer! dei⸗ ne Kraft, die mir auch Muth im Leiden schafft, und in der Noth—— staͤrket. Abendlieder. Warum willst du draußen ꝛc. Mit angenehmer Empfindung. Auf, o Seele! 518. A sey noch mun⸗ ter, Gottes Lob ist deine Pflicht! seine Sonne geht zwar unter, aber seine Guͤ— te nicht; heut auch hat sie mich ernaͤhrt, manche Freu⸗ de mir gewaͤhrt, vor Ge— fahren mich beschuͤtzet, meine Schwachheit unter— Mel. stuͤtzet. 2. Angebetet, hochge— priesen sey'st du, Herr, mein Gott! von mir! was du Gutes mir erwie— sen, danket meine Seele dir. War ich's, Vater? gleich nicht werth, hast du doch, mein Fleh'n erhoͤrt, das ich heut, als ich er⸗ wachte, dir in Jesu Na⸗ men brachte. 3. Ruhe, Munterkeit und Kraͤfte, Trieb, die Arbeit nicht zu⸗ flieh'n, Fortgang im Berufsge⸗ schaͤfte, hast du mir auch heut verlieh'n, und wie viel 478 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. viel Gelegenheit gab mir deine Guͤtigkeit, zu des Himmels Seligkeiten im- mer mehr mich zu bereiten! 4. Doch, da ich voll Dank erzaͤhle, wie so groß dein Wohlthun war, stel-⸗ len sich auch meiner Seele die begang'nen Fehler dar. Ach! verzeih' mir meine Schuld, schenk mir deine Vaterhuld; laß ein ruhi-⸗ ges Gewissen mich bestaͤn⸗ dig hier genießen. 3. Gieb nun bis zum frohen Morgen meinem Leibe sanfte Ruh'. Durch dich schlaf' ich ohne Sor— gen, wenn ich schlafe, wa⸗ chest du. Seel und Leib befehl' ich dir, walt' all⸗ guͤtig uͤber mir, bis ich durch ein selig's Ende meine Tage hier vollende. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Mit Dankgefuͤhle. un sinkt die 519. N Sonne nie⸗ der, die stille Nacht komt wieder, und mit ihr Schlaf und Ruh'. Sie schenkt uns neue Kraͤfte, beschließt des Tags Geschaͤfte, und druͤckt die muͤden Augen zu. 2. Noch wach' ich, und erzaͤhle, mit tiefgeruͤhrter Seele, was Gott an mir gethan, mit dankendem Gemuͤthe. lobsing' ich sei— ner Guͤte, er hoͤrt mein frommes koblied an. 3. Von ihm komt jede Gabe, das Leben, das ich habe, die Ruhe dieser Nacht. Er ist der Quell der Guͤter, mein Schutz und treuer Huͤter, der, wenn ich schlummre, fuͤr mich wacht. 4. Er laͤßt es finster werden, und huͤllt den Kreis der Erden in schwar— ze Dunkelheit; doch auch in dunkler Stille wohnt Gott mit seiner Fuͤlle, und zeigt mir seine Herr— lichkeit. 5. Er fuͤhrt aus dunk— ler Ferne den Mond und tausend Sterne mit Ma⸗ jestaͤt herauf. Sie leuch-⸗ ten, ihm zur Ehre, hoch uͤber Erdꝰ und Meere, und seine Hand lenkt ihren Lauf. 6. Groß, wann der Morgen grauet; groß, wann der Abend thauet; groß in der stillen Nacht; im Sonnenschein und Sturme, am Menschen und am Wurme, groß, Schoͤpfer! zeigst du deine Nacht. 7. Voll Majestaͤt und Staͤrke steh'n lauter Wun-⸗ derwerke in deiner Schoͤ— pfung — jng da. bbetgelt Hller X h mit h. 5. Voher ein keben; ivs geh her für mich r auf mei Hancher froh Hss, der hacht. * Hott! Hacht und wich dein Id auch! it, leg' Yder in d et, so w sg nicht. 16. Soll! beben v Veben, sihlich ein. lhel enden, Ich bollend uch uoch in B0. Ammer r N aden R. — dankend. sug ich s hoͤt nz lid an. n losit y ben, dött Ruhe dh ist det mein Sch Hͤͤter, y ümmre, ßt es fit d hüllt en in schhy t; doch 6 Stille hit iner Ii iner dib seine g et aus d uNond h ne mit Sie litt Chre, gi d MekkejM lekt yn in uet; f, Hend thuut) silen Mah in scheil M nn Mansch e, Rei, 0 50 dalle fit 10 Hater Wuz Ahek Gcha futh Tagszeiten. pfung da. Wie kann ich dir's vergelten? du Gott so vieler Welten! warst auch mir Armen heute nah'. 8. Woher mein Gluͤck, mein Leben? du bist's, der mir's gegeben, du bist's, der fuͤr mich wacht. Wo—⸗ her auf meinen Wegen so mancher frohe Segen? du bist's, der alles wohlge— macht. 9. Gott! groß von Nacht und Treue, jetzt, da ich dein mich freue, wird auch die Nacht mir Licht. Leg' ich die muͤden Glieder in deinem Namen sorge uich wachest du; ich orge nicht. 10 Sol mir der Schlaf zum Leben verneu'te Kraͤf— te geben, so schlaf' ich froͤhlich ein. Soll er mein Leben enden, so wird Gott mich vollenden, mein Gott auch noch im Tode seyn. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Mit Dankgefuͤhle. efrey't von 52⁰. B Sorg' und Kummer ruh't nun in sua—⸗ ßem Schlummer ein Theil der muͤden Welt. Erhebet euch, Gedanken! erhebt euch, dem zu danken, dem gefaͤllt. 2. Lobsinge, Seel'! und sage, wie auch an diesem Tage dein Gott dir wohl-⸗ gethan. Durch Jesum dir versoͤhnet, mit Gnad' und Heil gekroͤnet, bet' ich dich, Vater! kindlich an. 3. Dein ist's, daß ich noch lebe, jetzt deine Treu' erhebe, mich deiner Liebe freu'. Zu jeglichem Ge⸗ schaͤfte verlieh'st du mir die Kraͤfte, und standest mir allmaͤchtig bey. 4. Zwar wank' ich oft und gleite, ich weiß, mein Gott! auch heute, sind meiner Fehler viel. Doch, du hast mich geleitet, und, wenn mein Fuß gegleitet, 571. 2 gestattet, daß ich el. 5. Umsonst sinnt mein Gemuͤthe, wie es, Herr? deine Guͤte nach Wuͤrden preisen soll. Froh hab' ich sie empfunden, denn jede meiner Stunden ist, Vater! deines Wohlthuns voll. 6. Stets bist du hoch zu loben. Von deiner Lie—⸗ be Proben zeugt nicht der Tag allein. Gott! deine Liebe wollte, die stille Nacht auch sollte fuͤr uns reich an Erquickung seyn. ö 7. Dank des Herzens wohl- ö 48⁰ Christl. Verfaͤhren in besondern Zeiten ꝛc. 9. Wenn wir im Schlaf vergraben, selbst kein Be— wußtseyn haben, umschlie—⸗ ßet uns dein Schutz. Willst du mich nur beschirmen, so biet' ich allen Stuͤrmen und aller List der Boͤsen Trutz. 8. Ich darf nicht aͤngst⸗ lich beben, du, Gott! be— wahrst mein Leben, du selbst, der mir es gab. Bis ich es hier beschließe, dort deines Lichts genieße, ziehst du von mir die Hand nicht ab. 9. Nun, Vater! ich be⸗ fehle dir Haabe, Leib und Seele, und schlaf in sich'- rer Ruh'. Ich trau' auf deine Gnade; was ist wohl, das mir schade? Allmaͤchtiger! mein Schutz bist du! Vorige Melodie. Bittend. ir seh'n den 521. Wé Schlaf uns winken, in seinen Arm zu sinken, und sanft darinn zu ruh'n; des jungen Ta⸗ ges Werke erfodern neue Staͤrke, um sie zum Heil der Welt zu thun. 2. Drum, Gott der Huld und Treue! nimm gnaͤdig uns auf's neue auch diese Nacht in Schutz; denn schirmt uns deme Rechte, dann, drohen aͤlle Maͤchte, wir laͤcheln mu-⸗ thig ihnen Trutz. 3. Doch nimm fuͤr dei— nen Segen, eh' wir zum Schlaf uns legen, noch unsern heißen Dank, dein war's an diesem Tage, daß weder Schmerz, noch Plage in unsre frohen Keeise drang. 4. Dein war's, wenn wir uns freu'ten, und Saat zum Guten streu'ten, die unverwelklich ist, dein, wenn wir Weisheit lern— ten, und uns vom Wahn entfernten, der du der Weisheit Urquell bist. 5. So laß, o Gott! in Frieden denn uns und je⸗ den Muͤden vom Schweiß des Dages ruh'n; staͤrk' uns mit neuen Kraͤften zu kuͤnftigen Geschaͤften. Wir hoffen, Herr! du wirst es thun. 6. Auch auf die kranken Bruͤder sieh' mitleidsvoll hernieder, und die ein Kummer beugt. Entlade sie vom Kummer durch ei⸗ nen sanften Schlummer, und mach' ihr Herz bald wieder leicht. Pruͤ⸗ — usung u I. Kehtel Gott Mrafe U. D sth Heil! Ahcbich iht Aich'er mil Pich mit Guten u Pich vielli meinet Y Wal's i Herrn, Wfangen? Init Gebe Berlange stiyf von Und mich Wschtig, Vbattes I hab'ich Rn Got Msh, durch wac Fleiß , Hepries elt geni iu dinst g se Her Rsmich Me Wie ha % mein ei hah hat 4 ft ein Hlhterd erf ar's, tu en, under relten, ist, N zeisheit E vom D det du K guell hif — „o Gott uns udA om Sc uh'n; fih en Käftht schiften d Pies! ö die Eunh nitladse Nd die d Catlch her duchn Schlunmie Tagszeiten. Pruͤfung am Abend. Mel. Liebreicher milder Prufend. Der Tag ist wie⸗ 522. D der hin, und diesen Theil des Lebens, wie hab' ich ihn vollbracht? verstrich' er mir vergebens? hab' ich mit allem Ernst dem Guten nachgestrebt? hab' ich vielleicht nur mir, nicht meiner Pflicht gelebt? 2. War's in der Furcht des Herrn, daß ich ihn angefangen? mit Dank und mit Gebet, mit eifri⸗ gem Verlangen, als ein Geschoͤpf von Gott der Tugend mich zu weih'n, und zuͤchtig, und Gottes Freund zu seyn? 3. Hab' ich in dem Be— ruf, den Gott mir ange— wiesen, durch Eifer und durch Fleiß ihn, diesen Gott, gepriesen, mir und der Welt genuͤtzt, und je— den Dienst gethan, weil ihn der Herr gebot, nicht, weil mich Menschen sah'n? 4. Wie hab' ich diesen Tag mein eigen Herz re— gieret? hat mich im Stil-⸗ len oft ein Blick auf Gott geruͤhret? erfreu't ich mich und gerecht —— des Herrn, der unser Fleh'n bemerkt? und bab: ich im Vertrau'n auf ihn mein Herz gestaͤrkt? 5. Dacht' ich bey dem Genuß der Guͤter dieser Erden an den Allmaͤchti⸗ gen, durch den sie sind und werden? verehrtꝰ ich ihn im Staub'? empfand ich seine Huld? trug ich das Gluͤck mit Dank, den Unfall mit Geduld? 6. Und wie genoß mein Herz des Umgangs suͤße Stunden? fuͤhlt' ich der Freundschaft Gluͤck, sprach ich, was ich empfunden? war auch mein Erust noch sanft, mein Scherz noch unschuldsvoll? und hab? ich nichts gered't, das ich bereuen soll? ö 7. Hab' ich die Meini— gen durch Sorgfalt mir verpflichtet, sie durch mein Beyspiel still zum Guten unterrichtet? war zu des Mitleids Pͤlicht mein Herz nicht zu bequem? ein Gluͤck, das And're traf, waͤr dieß mir angenehm? 8. War mir der Fehl— tritt leid, so bald ich ihn begangen? bestritt ich auch in mir ein unerlaubt' Ver⸗ langen? und wenn in die— ser Nacht Gott uͤber mich gebeut, bin ich, vor ihm Hh zu 482 Christl. Verhalten in besondern Zeiten». zu stehn, auch willig und bereit? 9. Gott! der du alles weißt, was koͤn.etꝰ ich dir verhehlen? ich fühle taͤg⸗ lich noch die Schwachheit meiner Seelen. Vergieb dem Reuigen die oft ver⸗ letzte Pflicht, vergieb, und gehe du nicht mit mir in's Gericht. 10. Ja! du verzeihest dem, den seine Suͤnden kraͤnken, du liebst Barm⸗ herzigkeit, und wirst auch mir sie schenken. Auch diese Nacht bist du der Waͤchter uͤber mir; leb' ich, so leb' ich dir, sterb' ich, so sterbꝰ ich dir! Fuͤr Leidende. Bekannte Melodie. Klagend und rroͤstend. chon wieder 523. S bringt die stille Nacht so manchem Muͤden Ruh'; nur mein bethraͤntes Auge wacht, mir schließt sie es nicht zu. 2. Mit heißen Thraͤnen netze ich mein Bette fruͤh und spaͤt, und ach! mein Gott verbirget sich, und hoͤrt nicht mein Gebet. 3. Wie layge, Herr! verzieh'st du noch, eh' Ret⸗ tung mir erscheint? wann unter meiner Buͤrde Joch, wann hab' ich ausgeweint? 4. Mit jedem Abend sehnet sich dem Morgen zu mein Herz, und kom̃t er, ach! dann foltert mich, mich Armen, neuer Schmerz. 5. Doch auf, mein Geist! verzage nicht! verlaß dich auf den Herrn, er, aller Frommen Zuversicht, ist abch von mir nicht fern. 6. Wenn ihu mein Herz am fernsten meint, ist er mir dennoch nah', ist oft, wenn noch mein Auge weint, mit seiner Hilfe da. 5. Wie ich noch unbe— reitet war, saͤh'n deine Au— gen mich, und jeder mei—⸗ ner Tage war ins Buch gemerkt durch dich. 8. O! habe Dank, du lieber Gott! fuͤr dieses Trostes Kraft. Er hat in meiner großen Noth mir Linderung verschafft. 9. Drum geh' ich mu— thig, ohne Graͤu'n, dem dunkeln Ziele zu. Du, treuer Gott! bist mein Vertrau'n, mein Schutz und Schirm bist du. 10. Und komt in dieser Nacht mein Tod, so ist er mir Gewinn, erloͤst bin ich aus aller Noth, in Frieden fahr' ich hin. Vorige Herige — 94˙ aacht mit Veth. Mur ab' und A H6/ 9 3. Mͤlst 18 lebens Rlter und K uud' in u Haft kein Iheil. 3. No liger! b Noth/ v Hoffnur Ndich m Doch, Mufnd't m Hu bleil Ih Vort I Schm sede N. „Froh IM Schlo Ih schlafe Ukinem! Wun, d Mfer seyn und s sse Maht ste seyn um ist m fat, bo s Mein Niy Virde 10 usgrn edem h m Monny und küf, tertmihih E Scg If, Menfil . berlih Eu, K„ ubersih, nichtf ihn mig meint, N nah maih einet ich gog sah'r Rh und sehgh var i ch d abe DN t! fit st. I Fen M berschaft ch n GauN ele N, 7 1H H mein bis V. bolt uht 205, 7 I Tagszeiten. 483 Vorige Melodie. Troͤstlich. uch diesen Tag 524. A hab' ich voll⸗ bracht mit aller seiner Noth. Nur deiner Vater— liebꝰ und Macht verdank' ich es, o Gott! 2. Waͤrst du nicht mei— nes Lebens Kraft, mein Retter und mein Heil; so wuͤrd' in meiner Pilger— schaft kein Trost mir je zu Theil. 3. Ja! ohne dich, All—- guͤtiger! vergieng ich in der Noth, von Seelenruh' und Hoffnung leer, waͤr? ohne dich mein Tod. 4. Doch, welchen Trost empfind't mein Herz! du bist, du bleibst mein Gott! Dein Wort versuͤßt mir jeden Schmerz, und lin- dert jede Noth. 5. Froh kann ich mich dem Schlaf vertrau'n, auch schlafend bin ich dein; vor keinem Unfall soll mir grau'n, du wirst mein Helfer seyn. 6. Und sollt', o Vater! diese Nacht des keidens letzte seyn, wohl mir! dann ist mein Lauf voll—⸗ bracht, vollbracht des Le⸗ bens Pein! Am Ende der Woche. Mel. Nur Liebe, rein von ꝛc. Mit Dank und Nachdenken. nwiederbringlich 525. schnell entflieh'n die Tage, die uns Gott gelieh'n. Auch diese Woche eilet schon unwiederbring—⸗ lich schnell davon. 2. Dank unserm Vater, unserm Gott! uns traf kein Gram und keine Noth; denn seine ew'ge Vater⸗ treu' ward uns an jedem Morgen neu. 3. Wenn jetzt das Herz voll Freudigkeit sich man⸗ cher guten That erfreut, weß war die Kraft? wer gab Gedeih'n? dem Herrn gebuͤhrt der Ruhm allein. 4. Oft fehlten wir, und merkten's nicht, verzeih' uns die verletzte Pflicht. Nimm an, Erbarmer! un— sre Reu'˖, und sprich uns, deine Kinder, frey. 5. Wir eilen mit dem Strom der Zeit stets naͤ⸗ her hin zur Ewigkeit. Herr unsers Lebens! ma—⸗ che du uns selber recht geschickt dazu. 6. Du laͤßt, uns laͤnger zu erzieh'n, uns Wochen, Monden, Jahr' entflieh'n; doch an dem Ziel der Pil⸗ 9 h 2 ger⸗ * 484 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. gerschaft kom̃t unsre ganze Rechenschaft. 5. O! dann laß uns, wir alle fleh'n, mit Freu⸗ digkeit vor dir besteh'n. Denn, ach! wer dann vor dir erbebt, hat thoͤricht, hat umsonst gelebt. Am Schlusse des Jahres. Mel. Nun danket alle Gott. Mit Dankgefuͤhle. it diesem Tage 526. M geht nun auch das Jahr zu Ende! Voll dankenden Gefuͤhls erheb' ich meine Haͤnde mit meinem Geist zu dir, getreuer Gott! empor, und trage mein Gebet und meinen Dank dir vor. 2. Wo ist ein einziger der schnellsten Augenblicke, die mir voruͤber floh'n, der nicht von einem Gluͤcke, von einem Gut fuͤr mich durch dich bezeichnet war? hier Wohlthat ohne Zahl, dort Rettung aus Gefahr. 3. Du wachtest uͤber mir, du gabst dem Koͤrper Staͤrke, und meinem Gei⸗ ste Kraft zu jedem guten Werke. Und welche Freu⸗ den fand ich auf des ke⸗ bens Pfad fuͤr Sinn und Herz, wenn ich mit Un⸗ schuld ihn betrat. 4. Du schenktest mir Verstand, das Gute zu erkennen, durch dich fuͤhlt' ich mein Herz von fromem Eifer brennen, es treulich zu vollzieh'n; und that ich es ja nicht, so giengst du doch mit mir, mein Gott! nicht ins Gericht. 5. Mit jedem neuen Tag erneu'te sich dein Segen, als Vater fuͤhrtest du mich auf des Lebens Wegen; mein Leben kroͤntest du mit Anmuth und Gedeih'n, und jeden Tag konnt' ich mich deiner Guͤte freu'n. 6. So gieng dieß Jahr orbey, und jeder meiner Taͤge, voll Proben deiner Huld; entfernt war Noth und Plage. Nimm dafuͤr meinen Dank in schwachen Liedern an! Preis ewig dir, o Gott! der dieß an mir gethan. Vorige Melodie. Prüͤfend. ieß Jahr ist 527. D nun dahin, um nie zuruͤck zu kehren, sein letzter Tag erscheint, um Weisheit mich zu leh— ren. Er soll mir heilig seyn, und lenken meinen Blick zu jedem Tage des verfloß'nen Jahrs zuruͤck. 2 —7 Wi h Huct; wi Hfichten mihen He hlerrichten Iir genug! + Tat? ichtfun Zewissens 3. Habꝰ hatt, der llbet? ua c licht Iist gestte mehr a die Wes In Lag hm Dier 4 Hatt' ö für M Rder, unt Vals mei lder? Anet b. ih Heind, h mit il rein Fre Vese Herz v AWlrmen? yr an mi Aumen? klten Tro Airung Aume fuͤ Ohagte; Wur! Mlauch Wpaude N ch e sei dh y —— enttet 6 Gull dich fsz von staün 6 U und thuh 0 giemsh „Meinüi. icht. m eng dein Ehn rtest dg ens M kroͤßteg und Gh a0 bn Hutt it ng Wf jidit n robenI kut uuH. N kin sh P Rder Nyg Neld, fend. 2 0 0 RIt IM 1 2 Tagszeiten. 2. Wie hab' ich es ge⸗ braucht? wie uͤbt' ich mei⸗ ne Pflichten? ließ ich zu meinem Heil mich willig unterrichten? war Wissen mir genug? vergaß ich nie die That? verwarf mein Leichtsfinn nie auch des Gewissens Rath? 3. Hab' ich getreu dem Gott, der mich erschuf, gelebet? nach seinem Lob, und nicht nach Menschen-⸗ gunst gestrebet? hab' ich ihn mehr als mich, mehr als die Welt geliebt, und jeden Tag mich gern in seinem Dienst geuͤbt? A. Hatt' ich ein warmes Herz fuͤr Menschen, meine Bruͤder, und liebt' ich alle sie als meines Heilands Glieder? vergalt ich Boͤ⸗ ses nie? vergab ich mei⸗ nem Feind, und sprach ich so mit ihm, als waͤre er mein Freund? 5. Verschloß sich mein Herz vor den verlaß'- nen Armen? nahm ich mich ihrer an mit menschlichem Erbarmen? sprach ich Be— truͤbten Trost und Matten Staͤrkung ein? war's Wonne fuͤr mein Herz, Gebeugte zu erfreu'n? 6. War meines Naͤchsten Wohl auch mir ein Quell der Freuden? und sucht' ich nie sein Gluͤck zu stoͤ⸗ nie ren, zu beneiden? war ich des Freundes Freund? ihm Beyspiel, Drost und Rath? und dient' ich wil— lig ihm, auch, eh' er mich noch bat? 7. Sind mir mit Red— lichen des Umgangs suͤße Stunden, als ein Gewinn fuͤr's Herz, mit Dank zu Gott verschwunden? floh'ꝰ ich der Boͤsen Ruf und frecher Spoͤtter Sitz? riß mich ihr Scherz nicht fort? verdarb mich nicht Witz? 8. Besaß ich edlen Much, der TDugend Kamof nmnfon jeden boͤsen Trieb in meiner Brust zu daͤmpfen? hab' ich mit solchem Ernst mein schwaches Herz bewacht, daß Welt und keidenschaft nicht Suͤnden angefacht? 9. Betrat ich gern und oft des Allerhoͤchsten Tem-⸗ pel? war ich zum Segen da, und Andern zum Exem⸗ pel? verflog die Ruͤhrung nicht? erbaute sich mein Herz? erhob sich's im Ge— bet voll Andacht himmel— waͤrts? 10. Hab' ich mit Dank und Preis des Mittlers Tod gefeyert, und bey dem Mahl des Herrn den Bund mit Gott erneuert? war ich dem Bunde treu? ver⸗ gaß ihr 486 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. gaß ich meine Pflicht in dem Geraͤusch der Welt bey ihren Freuden nicht? 11. Gebraucht' ich auch getreu die mir verlieh'nen Kraͤfte? war immer Gu⸗ tes thun mein freudigstes Geschaͤfte? floh ich des Boͤsen That, und auch den boͤsen Schein, war bey der guten That auch ihre Quelle rein? 12. Erkauft' ich dieses Jahr mit aͤllen seinen Ta— gen? wird keiner mich der⸗ eiüst bey Gott dem Herrn verklagen? kannt' ich den ———— 9—— a AQuch ein Augenblick, zu meinem Heil verwandt, mir mehr als Erdengluͤck? 13. Und wenn mich heu— te rief der Tod in jenes keben, duͤrft' ich dann nicht voll Angst vor mei- nem Richter beben? koͤnnt' ich voll Zuversicht, im kind—⸗ lichen Vertrau'n des Rich⸗ lers Angesicht auf seinem Throne schau'n? 14. Ich heuge mich vor dir im Staub, Herr mei— ner Tage! am Abend die— ses Jahrs, wenn ich mein Herz befrage. Beschaͤmt bekennt mein Herz in Reue seine Schuld, und fleht um Gnade nur, um Scho-⸗ nung und Geduld. 15. Erbarmer! sieh' herab! nie muͤde zu ver—⸗ schonen, willst du die Schuld verzeih'n, und noch aus Gnaden lohnen. Ach du, der Thraͤnen zaͤhlt, Empfindungen versteh't, hoͤr'st diesen Abend mich, und merk'st auf mein Gebet. 15. Nimm Preis und Lob und Dank, o weisester Regierer! dieß ganze Jahr war'st du mir Vater, Freund und Fuͤhrer. Du wirst, was du mir war'st, gewiß im neuen seyn, mich leiten an der Hand, mich segnen und erfreu'n. 17. Erscheint, fruͤh oder spät, der Abend meiner Tage, und oͤffnet sich mein Grab, gieb, daß ich dann nicht zage; erleicht're mei⸗ nen Kaͤmpf, und zeige meinem Blick, weit uͤber Dod und Grab, des bes⸗ sern Lebens Gluͤck. Tischlieder vor dem Essen. Mel. Unschuldigster! du hattest nichts ꝛc. Mit Dankgefuͤhle. uf dich, o Va⸗ 528. A ter! schauen unsre Blicke, daß deine Hand uns vaͤterlich er⸗ quicke. Du sorgst und giebst — uuch bse du . Du sthl uen Voht she mildt 1 giebstal „, keiner es ebelb ebent. 3. Mach h Her trihkel, rEhte! Illeßen, W Ihen hiet v empfan 4. Laß, 8 keinen F uns n Räßigkeit f wir lebe Iuun Sege . I. Ver nu Val Dar l haben, shen die stltef uns Wsorgest! sh dein Mht unser Fr an G s Men Rabm sse Wird de Ihh schlen Iankgh h. U 2f05, 3 tuu! ze, aß ö hlet lh sugf 60 Tischlieder. giebst auch jedem seine daß er dich preise. 2. Du segnest uns nach deinem Wohlgefallen, thust deine milde Hand auf, und giebst allen, was Noth ist, keiner fleh't, o Herr des Lebens! zu dir ver⸗ gebens. 3. Auch wenn wir essen oder trinken, muͤssen wir dir zur 3 und mit Dank genießen, was wir zum Leben hier 10 deinen Ga⸗ ben empfangen haben. 4. kaß, Vater! dieß uns keinen Tag vergessen, laß uns mit Dank und Maͤßigkeit stets essen, da⸗ mit wir leben, und durch deinen Segen satt werden moͤgen. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Voll Dankgefuͤhls. Gott! 29. O dem wir alles haben, wir alle, wir erheben dich. Du uͤber— schuͤttest uns mit Gaben, und sorgest fuͤr uns vaͤter⸗ lich; dein milder Segen macht uns reich, o! wer ist dir 915 Guͤte gleich? 2. Wer kann die Zahl der Menschen zaͤhlen, die von deine Vaterhand ernaͤhrt? nie wird dem seine Nah— rung fehlen, der sie bey'm —— 487 Fleiß von dir begehrt. Der Acker giebt auf dein Gebot noch stets uns taͤg— lich unser Brod. 3. Du sorgst fuͤr alle deine Kinder, nicht fuͤr die Frommen nur allein; du, Vater! segnest selbst die Suͤnder durch Regen und durch Sonnenschein. Ver⸗ kennen wir gleich deine Treu', doch ist sie jeden Morgen neu. 4. O! laß uns deiner nicht vergessen, wenn wir uns deiner Gaben freu'n. kaß, wenn wir trinken, wenn wir essen, fuͤr deine 4 uns dankbar seyn! Dir, Vater! sey fuͤr Speis 835 Trank, fuͤr alles Gute Preis und Dank! Nach dem Essen. Mel. Nun danket alle Gott. Mit Dankgefuͤhle. Mir danken freu-⸗ 730. Wé dig dir fuͤr alle deine Gaben, die wir, o Vater! jetzt von dir em⸗ pfangen haben. Gesund— heit giebst du uns, und Nahrung, die erfreu't; hier einen frohen N euth⸗ und dort die Seligkeit. 2. kaß nie gefuͤhllos uns, wie gut du bist, ver⸗ kennen, von wahrer Dank— barkeit —— 488 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. barkeit laß unser Herz entbrennen; mach' uns ge⸗ horsam dir, mach' im Be— ruf uns treu, daß alles unser Thun dir wohlge— faͤllig sey. 3. Wenn deine Huld uns schon auf Erden so begluͤcket, was wird es seyn, wenn uns dein Him-⸗ mel einst entzuͤcket? fuͤhr' uns dahin, um dort dich mehr noch zu erhoͤh'n, von deiner Vaterhuld mehr Proben noch zu seh'n. Eigene Melodie. Dankvoll. * ringt dem mil⸗ 33J. B den Vater Dank. Unser froher Lob— gesang ruͤhme den, den alles preist, der uns seg— net, traͤnkt und speist. Wie er Thier' und Voͤgel naͤhrt, so hat er auch uns gewaͤhrt, was den Leib erhaͤlt und naͤhrt. 2. Gott zu loben, saͤu⸗ met nicht. Es ist Seligkeit und Pflicht, zu empfinden, wie er liebt, wie viel Gu⸗ tes er uns giebt, wie er unser Leben schuͤtzt, und dem Menschen, was ihm nuͤtzt, darreicht, und ihn unterstuͤtzt. 3. Schauet dankvoll um euch her. Gott erfuͤllet Land und Meer, willig bringt auf sein Gebot uns die Erde Frucht und Brod, Flur und Gaͤrten bluͤh'n fuͤr euch, Berg“ und Thaͤ⸗ ler sind so reich, Men— schen! und fuͤr wen? fuͤr euch. 4. Unser Vater, der uns liebt, der uns, was uns gut ist, giebt, giebt auch jetzt uns Speis und Trank; lobt den Vater, singt ihm Dank. Aller Segen kommt vom Herrn. Dankt ihm, und gehorcht ihm gern; liebt ihn, freuet euch des Herrn! 5. Danken, danken wol⸗ len wir dir, o milder Ge— ber! dir; dir zu dienen stets uns freu'n, und zur Arbeit willig seyn, bis einst in der Ewigkeit, nach durchlebter Pilgerzeit groͤß'rer Segen uns er⸗ freu't. Witterungslauf. Bekannte Melodie. Erhaben. u, Herr und 532. D Schoͤpfer der Natur! der du an al⸗ len Enden regierest, du hast einzig nur den Witt'⸗ rungslauf in Haͤnden. * D0 otdh gfill hunt Etde, suchbackei uuch verbte . Din in ist de sud deß dein, was Hruͤche nac H „Du sil humele U schein vn Hhau und zum E 5. Du tu ujst den L eyu zerft hischoͤpfen Jamleden z. 56. Oft bl Diener un verh a dann , Gott sslehren. 7 Auch I beißt gk zu W6 nach W., nac Uschenken Dü Mger He Iuigslauf Hhe je 10 den Uhhret, ler, Gount Witterungslauf. 2. Du ordnest ihn, wie dir's gefaͤllt, damit auf Hundh, deiner Erde, was ihr die ten Hh 19* Ulst reich, ur wens Batet, N ns, Mh t, gih eisnden ter, suhh Segenf Dahg ht ihm freutt ag , danlh „o nihh dit RuN reun, W. lig shh der Eht lehterhehh egel 06 Rupgbl Thaben.“ 0 X D dr IV hierell, 900 WA LII 2 4 6 Hild 0 Fruchtbarkeit erhaͤlt, da⸗ durch verbreitet werde. 3. Dein ist der Tag, dein ist die Nacht, dein sind des Jahres Zeiten, dein, was das Land voll Fruͤchte macht, uns Nah⸗ rung zu bereiten. 4. Du sendest aus des Himmels Hoͤh uns Son⸗ nenschein und Regen, und Thau und Nebel, Reif und Schnee, uns zum Segen. 3. Du rufst den Donner, rufst den Wind, die Duͤn⸗ ste zu zerstreuen, die den Geschoͤpfen Hind'rung sind, hienieden zu gedeihen. 6. Oft brauchst du zwar als Diener sie, die Flu⸗ ren zu verheeren. Jedoch auch dann laͤßt du uns nie, Gott! deiner Hilf' entbehren. 7. Auch irdischen Ver—⸗ lust weißt du zum hoͤhern Gluͤck zu lenken, und uns nach Kummer wieder Ruh', nach Thraͤnen Lust zu schenken. 8. O du, der mit all⸗ guͤt'ger Hand den Witt'- rungslauf regieret, dir bringe jedes Volk und Land den Preis, der dir gebuͤhret. und alles 489 9. Es ehre mit Zufrie— denheit auch hier dein weises Fuͤgen, und lasse nie von Aengstlichkeit und Unmuth sich besiegen. 10. Was immer auch fuͤr Witt'rung ist, so halt' es daran feste, was des Allweisen Rath beschließt, ist allezeit das beste. Bitte um Regen bey gro⸗ ser Duͤrre. Mel. Gott des Himmels und ꝛc. Flehend. A ott von großer 333. G Macht und Guͤte! deinen Segen suchen wir, mit geaͤngstetem Ge— müthe schauen wir empor zu dir. Du, du weißt, was uns gebricht; unser Trost verlaß uns nicht. 2. Laͤngst schon lechz't am Sonnenlichte unser Erdreich duͤrr wie Sand, und es schmachten alle Fruͤchte in dem saͤfteleeren Land. uns ihr Verlust. Sorge nagt an unsrer Brust. 3. O erhalt' uns deinen Segen, treuer liebevoller Gott! gieb uns einen mil⸗ den Regen, und verkuͤrz' uns unsre Noth. Doch, wir Schrecklich droh't 490 Chrisil. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. wir trauen dir es zu, was uns gut ist, fuͤgest du. g. Staͤrke du uns dieß Vertrauen, unser Wohl versaͤumst du nicht. Auf dich, Gnadenvoller! bauen wir die feste Zuversicht, du, der helfen will und kann, nimmst dich unsrer gnaͤdig an. Mel. Nur Liebe, rein von ꝛc. Flehend. 534. In unserm Kum⸗ ö mer kommen wir, gebeugt, doch voll Vertrau'n, zu dir, wir ru⸗ fen dich, o Vater an, dein Himmel werd' uns aufgethan. 2. Die Felder sind ein duͤrres LHand, von lauter Hitze ausgebrannt, und sie verdorren immer mehr, send' einen milden Regen her. 3. Besorgt und mit ge⸗ beugtem Haupt, der Hoff⸗ nung und des Trost's be⸗ raubt, schau'n wir das Feld und sind betruͤbt, weil es uns sein Gewaͤchs nicht giebt. 4. Entkraͤftet steht fast alles da, dem gaͤnzlichen Verderben nah'. Die Hoffnung, die das Feld uns gab, nimmt jeden Tag zusehens ab. 5. Erbarme, Herr! dich un srer Noth, nimm uns nicht unser taͤglich Brod, hilf uns im Elend: du allein kannst Helfer und Erretter seyn. 6. Gieb, Gnaͤdiger! zu rechter Zeit uns Regen, der das Land erfreu't, der die gedoͤrrte Erde traͤnkt, und sich in ihre Furchen senkt. ö 7. Dir wollen wir ge— trost vertrau'n, auf deine Macht und Guͤte schau'n. Troͤst' uns, o Herr! ver— laß uns nicht, und staͤrk' uns selbst zu jeder Pflicht. Dank fuͤr verliehenen Regen. Mel. Unschuldigster! du hattest nichts ꝛc. Mit Dankgefuhle. 82 err! unser Herr⸗ 335. scher! freudig sey gepriesen! groß ist die Hilfe, die du uns erwie⸗ sen. Wir fleheten zu dir, Gott! reich an Segen, um milden Regen. 2. Er faͤllt herab: bald wird auf duͤrrer Erden die matte Frucht durch ihn er⸗ quicket werden. Du willst, daß Unsre hoffnungsvolle Saaten uns wohl gera⸗ then. 3 60Mei Iul Rine , berthe uht Uebe din V N deutlic sitiz ruhe 3. Daße weicht dir unser A 3. Gottl, uft, daß Agkeiten haten. Eihene loby ů i 9• E 0 auf di labt sie hn die: Atlhl die Wahen d 6 Merr, ssfe füh sr traͤp Ut sprich schiiget, Nr fiieh' I Dankl Il, und y Rit 9 ihe besch Amn erg saslt hatt ,, de V Walt. Ein der Bühr. — „Herrsoth „ Hinn ihih Ho, Elldh Hlus Guaͤhiyh ing ih, dekstahh Erde ti ihte vollen Pu, auf Güͤte fh 0 Ha ht, Ihi jcherR d egen, Huldigteh nichtzn ankgti r seh schr l I du W feheten E an Shf Witterungslauf. 491 3. So weit nur, Hoͤch⸗Mark der Erde voll, das ster! deine Himmel rei⸗ seine Menschen naͤhren chen, vertheilst du sichtbar deiner Liebe Zeichen. Laß jetzt dein Wohlthun, das wir deutlich spuͤren, uns kraͤftig ruͤhren. 4. Daß auch das Herz erweicht dir Ehre bringe, und unser Mund dir freu⸗ dig, Gott! lobsinge! gieb Kraft, daß wir in alle Ewigkeiten dein Lob ver⸗ breiten. Eigene Melodie. Lobpreisend. H Ein milder Regen 36. E sinket erqui⸗ ckend auf die duͤrre Flur, wie labt sie sich, wie trin⸗ ket ihn die verschmachtete Natur! die sanften Stroͤ⸗ me kuͤhlen der Luͤfte wei⸗ tes Meer, und die Ge⸗ schoͤpfe fuͤhlen sich nicht mehr traͤg' und schwer. Gott spricht, die Klage schweiget, und Hitz' und Duͤrre flieh'n, der From⸗ men Danklied steiget hin⸗ auf, und preiset ihn. 2. Mit Muth im Ange⸗ sichte beschau't der Land⸗ mann Berg' und Feld. Er— quickt hat Gott die Fruͤch⸗ te, er, der Versorger sei⸗ ner Welt. Dicht steht die Saat der Aehren, vom — und sie erfreuen soll. Auf! preifet Gottes Milde! er ist's, der Regen schickt, und lechzende Gefilde voll Vaterhuld erquickt. 3. Erhalter unsers Le— bens, Gott! dem wir uns jetzt dankbar nah'n, o! laß uns nicht vergebens die Gaben deiner Huld em-⸗ pfaͤh'n. Du sendest Thau und Regen, giebst milden Sonnenschein, du eilst, mit deinem Segen uns alle zu erfreu'n. Ach! laß uns nicht vergebens so manche Gab' empfah'n, und nimm, o Quell des Lebens! dich unspver fer⸗ ner an. Bitte um Sonnenschein. Bekannte Melodie. Flehend. 1 Gott! du kañst J37.— den Himmel ganz mit Wolken uͤberzie⸗ hen, doch muͤssen vor der Sonne Glanz sie, wenn du willst, entfliehen, Laß doch, du liebst ja unser Gluͤck, laß doch der Son⸗ ne frohen Blick uns wie⸗ derum erfreuen. 2. Die Felder trauren weit und breit, die Fruͤchte leiden 492 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. leiden Schaden, mit Schmerz seh'n wir von Feuchtigkeit zu sehr sie uüberladen. Dein Segen, den du uns gezeigt, der sich betruͤbt zur Erde neigt, scheint nahe. 3. Wer hilft uns hier? O Gott! wir seh'n auf dich bey diesen Plagen. Du thust weit mehr, als wir versteh'n, und dich zu bitten wagen. Du, der's mit uns guf's beste meint, kannst leicht, was uns Verderben scheint, in Wohl— that uns verkehren. 4. Herr! thue, was dir wohlgefaͤllt. Erquick', auch uns zur Wonne, das schon so lang durchnaͤßte Feld durch heitern Schein der Sonne. Doch findest du es uns nicht gut, so staͤrk', Allweiser! uns mit Muth, auch diese Noth zu tragen. 5. Durch Hoffen und durch Stilleseyn soll unser Herz dich ehren. Was du schicksst, muß zuletzt er⸗ freu'n; auch diese Noth wird's lehren. Schon, eh' sie ihren Anfang nimt, ist der Gewinn von dir bestimmt, zu dem sie uns soll fuͤhren. dem Verderben Dank nach erhaltenem Sonnenscheine. Mel. Nun danket alle Gott. Mit frohem Danke. ein Gott! du 538. M bist gerecht, und gleichwohl lauter Lie— be, selbst, wenn es dir ge⸗ faͤllt, daß Leiden uns be⸗ truͤbe, scheint's gleich, als daͤchtest du, bey unsrer Suͤndenschuld, nicht ferner mehr an uns mit Vater⸗ treuꝰ und Huld. 8. Durch Wolken ließest du das Sonnenlicht be— decken; Wind, Regenwet⸗ ter, Sturm erfuͤllten uns mit Schrecken, weil man den Himmel nicht, aur schwarzes Dunkel„ah', und unsers Landes Frucht war dem Verderben nah'. 3. Nun hast du Son⸗ nenschein uns wiederum gegeben, die Felder sind erquickt, wir fuͤhlen neues Leben. Wir preisen deine Huld, daß du auf unser Fleh'n bey unsrer Kuͤm⸗ merniß erbarmungsvoll geseh'n. 4. Ja, Herr! wir prei⸗ sen dich mit freudigem Ge⸗ muͤthe. O sorg' auch kuͤnf⸗ tig noch fuͤr uns mit Va⸗ terguͤte! Gieb uns zu rechter amnenschei dafür ubbur seht 50 6 Bekanntt 0. 9. Wettet E bebe ni⸗ , Hott eit. 3 Du; honnersf NMense At blass Mfcht, Wielschei dem Whch nich Wuu furch A, der die Metu als Put is Ene Str Mag un st ‚0 Ihhl, der Mht. Du WIliz d tühlt sscher bals litk, W0 s. cr Zit IRN danh —— I ethalh scheig mͤetelht. ů hem Duh. n Hahh bist 2 — — 2 2 — Leiden u nt's Rh u, beh Uld/ niche ins mit Huld. b Wolkrh Sonnelt zind, Nut m erflteh cken, Yn nel nith Dunfl 8 kandtz Verderhtg bi W un H die Febeh wir fihlht Hir ph du unste 0 barmuh Witterungslauf. rechter Zeit Thau, Regen, Sonnenschein; wir wollen dir dafuͤr dankbar seyn. Bey Gewittern. Bekannte Melodie. Getrost. Der hohe Himel 539. dunkelt sich, ein Wetter Gottes draͤu't; ich bebe nicht, ich freue mich, Gott! deiner Herr— lichkeit. 2. Du zuͤrnest, wenn du donnerst, nicht, du bist der Menschen Freund. Nicht blasser sey mein Angesicht, wenn uns dein Blitz erscheint. 3. Dem Suͤnder nur, der dich nicht kennt, dem bist du fuͤrchterlich. Dem aber, der dich Vater nennt, zeigst du als Vater dich. 4. Gut ist fuͤr uns der Sonne Strahl, gut fuͤr uns Tag und Nacht. Auch gut ist deines Blitzes Strahl, der Zeuge deiner Macht. 5. Du reinigst durch den Blitz die kuft, dein Regen kuͤhlt die Saat, ein frischer balsamvoller Duft Zn was geschmachtet — von Herzen 6. Laß frey das Hezz von Aengsten seyn, wem uns dein Wetter drohꝰ. Weg, bange Furcht! wir sind ja dein, du bist de Lieb', o Gott! Vorige Melodie. Mit Ehrfurcht. Es donnert, Goit! 540. wie schrecklich ist des Himmels Wetter⸗ nacht! es blitzt, es don-⸗ nert; Gott! du bist! ind groß ist deine Macht. 2. Gott donnert in des Suͤnders Ohr, der Suͤn⸗ der hoͤrt's, und zagt, hebt zitternd kaum sein Haupt empor, wenn das Gewis⸗ sen sagt: 3. Den, der dich schuf, ernaͤhrt und schuͤtzt, dich vaͤterlich umfieng, den Gott, der nun am Him⸗ mel blitzt, den hieltest du gering. ö 4. Gott kennt dein Herz, und weiß dein Thun, er, der die Menschen waͤg't, was bist du, wenn sein Donner nun dich schnell zu Boden schlaͤgt. 5. Verschone, Herr! ver— schone noch der Suͤnder diesesmal! barmherzig bist du, Vater! doch, zu groß ist ihre Zahl. 194 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. 6. Bekehre noch ihr boͤ— ses Herz nach deiner Va⸗ trhuld; erfuͤlle sie mit Teu' und Schmerz, und tiage noch Geduld. 5. Vor deines Gottes Majestaͤt erzite're nicht, o christ! wenn er in Don- nerwolken geh't, und um sich Blitze schießt. 8. Und wenn sein don⸗ neindes Geschuͤtz den Frev⸗ ler tief erschreckt, so wisse, daß er vor dem Blitz und Donner dich bedeckt. 9 Der Pfeil des Herrn faͤhtt wunderbar von sei— nem Wolkenthron, trifft, wen er will, und kruͤmmt kein Haar, wenn Gott ihm ruft: Verschon'! 1c. Sprich, wenn dein Goti dich toͤdten will: gerecht ist sein Gericht! er ist der Herr! ihm halt' ich still, und laß im Tod' ihn nicht. 11. Des Donners Koͤnig ist mein Freund, wenn er mich schnell entruͤckt; so weiß ich, daß er's gnaͤdig mein't, und ewig mich begluͤckt. 12. Wer Gott bey stil— lem Himmel ehrt, singt ihm auch froh ein Lied, wenn er auf Donnerwol⸗ ken faͤhrt, steh't, wenn der Sünder flieh't. Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Mit Ehrfurcht. Hoͤchster! des⸗ 541. O sen Kraft Luft, Meer und Erde traͤ⸗ get, der Erde, Luft und Meer durch einen Wink beweget, auch deine Guͤte, Herr! preis' ich, wie deine Macht, obschon bey dei— nem Blitz dein Donner schreckend kracht. 2. Scheint gleich der Grund der Welt sich wan— kend zu bewegen, stroͤmt aus den Wolken uns ein Feuermeer entgegen, heult hleich mit Ungestümm em⸗ poͤrter Winde Wuth, stuͤrzt Hagel aus der Hoͤh', braust eine Wasserfluth: 3. So bebet, blitzt und braust doch alles dir zu Ehren, du laͤssest deine Stimm' im Wetter maͤch⸗ tig hoͤren. Nicht nur von Allmacht zeugt die bebende Natur, nein, sie entdeckt uns auch der weisen Liebe Spur. 4. Du fuͤhrest vaͤterlich, der Saat zum reichen Se⸗ gen, der Wolken Wasser⸗ fuͤll', den oft erbet'nen Regen durch Wind und Wetter her; mach'st durch der Blitze Brand die uft gesund Isd uls huit 18 hes Don sttern! Reunde ha scht khech nd schrel Nacht, o Ibey, doß Muß nicht I sch. „ Der cht 0 nicht, dir bebe Ihen will, Aschwebe Macht R orgebra hund sch Ihliche ES wir Wohrurcht nit ki MWn. Du Wuns zw. boch a , Nu sah. und s⸗ adieß W aen, so M Heist de Wngen. edsch, o sscchn; Af, son Il Lohle Rany, in Hicht n t RN. hrülcht. Hochsielhg. sen He und Ethiz tde, Ufth einen ich deintz ich, Wick schon de dein A racht, int glet; Velt stn wegel, Volken entgegn Ungesüne; de Puth der Hahx rfluth. bet, Wßs 9 all. L V lassgt r u Milht Nicht e ugt Ms in, stit her Welseh ihtes ue. Im flidl 4 Bolken M. ast(abe 0 Vind E Imn —14 Witterungslauf. 495⁵ gesund und rein, traͤnkst und erquickst das Land. 5. Mag alles um uns her des Donners Stimm' erschuͤttern! wer dich zum Freunde hat, der darf nicht knechtisch zittern. Und schreckt mich deine Macht, so denk' ich auch dabey, daß sie zu meinem Schutz nicht minder wirk— sam sey. 6. Der ehr't dich wahr— lich nicht, wer sklavisch vor dir bebet, vor dir sich bergen will, in Todesaͤng⸗ sten schwebet. Hat deiner Allmacht Ruf den Blitz hervorgebracht, so leitet ihn und schuͤtzt uns auch die gleiche Macht. 7. Es wirke diese Macht ein ehrfurchtsvolles Grau— en; doch sie beseel' uns auch mit kindlichem Ver— trauen. Du foderst, Gott! von uns zwar Ehrerbietig— keit, doch auch Vertrau'n zu dir, Muth und Gelas— senheit. 8. Und sollte uns denn auch dieß Wetter Schaden bringen, so hilf durch dei— nen Geist den Unmuth uns bezwingen. Es kann ja ohne dich, o Vater! nichts gescheh'n; und wie du's lenk st, so dient's zu un-⸗ serm Wohlergeh'n. 9. So oft wir blitzen seh'n, so oft wir donnern hoͤren, laß uns, Herr, un⸗ ser Gott! mit ernster Furcht dich ehren. Denn deine Guͤte hat den Blitz her⸗ vorgebracht, doch ist sein Strahl zugleich ein Zei— chen deiner Macht. 10. Ach! laß in der Ge⸗ fahr, bey Donner, Blitz und Stuͤrmen uns deine Gottesmacht, o Vater! stets beschirmen. Vor al— lem gieb, daß auch, geh't die Gefahr vorbey, fuͤr Segen, wie fuͤr Schutz, dir jeder dankbaͤr sey. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Munter. uf, Seele! 542. A preise den Erretter, der seine große Kraft bewies, den starken Gott, der sich im Wetter so majestaͤtisch hoͤren ließ, der selbst des Blitzes Strahlen lenkt, und dann auch gnaͤdig an uns denkt. 2. Nimm mit Bewund'—- rung seine Guͤte auch selbst im Ungewitter wahr, dem stille forschenden Gemuͤthe stellt sich auch hier ihr Schauplatz dar, zum Be— sten jeder Kreatur bemerkt man ihres Segens Spur. 4 1 I 496 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. 3. Wenn, bey erhitzter Duͤnste Gluͤhen, die matten Menschen samt dem Vieh den Athem schwer und keu⸗ chend ziehen; wie froh, wie munter werden sie, wenn in die aͤngstlich schwuͤle Luft der Donner kuͤhle Winde ruft. 4. Wie schnell erhebt sich das Getraide, getraͤn⸗ ket durch den Regengußz und wie vergnuͤgt betritt die Weyde der neu beleb— ten Thiere Fuß! der mun⸗ tern Voͤgel' lautes Chor draͤngt sich mit neuer Lust hervor. 5. Gott! welchen tau- sendfachen Segen bringt uns der Donner deiner Hand! mit ihm stroͤmt fruchterfuͤllter Regen; er stroͤm't und traͤnk't das duͤrre Land. Dir wird, wenn auch der Frevler zagt, vom Christen freu— dig Dank gesagt. Zur Saatzeit. Mel. Lob Ehr und Preis ꝛc. Bittend. s bau't, o Gott! 543. auf dein Ge— heiß der Menschen Hand die Erde, voll Hoffnung, daß nun auch ihr Fleiß von dir gesegnet werde. — schein und Regen. ohne deine Segenshand Auf dein Versprechen trau— en sie: du sollst dein Brod, bey Fleiß und Muͤh', so lang du hier lebst, essen. 2. Dieß Wort traf stets noch bey uns ein. Gieb ferner deinen Segen, daß Saat und Pflanzen wohl gedeih'n, gieb Sonnen— Denn bringt selbst ein wohlge— bautes Land nicht, was es bringen koͤnnte. 3. Umsonst ist aller Menschen Muͤh' im Pflan-⸗ zen und Begießen; laͤßt du vom Himmel nicht auf sie des Segens Stroͤme fließen. Nur du regier'st den Witt'rungslauf, durch dich waͤchst jede Pflanze auf, durch dich nur bringt sie Fruͤchte. 4. So kroͤne denn mit Fruch'barkeit das kand nach deiner Guͤte, und, wenn die Aus saat nun ge⸗ deih't, o Vater! so ver— huͤte, daß Frost und Sturm und Hagelschlag sie nicht zerstoͤrend treffen mag, nicht Flut sie uͤberschweme. 3. Wir trau'n auf dich, wohlthaͤt'ger Gott! dich lassen wir nur walten, du kennst am besten unsre Noth, hast lange hausge— halten. So wirst du denn zu 6 deinem deit 1 feer Zut Vohh ft 44C 446 sult! In und st, der! Milt, ei Hen. I Reuch zu Wathsh In Man „Gott tbarke ch kker Issn, we l, auf H, Er lberflu Pechs. HWdittig Vie Abeite! Hsten Ae Rdͤrge shchlic Mfroh IAU Blic Ahte no Wsgemaͤl ott alles h se ie. Psyrhetw den dm, nd Röhe lls, ase, Vont traffin Iins ein. Gl len Segen, A Wfashen x gieb Soms Regen. I e Gegenth9 st ein was nd nicht/ koͤnnte. lsonst ist Nuͤh' i i Begießen; immel nich Segens Eih Nur du tah rungslauf st jede dich nut kj . froͤne dahh keit dis er Guͤte/H Aussaat l Vater! F Frost undeh Ischlgg stül trefen H. se Ibestoß taun auf „ vur base Aerntezeit. zu deinem Ruhm, auch uns in deinem Eigenthum noch fernerhin versorgen. Zur Aerntezeit. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Voll frohen Gefuͤhls. Sebtt, Menschen! 544. euren Wunsch erfuͤllt! durch Sonne, Thau und Regen schenkt Gott, der Fleiß und Muͤh' vergilt, euch eurer Felder Segen. Ihr sammlet ihn, um euch zu freu'n, in eure Vorrathshaͤuser ein, duͤrft keinen Mangel fuͤrchten. 2. Gott giebt der Erde Fruchtbarkeit, und Wachs-— thum euren Saaten, sie muͤssen, weil's sein Wink gebeut, aufkeimen und ge— rathen. Er giebt euch auch im Ueberfluß, durch sie, den Wechsel im Genuß, und Saͤttigung die Fuͤlle. 3. Wie praͤnget nicht das weite Feld mit dicht besetzten Aehren, um euch, die Buͤrger seiner Welt, so reichlich zu ernaͤhren! Wie froh bemerkt nicht euer Blick der reichen Aernte nahes Gluͤck in den gemaͤh'ten Garben! 4. Gott! dessen Weis⸗ heit alles schafft, laͤßt euch sie nie entbehren— In's Saamenkorn legt er die Kraft, unendlich sich zu mehren, und stets wird diese Kraft verjuͤngt, wenn ihr das Feld bebau't und dung't. Er weiß sie zu erhalten. x 5. O! fuͤhlet dieser Wohl—⸗ that Werth, dankt ihm fuͤr seine Guͤte, die euch so vaͤ⸗ terlich ernaͤhrt, mit freu⸗ digem Gemuͤthe. Auch fuͤr die Zukunft sorget er, der Welten und der Menschen Herr, durch aller Zukunft Zeiten. Bekannte Melodie. Munter und lobend. 545. Die Aernt' ist da. Gelobt sey Gott, der uns als Vater liebt, und huldreich unser taͤglich Brod von Jahr zu Jahr uns giebt! 2. Was wir auf Hoff⸗ nung ausgestreuꝰt, hat seine Hand vermehrt. Er hat das Fleh'n um Frucht⸗ barkeit auch dieses Jahr erhoͤrt. 3. Wie aͤhrenreich ist unser Feld! wie hat Gott Muͤh' und Fleiß, womit wir unser Feld bestellt, gesegnet! Ihm sey Preis“ 4.. Ja, Preis sey dir, Allguͤtiger! wer ist, wie du, so mild? von dir nur Ji lommt 498 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. kommt der Segen her, der unsre Scheuern fuͤllt. 3. Wir schlagen nun die Sichel an, und maͤhen froͤhtich ab, was deine Hand, die alles kaann, uns zu ernaͤhren, gab. 6. Froh binden wir's in Garben auf, und brin⸗ gen's gluͤcklich ein, und sehn dabey zu dir hinauf, uns deiner Huld zu freu'n. . Sieh' gnaͤdig, Gott! auf uns herab. Zum Aern⸗ ten gieb Gedeih'n, und, was uns deine Guͤte gab, laß uns gesegnet seyn. Vorige Melodie⸗ Voll frohen Gefühls. ö 6 Wie ist des Hoͤch⸗ 54 sten Huld so groß! Von seinem Segen schwer, entlastet sich der Erde Schoes. Bring't Preis und Ruhm ihm her! 2. Wie mild und guͤtig ist doch Gott! Lobsingt, lobsingt dem Herrn! Er giebt uns taͤglich unser Brod, giebt mehr noch, und so gern. 3. Sein Segensquell versieget nie, er fließt von Jahr zu Jahr, so reich bleibt seine Huld, als sie schon seit der Schoͤpfung war. 4. O freu't euch seiner Mildigkeit! wer ist, wie er, so gut? er, der uns stets von Zeit zu Zeit so reichlich Gutes thut. 5. Genießt mit froher Daukbarkeit den Segen eures Herren, und wenn ihr seiner Huld euch freu't, so gebt, wie er, auch gern. 6. Kein Armer darb'! Er seufze nie: ach! mir nur mangelt Brod! er—- quickt und unterstuͤtzet sie, ihr Reichen! in der Noth. 7. Ein solcher Dank ge— faͤllt Gott wohl, und er verheißt, daß euch nie Saat und Aernte fehlen soll, denn er ist ewig reich. 8. Einst fuhret er uns vaͤterlich, uns ewig zu er—⸗ freu'n, wenn wir ihm fol— gen, auch zu sich in sei⸗ nen Himmel ein. Vorige Melodie. Mit Dankgefuͤhle. 547 Die Felder sind nun abgemaͤh't, die wir voll Aehren sah'n. Du hoͤrtest, Gott! was wir gefleh't, nimm unsern Dank auch an. 2. Den Saamen, den wir ausgestreu't, gab dei⸗ ne Vaterhand, uns gabst du Kraft zur Emsigkeit, und Fruchtbaͤrkeit dem Lan — 3. Dusc Witrung Isrießli 4.· Und ten schenk te und( sammelke Nub', G In eil. . Mit hisen wi rtreuꝰ; Ih gan 8 ferne 6, Go hig noch Moffen h, bon deine M. V dat + 7 V, pr. Hun der ht ganz fal hun A setelen VHe Wist zu M alles Es lt Har Ede 0 Nascen Itta y. — 1 buch sig ů We st, , det I eit zu Zut ltes thut. eßt mit fih it den Esn N, und a hJuldeuch ftz ie er, auch, Armer ul nie: achl! zelt Brobln. unterstuthh n in der l solcher duh aß euchni te fehln ewig tech, t fuͤhlet uns eviyx enn wir iy zu sch l nel ein. ge Melod Dankgesih⸗ Nie Fln nun abgan I Rehreg sh I, Gott. , nimm uh ah. Saahel, rbt, gün Ind, Mögu Eusgket, UD, Aerntezeit. 499 3. Du schafftest, daß der Witt'rung Lauf der Saat ersprießlich war, sie wuchs zur reichen Aernte auf. So kroͤntest du das Jahr. 4. Und selbst zum Äern-⸗ ten schenktest du uns Kraͤf⸗ te und Gedeih' n. Wir sammelten in Fried und Ruh“, Gott! deinen Se— gen ein. 5. Mit froher Seele preisen wir nun deine Va—⸗ tertreuꝰ; zieh' unsre Her—⸗ zen ganz zu dir, und steh' uns ferner bey. 6. So lang in uns das Herz noch schlaͤgt, die Au-⸗ gen offen steh'n, soll unser Herz, vom Dank bewegt, auf deine Guͤte seh'n. Mel. Was Gott thut, ö das ist ꝛc. Zufrieden. Rreist, Christen! 548. mit Zufrieden— heit, preist Gott, den Herrn der Aernte, daß sich nicht ganz die Fruchtbar— keit von Au und Feld ent—⸗ fernte! noch stets erhaͤlt er seine Welt. Was noͤ— thig ist zum Leben, will er uns alles geben. ͤ 2. Es ist Geschenk aus seiner Hand, was uns die Erde traͤget. So sehr auch Menschenfleiß das Land mit Sorgfalt bau't und pfleget, kommt doch allein von ihm Gedeih'n. Nur er, er laͤßt die Saaten bluͤh'n, reifen und gera— then. 3. Oft seh'n wir froh in Hoffnung schon der reichsten Aernt' entgegen, und ploͤtzlich ist er uns entfloh'n, der uns gezeigte Segen. Gott nimmt und giebt, was ihm beliebt, daß er, als Herr der Erde, von uns verehret werde. 4. Zeigt auch gleich nicht so sichtbar sich der Reich⸗ thum seiner Gaben; so giebt er uns doch sicherlich, so viel wir noͤthig haben, ist stets bedacht voll Gnaͤd' und Macht, die Seinen zu erhalten, die ihn nur las⸗ sen waͤlten. 5. Und, o was ist's fuͤr ein Gewinn, an dem sich g'nuͤgen lassen, was da ist, und mit heit'rem Sinn das feste Zutrau'n fassen, daß, der die Welt regiert und haͤlt, auch uns, so lang wir leben, was noͤ— thig ist, wird geben! 6. Ja, Hoͤchster! wir verehren dich in allen dei—⸗ nen Wegen, und trauen unveraͤnderlich auf deinen milden Segen. Auch unser Brod wirst du uns, Gott! von Zeit zu Zeit gewuͤhren, 1 2 wens 500 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. wenn wir dich kindlich ehren. 5. Wir beten demuths— voll dich an, der alles weislich fuͤget, deß Vor⸗ sicht niemals irren kann, deß Wohlthun niemals truͤget. Froh danken wir, Erhalter! dir, und prei⸗ sen deine Guͤte mit g'nug⸗ samem Gemuͤthe. Bey zeitlichem Wohl⸗ stande. Bekannte Melodie. Rachdrucklich belehrend. V Meichthum ist des 549. R Hoͤchsten Gabe, ist des waͤrmsten Dankes werth. Schwerer wird der Gang zum Grabe dem, der alles Gluͤck entbehrt, und mit jedem Morgen⸗ roth klaͤglich ruft: woher nun Brod? 2. Aber nichts sind alle Schaͤtze, wenn uns Tu⸗ gend nicht belebt, und wenn uͤber die Gesetze kuͤhn sich unser Stolz er⸗ hebt. Reichthum in des Thoren Hand ist nur se— genloser Tand. 3. Wen die Habsucht quaͤlt und draͤnget, wer sich nie gesichert glaubt, wem der Geiz das Herz verenget, und des Lebens Frieden raubt, wen nur goldner Staub entzuͤckt, nein, der ist noch nicht beglückt. 4. Fluͤchtig sind der Er⸗ de Freuden, fluͤchtig, wie die Bluͤtenzeit. Nur ein Thor kann den beneiden, der sein Herz den Sinnen weih't, und am Gluͤck der niedern Welt seinen Geist gefesselt haͤlt. 3. O wie bald ist hin— geschwunden, was nur glaͤnzt und Luͤste reizt! noch hat Niemand Heil gefunden, der nur eitle Pracht ergeizt. Oft zer— stoͤrt ein Augenblick selbst das hoͤchste Erdengluͤck. 6. Sey es auch von lan— ger Dauer! Mensch, dich treffe keine Noth! jetzt ergreift dich Todesschauer, morgen schon vielleicht der Tod. Ach! nun sinkt in's dunkle Grab auch dein ganzes Gluͤck hinab. 7. Reiße denn von schnoͤ—⸗ den Ketten deine freye Seele los! lerne deinen Himmel retten! sey fuͤr diese Welt zu groß! alles, was du siehst, zerstaͤubt, nur das Unsichtbare bleibt. 8. Duͤrstest du nur nach Vergnuͤgen, willst du ganz gesaͤttigt seyn, sieh', du trinkst in vollen Zügen Gift — Hst fle Rur in ut sieß I Lust. dabe ln N Noth sen, was hem Hun lge edl sise Fre 10. G˙ Fllgkeit eafreu hleden! duten, Hn ihn Wem 4 s ihm. A. Vet Froh F0. igen, Ischen er ie Freu Wyg, Hligkei lüct m giebs shlich? . W Rein V Mhy. Iaß ich He le aud ahücz, 1 noch m ng 9 sind derg Rutt 0 vit. Mu den beneidn den Sisth am Glucke t seinen G e bald ist l n, wasd 0 luͤste u Niemand der nut l t. RI Menblcl Erdengllt § auch vof Mos,x e Noth! H Tode debschohe on biellech Run siake ab auch K ück hindb, denn boh e 1 deite 11 lerne) V N/ sch Role ö 60 Zeitlicher Wohlstand. 50T Gift fuͤr deine Seele ein. Nur in edler e⸗ brust fließt die Quelle rei-⸗ ner Lust. 9. Nuͤtze deines Gottes Gabe! mind're seiner Kin— der Noth! gieb dem Kran- ken, was ihn labe! brich dem Hungrigen dein Brod! folge redlich deiner Pflicht! diese Freuden fliehen nicht. 10. Gott! wie reich an Seligkeiten ist der Men-⸗ chenfreund schon hier! Friede wandelt ihm zur Seiten, Kronen schim⸗ mern ihm bey dir, und in deinem Heiligthum toͤnet einst ihm Dank und Ruhm. rel. Wer nur den lieben ꝛc. Froh und bittend. 550 Non dir, o Gott! kommt aller Segen, der mich im Ir— dischen erfreut. Sie stroͤmt mir Freud' und Gluͤck ent⸗ gegen, die Fuͤlle deiner Guͤtigkeit. Kein Mangel druͤckt mich, keine Noth, du giebst mir mehr, als taͤglich Brod. 2. Wie gut bist du! mein Vater! leite mich stets auf deiner eb'nen Bahn. Wie leicht ists, daß ich Schwacher gleite, wie leicht zieht irdisch ö Gluͤck wi mich an, und lenkt auf's Eitle meinen Sinn, zum Geiz, zum Stolz, zur Wollust hin. 3. kaß doch, was du mir hier beschieden, mir nicht durch Misbrauch schaͤdlich seyn, und den Gedanken mir hienieden ja imer gegenwaͤrtig seyn, daß ich vor dir einst den Genuß des Erdengluͤcks berechnen muß. 4. Hilf mir nach deinem Reiche trachten, mehr, als nach zeitlichem Gewinn, weit hoͤher jenes Erbe ach⸗ ten, zu dem auch ich beru⸗ fen bin, dir, als dein Kind, allein vertraͤu'n, und nicht auf Erdenschätze bau'n. J. Gieb, Gott! daß ich 520 deinen Gaben, von al⸗ ler niedern e frey, auch willig, Duͤrftige zu laben, und reich an guten Werken sey. Hier ist die Saat; zeit, staͤrke mich, so aͤrnt Lich dort auch ewiglich. In Niedrigkeit und Mangel. Wie groß ist. des Allmaͤcht'gen ꝛc. Gelassen. — Entehre nicht, 551. mein Herz! mit Klagen den Gott, der dich Mel. 502 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. dich zum Gluͤck erschuf. Des Lebens Muͤhe zu er— tragen, und froh zu seyn, ist dein Beruf. Erdulde standhaft die Beschwerden, die keine Vorsicht hindern kann, streb' nur, daß sie dir nuͤtzlich werden, und bete Gottes Willen an. 2. Gott hat dir selbst dein Loos beschieden, nim's dankbar an aus seiner Hand, erfuͤlle jede Pflicht zufrieden, die seine Huld damit verband. Er glebt dir Munterkeit und Kraͤf⸗ te, und naͤhrt und staͤrkt dich vaͤterlich. Sie brau—⸗ chen, das ist dein Geschaͤf— te, und ihr Gebrauch ist Gluͤck fuͤr dich. 3. Hat Andern deines Vaters Segen mehr Guͤ— ter anvertraͤut, als dir, darf dieß wohl deinen Neid erregen? denk, wer ist Gott, und wer sind wir? weiß er nicht besser, was dir nuͤtzet, und was dem Naͤchsten nuͤtzt, als du? wenn er dich naͤhrt, regiert und schuͤtzet, was fehlet dann noch deiner Ruh'? 4. Du prangest nicht in hohen Wuͤrden; beneide nicht der Großen Gluͤck. Sie seufzen unter schwe— ren Buͤrden, und oft stuͤrzt sie ein Augenblick. Dir ward kein Ueberfluß ge— waͤhret, wuͤnsch' ihn auch nicht aus Selbstbetrug. Wer gern, was er nicht braucht, entbehret, der ist begluͤckt und reich genug. 5. Herr! der du mir zum frohen Leben, so viel ich brauch', und mehr, verlieh'n, laß taͤglich sich mein Herz bestreben, den sorgenvollen Gram zu flieh'n! In Demuth laß mein Herz sich uͤben, stets deiner Guͤte, Herr! mich freu'n; dich fuͤrchten, dir vertrau'n, dich lieben, muͤß' ewig meine Freude seyn. Bekannte Melodie. Zufrieden. ein, murren 552. will ich nicht, Gott! meine Zuversicht, daß ich nur wenig habe. Des Gluͤckes groͤßte Gabe fuͤr dieses Erdenleben hast du mir doch gegeben. 2. Du bist mein Gott, mein Heil, dieß bleibt mein bestes Theil, die Quelle meiner Freude, auch wenn ich Mangel leide. Ward mir nicht viel beschieden) ist doch mein Herz zufrieden. 3. So war's auch Je— sus Christ. Er, der mein Vor⸗ dallbis,, hamieden 0l uftied⸗ maoth Pla uRuth e . Yu, Aenn, ihn El getl. ludlich soth In alldern snier nich sd mich ni „ Ia, H sasch, Ru mich.& eben, geben, ir Lage Ir noch! hlagen. Vatragen Abdeschwer hlich we chließ s so wir I kein M Hun; m Cüen w. dehtr Gaber Hishibe ha Nteh e, rN Rberfu 1 ihn auh Websberuz Ias er nicl. vehttt, deri Wreich genug, der du R Vben, sott und nah 1f taͤhich f HVestreben, A Gram Demuth uͤben, s „HerrI nt fuͤrchten, dich Hele meine Su eNelodi ieden, in, mhlh will ich nit ne Zudets prnih 5 größte H rdenlebe ö gegeber owiricht l i doch m Niedrigkeit und Mangel. 703 Vorbild ist, wie arm war ö lich sorgen? wozu dient er hienieden; jedoch in Gott zufrieden, hat er der Armuth Plagen mit stil— lem Muth ertragen. 4. Ihm, Jesu meinem Herrn, ihm will ich fol— gen gern. Ich will nicht suͤndlich sorgen, nicht fuͤr den andern Morgen mit Kum̃er mich befassen, Gott wird mich nicht verlassen. 5. Ja, Herr! ich trau auf dich, du sorgst gewiß fuͤr mich. So lang ich hier soll leben, wirst du mir alles geben, was ich in meiner Lage jedem Tage. 6. Zwar druͤckt der Ar— muth Joch; doch soll ich laͤnger noch mit ihrer Last niich plagen, so hilf sie mir ertragen, daß ihrer Last Beschwerden mir nicht gefaͤhrlich werden. 7. Schließt dieses Leben sich, so wird auf immer mich kein Mangel weiter druͤcken; mit freudigem Entzuͤcken werd' ich dann deiner Gaben, mein Gott! die Fuͤlle haben. Mel. Sey zufrieden, mein ꝛc Tröstend. arum willst du 553. Wé doch fuͤr mor⸗ gen, banges Herz! dir „was dich naͤhrt, bedarf mit zum Schmerz, im̃er aͤngst⸗ dein kaͤglich Graͤmen? nur dazu, dir die Ruh' ohne Noth zu nehmen. z2. Er, dein Gott, gab dir das keben, Seel' und Leib. Ihm, ihm bleib voll Vertrau'n ergeben. Sollt' er deiner je vergessen? er, dein Heil, hat dein Theil laͤngst dir zugemessen. 3. Mehr ist ja dein keib und Leben, als das werth, solltꝰ er dir's nicht geben? sollte dir in deinen Tagen Kleid und Brod bis zum Tod seine Huld versagen? 4. Schau die Voͤgel in den Waͤldern! spaͤt und fruͤh naͤhrt er sie, schau, wie auf den Feldern seine Hand die Blumen schmuͤ⸗ cket, sie voll Pracht rei⸗ zend macht, uns durch sie erquicket! 5. Sollt' er wohl an nicht denken, den sein hoͤher schuf? dir ht Nahrung schenken? lerne Zutrau'n zu Gott faͤssen. Er wird dich sicher⸗ lich unversorgt nicht lassen. 6. Seine Wege Gott empfehlen, und sich sein kindlich freu'n, das be—⸗ gluͤckt nur Seelen. Wel— che Gott als Vater ehren, deren 504 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. deren Noth wird ihr Gott einst in Freude kehren. „. Nun, mein Vater! ich empfehle glaubensvoll, wie ich soll, meinen Leib und Seele. Lob und Preis sey deinem Namen! und dein Heil sey mein Theil hier und ewig. Amen! Eigene Melodie. Beruhigt. ott gab es mir, 554. G nun hat er's mir genommen! ich preise dich, Regierer deiner From— men! zwar fuͤhl' ich wohl die Last der Duͤrftigkeit, doch murr' ich nicht in Un⸗ zufriedenheit. 2. Du hist der Herr, und meine Seel ist stille; dein Wille war's, untad⸗ lich ist dein Wille. O! du regierst uns immer vaͤter— lich, das glaub' ich, Herr! und damit troͤst' ich mich. 3. Wenn's nuͤtzlich mir und wenn es deiner Ehre, Allwissender! gemaͤß ge— wesen wäre; so haͤttest du mit milder Vaterhand mir, statt der Noth, gern Reich⸗ thum zugewandt. 4. Allein, was huͤlf's, haͤtt' ich die Welt gewon— ö nen, und waͤre nicht aus der Gefahr entronnen, darein man leicht durch Guͤter dieser Welt, wenn man sie nicht mit Weisheit nuͤtzet, faͤllt! 5. Du sah'st vielleicht: ich wuͤrd' in guten Tagen nicht mehr nach dir und deinen Rechten fragen, mein Herz dem Stolz, dem Geiz, der Habsucht weih'n, und bey der Noth des Ar— men fuͤhllos seyn. 6. Auch wuͤrde dann die Tugend in mir sterben, ich wuͤrd' die Zeit in Muͤßig⸗ gang verderben, wolluͤstig seyn, und so in Sicherheit nicht sorgen fuͤr das Gluͤck der Ewigkeit. 5. Gott! wenn ich dieß aufrichtig uͤberlege, so preis' ich dich, und ehre deine Wege. Gefahren nur hast du entrissen mich, dies dank ich dir, dafuͤr, Herr! preis' ich dich. 8. Viel Segen ist mir auch noch uͤbrig blieben, ein guter Ruf und Freun⸗ de, die mich lieben, ein heit'rer Muth, Gesundheit, Seelenruh', und, o des Gluͤcks! auch du, mein Gott! auch du. 9. Auch du? so wirst du mir auch ferner geben, was noͤthig ist zu diesem armen Rbaͤhtt. 10. Bift Werke mein Rbeit gib 0u8 Eude; Host in M. lit; eihst! e dir iu e BH M R Hel. Du in& 0 5. D Dhherrscher Ivater:! die Ve Whsre In wirre Iu wir Mlaß, ve 2. Etb Ulde det Juf, tht Hade, u luf. We t, naͤhr Mallen, haff un⸗ Ien M Vie y. Itrongtr licht dutg Vet, U lt elthe ö hest Ritlech guten Lin nach dir chten frag, Nem Stohyg absucht wus Noth di schj. wuͤrde dun mir srhg deit in M ben, wahs so in Gichh für datK it. wennih betteg dich, Ms N Aft 10 n liche 0 4h ses 5 90 7 u. Iu sl I 6 ss ing Miswachs und Theuerung. 905 armen Lebe n. der so viel' naͤhrt, leicht, ge ewaͤhrt. 10. Befoͤrd're nur die Werke meiner Haͤnde; 915 Arbeit gieb mir Kraͤfte d is an's Ende; bleib du mein Trost in meiner Duͤrfti g⸗ keit; einst werd ich reich bey dir in Ewigkeit. Von dir, Tausende er— wird mir auch was ich bedarf, Bey Miswachs und Theuerung. Du kamst zu uns im Staube ꝛc. Flehend. 555 Du bester Trost der Armen, Beherrscher aller Welt! Ou Vater voll Erbarmen! der die Verhe ißun ꝛig haͤlt, du unsre Zuversicht, zu dem wir alle flehen, auf den wie kindlich sehen, 28 verlaß, verlaß uns nicht! Erbarmender! ach wende der Zeiten schweren Lauf, thu deine milden Hande, uns zu versorgen, auf: Was irgend Leben hat, naͤhrst du umit Wohl⸗ gefallen, naͤhr' uns auch, schaff' uns allen bey un⸗ serm Mangel Rath! Mel. 2.— 7 Mangel weh 3. Bisher war jeden Morgen dein Vatersegen neu, jetzt wird von Nah⸗ rungssorgen das Herz nur selten frev. Zu helfen ist dir leicht, du kat unst dem hren, in Ue—⸗ berfluß ihn kehren, wenn's uns unmoͤglich deucht. 4. Die Fruͤ rathen, und uns seh'n, erquicke du 516 10 aaten, so oft sie traurig Herr! baue selbst 3 8 Land, krank' es mit Thau und Regen, und fuͤll' es an mit Segen aus deiner milden Han 35. 5. Erhoͤr? t eh n.* uns, Vater? kroͤne das Jahr mit dei⸗ nem Gut, daß sich das Hert gewoͤhne zu 9 0 gefaͤßtem Muth. Lehr“ e sich deiner freu'n, stets Zutrau'n zu dir haben, und deine Segensgaben durch Misbrauch nie ent—⸗ 4.— 6. Allguͤtiger! Hot⸗ fen auf dich 5— 9 Treu'. Oft hat uns Noth betroffen, und da stand'st du uns bey. Sprich nur dein maͤchtig Wort, das wird den Mangel heben, wir werden froher leben, dich preisen hier und dort. 8. Nach 506 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. Nach geendigter Theue⸗ rung. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Mit Dankgefuͤhle. 556 Dir hast, o gna⸗ denreicher Gott! in Theu'rung uns ernaͤhret; im Elend und in Hungers⸗ noth Errettung uns ge— waͤhret, und nun hat der— ne Segenshand von uns und unserm Vaterland den Mangel abgewendet. 2. Dich jammerte, Herr! unser Leid, das Angstge⸗ schrey der Anrmen. Du, Vater der Barmherzigkeit! sah'st auf sie voll Erbar⸗ men. Groß war die Noth, groß unsre Schuld, noch groͤßer war, Gott! deine Huld, und deiner Allmacht Staͤrke. 3. Auf! laßt uns un⸗ serm Helfer Dank und Preis und Ehre bringen, und durch vereinten Lob⸗ gesang ihn danibar froh besingen! Der Hoͤchste haͤlt, was er verspricht: so lang die Schoͤpfung steht, soll nicht hier Saat und Aern⸗ te fehlen. 4. Gott! unsre Suͤnde war's, die dich zur Zuͤch— tigung bewogen, durch Trudbsal hast du väterlich uns jetzt zu dir gezogen. Laß uns die Suͤnde ernst⸗ lich flieh'n, und dir, der gnaͤdig uns verzieh'n, ganz unser Leben widmen. 5. Wie fuͤrchterlich lehrt Hungersnoth uns unser Nichts erkennen! o laß uns dich allein, o Gott! stets unsern Retter nennen. Lehr' uns in allem auf dich schau'n, dich kindlich fuͤrchten, dir vertrau'n, und deine Gaben schaͤtzen. 6. Und kuͤnftig woll'st du gnaͤdiglich fuͤr Maygel uns bewahren. Mit dir ist uns nichts fuͤrchterlich, du deckst uns in Gefahren. Mit Lust, o Vater! wen⸗ dest du dem Lande deinen Segen zu, in welchem Fromme wohnen. Bey Feuersnoth und nach derselben. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Traurig. 557 O jammervolle Tage, da so viel Angst und Plage uns hart betroffen hat! ein großes Maaß voll Thraͤ⸗ nen ist bey dem bangen Sehnen jetzt unsre Speise früh und spat. * — . Drumm ‚ Hat t/ huße, d. Etde Iüder, ver Ainder, Ider Gnad 3. Gedel ue, lt Alle. Mh!! saeh'n Vater, Auather, le Ahlich unte . Mein Armen (armen, Hati 6 n HRRono Wen Wege 400 siets b. 666, „ Esetze, V Kir dur „Gbaue und was Htl Wel W Brand! Whon heu hhe steuen Iuhar dei „ deten x. müti Cuͤnde etyy Und dit, Oekzleh WI INwer loldmen. V echtetlich Hy h uns mi mnen! 9 7 H vektral haben schiz nftig obil . fur Mhde Tut N VDa Lande dun in waci ohnen. * ater, K 0 00 Shoth derselbes allen mann ten L. Feuersnoth. 2. Drum fallen wir in Buße dir, hoͤchster Gott! zu Fuße, erkennen unsre Schuld. Erbarme dich der Suͤnder, verstoß nicht dei— ne Kinder, erzeig' uns wieder Gnad' und Huld. 3. Gedenk an deine Treue, wir flehen voller Reue. Ach! merk' auf un⸗ ser Fleh'n! du bist ja un⸗ ser Vater, Erhalter und Berather, laß uns nicht gaͤnzlich untergeh'n. Vater! goͤnn' uns Armen dein vaͤterlich Erbarmen, und steh' uns maͤchtig bey, daß kuͤnftig neuer Segen auf allen unsern Wegen nach deiner Huld stets bey uns sey. 4. Mein — 5. Ersetze, was zusam⸗ men wir durch die Wuth der Flammen so schleunig eingebuͤßt. Erfuͤlle dieß Begehren! du wirst uns, Gott! gewaͤhren, was unsrer Wohlfahrt dienlich ist. 6. Erbaue, was zerstoͤ⸗ ret, und was die Glut ver⸗— zehret! Wehr' kuͤnftig al⸗ lem Brand! So wollen wir von neuen uns deiner Guͤte freuen, und ehren dankbar deine Hand. 7 Mel. Nurbiebe, rein von ꝛc. Mit bewegtem Gemuͤthe. zott! dessen Macht 558. G 250 Feurrs Kraft zum Segen deiner Menschen schafft! mit welcher schrecklichen Ge— walt verwuͤstet's auch! wie leicht! wie bald! Du hast der Flamme nicht gewehrt, sie hat der Menschen Gluͤck zerstoͤrt; auch dieß hat deine Hand gethan, wir weinen, Herr! und beten an. 3. Wir weinen, doch verehren wir auch deine Huld, sie half auch hier, und hielt' der Flammen schnellen kauf, der Uebri⸗ gen zu schonen, auf. 4. Mit unsern Bruͤdern seufzen wir in ihrem Jam⸗ mer, Gott! zu dir. Laß sie nicht hilflos! troͤste sie, die du gebeugt hast, seg⸗ ne sie! 3. Gieb, daß der, den du schontest, nicht vergesse seiner schoͤnsten Pflicht, der Pflicht: Betruͤdte zu erfreu'n, barmherzig durch die That zu seyn! 6. Du nimit und giebst den Deinen, Gott! in Heil verwandelst du die Noth, wir preisen dich, ja weis⸗ und gut ist alles, was dein Wille thut. & 508 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. 7. Gieb Unterwerfung und Geduld, und laß uns deiner Vaterhuld mit frommer Zuversicht ver—⸗ trau'n, und stets auf dei⸗ ne Hilfe bau'n! 8. Schuͤtz unser ganzes Vaterland fuͤr Mangel, Seuchen, Krieg und Brand; gieb, weil du unser Vater bist, vor al⸗ lem, was uns selig ist. Mel. Liebster Jesu, wir sind hier ꝛc. Mit gerührtem Danke. ö Mater! Lob und 359. Dank sey dir fuͤr den abgewandten Schrecken! O wie angst— voll zagten wir, jammer⸗ ten an allen Ecken! doch, wenn auch das Feuer wuͤ— thet, bist du es, der uns behüͤtet. z. Rettung sandtest du uns zu, und erhoͤrtest un⸗ ser Flehen, du gebot'st dem Winde Ruh'. Viele eilten beyzustehen, du er— wecktest ihre Herzen, und sie linderten die Schmer⸗ zen. ö 3. Gluͤcklich gieng die Noth vorbey, und wir fuͤhlten deine Guͤte, vor⸗ hin schallte Angstgeschrey, nun singt dankbar das Ge⸗ muͤthe, deine Hilfe gab —— ihm Leben, froh eilt es, dich zu erheben. K. Dank sey dir, o gu⸗ ter Gott! Ehre deinem großen Namen! du ent— rissest uns der Noth, als wir betend zu dir kamen. O! du wirst auch jetzt uns hoͤren, unser Bitten uns gewaͤhren. 5. Nimm dich der Be— draͤngten an, die ihr Un-⸗ gluͤck nun beweinen; gieb, daß jedes ruͤhmen kann: Gott ließ Hilfe mir er⸗ scheinen; segne sie mit neuen Gaben, daß sie nie— myals Mangel haben! 6. Laß uns fuͤhlen ihre Noth, lindern ihre große Schmerzen, o erwecke, guter Gott! Mitleid auch in andern Herzen, daß sie eilen, beyzustehen, helfen, wo sie Ungluͤck sehen! . Laß uns auch bey diesem Fall unsrer Guͤter Werth erkennen, eitel sind sie allzumal, fluͤchtig muß sie jeder nennen; nur die Geistesguͤter waͤhren, kei⸗ ne Glut kann sie verzeh— ren. 8. Doch bleibt's immer unsre Pflicht, sie mit Treue zu bewahren, sorge, Christ! fuͤr Feu'r und kicht, stuͤrze dich nicht in Gefahren, du mußt stets mit Vorsicht wan⸗ — prdeln, u 16 Miset k 4 Heiled 600 nicht le Ichlseyn Adern em zick und? Ahten! se ann se stt 0 des Hl u Vist nach d Bekannt Tro Y * 0 I, Got Iht uͤbe Am uns ir Isr Macht MWogen! ch hi MPichtiger EHn wille Ihin kannst saht Sturr Ille Echan hlch, Rund Mlch wir 1 Dauf, Ihn ghen, 04. Haleh x. — sih eltt 0. dit, 9. dah men da 6 n Mah, zu dit 0 aut 0(ht ser Dittan u dich der in, die ihil beweinen; ruͤhmen le Hilfe n segne st! oen, daß sin ngel habg . fühlal dern ihte l 1 0 + t! Mitleb 19910„ N zusteher 6 glück schu. ns dut all unstr E fennen, al, füct ennen; Iu ir vihn // fann se Aa ͤlht 16 sie lt 0 keh, solgt,A Ald licht, Hefahth“ 60 l 90 Wassersvoth. 509 wandeln, und auch hier als Weiser handeln. 9. Heil dem Christen, der nicht lebt, And'rer Wohlseyn zu zerstoͤren;, sondern emsig sich bestrebt, Gluͤck und Freude zu ver— mehren! solche Christen, wann sie sterben, sind ge⸗ wiß des Himmels Erben. Bey Wassersnoth und nach derselben. Bekannte Melodie. Traurig. Wir sind in Noth! laß uns, o Gott! die Fluth nicht uͤberschwemmem! nimm uns in Acht, wehr? ihrer Macht! du kannst die Wogen hemmen. 560. Ach hilf uns, Herr! Allmaͤchtiger! um Jesu Christi willen. Ach! du allein kannst uns befrey'n, Rie Sturm und Wellen stillen. 3. Erbarme dich, vaͤterlich, beschuͤtz uns Gut und Leben! dann wollen wir dir, Gott! da— fuͤr Dank, Preis und Ehre geben. hilf Mel. Gott, der kein Boͤ⸗ ses thut ꝛc. Klagend— ie rof, uus 461. Di ist groß, uns trifft ein traurig Loos, man sieht in hohen Wellen den Strom sich wuͤthend schwellen, sich Eis mit wilden Stuͤrmen, Gebir—- gen aͤhnlich, thuͤrmen. 2. Das Wasser, gleich dem Meer, rauscht schre⸗ ckensvoll daher! nichts kann sein Ueberschwemen, nichts seine Fluthen hem⸗ men, wir sehen es mit Zit tern, wie Damm und Mau'r erschuͤttern. 3. Es bricht die wilde Fluth auch des Standhaf— ten Muth, er sieht, voll Angst und Schrecken, den Strom das LKand bedeckenz der Haͤuser Niederfallen verkuͤndigt dumpfes Schal⸗ len. 4. Ach, Herr! siehꝰ unfre Noth! erbarm dich unsrer, Gott! erhoͤre unser Fle⸗ hen! laß deine Hilf' uns sehen! ein Wort nur darfst du sprechen, und Sturm 25 Fluthen brechen. 5. Ach! unsrer Bruͤder, Gott! viel ringen mit dem Tod. Ach! 53 es nicht geschehen, daß sie zu Grunde 510 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. Grunde gehen, und raubt sie das Verderben, so laß sie selig sterben. Mel. Liebreicher Gott ꝛe. Mit Dankgefuhle. ob, Ehr und 562. L Dank sey dir, o großer Gott! gesungen, daß du durch deine Macht die wilde Fluth bezwungen. Es tobete der Wind, das Wasser brauste sehr, die Wellen rauschten schon fast uͤber uns daher. 2. Doch mitten in der Fluth bewiesest du Erbar⸗ men, und halfst uns va⸗ terlich. Du zeigtest an uns Armen, daß du von Herzen doch die Menschen nie betruͤbst, und im Be⸗ truͤben auch sie als ein Vater liebst. 3. Nun ist der Sturm vorbey, die Fluth hoͤrt auf zu toben. Gott! du hast sie bedroht mit starker Hand von oben. Die Wasser laufen ab, der Mensch wird wieder froh, der voll von Furcht und Angst nach hoͤhen Orten feb. 3. Wir ruͤhmen deine Macht, denn die gebot den Wellen, daß sie sich legeten, und uns nicht milder konnten faͤllen. Du spra⸗ chest nur ein Wort: Bis hierher sollt ihr geh'n! da konnten win uns gleich frey und errettet seh'n. 5. Wir wollen dir hin—- fort allein zur Ehre leben, und nicht mehr, wie bis— her, mit Suͤnden wider—⸗ streben. So halt' denn ferner auch mit deinen Strafen ein, und laß in deiner Hand uns einge— zeichnet seyn. 6. Erfreue nun das Land, das du bisher be— truͤbet; erquicke, Herr! dein Volk, das sich dir, Herr! ergiebet zu ewig treuem Dienst; gieb neue Fruchtbarkeit, und schenk auf diese Fluth uns se— gensvolle Zeit! In Kriegszeiten, und nach erlaͤngtem Frieden. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Vertrauend. 563. Es zieht, o Gottl ein Krieges⸗ wetter jetzt uͤber unser Haupt einher! doch bist du unser Schutz und Ret— ter, so beben wir vor kei— nem Heer, wie sehr es auch Gefahr und Noth den Voͤlkern und den kän⸗ dern droh't. 8 — 2. Hib 7 Rben Tager Soh, auf 40 da/ U Wgagen, r zu fl 0 Mensc dehn dein licht besch 3. Kein Halscht alh iss„ der . Laß In inne Wallein ihrt! Es Ind zum Ale nur 00. N higet, ssR goch hr Hefah sst, und Whung bri nehr Iun uns Vorsie Drum stie Arm Wdarmhe hn dem le dich In Zeit! Hie Zube Wl Gott lat. „dochf Inist; chge Vitz Nalen x. —— meht, wit Suͤnden So halr ch mit in, und ud uns yn. Wozeiten, ngtem Ry nur den hes Hrnuent, Kriegszeiten. 511 2. Gieb, Vater! truͤben Tagen uns nur den Sinn, auf dich zu sehn, und da, wo And're trost— los zagen, mit Zuversicht zu dir zu fleh'n, weil nie doch Menschenhilfe nuͤtzt, wenn deine Macht uns nicht beschuͤtzt. 3. Kein blinder Zufall herrscht auf Erden, du bist es, der die Welt re⸗ giert. Laß jetzt die Men-⸗ schen inne werden, daß dir allein die Macht ge— buͤhrt! Es ruͤste sich der Feind zum Krieg, dein Wille nur bestimmt den Sieg. 4. Je weniger sich oft auch zeiget, woher uns Hilfe noch entspringt, je mehr Gefahr und Plage steiget, und alles in Zer—⸗ ruͤttung bringt: um so viel mehr laß voll Ver— trau'n uns, Gott! auf deine Vorsicht schau'n. 5. Drum fallen wir dir in die Arme, du Vater der Barmherzigkeit! und flehen demuthsvoll: er— barme dich uͤber uns zur boͤsen Zeit! Du bleibest unsre Zuversicht, Gott! unser Gott! verlaß uns nicht! 6. Doch findet, Herr! dein weiser Wille noch fer— ner Zuͤchtigungen gut; so in so fassen wir in frommer Stille doch immer noch getrosten Muth, daß du gewiß, zur rechten Zeit uns zu erretten, sey'st bereit. . Ja, Herr! du zuͤch⸗ tigst uns mit Maaßen, und meinst es immer vaͤterlich. Auch uns wirst du nicht ganz verlassen, auch un⸗ srer Noth erbarmst du dich. Nur soll uns stets Gefahr und Pein ein Se⸗ gensruf zur Beß'rung seyn. 8. Zuletzt wird jeder sagen muͤssen: der Herr hat wohl an uns gethan. Er brach, nach uns ver⸗ borgnen Schluͤssen, zum Heil fuͤr uns durch Noth die Bahn, er bleibet un⸗ sre Zuversicht, ja, Herr! mein Gott! verlaß uns nicht! ö Eigene Melodie. Aengstlich flehend. 5 6 4. I. Erbarmen hen wir, um Erbarmen, Gott! zu dir; um Erbarmen fleh'n wir, Herr! Gnaͤdiger! Allmaͤchtiger! hoͤr? uns, rett' uns! hilf, o Gott! hilf, denn allenthalben droh't uns Verwuͤstung, Schwert und Tod. 2. Ach! des Krieges Flammen gluͤh'n, Feiede, Lu st 2—8———— 512 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. Lust und Segen flieh'n; der Zerstoͤrer zieht daher, stuͤrmet brausend wie das Meer; wie ein Hagelsturm verheert er die Laͤnder, Blut begehrt, Blut und Tod sein durstig Schwert! 3. Ach, o Gott! wer zittert nicht, wenn auch Un⸗ schuld, Recht und Pflicht, zu des Landes Sicherheit streiten heißt, und Muth gebeut! wird doch auch Washe⸗ Muth leicht zur ache, leicht zur Wuth!— was vergießt er? Bruͤder⸗ blut! 4. Zagend moͤgten wir vergeh'n, wenn des Krie— ges Greu'l wir seh'n. Um Erbarmen flehen wir, um Erbarmen, Gott! zu dir. Denk an uns in Gnaͤd' und Huld, nicht an unsrer Laster Schuld, rett' uns bald, und gieb Geduld! 5. Der du, Allgewalti⸗ er! sprichst zum Meere: is hierher! sprich, was unser Fleh'n begehrt: fahr? in deine Scheid, o Schwert! sprich zur Zwietracht, Herr! entweich, zur Verwuͤstung sprich: entfleuch, denn die Welt ist, Gott! dein Reich. 6. Ach! die Voͤlker beten dann deine Macht froh— lockend an, und mit Her— dankt dieß Volk und jedes Land. Hoͤr' uns! hoͤr' uns! flehen wir um Er— barmen, Gott! zu dir, um den Feieden flehen wir. Mel. kobe denHerrn, den ꝛc. Jubelvoll. om̃et anbetend 565. K zum Vater, ihr hohe Begluͤckte! singt ihm, er ist's, der den Frieden vom Himmel uns schickte, preiset ihn hoch, weg ist das haͤrteste Joch, das unser Vaterland druͤckte. 2. Vater! du weißt es, was wir, deine Kinder, erfuhren, grause Verhee— rungen sind noch die trau⸗ rigen Spuren; aber, wie hell rinnt nun der Seg⸗ nungen Quell durch die verwuͤsteten Fluren! 3. Hoͤre, o ewige Guͤte! das Jauchzen der Deinen, hoͤre, du biebe! den Jubel der Großen und Kleinen. Friede gabst du, Friede und aͤußere Ruh', Freu⸗ den nach Klagen und Weinen. A. Dank dir, o Vater! und Ehre, und Preis dei⸗ nem Naͤmen! Fern ist das Elend, in das deine Kin- zen, Mund und Hand! der einst hamen, f9. 5 oth. 4. Hus Ceg 6 din RNũ. Mit feh 506. abetung Iten, un unen!“ Ar in di 0, inst schallt de soher In h aute9 e loͤne hn . Den At du gen sch unget schen er Iu fiefes s, uad st Mübalme bichtig s sey! I Sohn. Mewig End ste Diel l fiießen Il vot olockt v Wune. Ugtoßer. Salesest 5 frghl elt undshz uns Ls bie Uy It zu di slehen u. Herthsh, belool. om̃et a zum 1 eglückte ist's, N m Himngt reiset MH. haͤtteß. er Mi ö Raust9 Nnoch N ren; Al nun dul nell dus Flurn „o tbhhds zen det ibel u. u und An. hst dü H Kriegszeiten. 9¹3 Noth. Segne nun, guͤtiger Gott! dieß unser Vater— land. Amen! Mel. O Jesu, Jesu! Gottes Sohn ꝛc. Mit feyerlicher Pracht. alleluija dem 366. H Heinten 1 Anbetung dem Preiswuͤr—⸗ digsten, und seinem großen Namen! Noch stammeln wir in dieser Zeit dein Lob, einst in der Ewigkeit erschaͤllt das große: Amen! Froher Jubel schallet heu— te, laute Freude, Lob und Ehre toͤnen heute tausend Choͤre. 2. Den Tag, o Herr hast du gemacht, erseufzt nach langer, banger Nacht erschien Ihn riefest du mit Maje— staͤt, und staunt! die Frie— denspalme weh't auf sein allmaächtig: Werde! Ehr', Ehre sey dem Vater, sey dem Sohne, sey dem Gei— ste! Ewig bleibt Gott der Getreu'ste. 3. Viel tausend Thraͤ— nen fließen nun, Erhaben—- ster! vor deinem Thron, entlockt von Dank und Wonne. Wir jammerten in großer Noth, doch du er unsrer Erde. entrissest uns dem Tod, uns strahlt die Friedens⸗ sonne. Friede, Friede, goldner Friede, sey will⸗ komen! neue Freude fäͤh— len unsre Herzen heute. 4. Halleluja dem Hei⸗ ligsten! Anbetung dem Preiswuͤrdigsten, der uns so hoch gesegnet! Wir bringen, Herrscher! Preis und Ruhm dir jetzt in dei⸗ nem Heiligthum, hoch hast du uns gesegnet. Ewig⸗ Vater! sey gepriesen, Lob und Ehre deinem Namen ewig, Vater! Amen! Amen? Mel. Allein Gott in der Hoͤh' ꝛc. Froh. 567. r Lotgesng er robgesan erschallet dir zum Preise⸗ Vernimm geruͤhrter Herzen Dank, daß du nach Va⸗ terweise, dich hast erbarmt und Hilf' gesandt, und Schwert und Feuer abge⸗ wandt, die uns verderben wollten. 2. Wie manche Stadt, wie manches kband ward, ehe du gewehret, von der zum Streit erhob'nen Hand geaͤngstigt und ver⸗ heeret! nur du hast groͤ⸗ ßerm Leid gewehrt, du hast Gebet und Fleh'n er⸗ hoͤrt, auch unsre Noth geendet. K k 3. 514 Christi. Verhalten in besondern Zeiten ꝛe. 3. Wo Furcht und Angst die Herzen brach, wo Mord⸗ gewehre schreckten, wo Zucht und Ordnung nie⸗ derlag, das Feld Erschlag'- ne deckten, da herrschet nun die goldne Zeit, Er⸗ holung, Ruhe, Sicherheit und deines Segens Fuͤlle. 4. Der Landmann sam⸗ melt ungestoͤrt in ausge⸗ leerte Scheuern, was, Gott! ihm deine Hand be— scheert, froh deine Huld zu feyern. Und schwester⸗ lich vereinen sich Gerech— tigkeit und Guͤt', durch dich der Laͤnder Gluͤck zu bauen. 5. Gott, der das Gluͤck der Menschen liebt, schuͤtzt und erfreu't ihr Leben, du bist's, der Sieg und Frie⸗ den giebt, und ihn auch uns gegeben. Nue dir gebuͤhret unser Dank, nur dich preist unser Lobgesang, der du so gern erfreuest. 6. Wehr' ferner nun nach deiner Treu', wehr? maͤchtig allen Kriegen, daß uns der Friede lang er⸗ freu'; laß Menschenliebe siegen! beschuͤtze du mit starker Hand des Fuͤrsten Thron, und Stadt und Land, und jedes Standes Wohlfahrt. 7. Wir trau'n auf dich. Nur woll'st du auch uns 8 wahre Weisheit lehren, daß wir des Friedens rech—⸗ ten Brauch in Misbrauch nicht verkehren, und nicht durch Stolz und Ueppig⸗ keit, durch Leichtsinn, Un⸗ gerechtigkeit uns eig'ne Noth bereiten. 8. Erhebt, erhebt Gott immerdar, den Geber al— ler Guͤter! Er ist und bleibet, wie er war, der Menschen Freund und Huͤter. Gleich herrlich, so von Rath, als That, hilft er, wie er geholfen hat. Ihm sey allein die Ehre! Mel. Nun danket alle Gott ꝛc. Voll Danks. 568 Mun drohet uns nicht mehr Verwuͤstung, Angst und Schrecken, man sieht kein oͤdes Feld, das Leichen⸗ haufen decken. Kein Bru⸗ der duͤrstet mehr nach sei⸗ nes Bruders Blut, die Mordsucht ist entfloh'n, mit ihr des Krieges Wuth. 2. Auf deinen Wink, Gott! faͤhrt das Schwert in seine Scheide, der hol— de Frieden kommt, und alle jauchzen Freude, die Zwietracht und der Haß entruͤsten keinen Feind, sie toben Oe . hen sicht! Fdhitdr . Der A ht Mit Hunget,d alt keimt aͤnget, Ruh, un iht Mehr Vb und! 1 des H Er Weil Ih die ih Aste den gufs, de shaͤfte, loͤt u she, nu A bestzt, Ihen war. Du, G I, dar ur Hschenkte, sisin Her Mlact len Mlumer u ihn vei Isi schr n Enkelt MsRecht shst auf E , dein I Volke Oieb II. den 2 le, daß M er E E Iuidendnn in Msbrat ren, und ish „ und Ueuh keichtsun,V. t und ah tek. 47 erhebt den Gehu Er ist eer wal, Freund eich herrlh als That, A geholfeh Kein die ehn in danket tt ae. Dank. um droheln nicht „ M man shtst das R en. Ke Imehr nahfl 18 Bhll, ist entfohl àWMo WI * rieges Dl eeng „ der H Veide, de ii 0 fommt/ Trallde, N A Meube/ n + Hob*„* Ind 44⁴ n Fald, U 7 U 0 V Verschiedene Gesundheitsumstaͤnde. 315 toben nicht mehr fort, der Feind wird wieder Freund. 3. Der Acker wird nicht mehr mit Menschenblut geduͤnget, die ausgestreute Saat keimt auf, und wird verjuͤnget, der Buͤrger lebt in Ruh', und furchtet nun nicht mehr Belag'rung, Raub und Brand, nicht mehr des Feindes Heer. 4. Er weih't mit neuem Muth die ihm geschenkten Kraͤfte den Pflichten des Berufs, dem Eifer der Geschaͤfte, weiß, daß er ungestoͤrt und sicher vor Gefahr, nun ganz das Gluͤck besitzt, das ihm be— schieden war. 5. Du, Gott! bist es allein, der uns den Frie⸗ den schenkte, und der der Fuͤrsten Herz zu neuer Eintracht lenkte. Erhalt? ihn immer uns, du, der uns ihn verlieh'n, und laß sein sich'res Gluͤck noch unsern Enkeln bluͤh'n! 6. Laß Recht, laß Mensch-⸗ lichkeit auf Erden wieder— kehren, dein heiliges Ge— setz die Voͤlker wieder hoͤ— ren. en. Gieb Fuͤrsten Vater—⸗ sinn, den Dienern feste Treuꝰ, daß unser Vater— land der Erde Beyspiel sey. In Gesundheit. Bekannte Melodie. Froh dankend. Zem Gott Ge—⸗ 569. Wé sundheit hier verleih't, der hat von Guͤ⸗ tern dieser Zeit gewiß die groößte Gabe. Allguͤtiger! wie froh bin ich, daß ich dieß Kleinod habe! 2. Daß ich es habe, dank ich dir; nur du, mein Jater! hast es mir aus großer Huld geschenket. Dein ist's, daß ich noch munter bin, und mich kein Uebel kraͤnket. 3. Erhaͤlt' dieß Gluͤck mir fernerhin; gefund er—⸗ halt' mir jeden Sinn, so lang ich leb' auf Erden, laß seines richtigen Ge— brauchs mich nie berau⸗ bet werden. 4. Der Suͤnde folgt Verderben nach, bald dieß, bald jenes Unge— mach, an keib und Seele Schmerzen. Fern sey's von mir, durch eigne Schuld Gesundheit zu ver⸗ scherzen. 5. Ein gleicher Muth in Freud' und Leid, zu⸗ fried'ner Sinn und Maͤ⸗ ßigkeit, und Ordnung in Geschaͤften, dieß sey mein Ruhm: so wird gewiß Kk2 kein 516 Chrisil. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. kein Laster mich enkkraͤf⸗ ten. 6. Gieb, daß ich meine Lebenskraft, die deine Guͤ⸗ te mir verschafft, auf's nuͤtzlichste verwende, und meinen Lauf zu deinem Ruhm und And'rer Gluͤck vollende. —. Doch, schickst du mir auch Krankheit zu, so gieb Geduld, gieb Seelenruh', das Leid mir zu versuͤßen. Mein Trost im Schmerz sey deine Huld, ein ruhi⸗ ges Gewissen. 8. Und bringt die Krank⸗ heit mir den Tod, so muͤsse mich der Trost, o Gott! zum frohen Muth erheben: Nicht Tod, nicht Krankheit trifft mich mehr in jenem bessern Leben. In Krankheit. Mel. Wie groß ist des Allmaͤcht gen ꝛc. Flehend. ö ar gier lieg' ich, 570. H Herr! in Angst und Schmerzen, und flehe, weil ich flehen kann, aus vollem tief geruͤhrten Herzen dich kindlich um Erbarmen an. Wen hab' ich sonst in diesen Stun⸗ den? wer kennt so ganz mein Leid, wie du? wer heilt die mir geschlag'ne Wunden? Wetz tendet mi Erquickung zu? 2. O Gott! du Vater aller Vaͤter! der gern den Leidenden erfreu't, zu dem so mancher fromme Beter, und nie umsonst, um Hilfe schreiit, auch mich laß nicht vergeblich flehen, auch meines Herzens nim dich an, und lehre mich auf alles sehen, was Freu— de mir gewaͤhren kann. 3. Du wirst ja nie des Helfens muͤde, du weißt es, was der Kranke fuͤhlt, und giebst ihm Hoffnung, Trost und Friede, wenn Schmerz in seinem Innern wuͤhlt. Dieß sagt mir, der ich dir vertraue, zu mei⸗ ner Ruh' dein goͤttlich Wort, dieß kreibt, so oft ich auf dich schaue, die Furcht aus meiner Seele fort. 4. Auch dieser Krankheit schweres Leiden verhiengst du liebreich uͤber mich. Auch hier, wie im Genuß der Freuden, erkennt mein Herz als Vater dich. gieb, daß ich dieß stets empfinde! o staͤrke selbst mich in Geduld! vergilt mir, dem verirrten Kinde, nicht ganz nach meiner Suͤndenschuld! 27⁰ WVet —7 . Nelat I1 lden Nem wei ; und dit etg a Rett Helt. Do In Kuuft be meine Iid ist Mei 0 haͤnder 1iß fehlt Rl. Dern .I en, A. Imie auf id mich! (,(8 f sucng d I Krat sag'ich . . Beil sche zer ssh in Hl ich ahflich Alich! dkit, O Uherliche WIchtn y. ——. schlapp Wyt sendet nn nt h du M. x der glkh Wls st eut, u fromme 0 ison bm auch uich geblich fil 2s Hehed und lehrer dehen, walß waͤhten zun witst hu nüͤde, Run der Kae It ihm Hoft m ö in sein H1 hieß sagt im ertraue, V * dein kleibt dich shu, 6 meiltt h diesah Kedine kich in r, ie indi den, llh 00 Verschiedene Gesundheitsumstaͤnde. 3 5. Verlaͤng're, Herr! mein Erdenleben, wenn's deinem weisen Rath ge— faͤllt; und dann sey es nur dir ergeben, nur dir, mein Retter! nicht der Welt. Doch, soll ich mei⸗ nen Lauf vollenden, dann hebe meinen Geist zu dir, und ist mein Gluͤck in dei— nen Haͤnden, o guter Gott! was fehlet mir? Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Flehend. icht mehn als 571. N meine Rraͤfte tragen, Allguͤtiger? legst du mir auf. Der Schmerz wird mich nicht endlos na⸗ gen, es folgt gewiß Er⸗ quickung d'rauf. Auf mei⸗ nem Krankenlager hier lobsing' ich, naher Helfer! dir. 2. Weil mich die Welt zu sehr zerstreu— te, rufst du mich in die Einsamkeit, weil ich den Kampf zu aͤngstlich scheute, fuͤhrst du mich mitten in den Streit, und uͤbst durch koͤrperlichen Schmerz mein der Geduld entwoͤhntes Herz. 3. Den Kelch der Truͤb⸗ sal soll ich leeren? ach, Herr: du weißt, der Mensch ist schwach. Ver⸗ Mel. Mir nach, — Stunden, Vaterhuld empfunden; wie Herz, dir, gieb, daß eine Fluth von Zaͤhren aus meinen mat—⸗ ten Augen brach. Du Gott voll Treuꝰ' und Baterhuld! staͤrk' mich durch Glauben und Geduld! 4. Der Schmerz, der meine Glieder schwaͤchte,‚ raubt mir des Schlumers sanfte Ruh'; ich bringe nun die langen Nächte auf meinem Kager seufzend zu, der h Eud u Hilf' ist schwach und klein, du aber wirst—— Helfer seyn. 5. Dein Wille mag al⸗ lein en Wuccheiden, wie lang die Pruͤfungsstunde waͤhrt, und, wenn sich auch im Kampf der Leiden ganz meine bebenskraft v⸗ erzehrt, wenn auch mein Herz im Tode bricht, du, Herr bist meine Zuversicht. spricht Christus ꝛc. Gefuͤhlooll. e wenig wird 52. guten Gott! deine leicht es unser Bater! wenn wir nie erkranken, fuͤr der Sesundheie Gluͤck zu dan⸗ vergißt ken! Auch Wohlthat ist fuͤr uns der Schmerz. 2. 518 Chrisil. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. 2. Uns lehrt der Schmerz in truͤben Tagen die Schwachheit And'rer wil— lig tragen, geduldig, sanft und liebreich seyn. Du lehrst uns durch der Krank-— heit Leiden, die Eitelkeit der Erdefreuden und un- sern Suͤndenfall bereu'n. 3. Dann denken wir erst deinem Segen, und dei— ner Vorsicht weisen We—⸗ gen, darauf dein Rath uns fuͤhret, nach. Wir lernen dann, Gott! zu dir treten, mit Andacht, Ernst und Eifer beten: sey unsre Staͤrke, wir sind schwach. 4. Ja, guter Vater! wenn ich leide, sey meine Staͤrke, meine Freude! mach Krankheit selbst mir zum Gewinn. Erhebe al— ler Kranken Herzen, durch jede Noth, durch alle Schmerzen, zu deiner Lie— be, zu dir hin. 5. Laß meine Hoffnung niemals waͤnken, Gott der Gesunden, Gott der Kranken! staͤrk' vaͤterlich mein banges Herz. Du kannst die Leidenden nicht hassen, kannst, die dich suchen, nicht verlassen, du bleibst uns Vater, selbst im Schmerz. 6. An dich soll sich mein Glaube halten; laß meine Liebe nie erkalten, ich mag gesund seyn oder krank, so kann kein Schmerz den Geist ermuͤden, so bin ich immerdar zufrieden, so ist mein Herz stets voll von Dank. 7. Soll ich nicht mehr, mein Gott! genesen; dein Wille, bestes aller Wesen! dein Vaterwille soll ge— scheh'n. Ich weiß nicht, was ich soll erwaͤhlen, ich will mich deiner Huld em—⸗ pfehlen, und auf den Aus— gang ruhig seh'n. 8. Und willst du mir Gesundheit schenken, so laß mich oft an alles den— ken, was ich auf meinem Bett' empfand, ach! an die Kuͤrze meiner Tage, an's Ziel von jeder Noth und Plage, an jenes sel'- ge Vaterland. 9. Wie thoͤricht waͤr'es, wollt' ich dessen, wenn du Gesundheit schenkst, ver— gessen! stets bin ich doch dem Tode nah'. O Vater meines Lebens! schenke mir Weisheit, daß ich stets bedenke: vielleicht ist jetzt mein Ende da! 10. Laß mich auf Je— sum trostvoll schauen, ihm willig folgen, ihm ver— trauen, krank und gesund ihm aͤhnlich seyn. Du magst Gesundheit, Krank— heit, Leben alsdann mir nehmen Oet Ichnen ode Iufih dn Fehh Mh wie Ran Nlh Hal. Nun d Dal her Kraft swachheit ssahr und un wied 3 Dem Iy, schon Rn Rben u Isatt Ver Wunde hebe hle nicht, t das E sch deinen os hinab . Ich sa Iuvar f sihn, doch ihm ein Inuͤgen, atete hier shiit, unt Ht Heil Ihlt, J. Mdesse Wohgsberto lit y —— derkanh f Smetz n N, soh Uint flitd lden, h se vlin nicht nz genesen d aller W ville sol 9 Weiß ss erwaͤhln iner Hu 10 Nauf def Ibn ile Nn schenku, an all N ch auf un and, meinet Y n jedet N al I d. oͤricht hibh ssen, Hun schen Il„ à bin 110 E it, daß h blah sith da! mich schauen,R R, ihm N. ne Und 0. H r. n alsbant 10 Verschiedene Gesundheitsumstaͤnde. 519 nehmen oder geben darf ich deiner Huld mich freu'n. Nach wiedererlangter Gesundheit. Mel. Nun danket alle Zott. Dankvoll. WMWit welchem 573. M Dank, o Gott! soll dich mein Lied erheben? Nur deine Va⸗ terhuld erhielt mir noch das Leben; du standst mit deiner Kraft mir in der Schwachheit bey, und von Gefahr und e bin ich nun wieder frey. 2. Dem Tode war ich nah', schon sah' ich fuͤr mein Leben um meine ka⸗ gerstatt Verwandt' und Freunde heben. Allein ich bebte nicht, mich schreckte nicht das Grab, gestaͤrkt durch deinen Geist, sah' ich getrost. hinab. 3. Ich sah' des Todes Thal zwar finster vor mir liegen, doch lichtvoll hin— ter ihm ein himmlisches Vergnuͤgen, den Leib er— wartete hier Ruh' und Si— cherheit, und meine Seele dort Heil und Unsterb⸗ lichkeit. 4. Indessen staͤrktest du dir halberstorbuenGlt eder, so —.—ß7— dem Geiste gabst du Muth, den Nerven Ke aͤfte wieder, und so, so giebst du mich den Meinigen zur uͤck, und dafuͤr dank' ich dir, denn Leben 05 auch Olack. ben üoß will ich dir Dant beweisen, mit meinen Geiste dich in diesem keben preisen, dir jeden Augen⸗ blick von meinen Tagen weih'n, um ewig einst bey dir des Lebens werth zu seyn. Nel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc. Mit dankvoller Ruͤhrung. 574. on der Todes⸗ furcht umge⸗ ben, bey der drohendsten Gefahr, schenktest du mir, Gott! mein Leben, du, der mein Beschuͤtzer war, lie— ßest die Gefahr entfliehen, segnetest d⸗ Kunst Bem hen, daß des Arztes Fleiß gelang, 2 der Krankheit Macht n De 2. Bey der Ohnmacht meiner Kraͤf te pochte das beklomm' 95 erd,——6 das Gift verdorb'ner Saͤfte naͤhrte meiner Glieder Schmerz, ich sah Schlaf und Ruh' entweichen, sah mein Antlitz schon erblei⸗ chen, und in meines Un⸗ muths — uU⸗ 9y 20 Chrisil. Verhalten in besondern Zeiten ꝛe. muths Wahn mir des To- des Schreckbild nah'n. 3. Ich sah meiner Freunde Zaͤhren, sahe, wie ihr Kummer stieg, sah des Arztes Blick erklaͤren, was sein Ausdruck mir verschwieg; hoffte zwar, doch eft vergebens, sah das Ende meines Lebens; aber bey der Krankheit Wuth staͤrkte doch dein Trost den Muth. 4. Jetzt sind meines Lei— bes Glieder frey von dem empfund'nen Schmerz, wie äch will, nuͤtz' ich sie wie⸗ der, freyer schlaͤgt mir nun das Herz, bey dem Umlauf neuer Saͤfte fuͤhl' ich groͤß're Lebenskraͤfte, und des Geistes Munter—- keit durch des Schlafes Ruh' erneu't. 5. Mit den neu gestaͤrk⸗ ten Kraͤften waͤchst mein Trieb fuͤr Thaͤtigkeit, waͤchst mein Eifer in Ge— schaͤften, nuͤtz' ich wieder meine Zeit, sehe mein Be— muͤh'n gelingen, kann des Fleißes Zweck erringen, und, mich seiner zu er— freu'n, ihm mich ganz und ernstlich weih'n. 6. kaß, Gott! in dem kuͤnft gen Leben keinen Tag verloren seyn, und mit eifrigem Bestreben jeden Muͤßiggang mich scheu'n, gute Thaten gern verrich— ten, und mich keiner mei— ner Pflichten aus Bequem-⸗ lichkeit entzieh'n, jeden Reiz zur Suͤnde flieh'n. Bey ansteckenden Krank⸗ heiten. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. Um Erbarmung flehend. 575 ott du laͤßt die Seuche wuͤthen, ihrem Hauch folgt Gift und Tod, du kannst ihrer Wuth gebieten, ihr, so furchtbar sie auch droh't. Und, wenn es dein Wink gebeut, nah't sich uns der Rettung Zeit, sind die kummervollen Stunden unsers Schreckens schnell verschwunden. 2. O! wie viele wuͤrgt sie nieder, sie, des Todes Dienerin, Vaͤter, Muͤtter, Kinder, Bruͤder, reißt sie schnell zum Grabe hin, schont nicht Alter, Stand, Geschlecht, auch der Herr muß, wie der Knecht, bey dem toͤdlichen Verderben, hilflos, ohne Rettung, sterben. 3. Nicht der Arzt, nicht das Bemuͤhen seines Ei— fers, seiner Pflicht, kann uns der Gefahr entziehen, scho⸗ Oet Ihund bi Hitz um vler fott, ud toͤdtet Irch ihte duwuͤstun eutdecket, wöthen so eil die h it, auch! sihen Frehh Ril ihe Nemerkt sübst des hreuden, u bermeit 5. Gott slchen, ae hume dich ii Mast v und hilf Ooch, wen Hat Rath stosen ha uch unser uaß der Iu A Veam Mit t6 u Herrt Hah' le Ihn YNuch y. —— Herg berneh kiner nl aus Diunn jehin, schr lde fiehh enden Kuh ten, dich sch, le l. mung sthel tt! hu die Eh em Hauch 0, 50 geh hieten, N sie auchhil 8 un 5 sich un eit, 0 en Stahh reckels stl eh. hie hitle si Walh Väte, Rh rüͤder, 0 . Gnde Alt E, 80 auch V. der n Hi hel! Vecdll hne N fr. Ise Hsch 0 Maät, sch lh 6 Wershidene Gesundheitsumstaͤnde. 32⁰ schonend wird die Seuche nicht; immer schleicht sie weiter fort, toͤdtet hier, und toͤdtet dort, haͤuft durch ihre Niederlage der Verwuͤstung bange Tage. 4. Wo man ihre Spur entdecket, wo sie nur zu wuͤthen scheint, siehet, weil die?“ Furcht schon schre— cket, nc der Freund nicht seinen Fre Laßt scheut man, weil ihr toͤdlich Gift un-⸗ vermerkt so viele trifft, ——— selbst des Umgangs suͤße Freuden, sucht auch diese zu vermeiden. 5. Gott! erhoͤre unser Flehen, ach! erbarm', er⸗ barme dich! laß uns nicht ö rett?ꝰ in Angst vergehen, und hilf uns vaͤterlich! Doch, wenn deiner Weis— heit Rath unsern Tod be— schlossen hat; so fuͤhr' uns, nach unsern Leiden, zum Genuß der Himelsfreuden. Nach Abwendung der⸗ selb en. Bekannte Melodie. Mit Dankgefuhle. tre ist, Voͤlker! 376. P Zauiehn Gott und Herrn, er ist ein Hel⸗ fer nah' und fern, wer sollt' ihn nicht erheben 2 Reiz bey'm Elend auch ver— schont er gern, und rettet vieler Leben. 2. Wie furchtbar groß war sein Gericht! wie wuͤ⸗ thete die Seuche nicht? wer konnt' ihr Ruh ge⸗ biete n? er nur allein, sein Wille spricht, und sie hoͤrt auf zu wuͤthen. 3. Wir sah'n die toͤd⸗ liche Gefahr, die Unruh', Angst und Schmerz gebahr, auch uns Verderben dro—⸗ hen, und nun ist sie, so nah⸗ sie war, durch seinen Schutz entflohen. 4. Omlaßt uns froh und dankbar seyn, ihm unsers Herzens Opfer weih'n, mit eifrigem Bestreben den zu jeder Suͤnde scheu'n, ganz fuͤr die Tu⸗ gend leben. In Todesnoͤthen. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Getrost. i* och sterbend 690 0 n il ich dich erheber selbst nah am ö Geabe rei ich dich, zum Segen gabst du mir das keben, du segnest auch im Sterben mich. Mein Gott! im Lebden War 522 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛe. war ich dein, dein will ich auch im Tode seyn. 2. Gott! welche feyer— liche Stunden, wenn du mich nun der Erd' ent⸗ zieh'st, auf mich, den du getreu Letunden„ voll schonender Erbarmung sieh'st! Allmaͤchtiger! in dein Gericht gehst du mit mir Erloͤstem nicht. 3. Der Leib wird schwach, die ird sche Huͤlte/ der Glieder morscher Bau zer⸗ faͤllt, schon wandeln wei⸗ ne muͤden Schritte den Weg zu Gott aus dieser Welt. Ich bin getrost, und zage nicht, denn Gott ist selbst mir Heil und Licht. 4. Mag auch mein La⸗ ger Quaal Wumringen, und mag der Tod mir Schre— cken draͤu'n: du half st mir, Gott! die Welt be⸗ Dannsen mit dir darf ich den Tod nicht scheu'n. So nah' dem Lohn, den Gott verspricht, so nah' dem Ziele, sink' ich nicht. 5. Du wachest uͤber mei— ne Seele, wenn ihre Staͤr— ke 1 0 verliert, giebst dei— nem Engel schon Befehle⸗ der sie zu deinen Freuden fuͤhrt, des Todes Nacht von mir verscheucht, und mir des Lebens Krone reicht. 6. Ich will dich noch im Tod erheben, selbst nah' am Grabe preis' ich dich, denn ewig werd' ich vor dir leben, vor dir erfreu' ich ewig mich, fuͤr mich ist selbst der Tod Gewinn, wohl mir, daß ich erloͤset bin! Mel. Liebreicher milder Gott ꝛe. Ruhig. Schon nah't sich 578. S meines Laufs und meiner Lesden Ende. Gott, meines Lebens Herr! ich fall in deine Haͤnde. Du bist, o Vater, nie mit deiner Hilfe fern, du rufst; hier bin ich, Herr! dir folgen will ich gern. 2. Preis dir! der seine Hand stets uͤber mich ge— breitet, dir, Gott! der bis an's Grab mich wun— derbar geleitet. Wie oft vergaß mein Herz sein Heil und seine Pflicht; doch giengst du, Heiliger! mit mir nicht in's Gericht. 3. Vernimm des 8 Lied, das ich dir sterbend bringe. Ich bin viel zu gering, der Treu' viel zu ge⸗ ringe, und der Barmherzig- keit, die du an mir gethan. Frohlockend bet' ich dich mit allen Himmeln an. 4. Ol — 2 Dul He W l Iuf sellel/ 6 schkeit hallen. 0 Oett U Ind für schig n ich d pf ofehb'! 4 Nit W Heklie I sekblich, rdꝰ ichd di ben. Noe hamp of, so m Drol Ich Micht! hn. HAl. Wetrnt W halte f s, beklat Isen En: huf dick mein 0 auf, um eir .—10 10 60 Iun an. chl noch A gutes N Hdd, Aityy *— dich Hoch „sbih reiß ich hj werdꝰ ich h r dir ch, fur n Tod Heyl aß ich all lisst dicher n t. chon gahte meines HM Le den E deine 00 j; Veilir! 0 hilfe filh, zin 190 1 10 1 uht let. dren er Bal V 6 au 9 heb 0 inmelg Ml ö Verschiedene Gesundheitsumstaͤnde. 323 4. Du Heil der ganzen Welt! erfuͤlle mein Ver— trauen, und deine Herr— lichkeit meine Seele schauen. Du bist die Lieb', o Gott! und Gnade fuͤr und fuͤr. Mein Geist wird selig seyn, denn ihn em⸗ pfehl' ich dir.—— 5. Mit allen Heiligen von Herrlichkeit umgeben, unsterblich„Engeln gleich, werd' ich dich schau'n, und leben. Noch einen kurzen Kampf, so kroͤnt vor dei⸗ nem Thron, Erbarmender! auch mich der Ueberwinder Lohn. Mel. Wer nur den lieben ꝛce. Vertrauensvoll. 5 79. J fasse, Vater! deine Haͤnde, und—1—5 sie im Glauben fest, verlaß den nicht an seinem Ende, der ewig sich auf dich verlaͤßt. Du bist meit Gott von Ju⸗ gend auf, hilf g luͤcklich enden meinen Kauf. 2. Du hast, nach deiner Vatergt uͤte, bestaͤndig wohl an mir gethan, erhoͤr' auch meine letzte Bitte, nimm, Gott! mich dort 4 Ehren an. Ach! Vater ach! noch eins ist Noth: ein gutes End', ein sel'⸗ ger LTod. Du hast mich je und je versorgt, ge— staͤrkt, geschuͤtzt, regiert, mich oft erquickt, durch Leid geuͤbet, oft wunder— bar, stets wohl gefuͤhet, wohin ich gieng, wohin ich sah, war mir stets drine Guͤte nah'. 4. Auch jetzt auf meinem Sterbebette sieh meine Noth, o Vater! an. Er⸗ quicke, lindere, errette! denn du bist's, der mir helfen kann. Staͤrk' mich im Guten bis an's End', damit ich treu den Lauf vollend'. 5. Ihr eiteln Guͤter die⸗ ser Erden, ihr machet mir den Tod nicht schwer! jetzt soll ich ewig selig werden, drum brauch' ich eurer nun nicht mehr. Du, Gott! bist's, wann das Cit le weicht, der mir des Lebens Krone reicht. 6. Ich uͤbergebe dir Meinen, du, Vater der Barmherzigkeit! laß ih⸗ nen stets dein Trostlicht scheinen, und bleib ihr Gott zu aller Zeit. Be⸗ huͤte sie vor Ungemach, und bringe sie mir selig nach. die 524 Christl. Verhalten in besondern Zeiten ꝛc. Fuͤrbitte fuͤr Kranke und Sterbende. Mel. Befiehl du deine Wege ꝛe. Theilnehmend, flehend. armherziger! 580. B aa der Liebe heißes Fleh'n! laß, den wir innig lieben, bald deine Liebe seh'n! er liegt, und ringt, und duldet, ge⸗ quaͤlt von bittermSchmerz, wir seh'n ihn an, und weinen, voll Mitleids bricht das Herz. 2. Du pflanztest ja den Menschen des Mitleids Triebe ein, wie! solltest du nicht Helfer, du nicht Er—⸗ barmer seyn? wir wuͤrden gern ihn retten, doch ach! wir sind zu schwach. Thu, Vater! thu, was keiner von uns fuͤr ihn vermag. 3. Sieh'! deine Kinder flehen fuͤr diesen Kranken dich. Geuß Balsam in die Wunden, und hilf ihm vaͤterlich! des keidens schwere Stunden, laß ste voruͤber geh'n! doch, Herr! nicht unser Wille, dein Wille soll gescheh'n. 4. Reichst du des To⸗ des Becher, o Gott! ihm heute schon, und rufst aus unsern Haͤnden du ihn vor deinen Thron, dann steh' ihm bey, und fuͤhre ihn hin Thal, dann lind're ihm, Erbarmer! des Todes letz⸗ te Quaal. sicht ꝛc. Mit Theilnahme, flehend. 58 1. Star dn, Herr! immer mehr seine Kraͤfte jetzt ver⸗ lassen. Ach! er ringt, er duldet sehr. Moͤgt' er Jesu Trost jetzt fassen, wenn der Tod den Leib zerbricht; wer an Gott glaubt, stirbet nicht. es nicht, nicht die Wuͤn⸗ sche unsrer Lieder. Gieb, du unsre Zuversicht! den wir lieben, bald uns wie— der, um mit ihm, mit ihm uns dein, der vom Tode hilft, zu freu'n. 3. Zwar auch, wenn die Lippe schweigt, wenn das Herz nicht wagt zu flehen, bist du, Vater! doch ge⸗ neigt, deinen Kindern bey⸗ zustehen. Mehr giebst du, viel mehr, uns oft, als der frohste Glaube hofft. 4. durch's dunkle Mel. Jesus, meine Zuver⸗ 2. Unser Fleh'n, verwirf — Drunt Ris I Niterh ö such uoe N„ l aden, da Eterblicht mehr esltth M. Mer UHN Mwehwüf r. U jun ist et Lode nah' Muer u iatt und s da, har) nie d ath! Ht, o Habhͤdruͤ se bli Alen. Bald scht sen M hin i du ihr daltn y 728—— d ustg hen du Hron, x „ und sh ichs WW linder H. es D aͤrk ihn den ur raͤtte jh. er mnh Müt 101 Tod dun wer an bet nich Veh'y,d icht R Lieder, N ubersihl bald mt nit ihn,! ein, N zu fleht auch, vs igt,.hi wagt hu f ö ater: Ns nahn Lehr gehl, 115 oft n uube hoft — Verschiedene Gefundheitsumstaͤnde. 525 4. Drum getrost! auch unser Freund ruht in dei⸗ nen Vaterhaͤnden. Wenn er auch noch heißer weint, du, du wirst es herrlich enden, daß den Preis der Sterblichkeit keine Klage mehr entweih't. Mel. Freu dich sehr, o meine ꝛc. Mit wehmuͤthiger Empfindung. 582. 1 nter manchen ö bangen Schmer— zen ist er(sie) schon dem Tode nah'. Er(sie) so theuer unserm Herzen, matt und hilflos liegt er (sie) da, ist sich seiner (ihrer) nicht bewußt, roͤ⸗ chelnd athmet seine(ihre) Brust, ohne Kraft sich auszudruͤcken, spricht er (se) bloß in starren Blicken. 2. Bald, ach bald ent— flieht sein(ihr) Leben, hin, hin ist der Jahre Zahl, die du ihm(ihr), o Gott! gegeben, hin auch seiner (ihrer) Schmerzen Quaal, er(sie) wird nun der Welt entruͤckt, jede Last, die ihn (sie) gedruͤckt, seines ih⸗ res) Jamers bange Stün⸗ den sind bald durch den Tod verschwunden. 3. Nimm, da er(sie) uns nicht verstehen, und zu dir nicht beten kann, seines(ihres) Herzens stummes Flehen, seiner (ihrer) Lippen Seufzer an, gieb ihm(ihr) Muth und Zuversicht, und, durch dei— ner Lehren Licht, auf des Todes dunkelm Pfade das Gefuͤhl von deiner Gnade, A4. Daß er(sie) vor dem Tod nicht bebe, frey den Blick hin auf die Gruft, froh den Geist zu dir er⸗ hebe, der den Staub in's Leben ruft, daß er(sie) sicher deiner Huld, und, ferey von der Suͤnden⸗ schuld, ruhig und gelassen sterbe, und das Gluͤck des Himmels erbe. Vierte 526 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. Vierte Hauptabtheilung. Hilfsmittel der Besserung und Tugend. Wort Gottes. Mel. Nun danket alle Gott. Mit frohem Gefuͤhle. 583 Von Herzen preis⸗ ich dich, Gott! fuͤr der Bibel Lehre, die ich als dein Geschenk mit Dankbarkeit verehre. Sie ist das Gluͤck der Welt, der Ruhm der Christen-— heit, mein Kleinod, Trost und Licht bis in die Ewig⸗ keit. 2. Zum Licht, in dem du wohnst, kann die Ver⸗ nunft nicht. mit Zweifel nund mit Wahn muͤßt' ich voll——— rin⸗ gen, haͤtt' ich dein goͤtt⸗ lich Wort, den klaren Un⸗ terricht, von dir und dei— nem Sohn und meiner Geele nicht. 3. Wie kraͤftig ist dein Wort, Gott! vielen tau⸗ send Christen gab deine Bibel Sieg im Kampf mit boͤsen kuͤsten. Sie bessert sanft das Hers, staͤrkt mich zu meiner Pflicht, ist in Gefahr mein Schutz, in Finsterniß mein Licht. 4. Der Fromme wird gestaͤrkt, der Suͤnder tief erschuͤttert, der Zweifler wird beschaͤmt, des Spoͤt— ters Seele zittert, es troͤ⸗ stet sich am Grab der Sei— nigen der Christ, wenn er vom Wiedersehn im bes⸗— sern Leben liest. 3. Hier lernt der Wei— seste der wahren Weisheit Schaͤtze, hier faßt der Bloͤdeste die goͤttlichen Ge⸗ setze, hier findet jeder Stand fuͤr jede Lebens⸗ pflicht in allen Faͤllen Rath und hellen Unterricht. 6. Wer fuͤhlt nicht dei⸗ nen Geist und seiner Wir-— kung ke, wer nicht des Glaubens Kraft, und Trieb um guten Werke, dem lautern nach eicht und Froͤmigkeit, mit Ehrfurcht und Gebet der Schrift die Andacht weih't!: Seu HNif ERL mit —— „ E0 N Hie l Rush, se it d 0 use 90 0 Hllllast Auit, hht 0 H. Seh nilt laß de Ihn, und an R slen. W solgt, x Hhit, f Huns it. — Haligu Sstl so v. RN Vort d lsh, be Mu, zum Welt, shit, un Hit. Merk al , dein , merk Ii Izut ldte, urht li⸗ mst De zu hle Gefahry sterniß romme: Suͤnderh. der In it, des En ttert, 4 ö zrab dere D 1 rab dele —.——— ier faßt findet 10⁰ 52⁷ 7. So kann kein ander's mit dem frommen Ernst, Buch die Groͤße Gottes preisen, so faßlich ruͤhrend nicht den Weg zur Tugend weisen. Durch keine Red— nerkunst wird so das Herz erquickt, zu jeder guten That schickt. 8. Bey diesem Unter⸗ richt laß deinen Geist mich ruͤhren, und seine Gottes-⸗ kraft an meinem Herzen spuͤren. Wer deinen Leh⸗ ren folgt, fuͤhlt ihre Goͤtt— lichkeit, sie geben Licht und Trost, im Tode Freu⸗ digkeit. Vorige Melodie. Erweckend. ll dein ver— 584. Serdtes Herz zur Heiligung genesen, Christ! so versaͤume nicht das Wort des Herrn zu lesen, bedenke, daß dieß Wort, zum Heil der gan— zen Welt, von Gott ge— geben ist, und seinen Rath enthaͤlt. 2. Merk auf, als ob dir Gott, dein Gott gerufen haͤtte, merk auf, als ob er selbst zu dir vom Him— mel red'te, so lies, mit Ehrfurcht lies, mit LKust und mit Vertraͤu'n, und so willig und ge⸗ als Christ dich zu erbau'n. 3. Sprich fromm: o Gott! vor dem ich meine Haͤnde falte, gieb, daß ich dein Gebot mit treuem Eifer halte, und laß mich deinen Rath empfindungs-— voll versteh'n, und stets das Goͤttliche in deiner Lehre seh'n. 4. Er, aller Wahrheit Gott, kann dich nicht ir⸗ ren lassen. Lies, Christ! sein heilig Buch, lies oft, du wirst es fassen, so viel dein Heil verlangt. Gott ist's, der Weisheit giebt, wenn man sie redlich sucht, und eifrig stets sie uͤbt. 5. Lies, frey von Lei⸗ denschaft und ledig von Geschaͤften, und sammle deinen Geist mit allen sei⸗ nen Kraͤften. Des Abends stille Ruh', des Morgens Heiterkeit, und dann der Tag des Herrn, der sey der Schrift geweih't. 6. Ruͤhrt dich ein starker Spruch, so ruf' ihn dir zum Gluͤcke, des Tags oft in dein Herz, im Stillen oft zuruͤcke, empfinde sei— nen Geist, und staͤrke dich durch ihn zum waͤhren Edelmuth, das Gute zu vollzieh'n. * 528 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. 7. Um tugendhaft zu seyn, dazu sind wir auf Erden. Thu, was die Schrift gebeut, dann wirst du inne werden, die behre sey von Gott, die dir ver⸗ kuͤndigt ist, und dann das Wort versteh'n, dem du gehorsam bist. 8. Spricht sie geheim⸗ nißvoll, so laß dich dieß nicht schrecken, ein endli— cher Verstand kann Gott nie ganz entdecken. Gott bleibt unendlich hoch, wenn er sich dir erklaͤrt, so glaube, was er spricht, nicht, was dein Witz be— gehrt. 9. Auch seines schwa⸗ chen Lichts nicht stolz sich uüberheben, fern von Ver⸗ nuͤnfteley Gott dann die Ehre geben, wenn er sich offenbart, ist der Geschoͤ⸗ pfe Pflicht, und weise De⸗ muth ist's, das glauben, was Gott spricht. 10. Drum laß dich, frommer Christ! durch keine Zweifel kraͤnken. Hier bist du Kind, doch dort wird Gott mehr kicht dir schenken. Dort waͤchst mit deinem Gluͤck dein Licht in Ewigkeit, dort ist die Zeit des Schau'ns, und hier des Glaubens Zeit. ö 11. Verehre stets die Schrift, und siehst du Dunkelheiten, so laß dich deinen Freund, der mehr, als du, sieht, leiten. Ein forschender Verstand, der sich der Wahrheit weih't, ein heilverlangend Herz hebt manche Dunkelheit. 12. Halt fest an Got—⸗ tes Wort, es ist dein Gluͤck auf Erden, und wird, so wahr Gott ist, dein Gluͤck im Himmel werden. Verachte christ⸗ lich groß des Bibelfeindes Spott, die Lehre, die er schmaͤht, bleibt doch das Wort aus Gott. Vorige Melodie. Belehrend. 585. Du schenkst uns, Gott! das Licht, das uns zur Wahr⸗ heit fuͤhret, des Irrthums Nacht zerstreut, und die Vernunft regieret, uns dich erkennen lehrt, uns deine Groͤße zeigt, und unser Herz zu dir mit frommer Ehrfurcht neigt. 2. Du willst dich durch dieß Licht uns naͤher of⸗ fenbaren. Wer diesem eichte folgt, kann deinen Rath erfahren, zum Heil der Welt, vor aller den du/ (t alt gef Wl Ind 0 I aflllet Iu in dei Aagen die ld zum shen;. l demer Huld Hath gedl 08 du thu ha Us ft VPie gu WW is ede! e Wwaͤchtie Suaͤnder sihuen f her Gun Gltoße. 9 Ruhe fü Der Et IM.steund, * Iflichte sher es Höjllichten sschwach Iupfes M ssch den ve ssgem M . Bemaͤh Whn mit handeln, Ihun, He I h hand Beweis, Iu Verth Isaungen släͤhtt. „See me md, de ——2 de sieh 90 O Lah „ 5 „Heiten z Oerstacdie heheit x, angend Duskel WMoh Erdez, daht 6 in s deracht Bͤah Lehte, leibt M Gotl. e Melh elehreld 2——— vils Wst. 170* Wort Gottes. 329 aller Zeit gefaßt, der Vor⸗ welt kund gemacht, und nun erfuͤllet hast. 3. Bewundernd siehet man in deiner Weisheit Wegen die Anstalt deiner Huld zum großen Voͤlker⸗ segen; sieh't, ganz von deiner Huld, von ihrem Werth geruͤhrt, daß alles, was du thust, auf diesen Zweck uns fuͤhrt. 4. Wie gut, wie vaͤter⸗ lich ist jede deiner Lehren! wie maͤchtig ihre Kraft, den Suͤnder zu bekehren! In ihnen fuͤhlet er, bey seiner Suͤnden Schmerz, die Groͤße deiner Huld und Ruhe fuͤr sein Herz. 5. Der Christ, der Tu⸗ gendfreund, lerut jede sei⸗ ner Pflichten, er lernt, so schwer es sey, sie willig auszurichten, wird, wenn sein schwaches Herz des Kampfes Muͤh' bemerkt, durch den verheiß'nen Lohn in seinem Muth gestaͤrkt. 6. Bemuͤh't, der Tugend Bahn mit festem Schritt zu wandeln, nach deinen Lehren, Herr! zu denken und zu handeln, ist er sich ein Beweis, wie sehr man ihren Werth durch inn're Besserung und Seelenruh' erfaͤhrt. 7. Sie machen uns den Hang, die kust zu jedem 98 1* gehorchen, hoͤre, Laster, so reizend es auch ist, durch dein Verbot ver⸗ haßter. Wer lernet nicht durch sie auch kleine Suͤn⸗ den scheu'n, lernt nicht sein ganzes Herz, Gott? deinem Dienste weih'n? 8. Wie staͤrken sie den Geist, was schenken sie fuͤr Freuden! was gleichet ih⸗ rem Trost bey dieses Le— bens Leiden? sie fuͤhren zur Geduld, sie lindern unsern Schmerz, und bey des Kummers Last erleich⸗ tern sie das Herz. 9. Droht uns des Lei⸗ bes Tod, empfinden wir die Schrecken, die uns sein furchtbar Bild, und Gruft und Staub erwe⸗ cken; so fuͤhlet hier der Christ, beym glaubensvolk len Blick in jene beß're Welt, der Zukunft sel' ges Gluͤck. 10. Mich dieses Gluͤcks zu freu'n, es ewig zu be⸗ sitzen, durch Gottes Un⸗ terricht der Welt und mir zu nuͤtzen, dieß sey mein bester Wunsch, dieß mei⸗ ne liebste Pflicht, im Leben sey mir's Trost, im Tode Zuver sicht. 11. O Vater! gieb, daß ich auf deines Wortes Lehre begierig und bereit, vr⸗ 530 Hilssmittel der Besserung und Tugend. erfahre ihren Werth, und ihre Gotteskraft, und Se⸗ ligkeit, die sie dem wah⸗ ren Christen schafft. Mel. Liebster Jesu! wir sind hier ꝛce. Bittend. err, mein kicht! 586. erleuchte mich, daß ich mich und dich er⸗ kenne, daß ich voll Ver— trauen dich meinen Gott und Vater nenne. Hoͤch—⸗ ster! laß mich doch auf Erden weise fuͤr den Him-⸗ mel werden. 2. Fauter Wahrheit ist dein Wort. Lehre mich es recht verstehen; was hier dunkel bleibt, wird dort meine Seele heller sehen. Mache mich nur, dir zum Preise, erst fuͤr dieses Le— ben weise. 3. Aber, laß mich nicht allein richtig seinen Sinn verstehen, laß mein Herz auch folgsam seyn, den erkannten Weg zu gehen; denn sonst wuͤrd' ich bey dem Wissen seinen Trost entbehren muͤssen. 4 Folg' ich seinem Un⸗ tereicht, o! so werd' ich's auch erfahren, was es de⸗ nen Gut's verspricht, die es hoͤren und bewahren; dann wird es auch mir im Leiden eine wahrer Freuden. 5. Hilf, daß sich von Zeit zu Zeit meine Kennt— nisse vermehren. Find' ich dann noch Dunkelheit bey des Glaubens hohen Leh— ren, laß mich Zweifelsucht entfernen, und in Demuth glauben lernen. 6. Gieb, daß ich in dei— nem Licht, immer mehr ge—⸗ ruͤhrt, erkenne jener Herr— lichkeit Gewicht, und mich dann nur gluͤcklich nenne, wenn ich weise darnach trachte, und die Suͤnden⸗ lust veraͤchte. 7. Gieb mir im̃er neue Kraft, deinem Wort ge— maͤß zu handeln, und vor dir gewissenhaft auf der Tugend Pfad zu wandeln; so wird einst in jenem Le⸗ ben mich ein hell'res Licht umgeben— Quelle Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Demüͤthig und ehrerbietig bittend. Nir Menschen 587. Wẽ sind zu dem, o Gott! was geistlich ist, untuͤchtig. Dein Wesen, Wille und Gebot ist viel zu hoch und wichtig. Wir wissen und verstehen's nicht, wo uns dein goͤtt⸗ lich h Murt u Hhildit u Von] Wchesandt l Knecht det Velt al und Actt ist f et Cohn, 3 Himme Iuen, Al 3. Hit sol Aar geptet I derb h uns list, daß r auben, men jeder scht, Trel (, als 6 Menscher Hlf, sther Sr Dortt al shit ein g Aslafst ger Ihech und Ulcheit Kr Putes in Mlaß uns . herr! ltand un Iheig Wot wir es chmer Mhn lasse h mohr, H1„ ind di thun, ö ch Zweftt ind in Dunn ien. daß ich umer moh: ne jenerhl icht, mdnh lücklich unm weise dunt die Sinh Mi nir imet 1 nem Vont deln, N 3 UU V ¶ zu wanch ů in ienen helb +und Iahl N htkt UIl. 19 elld. u Messhl sindud 0 Reiflc 6 Meseh, in u Ve Hot ist 0 ö VI chtig. 60 Herehen 6 5 bein 0 0 Wort Gottes. 92 lich Wort und Licht den Weg zu dir nicht zeiget. 2. Von jeher hast du ausgesandt Propheten, deine Knechte, sie maͤchten in der Welt bekannt dein Heil und deine Rechte. Zuletzt ist selbst dein eig⸗ ner Sohn, o Vater! von des Himmels Thron ge— kommen, uns zu lehren. 3. Fuͤr solches Heil sey, Herr! gepreist. Laß uns dabey verbleiben, und 6510 uns deinen guten Geist, daß wir dem Worte glaͤuben, daß wir's an⸗ nehmen jederzeit mit Ehr⸗ furcht, Dreu' und Willig—⸗ keit, als Gottes, nicht der Menschen. 4. Hilf, daß der Frev⸗ ler frecher Spott uns nicht vom Wort abwende; denn du bist ein gerechter Gott, du strafst gewiß am Ende. Erweck' uns durch der Wahrheit Kraft, und, was sie Gutes in uns schafft, das laß uns treu bewaͤh⸗ ren. 5. Herr! oͤffne selbst Verstand und Herz, daß wir dein Wort recht fassen, daß wir es nie in Freud' und Schmerz aus unserm Herzen lassen, daß wir noch mehr, als Hoͤrer, seyn, und dir, weil wir's zu thun, uns freu'n, Frucht hundertfaͤltig brin⸗ gen. 6. Geist Gottes! mache du selbst gleich uns einem guten Lande, daß wir, an guten Werken reich, in unserm Amt und Stande das thun, was uns dein Wort gebeut, und, frey vom Dienst der Eitelkeit, des Glaubens Kraft be⸗ se Laß uns stets, weil wir leben hier, der Suͤn⸗ der Weg vermeiden. Gieb, daß wir halten fest an dir, im Wohlstand, wie im Leiden. Rott' aus, was dir, Herr! nicht gefaͤllt, hilf uns die Sorgen die— ser Welt und boͤse Luͤste daͤmpfen. ö 8. Erhalt' uns deine Lehre rein, laß sie in Fin⸗ sternissen ein Licht auf un⸗ sern Wegen seyn, hilf, daß wir de˙l aus genießen Kraft, Rath und Trost in aller Rorh, daß wir im Leben und im Tod bestaͤn⸗ dig auf dich trauen. 9. Gieb, daß dein Wort zu deiner Ehr', o Gott! sich weit ausbreite, daß Jesu Christi reine Lehr? uns alle troͤst' und leite. O Geist des Herrn! dein goͤttlich Wort laß in uns wirken isterfort Lieb',. Hoff⸗ nung, Trost und Gl. zuben. 4 2 Mel. 532½ Hilfsmittel der Besserung und Tugend. Mel. Weicht ihr Berge ꝛc. Mit ehrerbietiger Erwaͤgung. 88 Uns ist, Herr! 3 dein weiser Wille im Gesetze kund ge⸗ than. Gieb, daß ich ihn treu erfuͤlle, fuͤhre mich der Tugend Bahn. Laß mich das Verbot'ne mei⸗ den, und mich nie vom Recht thun scheiden. 2. Dich allein soll ich verehren, du bist Gott, und keiner mehr. Was kann mir die Welt gewaͤh⸗ ren? nur von dir stroͤmt Segen her. O! wer woll⸗ te dir nicht trauen, nicht auf dich mit Liebe schauen? 3. Deinen Namen soll ich preisen mit dem Mun⸗ de, mit der That. Herr! nun lehre mich beweisen, welchen Sinn der From̃e hat. Laß mich nie durch freches Schwoͤren, nie durch Fluchen mich ent⸗ ehren. 4. Heilige du meine Seele, wenn ein Feyertag erscheint. Hilf, daß ich die Weisheit waͤhle, die mein Herz mit dir vereint. Kraͤftig soll dein Wort mich treiben, dir, o Hoͤch⸗ ster! treu zu bleiben. 5. Meine Aeltern soll ich lieben, und die satt der Aeltern sind. Lehr' auch diese Pflicht mich uͤben, daß der Lohn mir nicht entrinnt, den du, Herr! versprichst zu geben, wenn wir auch fuͤr And'— re leben. 6. Ich soll nie den Naͤch⸗ sten stuͤrzen, seinen Rech⸗ ten nichts entzieh'n, und kein Leben je verkuͤrzen, das du gnaͤdig hast ver—⸗ lieh'n. Fern sey Zorn, und Haß und Rache, dein ist die gerechte Sache. 7. Sollt' ich mit der Wollust scherzen, da mein Leib dein Tempel heißt? Keuschheit wohne mir im Herzen, rein und edel sey mein Geist! die der Un-⸗ schuld Netze stellen, suchen nur sich selbst zu faͤllen. 8. Fremden Untergang verschulden, laͤßt die See⸗ le niemals ruhen. Lieber soll ich Unrecht dulden, als dem Naͤchsten Unrecht thun; Ehrlichkeit waͤhrt doch am laͤngsten, da Be— trug und Raub nur aͤng⸗ sten. 9. Alle Falschheit soll ich meiden, soll ein Feind der Luͤgen seyn, keines Menschen Ruhm benei— den, keiner kaͤsterung mich freu'n. Gieb, Gott! daß ich Wahrheit liebe, und in Redlichkeit mich uͤbe. 10, m. 101 hse vue hhhlch, fich sie he hert eust. Imt f Erden uir theuet U, Maht In begcht HWllch u Fuude ring shten, de Fteude selbst gi utes, 0 iibt frohe I. Gott sach und eben fr. sch alles Adie Val , und VNl stehe Mude sehe. Ver n Ehre V.D Ulommen mste ganz cht dem Fromr chrn Unt 4% her ts diuahrt, y sim chtts Wah, —— ‚ sud, böy Riht n der Lohnf nt, den i, eichf zu gih uch fir nie dengh „seinen HM. Ntzieh'n, nnün V sih I — NU chte Sach. ꝰich mitRH kehen, 0. Temoclhi wohne nih in und thll die M stellen, sh bst zu fils, den Mu laͤht RMet tuh n. H- nrecht duch lächsen Ung klichkit viß nasten, A Naub nur alchhet I (olleh t Wort Goktes. 733 10. Spuͤrt mein Herz noch boͤse Tuͤcke, Misgunst, Habsucht, eitle Lust; hilf, daß ich sie unterdruͤcke, Liebe herrsch' in meiner Brust. Immer muͤsse hier auf Erden Menschenwohl mir theuer werden. 11. Nichts soll je mein Herz begehren, als was rechtlich mir gebuͤhrt. Freude rings umher ver⸗ mehren, das ist's, was zur Freude fuͤhrt. Herr! du selbst giebst nichts als Gutes, wer dir folgt, bleibt frohes Muthes. 12. Gott! du hast mir Fluch und Segen, Tod und Leben freygestellt. Laß mich alles wohl erwagen, daß die Wahl auf's Beste faͤllt, und ich dort einst vor dir stehe, wo ich deine Gnade sehe. Mel. Wer nur den lieben 1c. Ehrerbietig. ein Wort, o 589. D Hoͤchster! ist vollkommen, es lehrt uns unsre ganze Pflicht, es giebt dem Suͤnder und dem Frommen zum Leben sichern Unterricht. O se⸗ lig, wer es achtsam hoͤrt, bewahrt, und mit Gehor⸗ sam ehrt! 2. Es leuchtet uns auf unsern Wegen, vertreibt des Irrthums Finsterniß, es fuͤllt mit Freuden, bringt uns Segen, und machet unser Herz gewiß. Es lehrt uns, Hoͤchster? was du bist, und was dir wohlgefaͤllig ist. 3. Dein Wort erweckt uns, dich zu lieben, lehrt, wie viel Gut's du denen giebst, die dein Gebot mit Freuden uͤben, und wie du vaͤterlich uns liebst. Was uns darinn dein Mund verspricht, bleibt ewig wahr, du luͤgest nicht. 4. Gott! deine Zeugnisse sind beffer, und mehr der Sehnsucht werth, als Gold, ihr Werth ist koͤst— licher und groͤßer, als al⸗ les noch so feine Gold. Wer thut, was uns dein Wort gebeut, dem ist dein Segen stets bereit. 5. So laß mich denn mit Lust betrachten die Wahrheit, die dein Wort mich lehrt, und mit Ge⸗ horsam auf das achten, was es von mir zu thun begehrt; so fließen Trost und Seelenruh' auch mir auf deinen Wegen zu. Heilige 33⁴ Hilfsmittel der Besserung und Tugend. Heilige Taufe. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit Dankgefuͤhl bittend. 590. Ich bin getauft nach Jesu Lehren, 905 Vater! dei⸗ nen Sohn und Geist so zu bekennen und zu ehren, daß Herz und Mund und That dich preist, und dann des Gluͤcks: ein Christ zu seyn, mich hier und ewig zu erfreu'n. 2. Durch diese Stiftung deiner Gnade ward jedes Recht der Christen mein, du weih'test mich in die⸗ sem Bade zu deinem Kind und Erben ein, und tha⸗— test in der Folgezeit an mir noch mehr Barmher— zigkeit. 3. Du oͤffnetest mir das Verstaͤndniß durch deines Sohnes Lehr' und Geist, durch sie gelangt' ich zur Erkenntniß, wie man dich wuͤrdig ehrt und preist, und welches Heil dein gnaͤd'ger Rath dem, der dich ehrt, bereitet hat. A. Daß nicht, vom Leicht⸗ sinn hingerissen, undank⸗ bar dich mein Herz vergaß, erinnertest du mein Gewis⸗ sen an seine Pflicht ohn? Unterlaß„, und wectest nich z Am Tugendlauf durch deine maͤchtig auf. 5. Gelobt, mein Gott! sey deine biebe, die mir, noch eh' ich dich gekannt, aus freyem vaͤterlichen Triebe schon so viel Gutes zugewandt. Wie huldreich Wahrheit hast du mein gedacht, und fuͤr mein wahres Wohl gewacht! 6. Wie! sollt' ich dich denn nicht verehren, und dir ein Herz voll Liebe weih'n? nicht gern auf deine Stimme hoͤren, und kindlich dir gehorsam seyn? was dich entehrt, sey fern von mir; geheiligt sey mein Leben dir! 7. O stehe nur mit deinem Geiste, wie du ver—⸗ heißen haͤst, mir bey, daß ich, was ich versprach, auch leiste, und treulich dir ergeben sey, und fehl' ich, so darf ich doch nicht, mein Gott! einst fuͤrchten dein Gericht. 8. Erwecke mich durch deine Gnade zum steten Ernst der Besserung, und leite mich auf sicherm Pfade des Glaubens und der Heiligung. Gott mei— nes Heils! sey ewig mein, und laß mich stets dein eigen seyn. 9. Gieb min Whatimei laß mei⸗ ne keit im Glauben, 0 Uihe 0eth 9. uhts Ruben, u Husuchune 10 8 sig uud Blut. 10. Bel gut Gewi Idlt Iin Hert, heftssen,d üc dol Zuber ul Gedu 1. So laͤnger leb ch dle sit den cheben; hast mein sch Mein I¹ Kit W Herkli Hel. Ueb 1. sh dieß Amennd h Wir, Farne Id hi Rhm mu ine Wr f. t, minch iebe e, Re dich gehh em di M N so hie EE ů Woehilt n gedach — Aachor 9eh* 0 iste, w , mit ha ich Rash „ und n sey/ M rf ichd doch + tl einst fie cht, pecke nih K ade un ö Hessten 6 Auf 0 5 Glaudet Heilige Taufe. 735 ne Liebe thaͤtig seyn. Laß mir nichts meine Wuͤrde 855 und schraͤnke die Versuchung ein, ja, staͤrke mich mit Kraft und Muth, so sieg' ich uͤber Fleisch und Blut. 10.„Bewahr in mir ein gut Gewissen, ein Herz zu dir voll Freudigkeit, ein Herz, auf's Gute stets beflissen, das jedes Boͤse ern stlich scheu't, ein Herz voll Zuversicht zu dir, und voll Geduld, verleihe mir. 11. Soll ich auf Erden laͤnger leben, so gieb, das ich dir leben mag. Laß mir den Tod vor u. Per, Aiate Ren und komt der inst mein Sterbetag, 0 fey mein Ausgang aus der Zeit ein Eingang in die Herrlichkeit. Mel. Liebster Jesu! wir ꝛc. Bittend. 591. Hern wir stehen hier vor dir, laß dieß Kind auf unsern Armen dir gefallen, bit⸗ ten wir, und erzeige dein Erbarmen, daß es dein Kind hier auf Erden und im Himmel moͤge werden. 2. Wasch es, o Herr ö rein durch dein von seinen Suͤnden, laß es deinen Geist er— neu'n, und mit dir genau verbinden; da wir ihm den Namen geben, schreib es in dein Buch zum Leben. 3. Hirte! nimm dieß Schaͤflein an; Haupt! mach' es zu deinem Gliede; Lehrer! zeig ihm deine Bahn; Friedefuͤrst! sey du sein Friede; Koͤnig! laß es deinen Willen kuͤnf⸗ tig immer treu erfuͤllen. 4. kaß uns alle in der Welt als rechtschaff'ne Christen leben, endlich auch, wenn dir's gefaͤllt, christlich unsern Geist auf⸗ geben, und im Himmel zu den Fr ommen, zu den wahren Christen kommen. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Bittend. 502. Here 7 der du selbst die Tauf' befohlen, dir, des⸗ sen Treu unwandelbar, dir sey'n die Kinder hier empfohlen, wir bringen sie der Daufe dar. O! segne sie, Herr Jesu Christ! der du der Taufe Stifter bist. 2. 336 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. 2. Laß durch dieß Sie⸗ gel deiner Gnade ihr Chri— stenrecht bestaͤtigt seyn, und weihe sie in diesem Bade zu Erben deines Himmels ein; und daß ein Ehrist dir angehoͤrt, dieß Gluͤck mach' kuͤnftig ihnen werth. Konfirmation. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Feyerlich. ier steh'n sie nun, 39 3.H o Gott! die Kin der, fuͤr die dein Sohn auch litt' und starb, fuͤr die der Heiland aller Suͤn⸗ der Errettung, Seligkeit erwarb. Wir fleh'n fuͤr sie, denn sie sind dein, um Kraft, den Taufbund zu erneu'n. 2. Hier steh'n sie alle, bir zu schwoͤren, dich, Va⸗ ter, Sohn und heil'gen Geist, mit Ehrfurcht kind⸗ lich zu verehren, zu glau⸗ ben, was dein Wort ver⸗ heißt, der Tugend sich nun ganz zu weih'n, bis in den Tod dir treu zu seyn. 3. Hoͤr“, lieber Vater! dieß Versprechen, das sie jetzt, deine Kinder, thun, und laß, damit sie's nie⸗ mals brechen, selbst dei— nen Geist auf ihnen ruh'n! Ach! nimm dich ihrer treu⸗ lich an, und fuͤhr' sie auf der Tugend Bahn. Mel. Jesus meine Zuver⸗ sicht ꝛc. Feyerlich gelobend und bittend. Die Versamlung. 594. zott! sie schwoͤ⸗ ren jetzt den Eid, schwoͤren, ihn nie zu verletzen, schwoͤren mit Entschlossenheit, wollen gerne den Gesetzen, die du gabst, gehorsam seyn, nie durch Suͤnden sie ent— weih'n. Die Kinder. 3. Du bist Zeuge, wie wir hier, hier an diesem Altar schwoͤren, daß wir deinem Sohn und dir im⸗ mer wollen angehoͤren, daß die Pflicht der festen Treu' unsers Herzens Vorsatz sey. Die Versam lung. 3. Ach! erbarm' dich ih⸗ rer doch, laß sie ihren Eid nicht brechen, laß sie jetzt und immer noch halten, was sie dir versprechen; deine Kraft zu jeder Pflicht staͤrke ihre Zuversicht. Die Dit „HLich Bahn/ ln föh ser Lust Ius nich Geret,* Ehenmn um dast Dit 2 . Kicht shter sie ud unetf Kan sen noch sen, die Herzen l ssht des die 5. Und chl Wie! Isen 6 hunn er lscheicht guthen, henn wir fichn, Haben zi die“ . Va se, leite Aen, un sse eine Ie Segt INmnnet eltwäh Ih I. dich ihinthy d föhr UN Bahj 6 meine 3 0 cht. obend unhiz ersanlm zott! seh ren U oͤren, ihnn schwonn enheit,, Gesethe, gehorsanh Suͤnden Kindthn, bist Zh hier a voͤren, K hersabi erbarlY. ö laß fie 0 ö hen, loßh Konfirmation. 537 Die Kinder. 4. Leicht verlassen wir die Bahn, die zum bessern Leben fuͤhret, folgen un— srer Luͤste Wahn; wenn uns nicht dein Geist re— gieret, reißen Stolz und Eigensinn uns auch leicht zum Laster hin. Die Versamlung. 5. Leicht taͤuscht der Ver⸗ fuͤhrer sie, jung, wie sie, und unerfahren scheuen sie des Kampfes Muͤh', ken⸗ nen noch nicht die Gefah⸗ ren, die dem schwachen Herzen droh'n, fuͤrchten nicht des Spoͤtters Hohn. Die Kinder. 6. Und doch kann der, ach! wie leicht! uns auch unsern Christenglauben, wenn er das Vertraͤu'n erschleicht, eh wir es ver⸗ muthen, rauben, kann, wenn wir nicht schnell ent⸗ flieh'n, uns hin ins Ver⸗ derben zieh'n. Die Versamlung⸗ 9. Wache, Vater! uͤber sie, leite sie auf ihren We⸗ gen, und entziehe ihnen nie deinen Geist und dei⸗ nen Segen, daß der kuͤste Tyranney ihre Seele nicht entweih'. Die Kinder. 8. Laß uns dem Verfuͤh⸗ rer nicht Ohr und Herz und Zutrau'n goͤnnen, aus Gefuͤhl von unsrer Pflicht, was wir glaͤuben, auch bekennen. Keines Witz— lings kuͤhner Spott trenne uns von dir, o Gott! 9. Laß uns unsrer Taufe Bund, den wir feyerlich erneuen, und dem wir mit Herz und Mund beyzu⸗ stimmen nun uns freuen, nie verletzen, immer sey unser ganzes Herz dir treu. Die Versam̃ lung. 10. Wie wird sich ihr Gluͤck erhoͤh'n, wenn sie nicht vom Taufbund wei—⸗ chen, und den Pfad der Tugend geh'n, bis sie einst ihr Ziel erreichen, bis nach wohlgefuͤhrtem Streit sie des Kampfes Lohn erfreu't. Mel. Schicke dich, erloͤste Seele ꝛe. Flehend. zott! vor dem 595. wir betend stehen, Vater! hoͤr' auf unser Flehen! steh' zu dis die Kinder wallen, laß ihr Stammeln dir gefal⸗ len, so viel guter Kinder Schmachten wirst du, kannst kannst du nicht verachten. Staͤrke, Vater! jetzt auf's neue ihren Glauben, ihre Treue. 2. Diesen frohen Tag zu feyern, ihren Taufbund zu erneuern, gieb zum heiligsten Geschaͤfte, Va—⸗ ter! ihrem Geist die Kraͤf⸗ te! Ihren Taufbund zu erneuern, diesen frohen Tag zu feyern, weih'n sie dir jetzt Geist und Glieder, knie'n anbetend vor dir nieder. 3. Lbaß, Erloͤser! deine Lehren sie durch That und Wandel ehren, laß den schwachen Fuß nicht glei⸗ ten, laß, Herr! deinen Geist sie leiten. Geist vom Vater und vom Sohne! leite sie bis hin zum Thro⸗ ne, wo, voll heiliger Ge— danken, Gottes Kinder nicht mehr wanken. A4. Künftig sey ihr gan⸗ zes Leben, Jesu! deinem Dienst ergeben; lockt das Gluͤck geehrter Suͤnder und ihr Beyspiel diese Kinder, keimt in ihren eignen Herzen, deinen Himmel zu verscherzen, boͤse Lust, durch deine Lie⸗ be daͤmpfe dann die boͤsen Triebe. g. Strauchelt unter ih—⸗ nen einer, ach! verloren geh' nur keiner, laß ihn reu'voll wiederkehren, laß ihn, deinen Tod zu ehren, oft an deines Nachtmahls Freuden dankbar seine Seele weiden, und zu christlich guten Werken seinen frommen Glauben staͤrken. 6. Ach! bewahre sie im Glauben, nichts, nichts muͤsse sie dir rauben, bis zur seligsten der Stunden, bis sie gluͤcklich uͤberwun—⸗ den, bis sie nichts dir mehr kann rauben, halt' sie fest in diesem Glauben. Dann nimm ihren Geist am Ende, Vater! auf in deine Haͤnde! Feyerlich gelobend. Herr! dir gelob' 590. 5 ich neue Treue und neuen Fleiß im Chri— stenthum. Dir, Jesu! geb' ich heut auf's neue mich ganz zu deinem Ei⸗ genthum. Von deinem gu⸗ ten Geist allein will ich hinfort geleitet seyn. 2. O Vater! nimm von deinem Kinde den theuren Eid der Treue hin. Ver— sucht in Zukunft mich die Suͤnde, so will ich ihre Reize flieh'n, und immer mich der Tugend weihen. Sieh'/ Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Eih, d uhe sehn 3. Nei 0 eulot Riine gut Kein Sche zufErden mich dir Eltllkeit! Gott hör sh' ich el 4• N, Hein Des seht r x In. Se auf'8 he wird ebe seyn. Ge u'ge Pe Memneids 6.6 In eb ste mei haß dit m llheben, ihllich lich hleib Hrz ver Ulbat. 0. Eins hur dein Lin des Rn, e π Sieg RNun ew Helch eir ih nich luch hin ich Rud —— etlchten, 105 Nchl h mitar sy , Iudig Iten Mh nen Eoh ewahre f lichts, raubeh, der n lich ile sie ah auben, A esem Glhn Wihrg Bater! . Ir denl gelchh r! 0 ö ich nehe& NIoft Fleiß I ö *. Dir, MI ut aufV zu deihen „ V ahen W Ker! A n de den 0 ue Hi. laenh 0 I 0 4— d 0 Konsirmation. 33 Sieh', dieser Tag soll Zeuge seyn! 3. Nein! niemals will ich treulos werden, nie deine gute Wege flieh) Kein Scheingut, keine? st auf Erden, kein beiden foll mich dir entzieh'n. Weich Eitelkeit! o Suͤnde! weich, Gott hoͤrt es, jetzt ent— sag' ich euch. 4. Ja⸗ ja! Gott hoͤret mein V Bersprechen, tief sieht er in mein Herz hin⸗ ein. Sollt' ich den Eid uf's neue brechen, so wird er einst mein Richted seyn. Gewissensangst und ew'ge Peir nawird meines Meinei ds Strafe seyn. 5.— Gott! regiere du mein Leben, und mache selbst mein Herz dir treu, daß dir me arget nd n und deinem Bilde aͤhnlich sey; denn ohne dich bleibt immerdar mein Herz verkehrt und wan—⸗ delb ar. 6. Lau werdꝰ Eee vor deinem Throne den Tag des Bundes bene⸗ dey'n, geschmuͤckt mit je⸗ ner Siegeskrone werd' ich dann ewig selig seyn. O welch ein Heil! wie freu' ich mich! Herr! nimm mich hin, dein, dein bin ich. euch ein Wandel ganz Vorige Melodie. Nachdruͤcklich erinnernd. Kinder! die—⸗ 597. O ser Tag des Bundes sey ewig euren a werth; denn das Versprechen eures Mun⸗ des hat der Allwissende gehoͤrt. Ihr jungen Chri⸗ sten denket nach, was heute euer Mund versprach. 2. Bedenkt, wozu ihr verpflichtet: Gott, eurem Jesu treu zu seyn; bedenkt, wosu ihr euch verpflichtet, der Tugend euer Herz zu weih'n. O! heilig sey euch diese Pflicht, vergesset dieses Tages nicht. 3. Heil euch, wenn ihr stets Gott woll't leben, wenn euer Herz es redlich meint! dann wird Gott euch auch Kraͤfte geben, dann ist Gott immer euer Frer und. Wohl euch! dann wird euich Gluͤck und Heil hier und in Ewigkeit zu⸗ Theil. Heiliges Abendmahl. Mel. Allein Gott in der Hoͤh? 26. Mit sanftem Gefuͤhle. err! deines 598. Lebens letzte Nacht die Nacht voll Angst 540 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. Angst und Schmerzen, die dich dem Tode nah' ge— bracht, sey heilig unserm Herzen. An deine Leiden ohne Zahl laß uns, wenn dein Gedaͤchtnißmahl wir seyern, dankbar denken. 2. Im Leiden selbst lag dir das Wohl der Deinen noch am Herzen; wie sprachst du ihnen liebe-⸗ voll Trost zu bey eignen Schmerzen! Du reichtest ihnen Brod und Wein, dieß sollte ihnen Denkmal seyn von deiner Kreuzes⸗ marter. 3. Dank dir, der du fuͤr Sünder starbst! dein Tod giebt Trost im Lei— den, die Hoffnung, die du uns erwacbst, giebt selbst im Tode Freuden. Du heißest uns bey Brod und Wein uns deines Kreuzestodes freu'n, und deiner nie vergessen. 4. Aus Dankbarkeit laß uns auch nun die Suͤnde ernstlich meiden, mit Freu⸗ den Gottes Willen thun, und standhaft seyn im Leiden. Wir wollen deine große Huld, und deine Sanftmuth und Geduld durch unser Leben ehren. 5. So wird uns dein Gedaͤchtnißmahl Ermun⸗ terung zur Liebe, so staͤrkt es in uns uͤberall der Tu⸗ de finde. gend edle Triebe, so koͤn— nen wir uns deiner freu'n, beruhigt und verschert seyn, mit dir einst, Herr! zu leben. 2 Vorige Melodie. Mit Ruͤhrung J will ben 599. Bund mit meinem Herrn bey seinem Mahl erneuen; ich will, von Weltgeschaͤften fern, mich seines Todes freuen. Wie heilig ist die Stunde mir! mein Herz. Erloͤser! soll zu dir sich dankbar froh erheben. z. Mich fuͤhre nicht Ge⸗ wohnheit hin, und nicht der Trug der Suͤnde, als wenn auch lasterhafter Sinn schon hierdurch Gna⸗ Nein! mache mich, o Heiland! frey, von Selbstbetrug und Heucheley, und allen eit⸗ len Luͤsten. 3. Dir, mein Erloͤser? will ich mich zum Eigen⸗ thum ergeben. Bekennen will ich's oͤffentlich, dein Sterben sey mein Leben. So lang ich athme, will ich dein und deiner kiebe mich erfreu'n, und sie noch sterbend preisen. 4. Hilf, daß ich reu voll meine Schuld vor AGtt ott — Lelgeche lagt hon im B s mich! Aetraun elet Mii ud Secle 5. Dein hersschrel Daters G. herr! ge Uf tb'nen Wsoͤhnt! hummer f I froher en Hunfet 0„ Giel Fünde fel xitter! li h nich, fguten Pie sthe g Hankl ihn Weglang Iul brin Relanr W 90.6 subig n euͤhle, zuef 0 I ihn Aah für! bm in d Khꝛben, Tuh Heiliges Abendmahl. 341 — iche,. Gott gestehe, und, uͤber⸗]und Ewigkeiten Heil und deineeshh eugt von seiner Huld,[Wohlfahrt zu bereiten. d ta. ihn um Vergebung flehe. z. Zum Genusse seiner einsz J] Laß mich mit glaubigem[Gnaden wirst du von ihm Vertrau'n auf dich, mein eingeladen, eil' ihm de— treuer Mittler! schau'n, muthsvoll entgegen, und Melodz und Seelenruhe finden. nimm Theil an seinem ihtutg 5. Dein theures Mahl Segen. Komm getrost, versichre mich von deines es ist sein Wille komm ch vl] Vaters Gnade, daß ich, und schoͤpf aus seiner I Vu: 9 Herr! gestaͤrkt durch dich Fuͤlle neuen Muth und nbeysn. auf eb'nem Tugendpfade, neue Triebe zur Verehrung *.— 8 15½½½ versoͤhnt mit Gott, und n ö haͤfen P. Kummer frey, und voll 3. Herr! ich komme mit Lodes fn“ der frol Verlangen, Seelenruhe er frohen Hoffnung se— 6— ohen Heffaung sed⸗ zu empfangen. Deine kiebe t die E ů erz, Eil 225 ti 5 58 3 soll mich staͤrken in dem sch hun 6. Gieb, daß ich, jeder Fleiß zu guten Werken. ö Suͤnde feind, dich, o mein Mit den heiligsten Ent⸗ hrentge“ Retter! liebe, und ernst⸗schluͤssen will ich Brod und n„ ubi lich mich, mit dir vereint, Wein genießen, mich der Sind in guten Werken uͤbe. Bruderliebe weihen, dei—⸗ saürt Wie sehr gefaͤllt dir dieser nes Todes mich erfreuen. 10 Dank! ihn muͤsse dir mein 4. O! wie sehnt sich lerdurhd ö Rame Lebenlang mein Herz, o smein Gemuͤthe, Menschen⸗ Hland! f Jesu! bringen. freund! nach deiner Guͤte! betrg Ich gelob' dir neue Treue, ind aln Bekannte Melodie. siehe, Herr! mein Hert voll Reue! meinem kind⸗ Rn El Anmuthsvoll. lichen Begehren woll'st du deinen Trost gewaͤhren, um Ehd bu 60⁰. Schicke dich, ers[meiner Suͤnden nicht ge⸗ inlh,u loͤste Seele![denken, mir Gewissens— 10 glaubig nach des Herrn ruhe schenken. ö I0 Befehle, seinen Mittler—⸗ 5. Jal ich hoff' auf dei⸗ Wns&W tod zu feyern, deinen ne Gnade, daß sie mich dser Dank ihm zu erneuern. der Schuld entlade, und Auch fuͤr dich hat er sein mit neuer Kraft zum Wer⸗ Vihrun Leben in den bangehen Tod ke meiner Heiligung mich ot Wil gegeben, dir auf Zeit staͤrke. Was du, da du 04 füͤt fuͤr uns starbest, jedem, der Gott sucht, erwarbest, Seelenruh' und ew'ges Leben, wirst du mir gewiß auch geben. 6, Deiner will ich mich stets freuen, ganz mich meinen Pflichten weihen, nur nach deinem Willen leben, und dich dankbar froh erheben. Deine Huld ist unermeßlich, Herr! sie sey mir unvergeßlich, daß ich dich aus frommem Triebe thaͤtig ehre, folg⸗ sam liebe. 7. Du, dem dort der Frommen Schaaren, die, wie ich, auch Suͤnder wa⸗ ren, ewig Dank und Ju⸗ bel singen, daß sie hier dein Heil empfiengen, laß auch mich einst dahin kom⸗ men, daß ich mich mit al⸗ len Frommen ewig deiner Huld erfreue, und dir einst mein Danklied weihe. Bekannte Melodie. Eindringlich. Fhrist! eile nicht 601. C mit sicherm Sinn zum Todesmahle Jesu hin. Denk' nicht, des großen Dulders Blut macht selbst des Frechen Laster gut. Verblendet dich noch dieser Wahn, 542 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. weh' deiner armen Seele dann! 2. Dann spottest du des Mittlers kuͤhn, zum Suͤn⸗ dendiener machst du ihn. O! erst erforsch' in deiner Brust die mannigfache Suͤndenlust; erst mache deinen Geist bereit, zu kaͤmpfen manchen harten Streit. 3. Erst fuͤhle dein zer⸗ malmtes Herz der Suͤnde Pein, der Reue Schmerz; erst sey dein Vorsatz warm und rein, nicht mehr der Sünde Sklav zu seyn; erst gieb zuruͤck, was deine Hand durch kist, durch Drug, durch Raub ent— wandt. 4. Erst, Zuͤrnender! ver—⸗ soͤhne dich mit deinem Bruder bruͤderlich; erst trockne dessen Thraͤnen ab, dem dein Betragen Kum- mer gab; nimm jede Fre— velthat zuruͤck, womit du kraͤnktest fremdes Gluͤck. 5. Besiegst du so in deiner Brust des Kasters Macht, die boͤse Lust, o Christ! wohl deiner Seele dann! du naͤherst dich der Tugendbahn, dann erst macht Jesu Blut dich rein, dann kannst du seines Tods dich freu'n. 6. Gieb, Jesu! daß von Leichtsinn frey, der ö Christ uf dv 0 Da dä WnK sWkaf, de schbed Aitlich Bil 98 guͤtig, „Osch, s da mit! Hilse nah. Wises Mah H Helobent N.e muͤse tweih'n, umer heilt Eihene M 2. J „, Gnad' Wfahen, i. Afluch ve Imer, kief in sten, h nich be N au ssben, h Rtworbe du ny eSterbe auch w Wen, d Hhich fre Aer lle soll Nin Vi du. — areg pottestu n, zunz Kachs hi rsch' iit. mangsh „else t berek anchen uͤhle R z ders deue Sh Vorsahn icht nahn) ab zu uͤck, wall List, ch Rub uͤrnendel mit N iderlich; 37/½ N Lhkahch vetragen K imm jch. ick, vonh mdes hi ost du st des bose di 1 deinet E. aͤherst V x 10• Blut d st du s Fell'l. W n freh/ ih dahs Heiliges Abendmahl. 843 Christ bey deinem Mahle sey. Da daͤmpfe der Ge— dank' an's Kreuz der Thor⸗ heit Lust, der Suͤnde Reiz! da schweb um uns dein goͤttlich Bild, und mach' uns guͤtig, sanft und mild! 7. O sey, Erloser sey uns da mit deines Geistes Hilfe nah'. Ja, Dulder! dieses Mahles Zelt sey, wir geloben's, dir geweiht! Nie muͤsse Kaltsinn sie entweih'n, dein Tod uns immer heilig seyn. Eigene Melodie. Mit Waͤrme. 60²2 darf ich, Suͤnder, na⸗ hen, Gnad' um Gnade zu empfahen, ich, der Nichts als Fluch verdient? darf ich, Armer, vor dich tre— ten, tief im Staube dich anbeten, hast du mich, auch mich versuͤhnt? 2. Ja! auch mir bist du gestorben, hast auch bLeben mir erworben, mich auch ladest du nun ein, Herr! dein Sterben zu bedenken, mir auch willst du Gnade schenken, deiner soll auch ich mich freu'n. 3. Aber pruͤfen in der „Stille soll ich mich, das ist dein Wille, wie mein Glaube sich befindꝰt? ob der Reue Thraͤnen fließen, wenn ich denk' dein Blut⸗ vergießen? ob mich deine Lieb' entzuͤnd't? 4. Muͤßt' ich nicht mit Wehmuth ringen, koͤnnt' ich wohl den Schmerz be⸗ zwingen, wenn noch heut mein treu'ster Freund hin zum Martertode gienge, mich zum letztenmal um⸗ fienge, und an meinem Halse weint“; 5. Und fuͤr mich nun wollt' er sterben, und er— nennte mich zum Erben, und vergoͤsse dann sein Blut, und ich haͤttꝰ ihn kalt geliebet, und ich haͤttꝰ ihn oft betruͤbet, Herz! wie waͤre dir zu Muth? 6. Ach! wer zaͤhlte mei⸗ ne Thraͤnen! ach! wie heiß wuͤrd' ich mich seh— nen nach dem Freunde, der sich trennt, noch die letzten Augenblicke sich vergißt, und fuͤr mein Gluͤcke sorgt, noch sterbend Freund mich nennt! 7. Wie! wenn er mich selber bäte: Freund! ge⸗ denke fruͤh und spaͤte mei— ner, ach! vergiß mein nicht! liese taͤglich meine Schrif⸗ ten, noch will ich ein Denkmal stiften, mich zu lieben, sey dir Pflicht. 8 5 544 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. 8. Groͤßter aller Men— schenfreunde, Jesu! so, so liebst du Feinde, wie kein Herz sie lieben kann; so, du Schoͤpfer aller Wel⸗ ten, statt uns Rache zu vergelten, so nimmst du dich unsrer an. 9. Drum will ich dein Sterben feyern, meinen Bund mit dir erneuern, und dir ganz mein Herze weih'n, deine Lieb' ge—⸗ ruͤhrt empfinden, deinen Tod, o Herr! verkünden, und dein treuer Juͤnger seyn. Vorige Melodie. Mit Ruͤhrung. ů zott! geopfer⸗ 603. Gern Erbarmer! darf ein Suͤnder, darf ich Aemer unter deine Freunde steh'n? schmuͤckt mich nicht der Tugend Seide, in der Demuth Trauerkleide will ich, Mittler! zu dir geh'n. 2. Tief bet' ich dich an im Staube; zwar noch bebt und wankt mein Glaube, Jesu! faͤrke mein Vertrau'n, wie einst jener Christen Schaaren, die, wie ich, auch Suͤn⸗ der waren, und doch glaub⸗ ten, und jetzt schau'n. 3. Den Gedanken darf ich wagen, darf ihn laut voll Freude sagen: ich soll eins mit Jesu seyn. Die— ses Heil mir zu erwerben, wollt' er fuͤr mich Suͤnder sterben; ewig, ewig bin ich sein! 4. Ja, wer kann die Liebe fassen? Jesus wollt' am Kreuz erblassen. Zeuge bist du NRachtmahl Brod? Blut des Herrn! du woll— test fließen, so gewiß wir Wein genießen, so gewiß ist, Herr! dein Tod. 65. Fuͤr der Ewigtodten Leben ist mein Leib dahin gegeben; nehmet, esset, ruft dein Mund. Todt sind wir seit Adams Falle, aber du rufst: trinket alle, Leben, Leben ist mein Bund. ö 6. Nehmt zum Heil euch, mir zum Preise, Seelen⸗ labsal, Lebensspeise, Brod, des Lebens Brod bin ich; ich, ich kann mit Leben traͤnken, ich Unsterblichkeit euch schenken, nehmt mich an, und glaubt an mich. 7. Gnade Jesu, sonder Schranken! dich erreichen nicht Gedanken, werden soll ich, was er ist. Him⸗ mel sind fuͤr mich zu we⸗ nig, Jesus, aller Himmel König, Gott ist mein in Jesu Christ. * Lht l nict vls Ohast, MfirE Hllija, Euͤndet, syd wit, Aichen sin 0 Ifan Tod und l Iim, uicht hn, Slege sit. Wer: sichtes, den Weg Wenn uns steut. I0. Liel huenieder! Vit sind Ind himm Meschen, Phinan, + hiene fet, einet u. Se sine Wuͤ Hses Leb selber Rune shite, r Beute, sht dein R. Abe Einden u Uuwind Isc bid Hlur ih Eh D — α Gant 0 dars hh sagr su schysh zu ann, mich, dig, an wer su Neschb blassen htmahl errn H so ghi en, dein In der Ewh Hein L nehmet, Mund t Adahi st: tunte eben st zum a reise,& nSspeish Brod H Iun mit 9Unstalb en, nchah. aubt 0 e Ns, ödich eh anken, N. as el sl ur mich W 3„ aller Hlt ott ist NW V ö — Heiliges Abendmahl. 345 8. Nicht mehr sterblich, nicht verlohren ist der Christ, ist neu gebohren, rein fuͤr Gottes Vaterland. Hallelaja! Pnicht mehr Suͤnder, Gottes Freunde sind wir, Kinder! diese Zeichen sind das Pfand. 9. Pfand von Christi Tod und Leben, wenn wir ihm, nicht uns mehr le⸗ ben, Siegel unsrer Selig-⸗ keit. Aber Siegel des Ge— richtes, wenn wir flieh'n den Weg des Lichtes, wenn uns noch die Suͤnde freu't. 10. Liebe! Liebe komm hernieder! Gott ist Vater, wir sind Bruͤder. Erd? und Himmel ist vereint. Menschen, Engel, Sera— phinen, Alle, Bruͤder! Alle dienen einem Schoͤ— pfer, einem Freund. 11. Seele! denk' an deine Wuͤrde, druͤckt dich dieses Lebens Buͤrde, Je— sus selber ist dein Lohn. Weine Freudenthraͤnen, streite, ringe, halte fest die Beute, dort am Ziele steh't dein Thron. 12. Aber kaͤmpfen wider Suͤnden mußt du bis zum Ueberwinden, Seele! kaͤm⸗ pfen bis zum Tod; o! so schwoͤr' ihm redlich Treue, Jesu Christo. Seele! freue dich, dein Vater ist dein Gott. 13. Ach! wie kann ich dich erheben, was dir, Jesus Christus! geben3 deine Liebe, wie erhoͤh'n? Alle Wort' und Bilder fliehen; ach! umsonst ist mein Bemuͤhen; stumm nur muß ich vor dir steh'n. 14. Gebt mir, Engel? eure Schwingen, leih't mir Harfen, lehrt mich singen, Saͤnger vor Jeho⸗ vah's Thron! Jubel will ich, Dank verbreiten, Ewigkeiten, Ewigkeiten Gott dem Vater und dem Sohn. Mel. So geh'st du, Jesus williglich ꝛc. Vertrauens voll. Ich kom̃e, Herr? 604. V und suche dich, muͤhselig und beladen. Gott, mein Erbarmer 2 wuͤrd'ge mich des Wun⸗ ders deiner Gnaden. Ich liege hier vor deinem Thron, Sohn Gottes und des Menschen Sohn! mich deiner zu getroͤsten. Ich fuͤhle meiner Suͤnden Muͤh', ich suche Ruh', und finde sie im Glauben der Erloͤsten. M m 2 346 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. 2. Dich bet' ich zuver⸗ sichtlich an du bist das Heil der Suͤnder, du hast die Handschrift abgethan, und wir sind Gottes Kin— der. Ich denk' an deines Leidens Macht, und an dein Wort: es ist voll—⸗ bracht! Du hast mir Heil erworben. Du hast fuͤr mich dich dargestellt,‚ mit sich versoͤhnte Gott die Welt, da du fuͤr sie ge⸗ storben. 3. So freue dich, mein Herz! in mir, er tilget deine Suͤnden, und laͤßt an seiner Tafel hier dich Gnad' um Gnade finden. Du rufst, und er erhoͤrt dich schon, spricht lieb— reich: sey getrost, mein Sohn! die Schuld ist dir vergeben. Du bist in mei— nen Tod getauft, vergiß nicht, dem, der dich erkauft, zu Ehren stets zu leben. 4. Dein, spricht er, ist die Seligkeit, bewahr' sie hier im Glauben, und laß durch keine Sicherheit dir deine Krone rauben. Sieh! ich vereine mich mit dir, ich bin der Weinstock, bleib an mir, so wirst du Fruͤchte bringen. Ich helfe dir, ich staͤrke dich, und durch die Liebe gegen mich wird dir der Sieg ge— lingen. 5. Ja, Herr mein Gluͤck ist dein Gebot, ich will es treu erfuͤllen/ und bitte dich durch deinen Tod, um Kaß zu meinem Willen. Laß mich von nun an Ichns seyn, mein ganzes Herz dir, Herr! zu weih'n, und deinen Tod zu preisen. Kaß mich den Ernst der Heiligung durch eine wahre Besse— rung mir und der Welt beweisen. Mel. Meinen Jesum laß' ich nicht ꝛc. Mit ermunterndem Gefuͤhle. .Nab't mit An⸗ dacht im Ge— 1— Bruͤder! christlich dem Altare, wer von Ju⸗ gendfeuer gluͤht, und der Greis im Silberhaare, hoch und niedrig, arm und reich, nah't, hier seyd ihr alle gleich. 2. Staͤrkt euch fuͤr die hoͤh're Welt! fließ't der Liebe Thraͤnen, fließet! wer vom Brode jetzt er⸗ haͤlt, wer vom Weine jetzt genießet, fuͤhl' Entzuͤcken inniglich, staͤrke fuͤr den Himmel sch. 3. Staͤrkt euch, bleibet rein und gut, deüket alle: wir sind Bruͤder! denket: Jesu Ehristi Blut floß fuͤr uns — 10 Rae hsn cs hin 3. Det u ind Gut Vohl'zus Vahthät, ab fr n, V ahl,„ gb 11 gell 5 Denke Iun fließ't In Vang Iom Brod wer vom Beder! rnscef Vsum, dal 5. Laß' Imüth Nem Mtare elslräfter Hreis o ch und MWteich, so Mleg „Alle Ihu, al Ium Ziele Hleit hit Usgsen 6 innigl Himm Ver Wütmah. hm Drod Hershlt, , —— u mn Waat, 9 ln, W ech deiheh u meisy mich H. sehn, m dir, H und del . Agi Heihp ahte D d der Nsup ht V. dem Hehh. t mt A. dacht in rI chlg, wer W t, M Zilberhen edrig, 0 naht, N gleich. euch flt HV fieftu A„ fich ode thN Weinesh O Esthd re für K , leibe henfet ale 41 Kül. lut fohn 106 Heiliges Abendmahl. 7⁴47 uns am Kreuze nieder, Menschenwuͤrde, Men— schensinn uns zu lehren, floß es hin. 4. Der uns lehrte, Kraft und Gut fuͤr der Bruͤder Wohl zu geben, gab fuͤr Wahrheit hin sein Blut, gab fuͤr Tugend hin sein keben, hat, was er em⸗ pfahl, geuͤbt, o! wie hat er uns geliebt! 5. Denket seiner, Thraͤ— nen fließ't stroͤmend von den Wangen nieder! wer vom Brode jetzt genieß't, wer vom Weine trinket, Bruͤder! denket an den Menschenfreund, denkt an Jesum, dank't und weint. 6. kaß't mit heiligem Gemüth all' uns nahen dem Altare, wer von Le— benskraͤften gluͤht, und der Greis an naher Bahre, hoch und niedrig, arm und reich, Bruͤder! hier sind Alle gleich. 7. Alle geh'n wir eine Bahn, alle geh'n wir zu dem Ziele edler Mensch— lichkeit hinan. Voll der seligsten Gefuͤhle bete je— der inniglich, staͤrke fuͤr den Himmel sich. 8. Wer den Kelch des Nachtmahls trinkt, wer vom Brode jetzt genießet, wer in Andacht fromm versinkt, wem der Reue Thraͤne fließet, ist mein Bruder, ist mein Freund, und ich habe keinen Feind. 9. Fließ't der Liebe Thraͤnen, fließ't, Vorge— fuͤhl der Himmelsfreuden fuͤhle, wer das Mahl ge— nieß't, Kraft zum Guten, Trost im Leiden, fuͤhl't euch all' als Menschen gleich, fuͤhl't als Himmels—-⸗ buͤrger euch. 10. Jesus Christus hat sein Blut fuͤr der Men⸗ schen Wohl gegeben; laßt uns Kraͤfte, Geist und Gut Menschen widmen, fuͤr sie leben, laßt uns zu des Himmels Hoͤh'n auf der Bahn der Liebe geh'n. Eigene Melodie. Voll Empfindung. ö ier bin ich 606. Jesu! zu erfuͤllen, was du in dei— ner Leidensnacht nach dei— nem gnaͤdenvollen Willen zur Pflicht und Wohlthat mir gemacht. Welch gro— ßes, wichtiges Geschaͤfte! verleihe mir zu dieser Pflicht selbst deines guten Geistes Licht, sie recht zu uͤben, gieb mir Kraͤfte. 2. Bewundernd denk' ich an die Liebe, womit du unser Heil bedacht. Wie stark sind deines Mit⸗ M m leidã 548 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. leids Triebe, die dich bis an das Kreuz gebracht! Moͤgt' ich sie heute recht erwaͤgen! Es mache, Herr! dein Todesschmerz jetzt neuen Eindruck auf mein Herz, mach' diese Stunde mir zum Segen. 3. Laß mich mit Ernst die Suͤnde scheuen, fuͤr welche du, Erloͤser! starbst, durch schnoͤden Misbrauch nie entweihen, was du so theuer mir erwarbst, nie fuͤhre mich in meinem Leben der Trost, den mir dein Tod verleih't, zu ei⸗ ner frechen Sicherheit, er soll mir Kraft zum Guten geben. ö 4. Ich uͤbergebe mich auf's neue, o du, mein Herr und Gott! an dich, ich schwoͤre dir bestaͤnd'ge Treue bey deinem Mahle feyerlich, nicht meinen Luͤ⸗ sten will ich leben, dein eigen will ich ewig seyn; du starbst fuͤr mich, d'rum bin ich dein, mein ganzes Herz sey dir ergeben. 5. Nie will ich mich vor Spoͤttern schaͤmen der Eh⸗ re, die man dir erweist, mich nie zu einem Schritt bequemen, den mein Ge⸗ wissen strafbar heißt, dir aͤhnlich will ich immer handeln, floͤß' du mir felbst den Eifer ein, wie du, o Herr! gesinnt zu seyn, wie du, der Tugend Pfad zu wandeln. 6. Laß mich mit Ernst den Naͤchsten lieben, und, wenn er strauchlend was versieht, Versoͤhnlichkeit und Sanftmuth uͤben aus wirklich christlichem Ge— müth. An deine Nachsicht laß mich denken, und an die schwere Suͤndenlast, die du mir, Herr! erlas⸗ sen hast, dann werd' ich nie den Naͤchsten kraͤnken. 7. Es staͤrke sich in mir der Glaube, daß meine Seele ewig lebt, und daß einstz aus des Grabes Staube mich dein all⸗ maͤcht'ger Ruf erhebt. Wie froh werd' ich dann auferstehen, wann du dich, großer Lebensfuͤrst! den Voͤlkern sichtbar zeigen wirst, dann werd' auch ich dein Antlitz sehen. 8. Gebeugt lieg' ich zu deinen Fuͤßen mit Dank und Lob, Gebet und Fleh'n. Laß neue Gnade auf mich fließen, und laß es, Jesu! doch gescheh'n, daß ich voll Andacht zu dir nahe, und mir, zur Staͤrkung meiner Treu', dein Abendmahl gesegnet sey, damit ich wuͤrdig es empfahe. Mel. W Wa ö dad Mi frohe 0⁰⁷ ein' ich zu bef in Heiste Haland! Mein Gei ⁰ ‚ hist hem Thron Hhochsten e . Zwa mein Ge stillen Ot Heiste de fießt aue hit Lrost Etroͤwen; pd dei I Ael 3. Dod sut mein. sch diese Huter toͤ domeine I. Dul surbst füt ssiht, Haht bre Hd, D ——— u, dah Ndehh. lich nhz liebn. auchshn Versohs uth ihn Fistlichn deine nken, Suͤh „Hekrtl. ann u chsten irke sshh „ dast lebt, N des 9 lich d Ruf verd' i0l wann h ensfüfß ichtbar werd sehen. igt lie) sen mü ebet unds znade d laß th. 'n, daß l dir nahj taͤrkugh ein Walh ey, dal empfiß. + Heiliges Abendmahl. 349 Mel. Was Gott thut, das ist ꝛc. Mit frohem Dankgefuͤhle. 607. Miz frohem ank er⸗ schein ich hier, dein Lei⸗ den zu besingen, und mich im Geiste bis zu dir, mein Heiland! aufzuschwingen. Mein Geist, der ist da, wo du bist, anbetend bey dem Throne, vor dir, des Hoͤchsten Sohne. 1 2. Zwar immer groß ist mein Gewinn an jedem stillen Orte, wo ich im Geiste bey dir bin. Es fließt aus deinem Worte mir Trost und Ruh' in Stroͤmen zu; dein Leben und dein keiden sind stets ein Quell der Freuden. 3. Doch feyerlich sey heut mein Dank, und fest⸗ lich diese Stunde! und lauter toͤne mein Gesang aus meines Herzens Grun⸗ de. Du liebtest mich, und starbst fuͤr mich, fuͤr mich und meine Bruͤder, du starbst, und lebst nun wieder. 4. Und dich, o Freund! dich sollt' ich nicht vor al⸗ ler Welt bekennen? fuͤr dich, nach aͤchter Christen-⸗ pflicht, nicht warm von Liebe brennen? ja Hand in Hand, im festen Band ö mit allen deinen Gliedern, will ich dir Lieb' erwie— dern. ö 5. Bey diesem Mahl gieb Staͤrk', o Herr! denn dein ist Kraft und Staͤrke, daß ich von nun an willi⸗ ger auf deine Stimme merke, und von dir gern die Weisheit lern', nach Gottes Wort zu handeln, und fromm vor dir zu wandeln; 6. Daß ich die Lust bey jedem Streit noch gluͤck⸗ licher bezwinge, die Fruͤchte der Gerechtigkeit zu groͤß'⸗ rer Reife bringe. O! bilde mich, ich flehe dich, noch mehr nach deinem Bilde, demuͤthig, sanft und milde. 7. Einst kom̃t die Zeit, so wahr ich hier bey dei⸗ nem Mahle stehe, daß ich in Wonn' erhoͤh't zu dir, dich selbst. mein Heiland! sehe. Wie wallt mein Blut! wie waͤchst der Muth zum Hoffen und Vertrauen! Auf Glauben folgt das Schauen. Eigene Melodie. Mit gerührtem Danke. Jimm hin den 608. N Dank fuͤr deine große Liebe, du, der du einst fuͤr mich gestorbon bist, 350 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. bist, du treuer Freund! Erloͤser, Jesus Christ! O! gieb, daß ich dich nie⸗ mals mehr betruͤbe; laß deine Leiden, deine Angst und Pein, so lang ich leb', mir im Gedaͤchtniß seyn. 2. Dein denk' ich jetzt bey diesem Brod des Le— bens, an dein vergoß'nes Blut bey diesem Wein, ol koͤnnt' ich hier noch kalt und fuͤhllos seyn? floß dieses Blut am Kreuze wohl vergebens? O Seele! nein! fuͤr dich starb Jesus Christ, ihm dank' es ganz, wenn du beruhigt bist. 3. Ja! laß mich stets voll Dankbarkeit erwaͤgen, was du fuͤr mich aus biebe hast gethan, durch dich ruf' ich getrost den Vater an, und glaubensvoll fleh' ich um seinen Segen. Du zeigtest mir den sel'- gen Tugendpfad, und staͤrktest mich, wenn ihn mein Fuß betrat. 4. D'rum will ich auch mich deinem Dienste wei— hen, und thun, was dir, Erloͤser! wohl gefaͤllt, nicht achten auf die eitle Lust der Welt, und auf der Suͤnde suͤße Schmei—⸗ cheleyen. Staͤrk' du nur selbst mit deinem Beystand mich, denn nichts vermag ich Schwacher ohne dich. 5. Im Streite hilf mir siegreich uͤberwinden, ver—⸗ laß mich, Herr! in der Versuchung nicht, und staͤrke mich zur Uebung je— der Pflicht, bewahre mich vor Ruͤckfall in die Suͤn—⸗ den, und dein fuͤr mich am Kreuz vergoß'nes Blut verleih' mir selbst im To— deskampfe Muth. 6. Auch sey dein Mahl fuͤr heilige Gemeinen ein festes Band der Einigkeit im Geist, das nie ein Zank und bitt'rer Streit zer— reißt, sie trinken ja aus einem Kelch, die Deinen, und essen ja von einem Le— bensbrod, und haben alle einen Herrn und Gott. 7. D'rum wollen wir, als deines Leibes Glieder, ein Herz und eine Seele immer seyn, einander stets durch wahre kieb' erfreu'nz; o segne uns, Erloͤser! dei— ne Bruͤder, und schenke uns den Geist der Einig-— keit, daß jeder sich der Bruderliebe weih't. 8. Einander hier viel edle Freuden machen, dieß sey uns Lust und angeneh⸗ me Pflicht, der waͤhre Weise leihe Andern Licht, wer staͤrker ist, sey gern der Stab der Schwachen, des Armen Last erleicht're jeder gern, Haß, Bos- heit, Nmmlet hun, ihl gefnntz d ih ihm Mem, und wusstchl Huten sch Heer gethar Nel. Sd Gelobend 600. res Lehen Dud gege daint Kb en Viller Vrum kon Hladen, hinet G. Rges. Id den tueuen. 2. Jal Min Be Rdel hos nil ich Heiereg hy/ imi Ustehen, Eun zu heder& — reiteHith wuden,, Hetrl i nicht, ur Uebw bewahtt I in det dein sh rgoß selbst Muth. sey deln! Gemeih 5der 6• as nit i er Sttil trinken , die von che und hal n und he m wohlh Leibesg und eille „ einalh e lieb g 8, Erlos r, und eist d jedet!“ e welhl Inder en mach ist und dl t, V ö he L — st, 0 der 00 L u, O ½0 Heiliges O heit, Neid sey ewig von uns fern.* g. So wollen wir in Jesu Christi Namen, die wir allhier vor ihm ver— sammlet sind, stets Gutes thun, ihm immer gleich esinnt; dann kommen wir dey ihm auch einst zusam⸗ men, und jeder freuet un— aussprechlich dann des Guten sich, das er einst hier gethan. Mel. Schicke dich, erloͤste Seele ꝛc. Gelobend und anmuthsvoll. der du 609. Hede dein theu— res Leben fuͤr mich in den Tod gegeben, mich soll deine Liebe dringen, dei— nen Willen zu vollbringen; d'rum komm' ich, von dir geladen, zu dem Mahle deiner Gnaden, dir mein ganzes Herz zu weihen, und den Bund heut zu erneuen. 2. Ja! dir schwoͤr' ich's, mein Befreyer von dem Tode! hoch und theuer, dich will ich mit allen Trieben meiner ganzen Seele lie— ben, immer will ich mich bestreben, nur nach deinem Sinn zu leben; mich soll weder Lust, noch Leiden, Abendmahl. 551 Herr! von deiner Liebe scheiden. 3. Ich gelob' aus treu⸗ em Herzen, meiner Bruͤder Noth und Schmerzen taͤg⸗ lich bruͤderlich zu lindern, Elend, wo ich kann, zu mindern. Ich gelobe dir, mit Freuden auch das Un— recht still zu leiden, unge-⸗ duldig nie zu klagen, an Gott niemals zu verzagen. 4. Was du hassest, will ich hassen, ganz von dir mich leiten lassen, nie mit Vorsatz dich betruͤben, al— les, was du liebest, lie— ben. Doch, ich kenne meine Schwaͤche, Jesu! da ich dieß verspreche, morgen ist wohl schon ge- brochen, was ich heute dir versprochen. 5. Darum hilf du mir, und staͤrke mich zu jedem guten Werke, komm und eile mich vom Boͤsen, das ich thun will, zu erloͤsen, hilf, den ersten Reiz der Suͤnden, den, ach den mir uͤberwinden, laß mich ihre Folgen schrecken, und der Unschuld Freuden schmecken. 6. Laß mich deine Treu' ermessen, deine Liebe nie vergessen! laß mich, weichꝰ ich ab vom Guten, Herr! dich seh'n am Kreuze blu⸗ ten! 552 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. ten! Liebe schlug dir dei— ne Wunden; das soll mich der sterben sah, in dunkeln Stunden, wenn. staunt' ich, mich Angst und Zweifel druͤcken, mit erhab'nem erquicken. Gieb, daß ich und all⸗ Christen sich auf deine Zukunft ruͤsten, daß, wenn heut dein Tag schon kaͤme, keiner, Herr! vor dir sich schaͤme. Großes Abend⸗ mahl der Ftrommen, Tag des Heils! wann wirst du kommen? daß wir mit der Engel Choͤren, Herr! dich seh'n, und ewig ehren. Mel. Ireu dich sehr, o meine ꝛc. Mit tiefer Empfindung und heiligem Entschlusse. effentlich in Ba. O Der Gemei— „Jesu! hab' ich dich bekannt. Ich empfieng im Brod und Weine deiner Liebe goͤttlich Pfand. Fey— erlich war da mein Eid ewiger Ergebenheit. Du, der sich mit mir vereinte, hast gesehen, wie ich's meinte. 5 3. O! wie ward da dei⸗ ne Guͤte, Menschenfreund! von mir verehrt: Wie em⸗ pfand da mein Gemuͤthe maͤchtig ihren ganzen Werth! Als ich dich auf Golgatha fuͤr mich Suͤn-⸗ wie er⸗ wie entzuͤckte mich die Huld, die ich er⸗ blickte! 3. Laut rief in mir mein Gewissen: bist du wuͤrdig dieser Huld? sieh'! das Blut, das du sieh⸗ st flie⸗ ßen, fließet auch fuͤr deine Schuld! Schaam und Reu' erfuͤllten mich, glau⸗ bensvoll blickt' ich auf dich; Suͤnder! sprachst du, du sollst leben, alle Schuld ist dir vergeben! 4. Ja! ich weiß es, ich soll leben, und des Him⸗ mels Erbe seyn. Alle Schuld ist mir vergeben, und dein Blut, Herr! macht mich rein. Du ver—⸗ trittst mich im Gericht, Gott verurtheilt mich nun nicht, wenn ich staͤndhaft dich bekenne, und von dir mich nimmer trenne. 5. Nun, ich will dich nicht verlassen, nicht von deinen Wegen gehen; jede Suͤnde will ich hassen, und den kuͤsten widerstehn. Mein Erretter! ach gieb du Staͤrk' und Freudigkeit dazu, daß ich standhaft dich bekenne, und mich nimmer von dir trenne. 6. kaß mir mein Gewis⸗ sen sagen, wie so schmerz⸗ haft seine Pein, sch so chwer urch scht hlebe. „ JVuch Het Bi ldet Henkbarke Webl Eligkeit. haset lster, Ii wird er ben, hein Picder si 5. Her Indlich tte Nab auf sierin E deiner keht Ruct d Lachsthut 1,5 2 keb Hönahl! M. Ver Mit! 6II. duner Li Miller, Rb, daf Uithe, n dit Hr l 2— —— — üsten h REH Heiliges Abendmahl. 553 schwer der Suͤnde Plagen und der Zukunft Strafen seyn. Es erinn're mich daran, wie viel du fuͤr mich gethan, und wie un⸗ werth deiner Liebe ich durch schnoͤden Undank bliebe. v. Auch zur Liebe mei— ner Bruͤder treibe mich die Dankbarkeit, sie sind alle deine Glieder, Erben einer Seligkeit. Auch, der mich jetzt hasset, ist dein Er⸗ loͤster, Jesus Christ! Dort wird er mich nicht betruͤ— ben, nein! er wird mich wieder lieben. 8. Herr! zu dem ich kindlich trete, gnaͤdig blick herab auf mich. Feyerlich hier im Gebete weih' ich deiner vbehre mich. Reiche Frucht der Besserung, Wachsthum in der Heili— gung, Hoffnung auf das ew'ge Leben, soll dein To⸗ desmahl mir geben. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Mit Dankgefuͤhle. ank! ewig 611. Dank sey deiner Liebe, erhoͤh'ter Mittler, Jesu Christ! gieb, daß ich deinen Wil⸗ len uͤbe, der du fuͤr mich gestorben bist, und laß die Groͤße deiner Pein mir immer in Gedanken seyn. 2. Heil mir! mir ward das Brod gebrochen, ich trank, Herr! deines Bun⸗ des Wein, voll Freude hab' ich dir versprochen, dir, treu'ster Jesu! treu zu seyn. Ich schwoͤr es nun noch einmal dir, schenk' du nur deine Liebe mir. 3. Laß, Herr: mich dankbar stets ermessen, was du fuͤr mich gelitten hast, und deiner Liebe nie vergessen, die so viel Se— gen in sich faßt; laß mei⸗ nen Glauben thaͤtig seyn, und mir zum Guten Kraft verleih'n. à. Hilf mir das Boͤse uͤberwinden, und staͤrke mich zu jeder Pflicht, be⸗ wahre mich vor neuen Suͤnden, verlaß mich in Versuchung nicht, und dein fuͤr mich vergoß'nes Blut schenk' mir im To⸗ deskampfe Muth. 5. So soll denn weder Spott, noch Leiden, noch Ehre, Gut und Lust der Welt, mich, Herr! von deiner Liebe scheiden, die selbst im Tode mich erhaͤlt. Du bist und bleibest ewig mein, o! laß mich deiner wuͤrdig seyn! Gebet. 554 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. Gebet. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Belehrend. Qu dir, o Gott! 612. das Herz er⸗ heben, zu dir mit fromer Andacht flehin, um uns im Guten zu beleben, und unsre Tugend zu erhoͤh'n, ist dein Befehl, ist unsre Pflicht, und staͤrket unsre Zuversicht. 2. Laß diese Pflicht uns nie vergessen, laß uns, bekannt mit ihrem Werth, es gern voll frohen Danks ermessen, weil Heil von dir uns widerfaͤhrt, von dir, der alle Menschen liebt, und gern, was ih— nen nuͤtzet, giebt. 3. Wenn wir mit An⸗ dern vor dich treten, dich, unsern Vater! anzufleh'n, wenn wir in unserm Kum⸗ mer beten, und wuͤnschen, uns erhoͤrt zu seh'n; so laß uns fern vom falschen Schein, und fern vom Eigenduͤnkel seyn. 4. Nie muͤssen wir von dir begehren, was deine Weisheit nicht erlaubt, nie bitten, das uns zu gewaͤhren, was Andern ihre Wohlfahrt raubt. Denn du erhoͤrest kein Ge— bet, das Rache, Neid und Stolz verraͤth. 5. Nie laß uns, Vater! es vergessen, daß du ein Gott der Ordnung bist, und nie aus Unverstand vermessen verlangen, was ein Wunder ist. Wer Wunder wuͤnscht, und traͤge wird, versuchet dich, o Gott! und irrt. 6. Bey'm Wunsch nach Guͤtern dieser Erde laß uns auch das von dir er— fleh'n, daß ihr Besitz ein Mittel werde, der Bruͤder Wohlfahrt zu erhoͤh'n. Nicht wir nur sollen hier allein— nein! Alle sollen gluͤcklich seyn. 7. Und wuͤnschen wir bey harten Leiden von ihrer Last uns frey zu seh'n, und wuͤnschen wir des Lebens Freuden; so laß uns so nur darum fleh'n, wenn deine Weisheit es be— schließt, und wenn uns beydes nuͤtzlich ist. 8. Dann wird dir das Gebet gefallen, wir wer⸗ den uns nie trostlos seh'n; du, Gott! bist Vater von uns Allen, erhoͤrest gern auch unser Fleh'n, giebst uns im Gluͤck Zufrteden— heit, in Truͤbsal Ruh' und Heiterkeit. Vorige Zuige 9 Oalen U m aus vol vas fühb it gleit A Hast, nd Nu mich zt hicht. 2. Dann e falschen Kuet eitlen Im die id Reneiden,! Eklaben shle, Gott hur das ist Mleih. . Dann sie schwerste silgse Heid süͤkt; ich Ihm nicht! Udes 5 skt. Go Mer, de Riun er m (Pen uͤbt. 4. N Aaft im! Lugen! d hilft u Raden, w dd sons msen un A us, Din N W 18 Uuva erlanget j T ist. s uͤnscht, bersuchshz ditt. Vunsh ser Er — * —.— nur solhh Nal Mil n. wuͤnsch! eiden vunh ju schni oir des K. 0 laf flehn iheit 61 und vens K llch st pitd Ri len, R. trosfos Hist Vothh. erhorgh Flchn, AV l Ah 0lM WA. Gebet. 355 Vorige Melodie. Seelen erhebend. enn ich vor 613 Wé meinen Schoͤpfer trete, und hier in heil'ger Einsamkeit zu ihm aus voller Seele bete, was fuͤhl' ich da fuͤr Se— ligkeit—! ganz werd' ich Geist, und alles flieht, was mich zur Erde nie— derzieht. 2. Dann acht' ich nicht der falschen Freuden, nicht jener eitlen Flitterpracht, um die sich Menschen oft beneiden, und die sie nur zu Sklaͤven macht, und fuͤhle, Gott gefaͤllig seyn, nur das ist wahre Freud' allein. 3. Dann weichen auch die schwersten Sorgen, das baͤngste keiden, das mich druͤckt; ich weiß, sie sind dem nicht verborgen, der in des Herzens Tiefen blickt. Gott bleibt doch Vater, der mich liebt, wenn er mich auch durch Leiden uͤbt. 4. Ja! das Gebet giebt Kraft im Leiden, erhoͤh't zur Tugend unsern Geist, und hilft uns Alles, Alles meiden, was uns der Tu— gend sonst entreißt. Nur muͤssen unsre Bitten rein und eines Christen wuͤr— dig seyn. 5. D'rum bitt' ich nicht in meinen Leiden: O Va⸗ ter! nimm du sie von mir. Auch bitt' ich nicht in mei⸗ nen Freuden: Erhalte, Schoͤpfer! diese mir. Nur um ein Gott ergeb'nes Herz bet' ich in Freuden und in Schmerz. Vorige Melodie. Ermunternd. 614. Der Heil, o Christ! nicht zu verscherzen, sey wach und nuͤchtern zum Gebet! ein kindlich Fleh'n aus reinem Herzen hat Gott, dein Vater, nie ver⸗ schmaͤh't. Erscheinꝰ in Demuth oft und gern, mit Dank und Flehen vor dem Herrn. 2. Welch Gluͤck, so hoch geehrt zu werden, und im Gebet vor Gott zu steh'n! der Herr des Himmels und der Erden, bedarf der eines Menschen Fleh'n? Er will bloß deine Selig-— keit, wenn er zu beten dir gebeut. 3. Sagt Gott nicht: bittet, daß ihr nehmet? ist des Gebetes Frucht nicht dein 2, wer sich der Pflicht zu beten schaͤmet, der 356 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. der schaͤmt sich, Gottes Freund zu seyn, und stoͤßt das angebot'ne Gluͤck muthwillig selbst von sich zuruͤck. ö 4. Sein Heil von dir, o Gott! begehren, ist wahrlich keine schwere Pflicht; des Herzens Wuͤnsche dir erklaͤren, er⸗ hebt das unsre Seele nicht? O! welch ein Trost, daß du uns liebst, und, was uns nuͤtzet, gerne giebst! 5. Was kann zum Fleiß in guten Werken die Seele kraͤftiger erhoͤh'n? was mehr den Muth im Leiden staͤrken, als wenn wir fle⸗ hend auf dich seh'n? O WMater! unsre Seelenruh' nimmt durch's Gebet be— staͤndig zu. ö 6. Dein Wort ist im̃er: Ja und Amen, wer glau⸗ dig bittet, der empfaͤht. Drum laß auch mich in Jesu Namen oft vor dich kommen mit Gebet. Nie sey mir diese Pflicht zur Last, die du zum Heil ge⸗ boten hast. Vorige Melodie. Ermunternd. omm betend oft 615. K und mit Ver⸗ gnuͤgen, o Christ! vor Gottes Angesicht. Nie muͤsse Traͤgheit dich besie⸗ gen in der Erfuͤllung die— ser Pflicht. O! uͤbe sie zu Gottes Preis und deinem Heil, mit treuem Fleiß. 2. Bet' oft in Einfalt deiner Seelen: Gott sieht auf's Herz, Gott ist ein Geist. Wie koͤnnen dir die Worte fehlen, wofern dein Herz dich beten heißt? Der Glaͤub' an Gott und seinen Sohn ruͤhrt ihn, nicht leerer Worte Ton. 3. Wer das, was ihm zum Frieden dienet, durch Beten sucht, der ehret Gott. Wer das zu bitten sich erkuͤhnet, was er nicht wuͤnscht, entehret Gott. Wer schnell vergißt, was er ihm schwur, der spottet seines Schoͤpfers nur. 4. Bet' oft zu Gott, und schmeck' in Freuden, wie freundlich er, dein Vater, ist! Bet' oft zu Gott, und fuͤhl' im Leiden, wie goͤtt— lich er das Leid versuͤßt! Gott hoͤrts, Gott ist's, der Hilfe schafft, er giebt den Muͤden Trost und Kraft. 5. Bet' oft, und heiter im Gemüuthe schauꝰ dich an seinen Wundern satt! Schau' auf den Ernst, schau' auf die Guͤte, wo⸗ mit er dich geleitet hat. Oft —5 N intit d Hulb; erkei sie Hu „ Det oft it ftohem iulihe 2 xh, der mil In Blute di hom Fluch! Ihne dik, zu Helligl 9. „HBeb oft Mjtder St Hinder ode sicht: wen en bete, sey Gott Iu wuͤnsche Uz so se ott es th . Doch en Henein ich Gott an sisen Ran duen, mi hum zu erht var deil WUbung iat! Bet' o Ine Bruüet Waschen, Iun wir si Hlder; e Lauch dei Mten, z flezt,chtt: Ne Hhe j Und. —ι W. dich dp fllang W bess 5 ud dehg uem Fleh ost in Ei n: Gatt „Gott g koͤnen oj n, Wofirnsh beten g u ruh Worte A das, wab u dienet, A der ehrethe zu bittug was entehtet de lberzißt, hur, dersit pfets fl st nSohn Frendu, V. , diin Mu st ch n den, 13 RLeid Uish 3, G0h t haft, beN n D oft, o I H Vurdern s f f Guhs he Hle, Iter HU— Hleln 1 G ebet. 35² Oft irrtest du, er trug Geduld; erkenn' und prei⸗ se seine Huld. 6. Bet' oft, durchschau' mit frohem Muthe die herzliche Barmherzigkeit deß, der mit seinem theu⸗ ren Blute die Suͤnderwelt vom Fluch befrey't, und eigne dir, zu deiner Ruh' und Heiligung, sein Opfer u: 7. Bet' oft! Gott wohnt an jeder Staͤtte, in keiner minder oder mehr, denk' nicht: wenn ich mit vie— len bete, so find' ich eh' bey Gott Gehoͤr. Ist, was du wuͤnschest, recht und gut; so sey gewiß, daß Gott es thut. 8. Doch saͤume nicht, in den Gemeinen auch oͤffent—⸗ lich Gott anzufleh'n, und seinen Namen mit den Seinen, mit deinen Bruͤ— dern zu erhoͤh'n! Wie eif⸗ rig war dein Heiland nicht in Uebung dieser sel'gen Pflicht! 9. Bet' oft zu Gott fuͤr deine Bruͤder, fuͤr alle Menschen, als ihr Freund; denn wir sind eines Leibes Glieder; ein Glied davon ist auch dein Feind. Solch Bitten, das aus Liebe fließt, ehrt Gott, der selbst die Liebe ist. 10. Bet' oft, so wirst du Glauben halten, dich pruͤfen und das Boͤse scheu'n, an Lieb und Ei⸗ fer nicht erkalten, und reich an guten Werken seyn. Denn Muth und Kraft und Seelenruh' sagst du, Gott! dem, der bittet, zu. 11. Dieß reize mich, vor dich zu treten mit Lob und Dank, mit Wunsch und Fleh'n. Doch meine Feh⸗ ler bey dem Beten woll st du, mein Vater! uͤber⸗ seh'n, weil mich, der dir zur Rechten sitzt, durch seine Fuͤrsprach' unterstuͤtzt. Eigene Melodie. Mit angenehmer Empfindung. 616. Wie sanft, mein ö Vater! ist die Pflicht, als Kind zu dir zu treten, voll Demuth und voll Zuversicht zu dir, o Gott! zu beten! welch Gluͤck, das alles uͤbersteigt, wird im Gebete mir er—⸗ zeigt, wenn ich mit Kin⸗ destreue, mein Herz, 5 Gott! dir weihe! 2. Allwissender! zwar bet' ich nicht, um dich erst zu belehren, nicht mit dem Wahn, was mir gebricht, das muͤssest du gewaͤhren, nicht, Wunder von dir zu erfleh'n, nicht, andern Pflich⸗ 5i8 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. Pflichten zu entgeh'n, nicht, traͤge, dich zum Segen durch Bitten zu bewegen; 3. Nein! guter Vater! nur um dich recht innig zu empfinden, zum Dank, zur Ehrfurcht feyerlich die Scele zu entzuͤnden, zur Demuth, kiebe, Freund— lichkeit, zu kindlicher Er— gebenheit, zum Fleiß in guten Werken mein Herz vor dir zu staͤrken. 4. Denn, wenn ich in der Einsamkeit mein Herz zu dir erhebe, dir, Vater! voll Zufriedenheit mein Schicksal uͤbergebe; dann schoͤpf' ich fuͤr die Tugend Kraft, Muth in dem Kampf mit Leidenschaft, Erquickung in dem Leiden und Hoffnung ew'ger Freuden. 5. Mit keiner Welt ver— tausche ich die wonnevol—⸗ len Stunden, wo betend dich mein Herz, o dich, mein BVater! hat empfun⸗ den; wo ich mit Thraͤnen vor dir stand, tief deine Vaterhuld empfand, die ltebevoll mich fuͤhrte, mit Weisheit mich regierte. 6. Wie wird vor deinem Angesicht der Christen Glaube wichtig! wie warm mein Herz fuͤr jede Pflicht, zu jeder Tugend tuͤchtig! wenn boͤse Lust in mir sich regt, eil' ich, von deinem Geist bewegt, mich im Gebet mit Thraͤ—⸗ nen nach Kraft von dir zu sehnen. 7. Dein denk' ich, froh von Dank geruͤhrt, wenn ich mich niederlege, die Pfade, die du mich ge—⸗ fuͤhrt, bewund'rungsvoll erwaͤge. Dich ruͤhm' ich, wenn nach sanfter Nacht zu neuer Lust mein Aug? erwacht, das die Natur entzuͤcket, zu neuer kust erquicket. 8. Bin ich am Ziel von meinem Lauf zu schwach, noch laut zu beten, dann blick' ich, Gott! zu dir hin—⸗ auf, 970 will im Geiste beten. Noch sterbend, Va-⸗ ter! dank' ich dir, der du so vieles Gute mir im ke— ben hast erwiesen. Sey ewig, Herr! gepriesen! Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Trostvoll. 6177. Mein bester Trost ͤ in diesem Le⸗ ben ist ein Gebet zu mei— nem Gott; dieß kann mir Kraft in Schwachheit ge— ben, Geduld und Muth in jeder Noth, bey jedem Gram, bey jedem Schmerz ein ruhiges, zufried'nes Herz. 8 „ Mi kamt e fül IU Gewisser penn, Weinet Si vor Hel utẽ Mots ein Gebet eh dir un 91. „Muß ich Istns wileg ih serhaft ich demt Illlen zu m hoͤrt mei Aumt vatet an un If der Lugt Ich wil Ahen suchen Fend zu Ild dem u Mder fluche ah Unbersta I meine het, das Wfür ihn fl „Und, we mich ver Hder Welt Wh, dann rr Hllich erhöt esen K Rechm sein Micht enkde Mfter nicht „ Aufich in Heshaͤt 1„ dig er Ad. —— n t, eihih, Hest behin t nit i draft vont enk ich,6 eruͤht,z ederlege, du mit und'rungz ich ruͤhw sanftet I ist mein 8 die zu neug am Jn f ju sty beteh,! Itu will in sterbeid ch die,x Ite mit viesen. gepril den Le stool. ein besttx in diesin Gebet H dieh Eum Swachhel 0„ Hy st bell Scle Auuffdx 7 Gebet. 90 2. Wie kann ich Trost wenn und Ruhe finden, mein Gewissen mich ver⸗ klagt, wenn, bey der Men⸗ ge meiner Suͤnden, mein Herz vor seinem Richter zagt? Nichts troͤstet mehr als ein Gebet, das, Gott! bey dir um Schonung fleh't. 3. Muß ich um des Ge⸗ wissens willen ein Spott der Lasterhaften seyn; so bet' ich demuthsvoll im Stillen zu meinem Gott, er hoͤrt mein Schrey'n, nimmt vaͤterlich sich mei— ner an, und staͤrkt mich auf der Tugendbahn. 4. Ich will mich nie zu raͤchen suchen, wenn mich ein Feind zu kraͤnken sucht, und dem will ich nicht wieder fluchen, der mir aus Unverstand geflucht. Nein! meine Rach' ist ein Gebet, das Gott um Gna— de fuͤr ihn fleh't. 5. Und, wenn ein Kum— mer mich verzehret, den ich der Welt nicht klagen kann, dann ruf' ich, Gott! der mich erhoͤret, um Trost in diesem Kummer an. Wer ihm sein Leid in Zu— versicht entdecket, den ver— wirft er nicht. 6. Ruf ich ihn an bey dem Geschaͤfte des Stan— des, den er mir verlieh'; so fleh' ich nie umsonst um Kraͤfte, der Gott der Staͤrke giebt mir sie. Er giebt, aus vaͤterlicher Huld, mir Segen, Klug⸗ heit und Geduld. 7. Wenn, eine boͤse Lust zu daͤmpfen, mir Schwa⸗ chen Muth und Kraft ge⸗ bricht; dann bitt' ich Gott, er hilft mir kaͤmpfen, und giebt mir Muth zu jeder Pflicht. Und stark durch meines Gottes Kraft, be— zwing' ich jede Leiden⸗ schaft. 8. Wenn ich im letzten Kampf des Lebens bey Niemand Hilfe finden kann; so ruf“ ich Gott doch nicht vergebens um seinen Trost und Beystand an, der, wenn die Spra⸗ che mir vergeht, doch mei⸗ ne Seufzer noch versteht. Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Trostvoll. nendlich ist mein 618. Gluͤck! ich darf mich unterwinden, Gott betend mich zu naͤh'n, um tief es zu empfinden, wie groß an Macht und Huld, wie reich an Freundlich— keit er fuͤr den Frommen sey, der sein Gebet ihm weih't. 8. 560 Hilfoͤmittel der Besserung und Tugend. 2. Zu meinem Trost und Gluͤck, zu meiner Tugend Segen, zur Liebe gegen ihn, zum Dank mich zu bewegen, um meinen Pflichten treu, der Suͤnde befiehlt er mir, vor ihm anbetend Reiz zu flieh'n, hinzuknie'n. 3. Wie innigst freu? ich mich, wenn ich aus voller Seele die Wunder seiner Huld mit heißem Dank er⸗ zaͤhle! Du bist die kiebe, Gott! ruft dann mein Hert entzuͤckt, und fuͤhlt sich schon zu dir, o Ew'ger! hingeruͤckt. 4. Wenn ich mein Gluͤck und Herz in deine Hände lege, und deine Fuͤhrun⸗ gen anbetungsvoll erwaͤ⸗ ge; wie suͤß ist meine üuh'! wie fest die Zuver⸗ sicht: mein Vater und mein Gott verlaͤßt die Seinen nicht. 5. Der Tugend stillen Pfad, wann geh' ich ihn ewisser? waͤnn ist des Lebens Lust mir unschulds- ich meiner Pflicht in mei⸗ nem Stand mehr treu? wann ist mein Blick so froh, mein Herz so sor⸗ genfrey? 6. Fromm, ruhig und vergnuͤgt verflossen mir · die Stunden, wo ich am Morgen schon Gott im Gebet empfunden, ihn dankerfuͤllt' erhob, und Weisheit, Kraft und Rath, Schutz, Segen, Trost und Ruh' andaͤchtig mir erbat. 7. Mein Vater! laß nur oft mit kindlichem Vertrauen mein Herz sich im Gebet veredeln und er— bauen. Erweck' und staͤrk' in mir der Andacht sel'- gen Trieb, und dann ver— siegle mir den Trost: Du hast mich lieb. Verschiedene Bitten. Mel. Liebreicher milder Gott ꝛc. Kindlich bittend. 619. Ach/ Vater, un⸗ ser Gott! du zeigst durch deine Guͤte uns, deinen Kindern, stets dein vaͤterlich Gemuͤthe. O! thaͤten wir nur auch, als Kinder, unsre Pflicht, in Furcht, Gehorsam, Lieb' voller, suͤßer? wann bin und fester Zuversicht! 2. Du, der im Himmel thront, bist aller Ort, und Enden, und willst, daß mit Gebet wir oft uns zu dir wenden, versprichst der Retter selbst in unsrer Noth zu seyn; d'rum, so ver⸗ Fau'n, i deechten. 3 naͤthtiz/ Hu, Gott ů Ler Mesch, yie schbac . . Das se Haäck füt v Elde, d Rens Ruhh riesen wer Port und! Heucheley, s und F. 5. Dein v sst auch zu i in der Rd unsee Maß in 5 fromme IId, brechen unverwe . Dein (schieht au Mlen; di li6 die Kra Ulkfuüllen. Ahur unser sig dein he Iin unse he Rensch Mgie Heg, dah tthöd, N rraft undd gen, duosse chig mit t uViterl mit kindt mein p heredeln un/ weck undin er Andath „und daph den Tuoste lieb. edene Bih breicher g hott L. lich bitteh) V dh ö set Goll ch deie K en Kinden, eklich Gaml wir nur M. , unste Rl Gehorsam M. Zubersctl. der in Hnt Tallroet. ud bilf, Verschiedene Bitten. 561 verwirf uns nicht, erhoͤr? uns, wir sind dein. 3. Laß deinen guten Geist die große Pflicht uns lehren, dir glaubig zu ver⸗ trau'n, und dich recht zu verehren. Zeig' uns, wie maͤchtig, groß und weise du, Gott! bist, wie klein der Mensch, der Staub, wie schwach und arm er ist. ba. Das sey das hoͤchste Gluͤck fuͤr uns hier auf der Erde, daß deines Na⸗ mens Ruhm von uns ge⸗ priesen werde, daß er in Wort und That, und ohne Heucheley, geheiliget von uns und nie entheiligt sey. 5. Dein vaͤterliches Reich ist auch zu uns gekomen, da in der Taufe du in Bund uns aufgenommen. O! laß in deinem Reich uns fromme Buͤrger seyn, und, brechen wir den Bund, ihn unverweilt erneu'n. 6. Dein Wille, Herr! geschieht auch ohne unsern Willen; doch gieb auch uns die Kraft, ihn freudig zu erfuͤllen. Die Richt— schnur unsers Thuns sey stets dein heilig Recht. Du bist ja unser Herr, und jeder Mensch dein Knecht. 7. Regier' auch unser Herz, daß wir in guten Tagen nicht stolz und sicher seyn, in boͤsen nicht ver⸗ zagen, daß wir bey And'⸗ rer Gluͤck uns bruͤderlich erfreu'n, und, wenn der Arme seufzt, gern milde Geber seyn. 8. Ach, Vater! du bist reich an allen guten Ga⸗ ben, laß unser taͤglich Brod uns heut' und im̃er haben. Im Ueberflusse gieb uns kluge Sparsam⸗ keit, und auch bey Weni⸗ gem Ruh' und Zufrieden⸗ heit. 9. Herr! handle nicht mit uns nach unsern gro⸗ ßen Suͤnden, und laß, wenn wir gefehlt, uns wieder Gnade finden. Ge⸗ denke, was dein Sohn fuͤr unsre Schulden that, er, der zu unserm Heil den Tod erduldet hat. 10. Hilf, daß wir de⸗ nen auch gern ihre Schuld erlassen, die uns beleidi⸗ gen, sie nie feindselig hassen, nicht schmaͤhen, wenn sie schmaͤh'n, nicht draͤuen, wenn sie draͤu'n, und, was sie uns gethan, vergessen und verzeih'n. 11. Herr! laß uns Fleisch und Blut nie in Versuchung fuͤhren, laß deinen guten Geist uns immerfort regieren; und wenn wir uns die Welt Noen zum 362 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. zum Abfall reizen seh'n, so gieb uns Kraft und Muth, ihr fest zu wider— stehen. ö 12. Erhebe unsern Geist zu himmlischen Gedanken, in unserm Glauben laß uns nun und nimer wan⸗ ken, laß uns durch deine Kraft, von jeder Suͤnde rein, und jeder Pflicht getreu, dir ganz geheiligt seyn. 13. Zuletzt erloͤs' uns auch, o Gott! von allem Boͤsen; denn du hast Macht und Kraft, allein uns zu erloͤsen. Laß uns im letz⸗ ten Kampf, o Vater! wohl besteh'n, und dann in je⸗ ner Welt dein Antlitz ewig sehn. 14. Du, Hoͤchster! kañst allein dein Werk in uns vollenden, und unser gan⸗ zes Heil steht bloß in dei— nen Haͤnden. Dein, Herr! dein ist das Reich, die Kraft und Herrlichkeit von aller Ewigkeit zu al⸗ ler Ewigkeit. 15. Hierauf so sprechen wir, in Jesu Christi Na⸗ men, auf sein untruͤglich Wort ein glaubig Ja und Amen. S Jesu Thrist! durch dich und dein Ver⸗ dienst allein wird alles, was wir fleh'n, auch Ja und Amen seyn. άππ⁰ Bekannte Melodie. Gefuhlvoll bittend. iebreicher mil⸗ 6²⁰. der Gott! du Geber aller Gaben, Gott! ohne den Nichts ist, von dem wir alles haben, gieb, daß mein Leib ge— sund, die Seele suͤnden— frey, der Himmelshoff— nung voll, und hier zu— frieden sey. 2. Gieb, daß in meinem Stand ich jede meiner Pflichten, die dein Gesetz mich lehrt, stets moͤge treu verrichten, daß ich, was mir gebuͤhrt, thu'ꝰ, wann und wie ich soll, und so gerathe mir's durch deinen Segen wohl. 3. Hilf, daß ich rede stets, womit ich kann be— stehen, laß kein unnuͤtzes Wort aus meinem Munde gehen; und wenn ich re—⸗ den soll, so gieb der Rede Kraft, daß sie zum Her— Nr dringt, und waͤhren utzen schafft. 4. Wenn mir Gefahren droh'n, so laß mich nicht verzagen, gieb du mir Heldenmuth und Trost in Leidenstagen. Durch Sanftmuth lehre mich be— siegen meinen Feind, und, wenn Imih5 schien u . Du, (ab, daß V lebe, er et sey Sculd bet u mi U 0 hewahte Ind Uebern rak gegen . Settl Ir ein fe den, ⁰0 Rigkeit m. derden. in Bld! ar, o Lod nite Heiben. die hil Aeuden. I keib Auft, bis Hachtswor tuft. 5. MI Id eins Wicken, de bi Lod u schrecken In uuserst Gihen Hhiyn, Iund — WMlodit, hol httend. ibtechtt der Halt Gahen, Lchts is,, alles ha, mein Eh, „daß in mn ch jede nel! die deinh/ stets maht ‚ daß Ic, N kt, thub, hy soll, M 11 dulch di hl. „ daß it nit ich kuk ; kein hnAN meinem dg 19 wenn i ogich dM. ß sie zun N und uhl aft. nit Gefeh laß mic i0 Verschiedene Bitten. 563 wenn ich Raths bedarf, Mel. Jesu, meines Lebens gieb einen weisen Freund. 5. Du, Gott der Liebe! gieb, daß ich den Naͤch⸗ sten liebe, und keinen, wer er sey, durch meine Schuld betruͤbe. Schenkst du mir Ueberfluß, ach! so bewahre mich vor Geiz und Uebermuth und Un⸗ dank gegen dich. 6. Setzt deine Weisheit mir ein fernes Ziel auf Erden, so laß an Froͤm⸗ migkeit mich immer reifer werden. Mein Alter stell' ein Bild geuͤbter Tugend dar, so zier? einst dieses Haupt mit Ehren graues Haar. 7. Laß mich auf Christi Tod mit Seelenruh' einst scheiden. Die Seele nimm zu dir hinauf zu deinen Freuden. Es ruhe sanft der Leib in seiner stillen Gruft, bis ihn dein All⸗ machtswort in's neue Le⸗ ben ruft. 8. Ja! deine Stimme wird einst alle Todten wecken, darum soll mich kein Tod und keine Gruft je schrecken. Durch deine Macht werd' ich zum Le⸗ ben aufersteh'n, mit allen Seligen lobsingend dich erhoͤh'n. Leben ꝛe. Mit Nachdenken. w'ger Vater al⸗ 621. E ler Wesen, al⸗ les Lebens, alles Lichts! was vorher noch nie ge— wesen, rief dein maͤchtig Wort aus Nichts. Durch dich leb' ich auch auf Er— den, deiner Guͤte froh zu werden. Du erhaͤlt'st und staͤrk'st auch mich, denn was bin ich ohne dich? 2. Laß mein Bitten nicht vergebens, aber auch nie thoͤricht seyn. Weisheit ist das Gluͤck des Lebens, dieser Reichthum, Gott! sey mein! Gieb, daß ich rechtschaffen handle, stets vor deinen Augen wandle, ohne Stolz und Heucheley, 170 dem Kaster dienstbar ey. 3. Mache mir die Se— ligkeiten deiner Liebe fruͤh bekannt. Kuͤsten, die den Geist bestreiten, wehre selbst mit staͤrker Hand. Lehre mich recht uͤberlegen, was nach gut vollbrachten Wegen, dort die Ewigkeit verspricht, was ich bin, was mir gebricht. 4. Laß vergaͤngliches Vergnuͤgen niemals mei⸗ nen Endzweck seyn, nie der Falschheit und den Luͤ⸗ N gen, 564 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. gen, nur mein Herz der Wahrheit weih'n. Mache mein Gemuͤth stets heiter, gieb, daß ich ein guter Streiter, ganz vom schnoͤ—⸗ den Leichtsinn frey, auf der Tugend Kampfplatz ey. 3 Wahrheit lieben, gern sie hoͤren, stets im Guten thaͤtig seyn, lieb⸗ reich And're Gutes lehren, ihnen wohlzuthun sich freu'n, gern Verdienst an Andern ehren, Fehler gern zum Besten kehren, fodert Glaub' und Christenthum, und das sey auch, Herr! mein Ruhm. 6. Groß und edel laß mich denken, Sanftmuth meine Zierde seyn, Fein⸗ den, die mich schmaͤh'n und kraͤnken, willig, wie du mir, verzeih'n. Hilf mir, alle Arglist meiden, laß mich lieber Unrecht leiden, als das thun, was dir misfaͤllt, faͤnd's auch Beyfall bey der Welt. 7. Hast du mir ein Amt gegeben, Sorg' und Ar⸗ beit auferlegt; so verleih', daß mein Bestreben deines Beyfalls Siegel traͤgt. Hilf mir alles wohl aus-⸗ richten, zur Erfuͤllung mei⸗ ner Pflichten, gieb auf mneiner Pilgrimschaft Ernst und Eifer, Muth und Kraft. 8. Haͤngt das Herz an eitlen Schaͤtzen 8 ber⸗ gißt es dich, o Gott! treibt mit heiligen Gesetzen, und mit dir selbst leichtlich Spott. Druͤckt es Noth und Mangel nieder, so verzagt es leichtlich wie— der, murrend und voll Ungeduld, Herr! an dei— ner Hilf' und Huld. 9. Beydes wende du in Gnaden von mir, mein Erbarmer! ab. Naͤhmꝰ ich an der Seele Schaden, o wie schreckte mich das Grab! Wenig und ein gut Gewissen kann mir auch den Tod versuͤßen, ist schon hier ein Himmel-⸗ reich, macht den Aermsten groß und reich. 10. Werd' ich einst zu⸗ ruͤcke sehen auf die Zeit, die ich vollbracht, schrecke mich nicht mein Vergehen, nicht das Bild der Todes-— nacht. Gieb dann, daß ich meine Seele glaubens voll dir anbefehle. Herr! Herr! meine Zuversicht! auch als—⸗ dann verlaͤß mich nicht. Mel. Ew'ge Liebe, mein Gemuͤthe ꝛe. Bittend. 4 icht um Reich⸗ 62². N thum, nicht um Ehre, bitt' ich, Gott! mein Vater! dich. Wenn ich — Mlest dich wie Um tht shet, Hert ch ah, Ide Plage ur lieben 4. Wii 1(kkernen lh siles sblich L uf in die schmerz. Iung heym Gaben, Nllen Frie su, das Runsch' ich 3. Kraft Kezensfret Penschen Vost und! ih leide, Ne iuruhn In auszur Mu nicht Man sie st shschleichet zu steh Nur Mlen har sost keine vor undeln, sche seyn, %h Bunsd Ivrma⸗ und u bI, unt fitst n . 4 8 Hn I, so s hScth thl Geshen bst Heithh uͤct ez I niedar leichtlah, end m 2 —— —— reckte M Jenig H. ssen ken Tod vuß er ein ge t den d reich. d ich in 1 auf V. bracht, mein Ah Bild deld b dal, le glubs hle. Hal ersichty aß michh ge Liche muͤthe Bittend. Mar thlh,K „bitt 66 er! O0 0 Selbstpruͤfung. 565 ich Weltbesitzer waͤre, oh⸗ Selbstpruͤfung. ne dich, wie arm waͤr' ich! nicht um thraͤnenlose Tage Mel. Wer nur den lieben ꝛc. flehet, Herr! mein Herz Pruͤfend. dich an, sende Freude, sende Plage, wenn ich dich nur lieben kann. 2. Weisheit nur, dich zu erkernen, nur ein red⸗ lich stilles Herz, das dich kindlich Vater nennen darf in Freuden und im Schmerz. Dankempfin⸗ dung beym Genießen dei⸗ ner Gaben, Lust an dir, stillen Frieden im Gewis⸗ sen, das nur, Hoͤchster! wuͤnsch' ich mir. 3. Kraft und Muth und Herzensfreude, andern Menschen wohlzuthun; Trost und Staͤrke, wenn ich leide, Vater! still in dir zu ruh'n; Staͤrke, La⸗ stern auszuweichen, ihrem Reiz nicht nachzugeh'n, wenn sie stuͤrmen, wenn sie schleichen, unerschuͤttert fest zu steh'n. 4. Nur nach deinem Willen handeln, dich, sonst keine Seele, scheu'n, stets vor deinen Augen wandeln, und dir immer nahe seyn, wer kann die— sen Wunsch mir stillen? wer vermag es sonst, als du? und um Jesu Christi willen, und durch ihn er⸗ fuͤll'st ihn du! er bin ich? 6²³. welche wicht'- ge Frage! Allwissender! wie schwer fuͤr mich? Gieb, daß ich mir die Wahrheit sage! Nur eitle Thoren schmeicheln sich. Von waͤhrer Weisheit bleibt entfernt, wer sich nicht selbst recht kennen lernt. 2. Ich bin ein Werk, von deinen Haͤnden ge— schaffen, Gott! zu deinem Preis. Dazu mein Leben anzuwenden, will mein Beruf und dein Geheiß; doch, leb' ich, als dein Eigenthum, auch, wie ich soll, zu deinem Ruhm? 3. Ich zaͤhle mich zu deinen Christen, beweist es aber auch die That, daß dein Bekenner allen Luͤsten der Suͤnd' und Welt entsaget hat? Geh', da ich Christi Wort empfieng, ich auch den Weg, den Christus gieng? 4. Du kennest unsers Herzens Tiefen, die uns selbst unergruͤndlich sind; drum laß mich oft und ernstlich pruͤfen, ob ich sey Christo gleichgesinnt. Be⸗ 566 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. Befreye mich vom falschen Wahn, der auch den Kluͤg⸗ sten taͤuschen kann. 5. Wie kann der, der bey allem Wissen des Her⸗ zens Zustand sich verhehlt, auf wahre Beß'rung seyn beflissen, er, der nicht weiß, wie viel ihm fehlt? Sich selbst recht kennen, ist Verstand; d'rum mache mich mit mir bekannt. 6. Was mir zu meinem Heile fehlet, laß, Gott! mich imer mehr versteh'n, hab' ich der Tugend Weg erwaͤhlet, mich ihren Weg auch standhaft geh n. Mich taͤusche die Verfuͤhrung nicht, und laͤglich leite mich dein Licht. 5. Doch, bin ich fern vom schmalen Stege, der mich zur Seligkeit einst fuͤhrt; so fuͤhre mich zu⸗ ruͤck vom Wege, der in's Verderben sich verliert. Gieb mir zur Beß'rung Lust und Kraft, du bist's, der beydes in mir schafft. Mel. Liebreicher Gott ꝛe. Prüfend. err! du erfor⸗ 6²4. 9 schest mich, dir kann ich nichts verheh⸗ ten, du siehest jede That, und kennst den Rath der milder Seelen. Ich nahe mich zu dir, und fleh' in De⸗ müth dich, entdecke mir mein Herz, du weißt's, leicht taͤuscht es mich. 2. Ich bin ein Christ, getauft, mein Gott! auf deinen Namen. Erfuͤllt' ich jede Pflicht des Chri— stenthums? und kamen die Werke, die ich that, aus Liehe und aus Pflicht? Bin ich ein Heuchler nur, so kennt mich Christys nicht.—*.— 3. Hab' ich dich, Gott! geliebt? und durch ein frommes beben mich im̃er dir geweiht? mein Herz dir ganz ergeben? hat mich dein heilig Wort ge⸗ bessert und erfreu't? war ich, was es befiehlt, auch stets zu thun bereit? g. Vertraut' ich stand⸗ haft dir in Kummer, Noth und Leiden? verdankt ich dir mein Gluͤck? blieb' ich bey meinen Freuden der Tugend treu? war' ich auf's Ewige bedacht? und hab' ich jeden Tag zu mei⸗ nem Heil vollbracht?s 5. Gebraucht' ich mei⸗ nen Geist mit allen seinen Kraͤften, den Willen und Verstand, zu nuͤtzlichen Geschaͤften? hab' ich fuͤr meinen Leih mit Weisheit stets gewacht, und böl boͤse su iht V Glligeit, IIr Verge IId Fund „ Blieb sst tten? Fenschenl In sich in lsids edle Her Bruͤder des Stolh cloß ich Irhabsuc 8, Had' hat, ges⸗ luchten? Gellebt, di schten! Reien 30 Ysoͤhnlic Iudrer G sir den N 9. Var: Aus und Hidigt? Hätte nie Hleidigt? Hungrigen und that i⸗ HIcbermuth Hunschsuc . Alt sap, xii Hehd. —— ahe mit üsch D eutdecke r du weißbt, es nich. ein Ef, Gottleg n. Etsil ht des und kung die ich he d aus Iftl Heuchlen ich e dich d dulc! en wichf àmeit J. geben ilig Vun ut' ich sh Fummt, W berdarh Ick? Hagg Freudt Selbstpruͤfung. 567 boͤse Lust genaͤhrt und an⸗ gefacht? 5. Hab' ich die, die du mir zur Aufsicht anver— trauet, durch eignes Bey—⸗ spiel gern gebessert und erbauet? sorgt' ich stets fuͤr ihr Wohl, fuͤr ihre Seligkeit, und straft' ich ihr Vergeh'n mit Lieb' und Freundlichkeit? ). Blieb ich der Wahr— heit treu? war ich voll Menschenliebe? und reg⸗ ten sich in mir des Mit⸗ leids edle Triebe bey mei⸗ ner Bruͤder Noth? floh ich des Stolzes Reiz? ver⸗ schloß ich Aug' und Herz der Habsucht und dem Geiz? 8. Hab' ich, wie Jesus that, gesegnet, die mir fluchten? hab' ich auch die geliebt, die mir zu schaden suchten? bezwang ich meinen Zorn? zeigt' ich Versoͤhnlichkeit? erregte And'rer Gluͤck niemals in mir den Neid? 9. War ich der Unschuld Trost, und hab' ich sie ver— theidigt? hab' ich durch Haͤrte nie den Duͤrftigen beleidigt? brach ich dem Hungrigen mein Brod? und that ich's gern? war Uebermuth und Trotz und Herrschsucht von mir fern? 10. Allwissender! wer kann, wie oft er fehlet,‚ merken? Sey gnaͤdig, handle nicht mit mir nach meinen Werken. Verge—⸗ bung ist bey dir. Laß ih— ren Trost auch mein, und mich dadurch gestaͤrkt zum Fleiß der Beß'rung sehn! Mel. Wie groß ist des Allmaͤcht'gen ꝛc. Mit offener Prüfung. 625⁵. Wie fuͤrcht' ich mich, mein Herz zu pruͤfen, mich zu erforschen, wer ich bin! Wie blick' ich uͤber seine Tiefen nachlaͤssig und mit Vorsatz hin! Mich warn't im Stillen mein Gewissen; betruͤg', o Mensch! dich selber nicht! Geneigt, mein Unrecht nicht zu wissen, vergeß' ich Alles, was es spricht. 2. Ich wandle ruhig auf dem Pfade des Leicht-— sinns und der Eitelkeit. Gott! durch den Mis⸗ brauch deiner Gnade staͤrk⸗ ich mich in der Sicherheit. Nach tausend froh voll— brachten Suͤnden denk' ich einmal an Jesum Christ, und hoffe dich versoͤhnt zu finden weil er fuͤr mich gestorben ist. 3. Ausschweifend blei⸗ ben meine Triebe, und unerleuchtet mein Ver—⸗ stand; * 568 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. stand; mein Herz ist leer von deiner Liebe, mit mei— nen Pflichten unbekannt; mein Glaub' ist todt und ohne Fruͤchte; mein Wan⸗ del ohne Besserung, und dennoch hoff' ich im Ge— richte von dir, o Gott! Begnadigung. 4. Ich Unbesonnener! wie lange werd' ich mich selbst noch hintergeh'n? ich nahe mich dem Unter— gange, und will doch die Gefahr nicht seh'n. Er⸗ wecke, Gott! mich aus dem Schlafe! ach! groß ist freylich meine Schuld; doch, eile nicht mit mir zur Strafe, und hab', o ater! noch Geduld. 5. Ob ich mich vor mir selbst verhehle, verhehl' ich mich vor dir doch nicht; denn in der Tiefe meiner Seele ist alles deinen Au-⸗ gen Licht. Reiß' mich aus meinen Finsternissen, ent— falte du mein Herz in mir. Dann treibe maͤchtig mein Gewissen zur Beß'rung mich, und, Gott! zu dir. 6. Der du die Herzen prüfst, bekehre, erleuchte, beß're, leite mich auf dei⸗ ner eb'nen Bahn, und lehre mich dann ein recht Ver⸗ trau'n auf dich. Dir laß mich ganz mein beben wei— hen, vor dir sey Herz und Wandel rein, so werd' ich die Gefahr stets scheuen, betrogen von mir selbst zu seyn. Eigene Melodie. Schwermüthig. 62. Wer bin ich von Natur, wenn ich mein Inn'res pruͤfe? o! wie viel Boͤses laͤßt mein Herz mich seh'n! es ist verderbt, darum ver— birgt mir's seine Tiefe, und weigert sich, die Pruͤ⸗ fung auszusteh'n. 2. Der Weisheit erster Schritt ist, seine Thorheit kennen; und diesen Schritt, wie oft verwehrt mir's ihn! Voll Eigenlieb' und Stolz will sich's nicht strafbar nennen, der Reu?' entgeh'n, doch nicht den Fehler flieh'n. 3. Ich finde zwar in mir ein reuendes Gewis⸗ sen, in der Vernunft noch Kenntniß meiner Pflicht; ich kann mein Auge nie der Tugend ganz verschlie⸗ ßen, und oft scheint mir ein Strahl von ihrem Licht. 4. Ein schwaches Licht, das mir den Reiz der Tu⸗ gend zeiget, und vom Ver⸗ stand nicht bis zum Her⸗ zen dungt chllle/ Mcbeuget Ien, pingt. 6. Ein Vbst siͤt Ruhe; er ich steh 15 Hillg Bose, dat 10 1 wil. 10 Ver doch an hasse, el halk' eo! ich im fi Ndern sheien! selbt i 7. Besth Eröen m saltigt u hliiben f ind, um ben, err Hsst der J6 o ist, handeln, aus sint Durch fe Huscht, suwande. schuft un Min Zie 1. En bersiup Nh +.N* c0 l „sadechz kets sheh u nit si Nelodi müthiz et bi it Natuhx m'res u Bostt lich sche darux! seint! sich, R.! tehn. Jeishei'! seine Y diesenet rwehnte Eigenles sich's en, d. och nie n. ude 2 endes BernhrfE einet. Selbstpruͤfung. 669 zen dringt! Vergebens flieh', was mich sucht, und lehret er, das Herz bleibt ungebeuget, beherrscht von Luͤsten, die es nie be⸗ zwingt. 53. Ein Richter in mir selbst stoͤrt oft des Herzens Ruhe; er klagt mich an, ich steh' erschrocken still, und billige nicht mehr das Boͤse, das ich thue, und thue nicht das Gute, das ich will. 6. Verstellung, die ich doch an meinem Naͤchsten hasse, erlaub ich mir, und halt' es fuͤr Gewinn, wenn ich im falschen Licht mich Andern sehen lasse, und scheinen kann, was ich mir selbst nicht bin. 7. Ich weiß, daß der Besitz der Guͤter dieser Erden mich nie vollkomen saͤttigt und erfreu't; doch bleiben sie mein Wunsch, und, um begluͤckt zu wer⸗ den, erring' ich mir die Last der Eitelkeit. 8. Ich weiß, wie groß es ist, aus Ueberlegung handeln, und handle doch aus sinnlichem Gefuͤhl. Durch falschen Schein ge— taͤuscht, eil' ich ihm nach— zuwandeln, und Leiden— schaft und Irrthum steckt mein Ziel. 9. Ein gegenwaͤrtig Gut versaͤum' ich zu genießen, suche, was mich flieh't; im Gluͤcke bin ich stolz, verzaͤgt in Finsternissen,‚ und ohne Ruh', um Ruhe stets bemuͤht. 10. Mein Naͤchster hat ein Recht auf viele meiner Pflichten; doch wird dieß Recht so oft von mir ent⸗ weih't. Versagt er mir die Pflicht; so eil' ich ihn zu richten, sein bloß Verseh'n heißt Ungerechtigkeit. 11. Nicht Liebe gegen Gott heißt mich dem Naͤch⸗ sten dienen, mehr Eigen⸗ lieb' und nied'rer Eigen⸗ nutz. Aus ihnen fließt Be⸗ trug, Verstellung, und in ihnen fand immer Neid und Stolz und Haͤrte Schutz. 12. Gott ehren ist mein Ruf. Wenn ich den Ruf betrachte, was find' ich dann fuͤr Maͤngel meiner Pflicht. Die Wunder der Natur, die Gott zu Leh— rern machte, steh'n vor mir da, und diese hoͤr? ich nicht. 13. Und, heißt ihr An⸗ blick mich auf seine Weis— heit schließen; auf Guͤt' und Macht, so schließt nur mein Verstand. Das Herz bleibt ungeruͤhrt, betaͤubt bleibt das Gewis⸗ sen, 570 Hilfsmittel der Besserung und Tugend. sen, und Gott, mein Herr und Vater, unbekannt. 14. Er schenkt mir so viel Gluͤck. Gebraͤuch' ich seine Guͤte zu meinem Heil, und geb' ich ihr Gehoͤr? nein! durch den Misbrauch selbst verschließ' ich mein Gemuͤthe der Dankbarkeit und Liebe desto mehr. 15. Oft sagt mir mein Ver stand, daß des All⸗ maͤcht'gen Gnade das groͤß⸗ te Gut, der Trost des be⸗ bens ist, und welche Schul⸗ den ich auf mein Gewissen lade, wenn sie mein Herz fuͤr Menschengunst vergißt. 16. Und doch, o Gott! wie oft geb' ich dieß Gluͤck der Seelen, dir werth zu seyn, fuͤr kindischen Ge⸗ winn, fuͤr eine Schmeiche-⸗ ley, fuͤr kuͤste, die mich quaͤlen, fuͤr Eitelkeit, fuͤr Tano, fuͤr Nichts dahin! 17. Gott ist der Herr der Welt. Auf seine Hil⸗ fe bauen, ist meine Pflicht; doch, wann gehorch' ich ihr? Bald bebt mein Herz vor Furcht, und bald ist das Vertrauen, das mich beseelt, nur ein Vertrau'n zu mir. ö 18. Dieß ist des Men⸗ schen Herz. Wer hat dieß Herz verkehret? so kam' es nicht, o Gott! aus dei⸗ ner Hand. Der Mensch, durch eigne Schuld hat seine Wuͤrd' entehret, und beydes fiel, sein Herz und sein Verstand. 19. Doch, so verderbt wir sind, so schwach, uns selbst zu heilen, so steuert Gott doch der Verdorben-⸗ heit, laͤßt durch sein hei⸗ lig Wort uns neue Kraft ertheilen, Licht der Ver— nunft, dem Herzen Rei—-⸗ nigkeit. 20. Und du willst dieser Kraft, o Mensch! dich widersetzen? sie beut sich an, du aber wehrest ihr; und willst des groͤßten Gluͤcks dich selber unwerth schaͤtzen? erkenne dich, noch steh't dein Heil bey dir! Bekannte Melodie. Ermunternd. Mache dich, mein 62²⁷. M Geist! bereit, wache, bet', und strebe, daß dir Gott Bestaͤndig⸗ keit in der Tugend gebe; denn, wie leicht, irrt und weicht, wer sich sicher traͤumet, und zu streiten saͤumet. 2. Sage nicht: noch hab' ich Zeit; jetzt noch darf ich schlafen. Denk' an Tod und Ewigkeit; denk' an ihre Strafen. Sieh'! der Tod, der dir droh't, kann dich I lhliht Rultt fnde . Mf d bie die n Schla l, Wüget auf die St licht, den 6 scher ft 6d. . Pache Aiel unde ser tappe daͤhyt i 5 Glͤck 5. Vad si. Belt! Winge, sch derst Vennge. laß dich slller, die M. Oge , lgit, 8—— Scl Alehthah ein uh nteh . 0 scht hn H, U r D irch fj neull cht V Henn. willhl Nensal sie hu wehre des gi elberun nne dah eil Hl Maah Iternh, che dh Geist „unds t d0. Lugelhn r scch K 1d uHH tenl, t noch Danka 1; helf e huht/. ö 6 Selbstprüfung. 6571 dich leicht in Sunden un⸗ bereitet finden. 3. Auf dann! und er⸗ munt're dich aus dem si⸗ chern Schlafe, imer, glaub' es, zeiget sich bald dar⸗ auf die Strafe. Der faͤllt leicht, dem es deucht, daß er sicher stehe auf der Tu⸗ gend Hoͤhe. ö à. Wache, daß der Wahr; heit Licht dich erleuchten moͤge. Wer nicht seh'n will, fin det nicht Gottes Ziel und Wege. Hin und her tappet er, traͤumt und waͤhnt, in Suͤnden Ruh' und Gluͤck zu finden. 5. Wache, daß dich nicht die Welt durch Gewalt be⸗ zwinge, oder, wenn sie sich verstellt, listig an sich bringe. Wach' und sieh', daß dich nie die Verfuͤhrer faͤllen, die dir Netze stellen. 6. Nimm dein eignes Herz in Acht, denn es liebt die Suͤnde, daß, wenn ihre Lust erwacht, sie nicht uͤberwinde. Leicht betruͤgt sie, und siegt, wenn wir selbst uns heucheln, fest zu seyn, uns schmeicheln. 7. Aber bet' auch stets dabey, bete beyz dem Wa⸗ chen; das wird dich von Traͤgheit frey und behut— sam machen. Gott ver⸗ leih't Munterkeit auf dem rechten Pfade, und ge⸗ waͤhrt dir Gnade. 8. Die Erhoͤrung des Gebets wird uns nicht entgehen. Darum, Chri— sten! laßt uns stets wa⸗ chen, kaͤmpfen, flehen. Euch ist schon euer Lohn bey dem Herrn bereitet, wacht nur, betet, streitet! Fuͤnfte Hauptabtheilung. „Glückseligkeit Begnadigung und Recht⸗ fertigung. Mel. OJesu, Jesu Gottes ꝛc. Beseligend⸗ ie groß ist 6²8. Wé unsre Se⸗ ligkeit, o Gott! schon in des Christen. der Pruͤfungszeit, selbst unter viel Beschwerden! wenn unser Herz sich dir ergiebt, und treu in sei⸗ nem Dienst sich uͤbt, wie groß wird sie einst werden! wenn sich herrlich jenes Leben wird anheben, wo man 67² Gluͤckseligkeit des Christen. man Freuden aͤrntet von der Saat der Leiden. 2. Schon sind wir goͤtt⸗ lichen Geschlechts, und freuen uns des hohen Rechts, als Vater dich zu preisen. Bey dir ist unser Vaterland; und wer will deiner starken Hand, All-⸗ maͤcht'ger! uns entreißen? Wenn wir gleich hier muͤs⸗ sen streiten, und zu Zeiten Schmach empfinden, hilfst du uns doch uͤberwinden. 3. Du deckest unsre Schulden zu, schenkst un⸗ sern Seelen wahre Ruh', und staͤrkest uns mit Freu— de. Dein Sohn ist unser Haupt und Ruhm, wir sind sein Volk und Eigen- thum, und Schafe seiner Weide. Gutes Muthes sind auf Erden in Be— schwerden unsre Seelen. Herr! was kann bey dir uns fehlen? 4. Es bleibet zwar der hohe Werth der Gnade, die uns widerfaͤhrt, ver—⸗ borgen hier auf Erden; doch, wenn der Herr vor aller Welt in Majestaͤt Gericht einst haͤlt, dann wird er sichtbar werden. Alsdann sieht man ihn mit Kronen uns belohnen, und die Seinen ewiglich mit sich vereinen. 5. Wie glucklich, Gott! sind wir alsdann! wie viel hast du an uns gethan! O! laß uns unsre Wuͤrde vor Augen haben jederzeit, so tragen wir mit Willig⸗ keit der kurzen Leiden Buͤr⸗ de. Herr! gieb den Trieb in die Seelen, dich zu waͤhlen, und im Leben uns dir herzlich zu ergeben. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Mit seliger Empfindung. zott! deine Gnad' 629. G ist unser Leben, sie schafft uns Heil und Seelenruh'. Dein ist's, die Suͤnden zu vergeben, und willig ist dein Herz dazu. Du nimst die Suͤn⸗ der gnaͤdig an, die sich voll Reue zu dir nah'n. 2. Uns, uns Verlorne zu erretten, gabst du fuͤr uns selbst deinen Sohn. Er litt, damit wir Friede haͤtten, fuͤr uns den Tod, der Suͤnde kohn. O Gott! wie hast du uns geliebt, welch ein Erbarmen aus—- geuͤbt! 3. Dank, ewig Dank sey deiner Treue, die Nie— mand g'nug erheben kann! nun nimmst du jede wahre Reue um Christi willen gnaͤdig an. Wohl er — u sch su Ia gaabi Hachet! 4 Den, I*bon de Im Geth sd, det rudig für hich⸗ He iht bey d 4. O fe Sele, Hier Gnade saß irdis sehlt ihr! senheit.“ hieget we re Hettl 6. Dei nit froh Herz, aul Voth, 9 em epg Racht getr Iab. Er lgerzeit snstger! 7. laß luc nich Hflich di luch mich Riinen Si Irafen v u, der Ia, wa sih nich e 0 Hadegf — ich Otl Wh àxh, iste Mhr en sthng Mit T, Leidnndz dah u, N i 6 den lih Rpfth deigehs unset d 5 Hb Daun s u bei ust Mei R„ NH it Hahs —5 M bt U einen E I 15 d . Nuh I gehh arHeh iz 1e, N Hehen fedet 10 a No ch N Begnadigung und Rechtfertigung. 573 der sich zu dir bekehrt, und glaubig seinen Mitt-⸗ ler ehrt! 4. Den, Herr! befrey'st du von den Plagen, die dem Gewissen furchtbar sind, der kann getrost und freudig sagen: Gott ist fuͤr mich, ich bin sein Kind. Hier ist der, welcher fuͤr mich litt, und mich noch jetzt bey Gott vertritt. 5. O Herr! wie selig ist die Seele, die so sich dei⸗ ner Gnade freu't! Gesetzt, daß irdisch Gluͤck ihr fehle, fehlt ihr doch nicht Zufrie— denheit. Dein Friede uͤber— wieget weit die Welt und ihre Herrlichkeit. 6. Dein Friede staͤrkt mit frohem Muthe das Herz, auch in der groͤßten Roth, giebt Hoffnung zu dem ew'gen Gute, und macht getrost selbst in dem Tod. Er ist schon in der Pilgerzeit ein Vorschmack kuͤnft'ger Seligkeit. 7. Laß, Vater! denn auch mich empfinden, wie koͤstlich dieser Friede sey. Auch mich sprachst du von meinen Suͤnden und ihren Strafen voͤllig frey; denn der, der Aller Suͤnden trug, ward sterbend auch fuͤr mich ein Fluch. 8. O! laß mich dieß im Glauben fassen, und, Va⸗ ter! mich voll Zuversicht auf deine Treue stets ver⸗ lassen. Wenn alles wankt, wankt sie doch nicht. Wohl dem, der sich auf dich ver⸗ laͤßt! Sein Heil steht un⸗ beweglich fest. 9. kobsingend will ich dich erheben, mich ewig deiner Gnade freu'ꝰn, und deinem Dienst mein gan⸗ zes Leben in kindlichem Gehorsam weih'n. Herr! du vergabst mir meine Schuld, nie, nie vergeß ich diese Huld. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Belehrend. us Gnaden soll 63⁰. A ich selig wer⸗ den, und nicht durch mei⸗ ner Werke Werth. Welch Heil, daß Gott mich schon auf Erden fuͤr seiner Gna⸗ de Kind erklaͤrt! Durch meinen Heiland soll ich rein, aus Gnaden ewig selig seyn. 2. Aus Gnaden! denn wer kann verdienen, was Suͤndern Gottes Sohn er⸗ warb, als er zu Gottes Ruhm, und ihnen zum Besten, zur Versoͤhnung starb? Nahm' er nicht al⸗ ler Suͤnden Schuld auf sich allein, und bloß aus Huld? 3. 374 Gluͤckseligkeit des Christen. 3. Aus Gnaden trug er ja auf Erden der Strafen Gottes ganze Last. Was trieb ihn, Mensch! dein reund zu werden? sprich, weß du dich zu ruͤhmen hast? bracht' er sich nicht zum Opfer dar, als jeder Gottes Feind noch war? 4. Aus Gnaden that er's; freu't euch, Suͤnder! wenn ihr nur wahre Buße thut, und glaub't; so seyd ihr Gottes Kinder, ihm wohlgefaͤllig durch sein Blut. Welch Heil, das Gott nur geben kann! aus Gnaͤden nimmt er Suͤnder au. 5. Aus Gnaden! aber, Suͤnder! huͤte dich vor dem Misbrauch seiner Huld, und haͤufe nicht, weil seine Guͤte so wun⸗ dervoll ist, Schuld auf Schuld; denn wer auf sie zu freveln wagt, dem ist ihr Trost und Heil ver⸗ sagt. 6. Ergreif mich denn mit Vaterarmen. Gott! rette mich, gieb Glauben, gieb auch Heiligkeit, durch dein Erbarmen, zu allen Pflichten Kraft und Trieb, daß meine Seele dir ge⸗ treu im Glauben bis zum Tode sey. 7. Aus Gnaden hilf mir ringen, streiten und uͤberwinden, tritt herzu, wenn meine matten Fuͤße gleiten, und decke meine Maͤngel zu. Denn du be—⸗ lohnst dem Glauben auch der Gnade redlichen Ge— brauch. ö 8. Aus Gnaden einst von dir erhoben, in deinem Himmel will ich dann mit allen Heiligen dich loben, mehr als ich dich hier preisen kann. Dann bin ich ganz gerecht und rein, und ewig selig, ewig dein. Mel. Jesu, meines Lebens Leben ꝛc. Getrost. chweiget, ban⸗ 631. S ge Zweifel! schweiget, mein Erloͤser ist getreu, und sein Geist in mir bezeuget, daß ich Gott versoͤhnet sey. Mag auch selbst mein Herz mich rich⸗ ten, mich verdammen, mich vernichten: Gott ist groͤßer, als mein Herz, und giebt Ruh' auf ban⸗ gen Schmerz. 2. Er, der das Verborg'? ne kennet, kennt auch mich, und weiß allein, wie mein Herz von Eifer brennet, ganz sich seinem Dienst zu weih'n, schau't den Kum⸗ mer meiner Seele, der mich beugt, so oft ich ů fehle, .— sht/ uid hgethan, u Willes 3. Ver Hrklagen am Kind Larf zu gen, deh sgahlt Ich, seh tor ihm 45 doch iaan Fohn ger . Mi Sohn ge⸗ Hlauben. ih weiß, 10 is iht Such' ich u Süͤnde Iberwind gend gas, 11 5. Thet aurben, Nsus usch für Ish für % Run g u sthtt, usch mach Hlritt, y 0 aus 1 Run — An Eat, I —— flitt matteysit dech Mhe Deun HM, Rlauhesth redlichel, Inadg en/ ich dy dich ich R Dy cht H. i‚, WMu. meineh en u ros chwihh 1 Reintel seil „ Wü 9. M Herz h velh ten: N. 8 HHH Beruhigung in einer jeden Lage. 975 fehle, und sieht nicht, was ich gethan, sondern mehr den Willen an. 3. Wer will ferner den verklagen, welchen Gott zum Kind erwaͤhlt? wer darf zu verdammen wa— gen, den Gott selber los— gezaͤhlt? Menschen frey⸗ lich, selbst die Engel sind vor ihm nicht ohne Maͤn⸗ gel; doch das menschliche Geschlecht wird in seinem Sohn gerecht. 4. Mir ist auch sein Sohn gegeben, durch den Glauben ist er mein. Ja! ich weiß, ich werde leben, und in ihm einst selig seyn. Such' ich nur den Hang zu Suͤnden immer treu zu uͤberwinden, mich der Tu⸗ gend ganz zu weih'n; so will Gott mir gnaͤdig seyn. 5. Theuer bin ich ihm erworben, wohl mir! hier ist Jesus Christ, er, der auch fuͤr mich gestorben, auch für mich erstanden ist, nun zur Rechten Got— tes sitzet, auf mich sieht, mich maͤchtig schuͤtzet, mich vertritt, mich nie verstoͤßt, mich aus aller Noth er⸗ loͤst. 6. Nun so mag das Ungluͤck stuͤrmen! Alles um mich her sey Nacht! Gott, mein Gott wird mich beschirmen, der fuͤr seine Kinder wacht. Wenn ich hier auch hilflos bliebe, leitet mich doch seine kiebe durch die beiden dieser Zeit zur begluͤckten Ewigkeit. Beruhigung in einer je⸗ den Lage. Eigene Melodie. Beruhigend. 5 ie hat es doch 632. Wẽ ein Mensch so gut, der Gutes liebt, und Gutes thut, wie wohl ist ihm im Herzen! Er fuͤhlet in sich Heiterkeit 30 I 150 gel jeder eit, ist ruhig selbst be Schmerzen. 453 2. Nein! wer an Gott nur innig glaubt, sich keine That, kein Wort er— laubt, die ihn sein Gott heißt meiden; wer Alles liebet, was er liebt, sich ganz und froh an ihn er— giebt, dem fehlt es nie an Freuden. 3. Wie froh sieht er den Himmel an, der Gutes thut, so viel er kann, der keine Muͤhe scheuet; der, wie sich selbst, auch And're liebt, den And'rer Trau-⸗ rigkeit betruͤbt, den And?'- rer Freude freuet. 45 376 Gluͤckseligkeit des Christen. 4. Wer Armer und Ver⸗ laß'ner sich, wie Jesus Christus, bruͤderlich und hilfreich schnell erbarmet, wer Gutes goͤnnt, und Gutes schenkt auch dem, der ihn muthwillig kraͤnkt, wer Feinde selbst um⸗ armet; 5. Wer, fern von jeder argen List, ein treuer Freund der Wahrheit ist, der Falschheit nie ergeben; wer stets so redet, wie er's mein't, wer in der That ist, was er scheint, kann hier schon gluͤcklich leben. 6. Wer gern mit aller seiner Kraft in guter Ab⸗ sicht Gutes schafft, hat hier viel frohe Tage. Die Arbeit wird ihm jederzeit ein Freudenguell bey Maͤßigkeit, fern bleibet Schmerz und Klage. 7. Und sieht er auch noch manches Leid in dieser Un⸗ vollkommenheit, wie leicht wird er sich troͤsten. Er denkt: was Gott, mein Vater, schickt, durch al⸗ les werde ich begluͤckt, es dienet mir zum Besten. 8. D'rum fuͤrcht' ich mich vor keiner Noth, vor keiner Krankheit, keinem Tod, wenn ich Gott herz— lich liebe, wenn ich nach Jesu Christi Sinn, Freund Gottes, Freund der Men⸗ schen bin, und sein Gebot stets uͤbe. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Getrost. it dir, o Hoͤch⸗ 633. M ster! Frede haben, und deiner Huld versichert seyn, das ist die groͤßte aller Gaben, die je des Menschen Herz er-⸗ freu'n, das bleibt auch in der Ewigkeit die Quelle der Zufriedenheit. 2. Wofuͤr darf meiner Seele grauen, wenn du mir, Gott! nicht schreck⸗ lich bist? Kann ich getrost auf dich nur schauen, dem Alles unterworfen ist; so seh' ich auch mit heit'rem Sinn auf alles And're ruhig hin. 3. Beschaͤmt mich mei— ner Fehler Menge, du, Vater! du verzeih'st sie mir. Treibt eine Noth mich in die Enge, so hab' ich doch den Trost an dir, daß du die keiden dieser Zeit stets lenkst zu meiner Seligkeit. 4. Froh seh' ich deinem hoͤhern Segen, den deine Hand in jener Welt den Deinen aufbewahrt, ent⸗ gegen, und, wenn mein Leib in Staub erfeh deinen ist, Sa nir jedes Ic, Rb! huhedach, Ahrst stet Wohl den, teunde h 6. Dieß i Rnen Seil (ust vors sur dich rwaͤhlen, hucht zu tt Per dich u Hrehet, der Ar ist dir 7. Dir alen Fäl Vost, und iI bie, 96 fillen hey! hem Sch I ethge Mfehlbar shn. 5 10j weil sher Gn sepn, na Hhen stt nir au Kh groͤ Auf der A U, Ool fil⸗ dethlebent! ttos t dit, ohi stet! Fi deinet n, das il Gaben, schen Hahh bleibt h keit dit M. nheit. darf ms en, wen nicht sh ann ich ge schauel, vorfen it; mit hekz alles imt nich. Menge,“ vernehl bt h1 Enge, 0 Trost anH Leiden H. nlst 0 Aussicht auf eine bessere Zukunft. 377 so zagt mein Herz doch daruͤm nicht, denn du bist meine Zuversicht. 5. Mein Heil steht bloß in deinen Haͤnden, und dein ist, Vater! alle Macht, mir jedes Gute zuzuwen—⸗ den, das deine Huld mir zugedacht. Nur du voll⸗ fuͤhrst stets deinen Rath. Wohl dem, der dich zum Freunde hat! 6. Dieß ist das Gluͤck der reinen Seelen, die sich mit Ernst vor Suͤnden scheu'n, nur dich zu ihrem Trost erwaͤhlen, und vor dir recht zu thun sich freu'n. Wer dich mit solchem Sinn verehrt, der ist dein Freund, der ist dir werth. 7. Der hat dich auch in allen Faͤllen gewiß zum Trost, und kann sein Herz in dir, o Gott! zufrieden stellen bey jeder Sorg?, in jedem Schmerz, den wird zum ew'gen Wohlergeh'n unfehlbar deine Huld er— hoͤh'n. 8. So hilf denn, daß ich, weil ich lebe, um deiner Gnade mich zu freu'n, nach einem reinen Herzen strebe, und praͤg' es mir auf's tiefste ein: Kein groͤß'res Gluͤck sey auf der Welt, als wenn man, Gott! dir wohlge⸗ faͤllt. daß ö Aussicht auf eine bessere Zukunft. Eigene Melodie. Mit frohem Vorgefühle. 6³4. Das Gluͤck des —— Erdenlebens ist nicht mein bestes Theil. Ich sehne nicht vergebens mich nach vollkomm'nem Heil. Folg' ich nur dir, mein Gott! so fuͤhrst du durch den Tod mich einst zum Leben hin, wo ich ganz selig bin. 2. Und welche hohe Wonne ist dann auf ewig mein! Noch heit'rer, als die Sonne, werd' ich, mein Vater! seyn, wenn ich nun dem entruͤckt, was hier noch Menschen druͤckt, da bin, wo Jesus Christ schon jetzt verherrlicht ist. 3. Da oͤffnet meinen Blicken sich deines Him-⸗ mels Pracht, ich sehe mit Entzuͤcken die Groͤße dei⸗ ner Macht zu segnen, zu erfreu'n, die hier sich ganz dir weih'n, und jaͤuchze, guch ich von dir, mein Gott! nicht wich. 4. Mein Geist, durch dich berufen zu steter Wirk⸗ samkeit, schwingt dann auf hoͤhern Stufen sich zur Vollkommenheit. Nun find't die Wißbegier, die O 0 itz IIFII..I—.— ee— 578 Glückseligkeit des Christen. in mir lebt, und hier so oft getaͤuscht sich sieht, ein guͤnstiger's Gebiet. 5. Da faͤllt der Wahr⸗ heit Schleyer vor meinem Forschen hin, ich denke heller, freyer, als ich's hier faͤhig bin. Wie herr— lich, Gott! du bist, wie gut dein Rath stets ist bey allem, was geschicht, seh' ich im groͤßern Licht. 6. Ich sehe dann mit Freuden, wie deine Vater⸗ hand mir dieses kebens Leiden zum hoͤhern Gluͤck gewandt. Was hier mir schmerzlich war, beut dann mir Wonne dar, was mich zu Thraͤnen zwang, wird dann mein kobgesang. 7. Auf ewig wohnt dein Friede dann, Gott: in meiner Brust, des Recht—⸗ thuns nimmer muͤde, thu? ich mit steter Lust, was mir zur Seligkeit dein Will' auch dort gebeut, wo jeder frohe Geist dich durch Gehorsam preist. 8. Da stoͤrt forthin kein Boͤser mir meines Herzens Ruh'. Da fuͤhret mein Erloͤser mich lauter From— men zu. Mit jedem Tu⸗ gendfreund in kiebe stets vereint, schmeck ich der Freundschaft Werth noch mehr, als auf der Erd'. 9. Da seh' ich selbst mein Hoffen auf's Gluͤck der Ewigkeit unendlich übertroffen, und fuͤhl' es hoch erfreut, wie der sein Glück recht bau't, der dei⸗ nem Wort hier trau't, ihm folgt, und dann sich fest auf deine Treuꝰ verlaͤßt. 10. O du, der meiner Seele dieß Gluͤck bereitet hat! damit ich's nicht ver⸗ fehle, so leite mich den Pfad der lautern Froͤm-⸗ migkeit; so ist Zufrieden—⸗ heit hienieden schon mein Theil, und dort vollkom— nes Heil. Mel. Jesus meine Zu⸗ versicht ꝛc. Mit frohem Gesuͤhle. 635⁵ HY ist nur mein Pruͤfungsstand, hier ist nicht mein bleibend Erbe. Dort, dort ist mein Vaterland, das erreich' ich, wenn ich sterbe. Preis und Dank fuͤr meinen Tod bring' ich dir, o Herr, mein Gott! z. Gottes Stadt, die droben ist, wo der Un— sichtbare wohnet, wo mein Mittler, Jesus Christ, sei⸗ nen Freunden herrlich loh⸗ net! nie gedenk' ich ernst⸗ lich dein, ohne deiner mich zu freu'n. * 2 os 1, de uic hiet rieder N Heila Rine Stat ud an all Itauchme . Mhe Aun diese HIlklange,! laß vom wach Keudig e Hast: V Rnast. 6. O dann mit Ich est! Wen fsey'n, Mue Nen keib de Ind die 6 er rust 9. Lodes soltdanm siht erschi lchertreter seben; e Hattes nigt, der Much's Ge . Daß Ihleit eir a empfi lich mich! aber We Eike mi uub uuf, h nini — Hich sls Dufs Gl t Mendhlt nd fuͤhb! „Wie der y Halbt, dit hier trah und dann Trelvei. „ der h Gluͤck be ichs nichth leite michh lautern fh ist Zufnehn den schon m dort volhf 3 meilt sicht u. hem Hsihl. r ist nut d Prüfungl t mein hlete t, dokt itun bas chlh sirh. M. für Rngd dir, 9 x 3Endt,V o da A. Hnet, ung osus hrs n Helllic 06 Henich eh heiner Aussicht auf eine bessere Zukunft. 879 3. Er, dein Koͤnig, der mich hier auf der Bahn des Friedens leitet, er, mein Heiland, hat in dir meine Staͤtte mir bereitet, und an allem deinem Heil hat auch meine Seele Theil. 4. Nahe sey mir, oder fern dieses Heil, das ich verlange, ringen will ich, daß vom Herrn ich, was er erwarb, empfange. Freudig seufzet dann mein Geist: Bande der Natur zerreißt! 5. O wie wohl wird's dann mir seyn, wenn ich dich einst in der Naͤhe, die du kommst, mich zu be— frey'n, Stunde meiner Heimfahrt! sehe, wenn den Leib des Grabes Gruft und die Seel' ihr Schoͤ— pfer ruft. 6. Todesschrecken! ihr sollt dann meinen Glauben nicht erschuͤttern. Nur der Uebertreter kann froh nicht sterben; er muß zittern. Gottes Fromme zittern nicht, denn sie dringen durch's Gericht. 7. Daß ich diese Freu⸗ digkeit einst in meinem Tod empfinde, mache sieg⸗ reich mich im Streit, Jesu! wider Welt und Suͤnde. Staͤrke mich im Kampf und Lbauf, nimm mich end⸗ lich gnaͤbig auf. Mel. Allein Gott in derHoͤh'. Erfreuend. 636. Ich weiß, an wen mein Glaub' sich haͤlt, kein Feind soll mir ihn rauben. Als Buͤrger einer bessern Welt leb' ich hier nur im Glau⸗ ben; dort schauꝰ ich, was ich hier geglaubt, wer ist's, der mir mein Erb— theil raubt? es liegt in Jesu Haͤnden. 2. Mein Leben ist ein kurzer Streit, und herr— lich ist die Krone, das Gluͤck der ganzen Ewigkeit wird mir zum frohen Loh⸗ ne. Der du fuͤr mich den Tod geschmeckt, durch dei— nen Schild werd' ich be— deckt, was kann mir denn nun schaden? 3. O Herr! du bist mein ganzer Ruhm, mein bester Trost auf Erden, in jener Welt mein Eigenthum, was kann mir Groͤßer's werden? Von fern glaͤnzt mir mein Kleinod zu; du schaff'st mir nach dem Streite Ruh', und reichst mir meine Krone. 4. Herr! lenke meines Geistes Blick von diesem Weltgetuͤmmel auf dich, auf meiner Seele Gluͤck, auf Ewigkeit und Himmel. Die Welt mit ihrer Herr⸗ O o lich⸗ 580 Sterbe-⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. lichkeit vergeht, und waͤhrt nur kurze Zeit; im Himel sey mein Wandel. 5. Jetzt, da mich dieser Leib beschwert, ist mir noch nicht erschienen, was jene beß're Welt gewaͤhrt, wo wir Gott heilig dienen. Dann, wenn mein Auge nicht mehr weint, und mein Erloͤsungstag er— scheint, dann werd' ich's froh empfinden. 6. Ich sehe, wie im Schalten hier, wo ich dir froh vertraue, die Selig— keit, die ich bey dir in vollem Glaͤnze schaue. Wie groß ist meines Hei— les Werth! im Himmel werd' ich ganz verklaͤrt nach deinem Bilde werden. 7. Zu diesem Gluͤck bin ich erkauft, o Herr! durch deine Leiden; Tod bin ich getauft, wer will von dir mich scheiden? Du zeichnest mich in deine Hand, ich werde dort von dir erkannt; mein sind des Himmels Freuden. 8. Wie groß ist meine Herrlichkeit! empfinde sie, o Seele! schwing dich von dieser Eitelkeit zu Gott empor, o Seele! Der Erde glaͤnzend Nichts ver—⸗ geht, nur des Gerechten Ruhm besteht durch alle Ewigkeiten. 41 Sechste Hauptabtheilung. Ueber Tod Sterbe ⸗ und Begraͤbniß⸗ Lieder. Mel. Befiehl du deine ö Wege ꝛc. Eindringlich. 6³⁷7 Die auf der Er⸗ de wallen, die Sterblichen sind Staub; sie bluͤhen auf und fallen, des Todes sich'rer Raub. Verborgen ist die Stunde, — und Ewigkeit. da Gottes Stimme ruft; doch jede, jede Stunde bringt naͤher uns zur Gruft. ů 2. Getrost geh'n Gottes Kinder die schreckenvolle Bahn, zu der verstockte Suͤnder verzweiflungsvoll sich nah'n; freche Spoͤtter nicht mehr zu spotten wagt, und vor dir, seinem Retter, erzit⸗ tert und verzagt. auf deinen wo selbst der 8 X 3. Dann! dun L helt, W. Iin stehen Uugkeit, Läͤfte bebe Rein Hert hert uͤber! dann ber „Hs 0 His Mps, fit N4 Suͤnde Im Tode tenn des Rwaltige den in dei Nellöset De Fiuden e + h Hetz. utze lad Ideesschm Müberwin Meis und h, der f — ash elch d „Heil! Uhensch Hel weihr sisu wer Furch hllit es Iann Got sat, iiß ben! lcht, N, —— Rah becklt dide verde esh Hläck 0 bHn dut ) Quf dahh. getaust, V mich scheih t Nich in werde dotth⸗ ;Mein sndy reuden, groß ist u empfin cwing dich lkeit zu H. Seele! A end Nichthn des Gelch eht durc; —— lung, igkeit Stimme jede E her uns schrebnt der hert weifungth u sis tter ht N. vagt, uudi Rtter, A Iu. Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 781 3. Wann diese Bahn zu gehen, dein Will' mir einst gebeut, wann vor mir offen stehen Gericht und Ewigkeit, wann meine Kraͤfte beben, und wann mein Herz schon bricht; Herr uͤber Tod und beben! o dann verlaß mich nicht! 4. Hilf, Todesuͤberwin— der! hilf dem in solcher Angst, fuͤr den du, Heil der Suͤnder! selbst mit dem Tode rangst. Und wenn des Kampfes Ende gewaltiger ihn faßt, nim̃ den in deine Haͤnde, den du erloͤset hast. 3. Des Himmels hohe Freuden ermißt kein sterb⸗ lich Herz. O Trost fur kurze Leiden, fuͤr kurzen Todesschmerz! Dem Suͤn⸗ denuͤberwinder/ sey ewig Preis und Dank! Preis ihm, der fuͤr uns Suͤnder den Kelch des Todes trank! 6. Heil denen, die auf Erden sich schon dem Him- mel weih'n, die, aufge⸗ loͤst zu werden, mit heil'⸗ ger Furcht sich freu'n! bereit es ihm zu geben, wann Gott, ihr Gott ge— beut, fließt dieß ihr sterb— lich Leben hin zur Unsterb⸗ lichkeit. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Bedenklich. 638. Noch leb? ich! ob ich morgen lebe? ob diesen Abend? weiß ich nicht. Wohl mir, wenn ich mich Gott ergebel! dann thu' ich redlich meine Pflicht, und bin, durch seines Geistes Kraft, be— reit zu meiner Rechen⸗ schaft. 2. Am Morgen bluͤht und glaͤnzt die Blume, und faͤllt oft schon am Abend ab. So sinkt mit seinem Gluͤck und Ruhme der Mensch, eh' er es denkt, in's Grab. Und du, o Mensch! vertraͤumst die Zeit leichtsinnig und in Eitelkeit. 3. Entziehe dich dem Weltgetuͤmmel, hier ist der Kampf, dort ist die Ruh'. Auf! strebe eifrig nach dem Himmel, eil' jenem bessern Leben zu. Wie bald verfließt die Ue⸗ bungszeit! und dann, dann kommt die Ewigkeit. 4. Verschiebe niemals deine Pflichten. Was du zu thun jetzt schuldig bist, das eile heute zu verrich— ten; wer weiß, ob's mor⸗ gen moͤglich ist. Nur die—⸗ ser Augenblick ist dein, der 38² Sterbe⸗ und Begraͤbniß-Lieder. der naͤchste wird's vielleicht icht seyn. 5. So sey denn, Vater meines Lebens! die War⸗ nung: Wachet, seyd bereit! an meiner Seele nicht ver— gebens, verloren nicht die Uebungszeit. Dann fuͤhrt mich selbst ein schneller Tod zu deiner Seligkeit, mein Gott! Mel. Allein Gott in der Hoͤhꝰ ꝛc. Bedenklich und troͤstlich. 639. J Ich eile meinem Vrabe zu, ein Schritt, so bin ich Erde. Ach! meine Zuflucht, Gott! bist du, so oft ich zaghaft werde. Was ist die Zeit, in der ich bin? sie faͤhret, wie ein Strom dahin, der niemals wiederkehret. 2. Von dem, was man von Jugend an Gluͤck, Vorzug, Groͤße heißet, ist Nichts, was mich erretten kann, und mich dem Tod' entreißet, ich sey geehrt, arm oder reich, mich macht der Tod den Menschen gleich, die laͤngst die Erde decket. 3. Wer fuͤhlet nicht des Todes Macht, der unsern Leib zerstoͤret, wenn er in Finsterniß und Nacht zum Staub zuruͤcke kehret, und wer entfliehet der Gewalt, mit der des Moders Keim so bald den Gliederbau zerruͤttet? 4. Vergaͤnglich ist der Erde Gluͤck, uns, die noch heute bluͤhen, droht mor— gen oft des Todes Blick, man sieht uns schnell ent— fliehen. Der Mensch, der hier so viel besaß, verwel— ket wie ein leichtes Gras auf Feldern, eh' es reifet. 5. Im Sarg ruht unser Ueberrest in modernden Gebeinen, Gig Haus verlaͤßt der Geist, muß da erscheinen, wo ühm des Ewigen Ge— richt ein unparteyisch Ur—⸗ theil spricht, belohnet oder strafet. 6. Doch, warum fuͤrch⸗ ten wir die Gruft, als waͤren wir noch 9— 0100 Er, der uns von der Erde ruft, tuft uns zu bessern Freuden. Wer glaubt, der lebt und stirbet nicht, ob er gleich stirbt, Tod und Gericht, die koͤnnen ihn nicht schrecken. 7. Besiegt hat Tod und Grab der Held, er, der fuͤr uns gestorben, er hat das Leben hergestellt, die Hoffnung uns erworben, durch i den jetzt“kein Grab mehr deckt, werd' und sein zer⸗ 2 X— c 0—0 mel O Mt Whem Ra Zunde kon 18 Todes Ahrt eins Frommen, HWhen Hint sloß vixd h V sten! Nel, Jsa 6 Allehtend u 60•9 sündlich e Grabe.! is viell noch zutseh Nen lsch! füsne ni f Hath. kebe, hustirbst, Alcbt zu de du hien he, die d hen, nicht Ad'erfre sio nicht der GHeuat, loberd Kan Olederhu glh ist de uns, N noh „dloht nih Todes Dah 6 schull an r Masch A esaß, verhil leichte Hit ch' es ust arg ruht uns N Moderbo und sein l berlaͤßt da erschelth Evigen G parteyisch l belohnet le arum sih Grust, A noch Hedk ** von der E keckn,⸗ Hat Ted eld, el/ N 1 + 0 orbel/ „ W abstlt, M.. 0 wothel „ sottt ell m jehe. Ralt, Wis Sterbe⸗ und Bograͤbniß⸗Lieder. 583 ich, aus meinem Grab er⸗ weckt, zum Leben aufer— stehen. 8. O Vater! laß nach deinem Rath nur meine Stunde kommen; er, der des Todes Weg betrat, fuͤhrt einst auch deine Frommen, o Gott! in deinen Himmel ein, wie groß wird dann ihr Gluͤck erst seyn durch alle Ewig— keiten! Mel. Jesus, meine Zuver⸗ sicht ꝛc. Belehrend und Trosteinfloͤßend. 640 Meine Lebenszeit verstreicht, stuͤndlich eil' ich hin zum Grabe. Und wie wenig ists vielleicht, was ich noch zu leben habe! Denk', o Mensch! an deinen Tod, saͤume nicht, denn Eins ist Noth. 2. Lebe, wie du, wenn du stirbst, wuͤnschen wirst gelebt zu haben. Guͤter, die du hier erwirbst, Wuͤr⸗ den, die dir Menschen ga— ben, nichts kann dich im Tod' erfreu'n, diese Guͤter sind nicht dein. 3. Nur ein Herz, das Gutes liebt, nur ein ru⸗ higes Gewissen, das vor Gott dir Zeugniß giebt, wird dir deinen Tod ver—⸗ suͤßen; dieses Herz ver— dient allein deiner Wuͤn⸗ sche Ziel zu seyn. A. Wenn in deiner letz— ten Noth Freunde hilflos um dich beben, dann wird uͤber Welt und Tod dich dieß reine Herz erheben, dann erschreckt dich kein Gericht, Gott ist deine Zuversicht. 5. Daß du dieses Herz erwirbst, fuͤrchte Gott, und bet' und wache, sorge nicht, wie fruͤh du stirbst, deine Zeit ist Gottes Sache. Lern' nicht nur den Tod nicht scheu'n, lern' auch seiner dich erfreu'n. 6. Ueberwind ihn durch Vertrau'n. Sprich: ich weiß, an wen ich glaube, und ich weiß, ich werd? ihn schau'n, denn er weckt mich aus dem Staube. Er, der rief: es ist voll⸗ bracht! nahm dem Tode seine Macht. 7. Tritt im Geist zum Grab oft hin, siehe dein Gebein versenken. Sprich: Herr! daß ich sterblich bin, lehre du mich wohl beden⸗ ken, lehre du mich's je⸗ den Tag, daß ich weiser werden mag. Mel. 584 Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Bedenklich. 641 ein Gott! ich 2—— weiß wohl, daß ich sterbe, ich bin ein Mensch, der bald vergeht, und finde hier kein solches Erbe, das unveraͤnderlich besteht. D'rum zeige mir in Gnaden an, wie ich recht selig sterben kann. 2. Mein Gott! ich weiß nicht, wann ich sterbe, kein Augenblick geht sicher hin. Wie bald zerbricht doch eine Scherbe! wie bald kann eine Blum' verbluͤhe! D'rum mache du mich stets bereit, hier in der Zeit, zur Ewigkeit. 3. Mein Gott! ich weiß nicht, wie ich sterbe, die⸗ weil der Tod viel Wege haͤlt. Dem Einen wird das Scheiden herbe, sanft geh't ein And'rer aus der Welt. Doch, wie du willst, gieb nur dabey, daß ich wohl zubereitet sey. 4. Mein Gott! ich weiß nicht, wo ich sterbe, und welcher Sand mnein Grab bedeckt. Doch, wenn ich nur das Heil ererbe, und Jesus mich zum Keben weckt; so kann mir dieß gleichgiltig seyn, die Erd' ist allenthalben dein. 5. Nun, liebster Vater! wann ich sterbe, so nimm du meinen Geist zu dir: denn bin ich nur dein Kind und Erbe, und hab? ich Jesum nur bey mir; so gilt mir's gleich, und geh't mir wohl, wann, wo und wie ich sterben soll. Vorige Melodie. Bedenklich und bittend. ö Mer weiß, wie 642. Wẽ nahe mir mein Ende? die Zeit geh't hin, es kommt der Tod. Ach! wie geschwind, ach! wie behende kann kommen meine Todesnoth! Gott! reiche dann mir Kraft und Muth, und mach's mit meinem Ende gut! 2. Es kann vor Nacht leicht anders werden, als es am fruͤhen Morgen war, so laͤng ich lebe auf der Erden, leb' ich in ste— ter Todsgefahr. Ich, der ich jetzt gesund noch bin, sink', eh' ich's denke, kraft⸗ los hin. 3. Herr! lehr' mich stets an's Ende denken, und laß mich, eh' ich sterben muß, das Heil der Seele wohl bedenken, und nicht verschieben meine Buß'; denn jener ernste Anpsee bli Se ltimm Ahih ei 0s Hesteh sreit sey und sagel Gschlag l denkelt 3, Ethebe I Hima Hit der Hicb, daß Iümmel Juschuld, silt, WU sillt, de Heß're Wo . Ach! Run S Iheisti w Hier 2 Ib dolt 6 Ruh'. Chtt in je sth auch SD. Nich hH Nsu h sey keb hlabt in Hunde, Mles in lidet sel Ind nimt Humel; . Co Hen od K. 1H9 cbier Wun be, so isg 61 2* lue be, m beh n ich, iuh wann, ierben fl Melod, und hisch 2 weß dite 30 umt du! schwih; kann hn othl' nit Kx H mach gul. un dorl werdo, ihen ich leb i Ihr. Al ind 100 5 peke chr Wi denkeu, N 05 ich 6 il He , Usß Ralle B; 00 Isst 4 Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 58956 blick bestimmt mein ewi— ges Geschick. 4. Laß zeitig mich mein Haus bestellen, daß ich bereit sey fuͤr und fuͤr, und sagen koͤnn' in allen Faͤllen: Herr! wie du willst, so schick's mit mir! Hilf, daß bey jedem Glo⸗ ckenschlag ich an mein En⸗ de denken mag. 5. Erhebe meinen Sinn zum Himmel, verbitt're mir der Suͤnden Lust. Gieb, daß in diesem Welt— getuͤmmel mir Nichts, als Unschuld, sey bebußt; so eilt, wann diese Huͤtte faͤlle, der Geist in eine beß're Welt. 6. Ach! Vater! deck all' meine Suͤnde um Jesu Christi willen zu, damit ich hier Vergebung finde, und dort bey dir vollkom'- ne Ruh', Du warst mein Gott in jeder Noth, d'rum sey auch Vater mir im To d. 7. Nichts ist, das mich von Jesu scheide, anichts, es sey Leben oder Tod, er bleibt im Peiden meine Freude, mein Schutz, mein Alles in der Noth. Er endet selig meinen Lauf, und nimmt mich dann in Himmel auf. 5. So komm' mein End' heut' oder morgen, ich weiß, daß mir's mit Jesu gluͤckt. Er ist's, der mich in allen Sorgen, er ist's, der mich im Tod' erquickt. Er staͤrket mir dann mei⸗ nen Muth, und machts mit meinem Ende gut. Eigene Melodie. Liebreich belehrend. 643 Was sorgst du aͤngstlich fuͤr dein Leben? es Gott ge⸗ lassen uͤbergeben, ist wah⸗ re Ruh' und deine Pflicht. Du sollst es lieben, weis⸗ lich üuͤtzen, es dankbar, als ein Gluͤck besitzen, verlieren, als verloͤr'st du's nicht. 2. Der Tod soll dich nicht traurig schrecken, doch, dich zur Weisheit zu erwecken, soll er dir stets vor Augen seyn. Er soll den Wunsch zu leben min⸗ dern, doch dich in deiner Pflicht nicht hindern, viel⸗ mehr dir Kraft dazu ver⸗ leih'n. 3. Ermattest du in dei⸗ nen Pflichten, so laß den Tod dich unterrichten, wie wenig deiner Tage sind. Sprich: sollt' ich. wohl verscherben? nein! meine Zeit, sie ansznüben, ist kurz, und sie verfliegt geschwind. 4. 586 Sterbe⸗ und Begraͤbniß Lieder. 4. Denk' an den Tod, wenn boͤse Triebe, wenn Lust der Welt und ihre Liebe dich reizen, und er—⸗ sticke sie. Sprich: kann ich nicht noch heute ster— ben? und könnt' ich auch die Welt erwerben, gieng' ich doch solch Uebel nie. 5. Denk' an den Tod, wenn Ruhm und Ehren, wenn deine Schaͤtze sich vermehren, daß du sie nicht so heftig liebst. Denk' an die Eitelkeit der Erde, daß, wenn sie dir entrissen wer— de, du dann dich nicht so sehr betruͤbst. 6. Denk' an den Tod bey frohen Tagen. Kann deine Lust sein Bild ver⸗ tragen; so ist sie gut und unschuldsvoll. Sprich, dein Vergnuͤgen zu ver⸗ suͤßen: welch Gluͤck werd? ich erst dort genießen, wo ich unendlich leben soll! 7. Denk' an den Tod, wenn deinem Leben das fehlt, wornach die Reichen streben, sprich: bin ich hier, um reich zu seyn? Heil mir! wenn ich als Christ einst sterbe, und Christi Sinn mir hier er— werbe, dann ist des Him— mels Reichthum mein. 8. Denk' an den Tod, wenn Leiden be⸗ sprich: alle Truͤbsal eines Frommen ist zeitlich, und durch Hoffnung leicht. Ich leide; doch von allem Boͤ— sen wird mich der Tod bald, bald erloͤsen, wohl dem, der jenes Ziel er— reicht! 9. So suche dir in allen Faͤllen den Tod oft leb— haft vorzustellen; so wirst zitternd du ihn nicht scheu'n; so wird er dir ein Trost in Klagen, ein wei— ser Freund in guten Ta— gen, und Staͤrke in Ver⸗ suchung seyn. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Bedenklich. er weiß es, 644 W Gottt wie bald die Stunde, die Stunde meines Abschieds schlaͤgt, da man mich mit erblaßtem Munde zu mei⸗ nen Baͤtern schlafen legt? wer weiß es, ach! wer weiß die Zeit des Hin⸗- gangs in die Ewigkeit? 2. Du weißt es, Gott! der meine Tage laͤngst schon allwissend nieder—⸗ schrieb, und unter Gluͤck und unter Plage stets Va⸗ ter meines Lebens blieb; von dir, der mir den Athem gab, haͤngt auch mein letz— 3. kommen, ter Athem ab. Gtl àRMllic Wabliken 90 hi Rr It Mdre u, gicht ncht besset l(ude eder de lehte! Gaat. . Phlle Ihte Mhe, mine Hist H nich her fl, Hieldie H Ras brin at— Ubarmher 5. Me Rrgen u vlch ein siht! Kar hicht erbl ath Morge Phn fal Multhun Much!Ri Pfiicht. Viel in Gewe hasd mei lecst du, ich sterbe, He schon ih der ut,ha it schon VDer schen den mic an jedet. —— Tribal g t Retlch, N ung lacht. bon alem J nich de Y erlösen, jenes Zul! he dir inch Tod ostl ellen; son licht sih wird er diz agen, einy in guten taͤrke in x n. ur den lichg, Rklich. Zer weß“ Gottl Stunde, nes Wsch man mich u Nunde zu schlaftn 5, ach!. eit des 00 Etigkeh ißt es, 6 Toge ligs ssend ng Nunttt Hl lage fets chens lh mirdenh zuch Hein I . 1 Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 587 3. Vielleicht in wenig Augenblicken ruͤckt dieses graße Ziel heran, wo ich nicht And're mehr begluͤ⸗ cken, nicht an mir selbst mehr bessern kann— das Ende jeder guten That, die letzte Aernte meiner Saat. 4. Vielleicht ist dieß der letzte Arme, der jetzt um meine Hilfe fleh't; wenn ich mich heute nicht erbar⸗ me, vielleicht ist's morgen schon zu spaͤt, und dann, was bringt die Aernte— zeit?— die Frucht der Unbarmherzigkeit. 5. Mein Pfund erst morgen wuchern lassen welch ein Gedanke voll Ge— fahr! Kann ich ben Abend nicht erblassen, wenn ich am Morgen froͤhlich war? d'rum saͤum' in deinem Wohlthun nicht, dieß, Mensch! ist Weisheit und ist Pflicht. 6. Vielleicht webt emsig im Gewerbe jetzt eine Hand mein Todtenkleid; — liegst du, o Bett! worauf ich sterbe, mich einzuneh⸗ men schon bereit; wohl, eh' der Morgen wieder grau't, hat man mein Grab mir schon gebau't. 7. Wer weiß, wer jetzt schon den Gedanken, der mich am Grabe troͤstet, denkt, den Traͤnk bereitet, der mich Kranken in mei⸗ ner letzten Stunde traͤnkt, und wer jetzt irgend in der Welt den Baum zu meinem Sarge faͤllt? 8. Betrog'ner Mensch! it, am Grabe gen Himmel erst um Rettung schrey'n! wenn suͤndlich ich gelebet habe, kann ruhig nicht mein Sterben seyn; denn, wenn ich dann noch Sünder bin, so ist mein Gluͤck guf ewig hin. 9. Die Kraft von mei⸗ nen besten Jahren sey Gott und meiner Pflicht ge⸗ weih't! die Buße bis in?s gar bis Tode welch ein Wahn, da man auch schla— fend sterben kann! 10. Wie leicht raubt Schmerz und Fieberhitze mir ploͤtzlich Sinne und Verstand, wenn ich Todesaͤngsten schwitze, und fuͤhle schon der Glieder Brand! vielleicht ein Fall, vielleicht ein Schlag be—⸗ stimmt mir meinen Ster- betag. 11. Wie leicht trifft dich der Tod am Ende wohl noch im Dienst des kasters an, laͤhmt die vom Raub befleckten Haͤnde, die keine Thraͤne waschen kann, schreibt In gab; 588 Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Neder. schreibt dir bey taumeln⸗ dem Verstand dein Todes-⸗ urtheil an die Wand; 12. Reißt dich vielleicht vom Wollustbette, viel-⸗ leicht vom Zorn betäubt in's Grab; macht das zu deiner Sterbestaͤtte, was deinem Geize Nahrung ein Diebstahl war dein Leichentuch; vielleicht dein letztes Wort ein Fluch. 13. Praͤg', Herr! das Wort aus Jesu Munde: wacht! jedem Herzen kraͤf⸗ tig ein, und laß, er kom“) zu welcher Stunde, nur unsern Abschied selig seyn! ja, kommt er auch zur Mitternacht, o wohl dann ewig dem, der wacht! Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Bedenklich⸗ 6 Die Herrlichkeit 45. der Erden muß Staub und Asche werden, und Nichts bleibt ewig steh'n; das, was uns hier ergoͤtzet, fuͤt ewig schaͤtzet, wird als ein leichter Traum vergeh'n. 2. Was sind doch alle Saͤchen, die uns so trotzig machen, als Tand und Eitelkeit? was ist der was man ird'sche Kronen, Menschen Leben? stets mit Gefahr umgeben, waͤhrt es nur eine kurze Zeit. 3. Was hilft uns unser Wissen? wird's, wenn wir sterben muͤssen, uns noch ein Vorzug seyn? was hilft uns Macht und Ehre? so glaͤnzend sie auch waͤre, kann ste uns wohl alsdenn erfreu'n? 4. Der Ruhm, nach dem wir trachten, den wir un-⸗ sterblich achten, ist nur ein falscher Wahn; so bald der Geist entwichen, und unser Leib verblichen, fragt Keiner, was wir hier gethan. 3. Wie bald wird das zerrinnen, was wir mit Muͤh' gewinnen, was un⸗ ser Fleiß erwirbt! Kann wohl, was wir besitzen, uns vor dem Tode schuͤtzen, und stirbt nicht Alles, wenn man Kirbt? 6. Was sind des Lebens Freuden? wie bald folgt Angst und Leiden, und Reu' auf den Genuß? was ist's, womit wir prangen? wo wirst du Ehr' erlangen, die nicht zuletzt verschwinden munn 7. Was sind selbst alle Thronen? giebt es wohl die un⸗ verwelklich bluͤh'n? kann vor des Grabes Schrecken der — WWr I Kohe chn „Wie, N Ufgihet, hund stehet sen Zt, Pelkt sch! der Mend hen ud he Hh uf Eden Lot u Echherzu Doch, ind geg, vog fragen, d ded Gtur 10. V uf Jah hitd die Haus g cheidet“ N hllffos Iuh uns 095 Nacht II. Dis bherken, Humel. Uß offen hihwilg den Welt se hit ih WSetan MMErgeb 050 hen Hre Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 589 — bend seche] der Purpur dich bedecken, bluͤh't, und wer kann den heben, die In dich dem Tod' Himmel erben, der nicht fune l entzieh die Verwesung siehr 2 ilst vne n 8. Wie, wenn die Sonn⸗ Staub wird dieser Leib ditds, yaufgehet, die Rose bluͤ⸗von Erde; doch, damit muͤssn, hend stehet in ihrer schoͤn⸗ er himmlisch werde, wird Borzug f sten Zier, und doch ver⸗ einst von Gott erneu't, 16 Mah welkt sich beuget, eh sich Und erhält Unsterblichkeit. änzendit der Abend zeiget, so bluͤ⸗ 2. Willig werd' ich die— se uun]hen und verwelken wir. ses Lebe en, wenn es dei⸗ reb'n! 9. Froh wachsen wir nem Rath efih dir, uhm, nat auf Erden, und hoffen 1 Ba ater! wiedergeben, „ den uu] groß zu 39 507*s engern verlassen diese Welt. ten, istn Schmerz und Sorgen frey. Denn, 0 ch diesem Erben⸗ 7 j 675 7 ahn; 0 Doch, in den schoͤn 5. Ta⸗ lei den rten meit ner hoͤh'⸗ ntwich gen, noch eh' wir Fruchte re G. ude, ich, als Christ, o betllch tragen, bricht uns des To⸗ ich fuͤrchte nicht Grab und et, U des Sturm entzwey. Lod und Weltgericht. . 10. Wir rechnen Jahr 3. Nichts soll mir d bald w wri inzwischen Dren entr aen er 1l was hü: wird die Bahre vor unser——5 men 00 Haus gebracht. Man mir stets heilig se yn: Gott wirht'E scheidet von den Seinen, erfuͤllt, was er verheißen, uitindie hilflos uns beweinen, seiner will ich stets mich Lode und uns bedeckt des Gra⸗ freun. Mir macht nun iuih bes Nacht. e e arbl'“ 11. Dieß laßt uns wohl durch suen ich erlange iud d bedenken, und uns zum ee frohe Seligkeit, wenn InHimmel lenken, weil er ich nuͤtze dies Zeit. wie balve ö F. lah uns offen steht. Wer da⸗ 4. Dort, bey ihm ist RRA x wahres Leben, Millionen den E a will gelangen, darf an 7 220 womt der Welt nicht hangen, da 3— erh chen Ander warten ie mit ihrer Lust vergeh't. 5 32— wo. si st vergeh ihren Lohn; hohe Himels , ů rüm V Bekannte Melodie. nd on zu nrn, 8e I s. Mi 2— 10% Mit Ergebung und Sehnsucht. des Ruhms so wuͤrdig ist, jcht 4 ö Eriose n 90 646. lle Menschen dem Erloͤser, Jesu Christ. 0002 N muͤssen ster⸗ 5. Vaterland verklaͤrter Hlühte A Eu ben, ihre Herrlichkeit ver⸗IFrommen! Heil, Unsterb⸗ lichkeit 590 Stierbe- und Begraͤbniß⸗Lieder. lichkeit und Ruh'! was kein Sterblicher vernom⸗ men, Gottes Heil gewaͤh— rest du. Freudenaͤrnten schenkt Gott denen, welche hier gesaͤ't mit Thraͤnen, alle Thraͤnen trocknet er, Suͤnd' und Elend sind nicht mehr. 6. Moͤgt' ich doch, sie zu empfangen, diese große Herrlichkeit, hier nur thun und nur verlangen, was im Tode selbst erfreu't. Die— se Huͤlle mag zerstaͤuben, denn mein Geist wird ewig bleiben. Mir ist Sterben ein Gewinn; denn zum Vater geh' ich hin. 7. Welche Troͤstung, dieß zu wissen! dieser großen Hoffnung voll, zag' ich nicht in Kuͤmmer⸗ nissen, die ich hier noch dulden soll. Leicht und kurz sind diese Leiden, sie verwandeln sich in Freu⸗ den, wenn ich christlich sie ertrug, bis Gott spricht: Es ist genug. Bekannte Melodie. Sanft und gelassen. 647 Cöbristus, der ist mein Leben! reißt schon der Tod mich hin, was sollt' ich aͤngst⸗ lich beben? der Tod ist mir Gewinn. ö 2. Wer an ihn glaubt, wird selig. Dieß Wort steht ewig fest, die Freu⸗ den sind unzaͤhlig, die es mich hoffen laͤßt. 3. Bald hab' ich uͤber—⸗ wunden des Lebens Angst und Noth, nach diesen Uebungsstunden leb' ich bey dir, mein Gott! 4. Wann mir die Augen brechen, mein Athem schwe—⸗ rer wird; wann ich nicht mehr kann sprechen, mein Geist sich oft verirrt; 5. Wann Sinnen, wann Gedanken, wie ein ver— loͤschend Licht, noch hin und wieder wanken, Gott! dann verlaß mich nicht! 6. Es fliehe Furcht und Kummer, die Seele staͤrke sich, leicht, wie des Muͤ— den Schlummer, sanft sey mein Tod durch dich! 7. O! wohl mir! ich vollende vielleicht bald meinen Lauf, und geb' in deine Haͤnde den Geist, du nim̃si ihn auf. Bekannte Melodie. Troͤstlich. reu' dich sehr, 648. No meine Seele! ewig sollst du selig seyn. Gottes, dem ich dich em⸗ pfehle, sollst du dich auf immer freu'n. Aus der Truͤb⸗ G — R i N At, Iun ihter lommen. 3. Dalk Eidenleber tes hat e Veser Bl wie gloß Lohn“ hemn u sunmer, Ist betttas Mbes, sie läsg 3. Rii Iommne liet die; Aennoch lelden ru ersicht. ibet se, IIs Kamn Nuge m Iih doch umherthan auh ein Huf die la h.)“ En VDandrer Hätkrliche such dem Rit taus Nn. Etkt lin Sünd ——— ihn gh, Deß ln e, diehg aͤhlg, eg laͤßt. hab' ichl, Lebenthz Rnach Aden l ein Goth mir u Athens wann i sprechn ft vennnl Sinng wie a cht, wankey Umichsst ehe ruch die Gohsh. „wie MA. nmer, s durch W wohl HH bielleh W. If„, dde dah M. hn auf te Milh roͤlich ᷓI. Rreu W o meilech du selhf Sterbe⸗ und Begraͤhniß⸗Lieder. 59* Truͤbsal dieser Zeit fuͤhrt er dich zur Seligkeit an den Ort, wo alle From- men ihrer Tugend Lohn bekommen. 2. Dank' ihm fuͤr dein Erdenleben! wie viel Gu— tes hat er schon dir in dieser Welt gegeben, und wie groß ist dort dein Lohn! O wie herrlich, wenn du Gott auch im Kummer, auch in Noth fest vertrau'st, getreu ihm bleibest, und sein Werk nie laͤsstgetreibest! 3. Reine, ganz voll⸗ komm'ne Freuden kennen hier die Frommen nicht; dennoch sind sie auch im Leiden ruhig und voll Zu— versicht. Jedes Leiden uͤbet sie, Lohn kroͤnt einst des Kampfes Muͤh'. Alle Dinge muͤssen ihnen end—⸗ lich doch zum Besten die— nen. 4. Sey bey allen deinen Sorgen Gottes Willen unterthan! bricht doch auch ein heit'rer Morgen auf die laͤngste Nacht einst an. Endlich ruh't der Wand'rer aus, und sein vaͤterliches Haus troͤstet nach dem Erdenleiden ihn mit tausend suͤßen Freu⸗ den. 5. Strebe, dich von al⸗ len Suͤnden loszureißen, und die Welt und dich selbst zu uͤberwinden. Liebe nur, was Gott gefaͤllt. Uebe dich im Guten, sey Gott bis in den Tod ge— treu, dann wird er nach diesem Leben jene Selig⸗ keit dir geben. 6. Jesu, den ich hier bekenne, gieb, daß we⸗ der Lust noch Schmerz mich von deiner Liebe tren— ne, tugendhaft sey stets mein Herz. Mache du mich selbst bereit zu dem Gluͤck der Ewigkeit. Ich, von dir erloͤst zum Leben, will mich ewig dir erge—⸗ ben. 7. Ich, zum Himmels⸗ gluͤck erhoben, soll mit neuen Kräften mich ewig uͤben, dich zu loben, ewig, Gott, mein Vater! dich. Kurz sind Leiden dieser Zeit, ewig waͤhrt die Herr⸗ lichkeit, daͤzu dich in je⸗ nem keben dein Vergelter wird erheben. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Ruhig. , Wie sanft seh'n 649. Wé wir den Frommen nun bald der Erd' entnommen, sich sei⸗ nem Ziele naͤh'n! Wo sich des Lebens Freuden vom frechen 592 Sterbe- und Begraͤbniß⸗Lieder. frechen Suͤnder scheiden, da geh'n des Christen Freuden an. 2. Er laͤchelt seinem En⸗ de, und hebt voll Dank die Haͤnde zu seinem Va⸗ ter auf. Gesichert vor Ver⸗ derben kann er nün froͤh⸗ lich sterben nach seinem wohl vollbrachten Lauf. 3. Sein ruhiges Gewis⸗— sen bebt nicht vor Finster⸗ nissen der Bahn, die er nicht kennt. Die schreckens-⸗ vollen Pfade erleuchtet ihm die Gnade des Gottes, den er Vater nennt. 4. Nicht Augstgeschrey, nicht Thraͤnen, nicht un⸗ ruh'volles Sehnen quaͤlt sein gelaß'nes Herz. Sein Geist, zu Gott erhoben, empfaͤngt den Trost von oben, und Fried' und Freud' versuͤßt den Schmerz. 5. Er segnet froh die Seinen, die um sein La⸗ ger weinen, ermahnt und kroͤstet sie. Und seiner Treue wegen ruh't auch des Hoͤch⸗ sten Segen auf ihnen, und verlaͤßt sie nie. 6. Gott! laß mich ernst⸗ lich streben, so in der Welt zu leben/ daß ich dieß Gluͤck genieß', und, als des Himmels Erbe, froh lebe, und froh sterbe, der hohen Seligkeit gewiß. Mel. Alle Menschen muͤs⸗ sen sterben ꝛc. Geruͤhrt. Mer mit Lu 650. Wé und Eer strebte, nuͤtzlich fuͤr die Welt zu seyn, wer nicht bloß fuͤr sich nur lebte, Menschen suchte zu er⸗ freuꝰ'n, deß Gedaͤchtniß bleib und daure, seine Rachwelt klag' und trau⸗ re, wo sein Grab ist/ weine dann, wer die Tu⸗ gend schaͤtzen kann.. 2. Alle, Alle muͤssen klagen: viel zu fruͤh starb dieser Mann! O wie Viele müssen sagen: meiner auch nahm er sich an! laßt uns ehren seinen Namen, seine Tugend treu nachahmen, und sein Beyspiel stets erneu'n, dann wird sich die Nachwelt freu'n. 3. Ja! laßt uns auch heute weinen, Alle, die sein Tod betruͤbt, unsre Klaͤgen hier vereinen um ihn, der uns so geliebt. Ja! gerecht sind unsre Zaͤhren, laßt uns ihn im Tode ehren. Doch bey allem Schmerz und Leid troͤst uns seine Seligkeit. 4. Ja! sein Name sey uns heilig, unvergeßlich, was er that! Heil derer der — I Ken Hicht fl edae 10 5 0 uthe Scht huckend 15 Naht helt, 6. Gef Haten leb Achn Sad hachilt l Hott, de Pelten, w Atgelten. tlifft seen Fahlt se: M.. Al⸗ 9 R 6. R dich HomStau Hensch, llles wich sch kerlot su, wie udotrt; eEnub aast te den Rimpm aschen nin ien tiht. 5 it v Ind E thlich fit Ihn, wer nh h nut gh suchte 0 5 Gedach daure, sih lag' und tu ein Guad wer die kann. „Nle h Hzu ftah x. 119 1 0 n: Meer Vahl Haftih Namen, I kachahnt. Beyspiel ann wilh N lt freul, laßt uns hetkübt, M berkigeh N 8 so gl Ot sind l 4 ihn 31 Uns 0% „ Doch A 0•9 Herz 110 e Geligfe Keine Geligien seih Mam 1 Hei I Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 593 der so treu und redlich seine Pflicht erfuͤllet hat! sein Gedaͤchtniß straͤhle immer, wie der Abend⸗ roͤthe Schimmer sanft er⸗ quickend Gottes Welt, eh' es Nacht wird, noch er— hellt. 5. Seine schoͤnen Tugend⸗ thaten bleiben segnend uns zuruͤck, tragen, gleich den reichen Saaten, fuͤr die Nachwelt Heil und Gluͤck. Gott, der Richter aller Welten, wird sie oͤffentlich vergelten. Menschentadel trifft sie nicht, dort um⸗ strahlt sie Gottes Licht. Bey dem Tode eines Lan⸗ desherrn. Mel. Allein Gott in der Hoͤh' ꝛc. Rüͤhrend. err Herr! 651. H was sind wir gegen dich! wir Staub vom Staub' gebohren! der Mensch, dem heut noch alles wich, hat morgen sich verloren. Wir welken hin, wie Gras und Laub, verdorrt zerstreut sich un-⸗ ser Staub, wird Saame, einst zu reifen. 2. Vom Tod erloͤst kein Fuͤrstenreich, nicht Kraft, die Sieg erstritten. Es gilt dem Tode alles gleich, Palaͤste oder Huͤtten. Den Armen zieh't aus Schmach und Hohn, doch Fuͤrsten auch von ihrem Thron, des Lebens letzte Stunde. 3. Auch unsern Fuͤrsten riefst du ab, und nahmst ihm seine Buͤrde. Den Leib verbirgt ein kuͤhles Grab, der Geist reift hoͤh'⸗ rer Wuͤrde. Er ist von uns nun weggeruͤckt, wie es dein weiser Rath ge⸗ schickt, und wird von dir gerichtet. 4. Du setztest ihn zum Schirm und kicht, um des⸗ sen Schein wir baten. Nun aber fragt auch dein Ge— richt nach seinen Werk und Thaten. Laß ihn der Krone wuͤrdig seyn, und jedes guten Werks sich freun, das seinen Geist veredelt. 5. Herr! Herr! dein Tag der Rechenschaft lehr uns als Christen handeln! Er geb' uns Eifer, Muth und Kraft, gerecht und gut zu handeln! 4.—3 dann, befrey't von Noth, wir muthvoll uͤber Grab und Tod, und gehen ein zum Leben. PY p Mel. 594 Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. Mel. Alle Menschen muͤs⸗ sen sterben ꝛe. Ernstlich nachdenkend. Fier entschlum⸗ 652². mert ein Re— gente, der Verlaß'nen Gutes that, und die rich⸗ terlichen Haͤnde nie mit Blut gefaͤrbet hat, der. auf Lasterthaten blitzte, und der Wittwen Recht beschuͤtzte, der dem Wai⸗ sen und der Noth willig seine Haͤnde bot. 2. Unpartheyisch, der Sonne warmer, se⸗ genschwang'rer Strahl, der den Eichen stroͤmet Wonne, wie dem Veilchen in dem Thal, strahlt' von seines Stuhles Hoͤhen all⸗ gemeines Wohlergehen in der Reichen Marmorhaus, wie in arme Huͤtten aus. 3. Noch in seinen schwa⸗ chen Haͤnden trug er den Regentenstab, und das Schwert an schlaffen Len⸗ den, das Gerechtigkeit ihm gab. Und, wie Hel— den, wenn sie sterben, sprach er, ohne zu entfaͤr⸗ ben: Gott! hier ist die schwere Last, die du mir vertrauet hast. 4. Aufgeloͤst in Thraͤnen, schwanken Arme hinter seiner Bahr'ꝰ', Stimmen der Verlaß'nen danken ihm, der ihre Stuͤtze war. Gold'ne Zierde deines Standes, Vater unsers Vaterlandes! unser uner— kauftes Ach! fliege deiner Seele nach. 5. Heb't denn eure An⸗ gesichter uͤber jene Sternen—⸗ bahn, Voͤlkex! fleh't zum großen Richter: siehe den genaͤdig an, der mit Weis⸗ heit uns regierte, den der Tugend Adel zierte, schen⸗ ke du zu seinem Lohn ihm des ew'gen Lebens Kron', Bey dem Tode eines Lehrers. Mel. Befiehl du deine ꝛc. Trauervoll. 65⁵3 Vor dir, o Gott! erscheinen wir heute sehr betruͤbt, wir trauren und wir weinen um den, der uns geliebt. Den du uns, Gott! gege— ben zum Lehrer und zum Freund, der endete sein Leben, noch eh' wir es gemein't. 2. Es war, so lang er lebte, sein eifrigstes Be— muͤh'n, sein Wunsch, wor⸗ nach er strebte, uns christ⸗ lich zu erzieh'n, vergnuͤgt war jede Stunde bey sei⸗ nem Unterricht, es i— 12— — ——.— 6 .— aen“ ascet W R den llch, sie Hchten du bend Mic Herzensaü vupdermerkt 1—1 Fͤrt. o Shgen dute 19 re I Wege ins licht berg sier i Hr des soh helbr Oft Iluden rheun, Hesß Leid Eehhenfreh hutch kehf Mistk geit, Zodlihme Dalfbarke 0 den 6 Ehn „e an H1 6 re 6 MI . Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 395 —— 4 Su aus seinem Munde Beleh⸗tief geruͤhrtes Zerz unruh⸗ Zude dünl rung unsrer Pflicht. vollen bangen Schmerz. Mur ui. 3. Es waren seine Leh⸗ 2. Er, mein Gatte, mein lusteu ren dem guten Saamen Gefaͤhrte, der mich liebte, W ficged gleich, sie sollten auch ver⸗(mich ernaͤhrte, bey dem . mehren durch uns der Tu⸗ mir kein Gluͤck gebrach, dem tur. gend Reich, durch seine sinkt aus meinen Armen, nteim Berzensguͤte ward bey uns ach! Hetlfeh Unvermerkt zum Guten das 3. Hin sind alle meine ter: schl Gemuͤthe mit neuer Lust Freuden, mich erwarten „ der wünll. gestaͤrkt. manche Leiden, die ich cgitte, v. 4. So stroͤmte großer sonst nur halb empfand, delsert, Segen durch ihn auf unsmanche, die ich nie ge—⸗ aenm duld! herab, treu gieng er auf kannt. ulbet y den Wegen der Tugend 4. Im Genuß der rein⸗ bis in's Grab, er lebte sten Liebe weiht' ich ihm nicht vergebens, er lebteder Freundschaft Triebe, m Tode i! seiner Pflicht. O schenke, fuͤhlt? ich froh des Um⸗ ehrers, Herr des Lebens! ihm jetzt gangs Werth, den mein ö noch hell'res Licht. Herz nun ganz entbehrt. ehl du M 5. Oft wollen wir bey 5. Wenn er Kummer Freuden in uns sein Bild mit mir theilte, und mich Hauetl erneu'n, und bey des be⸗ zu erfreuen eilte, fuͤhlte 0 dir v bens Leiden uns seiner mein erleichtert' Herz we—⸗ ashnnn Lehren freu'n. Nach seinen niger des Kumers Schmerz. beltt,A. guten Lehren gebrauchen 5. Jetzt droh'n mir mit ind vir unsre Zeit, heißt noch im jedem Morgen mir noch der ME R Tod' ihn ehren, ist wahre unbekannte Sorgen, und 6, G Dankbarkeit. auf meines Gatten Tod n 960 ö folgen Mangel, Elend, I uder Bey dem Tode eines Noth. ö 91 Gatten. 7. Du kannst meinen ö Kummer lindern, Gott! , P Eigene Melodie. und was mir droh't, ver⸗ V U Ki zstend. hbindern, mich mit deinem g Klagend und hernach troͤstend Trost erxsreu'n, kannst und Wuh W 6⁵⁴4 Gett was muß willst mein Vater seyn. W-I* ich nicht er⸗ 8. Sey es, stille meine fahren! nach so froh ver⸗Klagen, laß mich meinen 71% floß'nen Jahren fuͤhlt mein I Schmerz ertragen. Voll Ic, 2 Pp 3 Ver⸗ Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 595 Vertrau'n auf deine Huld, gieb mir Muth, gieb mir Geduld. 9. Auch auf kummer— vollen Wegen fehlt uns nie dein Batersegen, der das, was uns druͤckt und kraͤnkt, stets zu unserm Besten lenkt. 10. Dunkel sind zwar deine Pfade; doch du bist auch reich an Gnade, und verlaͤß't die Deinen nicht, staͤrkest ihre Zuversicht. 11. Du bist auch der Gott der Meinen, die um ihren Vater weinen, hoͤrst ihr wehmuthsvolles Fleh'n, sorgst auch fuͤr ihr Wohl⸗ ergeh'n. 12. Segne, segne mein Bemuͤhen, sie als Chri⸗ sten zu erziehen, laß sie sich des Guten freu'n, und sich jeder Tugend weih'n. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Traurig und doch sich beru⸗ higend. u hast mir viel 655. D entrissen! ich soll den Gatten missen, mein Herz ertraͤgt es nicht! dem Schicksal, das mein Leben verfinstert, mich ergeben, ist schwer, o Gott! doch ist es Pflicht. 2. Wo seit viel tausend Jahren betruͤbte Wittwen gepflegt, wenn sie dich walten ließen, und glau⸗ big dir zu Fuͤßen ihr kum⸗ mervolles Herz gelegt. 3Z3. Gestaͤrkt durch deine Gnade, will ich die rauhen Pfade, die du mich fuͤh⸗ rest, geh'n. Bald werd' ich nicht mehr weinen, einst wird ein Tag erschei— nen, wo sich Getrennte wieder seh'n. 4. Den, den mein Herz erkohren, und den ich nun verloren, find' ich in dei⸗ ner Hand. Wie wollen wir uns freuen, und un⸗ sern Bund erneuen dort in der kiebe Vaterland! Mel. Allein Gott in der Hoͤh' ꝛc. Mit Wehmuth. 656 Sie starb, und „ starb mir viel zu fruͤh, mir starb sie und den Meinen, die alle weh⸗ muths voll um sie mit mir, dem Vater, weinen; wie seufzt mein kummervolles Herz bey ihrem Tod', bey meinem Schmerz, bey mei⸗ ner Kinder Thraͤnen. 2. Ganz fuͤhlt' ich ihrer Liebe Werth, die Pflicht auch sie zu lieben, sie hatte sich I 0. nich l ◻ waren, die hast du teeu 9. großt miine sto ich insch „ 6 ins iht ber 4 6 0 einer und imh talliches wie ich, Shmerz, den droh Vie Ruht Ne Mktziehe sl und Hlhhng ihr uug gern herlich Be Rh' un slt sie ju „ Got Wfich! M eutr wiled d Isshr nu — 4 Ril mosth rubte Mn f u Wrenn se n, u gl Näßen iry Hetz gelg, itkt durch W. llich die tuth e du michfs 1. Bald y mehr wah ein Tag at sich Gehh 5n. den Mein A und den ith findꝰ ich i Vie ul Teuen, erneuen Wierlish cet, in Gott i) oͤh u. Wehnut A*e satd, A tath men nir tath e u, die l um ste mit N Imefs V 00 Talen⸗ Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 90⁷ sich fu mich erklaͤrt, war mir stets treu geblieben. Wie hat sie nicht fuͤr mich gewacht, wie oft nicht auf mein Gluͤck gedacht, wie oft auf meine Freuden! 3. Hin starb mit ihr ein großes Gluͤck, hin meine frohen Stunden, ich wuͤnsche sie um sonst zu⸗ ruͤck, sie ist mir nun ver⸗ schwunden. Verlassen, trostlos seh' ich mich, er⸗ barme, Gott! erbarme dich bey meines Jammers Klagen! 4. Ich fuͤhl', was ich in ihr verlor, und ganz, wie viel ich leide, oft kam sie meinem Wunsch zuvor, und immer war's ihr Freude. Ihr zaͤrtlich muͤt⸗ terliches Herz empfand, wie ich, den kleinsten Schmerz, der unsern Kin⸗ dern droh'te. 6. Wie wichtig war ihr nicht die Pflicht, sie weise zu erziehen! Durch Bey⸗ spiel und durch Unterricht gelang ihr ihr Bemuͤhen, und gern vergaß sie muͤt⸗ terlich Bequemlichkeit und Ruh' und sich, um nur fuͤr sie zu leben. 6. Gott, der du unbe⸗ greiflich bist, du hast sie mir entrissen, ich soll, weil es dein Wille ist, sie immer nun vermissen; doch ist sie gleich getrennt von mir, so weiß ich, sie ge⸗ nießt bey dir des Himels hohe Freuden. 7. Ich seh' sie einst, ja, dieß hoff' ich, in ihrem Siegsgepraͤnge, ich seh' sie, welch ein Gluͤck fuͤr mich! in deiner Frommen Menge, bewund're deiner Weisheit Rath, die sie der Welt entrissen hat, sie ewig zu begluͤcken. 8. Die Dunkelheit wird mir dann kicht, ich werde das verstehen, was meine schwachen Blicke nicht hier ganz enthuͤllet sehen, ent⸗ decke dann mit frommem Dank den Zweck und den Zusammenhang von dei⸗ ner Vorsicht Wegen. Der sterbende Vater. Mel. Befiehl du deine ꝛc. Rührend. „hr wimmert, 67. liebe Klei⸗ nen! wie blutet mir mein Herz bey eurem Fleh'n und Weinen, und eurer Mutter Schmerz! Tief, tief dringt diese Wunde, o Vater! staͤrke mich! in dieser schweren Stunde verzagt' ich ohne dich. 2. Doch nichts soll mehr mich qualen, nicht meiner Waisen 3989 Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. Waisen Noth, dir will ich sie empfehlen, dir, der Verlaß'nen Gott! Dir will ich sterbend trauen, du wirst ihr Vater seyn, und segnend auf sie schau⸗ en, wann sie um Hilfe schrey'n. 3. Sie sind noch uner⸗ fahren, noch schwach, und bald verfuͤhrt. Du wollest sie bewahren! von dei— nem Geist regiert, entge— hen sie dem Pfade der sit—⸗ tenlosen Welt. Ach! sieh' auf den mit Gnade, der sich verirrt und faͤllt. g. Mein Heiland! ich empfehle dir voller Zuver— sicht die Freundin meiner Seele, sprich zu ihr: wei— ne nicht! fühlt' sie nach meinem Scheiden der fruͤ— hen Trennung Pein, dann wirst du sie im Leiden mit Rath und Trost erfreu'n. 5. Kommt nun, ihr lie— ben Kleinen! in Jesu Na⸗ men her! laßt ab von Fleh'n und Weinen, macht nicht den Tod mir schwer! Nehmt meinen letzten Se— gen! hoͤrt meinen letzten Rath! vergeßt nie zu er⸗ waͤgen, was ich euch ster⸗ bend bat. 6. Ach! haltet eure Ju⸗ gend von wilden kuͤsten rein, laßt Gottesfurcht und Tugend stets eure Freude seyn! folgt eurer Mutter Lehren, die euch so zaͤrtlich liebt! wohl de⸗ nen, die sie ehren, weh' dem; der sie betruͤbt! 7. Gott segne dich, Ge⸗ liebte! brich mir nicht mehr mein Herz; der Gott, der dich betruͤbte, der heil' auch deinen Schmerz, sein Rath ist uns verborgen, warum ich von dir geh', auf ihn wirf alle Sorgen, sein Wille, der gescheh'. 8. Aus diesen Pilger⸗ huͤtten komm' ich nur eh' zur Ruh', ihr eilt mit schnellen Schritten mir nach, dem Himmel zu. Wir sehen einst uns wie⸗ der, wann ihr den Lauf vollbracht, wohlgemacht. Bey dem Tode der Aeltern. Mel. Was Gott thut, das ist wohlgethan ꝛc. Klagend. 658. I armes, va⸗ terloses Kind, muß ich in jungen Tagen den Vater, der so gut ge⸗ sinnt, mich liebte, schon beklagen? Er ist dahin, und ich, ich bin noch hier auf WMo ih 40 Id und singen Jubellieder, daß Gott es ch erttuger . Memne B. Spoos iu · e edle ich el und krank, zulaben. IInihn Hsen und; hus hier, u + Sieh'! ich, Harr! te in der. mau Vatet de Trost, fick. Gotl und ich bin deil Kinder he oder st 5 Dem2 uglet, sie Treue sin Hetz Mierl dieß Rnt bey d Re uns r h, und hhn, den Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 599 ——— stan] auf dieser Erden der Sor⸗ Eigene Melodie. — mih gen und Beschwerden. Mit Schmerigefuhle. ebtk wohhe 2. Er war mein Fuͤhrer hten, W. ie 1 in stirbt die Mut⸗ berhl buochwandein sent⸗, 650. Hua welch ein gue h. nahm sich meiner Schwach⸗ I unend se bindere Ver⸗ ch mitn heit an, wenn ich je strau⸗ stand und Hert, und schüg⸗ hegzhucheln wollte. Wie väter⸗ annt 4* ö te meine Jugend, ernaͤhrte übtte, xN lich ertrug er mich, erlaub⸗ mich, hal mutterlich dunh Schun te, meine Bitten in seinen ieden„ 3 yh. Schoos zu schuͤtten. jede ihrer Sorgen fuͤr mich 9 gewacht, oft Tag und bon E. 3. Von ihm erhielt' ich Nacht, am Abend und am fale Ee Speiß und Trank, und Morgen. der gl manche edle Gaben, und 2. Bey jeder kommen⸗ diesn war ich elend, schwach den Gefahr stand sie mir m ich w und krank, so eilt' er mich stets zur Seiten, sah, eh' ihet zu laben. Und nun ist er sie nah' und drohend war, Schriln! fuͤr mich nicht mehr, ver⸗ sie oft auch schon von wei⸗ Hiunlassen und alleine steh' ich ten, entriß mich ihr, und einsten nun hier, und weine. zeigte mir, im Drange ihr Ruh 4. Sieh'! flehend kom̃ ihrer Triebe, bey meinem 1n. H ich, Herr! zu dir, o Va⸗ Schmerz ihr edles Herz, „dchhter in der Hoͤhe! du bist ein Herz voll warmer t mein Vater, schenke mir Liebe. den Trost, um den ich Ihr, ihr verdank' flehe. Gott! du bist mein, ich's, daß ich mich durch und ich bin dein, ich bin Laster nie entehrte, und llen.(dein Kind und Erbe, ich daß sie mich als Vater, Gutthl(lebe oder sterbe. 379 1 Deten, das ich lie⸗ lgethag!x 5. Dem Bater, der mich—8 abach durch 2 sie, als Kind schon fruͤh ö 0 5 ö I9n so geliebt, vereenene vom Irrweg mich ent⸗ 0 seine Herr b Aübt ich fernte) Verfuͤhrer floh', arnt Je sein Herz betrüdt. ach, und immer froh und from VBater. dieß verzeihe! Einst zu leben lernte. dort bey dir, da werden 4. Sie fuͤhrte auf der telostn julgeh 6 hNwir uns wieder froͤhlich Wahrheit Pfad mich hin Ihl, e sehen, und ewig dich er— 20 Prad⸗ der Dogend, M. hoͤhen. wies mir in mancher boͤ⸗ 6⁰⁰ Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. sen That den Leichtsinn meiner Jugend; mit vie⸗ ler Huld und mit Geduld sah sie es, wenn ich fehlte, aus Unverstand es nicht empfand, daß ich das Boͤse waͤhlte. 5. Gott! laß mich, ihrer werth zu seyn, nach ihrem Beyspiel leben, mich imer nur des Guten freu'n, und raheh mein Bestreben; laß mich, wie sie, mit edler Muͤh' nach deinem Bey⸗ fall trachten, die Luͤstern⸗ heit der Sinnlichkeit gern fliehen und verachten. 6. Dann wirst du mich, wie sié, zu dir von dieser Welt erheben, ich werde dankbar froh mit ihr dich preisen, stets dir leben, im Himmelsglanz genieß' ich ganz nach meinen Ue⸗ bungszeiten, dann, sof wie sie, spät oder fruͤh, des Him̃els Seligkeiten. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Ruͤhrend und troͤstlich. 660. Der Mensch weint IE viele Thraͤnen, hat manchen Kampf, manch Sehnen nach einer bessern Welt; doch jede Thraͤnꝰ schmerzt minder, als die vom Aug' der Kinder auf guker Aeltern Keiche faͤllt. erwirbt. 2. Der Weise sucht ver⸗ gebens die Fuͤhrer seines Lebens, vergebens ihren Rath, sie sind hinwegge⸗ nommen, sie werden nicht mehr kommen. Wohl dem, der sie behalten hat! 3. Gott laͤßt durch ihr Bemuͤhen die Kinder groß erziehen, daß sie der Welt sich freu'n. Sie schuͤtzen schwache Jugend, sie pflan—⸗ zen Recht und Tugend in ihre zarte Herlen ein. a. Sie haben wenig Freuden, und oft gar vie⸗ le Leiden, bis sie erzo⸗ gen sind, sie wachen, fleh'n und sinnen, und alles ihr Beginnen geht auf das Wohl von ihrem Kind. 5. Sie wuͤrden fuͤr sein Leben sehr gern das ihre geben, wenn es sein Heil Wie vieles ist verloren, wenn die, die uns gebohren, wenn Mut— ter oder Vater stirbt! 6. Doch ist ein Vater droben, der Allen viele Proben von seiner Treue giebt. Er bleibt, wenn alles weichet; so weit der Himmel reichet, reicht sei⸗ ne Macht, die uns um⸗ giebt. 7. Der Waisen bange Klage steigt nicht am Trauertage umsonst zu ihm empor; er weiß, 4˙ . — halen, Shag l8 Metufzer „Beh d (tet, d slantet u an aun! Suͤndet ma nict di e astt ihren 9., Dr ehtisen al Waisen, ar hel ibt, N din rinze Kinder br oktheilt! 10, Laß dllen in d en, Got in hoͤt! Wterfüuͤtz und besch er Mehs I. Y, I ihnen Mmung sun, w us volle soshüßzer wepn irg Hurhrückt. R. So AufErder u vetde u axfteu —4 srößt Hht lh shh — Asch iher sh Tgchend Hy ind gigh, vabnn en. Vahsh lten hil laͤßt duh ie Kityn Cie igend, Ru. ind A Herlen. haben Ind ostu bis s je wachn. „und — vuͤrdn h gern MI nn eh f Wie gc wenn M ren, WWA ater sih/ ist H det Mil on set, bltb. tʒ π achet K „dis bf Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 601 sie befallen, er hoͤrt den Saͤugling lallen, und je⸗ den Seufzer hoͤrt sein Ohr. 8. Weh' dem, der Boͤses denket, der Aelternlose kränket, und Waisen druͤ⸗ cken kann! was will der Suͤnder machen? er tastet nicht die Schwachen, er tastet ihren Schoͤpfer an. 9. Der wird sich einst beweisen als Raͤcher aller Waisen, an dem, der Fre⸗ vel uͤbt, nach ihrem Scha⸗ den ringet, um's Ihre Kinder bringet, und uͤber⸗ vortheilt und betruͤbt. 10. Laß keinen von uns allen in diese Suͤnde fal⸗ len, Gott, der die Wai⸗ sen hoͤrt! die du willst unterstuͤtzen, und leiten und beschuͤtzen, sind auch der Menschen Hilfe werth. 11. Ja, Herr! wir wol⸗ len ihnen durch Rath und Warnung dienen, und thun, was sie erquickt; wir wollen sie vertreten, sie schuͤtzen, fuͤr sie reden, wenn irgend wer sie un⸗ terdruͤckt. 12. So gieb uns denn, auf Erden Verlaß'ner Trost zu werden, und Waisen zu erfreu'n. Denn unter deiner Sonne ist's doch die groͤßte Wonne, dir, Gott! im Wohlthun aͤhn⸗ lich seyn. Bey dem Tode der Kinder. Eigene Melodie. Mit tiefer Empfindung. 661. Wie viel empfin⸗ det nicht mein Herz! ich seh mein Kind erblassen, wie kann ich mich bey meinem Schmerz, bey seinem Tode fassen! ich liebt' es ganz, ganz liebt' es mich, wir fuͤhl⸗ ten immer beyde, es stets in mir, in ihm auch ich, des Lebens beste Freude. 2. Es war so gut, so unschuldsvoll, wie sah' ich es nicht bluͤhen! ich suchte, wie ein Vater soll, es weise zu erziehen; vom Eigensinn und Bosheit fern, ließ es sich gern be⸗ lehren, war aufmerksam, und wollte gern der Tu⸗ gend Vorschrift hoͤren. 3. Es wuchs an Einsicht und Verstand, versprach mir viele Freuden; bey'm Eifer, den es fruͤh em⸗ pfand, das Boͤse zu ver⸗ meiden, sah ich mit fro⸗ hem Vaterblick, Gott! unter deinem Segen, dem ihm von mir bestimmten Gluͤck so sehnsuchtsvoll entgegen. 4. Ich sah mit gleicher Heiterkeit bey'm ruhigsten Besitze, bey seinem Werth H 662 Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. in ferner Zeit, in ihm des Alters Stütze; ich hoffte froh, durch mein Bemuͤh'n zum Guten es zu lenken, ihm Muth, den Suͤnden⸗ reiz zu flieh'n, und Tu⸗ gendkraft zu schenken. 5. Ach! nun ist meine Hoffnung hin, und, o! wie bald verschwunden! Ich, der ich jetzt so trostlos bin, was hab' ich nicht empfunden! wie oft wird mancher Augenblick noch freudenleer verfließen! was kann mein trauriges Geschick, mein Elend mir versuͤßen! 6. Doch, Gott! ich will, nicht weil ich muß, was du mir auflegst, tragen, und nicht aus Schmerz und Ueberdruß, zu viel und muthlos klagen; ich weiß, was du beschließ't, ist gut, so hart es mir auch scheinet, und dieses staͤrket meinen Muth, wenn gleich mein Auge weinet. 7. Mein Kind lebt gluͤck⸗ lich, lebt bey dir, genießt des Himmels Freuden, lebt ewig, ist, wie auch bald wir, frey von der Erde Leiden. Einst werd' ich froh es wieder seh'n, du willst es zu mir fuͤh⸗ ren, werd' mit ihm dei⸗ nen Ruhm erhoͤh'n, nie wieder es verlieren. —— Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Traurend und hernach sich troͤstend. freuen sich, seh'n ihre Kinder bluͤhen, sie preisen ihren Vater, dich, wenn sie sie gut er⸗ ziehen, du schuͤtzest sie von Jahr zu Jahr vor jeder drohenden Gefahr, be— wachst ihr junges Leben. 2. Doch mir entzogst du dieses Gluͤck, das Tausen⸗ de genießen, mein Kind, o trauriges Geschick! muß schon sein Leben schließen, so sehr ich's auch mit es auch mein kiebling war, so muß ich's doch ver— lieren. 3. Wie klopft mein muͤt⸗ terliches Herz kaum weiß ich mich zu fassen, und moͤgte mich dem tiefsten Schmerz, dem Gram mich eh' es starb, die Haͤnde rang, sah'st meines Kum⸗ mers Zaͤhren. fließen mehr an seinem fruͤhen Grabe, weil ich durch seinen Tod so sehr, so viel verloren habe. Ich wünsche mir umsonst das Gluͤck, umsonst die Freude mir 662. Do viele Muͤtter Schmerz gebahr, so sehr uͤberlassen. Du sah'st, wie unruh'voll, wie bang ich, 4. Sie flossen, und sie is geraht u Hitd„ V 0. M he Hott vol 6 18 Udens Mir nur A Heduld I ekttage immer hat Ren bebe Hatur Heibst mei +. Men lch,ist b siß lehens sit in det hii empfu wusscht ni Echengläd diese Wel wuld nie:! Nhier Zugendfei Hberf verff durch eine die intre Ind elch a Schn Sthihal voldin! * Ndhradz, un 1 uteg fteutl schl ander baͤhn. ihten Dan sie sie 1 huͤtzet sr he 7 Befahr, E riri . ent „das dlt ö Wen 90 Beschick Iben schlehl I aht, su Kieblingw 8 doch R. 100 mein x Vsteh den tß am Gramet du sahshl wie halhl „ dit 0 meites W. Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 603 mir zuruͤck, die sein Besis mir schenkte. 5. Doch, Gott! ich kenne meine Pflicht, im Schmerz auch dich zu ehren, du kannst, als Menschenvater, nicht mein ganzes Wohl zerstoͤren; denn alles, was dein Wille thut, ist weise, ist gerecht und gut, und wird es immer bleiben. 6. Ich weiß, du bist ein Gott voll Huld auch bey des Lebens Plagen, gieb mir nur Muth, gieb mir Geduld, mein Schicksal zu ertragen; zwar ist es immer hart und schwer, mein Leben, jetzt ganz freudenleer; doch du, du bleibst mein Vater. 7. Mein Kind ist gluͤck⸗ lich, ist befrey't von die⸗ ses Lebens keiden, genie—⸗ ßet in der Ewigkeit noch nie empfund'ne Freuden, wuͤnscht nun kein einzig's Erdengluͤck, sich nicht in diese Welt zuruͤck, und wird nie wieder sterben. S. Hier konnte leicht ein Tugendfeind sein weiches Herz verfuͤhren, dieß leicht durch einen falschen Freund die inn're Ruh' verlieren, und welch ein tiefer, bitt'⸗ rer Schmerz waͤr' dieses Schicksal fuͤr mein Herz bis an mein Vrab 965 worden! sten Seel lenschmerz. Deun, Jetzt ist es, was es bier nicht war, frey⸗ vom Verlust der Tugend, be⸗ fuͤrchtet nicht mehr die Ge⸗ fahr der unbewachten Ju⸗ gend, darf jetzt nicht mehr Verfuͤhrer flieh'n, sich nicht mehr ihrem Reiz entzieh'n, 9 Sel'gen jetzt umge⸗ en. ö 10. Einst werd' ich dei⸗ ner Weisheit Rath, Er⸗ hab'ner! ganz erfahren, dann wird dein hier mir dunk'ler Pfad im Glanz sich offenbaren, jetzt voll von dieser Zuversicht, dann reich an jenes Glanzes Licht, bewundr' ich deine Fuͤhrung. del. Wer nur den lieben ꝛc. Schmerilich und troͤstend. eint, Aeltern! 663. weint, denn eure Zaͤhren sind mensch⸗ lich, sie find christlich schoͤn. Wer kann dem Thraͤnen⸗ flusse wehren, und kalt und ohn' Endfindung steh'n, wenn Gott uns ein geliebtes Kind von unsrer Seite zeitig nimt? 2. Sind Kinder ihrer Aeltern Freuden, und wah⸗ re Woune fur ihr Herz; so fuͤhlen sie 20 ihrem Scheiden gewiß den tief⸗ wer 6⁰⁴ Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. wer verliert sein Liebstes gern, und wuͤnscht nicht dessen Tod noch fern? 3. D'rum weint, und lasset euren Thraͤnen, laßt eurem Kummer freyen Lauf; doch sehet auch bey eurem Stoͤhnen auf Gott, der sie euch nahm, hinauf, und glaub't, ob es schon wehe thut: ihr fruͤher Tod ist ihnen gut. 4. Ihr habt durch ihren Tod verloren, doch ihnen war ihr Tod Gewinn; zum Himmel waren sie gebohren, zum Himmel nahm sie Gott dahin. Noch frey von Ungerechtigkeit, nahm sie Gott in die Se⸗ ligkeit. 5. Dort steh'n sie nun vor Gottes Throne, sind selig und von Uebeln fern. Ihr Schmuck ist eine Him⸗ melskrone, ihr groͤßtes Gluͤck, sie seh'n den Herrn, sie sehen Christi Herrlich— keit nach einer kurzen Pil⸗ grimszeit. 6. O! goͤnnet ihnen die⸗ ses Gluͤcke, und tadelt Gottes Wege nicht. Wuͤnscht sie nicht mehr zu euch zuruͤcke, denkt, wie der Christe denkt und spricht: Gelobt sey Gott, denn was er thut, ist wei⸗ se, uͤberlegt und gut! 7. Bald werdet ihr sie wieder sehen, bald kommt auch euer Sterbetag; dann sollt ihr sie auf ewig sehen, folgt ihnen nur, als Sel'⸗ ge, nach. O Gott! wie wird das Gluͤck erfreu'n, mit seinen Kindern selig seyn! Bey dem Tode unserer Lieben. Eigene Melodie. Mit Schmerz⸗ und vernach Trostgefuhle. enn der Stif⸗ 664. Wẽ ter der Ge⸗ schlechter unsre Lieben zu sich ruft, wenn die Soͤhne, wenn die Toͤchter sinken in die fruͤhe Gruft: ach! dann fuͤhlen unsre Herzen un⸗ aus sprechlich tiefe Schmer⸗ zen. 2. Wenn der Saͤugling, kaum gebohren, gleich der Blume, schnell verbluͤh't, und die Mutter nun ver⸗ loren ihre ganze Hoffnung sieh't, leicht kann dann ihr Herz verzagen, so viel schwere Pein zu tragen. 3. Wenn der Tod im edlen Sohne seine Lust dem Vater raubt, wenn des Hauses Stuͤtz' und Krone sinket mit des Vaters Haupt, Muͤtter von den Kin⸗ Gte — fdde che 900 slichet . 096 hen diest Hery r Henhuns id d Dent Rad nieder/ 0 ius hedet 5. Meer 15 Muele am Grabe 11N Tode Helle duke Hhildes Ei hie hier Ius einst sheinen. 6. IM sen Frer Lor deine Mir solt um den Ichn? in besser lolen w 5. E Musch! der Rat wat, we entlissen, alles wa was wir hort als chemnen . W. Gschren Hielacht l. ö schet ihr s. i uonm bengz dahz waschs Ur, als St „HGatti läck eftent, Kindert s ode . Nelodin. Z und denth gefühle n het EH tet der d iste Liebey n die Shz chtet sltn uft: achldu Herhel tieft Se der Sulhih e, gla Iel verbah Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 605 Kindern scheiden, Herr! was gleichet diesen Leiden! 4. Ach! es muͤßte unter⸗ liegen dieses arme schwa— che Herz, huͤlfest du nicht, Herr! uns siegen uͤber Tod und Trennungsschmerz. Deine Rechte schlaͤgt uns nieder, deine Rechte hebt uns wieder. 5. Vater! deines Tro⸗ stes Quelle trocknet auch am Grabe nicht. Selbst des Todes Nacht wird helle durch des Glaͤubens mildes Licht. Alles, was wir hier beweinen, wird uns einst als Gluͤck er⸗ scheinen. 6. Im Genuß der rein⸗ sten Freuden wandeln sie vor deinem Thron. Und, wir sollten sie beneiden um den fruͤh errung'nen Lohn? Herr! du wirst im bessern Leben die Ver⸗ lornen wieder geden. 7. Es kann ja der Mensch nicht wissen, was der Rath der Weisheit war, warum sie uns die entrissen, deren Lieb' uns alles war? wird nicht, was wir hier beweinen, dort als Wohlthat uns erscheinen? 8. Welchen drohenden Gefahren sind sie nicht vielleicht entfloh'n! Herr! du wolltest sie bewahren, darum riefest du sie schon. Welchen schweren Kuͤmer⸗ nissen hast du sie vielleicht enteissen! 9. Beugt ihr Tod nicht nur die Herzen, fuͤhrt er auch in dunkle Nacht schwerer Pruͤfungen und Schmerzen; Vater! deine Guͤt' und Macht fuͤhrt die Deinen auch durch Leiden den. Besitze beß'rer Freu⸗ en. 10. Der Entschlafenen gedenken, ihrer kiebe, sey uns Pflicht! Freude sey's, den Blick zu lenken auf⸗ waͤrts hin zu jenem Licht, wo sich Alle wieder sehen, die hier deine Wege gehen. Eigene Melodie. Klagend und nachher getrost. 665. Ach! hier nicht mehr! ach! fern von mir bist du, ich seh' nichts mehr von dir, getreue, gute Seele! ent—⸗ floh'n aus meinen Armen weit, im Laͤnde der Un⸗ sterblichkeit, lebst du, ge⸗ treue AWDen 2. er Freundschaft Labsal ist dahin, äbeiz Trost, wenn ich verlassen bin, dein Mitleid, wenn ich leibe. Mir fehlt, mir fehlt die treue Hand am Weg lichkeit! 606 Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. Weg in's beß're Vater— land, mir fehlt des Le— bens Freude. 3. Doch sey mein Schmerz auch noch so groß, mein Freund ruh't nun in Got⸗ tes Schoos; vor Gott will ich mich beugen. O Seli— ger! genieß' dein Gluͤck! Ich wuͤͤnsche dich nicht mehr zuruͤck, gedüldig will ich schweigen. 4. Ja! schweigen will ich, Gott vertrau'n, auf seine gute Fuͤhrung schau'n, und geh'n auf Gottes We— gen. Einst schwingt mein Geist sich auch empor, ich finde, was ich hier ver— lor; mein Freund eilt mir entgegen. 5. Du, Seliger! wirst vor mir steh n, dich werd' ich froͤhlich wieder seh'n. O freudenvolle Stunde! ich eile deinen Armen zu, unsterblich ich, unsterblich du, zum neuen Freund⸗ schaftsbunde. 6. Dann schau und bet' ich an mit dir. Ein Herz und Seele, singen wir vom Nutzen unsrer Leiden, wir preisen Gott und seinen Sohn, und fuͤhlen unsers Glaubens Lohn, des Him⸗ mels hohe Freuden. 7. Gedanke der Unsterb⸗ erheit're jede Duntelheit, und staͤrk' wenn ich wanke, mich, esiege jede Leidenschaft, erfuͤlle mich mit Muth und Kraft, du himmlischer Gedanke! 12 Bey dem Tode eines Verungluͤckten. Mel. Christus, der ist mein Leben ꝛc. Geruͤhrt. 666. Ban der tie⸗ fen Trauer, die unser Herz erfuͤllti wir seh'n mit bangem Schauer des Todes Schre⸗ ckenbild. 2. Was ist des Men—- schen Leben? was ist des Menschen ungebe O Gott! von Angst umgeben, wird er 39 weggerafft. Gesund und muthig schritet er durch die Welt einher. Ein Ungluͤck wird bereitet, und, ach!— er 2 nicht mehr! Wer zaͤhlet die Ge⸗ fahren, die uns auf Er⸗ den droh'n? willst du uns nicht bewahren, so stüͤrzen ö sie uns schon. 5. Auf allen unsern We⸗ gen umhuͤllt uns Dunkel⸗ heit, und oft ist Noth zu⸗ gegen, wo unser Herz sich freu't. 6. — 1 Ahtt, fbot. entfli H.tommt „ Ach! i sill. Neilér Hal is ein A ein Mest 0 el, V H ‚ tuͤbern Rerbar zu 0. Auch 6 Gtau Whereiß Giist die bsst unser 10. Er iht serb hetbor, e MWerben I dir em I. Ol betn, un shs, daß dich treten Hbals uns 12. Da uit Schre un uns uir und Wynet — ih want nit Muthw Haussh Toe 0 läckten, „ der IN üK. ührt. eteih deh fen Aah Herz ekfilh mit bangn Todes Eay ist des M was i N aft? 9 00 ngeben, Raft. und mosh urch dit x Unglack a 5„achl— + ihlet R uns bus ils N au, so sung . us is Nth l M H Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. 60⁷ 6. Doch alles, was ge⸗ schiehet, erfolgt auf dein Gebot. Du willst, der Tod entfliehet. Du willst, so kommt der Tod. 7. Ach! dieß nur macht uns stille. Wir sind in deiner Hand, und gnaͤdig ist dein Wille, allweise dein Verstand. 8. Wo wir oft aͤngstlich zagen, erhoͤh'st du unser Gluͤck, und lenkst von truͤbern Tagen uns wun⸗ derbar zuruͤck. 9. Auch, wenn des To⸗ des Grauen uns ploͤtzlich niederreißt, darf unser Geist dir trauen. Du lie⸗ best unsern Geist. 10. Er kann und wird nicht sterben, er eilet nur hervor, entreißt sich dem Verderben, und schwebt zu dir empor. 11. O! lehr' uns wachen, beten, und stets besonnen seyn, daß, wenn wir vor dich treten, wir deines Heils uns freu'n. 12. Da schwinden dann die Schrecken auf ewig von uns hin. Da sehen wir und schmecken: der Tod war nur Gewinn, Trost des Wiedersehens. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Trostvoll. 667. Schwer liegt der Trennung Schmerz auf mir; ich liebe sie, die Meinen. O laß, mein Gott! mein Gott! vor dir mich diese Frage weinen: werd? ich nach meinem Tode gleich, werd' ich, o Herr! in deinem Reich die Meinen wieder—⸗ sehen? 2. Wohl mir, o Gott! ich hoͤre schon des Geistes Stimme wehen, sie ruft mir zu mit sanftem Ton: du wirst sie wiedersehen! bist du nur fromm, sind sie nur gut, dort oben un⸗ ter Gottes Hut wirst du sie wiedersehen. 3. Des Frommen Seele trennt sich nicht von gleich⸗ gesinnten Frommen. Sie werden all' in Gottes Licht auf's neu' zusamen kom⸗ men, forthin durch keinen Tod getrennt; denn Got⸗ tes Engel, der sie kennt, vereinigt sie zusammen. 4. Der Freund find'r gute Freunde dann an Gottes Throne wieder, der Gatte trifft den Gat⸗ ten an, der Bryder seine Bꝛi⸗ 608 Sterbe⸗ und Begraͤbniß⸗Lieder. Bruͤder. Die Mutter sieht, umarmt ihr Kind; denn alle gute Seelen sind in Gottes Stadt beysammen. 5. D'rum laßt uns hier schon Hand in Hand auf Gottes Wegen gehen, da— mit wir dort im Vater⸗ land uns einst beysammen sehen. Wie wird's uns seyn, wenn wir uns seh'n, wenn wir uns froh entge— gen geh'n, und ew'ges Heil uns leuchtet! 6. Seyd froh, ihr Lie—⸗ ben! denn gewiß, wir werden uns dort finden, in Gottes Stadt, im Pa⸗ radies, befrey't von allen Suͤnden. Verklaͤret wer⸗ den wir aufsteh'n. O Wie—⸗ derseh'n! o Wiederseh'n! wie troͤstest du die Seele!“ Bey Begraͤbnissen. „ Bekannte Melodie. 681 Sanft. 668 Bedrabt den Leib in seine Gruft, bis ihm des Richters Stimme ruft. Wir saͤen ihn, einst bluͤht er auf, und steigt verklaͤrt zu Gott hinauf. 2. Aus Staube schuf ihn einst der Herr. Er war schon Staub, und wird's nur, mehr. Er —. liegt, er schlaͤft, verwest/ erwacht dereinst aus die— ser Todesnacht. 3. Des Frommen Seele lebt bey Gott, der sie aus aller ihrer Noth, aus al⸗ ler ihrer Missethat durch seinen Sohn erloͤset hat. 4. Hier hat ihn Truͤbsal oft gedruͤckt, nun wird er, Gott! von dir erquickt. Hier trug er Jesu sanftes Joch, entschlief im Tod', und lebt doch noch. 5. Gott blieb er treu bis an sein Grab, nun wischt Gott seine Thraͤnen ab. Was sind die Leiden dieser Zeit, Gott! gegen deine Herrlichkeit? 6. Nun, du Erloͤster! schlaf in Ruh'! wir geh'n nach unsern Huͤtten zu, und machen zu der Ewig— keit durch Glaub' und Tu⸗ gend uns bereit. 7. Ach, Jesu Christ! dein bitt'rer Tod staͤrk' uns in unsrer letzten Noth! laß unsre ganze Seele dein, und selig unser Ende seyn! Eigene Melodie. Beruhigend. 669 Gebt dem Tode seinen Raub, Wuͤrmern ihre Gabe, See— len werden nicht zu Staub, schlumern nicht im Grabe. 2⁴ Daͤden! Laterhand in Flleden 4. Saate schkit, he verfie „ u scheiner u sild beret bens Gab mm Hude. Uuefdlich ein Brabli Wil seug Shalbe, Hhistengl ius einst! 2. Flie Rfen! fiieße Hschließet auf. lch Erde U Hoh Ddeise njld — —t del. — lst, rpg tint gug N .. ommen S tt/ der st a Loth, u üsethat du etlöset ha⸗ at ihn duht „nun vic dir ethuch Nist su hlief in N ch hoch ö blieb H Gtab, in seint Auun sind die d „Gatt! ChH du Etli uh'! virg „ H z dE laub ud kkeit. Jisu E Tod sirth gten N e Gelle Rser Eide sh Mlodie, ihigedd, n ö ö sue n Wcile,&. HHSt 0 in.n Sterbe⸗ und Begraͤbniß-Lieder. 609 2. Aerntefeld! hier ru⸗ hen sie, Christen, unsre Bruͤder, kaͤmpften, aber kaͤmpfen nie nun auf Er⸗ den wieder. 3. Heil dem Guten, der ier fand sanfte Ruh' der Muͤden! Vaterhand schlummert er im Frieden. 4. Saaten der Unsterb⸗ bald verfließt auch unsre Zeit, ruft der Tod: er⸗ scheine! ö g. Ruf' er denn, wir sind bereit. Wer des be⸗ bens Gabe nuͤtzet fuͤr die Ewigkeit, zittert nicht am Grabe. Mel. In allen meinen Thaten ꝛc. Geruͤhrt. a stehen wir, 67⁰. D die Deinen, Unendlicher! und weinen ein Grablied an der Gruft. Wir singen, auf vom Staube, uns staͤrkt der Christenglaube, daß Gott uns einst zum Leben ruft. 2. Fließt nur, ihr Thraͤ⸗ nen! fließet, ein Sterblicher beschließet des Lebens kur-⸗ zen kauf. Nimm, muͤtter⸗ liche Erde! dein Kind, frey von Beschwerde, in deine milden Arme auf. unter Gottes 3. Sey ihm ein Ruhe⸗ bette, nachtvolle Grabes⸗ staͤtte! und deck' ihn kuͤh⸗ lend zu. Er schlafe hier im Frieden den stillen Schlaf der Muͤden, des Kranken lang erseufz'te Ruh'. 4. So, wie im stillen Haine, ruh'n sicher die Gebeine vor Fro d lichkeit, heilige Gebeine!“ Frost un Sonnenglut. Ihr Stuͤr⸗ me! braust gelinde, und wehet sanft, ihr Winde? wo eines Christen Asche ruh't. 5. Senkt nun den Leich⸗ nam nieder zum Staube seiner Bruͤder, die laͤngst die Erde deckt. Im Grab ist sanfter Schlumer, ihn stoͤrt kein Erdenkummer, Gott ist es, der ihn einst erweckt. 6. Zum Leben ohne Sorgen weckt ihn der fro⸗ he Morgen, wo eine Welt erwacht; Heil diesem tod⸗ ten Staube, so singt der Christenglaube: auch er erwacht, auch er erwacht! 7. Nun schauet auf, Betruͤbte! dort wandelt der Geliebte nach Finster⸗ niß im Licht, vergoͤnnet ihm die Freude, o! wehret eurem keide, und wisch't die Zaͤhren vom Gesicht. 24 Un⸗ W 610 — 27 2 ö ö ö Gnirte Unsterblichkeit und Ewigkeit. aut; NI V •„ ö„ gads Mel. Freu' dich sehr, o spielet, nicht den Schmer Iaun meine ꝛe. der Zukunft fuͤhlet. 1⁵ Trauh Nachdenkend. 4. Seyn, und dann zet, zchnsucht u nichtet werden; Mitter— n Glücke! 671 Schuf mich Gott nachtgedanke! fleuch, oder ugetblck 01. fuͤr Augen⸗ ihr Gewuͤrm auf Erden! Nanl blicke? bloß fuͤr diesen neidisch seh' ich hin auf Wblh sch Traum der Zeit? nur zueuch; denn, was huͤlfe Ns ihrem eiten Gluͤcke, aber mir der Flug, der so oft saff une nicht zur Ewigkeit? Spoͤt⸗ zu Gott mich trug! Stürb ug ul ter sagen: Rur ein Hauch ich ganz im Tod, so waͤre zist. Et ist das keben, schwindet Tugend weder Pflicht noch zahen ur. auch, wie ein Strahl in Ehre. aabbets Nacht verschwindet, daß 5. Nein! mein Heil, heThnten man seine Spur nicht den sichern Glauben, daß sbf lie findet. mein Daseyn ewig sey, deser 2. Bin ich, wenn ich soll kein frecher Spott mir b nat sterben werde, voͤllig der rauben, noch des Witzes Wühe Verwesung Raub? dleser Taͤuscherey. Meine Seeb' led u Leib(ich seh's) wird Er⸗ist nicht ein Rauch, nicht ach bllto⸗ de, ach! ein bald ver⸗ ein Funken; ist ein Hauch,) Raug 7 ö wesster Staub! O!! er⸗ den ich von dem Schoͤpfer Ind he mit, reicht' ich hier mein Ziel, habe, den verwehst kein Hein Gott! haͤtt' ich alles Selbstge-⸗ Sturm vom Grabe. h ehst, v fuͤhl, alles keben dann 6. Geist! das ist mein aoch ithed 0* verloren, lieber waͤr' ich hoher Name, dieser Leib, D, N nicht gebohren. ist Huͤlle nur, einst des Hvisen d 3. Ist dieß Leben nicht edlern Leibes Saame auf I, AU N zum keben einer bessern der Auferssehung Flur! funne 9 West der Pfad? Sag't, wie das Korn wird auf⸗ sher if warum mirs Gott gege⸗ geloͤst, Frucht zu bringen, Augen, B. ben, mir Vernunft gege, so verweßt auch mein Leib, ii, wenm ben hat? Glucklich war' um hoh'res Leben einem uttmn ich, naͤhm' er mir's, gaͤbe edlern Keim zu geben. l Kafen mir die Lust des Thiers, 7. Freylich hoͤrt mit In nin E das in Freuden huͤpft und diesem Leben hier 7 Iun ppd eist — wigkeit icht un Shy ͤft fuͤhk.)“ „ und b etden; M. ne! feuch. em auf E h' ich gyy nn, wWS lug, derh ich tiugl i Tod, sih heder ftcth. n Mh f u Glaub seyn ehs H rechet Ent noch dis A h. Mindeel in Rauc, dem Eh betbeht. ym Gtad. II ds me/ diesh Hur, An) bes Slalt! iehurh. Forn vitds uht z0 H auch Heis Unsterblichkeit 60t und Ewigkeit. Geist zu wirken auf. Aber schließt sein thaͤt'ges Stre⸗ ben sich mit dieses Lebens Lauf? gabst du, Gott! ihm Thaͤtigkeit nur fuͤr diesen Traͤum der Zeit? Sehnsucht nach vollkom'⸗ nem Gluͤcke nur fuͤr wenig Augenblicke? §. Nein! fuͤr wenig Au⸗ genblicke schufst du nicht des Menschen Geist, du berufst zum ew'gen Gluͤcke Alles, was dich Vater heißt. Seelen, Geister sterben nie. Nach des kur⸗ zen Lebens Muͤh' wirst du ihre Thaten richten, aber sie selbst nie vernichten. 9. Dieser heiße Durst im Herzen nach der Unver⸗ gaͤnglichkeit, dieser Drang in keid und Schmerzen nach vollkomm'ner Selig— keit, Zeugen, Burgen sind sie mir, daß ich mich, mein Gott! zu dir, daß ich einst, wohin ich strebe, mich erheb' und ewig lebe. 10. Du, o Schrecken im Gewissen der Verbrecher! du, o Ruh', die schon Fromme hier genießen, hoher Beyfall Gottes du! Zeugen, Bürgen seyd auch ihr, wenn der Tod mich schrecket, mir, wenn der Leib zerstaͤubt zur Erde, daß mein Geist nicht ster⸗ ben werde⸗ 11. Ewig, ewig werd? ich leben; sicher der Un⸗ sterblichkeit, streb' ich mich empor zu heben uͤber je— den Traum der Zeit; wan⸗ deln will ich fest und still jeden Pfad der Tugend, will stets nach jenem Ziele streben, hier schon fuͤr den Himmel leben. ö ö 12. Staͤrke, Gott! mich in dem Glauben, daß ich nicht ganz sterblich sey, laß mir ihn kein Blend— werk rauben, keines keicht⸗ sinns Spoͤtterey; gieb, daß ich schon in der Zeit streb' nach hoͤh'rer Selig⸗ keit; mir wird einst von deinem Sohne meines Strebens Preis zum kohne⸗ Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Troͤstend. 672. erbebst meine Seele bey dem Gedanken an das Grab? Nicht dich umschließt einst seine Hoͤh⸗ le, nur deine Huͤlle sinkt hinab. Sie schuf der All⸗ maͤcht Wink aus Staub, nur sie wird der Verwe⸗ sung Raub. 4 2. Du, zur Unsterblich⸗ keit erlesen, wirst mit dem Tode nicht vergeh'n, dich wird der Vater aller We⸗ sen mit hoͤh'rer Weisheit Qꝗ 3 dann 6e unsterblichkeit und Ewigkeit. dann erhoͤh'n, bewundern wirst du Gottes Macht in jener Welten Bau und Pracht. 3. Dann, Seele! wirst du das verstehen, was hier kein weiser Mund er⸗ klaͤrt, was hier vollkom-⸗ men einzusehen, des Wis⸗ sens Trieb umsonst be⸗ gehrt. Dann taͤuscht dich Wahn und Irrthum nicht, und selbst die Finsterniß wird Licht. 4. Dan wirst du den, ja den erblicken, den hier allein der Glaube sieht, ihn, der, dich ewig zu be⸗ glücken, nach Gottes Rath am Kreuz verschied. Dann jauchze, daß kein Wahn, kein Spott dich hier ge⸗ trennt von deinem Gott. 5. Wann nun der Tag des Herrn erscheinet, ver⸗ laßt dein Leid der Graͤber Ruh', zum zweytenmal mit dir vereinet, wird er unsterblich seyn, wie du. O Seele! zitt're laͤnger nicht, daß deiner Huͤlle Bau zerbricht. Bekannte Melodie. Mit froher Empfindung. 673. zedanke hoher Seligkeit! Gedanke der Unsterblich⸗ keit! du staͤrkster Trost im Lt H. abe Leben! was waͤr“ mein Daseyn ohne dich! mit welchem Schaͤuder wuͤrde mich die Zukunft oft durchbeben! umsonst er⸗ hoͤbe sich mein Herz zum Himmel bey so manchem Schmerz. 2. Ich irrt' ein dunkles Thal hinab, bis an mein schreckenvolles Grab, das Ziel von meinen Thraͤnen! was waͤre meines Lebens Gluͤck mehr, als ein fluͤcht⸗ ger Augenblick, mehr, als ein banges Sehnen! was sind die Freuden dieser Welt, wenn ew'ge Nacht uns einst befaͤllt! 3. Und ist der Leiden große Zahl in diesem dun⸗ keln Pilgerthal nicht oft das Loos des Lebens? ist nicht das Laster oft be⸗ gluͤckt, und seufzt nicht, tief in Staub gebuͤckt, die Tugend oft vergebens! wie manchen Geist beugt Sklaverey, und wer bleibt hier von Irrthum frey?“ 4. Heil mir, daß mich mein Schoͤpfer schuf! die Ewigkeit ist mein Beruf, und hier das erste Leben. Zwar diese Huͤlle faͤllt einst ab, und Asch' und Moder fuͤllt mein Grab; ö wird mein Geist sich he⸗ ben, erheben uͤber 2•7 un l uulb, He wn ug etd 6. Re, dil Ier Wit dei Iu. M Wuenac d 9a e rab HAgelltteh, Blct eath Hotthet mch uͤber dölch, s in meine Eisaunt auch ewi Denken, meig seh Iu Got Hgt, de 3. D ist sie m buhin t si, — Iistt Aus 1 pib 0 uch! ‚ Scauder 0. Zukuust I unsause. Ryin f bey so. Irrte ei b, bis Nhl Olles Gichh meinen e Meinth , Alsch Ablick, 8 Sehunlh Freudn enn gs befall. 1d ist M hl in dich Zerthal u. des K 8 NüN und scassl taub R ost eh ichen Gols Unsterblichkeit und Ewigkeit. 613 und Staub, unsterblich, keines Grabes Raub. 5. Heil mir! mein fro⸗ hes Aug' erblickt die Gei ster, die, der Erd' entrückt, vor mir den Sieg erstrit⸗ ten. Nach uͤberstand'nem Ungemach des, Lebens fol— gen Alle nach. Es ist nun ausgelitten; und meinem Blick enthuͤllt sich dann der Gottheit großer, wei⸗ ser Plan. Mel. KLiebreicher Gott ꝛc. Erwaͤgend. milder Ich. sterb im 674. Tode nicht! mich überzeugen Gruͤnde, die ich, je mehr ich forsch', in meinem Wesen finde. Erstaunt und froh ruf ich: die Ewigkeit ist mein! die Wahrheit liegt in mir: unsterblich werd' ich seyn! 2. Warum, warum haͤtt?' ich zum Ewigseyn die Triebe, wenn sie mir Gott nicht gab, daß ich auch ewig bliebe? Mein Denken, mein Gefühl, mein sehnsuchtsvoller Sin, den Gott mir selber gab, jeigt, daß ich ewig bin. 3. Des Leibes Dauer ist fuͤr mich viel, viel zu enge; fuͤr mich sind tau⸗ send Jahr von zu geringer Laͤnge. Soll ich nicht ewig seyn, so leb' ich unnuͤtz hier. Geist, Muth und Seelenkraft, was nuͤtzten diese mir? 4. Der denkende Ver⸗ stand durchsteigt der Din-⸗ ge Leiter, verlaͤßt, was er begreift, und denket immer weiter. Mir, mir ist Zeit und Welt zu klein fuͤr mein Gesicht. Was mein Geist sehen kann sieh't er auf Erden nicht. 3. Zu klein für meinen Wunsch bleibt irdisch Gut und Ehre, mein Hoffen wär' umsonst, wenn dort kein Himmel waͤre; mein Geist find't in dem Staub nicht die verlangte Ruh' und eilt mit heißem Durst des Lebens Quelle zu. 6. Des Fromen Wunsch, der hier noch unerfuͤllt ge⸗ blieben; des Fromen edler Wunsch, Gott ewig treu zu lieben; der Wunsch, den großen Gott von An⸗ gesicht zu seh'n, muß in der Ewigkeit noch in Er⸗ fuͤllung gehen. 7. Er, der zu weislich wirkt, und nie sein Werk vernichtet, hat mich zur Swigkeit bestimt und ein⸗ gerichtet. Wozu er mich gemacht, das muß, das werd' ich seyn. Men V. 5 6¹4 Unsterblichkeit und Ewigkeit. Geist! du stirbest nicht, die Ewigkeit ist dein! 8. Ich sterb im Tode nicht, mich uͤberzeugen Gruͤnde, die ich, je mehr ich forsch', in meinem We⸗ sen finde. Ich sterbꝰ im Tode nicht, weil selbst mein Heiland spricht: wer an mich glaubt, der stirbt gewiß im Tode nicht. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Trostvoll. ch bin zur Ewig⸗ 675. Vteit gebohren, fuͤr eine beß're Welt be⸗ stimmt, mein Lehen geh't nicht ganz verloren, wenn gleich das Grab den Leich— nam nimmt. Zu groß bin ich fuͤr diese Zeit, mein Schicksal ist Unsterblichkeit. 2. Was ist der Erde Gluͤck und Ehre! und waͤ⸗ re das auch alles mein, so blieb' es, wenn kein Himmel waͤre, fuͤr mei⸗ nen Wunsch doch viel zu klein. Mein Geist find't nicht im Staube Ruh', er eilt erhabner'n Guͤtern zu. 3. Mich schuf ja meines Gottes Liebe zum hoͤhern Gluͤck, zu groͤß'rer bust, und pflanzte selbst dazu die Triebe soe stark und kief in meine Brust. Er, — kroͤnt, der mit Sehnsucht mich erfuͤllt, laͤßt wahrlich sie nicht ungestillt, ö ewig treu zu lieben, der hoͤhern Wahrheit Licht zu seh'n, der hier noch uner⸗ fuͤllt geblieben, muß einst doch in Erfullung geh'n. So wahr Gott diesen Trieb nicht im Grab. 5. Er ist gerecht; der hoͤchste Richter, die Tu-⸗ gend wird noch einst ge— wenn gleich ein Haufe Boͤsewichter sie hier verwirft, verfolgt, ver⸗ hoͤhnt. Der Heuchler, der hier triumphirt, wird dor⸗ ten vor's Gericht gefuͤhrt, 6. Ist's moͤglich, kann Gott anders handeln 2 gilt denn kein Recht in seinem Reich? die From⸗ men, wandeln, sind die den frechen Spoͤttern gleich? Nein! Tugend siegt. Ich sterbe d'raͤuf. Gott weckt mich zur Vergeltung auf. 7. Er weckt mich auf aus meinem Grabe, dieß hofft mein Herz, dieß sagt sein Wort, und da ich dieß hier vor mir habe, so fliehen alle Zweifel fort. Wie froh erhebt sich nun f mein die hier vor ihm Al, stht sttbl RMen 4. Der Wunsch, ihn Ihet wir ( giibt k kohesnöthe hich hin! * Luch diese ersiehn, v mir gab, erstirbt er seher ilin⸗ ö Mhassch Cn Hehe 65 die Stimn Hotfes 9 Verhaßt, e Quft. ulose Gi meltleuch, NderL der ehch in sille Awacht! Rsn Ma sur Cwigk Feh große . Erdꝰ hise beb Hun h 0 whlt sill. Vussh, 0 liebanl! 1 0 er Mj in Hus Er Füllog Got Hh erstitbtr — Grab, it gthh lichter, V d noch Kis wenn gt; ösewichteir etfogh; Det Huuch Uphirt vl. Gericht moͤglh, ders u 1 Kin MI 1 + „Her Wf sid V ö poͤttiet H lf. 60 DDagelg Auferstehung der Todten. 6175 mein Geist, da Gott ihn 0. Ihr Thaͤler sinkt! selbst unsterblich heißt! fallt Berge nieder! fest 8. Mein Jesus lebt! steh't mein Glaub', ich wer will mich toͤdten? er 4 mir Unsterblichkeit. Er giebt mir Muth in Todesnoͤthen, und fuͤhrt mich hin zur Seligkeit. Auch dieser Leib muß auf⸗ ersteh'n, und schoͤn ver⸗ klaͤrt zum Himmel geh'n. Wiederkun Auferstehung der Todten. Eigene Melodie. Feyerlich froh. 676 Wachet auf! ruft einst die Stimme, des Sohnes Gottes Allmachtsstimme. Verlaßt, ihr Todten! eu⸗ re Gruft. Wachet auf, erloͤste Suͤnder! versam⸗ melt euch, ihr Gotteskin⸗ der! der Welten Herr ist's, der euch ruft. Des Todes stille Nacht ist nun vorbey, erwacht! Lobt den Hoͤch⸗ sten! macht euch bereit zur Ewigkeit, sein Tag, sein großer Tag ist da! 2. Erd? und Meer und Felsen beben, die From⸗ men stehen guf zum beben, zum neuen Keben steh'n sie auf. Ihr Erloͤser kom̃t fuͤrchte nichts. Zwar sterh'. ich, doch erwach' ich wie⸗ der am Morgen jenes ew'gen Lichts. Dann faͤngt mein neues Leben an. O Gott! wie selig bin ich dann! ft CEhristi. voll Klarheit, vor ihm ist Gnade, Treuꝰ und Wahr⸗ heit, der Tugend Lohn kroͤnt ihren Lauf. Licht ist um deinen Thron, und Leben, Gottes Sohn! Preis dir, Heiland! Er—-— loͤser! dir, dir folgen wir zu deines Vaters Herr⸗ lichkeit. Ew'ꝰges Lob sey dir gesungen! wir sind zum Leben durchgedrungen, ge⸗ nießen nun der Tugend Lohn. Christus stroͤmt der Freuden Wagn auf uns, wir schau'n ihn ohne Huͤlle, ihn, unsern Freund und Gottes Sohn. Kein Auge sahe sie, das Ohr emy pfand sie nie, diese Wonne. In Ewigkeit sey dir geweihst, Herr! unser Dank und Lob und Preis! Mel. Wiederkunft Christi. 616 Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. CTrostvoll. 67⁷ Menn der Ge— danke mich erschreckt, daß dieser Leib aus Erde entseelt, mit Erd' und Staub bedeckt, auch seibst zu Staube wer⸗ dann, mein Erloͤser! de, staͤrke mich zum frohen Muth der Glaub' an dich, an dich, den Auferstand'ꝰ⸗ nen. 2. Der Tod zerstoͤre mein Gebein, du hast ihn doch bezwungen, hast mir durch deines Todes Pein Unsterblichkeit errungen. Wohl mir! nun steht die Hoffnung fest, daß, wenn mein Leib auch gleich ver⸗ west, ich dennoch ewig lebe. 3. Hab' ich oft auf der Erde Nichts, als Arbeit, Muͤh' und Leiden, getrost! ein Schimer deines Lichts entdeckt uns ew'ge Freu⸗ den, zerstreu't des Grabes Finsterniß, und macht mein banges Herz gewiß, einst vollig froh zu leben. 4. Ich lebe! Friede sey mit euch! ich leb˖, und ihr sollt leben! mir ist die Macht, mir ist das Reich vom Vater uͤbergeben. Welch herrlich Wort mein —— Herr und Gott! und Tod, nicht dieses Le— bens Leiden. 5. Ich weiß, mein Heiland! lebst. Auch mich wirst du erwecken, daß du mich ganz zu dir erhebst. Mag Staub den Leib doch decken! Er geht, Aissit aut wenn deine Stimme ruft, viel herrlicher aus seiner Gruft, wird deinem Leibe aͤhnlich. ů 6. Zu deinem Himmel wirst du mich dann gna⸗ denvoll erhoͤhen, und mei— ne Augen werden dich in deiner Wonne sehen. Jaa mir zur Freude, schau' ich dann dich, den ich hier nicht schauen kann, und doch von Herzen liebe. 7. Wie werd' ich deiner da mich freu'n, in deinem Lichte glaͤnzen! dann wirst du mein Vollender seyn, und mich mit Wonn' um⸗ kraͤnzen. Sey heilig, See⸗ le! folg' ihm nach! der dir die Bahn zum Himdel brach, erfuͤllt dann deine Hoffnung. Bekannte Melodie. ö Trostlich. esus, meine 678. 3 Zu versicht, lebt, und ich soll mit ihm leben. 4 daß du, „— nun UU 2 fuͤrcht' ich nicht mehr Grab sh ö hfteden lnge dd D hicht sie Geda . N lebt, Vettrau Iu sch solte mi Hlied, V sch —· 0 Heffaur mit ihn der au pf and, die ne und g Lehen, berdꝰ Rigli⸗ „ 0 — leg 15 licht nirchh nicht deßg 4i. eiß, dah! nd! leht. V du erchet ich ganz y Nag Stuch. Hecken Ern Stimmeh cher aus rd deinen deinem mich dumy hoͤhen, d werden N ne sthez reude, sh 9, del uen kal, Herzen I werdꝰ HA Ku'n, Ab nzen! duh Vollendag mit Von Sey helh ö ihm nuh 5ahn u —5 Wal xfüllt dunn * Hate Miof + 1 ö ö leben. Dieses weiß ich, sollte nicht sich mein Herz zufrieden geben, was die lange Todesnacht mir auch fuͤr Gedanken macht? 2. Jesus, mein Erloͤser, lebt, nun erwart' ich mit Vertrauen, daß er mich zu sich erhebt, warum sollte mir denn grauen? laͤsset auch ein Haupt sein Glied, welches es nicht nach sich zieh't? 3. Ich bin durch der Hoffnung Band zu genau mit ihm verbunden, er, der auch den Tod em⸗ pfand, hat ihn maͤchtig uͤberwunden. Er erstand, und einst erwacht auch mein Leib durch seine Macht. 4. Ich bin Staub, und muß daher auch einmal zu Erde werden, dieses weiß ich; doch wird er mich erwecken aus der Er⸗ den, daß ich in der Herr⸗ lichkeit bey ihm sey in Ewigkeit. 3. Dann wird mich, statt dieser Haut, ein ver⸗ klaͤrter Leib umgeben, fuͤr die neue Welt gebaut, und geschickt zum bessern Leben, und in diesem Leib werd' ich Jesum sehen ewiglich. 6. Dann werd' ich im hellern Licht seine große Auferstehung der Todten. 61¹7 eieb' erkennen, und wie freudig werd' ich nicht ihn dann meinen Retter nen⸗ nen! Dank' ihm! von der Sterblichkeit bin ich ewig dann befrey't. 7. Mich, der hier noch seufzt und fleh'ꝰt, wird er herrlich dort erhoͤhen, ir⸗ disch werd' ich ausgesaͤ't, himmlisch werd' ich auf⸗ erstehen. Zum Verwesen sink' ich ein, einst werd“ ich unsterblich seyn. 8. Freudig seh' ich hin zur Gruft. Erde, werde wieder Erde! denn ich weiß, wann Jesus ruft, daß ich auferstehen werde, wann die Stim: erwacht! nun schallt, und zu mei⸗ nem Grab auch hallt. 9. Wo ist nun dein Sieg, o Tod? nimm den Staub hin! ohne Grauen folg' ich dir, ich werde Gott, meinen Jesum werd' ich schauen. Siegreich schau' ich dann umher, weiß von keinem Feinde mehr. 10. Auf denn! Christen auf! erhebt euern Geist von dieser Erden, lebt schon hier dem Heiland, lebt ihm, dem ihr sollt aͤhnlich werden. Wollt ihr seines Heils euch freu'n, müßt ihr rein und heilig seyn.** ——— Mel. 6•8 ů Wiederkunft Christi. Mel. Beftehl du deine ꝛc. Trostvoll. enn einst in 679. Wneinem dra⸗ be des Todes stille Nacht ich durchgeschlummert ha⸗ be, so weckt mich Jesu Macht, giebt diesem Lkeib aus Staube des Himmels Herrlichkeit. O Tron, den mir der Glaube an Got— tes Wort verleih't! z. Es soll mir diesen. Glauben, der fest, als Felsen, ruh't, kein Spoͤt⸗ ter jemals rauben, kein Feind, kein Zweifelmuth. Es mag der Unchrist be⸗ ben, sinkt er in Tod und Gruft, ich kenn' ein neues Leben, wozu mich Jesus ruft. 3. Den Weisen dieser Erden war dieser Trost verdeckt, daß wir derein⸗ stens werden aus Tod und Grab erweckt. Sie, die das kicht nicht hatten, das uns den Tag gebracht, umgaben DTodesschatten und Furcht der Grabes⸗ nacht. 4. Des Spoͤtters kuͤh⸗ nes Lkachen beschimpft ihn selber nur. Es sind gar leichte Sachen dem Scho⸗ pfer der Natur, den Leib neu zu beleben, den er aus Staub erschuf, auch Klarheit ihm zu geben durch seiner Allmacht Ruf. 5. Aus Saamen, den wir saͤen, laͤßt Gott ja alle Jahr die neue Frucht entstehen, die in dem Kei⸗ me war. Es waͤchset jede ihrer Saat Blume aus hervor, zu seiner Allmacht Ruhme steht sie in neuem Flor. 6. Kann Gott denn nicht auch machen, daß einst aus Tod und Gruft die Glieder neu erwachen, wenn seine Stimme ruft? Es werden diese Glieder, wie Saamen, ausgesaͤt, Gott will, sie leben wie— der— der neue keib ent—⸗ steht. 7. So trotz' ich jedem Spotte verweg'ner Zwei— feler, und weiß von mei⸗ nem Gotte: Er ist des Todes Herr. Daß Todte leben sollen, ruh't ganz in seiner Macht, und sollt' er nicht auch wollen, daß einst mein Keib erwacht? 8. Die aus des Grabes Banden Gott eh'mals schon erweckt, und Jesum, der erstanden, da er den Tod geschmeckt, betrachtet unser Glaube, und sieg⸗ reich ruͤhmet er: auch uns weckt aus dem Staube zum beben einst der Herr! Mel. — 11 2 80• die R bewung 0 is 6 Hatt sh Er is Mei Si i m Weint galt ind. ihm „Fben. 4. Rich hein Bor Asu; Isys, wa Tellt, sel ser Gtau kost und u den Ich lab, ben, 3, Vit Ies Lodet doch wie Rst aus Emub f ihen, w. Lbensfür u n * HUbiten rr Lhben au . Vie sih wer Ri, Mein Nmn nit Hun ar Nch mi⸗ — gb lwach uf Aamen, den t Gatt j Heue Fruch in den l wachset sih ihter Sin ner Mmatt! sie in nun tt denn aich „ daß eh d Grust H erwacht timme raft ese Glachn, „ ausgesi, e leben g ue Heib un ich sehh 220 Her 30 iß von nl Er it N „ Daß dh uht u t, und sch wollen, erwach. des Hrabg t chni und Jisin da er M. Auferstehung der Todten. 6¹9 Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Troͤstlich. ein Heiland 680. Machr! Er hat die Macht des Todes gan bezwungen, und siegrei aus des Grabes Nacht zu Gott sich aufgeschwungen. Er ist mein Haupt, sein Sieg ist mein. Sein soll mein ganzes Leben seyn, und ihm will ich auch fterben. 2. Nicht ewig wird, wer dein Wort haͤlt, den Tod, o Jesu! schauen. Das ist's, was mich zufrieden stellt, selbst bey der Graͤ⸗ ber Grauen. Ich bin ge⸗ trost und unverzagt, weil du den Deinen zugesagt: Ich leb', und ihr sollt leben. 3. Wird gleich mein Leib des Todes Raub, er wird doch wieder leben, und einst aus der Verwesung Staub sich neugebild't er— heben, wann du, o großer Lebensfuͤrst! nun deinen Todten rufen wirst, zum Leben aufzuwachen. 4. Wie froh und herr⸗ lich werd' ich dann vor dir, mein Heiland, stehen! Dann nimmst du mich mit Ehren an, laͤßt in dein Reich mich gehen. Fort— hin von keiner Last be⸗ schwert, an Leib und See⸗ le ganz verklaͤrt, leb' ich bey dir dann ewig. 5. O! welch ein selig Theil ist mir in jener Welt bereitet! Der Freuden Fuͤl⸗ le ist bey dir, von dir, o Herr! geleitet, werd' ich in deinem Himmelreich unsterblich, deinen Engeln gleich, vollkomm'ne kust genießen. 6. Denn, wo du bist, da sollen die, die dir hier folgen, leben, und ewig frey von Schmerz und Muͤh', von Seligen um⸗ geben, genießen deine Herrlichkeit. O! was sind Leiden dieser Zeit, Herr! gegen jene Freuden! 7. Laß diese kuͤnft'ge Herrlichkeit mir stets vor Augen schweben, und oft in dieser Pruͤfungszeit mein Herz dahin erheben, wo keine Schwachheit uns mehr druͤckt, wo wir, der Sterblichkeit entruͤckt, froh— lockend vor dir wandeln. 8. Erwecke mich dadurch zum Fleiß, der Tugend nachzustreben, und, als dein Juͤnger, dir zum Preis, nach deinem Wort zu leben. Und fuͤhl' ich hier noch Noth und Schmerz, so troͤste selbst damit mein Herz: Es kommt ein beß'res Leben! — — 6²2⁰ Wiederkunft Christi. Allgemeines Weltgericht. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Nachdenklich. ö erechter Gott! 68 I. G vor dein Ge— richt muß alle Welt sich stellen, du wirst in ihrem Angesicht auch mir mein Urtheil faͤllen. O! laß mich jede Suͤnde scheu'n, und hier mit Ernst beflissen seyn, vor dir einst zu be⸗ stehen. 2. Du sieh'st von dei⸗ nem hohen Thron herab auf deine Kinder, bestim⸗ mest jedem seinen Lohn, dem Frommen und dem Suͤnder; nie sieh'st du die Personen an, auf das al⸗ lein, was wir gethan, sieh st du, gerechter Rich⸗ ter: 3. Das Vorgefuͤhl der Seligkeit giebst du schon hier den Frommen; du schuͤtzest sie vor manchem Leid, darein die Suͤnder kommen. So zeigest du vor aller Welt, daß dir der Eifer wohlgefaͤllt, den man der 1——3 widmet. 4. Du liebst, was Recht ist, Herr! und gut, du bist ein Freund der From⸗ men. Wer deinen Willen gerne thut, wird von dir aufgenommen. Sein Tu⸗ gendfleiß gefaͤllt dir wohl, ist er gleich nicht, so wie er soll, ganz heilig, ganz vollkommen. ö 5. Doch dem, der dich, o Gott! nicht scheu't, dem frevelnden Verbrecher, der dein Gesetz und Recht ent⸗ weih't, bist du ein stren⸗ ger Raͤcher. Verachtung, Elend, Schmerz und Hohn, Gewissensmarter sind sein Lohn oft schon in diesem Leben. 6. Bleibt hier viel Voͤ⸗ ses ungestraft, viel Gutes unbelohnet; so kommt ein Tag der Rechenschaft, der keines Suͤnders schonet. Da zeigest du im hell'sten Licht Gerechtigkeit in dem Gericht zur Freude jedes Frommen. 7. Gerechter Gott! laß mich, wie du, das Gute eifrig lieben, verleih' mir selbst die Kraft dazu, es willig auszuuͤben. Regt sich die Suͤnde noch in mir, so staͤrke Ehrfurcht mich vor dir, daß ich sie uͤberwinde. Mel. Besiehl du deine ꝛc. Erwaͤgend. 68²2 ch denk' an dein Gerich⸗ te, du Richter aller Welt! Der Thor nenn's ein Ge⸗ dichte, ö P‚.— Wi, d wpfill, TIchn nict ich dein nd wens du hallest 2. dus der Eund Macht u Ile Mas 5 u A Ou ufs, iu bot! hun N den Dein Rechten“ . Fro . Herz be dan Sü Deil ii sihrest deinen 5. O dein E e M NUucke Min E — filt wx nicht, P heilg, hem, derg ht scheutl Jerbrechn und Necht du ein Druh nerz und larter sili hon in N hiet diit ft, vieli so kommh chenschaßß Iders scs du im hel tigkeit. Freude Yter Goth. du, dab A, berlah⸗ Fraft dohh. zuuͤben, uͤnde 10 raͤrke Est air, a H hl d uigend. Ich daf V'deh 50 ter alle e 0 Allgemeines 621 Weltgericht. dichte, das Schwachen nur gefaͤllt, mich soll sein Wahn nicht stoͤren, weil mich dein goͤttlich Licht und mein Gewissen lehren, du haltest einst Gericht. 2. Um sonst sucht dann der Suͤnder, vor deiner Macht zu flieh'n. Herr! alle Menschenkinder wirst du zur Rechnung zieh'n. Du rufst, und sie erschei⸗ nen vor deinem Richter⸗ thron, den Suͤndern und den Deinen giebst du ge⸗ rechten Lohn. 3. Frohlockend seh'n die Frommen dein goͤttlich Angesicht; schon hier dem Fluch entnommen, zagt ihre Seele nicht. Nun triumphirt ihr Hoffen; erloͤst von aller Muͤh', seh'n sie den Himel offen, und du, Herr! segnest sie. 4. Wie angstvoll aber beben, die hier dein Wort verhoͤhnt, und durch ein sinnlich Leben das eitle Herz verwoͤhnt! Du giebst den Suͤndenknechten ihr Theil in jener Pein, und fuͤhrest die Gerechten zu deinen Freuden ein. 5. D'rum laß, Herr! dein Gerichte mir stets vor Augen seyn, und druͤcke sein Gewichte in mein Gewissen ein. Vor dir laß fromm mich wan⸗ deln, und hier zu aller Zeit so, wie ein Weiser handeln, der seinen Rich⸗ ter scheu't. 6. Ist denn dein Tag vorhanden, wird diese Welt vergeh'n; so hoff' ich, nicht mit Schanden vor deinem Thron zu steh'n. Du stellst mich dann zur Rechten von aller Schuld befrey't, fuͤhrst mich mit deinen Knechten in deine Herrlichkeit. Mel. Jesus meine Zuver—⸗ sicht ꝛc. Ernstlich nachdenkend. 683 III naͤher 5 kommt die Zeit, stuͤndlich eil' ich ihr entgegen, wo der Herr auch mir gebeut, meine Rechnung abzulegen. Dañ wird Alles, Alles klar, wie ich lebte, wer ich war. 2. Selbst des Herzens stillen Rath wird der Rich⸗ ter offenbaren. Jedem wird für jede That dann Vergeltung widerfahren, wie er hier den Saamen streu't, aͤrntet er in Ewig⸗ keit. 3. Dann verstummt der Thoren Spott, Frevler stehen dann, und beben. Heilig 622 Wiederkunft Christi. Heilig und gerecht ist Gott, und er sah' ihr Suͤnden⸗ leben. Wer beschraͤnkt des Richters Kraft, ruft er sie zur Rechenschaft? 4. Wer hier seine Zeit vertraͤumt, nur nach Sin⸗ nenfreuden schmachtet, sei⸗ nes Geistes Wohl ver— aumt, Menschen quaͤlet und verachtet, und sich reu'voll nicht bekehrt, fuͤhlt sich dann der Strafe werth. 5. Nur ein weises, from⸗ mes Herz darf nicht vor dem Richter zittern; nur den Christen wird kein Schmerz dort am Gnaden-⸗ thron erschuͤttern. Heilig war ihm seine Pflicht, nun verdammt sein Herz ihn nicht. 6. Christen! Christen! richtet nicht, laßt den Herrn das Urtheil faͤllen. Er bringt alles einst an's Licht, wird einst jede Nacht erhellen. lieber wein't, bis sein großer Tag erscheint. 7, baßt uns nur gewis⸗ senhaft stets nach Gottes Willen handeln, eingedenk der Rechenschaft, fromm auch im Verborg'nen wan⸗ deln, selbst die kleinste Suͤnde scheu'n, und Ver⸗ ehrer Jesu seyn— Lieber duldet,‚, Mel. Mache dich mein Geist ꝛc. Ernstlich. 684. err! ich bin dein Eigen-⸗ thum, dein ist auch mein Leben. Mir zum Heil und dir zum Ruhm hast du mir's gegeben. Vaͤterlich fuͤhrst du mich auf des Lebens Wegen meinem Ziel entgegen. 2. Einst kommst du mit großer Kraft zum Gericht auf Erden, dann soll ich zur Rechenschaft darge⸗ stellet werden. Dein Ge⸗ richt schonet nicht, Rich⸗ ter aller Welten! denn du willst vergelten. +. 3. Weh' dann mir in Ewigkeit, wenn ich deine Gabe, meine Kraͤfte, mei⸗ ne Zeit hier gemisbraucht habe! Weh“ dann mir, hab' ich hier deine Gab' verschwendet, und nicht angewendet! 4. Moͤgte taͤglich dein Gericht mir vor Augen schweben! moͤgt' ich mich, stets meiner Pflicht treu zu seyn, bestreben, daß ich nie thoͤricht sie ausser Au⸗ gen setzte, noch mit Fleiß verletzte! 5. Lehre mich gewissen⸗ haft meine Tage zaͤhlen! eingedenk der Rechenschaft, nur, — u nae 9 uh daß Ooden Lag hrstlicht 5. Zeih Twigkei Nähe; nicht meh Gaadbich Tod mir fahn ich Hekk“ nic 5„ MA ge wich Guͤnde, ssch witt Daß ruf Les ist et! du d. Da uu Gerit estehen, Mgescht Ponge st Asul so Aben d heben. Hel, Aln 685.. die Vöͤlk N Hertf Hel, wei uisf gebe Wsend — dic uy 13. lih, RrHith 0 dein E st guch met zum Heil un hm hast v N. Daualth ich auf en Mag mmist du zum Guch daut sol H haft hutv „ Dell licht, M Ken deggd . au N ann ich in Kraͤfte, u Hemtsbin Odaan deine und fich silc 0 obl Nuhl g ich h Isch H h, ste 0 en 5 0 Sshn I die V Allgemeines Weltgericht. 6²23 nur, was gut ist, waͤhlen! erschreckt, beschamt, er⸗ gieb, daß ich ernstlich mich freut, und seh'n dich, Je⸗ jeden Tag, auch heute, christlich vorbereite. 6. Zeigt sich erst die Ewigkeit furchtbar in der Naͤhe; o! dann ist es nicht mehr Zeit, daß um Gnad' ich flehe. Wenn der Tod mir schon droh't, kann ich deinen Willen, Herr! nicht mehr erfuͤllen. ). Mein Gewissen war⸗ ne mich ernstlich vor der Suͤnde, damit deine Lehre sich wirksam in mir finde. Dan rufst du einst mir zu: Alles ist vergeben, Suͤn⸗ der! du sollst leben! 8. Dann werd' ich auch im Gericht vor dir, Herr! bestehen, und vor deinem Angesicht Freudꝰ und Wonne sehen. Wonnevoll, Jesu! soll dich im hoͤhern Leben dann mein Dank erheben. Mel. Wie groß ist des Allmaͤcht'gen ꝛc. Feyerlich. 685. Sie, stehen da, die Millionen, oͤlker einer jeden Zeit, die Herrscher aller Natio— nen, weil es dein Richter-⸗ wink gebeut, sie steh'n vor deinem Angesichte bestuͤrzt, su! im Gerichte, im Glanze deiner Herrlichkeit. 2. Nur Fromme stellst du dir zur Rechten, und segnest sie mit jedem Blick, rufst sie aus allen Zeitge⸗ mnin zu dem für sie bestimmten Gluͤck, fuͤhrst sie in jene neue Welten, mit Preis und Ruhm ge⸗ kroͤnet, ein, willst jede gute That vergelten, willst sie mit Seligkeit erfreu'n. 3. O Jesu! segne mein Bestreben, einst dieses Vorzugs werth zu seyn, nach deiner Vorschrift ganz zu leben, und wahrer Tu⸗ gend mich zu weih'n; dann seh auch ich vor Gottes Throne der Sehnsucht hei⸗ ßen Wunsch erfuͤllt, du giebst auch mir das Gluͤck zum Lohne, das mehr, als Kontgreiche, gilt⸗ Bekannte Melodie. Praͤchtig. 686. EutesG Jesu, Gottes Sohn, der du schon laͤngst der Himmel Thron als Herr⸗ scher eingenommen du wirst gewiß zur rechken Zeit in großer Kraft und Herrlichkeit vom Himmel wieder⸗ dein Gott erhoͤh't. 6³⁴4 Wiederkunft Christiti. wiederkommen. Gieb, daß dann froh und mit Ver⸗ trau'n dich, Herr! quch meine Augen schau'n. 2. Nie faßt ein Sterb⸗ licher die Pracht, die dei⸗ nen Tag einst herrlich macht. Wie groß wirst du dich zeigen, wenn du auf lichten Wolken einst mit deiner Engel Heer er⸗ scheinst, die sich vor dir, Herr! beugen! Dann sieh't die Welt die Ma⸗ jestaͤt, dazu dich Gott, 3. Laut toͤnet dann in jedes Grab dein Allmachts⸗ voller Ruf hinab, und schafft ein neues Leben. Auf deinen Wink muß Erd' und Meer das un⸗ zählbare große Heer der Todten wiedergeben. Sie steh'n, durch dich, Herr! neu beseelt, nun alle auf, und Keiner fehlt. 4. Da stehen sie vor deinem Thron, erwarten den bestimmten Lohn mit Freuden und mit Beben. Die Suͤnder trifft nun Schmach und Pein, die Frommen aber fuͤhr'st du ein in das verheiß'ne Le⸗ ben. Nun zeigt die That, Herr Jesu Christ! daß du der Erde Richter bist. 5. O Herr! wenn dieser Tag erscheint, erscheine mir dann, als mein Freund, mit deinen Gnadenblicken, daß unbeschaͤmt ich vor dir steh', verklaͤrt in dei⸗ nen Himmel geh', zum ewigen Entzuͤcken, und dazu mache mich bereit durch Glauben und durch Froͤmmigkeit. 6. Dein Name sey mir ewig werth, und was dein Wort von mir begehrt, das laß mich treulich uͤben. Dich, den der ganze Him⸗ auch schon mein Geist als allen Kraͤften lieben! So schreckt mich deine Zukunft nicht, so hab' ich Muth auch im Gericht. Mel. Wer nur den lieben ꝛc⸗ 8 8 Nachdenklich. 687. enn ich auf Gottes We⸗ gen wanke, und straucheln will, so schrecke mich der herzerschuͤtternde Gedanke: Gott richtet einst die Welt und dich! Er hat's ver⸗ kuͤndigt, sein Gericht ist unausbleiblich, strauchle nicht. ä 2. Der Weg der Tugend, den ich walle, sey rauh und steil, wo fuͤhrt er hin? zum Himmel, wenn getreu und standhaft bin, ges mel preist, dich muͤsse hier ö 25 W sut, Huld Alugung, 9. Ha u Selle sagel x hetgeht Mii wohl mit, allen Hlgge Fbvels di femnt, e Epgkit, Fchr duthl Dann Ssimme ho miner de wurst geh Lehten, u dsitt bereitet Hsecht. de kosim, ert tes Mich 5. Solt waktit mei mis bruͤd den Nächst gers mich und Jesu Gokt! we lieblos sey seh'h, und 6. Dokt, det ohn wenschenft ich Gott gefalle, weil ich —. 0 mahr, Gnadach chaͤmt derklatt u l gih, itzuͤcen, e mich ben und tt. Name shhn und wall mir V h treulich det ganseh dich müss mein Geshi Len liebenl deine d hab' ich richt. aur den lehs Ndenklih. r0 i01 Gottahl recke 1 Irndeihl einst del en in Gllich, Iich, f der Allgemeines Weltgericht. 6²5 gestaͤrkt, o Gott! durch weist, der, fuͤhllos bey der deine Huld zur Selb ver- Noth der Armen, Be⸗ laͤugnung, zur Geduld. 3. kaß mich zu meiner Seele sagen: die Welt vergeht mit ihrer Lust! wohl mir, wenn ich bey allen Plagen mir keines Frevels bin bewußt! es kommt, es kommt die Ewigkeit, die mich aus jeder Noth befrey't. 4. Dann werd' ich Jesu Stimme hoͤren: der du zu meiner Rechten bist, du warst gehorsam meinen Lehren, nimm hin, was dir bereitet ist! sey, treuer Knecht! den Engeln gleich, komm, erbe meines Va⸗ ters Reich! 5. Solch eine Wonne wartet meiner, wenn ich mit bruͤderlichem Sinn den Naͤchsten lieb'ꝰ, und gern mich seiner erbarm', und Jesu aͤhnlich bin. Gott! wer kann hart und lieblos seyn? Betruͤbte seh'n, und nicht erfreu'n? 6. Dort, dort trifft den, der ohn' Erbarmen nie menschenfreundlich sich de⸗ draͤngte nie erquickt, noch speist, den Hungrigen sein Brod nicht bricht, ein unbarmherziges Gericht. 7. Fuͤhllose, wird der Richter sagen, verschlossen habt ihr eure Hand, ver⸗ achtet eurer Bruͤder Kla⸗ gen, entweicht! ich hab' euch nie erkannt. Fuͤr den, der Bruͤder nicht erfreu't, 6 freudenleer die Ewig⸗ eit. 8. So wirst du jede Suͤnde richten, gerechter Richter! wenn du einst den Uebertretern ihrer Pflichten in deiner Maje⸗ staͤt erscheinst. Dann wird der Fromme sich erfreu'n, dem Boͤsen Alles schrech⸗ lich seyn. 9. Gieb mir, o Vater? Muth und Staͤrke, damit mein Glaube, dir getreu, geuͤbt in jedem guten Werke, bewaͤhrt und dir gefaͤllig sey; so werd' ich ewig selig seyn, mich ewig deiner, Gott! erfreu'n. 6² Erfolg des Weltgerichts. Ewige Seligkeit. Mel. Wer nur den lieben ꝛc. Voll froher Hoffnung. ů ach einer Pruͤ⸗ 688. N fung kurzer Tage erwartet uns die Ewigkeit. Dort, dort ver⸗ wandelt sich die Klage in goͤttliche Zufriedenheit. Hier uͤbt die Tugend ihren Fleiß, und jene Welt reicht ihr den Preis. 2. Wahr ist's, der Fromme hat auf Erden schon manchen sel'gen Au⸗ genblick; doch alle Freu⸗ den, die ihm werden, sind ihm ein unvollkomm'nes Gluͤck. Er bleibt ein Mensch, und seine Ruh' nimmt in der Seele ab und zu. 3. Bald stoͤren ihn des Koͤrpers Schmerzen, bald das Geraͤusche dieser Welt; bald kaͤmpft in seinem eig⸗ nen Herzen ein Feind, der oͤfter siegt, als faͤllt; bald sinkt er durch des Naͤchsten Schuld in Kummer und in Ungeduld. 4. Hier, wo so oft die Tugend leidet, so oft das Laster gluͤcklich ist, wo man den Gluͤcklichen beneidet, und des Bekuͤmmerten vergißt; hier kann der Mensch nie frey von Pein, nie frey von eigner Schwachheit seyn. 5. Hier such' ich's nur, dort werd“ ich's finden, dort werd' ich, heilig und verklaͤrt, der Tugend gan-⸗ zen Werth empfinden, den unaussprechlich großen Werth, den Gott der Lie⸗ be werd' ich seh'n, ihn lieben, ewig ihn erhoͤh'n. 6. Da wird der Vor— sicht heil'ger Wille mein Wille, meine Wohlfahrt seyn, und Seligkeit und Heil die Fuͤlle in jenem Leben mich erfreu'n. Dan laͤßt Gewinn stets auf Ge— winn mich fuͤhlen, daß ich ewig bin. 7. Da werd' ich das im eicht erkennen, was ich auf Erden dunkel sah', das wunderbar und heilig nennen, was unerforsch— lich hier geschah'; da denkt mein Geist mit Preis und Dank die Schickung im Zusammenhang. §. Da werd' ich zu dem Throne dringen, wo Gott, mein Heil, sich offeubart, ein Heilig, Heilig, Heilig! singen dem, dessen Tod mir Leben ward; und al⸗ ler .— VEel sst i lis und! 9. Da 0 Eigel Sche gen gleich dad mie ge fehren, M fromm un wird durc Hick ihr& mein Glͤc 10. Da yMl dem. Eottes heß, ihr Möhrung dir Dug wies; dis Haͤch Flund, dh fand. II. D. auch mir. Hal sey d daß leben — wiß muß freltn, Cese sehn ö Wa den dieser Hen Henen wit hetein den, Hacht Lulfket! Hal sichts doch ain Mih! —— ichti. hier kapn ne seey y frey von gy it seyn. such' icht ich's f ich, heilh der Tugel Hempfada chlich 9 en Gott A ich sehh, vig ihn al wird N ger Vill; neine P d Selhgi Fulle 0 ih erfteu inn stete fühler x werd'i Innen, n duhkl verbar m was uhsh 2 schahz Ei mit Ral „Schilal 0 0 197 9⁵5 desth Ewige Seligkeit. ler Himmel sel'ges Heer jauchzt ihm einstimmig Preis und Ehr'. 9. Da werd' ich in der Engel Schaaren mich ih— nen gleich und heilig seh'n, das nie gestoͤrte Gluͤck er— fahren, mit Fromen stets fromm umzugeh'n; da wird durch jeden Augen— blick ihr Heil mein Heil, mein Gluͤck ihr Gluͤck. 10. Da werd' ich dank⸗ voll dem begegnen, der Gottes Weg mich gehen hieß, ihn mit entzuͤckter Ruͤhrung segnen, daß er der Tugend Pfad mir wies; da find' ich in des Hoͤchsten Hand den Freund, den ich auf Er⸗ den fand. 11. Da ruft, o moͤgte Gott es geben! vielleicht auch mir ein Sel'ger zu: Heil sey dir! denn du hast das keben, die Seele mir gerettet, du! O Gott! wie muß das Gluͤck er— freu'n, der Retter einer Seele seyn! 12. Was seyd ihr Lei— den dieser Erden doch ge— gen jene Seligkeit, die wir dereinst genießen wer— den, nach Gottes Rath in Ewigkeit! wie nichts, wie gar nichts gegen sie ist doch ein Augenblick voll Muͤh'! Vorige Melodie. Beruhigend. 689. Es ist noch eine Ruh' vorhan⸗ den fuͤr jeden Gott ergebe— nen Geist, wenn er sich dieses Koͤrpers Banden nach Gottes Willen einst entreißt, und nun nicht mehr so eingeschraͤnkt, als hier auf Erden, lebt und denkt. 2. Zu dieser Ruhe werd' ich kommen, und, Gott! wie selig bin ich dann! In deinen Himmel auf— genommen, fang' ich das beß're Leben an, wo nach der Last, die hier mich drückt, der Freuden Fülle mich erquickt. 3. Wie Muͤtter ihre Kinder troͤsten, so troͤstet deine Guͤtigkeit mich mit der Wonne der Erloͤsten, mit voͤlliger Zufriedenheit; und dann wird mir recht offenbar, wie gut hier deine Fuͤhrung war. a. Da schweigen alle meine Klagen, da bringt mein frommer Lobgesang dir selbst fuür dieses kebens Plagen mir nie gefuͤhlter Ruͤhrung Dank. Froh jauchz' ich dann: sie sind vollbracht! der Herr hat Alles wohlgemacht. R 2 6. 628 Erfolg des Weltgerichts. 5. Auf ewig trifft mich dann kein Leiden, kein Schmerz und keine Schwachheit mehr, ich denk' und fuͤhle nichts als Freuden, gekroͤnt von dir mit Preis und Ehr'; mein Gluͤck wird fest, und volles Heil bleibt dann in Ewigkeit mein Theil. 6. Gott! laß mich dieß zu Herzen fassen, daß du den, der dich redlich liebt, nicht stets willst in der Unruh' lassen, die dieses Leben noch umgiebt. Das floͤße Muth und Kraft mir ein, dir auch im Leiden treu zu seyn. 7. Erloͤser, der du selbst auf Erden der Leiden Joch getragen hast! will ich des Lebens muͤde werden, und fuͤhl' ich dieser Tage Last; so staͤrke maͤchtig meinen Geist, daß er dem Unmuth sich entreißt. 8. Gieb, daß in Hoff⸗ nung jener Ruhe, die einst der kohn der Frommen ist, ich gern des Vaters Wil⸗ len thue, wie du darinn mein Vorbild bist; so folgt auf meine Uebungszeit 8. vollkomm'ne Selig⸗ eit. Eigene Melodie. Erfreulich. freuet, From⸗ 690. O me! freuet euch, ihr sollt einst ewig leben, er, Jesus, ruft euch in sein Reich, will euch zu sich erheben, be⸗ freyen von der Sinnlich⸗ keit; anstatt der Erden Guͤter, schenkt er euch seine Seligkeit, schenkt er euch Himmelsguͤter, und unbegraͤnzte Wonne. 2. Ihr sollt euch ganz verherrlicht seh'n, nicht mehr, wie hier, oft lei⸗ den, er selbst will euer Gluͤck erhoͤh'n, erhoͤhen eure Freuden. Kein Kum⸗ kann dieses Gluͤck zerstoͤ⸗ ren, es soll auf ewig euer seyn, auf ewig sich ver⸗ mehren, und keinen Wech⸗ sel leiden. chem Gluͤck vereint, ver⸗ eint zu gleicher kiebe, bleibt Jeder stets des An⸗ dern Freund, fuͤhlt nie des Neides Triebe; an Einsicht und Vollkomen⸗ heit, an Eifer, Gott zu preisen, und sich des Gluͤcks der Seligkeit ganz wuͤrdig zu beweisen, wird Jeder immer wachsen. mer, keine Angst und Pein 3. Durch ihn, zu glei⸗ zun kebe . Hott Res Vorz Hich wetth b, die Hetz etfähe Cpigkeiten. eifervol Bahn des vof dit ft rehlich ses Dihspielh mic sebt Mli. lob 6001. ganz ent hifauf g. dhin de tel, po telhande desn wird dahast v tig fuͤhẽ bei, die mich wil Wa den dieser gen jene dorf bey du stel den war Ak Güte sahenpf ih 1 huoch nit — Meloh é kulih freuet wme ollt eins Jesub, Reich, Rerheben, der Sin gatt det henkt a lkeit, schu elsguͤte, 2 Wonne. sollt euc ä sehn, hier, A Felbst wil aͤh'n, 6 en. Keil! Angst und⸗ 6 Gluͤck Hauf ewih ewig sch nd keinen⸗ 0 ihn, 0 vereint, gleicher ö er seth d nd, fifb * Tiiebe) und Lulte destr, und sh ECulhat hewelseh, dus Ewige Seligkeit. 629 4. Gott! mach' mich dieses Vorzugs werth, mich werth der Seligkei— ten, die dort der Fromen Herz erfaͤhrt, erfaͤhrt durch Ewigkeiten. Gieb, daß ich eifervoll und treu die Bahn des Lebens wandle, vor dir fromm und stets redlich sey, nach deinem Beyspiel handle, und gern mich selbst verlaͤugne. Mel. Lobt Jesum Christum nah ꝛc. Erfreuend. ein Geist, o 691. M Gott! wird ganz entzuͤckt, wenn er hinauf gen Himmel blickt, dahin dein Wort uns lei⸗ tet, wo deine milde Va⸗ terhand aus neuen Wun—- dern wird erkannt, die du da hast verbreitet. Maͤch⸗ tig fuͤhl' ich mich getrie— ben, dich zu lieben, der zum Leben, das dort ist, mich will erheben. 2. Was sind die Freu⸗ den dieser Zeit, Herr! ge— gen jene Herrlichkeit, die dort bey dir zu finden? du stellst uns hier auf Er⸗ den zwar viel Wunder dei⸗ ner Guͤte dar, daß wir sie froh empfinden; doch hier sind wir bey den Freuden geben, dort nur ist voll⸗ komm'nes Leben. 3. Kein Tod ist da mehr ind kein Grab. Dort trocknest du die Thraͤnen ab von deiner Kinder Wangen. Dort ist kein Leid, kein Angstgeschrey; denn du, o Herr! machst Alles neu, das Alte ist vergangen. Freundlich giebt sich den Erloͤsten, sie zu troͤsten, der zu kennen, den sie hier schon Vater nennen. 4. In deinem hoͤhern Heiligthum erschallet dei⸗ nes Namens Ruhm von lauter frohen Zungen. Da strahlt die Herrlichkeit des Herrn, da schaut man sie nicht mehr von fern, da wird sie neu besungen. Freudig, selig, stets im Frieden, ohn' Ermuͤden wird Gott droben wuͤrdi⸗ ger von uns erhoben. 5. Voll groͤß'rer Ehr⸗ furcht lieben wir dich, Vater! dann lobsingen dir mit froͤhlichem Gemuͤthe. Nichts stoͤrt den Frieden unsrer Brust und unsre tausendfache Lust an dei⸗ ner großen Guͤte. Kein Neid, kein Streit hemmt die Triebe reiner Liebe unter Seelen, die dann noch mit Leiden stets um⸗ weiter nicht mehr fehlen. 63⁰ Erfolg des Weltgerichts. 6. Gott! welche Schaar ist dort vereint! die From⸗ men, die ich hier beweint, die find' ich einst dort wie⸗ der. Dort sammelt deine Vaterhand sie, die ein Sinn schon hier verband, Herr! alle deine Glieder. Ewig werd' ich, frey von Raͤngeln, selbst mit En⸗ geln, mir zum Segen, da die reinste Freundschaft pflegen. 7. Da komm' ich zu des Menschen Sohn, der fuͤr mich starb, um dessen Thron viel tausend Sel'ge stehen. Der du der Deinen Wonne bist, dich werd' ich da, Herr Jesu Christ! mir zum Entzuͤcken sehen. Dann wird, mein Hirt! nichts mich koͤnnen von dir trennen, ohn? Aufhoͤ⸗ ren werd' ich bey dir seyn, dich ehren. 8. Wie selig werd' ich dann erst seyn! wie sicher werd' ich dann mich freu'n, dir ewiglich lobsingen! O Jesu, Herr der Herr⸗ lichkeit! du hast dieß Gluͤck auch mir bereit, hilf mir es auch erringen! Laß mich eifrig nach dir stre⸗ beu, und mein Leben hier so fuͤhren, daß ich dort kann triumphiren. Mel. Alle Menschen müͤs⸗ sen sterben ꝛc. Froh und entzückt. D wie unaus⸗ 692. O sprechlich se⸗ lig werden wir im Himel seyn! da, da aͤrnten wir unzaͤhlig unsers Glaubens Fruͤchte ein. Da wird, oh—⸗ ne Leid und Zaͤhren, unser Leben ewig waͤhren. Gott! zu welcher Seligkeit fuͤhrst du uns durch diese Zeit! 2. Hier ist zwar, was du den Frommen dort fuͤr Gluͤck bereitet hast, noch in Keines Herz gekommen. Welcher Mensch auf Er— den faßt deines Himmels große Freuden? doch, nach dieses Lebens Leiden wer— den Alle, die dir trau'n, mehr noch, als sie hoffen, schauꝰn. 3. Neue Wünder deiner Gute werden da ihr Gluͤck erhoͤhn, mit erstaunendem Gemuͤthe wird dann unser Auge sehin, deine Huld sey uͤberschwenglich, und das Gute unvergaͤnglich, das dem, der dich redlich liebt, deine Vaterhand dort giebt. 4. Dann wirst du dich unsern Seelen offenbaren, wie du bist. Keine Wonne wird uns fehlen da, wo Alles Wonne ist. An 0l R. h der ur 75 W hort d Kkarb, a vos st 5. Da wi min Melt Seele seh Om und ahabwer dit, und siih Kben egeben senn geöͤß wir eig b. Wa auf Erdet 0 fosli nlie ganz! Eorgen, mer freh hiet auf dort hur scheinen, miht une Guck bes . Sel ersteuet! Gläck,d Gatt be deihes 6 ost nach Frommen dahin zuk weil du nur nach hen js. NOhn Aer, OMmel IN Renshen niß ben u, XI wie nith sprecih. wit im Hi da arten sers Glalhe Da wicht Zaͤhrez n waͤhten. H Seligkeit i h diese. ist hwat, x mmen duss itet has, verz genn hensch auf ines Hn hen“ doch 18 Rideh x die dit tuh alo sie hof, Wundet + da iht 0⁰ erstabnenl Hird danhe „ delle wenglit, unbetgätgl Wud ul ie Ma „ * Falbatel eh pfh eBo N, K Verdammniß. 631 kom'nen Seligkeiten wird uns dort der Mittler lei⸗ ten, der uns dieses Gluͤck erwarb, als am Kreuz er fuͤr uns starb. 5. Da wird deiner From⸗ men Menge ein Herz, eine Seele seyn, Preis und Dank und Lobgesaͤnge dir, erhab'ner Gott! zu weih'n, dir, und dem, der selbst sein Leben willig fuͤr uns hingegeben. Mit ihm, un⸗ serm groͤßten Freund, sind wir ewig dann vereint. 6. Was ist unser Loos auf Erden! ob's auch noch so koͤstlich sey, ist's doch nie ganz von Beschwerden, Sorgen, Furcht und Kum⸗ mer frey. Schnell folgt hier auf Lust oft Weinen, dort nur wird die Zeit er⸗ scheinen, wo kein Wechsel mehr uns beugt, wo das Gluͤck bestaͤndig steigt. 5. Sey, o Seele! hoch erfreuet uͤber das erhab'ne Gluͤck, das dir einst dein Gott verleihet. Richte deines Glaubens Blick oft nach jenem Ort der Frommen, mit dem Ernst dahin zu kommen. Trachte, weil du hier noch bist, nur nach dem, was dro⸗ ben ist. 8. Ohne Heiligung wird Keiner, Herr! in deinen Himmel geh'n. O! so mache immer reiner hier mein Herz, dich einst zu seh'n! Hilf, o Vater! mei⸗ ner Seele, daß sie nicht den Weg verfehle, der mich sicher dahin bringt, wo man ewig dir lobsingt. Verdammniß. Mel. Lob, Ehr und Preis ꝛc. Bedenklich. 693 Vergelten wirst du denen, Gott! die hier die Tugend uͤbten, doch auch bestrafen nach dem Tod, die stets das Laster liebten. Ver⸗ gebens ist dann ihr Be⸗ muͤh'n, sich dir, o Rich⸗ ter! zu entzieh'n, und dei⸗ nem Strafgerichte. 2. O! schrecklich wird es fuͤr sie seyn, sich selbst dann anzuklagen, die Lei⸗ den alle, jede Pein durch eigne Schuld zu tragen⸗ die sie verfuͤhrten, selbst zu seh'n, wie sie umsonst Erbarmung fleh'n, und ihrem Beyspiel fluchen. 3. Weh' dem, der nun ein hoͤh'res Gluͤck, als wirklich, vor sich siehet, und doch bemerkt, wie es zuruͤck vor ihm Unwuͤrd'⸗ gen fliehet, wie Sinnen⸗ lust im Tod zerfloß, und Freuden, die er hier ge⸗ noß, Erfolg des Weltgerichts. 632 noß, er nun vergebens heischet! 4. Welch Elend, sich so weit vom Ziel mit dem Bewußtseyn sehen, auch dir gab Gott der Mittel viel, zum Heile einzuge⸗ hen, und doch selbst kei⸗ nes Trostes Spur, des inn'ren Richters Stimme nur zu steter Quaal zu hoͤren; 5. Verbunden uͤberdieß zu seyn mit vielen Laster⸗ haften, die nur an Bos⸗ heit sich erfreu'n, und Wuth der Leidenschaften, aund gegenseitig sich zur Last, weil Jeder nur den Andern haßt, zur ew'gen Marter werden! 6. Und wer in dieser Leiden Nacht sein Ungluͤck ganz empfindet, vom La⸗ sterschlafe nun erwacht, und sich doch kraftlos fin—⸗ det zum Streben nach Vollkommenheit, o! Quaal fuͤr eine Ewigkeit liegt dann in dem Gefuͤhle. 7. Das ist das Feuer, welches brennt im Inner— sten des Herzens; das sind Gefuͤhle, die nur kennt der Jammersohn des Schmerzens. O Vater! Bater! welch ein Bild! wenn sich's so jammervoll vergilt, von dir und Pflicht zu weichen. 8. Was koͤnnt' uns also eine Welt mit ihrem Reich— thum nuͤtzen, wenn wir nicht das, was dir gefaͤllt, der Tugend Schatz besitzen? nur sie waͤhrt ewig, sie begluͤckt. Olhilf mir, Gott! daß sie mich schmuͤckt, und schuͤtzt vor solchem Elend. Vorige Melodie. Erschuͤtternd. 694. Wie schrecklich wird die Strafe seyn, die Suͤnder leiden sollen, wenn sie nicht hier gerecht und rein von Suͤnden werden wol— len! Weh' ihnen, wenn der Tod sich nah't, und sie entreißt dem Suͤndenpfad zum ewigen Verderben! 2. Der Gott, der uns so schont und liebt, wenn wir die Laster hassen, der gnaͤdig alle Schuld ver⸗ giebt, wenn wir uns bes⸗ sern lassen, der hat's ver⸗ kuͤndigt, er, der gut, ge⸗ recht in Allem, was er thut, wahrhaftig ist und heilig. 2 3. Auch der, der unser Can erwarb, der, von der uͤnde Buͤrden uns zu er⸗ retten, litt und starb, da⸗ mit wir selig wuͤrden, der lehrt es, Jesus, un ser Herr. — Hl Vit! ö udiget, Is Chri 3. Ethitt etfet git vole kehre alz ob iht Gottes ü iht so lii laßt, + schabn, 0 hee Jufauf eg 5. Dern bexmherzi und gerte weiser al fravelnde ihsn die! nicht ite Mꝛaschen sehg eiger gell. 6. Nic Pfaigt d Cistn des wird und Loh Giben, gesäet ha res Wl Wa G. sc une —. nt uns gf ihum Rath „bbenn U 16 dit Af, bat beshj et twig, fmes schmuͤch g lchem Eg Melogh Utternd, e sthit 5 rin 0 „ die Ei R, Wahh erecht W werdey! ihnen, x naht/ M u Sund Verdetdn jott, Nu ad liebt, M set hasth k e Schul x N wit M der halzh „ der gal, llem, M thafth st Werdammniß. 633 Herr. Wer ist so gut, wer gnaͤdiger, als Gott, als Jesus Christus? 4. Erzittert! nur ver⸗ werfet nicht die schauer— volle Lehre. Denkt nicht, als ob ihr Unterricht nicht Gottes wuͤrdig waͤre. Die ihr so leicht euch taͤuschen laßt, koͤnn't ihr durch⸗ schau'n, was er umfaßt, der Zukunft Tief' ergruͤn⸗ den? 5. Vermeß't euch nicht, barmherziger ist keiner und gerechter zu richten, weiser als der Herr den frevelnden Veraͤchter. Laßt ihm die Waag', er, der nicht irrt, wird keines Nenschen Recht, und wird sein eigen Recht nicht beu— gen. 6. Nicht jedes Volk em⸗ pfaͤngt das kicht, das seine Christen haben, verschie— den wird auch sein Gericht und Lohn seyn, wie die Gaben. Da, wo er nicht gesaͤet hat, wird er, wie er schon hier nie that, auch dort nicht aͤrnten wollen. 7. Du zitterst vor der Ewigkeit! ach! zitt're, dir zum Heile, daß nicht das Elend, das er draͤut, dich, Sichern, uͤbereile. Aus Liebe offenbart er dir sein recht Gericht, um dich allhier und ewig zu be— gluͤcken. 8. Zerbrich nur selbst der Suͤnde Joch, entreiß' dich ihren Ketten, dann such' auch deine Bruͤder noch vom Tode zu erretten. Doch nicht aus Sklaven— furcht allein, du mußt dich auch der Tugend freu'n; denn sie giebt Ehr' und Freude. 9. O wenn du einst vol⸗ lendet bist, dann wirst du ganz verstehen, wie der Gerechte gnaͤdig ist, froh⸗ lockend wiest du sehen, wie das, was uns hier Zweifel macht, enthuͤllt von jedes Schattens Nacht, im hellen Licht erscheinet. Schlußlied. Preis der Religion. Mel. Wer nur den lieben ꝛe. Troͤstlich. eligion, von 695. RGote gegeben! sey immer meinem Herzen werth! wie trostlos würd' ich oft erbeben, wenn mich des Lebens Last beschwert! nur du erheiterst meinen Sinn, und fuͤhrst mich sauft zum Ziele hin. 2. die ihr sie verlacht! ist's, das so viel Trost ge⸗ Schlußlied. 2. O! zeigt mir eine beß're Lehre, ihr Spoͤtter, was waͤhre? was habt ihr, das so weise macht? wo find' ich ausser ihr das das durch des Le⸗ Licht, bens Dunkel bricht? 3. Sie ist's ja, die mich Gott erkennen, mich mei⸗ nen Schoͤpfer lieben lehrt. Ich darf getrost ihn Vater nennen, darf sicher seyn, daß er mich hoͤrt. Sie ruft mir zu: dein Gott ist gut! wohl dem, der sei— nen Willen thut! 4. Sie reizt mein Herz, sich selbst zu richten, sie schaͤrfet meines Geistes Blick, belehret mich von meinen Pflichten, und schreckt vom Boͤsen mich zuruͤck, verstaͤrket den Ge⸗ wissenstrieb, und macht wir jede Tugend lieb. 5. Sie leitet mich auf allen Wegen, sie zeiget mir das hoͤchste Gut, sie macht mir jedes Gluͤck zum Se— gen, und giebt im Unglück frohen Muth. Wo nichts, sonst nichts mich troͤsten kann, da faͤngt ihr wah— rer Trost erst an. glaube fest 6. Sie schafft dem Geiste suͤßen Feieden, verscheucht den sorgenvollen Sinn, und reichet jedem Lebens⸗ müden den sichern Stab der Hoffnung hin, auf den er Kill und fest sich lehnt, so oft er sich nach Ruhe sehnt. . Sie laͤßt mich stetes Daseyn hoffen, verkuͤndigt mir Unsterblichkeit. Der Himmel steht durch sie mir offen, und mein ist eine Ewigkeit. O! welche Won⸗ ne fuͤr den Geist, der sich der niedern Welt entreißt! 8. Ich weiß, ich weiß, an wen ich glaube; ich und zweifle nicht. Kein Wahn, kein Witz des Spoͤtters raube mit jemals meines Glau⸗ bens Licht! Religion er⸗ hebt mein Herz, sie adelt mich im Gluͤck und Schmerz. 9. Ja du, des Lebens reinste Wonne! du mich bis an's Grab, und leuchte dann, gleich einer Sonne, mir vor in's Todesthal hinab! mein erster Laut an Got⸗ tes Thron sey Dank fuͤr dich, Religion! Register. begleite (Die dife Wal, I Ha i IGeln hiet it I I Ach. seh DUterl 10 wannt Achl was h 0 wer au Aal wicder Zole Mochtu,Nel Allein Gott Alle Mensch AlenMenst ö Uler wäne Aller Welte Ales hast du Algätgerl Ucgünger! Mliebeyder Aahetungew. Hbetungew M. dich, mei Adaaser! Achey! Luc urxis Iuc nih, — — dem Geise——— derscheucht en Sinn en häl R E 8 st ezr. W. un(Die Ziffern weisen auf die Nummern der Lieder.) t sech lhit, nach N A. Num. t mich sut RNum. Auch noch im spaͤten Alter 476. „ berküc Ach! abermal bin ich 341.[Auch unsre Seel 134. chkeit. N. Ach! endlich, Dulder! 160 Auch zu Haus und in der 17. durchset. Ach Gott! nimm mich 334. Auf deine Weisheit bauen 375. mein i. Ach Gott! wie mancher 3273⁵Auf dich, Gott voll Güte! 259. velche I. Ach! hier nicht mehr, ach 665. Auf dich, mein Heiland! 29⁰ ½ zeist, Eih. Ach Jesu! dessen Huld 112. Auf dich, o Vater! 528. Belt ehtt! Ach! sieh ihn dulden 162½ Auf Erden Wahrheit 12²2¹⁷⁷ Ach Vater! unser Gott 619.Auf euch wird Gottes 455. 5,%0 00 Ach! wann werd' ich von 336.Auf Gott nur will ich 427⁵H0 hlubb, Ach! was bin ich wohl 333.Auf Gott und nicht auf 247.5/¹ und n Ach! wer auf spaͤte Buße 325. Auf! meine Seele! auf 171.½ ö Hah Ach! wiederum ein Jahr 496. Auf! o Seele! sey noch 5184⁰ an.. Ach! wie ist der Menschen 265. Auf! schicke dich recht IO LesiG , Aeltern, Aeltern! saͤumet 458.Auf! Seele! preise den 542. Aehhun Allein Gort in der Höh' 275% Aus der Fulle deiner 120. seth, 1r. Alle Menschen müssen 646W eAus des Todes Banden 7440 kumei Allen Menschen und auch 3837%Aus Gnaden soll ich 63⁰0. „ dis hg Aller meiner Bruͤder 395 5 une! hhlh Aller Welten Herrscher! 45.4% ö 3 ich Alles hast du mir gegeben 285 Barmherziger! erhoͤre 580,67⁸ dahh, 40 Allgütiger! dich will ich 5066, FBefiehl du deine Wege 246.4½ ne, Mib H. Allgüniger! du schufst 84%%Befreyt von Sorg' und 520. hil Hau, Allliebender! du gabst„62. Beglücke meine Reise 49. ½ ö Halt W 0 Anbetungswürd'ger Gott 21./ Begluckt, begluckt ist, wer 2043 Dall Anbetungsw. Menschenfr. 182. Begrabt den Leib in seine 668.651 0 An dich, mein Gott! zu 208. Wey'm holden Namen 436. Auch ausser meinem 492.40 Berufen hast du mich 482.½9 Auch diesen Tag hab' ich 524. Bester, weisester Regierer 272. Auch dir is Gottes Gnas' 114. Bewaffnete! der Krieger 450.66, Auch mich, o Herr! hast 57. Bewahre meinen Mund 2). H 5 in Register. 636 Bin ich mit festem Muthe 407. G.— er Herrscher aller Lande 138. D7%x ic il „Der hohe Him̃el dunkelt 55 H I Der Mensch weint viele 660. 0Y det A C. er Morgen kom̃t, und 516. 3u, det sh: Christ! beym Genusse 362. f Der niedre Stand, Gott! 442. du, det so Christen! durch Taufe 189.J. Der Stand, in den ich 484. O ftders asChrist! eile nicht mit 60½½Der Tag ist wieder hin 522. D, Hon Christ! sey im keiden 269½½Der weise Schoͤpfer, dessen 64. Ou Hon d 605Chricus, der ist mein 647 ½ Ehrist! wenn dich Lrübsal 249 Der Wollust Reiz zu es Jahres Schoͤnheit 511. Du hast, o II. O asmit Des Leibes warten und 355. Du Herr und D. 4* Des Morgens erste Siundg50z Aühn Damit ich moͤge hier 350.6pdes neuen Jahres erster 498. Dul Hart u Dank! ewig Dank sey 611.Diq, Hoͤchster! ehrerbietig 220. Duind Dank, Preis und Ehre 108. Dich will ich jetzt mein 487. Duklasti Dank sey dir, unser Herr 15. Die Aernt' ist da 545. Dukagdte Dank sey dir, Vater! 493Die auf der Erde wallen 637. Duliht,o Darf sich der arme Mensch 244. Die Felder sind nun 547. Dush dich, Das Amt der Lehrer 44666Wie Herrlichkeit der Erden 645. Dusagt: Das Glüͤck desErdenlebens 634. Die ihr geübt in Künsten 488. Du schenks Das Gluck ist groß, das 416. Die ihr mit wenig 486. Du Dnet Das Jahr entflieht 494. Die Menschen aller Welt 432. Du waser J)/ Da stehen wir, die Deinen 670%Die Quell' von meines 333. Das Wort, das Jesus uns 123.Dieß Jahr ist nun dahin 527 Deiner Weisheit tiefe 79⁰ ieß ist der Tag, den 104. Eh sch d 50 2 Deines Gottes freue dich 237.% Die Wassersnoth ist groß 501. Cush ag Dein Heil, o Christ! 614.2Dir, Ewiger! sey dieser 6. Ein side Dein ist das Licht, das 445. Dir, Gott der Huld und 507. Ein whig Dein Wille ist es, Gott! 296 Dein Wort, o Hoͤchster! 5892 Den besten Freund, den 478. .L— ir, Gott! dir will ich 279. Dir, Gott! ist Alles 32. Dir, Gott! sey Preis und 61. Eins sst N. En gle! Enlehre nie Den Hoͤchsten oͤffentlich 2. Dir immer ähnlicher zu 289, Enschlich Denket doch, ihr 324. Dir, milder Geber aller 66, cnarm d ODer du stets unsre 10.34 Dir, Vater! der du 190,(rhargerd 40 Der du uns als Vater 194% Dir, Vater! dir sey Dank 12. Crhahen 160 Der du voll Blut und 1484½%Du Bester aller Menschenk. 149, Eiabner! AfHDer du von Jugend auf 72% Du bester Trost der Armen 555, Sit un 519 Der Ehstand soll uns 450. Du bist ein Mensch, und 260, Ehhbedich 179. Der fur mich gekreuzigt 9.1 70 Der Heiland kommt Du bist, o Unermeblicher! 35• Ou, deines Vaters 1 27 V. Eisibt den Enohnre — ultapde el Wukg 040 weint oll g kosft, 0 Ztand, O 60 in den i witder zu gy Hihjer.Ah, WMii h Scinhat warten uuh. ersteSh, Nhres iñt g. Renehrethchn 0 sest nun a ist da Erde nall; sind un heit derEmh ubt in Kisg benig hen altr U von 1 ö ist nun uf ag/ M h I l sth Nl der Huld UU dit llih is Alis th W V 12* t Heb O der du ö dir sh 0 Ll Hashen n 1* E Ic Uun 1105 In I Register. Du, den ich innig schaͤtze 234. Du denkst, so zaͤrtlich 150. Du, der Alles sieht und 326. Du, der sich einst voll 133. Du, der so gern begluͤckt 360. Du foͤrderst gern mein 297. Du, Gotr! bist über 240. Du, Gott! du bist der 501. Du hast mir viel entrissen 655. Du hast, o gnadenreicher 556, Du Herr und Richter 227. Du Herr und Schöpfer 532. Du, Herr von meinen 474. Du kamst zu uns im 119. Du klagst in schweren 263. Du klagst und fuͤhlest die 373. Du laßt, o Herr! uns 13. Durch dich, Gott! bin ich 481. Du sagst: ich bin ein 201. Du schenkst uns, Gott! 585. Du Vater aller deiner 23o. Du weiser Schoͤpfer aller 37. E. Eh' noch die strahlenreiche 27 Ebre sey Gott in der 102. Ein milder Regen sinket 536. Ein ruhiges Gewissen 315. Eius ist Noth! ach Herr! 299. Einst als im Angstgebete 135. Entehre nicht mein Herz 551. Entschließe dich und thue 322. Erbarm' dich, treuer Hirt 199. Erbar mer deiner Menschen 330. Erhaben über Welt und 26. Erhab'ner Gott! Nichts 22. Erhalt' uns, Herr! die 438. Erhebe dich, mein Lobgesang 51. Erhebt den Herrn, ihr 98. Erhoͤh'ter Jesu, Gottes 686. 63² Erhoͤre, Vater! meine 428. Er ist gekommen, er 106. Er kom̃t, er komt, geht 95. Ermuntre, Christ! den 178. Erscheine meinem Geist 125. Er starb, der groͤßte 161. Erwacht zum neuen Leben 5og. Es baut, o Gott! auf 543. Es donnert, Gott! wie 540. Es eilt der letzte von 382. Es freu' der Fuͤrst des 437. Es ist noch eine Ruh“ 689. Es ist vollbracht! so ruft 154. Es lebt ein Gott, der 40. Es stroͤmt aus deiner 485. Es zieht, o Gott! ein 562. Ew'ge Liebe! mein 90. Em'ger Vater aller Wesen 621 Fre heit gabst du meinem 60 Freu' dick sehr, o meine 648. Froher Tag! seh' ich dich 502. Frohlockt dem Herrn 177. Fruͤh mit umwoͤlktem 5069. Fürwahr du bist, o Gott! 78. G Gebt dem Tode seinen 669. Gedanke hoher Seligkeit 673. Gedenk ich, Heiland! an 124. Geist vom Vater und 195. Gelobet seyst du, Herr 110. Gerechter Gott! vor dein 681. Gieb, Gott! daß jeder 310. Gieb, Gott! wenn ich 243. Gieb ihm, o Vater! Gluͤck 447. Gieb mir, Gott! einen 417. Gieb mir, o Gott! ein 387. Gott! deine Gnad' ist 629. Gott! deine Güte, deine 55. Gott! deinen heiligen 239. Wott 638 Register. Gott! deinen weisen 483. Gott! deine weise Macht 65. Gott! dein ist unser 390. Gottl der du Herzenskener 229. Gott, der kein Boͤses thut 85. Gott des Himmels und 514. Gott, dessen Macht des 558. Gott! die Güter dieser 363. Gott! dir vertrau'n ist 248. Gott! du bist heilig und 48. Gott! du bist von Ewigkeit 28. Gott! du kenst von Ewigk. 36. Gott! du laͤßt die Seuche 575. Gott fuͤhrt uns Menschen 75. Gott gab es mir nun 554. Gott! geopferter Erbarmer 603. Gott! immer groß an 264. Gott ist gegenwaͤrtig 5. Gott ist mein Lied, er ist 23. Gott! laß mich niemals 412. Gott! meine Seele singet 71. Gott! meines Naͤchsten 388. Gott! mit allen seinen 497. Gott! nur eines Menschen 86. Gott segne mein Bestreben 394. Gott sey Preis und Dank 1I. Gott! sie schwören jetzt 594. Gott, treuer Gott! wie 59. Gott! unser froher 567. Gott unterstutzet das 459. Gott von großer Macht 533. Gott, vor dem wir betend 595. Gott! vor dessen Angesichte 46. Gott hwas muß dein Sohn 130. Gott! was muß ich nicht 654. Gott! welche Schmach und 141. Gott werde steis von dir 58. Gott! wie bist du zu 219. Gott! wie rein ist deine 349. Gont winkt, so stürzen 510. 0 Grab meines Herrn 159. Großer Gott! erhab'nes 88. Großer Gott! Herr aller 282. Groß ist, ihr Aeltern! 460. Guter Vater! schenke H. Halleluja dem Heiligsten 566. Halte dich nicht laͤnger 286. Heiland, dessen wir uns 185. Heilig, heilig ist das 386. Heilig, heilig ist dein 241. Heilig, heilig sey der 226. Heil ihm, dem Todesüb. 172. Herr, allerhoͤchster Gott! 213. Herr! an dir hab' ich 337. Herr! deine Allmacht reicht 30. Herr! deines Lebens letzte 598. Herr! dein Gesetz, das Za/. Herr! dein Gesetz und dein 346. Herr! der du Alles giebst 409. Herr! der du dein 60⁰9. Herr! der du selbst die Herr! dessen Augen Alles 345. Herr! dir gelob' ich neue 596. Herr! du erforschest mich, dir bin 33. Herr! du erforschest mich, dir kann Herr! du faͤhrst mit 188. Herr Gott! du bist die 29. Herr, großer Gott! dich 288. Herr, Herr! was sind wir 651J. Herr! ich bin dein 684. Herr! ich hab' aus deiner 321. Herr Jesu Christ! du 329. Herr! laß mich doch 364. Herrlich ist der Aeltern 457. Herr! meiner Seele 298. Herr, mein Licht! erleuchte 586. Herr! nicht zum Mußigg. 370. Herr/ 624. 500. 592• — Wahschnt! I slͤrke EHuset 1 voy del Hert weng tl wit! Hun unit Heh Hic ist mu Hich stehn Hih ley! Hahsikt! Höchterl d Run ‚ Julduch Julshztt, NIure — *——— —.— IIDIE ö Wihn Ichhrmet Ichlarmei Ichbne Ich bing Ic Ii Ic hine Ich hanke Ich Rent' Ich alen Wehh I ssss, I V o I Ic loxe d J0 prase Y sietb Wttetet! Itih, Iuh, Rh Viaß, Henfe 0 uligten deh lunger 20 wir uns I st st dein 4 iy der M. Woeedih, stet Gonnlah ub'ich y macht reiht; bens lehte seh, der 3 0 fund düzl lles ehs NIA lbst die Igen Mlet 0 ich nelt h Hest nich „ 6 I U-EI chl n nt N bis die Hat did W sudwoit H. En 0 1008 Duntt; l du. Ih 3 Herr! segne mein Bestreb. 401. Herr! stärke mich, dein 126. Herr, unser Herrscher! 535. Herr! von deiner Vatertreu 380. Herr! wenn ich nur dich 232. Herr! wir stehen hier 591. Hier bin ich, Jesu! zu 606. Hier entschlummert ein 682. Hier ist nur mein 636. Hier stehn sie nun, s Gott! 593. Hier lieg' ich, Herr! in 570. Hin stirbt die Mutter 659. Hoͤchster! denk' ich an die 338. Hosianna! Davids Sohn! 187. J. Ja! durch Glauben und 261. Jauchzet, ihr Himmel! 103. Ja! zur Stille will ich 377 Ich armer Mensch, o Herr! 332. Ich armes vaterloses 658 Ich bin ein Christ, Gott 353. Ich bin getauft nach 590. Ich bin mit Gottes Huld 374. Ich bin zur Ewigkeit 675. Ich danke dir, mein 207. Ich denk' an dein Gerichte 682. Ich eile meinem Grabe 639. Ich erhebe mein Gemuͤthe 339. Ich fasse, Vater! deine 579. Ich freue mich, mein 236. Ich habe nun den Grund 92. Ich komme, Herr! und 604. Ich loͤbe dich, und preise 38. Ich preise dich, o Herr! 165. Ich sterb' im Tode nicht 674. Ich trete vor dein 471. Ich weiß, an wen mein 636. Ich weiß, daß Alles, was 372. Ich weiß, daß Gott ist 18. 639 Ich weiß es wohl, ich 206. Ich weiß gewiß, mein 181. Ich will den Bund mit 599. Ich will in stiller 472. Jehova, Herr und Koͤnig! 439. Jesu Christe! dessen 137. Jesu Christi Sterbetag 157. Jesu! darf ich Suͤnder 602. Jesu! deine tiefe Wunden 164. Jesu! Freund der 186. Jesu, meine Freude! 238. Jesu, meiner Seelen 129. Jesu, meines Lebens 120. Jesum ewig zu verehren 222. Jesus, Jesus ist erstanden 175. Jesus ist gekommen 107. Jesus lebt! mit ihm auch 176. Jesus, meine Zuversicht 678. Jesus nimmt di? Sunder 335.6 Ihm, dem Todesuberw. 170. Ihr Burger eines Staates 435. Ihr wimert, liebe Kleinen! 657. Im Früͤhling meiner 479. Immer müsse, Gott! dein 262. Immer naͤher kommt die 683. Immer will ich frey vom 405. Im Stillen wolien wir 456. In allen meinen Thaten 257, In deinem Namen, Herr 490. In unserm Kumer komen 534. Ist Gott fuͤr mich, so 275. à. Keine Liebe gleicht der 465. Kinder! die ihr noch 463. Kinder gut und fromm 461. Kläͤrt sich der trube Himel 302. Komm betend oft 615. Kommet anbetend zum 565. Komm, o komm, du Geist 193. Kosnst du, komist du, Licht 57. Kommt. 64⁰ Register. Kommt, Kinder!lanzubeten 14. 205. Kommt und laßt euch E Laß doch in meines 223. Laß, Herr! nach eitlen 365. Lab mich dankbar und 392. Laß mich des Menschen 81. Laß mich doch nicht oGott! 367. Laß mich, Gott! Bruder 420. Laß mich, Hoͤchster! 414. Laß, o Jesu! mich 389. Laßt uns mit ehrfurchtsv. 111. Laßt uns unserm Gotrt 105. kaut und freudig dir 63. Lehre mich, Herr! recht 303. Liebe, die du mich zum 295. Liebreicher milder Gott 6²20. Liebster Jesu! wir sind 9. Lob, Ehr und Dank sey 562. Lob, Ehr und Preis dem 280. Lobet den Herren, den 281. Lobt Jesum M. 116. 12 Mache dich, mein Geist 627. Mag doch der Spötter 217. Mein bester Trost in 617. Mein Bundesgott! ach 348. Meine Lebenszeit 64⁰. Meinen Jesum laß ich 294. Mein Erloͤser! auch fuͤr 131. Mein Erloͤser, Gottes 168. Mein erster Wunsch, mein 68. Mein erst Gefuͤhl sey 512. Meine Seel' ermuntre 127. Mein Geist, o Gott! wird 69 1. Mein Gott! ach lehre 331. Mein Gott! du bist 538. Mein Gort! du wohnest 210. Mein Gott! ich weiß 64ʃ. Mein Gott! zu dem ich 342. Mein Heiland lebt 680⁰. Mein Herz ermuntre dich 44. Mein Jesu! fuͤr dein Herz 138. Mein Jesus stirbt, was 155. Mich meiner Tugend zu 427. Mich selbst muß ich 304. Mir nach, spricht Christus 292. Mit Dank sey dir der 50z. Mit diesem Tage geht 526. Mit dir geh' ich an mein 371. Mit dir, o Höͤchster! 633. Mit Ernst, o Menschenk. 94. Mit frohem Danf erschein' 607. Mit lautem Schall 183. Mit Preis und Ruhm 197. Mitten unter eignen 1651. Mit tiefer Ehrfurcht blick' 54. Mit welchem Dank, oGotr!573. N Nach einer Pruͤfung 688. Nach einer schmerzensvoll. 517. Nach Fried' u. Eintracht 422. Nach Gottes weisheitsv. 434. Nach Jesu heil'gen Lehren 396. Nach Tugend und nach 320. Nah't mit Andacht im 605. Nein! murren will ich 552. Nicht, daß ich's schon 343. Nicht mehr als meine 571. Nicht mürrisch, finster 402. Nicht um Reichthum 6²². Nie soll ich wieder fluchen 425. Nimm hin den Dank fuüͤr 608. Nimm, o mein Herz! mit 180. Noch leb' ich, ob ich 638. Noch nie hast du dein 49. Noch sing' ich hier in 4. Noch sterbend will ich 377. Nun danket ale G)ot 287. Nun — Iu xt und Nllich wu zus ts Mi sakt die Hurtiner! + Im Hibe, o ehnslbes O deh ion nei o Duauch oluel dsfehlich in D srche, Ite Dft klagt dei O Galgatha! O Gghtl der OHoh! du O Gahl du O Goth Lerbo O Gothes S O Gottlich O Gots nei O Gotit une O Hon vor O Gottwa O helbgtr O Hichlir! O Hhaffnnng! ODammesvol II ONuf OIfU Oainder Obunt' 10 Dunm Gat 0 Lahliglut O nihe, O sinn 0 Register. 641 — d. Nun drohet uns nicht 568.[O Tag des Heils, vom 191. sue d.. Nun endlich wachet mein 340.O Tag des Herrn, du 7. nhefg. Nun est es Alles wohl 156, O weich ein Segen ist 418. +ul i Nun sinkt die Sonne 519.[O welch ein sel'ges Leben 73. nd ui Nur einer! einer nur ist 24.O welch ein unschaͤ6zbares 3 316. d Nur Liebe, rein von 429. O Welt! sieh' hier dein 147. Ehrithn O wie groß ist deine 505. t der H O. O wie unaussprechlich 692. geht 6 ö Wun O Christ! die Reize dieser 308. P. srl iin O daß von meinen Lebens 381. uschnk. O Durst nach Blut, 142. Preiset Gott in allinn 173. eshene O du Urquell wahrer 196. Preist, Christen! mit 548. Wll. ih Oeffentlich in der Gemeine 610.Preist, Voͤlker! unsern 576. Nuhm. I. O freuet, Frome! freuet 690. en Oft klagt dein Herz, wie 305. Q. Acht hlc e O Golgatha! zu deinen 153 r„ Huln O Gott! der du mein aog Quelle der Vollkommen⸗ O Gott! du kannst den 537. heiten 231. O Gott! du weißt allein 270. ig( O Gott! erbarme vaͤterlich 480. R. Mntrchg O Gottes Sohn, Herr 2za. Einratt Pl. O Gott! ich preise deine 83. Reichthum ist des Hoͤchsten 549. Wehei,. O Gott, mein Vater! steh' 410.Reif ist nunmehr der 508. I Lehreh N O Gott! unendlich groß 31. Religion, von G)ott 695. I und W O Gott! von dem wir 529.Richte nicht mit Hohn 421. Win i6 O Gott! was senst so tief 443.Ruhig soll die Seele 309. ml h O heil ger Geist! kehr' 192.Ruh' und sich're Freuden 166. b O Hoͤchster! dessen Kraft 541. dan zu O Hoffnung Lebenswone 267 S. fun 6 O jammervolle Tage! 557. In O Jesu! Herr der Herrl. 448. Saͤe deine Thraͤnensaat 268. aa O Jesu! Jesu! Gottes 235. Samelt euch, o Christen! 1. ault 10— O Jesu! Licht und Heil 198.Schaffet, schaffet Menschen 307. O Kinder! dieser Tag 597. Schau hin in die vergangne378. 10 6 O koͤnnt' ich dich, mein 343. Schicke dich, erloͤste 60⁰0. 50 0 O Lamm Gottes 158. Schnell fließen Jahr' auf 499. 1(O Liebesglut! wie soll 91. Schoͤn ist die Tugend 352. n O mögten, Gott! doch 430.Schon naht sich meines 578. a% O stimm auch du mit 109. I Schon weicht die finstre 431. 00 S 85 O 2—. —— SISSS.... Sie stehen da, die Register. Schon wieder bringt die 523. Schuf mich Gott fuͤr 671. Schweiget, bange Zweifel 631. Schwer liegt der Treñung 667. Schwing dich auf zu 216. Schwinge zu des Himels 69. Schwingt, heilige Gedanken 20. Seele! sey zufrieden 266. Seht, Menschen! euren 544. Seht! welch ein Mensch, 144. ach! Seht! welch ein Mensch, wie 145. Sey aller Wohllust Rei 312. Seyd barmherzig, Men⸗ schen 404. Sey getreu bis an das 293. Sey uns gesegnet, Tag 8. Sey unverzagt und murre 271. Sey willig Seele! Gett 276. Sey zufrieden, mein 376. Sieh! hier bin ich 218. Sie starb, und starb mir 656. 685. So früh bringt Gott So gehst du, Jesu! 132. So jemand spricht: ich 384. So ist von meiner kurzen 495. Soll dein verderbtes Herz 584. Sollten Menschen, meine 423. Sollt' ich den beneiden 398. Sollt' ich meinem Gott 284. Sorge du für meine 462. So viele Mütter freuen 662. So weit nur deine Sonen 41. Stärke, Jesu! staͤrke mich 169. Staͤrk' ihn, Herr! den 581. Standhaft sey, o Gott! 313. Stets warst du meine 475. Stets weiser, besser stets 469. 473. Stimmt unserm Gott ein 283. Suchst du des Naͤchsten 393 Hlecher Sünde ist nie klein zu 87. Mant an Atger Du Inn der L T. Iar det hin Theuer, wie mein eignes 301. Trockne gern die Kum̃er⸗ thraͤnen 4⁰5³. u. Um als ein Christ vduüʒ 31. Um Erbarmen flehen wir 56. Unendlich ist mein Gluͤck 618. Unerforschlich sey mir 7. Unser Gott regiert das 67. Unser Heiland steht 143. Unser Wandel ist im 356, Unschuldigster! du hattest 146. Uns ist, Herr! dein 588. Unsre Kindheit, unsre 468. Unter manchen bangen 382. Unwiederbringlich schnell 583 Vater! der so gern 3² Vater! du gabst mir 464 Vater! Lob und Dank 569, Verbittre dir dein Leben 426. Vergelten wirst du denen 693• Vergilt, o Vater! allen 440. 3* Vernim̃, o Gott! mein 35ʃ• Versucht und pruft es 212. Verzeih' der tiefen Trauer 660. Viele Freuden streust du 36ʃ, Viele freudenvolle Tage 355 Viel hast du uns, All⸗ liebender 3⁰ Vesl VDn dit,G6 Mu dit in Wadit,o6 N dit, o N dncht MM helligen Au Hethen! Vadej M Vudit,o Vusichtige gnhät Wihe au Va ic Vexum er Waum so Vasun v Dasum wi Vas bös Vah der WosGalt Was hilft Maichn Vas in n Das un Das IW Mad s Dis il Dl sol DI sel Du siig D — Sh ein Mafen 11 — nein agz die Kuftn . Christ u en fehen dit t Mein Hat 0 sih nt agittt d 15 sfht del Il in rLDRuhuth IrI din Heit, uuste hen bangn aglic shnl D. hun gahs uk,“ hd Dahl dii Loch; du Rh urr! cl all mul“ yrlst ch, Andut * ran ö Abohe Agl I 0 * Register. 643 Voll Dank an diesem 515. Voll reger Dankbegier 76. Voll Schmerz und Qugal 152. Von der Todesfurcht 574. Von des Himels ew'gem 118. Von dir, du Gott der 453. Von dir, Gott! sind der 451. Von dir in diese Welt 408. Von dir, o Gott! komt 550. Von dir, o Gott! ist auch 484. Von Furcht dahin gerissen 139. Von heiligem Gefühl der 16. Von Herzen preis' ich dich 583. Vor dir, Allmaͤchtiger! 52. Vor dir, o Gott! er scheinen 653. Vorsichtige Verschwie⸗ genheit 3g19. W. Wachet auf! ruft einst 676. Wagt' ich es laͤnger noch 319. Warum erbebst du, meine 672. Warum sollt' ich trostlos 258. Warum willst du doch 553. Warum willst du draußen 99. Was boͤs ist, hassest du 47. Was der Menschenvater 93. Was Gott thut, das ist 255. Was hilft es mir ein 202. Was ich nur Gutes habe 242. Was in mir forscht, was 300. Was in mir ist, o Gott! 70. Was ist mein Leben hier 251. Was ist mein zeitlich 357. Was ist's, daß ich mich 253. Was soll ich aͤngstlich 250. Was soll ich trostlos 274. Was sorgst du ängstlich 643. Was weigerst du dich 23. Weicht ihr Berge, fallt 50. Weint, Aeltern! weint 663. Welch hohes Beyspiel 291. Wem Gott Gesundheit 569. Wenn der Gedanke mich 677. Wenn der Stifter der 664. Wenn einst in meinem 679. Wenn ich vor meinen 613. Wenn Geschwister fromm 467. Wenn ich auf Gottes 687. Wenn ich ein rein Gewissen 317. Wenn ich, o Schoͤpfer! 53. Wenn Menschen streben 415. Wenn zur Vollführung 344. Wer auf seinen Gott 245. Wer bin ich von Natur 626. Wer bin ich? welche 623. Wer des Lebens Guͤter 406. Wer dieser Erden Güter 385. Wer gehorcht, der thu's 440. Wer, Gott! bey deinem 228. Wer Gottes Namen frech 225. Wer Gottes Willen thut 203. Wer hoͤher durch Geburt 441. Wer ist dir gleich, du 25. Wer kann die keiden fassen 167. Wer Menschen, seine 397. Wer mit Lust und Eifer 650. Wer nur den lieben Gott 256. Wer schleicht dort in der 136. Wer sich mit Ernst der 368. Wer wahre Herzens 411. Wer weiß es, Gott! wie 644. Wer weiß, wie nahe mir 642. Wer zaͤhlt der Engel Heere 56. Wie fuͤrcht' ich mich, mein 625. Wie goͤttlich sind doch 2⁰ Wie groß ist des All⸗ maͤcht'gen 2. Wie groß ist unsre 6²8. S8 4 Wie 4„444 Wie groß, o Herr? er⸗ Register. scheinest du 163. Vie groß, wie angebetet 115. Wie hat es doch ein 63²2. Wie herrlich, Jesu! starker 184. Wie ist des Hoͤchsten Huld 546. Wie hoͤnnt' ich hoffen 424. Wie koͤnnt' ich zweifeln 19. Wie lieblich ist, o Herr! 3. Wie liebst du doch, o treuer 444. Wie mannigfaltig sind, o Vater! 359. Wie mannigfaltig sind die Gaben 358. Wie sanft fließt mir mein 7a. Wie sanft, mein Vater! 616. Wie sanft seh'n wir den 649. Wie schwach ist meine Wie sollen wir dir, Vater! 113. Wie soll ich dich empfangen 100. Wie foll ich dich wuͤrdig loben, maͤchtiger 277. Wie soll ich dich wuͤrdig loben, Schöpfer 278. Wie sollt' ich meinen Gott 233. Wie viel empfindet nicht 661. Wie wenig wird in guten 572. 306. Wie schrecklich wird die 694. Wie selig lebt ein Mensch 399. Wie wichtig ist doch der Willst du der Weisheit 82. 221. Wir danken freudig dir 530. Wir fleh'n fuͤr unsrer 466. Wir Menschen sind zu 387. Wir schlossen unsrer Ehe 452. Wir seh'n den Schlaf 52t. Wir sind in Noth 56⁰. Wir wallen hier im 272. Wo eilt ihr hin, ihr 3709. Wo find' ich Gott, den Wohl dem, der beß're Wohl dem, der Jesu Wohl dem, der mit Wohl dem, der richtig 413. Wohl dem, der seines 470. Wohlthatig sind der Erde 273. Wohlzuthun und mitzu⸗ theilen 303. Wo ist die Stätte des 39. Wort aus Gottes Munde 89⸗ Wo sind die Weisen 34 Wunderbar ist Gottes 80. 3. Zu dir, o Gott! das Herz Ci2. Zum Trest in unsern 314. 211. 366. 200. 256. Zur Arbeit, nicht zum 369. Gebete 7 4 6 Morgel Gofe Di' dunke Uotigen d Wif danke sit di& ung nun auf der X ung ersch Hehe vor seliz seye stam in und selig Vaker! lichin di⸗ daß wie! Soha J Allen, Verheißt heit, da sinnanget Wegk sie bergelten aller Sü Zugendet leben, ss, wet litemal auc heut sertt Hfi schn st — doc der Mithin ꝛn ludiz t gy uustet sud u Istet E H Schf. uh 6 er in U, iht 5 hott, den u et beße it Nuu et mit A er rich It seines Y ud der E und mitzu⸗ 0 tätte dW6. tneb Munhe Beisen“ ounh 2. R Isen. nicht un 00 645⁵ Gebete und Andachten. Morgengebet einer christlichen Haushaltung. Großer und heiliger Gott! Vater aller Menschen! wir danken dir von Herzen, daß du uns und die Unsrigen diesen Morgen gesund hast erleben lassen. Wir danken dir fuͤr die Ruhe der vergangenen Nacht, fuͤr die Erquickung, die du uns gegoͤnnet hast. Laß uns nun von Neuem gestaͤrkt auch heute unser Leben begluͤckt fortsetzen, und den großen Zweck, wozu wir auf der Welt leben, immer vor Augen haben. Du hast uns erschaffen, daß wir heilig und unstraͤflich in der kiebe vor dir, daß wir einst ohne Aufhoͤren bey dir selig seyen. Du hast deinen lieben Sohn Jesum Chri-⸗ stum in die Welt gesandt, daß wir durch ihn heilig und selig wuͤrden. Dank sey dir, bester himmlischer Vater! fuͤr diese herrliche Beweise deiner unaussprech⸗ lichen Liebe. Gieb uns denn vor Allem die Gnade daß wir von ganzem Herzen an dich und deinen lieben Sohn Jesum Christum glauben, an deinem Worte in Allem, was uns heute begegnet, festhalten, deinen Verheißungen trauen, und durch die wichtige Wahr— heit, daß du, der die geheimsten Gedanken und Ge— sinnungen unsers Herzens kennet, der auf alle unsere Wege siehet, einst einem Jeden nach seinen Werken vergelten werdest, uns zur sorgfaltigen Vermeidung aller Suͤnden und fleißigen Ausuͤbung aller christlichen Tugenden erwecken laͤssen. Und da in einem so kurzen keben, wie das unsrige, ein einziger Tag sehr wichtig ist, weil Niemand von uns weiß, ob er jetzt das letztemal erwacht und aufgestanden ist; so laß uns auch heute alle Gelegenheiten zur treuen Ausubung un⸗ serer Pflichten nuͤtzen. Kiebe gegen unsere Nebenmen-⸗ schen ist eine der ersten unserer Pflichten. Laß uns da⸗ 646 Gebete und Andachten. daher unsere Kraͤfte nicht bloß zu unserm Vortheile, sondern auch zum Besten Anderer mit Freuden anwen-⸗ den. Laß den Geist der Liebe uns untereinander auf das engste verbinden, daß wir im Frieden und herz—⸗ licher Eintracht bey einander leben, und Alle nur Ein Herz und Eine Seele in deiner Furcht und Liebe seyn moͤgen. Bey dem Genusse deiner Wohlthaten erwecke in uns einen frommen Sinn, und laß uns deine Guͤ⸗ ter mit Dankbarkeit und Maͤßigung genießen. Be—⸗ wahre uns, liebreicher himmlischer Vater! auch heute vor allem Ungluͤck und Gefahren, und gieb uns Muth, Standhaftigkeit und ein bestaͤndiges Vertrauen auf dich, wenn etwa Ungluͤck uͤber uns kommen, oder eine Gefahr uns umringen sollte. Segne unsere Berufsge— schaͤfte, und laß alle unsere rechtmaͤßige Unterneh⸗ mungen wohl gelingen. Gieb auch heute, o barm— herziger Vater! allen Menschen, die auf Erden leben, deine Huld und Guͤte zu empfinden. Gieb jedem, was ihm noͤthig, und wende von jedem ab, was ihm schaͤd⸗ lich ist. Segne die Landesobrigkeit, die du uͤber uns gesetzt hast, und gieb, daß wir unter ihr ein stilles, ruhiges Leben in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit fuͤhren moͤgen. Segne die Lehrer, und laß sie rei— zende Muster der wahren Weisheit und aller christ— lichen Tugenden seyn. Segne diesen Ort, dieses band und alle Einwohner desselben. Segne insbesondere diejenigen, die du durch die Bande des Bluts und der Freundschaft mit uns verbunden hast. Erbarme dich aller Armen, Kranken und Verlassenen, laß sie weise und treue Helfer und Troͤster finden in ihrem Elende. Erhoͤre unsere und aller Frommen glaubige Gebete, welcher dir heute vorgetragen werden, um Jesu Christi willen. Amen. Abendgebet einer christlichen Haushaltung. Mit Dank, anaͤdiger und barmherziger Vater! ha⸗ ben wir den heutigen Tag angefangen, und billig en⸗ digen wir ihn mit Dank. Du faͤhrst von— E ide Id tuch deiltt väte Ghaltung Sehtung. ung au gnädige! vol der mung. essen, o l delle täg gröstenth. taglch de danks ni darkbate auch ins fuͤr die erghicken uns heu wit dad uns unt Erkenntt deinen! ket, sich liche Gu uns dess deßwege haft zu gewesen schliehen. bung um Ysum C die Moh und den Aegeben, d bitte uu. u n ind Ver stelen,! — Nurthii, uden uwo/ ander a Hen und hir Ale nur 00 ud Licbe sy haten etrch Is deint di mießen. I. auch hah uns M hertrauen Ren, odet l⸗ sere Berlth Zige Wten Hute, Erden eb jeden, x as ihmn shl du ih iht ein sth ind Ehthal laß stij Nallet t, diesehlu insbessh 8 Bluit v As. Ethah senen, Af Iben in il men glach helden, haltuch N ld lilig e A Gebete und Andachten. 647 zu dem andern fort uns zu segnen und Gutes zu thun⸗ und auch heute haben wir manchen neuen Beweis deiner vaͤterlichen Guͤte erhalten. Alle Guͤter unsrer Erhaltung, alle Staͤrkung unserer Lebenskraͤfte, alle Segnungen unserer Geschaͤfte, aller Schutz und Ret⸗ tung aus manchen Uebeln und Gefahren, ja die ganze gnaͤdige Lenkung unserer Schicksale zeugte auch heute von der Groͤße deiner vaͤterlichen Date und Erbar⸗ mung. Ach! laß es uns, bester Vater! nicht ver⸗ gessen, was du uns in dem Allem Gutes gethan hast. Rein! nicht vergessen wollen wir es; und wenn auch deine taͤgliche Wohlthaten den Menschen deßwegen groͤßtentheils gleichguͤltig werden, weil sie dieselbe taͤglich genießen; so wollen wir uns doch dieses Un⸗ danks nie schuldig machen. Erhalte du selbst dieß dankbare Gefuͤhl in unsrer Seele. Dank sey dir aber auch insbesondere fuͤr das Licht deiner Erkenntniß, für die heilsamen Erweckungen zur Tugend, fuͤr den erquickenden Trost und die seligen Aussichten, die du uns heute durch dein Wort verliehen hast. Moͤgten wir dadurch weiser und besser geworden seyn! Moͤgte uns unser Gewissen Zeugniß geben, daß wir unsre Erkenntniß in den Heilswahrheiten vermehret, nach deinen Vorschriften unser ganzes Verhalten eingerich⸗ tet, nichts Gutes unterlassen, und keine einzige vor setz⸗ liche Suͤnde begangen haben! Aber wie koͤnnen wir uns dessen als suͤndige Menschen ruͤhmen! Gieb uns deßwegen, o allwissender und heiliger Gott! recht leb⸗ haft zu erkennen, was dir heute an uns misfaͤllig gewesen ist, und laß uns, noch ehe sich unsere Augen schließen, die Versicherung deiner Gnade zur Verge⸗ bung unserer Suͤnden durch unsern theuersten Heiland Jesum Christum innere Beruhigung schenken. Du hast die Nacht den Menschen zur Ruhe von ihrer Arbeit, und den Schlaf zur Erquickung ihres muͤden Koͤrpers gegeben. Wir danken dir fuͤr diese guͤtige Einrichtung, und bitten dich, mit deiner gnaͤdigen Vorsehung uͤber uns zu wachen, wenn wir schlafen, und unser Leben und Vermoͤgen gegen alle Gefahren in Sicherheit zu stellen, damit wir morgen gesund und mit Freuden wieder 648 Gebete und Andachten. wieder erwachen, mit neuen Kraͤften dir dienen, und mit neuem Eifer unsere Berufsgeschaͤfte fortsetzen moͤ⸗ gen. Erbarme dich aber, o treuer Vater! auch aller Menschen. Bedecke in dieser Nacht mit deinem vaͤter⸗ lichen Schutze diejenigen, durch deren Schutz du uns Sicherheit gewaͤhrest, und bewahre die, welche in en— gerer Verbindung des Bluts und der Freundschaft mit uns stehen, wende alle Gefahren von ihrem beben, alle Ire al von ihren Wohnungen ab. Troͤste iusbe— sondere alle Elende, Kranke, Verlassene, die unter ih-⸗ ren Sorgen und Schmerzen der Erquickung des Schlafs entbehren, staͤrke sie in der Geduld, und laß sie, ein jedes nach seinen Umstaͤnden, erfahren, daß du der treue Vater der Menschen und Helfer aller Nothlei— denden bist. Fuͤhre uns endlich mit ihnen zur ewigen Ruhe ein durch Jesum Christum unsern Herrn und Heiland. Amen. Morgengebet eines Christen. Anmaͤchtiger und unendlich guͤtiger Gott! Deiner gnaͤ⸗ digen Fuͤrsehung habe ich es zu danken, daß ich diesen Morgen wieder gesund erwacht und aufgestanden bin. Du hast naͤchtliche Schrecken und Gefahren in Gnaden von mir abgewandt, und mich vor vielem Ungluͤcke be— huͤtet, das mir ohne deinen Schutz haͤtte begegnen koͤnen. Dank sey dir, bester Vater! fuͤr diese deine Guͤte, die heute an mir neu ist. Bereite mich selbst zu einem dir wohl—⸗ gefaͤlligen Lobe, daß ich dich nicht nur mit dem Munde, sondern auch mit einer geruͤhrten Dankbarkeit des Her- zens preisen, und mein Leben zu deiner Ehre und nach deinem Wohlgefallen fuͤhren moͤge. Deinem maͤch⸗ tigen Schutze empfehle ich mich darum an diesem Tage und fernerhin. Erhalte mir die Gesundheit und die Kraͤfte des Leibes und der Seele, und bewahre mich vor allen Vorfaͤllen, die mir schaͤdlich seyn koͤnnten. Regiere alle meine Entschließungen, und leite alles mein Thun und Vornehmen, daß es deinem heiligen Willen gemaͤß seyn moͤge. Gieb mir ein hldez un Haft han Ruget uaͤdig en Gef bne. Rein He e, sond ur Ges uhd geg Vebetei ih wei suche, vor E lgiere und er und hi V Date jeher weise mipe auf. Güle lichen haͤlhmn an g Ja,/ durch Herrls⸗ aler! siu, — Muen, u sortsehen g bei aug g Deinen vih Schut 0 l Welche iuz kundschaft z ihrem üh Toͤste uug „die unteg 10 des Sch d laß se „ daß N aler Ma Ren zut ehz ta Haun! Deiaet daß ich H. (Pgestandn! Nen in E M Unglach Hegegnegi eine Güit heinem ditk lit dem Mh warkeit des inet Ehtt! Deinem van diesen Uadheit ul. bewahel schtfötn und t ö h He Aselehel V 0 Gebete und Andachten. 649 und freudiges Gemuͤth, daß ich willig und mit Mun⸗ terkeit die Geschaͤfte verrichte, die mein Stand, darin⸗ nen du mich gesetzt hast, mir aufleget. Gieb, daß ich mich treu und fleißig in meinem Berufe beweise, und in Allem, was ich thue, rechtschaͤffen und gewissen⸗ haft handle. Sey auch nach deiner großen Barm⸗ herzigkeit mir armen Suͤnder um Jesu Christi willen gnaͤdig, und verleihe mir den Beystand deines heili⸗ en Geistes zu einer bestaͤndigen Besserung meines ebens. Verhuͤte in Gnaͤden, daß ich an diesem Tage mein Gewissen nicht mit vorsetzlichen Suͤnden beschwe⸗ re, sondern laß deine Furcht und die Betrachtung deis ner Gegenwart mich von allem Boͤsen zuruͤckhalten und gegen alle Versuchungen staͤrken. Wenn ich aus Uebereilung fehle, so wirke durch deine Gnade, daß ich meine Fehler aufrichtig bereue, bey dir Vergebung suche, und fuͤr's Kuͤnftige mit mehrerer Sorgfalt mich vor Suͤnden huͤte. O du weiser und guͤtiger Gott! regiere alle Umstaͤnde meines Lebens zu meiner zeitlichen und ewigen Wohlfahrt, dir befehle ich meine Wege, und hoffe auf dich, du wirst es wohl machen. Amen. Abendgebet eines Christen. Ich freue mich deiner Guͤte, o Gott! und komme mit Banken vor dein Angesicht. Jeder Tag, jede Stunde, jeder Augenblick meines Lebens giebt mir neue Bes weise deiner vaͤterlichen Huld und Gnade, und legt mir neue Verpflichtungen zur Dankbarkeit gegen dich auf. Auch heute hast du mir in allen Absichten viel Gutes gethan. Du hast mich im Leiblichen und Geist⸗ lichen gesegnet. Es hat mir in den verschiedenen Ver— haͤltnissen meines Lebens nicht an deinem Schutze, nicht an gnaͤdiger Regierung meiner Schicksale gefehlt. Ja, wer kann sie alle nennen, deine Wohlthaten, durch welche du dich zu meinem Besten an mir ver⸗ herrlichet hast! Womit soll ich dir aber, o Groͤßter aller Wohlthaͤter! vergelten? Nichts als treuen Ei— fer, dich durch eine sorgfaͤltige Beobachtung deiner Ge⸗ 65⁰ Gebete und Andachten. Gebote zu ehren, kann ich deinen Wohlthaten entge— ensetzen; und habe ich diesen Eifer heute bewiesen? habe ich diesen Tag so zugebracht, wie es einem Men⸗ schen und Christen geziemet? habe ich allen Reizun⸗ gen zum Boͤsen widerstanden, und meine Pflichten ge⸗ gen dich, gegen meinen Naͤchsten und mich selbst mit der Treue erfuͤllt, wie es deine Wohlthaten und meine Schuldigkeit fodern? und bin ich in der Verfassung, daß ich mich der Aufnahme in eine selige Ewigkeit getroͤsten koͤnnte, wenn es dir gefallen sollte, meinem irdischen Leben in dieser Nacht ein Ende zu machen? O Gott! wie erniedriget mich diese Pruͤfung! Wo faͤnde ich Ruhe fuͤr meine Seele, wenn du nicht reu⸗ enden Suͤndern durch Jesum Gnade verhießest? Um Jesu willen schenke mir denn Vergebung meiner Suͤn⸗ den; ich bereue sie aufrichtig, und entschließe mich in deiner Furcht, Alles, was deinem heiligen Willen zuwider ist, zu meiden, und Alles willig zu thun, was du, mein Gott und Herr! von mir foderst. Staͤrke mich in diesem guten Vorsatze, und stehe mir in des⸗ sen Ausfuͤhrung bey. Auch gegen meinen Naͤchsten, der durch feindselige Gesinnungen gegen mich entruͤstet und auf meine Beleidigung bedacht seyn sollte, lege ich mich, durch deinen maͤchtigen Schutz beruhigt, mit versoͤhnlichem Herzen nieder, und schlafe so ein, wie ich zu sterben und dereinst vor deinem Richter⸗ stuhle zu erscheinen wuͤnsche. Dein maͤchtiger Schutz bedecke mich und die Meinigen, damit uns kein Un⸗ gluͤck begegne. Schenke uns einen sanften und er⸗ quickenden Schlaf. Dir, Herr, mein Gott! uͤbergebe ich meinen Leib und meine Seele, mein Leben und alle meine Schicksale. Leite mich nach deinem weisen Rathe, und nimm mich endlich zu Ehren an. Amen. Morgen⸗ Au wikder“ hingthet zuheten heillge Heute vor Bo ihman. gehabt geheisig den Pe deineG heit,so Woche Nuch d mik. wacht, d de I, — Hahh entth bcisfnl TtihenM Len Nan Ifichtn sch selbiw n und maiz Merfasinz ige Cwigt llte, meg mach Ufung! A du nicht w hießestd! meinerEd tschließe n iligen M. zu thun, x Herst. E e mit iUN en Miost mich enttit soltte, 06 ub beruhhl Hlafe sa em Nh Htiger E uns ein x sten uudi Itt! berht Ecben 6 inem Whl ah. IM Rochh Gebete und Andachten. 651 Morgen- und Abend⸗Andachten auf alle Tage der Woche. Morgenandacht am Sonntage. Psalm 95. J. 6. 7.„Kommt, laßt uns anbe⸗ „ten, und knieen und niederfallen vor dem 5„Herrn, der uns gemacht hat; denn er ist „ Unser Gott, und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner Hand.“ Auf! meine Seele, ermuntte bich! siehe, der Tag ist wieder da, der große feyerliche Tag, an welchem du hingehen sollst in die Vorhoͤfe deines Gottes, ihn an⸗ zubeten. Die Sonne geht auf, und mit ihrem Auf⸗ gange verkuͤndigt das allgemeine feyerliche Gelaͤute der Glocken Stille und Andacht und Feyer fuͤr diesen Tag. O! sey aufmerksam auf diesen Klang! Die⸗ ses Gelaͤute ruft mit dem ganzen Christenvolke auch dir zu: Kommt, Christen! kommt, laßt uns hinge⸗ hen, und anbeten, und knieen und niederfallen vor dem Herrn, der uns gemacht und erloͤset hat. So heilige dich denn, meine Seele! ganz zur Andacht. Heute ist des Herrn Tag, der heilige Ruhetag, da ich vor Gott, meinem Schoͤpfer, mich demuͤthigen und vor ihm anbeten will. Sechs Tage habe ich nun wieder deit gehabt fuͤr die Welt zu arbeiten, dieser siebente sey Gott geheiligt. An ihm will ich dir danken, Herr! unter; den Voͤlkern, lobsingen dir unter den Leuten; denn deine Guͤte ist, so weit der Himel ist, und deine Wahr— heit, so weit die Wolken gehen. Auch die zuruͤckgelegte Woche bist du mein Vater und mein Helfer gewesen. Auch die verwichene Nacht warst du der Waͤchter uͤber mir. Durch dich, mein Gott! bin ich jetzt wieder er⸗ wacht, durch dich habe ich noch dieß leben, durch dich und deine Gnade bin ich das, was ich als ein Christ bin. Und ich follte dir den Dank nicht bringen, der diy 6 52 Gebete und Andachten. —— ddir allein gebuͤhrt? und meine Seele sollte vergessen, hich, ihren großen Wohlthaͤter, zu loben? Omoͤgte mein Lob dir gefallen! Aber ich bin ein suͤndiger Mensch, der dein hoͤchstes Misfallen verdient. Goͤtt— licher Mittler, Herr Jesu! nimm dich meiner an, be— freye mich von meiner Suͤndenschuld durch dein Blut, tind heilige mich, damit ich meinem himmlischen Va— ter in dir, seinem Geliebten, angenehm werde, und ineiner Seele Heil wiederfahre. Und wenn du, o Gott! heute mit mir reden wirst in deinem Worte, so oͤffne mir meinen Verstand und mein Herz, daß ich darauf merke, und daß es bey mir zum Saamen werde, der Frucht bringe, Frucht des Glaubens und der Liebe; und laß mich bedenken, daß du nach dem Worte, welches du auch heute mir wirst verkuͤndigen lassen, einst mich richten werdest am Tage der Bergel— tung. Vergiß aber auch nicht, meine Seele! heute deinem Naͤchsten zur Erbauung nuͤtzlich zu werden. Hüte dich vor Allem, wodurch auch der Kleinste im Reiche deines Erloͤsers geaͤrgert werden koͤnnte. Liebe deine Bruͤder. Versoͤhne dich mit deinen Feinden. Bete fuͤr alle Menschen. Vielleicht ist heute dein letz— ter Sabbath hier auf der Welt; o daß er der heiligste seyn moͤgte! dann so wird der große Sabbath des Himmels darauf folgen, wo du deinen Gott im Aller- heiligsten anbeten, und seine Herrlichkeit von Angesicht zu Angesicht schauen wirst. Hierzu segne mich, mein Gott! segne diesen Tag, segne alle Menschen; denn dur bist die Liebe. Amen. Abendandacht am Sonntage. Psalm 104. V. 33. 34.„Ich will dem Herrn 5 singen mein Lebenlang, und meinen Gott „loben, so lang ich bin. Meine Rede müsse „ihm wohlgefallen, ich freue mich des Herrn! Der heilige Tag, der Tag des Herrn ist geendigt; die Zeit des Dankens ist getommen. ee Ee L* Versoͤhun und meinet mich nahen du hast ne augenomie guf die E Ich weiß, Behlage! Aber nun ich heute W des mitsich di gethan ha hittzu de darhm bi daß ich a len zu de willf, de ruͤckehren Ver fuͤhru der borne aber hey gen hehal Wege O ich mit D benlagg, Verleihe! hollbuinge hem Seg. dener Ve Mal anbre gan vyrte be hitgesn ei s Wient. 0 Finer ag, 0 dein S ö nlschn 1 werde, i Wenn du,! nem Doh Herz Aum Samn laubendy du nach u t verlülhy 2 der V Geelel he ) zu hal „Kleinste koͤnntt. A Ien Fah Fute demn + der hesh abbah R Vott im W. Wbon Mh e Nich, uschenʒ x . 0ul vann K e Rr 10 nih dehen i vesdhh h, N G Gebete und Andachten. 653 Seele! erhebe dich, opfere heute nochmal deinem Gott Dank und Anbetung! Deine Guͤte, o Gott! reicht, so weit der Himmel ist, und deine Barmherzigkeit hat nie ein Ende. Hiervon ist auch dieser Tag mir ein neuer Beweis gewesen. O welch ein Tag, den ich zu⸗ ruͤckgelegt habe! An ihm hast du, mein Gott und mein Vater! mit der Stimme deines Worts dich zu meiner Seele gewandt, und hast mir predigen lassen deine Versoͤhnung. Du hast mich getroͤstet mit deiner Gnade, und meine Seele erquicket mit deinem Heile. Ich habe mich nahen duͤrfen zu deinen heiligen Vorhoͤfen, undd du hast meine Gebete und Lobgesaͤnge gnaͤdig von mir angenommen. Nun sind alle meine große Hoffnungen auf die Ewigkeit wieder aufs Neue befestiget worden. Ich weiß, an wen ich glaube, und bin gewiß, meine Beylage wird mir bewahrt bleiben bis an jenen Tag. Aber nun kommt es darauf an, daß ich von dem, was ich heute gehoͤret habe, die gehoͤrige Anwendung mache, damit des Herrn Wort an mir zum Segen werde, und da— mit ich die theuren Geluͤbde erfuͤlle, die ich meinem Gott gethan habe vor allem seinem Volke. Aber, mein Gort! hierzu bedarf ich deiner Gnade und deines Beystandes; darum bitte ich dich, regiere mich durch deinen Geist, daß ich alle Tage leben moͤge nach deinem Wohlgefal— len zu deinem Preise. Ich werde morgen, wenn du willst, daß ich noch leben soll, wieder in die Welt zu⸗ ruͤckkehren, die voller Unruhe, voller Beschwerden und Verfuͤhrung ist; ich werde die irdischen Geschaͤfte wie⸗ der vornehmen, von denen ich heute gefeyert habe; aber bey dem Allen will ich dein Wort stets vor Au⸗ gen behalten, damit ich nicht irre von deinem heiligen Wege. Dieß ist mein ernstlicher Vorsatz. Darum sage ich mit David: Ich will dem Herrn singen mein Le⸗ benlang, und meinen Gott loben, so lange ich bin. Verleihe mir nur, o Gott! deine Gnade, daß ich ihn vollbringen moͤge, so wird es mir hier schon an dei—⸗ nem Segen nicht fehlen. Ich weiß, es wird nach deiner Verheißung ein besserer Sabbath mir noch ein⸗ mal anbrechen, wo deiner Erloͤseten ein hoͤherer Se⸗ gen wartet; dann werde ich dir ganz andere Eingen, ingen, 654 Gebete und Andachten. singen, dann wird dein Lob mein einziges Geschaͤfte, und dieß Geschaͤfte wird meine hoͤchste Seligkeit seyn. So lang ich aber hier bin, will ich mich zu diesem großen Sabbath, zu diesen ewigen Lobgesaͤngen ge⸗ schickt zu machen suchen. Jesu, mein Herr und mein Heiland, der mich erloͤset hat! erhalte bey diesem Vorsatze meine Seele, und bringe das gute Werk sel— ber zu Stande, das bu in mir angefangen hast, damit ich durch deine Gnade unstraͤflich behalten werde auf den Tag deiner herrlichen Wiedererscheinung. Nun, Gott! dir uͤbergebe ich meinen Leib und meine Seele; ich schlafe oder wache, dein Schutz allein decket mich, daß ich sicher bin; unter deinem Schutze will ich denn auch in dieser Nacht ruhen, und, wenn ich erwache, will ich mit meiner Seele noch bey dir seyn. Du bist mein Hort, ich will dich preisen; du bist meines ke⸗ bens Kraft, ich will dir lobfingen. Lobe den Herrn meine Seele! Halleluja! Morgenandacht am Montage. Joh. 15. V. 5.„Ohne mich kinnt ihr nichto „ thun.““ Ich fange heute eine neue Arbeitswoche an. Bieles habe ich zu thun. Vieles wird von mir gefodert wer⸗ den, und bey Allem werde ich hundert, ja tausend Versuchungen ausgesetzt seyn, mich in dieser Woche an dir, mein Gott! zu versuͤndigen, meinen Neben-⸗ menschen zu kraͤnken, und meine eigene Seele zu ver⸗ derben. Wie schwer, wie gefaͤhrlich fuͤr mich! Doch das ist mein Trost: Ich bin ein Christ; darum wirst du, mein Vater in Christo! mich gewißlich leiten und fuͤhren, du wirst mir zu Allem, was gut ist, Kraft und Vermoͤgen schenken, du wirst mich in allen Ver⸗ suchungen unterstuͤtzen und mir aushelfen, du wirst Alles wohl machen mit mir; denn du hast es mir zu⸗ gesagt in deinem Worte, und darauf hoffe ich fest. Ohne dich kann ich nichts thun, nichts thun, bsph, OU, — 1, siche 9Hott l mußt due Ohhe dich bitte ich! Hilfe, u hufen f sunt seh Hegegnn roßtiche Hung. O 06 ein dich, der so wie bin dei werden, Gollte oher me ten mid 30 sche Schwac meiner, Elooͤzte nithts: 6 st in mein und de heiße, zu seyn trahen hilffall deln, d im Sod. dir, bef dich, d Niesem!“ Wosch Gih ah ich zu d obgesärga Herr und te bez gute Da sen hast, ten wathe inung. J meine d. in deckttz 32 will ic. m ich erh. seyn. A Ibist meing obe den age. rlinnt iht ⸗ 4e U. M gefoder It, ia tl dieset 0 neinen M Setle nichl 3 darunt K Rullch 1 ut it, 2 in altg! en, M e fl buft 0 UU hl, ö Gebete und Andachten. 665 soll, nichts thun, daß es wohl gelinge, und daß du, o Gott! einen Wohlgefallen daran haͤttest; zu Allem mußt du mir Gnade und Kraft und Segen schenken. Ohne dich kann ich keinen Augenblick bestehenz darum bitte ich dich, komm mir in meiner Schwachheit zu Hilfe, und sey du meine Staͤrke. Lehre mich recht— schaffen seyn, und hilf mir, daß ich rechtschaffen ge⸗ sinnt sey und handle in allem meinem Thun, in allen Begegnissen meines Lebens. Soll ich leiden, so gieb, daß ich als ein Christ leide mit Geduld und mit Hoff—⸗ nung. Soll ich Freude haben, so gieb, daß ich mich als ein Christ freue mit heiliger Dankbarkeit gegen dich, der du die Freuden mir schenkest. Mache mich so, wie du mich haben willst; du bist mein Gott, ich bin dein Geschoͤpf; zu deiner Ehre ließest du mich werden, zu deiner Ehre laß mich mein Leben fuͤhren. Sollte aber doch die Welt mit ihren Verfuͤhrungen, oder mein Herz mit seinen ungestümmen Leidenschaf⸗ ten mich heute reizen, deinen Willen aus den Augen zu setzen; sollte ich gar aus Unvorsichtigkeit und Schwachheit fallen: o dann, Herr Jesu! erbarme dich meiner, und hilf mir wieder auf; denn ich bin dein Erloͤster. Du selbst hast gesagt: Ohne mich koͤnnt ihr nichts thun. Nache du diese Wahrheit durch deinen Geist recht lebendig in meiner Seele; so werde ich in meiner Schwachheit desto ernstlicher dich suchen, und desto treuer dir anhangen, um das, was ich heiße, ein Christ und dereinst ein Erbe des Himmels zu seyn. Nun gehe ich an meinen Beruf im Ver⸗ trauen auf dich, mein Gott! Segne mich, hilf mir, hilf allen Menschen! Hilf, daß Alle als Christen wan⸗ deln, damit Alle als Christen vor dir im Leben und im Tode mit Freuden bestehen moͤgen. Ich befehle dir, bester Vater! alle meine Wege, und hoffe auf dich, du wirst Alles wohl machen. Staͤrke mich in diesem Glauben, mein Herr und mein Gott! Amen. Abend⸗ 656 Gebete und Andachten. Abendandacht am Montage. Psalm 40. V. 12.„Du aber wollest deine Barm⸗ „ herzigkeit nicht von mir wenden. Laß deine „ Güte und Treue allewege mich behuͤten.“ O Gott! was ist doch der Mensch! schwach und elend, zerbrechlich und vergaͤnglich wie Gras, das heute gruͤnet und morgen verdorret ist, dazu von tau⸗ send Gefahren umringt, keinen Augenblick recht sicher, bloͤde und ohnmaͤchtig in sich selbst. Ein Wunder ist's, daß er Jahre lebt, und einen Tag nach dem andern auf dem ungestuͤmmen Meere der Zeit, zwischen un⸗ zaͤhligen Felsen und Klippen, unter Sturm und Un⸗ gewitter noch so gluͤcklich zuruͤcklegt. Aber das ist deine allmaͤchtige Guͤte, ewiger Gott! denn ohne dich koͤnn⸗ ten wir keinen Augenblick bestehen. Auch diesen Tag hast du mich und die Meinigen behuͤtet. Daruͤber lobet dich meine Seele. Nun ist es Nacht, meine Gebeine sind ermuͤdet, ich sehne mich nach Ruhe; aber von dir haͤngt es ab, mir dieselbe zu schenken, da selbst der freundliche Schlaf meine Augenlieder fliehen wird, wenn du ihn mir nicht zufuͤhrest; denn du machest, daß der Schlaf uns eine Erquickung wird, und segnest ihn zur erneuerten Munterkeit an uns. Was bin ich demnach, und was sind alle Menschen, o Gott! ohne dich? Am Tage leitest und fuͤhrest du uns, und auch in der Nacht bist du unser Waͤchter, unsre Sicherheit und unser Schutz. Darum auch jetzt nehme ich wieder meine Zuflucht zu dir, Vater und Herr aller Kreaturen! und bete: Wende doch deine Barmherzigkeit nicht von mir; laß deine Guͤte und Treue mich allwege behuͤten.— Was mir in dieser Nacht begegnen wird, und ob ich morgen aufstehen, und wie ich aufstehen werde, weiß ich nicht. Du, All⸗ wissender! weißt es. O! wie muͤßte ich bey dieser Ungewißheit mit Furcht und Schrecken auf mein Lager hinblicken, wenn du, o Gott! nicht mein Gott waͤrest! aber ich bin getrost und fuͤrchte mich nicht; denn ich weiß, du bist durch Christum mein Gott, mein Er- barmer⸗ F ung, U NMthan, Harmhe s Haͤdig Rit seinemt dart/ Wo ö lenden Ste ine Nac besset dich ebig dich auch hier ner Kinde Ind ohne Ofer seh schudig s Herr! se Christo a Sterbend uns, laß denn du Nämens U deilh gniädigef JI Nact, mich zut mein Ge alle ihre tuhiglhe wiedet g ales dur et mein. Fugt 06 Rintdun den. duj dn ich hehügn schwach Gras, dazu vontt k recht sth Wunder dem ahz wischen⸗ urm und das ist hn Re dich ln diesen x t. Dunh acht, n nach M/ Ju sch Augenhch ühres; d ickung a seit an u lle Messth 11 füͤhtes set Bähs, um auch iN Wter c dn Gitt u Mlir in M auftchh, , duI beh E e n Fott hales. ; heuh! hl 2„ M Gebete und Andachten. 667 barmer. Und habe ich heute gesuͤndigt und Uebels vor dir gethaͤn, so wirst du um deines Sohnes willen dei⸗ ne Barmherzigkeit nicht von mir wenden; denn du bist gnaͤdig, und hast Geduld mit uns, wie ein Vater mit seinem Kinde. Preis dir, großer Erbarmer! dort, wo deine ganze Herrlichkeit weit uͤber jene Awiß, lenden Sterne sich offenbart, dort, wo keine Finsterniß, keine Nacht mehr seyn wird, dort werde ich einmal besser dich loben, wenn meine unsterbliche Seele dann ewig dich anbeten, ewig sich in dir freuen wird. Aber auch hier verschmaͤhest du den stammelnden Dank dei—⸗ ner Kinder nicht, auch hier sind Herzen, die redlich und ohne Falsch sind, dir angenehme Opfer. Solch Opfer sey denn jetzt mein Herz vor dir, wenn ich freudig sage: Gelobet, gelobet sey Gott!— Nun, Herr! segne mich, segne mein Haus, erbarme dich in Christo aller Menschen, erbarme dich der Kranken und Sterbenden. Wende deine Barmherzigkeit nicht von uns, laß deine Guͤte und Treue uns allwege behuͤten; denn du bist, Gott! unser Erbarmer. Um deines Namens willen wollest du uns leiten und fuͤhren. Um deines Sohnes Jesu Christi willen wollest du uns gnaͤdig seyn. Amen. Morgenaͤndacht am Dienstage. Jeremias 31. V. 26.„Darum bin ich aufge⸗ „wacht, und sehe auf, und habe so sanft „geschlafen.“ Ja! ich bin aufgewacht! Viele starben in dieser Nacht, ich aber bin wieder aufgewacht durch den, der mich zuerst werden hieß, durch dich, mein Vaͤter und mein Gott! Die Nacht, die finstre Nacht ist dahin, alle ihre Grauen sind verschwunden. O wie sanft, wie ruhig habe ich geschlafen! Nun sind meine Kraͤfte wieder gestaͤrkt, ich fuͤhle mich neu gebohren; das alles durch dich, großer Schoͤpfer! Dir allein gebuͤh⸗ tet mein Dank. Aber warum? Denke bieser großen Brage itzt nach, meine Seele! Warum bist du aufge⸗ * wacht? 658 Gebete und Andachten. wacht? darum, daß du die Guͤte und Langmuth Got— tes erkennen sollst, der dir noch Raum zur Buße las⸗ sen will; darum, daß du nun, weil du noch Zeit hast, bedenken sollst, was zu deinem ewigen Frieden dienet; darum, daß du nun vielleicht in wenig Stunden bich zum Uebergange in die Ewigkeit geschickt machen sollst; darum bist du aufgewacht, nachdem du so sanft geschlafen hast. O! so saͤume denn nicht, sondern eile und rette deine Scele. Vielleicht ist heute dein letzter Tag. Du bist ein Geschoͤpf Gottes, Gott ist dein Richter; aber Jesus ist auch dein Erloͤser. Darum eile, und wirf dich in die Arme dessen, der auch dir zugesagt hat, daß er dich nicht verlassen und versaͤumen wolle. Leben magst du, oder du magst heute sterben, du hast immer seiner Gnade noͤthig. Suche denn sie, weil sie sich dir noch anbietet, suche sie gleich in der Fruͤhe; denn in der folgenden Stunde moͤgte es zu spaͤt fuͤr dich seyn. Sollst du aber heute noch leben, so bedenke, warum und wozu du lebest. Lebst du zur Verherrlichung Gottes, lebst du zur Wohl⸗ fahrt deines Nebenmenschen; nur dann lebst du recht, dann lebst du zu deinem eigenen Glück. Und siehe! dazu bis du aufgewacht, dazu hat dich dein Gott so sauft schlafen lassen. Wohlan denn! widme alle dei⸗ ne Kraͤfte Gott, und schaffe deine Seligkeit mit Furcht und mit Zittern. Heute, heute hast du noch Zeit. Aber, allwissender Gott! wie kann ich, wenn du mir nicht hilfst? Zu deiner Barmherzigkeit flehe ich daher: Herr, hilf mir! Das wirst du thun, denn du bist getreu. Auch daß ich jetzt noch lebe, ist mir ein Be⸗ weis, daß du noch meiner in Gnaden gedenkest. Darum bitte ich dich: Verlaß mich nicht, mein Gott! nimm dich meiner Seele an! Herr Jesu! du hast mich erloͤset; auf dich hoffe ich, laß mich nicht verloren gehen. Weise mir, Herr! deinen Weg, und lehre mich deine Steige. keite mich in deiner Wahrheit, und lehre mich. Laß meinen Gang gewiß seyn in dei⸗ nem Worte, und laß die Suͤnde nicht herrschen uͤber mich. Ziehe alle Menschen zu dir, daß Alle wandeln auf deinen Wegen. Dann wird dein Segen, 6* .— Iher us M Ihem bessert Mit Frohlod heneln Scht erbitte ich d willen. An 9 4 Vot ist tuschf der sind nun st ju derken, bewahlt un lecht daͤu! jum heslige gen meines sro Hlaͤnzenfuͤe hassen, er iederfallen du, o meine ene Stekne her deinfer Vunder, heine Herkli Iud wo ve ans ich höre Neine Erhat Rt uns Me Punder dei Hün, Alle rur an mie Datthan u A Gebete und Andachten. Euuthghz iüut! uͤber uns Allen seyn, und wir werden Alle einmal an wug einem bessern Morgen mit Freuden aufwachen, und nin Fi mit Frohlocken aufstehen, wenn wir im Grabe unter lcht Un, deinem Schutze sanft werden geschlafen haben. Das Whket erbitte ich von dir mir und allen Menschen um Jesu Facht, uty willen. Amen. me denn t 659 — Gat Abendandacht am Dienstage. Oottes, dein G Psalm 40. V. 6. 5„ Herr, mein Gott! groß me dest„sind deine Wunder und deine Gedanken/ berlaft„die du an uns beweisest; dir ist Nichts oder Ant 5 gleich. Ich will sie verkuͤndigen, wiewohl Guade 0„sie nicht zu zaͤhlen sind.“ Hbieket, sih genden Eu Jetzt ist Alles wieder um mich her sille, das Ge⸗ du cbast raͤusch der Welt hat sich verloren, meine Geschaͤfte Wohu sind nun so weit vollbracht. Jetzt ist es Zeit an den Ae dutt zu denken, der mich auch heute erhalten, versorgt. lebst u bewahrt und gesegnet hat. Diefe nachtliche Stille ist ssl recht dazu gemacht, die Seele des Christen mit Andacht ich din l zum heiligen Gebete zu erfüllen. Ich hebe meine Au⸗ widme ll gen auf, und, wohin ich sehe, werde ich die Wunder glett utn meines großen Schoͤpfers gewahr. oend Geairne du noch glaͤnzen uͤber mir, und predigen von der Herrlichkeit „ wem üh dessen, der sie gemacht und bereitet hat. Dier will ich icheihn niederfallen und meine gefaltene Haͤnde aufheben. Und dom V du, o meine Seele! erhebe dich in deinen Gedanken uber nhen jene Sterne hin zu dem majestaͤtischen Throne dessen ist mu A ö ö Wohlthaͤter ist. G sin ine Iben hünh der dein ewiger Wohlthaͤter ist. Groß sind deine . nshht Wunder, Herr, mein Gott! Wo soll ich anfangen, Wuit deine Herrlichkeit und deine große Macht zu preisen, icht unh und wo werde ich aufhoͤren? Alles, was ich sehe, ah was ich hoͤre, was ich denke, ich selbst, mein Daseyn, , meine Erhaltung, meine Bestimmung, deine Wege leshhmit uns Menschen,— Alles, o Unerforschlicher! sind Wüuga Wunder deiner Allmacht, deiner Weisheit, deiner ö r uh wuch, was uüt Erstaunen—! Benke ich ast du, 0 73 Ahhur an mich, was fuͤr Wunder der Guͤte h 4%%Gott! an mir gethan! 1265— heute sind deine Gedan Tta + — — —— — 700 5 2 660 Gebete und Andachten. —.—— ten an mir groß und herrlich gewesen; denn haͤttest du nicht an mich so vaͤterlich gedacht, was wuͤrde aus mir geworden seyn! Haͤttest du nicht meiner so liebreich geschont, on ich wuͤrde bey meinen unzaͤh—⸗ lichen Vergehungen diesen Tag nicht so gluͤcklich ge⸗ endiget haben. Wer weiß, wie viel Hunderte die heutige Sonne mit Schmerz und mit Thraͤnen haben untergehen gesehen! wie viele jetzt ihr Lager mit Thraͤnen des Kummers netzen! Und ich Gluͤcklicher bin an deiner Hand, bester Vater! vor allen Uebeln bewahrt geblieben, und kann durch deine Gnade mein Haupt ohne Sorgen zur Ruhe hinlegen. Herr, mein Gott! groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest; dir ist Nichts gleich. Ich will sie verkuͤndigen, und mit lobender Zunge davon reden, wiewohl sie nicht zu zaͤhlen sind. Mache nur, 9 Gott! diesen Vorsatz mit jedem Tage meines Lebens immer lebendiger in meiner Seele; dann werde ich dich immer feuriger loben; ich werde in deiner Guͤte immer froͤhlich seyn, und bey Tage und bey Nacht, in Freude sowohl als in Traurigkeit, wird der Ge— danke meine Wonne und mein groͤßtes Gluͤck seyn: daß du, herrlicher Gott! durch Jesum Christum mein Herr und mein Gott bist. Mit diesem großen und seligen Gedanken will ich mich nun zur Ruhe begeben, die du nach deiner Guͤte mir goͤnnen wirst. Auch die Erquickung des Schlafs ist ein Geschenk von deiner Guͤte. Wache du uͤber mir, wenn ich schlafe; seh du mein Beschuͤtzer und mein Hort! Dir uͤbergebe ich mich und die Meinigen. Sey mir und allen Menschen gnaͤdig um Jesu Christi deines Sohnes willen. Amen. Morgenandacht am Mittwochen. Roͤm. 13. V. II. 12.„Die Stunde ist da, auf „zustehen vom Schlafe/ die Nacht ist vergall „gen, der Tag aber herbeygekommen.“ Dieß Wort meines Gottes soll heute mein 9— rungswort seyn! Du, o meine Seele! merke dagre ö hole, — usltehen lfth M. adiich aufß Tuges erm mer, indl das Gesch⸗ perden sol weiß, wie ken jeht.! Nimand! Vegangen hier auf d be ʒ so mu Augen au ein süͤndi Süder meine t ich nehm Tage das Eiftr zu Voisatze. wenn ich Ewhkeit Schwach meigen v Gotho schalen: Sasf; chen, d bon hei n. Vieleben habe, w beschlleß fügliche ich selg Rehensc t aufg auf, un dm hih V„ Wi vl Iuicht neug cmeinen m 3so gläclh Hundett! Hraͤnen6 iht Lah ich Gach Hor aller Hl Vine Gucher In. Haan weine Gchl Its glͤch. er Jungt N d. Mohhl Le meinch dann och in dihheh Iund bih l pt„, wird. s Clil WChelfah sem geat * Nuhe wikst chenk H vich schas Dir ubetz dallN 16 vlla twoheh Stund. 6 Rat 2 0 Rlatl 090 Gebete und Andachten. 661 hoͤre, was der Herr zu dir redet: Die Stunde ist da, aufzustehen vom Schlafe. Lange genug hast du ge⸗ schlafen in deinen Suͤnden, und es ist Zeit, daß du endlich aufstehest. Darum, mit dem Anbruche dieses Tages ermuntere dich aus deinem geistlichen Schlum⸗ mer, und bedenke, was du noch zu thun hast, wenn das Geschaͤfte deiner Seligkeit gluͤcklich ausgefuͤhret werden soll. Siehe! jetzt dauert noch dein Tag, wer weiß, wie bald deine Nacht einbricht! Du mußt wir⸗ ken jetzt, weil es Tag ist, bald kommt die Nacht, da Niemand wirken kann. O! wie Vieles habe ich im Vergangenen versaͤumt! Wenn ich bedenke, wozu ich hier auf der Welt bin, und was ich hier zu thun ha⸗ be; so muf ich mich schaͤmen und mich scheuen, meine Augen aufzuheben zu dir, mein Gott! denn ich bin ein suͤndiger Mensch. Darum bitte ich dich: sey mir Sünder um Jesu willen gnaͤdig! Ich erkenne es. meine Stunde ist da, aufzustehen vom Schlaͤfe, und ich nehme es mir vor, mit diesem nun angebrochenen Tage das große Werk meiner Seligkeit mit Ernst un Eifer zu treiben. Ach, Herr! staͤrke mich in diesem Vorsatze, und hilf mir, daß ich ihn ausfuͤhre. Und wenn ich ja wieder vergessen sollte, was ich fuͤr die Ewigkeit zu thun habe, wenn ich aus menschlicher Schwachheit doch wieder sollte verleitet werden, in meinen vorigen Suͤnden einzuschlummern; so laß, o Gott! dieses Wort maͤchtig in meiner Seele wieder⸗ schallen: Siehe! die Stunde ist da, aufzustehen vom Schlafe.— Ja! dieses Wort soll mich vorsichtig ma⸗ chen, daß ich auf alle meine Wege merke, damit ich von deinen Geboten nicht weiche. Denn, wenn ich bedenke, wie weit ich noch von meinem Ziele bin, wie Vieles mir noch fehlt, und was ich noch Alles zu thun habe, wenn ich meinen Lauf als Christ mit Freuden beschließen will: o! so habe ich wohl Ursache unver⸗ zuͤglich aufzustehen, und mit allem Ernste zu schaffen, daß ich selig werde, ehe denn ich, von meiner durchlebten Zeit Rechenschaft abzulegen, von meinem Herrn und Rich⸗ ter aufgefodert werde. Wohlan denn! ich mache mich auf, und trete neben meinem irdischen Berufe dieses wich⸗ ——— c 64²½ Gebete und Andachten. wichtige Geschaͤft an; du aber, o mein Gott! stehe mir bey, und segne mich, damit mein Unternehmen elinge. Du hast mir zugesagt: Ich will mit dir seyn, ich will dich mit meinen Augen leiten, und dir den Weg zeigen, den du wandeln sollst. So thue es denn, gutigster Vater! ich uͤbergebe mich ganz an dich, und erwarte Alles von dir, Alles, was mich hier zeitlich und dereinst ewig begluͤckt. Und was denn nun auch heute mir begegnen sollte, Freude oder Leid, das will ich Alles aus deiner Vaterhand mit Dankbarkeit und mit Geduld annehmen; denn du bist ja mein Gott, ich bleibe stets an dir. Ich weiß, du fuͤhrest mich bey meiner rechten Hand, du leitest mich nach deinem Rath und nimmst mich endlich zu ewigen Ehren an. Befe⸗ stige diesen Glauben in mir Und in allen Menschen, und sey uns Allen im beben und im Sterben gnaͤdig um Jesu Christi meines Heilandes willen. Amen. V Abendandacht am Mittwochen. Hohelied Salom.§. V. 2.„Ich schlafe, aber „mein Herz wachet.““ Ja! so soll es seyn! meine Seele soll auch jetzt, da ich zum Schlafe mich angeschickt habe, noch erst an Gott denken, der mich liebet, und an meinen Seelenfreund Jesum, der sich meiner herzlich angenommen hat. — 7— hieꝛ müde Imattet Gale keine Hare Stli er mich! durch ihn dicht Got mne St Auch wenn ich nun einschlafen werde, so soll mein Herz zu ihm wachen. Er liebet mich, sollte ich ihn nicht wieder lieben? Das Grauen der Nacht ist schreck⸗ lich, aber mir nicht; es mag's dem Gottlosen seyn, ich habe in Christo einen gnaͤdigen Gott. In diesem Gedanken bin ich getrost, und fuͤrchte mich vor Nichts. O! denke ihn, diesen großen Gedanken, meine Seele! Gott ist durch Christum mein gnaͤdiger Gott! Engel denken ihn mit Erstaunen und Anbetung, er ist ihre Wonne und Seligkeit, und auch die deinige, du er⸗ loͤster Christ! Mit diesem Gedanken wache mein Herz zu Gott, wenn ich nun einschlafe; und wie der Schlaf diese sender! d ich hatte beser wät jest die e absr, ehe 0 Ncht ir Spele er lehendig Klaften fraänd, dein du soͤhnt, u nicht au und mei stesben, saist l dusch di erstr G ErII ö fanp mi Jeshm n lelcht wi wer hen. Gots duf sen Elig Fiehe 6 wahrk n Wch — 0 K Iutnnehp; Tutußh und Rh thue th an dich, 0 ch hier it Henn guß n Kleid, daln kbarialen Va mein ihrest nihh deinehe en al. M. en Messch Vtetben gi en. Mi⸗ cheh. ich shlafe, ö hauch fh, ch erstende Seelenftagh Hommen 6 so sol solte ic 6 Aicht it stt Kottloseg sh . P. x ch vot dch „Meine Gott!“ U II 1 0 iige, M. e H 10 Gebete und Andachten. 663 diese müden Gebeine erquickt, so erquicke er meinen abgematteten Geist. Ohne diesen Gedanken ist fuͤr die Seele keine Erquickung, keine Ruhe. Der Himmel hat keine Seligkeit fuͤr mich, wenn ich keinen Gott habe, der mich liebt; aber durch Christum liebt Gott mich, durch ihn ist er dem Suͤnder ein versoͤhnter und gnaͤ⸗ diger Gott; und er ist es auch, o welch ein Trost für meine Seele! er ist es auch mir. Auch heute, Allwis⸗ sender! du weißt es, habe ich nicht Alles gethan, was ich haͤtte thun sollen, und habe Vieles gethan, das besser waͤre, wenn ich es nicht gethan haͤtte. Ich hoͤre jetzt die Stimme meines Gewissens, die mich verklagt; aber, ehe ich einschlafe, will ich erst Gnade und Ver⸗ gebung bey dem suchen, der fuͤr mich in jener finstern Nacht in Getsemane gekaͤmpft hat, damit er meine Seele errette. Herr Jesu! du bist's, du Sohn des lebendigen Gottes, erbarme dich meiner! Mit allen Kraͤften uͤbergebe ich mich an dich, meinen Seelen⸗ freund, du kannst, du wirst mich nicht verstoßen; denn du hast mich durch deinen Tod mit Gott ver—-— soͤhnt, und du bittest noch fuͤr mich, daß mein Glaube nicht aufhoͤre. Mit dir will ich daher einschlafen, und mein Herz soll zu dir wachen; mit dir will ich sterben, und meine Seele wird durch dich leben. Wie sanft werde ich nun schlafen! und wenn ich morgen durch die Guͤte Gottes wieder aufwache, so soll mein erster Gedanke Jesus seyn, den meine Seele liebet. Er ist bey mir, seine rechte Hand haͤlt mich, was kann mir Uebels begegnen? Zittte Suͤnder, der du Jesum nicht liebst, zittre fuͤr dieser Nacht; denn viel⸗ leicht wird in derselben deine Seele von dir gefodert werden. Ich zittre nicht; denn ich habe Friede mit Gott durch Jesum Christum unsern Herrn. Mit die⸗ sen seligen Gedanken will ich nun einschlafen. Der Friede Gottes, der hoͤher ist als alle Vernunft, be⸗ wahre meinen Leib und Seele in Christo Jesu zum ewigen Leben. Amen. Morgen⸗ 664 Gebete und Andachten. I. Corinther 10. V. 31.„Alles, was ihr thut, „das thut zu Gottes Ehre.“ Schon wieder ist eine Nacht geendigt, schon wieder ein neuer Tag erlebt. Alles durch deine Guͤte, mein Herr und mein Gott! Ich lag und schlief, ich war meiner selbst nicht bewußt; aber du warst mein Waͤch⸗ ter und mein Schutz, daß mir kein Unfall begegnete. Mein Schlaf war ein Vorspiel des Todes. Du, All⸗ maͤchtiger! hast mich jetzt aufgeweckt, und durch dich werde ich noch einmal an einem bessern Morgen auf— geweckt werden. Aber nicht umsonst hast du mich, Herr der Welt! diesen Tag erleben lassen, nicht um⸗ sonst sind meine Kraͤfte durch den suͤßen Schlaf gestaͤrkt worden. Ich habe wichtige Pflichten auf mir; die zu erfuͤllen gabst du mir neue Kraͤfte, und nur— wenn ich diese gewissenhaft erfuͤlle— nur dann darf ich auf dei⸗ nen Segen mir Hoffnung machen. Bedenke das wohl, meine Seele! und verfaͤume Nichts von dem, was du u thun hast. Sorge als Mensch fuͤr dein zeitliches zluͤck; aber sorge auch als Christ fuͤr deine ewige Seligkeit; sorge fuͤr das Beste deines Nebenmenschen, und hilf ihm, wo du kannst, durch Rath und That zu seinem Gluͤcke. Erfuͤlle deine Pflichten mit gewissen⸗ hafter Treue, so wirst du bey einem guten Gewissen zufrieden und glͤcklich seyn. Was du aber thust, das thue Alles zur Ehre Gottes. Nach dieser Vorschrift pruͤfe jeden Gedanken, jedes Wort und eine jede Rrerenten Laß dich nicht hierin von den leblosen reaturen beschaͤmen. Siehe! die Himmel erzaͤhlen die Ehre Gottes, und du bist ein vernunftiger Mensch, gebrauche darum deine Vernunft zur Ehre deines gro⸗ zen Schoͤpfers. Du entehrest ihn, wenn du Boͤses thust, und du verherrlichst ihn, wenn du seine Gebote erfuͤllest. Wohlan! entsage dem Boͤsen und thue Gu⸗ tes; so wird der Herr mit Wohlgefallen auf dich se⸗ hen, und sein Segen wird uͤber dir seyn. So heilige denn mich und alles mein Thun, o Gott zu Chre. ree — Hle. 4 Ragegen 2 shen Vat dhegt, was mit sscher Ur sey Meit ich unte Ehre! und gl ten Ge Ffalle, Mache Rxeie Reib iy Gott, M. und Gott Lilbe depke Slehe ses mich meine ergiß mich. I und. hin ag. . M ö schoh wih Güte, n Hlief, ich n ist mein Mit all begtan M I . D. V ind durch Y3 WMorgn Jast du h. I, uichtn Schlaf gehh uf mir; N. ur— uuf ich auf nke das dl dem, Was dein zeisth deine Kebenmesch und R. mit gehch zuten H Jber thus, N gestt Justh Tund eile beh Hch Wmel ehh Aftiget W N Wunge eh d 0 1 seine 6 und s Gebete und Andachten. 665 Ehre. Alles, was dir misfaͤllt, sorgfaͤltig zu meiden, dagegen Alles, was mir gegen dich, meinen himmli— schen Vater, und gegen meinen Nebenmenschen zu thun obliegt, mit froͤhlichem Herzen zu thun, und Alles, was mir heute begegnet, selbst das Bittere, mit gaͤnz⸗ licher Unterwerfung unter deinen Willen anzunehmen, sey mein eifriges Besireben, sey meine kust. So werde ich unter deinem Beystande auch diesen Tag zu deiner Ehre leben, so werde ich meinen Beruf als Mensch und als Christ erfuͤllen, uad das Zeugniß meines gu⸗ ten Gewissens wird in der Versicherung, daß ich dir gefalle, mein Gluͤck und meine Zufriedenheit seyn. Mache du mich und alle Menschen so gluͤcklich, gna⸗ denreicher Gott! und segne uns Alle nach Seele und Leib in Christo Jesu unserm Erloͤser; du bist jg unser Gott, taͤglich harren wir dein. Amen. Abendandacht am Donnerstage. Esaias 49 V 15. 16.„Kann auch ein Weib „ihres Kindes vergessen, daß sie sich nicht „ erbarme über den Sohn ihres Leibes? und „ob sie desselbigen vergaͤße, so will ich doch „dein nicht vergessen; siehe! in die Haͤnde 3 habe ich dich gezeichnet.“ Merke, meine Seele! auf dieses Wort des Herra, und fuͤhle ganz den Trost, den es dir ankuͤndigt. Gott der Allmaͤchtige versichert dich von seiner treuen Liebe; er denket an dich, wie eine Mutter an ihr Kind denket; er kann, er will dich nicht vergessen; er spricht: Siehe! in die Haͤnde habe ich dich gezeichnet. Auf die⸗ ses Wort meines Gottes will ich nun wieder getrost mich zur Ruhe hinlegen; auch im Schlafe, wenn ich meiner selbst unbewußt da liege, wenn alle Welt mich vergißt, denket er doch, mein Vater im Himmel, an mich. Kein einziges seiner Geschoͤpfe wird von ihm vetgessen. Er sorget fuͤr Alle; Alle sind durch ihn, und bestehen durch seine allmaͤchtige Kraft. Auch ich bin sein Geschoͤpf; ich bin noch mehr, ich bin sein 6 666 Gebete und Andachten. Erloͤster, sein Kind, ein Enbe seines Himmels. Genug zu meiner Beruhigung und zu meiner Seligkeit! Und wenn Vater und Mutter mich verlassen, ich weiß, mich nimmt der Herr auf; und wenn die ganze Welt mei⸗ ner vergißt, Gott, mein Vater im Himmel, vergißt mich nicht. Siehe, spricht er, in meine Haͤnde habe ich dich gezeichnet. Wie wahr dieses Wort ist, das habe ich erfahren von meiner Jugend auf. Mein Gott hat noch nie meiner vergessen. Auch heute, gelobet sey der Herr! hat sein gnaͤdiges Aufsehen meinen Odem bewahret, auch heute hat er mir unzaͤhlig viel Gutes gethan, in allen meinen Geschaͤften mir beygestanden, und für mannigfaltigen Gefahren mich behuͤtet. Fuͤr alle deine Treue, mein Vater! fuͤr deinen Beystand, fuͤr deinen Segen, fuͤr die Freuden, die du mir ge—⸗ schenket, auch fuͤr die Leiden, die du mir hast tragen geholfen, fuͤr das Alles danket dir mein Herz und meine Seele. Nur bitte ich dich, Erbarmer der Men— schen! um Jesu, deines Sohnes willen, vergieb mir alle meine Suͤnden. Dich, der du meiner nie vergis⸗ sest, habe ich heute oft vergessen, wenigstens nicht so an dich gedacht, wie es wegen deiner großen Wohl— thaten billig haͤtte geschehen muͤssen, und die Liebe, den Dant, den Gehorsam dir nicht bewiesen, die mir Pflicht und Gewissen gebieten. Du weißt es, Allwis— sender! denn du kennest meine Gedanken, erforschest mein Herz und siehst auf alle meine Wege, wie sollte ich mich vor dir verbergen? Nein! ich bekenne es, ich bin ein fsündiger Mensch und mangle des Ruhms, den ich vor dir haben sollte. Wende doch, guͤtiger Vater! deßwegen dein gnaͤdiges Angesicht nicht von mir, son⸗ dern verzeihe mir Alles, verzeihe mir auch die verbor— genen Fehler; denn wo wuͤrde ich sonsten Ruhe finden fuͤr meine Seele? Wenn ich aber in deiner Hand ge⸗ zeichuet bleibe, wenn du mein Gott und Vater bist; so ist meine Geele ruhig, so koͤnnen mir auch meine Si uader diese Ruhe nicht stoͤren, welche sich auf den Fels, der Jesus Christus ist, gruͤndet. Auch in die⸗ ser Macht ruhe ich allein sicher unter deinem Schutze. Wtandis und voll Freude uͤbergebe ich dir daher mei— nen H. f Gottes Gottt dlesen dir mi mich f elsaͤuf ohne d loserti Feunt disser mich. auch d diese seiset min se es nir Gott! hoͤcht! Jurch: mir hen Kante dich koͤ Hel, bengh Hhͤnde sih kt ist, N Meinn ite, geichg einen Sn biel Hut hhestandt, dehuͤtet. I Bepsiuh du mir g hast tragh in Hetz i ser dit Nun bergied n t eg Aens nicht roßen Wah die kih sen, die 06 eg, Mx V„ efsth e, hit V Lenge 63, ubnt, M kiget Buft l Rik, 05 die detht Ruhe fi b Hand 6 V s auch wel sih f N Luh NU Fen hi aher W 0 1 Gebete und Andachten. 667 nen Leib und meine Seele; walte uͤber mich, uͤber die Meinigen, uͤber alle Menschen nach deiner theuren Gnade in Jesu Christo. Amen. Morgenandacht am Freytage. Esaias 43. V. I. 2. 3.„Fürchte dich nicht, 5 denn ich habe dich erlöset, ich habe dich „dey deinem Namen gerufen, dur bist mein; „so du durchs Wasser gehst, will ich bey »„dir seyn, daß dich die Strome nicht sollen „ersaͤufen; und so du durchs Feuer gehst/ 5 solist du nicht brennen, und die Flamme „ soll dich nicht anzuͤnden; denn ich bin der „Herr dein Gott, der Heilige in Ifrael, „dein Heiland!“ So fange ich denn auch diesen Tag, den ich durch Gottes Guͤte wieder erlebt habe, mit dem Troste an: Gott ist bey mir! O! wohl mir, daß ich ihn kenne diesen Gott, der allmaͤchtig und allgegenwaͤrtig ist, der mich liebet, und mich erloͤset hat! Nun fuͤrchte ich mich fuͤr Nichts. Koͤnnen doch die Fluthen mich nicht ersaͤufen, kann doch das Feuer mich nicht verzehren ohne den Willen dessen, der mein Gott und mein Er⸗ loͤser ist. Er, der mich liebet, mein Vater und mein Freund, ist allenthalben bey mir. Er war be mir in dieser finstern Nacht. Er erhielt mich. Er bewachte mich. Er weckte mich wieder auf. Er ist bey mir auch diesen Augenblick; ich bete ihn an, und er hoͤret diese meine Stimme, und weiß, wie ich mich jetzt in seiner Liebe erfreue. Er wird auch diesen Tag bey mir seyn, ich traue fest auf sein Wort; er selber hat mir zugesagt: Ich will bey dir seyn! Ja, mein Gott! sey du bey mir! Ich habe deinen Beystand hoͤchst noͤthig. Ohne dich wuͤrde ich dieser Tag mit Furcht und Zittern anfangen; denn von Allem, was mir heute begegnen wird, weiß ich nichts. Ohne dich koͤnnte ich keinen Schritt mit Sicherheit thun. Ohne dich koͤnnten meine Berufsgeschaͤfte nimmermehr zum Segen 668 Gebete und Andachten. Segen gelingen. Ohne dich wuͤrde mein Fuß alle Au⸗ genblicke straucheln, und ich wuͤrde von einer Suͤnde in die andere gerathen. Ohne dich wuͤßte ich mir kei⸗ nen Rath in den mancherley Verlegenheiten, die mir heute vielleicht aufstoßen werden. Und wo faͤnde ich Trost in den Ungluͤcksfaͤllen, die mich treffen koͤnnen, wenn du, mein Gott! nicht bey mir waͤrest? Und wie moͤglich ist es, daß ich heaute sterben kann; aber wenn ich stuͤrbe, und Gott waͤre nicht bey mir, und mein Er oͤser waͤre nicht im Tode meine Hilfe; so muͤßte ich in meiner letzten Stunde verzagen. Aber nun verzage ich nicht; Gott hat gesagt: Ich bin bey dir, fuͤrchte dich nicht, ich habe dich erloͤset, ich habe dich bey dei⸗ nem Namen gerufen, du bist mein! Nun mag denn heute kommen, was nur immer wolle, ich fuͤrchte mich nicht; ich halte mich an Gott, und bin getrost es wird Alles gut gehen, es wird mir Alles, was mir begegnet, zum Besten dienen; denn Gatt, mein Erloͤ⸗ ser, ist bey mir. Freue dich, meine Seele! Siehe aber auch zu, daß du immer bey Gott bleibest. Du bist sein. Er hat dich erloͤset. Wandle vor ihm und sey fromm, und thue, was dir zu thun obliegt, mit Redlichkeit und Treue. Du lebst nicht in der Welt, um bloß fuͤr dich zu sorgen, sondern auch deinem Naͤchsten nuͤtzlich zu seyn, und Gottes Ehre zu befoͤr⸗ bern. Und du hast eine unsterbliche Seele, die viel⸗ leicht heute noch vor den Richterstuhl dessen gefodert werden kann, der alle, auch die verborgensten Dinge aus kicht bringen wird. Sorge darum fuͤr Alles, sorge insonderheit fuͤr deine Seele. Uebrigens verlaß dich fest auf deinen Gott, fuͤrchte dich nicht, er ist bey dir. Es wird dir nicht an Segen, nicht an Hilfe und Rath, nicht an Beystand und Erquickung fehlen. Wohlan denn, mein Gott! ich uͤbergebe mich dir ganz. Segne mich, sey bey mir allenthalben mit deiner Gnade, mit deiner Hilfe, mit deinem Troste. Nimm dich der Meinigen, nimm dich aller Menschen an; wir sind dein, du hast uns erloͤset, Herr, du getreuer Gott! Amen. Abend⸗ — N. H do WPelt komu Rese sen, Batz schot ahi 0 ie! denk ele ab ore gug huge ebt jum e verl meit und Gac Nerr mit von Wie und ehlsh Siel Gebete und Andachten. 669 ——— Lar n Abendandacht am Freytage. 2. W Buch der Weisheir 2. V. a 5.„Unser Leben sihe„faͤhret dahin, als waͤre eine Wolke da ge⸗ ömn„ wesen, und zergeht wie ein Nebel, von „ ün„der Sonnen Glanz zertrieben, und von Nabe 10„ihrer Hitze verzehrt. Unsre Zeit ist, wie iiii„ein Schatten dahin faͤhrt.“ II Mensch? so vergeht deine Zeit, so fliehen beine Ta⸗ i fi ge dahin! Mit jedem zuruͤckgelegten Tage ruͤckt die d Welt ihrer letzten Stunde entgegen, und ich selbet umin komme undermerkt meinem Ende immer naͤher. Auch 1 0. dieser Tag ist dahin, als waͤre eine Wolke da gewe— ir. sen, er ist verschwunden wie ein Nebel. So ist meine ganze Zeit vergangen! Wo sind die Jahre, die ich „ was schon verlebt habe? sie sind dahin, wie ein Schatten 13— daͤhinfaͤhrt, und kommen nicht wieder; mich aber brin⸗— le! 2 gen sie immer naͤher zu meinem Ziele. So fluͤchtig ist veibef. die Zeit, und doch fuͤr den Menschen so kostbar! Be— r ihn u denke das, meine Seele! Wie lange habe ich schor ͥbliegt, N. gelebt, und wie lange werde ich zu leben noch Zeil de haben? Dieß letztere ist voͤllig vor meinen Augen ver— ruch ahn borgen. Das erstere weiß ich zwar; aber— habe ich te uNDH auch die ganze Zeit gelebt, die ich hier auf der Wel! .0 zugebracht habe? Was heißt leben?— Der hat ge— sen gedn lebt, der seine Zeit angewandt hat zur Ehre Gottes Lensten Duh zum Wohl seines Nebenmenschen, und zur ernstlichet sit Mi, Schaffung seiner ewigen Seligkeit; alle andre Zeit if Ins v verloren. Was habe ich nun wohl heute zur Ehrn ncht, K meines Schoͤpfers, zum Heil meines Nebenmenscher Iht an und zur Schaffung meiner Seligkeit gethan? Was fuͤ ulg shl Saat habe ich ausgesaͤet, von der ich am Tage de uch drdul Aernte Seligkeit erwarten koͤnnte? An Beschaͤftigunger it mit der Welt, an Zerstreuungen, an Versuͤndigungen Iast, Au von tausenderley Art hat es auch heute nicht gefehlt auschet w wie manche Stunde ist ungenuͤtzt voruͤbergegangen „ und o! daß keine durch Uebertretung meiner Pflichtes 4 entweiht worden waͤre! Besinne dich darauf, mein 10 Stels! und schaͤtze den Tag verloren, wenn er di ur 70 Gebete und Andachten. ungenuͤtzt verstrichen ist, oder wenn du ihn gar uͤbel angewendet hast; bedenke aber alsdenn, wie wuͤrdest du vor Gott, deinem Richter, bestehen, wenn diese Nacht deine letzte seyn sollte! Darum heilige noch die letzten Augenblicke dieses Tages durch Demüͤthi⸗ Qung vor deinem Gott; ja Gott sey mir Suͤnder um IJesu Christi willen gnaͤdig, sonsten bin ich verloren. wMieine Zeit ist verschwunden, meine Jahre sind dahin geflogen, und das Wichtigste, was ich habe thun sol⸗ 10 len, ist versäumt; ich habe die Zeit verdorben, in der iech mich zu einer freudigen Ewigteit geschickt machen dollte. Gehe doch nicht mit mir ins Gericht; denn so ö du mit mir rechten wolltest, so koͤnnte ich dir auf Tau⸗ send nicht Eins antworten. Wirst du mir, o Gott! mein Leben verlaͤngern, so ist das mein ernstlicher Vorsatz, daß ich meine uͤbrige Zeit sorgfaͤltiger und besser anwenden will. Wirst du aber in dieser Nacht meine Seele von mir fodern, so bitte ich dich, Herr Jesu! nium sie zu dir auf, damit ich durch den Tod zum keben eingehen moͤge. Dir, mein Gott! uͤber⸗ gebe ich mich ganz; du ‚hast mich bis hieher an deiner Hand geleitet, du hast mir auch diesen Dag Gutes gethan; daruͤber lobet dich meine Seele. Bleibe du auch bey mir in dieser Nacht; bleibe bey allen den Meinigen; bleibe bey Allen, die deinen Namen fuͤrch⸗ ten. Wenn du bey uns bist, so haben wir Ruhe, so . schlafen wir in gutem Frieden; denn du, o Herr! er⸗ haͤltst uns, daß wir sicher wohnen. Amen. =Eüꝛ:· ———— — ...........— Morgenandacht am Sonnabend. Hebraͤer 4. V. 9. 10.„Es ist noch eine Ruhe „vorhanden dem Volke Gortes. Wer erst „ zu dieser Ruhe gekommen ist, der ruhet von „seinen Werken, gleichwie Gott von seinen.“ 4 Die Ruhe dieser Nacht ist vorbey, ich wache auf Ind bin noch immer in der unruhigen Welt, und mein Zeist sehnet sich nach einer andern Rohe, als die ist e ich jetzt genossen habe. Auch fuͤr diese Ruhe danke . ich — H r, sicht, ¶. V vol Ir gebü nach N. du, 90 selbst, Welt, Antschl licht! Hegen so wirf jomwe jen lebene is, wufe! gand sinuͤb 6 je — Ileine herde Hullg hande allein gme manch lapge de un! bl kospme Hehte Cmigk. Tagen Lebens keit H¹˙0 ich heu uso g Du/ u Heilige nh Demuch Suͤnder un ih berlong, ö sind Dahig E thun shhn ben, in I ickt machn t; denne dr auf d „ 0 Gah ernstlht dltiget ul eser Mal dich, 19 den A Rottl in an deing Lag Gatt Oieibe du Hallen dg men fürch Ruhe, Herr * 9. e Re U l et iltn. d melt 0 he Unte 0 6 Gebete und Andachten. 67¹ ich dir, mein Gott! aber es ist die wahre Ruhe noch nicht, die ist nicht in der Welt. O! wann werde ich zur voͤlligen Ruhe gelangen!— Sey still, meine Seele! dir gebuͤhret nicht zu klagen; verlangst du hier schon nach Ruhe, so suche sie in Gott. Aber die Welt, sagst du, goͤnnet mir diese Ruhe nicht. Goͤnne du sie dir selbst, und mache dir nicht mehr zu schaffen mit der Welt, als es noͤthig ist. Thue, was du zu thun hast; entschlage dich dessen, was uͤberfluͤssig ist; quaͤle dich nicht mit unnoͤthigen Sorgen, sondern wirf dein An⸗ liegen auf den Herrn, und vertraue auf seine Guͤte; so wirst du Ruhe genug finden fuͤr deine Seele. Voll— kommene Ruhe, die ist hier nicht zu finden; aber sie ist jenseits des Grabes gewiß. Wende nur hier deine Lebenszeit wohl an; so lange du auf dem Kampfplatze bist, kaͤmpfe! so lange du auf der Laufbahn bist, laufe! Endlich schlaͤgt die Stunde, die dich in das Land der vollkommensten Ruhe, des ewigen Friedens hinuͤber bringen wird. Dann wirst du anders aufwachen, als jetzt; Ruhe, die seligste, wird dich dann aufneh— men, wenn dein Ziel erreicht ist, und das herrliche Kleinod am Throne des Ewigen dir wird zugetheilt werden. Hierauf freue dich, meine Seele! diese Hoff⸗ nung ist dir gewiß; denn es ist noch eine Ruhe vor—⸗ handen dem Volke Gottes. Nach dieser Ruhe will ich allein trachten, sie soll auch heute mein einziges NAu⸗ genmerk seyn. Mag doch heute noch mancher Kampf, manche Beschwerde meiner warten! wer weiß, wie lange noch? wer weiß, wie bald alle meine Beschwer⸗ de und Arbeit zu Ende seyn wird? Mit diesem Tage beschließe ich wieder eine Woche. Es wird ein Tag kommen, der mein ganzes Leben beschließen wird. Heute muͤssen also alle meine Werke fuͤr Zeit und Ewigkeit auf diese Woche beschlossen werden; diesen Tag will ich daher ansehen als den letzten meines Lebens, und Alles, was ich besonders fuͤr die Ewig— keit noch zu thun habe, fertig machen, damit, wenn ich heute noch sterben sollte, meine Ruhe im Himmel desto gewisser, und mein Tod desto freudiger sey. Du, mein Gott und mein Vater! staͤrke mich aunch urch ö * ——————————— + 67² Gebete und Andachten. durch deinen Geist. Laß mich diese Woche in deinem Segen beschließen, wie ich sie durch deine Gnade an⸗ gefangen habe, und bereite heute schon meine Seele zu dem heiligen Ruhetage, der mir morgen bevorsteht, damit, ich feyere ihn hier unten auf Erden oder dro⸗ ben im Himmel, ich dir wohlgefallen moͤge in Christo Jesu. Ich empfehle mich und alle Menschen deiner ewigen Liebe und Gnabe. O Gott! sey uns gnaͤdig und hilf uns Allen! Amen. Abendandacht am Sonnabend. Psalm 63. V. 7. 8.„Wenn ich mich zu Bette „lege, so denke ich an dich; wenn ich er⸗ „wache, so rede ich von dir; denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten dei⸗ „ner Flügel ruhme ich. Meine Seele hanget „dir an, deine rechte Hand erhaͤlt mich.“ Nun sind alle Geschaͤfte auf diese Woche vollbracht. Ein merklicher Theil meiner Lebenszeit ist wieder ver⸗ flossen, und ich lebe noch durch die Guͤte meines Va⸗ ters im Himmel. Ehe ich aber diese Woche voͤllig be⸗ schließe, will ich an alles das Gute mich dankbar er⸗ innern, das ich darinn aus der Hand meines großen Wohlthaͤters empfangen habe; ich will mich pruͤfen, wie ich sie zugebracht babe, und wie weit ich in der⸗ selben dem Ziele naͤher gekommen bin, wozu mich Gott in Christo Fesu berufen hat. Aber, o Gott! wer kann alle die Wohlthaten aussprechen, die du mir und den Meinigen bewiesen hast? Wer hat mir und den Meiz nigen alle Tage Nahrung und Unterhalt gereicht? wer mir die noͤthigen Kraͤfte zu meinen Geschaͤften verliehen? wer meinen Fleiß gesegnet? wer mir so manches Vergnuͤgen verschafft? wer mich aus so man⸗ cher Verlegenheit, aus so manchen Gefahren gerissen, und mit die Leiden und Widerwaͤrtigkeiten ertragen helfen? wer hat Alles so zu meinem Besten gelenkt, daß ich nun wieder diese Woche mit Freuden beschließen kann?— Das hast du gethan, mein Vater 99865103 ott? Seele angen Raͤdig mit logtr nü, Gott!l und Ich pill d men immer und deine aber, 96⁰ zugehkacht ne Gute ei schulhig d ich inn Glt geduldig t gewathsen gemaht? Verschone sondefn u entschlage weihes me 41 deinen Gedaslen und asbet heilige d meinem 6 daß ich i alle sene nein Geb nun Hah wil ichei Guͤte wid ihm sschler Thaten und mit d srn Menschen, un Rsh — e dihg Oade ch emeine E an bebͤrih Hen oder y e in h Ischen dn uns gpih Ib. nich iu L öwenn ih denh I II Schutin ne Seely ethilt nith The bolbeat st wieder t 22 meines N sche volig Y 4 donkhar uines n mich pa, eit ich H Vozl mütt vott! W mit ud N und her M alt gelchf el Gestit pN 0 a se ahren ga n Hestn ghh; Be Gebete und Andachten. 673 Gott! denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Fluͤgel ruͤhme ich: Meine Seele han⸗ get dir an, deine rechte Hand erhaͤlt mich!— Ja, du Erbarmer! hast dich nach deiner Liebe auch meiner Seele angenommen, daß sie nicht verderbe; du bist gnadig mit mir verfahren, und hast mich zu dir ge⸗ zogen mit lauter Guͤte. Ich will dich erhoͤhen, mein Gott! und deinen Namen loben immer und ewiglich. Ich will dich kaͤglich loben, und deinen Namen ruͤh— men immer und ewiglich; denn du bist groß, Herr! und deine Groͤße ist unaussprechlich. Wie hahe ich aber, o Gott! bey allen deinen Wohlthaten diese Woche zugebracht? bin ich dir' so gehorsam gewesen, wie dei— ne Guͤte es fodert? habe ich gethan, was ich zu thun schuldig bin? habe ich meinem Naͤchsten gedient? bin ich im Gluͤcke demuͤthig und dankbar, und im Leiden geduldig und gelassen gewesen? bin ich in der Dugend gewachsen, und habe ich mich zum Himmel geschickter gemacht? wie bin ich mit meiner Zeit umgegangen 2 Verschonender Gott! gehe nicht mit mir ins Gericht, sondern um Jesu willen sey mir Suͤnder gnaͤdig! Ich entschlage mich nun aller irdischen Geschaͤfte, und weihe meine Seele auf den morgenden Tag, Gott! zu deinem Dienste. Sammle, o Seele! alle deine Gedanken; du sollst morgen vor dem Herrn erscheinen und anbeten in heiliger Furcht. Geist der Heiligung! heilige du mich, damit ich mich darstellen moͤge vor meinem Gott heilig und unstraͤflich und ohne Tadel; daß ich ihm danken moͤge vor seiner Gemeinde uͤber alle seine Barmherzigkeit, die er an mir thut, und nein Gebet ihm angenehm werde. So will ich denn nun hingehen und ruhen. Mit dem Gedanken an Gott will ich einschlafen, und wenn ich morgen durch seine Guͤte wieder erwache, soll meine ermunterte Seele zu ihm sich erheben; ich will reden von seinen herrlichen Thaten, und seinen großen Namen loben mit Freuden und mit Dank. Behuͤte mich, guͤtigster Vater! in die⸗ ser Nacht; behuͤte die Meinigen; behuͤte und segne alle Menschen. Sey uns gnaͤdig, die wir dein Volk sind, um Jesu Christi willen. Amen. u u Kom⸗ 674 Geh ete und 2 Andachten. Kommunion ⸗Detrachrung Vorbereitung auf den Genuß des heiligen Abend ate. Ev. Luc Cap. 15. V. 18. 19.„Ich will mich „aufmachen und zu meinem Vater gehen, „Und zu ihm sagen: Vater! ich habe gesun⸗ „diget, und bin hinfort nicht werth, dab „ ich dein Sohn heibe.“ zur V ———— * Dieß war der heilsame Entschluß eines Menschen, der durch eigne Unbesonnenheit sich selber ins Elend gestuͤrzt hatte, und nun, von der aͤußersten Noth ge— drungen, die Gunst seines Vaters wieder suchen woll⸗ konnte. Suͤnden wider Gott und seinen Vater hatten ihn in allen den Jammer gebracht, worinnen er seufzte, Reue und Bekenntniß und Abbitte, und Vertrauen in die Liebe seines Vaters brachten ihn wieder auf den Weg zuruͤck, wo er Rettung aus seinem Elende fand. Dieser verlohrne Sohn, dieser ins El end⸗ gerathene Mensch bin ich selber. O wie haben meine Sünden mich ungluͤcklich gemacht! Wenn ich mein bisher ge— fuͤhrtes Leben nach deinem Gesetze, o Gott! an frichtig pruͤfe, und die vielfaͤltigen Abweichungen von dem-⸗ selben uͤberzaͤhle; wenn ich meine Pflichten bedenke, von denen ich so manchmal gerade das Gegentheil vollbracht habe; wenn ich erwaͤge, wie ich mit deinen Gaben umgegaͤngen bin, die du mir im Leiblichen und Geistlichen verliehen hast; meine Undankbarkeit, deine Geduld mit mir und meine empoͤrende Gesinnungen gegen die groͤßten Beweise deiner Langmuth und Erbarmung mit einander ver— bin nicht werth, daß ich dein Sohn heiße; so stehe ich, wie jener Verlohrne, am Rande des Verberbens, ohne daß ich mir selber helfen, ohne daß ich in der Welt Hilfe finden kann. Und in dieser Angst meines Herzens, zu wem soll ich mich wenden, als zu dir, 0 ——— 6— A A te, ohne welche er seinem Verderben nieht entrinnen wenn ich deine Guͤte und gleiche: so sagt mir mein anklagendes Gewissen: ich —— 1 nnde 60 Hen& Hl Poo Welt gett ebtod den Rur alsd, the erbharmen Menscher mahls be und aus zigten L. tel die uͤherreic Maufst: Sinden hilt wil 1 such 1. i so wꝛill 0 3 voh den 1 un mrn 5 M u Und mi zu hese tark de su ie! kretzigt S Sie sündli 0 bo Iede 9e elneg 9 Meine 6 lhezi ersten Muhn der suchnn nicht Sutt on Vater u Pinnen erseht d Vertaaug wieder auf! in Elendes Tlend gent hein bioht ott! dstth Sngen vop lichten d das Gahlhl ich mit dun Keiblichtg ine Eile 2& Mit und oßtin Bl einandet N. tiseh., 0 Ml . e I 44 Gebete und Andachten. 675 o Gott! von dem ich abgewichen bin, dessen erbar⸗ mende Gnade gegen Suͤnder so groß ist, daß er seinen eignen Sohn fuͤr sie dahin gegeben hat, daß sie nicht verlohren gehen, sondern leben sollen, und zu dir, o Lamm Gottes, Herr Jesu! der du die Suͤnde der Welt getragen, und durch deinen martervollen Kreu⸗ zestod unsre Versoͤhnung mit Gott gestiftet hast? denn nur bey dir finde ich Hilfe, finde ich Trost. Hier also, theuerster Herr Jesu! wo du das Andenken der erbarmenden Gnade Gottes und der Groͤße deiner Menschenliebe durch die Einsetzung des heiligen Abend: mahls verewiget hast, und in dem gebrochenen Brode und ausgegossenen Weine, als Zeichen deines gekreu⸗ zigten Leibes und vergossenen Blutes, deinen Erloͤse⸗ ten die Siegel der Gnade Gottes zu ihrer Erloͤsung uͤberreichen laͤssest, hier, wo du Allen und auch mir zurufst: Kommet her zu mir, ihr Muͤhselige und mit Suͤndenschulden Beladene! ich will euch erquicken— hier will ich Ruhe und Erquickung fuͤr meine Seele itzt suchen; und damit ich sie finde, damit ich nicht durch einen unwuͤrdigen Genuß mein Gericht erhoͤhe; so will ich mit jenem verlohrnen Sohne umkehren, und zu meinem Vater gehen. Ja! umkehren will ich von dem Wege, auf welchem ich so sehr irre gegangen bin, und zu Gott, meinem durch Christum versoͤhnten Vater, flehen: Vater, barmherziger Vater! ich bin nicht mehr werth, daß ich dein Kind heiße; doch um Jesu, deines Sohnes willen, sey mir Süͤnder gnaͤdig!? And mit dem ernstlichen Vorsatze, mich von nun an zu bessern und heiliger zu lehen, will ich zu dem Al⸗ tare der Versoͤhnung hintreten, um in dem Blute Je⸗ su die Reinigung von meinen Suͤnden, in seinem ge⸗ kreuzigten Leibe die Staͤrkung und Erhaltung meiner Seele zum ewigen beben zu empfangen. Ja! jeder suͤndliche Gedanke sey nun aus meiner Seele verbannt, jede boͤse Leidenschaft ertoͤdtet, jeder Funke des Hasses, jede geheime oder offenhare Feindschaft gegen irgend einen Menschen in der Welt auf ewig erstickt! Und meine Seele, o himmlischer Vater! lebe, daß sie dich lohe; mein Herz breune von deiner Liebe, Herr Jesu! uUu 2 mein 676 Gebete und Andachten. mein ganzer Wandel zeuge von deiner Heiligung, Geist der Gnaden! Nur deine Kraft sey in mir Schwachen maͤchtig! so werde ich deinen Versoͤhnungs⸗ tod, Herr Jesu! als dein Erloͤster wuͤrdig feyern, und mich der Versicherung des Rechts deiner Kindschaft, o himmlischer Vater! und des Erbes jenes ewigen Le— bens in diesem heiligen Mahle erfreuen duͤrfen. Amen. Eihe andere Vorbereitungs-Betrachtung auf den Genuß des heil. Abendmahls. Eb. Johannis Cap. 15. V. 13.„Niemand hat „groͤßere Liebe, denn die, daß er sein Le— „ben laͤßt fuͤr seine Freunde.“ G 6 „Wie wahr, wie gewiß ist dieser Ausspruch! Wer sein Leben fuͤr mich laͤßt, der giebt mir den staͤrksten Beweis seiner Liebe. Und so einen Beweis hat mir Jesus gegeben! Er litt, er starb den martervollesten Tod am Kreuze fuͤr mich; und was bewog ihn dazu, als die reinste, die vollkommenste Liebe? Auf mir lag der Fluch, meiner wartete eine ewige Verdammniß, weil ich gefuͤndigt hatte; aber, ehe er mich umkom-⸗ men ließ, litt und starb er fuͤr mich, daß er mir Ver— gebung meiner Sünden und die verlohrne ewige Se— ligkeit erwuͤrbe. Wer so viel an mir gethan hat, ist's moͤglich, daß ich mich von dessen Keibe scheiden Iassen koͤnne? und wie ist's moͤglich, daß ich dieselbe jemals vergessen koͤnnte, da von Jesu selbst ihr An⸗ denken durch das heilige Abendmahl unter seinen Freunden ist verewigt worden! Darum setzte er in der Nacht, da er verrathen ward, das heilige Abend— mahl ein, und verordnete, daß durch Mittheilung des gebrochenen Brods und des Weins, welches erstere er seinen Leib, und das letztere sein Blut nannte, das Andenken seines gekreuzigten keibes und seines vergos— senen Blutes in seiner Christenheit stets erneuert wer— den sollte; denn er sagte ausdruͤcklich: Esset von die⸗ sem Brode und trinket von diesem Weine zu 1 0, a liebe3 stiner! Magenl Rürde die üb ynste Lerben Herdet Kroßer U haste A deinen derber . U mit A Lebe diiner nt n ich nii so hei schon neh wo m erst ih werde ich, ‚6 Helr! ler Hali aft sch + Vesihy Ndig fmg ner Kinhtz Venes ehin duͤrfen. N Betrohhy Mdmaosls. Sspruchl! Vir den sih Heweis hy marteroche wog ihn w Mfut Verdonmi er mich untt aß er nit K erne uig gethu esh aß ith desh selbs ir üuter IU m sehte H eilge M itthalogg cheb elstng hannte, seines Heh erhluttt Estt dot e 1 — 0 Gebete und Andachten. 6²⁷ Gedaͤchtniß.— Herrliches Gedaͤchtnißmahl deiner un⸗ aussprechlichen Liebe, Herr Jesu! O wie freudig und getrost koͤnnen deine Erloͤsten dasselbe feyern! denn noch rufst du ihnen, wenn sie sich demselben nahen, zu: Erinnert euch, daß ich fuͤr euch mein Blut ver⸗ gossen, fuͤr euch mein Leben gelassen habe, und seyd so gewiß versichert, daß ihr an meiner Liebe und an dem Segen meines Todes in Ewigkeit Theil habt, als ihr von diesem Brode esset und von diesem Weine zu meinem Gedaͤchtnisse trinket.— Noch wird also Jeder, der bey diesem heiligen Mahle das Gedaͤchtniß der Liebe Jesu in seinem Kreuzestode feyert, von neuem seiner Errettung so gewiß, als wenn sie erst in diesem Augenblicke vor seinen Augen vollzogen und ausgefuͤhrt wuͤrde. Wichtiges erfreuliches Mahl! wodurch kann die uͤberschwengliche Liebe Jesu von der einen, und unsre eigene große Errettung aus dem tiefsten Ver⸗ derben von der andern Seite uns lebhafter abgemalt werden? O! laß mich es denn mit Wuͤrde feyern, großer Seelenretter Jesu! Verhaßt, ewig verhaßt seyen mir von nun an alle boͤse Gedanken, alle laster⸗ hafte Neigungen, alle suͤndhafte Werke, die deine Kreuzesmarter veranlaßt haben; ich entsage ihnen bey deinem Tode, der sey der Tod meines suͤndigen Ver⸗ derbens, und dein Leben sey mein Leben! Ja, als ein Christ will ich deinen Tod verkuͤndigen, glaubig, mit Anbetung, mit herzlichem Danke, mit aufrichtiger Liebe zu allen deinen Erloͤsten will ich dem Mahle deiner unaussprechlichen Liebe mich nahen. Entzuͤnde nur mein Herz von der Flamme deiner Liebe, daß ich nimmer wieder die Treue breche, die ich dir itzt so heilig gelobe; so werde ich dieß theure Mahl hier schon freudig feyern, wenn du meine Seele mit dei⸗ nen Eeine Seele saͤttigest; aber freudiger einst droben, wo meine Seele im vollen Genusse deiner ewigen Liebe erst ihre ganze Saͤttigung finden wird, wenn ich ganz werde verklaͤrt werden nach deinem Bilde. Das hoße ich, dessen bin ich gewiß, weil du mich erloͤset hast, Herr Jesu! Amen. Dank⸗ 678 Gebete und Andachten. .— Danklagung nach dem Genusse des heiligen Abendmahls. Psalm 119. V. 7. 8.„Ich will dir danken mit „rechtschaffenem Herzen, wenn du mich leh⸗ „ren wirst die Rechte deiner Gerechtigkeit. „Deine Verordnungen will ich haiten; ver⸗ laß mich nimmermehr.““ Gott, mein Erbarmer! durchdrungen von dem in⸗ nigsten Gefuͤhle deiner Barmherzigkeit falle ich vor dir nieder, dir zu danken fuͤr die Gnade, mit welcher du dich meiner Seele angenommen hast. Großes hast du an mir gethan, das erkennet meine Seele wohl. Ich habe das Fest meiner Erloͤsung gefeyert, ich habe das Gedaͤchtniß des Kreuzestodes Jesu erneuert. Dadurch ist das ganze Verdienst Jesu, der ganze Segen sei— nes Todes über meine Seele gekommen. Nun kann ich nicht verderben, wohl mir! Nun habe ich Friede mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christum, der mir in der Zusicherung des goͤttlichen Beystandes und Segens zu meinem niederen Erdengluͤcke und in der freudigen Aussicht auf das vollkommenste Gluͤck der Ewigkeit wahre Beruhigung scheukt. Freue dich des— sen, meine Seele! und vergiß nicht, was dir der Herr Gutes gethan hat, der dein Leben vom Verderben erloͤset, der dich mit Gnade und Barmherzigkeit kroͤnet, Ja! Dank und Anbetung dir, dem Ewigen, dessen Gnade so groß ist! Dank und Anbetung dir, dem grotzen Seelenfreunde, durch dessen Blut ewiger Friede und Seligkeit wieder gestiftet worden ist! Vergelten kann ich dir nie die ungussprechliche Wohlthat, die du mir von neuem erwiesen hast. Eins nur kann ich— mich derselben durch ein dir gefaͤlliges keben wuͤrdig machen— das ist mein einziger Dank, und dazu haͤbe ich mich heute feyerlich verpflichtet. Ja! bey dem Blute Jesu habe ich gelobet, daß ich, o Gott! die Rechte deiner Gerechtigkeit halten, daß ich Alles, was deinen heiligen Befehlen zuwider ist, unterlassen, ö ů daß — daß ich, Iud me n Et Hen wil angeno daß ich einer! süͤndig deine! nich d muͤhun den; d Zererd dann Y iN Ew Hirgaf hattest Vohlt Muns 0 Für und v O G0 deinen ditser der Et du nic Heiden siches Wit dahky u, ‚u Nih 60 SGeregthz 2 H bon desh le ich hun 0 t welchrh roßes hoth ee wohl. Iich hahe Ks Vrt. Dath 4e Segen f. RNun iun be ich such hristun, ystandes mn, und ihN Iste Glac N tue dich dit dethn in Verdahsh zigkeit rög igen, N ng dib, M tpiger Rcl Moq — 30 hltha It, W Alr kannih⸗ ehin piad H 3 0 dehl 0l 0 W 0 6031 N Mh 10 uuttt hf Gebete und Andachten. 20 daß ich, nach deinem hoͤchsten Gebote, dich uͤber Alles und meinen Naͤchsten als mich selbst lieben, und als dein Erloͤster mein ganzes Leben zu deiner Ehre fuͤh— ren will. Herr, mein Gott! der du mich zu Gnaden angenommen, verlaß mich nicht mit deiner Gnade, daß ich dieses Geluͤbde treulich erfuͤlle. Ich lebe in einer Welt, die voller Verfuͤhrungen ist, und die suͤndige Schwachheit wohnet in mir; darum ziehe deine Gnadenhand nicht von mir ab, sondern leite mich den Weg deiner Gebote, und seg! ie meine Be— muͤhungen, in der Heiligung vollkommener zu wer— 5. dann werde ich deine Rechte lernen, und deine Verordnungen treulich und mit Freuden erfuͤllen; dann wird mein Leben dir wohlgefaͤllig, und ich werde in Ewigkeit ein Erbe des Himmels seyn. Amen. Gebet in Trübsalen. Schon so lange hast du mich, Vater der Barmher⸗ zigkeit! mit anbetungswuͤrdiger kangmuth getragen. und doch bin ich durch deine große Gnade nicht all⸗ zeit ermuntert worden, das, was mir unangenehm ist, mit stiller Gelassenheit zu ertragen. Im Gluͤcke nicht uͤbermuͤthig, nicht undankbar, und im Ungluͤcke nicht verzagt seyn, lehret mich die Unterwerfung unter deine hoͤhere Regierung; und doch, wie oft weiche ich von dieser weisen Fuͤhrung meines Lebens! wie oft vergaß ich den Dank, wenn du mir Gutes erwiesen Wohnn⸗ und war wohl gar unzufrieden mit deinen Wohlthaten, wenn dieselben an meine unhegraͤnzten Wuͤnsche nicht reichten! wie oft murrte ich gegen dei— ne Fuͤhrungen, wenn mich widrige Schicksale trafen, und verzagte an deinem Beystande zu meiner Rettung! O Gott! ich schaͤme mich dieses Unde üiks, womit ich deinen Wohlthaten geantwortet habe; ich schäme mich dieser Kleinmuͤthigkeit, die meiner Ueberzeugn ug und der Erfahrung meines Lebens widerspricht; denn bist du nicht ein Vater, der uͤber Keines seiner Kin der ein Leiden zu seinem Verderben verhängt, dessen vaͤter⸗ liches Erbarmen und Guͤte sich zu Allen neigt, und, wenn 68⁰ Gebete und Andachten. wenn er aus weisen Absichten keiden ihnen beschieden, doch seine Hand nicht von ihnen abzieht, und nach seiner unbegreiflichen Regierung Mittel und Wege zu ihrer Rettung herbeyfuͤhrt? Und wie darf ich in den Leiden, die du mir, o Gott! auflegst, murren, da ich sie mannigfaltig mit meinen Suͤnden verdient habe? O! wenn ich mein Leben von meiner Jugend auf er— waͤge, wie viele Uebertretungen reden wider mich! wie manche grobe Vergehungen foderten dich zur em— pfindlichsten Zuͤchtigung gegen mich auf, und brachten mich an den Rand meines Verderbens! und doch han— deltest du nicht mit mir nach meinen Suͤnden, und vergaltest mir nicht nach meinen Missethaten; du schon— test meiner nach deiner Langmuth, wandtest Ungluͤck und Verderben von mir ab, und wenn du mich beiden treffen ließest, so waren es vaͤterliche Zuͤchtigungen zu meiner Besserung, die mein Gluͤck desto sicherer gruͤn—⸗ den sollten. So hast du von jeher mit mir gehandelt, gnaͤdiger und barmherziger Vater! und ich sollte in den Leiden, die ich so eben erfahre, an deiner Guͤte verzagen, und gar kleinmuͤthig werden? Rein! auch diese Leiden, die ich verdiene, sind heilsame Mittel, mich weiser, besser und dauerhafter Freuden em—⸗ pfaͤnglich zu machen; darum will ich sie auch geduldig von dir annehmen, der du mir so unzaͤhlige Freuden schenkest, in dem festen Vertrauen, daß du schon die Littel und Wege ersehen hast, durch die ich unter deiner gnaͤdigen Kegierung, wenn es nach deinem wei— sen und besten Rathe moͤglich ist, zu meiner Rettung gelange.„Doch, Vater! ist es nicht moͤglich, daß „dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn; so „geschehe dein Wille.“ Dieß war die Stimme mei— nes goͤttlichen Erloͤsers, und dem will auch ich nach— folgen, mein Kreuz auf mich nehmen, mit ihm gedul⸗ dig leiden, und, soll es seyn, mit ihm auch getrost sterben. Staͤrke mich nur, o mein Gott! diesen gro⸗ ßen Entschluß auszufuͤhren, erfuͤlle mich mit dem er— habenen Muthe, der aller Widerwaͤrtigkeiten nicht ach— tet, und mit der kindlichen Gelassenheit, die deine vaͤterliche Schickungen zufrieden auf sich nimmt. Wie wenige G˙ aller in der egne Edl der L ist,! Auch lage die du u zu er durc auch mein alleit wenn bish gew⸗ berste Unru der g herig heg Schu Ales berul Kaue dan Rf siich iuh kren, Nih dient hicg gend auftz wider nt dich zut zund brachn nd doch hu uͤnden, u; du shhn Htest Muh mich K htigunga. hsicheret gu it gehandt wich sollee deinet dl Neinlal (same Nül Freuden i0 nuch gedah Hlige Fie du scholx ie ich M. deinem x inet Mig noͤglich sihn dengj! Stimme i. Uch ich l, t ihm auch R Gebete und Andachten. 681 wenige sind die Tage des Kummers gegen die unbe graͤnzte Dauer der Freuden, die Gott uns bereitet! Wie bald oͤffnet sich der Himmel, uns in seinen er⸗ quickenden Schoos aufzunehmen! Was betruͤbst du dich darum, meine Seele? Harre auf Gott, dann werde ich ihm noch danken, daß er meines Angesichts Hilfe und mein Trost ist. Amen. Gebet eines Kranken. Großer Gott! himmlischer Vater! weiser Regierer aller Schicksale deiner Geschoͤpfe! wie getrost sind wir in der Ueberzeugung, daß wir in Allem, was uns be⸗ gegnet, unter dir stehen, der Alles, selbst widrige Schicksale, zu unserm Besten lenket, der das Schreyen der Elenden hoͤret, und ihnen mit seiner Hilfe nahe ist, wenn sie dieselbe mit glanbigem Herzen begehren. Auch das ist mein einziger Trost auf meinem Kranken⸗ lager, auf dem ich jetzt unter Schmerzen seufze, und die Hinfaͤlligkeit meines kebens erfahre; denn ich weiß⸗ du werdest mir Schwachen nicht mehr auflegen, als ich zu ertragen im Stande bin, die Last dieser Krankheit durch deinen Beystand mir ertraͤglich machen, und auch diesem traurigen Schicksale eine Wendung zu meinem Besten geben. Zu dir sehe ich daher auf, der allein helfen kann, und dessen Hilfe mir immerhin, wenn ich sie erflehete, nahe war; denn du hast mich bisher stets vaͤterlich geleitet, mir so manche Freude gewaͤhret, und mehr Gutes gethan, als ich bitten und verstehen konnte; auch Alles, was mir jemals Leid, Unruhe und Schmerz verursachte, hast du immer wie⸗ der gnaͤdig abgewendet, und mir auch in meiner bis⸗ herigen Krankheit Augenblicke der Erholung und Ruhe gegoͤnnet, und bewiesen, daß deine Kraft in den Schwachen maͤchtig sey. Barmherziger Gott! das Alles erkenne ich mit dem geruͤhrtesten Danke, das beruhigt meine Seele, das staͤrkt mich in dem Ver— trauen:? du werdest mich auch ferner auf meinem Krankenlager nicht verlassen, sondern mir mit deiner Hilfe nahe seyn. Weiser Helfer! ich kann dir wegen der 68² Gebete und Andachten. der Ociuer und dem Ausgange meiner Krankheit nicht vorschreiben. Waͤhle du fuͤr mich, du waͤhlest das Beste! Du kennest meine Verbindungen in der Welt, und weißt, ob ich dir nach denselben zur Erreichung deiner guten Absichten noch nuͤtzen werde; du weißt, A V. nn W * V + %½1 * ö was mir, um mich zu einer frohen Ewigkeit tuͤchtig zu maaghen, noch fehlet. Danach waͤhle fuür mich be— ben oder Tod. Nur flehe ich, großer Erbartner! laß die Krankheit meines Leibes zur Genesung meiner Seele gereichen! Ich bin ein sundiger Meusch, mit unzaͤhligen Maͤngeln und suͤndigen Gebrechen behaftet, die ich reuend erkenne; sey mir daher um IJ su willen gnaͤdig, und schenke mir um seines martervollen To⸗ des willen Vergebung aller meiner Suͤuden, wodurch ich wussentlich oder unwissentlich deinen Geboten zu— Gebet bey Sterbenden. Water und Herr unsers lebens! Du trufst, so wer⸗ den Menschen geschaffen; du winkst, so fallen sie dahin und werden zu Staub. Wie gar nichtig ist doch das menschliche Leben! und wie schrecklich waͤre uns diese „Nichtigkeit, wenn du uns nach deiner großen Borm⸗ ö herzig— Ha RNMI boh R Gis⸗ deill.! undeU einen geh habe Rf deln D dl die 0 das e endl sise du s. den erfa Wor ichl Ach sein dir! uno Vat mal alle dert Gen Mas hst wit — Het nich der Dß drrrihin du weh lit tuchg mich L6 her n0 Meng — kuͤsch W. behsstt 6 1j⁷h 0 u Wlhhh vollen „Woͤhcgh eboten y ten hab, ö ch füccht, Iderfahn ste, deA. Ihe. WI veiß, sch Iden! El it noch. de. Jaß ein, M bote. M set guthg Zubersb die llcht Nun, Me erkütze dul — „Wach K Hnh de. Aaatte du deinen eingebohrnen Sohn gegeben, auf daß Alle, Gebete und Andachten. 683 —.—— herzigkeit nicht wiedergebohren haͤttest zu einer lebens digen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Todten! Aber wohl uns! du hast uns einen Erloͤser geschenkt, der dunrch sein Leiden und Sterben denn Tode uͤber uns die Macht genommen, und Leben und unvergaͤngliches Wesen an das Licht gebracht hat, einen Erloͤser, der uns auch noch da, wenn unsere Au⸗ gen brechen, liebreich zuruft: Fuͤrchte dich nicht, ich habe dich erloͤset, ich habe dich bey deinem Namen gerufen, du dist mein! Und dieser Erloͤser ist, o Gott! dein eigner Sohn. Also hast du die Welt geliebt, daß die an ihn glaͤuben, nicht verlohren werden, sondern das ewige Leben haben. Sey gepriesen fuͤr diese un⸗ endliche iebe! Erbarme dich nach derselben auch die⸗ ses Sterbenden! Theurer Heiland der Menschen! der du selbst gelitten und die Angst des Todes ausgestan⸗ den hast, und daher Alle, die leiden und diese Angst erfahren, erkennest, rufe ihm nochmal die troͤstlichen Worte zu: Fuͤrchte dich nicht, ich habe dich erloͤset, ich habe dich dey deinem Namen gerufen, du bist mein! Ach! verkuͤrze in Gnaden seine keiden, stehe ihm in seinem letzten Kampfe bey, und nimm seinen Geist zu dir auf, wo deiner vollendeten Gerechten ewige Ruhe, unvergaͤngliches Heil wartet. Uns Alle aber, guͤtiger Vater! lehre wohl bedenken, daß es mit uns auch ein⸗ mal fruͤher oder spaͤter dahin kommen wird, wo uns alle Güter und Freuden dieser Welt nichts helfen, son— dern nur deine Gnade in Jesu Christo und ein gutes Gewissen uns Trost und Beruhigung geben koͤnnen. Mache uns dieß zu einem maͤchtigen Antriebe, stets in deiner Furcht zu leben, damit wir, wenn nun auch unsre Zeit kommt, dieses kurze muͤhselige mit jenem ewigen freudenvollen Leben verwechseln moͤgen. Amen⸗ Ein anderes Gebet bey sterbenden Freunden und Anverwandten. Herr, unendlicher Gott! der du die Menschen sterben laͤssest, und sprichst: Kommet wieder, ihr 11* en⸗ nder! 684 Gebete und Andachten. kinder! du bist unser Trost im Leben und im Tode; auch unser einziger Trost itzt, wo wir am Sterbebette eines der Unsrigen weinen, und einer traurigen Tren— nung von unserm(unsrer) Geliebten entgegensehen. Wie sehr beugt uns dieser schmerzliche Verlust! Doch hunterwerfen wir uns bey dieser Trennung deinem stets guten Rathe und Willen, und erheben uns von diesem Iniederschlagenden Anblicke zu dir, der du Alles mit tuns und fuͤr uns wohl machest. Er, unser Freund ((Sie, unsre Freundinn) hat nun seinen(ihren) Lauf vollendet, aber nicht ohne die groͤßten Beweise deiner Vaterliebe, die ihn(sie) bisher erhalten, gesegnet, fund ihm(ihr) in den Noͤthen seines(ihres) Lebens übeygestanden hat. Sey daher gelobet, himmlischer Va— iter! fuͤr alle Wohlthaten, die du ihm(ihr) von dem [Anfange seines(ihres) Lebens bis auf diesen Augen— blick erwiesen hast! gelobet insbesondre fuͤr deine 1Gnade, nach der du dich seiner(ihrer) unsterblichen [Seele angenommen, und dieselbe durch das Evange— lium Jesu Christi zur Erkenntnit des Heils, zum 1Glauben und zur Hoffnung einer seligen Unsterblichkeit igebracht hast. Nun, da sie ihre zerbrechliche Huͤlle verlaͤßt, laß sie im Frieden dahinfahren, wo du in Iden Wohnungen der vollendeten Gerechten ihr eine se— ilige Wohnung bereitet hast. Dort werden wir ihn, lunsern Freund(sie, unsre Freundinn) mit Freuden wiedersehen, von dem(der) wir uns hier mit Schmer— zen trennen, und dort wird Niemand die Freude uns⸗ trer seligen Vereinigung wieder von uns nehmen. O Heile, großer Erbarmer! mit diesem Troste unsere be— Kümmerten Herzen, und laß uns, die du geschlagen ihast, durch die Erweise deiner zaͤrtlichen Vaterliebe wieder aufgerichtet werden. Vor allen Dingen laß uns hier die Nichtigkeit aller irdischen Verbindungen einsehen, und ziehe unser Herz ganz zu dir, damit wir hier in deiner glaubigen Vereinigung den Grund Iu deiner ewig seligen legen, in der wir dich mit un— seren frommen Freunden und allen Seligen ewig loben nd preisen werden. Amen. . 0 ii i 565—— — T Sterhhch⸗ igen Iu Zegensh ast! inen sth von dith Mcd u ser Runn hten) tuf Heise gesiq, 8) nlischeh ) boh in sen Mun fur gn (usterbich. 4 Cban heils, zu sterblia liche H vo xht eihet ir ihs t Faabo rit Schnh reude MW ehmeg.) à unsete Batallch Wingen H. cbinduhg ir, Hacht Ihen Gi ich Mit H Tevig Verbesserungen. Da ungeachtet aller auf richtige Korrectur gewandten Sorg⸗ falt doch einige Druckfehler geblieben sind; so werden dieselben hier nach den Nummern der Lieder ꝛc. bemerkt. Nr. 19. Vers 4. Zeile 6. statt durch die lies: durch dich⸗ 22. V. 7. 3. 4. st. wen l. wenn. . V. 10. 3. 5• st. Groͤße l. groͤßte. + 99. V. 6. 3. 5. st. deinem l. deinen. — 102. B. I. Z. 7. st. seyn l. sein. — 10g3. V. 1. 3. 4. st. Zerrn l. Berren. — 1006. V. A4. Z. 8. st. Cahmem l. gahmen. — 119. V. 3. 3. 5. am Ende und 6. am Anfang st. deider l. deiner. — 127. V. 5. Z. 5. st. seine Ciebe zu dir preisen l. seine Lieb' zu dir zu preisen. — 135. V. 4. Z. 6. st. schlummre l. schlummt'. 155. V. 3. 3. 7. st. Jesu l. Jesus. Von 161— 169. wuß stait der Columnen Ueberschrift: Grab Jesu/ stehen: Anwendung der Leiden und des Todes Jesu. 188. V. 1. 3. 5. st nah l. noch. — 191. V. 3. 3. 12. st. sich l. sie — 322. V. 3. 3. 6. st. dir dir l dir die. 344. V. 4. 3. 6. am Ende und 7. am Anfang st⸗ b rennen l. brennen. +q:»408. V. 3. 3. 4. st. er l. der 434. V. 8. 3. 3. st. deiner l. seiner. 509. st. der Melodie: Der du stets unsre Zuflacht bist lies: Eigene, die nach dem alten Liede: Ein Laͤmmlein geht ꝛc. in dem Melodieen⸗Ver⸗ zeichnisse bemerkt ist. — 566. V. 2. 3. 8. st. Ehr. Ehre. Andere Fehler, wenn ihrer noch vorhanden seyn sollten, und wenn in den Unterscheidungszeichen gefehlt wordeß ist, wird der Leser zu entschuldigen und selbst zu verbessern, ersucht, * 4 8 — 2*— — —— 2. —— 2 4 —— — **— —— ————— TTPT᷑TFTC ਮੌਤ W 34509 200 0 cm 6 Blue White 1 2 3 Cyan Grey 1 4 8 5 6 L Yellow Grey 3 7 8 Colour& Grey Control Chart Green Grey 2 9 Red Grey 4 9 10 Magenta Black 11