UB Gießen Gb 5087 ενός 2009 ext BUNTES ΩÃOODDED BÜCHLEIN Gb 5087 UB GIESSEN 27 022 561 I 121 ——————** ———————————————————————.—————— 6UNTES MNDONNENSBUCHLEIN SIIIIII —————— 2 BUNTES MADONNEN CHLEIN B Msit einundavanzig farbigen Gemaldecviedergaben Alter Meister und einem Geleitwort von P. Hugo Lang f. Bruckmann Verlag München XX 76 P* 327 84 — Einband: Walter Leonhard, München. Alle Rechte vorbehalten. Copyright 195⁰ by F. Bruckmann Verlag KG., München. Printed in Germany. Verlagsnummer 777. Gelamtherstellung: Graphische Kunstanstalten F. Bruckmann KG., München 2 ö Auc vom l. wenig! deele e Sache! das ih echteb stander die ꝛur dinnen der u mer no des lä spricht — IF FF.....———„————————'Pu1+rT.————————————————— Auch vom bilde gilt, was Marie von Ebner⸗Eschenbach vom Liede sagt: Man kann es lieb haben.»Es liegt darin ein wenig klang, ein wenig Wohllaut und Gesang und eine ganze Seele.« Jedes echte Lied ist ein Liebeslied, und»singen ist Sache des Liebenden«. Wer singen will, muß etwas wisien, das ihm wert ist, befungen zu werden. So kommt auch jedes echte bildwerk aus einer Liehe, die an die Große ihres Gegen⸗ standes heranreicht: Die liebende bewunderung muß es lein, die zur Wiedergabe des mehr noch mit der Seele als mit den Sinnen Geschauten antreibt. Der liebenswerte Gegenstand und der Auslagedrang eines erglühten Herꝛens genügen aber im⸗ mer noch nicht, ein Werk zu schaffen, das die Seelenbewegung „opyrigbttesoh des Künstlers allen empfänglichen Gemütern mitteilt. Liebe klagsnummer V. 6/Munan spricht sich oft, gerade wenn sie echt ist, geradeꝛu albern aus und muß sich dafür von jedem, der nicht liebt, belacheln las⸗ sen. Die Gabe des RAusdrucks ist daher dem Künstler unent⸗ behrlich, wenn er Genoslen seiner liebenden Verehrung und damit dem geliebten Wesen eine entzückte Gefolgschaft wer⸗ ben will. Ungeheure Kraft der Russage braucht es dazu, ein schier Un⸗ sagbares, wie es Heiligkeit, Hoheit und Reinheit eines vor allen krdgeborenen auserwählten Menschenwesens sind, glaubhaft, würdig und dennoch herzensnahe darzustellen. schon die Namen, mit denen die Liebe der Christen Maria, die Mutter des Herrn, überreich bedacht hat, lassen uns er⸗ warten, daß christliche Kunst nãchst dem vschönsten Herrn Jesus« keine biblische Gestalt mit Jo innigem, immer neuem gemühen im bilde darzustellen versuche, als die vmilde, gů⸗ tige, süße Jungfrau«, die»Mutter der schönen Liebe«,»Unsere schöne, liebe Frau«. Der hl. Bernhard nannte sie kühn das »Anliegen aller Jahrhunderte«. Jedenfalls wurde sie das An⸗ liegen aller Jahrhunderte christlichen Singens und Malens 0 und fo önigin khe ein Meister begidt, bönhet Gebild hnen! hesten der V um V einen die gr samme lichen den dchon der zu WDe. xxxx..... IiiI‚——————π SDSD— belichuhh und Formens:»Alle Tage sing und sage Lob der Himmels⸗ vünstler vnn: königinla Verchrung m Ehe ein Kunstwerk schaubar ersteht, ist es ljngst von seinem folaschatt pj⸗ Meister innerlich geschaut. Wenn er sich dann ans Schaffen begibt, muß er aber auch ein ganzes Volk derer voraussetzen ein schier Hj können, die erlehnen, was er ihnen geben will, so daß sie im Mheit eines w Gebilde der einen kunstfertigen Hand das treue Ebenbild des Rwesens sh ihnen eigenen Inbildes freudig wieder erkennen. Seit den frü⸗ darsl hesten Zeiten konnte der christliche Künstler ein solches Volk Hristen Mrz der Verstehenden voraussetzen, das lein Sinnen und Minnen laslen vns t um Mariae Leben, TIugend und Erhöhung kreisen ließ wie chöͤnsten Hen einen Sternen⸗ oder Blumenkranz. Der große Gegenstand, Iimmer neds die große Liebe und die große bildkraft seiner Schilderer zu⸗ die vmide,x lammen haben dem Marienbild eine Stellung in der christ⸗ Licber nle lichen Kunstgeschichte gegeben, die beinahe dem Christusbild e se hon x den Rang streitig macht. ude si diufl Schon die Kirche der Katakomben war als eine Gemeinschaft 10. M der zu einem neuen Leben Erweckten und ewig⸗seliges Leben 7 Erwartenden schmuck⸗ und bilderfreudig. Dennoch muß es überraschen, daß sie bereits die Mutter mit dem Kind abbil⸗ dete, während sie den Herrn lieber im Sinnbild als im Schau⸗ bild darstellte. Forderte doch das Alte Testament gänzlich bildlose Gottesverehrung, war doen auch die heidnische Bil⸗ dervergötzung zu verabscheuen. Zudem hatte die antike Welt weder die Mutter noch das Kind beflissen verherrlicht, wie uns auch Lieder auf die selige Kinderzeit nicht überliefert sind. Gottes ewiger Sohn mußte erst ein armes Menschenkind werden, damit wir fortan allen Kindern durch das Jesuskind verbunden seien. In der freigewordenen Kirche wurde bald entweder die Söttliche Natur des Erlösers oder seine wahre Menschwerdung bestritten. Eine bekenntnistreue Kunst er⸗ höhte darum das Madonnenbild über menlschliche Beꝛirke hinaus in thronende Feierlichkeit. Der Osten hat bis heute in leinen lkonen den Goldgrund und eine, wenn auch nicht des Liebreizes entbehrende, doch etwas starre, in mystische Gründe weisende Würde der Gottesgebärerin gewahrt. Das 8 hinderte Wochens sich lo zu muttersc man no bod sticl liebe ine Händche an die N fürchtige schwinde ö seine ird naheub Reisteryd loll ime MWpiich er vere ö dlit, und noch mub Iind aboh⸗ lle imdch nent gipri eidnische H⸗ antiße We. herrlicht, v. t überteien Menicheid 88 Jeloshi e wurde dih Keine wihy eue Kunst hliche derih t bis heuteh zuch nicht d in msih gepahr d hinderte ihn nicht, auf den Geburtsbildern selbst die zu einer Wochenstube gehörenden Alltagsdinge anzubringen, um sich so zꝛur wahren Menschheit Christi wie zꝛur wahren Gottes⸗ mutterschaft Mariã eifrig zu bekennen. Auch im Westen wahrt man noch in die Frühgotik herein die liturgische Strenge, doch stiehlt sich hier jchon bald verbindliche und verbindende Liebe ins Auge und in die Gebärde; das Kind erhebt die Händchen nicht mehr zum Segnen, es schmiegt sich zärtlich an die Mutter und interessiert sich freundlich für den ehr⸗ fürchtigen Beschauer. Die Vertraulichkeit wãchst, die Distanz lchwindet. Das Geheimnis des göttlichen Ratschlusses und seine irdische Verwirklichung in Einem dem glãubigen Sinn nahezubringen, wird nun auf Jahrhunderte hinaus das be⸗ geisternde Anliegen der frommen Meister. Das Geheimnis loll im Gleichnis immer noch durchschimmern, die höhere Wirklichkeit darf nie in platter Realistik verleugnet werden. Der verehrende Glaube führt den Pinlel, den Meißel und den Stift, und ihre Gebilde werden glaubig gesehen. Künstler und 2 1————π————————————————H+*D———— Volk sind in idealer Einheit des Staunens und Dienens ver⸗ bunden. Der Künstler schafft für das Gotteshaus und nicht für die Wohnstube, für die andächtige Gemeinde und nicht für den Privatmann, allen verständlich und von allen ver⸗ standen. Minne wird nicht zur Sinnlichkeit, Andacht nicht zur Schwärmerei. Die Erhabenheit kommt nicht in Gefahr, wenn sich allerlei liebenswürdiges Beiwerk ins Bild drängt, blumen und Iiere, Himmelsblaue und Sternenglanz, Engel und Heilige: das Spiel bleibt heiliges Spiel. Die Betrachtung des Marienlebens liefert nun Bildgegenstände, Motive, schier ohne Zahl, lyrische, epische und dramatische, wie sie ähnlich manches Frauenschicksal bezeichnen, worüber aber doch nie vergessen wird, daß nicht irgend eine Mutter oder die Mut⸗ terschaft als ein Urwert in der Menschenwelt, londern eben die eine, alleinig zur Gottesmutterschaft Erwählte gepriesen werden soll. Keine nur denkbare edle und schöne Seelen⸗ reguns bleibt unausgesprochen, und jede wird nicht nur Bild, londern auch Vorbild, tröstend, erhebend, aufrufend, ent⸗ 10 fammend Nunder/ Schutꝛma Folenhrar ‚ Adrehn Asttelatte bestür⸗ bayfischen Hlucs dch megheit o⸗ it, teten biger Rradt Fusdruche finische a lindern e aten Them ö ls poltte: benichun ** e-.-——————= ADDieiieieeiiieeeeeeeeeeEeeeEEeeeeeteeteee‚eeeeee ienrrove⸗ flammend, wie es eben dem bBeschauer nötig sein mag. Kein s und nich Wunder, daß die bilder der schmerzhaften Mutter und der de und nicy Schutzmantel⸗Herrin neben der Madonna im Rosenhag oder on allen vy Rosenkranz und der hausfraulich waltenden immer größere Indacht mich Verbreitung gewinnen. Gerade im Ausgang des deutschen ht in Gelhy Mittelalters kommt es aber auch zꝛum Ausdruck einer gerade⸗ oidd drig z2u bestürzenden Größe, bei Grünewald etwa oder bei unserm olanz, Erl bayrischen Meister Leinberger, während in Italien bereits ein detrachu neues Schönheitsideal die Noblesse menlchlicher Vollkom⸗ Motide, hi: menheit vor den Adel der Gotteskinder, der ganz inwendis hie sie iso ist, treten läßt. Aber auch hier gebiert noch die Kraft glãu⸗ aber doch i biger Tradition mehr als der neue RAusdruckswille mit neuen der die M⸗ Ausdrucksmitteln ein Werk voll Himmelsnähe wie die Six⸗ sondern ebe tinische Madonna. Zur Barockzeit bricht dann in katholischen hlte geprehn Ländern eine unerhöͤrte fülle immer neuer Wendungen der Höhe dellg⸗ alten Themen herein, die Maria ins Ubermenschliche steigern, nicht vurbi als wollte der Mensch dem Himmel keinen Anteil an der Ver⸗ rulepd/ u· herrlichung der Benedeiten mehr überlassen, bis uns logar 11 die Gloriole, die Himmelsluft von der Menschen Gnaden ver⸗ liehen dünkt und der Heiligenschein nur mehr Schein ist. Demütige Ergriffenheit, die vor dem Gottgewirkten erzittert und geradezu hilflos wird mit ail ihrer Meisterschaft, bricht nur selten wie bei Greco durch, der beꝛeichnenderweile aus dem Osten kam und spanischer wurde als die Spanier. Im Norden herrscht schon lange eine gewisse, fast allzu andãchtige Hausbackenheit; die zärtliche Liebe verrãt sich hier in unend⸗ licher Sorgfalt, die mit all ihren groben und kleinen Gegen⸗ ständen umgeht wie mit Edelsteinen. Verlor sich hier einmal die Glaubenswärme, so mußte es zur Verbürgerlichung kom⸗ men, die immer noch menschlich ergreifen kann, wenn sie auch keine andãchtige Gemeinde anzulprechen findet. Hatte sich doch die Reformation entgegen den Neigungen und der Lebens⸗ praxis Martin Luthers leider von der Heiligenverehruns zur Bilderstürmerei oder bilderscheu gewendet. In der Neuzeit haben es weder Katholiken noch Protestanten leicht, Marien⸗ bilder zu schaffen, die ihrem eigenen gläubigen Empfinden 12 oder ihrer! iig/ iberꝛei druch verle Ilue der U bild eher ge hin werden aͤchtet, da Ffeude am Hachahmdẽ Nachahmet sich hur di⸗ dinn für 80 hat e achter Her stindiich v uld de! Gewöhnu Ghaden vyr r dchein l hten eritter lschdit, brh Derwelk au Spmmier. In andächi jer in vnerd⸗ einen Geger⸗ her einma ichung hop⸗ wenn sieaog atte chdoc der Ledens⸗ erehrung M der Mauct icht,Marieh⸗ Empfindey —— W»W DexxxfftffftTTs ᷑ T᷑TꝰTFTFYHDTSRTDDTTFꝗHEHê—ͤl„³Üù oder ihrer eigenen menschlichen Hochachtung fein und tüch⸗ tig, überzeugend oder gar überwältigend zeitgerechten Aus⸗ druck verleihen. Man führte bald die eine, bald die andere Linie der Uberlieferuns weiter, wobei das innige Andachts⸗ bild eher gedieh als eine monumentale Kirchenkunst. Immer⸗ hin werden die jogenannten Nazarener heute zu Unrecht miß⸗ achtet, da sie doch ergreifenden religiosen Ernst mit schõner freude am Schönen verbanden, wenn sie auch, weil leicht nachahmbar scheinend, allzuvieie unernste und unfähige Nachahmer fanden, die eine Kunst fürs Haus lieferten, deren sich nur die Technik ꝛu bemãchtigen brauchte, um den letꝛten Sinn für ehtheit und Qualitãt im Kirchenvolk zu erschüttern. So hat es auch die religiöose Kunst unserer Tage schwer, in echter Herzenssprache den Verbildeten sich einigermaßen ver⸗ stãndlich und lieb zu machen, da die Massen nicht sehr willig sind, die Bahnen einer wahrhaftig nicht mehr aufregenden Gewöhnung zu verlaflen. Und doch wird, so lange der Glaube lebt, auch die Hoffnung bleiben auf fröhliche Urständ eines 13 Marienbildes, das uns allen etwas slagt, was nicht die Ver⸗ gangenheit langst überzeugender und beglückender gesagt—— hat. Immer aber werden wir mit Novalis bekennen müssen: 1 hafalle ÄBb. v. d. Orei Kön »lch sehe dich in tausend Bildern, 3 Wnn ghafiael:! ö Maria, lieblich ausgedrückt, IPErter Doch keins von allen kann dich schildern, N Mant ö L. Cranac Wie meine Seele dich erblickt.« Masterd ö lung Rei funcla: 0 heser AIcchertt⸗ Memling 1 Hottlerlt Jonn) ö N. üre 5 f. Upn: 10 M. Grun volmer, 1. da M. 0 L.Cana e b. k. Mv Hafel: t die V. der gesag en müslen. n, bILOERVERZEICHNIS Umschlagbild: Botticelli, Madonna mit Kind. Berlin, Staatl. Museen. kaffael: Madonna della Colonna. Berlin, Kaifer-friedrieh-Museum. R. v. d. Weyden: Verkündigung(linker Flügel aus dem Altar der Heiligen Orei Könige). München, Pinakotheh. M. Grünewald: Madonna um 1520. Stuppach, Pfarrkirche. Raffael: Madonna Sixtina(Oetail). Oresden, Gemäldegalerie. St. Lochner: Madonna in der Rolenlaube. Köln, Wallraf-Richartz-Museum. A. Mantegna: Maria mit dem Kinde. Berlin, Staatl. Museen. L. Cranach d. A.: Maria mit dem Kind. Um 1518. Karlsruhe, Staatl. Kunsthalle. Meister des Frankfurter Paradiesgärtleins, Verkündigung. Winterthur, Samm⸗ lung Reinhart Franeia: Madonna. München, Pinakotheh. Meister der hl. Veronika: Madonna mit der Wickenblüte. Köln, Wallraf⸗ Richartz⸗Museum. Memling: Thronende Maria mit Kind und Engel. Berlin, Staatl. Muleen. Botticelli: Maria mit dem Kinde. Mailand, Museum Poldi-Pezzoli. J. van Fyck: Flügelaltarchen Karls V.(Mittelstück). Oresden, Gemäldegalerie. A. Dürer: Maria mit dem Kinde. Wien, Gemaldegalerie. F. Lippi: Maria in Anbetung. Florenz, Uffizien M. Grünewald: Maria mit dem Kinde(Ausschnitt aus dem Engelkonzert). Kolmar, Ulenheimer Altar. L. da Vineĩ: Madonna. München, Pinakothek. L. Cranach: Madonna mit der hl. Katharina. Budapest, Museum der bild. Künste. El Greco: Mater dolorosa. München, Pinakothek. B. E. Murillo: Immaculata. Madrid, Prado. Raffael: Madonna del Duea di Terranuova. Berlin, Staatl. Museen. RAFFAEL, MADONNA DELLA COLONNA —— öIITTTTTTTTTTTcccc;c;cTS;S;T;T;TFꝗ᷑ꝗHtH,— ———— ——— ———8— IIcTTTccccccTRTRTRTRCRHGHGHCçCꝓ—ͤ— Ave, Maria zart, Du edler Rofengart, Lilienweiß, Ganz ohne Dornen. lch grüße dich zur Stund Mit Gabrielis Mund; Ave, die du bist voller Gnaden. Du haͤst des Höchsten Sohn, Maria, Rein und schon, Iln deinem keuschen Schoß getragen, Jesum, Das liebe Kind, So da die Sünder blind Errettet hat aus allen Schaden. ohann Georg Braun ROGIER V. D. WEXVDEN, VERKUNDIGUNG FFFFII᷑T;᷑TF᷑T᷑TFTFTFPTPT!TFT T T —————— F—— 1 1 20 3 W....T T....RT.M..¶.¶.ĩũêX äꝛæ. ,,,,..“.“.T..TTTT TDTLEKö=FKTTTPTTHTTTETETTFETEFEFEFE:́SFSöCTCTCSCSTETETETETATTTT. Iv* Ein schöne Ros im heil' gen Land Blüht in dem Paradiese. Den kngeln ist sie wohlbekannt, Ihr Farb ist rot und süße. Sie übertrifft der Sonne Glanz, Ihr Schein erleucht den Himmel ganz Auf wunderbare Weise. Die schöne Rose, die ich mein, Die alle Welt erfreuet, bist du, Maria, Jungfrau rein, Von Gott gebenedeiet. Du Gott des Vaters Tochter bist, Du wahre Mutter Jesu Christ, Du Braut des Heil'gen Geistes. Drum kein Geschöpf im Himmel ist Dir, Junsfrau, zu vergleichen, Denn du nach Gott die höchste bist, All Schönheit muß dir weichen, All Engel in dem Himmelsfaal, Die lieben Heil'sen allzumal Dir ihre Palmen reichen. Nach Laurentius von Schnüsfis t;;.t ᷑ ᷑ ᷑ ᷑C ᷑'C'C'R'CRCéꝭéͤ¶⁊¶ CC******R*RRRRRRRRCRCRDRCRDRDRDRDRPRDRDRDRDRDRDRDRDRDRDRDRDRDRDRDRDRDDRDRDDRDSDDDe. NEWALD, MADONNA ch liebe dich von Herzensgrund, Du schönste aller Frauen, Und lobe dich mit Herz und Mund, Verlang dich anzuschauen. Nächst Gott du meine höchste Freud, Bei dir bleib ich in Lieb und Leid: Du bist mein höchst Vertrauen. RAFFAEL, MADONNA SIXTINA —————— ‚ E—— W5 2 0 MNREIXN ROSENGRNRTEN Maria Mutter, ich dich grüße, hilf, daß ich meine Sünden büße, der leider allzuviele sind: des bitt für mich dein liebes Kind! lch grüß dich mit den Engels Worten, schleuß du mir auf des Himmels Pforten, ich will in Muße fröhlich gehn, die ewgen Freuden mir besehn! Gegrüßet seist du und gebenedeit; vor allen Sünden bist du ja gefeit: drum gib gebenedeiten Segen, daß mein die heil'sgen Engel pflegen. lch grüße dich des Himmels kosengarten, die Auserwählte, Reineste der Zarten; du, edellüße Rosenblüte, bitt Gott für mich durch deine Güte! Aus einer Nurnberger Handschrift des 25. Jahrhunderts 4 SSI ..t......... STEPHAN LOCIHNER, MADONNA IN DER GARTENI ch sehe dich in tausend Bildern, Maria, lieblich ausgedrückt, Doch keins von allen kann dich schildern Wie meine Seele dich erblickt. lch weiß nur, daß der Welt Getümmel Seitdem mir wie ein Traum verweht Und ein unnennbar füßer Himmel Mir ewis im Gemüte steht. Nowvalis X. MANTEGNA, MARIA MIT DEM KINDE — 3— ——— ́PtPtP..F ss]]shs]PpPs;p]Pp]Pꝰ]ꝰ]ꝰ]ꝰ]ꝰ]ꝰPꝰ FFFFFIFTFTFTFTFTFTFTFTTITITFT SS——— Und Maria schauet nieder Auf das Kind voll Lust und Leid, sSingt im Herzen Wiegenlieder ln der stillen Einfamkeit. Die Johanniswürmchen kreifen Emsig leuchtend ihren Weg, Wollen der Mutter Gottes weisen Durch die Wildnis jeden Steg, Und durchs Gras geht sfüßes Schaudern, Streift es ihres Mantels Saum; Bächlein auch läßt jetzt sein Plaudern, Und die Wälder flüstern kaum, Daß sie nicht die Flucht verraten. Und das Kindlein hob die Hand, Da sie ihr so liebes taten, Segnete das stille Land, Daß die Erd' mit blumen, bãumen Fernerhin in Ewigkeit Nãchtlich muß vom Himmel träumen- O gebenedeite Zeit! ose ph von Eichendorff 23 LUCAS CRANACH D. A., MARIA MIT DEM EKINI) tt;;;... é é ¶ ¶ C C CRCRCRCéRCRCRCRDCRDRDRTRDRDRPRDRDRDRDRDRDRDRDRDRDRDRDRꝑDS 8—— — +... ——— ——— —— —.— 4 Es flog ein Täublein weiße Vom Himmel herab In engelischem kleide Zu: einer Jungfrau zart. Es grüßet sie gar hübsch und säuberlich, Ihr Seel ward hoch Serieret, Gelegnet ward ihr Leib. Kyrie eleison. »Nimm wahr, ich bin ein Dienrin Des höchsten Herren mein, Mir gscheh nach deinen Worten, Du selger Engel rein.« Der Gottes Sohn die Menschheit an sich nahm. Des sagn wir arme Sünder Ilhm ewis Lob und Danh. Kyrie eleison. FFcTcT;c;᷑T᷑TFTFTFTFTFTTT᷑EHSZ2 5 *——.—8 SSSIIIIII MEISTER DES FRAN URTER PARADIESGXRTLEINS, VERKUNDIGUNG MARIENLIEO Wenn ins Land die Wetter hängen Und der Mensch erschrocken steht, Wendet, wie mit Slochenklängen, Die Gewitter dein Gebet, Und wo aus den grauen Wogen Weinend auftaucht das Gefild, Segnest du's vom Regenbogen- Mutter, ach, wie bist du mild! Wenn's einst dunkelt auf den Gipfeln Und der kühle Abend sacht Niederrauschet in den Wipfeln: OMaria, heil'ge Nacht! Laß mich nimmer wie die andern, Oecke zu der letzten Ruh' Mütterlich den müden Wandrer Mit dem Sternenmantel zu. Vose pρh von Eichendorft ERXNCIA, MADONNA PꝑPꝓPIPIIIIItIT*RTTRTRTRTRTRTRTRTRTRTRTRTRTDTDTRTRTDTDTDTDTDTDTQTCRC—— 8 IIItITTTTTC.C KOLNISCHE MRADONNA Schirmherrin, du empfingst mich oft am tor Wenn ich von westen kam mit gramem blicke: »Einst bracht ein volk so klar wie tief hervor Mich lãachelnde MNDONNX mit der wicke.« Stefan George 5 1 MͤEISTER DER HL. VERONIKA, MADONNA MIIT DER WICKENBELUTE ———— S........ IITII.. VVICXENII O königin, mildreiche Frau, O Königinl Auf uns herab vom Himmel schaul O Königinl O Mutter der barmherzigkeit, O Königinl Bitt für die Zanze Christenheit! O Königinl Bitt, daß uns Gott gibt Kraft und Gnad, O Königinl Daß uns an Leib und Seel nichts schad! O Königinl Maria, O Königinl Au X* MEMLING, THRONENDE MARIA MIT KIND UND ENGEL äT᷑TCTcCUCTccccTcccTRTRTRTRTRTRTDTRTRTRTRCRTRGTCHCRCRG⁷œ⏓A6ũüNCRC PFIFFIIFTTTTTTc᷑T᷑TFITI᷑T᷑T᷑T᷑ꝗygHgfCIs SS Du bist die Himmelskönigin, Der Majestaͤt Gebärerin; Du bist des Schöpfers Ruhm und Zier; Du bist des Paradieses Tür; Du bist des Höchsten Lust und Leben, Ein Tempel der Dreifaltigkeit; Durch dich wird uns Barmherzigkeit Von SGott erzeiget und gegeben. Angelus Silesius 12 23 ⁰ A. BOTTICELLI, MARIA MIT DEM KINDE — FIFFFIFIIFI....r.rsr.r.s.r.r.r.rRTRGTGTGTGłG'ãꝰĩTĩTëFœöĩᷓF„Thd E PPIIIIIIPPIPIPIttfffxxxfxxTxTxTTRTQTRłQTçCx DEVIKN ie Schönste von allen, von fürstlichem Stand, kann Schönres nicht malen ein ens— lische Hand: Maria mit Namen; an ihrer Ge⸗ stalt all Schönheit beisammen Sott selbst wohlgefallt. Ihr Haupt ist gezieret mit goldener Kron, das Zepter sie führet am himmlischen Thron, ein sehr starke Heldin, mit enslischem Schritt der höllischen Schlange den Kopf sie zertritt. Wohlan denn, o Jungfrau, der Jungsfrauen Bild, von Tugenden strahlend, mit Gnaden erfüllt, mit Sternen geschmücket, die Sonne dich kleidt, die Engel, den Himmel dein An⸗ blick erfreut. Die Sterne verlöschen; die Sonn, die jetzt brennt, wird einstens verdunkeln, und alles sich endt. Du aber wirst strahlen noch lans nach der Zeit in himmlischer Glorie durch all Ewigkeit. Aus Lothringen —....I—5Ccs‚s,‚cccTF“c“T!;;;s!s!“]ꝰ!“!'!ꝰT;?TS!'!]']']yUy-ꝓk x'xP'P'P'P'PTꝰTTSTTPSTHTHT**———————— —.— r ——— —————————— ———— naden zonne XDONNA —M I. NN EVCK O Maria, meine Liebe! Denk' ich recht im Herzen dein: Schwindet alles Schwer' und Trübe, Und wie heller Morgenschein Dringt's durch Lust und ird'schen Schmerz Leuchtend mir durchs ganze Herz. Deinen Jesus in den Armen, Ubern Strom der Zeit gestellt, Als das himmlische Erbarmen Hütest du getreu die Welt, Daß im Sturm, der trübe weht, Dir kein Kind verloren geht. Vosepß ⁰0n Eichendorys • 9 R 35. *. SI—........“““““““I“— . .T Rerr Höchste Herrscherin der Welt, lasse mich im blauen ausgespannten Himmelselt dein Geheimnis schauen. Billige, was des Mannes brust ernst und zart beweget und mit heiliger Liebeslust dir entgegen träget. Blichet auf zum Retterblick alle reuig Zarten, Euch zu seligem Geschick dankend umzuarten. Werde jeder beßre Sinn dir zum Dienst erbötig; Jungfrau, Mutter, Königin, Göttin, bleibe gnädig! Johann Wolfgang von Goethe .....FTTTTT;sTT;sTcTT;TTPTFTFSPSPT]TDTDT T T T T T T ————— rr n du. PFPFPFPFPFPFPFPFPFPFTPTFTFTPTsT'TFTDTDTDTDTDTDDTPTFPTFTFTPTFTFTPTPTFTFTFTFTDTDTCT —————— F. LIPPI, MARIXA IN XNBETUNG Es blühn drei Rofen auf einem Zweig, O Marial Sie blühn all drei ins Himmelreich, O Marial Was trägt Maria in ihrem Schoß? O Marial Ein kleines Kindlein, nackt und bloß. O Marial Was trãgt Maria auf ihrem Armꝰ O Marial Ein kleines Kind, das sich unsr erbarm OMarial O Marial Uberall wir gSrüßen dich Viel taufendmall! s&chlesien Ve ————— m ———————.— TT————————————— M. GRUNEWALD, MARIA MIT DEM EKINDE Wunderschön prächtige, Grobe und mächtige, Liebreich holdselige Himmlische Frau! Welcher auf ewiglich Kindlich verbind mich Ja, auch mit Leib und Seel Gänzlich vertrau. Billig mein Leben, Alles beigeben, Alles, ja alles, Was immer ich bin, Geb ich mit Freuden, Maria, Dir hin. Nach verschiedenen Fassungen des 19. Jahrhunderts LEONARDO DA VINCI, MADV0ONNA 8* ** ö SSIIIIIIRRT————3—— — 9—*5—5———9—9——————— ä.sTTTTs!'TFÿU᷑ẽ ͤftfPfTPTPTfTfPPTPTPTFTPTFTFT * HrT Maria, breit den Mantel aus, Mach Schirm und Schild für uns daraus; Laß uns darunter sicher stehn, Bis alle Stürm vorübergehn!l Patronin voller Güte, Uns allezeit behüte! Aus Innsbruct 154 ——————— IIFFFTTTTTITTIFTTTTTTTITTTTTRTSTHTC. Nf.- LUCAS CRANACH, MADONNA MIT DER KATHARINA Maria, Gottes Mutter, reine Magd, All unsere Not sei dir Seklagt! All unser Not und unler Pein, Das wandel uns Mariä Kindelein! Das wandel uns deines Kindes Zorn, Daß unsere Seel' nicht werd verlorn! GRECO, MATER 10LOROSA ———— Die kngel singen füßen Sang, Daß es im hohen Himmel klang. Sie singen: Rve Jungfrau rein, Du follst des Himmels Königin sein. Dir ist bereit ein herrlich Thron Mitten im Himmel bei deim Sohn. Ein königliche gülden Kron Gibt die Dreifaltigkeit zu Lohn. All Völker sprechen selig dich Auf Erd, im Himmel ewiglich. B. E. MURILLO, IMMACULATA —— ꝑPꝑPꝑPFPFPIFIFIFIFIPIFIFIFIFIFPFPFTFTFTFTPFPFPTPTFTFTRTTRTRTłQTQFłFꝭv(IU:łC EDEEEESEYEf..—— COLATIA RAEFFAEL, MADONNA DEL DUCA DI TERRANUOVA Hier wohnt der Friede; der Kerzenschein lädt zu stillem Verweilen ein. Wir sind verfallen dem Lärm, der Hast: Madonna der Straße, gib Kurze Rast! Schenk uns ein Besinnen in Deiner Hut; ein Ave Maria gibt neuen Mut. Wohin geht die Fahrt? Was ist das Ziel? Ach Mutter, Du weißt: Wir planen viel. Wir sind voll Unrast und jagen umher, dabei wird uns das Her: oft schwer. Uns drücken Sorgen; uns quält die Schuld. Erfleh' uns Deines Sohnes Huld! Nun ruft die Pflicht; es drãngt die Zeit: Madonna der Straße gib sichres Geleit! (Dichter unbekannt) Lennestadt-Oedingen(Westf.) „Madonna der Straße“ an der B 55 Gottesmutter von Vladimir(Ausschnitt) 11./12. Jht., byzantinisch, Moskau, Staatl. Tretjakov-Galerie Schwabenverlag 7090 Ellwangen /½ι 80 0 (Caseastr 840 Sunn 4 ue „Uisqesiig Sen“ Uosio jesob uuf uie non π̈ιhιινιeια S/ 80 3 990 N A vI 21⁴4 uοαο 5 1H * — * O 2 — —23 —— — —2 — O 12nε uuueuinegeg Ieuf5iio uoeu Hε EH eι(bobi un uosnoo) Ue uue udeno e ASquποα uep 80v 2N 0.5 922 3.20 St. Michaelskapelle Madonna mit Kind, Oberrheinischer Barock 1750 Mummelsee a. d. Schwarzwaldhochstr., 1036 m ü. M. 7596 Seebach warzwald 87/88 24.12 M 0 cm UB Gießen Blue White Gb 5087 6 F 90 8 44 1 2 3 4 5 6 7 8 9 Cyan Grey 1 L Colour& Grey Control Chart Green Grey 2 Yellow Grey 3 9 Red Grey 4 10 11 Magenta Black 12